— Frankfurt a. M. 35927 Inhalt Das Gesangbuch hat zwei Teile: Ur.—342 die Lieder des(allgemeinen) Deutschen Evangelischen Gesangbuchs“, Ur. 343—887 zweiter(Frankfurter) Teil. In dieser Uebersicht sind die Lieder des zweiten Teiles nach der Zeit hrer Berfasser unter die Lieder des ersten Teiles eingeordnet und durch inen Stern(0) kenntlich gemacht. Am Schluß der meisten Abteilungen ist zuf andere, inhaltlich verwandte Lieder oder Strophen verwiesen, die neben denen jener Abteilungen auch gebraucht werden können. Das Rirchenjahr Advent ‚Es kommt ein Schiff, geladen(nach Joh. Tauler) macht hoch die Tür(Georg Weissel) *O Seiland, reiß die Zimmel auf(unbek., 1025). „Gottes Sohn ist kommen(Johann Horn): Kommst du, kommst du, Licht(E. Chr. Homburg) Vun jaͤuchzet all, ihr Frommen(Michael Schirmer) Auf, auf, ihr Reichsgenossen(Johann Rist: »Warum willst du draußen stehen Paul Gerhardt) Wie soll ich dich empfangen Paul Gerhardt) 5 Mit Ernst, o Menschenkinder(Valentin Thilo) „Vun kommt das neue Kirchenjahr(Joh. GOlearius) Gott sei Dank durch alle Welt(Seinrich Seld) (Der Serr bricht ein um Mitternacht(Rube) O du mein Trost(Osterwald nach Elmenhorst) Hosianna! Davids Sohn(Benj. Schmolck) 2 BDein König kommt in niedern 561. 1(Friedr. Rückert) Dein Rönig kommt, o Zion(unbek., um 3830) „Cochter Zion, freue dich(Seinr. Ranke) osianna! Zu der Erde(A. L. Chr. Heydenreich) »Die Vacht vergeht, der Tag(J. W. Rautenberg) Weihnachten Es ist ein Ros entsprungen(Vorreformatorisch) Ein Kindelein so löbelich(Vorreformatorisch). Vun singet und seid froh Vorreformatorisch T Gelobet seist du, Jesu Christ(Vorreform. u. M. Luther) vom Simmel hoch, da komm ich her(M. Auther) vom Simmel kam der Engel Schar(M. Luther) Lert euch, ihr lieben Christen 4oo) obt Gott, ihr Christen allzugleich(Wik. Serman) 33 4 Inhalt *„Zu Bethlehem geboren 60638) Freuet euch, ihr Christen alle(Chr. Keimann) Fröhlich soll mein Herze springen Paul Gerhardt) *„Ich steh an deiner Krippen hier(Paul Gerhardt) Rommt und laßt uns Christum ehren(Paul Gerhardt) *O Jesu Christ, dein Rripplein(Paul Gerhardt) Wir singen dir, Immanuel(Paul Gerhardt) Dies ist die Wacht, da mir(K. F. Vachtenhöfer) *„Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket(Gerh. Tersteegen) Dies ist der Tag, den Sott gemacht(Chr. F. Gellert) cgerbei, o ihr Gläubigen(N. d. Latein. v. H. Rankeꝛ) O du fröhliche(Zoh. Falr) ,„ Der heilge Christ ist kommen(E. MR. Arndt): Brich an, du schönes Morgenlicht(M. v. Schenkendorf) Ferner aus den Liturgischen Sätzen H. I. J. Ehre sei Gott. Jahreswechsel Das alte Jahr vergangen ist(unbekannt, 5968 u. 3988) HZilf, Serr Jesu, laß gelingen(Joh. Rist;:;: Vun laßt uns gehn und treten(Paul Gerhardt) *Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit(A.. Francke) Jesus soll die Losung sein(Benj. Schmolck/ Das Jahr geht still zu Ende(Eleonore Fürstin Reuß) Wie heimlicher Weise(Ed. Mörike) 43 zum Jahresschluß auch: 34, Str. 4. Zesu, nimm. 96, Str. 1—4 u. 7—9. Ach bleib. 920. Unsern Ausgang.— Loblieder wie 86. Allein Gott. 245. VNun danket. 247. Man lobt. 257. Womit soll ich.— Vertrauenslieder wie 238. Befiehl du. 220. Ich hab. 23). Meine Seel. 237. Die Gnade. Fos. Wie's Gott.— Ewigkeitslieder wie 383. Mein Leben. 3os. Mit · ten wir. 323. Ich bin ein Gast. 330, Str. 3. 4. err, lehr. 587. Brich herein.— Weujahr: 209. Jesu, geh vor an. 30). Serr, höre. 486. Zindurch. 492. In dir ist Freude. Epiphanias Wie schön leuchtet der Morgenstern Phil. Wicolai) O Bönig aller Ehren, Herr Jesu(Maͤrtin Behm) O Jesu Christe, wahres Licht(Joh. Heermann) Werde Licht, du Stadt der Heiden(Joh. Rist) Zerr Jesu, Licht der Seiden(Joh. Franck) *Morgenstern der finstern Vacht(Joh. Scheffler) Jesu, großer Wunderstern(Erdm. Veumeister) *„Auf, Seele, auf, und säume nicht(Michael Müller) 388 —4 E 399 307 Inhalt Jesus ist kommen, Grund ewiger(E. X. Allendorf) *„Jesu, deiner zu gedenken(N. LE. Graf v. Zinzendorf) *Licht, das in die Welt gekommen(Rud. Stier) Auch einzelne Weihnachtslieder wie 34. Freuet euch. 36. Fröh⸗ lich soll. Ferner: 304. Mit Fried.— Missionslieder wie 33o. Eine Herde. 3)2. Der du.— Vachfolge Jesu: 363. Mir nach. 580. Züter, wird. 382. Erneure mich. 200. Ich will dich lieben. 206. Ach mein Serr Jesu. 473. Lebenssonne. Passion Lamm Gottes, unschuldig(083, N. Deciusꝛ?) O hilf, Christe, Sottes Sohn(Michael Weiße) Christe, du Lamm Gottes(Wittenberger K. O. 3833) wir armen Sünder(. Donn *Laßt uns doch Christo dankbar sein(Sebald Beyden) Wir danken dir, Herr Jesu Christ(Chr. Fischer) Zerzliebster Jesu, was hast du(Joh. Seermann) Jesu, deine tiefen Wunden(Joh. Seermann) Der du, Serr Jesu, Ruh und Rast(Georg Werner). *Ach Jesu mein, was große Pein(unbekannt, 57. Jahrh.) *„Du großer Schmerzensmann(Adam Thebesius) Wenn meine Sünd mich kränken(Justus Gesenius) Jesu, meines Lebens Leben(E. Chr. Homburg) O Traurigkeit! O Serzeleid!(Joh. Rist) Ein Lämmlein geht Paul Gerhardt:) O Haupt voll Blut und Wunden Paul Gerhardt) O Welt, sieh hier dein Leben Paul Gerhardt). Sei mir tausendmal gegrüßet(Paul Gerhardt) Zerr Jesu Christ, dein teures Blut(Joh. Olearius) *„Ich danke dir für deinen Tod(Joh. Scheffler) Jesu, deine Passion(Sig. von Birkerns O du Liebe meiner Liebe(Elisabeth von Senitz) *Seele, mach dich heilig auf(A. Klesel) *Jesu, dessen Tod und Leiden(G. W. von Leibniz). So ruhest du, o meine Ruh(Salomo Franckð Ich grüße dich am Kreuzesstamm(Val. E. CLöscher) Ruhe hier, mein Geist, ein we 4(Gerh. Tersteegen) Ch Herr, stärke mich, dein Leiden r. J. Gellert) Die wir uns allhier(Chr. Ren. Graf v. Zinzendorf) Du meines Lebens Leben(v. Wobeser u. v. Bruiningk) Ich senke mich in deine Wunden(Joh. Fr. v. Meyer) Du hasts vollbracht. Da stehen wir(Joh. Fr. Möller) Eines wünsch ich mir vor allem andern(Alb. Knapp) 6 Inhalt *Herr, ich kniee anzubeten(Fr. Rayserp7) „Laß mich diese Welt verstehen(Joh. P. Lange) „Jetzt, da die Zeit sich nähert deiner Leiden(C. F. Meyer) Passionsgedanken in Liedern anderer Abteilungen: 3. B. 346. Wo soll ich. 348, Str. 7. 3. Er sprach. 64. Lasset uns. 596. Such, wer da will. 20). Liebe, die du. 2)5. Ach Gott. 233. Je größer Kreuz. 236. meine Sorgen(Str. 3—8). 305. Mitten wir. 352, Str. 3. In meines. 353. Zerzlich. 3)6. Freu dich sehr(Str. 6. 7). 320. In Christi Wunden. 340. Endlich bricht. 42). Der Glaube bricht. 477. Serr, der du. 498. Ich laß dich nicht. 499. O Ursprung(Str. 6). 800. O Liebesglut. 50)3. Wie dank ichs. 804. Wenn alle. 9)4. Ein Christ kann. 5)7. Christen erwarten(Str.„). 377. O Jesu Christ. Liturg. F. Ehre sei dir, Chr iste. Ostern Christ ist erstanden von der Marter alle(53. Jahrh.) Christ lag in Todesbanden(M. Luther) Gelobt sei Gott im höchsten Thron(Mich. Weiße) Erschienen ist der herrlich Tag(Vik⸗ Herman) *mit Freuden zart zu dieser Fahrt(G. Vetter) „Wir wollen alle fröhlich sein(unbekannt, 3568) Wir danken dir, Serr Jesu Christ(Thom. Sartmann) ucZeut triumphieret Gottes Sohn(X. Stolshagen). *Macht auf das Tor der Grechtigkeit(Tob. Riel) Frühmorgens, da die Sonn aufgeht(Joh. Heermann) O Lod,‚, wo ist dein Stachel nun?(VNach G. Weissel von J. Gesenme) „Wir leben und schweben(Chrys. Schultzy Auf, auf, mein Herz, mit Freuden Paul Gerhardt) *„Vun freut euch hier und überall(Paul Gerhardt) *O fröhliche Stunden, o herrliche Zeit Joh. Rist) „Aus des Todes Banden(Vach Ph. J. Spener) *„Triumph! Triumph! Es rommt mit(B. Praetorius) *O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit(Cyr. Günther) *„zwei der Jünger gehn mit Sehnen(Joh. Neunherz) Wach auf, mein Herz, die Nacht(Laur. Laurenti) Ich geh zu deinem Grabe(Benj. Schmolck) Willkommen, Seld im Streite(Benj. Schmolck) Jesus lebt, mit ihm auch ich(Chr. F. Gellert) „Bringt Preis und Ruhm(J. S. Diterich) *„Ich sag es jedem daß er lebt(Friedr. v. Hardenberg) *Ostern, Ostern, Frühlingswehen(M. v. Schenkendorf) *„Triumph! Triumph! Der Sieg ist mein(E. M. Arndt) Jerner: Ewigkeitslieder wie 327. Jesus, meine zuversicht. 383 382 383 76 87 78 99 384 389 60 386 387 60 62 388 63 389 390 393 392 393 394 04 68 66 07 398 390 397 305 Inhalt Himmelfahrt Christ fuhr gen Bedener Was sandt er 68. Jahrh.) Auf diesen Tag bedenken wir(Joh. Zwicḱ̃ñ Wir danken dir, Serr Jesu Christ(0607) *„Gen Himmel aufgefahren ist(060) Auf Christi Simmelfahrt allein(nach Josua Wegelin) Ach wundergroßer Siegesheld(E. Chr. Somburg) *Der Serr fährt auf gen Simmel(G. W. Sacer) Zeuch uns nach dir(Friedrich Funcken Großer Mittler, der zur Rechten(J. J. Rambach) Siegesfürst und Ehrenkönig(Gerh. Tersteegen) In die Ferne möcht ich ziehen(M. v. Schenkendorf) *Ergrünt, ihr Siegespalmen(n. Beda v. A. Rnapp) Ferner: 3178. Zimmelan. 186. Rönig, dem kein. 390. Jesus Christus herrscht. 394. Simmelan. 490. Wun aufwärts. 56s. Laß dich nicht. Pfingsten Romm, heiliger Geist, Serre Gott Vorreformatorisch u. i. Zuther)ꝛ). Nun bitten wir den heiligen(Vorref. u. M. QLuther) *„Romm, heilger Geist, o Schöpfer du(Altkirchlich, bearb. v. Z. Scheffler)) *Jauchz, Erd, und Simmel, juble(n. A. Blaurer). reilger Geist, du t Ber mein(Mart. Moller) O heilger Geist, kehr bei uns ein(Mich. Schirmer). O du allersüßste Freude(Paul Gerhardt“)y)) Zeuch ein zu deinen Toren Paul Gerhardt)) O heiliger Geist, o heiliger Gott(Altenburg 3686)) Komm, o komm, du Geist des Lebens(Zeinr. Held) Schmückt das Fest mit Maien(Benj. Schmolck) „Rommt, Seelen, dieser Tag(Val. E. Sscher7) *0 Gott, o Geist, o Licht des Lebens(Gerh. Tersteegen) Dich, Geist der Wahrheit(E. M. Arndts)s)ss) *O Gottes Geist und Christi Geist(E. M. Arndt) Geist des Glaubens, Geist der Stärke Ph. Spitta) O komm, du Geist der Wahrheit(Ph. Spitta) *„Es ist ein Strom erflossen(V. v. Strauß u. Torney) „Rausche, flute, Strom der Gnaden(W. Mühlpforth) Ferner: Liturg. Sätze A. Romm, heiliger Geist, erfüll. 87. Ge⸗ lobet sei(Str. 3—5). Trinitatis Wir glauben all an einen Gott(M. Luther) 85 „Gott der Vater, wohn uns bei(M. Luther) 435 Allein Gott in der Zöh sei Ehr(Nik. Decius) 86 Gelobet sei der Herr, mein Gott(Joh. Olearius) 87 Wir glauben all an einen Sott, Vater, Sohn u. hl. Geist(E. Eiausnizer *Brunn alles Seils, dich ehren wir(Gerh. Tersteegen) 4)4 Ferner: 332. Mein Schöpfer. 530. Ist Gott für mich(Str. 3. 3. 6). 25). Sollt ich(Str. 1—4).— Trinitarische Strophen in vielen Liedern, z. B. 338, 30. 536, 4. 538, 3. 245, 3. 257,). 258, S. 272, 7. 46/ Liturg. Sätze H. 2 u. 3. Ehre sei. N. Wir glauben all. T. Die Gnade. Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche Ach Gott, vom Simmel sieh darein(M. Luther) 809 Ein feste Burg ist unser Sott(M. Luther);j ◻— Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(M. Luther) 9 Es wolle Gott uns gnädig sein(M. Luther) 2 Wär Sott nicht mit uns diese Zeit(M. Luther) 93 HZerr, nun selbst den Wagen halt(Zuldr. Zwingli) 94 „Cobt Gott, ihr frommen Christen(Ludw. Heilmann) 4)5 *ob Gott getrost mit Singen(Joh. Born)ꝰ 49 *Wach auf, meins 155m910 Schöne, du(Sans Sachs) 4)7 „Wach auf, wach auf, s ist hohe Zeit(Ambr. Blaurer) 438 Wo Gott der Zerr nicht bei uns hält(Just. Jonas). 98 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ(Wik. Selnecker) 96 „Der Tag wohl durch die Wolken dringt 86)) 4)99 *„Cobet den Herrn, ihr Heiden all(unbekannt 36⁰ 420 Verzage nicht, du HSäuflein klein(Mich. Altenburg) 97 Zerr, unser Gott, laß nicht zu schanden(J. Seermann) 98 Treuer Wächter Israel(Joh. geermann 99 Ach bleib mit deiner Gnade(Josua Stegmann)J00 Christe, du Beistand deiner(Ap. v. Löwenstern) J0) Zion, gib dich nur zufrieden(Joach. Pauliy)/Joꝛ Fahre fort, fahre fort(J. Eusebius Schmidtꝰ: J03 Wach auf, du Geist der ersten zeugen(A. H. v. Bogatzky) 304 Dein Wort, o Herr, bringt(L. K. Allendorf) 305 Einer ist Rönig, Immanuel sieget(E. R. Allendorf) 30⁰ Jesu, der du bist alleine(Gerh. Tersteegen)J0 jIV Sꝰ2 — — Inhalt Der Glaube bricht durch Stahl(Graf v. Zinzendorf) Serz und Serz vereint(N. I. Graf von Zinzendorf) Wir wolln uns gerne wagen(N. L. Grf. v. Zinzendorf) »Die Kirche Christi, die er(nach A. G. Spangenberg) O daß doch bald dein Feuer brennte(G. Fickert) »Weit durch die Lande(. B. Garve) Eine Serde und ein Sirt(Fr. Ad. Krummacher) Walte, walte nah und fern(J. Fr. Bahnmaier) Der du zum Heil erschienen(Alb. Anapp) Einer ists, an dem wir hangen(Alb. Anapp) Der du in Todesnächten(Chr. Barth) „Züter, ist die Nacht verschwunden(Chr. Barth) Die Sach ist dein, Serr Jesu Christ(S. Preiswerk) „Rönig Jesu, streite, siege(unbek. 182777 Jesus ist der Siegesheld(Joh. Christoph Blumhardt) *Es kennt der Serr die Seinen(Phil. Spitta):) zieht in Frieden eure Pfade(G. Rnak) Zeuch an die Macht, du Arm des Serrn(Fr. Oser Rommt her, des Rönigs Aufgebot(Fr. Spitta) *O seliger Tag, des in Soffnung(N. Beskow) Zum Reformationsfest auch Zoblieder, z. B. 242. Herr Gott. 243. Nun lob.— Glaubenslieder wie 348. Nun freut euch. 159. Vater unser(Str. 3—3).— Bei kirchlichen Tagungen auch Pfingstlieder wie 73. Romm, heiliger Geist. 77. G heil⸗ ger Geist.— Bei Einführung eines Pfarrers auch 290. O Sott.— Amtsjubiläum: 535. Geht hin.— Einweihung einer Anstalt: 298. Ich und mein Saus(Str. 3 u. 6).— Missions⸗ lieder auch unter Epiphanias, z. B. 369. Licht, das; auch 304. Str. 3 u. 4. 246. Vun preiset. Liturg. Z2. Ryrie(Litanei). * e * Sonntag und Gottesdienst »„Nun jauchzt dem Serren(nach C. Becker v. D. Denicke) Wir Menschen sind zu dem, o Gott(Dav. Denicke) Zerr ů08 Christ, dich zu uns wend(Altenburg 3648) Gott Lob, der Sonntag kommt herbei(Joh. Olearius) Perr öffne mir die Serzenstür(Joh. Glearius Liebster Jesu, wir sind hier(Tob. Clausnizer) Unsern Ausgang segne Gott(Sartm. Schenck)j) Broßer Gott von alten Zeiten(Rasp. Neumann) Tut mir auf die schöne Pforte(Benj. Schmolck) Bott ist gegenwärtig(Gerh. Tersteegen) „Liebster Seiland, nahe dich(Gerh. Tersteegen) Herr, dein Wort, die edle(N. L. Grf. v. Zinzendorf) * 434 77 730 7 7⁸ 79 20 727 52²2 523 43⁸ 2⁴ 50 Inhalt Hallelujah, schöner Morgen(Jonathan Krause) Zeige dich uns ohne Sülle(Fr. G. Klopstock *Rüste uns mit Kraft vom Herrn(Fr. G. Klopstock) Das ist eine selge Stunde(E. G. Woltersdorf) „Wie lieblich schön, Serr Zebaoth(Matth. Jorissen) *Jesu, Seelenfreund der Deinen(nach M. SHahn) *Gottesstille, Sonntagsfrühe(M. v. Schenkendorf) „Treuer Seiland, wir sind hier(Heinr. Zeller) *„Amen! Zob, Preis(Chr. Fr. H. Sachse) *Sieh uns fertig, gegenwärtig(K. Gerok) *„Nun geh uns auf, du Morgenstern(Jul. Sturm) Zions Stille soll sich breiten(R. Bögel) Ferner manches aus den Liturgischen Sätzen, z3. B. A. Romm, heiliger Geist. L. Zallelujah. M. Serr, dein Worr. T. Die Gnaͤde. V. Gott sei uns gnädig. Taufe und Ronfirmation *„Ach, lieber Serre Jesu Christ(H. v. Laufenberg) *Christ, unser Herr, zum Jordan kam(M. Auther) Sei Gott getreu, halt seinen Bund(Michael Franck) Liebster Jesu, wir sind hier, deinem(B. Schmolck) Ich bin getauft auf deinen Vamen(J. J. Rambach) Mein Schöpfer, steh mir bei(J. J. Rambach) *Dies Kindlein, Jesu, ist nun dein(Rob. Steiger) *„un schreib ins Buch des Lebens(unbek., vor 38890) Zur Ronfirmation Loblieder wie 243. Nun lob. 247. Man lobt dich. 292. Bis hierher. 284. Lobe den Serren.— Glau⸗ benslieder wie 357. Stark ist(Str.) u. 7 3698. Ichaweiß, woran.— eiligungslieder wie 3962. Zerzlich lieb. 963. Mir nach. 364. Lasset uns. 572. Jesu, hilf siegen. 38). Rüstet euch (Str. 4). 388. Ich bete an. 430. Es kennt der Zerr. 487. Auf dich seh ich.— Zesuslieder wie 396. Such, wer da will. zoo. Ich will dich lieben. 205. Jesu, geh vor an. 278. Mein schönste Zier(Str. 1—3). 495. Jesus, Jesus. 4098. Ich laß dich nicht. — Passionslieder wie 44. Ein Lämmlein(Str. 4. 30. 58. Eines wünsch ich.— In der Osterzeit: 64. Wach auf(Str. 3. 2. 9. 90). 67. Zesus lebt(Str. 4. 99. Abendmahl Gott sei gelobet und gebenedeiet(M. Luther) *„Im Frieden dein(J. Englisch, bearb. v. F. Spitta) *Ehrt, lobt und dankt mit ganzem Fleiß 66. Jahrh.) O Zesu, meine Wonne(3. Rist) *O Zesu, dir sei ewig Dank(J. Olearius) 328 326 43⁰ 27 43⁷ 438 439 44⁰ 44) 4⁴² 443 128 4⁴4 44⁸ 20 53⁰ 3 53² 44⁰ 44⁷ 33 448 449 —34 49⁰ Inhalt Schmücke dich, o liebe Seele(Joh. Franck) err Jesu Christ, du höchstes Gut(Erfurt 370)) Ich komme, Serr, und suche dich(Chr. F. Gellert) *Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie(J. A. Cramer) urerr, du wollst uns vollbereiten(Fr. G. Klopstock) Romm, mein Serz, in Jesu Leiden(E. G. Woltersdorf) *Im Namen des errn Jesu Christ(. v. Rommt her, ihr seid geladen(E. M. Arndt) *Kehr ein mit deiner Lindigkeit(J. Fr. Moͤller) *Wie könnt ich sein vergessen(Chr. G. Rern) *IZu der stillsten Feierstunde(. Weingart) Ferner: z7. Wie schön. 3os. Dein Wort(Str. 5). 306. Einer ist Rönig. 307. Jesu, der du. 326. Zeige dich. 527. Das ist eine selge. 562. Herzlich lieb. 387. Allgenugsam(Str. 5). z22. Warum sollt(Str. 3). 3. 244. Nun laßt uns. 247. Man lobt(Str. 3). 368. Jesu, deiner zu gedenken. 493. O Lebens⸗ brünnlein. 497. Salt im Gedächtnis. 499. O Ursprung. 3os. Von dir will ich nicht(Str. 3. 4). 52). Der Serr ist mein. Manches aus den Liturgischen Sätzen, z. B. P. Seilig. R. Er⸗ hebet eure Serzen. 8. Danket. Krankenabendmahl s. Gebetsan⸗ hang S. 47 Buße Aus tiefer Vot schrei ich zu dir(M. Luther) Allein zu dir, Serr Jesu Christ(Ronr. Zubert) *Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn(G. Grünewaldt) Herr Jesu Christ, du höchstes Gut(B. Ringwaldt) Ach Gott und Serr(J. Major? Jena 3633) Vimm von uns, Serr, du treuer Gott(M. moller) So wahr ich lebe, spricht dein Gott(J. Oe Wo soll ich fliehen hin(J. Heermann) Jesus nimmt die Sünder an(Erdm. Veumeister) *„Gott rufet noch. Sollt ich nicht(G. Tersteegen) *Meine Seele, voller Fehle(M. Sib. Rieger) *Es ist noch Raum(E. G. Woltersdor *„Gott, der du unsre Zuflucht bist(J. J. Eschenburg) RKehre wieder, kehre wieder Ph. Spitta) Zum Buß-⸗ und Bettag auch Lieder vom Gebet wie 389. Vater unser. 392. Betgemeinde. Ferner 25). Wenn wir. 236. Hilf, Helfer. 303. Serr, höre. 3oꝛ. Herr, der du. 303. Du läßt dich. zos. Mitten wir. 370. O wir armen Sünder. 570. Wach auf. Möglichst nur Wirlieder.— Zur Abendmahlsvorbereitung auch Lieder der Abteilung„Seiligung“, z. B. 74. Mache dich. 2. Züter, wird. 3 Nun so will ich.— Liturgische Sätze C. Serr, erbarm. D. Schaffe in mir. E. F. G. Z. Kyrie. I 73 33⁰ 137 4 492 538 493 339 494 49 476 2 Inhalt Glaube und Rechtfertigung Nun freut euch, lieben Christen gmein(M. Luther) Es ist das Zeil uns kommen her P. Speratus) *O gläubig Serze, benedei(Mich. Weiße?) Ist Gott für mich, so trete(P. Gerhardt) *Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Zügel(B. Schmolck) Ich habe nun den Grund gefunden(J. A. Rothe) *Der Zerr ist gut, in dessen Dienst(J. J. Rambach) Unumschränkte Liebe(J. J. Rambach) mir ist Erbarmung widerfahren Ph. Fr. Hiller) Christi Blut und Serechtigkeit 7. Jahrh. u. N. L. Graf v. Zinzendorr77/) ũ: Geht hin, ihr gläubigen Gedanken(J. G. Serrmann) Aus Gnaden soll ich selig werden(Chr. L. Scheidt) *Wer ist der Braut des Lammes gleich(Woltersdorf) Stark ist meines Jesu Hand(. B. Garve) Ich weiß, woran ich glaube(E. M. Arndt) *So halte fest denn, was du hast(A. Zellerr) *Ach Zerr, nimm hin mein Lebensgut(E. Prinz Schoen⸗ aich⸗Carolath) Ferner 33. Jesus ist kommen. 68. Wir glauben all. 396. Such, wer da will. 243. Nun lob. 28). Sollt ich. eiligung Vater unser im Simmelreich(M. Luther) Ich ruf zu dir, Serr Jesu Christ(752hohh Laß mich dein sein und bleiben(Nik. Selnecker) HZerzlich lieb hab ich dich, o Herr(M. Schalling) *„Geduld ist euch von nöten(P. Gerhardtp))) Mir nach, spricht Christus, unser Seld(Joh. Scheffler) Lasset uns mit Jesu ziehen(Sig. v. Birken) Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Joach. Neander) Ein reines Zerz, Serr, schaff in mir(5. G. Neuß) *0 der alles hätt verloren 66800 4 Zerr Jesu, Gnadensonne(L. A. Gotter) Schaffet, schaffet, Menschenkinder(. A. Gotter) O Durchbrecher aller Bande(Gottfr. Arnold) *„Ruhe ist das beste Gut(nach J. K. Schade) Dir, dir, Jehova, will ich singen(B. Crasselius) Eins ist not! Ach ⸗Zerr, dies Eine(J.. Schröder) Jesu, hilf siegen, du Fürst des Lebens(J.. Schröder) 348 —349 463 90 464 3899 46 352 393 38⁴ 37⁰ 7 372 V. rr rtte- .. Snnns ꝰ Inhalt Ringe recht, wenn Gottes Gnade(J. J. Winckler) Mache dich, mein Geist, bereit(J. B. Freystein) Zimmelan geht unsre Bahn(Benj. Schmolck) *Wir sind dein, Serr, laß uns immer(Val. E. Löscher) Es glänzet der Christen inwendiges(Chr. Fr. Richter) Es kostet viel, ein Christ zu sein(Chr. Fr. Richter) Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein(Chr. Fr. Richter) Zier legt mein Sinn sich(Chr. Fr. Richter) Züter, wird die Wacht der Sünden(Chr. Fr. Richter) Rüstet euch, ihr Christenleute(W. Erasm. Arends) Erneure mich, o ewges Licht(J. Fr. Ruopp) *ebenssonne, deren Strahlen(Fr. Ad. Lampe) mein Leben ist ein Pilgrimstand(Fr. Ad. Lampe) Seele, was ermüdst du dich(Joh. Gabr. Wolf) O Vaterherz, o Licht, o Leben(K. H. v. Bogatzky) Rönig, dem kein Xönig gleichet(J. J. Rambach) czerr, habe acht auf mich(E. KX. Allendorf) Allgenugsam Wesen(G. Tersteegen) Ich bete an die Macht der Liebe(G. Cersteegen) Rommt, Kinder, laßt uns gehen(G. Tersteegen) *Nun, so will ich denn mein Leben(G. Tersteegen) *Wer will ein Streiter Jesu sein(nach Sieron. Annoni) Jesus Christus herrscht als Rönig(Phil. Fr. Hiller) *„Serr, der du einst gekommen(W. L. Grf. v. Zinzendorf) *„Merk, Seele, dir dies(N. L. Grf. v. Zinzendorf) *Auf, ihr Streiter, durchgedrungen(J. S. Buchka) SZeilge Einfalt, Gnadenwunder(A. Gottl. e Betgemeinde, heilge dich(Rarl von Pfeil) Fortgekämpft und fortgerungen(J. K. Lavater) *Gern in alles mich zu fügen(J. K. Lavater) *iebe, du der Gottheit 1 046. 5(K. Jr. Sarttmann) Himmelan, nur himmelan(J. G. Schöner) *Gib Frieden, Serr, gib Frieden CK. M. Arndt) Ich habe dich gefunden(Fr. A. Roethe) *Dem Rufe des Serrn gehorchen wir gern(Frz. Zäͤrter) *Volk des Serrn, du hast hienieden(S. Preiswerk) *Am Ende ists doch gar nicht schwer Ph. Spitta) *Zindurch, hindurch mit Freuden!(Alb. Zeller) *Auf dich seh ich, mit dir geh ich(A.. Walter) *Gib mir, daß ich sehend werde(Br. Weiß) 4 Inhalt *Nun aufwärts froh den Blick gewandt(A.. Franke) *Daß sich doch die Liebe mehre(G. Schüler) Bußlieder wie 437. Rommt her. 458. Gott rufet. 4899. Meine Seele.— Vachfolge Jesu auch unter„Liebe zu Jesus“, z. B. z08. Bei dir, Zesu. 494. Jesu, meiner Seele Leben.— Väch⸗ stenliebe: Gemeinschaftslieder unter„Kirche“, z. B. j3os. De in Wort. 3o7. Jesu, der du. 3os. Serz und Serz.— Berufs⸗ treue z. B. 290. O Gott. 29). Ich weiß. 293. Das walte Sott. 422. Wir wolln uns. 539. Erhebe dich(Str. 3. 4.). 56. Geh hin nach Gottes Willen. 567. Gehe hin in Gottes Namen. Liebe zu Jesu *„In dir ist Freude in allem Leide(J. Lindemann) *O Lebensbrünnlein tief und groß(Joh. Mühlmann) O Zesu, Jesu, Gottes Sohn(Joh. Seermann) Such, wer da will, ein ander Ziel(G. Weissel) Meinen Jesum laß ich nicht(Chr. Reimann) Jesu, meine Freude(Joh. Franck: Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen(J. Scheffler) Ich will dich lieben, meine Stärke(J. Scheffler) Liebe, die du mich zum Bilde(J. Scheffler) Seelenbräutigam(Adam Drese) *Jesu, meiner Seele Leben(Chr. Scriver) 8* *Jesus, Jesus, nichts als Jesus(Ludämilie Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt) *Schönster HSerr Jesu(Münster 3677) 1. chalt im Gedächtnis Jesum Christ(Cyr. Günther) *Ich laß dich nicht, du mußt mein(W. Chr. Deßler) Wie wohl ist mir, o Freund(W. Chr. Deßler) Wer ist wohl wie du(J. A. Freylinghausen) *O Ursprung des Lebens, o ewiges Licht(Chr. J. Roitsch) *O Liebesglut, wie soll ich dich(Fr. Ad. Lampe) Jesu, geh voran(nach N. L. Grf. v. Zinzendorf) *Wie dank ichs, Seiland(N. L. Grf. v. Zinzendorf) Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein(Chr. Gregor) „Lieber arm als ohne Jesus(S. v. Klettenberg) Von dir will ich nicht weichen(J. Fr. v. Meyer) Was wär ich ohne dich gewesen(Friedr. v. Sardenberg) *Wenn alle untreu werden(Fr. v. Sardenberg). *Wenn ich ihn nur habe(Fr. v. Sardenberg) *„Immer muß ich wieder lesen(Luise Sensel) 49⁰ 49 492 49³ 595 59⁰ 97 398 99 200 20) 202 494 495 49⁰ 497 498 203 204 499 Soo 209 8o) 20 voꝛ 8os 20ꝛ 8oaã os oo 90 97 Inhalt Bei dir, Jesu, will ich bleiben Ph. Spitta) *Bleibt bei dem, der euretwillen Ph. Spitta) Auch einzelne Lieder und Strophen der Abteilungen„Epipha⸗ nias“ und„Passion“, z. B. 27. Wie schön leuchtet. Vertrauen auf Gott *Wies Sott gefällt, gefällts mir auch(A. Blaurer). In dich hab ich gehoffet, Herr(Adam Reißner) Was mein Sott will, das gscheh allzeit(58sa Wenn wir in höchsten Vöten sein(Paul Eber) Wie nach einer Wasserquelle(A. Lobwasser) Wer Sott vertraut, hat wohl(Joach. Magdeburg Von Gott will ich nicht lassen(L. Helmbold) Herr, wie du willst, so schicks mit mir(R. Bienemann) Ach Sott, wie manches Serzeleid(M. Moller) Hilf, Selfer, hilf in Angst und Wot(M. Moller) Auf meinen lieben Gott trau ich(5607) Dej den Vebel folgt die Sonn(P. Gerhardt) Befiehl du deine Wege P. Gerhardt) N Gib dich zufrieden P. Gerhardtp)) Ich hab in Gottes Serz und Sinn(P. Gerhardt) Schwing dich auf zu deinem Gott(P. Gerhardt) Warum sollt ich mich denn grämen P. Gerhardt) *Was Sott gefällt, mein frommes Kind(P. Gerhardt) In allen meinen Taten(Paul Fleming *Laß dich nur nichts nicht dauern(P. Fleming Wer nur den lieben Gott läßt walten(G. Veumark) Sollt es gleich bisweilen scheinen(Chr. Titius) Wunderanfang, herrlich Ende(. A. Stockfleth) Wur frisch hinein!(ui. Rongeh̃). Was Sott tut, das ist wohlgetan(Sam. Rodigast) Alles ist an Gottes Segen(Würnberg 3676) *„Ein Christ kann ohne Kreuz(D. NVerreter) *„Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch(Zihn Ach Sott, verlaß mich nicht!(Sal. Franck)j); »Mein Sott, wie bist du so verborgen(Sal. Franck) So führst du doch recht selig, Serr(Gottfr. Arnold) Meine Seel ist stille(Z. R. Schade*))ꝰsö Meine Seele senket sich(J. J. Wincklerr) Je größer RXreuz, je näher Zimmel(Benj. Schmolck) Gott wills machen, daß die Sachen(J. D. Serrnschmidt) *Christen erwarten in allerlei Fällen(Chr. L. Edeling) 56 Inhalt Wie Sott mich führt, so will ich gehn(L. Gedicke) Meine Sorgen, Angst und Plagen(unbek., 370) Die Gnade sei mit allen Ph. Fr. Sillerr) Sott ist getreul Sein Serz(Ehrenfr. Liebich 7) Auf Gott und nicht auf meinen Rat(Chr. F. Gellert) Ich hab in guten Stunden(Chr. F. Gellert) *Ja fürwahr, uns führt(Fr. Ad. Arummacher) *Wie mit grimmgem Unverstand(Joh. Falk) „Was willst du dich betrüben(E. M. Arndt) *Der Herr ist mein getreuer Hirt(J. Fr. v. meyer) Ich steh in meines Herren Sand(Ph. Spitta) *Stille halten deinem Walten(K. R. Hagenbach) *SZerr, wie du willst und meinest(Alb. Zeller) *Rlag deine Wot dem lieben Gott(Alb. Zeller). *Laß fahren deine Sorgen(Jul. Sturm) *Wimm mir alles, Gott, mein Gott(Fr. Oser) *So nimm denn meine Sände(Julie v. Sausmann). *Und wollte alles wanken(G. Schüler) Auch Lob⸗ und Danklieder wie 26). Sollt ich. Ferner: 393. Derch 340. Endlich bricht. 42). Der Glaube bricht •** Lob und Dank HZerr Gott, dich loben wir(M. Auther) Nun lob, mein Seel, den Serren(Joh. Gramann) Nun laßt uns Gott dem erren(Ludw. heimbold) Wun danket alle Gott(M. Rinckart) *Sallelujah! Lob, Preis und Ehr(nach M. nincart) Vun preiset alle(Ap. v. Löwenstern) Man lobt dich in der Stille(Joh. Rist) Du meine Seele, singe(P. Gerhardt) Ich singe dir mit Serz und MRund(P. Gerhardt) Nun danket all und bringet Ehr(P. Gerhardt) Sollt ich meinem Gott nicht singen(P. Gerhardt) Bis hierher hat mich Gott gebracht(Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut(J. J J. Schütz) gobe den Serrn, den mächtigen König(J. Neander Wunderbarer Rönig(J. Veander) O daß ich tausend Jungen hätte 26 mentzer) Womit soll ich dich wohl loben(. A. Her Lobe den Serren, o meine Seele(S. D Serrnschmidt) 238 236 237 238 239 240 938 979 520 927 24 8722 923 824 929 726 827 928 242 243 244 245 729 246 247 248 249 290 29) 292 283 294 28 296 287 288 A.„„& * rS— —— he e Inhalt *Großer Sott, wir fallen nieder(Gerh. Tersteegen) Gott ist mein Lied Chr. 5. Gellert Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht(Chr. F. Gellert) Wie groß ist des Allmächtigen Güte!(Chr. F. Gellert) *„Großer Gott, wir loben dich(Ignaz Franz Jehova, Jehova!(G. X. Pfeffel7ðð- *Erhebet er sich, unser Gott(M. Jorissen) *Feil dir, dem Herrn der Welt(M. v. Bernus) Gebetslieder, z. B. 339. Vater unser; auch 349, Str. 353. 14. 92. Betgemeinde. Ferner 86. Allein Gott. 87. Gelobet sei. 3o6, Str. 8. Reichtum, Kraft. 338, Str. 3. Ehr sei dem Vater. 70. Dir, dir, Jehova. 33, Str. 3. Gloria sei dir. 434. Nun jauchzt dem Herren. Liturg. Sätze H. u. J. Ehre sei Gott. Q. Wir loben dich. 8. Danket dem Zerrn. Tageszeiten Morgen *„Du höchstes Licht und ewger Schein(J. Zwick) Der Het bricht an und zeiget sich M. Weiße) Die helle Sonn leucht't jetzt herfür(Wik. Zerman) Aus meines Herzens Grunde(G. Niegm Das walt Gott Vater und Gott Sohn(Martin Behm) heilige Breifaltigteit(u. Behmʒmm vP? *„Ich sehe mit Wonne, die güldene(Ap. v. Löwenstern) Gott des Simmels und der Erden(Heinr. Albert) *Die güldene Sonne bringt Leben Ph. v. Zesen) Die güldne Sonne voll Freud(P. Gerhardt) gobet den Serren alle, die ihn ehren(P. Gerhardt) Wach auf, mein HSerz, und singe(P. Gerhardt) Morgenglanz der Ewigkeit(Chr. Knorr v. Rosenroth) *Erhebe dich, o meine Seel(Peter Lackmann) O Jesu, süßes Licht(Joach. Lange) Fang dein Werk mit Jesu an(unbekannt, um 1734) Das äußre Sonnenlicht ist da(G. Tersteeger) *0O Jesu, meines Lebens Licht, nun(G. Tersteegen). *Der Morgen kommt, und meine Klage(C. C. Sturm)) Mein erst Gefühl sei Preis und Dank(Chr. F. Gellert) *„Früh am Morgen Jesus gehet(Gerh. Stip) *Aus des Himmels hellen Toren(Paul Kaiser) *Nun tritt aus goldnem Tore(Serm. Weingart) Ferner: 380. Hüter, wird die Nacht. 3689. Wie heimlicher Weise.— Morgengebete im Gebetsanhang S. 38. 37 830 299 260 26) 83 832 833 834 58 Inhalt Mittag Wir danken Sott für seine Gabn(E. Alber). 274 Speis uns, Vater, deine Kinder(Joh. Zeermann). 275 Danklieder und»strophen wie 244. Nun laßt uns. 249. Nun danket. 246, Str. 4. Er gibet Speise. 249. Ich singe. 250. Nun danket all. ꝛ692. Bis hierher. 267, Str. 30. Willst du mir geben. Tischgebete im Gebetsanhang S. 38. 39. Abend *O selges Licht, Dreifaltigreit(Altkirchlich, bearb. v. hr. K.. v. Bunsenmnm Zinunter ist der Sonne Schein(Wik. Zerman) 276 Die Vacht ist kommen, drin wir(P. Serbert) 277 Mein schönste Jier und Xleinod bist(5997) 278 * Zesu, treuster Seiland mein(J. Seermann) 6547 Werde munter, mein Gemüte(Joh. Rist):) 279 Vun ruhen alle Wälder(P. Gerhardt):) 280 Der lieben Sonne Licht und Pracht(Chr. Scriver). 28) Vun sich der Tag geéndet hat(J. Fr. Zerzog) 282 Der wiült ist hin; mein Jesu, bei mir(J. Veander) 283 Wo willst du hin, weils Abend ist(unbekannt 1674). 284 So ist die Woche nun geschlossen(Erdm. Neumeister). 2839 Der Sabbat ist vergangen(Benj. Schmolck:.286 Zirte deiner Schafe(Benj. Schmolckk! 287 *Der Abend kommt, die Sonne sich(G. Tersteegen)„4s Wun sich der Tag geendet(Gerh. Tersteegen). 288 Zerr, der du mir das Leben(Chr. F. Gellert). 289 Der Mond ist aufgegangen(Matth. Claudius. 649 Mein Auge wacht(Z. W. Berge))7 330 „Gegangen ist das Sonnenlicht(E. M. Arndt)656) *Abend ist es; err, die Stunde(Alb. Rnappp6552 *Es ist so still geworden(Gottfr. Kinkel) 8 53 Ferner: 364. Gott Lob, ein Schritt.— Abendgebete im Gebets⸗ anhang S. 42. Saus und Beruf In Gottes Namen fahren wir 6686)) n6554 „aß dich, Serr Jesu Christ(Joh. Seermann)56 O Gott, du frommer Gott(Joh. Zeermann)) Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun(Paul Gerhardt) 29 Wie schön ists doch, Serr Jesu Christ(P. Gerhardt) 292 Das walte Gott, der helfen kann!(Joh. Betichius). 293 KAIA=AA„A K KKAI t e EeN&“— E— — ⏑ 27— Inhalt Wohl einem Haus, da Jesus Christ(Rarl von Pfeil) Geh hin nach Gottes Willen(nach Joh. Friedr. Möller) „Gehe hin in Gottes Wamen(Phil. Spittao)) Ich und mein Haus, wir sind bereit(Phil. Spitta) O selig Haus, wo man dich aufgenommen(Phil. Spitta) Was macht ihr, daß ihr weinet(Phil. Spitta) Zum Berufsleben s. d. Morgenlieder, ferner 422. Wir wolln uns; auch einzelne Lieder unter„Seiligung“, z. B. 362, Str. 2. Es ist ja. 488. Dem Rufe.— Zur Er a uung: z0g. Jesu, geh voran. Loblieder wie 2489. Nun danket alle Gott. 290. Vun danket all(Str.—9). 262. Bis hierher. Ver⸗ trauenslieder wie 278. Befiehl du. 223. In allen. 228. Alles ist an. 235. Wie Gott. 239. Auf Gott.— Beim Abschied: 4. zieht in Frieden. 424. Weit durch die Lande.— Beim Tode: 353, Str. 6. Gesegn euch Gott. 338, Str. 4. 322. Du bist zwar mein. 336. Wenn kleine. 68s. Bun schlaf. Naturleben obt Gott in allen Canden(M. Behmmm) Wie lieblich ist der Maien(M. Behmʒmm) „Rommt, laßt uns doch anhören(. Bucholtzzʒz *„Geh aus, mein Herz, und suche Freud(P. Gerhardt) O Sott, von dem wir alles haben(Rasp. Neumann) Wir pflügen und wir streuen(nach Matth. Claudius) *Wer hat den Sand gezählt(E. M. Arndt:):) *Wie prangt im Frühlingskleide(E. M. Arndt) *Freuet euch der schönen Erde(Phil. Spitta) Die Lerche stieg am Ostermorgen(Em. Geibel) „Laß dich nicht den Frühling täuschen(G. Schwab) Des Jahres schöner Schmuck entweicht(Vikt. v. Strauß u. Werney Zur Ernte besonders die Loblieder: 248. Wun danket. 246. Nun preiset(Str. 4). 248. Du meine Seele(Str. 5). 249. Ich singe dir. zg30. Nun danket all. 28). Sollt ich(Str. 5. 6). 293. Sei Lob(Str. 3). 235. Wunderbarer Rönig(Str. 2). 296. G daß ich taͤusend(Str. 4). 289. Gott ist mein Lied. 260. Wenn ich, o Schöpfer. Vaterland Verleih uns Frieden gnädiglich(M. Lutherrj) Wach auf, wach auf, du deutsches Land(Joh. Walther) Gott Lob, nun ist erschollen(Paul Gerhardt) Herr, der du vormals hast dein Land(Paul Gerhardt) Verr Sott, dich loben wir; regier, Zerr(Joh. Franck) Herr, höre, Serr, erhöre(Benj. Schmolck 79 29⁴4 86 997 29 88 296 8999 96⁰0 96 9⁰² 297 863 964 969 966 89⁰⁷ 968 809 298 97⁰ 299 302 300 303 20 Inhalt Du läßt dich wieder sehen(M. v. Schenkendorf) *Auf, bleibet treu und haltet fest(E. M. Arndt) „Gott, du bist meine Zuversicht(E. M. Arndt:): Wer ist ein Mann? Wer beten kann(E. m. Arndt!) Der du ob allen Zeiten bist(W. Wolfensberger) Auch einzelne Lieder der Abteilung„Rirche“, z. B. 99. Treuer Wächter(Str. 6—))). 438. Wach auf. 433. Zeuch an die Macht. Bußlieder wie 46). Gott, der du(Str. 3. 4). Liturg. 2. Ryrie. Tod, Gericht und ewiges Leben *Ich wollt, daß ich daheime wär(Seinr. v. Laufenberg) Mit Fried und Freud ich fahr dahin(M. Luther7) Mitten wir im Leben sind(M. Auther) Wun lasset uns den Leib begrabn(M. Weiße) *HZerzlich tut mich erfreuen die liebe(Joh. Walther) Welt, ich muß dich lassen(Würnberg 188 Wenn mein Stündlein vorhanden ist(Nik. Zerman) Zerr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott(Paul Eber) Ich hab mein Sach Gott heimgestellt(Joh. Leon) Wachet auf, ruft uns die Stimme(Phil. Wicolai) * Jesu Christ, meins Lebens Licht(M. Behm) Valet will ich dir geben(Val. Serberger) HZerzlich tut mich verlangen(Chr. Knoll) Christus der ist mein Leben(Jena 3600) Ich hab mich Sott ergeben(J. Leon u. J. Siegfried) Wenn ich in Todesnöten bin(Joh. Rempf ucherr Gott, nun schleuß den Himmel auf(Tob. Riel) Freu dich sehr, o meine Seele(Freiberg 36200 Jerusalem, du hochgebaute Stadt(J. m. Meyfart) Ich bin ja, Herr, in deiner Macht(Sim. Dach) O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen(Sim. Dach) In Christi Wunden schlaf ich ein(Leipzig 3638) O Ewigkeit, du Donnerwort(Joh. Rist: Du bist zwar mein und bleibest mein(P. Gerhardt) Ich bin ein Gast auf Erden(P. Gerhardt:. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig(Mich. Franck) Die Herrlichkeit der Erden muß(A. Gryphius) Alle Menschen müssen sterben(Leipzig 3682, Albinusꝛ?) Jesus, meine Zuversicht(56%s). Ewigkeit, du Freudenwort(Kasp. Seunisch) Es ist genug! So nimm(Fr. J. Burmeister) 875 304 zoo 306 870 307 308 zo9 330 335 977 332 333 334 339 978 9709 330 337 338 339 320 32) 322 323 324 329 320 327 328 329 EIITERRR TSVEFrr ED . — lt 03 7½ 22 73 74 Inhalt Wer weiß, wie nahe mir mein Ende(Aemilie Jul. Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadtr)) Wie fleugt dahin der Menschen Zeit(Joach. Neander) Wer sind die vor Gottes Throne(. Theob. Schenck) zeuch hin, mein Kind(Gottfr. Zoffmann). Ermuntert euch, ihr Frommen(Laur. Laurenti) Wenn kleine Simmelserben(J. A. Rothe) *„Unter Lilien jener Freuden(L. X. Allendorf) Die Christen gehn von(N. L. Graf v. Zinzendorf) Es ist noch eine Ruh vorhanden(J. Sig. Runth) Auferstehn, ja auferstehn wirst du(Fr. G. Klopstock) Ich hab von ferne(J. Tim. Sermesss Endlich bricht der heiße Tiegel(K. Fr. Zarttmann) Wenn der Herr einst die Gefangnen(S. G. Bürde) mag auch die Liebe weinen(Fr. Ad. Krummacher) *Auf, laßt uns fröhlich singen(E. M. Arndt) Geht nun hin und grabt mein Grab(E. M. Arndt) Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang(C. F.. Sachse) aßi mich gehn(5. Anar7) Qun schlaf in kühler Erde(Fr. Gser7]] Wir werden bei dem Herrn sein allezeit(M. Heusser) „Brich herein, süßer Schein(M. Schmalenbach) Auch einzelne Strophen aus Passionsliedern, z. B. 49, Str. 9. 30. Wenn ich einmal, und Gsterliedern, z. B. 67. Jesus lebt. Ferner 76. Nun bitten wir. 342, Str. 7. Stärk mich. 362, Str. 3. Ach, Herr, laß dein. 383. Mein Leben. Anhaäͤnge Liturgische Sätze A. Romm, heiliger Geisr, erfülll B. Der Herr sei mit euch Der Friede des Herrn. err, erbarm dich Ayrie eleisererenn D. Schaffe in mir, Gott. 2 F 6 H * * * 0* * eiliger erre Goet Ehre sei dir, Christe, der du littest Not. O Vater, allmächtiger Gott, zu diirrr. „Ehre sei Gott in der Höhe(Kleine Doxologie) Ehr sei dem Vater. Ehre sei dem aterrrr Ehre sei Sott in der Zöhe(Große Doxologie) — V —. — — n 58 2 2 330 33 332 333 334 33 78⁰0 336 337 338 339 340 58 982 783 34) 342 84 8 786 887 I IS Wallelujaaaoahh Sallelujah! Lobet den Herren err, dein Wort bleibet Wir glauben all an einen Gott Zeilig ist Gott, der Herr Zebaoth Seilig, heilig, heilig „Wir loben dich, wir benedeien dich Erhebet eure Berzen * OνHEE Denn dein ist das Reich Gott sei uns gnädig und barmherzig Ameeenn Ayrie eleison(Die Litaneiy) NEEERN V Gebete I. Tageszeiten 290 a) Luthers Tagesgebete b) Morgengebete c) Tischgebete d) Abendgebete H. Gottesdient a) Zu Beginn und Schluß b) Beichte und Abendmahl. III. Familie a) Ehestand und Beruf by KRindeer „ 2 2*** c) In schweren Tagen d) In Krankheitstagen e) Im Angesicht des Todes IV. Besondere Lebenslagenn S» Die Liederdichter 3. Aus vorreformatorischer Zeit 2. Das Jahrhundert der Reformation a) Quther und seine Zeitgenossen b) Die nachreformatorische Zeit * Danket dem Serrn, denn er ist freundlich Danket dem Zerrn! Wir danken(X. Herrosee) Die Gnade unsres Serrn Jesu Christi * —* S»» S..» ðV AHAÆEA n 23535 I * eS Inhalt 23 3. Das Jahrhundert des großen Krieges 7⁰ a) Kirchliche Sänger der schweren Jeit 7⁰0 b) Dichterschulen während des Rriegs. 73 c) Paul Gerhardt und seine Geistesverwandten 76 Vorlaufer des Pietiamuuussss ĩʃ5 78 Die Zeit des Pietismus 79 Der altere Bietismuns nu 79 5 anet 8 c) Vichtpietistische kirchliche Sänger+r 83 5. Das zeitalter der Auftlärun˖g 88 a) Die jüngeren Pietisten, Reformierte, Württem⸗ Werden d. 8 b) Die um Zinzendorf 3 boromme Auftiäruiggs 65 6. Von der Schwelle des 59. Jahrhunderts bis zur Ge⸗ Heinnäart 2 a) Romantiker und andere Dichter des inneren Lebens 92 b) Missions⸗ und RKirchenmänner 54 us nienener Jeit u 3oo Alphabetische Liste zum Auffinden der Dichter 3oꝛ Verzeichnis der Singweisen 30 Sleichlaufsende Weisen. 75 Verzeichnis der ZLieder Sn 9 3 3 7 * + ERSCERTCCII. 4 Sio Llobor des Deulschen Evangelischen Gesangbuchs Nr. 1-42 Tobet den Serrn in seinem Seiligtum, lobet ihn in seinen Taten lobet ihn in seiner großen Serrlichkeit! Lobet ihn mit Vosaunen; lobet ihn mit Nsalter und Sarfe! Alles, was Odem hat/ lobe den Herrn! TLobe den Serrn/ meine deele! Ysalm 150. 1, 2,3,.IO3. 22 Frankf. Evang. Gesangb. As KigchHALRA EFIFIIIIFIFIIII‚t——— I—F—FF....F——.—ꝰX.Ei-ieeee — + XDV[eNC + Lobe den Jerrn, meine Seele, und Was in mir ist, seinen hei⸗ ligen Namen! Lobe den herrn, meine deele/ und vergiß nicht, Was er dir Gutes getan hatl Mache dich auf, werdee licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Zerrn geht auf über dir! Psalm 108,. 2.— 3es. 60,J. Auch Wechselgesang: Gemeinde),—1 Chor 2, G. 3,/ Ch. 4, G. 5. -üi XX kommt der Zerr der Herr- lich ⸗keit,/ ein Rõ⸗ nig ——ß— ——— 4 1——.— H + + 1 +. + LZ. ———————— 4..— 1 1— + Welt zugleich,/ der eil und Le⸗ ben mit sich Advent 2 ........— bringt;/ der⸗hal⸗ben jauchzt, mit Freu ⸗den singt:„Ge⸗lobet —.—— E——— sei mein Gott,/ mein Schöp⸗fer reich von Rat. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert,/ Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,/ sein Königskron ist HZeiligreit,/ sein Zepter ist Barmherzigkeit;/ all unsre Not zum End er bringt,/ der⸗ halben jauchzt, mit Freuden singt:/ Gelobet sei mein Sott,/ mein Seiland, groß von Tat. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt,/ so diesen Rönig bei sich hat!/ Wohl allen erzen insgemein,/ da dieser Rönig ziehet ein!/ Er ist die rechte Freudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn./ Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,/ Eur Herz zum Tempel zubereit't;/ die Zweiglein der Gottseligkeit/ steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der Rönig auch zu euch,/ ja Zeil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnad. 3. Romm, o mein Seiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist;/ ach zeuch mit deiner Gnade ein,/ dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit./ Dem Namen dein, o Herr,/ sei ewig Preis und Ehr. Georg Weissel, 38990—-638. Weise: Ach was soll ich Sünder machen. Altdorf 3683. 0 ö LV . 2— N WSWSISIRS————— D 3. Rommst du, kommst du, Licht der gei⸗ den?/ 3* Advent 4 + +. 1 — .— 2—.—.— Ja, du kommst und säu⸗mest nicht,/ weil du weißt, was . +. — +.— SST +— I *—.—* uns ge⸗bricht; /o du star⸗ker Trost im Lei⸗den,/ ,.—.——..— — Je⸗ su, mei ⸗ nes Her· zens Tür/ steht dir of⸗fen, komm zu mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jung⸗ fraunsohn;/ meine Sinne spüren schon/ deinen gnadenvollen Segen,/ deines Geistes Wunderkraft,/ welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe,/ Jesu, nimm mein Flehen hin,/ schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben ö übe;/ sonst zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meinen Xräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, 6ffne mir den Mund,/ ö daß dich meines Herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du mir, o Seelengast,/ lebenslang erwiesen hast. 5. Jaß durch deines Geistes Gaben,/ Liebe, Glauben und Geduld,/ durch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dir sein hoch erhaben;/ dann so will ich für und für/ Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, 360966s). Weise: Aus meines Zerzens Grunde(Nr. 263) . ö...— .SDSSSPSPSP‚S‚SS..... Nun jauch⸗zet all ihr From ⸗men,/ zu weil un⸗ ser Seil ist kom ⸗men,/ der Hamburg 33898. ö 7 Advent 4 . ö— die ⸗ ser Gna⸗den ⸗zeit, err der Zerr⸗lich⸗Eeit, zwar oh⸗ ne stol⸗ ze j J ö — — 2* — + 4.....— —.—. 8—..— 2 SS Pracht,/ doch mäch⸗tig, zu ver⸗hee⸗ren/ und gänz⸗lich IN Eamarlre. +. +. J. ö 1 + +. +. + — —— SSSED zu zer stö ⸗ren/ des Teu⸗fels Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone/ sucht er auf dieser Welt:/ im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er des Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden,/ nehmt diesen Rönig an,/ wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn,/ die zu dem Himmel führt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Soheit trachtet,/ des Söchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden/ zu dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ mußt haben Angst und Leid: /seid dennoch wohlgemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem Rönig Lob zu singen,/ der ist eur höchstes Gut. . Er wird nun bald erscheinen /in seiner Serrlichkeit,/ der all eur RKlag und Weinen/ verwandeln wird in Freud./ Er ists, der helfen kann:/ halt't eure Lampen fertig/ und seid stets sein gewärtig,/ er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606—1673. Auch nach der vorigen Weise 4 Kaspar Bachofen, 3733. ö— — 4— —.—.. Auf, auf, ihr Reichs ge⸗ nos⸗ . Emp ⸗ fa⸗ het un ⸗ ver ⸗dros⸗ 4 Advent D sen,/ srur Rö⸗ nig kommt her ⸗ an! sen/ den gro⸗ßen Wun⸗ der⸗ mann. Ihr lirda,nidid᷑dHkt Chri ⸗ sten, geht her⸗ für,/ laßt uns vor al⸗len ——— .. + 90*———— ö— Din ⸗ gen/ ihm Zo ⸗ si⸗ an na sin ⸗ gen mit hei, ger De? gier. 2. Auf, ihr betrübten Zerzen,/ der Rönig ist gar nah;/ hinweg all Angst und Schmerzen,/ der Zelfer ist schon da./ Seht, wie so mancher Ort/ hochtröstlich ist zu nennen,/ da wir ihn finden können:/ im Vachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten,/ der Xönig ist nicht fern./ Seid fröhlich, ihr Verzagten,/ dort kommt der Morgenstern./ Der Serr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 4. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Vönig sorgt für euch;/ er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht,/ der wird aͤuch euch iacht. swas Menschen nur begehren,/ das steht in seiner lacht. 5. Frisch auf, ihr Sochbetrübten,/ der Rönig kommt mit Macht;/ an uns, sein Herzgeliebten,/ hat er schon längst gedacht./ Nun wird kein Angst noch Pein/ noch Zorn hinfort ns schaden,/ dieweil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine Kinder sein. Advent 6. So lauft mit schnellen Schritten,/ den Rönig zu besehn,/ dieweil er kommt geritten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Seiland zu begrüßen,/ der alles Kreuz versüßen/ und uns erlösen kann. 7. Der Rönig will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine Gnad und Wort./ Ja, Rönig, hoch erhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freudig hier und dort. 8. Nun, Serr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach./ Du liebest unvergleichlich,/ du gehst den Sündern nach./ Drum wolln wir all in ein/ die Stimmen bar erschwingen,/ dir Hosianna singen/ und ewig dank⸗ ar sein. Johann Rist, 1607— 3667. Auch nach der Weise: Valet 5 will ich dir geben(Nr. 3)2). Johann Crüger, 3683. —— 72 ö 12.— ö— e Lin H,— Wie soll ich dich emp⸗ fan⸗ gen/ und 1 0 al ⸗ler Welt Ver⸗lan⸗ gen,/ o 1 1 LI 1 2 2. — ö ö 42 e,— —— 1—— II 1 0 wie be⸗ gegn ich dir, mei⸗ner See⸗ len zier ꝛ Je su, SSSSISISSSSSSSSSSSe— esu,set ze mir selbst die ö—.———..— PpP..———————— ., düm, deurr Fak ⸗ kel bei,/ da ⸗ mit, was dich er⸗ I 4. ö + n IDPDI‚I‚IiIiI göt ⸗ ze,/ mir kund und wis⸗ send sei. Advent NNN ů NNN U ö 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dir in Psalmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Zerze soll dir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Namen dienen,/ so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freud,/ als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leidd/ Als mir das Reich genommen,/ da Fried und Freude lacht,/ da bist du, mein Seil, kommen/ und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und machst mich los;/ ich stand in Spott und Schanden,/ du kommst und ö machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut,/ das sich nicht läßt verzehren,/ wie irdisch Reichtum tut. 5. Vichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Zimmels⸗ zelt/ als das geliebte Lieben,/ womit du alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großen Jammerlast,/ die kein Mund kann aussagen,/ so fest umfangen hast. ö 6. Das schreib dir in dein Serze,/ du hochbetrübtes Zeer,/ ö bei denen Gram und Schmerze/ sich häuft je mehr und Advent 6 mehr;/ seid unverzagt, ihr habet/ die Silfe vor der Tür;/ der eure Herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Macht:/ er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Lieb und Lust,/ all Angst und Not zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sünden⸗ schuld;/ nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Zuld: /er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren Seil,/ schafft, daß bei Gottes Rindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ der Feind und ihrer Tück? /Der Serr wird sie zerstreuen/ in einem Augenblick:/ er kommt, er kommt, ein Rönig,/ dem wahrlich alle Feind/ auf Erden viel zu wenig/ zum Widerstande seind. 30. Er kommt zum Weltgerichte,/ zum Fluch dem, der ihm flucht,/ mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht./ Ach komm, ach komm, o Sonne,/ und hol uns allzu⸗ mal/ zum ewgen Licht und Wonne/ in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, 3607- 3676. Weise: Von Gott will ich 0 nicht lassen(Nr. 253) Er furt 5872. Ii + 0 mMit Ernst, o men schen⸗ kin ⸗der,/ das . bald wird das Seil der Sün?⸗der,/ der — 2— —..— I .— 2— Serz in euch be ⸗stellt, wun · der · star ke Held, — den Gott aus Gnad al⸗ E——— lein/ der Welt z um Licht und Le⸗-ben/ ver⸗ spro⸗chen Advent — hat zu ge⸗ben,/ bei al⸗ len keh ⸗ ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast;/ macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt;/ macht alle Bahnen recht:/ die Täler all erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet,/ was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Serz, das Demut liebet,/ bei Gott am höchsten steht;/ ein Herz, das Hochmut übet,/ mit Angst zu Grunde geht;/ ein Herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ das kann sich recht bereiten,/ zu dem kommt Jesus Christ. 3. Ach mache du mich Armen/ zu dieser heilgen Zeit/ aus Güte und Erbarmen,/ Serr Jesu, selbst bereit./ Zeuch in mein Serz hinein/ vom Stall und von der Krippen,/ so werden Serz und Lippen/ dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo, 3607— 3662. Weise: Nun komm, der Vorreformatorisch. deiden Seiland. Erfurt 3824. Auch Wechselgesang: Ch.), Gem.(M.) z, G.(Fr.) 3, Ch. 4, G.(M.) 5, G.(Fr.) 6, Ch. 7, G.(M.) 8, Alle 9. 9 —————.— —Iiiii‚iiI‚Ie ** ). Gott sei Dank durch al ⸗le Welt,/ der sein Wort be⸗ stän ⸗ dig hält/ und der Sün⸗der — 5————— .—..—.—..—... Trost und Rat/ zu uns her ge⸗ sen ⸗det hat. 2. Was der alten Väter Schar G/ höchster Wunsch und Uchteit. war/ und was sie geprophezeit,/ ist erfüllt in Serr⸗ ichkeit. Advent 8 3. Zions Silf und Abrams Lohn,/ Jakobs Heil, der Jung⸗ frau Sohn,/ der wohl zweigestammte Zeld/ hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Seil!/ Zosianna, o mein Teil!/ Richte du auch eine Bahn/ dir in meinem Serzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es, wie du gerne tust,/ rein von allem Sündenwust. o. Und wie deine Ankunft war,/ voller Sanftmut, ohn Ge⸗ fahr,/ also sei auch jederzeit/ deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin 108 des Satans schlaue List/ sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei,/ daß ich, aller Aeng⸗ sten frei,/ dir im Glauben um und an/ selig bleibe zugetan; 9. daß, wenn du, o Lebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehn. einrich Seld, 3620— 3689. Weise: Meinen Jesum 8 laß ich nicht(Wr. 397) SSSSI...... 0 Hoe si ⸗ an ⸗na! Da ⸗ vids Sohn/ kommt in * Auf, be⸗rei⸗ tet ihm den Thron,/ setzt ihm Johann Uhlich, 3674. -d e — D.—— zi ⸗ on ein ⸗ ge⸗ zo=gen. 6 tau⸗send Eh⸗ ren ⸗ bo⸗ gen;/ seren⸗et Dal men, —— ö ö., ma-chet Bahn,/ daß er Ein⸗ zug hal⸗ ten kann. 9 Advent 2. Hosianna! Sei gegrüßt. Komm, wir gehen dir ent⸗ gegen./ Unser Serz ist schon gerüst't,/ will sich dir zu Füßen legen./ zeuch zu unsern Toren ein,/ du sollst uns will⸗ kommen sein. 3. Hosianna! Friedefürst,/ Ehrenkönig, Seld im Streite,/ alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! Lieber Gast,/ wir sind deine Reichsgenossen,/ die du dir erwählet hast. 7Ach, so laß uns unverdrossen/ deinem Zepter dienstbar sein,/ herrsche du in uns allein. 9. HBosianna! Steh uns bei,/ o Herr, hilf, laß wohl ge⸗ lingen,/ daß wir ohne Seuchelei/ dir das Herz zum Gpfer bringen./ Du nimmst keinen Jünger an,/ der dir nicht ge⸗ horchen kann. ö 6 Hosianna nah und fern! /Eile bei uns einzugehen./ Du Gesegneter des Herrn,/ warum willst du draußen stehend/ Hosianna! Bist du da?/ Ja, du kommst, Hallelujah! Benjam in Schmolck. 3672—-)737 9 Christian Gregor. 3784. lrn, ere,=wen ,,. Dein Rönig kommt in nie⸗dern Sül⸗len, VFDZDZZ—.— —— DDRDRD ihn trägt der last barn Es»lin Fül ⸗len;/ emp⸗ . ö ö—= ö—— ö 535 fang ihn froh. Je⸗ ru⸗ sa⸗lem!/ Trag ihm ent ge· gen 52⁊— ů 42 ö 2 Frie⸗ dens⸗ pal⸗ men,/ be⸗ streu den Pfad mit grü⸗ nen nn i inn Advent 9 Hal⸗ men. So ist's dem Her ⸗ren an ⸗ ge⸗ nehm. 2. O mächtger Serrscher ohne Seere,/ gewaltger Rämpfer ohne Speere, /o Friedensfürst von großer Macht!/ Es wol⸗ len dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sper⸗ ren,/ doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden,/ doch aller Erde Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten/ zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir bedroht;/ du kommst, auf den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Serr von großer Suld und Treue, /o komme du auch jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört./ Vot ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen Frieden,/ dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Fin⸗ sternis erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Saus. Friedrich Rückert, 1788-866. * Also hat Gott die Welt daß er seinen anwernen Zohn gab, auf dͤaß alle, die an ihn glauben, nicht verloren weroͤen, sondern das ewige Leben haben. Zoh. 3, 16. Vorreformatorisch. Wittenberg 3824. Auch Wechselgesang: Alle 3. 2, Fr. 3, M. 4, Fr. 5, M. 6, Alle 7. ‚————— .—.——— ). Ge⸗lo⸗ bet seist du, Je⸗ su Christ,/ daß du Mensch ———— —.————. ——.—— 1 T + des freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Ry⸗- ri-e⸗leis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krippe findt;/ in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß,/ der liegt in Marien Schoß;/ er ist ein Kindlein worden klein,/ der alle Ding erhält allein./ Byrieleis. Weihnachten 53 3. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein neuen Schein;/ es leucht't wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Kinder macht. Ryrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,/ ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ er macht uns Erben in seim Saal. Ryrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm,/ daß er unser sich erbarm/ und in dem Himmel mache reich/ und seinen lieben Engeln gleich./ Kyrieleis. 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in Ewigkeit. Pyrieleis. Erste Strophe vorreformatorisch(3370), die andern von Martin Luther, 3483— 1846. 11 Bei Valentin Schumann, 3839. Wechselgesang: Chor od. Einzelne 3—8, Gem. 6, 7, Einz. 8, Mädch. 9, Einz. 30, Kn. 3), Einz. 32, Alle 33. HA ). Vom Sim-mel hoch da komm ich her,/ ich ......— bring euch gu⸗te neu e Mär;/ der gu⸗ ten Mär ——. 1 — 0 bring ich so viel,/ da⸗von ich singn und sa⸗gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn/ von einer Jungfrau auserkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der err Christ, unser Gott,/ der will euch führn aus aller Not, /er will eur Seiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein. 52 Weihnachten 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott der Vater hat bereit't,/ daß ihr mit uns im Zimmelreich/ sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht:/ die Krippe, Winde⸗ lein so schlecht;/ da findet ihr das Rind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den Zirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei mir willkommen, edler Gast!/ Den Sünder nicht verschmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir;/ wie soll ich immer danken dirr 8. Ach Serr, du Schöpfer aller Ding,/ wie bist du worden so, gering,/ daß du da liegst auf dürrem Gras,/ davon ein Rind und Esel aß. 9. Und war die Welt vielmal so weit,/ von Edelstein und Gold bereit't,/ so wär sie doch dir viel zu klein,/ zu sein ein enges Wiegelein. 0. Der Sammet und die Seiden dein,/ das ist grob Heu und Windelein;/ darauf du Rönig groß und reich/ her⸗ prangst, als wärs dein Simmelreich. ). Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 2. Ach mein herzliebes Jesulein,/ mach dir ein rein sanft Bettelein,/ zu ruhn in meines Zerzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. 73. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ der uns schenkt seinen eingen Sohn,/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. „Ein Rinderlied auf die Weihnacht Christi 1838.“ Martin Luther, 3483—1646. Weise: Vom Simmel hoch da komm ich her(Vr. 5)) Bei Valentin Schumann, 3339. H 6—..—— ö e dun m=n 7 1—77 ZS— 1H—.—. 3. Vom Him- mel kam der En⸗ gel Schar,/ er⸗ —„G36 111 schien den ir»ten of⸗ fen ⸗bar;/ sie sag ⸗ten ihn'n: 4 — Ein Rindlein zart das liegt dort in der Krippen hart 2. zu Bethlehem in Davids Stadt,/ wie Micha das ver⸗ kündet hat;/ es ist der Herre Jesus Christ,/ der euer aller Zeiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein,/ daß Gott mit euch ist worden ein;/ er ist geborn eur Fleisch und Blut,/ eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Todꝛ /Ihr habt mit euch den wahren Gott./ Laßt zürnen Teufel und die Söll,/ Botts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht,/ setzt ihr auf ihn eur zuversicht. Es mögen viel euch fechten an,/ dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht,/ ihr seid nun worden Sotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit,/ geduldig, fröhlich allezeit. martin Auther, 3483 3846. 13 Wikolaus Serman, 538564. Auch im Wechsel mit Nr. 3o, etwa so: Kinder 33. 3, Gem. 30.); K. 33. 2, G. 30. 2: N. 33. 4, G. 3o. K. 35. 5, G. 30. 7. . ). Lobt Gott, ihr Christen all⸗ zu⸗gleich,/ in sei nem ———— höchsten Thron,/ der heut schleußt auf sein Zim⸗mel⸗ reich/ und Weihnachten +. 4—— ——————..—.——3 —‚.. —.—— schenkt uns sei⸗ nen Sohn/ und schenkt uns sei nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kindlein klein,/ er liegt dort elend, nackt und bloß/ in einem Krippelein. 3. Er äußert sich all Weps Gwalt,/ wird niedrig und gering/ und nimmt an sich eins Rnechts Gestalt,/ der Schöp⸗ fer aller Ding. 4. Er wird ein Knecht und ich ein Herr;/ das mag ein Wechsel sein!/ Wie könnt es doch sein freundlicher,/ das Herzejesuleinꝛ 5. Zeut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Para⸗ deis:/ der Cherub steht nicht mehr dafür,/ Gott sei Lob, Ehr und Preis! Wikolaus Serman, um 1480—3661. 14 Andreas Hammerschmid, 3646. Wechselgesang: I(Chor) Zeile 1—6, II(Gem.) 3. 7—30 jeder Strophe. x* 4 J.. 4 2 1 I N H— 1 ů ö——.——— 5.—5 ). Freu⸗et euch, ihr Chri⸗ sten al ⸗le,/ freu e tan./ Freu et euch mit gro⸗ ßem Schal⸗le,/ daß er 4 1 — CE 1— Iʃ NICFNRNNIN M 28— 82— —————— Weihnachten—34 ,—.——.—— * macht./ Freu⸗de, Freu ⸗ de üb ⸗ er Freu⸗de:/ Chri⸗stus ———————.—— + ů IIE—— weh⸗ ret al⸗lem Lei⸗ de./ Won⸗ ne, Won⸗ ne ü⸗ ber 888 Won⸗ ne:/ Chri⸗stus ist die Gna⸗ den ⸗ son-ne. 2. Siehe, siehe, meine Seele,/ wie dein Heiland kommt zu dir,/ brennt in Liebe für und für,/ daß er in der Krippen göhle a/ harte lieget dir zugut,/ dich zu lösen durch sein Blut./ Freude, Freude über Freude: 7Christus wehret allem LCeide./ Wonne, Wonne über Wonne: /Christus ist die Gna⸗ densonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken?/ Ich bekenne, daß von dir/ meine Seligkeit herrühr:/ so laß mich von dir nicht wanken;/ nimm mich dir zu eigen hin,/ so empfindet Zerz und Sinn/ Freude, Freude über Freude: /Christus wehret allem Leide./ Wonne, Wonne über Wonne: /Christus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder/ ferner noch in Gnaden an;/ schenke, was man bitten kann,/ zu erquicken deine Brüder;/ gib der ganzen Christenschar/ Frieden und ein selges Jahr./ Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide./ Wonne, Wonne über Wonne:/ Christus ist die Gnadensonne. Christian Reimann, 3607—3662. Vor der ersten und nach der letzten Strophe dieses Liedes kann ein Chor das folgende Hallelujah singen: EEEES—. ——— Hal⸗ le⸗ lu ⸗ jah, Bal ⸗ le⸗ lu ⸗ jah, B Weihnachten ö—..—..—.—— ö——̃. ärsrtrtsts.lt e Hal⸗le ⸗ lu⸗ jah, Hal⸗le⸗ ⸗ lu ⸗ jah, Hal⸗le⸗ ..——— lu ⸗ jah, Hal⸗le ⸗ lu ⸗ jah, Sal⸗ le⸗ lu ⸗ jah, + —— 2 * X PSPSSPSPSPSPSPSPISPISISISISISII WSal ⸗ le ⸗ lu ⸗ jah, Sal⸗ le ⸗ lu⸗ jah, Sal⸗le⸗ lu⸗ jah, Sal⸗le ⸗ lu ⸗ jah, Hal⸗le ⸗ lu ⸗ jah. HI 15 Johann Crüger, 36566. Als Wechselgesang: Gem.). 2, Ch. 5, G. 6, Ch. 7 od. 9, G. 30. 33. 1 DE— 4———— 22— . Fröh⸗lich soll mein Ser⸗ze sprin⸗gen/ die ⸗ ser 4 1 1— 1— 1 H 1— +—ñ 2.— E—— 2 Jeit,/ da vor Freud/ al⸗ le En⸗gel sin⸗ gen. Zört, hört, wie mit vol len Chören/ EEEEE—EUIJ ———— al⸗le Luft/ lau⸗-te ruft:/ Chri⸗stus ist ge⸗ bo⸗ren! n — Weihnachten 55 Eine andere Weise. Friedrich Mergner, 3876. ———————— B, K. 5 ö 1 . Fröh ⸗lich soll mein Her⸗ 3ze sprin ⸗ gen/ D PcFr᷑K̃„Iinͤxr E.e 5———— — die ser zeit,/ da vor Freud/ all le En ⸗ gel sin gen. ort, hört, SISSDDIiiI—— wie mit vol⸗ len Chö⸗ ren/ al le uft/ ——— 1 — 1 — IEE r 4 lau⸗⸗te ruft:„Christus ist ge ⸗ bo-ren! Ti- IXI z. Heute geht aus seiner Rammer/ Gottes Seld,/ der die Welt/ reißt aus allem Jammer. /Sott wird Mensch dir, Mensch, zugute,/ Gottes Kind/ das verbindt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen,/ der uns gibt,/ was er liebt/ über alle Maßend/ Gott gibt, unserm Leid zu E0 ren,/ seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und ren. 4. Sollte von uns sein gekehret,/ der sein Reich/ und zu⸗ gleich/ sich selbst uns verehret?/ Sollt uns Gottes Sohn nicht Berr der jetzt kömmt,/ von uns nimmt,/ was uns will etrübend . Nun er liegt in seiner Krippen,/ ruft zu sich/ mich und dich,/ spricht mit süßen Lippen:/ Lasset fahrn, o liebe Brü⸗ der,/ was euch quält,/ was euch fehlt;/ ich bring alles wieder. 56 Weihnachten 6. Ei, so kommt und laßt uns laufen,/ stellt euch ein,/ groß und klein,/ eilt mit großen Saufen!/ Liebt den, der vor Liebe brennet;/ schaut den Stern,/ der euch gern/ Licht und Labsal gönnet. 7. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist die Tür/ zu den wahren Freuden;/ faßt ihn wohl, er wird euch führen/ an den Ort,/ da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Serzen,/ wer empfindt/ seine Sünd/ und Gewissensschmerzen,/ sei getrost: hier wird gefunden,/ der in Eil/ machet heil/ die vergift'ten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet frei/ eures Glaubens Zände./ Sier sind alle guten Gaben/ und das Gold,/ da ihr sollt/ euer Zerz mit laben. 0. Süßes eil, laß dich umfangen,/ laß mich dir,/ meine Zier,/ unverrückt anhangen./ Du bist meines Lebens Leben;/ nun kann ich/ mich durch dich/ wohl zufrieden geben. ). Ich will dich mit Fleiß bewahren;/ ich will dir/ leben hier,/ dir will ich abfahren;/ mit dir will ich endlich schwe⸗ ben/ voller Freud/ ohne Zeit/ dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 3607- 3676. 16 Vorreformatorisch 36. Jahrh. Auch im Wechsel mit Vr. 336: Chor(oder Kinder) 36. 3, G. 386. 3; Ch. 36. 3, G. 386. 2; Ch. 36. 5, G. 386. 3; Ch. 36. 7, G. 386. 4. 2 ö R.— ). Rommt und laßt uns Chri⸗stum eh⸗ ren,/ Serz — N. a Hmr ö ö * II RAIN ö * ö 8*—— — 1— und Sin ⸗ nen zu ihm kehren:/ sin⸗get fröh⸗lich, laßt euch hö⸗ren,/ wertes Volk der Chri⸗sten⸗heit. ! Weihnachten 7 2. Sünd und Sölle mag sich grämen,/ Tod und Teufel mag sich schämen:/ wir, die unser Seil annehmen,/ werfen allen Rummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben:/ Seinen Sohn zum ewgen Leben! /Dieser kann und will uns heben/ aus dem Leid ins Himmels Freud. 3. Seine Seel ist uns gewogen,/ Lieb und Gunst hat ihn gezogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höͤh. g. Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Ver⸗ langen,/ bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der Söllen Reich. 6. O gebenedeite Stunde,/ da wir das von Serzensgrunde/ glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Zesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle,/ sei uns freundlich, bring uns alle/ dahin, da mit süßem Schalle/ dich der Engel eer erhöht. paul Gerhardr, 3607—3676. Weise: Vom Simmel hoch da komm ich her(Vr. 3)). 4 E. E L.——— I R ). Wir sin⸗ gen dir, Im⸗ ma⸗ nu ⸗el,/ du ——————— Le⸗bens⸗fürst und Gna⸗ den⸗quell,/ du im⸗mels⸗blum Bei Valentin Schumann, 3839. und Morgenstern,/ du Jungfraunsohn, Herr al⸗ler Serrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer/ aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr,/ da du, o lang gewünschter Gast,/ dich nun⸗ mehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht,/ hat so manch Serz nach dir gewacht,/ dich hat gehofft so lange Jahr/ der Väter und Propheten Schar. 58 ö Weihnachten 4.„Ach, daß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm!/ Ach, daß die Silfe bräch herein,/ so würde Jakob fröhlich sein!“ 5. Nun du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripplein deine Ruh,/ bist klein und machst doch alles groß,/ bekleidst die Welt und kommst doch bloß. 6. Du bist der Ursprung aller Freud/ und duldest so viel Zerzeleid,/ bist aller Seiden Trost und Licht,/ suchst selber Trost und findst ihn nicht. 7. Du bist der süße Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind,/ Herodes Seer hält dich für Greul,/ und bist doch nichts als lauter Seil. 8. Ich aber, dein geringster Rnecht,/ ich sag es frei und mein es recht:/ ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben will. 9. Der Will ist da, die Kraft ist klein;/ doch wird dir nicht zuwider sein/ mein armes Serz, und was es kann,/ wirst du in Gnaden nehmen an. 30. Und bin ich gleich der Sünden voll,/ hab ich gelebt nicht, wie ich soll,/ ei, kommst du doch deswegen her,/ daß sich der Sünder zu dir kehr. 3. So faß ich dich nun ohne Scheu,/ du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst den Tod,/ verkehrst in Freud all Angst und Vot. 2. Du bist mein Saupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir, wie dirs beliebt. 53. Ich will dein Hallelujah hier/ mit Freuden singen für und für,/ und dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Jeit und Zahl. paul Gerhardt, 36073676. Weise: O daß ich tausend 18 zungen hätte(Vr. 286). Frankfurt a. M. 5738. 0 Dies ist die Nacht, da mir er ⸗ schie ⸗nen/ des das Kind, dem al⸗ le En⸗ gel dienen, /bringt — 144464 gro⸗ßen Got⸗tes Freund⸗lich⸗keit; Licht in mei⸗ ne Dun ⸗kel⸗heit, und Tie⸗ses Welt⸗ —— —— 1—— rt + I und im⸗mels⸗licht/ weicht hun⸗dert⸗ tau⸗ send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele,/ versäume nicht den Bnadenschein;/ der Glanz in dieser kleinen Söoͤhle/ streckt sich in alle Welt hinein;/ er treibet weg der Zoͤllen Macht,/ der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Seligkeit;/ wenn Sonne, MRond und Stern vergehen,/ viel⸗ leicht noch in gar kurzer Zeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nicht;/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich mit deiner Gunst;/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst,/ wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. Raspar Friedrich Nachtenhöfer, 3624-685. weise: vom Simmel hoch 19 da komm ich her(Vr.)) Bei Valentin Schumann, 3839. 2 ö é V. L. +.—◻+ &G. L 1—. V** . Dies ist der Tag, den Gott ge⸗macht,/ sein *——.— ö—— 1— J. ½— 35. werd in al⸗ler Welt ge⸗dacht:/ ihn prei ⸗se, was 20 Weihnachten durch Jesum Christ/ im Sim⸗mel und auf Er⸗den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt,/ bis daß die Zeit er⸗ füllet ward;/ da sandte Gott von seinem Thron/ das Seil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will,/ so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an und er ermißt,/ daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst du dich, err der Welt,/ nimmst selbst an unsrer Menschheit teil,/ erscheinst im Fleisch und wirst uns Seil. 5. Dein Vönig, Zion, kommt zu dir./„Ich komm, im Buche steht von mir;/ Gott, deinen Willen tu ich gern.“/ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Berr, der du Mensch geboren wirst,/ Immanuel und Friedefürst,/ auf den die Bäter hoffend sahn,/ dich, Gott Messias, bet ich an. 7. Du, unser Seil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch und Blut,/ wirst unser Freund und Bruder hier,/ und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, /ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,/ der in des Vaters Schoße sitzt? ö 9. Jauchzt, Simmel, die ihr ihn erfuhrt,/ den Tag der heiligsten Geburt;/ und Erde, die ihn heute sieht,/ sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 30. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 77769. Weise: Aus meines erzens Grunde(Nr. 263). Zamburg 389s. 0 E+— — 12——5 E 4— Der heil⸗ ge Christ ist kom ⸗men,/ der des freun sich al⸗ le From ⸗ men/ am en Weihnachten 2 I.—ᷣ— I 2—4 zrur,.,.... ä——————— sü ⸗ße Got⸗tes⸗ sohn, höch⸗sten Him⸗mels⸗thron. Auch was auf Er ⸗ den SI‚— ist, muß prei⸗ sen hoch und lo⸗ben/ mit al⸗len THTDU — H + ———.——— — En⸗geln dro⸗ben/ den lie⸗ben heil⸗gen Christ. z. Das Licht ist aufgegangen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde ist gefangen,/ erlöset ist der Sinn;/ die Sünden⸗ angst ist weg,/ und Liebe und Entzücken/ baun weite Sim⸗ melsbrücken/ aus jedem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder/ nicht mehr und vaterlos,/ ott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß;/ er will, daß alle rein/ von ihren alten Schulden,/ vertrauend seinen Sulden,/ gehn in den Zimmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Nindlein fern und nah./ Der euch den Vater weiset,/ der heilge Christ, ist da./ Er ruft so freundlich drein/ mit süßen Liebesworten:/„Ge⸗ oͤffnet sind die Pforten,/ ihr Rinder, kommt herein!“ Ernst Moritz Arndt, 1769—3860. Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn(Nr. 4897). .——...., dn.,—— ). Brich an, du schö⸗nes Mor⸗ gen⸗ DII.‚. ö— ö—.— SSS licht!/ Das ist der al te Mor ⸗gen nicht,/ der Weihnachten 128⁴ 2 1 ———— 2 täg ⸗lich wie der ⸗keh⸗ret; .—. Leuch⸗ten in der Fern,/ es ist ein Schim⸗mer, 4—.— ——.— ist ein Stern,/ von dem ich längst ge⸗ höẽ⸗ret. — E • 2. Nun wird ein Rönig, aller Welt/ von Ewigkeit zum Heil bestellt,/ ein zartes Kind geboren;/ der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt schon und verloren. 3. Der Simmel ist jetzt nimmer weit,/ es naht die selge Gotteszeit/ der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit,/ daß jeder sich nach langem Streit Qin Frie⸗ denswerken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband/ hält jedes Saus und jedes Land/ und alle Welt umfangen;/ wir alle sind ein heilger Stamm,/ der Löwe spielet mit dem Lamm,/ das Rind am Vest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?/ Hier in der Krippe liegt ein Aind/ mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld!/ Willkommen, Seiland aller Welt,/ willkommen auf der Erde! ma von Schenkendorf, 778338)7. * 1 herr Golt/ du bist unsre zuflucht für und für. Ehedenn die Verge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Pfalm 0, I. 2. Weise: Vom Simmel hoch da komm ich her(Vr.)) Bei Valentin Schumann, 3839 * DRSDPDPDPIPIPPITIIEIIII.... 2— EV. ö ö ö J. Das al ⸗-te Jahr ver⸗gan⸗gen ist./ wir P.——. — ů— dan ⸗ken dir, Herr Je⸗ su Christ,/ daß dyu uns in ————.. so viel Ge⸗fahr/ be⸗hü⸗tet hast auch die⸗ses Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron,/ du wollst dein arme Christenheit/ bewah⸗ ren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Wort,/ das ist der Seelen Trost und HSort;/ vor falscher Lehr, Abgötterei/ behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn/ und fromm zu werden fangen an;/ der alten Sünden nicht gedenk,/ ein gnadenreich Weujahr uns schenk. 5. Bilf christlich leben, seliglich/ zu sterben und hernach fröhlich/ am jüngsten Tage aufzustehn,/ mit dir in Zimmel einzugehn, 23 Jahreswechsel 6. zu danken und zu loben dich/ mit allen Engeln ewig⸗ lich:/ o Zesu, unsern Glauben mehr/ zu deines Namens Lob und Ehr. Strophe 3. 2.: 35868; Strophe 3—6: Erfurt 3588. 23 Christian Störl, 375) 60744). 9 1—= —— I—— — 4 1 —— „. Bilf, Zerr Je⸗ su, laß ge⸗lin ⸗gen,/ hilf, das neu⸗e Jahr geht an;/ laß es neu ⸗ e B..., Nräf⸗ te brin ⸗gen,/ daß aufs neu ich wan⸗deln kann./ Veu⸗es Glück und neu ⸗ es Le ⸗ ben wol⸗lest du aus Gna⸗ den ge ⸗ben. z. Was ich denke, was ich mache,/ das gescheh in dir allein;/ wenn ich schlafe, wenn ich wache,/ wollest du, Zerr, bei mir sein;/ geh ich aus, wollst du mich leiten;/ komm ich heim, so steh zur Seiten. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnade,/ mich bereuen meine Sünd;/ hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich bald Ver⸗ zeihung find,/ Serr, bei dir; denn du, mein Leben,/ kannst die Sünd allein vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe,/ nimm, o Gott, mein Flehen hin,/ weil ich mich so sehr betrübe/ und voll Angst und Jahreswechsel 24 zagen bin./ Stärke mich in meinen Vöten,/ daß mich Sünd und Tod nicht töten. . Herr, du wollest Gnade geben,/ daß dies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich könne leben/ sonder Trug und Heu⸗ chelei,/ daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 6. Jesus richte mein Beginnen,/ Jesus bleibe stets bei mir,/ Jesus zäume mir die Sinnen,/ Jesus sei nur mein Begier,/ Jesus sei mir in Gedanken,/ Jesus lasse nie mich wanken! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden/ dieses angefangne Fahr.' Trage stets mich auf den Händen,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich dich umfassen,/ wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 36073667. Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren(Vr. 244). Leipzig 3987. Wechselgesang: Gem. 1—3, Chor 4., G. 6. 73— G. 33, Ch. 32, G. 33, Ch. 34. Alle 55. FH ö— ů— 3. Nun laßt uns gehn und tre⸗ ten/ mit ++ V II EAB ++ Sin⸗gen und mit Be⸗ ten/ zum Serrn, der un⸗ serm — 2.2— H 2 2— 1. .—E‚...— TTTTITTITIII ——— Le⸗ben/ bis hier⸗her KRraft ge⸗ ge⸗ ben. z. Wir gehn dahin und wandern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen 3. durch so viel Angst und Plagen,/ durch Zittern und durch bedec„sdurch Krieg und große Schrecken,/ die alle Welt edecken. 28 Jahreswechsel 4. Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Kindlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden: 5. also auch und nicht minder/ läßt Gott ihm seine Kinder,/ wenn Vot und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Süter unsres Lebens,/ fürwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Rorgen neue:/ Lob sei den starken Zänden,/ die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen,/ die sich von Serzen sehnen/ nach dir und deiner Sulde,/ ein Serz, das sich gedulde. 0. Schleuß zu die Jammerpforten/ und laß an allen Orten/ auf so viel Blutvergießen/ die Freudenströme fließen. ). Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnadensonne scheinen. 32. Sei der Gadr Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Unversorgten Gabe,/ der Armen Gut und Sabe. 3. Silf gnädig allen Rranken, gib fröhliche Gedanken/ den hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 54. Und endlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem udre⸗ der uns hier herrlich ziere/ und dort zum Zimmel ühre. . Das alles wollst du geben,/ o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare/ zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 3607— 3676. laß ich nicht(Wr. 397). Johann Uhlich, 3674 ————•, + Weise: Meinen Jesum 2 5 soll die Lo⸗sung sein,/ da ein V. Je⸗ su Na · me soll al ⸗lein/ de⸗ nen Jahreswechsel 26 zum Pa⸗ nie re die ⸗nen, —— HN 0˙ 10 1 ——— Al Bun⸗ de stehn/ und auf sei⸗ nen We⸗ gen gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort/ soll bei uns in Zion schallen;/ und so oft wir an den Grt,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ mache seines Namens Ruhm/ unser Serz zum Seiligtum. 3. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen./ Geht uns dieser Leitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein/ alles voller Segen sein. 4. Alle Sorgen, alles Leid/ soll der Wame uns versüßen;/ so wird alle Bitterkeit/ uns zur Freude werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schild,/ welcher allen Rummer stillt. 5. Jesus, aller Völker Seil,/ unserm Land ein Gnaden⸗ zeichen,/ unsres Ortes bestes Teil,/ dem kein Rleinod zu vergleichen,/ Jesus, unser Schutz und Sort,/ sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 3672—3737. neu⸗ es Jahr er ⸗schie⸗ nen; 516 in Weise: Befiehl du deine Wege(Vr. 258). Bei Bartholomäus Gesius, 360s. Auch Wechselgesang: Gem. 3. 2, Ch. 3, G. 4, Ch. 5, G. 6. 2 — 1 122. La! + 4 Das Jahr geht still zu En ⸗de,/ nun sei auch still, mein In Got⸗ tes treu⸗e Zän de/ leg ich nun Freud und Stmer 3 und was dies Jahr umschlossen,/ was Gott der err nur Frankf. Evang. Gesangb. 2 26 Jahreswechsel 2 nv eie weiß,/ die Trä⸗nen, die ge⸗flos ⸗sen,/ die Wunden brennend heiß. 2. Warum es so viel Leiden,/ so kurzes Glück nur gibt?/ Warum denn immer scheiden,/ wo wir so sehr geliebts/ So manches Aug gebrochen/ und mancher Mund nun stumm,/ der erst noch hold gesprochen—/ du armes Serz, warumd 3. Daß nicht vergessen werde,/ was man so gern vergißt:/ daß diese arme Erde/ nicht unsre Seimat ist./ Es hat der Zerr uns allen,/ die wir auf ihn getauft,/ in Zions goldnen Hallen/ ein Heimatrecht erkauft. g. HZier gehen wir und streuen/ die Tränensaat ins Feld,/ dort werden wir uns freuen/ im selgen Simmelszelt;/ wir sehnen uns hienieden/ dorthin ins Vaterhaus/ und wissens: die geschieden,/ die ruhen dort schon aus. g. GO das ist sichres Gehen/ durch diese Erdenzeit;/ nur immer vorwärts sehen/ mit selger Freudigkeit;/ wird uns durch Grabeshügel/ der klare Blick verbaut:/ Herr, gib der Seele Flügel,/ daß sie hinüberschaut. 6. ilf du uns durch die Zeiten/ und mache fest das Serz,/ geh selber uns zur Seiten/ und führ uns heimatwärts./ Und ist es uns hienieden/ so ö6de, so allein,/ o laß in deinem Frieden/ uns hier schon selig sein. Eleonore Fürstin Reuß, 1833— 03. V 20— EpiphAnixs Golt/ der oa hieß das Licht aus der zinsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Ichein in unsere Jerzen gegeben, daß durch uns ontstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Slarheit Goltes in 20 4J51— Jesu Christi. 2. Or. 4/* 27 Frankfurt a. M. 3390. Ie 1 I V——5— —3——. 2.— +— —5— 2.2 S.—.—.———— Wie schön leuch tet der Mor ⸗gen⸗ Du Sohn Da⸗ vids aus Ja⸗ kobs SiEEEEEEEEEEE‚ stern/ voll Gnad und Wahr⸗heit von dem Herrn,/ die Stamm,/ mein Rö⸗ nig und mein Bräu⸗ ti⸗ gam,/ hast — .——..—.—.. +.— —— * III sü ⸗ße Wur⸗ zel Jes⸗ se! jeb. li lich. mir mein Herz be⸗ ses⸗ sen: leb ⸗lich./ freundlich, schön und herr ⸗lich,/ groß und ehr ⸗lich,/ reich an * 27 Epiphanias 2—— ——————.—.— ———— Ga ⸗ben,/ hoch und sehr präch⸗ tig er ⸗ ha ⸗ben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron,/ wahr Gottes und Ma⸗ rien Sohn,/ ein hochgeborner Rönig!/ Mein Serz heißt dich ein Simmelsblum;/ dein süßes Evangelium/ ist lauter Milch und Sonig./ Jesu,/ Jesu,/ ch. wicht Himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Serz hinein,/ du leuchtend Rleinod, edler Stein,/ die Flamme deiner Liebe,/ daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib/ an deinem auserwählten Leib/ in frischem Lebenstriebe./ In dir/ laß mir/ ohn Aufhören/ sich vermehren/ Lieb und Freude,/ daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht,/ wenn du mit deinem Angesicht/ mich freundlich tust anblicken./ O Berr Jesu, mein trautes Gut,/ dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquicken./ Vimm mich/ freund⸗ lich/ in die Arme,/ Herr, erbarme/ dich in Gnaden;/ auf dein Wort komm ich geladen. d. Berr Sott Vater, mein starker Seld,/ du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet./ Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ er ist mein Freund, ich seine Braut,/ drum mich auch nichts betrübet./ Eia,/ eia,/ himm⸗ lisch Leben/ wird er geben/ mir dort oben:/ ewig soll mein Serz ihn loben. 6. Zu unserm Sott mit Saitenklang/ laßt nun den süßesten Gesang/ ganz freudenreich erschallen/ dem liebsten Jesu nur allein,/ dem wunderschönen Bräutgam mein,/ zu Ehren und Gefallen./ Singet,/ springet,/ jubilieret,/ triumphieret,/ dankt dem Serren,/ groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh,/ daß mein Schatz ist das A und O,/ der Anfang und das Ende. /Er wird mich doch zu seinem Preis/ aufnehmen in das Paradeis;/ des klopf ich in die Zände./ Amen,/ Amen,/ komm, du schöne /Freu⸗ denkrone,/ bleib nicht lange;/ deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Wicolai, 38996— 3608. Epiphanias 28 Weise: Valet will ich dir 28 geben(Nr. 3)2) ◻ H. O Rö⸗ nig al ⸗ler Eh ⸗ren,/ Herr 3.(dein Reich soll e⸗ wig wäh⸗ ren, im Leipzig 3638. II. 1 r un i— — 2 ů enn— 1 Je⸗ su, Da⸗ vids Sohn ö ö Sim. mel ist dein Thron; hilf, daß all hier auf —— S— E 1 +2 1 ES—— Er ⸗den/ den Men⸗ schen weit und breit/ dein SSDIi—— Reich be ⸗ kannt mög wer · den/ zur See⸗len Se⸗lig ⸗keit. 2. Von deinem Reich auch zeugen/ die Leut aus Morgen⸗ land;/ die Rnie sie vor dir beugen,/ weil du ihn'n bist be⸗ kannt./ Der neu Stern auf dich weiset,/ dazu das göttlich Wort./ Drum man dich billig preiset,/ daß du bist unser Zort. 3. Du bist ein großer Rönig,/ wie uns die Schrift ver⸗ meldt,/ doch achtest du gar wenig/ vergänglich Gut und Geld,/ prangst nicht auf stolzem Rosse,/ trägst keine güldne Kron,/ thronst nicht im festen Schlosse;/ hier hast du Spott und Sohn. 4. Doch bist du schön gezieret,/ dein Glanz erstreckt sich weit,/ dein Güte triumphieret/ und dein Gerechtigkeit./ Du wollst die Frommen schützen/ durch dein Macht und Gewalt,/ daß sie im Frieden sitzen,/ die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen,/ in dein Reich nimm mich auf,/ dein Güte schenk mir Armen/ und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren,/ dem Teufel, Sünd und Tod,/ daß sie mich nicht versehren;/ rett mich aus aller Not. 29 Epiphanias 6. Du wollst in mir entzünden/ dein Wort, den schönen Stern,/ daß falsche Lehr und Sünden/ sein meinem Serzen fern./ Silf, daß ich dich erkenne/ und mit der Christenheit/ dich meinen RKönig nenne/ jetzt und in Ewigkeit. Maͤrtin Behm, 36s7- 3622. Weise: Serr Jesu Christ, meins Lebens Licht. 4 29 Mürnberg 3676, ů* LVE +⁴ N 2 — 4 4 2 DiEEE DSESE eeeeeeeee.eee= * 0—„*. I I + DN* 3. G De: su Chri⸗ ste,, wah⸗ res 1.—5 1 D.——.—..——ñ 1.„ I Licht,/ er leuch te, die dich ken ⸗ nen 4 4 1 —.. 1 I 2 nicht,/ und brin · ge sie zu dei ⸗ ner — ————— Zerd, daß ih ⸗ re Seel auch se⸗ lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein,/ die in Irrtum verführet sein,/ auch die, so heimlich ficht noch an/ in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Gnad/ und ihr verwundt Gewissen heil,/ laß sie am immel haben teil. 34. Den Tauben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres Zerzens Glaube sei. v. Erleuchte, die da sind verblendt,/ bring her, die sich von uns getrennt,/ versammle, die zerstreuet gehn,/ mach feste, die im Zweifel stehn. Epiphanias 30 6. So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Himmelreich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnade preisen dich. Johann Seermann, 35833647. Weise: Hilf, Herr Jesu, laß 30 gelingen(Vr. 23). Christian Störl, 37))(0744). 7 ——.———— 2—.— — + ). Wer⸗de licht, du Stadt der Hei ⸗ den,/ , die vrn,ernLer vn und du, Sa⸗ lem, wer ⸗de licht:/ schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗ den/ ü⸗ ber dei⸗ nem Saupt an⸗ ö I 2— I ID. Vin—————— ———.——..—— * bricht. Gott hat de ⸗rer nicht ver ⸗ ges⸗ sen,/ —.—. ö————— die im Fin ⸗ stern sind ge ⸗ ses ⸗ sen. 2. Dunkelheit die mußte weichen,/ als dies Licht kam in die Welt,/ dem kein andres zu vergleichen,/ welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen,/ dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Gottes Rat war uns verborgen,/ seine Gnade schien uns nicht;/ Klein und Große mußten sorgen,/ jedem fehlt es an dem Licht,/ das zum rechten Simmelsleben/ seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen/ ist der Aufgang aus der öh,/ haben wir das Licht empfangen,/ welches so viel 33 Epiphanias Angst und Weh/ aus der Welt hinweggetrieben,/ daß nichts Dunkles überblieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele,/ du vertreibst die Finster⸗ nis,/ die in dieser Sündenhöhle/ unsern Tritt macht unge⸗ 195 Jesu, deine Lieb und Segen/ leuchten uns au unsern egen. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glau⸗ bensbahn./ Ewig, Herr, will ich dir danken,/ daß du hast so wohl getan/ und uns diesen Schatz geschenket,/ der zu deinem Reich uns lenket. 7. Dein Erscheinung müß erfüllen/ mein Gemüt in aller Vot. /Dein Erscheinung müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod./ Herr, in Freuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Kronen/ in der schönsten Xlar⸗ heit wohnen. Johann Rist, 3607—3667. Weise: Ich freu mich in dem Serren. Bartholomäus Selder, 36as. Euk. 2, 2 32 e +. +. ——.. II — ——— + 3— 0 Je⸗ su, Licht der Bei⸗⸗den,/ der wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗den/ durch 1.— ö— 4.— From⸗men Schatz und Lieb,. ö 5 dei nes Gei⸗stes Trieb in die ⸗sen dei ⸗nen EEEEEE EEEEEE.— L Tem ⸗pel/ und su⸗ chen mit Be⸗ gier/ nach Si⸗me⸗ Epiphanias 32 1 ons Ex ⸗ em ⸗-pel/ dich gro⸗ßen Sott all⸗ hier. 2. Du wirst von uns gefunden,/ o Serr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein Verheißungswort,/ ver⸗ gönnst noch heutzutage,/ daß man dich gleicherweis/ auf Glaubensarmen trage/ wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne,/ im Rreuz ein Gnadenschein,/ in zagheit Glut und Feuer,/ in Vot ein Freudenstrahl,/ in Krankheit ein Befreier,/ ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß letzt wie Simeon ein jeder Christ kann singen/ den schönen Schwanenton:/ Mir werden nun mit Frieden/ die Augen zugedrückt,/ nachdem ich schon hienieden/ den Seiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Jesu, dich geschaut;/ tein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut./ Ich wohn in deinem Serzen,/ und in dem meinen du,/ uns scheiden keine Schmerzen,/ kein Angst, kein Tod dazu. 6. Sier blickst du zwar die Deinen/ oft streng und strafend an,/ daß ich vor Angst und Weinen /dich nicht erkennen kann;/ dort aber wirds geschehen,/ daß ich von Angesicht/ zu Angesicht soll sehen/ dein immer klares Licht. Johann Franck, 1638- 3677. Weise: Meinen Jesum laß 32 ich nicht(Nr. 397). Johann Uhlich, 3674. Matth. 2, 1 ........ PxPiPDDPDPDDPDDDPDDPDPDPDPDDDD (Fesu, gro⸗ßer Wun⸗ der ⸗stern,/ der aus Imei⸗-ne See⸗le will so gern/ dir an I H 4 I— S5 ern minenin. —————— Ja⸗kob ist er⸗schie⸗nen, dei ⸗ nem Fe⸗ ste die ⸗nen./ in e, miünnt der 33 Epiphanias — ö—.— HN H —— gnä⸗ dig an,/ was ich Ar ⸗mer schen⸗ken kann. 2. Wimm das Gold des Glaubens hin,/ wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin;/ so ist dirs die liebste Gabe;/ laß es auch bewährt und rein/ in dem Kreuzesofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets,/ laß ihn gnädig dir genügen;/ Herz und Lippen sollen stets,/ ihn zu opfern, vor dir liegen./ Wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen drauf. 4. Wimm die Myrrhen bittrer Reu;/ ach mich schmerzet meine Sünde. /Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Trost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann:/ Jesus nimmt mein Gpfer an. Erdmann Veumeister, 367)—3786. Weise: Einer ist Rönig, Im⸗ 33 manuel sieget(Nr. 306). Cöthen 3733. Je⸗ sus ist kom⸗ men, Grund e⸗ wi⸗ 3 Gott⸗ heit und Mensch⸗ heit ver ei ⸗ nen 22 1—. 3gzer Freu de:/ A und O, An⸗fang und sich bei⸗ de; Schö⸗-pfer, wie kommst du uns II III * ANIN En⸗ de steht da. nen⸗schen so Dabn Him⸗-mel und Er⸗ de, er öxͤᷓpP zäh ⸗lets den Hei⸗ den: Je⸗ sus ist 27⁴ Epiphanias 33 —..— kom ⸗ men, Grund e wi ⸗ ger Freu⸗den! 2. Jesus ist kommen, nun springen die Bande,/ Stricke des Todes die reißen entzwei./ Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;/ er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,/ bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;/ Jesus ist kom⸗ men, nun springen die Bande! 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser,/ bricht dem ge⸗ wappneten Starken ins Haus,/ sprenget des Feindes be⸗ festigte Schlösser,/ führt die Gefangenen siegend heraus./ Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kom⸗ men, der starke Erlöser! 4. Jesus ist kommen, der König der Ehren;/ Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!/ Dieser Beherrscher kann Her⸗ zen bekehren;/ öffnet ihm Tore und Türen fein bald./ Denkt doch, er will euch die Krone gewähren./ Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5. Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,/ Sünden der ganzen Welt trägt dieses Lamm. Sündern die ewge Er⸗ Abxrn zu finden,) stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm./ Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! b. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden,/ eilet, ach eilet zum Gnadenpanier. Schwöret die Treue mit Herzen und Sänden,/ sprechet: wir leben und sterben bei dir./ Her⸗ zensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden./ Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! 7. Jesus ist kommen, die Guelle der Gnaden,/ komme, wen dürstet, und trinke, wer will./ Zolet für euren verderblichen Schaden/ Gnade aus dieser unendlichen Füll. Hier kann das Herze sich laben und baden./ Zesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! 8. Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben./ Soch gelobt sei der erbarmende Gott,/ der uns den Ursprung des Segens gegeben;/ dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod./ Selig, die ihm sich beständig ergeben./ Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Ludwig Ronrad Allendorf, 3693—)778. +TPASUSIOn + Dos Menschen John ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gobe sein Loben zu einer Er⸗ lösung für viele. Matth. 20, 28. 34 Bei J. Spangenberg, 384s. Auch im Wechsel mit Nr. 36: Chor 34. 3, G. 36. 33 Ch. 34. 2, G. 36. 2; Ch. 34. 3, G. 36. 3. + + Wses Saa Lwuur Hisa +— II— 1 1 1 2 1 0 Lamm Got⸗ tes, un⸗⸗ schul⸗ dig/ am e zeit fun⸗ den ge⸗ dul⸗dig,/ wie⸗ ——— ö—. ů 31 + 1 ů Stamm des Kreuzes ge⸗schlach⸗tet, wohl du wa⸗ rest ver⸗ ach ⸗ tet; X 1 4— V. + all Sünd haͤst du ge⸗ TTD 1 1 »K«.ss — tra⸗ gen,/ sonst müß⸗ten wir ver ⸗ za⸗ gen./ Er⸗ E—— a barm dich un ser, o Je⸗ su, o Je⸗su! ——————— Passion 39 2. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes geschlachtet,‚/ allzeit funden geduldig,/ wiewohl du warest verachtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen./ Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes geschlachtet,/ allzeit funden geduldig,/ wiewohl du warest verachtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen./ Gib uns dein Frieden, o Jesu, o Jesu! Viederdeutsch, Rostock 383).(Wikolaus Decius, 29) Weise: Christus, d v ormator isch, bei Fur waht 35 michael Weiße, 51. 31 ů +LL 2——* h EA—— 1————.. 4 6 2. 2— O hilf, Chri⸗ ste, Got⸗tes Sohn,/ durch 1—. +. 2 1 RDEPEEEEE———— dein bit ⸗ter Lei ⸗den,/ daß wir dir stets 1 + +. +.. +I. SSSSSSSISS IIIII.II.... ——..—— un ⸗ ter- tan/ all Un⸗ tu ⸗- gend mei ⸗den,/ — + 2235— ö 33. rinn. 4— dei ⸗ nen Tod und sein Ur⸗sach/ frucht⸗bar⸗ SIIII........ 2 +. —— 555—.——— 1 1 lich be⸗ den ⸗ ken; ꝗ/ da⸗- für, wie⸗wohl II —— arm und schwach,/ dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ ken. Michael Weiße, 1 3834. -stü 322—.— 36/37 ö passion 3 6 Braunschweiger Rirchenordnung 1828. (Agnus dei.) Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ der du trägst die — II 1 LL —— ll III D— Sünd der Welt,/ er⸗ barm dich un ⸗ser. gib uns dei ⸗nen Frie⸗den. A⸗men. A⸗men. A men. Wittenberger Kirchenordnung 1933. Weise: O Zesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 377). Leipzig 3as. 2. Wir dan⸗ken dir, Serr Je· su Christ,/ daß du ä . für uns ge⸗stor⸗ben bist/ und hast uns durch dein S DII —.——————— teu ⸗ res Blut/ gemacht vor Gott ge⸗ recht und gut, 2. und bitten dich, wahr Mensch und Gott,/ durch deine ö heilgen Wunden rot:/ Erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not. Passion 38 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand/ und reich uns dein allmächtge Sand,/ daß wir im Kreuz geduldig sein,/ uns trösten deiner schweren Pein 4. und schöpfen draus die Zuversicht,/ daß du uns werdst verlassen nicht,/ sondern ganz treulich bei uns stehn,/ daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, t 3600. 38 Johann Crüger, 3640 4 4 44½7⁰. .—.——..———— 9—— △+ 3. Herz ⸗lieb · ster Je⸗ su, was hast du I AII At — 1 444 1 XXX RII II. I II II 1 x —————..—.— —.—....2 —.— Ii I. was für Mis⸗ se⸗ ta ⸗ ten/ bist du ge⸗ ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,/ ins Ange⸗ sicht geschlagen und verhöhnet./ Du wirst mit Essig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?/ Ach, meine Sünden haben dich geschlagen!/ Ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet,/ was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!/ Der gute Zirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte für seine Knechte. 39 Passion 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt,/ der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt,/ der URensch verwirkt den Tod und ist entgangen,/ der Herr gefangen. 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,/ die dich gebracht auf diese Marterstraße!/ Ich lebte mit der Welt in Qust und Freuden,/ und du mußt leiden. 7. Ach großer Xönig, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten?/ Keins Menschen Herz ver⸗ mag es auszudenken,/ was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmung zu vergleichen./ Wie kann ich dir denn deine Liebestaten/ im Weri erstattend 9. Doch ist noch etwas, das dir angenehme:/ wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neu mein Herze nicht entzunden/ mit alten Sünden. 0. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften,/ fest die Begierden an das Kreuz zu heften,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere,/ zum Guten führe. 7). Alsdann so werd ich deine Zuld betrachten,/ aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten,/ bemühen werd ich mich, Serr, deinen Willen/ stets zu erfüllen. 52. Ich werde dir zu Ehren alles wagen,/ kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen/ nehmen zu Serzen. 3. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen,/ wirst du es doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst du dies von mir annehmen,/ mich nicht beschämen. 74. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Saupte stehn die Ehrenkrone,/ da will i dir, wenn alles wird wohl klingen,/ Lob und Dank singen. Johann Seermann, 33833647. * Weise: Der am KRreuz ö ist meine Liebe. Frankfurt a. M. 3738. .......— — — ‚ . E +* Je⸗su, dei ⸗ne tie ⸗fen Wun⸗den, 22 ge⸗ ben mir zu al ⸗len Stun⸗ den II: XI —.—— 6— I —— —.—.—.— dei ⸗ ne Qual und bitt⸗ rer Tod Trost in Leibs⸗ und See⸗len not; fällt mir 1— — ö r, ö — 21— ů et was Ar⸗ges ein,/ denk ich bald an dei⸗ SDSISISISISPSIPIPIPFꝑP‚ISPSISISIEIEI....... ο—— +r ne Pein,/ die ver ⸗ lei⸗ det mei⸗nem Her⸗ zen,/ 1—5 1—— ———— r 1 2———I mit der Sün ⸗ de je zu scher ⸗ zen. 2. Will sich denn in Wollust weiden/ mein verderbtes Heisch und Blut,/ so gedenk ich an dein geiden,/ bald wird alles wieder gut./ Rommt der Satan und setzt mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnadenzeichen,/ bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Serze führen/ auf die breite Sün⸗ denbahn,/ da nichts ist als Jubilieren,/ alsdann schau ich emsig an/ deiner Marter Zentnerlast,/ die du ausgestanden 2. so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Lust ver⸗ treiben. 4. Ja für alles, was mich kränket,/ geben deine Wunden Kraft;/ wenn mein Serz hinein sich senket,/ krieg ich neuen Lebenssaft./ Deines Trostes Süßigkeit/ wendt in mir das bittre Leid,/ der du mir das Seil erworben,/ da du für mich bist gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen,/ du bist meine Zu⸗ versicht;/ dein Tod hat den Tod zerhauen,/ daß er mich kann töten nicht./ Daß an dir ich habe teil,/ bringet mir Trost, Schutz und Seil;/ deine Gnade wird mir geben/ Auferstehung, Licht und Leben. 4⁰/a) Passion 6. Hab ich dich in meinem Serzen,/ du Brunn aller Gütig⸗ keit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Rampf und Streit. Ich verberge mich in dich;/ kein Feind kann verletzen mich./ Wer sich birgt in deine Wunden,/ der hat glücklich überwunden. Johann Seermann, 368s647. Weise: Nun lasset uns den Zeib begraben(Vr. zoc). 40 Wittenberg 3344. 4 3 n dn aienen Larnr neni, enn nr 2—.————III——— ). Der du, Zerr Je⸗ su, Ruh und Rast/ in dei⸗ nem Grab ge⸗ hal ⸗ten hast,/ gib, daß wir in dir ä—— ru⸗ hen all/ und un ⸗ ser Le⸗ben dir ge⸗ fall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut,/ die du erkauft mit deinem Blut,/ und führ uns in des Simmels Licht/ zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Sottes Lamm,/ getötet an des Kreuzes Stamm. /Aaß ja uns Sündern deine Pein/ den Eingang in das Leben sein. Georg Werner, 1589—3643. (Vach dem Lateinischen des Bonaventura, 322)—274.) Weise: Silf Gott, daß mirs gelinge. 41 Vorreformatorisch. Leipzig 18458. E. ö 2— ö Wenn mei ⸗ ne Sünd mich krän⸗ken,/ o so laß mich wohl be ⸗ den⸗ken,/ wie —2 ———— 9⁰ J — Dyi II III ö mein Serr Je du ge⸗ stor ben bi und al ⸗le E —6 . I — 8 I.......2... 6 V een dxrx, ᷑i, ———— — i mei ne Schul⸗ den⸗last/ am Stamm des heil⸗gen — l 18 1⁴ ++ I In L —— Kreu⸗ zes/ auf dich ge ⸗ nom ⸗ men hast. 2. O Wunder ohne Maßen,/ wer es betrachtet recht:/ es hat sich martern lassen/ der Zerr für seinen Knecht,/ es hat sich selbst der wahre Gott/ für mich verlornen Men⸗ schen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünden große zahl /Ich bin bei Gott in Gnaden,/ die Schuld ist allzu⸗ mal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Zölle Gual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Serzen/ jetzt und mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen, 7 o Jesu, Lob und Dank,/ für deine Vot und Angstgeschrei,/ für dein unschuldig Sterben, /für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden/ mich reizen für und für,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sündliche Begier,/ daß mir nie komme aus dem Sinn,/ wie viel es dich gekostet,/ daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen,/ sollts auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geduldig tragen;/ gib, o mein zerr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und folge dem Exempel,/ das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben,/ was du an mir getan,/ und meinen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigen⸗ nutz und Seuchelschein/ und, wie du mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. ** Passion 8. LJaß endlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich,/ weil ich auf dein Verdienst nur trau,/ du werdest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 160— 1673. 42 Wolfgang Weßnitzer, 366). + — 4* CIII d mei⸗ nes Le⸗ bens Le⸗ben,/ Je⸗su, der du dich für mich ge⸗ ge⸗ben/ in die mei⸗ nes To⸗ des Tod, ů tief ⸗ste See⸗len not, in das au ⸗ßer⸗ H—.— + PIP II.IIIIIIIIII ste Ver ⸗ der⸗ben,/ nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben,/ 3 v— D tausend⸗, tausendmal sei dir, lieb⸗ster Je⸗su, Dank da⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Zohn,/ Speichel, Schläge, Strick und Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von des Teufels Sündenketten./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wunden schlaͤgen,/ dich erbärmlich richten zu,/ um zu heilen meine Plagen,/ um zu setzen mich in Ruh; /ach du hast zu meinem Segen/ lassen dich mit Fluch dahur. JTausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet,/ dich mit großem Schimpf belegt,/ gar mit Dornen dich gekrönet:/ was hat —— 2— 24141 FFEPü I Passion 43 dich dazu bewegt?/ Daß du möchtest mich ergötzen,/ mir die Ehrenkron aufsetzen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. g. Du hast wollen sein geschlagen,/ zu befreien mich von Pein,/ fälschlich lassen dich anklagen,/ daß ich möchte sicher sein;/ daß ich möchte trostreich prangen,/ hast du sonder Trost gehangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast dich mit Schmach bedecket,/ hast gelitten mit Geduld,/ gar den herben Tod geschmecket,/ um zu büßen meine Schuld;/ daß ich würde losgezählet,/ hast du wollen sein gequälet./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet/ meinen Stolz und Ueber⸗ mut,/ dein Tod meinen Tod versüßet;/ es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien/ muß zur Ehre mir gedeihen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Serzen,/ Serr, für die gesamte Jot:/ für die Wunden, für die Schmerzen,/ für den herben, bittern Tod;/ für dein Zittern, für dein Zagen,/ für dein tausendfaches Plagen,/ für dein Angst und tiefe Pein/ will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Somburg, 3606— 368j. Bei Johann Schop, 36a). (Würzburg 3628.) 99— ᷣii—..————.—4 2=————— ö ). O Trau⸗ rig⸗ keit!/ O Ser⸗ ze⸗leid!/ . 4 *— TJ.— ————.— 1 1*— Ist das nicht zu be⸗ kla⸗ gen?/ Gott des Va⸗ ters aeee,. ei„ nig Rind/ wird ins Grab ge⸗ tra ⸗ gen. * Passion 2. O große Not!/ Sotts Sohn liegt tot./ Am KXreuz ist er erworben hat dadurch das Simmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses ange⸗ richtet,/ da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. O süßer Mund,/ o Glaubensgrund,/ wie bist du doch Aaren Alles, was auf Erden lebt,/ muß dich ja be⸗ agen. . G selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht bedenket,/ wie der Herr der Serrlichkeit/ wird ins Grab gesenket. 6. O Jesu, du/ mein Silf und Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen:/ Silf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen. Johann Rist, 3607366r. Weise: An Wasserflüssen Babylon. Straßburg 3823. 2— Kla⸗aIÿasa-=A=E D + +* +* es geht und trä⸗get in Ge⸗ duld/ die Sün den — 1 4 HN 1 2... e—.—————— —.— — 1 0 ker Sun-der,) es geht da⸗ hin, wird matt al ⸗ ler Sün ⸗ der; VFPP a.rt —.———.—.— und krank,/ er ⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank,/ ent · sa⸗ 2 — + H. 88 2——.— IIII get al ⸗ len Freu⸗ den;/ es nimmt auf sich Schmach, 0 Ein Lammlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und er b it e 0 Passion 44 ö ö——. 2— gohn und Spott,/ Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und di, EEE —.—— Tod/ und spricht: Ich wills gern len»den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund/ und Seiland meiner Seelen,/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen./„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an/ der Kinder, die ich ausgetan/ zur Straf und Zornesruten;/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja von Zerzensgrund,/ leg auf, ich will dirs tragen;/ mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wir⸗ ken ist dein Sagen.“/ O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie kein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn ab⸗ zwingen./ O Liebe, Liebe, du bist stark,/ du streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen,/ dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Liebes⸗ armen fassen;/ du sollst sein meines erzens Licht,/ und wenn mein Serz in Stücke bricht,/ sollst du mein Serze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum/ beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Wacht und Tage singen,/ mich selbst auch dir nach Möglichkeit/ zum Freuden⸗ opfer bringen./ Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und für/ in Dankbarkeit ergießen;/ und was du mir zugut getan,/ das will ich stets, so viel ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Serzensschrein,/ du sollst mein Schatzhaus werden/ der Schätze, die viel größer sein/ als Zimmel, Meer und Erden./ Weg mit den Schätzen dieser Welt/ und allem, was der Welt gefällt,/ ich hab ein Beßres funden./ Mein großer Schatz, Serr Jesu Christ,/ ist dieses, was geflossen ist/ aus deines Leibes Wunden. 48 Passion 7. Das soll und will ich mir zu nutz/ zu allen Zeiten machen; „im Streite soll es sein mein Schutz,/ in Traurigkeit mein Lachen,/ in Fröhlichkeit mein Saitenspiel,/ und wenn mir nichts mehr schmecken will,/ soll mich dies Manna speisen;/ im Durst solls sein mein Wasserquell,/ in Einsamkeit mein Sprachgesell/ zu Saus und auch auf Reisen. 8. Was schadet mir des Todes Giftꝛ Dein Blut das ist mein Leben./ Wenn mich der Sonnen Sitze trifft,/ so kann mirs Schatten geben;/ setzt mir der Wehmut Schmerzen zu,/ so find ich bei dir meine Ruh,/ wie auf dem Bett ein Kranker;/ und wenn des Kreuzes Ungestüm/ mein Schifflein treibet um und um,/ so bist du dann mein Anker. 9. Wenn endlich ich soll treten ein/ in deines Reiches Freuden,/ so soll dies Blut mein Purpur sein,/ ich will mich darein kleiden;/ es soll sein meines Sauptes Rron, in welcher ich will vor den Thron/ des höchsten Vaters gehen/ und dir, dem er mich anvertraut,/ als eine wohl⸗ geschmückte Braut/ an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, 3607— 3676. Weise: Serzlich tut mich verlangen(Vr. 333). ans Leo Saßler, 360) 9 LV 1— 1 X I— 4 1 — ö— — V*—. 7—7*—* + 5 Haupt voll Blut und Wun⸗ den,/ voll o Haupt, zum Spott ge⸗ bun⸗ den/ mit öäꝑPIPIIIIIIII I III. Schmerz und vol⸗ler Sohn, ei ner Dor⸗ nen⸗kron, + — ———. SISIII. . zie ret/ mit höch⸗ster Ehr und zier,/ jetzt( a⸗ Baupt, sonst schön ge⸗ EIXI 1 1 H + 1 1 II H I 89 I JI.. 2 ů 1 + — 1— 2 +2*— ber hoch schim⸗pfie ret:/ ge⸗ grü⸗ßet seist du mir! i —1—— Passion 4 2. Du edles Angesichte,/ davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte,/ wie bist du so bespeit,/ wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet,/ so schändlich zugerichts 3. Die Farbe deiner Wangen, /der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen;/ des blassen Todes Macht bin alles hingenommen/ und alles hingerafft,/ und daher bi du kommen/ von deines Leibes XKraft 4. Nun, was du, HSerr, erduldet,/ ist alles meine Last; ich 2 es selbst verschuldet,/ was du getragen hast/ Schau her ier steh ich Armer,/ der Zorn verdienet hat!/ Gib mir. o mein Erbarmer,/ den Anblick deiner Gnad! 5. Erkenne mich, mein Süter,/ mein Sirte, nimm mich an!/ Von dir, Vuell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Mund hat mich gelabet/ mit Milch und süßer Rost./ dein Geist hat mich begabet/ mit mancher Simmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen,/ verachte mich doch nicht;/ von dir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Zerze bricht;/ wenn dein Haupt wird erblassen/ im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden/ und tut mir herzlich wohl,/ wenn ich in deinen Leiden,/ mein Seil, mich finden soll./ Ach möcht ich, o mein Leben,/ an deinem KRreuze hier/ mein Leben von mir geben,/ wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Serzen,/ o Jesu, liebster Freund,/ für deine Todesschmerzen,/ da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu/ und, wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden,/ so tritt du dann herfür;/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das Zerze sein,/ so reiß mich aus den Aengsten/ kraft deiner Angst und Pein. 0. Erscheine mir zum Schilde,/ zum Trost in meinem Tod/ und laß mich sehn dein Bilde/ in deiner Kreuzesnot./ Da will ich nach dir blicken,/ da will ich glaubensvoll/ dich fest an mein Zerz drücken./ Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, 1607— 3676. — I Weise: Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307). Passion Werrefermaterish Eisleben 3398. S 3. O Welt, sieh hier dein Le⸗ ben/ am Stamm des äc——‚=== . Kreu⸗ zes schweben,/ dein eil sinkt in den Tod. Der gro ⸗ße Fürst der Eh⸗ ren/ läßt wil⸗ lig sich be⸗ 1 1 1 +. +— 2* — schwe⸗ ren/ mit Schlä⸗gen, Zohn und gro⸗ ßem Spott. N Passion ö 46 z. Critt her und schau mit Fleiße,/ sein Leib ist ganz mit Schweiße/ des Blutes überfüllt;/ aus seinem edlen Zerzen/ daiht. Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Zeil, und dich mit Pplagen/ so übel zugericht?/ Du bist ja nicht ein Sünder/ wie wir und unsre Rinder,/ von Uebeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden,/ die sich wie örnlein fin⸗ den/ des Sandes an dem Meer,/ die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget,/ und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen,/ an Zänden und an Füßen/ gebunden in der HSöll;/ die Geißeln und die Banden/ und was du ausgestanden,/ das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken/ die Lasten, die mich drücken/ viel schwerer als ein Stein;/ du wirst ein Fluch, dagegen/ verehrst du mir den Segen,/ dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen,/ ja lässest dich gar würgen/ für mich und meine Schuld;/ mir lässest du dich krönen/ mit Dornen, die dich höhnen,/ und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden/ all Augenblick und Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Leib und Seel ver⸗ mögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Leben,/ eins aber will ich tun:/ es soll dein Tod und Leiden,/ bis Leib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem Serzen ruhn. 0. Ich wills vor Augen setzen,/ mich stets daran ergötzen,/ ich sei auch, wo ich sei;/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Unschuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. ). Wie heftig unsre Sünden/ den frommen Gott entzün⸗ den,/ wie Rach und Eifer gehn,/ wie grausam seine Ruten,/ wie zornig seine Fluten,/ will ich aus diesem Leiden sehn. 2. Ich will daraus studieren,/ wie ich mein Zerz soll zie⸗ ren/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben/ mit Werken, so die Bosheit tut. 3. Wenn böse Zungen stechen,/ mir Glimpf und Namen brechen,/ so will ich zähmen mich;/ das Unrecht will ich 47 Passion dulden,/ dem Nächsten seine Schulden/ verzeihen gern und williglich. 54. Ich will ans Kreuz mich schlagen/ mit dir und dem absagen,/ was meinem Fleisch gelüst;/ was deine Augen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ so viel mir immer möglich ist. . Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ die dir geflossen zu,/ die sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und Hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 3607— 3676. Weise: Der am Kreuz ist meine Liebe. 47 Frankfurt a. M. 730. —.—— 9—5—— e — ö— Je, su, der du selbst ge⸗ bü 1 II ——, Rammt 1 rnr— 4— 4— 1 IX +27—*— 1 L.—— der mich je und je ge ⸗liebt das, wo mit ich dich be⸗ trübt. Ach, wie Lr. ö 1..————— ist mir doch so wohl,/ wenn ich knien und lie⸗ ö . gen soll/ an dem Kreu⸗ ze, da du stir⸗best/ j— ů— 1 7 7 ö ,n— und um mei⸗ ne See⸗ le wir ⸗best. 28 VS=& F HH 128046041 Passion 48 2. Heile mich, o Zeil der Seelen,/ wo ich krank und trau⸗ rig bin;/ nimm die Schmerzen, die mich quälen,/ und den ganzen Schaden hin,/ den mir Adams Fall gebracht/ und ich selber mir gemacht./ Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen,/ wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden/ mir, Serr, in das Herz hinein,/ daß sie mögen alle Stunden/ bei mir unver⸗ gessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut,/ da mein ganzes Serze ruht./ Laß mich hier zu deinen Füßen/ deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten,/ auf das best ich immer kann./ Schaue meiner Sände Falten/ und mich selber freund⸗ lich an/ von dem hohen Kreuzesbaum/ und gib meiner Bitte Raum./ Sprich: Laß all dein Trauern schwinden,/ ich, ich tilg all deine Sünden. paul Gerhardt, 1607—3676. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht(Vr. 577). Leipzig 3625. 9 +.. • n E. ö—.— ö S ———— 5—— — . Herr Je⸗su Christ, dein teu ⸗res Blut/ ist mei⸗ 2..—.—— ner See⸗le höch⸗stes Gut:/ das stärkt, das labt, das .— ö 4.—— ——— ö— H SISSSS.SI.......————— macht al ⸗lein/ mein Zerz von al len Sün⸗ den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid,/ dein Un⸗ schuld und Gerechtigkeit/ macht, daß ich kann vor Gott be⸗ stehn/ und zu der Simmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, GSottes Sohn,/ mein Trost, mein Seil, mein Gnadenthron:/ dein teures Blut, dein Lebenssaft/ gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not,/ wenn mich schreckt Teu⸗ fel, Zöll und Tod,/ so laß ja dies mein Labsal sein:/ dein Blut macht mich von Sünden rein. Johann Glearius, 3633—368g. 1 2 5—— I E — — 49 Passion Weise: Christus, der uns 49 Vorreformatorisch, selig macht. bei Michael Weiße, 383). — EE 8 8 4. 1— 1 E. T————— +.* 1.— 2* 2—.2 1—2—— △—— . Je⸗ su, dei⸗ ne Pas si on/ will I—. — e.—— ich jetzt be⸗ den ⸗ ken;/ wol⸗lest mir vom Zim⸗mels⸗thron/ Geist und An⸗ dacht schen ⸗ken./ 1 l 1 1 In dem Bil⸗ de jetzt er⸗schein, Je⸗ su, * .:E-:-z: 2— +— 4..— ——————— SS. 1 1—.—.— mei ⸗ nem er ⸗ zen,/ wie du un ⸗ser l 1 I 1 . I 2—..———— 5—* eil zu sein,/ lit ⸗ test al ⸗le Schmer ⸗ zen. 2. Meine Seele sehen mach/ deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach,/ deine Kreuzesschande,/ deine Geißel, Dornenkron,/ Speer⸗ und Nägelwunden,/ deinen Tod, o Gottes Sohn,/ der mich dir verbunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein/ deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein/ und die Frucht verstehen./ Ach die Ursach war auch ich,/ ich und meine Sünde:/ diese hat ge⸗ martert dich,/ daß ich Gnade finde. h/ . Il .. Pas sion 9 4. Jesu, lehr bedenken mich/ dies mit Buß und Reue,/ hilf, daß ich mit Sünde dich/ martre nicht aufs neue./ Sollt ich dazu haben Lust/ und nicht wollen meiden,/ was du selber büßen mußt/ mit so großem Leidend v. Wenn mich meine Sünde will/ schrecken mit der Sölle,/ Jesu, mein Gewissen still,/ dich ins Mittel stelle./ Dich und deine Passion/ laß mich gläubig fassen;/ liebet mich sein lieber Sohn,/ wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern/ dir das Kreuz nachtrage,/ daß ich Demut von dir lern/ und Geduld in Plage,/ daß ich dir geb Lieb um Lieb./ Indes laß dies Lallen,/— bessern Dank ich dorten geb— /Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken, 3626— 568). 50 Würnberg 3684. —.— 2 I 0 5— 2—— ö— u 4 **— O du Lie⸗be mei ⸗ ner Lie⸗be,/ die du dich aus höch⸗ stem Trie⸗be/ du er⸗wünsch⸗te Se⸗lig ⸗keit, in das jam⸗ mer⸗vol ⸗ le Leid 1 1 I—3—— I 1. Lei-dens mir zu gu ⸗te/ als ein Op ⸗fer * ö SSSSiEEEEEEEESSIESEe 1 +— 1— 2.— 1 ein ge⸗ stellt/ und be⸗ zahlt mit dei⸗ nem ö 1 I 1 1 1 S... 1 I 2 2 2— 1 I— + 9.— Blu⸗- te /an⸗- le mis⸗ se tat der Welt; Passion z. Liebe, die mit Schweiß und Tränen/ an dem Gelberg sich betrübt,/ Liebe, die mit Blut und Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt,/ Liebe, die mit allem Willen/ Gottes Zorn und Eifer trägt;/ den sonst niemand konnte stillen,/ hat dein Sterben hingelegt; ö 3. Liebe, die mit starkem Zerzen/ alle Schmach und Zohn gehört,/ Liebe, die nicht Angst und Schmerzen/ noch der strenge Tod versehrt,/ Liebe, die sich liebend zeiget,/ als sich Rraft und Atem endt,/ Liebe, die sich liebend neiget,/ als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen/ mich zuletzt umfangen wollt,/ Liebe, die aus Liebserbarmen/ mich zuletzt in höchster FHuld/ ihrem Vater überlassen,/ die selbst sterbend für mich bat,/ mir die Strafe zu erlassen,/ weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben,/ ach wie denk ich an dein Blut!/ Ach wie dank ich deinen Wunden,/ du verwundte Liebe du,/ wenn ich in den letzten Stunden/ sanft an deinem Herzen ruh! 6. Liebe, die sich tot gekränket/ und für mein erkaltet erz/ in ein kaltes Grab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerz!/ Sabe Dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ und der Seele Seil erworben:/ nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 3620— 3679. Weise: O Traurigkeit Bei Johann Schop, 364). (Vr. 43).(Würzburg 3628.) I— 1+— —— * 3. So ru⸗- hest du,/ o mei⸗ ne Ruh,/ —— PSꝓPꝓꝑPI..P.I..IPIIIIIIIIII . ö in dei ⸗ ner Gra⸗ bes⸗ höh⸗le/ und erweckst durch Ru — II ö. U1— II E EEK —— dei ⸗ nen Tod/ mei⸗ ne to · te See ⸗le. — ⏑ H— E/ eer —2— ⏑—— .H Passion 92 2. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein,/ du meines Lebens Leben;/ dich hat jetzt ein Felsengrab,/ Fels des Seils,/ umgeben. 3. O Lebensfürst,/ ich weiß, du wirst/ mich wieder auf⸗ erwecken:/ sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschreckend 4. Sie wird mir sein/ ein Kämmerlein,/ da ich auf Rosen liege,/ weil ich nun durch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. . Gar nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ doch wird er Se und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich,/ mein 7518 dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod/ bis in Tod gedenken. Salomo Franck, 36899—-)725. weise: Es sind d li Zueldie 5 2 Straßburg 3825. 24 LILEE I— ———— 2.—0— 2.—. 2 0 Ich grünße dich am Kreu⸗zesstamm,/ du Hier hängst du zwar in lau⸗ ter Not/ und +. 4 .— — E ++ I 911 ge⸗lob ⸗tes Got⸗ tes⸗ lamm,/ mit an ⸗dachts ⸗ vol⸗ lem ist ge⸗ hor⸗sam bis zum Tod,/ ver⸗ gehst in tau ⸗ send Sümerzen⸗ doch sieht mein Glau⸗be wohl an dir,/ daß +. 4 +. 2.— I—. 1 2.—.—— Got tes Ma/ je⸗stät und Zier/ in die⸗ sem Lei ⸗be Frankf. Evang. Gesangb. 8 Passion +. +. — S— woh ⸗ne/ und daß du hier so würdig seist,/ daß man dich ——. Lizi. n, ö n Lin, —⁸ß᷑,.DSDD— err und Rö⸗nig heißt,/ als auf dem Eh⸗ ren⸗thro⸗ne. 2. Ich folge dir durch Tod und Leid,/ o Serzog meiner Seligkeit,/ nichts soll mich von dir trennen./ Du gehst den engen Weg voran;/ dein Kreuzestod macht offne Bahn/ den Seelen, die dich kennen./ Ach Jesu, deine höchste Treu/ macht, daß mir nichts unmöglich sei,/ da du für mich ge⸗ storben;/ ich scheue nicht den bittern Tod/ und bin gewiß in aller Not:/ Wer glaͤubt, ist unverdorben. Valentin Ernst Löscher, 3673-)749. Weise: Serzliebster Jesu, was 53 hast du verbrochen(Nr. 38). Johann Crüger, 36go. 24 4 HEEEE, —————— ). Berr, stär ke é mich, dein Lei⸗ den zu TU 10 .. — 2.—— —553———. 1——— L be⸗ den⸗ken,/ mich in das Meer der Lie⸗be ..——— RPSPꝑ‚ꝑIꝑPꝑPꝑPIEIIII...... ——— I—. wirmnun. A zu ver ⸗ sen⸗ ken,/ die dich be⸗ wog, von SIIII al ⸗ler Schuld des Bö⸗ senæ/ er ⸗lö ⸗sen. Passion 94 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,/ an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,/ die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!/ Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,/ mein Serz erbebt, ich seh und ich empfinde/ den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen,/ Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen:/ dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst danieder,/ es beugt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. b. O Herr, mein Seil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebückt im Staube,/ verliere mich mit danken⸗ dem Gemüte/ in deine Güte. 7. Seh ich dein Kreuz den Rlugen dieser Erden/ ein Aerger⸗ nis und eine Torheit werden:/ so seis doch mir, trotz alles frechen Spottes,/ die Weisheit Gottes. 8. Wenn endlich, Zerr, mich meine Sünden kränken,/ so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken./ Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide,/ mir Fried und Freude. Christian Fürchtegott Gellert, 37738769. Weise: Serr und Aeltster deiner Kreuzgemeine. Brüdergemeine, um 3740. 2 ,,, v e,, n, n,er se . IIJ—3— Die wir uns all⸗ hier bei⸗ sam⸗ men fin ⸗den,/ uns auf dei⸗ ne Mar⸗ ter zu ver ⸗ bin ⸗den,/ S ͤ.... .....,—— schla⸗gen un⸗sre Hän ⸗de ein, dir auf e⸗wig treu zu sein; und zum Zei⸗chen, ———— daß dies Lob⸗ ge⸗ tö⸗ ne/ dei⸗ nem BHer ⸗ zen 3 III EIXI — —— — 2 I an ⸗ge⸗nehm und schö⸗ ne,/ sa ⸗ ge A⸗ men ........ und zu»gleich:/ Frie⸗de, Frie⸗de sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 77275752. Weise: Herr und Aeltster 55 deiner Rreuzgemeine. Brüdergemeine, um 37340. 24 ů E.IO 4J—.. 1 IIIII——— EE* L—..—. Ei⸗nes wünsch ich mir vor al⸗lem an⸗dern,/ . se lig läßts im Trä⸗nen ⸗tal sich wan⸗ dern,/ ——— DDEE e. SPSPISIPIꝑPIPIPIIII.IIIII IEE ei ne Spei⸗se früh und spät; wenn dies Ei⸗ne mit uns geht:/ II WWKW„˙!: ö —. ö — 0. 1*—*——. Schweiß und To⸗ des⸗grau ⸗ en/ auf sein Ant ⸗litz DDSSSSS nie ⸗der ⸗sank/ und den Kelch des Va⸗ ters trank. Passion 5 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles Lamm/ dort so blutig und so bleich zu sehen,/ hängend an des Rreuzes Stamm;/ wie er dürstend rang um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ und dann auch an mich gedacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld und deine uld. /Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest du mit mir Geduld;/ hattest längst nach deinem Schaf ge⸗ trachtet,/ eh es auf des Sirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Lösegeld/ mich erkauft von dieser Welt. 3. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen,/ treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen/ brennend in mein Serz hinein. /Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblassen:/ das sei bis zur letzten Stund/ unser Wandel, unser Bund. Albert Rnapp, 1798-)864. —9—9—ů———————ßꝛ—— Und sie sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das er⸗ würget ist, ist würdig, zu nehmen Krast und Reichtum und Weisheit und Itrke und Ehre und Preis und Lob. Offenbarung Zoh. S, 12. 56 53. Jahrhundert. Wechselgesang: I Chor, U Gemeinde. ). Christ ist er ⸗stan ⸗ den/ von der Marter al ⸗lez/ des solln wir al⸗le froh sein./ Christ will un · ser .rn n ,. ꝗ““ — — Trost sein./ Ry ri e=leis./ 2. Wär er nicht er⸗ stan ⸗den,/ so wär die Welt ver⸗ gan⸗gen;/ seit —P‚...— Ostern 77 + D +. 1 N 1 1 1 13 N —————.— daß er er ⸗ stan⸗den ist,/ so lobn wir den Va⸗ ter 2————.— Je⸗ su Christ./ Ry⸗ ri⸗ e ⸗leis./ 3. Hal ⸗ le⸗ .—5.—... I.IIIII.... II I... ddd Æ lu ⸗ jah./ Hal⸗ le lu ⸗ jah! Bal ⸗le⸗ II d...,. tei, ——————— lu⸗jah! Des solln wir al ⸗le froh sein./ —— ——— eoen kier H ů Christ will un⸗ ser Trost sein./ Ry- ri-e⸗leis. 13. Jahrhundert. 57 Wittenberg 3824. Auch Wechselgesang: Gem. 3, Ch. 2, G. 3, Ch. 4, G.§, 6. H S.,„..— D.——— —— „Christ lag in To⸗ des ⸗ ban ⸗den,/ für Den Tod nie⸗ mand zwin⸗gen kunnt/ bei Je ⸗ sus Chri⸗- stus, Got⸗tes Sohn,/ an Es war ein wun ⸗der ⸗⸗lich Krieg,/ da So fei⸗ern wir das ho⸗ he Fest/ mit Wir es sen und le⸗ben wohl/ zum S 77 Ostern 5e, dn we we— EIEIEIEIIIIIII— S— un⸗ sre Sünd ge ⸗ ge⸗ben;/ der ist wie⸗der er⸗ al ⸗len Men⸗ schen ⸗ kin⸗dern;/ das macht al⸗les un⸗ srer Statt ist kom⸗ men/ und hat die Sünd Tod und Le⸗ ben run⸗-gen;/ das Le ⸗ben be⸗ Zer⸗ zens⸗freud und Won ⸗ne,/ das uns der Berr sü⸗ßen Brot ge ⸗ la⸗ den,/ der alt Sau⸗er⸗ stan den/ und hat uns bracht das Le⸗ben;/ un ⸗sre Sünd,/ kein Un⸗ schuld war zu fin ⸗den./ ab ⸗ge⸗ tan;/ da⸗ mit dem Tod ge⸗ nom⸗ men/ hielt den Sieg,/ es hat den Tod ver⸗schlun⸗gen./ schei ⸗ nen läßt./ Er ist sel⸗ ber die Son ⸗ ne,/ teig nicht soll/ sein bei dem Wort der Gna⸗den./ . 1 E — ä.——— des wir sol⸗len fröh⸗lich sein,/ G)ott lo⸗ben Da⸗ von kam der Tod so⸗ bald/ und nahm all sein Recht und sein Ge⸗ walt:/ da bleibt Die Schrift hat ver kün ⸗ det das,/ wie ein der durch sei⸗ ner Gna⸗ de Glanz/ er-leucht Chri⸗ stus selbst die Rost will sein/ und spei⸗ ö ——— und ihm dank⸗ bar sein/ und sin⸗gen: ü⸗ ber uns Ge⸗ walt,/ hielt uns in nichts denn Tods⸗ge⸗ stalt,/ den Stachl hat Tod den an⸗ dern fraß,/ ein Spott der un ⸗ sre Her⸗ zen ganz;/ der Sünd Nacht sen die Seel al⸗ lein;/ der Glaub will keins 41•1˙1 Ostern 978 —.—.——.— H ꝓPꝓ I.. F— — 2——— al⸗ le⸗ lu ⸗ jah./ Zal ⸗ le ⸗ lu ⸗jah. seim Reich gfan ⸗ gen./ Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗jah. er ver lo ren./ Zal ⸗ le ⸗ lu ⸗ jah. Tod ist wor ⸗ den./ Hal ⸗ le⸗ lu ⸗jah. ist ver⸗ gan ⸗ gen./ Hal ⸗ le⸗ lu ⸗ jah. an ⸗ dern le ben. Hal le lu jah. Martin Luther, 3483946. 58 Melchior Vulpius, 3609. IDSSSSSSSESESSSEEEE 3. Ge⸗lobt sei Gott im höch⸗ sten Thron/ PIPIPIPIIIIITIITIITITITITITITITIIAIAIITT samt sei⸗ nem ein⸗ge⸗ bor⸗ nen Sohn,/ der für uns , ii . IV — hat ge⸗ nug ge⸗ tan./ Hal⸗le⸗lu ⸗ jah,—— ö—— H ,,-, II enr Hal⸗ le ⸗ lu⸗ jah,—— al⸗le⸗ lu ⸗ jah. 2. Des Morgens früh am dritten Tag,/ da noch der Stein j0 Grabe lag,/ erstand er frei ohn alle Rlag./ /1 Sallelu⸗ jah 3. Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht;/ denn ich weiß wohl, was euch gebricht./ Ihr sucht Jesum und findt ihn nicht./ ,: HSallelujah 89 Ostern 4. Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not;/ kommt, seht, wo er gelegen hat./ ,: Sallelujah 5. Nun bitten wir dich, Jesu Christ,/ weil du vom Tod erstanden bist,/ verleihe, was uns selig ist./ 5: Sallelujah, 6. Damit von Sünden wir befreit,/ dem Wamen dein ge⸗ benedeit/ frei mögen singen allezeit./„: Sallelujah Michael Weiße, 1 3534. 59 Mikolaus Serman, 3860. 0 ů L.LD +—.— ZE 4 + PIPI.PIꝑPIPIPIꝑIIIIIII. * 25 ö 2.— ). Er⸗schie⸗nen ist der herr ⸗lich Tag,/ dran sich nie⸗ tH„HKtKK!K!ee.——— mand gnug freu⸗ en mag: /Christ unser Zerr heut tri⸗ um⸗ ———— 1——.— + phiert,/ all sein Feind er gefangen führt. /al ⸗le ⸗lu ⸗ jah. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod,/ die Söll, all Jammer, Angst und Vot/ hat überwunden Jesus Christ,/ der heut vom Tod erstanden ist./ Sallelujah. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her,/ das Leben siegt und ward ihm Serr,/ zerstöret ist nun all sein Macht,/ Christ hat das Leben wiederbracht./ Sallelujah. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur,/ alls, was betrübet war zuvor,/ das freut sich heut an diesem Tag,/ da der Welt Fürst danieder lag./ Sallelujah. 8. Drum wir auch billig fröhlich sein,/ singen das Salle⸗ lujah fein/ und loben dich, Serr Jesu Christ,/ zu Trost du uns erstanden bist./ Sallelujah. Nikolaus Herman, um 1480—186ʃ . Ostern 6⁰06 NVach der vorigen Weise. 60 Nikolaus Serman, 3860. ). Wir danken dir, Herr Jesu Christ,/ daß du vom Tod erstanden bist/ und hast dem Tod zerstört sein Macht/ und uns das Leben wiederbracht./ Sallelujah. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad:/ Nimm von uns unsre Missetat/ und hilf uns durch die Güte dein,/ daß wir dein treue Diener sein./ Sallelujah. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron,/ samt seinem ein⸗ gebornen Sohn,/ dem heilgen Geist in gleicher Weis/ in Ewigkeit sei Lob und Preis./ Sallelujah. Thomas Sartmann, 3948- 36oo. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 59). Vikolaus Serman, 1860. Wechselgesang: Chor 3, Sem. 2; Ch. 3, G. 4. 5; Ch. 6, G. 7. 8; Ch. 9, G. 30. 3). H .LE— 7 V—1. +. b6n. 4 —* + 2 5 ö ). Frühmorgens, da die Sonn auf⸗geht,/ mein geiland E, I.— 2 — Christus auf er⸗-steht; vertrieben ist der Sün ⸗den 1 H 5 rnen nrterilit. redL. H. . II. Nacht, /Licht, Seil und Leben wiederbracht./ Zal⸗le ⸗lu⸗· jah. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not/ verschlossen, gleich als wär ich tot,/ läßt du mir früh die Gnadensonn/ aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn./ Sallelujah. 3. Wicht mehr denn nur drei Tage lang/ bleibt mein Sei⸗ land in Todes Zwang,/ am dritten Tag durchs Grab er dringt,/ mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Hallelujah. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Kreuz gefangen hält,/ drauf folgt der Sabbat in dem Grab,/ darin ich Ruh und Frieden hab./ Sallelujah. 63 Ostern 5. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Lauf,/ ich wach auf durch des Zerren Stimm,/ veracht den Tod mit seinem Grimm./ Sallelujah. 6. Am Kreuz läßt Christus öffentlich/ vor allem Volke töten sich;/ da er durch Todes Kerker bricht,/ läßt ers die Menschen sehen nicht./ Sallelujah. 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein groß Gepräng ihm hier gefällt; j/ was schlecht und niedrig geht herein,/ soll ihm das Allerliebste sein./ Sallelujah. 8. Sier ist noch nicht ganz kund gemacht,/ was er aus seinem Grab gebracht,/ der große Schatz, die reiche Beut,/ drauf sich ein Christ so herzlich freut./ Sallelujah. 9. Der jüngste Tag wirds zeigen an,/ was er für Taten hat getan,/ wie er der Schlangen Ropf zerknickt,/ die Söll zer⸗ stört, den Tod erdrückt./ Sallelujah. 30. Da werd ich Christi Serrlichkeit/ anschauen ewig voller Freud,/ ich werde sehn, wie alle Feind/ zur Söllen Pein ge⸗ stürzet seind./ Sallelujah. ). O Wunder groß, o starker Held!/ Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? /Kein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des Zerzens Tür./ Sallelujah. 32. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein,/ mein Beiland greift allmächtig drein,/ führt mich heraus mit seiner Sand:/ wer mich will halten, wird zu Schand./ Sallelujah. 3. Lebt Christus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt./ Wenn mir gleich alle Welt stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ HSallelujah. 4. Er nährt, er schützt, er tröstet mich;/ sterb ich, so nimmt er mich zu sich./ Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil ich ein Glied seins Leibes bin./ Sallelujah. 5. Mein Serz darf nicht entsetzen sich,/ Gott und die Engel lieben mich;/ die Freude, die mir ist bereit't,/ vertreibet Furcht und Traurigkeit./ Sallelujah. 56. Für diesen Trost, o großer Seld,/ Serr Jesu, dankt dir alle Welt./ Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ erheben deinen Ruhm und Preis./ Sallelujah. Johann Seermann, 38863—-647. Ostern 6²2 Weise: Nun freut euch, lieben 62 Christen gmein(Nr. 348). Wittenberg 3824. 0 ö FD——. 0 O Tod, wo ist dein Sta⸗chel nun?/ Wo Was kann uns jetzt der Teu⸗fel tun,/ wie — — ist dein Sieg, o öl ⸗ le?ꝛ grau⸗ sam er sich stel leꝛ. Gott sei ge e e e dankt, der uns den Sieg/ so herr⸗ lich hat nach . 1 L ö ——III‚‚e‚.— ů S— — DEDAHI die⸗sem Krieg/ durch Je⸗sum Christ ge ge ⸗ ben! 2. Wie sträubte sich die alte Schlang,/ da Christus mit ihr kämpfte!/ mit List und Macht sie auf ihn drang,/ und dennoch er sie dämpfte./ Ob sie ihn in die Fersen sticht,/ so sieget sie doch darum nicht:/ der Vopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfür,/ den Feind nimmt er gefangen,/ zerbricht der Zölle Schloß und Tür,/ trägt weg den Raub mit Prangen. /Vichts ist, das in dem Siegeslauf/ den starken Seld kann halten auf;/ alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte die behält/ den Sieg und ist erhöhet;/ des Serren Rechte mächtig fällt,/ was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Sölle, Welt und Sünd/ durch Christi Sieg ge⸗ dämpfet sind,/ ihr Jorn ist kraftlos worden. §. Es war getötet Jesus Christ,/ und sieh, er lebet wieder./ Weil nun das Saupt erstanden ist,/ stehn wir auch auf, die Glieder./ So jemand Christi Worten gläubt,/ im Tod und Grabe der nicht bleibt,/ er lebt, ob er gleich stirbet. 63 Ostern b. Wer täglich hier durch wahre Reu/ mit Christo aufer⸗ stehet,/ ist dort vom andern Tode frei,/ derselb ihn nicht an⸗ gehet./ Genommen ist dem Tod die Macht,/ Unschuld und Leben wiederbracht/ und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut,/ der wir teilhaftig werden:/ Fried, Freude, Seil, Gerechtigkeit/ im Zimmel und auf Er⸗ den./ Hier sind wir still und warten fort,/ bis unser Leib wird ähnlich dort/ Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun/ Wo ist dein Sieg, o Hölle?/ Was kann uns jetzt der Teufel tun,/ wie grausam er sich stelle/ Gott sei gedankt, der uns den Sieg/ so herrlich hat nach diesem Krieg/ durch Jesum Christ gegeben! (Nach Georg Weissel, 389963s.) Justus Gesenius, 360)- 3673. 63 Johann Crüger, 3649. I....... Ie 1— 0 Auf, auf, mein Serz, mit Freu⸗den,/ nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗ßem Lei⸗den/ nun ein so + . + ,. 2. — 551——.———.... ‚—.— P-I —2— 0 Pes— Mein Hei⸗land war ge⸗legt/ 1— 1 ö H— 1— E —— E 1—.— ᷓᷓPᷓPĩPĩPCPPCCCCC — n da, wo man uns hin⸗trägt,/ wenn von uns 1 E— 7— 1 12—.—— I un ⸗ser Geist/ gen Zim ⸗- mel ist ge ⸗reist. Ostern 64 2. Er war ins Grab gesenket,/ der Feind trieb groß Ge⸗ schrei;/ eh ers vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft Viktoria,/ schwingt fröhlich hier und da/ sein Fähnlein als ein Held,/ der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel;/ nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will /sent⸗ nehmen meinen Mut/ zusamt dem edlen Gut,/ so mir durch Jesum Christ/ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zürnt und kann nichts machen,/ all Arbeit ist verlorn./ Die Trübsal trübt mir nicht/ mein—— und Angesicht,/ das Unglück ist mein Glück,/ die Nacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied;/ wo mein Saupt durch ist gangen,/ da nimmt es mich auch mit. Er reißet durch den Tod,/ durch Welt, durch Sünd, durch Not,/ er reißet durch die Söll,/ ich bin stets sein Gesell. 6b. Er dringt zum Saal der Ehren,/ ich folg ihm immer nach/ und darf mich gar nicht kehren/ an Wot und Unge⸗ mach./ Es tobe, was da kann,/ mein Saupt nimmt sich mein an,/ mein Seiland ist mein Schild,/ der alles Toben stillt. 7. Er bringt mich an die Pforten,/ die in den Simmel führt,/ daran mit güldnen Worten/ der Reim gelesen wird:/ Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt;/ wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 3607 676. Weise: Der Söllen Pforten 64 ünd zerstört. Peter Sohren, 3683. V.—2 200 F V—.— 2 2 EH—— ö——— 3.— 3. Wach auf, mein Zerz, die Vacht ist hin,“ — ———————.— 2... ———.——.— — ö... ——..— r. ist auf ⸗ ge⸗ gan⸗gen./ 64 Ostern ö—— . 1 1 1— Er⸗mun⸗tre dei ⸗ nen Geist und Sinn,/ den 1 IEII AAA..... ö — 2.— Hei land zu emp ⸗ fan ⸗gen, EXI E 5 ö——R—— bro ⸗chen aus dem Grab her⸗für,/ der 2——— ——. II — 1—.— 2.— II 1 1.— H — II gan ⸗ zen Welt zur Won=ne. z. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Leben,/ vollführe deinen Glaubenslauf/ und laß dein Zerz sich heben/ gen Zimmel, da dein Jesus ist,/ und such, was droben, als ein Christ,/ der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist,/ und tracht nach dem, was droben,/ damit dein Zerz zu jeder Frist/ zu Jesu sei er⸗ hoben./ Tritt unter dich die böse Welt/ und strebe nach des Himmels Zelt,/ wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn heben;/ es kann ein Christ bei Rreuzespein/ in Freud und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf den Serrn/ und sorge nicht; er ist nicht fern,/ weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen/ und Salome zum Grabe,/ die früh dahin aus Liebe gehn/ mit ihrer Salbungsgabe,/ so wirst du sehn, daß Jesuͤs Christ/ vom Tod heut aufer⸗ standen ist/ und nicht im Grab zu finden. ½½½ Ostern 69 6. Es hat der Leu aus Judas Stamm/ heut siegreich über⸗ wunden;/ und das erwürgte Gotteslamm/ hat uns zum Heil erfunden/ das Leben und Gerechtigkeit,/ weil er nach überwundnem Streit/ die Feinde schaugetraͤgen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit,/ weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit/ in dir, weil er gebunden/ der Feinde Macht, daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt und Tod/ noch gar der Sölle Rachen;/ denn Jesus lebt, es hat kein Not,/ er ist noch bei den Schwachen/ und den Geringen in der Welt/ als ein ö gekrönter Siegesheld; ́/ drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Serr Jesu, der du bist/ von Toten auferstan⸗ den,/ rett uns aus Satans Macht und List/ und aus des Todes Banden,/ daß wir zusammen insgemein/ zum neuen Leben gehen ein,/ das du uns hast erworben. 0. Sei hochgelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ und ewig in der Herrlichkeit/ von allen Ueberwindern,/ die überwunden durch dein Blut;/ Serr Jesu, gib uns Kraft und Mut,/ daß wir auch überwinden. ö Laurentius Laurenti, 1660-)722. Weise: Dieweil wir sind versammelt. Heinrich Schütz, 1628. 0 ů 2 ö—.—— —11.— e ö ö 255 ö— ö————— 0 Ich geh zu dei nem Gra⸗be,/ du „*Iweil ich die Soff⸗ nung ha be,/ daß gro⸗ ßer O⸗ster=fürst, du mir zei⸗ gen wirst, D V. wie man kann fröh⸗lich 2— ö —— — ster ben/ und fröh⸗lich auf ⸗er⸗stehn,/ auch mit des 66 Ostern 1 1 1 II 4 4 H EIĩJ—————.——— ö—— Zim⸗mels Er ⸗ben/ ins Land des Le⸗ bens gehn. 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich begraben werde,/ daß sich mein Serz nicht scheut,/ auch in den Staub zu legen,/ was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen/ die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe,/ daß ich auch meine Ruh/ an diesem Grte habe;/ du drückst die Augen zu./ So soll mir gar nicht grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht;/ ich werde den wohl schauen,/ der mir zur Seite steht. 3. Dein Grab war wohl versiegelt,/ doch brichst du es entzwei;/ wenn mich der Tod verriegelt,/ so bin ich dennoch frei./ Du wirst den Stein schon rücken,/ der auch mein Grab bedeckt;/ da werd ich den erblicken,/ der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Söhe/ und zeigest mir die Bahn,/ wohin ich endlich gehe,/ da ich dich finden kann./ Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da warten lauter Kronen/ in deiner Sand auf mich. 6. O meines Lebens Leben,/ o meines Todes Tod,/ ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Not./ Ich will mein Bette machen/ in deine liebe Gruft;/ da werd ich schon erwachen,/ wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 3672—)737. 6 6 Ronrad Rocher, 3838. . —*— 9 2*— +— * ö——— . Will⸗kom⸗men, Held im Strei ⸗ te,/ aus rrit dei ⸗ nes Gra⸗ bes Kluft!/ Wir tri⸗ um⸗phie⸗ ren heu ⸗ te/ um dei · ne lee re Gruft. 11111 *— Ostern 67 2. Der Feind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spott;/ wir aber können sagen:/ Mit uns ist unser Gott. 3. In der Gerechten Sütten/ schallt schon das Siegeslied./ Du trittst in unsre Mitten/ und bringst den Gsterfried. 4. Ach teile doch die Beute/ bei deinen Gliedern aus./ Wir alle kommen heute/ deswegen in dein Saus. 5. Schwing deine Siegesfahne/ auch über unser Serz,/ den Lebensweg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden/ ins Grab verscharret sein,/ uns einen Schatz hier finden,/ der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben,/ so leben wir mit dir;/ was uns dein Tod erworben,/ das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir nur dorten selig/ mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden,/ sein Pfeil ist nunmehr stumpf;/ wir stehn bei Gott in Gnaden/ und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck, 3672—)737. Weise: Jesus, meine Zuversicht(Wr. 327). 6/7 Berlin 3663. 7 E ů ö . + .—————— 3. 0 Je-⸗sus lebt, mit ihm auch ich!/ Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich/ von den +. + 4 + 1—— j + — sind nun dei ne Schrecken? To⸗-ten auf ⸗er ⸗ wek⸗ken. Er ver⸗klärt mich in sein Licht:/ dies ist mei ne zu⸗ver ⸗ sicht. 67 Ostern 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich/ über alle Welt gegebenz/ mit ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott erfüllt, was er verspricht:/ dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt,/ lästert ihn und Sottes Ehre./ Gnade hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich bekehre./ Gott verstößt in Christo nicht:/ dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Seil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Leben,/ reines Zerzens will ich sein/ und den Lüsten wider⸗ streben./ Er verläßt die Schwachen nicht:/ dies ist meine Juversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheiden,/ keine Macht der Finsternis,/ keine Herrlichkeit,‚ kein Leiden. /Er gibt Kraft zu dieser Pflicht:/ dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Leben./ Welchen Ranh in Todesnot/ wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht:/ Serr, Serr, meine Juversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 77)77. I 2. biNDIEI. Dieser Zesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Him⸗ mel, wir kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Fimmel fahren. wostelhesch. 1j/V. 25— 5 ist erstanden Vorreformatorisch. 9. Jahrhundert. . ). Christ fuhr gen Him ⸗mel. /Was sandt er 4—.— —.— ö—.—— ö— — ö ů x— ———. uns her ⸗ nie ⸗der?/ Den Trö⸗ster, den hei⸗ li ⸗gen Geist,/ zu Trost der ar⸗men Chri⸗ sten⸗ —— 1 1 ——————— heit./—— le lu— 22. al, le — lu„ jah, l e. ln jah, Zal le⸗ 69 Himmelfahrt + E— *— lu ⸗ jah. Des solln wir al ⸗le froh sein,/ — 69 Christ will un⸗ ser Trost sein./ Sal ⸗le- lu- jah. . Jahrhundert. Straßburg 3837 — — .—— Auf die⸗ sen Tag be⸗ den⸗ken wir,/ daß Lund dan⸗ken Gott aus höch⸗ster Bgier/ mit —...ittee— ———.——— Christ gen Zim⸗mel gfah ⸗ ren, A„iste Bitt, er woll be⸗ waͤh⸗ ren Sün ⸗der hier auf Erd,/ die wir von we⸗ gen S., 2 man⸗ cher Gfährd/ ohn ihn kein Boff⸗nung —..— H— ————.— 3.— 5— 8—— ben./ Sal le lu ⸗- jah. Zal⸗-le lu- jah. 2—...5— ö . Himmelfahrr 70 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht,/ uns steht der Zimmel offen. /Christus schließt auf mit großer Pracht,/ vorhin war alls verschlossen./ Wers glaubt, des Serz ist freudenvoll,/ dabei er sich doch rüsten soll,/ dem Serren nachzufolgen./ Sallelujah. Sallelujah. 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut,/ dem ists nicht ernst zum Herren;/ denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut/ sein Simmelreich versperren. Am Glauben liegts. Wird der sein echt,/ wird auch gewiß das Leben recht/ zu Gott im Simml gerichtet./ Sallelujah. Sallelujah. 4. Solch Simmelfahrt fängt in uns an,/ bis wir den Vater finden/ und fliehen stets die weltlich Bahn,/ tun uns zu Gottes Kindern;/ die sehn hinauf, er sieht herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab,/ bis sie zusammenkommen./ Hallelujah. Sallelujah. g. Dann wird der Tag erst freudenreich,/ wenn uns Gott zu ihm nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich,/ als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut/ zu ewger Zeit beim höchsten Gut./ Gott woll, daß wirs erleben./ Sallelujah. Sallelujah. Johann Zwick, 1496—342. ißli auder rt. 9 70 Wittenberg 3836. — 4 1 2.—.—.—.—.—.—.— 0 Auf Chri · sti im- mel⸗ fahrt al⸗ . Lund allen Zwei ⸗ fel, Angst und 1 I 1 4* EE lein/ ich mei ⸗ ne Vach⸗ fahrt grün ⸗de Pein/ hier mit stets ü⸗ ber⸗ win ⸗ de. Denn H 4 1 +— ——— 1 1 +.. ————————— +* weil das Zaupt im SZim⸗mel ist,/ wird sei ⸗ ne ‚ 99 ö 0 73 Himmelfahrt S..S.S.........I ö Glieder Je⸗ sus Christ/ zur rech⸗ten Zeit nach⸗ ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen,/ mein Herz auch nur im Himmel kann,/ sonst nirgends, Ruh erlangen;/ denn wo mein Schatz gekommen hin,/ da ist hin⸗ fort mein Herz und Sinn,/ nach ihm mich stets verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich/ von deiner Auffahrt spüren,/ daß mit dem wahren Glauben ich/ mag meine Nach⸗ fahrt zieren/ und dann einmal, wann dirs gefällt,/ mit Freuden scheiden aus der Welt./ Herr, höre doch mein Flehen! ö Vach Josua Wegelin, 36043640, Ernst Sonnemann, 3630—j6ro. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Vr. 27). Frankfurt a. M. 799. DIL 2 + ᷣ, de,—— ———.—.—— ö— W II———— Ach wun⸗ der ⸗ gro⸗ßer Sie⸗ ges⸗ zur Rech⸗ten dei⸗ nes Va⸗ ters d,vaxeerxl, held,/ du Sün⸗ den ⸗ trä⸗-ger al⸗ ler Welt,/ heut Kraft,/ der Fein de Schar ge⸗bracht zur Haft,/ bis ö—.— H—.— — 1 I 1 2 —— V PI— + 1 + 2 ö—— 1—— 22— asrs du dich de⸗ set, zet auf den Tod ver⸗let⸗zet; maäͤch tig, praäch ⸗tig/ ů—— ö ö u nn, ö— PꝑPꝑPꝑPIPꝑꝗꝑPISꝑSꝑPꝑ‚ꝑ‚ꝑi‚ꝑ'ꝑ'‚i‚i‚i‚'i‚i‚i‚i‚iieiSiee tri ⸗ um ⸗phie⸗ rest, ju bi ⸗lie⸗ rest; Tod und E.— 2— /V +——— VXI„MV„V f· Sõe AC/A immelfahrt 7² I.* 2 ö—— —.—. x A.= n, EEEEE EEE Le⸗ben,/ dir ist al ⸗ les un⸗ ter ⸗ ge⸗ben. 2. Dir dienen alle Cherubim,/ viel tausend hohe Seraphim/ dich Siegesfürsten loben;/ weil du den Segen wiederbracht,/ mit Majestät und großer Pracht/ zur Glorie bist erhoben./ Singet, klinget,/ rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel/ mit Posaunen und Getümmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir/ sind Glieder, ja es kommt von dir/ auf uns Licht, Trost und Leben;/ eil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Serzens⸗ saft/ wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge/ mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise,/ dir als Siegsherrn Ehr erweise. 3. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir,/ hilf, daß wir forthin für und für/ nach deinem Reiche trachten./ Laß unser Tun und Wandel sein, wo Zucht und Demut tritt herein,/ all Ueppigkeit verachten./ Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Zesu, unser Schutz und Schatz,/ sei unser Ruhm und fester Platz,/ darauf wir uns verlassen./ Laß suchen uns, was droben ist;/ auf Erden wohnet Trug und List,/ es ist auf allen Straßen/ Lügen, Trügen,/ Angst und Pla⸗ feel die da nagen, die da quälen/ stündlich arme Christen⸗ eelen. b. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron,/ du Siegesfürst, Zeld, Davids Sohn,/ komm, stille das Verlangen./ Du, du bist allen uns zu gut,/ o Jesu, durch dein teures Blut ins eiligtum gegangen./ Romm doch, hilf noch,/ dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende/ fröhlich klopfen in die Zände. Ernst Christoph Somburg, 36086sj. Weise: Ach Sott und Zerr 72 (Vr. 343).(7626) Freiburg 366s. V+ —3 5 d, L 2 ———— +. ———.——.— ꝗ—— 12— + ). Zeuch uns nach dir,/ so kom⸗men wir/ mit ⁰ Himmelfahrt .......... herz⸗li⸗chem Ver⸗lan⸗gen/ hin, da du bist,/ Herr I . ö 5„ Je⸗ su Christ,/ aus die⸗ ser Welt ge⸗ gan ⸗ gen. 2. Zeuch uns nach dir,/ Herr Christ, ach führ/ uns deine — +— — ö Himmelsstege; /wir irrn sonst leicht/ und sind verscheucht/ Ü vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ dir nach in deinen Zimmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir/ nur für und für/ und gib, daß wir nachfahren/ dir in dein Reich,/ und mach uns gleich/ den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke, 3642—3699. 73 Friedrich Sommel, 3849. IS Gro ßer Mitt⸗ler, der zur Rech ⸗ ten/ und die Schar von sei⸗ nen Knech⸗ten/ — er — iem sei⸗ nes gro ⸗ ßen Va ⸗ters sitzt in dem Reich der Gna⸗ den schützt, dem er ⸗ hab⸗ nen Thro⸗- ne/ in der kö⸗ nig⸗ ö ö* —— 2— 2. 2..——— — li ⸗chen Kro⸗- ne/ al⸗ les Seer der E⸗wig⸗ 4— dn rnniitil. + +. ——.—ñi7. + 1— —2—.—.—. —.—5 DID‚D‚‚e. m EE. —— e Iil HZimmelfahrt 74 ö 1— 2 1.— PꝑꝓꝑP ꝓ P ꝓ...— keit/ mit ver ⸗ hüll ⸗ tem Ant ⸗litz scheut! 2. Dein Geschäft auf dieser Erden/ und dein Gpfer ist voll⸗ bracht;/ was vollendet sollte werden,/ ist geschehn durch deine Macht;/ da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnad und eil erworben,/ und dein siegreich Auferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte/ in dem obern Seiligtum,/ die erworbnen Segenskräfte/ durch dein Evangelium/ allen denen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnaden eilen,/ nun wird uns durch deine Sand/ eil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen/ trägest du auf deiner Brust,/ und an den gerechten Samen/ denkest du mit vieler Lust;/ du vertrittst, die an dich gläuben,/ daß sie dir ver⸗ einigt bleiben,/ bittest in des Baters Zaus/ ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht,/ weil dein Serz dir vor Erbarmen/ über ihrem Elend bricht;/ daß dein Vater ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er ändre ihren Sinn,/ ach da zielt dein Bitten hin. 6. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß du in dem Seilig⸗ tum/ so viel Treu an uns bewiesen;/ dir sei Ehre, Dank und Ruhm. /Laß uns dein Verdienst vertreten,/ wenn wir zu dem Vater beten;/ sprich für uns in letzter Not,/ wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach, 1693—1739. I 71287 + Weise: Jesu, meines Lebens Leben(Vr. 42). Wolfgang Weßnitzer, 366). *4 5 44 .. + ür—— da. ,- Ba 0 Sie⸗ges⸗fürst und Eh⸗ren ⸗ kö⸗ nig,/ höchstver⸗ 5 al⸗le Him⸗-mel sind zu we⸗nig,/ du bist ö 1 klär te Ma⸗ je ⸗stät,; drü⸗ber hoch er böht; sout ich nicht zu + Himmelfahrt sit 2 2———.— —.— Fuß dir fal ⸗len/ und mein Herz vor Freu⸗de wal ⸗len, SDSISSSDSISIISISIIISEEI.......... SPIPI‚PP‚PIP‚IPI....II I I I..... wenn mein Glaubensaug betracht/ deine Glo ⸗rie, deine Macht; z. Seh ich dich gen Zimmel fahren, seh ich dich zur Rechten da,/ seh ich, wie der Engel Scharen Qalle rufen Gloria:/ sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen,/ da der Himmel jubiliert,/ weil mein Xönig triumphiert? z. Weit und breit, du Simmelssonne,/ deine Klarheit sich ergeußt/ und mit neuem Glanz und Wonne Falle Simmels⸗- geister speist;/ prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen;/ schau, ich armes Rindlein hier/ ruf auch Sosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,/ da ich deine Klar⸗ heit sehr/ Sollt mein Mut noch wollen sinken,/ da ich deine Macht verstehꝛ/ Meinem önig will ich trauen,/ nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen,/ drum wirk in mir kräftiglich,/ bis zum Schemel deiner Füßen/ alle Feinde legen sich./ Aus Zion dein Zepter sende/ weit und breit bis zum Weltende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle Serzen untertan. 6. Du kannst alles allerorten/ nun erfülln und nahe sein; meines armen Serzens Pforten/ stell ich offen, komm herein! Komm, du Rönig aller Ehren,/ du mußt auch bei mir ein⸗ kehren;/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Him⸗ melsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben/ Gott und Himmel innig nah./ Lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Augen da,/ fremd der Welt, der Zeit und Sinnen,/ bei dir abge⸗ schieden drinnen,/ in den Simmel schon versetzt,/ da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 3697-769. EI Pfff 9. +PFPInSCen Jo spricht der Jerr: Ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Uno ich will euch ein neu Jerz und einen neuen Geist in euch geben. Joel 3,J. Ses. 36, 26. F3 Vorreformatorisch. Erfurt 7824. — ö— . P PP......— △◻ ). Romm, hei ⸗li⸗ ger Geist, Ser⸗re Gott!/ Er⸗ II— SIIIIPIIS——— ————— füll mit dei⸗ ner Gna⸗- den Gut/ dei ner Gläub⸗ 82822— — * 1 +. I — + 1 tt;t⸗;;h 2., W,, Fein.n E Fa ö—— ö. gen Herz, Mut und Sinn,/ dein brünstig Lieb ent⸗ +. 1 A + 1 E. 1 —I————— zünd in ihn'n./ O HSerr, durch dei—nes Lich⸗ tes — + + + ——— — +— Glast/ zu dem Glau⸗-ben ver⸗sam⸗melt hast/ das 76 Pfingsten — I 12—— 1 ́—..—— Volk aus al ⸗ler Welt zun„ gen. Das N 1 E— Z.. exr U II0m—— —— sei dir, err, zu Lob ge⸗ sun⸗ 1 1 4 1 II + V. II 1 + I IIA gen./ Bal ⸗le⸗lu ⸗ jah, Hal ⸗le⸗lu ⸗ jah. 2. Du heiliges Licht, edler Sort,/ laß uns leuchten des Lebens Wort/ und lehr uns Gott recht erkennen,/ von Her⸗ zen Vater ihn nennen./ O Serr, behüt vor fremder Lehr,“ daß wir nicht Meister suchen mehr/ denn Jesum mit rechtem Glauben/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen./ Sallelujah, Sallelujah. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und getrost/ in deim Dienst beständig bleiben,/ die Trübsal uns nicht abtreiben./ O Herr, durch dein Kraft uns bereit/ und stärk des Fleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod und Leben zu dir dringen./ Hallelujah, Sallelujah. Erste Strophe vorreformatorisch zweite und dritte von Martin Luther, 3483—. Vorreformatorisch ö Wittenberg 9824 5— x— — . P PII...———. II + . Vun bit ten wir den hei · +— DDe eei ieiii 1.— 2 2...... 2= li ⸗„gen Geist/ um den rech⸗ ten Glau⸗ ben E E IIII Pfingsten 77 ,., er ee,, ,, öäꝑ P PBRꝑPB;B;B;ĩ;«᷑ͥ᷑,᷑= al ⸗ler ⸗meist,/ daß er uns be⸗ hü⸗ te an ö N —.— ü‚.ü‚i‚iiiie‚eietet——— ———.— un⸗serm En ⸗de,/ wenn wir heim⸗fahrn aus —— 1.— N ů—..———. H —0——.—.———.—. 41 —— 1. merbsmmp —. 5 die sem E⸗len ⸗de./ Ry ri e ⸗leis. 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,/ lehr uns Jesum Christ kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,/ der uns bracht hat zum rechten Bater⸗ land. Kyrieleis. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns empfin⸗ den der Liebe Brunst,/ daß wir uns von Zerzen einander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben./ Kyrieleis. 4. Du höchster Tröster in aller Vot,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,/ daß in uns die Sinne nicht gar verzagen,/ wenn der Feind wird das Leben verklagen./ Xyrieleis. martin Luther, 1483—1846. (Strophe 3 aus dem 33. Jahrhundert.) Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Vr. 27). Frankfurt a. M. 3890. —.— — 2 II — — EAII +. 2 0 heil⸗ ger Geist, kehr bei uns * Du Him ⸗-mels-licht, laß dei ⸗ nen —..ñ. ein/ und laß uns dei ⸗ne Woh⸗nung sein,/ o Schein/ bei uns und in uns kräf⸗ tig sein/ zu 20 Pfingsten II IS—II FEFI 2 komm, du Ber⸗ zens⸗ son⸗ne. ste ⸗ ter Freud und Won⸗ ne. ———— * — %2 — TIV Son⸗-ne,/ Won⸗ ne,/ himm⸗lisch Le⸗ ben willst du ge⸗ ben, wenn wir + N 2 ö L II ů V0 O 1 1— SS K. be⸗ten;/ zu dir kom⸗men wir ge⸗ tre⸗ ten. 2. Du Ouell, draus alle Weisheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß deinen Trost uns hören,/ daß wir in Glaubenseinigkeit/ auch können alle Christenheit/ dein wah⸗ res Zeugnis lehren./ Söre,/ lehre,/ daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst auf rechtem Pfad,/ die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständigkeit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ wenn wir auch leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zer⸗ nn und beflissen, dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. ö 4. Laß uns dein edle Balsamkraft/ empfinden und zur Ritterschaft/ dadurch gestärket werden,/ auf daß wir unter deinem Schutz/ begegnen aller Feinde Trutz/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden,/ alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort,/ laß uns dein himmelsüßes Wort/ in unsern Serzen brennen,/ daß wir uns mögen nim⸗ mermehr/ von deiner weisheitreichen Lehr/ und treuen Liebe trennen./ Fließe,/ gieße/ deine Güte ins Gemüte, daß wir können/ Christum unsern Seiland nennen. b. Du süßer Simmelstau, laß dich/ in unsre Serzen kräf tiglich/ und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn ver⸗ bunden sei/ dem Vächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Rein Neid,/ kein Streit/ dich betrübe, Fried und Liebe muͤssen schweben,/ Fried und Freude wirst du geben N Pfingsten 78 7. Gib, daß in reiner Seiligkeit/ wir führen unsre Lebens⸗ zeit, sei unsers Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei un⸗ bewußt/ die Eitelkeit, des Fleisches Lust/ und seine toten Werke./ Rühre,/ führe/ unser Sinnen und Beginnen von der Erden,/ daß wir Simmelserben werden. Michael Schirmer, 3606— 3673. Auch nach der Weise: Werde 78 munter, mein Gemüte(Nr. 279). JIriedrich Mergner, 3er6. + 4 2 ů— ö — ö———*— . C du al ⸗ler ⸗süß⸗ te Freu ⸗de,/ X X 0 du al ⸗ler⸗ schön⸗ stes Licht,/ der du D ——* 2—.—5 ieieee.— — I uns in Lieb und Lei de/ un ⸗ be⸗ su ⸗chet N ᷑. I— I. e esf u, 7 1 I. 1 + V 125 läs⸗ sest nicht; Geist des Söch ⸗sten, höch ⸗ster L ö — 4 E—— G3—44 + D— 2. Fürst,/ der du hältst und hal⸗ ten wirst/ RA. D. N — I.. H + 4.— ohn Auf ⸗ hö⸗ ren al le Vin ⸗ge,/ hö⸗ Frankf. Evang. Gesangb. 35 78 Pfingsten — 2—.— —0——. en — 5— 5— 4———— re, hö ⸗ re, was ich sin ⸗ ge. 2. Du bist ja die dich Gabe,/ die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir/ in mein Herze, das du dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Simmels Throne/ wie ein Regen ausgeschütt't,/ bringst vom Vater und vom Sohne/ nichts als lauter Segen mit;/ laß doch, o du werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast/ und verteilst nach deinem Willen,/ mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes;/ was geheim ist, ist dir kund,/ zählst den Staub des kleinen Sandes,/ gründst des tiefen Meeres Grund;/ nun du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei. Drum gib Weisheit und vor allem,/ wie ich möge Gott gefallen. v. Du bist, wie ein Schäflein pfleget,/ frommen Serzens, sanften Muts,/ bleibst im Lieben unbeweget,/ tust uns Bösen alles Guts;/ ach verleih und gib mir auch/ diesen edlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und Feinde liebe,/ keinen, den du liebst, betrübe. 6. Mein Sort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstößt;/ bleib ich von dir ungeschieden,/ ei so bin ich gnug getröst't./ Laß mich sein dein Eigentum,/ ich versprech hinwiederum,/ hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 7. Vur allein, daß du mich stärkest/ und mir ir sils stehest bei;/ hilf, mein Selfer, wo du merkest,/ daß mir Silfe notih sei./ Brich des bösen Fleisches Sinn,/ nimm den alten Willen bren mach ihn allerdinge neue,/ daß mein Gott sich meiner reue. 8. Sei mein Retter, halt mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stab;/ wenn ich sterbe, sei mein Leben;/ wenn ich liege, sei mein Grab./ Wenn ich wieder aufersteh,/ ei so hilf mir, daß ich geh/ hin, da du in ewgen Freuden/ wirst dein Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 3607-367. en Pfingsten 79 79 Berlin 3653. r 5. zeuch ein zu dei⸗ nen To ⸗ren,/ sei der du, da ich ge⸗ bo ⸗ren,/ mich —.— n dari wute duli. — ö— 127umm I..— EIIEIIIEII I— mei⸗ nes Ber⸗zens Gast neu ge⸗ bo⸗ ren hast, hoch⸗-ge⸗lieb ⸗ter Geist/ des Va⸗ ters und des Soh⸗nes,/ mit bei⸗den üEE J3. I I —. 5 2 II 1.—. Hmn——2.—..—— ————.. I glei chen Thro⸗nes,/ mit bei⸗den gleich ge⸗-preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Kraft, die uns von Sünden/ Silf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn,/ daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und Dienste leiste,/ die ich dir schuldig bin. z3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten soll,/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl;/ es steigt zum Himmel an,/ es läßt nicht ab und ringet,/ bis der die ilfe bringet,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden,/ vom Trauern hältst du nicht,/ erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht./ Ach ja, wie manches Mal/ hast du mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum güldnen Freudensaal. 5. Du bist ein Geist der Liebe,/ ein Freund der Freundlich⸗ keit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Jorn, Zank, Zaß, Neid und Streit./ Der Feindschaft bist du feind,/ willst, daß durch Liebesflammen/ sich wieder tun zusammen,/ die voller Zwie⸗ tracht seind. 80 Pfingsten 6. Du, Serr, hast selbst in Zänden/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt;/ so gib doch deine Gnad/ zu Fried und Kiebesbanden,/ ver⸗ knüpf in allen Landen,/ was sich getrennet hat. 7. Erhebe dich und steure/ dem Serzleid auf der Erd,/ bring wieder und erneure/ die Wehlfahrt deiner Herd./ Laß blühen wie zuvor/ die Länder, so verheeret,/ die Rir⸗ chen, so zerstöret/ durch Rrieg und Feuerszorn. 8. Beschirm die Obrigkeiten/ mit Gnad von deinem Thron,/ steh treulich uns zur Seiten,/ schmück als mit einer Rron/ die Alten mit Verstand,/ mit Frömmigkeit die Jugend,/ mit Gottesfurcht und Tugend/ das Volk im ganzen Land. 9. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Glaubenszier,/ die Zäuser und die Güter/ mit Segen für und für./ Vertreib den bösen Geist,/ der dir sich widersetzet/ und, was dein Serz ergötzet,/ aus unsern Serzen reißt. 30. Gib Freudigkeit und Stärke,/ zu stehen in dem Streit,/ den Satans Reich und Werke/ uns täglich anerbeut;/ hilf kämpfen ritterlich,/ damit wir überwinden/ und ja zum Dienst der Sünden/ kein Christ ergebe sich. 53. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn,/ und wenn wirs sollen geben/ ins Todes Rachen hin,/ wenns hier mit uns wird aus,/ so hilf uns fröhlich sterben/ und nach dem Tod ererben/ des ewgen Lebens Saus. Paul Gerhardt, 3607-3676. 80 Aoh ven r:en nnn o nmmnr.r. Kerne. —————“ ). O hei⸗ li⸗ ger Geist, o hei ⸗ li⸗ ger , 2— ö D Gott,/ du Tröo⸗ ster wert in al let ———— Pfingsten 83 22 — Ii IU ö 4.— Vot,/ du bist ge⸗ sandt vons HSim ⸗-mels Thron/ von nne nnnan 2 H1— — 50—2— 2 +— ů Gott, dem Va⸗ ter und dem Sohn./ O +. +. + I I IN I + + ...:....,ern, Lasat. hei ⸗ li ⸗ger Geist, /o hei li ⸗ ger Sott! z. O herliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die Lieb zu deinem Wort;/ zünd an in uns der Liebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glaͤuben kann,/ es sei denn durch dein Silf getan./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ erleucht uns durch dein göttlich Wort;/ lehr uns den Vater kennen schon,/ dazu auch seinen lieben Sohn. /O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o hier kah Gott,/ du zeigest uns die Simmelspfort;/ laß uns hier kämpfen ritterlich/ und zu dir dringen seliglich./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not und Tod./ Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank/ jetzund und unser Leben lang./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! Altenburg 36853. 81 Meiningen 3693. —————— 0 RKomm, o komm, du Geist des Le⸗bens,/ wahrer 223 dei ne Kraft sei nicht ver⸗ ge⸗bens,/ sie er⸗ . —— + 3857 pfingsten —— ö — 1 E R— Gott von E⸗ wig-keit, füll uns je ⸗ der⸗ zeit; Licht und Schein/ in dem dun ⸗keln Her⸗ zen sein. so wird Geist und 2. Gib in unser Zerz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Ver⸗ stand und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen,/ als nur was dein Wille sucht;/ dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns vom Irrtum los. 3. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen,/ daß wir Gottes Rinder sind,/ die auf ihn alleine zielen,/ wenn sich Not und Drangsal findt;/ denn des Vaters liebe Rut ist uns alle⸗ wege gut. 4. Reiz uns, daß wir zu ihm treten„frei mit aller Freudig⸗ keit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ und vertritt uns allezeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuversicht vermehrt. 5. Wird uns auch nach Troste bange,/ wenn das Herz oft rufen muß:/ Ach mein Gott, mein Gott, wie lange/ o so mache den Beschluß;/ sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. 6. O du Geist der Kraft und Stärke,/ du gewisser, neuer Geist,/ fördre in uns deine Werke,/ wenn des Satans Macht sich weist;/ schenk uns Waffen in den Rrieg/ und erhalt in uns den Sieg. 7. Herr, bewahr auch unsern Glauben,/ 5 kein Teufel, Tod noch Spott/ uns desselben mag berauben,/ du bist unser Schutz und Gott;/ sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 8. Wenn wir endlich sollen sterben,/ so versichre uns je mehr/ als des Simmelreiches Erben jener Serrlichkeit und Ehr,/ die uns unser Gott erkiest/ und nicht auszusprechen ist. Heinrich Seld, 1620—36899. Pfingsten 82 82 Arnold Mendelssohn, Darm stadt 3909. 0—9 H— 2 ö ö 2— 0 2 ———* Schmückt das Fest mit Mai ⸗en,/ 2 denn der Geist der Gna · den/ x x ö — 2 ö ——* 2 — laßset Blu⸗ men streu-en/ hat sich ein 3e2 la? Den,/ zün ⸗ det Op ⸗ fer an; ma ⸗-B chet ihm die Bahn. Vehmt +. ö— S PIPI IIIIII.... ihn ein, so wird sein Schein/ . S DEE * —— I—.— euch mit Licht und Heil er⸗ — — 1 SPSI IS.ISISISIIIII.... fül⸗len/ und den Rum ⸗mer stil ⸗len. 2. Tröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Sottesfinger,/ Friedensüber⸗ bringer,/ Licht auf unserm Pfad:/ gib uns Kraft und Le⸗ benssaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ zur Genüge laben. 3. Laß die Zungen brennen,/ wenn wir Jesum nennen,/ führ den Geist empor,/ gib uns Kraft, zu beten/ und vor 83 Pfingsten Gott zu treten,/ sprich du selbst uns vor./ Gib uns Mut, du höchstes Gut,/ tröst uns kräftiglich von oben/ bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen,/ schütte deinen Segen/ auf das Kirchenfeld;/ lasse Ströme fließen,/ die das Land begießen,/ wo dein Wort hinfällt,/ und verleih, daß es gedeih;/ hundert⸗ fältig Frucht zu bringen,/ laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen/ über uns zusammen,/ wahre Liebesglut;/ laß dein sanftes Wehen/ auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut;/ laß uns doch das Sündenjoch/ nicht mehr wie vor diesem ziehen/ und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen,/ führ uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,/ unser Serz er⸗ wähle/ dir zum eignen Haus;/ wertes Pfand, maͤch uns bekannt,/ wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße/ und durch Finsternisse/ sei du unser Licht;/ trag nach Zions Zügeln/ uns mit Glaubens⸗ flügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Zaß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwandt;/ dem 375 uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Land,/ bis wir dort, du werter Sort,/ bei den grünen Himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 3672—3757. Weise: O Durchbrecher aller Bande(Vr. 369). Salle 370g. — 4 1 * 17 1—.— —8 ů ö..I—— Geist des Glaubens, Geist der Stär ⸗ke,/ des Ge⸗ Schöpfer al⸗ler Got- tes⸗ wer⸗ ke,/ Träger 4 + 4 1 I 1 △ι „ d d t ö 277 men Himmelsfracht, Geist, der einst der heil ⸗ gen Pfingsten 83 —.— E... — 2— + NV E Man ⸗ ner,/ Rön⸗ ge und Pro · phe ⸗ ten/ schar,/ der A⸗ ......—.——....—ñ——.— — 4.———-E e 4 4 — 42. +. po · stel und Be ⸗ ken · ner/ Trieb und Rraft und Zeugnis war! z. Rüste du mit deinen Gaben/ auch uns schwache Kinder aus,/ Kraft und Glaubensmut zu haben,/ Eifer für des erren Saus;/ eine Welt mit ihren Schätzen,/ Menschen⸗ gunst und gute Zeit,/ Leib und Leben draͤn zu setzen/ in dem großen, heilgen Streit. 3. Gib uns Abrahams gewisse,/ feste Glaubenszuversicht,/ die durch alle Sindernisse,/ alle Zweifel siegend bricht,/ die nicht bloß dem Gnadenbunde/ trauet froh und unbewegt,/ auch das Liebste jede Stunde/ Gott zu Füßen niederlegt. 4. Gib uns Moses brünstges Beten/ um Erbarmung und Geduld,/ wenn durch freches Uebertreten/ unser Volk häuft Schuld auf Schuld./ Laß uns nicht mit kaltem Serzen/ unter den Verdorbnen stehn,/ nein, mit Moses heilgen Schmerzen/ für sie seufzen, weinen, flehn. 5. Gib uns Davids Mut, zu streiten/ mit den Feinden Israels,/ sein Vertraun in Leidenszeiten/ auf den Herren, seinen Fels,/ Feindeslieb und Freundestreue,/ seinen könig⸗ lichen Geist/ und ein Serz, das voller Reue/ Gottes Gnade sucht und preist. 6. Gib Elias heilge Strenge,/ wenn den Götzen dieser Zeit/ die verführte blinde Menge/ Tempel und Altäre weiht;/ daß wir nie vor ihnen beugen/ Saupt und Knie, auch nicht zum Schein,/ sondern fest als deine Zeugen/ dastehn, wenn auch ganz allein. 7. Gib uns der Apostel hohen,/ ungebeugten Zeugenmut,/ aller Welt trotz Spott und Drohen/ zu verkünden Christi Blut./ Laß die Wahrheit uns bekennen,/ die uns froh und frei gemacht;/ gib, daß wirs nicht lassen können,/ habe du die Uebermacht. 84 Pfingsten 8. Schenk gleich Stephanus uns Frieden/ mitten in der Angst der Welt,/ wenn das Los, das uns beschieden,/ in den schwersten Rampf uns stellt./ In dem rasenden Getümmel' schenk uns Glaubensheiterkeit,/ öffn im Sterben uns den Himmel,/ zeig uns Jesu Serrlichkeit. 9. Geist des Glaubens, Geist der Staärke,/ des Gehorsams und der Zucht,/ Schöpfer aller Gotteswerke,/ Träger aller Himmelsfrucht;/ Geist, du Geist der heilgen Männer,/ Rön' ge und Prophetenschar,/ der Apostel und Bekenner:/ auch bei uns werd offenbar. Philipp Spitta, 580)—3869. Weise: Ich freu mich in dem Berren. Bartholomäus Selder, 36as. / 1 FEE— ö IIIIE——————..— komm, du Geist der Wahr⸗heit,/ und ver brei⸗ te Licht und KRlar⸗heit,/ ver⸗ .—— 1.—— ö ö— ......———— keh ⸗re bei uns ein* ban ⸗ ne Trug und Schein. Gieß aus dein hei⸗lig 65 SSDI‚I... EASE e ö DI———————————— Feu er,/ rühr Serz und Lip-pen an,/ daß jeg ⸗li⸗ nrven Le S IIIII... cher ge⸗ treu⸗-er/ den Herrn be⸗ ken⸗ nen kann. 2. O du, den unser größter/ Regent uns zugesagt,/ komm zu uns, werter Tröster,/ und mach uns unverzagt./ Gib uns in dieser schlaffen/ und glaubensarmen Zeit/ die scharf ge⸗ schliffnen Waffen/ der ersten Christenheit. Pfingsten 84 3. Unglaub und Torheit brüsten/ sich frecher jetzt als je;/ darum mußt du uns rüsten/ mit Waffen aus der Zöh./ Du mußt uns Kraft verleihen,/ Geduld und Glaubenstreu/ und mußt uns ganz befreien/ von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis/ in dieser unsrer Zeit,/ ein offenes Bekenntnis/ bei allem Widerstreit,/ trotz aller Feinde Toben,/ trotz allem Seidentum/ zu preisen und zu loben/ das Evangelium. 9. Fern in der Seiden Lande/ erschallt dein kräftig Wort,/ sie werfen Satans Bande/ und ihre Götzen fort;/ von allen Seiten kommen/ sie in das Reich herein;/ ach, soll es uns genommen,/ für uns verschlossen sein? 6. O wahrlich, wir verdienen/ solch strenges Strafgericht;/ uns ist das Licht erschienen,/ allein wir glauben nicht./ Ach, lasset uns gebeugter/ um Gottes Gnade flehn,/ daß er bei uns den Leuchter/ des Wortes lasse stehn. 7. Du heilger Geist, bereite/ ein Pfingstfest nah und fern;/ mit deiner RKraft begleite/ das Zeugnis von dem Herrn./ O öffne du die Herzen/ der Welt und uns den Mund,/ daß wir in Freud und Schmerzen/ das Seil ihr machen kund. Philipp Spitta, 380)-)899. Jellig, heilig, hellig ist Golt, der Jerr, der 85 da war und der da ist und der da kommt. Offenb. Jo nb. doh. der 4,8. Vorreformatorisch. Wittenberg 3824. D—. I—— V..2— S.S.S.S.SSIS....I.................. 2——— . Wir glau ben all an ei„ nen Gott,/ Schöpfer Sim⸗mels und der 4 l E. X 1 V E.r 2 1 ö EI— Er ⸗„den,/ der sich zum Va=ter ge ⸗ben +.. J. 1— ö—— ö Sq.....—.— — R ů— hat,/ daß wir sei ⸗ ne Rin⸗»der wer ⸗den./ SPSDSIPII............————.. ———— Er will uns all⸗ zeit er näh ⸗ren,/ Leib und II Seel auch wohl be wah⸗ren;/ al ⸗lem — — Un ⸗fall Trinitatis 86 —..——— ö DDDD ———— will er weh ⸗ ren,/ kein Leid soll uns Ddrn⸗ nrrr /ꝑꝗꝑqꝑ‚ꝑ‚ꝑ‚ꝑ‚ꝑPBPꝑPꝑBHBH‚ü‚B‚HEAi‚i‚ii‚ii iDeD ——.. —— wi ⸗ der ⸗ fah⸗ ren;/ er sor get E drrnnn.r— E— L W DD* 2 Wr R für uns,/ hüt't und wacht,/ hüt'r und — ö ö—.— H wacht,/ es steht al⸗les in sei⸗ ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ,/ seinen Sohn und unsern Serren,/ der ewig bei dem Vater ist,/ gleicher Gott von Macht und Ehren,/ von Maria, der Jungfrauen,/ ist ein wahrer Mensch geboren/ durch den heilgen Geist im Glauben,/ für uns, die wir warn verloren,/ am Kreuz ge⸗ storben/ j: und vom Tod ,:/ wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist,/ Gott mit Vater und dem Sohne,/ der aller Blöden menheit heißt/ und mit Gaben zieret schöne,/ die ganz Christenheit auf Erden/ hält in einem Sinn gar eben;/ hier all Sünd vergeben werden,/ das Dleise soll auch wieder leben;/ nach diesem Elend/ 2/1 ist ereit):/ uns ein Leben in Ewigkeit. Martin Luther, 3483- 146. 8 6 Vorreformatorisch. Leipzig 3839. 4— 1. Al⸗lein Göott in der Söh sei Ehr/ und dar⸗ um daß nun und nim ⸗- mer ⸗mehr/ uns Trinitatis 2—— ,r. —— SSSSS SE..... Dank für sei ne Ine de, ei rüh⸗ren kann kein Scha de;— Wohl⸗ge⸗ falln Gott an uns hat,/ nun ist groß Fried ohn ............. Un ⸗ter ⸗laß,/ all Fehd hat nun ein En„de. ö I.I...... 1 +1 2. Wir loben, preisn, anbeten dich;/ für deine Ehr wir danken,/ daß du, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken./ Ganz ungemessen ist deine Macht,/ fort gschieht, was dein Will hat bedacht./ Wohl uns des feinen Zerrent 3. G Jesu Christ, Sohn eingeborn/ deines himmlischen Vaters,/ Versöhner der'r, die warn verlorn,/ du Stiller unsers Saders;/ Lamm Gortes, heilger Zerr und Gott,/ nimm an die Bitt von unsrer Vot,/ erbarm dich unser aller. 4. GO heilger Geist, du höchstes Gut,/ du all'rheilsamster Tröster,/ vors Teufels Gwalt fortan behüt,/ die Jesus Christ erlöset/ durch große Mart'r und bittern Tod;/ ab⸗ wend all unsern Jammr und Not; darauf wir uns ver⸗ lassen. Wikolaus Decius, 1629. Weise: Nun danket alle Gott(Vr. 245). Johann Crüger, 36gr. Auch Wechselgesang: GSem.)„ Ch. 2, G. 3, Ch. 4, Alle(mit Instrumenten) 5. SSSISS... Ge⸗ lo⸗bet sei der Zerr,/ mein Gott, mein mein Schöpfer, der mir hat/ mein Leib und Trinitatis 88 — EE..— I Licht, mein Le⸗ben, A Seel ge ⸗ ge⸗ ben,/ mein Va ⸗ ter, der mich . ö ö 254.—..— schützt/ von Mut⸗ter⸗lei⸗ be an,/ der al ⸗ le Au⸗gen⸗blick/ viel Guts an mir ge⸗ tan. 2. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Zeil, mein Le⸗ ben,/ des Vaters liebster Sohn,/ der sich für mich gegeben,/ der mich erlöset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glauben schenkt/ das allerhöchste Gut. z. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Leben,/ des Vaters werter Geist,/ den mir der Sohn ge⸗ geben,/ der mir mein Herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und Silfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles lobet, was/ in allen Lüften schwebet;/ gelobet sei der Herr,/ des Name heilig heißt,/ Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott der heilge Geist. 5. Dem wir das Seilig jetzt/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das Seilig, Seilig singen,/ den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit,/ gelobet sei mein Gott/ in alle Ewigkeit! Johann Olearius, 1671 68g. 8 8 Darm stadt 3699. 9 ö ,, 3. Wir glau⸗ben all an ei ⸗ nen Gott, 88 Trinitatis — 1 1 — + ——— Va⸗ ter, Sohn und heil gen Geist,/ an den 2 1 1 + Her ⸗ ren 3e ba ü⸗oth,/ den die Schar der +2 * + sei ne gro ⸗- ße 1 1 8. 1 1— 1 + ů 1 2 ID En ⸗gel preist,/ der durch III . 17⁷ —— ö Kraft/ al les wir ket, tut und schafft. 2. Wir glauben auch an Jesum nien JGottes und Marien Sohn,/ der vom Zimmel kommen i und uns führt ins Himmels Thron,/ der uns durch sein Blut und Tod/ hat erlöst aus aller Not. 3. Wir glauben an den heilgen Geist,/ der von beiden gehet aus, der uns Trost und Beistand leist/ wider alle Furcht und Graus./ Seilige Dreifaltigkeit,/ sei gepreist zu aller Zeit. Tobias Clausnizer, 3658 36g. ö AI‚ * 6 1115 Oie ligche und öie CHASen MIcCeI. + öieE Kigche Jo seld ihr nun nicht mehr Güste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Seiligen und Gottes hausgenossen, erbauet auf dem Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist. Eph. 2,19, 20. Psalm 32. Erfurt 3624. & rer ni 47*———— ö 422 ö 0 Ach Gott, vom Zim⸗mel sieh dar ⸗ ein/ und Wie we⸗ nig sind der eil⸗ gen dein,/ ver⸗ 1 H 1 ee d, dexteri, 1—— laß dich des er⸗ bar men. V las⸗ sen sind wir Ar men. Dein Wort man .——.—— ö ö A. IIIII... T T T T TT läßt nicht ha⸗ ben wahr,/ der Glaub ist auch ver⸗ Die Kirche ———— H— ů— 2—.—— —p———— lo ⸗-schen gar/ bei al ⸗len Men⸗schen kin ⸗dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, ihr Zerz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, der andre das,/ sie trennen uns ohn alle Maß/ und gleißen schön von außen. ö 3. Gott woll ausrotten alle gar,/ die falschen Schein uns lehren,/ dazu ihr Zung stolz offenbar/ spricht: Trotz! wer wills uns wehren?/ Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, das gilt gemein;/ wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: was eigner Witz erfindetʒ/ Ich muß auf sein,/ die Armen sind verstöret;/ ihr Seufzen dringt zu mir herein,/ ich hab ihr Rlag erhöret./ Mein heilsam Wort soll auf den Plan,/ getrost und frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal/ bewährt, wird lauter funden;/ an Gottes Wort man warten soll/ desgleichen alle Stunden./ Es will durchs Kreuz bewähret sein,/ da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem argen Gschlechte/ und laß uns dir befohlen sein,/ daß sichs in uns nicht flechte./ Der gottlos Sauf sich umher findt,/ wo diese losen Leute sind/ in deinem Volk erhaben. Martin Luther, 1483—3846. Psalm 46. Auch Wechselgesang: Gem.), Chor 2, Gem. 3, Alle(mit Posaunen) 4. 44 —— n ů ö 1 ö V —2*——........ SISSDJI—..].I.————— Ein fe⸗ste Burg ist un⸗ser Sott, ein Er hilft uns frei aus al ⸗ler Vot,/ die Wittenberg 3829. 2 3. —— Die KRirche 93 2 —— 69— —— gute Wehr und Waf fen uns jetzt hat be ⸗ trof ⸗ fen. Der alt ———— ů D EX —— ——* — UIIDITI ESSSSE— und viel List/ sein grau⸗ sam Rü⸗ stung ist,/ —.————— ᷓSSSISISSIeee ,.., 1* auf Erd ist nicht seins glei chen. z. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar bald verloren;/ es streit't für uns der rechte Mann,/ den Gott hat selbst erkoren./ Fragst du, wer der ist? /Er heißt Jesus Christ,/ der Herr Zebaoth,/ und ist kein andrer Gott,/ das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär a/ und wollt uns gar verschlingen,/ so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt,/ wie saur er sich stellt,/ tut er uns doch nicht;/ das macht, er ist gericht't:/ ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn/ und kein'n Dank dazu haben,/ er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben. Vehmen sie den Leib,/ Gut, Ehr, Kind und Weib:/ laß fahren dahin,/ sie habens kein'n Gewinn,/ das Reich muß uns doch bleiben. martin Auther, 3483-5646. 91 Wittenberg 3843. . —3 1—— . Er⸗halt uns, HSerr, bei deinem Wort/ und steu⸗ re 9² Die Kirche dei ⸗ner Fein ⸗de — . 8 ——— Mord,/ die Je⸗ sum Chri⸗stum, FFFIF F I F IF F ‚ P P I——I—I—I—I—I—U—W—.—.— ———j—ß7———— dei ⸗nen Sohn,/ wol⸗len stür zen von dei⸗ nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Serr Jesu Christ,/ der du Zerr aller Zerren bist,/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert,/ gib dei'm Volk ein'rlei Sinn auf Erd;/ steh bei uns in der letzten Not,/ g'leit uns ins Leben aus dem Tod. martin Auther, 1463—1546. 92 Psalm 67. Straßburg 32. ö..I 2 —. 2. 2—5—..— +D....—— —— ö——— gnä⸗ dig sein/ und Es wol⸗le Gott uns 208 hel ⸗lem Schein/ er⸗ sein Ant⸗litz uns mit ä——— — 2 .e, ö ün —— 1.—.—. 5... —— sei ⸗ nen Se⸗gen ge ⸗ ben; — 9——— — ken nen sei ⸗öne Werk/ und was ihm lieb auf ö ö — +— DD———————— Er ⸗den,/ und Je ⸗ su Chri sti 144484 NES * 1111 Die Rirche 93 . 1 ö* 1 ö ö ö ö 95 x 2. 2 e. eil und Stärk/ be⸗ kannt den Zei⸗den wer⸗ ö + ö ö—— HN —— + ö H 2—*— 2 H —.—— —— den/ und sie zu Sott be teh: ren. 2. So danken, Gott, und loben dich/ die Seiden überalle,/ und alle Welt die freue sich/ und sing mit großem Schalle,/ daß du auf Erden Richter bist/ und läßt die Sünd nicht walten;/ dein Wort die Sut und Weide ist,/ die alles Volk erhalten,/ in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich/ das Volk in guten Taten;/ das Land bringt Frucht und bessert sich,/ dein Wort ist wohlgeraten./ Uns segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge Geist,/ dem alle Welt die Ehre tu,/ vor ihm sich fürchte allermeist./ Nun sprecht von Zerzen: Amen. Martin Luther, 3483—-)546. Auch n. d. Weise: Wo Gott der 93 Zerr nicht bei uns hält(Vr. 96). Bei Johann Walther, 1537 Pfalm 324. Die Lieder Nr. 9s und 9 können im Wechsel miteinander gesungen werden: Gem. 93., Chor 97. 3; G. 93. 2, Ch. 97. 23 G. 93. 3, Ch. 97. 3. ———— er en r min n n ——— .. Wär SGott nicht mit uns die ⸗ se wär Gott nicht mit uns die · se —————— 1 L 2 ä.—. +— 1 EI L 2+. 1 —9—— Jeit, so sol Is ra⸗ el sa⸗ Zeit,/ wir hät ⸗ ten müss'in ver za⸗ ·— I I+ a. ——— ö—— ů I gen, 94 Die Kirche .—.— ö— 1. sind,/ ver⸗acht von viel Men ⸗schen ⸗kind,/ so die an und Erden. set zen 2. Auf uns so zornig ist zugeben,/ verschlungen hätte und Leben;/ wir wärn, als die groß Wasser läuft/ und 3. Gott Lob und Dank, der uns möcht fangen./ Wie ein ist unsre Seel entgangen./ frei:/ des Zerren Name ste 9⁴4 ihr Sinn;/ wo Gott hätt das nsie uns hin/ mit ganzem Leib die ein Flut ersäuft/ und über mit Gewalt verschwemmet. nicht zugab,/ daß ihr Schlund Vogel des Stricks kommt ab, Strick ist entzwei, und wir sind ht uns bei,/ des Gotts Simmels Martin Auther, 3483-5646. Zürich 3eꝛ0. IES E ). Herr, nun selbst den Wa⸗gen halt,/ bald ab⸗seits geht 10 —..— 1—. ———.— sonst die Fahrt,/ das brächt Freud dem Wi⸗ der⸗part,/ der — x—— 2 DD..— dich ver⸗acht 2. Gott, erhöh deins Namens Bösen Grimm,/ weck liebhaben inniglich. 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ Treu/ wiederkehr und werde neu,/ d fre »vent lich. Ehr,/ wehr und straf der die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich scheid, o Herr, und alte aß wir ewig lobsingen dir. Suldreich Zwingli, 3484-333). n n 4* e Die Kirche 957 95 Wittenberg 3835 Psalm 324. I+ 1 I 003 8—— 2 + 1—1 + U I Wo Gott der Serr nicht bei uns hält,/ wenn •wenn er nicht un⸗srer Sach zu⸗ fällt/ im vmrn n. NT i —— L 2 2 I 5 1 — 1— 1I— 1 un⸗ sre Fein ⸗ de to ⸗ben, Zim-mel hoch dort o ben, wo er Is D ra⸗ els Schutz nicht ist/ und sel ber bricht der A + —..——— —— 2+ s;1 1 III ++. Fein⸗de List,/ so ists mit uns ver lo ⸗=ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht,/ soll billig uns nicht schrecken;/ er sitzet an der höchsten Stätt,/ der wird ihrn Rat aufdecken./ Wenn sies aufs klügste greifen an,/ so geht doch Gott ein andre Bahn;/ es steht in seinen Sänden. 3. Ach Serr Gott, wie reich tröstest du,/ die gänzlich sind verlassen./ Der Gnaden Tür steht nimmer zu,/ Vernunft kann das nicht fassen,/ sie spricht:„Es ist nun alls verlorn“,/ da doch das Rreuz hat neugeborn,/ die deine Silf erwarten. 4. Die Feind sind all in deiner Hand,/ dazu all ihr Ge⸗ danken;/ ihr Anschlag ist dir wohlbekannt,/ hilf nur, daß wir nicht wanken;/ Vernunft wider den Glaͤuben ficht,/ aufs Künftge will sie trauen nicht,/ da du wirst selber trösten. v. Den Simmel hast du und die Erd,/ Herr unser Gott, gegründet;/ gib, daß dein Licht uns helle werd,/ laß 14 erz entzündet/ in rechter Lieb des Glaubens dein/ bis an das End beständig sein./ Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 1493—888. 96 Die Airche Weise: Jesu Christ, meins 96 Zebens Licht(Nr. 977). Leipzig 3625. 4 4— 4— — I+....... 3.— ). Ach bleib bei uns, Zerr Je⸗ su Christ,/ weil es S.S.S................— nun A⸗bend wor⸗den ist;/ dein gött⸗lich Wort, das hel ⸗le Licht,/ laß ja bei uns aus ⸗lö⸗schen nicht. 2. In dieser schwern, betrübten Zeit/ verleih uns, Serr, Beständigkeit,/ daß wir dein Wort und Sakrament sbe⸗ halten rein bis an das End. SS— 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt,/ wir sind gar sicher, träg und kalt;/ gib Glück und Zeil zu deinem Wort, aff, daß es schall an allem Ort. schaff 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort/ und wehr des Teufels Trug und Mord./ Gib deiner Rirche Gnad und Zuld,/ Fried, Einigkeit, Nut und Geduld. 8. Ach Gott, es geht gar übel zu,/ auf dieser Erd ist keine Ruh,/ viel Sekten und groß Schwärmerei/ auf einen Saufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die sich mit Gwalt erheben hoch/ und bringen stets was Neues her,/ zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, err Jesu Christ,/ nicht unser, son⸗ dern dein ja ist;/ darum so steh du denen bei,/ die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz/ und deiner Rirche wahrer Schutz;/ dabei erhalt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts andres suchen mehr. 2n 227*99 ** int .— Die Kirche 97 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort/ und darauf ferner fahren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen Simmelssaal. Nik. Serman, 1 566), uünd Wik. Selnecker, 3830—-892. 9/ Bei Clauder, 3636. Auch im Wechsel mit Nr. 93. bt, —97—— 30 V—g E..— . Ver⸗za⸗ ge nicht, du Säuf ⸗lein klein,/ ob⸗ —— ö—— — 2..———— 56————— * ++ I schon die Fein⸗de wil⸗lens sein,/ dich gänz⸗ — ù lich zu ver stö⸗ ren/ und su ⸗chen + ö ö J. S....... 72 dei ⸗ nen Un ⸗ter ⸗ gang,/ da⸗ von dir wird recht . +— 2 ———————————— ö..—.—. angst und bang:/ es wird nicht lan⸗ ge wäh ⸗ ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl die Rach/ und laß es ihn nur walten./ Er wird durch einen Gideon,/ den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Sott Gott ist und sein Wort,/ muß Welt, Teufel und Söllenpfort/ und was dem tut anhangen,/ end⸗ lich werden zu Schand und Spott;/ Gott ist mit uns und wir mit Gott,/ den Sieg wolln wir erlangen. Michael Altenburg, 3434-7640. 98/ 99 Weise: Serzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Ir. 38). 98 Die KRirche Johann Crüger, 36go. ,. ———————————— ). Herr, un⸗ ser Gott, laß nicht zu schan⸗ —————.— —.—, dn. den wer⸗den/ die, so in ih ⸗ren Vö⸗ ten — ö—— und Be⸗ schwer⸗ den/ bei Tag und Vacht auf .........— ERAEAEAE — dei ⸗ ne Gü⸗ te hof⸗fen/ und zu dir 2. Mache zu schanden alle, die dich hassen,/ die sich allein auf ihre Macht verlassen./ Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen,/ laß dichs erbarmen. 3. Und schaff uns Bei ru ⸗fen. stand wider unsre Feinde;/ wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde,/ sie müssen Wehr und Waffen niederlegen,/ kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem w ists, auf Menschenhilfe bauen;/ mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen,/ die Feinde dämpfen. 9. Du bi schrein in Jesu Namen:/ Silf, elfer! Amen. Johann Seermann, 5886—3647. Weise: Da Christus Vorreformatorisch. geboren war. WMürnberg 3844. 1.* ö EZ 2 I X —— ö——.— ö— ö 2— ö 4.——..——— ——— Ei . Treu-er Wäch⸗ter Is ra- el, ir uns vertrauen,/ vergebens st der Seld, der sie kann untertreten/ und das be⸗ drängte kleine Zauflein retten./ Wir traun auf dich, wir 446340 Die Kirche 99 SSSSSE— ————————— freu et mei ne Seel,/ der du weißt um 1—— 17.— I al les Leid/ dei⸗ ner ar⸗men Chri⸗- sten⸗ heit,/ 1 1 X I 1— 22 2 1 —— 1 2 1—.—.—— +— — ‚T—* o du Wäch⸗ter, der du nicht/ schläfst noch schlummerst, + 1* + 1 N öDDD.......I.....I.I..——— ꝗ————— zu uns richt dein hilf ⸗rei ches An⸗ ge ⸗sicht. z. Schau, wie große Not und Oual/ trifft dein Volk jetzt überall;/ täglich wird der Trübsal mehr;/ hilf, ach hilf, schütz deine Lehr./ Wir verderben, wir vergehn;/ nichts wir sonst vor Augen sehn,/ wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester, Jesu Christ,/ der du eingegangen bist/ in den heilgen Ort zu Gott/ durch dein Kreuz und bittern Tod,/ uns versöhnt mit deinem Blut,/ ausgelöscht der Sölle Glut,/ wiederbracht das höchste Gut, 4. sitzest nun in Vaters Reich,/ ihm an Macht und Ehren gleich,/ unser einger Gnadenthron,/ seine höchste Freud und Kron,/ den er in dem Zerzen trägt,/ wie sich selbst zu lieben pflegt,/ dem er keine Bitt abschlägt; 5. kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnadentür,/ wir, die du mit höchstem Ruhm/ dir erkauft zum Eigentum;/ deines Vaters Zorn abwend,/ der jetzt wie ein Feuer brennt,/ als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein 2101 Hilfe leist!œ/ ilf mit deiner starken Zand, Menschenhilf hat sich ge⸗ wandt./ Eine Mauer um uns bau,/ daß dem Feinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 30⁰ 7. Treuer Sort, Immanuel,/ du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not,/ neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit./ Trotz dem, der uns tu ein Leid! ö ö Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm,/ komm und unser dich er⸗ barm,/ laß jetzt sehen deine Macht,/ drauf wir hoffen Tag und Nacht;/ aller Feinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller Serren Serren nenn. 9. Andre traun auf ihre Rraft,/ auf ihr Glück und Ritter⸗ schaft;/ deine Christen traun auf dich,/ auf dich traun sie festiglich./ Laß sie werden nicht zu schand,/ bleib ihr Selfer und Beistand,/ sind sie dir doch all bekannt. 0. Du bist ja der Zeld und Mann,/ der den Kriegen steuern kann,/ der da Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Serzen wendt,/ daß der Krieg gewinnt ein End. ). Jesu, wahrer Friedefürst,/ der der Schlange hat zer⸗ knirscht/ ihren Ropf durch seinen Tod,/ wiederbracht den Fried bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglich!/ So wird dein ö Volk freuen sich, 7 dafür ewig preisen dich. Johann Seermann, 38sj6e. Weise: Christus der ist mein LCeben(Nr. 354). Melchior Vulpius, 360o9. ö + + 3. Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗ de/ bei uns, err Je⸗su EEEEE E Christ,/ daß uns hinfort nicht schade/ des bö⸗ sen Feindes Aist. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte/ sei Güt und Heil beschert. Die KRirche SSSPSIIIIIIII +... J. IEEEE 3. Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, du wertes Licht: dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. ö e + Die Rirche 305 4. Ach bleib mit deinem Segen /bei uns, du reicher Zerr;/ dein Gnad und alls Vermögen/ in uns reichlich vermehr. .Ach bleib mit deinem Schutze/ bei uns, du starker Zeld, daß uns der Feind nicht trutze/ noch fäll die böse Welt. b. Ach bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein Zerr und Gott; /Beständigkeit verleihe,/ hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann, 38988— 3632. Weise: Serzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 36). 4.4 4 — 4 DD 2— 2 . 3. Chri ⸗ ste, du Bei ⸗stand dei⸗ ner Kreuz⸗ Johann Crüger, 3640. — 1 1 ——————.——.3 — 2 1 2 2—. —————— ge⸗ mei ⸗ne,/ ei ⸗le, mit Silf und Ret⸗ tung ++ 1 ů 1 ö I— .2.2.— 2.—.— —.—. 2— 5Z 1 ö 1 II— 1 — uns er ⸗schei⸗ ne./ Steu ⸗re den Fein ⸗ den; 1————— HN III I I 12 1 I— — 1 ——— ih ⸗re Blut⸗ge⸗ rich⸗ te/ ma⸗- che zu nich ⸗te. z. Streite doch selber für uns arme KRinder,/ wehre dem Teufel, seine Macht verhinder;/ alles, was kämpfet gegen deine Glieder,/ stürze danieder. 3. Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere,/ Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre./ Frieden dem Serzen, Frieden dem Gewissen/ gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben,/ also wird ewig und ohn Ende loben/ dich, o du Wächter deiner armen Zerde,/ Himmel und Erde. Apelles von Löwenstern, 13994—3648. 30² ö Die KRirche Weise: Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 3640. ů LIV W..... 1 1 6 E 2— ö ů.— 4— 5——.—— zi⸗ on, gib dich nur zu⸗ frie⸗den,/ du bist nicht von ihm ge ⸗ schie ⸗den,/ EIEEEESEEEEEEEEEEE — ä......... Gott ist noch bei dir dar„ in, er hat ei nen Va⸗- ter ⸗sinn./ Wenn er —.I.......... —————— 1.—— EI ö— straft, so liebt er auch;/ dies ist sein be⸗ lieb⸗ ö — * DSPSFPSPSPSPSPSPSPSIS‚SISS‚IcIII.‚I‚III..I........ 1 4..— 1—— 1 —᷑ I ter Brauch:/ zZi⸗ on, ler ne dies be⸗ den⸗ ken;/ ——5 1 ö ö ö— ö ö ö EE—— 2— war ⸗ um willst du dich so krän⸗ken? 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen See,/ wollen sie dich gar zerschellen,/ mußt du rufen ach und weh,/ schweigt dein Seiland still dazu,/ gleichwie in der sanften Ruh:/ Zion, laß dich nicht bewegen,/ diese Flut wird sich bald legen. ö 3. Berge, Felsen möchten weichen,/ ob sie noch so feste stehn,/ ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gar auch unter⸗ gehn;/ dennoch hat es keine Not/ in dem Leben und im Tod:/ Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus den wohlge⸗ faßten Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen sein,“ muß das Seufzen und das Stöhnen/ schon das beste Lied dir sein,/ muß dein Purpur sein das Blut und der 2 —— Die Kirche 303 Mangel Hab und Gut:/ Zion, laß dir doch nicht grauen,/ du kannst deinem Gott vertraͤuen. v. Droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit dem Tod und Serzeleid;/ ei du wirst doch nicht zu schanden,/ denk nur an die Ewigkeit./ Sei nur fröhlich, wohlgemut,/ daß der Zerr dir solches tut:/ Jion, Gott wird dich schon stärken,/ auf den Serren mußt du merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbei;/ gib dich nur in Gottes Sände,/ der dich nun will machen frei./ Für die Trübsal, Spott und Zohn/ gibt er dir die Freudenkron:/ Zion, du wirst wieder lachen,/ drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Simmelserben,/ freuet euch mit Zion hier;/ denn die jetzt hat wollen sterben,/ soll nun leben für und für/ und sich freuen ohne ZJahl/ in dem schönen Zim⸗ melssaal:/ Zion, wer will dich nun scheiden/ von dem Lamm und ewgen Freudenꝛ Joachim Pauli, 3636—)708. 103 Lene Offenb. Joh. 2 und z3. — x — r o. Done, —.——.— +◻**— ). Fah⸗re fort, fah⸗re fort,/ Ji⸗ on, fah ⸗re ——— ö —.——— ö— fort im Licht,/ ma ⸗ che dei ⸗ nen Leuch⸗ter ö hel ⸗le,/ laß die er ⸗ ste Lie⸗ be nicht,/ su⸗ che nn⸗ enmenrn urn r—— ö ————W——— stets die Le⸗ bens ⸗ quel-le;/ 3Zi- on drin ⸗ ge 304 Die KRirche — E.— — I EIII .. durch die en⸗ge Pfort,/ fah re fort,/ fah⸗re fort! 2. Leide dich, leide dich,/ Zion, leide ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und Sohne;/ sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone;/ Zion, fühlest du der Schlange Stich,/ leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht,/ Zion, folge nicht der Welt,/ die dich suchet groß zu machen;/ achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen;/ Zion, wenn sie dir viel Aust verspricht,/ folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht,/ Zion, prüfe recht den Geist,/ der dir ruft zu beiden Seiten,/ tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten;/ Zion, beide, das, was krumm und schlecht,/ prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein,/ zion, dringe ein in Gott;/ stärke dich mit Geist und Leben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben;/ Zion, in die Kraft für Seuchel, schein/ dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in Kraft,/ weil die Bruderliebe brennet;/ zeige, was der in dir schafft,/ der als seine Braut dich kennet;/ Zion, durch die dir gegebne Tür/ brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus,/ Zion, halte deine Treu,/ laß doch ja nicht lau dich finden./ Auf, das Kleinod rückt herbei;/ auf, verlasse, was dahinten;/ Zion, in dem letzten Rampf und Strauß/ halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 3670—)745. Weise: Dir, dir, Jehova, will ich singen(Nr. 370). 104 Salle 57og. — 44 T 9 x—————— Wach auf, du Geist der er ⸗sten die Tag und Näch te nim ⸗mer e Die Rirche 304 5 ö ö , d,W, ts tu. e* 22 Zeu⸗gen,/ die auf der Maur als treu⸗ e Wäch ⸗ter schweigen/ und die ge⸗ trost dem Feind ent ⸗ ge⸗ gen⸗ EEE 3000 ja de⸗ren Schaͤll die gan⸗ ze Welt durch⸗ 0 x 8— umrrt. ö— I ———.— + —.— 2317 8————————.— dringt/ und al⸗ler Völ⸗ker Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte,/ o möcht es doch in alle Lande gehn./ Ach Herr, gib doch in deine Ernte/ viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn./ G err der Ernte, siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitt in unsern Mund gelegt./ GO siehe, wie an allen Grten/ sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig geschehn anzuflehn./ Drum hör, o Serr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen,/ die in der Kraft Evangelisten sein;/ laß eilend Silf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich mit Macht hinein./ G breite, Herr, auf weitem Erdenkreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme!/ G daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähme!/ O würd es doch nur bald vor Abend licht!/ Ach reiß, o Serr, den Himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns frei. 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen;/ es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ Ach führe bald dadurch mit aufen/ der Heiden Füll zu allen Toren ein;/ ja wecke Lauf auch Israel bald auf,/ und also segne deines Wortes Lauf. Frankf. Evang. Gesangb. 7 59 Die Kirche 7. O bessre Zions wüste Stege,/ und was dein Wort im Laufe hindern kann,/ das räum, ach räum aus jedem Wegez/ vertilg, o Serr, den falschen Glaubenswahn/ und mach uns bald von jedem Mietling frei,/ daß Rirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule/ die Werkstatt deines guten Geistes sein,/ ja sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein,/ daß treuer Lehrer viel und Beter sein,/ die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte,/ da ich vor dir nur Staub und Asche bin./ Du als der Brunngquell aller Güte/ gibst selber mir etwas von deinem Sinn,/ daß mich der Menschen Elend jammern kann;/ drum bitt ich, Serr; o nimm mein Bitten an. 0. Du wirst dein herrlich Werk vollenden,/ der du der Menschen Seil und Richter bist;/ du wirst der Menschheit Jammer wenden,/ so dunkel jetzt dein Weg, o Seilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn;/ du tust doch über Bitten und Verstehn. Karl Seinrich von Bogatzky, 36903774. Strophe 3o von Albert Anapp, 3798- S6g. Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. Halle 3og. . CEE SSS.IIIIII Dein Wort, o Herr, bringt uns zu sam ⸗ men,/ . es läßt an uns die sel⸗ gen Flam⸗men/ ö ö .— daß wir in der Ge⸗mein⸗ schaft stehn; des Glaubens und der Lie⸗be sehn. 7387 H III II ............... Wir wer ⸗den durch das Wort der Gna ⸗ den/ — Die Kirche IE n n nn ni r d auch zur Ge ⸗ mein ⸗schaft je ner Schar,/ die — bei dem Herrn be stän dig war,/ ge⸗ D lockt und kräf tig ein 90 la ⸗ den. z. Vur Menschen, die von Gott geboren,/ die unter einem Haupte stehn,/ die hat der Herr sich auserkoren,/ die läßt er Wunderliebe sehn./ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist:/ das ist, was ihre Seele speist,/ nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen,/ ist Christus und sein teures Blut;/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort die Regel, die wir kennen,/ nicht dieser oder jener Ort;/ das ists, was wir mit einem Wort/ die heilige Gemeinde nennen. 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder/ und schenkt den Geist, der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sün⸗ der/ mit ewiger Gerechtigkeit;/ der heilge Geist tritt mit dem Gele/ des Friedens und der Freude zu,/ das Herze schmecket Gottes Ruh,/ die Kraft durchdringet Leib und Seele. 5. Die eines Serren Leib gegessen,/ die stehen auch für einen Mannz/ macht sich der Feind an eins vermessen,/ so⸗ bald greift er sie alle an./ Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des Serren Kraft;/ sie wollen von der Brüder⸗ schaft/ der Seilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit vereinten Serzen/ durchs Tränental ins Vaterland,/ versüßen sich die bittren Schmerzen,/ eins reicht dem andern seine Sand,/ und wollen sich mit Freuden dienen,/ mit Zerz und Auge, Sand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß/ des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Ludwig Konrad Allendorf, 1693—773. 8* 506 Die KRirche 1 06 Coͤthen 37³3 —..— Ei⸗ner ist Rö⸗- nig, Im⸗ ma⸗ nu⸗ Ji⸗ on hin ⸗ge⸗ gen, sei in ⸗ nig I* 1 P——— 65 2—. ci sie ⸗get;/ be⸗bet, ihr Fein⸗de, und ver ⸗gnü⸗ get,/ la⸗be dein Her⸗ ze mit 56——.— —— 2.5—— * 1 2 ö — A—— ge ⸗bet die Flucht.„ himm ⸗li⸗ scher Frucht; wi⸗ ges Le⸗ben, un II SSS........S.‚ end ⸗ li ⸗ chen Frie⸗ den,/ Freu⸗ de die ——nẽ ö— ————— V..——— —n Fül ⸗le hat er uns be ⸗schie ⸗den. 2. Stärket die Sände, ermuntert die Herzen,/ trauet mit Freuden dem ewigen Gott:/ Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen,/ reißet aus Aengsten, aus Jammer und Not;/ ewig muß unsere Seele genesen/ in dem holdseligsten, lieb⸗ lichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille,/ schlage die Rute des Vaters nicht aus;/ bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle/ Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß;/ Fluten der Trüb⸗ sal verraͤuschen, vergehen:/ Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. Die Kirche 307 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet?/ Auf und erhebe dein sinkendes Saupt!/ Siehe, die Sonne der Freuden er⸗ scheinet/ tausendmal heller, als du es geglaubt./ Jesus der lebet, die Liebe regieret,/ die zu den Guellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle;/ Jesus der bittet: Rommt alle zu mir!/ Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle/ fließen die Ströme des Lebens allhier./ Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket;/ hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. Streitet nur unverzagt,/ seht auf die Krone,/ die euch der König des Simmels anbeut;/ selber Jehova wird Sie⸗ gern zum Lohne:/ wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit;/ streitet nur unverzagt, seht auf die Krone,/ selber Jehova wird Siegern zum Lohne. 7. Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen/ eine gewaltige, siegende Schar/ seine unendliche Soheit erhöhen;/ alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar!/ Sehet, wie Kronen shalen hinfallen;/ höret, wie donnernde Stimmen er⸗ allen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre/ Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist!/ Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre!/ Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt!/ Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. /Alles, was in mir ist, lobe den Serren! Ludwig Ronrad Allendorf, 3693—- 773. Weise: Jesus Christus herrscht als König(Vr. 390). 407 Theophil Stern, 1886. 3 6747 SEI.... 5. Ze su, der du bis al ⸗ lei ne . Haupt und Kö⸗nig der Ge ⸗ mei ⸗ne,/ seg⸗ ne 307 Die KRirche E 4 ů 1— + —— 1.2 ai...... —** 8*—.— IVIV mich, dein ar ⸗mes Gliedz;/ wollst mir neu en Ein⸗ ...———— zu fluß ge⸗ben/ dei⸗ nes Gei⸗ stes, dir ser— S S SI.ISI.II.......I. II.—.. ĩ‚ * 1 le ⸗benz/ stär ⸗ke mich durch dei⸗ ne Güt. 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe,/ Gnade, Kraft und Segen bringe/ deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zer⸗ streuet wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Zerr, die Deinen,/ die dich suchen, die dich meinen;/ o wie köstlich sind sie mir!/ Du weißt, wie michs oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen;/ ich vereinge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht/ wünsch ich Zion tausend Segen;/ stärke sie in deinen Wegen,/ leite sie in deinem Licht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben,/ stärke, daß sie ganz er⸗ geben/ ihre Seel in deine Zand;/ laß sie dadurch werden kleiner/ und von allen Schlaͤcken reiner,/ lauterlich in dich gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Ser⸗ zen werden;/ mache deine Ninder schön,/ abgeschieden, klein und stille,/ sanft, einfältig, wie dein Wille und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, Serr, von mir be⸗ gehren,/ daß ich für sie beten soll./ Auf dein Serz will ich sie legen,/ gib du jedem solchen Segen,/ wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach du nin uns teur erworben,/ da du bist am Xreuz gestorben;/ denke, Jesu, wir sind dein!/ Halt uns fest, solang Die KRirche 508 wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmer⸗ mehr allein, 9. bis wir einst mit allen Frommen/ dort bei dir zusammen⸗ kommen/ und, von allen Flecken rein,/ da vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen,/ ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 16975769. 19— Giste. U. 108 Brüdergemeine, um 5740. +— —...——HH———— 0 Zerz und Serz ver⸗ eint zu sam⸗ men/ • las⸗set eu re Lie⸗ bes flam⸗ men/ .—— ö—.—— Aaanen., sucht in Got⸗ tes Ber⸗ zen Ruh; lo⸗dern auf den Sei⸗ land 29. 7 Er das Zaupt, wir sei⸗ ne Glie⸗der,/ er das Licht und 5 x — JI... 6⁵ wir der Schein,/ er der Mei ⸗ ster, wir die — 2A——.. Brü⸗ der,/ er ist un ⸗ser, wir sind sein. III IK IIR 2. Rommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,/ und erneuert euern Bund,/ schwöret unserm Ueberwinder/ Lieb und Treu aus Herzensgrund;/ und wenn eurer Liebeskette/ Festigkeit und Stärke sehlt, /o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stählt. 509 Die Rirche 3. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann./ So hat uns der Freund geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut;/ denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Hallelujah, welche Söhen,/ welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Serze sehen,/ der uns so geliebet hat;/ daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister,/ uns so fühlbar nahe bist. 5. Ach du holder Freund, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wies dein letzter Wille war. Ja verbinde in der Wahrheit,/ der du selbst die Wahrheit bist,/ alles, was von deiner Klarheit/ in der Tat erleuchtet ist. b. Liebe, hast du es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll./ Jünde an die Liebesflamme,/ daß ein jeder sehen kann:/ wir, als die von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist,/ und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein:/ also wird die Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sein. Nitolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700760. Weise: Errett mich, o mein lieber Serre. Ayon 3547. 24 ů . n E—— 2 S..........———U—— ). O daß doch bald dein Feu ⸗ er 1——— DIDIIñ‚‚‚‚‚i‚‚‚ee‚eeee‚ee‚e...— ö—— DS brenn⸗ te,/ du un ⸗ aus⸗-sprech⸗lich Lie⸗ben⸗ + 4 I + 1 ——— — der,/ und bald die gan · ze Welt er ⸗kenn⸗ Die KRirche 530 ö — te,/ daß du bist Rö⸗nig, Gott und Herr! +. 1 2 — EI 2. Zwar brannt es schon in heller Flamme/ jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West/ dir, dem für uns erwürgten Lamme,/ ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Zimmelsfunken/ so manches kalte, tote Zerz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Sünd und Söllenschmerz. 4. Verzehre Stolz und Eigenliebe/ und sondre ab, was unrein ist,/ und mehre jener Flamme Triebe,/ die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erwecke, läutre und vereine /des ganzen Christenvolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ dein Heil noch jedem offenbar. b. Du unerschöpfter Guell des Lebens,/ allmächtig starker Gotteshauch,/ dein Feuermeer ström nicht vergebens,/ ach zünd in unsern Herzen auch. 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempel aus; /laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen/ der Liebe Jubelhar⸗ monien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. George Friedrich Fickert, 177888g. Weise: Jesus, meine zuversicht(Wr. 327). Berlin 3693. 9 PIIIIE 13 Ei„ne ger⸗de und ein Hirt!/ Wie wird VUwenn sein Tag er⸗schei⸗ nen wird./ Freu ⸗e 53 Die KRirche ö dann dir sein, o Er ⸗ de dich, du klei ne Zer⸗de,, mach dich auf und SISIII.......... IIIIIIIIII wer ⸗de licht./ Je⸗ sus hält, was er ver⸗ spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern?/ Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die Herrlichkeit des Serrn/ nahet däm⸗ mernd sich den Seiden,/ blinde Pilger flehn um Licht./ Jesus hält, was er verspricht. 3. Romm, o komm, getreuer Sirt,/ daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner Zerde./ Kleine Herde, zage nicht./ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Seer der Nebel flieht/ vor des Morgenrotes elle,/ und der Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Lebensquelle,/ ihn umleuchtet Morgenlicht./ Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan:/ rauscht, verdorrete Gebeine,/ macht dem Bundesengel Bahn;/ großer Tag des Serrn, er⸗ scheine,/ Jesus ruft: Es werde Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. ö 6. G des Tags der Serrlichkeit!/ Jesus Christus, du die Sonne/ und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonne!/ Mach dich auf, es werde Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Arummacher, 5767—3846. Weise: Triumphiere Gottes Stadt. 11 Salle 3706. FEn—— SSSSSISII..I.I....I.III.... * . Wal⸗ te, wal ⸗te nah und fern,/ all⸗ ge⸗ 1 Die Kirche 132 *. — wal ⸗ tig Wort des Serrn,/ wo nur sei ner H —..———. e. Hes rre All⸗macht Ruf/ Menschen für den Sim-mel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt/ schuf und in den Armen hält/ und der Sünder Trost und Rat/ zu uns her⸗ gesendet hat; 3. Wort von des Erlösers Suld,/ der der Erde schwere — durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen at; 4. kräftig Wort von Gottes Geist,/ der den Weg zum Zimmel weist/ und durch seine heilge Rraft/ Wollen und Vollbringen schafft; 5. Wort des Lebens, stark und rein,/ alle Bölker harren dein:/ walte fort, bis aus der Nacht/ alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf zur Ernt in alle Welt!/ Weithin wogt das reife übed⸗ 25200 ist noch der Schnitter Zahl,/ viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut,/ weck zum Werke Lust und Mut,/ laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774—184). Weise: Valet will ich dir geben(Vr. 352). Leipzig 1655. 0 ö — q——*—— 1 1— — 1 1 1— 1 +. 1* ů Der du zum Beil er ⸗ schie⸗nen/ der und von den he ru ⸗ bi ⸗ nen/ zu Die Kirche al ⸗ler⸗ ärm⸗sten Welt Sün ⸗dern dich ge⸗sellt,) den sie mit fre·chem 43— — 2——. PA=3DME x eee Stol ⸗ ze/ ver⸗ höhnt für sei ⸗ ne Suld,„/ als + 4 + + II* +. 4 4 + + H —.— 66. E. du am dür⸗ren Sol⸗ ze/ ver söhn ⸗ test ih ⸗ re Schuld: 2. Damit wir Kinder würden,/ gingst du vom Vater aus,/ nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein Haus;/ von Westen und von Süden,/ von Morgen ohne Jahl/ sind Gäste nun beschieden/ zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Sochzeitkleide/ von allen Flecken rein/ führst du zu deiner Freude/ die Völkerscharen ein;/ und welchen nichts verkündigt,/ kein Seil verheißen war,/ die bringen nun entsündigt/ dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friede werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Leben/ die ausgesohnte Welt/ dem, der sie dir gegeben,/ vors Angesicht gestellt. Und siehe, tausend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht) stehn in der Nacht und duͤrsten/ nach deinem Angesicht;/ auch sie hast du gegraben/ in deinen Priesterschild,/ am Brunn⸗ quell sie zu laben,/ der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde,/ laß deinen Odem wehn,/ daß auf der finstern Erde/ die Toten auferstehn;/ daß, wo man Götzen frönet/ und vor den Teufeln kniet,/ ein willig Volk versöhnet/ zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören,/ wir fassen, was du sprichst;/ dein Wort muß sich bewaͤhren,/ womit du Fesseln brichst./ Wie viele sind zerbrochen!/ Wie viele sinds noch nicht!/ O du, ders uns versprochen,/ werd aller Zeiden Licht! Albert RAnapp, 3798- 86. .. Die Kirche 533 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Vr. 35)). Frankfurt a. M. 30. 9 ö 2——2— L 1 V —— ö +J.— — +D. 2*** 1...I 2. 2 +2 +. 0—— + + Ei⸗ ner ists, an dem wir han⸗gen,/ der Lun⸗ sre Lei⸗-ber, un ⸗ sre Ber⸗zen/ ge⸗ — 2 V 1 U— + —.—.———.. —— für uns in hö⸗ren dir den Tod ge⸗ ö o Mann der Schmer⸗zen,/ in dei⸗ gan⸗ gen/ und uns 1 1 ö 2 —0.— é—————— 70 1—. 1 I.— er⸗kauft mit sei⸗ nem Blut; ner Lie-be ruht sichs gut. Wimm uns zum 1 X — n enenen en=re, e, en n n. Ei ⸗gen ⸗ tum,/ be ⸗ rei⸗ te dir zum Ruhm/ 1— nn — + e. SSSSSPSPSPPIII dei ne Rin ⸗der. Ver⸗ birg uns nicht/ das Gna⸗ DDIIIII——— H —————— den ⸗licht/ von dei ⸗ nem heil⸗ gen An ⸗ge ⸗sicht. 2. Wicht wir haben dich erwählet,/ du selbst hast unsre Zahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat;/ unsre Rraft ist schwach und nichtig,/ und keiner ist zum Werke tüchtig,/ der nicht von dir die Stärke hat./ Drum brich den eignen Sinn,/ denn Armut ist Gewinn/ für den Himmel;/ wer in sich schwach,/ folgt, Zerr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. — 34 Die Kirche 3. O Serr Jesu, Ehrenkönig,/ die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden,/ viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters aus./ Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abendmahl 7/ im Reich Gottes!/ Da ruht der Streit,/ da währt die Freud/ heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen,/ die noch im Todesschatten wohnen,/ von deinem Simmelreiche fern./ Seit Jahrtausen⸗ den ist ihnen/ kein Evangelium erschienen,/ kein gnaden⸗ reicher Morgenstern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist zeit!/ Romm, Serr Zesu,/ zieh uns voran sund mach uns Bahn,/ gib deine Türen aufgetan. 5. Deine Liebe, deine Wunden,/ die uns ein ewges Seil erfunden,/ dein treues Serz, das für uns fleht,/ wollen wir den Seelen preisen/ und auf dein Kreuz so lange weisen,/ bis es durch ihre Zerzen geht./ Denn kräftig ist dein Wort,/ es richtet und durchbohrt/ Geist und Seele;/ dein Joch ist süß,/ dein Geist gewiß,/ und offen steht dein Paradies. 6. Seiland, deine größten Dinge/ beginnest du still und geringe./ Was sind wir Armen, Serr, vor dird/ Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten,/ auf deine Kraft vertrauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, Serr Christ,/ sein Süter bist,/ dem es von Gott ver⸗ trauet ist. Albert Anapp, 3796.—386. Nach der vorigen Weise. 114 Zieht in Frieden eure Pfade./ Mit euch des großen Gottes Gnade/ und seiner heilgen Engel Wacht!/ Wenn euch Jesu Hände schirmen,/ gehts unter Sonnenschein und Stürmen' getrost und froh bei Tag und Nacht./ Lebt wohl, lebt wohl im„Herrn., Er sei euch nimmer fern/ spät und frühe./ Ver⸗ geßt uns nicht/ in seinem Licht,/ und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Anak, 3806—3876. 50 XAC unmd CGCSdiensC Wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Ucht, das da scheinet jn einem dunkeln Ort, bis der Lag anbreche und der Morgen⸗ stern aufgehe in euren Jerzen. 2. Petr. 1,. Weise: Es ist das Seil Vorreformatorisch. uns kommen her(Vr. 340) Wittenberg 3623. 0 I 1 1.N x L 1 4.— ..———— Wir mMRenschen sind zu dem, o Gott,/ was dein We⸗ sen, Wil le und Ge⸗ bot/ ist P — 4—.*— ———.—— geist lich ist, un ⸗ tüch ⸗ tig; viel zu hoch und wich ⸗tig, wir wissens —— ů— 1.— I 1 + und ver · ste⸗ hens nicht,/ wo uns dein gött-lich X N H 1 X 1+.4. V. 2.— Wort und Licht/ den Weg zu dir nicht wei ⸗set. 375 Sonntag und Gottesdienst 2. Drum sind vor zeiten ausgesandt/ Propheten, deine Rnechte, daß durch dieselben würd bekaͤnnt dein Will und deine Rechte./ Zum letzten ist dein einger Sohn,/ o Vater, von des Simmels Thron/ selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Seil sei, Herr, gepreist;/ laß uns dabei ver⸗ bleiben/ und gib uns deinen heilgen Geist,/ daß wir dem Worte gläuben,/ dasselb annehmen jederzeit/ mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud/ als Gottes, nicht der Menschen. 4. Silf, daß der losen Spötter Sauf/ uns nicht vom Wort abwende;/ denn ihr Gespött samt ihnen drauf/ mit Schrecken nimmt ein Ende./ Gib du selbst deinem Donner Kraft,/ daß deine Lehre in uns haft/ und reichlich bei uns wohne. . Geffn uns die Ghren und das Herz,/ daß wir das Wort recht fassen,/ in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz/ es aus der Acht nicht lassen;/ daß wir nicht Sörer nur allein/ 512 Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig ringen. 6. Am Weg der Same wird sofort/ vom Teufel hinge⸗ nommen;/ in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen;/ der Same, so in Dornen fällt,/ von Sorg und Wollust dieser Welt/ verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Serr, daß wir werden gleich/ dem guten, frucht⸗ barn Lande/ und sein an guten Werken reich/ in unserm Amt und Stande,/ viel Früchte bringen in Geduld,/ be⸗ wahren deine Lehr und Zuld/ in feinem, gutem Zerzen. 8. Laß uns, solang wir leben hier,/ den Weg der Sünder meiden;/ gib, daß wir halten fest an dir/ in Anfechtung und geiden;/ rott aus die Bornen allzumal,/ hilf uns die Welt⸗ sorg überall/ und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Serr, laß allweg sein/ die Leuchte unsern Füßen;/ erhalt es bei uns klar und rein;/ hilf, daß wir draus genießen/ Kraft, Rat und Trost in aller Not,/ daß wir im Leben und im Tod/ beständig darauf trauen. 0. Gott Vater, laß zu deiner Ehr/ dein Wort sich weit ausbreiten./ Silf, Jesu, daß uns deine Lehr/ erleuchten mög und leiten./ G heilger Geist, dein göttlich Wort/ laß in uns wirken fort und fort/ Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke, 36003— 1680. Sonntag und Gottesdienst 36563727 1 1 2 Gör litz 1648. 2 ů L ö————— Seee.—...———— 00— . Herr Je⸗su Christ, dich zu uns wend,/ dein'niheil⸗ 1—— —.— ů D—— —————4—— gen Geist du zu uns send,/ mit Silf und Gnad er SI. uns re⸗ gier/ und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Tu mauf den Mund zum Lobe dein,/ bereit das Zerz zur Andacht fein,/ den Glauben mehr, stärk den Verstand,/ daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. bis wir singen mit Gottes Seer:/ Seilig, heilig ist Gott der Serr!/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit. Altenburg 3648. Weise: Er schienen ist der herrlich Tag(Vr. go). Nikolaus Serman, 366˙o. + ö———5 2—.—.— 0—5—.—.— ö ). Gott Lob, der Sonn⸗ tag kommt her ⸗bei,/ ö 2— ö ͤ. die Wo che wird nun wie ⸗ der neu./ Heut 538 Sonntag und Gottesdienst —— DDD 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ/ vom Tod für mich erstanden ist/ und schenkt mir die Gerechtigkeit,/ Trost, Leben, Seil und Seligkeit./ Sallelujah. 3. Das ist der rechte Sonnentag,/ da man sich nicht gnug freuen mag,/ da wir mit Gott versöhnet sind,/ daß nun ein Christ heißt Gottes Kind./ Sallelujah. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort,/ führ mich zur Himmelsehrenpfort;/ laß mich hier leben heiliglich/ und dir lobsingen ewiglich./ Sallelujah. Johann Glearius, 167768g. 4 —* — 1 Weise: Serr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 336). Görlitz 3648. .—52———; ö....—... HU D.•e e un Huunf nur Hin. ... 2.— ö———. ). Berr, öffne mir die Her⸗ zens ⸗tür,/ zieh mein 6. —.— 2. dir,/ laß mich dein Wort be⸗ Zerz durch dein Wort zu 2 . — wah ⸗ren rein,/ laß mich dein Kind und Er · ++ be sein. 2. Dein Wort bewegt des Serzens Grund,/ dein Wort macht Leib und Seel gesund,/ dein Wort ists, das mein Herz erfreut,/ dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in einem Thron,/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit. Johann Glearius, 16))—684. Sonntag und Gottesdienst 539/320⁰02 119 Johann Rudolf Ahle, 3664. ——— DSDE DDDE ————— 1. Lieb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier,/ dich und len⸗-ke Sin⸗-nen und Be ⸗gier/ auf die 94 1 + +. W — daß die Ber⸗ zen von dein Wort an ⸗ zu ⸗ hö ⸗ ren: sü ßen Simmels⸗leh⸗ren, der Er⸗-den ganz zu dir ge⸗ zo⸗ gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis umhüllet,/ wo nicht deines Geistes Zand/ uns mit hellem Licht erfüllet;/ Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns ver⸗ richten. 3. O du Glanz der Serrlichkeit,/ Licht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne Zerzen, Mund und Ohren;/ unser Bitten, Flehn und Singen/ laß, Zerr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnizer, 1615368g. Nach der vorigen Weise. 1 20 ). Unsern Ausgang segne Sott,/ unsern Eingang gleicher⸗ maßen,/ segne unser täͤglich Brot,/ segne unser Tun und Lassen,/ segne uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Zimmelserben. Sartmann Schenck, 1634—)683. Weise: Gott des Zimmels und der Erden(Nr. 266).„einrich Albert, 3642. +— + +. +. ——.—.xxxx-r * 1—3—* Gro-ßer Gott von al⸗ ten zei⸗ ten,/ des⸗sen . des⸗ sen Treu auf al⸗len Sei ⸗ten/ mich von 22 Sonntag und Gottesdienst SS..........— Sand die Welt re⸗ giert, Ju⸗gend auf ⸗ge⸗ führt: heu ⸗ te weckt des I 1 N ö ö 1 DSDSDSDSDSDE E E.................—83— nn ue zn inn nin——..... Ta⸗ ges Lauf/ mich v lau ⸗ ter An- dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden,/ denn sie sind des Serren Fest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn der Mensch an Gott gedenkt/ und von Zerzen bet't und singt,/ daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Sott dienen?/ Was ist süßer als sein Wort,/ da wir sammeln wie die Bienen/ und den Honig tragen fort;/ Selig ist, wer Tag und Nacht/ also nach dem Himmel tracht. 8. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind dein Eigentum. /Alles preise deinen Namen,/ alles mehre deinen Ruhm,/ bis es künftig wird geschehn,/ daß wir dich im Zimmel sehn. Kaspar Neumann, 3648-)7)6. Weise: Unser Serrscher, unser Rönig. Bremen 16so. — 0— E 2—.———— EEE 434315 mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te,/ führt in 2 ach wie wird an die⸗ sem Gr ⸗te/ mei · ne Gottes Saus mi ein; 3 See ⸗Ae uroh. lich seinl ier ist Got⸗tes An ⸗ge⸗ — WüI —33— — 2 0 Sonntag und Gottesdienst 523 —— IIII E sicht,/ hier ist lau ter Trost und Licht. F 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mir;/ wo du Wohnung hast genommen,/ da ist lauter immel hier./ Zieh doch in mein Serz hinein,/ laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten,/ heilige du Leib und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ ein gefällig Opfer heißt./ Seilige dyu Mund und Ghr,/ zieh das erze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Samkorn auf mich fällt;/ gib mir Licht in dem Verstande,/ und was mir wird vorgestellt,/ präge meinem Serzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Kleinod mir/ nimmer aus dem Berzen rauben,/ halte mir dein Wort stets für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören,/ und dein Wille werd erfüllt;/ nichts laß meine Andacht stören,/ wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit Simmelsbrot,/ tröste mich in aller Vot. 7. Oeffne mir die grünen Auen,/ daß dein Lamm sich weiden kann; /lasse mir dein Manna tauen,/ zeige mir die rechte Bahn/ hier in diesem Jammertal,/ Serr, zu deinem Ehren⸗ saal. Benjamin Schmolck, 3672—)737. Auch nach der Weise: Michael Müller, Wunderbarer Rönig(Nr. 288). Frankfurt a. M. 3718. LIL Dl II 1 ———— .. 2 ö ZLeen, n ne n—— Gott ist ge⸗ gen⸗ wär ⸗-tig./ Las⸗ set Gott ist in der Mit⸗ ten./ Alles 23 Sonntag und Gottesdienst . ö uns an ⸗be⸗ ten/ und in Ehrfurcht vor ihn in uns schwei⸗ ge/ und sich in ⸗nigst vor ihm — ö ö 22— ö 8 x———.— ++ I II HI. VV2 +·— ——. — 2 1 Au ⸗gen nie · der;/ kommt, er gebt euch wie⸗der. 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen ¶Tag und Nacht gebücket dienen./ Heilig, heilig, heiligl/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Serr, vernimm/ unsre Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Gpfer bringen. 3. Wir entsagen willig/ allen Eitelkeiten,/ aller Erdenlust und Freuden;/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergeben./ Du allein sollst es sein,/ unser Gott und Serre,/ dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir beh erweisen!/ Möcht ich wie die Engel/ immer vor dir stehen/ und dich gegenwaͤrtig sehen!/ Laß in alem für und für/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allem. 5. Luft, die alles füllet,/ drin wir immer schweben,/ aller Dinge Grund und Leben,/ Meer ohn Grund und Ende,/ Wunder aller Wunder:/ ich senk mich in dich hinunter./ Ich in dir,/ du in mir,/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles;/ laß dein schönstes Lichte,/ Zerr, berühren mein Gesichte./ Wie die zarten Blumen/ willig sich entfalten/ und der Sonne stille halten:/ laß mich se still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen 7. Mache mich einfältig,/ innig, abgeschieden,/ sanft und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Serzens,/ daß Sonntag und Gottesdienst 24 ich deine Klarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein Serz/ überwärts/ wie ein Adler schweben/ und in dir nur leben. 8. Zerr, komm in mir wohnen,/ laß mein Zerz auf Erden/ dir ein Zeiligtum noch werden;/ komm, du nahes Wesen,/ dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb und ehre./ Wo ich geh, sitz und steh,/ laß mich dich erblicken/ und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen, 16973769. Weise: O Durchbrecher aller Bande(Vr. 360). SHalle 3704. 4 57⁴3 . 2„ 8 D e— 0 Herr, dein Wort, die ed⸗ le Ga⸗ be,/ die ⸗sen denn ich zieh es al⸗ ler Ba⸗be/ und dem 2———— . — * ++ ....— Schatz er ⸗ hal⸗ te mir; größ⸗ten Reichtum für./ Wenn dein Wort nicht mehr soll gel⸗ten,/ wor⸗auf soll der Glau⸗be ruhn?/ Mir ists — =...— DDD.e..... E— + nicht um tau⸗send Welten,/ a· ber um dein Wort zu tun. 2. Sallelujah, Ja und Amen!/ Serr, du wollest auf mich sehn,/ daß ich mög in deinem Namen/ fest bei deinem Worte stehn./ Laß mich eifrig sein beflissen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu deinen Füßen/ sitzen, wie Maria tat. Christian Gregor, 3723 80), und Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—3760. .—— 25 Sonntag und Gottesdienst Weise: Unser Serrscher, unser Rönig. Bremen 36so. — — DDDDRD‚DDR — —— U V + 0 Hal⸗le ⸗ lu⸗ jah, schö⸗ ner Mor⸗gen,/ schö⸗ner 2— Heu⸗te fühl ich kei⸗ ne Sor⸗gen,/ denn das —— —. —. r e der ourc sr ne eitniue A — 2— e— keit/ recht das In⸗ner-ste er ⸗ freut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen,/ Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunklen Söhlen,/ Zeit, in der der Segen fließt,/ Stunde voller Ewigkeit,/ du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte/ recht als einen Morgentau,/ der mich führt aus meiner Sütte/ zu des Vaters grüner Au./ Da hat wohl die Morgenstund/ edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte,/ heute hab ich sonst zu tun,/ denn ich braͤuche alle Kräfte,/ in dem höchsten Gott zu ruhn./ Seut schickt keine Arbeit sich/ als nur Gottes Werk für mich. 5. Ich will in der Zionsstille/ heute voller Arbeit sein;/ denn da sammle ich die Fülle/ von den höchsten Schätzen ein,/ speist mein Jesus meinen Geist/ mit dem Wort des Lebens peist. 6. Segne deiner Rnechte Lehren,/ öffne selber ihren Mund,/ mach mit allen, die dich hören,/ heute deinen Gnadenbund,/ daß, wenn man hier bet't und singt,/ solches in dein Serze dringt. 7. Gib, daß ich den Tag beschließe,/ wie er angefangen ist;) segne, pflanze und begieße,/ der du Herr des Sabbats bist, bis ich einst auf jenen Tag/ ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 370 TQTD .— Sonntag und Gottesdienst 26 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele(Wr. 335). Johann Crüger, 3649. e w.— 82—..;..—3. ö——— ö ö 2 ö ——— 2— Zzei⸗ ge dich uns oh⸗ ne Hül⸗le,/ daͤß an die⸗ sem Got⸗ tes- ta⸗ ge/ 12 N 1 N ů II 1 III— EEEEEEEEEE— ström auf uns der Gna⸗ den Fül⸗le, ö un ser Serz der Welt ent⸗ sa⸗ ge, daß durch E—.—...—..— L —— U ss s⁰ν r +. —..— dich, der starb, vom Bö⸗ sen/ uns Ge⸗ fall⸗ ne 4 I 1 II.— zu er ⸗lö⸗ sen,/ dei⸗ ne glau⸗ ben⸗ de Ge⸗ ⁴¹Ꝙł II 1.—. + L +. + 4 +. 4II 1 1 1 ————— mei ⸗ne/ mit dem Va⸗ter sich ver ei ne. 2. O daß frei von Erdenbürden/ und der Sünde Lasten würden/ unsre Seelen, unser Wille/ sanft wie diese Sabbat⸗ stillen/ Daß von fern aus deinen Zöhen/ wir des Lichtes Aufgang sähen,/ das die Selgen dann verkläret,/ wenn der Sabbat ewig währet! 3. Was ich strahlen seh am Throne,/ ist es nicht der Sieger Krone? Was von dort herab ich höre,/ sinds nicht Ueber⸗ winderchöres/ Feiernd tragen sie die Palmen,/ ihr Triumph erschallt in Psalmen./ Serr, du selber wollst mich weihen/ diesem Sabbat deiner Treuen. ———̃——.————— —ä— 327 4. Decke meiner Blöße Schande/ wande/ deiner Unschuld, daß am Ta froh es wage,/ dort zu wandeln, w Sonntag und Gottesdienst Schar du eingeladen,/ wo nicht mehr wo sie Siegeslieder Weise: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 326). singen. mit dem festlichen Ge— ge/ deines Mahls ich .voll Gnaden/ deine die Streiter ringen,/ Friedrich Gottlieb Klopstock, 3724—1803;. 127 Jakob Sintze, 367s. —7 n ö 2— E ö———. + E. 0 Das ist ei ne sel⸗ ge Stun⸗de,/ Je/ su, NLund das erz von Ser ⸗ zens ⸗ grun ⸗ de/ tief in SDSDPDPDPSPSP‚IS‚‚e II EE..... 14—— 2 2— 0 da man dein ge⸗ denkt dei⸗ ne Wun ⸗ den senkt. Wahrlich, nichts als Je⸗ sum —— 1 ken ⸗ nen,/ Je⸗ sum su⸗chen, fin · den, nen⸗ nen,/ das er⸗ —.I.—. 1— fül⸗let uns ⸗re zeit/ mit der höch⸗sten Se⸗lig ⸗keit. 2. Jesu, deine Gnadenquelle/ hinein,/ deine Sonne sein; schöpfen soll. 3. Nun so laß sein;/ in dem scheinet helle, und bei aller Segensfülle Wille,/ daß man, weil dein B fließt so gern ins Herz denn du willst genossen ist dein Wunsch und ernster rünnlein voll,/ unaufhörlich auch diese Stunde/ dein Gedächtnis in uns Herzen, in dem Munde/ leb und herrsche du allein./ Laß uns deiner nie vergessen;/ wie Maria still ge⸗ sessen,/ gekehrt. da sie deinen Mund gehört,/ also mach uns ein⸗ Ernst Gottlieb Woltersdorf, 372876). Sonntag und Gottesdienst 128 ise: O der alles hätt Lerlseen(r. 460· 4* 128 Salle 3704. .— 4 + +. +. ů E —.2*—————————— 3. 3i- ons Stil-le soll sich brei⸗ SSEFFII— —— IBI ten/ u*m mein Sor ⸗ gen, mei„ ne pein;/ ö ö ö— +7 ö—.55—— 17*— denn die Stim⸗ men Got. tes läu⸗ ö ö H ———— ———.. ten/ Frie den, ew ⸗ gen Frie⸗ den ein. 2. Ebnen soll sich jede Welle,/ denn mein Rönig will sich nahn;/ nur an einer stillen Stelle/ legt Gott seinen Anker an. 3. Was gewesen, werde stille;/ stille, was dereinst wird sein./ All mein Wunsch und all mein Wille/ gehn in Gottes Willen ein. Rudolf Rögel, 1829—1896. * ö—... TAU I CE — und KOnFEMXTIOn Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sino, die sind in seinen Lod getauftꝰ dind wir mit Ehristus ge⸗ storben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm loben worden. Ein Serr, ein Glaube, eine Laufe, ein Goft und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen. Röm. 6,8. S. Eph. 4, S. G. Weise: Was mein GSott will, das gscheh allzeit(Nr. 210). Paris 36zo. A Leg die⸗ sen Stein zum er ⸗sten Grund,/ 0 Sei Gott ge⸗ treu, halt sei nen Bund,/ ö——— S—— o Mensch, in dei nem Le ben. Denk bleid ihm al ⸗ lein er gde ben. ————.—— + 5 25 2———*— an den KRauf in dei⸗ ner Tauf,/ da er sich I drrn dr,—.. — 00 2— 1 2— dir ver⸗schrie⸗ ben/ bei sei nem Eid, in E⸗wig⸗ 12 2— —.2 .—— +— 2— 4— —— Taufe und Ronfirmation 30 ä. I—— IS.I I.——— —— keit/ als va⸗ ter dich zu lie bben. 2. Sei Gott getreu von Jugend auf,/ laß dich kein Lust noch geiden/ in deinem ganzen Lebenslauf/ von seiner Liebe scheiden. Sein alte Treu wird täglich neu,/ auf sein Wort kannst du bauen./ Was er verspricht, das bricht er nicht, drauf sollst du kühnlich trauen. 3. Sei Gott getreu in deinem Stand,/ darein er dich ge⸗ setzet. Wenn er dich hält mit seiner Sand,/ wer ist, der dich verletzets/ Wer seine Gnad zur Brustwehr hat,/ kein Teufel kann ihm schaden;/ wo diese Wehr steht um dich her,/ da ist dir wohl geraten. 4. Sei Sott getreu, sein liebes Wort/ standhaftig zu be⸗ kennen;/ steh fest darauf an allem Ort,/ laß dich davon nicht trennen./ Was diese Welt in Armen hält,/ muß alles noch vergehen;/ sein liebes Wort bleibt immerfort/ ohn alles Wanken stehen. 3. Sei Sott getreu, der immer sich/ läßt treu und gnädig finden./ Streit unter ihm nur ritterlich,/ laß über dich den Sünden/ ja wider Pflicht den Zügel nicht./ Wär je ein Fall geschehen,/ so sei bereit, durch Buß bei Zeit/ nur wieder aufzustehen. 6. Sei Gott getreu bis in den Tod/ und laß dich nichts abwenden./ Er wird und kann in aller Vot/ dir treuen Beistand senden./ Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen,/ wollt auf dich zu, so glaube du,/ du bleibest unbezwungen. 7. Wirst du Gott also bleiben treu,/ wird er sich dir er. weisen,/ daß er dein lieber Vater sei,/ wie er dir hat ver⸗ heißen,/ und eine Rron zum Gnadenlohn/ im Himmel dit aufsetzen. Da wirst du dich dann ewiglich/ in seiner Trer. ergötzen. michael Franck, 31609—3667. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. 130). Johann Rudolf Ahle 3664 . 7⁴ 2 2 E ö—— 1— 3—— Liebster Je⸗ su, wir sind hier,/ deinem die⸗ ses Kindlein kommt zu dir,/ weil du 3 Taufe und Ronfirmation — I ö I E— 6—— Wor ⸗te nach⸗zu ⸗ le⸗ben: den Be⸗fehl ge ge⸗ben,„ daß man sie zu dir 4. ö 4— + I ELD ———— ——.DDee hin füh ⸗re,/ denn das Simmelreich ist ih ⸗re. 2. Ja es schallet allermeist/ dieses Wort in unsern Ghren:/ wer durch Wasser und durch Geist/ nicht zuvor ist neuge⸗ boren,/ wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir:/ nimm das Pfand von unsern Armen;/ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Erbarmen,/ daß es dein Rind hier auf Erden/ und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an,/ Saupt, mach es zu deinem Gliede,/ Zimmelsweg, zeig ihm die Bahn,/ Friede⸗ fürst, sei du sein Friede,/ Weinstock, hilf, daß diese Rebe/ auch im Glauben dich umgebe. 5. Vun wir legen an dein Herz,/ was von Zerzen ist ge⸗ gangen;/ führ die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlangen;/ ja den Namen, den wir geben,/ schreib ins Le— bensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, 3672—737. Weise: O daß ich tausend 131 Zungen hätte(Nr. 286). Frankfurt a. M., 1738. Ich bin ge⸗tauft auf dei nen Namen,/ Gott 5. ich bin ge⸗zählt zu dei⸗ nem Samen,/ zum SꝗSPSPSPSSIIIIIIII..I I ö 4‚..JIJ‚.‚....‚‚. S.IV... —. SSSSEEEEEEEEEEEE Va⸗ter, Sohn und heil⸗ ger Geist; 1. Volk, das dir ge⸗ hei⸗ligt heißt. Ich bin in Chri ——*—HWW.850 22899427 — 5922 NN TCaufe und RKonfirmation 53²2 — 2 H ö—— 3 H stum ein ·ge · senkt,/ ich bin mit sei · nem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Rind und Erben,/ mein lieber Vater, mich erklärt./ Du hast die Frucht von deinem Sterben,/ mein kreuer Zeiland, mir gewährt./ Du willst in aller Bot und pein,/ o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe,/ Treu und Ge⸗ horsam zugesagt;/ ich hab, o Zerr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu sein gewagt;/ hingegen sagt ich bis ins Grab/ des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite/ bleibt dieser Bund wohl feste stehn;/ wenn aber ich ihn überschreite,/ so laß mich nicht verloren gehn;/ nimm mich, dein Rind, zu Gnaden an,/ wenn ich hab einen Fall getan. HI. nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, Zerr, deinen Willen tut. Johann Jakob Rambach, 3693—739. 132 F.. Christoph Meyer, 35747. 2— ES 1 1 F SPSPSSIFIFIFI‚IF— — 2 7—.————.— V dem Schöp⸗fer, steh mir bei,/ dein Au ⸗ge lei⸗ te mich,/ bis —— d, ,, * 2— ö ö mei⸗nes Le⸗bens Licht; ö mir mein Ser ⸗ze bricht. Sier leg ich Zerz und % 532 Taufe und Ronfirmation Glie⸗ der/ vor dir zum GOp⸗ fer nie⸗der/ und 1387 +. ri — — wid me mei⸗ ne Kräf⸗te/ für dich und 1—.. 1.— 1..... dein Ge ⸗ schäf⸗te./ Du willst, daß ich der äDIDSD‚D‚S‚i‚i.i‚..E.....I.I.I.I. Dei ⸗ne sei:/ Mein Schöp⸗ fer, steh mir bei! 2. Mein Seiland, wasche mich/ mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt/ und laͤuter Wunder tut./ Schließ mich verirrten Armen/ ganz ein in dein Erbarmen,/ daß ich von Zorn und Sünde/ hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich:/ mein Seiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Rraft,/ wenn sich Versuchung zeigt;/ regiere meinen Geist,/ wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen,/ ihn meinen Serren nennen, sein Gnadenwort verstehen,/ auf seinen Wegen gehen./ Du bist, der alles Gute schafft:/ mein Tröster, gib mir Kraft 4. Gott Vater, Sohn und Geist,/ dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild/ recht tief in meinen Sinn,,/ er⸗ wähle mein Gemüte/ zum Tempel deiner Güte,/ verkläre an mir Armen/ dein gnadenreich Erbarmen./ Wohl mir wenn du der Meine heißt,/ Gott Vater, Sohn und Geist! Johann Jakob Rambach, 36⁰½νςν — 67g 4 d. As heil ĩqαεnMAhl Solig sinoͤ, die zum Abenoͤmahl des Lammes berufen sind! Jo oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Selch trin⸗ ket, sollt ihr des Jerrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Offenb. Zoh. 19, 9. I. Kor., 26. Vorreformatorisch. Wittenberg 3824. — F; II—— .P.⸗ en.nn Lr.,, 2275 2*2— 4 05 1— E 1 ). Gott sei ge ⸗ lo⸗ bet und ge⸗be⸗ ne⸗ 2. Der heil⸗ ge Leich⸗nam ist für uns ge⸗ 3. Gott geb uns al ⸗len sei ⸗ ner Gna⸗de . 2 1 1 ö 2.——.. 2— 2—. ö EE 2.— ö + — 2. dei et,/ der uns sel⸗ ber hat ge ⸗ spei ⸗set,/ ge⸗ ben/ zum Tod, daß wir da⸗durch le⸗ben./ Se⸗gen,/ daß wir gehn auf sei⸗ nen We⸗gen/ l * II AII mit sei⸗ nem Flei ⸗ sche und mit sei ⸗ nem Vicht grö⸗ßre Gü⸗ te konn- te er uns in rech⸗ ter Lieb und brü⸗ der li ⸗ cher — 1 E— —.— —— S——— — 1—.— vrren, 1— Blu- te;/ das gib uns, Zerr Gott, zu gu ⸗te! schen⸗ken,/ da bei wir sein solln ge⸗ den⸗ken. Treu ⸗e,/ daß uns die Speis nicht ge⸗ reu-e. Frankf. Evang. Gesangb. 8 QTD 534 Das heilige Abendmahl ů——— H 2 . Ay ⸗ i e lei· son./ Berr, durch dei⸗ nen KV 1i lei son./ derr, dein Lieb so Ry⸗ ri⸗ elei ⸗ son./ Herr, dein heil⸗ger ö II.. hei ⸗li ⸗ gen Leich ⸗ nam,/ der von dei⸗ ner groß dich zwun⸗gen hat,/ daß dein Blut an IHI. HI Geist uns nim⸗mer laß,/ der uns geb zu =S 1 1— öDDi.ʒiDiDiieii ESSE DDt ——ü————“IT Mut⸗ ter ma, ri kam,/ und das uns groß Wun ⸗ der tat/ und be⸗ hal ⸗ ten rech ⸗ te Maß,/ daß dein 1 — ö — — 2—— I— 2 2 hei⸗ li ge Blut/ hilf uns, Berr, aus zahlt un ⸗ sre Schuld,/ daß uns Gott ist arm Chri ⸗ sten ⸗ heit/ leb in Fried und I +— ö— H — + ö— H Ze 25 3 al ler Wer. Ry ri e lei ⸗ son. wor⸗den hold./ Ry⸗ ri e lei ⸗ son. Li⸗ nitz keit./ A i˙ii e lei ⸗ son. Martin Luther, 148346. Auch nach der Weise: Nun laßt uns Gott dem Serren(VNr. 244). J. S. Welter, 3092. 4 2 I I Ifr T I 2—.. ). O Je⸗ su, mei⸗ ne Won⸗-ne,/ du mei⸗ +9+9+—.—.— Eühii Das heilige Abendmahl—134 R l + 4J.—53.—5 ö ner See⸗le Son- ne,/ du Freundlichster auf . 44—6— é—— 1——.— E..—. e r, Er ⸗den,/ laß mich dir dank ⸗ bar wer⸗ den z. Wie kann ich gnugsam schätzen/ dies himmelsüß Er⸗ götzen/ und diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? z3. Wie soll ich dir es danken,/ o Berr, daß du mich Kranken/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir ge⸗ schenket? 3. Ich lobe dich von Herzen/ für alle deine Schmerzen,/ für deine Schläg und Wunden,/ die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden,/ den Ursprung aller Freu⸗ den; dir dank ich für dein Sehnen/ und heiß vergoßne Tränen. b. Dir dank ich für dein Lieben,/ das standhaft ist geblie⸗ ben;/ dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte/ dein übergroße Güte;/ das teure Pfand der Gnaden/ tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen,/ daß du mir zugemessen/ die kräftge Simmelsspeise,/ wofür mein Serz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde,/ die ich noch jetzt empfinde,/ aus meinem Fleische treiben/ und kräftig in mir bleiben. 30. Nun bin ich losgezählet/ von Sünden und vermählet/ mit dir, mein liebstes Leben;/ was kannst du Wertres gebend ). Laß mich die Sünde meiden,/ laß mich geduldig leiden,/ laß mich mit Andacht beten/ und von der Welt abtreten. 2. Nun kann ich nicht verderben;/ drauf will ich selig ster⸗ ben/ und fröhlich auferstehen,/ o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 3607— 3667. 0⁴ 135 Das heilige Abendmahl 135 Behenn cruger. hen ......—.—..— .........————.———— Schmücke dich, o lie⸗ be See⸗le,/ komm ans hel ⸗le Licht ge⸗ gan⸗gen,/ H II IIII— —— II 0 7 .— 8 X L laß die dunk ⸗le Sün⸗ den höh⸗le, fan—ge herr⸗lich an zu prangen;„denn der ö I...—I.. PSPSPISPIFIFIFIFPIFPIPIPSPFPIPIPFPFPFTFIFIFIFIFIPIAIAIIII err voll Seil und Gna⸗ den/ will dich jetzt zu . . 1 +. 1— — +.—2——— —— 1 — 1 ö.. ̃—— Ga ⸗ste la ⸗den;/ der den Sim⸗- mel kann ver⸗ 1+2————— EAEEEEEEEEE H— 1 2 155⁵——— wal ⸗ten,/ will jetzt Ser⸗berg in dir hal ⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen,/ deinem Bräutigam ent⸗ gegen, der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Her⸗ zens Pforten;/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wuf dich hin zu seinen Füßen;/ sprich: Rein Seil, laß dich um assen,/ von dir kann ich nimmer lassen. 5. Ach, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Güte!/ Ach wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach dieser Rost zu sehnen!/ Ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trant des Lebensfürsten,/ daß in diesem Brot und Weine /Christus sich mit mir vereine! 4. Heilge Lust und tiefes Bangen/ nimmt mein Herze jetzt gefangen./ Das Geheimnis dieser Speise/ und die unerforschte Weise/ machet, daß ich früh vermerke,/ Zerr, die Größe H H Das heilige Abendmahl 36 deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden,/ der dein Allmacht sollt ergründen? 5. Jesu, meine Lebenssonne,/ Jesu, meine Freud und Wonne, /Jesu, du mein ganz Beginnen,/ Lebensquell und Licht der Sinnen,/ hier fall ich zu deinen Füßen;/ laß mich würdiglich genießen/ dieser deiner Himmelsspeise,/ mir zum geil und dir zum Preise. b. Zerr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Himmel her⸗ getrieben,/ daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für uns ge geben/ und dazu ganz unverdrossen,/ Herr, dein Blut für uns vergossen,/ das uns jetzt kann kräftig tränken/ deiner Liebe zu gedenken. 7. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht vergebens/ oder mir vielleicht zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen./ Laß mich durch dies Seelenessen/ deine Liebe recht ermessen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Erden,/ mög dein Gast im Simmel werden. Johann Franck, 36383677. Auch nach der Weise: Aus tiefer Vot schrei ich zu dir(Nr. 340II). Dresden 3893. H. 1 E—— 1—.— 1 —.—.—...— 2—5.Z..2 2—— 4Z.— +— gZerr Je⸗ su Christ, du höch⸗ stes Gut,/ du ). Uwir kom⸗men, dei⸗ nen Leib und Blut,/ wie Brunnquell al⸗ ler Gna⸗ den, du uns hast ge⸗ la Börp zu dei ⸗ ner Lie⸗ be 87 Ik —.———— Zerr ⸗lich keit/ und uns⸗ rer See⸗len Se⸗lig⸗ ——— — keit/ zu essen und zu trin ⸗ken. 37 Das heilige Abendmahl 2. OG Zesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werkez/ schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärke./ Silf, daß wir würdge Gäste sein/ und werden dir gepflanzet ein/ zum ewgen Simmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleiben;/ laß Sünd und Vot uns für und für/ nicht wieder von dir treiben,/ bis wir durch deines Wachtmahls Xraft/ eingehn zur Himmelsbürgerschaft/ und ewig selig werden. Erfurt 370). Weise: An Wasserflüssen Babrion. 137 Straßburg 3825. — — 2—— 2—.— 0 Ich kom⸗me, Serr, und su⸗ che dich,/ müh ⸗se⸗lig 2 Gott, mein Er⸗ bar⸗ mer, würdge mich/ des Wunders —.——— ö— —.—— 1 I 1 1 —.I..— ðÜ——.— und be ⸗ la⸗den. dei⸗ ner Gna⸗ den. Ich lie ge hier vor dei⸗ ů n Finnn..—— — 00—— ů 170 O—— 00 =.———4—* nem Thron,/ Sohn Gottes und des Menschen Sohn,/ mich dei⸗ 3 ner zu ge ⸗ trö ⸗ sten./ Ich füh ⸗ le mei ⸗ ner —————— ö— — X— Sün ⸗den Müh,/ ich su ⸗ che Ruh und fin · de — ö ö—— 4 ö— X.——————————— —. sie/ im Glau⸗ben der Er[565. sten. u EEI IA Das heilige Abendmahl 538 2. Dich bet ich zuversichtlich an,/ du bist das Heil der Zünder;/ du hast die Handschrift abgetan,/ und wir sind Gottes Rinder./ Ich denk an deines Leidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbracht!/ Du hast mein Heil verdienet,/ du hast für mich dich dargestellt,/ Gott war in dir und hat die Welt/ in dir mit sich versühnet. z3. So freue dich, mein HSerz, in mir,/ er tilget deine Sünden/ und läßt an seinem Tische hier/ dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn,/ die Schuld ist dir ver⸗ geben;/ du bist in meinen Tod getauft,/ und du wirst dem, der dich erkauft,/ von ganzem Serzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit,/ bewahr es hier im Glauben/ und laß durch keine Sicherheit/ dir deine Rrone rauben./ Sieh, ich vereine mich mit dir;/ ich bin der Wein⸗ stock, bleib an mir,/ so wirst du Früchte bringen./ Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot;/ ich will es treu erfüllen/ und bitte dich durch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen./ Laß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Zerz dir, Serr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen./ Laß mich den Ernst der Seiligung/ durch eine wahre Besse— rung/ mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 17779779. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele(Vr. 335). Johann Crüger, 3649. V IV 2—..2 1 1 me in, nn, enmt:ner,ür 4.——&———— ** 0 Romm, mein Zerz, in Je⸗ su Lei⸗den/ . Stil⸗ le hier dein sehn⸗lich Dür ⸗sten/ + +. 2 +. 1 2. EEEEEEEE 23 strömt auch dir ein Ouell der Freu⸗den. an dem Mmaͤhl des Le⸗bens⸗ für⸗sten. Daß ich 38 Das heilige Abendmahl 2—.— 2 E.2 EIESESSSESESEEEIEIEEEEIIE..— — I ö I 1 ei nen Sei ⸗land ha⸗ be,/ mich in sei nem I .—.— 2. ö —n— 3—.—.— 2— E. Hei ⸗-le la ⸗ be/ und in sein Ver⸗dienst mich klei ⸗ de,/ das ist mei⸗nes er ⸗ zens Freu⸗de. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage,/ wenn ich nach ihm Sehn⸗ sucht trage;/ er ist auf der Himmelsreise/ täglich meine Seelenspeise./ Daß ich einen Zeiland habe,/ bleibt mein alles bis zum Grabe,/ und ich mag nichts andres wissen,/ als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen/ auch sein Abendmahl empfangen./ Hier schenkt er sich ganz zu eigen;/ nimmer will ichs nun verschweigen,/ daß ich einen Zeiland habe,/ der am Kreuz und in dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und schreibet,/ mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde,/ wie entweicht der süße Friede!/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht entschwunden,/ daß ich einen Zeiland habe,/ der mit seinem Sirtenstabe/ sanft und mild und voll Vergeben/ mir nichts ist als Zeil und Leben. 8. O ich Armer, ich Verlorner,/ ich in Sünden schon Ge⸗ borner, was wollt ich vom Troste wissen,/ wäre dies mir weggerissen,/ daß ich einen Heiland habe,/ dessen Blut mich Sünder labe. /Besser wär es, nie geboren,/ als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe,/ daß du mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein Denk⸗ mal selbst gestiftet,/ daß ich einen Seiland habe,/ der den Sang zum Kreuz und Grabe,/ ja den Schritt in Todes Rachen/ gern getan, mich los zu machen. , 6rlla SSe Das heilige Abendmahl 309 7. Zeilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der in dir begegnet,/ der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir erfunden./ Daß ich einen Seiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen,/ will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet,/ dessen Blut mich lässet finden/ die Vergebung aller Sünden./ Daß ich einen Seiland habe,/ der die matte Seele labe,/ muß dies nicht mein Dürsten stillen/ und mein Zerz mit Wonne füllend 9. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jammers zu ver⸗ gessen,/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu ver⸗ sinken,/ daß ich einen Heiland habe,/ der sich selbst zur Opfergabe,/ ja zur Wahrung und zum Leben/ mir aus freier uld gegeben. 30. Gott, was brauch ich mehr zu wissen,/ ja was will ich mehr genießen?/ Wer kann nun mein Seil ermessen?/ Werd ich das nur nie vergessen,/ daß ich einen Seiland habe!/ Ich bin frei von Tod und Grabe;/ wenn mich Sünd und Sölle schrecken,/ so wird mich mein Seiland decken. ). Will hinfort mich etwas quälen/ oder wird mir etwas fehlen/ oder wird die Kraft zerrinnen,/ so will ich mich nur besinnen,/ daß ich einen Heiland habe,/ der vom Kripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 3728—376). Weise: Aus meines Herzens Grunde(Wr. 263). 139 Hamburg 3898. Auch Wechselgesang: Chor—3, Gem. 4—6. H—..—.—.—.—.—.— ————— S ů 0 RKommt her, ihr seid ge ⸗ la⸗ den,/ der der sü⸗ße err der Gna⸗ den,/ an E—————— Zei⸗land ru⸗fet euch; Zuld und Aie⸗be reich; der Erd und Him ⸗mel 39 Das heilige Abendmahl lenkt,/ will Gast⸗mahl mit euch hal⸗ten/ und wunder⸗ EEEEEEE an e, I.I.IIIII. bar ge⸗ stal⸗ten,/ was er in Lie⸗be schenkt. 2. Rommt her, verzagte Sünder,/ und werft die Aengste weg,/ kommt her, versöhnte KRinder,/ hier ist der Lebens⸗ weg. Empfangt die Zimmelslust,/ die heilge Gottesspeise,/ die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. 3. Rommt her, betrübte Seelen,/ die Vot und Jammer drückt,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar be⸗ glückt./ Rommt, legt auf ewig ab/ der Sünde bange Säum⸗ nis;/ empfanget das Geheimnis,/ das Gott vom Simmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen,/ die mir von oben kam!' Verwunden sind die Schmerzen,/ getröstet ist der Gram. Was von dem Simmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Serz ist gar durchflossen/ vom süßen Liebesgeist. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sünden⸗ nacht./ Verkünde und erzähle/ die tiefe Wundermacht,/ die unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der fast verzweifeln ließ. 6. Drum jauchze, meine Seele,/ drum jauchze deinem Herrn,/ verkünde und erzähle/ die Gnade nah und fern,/ den Wunderborn im Blut,/ die selge immelsspeise,/ die auf verborgne Weise/ dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt, 1769—860. X — M⁊NIR T. As CRisCIIche 1EEen bLVNEE Jo wahr als ich lebe, spricht der Ferr, ich habe kein Ge⸗ fallen am Tode des Gottlosen, sondern oͤaß sich oer Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. Zes. 38, I. 140 wittenberg 5924. 0 VS.— 3 —....— —.2 2— 1. Aus tie⸗fer Vot schrei ich zu dir,/ Serr Dein gnä⸗dig Oh⸗ ren kehr zu mir/ und EEEe..— Gott, er⸗ hör mein Ru⸗ fen. mei⸗ ner Bitt sie 6f⸗ ne;/ denn so du —....— willst das se· Hen an,/ was Sünd und Un=recht II ist ge⸗tan:/ wer kann, Serr, vor dir blei⸗ ben? 340 Buße Zweite Weise. Straßburg 9525. H + +. +. +. REE———————— SFSPSISPIPIPIIII.III..........3—.— Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir,/ Zerr SDein gnä⸗ dig Oh⸗ ren kehr zu mir/ und Zxx, ——.— IDIEEEEEEE.—— Gott, er⸗ hör mein Ru-fen. mei ⸗ ner Bitt sie 6ff ne; Henn aesonnnd ....—— ——.— ö— H1.8t—— willst das se⸗hen an,/ was Sünd und Un⸗recht ist ge⸗ — H EIEI. ———.—..— S—— tan:/ wer kann, Serr, vor dir blei—„ ben? 2. Bei dir gilt nichts denn nad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben,/ es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Zeben./ Vor dir niemand sich rühmen kann,/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Sott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen;/ auf ihn mein Herz soll lassen sich/ und seiner Hüte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Zort,/ des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Wacht/ und wieder an den Morgen,/ doch soll mein erz an Gottes Macht/ verzweifeln nicht noch sorgen./ So tu Israel rechter Art,/ der aus dem Geist erzeutet ward,/ und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Gnade;/ sein Zand zu helfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schade. /Er ist allein der gute Hirt,/ der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünden allen. Martin Auther, 1463-5546. —. E —— IDSEE soch/⸗ 1 41 Wittenberg 384). 2 ö .—4——.— SSSSSSSSISII △ + Al⸗lein zu dir, Serr Je su Christ,/ mein V. Ich weiß, daß du mein Trö⸗ ster bist, kein + +. de, r, er, nir, u. HrEn, IB 4—1— * 1.. 1..—.—. 1. D Soff⸗nung steht auf Er den. Kn Erost mag mir sonst wer den./ Von An⸗be⸗ginn ist IIII III HE UU ss%o HII 5 0 — nichts er · korn,/ auf Er ⸗den ist kein Mensch geborn,/ der mir aus Vö⸗ten hel ⸗fen kann;/ ich ruf dich —.— — — —2— ů—.——2— .—— E an,/ zu dem ich mein Ver⸗ trau · en han. z. Mein Sünd sind schwer und übergroß/ und reuen mich von Herzen;/ derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und Schmerzen;/ und zeig mich deinem Vater an,/ daß du hast gnug für mich getan,/ so werd ich los der Sünden⸗ last./ err, halt mir fest,/ wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach deinr Barmherzigkeit/ den wahren Christenglauben,/ auf daß ich deine Süßigkeit/ mög inniglich anschauen,/ vor allen Dingen lieben dich/ und meinen Väch⸗ sten gleich als mich./ Am letzten End dein Hilf mir send,/ da⸗ mit behend/ des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Sott in dem höchsten Thron,/ dem Vater aller Büte,/ und Jesu Christ, seim liebsten Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und Gott, dem werten heilgen Geist,/ der uns allzeit sein Silfe leist,/ baß wir ihm sein zum Dienst bereit/ hier in der Zeit/ und folgends in der Ewigkeit. Str. 9—3 Ronrad Subert, 38907377. weise: Aus ti Vot schrel ich 2 dir He⸗ 140 JII 142 Straßburg 382. H + +. SIꝗIISDSSTDIIJ——.— ..————— 1 Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗ stes Gut,/ du sieh doch, wie ich in mei⸗ nem Mut/ mit ö ö— ö— Wn— ö EEEE— Brunnquell al ⸗ ler Gna⸗ den, Schmer⸗ zen bin be la den/ e — 877—— Buße 543 hab der Pfei ⸗le viel,/ die im Ge⸗wis ⸗ sen oh ⸗ ne e, Suur e Vand unr, wne dun, S..... +... 3—— — ziel/ mich ar ⸗ men Sün ⸗der drük ken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last,/ nimm sie aus meinem Herzen,/ dieweil du sie gebüßet hast/ am Solz mit Todes⸗ schmerzen,/ auf daß ich nicht vor großem Weh/ in meinen Sünden untergeh/ und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen,/ so fällt mir auf das erz ein Stein/ und bin mit Furcht umfangen;/ ja, i weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein,/ wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Allein dein heilsam Wort das macht/ mit seinem süßen Rlingen,/ daß mir das Herze wieder lacht/ und neu beginnt zu singen,/ dieweil es alle Gnad verheißt/ denen, die mit zer⸗ knirschtem Geist/ zu dir, o Jesu, kommen. 6. So komm ich denn zu dir allhie/ in meiner Angst ge⸗ schritten/ und tu dich mit gebeugtem Rnie/ von ganzem Her⸗ zen bitten:/ Verzeihe mir doch gnädiglich,/ was ich mein Lebtag wider dich/ auf Erden hab begangen. . G Serr, vergib, vergib mir doch um deines Namens willen;/ du wollst abtun das schwere Joch,/ der Sünden Jam⸗ mer stillen,/ daß sich mein Herz zufrieden geb/ und dir hinfort zu Ehren leb/ mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich durch deine Wunden,/ tröst mich durch deinen Tod, zumeist/ in meinen letzten Stunden,/ und nimm mich einst, wenn dirs ge⸗ fällt,/ im rechten Glauben von der Welt/ zu deinen Auser⸗ wählten. Bartholomäus Ringwaldt, 5830. 143(362½5) Freiburg 3658. Q 4 +. 4 8 IL 1 5——— ISS——— ö 3. Ach Gott und Serr,/ wie groß und schwer/ sind 1 L V ö — IZ.—— 1— —.— 2 — 1— mein be⸗gang⸗ ne Sün ⸗den!/ Da ist nie ⸗mand,/ der —— die ⸗ser Welt zu fin ⸗ den. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erde Enden/ und wollt los sein/ des Rreuzes mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich;/ verstoß mich nicht,/ wie ichs wohl hab verdienet./ Ach Gott, zürn nicht,/ geh nicht ins Gricht,/ dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müssen,/ so fahr hier fort,/ nur schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Serr, Geduld,/ vergiß der Schuld,/ schaff ein ge⸗ horsam Serze,/ daß ich nur nicht,/ wies wohl geschicht,/ mein eil murrend verscherze. 6. Handle mit mir,/ wies dünket dir,/ durch dein Gnad will ichs leiden;/ nur wollst du mich/ nicht ewiglich,/ mein Gott, dort von dir scheiden. Johannes Ma or(9), 86α4-εα, Jena 3613. E.. 2 2——.— 1 ...— 144 SDSDSSSSIIIIIIIII.... 7— X . Nimm von uns, Serr, du treu ⸗er Gott,/ die schwe⸗ ————.— DDEEEEEEEEEEE gro⸗ße Not,/ die wir mit Sün ⸗»den ++ TTU 5 kann,/ in Weise: Vater unser im Himmelreich(Vr. 3899). Zeipzig 3839. re Straf und — — ö—— a— . 1 100 4. C—— 7 10—.— 2.. 21. 1 ö—— ö oh · ne Zahl/ ver · die net ha⸗ ben all⸗ zu · mal./ Be⸗ hüt vor 4491 — HIII Buße 45 ——.——— 2 1I— 4.——. 1— DD— Xrieg und teurer Zeit,/ vor Seuchen, Feur und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Xnecht,/ wir flehn um Gnad und nicht um Recht;/ denn so du, Serr, den rechten Lohn/ uns geben wolltst nach unserm Tun,/ so müßt die ganze Welt ver⸗ gehn/ und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein/ mit Trost und Rettung uns erschein;/ beweis an uns dein große Gnad/ und straf uns nicht auf frischer Tat./ Wohn uns mit deiner Güte bei,/ dein zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Gedenk an deins Sohns bittern Tod,/ sieh an sein heilig Wunden rot,/ die sind ja für die ganze Welt/ die Zahlung und das Lösegeld./ Des trösten wir uns allezeit/ und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten Zand/ und segne unser Stadt und Land. /Gib uuns allzeit dein heilig Wort,/ behüt vors Teufels List und Mord,/ verleih ein selig Stündelein,/ auf daß wir ewig bei dir sein. martin Moller, 339473606. Weise: Vater unser im Himmelreich(Vr. 139). Leipzig 1839. esekiel 33, EEEEE 12.——.———.— . wn m en v.. w ů—.— 33..——.—— 1. So wahr ich le⸗ be, spricht dein Gott,/ mir ist 1 ö ö * + I 2*.———.—— nicht lieb des Sün ⸗ders Tod;/ vielmehr ist dies mein Wunsch und Will,/ daß er von Sünden hal te still,/ von sei ner 546 Buße ——— ö— P.I.. Bosheit keh⸗re sich/ und le⸗be mit mir e⸗wig ⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind,/ verzweifle nicht in deiner Sünd;/ hier findest du Trost, Seil und Gnad,/ die Gott dir zugesaget hat,/ und zwar mit einem teuern Eid./ G selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit,/ denk nicht: zur Buß ist noch wohl zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Erdz/ wann ich des Lebens müde werd,/ alsdann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists: Gott ist wohl stets bereit/ dem Sünder mit Barmherzigkeit;/ doch wer auf Gnade sündigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott/ von wegen Christi Blut und Tod;/ zusagen hat er nicht gewollt,/ ob du bis morgen leben sollt;/ daß du mußt sterben, ist dir kund,/ verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kanns ändern sich;/ wer heut ist frisch, gesund und rot,/ ist morgen krank, ja wohl gar tot./ So du nun stirbest ohne Buß,/ dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir,/ daß ich noch heute komm zu dir/ und Buße tu den Augenblick,/ eh mich der schnelle Tod hinrück,/ auf daß ich heut und jederzeit/ zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 3883647. Weise: Auf meinen lieben 1 Gott(Vr. 257).& Würnberg 9874. 4 +— ö— ö . Wo soll ich flie⸗hen hin,/ weil ich beschweret bin/ mit 1.———— 4— 2. S.......... S ISSIEI —j—— ö——— viel und großen Sünden?/ Wo soll ich Rettung finden?/ Wenn ße Buße 47 1— nn uren. 51—— NA — à—.——.——.——— III——.—— al ⸗le Welt her⸗kä⸗me,/ mein Angst sie nicht weg⸗näh⸗me. 2. O Jesu voller Gnad,/ auf dein Gebot und Rat/ kommt mein betrübt Gemüte/ zu deiner großen Güte:/ laß du auf mein Gewissen/ ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Rind,/ werf alle meine Sünd,/ so viel ihrr in mir stecken/ und mich so heftig schrecken,/ in deine tiefen Wunden,/ da ich stets Seil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut,/ vergossen mir zugut, wasch ab all meine Sünde,/ mit Trost mein Serz verbinde/ und ihrer nicht gedenke,/ ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß,/ so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse/ und mich darauf verlasse:/ wer sich zu dir nur findet,/ all Angst ihm bald verschwindet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel,/ doch was ich haben will,/ ist alles mir zugute/ erlangt in deinem Blute,/ damit ich überwinde/ Tod, Teufel, Söll und Sünde. 7. Darum allein auf dich,/ Herr Christ, verlaß ich mich;/ jetzt kann ich nicht verderben,/ dein Reich muß ich ererben,/ denn du hast mirs erworben,/ da du für mich gestorben. 8. Führ auch mein oHerz und Sinn/ durch deinen Geist da⸗ hin,/ daß ich mög alles meiden,/ was mich und dich kann scheiden,/ und ich an deinem Leibe/ ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Seermann, 368s 3647. Weise: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 397). Lukas 38, 1—7 Johann Uhlich, 367a. . X— 1 — 2—— ö ——— Ze⸗sus nimmt die Sün⸗der an./ Sa⸗get 8 wel⸗che von der rech⸗ ten Bahn/ auf ver⸗ ——— ö— Fi doch dies Trostwort al ⸗len, kehr⸗ten Weg ver⸗ fal⸗len./ Hier ist, was sie ———ß—7—— 547 Buße ä. ret⸗ten kann:/ Je⸗ sus nimmt die Sün⸗der an. z. Keiner Gnade sind wir wert;/ doch er hat in seinem Worte/ eidlich sich dazu erklärt./ Sehet nur, die Gnaden⸗ pforte/ ist hier völlig aufgetan:/ Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer dirte; Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Ver⸗ irrte,/ daß es nicht verderben kann:/ Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 4. Rommet alle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten Sün⸗ der!/ Jesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Sottes Kinder. Glaubets doch und denket dran:/ Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sünden;/ laß, mein Heiland, mich bei dir/ Gnade und Vergebung fin⸗ den,/ daß dies Wort mich trösten kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; /ob die Sünden blutrot ö wären,/ müssen sie kraft deines Bluts/ dennoch sich in Schnee⸗ weiß kehren,/ da ich gläubig sprechen kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen quält mich nicht,/ wer will mich bei Gott verklagen/ Der mich frei und ledig spricht,/ hat die Schul⸗ den abgetragen,/ daß mich nichts verdammen kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an,/ mich hat er auch angenom⸗ men/ und den Himmel aufgetan,/ daß ich selig zu ihm kom⸗ men/ und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Veumeister, 3671—5756. * Oo halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch oen Glauben. Röm. 3, 28. 148 Auch Wechselgesang: Gem.), Ch. 2—4, G. 5, Ch. 6, G. 2. G. 7. Ch. 8. 9. PG. 38. Wittenberg 3824. F— I ö I 2 E —————— * lieben Christen gmein,/ und mit Vun freut euch, daß wir ge⸗ trost und all in ein E. I..N— ö ö— ö FEHU— ö ö I—5 K — laßt uns fröh⸗lich sprin ⸗gen, was Gott an Lust und Lie⸗be sin ⸗gen, — —————— uns ge⸗ wen⸗ det hat/ und sei⸗ ne +. ——————— 4.——.———— E ers er ⸗ wor ⸗ ben. Wun⸗der ⸗tat;/ gar teur hat 548 Glaube und Rechtfertigung z. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren,/ mein Sünd mich quaͤlte Vacht und Tag,/ darin ich war ge⸗ boren./ Ich fiel auch immer tiefer drein,/ es war kein Guts am Leben mein,/ die Sünd hat mich besessen. 3. Mein guten Werk die galten nicht,/ es war mit ihn n verdorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ er war zum Sutn erstorben;/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts denn Sterben bei mir blieb,/ zur Sölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen;/ er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassenz/ er wandt zu mir das Baterherz,/ es war bei ihm fürwahr kein Scherz,/ er ließ's sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Die Zeit ist hier zu irbarmen,/ fahr hin, meins Herzens werte Kron,/ und sei das Seil dem Armen/ und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern Lod/ und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,/ er kam zu mir auf Erden,/ von einer Jungfrau rein und zart;/ er sollt mein Bruder werden./ Gar heimlich führt er sein Gewalt,/ er ging in meiner armen Gstalt,/ den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir:„Zalt dich an mich,/ es soll dir jetzt ge⸗ lingen;/ ich geb mich selber ganz für dich,/ da will ich für dich ringen;/ denn ich bin dein, und du bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst du sein,/ uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ dazu mein Leben rauben;/ das leid ich alles dir zugut,/ das halt mit festem Blauben./ Den Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Un⸗ schuld trägt die Sünde dein,/ da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein /fahr ich von diesem Ceben;/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 0. Was ich getan hab und gelehrt,/ das sollst du tun und lehren,/ damit das Reich Gotts werd gemehrt/ zu Lob und seinen Ehren;/ und hüt dich vor der Menschen Satz,/ davon verdirbt der edle Schatz;/ das laß ich dir zur Letze.“ Martin Luther, 3483 546. —..— Glaube und Rechtfertigung 149 149 Vorreformatorische Osterweise. Wittenberg 3323. I— ——50 Es ist das ceil uns kom men her/ von die Werk die hel fen nim⸗ mer⸗ mehr,/ sie —— 2J— ö—— 21—— Gnad und lau ⸗ter Gi te: ö mögen nicht be. hü ten. Der Glaub sieht S Je⸗ sum Christum an, Uder hat gnug für uns + + I E I. I 1 — all ge ⸗ tan,/ er isr der Mitt ⸗ler wor⸗den. z2. Was Gott im Gsetz geboten hat,/ da man es nicht konnt halten,/ erhub sich 3orn und große Not/ vor Gott so mannig⸗ falten:/ vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist,/ vom Gsetz erfordert allermeist;/ es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei: /Gott hätt sein Gsetz drum geben, /als ob wir möchten selber frei/ nach seinem Willen leben;/ so ist es nur ein Spiegel zart,/ der uns zeigt an die sündig Art,/ in unserm Fleisch verborgen. 4. Wicht möglich war, dieselbig Art/ aus eignen Kräften lassen,/ wiewohl es oft versuchet ward,/ noch mehrt sich Sünd ohn Maßen;/ denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt,/ und je dem Fleisch der Sünde Schand/ allzeit war angeboren. §. Voch mußt das Gsetz erfüllet sein,/ sonst wärn wir all verdorben;/ drum schickt Gott seinen Sohn herein,/ der selber Mensch ist worden;/ das ganz Gesetz hat er erfüllt,/ damit seins Vaters Zorn gestillt,/ der über uns ging alle. 149 Glaube und Rechtfertigung 6. Und wenn es nun erfüllet ist/ durch den, der es konnt halten,/ so lerne jetzt ein frommer Christ/ des Glaubens recht ö Gestalten./ Vicht mehr, denn: Lieber Serre mein,/ dein Tod wird mir das Leben sein,/ du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag,/ dein Wort kann nicht be⸗ trügen./ Vun sagst du, daß kein Mensch verzag,/ das wirst du nimmer lügen:/ Wer glaubt an mich und wird getauft,/ demselben ist der Himml erkauft,/ daß er nicht werd verloren. 8. Es ist gerecht vor Gott allein,/ der diesen Glauben fasset;/ der Glaub gibt aus von sich den Schein,/ so er die Werk nicht lasset:/ mit Gott der Glaub ist wohl daran,/ dem Nächsten wird die Lieb Guts tun,/ bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt/ und schlägt das Gwissen nieder;/ das Evangelium kommt zuhand/ und stärkt den Sünder wieder/ und spricht: Wur kreuch zum Kreuz her⸗ zu,. im Gsetz ist weder Rast noch Ruh/ mit allen seinen Werken. 90. Die Werk die kommen gwißlich her/ aus einem rechten Glauben;/ denn das nicht rechter Glaube wär,/ wolltst ihn der Werk berauben./ Doch macht allein der Glaub gerecht;/ die Werk die sind des Mächsten Knecht,/ dran wir den Glauben merken. ). Die Soffnung wart't der rechten Zeit,/ was Gottes Wort zusage;/ wann das geschehen soll zur Freud,/ setzt Gott kein gwisse Tage./ Er weiß wohl, wanns am besten ist,/ und braucht an uns kein arge List;/ des solln wir ihm vertrauen. 2. Ob sichs anließ, als wollt er nicht,/ laß dich es nicht er⸗ schrecken;/ denn wo er ist am besten mit,/ da will ers nicht entdecken./ Sein Wort laß dir gewisser sein;/ und ob dein Fleisch spräch lauter Nein,/ so laß doch dir nicht grauen. 33. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis/ um dieser Guttat willen/ Gott, Vater, Sohn und heilgem Geist./ Der woll mit Bnad erfüllen, was er in uns anfangen hat/ zu Ehren seiner Majestät,/ daß heilig werd sein Name. 54. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd/ gscheh wie im Himmelsthrone,/ das täglich Brot noch heut uns werd,/ woll unsrer Schuld verschonen,/ als wir auch unsern Schuldnern tun,/ laß uns nicht in Versuchung stehn,/ lös uns vom Uebel. Amen. Paul Speratus, 1484—388). Glaube und Rechtfertigung 550 1 50(Augsburg) 3609. Römer 8 ö i ö IDDDiiiiiiiiiii Ist Gott für mich, so tre ⸗ te/ gleich so oft ich ruf und be=te,/ weicht ö II 4 ö——— 1 les hin 150 sich. Hab ich das Haupt zum ů ö* ö— Freun⸗de/ und bin ge⸗liebt bei Gott,/ was kann mir — x——— H ——.— +.———— — 3 2— tun der Fein⸗de/ und Wi⸗ der⸗ sa⸗ cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühms auch ohne Scheu,/ daß Gott der Söchst und Beste,/ mein Freund und Vater sei/ und daß in allen Fällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut;/ das machet, daß ich finde/ das ewge, wahre Sut./ An mir und meinem Leben/ ist nichts auf dieser Erd;/ was Chri⸗ stus mir gegeben,/ das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre,/ mein Glanz und schönes Licht./ Wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht./ In ihm kann ich mich freuen,/ hab einen Heldenmut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 5. Nichts, nichts kann mich verdammen,/ nichts nimmt mir meinen Mut;/ die Söll und ihre Flammen/ löscht meines Sei⸗ lands Blut./ Kein Urteil mich erschrecket,/ kein Unheil mich 90 Glaube und Rechtfertigung betrübt,/ weil mich mit Flügeln decket/ mein Seiland, der mich liebt. 6. Sein Geist wohnt mir im Serzen,/ regiert mir meinen Sinn,/ vertreibet Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Rum⸗ mer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Kraft. 7. Und wenn an meinem Grte/ sich Furcht und Schrecken findt,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sind/ mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber wohl be⸗ wußt,/ der an des Herzens Grunde/ ersiehet seine Lust. 8. Sein Seist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu,/ wie Sott dem Silfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein edle neue Stadt,/ da Aug und Serze schauet, was es geglaubet hat. 9. Da ist mein Teil und Erbe/ mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe,/ fällt doch mein Zimmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Jeit, mein Jesus und sein Leuchten/ durchsüßet alles Leid. 90. Die Welt die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich;/ tein Brennen, Sauen, Stechen/ soll trennen mich und dich;/ kein unger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein, kein zorn der großen Fürsten/ soll mir ein Hindrung sein. )., Rein Engel, keine Freuden,/ kein Thron, kein Serrlich⸗ keit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst und Fährlich⸗ keit,/ was man nur kann erdenken,/ es sei klein oder groß, ⸗ der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. z. Mein Herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/ ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein./ Die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Zerr Jesus Christ;/ das, was mich singen machet,/ ist, was im Simmel ist. Paul Gerhardt, 3607- 3670. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 296). Frankfurt a. M. 3738. +. +. 4 ö—..— .——— ö i 5 r——— 350.—3.—— Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun ⸗den,/ der *wo an⸗»ders als in Je⸗ su Wunden?/ Da n Glaube und Rechtfertigung—35 1 N—— ———.— —. 2 EII . —— mei⸗ nen An ⸗ker e⸗wig hält; las er vor der Zeit der Welt, SSSSSSTTTTIIII be⸗weg⸗lich steht,/ wenn Erd und Him⸗mel un⸗ter⸗geht. der Grund, der un⸗ 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken über⸗ steigt;/ es sind die offnen Liebesarme/ des, der sich zu dem Sünder neigt,/ dem allemal das Herze bricht,/ wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll geholfen sein;/ deswegen kam der Sohn auf Erden/ und nahm hernach den Himmel ein,/ deswegen klopft er für und für/ so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat!/ Das heißt die Wunden recht verbinden,/ da findet kein Verdammen statt,/ weil Christi Blut beständig schreit:/ Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich getrost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaun;/ da findet sich zu aller zeit/ unendliche Barmherzigkeit. b. Wird alles andre weggerissen,/ was Seel und Leib er⸗ quicken kann,/ darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig ausgetan,/ ist die Errettung noch so weit,/ mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken,/ ja häuft sich Rum⸗ mer und Verdruß,/ daß ich mich noch in vielen Stücken/ mit eitlen Dingen mühen muß,/ werd ich dadurch oft sehr zer⸗ streut,/ so hoff ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich ge⸗ wandelt bin,/ viel Unvollkommenheit bemerken,/ so fällt wohl alles Rühmen hin,/ doch ist auch dieser Trost bereit:/ ich hoffe auf Barmherzigkeit. 35² Glaube und Rechtfertigung 9. Es gehe nur nach dessen Willen,/ bei dem so viel Er⸗ barmen ist;/ er wolle selbst mein Herze stillen,/ damit es das nur nicht vergißt;/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barmherzigkeit. 30. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solange mich die Erde trägt; /das will ich denken, tun und treiben,/ solange sich ein Glied bewegt;/ so sing ich einstens hocherfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 3688- 3758. Weise: Wunderbarer Rönig(Vr. 285). Bremen 3oso. III +. +—...— ö j— ———. 25 + + 2 + I I1.——————.....— 2. ö ö 1——— In ⸗ um⸗schränk⸗ te Lie ⸗be,/ gön⸗ ne 5 daß sie in die Straͤh⸗len/ dei ⸗ ner ö— — 2 2* I E blö⸗ den Au ⸗gen,/ die sonst kaum auf Er⸗den Lang⸗ mut blik⸗ken,/ die den Erd⸗kreis wär⸗mend 2 2 —— .—.— — 12— I —. 1+22— S — 1 2 + ö re Eitwᷣi .—.——— ö 31——1 ö— und den Dei⸗nen/ mit der Son ⸗-ne schei⸗ nen. — 2. Wasser, Luft und Erde,/ ja dein ganz Gebiete/ ist ein Schauplatz deiner Güte./ Deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben./ G wie weit,/ o wie breit/ über Berg und Sügel/ streckt sie ihre Flügel. 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen./ Tag für Tag zu leiden,/ Tag für — 2344368 Glaube und Rechtfertigung 133 Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das HSassen,/ Serr, wer kann das fassend 4. Du vergibest Sünde,/ hörst der Sünder Flehen,/ wenn sie weinend vor dir stehen./ Deine Rechte dräuet/ und er⸗ barmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ obwohl doch/ immer noch/ neue Schuld sich reget,/ wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner,/ der zu dir gegangen,/ statt der Gnade Recht empfangen./ Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senket,/ dem wird Straf und Schuld geschenket./ Unser Schmerz/ rührt dein Herz,/ und du willst der Armen/ gnädig dich erbarmen. 6. önig, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest./ Deiner Sand sei Ehre,/ die so wohl regieret/ und mit Ruhm das Jepter führet./ Fahre fort,/ Zions Sort,/ Langmut auszuüben/ und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach, 5693—3738. Weise: O daß ich tausend zungen hätte(Nr. 286). Frankfurt a. M. 3738. V ——— ö ꝗ Mir ist Er⸗ barmung wi⸗ der ⸗ fah⸗ren,/ Er⸗ V. das zähl ich zu dem Wun ⸗ der⸗ba⸗ ren,/ mein —.—.————— —4 ů 422 E—.———— barmung, de ren ich nicht wert; 6 stol⸗zes Zerz hats nie be⸗ nin Nun weiß ich das ů + 14.....—.—ßꝛß—8—..—.. ...—.—I...... ⁷ ü und bin er ⸗freut/ und rüh⸗ me die Barm⸗her⸗zig⸗keir. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein;/ Gott hat mich mit sich selbst versühnet/ und macht durchs Blut des Sohns mich rein./ Wo kam dies her, warum geschichtsd/ Erbarmung ists und weiter nichts. 54 Glaube und Rechtfertigung 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Serz gesagt./ Ich beuge mich und bin erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben,/ dies soll mein einzig Rühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein,/ auf dieses duld ich in der Vot,/ auf dieses hoff ich noch im Tod. 9. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Er⸗ barmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir;/ da bin ich ewig hocher⸗ freut/ und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Siller, 699—769. Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn(Nr. 3oo). 4 1H Wittenberg 3644. ). Chri⸗-sti Blut und Ge⸗rech- tig ⸗ keit/ das +. I 1 +. S.— ist mein Schmuck und Eh⸗ren ⸗kleid,/ da⸗ mit will ich vor * ö— ba.,, Gott be⸗stehn,/ wenn ich zum Himmel werd eingehn. z. Und würd ich durch des Zerrn Verdienst/ auch noch so treu in seinem Dienst,/ gewönn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, 3. so will ich, wenn ich zu ihm komm,/ nicht denken mehr an gut und fromm,/ sondern: Da kommt ein Sünder her,/ der gern fürs Lösgeld selig wär. 4. Solang ich noch hienieden bin,/ so ist und bleibet das mein Sinn:/ ich will die Gnad in Jesu Blut/ bezeugen mit getrostem Mut. 5 1 I ·— 1 22— ů—= ö 2— — Glaube und Rechtfertigung 555 5. Gelobet seist du, Jesu Christ,/ daß du ein Mensch ge⸗ boren bist/ und hast für mich und alle Welt/ bezahlt ein ewig Lösegeld. 6. Du Ehrenkönig Jesu Christ,/ des Vaters einger Sohn du bist:/ erbarme dich der ganzen Welt/ und segne, was sich zu dir hält! Strophe) Leipzig 3638. Strophe 2—6 Wikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—)76o. Weise: Wer nur den lieben Heit läßt walten J.(Vr. 224). 155 Georg Veumark, 3657. 9 +. ——2 ö ö— 2 chh—— 1.—— —+ 1.0 Geht hin, ihr glau ⸗„ bi Sen Se: er⸗ hebt euch ün bver al le ......———F—— EHUmrr. SD 4— Feld der E⸗wig⸗ dan ⸗ken,/ ins wei ⸗te en und der neu ⸗ en Schran ⸗ken/ der al⸗t ......II.... III — keit, Jeit; 7 er⸗wägt, daß Gott die Lie ⸗be sei,/ ö ö—.————. S SIIIIIFI I I IIIII. die e⸗ wig alt und e wig nen. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget,/ der Himmel war noch nicht gemacht,/ so hat Sott schon den Trieb ge⸗ heget,/ der mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht ge⸗ schaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ durch seinen einge⸗ bornen Sohn;/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den 398 Glaube und Rechtfertigung macht er mir zum Gnadenthron,/ in dessen Blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte,/ für welche sie das Reich bestellt!/ G Vaterhand, o Gnadentrieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser uelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt,/ daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen sder Rreaturen seiner Macht,/ die in der Sh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebracht; Ich bin ja nur ein dürres Blatt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barm⸗ herzigkeit,/ womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreut;/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, Serr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die unge⸗ störte Ruh./ Der feste Grund hat dieses Siegel:/ Wer dein ist, Serr, den kennest du./ Laß Erd und Simmel unter⸗ gehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden/ der Seele Mut und Kraft gebricht,/ so salbest du mein Haupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Kraft,/ die in der Schwachheit alles schafft. 0. Die Soffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser zeit;/ der Glaube schwingt sich durch die Sterne/ und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erbteil und gelobtes Land. ö 3. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch edles Loblied stimmt ich an;/ es sollten Erd und Himmel hören,/ was du, mein Sott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön/ als, höchster Dater, dich erhöhn. 72. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist:/ drum eilt mein Zerz aus ö dieser Zeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. ö Johann Sottfried Serrmann, 5707- 70). 11111 —0S 44 sss◻ Glaube und Rechtfertigung 156 weise: Nach einer Prüfung kurzer Tage. J. Gottfried Schicht, 5859. 4 + + E 12————— 2 55 E——— 1— Aus Gna⸗ den soll ich se ⸗ lig . Was willst dWu dich so blöd ge⸗ 1 XX ö. L ö— 2——— 7 S wer ⸗ den! Serz, glaubst dus, o der bär ⸗ den? /Ists Wahr⸗ heit, was die Scrift Ber⸗ soricht so muß auch die⸗ ses Wahrheit 1 I H — 17— II +— 1 H — 4— 2 I sein:/ Aus Gna ⸗ den ist der HZim⸗-mel dein. 147 2. Aus Gnaden! Sier gilt kein Verdienen,/ die eignen Werke fallen hin. /Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Tod das Seil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. z. Aus Gnaden! Merk dies Wort: Aus Gnaden!/ so oft dich deine Sünde plagt,/ so oft dir will der Satan schaden,/ so oft dich dein Gewissen nagt./ Was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden ͥ/ und übernahm die Sündenlast./ Was nötigt ihn, dein Freund zu werdend/ Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaden helfen sollt? g. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben,/ so lange Gott wahrhaftig heißt./ Was alle Knechte Jesu schreiben,/ was Frankf. Evang. Gesangb. 7 387 Glaube und Rechtfertigung ů ö Gott in seinem Wort anpreist,/ worauf all unser Glaube ruht,/ ist Snade durch des Lammes Blut. ö 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder,/ denk nicht: NN Wohlan, ich greif auch zu!/ Wahr ists, Gott rufet Adams N Kinder/ aus Gnaden zur verheißnen Ruh;/ doch den geht ö seine Gnad nicht an,/ der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller Seuchelei./ Denn wenn der Sünder sich bekehret,/ so lernt er erst, was Gnade sei;/ beim Sündgen scheint die Gnad gering,/ dem Glauben ists ein Wunderding. 0 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Zerzen/ das Zerz des Vaters aufgetan,/ wenns unter den Verzweiflungsschmerzen/ nichts sieht und nichts mehr hoffen kann./ Wo nähm ich 4 oftmals Stärkung her,/ wenn Gnade nicht mein Anker wär; 9. Aus Gnaden! Sierauf will ich sterben;/ ich fühle nichts, doch ist mir wohl;/ ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, die Seele lacht,/ weil mich die Gnade felig macht. Christian Ludwig Scheidt, 7⁰9—3763. Weise: Jesus, meine Zuversicht(Vr. 327) 1 7. Berlin 3653. —.—— ö I 4——..I— ä SSS S. IIIIII..—— + 0 Stark ist mei⸗nes Je⸗ su Zand,/ und er 3. hat zu viel an mich ge⸗ wandt,/ um mich * +... 4 + II 1 — 1 II I.. IIS— wird mich E. wig fas 6 sen wie ⸗der los⸗ zu las sen. Mein Er ⸗bar ⸗-mer —1 2 L läßt mich nicht;/ das ist mei ne zu⸗-ver- sicht. Glaube und Rechtfertigung 558 2. Sieht mein Rleinmut auch Gefahr,/ fürcht ich auch zu unterliegen,/ Christus beut den Arm mir dar,/ Christus hilft der Ohnmacht siegen./ Daß mich Gottes Seld verficht,/ das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt,/ Christus hat mich schon vertreten;/ wenn er mich zu sichten wagt,/ Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht,/ das ist meine Zuversicht. 3. Würd es Nacht vor meinem Schritt,/ daß ich keinen Ausgang wüßte/ und mit ungewissem Tritt/ ohne Licht verzagen müßte,/ Christus ist mein Stab und Licht;/ das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschick/ beben oder ängstlich klagen,/ ohne Salt ist all ihr Glück;/ wahrlich, sie hat Grund zu zagen./ Daß mein Anker nie zerbricht,/ das ist meine Zuversicht. b. Will mein Serr durch strenge Zucht/ mich nach seinem Bild gestalten,/ o so will ich ohne Flucht/ seiner Hand nur stille halten./ Dann erschreckt mich kein Gericht;/ das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Zand entreißt mich nichts;/ sollt ich ihn mit Rleinmut schmähen/ Niein Erbarmer selbst versprichts; sollt ich ihm sein Wort verdrehen?/ Nein, er läßt mich ewig nicht;/ das ist meine Zuversicht. Rarl Bernhard Garve, 3763— 184). Weise: Dieweil wir sind versammelt. H ni:d.n 14— Ich weiß, wor⸗ an ich glau⸗be,/ ich wenn al ⸗ les hier im Stau⸗be/ wie +. 1 I — 3n Hepm, Ent. f dimr— — 1 III 2 I— — 1 8—8E.—;7 1 weiß, was fest be⸗steht ů + N Sand und Staub ver · weht; ich weiß, was e wis Heinrich Schütz, 9638. ——5.— — 4 ö %ES.——.2 — 7*³ 558 Glaube und Rechtfertigung — blei⸗bet,/ wo al⸗les wankt und fällt,/ wo Wahn die —— D S qDDDi. ‚ Wei ⸗ sen trei bet/ und Trug die Rlu⸗gen prellt. 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nimmer läßt;/ auf ewgen Grund gemauert,/ steht diese Schutzwehr fest./ Es sind des Zeilands Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem Felsenhorte/ halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister,/ der mir die Feste baut;/ er heißt der Fürst der Geister,/ auf den der Simmel schaut,/ vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die Engel dienen;/ ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Söhe,/ das ist der Jesus Christ,/ der Fels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmer⸗ mehr kann wanken,/ der Zeiland und der Sort,/ die Leuchte der Gedanken,/ die leuchten hier und dort. . Drum weiß ich, was ich glaube;/ ich weiß, was fest be⸗ steht/ und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub ver⸗ weht;/ ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt/ und selbst auf Erdenauen/ des Simmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt, 3769—]860. * —.— 1— ö ——— AD heilicum zaget nach=der Jeiligung, ohne welche wird niemand den gerrn sehen. Wandelt nur würdig dem Epangelium Christi. Sebr. 12, 14. Phll. I, 27. 1 5 9 Leipzig 1839. * 4* 3. Va⸗-ter un⸗ser im Sim ⸗mel ⸗reich,/ der du 2— I——————— —— 2— uns al„le hei ⸗ßest gleich/ Brüder sein und dich 2.— ru⸗-fen an/ und willst das Be · ten von uns han,/ gib, daß nicht ———.——— H ——.— bet al ⸗lein der Mund,/ hilf, daß es geh von Herzensgrund! 2. Geheiligt werd der Wame dein,/ dein Wort bei uns hilf halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach deinem Vamen würdiglich./ Behüt uns, Serr, vor falscher Lehr,“ das arm, verführet Volk bekehr. 36⁰ eiligung 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit./ Der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben mancherlei;/ des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich, vor ihm dein Rirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Serr Gott, zugleich/ auf Erden wie im Simmelreich./ Gib uns Geduld in Zeidenszeit,/ gehorsam sein in Lieb und Leid;/ wehr und steur allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man b'darf zur Leibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem Frieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Zerr,/ daß sie uns nicht betrübe mehr,/ wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und Fehl vergeben gern./ Zu dienen mach uns all bereit/ in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Serr, in Versuchung nicht;/ wenn uns der böse Geist anficht/ zur linken und zur rechten Sand,/ hilf uns tun starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohlge⸗ rüst/ und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Uebel uns erlös;/ es sind die Zeit und Tage bös./ Erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not./ Bescher uns auch ein seligs End,/ nimm unsre Seel in deine Sänd. 9. Amen, das ist: es werde wahr!/ Stärk unsern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln dran,/ was wir hiermit gebeten han/ auf dein Wort in dem Namen dein: so sprechen wir das Amen fein. martin Luther, 1463—3846. 1 0 Wittenberg 3835. V + 1— +. 0 Ich ruf zu dir, Serr Je⸗su Christ,/ ich ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ ser Frist,/ laß + ——————.2— 2—————— . Heiligung 60⁰0 EIX + +. ö H* —— ö—— 81 2 12— ———.— 2 II + ö 40— 12—— I— bitt, er ⸗ hör mein Bla⸗ gen; mich doch nicht ver ⸗ za ⸗gen. Den rech ⸗ten — DSDSSDSDSISISISSSISSSSSESSSSe— Glau⸗ben, Zerr, ich mein,/ den wol⸗-lest du mir 4.— 1 1 ö + Be, ge⸗ben,/ dir zu le⸗ben,/ dem Näch⸗sten nütz zu ——.— H E.—— ö H sein, dein Wort zu hal-ten e⸗ben 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ du kannst es mir wohl geben,/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Soff⸗ nung gib daneben,/ voraus wenn ich muß hier davon, daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eigen Tun,/ sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Serzensgrund den Feinden mög vergeben;/ verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben;/ dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Unglück schlägt herein,/ das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir/ in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir,/ du hasts allein in Zänden;/ und wem dus gibst, der hats umsonst,/ es mag niemand erwerben/ noch ererben/ durch Werke deine Gunst,/ die uns errett vom Sterben. 6. Ich lieg im Streit und widerstreb,/ hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; /an deiner Gnad allein ich kleb,/ du kannst mich stärker machen./ Rommt nun Anfechtung her, so wehr,/ daß sie mich nicht umstoße,/ du kannst machen,/ daß mirs nicht bringt Gefähr./ Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 1529.(Sohann Agricola, um 3494-)860 d). 505/36²2 Weise: Valet will i Lreageden W 161 I EEEEE Laß mich dein sein und blei ben,/ du *von dir laß mich nichts trei · ben,/ halt Leipzig 36)5. Heiligung EEEEE treu ⸗er Gott und Zerr, mich bei dei ⸗ner Zehr.) err, laß mich nur nicht FFIIJ——..—— EES— DDISDeeee wan ⸗ ken,/ gib mir Be⸗ stän⸗ dig ⸗ keit;/ da⸗ .— 22.—. für will ich dir dan⸗ken/ in al ⸗le E⸗wig ⸗keit. Nikolaus Selnecker, 383092. 162 Straßburg 9877. —25—— ö r—— 5 SSD‚IIIIEEEEE———— Die i lieb hab ich dich, o Herr;/ ich Die gan ⸗ ze Welt er ⸗ freut mich nicht,/ nach — + I. +. 1. +. ö 125 ů x bitt, wollst sein von mir nicht fern/ mit dei ner Himml und Er ⸗ den frag ich nicht,/ wenn ich dich Heiligung 56² — E E ö ö— Güt und Gna⸗den. nur kann ha⸗ ben. bricht,/ so bist d doch mein Zu⸗ ver ⸗ sicht,/ mein Teil und Und wenn mir gleich mein Serz zer⸗ 1 —‚‚. — +*.— mei ⸗nes ger⸗zens Trost,/ der mich durch sein Blut hat er⸗ +. +. 1 1 —.— 2— 223.— RE..— 1— 2— I. 1 +— 4 löst./ Zerr Je⸗ su Christ,/ mein Gott und Serr,/ mein —————— Gott und Zerr,/ in Schan⸗den laß mich nimmermehr! 2. Es ist ja, Zerr, dein Gschenk und Gab/ mein Leib und Seel und was ich hab/ in diesem armen Leben./ Damit ichs brauch zum Lobe dein,/ zu Nutz und Dienst des Nächsten mein,/ wollst mir dein Gnade geben./ Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,/ des Satans Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ichs trag geduldiglich./ Zerr Jesu Christ,/ mein err und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach Serr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß tragen,/ den Leib in seim Schlafkämmerlein/ gar sanft ohn einge Qual und Pein/ ruhn bis am jüngsten Tage./ Alsdann vom Tod erwecke mich,/ daß meine Augen sehen dich/ in aller Freud, o Gottes Sohn,/ mein Seiland und mein Gnadenthron./ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich,/ erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 3832- 608. 563 Heiligung Weise: Machs mit mir, Gott, 30 nach deiner Güt. Johann Sermann Schein, 36ꝛs. + 4.——— 1 . EEEE ö I ö ö— 7 2.— 2 EE—— mir nach, spricht Chri⸗stus, un⸗ ser *Ver leug net euch, ver⸗laßt die — x S.S.S............... Zeld,/ mir nach, ihr Chri⸗ sten al lei Welt,/ folgt mei⸗ nem Ruf und Schal-le; + J. 1 ——— 2— — ů‚— ö nehmt eu ⸗ er Rreuz und Un ge⸗ mach/ auf + A . 0 euch, folgt mei nem Wan ⸗del nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugendleben:/ wer zu mir kommt und folget mir,/ darf nicht im Finstern schweben./ Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Serz ist voll Demütigkeit,/ voll Liebe mein Ge⸗ müte;/ mein Mund der fließt zu jeder Zeit„von Sanftmut und von Güte;/ mein Geist und Wille, Kraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist,/ zu fliehen und zu meiden/ und euer Zerz von arger List/ zu reingen und zu scheiden./ Ich bin der Seelen Fels und Sort/ und führ euch zu der Simmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite,/ ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite./ Ein böser Rnecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. NEE eiligung 3164 6. Wer seine Seel zu finden meint,/ wird sie ohn mich verlieren;/ wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen./ Wer nicht sein Rreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit unserm Kreuz nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen; ́/ wer nicht gekämpft, trägt auch die Rron/ des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, 36245677. Strophe 4, Zusatz erstmals 3698. Weise: Lasset uns den Zerren preisen. Johann Schop, 364). + V 8 ö ö——— . 22 1. Las⸗set uns mit Je⸗ su zie⸗ hen,/ Vin der Welt der Welt ent⸗ flie⸗hen,/ ...... S SI... ——.——— n wam n n, muin nmm Ir. 2 bun,n 1 1 2 1— X II 2———1 sei⸗ nem Vor⸗bild fol⸗gen nach, im mer⸗ auf der Bahn, die er uns brach,/ 1 1 +. +. 1 1 2 1—..%7,Tͤ EEE— fort zum im⸗ mel rei⸗sen,/ ir⸗disch noch, schon 1— D‚.— H.— ö mün. 1 I13..— I.—.— —.— 1.......—* 1 E— 2* 1+—.. 4..——..2..‚.‚...—— 1—. 1— I....... himm⸗lisch sein,/ glau⸗ben recht und le⸗ben rein,/ in der Lieb den Glau⸗ben wei⸗sen./ Treu⸗er — ö.—. e. EEEE EE EE—.———.——.—— Je⸗-su, bleib bei mir;/ ge⸗ he vor, ich fol ⸗ge dir. 3657 eiligung 2. Lasset uns mit Jesu leiden,/ seinem Vorbild werden gleich./ Vach dem Leiden folgen Freuden,/ Armut hier macht dorten reich./ Tränensaat die erntet Lachen,/ Soff⸗ nung tröstet die Geduld;/ es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen./ Jesu, hier leid ich mit dir,/ dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben;/ sein Tod uns vom andern Tod/ rettet und vom Seelverderben,/ von der ewiglichen Vot. /aßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab in das Simmels⸗ leben heben. /Jesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben;/ weil er auferstanden ist,/ muß das Grab uns wiedergeben./ Jesu, unser Saupt du bist,/ wir sind deines Leibes Glieder,/ wo du lebst, da leben wir;/ ach erkenn uns für und für,/ trauter Freund, für deine Brüder./ Jesu, dir ich lebe hier,/ dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 36266s). 1 0 5 Darm stadt 3690. 1 — ———— . Sieh, hier bin ich, Eh⸗ ren kG nig,/ — + —— le⸗ ge mich vor dei ⸗nen Thron;/ schwa⸗ che 4 II l ——.— 1665— 5— SSSeeee.— + Traä⸗nen, kind⸗lich Seh⸗nen bring ich dir, du 1 + J. + +. n r—. 10 .2—— H— ö 2—.— 2 ö— 1I 17——— men · schen⸗ sohn./Laß dich fin den, laß dich n eiligung 66 141 rat fin · den/ von mir, der ich Asch und Ton! 2. Sieh doch auf mich, HSerr, ich bitt dich,/ lenke mich nach deinem Sinn;/ dich alleine nur ich meine,/ dein erkaufter Erb ich bin./ Laß dich finden, laß dich finden,/ gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre nichts, o Herre,/ als nur deine freie Gnad,/ die du gibest, den du liebest/ und der dich liebt in der Tat./ Laß dich finden, laß dich finden,/ der hat alles, der dich hat! 3. Dieser Zeiten Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Freud,/ sind nur Schmerzen meinem Serzen,/ welches sucht die Ewigkeit./ Jaß dich finden, laß dich finden,/ großer Gott, ich bin bereit! Joachim Veander, 36690—36so. weise: Serr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 336). Görlitz 3648. V —.——— 3. Ein rei⸗nes Serz, Herr, schaff in mir,/ schließ zu S.......— der Sün⸗den Tor und Tür;/ ver ⸗ trei ⸗ be sie und C= ö é 1I —I laß nicht zu,/ daß sie in mei ⸗nem Ser · zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür,/ ach komm und wohne du bei mir,/ treib all Unreinigkeit hinaus/ aus deinem Tempel, deinem Saus. 3. Laß deines guten Geistes Licht/ und dein hellglänzend Angesicht/ erleuchten mein Serz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt. 367 Heiligung 4. Und mache dann mein BZerz zugleich/ an Simmelsgut und Segen reich,/ gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigentum/ und dieses achten für Gewinn,/ weil ich nur dir ergeben bin. Seinrich Georg Neuß, 36394—376, Weise: Serr Christ, Vorreformatorisch der einig Gottssohn. Er furt 52. +. — I + — 1 — —— — — r Je⸗ su, Gna⸗ den son ne,/ wahr⸗ laß Le⸗ben, Licht und Won=ne/ mein — — * 1 6 IIILI I — ö ö 2 haf ⸗ tes Le- bens⸗ licht, blö⸗des An ⸗ ge⸗ sicht —3— — 8 2 4 2.— * — TTD III CIII ++ OI IIIIS neu en;/ mein Sott, ver⸗ sag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sünden/ und wirf sie hinter dich,/ laß allen zorn verschwinden/ und hilf mir gnädiglich,/ laß deine Friedensgaben/ mein armes erze laben./ Ach Serr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen/ den alten Adamssinn/ und laß mich dich erwählen,/ auf daß ich mich forthin/ zu deinem Dienst ergebe/ und dir zu Ehren lebe,/ weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis/ in mir, mein Seelenhort,/ und öffne mein Verständnis/ durch dein geheiligt Wort,/ damit ich an dich gläube/ und in der Wahrheit bleibe/ zu Trutz der Söllenpfort. eiligung 368 5. Mit deiner Kraft mich rüste,/ zu kreuzgen mein Begier/ und alle bösen Lüste,/ auf daß ich für und für/ der Sünden⸗ welt absterbe/ und nach dem Fleisch verderbe,/ hingegen leb in dir. b. Ach zünde deine Liebe/ in meiner Seele an,/ daß ich aus innerm Eriebe/ dich ewig lieben kann/ und dir zum Wohl⸗ gefallen/ beständig möge wallen/ auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Serr, verleih mir Stärke,/ verleih mir Kraft und Mut;/ denn das sind Gnadenwerke,/ die dein Geist schafft und tut;/ hingegen meine Sinnen,/ mein Lassen und Be⸗ ginnen/ ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Sott der Gnaden,/ du Vater aller Treu,' wend allen Seelenschaden/ und mach mich täglich neu;/ gib, daß ich deinen Willen/ gedenke zu erfüllen,/ und steh mir kräftig bei. Audwig Andreas Gotter, 366)73. Weise: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. soo). Genf 3883. Phil. 2, 32. 0 L...... 1 1 D‚EEEEe.. SEE——— ö— II ä⸗—— 0 Schaf⸗fet, schaf⸗fet, Men⸗schen kin ⸗-der,/ 4 au⸗-et nicht wie fre che Sün⸗der/ schaf⸗fet eu ⸗ re Se ⸗lig ⸗keit; nur auf ge⸗ gen ⸗ wärt ⸗ge Zeit, son⸗dern 1 1 2 2 1 2 — 1—— E 14 * ——= Ee,. — 1 schau⸗et ün⸗ ber euch,/ rin get nach dem — Zim⸗mel ⸗reich/ und be⸗ mü⸗ het euch auf Er⸗den, ——— 68 eiligung wie ihr mõo⸗ get se ⸗ lig wer ⸗ den. 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut/ und desselben Neigung gehen;/ sondern was Gott will und tut,/ das mu ewig und allein/ eures Lebens Richtschnur sein,/ es mag leisch und Blut in allem/ übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen,/ daß in euch noch Sünde steckt,/ daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen,/ daß euch lauter Elend deckt/ und daß Gottes Gnadenkraft/ nur allein das Gute schafft,/ ja daß außer seiner Gnade/ in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet;/ selig, wer im Rampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet;/ selig, wer i äht./ Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frieden nach;/ wer den Simmel will ererben,/ muß offnung ein./ Ohne tapfern Streit und Rrieg a/ folget niemals rechter Sieg;/ nur den Siegern wird die Rrone' beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen,/ hat bei Christen keine Statt;/ fleischlich reden, tun und lachen/ schwächt den Geist und macht ihn matt./ Ach bei Christi Kreuzesfahn/ geht es wahrlich niemals an,/ daß man noch mit frechem Serzen/ sicher wolle tun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen,/ denn er kann mit Leib und Seel/ uns zur Sölle niederschlagen;/ er Wollen und Vollbringen gibt./ G so laßt uns zu ihm gehen,' ihn um Gnade anzuflehen. 8. Un d dann schlagt die Sündenglieder,/ welche Adam in euch regt,/ in den Kreuzestod danieder,/ bis ihm seine Macht gelegt;/ was euch ärgert, hauet ab,/ was euch hindert, senkt ins Grab/ und denkt oftmals an die Worte:/ Dringet durch die enge Pforte! „XS —.— e eiligung 169 9. Zittevn will ich vor der Sünde/ und dabei auf Jesum sehn,/ bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnade zu be⸗ stehn./ Ach mein Seiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht,/ gib mir deines Geistes Waffen,/ meine Selig⸗ keit zu schaffen. 30. Amen, es geschehe, Amen!/ Gott versiegle dies in mir,/ auf daß ich in Jesu Namen/ so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk/ und regiere selbst das Werk,/ daß ich wache, bete, ringe/ und also zum immel dringe. Audwig Andreas Gotter, 366)—73?. 1 69 Salle 3roa. O Durch⸗-bre⸗cher al ⸗ler Ban?⸗de,/ der du bei dem Scha⸗den, Spott und Schan⸗de/ lau⸗ter 3——.— EEE.—.— ö— SSISPSPSPSPIIIIIII** ———————— im ⸗-mer bei mir bist, ü be Lust und Zim⸗mel ist, fer ner dein Ge⸗ —.—— 9—————— rich te/ wi · der un⸗sern A⸗dams · sinn,/ bis dein rn rwiinnt, Arrr treu· es An⸗ge⸗sich ⸗te/ uns führt aus dem Rer⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille,/ daß du endest dieses Werk;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk,/ daß du nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenket hat,/ und es aus dem Treiben führest/ zu der süßen Ruhestatt. 569 Heiligung 3. Ach so mußt du uns vollenden,/ willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen Zänden,/ dein Herz ist auf uns gericht,/ ob wir wohl vor allen Leuten/ als gefangen sind geacht,/ weil des Rreuzes Viedrigkeiten/ uns veracht und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten,/ da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart be⸗ drückt,/ ob auch schon der Geist zu Zeiten/ sich auf etwas Bessers schickt. . Ach erheb die matten Kräfte,/ sich einmal zu reißen los/ und durch alle Weltgeschäfte/ durchzubrechen frei und bloß. Weg mit menschenfurcht bedenklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr, zermalme, brich, vernichte/ alle Macht der Finster⸗ nis, unterwirf sie dem Gerichte,/ mach des Sieges uns gewiß./ Heb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf die Schlangenbrut hinaus, droben in des Baters Saus. 7. Wir verlangen keine Ruhe/ für das Fleisch in Ewig⸗ keit;/ wie dus nötig findst, so tue/ noch vor unsrer Ab⸗ schiedszeit;/ aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung findet,/ welcher Jeit und Maß gebricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege!/ Rönig, brauch dein Regiment; ́/ führe deines Reiches Kriege,/ mach der Skla⸗ verei ein End./ Aus dem Kerker führ die Seelen/ durch des neuen Bundes Blut,/ laß uns länger nicht so quälen; denn du meinsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen/ in der Lust und Eigen⸗ heit,/ ach so laß uns nicht stets hangen/ in dem Tod der und Zaͤgen,/ weich, Vernunft⸗ laß uns wahre Freiheit finden/ ö ö Eitelkeit;/ denn die Last treibt uns zu rufen,/ alle flehen wir dich an:/ zeig doch nur die ersten Stufen/ der ge⸗ brochnen Freiheitsbahn! 0. Ach wie teur sind wir erworben,/ nicht der Menschen Knecht zu sein;/ drum, so wahr du bist gestorben,/ mußt du uns auch machen rein,/ rein und frei und ganz vollkom⸗ men,/ nach dem besten Bild gebildt:/ der hat Gnad um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich füllt. geiligung 570 ). Liebe, zeuch uns in dein Sterben;/ laß mit dir ge⸗ kreuzigt sein,/ was dein Reich nicht kann ererben;/ führ ins paradies uns ein./ Doch wohlan, du wirst nicht säumen,/ laß uns nur nicht lässig sein;/ werden wir doch als wie träumen,/ wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 3666—374. 1 + Salle 370g. Joh. 36, 23—30; Röm. 8. 0 arn Wun ö—— DPSP‚PSP‚PIPIPISIPIPIAI‚I‚III............. Dir, dir, Je⸗ ho⸗ va, will ich oDir will ich mei ne Lie ⸗ der sin ⸗gen,/ denn wo ist doch ein sol⸗cher Sott wie bringen;/ ach gib mir dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗ DREEEEE EE E 3, daß ich es tu im Na⸗ men Je⸗su I ——. , Christ,/ so wie es dir durch ihn ge⸗fäl⸗lig ist. z. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne,/ damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;/ dein Geist in meinem HBerzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier,/ daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl/ und dir darob im Serzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Söchster, solche Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan;/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich in Geist und Wahrheit an;/ so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,/ daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 375 Heiligung 4. Denn der kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind/ und sch Miterbe Jesu Christi sei,/ daher ich: Abba, lieber Vater! rei. 5. Wenn dies aus meinem Serzen schallet/ durch deines heilgen Geistes Rraft und Trieb,/ so bricht dein Vaterherz und wallet/ ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb,/ daß mirs die Bitte nicht versagen kann,/ die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret,/ das ist nach deinem Willen eingericht/ und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht,/ durch welchen ich dein Rind und Erbe bin/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe;/ drum bin ich voller Trost und Freudigkeit/ und weiß, daß alle gute Gabe,/ die ich von dir verlanget jederzeit,/ die gibst du und tust überschwenglich mehr,/ als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt;/ in ihm ist alles Ja und Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomäus Crasselius, 3667-5724. 171 Johann Sebastian Bach, 5736. Luk. 50, 42; 3. Kor. 3, 30 SS— Eins ist not! Ach Serr, dies Ei- ne . al ⸗ les an ⸗dre, wies auch schei⸗ ne, + LI 12—. ————— leh re mich er⸗ken⸗nen doch; ist ja nur ein schwe⸗res Joch,/ dar⸗ un ⸗ ter E——— 2——— eiligung—57 +. + + I 4 + 1 2 EE———— das Zer ⸗ze sich na⸗ get und pla⸗get/ und 4 1 IT — 2——— ————— E.— den ⸗noch kein wah ⸗res Ver⸗gnü⸗ gen er ⸗ ja ⸗get./ Er · Q. E — —— lang ich dies Ei⸗ ne, das al⸗les er⸗ setzt,/ so werd ich mit Ei⸗ nem in al⸗lem er ⸗ götzt. Adam Krieger(weltlich), 3687; Eine andere Weise. zu diesem Liede Salle 5704. „Eins ist not! Ach Herr, dies Ei ⸗ne/ leh⸗ re al-les an ⸗dre, wies auch schei ⸗ne,/ ist ja Q+. 2322 mich er ⸗ken⸗ nen doch; nur ein schwe⸗res Joch, dar ⸗ un⸗ter das I — 1 —* +* 20— NA** 84 1 *—** Her · ze sich na ⸗ get und pla⸗-get/ und —7— Heiligung ja ⸗get. Er⸗lang ich dies Ei⸗ne, das al⸗les er⸗ —— 1 —.—.—— D— S SS...— setzt,/ so werd ich mit Ei⸗nem in al⸗lem er- götzt. 2. Seele, willst du dieses finden,/ suchs bei keiner KRreatur;/ laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dich über die Natur;/ wo Sott und die Menschheit in Einem vereinet,/ wo alle vollkommene Fülle erscheinet,/ da, da ist das beste, notwendige Teil,/ mein ein und mein alles, mein seligstes Seil. 3. Wie dies eine zu genießen/ sich Maria dort befliß, da sie sich zu Jesu Füßen/ voller Andacht niederließ:/ ihr Zerze entbrannte, dies einzig zu hören,/ was JZesus, ihr Heiland, sie wollte belehren;/ ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt,/ und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen,/ liebster Jesu, nur nach dir; /laß mich treulich an dir hangen,/ schenke dich zu eigen mir./ Ob viel auch umkehrten zum größesten Saufen,/ so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen;/ denn dein Wort, 9 Jesu, ist Leben und Geist;/ was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle/ in dir ja verborgen liegt./ Gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fügt,/ worinnen die Demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß,/ so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heil⸗ ges, teures Blut.„Die höchste Gerechtigkeit ist mir er⸗ worben,/ da du bist am Stamme des Xreuzes gestorben;/ die Kleider des Heils ich da habe erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild erwacht;/ du bist ja, den ich erwähle,/ mir zur Seiligung geiligung 17² gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben;/ entreiße mich aller vergänglichen Lust,/ dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja was soll ich mehr verlangen?/ Mich umströmt die Gnadenflut;/ du bist einmal eingegangen/ in das Heilge durch dein Blut:/ da hast du die ewge Erlösung erfun⸗ den,/ daß ich nun der höllischen Serrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt,/ im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude/ jetzo meine Seel ergötzt,/ weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesus mich gesetzt. Wichts Süßes kann also mein Herze erlaben,/ als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt,/ als wenn ich dich, Jesu, im Glau— ben erblickt. 0. Drum auch, Jesu, du alleine /sollst mein ein und alles sein;/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Seuchel⸗ schein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege,/ und leite mich, Söchster, auf ewigem Wege;/ gib, daß ich nur alles hier achte für Spott/ und Jesum gewinne: dies Eine ist not. Johann Seinrich Schröder, 3667 699. ů 2(Darmstadt 3698) 3744. 4. D 94 2E— V— ö Je⸗ su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ ste des . wie sie ihr höl li ⸗sches Seer nicht ver⸗ Le=bens;/ sieh, wie die Fin ⸗ster nis drin ⸗get her⸗ ge⸗bens/ mäch⸗tig auf ⸗füh ⸗ret, mir schäd⸗ lich zu de dn IDDEEEEEE ein, ö 112 Sa⸗ tan der sin ⸗ net auf sein. —7² Heiligung ——— I ö ö——————. al ⸗ler ⸗ hand Rän ⸗ke,/ wie er mich ....——— .—.——... sich ⸗ te, ver ⸗ stö · re und krän ⸗ ke. z. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen:/ Zerr, mein Gebrechen ist immer vor mir!/ Silf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen,/ die mein Gewissen mir täglich häͤlt für./ Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner Demütigung dienen! 3. Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde,/ Eigenlieb, HZoffart und Mißgunst sich regt,/ wenn ich die Last der Be⸗ gierden empfinde/ und sich mein tiefes Verderben darlegt, hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten/ und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 4. ZJesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Lüste des Fleisches und gib,/ daß bei mir lebe des Geistes Ver⸗ langen,/ aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb./ Laß mich eindringen ins göttliche Wesen,/ so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken;/ wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken,/ laß doch viel heller dann deine Kraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o Rönig und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 6. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten,/ Süter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein;/ laß dein Gebet mich unendlich vertreten,/ der du versprochen mein Fürsprech zu sein./ Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 7. Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet/ und ich mein Nichts und Verderben nur seh,/ wenn kein Vermoͤgen zu beten sich findet,/ wenn ich vor Angst und vor Zagen ver⸗ geh,/ ach HSerr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem innersten Seufzen vermählen. FDIIF“ 584.*982„5„ VSS. ————— ——— geiligung 73 8. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen,/ daß ich das zeichen des Sieges erlang,/ so will ich ewig dir Lob und Dank singen,/ Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang./ Wie wird dein Name da werden gepriesen,/ wo du, o Seld, dich so mächtig erwiesen! 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben;/ mach du mich würdig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne des immelreichs Erben,/ dort in der Ewigkeit, hier in der zeit./ Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben;/ hilf du mir siegen, mein Seil, Trost und Leben. 30. Jesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden/ von dieser sammer⸗ und leidvollen Welt;/ wenn du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden/ zu dir mög fahren ins himmlische zelt./ Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen;/ reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen. Johann Seinrich Schröder, 3667— 3699. 173 Brüdergemeine, um 1740. Luk. 53, 24; Phil. 2, 2 SSSIIIE— ———— 1 1—— 3. Rin-ge recht, wenn Got⸗tes Gna⸗ de/ SSSSSSSSSEEEE—— 1 1—— dich nun zie⸗ het und be⸗kehrt,/ daß dein Geist sich E I..—————— recht ent la⸗ de/ von der Last, die ihn beschwert. z2. Ringe, denn die Pfort ist enge,/ und der Lebensweg ist schmal;„hier bleibt alles im Gedränge,/ was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben,/ dring hinein in Gottes Reich;/ will der Satan widerstreben,/ werde weder matt noch weich. —374 Heiligung 4. Ringe, daß dein Eifer glühe/ und die erste Liebe dich/ von der ganzen Welt abziehe;/ halbe Liebe hält nicht Stich. F. Ringe mit Gebet und Schreien,/ halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen,/ wärs auch Tag und Nacht getan. 6. Nimm mit Furcht ja deiner Seele,/ deines Seils mit zittern wahr;/ hier in dieser Leibeshöhle/ schwebst du täg⸗ lich in Gefahr. 7. Salt ja deine Krone feste,/ halte männlich, was du hast;/ recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 8. Wahre Treu führt mit der Sünde/ bis ins Grab be⸗ ständig Krieg,/ richtet sich nach keinem Winde,/ sucht in jedem Kampf den Sieg. 9. Wahre Treu liebt Christi Wege,/ stets beherzt auf ihrer Sut,/ weiß von keiner Wollustpflege,/ hält sich selber nichts zu gut. 0. Wahre Treu kommt dem Getümmel/ dieser Welt nie⸗ mals zu nah;/ ist ihr Schatz doch in dem Himmel,/ drum ist auch ihr Serz allda. 7J. Dies bedenket wohl, ihr Streiter,/ streitet recht und fürchtet euch;/ geht doch alle Tage weiter,/ bis ihr kommt ins Himmelreich. Johann Joseph Winckler, 3670372r. Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn. Vor 368). Matthäus 26, 4) 24 3 +——— SSISSSSIIII ——————— 2 0 Ma ⸗che dich, mein Geist, bereit,/ wa ⸗che, fleh „daß dich nicht die bö⸗se Zeit) un ⸗ver⸗hofft —. H ö—.——.— 1 I 1 4Z.— 1 ä.........——— — 20 re e denn es ist/ Sa ⸗ tans List/ ü⸗ber 7 vie le From ⸗-men/ zur Ver⸗su⸗chung kom⸗men. cheiligung— 174 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlafe;/ denn es folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Vot/ samt dem Tod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht/ unser Serr erleuchten;/ wache, sonsten wird dein Licht/ dir noch ferne deuchten;/ denn Gott will/ für die Füll/ seiner Snadengaben/ offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List/ nicht im Schlaf um⸗ stricke,/ weil er sonst behende ist,/ daß er dich berücke;/ und Gott gibt,/ die er liebt,/ oft in seine Strafen,/ wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewalt be⸗ zwinge/ oder, wenn sie sich verstellt,/ wieder an sich bringe;/ wach und sieh,/ damit nie/ viel von falschen Brüdern/ unter deinen Gliedern. b. Wache dazu auch für dich,/ für dein Fleisch und Zerze, damit es nicht freventlich/ Gottes Gnad verscherze;/ denn es ist/ voller List/ und kann sich bald heucheln/ und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Wachen;/ denn der erre muß dich frei/ von dem allem machen,/ was dich drückt/ und bestrickt,/ daß du schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. 8. Ja er will gebeten sein,/ wenn er was soll geben;/ er verlanget unser Schrein,/ wenn wir wollen leben/ und durch ihn/ unsern Sinn,/ Feind, Welt, Fleisch und Sünden/ kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ wenn wir ihn durch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ denn er will/ uns mit Füll/ seiner Gunst beschütten,/ wenn wir gläubig bitten. 0. Drum so laßt uns immerdar/ wachen, flehen, beten,/ weil die Angst, NVot und Gefahr/ immer näher treten; denn die Zeit/ ist nicht weit,/ da uns Gott wird richten/ und die Welt vernichten. Johann Burchard Freystein, 167—738. 75 Heiligung Weise: Jesus, meine zuversicht(Nr. 327). Berlin 3663 * . * E I4 D XX. 2 + — Him⸗-mel⸗an geht un⸗ sre Bahn,/ wir sind 21 bis wir dort nach Ra- na ⸗ an/ durch die — 4 1 — 1 Gä⸗ ste nur auf E Wü⸗ ste kom⸗men we den Zier ist un ⸗ser Pil⸗grim ⸗ stand,/ dro⸗ ben un⸗ ser Va⸗ter-land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist,/ denn du bist ein himmlisch Wesen/ und kannst das, was irdisch heißt,/ nicht zu deinem Zweck erlesen./ Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu,/ wenn ich ihn im Worte höre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hin⸗ gehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine Himmelfahrt. 4. Simmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das schöne Los von ferne,/ daß mein Serz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond und Sterne;/ denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod/ in die rechte Seimat führen,/ da ich über alle Not/ ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran,/ daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan, ach himmelan!/ Das soll meine Losung blei⸗ ben. Ich will allen falschen Wahn/ durch die Zimmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn,/ bis ich in dem Simmel bin. Benjamin Schmolck, 3672—1737. E4456664 Il zeiligung 76 1 76 Halle 3704. Rol. 3, 3. 4. 4— 1 898 Y. +. 1 +. V. 4 1 Hi—— ö ö—.— — 2— 6—— Es glän⸗ zet der Chri⸗sten in ⸗wen⸗ •Was ih⸗nen der Rõ-nig des Him⸗ —— ů———— SSI S S.II.—————— di ⸗ ges Le⸗ben,/ ob⸗ gleich sie von au⸗ßen die mels ge ge⸗ben,/ ist kei⸗ nem als ih ⸗ nen nur —— e erm Hr —.—p Son-ne ver⸗brannt. ö sel ber be⸗ kannt. Was nie⸗mand ver⸗ spü⸗ *„— ö— ———....——.IIIIIII ret, was nie⸗mand be⸗ rüh ⸗ret,/ hat ih⸗re er⸗ 4 ö 2—.—5 4.——. 4⁰ Wxͤ ͤ—— leuch te ten Sin⸗ ne ge· zie ⸗ret/ und sie ————.—— ———————— SSFPRRFRDTPPIPPII zu der gött⸗li⸗ chen Wür⸗de ge⸗ füh=ret. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe,/ ein Schau⸗ spiel der Engel, verlacht von der Welt;/ doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge,/ der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt,/ das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten, dem Rönig, der unter den Lilien weidet,/ zu dienen, mit heiligem Schmucke bekleidet. Heiligung 3. Sonst sind sie wohl Adams natürliche Ninder und tragen das Bildnis des Irdischen auch;/ sie leiden am Fleische wie andere Sünder,/ sie essen und trinken nach nötigem Brauch;/ in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen/ sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen,/ nur daß sie die Torheit der Weltlust verlachen. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme,/ geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himmlische Flamme,/ entzündet von oben, genähret von dort./ Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder/ mit ihnen holdselig und wonniglich singen;/ das muß dann ganz herrlich ganz prächtig erklingen. §. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel,/ sie blei⸗ ben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel,/ sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt./ Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden,/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,/ wenn er einst sich dar in der Herrlichkeit stellt,/ so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt;/ sie werden regieren, mit ihm trium⸗ phieren,/ den Simmel als prächtige Lichter auszieren;/ da wird man die Freude gar offenbar spüren. 7. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen,/ du heimliche zierde der inneren Welt,/ laß deinen verborgenen Weg uns erwählen,/ wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Sier übel genennet und wenig erkennet,/ hier heim⸗ lich mit Christo im Vater gelebet,/ dort öffentlich mit ihm im Simmel geschwebet. Christian Friedrich Richter, 167637. 17 13 Halle 376g. PP...... AAII 0 ZZ....—— II—— ). Es ko ⸗stet viel, ein Christ zu ID—— sein/ und nach dem Sinn des rei⸗nen Gei ⸗ stes IV. 2*RERN 14844 Heiligung—377 ö eeee I le⸗ben;/ denn der NVa⸗ tur geht es gar sau⸗ —.— ů ö ö I 2 SSII——— j— er ein,/ sich im ⸗ mer dar in Chri:sti IIII J. 2 1 ö ö 3.— — Tod zu ge⸗ ben;/ und ist hier gleich ein RKampf — I.— ö— H wohl aus ⸗ ge⸗richt,/ das machts noch nicht. z. Man muß hier stets auf Schlangen gehn,/ die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen;/ da kostets Müh, auf seiner Zut zu stehn,/ daß nicht das Gift kann in die Seele dringen./ Rrent mans versucht, so spürt man mit der Zeit/ die Wich⸗ tigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert,/ daß man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget,/ die ewiglich ein solcher Mensch erfährt,/ der sich hier stets aufs Simmlische geleget./ Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht,/ daß mans nicht acht. 4. Man soll ein Kind des Söchsten sein,/ ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte;/ wie wird der Leib so hell, so stark und rein,/ so herrlich sein, verklärt im Angesichte,/ dieweil uns da die wesentliche Pracht/ so schöne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn,/ im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden;/ der lautre Strom wird es da ganz durchgehn/ und es mit Gott zu einem Geist verbinden./ Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn?/ Wer mags verstehnd b. Was Gott genießt, genießt es auch;/ was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben,/ der Simmel steht bereit ihm zum Gebrauch. 7Wie lieblich wird es doch mit Jesu leben!/ Nichts höher wird an Rraft und Würde sein/ als Gott allein. 178 Seiligung 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht,/ dich durch die Macht der Finsternis zu reißen;/ was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht?/ Bedenke, was für Xraft uns Gott verheißen./ Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn,/ wie wohl wirds tun! Christian Friedrich Richter, 367. Weise: Es kostet viel, ein A Christ zu sein(Nr. 377). Walle 5703. F 8. 1— 2———2— 2———.— . Es ist nicht schwer, ein Christ zu SSSSEEEE E sein/ und nach dem Sinn des rei⸗ nen Gei„stes /—— —.—. le ⸗ben;/ zwar der NVa⸗ tur geht es gar sau⸗ . III + 1 — —————————— — er ein,/ sich im ⸗ mer dar in Chri⸗sti 4 +. ———. —. R.I SSPIEIEEEREEEI...— Tod zu ge⸗ben;/ doch führt die Gna⸗de selbst — H+ — 2. zu al ⸗ ler zeit/ den schwe⸗ ren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein,/ du darfst ja nur die leichte Liebe üben./ O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein,/ das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben.) Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr:/ es ist nicht schwer. ö N — n — Eht EA ur ut cgeiligung 79 3. Dein Vater fordert nur das Serz,/ daß er es selbst mit reiner Gnade fülle;/ der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, /die Unlust schafft in dir dein eigner Wille;/ drum übergib ihn willig in den Tod,/ so hats nicht Not. 4. Wirf nur getrost den RKummer hin,/ der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget;(erwecke nur zum Glauben deinen Sinn,/ wenn Furcht und Weh dein schwaches Serze naget;/ sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an!/ so ists getan. 5. Faß nur dein Serze in Geduld,/ wenn du nicht gleich des Vaters Silfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld,/ so siehe nur, daß du dein Herze stärkest;/ so wirds gewiß mit seiner Silf erfreut/ zu seiner Zeit. b. Laß nur dein Zerz im Glauben ruhn,/ wenn dich wird Vacht und Finsternis bedecken./ Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken./ Ja, siehst du endlich ferner keine Spur,/ so glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn,/ und wirst dein Zeil mit größrer Klarheit schauen;/ was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn,/ drum darfst du nur dem frommen Vater trauen./ G Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ/ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du,/ dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben:/ Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh,/ inFrieden sollst du vor dem Vater schweben./ Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn/ allein auf ihn. Christian Friedrich Richter, 3676—373). 179 Würnberg 36sg. Jer. ꝛ0, 33. 34 E.—. isiiii 8 E————— ). Zier legt mein Sinn sich vor dir —.— ö — ö— ö x , — nie ⸗der,/ mein Geist sucht sei ⸗ nen Ur⸗sprung Frenkf. Evang. Gesangb 8 379 eiligung 1— ö ö— ö 4.—.— ö——— wie ⸗der;/ laß dein er ⸗freu- end An ⸗ge⸗ —————.— — sicht/ zu mei · ner Ar⸗mut sein ge⸗richt! 2. Schau her, ich fühle mein Verderben,/ laß mich in deinem Tode sterben;/ o könnte doch in deiner Pein/ die Eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Willen/ mit der Gelassenheit erfüllen;/ brich der Natur Gewalt entzwei/ und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übe,/ nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch deinen Geist geheiligt werden,/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,/ hier gelten nichts der Menschen Taten;/ wer macht sein Serz wohl selber rein?/ Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben,/ du bist noch immer treu geblieben;/ ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen,/ bis du dir deine Zeit ersiehst/ und mich aus solchen Vetzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen:/ Gott hat der Sölle Macht geschlagen,/ und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 0. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen;/ ach drücke tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig bin. Gott führt mich aus dem Kampf L. n *+ —— eiligung 80⁰0 ). Wenn ich mit Ernst hieran gedenke/ und mich in deinen Abgrund senke,/ so werd ich von dir angeblickt,/ und mein gerz wird von dir erquickt. 2. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute/ und fühle, daß es Wahrheit ist,/ daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter, 1676—37)J/. weise: Ach was bin ich, mein Erretter Genf 3642. Jes. 2), 7 4 4 +. EC.——.. ö J B—— ö ————.....J——3 2— 92—.— 2....——.— 3. Zü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗ * + , ů ——— win,, dennn Ennᷣn ylvi.,— 1— den/ nicht ver⸗schwin⸗den? /HBü⸗ ter, ist die ö TTD 4. — — ö—.——.— N S S. I.....I............I.. —————.—— bald zer⸗rin⸗nen,/ dar ein ich ver⸗wik⸗kelt bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden/ lichte werden;/ Seelensonne, gehe auf! /Ich bin finster, kalt und trübe; ⸗ komm, o Liebe,/ komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ da die Stunde/ der Er⸗ scheinung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten/ so ermatten,/ weil du mir so ferne bist. 3. Wir sind ja der Wacht entnommen,/ da du kommen;/ aber ich bin lauter Wacht./ Darum wollst du mir, dem Dei⸗ nen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht und Rechte tracht't. 6* 38 Heiligung . Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben;/ Jesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Serz an⸗ blicken/ und erquicken,/ Jesus muß die Sonne sein. o. Nur die Decke vor den Augen/ kann nicht taugen,/ seine Klarheit kann nicht ein. /Wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen,/ muß das Auge reine sein. 7. Jesu, gib gesunde Augen,/ die was taugen,/ rühre meine Augen an;/ denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 367673. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Vr. 3355. Frankfurt a. M. 3599. + I 2— —.— ö ö———.— ————.II—2 Hai. Rü⸗stet euch, ihr Chri⸗ sten leu⸗te;/ die WKN Wappnet euch mit Got⸗ tes Wor⸗te/ und 1287 —— Fein ⸗de su⸗chen euch zur Beu⸗te, j kämp⸗fet frisch an je⸗ dem GOr 16e, da? mit 9—— EE ö tan selbst hat eur be⸗ gehrt. ihr blei⸗bet un⸗ver⸗ sehrt./ Ist euch der 7384 —..—— Feind zu schnell,/ hier ist Im⸗ ma⸗ nu· E el!/ —.— 1—— G+.... ASASSEE.— 50 —— si an ⸗nai/ Der Star⸗ke fällt durch die⸗ n 1F—171 unn . eiligung 18² eut..e sen eld,/ und wir be⸗ hal⸗ ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen,/ und stehet in des Herren Kraft./ Stärket euch in Jesu Wamen, /daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen;/ wo ist des Glaubens Ritterschafts Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel,/ da ist Freude./ Wohlan, so seid/ zum Kampf bereit,/ so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre,/ eh ihr kommt auf die Totenbahre;/ kurz, kurz ist unser Lebenslauf./ Wenn Gott wird die Toten wecken/ und Christus wird die Welt er⸗ schrecken,/ so stehen wir mit Freuden auf./ Gottlob, wir sind versöhnt!/ Daß uns die Welt noch höhnt,/ währt nicht lange;/ und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns bei⸗ gelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Rinder/ und mach aus denen Ueber⸗ winder,/ die du erkauft mit deinem Blut./ Schaffe in uns neues Leben,/ daß wir uns stets zu dir erheben,/ wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist,/ da⸗ durch die Liebe fleußt/ in die Herzen,/ so halten wir/ ge⸗ treu an dir/ im Tod und Leben für und für. Wilh. Erasmus Arends, 1677—72). Weise: Herr Jesu Christ meins Lebens Licht. 182 Würnberg 3676. 4 +.——68 ö ů—— — DD.— 3. Er⸗ neu⸗ re mich, o ew ⸗ ges 12— ...III icht,/ und laß von dei⸗ nem An ⸗ge⸗ ö sù Ii W Q+ 1387 —— ů— ů — xů. 3 ö E..—. sicht/ mein Serz und Seel mit dei ⸗ nem 583 Heiligung %—— +. 4.— ů 4.———— 7.7 + Schein/ durch⸗leuch tet und er fül ⸗let sein. 2. Ertöt in mir die schnöde ust,/ feg aus den alten Sün⸗ denwust;/ ach rüst mich aus mit Kraft und Mut,/ zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Serr, den neuen Beist,/ der dir mit Aust Gehorsam leist't/ und nichts sonst, als was du willst, will;/ ach Serr, mit ihm mein Herz erfüll. 3. Auf dich laß meine Sinne gehn,/ laß sie nach dem, was droben, stehn,/ bis ich dich schau, o ewges Licht,/ von An⸗ gesicht zu Angesicht. Johann Friedrich Ruopp, 3672—370ö. Weise: O Gott, der du ein HSeerfürst bist. Lyon 3562. Auch Wechselgesang: Gem. 3, Ch. 2, G. 3, Ch. 4, G. 5. E—— U 8—5 2—.——— 4 ů— EH.——— ö 2.. 2. 22*—3— V ). Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗ F— 0 Qa5 2 I— *.——.— ö—— ö stand;/ ich rei ⸗ se nach dem Va⸗ ter⸗ land,/ nach —— dem Je ⸗ ru⸗ sa ⸗ lem, das dro ben/ Gott 9N — U — — ö— öSIIIII...— .—— ö 2——.—.— selbst als ei ne fe ⸗ste Stadt/ auf Bun ⸗des⸗ + — 1 89 — + 44———2 DSD.. DD..—..— I— blut ge ⸗ grün ⸗det hat;/ da werd ich mei ⸗ nen Heiligung 583 — 8 ů— + LI — Gott stets lo⸗ben./ Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗ I —.— 2 + — . +4 1 — — UU —— stand,/ ich rei⸗ se nach dem Va⸗ ter ⸗land. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß,/ so schnell läuft auch mein Stundenglas,/ und was vorbei ist, kommt nicht wieder;/ ich eile zu der Ewigkeit./ Herr Jesu, mach mich nur bereit,/ eröffne meine Augenlider,/ daß ich, was zeitlich ist, veracht/ und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach,/ der Lebensweg hat auch sein Ach./ Man wandelt nicht auf weichen Rosen;/ der Steg ist eng, der Feinde viel,/ die mich abdrängen von dem Ziel;/ ich muß mich oft an Dornen stoßen,/ ich muß durch dürre Wüsten gehn/ und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die mit Gnadenlicht/ in unverfälschte Serzen strahlet;/ Wind, Regen stürmen auf mich zu,/ mein matter Geist findt nirgend Ruhz/ doch alle Rüh ist schon bezahlet,/ wenn ich die güldne Sim⸗ melstür/ mir stell in Glaub und Hoffnung für. 5. Israels Süter, Jesu Christ,/ der du ein Pilgrim worden bist,/ da du mein Fleisch hast angenommen,/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem Seil stets näher kommen./ Mein Leben flieht; ach eile du/ mit deiner Gnad und Silf herzu. b. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Be⸗ ständigkeit,/ vor Straucheln meinen Fuß beschütze./ Ich falle stündlich, hilf mir auf,/ zieh mich dir nach in meinem Lauf,/ sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen süßen Gnadenschein/ in Finsternis nie ferne sein. 7. Bin ich in diesem fremden Land/ der blinden Welt schon unbekannt,/ dort sind die Freunde, die mich kennen,/ dort werd ich mit der Simmelsschar/ dir jauchzend dienen immer⸗ dar/ und in der reinsten Liebe brennen./ Mein Seiland, komm, o bleib nicht lang;/ hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 3683- 729. 84 Heiligung laß ich uicht(Lr. 95, 184 Johann Uhlich, 3674. E DEEEI EEE..... 222—.— DIeeee Seele, was er ⸗ müdst du dich/ in den die doch bald ver ⸗ zeh ⸗ren sich/ und zu — 1— H— 2—— —j—, II 1 ++—. 9...EIII— Din⸗gen die ser Er⸗den X—— Staub und A· sche wer⸗ den? Su ·che Je⸗ sum II — x ö—— x I I.— ————.—————— und sein Licht,/ al ⸗les an ⸗dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen,/ richt ihn stets zum Himmel hin,/ laß ihn in die Gnad eindringen./ Suche Jesuͤm und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh,/ dein betrübtes Herz zu laben;/ eil zum Lebensquell hinzu,/ da kannst du sie reichlich haben./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein,/ die das finstre Reich gebieret;/ laß nur den dein Labsal sein,/ der zur Glaubensfreude führet./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. . Geh in Einfalt stets einher,/ laß dir nicht das Ziel verrücken;/ Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kran⸗ ken, wohl erquicken./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Sauch aus Gott/ und aus seinem Geist geboren./ Darum liege nicht im Tod;/ bist du nicht zum Reich erkorend/ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle Zimmels⸗ höhen;/ laß, was dich zur Erde reißt,/ weit von dir ent⸗ geiligung 185 fernet stehen./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 8. Wahe dich dem lautern Strom,/ der vom Thron des Lammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm,/ sich in reichem Maß ergießet./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir Gottes Majestät/ immerdar vor Augen schwe⸗ ben; /laß mit brünstigem Gebet/ sich dein Herz zu ihm erheben./ Suche Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. 30. Sei im übrigen ganz still,/ du wirst schon zum Ziel gelangen;/ glaube, daß sein Liebeswill/ stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht,/ alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 3684⁷. Weise: Wie wohl ist mir, 5 o Freund der Seelen(Vr. 203). Falle 3704. 44 ů — 2—.. 1—*— 1H.—. 17 D———33 +2—.— —7*———— 5—1 0 va⸗ter⸗herz, o Licht, o Le⸗ dir bin i ein⸗ mal ü⸗ ber ⸗ge⸗ 8 —.5 ν— 2.— 1— 2— I—— + + +I— * 1——....—— ben, 0 treu er Sirt Im⸗ ma⸗ nu el, ben,/ dir, dir ge⸗ hör⸗ ret mei ⸗ ne Seel; SSSS II ich will mich nicht mehr sel ⸗ber füh ⸗ren,/ der 0 — — —— —.—..—.—————— vater soll das Kind re⸗ gie-ren:/ so geh nun 277 1— 585 eiligung mit mir aus und ein/ und lei ⸗ te mich nach 3...— al ⸗len Trit ⸗ten./ Ich geh, ach hör, o Zerr, mein — +2 1 S qI‚‚I‚I‚.II3 ö Bit ⸗ten,/ für mich nicht ei ⸗nen Schritt al ⸗lein. 2. Was kann dein schwaches Rind vollbringen? /Ich weiß mir gar in Keinem Rat;/ drum sei in groß und kleinen Dingen/ mir immer selber Rat und Tat.„Du willst dich meiner gar nicht schämen,/ ich mag dich ja zu allem nehmen,/ du willst mir selber alles sein;/ so sollst du denn in allen Sachen/ den Anfang und das Ende machen,/ dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten,/ dein Wort muß ewig feste stehn;/ du sprichst, dein Auge soll mich leiten,/ dein Angesicht soll vor mir gehn;/ ja deine Güt und dein Er⸗ barmen/ soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei,/ bei allem gläubig zu dir flehe/ und stets auf deinen Wink nur sehe,/ so spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke„sauf deine Weisheit, Güt und Treu,/ damit ich mich im Glauben stärke,/ dich lieb und lob und ruhig sei/ und deine Weisheit lasse walten,/ stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten;/ denn lauf ich vor, so lauf ich an./ Drum mach im Besten mich gelassen,/ nichts ohne dich mir anzumaßen;/ was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille,/ daß ich dir immer folgen kann;/ nur dein, nur dein vollkommner Wille/ sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn./ Laß mich nichts mehr für mich verlangen,/ ja laß mir nichts am Zerzen hangen/ als deines großen Namens Ruhm;/ der sei allein mein Ziel auf Erden,/ ach laß mirs nie verrücket werden;/ denn ich bin ja dein Eigentum. * 5471 F—: Se cgeiligung 186 b. Laß mich in dir den Vater preisen,/ wie er die Liebe selber ist;/ laß deinen Geist mir klärlich weisen,/ wie du von ihm geschenkt mir bist./ Ach offenbare deine Liebe/ und wirke doch die heißen Triebe/ der wahren Gegenlieb in mir;/ durch⸗ dringe dadurch Herz und Sinnen,/ daß ich hinfort mein ganz Beginnen/ allein zu deinem Lobe führ. RKarl Seinrich von Bogatzty, 3690—774. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele(Wr. 335). L— * E—. Kö- nig, dem kein Rö⸗ nig gleiẽchet,/ • dem als Gott das Reich ge⸗ büh ⸗ret,/ ;. iin u — des⸗ sen Ruhm kein Mund er ⸗rei⸗chet, der als Mensch das Zep⸗ ter füh⸗ret, —— dem das I —— I — Recht ge⸗ hört zum Thro⸗ ne/ als des Va⸗ ters ͤ— — sU 4. +. 1 L—— — — ein gem Soh ⸗ ne,/ den soj viel Voll⸗ kom⸗ men⸗ + 1 +. + +. 2 *—— . hei ⸗ ten/ krö⸗ nen, zie⸗ ren und be ⸗ glei⸗ten. 2. Simmel, Wasser, Luft und Erde/ nebst der ungezählten Zerde/ der Geschöpfe in den Feldern,/ in den Seen, in den Wäldern/ sind, Serr über Tod und Leben,/ dir zum Eigen⸗ tum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschen⸗ sohn, dein mächtig Dräuen. 87 3. In des Gnadenreiches Grenzen/ sieht man dich am schönsten glänzen,/ wo viel tausend treue Seelen/ dich zu Heiligung ihrem Haupt erwählen,/ die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen/ und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren/ kann man dich stets loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Knechte,/ die dort ohne Furcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen,/ die dich unermüdet preisen/ und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. O du Bönig in drei Reichen,/ dir ist niemand zu verglei⸗ chen/ an dem Ueberfluß der Schätze,/ an der Ordnung der Besetze,/ an Vortrefflichkeit der Gaben,/ welche deine Bürger haben;/ du beschützest deine Freunde,/ du bezwingest deine Feinde. b. Herrsche auch in meinem Zerzen/ über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen,/ laß mich deinen Schutz genießen/ gläubig dich ins Herze schließen,/ ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Sehorsam üben,/ hier mit ringen, dulden, strei⸗ ten,/ dort Weise: Jesu, mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jakob Rambach, 3693—3739. meine Freude (Vr. 398) 187 Johann Crüger, 36gs. 5 SSSSISISII... I SS E———.— All⸗ge⸗ nug⸗ sam We⸗sen,/ das ich hab du ver⸗gnügst al ⸗ lei⸗ ne/ völ⸗lig, in· ——4 LI SPS.SISIIII er„le⸗ sen/ mir zum höch⸗sten Gut ö nig, rei ne/ See⸗le Geist und Mut.„Wer dich — —————————— hat,/ ist still und satt;/ wer dir kann im Geist ö IN XIIRI — ———j—F.—.— Nr NVe geiligung 188 1 Rr 2 1 4 23— an ⸗ han ⸗gen,/ darf nichts mehr ver ⸗ lan⸗gen. 2. Wem du dich gegeben,/ kann in Frieden leben,/ er hat, was er will;/ wer im Serzensgrunde/ lebt mit dir im Bunde,/ liebet und ist still./ Bist du da/ und innig nah,/ muß das Schönste bald erbleichen/ und das Beste weichen. 3. Söchstes Gut der Güter,/ Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein!/ Was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben:/ du vergnügst allein./ Was ich mehr/ als dich be⸗ gehr,/ mein Vergnügen in dir hindert,/ meinen Frieden mindert. g. Was genannt mag werden/ droben und auf Erden,/ alles reicht nicht zu;/ einer kann mir geben/ Freude, Ruh und Leben; /eins ist not, nur du!/ Hab ich dich/ nur we sentlich,/ so mag Leib und Seel verschmachten,/ ich wills doch nicht achten. ö 5. Romm, du selig Wesen,/ das ich mir erlesen,/ werd mir offenbar;/ meinen Hunger stille,/ meine Seele fülle/ mit dir selber gar./ Bleib nur du/ mein Gut und Ruh,/ bis du wirst in jenem Leben/ dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen, 3697- 769. weise: Erquicke mich, du Zeil der Sünder. Salle 3734. + 2 ö SSSSDiieeee— 0 9 u. m „Ich be⸗ te an die Macht der Lie ⸗be,/ . sich geb mich hin dem frei ⸗en Trie⸗be,/ . ̃——— ·— die sich in Je ⸗ su of ⸗fen⸗ bart; wo⸗ durch ich Wurm ge ⸗lie-bet ward; 34Z—.——— III ——........ ich will, an ⸗ statt an mich zu den⸗ken,/ ins ——— ö ö—— x Meer der Lie ⸗be mich ver sen„ken. ——8 Zweite Weise. Dimitri Bortniansky, 38ꝛ2. ö — SIch be ⸗ te an Macht der 1 x— ö ed——— Lie ⸗be,/ die sich in Je⸗ su of ⸗fen⸗ +. 1 EEEEEE .e n Fn— —7* bart;/ ich geb mich hin dem frei—en Trie⸗be, 1 ö + 1 II—— ——————————.——— wo⸗ durch ich Wurm ge⸗ lie„ bet ward;/ ich 761 1— 3 SSSSSSS— will, an ⸗ statt an mich zu den ⸗ken,/ ins SSS......——.— x —.— ů — Er mMeer der Lie ⸗be mich ver sen 151111 Heiligung 389 2. Wie bist du mir so zart gewogen,/ und wie verlaͤngt dein gZerz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein Alles auch zu dir./ Du traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben,/ ich fühls, ich muß für dich nur seinz nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,/ mein Ruhplatz ist in dir allein./ Sier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;/ drum folg ich deinen selgen Zügen. 3. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Ouell entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie die frohen Sgãände! 5. O Jesu, daß dein Name bliebe/ im Grunde tief gedrücket ein;/ möcht deine süße Jesusliebe/ in Zerz und Sinn ge⸗ präget sein./ Im Wort, im Werr und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen. Gerhard Tersteegen, 3697⁷σ. weise: Von Sott will ich nicht lassen II. Johann Cruüger, 1640(0786). H 4. 1 ö +— ——— Rommt, Kin⸗-der, laßt uns ge⸗ hen,/ der es ist ge⸗ fähr lich ste ⸗hen/ in 1 1 4—.— —— 0 +J. + SSI II III..— A·bend kommt her ⸗bei; 3 die ser Wü⸗ ste · mei. Rommt, stär⸗Eket eu/ ren S Mut,/ zur E⸗wig⸗keit zu wan · dern/ von ei ner —— Rraft zur an⸗ dernz/ es ist das En⸗ de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad;/ wir kennen ja den Treuen,/ der uns gerufen hat. Rommt, folgt und trauet dem;/ ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wen⸗ dung richte/ fest nach Jerusalem. 3. Gehts der Natur entgegen,/ so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen,/ noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Rreatur/ und was euch sonst will binden,/ laßt gar euch selbst dahinten,/ es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln,/ frei, bloß und wahrlich leer;/ viel sammeln, halten, handeln/ macht unsern Gang nur schwer./ Wer will, der trag sich tot;/ wir reisen abge⸗ schieden,/ mit wenigem zufrieden;/ wir brauchens nur zur Vot. 8. Schmückt euer Zerz aufs beste,/ sonst weder Leib noch Haus;/ wir sind hier fremde Gäste/ und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach;/ ein Pilger muß sich schicken,/ sich dulden und sich bücken/ den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge,/ so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge-/ und manches Kreuze trägt:/ es ist doch nur ein Weg;/ laß sein! wir gehen weiter,/ wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 7. Rommt, Rinder, laßt uns gehen,/ der Vater gehet mit;/ er selbst will bei uns stehen/ bei jedem sauren Tritt;/ er will uns machen Mut,/ mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken;/ ach ja, wir havens gut. 8. Rommt, Rinder, laßt uns wandern,/ wir gehen Zand in Hand;/ eins freuet sich am andern in diesem wilden Land./ Rommt, laßt uns kindlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten,/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. 9. Sollt wo ein Schwacher fallen,/ so greif der Stärkre zu;/ man trag, man helfe allen,/ man pflanze Lieb und Ruh./ Rommt, bindet fester an;/ ein jeder sei der Kleinste,/ doch auch wohl gern der Reinste/ auf unsrer Liebesbahn. 90. Kommt, laßt uns munter wandern,/ der Weg kürzt immer ab;/ ein Tag der folgt dem andern,/ bald faͤllt das Fleisch ins Grab./ Nur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von allen Dingen freier,/ gewandt zum ewgen Gut. 589 Heiligung G. ʃ NL&= ⏑Æ eiligung 590 )j. Es wird nicht lang mehr währen,/ halt't noch ein wenig aus; /es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Saus:/ da wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen Frommen/ daheim zum Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wirds tun! 2. Drauf wollen wirs denn wagen,/ es ist wohl wagens⸗ wert,/ und gründlich dem absagen,/ was aufhält und be⸗ schwert./ Welt, du bist uns zu klein,/ wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten:/ es soll nur Jesus sein. Gerhard Tersteegen, 3697— 76. 190 Theophil Stern, 3866. 1 t. v ö . Je ⸗ sus Chri · stus herr scht als Rö nig, ———— 22 al⸗les wirdihm un ter tä⸗ nig,/ al ⸗ les ———— ..... legt ihm Gott zu Fuß;/ al⸗ler Zun ⸗ ge soll — * be ken ⸗ nen./ Je⸗ sus sei der Herr zu *— nen ⸗nen,/ dem man Eh⸗ re ge⸗ ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten,/ Mächte, die die Thron⸗ wacht halten,/ geben ihm die Herrlichkeit; alle errschaft dort im Zimmel,/ hier im irdischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 590 eiligung 3. Gott ist Zerr, der Zerr ist Einer,/ und demselben gleichet keiner,/ nur der Sohn der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist unumstößlich,/ dessen Leben unauflöslich,/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren/ sitzt er unter lichten Chören/ über allen Cherubim; in der Welt und Zimmel Enden/ hat er alles in den Händen,/ denn der Vater gab es ihm. Vur in ihm, o Wundergaben,/ können wir Erlösung haben,/ die Erlösung durch sein Blut./ Sörts: das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in Jesu uns zugut. 6. Jesus Christus ist der Eine,/ der gegründet die Ge⸗ meine,/ die ihn ehrt als teures Haupt./ Er hat sie mit Blut erkaufet, Imit dem Geiste sie getaufet,/ und sie lebet, weil sie glaubt. 7. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen,/ klagt, ihr Rranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Wun⸗ den müssen Wunden heilen,/ Heilsöl weiß er auszuteilen,/ Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8. Eil, es ist nicht zeit zum Schämen!/ Willst du Gnaded Du sollst nehmen./ Willst du leben? Das soll sein./ Willst du erben; Du wirst sehen./ Soll der Wunsch aufs Söchste gehen:/ Willst du Jesum? Er ist dein. 9. Allen losgekauften Seelen/ solls an keinem Gute feh⸗ len;/ denn sie glauben Gott zum Ruhm./ Werte Worte, teure Lehren!/ Möcht doch alle Welt dich hören,/ süßes Evangelium! 0. Zwar auch Rreuz drückt Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Leiden geht zuvor;/ nur Geduld, es folgen Freuden,/ nichts kann sie von Jesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 13. Jauchz ihm, Menge heilger Rnechte,/ rühmt, vollenü dete Gerechte,/ und du Schar, die Palmen trägt,/ und du Siegsvolk in der Rrone/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottesharfen schlägt! 72. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen,/ ob ich schon noch Pilgrim bin:„Jesus Chri⸗ stus herrscht als Rönig,/ alles sei ihm untertänig;/ ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Siller, 1699—3760. UEEIIDII G 111 16644 Heiligung 595½½3 Weise: Ri 4, Heites Gnade 11.—.— 191 Basel 374). A⁴4 EEE ů I „r,-e Ee I— —* e 1——3— . Beil ⸗ ge Ein⸗ falt, Gna⸗den wun ⸗der,/ ö— ——— 0. I— tief ste Weis⸗heit, größ⸗te Kraft,/ schön⸗ste Zier ⸗de, I 1 II —.————‚——— Lie⸗bes zun ⸗der,/ Werk, das Gott al⸗lei⸗ ne schafft! 2. Alle Freiheit geht in Banden,/ aller Reichtum ist nur Wind, /alle Schönheit wird zu Schanden,/ wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen,/ ist es in der Seele Gesh /aber wenn wir doppelt sehen,/ so vergeht uns das esicht. 4. Einfalt denkt nur auf das Eine,/ in dem alles andre steht;/ Einfalt hängt sich ganz alleine/ an den ewigen Magnet. 5. Wer nur hat, was Jesus gibet,/ wer nur lebt aus seiner Füll,/ wer nur will, was ihm beliebet,/ wer nur kann, was Jesus will; b. Wer ihn so mit Inbrunst liebet,/ daß er seiner selbst feöhlich 10 wer sich nur um ihn betrübet/ und in ihm nur röhlich ist; ö 7. Wer allein auf Jesum trauet,/ wer in Jesu alles findt:/ der ist auf den Fels erbauet/ und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg, 3704- 3792. weise: Straf mich nicht in deinem ZJorn(Nr. 374). Vor 366). Offenb. Joh. 8, 3—5. ö 1—.— ö Bet ⸗ge⸗ mein⸗de, heil⸗ge dich/ mit dem heil⸗ Ze, su Geist er ⸗ gie ße sich/ dir in Serz 593 Heiligung — H—.—.— — ö—4— ö—.. . S. S......— und See⸗ 1⸗ 9 laß den Mund/ al ⸗le Stund/ von Ge⸗ —— — IIT——— 656557766 —— bet und Fle⸗ hen/ hei⸗lig ü⸗ ber ge⸗hen. z. Das Gebet der frommen Schar,/ was sie fleht und bittet,/ das wird auf dem Rauchaltar/ vor Gott ausge⸗ schüttet,/ und da ist/ Jesus Christ/ Priester und Versüh⸗ ner/ aller seiner Diener. 3. Kann ein einiges Gebet/ einer gläubgen Seelen,/ wenns zum Herzen Gottes geht,/ seines Zwecks nicht fehlen:/ was wirds tun,/ wenn sie nun/ alle vor ihn treten/ und zu⸗ sammen betenꝛ 4. Wenn die HSeilgen dort und hier,/ Große mit den Klei⸗ nen,/ Engel, Menschen, mit Begier/ alle sich vereinen,/ und es geht/ ein Gebet/ aus von ihnen allen:/ wie muß das erschallen! 5. O der unerkannten Macht/ von der-eilgen Beten!/ Ohne das wird nichts vollbracht/ so in Freud als Vöten.) Schritt für Schritt/ wirkt es mit,/ wie zum Sieg der Freunde,/ so zum End der Feinde. 6. O so betet alle drauf,/ betet immer wieder; heilge ände hebet auf,/ heilget eure Glieder; heiliget/ das Ge⸗ bet,/ das zu Gott sich schwinget;/ betet, daß es dringet. 7. Betet, daß die letzte Zeit/ vollends übergehe,/ daß man Christi Serrlichkeit/ offenbaret sehe;/ stimmet ein/ insge⸗ mein/ mit der Engel Sehnen/ nach dem Tag, dem schönen. Rarl von Pfeil, 37)52—784. Weise: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228). Frankfurt a. M. 3738. 4—— 1— SISISDSDSDEEEEE...— . Fortgekämpft und fort ge ⸗ run ⸗gen/ bis zum Lich⸗te — —— ö——— — 2 ,. n —ẽ— 1 —.—— ö— —— 1 hin be⸗glei ⸗ten,/ Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Zand will er dich fassen./ Scheinst du gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nicht./ Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken,/ bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln; /hoffe, harre, glaub im Dunkeln,„nie gereut ihn seine Wahl. ¶/ Er will dich im Glauben üben;/ Sott, die Liebe, kann nur lieben,/ Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke,/ schau nicht seitwärts, nicht zurücke,/ nur auf Gott und Ewigkeit./ Nur zu deinem Jesu wende/ Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 6. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft heraus⸗ gezogen/ seiner Allmacht treue Hand./ Wie zu kurz ist seine Rechte;/ wo ist einer seiner Xnechte,/ der bei ihm nicht Rettung fandꝛ 6. Schließ dich ein in deine Rammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz./ Rannst du gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Tränen finden,/ klage schweigend deinen Schmerz. 7. Rräftig ist dein tiefes Schweigen,/ Sott wird sich als vater zeigen,/ glaube nur, daß er dich hört; glaub, daß Jesus dich vertreten,/ glaube, daß, was er gebeten,/ Gott, sein Vater, ihm gewährt. —394 Heiligung 8. Drum so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Ant⸗ litz wagen;/ komm ich um, so komm ich um!/ Doch ich werd ihn überwinden;/ wer ihn sucht, der wird ihn finden,/ das ist seiner Gnade Ruhm. Johann Kaspar Lavater, 77⁴38⁰, Auch nach der Weise: Ruhe ist das beste Gut(Vr. 2. 194 Essen 362r. Phil. 3, 53, 34. 2. Ror., 3 ff. EFAA— ö DDREx ——3— ö—. —.— ö ö Sim mel ⸗ an, nur him⸗ mel an/ Was die From⸗men wün ⸗schen, kann/ V. — 1—. — 5— 5.. Rüng —.——— EEE iꝛ ů ö— soll der Wan⸗del gehn. ö dort erst ganz ge schehn auf Er · den nicht/ Freu⸗de wech⸗»selt hier mit Leid;/ icht hin auf zur + I V —.— ů 1 —̃—.....—.— x—...II 1 I + H5 Herr ⸗lich⸗keit/ dein An⸗ ge⸗sicht,/ dein An⸗ge⸗ sicht. 2. Bimmelan schwing deinen Beist/ jeden Morgen auf. Kurz, ach kurz ist, wie du weißt,/ unser Pilgerlauf./ Fleh täglich neu:/ Gott, der mich zum Zimmel schuf,/ präg ins erz mir den Beruf,/, mach mich getreu.) 3. Himmelan hat er dein Ziel„selbst hinaufgestellt./ Sorg nicht mutlos, nicht zu viel Vum den Tand der Welt;/ flieh diesen Sinn./ Nur was du dem WSimmel lebst,/ dir von Schätzen dort erstrebst,/: das ist Gewinn. 4. Simmelan erheb dich gleich,/ wenn dich Rummer drückt,/ weil dein Vater, treu und reich„½/sstündlich auf dich blickt./ TH ing Int⸗ erd das 8oj. geiligung 394 was quält dich so/ Droben in dem Land des Lichts/ weiß man von den Sorgen nichts;/ /1 sei himmlisch froh. 6. Zimmelan wallt neben dir/ alles Volk des Herrn,/ trägt im n Nae hier/ seine Lasten gern./ G schließ dich an!/ Kämpfe drauf, wie sichs gebührt;/ denke, auch durch Leiden führt /, die Simmelsbahn. 6. Zimmelan ging Jesus Christ/ mitten durch die Schmach./ golg, weil du sein Jünger bist,/ seinem Vorbild nach./ Er ltt und schwieg;/ halt dich fest an Gott wie er;/ statt zu klagen, bete mehr;/„ erkämpf den Sieg. 7. Zimmelan führt seine Hand/ durch die Wüste dich,/ ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich/ im Sim⸗ melssinn./ Von der Weltlust freier stets/ und mit ihm vertrauter gehts/ ,: zum Himmel hin., 8. Zimmelan führt dich zuletzt/ selbst die Todesnacht./ Seis, daß sie dir sterbend jetzt/ kurze Schrecken macht,/ harr aus, harr aus!/ Auf die Nacht wirds ewig hell,/ nach dem Tod erblickst du schnell/„: des Vaters Saus. 9. allelujahl Simmelan/ steig dein Dank schon hier./ Einst wirst du mit Scharen nahn,/ und Gott naht zu dir/ in Ewigkeit./ Aller Jammer ist vorbei,/ alles preist verklärt und neu/ ,: in Ewigkeit. 30. Zallelujah singst auch du,/ wenn du Jesum siehst,/ unter Jubel ein zur Ruh/ in den Simmel ziehst./ Gelobt sei er!/ Der vom Kreuz zum Throne stieg,/ hilft auch dir zu deinem Sieg.// Gelobt sei er!; Johann Gottfried Schöner, 3749—3838. LIECEEUOESU Jerr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens und wir haben geglaubt und erkannt, daß du bit Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Joh., 68.69 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Vr. 27). Frankfurt a. M. 3690. OEII I 1 — XV.. ..——— 0 O Je ⸗ su, Je⸗ su, Got⸗ tes 2 du weißt es, daß ich re⸗ de EE EEEE E —.— —— Sohn,/ mein Bru⸗ der und mein Gna⸗ den⸗thron,/ mein wahr;/ vor dir ist al ⸗-les son ⸗ nen⸗klar/ und 1 II 1 + 1 II 2 1 1— 2— 1——— 2 ö—.— 8in L.——— Schatz, mein Freud und Won ⸗ne klarer als die Son ⸗-ne. Herz⸗lich/ lieb ich/ —‚.PII‚i‚‚‚—. mit Ge⸗ fal⸗len dich vor al ⸗len;/ nichts auf liebe zu Jesu 59 +. 2 ö———W ö —2.—..—.. 2——. ö ö 3.—.—— 2——— — ö 12 Er⸗den/ kann und mag mir lie⸗ ber wer⸗den. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich,/ daß ich nicht gnug kann lieben dich,/ wie ich dich lieben wollte.⸗ Ich werd von Tag zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich sind,/ daß ich dich lieben sollte. Von dir/ laß mir/ deine auen Gemüte/ lieblich fließen,/ so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel,/ daß ich, soviel ich soll und will,/ dich allzeit lieben könne./ Nichts auf der ganzen weiten Welt,/ Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld,/ wenn ich es recht besinne,/ kann mich/ ohn dich/ gnugsam laben; ich muß haben/ reine Liebe,/ die tröst, wenn ich mich betrübe. 3. Denn wer dich liebt, den liebest du,/ schaffst seinem gerzen Fried und Ruh,/ erfreuest sein Gewissen;/ es geh ihm, wie es woll, auf Erd,/ wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt,‚/ soll er doch dein genießen./ Ewig s selig/ nach dem Leide große Freude/ wird er finden;/ alles Trauern muß verschwinden. 6. Rein Ohr hat dies jemals gehört,/ kein Mensch gesehen noch gelehrt,/ es kanns niemand beschreiben,/ was denen dort für Zerrlichkeit/ bei dir und von dir ist bereit,/ die in der Liebe bleiben. Gründlich/ läßt sich/ nicht erreichen noch vergleichen/ den Weltschätzen/ das, was uns dort wird er⸗ gotzen. b. Drum laß ich billig dies allein,/ o Jesu, meine Sorge sein,/ daß ich dich herzlich liebe,/ daß ich in dem, was dir gefallt/ und mir dein klares Wort vermeldt,/ aus Liebe mich stets übe,/ bis ich/ endlich/ werd abscheiden und mit Freuden/ zu dir kommen,/ aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßigkeit,/ die jetzt gerühmt ist weit und breit,/ in reiner Liebe schmecken/ und sehn dein liebreich Angesicht/ mit unverwandtem Augenlicht/ ohn alle Furcht und Schrecken./ Reichlich/ werd ich/ sein erquicket und ge⸗ schmücket/ vor dem Throne/ mit der schönen Himmelskrone. Johann Seermann, 3883- 647. 596 Weise: Mein Herzens⸗Jesu, Liebe zu Jesu ter Sohren, meine Aust. Frankfurt a. M. 3666. — 0 Such, wer da will, ein an⸗»der Ziel,/ die mein Serz al⸗lein be⸗dacht soll sein,/ auf 1— — 2 II*—— —— ö +— 0— E— — Se⸗lig⸗ keit zu fin ⸗ den; ö Christum sich zu grün· den; sein Wort ist —— I—— SSIS..SIIIIIII.I... wahr, sein Werk sind klar,/ sein heil ⸗ ger Mund hat ——...— 2.— 6— —.... Rraft und Grund,/ all Feind zu ü⸗ ber ⸗ win⸗den. 2. Such, wer da will, Wothelfer viel,/ die uns doch nichts erworben;/ hier ist der Mann, der helfen kann,/ bei den nie was verdorben./ Uns wird das Heil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn,/ die ihr das Seil begehret;/ er ist der gZerr, und keiner mehr,/ der euch das Heil gewähret./ Suchi ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein/ dem, der ihn herz⸗ lich ehret. 4. Meins Serzens Kron, mein Freudensonn/ sollst du, Zerr Jesu, bleiben;/ laß mich doch nicht von deinem Licht/ durch Eitelkeit vertreiben;/ bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,/ bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. . Wend von mir nicht dein Angesicht,/ laß mich im Xreuz ö nicht zagen;/ weich nicht von mir, mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen./ ilf mir zur Freud nach diesem Leid,/ hilf, daß ich mag nach dieser Rlag/ dir ewig dort 8 ob sagen. Seorg Weissel, roo—j6sn. liebe zu Jesu 597 197 Johann Uhlich, 3674. P, nir⸗r. enren rinnnn nirnnrnrter;r. er Je⸗sum laß ich nicht;/ weil er 3 so er ⸗ for⸗dert mei⸗ ne Pflicht,/ un⸗ ver · — 2 e E—.— E sich für mich ge ⸗ ge⸗ ben,— rückt für ihn zu le⸗ ben.) Er ist mei⸗nes — ů —— gnṕp sn. ö ö H —— 1.. ö—.— Le⸗bens Licht;/ mei⸗ nen Je⸗ sum laß ich nicht. 2. Jesum 45 ich nimmer nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ was ich bin und hab, ergeben./ Alles ist auf ihn gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht,/ Sören, Schmecken, Fühlen weichen;/ laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen;/ wenn der Lebensfaden bricht,/ meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht,/ wenn ich nun dahin gelanget,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner Väter Glaube ch uich„Mich erfreut sein Angesicht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 5J. Vicht nach Welt, nach HZimmel nicht/ meine Seele wünscht und sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Gott versöhnet,/ mich befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. b. Jesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten;/ Christus wird mich für und für/ zu der Lebens⸗ quelle leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: ¶/ Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Reimann, 1607— 3662. 598 Liebe zu Jesu 198 Johann Crüger, 3666. 2— + —.— ** —*— If 0 Je⸗su, mei ⸗ ne Freu⸗de,/ mei⸗nes Her⸗ Nach wie lang, ach lan⸗ge/ ist dem Her⸗ 1— E— IH —.— D..— ———————— zens Wei⸗ de,/ Je⸗su mei ne Zier, zen ban⸗ge a/ und ver⸗langt nach dir! Got 7 ————————————— Lamm,/ mein Bräu⸗-ti- gam,/ au ßer dir soll mir ii ++ + . ö — 643 re. ö—H auf Er ⸗den/ nichts sonst Lie⸗bers —— wer⸗ den. 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller Feinde frei./ Laß von Ungewittern/ rings die Welt er zittern,/ mir steht Jesus bei./ Obs mit Macht/ gleich blitzt und kracht,/ ob gleich Sünd und Sölle schrecken,/ Jesus wil mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen,/ trotz des Todes Rachen,/ trotz der Furcht dazun/ Tobe, Welt, und springe; und singe/ in gar sichrer Ruh./ Gottes Macht acht,/ Erd und Abgrund muß sich scheuen, so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen;/ du bist mein E meine Aust./ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich hören,/ bleibt mir unbewußt!/ Elend, Vot, /Kreuz, Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leide Jesu scheiden. ich steh hier ob sie noch rgötzen,/ Jesu, maͤg euch nicht n,/ nicht von 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen,/ mir ge⸗ fällst du nicht./ Gute Nacht, ih r Sünden,/ bleibet weit da⸗ hält mich in UTAuV= XI Liebe zu Jesu 599 hinten,/ kommt nicht mehr ans Licht./ Gute Nacht,/ du danin und Pracht;/ dir sei ganz, du Lasterleben,/ gute Nacht gegeben. b. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein Freudenmeister,/ Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben,/ muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein./ Duld ich schon/ hier Spott und Zohn,/ dennoch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine Freude. Johann Franck, 3638 3677. Weise: O daß ich tausend zungen hätte(Nr. 286). Frankfurt a. M. 57738. H +.. + I — r er,er, urt, r EEE.— Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen,/ von •Les kann mich auch kein Ding er⸗göt ⸗ zen,/ was ö———.— Pracht und Schönheit die⸗ ser Welt; mir die Welt vor Au⸗gen stellt. Ein je⸗der lie⸗ ————— be, was er will:/ ich lie⸗ be Je⸗sum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude,/ mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild,/ an dem ich meine Augen weide/ und finde, was mein Serze stillt./ Ein jeder liebe, was er will:/ ich liebe Jesum, der mein Ziel. ö z. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten,/ des Fleisches Schönheit dauert nicht,/ die Zeit kann alles das verwüsten,/ was Menschenhände zugericht./ Ein jeder liebe, was er will:/ ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören,/ sein Reich vergeht nicht mit der Zeit,/ sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren/ von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will:/ ich liebe Jesum, der mein Ziel. 200 8. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen,/ sein allerschönstes Angesicht/ und was von Schmuck an ihm zu finden,/ ver⸗ bleichet und veraltet nicht./ Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alles heben/ und seiner Klarheit machen gleich;/ er kann mir so viel Schätze geben,/ daß ich werd unerschöpflich reich./ Ein jeder liebe, was er will: ⸗ ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren,/ solang ich wandre in der Zeit,/ so wird er mirs doch wohl gewaähren/ im Reiche seiner Serrlichkeit./ Drum tu ich billig, was ich will,/ und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler, 36243677. 200 Frankfurt a. M. 1738. 4 4 .—————.— + I.A PP... —0.—. 2 1n. 2 S Ich will dich lie⸗ben, mei ne Stär⸗ke,/ ich * ich will dich lie⸗ ben mit dem Wer⸗ke/ und Liebe zu Jesu +. 1— I 1— V—3.—.—. . K., —*4—— II will dich lie ⸗ben, mei ⸗ ne Zier; 3 im⸗mer wãh · ren · der Be gier. Ich will dich nr EIII EIX I öꝑDSSDSISSi i‚ieeee .II. lie⸗ben, schön ⸗stes Licht,/ bis mir das Zer⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben,/ als meinen aller⸗ besten Freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ solange mich dein Glanz bescheint;/ ich will dich lieben, Gottes Lamm,/ als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet,/ du hochgelobte Schön⸗ heit du,/ und dich nicht eher mein genennet,/ du höchstes But und wahre Ruh;/ es ist mir leid, ich bin betrübt,/ daß ich so spät geliebt. NS 44I Liebe zu Jesu 20 3. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht,/ ich hatte mich von dir gewendet/ und liebte das geschaffne Licht./ Nun aber ists durch dich geschehn,/ daß ich dich hab ersehn. ö 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;/ ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht;/ ich danke dir, du güldner mund,/ daß du mich machst gesund. b. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stille stehn;/ erleucht mir Leib und Seele ganz,/ du starker Simmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott;/ ich will dich lieben sonder Lohne/ auch in der allergrößten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das Serze bricht. Johann Scheffler, 31624—3677. Weise: Romm, o komm, du Geist des Lebens(Pr. 8)). Meiningen 3693. x—— ů——.— —.—.— ö—.—— ....—— Di +...*——— Lie⸗be, die du mich zum Bil ⸗de/ dei⸗ner . ie⸗be, die du mich so mil ⸗de/ nach dem 6 Gott heit hast ge⸗ macht; Fall hast wie ⸗der ⸗bracht: ie· 94 5 er⸗ ö* ö—H — 4——.— ö Em. ꝑPSꝗSꝗSPSPSPSPꝑPSP.IS...I.......— geb ich mich,/ dein zu blei⸗ ben e⸗ wig ⸗lich. 2. CLiebe, die du mich erkoren,/ eh ich noch geschaffen war,/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 202 Liebe zu Jesu 3. Liebe, die für mich gelitten/ und gestorben in der Zeit,/ Liebe, die mir hat erstritten/ ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben,/ Licht und Wahrheit, Geist und Wort,/ Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum Seil und Seelenhort: /Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden/ an ihr Joch mit Leib und Sinn, /Liebe, die mich überwunden/ und mein Serz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. b. Liebe, die mich ewig liebet/ und für meine Seele bitt,/ Ziebe, die das Lösgeld gibet/ und mich kräftiglich vertritt:/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird erwecken/ aus dem Grab der Sterb⸗ lichkeit,/ Liebe, die mich wird umstecken/ mit dem Laub der Serrlichkeit: /Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu blei⸗ ben ewiglich. Johann Scheffler, 3624 5677. Str. 4 Salle 57og. 202 Adam Drese, um 36o. — ——— 3. See⸗len- bräu⸗ti · gam,/ Je⸗ su, Got ⸗tes SS......I. I Lamm,/ ha⸗be Dank für dei⸗ ne Lie ⸗be,/ die mich zieht aus —.— . I reinem Trie⸗be/ zu des Rreuzes Stamm,/ Jesu, Gottes Lamm. 2. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Tod,/ du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ durch dein Blut so rot,/ wahrer Mensch und Gott. ————.— ö ö— 14. + 2. 32——**———— ...—.— EEE —— —— Liebe zu Jesu 203 3. Meines Glaubens Licht/ laß verlöschen nicht;/ salbe mich mit Freudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja ver⸗ löͤsche nicht/ meines Glaubens Licht. 4. So werd ich in dir/ bleiben für und für;/ deine Liebe will ich ehren/ und in dir dein Lob vermehren,/ weil ich für und für/ bleiben werd in dir. 5. Seld aus Davids Stamm,/ deine Liebesflamm/ mich ernähre und verwehre,/ daß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir gleich gram,/ Zeld aus Davids Stamm. b. Großer Friedefürst,/ wie du hast gedürst/ nach der Menschen Heil und Leben/ und dich in den Tod gegeben,/ da du riefst:„Mich dürst!“/ großer Friedefürst. 7. Deinen Frieden gib/ aus so großer Lieb/ uns, den Deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen;/ denen du bist lieb,/ deinen Frieden gib. 8. Vun ergreif ich dich,/ du mein ganzes Ich;/ ich will nimmermehr dich lassen,/ sondern gläubig dich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 9. Sier durch Spott und Zohn,/ dort die Ehrenkron;/ hier im Hoffen und im Glauben,/ dort im aben und im Schauen;/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Sohn. 30. Jesu, hilf, daß ich/ allhier ritterlich/ alles durch dich überwinde/ und in deinem Sieg empfinde,/ wie so ritter⸗ lich/ du gekämpft für mich. )). Du mein Preis und Ruhm,/ werte Himmelsblum,/ in mir soll nun nichts erschallen,/ als was dir nur kann ge⸗ fallen,/ werte Zimmelsblum,/ du mein Preis und Ruhm. Adam Drese, 3620—- 370). 203 Halle 3704. ö. 2————— * n F VI wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich stei⸗ ge aus der Schwermutshöh⸗ Frankf. Evang. Gesangb. 9 Liebe zu Jesu len,/ wenn ich in dei⸗ ner Lie⸗be ruh. len/ und ei ⸗le dei⸗ nen Ar⸗ men zu.) 4. ————0 4— ——— Da muß die Nacht des Trau⸗erns schei⸗den,/ wenn I +. +. 8 1 ö ö H 4 ö— mit so an⸗ge⸗neh⸗men Freu⸗den/ die Lie ⸗be 3. ö— — ——..— 5 x strahlt aus dei ner Brust;/ hier ist mein Sim ⸗mel 1284 777• I 2— — — IHII 1287 S........ schon auf Er⸗den. Wer woll⸗te nicht ver⸗gnü⸗ get SSSISI.......... wer⸗den,/ der in dir su⸗chet Ruh und Austꝛ 2. Die Welt mag meine Feindin heißen./ Es sei also, ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Lieb erweisen/ bei einem freundlichen Gesicht./ In dir vergnügt sich meine Seele;/ du bist mein Freund, den ich erwähle,/ du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht./ Der Welt Saß kann mich doch nicht fällen,/ weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen/ mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moses Eifer drücken,/ blitzt auf mich des Besetzes Weh,/ droht Straf und Sölle meinem Rücken,/ so steig ich gläubig in die Zöh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden;/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mich kein Q. ++ 1247 Eüsil Pere: Liebe zu Jesu 204 Fluchstrahl treffen kann./ Tritt alles wider mich zusammen,' du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 3. Führst du durch Wüsten meine Reise,/ ich folg und lehne mich auf dich./ Du gibst mir aus den Wolken Speise/ und labest aus dem Felsen mich./ Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen,/ genug, wenn ich dich bei mir hab./ Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren/ und über Sonn und Sterne führen,/ den führest du zuvor hinab. 6. Der Tod mag andern düster scheinen, /mir nicht, weil Seele, Zerz und Mut/ in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht./ Wen macht des Weges End er⸗ zittern,/ wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in die Sicherheit?/ Mein Licht, so will ich auch mit Freuden/ aus dieser finstern Wildnis scheiden/ zu deiner Ruh der Ewigkeit. b. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen,/ so wohl, wenn ich mich lehn auf dich./ niich kann Welt. Not und Tod nicht qualen,/ weil du, mein Hott, vergnügest mich./ Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte/ des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien,/ nichts kann als Jesus mich erfreuen./ O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 3660—7a. weise: Seelenbräutigam Adam Drese, um 3690. (Dr. z0oꝛz). ESS.....=— E— .—.—.— ——.. Ruh?/ Un⸗ter vie len aus⸗er⸗ o-ren,/ Le⸗ben de ⸗ rer, —.— W XI 1 Q◻+—L LV—LV—L U◻— ————— 72 die ver ⸗lo ⸗ ren,/ und ihr Licht da· zu;/ Je ⸗ su, sü⸗ße Ruh. 2⁰04 Liebe zu Jesu 2. CLeben, das den Tod,/ mich aus aller Vot/ zu erlösen, hat geschmecket,/ meine Schulden zugedecket/ und mich aus der Vot/ hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Serrlichkeit,/ du bist vor der Zeit/ zum Er⸗ löser uns geschenket/ und in unser Fleisch versenket/ in der Füll der Zeit,/ Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld,/ Tod, Sünd, Söll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges eil erfunden/ durch das Lösegeld/ deines Bluts, o Seld. Höchste Majestät,/ Rönig und Prophet,/ deinen Zepter will ich küssen,/ ich will sitzen dir zu Füßen,/ wie Maria tät,/ höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm/ als dein Eigentum/ durch des Geistes Licht erkennen,/ stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum,/ allerschönster Ruhm. 7. Deiner Sanftmut Schild,/ deiner Demut Bild mir an⸗ lege, in mich präge,/ daß kein Zorn noch Stolz sich rege;/ vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn,/ der zur Welt will hin,/ daß ich nicht mög von dir wanken,/ sondern bleiben in den Schran⸗ ken;/ sei du mein Gewinn,/ gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf,/ daß ich meinen Lauf/ unverrückt zu dir fortsetze/ und mich nicht in seinem Vetze/ Satan halte auf;/ fördre meinen Lauf. 0. Deines Geistes Trieb/ in die Seele gib,/ daß ich wachen mög und beten,/ freudig vor dein Antlitz treten; Fungefärbte Lieb/ in die Seele gib. 73. Wenn der Wellen Macht/ in der trüben Nacht/ will des erzens Schifflein decken,/ wollst du deine Zand aus⸗ strecken;/ habe auf mich acht,/ Hüter, in der Nacht. 2. Einen Heldenmut,/ der da Gut und Blut/ gern um deinetwillen lasse/ und des Fleisches Lüste hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ durch dein teures Blut. 3. Solls zum Sterben gehn,/ wollst du bei mir stehn,/ mich durchs Todestal begleiten/ und zur Herrlichkeit bereiten,/ daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670—739. u S....I...... 3 Liebe zu Jesu 205 206 Weise: Seelenbräutigam (Vr. z02). E ee re, *. E . Je⸗ su, geh vor⸗ an/ auf der Le⸗bens⸗ Adam Drese, um 3690. D E Pnr dn ue ne. ii i Ee,, ee. ö ñHakeE, E 1 bahn,/ und wir wol ⸗ len nicht ver ⸗ wei · len,/ dir ge ⸗ treu ⸗lich ——5 51 nach · zu ⸗ei ⸗lenʒ/ führ uns an der oHand/ bis ins Va ⸗ ter · land. *1+ ————— 2. Solls uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwersten Tagen/ niemals über Lasten klagen;/ denn durch Trübsal hier/ geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz,/ kümmert uns ein fremdes Leiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. 3. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang./ Führst du uns durch rauhe Wege,/ gib uns auch die nötge Pflege;/ tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. Vach Wikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700—3760. 200 Rarl Knödel, 3883. 4 EZ.E EEπ—— ...—— —— sein/ bringt gro⸗ßen Frie⸗den ins Herz hin⸗ 206 Liebe zu Jesu „=,. ö——.— EEREEEE ein;/ und dein Gna⸗ den- an ⸗blick macht uns so E—.. se lig, daß Leib und See⸗ le dar⸗ —— x ů —.—......——— Ue ber froh lii, und danr bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht/ voll Zuld und Gnade wohl leiblich nicht,/ aber unsre Seele kanns schon ge⸗ wahren:/ du kannst dich fühlbar gnug offenbaren,/ auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht/ dein zu genießen recht wär bedacht,/ der hätt ohne Ende von Glück zu sagen,/ und Leib und Seele müßt immer fragen: /Wer ist wie dus 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein,/ uns täglich reichlich die Schuld verzeihn,/ heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen/ und unsrer Seele als Freund begegnen/ ist deine Lust. v. Ach gib an deinem kostbaren Seil/ uns alle Tage voll⸗ kommnen Teil/ und laß unsre Seele sich immer schicken,/ aus Vot und Liebe nach dir zu blicken/ ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald/ mit deiner blutigen Todsgestalt; ja, die laß uns immer vor Augen schweben/ und dein wahrhaftiges In⸗ uns/leben/ zu sehen sein. 7. Ein herzlich Wesen und Rindlichkeit/ sei unsre Zierde zu aller Zeit,/ und die Blutbesprengung aus deinen Wunden ‚ erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel hinein/ mit dir vergnügt wie die Kindlein sein./ Muß man gleich die Waͤngen noch manchmal netzen:/ wenn sich das Serz nur an dir stets letzen/ und stillen kann. —„ 2 8 22 9 98 82— 1 2—————— —— 2. —588— 8 5 V H———— 5 2 1— 5 see 2 8 8— —2 8——— —— — 2— 832 85 5 8 V 7 5 5 VS 5 45 . 2 2. 8—* I 2— —.— 3——— 28 Fr E 3— T 2 V — =. 2 8— 2—8 3 e 2— DI 58 2— —— 6 —— IX 8 2— 22 2 us 2 8 2 7 s 2 2 j—. 2 4 28 2 32 8— 8—— 8.—. 7* 8 2 2 8 98 48 1 .— 2 252 S 2— 5 2. 2 838 5 3 2 2 2 — 2 5 E— 282 + ·— ½ +— S53E 3*⸗ 7* SS 8 208 Liebe zu Jesu SS............. wüßt ich si⸗cher, was ich lieb⸗te,/ die Zukunft ............ SRASRASEEEEE—— 2 2— wär ein dunkler Schlund;/ und wenn mein Herz sich tief be⸗ ,er de n, ——ü——— trüb ⸗te,/ wem tät ich mei ⸗ne Sor⸗gen kund: 2. Du kamst, ein Heiland, ein Befreier,/ ein Menschensohn, voll Lieb und Macht,/ und hast ein allbelebend Feuer/ in unsern Serzen angefacht./ Nun sehn wir erst den Zimmel offen/ als unser altes Vaterland,/ wir können glauben, lieben, hoffen/ und fühlen uns mit Gott verwandt. 3. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt die Irrenden herein,/ streckt jedem eure Hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns ein./ Der Zimmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an;/ die eines Glaubens mit uns werden,/ auch denen ist er aufgetan. Friedrich von Hardenberg(Vovalis), 377²2— 380)j. Weise: O du Liebe meiner Liebe II.(s. Vr. 3os). Brüdergemeine, um 5740. — SSSSI— 105 2— ö Bei dir, Je⸗ su, will ich blei ⸗ben,/ V. Vichts soll mich von dir ver ⸗trei⸗ ben,/ —.—............ ——— stets in dei nem Dien-ste stehn; will auf dei nen We⸗ gen gehn./ Du bist Liebe zu Jesu 208 ö 2— .— ö.— mei ⸗ nes Le⸗ bens Le⸗ben,/ mei⸗ ner See⸗le Ra—.—.—.—.—— Trieb und Kraft,/ wie der Wein⸗stock sei ⸗nen a—.—— Re⸗ ben/ zu⸗ strömt Kraft und Le⸗bens ⸗saft. AII 2. Rönnt ichs irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ soviel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereit?/ Xönnt ich je getroster werden/ als bei dir, Herr Jesu Christ,/ dem im Zimmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ists 3. Wo ist solch ein Serr zu finden,/ der, was Jesus tat, mir tut:/ mich erkauft von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blut?/ Sollt ich dem nicht angehören,/ der sein Leben für mich gab?/ Sollt ich ihm nicht Treue schwö⸗ ren,/ Treue bis in Tod und Grabs 4. Ja, Serr Jesu, bei dir bleib ich/ so in Freude wie in Leid; /bei dir bleib ich, dir verschreib ich/ mich für Zeit und Ewigkeit./ Deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Welt;/ denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden,/ bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,/ wenn es nun will Abend werden/ und die NVacht herniedersteigt./ Lege segnend dann die Hände/ mir aufs müde, schwache aupt/ und sprich:„Kind, hier gehts zu Ende;/ aber dort lebt, wer hier glaubt.“ 6. Bleib mir dann zur Seite stehen,/ graut mir vor dem kalten Tod/ als dem kühlen, scharfen Wehen/ vor dem Zimmelsmorgenrot./ Wird mein Auge dunkler, trüber,. dann erleuchte meinen Geist,/ daß ich fröhlich zieh hinüber,/ wie man nach der Heimat reist. Philipp Spitta, 31803-3889. VERAιε3n Af COI Die auf den Jerrn hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewig bleiben. Denn der herr ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit. Psalm 125, I. L. Vorreformatorisch. 20 Straͤßburg 366˙. Psalm 3 0 1 1 ———— , . In dich hab ich ge⸗hof⸗fet, Serr;/ hilf, ——— ———————— daß ich nicht zu Schan⸗den werd/ noch e⸗ wig⸗ äSIS ö — lich zu Spot ⸗ te. Das bitt ich dich,/ er⸗ ———, hal⸗ te mich/ in dir, dem treu⸗ en Got ⸗tel Eine andere Weise. WMürnberg 388). 9 ). In dich hab ich ge⸗ vertrauen auf Gott 209 hof ⸗fet, Serr;/ hilf, daß ich nicht zu Schan⸗ r nn n den werd/ noch e⸗ wig⸗ lich zu Spot ⸗-te./ — — e. Das bitt ich dich,/ er⸗ hal⸗ te mich/ ——.—— 2 1. e in dir, dem treu⸗ en Got 1e. z. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tu dich herfür,/ eil, bald mich zu erretten./ In Angst und weh/ ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Vöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei mir ein Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich gar sehr/ der Feinde Seer/ anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,/ mein HSilf, mein eil, mein Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not:/ wer mag mir widerstrebenꝛ? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht/ mit Lügen und falschem Gedicht/ viel Vetz und heimlich Stricke; Herr, Tüche mein wahr/ in dieser Gfahr,/ bhüt mich vor falscher Tücke. b. Herr, meinen Geist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir;/ nimm mich in deine Hände./ O wahrer Gott,/ aus aller Vot/ hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit,/ Lob seinem heilgen Namen. /Die göttlich Kraft/ mach uns sieghaft/ durch Jesum Christum. Amen. Adam Reißner, 3496—)979. r H inn, ——— 250 Vertrauen auf Gott 2 1 O Paris 35330. V V 1 1— 1 2— 1 1— .. 2..—*— Was mein Gott will, das gscheh all⸗ zeit,/ zu hel⸗fen dem ist er be ⸗reit,/ ———.. sein Win der ist der be stez) 8 r de n ihn glau⸗bet je sie. 1 1— —.—— hilft aus Vot,/ der from⸗me Gott,/ und züch ⸗ti⸗ —————.—— +Z 1 J.— ———— 2———. I get mit Ma⸗ßen./ wer Gott ver⸗ traut// fest auf ihn ———— ö 1 1.— — 0 0⁰ 1 1 ISII —— 1—— Hl baut,/ den will er nicht ver ⸗ las sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Soffnung und mein Leben;/ was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr,/ denn all mein Haar/ er selber hat gezählet;/ er hüt und wacht,/ stets für uns tracht,/ auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt/ hinfahrn nach Bottes Willen/ zu meinem Bott; wanns ihm gefällt, /will ich ihm halten stille./ Mein arme Seel Nich Gott befehl/ in meiner letzten Stunden./ Du frommer Gott,/ Sünd, Söll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. VNoch eins, Serr, will ich bitten dich,/ du wirst mirs nicht versagen:/ wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht verzagen./ Zilf, steur und wehr,/ ach Sott, mein Zerr, zu Ehren deinem Namen./ Wer das begehrt,/ dem wirds H it . H1 Vertrauen auf Gott 29 211 Hyon 3547. .I. S—2——— EIEEE SII.. 3. Wenn wir in höch⸗sten W6 · ten sein/ und . 2——2 1 wis⸗sen nicht, wo aus noch ein,/ und fin⸗den we⸗ der —....— N —— Zilf noch Rat,/ ob wir gleich sor⸗gen früh und spat, 2. so ist dies unser Trost allein,/ daß wir zusammen insge⸗ mein/ dich anrufen, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Vot. 3. und heben unser Aug und Serz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und flehen um Begnadigung/ und aller Strafen Linderung, 4. die du verheißest gnädiglich/ allen, die darum bitten dich/ im Namen deins Sohns Jesu Christ,/ der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Sott,/ und klagen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trübsal und Gefahr. b. Sieh nicht an unsre Sünde groß,/ sprich uns davon aus Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei, 7. auf daß von Serzen können wir/ nachmals mit Freuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort,/ dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 3357—7669. 232 Vertrauen auf Sott Weise: Was mein Sott will, das gscheh allzeit(Vr. 230). — H—.— ——————— EEE— T Wer Sott ver⸗traut, hat wohl ge⸗baut wer sich ver⸗läßt auf Je⸗ sum Christ,t/ — d en. —.——— SISI— —— im SHim-mel und auf Er⸗ den; Dar dem muß der Him⸗mel wer den. Paris 3330 0 — +. 2 — E um auf dich all Hoffnung ich/ ganz fe⸗stign⸗ EEEEEEE—— S‚‚DDEI—. lich will set⸗ zen;/ Zerr Je ⸗su Christ, mein Trost du III R ++ 7127 ö DIIEE... ........ bist/ in To⸗ des⸗ not und Schmer zen. z. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr/ und aller Welt zuwider,/ dennoch so bist du, Jesu Christ,/ der sie all schlägt danieder;/ und wenn ich dich nur hab um mich/ mit deinem Geist und Gnaden,/ so kann fürwahr mir ganz und gar/ nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich,/ denn du kannst mirs wohl geben,/ was mir ist not, du treuer Gott,/ für dies und jenes Leben./ Gib wahre Reu, mein Herz erneu,/ errette Leib und Seele./ uch höre, Herr, dies mein Begehr/ und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 3 von Joachim Magdeburg, 18926— 387. Str. 2 und 3: 107. vertrauen auf Gott 233 213 Erfurt 3872. —..— ö— 11. 2— —————— Von Gott will ich nicht las⸗sen,/ denn ). Uführt mich auf rech ter Stra⸗ßen,/ sonst 1*— ————.——.— —.—ꝓj..— 2.——— —* er läßt nicht von mir, ö ain9 ih an. der Ber⸗30 2—.—— Zand;/ den A⸗bend und den Mor ⸗gen tut er mich —.—— .—‚SI‚‚.———— ——3— wohl ver⸗ sor ⸗gen,/ wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Hulde/ und Wohltat all ver⸗ kehrt,/ so findt sich Gott gar balde/ sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett von Sünd und Schanden,/ von Retten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren Zeit;/ es kann mich nicht gereuen,/ er wendet alles Leid./ Ihm sei es heimgestellt;/ mein Leib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott dem Serrn ergeben,/ er schaffs, wies ihm gefällt. 3. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen,/ schenkt uns den Herren Christ,/ sein eingebornen Sohn;/ durch ihn er uns bescheret,/ was Leib und Seel ernähret./ Lobt ihn ins Simmels Thron. 5. Lobt ihn mit Zerz und Munde,“ ihn, der uns beides schenkt;/ das ist ein selge Stunde,/ darin man sein gedenkt;/ denn sonst verdirbt all Zeit,/ die wir zubringn auf Erden./ wir sollen selig werden/ und bleibn in Ewigkeit. 274 Vertrauen auf Gott 6. Auch wenn die Welt vergehet/ mit ihrem Stolz und Pracht,/ nicht Ehr noch Gut bestehet,/ das vor war groß geacht./ Wir werden nach dem Tod tief in die Erd be⸗ graben;/ wenn wir geschlafen haben,/ will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren,/ geführt in Abrams Schoß// der Leib wird neu geboren,/ von allen Sünden los,/ ganz heilig, rein und zart,/ ein Rind und Erb des Herren;/ daran muß uns nicht irren/ des Teufels listge Art. 8. Darum, ob ich schon dulde/ hier Widerwärtigkeit,/ wie ich auch wohl verschulde,/ kommt doch die Ewigkeit,/ ist aller Freuden voll,/ die ohne alles Ende,/ dieweil ich Chri⸗ stum kenne,/ mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat./ Sein Sohn hat Guts die Fülle/ erworben uns und Gnad./ Auch Gott der heilge Geist/ im Glauben uns regieret,/ zum Reich der Simmel führet./ Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Audwig Selmbold, 5832—3398. Weise: Aus tiefer Vot schrei ich zu dir(Nr. 340 II). 214 Straßburg 3325. 04 ů..— SI I............. — 1— I 1 Herr, wie du willst, so schicks mit mir/ im al ⸗lein zu dir steht mein Be⸗ gier,/ laß ++. AI + Le⸗ben und im Ster⸗ben; mich, Serr, nicht ver ⸗ der⸗ben. —.—— SSISS.— nur in dei⸗ner uld,/ sonst wie du willst; gib mir Ge⸗ + 9. ö +. 1 ö +. Z.— —— III...... I‚nl,,ꝓ Er ⸗halt mich duld,/ denn dein Will ist der be ste. ——— vertrauen auf Gott 275 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Serr,/ und Lieb zu deinem Worte;/ behüt mich, Herr, vor falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligkeit;/ wend ab all Ungerechtigkeit/ in meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt ab⸗ scheiden,/ verleih mir, Herr, nur deine Gnad,/ daß es ge⸗ scheh mit Freuden./ Mein Leib und Seel befehl ich dir;/ o err, ein selig End gib mir/ durch Jesum Christum. Amen. RKaspar Bienemann, 3840—389). Weise: Vater unser im Humelreich(Vr. 380). 215 Leipzig 3839. LE 2——— H L E —.— L 0 + I 2 2. 2 1 1 0 +—2 3. Ach Gott, wie manches Ser ⸗ ze⸗leid/ be⸗ geg⸗ — x— D. rrnnen ,.—.—.———.—.. net mir zu die⸗ser Zeit;/ der schma⸗ le Weg ist ................ läs⸗set Fleisch und Blut/ sich zwingen zu dem ew⸗ gen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wenden hind/ Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn;/ bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat/ allzeit gewiß gefunden hat./ Wiemand jemals verlassen ist,/ der hat getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Serr und Sott allein,/ wie süß ist mir der Vame dein! /Es kann kein Trauern sein so schwer,/ dein süßer Wam erfreut viel mehr;/ kein Elend mag so bitter sein,/ dein süßer Trost der linderts fein. 236 Vertrauen auf Gott 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht,/ so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht./ Wenn ich dich hab, so hab ich wohl,/ was ewig mich erfreuen soll./ Dein bin ich ja mit Leib und Seel,/ was kann mir tun Sünd, Tod und Sölls 5. Kein beßre Treu auf Erden ist/ denn nur bei dir, Herr Zesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt;/ dein Wahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt,/ der ewig mich behüten wird. 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir,/ so fühl ich Fried und Trost in mir;/ wenn ich in Vöten bet und sing,/ so wird mein Serz recht guter Ding./ Dein Geist bezeugt, daß solches frei/ des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7. Drum will ich, weil ich lebe noch,/ das Rreuz dir tragen fröhlich nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit,/ es dient zum Besten allezeit;/ hilf mir mein Sach recht greifen an,/ daß ich den Lauf vollenden kann. 8. HZilf mir auch zwingen Fleisch und Blut,/ vor Sünd und Schanden mich behüt;/ erhalt mein Zerz im Glauben rein,/ so leb und sterb ich dir allein./ Jesu, mein Trost, hör mein Begier:/ O mein Seiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 36947οο(nach d. latein. Zymnus„Jesu dulcis memoria“). Vaten sein. 55 21 2 Lyon 3847. „ ö— ö——— SE ◻. 3. Hilf, Sel⸗fer, hilf in Angst— und Vot /er⸗ N ü..——— —4—3.———— 1—. ö—.— 1 1 1 22 1 barm dich mein, du treu⸗er Gott!/ Ich bin ja doch dein — x——— H ——— 2— III .SI lie ⸗bes Kind/ trotz Teu⸗fel, Welt und al⸗ler Sünd. P— ů— ö— —.—————— vertrauen auf Gott 297 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr;/ wenn ich dich hab, was will ich mehr?/ Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ,/ du mein Gott und Erlöser bist. z. Des freu ich mich von Herzen fein,/ bin guten Muts und harre dein,/ verlaß mich gänzlich auf dein Wort./ Silf, Helfer, hilf, du treuer Hort! Martin Moller, 18947 606(nach Nikolaus Selnecker, 3830— 389½). 21 + Würnberg 3874. —— 44 7 + 3. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in Angst und Not;/ der 12——— ö Larin.„ PSP..I..... kann mich all⸗zeit ret⸗ten/ aus Trübsal, Angst und Vöten,/ mein ——————1 Un⸗glück kann er wen˖den,/ steht alls in sei⸗ nen Hän⸗den. z. Ob mich mein Sünd anficht,/ will ich verzagen nicht;/ auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen,/ ihm will ich mich ergeben/ im Tod und auch im Leben. z. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Ge⸗ winn,/ und Christus ist mein Leben;/ dem hab ich mich ergeben,/ ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Serr Jesu Christ,/ der du geduldig bist/ für mich am Kreuz gestorben,/ hast mir das Heil erworben,/ uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden. 5. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten,/ Herr Christ, zu allen Zeiten,/ auf daß wir deinen Wamen/ ewiglich preisen. Amen. Wittenberg und Würnberg 3607. Vertrauen auf Gott SEEEESESESEEI e e d e SS Bei Bartholomaus Gesius, 300z. Psalm 37,. P n e err e d den d d, ——————— S.S.SS....... Be-⸗fiehldu dei⸗ ne We?⸗ge/ und was dein er ⸗ze der al ⸗ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ge/ des, der den im ⸗mel I ö 1 1 ö— ———————.——————.— ERDE. kränkt, ‚ lenkt. Der Wol⸗ken, Luft und Winden/ gibt We⸗ge, Cauf und + + +. SD....————4 + N — 1+2——— ...... E Bahn,/ der wird auch We⸗ge fin⸗den/ da dein Fuß ge⸗hen kann. 2. Dem Zerren mußt du trauen,/ wenn dirs soll wohl⸗ x ergehn;/ auf sein Werk mußt du schauen,/ wenn dein Werk tt IILN LILIIU A. . SDSSSSSEEEEE 37 —— vertrauen auf Gott 258 soll bestehn./ Mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbst⸗ eigner Pein/ läßt Gott sich gar nichts nehmen,/ es muß erbeten sein. z. Dein ewge Treu und Gnade,/ o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade/ dem sterblichen Seblüt;/ und was du dann erlesen,/ das treibst du, starker Seld,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 3. Weg hast du allerwegen,/ an Mitteln fehlt dirs nicht;/ dein Tun ist lauter Segen,/ dein Gang ist lauter Aicht;/ dein werk kann niemand hindern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn du, was deinen Xindern/ ersprießlich ist, willst tun. 56. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zurücke gehn;/ was er sich vorgenommen/ und was er haben will,/ das muß doch endlich kommen/ zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele,/ hoff und sei unverzagt;' Gott wird dich aus der Söhle,/ da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken;/ erwarte nur die Zeit,/ so wirst du schon erblicken/ die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze/ und Sorgen gute Nacht,/ laß fahren, was das Serze/ betrübt und traurig macht;/ bist du doch nicht Regente,/ der alles führen soll,/ Gott sitzt im Regimente/ und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten,/ er ist ein weiser Fürst/ und wird sich so verhalten,/ daß du dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret,/ mit wunderbarem Rat/ das Werk hinausgeführet,/ das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Trost verziehn/ und tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich begeben/ und solltst du für und für/ in Angst und Nöten schweben,/ als frag er nichts nach dir. 30. Wirds aber sich befinden,/ daß du ihm treu ver⸗ bleibst,/ so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst;/ er wird dein Serze lösen/ von der so schweren Last,/ die du zu keinem Bösen/ bisher getragen hast. 1). Wohl dir, du Kind der Treue,/ du hast und trägst davon/ mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehren⸗ kron;/ Gott gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte Sand,/ und du singst Freudenpsalmen/ dem, der dein Leid gewandt. 239 Vertrauen auf Gott 2. Mach End, o Serr, mach Ende/ mit aller unsrer Vot; stärk unsre Füß und Zände/ und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein,/ so gehen unsre Wege/ gewiß zum Simmel ein. Paul Gerhardt, 36073076. —2 CE..V—— 219 Jakob Sintze, 6ꝛo. ö 1 7 1 Gib dich zu⸗frie⸗den und sei stil ⸗le/ 27 in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fül ⸗le,/ — ö— —.—.— ö E.— ö 2. 5555.——..——.—.—.— H+=— II in dem Got ⸗te dei⸗ nes I n ohn ihn mühst du dich ver⸗ge bens; — 2 1— —.‚..I...I. 1 1—— 2.— dein Ouell und dei⸗ ne Son ⸗ne,/ scheint täg-lich hell zu dei ⸗ner Won⸗ne./ Gib dich zu⸗frie⸗den. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden,/ ungefärbten, treuen Herzens;/ wo er steht, tut dir keinen Schaden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden,/ ja auch den Tod hat er in Händen./ Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht verborgen;/ er sieht und kennet aus der Zöhe/ der betrübten Herzen Sorgen./ Er zählt den Lauf der heißen Tränen/ und faßt zu Sauf all unser Sehnen. /Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden,/ dessen Treue du darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster werden/ und — I t bertrauen auf Sott 279 u deinem Besten schauen./ Er weiß dein Leid und heimlich Grämen,/ auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen./ Gib dich zufrieden. 3. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens tille RKlagen/ und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; /er ist nicht fern, steht in der Ritten,/ hört bald und gern der Armen Bitten./ Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen,/ halt an Gott, so wirst du siegen;/ ob alle Fluten einhergingen,/ dennoch mußt du oben liegen;/ denn wenn du wirst zu hoch beschweret,/ hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. 7 Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben,/ wie dus halten wollst und nähren/ Der dir das Leben hat gegeben,/ wird auch Unterhalt bescheren: /er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben./ Sib dich zufrieden. 8. Der allen Vöglein in den Wäldern/ ihr bescheidnes Rörn⸗ lein weiset,/ der Schaf und Rinder in den Feldern/ alle Tage tränkt und speiset,/ der wird viel mehr dich Eingen füllen/ und dein Begehr und Votdurft stillen. Gib dich zufrieden. 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Wot am größten./ Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu, uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden. 30. Bleibt gleich die Silf in etwas lange,/ wird sie dennoch endlich kommen;/ macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser,/ und was verzeucht, ist desto süßer./ Gib dich zufrieden. 3j. Vimm nicht zu Zerzen, was die Rotten/ deiner Feinde von dir dichten;/ laß sie nur immer weidlich spotten,/ Gott wirds hören und recht richten./ Ist Gott dein Freund und deiner Sachen,/ was kann dein Feind, der Mensch, groß machend/ Gib dich zufrieden. 2. Sat er doch selbst auch wohl das Seine,/ wenn ers sehen könnt und wollte./ Wo ist ein Glück so klar und reine,/ SSSSSSSSSiiiiiiiF SDSDSDRSRSRHRHRHRFIFIFIFIFIFIFIFFFFF———— 220 Vertrauen auf Gott dem nicht etwas fehlen sollte/ Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plaͤgens/ Gib dich zufrieden. 3. Es kann und mag nicht anders werden,/ alle Menschen müssen leiden;/ was webt und lebet auf der Erden,/ kann das Unglück nicht vermeiden;/ des Kreuzes Stab schlägt unsre genden zufrieden. 74. Es ist ein Ruhetag vorhanden,/ da uns unser Gott wird lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses bis in das Grab, da wirds sichs enden./ Gib dich Leibs und allem Bösen./ Es wird einmal der Tod her⸗ springen/ und aus der Gual uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden. 6. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und Getreuen,/ die hier mit Frieden abgefahren,/ sich auch nun im Frieden freuen,/ da sie den Grund, der nicht kann brechen,/ den ewgen Rund selbst hören sprechen:/ Gib dich zufrieden. Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit(Vr. 230o). LVI 5— 2— — Paris 333o. —.—. 1 2 101 0 Ich hab in Sot⸗tes Zerz und Sinn/ was bön se scheint, ist mir Ge⸗ winn,/ I 1 mein Zerz und Sinn er ge⸗ ben, der Tod selbst ist mein Le. ben. Ich I. 50 2—— 1—. EIESSISSEEE— 2— 122 EEENEN 4 bin ern Sohn/ des, der den Thron/ des Him ⸗ mels +. 1 + + I . 1 auf„öge⸗ zo⸗ gen;/ ob er gleich schlägt/ und Kreuz auf⸗ I ++ V Paul Gerhardt, 3607—3676. vertrauen auf Gott x 220 ö 1 ö EEEE + legt,/ bleibt doch sein Herz ge⸗ wo gen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr,/ mein Vater muß nich lieben./ Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer,/ so will er mich nur üben/ und mein Gemüt /in seiner Güt/ gewöhnen fest zu stehen./ Halt ich dann stand,/ weiß seine Hand/ mich wieder zu erhöhen. 3. zudem ist Weisheit und Verstand/ bei ihm ohn alle Maßen; /Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt,/ zu tun und auch zu lassen./ Er weiß, wann Freud,/ er weiß, wann Leid/ uns, seinen Kindern, diene;/ und was er tut,/ ist alles gut,/ obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast,/ was Fleisch und Blut begehret,/ als sei mit einer großen Last/ dein Glück und Zeil beschweret;/ hast spät und früh/ viel Sorg und müh,/ an deinen Wunsch zu kommen,/ und denkest nicht,/ daß, was geschicht,/ gescheh zu deinem Frommen. 6. Fürwahr, der dich geschaffen hat/ und sich zur Ehr erbauet,/ der hat schon längst in seinem Rat/ ersehen und beschauet/ aus wahrer Treu,/ was dienlich sei/ dir und den Deinen allen./ Laß ihm doch zu,/ daß er nur tu/ nach seinem Wohlgefallen. b. Wies Sott gefällt, so muß es sein,/ zuletzt wirds dich erfreuen;/ was du jetzt nennest Rreuz und Pein,/ wird dir zum Trost gedeihen./ Wart in Geduld,/ die Gnad und Huld/ wird sich doch endlich finden;/ all Angst und Qual/ wird auf einmal/ gleichwie ein Dampf verschwinden. 7. Ei nun, mein Sott, so fall ich dir/ getrost in deine Hände./ Wimm mich und mach es du mit mir/ bis an mein letztes Ende,/ wie du wohl weißt,/ daß meinem Geist/ da⸗ durch sein Zeil entstehe/ und deine Ehr/ je mehr und mehr/ sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnenschein,/ so nehm ichs an mit Freuden;/ solls aber Kreuz und Unglück sein,/ will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier/ des Lebens Tür/ noch serner offen stehen:/ wie du mich führst/ und führen wirst,/ so will ich gern mitgehen. 227 Vertrauen auf Gott 9. Soll ich denn auch des Todes Weg/ und finstre Straße reisen,/ wohlan, so tret ich Bahn und Steg,/ den mir dein Augen weisen./ Du bist mein Sirt,/ der alles wird zu solchem Ende kehren,/ daß ich einmal/ in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 36076r0. (Eine andere Weise s. zu Nr. 272) 221 Johann Crüger, 3663 1 FDCD 2 20 2— 2— Schwing dich auf zu dei⸗ nem Gott,/ du 2— War⸗ um liegst du, Gott zum Spott,/ in .. be⸗ trüb⸗ te See ⸗le! der Schwermuts⸗ höh⸗leꝛ Merkst du nicht des J. — ö ö —.——2— f— 23. +—.—— — — ö +. —⸗ Sa⸗tans List? /Er will durch sein Rämp⸗fen/ dei ⸗nen — 5 ö—.— * 1—— 2. Schüttle deinen Ropf und sprich: Flieh, du alte Schlange!/ Was erneust du deinen Stich,/ machst mir angst und bange; JIst dir doch der Ropf zerknickt,/ und ich bin durchs Leiden/ meines Seilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Hab ich, was nicht recht, getan,/ ist mirs leid von Serzen;/ dahingegen nehm ich an/ Christi Blut und Schmerzen,/ das ist der bezahlte Lohn/ meiner Missetaten;/ bring ich dies vor Gottes Thron,/ ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm,/ sein Recht meine Rrone,/ sein Verdienst mein Eigentum,/ darin frei ich ott Vertrauen auf Sott 222 aße dein zu dich 670. 0³³ 35 u 1 wohne /als in einem festen Schloß,/ das kein Feind kann fällen,/ brächt er gleich davor Geschoß/ und Gewalt der Höllen. 5. Stürme, Teufel, und du Tod,/ was könnt ihr mir schaden/ Deckt mich doch in meiner Not /Gott mit seiner Gnaden,/ der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst verehrt aus Liebe,/ daß der ewge Spott und Sohn/ mich nicht dort be⸗ trübe. b. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheider/ Dringt das liebe Kreuz herein/ mit dem bittern Leide:/ laß es dringen, kommt es doch/ von geliebten Händen,/ und geschwind zerbricht sein Joch,/ wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten,/ die gedeihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten;/ bin ich denn nun Gottes Kind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Sünd/ auf was Guts will ziehend 8. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen:/ wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen,/ son⸗ dern hat vollkommne Lust/ dort in Gottes Garten,/ der wohl um sein Leid gewußt,/ endlich zu erwarten. 9. Gottes Kinder säen zwar/ traurig und mit Tränen,/ aber endlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben machen;/ da wird all ihr Gram und Leid/ lauter Freud und Lachen. 0. Ei so faß, o Christenherz,/ alle deine Schmerzen,/ wirf sie fröhlich hinterwärts,/ laß des Trostes Kerzen/ dich ent⸗ zünden mehr und mehr./ Gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehr. /Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, 3607— 3676. Johann Georg Ebeling, 3666. r ,. iSt rr ns, 882 —t—...Ugy—ꝑꝑꝛ58 *——————.—.— * ). War⸗ um sollt ich mich denn grä⸗menꝛ/ —— Zab ich doch/ Chri⸗ stum noch;/ wer will mir den 0 4 5 ö —— —. 2.2 — — + neh ⸗ men?/ Wer will mir den Zim mel rau ⸗ben,/ * + ů— ͤöäSSIIIII...... IꝗP—— ö den mir schon/ Gottes Sohn/ bei⸗ge⸗legt im Glauben? 2. Vackend lag ich auf dem Boden,/ da ich kam,/ da ich nahm/ meinen ersten Gdem;/ nackend werd ich auch hin⸗ ziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein;) Gott allein/ ist es, ders gegeben./ Will ers wieder zu sich keh⸗ ren,/ nehm ers hin;/ ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ dringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich drum verzagen?/ Der es schickt, der wird es wenden;/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergötzt;/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragenz/ Fromm ist Sott und schärft mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten/ können mir/ nichts mehr hier/ tun, als meiner spotten./ Laß sie spotten, laß sie lachen;/ Gott, mein Seil,/ wird in Eil/ sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist, stets sich lassen schauen./ Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 8. Rann uns doch kein Tod nicht töten,/ sondern reißt- unsern Geist/ aus viel tausend Vöten,/ schließt das Tor der bittern Leiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen/ ich mein—8 auf den Schmerz/ ewiglich ergötzen./ Zier ist kein recht Gut zu fin⸗ den;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß im Nu verschwinden. Vertrauen auf Gott n vertrauen auf Gott 223 30. Was sind dieses Lebens Güter/ Eine Zand/ voller Sand,/ Rummer der Gemüter;/ dort, dort sind die edlen Ga⸗ ben,/ da mein Sirt /Christus wird/ mich ohn Ende laben. ). Herr, mein Sirt, Brunn aller Freuden,/ du bist mein,/ ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein, weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod ge⸗ geben. 2. Du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,/ o mein Licht,/ aus dem Herzen lasse./ Laß mich, laß mich hingelan⸗ gen,/ da du mich/ und ich dich/ ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 3607— 3676. weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Nr. 307). Eisleben 3899s. H——.— ö ö ö— 2—2————.— — 2315 9——x ). In al⸗len meinen Ta⸗ ten/ laß ich den ——— Höch ⸗ sten ra ⸗ten,/ der al⸗les kann und hat;/ er muß zu al ⸗len Din⸗gen/ solls an⸗ders wohl ge⸗ —.... Le wree ennn. S........ von mir beliebet,/ dasselbe hab auch ich erkiest. lin ⸗gen,/ mir sel⸗ber ge⸗ben Rat und Cat. 2. Vichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe,/ mein Jorgen ist umsonst./ Er mags mit meinen Sachen/ nach seinem Willen machen,/ ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er hat ersehen/ und was mir selig ist./ Ich nehm es, wie ers gibet;/ was ihm 223 Vertrauen auf Sott 4. Ich traue seiner Gnaden,/ die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schützt./ Leb ich nach seinen Sätzen,/ so wird mich nichts verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nützt. 9. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld;/ er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen/ und haben noch mit min Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich allzeit sein Wort. 7. Sat er es denn beschlossen,/ so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen,/ mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen; /er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat./ Es gehe, wie es gehe;/ dein Vater in der Söhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. Auf der Reise. 0. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nützen einem Stande,/ an den er mich bestellt./ Sein Segen wird mich lassen,/ was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Welt. ). Bin ich in wilder Wüste,/ so bin ich doch, Serr Christe, bei dir und du bei mir. Der Helfer in Gefahren/ der kann mich doch bewahren,/ wie dorten, ebenso auch hier. 72. Er wird zu diesen Reisen/ gewünschten Fortgang wei⸗ sen,/ wohl helfen hin und her;/ Gesundheit, Zeil und Leben,/ Zeit, Wind und Wetter geben/ und alles, was ich noch begehr. 3. Sein Engel, der getreue,/ macht meine Feinde scheue,/ tritt zwischen mich und sie./ Durch seinen zug, den frommen,/ sind wir so weit nun kommen/ und wissen selber fast nicht wie. 74. Gefällt es deiner Güte/ und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu,/ so werd ich Bott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. vertrauen auf Gott 224 33. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch erscheinen,/ ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits gewähren,/ was unser Wunsch und Zähren/ ihn bitten können überein. Paul Fleming, 3609—- 3640. 224 Georg Neumark, 3687. e d wrednenn 71 nur den lie ⸗ ben Gott läßt V. den wird er wun ⸗ der bar er⸗ en, Eerernri dneremere dre nn B. wal⸗ ten und hof⸗ fet auf ihn al ⸗le⸗ hal⸗ten in al⸗ ler Vot und Trau⸗rig⸗ .—.—.—.—.—....—...—.—.—.5 zei.) wer Gott dem Al⸗ler⸗höch'⸗sten traut, —»—— ö.III.......... der hat auf kei⸗ nen Sand ge⸗baut. z. Was helfen uns die schweren Sorgen,/ was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Ungemach?/ Wir machen unser Kreuz und Leid/ nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnadenwille,/ wie sein All⸗ wissenheit es fügt; Gott, der uns sich hat auserwählt,/ der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei;/ wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine Seuchelei,/ so kommt Gott, eh wirs uns ver⸗ sehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. 225 Vertrauen auf Gott v. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß du von Gott verlassen seist/ und daß ihm der im Schoße sitze,/ der sich mit stetem Glücke speist./ Die Folgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Söchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu machen,/ den Ar⸗ men aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,/ verricht das Deine nur getreu/ und trau des Simmels reichem Segen,/ so wird er bei dir werden neu./ Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Veumark, 362)—65) 22 5(Breslau 36s7) Ansbach 373j. SSIIIIIII.I.........— +————.— ). Sollt es gleich bis⸗ wei⸗ len schei⸗ nen,/ ———— ö ö x —.—.— 1— als wenn Gott ver⸗ließ die Sei⸗nen,/ o so —.—. glaub und weiß ich dies:/ Gott hilft end⸗lich doch ge⸗ wiß! 2. HZilfe, die er aufgeschoben,/ hat er drum nicht aufgeho⸗ ben;/ hilft er nicht zu jeder Frist,/ hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben,/ wonach ihre Rinder streben,/ so hält Gott auch Maß und Ziel;/ er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten,/ wenn die Not am aller⸗ 1.— H ——— ö— E x—U größten;/ er ist gegen mich, sein Kind,/ mehr als väterlich gesinnt. * —N—— ——2 vertrauen auf Gott 226 3. Laß die Welt nur immer neiden;/ will sie mich nicht länger leiden,/ ei so frag ich nichts danach,/ Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben,/ muß mir doch der Zimmel bleiben;/ wenn ich nur den Simmel krieg,/ hab ich alles zur Genüg. 7. Ach Serr, wenn ich dich nur habe,/ frag ich nicht nach andrer Gabe./ Legt man mich gleich in das Grab,/ gnug, gerr, wenn ich dich nur hab! Christoph Titius, 3647—3703. weise: Alles ist an Gottes Segen(Vr. 228). Frankfurt a. M. 5738. I IEIE. 3J. Wun⸗der⸗ an⸗fang, herrlich En ⸗de,/ wo die wun ⸗der⸗ wei⸗sen Zän⸗de/ Got⸗tes füh⸗ ren ein und aus./ ———— Wun⸗der⸗ weis⸗ lich ist sein Ra⸗ ten,/ wunderherrlich q:=—===c:::::? ———— sei ⸗ ne Ta ⸗ ten,/ und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? z. Denke doch, es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt geschehen/ ihm und dir zur Herrlichkeit./ Ob der Anfang selt⸗ sam scheinet,/ ist das End doch gut gemeinet;/ Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen/ und in großen Wasser⸗ güssen,/ und du spürst nicht seinen Fuß./ So auch in dem Meer der Sorgen/ hält Gott seinen Pfad verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. Frankf. Evang. Gesangb. Vertrauen auf Gott 4. Gott muß man in allen Sachen,/ weil er alles wohl kann machen,/ End und Anfang geben frei./ Er wird, was er ange⸗ fangen,/ lassen so ein End erlangen,/ daß es wunder⸗ herrlich sei. 9. Drum so laß dir nimmer grauen,/ lerne deinem Gott ver⸗ trauen,/ sei getrost und gutes Muts./ Er fürwahr, er wird es führen,/ daß dus wirst am Ende spüren,/ wie er dir tut lauter Guts. b. Du wirst seinen Ruhm erzählen/ und nicht vor der Welt verhehlen,/ was die blinde Welt nicht kennt./ Er wird dir dein Kreuz versüßen,/ daß du wirst bekennen müssen:/ Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Arnold Stockfleth, 1643—37es. 22/ SPS........... + Was Gott tut, das ist wohl⸗ ge⸗ tan,/ es wie er fängt mei ne Sa ⸗chen an,/ will Severus Gastorius, 56⁸3. ö— HN XII 4.—————— bleibt ge⸗recht sein Wil⸗ Ie; ich ihm hal⸗ ten stil ⸗le. ..I. I d SI..... Gott,/ der in der Not/ mich wohl weiß zu er⸗ — S.SI.SI.... I....—— DASEEEEEEEUAE— SNANAI hal ⸗ten;/ drum laß ich ihn nur wal ⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er wird mich nicht be⸗ trügen;/ er führet mich auf rechter Bahn,/ so laß ich mir ge⸗ nügen/ an seiner Zuld/ und hab Geduld;/ er wird mein Un⸗ glück wenden,/ es steht in seinen Sänden. vertrauen auf Gott 228 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er wird mich wohl bedenken; /er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken/ für Arzenei;/ Gott ist getreu,/ drum will ich auf ihn bauen/ und seiner Güte trauen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ er ist mein Licht und Leben,/ der mir nichts Böses gönnen kann;/ ich will mich ihm ergeben/ in Freud und Leid:/ es kommt die Zeit,/ da öffent⸗ lich erscheinet,/ wie treulich er es meinet. 6. Was Sott tut, das ist wohlgetan;/ muß ich den Kelch gleich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn,/ laß ich mich doch nicht schrecken,/ weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit süßem Trost im Serzen;/ da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan,/ dabei will ich ver⸗ bleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben,/ so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten;/ drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 3649—)708. 228 Frankfurt a. M. 3738. H ö ES 3. Al⸗-les ist an Got ⸗ tes Se⸗gen/ und an sei ner SSS.SIIPIIII II.II..3 Gnad ge⸗ le ⸗gen/ ü⸗ ber al⸗les Geld und Sut. — ö ö—— SS..... 1— wWer auf Gott sein Hoff-nung set⸗zet,/ der be⸗hält ganz un⸗ver-let⸗ zet/ ei ⸗ nen frei⸗en Hel⸗den⸗mut. 229 Vertrauen auf Gott z2. Der mich hat bisher ernähret/ und mir manches Glück bescheret,/ ist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderlich geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird forthin mein HZelfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen,/ die nur Sorg und Unr machen/ und ganz unbeständig sind;/ ich begehr nach dem ringen,/ was Genügen pflegt zu bringen/ und man jetzt gar selten findt. uh zu 4. Soffnung kann das Serz erquicken;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib und Leben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu er⸗ füllen,/ es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzu⸗ schreiben;/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben,/ will ich ihm nicht wider⸗ streben,/ ich verlasse mich auf ihn./ Ist doch nichts, das lang bestehet,/ alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. Mürnberg here. 229 Hannover 3648. 2 ů ... 4.— 1 2 .———— 2——5— 4—— Fira. Gott, ver ⸗laß mich nicht!„ Gib 2 ach füh re mich, dein Kind,/ daß mir die Gna⸗ den ⸗ hän⸗de; u ei ⸗ner ich den Lauf voll en- de 3 115 .— +.. + + +. 1 + I. +..— —— 2.—— 22. Se⸗lig⸗keit./ Sei du mein Le⸗bens ⸗licht,/ mein * vertrauen auf Gott 2350 —..—.— EEE ö ö ö E-. 22.— ö —————.— Stab, mein Sort, mein Schutz. Ach Gott, verlaß mich nicht. 2. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Wallen;/ ach laß mich nimmermehr/ in Sünd und Schande fallen./ Gib mir den guten Geist,/ gib Glaubenszuversicht,/ sei meine Stärk und Rraft./ Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich ruf aus Herzens⸗ grunde:/ Ach Höchster, stärke mich/ in jeder bösen Stunde./ Wenn mich Versuchung plagt/ und meine Seel anficht,/ so weiche nicht von mir./ Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ach laß dich doch bewegen,/ ach Vater, kröne doch/ mit reichem Zimmelssegen/ die Werke meines Amts,/ die Werke meiner Pflicht,/ zu tun, was dir gefällt./ Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich bleibe dir ergeben./ Zilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheiden ab,/ zu sehn dein Ange icht;/ hilf mir in Not und Tod./ Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 3689— 728. 230 Genf 3883. Z 5 führst du doch recht se⸗lig, err, die Wie könn⸗ test du es bö⸗se mit uns ö 1 ö EEE E— ——— 2 2— Dei⸗nen,/ ja se⸗ lig und doch mei⸗stens wun ⸗ der⸗ mei⸗nen,/ da dei ⸗ ne Treu nicht kann ver⸗ leug⸗ nen é —— — ++ 4 4 1 1—— I— 1 2 I——— — I * ge sind oft krumm und Vertrauen auf Gott doch Le„ rad, dar auf du läßt die é 2 —.—— 2— 2—— Kin · der zu dir gehn;/ da pflegt es — I.. n9 ö ö ö ö —2—— +. 4 + 2 +—* V H se II ——. wun ⸗der ⸗ selt sam aus ⸗ zu ⸗sehnz/ doch I ö + +. é 2*—.— 2 2 an— ö +. ö 2 — 2 1.—— tri⸗ um⸗phiert zu letzt dein ho⸗her Rat. 2. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen,/ so die Vernunft und gute Meinung stellt./ Der Zweifels Rnoten kann dein Schwert verletzen/ und lösen auf, nach dem es dir ge⸗ fällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei;/ was sich entgegensetzt, muß sinken hin;/ ein Wort bricht oft den aller⸗ härtsten Sinn;/ dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfügen,/ teilt dein Ver⸗ stand in Ost und Westen aus;/ was mancher unter Joch und Last will biegen,/ setzt deine Zand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft;/ sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein./ Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein;/ dein Geist bei Toten Rraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen,/ so hast dus schon aus deinem Buch getan;/ wem aber niemand will dies zeugnis weisen,/ den führst du in der Still selbst himmel⸗ an./ Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn/ und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht seis/ Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehns Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen;/ was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Praͤcht und Ruhm mag dir nicht taugen; /du gibst die Kraft durch deines —. nx vertrauen auf Gott 23 Geistes Trieb./ Die besten Werke bringen dir kein Lob; sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei;/ wer Augen hat, sieht sie, doch nie so frei;/ die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. b. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen,/ die Phn⸗ macht und der Sinnen Unverstand;/ man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen,/ wie es um schwache KRinder sei be⸗ wandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie,/ brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu:/ wo niemand meint, daß etwas deine sei,/ da hegst du selbst dein Schäflein je und je. 7. Also gehst du nicht die gemeinen Wege;/ dein Fuß wird selten öffentlich gesehn,/ damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn./ Das Widerspiel legst du vor Augen dar/ von dem, was du in deinem Sinne hast;/ wer meint, er habe deinen Rat gefaßt,/ der wird am End ein andres oft gewahr. 8. So zieh mich denn hinein in deinen Willen/ und trag und heg und führ dein armes Kind./ Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen;/ dein Geist die Furcht und Lüste über⸗ wind. Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein,/ dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir./ Ich brenne nur nach dir in Liebsbegier./ Wie oft erquickt mich deiner Xlarheit Schein! 9. Drum muß die Xreatur mir immer dienen,/ kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich;/ die Geister, die vor dir vollendet grünen,/ sind meine Brüder und erwarten mich./ wie oft erquicket meinen Geist ein Herz,/ das dich und mich und alle Christen liebt!/ Ists möglich, daß mich etwas noch be⸗ trübt?/ Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold, 3666— 1714. Johann Crüger, 3666. weise: Jesu, meine Freude Vr. 398). — + ö———‚ x I111 E + IV.——— 2 I.—— Mei⸗ne Seel ist stil⸗le/ zu Gott, des⸗ . Umein Serz ist ver gnü⸗get/ mit dem, wies 233 Vertrauen auf Gott 1 1 III .. sen Wil⸗le/ mir zu hel⸗fen steht; Gott fü⸗get,/ nimmts an, wie es geht. Geht es I + I FXX CIII — * ge ⸗ schie⸗ den,/ so bin ich zu ⸗frie⸗den. 2. Meine Seele hanget/ an dir und verlanget,/ Gott, bei dir zu sein/ aller Ort und Zeiten,/ und mag keinen leiden,/ der ihr redet ein. Von der Welt/ Ehr, QLust und Geld,/ wo⸗ nach so viel sind beflissen,/ mag sie gar nichts wissen. 3. Vein, ach nein, nur einer,/ sagt sie, und sonst keiner/ wird von mir geliebt;/ Jesus, der getreue,/ in dem ich mich freue,/ sich mir ganz ergibt./ Er allein,/ er soll es sein,/ dem ich wieder mich ergebe/ und ihm einzig lebe. 4. Sottes Güt erwage/ und dich gläubig lege/ sanft in sei⸗ nen Schoß;/ lerne ihm vertrauen,/ so wirst du bald schauen,/ wie die Ruh so groß,/ die da fleußt/ aus stillem Geist./ Wer sich weiß in Gott zu schicken,/ den kann er erquicken. . Meine Seele senket/ alles, was sie kränket,/ tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Zoffen;/ was sie je betroffen,/ träget sie mit Aust,/ fasset sich/ ganz männiglich/ durch Ge⸗ duld und Glauben feste;/ am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet;/ wer zu Jesu fliehet,/ wird es recht erfahrn,/ wie Gott seinen Kindern/ pflegt das Kreuz zu min⸗ dern/ und das Glück zu sparn/ bis zu End;/ alsdann sich wendt/ das zuerst so bittre Leiden/ und gehn an die Freuden. Johann Raspar Schade, 3666— 3698. —⁷ Vertrauen auf Gott 232 weise: Meinen Jesum laß ich nicht(Wr. 397). Johann Uhlich, 3674. H H7—.—— 1 357—Z ö 2—— ö— ö— 2 d de e, Mei⸗ ne See⸗le sen⸗ket sich/ hin in und er⸗war⸗ tet ru⸗- hig ⸗ lich/ sei ner f ALI Got ⸗-tes Zerz und San de ö ö we⸗ ge Ziel und En⸗ de, liegt fein stil ⸗le, 2—————— e.r Eirt, nackt und bloß/ in des lieb⸗ sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrie⸗ den;/ was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon be⸗ schieden;/ was die Ungeduld erregt,/ ist in Christi Grab gehegt. 7. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts ge⸗ desftken,, was gleich spitzen Dornen sticht/ und den Frieden nur lasn kränken./ Sorgen kommt dem Schöpfer zu,/ meine Seele ucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht,/ liebt hingegen Gott im eiden;/ Kummer, der das Serze bricht,/ trifft und ängstigt rdie Heiden;/ wer Gott in dem Schoße liegt,/ bleibt in 3ler Wot vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht,/ denn sie weiß von keinen Nöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsdann, wenn er vill töten:/ wo sich Fleisch und Blut beklagt,/ wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott,/ und die Zunge bleibt ge⸗ punden. Also hab ich allen Spott,/ alle MNarter überwunden,/ bin gleichwie ein stilles Meer,/ voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 367⁰0—3722. 233 Weise: Wer nur den lieben Gott laßt walten II. 44 .IIIE +7———.— + Vertrauen auf Gof Hamburg jeh IJe grö⸗ßer Areuz, je na⸗ her Bei Sün⸗den ⸗ lust und Welt ⸗ge⸗ Him ⸗mel;/ wer oh ne Kreuz, ist oh ne tüm ⸗ mel/ ver⸗ gißt man Höl⸗ le, Fluch und SS.... Gott. Tod./ se⸗lig ist der Mensch ge⸗sischätzt, S.....— den Gott in Kreuz und Trüb⸗ sal 2. Je größer Rreuz, je bessre Christen;/ Gott prüft uns dem Probestein./ Wie mancher Garten wird zur Wüsten) fällt nie ein Tränenregen drein. Das Gold wird au Feuerherd,/ ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Rreuz, je stärker Glaube;/ die Palme wächse bei der Last;/ die Süßigkeit fließt aus der Traube,/ wenn d sie wohl gekeltert hast./ Im Rreuze wächset uns der Mut wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Rreuz, je größer Liebe;/ der Wind bläst die Flammen auf,/ und scheinet gleich der Simmel trüb so lachet doch die Sonne drauf./ Das Rreuz vermehrt Liebe Glut,/ gleichwie das Gel im Feuer tut. deh nun 6, Goh g 0 vertrauen auf Gott 234 b. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen;/ im Tale steiget man bergan; 7wer durch die Wüste oft gegangen,/ der sehnet sich nach Ranaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh,/ so fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod;/ denn man entgehet dem Verderben,/ es stirbt auf einmal alle Not./ Das Kreuz, das Christengräber ziert,/ bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schöner Krone, die Gottes Gnad uns beigelegt/ und die einmal vor seinem Throne/ der Ueber⸗ winder Scheitel trägt./ Ach dieses teure Kleinod macht,/ daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gerreuzigter, laß mir dein Kreuze/ je länger und je lieber sein./ Daß mich die Ungeduld nicht reize,/ so pflanz ein solches Herz mir ein,/ das Glauben, Lieb und offnung hegt,/ bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck, 3672—3737. weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade(Vr. 373). Brüdergemeine, um 3740. HQ —ꝗ%ꝗ.—.—8— 2—— ö 2— ö————.———— ö + 3. Gott wills ma⸗ chen, daß die Sa⸗- chen/ ge⸗hen, wie es heil⸗sam ist. Laß die Wel ⸗len 1.—5—— SSSSDSDS......... ——— sich ver ⸗stel⸗len;/ wenn du nur bei Je⸗ su bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket,/ Jesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Klaͤgen nur sich plagen,/ daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter,/ schläfet ja noch schlummert nicht./ Zu den Höhen aufzusehen,/ wäre deine Glaubenspflicht. 235 Vertrauen auf Gott 4. Im Verweilen und im Eilen/ bleibt er stets ein Vater⸗ herz./ Laß dein Weinen bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 8. Glaub nur feste, daß das Beste/ über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille,/ wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken,/ faß dich in Gelassen⸗ heit. Laß den sorgen, der auch morgen/ Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende,/ sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Seine Wunder sind der Zunder,/ da der Glaube Funken fängt./ Alle Taten sind geraten/ jedesmal, wie ers verhängt. 9. Wann die Stunden sich gefunden,/ bricht die Silf mit Macht herein,/ und dein Grämen zu beschämen,/ wird es unversehens sein. 70. Nun so trage deine Plage/ fein getrost und mit Ge⸗ duld./ Wer das Leiden will vermeiden,/ häufet seine Sündenschuld. )). Die da weichen und das Zeichen/ ihres Bräutigams verschmähn,/ müssen laufen zu den Haufen,/ die zur linken Seite stehn. 52. Aber denen, die mit Tränen/ rüssen ihres Jesu Joch,/ wird die Krone vor dem Throne/ ihres Seilands werden noch. 73. Amen, Amen! In dem Namen/ meines Jesu halt ich still;/ es geschehe und ergehe,/ wie und wann und was ill er will. Johann Daniel Serrnschmidt, 3675 723. Weise: Es ist das Zeil Vorreformatorisch. uns kommen her(Vr. 149). Wittenberg 3523. D E— 1 4.— Wie Sott mich führt, so will ich gehn/ ohn ge⸗schieht, was er mir aus ⸗er⸗ sehn,/ wird SIIVn Vertrauen auf Gort ———. ů.— al⸗les Ei⸗gen⸗ wäh ⸗len; mirs an kei⸗ nem feh · len. Wie er mich — 4.—5——.——.—.— ————— führt, so geh ich mit/ und fol⸗ge wil ⸗lig ů———— H I——84—— H IIFFFFFFFEFEIIIIEIIIIl Laurt 8 Schritt fur Schritt/ in kind⸗li⸗chem Ver ⸗ trau-en. 2. Wie Sott mich führt, so bin ich still/ und folge seinem Leiten, /obgleich im Fleisch der Eigenwill/ will öfters wider⸗ streiten. Wie Sott mich füͤhrt, bin ich bereit,/ in Zeit und auch in Ewigkeit/ stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt,/ ich ruh in seinen ganden;/ wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden,/ sei ihm hiermit ganz freigestellt: er mache, wie es ihm gefällt,/ zum Leben oder Sterben. 3. Wie Sott mich führt, so geb ich mich/ in seinen Bater⸗ willen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich,/ sein Rat wird doch erfüllen,/ was er in Liebe hat bedacht,/ eh er mich an das Licht gebracht;/ ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu/ im Glauben, Zoffen, Leiden./ Steht er mit seiner Kraft mir bei,/ was will mich von ihm scheiden?/ Ich fasse in Geduld mich fest:/ was Gott mir widerfahren läßt,/ muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn,/ es geh durch Dorn und Secken./ Sein Antlitz lässet Gott nicht sehn,/ zuletzt wird ers aufdecken,/ wie er nach seinem Vaterrat/ mich treu und wohl geführet hat./ Dies sei mein Glaubensanker. Lambert Gedicke, 3683—)736. 236 Vertrauen auf Gott Weise: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. goh). Genf 3595. E.— 2 1 ö. 1 r=., d,—— N—3—.—..—.. 2—.—— Mei⸗ne Sor⸗gen, Angst und Pla⸗gen/ 2 al ⸗les Seuf⸗zen, al⸗les Rla⸗gen,/ .—————— . lau⸗fen mit der zeit 3 ens;, das der Serr al lei ne kennt,/ wird, Gott E 30 ö E——— Lob, nicht e wig sein./ Vach dem Re⸗ gen —.— ö——— ö ·..— ————————— wird ein Schein/ von viel tau⸗ send Son⸗-nen ⸗-blik⸗ken/ ——.——.— t.·.... SDI...—.— ö. mei nen mat ten Geist er ⸗ quik„ ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wird zur Freude wachsen aus;/ wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die Frucht nach Haus./ Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der Zimmel wieder frei;/ nach dem Kämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen,/ muß man leiden in der Still,/ daß uns auch die Dornen stechen;/ es geht alles, wie Sott will./ Er hat uns ein Ziel gezeigt,/ das man nur im Kampf erreicht;/ will man hier das Kleinod finden,/ so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Xreuzen ist besetzt;/ hier muß man sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut benetzt./ zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein A 73 H EITNT A vertrauen auf Gott 237 mensch hin sonder Streit./ Die in Salems Mauern woh⸗ nen,/ zeigen ihre Dornenkronen. 6. Es sind wahrlich alle Frommen,) die des Himmels Klar⸗ heit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommen;/ darum siehet man sie stehn/ vor des Lammes Stuhl und Thron,/ prangend in der Ehrenkron/ und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste/ und bleibt ewig unver⸗ rückt;/ seine Freund und Sochzeitsgäste/ werden nach dem Streit beglückt;/ Israel erhält den Sieg/ nach geführtem Rampf und Krieg;/ Ranaan wird nicht gefunden,/ wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten,/ meine Seel, und dulde dich;/ Gott wird dich gewiß erretten;/ das Gewitter leget sich,/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein angenehmer Tag;/ auf den Abend folgt der Morgen,/ und die Freude nach dem Sorgen. J. A. Freylinghausens Gesangbuch, Zugabe, Halle 3705. Weise: Christus der ist mein Leben(Nr. 34). Melchior Vulpius, 3609. Offenb. Joh. zꝛz, 20. 2). 10 il 8 E r arnnn r,, Herr/ des errn, dem wir hier wallen/ und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade/ gelingt uns ja kein Tritt,/ es gehe seine Gnade/ denn bis zum Ende mit. z. Auf Gnade darf man trauen,/ man traut ihr ohne Reu;/ und wenn uns je will grauen,/ so bleibts: der err ist treu. 3. Die Gnade, die den Alten/ ihr Weh half überstehn,/ wird uns ja auch erhalten,/ die wir in unserm flehn. 6. Wird stets der Jammer größer,/ so glaubt und ruft man noch:/ Du mächtiger Erlöser,/ du kommst, so komme doch! 238 Vertrauen auf Gott ve 6. Damit wir nicht erliegen,/ muß Gnade mit uns sein; kan denn sie flößt zu dem Siegen/ Geduld und Glauben ein. gen 7. So scheint uns nichts ein Schade,/ was man um Jesum 3 mißt;/ der Serr hat eine Gnade,/ die über alles ist. ut, 8. Bald ist es überwunden/ nur durch des Lammes Blut,/ Aut das in den schwersten Stunden/ die größten Taten tut. leit 9. Herr, laß es dir gefallen,/ noch immer rufen wir:/ Die ist Gnade sei mit allen,/ die Gnade sei mit mir! 4 Philipp Friedrich Siller, 1699.—37690. 9. ie er 23 Elberfeld 380g. 5 2. nei S EEE. E E EEE 2.—.2— ö + 2—— 15— alle +—ꝗ ö ů itt Gott ist ge⸗ treu!/ Sein Zerz, sein * Gott rst ige ⸗ tren/ bei Wohl · sein 0 am 1 + ö ö li D‚eeeeeee 0 Va⸗ ter ⸗ herz ist vol ⸗ler Red ⸗lich⸗ und bei Schmerz,/ in gut und bö ⸗ ser set x H1—— ö mat ————.—. ö ö ö 1 Weicht, Ber e, weicht! Fallt hin, ihr Zeit. tre⸗ SSI S DSEEEIEEE——— c. SS.. q— 1 Hü⸗gel:„ mein Glau⸗bens„ grund hat die⸗ Wei 2 1 H ist 1 S— — ö—— ses Sie ⸗ gel: Sott ist ge ⸗ treu! ö 2. Gott ist getreul/ Er tut, was er verheißt,/ er hält, was er verspricht;/ wenn mir sein Wort/ den Weg zum Leben weist,/ so gleit und irr ich nicht./ Gott ist kein Mensch, er 0 . vertrauen auf Gott 239 fann nicht lügen,/ sein Wort der Wahrheit kann nicht trü⸗ gen./ Gott ist getreu! 3. Gott ist getreu!/ Er handelt väterlich,/ und was er ut, ist gut;/ sein Liebesschlag/ erweckt und bessert mich,/ die kute meint es gut./ Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ eeiter,/ der Rampf macht mich zum guten Streiter./ Gott ist getreu. 3. Gott ist getreu!/ Er gibt der bösen Welt/ sein einge⸗ bornes Kind./ Der Seiligste/ bezahlt das Lösegeld, für die, die Sünder sind./ Gott macht den liebsten Sohn zum Bürgen,/ er läßt ihn martern und erwürgen./ Gott ist getreu! . Gott ist getreu!/ Mein Vater, des ich bin,/ sorgt für nein Seelenwohl./ Sein Will und Wunsch,/ sein Zweck und sein Bemühn/ ist, daß ich leben soll./ Er reinigt mich von ö 10 Sünden,/ er läßt mich Ruh in Christo finden./ Sott ist getreu! b. Gott ist getreu!/ Sein göttlich treuer Blick/ gibt sorg⸗ sam auf mich acht;/ er sieht mit Aust,/ wenn mich ein zeit⸗ lich Glück/ erfreut und dankbar macht./ Was mir zu schwer ist, hilft er tragen./ Mein Gott, was soll ich weiter sagend/ Gott ist getreu! 7. Gott ist getreu!/ Mein Serz, was fehlt dir noch,/ dich stets im Serrn zu freund Sei Gott getreu,/ sei unverzagt, mag doch/ die Welt voll Falschheit sein./ Der falschen Brüder 0 9 und Tücke/ gereicht am Ende mir zum Glücke./ Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu!/ Vergiß, o Seel, es nicht,/ wie zärtlich treu Gott ist./ Gott treu zu sein,/ sei deine frohe Pflicht,/ Hamd du denkst und bist./ Salt fest an Gott, sei treu im Glauben./ Laß dir den starken Trost nicht rauben:/ Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich, 3733 780. weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan(Nr. 227). Se verus Gastorius, 3663. E —. Auf Gott und nicht auf mei⸗ nen Rat/ will und dem, der mich er⸗schaf⸗ fen hat,/ mit Vertrauen auf Gott SSSEEEN—.—.— *—————— ich mein Glük⸗ke bau ⸗en gan ⸗ zer See⸗le trau=-en. Er, der die EE——.— ö—— Welt/ all⸗ mäch⸗tig hält,/ wird mich in mei ⸗nen .——.— ·S.. Ta ⸗gen/ als Gott und vVa⸗ter tra⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Zebenszeit,/ mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Zerze/ Ist auch ein Schmerz,/ der zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wärer 3. Gott kennet, was mein Zerz begehrt,/ und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,/ wenns seine Weisheit litte./ Er sorgt für mich/ stets väterlich./ Vicht, was ich mir ersehe,/ sein Wille, der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück/ weit schwerer oft zu tragen/ als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagene Die größte Vot hebt doch der Tod,/ und Ehre Glück und Habe/ verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht,/ läßt Gott es keinem fehlen;/ Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht/ sind nicht das Glück der Seelen./ Wer Sottes Rat„vor Augen hat,/ dem wird ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. Was ist des Lebens Serrlichkeit?/ Wie bald ist sie ver⸗ schwunden!/ Was ist das Leiden dieser JZeit;/ Wie bald ö ists überwunden!/ Hofft auf den Serrn,/ er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten,/ der Zerr hilft seinen Rnechten. Christian Fürchtegott Gellert, 1716—37⁰9. ehr den win tt bertrauen auf Gott 24⁰ weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Vr. 307). Eisleben 3898. ). Ich hab in gu⸗ten Stunden/ des Le⸗bens 2. —— 2..2 — ..... * Glück emp⸗fun⸗den/ und Freuden oh⸗ ne Zahl;/ so e ee d. re will ich denn ge⸗ las⸗ sen/ mich auch in Lei⸗ den ö ö .— er are enenn. 5 DIeeeeee fas⸗sen;/ welch Le⸗ ben hat nicht sei⸗ ne Oual: z. Ja, Serr, ich bin ein Sünder,/ und stets besann du ge⸗ linder,/ als es der Mensch verdient./ Will ich, beschwert mit Schulden,/ kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dientr 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Le⸗ ben/ mehr lieben als den Serrn. /Dir, Gott, will ich ver⸗ trauen/ und nicht auf Menschen bauen;/ du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden,/ mich alle meine Sünden/ erkennen und bereun. /Jetzt hat mein Geist noch Kräfte;/ sein Zeil laß mein Geschäfte,/ dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe,/ bin ich des Zimmels Erbe;/ was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade/ vertrau ich deiner Gnade;/ du, Serr, bist bei mir in der Not. b. Ich will dem Rummer wehren,/ Gott durch Geduld ver⸗ ehren,/ im Glauben zu ihm flehn. /Ich will den Tod be⸗ denken:/ der Serr wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 3736907769. 5 Vertrauen auf Gott Weise: Es ist gewißlich an der Zeit(Vr. 70). 24 Wittenberg 3633. ö , 6 — 41 1 Ich steh in mei nes Zer ⸗ren Inicht Er⸗den„ not, nicht Er ⸗den⸗ —•— m EEEE —— 1— 1——.— Hand/ und will drin ste hen 195159970 und tand/ soll mich dar„aus ver-trei⸗ ben. — ..———— —* wenn zer ⸗fällt/ die gan⸗ ze Welt,/ wer sich an E 1— ———— 2——— ihn und wen er hält,/ wird wohl be⸗ hal⸗ten blei⸗ben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort,/ und Wunder sollen schauen,/ die sich auf sein wahrhaftig Wort/ verlassen und ihm trauen./ Er hats gesagt,/ und darauf wagt/ mein Herz es froh und unverzagt/ und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will,/ ist alles mir gelegen, ⸗ ich halte ihm im Glauben still/ und hoff auf seinen Segen;/ denn was er tut,/ ist immer gut,/ und wer von ihm behütet ruht,/ ist sicher allerwegen. 4. Ja, wenns am schlimmsten mit mir steht,/ freu ich mich seiner Pflege;/ ich weiß: die Wege, die er geht,/ sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gur gemeint;/ er ist doch nimmermehr mein Feind/ und gibt nur Liebesschläge. 9. Und meines Glaubens Unterpfand/ ist, was er selbst verheißen,/ daß nichts mich seiner starken Zand/ soll je und je entreißen./ Was er verspricht,/ das bricht er nicht,/ er bleibet meine Zuversicht;/ ich will ihn ewig preisen. Philipp Spitta, 380)—1869. —— ———— he 2 herr, unser herrscher, wio herrl ich ist dein Name in allen Lan⸗ den, oͤu, den man lobeti 242 m Simmel. Pfalm 8,2. Wittenberg 60829) 5835. oder ein Chor jedesmal die erste Hälfte einer Zeile D, die Gemeinde die zweite gzälfte I) übernimmt. Auch in Auswahl, etwa Str. 3, 3 und s oder eine 1(Chor oder Einzelne) andere Verkürzung auf drei Abschnitte. II(Gemeinde) Dies alte Tedeum ist im Wechselgesang zu singen, wobei eine Einzelstimme . Herr Gott, dich lo⸗ben wir, 2 é——— err Gott, wir dan⸗ken dir; .... dich, Va⸗ter in E⸗wigkeit, ehrt die Welt weit und breit; —— t 2..—— all En⸗gel und Simmels Seer, und was die⸗net dei⸗ner Ehr, — 35. v ö—5— singen immer mit hoherStimm: ö auch Lbernbim und Se raphim e SPIPIIPIPITITTI.I.I. Zei⸗lig ist un⸗ser Gott! ei⸗lig ist un⸗ ser Gott! Lob und Dank Iund II ö ö——.— S. un⸗ser Gott, der Zer⸗re Je⸗ba⸗ oth! 1 r. Z—.. 2— 2. Dein gött⸗lich Macht und Zerr⸗lich⸗keit der hei ⸗„li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl die teu ren Märt⸗rer all ⸗ zu-mal die gan ⸗ze wer⸗ te Chri⸗ sten heit dich, Gott Ba⸗ ter im höch ⸗sten Thron, den heil⸗ gen Geist und Tro⸗ ster wert II „——— ö— geht ü⸗ber Zimmlund Er⸗den weit; und die lie⸗ ben Pro ⸗-phe⸗ ten all, lo ⸗ben dich, Serr, mit gro⸗ßem Schall; rühmt dich auf Er ⸗den dei nen rech⸗ ten und mit rech⸗tem Dienst sie al ⸗le⸗ zeit; ein ⸗gen Sohn, lobt und ehrt. ö 3. Du Rö-nig der Eheren, Je⸗su Christ, II ö 1 ö—— ů ů x —.—— Gott Va⸗-ters ew⸗ger Sohn du bist; EIEE 4˙7 . nk Lob und Dank 242 ö ———— ö x—— — der Jung⸗frau Leib nicht hast ver⸗schmäht, du hast dem Tod zer⸗ stört sein Macht du sitzt zur Rech⸗ten Got-tes gleich ein Rich ter du zu ⸗ künf⸗ tig bist II —.— ů 12.— H 3 e en ar, Bise,, —— zu er ⸗lö⸗sen das mensch⸗ lich Ge⸗schlecht; Him ⸗-mel bracht; Va⸗ters Reich; ist. und all Chri⸗sten zum mit al⸗ler Ehr ins al⸗ les, das tot und le⸗bend — DSDSS 4. Nun hilf uns, Serr, den Die⸗ nern dein, x———— 1— ‚..—+ ö ö 2— +D. 2 I.. +I ——— npnmn vnde udne die mit deim teurn Blut er ⸗ lö⸗ set sein; —.— —— laß uns im Him⸗mel ha⸗ ben teil II + — 2.—.— —6——— ö—— mit den Hei⸗li-gen in ew⸗ gem Seil. 242 —9560505—— ........‚ Hilf dei⸗ nem Volk, Zerr Je⸗ su m. II ...... und seg⸗ ne, was dein Erb ⸗teil ist, 1 —— ö ö—— ö— wart und pfleg ihr zu al ⸗äler zeit I S........ und heb sie hoch in E⸗ wig ⸗keit. . Täg 117 err Gott, wir 10 ben dich II ö 1 ö ö L 147 und ehrn dein Na⸗men ste⸗ tig⸗lich. *.— ů x x Be ⸗ hüt uns heut, o treu er Sott, sei uns gna⸗ dig, o Her ⸗ re Gott, zeig uns dei ⸗ne Barm⸗-her⸗ zig-keit, Lob und Dant N FIl Lob und Dank 243 1 ö ä...... I vor al⸗ ler Sünd und Mis⸗se⸗ tat; sei uns gnä⸗ dig in al ⸗ler Not; wie un⸗sre Boff⸗nung zu dir steht; —————— — 1 L— Ta 1 2 1 C.....—. 1..——. I— — ö auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Serr, 1 7W61 ————— ö J. 1 1 2—...— LZ 1 2 L——— I.. I— in Schan⸗den laß uns nim- mer⸗-mehr. Iund IIl II 1 I — 1— H TZ. 12 IEII L I— 2—1—L.e. —3—— 2*— ——————— A. men. 243 Auch Wechselgesang: Gem.. Psalm 3os. Martin Luther, 1483—)40. Augsburg 3940. 2, Chor 35, Alle 4. V F ö SSS.... Vun 3. + — SISSIPIPIPE 2 —— 1 er lob, mein Seel, den Sein Wohl⸗tat tut Her ⸗- ren,/ was meh⸗ren,/ ver⸗ 243 Lob und Dank E * — ö———I in mir ist, den Va⸗men sein.„ ö ̃ giß es nicht, o Her⸗ ze Wri 3 d Sünd ver ⸗ ge⸗ben/ und heilt dein Schwachheit — ö —.— ö— ——. I I————II———I—— groß, er ⸗rett dein ar⸗ mes Le⸗ben,/ nimmt dich in sei⸗ nen Schoß, mit reichem Trost be⸗ ö — I — 1 ——... ü.. schüttet,/ verjüngt dem Ad⸗ler gleich;/ der Serr schafft 1 1 I — EE 1 H —.——— Recht, be hü⸗tet,/ die lei⸗ den in seim Reich. z. Er hat uns wissen lassen/ sein herrlich Recht und sein Bericht,/ dazu sein Güt ohn Maßen,/ es mangelt an Er⸗ barmung nicht;/ sein Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schuld,/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blo⸗ den ist er hold;/ sein Güt ist hoch erhaben/ ob den, die fürchten ihn;/ so fern der Ost vom Abend,/ ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Bäter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Serr uns Armen,/ wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte/ und weiß, wir sind nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ ein Blum und 1 —— 5+— lob und Dank 244 blend Laub;/ der Wind nur drüber wehet,/ so ist es nimmer da:/ also der Mensch vergehet,/ sein End das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewig⸗ keit/ bei seiner lieben Gmeine,/ die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten./ Er herrscht im Simmel⸗ reich.) Ihr starken Engel, waltet/ seins Lobs und dient ugleich 7 dem großen Herrn zu Ehren/ und treibt sein heilges Wort./ Mein Seel soll auch vermehren/ sein Lob an allem Grt. Johann Gramann, 1487—334. 244 Leipzig 3887. + ö 1 ů I ö +. ö ◻ ‚I.‚.... +, 2 2 +— 2 1—— 3. Vun laßt uns Gott dem Zer⸗ren/ Dank N +. ö ———— ö——.... sa⸗ gen und ihn eh⸗ ren, für al⸗le sei ⸗= ne TsD — ö 1I =............ HGa⸗ben, die wir emp ⸗ fan⸗gen ha⸗ ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben/ hat er allein uns geben;/ dieselben zu bewahren /tut er nie etwas sparen. 3. Wahrung gibt er dem Leibe,/ die Seele muß auch blei⸗ Sus wiewohl tödliche Wunden/ sind kommen von der ünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben,/ der selber ist das Leben:/ Christus, für uns gestorben,/ der hat das Zeil erworben. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl/ dient wider allen Unfall;/ der heilge Geist im Glauben/ lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben/ die Sünd, geschenkt das nn Uim Himmel solln wir haben,/ o Gott, wie große aben! 245 Lob und Dant 7. Wir bitten deine Güte,/ daß sie hinfort behüte/ uns Große mit den KXleinen,/ du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit,/ gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen/ durch Jesum Christum. Amen. Ludwig elmbold, 5332—3398. 245 Johann Crüger, jeg. Sir ach go, 24—26. +— L — 2.. + 2 ——. 1——.—— Vun dan⸗ ket al le Gott/ mit Ser⸗zen, der gro ße Din⸗ ge tut/ an uns und — HN—.— 1 XI 1 — SPSI.IIIII.I‚I mund und Hän⸗den, al ⸗ len En⸗ den, der uns von Mut⸗ter⸗ ꝙ———— ö— 2 EEEE—n leib/ und Kin ⸗des⸗bei⸗ nen an un zaäh ⸗lig 6555—.—.— .......‚ viel zu ⸗gut und noch jetz und ge⸗tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und edlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad /erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not /erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten Simmels⸗ throne,/ dem dreieinigen Gott,/ als der ursprünglich war und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 3886-6. 2— 240 Apelles von Löwenstern, 36a. ö unk Lob und Dank 246 ö t, 8 nuiu ö ö ö „. W äö ‚/,hsja..... WN, 3. Nun prei⸗ set al ⸗le/ Got⸗ tes Barm⸗ 647— ꝑIIDIS‚er... WI— Z— 1———.— 1* + 1 x ö her⸗zig⸗keit!/ Lob ihn mit Schal⸗le,/ wer ⸗te ⸗ste S.I......I........ —— •/ Er läßt dich freund⸗lich zu sich —.——.—.—.— .— la ⸗ den:/ freu e dich, Is⸗ ra ⸗ el, sei ⸗ ner —. i n— Gna⸗den./ Freu⸗e dich, Is ⸗ra⸗ el, sei⸗ ner Gna⸗ den. z2. Der Serr regieret/ über die ganze Welt;/ was sich nur rühret,/ alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend Engel um ihn schweben,/ ,: Psalter und Sarfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Seiden,/ lasset das Trauern sein,/ zur ein grünen Weiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein in Wort verkünden,/ ,: machet uns ledig von allen Sünden.) 4. Er gibet Speise/ reichlich und überall,/ nach Vaters Weise/ sättigt er allzumal; /er schaffet früh und spaten em Regen,/ ,: füllet uns alle mit seinem Segen. 0 3. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob vermehre,/ werteste Christenheit!/ Uns soll hinfort kein Un⸗ 9. fall schaden:/ ,: freue dich, Israel, seiner Gnaden. Apelles von Löwenstern, 18994— 1648. 247 Weise: Nun lob, mein Seel, den Zerren(Vr. 243) Lob und Danr Augsburg sgog. mMan lobt dich in der des Rüh⸗mens ist die ). .— Stil ⸗le,/ du Fül ⸗le/ vor — H an dir, o Serr Gott ze⸗ ba⸗ot hoch⸗er⸗ hab⸗ ner Zi⸗ons ⸗ Gott; h. Du bist doch N 898 E E 1 + + AI . Herr, auf Er ⸗den/ der From⸗men Zu⸗ver⸗ —.— 1 — 2 1 1 +.—* 2— EX 30⁷ + — — — sicht,/ in Trüb⸗ sal und Be⸗ schwer⸗den/ läßt ...—.., 3—“'————————— du die Dei⸗ nen nicht. Drum soll dich st ündlich J Die +* * II eh ⸗ren/ mein Mund vor je⸗ der mann/ und 2. Es müssen, Herr, sich freuen/ jauchzen schnell,/ die unaufhörlich sch SS ⸗. DDDDIDD‚‚‚‚I 2 E—— ö— ö her Ruhm ver⸗mehren,/ so lang er lal ⸗len kann. 4. von ganzer Seel und Zeil reien:/ Gelobt sei der das Sott Israel!/ Sein Name sei gepriesen,/ der große Wun⸗ Her ank Lob und Dank 248 er tut/ und der auch mir erwiesen/ das, was mir nütz und ron, gut./ Nun, dies ist meine Freude,/ zu hangen fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheide,/ solang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen/ so herrlich in der Welt gemacht;/ denn als die Schwachen kamen,/ hast du gar bald en sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie ver⸗ gelt ichs dir?/ Ach bleibe mir geneiget,/ so will ich für und für/ den Kelch des Seils erheben/ und preisen weit und breit/ dich hier, mein Gott, im Leben/ und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 3607— 3667. Johann Georg Ebeling, 3666. 4 248 0 Psalm 546.— ö ö E.— . ziin nin nen, der n—— u mei ⸗- ne See ⸗le, sin ⸗ge,/ wohl⸗ dem, wel⸗chem al ⸗ le Din⸗ ge/ zu auf und sin ⸗ ge schön— Dienst und Wil⸗len stehn. Ich SSSSSSS dro⸗ben/ hier prei ⸗sen auf der Erd;/ ich will ihn D I + 1—— ——— 1———— H herz⸗lich lo⸗ben,/ so lang ich le⸗ ben werd. . Wohl dem, der einzig schauet/ nach Jakobs Gott und HBeil./ Wer dem sich anvertrauet,/ der hat das beste Teil,/ er das höchste Gut erlesen,/ den schönsten Schatz geliebt; /sein berz und ganzes Wesen /bleibt ewig unbetrübt. 249 Lob und Dank 3. Hier sind die starken Kräfte,/ die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte,/ die seine Sand gemacht:/ der Himmel und die Erde/ mit ihrem ganzen Seer,/ der Fisch unzählge Serde/ im großen wilden Meer. 4. Sier sind die treuen Sinnen,/ die niemand unrecht tun, all denen Gutes gönnen,/ die in der Treu beruhn./ Gott halt sein Wort mit Freuden,/ und was er spricht, geschicht,/ und wer Gewalt muß leiden,/ den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen,/ zu retten aus dem Tod, ernährt und gibet Speisen/ zur Zeit der Sungersnot,/ macht schöne, rote Wangen/ oft bei geringem Mahl,/ und die da sind gefangen,/ die reißt er aus der Oual. 6. Er ist das Licht der Blinden,/ erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden,/ die stellt er aufgericht./ Er liebet alle Frommen,/ und die ihm günstig seind,/ die fin, den, wenn sie kommen,/ an ihm den besten Freund. 7. Ach, ich bin viel zu wenig,/ zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist Rönig,/ ich eine welke Blum./ Jedoch weil ich gehöre/ gen Zion in sein Zelt,/ ists billig, daß ich mehre/ sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, 3607rl 249 Johann Crüger, Jonn Auch Wechselgesang: Gem. 3. 2, Chor Fr. 3, Ch. M. g, Ch. Fr. 5, Ch. M. o, Gem. 7. 8, Ch. M. 9, Ch. F Weise: Nun danket all und bringet Ehr(Nr. zgo). „38. +* + ————— sin ge dir mit Herz und Mund, 1 1 E n mnnnni en..—— — errrr nun— ö Herr, mei ⸗ nes Her⸗zens Aust;/ ich — sing und mach + 2 r. 30, G. 33. 32;— Gem. 33. 34, Ch. 35. J6, G. 37 N auf Er⸗den kund,/ was mir von dir be⸗ wußt. ä Lob und Dank 249 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad/ und ewge Quelle ß /daraus uns allen früh und spat/ viel Seil und Gutes fleußt. z. Was sind wir doch?/ Was 65150 wir/ auf dieser gan⸗ zen Erd,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werdꝛ g3. Wer hat das schöne Simmelszelt/ hoch über uns gesetzt?/ wer ist es, der uns unser Feld/ mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Rält und Frost?/ Wer schützt uns vor dem Wind? /Wer macht es, daß man Oel und Most/ zu seinen Zeiten findt: b. Wer gibt uns Leben und Geblüt? /Wer hält mit seiner zand/ den güldnen, werten, edlen Fried/ in unserm Va⸗ terlandd 7. Ach Zerr, mein Gott, das kommt von dir,/ du, du mußt alles tun;/ du hältst die Wach an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,/ bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld/ und schlägst nicht allzusehr,/ ja, endlich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 3o. Wenn unser Serze seufzt und schreit,/ wirst du gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. ). Du zählst, wie oft ein Christe wein/ und was sein Kummer sei;/ kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein,/ du hebst und legst es bei. 2. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht,/ und führst uns in des Himmels Saus,/ wenn uns die Erd entgeht. 33. Wohlauf, mein Serze, sing und spring/ und habe guten mut!/ Dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. 4. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Silf und Seil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. Frankf. Evang. Gesangb. 25⁰0 Lob und Dank 8. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht?/ Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht. 6. Sat er dich nicht von Jugend auf/ Laup h. und er⸗ nährt?/ wie manches schweren Unglücks Lauf/ hat er zu⸗ rückgekehrt! 77. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regi⸗ ment;/ nein, was er tut und läßt geschehn,/ das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun Wund red ihm nicht darein;/ so wirst du hier im Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 36073676. 250 Johann Crüger, 3645. Sirach go, 24—26. + ö ö +.* E +—— 2— I III I X— T ). Vun dan⸗-ket all und brin⸗ get Ehr,/ —————.— L— 1 2 ihr men⸗schen, in der Welt/ dem, des⸗ sen Lob V +. I H 2— + 1 II ———————— der En⸗gel Zeer/ im Him⸗mel stets ver⸗ meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut,/ der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Selfer stellt; ö 4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. ů —l ; Lob und Dank 25 6. Er gebe uns ein fröhlich Herz,/ erfrische Geist und Sinn/ und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz/ ins Reeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Volk und Land; /er gebe Glück zu unserm Tun/ und eil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber angstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. Solange dieses Leben währt,/ sei er stets unser Seil,/ und wenn wir scheiden von der Erd,/ verbleib er unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Augen zu ‚ und zeig uns drauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. paul Gerhardt, 3607— 3676. weise: Lasset uns den gerren preisen. Johann Schop, 364). LS..I— AEE EEEEE EEEE ——————*—— + „Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht sin gen? ). Denn ich seh in al ⸗len Din ⸗gen,/ .—553..— S.SI. Sollt ich ihm nicht dank⸗ bar seinz wie so gut ers mit mir mein./ — 5 1 n drtrn ru. mr, Er E 1————h IHUUU—— nichts als lau⸗ter Lie⸗-ben,/ das sein treu ⸗es 1— 1 1 ö .. I I.I....... I IIIII 1——— E......——— 1— I.‚.— Zer⸗ze regt,/ das ohn En⸗ de hebt und trägt, — N I 4 V 1 —, rBerd., e —. 00 L 25 K. 1— 1 die in sei⸗ nem Dienst sich ü⸗ben. Al ⸗les — 2899 Dn E+ — ö.... Ding währt sei⸗ne Zeit,/ Got⸗tes Lieb in E⸗wig⸗keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt,/ also hat auch hin und wieder„mich des Söchsten Arm be⸗ deckt,/ alsobald im Mutterleibe,/ da er mir mein Wesen gab/ und das Leben, das ich hab/ und noch diese Stunde treibe./ Alles Ding währt seine zeit,/ Gottes Lieb in Ewig⸗ 1387 12.2 4 IIi och be⸗ fleißt, deine Lief ergründen könnend„Alles Ding währt 4. Seinen Geist, den edlen Führer,/ gibt er mir in seinem Wort,/ daß er werde mein Regierer/ durch die Welt zur Himmelspfort;/ daß er mir mein Serz erfülle/ mit dem hellen Glaubenslicht,/ das des Todes Macht zerbricht/ und die sölle selbst macht stille./ Alles Ding währt seine zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Meiner Seele Wohlergehen/ hat er ja recht wohl be⸗ dacht;/ will dem Leibe Not entstehen,/ nimmt ers gleichfalls wohl in acht./ Wenn mein Rönnen, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an/ sein Vermögen beizulegen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Zeere/ hat er mir zum Dienst bestellt;/ wo ich nur mein Aug hinkehre,/ find ich, was mich nährt und hält:/ Tier und Rräuter und Getreide;/ in den Bründen, in der Söh,/ in den Büschen, in der See,/ überall ist meine Weide./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt./ Wäre mein Gott nicht gewesen,/ hätte mich sein Angesicht/ nicht geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. Lob und Dank —3—— HRRTFI‚‚ ö E Lob und Dank 2932 8. Wie ein Vater seinem Kinde a/ sein Serz niemals ganz entzeucht,/ ob es gleich bisweilen Sünde/ tut und aus den Bahnen weicht,/ also hält auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zugut,/ will mein Fehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen./ Alles Ding währt seine zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge,/ ob sie mir gleich bitter seind,/ dennoch, wenn ichs recht erwäge,/ sind es Jeichen, daß mein Freund,/ der mich liebet, mein gedenke/ und mich von der schnöden Welt,/ die uns hart gefangen hält,/ durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 30. Das weiß ich fürwahr und lasse/ mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße/ und muß end⸗ lich stille stehn./ Wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein;/ also wird auch nach der Pein,/ wers erwarten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 3). Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe findt,/ ei so heb ich meine Hände/ zu dir, Vater, als dein Kind,/ bitte, wollst mir Gnade geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu umfangen Tag und Vacht/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit/ lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 3607 3676. Vorreformatorisch. Weise: Es ist das Seil Wittenberg 3823. uns kommen her(Vr. 340). 252 22 — 0 Bis hier⸗ her hat mich Gott ge⸗bracht/ durch bis hier her hat er Tag und Nacht/ be⸗ gro ße Gu⸗· und Ge⸗ mü · sei ⸗ ne „N wahrt Serz Walr. bis hier⸗her Lob und Dank +. +. I. 1 .— ů— —83 IEIIIII—.— mich er ⸗ freut,/ bis hier⸗her mir ge⸗ hol=fen. 2. Hab Lob, hab Ehr, hab Preis und Dank/ für die bisherge Treue,/ die du, o Bott, mir lebenslang/ ewiesen täglich neue;/ in mein Gedächtnis schreib ich an:/ der Serr hat Großes mir getan,/ bis hierher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Sort,/ hilf mir zu allen Stunden,/ hilf mir an all und jedem Grt,/ hilf mir durch Jesu Wunden,/ damit ich sag bis in den Tod:/ Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, /er hilft, wie er geholfen. Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 3637— 3706. weise: Es ist das Zeil uns Vorreformatorisch. tonimei heritn. 2270 253 Wiklenberg 175 Auch nach der Weise: Mein Herzens⸗Jesu, meine Lust(s. Nr. 260). . T +*7 II 7 — ö ö——— I + Sei Lob und Ehr dem höch ⸗sten Gut,/ dem dem Gott, der al⸗le Wun⸗der tut,/ dem Va ⸗ ter al⸗ler Gu 1.7— mit sei⸗nem Gott, der mein Ge⸗ mü te —... —— rei⸗chen Trost er füllt,/ dem Gott, der al ⸗älen 2——.— 2 t ——— Lob und Dank 2983 Jammer stillt./ Gebt un⸗serm Gott die Eh-re! 2. Es danken dir die Simmelsheer,/ o Serrscher aller Thro⸗ nen,/ und die auf Erden, Luft und Meer/ in deinem Schat⸗ ten wohnen;/ die preisen deine Schöpfermacht,/ die alles also wohl bedacht./ Gebt unserm Sott die Ehre! 3. Was unser Sott geschaffen hat,/ das will er auch er⸗ halten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Gnade walten./ In seinem ganzen Bönigreich/ ist alles recht und alles gleich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Zerrn in meiner Not:/ Ach Gott, vernimm mein Schreien!/ Da half mein Selfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir;/ ach danket, danket Gott mit mir./ Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Serr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk geschieden;/ er bleibet ihre Zuversicht,/ ihr Segen, Heil und Frieden./ Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehre! b. Wenn Trost und Silf ermangeln muß,/ die alle Welt erzeiget,/ so kommt, so hilft der Ueberfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu,/ die sonsten nirgends finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang,/ o Gott, von nun an ehren;/ man soll, Gott, deinen Lobgesang/ an allen Orten hören./ Mein ganzes Serz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Wamen nennt, gebt unserm Sott die Ehre!/ Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt,/ gebt unserm Gott die Ehre!/ Die falschen Götzen macht zu Spott;/ der Zerr ist Gott, der Serr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht/ mit jauchzenvollem Springen;/ bezahlet die gelobte Pflicht/ und laßt uns fröh⸗ lich singen:/ Gott hat es alles wohlbedacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 3640— 1090. Lob und Dant 2 5 4 Stralsund 366). 4 —————— —— 6 EX Ii Lo-be den Her⸗ren, den mäch⸗ti⸗ gen mei ⸗ne ge ⸗ lie ⸗ be⸗ te See⸗le, das LL 2 *————— 4—— kom⸗met zu⸗ 4— 1— — — Rõö- nig der Eh⸗ ren, j ist mein Be⸗ geh ren, ..—. I‚I ů I* + hauf,/ Psal⸗ter und Har ⸗fe, wacht auf,/ — ů—.— — D———... las⸗ set den Lob ge⸗sang hö ⸗ ren. 2. gobe den Herren, der alles so mächtig regieret,/ der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,/ der dich erhält,/ wie es dir selber gefällt;/ hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Serren, der künstlich und fein dich bereitet,/ der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet;/ in wie viel Not/ hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitet! 4. Cobe den Zerren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,/ der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran,/ was der Allmächtige kann,/ der dir mit Liebe begegnet. 5. Zobe den Zerren; was in mir ist, lobe den Wamen. Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen./ Er ist dein Licht!/ Seele, vergiß es ja nicht;/ lobende, schließe mit Amen. Joachim Neander, 3630— 36so. Lob und Dank 288 255 Bremen 368o. — ++. 2 9— 9—...—.—— .——.— 0 Wun⸗der⸗ ba⸗ rer Rõ⸗- nig,/ Herr· scher . Dei⸗ ne Va⸗ ter gü⸗ te/ hast du ——— EIII von uns al ⸗len,/ laß dir un ⸗ ser Lob ge⸗ las⸗sen flie ⸗ßen,/ ob wir schon dich oft ver⸗ —.—— EEEET ++ 1e en bilf uns noch,/ stärk uns doch;/ laß die Ii IXII IDR zun ⸗ ge sin ⸗gen,/ laß die Stim ⸗ me klin⸗gen. 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke,/ mehr als aller Menschen Stärke. Großes Licht der Sonne,„schieße deine Strahlen,/ die das große Rund bemalen. Lobet gern,/ mond und Stern,/ seid bereit zu ehren/ einen solchen Serren. 3. O du meine Seele,/ singe fröhlich, singe,/ singe deine Glaubenslieder;/ was den Gdem holet,/ jauchze, preise, klinge;/ wirf dich in den Staub danieder. Er ist Gott/ Ze· baoth,/ er ist nur zu loben/ hier und ewig droben. 4. Sallelujah bringe,/ wer den Herren kennet,/ wer den Zerren Jesum liebet;/ Hallelujah singe,/ welcher Christum nennet, /sich von Zerzen ihm ergibet./ G, wohl dir!/ Glaube mir: /endlich wirst du droben/ ohne Sünd ihn loben. Joachim Veander, 36890— 3680. 2586 Lob und Dank 256 Frankfurt a. M. 3739. Auch Wechselgesang: Gem.„ Einz.—* Chor m. z, Ch. Fr. 4, G. 5, Ch. g, Alle 3o. daß ich tausend Zun⸗gen hät ⸗ te/ und 25 so stimmt ich da⸗ mit um die Wette/ vom ei nen tau ⸗ send ⸗fa · chen Mund al 8 ler tief sten her⸗ zens⸗grund„ ern Coblied nach — dem an⸗ dern an/ von dem, was Gott an mir ge⸗tan. — 1— 2. O daß doch meine Stimme schallte/ bis dahin, wo die Sonne steht;/ o daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ solang es noch im Laufe geht;/ ach wär ein jeder Puls ein Bank und jeder dem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfter/ Auf, auf, braucht allen euren Fleiß/ und stehet munter im Geschäfte/ zu Sottes, meines Serren, Preis;/ mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,/ bewegt und regt euch doch mit mir;/ ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein! 5 Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Gdem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben;/ denn mein Vermögen ist zu matt,/ die großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segend/ Bist du es nicht, 9 reicher Gott?/ Wer schützet mich auf meinen Wegen?/ Du, du, o Zerr Sott Zebaoth!/ Du trägst mit meiner Sündenschuld/ unsäglich gnädige Geduld. „ Lob und Dank 257 7. Ich hab es ja mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß du mich unter vieler Plage/ zwar wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden/ in deinem steten Lobe stehn Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehns/ Und fiele auch der immel ein,/ so will ich doch nicht traurig sein. 9. Ich will von deiner Güte singen,/ solange sich die Junge regt;/ ich will dir Freudenopfer bringen,/ solange sich mein gerz bewegt;/ ja wenn der Mund wird kraftlos sein,/ so stimm ich noch mit Seufzen ein. 30. Ach nimm das arme Lob auf Erden,/ mein Sott, in allen Gnaden hin./ Im Simmel soll es besser werden,/ wenn ich bei deinen Engeln bin./ Da sing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Sallelujah vor. Johann Mentzer, 36368— 5734. weise: Jesu, meines Lebens Leben(Vr. 42). Wolfgang Weßnitzer, 3663. =* 2 1 Ht 2 1— ö 1 1—— — 1—— Womit soll ich dich wohl lo · ben,/ mäch⸗ti⸗ ). Sen⸗-de mir da⸗ zu von o⸗ben/ dei⸗ nes —. x x— H ö— 4 HN ger Serr ze ⸗ba⸗ oth? Gei ⸗stes Kraft, mein Gott! 4 N ³ —————— LI ł + I x nichts er · rei· chen/ dei · ne Gnad und Lie⸗bes · zei chen./⸗ 45———— Tausend· tausendmal sei dir,/ gro · per Rönig, Dank da⸗für! Denn ich kann mit ——— DDDEE—————— 257 Lob und Dank 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wunder⸗ macht,/ deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht;/ denn von deinen Gnadengüssen/ Leib und Seele zeugen müssen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rö⸗ nig, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, Fso möcht ich vor Scham erblassen/ ob der 400 4. Ach ja, wenn ich überlege,/ mit was Lieb und Gütigkeit/ du durch so viel Wunderwege/ mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden,/ noch den Grund hier zu ergründen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer önig, Dank dafür! ö 5. G, wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn,/ daß ich aus der Sündenhöhle/ möchte zu den Wunden fliehn,/ die mich ausgesühnet haben/ und mit Rraft zum Zeben laben./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 6. Ja, Serr, lauter Gnad und Wahrheit/ sind vor deinem Angesicht;/ du, du trittst hervor in Klarheit,/ in Gerech⸗ tigreit, Gericht,/ daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend·, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden /kamst du, Zerr mein Gott, zu mir,/ nur mein Herze zu bereiten,/ sich ganz zu ergeben dir,/ daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an deinem Willen hangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ nach dems KXindern nützlich ist,/ so hast du mich auch geliebet,/ Zerr, mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen,/ wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Rönig, Dank dafür! 9. Mich hast du auf Adlers Flügeln/ oft getragen väter⸗ lich,/ in den Tälern, auf den Zügeln wunderbar errettet mich;/ wenn schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner HZilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! „ 595955„5„ʃ„‚‚8‚‚ Lob und Dank 258 30. Fielen tausend mir zur Seiten/ und zur Rechten zehn⸗ mal mehr, ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starkes Heer,/ daß den Vöten, die mich drangen,/ ich bin dennoch stets entgangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 3)j. Vater, du hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Gütig⸗ keit,/ und du hast zu mir geneiget,/ Jesu, deine Freundlich⸗ keit,) und durch dich, o Geist der Gnaden,/ werd ich stets noch eingeladen./ Tausend⸗,/ tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 12. Tausendmal sei dir gesungen,„gerr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,/ daß es mir bisher gelungen./ Ach laß mei⸗ nes Lebens Gang/ ferner doch durch Jesu Leiten/ nur gehn in die Ewigkeiten;/ da will ich, Serr, für und für/ ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 36637. 25 8 Ansbach 3668. Psalm 146. Auch Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, Gem. 3, Ch.(Fr.) 4, Ch.(M.), Gem. 6, 7, Einz. 8. 4 LE— —...— 1——— 4*— 1 22 ———** Lo⸗-be den Ber⸗ren, mei · ne . weil ich noch Stun-den auf Er ⸗ den —————— —— 2— — EE 7— See⸗le!/ Ich will ihn lo ⸗ ben bis in zäh ⸗ le,/ will ich lob sin ⸗gen mei ⸗ nem D S DD.......—.. —3 I— Wert Der Leib und Seel ge ⸗ ge⸗ ben +. +.. —— —..—.— ö H..* 1—*—᷑T 7 . hat,/ wer · de ge prie · sen früh und 1484 ö ö 258 Lob und Dank ........ 2 ö 2—.—— 7 spat./al le lu jah, Hal ⸗le⸗lu⸗ jah. 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren,/ und kehren um zu ihrem Staub;/ ihre Anschläge sind auch verloren,/ wenn nun das Grab nimmt seinen Raub./ Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Silfe an. Hallelujah, Sallelujah. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Silfe der Gott Jakobs ist,/ welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen/ und hofft getrost auf Jesum Christ./ Wer diesen Zerrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Hallelujah, Hallelujah. 4. Dieser hat Zimmel und meer und Erden und was darinnen ist, gemacht./ Alles muß pünktlich erfüllet werden,/ was er uns einmal zugedacht./ Er ists, der Herrscher aller Inrat⸗ swelcher uns ewig Glauben hält./ Sallelujah, Salle⸗ lujah. 9. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden,/ er ists, der ihnen Recht verschafft;/ Zungrigen will er zur Speis bescheiden,/ was ihnen dient zur Lebenskraft;/ die hart Gebundnen macht er 5. und seine Gnad ist mancherlei./ Sallelujah, Salle⸗ lujah. 6. Sehende Augen gibt er den Blinden,/ erhebt, die tief gebeuget gehn;/ wo er kann einige Fromme finden,/ die läßt er seine Liebe sehn./ Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz./ Hallelujah, Hallelujah. 7. Aber der Gottesvergessenen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick./ Der Herr ist Rönig ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für dich./ Hallelujah, Sallelujah. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut./ Alles, was Gdem hat, rufe Amen/ und bringe Lob mit frohem Mut./ Ihr Kinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist!/ Sallelujah, Hallelujah. Johann Daniel Serrnschmidt, 36791723. 89 ——— 2 Lob und Dank 259 259 Siegfried Christoph Stötzer, 3765. Psalm 339 Auch Wechselgesang: Einz. 3, 2, Gem. 3, 4, Ch.(A.), 6, 7, Gem. 8, 9, 3o, Einz. 3), 32, Gem. 33, 34, Einz.)7. — .P SSSSSSEE 3. Gott ist mein Lied;/ er ist der Gott der + —ñ—. 12.2 2 1— 2— 1— + +** 1 1 Stär ⸗ke,/ Zerr ist sein Nam, und groß sind sei ne ——— — E *——— wer⸗ke/ und al⸗le Sim-mel sein Ge⸗ biet. zweite Weise. Philipp Emanuel Bach, 3787. FEEEEEEE— SSSIEEEE———— 3. Gott ist mein Lied;/ er ist der Gott der Ti 4 4 + V 1 1— 1 I 12. 1.—— 1—— 1 2 Stär ⸗ke, err ist sein Nam, und groß sind sei ne —— 12. + 1— wer ke/ und al ⸗le Sim⸗-mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und sprichts,/ so sind und leben Welten;/ und er gebeut, so fallen durch sein Schelten/ die Bimmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste./ Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste/ ist Wahrheit und Gerechtigkeit. +* ———ßꝛ—————— ————— 3——— ——————— 259 gob und Dank 4. Unendlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn An⸗ fang Gott und Gott in ewgen Zeiten!/ Herr aller Welt, wer ist dir gleichr 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere,/ das kennet Gott, und seiner Werke Heere/ sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhe;/ er schafft, was ich vor oder nachmals tue,/ und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah,/ du sitzest oder gehest,/ ob du ans Meer, ob du gen Simmel flöhest,/ so ist er allenthaͤlben da. 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele;/ er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle,/ und eilt, mir gnädig beizustehn. 2. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte;/ schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte,/ da ich noch unbe⸗ reitet war. 0. Vichts, nichts ist mein,/ das Gott nicht angehöre./ err, immerdar soll deines Namens Ehre,/ dein Lob in meinem Munde sein. ). Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassenꝛ/ Ein jeder Staub, den du hast werden lassen,/ verkündigt seines Schöpfers Macht. 2. Der kleinste Salm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel,/ ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 73. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden,/ und Nacht und Tag und Rorn und Wein und Freuden/ emp⸗ fangen wir aus deiner Hand. 74. Rein Sperling fällt,/ Herr, ohne deinen Willen;/ sollt ich mein Serz nicht mit dem Troste stillen,/ daß deine Hand mein Leben hält? . Ist Gott mein Schutz,/ will Gott mein Retter werden,/ so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Sölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 3736769. Rnl se k lob und Dank ö 260 weise: Es ist das Seil uns 260 peter Sohren, kommen her(NVr. 340). Frankfurt a. M. 3068. Auch nach der Weise: Mein Herzens⸗Jesu, meine Aust. ..... Wenn ich, o Schöp⸗fer, dei ⸗ ne Macht,/ die •die Lie⸗ be, die für al ⸗le wacht,/ an⸗ ——— Weis⸗heit dei ner We⸗ge— be⸗ tend ü⸗ ber ⸗ le⸗ ge: so weiß ich, SISSISSESS— von Be⸗ wundrung voll,/ nicht, wie ich dich er⸗ ....Ii‚i ——— he⸗ ben soll,/ mein Gott, mein Zerr undd Va⸗ ter! z. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ die Wunder deiner wWerke:/ der Simmel, prächtig ausgeschmückt,/ preist dich, du Gott der Stärke./ Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Les kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft dem Seer der terner z. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? /Wer heißt die Himmel regnen? 7Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnend/ O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm,/ dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre!/ Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand/ so wunderbar bereitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein Verstand/ dich zu 26 Lgob und Dank erkennen leitet:/ der Mmensch, der Schöpfung Ruhm und G.ße Jist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und röße. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Namen; Gott unser Vater sei gepreist/ und alle Welt sag Amen, und alle Welt fürcht ihren Serrn/ und hoff auf ihn und dien ihm gern./ Wer wollte Gott nicht dienenꝛ Christian Fürchtegott Gellert, 17733769. 261 Philipp Emanuel Bach, 5787. Auch nach der Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet(s. Nr. ꝛc07). H ů x—— DEEE EE ů * — groß ist des All⸗mächt⸗ gen Gü⸗ •der mit ver⸗ här ⸗ te⸗ tem Ge⸗ mü⸗ — 15— 2——. —— x ö—————.— 4— V — 2 te!/ Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, te/ den Dank er ⸗stickt, der ihr ge⸗ bührt?) 1* ö Lie⸗ be zu er ⸗ mes⸗sen, ———.,——— Pflicht./ Der sei e⸗ wig mei ⸗ ne größ ⸗ te t:.⸗ ,DMhe: mein noch nie hat ver ⸗ ges⸗ sen;/ 11 I Lob und Dank 26 .. ver ⸗ giß, mein Berz, auch sei ⸗ ner nicht. z2. Wer hat mich wunderbar bereitet:/ Der Sott, der neiner nicht bedarf./ Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, dessen Rat ich oft verwarf./ Wer stärkt den Frieden im Gewissenz/ Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt nich so viel Glück genießen: /Ists nicht sein Arm, der alles schaffts 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,/ zu welchem du erschaffen bist,/ wo du, mit Serrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist./ Du hast ein Recht zu diesen Freuden,/ durch Gottes Güte sind sie dein./ Sieh, darum mnußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehn? /Er sollte rufen, ich nicht hören,/ den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins Herz geschrieben,/ sein Wort bestärkt ihn ewiglich:/ Gott soll ich uber alles lieben/ und meinen Vächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille:/ ich soll voll⸗ kommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht,/ und ob ich schon aus Schwachheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sünde nicht. b. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Augen sein! /Sie stärk in mir die guten Triebe,/ mein gan⸗ zes Leben dir zu weihn;/ sie tröste mich zur Jeit der Schmer⸗ zen,/ sie leite mich zur Zeit des Glücks,/ und sie besieg in meinem erzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 3735769. * — vwun;**———— . + CACESZCicen 4 2 DORCEII Gott/ du bist mein Gott; frühe wache ich zu dir. Wenn sch mich zu Bette lege, so denke jch an dich/ wenn ich erwachz, so rede ich von dir. Pfalm 63, 2. 7. 262 Melchior Vulpius, oh.. d Noee . Die hel ⸗ le Sonn leucht jetzt her!— 2. + +— ö— ö E EE aa für,/ fröh⸗lich vom Schlaf auf„ste ⸗ hen ö ö—— —D ö—.—— * +*————3—..—.— wir;/ Gott Lob, der uns in die ⸗ ser ö— I ö . ö„ ve nn, Frn enen, nernnnn Harenne. —Z— ñ ö bi —5 Nacht/ be⸗ hü⸗ tet vor des Teu-fels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt/ vor Sünd und L Schand durch deine Güt,/ laß deine lieben Engelein/ unsre ve Hüter und Wächter sein, Rorgen 263 3. daß unser Zerz im Ghorsam leb,/ deim Wort und Willn nicht widerstreb;/ daß wir dich stets vor Augen han/ in allem, was wir heben an. 3. Laß unser Werk geraten wohl,/ was ein jeder aus⸗ richten soll,/ daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß/ gereich zu deim Lob, Ehr und Preis. Vikolaus Zerman, um 3480—386). 263 Samburg 3898. ö— ——*——.———3— Aus mei⸗ nes Zer ⸗ zens Grun- de/ sag in die⸗ser Mior gen ⸗ stun · de,/ da⸗ EESE— ich dir Lob und Dank zu mein Le⸗ ben lang, o Gott, in dei ⸗ nem — 1 ö ö ——————— ö—.—— SSS... Thron,/ dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren/ durch Christum d.=ei, un ⸗-sern Zer ⸗ ren,/ dein ein ⸗ge⸗bor⸗nen Sohn, 2. daß du mich hast aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Gfahr und allem Schaden/ behütet und bewacht./ Ich bitt demüͤtiglich,/ wollst mir mein Sünd vergeben,/ womit in diesem Leben/ ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnädig diesen Tag/ vors Teufels List und Wüten,/ vor Sünden und vor Schmach,/ vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Retten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Tod. 264 4. Mein Leib und meine Seele,/ mein Weib, Gut, Ehr und Rind/ in dein Händ ich befehle,/ dazu mein Hausgesind als dein Geschenk und Gab,/ mein Eltern und Verwandten, Gefreundte und Bekannten/ und alles, was ich hab. 8. Dein Engel laß auch bleiben/ und weichen nicht von mir,/ den Satan zu vertreiben,/ auf daß der bös Feind hier in diesem Jammertal/ sein Tück an mir nicht übe,/ Leib und Seel nicht betrübe/ und mich nicht bring zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten,/ denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten,/ mein Vornehmen und Sach;/ ihm hab ich heimgestellt/ mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er sonst gegeben;/ er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen/ in Gnaden sehen an;/ und streck nun aus mein Zand,/ greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden/ in meim Beruf und Stand. Georg Viege, 3828—8886. Weise: Serr Jesu Christ, dich 2 925.(Ar.— 264 Gör litz 348. 2**....— H— D. ö N EISI E n.44.————.—— . Das walt Gott Va⸗ ter und Gott Sohn,/ Gott heil⸗ —..— ———— ger Geist im Him⸗mels⸗thron. /Man dankt dir, eh die — — 2——— 4.— ö——. Sonn auf ⸗geht;/ wenns Licht an⸗bricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh/ in rechter Andacht meine Knie/ und ruf zu dir mit heller Stimm:/ Dein Ohren neig, mein Red vernimm. NNNEEEEEEEE—————.—mI—.3.—.— 2* Morgen gen und n, von er und —— —— t N * Rorgen 265 3. Ich rühm von Serzen deine Güt,/ weil du mich gnädig hast behüt,/ daß ich nun hab die finstre Nacht ͥ/ in Ruh und Frieden zugebracht. 3. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut,/ nimm mich auch diesen Tag in Hut,/ laß deine lieben Engelein/ mein Wächter und Gefährten sein. 6. Dein Geist mir Leib und Seel regier/ und mich mit scönen Gaben zier;/ er führ mich heut auf rechter Bahn,/ daß ich was Guts vollbringen kann. b. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht/ mit Freu⸗ den diesen Tag verricht/ zu deinem Lob und meinem Nutz/ und meinem Wächsten tue Guts. 7. Bewahr mein Serz vor Sünd und Schand,/ daß ich, vom Uebel abgewandt,/ mein Seel mit Sünden nicht beschwer/ und mein Gewissen nicht versehr. 8. Behüt mich heut und allezeit/ vor Schaden, Schand und gerzeleid,/ tritt zwischen mich und meine Feind,/ die sicht⸗ bar und unsichtbar seind. 9. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, daß mir nichts Uebels widerfahr;/ behüte mich vor schnellem Tod/ und hilf mir, wo mir Silf ist not. martin Behm, 58873622. Nach der vorigen Weise. 265 . O heilige Dreifaltigkeit,/ o hochgelobte Einigkeit,/ o Vater, Sohn und heilger Geist,/ heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr,/ daß mir kein Böses widerfahr/ und mich der Satan nicht verletz/ noch nich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Suld mich heut anblick, des Sohnes Weis⸗ heit mich erquick,/ des heilgen Geistes Glanz und Schein/ erleucht meins finstern Serzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei,/ o Tröster wert, weich nicht von mir,/ mein Herz mit werten Gaben zier 5. Herr, segne und behüte mich,/ erleuchte mich, Herr, gnädiglich,/ Zerr, heb auf mich dein Angesicht/ und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm, 3887-622. ————— Morgen 260 Heinrich Albert, 3642. 4 +. CLILLE— 1— —6— E——.——— .—. SE. . Hott des Zim⸗mels und der Er ⸗den,/ Va ter, . der es Tag und NVacht läßt wer⸗ den,/ Sonn und Sohn und heil⸗ger Deit, Mond uns schei⸗nen heißt, ——.——.—. and die Welt/ und was drin ⸗nen ist, er ⸗hält: des⸗ sen star ⸗ke 2. Gott, ich danke dir von Herzen,/ daß du mich in dieser Vacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast be⸗ hütet und bewacht,/ daß des bösen Feindes List/ mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Vacht vergehn;/ o Zerr Jesu, laß mich finden/ deine Wun⸗ den offen stehn,/ da alleine Zilf und Rat/ ist für meine Missetat. 4. Wilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Serr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort;/ sei und bleibe du auch heute/ mein Beschützer und mein Hort./ Virgends als bei dir allein kann ich recht be⸗ wahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Verstand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke and./ Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum! en ,orgen 267 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen Feindes Racht,/ List und Anschläg von mir wende/ und mich halt uin guter Acht,/ der auch endlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu. Seinrich Albert, 36043683. 267 Johann Georg Ebeling, 3666. luch Wechselgesang: Einz.), 2, Gem. 3, 4, Einz., 6. Ch.(M.) 7, Ch.(Fr.) 8, Einz. 9, 30, 3), Gem. 32. 2 2— —— k ssꝑ᷑ᷓm ). Die güldne Son ⸗ne/ voll Freud und Won⸗ ne/ 2, r. bringt unsern Grenzen/ mit ih⸗ rem Glänzen/ ein herz⸗ er⸗ — 27⁵ 3. ö — ö 4—— —————.. quickendes, lieb⸗li⸗ches Licht. Mein Saupt und Glieder,/ die * 1— X ö W8*88 1 2 I E 1 2 la⸗gen dar⸗ nie ⸗der;/ a⸗ ber nun steh ich,/ bin munter DSPSPSDSDSDSSSSEEE. und fröh⸗lich,/ schaue den immel mit meinem Ge⸗sicht. z. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren/ und uns zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß/ und wo die Frommen/ dann sollen hinkommen,/ wann sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Jasset uns singen,/ dem Schöpfer bringen/ Güter und Gaben;/ was wir nur haben,/ alles sei Gotte zum Gpfer gesetzt!/ Die besten Güter/ sind unsre Gemüter;/ dankbare Lieder/ sind Weihrauch und Widder,/ an welchen er sich am meisten ergötzt. * 267 Morgen 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen;/ segnen und mehren, ́7 Unglück verwehren/ sind seine Werke und Taten allein./ Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir aufstehen,/ so läßt er aufgehen/ über uns seiner Barmher zigkeit Schein. v. Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ all meine Sin⸗ nen;/ laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn./ Laster und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke/ treib ferne zurücke;/ laß mich auf deinen Ge⸗ boten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen/ in meines Bruders und Väch⸗ sten Saus./ Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Serzen und wirf es hinaus. ö 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesend /In einer Stunde/ geht es zugrunde,/ sobald das Lüftlein des Todes drein bläst./ Alles in allen/ muß brechen und fallen,/ Zim⸗ mel und Erden/ die müssen das werden,/ was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wanken; seine Gedanken,/ sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Seil und Gnaden/ die nehmen nicht Schaͤden,/ heilen im Serzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone,/ vergib und schone,/ laß meine Schulden/ in Gnad und Sulden/ aus deinen Äugen sein ab⸗ gewandt./ Sonsten regiere/ mich, lenke und führe,/ wie dirs Hend⸗ Fich habe gestellet/ alles in deine Beliebung und and. 90. Willst du mir geben,/ womit mein Leben/ ich kann ernähren,/ so laß mich hören/ allzeit im Zerzen dies heilige Wort:/ Gott ist das Größte,/ das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Sort. ). Willst du mich kränken,/ mit Galle tränken/ und sol von Plagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es beliebt./ Was gut und tüchtig,/ was schädlich und nichtig/ meinem Gebeine,/ das weißt du alleine,/ hast nie mals keinen zu sehr noch betrübt. M Bt — Rorgen 268 ie⸗ 2. Kreuz und Elende/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeres Brausen/ und Windes Sausen/ leuchtet der Sonne ge⸗ wünschtes Gesicht./ Freude die Fülle/ und selige Stille/ hab ich zu warten/ im himmlischen Garten,/ dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, 3607— 1676. A + + 4 4 S n Foan uiihin,, vnurisrs. +— . Lo⸗-bet den Zer⸗ ren/ al ⸗-le, die ihn Johann Crüger, 3653. — 2 eh⸗ren,/ laßt uns mit Freu⸗den sei⸗ nem Na⸗ men —. ö——0 — 1 4 11 1— —— 1 1 9— 1 L 20 3. 1— sin gen/ und Preis und Dank zu sei ⸗nem ——‚ —.——— 3— 4 1 N Al⸗tar brin ⸗ gen:/ Lo⸗- bet den Ber⸗ren! 2. Der unser Leben,/ das er uns gegeben,/ in dieser Nacht so väterlich bedecket/ und aus dem Schlaf uns fröhlich auf⸗ erwecket: Lobet den Serren! 3. Daß unsre Sinnen/ wir noch brauchen können/ und zänd und Füße, Zung und Lippen regen,/ das haben wir zu danken seinem Segen:/ Lobet den Serren! 4. Daß Feuerflammen/ uns nicht allzusammen/ mit unsern vie Zäusern unversehns gefressen,/ das machts, daß wir in seinem Schoß gesessen:/ Lobet den Herren! 5. Daß Dieb und Räuber/ unser Gut und Leiber/ nicht angetast und grausamlich verletzet,/ dawider hat sein Engel sich gesetzet: Lobet den Serren! 269 6. O treuer Hüter,/ Brunnen aller Güter,/ ach laß doch ferner über unser Leben/ bei Tag und Nacht dein Zut und Güte schweben:/ Lobet den Serren! 7. Gib, daß wir heute,/ Herr, durch dein Geleite/ auf unsern Wegen unverhindert gehen/ und überall in deiner Gnade stehen:/ Lobet den Serren! 8. Treib unsern Willen,/ dein Wort zu erfüllen;/ lehr uns verrichten heilige Geschäfte,/ und wo wir schwach sind, da gib du uns Rräfte:/ Lobet den Zerren! 9. Richt unsre Serzen,/ daß wir ja nicht scherzen/ mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden/ vor deiner zu⸗ kunft uns bemühn auf Erden: /Lobet den Serren! 0. Zerr, du wirst kommen/ und all deine Frommen,/ die sich bekehren, gnädig dahin bringen,/ da alle Engel ewig, ewig singen:/ Lobet den Herren! Paul Gerhardt, 360r-6r. Weise: Nun laßt uns Gott dem Serren(Vr. 244). Leipzig 388. H ö II I I.............. HUEEE 2 e En 7 2—.—— 2 1—— ). Wach auf, mein Zerz, und sin⸗ge/ dem 1.— ö ö—.— ä... Schöp⸗fer al⸗ler Din⸗ ge,/ denm Ge⸗ber al⸗ler — Gün⸗ ter,/ dem from men Men⸗schen⸗ hü⸗ ter. * 14 umn z. Heut, als die dunklen Schatten/ mich ganz umgeben Wehre hat Satan mein begehret;/ Gott aber hats ge⸗ wehret. 3. Du sprachst: Mein Rind, nun liege/ trotz dem, der dich betrüge;/ schlaf wohl, laß dir nicht grauen,/ du sollst die Sonne schauen. Morgen ,orgen 270 4. Dein Wort das ist geschehen:/ ich kann das Licht noch sehen,/ von Vot bin ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. 3. Du willst ein Opfer haben,/ hier bring ich meine Oa⸗ ben: /mein Weihrauch und mein Widder/ sind mein Gebet und Lieder. b. Die wirst du nicht verschmähen,/ du kannst ins Serze sehen;/ denn du weißt, daß zur Gabe/ ich ja nichts Bessres habe. ů 7. So wollst du nun vollenden/ dein Werk an mir und senden,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen Sänden trage. . Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten;/ den Anfang, Mitt und Ende,/ ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein Serz sei deine Sütte,/ dein Wort sei meine Speise,/ bis ich gen Simmel reise. Paul Gerhardt, 3607—- 3676. 270 Johann Rudolf Ahle, 5662. 44 ——— 29———————*—— *..—— I.. Mor ⸗ gen⸗ glanz der wig teit, schick uns die se Mor⸗- gen zeit/ —..— Licht vom un ⸗ er⸗ schöpf ten Lich-—. dei ne Strah ⸗len zu Gesich te. ——— —— 2 und ver⸗ treib durch dei ne Macht/ un⸗ sre Nacht. 114 3. Deiner Güte Morgentau/ fall auf unser matt Gewissenz/ ch 5 je laß die dürre Lebensau/ lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns, deine Schar,/ immerdar. 27 Morgen 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut/ bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh,/ gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ und, entfernt von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnaden⸗ sonne;/ führ uns durch das Tränenfeld/ in das Land der süßen Wonne,/ da die ust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, 3636-569. Weise: O Sott, du frommer 271 Gott II Ahasverus Fritsch, 3679. . +. ESA. 1— 17 2 1. +* —IJ— Li *— ). O Je⸗ su, sü⸗ßes Licht,/ nun ist die DDD Nacht ver gan ⸗gen;/ nun hat dein Gna⸗den⸗glanz/ S.. neu⸗ e mich um ⸗ fan⸗gen;/ nun ist, was . 10 2 1— 2 —— ́——————— + — an mir ist,/ vom Schla⸗fe auf⸗ge⸗ weckt/ und na r, Ai it,tttd AHmHxs, E,— * 1 4 22————————— hat nun in Be⸗gier/ zu dir sich aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun,/ mein Gott, für Gpfer schen⸗ ken?/ Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnad einsenken/ E !,orgen 272 nit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag;/ das soll mein Opfer sein,/ weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott,/ da hast du meine Seele;/ sie sei dein Eigentum,/ mit ihr dich heut vermähle/ in deiner liebeskraft./ Da hast du meinen Geist;/ darinnen wollst du dich/ verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib/ zum Tempel dir ergeben,/ zur 5—½ und zum Saus. /Ach allerliebstes Leben,/ ach wohn, ach leb in mir,/ beweg und rege mich,/ so hat Geist, Seel und Leib/ mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt/ die Kleider angeleget;/ laß meiner Seele sein/ dein Bildnis eingepräget/ im güldnen Glaubensschmuck,/ in der Gerechtigkeit,/ so aller Seelen ist/ das rechte Ehrenkleid. b. Mein Jesu, schmücke mich/ mit Weisheit und mit Liebe,/ mit Keuschheit, mit Geduld/ durch deines Geistes Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an,/ so bin ich wohl geschmückt/ und köstlich angetan. 7. Laß mir dich diesen Tag/ stets vor den Augen schweben, laß dein Allgegenwart/ mich wie die Luft umgeben,/ auf daß mein ganzes Tun/ durch Serz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu,/ ja rede und gedenke;/ durch dei⸗ nes Geistes Rraft/ es also führ und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 3670—5744. Weise: Schwing dich auf zu deinem Gott(vgl. Nr. 22)). Johann Georg Ebeling, 3666. 4 +——. E —..—— ö I *— +* Ze su an,/ Bei⸗stand an,/ I ů Fang dein Werk mit Je⸗ sum ruf zum —— 1— II— 1 L has in Sän⸗den; I.——.. wirds wohl en · den. Steh mit Je ⸗ su mor ⸗ gens SS Se SiS Morgen ö— 2———— ö auf,/ geh mit Je⸗ su schla⸗ fen,/ führ mit Je⸗ su —— ö DD öIEItIĩtĩK Je ⸗ sum schaf ⸗fen. z. Morgens soll der Anfang sein,/ Jesum anzubeten,/ daß er woll dein Selfer sein/ stets in allen Wöten./ Morgens, abends und bei Nacht/ will er stehn zur Seiten,/ wenn des Satans List und Macht/ dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist,/ laß die Feinde wüten;/ er wird dich vor ihrer List/ schützen und behüten./ Setz nur das Vertrauen dein/ in sein Allmachtshände/ und glaub sicher, daß allein/ er dein Unglück wende. 3. Wenn denn deine Sach mit Gott/ also angefangen,/ ei, so hat es keine Vot,/ wirst den Zweck erlangen;/ es wird folgen Glück und Seil/ hier in diesem Leben,/ endlich wird dir Gott dein Teil/ auch im Simmel geben. 5. Nun, Serr Jesu, all mein Sach/ sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach/ auch im Tod und Leben./ Al mein Werk greif ich jetzt an,/ Serr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan!/ Ich sprech darauf Amen. Waldenburg in Schlesien, um 3734. 273 tel, üid. . Mein erst Ge⸗ fühl sei Preis und Dankz/ er⸗ dei nen Lauf,/ las⸗ se Weise: Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 4 heb ihn, mei ⸗ ne See⸗len/ Der Serr hört dei⸗nen Aus dem Böhmischen, 96s- 4. 4— + I —2 22 „ en Morgen 273 III ++. 1 EIII +. 4 , dr V Lob ⸗ge⸗sang;/ lob sing ihm, mei ⸗ ne See⸗le! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht,/ lag ich und schlief in Frieden./ Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß,/ mein Leben Iu bewahren? /Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß/ und schützt mich vor Gefahren? 3. Du bist es, err und Gott der Welt,/ und dein ist unser Leben,/ du bist es, der es uns erhält/ und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sanften Vacht/ mich dieses Tags erfreue. b. Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohl⸗ gefallen. 7. Vimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 8. Gib mir ein Serz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 9. daß ich als ein getreuer Xnecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 30. daß ich, dem Vächsten beizustehn,/ nie Fleiß und Arbeit scheue,/ mich gern an andrer Wohlergehn/ und ihrer Tugend freue; ). daß ich das Glück der Lebenszeit/ in deiner Furcht ge⸗ nieße/ und meinen Lauf mit Freudigkeit,/ wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 77)8769. Frankf. Evang. Gesangb. 2 — —————ß7rü—— MICS CMO Aller Augon Warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Spehe zu seiner geit. Du tust deine hand auf und erfüllest alles, Vas lebet, mit Wohlgefallen. Dein degen komme über dein Volk Psalm 145, IS. 16/ 3/ g. Weise: Serr Jesu Christ dich zu uns wend(Vr. 50. 274 D..... 2.—— 2 ◻ ö * Gor litz 3645. 3. Wir dan⸗ken Gott für sei⸗ne Gabn, die wir 1— ———————— — von ihm emp⸗fan⸗gen habn,/ und bit⸗ten un⸗ sern —— ö— EH — 25 ISISIeeee lie ⸗ben Serrn,/ er woll uns hin ⸗fort mehr be⸗schern 2. und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt werden hier und dort./ Ach lieber err, du wollst uns gebn/ nach dieser Zeit das ewge Lebn. Erasmus Alber, um 3900—3553. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 135). 2 Johann Crüger, 3649. I 4 220 + I 1 J. 2* ö 2 ů +——— —..n Speis uns, Va⸗ ter, dei⸗ ne Kin⸗·der;/ sprich den Se⸗ gen zu den Ga⸗ben,/ daß sie — 7 ha⸗ben, be ⸗ trüb⸗ ten Sün⸗der 30 vor uns die jet· U wir tro⸗ die Kraft und Le ⸗ben/ Stär ⸗ke, die ⸗ sem uns zu ge⸗ ben,/ bis wir end⸗lich mit den Vah⸗ rung kommen. Simmelsmahlzeit From⸗ men/ zu der Nach Johann Seermann, 3888—-3647. — — XBCIIR hat sich geneiget. Luk. 24, 20. Bleib bei uns, Jerr, denn es will Abend werden, und der Lag 276 Melchior Vulpius, 36o. ö 1 . +. 1 I —.— 2———.—.—*—— 2 ). Hin⸗ un⸗ ter ist der Son⸗ne Schein,/ die fin ⸗ stre Nacht bricht stark her⸗ S ein;/ leucht uns, err Christ, du Was 1—— Licht,/ *—— laß uns im Fin stern tap⸗pen nicht. 2. Wir danken, daß du uns den Tag/ vor Schaden, Gfahr und mancher Plag/ durch deine Engel hast behüt/ aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir habn erzürnet dich,/ dasselb verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns mit Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wach bestell,/ daß uns der böse Feind nicht fäll,/ vor Schrecken, Angst und Feuersnot/ be⸗ hüte uns, o lieber Gott. S‚ E.., H Nikolaus Serman, um 5480—3586). Abend 2777278 ise: Lobet den Serren, alle, W00 chren(Vr. 268). 277 Johann Crüger, 3683. —— ——— ö ö ——— 2 ee,, 3. Die Nacht ist kom ⸗men, drin wir ru⸗ hen HIII 2n 66— 8.—..— x E..——— sol · len;/ Gott walts zu From ⸗ men nach seim Wohl ⸗ ge⸗ +Ꝙꝗ+. —— ö x—.*2 +,— ö———. 36 I 2—.——.— I* IRr N V fal ⸗len,/ daß wir uns le⸗gen, in seim — ů N 1 +. —.——— ů A é 1.—— 1— 325—— Gleit undd Se gen/ der Ruh zu pfle ⸗gen. 2. Treib, Serr, von uns fern die unreinen Geister;/ halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr,/ schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel,/ send uns dein Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken,/ fröhlich auf⸗ wachen und von dir nicht wanken,/ laß uns in Züchten unser Tun und Dichten/ zu deim Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten,/ pfleg auch die Kinder, sei selbst ihr Vormünder,/ des Feinds NVeid hinder. 5. Vater, dein NWame werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset;/ frist unser Leben, wollst die Sünd vergeben,/ erlös uns. Amen. petrus Serbert, 1 1875. Weise: In dich hab ich 27 gehoffet, Zerr(Wr. 209 10. Würnberg 3588). CV U 1 1— ......—— 3. Mein schön ⸗ste Rleinod bist/ auf Er⸗den du, err Je — r, ,. su Christ;/ dich wil ich las⸗sen wal⸗ ten .... ö— F..—————3—.— und al ⸗le zeit/ in Lieb und Leid/ 1. ö* I N — I + —— in mei⸗ nem Her ⸗ zen hal. ten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht,/ kein Ding auf Erd so fest besteht,/ das muß ich frei bekennen;/ drum soll nicht Tod,/ nicht Angst, nicht Wot/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht,/ im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein,/ und ich bin dein,/ dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,/ Zerr Jesu Christ, bleib du bei mir,/ es will nun Abend werden;/ laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf TAS—40 eipzig 3897. 27 9 ö Johann Schop, 36g2. H I I I + ** 7˙ 1——— I 7 1 1 1 e i mun ⸗ter, mein Ge⸗ mü⸗ te,/ daß ihr prei set Got⸗ tes Gü te, N 1—— 2 — SS SSPSI I I I—— und ihr Sin ⸗ne, geht her ⸗für, die er hat ge⸗ tan an mir, da er * 1—*** 1 +X. 12—— —.—.—.— 1 23*X 2 mich den gan ⸗ zen Tag/ vor so man ⸗ cher N 1 +— E 1 1 1 22—.. ——— S DSSSEE— schwe⸗ren Plag/ hat be⸗ hü⸗tet und in Gna · den/ D ———————— — ab⸗ ge ⸗ wen⸗ det al⸗len Scha⸗ den. 2. Lob und Dank sei dir gesungen,/ Vater der Barmherzig⸗ keit,/ daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art/ so getreulich en bewahrt,/ auch die Feind hinweggetrieben,/ daß ich un⸗ eschädigt blieben. ü 3. Bin ich gleich von dir gewichen,/ stell ich mich doch wie⸗ der ein,/ hat uns doch dein Sohn verglichen/ durch sein Angst und Todespein. /Ich verleugne nicht die Schuld;/ aber deine Gnad und Zuld ist viel größer als die Sünde,/ die ich stets in mir befinde. 3. O du Licht der frommen Seelen,/ o du Glanz der Ewig⸗ keit,/ dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und alle⸗ zeit./ Bleibe doch, mein Sott, bei mir,/ weil es nunmehr dunkelt schier;/ da ich mich so sehr betrübe,/ tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanft und süße Ruh,/ alles Uebel laß verschwinden,/ decke mich mit Segen zu./ Leib und Seele, Mut und Blut,/ Weib und Kinder, ab und Gut,/ Freunde, Feind und Hausgenossen/ sein in deinen Schutz geschlossen. b. Ach bewahre mich vor Schrecken,/ Ien mich vor Ueberfall,/ laß mich Krankheit nicht aufwecken,/ treibe weg des Krieges Schall;/ wende Feur⸗ und Wassersnot,/ Pesti⸗ lenz und schnellen Tod;/ laß mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Leib und Seel verderben. 280 geschehen. Weise: O Welt, ich muß dich lassen(r. 307). 7. O du großer Sott, erhöre, Jesu, den ich stets verehre, und mein Hort, du werter heißt,/ höre doch mein sehnlich Flehen. 280 Abend was dein Nind gebeten hat;/ bleibe du mein Schutz und Rat;/ Geist,/ der du Freund und Tröster Amen, ja, das soll Johann Rist, 36073667. Vorreformatorisch. Eisleben 3598. . Nun ru⸗hen al⸗le Wäl.der/ Vieh, Nen⸗schen, — — x— 1 Stãädt und Fel⸗der/es schläft die gan⸗ 3ze Welt;/ ihr — S.......... a ⸗ber, mei⸗ne Sin⸗nen,/ auf,‚ auf, ihr sollt be⸗ gin ⸗nen,/ was eu Zweite Weise. rem Schöp ⸗fer wohl⸗ ge⸗fällt. Friedrich Mergner, 1867. ö ö— —**— — 1————— 22 . Vun ru⸗-hen al⸗le Wäl»der,/ Vieh, —. ——— nii. —— ö Men⸗schen, Städt und Fel ⸗der,/ es ——————eeeeeeee HH. dn... schläft die aunnn Abend 280 2—.—..—— + 1—2 —— 1—.—— gan ze Welt;/ ihr a4 ber, mei ⸗ ne ssù r IAZN Sin=nen,/ auf, auf, ihr sollt be gin ⸗nen, was I. 1 ........... e n E— 1— eu rem Schöp ⸗ fer wohl⸗ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat dich ver⸗ trieben,/ die Nacht, des Tages Feind./ Fahr hin, ein andre Sonne,/ mein Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinem HZerzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen,/ die güldnen Sternlein prangen/ am blauen immelssaal;/ also werd ich auch 283 Abend stehen,/ wann mich wird heißen gehen/ mein Gott aus die⸗ sem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe,/ legt ab das Kleid und Schuhe,/ das Bild der Sterblichkeit;/ die zieh ich aus, da⸗ gegen/ wird Christus mir anlegen/ den Rock der Ehr und Herrlichkeit. Das Saupt, die Füß und Zände/ sind froh, daß nun zum Ende/ die Arbeit kommen sei./ Herz, freu dich, du sollst werden/ vom Elend dieser Erden/ und von der Sünden Arbeit frei. 6. Vun geht, ihr matten Glieder,/ geht hin und legt euch nieder,/ der Betten ihr begehrt./ Es kommen Stund und Zeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen,/ im Nu sind sie ge⸗ schlossen./ Wo bleibt dann Leib und Seels Vimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut für allen Schaden,/ du Aug und Wächter Israel. ö 8. Breit aus die Flügel beide,/ o Jesu, meine Freude,/ und nimm dein Küchlein ein!/ Will Satan mich verschlingen,/ so laß die Engel singen:/ Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht betrüben/ kein Unfall noch Gefahr./ Gott laß euch selig schlafen,/ stell euch die güldnen Waffen/ ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt, 3607-3676. 281 Sal yyss Q A SSI..II— Der lie ⸗ben Son ⸗- ne Licht und Pracht/ hat die Welt hat sich zur Ruh ge⸗macht,/ tu, SISSSSS...— nun den Tag voll⸗ füh ⸗ ret. Seel, was sich ge⸗ büh ret: tritt an die + 2 27 + Zim- mels- tür/ und bring ein Lied her⸗ t:..qꝗq......... ñ—————.— für;/ laß dei ⸗ ne Au ⸗gen, erz und —— 4— 1 ———— ö — 1 1 —— Sinn/ auf Je⸗sum sein ge⸗ rich ⸗ tet hin. zweite We se. 573⁰0. —— 4 ä 0 Der lie ben Son⸗ne Licht und Pracht/ ͤ). die Welt hat sich zur Ruh ge⸗macht, ö 4* 1 x 1 X 4— —..—. I 1 4 2 ö SDSSSSS— ö ö hat nun den Tag voll⸗füh ⸗ret, tritt tu, Seel, was sich ge⸗ büh⸗ret: —.——.......... —** 1*— 0— 1— 1 an die Zim⸗-mels ⸗tür/ und bring ein Lied her⸗ l* 1 1 1 1 + II———— 2 SISSSSSI— — für;/ laß dei ne Au ⸗gen, Serz und Sinn/ auf Je⸗sum sein ge⸗rich ⸗ötet hin. Abend 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl/ und gebet eure Strah⸗ len,/ ihr macht die Nacht des Lichtes voll:/ doch noch zu tausend Malen/ scheint heller in mein Herz/ die ewge Zim⸗ melskerz,/ mein Jesus, meiner Seele Ruhm,/ mein Schatz mein Schutz, mein Eigentum. 3. Verschmähe nicht dies arme Lied,/ das ich dir, Jesu, singe;/ in meinem Serzen ist kein Fried,/ bis ich es zu dir bringe./ Ich bringe, was ich kann,/ ach nimm es gnädig an. Es ist doch herzlich gut gemeint,/ o Jesu, meiner Seelen Freund. 4. Mit dir will ich zu Bette gehn,/ dir will ich mich be fehlen;/ du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn/ zum besten meiner Seelen./ Ich fürchte keine Not,/ auch selber nicht den Tod;/ denn wer mit Jesu schlafen geht,/ mit ö Freuden wieder aufersteht. 5. So oft die Nacht mein Ader schlägt,/ soll dich mein Geist umfangen;/ so vielmal sich mein Herz bewegt/ soll dies sein mein Verlangen,/ daß ich mit lautem Schall/ möcht rufen überall:/ Ach Zesu, Jesu, du bist mein,/ und ich bin auch und bleibe dein. 6. Vun, matter Leib, gib dich zur Ruh/ und schlafe sanft und stille;/ ihr müden Augen, schließt euch zu,/ denn das »ist Gottes Wille;/ schließt aber dies mit ein:„Herr Jesu, ich bin dein!/ So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jesu, Jesu, gute Nacht. Christian Scriver, 3029.3603. 2 8 2 Dresden 3667. *. —— eee öen, M.em e,—— II kei ne Sonn mehr scheint,/ schläft al ⸗äles, was sich ——— 2— 1 . Nun sich der Tag ge ⸗en⸗ det hat/ und ö ů— .—.—....... ab ⸗ ge⸗ matt/ und was zu⸗ vor ge⸗ weint. Abend 283 2. Vur du, mein Gott, hast keine Rast,/ du schläfst noch % schlunmerst nichst(die Jinsternis ist dir verhaßt,/ weil du bist selbst das Licht. P— 5 3. Gedenke, Serr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht/ und schenke du mir gnädiglich/ den Schutz von deiner I u, Wacht. ir AI ig 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld,/ die mich bei ö i er dir klagt an;/ ach, aber deines Sohnes Suld/ hat gnug für mich getan. l 3. Den setz ich dir zum Bürgen ein,/ wenn ich muß vors Gericht;/ ich kann ja nicht verloren sein/ in solcher Zu⸗ 0 it versicht. 6. weicht, nichtige Gedanken, hin,/ wo ihr habt euren st Lauf;/ ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tem⸗ In n pel auf. 1 h 7. Darauf tu ich mein Augen zu/ und schlafe fröhlich ein;/ M mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollt doch traue t rig seinꝛ 8. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ ö so führ mich in den Himmel ein/ zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir,/ o err Gott Zebaoth,/ im Tod und Leben hilfst du mir/ aus aller Angst und Vot. . Johann Friedrich Serzog/ 3647 3699. Strophe es späterer Zusatz. ů 283 Genf 3842. H— CE +22—— 1 1 EI.III— ö 2.— E—— ö 1 3. Der Tag ist hin; mein Je ⸗ su, I IN I ö ö.....—.—— — 2 2 I 1 2— *— + 2—3—— 1 1 INN bei mir blei⸗ be;/ o See ⸗len ⸗licht, der + +. 2 Sün⸗ den Vacht ver⸗trei be,/ geh auf in + —— ——— 24 — AB AI mir, Glanz der Ge⸗ rech tig⸗keit,/ er leuch⸗ ————— —— ů te mich, ach Serr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen,/ dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Vur eines ist, das mich empfindlich quälet:/ Beständig⸗ keit im Guten mir noch fehlet./ Das weißt du wohl, o BZer⸗ zenskündiger,/ ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Zerr, was mir sagt mein Gewissen;/ Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen./ Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein,/ da ist die Zand: du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Züter und mein Sirte,/ zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte;/ bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen;/ ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen;/ o Lebens⸗ sonn, erquicke meinen Sinn.„Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander, 3660—6so. Weise: Herr Jesu Christ, meins Lebens icht. Luk. 24, 29 Mürnberg 3676. . IX ͤ ů— .— 3. Wo willst du hin, weiils A„bend QU 2. — ist,/ o lieb ⸗ster pil⸗grim, Je⸗ su — +— 4Z.— DS——— Christ?/ RKomm, laß mich so glück ⸗ se ⸗ lig 2— — sein/ und kehr in mei⸗ nem Ser⸗ zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint;/ du weißt, daß du zu aller Frist/ ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt;/ drum wollest du, o wahres Licht,/ mich Armen ja verlassen nicht. 3. Erleuchte mich, daß ich die Bahn/ zum Himmel sicher finden kann,/ damit die dunkle Sündennacht/ mich nicht verführt noch irre macht. 5. Vornehmlich aus der letzten Not/ hilf mir durch einen sanften Tod./ Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest;/ ich weiß, daß du mich nicht verläßt. plönisches Gesangbuch, 5674. Weise: Nach einer Prüfung kurzer Tage. J. Gottfried Schicht, 3830. ö — 3———— 2 „ r75 q 6 AEE 0 So ist die Wwo ⸗ che nun ge⸗ wie sich dein Se⸗gens⸗ quell er⸗ I„ðIEDU..= ——.— ö——.— 2—— 2HE qwdw— schlosf⸗ sen,/ doch, treu ⸗er Gott, dein sen so bin ich noch der ——— ö 2.—— 4 1 —— 2. 122— dr sicht daß er sich wei⸗ ter ⸗hin er⸗ 7 S.—.e..—— E 3—*.— gießt/ und un er schöpf⸗lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Zand und Munde,/ ich lobe dich, so hoch ich kann,/ ich rühme dich von Herzensgrunde/ für alles, was du mir getan,/ und weiß, daß dir durch Jesum Christ/ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Sat mich bei meinen Wochentagen/ das liebe Kreuz auch mit besucht,/ so gabst du auch die Rraft zum Tragen; zudem ist es voll Zeil und Frucht/ in deiner Liebe, Herr, zu mir,/ und darum dank ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles,/ und du versagst mir solches nicht:/ gedenke keines Sündenfalles,/ weil mich mein Jesus aufgericht,/ mein Jesus, der die Missetat/ auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen,/ du brichst ihn nicht in Ewigkeit,/ da du dem Sünder hast verspro en,/ daß er, wenn ihm die Sünde leid,/ nicht sterben, sondern gnadenvoll/ als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen/ und will also den Wochenschluß/ vergnügt und froh zurückelegen,/ da der Trost mich erquicken muß,/ daß ich ja soll in Christo dein/ und schon in Soffnung selig sein. 7. Doch, da mein Leben zugenommen,/ so bin ich auch der Ewigkeit/ um eine Woche näher kommen/ und warte nun der letzten Zeit,/ da du die Stunde hast bestimmt,/ die mich zu dir in Simmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue/ den Sonntag wieder sehen kann,/ so blickt die Sonne deiner Treue/ mich auch mit neuen Gnaden an;/ ach ja, da teilt dein Wort und Saus/ den allerbesten Segen aus. Abend 286 9. So will ich das im voraus preisen,/ was du mir künftge Woche gibst;/ du wirst es in der Tat erweisen,/ daß du mich je und immer liebst/ und leitest mich nach deinem Rat,/ bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Veumeister, 3671—3786. weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Nr. 307). Eisleben 3898. —.— ö +— ————— —.——— 3. Der Sabbat ist ver⸗ gan⸗gen;/ ich ha ⸗ be ‚Z‚iieii‚i‚..‚.. —— mein Ver ⸗lan⸗gen/ nach Herzenswunsch er⸗ füllt./ Gott — ö—— ö ö 24. hat mich un⸗ ter⸗wei ⸗set,/ mit Le⸗bens ⸗brot ge⸗ ——.— 4— 2— spei set/ und mei ⸗ ner See⸗ len Durst ge⸗stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen;/ drum leg ich ohne Schmerzen/ auch meinen Leib zur Ruh;/ denn allen Sünden⸗ schaden/ deckt Jesus nun in Gnaden/ mit seinem Purpur⸗ mantel zu. 3. O du dreieinig Wesen,/ mein Geist ist schon genesen,/ weil ich dein Tempel bin;/ ich habe Licht vom Lichte,/ dein leuchtend Angesichte/ treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen/ und eine Sonne machen/ auch mitten in der Nacht,/ bis bei den Cherubinen/ ein Sonntag ist erschienen,/ der alle Nacht zu Schanden macht. 6. Ich schlafe ganz vergnüget;/ denn wo mein Serze lie⸗ get,/ da ist der Engel Seer./ Mich stört kein Weltgetümmel;/ es träumt mir nur vom Himmel./ Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 3672—3757. 287 Abend Weise: 7 i d Ar. 4 Laer Brnd 287 Johann Crüger, 3660. 2 62 EID ů 1— ů 1——.— LI 7Z985 1— Zir⸗te dei⸗ ner Scha⸗fe,/ der von kei⸗ dei⸗-ne Wun⸗der gü⸗ te/ war meinschild 1 LI nem Schla⸗ fe/ et⸗was wis ⸗ sen I sei die und Süt⸗ te/ den ver⸗gang⸗ nen Tag; ö—.— ö ö 10— Nacht auch auf der Wacht/ und laß mich von dei⸗ — *——— nen Scha⸗ ren/ um und um be ⸗ wah⸗ren. iRT S +* +* IX * 2. Decke mich von oben/ vor der Feinde Toben/ mit der Vaterhuld;/ ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen; drum vergib die Schuld./ Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 3. Zaß auch meine Lieben/ keine Not betrüben,/ sie sind mein und dein;/ schließ uns mit Erbarmen/ in den Vater⸗ armen/ ohne Sorgen ein./ Du bei mir, und ich bei dir; also sind wir ungeschieden,/ und ich schlaf in Frieden. 4. Romm, verschließ die Rammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein./ Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Flügel/ nimm dein KRüchlein ein./ Decke zu mit Schutz und Ruh,/ so wird uns kein Grauen wecken,/ noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte Wie bald rot, bald tot!/ Doch hast du beschlossen,/ daß mein Ziel verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich nicht Ibend 288 wider dich;/ hab ich Jesum nur gefunden,/ sterb ich alle Stunden. 6. Vun wohlan, ich tue/ in vergnügter Ruhe/ Mund und Augen zu./ Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben,/ o du Züter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen,/ wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 3672—)737. weise: Nun ruhen alle wälder(Wr. 280 II). Friedrich Mergner, 3867. Auch nach der Weise: O Welt, ich muß dich lassen(s. 3. Nr. 289). V— ). Nun sich der Tag ge ⸗ en⸗det,/ mein — E—— ——— erz sich zu dir wen⸗ det/ und dan ⸗ ket + I5 1 — ä——————. —..——.——.—— + in ⸗ nig ⸗lich;/ dein hol⸗ des An ⸗ge⸗ 3. rnn.nen nnd drn— ů 5 4.— ö 4..— sich te/ zum Se⸗ gen auf mich rich ⸗te,/ er⸗ —.—. d mi, rternne Uder Eer Kmrrt=mn SISIIIFII IFFIIIIF———— leuch⸗ te und ent ⸗ zün ⸗ de mich. 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schutz und Zerze ein;/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstern Kräfte/ vertreibe durch dein Nahesein. z. Daß du mich stets umgibest,/ daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu dir hinein,/ daß du vergnügst alleine/ so wesentlich, so reine,/ laß früh und spät mir wichtig sein. 289 Abend 4. Ein Tag der sagt dem andern,/ mein Leben sei ein Wandern/ zur großen Ewigkeit./ O Ewigkeit, so schöne, mein erz an dich gewöhne,/ mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen, 3697 ⁰. Weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Nr. 307). Eisleben 3598, 0 C.. ö— ä S S I.I. * 1— ). Herr, der du mir das Le⸗ben/ bis die ⸗sen —.. S............. Tag ge ⸗ ge⸗ben,/ dich bet ich kind⸗lich an;/ ich SE bin viel zu ge⸗rin⸗ge/ der Treu⸗e, die ich — EM 1 1 H II 2.— 1— I 0 12½ sin ⸗ge/ und die du heut an mir ge⸗ tan. 2. Mit dankendem Gemüte /freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir; du gibst mir Kraft und Stärke,/ Ge⸗ deihn zu meinem Werke/ und schaffst ein reines Serz in mit. 3. Gott, welche Ruh der Seelen:/ nach deines Worts Be⸗ fehlen/ einher im Leben gehn,/ auf deine Güte hoffen,/ in Beist den Himmel offen/ und dort den Preis des Glau⸗ bens sehn! ö 4. Ich weiß, an wen ich glaube,/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein Seil./ Ich bin der Schuld entladen,/ ich bin bei dir in Gnaden,/ und in dem Simmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen,/ eil ich der Ruh entgegen, dein Name sei gepreist./ mein Leben und mein Ende/ ist dein; in deine Hände /befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 37)55769 .FFFF 71 711 u nd ein ser 709. isch. 595, hAuS UN BERIC — — Venn die donne aufgeht/ lo geht der Mensch aus an seine Ar⸗ heit und an sein Ackerwerk bis an den Abend. Gute Arbeit gibt herrlichen Lohn. Pfalm 104,82.28. Weisheit 3,/5. 290 Meiningen 3698. 2 ö ö S............ .‚S. I... 25 4 Gott, du from⸗ mer Gott,/ du 2 ohn den nichts ist, was ist,/ von —.— +2 EEE EEEE ö I 1—5 +4. II— 1* 1— 21— I 14— Brunnquell gu⸗ ter Ga⸗ ben dem wir al ⸗les ha ben: ge ⸗ sun ⸗ den — P P S...... I — S Leib gib mir, und daß in sol chem Leib a/ ein E ů IIIIDDIIeiEEe.. un — SSE un · ver ⸗letz ⸗ te Seel/ und rein Ge⸗wis⸗ sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß,/ was mir zu tun gebühret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande führet./ Gib, 293 aus und Beruf daß ichs tue bald,/ zu der Zeit, da ich soll,/ und wenn ichs tu, so gib,/ daß es gerate wohl. 3. Silf, daß ich rede stets,/ womit ich kann bestehen; Vlaß kein unnützlich Wort/ aus meinem Munde gehen,/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß,/ so gib den Worten Kraft/ und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht verzagen, gib einen Zeldenmut,/ das Rreuz hilf selber tragen./ Gib, daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf,/ auch guten Rat erfind. v. Laß mich mit jedermann/ in Fried und Freundschaft leben,/ soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld,/ so gib auch dies dabei,/ daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld; vor Sünd/ und Schanden mich bewahr,/ auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Saar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir/ hinauf zu deinen Freuden;/ dem Leib ein Räumlein gönn/ bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wann du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so tu auch deine Hand/ zu meinem Grab ausstrecken;/ laß hören deine Stimm/ und meinen Leib weck auf/ und führ ihn schön verklärt/ zum auserwählten Sauf. Johann Seermann, 36833647. Weise: In dich hab ich Vor reformatorisch. gehoffet, Serr I(Vr. zoo). 291 Straßburg 386o. x* ——— 5—— ö nn HH, ). Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun/ und — 8....——. Werr in dei⸗ nem Wil⸗len ruhn,/ von dir kommt IIl! t —.— caus und Beruf 29) é 4 —. Ze, dem mmee n, Es, Li. Glück und Se gen;/ was du re⸗gierst, das 1 H geht und steht/ auf rech⸗ ten, gu⸗ ten We ⸗ gen. z. Es steht in keines Menschen Macht,/ daß sein Rat werd ins Werk gebracht/ und seines Gangs sich freue;/ des Söch⸗ sten Rat, der machts allein,/ daß Menschenrat gedeihe. 3. Verleihe mir das edle Licht,/ das sich von deinem Ange⸗ sicht/ in fromme Seelen strecket/ und da der rechten Weis⸗ heit Xraft/ durch deine Kraft erwecket. 3. Gib mir Verstand aus deiner Söh,/ auf daß ich ja nicht ruh und steh/ auf meinem eignen Willen;/ sei du mein Freund und treuer Rat,/ was recht ist, zu erfüllen. 5. Prüf alles wohl, und was mir gut,/ das gib mir ein; was Fleisch und Blut/ erwählet, das verwehre./ Der höchste zweck, das beste Teil/ sei deine Lieb und Ehre. b. Was dir gefällt, das laß auch mir,/ o meiner Seele Sonn und Zier,/ gefallen und belieben;/ was dir zuwider, laß mich nicht/ in Werk und Tat verüben. 7. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück;/ ists Menschentun, so treib zurück/ und ändre meine Sinnen./ Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst/ in kurzem zu zerrinnen. 8. Tritt du zu mir und mache leicht,/ was mir sonst fast unmöglich deucht,/ und bring zum guten Ende,/ was du selbst angefangen hast/ durch Weisheit deiner Hände. 9. Ist ja der Anfang etwas schwer/ und muß ich auch ins tiefe Meer/ der bittern Sorgen treten,/ so treib mich nur ohn Unterlaß/ zu seufzen und zu beten. 30. Wer fleißig betet und dir traut,/ wird alles, davor sonst ihm graut,/ mit tapferm Mut bezwingen;/ sein Sorgenstein wird in der Eil/ in tausend Stücke springen. 5). Der Weg zum Guten ist gar wild,/ mit Dorn und Zecken ausgefüllt;/ doch wer ihn freudig gehet,/ kommt 292 stehet ö Volk und Weise: Wie endlich, Serr, durch deinen Geist,/ wo Freud und Wonne 2. Du bist mein Vater, ich dein Kind;/ was ich bei mir nicht hab und find,/ hast du zu aller Gnüge./ So daß ich meinen Stand/ wohl halt und herrlich siege. 3. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr;/ je mehr und mehr/ schön leuchtet der Morgenstern(Vr. 27). aus hocherfreuter Seelen/ vor deinem aller Welt,/ solang ich leb, erzählen. aus und Beruf hilf nur, ich will dein Tun Paul Gerhardt, 3607670. Frankfurt a. M. 3699. R ͤtee— SSSSS —0—— L.. V IEEUO 1 1 II II I.. Se— Wie schön ists doch, Zerr Je⸗su Wwie steigt und neigt sich dei⸗ ne 2—45—— 4 1——— Christ,/ im Stan⸗ de, da dein Se⸗ gen ist,/ im Gab a/ und al ⸗les Gut so mild her ⸗ab/ aus mne—— —2 1—.—. I.— 2— 2 1 IDC ⁴ 1— 2 4—————— ö Stan⸗de heil⸗ger E⸗=hel! dei ner heil⸗ gen S6⸗ he, wenn sich/ an dich +. + 1 +. + + + 1 + + 1— P P IIIIIPIIIIIIIIIIIIITIIIIII. flei ßig hal⸗ten Jung und Al ten, die im — SS SISISSIIIII III I IIA P I Or⸗ den/ ei⸗ nes Le⸗bens ei⸗ nig wor ⸗den. RN f gaus und Beruf 293 N 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn/ und unver⸗ N me sückt zusammengehn/ im Bande reiner Treue,/ da geht das I Glück in vollem Lauf,/ da sieht man, wie der Engel Hauf/ ö ö ö nir im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm,/ kein Wurm/ IMWnt ur, kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet/ dem Paar, ö das in ihm sich liebet. IN un.,„ Der Mann wird einem Baume gleich,/ an Aesten schön, W i an Zweigen reich;/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Träublein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr I vermehrt/ mit Früchten, die da leben./ Wohl dir,/ o Zier,/ I . mannes Sonne, Sauses Wonne, Ehrenkrone!/ Gott denkt AIN dein bei seinem Throne. Rtn 4. Dich, dich hat er ihm auserkorn,/ daß aus dir ward herausgeborn/ das Volk, das sein Reich bauet;/ sein Wun⸗ W derwerk geht immer fort,/ und seines Mundes starkes Wort/ WA nacht, daß dein Auge schauet/ schöne/ Söhne,/ Töchter —züchtig, die fein tüchtig nähn und spinnen/ und mit Runst die zeit gewinnen. 5. Seid gutes Muts! Wir sind es nicht,/ die diesen Orden R aufgericht,/ es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je R geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt,/ der beste II Freund und Rater; ́/ Anfang,/ Ausgang/ aller Sachen, die zu machen wir gedenken,/ wird er wohl und weislich lenken. b. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stünd⸗ lein, da man Leides voll/ die Tränen lässet schießen;/ je⸗ dennoch wer sich in Geduld/ ergibt, des Leid wird Gottes Zuld/ in großen Freuden schließen./ Schweige,/ beuge/ dich — ein wenig; unser Rönig wird behende/ machen, daß die Angst — sich wende. — 27. Wohl her, mein König, nah herzul/ Gib Rat im Rreuz, „in Vöten Ruh,/ in Aengsten Trost und Freude. /Des sollst du haben Ruhm und Preis,/ wir wollen singen besterweis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen zu erfüllen, deinen Wamen /ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 3607— 3676. Weise: In Gottes Namen Vorreformatorisch. fahren wir(Nr. 584). Wittenberg 3824. 22 W .V 1— ½ 0 0 H— ö x RNV + 3. Das wal⸗ te Gott, der hel ⸗fen 293 waus und Beruf —— SPS SI S.I........... kann!/ Mit Gott fang ich die Ar⸗ beit an, +. 1 +. +. +. 1. — h LE.—.—. 2..— 2..— I L— mit Gott nur geht es glück⸗lich fort,/ drum ist dies N I I I I——— auch mein er⸗ stes Wort: Das wal ⸗ te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert von Gott Kraft und Stärk;/ mein Serz sucht Gottes Angesicht,/ drum auch mein Mund mit Freuden spricht:/ Das walte Gotti 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts,/ wo Gott nicht gibet, da gebrichts;/ Gott gibt und tut mir alles Guts,/ drum sprech ich auch nun gutes Muts:/ Das walte Gott! 4. Will Sott mir etwas geben hier,/ so will ich dankbar sein dafür;/ auf sein Wort werf ich aus mein Netz/ und sag in meiner Arbeit stets:/ Das walte Gott! d. Anfang und Mitte samt dem End/ stell ich allein in Bottes Händ;/ er gebe, was mir nützlich ist,/ drum sprech ich auch zu jeder Frist:/ Das walte Gott! 6. Zegt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Büt und Treu,/ so gnüget mir zu jeder Stund;/ drum sprech ich auch von Zerzensgrund:/ Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt!/ Ist doch mein Werk mit Gott gewagt;/ er wird mir gnädig stehen bei,/ drum dies auch meine Losung sei:/ Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat;/ er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still:/ Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Wot/ und gibt mir auch mein täglich Brot,/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts; drum sprech ich auch:/ Das walte Gott! 11111 gaus und Beruf 294 J0o. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Ver⸗ stand, Witz oder Kunst;/ mit Sott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll:/ Das walte Sott! ). Teilt Gott was mit aus Gütigkeit,/ so acht ich keiner seinde Neid,/ laß hassen, wers nicht lassen kann;/ ich stimme doch mit Freuden an:/ Das walte Gott! 32. Tu ich mein Werk mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und spat,/ dann alles wohl geraten muß;/ drum sprech ich nochmals zum Beschluß:/ Das walte Gott! ö Johann Betichius, 16890 3722. 294 Leipzig 362s. —— I.—7 — 2... . Wohl ei⸗ nem Saus, da Je⸗ sus Christ/ al ⸗-lein weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 377). —— 1 —— 5 e das All in al⸗ lem ist./ Ja, wenn er nicht dar⸗ vertraut ist, treu bewahrt. 2—— in⸗ͤnen wär,/ wie e⸗lend wärs, wie arm und leer. 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind/ in einem —— Glaubenssinn verbindt,/ zu dienen ihrem Serrn und Gott/ nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Saus der Welt/ ein Vorbild vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet/ beständig in die zöhe geht/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werk, als Sottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, ge⸗ schickter Zand/ ein jegliches nach seiner Art,/ was ihm 295 Haus und Beruf 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind/ und wenn sie KRind und Kindeskind/ versäumen nicht am ewgen Glück;/ dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Saus, denn es gedeiht./ Die Eltern wer⸗ den hoch erfreut,/ und ihren Xindern sieht mans an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Hause diesen Bund:/ wenn alles Volk vom Herrn abwich,/ doch dienen wir ihm ewiglich. Karl von Pfeil, 577½2786. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27.) Frankfurt a. M. 3399. E— 2 2 U 9—5 IDJI.—2——— 1 2....2 2*2— J △— 22 3* (ch und mein Saus wir sind be⸗ Du sollst der Serr im Sau ⸗se SS ...ee — reit,/ dir, err, die gan ⸗ ze Le⸗bens ⸗ zeit/ mit sein,/ gib dei⸗ nen Se⸗gen nur dar ⸗ ein,/ daß Seel und Leib zu die ⸗nen. wir dir wil ⸗lig die ⸗nen. Ei-ne/ klei ne, 4 1 J 1 l ů ꝙ— from⸗ me, rei ⸗ ne Haus⸗ ge⸗ mei⸗ ne mach aus 0 I I II FrrR XIII — sie wohl⸗ ge⸗ fal ⸗len. eer gaus und Beruf 296 z. Es wirke durch dein kräftig Wort/ dein guter Geist sets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnenlicht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Sause noͤge fehlen./ Reiche/ gleiche/ Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben/ uns, die wir uns dir ergeben. 3z. Gieß deinen Frieden auf das Saus/ und alle, die drin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe alezeit/ zum Dulden, Tragen sein bereit/ voll Demut, sanft und linde./ Liebe/ übe/ jede Seele: keinem fehle, dran man lennet/ den, der sich den Deinen nennet. 3. Laß unser Saus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz alein/ und deine große Güte./ Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Silfe schaun/ mit kindlichem Ge⸗ müte,/ selig,/ fröhlich,/ selbst mit Schmerzen in dem Ser⸗ zen, dir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Saus,/ so schließ den Stolz, die Weltlust aus,/ des Reichtums böse Gäste./ Denn wenn das Zerz an Demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille nadenfülle, die mit Schätzen/ einer Welt nicht zu ersetzen. b. Und endlich flehn wir allermeist,/ daß in dem Saus kein andrer Geist/ als nur dein Geist regiere./ Der ists, der alles wohl bestellt,/ der gute Zucht und Ordnung hält,/ der alles lieblich ziere./ Sende,/ spende/ ihn uns allen, bis wir wallen heim und oben/ dich in deinem Hause loben. Philipp Spitta, 380)—- 869. Weise: Ich freu mich in dem Serren. Bartholomäus Selder, 3648. 4— 1 1 4 1 4 2— ——..— ö————— 0 Was macht ihr, daß ihr wei⸗ net/ und 3 Im Serrn sind wir ver ⸗ ei ⸗net/ und — — 1— H + 8 bre⸗chet mir mein Herzꝛ blei⸗bens al ⸗ler⸗wärts. Das Band, das uns ver⸗ SS..... I EE—— I——— bin ⸗det,/ löst we⸗der Zeit noch Ort;/ was in dem 21 14 SSD‚‚‚ieeeeeeeee.ee. 1 ————. errn sich fin ⸗ det,/ das währt in ihm auch fort. z. Man reicht sich wohl die Sände,/ als sollts geschieden sein,/ und bleibt doch ohne Ende/ im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe/ man sich zum letztenmal,/ und bleibt in gleicher Wähe/ dem Serrn doch überall. 3. Man spricht: Ich hier, du dorten,/ du ziehest, und ich bleib;/ und ist doch allerorten/ ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege/ und grüßt sich einmal noch und geht auf einem Wege/ in gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen/ und so gar traurig sehn: Wir kennen ja den Einen,/ mit dem wir alle gehn./ In einer Zut und Pflege,/ geführt von einer Sand,/ auf einen En Saus und Beruf sichern Wege/ ins eine Vaterland. ö 5. So sei denn diese Stunde/ nicht schwerem Trennungs⸗ leid,/ nein, einem neuen Bunde /mit unserm Serrn geweiht./ Wenn wir uns ihn erkoren/ zu unserm höchsten Gut,/ sind wir uns nicht verloren,/ wie weh auch Scheiden tut. Philipp Spitta, 380)—3630. n Keben⸗ ꝓlange die Erde steht, spricht der Jerr, soll nicht auf hören Maat und Ernte,§rost und hitze, Zommer und Winter, Tag und Nacht. J. Mos. 8, 22. weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten II. Zamburg 3690. V N ZAL. * 0 Gott, von dem wir al⸗les . du a⸗ ber tei⸗lest dei⸗ ne ha⸗ ben,/ die welt ist ein sehr gro⸗ßes Ga⸗ ben /recht wie ein Va⸗ ter drin⸗ nen 2— eenn r. —.— — 5,„ aus. Dein Se⸗ gen macht uns al ⸗le reich; ach lie ber Gott, wer ist dir gleich? 297 Naturleben 2. Wer kann die Menschen alle zählen,/ die heut bei dir zu Tische gehn?/ Doch muß die Votdurft keinem fehlen,/ denn du weißt allem vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land/ sein Brot bekommt aus deiner Sand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet/ und endlich auch die Frucht genießt./ Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt,/ des Simmels Tau, der Sonne Strahl/ sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbst wird ihm zum Brot;/ es mehret sich vielfältgerweise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Serr, was soll man erst bedenken:/ Der Wunder hier ist gar zu viel./ So viel als du kann niemand schen⸗ ken,/ und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immer wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen,/ was uns dein Segen träget ein. /Ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Namens Denkmal sein,/ und HSerz und Mund soll lebenslang/ für unsre Nahrung sagen Bank. Kaspar Neumann, 3648—-)7)5. eeeeeeeeeeeeeee 11114 lbst ia Venn ein Reich mit sich selbst uneins wird, kann es nicht be⸗ stehen. Darum seid fleißig zu halten die Enigkeit im Geistoͤurch das Bano des Friedens. Mark. 3, 24. Eph. 4,S. ird 298 Würnberg 333). — x— sTTTTTS..38 7556. Ver ⸗leih uns Frie⸗ den gnä⸗dig ⸗lich,/ Serr +* HJ I ·. *** —......—.—— 50 ö —— 1—— — an ⸗ drer nicht,/ der für uns könn ⸗ te strei⸗ten,/ E PI''PPF denn du un ser Gott al⸗ lei- ne. Martin Luther, 3483— 546. Frantf. Evang. Gesangb. 3 299 Vaterland Weise: Nun lob, mein Seel, den Serren(Vr. 243). Augsburg 30. Auch Wechselgesang: Gem.)(oder 3. 2); Chor 3(od. 3. 4); G. 6. 4.— I 1 14 SSSS.— 3.4 Gott Lob, nun ist er„schol⸗len/ das daß nun⸗mehr ru⸗ hen sol ⸗len/ die ed ⸗le Fried⸗ und Freu⸗ den⸗wort, Spieß und Schwer⸗ter und ihr Mord./ Wohl ⸗auf und ö ö— SSS...II I II—III——.— , an———.— nimm nun wie ⸗der/ dein Sai ⸗ten⸗spiel her⸗ 2 2—22 ö—. — 2 vor, o Deutschland, und sing Lie⸗der/ im .——— 2—.—.—.... ho⸗hen, vol ⸗len Chor./ Er ⸗he⸗be dein Ge⸗ mü⸗te/ zu dei⸗nem Gott und sprich:/ Zerr, dei=ne —4— 2 ö — Gnad und Gü⸗te/ bleibt den⸗noch e⸗ wig ⸗lich. 2. Wir haben nichts verdienet/ als schwere der und großen Zorn,/ weil stets noch bei uns grünet/ der reche, schnöde Sündendorn./ Wir sind fürwahr geschlagen/ mit — * x + DEI..— ö x— 1 I Vaterland 299 harter, scharfer Rut,/ und dennoch muß man fragen:/ Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Sott ist und bleibet treu,/ hilft, daß sich bei uns löse/ der Rrieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkommen,/ du teure, werte Friedens⸗ gab!/ Jetzt sehn wir, was für Frommen/ dein Bei⸗uns⸗ wohnen in sich hab.„In dich hat Gott versenket/ all unser Glück und Zeil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der drückt sich selbst den Pfeil/ des Serzleids in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güldne Freudenkerze/ mit seiner eig⸗ nen Sand. 3. Das drückt uns niemand besser/ in unsre Seel und Serz hinein/ als ihr zerstörten Schlösser/ und Städte voller Schutt und Stein,/ ihr vormals schönen Felder/ mit fri⸗ scher Saat bestreut,/ jetzt aber lauter Wälder/ und dürre, wüste Zeid,/ ihr Gräber voller Leichen/ und blutgem geldenschweiß/ der HSelden, derengleichen/ auf Erden man nicht weiß. 5. Zier trübe deine Sinnen,/ o Mensch, und laß den Tränenbach/ aus beiden Augen rinnen,/ geh in dein Serz und denke nach!/ Was Gott bisher gesendet,/ das hast du nicht geacht,/ nun hat er sich gewendet/ und väterlich bedacht,/ vom Grimm und scharfen Dringen/ zu deinem Heil zu ruhn,/ ob er dich möchte zwingen/ mit Lieb und Gutestun. o. Ach laß dich doch erwecken,/ wach auf, wach auf, du harte Welt,/ eh als das harte Schrecken/ dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet,/ sei uner⸗ schrocknen Muts;/ der Friede, den er gibet,/ bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben:/ Das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 3607— 3676. Weise: Nun danket alle Gott(Vr. 248). Johann Crüger, 3647. 0— m V —— 4 ——......— 22———.— ö—— 5 1— ů err SGott, dich lo⸗ben wir; /Ure ⸗ gier, Herr, laß dei⸗ nes Gei⸗ stes Glut/ in un ⸗-sern Vaterland +. +. 1 X J. 1 + +. II 1 ——..— un ⸗ sre Stim⸗men, HZer⸗ zen glim⸗men. DDSDDD Flamm,/ ach komm zu uns all ⸗ hier,/ so sin ⸗gen Romm, komm, o ed ⸗le —. wir mit Aust:/ Herr Gott, dich lo⸗ben wir. 2. Herr Sott, dich loben wir;/ wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Gemüte./ Es steiget unser Lied /bis an die Zimmelstür/ und tönt mit großem Schall:/ HSerr Sott, dich loben wir. 3. Herr Sott, dich loben wir/ für deine großen Gnaden,/ daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen,/ daß du uns blicken läßt/ des güldnen Friedens Zier;/ drum jauchzet alles Volk:/ Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir,/ die wir in langen Jahren/ der Waffen schweres Joch/ und frechen Grimm erfahren./ Jetzt rühmet unser MRund/ mit herzlicher Begier:/ Gott Lob, wir sind in Ruh,/ Serr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, dich loben wir,/ daß du die Pfeil und Wa⸗ gen,/ Schild, Bogen, Spieß und Schwert/ zerbrochen und zerschlagen./ Der Strick ist nun entzwei,/ darum so singen wir/ mit Herz und zung und Mund:/ Zerr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir,/ daß du uns zwar gestrafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet;/ es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufge⸗ tan:/ Berr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben./ Rrön uns mit deinem Gut,/ erfülle nach Begier,/ o Vater, unsern Wunsch./ Herr Gott, wir danken dir. 1isnnneen Vaterland 30 9. Zerr Gott, wir danken dir/ mit Orgeln und Trom⸗ peten,/ mit Harfen, Zimbelschall,/ Posaunen, Geigen, Flöten;/ und was nur Odem hat,/ lobsinge nach Gebühr:/ Herr Gott, dich loben wir,/ Herr Gott, wir danken dir. Johann Franck, 3638- 3677. weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Wr. 307). Eisleben 3898. 9 ö—— 4— ö 1 Ei 5 ö ö ö 4. 3. Herr, hö⸗re, Herr, er hö⸗ re,/ breit dei⸗ nes ————, t. I“—— VNa⸗mens Eh?·re/ an al ⸗len Orten aus;/ be⸗ .——— ——————.—2.— hü⸗ te al ⸗le Stän⸗de/ durch dei⸗ ner Allmacht —— +.———4 FFe HZän ⸗de,/ schütz Kir che, Ob⸗ rig ⸗ keit und Haus. z. Ach laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Nutz,/ bewahr vor allen Rotten,/ die deiner Wahrheit spotten,/ biet allen deinen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer s/ und unverdroßne Söôrer,/ die beide Täter sein;/ auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Ge⸗ deihen fließen/ und ernte reiche Früchte ein. 6. Laß alle, die regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht,/ daß Fried und Treu sich müssen/ in unserm Lande küssen,/ und segne beide, Herrn und Xnecht. b. Wend ab in allen Gnaden/ so Feur⸗ als Wasserschaden,/ treib Sturm und Sagel ab;/ bewahr des Landes Früchte/ und mache nicht zunichte,/ was deine milde Sand uns gab. HRIN. . ——————— EEEE— 302 Vaterland 7. Gib uns den lieben Frieden,/ mach alle Feind ermüden,/ verleih gesunde Luft;/ laß keine teuren Zeiten auf unsre Grenzen schreiten,/ da man nach Brot vergebens ruft. 8. Die Hungrigen erquicke/ und bringe die zurücke,/ die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen/ wollst du mit Troste speisen,/ wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 9. Sei allen Kindern Vater,/ den Müttern sei Berater,/ den Kleinen gib Gedeihn./ Zieh unsre zarte Jugend/ zur Frömmigkeit und Tugend,/ daß sich die Eltern ihrer freun. 30. Romm als ein Arzt der Kranken/ und, die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn./ Die Alten heb und trage,/ auf daß sie ihre Plage/ geduldig mögen überstehn. . Bleib der Verfolgten Stütze,/ die Reisenden beschütze,/ die Sterbenden begleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in Frieden fahren/ zu Zions Ruh und HZerrlichkeit. z. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt./ Wir sprechen nun das Amen/ in unsres Jesu Namen,/ so ist all unser Flehn ge⸗ währt. Benjamin Schmolck, 3672—3737. Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu 2—(Vr. 340 II). 30 Straßburg 3325. ps. 89. X— 52556.7 ö— . — Herr, der du vor-mals hast dein Land/ mit und des ge⸗fang⸗ nen Vol⸗kes Band/ ge⸗ n ndn: rrn,d. EEIEIEIEIEIEEEEIE..— Gna⸗den an ⸗ ge„blik⸗ ket ů löst und es er quik⸗ket; der du die —.—— ö — 2— . S...———— Sünd und Mis⸗ se⸗tat,/ die es zu⸗vor be⸗ gan⸗ gen Vaterland d n.. —— — 4 I V hat,/ hast vä⸗ ter lich ver zie hen! 2. Willst du, o Vater, uns denn nicht/ nun einmal wieder laben?/ Und sollen wir an deinem Licht/ nicht wieder Freude habend/ Ach geuß aus deines Simmels Zaus,/ Herr, deine Güt und Segen aus/ auf uns und unsre Haäuser. 3. Ach daß ich hören sollt das Wort/ erschallen bald auf Erden,/ daß Friede sollt an allem Ort,/ wo Christen wohnen, werden!/ uAch daß uns doch Sott sagte zu/ des Krieges Schluß, der Waffen Ruh/ und alles Unglücks Ende! 4. Ach daß doch diese böse Zeit/ bald wiche guten Tagen,/ damit wir in dem großen Leid/ nicht möchten ganz ver⸗ zagen!/ Doch ist ja Gottes Hilfe nah,/ und seine Gnade stehet da/ all denen, die ihn fürchten. 5. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott/ schon wieder zu uns wenden,/ den Krieg und alle andre Not/ nach Wuns und also enden,/ daß seine Ehr in unsrem Land/ und allent⸗ halben werd erkannt,/ ja stetig bei uns wohne. 6. Die Güt und Treue werden schön/ einander grüßen müssen;/ Gerechtigkeit wird einhergehn,/ und Friede wird sie küssen;/ die Treue wird mit Lust und Freud/ auf Erden blühn; Gerechtigkeit/ wird von dem Simmel schauen. 7. Der Serr wird uns viel Gutes tun,/ das Land wird Früchte geben,/ und die in seinem Schoße ruhn,/ die werden davon leben;/ Gerechtigkeit wird dennoch stehn/ und stets in vollem Schwange gehn/ zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, 3607- 3676. Weise: Valet will ich dir geben(Wr. 3)2). Leipzig 36358. 0 +—.— —— + 0 Du läßt dich wie ⸗ der se ⸗hen,/ des * eil al len, die ver ⸗ ste ⸗ hen/ dein Uiur IiN +¶ Vaterland — ö— j—— Vol ⸗-kes al⸗ ter Zort; ů Zei ⸗chen und dein Wort. Dn Wanedelst in den —— ů ö.— —— III 2— Lüf ⸗ten/ im Säu⸗ seln vor uns her,/ du rollst in Fel⸗sen klüf⸗ten/ die Don⸗ ner stark und schwer. 2. O SHerr, wir sinken nieder vor deiner Herrlichkeit;/ noch einmal sende wieder uns deine Gnadenzeit./ O hör auf unser Flehen/ und übe du Geduld,/ wenn wir dir ein⸗ gestehen/ die Armut und die Schuld. 3. Wir haben all verschwendet/ dein Erbteil und dein Gut,/ zum Eiteln uns gewendet vom ehrbar frommen Mut./ Was du so schön bereitet,/ was du so wohl bedacht,/ hat alles uns verleitet/ zum Trotz auf eigne Macht. 4. Ach alles soll vergessen,/ vergeben alles sein;/ nach rechtem Maß gemessen,/ wer hieße fromm und rein?/ Und eben weil kein Reiner/ in unsern Reihen steht,/ so sei fortan auch keiner/ gelästert und geschmäht. 5. Im Leben und im Wandel,/ im Frieden und im Streit,/ im Hause und im Zandel,/ zu jeder Frist und zeit/ soll alles ehrlich halten/ auf Zucht und Fleiß und Treu,/ dann wird das Glück der Alten/ auch wieder bei uns neu. 6. Herr Gott, der allen Sündern/ in Gnaden gern vergibt/ und an gefallnen Kindern/ im Strafen Wohltat übt,/ wir alle sinken nieder/ und beten dankend an,/ sind eines Reiches Glieder/ und kämpfen Mann für Mann. Max von Schenkendorf, 178338)7. Es sst dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben; darnach aber das Goricht. Doch unser Jeiland Zesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unver⸗ gänglich Wesen ans Licht gebracht durch das Epangellum. Sebr. Y/ 27. 2. Tim. V„ 10. 304 Wittenberg 3824. Auk. 2, 20—32 7 ů ........TR ö— I——.— ů— 3. Mit Fried und Freud ich fahr da⸗ + 2— +. 1 .— 1— h. ö 2 2 D L +— .——.— x hin/ in Gotts Wil le;/ ge⸗ trost ist mir mein Berz und Sinn,/ sanft und sril lez/ .———i‚i.— ö Vh½0 DN wie Sott mir ver„ hei„sßen hat,/ Tod, Gericht, Ewigkeit —4*——.—.—— ——.— der Tod ist mein Schlaf wor den. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn,/ der treu Heiland,/ den du mich, Serr, hast sehen lan/ und gmacht bekannt,/ daß er sei das Leben mein/ und Zeil in Vot und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt/ mit groß Gnaden;/ zu seinem Reich die ganze Welt/ heißen laden/ durch dein teuer heilsam Wort,/ an allem Grt erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht/ für die Zeiden,/ zu rleuchten, die dich kennen nicht,/ und zu weiden./ Er ist deins Volks Israel/ der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Martin Luther, 3483—546. Vorreformatorisch. Wittenberg 324. LI — — + EWIn wir im Le⸗ben sind/ mit dem Wen suchn wir, der Sil⸗fe tu,/ daß wir S5, E, 8 29—37— od um ⸗ fan ⸗ gen. Snad er lan Len Das bist du, Serr, al lei ⸗ne./ Uns reu⸗et un · sre ö—— ö... Mis⸗ se ⸗ tat,/ die dich, Serr, er zür ⸗net hat./ Tod, Gericht, Ewigkeit 306 — 1 1—— 12m— .. Hei ⸗-li ⸗ger Ser-re Gott,/ hei ⸗li⸗ger star ⸗ker Gott,/ +. + + 1— +— 4 —.—— hei„li ⸗ger barm⸗ her⸗zi⸗ ger Hei ⸗land,/ du ,— e⸗ wi⸗ger Gott,/ laß uns nicht ver sin ⸗ken/ in des bit⸗tern To⸗des Not./ Ry-rie⸗lei-son. 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Sölle Rachen./ Wer will uns aus solcher Not/ frei und ledig machen?/ Das tust du, Serr, alleine./ Es jammert dein Barmherzigkeit/ unsre Sünd und großes Leid./ Seiliger Herre Gott,/ hei⸗ liger starker Gott,/ heiliger barmherziger Seiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht verzagen/ vor der tiefen oölle Glut./ KRyrieleison. 3. Mitten in der Sölle Angst/ unsre Sund uns treiben;/ wo solln wir denn fliehen hin,/ da wir mögen bleibend/ Zu dir, Zerr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Sünde tut./ eiliger Serre Sott,/ hei⸗ liger starker Gott,/ heiliger barmherziger Seiland, du ewiger Gott,/ laß uns nicht entfallen/ von des rechten Glau⸗ bens Trost. Ryrieleison. Str. 3: 56. Jahrhundert. Str. 2, s3: Martin Auther, 3483-5846. 3 06 Wittenberg 3844. —— ———— —IIIIIII—— 3. Nun las⸗ set uns den Leib be⸗ grabn/ und * ND 1 307 Tod, Gericht, Ewigkeit — dar ⸗ an kei⸗nen zweifel habn:/ er werd am jüng ⸗sten x—.— ö—— E —..—.e.e... Tag auf ⸗stehn/ und un ⸗ ver ⸗ wes ⸗lich hervor⸗gehn. z. Derselb ist Erd und von der Erd,/ daß er zur Erde wieder werd;/ und von der Erd wird er aufstehn,/ wenn Gotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seel lebt ewiglich in Gott,/ der sie allhier aus lauter Gnad/ von aller Sünd und Missetat/ durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend/ ist kommen zu eim selgen End./ Er hat getragen Christi Joch,/ er ist ge— storbn und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag,/ der Leib schläft bis zum jüngsten Tag,/ an welchem Gott ihn wird verklärn/ und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn,/ dort aber wird er ganz genesn,/ da wird in ewger Freud und Wonn/ er leuchten wie die helle Sonn. 7. Nun lassen wir ihn fein schlafen/ und gehn all heim unsre Straßen,/ schicken uns auch mit allem Fleiß,/ denn der Tod kommt uns gleicherweis. 8. Des helf uns Christus, unser Trost,/ der uns durch sein Blut hat erlöst/ vons Ceufels Swalt und ewger Pein./ Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. michael Weiße, t 5834. (Die Schluß⸗Strophe ist wahrscheinlich von Luther.) Die ausgeglichene Form der⸗ Vorreformatorisch. selben Weise s. z. Nr. 280. Eisleben 3398. —. 9— 2—.— ö—.—.— —.—..———.—.——— H ). O Welt, ich muß dich las⸗sen,/ ich — I t 1 Tod, Gericht, Ewigkeit 307 2—— SE——0 22 fahr da · hin mein Straßen/ ins ew ⸗ ge Va · terland./ Mein SS........... Geist will ich auf ge⸗ ben,/ da⸗ zu mein Leib und H ——.——9 —— LI Leben/ set⸗ zen in Got-tes gnäd ⸗ge Hand 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet,' Sterben ist mein Gewinn;/ kein Bleiben ist auf Erden;/ das Ewge muß mir werden,/ mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen/ wahrlich durch Jesum Christ,/ der für mich ist gestorben,/ des Vaters Suld erworben,/ mein Mittler er auch worden ist. 3. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden/ umsonst durch Christi Blut./ Kein Werk kommt mir zu Frommen,/ so will ich zu ihm kommen/ allein durch christlich Glauben gut. 3. Wir sind unnütze Knechte,/ mein Tun ist viel zu schlechte,/ denn daß ich ihm bezahl/ damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben/ und nicht nach meim Verdienst und Wahl. b. Drauf will ich fröhlich sterben,/ das Himmelreich er⸗ erben,/ wie er mirs hat bereit;/ hier mag ich nicht mehr bleiben,/ der Tod tut mich vertreiben,/ die Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen./ O Welt, tu dich besinnen,/ denn du mußt auch hernach;/ tu dich zu Sott bekehren/ und von ihm Gnad begehren;/ im Glauben sei du auch nicht schwach. 308 Tod, Gericht, Ewigkeit 8. Die Zeit ist schon vorhanden:/ hör auf von Sünd und Schanden/ und richt dich auf die Bahn/ mit Beten und mit Wachen;/ sonst all irdische Sachen/ sollst du gutwillig geben dran. 9. Das schenk ich dir am Ende:/ Ade, zu Gott dich wendel/ Zu ihm steht mein Begehr./ Züt dich vor Pein und Schmer⸗ zen,/ nimm mein Abschied zu Herzen./ Nieins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Würnberg 366. 308 Frankfurt a. M. 3369. +. —.—.—.—— H——— ö—— 2——— HO . Wenn mein Stündlein vor ⸗han · den ist/ und ö x— —— HIE. IIN soll hin⸗fahrn mein Straße,/ so gleit du mich, Herr ISISISSSEEEE — Jesu Christ,/ mit Silf mich nicht ver ⸗las⸗ se./ Mein S.·............ USI... Seel an mei ⸗nem letz ⸗ten End/ be⸗ fehl ich dir in ö ö E—— ö——.—— — 2.—————————— dei ne Sänd,/ du wollst sie mir be ⸗ wah⸗ ren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr,/ mein Gwissen wird mich nagen;/ denn ihr sind viel wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzagen;/ gedenken will ich an dein Tod, Serr Jesu, und dein Wunden rot;/ die werden mich erhalten. 259494444 55 it lit ig furcht kann sie vertreiben;/ denn wo du Tod, Gericht, Ewigkeit 309 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib,/ des tröst ich mich von Zerzen;/ von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmerzen;/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir,/ ein ewges Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworben. 3. Weil du vom Tod erstanden bist,/ werd ich im Grab nicht bleiben;/ mein höchster Trost dein 3. His,' 00 95 ist, da komm i hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin;/ drum fahr ich hin mit Freuden. Wikolaus Serman, um 1480—386). Weise: Vater unser im Zimmelreich(Nr. 389). Leipzig 3839. cH..———. 1—.— ů— SSISII.I..... + 2—— 3. Zerr Je⸗ su Christ, wahr Mensch und Gott,/ der du C! 1 — littst Mar ⸗ ter, Angst und Spott,/ für mich am Kreuz auch ...——— endlich starbst/ und mir deins Vaters uld erwarbst:/ ich bitt durchs 1 I —..—— ö 12— S—— bitt re Lei ⸗den dein,/ du wollst mir Sünder gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Tod,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ghren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht—⸗und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. wenn mein Verstand sich nicht besinnt/ und mir all menschlich 2i zerrinnt:/ so komm, Herr Christe, mir be⸗ hend/ zu Silf an meinem letzten End/ und führ mich aus dem Jammertal,/ verkürz mir auch des Todes Mual. 330 Tod, Gericht, Ewigkeit 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leib abwendt,/ so nimm sie, Herr, in deine Zänd;/ der Leib hab in der Erd sein Ruh,/ bis sich der jüngst Tag naht herzu. Ein fröhlich Aufstehn mir verleih,/ am jüngsten Gricht mein Fürsprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk,/ aus Gnaden mir das Leben schenk,/ wie du hast zugesaget mir/ in deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält und glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht; und den Tod ewig schmecken nicht;/ und ob er gleich hier zeitlich stirbt,/ mit nichten er drum gar verdirbt; 7. sondern ich will mit starker Zand/ ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich;/ da soll er dann mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld;/ hilf, daß wir warten mit Geduld,/ bis unser Stündlein kommt herbeiz/ auch unser Blaub stets wacker sei,/ deim Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, 36333669. Vorreformatorisch. Wetter in Sessen 3989. EEIEIEEEESEE— EEEE EEEE EE 1 ö...—. Hu. — ö—I . Ich hab mein Sach Gott heim ge⸗ stellt,/ 1 2 1 1 + ——————..... er machs mit mir, wies ihm ge⸗fällt./ Sollt ö ö* I —— ö ö—————————.— — ich all⸗ hier noch län⸗ger lebn,/ ohn Wi. der⸗ XIII II IIII —— 1 S. I.— strebn/ seim Wil⸗len tu ich mich er ⸗gebn. Tod, Gericht, Ewigkeit 330 2. Mein zZeit und Stund ist, wann Gott will;/ ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel./ Es sind gezählt die Haare mein,/ beid groß und klein;/ fällt keines ohn den Wil⸗ len sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Wot und Trübsal überall;/ des Bleibens ist ein kleine Zeit/ voll Müh und Leid,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut,/ kein KRunst noch Gunst noch stolzer Mut,/ fürn Tod kein Kraut ge⸗ wachsen ist;/ mein frommer Christ,/ alles, was lebet, sterblich ist. 5. Heut sind wir frisch, gesund und stark/ und liegen mor⸗ gen tot im Sarg;/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald frank und tot;/ ist allenthalben Müh und Vot. b. Man trägt eins nach dem andern hin,/ wohl aus den Augen, aus dem Sinn;/ die Welt vergisset unser bald,/ jung oder alt,/ auch unsrer Ehren mannigfalt. 7. Ach Zerr, lehr uns bedenken wohl,/ daß wir sind sterb⸗ lich allzumal;/ auch wir allhier kein Bleiben sehn,/ wir müssen gehn,/ gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott,/ daher kam uns der bittre Tod;/ der nimmt hinweg all Menschenkind,/ wie er sie findt,/ fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 9. Ich hab hier wenig guter Tag,/ mein täglich Brot ist Rüh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich hin-/ in Frieden ziehn;/ Tod schadt mir nicht, ist mein Gewinn. 30. Mein lieben Gott von Angesicht/ werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht,/ in ewger Freud und Seligkeit,/ die mir bereit;/ ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. Johann Leon, 1897. 311 Frankfurt a. M. 3890 Auch im Wechselgesang mit 33a. 4 I J. . +. V. EA 1 — ö ——22 + 11. ů Wa⸗chet auf, ruft uns die Stimme /der Mit⸗ ter-nacht heißt die se Stun⸗de,/ sie 39 Tod, Gericht, Ewigkeit —.——.—..—.—..— Wächter sehr hoch auf der Zin ⸗ne,/ wach auf, ru⸗ fen uns mit hel⸗ lem Mun⸗ de:/ Wo seid ——..... SI E ———— du Stadt Je⸗ ru ⸗ sa⸗ lem! ihr klu⸗gen Jung⸗frau en? Wohl⸗ auf, der 1 1 I 555.. 2— ö ö— ö— K.— —————— X Bräut⸗gam kömmt,/ steht auf, die Lam⸗pen nehmt!l/ ——.—„ —3....ee. nnerd +. ö 22 — Sal⸗ le ⸗ lu ⸗- jahl/ Macht euch be⸗reit/ zu der II — + + 1 H H ö II ö— II* DPDD HZoch · zeit;/ ihr müs⸗ set ihm ent ⸗ge⸗ gen⸗ gehn. 2. Zion hört die Wächter singen,/ das Serz tut ihr vor Freuden springen,/ sie wachet und steht eilend auf./ Ihr Freund kommt vom Simmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,/ ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf./ Vun komm, du werte Kron,/ Herr Jesu, Gottes Sohn!/ Hosianna!/ Wir folgen all/ zum Freudensaal/ und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen,/ mit Sarfen und mit Zimbeln schön./ Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je ge⸗ spürt,/ kein Ohr hat mehr gehört/ solche Freude./ Des jauchzen wir/ und singen dir/ das Sallelujah für und für. Philipp Micolai, 339896.36s. — 0 NMWPsρsffffια .. 12 —— — 10 2—7 7· Gericht, Ewigkeit Cod, * J. y 2* N N it IE 114041 — n Leipzig 3655. ich ben,/ du ben/ durch⸗ ge · Le⸗ dir bö⸗ ses will Va ⸗let dein sünd ⸗lich 0 —— 2. 11— ist gut im⸗-mel 5 Im 5 fällt. l⸗ sche Welt; fa aus mir nicht ge⸗ — ar-ge, da mein Be⸗ gier; woh ⸗nen,/ hin auf steht 333 Tod, Gericht, Ewigkeit ——.—— I I. ESS 2 wird Gott herr⸗lich loh ⸗nen/ dem, der ihm dient all⸗hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen,/ o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen,/ hilf mir, Serr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden,/ stärk meinen blöden Mut;/ laß mich selig abscheiden,/ setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Serzens Grunde/ dein Nam und Kreuz allein/ funkelt all Zeit und Stunde,/ drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde/ zu Trost in meiner Vot,/ wie du, Serr Christ, so milde/ dich hast geblut zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden/ in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden/ zu deiner Herrlichkeit./ Der ist wohl hier gewesen,/ wer kommt ins Himmels Schloß;/ der ist ewig genesen,/ wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste/ ins Buch des Lebens ein/ und bind mein Seel fein feste/ ins schöne Bündelein der, die im Himmel grünen/ und vor dir leben frei,/ so will ich ewig rühmen,/ daß dein Serz treue sei. Valerius Serberger, 3862-677. 31 3 ans Leo Saßler, hooj. 2.— SPSPSPSSTSTSISSS............ + 1 *— 0 Herz⸗ lich tut mich ver⸗lan ⸗gen/ nach weil ich hier bin um ⸗fan⸗gen/ mit II I 1+ +2 ei„nem sel⸗ gen End 4 ö‚ Trüb⸗sal und E lend; ich hab Aust ab⸗zu Unn schei ⸗den/ von die⸗ser ar⸗gen Welt,/ sehn mich 445. ei — 2 — 444 en AIII I Lod, Gericht, Ewigkeit * ö nach ew⸗ gen Freu⸗den:/ o heltere(Crhythmische) Form. Je⸗ su, komm nur bald! ö ů — 1 1 J 22— *——— 2... 1— 2—— 1 erz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen/ nach • weil ich hier bin um⸗ fan⸗gen/ mit 2 — H S. I III I4 —— I—— ei nem sel⸗gen End, krüb⸗sal und E⸗ lend; ich hab Aust ab ⸗zu I schei⸗den/ von die ⸗ ser ++ — 0 ew⸗gen Freu⸗den:/ Je⸗su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset/ von Sünd, Tod, Teufel, Söll;/ es hat dein Blut gekostet,/ drauf ich mein Soffnung stell./ warum sollt mir denn grauen/ vor Hölle, Tod und Sündꝛ/ weil ich auf dich tu bauen,/ bin ich ein selig Kind. z3. Wenn gleich süß ist das Leben,/ der Tod sehr bitter nir,/ will ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser Leben,/ da meine Seel fährt hin;/ des freu ich mich gar eben,/ Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden/ zum Staube wiederkehrt,/ doch auferweckt soll werden/ durch Christum schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in Sim⸗ mels Freud und Wonne:/ was schadt mir denn der Todꝛ 334 Tod, Gericht, Ewigkeit 9. Ob mich die Welt auch reizet,/ länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget/ Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, 0. doch ich das gar nicht achte;/ es währt ein kleine Zeit;/ das in Himmlisch ich betrachte,/ das bleibt in Ewigkeit. Itiht 6. Gesegn euch Gott der Serre,/ ihr Vielgeliebten mein.. Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein./ Beständig wig bleibt im Glauben;/ wir werdn in kurzer Zeit/ einander wiederschauen/ dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Zerr Christ, wise allein:/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engelein, ene führ mich ins ewge Leben,/ das du erworben hast,/ da du dich hingegeben/ für meine Sündenlast. 8. Hilf, daß ich gar nicht wanke/ von dir, Zerr Jesu Christ,/ den schwachen Glauben stärke/ in mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen,/ dein Zand mich halt in acht,. daß ich mög fröhlich singen:/ Gott Lob, es ist vollbracht! Christoph Knoll, 39636g. 314 Melchior Vulpius, ooh. H 2— R 2—. ö—. 3. Christus der ist mein Le⸗ben,/ Sterben ist mein Ge⸗ —— wim EEREEDEEEEE ———.———„ winn/ dem tu ich mich er ⸗ ge⸗ben,/ mit Fried fahr ich da⸗hin. nih 2. Mit Freud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder 325 mein,/ auf daß ich zu ihm komme/ und ewig bei ihm sei 3. 3. Ich hab nun überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und eeit, Vot;/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. Wa 4. Wenn meine Kräfte brechen,/ mein Atem geht schwer aus und kann kein Wort mehr sprechen:/ Zerr, nimm mein 4. Seufzen auf! um Wenn mein Herz und Gedanken/ zergehn als wie ein den Licht,/ das hin und her tut wanken,/ wenn ihm die Flamm Got gebricht: lod, Gericht, Ewigkeit 339 1. 6. Alsdann fein sanft und stille/ laß mich, Serr, schlafen das in/ nach deinem Rat und Willen,/ wann kommt mein ztündelein. u. 7. An dir laß gleich den Reben/ mich bleiben allezeit/ und dig mig bei dir leben/ in Simmelswonn und Freud. der Vor 360s. rist, peise: Befiehl du „,/ ene Wege(Vr. 238). Bei Bartholomäus Gesius, 360s. du V 2————.—.. eu——.— „ Ich hab mich Gott er ⸗ ge⸗ben,/ dem liebsten Va⸗ter hier ist kein Im⸗mer ⸗le⸗ben,/ es muß ge· schie · den 650. 6+.—— 2 I Hen. Der Tod kann mir nicht schaden,/ er ist nur mein Ge⸗ — ů ö ö 1— j+—H E. x 2 winn./ In Got⸗tes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber;/ o Welt, was acht ich deind/ Der Zimmel ist mir lieber,/ da muß ich trachten ein,/ nich nicht zu sehr beladen,/ weil ich wegfertig bin./ In 2E Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. ei. 3. Ach, selge Freud und Wonne/ hat mir der Herr be⸗ nd teit,/ da Christus ist die Sonne,/ Leben und Seligkeit. tt. Was kann mir doch nur schaden,/ weil ich bei Christo binꝛ/ er In Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. in g. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,/ ihr Liebsten allzumal;/ um mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Oual./ in den rechten Port noch heute/ nehmt ja fleißig in acht,/ in m Gottes Fried und Freude/ fahrt mir bald alle nach. Strophe 3: Johann Leon, 3897. Strophe 2—4 Johann Siegfried, 38964- 3637. 609 336 Tod, Gericht, Ewigkeit Weise: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. voo). 316 Genf 36g +.....—ß—. I 1 W3. 1 SISSPSSSSSSI EE.— + 0 Freu dich sehr, o mei⸗ ne See⸗ le, weil dich nun Christus, der Her=re, 27 —— H EEEAEESEEE H LE..— 1 1— 1 2 II und ver ⸗giß all Vot und Oual, ruft aus die—sem Jam-mer-tal.„Aus Trüb⸗ . sal und gro⸗ßem Leid/ sollst du fah⸗ren ä...———— in die Freud,/ die kein Ohr je⸗mals ge⸗ hö ret, H=— ů——. 1— ö 366—— ö ö 4.—.— e in E di wig ⸗keit auch wäh ⸗ ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen/ zu dem Serren, meinem Sott,/ weil mich stets viel KRreuz betroffen,/ daß er mir hülf aus der Not./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Ende seiner Bahn,/ so hab ich gewünschet eben,/ daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen/ unter spitzen Dornen gar, /also auch die Christen gehen/ durch viel Angst, Not und Gefahr./ Wie die Meereswellen sind/ und der unge⸗ stüme Wind,/ also ist allhier auf Erden/ unser Lauf voller Beschwerden. 4 Welt und Teufel, Sünd und Sölle,/ unser eigen 591 und Blut/ plagen stets hier unsre Seele,/ lassen uns bei V lod ine hreu indt . hon indt hir hein 0. ufge Aut von! nich luch! Sta lod, Gericht, Ewigkeit 337 inem Mut. Wir sind voller Angst und Plag,/ lauter sreuz sind unsre Tag;/ wenn wir nur geboren werden,/ dt sich Jammer gnug auf Erden. . Wenn die Morgenröt aufgehet/ und der Schlaf sich vn uns wendt,/ Sorg und Rummer uns umfähet,/ Müh iudt sich an allem End./ Unsre Tränen sind das Brot,/ das ir essen früh und spat;/ wenn die Sonn nicht mehr tut heinen,/ ist nichts denn nur Rlag und Weinen. b. Drum, Serr Christ, du Morgensterne,/ der du ewiglich ufgehst,/ sei von mir jetzund nicht ferne,/ weil mich dein gut hat erlöst;/ hilf, daß ich mit Fried und Freud/ mög vn hinnen fahren heut;/ ach sei du mein Licht und Straße,/ nich mit Beistand nicht verlasse. . Ob mir schon die Augen brechen,/ das Gehör auch ganz berschwindt,/ meine Zung nicht mehr kann sprechen,/ mein herstand sich nicht besinnt,/ bist du doch mein Licht, mein ort,/ Leben, Weg und Simmelspfort;/ du wirst selig nich regieren/ und die Bahn zum Himmel führen. 3. Freu dich sehr, o meine Seele,/ und vergiß all Not und hual,/ weil dich nun Christus, der Herre,/ ruft aus diesem Aammertal./ Seine Freud und Serrlichkeit/ sollst du sehn nEwigkeit,/ mit den Engeln jubilieren,/ ewig, ewig riumphieren. Freiberg 3620. 3 1 7 Erfurt 5663. luch Wechselgesang: Einz.), Chor Fr. 2, Ch. M. 3, Gem. 4. 5, E. 6, Alle 7. 4 4 ¶ 2 1+ J ——— 2. E— u +— — 2 2 Je ⸗ ru- sa⸗ lem, du hoch⸗ge⸗ bau ⸗ te ein sehn⸗lich Serz so groß Ver⸗lan ⸗gen + Stadt,/ wollt Gott, ich wär in dir! ẽ.9— hat/ und ist nicht mehr bei mir; weit u · ber 337 Tod, Gericht, Ewigkeit SSSSS—— Berg und Ta ⸗le,/ weit ü⸗ber bla⸗ches Feld/ schwingt IISSISSSSSSEEEEEEE es sich ü⸗ber al le/ und eilt aus die⸗ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,/ wann wirst du kommen schier,/ da ich mit Lust, mit freiem Freuden, mund/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue Sände/ zun auserwählten Pfand,/ daß sie mit Seil anlände/ in jenen Vaterland. 3. O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir,/ tu auf der Gnaden Pfort!/ Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,/ eh ich bin kommen fort/ aus jenem bösen Leben,/ aus jener Nich⸗ tigkeit/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar/ kommt dort gezogen schon:/ Was in der Welt von Auserwählten war,/ seh ich, die beste Kron,/ die Jesus mir, der Serre, entgegen hat gesandt,/ da ich noch war so ferne/ in meinen Tränenland. 9. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen insgemein,/ die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der LTyrannen Pein,/ schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall,/ mit Klarheit hell umgeben,/ mit sonnen, lichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Para⸗ deis,/ von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,/ den Mund voll Lob und Preis. Das Sallelujah reine/ man singt in Seiligkeit,/ das Hosianna feine/ ohn End in Ewigkeit 7. mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Choren ohne Zahl,/ daß von dem Schall und von dem süßen Ton/ sich regt der Freudensaal,/ mit hunderttausend zungen, mit Stimmen noch viel mehr,/ wie von Anfang gesungen das große immelsheer. Johann Matthäus MReyfart, 50⁰—joi — — — Vat Cod, Gericht, Ewigkeit 338 weise: G Sott, der du ein 18 heerfürst bist. Lyon 3862. Hingt—* 5 V 1 + +. 1 + 1 2—.. 1 1 ———— . Ich bin ja, Zerr, in dei ⸗ ner it. A+ IP PIꝑIꝑPIPI.SI IIEEEEE —— 11 Racht,/ du hast mich an das Licht ge⸗bracht,/ du zun nen 3 4 1 2 1 — 4—— 1 + —— 1..̃— 2 aden un ⸗ ter ⸗ hältst mir auch das Le⸗ben; EIII 2 IIII 10 Jich keit——.— r 5. 30 ken ⸗nest mei⸗ ner Mon ⸗den Zahl,/ weißt, wann ich 0— 1 Mee Fuem Eerum Im erKrr.rrni — ö isen die⸗sem Jam⸗mer⸗tal/ auch wie⸗der gu ⸗=te in ̃. ö nen⸗,= ö ara⸗ der ö ů ů— mal—— 4 V————— + 2 ö soll,/ das weißt du, Va⸗ ter, mehr als wohl. Nacht muß ge⸗ben;/ wo, wie und wann ich ster ⸗ben rue ören 4 ißen. Wen hab ich nun als dich allein,/ der mir in meiner en letzten Pein/ mit Trost und Rat weiß beizuspringens/ Wer en limmt sich meiner Seele an,/ wenn nun mein Leben nichts 10 mehr kann/ und ich muß mit dem Tode ringen,/ wenn aller Sinne Kraft gebricht?/ Tust du es, Gott mein Seiland, nicht? II N 3309 Tod, Gericht, Ewigkeit 3. Herr Zesu, ich, dein teures Gut,/ bezeug es selbst mit deinem Blut,/ daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht/ und schreckt mich durch das Zorh⸗ gericht?/ Komm, rette deines Leidens Ehre!/ Was gibest du mich fremder Hand/ und hast so viel an mich gewandtz 4. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil,/ du lässest mich, dein wahres Teil,/ zu fest in deinem Schoße sitzen./ Sier lach ich aller Macht und Not,/ es mag Gesetz, Söll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen./ Dieweil ich lebte, war ich dein,/ jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach, 3606- j69. 3 1 9 Johann Crüger, hr. — I + 4 +. P—— . O wie se⸗ lig seid ihr doch, ihr — ö ö AnN—— From⸗-men,/ die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ ö ö x ö x—.— 2——.— I —.—525. — 132.— 1.— '— kom- men!/ Ihr seid ent ⸗ gan⸗ gen/ al ⸗ler —..— r wi,. —————————— NVot, die uns noch hält ge⸗ fan gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben;/ was wir hier ken⸗ nen,/ ist nur Müh und Serzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Rammer/ sicher und be⸗ freit von allem Jammer;/ kein Rreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. mit ont Th⸗ dtr ier var Cod, Gericht, Ewigkeit 320 3. Christus wischet ab euch alle Tränen,/ habt das schon, wonach wir uns erst sehnen,/ euch wird gesungen,/ was durch keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Zimmel für die Welt ererbend/ Wer wollt hier bleiben,/ sch den Jammer länger lassen treiben? b. Romm, o Christe, komm, uns auszuspannen,/ lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne,/ it der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 3603— 36899. weise: Vater unser im Himmelreich(Vr. 5999. Leipzig 5539. 4——— IEIE I E I..... I D DE 9. In Christi Wunden schlaf ich ein,/ die ma⸗ ö—.—. III— chen mich von Sün⸗ den rein;/ Chri ⸗sti Blut und Ge⸗ ————————— ISSEEEEE rech ⸗tig⸗keit/ das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit ich will vor Gott bestehn,/ wenn ich zum Simmel werd eingehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin,/ ein Gotteskind ich allzeit bin. Sab Dank, o Tod, du förderst mich;/ ins ewge Leben wandre ich,/ mit Christi Blut gereinigt fein./ err Jesu, stärk den Glauben mein! ZLeipzig 1638. 323 Tod, Gericht, Ewigkeit 321 Johann Crüger, 36gz Auch im Wechsel mit Nr. 328: I. 32), 3, II. 328, 3; I. 32), 2, II 328, 2; I. 32), 3, II. 328, 33 I. 32), 6, II. 328, 4. 0 I 4* 9 E XIXI ++. —.4 + E?·wig⸗keit, du Don⸗ner⸗wort,/ o .6 E⸗wig⸗keit, zZeit oh ⸗ne zeit,/ ich I 1 1 4— — 1 + 2— ———————— Schwert, das durch die See⸗le bohrt,/ o An⸗ fang weiß vor gro⸗ßer Trau⸗- rig⸗keit/ nicht, wo ich ů N j— son der En⸗ de! Y Mich. Hen eden de. Mein ganz er⸗schrock⸗nes IZ.—. XV ö I. I H ——— +2 ů—.— 1 NEI= ———— II— Herz erbebt,/ daß mir die Zung am Gau⸗-men klebt. z. Rein Unglück ist in aller Welt,/ das endlich mit der Zeit nicht fällt/ und ganz wird auf gehoben;/ die Ewigkeit nur hat kein Ziel,/ sie treibet fort und fort ihr Spiel,/ läßt nimmer ab zu toben;/ ja, wie mein Seiland selber spricht, aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang,/ o, ewig, ewig ist zu lang;/ hier gilt fürwahr kein Scherzen./ Drum wenn ich diese lange Nacht/ zusamt der großen Pein betracht,/ er⸗ schreck ich recht von Herzen;/ nichts ist zu finden weit und breit/ so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht,/ wie strafst du einen bösen KRnecht/ so hart im Pfuhl der Schmerzen;/ auf kurze Sünden dieser Welt/ hast du so lange Pein bestellt./ Ach ö 1411. — 8—— Cod, Gericht, Ewigkeit 322 nimm dies wohl zu Serzen,/ betracht es oft, o Menschen⸗ kind:/ kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 6. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf;/ ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit,/ es kommt heran die Ewigkeit,/ dir deinen Lohn zu geben./ Vielleicht ist heut der letzte Tag;/ wer weiß, wie man noch sterben mag! b. O Ewigkeit, du Donnerwort,/ o Schwert, das durch die Seele bohrt,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,/ ich weiß vor großer Traurigkeit/ nicht, wo ich mich hinwende./ Wimm du mich, wenn es dir gefällt,/ Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Johann Rist, 36οσοο. Weise: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. Johann Schop, 364. — 3573 63— ö—— d,, d. Du bist zwar mein und blei ⸗best . Doch bist du nicht nur mein al⸗ H— 1 HN e e Lr n reve.r d ———— +—— 3—— II— — mein,/ wer will mir an⸗ ders sa··—᷑.0 der lein;/ der Zerr von ew⸗ gen Ta ⸗ gen — ö 1j 1 D—— ö——4— —— ö E 2 hat das mei⸗ ste Recht an dir,/ der for ⸗dert und er⸗hebt von mir/ dich, o mein Sohn, mein +. 1—. 1 ö M ö ö E.—— 1ꝛ.— ö H 2.— 2——..—— 2— H —.——...——23— H Wil ⸗ le,/ mein Berz und Wun⸗ sches Fül ⸗le. 322 Tod, Gericht, Ewigkeit C 2z. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein meiner Seelen,/ vor allem Weltgut williglich/ mir wünschen und erwählen./ Ich wollte sagen: Bleib bei mir!/ Du sollst sein meines Sauses Zier,/ an dir will ich mein Lieben/ bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Serz und meint es gut,/ Gott aber meints noch besser./ Groß ist die Lieb in meinem Mut,/ in Gott ist sie noch größer./ Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Saupt und Ehr,/ ein Guell, da Alt und Jungen/ in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und der mir ihn gegeben,/ will, daß er nah an seinem Thron/ im Simmel solle leben./ Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt!/ Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind,/ dich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laben! 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denken;/ bei Gott ist ja kein böser Ort,/ kein Unglück und kein Kränken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn,/ bei Gott kann keinem Leid geschehn;/ wen Gott versorgt und liebet,/ wird nimmermehr betrübet. 6. Wie manches junge, fromme Blut/ wird jämmerlich verführet/ durch bös Exempel, daß es tut,/ was Christen nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn,/ auf Erden nichts als Spott und BZohn;/ der Vater muß nit Grämen/ sich seines Rindes schämen. 7. Ein solches darf ja ich nun nicht/ an meinem Sohn er⸗ warten;/ der steht vor Gottes Angesicht/ und geht in Christi Garten,/ hat Freude, die ihn recht erfreut,/ und ruht von allem Herzeleid;/ er sieht und hört die Scharen,/ die uns allhier bewahren. 8. Ach, sollt ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hören,/ wenn deine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den du auch geheiligt bist:/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freude Tränen gießen. 9. Nun, es sei ja und bleib also,/ will dich nicht mehr be⸗ weinen;/ du lebst und bist von Serzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger Freud und Ruhꝛ/ hier leb und bleib nun immerzu;/ ich will, wills Gott, mit andern/ auch bald hinüber wandern. paul Gerhardt, 360736rb. . sssü◻ Tod, Gericht, Ewigkeit 323 32 3 Johann Stade, 3628. Psalm 339, 303 Sebr. 3), 33. Auch nach der Weise: Serzlich tut mich verlangen(Vr. 313). H pe Ee ——— — und da „Ich bin ein Gast auf Er ⸗den der Zim-mel soll mir wer ⸗den, 25 4 IIIIIFTETETCTTTcTcTCTETCTETETE.ITICIC.I.I‚I.. hab hier kei⸗ nen Stand ist mein Va⸗ ter land. Bier —— x reis' ich bis zum Gra⸗ be,/ dort in der Ber, ew⸗ gen Ruh ist Got⸗ tes Gna⸗ den⸗ —.———— 22 7.0 2 1— 2 H de en, en. e. ga ⸗be,/ die schleußt all Ar ⸗beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugend an/ als Mmüh und Wot gewesen?/ Solang ich denken kann,/ hab ich so manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ mit Rum⸗ mer und mit Sorgen/ des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen/ manch harter Sturm erschreckt;/ Blitz, Donner, Wind und Regen/ hat mir manch Angst erweckt;/ Verfolgung, Saß und NVeiden,/ ob ichs gleich müt Gedund /hab ich doch müssen leiden/ und tragen mit Geduld. Frankf. Evang. Gesangb. 4 Tod, Gericht, Ewigkeit 4. So gings den lieben Alten,/ an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch täglich halten,/ wenns fehlt am guten Rat; sie zogen hin und wieder,/ ihr Rreuz war immer groß,/ bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Ceid; was will ich besser leben/ als solche frommen Leuts Es muß ja durchgedrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl gerungen,/ geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben durch die Welt,/ doch denk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt./ Ich wandre meine Straßen,/ die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen/ mein Vater trösten wird. 7. Mein Seimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar den großen Herrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen Zänden träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt und leget,/ nachdems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen,/ da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen,/ daß ichs fast müde bin./ Je länger ich hier walle,/ je wenger find ich Freud,/ die meinem Geist gefalle;/ das meist ist Serzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal gar zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse/ mein Zerz, wenn dein Herʒ will;/ komm, mach ein seligs Ende /an meiner Wander- schaft,/ und was mich kränkt, das wende/ durch deinen Arm und Kraft. 90. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes Saus. Wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich dann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehauchet,/ so scharrt man mich ins Grab. )). Du aber, meine Freude,/ du meines Lebens Licht,/ du ziehst mich, wenn ich scheide,/ hin vor dein Angesicht/ ins aus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne/ nebst andern leuchten soll. ö Z. Da will ich immer wohnen/ und nicht nur als ein Sast /bei denen, die mit Kronen/ du ausgeschmücket hast;/ da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ und frei von schnöden Dingen/ in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 3607-3670. 4 — 14441 75 ———2— Cod, Gericht, Ewigkeit 324 324 Michael Franck, 3682. Auch Wechselgesang: I.(Chor) 5, II.(Gem.) 2; I. 3, II. 4; I. 5, II. e; I. u. II. 7. 9. Ach wie flüch⸗ tig, ach wie nich⸗tig/ ist der 2., fnWi, — ste⸗ het/ und auch wie⸗ der bald ver⸗ge⸗ het, * 1 + I. + XII + XI II .ꝗ— 1— ö — n,e,. so ist un ⸗ ser Le ben, se het! 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig/ sind der Menschen Tage!/ Wie ein Strom beginnt zu rinnen/ und mit Laufen nicht hält innen,/ so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen Freude!/ Wie sich wechseln Stund und Zeiten,/ Licht und Dunkel, Fried und Streiten,/ so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig/ ist der Menschen Schöne!/ Wie ein Blümlein bald vergehet,/ wenn ein rauhes Lüftlein wehet,/ so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen Schätze!/ Es kann Glut und Flut entstehen,/ dadurch, eh wir uns versehen,/ alles muß zu Trümmern gehen. b. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig/ ist der Menschen prangen!/ Der im Purpur hoch vermessen/ ist als wie ein Gott gesessen,/ dessen wird im Tod vergessen. 329 Tod, Gericht, Ewigkeit 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen Sachen!/ Alles, alles, was wir sehen,/ das muß fallen und vergehen./ Wer Gott fürcht, wird ewig stehen. ö Michael Franck, 3609—366r. Weise: O Welt, ich muß dich lassen(Vr. 3067). 1. ö ö öDPDDDDP IEIEEEI ). Die Herr⸗lich⸗keit der Vor reformatorisch. Eisleben 3398. Er ⸗ den/ muß SSS .SS....... was uns kann er⸗göt⸗ zen,/ was wir für e⸗wig + +. ů E. ö—..... ö 2 2— 2.— ——— ++ — I schät ⸗zen,/ wird als ein leich⸗ter Traum ver⸗ gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist ge⸗ wichen/ und dieser Mund erblichen,/ fragt keiner, was man 3. Es hilft kein weises Wissen,/ wir werden hingerissen/ ohn einen Unterscheid./ Was nützt der Schlösser Mengeꝛ/ Dem hier die Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen,/ was mMüh und Fleiß ge⸗ winnen/ und saurer Schweiß erwirbt./ Was Menschen hier besitzen,/ kann für den Tod nichts nützen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. Ist eine Aust, ein Scherzen,/ das nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Serzensaͤngst vergällt?/ Was ists, womit Tod, Gericht, Ewigkeit 326 wir prangen?/ Wo wirst du Ehr erlangen,/ die nicht in gohn und Schmach verfällt? b. Wie eine Rose blühet,/ wenn man die Sonne siehet/ begrüßen diese Welt,/ die, eh der Tag sich neiget,/ eh sich der Abend zeiget,/ verwelkt und unversehens fällt: 7. so wachsen wir auf Erden/ und hoffen groß zu werden,/ von Schmerz und Sorgen frei;/ doch eh wir zugenommen/ und recht zur Blüte kommen,/ bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre;/ indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht./ Drauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen,/ der Erde sagen gute Nacht. 9. Auf, Serz, wach und bedenke,/ daß dieser Zeit Geschenke/ den Augenblick nur dein./ Was du zuvor genossen,/ ist als ein Strom verflossen,/ was künftig, wessen wird es sein? 30. Verlache Welt und Ehre,/ Furcht, Soffen, Gunst und Lehre/ und geh den Herren an,/ der immer Rönig bleibet,/ den keine Zeit vertreibet,/ der einzig selig machen kann. 3). Wohl dem, der auf ihn trauet!/ Er hat recht fest gebauet,/ und ob er hier gleich fällt,/ wird er doch dort be⸗ stehen/ und nimmermehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, 3656— 366a. 326 Jakob Sintze, 3678. 1 4+.— Al le men⸗schen müs⸗ sen ster⸗ben,/ al ⸗les was da le⸗ bet, muß ver⸗ der ⸗ben,/ soll es 332 E— ö— ERERE n 47 Fleisch ver⸗ geht wie Seu;—0— e an⸗ders wer⸗den neu; die⸗ser Leib der muß ver —— ö 2..—..——— 2——— E we ⸗sen,/ wenn er an⸗ ders soll ge ⸗ ne⸗sen/ zu der Tod, Gericht, Ewigkeit „ — —— 22.——. gro⸗ßen Herr ⸗lich ⸗keit,/ die den Frommen ist be reit. 2. Drum so will ich dieses Leben,/ weil es meinem Gott beliebt,/ auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich nun Er⸗ lösung funden,/ und mein Trost in Todesnot/ ist des Serren Jesu Tod. ö 3. Jesus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Gewinn./ Er hat mir das zeil erworbenz/ drum fahr ich mit Freuden hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in des großen Gottes Himmel,/ da ich werde allezeit/ schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben,/ da viel tausend See⸗ len schon/ sind mit Himmelsglanz umgeben,/ dienen Sott vor seinem Thron;/ da die Seraphinen prangen/ und das hohe Lied anfangen:/ Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott der Vater, Sohn und Geist! . Da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzumal,/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet der zwölf Boten Zahl,/ wo in so viel tausend Jahren/ alle Frommen hingefahren,/ da wir unserm Gott zu Ehrn/ ewig Sallelujah hörn. 6. O Jerusalem, du schöne,/ ach wie helle glänzest dun/ Ach, wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruhl/ der großen Freud und Wonne! JIetzo gehet auf die Sonne,/ jetzo gehet auf der Tag,/ der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket/ alle diese Herrlichkeit;/ jetzo werd ich schön geschmücket/ mit dem weißen Simmels⸗; kleid/ und der güldnen Ehrenkrone,/ stehe da vor Gottes Throne,/ schaue solche Freude an,/ die kein Ende nehmen ann. Leipzig 3682.(2 Johann Georg Albinus, 56²24—3679.) 3 27 Berlin 3653. 0 Je⸗ sus, mei⸗ ne zu⸗ ver sicht/ und mein . Die⸗ses weiß ich; sollt ich nicht/ dar⸗ um Ma S Tod, Gericht, Ewigkeit ö H—— ö ED———%,., 2.—— 22——..— n m. 63 2—— III +r ei⸗land, ist- im Le⸗ben. mich zu ⸗frie den ge⸗ ben, was die lan⸗ ge — II —— I To⸗des⸗ nacht/ mir auch für Ge⸗ dan⸗ken macht? 2. Jesus, er mein Seiland, lebt,/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauen: Lässet auch ein Saupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich ziehtd 3. Ich bin durch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm verbunden,/ meine starke Glaubenshand/ wird in ihn gelegt befunden,/ daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. ö 4. Ich bin Fleisch und muß daher/ auch einmal zu Asche werden;/ das gesteh ich, doch wird er/ mich erwecken aus der Erden,/ daß ich in der Serrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht/ wird ihn, meinen Seiland, kennen;/ ich, ich selbst, kein Fremder nicht,/ werd in seiner Liebe brennen;/ nur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. b. Was hier kranket, seufzt und fleht,/ wird dort frisch und herrlich gehen;/ irdisch werd ich ausgesät,/ himmlisch werd ich auferstehen;/ hier geh ich natürlich ein,/ dort, da werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hoch erfreut,/ Jesus trägt euch, seine Glieder;/ gebt nicht statt der Traurigkeit:/ sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,/ wenn die letzt Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft,/ lacht des Todes und der Höllen,/ denn ihr sollt euch durch die Luft/ eurem Seiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß/ liegen unter eurem Fuß. 9. Vur daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr beigefügt sollt werden./ Schickt das Serze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. Berlin 658. 328 Tod, Gericht, Ewigkeit Weise: O Ewigkeit, du Donnerwort(Vr. 32)). Johann Crüger, 36sz. Auch im 4—91 mit Vr. 17 I. 32), 5, I. 328,); I. 32), 2, II. 328, 23 „32), 3, II. 328, 3; I. 32), 6, I. 328, 4. ö 1 J. +. 1 2 ö... 2—.— ö....——R— 255½. ö +—— ö E⸗wig⸗keit, du Freu⸗den⸗wort,/ das * E⸗wig⸗keit, Freud oh ne Leid,/ ich —...— ö IB 1 ——— ů— +— EEE IDDDDDDDD mich er⸗ quik⸗ket fort und fort, An⸗fang weiß vor Her⸗zens⸗fröh⸗lich⸗ keit/ gar nichts mehr II j— + ————*..... son ⸗ der En ⸗de! vom E⸗ len ⸗ de, I...— ö ——* 72 E⸗wig ⸗keit,/ was uns be⸗trü⸗bet in der Zeit. 2. Im Simmel lebt der Christenschar/ bei Gott viel tausend, tausend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie stimmen mit den Engeln ein,/ sie sehen stets der Sottheit Schein,/ sie haben güldnen Frieden,/ da Christus gibt, wie er verheißt,/ das Manna, das die Engel speist. 3. Ach wie verlanget doch nach dir/ mein mattes Serze mit Begier,/ du überselig Leben!/ Wann werd ich doch einmal dahin/ gelangen, wo mein schwacher Sinn/ stets pfleget nach zu streben/ Ich will der Welt vergessen ganz,/ mich sehnen nach des Zimmels Glanz. 4. O Ewigkeit, du Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr Jesu, gib mir solchen Sinn/ beharrlich, bis ich komm dahin. Raspar Seunisch, 36203690. weil mir ver⸗süßt die —— — t J...... i Tod, Gericht, Ewigkeit 329 329 Johann Rudolf Ahle, 5662. +. — 8 1— EEEEEEE II 1. Es ist ge⸗ nug! So nimm, Serr, mei⸗nen lös auf das Band,‚, das all ⸗ge⸗mach schon E E SPSPS..... Geist/ zu Zi ons Gei⸗ stern hin; der reißt,/ be⸗ frei e die ⸗sen Sinn, . 1 ů 1 x L 1 X 1— ——— S.i e..— sich nach sei⸗ nem Got ⸗ te seh⸗net,/ der täg⸗lich .— ö 1 1 H ä S IIIIIIIIII III..... ——— 1— 1 EEI klagt, der nächt⸗lich trä⸗net./ Es ist ge ⸗ nug! 2. Es ist genug des Xreuzes, das mir fast/ den Rücken wund gemacht./ Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last!/ Ich schwemme manche Wacht/ mein hartes Lager ganz mit Tränen,/ wie lang, wie lange muß ich sehnend/ Es ist genug! 3. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will,/ er kennet ja mein Serz;/ ich harre sein und halt indessen still,/ bis er mir allen Schmerz, /der in der siechen Brust mir naget,' zurücke legt und zu mir saget:/ Es ist genug! 4. Es ist genug! Serr, wenn es dir gefällt,/ so spanne mich doch aus!/ Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o elt,/ ich fahr ins Zimmels Saus;/ ich fahre sicher hin in Frieden,/ mein großer Jammer bleibt danieden./ Es ist genug! Franz Joachim Burmeister, 1633—3672. Tod, Gericht, Ewigkeit 330 Bei Franz Vollrath Buttstedt, 7²4. ö— 1 1 Wer weiß, wie na ⸗ he mir mein Ach wie ge⸗ schwin de und be⸗ + 1.—.— En ⸗de!/ Sin geht die Zeit, her kommt der Tod. hen ⸗de/ kann kom men mei⸗ ne To⸗ des⸗ not! 7387 Uù² 787 II. +. — 2 1 1 1— 5 Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Chri⸗sti — ö ö DRIAF Blut:/ Machs nur mit mei⸗ nem En⸗ de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden,/ als es am frühen Morgen war;/ denn weil ich leb auf dieser Erden,/ leb ich in steter Todsgefahr./„ Mein Gott,:, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken Fund, wenn ich einstens sterben muß,/ die Seel in Jesu Wunden senken/ und ja nicht sparen meine Buß./ ½: Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Zaus bestellen,/ daß ich bereit sei für und für/ und sage frisch in allen Fällen:/ Berr, wie du willst, so schicks mit mir./ Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den Zimmel/ und immer bittrer diese Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewig⸗ keit sei vorgestellt./: Mein Gott,„ ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! . t Tod, Gericht, Ewigkeit ö 33 6. Ach Vater, deck all meine Sünde/ mit dem Verdienste Jesu zu,/ darein ich mich fest gläubig winde;/ das gibt mir techt erwünschte Ruh./ ,: Mein Gott,:, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! . Vichts ist, das mich von Jesu scheide,/ nichts, es sei Jeben oder Tod./ Ich leg die Zand in seine Seite/ und sage: mein err und mein Gott!/ ,: Mein Gott,/ ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner heil⸗ gen Tauf,/ du bist mir auch daher gewogen,/ hast mich zum Kind genommen auf./ ,½ Mein Gott,, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut ge⸗ trunken hier;/ nun kannst du meiner nicht vergessen,/ ich bleib in ihm und er in mir./ 1 Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 30. So komm mein End heut oder morgen,/ ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt,/ ich bin und bleib in deinen Sorgen, 7 mit Jesu Blut schön ausgeschmückt./ Mein Sott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 3). Ich leb indes in dir vergnüget/ und sterb ohn alle Kümmernis./ Mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß: /,: Mein Gott, ½ aus Gnad durch Christi Blut/ machst dus mit meinem Ende gut. Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 3637 706. Weise: Ich hab mein Sach Vorreformatorisch. Gott heimgestellt(Wr. 330). Wetter in Sessen 3889. Auh Wechselgesang: G.), Ch. 2, Einz. 3, 4, Ch. s/ G. 6, 7. — W3..——— 1 L J. /.—.— .—. B 1—— 83.. + J. 2— TZ. 125.—— IQ..Z...CJ‚.* I..—. 2 1— 1 11—— wie ei let man zur E⸗ wig ⸗keit!/ Wie Tod, Gericht, Ewigkeit ————— Le.. wen⸗ ge den⸗ ken an die Stund/ von Serzens⸗ E—* I I—— + ö 1—. grund,/ wie schweigt hier⸗ von der trä⸗ ge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum,/ ein nichtger, leerer Wasserschaum;/ es gleicht dem Gras, das heute steht/ und schnell vergeht,/ sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir/ das, was du bist; ich traue dir./ Laß Berg und Sügel fallen hin,/ mir ist Gewinn,/ wenn ich allein bei Jesu bin. 4. Solang ich in der Zütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes Sohn,/ gib, daß ich zähle meine Tag/ und munter wach,/ daß, eh ich sterb, ich sterben mag. .Was hilft die Welt in letzter Not? Lust, Ehr und Reichtum in dem Todꝛ/ O Mensch, du läufst dem Schatten zu,/ bedenk es nu,/ du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Narren Lust! Mir ist das höchste Sut bewußt,/ das such ich nur, das bleibet mir./ O mein Begier,/ Zerr Jesu, zieh mein Serz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh/ und bald vor deinem Throne steh!/ Du unterdessen lehre mich,/ daß stetig ich/ mit klugem Serzen suche dich. Zoachim Neander, 909⁰ 6so. Weise: Gott des Zimmels und der Erden(Vr. 266). Offenb. Joh. 7, 9—137. Auch Wechselgesang: G. J), 2, Ch.(M.) s, Ch.(F.) 4, Ch. 5, G. 6, Einz. 7, 8, 9, G. jo. . — — Heinrich Albert, 3egz. Ii ,a. 4 J. 1 ........... Wer sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne?/ Was ist . Je⸗ der trä⸗ get ei⸗ ne Rro⸗ ne,/ glän ⸗ zet + 14840 r Tod, Gericht, Ewigkeit 332 das für ei ⸗ne Schar? gleich den Ster nen klar; Hal ⸗le lu · jah —. 3. ö 2* sin gen all,/ lo⸗ben Gott mit ho⸗ hem Schall. 2. Wer sind die in reiner Seide,/ welche ist Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Jeit,/ das veraltet nimmermehr? /Wo sind diese kommen herꝛ 3. Es sind die, so wohl gerungen/ für des großen Gottes Ehr,/ haben Fleisch und Blut bezwungen,/ nicht gefolgt des Satans eer,/ die erlanget auf den Krieg/ durch des Cam⸗ mes Blut den Sieg. 4. Es sind die, so viel erlitten/ Trübsal, Schmerzen, Angst und Vot,/ im Gebet auch oft gestritten/ mit dem hochge⸗ lobten Gott;/ nun hat dieser Kampf ein End,/ Gott hat all ihr Leid gewendt. 5. Es sind Zeugen eines Stammes,/ der uns Suld und Heil gebracht,/ haben in dem Blut des Lammes/ ihre Kleider hell gemacht,/ sind geschmückt mit Seiligkeit,/ prangen nun im Ehrenkleid. b. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor dem Zerrn,/ Tag und Vacht bereit zu dienen,/ Leib und Seel geopfert gern;/ nun stehn sie zu Gottes Ruhm/ vor dem Stuhl im Seiligtum. 7. Ach Zerr Jesu, meine Hände/ ich zu dir nun strecke aus,/ im Gebet mich zu dir wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier auf Erden steh im Streit:/ Treib, o Herr, die Feinde weit. 8. Zilf mir Fleisch und Blut besiegen,/ Teufel, Sünde, goͤll und Welt;/ laß mich nicht danieder liegen,/ wenn ein Sturm mich überfällt;/ führe mich aus aller Vot,/ Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9. Laß mein Teil sein bei den Frommen,/ welche, Herr, dir ähnlich sind/ und aus großer Trübsal kommen./ Hilf, 4³⁰ 22 — 333 Tod, Gericht, Ewigkeit daß ich auch überwind/ alle Trübsal, Not und Tod,/ bis ich komm zu meinem Gott. 30. O wie groß wird sein die Wonne,/ wenn wir werden allermeist/ schauen auf dem hohen Throne/ Vater, Sohn und heilgen Geist!/ Amen, Lob sei dir bereit,/ Dank und Preis in Ewigkeit! Seinrich Theobald Schenck, 3696—. 333 Johann Rudolf Ahle, jobꝛ. ö Weise: Es ist genug(Vr. 329). D. 1 2.—————.—— Zeuch hin, mein Rind, denn Gott selbst for-dert . Ich lei de zwar, dein Tod be⸗ trü⸗bet +.— SIDI— 1— 1 1 1.—.—— +— —— 1— 1— dich/ aus die ser ar ⸗gen 1 5. mich;/ doch weil es Sott ge⸗fällt, dnr. wi n. S DE qñ‚.....— un ⸗ter ⸗ͤlaß ich al ⸗les Rla⸗gen/ und will mit 1——3 ö — sh. — 1 2 2 — 1——— ö stil ⸗lem Gei · ste sa⸗gen:/ Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Rind! Der Schöpfer hat dich mir/ nur in der Welt geliehn./ Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir/ jetzt wieder fortzuziehn./ Zeuch hin, Gott hat es so versehen;/ was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein KRind! 3. Zeuch hin, mein Rind! Im Himmel findest du,/ was dir die Welt versagt;/ denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh,/ kein Schmerz mehr dort uns plagt./ Hier müssen wir in Aengsten schweben,/ dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Rind! SS Tod, Gericht, Ewigkeit 334 g. zeuch hin, mein Rind! Wir folgen alle nach,/ sobald es Gott gefällt./ Du eilest fort, eh dir das Ungemach/ ver⸗;⸗ bittert diese Welt./ Wer lange lebt, steckt lang im Leide;/ wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude./ Zeuch hin, mein Aind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Jesus, Gottes Sohn,/ dir schon die Krone weist./ Nun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast in Jesu überwunden./ Zeuch hin, mein Rind! Gottfried Soffmann, 3688—)7)2. Weise: Valet will ich dir geben(Vr. 32). Leipzig 36)5. Matth. 28, 1—13. Auch im Wechselgesang mit 331: Ch. 35), 3, G. 334,), F. 334, 2, M. 334, 3, F. 334, 4, M. 334, 5, G. 334, 6, Einz. 334, 7, 8, Ch. 3), 2, G. 334, 9, Ch. 35), 3. DSD‚D‚SꝑD‚i‚i‚iii‚.= 12..—— ö— +. ö Er ⸗ mun⸗tert euch, ihr From⸗men,/ zeigt Der A⸗ bend ist ge ⸗kom · men,/ die —— 12.— III— IS.———————— eu⸗-rer Lam-pen Schein. ö fin ⸗stre Macht bricht ein. Es hat sich auf ⸗ge⸗ + 4 1 0.— 1* 1 —.— ù 1 —— I ma ⸗chet/ der Bräu⸗-ti gam mit Pracht; auf, ö———— 1 ¹1 H rn H.,—3.5. é— *—7 be⸗tet, kämpft und wa⸗chet,/ bald ist es Mit ⸗ter ⸗nacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit Oel/ und seid des eils gewärtig,/ bereitet Leib und Seel;/ die Wächter Zions schreien:/ der Bräutigam ist nah,/ begegnet ihm im Reigen/ und singt Sallelujah! 335 Tod, Gericht, Ewigkeit 3. Ihr klugen Jungfraun alle,/ hebt nun das Saupt em⸗ por/ mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen,/ die Hochzeit ist bereit./ Auf, auf, ihr Reichsgenossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen,/ drum schlafet nicht mehr ein;/ man sieht die Bäume blühen,/ der schöne Frühlings⸗ schein/ verheißt Erquickungszeiten;/ die Abendrote zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Bunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freudigen Gebärden/ und seid nicht mehr betrübt:/ es sind die Freudenstunden/ gekommen, und der Braut/ wird, weil sie überwunden,/ die Rrone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen/ und mit gestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonder Leid/ mit⸗ leben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Sier sind die Siegespalmen,/ hier ist das weiße KXleid; hier stehn die Weizenhalmen/ in Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen;/ hier grünen die Gebein,/ die dort der Tod erschlagen;/ hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden,/ Jerusalem, der Grt,/ wo die Erlösten weiden,/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die güldnen Sassen,/ hier ist das Sochzeitsmahl,/ hier soll sich niederlassen/ die Braut im Freudensaal. 9. O Jesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich auf;/ geh auf, erwünschte Sonne,/ und fördre deinen Lauf./ O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Saupt und SZände/ nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 5660— 722. Weise: O Welt, ich muß Vorreformatorisch. dich lassen(Vr. 307). Eisleben 3898. C.——.—.— ö— —S....——.——. II..J‚..‚.J—..— ö— ö * . Wenn klei⸗ne Zim⸗mels ⸗er⸗ben/ in ih⸗rer Tod, Gericht, Ewigkeit 356 m⸗ ö ö ö ö— ö————— —.—.— 60 un schuld sterben,/ so büßt man sie nicht ein;/ sie hr ö ö xů ö—.— ö— 0— 5 ,,. Ets a— E 1.—. wer⸗ den nur dort o⸗-ben/ vom Va⸗ ter auf ⸗ge⸗ W ho⸗ben,/ da ⸗ mit sie un⸗ ver ⸗ lo⸗ ren sein. N — 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ für it Jesum eingeweiht/ und noch bei Gott in Gnaden;/ was sollt es ihnen schaden,/ daß Jesus sie zu sich entbeut? z. O wohl auch diesem Kinde! /Es stirbt nicht zu ge⸗ ö schwinde./ Zeuch hin, du liebes Kind!/ Du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei den Schafen,/ die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 3688-=37gs. ' Weise: Der lieben Sonne Licht und Pracht(Nr. 28) II). 5730⁰. 1694 EE. + X 1 ö 1 ö I— Die Chri⸗- sten gehn von Ort zu Ort/ Nund kom⸗men in den Frie ⸗dens ⸗ port/ e.—— — e e, IE durch man ⸗nig⸗ falt⸗ gen Jam⸗ mer Gott und ruhn in ih⸗ rer Ram⸗mer. ————— nimmt sie nach dem Lauf/ in sei ⸗ ne Ar⸗ me Tod, Gericht, Ewigkeit auf;/ das Wei⸗ zen ⸗ korn wird in sein Beet/ ..— auf Soff ⸗nung schö⸗ner Frucht ge⸗ sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ du jetzt verlaßne Zütte!/ Du, Seele, bist beim Serrn,/ dir glänzt der Mor⸗ genstern,/ euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ der großen Offenba⸗ rung,/ indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwah⸗ rung./ Wie ist das Glück so groß/ in Jesu Arm und Schoßl Die Liebe führ uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, so hoch hinan! Wikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—7bo. Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen(Nr. 203). alle 370g. 2 I 1 — +2— ¹ ů —* 1—— 2 are,. 1 HO 0 Es ist noch ei ⸗ ne Ruh vor⸗ han⸗ Du seuf ⸗zest hier in dei⸗ nen Ban⸗ SISSISII———— —— SI............. den;/ auf, mü⸗ des Zerz, und wer⸗ de licht!; den,/ und dei ⸗ ne Son⸗ ne schei⸗net nicht: Z—.—.——— 5——.8—.8 kod, Gericht, Ewigkeit ——.I— N—— 2—S2——— —.— 2...—.—— —— VEVFEVEEE wird vor sei⸗ nem Stuh⸗le wei ⸗den;/ wirf hin die , — mn ö é SI— Last und eil her ⸗ zu! /Bald ist der schwe⸗re . 90 ö 2 kampf ge en ⸗ det,/ bald, bald der sau re Lauf voll⸗ s * ———.———— ——— en ⸗det:/ so gehst du ein zu dei⸗ ner Ruh. ꝗ + 1387 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt. /Es hat, da noch kein Mensch geboren,/ die Liebe sie uns schon bestimmt./ Das Gotteslamm wollt darum sterben,/ uns diese Ruhe zu erwerben;/ es ruft, es locket weit und breit:/„Ihr müden Seelen und ihr frommen,/ ö ihteit!“ nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieb⸗ ichkeit!“ 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Bürde drückt,/ eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen,/ geht nicht mehr traurig und gebückt./ Ihr habt des Tages Last getragen,/ dafür läßt euch der Seiland sagen:/„Ich selbst will eure Ruhstatt sein!“/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Sünde, Welt und Teufel toben,/ seid nur getrost und gehet ein. 4J. Was mag wohl einen Xranken laben/ und einen müden Wandersmann?/ Wenn jener nur ein Bettlein haben/ und sanfte darauf ruhen kann,/ wenn dieser sich darf niedersetzen,/ an einem frischen Trunk ergötzen,/ wie sind sie beide so ver⸗ Auh erfunden,/ da man auf ewig stille liegt. gnügt!/ Doch dies sind kurze Ruhestunden;/ es ist noch eine 338 Tod, Gericht, Ewigkeit 9. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Tränensaat ist aus./ O welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen/ wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn;/ es wird beim Brünnlein uns erfrischen,/ die Tränen von den Augen wi⸗ schen;/ wer weiß, was sonst noch soll geschehnꝛ 6. Da ruhen wir und sind in Frieden/ und leben ewig sorgenlos./ Ach fasset dieses Wort, ihr Müden,/ legt euch dem Heiland in den Schoß./ Ach, Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar./ Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren,/ begürte dich zum Eriumphieren!/ Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 5700770. 338 altsrn en ——.——. . Auf⸗er ⸗stehn, ja auf ⸗er ⸗ stehn wirst du,/ mein n, Le=, nnn———— 5 Staub, nach kur⸗ zer Ruh./ Un ⸗sterb⸗lich Le⸗ben/ wird SSSS. I.I II der dich schuf, dir ge⸗ ben./ Hal⸗le ⸗lu⸗ jah. 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät./ Der Serr der Ernte geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben.⸗ Sallelujah. 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag,/ du meines Sottes Tag! Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein./ Mit Jesu gehn wir ein/ zu seinen Freuden;/ der müden Pilger Leiden/ sind dann nicht mehr. 64 ih 5 rt lod, Gericht, Ewigkeit 339 4. Ach ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, bt ich/ im Seiligtume/ zu seines Wamens Ruhme./ gallelujah. Friedrich Gottlieb Klopstock, 17243803. beise: Wun preiset alle Yr. 246). Apelles von Löwenstern, 3644. H +... . 8 ö 1 8 1 .————————————.— ). Ich hab von fer ⸗ne,/ Herr, dei⸗ nen ——————. v i —.— I— Chron erblickt/ und hät ⸗ te ger⸗ ne/ mein Serz vor⸗ aus ⸗ge⸗ schickt/ und hät⸗ te gern mein mü⸗ des —* ů—. — 2*—.— D.I‚‚‚i— ä—..I5 E ——.—4. Le⸗ben,/ Schöp⸗fer der Gei⸗ ster, dir hin ⸗ ge⸗ —— b.—. ge⸗ben,/ Schöp⸗fer der Gei⸗ ster, dir hin⸗ ge⸗ ge⸗ben. z. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn!/ Du bist allmächtig,/ drum ist dein Licht so schön./ Rönnt ich an diesen hellen Thronen/ ,: doch schon von heute an ewig wohnen.: 3. Nur ich bin sündig,/ der Erde noch geneigt;/ das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt./ Ich bin noch nicht genug gereinigt,/, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. ,: 4. Doch bin ich fröhlich,/ daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig,/ seitdem ich das entdeckt./ Ich will mich ——ꝛ7——— Tod, Gericht, Ewigkeit noch im Leiden üben/ 2,: und dich zeitlebens inbrünstig lieben.) 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich die Stadt gesehn,/ und ohn Ermüden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goldnen Gassen// lebenslang nicht aus den Augen lassen. 27 Johann Timotheus Sermes, 5738—362). Weise: Alles i Sottes Segen nr. 228). 340 Frankfurt a. M. 5738. +—.— ů—— 2 1. 2 L—. + + + 3. Endlich bricht der heiße Tie⸗gel,/ und der Glaubemp⸗ ö——— 22— fängt sein Sie⸗gel/ als im Feur be⸗währ⸗tes Gold/ 1 1 da der Serr durch tie fe Lei⸗den/ uns hier zu den —— n — ———————————.—— ho ⸗hen Freu⸗den/ je ner Welt be⸗rei⸗ten wollt. 2. Unter Leiden prägt der Meister/ in die Zerzen, in die Geister/ sein allgeltend Bildnis ein./ Wie er dieses Leibes Töpfer,/ will er auch des künftgen Schöpfer/ auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder/ endlich zum Gehorsam wieder,/ macht sie Christo untertan,/ daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Seiligungsgeschäfte/ sanft und still er⸗ neuern kann. 4. Eeiden sammelt unsre Sinne,/ daß die Seele nicht zer⸗ rinne/ in den Bildern dieser Welt,/ ist wie eine Engel⸗ wache,/ die im innersten Gemache/ des Gemütes Ordnung häalt. lod, Gericht, Ewigkeit 343 6. Leiden stimmt des Serzens Saiten/ für den 159—8 der Ien Dalt /lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn,/ wo die lgen Palmenträger/ mit dem Chor der Sarfenschläger/ reisend vor dem Throne stehn. b. Leiden fördert unsre Schritte,/ Leiden 9.—— die Leibes⸗ ütte/ zu dem Schlaf in kühler Gruft;/ es gleicht einem sohen Boten/ jenes Frühlings, der die Toten/ zum Emp⸗ ang des Lebens ruft. . Leiden macht das Wort verständlich,/ Leiden macht in ulem gründlich;/ Leiden, wer ist deiner wert?/ Sier heißt nan dich eine Bürde,/ droben bist du eine Würde,/ die nicht dem widerfährt. 3. Brüder, solche Leidensgnade/ wird in mannigfachem hrade/ Jesu Jüngern kundgemacht,/ wenn sie mancher öchmerz durchwühlet,/ wenn sie manchen Tod gefühlet,/ gächte seufzend durchgewacht. 9. Wenn auch die gesunden Kräfte ͥ/ zu des guten Zerrn heschäfte/ wurden willig sonst geweiht,/ o so ists für sie lein Schade,/ daß sie ihres Führers Gnade/ läutert in der hrüfungszeit. 0. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen/ dringt das Serz zu esu Herzen/ immer liebender hinan;/ und um eins nur leht es sehnlich:/ Mache deinem Tod mich ähnlich,/ daß ich nit dir leben kann! ). Endlich mit der Seufzer Fülle/ bricht der Geist durch de Zülle,/ und der Vorhang reißt entzwei./ Wer ermisset hann hienieden,/ welch ein Meer von Gottesfrieden/ droben ihm bereitet sei! 2. Jesu, laß zu jenen Söhen/ heller stets hinauf uns ehen,/ bis die letzte Stunde schlägt,/ da auch uns nach treuem ingen /heim zu dir auf lichten Schwingen/ eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Sarttmann, 1743—1815. wiise: Jesus, meine zwersicht(Vr. 327). 341 Berlin 36563. 9— EE er. V nun hin und Frabt mein Grab, denn 100 von der Er ⸗de scheid ich ab, denn mir 34) Tod, Gericht, Ewigkeit sod II— x———9. ———— ———. —— d bin des Wanderns mü⸗ de; im ů i ie Vind ruft des Zim⸗mels Frie ⸗-de, denn mir ruft die beise — d r ö bott ————————.— ö ö é 4..——— ö 2 H. sü ße Ruh/ von den En⸗ geln dro⸗ ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ meinen Lauf hab ich vollendet,/ lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irdsche endet,/ lege selbst mich nun hinein/ in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem dunklen Tale machen?/ Denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen,/ muß es doch wie Sand zergehn,/ wenn de— Winde drüber wehn.— 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in Frieden scheiden!/ Deine Soffnung, ach! ist hohl,/ deine Freuden selber Leiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ alles Wahn und Trug und Tand. . Darum letzte gute Wacht,/ Sonn und Mond und liebe Sterne,/ fahret wohl mit eurer Pracht!/ Denn ich reis' in weite Ferne,/ reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr er⸗ bleichet ganz. 2. 6. Die ihr nun in Trauer geht,/ fahret wohl, ihr lieben lß Freunde!/ Was von oben niederweht,/ tröstet froh des Herrn Gemeinde;/ weint nicht ob dem eitlen Schein,/ droben nur 3. kann ewig sein. polg 7. Weinet nicht, daß nun ich will/ von der Welt den Ab⸗ ih schied nehmen,/ daß ich aus dem Irrsal will,/ aus dem Lei Schatten, aus dem Schemen,/ aus dem Eitlen, aus dem Ire Nichts/ hin ins Land des ewgen Lichts. 6. Weinet nicht: mein süßes Zeil, meinen Seiland hab 8 ich funden,/ und ich habe auch mein Teil„in den warmen Jes Herzenswunden,/ woraus einst sein frommes Blut/ floß—— I ganzen Welt zugut. keit lod, Gericht, Ewigkeit 342 weint nicht! Mein Erlöser lebt!/ Soch vom finstern — rdenstaube/ hell empor die Hoffnung schwebt/ und der immelsheld, der Glaube;/ und die ewge Liebe spricht:/ die. Aind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. heise: Ich hab mein Sach Vorreformatorisch. bott heim ge stellt(Vr. 350). Wetter in Sessen 3889. .,.———— d• an. mihihe SII 4.......—.———.——— hab 3. Wohl⸗auf, wohl⸗ an zum letz ⸗ten Gang!/ alles—— zette— ö ů— e— SPSPS. + e 2 ö—. —————— den füh · ret ein, Gott füh ret aus; 5 wohl ⸗ auf, hin⸗ —— ——— 2 1——+— EE iebe 2— in aus!/ Rein Blei⸗ben ist im Er⸗den⸗ haus. 3. Du Zerberg in der Wanderzeit,“ gehab dich wohl und laß dein Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu./ Was 0 rauerst dus/ Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach; ihr Lieben, jolgt ihm segnend nach!/ Hab gute Nacht! Der Tag war schwül/ im Erdgewühl;/ hab gute Wacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist der Särge Tuch,/ ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! Der Herr macht gute Bahn./ Sein zreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. 65 Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den ab Sabbat ein,/ der nach des Werktags kurzer Frist/ durch Jesum Christ/ für Gottes Volk vorhanden ist. 4 1 Ab. ö em 342 Tod, Gericht, Ewigkeit 6. O selig, wer das Ziel erwirbt/ und in dem Herrn, dem Mittler, stirbt!/ O selig, wer vom Laufe matt/ die Gottes, stadt,/ die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Todꝛ„Du suchst so viel, und Eins ist not!/ Die Welt beut ihre Güter feil;/ denk an dein eil/ und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Trittꝰ Vichts brachtest du, nichts nimmst du mit./ Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz;/ schau himmelwärts!/ Da, wo dein Schatz, da sei dein Serz. 9. Mit Gott bestell dein Zaus beizeit,/ eh dich der Tod an Tote reiht./ Sie rufen: Gestern wars an mir,/ heut ists an dir!/ Sier ist kein Stand, kein Wohnen hier. 90. Vom Freudenmahl zum Reisestab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grab./ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt;/ schlag an die Brust!/ Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 3. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm,/ kein Saupt zu hoch, kein Zerz zu warm;/ da blüht zu schön kein Wangenrot: im Finstern droht/ der Tod und überall der Tod. 2. Ach banges Zerz im Leichental,/ wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?/ Du bists, Zerr, der mit Gottesmacht aus Gräbernacht/ das Leben hat ans Licht gebracht. 3. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:/ Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!/ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn,/ dein Himmelgehn/ läßt uns den Himmel offen sehn. 4. Wohl dem, der, Serr, mit dir vertraut,/ schon hier sich ewge Sütten baut!/ Er sieht das XKleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Zukunft seines Zerrn. ** * 3. Nun, Tor des Friedens, öffne dich!/ Sineinl Sier schließt die Wallfahrt sich./ Ihr Schlafenden im Friedens⸗ reich,/ gönnt allzugleich/ dem Staub ein Räumlein neben euchl 56. Viel Gräber hier im Ruheport,/ viel Wohnungen im Himmel dort. /Bereitet ist die Stätte schon/ am Gnaden⸗ thron,/ bereitet uns durch Gottes Sohn. 27. Sein ist das Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme bald!/ Ja, komm, Serr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein./ Amen! Dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Seinrich Sachse, 3788.—38o. eit 2%½ ZWéeicen CCil. end gget dem Serrn ein neues Lieo; get dem Serrn, alle Welt! 5„fnget dem Serrn uno lobt seinen Namen; kündiget von Tag zu Tage sein Seill denn der Serr ist groß uno hoch zu loben, uunderbarlich über alle Götler. Wunget her em herrn dͤie Ehre seines Namens! Der Simmel freue sich, uno die Eröe sei fröhlich/ dag Meer brause und was oͤarinnen ist. 250 delö sei fröhlich und alles, was oͤrauf ist/ n lasset rühmen alle Büume im Waloe. Ale Wolt fürchte oͤen Ferrn, und vor ihm scheue . sch alles, Was auf dem Eroͤbooͤen wohner n Anget ihm ein neues Lied: hachts gut auf Saitenspiel mit Ichalle! (Nalm 96, I. L. A. S. II. IS und 38, 8. S.) V᷑ s Kigcheah DSDIDSDIDISSeeeeeeeeeeeeSESSSSESESSSSeSꝗSE--.*.ꝗJ...C‚.———— + Alvent& Felig sind die Knechte, die der herr, Wenn er kommt, wachen findet. Lobsinget dem herrn auf dem Pfalter mit zehn Haiten! Luk. 12, 57. Psalm 38, 2L. 343 Andernach 3605. x Auch im Wechselgesang mit 348: Ch. 343, 1—4, Gem. 349,—8, h. 343, 5 u. 6, Gem. 345, 4 u. 5. 2 1——.— —4 ö 22—— x ö ö SEEI E ‚ 5 ). Es kommt ein Schiff, ge ⸗la den bis ö— L I— ö——————— .... 0 an den höch⸗sten Bord,/ trägt Got⸗tes Sohn voll 2 L———— —.— ö——— ö— 0 S S.·... eiiee i‚ie 1— Gna ⸗den,/ des Va⸗ ters e⸗ wigs Wort. 3. Cal 2. Das Schiff geht still im Triebe,/ es trägt ein teure Last;/ das Segel ist die Liebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft auf Erden,/ da ist das Schiff am Land. 4. Das Wort soll Fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesandt. ihr 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Rindelein,/ gibt 40 sich für uns verlorenz/ gelobet muß es sein.. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfangen, küssen will,/ scha muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel, Jins 6. Hanach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. ewit Nach Johannes Tauler, etwa 1308336), Elei von Daniel Sudermann, 3880-363). bod. )j dvent 344 344 Röln 3638. Ein geistliches Volkslied. T AA' II——————— 3. O Hei⸗land, reiß die Sim⸗mel auf,/ D‚DDSDiSiS‚h;.-..ẽͤ²:z;.. —————————— her ⸗ab, her ⸗ ab vom Him⸗-mel lauf!/ ———— PSSDSPSPSPSPSPSISISSISPISIIIII IIIIII.E 1 1 IX 1 Reiß ab vom Sim⸗- mel Lor und CTür,/ — x 1— H 1 + 1 1 H —— reiß ab, wo Schloß und Rie ⸗gel für! 2. O Gott, ein'n Tau vom Simmel gieß,/ im Tau herab, o Heiland, fließ!/ Ihr Wolken, brecht und regnet aus/ den zönig über Jakobs Saus! 3. O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,/ daß Berg und Lal grün alles werd! /O Erd, herfür dies Blümlein bring,/ Heiland, aus der Erden spring! 4. Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,/ darauf sie all ihr Zoffnung stellts/ O komm, o komm vom höchsten Saal,/ lomm, tröst uns hie im Jammertal! 5. O klare Sonn, du schöner Stern,/ dich wollten wir an⸗ scauen gern;/ o Sonn, geh auf! ohn deinen Schein/ in hinsternis wir alle sein. 6 Sie leiden wir die größte Vot,/ vor Augen steht der ewig Tod:/ Ach komm, führ uns mit starker Hand/ vom klend zu dem Vaterland! Verf. unbek. 3623. 349 Advent 3 4 5 Vorreformatorisch 383. Auch im Wechselgesang mit 343: Ch. 343, 1—4, Gem. 346,—5, Ch. 343, 5 u. 6, Gem. 348, 4 u. f. 0 .SSII IN 1 ). Got ⸗-tes Sohn ist kom⸗men/ uns al⸗ len zu From ⸗ men/ hier auf die se — Deeeee eeeeeee—— ——————.— ö frei⸗ e und ent⸗ bin de. 2. Er kommt auch noch heute/ und lehret die Leute,/ wie sie sich von Sünden/ zur Buß sollen wenden,/ von Irrtum und Torheit/ treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen/ und sein Dienst anneh⸗ men/ durch ein rechten Glauben/ mit ganzem Vertrauen,/ denen wird er eben/ ihre Sünd vergeben. 4. Die also fest gläuben/ und beständig bleiben,/ dem Herren in allem/ trachten zu gefallen,/ die werden mit Freuden/ auch von hinnen scheiden. 5. Ei nun, Serre Jesu,/ schick unsre Serzen zu,/ daß wir, alle Stunden/ recht gläubig erfunden,/ darinnen verscheiden/ zur ewigen Freuden. Johann Sorn f 5647. ——————————————— Idvent 346 Paler Wie nach einer basserquelle(Nr. goo). Genf 3953. ö — 2 E 2— FFff . E willst du drau⸗ßen ste⸗ hen,/ aß dir, bei mir ein⸗ zu ⸗ ge⸗ hen,/ — — 1— S. I PI...I.....———/ du Ge⸗ seg ⸗- ne⸗ ter des Zerrnd wohl ge ⸗ fal⸗len, du mein Stern! ++ * 0 PPSPSPSPIPIPIPIPITIIIIIII — 1 Je⸗su, mei ⸗ ne Freud,/ Zel fer in der ö ů—4.—.— ũ——¹ewN ö ů —— 46 i—.— ö rech⸗ten Zeit,/ hilf, o Zei ⸗land, mei⸗ nem Her ⸗ zen/ DEEE ö ö II— FF 5—. H von den Wun ⸗ den, die mich schmer zen! 2. Aller Trost und alle Freude/ ruht in dir, Zerr Jesu christ. Dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht föͤhlich ißt./ Leuchte mir, o Freudenlicht,/ ehe mir mein zerze bricht./ Laß mich, err, an dir erquicken;/ Jesu, lomm, laß dich erblicken! 3. Freu dich, Serz, du bist erhöret,/ jetzo zieht er bei dir in. Sein Gang ist zu dir gekehret,/ heiß ihn nur will⸗ lommen sein/ und bereite dich ihm zu,/ gib dich ganz zu einer Ruh,/ öffne dein Gemüt und Seele,/ klag ihm, was dich drück und quäle. 4. Was du Böses hast begangen,/ das ist alles abgeschafft;/ bottes Liebe nimmt gefangen/ deiner Sünden Uiacht und 347 Advent Rraft./ Christi Sieg behält das Feld;/ und was Böses in der Welt/ sich will wider dich erregen,/ wird zu lauter Glück und Segen. 5. Alles dient zu deinem Frommen,/ was dir bös und schädlich scheint,/ weil dich Christus angenommen/ und es treulich mit dir meint./ Bleibest du dem wieder treu,/ ist's gewiß und bleibt dabei,/ daß du mit den Engeln droben/ ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 36073676. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag(r. 309. 347 Vikolaus Serman, 5566. —4 2—— 1 655 i,—.— ——.—.—.—.. 3. Vun kommt das neu⸗e Kir chen ⸗ jahr,/ ........— des freut sich al le Chri ⸗ sten ⸗schar./ Dein — 2 ö ö..—.—.— x ö —3......—. x ö—.—..— ö— ö EE—3.— ö ö 2— 2— Rö⸗nig kommt, drum freu e dich,/ du wer⸗tes ů—— 1 ........———— 3i⸗ on, e⸗ wig ⸗ lich./ mal⸗ le lu⸗ jah! 2. Wir hören noch das Gnadenwort/ vom Anfang Vimmer wieder fort,/ das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott sei für seine Gnad gepreist. Hallelujah! 3. Hott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glau⸗ ben stets vermehrt,/ laß in uns bleiben, daß wir dir/ Lob und Preis sagen für und für./ Sallelujah! Johann Glearius, 363)-68. Idvent 348 3 4 8 Arnold Mendelssohn, 3906. Ein geistliches Volkslied. Auch Wechselgesang: Gem. 3. 2, Chor Fr. 3, Ch. M. 4, Ch. Fr., G. 6. 7, Ch. 8, G. 9. 30. . Der err bricht ein um Mit ⸗ ter ⸗nachtz/ jetzt +. + 8 1 2.— 2 r SSSSSE— ist noch al⸗les still. Wohl dem, der nun sich fer tig macht /⸗ und ihm be⸗ geg⸗ nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag gestellt;/ er büt. wenn niemand nach ihm fragt/ noch es für möglich ält. 3. Wie liegt die Welt so blind und tot!/ Sie schläft in Sicherheit/ und meint, des großen Tages Vot/ sei noch so fern und weit. 4. Wer waltet als ein frommer Knecht/ im Sause so ge⸗ treu,/ daß, wenn der Zerr kommt, er gerecht/ und nicht zu strafen seis 5. Sind eure Lampen rein und voll? Brennt euer Glau⸗ benslicht,/ wenn nun der Aufbruch werden soll,/ daß uns kein Oel gebricht? . Sei immer wach, mein Herz und Sinn,/ und schlummre ja nicht mehr! /Blick täglich auf sein Rommen hin,/ als ob es heute wär. 7. Der Tag des Urteils nahet sich,/ der Serr kommt zum uch du, meine Seele, schicke dich,/ steh und verzage nicht! Frankf. Evang. Gesangb. 38 zugedacht. 9. G übergroße Seligkeit/ nach abgelegter Last,/ wobei dich, Seele, nicht gereut,/ daß du gestritten hast! 30. Der Serr bricht ein um Mitternacht;/ jetzt ist noch alles still./ Wohl dem, der nun sich fertig macht/ und ihm begegnen will! Joh ann Christoph Rube, 3663.0. 349 Johann Wolfgang Franck, 965). 4 Ein geistliches Volkslied. +II 4 — SIIIS——— I 1 + 1 du mein Trost und sü⸗ßes Zof⸗fen, 2. mein Serz und See⸗le sind dir of⸗fen,/ ue, e ö —— II——3 5 laß mich nicht län⸗ger mei⸗ner pein o Je⸗su, zie⸗ he bei mir ein! Du ᷣim⸗ 1 + 1 + +. 4 +.. ö ö.. CSI 2— ů 2 — . II mels ⸗lust, du Er⸗den won· ne,/ du Gott und Mensch, ......— du Mor ⸗gen⸗glanz,/ ach komm, du teu⸗re Gna⸗den⸗ 2 ů. EEHN J U— + H ——— ö———— 2—— 2— ö H son- ne,/ durch⸗leuch ⸗te mei ne See⸗le ganz! 2. O 1 hehr doch mein Zerz dir machtest/ zu deiner Krippe, Kindlein hehr,/ und in ihm schlummertest und wachtest,/ als 349 Advent 8. Dein Teil und Seil ist schön und groß,/ auf, auf, du ha es Macht;/ ergreif im Glauben jenes Los, das Geit on — 414141 dvent 390 wenn es deine Wiege wär!/ Dann wär in Wahrheit mir ge⸗ geben/ ein selig Ende meiner Pein./ Ach Herr, daß du in nir kannst leben,/ woll erst in mir geboren sein! 3. O Seiland, stille mein Verlangen/ mit deines RKommens Seligkeit!/ Voll Demut will ich dich empfangen,/ mein Serz und Seele sind bereit,/ mein Denken, Serr, und all mein Zinnen/ ganz deinem teuren Dienst zu weihn./ O laß mich deinen Trost gewinnen,/ o Jesu, ziehe bei mir ein! Wilhelm Osterwald, 3820-)887. (Nach Seinrich Elmenhorst, 3632—)704.) weise: Seilig ist Gott der Vater. 5543(neuere Form 3640). I(Einzelne) Wechselgesang. —'—— + Dein Bö⸗nig kommt, o ZJi on,/ er ——— S‚‚‚‚—‚....— keh⸗ ret bei dir ein:/ auf, las⸗ set uns ihm II(Chor) ————————————— Pal⸗ men streun!/ Sanft⸗mü⸗tig kommt er in sein — 1——— —.—— ö—.—— Reich;/ jauchzt ihm, al⸗le Lan⸗ de, freu ⸗et euch! Iu. II(Alle) — 8 — 1 1 . F, + + —* 2 3o- si⸗ an⸗ na in der Sö⸗he! Der Serr ist da, Hal ⸗le ⸗ lu · jahl/ Prei⸗ set sei⸗ nen Na⸗ menn/ — ö—— ———————..————— 1.— v.— ö—— 30 ⸗ si⸗ an ⸗ na! A⸗- men, A. · men! 351 Georg Friedrich Sändel, 3747. Ein geistliches Volkslied. Sacharja 9, 9. 2— V IAE— ö IZ.— —9—————.— 5 e,..———. . Toch⸗ ter zi ⸗on, freun e dich, ——....—————— —.—.—— L,, de jauch„ ze laut, Z. rtun sa⸗ lem! , ä ,avr, n vieien. Fen ii,. —.———————. Sieh, dein Rö⸗nig kommt zu dir;/ / x ö ů—.— ESEE.——.——.—— ö 393350 ja er kommt, der Frie ⸗ de⸗fürst./ FPHRRRERR 7. — Advent — +. ——— I 2277 89 2. +. ——.— ö——— ö ö ö 2—2—. 2— —————— jauch de laut, Je⸗ ru„sa⸗lem! 2. Hosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volk!/ 6ründe nun dein ewig Reich,/ Sosianna in der Höh!/ Ho⸗- sianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volk! 3. Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, Rönig mild!/ Ewig steht dein Friedensthron,/ du, des ewgen Vaters Aind!/ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, Bönig mild! Seinrich Ranke, 3798—876(. 352 Zuerst 3834. ,., 65„5 4———.— ——— 0 + 1. o si⸗ an⸗ na zu der Er ⸗ de/ ————— ö*..— —.—.——.— —..———.— steigt der Frie⸗dens ⸗ fürst her ⸗ ab. E⸗ wig ———..— ö SEIII... TNTNT .——.— hoch⸗ge⸗ prie⸗-sen wer de Gott, der ihn der — ——.———— ie,. Er ⸗ de gab./ Freut euch, Sün ⸗der! Jauchzt, ihr ——————.—— DDDDSD——— From⸗men!/ Un ⸗ sern Rõ- nig, seht ihn kom⸗ ——————— ͤ————— —.—. —— 2—— + ISq.III.......——— —I.— Her⸗ zens Zu ver sicht./ Un ⸗ser Seil kommt, ... —. un ⸗ser Licht,/ un⸗sers Zer⸗zens Zu⸗ ver⸗ sicht. 2. Zu der Erde neigt sich wieder/ Gottes Vaterhuld herab;/ Segen taut vom Zimmel nieder,/ Mor genglanz bestrahlt das Grab./ Seht, Erlösung wird gefunden!/ Seht, es heilen alle Wunden!/ Müden strömet süße Ruh,/ Sterbenden Bele⸗ bung zu.) 3. Rommt, ihn würdig zu empfangen,/ macht ihm Wege, macht ihm Bahn!/ Eilt, in Demut, mit Verlangen/ euren Rönig zu empfahn!/ Streut ihm Zweige, streut ihm Palmen,/ bringt ihm Jubel, singt ihm Psalmen,/ ,: Geist und Herz sei ihm geweiht!/ Preis dem Zerrn der Herrlichkeit! 1 August Ludwig Christian Seydenreich, 5773— 3888. Auch nach der Weise: Nun danket all und bringet Ehr(Vr. 260). Ein geistliches Volkslied. Karoline Wichern, 3869. V 1 1 . LA 1 1 14..0— 1 1— 1 1 1. — v. Die Nacht ver⸗ geht, der Tag bricht ö ö II SiSIEEEE.— an,/ wach auf, mein Herz, wach auf!/ Der IIIV ˙l nt weihnachten 354 — kö ⸗nig⸗ geld, mit Sanft⸗ mut an ⸗ge⸗ tan, zieht S——2 lich her ⸗ auf,/ zieht kö⸗ nig⸗lich her · auf. 2. Die Menge strömet zu ihm her/ aus fernem Süd und gord,/ es woget durch der Lüfte Meer// das Hosianna drt.„ 3. Zinaus zu dir, du milder Zeld,/ hinein in deine Reihn! Bei dir soll meine ganze Welt,/ mein ganzer Himmel ein.:. 4. mit dir will ich durchs Leben ziehn/ in treuer Brüder Schar,/ bis ich einst ohne Wandel bin/ ½ bei dir, der ist und war., Johann Wilhelm Rautenberg, 379)—5868. Weihnaͤchten das ist vom Jerrn geschehen und ist ein Wunder vor unse⸗ aun Augen. Dies ist oͤer Tag, den der Jerr macht; lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein. Pfalm 118, 28. 24. d54 Ein geistliches Volkslied. Vorreformatorisch. Röln 38090. 4 .PPP.I.....I. 2 5 + L 2 +. I — e— 0 Es ist ein Ros ent⸗sprun ⸗gen/ aus ). Uwie uns die Al⸗ten sun⸗gen:/ von SSE E— SSSESEEE.—— ei ner Wur ⸗ zel zart Jes⸗ se kam die Art)) und hat ein ——..———— — Ä:... —.—— 4. ö Blüm ⸗-lein bracht mit · ten im ů. +. ———— ö— 2 Win ⸗ter/ wohl zu Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine,/ davon Jesaias sagt,/ hat uns gebracht alleine/ Marie, die reine Magd;/ aus Gottes ewgem Rat/ hat sie ein Kind geboren/ wohl zu der hal⸗ ben Nacht. Vorreformatorisch. Röln 3399. Weise: Der Tag, der ist Vorrefor matorisch. so freudenreich. 355 Bei Michael Weiße, 333). Wechselgesang: Einz., Gem. 2, Rinderchor 3 u. 4, Gem.. ————— —— 1————..—.— ES——....— Ein Kin⸗-de⸗lein so ů 7.— von ei⸗ ner Jung⸗frau tu be ⸗lich/ ist gend ⸗lich/ zu uns ge⸗ bo⸗ ren heu te Leu. den. Wär uns das Trost uns ar⸗ men IIIFF TTTFI 1+ + I 1** 1* 1 Rind⸗lein nicht ge⸗ born,/ so wärn wir all zu⸗ 1 . 2—.— — mal ver⸗lorn;/ das eil ist un ⸗ser al ⸗ ler./ III DIn weihnachten 396 pE Ei dsu sü⸗ßer Je ⸗ su Christ, /daß du Mensch ge⸗ I— I eern n i marn i. een a, Lur, I. bo⸗ren bist,/ be⸗ hüt't uns vor der öl ⸗ le. 2. Der Tag der ist so freudenreich,/ zu loben Gottes Na⸗ men:/ daß Christus von dem Simmelreich/ auf Erden zu uns kommen. Groß ist die Demut, Suld und Gnad,/ die Sott vom Zimmel bei uns tat:/ ein Knecht ist er hie worden,/ in all'm, doch ohne Sünd, uns gleich,/ daß wir ewig werden reich;/ trug unsrer Sünde Bürden. 3. Die Sirten auf dem Felde warn,/ erfuhren neue Märe/ wohl von den engelischen Scharn,/ wo Christ geboren wäre,/ ein Rönig aller König groß. Herodes das gar sehr ver⸗ droß,/ aus sandt er seine Boten./ Ei wie gar ein falsche List/ dacht er wider Jesum Christ:/ die Kinder ließ er töten. 4. Die Sirten wurden freudenvoll,/ da sie den thich emp⸗ fingen;/ ein jeder das Kind sehen wollt,/ gen Bethlehem sie gingen./ In einer Kripp gewickelt ein/ da fanden sie das KRindelein,/ wie ihn'n der Engel saget;/ fielen nieder allzu⸗ gleich,/ lobten Gott vom Simmelreich,/ der sie so hat begnadet. 5. Gott Vater solln wir danken schon/ um seine großen Gaben,/ die wir sein allerliebsten Sohn/ von ihm empfangen haben/ in eines kleinen Kinds Gestalt,/ der doch regiert mit aller Swalt/ im Simmel und auf Erden;/ dem sei Lob und preis bereit/ samt dem Geist in Ewigkeit/ von allen Rreaturen. Vorreformatorisch. Vorreformatorisch. Wittenberg 3838. Auch im Wechsel mit Nr. 36: Chor(oder RKinder) 36, 3, G. 396,, Ch. 36, 5, é G. 336, 2, Eh. 30, 5, G. 3j5o, 5, Ch. 36, 7, G. 58e, 4. Ein anderer Vorschlag für Wechselgesang: Siehe bei Nr. 357. J. —.— 65 6—— x.‚... 12 K—.—.— — — ). Vun sin⸗get und seid froh,/ jauchzt Weihnachten —————— .;m 1 1 II.SSE.... al ⸗le und sagt so:/„Un⸗sers Zer⸗zens 1.— ů———— E — 56/——..: Won⸗ne/ liegt in der Krip⸗pe bloß/ und 1 ö +. + +. I 12..—— 2 23——— leuch tet als die Son„ne/ in sei ⸗rner — 1ꝛ—— 1 +I— — ů— 2 Mut ⸗ ter Schoß./ Du bist A und 4..—— ö ö 1 2* .....— 3.—.—.‚— , du dis A und 01* 2. Sohn Gottes in der Söh,/ nach dir ist mir so wehl/ Tröst mir mein Gemüte,/ o Kindlein zart und rein,/ durch alle deine Güte,/ o liebstes Jesulein!/): Zeuch mich hin nach dir!/ 3. Hroß ist des Vaters Zuld,/ der Sohn tilgt unsre Schuld;/ wir waren all verdorben/ durch Sünd und Eitel⸗ keit;/ so hat er uns erworben/ die ewge Himmelsfreud. : Eia, wärn wir da! ,1 4. Wo ist der Freuden Ort?/ Ach, nirgends mehr denn dort,/ da die Engel singen/ zusamt den Seilgen all/ und wo die Psalmen klingen/ im hohen Himmelssaal./ ½ Eia, wärn wir da! Vor reformatorisch; in seiner jetzigen Fassung: Hannover sches Gesangbuch, 564o. Weihnachten 367 — 3 57 Leonhard Schröter, 398. Auch im IEh en, 2. mit 386: Ch. 386, 3, G. 3897,„ Th.(Fr.) 386, 2. Ch. 397, 2, G. 386, 3, Ch. 387, 3 u. 4, G. 3896, SS *). Freut euch, ihr lie ⸗ ben Chri ⸗sten,/ freur 0 SIDISIDSDDDRRRRRRR euch von Zer⸗zen sehr;/ euch ist ge⸗ bo⸗ ren 1*1 — chri⸗stus: wahrlich, recht gu⸗ te Mär!/ Es 22 · 5— — —— ö— 4— 2.— uns die En ⸗gel/ aus Got⸗ tes ho⸗ hem Thron;/ — ö gar lieb⸗ lich tun sie sin ⸗gen,/ für⸗ wahr ein'n —21 m —— K, ee suüu aßeen Ton,/ gar lieb⸗lich tun sie — ———.——8 H EEEE n 9 sin ⸗gen,/ für⸗wahr einin sü ßeen Ton. 2. Also tun sie nun singen:/„Das Rindlein ist euch hold;/ es ist des Vaters Wille,/ der hats also gewollt;/ es ist euch 398 Weihnachten dar gegeben,/ dadurch ihr sollet han/ /: des Vaters Gunst und Segen;/ sein Gnad ist aufgetan.“, 3. Wicht braͤucht euch nun zu schrecken/ sein klein gering Gestalt./ Was tut er drunter deckend Sein mäͤchtig groß Gewalt./ Er liegt wohl in der Krippen,/ in Elend, Jammer miaß ist doch Serr aller Dinge,/ sein Herrschaft hat kein Aß. 72 4. Tod, Teufel, Sünd und Sölle,/ die han den Sieg ver⸗ lorn./ Das KRindlein tut sie fällen,/ nicht viel gilt jetzt ihr Zorn./ Wir fürchten nicht ihr Pochen,/ ihr Macht ist abge⸗ tan:/ ½1 Das Kind hat sie zerbrochen./ Da ist kein Zweifel dran., ao. 35 8 Volksweise des 37. Jahrh. Ein geistliches Volkslied. 94 2— ——— D‚‚ ). Ju Beth⸗ le⸗ hem ge⸗ bo ⸗ren/ ist 1— TZ SSPSPSP‚PIPIPI‚I‚I‚IIIIIIIIIIIIIIII ————. uns ein Kin ⸗de⸗ lein,/ das hab ich aus ⸗-er⸗ 2——— 4 ko ⸗ren,/ sein ei⸗ gen will ich sein,/ ei ⸗ a, ei ⸗ a,/ sein ei ⸗gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein Serz will ich ihm schenken/ und alles, was ich hab,/ eia, eia,/ und alles, was ich hab! 3. O Kindelein, von Serzen/ will ich dich lieben sehr in Freuden und in Schmerzen/ je länger und je mehr/ eia, eia,/ je länger und je mehr! 1 süuRN Weihnachten 359 4. Laß mich von dir nicht scheiden,/ knüpf zu, knüpf zu das band/ der Liebe zwischen beiden;/ nimm hin mein Herz um Pfand,/ eia, eia,/ nimm hin mein Serz zum Pfand! Röln 3638. 3 359 Johann Sebastian Bach, 5736. 4 S..— V 0 Ich steh an dei ⸗ner Krip⸗pen hier,/ o * ich kom⸗me, bring und schen ke dir,/ was —.—— 1— — +—— N Je⸗ su, du mein Le⸗ ben ö du mir hast ge⸗ ge ben. Wimm hin, es e d. ist mein Geist und Sinn,/ Zerz, Seel und Mut, nimm D ——] in ei Lir, e e. e..——.— 2 E al⸗les hin/ und laß dirs wohl⸗ ge⸗ fal⸗len! 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt/ mein Adern und Ge⸗ blüte;/ dein schöner Glanz, dein süßes Bild/ liegt mir ganz im Gemüte./ Und wie mag es auch anders sein?/ Wie könnt ich dich, du Herre mein,/ aus meinem Herzen lassenz 3. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir geboren/ und hast mich dir zu eigen gar,/ eh ich dich kannt, erkoren. ‚ Eh ich durch deine Sand gemacht,/ da hast du schon bei dir bedacht,/ wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht,/ du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht/ Licht, Leben, Freud und Wonne./ O Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zugericht't,/ wie schön sind deine Strahlen! 360 Weihnachten 5. Ich sehe dich mit Freuden an/ und kann mich nicht satt sehen;/ und weil ich nun nichts weiter kann,/ so bleib ich sinnend stehen./ G daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weites Meer,/ daß ich dich möchte fassen! 6. O daß doch so ein lieber Stern soll in der Rrippe lie⸗ gen!/ Für edle Rinder großer Herrn/ gehören güldne Wie⸗ gen./ Ach, Zeu und Stroh ist viel zu schlecht,/ Samt, Seide, Purpur wären recht,/ dies Rindlein drauf zu legen. 7. UVehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu!/ Ich will mir Blumen holen,/ daß meines Zeilands Lager sei/ auf lieblichen Violen;/ mit Rosen, Nelken, Rosmarin/ aus schönen Gärten will ich ihn/ von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar viel weißer Lilien stecken,/ die sollen seiner Aeuglein Paar/ im Schlafe sanft bedecken./ Doch liebt viel mehr das dürre Gras dies Kindelein als alles das,/ was ich hier nenn und denke. 9. Du fragest nicht nach Lust der Welt/ noch nach des Leibes Freuden;/ du hast dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Statt zu leiden,/ suchst meiner Seele Herrlichkeit/ durch Elend und Armseligreit;/ das will ich dir nicht wehren. . Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heiland, nicht versagen:/ daß ich dich möge für und für/ in, bei und an mir tragen./ So laß mich doch dein Rripplein sein;/ komm, komm und lege bei mir ein„dich und all deine Freuden! Paul Gerhardt, 3607—676. Weise: Wir Christenleut habn jetzund Freud. Dresden 3693. L.. 2—— ——— Je⸗ su Christ,/ dein Rripp⸗lein n L—— äꝑ.SSS.SSSISISISII IIIIEI — ist/ mein Pa⸗-ra⸗ dies, da mei ⸗ ne See⸗le —.4 7 wei ⸗ det; NH 1287 . hier ist der Ort,/ das ew⸗ ge Wort/ liegt Weihnachten 363 att –:»‚ e 34.— N ......—————— enn hier mit un⸗ serm Flei⸗ sche ü⸗ ber klei ⸗det. 2. Dem MReer und Wind/ gehorsam sind,/ gibt sich zum de,. Dienst und wird ein Knecht der Sünder./ Du Gottessohn/ wirst Erd und Ton,/ gering und schwach wie wir und unsre il! Ninder. uf z. Dein Licht und Zeil/ macht alles heil,/ du Him⸗ en nelsschatz bringst allen Schaden wieder./ Du Freudenquell/ Immanuel/ schlägst Teufel, Söll und all ihr Reich danieder. en 3. Drum, frommer Christ,/ wer du auch bist,/ sei gutes st muts und laß dich nicht betrüben;/ weil Gottes Rind/ dich es— verbindt,/ so kanns nicht anders sein: Gott muß dich lieben. 2 6. Wirst du geplagt,/ ei, unverzagt,/ dein Bruder wird er dein Unglück nicht verschmähen./ Sein Herz ist weich/ und ch gnadenreich,/ kann unser Leid nicht ohne Tränen sehen. b. Jaß aller Welt/ ihr Gut und Geld/ und siehe nur, daß t dieser Schatz dir bleibe./ Wer den hier fest/ hält und nicht nläßt,/ den ehrt und krönt er dort an Seel und Leibe. „ Paul Gerhardt, 3607— 3676. 6. 361 Bernhard Dreier, 3926. ‚ H 1 .—— 3—— ö — x Vuniii—.—— 2—.————63 *— 1* ö‚——— 3. Jauchzet, ihr Zim⸗-mel, froh ⸗lok⸗ ket, ihr Ei r— Sꝓ.SIP......... En⸗gel, in Chö⸗ ren!/ Sin⸗ get dem Her ⸗ ren, ö— 1 ö 4— S—.2..—..e ———.— 0—— Eh ⸗ ren!/ Se⸗ 362 Weihnachten ———— ů— ...—— het doch da,/ Gott will so freund ⸗lich und nah/ —.— ö —— ů— zu den Ver ⸗lor⸗nen sich keh ren. 2. Jauchzet, ihr SZimmel, frohlocket, ihr Enden der Erden!' Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden;/ Friede und Freud/ wird uns verkündiget heut;/ freuet euch, Hirten und Serden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der HSöchste hier beuget;/ sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!/ Gott wird ein Kind,/ träget und hebet die Sünd./ Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis ver⸗ stehen;/ Sier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehenz/ gehet hinein,/ eins mit dem Rinde zu sein,/ die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Söchster, auch meiner noch wollen ge⸗ denken/ Du willst dich selber, dein Serze der Liebe, mir schenken;/ sollt nicht mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in Demut versenken? 6. Rönig der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,/ dem ich auch wieder mein Zerze in Liebe verbinde,/ du sollst es sein,/ den ich erwähle allein:/ ewig entsag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch geboren inwendig,/ komm doch, mein Seiland, und laß mich nicht länger elendig!/ Wohne in mir,/ mach mich ganz eines mit dir/ und mich belebe beständig! Berhard Tersteegen, 36975769. 362 Um 185. Ein geistliches Volkslied. 934 N Fi— IW 3——. 6 r.—— 2— ). Her ⸗ bei, o ihr Gläu ⸗bi ⸗ gen, Weihnachten — 4.———.— W. —.. —.—.—..— 4,. . kom ⸗- met nach Beth⸗ le⸗ hem!/ Se⸗het das — Kind⸗lein, uns zum Seil ge⸗ bo ⸗ ren!/ O —=— ö SISII— 2.̃—7 las⸗ set uns an ⸗ be⸗ ten,/ o las⸗ set Nu“i. 1 U e dr Ee las⸗ set uns an⸗ D. — 1— I II III be ⸗ ten den K6E6- nig! 2. Du Vönig der Ehren, du Herrscher der Seerscharen,/ du ruhst in der Krippen im Erdental,/ Gott, wahrer Sott, von Ewigkeit geboren./ O lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten den Rönig! 3. Kommt, singet dem Herren, o singt, ihr Engelchöre! k/ Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen:/ Ehre sei Gott im Him⸗ mel und auf Erden! /O lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten den Rönig! 363 Weihnachten 4. Dir, der du bist heute als Mensch für uns geboren,/ Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,/ dir, Fleisch ge⸗ wordnes Wort des ewgen Vaters!/ GO lasset uns anbeten,/ o lasset uns anbeten, /o lasset uns anbeten den Rönig! Nach dem lateinischen„Adeste fideles“ Seinrich Ranke(), 1798 3876. 363 Sizilianische Volksweise, 80z. Ein geistliches Volkslied. 0 ö L... 1 E I— . ....—— 3. U du frohy⸗ che, du ———1=. E, n,i; se⸗ li ge,/ gna⸗ den brin⸗gen⸗ de Weih⸗ 1 —. I 1 * * 2 ö 1 2 . 1312 nacht⸗ zeit! welt ging ver lo ren,/ 1— . ren./ Freu⸗ ————————— 454— 1 L 2 1 ö 1*————— e, freu e dich, o Chri⸗ sten- heit! 2. G du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weih⸗ nachtzeit!/ Christ ist erschienen,/ uns zu versühnen./ Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weih⸗ nachtzeit!/ Simmlische Zeere/ jauchzen dir Ehre./ Freue, freue dich, o Christenheit! Strophe 3 von Johannes Falk, 3768— 182. ö Li Jahreswechsel Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matth. 28, 20. weise: Mein Serzens⸗Jesu, 364 Peter Sohren, neine Lust. Frankfurt a. M. 3668. —— ö — 1—— 1 0„, *— Gott Lob, ein Schritt zur. E⸗ wig ⸗keit/ ist . zu dir im Fort⸗gang die ⸗ser Zeit/ mein ö— H —III.— —.———— I—.—. a⸗ber⸗ mals voll ⸗ en⸗ det; Zerz sich sehn ⸗lich wen⸗det, o Quell, dar⸗ — Lꝰa—̃ aus mein Le⸗ben fließt/ uind al⸗ le Gna⸗ de — — 4i— sich er⸗gießt/ in mei ⸗ ne Seel zum Leben. + H E —— 00..—ꝛ.2 + H IH1T 2. Ich zähle Stunden, Tag' und Jahr',/ und wird mir allzu lange,/ bis es erscheine, daß ich gar,/ o Leben, dich umfange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen werde ganz in dir/ und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt/ die rechte Zeit und Stunde,/ wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt,/ wenn ich mit herz und Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Lauf,/ daß ich dir komm entgegen. 48. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Liebe trennen/ und daß ich frei vor jedermann/ dich darf 369 Jahreswechsel den Bräutgam nennen/ und du, o teurer Lebensfürst,/ dich ganz mit mir vermählen wirst/ und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet/ und also auch von dieser Zeit/ ein Schritt nochmals vollendet,/ und schreite hurtig weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die Hände lässig sind/ und meine Aniee wanken,/ so biet mir deine Hand geschwind/ in meines Blaubens Schranken,/ damit durch deine Kraft mein Zerz/ sich stärke und ich himmelwärts/ ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran/ und sei nur uner⸗ schrocken;/ laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Aust der Welt ablocken./ So dir der Lauf zu langsam deucht,/ so eile, wie ein Adler fleucht,/ mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist/ zu dir schon auf geflogenz/ du hast, weil du voll Liebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heißet Stund und zeit:/ ich bin schon in der Ewigkeit,/ weil ich in Jesu lebe. August Sermann Francke, 5663—37²7. 365 Rudolf Mauersberger, 3926. 2— 1 =eeen. f. ——i‚—* ). Wie heim⸗li⸗ cher Wei⸗ se/ ein En⸗ 2. In ihm seis be ⸗ gon⸗nen,/ der Mon⸗ + +. + 1 +. +. 1 2 win 8.— ge⸗lein lei⸗ se/ mit ro- si gen Fü⸗ßen die de und Son⸗ nen/ an blau⸗ en Ge⸗ zel⸗ ten des 1 1 SDSSSII...................... I IIIII. n. An Er ⸗ de be ⸗ tritt,/ so nah⸗ te der Mor ⸗gen./ Him⸗-mels be⸗ wegt./ Du Va⸗ter, du ra ⸗ te./ du allein, Jesulein,/ bist, was tausend Sonnen sein. kpiphanias 300 Jauchzt ihm, ihr From⸗men,/ ein hei⸗lig Will⸗kom⸗ Lenk du und wen ⸗ de!/ Herr, dir in die Hän⸗ 1.——— I ,———— S SPISISS SSSIIIIIIIIIII men,/ ein hei⸗ligWillkommen,/ Herz, jauch ⸗ ze du mit. de/ sei Anfang und En ⸗de,/ sei al⸗les ge ⸗legt. Eduard Mörike, 3804—3878. Epiphanias Wir haben seinen otern gesehen. Matthäus 2, 2. 360 Frankfurt a. M. 3738. + ö 1 1 IIIIIII... ö ö E ö, + 1 I2 . Mor⸗gen⸗stern der fin⸗stern Nacht,/ der die E.—..— 2 Welt voll Freu⸗den macht,/ Je ⸗ su„lein, komm her⸗ ss ++. Vù IX IIIX ein,/ leucht in mei ⸗ nes Her⸗ zens Schrein. z. Schau, dein Himmel ist in mir,/ er begehrt dich, seine zier;/ fäum dich nicht, o mein Licht,/ komm, komm, eh der Lag anbricht. 3. Deines Glanzes Serrlichkeit/ übertrifft die Sonne weit;/ 367 Epiphanias 4. Du erleuchtest alles gar,/ was jetzt ist und kommt und war;/ voller Pracht wird die Nacht,/ weil dein Glanz sie angelacht. 5. Deinem freudenreichen Strahl/ wird gedienet überall: Schönster Stern, weit und fern/ ehrt man dich wie Gott den Serrn. 6. Ei nun, güldnes Seelenlicht,/ komm herein und säum dich nicht;/ komm herein, Jesulein,/ leucht in meines Zerzens Schrein. Johann Scheffler, 3624—3677. Auch n. d. Weise: Lobt Gott, ihr Christen allzugleich(Nr. 33). Friedrich Mergner, 5838893. + 1 1 I IL...— + + I— ——.— 9 ++ Auf, See⸗le, auf, und säu ⸗me nicht!/ Es — ———2. ö ö— ür;/ der Wun⸗der ⸗stern gibt — .—.* ...... bricht das Licht her 1 E 1 1— 1 . dir Be⸗richt,/ der Zeld sei vor der Cür, 7 ů 1 1 —————.——— — der Seld sei vor der Tür. 2. Gib acht auf diesen hellen Schein,/ der dir auf gangen 25 er führet dich zum Kindelein,// das heißet Jesus hrist. 5. Drum mache dich behende auf,/ befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf,/, bis du dies KRind⸗ lein hast. 4. Halt dich im Glauben an das Wort,/ das fest ist und gewiß; ꝗ/ das führet dich zum Lichte fort/: aus aller Finsternis. lpiphanias 368 9. Ach sinke du vor seinem Glanz/ in tiefste Demut ein/ ind laß dein Serz erleuchten ganz// von solchem Freu⸗ benschein. 6. Gib dich ihm selbst zum Gpfer dar/ mit Geiste, Leib und gzeel/ und singe mit der Engel Schar:/ ,: Hier ist Im⸗ nanuel! 2/: 7. Zier ist das Ziel, hier ist der Ort,/ wo man zum Leben geht;/ ,: hier ist des Paradieses Pfort,/ ,: die wieder offen steht.) 8. Hier fallen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird jede Pein;/ s wird erfreuet Serz und Sinn/, in diesem Jesulein. 9. Der zeigt dir einen andern Weg,/ als du vorhin ge⸗ kannt:/ den stillen Ruh⸗ und Friedensteg/, zum ewgen vaterland. ,: michael Müller, 1673570a. Weise: Rommt und laßt uns Vorreformatorisch. Christum ehren(Nr. 36). Breslau 3888. 9 ö II— 3. Ze ⸗ su, dei⸗ ner zu ge⸗ den ⸗ken,/ kann ö 20 e rHner:e. Bs e—. en vere, rein M ni —.—— L=.—.— ö dem ger ⸗ zen Freude schenken;/ doch mit welchen Sim⸗ mels⸗ trän⸗ken/ labt uIns dei ne Ge⸗ gen⸗ wart. 2. Lieblicher hat nichts geklungen,/ holder ist noch nichts gesungen,/ sanfter nichts ins Herz gedrungen/ als: Mein Jesus, Gottes Sohn! 3. Tröstlich, wenn man reuig stehet,/ herzlich, wenn man vor dir flehet,/ lieblich, wenn man zu dir gehet./ unaus⸗ sprechlich, wenn du da. 369 Epiphanias 4. Du erquickst das Zerz von innen,/ Lebensquell und Licht der Sinnen!/ Freude muß vor dir zerrinnen,/ niemand sehnt sich gnug nach dir. 5. Jesu, wunderbarer Rönig,/ dem die Völker untertänig;/ alles ist vor dir zu wenig,/ du allein bist liebenswert. 6. Wenn du uns trittst vors Gesichte,/ wird es in dem HZerzen lichte,/ alles Eitle wird zunichte,/ und die Liebe glühet auf. 7. Rönig, würdig aller Kränze,/ Quell der Xlarheit ohne Grenze,/ komm der Seele näher, glänze,/ bleib, du längst Erwarteter! 8. Himmelsbürger, kommt gezogen,/ öffnet eurer Tore Bogen,/ ruft, von Freuden überwogen:/ Holder Rönig, sei gegrüßt! 9. Jesus herrscht in großem Frieden;/ er bewahrt sein Volk hienieden,/ daß es, von ihm ungeschieden,/ fröhlich ihn erwarten kann. 0. Jesus, den wir jetzt mit Loben und mit Psalmen hoch erhoben,/ Jesus hat aus Gnaden droben„Friedensstätten uns bestellt Likolaus Audwig Graf v. Zinzendorf, 17003760, (nach Bernhard von Clairvauy,„Jesu dulcis memoria“/). Weise: Gott des Zimmels und der Erden(Vr. 266). Ps. 39 + +. .2 1—— — 2+ 1 +. +..— —.—.—— .= 0 Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗- men, Son⸗ ne mor⸗ gen · stern, aus Gott ent⸗glom⸗men,/ treib hin⸗ vol ⸗ler Glanz und Pracht, weg die al⸗te Bacht; zeuch in dei ⸗nen .... „einrich Albert, 3642. TTο 1387 —— „ . hassion ö 370 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht gepries⸗ sen Lauf,/ daß noch manches KRnie sich beuget,/ sich noch nanches Herz tut auf,/ eh die Zeit erfüllet ist,/ wo du richtest, Jesu Christ. 3. Es sei keine Sprach noch Rede,/ da man nicht die Stimme hört,/ und kein Land so fern und öde, wo nicht dein Gesetzbuch Meral„Laß den hellen Freudenschall/ siegreich ausgehn überall! 4. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer,/ laufe deinen heldenpfad;/ strahle Tröstung in den Jammer,/ der die welt umdunkelt hat;/ o erleuchte, ewges Wort,/ Gst und West und Süd und Nord! 5. Komm, erquick auch unsre Seelen,/ mach die Augen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen;/ vor den Stolzen uns bewahr;/ ja, laß deinen Zimmelsschein/ unsers Jußes Leuchte sein! Rudolf Stier, 3800—3862. Passion dürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Ochmerzen. Jes. 58, 4. 370 Vorreformatorisch. 5827. Auch jede Strophe im Wechsel: Str. G. I, Ch. II; Str. 2 Ch. I, G. II; Str. 3 Eing. I u. II; Str. 4 G. I, Ch. II. 1 —... DIDIDI —2.— tat,/ dar in wir emp⸗fan⸗gen/ und ge⸗ bo⸗ren 1— 124—4— ö ö— sind,/ hat ge⸗bracht uns al ⸗le/ in solch gro⸗ße 37 ö Passion E E ů . +2 1 — — NVot,/ daß wir un ter ⸗ wor ⸗fen/ sind dem ew⸗gen 1 2..—.—.53 ö —.— 22—— II— .SSSSSIIIIIIIII 2 + +* E Tod./ Ry-ri e le ⸗i ⸗ son,/ Chri- ste e⸗ — le i ⸗son!/ Ry- ri e e ⸗le ⸗ i ⸗ son! 2. So nicht wäre kommen/ Christus in die Welt sund hätt angenommen unser arm Gestalt,/ hätten wir sein müssen/ ewiglich in Not;„/ Christ hat sich gegeben/ für uns in den Tod./ Ryrie eleison,/ Christe eleison,/ Ryrie eleison! 3. Solche große Gnad und/ väterliche Sunst/ hat uns Gott erzeiget/ lauter gar umsunst;/ des solln wir uns trösten/ gegen Sünd und Tod/ und nicht gar verzagen/ vor der ölle Glut./ Ryrie eleison,/ Christe eleison,/ Ryrie eleison 4. Darum wolln wir loben,/ danken allezeit/ dem Vater und Sohne und dem heilgen Geist;/ bitten, daß sie treiben/ all Not von uns fort,/ und daß wir stets bleiben/ bei seim heilgen Wort./ Xyrie eleison,/ Christe eleison,/ Ryrie eleison! Hermann Bonn, 38043848. Weise: Es sind doch selig alle, die. Straßburg 3825. 2Q E——. 2 4 1 I + I 1 ——————— gaßt uns doch Chri⸗sto dank ⸗bar sein,/ daß Auch laßt uns sein der Sün⸗de feind,/ weil I 1 4.—ꝛ.— er ge⸗lit⸗ten gro⸗ße Pein,/ und sei ⸗ nem Wil ⸗len Got ⸗tes Wort uns hel ⸗le scheint,/ Tag und Nacht da⸗nach 12— A — 444 4UN 4 301 0 V. — bit — hassion 372 I +. I—3 ——ñ— — ů—. I— re⸗ de die Lieb er ⸗ zei⸗gen je⸗der⸗mann,/ die SS Chri⸗stus hat an uns ge⸗ tan/ mit sei nem bit⸗tern — + — ö H —— H 5 DIIDDDRRRRSRRRREe zorn die Sun · de schlägt,/ und tu sie ernstlich mei⸗den. Sebald Seyden, 1494—-)6). 372 7. Jahrhundert. Ein geistliches Volkslied. AIIi III 1 ). Ach Je⸗ su mein,/ was gro ⸗ße pein/ E— hast dyu für uns ge⸗ lit⸗ ten! In Angst und Vot/ 4.— 3.3.....— —.—.——. ä bis in den Lod/ hast on für uns ge⸗ strit ⸗-ten. 373 Passion 2. Der blutge Schweiß/ wird dir so heiß,/ die Geißeln dich zerschlagen;/ die Dornenkron/ ist jetzt der Lohn,/ den du davongetragen. 3. Des Kreuzes Last/ erdrückt dich fast,/ fällst oft darunter nieder./ Da heftet man/ mit Nägeln an/ dir deine heilgen Glieder. 4. Drei ganze Stund,/ bloß und verwundt,/ hängst du in größten Schmerzen./ Ach Jesu mein,/ wie muß dem sein,/ der dies nimmt recht zu Herzen! 7. Jahrhundert. 373 Bei M. Janus, 366z. 4 ö EEEEIFEFIIIIUIIEIIIJ—— 2 P P— ). Du gro⸗ßer Schmerzens⸗ mann,/ vom D DSDDiDi e E E..... S. II II I I — Va⸗ ter so ge⸗schla⸗ gen,/ Herr Je. su, ö SꝗSIS.SI.........—... * 25* 1 2— 2—— — 1——;ß;.———— 1—— dir sei Dank/ für al ⸗le dei⸗ ne Pla⸗ gen: für dei ne See⸗len ⸗ angst,/ für ö 1 L. X. .— dei ne Band und Vot, für dei ⸗ne .——— ö—.. 1 E.... 1 +.— 1 jI , en r—... Gei ße⸗ lung,/ für dei⸗ nen bit⸗ tern Tod. —.—..—ee „ . ½%½7 IIl — HIII I hassion 374 z. Ach das hat unsre Sünd/ und Missetat verschuldet,/ bas du an unsrer Statt,/ was du für uns erduldet./ Ach msre Sünde bringt/ dich an das Kreuz hinan,/ o unbefleck⸗ ks Lamm,/ was hast du sonst getand 3. Dein Kampf ist unser Sieg,/ dein Tod ist unser Leben;/ in deinen Banden ist/ die Freiheit uns gegeben;/ dein Rreuz it unser Trost,/ die Wunden unser Heil,/ dein Blut das Lösegeld,/ der armen Sünder Teil. 3. O hilf, daß wir auch uns/ zum Kampf und Leiden wa⸗ en/ und unter unsrer Last/ des Xreuzes nicht verzagen;/ hilf tragen mit Geduld/ durch deine Dornenkron,/ wenns sommen soll mit uns/ zum Blute, Schmach und Sohn. 6. Dein Angst komm uns zugut,/ wenn wir in Aengsten liegen;/ durch deinen Todeskampf/ laß uns im Tode siegen;/ durch deine Bande, Serr,/ bind uns, wie dirs gefällt;/ hilf, daß wir kreuzigen/ durch dein Rreuz Fleisch und Welt. b. Laß deine Wunden sein/ die Heilung unsrer Sünden,/ laß uns auf deinen Tod/ den Trost im Tode gründen./ O Jesu, laß an uns/ durch dein Kreuz, Angst und Pein/ dein leiden, Rreuz und Angst/ ja nicht verloren sein! Adam Thebesius, 3996— 3682. weise: Wenn mein Stündlein vorhanden ist(Pr. 3os). H V◻..— 23— *V— 2 V Frankfurt a. M. 3860. —B—— in ö. —— * ⸗ ). Ich dan ⸗ke dir für dei⸗nen Tod, Zerr N . . — Je⸗ su, und die Schmerzen,/ die du in dei⸗ ner — ———————— letz ten Not/ empfandst in dei⸗ nem Her⸗zen./ Laß —. 2 —————— 555..—‚—‚—‚———— Passion —— die Ver ⸗dien · ste sol · cher Pein/ ein Lab · sal mei⸗ner .— ö ZD.... 1———.— —————————————— Da. en. R See⸗le sein,/ wenn mir die uu gen brecchen. 2. Ich danke dir für deine Suld,/ die du mir hast erzeiget,/ da du mit Zahlung meiner Schuld/ dein Saupt zu mir ge⸗ neiget:/ ach neig dich auch zu mir, mein Gott,/ wenn ich gerat in Todesnot,/ damit ich Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner Bunst/ aus ihrem Leibe schei⸗ den,/ auf daß an mir nicht sei umsonst/ dein teuerwertes Leiden. Vimm sie hinauf zur selben Frist,/ wo du, ihr liebster Jesus, bist,/ und laß mich ewig leben. Johann Scheffler, 5624—3677. Weise: Christus, der uns Vorreformatorisch. selig macht. Bei Michael Weiße, 533. —— 95 ö——— —.—.—.— ö Ꝙ 17 1 + ++. . See⸗le, mach dich hei⸗ lig auf,/ Je⸗ . 1— 1 +—.— SSSSIIIII sum Zzu be glei ten/ gen Je⸗ ru ⸗sa⸗ I 1 +— EA *—.—. SS lem hin⸗ auf;/ tritt ihm an die Sei ⸗ ten./ E....— 1 1 —. 2. SSS————— ö— In der Aun dacht folg ihm nach/ zu dem — 1417 1 393 sc hassion EI S— r bit ⸗tern Lei ⸗ den,/ bis du aus dem . ů— H— 1 1 H —— . Un ⸗ge⸗ mach/ zu ihm wirst ab⸗ schei den. t./ ꝛ. Du ziehst als ein König ein,/ wirst dafür empfangen./ gze. Aber Bande warten dein,/ dich damit zu fangen./ Für die ich Ehre Zohn und Spott/ wird man dir, Serr, geben,/ bis du durch des Rreuzes Tod/ schließen wirst dein Leben. ei. 3. Das Kreuz ist der Rönigsthron,/ drauf man dich wird es setzen,/ dein Saupt mit der Dornenkron/ bis in Tod ver⸗ hr letzen. Jesu, dein Reich auf der Welt/ ist ja lauter Leiden;/ so ist es von dir bestellt/ bis zum letzten Scheiden. 4. Du wirst, Herr der Herrlichkeit,/ ja wohl müssen ster⸗ ch. ben,/ daß des Himmels Ewigkeit/ ich dadurch mag erben./ 9. Aber ach, wie herrlich glänzt/ deine Kron von ferne,/ die dein siegreich Saupt bekränzt/ schöner als die Sterne! Abraham Klesel, 3636-)702. ö Weise: Ach, U i Snder machen. 376 Altdorf 3683. H E 1 1 2—— + 1 23 ꝙ— SEIEI. TTTTTTTT ). Je ⸗su, des⸗ sen Tod und Lei⸗ den/ un ⸗ sre Freud und Le⸗ ben ist,/ der du ab ⸗ge⸗ + +. 1 4 1 1 schie den bist,/ auf daß wir nicht von dir scheiden,/ 377 Passion —7 r— sondern durch des To⸗des Tür/ zu dem Le⸗ben fol⸗gen dir! 2. Als der scharfe Speer gestochen,/ Herr, in deine Seite dort/ und dein Blut, des Glaubens Sort,/ aus der Seit hervorgebrochen,/ läßt du sehen uns dein Serz/ voll von Lieb und voll von Schmerz. 3. Deine Arme, ausgestrecket,/ zeigen deine Freundlichkeit,/ zu empfangen die bereit,/ so dein Kreuz zur Lieb erwecket;/ wer nicht unempfindlich ist,/ sich in deine Arme schließt. 4. Als sich, Serr, dein Haupt geneiget,/ war es, um zu segnen mich;/ da der Geist von dannen wich,/ noch sich deine Liebe zeiget./ Selig, wer auch Zeichen gibt,/ daß er bis zum Tod dich liebt! 5. Laß die matte Seel empfinden/ deiner Liebe süße Flut!/ Wem nicht deines Leidens Glut/ kann sein kaltes Serz ent⸗ zünden,/ Jesu, der muß wie ein Stein/ ohne Lieb und geben sein. Gottfried Wilhelm von Leibniz, 1646—)756. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Nr. 365). Frankfurt a. M. 3738. 4 ö LIU& I E EEE=—:᷑?⅛'?n/.... + 3. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we⸗ nig/ ——— —. n Fer r Laren, innr. 22— 45 1—— 1 2——. und be⸗ schau dies Wun⸗der groß,/ wie dein .———— 3— 4——.— err und Eh⸗ ren ⸗ kö⸗ nig/ hängt am Kreu ⸗ ze S— Pession 377 10.—. 1 2 1— +II—.—.— nackt und bloß,/ den sein Lie ⸗-ben hat ge⸗ * — . EI—.— trie ⸗ben/ zu dir aus des Va⸗ters Schoß. 2. Ob dich Jesus liebt von Herzen,/ kannst du hier am reuze sehn:/ schau, wie alle Söllenschmerzen/ ihm bis in die Seele gehn,/ Fluch und Schrecken/ ihn bedecken;/ höre doch sein Klaggetön! 3. Dies sind meiner Sünden Früchte,/ die, mein Seiland, üngsten dich;/ dieser Leiden schwer Gewichte/ sollt zum Abgrund drücken mich;/ diese Nöten,/ die dich röten,/ sollt ich fühlen ewiglich. g. Doch du hast für mich besieget/ Sünde, Tod und HSöllen⸗ macht;/ du hast Gottes Recht genüget,/ seinen Willen ganz vollbracht/ und mir eben/ zu dem Leben/ durch dein Sterben Bahn gemacht. 5. Ach ich Sündenkind der Erden! Zesu, stirbst du mir zugut?/ Soll dein Feind erlöset werden/ durch dein eigen Zerzensblut?/ Ich muß schweigen/ und mich beugen/ für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder/ gibst du alle für mich hin;/ sollt ich dir nicht schenken wieder Jalles, was ich hab und bin/ Ich bin deine/ ganz alleine,/ dir verschreib ich terz und Sinn. 7. Laß in allen Leidenswegen/ deine Leiden stärken mich,/ daß mein Leiden mir zum Segen/ mag gedeihen stetiglich,/ daß mein Serze/ auch im Schmerze sohne Wanken liebe dich. 8. Wenn mich schrecken meine Sünden,) wenn mich Satans List anficht,/ ich nicht Rraft noch Gnad kann finden,/ wollst du mich verlassen nicht;/ laß dein Sterben/ mir erwerben/ Trost im Tod und im Gericht. 9. Zeuch durch deines Todes Kräfte/ mich in deinen Tod hinein;/ laß mein Fleisch und sein Geschäfte/ mit dir ange⸗ nagelt sein,/ daß mein Wille/ sanft und stille/ und die Liebe werde rein. Gerhard Tersteegen, 36973760. 5rankf. Evang. Gesangb. 36 378 Passion Weise: Serzlich tut mich verlangen(Nr. 333). Hans Leo Saßler, 3oh. Auch als Wechselgesang: Gem.), Einz. 2, 3, Ch. 4, G. 5,„ Einz. 6, Ch., N Einz. 8, G. 9, 30. ö ů +A—. ———————*.— 4 0 mei nes Le bens Le ben,/ du 2. für mich da⸗ hin ge ⸗ge⸗ ben/ in in Mar⸗tern, Angst und 1 X 2 0 — E. .—1 1—.—. 1— Ster⸗ben aus hei⸗ßer Liebs⸗be⸗ gier,/ das Seil ů IU117. E. ö*— ů——. — 2 mei⸗ nes To⸗/ des Tod, tie fe See⸗len not, mir zu er ⸗wer⸗ben:/ nimm Preis und Dank da⸗für! 2. Ich will jetzt mit dir gehen/ den Weg nach Golgatha;/ laß mich im Geiste sehen,/ was da für mich geschah./ Mit innig zartem Sehnen/ begleitet dich mein Herz,/ und meine Augen tränen/ um dich vor Liebesschmerz. 3. Ich komm erst zu der Stätte,/ wo Jesus für mich rang/ und Blutschweiß beim Gebete ihm aus den Gliedern drang./ Der Tod, mit dem er ringet,/ wär mein verdientes Teit;/ die Angst, die ihn durchdringet,/ ist mir zu meinem Seil. 4. Mein Beiland wird verraten,/ geführt zu Spott und Qual. Ach, meine Missetaten/ die brachten allzumal/ ihn vors Gericht der Zeiden/ und in der Feinde and;/ ich wars, ich sollte leiden,/ was da mein Bürg empfand. „Seht, welch ein Mensch!“ Er stehet/ geduldig wie ein Lamm,/ und nun wird er erhöhet,/ ein Fluch, am Kreuzes⸗ stamm;/ vollendet da sein Büßen/ der Welt, auch mir zugut;/ aus Seite, Zänd' und Füßen/ strömt sein Ver⸗ söhnungsblut. hassion 379 6. Du bittest für die Feinde;/ mein Jesu, wer war ich?/ du denkst an deine Freunde;/ gedenk, Serr, auch an mich!/ du machst den Schächer selig, 7verheißest ihm dein Reich;/ ü mich Sünder fröhlich,/ mich, der dem Schächer leich. 7. Du klagst voll Angst im Serzen:/ Mein Gott, verläßt du nich?“/ Du dürstest in den Schmerzen,/ und niemand labet sich./ Wun kommt der Leiden Ende;/ du rufst:„Es ist vollbracht!“,/ befiehlst in Vaters Sände/ den Geist. Es war vollbracht. 6. Ich seh mit Lieb und Beugen/ des Seilands letzten Blick,/ ich seh sein Saupt sich neigen;/ das war mein ewig Glück./ Mein Bürge stirbt; ich lebe,/ so todeswert ich bin./ Er gibt sich mir; ich gebe/ mich ihm zu eigen hin. 9. O du, an den ich glaube/ und den mein Geist umfaßt,/ der du im Todesstaube/ für mich gelegen hast:/ auf dein verdienst und Leiden/ vertrau ich ganz allein;/ darauf werd ich einst scheiden/ und ewig bei dir sein. 30. Erhalt mir deinen Frieden/ und deines Heils Genuß,/ solang ich noch hienieden/ in Schwachheit wallen muß,/ bis endlich dir zu Ehren,/ der mich mit Gott versöhnt,/ dort in den obern Chören/ mein Hallelujah tönt. Ernst Wilhelm von Wobeser, 17727—5796, und Seinrich von Bruiningk, 3738—- 5788. Wweise: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 224). Georg Neumark, 3657. EEEEDENT .— (505 sen ke mich in dei · ne • wenn in der Bu ße Trau- er⸗ 1 1 I 1* EEEI +— 1— X.— A*— . ——..— ID‚— Wun ⸗den, sich sen ke mich in dei⸗ nen stun ⸗ den die Sün⸗de mir Ver⸗damm⸗nis drohr, ich schau e dei ⸗ ne Schmerzen an/ + 1 +— 4 —..————— —. 35. +1 und weiß, du hast ge ⸗ nug ge⸗ tan. I 1 2. Mein Weh will ich in dich versenken,/ will teilen deine bittre Not/ und hier an keine Rosen denken,/ wo dir der Acker Dornen bot;/ ich sprech auf meiner Rreuzesbahn:/ das hat man Gottes Sohn getan! 3. Flößt gern verbotne Lust dem Serzen/ ihr Gift mit süßen Reizen ein,/ so geh ich ein in deine Schmerzen/ und töte sie durch deine Pein;/ seh ich dein Dürsten, deine Schmach,/ so scheu ich, was das Serz dir brach. 4. Will keine Sonne mehr mir scheinen/ und schweb ich in Verlassenheit,/ so denk ich, Zerr, dich von den Deinen,/ von Sott verlassen selbst im Streit;/ auch Nacht mit dir ist Morgenschein,/ bei dir ist kein Verlassensein. 5. Will mich des Todes Pfeil erschrecken/ und macht mir bang des Grabes Nacht,/ so hoff ich ihn mit dir zu schmecken,) der mir Unsterblichkeit gebracht./ Wer mit dir stirbt, der lebt zugleich,/ sein Sterben wird zum Zimmelreich. 6. So will ich die Gemeinschaft üben,/ aus deren Leid nur Freude grünt;/ kann auch die Marter mich betrüben,/ für die du Segen mir verdient? Ich geh in deine Leiden ein;/ mit dir vereint heißt selig sein. Johann Friedrich v. Meyer, 3772—3849. Weise: Erhalt uns, Zerr, bei deinem Wort(Vr. 9)). Wittenberg 3843. Vꝗ 14 + ————————— äwꝑPꝑPSPIPIPIPIA P IAAIAIAIIAII..... ů IX— + *2* *— * hassion 38) ss sse ——63— —— —.— 8 2 —— keit noch un ⸗ter ⸗tan,/ und blik⸗ken dank ⸗bar rx, E SSSSSS auf zu dir/ und se⸗ hen dei ⸗ ne Lie ⸗be an. 3. Der Bosheit heimlich Netz zerriß,/ und deiner Seele Rampf ist aus./ Du hasts vollbracht! Bie Finsternis/ reicht nicht hinan ins Himmelshaus. 3. Und ewig wächst und siegreich fort,/ was du auf Erden angebaut:/ Du hasts vollbracht! Dein heilges Wort ward till dem Boden anvertraut. g3. Und keine Wunde blutet mehr;/ den Fluch der Sünde sind wir los:/ Du hasts vollbracht! Der Gang war schwer/ und deine Liebe reich und groß. 6. Und wer sich nur zu dir bekennt,/ spürt Licht und Leben wunderbar: Du hasts vollbracht! Auf Erden brennt/ die Wahrheitsflamme hell und klar. b. Und glänzend hebt dein Gottesreich/ sich schon empor gus Grab und Tod:/ Du hasts vollbracht! Der Sonne gleich/ siehst du am Abend Mor genrot. . O zieh uns, Heilger, himmelwärts/ durch deiner Liebe starke and/ und hebe jedes Christenherz/ zu dir hinauf ins Vaterland. Johann Friedrich Möller, 7789—386j. Waser Wie nach einer Wasserquelle(Nr. goo). Genf 388). 3.8 E.·. 1. 1 WEESEEEEEEE —.....——— 1.—— + err, ich mie e, n be ⸗ten/ 3. daß du, Sün⸗der zu ver tre⸗ten,/ SSS......... dei ⸗ ne Lei⸗ dens⸗ herr ⸗ lich keit, ——— ö ö e dich ins jam ⸗mer vol ⸗le Leid un · sres 382 Passion .— —— Tods ge⸗ wor fen hast/ und die zent ⸗ ner⸗ schwe re Last/ un⸗ srer Sün ⸗de hast ge⸗ tra⸗gen,/ E uns zu ret⸗ ten vom Ver⸗ za· gen. 2. Habe Dank, du große Liebe,/ für die Marter, für den Hohn,/ für die wilden Geißelhiebe,/ für die scharfe Dornen⸗ kron,/ für der Schmerzen heiße Glut,/ für das treu ver⸗ goßne Blut,/ für dein Sterben und Erbleichen,/ für dein Lieben ohne gleichen. 3. Senke deine tiefen Wunden/ in mein armes Herz hinein,/ daß ich, völlig losgebunden/ von der alten Sündenpein,/ nur in deinen Banden geh,/ täglich unterm Kreuze steh/ und zur lieben Gegengabe/ dich mit treuem Dienen labe! 4. Nimm hinweg die dunkle Hülle,/ die mir das Gesicht verbaut,/ daß mein Auge nicht die Fülle/ deiner Leidens⸗ liebe schaut!/ Deine Pein und großer Schmerz/ rühre dieses harte Herz,/ daß es nichts mehr möge wissen/ als dein Fleisch, für mich zerrissen. 5. Laß aus deinen Sänden triefen/ Geistessegen Tag und Nacht,/ bis in meiner Seele Tiefen/ deine heilge Lieb erwacht/ und in hellem Feuer flammt,/ das aus deinem Geiste stammt,/ das mein Zerz und meine Seele Finniglich mit dir vermähle! Friedrich Rayser, 1857—3857. Weise: O der alles hätt verloren(Nr. 470). Salle 3704. „. V T2I 1 N N UUUE ˖D ö x ee hassion 383 SSSSS... 1 I hen,/ Zerr, in dei nes KFreu⸗ zes Licht/ It 2 2 8 DS‚SSeeee..— —.85— und mit dir im Glau ben ge⸗ — ö ö ö ö—.— SSeeeee 32. Ha hen,/ schau ⸗ dern nicht und zau⸗ dern nicht! 2. Wo mein Retter dorngekrönet/ und verstoßen schwankt hinaus,/ in der Welt, die dich verhöhnet,/ will ich nimmer sein zu Haus. 3. Soll ich hier mir Zütten bauen/ und dem Glücke jagen nach,/ wo dein Herz in Schmerz und Grauen/ meiner Schuld einst für mich brach? 4. Zerr, dein Kreuzesernst durchbebe/ meines Herzens tiefssten Grund,/ daß ich mit dir sterb und lebe,/ ewig bleib in deinem Bund. 6. Mit dir kehr ich dann hienieden einmal noch zur welt zurück,/ ihr zu bringen deinen Frieden,/ nicht, zu betteln um ihr Glück. Johann Peter Lange, 5802—388. weise: Serzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 38). Johann Crüger, 3640. 44 + 1.— ö LLEIV I.— üneen, arn E. ö 2— 3. Jetzt, da die Jeit sich nä⸗ hert dei⸗ (—..— I S— —.— 22...— 1 TTD ner Lei⸗den,/ laß mich von al ⸗len Ei ⸗tel⸗ — —.——— 722——— 3—————— ö 1—— kei ten schei⸗den/ und laß mich dei ⸗ ne l——.— ————— ——‚iZiii‚iie SISII.— Schmerzen nur be⸗trach⸗ten,/ die dich um⸗nach⸗ten! 2. Du bist für mich gestorben, und das Leben,/ das ewge, hast du mir dafür gegeben./ Laß mich dein totes Angesicht beschauen/ und dir vertrauen! 3. Laß mich zu deinem heilgen Xreuze eilen/ und laß mich deine herben Schmerzen teilen!/ Du bist für mich ge⸗ opfert, heilges Wesen,/ laß mich genesen! Conrad Ferdinand Meyer, 78258—3898 Ostoern& gesus Christus, ob er wohl gekreuzigt ist in der Ichwach⸗ heit, so lebt er doch in der Kraft Göttes l2. Bor. 18j 4. 384 8 Auch Wechselgesang: Chor 3, Gem. 2, Ch. 3, G. 4. A FAS—— ö—— 2..—5 EA— 4.... — W—.—2 ö—— —— ö—.— 0 Mit Freu⸗den zart/ zu die ⸗ser 9 beid, groß und klein,/ von Zer⸗zen —— Fahrt/ laßt uns zu-gleich fröh⸗lich sin⸗gen, rein/ mit hel⸗-lem Ton frei er⸗klin⸗gen. Das *...—. 1 1 J. D‚ ‚iDDiie eie‚i..—.—— ——————.———— e⸗wig Seil/ wird uns zu · teil,/ denn Je⸗sus Christ/ er⸗ ssssüs eE 17001 El ostern H — 1 ö + ——5.— ö 2— II —.—— E—— stan⸗den ist,/ was er läßt reich⸗lich ver ⸗kün⸗den. 2. Er ist der erst,/ der stark und fest/ all unser Feind hat ezwungen/ und durch geuen Leben gedrungen, den Tod/ als wahrer Gott/ zum /auch seiner Schar/ verheißen klar/ urch sein rein Wort,/ zur Himmelspfort /den gleichen Sieg u erlangen. 3. So freien Trost,/ den du bracht hast,/ gib uns, Serr, sets zu genießen. Durch deine Güt/ stärk unser Gmüt,/ u warten des ohn Verdrießen,/ daß wir die Frist,/ die du uns gibst,/ mit viel Geduld/ in deiner Zuld/ glückselig nöchten beschließen. 4. Singt Lob und Dank/ mit freiem Klang/ unserm Serrn u allen Zeiten/ und tut sein Ehr/ je mehr und mehr/ mit Wort und Tat weit ausbreiten:/ So wird er uns/ aus Lieb und Gunst/ nach unserm Tod,/ frei aller Not,/ zur ewigen greud geleiten. Georg Vetter, 1836—3600. e no Ein geistliches Volkslied. — — sroh„lich — — ——.—.— IIU + 1 +. ö — Gott be ⸗reit./ Hal⸗ 386 Ostern ö ——— ——— le⸗ lu ⸗ jah, Sal⸗le ⸗ lu- jahl/ Ge⸗ lo⸗ — 2———; e bet sei Chri⸗ stus, Mͤa ⸗ ri en Sohn! 2. Es ist erstanden Jesus Christ,/ der an dem Kreuz ge⸗ storben ist;/ dem sei Lob, Ehr zu aller Frist!œ/ Hallelujah, Sallelujah,/ Sallelujah, Sallelujah!/ Gelobet sei Christus, Marien Sohn! 3. Er hat zerstört der Söllen Pfort/ und all die Sein'n herausgeführt/ und uns erlöst vom ewgen Tod./ Hallelujah, Mallelujah,/ Sallelujah, Sallelujah!/ Gelobet sei Christus, Marien Sohn! 56³. M 380 Bartholomäus Gesius, 36o). Auch Wechselgesang: Gem., Chor 2, Ch.(Fr.) 3, G. 4, Ch. 5, G. 6; oder jede Strophe im Wechsel zwischen Gemeinde(0) und Chor(II). I.(Gem.) ü E ——.————— r. ). Heut tri⸗ um⸗phie⸗ ret Got⸗ tes Sohn,/ der II.(Chor) — 1 — ö x ö 8———.— von dem Tod er · stan · den schon,/ Hal⸗ͤle⸗lu⸗ — 2.4...... I I.(Gem.) .— ö„————— und Berr ⸗ lich ⸗ keit;/ des dankn wir ihm in — — — 9j. I Ii 2 1 +7 1 L Ii H . 1 1 + de— —.— —.—.. E⸗wig ⸗keit./ al⸗ le ⸗-Iu jah! Zal ⸗le⸗lu⸗ jah! 2. Dem CTeufel hat er sein Gewalt-/ zerstört, verheert in Ur Gestalt,/ Hallelujah! Sallelujah!/ wie pflegt zu tun ein roßer Zeld,/ der seinen Feind gewaltig fällt./ Hallelujah! gallelujah! 3. O süßer Serre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland sst, Sallelujah! Sallelujahl/ führ uns durch dein Barm⸗ erzigkeit/ mit Freuden in dein HZerrlichkeit./ Sallelujah! gallelujah! 3. Wun kann uns kein Feind schaden mehr,/ ob er gleich pbet noch so sehr,/ Sallelujah! Hallelujah!/ Im Staube liegt er arge Feind,/ wir aber Gottes Rinder seind./ Sallelujah! gallelujah! 6. Dafür wir danken allzugleich/ und sehnen uns ins Him⸗ nelreich,/ Zallelujah! Sallelujah!/ Zum selgen End Gott self uns all,/ so singen wir mit großem Schall:/ Sallelujah! Hallelujah! 6. Gott Vater in dem höchsten Thron/ samt seinem ein⸗ gebornen Sohn,/ Sallelujah! Hallelujahl/ dem heilgen beist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis./ Hallelujah! Sallelujah! Raspar Stolshagen, 3880. 3 8/7 Halle 3708. Ein geistliches Volkslied. Als Wechselgesang zu singen: entweder Chor Str. 3, Gem. Str. 2 oder in jeder Strophe J. Chor, II. Gem. + +. WS — 4293— + nh 12.— ..+—— +..— D ———.* 1 10 6 — 3. Macht auf das Tor der Grech⸗tig ⸗keit,/ II. — der Zerr kommt wie der aus dem Streit;/ laßt 388 Ostern IIII........... uns mit Frwuuden sin ⸗gen —— —— CD— — D . an,/ laßt sin gen mit, wer sin gen kann,/ wir 17 sù s0 1 +..—— ÆE ö 1* 1Lai ehr ⸗lich,/ er ist herr⸗lichy/ Ju⸗ bi ⸗ lie ⸗reti/ I. I. II. —.— 5— 7——— SDSDIꝑPII.......... I I II........— —.———..—. gaßt Gott wal⸗ten/ Christ hat den Sieg er⸗hal⸗ten! den Sieg erhalten! Tobias Riel, 38843627. . 3 8 8 Bernhard Dreier, 3oꝛc. 44— 222——..———2————.. . Wir le ⸗ ben und schwe⸗ben/ in 1411⁴ eee stern 389 SSSSSIIIIIE fröh⸗li ⸗cher Zeit,/ zu sin ⸗gen, zu sprin⸗ — DSSSDSS De I gen von Her ⸗zen be⸗reit. Wir la⸗ chen des —— 5— höl ⸗li ⸗schen Macht;/ wir ste⸗ Dra⸗chen,/ der + — 1 II II —. —.— — 2—— Wm — 1— — hen und ge⸗hen,/ von En⸗ geln be ⸗ wacht. 2. Du sitzest und schützest/ die gläubige Schar; du wendest und endest/ die größte Gefahr;/ verkehrest, verheerest/ des Codes Gestalt,/ zerreißest, zerschmeißest/ der Feinde Gewalt. 3. Gib Friede! Was müde,/ beraubet, zerstreut,/ erfreue! verleihe/ geruhiger zeit./ Erquicke mit Glücke/ das dürftige Land;/ beschere, gewähre/ den vorigen Stand. g. Sei gütig, langmütig, verzeihe die Schuld;/ in Pla⸗ gen, im Klagen/ verleihe Geduld. Entzünde geschwinde/ die geistliche Glut;/ hilf kriegen, hilf siegen/ mit freudigem 27 1 4 — 13 1*— Mut. 56. Zier bin ich; ach! nimm mich,/ mein Jesus, zu dir! æ/ Sonne, o Wonne,/ wann brichst du herfürs/ Die Zeichen wir loben das Droben./ verstreichen,/ das hrysostomus Schultz, 3666— 3664. Ach wären wir da! weise: Wun freut euch, lieben Christen gmein(Nr. 348). Auch im Wechsel mit Nr. 396: E. 396, 3, 4, Ch. 389, 5, E. 396, 5, SSS all,/ ihr fall ge⸗ Ende ist nah; 389 Chor 389,), Einz. 396, 3, 2, 6, G. 389, 4, Ch. 396, 7, G. 389, 8, Wittenberg 33824. Gem. 389, 2, Ch. 396, 8. Nun freut euch hier und ü⸗ber · Das Seil, das durch den To · des · 390 Ostern SS.S IPIII......— — Chri⸗sten, lie ben Brü⸗ dern Ee sun⸗ken, ste⸗ het wie der./ Des Ve⸗bens S SS.——— Le⸗ben le⸗ bet noch,/ sein Arm hat al ⸗ler I. SDS I I... EEE 1 Fein ⸗de Joch/ mit al⸗ler Macht zer ⸗bro ⸗chen. 2. Die Morgenröte war noch nicht/ mit ihrem Licht vor⸗ handen,/ und siehe, da war schon das Licht,/ das ewig leucht, erstanden;/ die Sonne war noch nicht erwacht,/ da wacht und ging in voller Macht/ die unerschaffne Sonne. 3. O Lebensfürst, o starker Leu,/ aus Judas Stamm er⸗ standen,/ so bist du nun wahrhaftig frei/ von Todes Strick und Banden./ Du hast gesiegt und trägst zum Lohn/ ein allzeit unverwelkte Kron/ als Herr all deiner Feinde. 4. Ich will dich rühmen, wie du seist/ die Pest und Gift der Söllen;/ ich will auch, Herr, durch deinen Geist/ mich dir zur Seiten stellen/ und mit dir sterben, wie du stirbst,/ und was du in dem Sieg erwirbst,/ soll meine Beute bleiben. v. Ich will von Sünden auferstehn,/ wie du vom Grab aufstehest;/ ich will zum andern Leben gehn,/ wie du zum Himmel gehest./ Dies Leben ist doch lauter Tod;/ drum komm und reiß aus aller Not uns in das rechte Leben! Paul Gerhardt, 36073670. 390 Thomas Selle, 3655. 4—6——I——.— .......— 3. O fröh⸗li ⸗che Stun ⸗den,/ o herr⸗ 11411 DI⁰1 — ⏑ ostern li⸗ch Zeit!/ Vun hat ü⸗ ber⸗ wun ⸗den/ der 1 1 J. 0 V 0— I her⸗ zog im Streit,./der Leu hat ge⸗; krie ⸗get,/ ˙ + N d er—..— ———— der Leu hat ge⸗ sie ⸗get trotz Fein ⸗den, trotz S—.....— Teu ⸗fel, trotz Höl ⸗äle, trotz Tod./ Wir le⸗ ben — 99 —..—...— wuann, Lm. v. —..—56—— r.. 2—.— ———— E be⸗ frei et aus Trüb⸗ sal und Vot. 2. Ihr Rlagenden, höret,/ was Christus getan:/ die Sünd ist zerstöret,/ ihr schändlicher Plan/ liegt gänzlich vernichtet; wir bleiben verpflichtet,/ dem Herren zu dienen mit inniger Lust; /o selig, dem dieser Triumph ist bewußt. 3. O Jesu, wir preisen/ dein herrliche Macht/ mit lieb⸗ lichen Weisen;/ du hast uns gebracht/ die Wohlfahrt von oben,/ drum wollen wir loben/ dich Selden, dich Kämpfer, dich Leuen im Streit!/ Bleib ewig zu helfen uns allen bereit. Johann Rist, 1607 3667. Bei Christian Friedrich Witt, weise: Jesu, meine Liebe. 5775. 4 1 3————— ö + ———— ö—5..—.8 2— .S...‚.I.............5 V Aus des To⸗des Ban⸗ den/ ist der Je⸗sus hat ge⸗ sie get,/ daß nun 39 Ostern — m ů— PSPSSSSSSSSSSISSISII PIIIA————— —.— 2—.—— err er ⸗ stan ⸗den,/ Mensch und Got⸗ tes Sohnl al ⸗les lie ⸗ get s/ un-ter sei⸗ nem Thron./ —— .— SS...— Un ⸗ser Freund/ hat al ⸗le Feind/ sieg ⸗reich auf das S.........— — * +— Haupt ge⸗ schla⸗ gen und sie schau⸗ge⸗ tra⸗ gen. 2. Daß er wollen sterben,/ war, uns zu erwerben/ Seil und Seligkeit./ Solches ist geschehen;/ und wir dürfen sehen, daß auf kurze Zeit Jesus sich/ wahrhaftiglich/ in den Tod um unser Leben/ hat dahingegeben. 3. Freiheit von den Sünden/ sollen wir nun finden/ und recht werden frei,/ weil der wiederkommen,/ der die Schuld genommen/ auf sein Saupt so treu./ Er kann nun/ gnug für uns tun;/ wenn wir nur in ihm erfunden,/ bleibt uns Gott verbunden. 4. Was will uns nun schaden,/ wenn uns Gott zu Gnaden/ bei sich selbst gebracht:/ Mag die Sölle dräuen,/ dürfen wir nicht scheuen/ ihre kurze Macht./ Sier ist der,/ vor dem das Seer/ aller Feinde muß erbeben/ und hinweg sich heben. 5. Laß mit allen Schrecken/ nun die Sand ausstrecken/ wider uns den Tod:/ seine Pfeil und Bogen/ finden sich be⸗ trogen,/ es hat keine Not./ Ob er trifft,/ ists drum kein Bift;/ nein, er muß mit seinen Pfeilen/ uns vielmehr nur heilen. 6. Darum mir nicht grauet,/ wenn mein Geist anschauet,/ daß ich in das Grab/ meine müden Glieder/ werde legen nieder,/ weil ich dieses hab:/ daß mein Sort/ mir diesen Ort/ selbst mit seinem Leibe weihe,/ daß ich ihn nicht scheue. 7. Lasset uns als Christen/ sterben allen Lüsten/ und der Eitelkeit!/ Denn so wir uns haben/ lassen mitbegraben/ I HE. 44 EE 6⁵ Ostern 392 hier in dieser Zeit,/ so wird er,/ der große Herr,/ uns hervor auch mit sich führen/ und mit Kronen zieren. 8. O der großen Freude!/ Zängst du noch am Kleide/ dieser Sterblichkeit?/ Sollst du nicht hingegen/ es getrost ablegen,/ weil nach kurzer Zeit/ Jesus Christ/ voll Willens ist,/ uns zu kleiden mit der Sonne/ in des HSimmels Wonneꝛ Vach Philipp Jakob Spener, 36386 7of. Weise: Gott sei gedankt durch Jesum Christ. Bartholomäus Selder, 3646. Auch(mit„Sallelujah“ am Ende jeder Strophe) nach der Weise: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 39). Als Wechselgesang: Chor 5, Rinder 2, Gem. 3, Einz. 4, Ch. s, G. 6. .— ö +———** äᷓ———— ö— é— H◻ I . Tri⸗ umph! Tri⸗ umph! Es kommt mit +. +. 2—— —.—— 2——...— DDSSDSESiiEiDiDi‚i‚iiiEiEi.. 2——— pracht/ der Sie⸗ges⸗-Wfürst heut aus der ů 2—— 1— ....... IT TI— ———.. ü j—‚——— Schlacht./ Wer sei⸗ nes Rei ches Un⸗ter⸗tan, schau heu⸗ te sein Tri⸗ umph⸗fest an. 2. Vor Freuden Tal und Wald erklingt,/ die Erde frisches Blumwerk bringt; /ihr schöner Schmuck zu dieser Frist/ zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist.(Sallelujahl) 3. Die Sonne sich aufs schönste schmückt/ und wieder durch das Blaue blickt,/ die vor im schwarzen Trauerkleid,/ beschaut den blutgen Todesstreit./(Hallelujahl) 393 Ostern 4. Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt,/ sich mutig als ein Löwe zeigt;/ kein harter Fels ihn hält und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt./(Hallelujahl) 5. Zerr Jesu, wahrer Siegesfürst,/ wir glauben, daß du schenken wirst/ uns deinen Frieden, den du bracht/ mit aus dem Grab und aus der Schlacht./(Hallelujahl) 6. Triumph, Triumph! Dich ehren wir/ und wollen durch dich kämpfen hier,/ daß wir als Reichsgenossen dort/ dir folgen durch die Siegespfort./(Hallelujahl) Benjamin Prätorius, 3636—674. Weise: O heiliger Geist, o heiliger Gott(Nr. 80). Röln 36zz. Auch als Wechselgesang: Alle)3, Ch. M. 2, Ch. Fr. 3, Kinder 4, Alle 5. III + + + + +. H—6 ö ö ö ö.— —* ö—— ö——. ö R.—— + 3. O herr ⸗li⸗ cher Tag, o fröh⸗li ⸗che +. — — 1 SPIPIPISI‚ISI‚SS‚‚e Jeit,/ d Je ⸗ sus lebt ohn al. les +. +. 23 88 1 2—.— 2 +...........—— ä—— I 1 Leid!/ Er ist er ⸗ stan⸗ den von dem Tod,/ wir HDbDbEhbhblñ8Rä.;..T L 1 III sind er ⸗ löst aus al⸗ ler Vot./ 0 —— ö—.— ——————— —.———————————— herr li ⸗ cher Tag, o fröh ⸗ li ⸗ che zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit,/ da wir von Sünden sind befreit!/ Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind gerecht aus Gottes Zuld./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4 444 en bstern 394 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Der Tod ist über⸗ wunden heut;/ es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir sind erfüllet mit Vertraun./ O herrlicher Tag, o fröh⸗ liche Zeit! ö 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Die Liebe Gottes uns erfreut;/ des Serren Sieg hat uns hliche uns neues Leben eingeflößt./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Erhalt uns, Jesu, diese Freud,/ zu sagen hier zu aller Stund/ und dort ein⸗ nal mit selgem Mund:/ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyriakus Günther, 36807o. Auch nach der Weise: Jesu, meines Lebens Leben(Nr. 42). Reinhold Succo, 3837- 3897. Auch als Wechselgesang: Chor 3, Einz.(Baß) 2, Einz.(Alt) 3, Beide Baß ö und Alt) 4. 5, Ch. 6, G. 7. 4 + ů ö— .———— ..—.——. 0 zwei der Jün⸗ger gehn mit Seh⸗nen/ 2 ih ⸗ re Au⸗gen sind voll Trä⸗ nen,/ ——— 81— I 2— üs⸗ber Feld nach Em⸗ ma⸗ us; und sie wech⸗ ih ⸗re See⸗le voll Ver⸗druß, —.—.—.— *—.—1 *— 1 ex ö— ö— Or ⸗ te/ un ⸗ ser Je ⸗ sus gar nicht —— ö weit und ver ⸗treibt die Trau⸗ rig ⸗keit. 395 Ostern 2. Ach, es gehn noch manche Serzen/ ihrem stillen Rummer nach;/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Vot und Un⸗ gemach./ Manches wandert ganz alleine,/ daß es zur Ge⸗ nüge weine;/ doch mein Jesus ist dabei,/ fragt, was man so traurig sei. 3. Oft schon hab ichs auch empfunden: /Jesus läßt mich nie allein;/ Jesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Beistand ein./ Wenn ich mich bei ihm beschwere,/ gleich als ob er ferne wäre,/ o so ist er mehr als nah/ und mit seiner Silfe da. 4. Treuster Freund von allen Freunden,/ bleibe ferner doch bei mir!/ Rommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach so sei du auch allhier!/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst du mächtig mich bedecken. KRomm, in meinem Geist zu ruhn;/ was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet,/ so gib mir in meinen Sinn,/ daß mich deine Seele liebet/ und daß ich der Deine bin./ Laß dein Wort mich feste gründen,/ laß es auch mein gerz entzünden,/ daß es voller Liebe brennt/ und dich immer besser kennt. 6. Tröst auch andre, die voll Jammer/ einsam durch die Fluren gehn/ oder in der stillen Rammer/ tiefbekümmert zu dir flehn./ Wenn sie von der Welt sich trennen,/ daß sie satt sich weinen können,/ sprich dann ihren Seelen zu:/ Liebes Kind, was trauerst dus 7. Kannst du bei der Welt nicht weilen,/ ach so nimm mich auch mit dir;/ laß mich deine Freuden teilen,/ sei und bleibe stets bei mir./ Bleibe doch in unsrer Mitten,/ wie dich deine Kinder bitten; Dank sei dir, o lieber Gast,/ daß du mich getröstet hast. Johannes Neunherz, 3662³⁷: 395 Johann Christian Serrmann, 8059. 4 ö 6 2— ö + V2— SE— Bringt Preis und Ruhm dem Hei⸗land Er, der für uns ge ⸗ tö ⸗ tet dar;/ singt ihm in al⸗len Lan⸗den! war,/ ist sieg reich auf ⸗er⸗ stan ⸗ den. lobt, Zerr Je· Christ,/ daß ..........— du für uns ge⸗ stor⸗ben bist/ und sieg ⸗reich x HEI.....——— H — 1n— 1 2— H + 2 1 1 H ———..— H auf er ⸗ stan ⸗ den!/ Hal le⸗ lu ⸗ jahl 2. Erstandner, ich frohlocke dir;/ mein ist dein Sieg und Leben. Du lebst und herrschest, nun auch mir/ dein ewges geil zu geben,/ meiner Seele Trost zu sein,/ zum Siege Kraft mir zu verleihn/ und mich zu Gott zu führen./ Hallelujah! 3. Wo du, Serr, bist, da soll auch einst/ dein Jünger mit dir leben./ Du wirst ihn, wann du nun erscheinst,/ zu deinem Freund erheben./ Laß dies auch mein Erbteil sein,/ so werd ich dein mich ewig freun,/ du Todesüberwinder!/ Sallelujah! Johann Samuel Diterich, 372—)797. Weise: Nun danket all und bringet Ehr(Wr. 280). 396 Johann Crüger, 3647. Auch im Wechsel mit Nr. 389: Chor 389. J, Einz. 396. 3. 2, Gem. 389. 2, E. 396. 3 u. 4, Ch. 389. 3, E. 396. 5 u. 6, G. 389. 4, Ch. 396. 7, G. 389, 8, Ch. 396. 8. . + + SIIII— x J—— EP‚. —. 3. Ich sag es je⸗ dem, daß er lebt/ und auf ⸗ er ⸗ stan⸗ den ist,/ daß er in un⸗ ——— 2—. é— SISISIS.I.II.I.I.I.IIPISIIII. srer Mit ⸗te schwebt/ und e⸗ wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem; jeder sagt/ es seinen Freunden gleich,/ daß bald an allen Orten tagt/ das neue Simmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn/ erst wie ein Vaterland;/ ein neues Leben nimmt man hin/ entzückt aus seiner Sand. 16164 1 II 4. Hinunter in das tiefe Meer/ versank des Todes Graun,/ V und jeder kann nun leicht und hehr/ in seine Zukunft schaun. 8. Der dunkle Weg, den er betrat,/ geht in den Simmel aus,/ und wer nur hört auf seinen Rat,/ kommt auch in Vaters Saus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie,/ wenn eins die Augen schließt;/ vom Wiedersehn, spät oder früh,/ wird ö dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat/ ein jeder frisch er glühn,/ denn herrlich wird ihm diese Saat/ in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein,/ wenn alles uns verläßt;/ und so soll dieser Tag uns sein/ ein Weltver⸗ jüngungsfest. Friedrich von Sardenberg(Wovalis), 3772—380). ů Weise: Jesus Christus herrscht als Rönig(Vr. 390). 397 Theophil Stern, 38566. (—— E 1 ———.— O⸗ stern, Frühlings we⸗ hen!/ Nnn! stern 397 e— O⸗stern, O⸗stern, Auf er ⸗ ste⸗ hen/ aus der .. d tie fen Gra⸗ bes⸗nacht!/ Blu⸗men sol⸗ len fröh⸗ EE—‚. ‚......—3— lich blü⸗hen,/ Zer⸗zen sol⸗len heim ⸗ lich R——.— glü⸗hen,/ denn der Zei ⸗land ist er ⸗ wacht. T 2. Trotz euch, höllische Gewalten!/ Sättet ihn wohl gern behalten,/ der euch in den Abgrund zwang? Bonntet ihr das Leben bindend/ Aus des Todes düstern Gründen/ dringt hinan sein ewger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan über⸗ wunden,/ und der lange Kerker bricht./ Frühling spielet auf der Erden,/ Frühling solls im Herzen werden,/ herrschen soll das ewge Licht. 4. Alle Schranken sind entriegelt,/ alle Soffnung ist ver⸗ siegelt/ und beflügelt jedes Zerz;/ und es klagt bei keiner Leiche/ nimmermehr der kalte, bleiche,/ gottverlaßne HZeidenschmerz. 5. Alle Gräber sind nun heilig,/ Grabesträume schwinden eilig,/ seit im Grabe Jesus lag./ Jahre, Monde, Tage, Stunden,/ Zeit und Raum, wie schnell verschwunden,/ und es scheint ein ewger Tag. max von Schenkendorf, 3783—3817. 398 Ostern Weise: Es ist das Seil uns Vorreformatorisch kommen her(Vr. 349). Wittenberg 352z. 4 ů ö EE——.— +7—— ————————.— 0 Tri⸗ umph, Tri⸗ umph! Der Sieg ist mein,/ mein der eld zieht in den Zim⸗ mel ein/ aus + Hei⸗ land ist er ⸗ stan den; Grab und To⸗ des ban„den. Bezwungen — ö 1* ö — ⁴ EI—2— +1 9YH— ö 2.——— ö ist die lan ⸗ ge Vaacht,/ der gan⸗ zen Welt das H— 1 — EEE— EEI 12*— I... — Licht ge⸗bracht,/ die Fin⸗ster nis ver„ gan ⸗gen. 2.„Triumph, Triumph!“ der Simmel klingt,/ die Erde klingt es wieder;/ der Sünde, Tod und Sölle zwingt,/ ist nun im Simmel wieder. Dort sitzet er in Zerrlichkeit/ von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit/ und tröstet seine Brüder. 3. Drob solln wir alle fröhlich sein:/ der Seiland ist er⸗ standen,/ aufgangen ist der helle Schein/ den trüben Erden⸗ landen;/ das ewge Morgenrot steht klar,/ das Wort des Vaters offenbar,/ das wen'ge nur verstanden. 4. Drob solln wir alle fröhlich sein/ und jauchzen, singen, klingen,/ daß Gott uns solchen Gnadenschein/ der Seligkeit will bringen,/ daß er uns auf dem dunklen Pfad/ das helle Licht gezündet hat,/ das Nacht und Graus kann zwingen. v. O süßer Schein, o himmlisch Licht,/ o Todesrüber⸗ winder!/ Wir zittern nicht, wir zagen nicht,/ nun sind wir alle Kinder,/ sind alle Sieger in dem Sieg;/ vollendet ist des Todes Krieg,/ erlöset sind die Sünder. Ernst Moritz Arndt, 3769—3860. 128*——— N311 22 S Himmelfahrt 399 Silmmelfahrt Unser Wandel ist im Zimmol, von dannen wir auch warten des Seilands Zesu Christi, des Jerrn. Phil. 3, 20. Weise: Er schienen ist der herrlich Tag(Vr. 309). Nikolaus Zerman, 3560. Auch als Wechselgesang: Gem.), Chor 2, Ch. M. 3, Ch. Fr. 4, G.§ u. 6, ELh. 7, G. 8 u. 9. 6 ö. ö + N rrt aert L..Aner —0—— ö ö— 3. Wir dan⸗ ken dir, Herr JJ⸗⸗ su Christ,/ ö 2 daß du gen Him⸗-mel gfah ⸗ ren bist:/ o 2—— ö SDSDSSSiiii‚i‚ii..—— 29 4R star ker Gott Im- ma ⸗ nu„el,/ stärk uns an ++ DD ö ö—.—. — . Leib, stärk uns an Seel./ Zal⸗le. lu ⸗jah. +* 2. Nun freut sich alle Christenheit/ und singt und springt ohn alles Leid. Gott Lob und Dank im höchsten Thron,/ weil unser Bruder Gottes Sohn./ Sallelujah! 3. Gen Himmel aufgefahren hoch,/ ist er doch allzeit bei uns noch,/ sein Macht und Swalt unendlich ist,/ wahr Gott und Mensch zu aller Frist./ Hallelujah! 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut/ und hat in ihm nur frischen Mut,/ Welt, wie du willst! wer fragt nach dird/ Vach Christo steht unser Begier./ Sallelujahl 4⁰⁰ Himmelfahrt 5. Er ist der Serr und unser Trost,/ der durch sein Blut uns hat erlöst;/ das Gfängnis er gefangen hat,/ daß uns der bittre Tod nicht schadt./ Sallelujah! 6. Wir freuen uns aus Herzensgrund/ und singen fröhlich mit dem Mund:/ der unser Bruder, Fleisch und Blut,/ ist unser allerhöchstes Gut./ Sallelujah! 7. Durch ihn der Simmel unser ist./ Silf uns, o Bruder Jesu Christ,/ daß wir nur trauen fest auf dich/ und durch dich leben ewiglich./ Sallelujah! 8. Amen, Amen, Serr Zesu Christ,/ der du gen Simmel gfahren bist;/ behalt uns, Herr, bei reiner Lehr,/ des Teufels Trug und Listen wehr./ Sallelujah! 9. Komm, lieber Berr, komm, es ist Zeit,/ zum letzten Gricht in Serrlichkeit;/ führ uns aus diesem Jammertal/ in deinen ewgen Simmelssaal./ Hallelujah! 30⁰7. 400 Melchior Franck, 3627. Ein geistliches Volkslied. 9 3 ů ö— x— —————— . Gin Him ⸗ mel auf ⸗ ge⸗ fah ⸗ren . is,/ al le lu⸗ jah., der Lh? ren⸗ —.——. ö.—.—— .EIAIIIItttrrrReth 1— 1 2 1—. — kö ⸗- nig Je⸗ sus Christ./ Hal ⸗ le⸗ lu ⸗ jah! 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand,/ Sallelujah,/ herrscht über Bimml und alle Land./ Hallelujah! 3. Vun ist erfüllt, was gschrieben ist,/ Sallelujah,/ in Psalmen von dem Serren Christ./ Sallelujah! 4. Nun sitzt beim Herren Davids Herr,/ Sallelujah,/ wie zu ihm gsprochen hat der Herr./ Sallelujah! S gimmelfahrt 40⁰ 5. Drum jauchzen wir mit großem Schalln,/ Sallelujah,/ dem Herren Christ zum Wohlgefalln./ Sallelujah! b. Der heiligen Dreieinigkeit,/ Sallelujah,/ sei Lob und preis in Ewigkeit!/ Hallelujah! Nach dem lateinischen„Coelos ascendit hodie“, 360). 401(0723.) J. Schmidlin, 3767. 6 5— x—— * Der Herr fährt auf gen Zim⸗mel/ mit fro⸗hem mit präch ⸗ti⸗ gem Ge⸗ tüm⸗mel/ und mit Po⸗ 1— PIIIIT 2— Ju⸗bel⸗schall, sau⸗ nen⸗hall. SB. Er— 4—— 1 1— Lob⸗ singt, lob„sin · get Gotti/ Lob/ singt, lob⸗singt mit Freu⸗den/ dem Ro⸗ ni ⸗ ge DDD E H .. ‚P‚Iiii ee. ——— X 2——— II der BZei⸗ den,/ dem er ren ze⸗ ba⸗ oth! 2. Wir wissen nun vom Siege,/ der unser Saupt erhöht;/ wir wissen zur Genüge,/ wie man zum Himmel geht./ Der heiland geht voran,/ will uns zurück nicht lassen,/ er zeiget uns die Straßen,/ er bricht uns sichre Bahn. 3. Wir sollen himmlisch werden,/ der Serr selbst schafft uns Platz;/ wir gehen von der Erden/ dorthin, wo unser Schatz. Ihr erzen, macht euch auf!/ Wo Jesus hinge⸗ gangen,/ dahin sei das Verlangen,/ dahin sei euer Lauf. 4. Laßt uns gen Simmel dringen/ mit herzlicher Begier,/ laßt uns zugleich auch singen:/ Dich, Jesu, suchen wir,/ dich, 40⁰0² HZimmelfahrt o du Gottes Sohn,/ dich, Weg, dich, wahres Leben,/ dem alle Macht gegeben,/ dich, unsers Sauptes Kron. 5. Fahr hin mit deinen Schätzen,/ du trugesvolle Welt!/ Dein Tand kann nicht ergötzen./ Weißt du, was uns gefällte/ Der err ist unser Preis,/ der Herr ist unsre Freude/ und köstliches Geschmeide;/ zu ihm geht unsre Reis'. b. Wann soll es doch geschehens/ wann kommt die liebe Zeit,/ daß wir ihn werden sehen/ in seiner Herrlichkeitz/ Du Tag, wann wirst du sein,/ daß wir den Heiland grüßen/ und fallen ihm zu Füßen? /O Tag, brich bald herein! Gottfried Wilhelm Sacer, 3636—6oo. 402 Basel 3766. Ein geistliches Volkslied. 0 52 + 2 3. In die Fer ⸗ne möcht ich zie ⸗ hen,/ * I2UT — weit von mei⸗ nes Va⸗ ters Haus;/ wo die Ber ⸗ges⸗ spit zen glü⸗ hen,/ wo die frem⸗den Blu⸗men .........I.I.I... — ö EDeee blü⸗ hen,/ ruh · te mei · ne See ⸗le aus. 2. Zätt ich Schwingen, hätt ich Flügel,/ flög ich auf zu meinem Stern;/ über Meere, Täler, Sügel/ sonder Schran⸗ ken, sonder Zügel/ folgt' ich immer meinem HSerrn. 3. Ach, das war ein schöner Segen,/ wann er mit den Jüngern ging,/ auf den Feldern, auf den Wegen/ jedes Herz wie Maienregen/ seinen Trost, sein Wort empfing. ——— 122—.2. 1. I, x——. IPꝗPIEFE‚E‚E‚e— Himmelfahrt 403 4. Ander Los ward uns bereitet;/ wie auch blühet rings das Land,/ wie sich rings die Ferne breitet,/ der uns rufet, der uns leitet,/ unser holder Freund verschwand. 5. Aufgehoben, aufgenommen/ in den Simmel ist er nur;/ herrlich will er wiederkommen,/ seine Treuen, Stillen, From⸗ mnen/ folgen immer seiner Spur. b. Will mich denn zufrieden geben,/ fassen mich in stillem Sinn,/ all mein Denken, Sehnen, Streben,/ meine Lieb und auch mein Leben/ geb ich meinem Freunde hin. 7. Seinen Schwestern, seinen Brüdern/ will ich mich in Treue nahn;/ an den Armen, Blöden, Viedern/ will ich dankend ihm erwidern,/ was er liebend mir getan. 8. Meine Seele gleich der Taube,/ die sich birgt im Felsen⸗ stein,/ wird der Erde nicht zum Raube;/ in den Simmel dringt mein Glaube,/ meine Lieb und Sehnsucht ein. Max von Schenkendorf, 3783— 38)7. Auch nach der Weise: Valet Johann Adam Anthes, will ich dir geben(Nr. 352). 5789— 3848. + 8— E .—————————— 0 Er⸗grünt, ihr Sie ges ⸗ pal⸗men!/ Ihr Ihr Zer ⸗ zen, brin get Psal⸗men/ und . Iwot den 2— Rard Singt von dem Menschen⸗ —.— — IRT ähb I soh ne/ und sei ⸗ nem gro⸗ ßen Sieg;/ singt, DIPPIIREERE E⸗wig ⸗ kei ⸗-ten stieg! wie er auf zum Thro⸗ne/ der 404 Pfingsten 2. Der einst, von Qual durchdrungen,/ den Sündern war ein Spott,/ der unsern Tod verschlungen/ in seine Todesnot,/ den sehn wir hoch und prächtig/ im Siegesglanze ziehn,/ der schwinget sich allmächtig/ durch alle Zimmel hin. 3. Du, Heiland, hast nach oben/ zum Throne dich ge⸗ wandt/ und waltest ewig droben/ zu Gottes rechter Zand. Von dannen wirst du kommen/ in Richtermajestät;/ dann jauchzen deine Frommen,/ der Stolzen Sohn vergeht. 4. O Jesu, Seil der Deinen,/ rüst uns auf diesen Tag,/ sei's daß er heut erscheinen,/ sei's, daß er säumen magl Wenn dann dir deine Rnechte/ verklärt entgegenziehn,/ dann führe deine Rechte/ auch uns zum Simmel hin. 3. Dann laß in Strömen quillen/ dein schönes Lebenslicht;/ dann zeig uns ohne Süllen/ des Vaters Angesicht!/ O himm⸗ lisches Entzücken,/ o selger Liebeszug!/ Wenn wir nur dich erblicken,/ hat unser Serz genug. Nach Beda Venerabilis(674—736) von Albert Knapp, 3798 386. Vfinigsten Golt hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2. Tim. 1/7. Weise: Romm, Gott Schöpfer, heiliger Geist. 8½4. Auch nach der Weise: Serr Gott, dich loben alle wir(s. Nr. 430). Als Wechselgesang: Gem. 3, Einz. 2. 3, Chor 4, G. 5, Ch. 6, Alle 7. IISSSSS ). Romm, heil⸗ ger Geist, o Schöp⸗fer du,/ sprich dei⸗ nen ar men See⸗len zu;/ er ⸗füll mit — 1 + + + 1 l +. j———4 — + ů. Gna⸗den, sü⸗ßer Gast,/ die Brust, die du ge⸗schaf ⸗fen hast. =D—.. —— — P4 . . pfingsten 4⁰⁵ 2. Der du ein Tröster bist genannt,/ des allerhöchsten Gottes pfand,/ du Liebesquell, du Lebensbronn,/ du Herzenssal⸗ bung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnadengut,/ du HSand des Herrn, die wunder tut,/ du lösest aller Jungen Band,/ gibst frei das Wort in alle Land. g. zünd uns ein Licht an im Verstand,/ entflamm das Serz in Liebesbrand,/ stärk unser schwaches Fleisch und Blut/ durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib von uns fern hinweg/ und bring uns auf des Friedens Steg,/ daß wir, durch deine Suld geführt,/ vom Argen bleiben unberührt. b. Lehr uns den Vater kennen wohl/ und wie den Sohn man ehren soll;/ im Glauben mache uns bekannt,/ wie du von beiden wirst gesandt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn,/ und seinem Sohn, dem Lebensstern; ́/ dem heilgen Geiste gleicherweis/ sei jetzt und ewig Lob und Preis!„Veni creator spiritus“, Alte Virche. Uebertragung von Johann Scheffler, 3624- 3677. weise: Es sind doch selig Q alle, die. Straßburg, 3828. Auch Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, G. 3, Einz. 4, G. 5, 6. IN 12——— ö +——2 ö —59 ö ö—— ö—— 2 .————2 0 Jauchz, Erd, und Zim⸗-mel, jub ⸗le hell,/ die an dem trost⸗lo⸗ sen Säuf ⸗lein klein,/ das Wunder Gotts mit Freud erzähl,/ die er heut hat be⸗ saß in fried ⸗sa⸗ mer Ge⸗ mein/ und be⸗ tet' mit Ver⸗ 405 Pfingsten 1—— PPPPPPPPF.P.. 2 1 22 kam mit Feu⸗ers⸗glut zur Erd,/ mit star⸗kem Sturmes⸗ ö 1——— ö 1—— ö— x— 0— 2. S SI......———— to ⸗benz/ das Zaus erfüllt' er ü⸗ber⸗all,/ zerteilt man —— EEAEEE—— ö x— 1 0 r x*. Zun⸗gen sah im Saal/ und all den Ber⸗ren lo⸗ben. 2. Ach Serr, nun gib, daß uns auch find/ in Fried und Flehn dein selger Wind;/ weh rein von Sündenstaube ganz das Gemüt, füll an das Saus/ der Heilgen dein, richt dein Werk aus,/ daß aufgeh rechter Glaube/ und unsre zung ganz Feuer werd,/ red nichts denn dein Lob hier auf Erd/ und was den Nächsten bauet./ Brenn rein die sündige Vatur,/ mach uns zur neuen Kreatur,/ obs Fleisch darob auch grauet. 3. Romm, Balsam Sottes, heilger Geist,/ erfüll die Serzen allermeist/ mit deiner Liebe Brennen./ Von dir allein muß sein gelehrt,/ wer sich durch Buß zu Sott bekehrt;/ gib himmlisches Erkennen./ Der fleischlich Mensch sich nicht versteht/ auf göttlich Ding und irregeht;/ in Wahrheit wollst uns leiten/ und uns erinnern aller Lehr,/ die uns gab Christus, unser Herr,/ daß wir sein Reich ausbreiten. 4. Durch dich besteht der neue Bund,/ ohn dich wird Gott niemandem kund,/ du neuerst unsre Jeird und rufst darin dem Vater zu,/ schaffst uns viel Fried und große Ruh/ und tröstest uns in Schmerzen,/ daß uns auch Leiden Ehre ist,/ da du durch Lieb gegossen bist/ in unser Herz ohn Rlage./ Du leitest uns auf ebnem Weg/ und führst uns hier den rechten Steg,/ weckst uns am Jüngsten Tage. 5. Du, der lebendge Brunnengquell,/ der Gottes Stadt durchfließet hell,/ erquickest das Gemüte./ Durch dich besteht — 2 r, x Pfingsten 406 des Vaters Bau;/ du willst und gibst, daß man dir trau,/ du bist die Gottesgüte./ Irden Geschirr nur sind wir weich,/ brechen gar leicht von jedem Streich;/ du selbst wollst uns bewahren,/ uns brennen wohl in deiner Glut,/ daß uns der Feind nicht schaden tut,/ so wir von hinnen fahren. 6. Laß uns nicht sündgen wider dich,/ zum Tempel weih uns ewiglich,/ lehr uns mit Glauben beten,/ daß Jesus Christus hier auf Erd/ durch dich in uns verkläret werd;/ all Schwachheit wollst vertreten.) Der Welt Art stark noch in uns ist,/ und unsrem Fleisch danach gelüst't;/ drum wollst uns täglich strafen/ um Sünd und um Gerechtigkeit/ und um Gericht mit Gütigkeit,/ daß wir in Gott entschlafen. Vach Ambrosius Blaurer, 3492—)864. 406 Bremen 3639. I 2 nsmi.. A.———— ..—2—— 2.— Q⁴——.— 1 — 12...— 2.....2.— — II 1—— 3. Zeilger Geist, du Trö· ster mein,/ hoch vom ESSSSSESEEE .—— 1 +.*— TZi.E. 2. 4..—— 2...—.—...—+— gimmel uns er · schein/ mit dem Licht der Gnaden dein! 2. O du selge Gnadensonn,/ füll das Serz mit Freud und Wonn/ allen, die dich rufen an! 3. Ghn dein Beistand, Silf und Gunstœ/ ist all unser Tun und Runst/ vor Gott ganz und gar umsonst. 4. Lenk uns nach dem Willen dein,/ wärm die kalten Herzen fein,/ bring zurecht, die irrig sein. 5. Gib uns, HSerr, wir bitten dich,/ die wir glauben festig⸗ lich,/ deine Gaben mildiglich, 6. daß wir leben heiliglich,/ alle sterben seliglich,/ bei dir bleiben ewiglich! Nach dem lateinischen Liede des Vönigs Robert von Hrankreich, 97)—3603), von Martin Moller, 3847—3606. Frankf. Evang. Gesangb. 7 40⁰7 Pfingsten 407 Johann Sebastian Bach, 5736. Auch Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, G. 3, 4, Ch. 5. H 4 1———— ν. 2.—. 134— 2.ls 7——— + 4 IPe See⸗len, die ser Tag muß J. sprecht Got⸗ tes Ta⸗ ten aus/ mit 12— 1. E I———.— E——.— ——— A—— hei ⸗lig sein be⸗ sun„gen, neu er ⸗ weck⸗ ten Jun 9511. eut hat der + + — I— 1 7 2...—J.. + 2 2— wer te Geist/ viel Sel⸗ den aus ge⸗ u 23— 1— I——— — 1— —I —— rüs't,/ so be ⸗tet, daß er auch/ ———— — j——— ũ . 1 9 D die Her zen hier be ⸗ grüßt. 2. Du edler Liebesgeist,/ laß deine Liebesflammen/ durch Herz und Seele ziehn/ und füge sie zusammen./ Wenn nun der alte Feind/ uns listig trennen will,/ so wehre ihm und mach/ uns friedsam, fromm und still. 3. Wir sind an Christi Leib/ zu Gliedern auserkoren,/ durch deine Gnadenkraft/ in Christo neu geboren./ Ach schaffe, wie du bist,/ an Gaben mancherlei,/ daß jeder seines Orts/ ein lebend Gliedmaß sei. 4. Was unserm Wissen Ren das hier nur Stückwerk bleibet,/ was unsern Willen lockt/ und zum Verderben N ö IPI I1iel pfingsten 4⁰⁸ treibet,/ das lasse, großes Licht,/ durch deinen Glanz ver⸗ gehn/ und uns in Sottes KRraft/ getrost und gläubig stehn. 6. Wen Gottes Geist beseelt,/ wen Gottes Wort erreget,/ und wer die Erstlinge/ von seiner Gnade träget,/ der stimme mit uns ein/ und preise Gottes Treu,/ sie ist an diesem Fest/ und alle Morgen neu. Valentin Ernst Löscher, 3678—)749. weise: Erquicke mich, du Seil der Sünder. Halle 3734. I 1 , duit * Gott, o Geist, o Licht des Le⸗bens,/ du scheinst und lockst so lang ver ⸗ ge⸗bens,/ UIUE . 4 +. ———————— das uns im To- des · schat ten scheint, weil Fin ⸗ster nis dem Lich-te feind. +...——* O Geist, dem kei⸗ ner kann ent ⸗ ge ⸗ hen,/ dich P P ꝑ I q....—ł ̃“WB ———— — laß ich gern den Jam⸗mer se hen. 2. Entdecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Lichte rein;/ wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre,/ die Wonne folget nach der Pein./ Du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Dem Sündengift ist nicht zu steuernz/ durchsalbe du mich, so geschicht's;/ du mußt von Grund auf mich erneuern,/ sonst hilft mein eignes Trachten nichts./ O Geist, sei meines Lebens Leben,/ ich kann mir selbst kein Gutes geben. 7 409 Pfingsten 4. Du Atem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund,/ füll mich mit aller Gottesfülle/ und da, wo Sünd und Greuel stund,/ laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Miein Wirken, Wollen und Beginnen„sei kindlich folg⸗ sam deinem Trieb;/ bewahr mein Herz und alle Sinnen/ untadelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Lehren, Rämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallenrein/ aus Gottes und des Lammes Throne/ nun quillt in stille Serzen ein,/ ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Guelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen,/ von allem abge⸗ kehrt, dir nah;/ ich will's Geschöpf und mich vergessen,/ dies innigst glauben: Gott ist dal/ O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,/ man harret deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen, 1697—3769. Weise: O Zesu Christ, meins Lebens Licht(Ur. 777). Leipzig, joꝛs. Auch nach der Weise: Romm, Gott Schöpfer, heiliger Geist(Nr. 40g). 4 +. J. EEN ö.—— ů + LII * ů 3. Dich/ Geist der Wahrheit, Geist der Kraft,/ dich, Geist II 455 2— 2 + +„* —.—8—— D.— HR — der Chri · stus /rit ⸗ter⸗schaft,/ der al ⸗ le Blö⸗den ——— ö.—.— H — 2..— ö 1 42.— I trö⸗sten kann,/ dich, star⸗ker Trö⸗ster, ruf ich an. 2. Dich, Licht der Söhe, milden Stern,/ dich, freundlich frommen Geist vom Herrn,/ der alles Dunkel lichten kann,/ dich, Licht der Söhe, ruf ich an. ö 3. Tief sitz ich in der dunklen Nacht,/ wo mich die Sünd hineingebracht,/ tief sitz ich in der Finsternis,/ wohin Ver⸗ zweiflung mich verstieß. pPfingsten 430 3. Mein Jammer brauset wie ein Meer/ mit allen Stürmen um mich her,/ er saust und brauset immerzu/ und läßt mir Tag und Vacht nicht Ruh. 6. Drum komm, mein Sort, und rette mich,/ mein Tröster, somm und tröste mich;/ mein Licht, geh auf mit deinem Schein/ und funkle durch die Vacht herein! b. Romm, Selfer in dem Sündengraus,/ und sprich mir zu und leg mirs aus,/ was ich nicht mehr begreifen mag,/ was Christus zu den Sündern sprach! 7. Sprich mir das Wort der Liebe zu,/ den rechten Klang verstehst nur du,/ das rechte Wort, den rechten Klang,/ des Glaubens Zoffnung und Empfang! 8. O Geist der Liebe, Lanp des Zerrn,/ der Simmels⸗ freude Gnadenstern,/ geh auf in mir mit deinem Schein,/ so kann ich wieder fröhlich sein! ernst moritz Arndt, 76Y—38eo. 410 Auch nach der vorigen Weise. Auch Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, 3/ G. 4, 6, Einz. 6, G. 7, 8. weise: Herr SGott, dich loben alle wir. Genf 388). 24 LVL L... 1 —5 ö .— L 2 1— 2 + Z...Z.2— I——.. 2 1— 3. O Got ⸗ tes Geist und Chri v sti ö— ö— —.— 323——— Geist,/ der uns den Weg zum Zim ⸗mel weist,/ der E 2 Er ⸗den ⸗nacht/ durch I E Lich ⸗ ter hel ⸗ le macht! 433 Pfingsten 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät,/ du, aller Lichter reinstes Licht,/ erleucht uns Serz und Angesicht. 3. Romm, leuchte mit dem Gnadenschein/ hell in die weite Welt hinein;/ komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten Simmelswegs gewiß. 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht,/ die Wahn und Sünde trübe macht!/ Ach, hier ist alles Not und Tod,/ geht uns nicht auf dein Mor genrot; das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom Simmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes Lust/ durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie Kinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glauben heißt,/ o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Romm, Gottes Frieden, Gottes Mut! Romm, stille Rraft, die nimmer ruht!œ/ Romm, gieße deinen Gnadenschein/ in Seele, Sinn und Serz mir ein! 8. Dann wandl' ich wie ein Kind des Lichts/ im Glanze deines Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt, 1769—3860. Weise: Wie soll ich dich empfangen(VUr. 5). Johann Crüger, 368z. E— ö ö— .....83 + Es ist ein Strom er flos⸗ sen,/ der . 1 Gott selbst hat ihn er⸗ gos⸗ sen/ aus — 2 wallt gar tief und hell; sei ⸗nes Ser⸗zens Guell. In Abra + + 7387 — ꝗ HTI K 1144 11111 pfingsten 433 * 1 — ö—— 1 — hams Ge zel ten/ be ⸗gann sein — — ö— ö ———22.— — L— I* +I 2 —* stil ler Lauf, J rauscht nun durch al ⸗ le 1287 + Wel⸗ten/ und hõ ret nim⸗mer auf. z. Das ist der Strom, der Schmerzen/ und Angst vom Busen spült,/ den heißen Durst der Herzen/ mit süßer Labung kühlt,/ der Strom, von dem vergebens/ kein Lech⸗ zender genießt,/ der Strom des Gotteslebens,/ der durch die Menschheit fließt, 3. der Strom, der, nie verschwunden,/ jetzt eine Flut von Licht,/ aus Jesu heilgen Wunden/ Licht · überwallend bricht,/ der Schuld und Todesgrauen/ in seine Flut versenkt/ und, die sich ihm vertrauen,/ mit ewgem Leben tränkt. g. Und wer da weiß zu lauschen,/ wie seiner Wogen Gang/ mit wunderbarem Rauschen/ durch alle Zeiten drang, dem wird die Welt zum Bette/ für diesen Strom allein,/ und aller Selgen Rette/ reicht bis zu ihm herein. 5. O Strom der heilgen Gnade, von Lieb und Licht durchhaucht,/ in deinem Wellenbade/ sind wir ja eingetaucht.⸗ vom Simmel quillst du nieder,/ zogst uns in deinen Lauf/ und strömst zum Simmel wieder/ und ziehst uns mit hinauf. b. O heilge Flut, durchwalle/ die Zerzen kräftiglich,/ daß neu geeinet alle Lob jauchzen über dich,/ daß aus der Seele Tiefen/ dein Wogen mächtig bricht,/ daß segnend von uns triefen/ Geist, Leben, Lieb und Licht!—.— 432 Pfingsten 7. Dann wird von deinem Bade/ das dürre Ufer grün,/ dann wird dein Weltgestade/ von Friedenssegen blühn;/ dann ziehn in deinen Wogen/ wir fröhlich durch die Zeit, bis sie uns aufgezogen/ zur stillen Ewigkeit. Viktor von Strauß und Torney, 380938h. Huer Bandt( 2269 412 Halle 570g. Auch Wechselgesang: Einz. 3, Ch. 2, G. v. 0—. D DSD Di‚i i eeeeeE.—— — 4.——— N Rausche, flu⸗te, Strom der Gnaden,/ in Ge⸗ Laß in dir ge. sund sich baden,/ was sich DIJ—.. 235—....— e n daer ni. i 8 8 3—— ů—— mein ⸗de, Zaus und Serz! ů ů quält in bitterm Schmerz! Rausche, heilger Geist, her⸗ 4..—. I—. —.—.— 1 nie ⸗der/ auf das aus · ge⸗dörr⸗te Land,/ und die 2—— II I 1— + — Blumen blü⸗ hen wieder,/ die ver⸗welkt im Sonnenbrand. 2. Aus dem Seiligtume rausche/ in die Kirchen allerwärts,/ auf dein Rommen freudig lausche/ jedes Serz in Sehnsuchts⸗ schmerz!/ Veue Liebe, neues Singen,/ neue Kraft, die auf⸗ wärts zieht,/ soll den stillen Seelen bringen/ deines Rauschens heilig Lied. 3. Wen da dürstet, komm und trinke/ aus dem ewgen Cebensquell!/ Seele, nicht im Staub versinke,/ bad im Le⸗ bensstrom dich hell!/ Von dem Pfingststrom laß dich tragen/ in das ewge Liebesmeer,/ wo nach gottesfrohen Tagen/ deiner wartet Gott der Herr! Wilhelm mühlpforth, 3874—3038. Crinitatis 433 Tkinilalis laserm Gott, von dem und durch den und zu dem alle Dinge sind, sei Ehre in Ewigkeit. Röm. 1/ 36. 413 Auch Wechselgesang nach den Angaben im Tonsatz. Chor ö 1——— Z. 6—— ö Gott der Va⸗ ter, wohn uns bei/ und laß uns mach uns al⸗ler Sün ⸗den frei/ und hilf uns Gem. I 4 + 4 1 1 +. 1 2 2— HE 1. ——— nicht ver ⸗ der-ben, 34 Vor dem Teu⸗fel uns be⸗ se⸗lig ster ⸗benl dir uns las⸗ sen ganz und ——— SSSSSSEEEEEE——..— wahr;/ halt uns bei fe ⸗ stem Glau ⸗ ben/ und gar,/ mit al⸗ len rech⸗ten Chri-sten/ ent⸗ +— auf dich laß uns bau en,/ aus Her ⸗zens⸗ fliehn des Teu⸗fels Li sten,/ mit Waf ⸗fen Chor — 441 HN 1 grund ver⸗ trau ⸗ en, Gotts uns fri sten! Amen, A · men, das sei 434 Trinitatis D 1 V. 1 7 + 2 I 1 —— wahr!/ so sin ⸗gen wir Sal ⸗le⸗ lu- jahl 2. Jesu Christe, wohn uns bei/ und laß uns nicht ver⸗ derben,/ mach uns aller Sünden frei/ und hilf uns selig sterben!/ Vor dem Teufel uns bewahr;/ halt uns bei festem Glauben/ und auf dich laß uns bauen,/ aus Herzensgrund vertrauen,/ dir uns lassen ganz und gar,/ mit allen rechten Christen/ entfliehn des Teufels Listen,/ mit Waffen Gotts uns fristen!/ Amen, Amen, das sei wahr!/ so singen wir Sallelujah! 3. Heilger Geist, ach wohn uns bei/ und laß uns nicht verderben,/ mach uns aller Sünden frei/ und hilf uns selig sterben!/ Vor dem Teufel uns bewahr;/ halt uns bei festem Glauben/ und auf dich laß uns bauen,/ aus Herzensgrund vertrauen,/ dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen/ entfliehn des Teufels Listen,/ mit Waffen Gotts uns fristen!/ Amen, Amen, das sei wahr!/ so singen wir Sallelujah! Mmartin Auther, 3463—3846. Weise: Serr SGott, dich loben alle wir. Genf 988). 44 I +X IX I——— 2 II* EEIEI— + A . Brunn al ⸗les Seils, dich eh ⸗ren — + 2— — + + +— 2 Z.— —— XA wir/ und 6ff ⸗ nen un⸗ sern Mund vor dir;/ aus ů.— ——.——— 1—— ö————— öR dei ⸗ ner Gott⸗ heit ei ⸗ lig⸗ tum/ dein ö— H ——. — L +—. II ho- her Se⸗ gen auf uns komm. Crinitatis 434 2. Der Serr, der Schöpfer, bei uns bleib,/ er segne uns nach Seel und Leib,/ und uns behüte seine Macht/ vor allem Uebel Tag und Nacht! 3. Der Serr, der Seiland, unser Licht,/ uns leuchten laß ö sein Angesicht,/ daß wir ihn schaun und glauben frei,/ daß ö er uns ewig gnädig sei! 4. Der Serr, der Tröster, ob uns schweb,/ sein Antlitz ö über uns erheb,/ daß uns sein Bild werd eingedrückt,/ und geb uns Frieden unverrückt! 3. Jehova, Vater, Sohn und Geist,/ o Segensbrunn, der ewig fleußt,/ durchfleuß Serz, Sinn und Wandel wohl,/ mach uns deins Lobs und Segens voll! Gerhard Tersteegen, 3697- 760. Oieigche und die ChASen MINCcl. Oio Hirche Iyr seid das auserwählte Geschlecht, das königliche priester⸗ kum, das hellige volk, das Volk des Eigentums, daß ihr der⸗ kündigen sollt die Lugenden des, der duch berufen hat von der dinsternis zu seinem wunderbaren Licht. I. Vetrus 2,9. 41⁵5 2 Auch als Wechselgesang: Chor 3. I, Gem. 3. II, Einz. 2, Ch. 3. I, G. 3. II, Einz. 4, Ch. 5, G. 0. 9 V. 222Z.———2 1 V— · e. Wnst Gott, ihr from⸗ men Chri⸗ • Gott will sein Rir⸗che fri⸗ ——.·...: sten,/ freut euch und ju bi 91850 stenz/ sein Wahr⸗ heit tri⸗ um-phiert. 1 e,—.—— ͤöäRIRIAIIAIIIAII............ L + 1 ö I I 1 Die Har⸗fen hört man klin⸗gen/ in deut ⸗ scher II + 1 V + 2— 235* +— 1—— 1— Z—ñj. — +— 1—— — L 2— I— Na⸗ ti⸗ on;/ dar ⸗ um viel Chri ⸗sten ö —4 Die Kirche 4) 6 e. drin ⸗ gen/ zum E⸗ van ⸗ ge⸗ li ⸗ on. 2. Von Mitternacht ist kommen/ ein evangelisch Mann,/ hat Gottes Wort genommen /aus der Irrlehrer Bann./ Renschenlehr ist gefallen,/ Gotts Wort ist auf dem Plan;/ das Zeil leuchtet uns allen,/ niemand es wehren kann. 3. Lebendig Wasser quillet/ aus Gottes Brünnlein klar,/ die Durstgen labt und stillet,/ heilt alles Volk fürwahr./ Der err hat angeschauet,/ die saßen im Elend,/ sein Reich er wieder bauet/ durchs Wort und Sakrament. 3. Ein jeder soll auch hören,/ wer unser Hauptmann ist:/ der Rönig aller Ehren,/ unser HSerr Jesus Christ./ Der will uns helfen streiten/ in aller unsrer Vot/ jetzt und zu allen Zeiten,/ als er versprochen hat. 6. Gottes geliebte Ritter,/ seid mannlich in dem Streit!/ Das grausam Ungewitter/ währt nur eine kleine Zeit./ Tut nur beständig bleiben,/ seid treu bis in den Tod;/ laßt euch zurück nicht treiben,/ vertrauet unserm Gott. 6. Amen! Es wird geschehen!/ In einem Augenblick/ wird Gottes Macht man sehen/ wider der Welten Tück./ wir werden bei ihm erben/ die herrlich Rron und Freud,/ Sieg und Triumph erwerben/ durch ihn in Ewigkeit. Süddeutsches Lied aus der Reformationszeit. (Str. s späterer Zusatz.) 41 0. Jahrhundert. Auch im Wechsel mit Nr. 437: Chor 437. 3, Gem. 456. 3. 2, Ch. 4)7. 2, G. 456. 3. 4, Ch. 4)7. 3, G. 4)6. 5, Ch. 457. 4. 1 722 — III ++ 2 SSIII—. SS..— 1. Lob Sott ge⸗trost mit Sin ⸗gen,/ froh⸗ Dir soll es nicht miß ⸗lin ⸗gen,/ Gott ——... I———— —.——....————— lock, du christ⸗ lich Schar! hilft dir im⸗mer ⸗ dar. ob du gleich 437 Die Birche hier mußt tra ⸗gen/ viel Wi⸗der⸗ wär ⸗tig⸗ ö 2— ö 2 10..—— —. L 2 — 1 2).J..— * + keit,/ doch sollst du nicht ver za ⸗ gen,/ denn —..————— ——————————.—..—.—.—.. — er hilft dir aus al⸗ lem Leid. 2. Aann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr Rind/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr Ghert Und ob sichs möcht begeben,/ daß sie so gar abfiel:/ Gott schwört bei seinem Leben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. Darum laß dich nicht schrecken,/ o du christgläubge Schar./ Gott wird dir Silf erwecken/ und selbst dein nehmen wahr./ Sat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein Zänd. 1005. Nam stets vor ihm leuchtet,/ daß er dir seine Hilfe end. 4. Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst gedeut't,/ sein Kirche zu erneuen/ in dieser gfährlichn Zeit./ Er wird herzlich anschauen/ dein Jammer und Elend,/ dich herrlich auferbauen/ durch sein rein Wort und Sakrament⸗ 8. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine milden Gaben/ uns kundgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten/ in Lieb und Einigkeit/ und unser freund⸗ lich walten/ hie und auch dort in Ewigkeit. Böhmische Brüder. (Johann Sorn f 3647 d 41 7 Mürnberg 365j. Auch im. mit Nr. 4)6: Chor 477.), Gem. 436.). 2., Ch. 4)7. 2, 476. 3. 4, Ch. 457. 3, G. 436. 6, Ch. 4)7. 4. —— 1 7⁴⁷3 ———. Rr. 1—0 * I E +½—— ———— 1.. u auf, meins er ⸗ zens Schö⸗ne,/ 5 und hör das süß Ge ⸗ tö ⸗ ne,/ 57 uun —111 0 Die Kirche 438 TTU II XI V. —ð— * 1 du chri 5 sten li⸗ che Schar das rein Wort Got · tes klar/ das jetzt so — x. — S.S.— lieb ⸗lich kline: B⁵ et:/ es —— leucht't recht, als der hel le Tag/ durch +. + 1 1 ½%. L... 1 H FT S.———...—— F....———. —— 7 — 2„7 Got⸗tes Güt her drinrc c get. 2. Keim Gleisner tu mehr trauen,/ wie viel ihr'r immer seind,/ vor Menschenlehr hab Grauen, /wie gut sie immer scheint;/ glaub dem Wort Sotts alleine,/ darin uns Gott verkündet hat/ den guten Willen seine. z3. Dem Wort gib dich gefangen!/ Was es verbieten tut,/ nach dem hab kein Verlangen;/ was es dich heißt, ist gut. wer darin tut abscheiden,/ der lebet darin ewiglich/ bei Christo in den Freuden. 4. Selig sei Tag und Stunde,/ darin das göttlich Wort/ dir wieder ward zur Runde,/ der Seelen höchster Hort!/ Nichts Liebers soll dir werden,/ kein Engel noch kein Krea⸗ tur/ im Simmel noch auf Erden! Hans Sachs, 3494—5876. Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(Vr. 9)). 4 Wittenberg 5843. 7E—— —2 ů ö— ů ö———— 3. Wach auf, wach auf,'sist ho · he Zeit,/ Christ, sei mit 438 Die Virche EE dei ⸗ner Silf nicht weit!/ Das wü⸗tend un ge⸗ ů——— ö—. 2 ö stü ⸗ me Meer/ läuft an mit Macht und drängt uns sehr. 2. Hilfst du nicht bald, so ists geschehn,/ zu Grund wir müssen eilends gehn./ Bedräu der Wellen wild Gebrüll,/ so legt es sich und wird ganz still. 3. Ach Serr, um deines Namens Ehr/ halt uns in Fried bei deiner Lehr!/ Gib deiner Rirche wieder Ruh,/ Gesund⸗ heit, gute Zeit dazu. 4. Darüber auch das allerbest,/ daß wir, im Glauben treu und fest,/ mögen preisen den Namen dein,/ dir leben, dein lieb Völklein sein, 5 aus deinem Geist ganz neu geborn;/ den gib uns, Serr, sonst ists verlorn./ Dies alles unser Serz begehrt,/ wiewohl wir sind der keines wert. 6. Haben das Widerspiel verschuldt,/ zum Zorn gereizt oft dein Geduld,/ des Worts treu Warnung stets veracht't,/ all Zucht und Ehrbarkeit verlacht. 7. Die Gbern und die Untertan/ nicht wollten gehn auf deiner Bahn,/ die Eltern samt den Jungen auch/ verachtet haben Recht und Brauch. 5. Jedoch weil unser Sach ist gut,/ so wehr all derer Uebermut,/ die uns bei Rechte lassen nicht/ und wehren deines Wortes Licht. 9. Mach uns vor ihnen nicht zu Spott;/ die Sach ist dein, du starker Gott. Gib uns den Feinden nicht zur Schand,/ wir wolln gern falln in deine Sand. 0. Züchtge du uns mit Vaters Rut sund mach uns böse Rinder gut;/ straf uns nun nicht in deinem Grimm,/ gedenk, was deiner Ehre ziem. 9). Qaß lästern nicht den Namen dein,/ dein Völklein halt zusammen fein;/ und mag es ja nicht anders sein,/ denn daß der Feind will schlagen drein, Die Kirche 439 2. so wir doch Frieden halten gern,/ wohlan, wir sehn auf dich, den Herrn./ Du bist doch der allmächtge Gott,/ dein Wame heißt: Serr Zebaoth! 33. Sei du Sauptmann in diesem Streit,/ dein siegreich zand helf uns beizeit,/ damit der Feind, wie groß er ist,/ muß sehen, daß du stärker bist. 4. In deiner Kraft wir liegen ob,/ daß weit erschall dein Ehr und Lob/ und alle Welt des inne werd,/ daß du noch lebst und herrschst auf Erd. Ambrosius Blaurer, 1492—1864. 419 Friedrich Filitz, 7847. Auch im Wechsel zwischen Einzelstimme(D) und Gemeinde(II). —— Der Tag wohl durch die Wol⸗ ken . Chri ⸗stus in al ler Weli er⸗ — dringt,/ die Nacht will uns ent wei ⸗chen, klingt,/ sein heil ⸗ges Wort des · glei ⸗ chen; II 4 4 1 ö I 9—— W— 0———— das lan ge Jahr/ ver dun⸗-kelt war,/ scheint SI— jetz⸗ und hell den Ar⸗ men und den Rei ⸗chen. z. Steht auf vom Schlaf, die Nacht ist hin,/ es leucht der helle Morgen,/ zu Christus kehrt Herz, Mut und Sinn,/ denn er für uns tut sorgen;/ all Vot, Gefahr/ er kennet gar;/ auf dieser Erd ist vor ihm nichts verborgen. . 42⁰/ a2) Die Rirche 3. O frommer Christ, denk an die Gnad,/ so uns ist wider⸗ fahren,/ daß er sein Wort uns gschenket hat/ in diesen letzten Jahren!/ Sein Lieb und Treu/ wird dadurch neu;/ wer der begehrt, an dem will ers nicht sparen. Aus der Reformationszeitd Straubing 3366). 420 Melchior Vulpius, 36oo. — 1 2— +.. +. +. V 23 .......— 4 1 bet den Serrn, ihr Zei⸗ den all,/ preist ihn, ihr Völ⸗ ker all zu⸗mal,/ 8 2 — R sus¹Ʒÿ lobt Gott von Her ⸗ zens ⸗ grun ⸗ de dankt ihm zu al ⸗„ler Stun de, daß er euch I 2 ö— ö ee. B- n,—————— auch er⸗ wäh ⸗let hat/ und mit⸗ ge ⸗ tei ⸗let I 4 +. I 2=2. + 1— ———————— E sei ⸗ ne Gnad/ in Chri⸗sto, sei nem Soh„ne. 2. Denn seine groß Barmherzigkeit /tut über uns stets walten,/ sein Wahrheit, Gnad und Gütigkeit/ erscheinet Jung und Alten/ und währet bis in Ewigkeit,/ schenkt uns aus Gnad die Seligkeit,/ drum singet Sallelujah! 56⁰0 421 Johannes Jehle, 392). Auch nach der Weise: Was mein Sott will, das gscheh allzeit(Vr. zje). 7·4 4 +A— ——————2——— — . Der Glau⸗be bricht durch Stahl und sU ssù II—+ 1143189 F7F1 40 —2——— 2 Die Kirche 4² ....— Stein/ und kann die All⸗ macht fas sen; er — EII — EN — 7 5 N wir⸗ket al⸗les und al ⸗lein,/ wenn wir ihn IIE ů 5 S.... x— Dν— 2—— —. ꝛ. —. glau ben kann,/ so kann er al⸗ les ma ⸗chen;/ der Er⸗de KRräf⸗te sieht er — Li an/ als ganz ge⸗ rin ⸗ ge Sa ⸗ chen. 2. Die Zeugen Jesu, die vordem/ auch Glaubenshelden wa⸗ ren,/ hat man in Armut wandeln sehn,/ in Trübsal und Gefahren.„Und des die Welt nicht würdig war,/ der ist im Elend gangen;/ den Fürsten über Gottes Schar/ hat man ans Kreuz gehangen. 3. Gelobet sei die Tapferkeit/ der Streiter unsers Fürstenz/ verlacht sei die Verwegenheit,/ nach ihrem Blut zu dürsten!/ wie gut und sicher dient sichs nicht/ dem ewigen Monarchenl/ Im Feuer ist er Zuversicht,/ fürs Wasser baut er Archen. 42² Die Kirche 4. Wir wollen unter Gottes Schutz,/ den Satan zu ver⸗ treiben/ und seinem Zohngeschrei zum Trutz,/ mit unsern Vätern gläuben./ Wenn man den Herrn zum Beistand hat,/ und's Serz voll seiner Freuden,/ so läßt sichs auch durch seine Gnad/ um seinetwillen leiden. Wikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—760. Weise. In Gott ver⸗ borgen leben. Frankfurt a. M. 3778. .II E 1 ö 1— — 9——. ö ö ů—— .... ). Wir wolln uns ger⸗ ne wa ⸗ gen,/ CIII * HII 87 . Q. 787 * sa ⸗gen,/ die's Tun ver⸗ gißt./ Wir wolln nach ö I 1— 1— — 1 1 + 1 +.— +—. ͤä......ee Ar⸗beit fra⸗ gen,/ wo wel ⸗che ist,/ nicht r ....——.— ö 6• 2—. —————— E——.— 2—95 d., un ⸗sre Stei⸗ne tra⸗ gen/ aufs Bau⸗ge⸗ rüst. Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 370076o. Die Kirche 4²3 weise: Ach mein Serr Jesu, dein Nahesein(Vr. 206). Rarl Knödel, 5853. ö Auch als Wechselgesang: Gem. 3. 2, Chor m. 3, Ch. Fr. 4, G., Einz. 6. ö— ö ö 3. Die Nir che Chri ⸗sti, die er ge⸗ QQ — L * weiht/ zu sei⸗ nem Hau⸗se, ist weit und 4 ——— 1.— 2...— ö — breit/ in der Welt zer⸗ streu⸗et,/ in Nord und F 6⁵ 2⁵⁰—— * 4——— — 1.— ———— 1—— Iì.⁊-Iü Sü⸗ den, in Ost und West, und doch ——— ES IEEEEE so hie ⸗ nie den/ als dro⸗⸗ben eins. z. Sie sind einander nicht all bekannt,/ und dennoch sind sie sich nah verwandt:/ einer ist ihr Heiland,/ ihr Vater einer, s ein Geist regiert sie, und ihrer keiner/ lebt mehr sich selbst. 3. Dem leben sie, der sie mit Blut erkauft/ und mit dem heiligen Geiste tauft; /und im wahren Glauben/ und treuer Liebe/ gehn ihrer Soffnung lebendge Triebe/ aufs Ewige. 3. Die unumschränkete and des Serrn/ besorgt sie all in der Väh und Fern;/ und wenn in der Demut/ sie ihn nur meinen,/ eilt er, im Geiste sie zu vereinen/ zu einem Leib. . So wandelt er durch die Gemeinden hin,/ die schaun wie Stern um die Sonn auf ihn;/ und wo Glaube wohnet,/ 424 Die Kirche da steht er mitten/ und füllt die Seinen in Pilgerhütten/ mit Gnad und Licht. 6. G Geist des Herrn, der das Leben schafft,/ walt in der Kirche mit deiner Kraft,/ daß die Gotteskinder/ geboren werden„ gleichwie der Morgentau, schon auf Erden/ zu Christi Preis. Nach August Gottlieb Spangenberg, 57⁰⁴4—792. Weise: Nun preiset alle (Nr. 236). Apelles von Löwenstern, 3644. . ů— 40* ö ů—. ö . Weit durch die Lan⸗ de/ und durch die 1— 1.— I 1— I 1 In ⸗seln weit,/ ja bis zum Ran⸗de/ der Er ⸗»de Ts + Kan*— I—— aus ⸗ ge⸗ streut,/ singt un ⸗ ser Bund in vie ⸗len ö I I zun ⸗gen/ Psal⸗ men dem mei ⸗ ster und Sul · di⸗ — U +*+ * 4 * EIII +— — SP I IIIIIIIIIII..— 1 gun ⸗gen,/ Psalmen dem Mei⸗ster und Zul⸗di gun ⸗gen. 2. Ein Herr und Meister/ ist unser Haupt und Sort;/ er prüft die Geister/ und braucht sie da und dort; ⸗ doch alle, fest auf ihn verbunden,/ 1 stehen vor ihm in geweihten Stun⸗ den. ,: 3.„Er Herr, wir Brüder“,/ so ruft der ganze Bund. Er Zaupt, wir Glieder“,/ so tönt durchs Erdenrund/ des freien Bundesvolks Gemeine,/ eine nur ist es und ewig seine. k Die Rirche 4²5 g. Wo wir auch wohnen, verknüpft uns seine Sand,/ durch alle zonen/ reicht unser Bruderband./ In ihm und seines Geistes Frieden// bleiben Entfernte doch ungeschieden. 6. Gruß euch, ihr Lieben,/ dort über Land und See!/ Teil nehmt ihr drüben/ an unserm Wohl und Weh./ O dankt dem gerrn! In seinen Sänden// ruhn wir getrost an der Erde Enden. 6. Zieht hin in Frieden,/ die ihr zu scheiden scheint,/ in Horden, Süden/ fühlt euch mit uns vereint!/ Mit Blicken und mit Serzensflammen/ 2/: treffen wir immer in ihm zu⸗ sammen. 27 Karl Bernhard Garve, 3763—84). weise: Valet will ich dir 42 geben(Nr. 352). Leipzig 3638. 0 — ö x 2 2 2— 2— dE. .. ů Der du in To⸗ des⸗ näch ⸗ten/ er⸗ und dich als den Ge⸗ rech ⸗ten/ zum 2 472 D—.— ‚‚—————— ESIAQ kämpft das Seil der Welt Bür⸗gen dar I Rene“ der du den Feind be 4..— 4 4 2 1 + —* 1 zwun · gen,/ den Him⸗- mel auf ⸗ge tan,/ dir ISISISSeeeeeEE —— EEE—— stim⸗ men un⸗ sfre Zun⸗gen/ ein Hal ⸗le ⸗lu jah an. 2. Im Simmel und auf Erden/ ist alle Macht nun dein,/ bis alle Völker werden/ zu deinen Füßen sein;/ bis die von Süd und Worden,/ bis die von Ost und West/ sind deine Gäste worden/ bei deinem Sochzeitfest. 4² Die Rirche 3. Voch werden sie geladen,/ noch gehn die Boten aus,/ um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen dir dein Haus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer,/ hinaus zu streun dein Feuer/ ins weite Völkermeer. 4. So sammle deine Herden/ dir aus der Völker Jahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abendmahl./ Schließ auf die hohen Pforten,/ es strömt dein Volk heran;/ woꝰs noch nicht Tag geworden,/ da zünd dein Feuer an! Christian Barth, 3799—3862. Weise: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 326). Jakob Sintze, 3678. Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Chor 2, Gem. 3. 4, Ch. 5, G. 6. I 1 ᷑—..— ö 7—. SSS SSSS........... I... + ö Laid 0 Hü⸗ter, ist die Nacht ver⸗schwundenꝛ/ Zü⸗ter, 35 Ach wir zäh⸗len al ⸗le Stun-den,/ bis die H 1 ů —— 4 ‚‚s 7—5 EE——.— ist die Nacht schier hin? ö Mor⸗gen ⸗wol⸗ken blühn, bis die Fin⸗ster⸗nis ent⸗ ů 1 ö 1ñ 427 1 wei ⸗chet,/ bis der Ster · ne Schein er ⸗blei⸗chet/ und der I + 2. + Son-ne warmer Strahl/ leuchtet ü⸗ ber Berg und Tal. 2. O du Sott der Macht und Stärke,/ sieh uns hier ver⸗ wundert stehn/ über deinem großen Werke,/ das vor unsrem Blick geschehn./ Manches Tor fün du entriegelt,/ viele See⸗ len dir versiegelt,/ gabst uns für das eidenland/ manches teure Unterpfand. ——22 :— Die Virche 427 3. Immer tiefer, immer weiter/ in das feindliche Gebiet/ dringt das Säuflein deiner Streiter,/ dem voran dein Ban⸗ ner zieht. Wo wir's kaͤum gewagt zu hoffen,/ stehn nun weit die Türen offen;/ mühsam folgt der schwache Tritt/ deinem raschen Siegesschritt. 3. Langsam und durch Schwierigkeiten/ waren wir gewohnt zu gehn;/ plötzlich bricht in alle Weiten/ deine and aus lichten Zöhn./ Staunend sehn wir dein Beginnen;/ keine zeit ists, lang zu sinnen./ Geh voran, wir folgen nach,/ wo dein Arm die Bahnen brach. 5. Breitest du in unsern Tagen,/ Serr, dein Werk noch weiter aus,/ laß uns mutig Steine tragen/ zu dem großen Tempelhaus. Aber laß es unsern Seelen/ nicht an tiefrer Gründung fehlen;/ gib uns den Verleugnungsinn,/ nimm die Zerzen völlig hin. b. Welch ein Segen wird ersprießen,/ wenn wir gehn an deiner Zand!/ Wenn uns deine Guellen fließen,/ grünet bald das dürre Land. Nationen allerorten/ strömen her zu deinen Pforten,/ fallen auf ihr Angesicht,/ jubeln laut im ewgen Licht. Christian Barth, 1799—3862. Weise: Wie lieblich sind die Wohnung dein. Johann Hermann Schein, 3627. 70 ——.—.—.—.... . Die Sach ist dein, Zerr Je⸗su Christ,/ die 1 ö— 22 AAIR .———— 2. 1 ———— Sach, an der wir stehn,/ und weil es dei⸗ ne ... Sa⸗che ist,/ xann sie nicht un ⸗ter ⸗ gehn./ Al⸗ V sso ——.—.— lein das Wei⸗zen ⸗ korn, be⸗ vor/ es frucht⸗bar 428 Die Kirche ö + . Kyrtemriv n in. ser. sproßt zum Licht em ⸗por,/ wird ster ⸗bend in der E E I Er ⸗de Schoß/ zu ⸗ vor vom eig⸗ nen We⸗sen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Saupt,/ durch Leiden himmel⸗ an/ und führest jeden, der da glaubt,/ mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich/ zum Teil am geiden und am Reich;/ führ uns durch deines Todes Tor samt deiner Sach zum Licht empor. 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab. /Belebe denn, o Lebensborn,/ die Welt, die Gott dir gab./ Send Boten aus in jedes Land,/ daß bald dein Name werd bekannt,/ dein Name voller Seligkeit;/ auch wir stehn dir zum Dienst bereit. Samuel Preiswerk, 5799—387). Str. 3 Graf Felician von Zaremba, 794—3873. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Vr. 3)). Gem. Auch als Wechselgesang. 2 — —. 2 — Frankfurt a. M. 3599. 1.——.—. —. ů ö—. ö ö —, 225 vr ir— Hte— — 0 Rö-nig Je⸗ su, strei ⸗=te, sie ⸗ge,/ daß Blick auf dei ne Frie⸗dens ⸗bo⸗ten,/ laß 1 1 8..— 1— + 12—. 2 1— 8 1 —* — + al ⸗les bald dir un⸗ter„lie⸗ge,/ was lebt we⸗ hen dei⸗ nen Le⸗bens odem/ durchs gan⸗ Einzelne —————1 ö ——— und webt in die⸗ ser Welt. ze wei ⸗ te To⸗ ten„feld! Er ⸗hö ⸗re 17267 — 11411— 114184 411IIG6E 41 Die KRirche 1 X S.— —— DE un ⸗ser Flehn/ und laß es bald ge⸗schehn! Chor Alle ö—— D.— n—— ——————— A⸗ men, A⸗men!/ So rüh⸗men wir/ und jaͤuch⸗ e 8 1 4 4 1—..— 22—. . 2 ‚ ö REEE zen dir/ ein Hal ⸗le⸗lu⸗ jah für und für. 5827. e Weise: G Gott, uiw uchen duch Vr. 8359. 429 Wien 3774. 0 ö LVL I* — 2 —— X& . N1— x Je⸗sus ist der Sie ⸗ges⸗held,/ ö Je ⸗ sus ists, dem al„ le Welr/ ——— — 5 der all sei ne Feind be ⸗ sie ⸗ get, v bald zu sei» nen Fü ⸗ßen lie ⸗get./ + 4 wurn„—1— E Je⸗ sus ists, der kommt mit Pracht/ ————————— ö ů‚ cKKcc‚I und zum Licht führt aus der Vacht. Johann Christoph Blumhardt, 3808 880o. 43⁰ Die Rirche Weise: Ich freu mich in dem Serren. 3 Bartholomäus Selder, egs. Auch nach der Weise: Valet will ich dir geben(Vr. 352). 5„—III——— 2.— äIII TIIIAI r kennt der Zerr die Sei⸗ nen/ und die Gro⸗-ßen und die Elei⸗ nen/ in +. 1 4Z. 1 8. V hat sie stets ge⸗kannt, je ⸗dem Volk und Land; er läßt sie nicht ver⸗ 1—.— . der ⸗ben,/ er führt sie aus und ein;/ im Le⸗ ben ů—— 1 2.2—— ö ö——H e, d, und im Ster⸗ben/ sind sie und blei⸗ben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glauben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren,/ als säh er ihn, ver⸗ traut,/ der aus dem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer Soffnung Mut,/ die fröhlich auf dem Einen,/ daß er der Serr ist, ruht,/ in seiner Wahrheit Glanze/ sich sonnet frei und kühn,/ die wunderbare Pflanze,/ die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe,/ die seiner Liebe Frucht,/ und die mit lauterm Triebe/ ihm zu gefallen sucht,/ die andern so begegnet,/ wie er das Serz bewegt,/ die segnet, wie er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. 8. So kennt der Herr die Seinen,/ wie er sie stets ge⸗ kannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und gand:/ am Werk der Gnadentriebe/ durch seines Geistes Werr. an Glauben, HSoffnung, Liebe/ als seiner Gnade Werk. 171 211 Die Kirche 43 6. So hilf uns, Zerr, zum Glauben/ und halt uns fest dabei;/ laß nichts die Zoffnung rauben,/ die Liebe herzlich sei!/ Und wird der Tag erscheinen,/ da dich die Welt wird ehn,/ so laß uns als die Deinen/ zu deiner Rechten stehn! Philipp Spitta, 389)- 3889. weise: Lobet den Herrn, ihr Zeiden all(Wr. 42o). 1 Melchior Vulpius, 3609. guch als Wechselgesang: Chor(M.)) I, Ch.(Fr.) II, Gem. 2, Jug. Einz. 3 I, Jug. Alle 3 II, G. 4. , en dne wenn m, Künin, da. *.—.d+½Ua—j—1— e, u.— 7—. ech an die Macht, du Arm des Serrn,/ 2 Noch hilfst du dei nem Vol⸗ ke gern,/ I1 e n rnminr ne in, dn dr V DSDDiDiDiiiie— wohl⸗ auf, und hilf uns strei ⸗ ten! 31 wie du ge ⸗ tan vor zei ⸗ ten. Wir sind im .= S.S..............———— Kamp⸗-fe Tag und Vacht;/ o Serr, nimm gnä⸗ dig —— E —.— uns in acht/ und steh uns an der Sei ⸗ten! 2. Mit dir, du starker Seiland du,/ muß uns der Sieg gelingen;/ wohl gilts zu streiten immerzu,/ bis einst wir dir lobsingen./ Wur mut! Die Stund ist nimmer weit,/ da wir nach allem Kampf und Streit/ die Lebenskron er⸗ ringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um,/ wir lassen uns nicht grauen;/ du wirst aus deinem Seiligtum/ schon unsre Vot erschauen./ Fort streiten wir in deiner ut/ und wider⸗ stehen bis aufs Blut/ und wollen dir nur trauen. 43² Die Kirche 4. Berr, du bist Gott! In deine Zand /.o laß getrost uns fallen!/ Wie du geholfen unserm Land,/ so hilfst du fort noch allen,/ die dir vertraun und deinem Bund/ und freudig dir von Serzensgrund/ ihr Loblied lassen schallen. Friedrich Oser, 3820—389). Weise: Der Herr ist Rönig überall. einrich Schütz, 3383)672. —— DSDIIT‚‚E‚‚‚‚e—.—.II.IIII . ö. ö +. +2 + 1 Rommt her, des Rö nigs Auf ⸗ge⸗ . daß freu⸗dig wir in Drang und 1 +.. I + 4—. — 5357. D Ne a. ——‚——. 0—. bot, die sei ne Fah⸗ ane fas⸗ Vot sein Lob er ⸗ schal len las⸗ — ö— + V 2— — 2— v. Er hat uns sei» ner Wahrheit ur * * V UI —————— — 2 2 Für ihn wir tre ten auf den Platz./ I ——* 1— Und wo's den Zer zen grau ⸗et,/ 187 13II 4 Die Kirche 4³ 3 IIrttr.. ——————— zum ö⸗ nig aunf ge· schau 5333.. 2. Ob auch der Feind mit großem Trutz/ und mancher List will stürmen,/ wir haben Ruh und sichern Schutz/ durch seines Armes Schirmen./ Wie Gott zu unsern Vätern trat/ auf ihr Gebet und Klagen,/ wird er, zu Spott dem feigen Rat,/ uns durch die Fluten tragen./ Mit ihm wir wollens wagen! z3. Er mache uns im Glauben kühn/ und in der Liebe reine./ Er lasse Herz und Zunge glühn,/ zu wecken die Ge⸗ meine./ Und ob auch unser Auge nicht/ in seinen Plan mag dringen: /er führt durch Dunkel uns zum Licht,/ läßt Schloß und Riegel springen./ Des wolln wir fröhlich singen! Friedrich Spitta, 78392— 5924. 433 W. Rudin, t 92). Auch als Wechselgesang: Einz.), Chor 2, Gem. 3, Alle 4. H IRI..EI R——————— Deeee.eeeeeeeeeteeeeeeeee-eee. 3. O se ⸗ li ⸗ ger Tag, des in Hoff⸗ ——— + + 1— .. nung wir har ⸗ren,/ da ein ⸗ stens die Welt Got · tes I . XXD— * 1 1 4 Keich wor⸗den ist,/ das Men⸗ schen⸗ge⸗schlecht zur Be⸗ ———————— frei⸗ ung ge ⸗ kom⸗-men,/ die Völ⸗ker be⸗ ken⸗ —.——— 1 1— ————eeee‚‚e—— nen, daß„Serr ist der Christ“;/ ge⸗ tö⸗ tet der 434 Sonntag und Gottesdienst 2* 7.——.. 2 2— ——— Tod und die Sün⸗ de zer ron⸗ nen,/ Er„lö⸗ ———————— + 1 ————— sung in Fül ⸗le für e⸗ wig ge⸗ won ⸗nen. 2. Er kommt! Ja er kommt, jener Tag, des wir harren,/ auf Morgenrots Wolken sein Licht wir schon schaun./ Voch herrschet das Dunkel in nebligen Tälern,/ doch glänzt auf den Söhn jungen Tags erstes Graun./ Er kommt, um zu stillen der Trauernden Tränen./ Er kommt, zu erfüllen der Seiligen Sehnen. 3. Er kommt! Ja er kommt, jener Tag, des wir harren,/ da Völker sich finden in Liebe und Treu,/ der Herr aller Himmel wird Rönig auf Erden/ und selig die Menschheit sich gründet aufs neu,/ der Tag, der der Zeilgen Gebete erfüllet,/ der Tag, der das Suchen im Schauen uns stillet. 4. Er kommt! Ja er kommt! Zeil dem Tag, des wir harren/ Der strahlendste Tag, der der Welt je erschien,/ da Er, der Allmächtge, alleine regieret/ und Satan und Sünde sein Angesicht fliehn,/ da sündlos die Schöpfung, erlöst von dem Streiten,/ verkündigt sein Lob bis in ewige zeiten. Nathangel Beskow, 3865. Sonntag und Wottesöienst Bewahre deinen duß, wenn du zum Zause Gottes gehst, und komm, daß dͤu hörest. Pred. 4,I. Weise: Serr Jesu Christ——. dich zu uns wend(Vr. 130). 43 Leipzig 3625. Psalm 3oo. Auch Wechselgesang: Chor 3. 2, Gem. 3, Ch. 4. 5, Gem. 6. 7. +. I.— E U—— L I 13..—.— 0 l . Nun jauchzt dem Zer⸗ren al⸗le Welti/ Rommt her, — W — Sonntag und Gottesdienst 4359 — ———— zu sei ⸗nem Dienst euch stellt,/ commt mit Froh⸗ lok⸗ken, —— E rn d. vm Rinrr iD‚DiSDDP IESSSEE. säu ⸗met nicht,/ kommt vor sein hei⸗lig An ⸗ge⸗ sicht! 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr,/ der uns erschaffen ihm zur Ehr,/ und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad/ ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht/ und uns zu seinem volk gemacht,/ zu Schafen, die er ist bereit/ zu führen stets auf gute Weid. 3. Die ihr bei ihm nun wollet sein,/ kommt, geht zu seinen Toren ein/ mit Loben durch der Psalmen Klang,/ zu seinem vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm!/ Lobsinget ihm mit lauter Stimm,/ dankt und lobsinget allesamt!/ Gott loben, das ist unser Amt. b. Er ist voll Güt und Freundlichkeit,/ voll Lieb und Treu zu jeder Zeit;/ sein Gnad währt immer dort und hier/ und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron/ und Jesus Christ, sein eigner Sohn,/ samt Gott, dem werten heilgen Geist,/ sei nun und immerdar gepreist. Vach Cornelius Becker, 336)οe, von David Denicke(D, 3603— 3680. Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn. Vor 3683. H +.. DPPIPPIPIPII IIII. *———— ·—— Lieb ⸗ster Sei⸗land, na⸗ he dich,/ mei⸗ nen Grund Vund aus al⸗lem kräf⸗tig⸗lich/ mich in dich Frankf. Evang. Gesangb. 58 436 Sonntag und Gottesdienst ö e SSII be üh⸗„„*„ ein füheer daß ich dich/ in⸗nig ⸗lich/ mög in ——— ö——— 1 2——. S S IIIIIAII... — Lie ⸗be fas⸗ sen,/ al⸗les an⸗dre las⸗sen. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ treuer Zirt der Seelen,/ denn wenn ich in dir nicht bin,/ muß mein Geist sich quälen. Kreatur/ ängstet nur,/ du allein kannst geben/ Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von allem frei,/ gründlich abgeschieden, daß ich eingekehret sei/ stets in deinem Frieden,/ kindlich, rein,/ sanft und klein,/ dich in Unschuld sehe,/ in dir leb und stehe. 4. Menschenfreund, Immanuel,/ dich mit mir vermähle;/ du sanfter Liebesquell,/ salbe Geist und Seele,/ daß mein en„sanft und still/ ohne Widerstreben/ dir sich mag ergeben. §. Jedermann hat seine Lust/ und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt:/ Berr, in dir zu bleiben./ Alles soll/ folgen wohl,/ wenn ich mich nur übe/ in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern,/ und was sonst kann stören!/ Jesu, ich will schweigen gern/ und dich in mir hören:/ schaffe du/ wahre Ruh,/ wirke nach Gefallen!/ Ich halt still in allem. 7. Was noch flüchtig, sammle du;/ was noch stolz ist, beuge;/ was verwirret, bring zur Ruh;/ was noch hart, erweiche:/ daß in mir/ nichts hinfür/ lebe noch erscheine/ als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen, 36973769. Weise: Sei willkommen, Jesulein. mMühlhausen 3733. Auch nach der Weise: Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. 150). H EEE— ö + ů* — vse-ni.e, E Rü⸗ sie uns mit Kraft vom Serrn,/ leh⸗re zeig den Sim⸗mel uns von fern,/ un⸗aus⸗ + iang Sonntag und Gottesdienst 437 ö ö— uns mit In⸗brunst be⸗ ten sprech⸗lich lehr uns be⸗ ten: komm, o Geist, komm N SSSIII———— 1 ID 1 + I + und ver⸗ei ⸗ne/ dich der glau ⸗ ben ⸗ den Ge⸗ mei ⸗ ne. 2. Diese Welt und ihre Müh,/ dieses Lebens kurze Leiden,/ Sünd und Tod vergesse sie,/ voll von ihres Gottes Freuden,/ daß sie sich zu ihm erhebe,/ ihn empfind und in ihm lebe. Friedrich Gottlieb Rlopstock, 37³24—3803 Weise: O Gott, der du ein Seerfürst bist. Lyon 3862 Psalm 84. Auch als Wechselgesang: Chor M.) I, Ch. Fr. YII„ Ch. Alle III; Jug. 23 Ch. M. 3 I, Ch. Fr. s II, Ch. Alle 3 III; G. 4 I, Ch. 4 II, G. 4 III; Alle 5. 3. Wie lieb ⸗lich schön, HBerr ze⸗ ba⸗ 4—————— EISS SISISI‚I‚I‚I‚II..........—— oth,/ ist dei ⸗ ne Woh⸗ nung, o mein Gott;/ wie ö ö ö + I J.—— FI ö— —————————— seh net sich mein Herz, zu ge ⸗ hen,/ wo I1 ů— ö . ö ID— du dich hast ge offen ⸗bart,/ und bald in ö— DiI‚I‚‚. iieiiiii ‚......— dei=ner Ge gen⸗wart/ im Vor-hof nah am 438 Sonntag und Gottesdienst III — +— —————— 1.——— Thron zu ste⸗hem/ Dort jauch zet Fleisch und Geist in SS..I.II.II.I.II... mir,/ o Gott des Le⸗ bens, auf zu dir. I 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus,/ sie brüten ihre Jungen aus;/ du gibst Befriedigung und Leben./ Zerr Zebaoth, du wirst auch mir,/ mein Herr, mein Gott, ich traue dir,/ bei deinem Altar Freude geben./ G selig, wer dort allezeit/ in deinem Lobe sich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt/ dich, Serr, für seine Stärke hält,/ von Zerzen deinen Weg erwählet!/ Geht hier sein Pfad durchs Tranental,/ er findet auch in Not und Qual,/ daß Trost und Rraft ihm nimmer fehlet;/ von dir herab fließt mild und hell/ auf ihn der reiche Segensgquell. 4. Wir wallen in der Pilgerschaft/ und gehen fort von Kraft zu Kraft,/ vor Gott in Zion zu erscheinen./ Sör mein Gebet, Herr Zebaoth,/ vernimms, vernimms, o treuer Gott,/ erquicke mich auch mit den Deinen,/ bis wir vor deinem Throne stehn/ und dort anbetend dich erhöhn. 9. Gott, unser Zerr, ist Sonn und Schild,/ er deckt uns, er ist gut und mild,/ er wird uns Gnad und Ehre geben./ Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut; er hilft im Tod,/ er selber ist der Frommen Leben. Heil dem, der stets in dieser Welt,/ Serr Zebaoth, an dich sich hält! Matthias Jorissen, 3739—3823. Weise: Alle m müssen Rerbrn.—.— 43 8 Christoph Anton, 3653. . I— —. ö.———*— IIII TTTET ö EII— + 0 Je⸗ su, See⸗len⸗freund der Dei⸗nen,/ Son · ne wan⸗delnd un ter den Ge⸗ meienen,/ die zu Sonntag und Gottesdienst 439 ——5—4 n He f. 2 9 —H— 220 ů ——1 N.— 2——— al⸗ler Serr=lich⸗keit, 4 1. dei⸗nem Dienst be⸗reit: Romm zu uns, wir sind bei ö ö sam⸗men,/ gie⸗ ße dei ⸗ne Gei · stes⸗flam⸗ men,/ gieße * ö ESEEEE—— .... 5 EE—— Licht und Le⸗ben aus/ ü⸗ ber dies dein Gotteshaus. 2. Romm, belebe alle Glieder,/ du, der Kirche heilig Haupt;/ treibe aus, was dir zuwider,/ was uns deinen Segen raubt!/ Romm, entdeck uns in der Klarheit/ Gottes Serz voll Gnad und Wahrheit,/ laß uns fühlen allzugleich:„Ich bin mitten unter euch!“ 3. Laß sich die Gemüter kehren/ zu dir, Glanz der Ewig⸗ keit!/ Laß uns innigst nur begehren,/ was uns dein Er⸗ barmen beut. Laß dein Licht und Leben fließen/ und in alle sich ergießen,/ stärke deinen Gnadenbund,/ Herr, in jedes Serzens Grund. 3. Romm, o Serr, in jede Seele,/ laß sie deine Wohnung sein,/ daß dir einst nicht eine fehle/ in der Gotteskinder Reihn./ Laß uns deines Geistes Gaben/ reichlich miteinander haben; offenbare heiliglich,/ Saupt, in allen Gliedern dich. 3. Was von dir uns zugeflossen,/ müsse Geist und Leben sein;/ was die Seele hat genossen,/ mache sie gerecht und rein./ Romm, o Jesu, uns zu segnen,/ jedem gnädig zu be⸗ gegnen,/ daß in ewger Lieb und Treu/ jedes dir verbun⸗ den sei. NVach Michael Sahn, 5788)839. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade II. Basel 374). —.8. E B r nrmmir IHinme, ue, Hnn *2. 3. Got⸗-tes ⸗stil ⸗äle, Sonn⸗tags ⸗ frü ⸗ he,/ 440 Sonntag und Gottesdienst SPIPSPSPPSPIPISPIPIITIIII Ru⸗ he, die der Serr ge⸗bot!/ Mei ne See⸗ le, wach und glü⸗ he/ mit im hel ⸗len Mor⸗gen⸗rot! 2. O das nenn ich selge Stunde,/ wo man dein, o Berr, gedenkt,/ wo man mit der frohen Kunde/ von dem ewgen Heil uns tränkt. 3. Veues Leben, neue Stärke,/ reiner Andacht frische Glut/ zu dem frommen Liebeswerke/ schöpf ich aus der Gnadenflut. 4. Und von göttlichen Gedanken/ einen reichen Blüten⸗ strauß/ trag ich heimwärts, Gott zu danken/ in dem kleinen, stillen Saus. 8. Erde weit und ohne Grenzen,/ Himmel, drüber ausge⸗ syannt,/ reich an Sternen und an Kraͤnzen/ scheint ihr mir ein heilig Land. 6. Laß die Flammen stets mir brennen,/ o mein Seiland Jesu Christ! aß es alle Welt erkennen,/ daß mein Zerz dein Altar ist! max von Schenkendorf, 3783—136)7. 440 Ronrad Rocher, 1838. Auch als Wechselgesang: Gem. 3, Chor 2, Jug. 3, G. 4,. +.* 1 J. — L* S.SPSPSSISISISIIIIIII IIIII— W er Seiland, wir sind hier/ in der 2 un ⸗sre Sinnen und Be⸗gier/ len⸗ke SSS..... sanit dein Wine 3 deines Wortes heller Schein/ strahl in I Sonntag und Gottesdienst ——— I— nr————— . un⸗ser Serz hin⸗ein,/ uns mit Licht er ⸗fül ⸗lei 2. Kehr, o Jesu, bei uns ein,/ komm in unsre Mitte;/ wollest unser Lehrer sein,/ hör der Sehnsucht Bitte:/ deines Wortes stille Kraft,/ sie, die neue Menschen schafft,/ bilde gerz und Sitte! 3. Von dir lernen möchten wir/ deiner Sanftmut Milde,/ möchten ähnlich werden dir,/ deinem Demutsbilde,/ deiner stillen Tätigkeit,/ deiner armen Viedrigkeit,/ deines Wohl⸗ tuns Milde. 3. Zeige deines Wortes Kraft/ an uns armen Wesen;/ zeige, wie es neu uns schafft,/ Rranke macht genesen. Jesu, dein allmächtig Wort/ fahr in uns zu wirken fort,/ bis wir ganz genesen! 6. O wie selig ist es, dir/ kindlich zu vertrauen! Uner⸗ schüttert können wir/ auf dich, Felsen, bauen./ Herr, wir glauben in der Zeit,/ bis die selge Ewigkeit/ uns erhebt zum Schauen. Seinrich Zeller, 77790860o. Weise: Vater unser 4 1 im Zimmelreich(Vr. 389). Leipzig 3839. HEEE—— 4—.—. EEEEE 1 1.— II . Amen, Lob, Preis und Herr- lich⸗keit/ sei un⸗ ..........‚ serm Gott zu al ⸗ler Zeit!/ Wir gehn wohl fort aus E DDPDPDIIIEE ö 2——.—..— seinem aus,/ doch Gottes Leuchte lischt nicht aus /das Lied ver⸗ 44² Sonntag und Gottesdienst ————.— a,v. hallt, der Se⸗gen bleibt;/ das Wort steht, ob die Welt zerstäubt. 2. Zerr, führ uns all auf Christi Bahn/ zu Licht und Freiheit himmelan!/ Die Liebe mehr, den Glauben stärk/ und baue fort dein Ackerwerk,/ bis alle Welt an Christum gläubt,/ der gestern, heut und ewig bleibt. Christian Friedrich Heinrich Sachse, 3785—860. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Vr. 365). 44 Darmstadt 3698. E — ů— —1— 14 I S.......——— . Sieh uns fer=tig, ge ⸗gen ⸗ wär=tig,/ — IIIIII— ——⏑— 2 an ⸗ zu ⸗be⸗ ten, Zerr, vor dir!/ Dir zur —..—————....——— 333 S— DDISDD— Eh⸗re, uns zur Leh⸗re/ sind wir all ver⸗ ö ö .——.—d———„ ö 4*———. .———.—. 1 sam ⸗melt hier!/ Zerr, er schei ⸗ ne! Groß und — ——— Rlei ⸗ne,/ dei ⸗ner Gna⸗ de har⸗ren wir. 2. Hohe Stille, Segensfülle/ weht um uns an diesem Ort;/ was zerstreuet und entzweiet,/ bleib' aus diesen Mauern fort!/ Wore Hallen soll durchschallen,/ Herr, Serr, dein lebendig ort. ö Sonntag und Gottesdienst 443 z. Sieh uns fertig, gegenwärtig,/ anzubeten, Herr, vor dir;/ brich die Wolke, zeig dem Volke /offen deine Him⸗ melstür!/ Laß uns brennen und erkennen:/ Ja fürwahr, der HZerr ist hier! Rarl Gerok, 18339— 3890. Weise: Herr Zesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 316). Görlitz 3648. Auch als Wechselgesang: Einz.), Gem. 2, Ch. m. 3, Ch. Fr. 4, ZJug., ö Einz. 6, G. 7. . ö ů —5 3—— T.— V— . . NVun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern,/ du se⸗ ö V r. 1 +. + 2 + +. ———— lig ma⸗ chend Wort des Serrn,/ du Pfand des Seils, das . ........... uns im Sohn/ der Va⸗ter gab von sei⸗nem Thron! z. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die Herzen sind dir aufgetan;/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen auf: Versäum uns nicht! z. Du Wort der Wahrheit, lautrer Guell,/ mach unsre Glaubensaugen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn/ und in der Welt nicht irre gehn! 4. Du Wort der Buße, füll das Serz/ uns an mit tiefem Rkeueschmerz,/ daß unser Flehn und Seufzen sei:/ Gott steh WANN uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort,/ o bring uns Botschaft fort und fort/ von ihm, der für uns litt und starb/ und uns Gerechtigkeit erwarb! b. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft,/ daß wir, der Eitelkeit entrafft,/ im gnädig dargebotnen Seil/ begreifen unser ewges Teil! 7. So geh uns auf, du Gottesglanz,/ durchdring uns und verklär uns ganz,/ du Wort, das noch in Kraft besteht,/ wenn Erd und Simmel untergeht! Julius Sturm, 38363896. Tullfe unò HKonfirmatlon Wir sehnen uns bei uns selbst nach der Sinoͤschaft Gottes. Jind wir denn Sinder, so sind Wir auch Erben, Gottes Er⸗ ben und Miterben Christi. Röm. 8, 23, I7. I 6 Auch als Wechselgesang: Einz.), Gem. 2. . Ach, lie ⸗ber Her re Je⸗su Christ,/ weil — ů ————— E S S S SISISISISISISIIIIIIII.... du ein RNind ge⸗ we⸗sen bist,/ so gib auch 1— 1 1 1 +, die sem Rin ⸗-de ⸗lein/ dein Gnad und auch den — 1.. 1. +. 1 1 ͤöä III—— Se⸗gen dein./ Ach 36 su, Ber⸗re mein,/ be⸗ hüt dies Rin ⸗ de ⸗lein. 2. Deinr Engel Schar die wohn ihm bei,/ es schlaf, es wach, und wo es sei./ Dein Geist behüts, o Gottes Sohn,/ daß es verlang der Zeilgen Rron./ Ach Jesu, lieber Serre mein,/ behüt dies Kindelein. Seinrich von Laufenberg, t um 1488. Taufe und Konfirmation Auch nach der Weise: Es wolle dei und gnädig sein(Vr. 92). 445 0 — 445 Johann Walther, 3824. 5 Christ un⸗ ser Herr zum Jor⸗-dan von Sankt Jo⸗ hann die Tau ⸗fe —I—— — E— . kam/ nahm,/ Wil 'rfül⸗ nach sei ⸗ nes Va ⸗ters sein Werk und Amt zu .————— D= Da wollt er D.........— I 44 auch den stif ten uns ein Bad,/ zu wa · schen uns von Sün den,/ er ⸗säu ⸗fen bit⸗tern Tod/ durch sein selbst Blut und Wun⸗ ....— —— ö 14——.—.—.—— ö 2. 1—. 1 den;/ es galt ein neu ⸗ es Le ben. 2. Sein Jünger heißt der Serre Christ:/ Geht hin, all Welt zu lehren,/ daß sie verlorn in Sünden ist,/ sich soll zur Buße kehren. Wer glaͤubet und sich taufen läßt, soll dadurch selig werden;/ ein neugeborner Mensch er heißt,/ der nicht mehr könne sterben,/ das Simmelreich soll erben. 446/447 Taufe und Konfirmation 3. Das Aug allein das Wasser sieht,/ wie Menschen Wasser gießen,/ der Glaub im Geist die Rraft versteht/ des Blutes Jesu Christi;/ und ist vor ihm ein rote Flut/ von Christi Blut gefärbet,/ die allen Schaden heilen tut,/ von Adam her geerbet,/ auch von uns selbst begangen. Martin Auther, 1483—3646. Weise: Vater unser im Simmelreich(VNr. 3509). Leipzig 3339. RIEEEIEET. ö———.— —————— j.———.—— , da-w, E. 3—— +—— l. ). Dies Kindlein, Je⸗su, ist nun dein;/ Iaß es 1 1 ............ dir wohl emp⸗foh⸗len sein!/ Mit Was⸗ser tau⸗fen 2— +, denen, Le A v. In wir es heut,/ mit Geist tauf du's in E⸗wigkeit!/ Wir wollens SDSDSSSiieeeeeeee pfle⸗gen fort und fort;/ mach, Zerr, es e⸗ wig se⸗lig dort! Robert Steiger. Weise: Christus der ist mein Leben(Vr. 334). Melchior Vulpius, 3609. 2— 4—— ——— . Nun schreib ins Buch des Lebens,/ Herr, ih⸗ re Namen 1— I 2—...—.—.—— —W—51——— ————— ein/ und laß sie nicht vergebens/ dir zu⸗-ge⸗füh⸗ret sein. Das heilige Abendmahl 448 2. Ach präge jedem Kinde/ dein Wort recht tief ins Herz,/ daß es, bewahrt vor Sünde, dir dien in Freud und Schmerz. 3. Du, der du selbst das Leben,/ der Weg, die Wahrheit bist,/ uns allen wollst du geben/ dein Seil, derr Jesu Christ. Vor 18830. Das heilige Zlbenoͤmahl Der gesegnete Selch, welchen wir sognen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Ehristi? Das Brot, das Wir bre⸗ chen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? I. Sor. 10, Io. 44 8 Straßburg 3530. + D 1 7.. q—— 2.—.—9——*—— 2. 1—— E— 1 3. Im Frie⸗den dein,/ o Her ⸗re mein,/ SSSSSSS.— laß ziehn mich mei⸗ ne Stra⸗ßen. Wie mir dein SISSSSSS— E—...—.————— mund/ ge⸗ge⸗ ben kund,/ schenkst Gnad du oh⸗ ne ö 1—— x ů — — 1 2.—.— 1—— 2 hast mein Ge⸗ sicht das sel ⸗ge Licht 449/490 Das heilige Abendmahl z. Mir armem Gast/ bereitet hast/ das reiche Mahl der Gnaden. Das Lebensbrot/ stillt Hungers Vot,/ heilt meiner Seele Schaden./ Ob solchem Gut/ jauchzt Sinn und Mut/ mit alln, die du geladen. 3. O Serr, verleih,/ daß Lieb und Treu/ in dir uns all verbinden,/ daß Zand und Mund/ zu jeder Stund/ dein Freundlichkeit verkünden,/ bis nach der Zeit/ den Platz be⸗ reit/ an deinem Tisch wir finden. Vach Johannes Englisch, 1 3577, bearbeitet von Friedrich Spitta, 3882—joꝛg. Auch nach d. Weise: Zerr Gott, dich loben alle wir(s. Nr. 44). H +. +. Auent e ö— ö———— SISISSSSSSSEEEEEEEEE.— Melchior Vulpius, 36oo. 3. Ehrt, lobt und dankt mit gan⸗ zem Fleiß/ für — * — EBI —— eam. — 1 . die ⸗sen Trank, für die se Speis,/ die uns nach sei⸗ ner ö —— 4.——.——— ———————— gro⸗ßen Gnad/ der Va⸗ ter mit ⸗ ge⸗ tei⸗let hat. 2. Wir danken dir, du treuer Sott,/ der du uns speist in Sungers Not/ durch unsern Serren Jesum Christ,/ der unser aller Seiland ist. Weimarisches Gesangbuch 9og. eter Sohren, Weise: Mein Serzens⸗Jesu, P meine Aust. 4 Frankfurt a. M. 3668. Auch nach der Weise: Allein Gott in der Söh sei Ehr(Vr. 86). +. II + — 2—.—.— 10 2 B Ze⸗ su, dir sei e⸗ wig Dank/ für 25 Ach laß durch die se Speis und Trank/ auch EX Das heilige Abendmahl 45 H ——— III — ů—— III 1I ö dei ⸗ ne Treu und Ga⸗ ben! Sei mich das Le⸗ ben ha⸗ ben! —— 2— 45— I kom⸗men, ed⸗ler Gast!/ Den Sün · der nicht ver⸗ Reee eeeE e ——— —————— schmä⸗ het hast;/ wie soll ich Dank dir sa⸗ gen? 2. O Jesu Christ, du kannst allein/ mir Leib und Seele laben./ Nun bin ich dein, und du bist mein/ mit allen deinen Gaben. Sier hab ich, was ich haben soll;/ dein Gnaden⸗ brünnlein ist stets voll,/ hier find ich Trost und Leben. 3. Laß mich auch ewig sein in dir,/ laß dir allein mich leben,/ und bleib du ewig auch in mir!/ Mein Gott, du wirst mirs geben,/ daß ich kraft dieser Speis und Trank/ stark bleib, wenn ich bin schwach und krank,/ und fahr zu mir will⸗ dir mit Freuden. Johann Olearius, 3668a. Weise: Serzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Vr. 38). Johann Crüger, 3640. A+ 3. Das sollt ihr, Je- 1 —..— ver ⸗ges⸗sen:/ wir sind, die wir ron ei · nem Jün⸗ger, nie —.—...—. 5—— — — ————— é—— e. H—.— ·— —.—.—— Bro⸗ te es⸗ sen,/ aus ei ⸗ nem Rel · che 452 Das heilige Abendmahl 1—— —..—— 1— .I trin ⸗ken, al⸗le Brüder/ und Je⸗ su Glieder. 2. Wenn wir wie Brüder beieinander wohnten,/ Gebeugte stärkten und der Schwachen schonten,/ dann würden wir den letzten heilgen Willen/ des Herrn erfüllen. 3. Ach dazu müsse seine Lieb uns dringen!/ Du wollest, Herr, dies große Werk vollbringen,/ daß unter einem Hirten eine Herde/ aus allen werde! Nach Johann Andreas Cramer, 723—788⁸. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Vr. 3))). Frankfurt a. M. 3309. Auch als Wechselgesang: I Gem., I Ch. od. Einz., II= Gem. 1 äPSPSPI AT I3...— S.. 4—....—..——— +— 9— SZerr, du wollst uns voll⸗ be⸗ rei⸗ten/ zu Laß uns, Le⸗ ben zu emp ⸗ fa⸗ hen,/ mit . 1 — + 1 QI. N dei ⸗ nes Mah⸗les Se⸗ lig ⸗ kei ⸗ten,/ sei mit⸗ glau ⸗bens⸗vol⸗lem HZer⸗zen na⸗ hen/ und sprich IL ——— ö I—.— ů .——˙4—— ten un ⸗ ter uns, o SGott! uns los von Sünd und Tod! wir sind, 77 1387 1 * — — R — dein laß uns e⸗ wig sein!/ dat Das heilige Abendmahl III A⸗-men, en!/ AUn ⸗ be⸗ tung dir!/ Einst fei⸗ —— H I—— ö—.— EEEE—*——— ern wir/ das gro⸗ ße A⸗bend⸗mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock, 3724— 3803. Wweise: Ehrt, lobt und dankt(Nr. 440). 45 3 melchior Vulpius, 3609. Auch nach der Weise: Serr Gott, dich loben alle wir(s. Pr. 4)4). A. nr , Anre.— rmnm nui En u SPS— +** ). Im Va⸗men des Serrn Je⸗ su Christ,/ der 1— 4.̃——— 20 2 2 IFIIF——— sei⸗ ner Kir⸗ che Rö⸗nig ist, /nimmt sei⸗ ner Gläu?⸗bi⸗ 4—— gen Ge⸗mein/ euch jetzt in ih ⸗ re Mit⸗te 2ꝛ. mit uns in einem Bund zu stehn,/ ihm treu und standhaft nachzugehn,/ zu nehmen teil an seinem Leid,/ an seiner ewgen Serrlichkeit. 3. Er bietet euch den Friedensgruß/ zu seines heilgen Mahls Genuß,/ das euch ein Siegel seiner Treu/ und unserer Ge⸗ meinschaft sei. 4. Wir reichen euch dazu die Sand;/ der Herr, dem euer Herz bekannt,/ laß euren Gang in der Gemein/ euch Selig⸗ keit, ihm Freude sein. ein, 454 Das heilige Abendmahl 5. Der Sott des Friedens heilge euch!/ Seid sein, dient ihm in seinem Reich,/ sorgt, daß ihm Geist und Seel und Leib/ auf seinen Tag unsträflich bleib! Seinrich von Bruiningk, 3738-3785. Weise: Nun Hosianna, Davids Sohn. Frankfurt a. M. 5738. Auch nach der Weise: Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn(Vr. 457). 44 + . C5 3. Kehr ein mit dei ⸗ ner Lin⸗dig⸗ SISISISISISISISSISISISIIIII.II keit,/ mit dei⸗ nem Her ⸗zen warm und weit,/ rehr ein zu mei⸗ ner See⸗len/ Mach mild, was rauh ——————..——— i.——.— an mir und streng,/ mach groß und frei, was klein und —.—.———* x— n, e.. eng,/ sprich„Ja“, wenn ich noch wäh ⸗le. 2. Wie gegen uns dein Serz dir bricht,/ und wie dein Trost, dein Freudenlicht/ in unsre Wächte scheinen,/ und wie du teilst mit uns dein Brot,/ und wie du kommst in unsre Not/ und segnest nach dem Weinen: 3. Das laß mich nah vor Augen sehn,/ das laß mir tief zu erzen gehn/ und dran das Zerz erwarmen/ zum Wohl⸗ tun, das nicht zählt und mißt,/ zur Liebe, die sich selbst vergißt,/ zu herzlichem Erbarmen. Johann Friedrich Möller, 3789—386) das heilige Abendmahl 455 nt luch nach der Weise: Herzlich d at mich verlangen(Vr. 353). August Kilzer, 3027. +. +. 39 I... 5—6.—......3 2·—.... E— — Wie könnt ich sein ver ⸗ ges⸗ sen, der 2). Kann ich die Lieb er ⸗ mes⸗ sen,/ da⸗ mein noch nie ver⸗gaß? i1 5 durch mein Serz ge⸗ nasꝛ Ich lag in bit ⸗tern 5———— Schmerzen,/ er schafft mein Le⸗ ben neu,/ und stets — wb ——— —————.—— guillt aus dem Zer ⸗zen/ ihm neu e Lieb und Treu. 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben,/ der mir so hold sich Ieigts/ Wie jemals ihn betrüben,/ der so zu mir sich neigtꝛ/ Er, der ans Kreuz erhoben,/ getragen meine Schmach,/ ruft er mir nicht von oben:/„Komm, folge du mir nach!“ꝰ 3. Ihn will ich ewig lieben,/ der mir aus Todesnacht,/ von meinem Schmerz getrieben, /Unsterblichkeit gebracht;/ der noch zur letzten Stunde/ mir reicht die treue Sand,/ daß nich kein Feind verwunde/ im Lauf zum Seimatland. n 3. Er gibt zum heilgen Pfande mir seinen Leib, sein ie. Blut,/ hebt mich aus Nacht und Schande,/ füllt mich mit eHimmelsmut;/ will selber in mir thronen/ mit heilgem Enadenschein:/ sollt ich bei ihm nicht wohnen,/ in ihm nicht selig seind 6. Bei Freuden und bei Schmerzen/ durchleuchte mich dein Bild,/ wie du, o Zerz der Herzen,/ geblutet hast so mild!/ MRein Lieben und mein Soffen,/ mein Dulden weih ich dir./ Laß mir die Seimat offen/ und dein Herz für und für! Vach Christian Gottlob Rern, 5792—-)838. IE X. — 456 Das heilige Abendmahl Auch nach der Weise: O du Liebe meiner Liebe(Vr. 5o). ermann Weingart, 396. Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Gem. 2, Ch. M. 4, Ch. Fr.§, Ch. Alle 6. —2.— FE— 5— +. +* 1 +. D— . S. ). Zu der still⸗sten Fei er ⸗stun⸗de/ +. +. 1. +. — — 1. ———— 5 ma⸗ chet See⸗le still und Geist,/ da zu heil⸗ger EAI ssoů + Ta⸗fel ⸗ run ⸗de/ euch der Mei⸗ster kom⸗ men 1 +. n .—.—..—j.—.—... 1—.—ß—ß7.—..— EEEEEEE...— heißt! /„Al⸗les ist be⸗reit“— den Rei ⸗nen,/ wie daen nind nener n iner, en,. .......... er selbst sie se⸗lig pries,/ vom-met al ⸗le 1 1 j H —.2 E ö— .——.——..— zu dem Ei ⸗nen,/ der noch kei⸗ nen von sich stieß. 2. Schlingt um ihn die Jüngerkette/ Zerz zu Zerzen, Zand in Sand./ an der gottgeweihten Stätte;/ schlingt um euch das Bruderband:/ Was sich zürnet, sei versohnet,/ Zaß und Hader abgetan;/ mit der Liebe hoch gekrönet,/ schreitet zum Altar hinan! 3.„Eßt und trinkt von Brot und Weine“—/ hebt die äupter auf und seht,/ wie der feiernden Gemeine/ hehr 36. über d 6. seines — Golgat Das heilige Abendmahl 476 des Zeilands Bild ersteht!/ Segnend breitet er die Hände/ er geheimen Vost,/ spendet seine schönste Spende,/ Friedens Freudentrost. 4.„Leib und Blut für euch gegeben“:—/ heilge Not von hal/ Der du starbst für unser Leben,/ Jesu Christe, sei uns nah!/ zeig uns Sündern dein Erbarmen,/ und den Rüden mache Mut,/ teil uns allen, uns, den Armen,/ deines himmelreiches Gut! —5. Machet Geist und Seele stille,/ tief in Andacht einge⸗ — senkt,/ wo der höchste Gnadenwille/ sich auch dem Geringsten shenkt.„Trauet ihr dem treusten Worte,/ wird das Seil r. euch o ffenbar. Durch der Demut enge Pforte/ schreitet gläubig zum Altar! Zermann Weingart, 3866—3923. OAs WeisclIchE 1EHEen Bußo& Das sst gewißlich wahr und ein teuer wertes Vort, doß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Zünder seiig zu machen. I. Tim. I IS. 4 5 + Vorreformatorisch 58zo. Auch als Wechselgesang: Einz.—3, Ch. 4, s, Gem. 6, Jug. 7, Ch. M. o, Ch. Fr. 9, Ch. Alle 3o, Gem. 3), 32. +. H 2 1—. —— E. 74 1—+.* — 1— —I——— + . Rommt her zu mir, spricht Got⸗ tes ...I— Sohn,/ ihr, de⸗ nen mit der Sün⸗ de Lohn/ das I 1 2 2 —— erz ist schwer be ⸗ la⸗ den./ Ihr Jun⸗gen, ———. Al⸗ten, Frau und Mann,/ ich will euch ge⸗ben, 1—.* L H— I —— +—2 IE— E õ— 4 T‚ was ich kann,/ will hei ⸗len eu ern Schaden. Buße 497 2. Mein Joch ist sanft, leicht meine Last,/ und jeder, der se willig faßt, der wird der Höll entrinnen./ Ich helf ihm nagen, was zu schwer;/ mit meiner Zilf und Kraft wird er/ „ os Zimmelreich gewinnen. 3. Gern wollt die Welt auch selig sein,/ wenn nur nicht wär die schwere Pein,/ die alle Christen leiden;/ nun aber kanns nicht anders sein,/ darum ergib dich nur darein,/ willst ewge pein du meiden. ö g. Zeut ist der Mensch schön, jung und schlank,/ sieh, mor⸗ gen ist er schwach und krank, bald muß er auch gar sterben;/ leich wie die Blumen auf dem Feld,/ also wird auch die schöne Welt/ in einem Nu verderben. . 6. Die Welt erzittert ob dem Tod;/ liegt einer in der „letzten Not,/ dann will er gleich fromm werden;/ der schaffet dies, der andre das,/ seinr armen Seel er ganz vergaß,/ dieweil er lebt auf Erden. 6. Und wenn er nicht mehr leben kann,/ hebt eine große Xlag er an,/ will sich nun Gott ergeben;/ ich fürcht fürwahr, die göttlich Gnad,/ die er allzeit verspottet hat,/ wird schwerlich ob ihm schweben. 7. Dem Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen. nicht sein stolzer Mut,/ er muß aus diesem Maien;/ wenn einer hätt die ganze Weit,/ Silber und Gold und alles Geld,/ doch muß er an den Reihen. S. Gelehrten hilft nicht große Runst,/ die weltlich Pracht ist gar umsonst,/ wir müssen alle sterben./ Wer sich in Christo nicht bereit't,/ weil er lebt in der Gnadenzeit,/ ewig muß der verderben. 9. Söret und merkt, ihr lieben Aind,/ die jetzo Gott er⸗ geben sind,/ laßt euch die Müh nicht reuen;/ halt't stets am heilgen Gotteswort,/ das ist eur Trost und höchster Hort,/ Gott wird euch schon erfreuen. 30. Schaut, daß ihr Guts um Uebles gebt,/ schaut, daß ihr hie unschuldig lebt,/ laßt euch die Welt nur äffen,/ gebt Gott die Rach und alle Ehr,/ den engen Steig geht immer her,/ Gott wird die Welt schon strafen. 3. Wenn es ging nach des Fleisches mut/ in Gunst, Ge⸗ sundheit, großem Gut,/ würdt ihr gar bald erkalten;/ darum , 458 Buße schickt Gott die Trübsal her,/ damit eur Fleisch gezüchtigt wär,/ zu ewger Freud erhalten. 2. Und was der ewig gütge Gott/ in seinem Wort ver⸗ sprochen hat,/ geschworn bei seinem Namen,/ das hält und gibt er gwiß fürwahr./ Der helf uns zu der Engel Schar/ durch Jesum Christum! Amen. Georg Grünwaldt, 1 580. Weise: Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe(Vr. 283). Genf jsg. —— 9—*———..—, 2——5——.——.——.— 2.2.....— ö 4. + agi. 3. Gott ru ⸗-fet noch. Sollt ich nicht IX TTUV ul TTDU 1 I II end ⸗lich hö ⸗ren?/ Wie laß ich mich be⸗ ö— ö 45 V—* — 1 2 zau⸗bern und be ⸗ tö⸗ ren!/ Die kur ze 1 1 1 I 1—— — 1—— D 1 2 2 + — 1— I—— 1 Freud, die kur ⸗ze zeit ver⸗ geht,/ und mei⸗ * I III —— — 55— ne Seel noch so ge ⸗ fähr ⸗lich steht. 2. Hott rufet noch. Sollt ich nicht endlich kommend/ Ich hab so lang die treue Stimm vernommen;/ ich wußt es wohl, ich war nicht, wie ich sollt;/ er winkte mir, ich habe nicht gewollt. 3. Hott rufet noch. Wie, daß ich mich nicht gebe!/ Ich fürcht sein Joch und doch in Banden lebe! ¶Ich halte Sott und meine Seele auf;/ er ziehet mich; mein armes HZerze, lauf! RH 144 Buße 480 3. Gott rufet noch. Ob ich mein Ohr verstopfet,/ er stehet noch an meiner Tür und klopfet; /er ist bereit, daß er mich noch empfang;/ er wartet noch auf mich. Wer weiß, wie lang? 5. Gib dich, mein Serz, gib dich nun ganz gefangen!/ Wo willst du Trost, wo willst du Ruh erlangens/ Laß los, laß los; brich alle Band entzwei!/ Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei. b. Gott locket mich. Wun länger nicht verweilet!/ Gott will mich ganz. Nun länger nicht geteilet!/ Fleisch, Welt, vernunft, sag immer, was du willt,/ meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt. 7. Ich folge Gott, ich will ihn ganz vergnügen;/ die Gnade soll im Herzen endlich siegen./ Ich gebe mich; GSott soll hin⸗ fort allein/ und unbedingt mein Herr und Meister sein. 8. Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße;/ ergreif mich wohl, daß ich dich nicht verlasse./ Herr, rede nur, ich geb begierig acht;/ führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht. Gerhard Tersteegen, 36975769. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Nr. 365). Darmstadt 3698. V Auch als Wechselgesang: Gem. 5, 2, Einz. 3, 4, Ch., 6. ◻F 44 ö —+* ö 10— 152 S..— . Mei⸗ ne See ⸗ le,/ vol ⸗ler Feh ⸗le,/ + 2— 274.— su ⸗öchet in dem Dun⸗keln Licht;/ Je su, nei ⸗ge/ dich und zei ⸗ge/ mir dein tröst⸗lich ————..— ni ni ninn n, i. Fle ⸗ hen/ laß dich An ⸗ge ⸗ sicht;/ auf mein 460⁰ Buße se ⸗hen/ und ver ⸗ birg dich län⸗ger nicht! SPSSPSSISISISISISISISI.I.I.I.III 2. Ich empfinde,/ meine Sünde/ sei an allem Rummer schuld;/ ich gestehe/ dies und flehe/ um Vergebung, um Geduld./ Du, mein Leben,/ kannst mir geben/ neue Gnade, neue Suld. 3. Ach von Serzen/ und mit Schmerzen/ such ich dich, mein Trost und Seil./ Wie so lange/ ist es bange/ meiner Seele! Romm in Eil,/ laß dich nieder,/ komme wieder,) meines Herzens bestes Teil! 4. Richtig Wandeln,/ weise Sandeln/ wollst du künftig mir verleihn;/ gib die Triebe/ reiner Liebe/ voller in mein 5 IRIR Herz hinein! /Welcher Segen/ ist zugegen,/ wenn es heißt: es du mein, ich dein! 5. Führe, leite,/ vollbereite/ mich, wie du mich haben willt;/ gib mir Klarheit,/ Geist und Wahrheit,/ daß ich gleich sei deinem Bild;/ daß man merke,/ meine Stärke sei in dir und du mein Schild, 6. bis im Lichte/ dein Gesichte/ mir sich droben völlig zeigt,/ wenn die Deinen/ nicht mehr weinen/ und die Klaͤgestimme schweigt. Drum so zeige/ mir die Steige, da man auf zum Simmel steigt! Magdalena Sibylla Rieger, 3707-)786. Weise: Es ist genug(Vr. 329). 460 Johann Rudolf Ahle, 366ꝛ. Euk. 34, 22. 1—4 +— ö 1— —333—— 2 SSISISISII I——UI3 0 Es ist noch Raum!/ Mein Saus ist noch nicht Der Platz ist da,/ wo je⸗ der sit⸗zen I +. 1—— I 42— DDIPI‚T——.—* voll;/ mein Tisch ist noch zu leer. soll;/ o bringt doch Gä⸗ ste her! Geht ). 1387 eee Buße 46 — +. +. + 1 1 —.— 32— sie auf al⸗len Stra⸗ßen;/ ich ha⸗ be nö⸗ tigt ——,, darriren, dr;te, ——.2.——., EEE L. ——— HSDENH las⸗sen./ Es ist noch Raum! 2. Es ist noch Raum! /Es ist ihm nicht genug,/ daß viele viel be⸗ rei ⸗ ten selig sind;/ er zöge gern/ durch seinen Gnadenzug/ ein jedes Menschenkind. Er ruft mit lautem Liebesschalle:/ mein Serz umfaßt euch alle, alle!/ Es ist noch Raum! 3. Es ist noch Raum!/ O Sünder, hör es an;/ dann sag es Jesu nach!/ Sei arm, sei leer,/ wie er dich machen kann,/ noch Raum. und fühle deine Schmach./ Sprich: Jesu, gib! hier komm ich Armer,/ ich habe nichts, o mein Erbarmer! /Ach hier ist Raum! 4. Es ist noch Raum! /Ein Saus, das göttlich groß,/ das viele Wohnung hat./ Da ruht man aus/ und ißt in Abrams Schoß./ Da wird der Glaube satt. Die Schar, die Jesum aufgenommen,/ wird da mit mir zusammenkommen./ Da ist Ernst Gottlieb Woltersdorf, 372876). Weise: Serzlich lieb hab ich dich, o Serr(Vr. 362). 401 Auch als Wechselgesang: Gem. 3, Jug. 2, Ch. M. 5, Ch. Fr. 4, Gem. s, Gem. u. Ch. 6. Straßburg 3877. 4 + + CLLEUUEEE 1 ᷓ iEeE 2— SE Gott, der du un⸗ sre Zu ⸗flucht bist,/ Zerr, Un⸗end ⸗li⸗ cher, ver⸗wirf uns nicht!/ Wir +. 1 +. 1 4 — —— 1 un⸗ser MRitt⸗ler, Je⸗ su Christ,/ Geist Got ⸗tes, kom⸗men vor dein An⸗ge ⸗ösicht,/ mit Mis ⸗ se⸗ 46 Buße 5 rl et wemonan, en uner —. ö——— ů 0 1.—— D..‚‚‚.‚IIITIJ.— Got 2.—.—., schuld,/ du Gott der Langmut und Geduld!/ Er⸗ hö⸗ re ö gnä⸗dig un⸗ ser Flehn,/ daß wir dein Zeil, Er⸗bar⸗mer, 2⁴ La 2.—— ö..‚. SEEEEE EEEEEEE sehn./ Serr, un⸗ ser Gott,/ ver⸗ birg uns nicht/ dein ꝗHDID‚H‚‚.Dq‚.‚J‚.‚J—..—‚.——..—.——.— IDDiiEEE An⸗ ge⸗ sicht/ und geh mit uns nicht ins Ge⸗richt. 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht,/ gebrochen unsres Bundes Eid,/ dein Weg von uns verlassen:/ o sieh, wir kehren voller Reu/ zurück zu dir; laß, Serr, aufs neu/ uns deine Gnade fassen! /Sie leit uns auf den ebnen Pfad,/ den uns dein Wort bezeichnet hat,/ daß Irrtum und Ver⸗ suchung nie/ uns auf die Bahn des Lasters zieh./ Herr, unser Gott,/ groß von Geduld,/ vor neuer Schuld/ behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Land;/ laß es, beschirmt von deiner Hand,/ des Friedens Ruh genießen!/ Wend ab von uns der Flammen Wut/ und die Verwüstung wilder Flut,/ des Krieges Blutvergießen;/ sei unser Retter, wenn uns Vot/ des Mangels und der Seuchen droht./ Du, Vater, wollest mit uns sein,/ daß wir uns deines Schutzes freun./ Herr, unser Gott,/ verleih uns Mut!/ In deiner Sut/ sind wir, und was du tust, ist gut. %. ö —— —— — ⏑E 1 ö—— —— fiüri. ——— 2—.— e Buße 46² 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war;/ vereine, was getrennet war;/ schenk uns der Eintracht Segen! /Uns leite, Hott, dein guter Geist,/ und was dein teures Wort verheißt,/ sei Licht auf unsern Wegen! /Laß, Herr, in Lehr und Wandel tein/ die Diener deines Wortes sein/ und bringe zu der wahrheit Glück/ zu dir die Irrenden zurück!/ Herr, unser Gott,/ breit aus dein Wort/ an jedem Ort,/ gib Geist und zraft zu deinem Wort! 5. Vernimm der Leidenden Gebet!/ Wer in der NVot um kettung fleht,/ dem hilf aus seinen Vöten;/ gib Rranken Kinderung und Ruh;/ die Sterbenden erlöse du,/ erhör ihr letztes Beten!/ Sei aller Unterdrückten HSeil,/ der Witwen und der Waisen Teil,/ vereitle der Verfolger Rat/ und lehre sie den rechten Pfad./ Herr, unser Gott,/ durch alles Leid/ der Pilgerzeit/ führ uns zu deiner Serrlichkeit! b. Du tust weit mehr, als wir verstehn,/ kannst mehr ge⸗ währen, als wir flehn;/ laß uns Erhörung finden!/ O neig guf unser Flehn dein Ohr,/ heb unser Herz zu dir empor/ und mach uns rein von Sünden! Laß uns dir nun geheiligt sein,/ im Leben und im Tode dein! /Wir sind durch Christi Blut erlöst; /o du, der Sünder nicht verstößt,/ Herr, unser Gott, erbarme dich,/ vergib uns, leit uns väterlich! Johann Joachim Eschenburg, 3743— 3820. 462 J. Georg Frech, 3844. —.—— 1— — Reh⸗ re wie⸗ der, keh⸗re wie ⸗ der,/ sin ⸗ke reu⸗ ig bit ⸗ tend nie ⸗der/ — sV der du dich ver ⸗lo⸗ren hast; ö vor dem Serrn mit dei⸗ ner Last! Wie du bist, so darfst du kom⸗ men/ und wirst gnä⸗ dig 46²2 Buße ——— ö auf ⸗ge⸗ nom⸗men. Sieh, der Berr kommt dir ent⸗ ge ⸗gen,/ und sein heil ⸗ ges Wort ver spricht/ + I keh ⸗ re wie ⸗ der, zau ⸗ dre nicht. 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück,/ wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück;/ wo sich bald die Stürme legen,/ die das Serz so wild bewegen;/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ du mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den Fahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele;/ deines Gottes treues Zerz/ beut Vergebung deinem Fehle,/ Balsam für den Sünden⸗ schmerz./ Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit ausge⸗ streckten Armen/ winket von dem Kreuzesstamme;/ kehre wieder, fürchte nicht,/ daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Serz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder; neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld!/ Bei dem Serrn ist viel Vergeben,/ große Langmut und Geduld./ Faß ein Serz zu seinem Herzen,/ er hat Trost für alle Schmerzen,/ er kann alle Wunden heilen,/ macht von allen Flecken rein;/ darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. g. Kehre wieder; endlich kehre/ in der Liebe Seimat ein, in die Fülle aus der Leere,/ in das Wesen aus dem Schein,/ aus der Lüge in die Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klarheit,/ aus dem Tode in das Leben,/ aus der Welt ins Himmelreich!/ Doch was Gott dir heut will geben,/ nimm auch heute, kehre gleich! Philipp Spitta, 380518. I4 de Glaube und Rochtfertigung Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man ö — hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. — Sebr. II, 1. ö t/ — weise: Vun freut euch, lieben I — Cheiten gmein(Vr. 348). 463 Wittenberg 3824.* — Auuch als Wechselgesang: Eins. 3, Ch. 2, Jug. 5, Gem. 4—6, Ch. 7, Einz. 8, Alle 9. I 3% ö „——— WI EEEAEEEE..— VI 2 TDi— VI O gläubig Her⸗ze, be⸗ ne⸗ dei/ und ö 279* Gedenk, daß er dein Vater sei,/ den 0———.—.—— — 1——— ö— 2—.—— I—— 5— esu gib Lob dei⸗ nem Her- ben. du all ⸗ zeit sollst eh ⸗ren, die⸗weil du ö ö 122.——— 1*2 379— kei ⸗ ne Stund ohn ihn/ mit al⸗ler Sorg in ————HES —H—᷑̃——— ö ind. 1— 1. 00 dei⸗ nem Sinn/ dein Le⸗ ben kannst er⸗ näh ⸗ ren. in 2. Er ists, der dich von Serzen liebt/ und sein Gut mit MIN air teilet,/ dir deine Missetat vergibt/ und deine Wunden AANMNNA 0 heilet,/ dich waffnet zum geistlichen Krieg,/ daß nicht der Ma 1 Geind erlangt den Sieg/ und deinen Schatz zerteilet. MAN 3. Er ist barmherzig und sehr gut/ den Armen und Elen⸗ —50 /die sich von allem Uebermut/ zu seiner Wahrheit wenden,/ er nimmt sie als ein Vater auf/ und gibt, daß sie den rechten Lauf/ zur Seligkeit vollenden. 464 Glaube und Rechtfertigung 4. Wie sich ein treuer Vater neigt/ und Guts tut seinen Rindern,/ also hat sich auch Gott erzeigt/ allzeit uns armen Sündern;/ er hat uns lieb und ist uns hold,/ vergibt uns gnädig alle Schuld,/ macht uns zu Ueberwindern. Er gibt uns seinen guten Geist,/ erneuet unsre Serzen,/ daß wir vollbringen, was er heißt,/ obs auch das Fleisch mag schmerzen./ Er hilft uns hie mit Snad und Seil,/ verheißt uns auch ein herrlich Teil/ von seinen ewgen Schätzen. 6. Nach unsrer Ungerechtigkeit/ hat er uns nicht ver⸗ golten,/ sondern erzeigt Barmherzigkeit,/ da wir verderben sollten./ Mit seiner Gnad und Gütigkeit/ ist uns und allen er bereit,/ die ihm von Serzen hulden. 7. Was er nun angefangen hat,/ das will er auch vollen⸗ den;/ nur geben wir uns seiner Gnad,/ opfern uns seinen Händen/ und tun daneben unsern Fleiß,/ hoffend, er werd zu seinem Preis/ all unsern Wandel wenden. 8. O Vater, steh uns gnädig bei,/ weil wir sind im Elende,/ daß unser Tun aufrichtig sei/ und nehm ein löblich Ende;/ o leucht uns mit deim hellen Wort,/ daß uns an diesem dunklen Ort/ kein falscher Schein verblende. 9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank,/ was wir einfältig singen,/ und laß dein Wort mit freiem Klang/ durch unsre Herzen dringen!/ O hilf, daß wir mit deiner Kraft/ durch recht geistliche Ritterschaft/ des Lebens Kron erringen! Michael Weiße(D, t 5834. Weise: Unser Serrscher, unser Rönig. Bremen joso. Jes. ga, 30. Auch als Wechselgesang: Gem., Einz. 2, Ch. 3, Ch. M. 4, Ch. Fr. 5, G. 6, 2 Einz. 7, Alle 8. —.—— —— 1. — Minin *——0— D—— Weicht, ihr Ber ⸗ge, fallt, ihr Zü⸗gel,/ brecht, ihr Got⸗ tes Gna ⸗ de hat das Sie⸗gel,/ sie will ö 2——.— ö— 9⁰ Fel⸗sen, al ⸗le ein, 5 ü rn un⸗ver⸗än⸗dert sein. Laß die Welt zu Trümme X 42 Glaube und Rechtfertigung — ii‚‚ISSSSe gehn,/ Got ⸗ tes Gna ⸗ de wird be ⸗ stehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen IIA — Bund gemacht;/ der wird nimmermehr gebrochen,/ bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht;/ was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen,/ wenn gleich alles bricht und fällt,/ sondern ihren Zweck erreichen,/ bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu,/ ob die Welt voll Seuchelei. 3. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn,/ Gott hält immer sein Versprechen;/ so fäͤllt aller Zweifel hin,/ als wär er nicht immerdar,/ was er ist und was er war. 5. Jaßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein Serz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen,/ daß ich sein geliebtes Kind,/ dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Frieden mit mir halten,/ wenn die Welt gleich Lärmen macht;/ ihre Liebe mag erkalten,/ ich bin bei ihm wert geacht./ Und wenn Söll und Abgrund brüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Zerr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genennt./ Das ist Trost, so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir was Leides tu. 8. Wun, es bleibt mein ganz Vertrauen/ auf ihn ankerfest gericht,/ auf ihn will ich Felsen bauen,/ denn ich weiß, daß es eider ses Erd und Simmel kann vergehn,/ sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 3672—3737. 465 Ronrad Bocher,(5825) 1838. 4 ö 9T* L — ö Hu, sin + — 3. Der Berr ist gut, in des⸗sen Frankf. Evang. Gesangb. 9 Glaube und Rechtfertigung — süützmn. 469 2. ů—— Dienst wir stehn:/ wir dür ⸗fen ihn in De⸗mut — 12— 2— RARAESEAEIEIAEIIEEEEESES— —.2—*— HE—— va ⸗ter nen„ nen;/ wenn wir nur treu auf K— ö 1— I— — 1 1————— 35— 2. sei ⸗ nen We⸗gen gehn,/ so sehn wir ihn vor +. +. 214.8— 2—— ö— ——— 4 zar ⸗ ter Lie be bren ⸗ nen./ Dies Wort gibt .— ů.III ö 213 2—. S.S SS.S..I...I.——————8— uns im Ramp⸗fe Kraft und Mut:/ Der Zerr ist gut. 2. Der Herr ist gut und will der Sünder Schuld/ nicht un⸗ erbittlich mit dem Schwerte rächen;/ es ist bei ihm ein Reich⸗ tum der Heduld,/ er heilet gern der Irrenden Gebrechen;/ er ist versöhnt durch seines Sohnes Blüt./ Der Herr ist gut. 3. Der Serr ist gut und teilt sich willig mit;/ sein Wesen ist ein Brunnen guter Gaben./ Er geht uns nach und fragt bei jedem Schritt,/ ob wir nicht was von ihm zu bitten haben./ Wo ist ein Herr, der so mit Rnechten tut?/ Der HZerr ist gut. 4. Der Serr ist gut. Rein Elend ist so groß,/ er hat so Kraft als Neigung, uns zu schützen. Umschließet uns der ewgen Liebe Schoß,/ so können wir im stillen Frieden sitzen./ Das macht sein Schutz, daß man hier sicher ruht./ Der Herr ist gut. 5. Der Herr ist gut. Wer dies im Glauben schmeckt,/ wird nimmermehr aus seinen Diensten gehen./ Zier wird erst recht, was Freiheit sei, entdeckt;/ hier kann der Geist im rechten Adel stehen./ Wichts ist umsonst, was hier der Glaube tut./ Der Serr ist gut. 1284 Hle [[U◻ Le —.— &Æ— 0 hlaube und Rechtfertigung 466 . Der Serr ist gut und sieht in Gnaden an/ den armen dienst der Knechte, die ihn lieben./ Er gibt mehr Lohn, als gan erwarten kann;/ kein kühler Trunk ist unvergolten lieben:/ er gibt dafür die ganze Segensflut./ Der HSerr si gut. . Der Zerr ist gut und bleibt es bis zum Tod./ Wir sollen ihm in seinen Armen sterben; /er will uns führen aus der lthten Wot/ und alles, was er hat, uns lassen erben/ und zuhe geben, wie er selber ruht./ Der Herr ist gut. 3. Der SZerr ist gut. Fallt nieder vor dem Thron!/ Wir snd zum Segen herzlich eingeladen./ Lobt unsern Gott, lobt einen lieben Sohn,/ lobt seinen heilgen Geist, den Geist der Gnaden!/ Lobt ihn für alles, was er ist und tut!/ Der herr ist gut. Johann Jakob Rambach, 3693)738. Str. 7 u. 8 von Albert Anapp, 3798— 1864. Elberfeld 18563. V — 888 44 2 2 ——— Wer ist so arm und wer so 8915 Wem kanns so wohl und ü ⸗bel gehns — — 898 +. 1 — 2——. ö— ö——.—. — 1 Lamm Got-tes, du und dei⸗ ne sel ⸗ ge Snp i., n ri ————————— EIII sind Men⸗schen und auch En⸗geln wun⸗ der ⸗ bar. 39² 467 Glaube und Rechtfertigung 2. Aus Gnaden weiß ich auch davon;/ ich bin ein Teil von deinem Lohn:/ so elend, daß mans kaum erblickt,/ so herrlich, daß der Feind erschrickt;/ so gottlos, daß wohl alle besser sind,/ und so gerecht als du, des Vaters Kind. 3. Ein Wurm, bis in den Staub gebeugt,/ der auf den Thron des Königs steigt;/ bekümmert, trübe, bloß und krank,/ und doch voll lauter Lobgesang;/ so schwach, daß meine KRunst in nichts besteht,/ so stark, daß Satan aus dem Wege geht; 4. verfolgt, verlassen und verflucht,/ doch von dem Serrn hervorgesucht;/ ein Narr vor aller klugen Welt,/ bei dem die Weisheit Lager hält;/ verdrängt, verjagt, besiegt und ausgefegt,/ und doch ein Seld, der ewge Palmen trägt. 5. Wer bin ich, wenn es mich betrifft?/ Ein Abgrund voller Sündengift./ Wer bin ich, Lamm, in deiner Pracht? /Ein Mensch, der Engel weichen macht;/ so rein, so weiß, so schön, so auserwählt,/ daß mirs an Worten zur Beschreibung fehlt. 6. O Sündenschuld, wie beugst du mich!/ O Glaube, wie erhebst du mich!/ Wer faßt hier den geheimen Rat?/ Vur wer den Geist des Glaubens hat,/ der durch des Lammes Blut zusammenschreibt,/ was sonst wohl himmelweit ge⸗ schieden bleibt. 7. Das ist der Gottheit Wunderwerk/ und seines Serzens Augenmerk;/ ein Meisterstück, aus nichts gemacht;/ so weit hats Christi Blut gebracht./ Sier forscht und betet an, ihr Seraphim,/ bewundert uns und jauchzt und danket ihm! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 3728 76). Weise: Was mein Sott will, das gscheh allzeit(Nr. 230). Paris 383o. Auch als Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, Gem. 3, Einz. 4, Ch. 5, Alle 6. — So haͤl⸗- te fest denn, was du hast,/ Lund laß durch kei ne Lust noch Last/ VI 32 Giitn — —336aII — 2—6———..629....—.... 1 Glaube und Rechtfertigung 467 DDDiEDiDIIRI‚‚‚‚‚‚.“ ———— SISEEEE— — halt aus in Treu und Glau ⸗ ben die dir dei⸗ ne See ⸗le rau ⸗ ben, DSSSS..— ——.———...— See=le, die Gott selbst ge ⸗ liebt,/ für die sein — EEDE — S...— Sohn ge stor ⸗ben,/ für die er Kampf und Sieg ge⸗ I.....I — übt,/ das ew de deil ee wor ben; 2. das ewge Seil, das ewge Gut,/ ein Brunnen ohn Ver⸗ siegen,/ voll Lieb und Lust, voll Trost und Mut,/ voll himm⸗ lischem Vergnügen;/ ein Born von unerschöpfter Kraft,/ von unsichtbarer Stärke,/ der Geist und Leben in uns schafft/ zu jedem guten Werke. 3. Rommt alle, die ihr seid beschwert,/ o kommt doch ohne Saumnis! Teilt mit uns, was uns Sott beschert,/ das selige Geheimnis!/ Es haltens immerdar bereit die aller⸗ treusten Zände:/ der Serr ist bei uns allezeit/ bis an der Welten Ende. 4. Er sieht uns all, wir sehn ihn nicht,/ doch wenn die ger zen brennen/ und wir vor seinem Angesicht/ den heilgen Hamen nennen,/ dann wissen wir und glauben fest/ mit christlichem Vertrauen:/ er kommt ja bald, und fröhlich läßt/ er uns sein Antlitz schauen 3. und mit ihm alle, die er nahm/ an seine Brust nach oben/ und die befreit von Leid und Gram/ dort seine Größe loben. Es ist ja nur ein Gottesreich/ im Himmel und auf 468 Glaube und Rechtfertigung Erden,/ und jenen selgen Siegern gleich/ soll jeder von uns werden. 6. So halte fest denn, was du hast,/ halt aus in Treu und Slauben/ und laß durch keine Lust noch gast/ dir deine Rrone rauben!/ Die Arbeit ruft, es ruft der Streit,/ es rufen Lobgesänge;/ es wächst der Bau in Herrlichkeit,/ die Welt wird ihm zu enge. Albert Zeller, 1804—3877. Weise: Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn(Vr. 487). 4 Vorreformatorisch, 5330. + 32 — — S......—— ). Ach, Herr, nimm hin mein Le⸗ bens⸗ gut,/ zer⸗brich mir Eh⸗ re, Stolz und Mut,/ doch . 1 CI 1—* ..—. ö—2— I——2 I— —..—— neig dich mei ⸗ nem Ban⸗gen,/ ver⸗ gön ⸗ne, SSSS.............. daß mein letz⸗ ter Schrei/ ein„den⸗ noch, Zerr, dir ö I V—— 1 II 1—..—— 2——.— SP. II glaub ich“ sei;/ mehr will ich nicht er ⸗lan⸗gen. 2. Romm, Sirt, allewger, führe du/ dein Rind der großen Zeimat zu/ durch Rreuz und Sterbestunden./ Salt über allen Sündern Wacht,/ bis sie sich dir zurückgebracht/ und selig heimgefunden. Emil Prinz von Schoenaich⸗Carolath, 18592—300s. SXA FRNE Heillgung Wir sind sein Werk, goschaffen in Christus esus zu guten W Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin waͤndeln sollen. Eph. 2, 10. Auch nach der Weise: Von Gott will ich nicht lassen(Wr. 233). Einz. 7, Alle 8. Friedrich Mergner, 3876. Auch als Wechselgesang: Einz.), Ch. F. 2, Ch. M. 3, Jug. 4, Gem. 8, 6, + . + — — — + ). Ge⸗ duld ist euch von nö · ten,/ wenn ö 12— 24. e SISII.I.... Sor ⸗ge, Gram und Leid/ und was euch mehr will ö ů— 3—*— Pͤ. tö ten,/ uch in das Zer ⸗ze schneidt./ O I— — aus ⸗er ⸗ wähl · te Zahl!/ Soll euch kein Tod nicht tö⸗- ten,/ ist euch Ge⸗· duld von nerrre ee riret w/ ir s —Ieeeeeeeeee ten./ Das sag ich noch ein mal. 470⁰ Seiligung 2. Geduld ist Fleisch und Blute/ ein herbes, bittres Kraut. Wenn unsres Kreuzes Rute/ uns nur ein wenig dräut,/ erschrickt der zarte Sinn./ Im Glück ist er verwegen,/ kommt aber Sturm und Regen,/ fällt erz und Mut dahin. 3. Geduld Gottes Gabe/ und seines Geistes Gut;/ der reicht uns kräftge Labe,/ sobald er in uns ruht./ Der edle, werte Gast/ erlöst uns von dem Zagen/ und hilft uns treulich tragen/ die große Bürd und Last. 4. GBeduld kommt aus dem Glauben/ und hängt an Gottes Wort;/ das läßt sie sich nicht rauben,/ das ist ihr Seil und Sort;/ das ist ihr hoher Wall,/ da hält sie sich verborgen,/ läßt Gott den Vater sorgen/ und fürchtet keinen Fall. 5. Geduld ist wohl zufrieden/ mit Gottes weisem Rat,/ läßt sich nicht leicht ermüden/ durch Aufschub seiner Gnad,/ hält frisch und fröhlich aus,/ läßt sich getrost beschweren/ und denkt: Wer will's ihm wehrend/ Ist er doch Herr im Saus. 6. Seduld dient Gott zu Ehren/ und läßt sich nimmermehr/ von seiner Liebe kehren;/ und schlüg er noch so sehr,/ so ist sie doch bedacht,/ sein heilge Zand zu loben,/ spricht: Der im Simmel droben/ hat alles wohl gemacht. 7. Geduld ist mein Verlangen/ und meines Serzens Lust,/ nach der ich oft gegangen;/ das ist dir wohl bewußt,/ Herr voller Gnad und Suld./ Ach gib mir und gewähre/ mein Bitten; ich begehre/ nichts andres als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte,/ die ich sehr oft und viel/ aus dieser Leibeshütte/ zu dir, Serr, schicken will. Rommt dann der letzte zug,/ so gib durch deine Zände/ auch ein geduldigs Ende;/ so hab ich alles gnug. Paul Gerhardt, 36073676. 470 Halle 370g. 2. 2 + 1 . +—— 25— 1. O der al„ les hätt ver ⸗lo⸗- heiligung 2 1 2— 1 4——E 2 + ¶ 1 +. 2..————— ren,/ auch sich selbst, der al ⸗ le„ zeit/ — ö ö——.— —.— 1—. 1 nur das Ein hätt aus· ers: ko: —— + N e en nnen nunrn du.———4 WJ‚I—* 2——.— H ren,/ so Zerz, Geist und Seel er- freut! 2. O der alles hätt vergessen,/ der nichts wüßt als Gott ulein,/ dessen Güte unermessen/ macht das Serz still, uͤhig, rein! 3. O der alles könnte lassen,/ daß er frei vom Eiteln all/ wandern möcht die Friedensstraßen/ durch dies dunkle Lränental! 4. O wär unser Zerz entnommen/ dem, was lockt durch eitlen Glanz/ und hält ab, zu Gott zu kommen,/ in dem alle Güt ist ganz! 6. O daß Sott wir möchten finden in uns durch der liebe Licht/ und uns ewig ihm verbinden!/ Außer ihm ist eitel Wicht. 6. O wär unser Aug der Seelen/ stetig nur auf Sott gewendt,/ so hätt auch das sorglich Guälen/ im Gewissen ganz ein End. 7. O du Abgrund aller Güte,/ zieh durchs Kreuz in dich hinein/ Geist, Seel, Serz, Sinn und Gemüte,/ ewig mit dir eins zu sein! Frankfurt a. M. 3680. 471 Quise Reichardt, 3880. 33 ö V EEE dn in n, d, n,. u. Ru⸗ he is das be⸗ ste Gut,/ das 47 Heiligung man ha⸗ ben kann;/ Stil⸗le und ein gu⸗ ter ö— SP P P FPSPISISISSISII SIIIAI.... Mut/ stei⸗ get him⸗mel ⸗ an./ Die su ⸗ che dul L /SDSꝗSꝗSDSSS DDDiDiiiei..— ier und dort ist kei ⸗ ne Ruh/ als bei ———— ——— +— 4 S—II ö Gott; ihm ei ⸗le zu;/ Sott ist die Ruh. 2. Ruhe gibt dir nicht die Welt,/ ihre Freud und Pracht;/ Ruhe gibt nicht Gut und Geld,/ Lust, Ehr, Gunst und Macht; keins reichet zu. Wenn du recht bekümmert bist,/ suchst du das, was droben ist;/ Gott ist die Ruh. 3. Ruhe geben kann allein/ Jesus, Gottes Sohn,/ der uns alle ladet ein/ vor des Himmels Thron/ zur wahren Ruh./ Wer den Ruf vernommen hat,/ dringe ein zur Gottesstadt;/ Gott ist die Ruh. 4. Ruhe kommt aus Glauben her,/ der nur Jesum hält./ Jesus machet leicht, was schwer,/ richtet auf, was fällt;/ sein Geist bringt Ruh./ Gib im Glauben Zerz und Sinn/ seinem Geist zu eigen hin;/ Gott ist die Ruh. 5. Ruhe findet sich zumeist,/ wo Gehorsam blüht;/ ein in Gott gesetzter Geist/ macht ein still Gemüt/ und Seelen⸗ ruh. Darum selig, wer sich gibt,/ daß er Gottes Willen übt;/ Gott ist die Ruh. 6. Ruhe hat, wer williglich/ Christi sanftes Joch/ hin⸗ gebücket nimmt auf sich;/ ist es lieblich doch/ und schaffet Ruh./ Folge deinem Seiland gern,/ dann ist nie dein Friede fern;/ Gott ist die Ruh. 2 — — NWS.——— — 8 F ——— geiligung 472/473 7. Ach du Gott der wahren Ruh,/ gib auch Ruhe mir!/ Was ich denke, red und tu,/ streb nach Ruh in dir./ Gib Ruh dem Geist;/ schließt sich dann mein Auge zu,/ so führ Leib und Seel zur Ruh,/ dem Simmel zu! Nach Johann Raspar Schade, 3666—3698. Str. 7 erstmals 3734. Weise: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 326). Jakob Sintze, 3678. 0 —— ö II—..—— SSSSIIII 0 Wir sind dein, Serr, laß uns im⸗ mer/ un ⸗ ter laß dein Licht und Gna⸗ den ⸗schim⸗mer/ strahlen dei ⸗ nen Flü⸗ geln ruhn, ü⸗ber un⸗ ser Tun, .. lie ⸗bet,/ til⸗ ge, was dein Werk be⸗ trü⸗ bet;/ mach, was V schaff in uns, was dir be⸗ — 2 —— +I alt ist von Na ⸗ tur,/ zur er neu ⸗- ten Kre-a⸗ tur! Valentin Ernst Löscher, 3673—)749. V — * Mel.: Wie nach einer—ê Wasserquelle(Vr. goo). Genf 3855. 4 — 1 SSSPSPSPIEIITII IIIII... — ee———— — E Le-bens ⸗ son- ne, de⸗ ren Strahlen . die nach Wür⸗ den ab⸗ zu ma⸗len/ i Dun⸗keln ge ⸗ ben 0— al Jer ist der Son⸗ ne Glanz zu klein: QTD +. * — 10— H— 00 —————— 1. 1 Ster ne gold⸗- ne Pracht/ ge ⸗ gen dich ist e v., lau⸗ter Nacht;/ Mond und Son⸗ ne müs⸗ sen wei ⸗chen/ EI‚eeEeege—— ö und vor dei ⸗ nem Glanz er ⸗ blei ⸗chen. 2. Laß in deinem Licht mich wandeln,/ o du heller Mor⸗ genstern./ Lehr mich, daß ich recht zu handeln/ aus dem Wort des Lebens lern;/ und gleichwie du für und für/ bist des Vaters Bild und Zier,/ also laß, Serr, deine Strahlen/ in mir auch dein Bildnis malen. 3. Wohne, herrsche, leuchte, heile!/ Dir, dir räum ich Serz und Mut./ Leuchte mir als Feuersäule,/ fülle mich mit Licht und Glut./ Eine Sonne wärmt die Welt,/ eine Sonne mir gefällt;/ ohne dieses Licht des Lebens/ lebt ich in der Welt vergebens. Friedrich Adolf Lampe, 3683—5729. Weise: MRein Jesu, der du mich. Bei C. T. Rango, 369. 4 +. + +. E—„Finmnen— ö — 1— ö ——— —..— ). Zerr, ha⸗ be acht auf mich/ und reiß mich IITI + kräf⸗tig ⸗lich/ von al ⸗len Din ⸗gen!/ Denn RRuyI — Whhh 1.— geiligung 8 + — 5 0 — h— 50⁰ 32—— ein ge ⸗ fes ⸗selt Zerz/ kann sich ja ö 22—7„— 1 ——. 1.— ..— ——————.—— 2—32.——— 2 H ——— 27* him ⸗ mel⸗ wärts/ durch ⸗ aus nicht schwin ⸗gen. 2. Zerr, habe acht auf mich!/ Schaff, daß mein Herze sich/ im Grund berehre;/ trifft vom verborgnen Bann/ dein Auge noch was an,/ Herr, das zerstöre! 3. Zerr, habe acht auf mich!/ Hast du allmächtiglich/ den Strick zerrissen,/ so laß, dem Feind zum Trutz,/ mich deinen starken Schutz/ nun stets genießen! 3. Zerr, habe acht auf mich!/ Die Welt legt listiglich/ in solchen Dingen,/ die sie unschuldig nennt,/ weil sie sich selbst nicht kennt,/ viel Netz und Schlingen. 5. Zerr, habe acht auf mich/ und laß mich ritterlich/ den Kampf bestehen;/ wenn Satan, Sünd und Welt/ mich stür⸗ mend überfällt,/ nicht übergehen! b. Zerr, habe acht auf mich!/ O zeuch mich ganz in dich/ mit Leib und Seele!/ Dein bin ich, du bist mein,/ du, den ich ganz allein/ zum Sort erwähle. 7. Zerr, habe acht auf mich/ beim letzten Kampf, wann ich/ von hinnen scheide;/ führ mich durch dein Geleit/ in deine Zerrlichkeit,/ zur ewgen Freude! Ludwig Konrad Allendorf, 3693—)773. ——5 ss Weise: Ach, I i Sinder Wachen du 475 Altdorf 3653. H ö LCL. 4 1 1 1 2 ö— ö — 3. Vun so will ich denn mein Le⸗ben — ö—— ——.—— — ö 1.— völ⸗lig mei⸗ nem Gott er ⸗ ge⸗ben;/ nun wohl⸗ 476 Heiligung ö.. 7 1 —— E —‚—3 an, es ist ge⸗ schehn!/ Sünd, ich will von ö ö S..— dir nichts hö⸗renz/ Welt, ich will mich von dir +. +.— ö—— ———— keh ⸗ren,/ oh- ne je zu⸗ rück zu sehn. 2. Sab ich sonst mein Zerz geteilet,/ hab ich hie und da verweilet,/ endlich sei der Schluß gemacht,/ meinen Willen ganz zu geben,/ meinem Gott allein zu leben,/ ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe/ all mein Liebstes, das ich habe./ Schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe meine Vieren:/ solltest du was Falsches spüren,/ nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen;/ gründlich und von ganzem Serzen/ will ich folgen deinem Zug;/ kann ich stetig und in allem/ deinen Augen nur gefallen,/ ach, so hab ich ewig gnug. 5. Dich allein will ich erwählen;/ alle Kräfte meiner Seelen/ nimm nur ganz in deine Macht!/ Ja, ich will mich dir verschreiben;/ laß es ewig feste bleiben,/ was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen, 36973769. 476 Salle⸗Wernigerode 3767. Auch als Wechselgesang: Ch. 5, G. 2, Einz. 3, Ch. 4, G.§. J. + ö 1 + +——.— 2—.—.—— ——— 8 5 Wer will ein Strei⸗-ter Je⸗ su sein/ und der stell sich auf dem Rampfplatz ein,/ wie 4 i * ng 7. + heiligung 477 4 W83 II I ————.— I VDI —. D— 1.— L— 1 ◻—— — nicht ein Wi⸗der ⸗christ ö; ö; ö er be ⸗ru-fen ist. Die Kreu ⸗ zes ⸗fah ⸗ ne ——.— —— d. RIn., —— ö——— weht;/ wohl dem, der bei ihr steht!/ Drom⸗ me⸗ ten — 2 7— 2— 1 4 —— schal⸗len weit und breit;/ frisch auf, frisch auf zum Streit! 2.„Sie Schwert des Serrn und Gideon!“/ tönt unser Schlachtgeschrei. Der treubewährte Sottessohn,/ er steht uns selber bei!/ Mit ihm des Simmels Seer,/ der Engel zeug und Wehr. /Trotz aller Welt! Denn Sieg und Feld/ behält der starke Held! 3. Nur trag dein Kreuz und leide dich/ und wahr dein gerzensschloß,/ mein gut Gesell, demütiglich/ vor feurigem Geschoß!/ In Sorg und Sändel nicht/ der Nahrung sich verflicht/ ein Streitgenoß und Kriegesknecht:/ wer kämpfet, kämpfe recht! 4. Jeuch du den Sarnisch Pauli an;/ dein Schwert sei Gottes Wort;/ das bricht durch Flut und Flammen Bahn/ und ist ein starker Zort!/ Ergreif des Heiles Selm/ und weich nicht wie ein Schelm./ Der Schild des Glaubens schütze dich!/ So streite ritterlich! 5. Gott rüste dich mit Davids Kraft/ und lehre dich den Krieg,/ daß in der Xreuzesritterschaft/ du werbest um den Sieg!/ Der Sieg ist nimmer weit,/ halt tapfer aus im Streit!/ Schon winket dir der Ehrenlohn,/ des ewgen Lebens Rron. Nach Sieronymus Annoni, 3697—5770. weise: Wun sich der Tag geendet hat(Ur. 282). Dresden 3667. Auch als Wechselgesang: G. 3, 2, Ch. 3, 4, G. s, 6, Ch. 7, G. 8. +—7* e, E ISIIF FFF——— 0 WW. 1. gerr, der du einst ge⸗ kom ⸗men bist,/ in 478 Heiligung ů.... Rnechts⸗ge⸗ stalt zu gehn,/ des Wei⸗ se nie ge⸗ EEEE we ⸗ sen ist,/ sich sel⸗ber zu er ⸗höhn: 2. Romm, führe unsre stolze Art/ in deine Demut ein!/ Nur wo sich Bemut offenbart,/ kann Gottes Gnade sein. 3. Der du noch in der letzten Nacht,/ eh dich der Feind gefaßt,/ den Deinen von der Liebe Macht/ so treu ge⸗ zeuget hast: 4. Erinnre deine kleine Schar,/ die sich so leicht entzweit,/ was deine letzte Sorge war:/ der Glieder Einigkeit. 5. Der du um unsre Seligkeit/ mit blutgem Schweiße rangst/ und durch der Tränen bangen Streit/ des Grimmes Macht verdrangst: 6. Erschüttre doch den schlaffen Sinn,/ der nichts von Arbeit weiß,/ und reiß ihn aus der Trägheit hin/ zu deinem Kampf und Schweiß. 7. Gekreuzigter, den seine Lieb/ bis in den Tod geführt,/ ach, würd auch unser Liebestrieb/ zum Tode treu verspürt! 8. Drum leit auf deiner Leidensbahn/ uns selber an der Hand,/ weil dort nur mitregieren kann,/ wer hier mit überwand. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 3760. Weise: Nun danket all und bringet Ehr(Nr. 260). Johann Crüger, 3647. 2 3.— ö ö 1 +. ö ö ö 2—..— SPSIS.SSISS I.IIIII + 3. Merk, See⸗ le, dir dies gro⸗-ße Wort:/ — ö——=— —. +——*—— 81—————. ö Wenn Je⸗ sus winkt, so geh;/ wenn er dich zieht, 1 (0 ———ßꝛ—v— cheiligung e H ——— 22 e.— 7— so ei le fort;/ wenn Je · sus hält, so steh! 2. Wenn er dich lobet, bücke dich;/ wenn er dich liebt, so ruh;/ wenn er dich aber schilt, so sprich:/„Ich brauch's, gerr, schlage zu!“ 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit/ bald hier bald da ver⸗ klärt,/ so freu dich der Barmherzigkeit,/ die andern widerfährt. 3. Wenn er dich aber brauchen will,/ so steig in Rraft empor./ Wird Jesus in der Seele still,/ so nimm du auch nichts vor. ö 5. Kurz: dein und unser aller Serz/ sei von dem Tage an/ bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz/ dem Seiland zugetan! Nirolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—3760. wWeise: Ach was soll ich Zünder maͤchen. Altdorf 3653. Auch im Wechselgesang: Ch.), Einz. 2, Jug. 3, G. 4, S. —— 5—5—— ö— 2—— 3. Auf, ihr Strei⸗ ter, durch ⸗ge⸗ drun ⸗gen!/ ——— ——5 ö ö—— — 1.———I— Auf, und folgt dem Hei ⸗land nach, der durch Mar ⸗ter, ——4—— Z4 22—— — 1——— gohn und Schmach/ sich auf Zi⸗ ons Burg geschwungen!/ ———. Hach. Das/ aupt hat schongesiegt. Wehdem Glied, das müßig liegt! EE——.——.—.—.— —— ⁷1—..ß. 1 48⁰ eiligung 2. Fort! Nur nach mit Wachen, Beten!/ Fort! Was seid ihr so verzagt? /Christus hat den Sieg erjagt/ und der Schlange Ropf zertreten; ́/ tretet nach in seiner Kraft!/ Christus ists, der Sieg verschafft. 3. Wiemand soll in Zion sprechen:/„Ich bin elend, arm und schwach,/ und durch so viel Ungemach/ kann kein armer Sünder brechen.“/ Denn der Serr ists, der uns heilt/ und den Schwachen Kraft erteilt. 4. Sind wir schwach: der Serr hat Stärke;/ sind wir arm: der Serr ist reich. Wer ist unsrem Vönig gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke./ Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Simmel untertan? 5. Nun so wachet, kämpft und ringet,/ streitet mit Gebet und Flehn,/ bis wir auf dem Berge stehn,/ wo das Lamm die Fahne schwinget./ Ist das Wochenwerk getan,/ alsdann geht der Sabbat an. Johann Simon Buchka, 37083782. Weise: Alle m müßen Rerhen 0— 480 Christoph Anton, 365). 4 F— n rr————— Wun 2..——.— H—— m Hie. 2—W. 2—— 0 Gern in al⸗les mich zu fü⸗gen,/ mich der . oh ne Wor⸗ te, mit Ver⸗ gnü⸗ gen/ al⸗ler , t,,, Lete,. Stil ⸗le still zu freun Rnech ⸗te Anecht zu sein/ nie mit Ga⸗ben stolz zu ů.—— ü—. pran ⸗gen,/ Menschenruhm nie zu ver⸗lan⸗gen:/ die ⸗/se E vn ö— Weisheit fleh ich mir,/ hoch⸗ er · hab ⸗ ner Gott, von dir. Heiligung 48 2. Unbekannte Wege wandeln,/ Wege, die dein Aug nur kennt,/ stille dulden, schweigend handeln,/ wo kein Menschen⸗ mund mich nennt:/ das, du freundlicher Gewährer,/ aller Demut Guell und Lehrer, ͥ Jesus Christus, lehre mich,/ still und schweigend sehn auf dich. 3. Gott der Niedrigen und Stillen,/ die so gern im Schatten ruhn,/ streng und fromm nach deinem Willen/ einsam leiden oder tun,/ laß, o Vater, mich nicht klagen,/ soll ich schwere Lasten tragen,/ schweigend lieber in mich gehn,/ demutsvoll auf dich nur sehn. 4. Gott, du bist mein Gott, ich falle/ demutsvoll zu Fuße dir./ Du erquickst, begnaͤdigst alle,/ schenkest Gnad und Ruh auch mir,/ unterstützest mein Bestreben,/ immer stiller dir zu leben,/ meiner Ohnmacht nie zu traun,/ fester stets auf dich zu baun. Vach Johann Raspar Lavater, 174)—80). Weise: Ach was soll ich Sünder machen. Altdorf 36583. Auch im Wechselgesang: Einz.), G. 2, Ch. 3, Einz. 4, Ch. 5, G. 6. H.. ö—.— ö — 2——3— ö 3. Lie be, ö du der Gott⸗ heit Spie ⸗gel,/ ,, w a., ö ö x— ö—.—5 ö 1—— + D schön⸗stes Zim⸗mels · kind!/ Lie be, Rö · ni⸗ gin der Ga ⸗ ben,/ wel · che Got ⸗ tes Rin ⸗ der 48² Heiligung öIIS ů SSSISISISISISI.... ERESSeee..e‚.. ha ⸗ ben,/ se⸗ lig ist, wer dich ge⸗ winnt! 2. Bald mit staͤunendem Entzücken,/ bald mit tief be⸗ schämten Blicken,/ schaun wir dich, du heilig Bild!/ Weit sind wir von dir verirret,/ eid und Haß hat uns ver⸗ wirret,/ wir sind rauh, und du bist mild. 3. Wir ein stetes Selbstverzehren,/ du ein stetiges Er⸗ nähren,/ dem es nie an Kraft gebricht;/ wir versenkt in Feurgestalten,/ die uns hart gefangen halten,/ du ein wun⸗ dersames Licht! 4. Hilf dem Geist zum Schöpfer dringen,/ in sein Herz hinein sich schwingen,/ wo dein hoher Ursprung quillt,/ der noch aller Erden Weiten,/ ja den Lauf der Ewigkeiten/ einst mit tausend Psalmen füllt! 5. Liebe, lehr uns weislich handeln/ und in der Gemeinde wandeln,/ wie sichs ziemt in Gottes Haus! /Liebe, hilf uns, auch die Bösen,/ die kein Schreckwort kann erlösen,/ führen aus dem Tod heraus! 6. Laß, o Serr, an jedem Grte/ uns auf deines Geistes Worte /als auf unsern Leitstern sehn:/ lasset alle eure Dinge,/ sei'n es große, sei'ns geringe,/ in der Liebe nur geschehn! Karl Friedrich Sarttmann, 3743—8)6. Weise: Serzlich tut mich verlangen(Nr. 353). ans Leo Saßler, 560). 0 * ö 2— SS 2 Gib Frie ⸗den, Herr, gib Frie⸗den,/ du . Einst bist du ab ⸗ ge⸗schie⸗den/ mit EE 1 1 mil⸗der Lie⸗bes⸗ hort! sü⸗ßem Freu ⸗ den ⸗wort:»Ich geb euch mei⸗nen 114 Heiligung SISISISISSIIIII. Frie ⸗den,/ wie ihn die Welt nicht gibt,/ ver ⸗ hei⸗ —.— 12. SSIP‚PSDSISSDSSSSSE.E....... LE ßen und be⸗schie⸗den/ dem, der mich glaubt und liebt!“ 2. Gib Frieden, Serr, gib Frieden!/ Die Welt will Streit und Rrieg,/ der Stille wird gemieden,/ der Wilde hat den Sieg,/ und Unruh herrscht auf Erden/ und Lug und Trug und List./ Ach, laß es stille werden, du stiller Jesus Christ! 3. Gib Frieden, Serr, gib Frieden,/ du milder Liebeshort!/ Dann wird es schon hienieden/ ein Paradiesesort,/ und Sorgen fliehn und Schmerzen/ aus jeder schweren Brust;/ in Freuden glühn die Serzen,/ in Lieb und Zimmelslust. Ernst Moritz Arndt, 3769— 3860. weise: Christus der ist mein Leben(Vr. 334). Melchior Vulpius, 3609. ů HEDT 1 VI— E—— 3. Ich ha⸗be dich ge ⸗ fun · den,/ Gott der Barmherzig⸗ EEEEEEEEE keit!/ Ich hab in gu ⸗ten Stunden/ schon oft mich dir geweiht. 2. Ich wollte treu dir bleiben/ und deinen Willen tun,/ dein Werk mit Freuden treiben,/ in deiner Liebe ruhn. 3. Doch was ich wirken wollte,/ das hab ich nicht voll⸗ bracht,/ und was ich werden sollte,/ das hemmt der Sünde Macht. 4. Mir winken tausend Sterne/ und leuchten mir voran,/ doch geh ich von dir ferne/ oft eine irre Bahn. 5. O Gott der Gnade, weiche/ von deinem Rinde nicht, die Vaterhand mir reiche,/ zieh mich empor zum Licht. N 484/489 Heiligung 6. Lehr du mich siegreich streiten,/ steh meiner Schwach⸗ heit bei,/ laß deinen Geist mich leiten,/ mach mich in Wahrheit frei. Frie rich August Roethe, 378)—38g0. Weise: Zum Simmel erhebe dich, Freudengesang. 4 4 J. Georg Stötzel, 1744. Z, Finen. E— 6555 DDi‚D‚— ). Dem Ru ⸗fe des Serrn/ ge⸗ hor⸗ chen wir J EEEE.——3g.———.— 2——— gern;/ Ge⸗ hor⸗sam ist Frei heit der See⸗ len./ SS............... —— Die Vot ist vor ⸗bei/ für al le, die frei/ SPIP‚PIS.IIII.. II I IIII....... den Weg des Ge⸗ hor⸗sams er wäh ⸗len. 2. Führt steil auch die Bahn/ durch Arbeit hinan,/ der Willigreit muß es gelingen./ Das Wollen er schafft/ und gibt uns auch Rraft,) im Glauben das Werr zu vollbringen. 3. Der's treu mit uns meint,/ er hat uns vereint,/ mit Ereue das Amt zu verwalten./ Es winket die Rron der Treue zum Lohn,/ wenn wir bis ans Ende sie halten. Franz Särter, 3797—3874. Weise: O du Liebe meiner Liebe(Vr. go). 4 Mürnberg 36sg. Auch als Wechselgesang: Ch. 3, Einz. 2, G. 3. 5—.—.—.—..— Volt des Herrn, du hast hie nie · den⸗ KRämp⸗fe sind dir hier be ⸗schie⸗den,/ ⁰DRR En nn zeiligung f Sede f.e E e een an die Lech te Weh⸗ Ke, ste be auf dem B.. ew⸗ gen Fels, daß dir Sieg und Seil be⸗ + +. 1. 1 + N x ꝙ=D...— 5 x H ——... W. EN+HÆ ö 2—.— ö——!/ sche re/ er, der BZei⸗land Is· 2. Träumest du von guten Tagen/ oder wachst du auf zum Streit: 7 Wiegst du dich in alten Sagen/ oder kennst du deine Zeit:/ Sörest du den Ruf der Wächter:/„Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn!/ Aber wehe dem Verächter,/ denn sein Trost wird untergehn.“ 3. Volk des Herrn, du hast hienieden/ einen langen, schwe⸗ ren Streit;/ nun, so suche keinen Frieden/ in der bösen zeitlichkeit./ Führe deines Gottes Xriege!/ Jesu Kreuz ist das Panier. Unter diesem Zeichen siege!/ Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk, 1799—1873. ). Joh. s, 3. Weise: Nun danket all und bringet Ehr(II). Christian Störl, 373o. EA V ů ö—— — 3J. Am En⸗de ists doch gar nicht schwer,/ 1 5„ 1 —— e.—.—.— man gibt sich ein sel⸗ ger Mensch zu sein; 5 487 Heiligung — ganz dem Her⸗ren her/ und hängt an ihm al ⸗lein. + —5 EIII . — — ů E QTO IITN TVù IX 2. Man ist nicht Herr, man ist nicht Knecht,/ man ist ein fröhlich Rind/ und wird stets selger, wie man recht/ den Herren lieb gewinnt. 3. Man wirkt in stiller Tätigkeit/ und handelt ungesucht,/ gleich wie ein Baum zu seiner Zeit/ von selbst bringt Blüt und Frucht. 4. Man sieht nicht seine Arbeit an/ als Müh, vor der uns bangt;/ der Serr hat stets in uns getan,/ was er von uns verlangt. 5. Man fügt sich freudig immerfort/ in alles, was er fügt,/ ist alle Zeit, an jedem Ort,/ wo man ihn hat, vergnügt. 6. So selig ist ein gläubger Christ,/ so reich und sorgen⸗ leer,/ und wenn man so nicht selig ist,/ dann wird mans nimmermehr. Philivp Spitta, 3803—38g9. Weise: Willkommen, Zeld im Streite(Vr. 66). Ronrad Rocher, 3838. Auch als Wechselgesang: G. 5, Ch. Mm. 2, Ch. Fr. 3, G. 4, Einz. 5, Ch. 6, Alle 7. iai.enven 2— —.—........ ). Hin⸗durch, hin durch mit Freu den!/ das 1 1 S. AIAI——..—— soll die Lo⸗ sung sein./ Sin ⸗durch durch al ⸗le iDP‚PFPDPỹqñ‚D‚iDii‚‚.= 1— Lei ⸗den,/ durch Rreuz und Vot und pein! 2797174 eiligung 488 2. Hindurch, hindurch mit Freuden/ mit Gottes Selm und Sieg/ durch Leiden und durch Streiten/ in seinem heilgen Krieg! 3. Zindurch die öden Strecken/ von unsrer Wanderschaft,/ durch Klüfte und durch Schrecken/ mit seinem starken Schaft! 4. Hindurch durch das Gestrüppe,/ das an uns zerrt und reißt,/ und wie die ganze Sippe/ von kleinem Jammer heißt! 5. Und wenn es schwül und traurig/ und trostlos allwärts steht/ und das Gewölke schaurig/ fast bis zur Erde geht: b. Zindurch mit Adlerflügeln, mit Danken und Gebet/ hin, wo auf ewgen Sügeln/ der Tempel Sottes steht! 7. Zindurch! hindurch mit Freuden/ selbst durch des Todes HNacht,/ hin durch die letzten Leiden,/ bis daß es heißt: „Vollbracht!“ Albert Zeller, 3804— 3877. Wweise: Ringe recht, ö ö wenn Gottes Gnade(Nr. 373). Brüdergemeine, um 5740. Auch im Wechsel mit Nr. 400 zu singen: Ch. 490, 3, Einz. 488,), Ch. 490, 2/ G. 488, 2, Einz. 490, 3, G. 488, 3, Ch. 490, 4, G. 488, 4, Alle 490, 5. H +. J.. ——23 1 22—** 2 ——— 9 1 . Auf dich seh ich,/ mit dir geh ich,/ SP...........I.IIIIIIII..T Je⸗ sus Chri⸗ stus, star⸗ ker Zeld,/ der durch Krie ⸗ge/ .—.— ——— ö—5 ö— ö—— führt zum Sie⸗ge/ ü⸗ ber Sün⸗de, Tod und Welt. 2. Auf dem Plane/ winkt als Fahne/ deines Kreuzes zeichen mir;/ zu der schwör ich,/ dir gehör ich;/ auch durch Leiden folg ich dir. 3. Starke Waffen/ wirst du schaffen/ und ins Serz ge⸗ trosten Mut!/ Statt des Schwertes/ wird dein wertes/ Wort mir dienen treu und gut. 489 Zeiligung 4. Sei im Streite/ mir zur Seite,/ kämpfe für mich, wo es gilt./ Wie's dann gehe,/ ich bestehe,/ denn mich deckt des Glaubens Schild. Autzust Hermann Walter, 38)7—1886. Weise: Menschenfreund, nach deinem Bilde. Johann Peter Seuschkel, 807. Auch nach der Weise: O du Liebe meiner Liebe II(s. Vr. 3os). ——.— EEE Gib mir, daß ich se⸗ hend wer⸗de, • all das Licht, das auf die Er ⸗de/ sich vom Sim⸗mel mild er⸗gießt, das mit ei ⸗ nem 8 20— + * ——— ö ö 240 ö ö x .. 3—75, + 2—.... Strah ⸗len ⸗ kran ⸗ze/ schmückt die wei te, schö⸗ ne 1—— 0 + +. ö — 2 1 2 n,.——*——..— Welt/ und mit sei ⸗ nem rei ⸗ nen Glan⸗ —. ö HN I I 1— I — 1.—— ze/ mir den Le-bens⸗ weg er„hellt. 2. Gib mir Augen, dich zu schauen,/ wenn dein Geist vorüberschwebt,/ bald in Lüften, linden, lauen,/ bald im Sturme webt und lebt./ Laß mich dein Gesetz erkennen,/ das du in mein Leben schreibst./ Nichts mehr soll von dir mich trennen,/ daß du mein auf ewig bleibst. 3. Lehr mich meine Blicke senken/ tief in meines Serzens Grund,/ still im Innern überdenken,/ ob ich stets mit dir Wei und Aud 0 1 geiligung 490 im Bund. Denn, wo deine Mächte walten,/ müssen finstre Schatten fliehn/ und der Freude Lichtgestalten/ froh in teine Zerzen ziehn. 4. Ja, ich sehn mich nach dem Einen,/ daß ich klar und sehend sei/ und vom Viedern, vom Gemeinen/ wahrhaft fern und wahrhaft frei,/ daß ich fest auf Gott vertraue,/ geh's auch immer, wie es geh,/ stets mit lichten Augen schaue/ in des Lebens Lust und Weh. Bruno Weiß, 1632—3978. weise: Wun danket all und bringet Ehr(Nr. 260). Johann Crüger, 3647. Auch im Wechsel mit Nr. 488 zu singen: Ch. 490,), Einz. 488, 3, Ch. 490, 2, G. 488,2, Einz. 490, 3, G. 488, 3, Ch. 490, 4, G. 488, 4, Alle 490,. X ). Vun auf⸗wärts froh den Blick ge⸗ wandt/ 4 Ii Q◻d ++ S 1.— und vor⸗wärts fest den Schritt!/ Wir gehn an un⸗ .—.——.1 ů 1—— H sers Mei⸗sters Sand,/ und un⸗ ser Serr geht mit. 2. Vergesset, was dahinten liegt/ und euern Weg be⸗ schwert;/ was ewig euer Serz vergnügt,/ ist wohl des Opfers wert. z. Und was euch noch gefangen hält,/ o werft es von euch ab!/ Begraben sei die ganze Welt/ für euch in Christi Grab! 4. So steigt ihr frei mit ihm hinan/ zu lichten Zimmels⸗ höhn./ Er uns vorauf, er bricht uns Bahn;/ wer will ihm widerstehnꝛ 5. Drum aufwärts froh den Blick gewandt/ und vorwärts fest den Schritt!/ Wir gehn an unsers Meisters Zand,/ und unser Zerr geht mit. Autust Sermann Franke, 18893— 189. .—.—— π 4 493/49²2 Liebe zu Jesu Weise: Ringe recht, ö wenn Gottes Gnade(Nr. 375). 491 Brüdergemeine, um 5740 7 ö S——.— — ö — 3. Daß sich doch die Lie⸗be meh ⸗ren/ — x 5 vn* —.——.—— — DPRTTR——..— Lei⸗des wird es im⸗ mer mehr. /Lie⸗be, rü⸗ ste SDSDSDSIDSDDSDSDSDDieS s‚ss DeeeeY dei ⸗ ne BHee ⸗re,/ Fein ⸗de ste⸗ hen dicht um⸗ her! 2. Endlich muß die Liebe siegen,/ endlich! Sei dies Endlich heut!/ daß auf alle Himmelsstiegen/ sich ein mächtig Leuch⸗ ten streut. Gustav Schüler, geb. 3868. Nobe zu Zosu ö Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie mich mein Jater llobet/ also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Llobe. zoh. 18, 4. 9. 492 Bei G. G. Gastoldi, 3893. Auch Wechselgesang, etwa zwischen Rindern(I) und Gemeinde(ID). U——— 4.—— E a rwen 0 1. Iu dir ist Freu⸗de/ in al ⸗lem ·ll. Durch dich wir ha⸗ ben/ himm⸗=li ⸗sche ESISISE E EEESSIEESEEEE Lei⸗ de, +⁰ du sü ⸗ßer Ze⸗ su Christ! Ga ⸗ ben,/ du der wah ⸗ re Hei⸗land bist. 3 Liebe zu Jesu 493 IU 1— — 2 1—— . ö 1 1. II ¶V I. Zil⸗fest von Schan⸗den,/ ret test von Ban ⸗den./ l. Z3u dei⸗ ner Gü⸗te/ steht un⸗ ser Gmü⸗ te,/ —...—— . Wer dir ver⸗trau=et,/ hat wohl ge⸗ bau„et,/ an dir wir kle⸗ben/ im Tod und Le⸗ben;/ I ————— 3—— ——.— wird e⸗ wig blei ⸗ ben,/ Hal ⸗le⸗ lu · 101 nichts kann uns schei ⸗ den,/ Sal ⸗le ⸗ lu- jah! 2. Wenn wir dich haben,/ kann uns nicht schaden/ Teufel, Welt, Sünd oder Tod;/ du hasts in Händen,/ kannst alles wenden,/ wie nur heißen mag die Vot./ Drum wir dich ehren,/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ zu dieser Stunde,/ Sallelujah!/ Wir jubilieren/ und triumphieren,/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit Zerz und Munde,/ Sallelujah! Johann Lindemann(D, 5849—63). 493 Leipzig 3603. Psalm 6s, 3o. Auch als Wechselgesang: Chor Fr. 3, G. 2, Ch. 3, Einz. 4. 5/ Ch. Fr. 6, G. 7, E. 8, Alle 9. — 2 8 428 III III 2 ö 2 Le⸗-bens⸗brünn⸗lein tief und groß,/ ). der du dich uns hast of⸗ fen⸗bart/ ———— ö— nr, n. ent⸗sprun⸗gen aus des Va⸗ ters Schoß,/ ein wah ⸗ rer in un⸗-srer Menschheit, rein und zart,/ dein lieb Herz 493 Liebe zu Jesu ERRR— 6.— ue en 96 Denn wie ein Sirsch nach fri · scher ;——88 b riri. 7 Quell,/ so schreit zu dir mein ar⸗ me Seel/ ö——— ö ů — —————7. aus die ser Welt E⸗ len de. 2. O Lebensbrünnlein, durch dein Wort/ hast du dich uns an allem Grt/ ergoßn mit reichen Gaben,/ voll Wahrheit und göttlicher Gnad,/ die uns erscheinen früh und spat,/ das matte Herz zu laben./ O frischer Quell, o Brünnelein,/ erquick und laß die Seele mein/ in dir das Leben haben! 3. Wie ein Blümlein im dürren Land,/ durch Sommerhitz sehr ausgebrannt,/ vom Tau sich tut erquicken,/ also wenn mein»Herz in der Vot/ verschmacht, hält sichs an seinen Gott/ und läßt sich nicht ersticken;/ ja wie ein grüner Palmenbaum/ unter der Last ihm machet Raum,/ lässet sichs nicht erdrücken. 4. O Lebensbrünnlein, Jesu Christ,/ dein Güte unerschöpf⸗ lich ist,/ niemand kann sie ermessen;/ darum mir auch nichts mangeln wird,/ wenn mich versorgt der treue Sirt, der mir mein Herz besessen./ Mit seinem Evangelio/ macht er mein Herz im Leib so froh,/ daß ich sein nicht vergesse. 5. O Lebensbrünnlein tief und weit,/ du stillest Durst in Ewigkeit/ und läßt niemand verderben./ Gib mir, der ich aus deiner Füll/ mit rechtem Glauben schöpfen will, Trost wider Tod und Sterben,/ daß ich blüh wie ein Röse⸗ lein/ zu Saron und durch dich allein/ das ewge Leben erbe. 6. Mein Herz ist brünstig mir und heiß/ nach dem himm⸗ lischen Paradeis, des ich hoff zu genießen./ Denn ich weiß, wenn ich dahin komm,/ da wird ein ewger Freudenstrom/ Liebe zu Jesu 494 ohn Maßen sich ergießen./ Freu dich, mein Seel, und wenn gleich Gott/ dich kommen läßt in Angst und Not,/ so laß dichs nicht verdrießen. 7. All unser Leid auf dieser Erd/ ist nicht im allerg'ringsten wert,/ wenn wir das recht bedenken,/ der übergroßen Serr⸗ lichkeit/ und wunderschönen Simmelsfreud,/ die Christus uns wird schenken./ Da, da wird er uns allzugleich/ in seines lieben Vaters Reich/ mit ewger Wonne tränken. 8. Gott selbst wird sein mein Speis und Trank,/ mein Ruhm, mein Lied, mein Lobgesang,/ mein Lust und Wohlge⸗ fallen,/ mein Reichtum, Zierd und werte Rron,/ mein Rlar⸗ heit, Licht und helle Sonn,/ in ewger Freud zu wallen;/ ja daß ichs sag mit einem Wort,/ was mir Gott wird be⸗ scheren dort: /Er wird sein alls in allen. 9. Hüpf auf, mein Serz, spring, tanz und sing,/ in deinem Gott sei guter Ding,/ der Simmel steht dir offen./ Laß dich Schwermut nicht nehmen ein,/ denn auch die liebsten Kinderlein/ allzeit das Kreuz hat troffen./ Drum sei ge⸗ trost und gläube fest,/ daß du noch hast das allerbest/ in iener Welt zu hoffen. Johannes muhlmann, 38733633. Weise: Jesu, der du meine Seele. Johann Schop, 364). Auch nach der Weise: Jesu, meines Lebens Leben. .SISIIIIIII II 4 Je⸗ su, mei⸗ ner See⸗ le Le⸗ ben,/ dir will ich mich ganz er ge⸗ ben/ H II 12———.——— .—.—.———.x mei ⸗nes Her⸗zens höch⸗ste Freud, ů jetzt und auch in E⸗wig ⸗keit. Mei ⸗nen —.— 125 ——...... Gott will ich dich nen⸗ nen/ und vor al ⸗ler 1 898 1—— 1— ———— —494 Liebe zu Jesu +7½1.. 2————i84—— ů EE.—— ö 1—..—.—...—— Welt be⸗ ken⸗ nen,/ daß ich dein bin und du — 2—5 5 ö D, mein;/ ich will kei nes an ⸗dern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen/ erst, als mich die Welt umfing;/ dir bin ich schon angehangen,/ als an Mutterbrust ich hing;/ dein Schoß hat mich auf genommen,/ wann ich nur bin zu dir kommen./ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 3. Oft hat mich in meiner Jugend/ deine Gnadenhand ge⸗ faßt,/ wenn die Frömmigkeit und Tugend/ meinem Sinne war verhaßt,/ daß, ob ich schon übertreten,/ ich doch wieder kam mit Beten. /Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 4. Irr ich, sucht mich deine Liebe,/ fall ich, hilfet sie mir auf;/ ist es, daß ich mich betrübe,/ tröst't sie mich in meinem Lauf; /bin ich arm, gibt sie mir Güter,/ haßt man mich, ist sie mein Züter./ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 5. Dein Geist zeiget mir das Erbe,/ das im Simmel beige⸗ legt;/ ich weiß, wenn ich heute sterbe,/ wo man meine Seel hinträgt:/ zu dir, Jesu, in die Freude;/ Trotz, daß mich von dir was scheide!/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 6. Drum, ich sterbe oder lebe,/ bleib ich doch dein Eigen⸗ tum;/ dir allein ich mich ergebe,/ du bist meiner Seele Ruhm,/ meine Zuversicht und Freude,/ meine Wonne selbst im Leide./ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. ö 7. Söre, Jesu, noch ein Flehen,/ schlag mir diese Bitt nicht ab:/ wenn mein Augen nicht mehr sehen,/ wenn ich keine Kraft mehr hab,/ wenn das Serz hört auf zu schlagen, laß mich doch zuletzt noch sagen:/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. Christian Scriver, 362.)603. — 2...—.—f —— *—— liebe zu Jesu 49 495 Hamburg 3738. Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗ sus- Jetz⸗und mach ich ein Ver⸗bünd⸗nis,/ — x 1——— —6jqIH— —.—.——.. 665½35 IRI— soll mein Wunsch sein und mein Ziel. daß ich will, was Je⸗sus will;/ denn mein Herz, mit ö 0˙——— + ——— ö Ee— é ö———.— ihm er⸗ füllt, ru/ fet nun: Serr, wie du D +— —7—— H 2—2— ö I I willt!/ Herr, wie du willt! 2. Einer ist es, dem ich lebe,/ den ich liebe früh und spat;/ Jesus ist es, dem ich gebe,/ was er mir gegeben hat./ In dir ist mein Serz gestillt,/ führe mich, Herr, wie du willt! 2) 3. Scheinet was, es sei mein Glücke,/ und ist doch zuwider dir,/ ach so nimm es bald zurücke,/ Jesu, gib, was nützet mir!/ Gib dich mir, Herr Jesu mild,/ nimm mich dir!, Herr, wie du willt! ½ 3. Und vollbringe deinen Willen in, durch und an mir, mein Gott,/ deinen Willen laß erfüllen/ mich im Leben, Freud und Vot,/ sterben als dein Ebenbild,/ Herr, wann, wo und wie du willt! Serr, wie du willt. 6. Sei auch, Jesus, stets gepriesen,/ daß du dich und viel dazu/ hast geschenkt und mir erwiesen,/ daß ich fröhlich singe nu:/ Es geschehe mir, mein Schild,/ wie du willt! Verr, wie du willt! ½ Ludämilia Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, 3640—5672. Frankf. Evang. Gesangb. 2⁰0 496 Liebe zu Jesu 496 Schlesische Lieder, 5842. Ein geistliches Volkslied. Auch als Wechselgesang: Einz. 3 I, Ch.) II; E. 2 I, G. 2 II; Ch. M. 3 I, Ch. Fr. 3 II; G. 4 I, Ch. 4 II; Ch. 5 I, G. 5 II. X* +. 1 ————— J. Schön⸗ster Herr ZJe ⸗ su,/ Herr ⸗scher —. 1.—. ö—. ö—. W ö Lu rn SSP————. al ⸗ ler an den,/ Got tes und II 5.— nrr,eninan=n,xn;. — ma- ri ⸗ en Sohn! /Dich will ich — lie ben,/ dich will ich eh ren,/ ö 5 ö ——.. du mei ⸗ ner See ⸗le Freud und Kron. 2. Schön sind die Felder,/ schöner sind die Wälder/ in der schönen Frühlingszeit;/ Jesus ist schöner,/ Jesus ist reiner,/ ö der unser traurig Serz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne,/ schöner leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal. Zesus leucht't schöner,/ Jesus leucht't reiner/ als alle Eng'l im Simmelssaal. 4. Schön sind die Blumen,/ schöner sind die Menschen/ in der frischen Jugendzeit;/ sie müssen sterben,/ müssen verderben,/ doch Jesus lebt in Ewigkeit. Lie 5. zßt Erd wei an d / —.— liebe zu Jesu 497 6. Alle die Schönheit/ Simmels und der Erden- ist ver⸗ aßt in dir allein. Vichts soll mir werden /lieber auf krden/ als du, der schönste Jesus mein. münster 9677. beise: Es ist gewißlich an ur Zeit. Wittenberg 3838. EIIS EE—— Halt im Ge⸗ dächt⸗ nis Ze⸗ sum vom CThron des Sim⸗-mels kom ⸗ men —..——— E . er n——.— SSS. —— ö———..— christ, /o Mensch, der auf die Er⸗den V Per⸗ ist,/ dein Bru⸗der da zu wer⸗ den — giß nicht, daß er dir zu ⸗ gut G hat an⸗ ge⸗ —— ö——*, S S———..— nommen Flei sch und Blut,/ dank ihm für die⸗ se Lie⸗be! z. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der für dich hat gelitten,/ ja, gar am Xreuz gestorben ist/ und dadurch hat bestritten/ Welt, Sünde, Teufel, Söll und Tod/ und dich erlöst aus aller Not,/ dank ihm für diese Liebe! 3. Zalt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der auch am dritten Tage/ siegreich vom Tod erstanden ist,/ befreit von Not und plage./ Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld Leben wiederbracht,/ dank ihm für diese Liebe! 4. alt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der nach den Lei⸗ denszeiten/ gen Himmel aufgefahren ist,/ die Stätt dir zu bereiten,/ da du sollst bleiben allezeit/ und sehen seine Zerrlichkeit,/ dank ihm für diese Liebe! 498 Liebe zu Jesu 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der einst wird wiederkommen/ und sich, was tot und lebend ist,/ zu richten vorgenommen./ O denke, daß du da bestehst/ und mit ihm in sein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann/ mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was du an mir getan,/ mög aus dem Herzen lassen,/ daß dessen ich in aller Not/ mich troösten mög und durch den Tod/ zu dir ins Leben dringen! Cyriakus Günther, 3680eg. ). Mose 32, 26. Leipzig 5ꝛar. 42 1 ö 1 ö 2 —— r.————— ). Ich laß dich nicht,/ du mußt mein ö—.—— ö ö—— —‚—— Je⸗ sus blei⸗ ben!/ Will rau⸗ he Vot,/ Welt, +. + I + — 32—— DEH 2 Völ ⸗le, Tod/ mich aus der fe⸗ sten Burg ö 1 + .. der Treu⸗e trei⸗ben,/ nur her, ich hal ⸗öte — 1—— ö 2 LCIE— 1I..— ker Held, an dich;/ hör, was die dai er,v,. ——— See ⸗le spricht:/ du mußt mein Je⸗ sus blei⸗ 214144 4 ——4—— i Liebe zu Jesu 499 e de dnne. — 4——.——.——— 0 ů ben;/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht. 2. Ich laß dich nicht,/ du Silf in allen Wöten; leg Joch auf Joch,/ ich hoffe doch,/ auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten./ Machs, wie du willst, mit mir:/ ich weiche nicht von dir;/ verstelle dein Gesicht:/ du Hilf in allen Höten,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht!/ Sollt ich den Segen lassens/ Mein Jesu, nein,/ du bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Vach kurzer Nächte Lauf /geht mir der Segen auf/ von dir, dem Segenslicht:/ sollt ich den Segen lassene/ Ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht,/ mein Gott, mein Herr, mein Leben!/ mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ der du dich hast für mich in Tod gegeben./ Du starbst aus Liebe mir; ich sag in Liebe dir,/ auch wenn das Herz zerbricht:/ Mein Gott, mein Herr, mein Leben,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht. Wolfgang Christoph Deßler, 3660—7e. weise: O fröhliche Stunden Vr. 390). Thomas Selle, 3688. Auch als Wechselgesang: Gem. 5, Einz. 2, G. 3, Ch. 4. 5, E. 6, G. 7. ˙6 ů —.—————— II 4 I—. ö— dn. 3. O Ur⸗sprung des Le⸗bens,/ o e⸗ .—.—. i r——.—— wi ⸗ges Licht,/ da nie⸗mand ver ⸗ ge⸗ bens/ sucht, O . was ihm ge⸗bricht!/ Le-ben ⸗di ⸗öge Quel ⸗le,/ 499 Liebe zu Jesu . ö—— 36.———— die lau⸗ ter und hel ⸗le/ sich aus sei ⸗ nem ö ö ——— DDI.DIII SII—————. hei ⸗li ⸗gen Tem⸗pel er ⸗gießt/ und in die —— 0— ————— be ⸗ gie ⸗ ri⸗ gen See⸗ len ein fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret/ zu trinken von mir,/ was ewiglich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Ga⸗ ben,/ die kräftiglich laben;/ er trete im Glauben zur Ouelle heran;/ hier ist, was ihn ewig beseligen kann!“ 3. Hier komm ich, mein Sirte,/ mich dürstet nach dir;/ Liebster, bewirte/ dein Schäflein allhier./ Du kannst dein Versprechen/ mir Armen nicht brechen;/ du siehest, wie elend und dürftig ich bin,/ auch gibst du die Gaben aus Gnaden nur hin. 4. Du süße Flut labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ findt ewiges Gut./ Wenn man dich genießet,/ wird alles versüßet; /es jauchzet, es singet, es springet das Herz,/ es weichet zurücke der traurige Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken,/ wie dein Wort verheißt;/ laß gänzlich versinken/ den sehnenden Geist/ im Meer deiner Liebe; laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himmlischen hin,/ es werde mein erze ganz trunken darin. o. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mir ein,/ so laß mich mit Freuden/ gehorsam dir sein: /denn alle die, welche/ mittrinken vom Relche,/ den du hast getrunken im Leiden allhier,/ die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden,/ mein Jesu, erquickt,/ da wo deine Herden/ kein Leiden mehr drückt,/ wo Freude die Fülle,/ wo liebliche Stille,/ wo Wonne, wo Zauchzen, wo Herrlichkeit wohnt,/ wo heiliges Leben wird ewig belohnt! Christian Roitsch, 3673735. I TPAHAAI 1 liebe zu Jesu beise: Es ist gewißlich i 0 Zeit. O Wittenberg 3838. —.—— 2— 0 2— O Lie⸗bes ⸗ glut, wie soll ich • In dei ⸗ne Tie ⸗fen will ich reye 1 24+4+J——09 ii‚ꝑ‚ꝗ/‚i'˖iBꝑñqꝑiꝑ‚qñqq‚q‚ꝑP‚PEꝑ‚IP——EAE.. 1—————— dich/ mit Lo ⸗ be wür⸗ dig zie nich,/ o vol⸗ le See, ver ⸗lie ⸗ren. 6 + — flam⸗met Got⸗tes Serr⸗lich ⸗ keit,/ es brennt die 2.——— 11 gan⸗ze E⸗wig⸗keit:/ bleibt noch mein Herz er ⸗kal⸗tetꝛ z. O Liebe, die Gott seinen Sohn/ aus seinem Schoß ge⸗ sommen! /Er ist von dem gestirnten Thron/ zu uns herab⸗ gekommen;/ sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab/ sind uns ein Bild, zu malen ab,/ wie staͤrk Gott lieben könne. z. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies Reer nicht gründen,/ so wirf dich blindlings nur hinein/ nit allen deinen Sünden;/ laß dem das Herze sein gewährt,/ Rte. sein Serz hat ausgeleert;/ gib Serz für Herz zum pfer. 3. O liebster Vater, nimm es hin!/ Gib Kraft, um dich zu lieben;/ Herz und Begierden, Nut und Sinn/ sei dir hier⸗ nit verschrieben;/ brenn aus das Feuer böser Lust,/ laß ewig nichts in dieser Brust/ als deine Liebe glühen. Friedrich Adolf Lampe, 3683- 729. 901 Liebe zu Jesu Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. Halle 9rog. Auch als Wechselgesang: Gem. 3. 2, Ch. 3, E. 4, Ch. 5, G. 6. —— Wie dank ichs, Zei⸗land, dei ner Lie ⸗be,/ durch dei⸗ nes heil⸗ gen Gei⸗ stes Trie⸗be/ r n r. —— EDEDIDIi‚‚-. daß du von dei nem Gna⸗ den⸗ Hing mich hast er ⸗ neut, o Got⸗ tes ⸗ sohn? Wie dank ichs dei⸗ nem treu ⸗en HZer⸗ zen,/ ———.——— daß du mich von dem Fluch be⸗ freit/ und R sù IIII + — III wor ⸗ ben hast durch To⸗ des ⸗ schmer ⸗zen? 2. Das hab ich an mir wahrgenommen,/ zu deiner Stunde ists geschehn;/ da bin ich meinem Feind entkommen,/ da hab ich in dein Licht gesehn;/ da wurde köstliches Geschmeide, das Kleid des Zeils mir zugewandt,/ mir mitgeteilt der Kindschaft Pfand,/ des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Serz noch hinge/ mit einem Faden an der Welt,/ auf etwas seine Sehnsucht ginge, ——— . esu 7⁰4. liebe zu Jesu 5⁰² das dir, mein Zeiland, nicht gefällt:/ ach, wäre dies, mein lebstes Leben,/ so bitt ich, brauche du Gewalt,/ zerreiße diesen Faden bald, mein Wille sei dir übergeben. 3. Mein ganzes Serz sei dir gegeben,/ zu deiner Wohnung nimm es hin/ und hauch ihm ein dein selig Leben,/ dein heist regier allein darin./ Die Liebe, die dich ehmals nieder/ in dieses Erdenwesen zog/ und Mensch zu werden dich be⸗ wog,/ die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 6. Zerbrich, vertilge, ja zermalme,/ was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Salme,/ ob sie mich an der Kette hält,/ das gilt ja gleich in deinen Augen,/ da nur ein ganz befreiter Geist,/ der alles Eitle von sich weist,/ und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja, Amen, hier sind Herz und Hände,/ aufs neue sei's dir zugesagt:/ ich will dich lieben ohne Ende,/ mein Alles werde dran gewagt./ Du gibst mir einen neuen Namen,/ der gilt in deiner Treuen Jahl/ und gilt in deinem Ehren⸗ saal,/ wohin die Ueberwinder kamen. Wikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 3700—3760. weise: O du Liebe neiner Liebe II. Brüdergemeine, um 3740. A 4 +. + +..—7 x— 0 I. ——.— Lie ber arm als oh⸗ne Je⸗ sus/ lie ber krank als fern vom Sei⸗land/ reich an Pracht und Berr ⸗lich ⸗keit; frisch die gan zeLe⸗bens⸗ zeit, ja viel TUI— lie⸗ber nie ge ⸗ bo=ren/ als von die ⸗ sem SPP IIIII IIAT 1 K Liebe zu Jesu ö ö.— ů̃—.— het 2—.—.— 1—.— lo ⸗ ren/ ist Ge⸗winn, wenn man ihn kennt. der Susanna von Klettenberg, 3723—3774. l Fl Weise: Romm, Seele, tüt Jesu Leiden. Q Joh. Wolfgang Franck, 68). hot Auch nach der Weise: Serzlich tut mich verlangen(Vr. 333). Als Wechselgesang: Einz. 3. 2, G. 3. 4, Ch. 4, G. 6. ba V I. +. +. wo 22 n D—— 06 u ö.... dic ö . Von dir will ich nicht wei ⸗ chen,/ o di ö do 4—— ö*—— 2 iein, inn———.——— ö ö 5 36 8i wei⸗ che nicht von wmir! In al ⸗ͤler tet — Ti —— —... .-ͤÄ 11 W Din ⸗ ge Rei chen/ gleicht kei ne 4231½ Mm E.—— PDPIPIIPISIRSIISI— — SDDD, Gü⸗te dir. Ob ich zum Pol mich schwän⸗ge,/ .....................—— .I.II.I.II.I— ob ich zum Brunn des Lichts/ durch ferne Mee⸗ I ———— D — 1j— H ——.——— ———— ö————— H —0— lieb ⸗tres find ich 1717111 8). liebe zu Jesu 804 2. Bringt Edelstein und Schätze,/ bringt Glück und Wonne her:/ was ist, das mich ergötze,/ fehlt mir mein Leben, er?/ Bringt Kronen her und Güter, /bringt, was kein Wunsch noch weiß:/ dir, Labsal der Gemüter,/ mein Jesu, bleibt der Preis. z. Wenn bittres Leid mir sprießet/ in Furchen meiner zlur,/ durch dich ists mir versüßet,/ Verwandler der Na⸗ tur!/ Sollt heut ich Lust genießen,/ des Lebens Freudenwein,/ goch will ich dir zu Füßen /ein treuer Jünger sein. 4. Geh ich durch Wacht und Vöte/ bloß, hungrig und ver⸗ bannt,/ du bist mir MRorgenröte,/ Brot, Heimat und Ge⸗ wand./ Wird voll mein Mund von Gaben,/ glänzt um mich gerrscherschein,/ ich kann es alles haben,/ doch lieben— dich allein. 5. Du lässest Felsen grünen/ und schaffest Saat im Meer;/ dir müssen Welten dienen,/ und Sterne sind dein Heer;/ doch Demut blüht und Liebe/ zum Kranze deiner Macht;/ es bleibt kein Auge trübe,/ wo deine Milde lacht. . Weckt mich zum Kampf das Leben,/ so waffnet sie den Sinn; will Schlummer mich umweben,/ sie ist mir Wäch⸗ terin. Und wird mein Leib erblassen,/ ist sie des Friedens Lür: von dir will ich nicht lassen,/ o lasse nicht von mir! Johann Friedrich von Meyer, 3772—)849. weise: Romm, Seele, Jesu Leiden. Joh. Wolfgang Franck, 368). Auch nach der Weise: Serzlich tut mich verlangen(Vr. 333). X———..— EIESSESESESEEEESSE..— ). Wenn al⸗ le un ⸗ treu wer⸗ den,/ so — 1 X l 1 2. +— ö— 2 4—&——..— bleib ich dir doch treu, daß Dank⸗bar⸗ + 4.,. den/ nicht aus ⸗ ge⸗ 5⁰ꝗ LCiebe zu Jesu lie — 2.—.— 2— Z 4.4 .—— .— XXIX 4 stor ⸗ben sei./ Für mich um⸗fing dich Lei den,/ —*. EE. ö————— ————. I.. — 2*— ver ⸗gingst für mich in Schmerz;/ drum geb ich dir ——————— ö—— ö—— ö— x— D mit Freu ⸗ den/ auf ewig die⸗ ses Rerz. 2. Oft muß ich bitter weinen,/ daß du gestorben bist/ und mancher von den Deinen/ dich lebenslang vergißt./ Von Liebe nur durchdrungen/ hast du so viel getan,/ und doch bist du verklungen,/ und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe/ noch immer jedem bei,/ und wenn dir keiner bliebe,/ so bleibst du dennoch treu./ Die treuste Liebe sieget,/ am Ende fühlt man sie,/ weint bitterlich und schmieget/ sich kindlich an dein Rnie. 4. Ich habe dich empfunden,/ o lasse nicht von mir;/ laß innig mich verbunden/ auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder/ auch wieder himmelwärts/ und sinken liebend nieder/ und fallen dir ans Zerz. Friedrich von Hardenberg(Wovalis), 1772—380) 505 Karl Breidenstein, 3825. Ein geistliches Volkslied. DV + 7. LIL + — E ö 4.— ö ————— ). Wenn ich ihn nur ha ⸗be,/ wenn ů—— ö SSIIII.IIIIIIIII.— ———— SSIS...— er mein nur ist,/ wenn mein Zerz bis hin zum — — Vnn ꝗ D + + ö—1— ö— II 1 1 liebe zu Jesu Treu⸗e Gra⸗ be/ sei ne Nur 1ꝛ—.— I —.—— 1——— 24 1 —— 1 HE weiß ich nichts von Lei ⸗ de,/ füh ⸗ le nichts als An„dacht, Lieb und Freu ⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an neinem Wanderstabe/ treu gesinnt nur meinem Serrn;/ lasse still die andern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterland;/ und es fäͤlt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die Hand./ Längst vermißte Brüder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedrich von Hardenberg(Vovalis)/ 3772—380). 5060 Joh. Friedr. Reichardt, 3790. Ein geistliches Volkslied. 3. Im-mer muß ich wie⸗der le⸗ sen/ in dem al ⸗ten, heil⸗gen Buch,/ wie er ist so sanft ge⸗ +..— 9 ◻+ E Aist n N e d e n, und oh ⸗ ne Trug. we ⸗sen,/ oh · ne 507 Liebe zu Jesu 2. Wie er hieß die Kindlein kommen,/ wie er hold sie an⸗ geblickt/ und sie in den Arm genommen/ und sie an das Herz gedrückt. 3. Wie er Silfe und Erbarmen/ allen Rranken gern er⸗ wies/ und die Blöden und die Armen/ seine lieben Brüder hieß. 4. Wie er keinem Sünder wehrte,/ der bekümmert zu ihm kam;/ wie er freundlich ihn bekehrte/ und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet,/ die sein Vater ihm ver⸗ liehn;/ hat die Arme ausgebreitet,/ alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen,/ und ich lese mich nicht satt,/ wie er ist so treu gewesen,/ wie er uns geliebet hat. Luise Sensel, 3798- 3876. Weise: O du Liebe 50, ö meiner Liebe(Wr. 5o). Würnberg 36sg. Auch als Wechselgesang: Ch. 5, G. 2. 3, Ch. 4. D—— ————— Bleibt bei dem, der eu ⸗ret- wil · len/ 27 der, u*m eu⸗ren Schmerz zu stil⸗len,/ I.— H Wì—!1— 5— 2 2—.—.— —..2 1. Liüin. nv. 24.—— —. ö— 1— ö auf die Er⸗de nie⸗ der kam, ö ů tau⸗ send Schmerzen auf sich nahm! Bleibt bei I dem, der ein ⸗ zig blei⸗bet,/ wenn auch al ⸗les +* 4 H — un ⸗ter ⸗geht,/ der, wenn hertrauen auf Gott ;. 1— a ö— ö H rnz.. n, en, d, NANAI er“ stäu⸗bet,/ sie gend ü⸗ berm Stau⸗be steht. 2. Alles schwindet; Zerzen brechen,/ denen ihr euch hier egabt,/ und der Mund hört auf zu sprechen,/ der euch oft m nit Trost gelabt,/ und der Arm, der euch zum Stabe/ und um Schilde ward, erstarrt,/ und das Auge schläft im Grabe,/ das euch sorgsam einst bewahrt. n. 3. Alles stirbt; das Irdsche findet/ in dem Irdischen sein Grab;/ alle Lust der Welt verschwindet,/ und das Herz ht sirbt selbst ihr ab./ Irdsches Wesen muß verwesen,/ irdsche zt. flamme muß verglühn, irdsche Fessel muß sich lösen,/ 26. irdsche Blüte muß verblühn. U Doch der Zerr steht überm Staube/ alles Irdischen „md spricht:„Stütze dich auf mich und glaube, hoffe, lieb, und fürchte nicht!“/ Darum bleibt bei dem, der bleibet,/ — und der geben kann, was bleibt,/ der, wenn ihr euch ihm — eoerschreibet,/ euch ins Buch des Lebens schreibt. 5 Philipp Spitta, 380)—- 3869. Vortrauen auf Gott MWir wissen, daß denen, die Gott lioben, alle Dinge zum Bosten oͤienen. Röm. 8, 28. weise: Was mein Sott will, das gscheh allzeit(Wr. 230). Paris 3830. V.II 2—— 1* 10— 2—.——.8— 1—.—.—— —..————— 00 .— 9J.—.— GIIM 9D⁰ —. „Wies Gott ge⸗fällt, ge⸗fällts mir auch,/ . b mich zu ⸗zei⸗ten beißt der Rauch, — ——. SZ...————..— SP——— ————— ich laß mich gar nicht ir ren! all I und wenn sich schon ver⸗ wir ren Vertrauen auf Gott Sa⸗chen gar,/ weiß ich für wahr,/ Gott wirds zu⸗ EEEE— — 2— 2.2 22..—... ———————— letzt wohl stel⸗len./ Wie ers er⸗ sehn,/ muß es be⸗ I. V ö 1 ö. 1 II 1—. SPS.SISISISISISSISIIIII.IIIIIIIIII + LI stehn;/ solls sein, so seis ohn Ouä len. 2. Wies Gott gefällt, so nehm ichs hin,/ das andre laß ich fahren./ Was nicht soll sein, stell ich dahin./ Gott will mich recht erfahren,/ ob ich ihm will/ auch halten still,/ und wird wohl Gnad bescheren;/ dran zweifl ich nicht./ Solls sein(man spricht),/ so seis; dem kann nichts wehren. 3. Wies Gott gefällt, laß ichs geschehn,/ ich will mich drein ergeben;/ wollt ich sein'm Willen widerstehn,/ umsonst wär all mein Streben,/ dieweil fürwahr/ all Tag und Jahr/ bei Gott sind ausgezählet./ Ich schick mich drein;/ solls ja so sein,/ so seis bei mir erwählet. 4. Wies Sott gefällt, so mags ergehn/ in Lieb und auch im Leide;/ dahin laß ich die Sachen stehn,/ daß sie mir sollen beide/ gefallen wohl;/ darum mich soll/ Ja oder Nein nicht schrecken./ Schwarz oder Weiß,/ solls sein, so seis!æ/ Dann wird Sott Gnad erwecken. 5. Wies Gott gefällt, da läufts W. 60 drob laß ich andre sorgen;/ kommt mir das Glü nicht heut ins Saus, so wart ich sein auf morgen./ Was mir beschert,/ bleibt unverwehrt,/ ob sichs schon tut verziehen;/ mich nicht drum reiß,/ solls sein, so seis!/ Wills Gott, kommts ohne Mühen. 6. Wies Sott gefällt, nichts weiter will/ von Gott ich sonst begehren; Gott hat gestellet mir ein Ziel,/ so lang wird müssen währen/ das Leben mein./ Ich geb mich drein, auf guten Grund will bauen/ und nicht aufs Eis./ Solls sein, so seis!/ Will Gott allein vertrauen. E.. EEEEE ‚‚... s= *— — DEn“ Vertrauen auf Gott 50⁰09 7. Wies Gott gefällt, so nehm ichs an,/ will um Geduld ihn bitten./ Gott ist allein, der helfen kann;/ und wenn ich schon wär mitten/ in Angst und Not,/ läg gar am Tod,/ so wird er mich wohl retten/ gewaltger Weis./ Solls sein, so seis!/ Ich gwinns; wer nun wollt wetten! Ambrosius Blaurer, 3492—5864. 509 Genf 388). Ps. 42. Auch als Wechselgesang: Einz. od. Ch.), Gem. 2. 7 — E— ö nrn vine, en e.———— ů V D, e m in 0 Wie nach ei⸗ ner Was⸗ ser ⸗ quel-le/ al ⸗ so auch mein ar me See⸗le/ —.——.————.— EEE ů + II— —* 1.— 1 2 2 1 II 2 4— 1S..2—.— 1—— L— ein irsch schrei t mit Be⸗gier, ö ruft und schreit, Zerr Gott, zu dir; nach dir, 2 2 x — 4+Z.— 1— — * —— 0 le ⸗bend ⸗ger Gott,/ sie Durst und Ver⸗ lan⸗ gen hat:/ ach wann soll es denn ge⸗ sche⸗ hen,/ —.—2—5jmᷣ E...— H 1 2 1 1. II e amue Di, daß dein Ant ⸗litz ich mag se hen 2. Alle deine Wasserwogen,/ deine Wellen allzumal/ über mir zusammenschlagen;/ doch tröst ich mich in Trübsal,/ daß du helfen wirst bei Tag,/ daß des Nachts ich singen mag,/ dich als meinen Seiland preise,/ anruf und anbet mit Fleiße. Ambrosius Lobwasser, 38978 888. 850 Vertrauen auf Gott Auch nach der Weise: Da Chri brdoten doer(s. Ar. 90. 310 Friedrich Mergner, 3876. Auch als Wechselgesang: G. 3, Ch. Fr. 2, Ch. M. 3, G. 4—7. E— ö 4*—— 13inn..—5———— — n. 3——. + ). Auf den Ve⸗bel folgt die Sonn,/ auf das — I 6h SSSSS.— bitt re pein/ stellt sich Trost und Lab⸗ sal ein;/ I 86— + I—. ——— 2— mei ne See⸗le, die zu⸗vor/ sank bis zu dem ö—.—.7 00.— + S S S SSSSSISIIcIIIIII Höl ⸗len ⸗tor,/ steigt nun bis zum Him⸗-mels⸗chor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn/ noch mit Schimpf zu⸗ rücke gehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein Herze senkt:/ wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet endlich und zuletzt,/ was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommts nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig still;/ ist doch morgen auch ein Tag,/ da die Wohl⸗ fahrt kommen mag./ Gottes Zeit hält ihren Schritt:/ wann die kommt, kommt unsre Bitt/ und die Freude reichlich mit. 4. Als ich furchtsmam und verzagt/ mich selbst und mein Herz geplagt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank gemacht, QDals mir aller Mut entfiel, tratst du, mein Gott, selbst ins Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. 5. Vun, solang ich in der Welt/ haben werde Saus und Zelt,/ soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Augen 5 Vertrauen auf Gott 897 sein;/ ich will all mein Leben lang/ meinem Sott mit Lob⸗ gesang/ hierfür bringen Lob und Dank. b. Allen Jammer, allen Schmerz,/ den des ewgen Vaters Zerz/ mir schon jetzo zugezählt/ oder künftig auserwählt,/ will ich hier in diesem Lauf/ meines Lebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Vot,/ ich will gehn bis in den Tod,/ ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröhlich sein;/ wem der Stärkste bei will stehn,/ wen der göchste will erhöhn,/ kann nicht ganz zu Grunde gehn. Paul Gerhardt, 3607- 3676. Weise: In Gottes Namen fahren wir(Vr. 884). Vorreformatorisch. Auch als Wechselgesang: Einz.), Ch. ꝛ2, G. 3—, E. 6, Ch. 7. ꝗ———— + ). Was Gott ge⸗ fällt, mein from⸗ mes Kind,/ nimm fröh⸗lich an; stürmt gleich der Wind/ E dv. dttite 1..— B SDEEEE.— . + 2——8 ö ———..2 D.iI‚.. ö und braust, daß al ⸗les kracht und bricht,/ so sei ge⸗ ; ö ö II 2—..—— 2 EEENNAH trost, denn dir ge ⸗ schicht,/ was Gott ge⸗fällt. 2. Der beste Will ist Gottes Will,/ auf diesem ruht man sanft und still./ Da gib dich allzeit frisch hinein,/ begehre nichts, als nur allein,/ was Gott gefällt. 3. Der klügste Sinn ist Gottes Sinn:/ was Menschen sinnen, fället hin,/ wird plötzlich kraftlos, müd und laß,/ tut oft, was bös, und selten das,/ was Gott gefällt. 892 Vertrauen auf Gott 4. Der frömmste Mut ist Gottes Mut,/ der niemand Arges gönnt noch tut:/ er segnet, wenn uns schilt und flucht/ die böse Welt, die nimmer sucht,/ was Sott gefällt. 9. Das treuste Herz ist Gottes Serz,/ treibt alles Unglück hinterwärts,/ beschirmt und schützet Tag und Nacht/ den, der stets hoch und herrlich acht't,/ was Sott gefällt. b. Glaub, Hoffnung, Sanftmut und Geduld/ erhalten Gottes Gnad und Huld;/ die schleuß in deines Herzens Schrein,/ so wird dein ewges Erbe sein,/ was Sott gefällt. 7. Dein Erb ist in dem Simmelsthron,/ hier ist dein Zepter, Reich und Kron,/ hier wirst du schmecken, hören, sehn, hier wird ohn Ende dir geschehn,/ was Gott gefällt. Paul Gerhardt, 3607—3676. 512 Christian Friedrich Mack, 3oꝛc. Ein geistliches Volkslied. .N PDA ⁴ +4 e nen nrn nn Ba;ni ne, in, ———U—— ). Laß dich nur nichts nicht dau⸗ ern/ mit 2. III I II II I II Trau⸗ ern,/ sei stil le!/ wie Gott es 1 1 II ——— 1 ..... fügt,/ so sei ver⸗ gnügt/ mein Wil ⸗le. 2. Was willst du heute sorgen/ auf morgend/ Der Eine/ steht allem für;/ der gibt auch dir/ das Deine. 3. Sei nur in allem Handel/ ohn Wandel./ Steh festen/ Was Gott beschließt,/ das heißt und ist/ das Beste. Paul Fleming, 3600— 3640. +. enn Vertrauen auf Gott 573 51 3 Darmstadt 3698. Auch als Wechselgesang: Ch.), Einz. 2, G. 3, Ch. 4, G.. — x un min Ln rn i. 1— e 2— 3. Vur frisch hin⸗ein!/ Es wird so tief nicht SSS.... sein;/ das Ro⸗- te Meer wird dir schon Platz ver⸗gön⸗ —— 2..— — 1— nen./ Was wim⸗merst du? Sollt der nicht hel⸗fen T —U 15 ö —.——— iiiDiei‚i‚ieiiiiee. kön ⸗ nen, der nach dem Blitz bringt hei⸗ ů —— tern Son ⸗ nen⸗schein?/ Vur frisch hin ⸗ ein! 2. Der Simmelsheld/ hat einen Weg bestellt,/ den niemand weiß. Eh sein Volk sollte sinken,/ muß selbst das Meer auf dieses Selden Winken/ zur Mauer sein. Er herrscht im Flutenfeld,/ der Simmelsheld. 3. Die Tapferkeit/ ist jederzeit bereit,/ durch Rreuz und Schmach und durch die grausen Wellen/ zu dringen durch. Kein Sturmwind kann sie fällen;/ sie hält uns fest in steter Sicherheit,/ die Tapferkeit. 4. Auf! schwacher Sinn,/ wirf allen Rummer hin/ und schicke dich, die Tiefe zu durchschreiten. Kommt schon ein Sturm: dein Jesus wird dich leiten/ und helfen aus. Der Tod ist dein Gewinn./ Auf! schwacher Sinn. 894 Vertrauen auf Gott §. Ach Serre Christ,/ wenn du nur bei mir bist,/ so will ich auch mit dir mein Leiden enden;/ zu dir, mein Gott, will ich mich gänzlich wenden/ und tragen, was mir auferleget ist,/ ach Serre Christ! michael Rongehl, 3646—5730. Weise: Was SGott tut, das ist wohlgetan(Vr. 227). Severus Gastor ius, 368). Auch als Wechselgesang: Chor Fr. 3, Ch. M. 2, G. 3, Jug. 4, Ch. 5, G. 6. — x 8us 5— x ö ö— ,—— 0 Ein Christ kann oh⸗ ne Kreuz nicht sein. /Drum wenn Gott ver⸗ sucht mit Rreuz und Pein/ die + xů— ö H ö EE 4.. E H... laß dichs nicht be⸗ trü⸗ ben, Je Kin⸗der, die ihn lie⸗ben./ lie ⸗ber — e— ö S Kind,/ je ern⸗ ster sind/ des from⸗ men Va⸗ ters ——. a 2. Schlä⸗ ge;/ schau, das sind Got⸗ tes We⸗ ge! 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein./ Gott wills nicht anders haben;/ auch dieses Lebens Not und Pein/ sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein,/ so geh es ein./ Es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein./ Das KXreuz lehrt fleißig beten,/ zieht ab von eitlem Trug und Schein/ und lehrt zu Jesu treten./ Drum wirfs nicht hin/ mit sprödem Sinn,/ wenns nun zu dir gekommen;/ es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken,/ wir schliefen sonst in Sünden ein./ Wie — 1 1 Vertrauen auf Gott 875 müßten wir erschrecken,/ wenn unbereit/ die Ewigkeit/ und der Posaune Schaͤllen/ uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein./ Es lehrt die Sünde hassen/ und unsern lieben Gott allein/ mit rechter Lieb umfassen./ Die Welt vergeht,/ und Gott besteht;/ bedenks und laß dich üben,/ das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein./ Was Gott schickt, will ich tragen;/ schickts doch der liebe Vater mein,/ sinds doch nur kurze Plagen/ und wohlgemeint!/ Wer gläubig weint,/ lebt dort in steten Freuden;/ ich will mit Christo leiden. David Verreter, 3649—1726. 51 5 Halle 3734. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. I, Einz. II, G. III, Alle IV; Str. 2: Eh ör. I T. U, Th. M. II, A. IV Str. 5: L. I, Ch. II, G. III, A. IV; Str. 4: E. I, G. II, Ch. III, A. IV: Str. z5: G. I, Ch. II, G. III, A. IV; Str.: P. u:, h,. V. H 4* + J. E—8.——— 3 1 1 ES — V...T E—822—— III— . Gott le⸗ bet noch!/ See ⸗le, +. II +. I. ———. 1—. 1 was ver⸗zagst du doch? /Gott ist gut, . 1 +. B der aus Er ⸗ bar ⸗ men/ al le Silf auf 2. ————.— — 8 Er⸗ den tut,/ der mit Macht und star⸗ ken RI men/ ma⸗ chet al ⸗ les wohl und gut./ Gott 998 Vertrauen auf Gott S SDSIS iiiiitiiiIiII I.... I..... i.—— — kann bes ⸗ ser, als wir den · ken,/ ö UU Ii 6 n al ⸗le Not zum Be ⸗ sten len ⸗ken./ . ———.——0—.— —* 2— 2 1 + ——— ö—— 2— lebt doch un ⸗ ser Herr ⸗ gott noch! 2. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Der den Erdenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit./ Wer Gott liebt, dem will er senden/ Silf und Trost an allen Enden. /Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch! 3. Gott lebet noch!/ Seele, was verzaͤgst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Lauf, Gott ist groß und reich von Gnaden,/ hilft den Schwachen gnädig auf./ Gottes Gnade währet immer,/ seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Serrgott noch! 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Wenn dich deine Sünden kränken,/ dein Verbrechen quälet sehr:“ komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meer. /Mitten in der Angst der Söllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so bedenke doch:ꝙ lebt doch unser Herrgott noch! 5. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Will dich alle Welt verlassen,/ weißt du weder aus noch ein, IIEINI Raäin Eiunn — Vertrauen auf Gott 836 Gott wird dennoch dich umfassen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ists, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser errgott noch! 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Mußt du schon geängstet wallen/ auf der harten Dornenbahn:/ es ist Gottes Wohlgefallen,/ dich zu führen himmelan. Gott will nach dem Jammerleben/ Frieden, Freud und HSimmel geben./ Drum, o Seel, bedenke doch:/ lebt doch unser HSerr⸗ gott noch! Johann Friedrich Zihn, 36399070. Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Vr. 224). Georg Neumark, 3687. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. I, G. II; Str. 2: G. I, Ch. II; Str. 3: E. I, G. II; Str. 4: G. I, Ch. II; Str. 5: E. I, Alle II. H + I 4 +. — C*E.... 1 1 1 ——.——.— . ‚..ñ—.— mMein Sott, wie bist du so ver⸗ Y. W Waes hel fen al: le mei ⸗ ne —— 1 1I—— 1H— b vn,anre en en mnrrt. +—— EA 2—..— * +1 bor⸗gen, wie ist dein Rat so wun ⸗der⸗ Sor⸗gen: Du hast ge⸗ sor⸗get, eh ich ö 1— e, bar!) mein Gott und Va⸗ter, füh ⸗re mich/ sù ———. ren n. nur se ⸗lig, ob gleich wun⸗ der ⸗lich. 2. Zerr, wer kann deinen Rat ergründend Dir bleibt allein der Weisheit Preis;/ du kannst viel tausend Wege finden,/ wo die Vernunft nicht einen weiß./ Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 997 Vertrauen auf Gott 3. Dein allerheiligsten Gedanken/ sind himmelweit von Menschenwahn;/ drum leite mich in deinen Schranken/ und führe mich auf rechter Bahn./ Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 4. Dir will ich mich ganz überlassen/ mit allem, was ich hab und bin;/ ich werfe, was ich nicht kann fassen,/ auf deine Macht und Weisheit hin./ Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. 5. Hilf, daß ich nimmer von dir kehre/ in Glück und Un⸗ glück, Freud und Leid. J Schick alles, Herr, zu deiner Ehre/ und meiner Seele Seligkeit./ Mein Gott und Vater, führe mich/ nur selig, ob gleich wunderlich. Salomo Franck, 6⁸. Weise: Jesu, hilf siegen, du Darmstadt 3698; Fürste des Lebens(Nr. 372). verändert bei Stötzel, 3744. Auch als Wechselgesang: Str. 3: G. I, Einz. II; Str. 2 Eh. I, E. I. Str. z3: Ch. Fr. I, Ch. Alle II; Str. 4: G. I, Ch. II; Str. 5: E. I, Ch. Fr. II; Str. 6: Gem. I u. II;z Str. 7: Ch. Einz. I, Ch. Alle II; Str. 8: Ch. I, G. II. 1 ö—.— ö ö ö— ä Chri⸗sten er ⸗war ⸗ten in al ⸗ler„lei mit ⸗· ten in Stür⸗men und to⸗ ben⸗den ——— ů ,——.———— FJäl ⸗len/ Je⸗ sum mit sei ner all⸗ mäch⸗ ti⸗ gen Wel ⸗len/ sind sie ge⸗ bau⸗et auf fel ⸗ si⸗ ges II ö— EE.ñ— —. S..— 11————— 10 65 Wenn sie be⸗ küm ⸗ mer ⸗ te Ee— A..—— 1— be ⸗ dek ⸗ken,/ kann doch Vertrauen auf Gott 897 det, eet. Grau⸗ en sie we ⸗ nig er ⸗schrek⸗ ken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken,/ hauet und frisset das blinkende Schwert, /lassen doch Christen die Häupter nicht sinken,/ denen sich Jesus im Herzen verklärt./ Wüten die Feinde mit Schnauben und Toben,/ lernen sie Gottes Gerechtigkeit loben. z. Geben die Felder den Samen nicht wieder,/ bringen die Gärten und Auen nichts ein, q/ schlagen die Schloßen die Früchte darnieder,/ brennen die Berge von hitzigem Schein:/ kann doch ihr Herze den Frieden erhalten,/ weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängstlichen Sorgen/ Kräfte, Gesund⸗ heit und Kürze der Zeit,/ da doch im Rate des Söchsten ver⸗ borgen,/ wann und wo jedem sein Ende bereit./ Sind es nicht alles unnötige Schmerzen,/ die ihr euch machet, o törichte Herzend 5. Zweifel und Sorgen entstellen die Frommen; Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott. Seele, verlangst du zur Ruhe zu kommen,/ hoffe, dem höllischen Feinde zum Spott!/ Ob auch die göttliche Silfe verborgen,/ traue dem Söchsten und meide die Sorgen! 6. Freue dich, wenn du statt freundlichen Blicken/ mancher⸗ lei Jammer, Anfechtung und Not/ duldest, und wisse: was Gott will erquicken,/ muß erst mit Jesu durch Leiden und Tod. Willst du mitleben, so mußt du mitsterben;/ anders kann keiner den Simmel ererben. 7. Böllige Wonne, verklärete Freude,/ himmlische Güter, undenkliches Heil/ werden dereinst dir auf ewiger Weide/ unter den Engeln und Menschen zuteil,/ wann Christus prächtig am Ende wird kommen/ und zu sich sammeln die gerde der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset/ in den Ghnmächtigen mächtige Kraft;/ dann wird alleine sein Name gepreiset,/ wann er den Zagenden Freudigkeit schafft. Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue,/ wenn ich die Silfe nicht sichtbarlich schaue. Christian Ludwig Edeling, 3678—-)742. 758/39 Vertrauen auf Gott n Weise: Auferstehn, ja auferstehn wirst du(Wr. 338). Altona 380z. ET ö—— ö ů— +*—— — DI—— 3. Ja für⸗wahr, uns führt mit sanf⸗ter Hand/ ein ———— ö 4——— irt durchs Pil⸗ ger⸗land/ der dunk⸗len Er ⸗de,/ uns, e ö— —— 1I1...——— I sei ne klei⸗ ne Ber⸗ de. Hal⸗ le⸗ lu⸗ jahl! z. Wenn in Dunkel auch sein Säuflein irrt,/ er wacht, der treue Sirt,/ und läßt den Seinen/ ein freundlich Sternlein scheinen./ Sallelujah! 3. Sicher leitet aus des Todes Graun/ er uns auf grüne Aun,/ aus Sturm und Wellen/ zur Kühlung leiser Guellen. Hallelujah! 4. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab./ Sein sanfter irtenstab/ bringt Trost und Friede;/ er wachet sich nicht müde./ Sallelujah! F. Ja fürwahr, er ist getreu und gut;/ auch unsre Seimat ruht/ in seinen Armen./ Sein Name ist Erbarmen./ Salle⸗ lujah! Friedrich Adolf Rrummacher, 3767845. 51 9 Karl Löwe, 3829. Ein geistliches Volkslied. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. I, Einz. II; Str. 2: E. I, Ch. II; Str. 3: Ch. Ir. I, Ch. M. II: Str. 4: G. I u. KI. * *.— 1.„ Wie mit grimmgem Un⸗ ver⸗ stand„Wel⸗ Vir⸗gends Ret⸗tung, nir⸗ gends Land/ vor — „ Vertrauen auf Gott 0——.— — * len sich be⸗ we⸗gen! des Sturm⸗winds Schlägen!/ Ei ⸗ ner ists, der — 1 1 ——— änrrn n de rn. in der Vacht,/ ei ner ists, der uns be⸗wacht./ —— M ....... özzzd E I Christ Ry⸗-ri⸗e,/ du wan⸗delst auf der See! z. Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwin⸗ den!/ Wenn des Schiffleins Ruder bricht,/ wo dann Ret⸗ tung finden /Keine Silf als bei dem Herrn,/ er ist unser Morgenstern./ Christ Ryrie,/ erschein uns auf der See! 3. Vach dem Sturme fahren wir/ sicher durch die Wellen,/ lassen, großer Schöpfer dir/ unser Lob erschallen./ Lobet ihn mit Herz und Mund,/ lobet ihn zu jeder Stund! /Christ Xyrie,/ ja, dir gehorcht die See. 4. Einst in meiner letzten Not/ laß mich nicht versinken;/ soll ich von dem bittern Tod /Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, Herr, deine Glaubens⸗ hand!/ Christ Kyrie,/ komm zu uns auf die See! Johannes Falk, 3768— 3826. Weise: Du, meine Seele, singe(Wr. 248). Johann Georg Ebeling, 3666. Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Chor Fr. 2, Ch. Alle 3, G. 4 u. 5. I 2 ö 5—— ö—— 2 ——...———. x ö 2—.—. 2 nnrprin 1.— ö Was willst du dich be⸗ trü⸗ben?/ Der nicht hü⸗ ben und nicht drü⸗ben,/ nicht —— ————————2 —8 X + 7½ I.⸗H⸗··;...h5ni al ⸗te Gott lebt noch,—— fer ne und nicht hoch: sein Sauch weht al ⸗lent — — — 82 Vertrauen auf Gott EEEE hal⸗ben,/ sein Lie ⸗ben klingt durchs All/ in 8 ster —. II En⸗-gel Psal⸗ Mient/ in klein⸗ ster Vog=lein Schall. 2. Er weiß um deine Schmerzen,/ er weiß um deine Lust,/ und willst du ihn von Serzen,/ gleich hat ihn deine Brust, ö gleich fällt wie Frühlingsregen/ bei warmem Sonnenschein/ sein süßer Gnaͤdensegen/ dir voll ins Serz hinein. 3. Auf, wirf dein schlechtes Grämen,/ dein eitles Sorgen weg! /Verscheuche alle Schemen,/ die irren deinen Weg./ Du sollst im Lichte schreiten,/ und der dich frei gemacht,/ das große Licht der Zeiten,/ schloß ewig deine Nacht. 4. Mag alles sinken, wanken,/ dies eine bleibet fest,/ Ge⸗ danke der Gedanken,/ der nimmer sinken läßt:/ das große Licht der Zeiten,/ dein Heiland Jesus Christ,/ wird Strahlen um dich spreiten,/ wo alles finster ist. 5. Dies wage fest zu fassen,/ dies halte treu und fest;/ den schwöre nie zu lassen,/ der nimmer dich verläßt;- der dich mit seinem Blute/ erlöst aus Wacht und Wahn, will, daß mit hellem Mute/ du wandelst deine Bahn. Ernst Moritz Arndt, 3769— 3860. Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 3838. Psalm 23. Auch als Wechselgesang: Chor 3, G. 2, Einz. 3, G. 4, Alle 5. Der Herr ist mein ge⸗ treu ⸗ er der Zü⸗ ter, der nicht schläft noch e 1 1 1 Zirt,/ mir Wird kein Gu ⸗tes feh⸗ len; Er I-HR . irrt,/ kann mir nur Beil er⸗ wäh⸗len. 24 — 4Z44 4 in I Vertrauen auf Gott 922 4 —.— ö —.—.——.—. 7 0 3 wei⸗ det mich auf grü⸗ ner Au,/ die Spei ⸗ se 1—4 x SI ———— ISISSSSEEEEEEEEeeee gibt vom Le⸗bens ⸗tau/ des Gei⸗ stes sei ner Gna ⸗ de. 2. Er führet mich zum reinen Guell,/ der mein Gemüt beglücket,/ zum Wasser, welches frisch und hell/ den schwachen Mut erquicket./ Er leitet mich auf rechter Bahn,/ er nimmt sich meines Ganges an/ um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Tal,/ fürcht ich doch keinen Schaden;/ sein Auge wachet überall,/ ich bin der Sorg entladen./ Sein Stab und Stecken trösten mich,/ auf seine Treu und Macht kann ich/ gar ruhig mich verlassen. 4. Du machst mir einen Tisch bereit/ im Auge meiner Feinde,/ verscheuchest Angst und Traurigkeit,/ sprichst freund⸗ lich zu dem Freunde;/ du salbst mein Saupt mit Gel, du schenkst/ mir voll den Becher ein und lenkst/ zum Himmel hin mein Sehnen. §. Ja, Gutes und Barmherzigkeit/ wird lebenslang mir werden;/ ich bleib im Saus des Serrn die Zeit,/ die ich noch leb auf Erden./ Und ist des Lebens Wallfahrt aus,/ dann trägt mich in sein Vaterhaus/ der Flügel treuer Liebe. Johann Friedrich v. Meyer, 3772—849. Weise: Gott des Himmels und der Erden(Nr. 266). einrich Albert, 36gz. * unnv..——.— S— 3 2 Stil⸗le hal⸗ ten dei⸗ nem Wal ⸗ten,/ . dei⸗ ner Lie⸗ be stil⸗ le hal ⸗ten,/ stil le hal⸗ ten dei ⸗ ner Jucht, V die von je mein Seil ge⸗sucht: das will ich, 923 Vertrauen auf Gott ——.— ö vnnnn innremn.:. ——————2——.—— . DRDIJDT——..— wies auch geh,/ wies auch tu dem Ber⸗ zen weh. 2. Stillehalten ohne Rlage,/ ohne Murren, ohne Trotz./ Was dazu die Welt auch sage,/ ich will spotten ihres Spotts;/ weiß ich doch, wie gut mir war/ Stillehalten immerdar. 3. Wo ichs selber wollte zwingen/ und es wagen ohne dich,/ ach, da sanken mir die Schwingen/ meines Mutes jämmer⸗ lich;/ aber wo ich stille hielt,/ hast du stets mein Heil erzielt. 4. Ward es anders auch gewendet,/ gings durch banges Dunkel oft,/ immer hat es gut geendet,/ besser, denn ich je gehofft,/ besser, denn bei Tag und Nacht/ ichs im Herzen ausgedacht. 5. Darum will ich stille halten/ Tag und Vacht, jahrein und aus,/ bricht auch neues zu dem alten/ Kreuz und Leid herein ins aus;/ weiß ich nur, es kommt von dir,/ nun, es sei willkommen mir. 6. Du, o Herr, gibst Rraft den Deinen/ und den Schwachen allermeist,/ darum gib mir deinen reinen,/ deinen guten, stillen Geist,/ daß— es gelte wo und wann—/ ich dir stillehalten kann. 7. In der wellenlosen Stille/ über tiefem Meeresgrund/ tut sich mir dein Gotteswille/ in dem klarsten Spiegel kund, da nur kann dein Odem wehn,/ wo die Stürme schlafen gehn. 8. Wie das Weltmeer seine Masten/ sicher trägt auf stiller Flut,/ so, Serr, laß mich deine Lasten/ tragen mit ergebnem Mut;/ kehr mit deinem Frieden ein,/ laß mich stille, stille sein! Karl Rudolf Sagenbach, 38033876. Weise: Befiehl du deine Wege(Vr. 238). 523 Bei Bartholomäus Gesius, 3603. Auch als Wechselgesang: Einz. 3 u. 2, Ch. 3 u. 4, E. s,/ G. 6 u. 7. 75—.— ö—— — 1——.—— SS.. Herr, wie du willst und mei⸗nest,/ so tu e du mit wenn du nur stets ver⸗ei⸗nest/ mich in ni⸗ger mit Vertrauen auf Gott Schein./ du Seh⸗ne al ⸗ les Strebens/ du Sein von al⸗lem Sein! 2. Ich lege meinen Willen/ getrost in deine Hand;/ was meinen Schmerz kann stillen,/ ist dir allein bekannt:/ du hast mich ja erschaffen,‚/ du kennst dies Herz von Staub;/ ein Wichts kann es entraffen/ als wie ein welkes Laub. 3. Wie schneidet doch das Messer/ der Reinigung so scharf!/ Doch du, Herr, weißt es besser,/ was alles ich bedarf;/ du nimmst von deiner Rebe/ jedwedes eitle Reis,/ daß sie nur Früchte gebe/ zu deinem Lob und Preis. 4. Du weißt, die Rebe tränet;/ doch achtest du es nicht,/ wie auch das Serz sich sehnet,/ du hältst mit ihm Gericht;/ von aller Welt geschieden,/ von aller Lust und Last,/ find ich allein den Frieden,/ den du verheißen hast. 5. Die seligsten Gedanken bricht deine Hand entzwei/ und macht von allen Schranken/ und Liebesfesseln frei;/ mein Meinen, Wünschen, Zoffen/ und was mir ward zu teil,/ hast du ins Herz getroffen/ mit deinem heilgen Pfeil. b. Was nicht dein Rönigssiegel/ an seiner Stirne trägt,/ das wirfst du in den Tiegel,/ von Lieb und Zorn bewegt,/ daß es im neuen Feuer/ vermehre den Gehalt/ und deinen Willen treuer/ verkünde die Gestalt. 7. So nimm denn, was ich habe,/ nimm, was ich war und bin,/ du meine einzge Labe,/ mein einziger Gewinn!/ Wimm, Vater, mich und trage/ den staubgebornen Sohn:/ ich will nur dich und frage/ nach keinem andern Lohn. Albert Zeller, 3804— 3877. Weise: Ach Gott und HSerr 524 (Vr. 343).(6256) Freiburg 3688. — DSE ö—..—— 4 —— . RKlag dei⸗ ne Not/ dem lie⸗ben Gott,/ wenn Frankf. Evang. Gesangb. 52ꝗ Vertrauen auf Gott ö——— D 5 al le dich ver⸗las⸗ sen/ und kei⸗ner hört,/ was — 1 ö— 1 dich ver⸗ zehrt/ und dei⸗nen Schmerz kann fas⸗sen! z. Eh du's gesagt,/ eh du's geklagt,/ hat er es schon er⸗ fahren;/ mehr als die Sut/ der Mutter tut,/ will er dein Haupt bewahren. 3. Er hat die Welt/ auf Lieb gestellt;/ so faßt er auch die Seinen;/ nach Nacht und Leid/ und Traurigkeit/ muß dir sein Antlitz scheinen. 4. Sein ist die Zeit,/ die Ewigkeit,/ dein Leben und dein Sterben;/ und wir sind hier/ zu feiner Zier/ und seines Reiches Erben. 9. Was dein, ist sein,/ was sein, ist dein,/ o Meeresstrom von Liebe!/ Wie da auch nur/ noch eine Spur/ von Vot IHI und Jammer bliebe! Albert Zeller, 3804—3877. Auch nach der Weise: Christus der ist mein Leben(Vr. 334). Alb. Becker, 389. H 4 + .——— ö ö—— —.—.— ). Laß fah⸗ ren dei⸗ ne Sor ⸗gen,/ du än⸗ S ISꝗSPIPIPꝑPꝑPISIPSꝑSIS‚ISISI.. PDPDe derst nicht dein Los;/ das Zeut ist dein, das 17 + 1 —— 1— 2 1 — Mor ⸗gen/ trägt Gott in sei ⸗ nem Schoß. 3 t — DI —4 vertrauen auf Gott 652/527 2. Und wie ers wird gestalten,/ ergründen kannst dus hicht;/ doch glaubst du an sein Walten,/ so gehst du auch im Licht. z. Und was er dir mag senden,/ du trägst es still und gern;/ kommt es doch aus den Sänden/ des besten aller Serrn. 4. Wie kann dein Morgen trübe,/ dein Abend dunkel sein;/ denn deines Gottes Liebe/ gibt ihnen hellen Schein. Julius Sturm, 3836—3896. weise: Da Chri aeren———— 5 26 J. Friedrich Doles, 5788. ——., e.—— ——— 3. Vimm mir al ⸗les, Gott, mein Gott,/ 200— — 5———.— ESIAIIIEIESIIIJ— 22———— ———— nur nicht dei„nen heil⸗gen Geist;/ ach, da wär —.— xů 1— 12— ö x 21 ich ganz ver⸗armt,/ ach da wär ich ganz ver⸗waist. z. Vimm mir alles, was du willst,/ Glauben nur und Hoffen nicht,/ nimm mir alles, nur verbirg/ ganz mir nicht dein Angesicht! 3. Sab ich dich noch, Gott, mein Gott,/ ist ja alles wieder mein;/ denn was ich an dich verlor, kann ja nicht ver⸗ loren sein. Friedrich Oser, 1820—1893. 527 Friedrich Silcher, 1842. Ein geistliches Volkslied. — 9* ö ö So nimm denn mei ⸗ne Sän⸗ de/ und bis an mein se ⸗lig En ⸗ de und SSSSSS 528 Vertrauen auf Gott S SI S.SISISIIꝑ I I............. EE— iee win lUch!) Ich mag al⸗lein nicht er, nen nint rr,, t ir.⸗Lr nurn n. ,. ge ⸗ hen,/ nicht ei ⸗nen Schritt;/ wo du n.n nrrenenrr er,, K —————— e wirst gehn und ste⸗ hen,/ da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach es gänzlich stille/ in Freud und Schmerz;/ laß ruhn zu deinen Füßen/ dein armes Nind;/ es will die Augen schlie⸗ ßen/ und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle/ von deiner Macht,/ du führst mich doch zum Ziele/ auch durch die Wacht./ So nimm denn meine Hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ und ewiglich! Julie von Sausmann, 5823.—390). 52 8 Bartholomäus Selder, 1648. Weise: Ich freu mich in dem Herren. .— de Ln, n ren,— 5——————— Und woll⸗ te al⸗les wan⸗ ken/ und * so sol ⸗len dein Ge⸗ dan⸗ken/ in ö 1—9— L 1 ö 1 PPPPPI 1 + ..... n,. al ⸗les brä⸗ che ein, i n ihn ver⸗wur⸗zelt seun Wenn auch von dei ⸗ne lob und Dank 929 ö— — ö— ö ö ö —— öPIIIIIIIII.I.TI doch in Hän ⸗den,/ der al ⸗le Zim⸗-mel hält. 2. Und mußt du alles missen/ und ganz zu Trümmern gehn/ und könntst vor Finsternissen/ den hellen Tag nicht sehn,/ es muß doch alles enden,/ wie er sichs vorgestellt:/ er hat dich doch in Zänden,/ der alle Simmel hält. z. Und müßte Treue lügen/ und Glauben spräng wie Glas,/ wenn alle Schrecken schlügen/ und Unglück wüßt fein Maß,/ wie Windstoß wird sichs wenden,/ noch eh dein Herz zerschellt:/ Er hat dich doch in Händen,/ der alle Himmel hält. 3. Er wird dich nicht versäumen,/ er weiß die rechte Zeit,) wie auch die Wasser schäumen/ in wilder Mächtigkeit./ Wenn gleich vor Gischt verschwänden/ das Leben und die welt: Er hat dich doch in Händen,/ der alle Himmel hält. Gustav Schüler, geb. 3868. Lob und Dank Ich will von deiner Macht singen und rühmen deine Güte. Ich will dir, mein Hort, lobsingen, denn du, Goll, bist mein SZchutz und mein gnüdiger Gott. Psalm So/ I7. IS. weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Vr. 27). Frankfurt a. M. 38909. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Einz. I, Ch. Fr. II, Ch. Alle III; Str. 2: G. I, Ch. Fr. II, Ch. Alle III. I 4 9E 1I ᷓ Zal ⸗le ⸗ lu- jah! Lob, Preis und )·. von E⸗wig⸗ keit zu E⸗wig⸗ — ——— +— P. d warer, aait nn Himni i.——— —— Ehr/ sei un ⸗serm Gott je mehr und mehr/ für keit/ sei in uns al⸗len ihm be⸗reit/ Dank, Lob und Dank II 1 ‚—————.— EEEEIEEEIEEEEEIE.— 2 .—————— S——.— al ⸗le sei⸗ ne Wer⸗ke; Weis⸗heit, Rraft und Stär⸗ke. Rlin ⸗get,/ sin ⸗get:/ Hei⸗lig, hei⸗lig, hoch und herr»lich, hei ⸗lig ..— 2 I— 2 I. 1+—.½HMAA I H DH. EEI. ist Gott,/ un ⸗ser Sott, der Zerr ze ⸗ ba⸗othl 2. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namen!/ Stimmt an mit aller Himmelschar/ und singet nun und immerdar/ mit Freuden: Amen, Amen! /KXlinget,/ singet:/ Seilig, heilig, hoch und herrlich, heilig ist Gott,/ unser Gott, der Herr Zebaoth! Vach martin Rinckart, 3566—3649, aus dem 57. Jahrhundert. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Vr. 3))). Frankfurt a. M. 3699. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. I, G. IU u. II; Str. 2: E. I, Ch. Fr. II, G. IIl; Str. 3: Ch. Iu. II, G. Ill; Str. 4: E. I, Ch. M. II, G. ill; Str. 5: G. I, Ch. I, Alle Il. ...——.—..——— 2—— x—.—..— ů 21. 22n I H... △◻. 0 Gro-ßer Gott, wir fal ⸗len nie⸗der./ Zwar 2 Dir zum Lob sind wir ge⸗ bo⸗ren,/ so I‚‚—4 ————— du be⸗darfst nicht un⸗ srer Lie⸗der:/ uns ziemt teur er⸗kauft, so hoch er ko⸗ ren./ O Se⸗ IIE lob und Dank 730 1 ——— ů E.— — ö— 2—..—.—. —— 1—ᷣ 1 1 und nützt dein Lob so sehr. 10 lig ⸗keit, dir ge⸗ ben Ehr! 3 511l dei em 1—— 4 1—— nn, Eeen En. ö— —————————— Lo- be nur in al le Kre⸗ a tur./ IIl ö —.—— 1—..= SSSS— Sel⸗ ges We · sen,/ wir kom⸗men dann/ und be⸗ * ,—— ö 5,r ten an,/ in Geist und Wahr⸗heit seis ge⸗ tan. z2. Tag und Vacht mit Ehrfurcht dienen/ dir Seraphim und Cherubinen,/ der Engel Scharen ohne Zahl./ Alle Gei⸗ ster, die dich kennen,/ dich heilig, heilig, heilig nennen,/ sie fallen nieder allzumal./ Ihr Seligsein bist du,/ dir schreibt man alles zu. Amen, Amen! /Auch wir sind dein/ und stimmen ein:/ Du, Gott, bist unser Gott allein. 3. Droben opfern ihre Krone/ die Aeltesten vor deinem Throne;/ der Erstlinge erwählte Schar/ samt den unzähl⸗ baren Frommen,/ die dort in weißen KXleidern kommen,/ anbetend sprechen: Dein ist gar/ Macht, Weisheit, Serrlich⸗ keit, Lob, Ehr, Dank, Kraft allzeit./ Amen, Amen! /Auch sind dein/ und stimmen ein:/ Du, Gott, bist unser Gott allein. 4. Alle loben deine Werke,/ daß du von großer Güt und Stärke,/ höchst selig, würdig aller Ehr,/ daß nur Weisheit, Lieb und Treue/ in allen deinen Wegen seie;/ ihr Amen sagt unendlich mehr./ Ihr Lob zu wenig ist,/ dein Lob du selber bist,/ Amen, Amen!/ Auch wir sind dein/ und stimmen ein:/ Du, Gott, bist unser Gott allein. .WW 730 Lob und Dank lol 5. Du wollst dich in uns verklären,/ daß wir dich würdig⸗. lich verehren/ und unser Herz, dein Heiligtum,/ durch dein ein Nahesein gestillet,/ mit deiner Herrlichkeit erfüllet,/ zerfließ en in deiner Gottheit Ruhm. Dich, liebenswertes Gut, erhebe hoch ö Geist und Mur./ Amen, Amen!/ Hallelujah,/ Hallelujahlœ/ 1 Der Serr ist groß und gut und nah.. Gerhard Tersteegen, 3697-5769 ANMN ö IN 3531 Wien ²rg. deir WMAARNN Auch als Wechselgesang: Gem.), Jug. 2, Ch. R. 3, G. 4, Ch. Fr. 3, Ale 6. weg r I— Gro⸗ßer Gott, wir lo⸗ ⸗ben dich;/ •vor dir neigt die Er„ de sich/ äS.S............— Herr, wir prei ⸗ sen dei ne Stär ⸗ke. und be⸗ wun ⸗dert dei ne Wer⸗ke. ——— — ö——— wie du warst vor al ⸗ler Zeit,/— 15 E DPPDe PD ö so bleibst du in X wig keit. z. Alles, was dich preisen kann,/ Cherubim und Sera⸗ N phinen,/ stimmen dir ein Loblied an;/ alle Engel, die dir dienen,/ rufen dir in selger Ruh: Seilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth,/ heilig, Serr der Krieges⸗ heere,/ starker Selfer in der Not!/ Simmel, Erde, Luft und Meere ͥ/ sind erfüllt von deinem Ruhm;/ alles ist dein Eigentum. ö 8 nk ig⸗ ein ieß ebe 4 7 D 774. e 6. IIII ..... lob und Dank 532 g. Sieh dein Volk in Gnaden an,/ hilf uns, segne, Herr, ein Erbe;/ leit es auf der rechten Bahn,/ daß der Feind nicht verderbe./ Wart und pfleg es in der Zeit,/ heb es soch in Ewigkeit! 6. Alle Tage wollen wir/ dich und deinen Vamen preisen/ und zu allen Zeiten dir/ Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod,/ sei uns gnädig, Herre Gott! 6. Herr, erbarm, erbarme dich!/ Auf uns komme, Herr, dein Segen;/ deine Güte zeige sich/ allen der Verheißung wegen! 7 Auf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht ver⸗ loren sein! ö Ignaz Franz, 3779—)790. Umdichtung des altkirchlichen Te deum. 532 Johann Karl Gerold, 380oo. Auch als Wechselgesang: Ch. I, G. II, Ch. III, Alle IV; oder E. I, Ch. II, G. III. IV. 1.————— S.. S P I I... —.—.—.—t—ß7..— 3e he⸗ va, Se ho ⸗ va,/ Je⸗ 65 8—— 4 x. 2 ho⸗va! Deinem Va⸗men/ sei Eh ⸗re, Macht III 1 +. + 1 + + + —— H—— —.6 2 HE— 2— 1..— 1.2 und Ruhm./ A men, A⸗-men!/ Bis einst der — —.— 2 2—.—5 — 5—.—————————— — I Tem ⸗-pel die ⸗ser Welt/ auf dein Wort in — x S— 9— Staub zer=fällt,/ soll in un⸗ sern Hal⸗ len/ das gob und Dank ——— I— +* + „Hei ⸗lig, hei ⸗lig, hei ⸗lig!“ er-schal⸗ + III +. 1.— 2 1 I...— 2 ————. len./ Sal ⸗-le⸗ lu jah,/ Hal ⸗le ⸗ lu- jah! Gottlieb Konrad Pfeffel, 1736— 3809 Weise: Es sind doch selig alle die. 533 Straßburg 3325. Psalm 68. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. Fr. I, Ch. m. II, Ch. Alle III; Str. 2: Einz. Ni. 1. Einz. Fr. II, Ch. III5 Str. 3. Einz. Fr. I, Einz. M. II Gem. III; Str. 4: G. I, Ch. II, A. III. 0 Er⸗he⸗bet er sich, un ⸗ser Gott,/ seht, h Sein furchtbar ma⸗ je ⸗stät · scher Blick/ schreckt, XII III. wie verstummt der Frechen Spott,/ wie sei ne Fein ⸗de die ihn has ⸗sen, weit zu ⸗rück,/ zer⸗ stäubt all ihr Be⸗ II II 2. H. 88 1.. ö EHE.. + 1* + 1 22— Uiin 967 Wie Rauch ver⸗we⸗het, so ver⸗ weh/ der Schwarm, daß keiner fe⸗ ste stehr/ Wer sich nicht will be⸗ — 116 ———— 0 Lob und Dank 534 —————— sin · nen,/ sich fort in Sünd und Lastern wälzt// muß, wie das 1——.———— RET 1———..—. .—— Wachs beim Feuer schmelzt,/ vor Gottes Blick zer · rin ⸗nen. 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm/ sei unserm Sott im eiligtum,/ der Tag für Tag uns segnet;/ dem Gott, der Lasten auf uns legt,/ doch uns mit unsern Lasten trägt/ und uns mit Zuld begegnet./ Sollt ihm, dem Herrn der Serrlich⸗ keit,/ dem Gott vollkommner Seligkeit,/ nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not,/ vom Tode selbst und durch den Tod/ uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Suld allein/ kannst du eführt und sicher sein:/ mein Volk, sieh seine Werkel!/ Herr, führ an uns und unserm Saus/ dein Seil, dein Werk in Gnaden aus;/ nur du bist unsre Stärke./ Dann sehen Zerrscher deinen Ruhm/ und werden in dein Seiligtum dir ihre Gaben bringen,/ sich dir, dem wahren Gotte, weihn,/ in deiner Gnade sich erfreun/ und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Seiligtum,/ erschütternd strahlet hier dein Ruhm:/ wir fallen vor dir nieder.„Der Serr ist Gott, der Serr ist Gott,/ der Serr ist seines Volkes Gott;/ er, er erhebt uns wieder./ Wie er sein Volk so zärtlich liebt,/ den Schwachen Rraft und Stärke gibt! KRommt, heiligt seinen Namen!/ Sein Auge hat uns stets bewacht:/ ihm sei Anbetung, Ehr und Macht./ Gelobt sei Gott! Ja, Amen. Matthias Jorissen, 3739—)823. 5 34 Unbekannter Serkunft. Auch als Wechselgesang: Str. 3 Ch. I, Einz. II, Gem. III; Str. 2: E. I, Ch. Fr. II, G. III. I Ee ö x— — + EIIIIII IIEI— 3. Zeil dir, dem Serrn der Welt,/ dir, — Lob und Dank ö — gro⸗ßem Gott, sei Ehr,/ vor des⸗ sen Ant⸗ litz QTD 1287 ER I ö ö 5— nn.— EEIESEEE. nie ⸗ der⸗fällt des Zim⸗mels Zeer!/ Er hab⸗ ner * I— ö ö—— S Gott der Macht,/ der du die Lie ⸗ be III E— a.DIII EAs———— 11 bist,/ du hast dein We⸗ sen kund ge⸗ 2 +. — I + — I H — 2 1 II H — 110— I.II 1— I — macht/ in Je ⸗ su Christ. A⸗ men. 2. Du wohnst in einem Licht,/ dem niemand nahen kann,/ und siehst mit gnädgem Angesicht/ den Blöden an./ Barm⸗ herzigkeit, Geduld/ ist deines Namens Zier;/ Erbarmung, Gnade, Treue, Suld/ geht aus von dir. Amen. ö Moritz von Bernus, 3843—39)8. * 17·*v/ ꝗe + CACGESCICEIl + XMorgen& Das Reich Gottes ist nicht Eien und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist. Wer darin Christo dient, der ift Gott wohlgefällig und den Menschen Wert. Ich aber will von delner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte/ denn du bist mir dͤchutz und zuflucht in meiner Not. Röm. 14,. I8. Pfalm S59, I. Auch n. d. Weise: Herr Zesu Alter Bergreihen. Christ, dich zu uns wend(Nr. 336). Wittenberg 3837. Auch als Wechselgesang: Kinder 3, Einz. 2, K. 3, Ch. 4. 5, G. 6—8. 70 2 3 6— ö,. SI...—— — 1 rr nu 3. Du höch⸗ stes Licht und ew⸗ ger +. ——— é——————...—— ö—————— 1..— . Schein,/ dyu Gott und treu ⸗er er ⸗ re +. D ————.— ————.—— q‚—————— mein,/ von dir der Gna⸗ den Glanz aus⸗ —— E ů V.— 2.—— E—.— geht/ und leuch ⸗tet schön so früh als spät. 936 Morgen m z. Das ist der Zerre Jesus Christ,/ der ja die göttlich Wahrheit ist;/ mit seiner Lehr er helle leucht't,/ bis er die Herzen zu sich zeucht. 3. Er ist das Licht der ganzen Welt,/ das jedem klar vor Augen stellt/ den hellen, schönen, lichten Tag,/ an dem er selig werden mag. 4. Den Tag von deinem lieben Sohn,/ o Gott, laß leuchten wie die Sonn,/ damit wir, die geboren blind,/ doch werden noch des Lichtes Kind— und wandeln, wies wohl mag anstehn/ all denen, die erleuchtet schön/ der Tag des Seils, die Gnadenzeit,/ da fern ist alle Dunkelheit. 6. Die Werk der Finsternis sind grob/ und dienen nicht zu deinem Lob;/ die Werk des Lichtes scheinen klar,/ dein Ehr sie machen offenbar. 7. ZJuletzt hilf uns zur heilgen Stadt,/ die weder Nächt noch Tage hat,/ da du, Gott, strahlst in Herrlichkeit,/ das schönste Licht in Ewigkeit. 8. G Sonn der Gnad ohn Niedergang,/ nimm von uns diesen Morgensang,/ auf daß erklinge diese Weis/ zu Gutem uns und dir zum Preis. Johannes Zwick, um 1496382. Melchior Vulpius, 36og. Morgen 2 —— ö —— Gut,/ daß du die Nacht uns hast be ⸗ hüt. 2. Wir bitten auch, behüt uns heut,/ denn wir sind arme pilgersleut;/ o steh uns bei, tu Hilf, bewahr,/ daß uns kein Uebel widerfahr! 3. Regier du uns mit starker Hand,/ auf daß dein Werk in uns erkannt/ und daß mit glaäubiger Gebärd/ dein Nam von uns geheiligt werd. 4. Zilf, daß der Geist Zuchtmeister bleib/ und unser Fleisch so zwing und treib,/ daß sichs nicht ungestüm erheb/ und ihm in Argheit widerstreb. 5. Versorg uns auch, o Serre Gott,/ auf heute nach Bedarf und Wot. 7 Teil deinen milden Segen aus,/ denn unsre Sorge richt't nichts aus. b. Gib Segen, Serr, auf unser Tun,/ auf unsre Arbeit, und den Lohn/ durch Jesum Christum, deinen Sohn/ und unsern gerrn, vor deinem Thron! michael Weiße, t 58634. 537 Apelles von Löwenstern, 3644. Auch im Wechsel mit Vr. sao zu singen: Ch. 337, 3. G. 540, 3. Ch. 337, 2. Einz. 540, 2—4. Ch. Fr. 537, 3. 4. G. 940,§. Ch. M. 537, S. 6. G. sao, o. Einz. 537, 7. G. 540, 7. Ch. 337, 8. H N . Ich se he mit Won⸗ne,/ die gül⸗ de ne Son ⸗ ne/ bricht wie⸗ der her ⸗ einz/ das 5 ö — 2— ö—.— ů—— Dun ⸗ ke ⸗le wei ⸗chet,/ der Mon · de ver-blei⸗chet/ durch hel ⸗le ⸗ ren Schein. 2. Drum danken wir alle/ mit fröhlichem Schalle/ der göttlichen Macht,/ dieweil sie mit Gnaden/ uns alle vor Schaden/ hat heinte bewacht. 3. O Vater, ich bitte,/ mich ferner behüte/ den heutigen Tag/ vor Sünden und Schanden,/ vor Ketten und Banden,/ vor Jammer und Klag. 4. Erwecke die Sinnen,/ daß alles Beginnen/ und Denken zugleich/ dir, unserem Serren,/ so nahe als ferne/ zur Ehre gereicht. 8. Auch wollest entbinden/ vom Schlafe der Sünden/ mein Augen und Herz,/ daß Belials Netze/ die Seele nicht setze/ in ewigen Schmerz. 6. Mein dürftiges Leben,/ die Seele, daneben/ mein zeit⸗ liches Sut,/ auch alle Verwandten/ und meine Bekannten/ halt, Vater, in Sut. 7. Ich bitte: zum Ende/ dein Engelein sende/ zu unserem Schutz,/ die ritterlich kämpfen,/ dem Satanas dämpfen/ den grausamen Trutz. 8. Und wenn ich im Wallen/ nach deinem Gefallen/ be⸗ schließe den Lauf,/ steh selber zur Seite,/ die Seele be⸗ gleite/ zum Himmel hinauf. upelles von Lwenstern, 3894363s. 538 Johann Georg Ahle, 1671. Auch im Wechsel mit Nr. 544 zu singen: Ch. 338, 3. Gem. 344, 3. Ch. 538, 2. G. 44, 2. Jug. 338, 3. G. 344, 15 Ch. Fr. 838, 4. G. 544, 4. Ch. 338,. 6544,. —— ). Die= gül⸗ de⸗ ne Son⸗=ne/ bringt i —.——— Le ben und Won ⸗- ne,/ die Fin⸗ster⸗ nis 4 Kaaard RW te auf ⸗stei ⸗get,/ der Mon⸗ de ver-bleicht. 2. Vun sollen wir loben/ den Söchsten dort oben,/ daß er uns die Nacht/ hat wollen behüten/ vor Schrecken und wüten/ der höllischen Macht. 3. Rommt, lasset uns singen,/ die Stimmen erschwingen,/ zu danken dem Herrn./ Ei bittet und flehet,/ daß er uns beistehet/ und weiche nicht fern. 4. Es sei ihm gegeben/ mein Leben und Schweben,/ mein Gehen und Stehn./ Er gebe mir Gaben/ zu meinem Vor⸗ haben,/ laß richtig mich gehn. 6. In meinem Studieren/ wird er mich wohl führen/ und bleiben bei mir,/ wird schärfen die Sinnen zu meinem Beginnen/ und öffnen die Tür. Philipp von Zesen, 3690—3680. weise: Mein Serzens⸗Jesu, Peter Sohren, meine Lust. Frankfurt a. M. 3668. Auch als Wechselgesang: Einz. 3/ G. 2, Ch. 3, E. 4, Alle 5. — ◻+————+——— ꝗ——— — he ⸗be dich, o mei ⸗ne Seel!/ Die . der gerr er⸗scheint in Is ⸗ra⸗ el,/ sein L H — 1——..—.— A. E——— Fin ⸗-ster⸗nis ver ge⸗ het; 6 Licht am Zim⸗-mel ste⸗het. Er ⸗ he⸗be —— ö—— hin. —— 4. 2 ö————.——.— dich aus dei ⸗nem Schlaf,/ daß er was Gu ⸗tes E—. Morgen V1O öiꝑ‚q‚i‚iiiꝑ‚i‚i‚iiieiii‚e‚eeee + f * in dir schaff,/ in dem er dich er ⸗leuch⸗tet. 2. Im Licht muß alles rege sein/ und sich zur Arbeit wen⸗ den;/ im Licht singt früh das Vögelein,/ im Licht will es vollenden./ So soll der Mensch in Gottes Licht/ aufheben billig sein Gesicht/ zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn,/ den Serren zu er⸗ heben;/ laßt uns, indem wir auferstehn,/ beweisen, daß wir leben;/ laßt uns in diesem Gnadenschein/ nicht eine Stunde müßig sein:/ Gott ists, der uns erleuchtet. 4. Du zeigst, was zu verrichten sei/ auf unsern Glaubens⸗ wegen;/ so hilf uns nun und steh uns bei,/ verleihe deinen Segen,/ daß das Geschäft von deiner Hand/ vollführet werd in alle LCand,/ wozu du uns erleuchtet. 5. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht,/ daß ich stets gehe richtig;/ erfreu mich durch dein Angesicht,/ mach mich zum Guten tüchtig,/ bis ich erreich die güldne Stadt,/ die deine and gegründet hat/ und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann, 3699—3733. Weise: Nun danket all und bringet Ehr(Vr. 250). 4 Johann Crüger, 3647. Auch im Wechsel mit Nr. 337 zu singen: Ch. 337, 3. G. ao, 3. Ch. 537, 2. Einz. sao, 2—4. Ch. Fr. 337, 3. 4. G. gao, 5. Ch. M. 337, 5. 6. G. 540, 6. Einz. 837, 7. G. 4, 7. Ch. 537, 8. 2 1 1 — +. + ö e. * 3. Das äuß ⸗re Son⸗nen ⸗licht ist da/ — ö— 2 — III————— und leucht't mir ins Ge ⸗sicht;/ Gott ist noch mehr TTD + L ——— —— dem Gei⸗ste nah/ mit sei ⸗nem Le⸗bens licht. V- Morgen 545 2. Ach wohn in mir, du Gottheitssonn,/ mein Geist dein Zimmel werd,/ daß ich, o reine Seelenwonn, werd ganz in dich verklärt. 3. Wenn sich die Sonne offenbart,/ so weicht die Dunkel⸗ heit:/ vertreib durch deine Gegenwart/ die Sünd und Eigenheit. 3. Der Adler schaut geradezu/ die Sonne fröhlich an: mein Geistesaug eröffne du,/ daß ich dich schauen kann. 5. Wer dich in deinem Licht erblickt„ in seiner Seele Grund,/ der ehrt, den Engeln gleich, gebückt/ dich, Gott, zu aller Stund. 6. So laß mich wandeln, wo ich bin,/ vor deinem Ange⸗ sicht;/ mein Tun und Lassen immerhin/ sei lauter, rein und licht. 7. Dein Auge leite meinen Gang,/ daß ich nicht irre geh;/ ach bleib bei mir mein Leben lang,/ bis ich dich ewig seh. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Weise: Ich dank dir schon durch deinen Sohn. Aus Böhmen 3898. ◻.— +..—.— 1—* ISDSDiDDD e + i. Hiu Vm—.—— *—᷑T*— V 3. O Je⸗ su, mei⸗nes Le⸗bens Licht,/ nun A 1 +. 1 2—.3. 2 2 1—2....‚..‚..X 2— +. 2 + 1*—I2 ist die Nacht ver gan · gen:/ mein Gei · stes · aug zu ö * ö in sU EIXI QI. dir sich richt't,/ deinꝰn An ⸗blick zu emp⸗fan⸗ gen. 2. Mein Leben schenkst du mir aufs neu,/ es sei auch dir verschrieben,/ mit neuem Ernst, mit neuer Treu/ dich diesen Tag zu lieben. 5642 Morgen 3. Durchdring mit deinem Lebenssaft/ Herz, Sinne und Gedanken;/ bekleide mich mit deiner Kraft,/ in Proben nicht zu wanken. 4. Gib, daß ich meinen Wandel führ/ im Geist, in deinem Lichte,/ und als ein Fremdling lebe hier/ vor deinem An⸗ gesichte. 5. Ach halt mich fest mit deiner Hand,/ daß ich nicht fall noch weiche;/ zeuch weiter durch der Liebe Band,/ bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen, 369769. Weise: Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen. Halle 570g. + 2 x ö .————— —. 7˙ 2 0 Der Mor⸗ gen kommt, und mei ⸗ ne Kla⸗ Wie trau⸗ rig ei ⸗ len mir die Ta⸗ — 1— II +2 1—— I— 0 + 4— e /wird auch mit die⸗ sem Nor⸗gen neu. ein mei⸗ ner Ppil⸗ ger⸗ schaft vor-bei. —.—. —.—.—.....—————.——— 1 1— 1 1 Der Son ne neu-ge⸗ schenk⸗tes Licht/ er⸗ ——— SDI‚.— hei⸗ tert mi ne See⸗ le nicht. 2. Voch immer bin ich auf der Erde,/ wo mich Gefahr und Vot umringt;/ wo täglich härtere Beschwerde/ zu Klagen und zu Tränen zwingt./ Voch immer fleh ich unerhört/ um Stärkung, die mein Serz begehrt. 3. Herr, eile doch, mir beizustehen;/ verlaß den schwachen Pilger nicht./ O neige, Vater, auf mein Flehen/ zu mir dein freundlich Angesicht./ Gib mir Geduld und bei dem Schmerz/ ein hoffend und vertrauend Serz. Christoph Christian Sturm, 3740—1786. Morgen 943/944 543 J. Friedrich Doles, 5788. Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Ch. 2, G. 3. 4, Alle 8. — 1 I X 1—— Zrr e 3. Früh am Mor⸗gen Je⸗ sus ge⸗ het/ +. n—.—.— 1—..— Li.ee I.——— —————— DDDD...... 1111.2.— 2—....—— und vor al⸗len Tü⸗ ren ste ⸗ het,/ klop ⸗fet TQV 1 H H 2.———— ——.—.E... E 22. SS......— an, wo man ge ⸗ fle⸗het:/ Komm, Serr Je⸗su, un⸗ser Gast! 2. Vun, so lasset ihn nicht dorten,/ tut ihm auf des Her⸗ zens Pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten: /Eile, Jesu, kehre ein! ͤ z. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle Feinde von uns treiben,/ uns ins Buch des Lebens schreiben/ und der gute Hirte sein; 3. weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir werden fröhlich sehen,/ daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 5809—8s2. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade II. Basel 374). Auch im Wechsel mit Nr. 838 zu singen: Ch. 338, 3. G. 5a4, 3. Ch. 538, 2. G.§544, 2. Jug. 338, 3. G. 344, 3. Ch. Fr. 338, 4. G. 344, 4. Ch. 838, 3. G. 844,. H I +. 4 +. FHR 1 + —.—————I— I 3. Aus des Him-mels hel⸗len To ren/ —— SSSSSSSISIII I I I strahlt der neu⸗. mor⸗gen her,/ al ⸗les steht so Morgen —.— 5 ö———3 4 I gott ⸗ ge ⸗ bo ⸗ren,/ Ber⸗ge, Tä⸗ler, Luft und Meer. 2. Zünd ein Morgenrot der Liebe,/ Herr, mir auch im Basn an,/ auferstehn laß rege Triebe,/ tilge jeden finstern ann. 3. Ja ich will mich ganz dir geben,/ such in tiefer Sehn⸗ sucht dich;/ du gibst Stärke, Licht und Leben,/ Freudenfülle ewiglich. 4. Laß von allem mich genesen,/ was zum Auferstehn nicht frommt,/ was an mir von müdem Wesen,/ was an Furcht mich überkommt. Freudig ruf ich deinen Namen/ über meine Tage hin,/ und ich setz ein gläubig Amen/ auch an dieses Tags Beginn! Paul Kaiser, 3832—-39)7. Weise: Lob Gott getrost mit Singen(Nr. 4)6). 5 45 58. Jahrhundert. Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Ch. Fr. 2, Ch. Alle 3, G. 4. 5. 4 4 4 + 2.— I 1 VL — Nun tritt aus gold⸗ nem To re/ der durch trü⸗ be Ve⸗ bel ⸗flo re/ greift ——.... jun ge Tag ins Land: sei ne star ksjze Sand / + I P und hebt von —..—— + 2 Söhn und Ta len/ das schwar⸗ ze zelt der ——. 2 ö 9—.—— L 1 2— + 1— * Nacht/ und streut die Son- nen- strah ⸗len/ in kö ⸗nig ⸗ li. · cher Pracht. 2. O du im Morgenrote,/ in blinker Seldenzier,/ willkom⸗ men, Gottesbote!/ Willst kommen auch zu mir!/ Geh über meine Schwelle/ und fülle mir das Saus/ mit deiner Wun⸗ derhelle,/ mit deinem Leben aus! 3. Da sieh: es glühn die Fenster,/ die Rammer glänzt von Gold;—/ hinweg, ihr Nachtgespenster,/ euch ist der Tag nicht hold!/ Aus Kraumestiefen dämmert/ herauf der frische MRut,/ und in den Serzen hämmert/ mit neuem Schlag 1das Blut. ͤ 3. Und meine Sinne recken/ sich wieder an das Licht,/ und ö meine Arme strecken/ sich nach der Last und Pflicht,/ und meine Liebe schreitet/ durchs stille Haus und Feld/ und schafft und sorgt und weitet/ sich in die weite Welt. 5. O das ist selger Segen/ und Kraft der Ewigkeit,/ drum jauchz ich ihm entgegen,/ dem jungen Sohn der Jeit:/ Mein Cag, mein Gottesbote,/ hilf beten mir und baun/ und laß im Abendrote/ des Vaters Suld mich schaun! Zermann Weingart, 3866— 392). Abono 2 gerr, erhebe über uns das Licht deines Antlihes! Ich lege und schlafe ganz mit drieden; denn allein du, herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Pfalm 4, 7. H. Weise: Christum wir sollen loben schon. Altkirchlich, 3824. Auch als Wechselgesang: Ch. 3, G. 2, Ch. 3. 4 + — — + ö * .—.—— — 1— + ——— 3. O sel⸗ ges Licht, Drei⸗faltig · keit,/ 2. Des Mor⸗gens, Serr, dich rüh ⸗men wir,/ 3. Gott Va⸗ ter in dem höch⸗sten Thron/ 1 D— x 1 — du hoch ge ⸗ lob⸗ te Ei⸗ nig„keit,/ die am A⸗ bend be ⸗ten wir zu dir/ und und Je⸗ sus Christ, sein ein⸗ ger Sohn,/ mit⸗ — ů—— —— I OIIS Son⸗-ne weicht mit ih ⸗ rem Schein,/ geuß dein prei⸗sen dei ⸗ ne Herr ⸗lich⸗ keit/ von nun samt dem wer⸗ten heil ⸗gen Geist/ sei nun ö ö. 1 1 H I ——— SEE Ii — S SS.SI.I.........— ———*—— Licht in das Herz hin ein. an bis in E ⸗ wig ⸗ keit. und im ⸗ mer⸗ dar ge⸗ preist. Altkirchlich. Bearbeitet von Christian Karl Josias von Bunsen, 179)—86o. Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn(Vr. 306). 54/7 Wittenberg 344. 7 IIEEJ— + e, vr H. . O Ze⸗su, treu⸗-ster Sei⸗land mein,/ ich ö ö E——.——— ö geh in mein Schlafkämmer⸗lein,/ ich will mich le⸗gen — — E in die Ruh;/ schleuß du die Tür selbst nach mir zu. 2. Verzeih mein Sündn aus Gnaden mir,/ treib alle bösen Träum von hier;/ breit über mich dein Flügel aus,/ so stehn die Engel um das Saus. Abend 948 z. Behüt vor Feur und Wassersnot, vor einem bösen, schnellen Tod./ Vor allem Uebel und Gefahr/ mich und all fromm Christen bewahr. 3. Wenn ich nun schlaf, wach du für mich;/ treib alles Un⸗ glück hinter sich. Laß mich zu deinem Lob aufstehn/ und fröhlich an mein Arbeit gehn. Johann Heermann, 3888— 3647. weise: Der Tag ist hin. Mein Jesu, bei mir bleibe(Vr. 283). Genf 3342. Auch als Wechselgesang: G. 3, Einz. M. 2, Einz. Fr. 3, E. M. 4, E. Fr. 5, G. 6, Ch. 7, E. 8. 9, G. 3o. 2 3— D 5 3. Der A⸗bend kommt, die Son ⸗- ne sich ver · dek ⸗ket,/ und al· .———5 S........ Ruh und Stil⸗-le strek⸗ ket./ — ö 65.——v E— ETT 2— 2 Seel, merk auf! wo blei- best — tes Schoß, sonst nir⸗gends findst du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich ermüdet nieder,/ das Vög⸗ lein fleugt nach seinem Veste wieder,/ das Schäflein kehrt in seine Sürde ein:/ laß mich in dich, mein Gott, gekehret sein. 3. Ach sammle selbst Begierden und Gedanken,/ die noch so leicht aus Schwachheit von dir wanken;/ mein Ruheplatz, mein Seimat, tu dich auf,/ daß ich in dich von allem an⸗ dern lauf. 749 Abend 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet,/ bewahrt, ver⸗ schont, gestärket und geweidet./ Ich bins nicht wert, daß du so gut und treu;/ mein alles dir zum Dank ergeben sei. 5. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret/ und mich zu viel durch dies und das verwirret./ Es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn;/ nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 6. Da nun der Leib sein Tagewerk vollendet,/ mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet,/ zu beten an, zu lieben inniglich,/ im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 7. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget;/ mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget. Ins Seiligtum, ins Dunkle kehr ich ein;/ Serr, rede du, laß mich ganz stille sein! 8. Mein Serz sich dir zum Abendopfer schenket,/ mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, still!/ Mein müder Geist im Serren ruhen will. 9. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben;/ laß nicht den Geist zerstreut in Unruh schweben./ Mein treuer Sirt, führ mich in dich hinein;/ in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. 30. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne,/ im Kampf und Kreuz mein Beistand, Rraft und Wonne./ Deck mich bei dir in deiner Zütte zu,/ bis ich erreich die volle Sabbatruh. Gerhard Tersteegen, 3697-5769. 549 J. A. Peter Schulz, 5790. Auch als Wechselgesang: KRinder 3, Jug. 2, Einz. 3, Gem. 4, Jug. 5, Chor 6, G. 7. ——..— ). Der Mond ist auf ⸗ ge ⸗ gan ⸗gen,/ die SS— gold⸗nen Sternlein pran⸗ gen/ am Zim⸗-mel hell II........ WW— öI öä— S und klar./ Der Wald steht schwarz und schwei⸗ — — 11114— Abend ——— eee—— get,/ und aus den Wie ⸗ sen stei get/ der ů S+... N wei ße Ve⸗ bel wun ⸗ der bar. 2. Wie ist die Welt so stille/ und in der Dämmrung Sülle/ so traulich und so hold,/ als eine stille Rammer,/ wo ihr des Cages Jammer/ verschlafen und vergessen sollt. z. Seht ihr den Mond dort stehend/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schöͤn:/ so sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost belachen,/ weil unsre Augen sie nicht sehn. 3. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder ‚ und wissen gar nicht viel;/ wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Rünste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Zeil uns schauen,/ auf nichts Vergänglichs trauen,/ nicht Eitelkeit uns freun; /laß uns einfältig wer⸗ den/ und vor dir hier auf Erden/ wie Kinder fromm und fröhlich sein! b. Wollst endlich sonder Grämen/ aus dieser Welt uns nehmen/ durch einen sanften Tod;/ und wenn du uns ge⸗ nommen,/ laß uns in Himmel kommen,/ du unser Serr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nie⸗ der;/ kalt ist der Abendhauch./ Verschon uns, Gott, mit Strafen/ und laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Vachbar auch! matthias Claudius, 3740—3838. Weise: Nun schläfet man. 550 Solingen 3779. EAHE 1 .SPISIIIIITTT. T 3. Mein Au⸗ ge wacht/ jetzt in der 22 — stil len Vacht;/ nun ist mein Herz —— 2——— —— 2„ee r. — 5— x ö— E& be ⸗ dacht,/ dich, Gott, zu lo ⸗-ben./ Ach tj‚.....‚— en, imrrHas.—. E schen ke mir/ Kraft, zu lob⸗ sin gen dir/ mit E r Frs—.—... IEIEIEE dei ⸗nen Heil⸗gen hier /⸗ und de nen dro ⸗ben. 2. Die stille Zeit/ sei, Jesu, dir geweiht! /Vichts laß die Einsamkeit/ vor dir entweihen. /Schleuß selber du/ mein Herz vor allem zu,/ damit es sich in Ruh/ in dir mög freuen. 3. Wie preis ich dich,/ mein Jesu, daß du mich/ aus Gnaden kräftiglich/ zu dir gezogen! /Ach hätte doch/ mit größrer Treue noch/ sich deinem sanften Joch/ mein Serz gebogen! 4. Es schmerzt mich tief,/ daß, seit dein Geist mich rief,/ ich dir noch erst entlief/ durch Reiz der Sünden./ Mein treuer Sirt,/ wie war ich oft verwirrt/ und konnte wie verirrt/ die Ruh nicht finden! 5. Doch deine Sand/ war nicht von mir gewandt,/ sie zog mich durch das Band/ der Liebe wieder./ Dein Gnadenlicht/ verließ den Sünder nicht:/ dein holdes Angesicht/ sah auf mich nieder. 6. Du riefst,— ich kam,/ gebeugt und voller Scham;/ dein Vaterherze nahm/ mich auf voll Liebe./ Da schmolz mein Herz/ in reuevollem Schmerz;/ du zogst es himmelwärts/ im Liebestriebe. 7. O Gott voll Suld,/ du trägst mich mit Geduld,/ ver⸗ gabst so oft die Schuld,/ als ich dich flehte;/ und dann Abend 75 sprachst du/ mir wieder freundlich zu/ und schenktest süße zuh/ mir im Gebete. 8. Zerr, ich bin dein/ und will es ewig sein;/ ach, zeuch mich ganz hinein,/ daß ich nicht wanke! Wann kommt die zeit,/ daß ich dir ganz geweiht,/ zum heilgen Schmuck be⸗ reit,/ als Sieger danker 9. Doch deine Gnad,/ die angefangen hat,/ wird auch nach deinem Rat/ das Werk vollenden./ Ich trau es dir; ach stͤrk den Glauben mir,/ ich laß mich für und für/ nur deinen SZänden. 0. Mein einzig Gut,/ in dem mein Sehnen ruht,/ du machst mich wohlgemut/ in deiner Liebe; /o hauche dann/ den Funken stärker an,/ daß ich dich lieben kann/ mit mächtgem Triebe! 3). Im Sturm der Welt/ sei du mein heimlich Zelt,/ der Anker, der mich hält,/ wenn alles zaget;/ in Not und Pein/ nimm mich, Liebe, ein,/ so harr ich kindlich dein,/ bis daß es taget. 2. Preis, Lob und Ehr/ sei dir je mehr und mehr,/ Je⸗ hova hoch und hehr,/ in Jesu Namen FTim Staube hie/ oft unter Streit und Müh/ und einst in Harmonie/ der Engel. Amen. Johann Wilhelm Berger, 7747sz9. Weise: Nun sich der Tag geendet hat(Nr. 282). Dresden 3667. Auch als Wechselgesang: Ch. 3. 23 G. 3. 4; Ch. Fr. 5; Ch. M. 6; Einz. 7—9; Alle 3o. E SDSDSDSDSSDSSPSISISISS I SII..... XV.——.— U Ꝙ 3. Ge⸗ gan⸗ gen ist das Son⸗ nen- licht,/ still ——.——. ———2 SSS———— + schwei⸗get Feld und Hain,/ und hell am Fir⸗ ma⸗ — ö ö x n ——.— ö— — e,,— men⸗te bricht/ her vor der Ster ⸗-ne Schein. 92 Abend 2. Und hell aus stiller Seele blitzt/ ein wundersamer Strahl /von dem, der ewig waltend sitzt/ im hohen Simmelssaal. 3. Wie wäre doch das Menschenkind/ so elend, so allein,/ wenn nicht von oben zart und lind/ ihm käme dieser Schein! 3. Es wäre nichts als Trug und Wahn,/ ein zitternd Blatt am Baum,/ ein Rörnlein Sand im Ozean,/ ein Traumbild fast vom Traum. 5. Das Leben wallt von Ort zu Grt,/ hat nimmer Ruh noch Rast/ und treibt im wilden Fluge fort,/ geschnellt durch eigne Last. 6. Es brauset wie ein schäumend Meer,/ das keine Ufer kennt,/ und wirft uns Tropfen hin und her/ im wilden Element. 7. Drum komm, o du, der Frieden bringt,/ o Gott, in stiller Wacht,/ wo hell die Engelglocke klingt/ bei goldner Sterne Pracht! 8. Romm, wirf den frommen Liebesstrahl/ mir warm ins arme Serz,/ und die Gedanken allzumal,/ o zieh sie himmel⸗ wärts! 9. Drum komm mit deinem Engelheer,/ du Vater lieb und gut! /Du bist die einzig feste Wehr,/ die einzig sichre Sut. 30. Gar nichtig ist der Menschen Macht,/ die eitle Eitel⸗ keit;/ was Gott bewacht, ist wohl bewacht/ hier und in Ewigkeit. Ernst Moritz Arndt, 5769—386o. Waster Wie nach einer Wasserquelle(Nr. goo). Genf 3883). N Auch als Wechselgesang: Einz. 3, Ch. 2, G. 3. 4, E. 5, Ch. 6. L— 1 1 , ,, ,,, 3———...— ö +*— +— 0 A⸗bend ist es; Serr, die Stun ⸗de/ daß aus dei⸗ ner Jün⸗ ger Mun ⸗de/ I dDD--N T—.— I 2 Im/ 5.—0——— st noch wie in Em ⸗ ma us, e ne Bit-te flie ⸗ßen mug: Bleib bei 1144 2214442—9—95927 ö— EIEEEIEE— 233 ö— RRRE uns im Er ⸗den ⸗tal,/ halt mit uns dein dr ——— 1.—. 1—. 2.—1 A·bend⸗ mahl,/ und dein Frie⸗dens⸗gruß er ⸗ fül ⸗öle/ ———..— ö Zerz um Zerz mit heil ⸗ger Stil le. 2. Zingesunken ist die Sonne;/ deine Leuchte sinket nicht;/ errlichkeit und ewge Wonne/ sind vor deinem Angesicht./ Weithin schimmert Stern an Stern;/ aber du, o Glanz des Eane. J/überstrahlest alle Sterne/ in der weiten Simmels⸗ erne. 3. Selig, wem du aufgegangen,/ wem du in der armen Welt,/ wo nur eitle Lichter prangen,/ friedlich seinen Geist erhellt!/ Wenn die Tage nun entflohn,/ blickt er auf zu deinem Thron,/ und auch auf den dunklen Wegen/ strahlt ihm Gottes Seil entgegen. 4. Selig, wer am letzten Tage/ nimmer fürchten muß die Nacht,/ wenn kein Schrecken, keine Klage,/ kein Gewissens⸗ blitz erwacht;/ wenn der Morgenstern ihm winkt,/ während er am Abend sinkt;/ wenn der Geist dem Geiste zeuget,/ daß nun erst die Sonne steiget! 5. Serr, die Nacht, die nun erschienen,/ mahnet mich an diesen Tag:/ ob ich mit getrosten Mienen/ vor dein Antlitz treten mags/ Wandelt' ich im Licht vor dir,/ oder war es Nacht in mir?/ Wer den Tag zum Schlaf genommen,/ solchem kann kein Schlummer frommen. . Ist mein Tag ein Tag gewesen,/ o dann schlaf ich fried⸗ lich ein;/ meine Glieder wirst du lösen/ und des Sauptes Züter sein./ Dann zum neuen Tageslauf/ wach ich neu er⸗ leuchtet auf,/ bis mein letzter Tag sich hebet/ und im ewgen Licht verschwebet. Albert Anapp, 3795 3864. 553 Abend Weise: Ich freu mich in dem Serren. Bartholomäus Helder, 36as. Auch als Wechselgesang: Str. 3: Ch. Fr. I, Ch. Alle II; Str. 2: G. I, Ch. II; Str. 3: Einz. I, Ch. II; Str. 4: Ch. I, G. II. 22 1—.— PPPPIPIPIPIPIIPII.I.I... ————..— DPDDSPDRDDDDD 0 Es ist so still ge⸗ wor ⸗den,/ ver⸗ nun hört man al⸗ ler ⸗ or ⸗ ten/ der I ů L— II 1 ö— 1—3..— 1 + ũäꝑ ˖....EE rauscht des A⸗bends Wehn; VY ö; En zucen In ßen gehn.„Rings in die Ta ⸗le II 16 q I————— IHI —— was dich krän⸗ket/ und was dir ban⸗ ge macht! 2. Es ruht die Welt im Schweigen,/ ihr Tosen ist vorbei,/ stumm ihrer Freude Reigen/ und stumm ihr Schmerzens⸗ schrei./ Zat Rosen sie geschenket,/ hat Dornen sie gebracht,—/⸗ wirf ab, Zerz, was dich kränket/ und was dir bange macht! z. Und hast du heut gefehlet,/ o schaue nicht zurück;/ empfinde dich beseelet/ von freier Gnade Glück./ Auch des Verirrten denket/ der Sirt auf hoher Wacht;—/ wirf ab, Zerz, was dich kränket/ und was dir bange macht! 4. Nun stehn im Simmelskreise/ die Stern in Majestät;' in gleichem, festem Gleise/ der goldne Wagen geht./ Und gleich den Sternen lenket/ er deinen Weg durch Nacht.— Wirf ab, Serz, was dich kränket/ und was dir bange macht! Gottfried Kinkel, 38)8—)882. —— IIII E Habs und Beruf Ran sucht nicht mehr an den haushaltern, denn daß sie treu Afunden werden. Alles, was ihr tut, das tut von Serzen als dem Jerrn und nicht den Menschen. I. Sor. 4/ 2.— Sol. 8, 25. 5 54 Vorreserneterisch. Auch als Wechselgesang: Str. 1: Einz. I. Alle II; Str. 2: E. I, Ch. II; Str. 3: Ch. I, G. II. 3. In Got⸗ tes Na⸗ men fah⸗ ren ů ö ö ö ..— x—.———— wir,/ sei ⸗ner Gna den be⸗geh ⸗ren wir./ II III SI eee eE. ...... D————— Be⸗wahr uns heut des Va⸗-ters Güt/ und un · ser Seel und Leib be⸗ hüt./ Ay ri e⸗leis. 2. Christus sei unser Geleitsmann,/ bleib stetig bei uns auf der Bahn/ und wend von uns des Feindes List,/ auch was seim Wort zuwider ist./ Ryrieleis. 3. Der heilig Geist auch ob uns halt/ mit seinen Gaben mannigfalt,/ tröst, stärke uns in aller Not/ und führ uns wieder heim mit Gott. Ryrieleis. Vach einem mittelalterlichen Wallfahrtslied umgedichtet, erstmals 386). Frankf. Evang. Gesangb. 988/86 aus und Beruf w O Gott, d Goth.(Wr. 2965. 555 Hannover 3648.— 2— 2 4 ö—— *— 1 5 V»„= 1.0 Laß dich, Herr Je⸗ su Send durch komm in mein Zaus und Serz/ und .. di— W I„ 2———..—— f. mein Ge⸗ bet be⸗ we⸗ gen ö‚ brin ge mir den Se⸗genl All Ar»beit, ——— SS— r—.— 2 S— Müh und Kunst/ ohn dich nichts rich⸗ tet aus,/ wo 1—— —— du mit Gna⸗ den bist,/ kommt Se⸗gen in das Saus. Johann Seermann, 38s647. Weise: A Oründe Er. 550 Hamburg 3898. E ö ö ö—— A e— Geh hin nach Sot⸗tes Ware len/ in VLlern das Ge⸗ bot er fül ⸗len,/ sein V .—.ie i./ TTTTIIIIII. De⸗ mut und Ver⸗ traun; gro⸗ßes Feld zu baun! Frag nach der Ern ⸗te 2—„rur— 2i— nicht:/ du darfst den Lohn nicht mes⸗sen,/ mußt Freud und NVamen; /so keimt und wächst es gut. gedeihn/ und bald auf seinem Grunde/ kein Unkraut sichtbar sein. Schlag alles aus dem Sinn,/ was sonst dich hielt gänzlich hin! zaus und Beruf 557 ä Lust ver ⸗ ges⸗ sen,/ nur sehn auf dei⸗ ne Pflicht. 2. Willst du nur sein geborgen/ und vor der Welt geehrt,/ so kannst du nicht besorgen,/ was deinem Herrn gehört./ Sieht jemand auf Gewinn/ und trachtet, hier auf Erden/ nur glücklicher zu werden,/ der hat den Lohn dahin. 3. Doch hast du deine Gaben/ dem Dienst des Herrn ge— weiht,/ so wirst du Augen haben, zu sehn, was er gebeut./ Das tue still und gern;/ du darfst nicht zaudernd wählen,/ nicht rechnen und nicht zählen;/ er ruft,— du folgst dem herrn. 3. Nur frisch an allen Enden die Arbeit angefaßt!/ Mit unverdroßnen Sanden/ sei wirksam ohne Rast!/ Das ist der rechte Mut:/ streu aus den edlen Samen, arbeit in Gottes 6. So wird von Stund zu Stunde/ das Feld des Herrn dein Wünschen und Verlangen,/ und gib dich Nach Johann Friedrich Möller, 3789—86). 557 gefangen: weise: Ringe recht, wenn Gottes Snade(Vr. 373). Brüdergemeine, um 3740. ISI III.I..I..———————— .———— . Ge⸗ he hin in Got⸗ tes Na⸗ men,/ SS SSISIII..... — 2—————.—— greif dein Werk mit Freu⸗den an;/ frü⸗ he sa e . ꝗñüäꝛ IIE ist, ist —..— 1 dei⸗ nen Sa⸗ men/ Was ge⸗ tan ge⸗tan. 8 Haus und Beruf 2. Sieh nicht aus nach dem Entfernten;/ was dir nah liegt, mußt du tun;/ säen mußt du, willst du ernten;/ nur die fleißge Sand wird ruhn. 3. Müßigstehen ist gefährlich,/ heilsam unverdroßner Fleiß, „Fund es steht dir abends ehrlich/ an der Stirn des Tages Schweiß. 4. Weißt du auch nicht, was geraten/ oder was mißlingen Lach /folgt doch allen guten Taten/ Gottes Segen für dich nach. 5. Geh denn hin in Gottes Namen,/ greif dein Werk mit Freuden an; /frühe säe deinen Samen! /Was getan ist, ist getan. Philipp Spitta, 3803-38g9. H 5 5 8 Französ. Psalter, 3847. L. 22 AEE 5 ö se⸗lig Saus, wo man dich auf ⸗ge⸗ wo un⸗ter al⸗ len Gä⸗ sten, die da ——— ,e..,, nom⸗men,/ du wah⸗rer See⸗len⸗freund, Herr Je⸗ su kom⸗men,/ du der ge⸗ fei⸗ert ste und lieb⸗ ste 1 2 I— 2—— 1 IIItI.I........ CCC 2 LX 2..— 1—— 1 Christ: bist; wo al⸗ ler Her⸗ zen dir ent⸗ 7 — 2 .. — I ge ⸗gen⸗ schla⸗gen/ und al ⸗ ler Au ⸗- gen freu⸗ RR haus und Beruf 558 2 dig auf dich sehn;/ wo al⸗ ler Lip ⸗pen . dein Ge⸗ bot er ⸗ fra⸗ gen/ und al ⸗le QQ%O — E.. TUU III I IHU —— ö 2—. I ——————— * 2 2— 2 2 1 dei ⸗ nes Winks ge⸗ wär ⸗ tig stehn! 2. O selig Zaus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind,/ als beide eines Heils gewürdigt, keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide unzertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Saus, wo man die lieben Kleinen/ mit Sänden des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;/ wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob 100 Freuden stammeln,/ sich deiner freun, du lieber Sei⸗ and, du! 3. O selig Zaus, wo Knecht und Magd dich kennen/ und, wissend, wessen Augen auf sie sehn,/ bei allem Werk in einem Eifer brennen:/ daß es nach deinem Willen mag geschehn;/ als deine Diener, deine Zausgenossen,/ in Demut willig und in Liebe frei,/ das Ihre schaffen froh und unverdrossen,/ in kleinen Dingen zeigen große Treu! 6. O selig Saus, wo du die Freude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt!/ O selig Haus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist,/ bis jeder einst sein Tagewerk vollendet/ und bis sie endlich alle ziehen aus/ dahin, woher der Vater dich gesendet:/ ins große, freie, schöne Vaterhaus! hilipp Spitta, 7805—1830. 7 7 Naturleben 2 Das dürre Land steht fröhlich und blüht in Lust uno dreude. Sehet die herrlichkeit des 3 9— den oöchmuck unseres Gottes! * 85/ I. 2. Weise: Lob Gott getrost Vorreformatorisch. mit Singen(Vr. 4)6). ö 58. Jahrhundert. Auch als Wechselgesang: Chor), G. 2, Ch. 3, Ch. Fr. 4, G. 5. 4 +. +—.—— —— ö N 1 2 1— ———— 0 Lobt Gott in al⸗len Lan⸗ den/ und 2 der Som⸗mer ist vor ⸗ han⸗den,/ die CI —4 7387 s• ö laßt uns fröh⸗lich sein, Sonn gibt hel⸗len Schein; der Win ⸗ ter SDDD— ist ver gan ⸗ gen,/ das Feld ist vol ⸗ler XII ö I Q N II Frücht,/ die wir von Gott emp ⸗ fan⸗gen,/ wie + — ö—..— H —— 35 2 A ——— man vor uuun. gen sicht. 2. Herr, gib durch deinen Segen/ zur Not den Sonnen⸗ schein,/ dazu die sanften Regen,/ die du uns schaffst allein.⸗ Die Frücht im Feld vermehre,/ behüt vor Reif und Schloß/ und allem Unglück wehre,/ dein Güt und Miacht ist groß. ——22 —— Jaturleben 5⁰⁰ z. Und wenn die Donner schallen,/ daß alles saust und kracht,/ die Blitze zuckend fallen/ in deinem Jorn und Macht, so wollst du uns bewahren,/ halt uns in deiner Hut,/ laß uns nichts widerfahren/ an unsrem Leib und Gut. 3. Gib uns auch hier auf Erden/ die geistlich Sommerzeit,/ daß uns bei den Beschwerden /dein Silf stets sei bereit,/ damit wir willig tragen/ all Trübsal, Angst und Not/ und endlich nicht verzagen,/ wenn uns hinreißt der Tod. 5. Laß uns dein Geist regieren,/ damit wir fruchtbar sein/ und unsre erzen zieren/ mit manchen Blümelein. Hilf, daß die Röslein blühen, /Lilien und Rittersporn,/ recht tun und Sünde fliehen,/ daß wir nicht sein verlorn. Martin Behm, 3887 3622. 560 Johann Walther, 3882(5608). Weise: Serzlich tut mich erfreuen(Vr. 576). — LE. I— + ö 1 2 ẽ¹½ 2..X—*—— — 4— 1— 1 D*—*—. 8** ). Wie lieb⸗ lich ist der Mai ⸗en/ aus lau⸗ter Got⸗-tes ⸗ güt,/ des sich die Men⸗schen —— freu en,/ weil al⸗ les grünt und blüht./ Die — 2.——— , 5—— Tier sieht man jetzt sprin gen/ mit Lust auf E! 211 1387 . 20 grü ⸗ ner Weid,/ die Vög⸗ lein hört man +* 963 Naturleben .... 4 ö + «K«K8 sin ⸗ gen,/ die lo ⸗ ben Gott mit Freud. 2. Herr, dir sei Lob und Ehre/ für solche Gaben dein!/ Die Blüt zur Frucht vermehre,/ laß sie ersprießlich sein!/ Es steht in deinen Sänden,/ dein Macht und Güt ist groß;/ drum wollst du von uns wenden/ Frost, Meltau, Reif und Schloß. 3. Herr, laß die Sonne blicken/ ins finstre Herze mein,/ damit sichs möge schicken,/ fröhlich im Geist zu sein,/ die T größte Aust zu haben/ allein an deinem Wort,/ das mich im Kreuz kann laben/ und weist des Simmels Pfort. 4. Mein Arbeit hilf vollbringen/ zu Lob dem Namen dein,/ und laß mir wohl gelingen,/ im Geist fruchtbar zu sein:/ Die Blümlein laß aufgehen/ von Tugend mancherlei,/ damit ich mög bestehen/ und nicht verwerflich sei! Martin Behm, 3s7j6zz. Weise: will dich nicht verlasen“ 4 561 Dar mstadt 3698. 0 RDRDRDRDRR‚RI‚‚‚. Kommt, laßt uns doch an ⸗ hö⸗ ren/ die 5. wie sie den Schöp⸗fer eh ⸗ren,/ daß + ISESSESiE Vö⸗ gel durch den Wald, Sie Berg und Tal er-schallt. sin gen — 2.— 1——. 4 1 1 + +.— 1—— ..—— 2 5—.— frei von Sor⸗ gen,/ sind fröh⸗lich, den⸗ken nicht,/ ob ih nen auch den Mor ⸗ — pi ER NJaturleben 962 1 ö +. W8 H 2 1——.———— H SU————— gen/ dies o der das ge ⸗bricht. 2. Was wollen wir denn klagen?/ Sind wir nicht mehr denn sie?/ Was wollen wir verzagen?/ Verläßt er uns doch nie. Ich will fest auf ihn bauen;/ ich weiß, er läßt mich d nicht.„Ihm will ich es vertrauen,/ wenn etwas mir gebricht. 3. Ich denke nicht auf morgen,/ noch was ich jetzt verzehrt,/ „und lasse bloß den sorgen,/ der so viel Seelen nährt./ Ein eLieb und auch darneben/ ein freier Sinn und Mut:/ wer nadies hat, hat im Leben/ ein übergroßes Sut. -einrich Bucholtz, 3607- 3673. 562 Augustin Sarder, 1833. Auch als Wechselgesang: Einz.), Knaben 2, Mädch. z, Einz. 4, Chor Jug. s, 2. Ch. Fr. 6, Ch. M. 7, G. 8-30.— Einz. 5), Chor Ir. 32, TCh. MN. 33, Jug. 34, G. 8. H + 44— N 5 2 0——— 8 1—5— U——— 3. Geh aus, mein Herz, und su ⸗ che — H— W8 a.—.— W 11 n 5 5—— 7——— Freud/ in die ⸗ ser lie ⸗ben Som- mer⸗zeit/ ö— — — an dei nes Got⸗ tes Ga⸗ben,/ schau an SSSSS F I ID——————— 1.— 5 der schö⸗nen Gär ⸗ ten Zier/ und sie ⸗ he, Naturleben —.. N—.— 3— ———————————— —— ö * wie sie mir und dir/ sich aus ⸗ ge⸗ schmür⸗ — 405 — 6— SSS. ket ha ⸗ben,/ sich aus⸗ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub,/ das Erdreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Kleide;/ Narzissen und die Tulipan/ die ziehen sich viel schöner an/ 5 als Salomonis Seide., 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,/ das Täublein fliegt aus seiner Kluft/ und macht sich in die Wälder;/ die hoch⸗ begabte Nachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ /: Berg, Hügel, Tal und Felder.) 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,/ der Storch baut und bewohnt sein Haus,/ das Schwälblein speist die Jungenz/ der schnelle Sirsch, das leichte Reh/ ist froh und kommt aus seiner Höh /, ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand/ und malen sich und ihren Rand/ mit schattenreichen Myrten;/ die Wiesen liegen hart dabei/ und klingen ganz vom Austgeschrei/ ): der Schaf und ihrer Sirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar/ fliegt hin und her, sucht hier und dar/ ihr edle Sonigspeise;/ des süßen Weinstocks starker Saft /bringt täglich neue Stärk und Rraft/ ½1 in seinem schwachen Reise. ½ 7. Der Weizen wächset mit Gewalt; G/ darüber jauchzet jung und alt/ und rühmt die große Güte /des, der so über⸗ flüssig labt/ und mit so manchem Gut begabt/) das mensch⸗ liche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn;/ des großen Gottes großes Tun/ erweckt mir alle Sinnen./ Ich singe mit, wenn alles singt,/ und lasse, was dem Söchsten klingt,/ aus mei⸗ nem Serzen rinnen./ —&. ,. ,.,.. Naturleben 56² 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön/ und läßt dus uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Erden:/ was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem reichen Himmelszelt/ mund güldnen Schlosse werden! 30. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ wo so viel tausend Seraphim/ mit unverdroßnem Mund und Stimm // ihr Hallelujah singen!, weise: Nun Sosianna, Davids Sohn. Frankfurt a. M. 3738. ———m äPPIPIPIFIII 3j. O wär ich da, o stünd ich —— ,.n. 2——.—— ü.—— trü⸗ ge mei⸗ ne Pal⸗- men!/ So wollt ich nach der En ⸗gel Weis/ er⸗ hö⸗ hen dei⸗ nes Na⸗ mens rreer, La Preis/ mit tau⸗ send schö⸗ nen Psal⸗ men. 2. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch,/ auch nicht gar stilleschweigen:/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. 963 Naturleben 33. Hilf mir und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom Himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blühe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubensfrücht erziehe. 54. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ daß ich dir werd ein guter Baum,/ und laß mich Wurzel treiben;/ verleihe, daß zu deinem Ruhm/ ich deines Gartens schöne Blum/ und Pflanze möge bleiben. 56. Erwähle mich zum Paradeis/ und laß mich bis zur letzten Reis/ an Leib und Seele grünen!/ So will ich dir und deiner Ehr/ allein und sonsten keinem mehr/ hier und dort ewig dienen. Paul Gerhardt, 3607 3676. 563 un i60. Bei Wechselgesang kann die Gemeinde(II) den Kehrreim jeder Strophe singen, die Kinder(I) das übrige, Rn. 3, M. 2, Kn. od. Ch. 3, Alle g. 1 7 2 5— ö —— —— + III — ). Wir pflü⸗ gen, und wir streu ⸗en/ den c It?.I·. T ERSSS E Sa⸗ men auf das Land,/ doch Wachs⸗ tum und Ge⸗ S t.·......... Pöͤ́ͤᷓͤ¶¶¶ dei ⸗ hen/ steht in des BZim⸗mels Hand;/ der — V 1—— c˙ 00 —— ö ö ö ö 2355— —— 1—e tut mit lei⸗ sem We⸗ hen/ sich mild und heim ⸗lich 187 —. SꝗSPSPSPSPS SPSISSSS.. auf/ und träuft, wenn heim wir ge⸗ hen,/ Wuchs — F — ¶44 nLVaturleben 564 TA.— S. und Ge⸗dei⸗ hen drauf./ Al ⸗le gu⸗-te Ga⸗be/ ——.—.. 2 — kommt her von Gott dem Herrn:/ drum dankt ihm, dankt,⸗ r ö..———— —.— ii—— 5.——* drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! ů . 2. Er sendet Tau und Regen/ und Sonn⸗ und Monden⸗ schein/ und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein/ und bringt ihn dann behende/ in unser Feld und Brot;/ es geht durch unsre Sände,/ kommt aber her von Gott. Alle — gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn: /:, drum dankt ihm, dankt)/ und hofft auf ihn! 3. Was nah ist und was ferne,/ von Sott kommt alles her,/ der Strohhalm und die Sterne,/ das Sandkorn und das Meer./ Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Rorn und Obst, von ihm das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn: 7 ¾½ drum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! 4. Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Nondes Lauf,/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns soviel Freude,/ er macht uns frisch und rot;/ 5 er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot. Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn:// drum dankt ihm, dankt):/ und hofft auf ihn! Vach Matthias Claudius, 3740—88. 564 Karl Seiffert, 3936. Auch als Wechselgesang: Chor Jug. 5, Ch. Erw. 2, Einz. 3, Gem. 4. —.——— ö x EIII ö 3. Wer hat den Sand ge⸗zählt,/ wel cher im 969 Naturleben ö + Was⸗ ser haust?/ Wem hat kein Blatt ge⸗fehlt,/ wann —— ö ö—— ar,/ wie⸗ viel der Flok⸗ ken wehn,/ wie vie ⸗le w— ei eren en ee, en,., auf ein Saar/ Trop⸗fen aufs Welt⸗meer gehn? 2. Wer mißt den Ozean,/ wo er am tiefsten fließt?/ Wer mag die Strahlen fahn,/ welche die Sonne schießt?/ Wer holt das Lichtgespann/ fliegender Blitze eind/ Venne den Wundermann! /Keiner mag größer sein. 3. Gott ist der Ghnezahl,/ vor dem die Zahl vergeht,/ der durch den Sternensaal/ Sonnen wie Flocken weht;/ Gott ist der Ueberall,/ Gott ist der Ohnegrund,/ schneller als Licht — Schall,/ tiefer als Meeresgrund. Sandkörner zählest du,/ nimmer die Freundlichkeit;/ Weltmeere missest du,/ nie die Barmherzigkeit;/ Sonnen⸗ strahl holst du ein,/ nimmer die Liebe doch,/ womit sein Gnadenschein 7 Sündern entgegenflog. Ernst Moritz Arndt, 3769-)860. Weise: Auf, auf, ihr Re ichsgenossen(Vr. 4). Kaspar Bachofen, 3733 0727). Auch im Wechsel mit Nr. 366 zu singen: Ch. ses, 3. Gem. 566,). 2. Einz. 366, 2. G. 566, 3—5. Ch. 365, 3. 4— + I——— x +4.— .——— 6 E— U 0 Wie prangt im Früh⸗ lings ⸗ klei⸗ und hat in Wald und Hei⸗ — WTUTON IIII 1INN öNIN 6166868 Jaturleben * de/ die grü⸗ ne, bun te Welt de/ Mu ⸗ sik und Lust be ⸗stellt! J Wie klingt und spielt der Scherz/ in Bü⸗ schen rings und — 1—. +—.— 1 SPIP PIPISI. I———...— Bäu⸗men/ von E⸗ dens Blu ⸗ men· träu⸗men/ ö den KRKlang in je⸗ des Herz! 2. Hinaus denn, meine Seele!/ in voller Lust hinaus! verkünde, ruf, erzähle/ und kling und sing es aus!/ Du bist von Lerchenart,/ nach oben will dein Leben. Laß fliegen, klingen, schweben/ die süße Himmelfahrt. 3. Auf! lüfte deine Schwingen/ zum frohen Heimatort!/ Dein Trachten, Sehnen, Ringen,/ dein Weg, dein Lauf ist dort./ O flieg aus diesem Glanz/ der bunten Erdenlenze/ ins Land der ewgen RKränze!/ Dort ist dein Ziel, dein Kranz. Ernst Moritz Arndt, 1769—)860. Auch n. d. Weise: Ringe recht II. (. Vr. 439). Paul Zauleck, 39)6. Auch im Wechsel mit Nr. 36s: Chor ses, 3. G. 366, 3. 2. Einz. 86s, 2. G. 366, 3. 4. 5. Ch. 565, 3. *I +. II —....—.— ᷣꝑ/˖e‚˖˖ ꝗꝝesAete:et:eE‚e x ů ö I V qüun—3—— 3. Freu⸗-et euch der schö⸗nen Er ⸗ de,/ * Naturleben SSIS.... * Herr⸗lich ⸗kei⸗ ten/ un⸗ ser Gott da aus ge⸗streut! z. Und doch ist sie seiner Füße/ reich geschmückter Schemel nur,/ ist nur eine schön begabte,/ wunderreiche Xreatur. 3. Freuet euch an Mond und Sonne/ und den Sternen allzumal,/ wie sie wandeln, wie sie leuchten/ über unserm Erdental. 4. Und doch sind sie nur Geschöpfe/ von des höchsten Gottes Zand,/ hingesät auf seines Thrones/ weites, glänzendes Gewand. 8. Wenn am Schemel seiner Füße/ und am Thron schon solcher Schein,/ o was muß an seinem Zerzen/ erst für Glanz und Wonne sein! Philipp Spitta, 3805—3889. Weise: Wie groß ist des Allmächtgen Güte II. J. Gottfried Schicht, 3839. Auch nach der Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet(s. Nr. z07). Im Wechselgesang: Str. 3: Einz. I, Ch. II; Str. 2: E. Iu. II; Str. 3: Ch. Fr. I, Ch. m. II; Str. 4: G. I, Ch. II; Str. 5: G. I, Alle II. 1 — 2— 1 2.—— EEEEEE H ů P——— Die Ler⸗che stieg am O⸗ ster⸗mor⸗ • und schmet⸗tert', hoch im Blau ver ⸗bor⸗ 2———— nnn— 22 ö.m, u, S.SS.SI˖ D‚D‚‚D‚‚ee....... gen/ em⸗-por ins klar ⸗ste Luft⸗ge⸗ biet gen/ ein freu⸗dig Auf ⸗er⸗ste⸗ hungs⸗lied, — ö ö x.—.— ——————I——— V und wie sie schmet⸗ ter⸗ te, da klan⸗ gen/ es IEEV VMaturleben ö... 2 1— ö————— — 12.— — 0 das Al · te ist ver ⸗ gan ⸗ gen,/ wach 0— ö II ö—— III—..— H 2 ö é U H auf, du froh⸗ ver⸗ jüng ⸗ te Welt! 2. Wacht auf und rauscht durchs Tal, ihr Bronnen,/ und lobt den Zerrn mit frohem Schall!/ Wacht auf im Früh⸗ lingsglanz der Sonnen,/ ihr grünen Salm und Läuber allix/ Ihr Veilchen in den Waldesgründen,/ ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,/ ihr sollt es alle mitverkünden:/ Die Lieb ist stärker als der Tod. 3. Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,/ die ihr im Wwinterschlafe säumt,/ in dumpfen Lüsten, dumpfen Schmer⸗ zen/ ein gottentfremdet Dasein träumt./ Die Kraft des gerrn weht durch die Lande/ wie Jugendhauch, o laßt sie ein!/ Zerreißt wie Simson eure Bande,/ und wie die Adler sollt ihr sein. 4. Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen/ gebrochen an den Gräbern steht,/ ihr trüben Augen, die vor Tränen/ ihr nicht des Frühlings Blüten seht,/ ihr Grübler, die ihr fern ver⸗ loren/ traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,—/ wacht auf! Die Welt ist neu geboren,/ hier ist ein Wunder, nehmt es an! 5. Ihr sollt euch all des Heiles freuen,/ das über euch gegossen ward! Es ist ein inniges Erneuen/ im Bild des Frühlings offenbart. Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte, jung wird das Alte fern und nah, der Odem Gottes sprengt die Grüfte,—/ wacht auf! der Ostertag ist da. Emanuel Geibel, 38335 884. Weise: O du Liebe meiner Liebe(Vr. go). Würnberg 3684. H 4 4 + .—.5 — 0 — 2— Laß dich nicht den Früh⸗ling täuschen,/ wo mit won ni gen Ge⸗räu⸗ schen/ 568 Naturleben ——. Zerz, der dich mit Lust um=ringt, Die ⸗ se Wald und Flur vom Le⸗ben klingt. — Welt sie muß ver ⸗ ge⸗ henz /frü⸗her noch, der — 1 1 2 1 —— 187 II X EIX 4 —— 2— Lüf ⸗te Raub,/ wirst als A⸗ sche du ver⸗ . 1I. 2 2 ö— H V +* + + we ⸗ hen,/ Serz, wie flücht⸗ger Blu⸗ men ⸗staub. 2. Willst du bis zum Wesen dringen:/ wende vom Er⸗ schaffnen dich!/ Willst du dich ins Leben schwingen:/ Einer zeigt als Führer sich,/ der an solchem Frühlingsmorgen/ hinter sich ließ die Watur/ und, dem irdschen Blick ver⸗ borgen,/ in der Himmel Simmel fuhr. 3. Was die Jünger dort empfanden,/ als ihr Auge flog empor,/ fühl es, Herz, und aus den Banden/ flüchte durch des Glaubens Tor!/ Mit den Ewigkeitsgedanken/ bist du doch von Erde nur,/ führt nicht er dich aus den Schranken/ über alle Kreatur. 4. Was auf Erden ihn umgeben,/ war ihm Bild und Ah⸗ nung bloß,/ und er atmete sein Leben/ stets nur in des Vaters Schoß. Sieh auch du im Glanz der Erde/ nur vom Zimmel einen Traum; /Gleichnis dir des Söchsten werde/ Haus und Serde, Blum und Baum. v. Deines innern Lebens Schwingen/ wachsen aus dem Erdentod;/ eh er konnt ins Leben dringen,/ hat auch ihm das Grab gedroht./ Wenn aufs Leben du verzichtet,/ dann beginnt dein Lebenslauf;/ wenn du dich als Staub vernichtet,/ stehst du erst als Wesen auf. Gustav Schwab, 37928go. 1 — 4 ———— Naturleben 569 wWeise: Nun Hosianna, Davids Sohn. Frankfurt a. M. 5738. Auch als Wechselgesang: Str.: Einz. I, Ch. II; Str. 2: E. I, Ch. II: Str. 3: Ch. M. I, Ch. Fr. II;: Str. 4: G. I, Ch. II: Str. 5: G. I, Ch. II: Str. 6: Ch. Fr. I, Einz. II. Str. 7 u. 8: Gem. 4* —— IDDDDDD . Des Jah ⸗ res schö⸗ner Schmuck ent⸗ e, weicht,/ die Flur wird kahl, der Wald ver⸗bleicht/ der 1 l ů ö N ö X —⁊ ᷣ— .—— vög⸗lein Lie⸗ der schwei⸗gen./ Ihr Got⸗ tes-kin⸗ 6 2— n, an, E x— der, schwei⸗get nicht/ und laßt hin⸗auf zum ew⸗ gen ů Fe ö 10 ö H —2— 2 2——..—— ————.—— Licht/ des Zer⸗ zens Op⸗fer stei ⸗ gen. 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn;/ wir greifen zu, wir holen ein;/ wir sammeln seinen Segen./ Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit Herzensfreude legen! z. Was Gottes Sand für uns gemacht,/ das ist nun alles heimgebracht,/ hat Dach und Raum gefunden. So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, was dein Serr dir beut,/ für deine Kreuzesstunden! 4. Denn wie die Felder öde stehn,/ die Vebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten,/ so endet alle Lust 770 Vaterland der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraft zerfällt,/ schnell wachsen seine Schatten. F. Es braust der Sturm, der Wald erkracht,/ der Wandrer eilt, um noch vor Nacht/ zu flüchten aus den Wettern./ O Jesu, sei uns Dach und Turm,/ wenn nun des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub/ und mischt sich wie⸗ der mit dem Staub,/ von dannen es gekommen. /Ach Mensch, sei noch so hoch und wert,/ du mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen. 7. Doch wie der Landmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig Frucht zu sehen,/ so, treuer Vater, deckest du/ auch unsern Leib mit Erde zu,/ daß er soll auferstehen. 8. Indes wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben Heer/ der Sonn entgegenstreben,/ so laß zu dir die Seelen fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben. Viktor von Strauß und Torney, 3809—3899. XVülorland Vorgesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rochten vergessen meine Junge soll an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht geoͤenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine höchste dreude sein. Vsalm 137, S. 6. Auch nach der Weise: Aus tiefer Vot(Vr. 340 II). Johann Walther, 3882(5608). Auch als Wechselgesang: Ch. 5, Einz. 2. 3, Ch. 4, G.. E ů— EEETETETEETE EIE SISIEIIEIIE.. 3.—3— 2 3.—— 1— . auf, wach auf, du deut⸗ sches 2 Be⸗ denk, was Gott an dich ge⸗ ͤä.T ——.— 1 Land,/ du hast ge ⸗ nug ge ⸗ schla⸗ wandt,/ wo ⸗ zu er dich er ⸗ schar'frk + Vaterland 2 — 1 1+—.— +—2— ............ I ——¼⁰f6— 1— D—2—++ fen. fen. Be⸗denk, was Gott dir hat .SSPSPSPISIS.SIPIII‚II.I...I.I...I.I.III‚III... EREEEEE EEE— gesandt/ und dir ver⸗traut, sein höch⸗ stes Pfandʒ/ drum — 41 2— — 1 .—— .— 2. madn du waohl anf waoa chen. 2. Gott hat dir Christum seinen Sohn,/ die Wahrheit und das Leben,/ sein liebes Evangelion/ aus lauter Gnad gege⸗ ben:/ denn Christus ist allein der Mann,/ der für der Welt Sünd gnug getan,/ kein Werk hilft sonst daneben. 3. Du solltest bringen gute Frucht,/ so du recht gläubig wärest,/ in Lieb und Treu, in Scham und Zucht,/ wie du solchs selbst begehrest,/ in Gottes Furcht dich halten fein und suchen Gottes Ehr allein,/ daß du niemand beschwerest 4. Gott warnet täglich für und für,/ das zeugen sein: zeichen,/ denn Gottes Straf ist vor der Tür;/ Deutschland laß dich erweichen,/ tu rechte Buße in der Zeit,/ weil Gote dir noch sein Gnad anbeut/ und tut sein Sand dir reichen. 5. Das helfe Gott uns allen gleich,/ daß wir von Sünden lassen,/ und führe uns zu seinem Reich,/ daß wir das Unrecht hassen. Serr Jesu Christe, hilf uns nu/ und gib uns deinen Geist dazu,/ daß wir dein Warnung fassen. Johann Walther, 3496—3870. Weise: Ein neues Lied wir heben an. Martin Luther, 3823. Auch als Wechselgesang: Str. 3: G. I, Ch. II; Str. 2: G. I, Ch. II. Z. E. + 2R 1 — sso IIR IR 1—. 2 1 j. ̃— EDEE —— Auf, blei⸗bet treu und hal ⸗tet fest!/ So .Wer sich von Gott nicht schei ⸗den läßt,/ der Vaterland 1 — ů x.—..— 1 2. 1 I.—. 2 1 TT — 1 2 1— — 23— wird euch mehr ge ⸗ lin gen. Der 5 kann die Söl⸗le zwin⸗ gen. ————.— S.. — 1— IZ.— +.. D TZ I 1— I E. E 1..—— II 1— L— 1. te Gott, der treu e Gott/ läßt sich noch im⸗ mer — 2— ö ++ zu Spott/ und sei ⸗ nen Stolz zu Grau 2—— ö—. E.—5—.— 5 1 en/ und sei⸗ nen Stolz zu Grau ⸗ en. 2. Die Treue steht zuerst, zuletzt/ im Zimmel und auf Erden./ Wer ganz die Seele dreingesetzt,/ dem soll die Krone werden. Drum mutig drein und nimmer bleich! S/ Denn Gott ist allenthalben;/ die Freiheit und das Simmel⸗ reich/ ½ gewinnen keine Salben! Ernst Moritz Arndt, 3769—- 3860. Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan(Nr. 227). IV. Severus Gastorius, 3683. Auch als Wechselgesang: Einz.), Jug. 2, Ch. 3, E. 4, G. 5. in e. ..—V:n;)—½3 ö— Gott, du bist mei⸗ ne zu⸗ver⸗sicht,/ mein du hast den heil⸗gen Trieb nach Licht/ und EPII —Frn S vaterland 773 Schirm und mei⸗ ne Waf ⸗fen Recht in mir ge⸗ schaf=ͤfen; du gro ⸗=ßer ISSISSSSSISS Gott/ in Vot und Tod,/ ich will an dir mich .—— 2—— E. hal ⸗ten,/ du wirst es wohl ver⸗ wal ⸗ten. 2. Und wenn die schwarze Sölle sich/ mit ihrem Gift er⸗ gösse/ und trotziglich und mörderlich/ durch alle Länder flösse,/ Gott bleibt mein Mut,/ Gott macht es gut/ im TCode und im Leben:/ mein Recht wird oben schweben. z. Und wenn die Welt in Finsternis/ und Unheil sich ver⸗ senkte,/ mir steht das feste Wort gewiß,/ das Ewigkeiten lenkte;/ das alte Wort/ bleibt doch mein Sort:/ Wie viel auch Teufel trügen,/ die Guten sollen siegen. 4. O großes Wort, o fester Stahl,/ o Harnisch sonder⸗ gleichen!/ Was Gott versprach, was Sott befahl,/ das läßt mich nicht erbleichen. Die stolze Pflicht /erzittert nicht;/ mag Land und Meer vergehen,/ sie wird mit Gott bestehen. 5. Drum walt es Sott, der alles kann,/ der Vater in den göhen!/ Er ist der rechte eld und Mann/ und wird es wohl verstehen./ Wer Gott vertraut,/ hat wohl gebaut/ im Tode und im Leben:/ sein Recht wird oben schweben. Ernst Moritz Arndt, 3769- 3860. Weise: Nun danket all und bringet Ehr III. Peter Sohren, 3683. 3. Wer ist ein Mann?/ Wer be⸗ten kann/ und Hern 4— — * EE— .SII EEE 574 Vaterland EEEEEEEE EE .— PI— — Gott dem Herrn ver⸗ traut;/ wenn al ⸗les bricht,/ er —.— 4.—.—... Sn —.—— 2 EiEEEEEEEEEEEEEEEEEE — za ⸗get nicht,/ dem From-men nim⸗ mer graut. 2. Wer ist ein Mann?/ Wer glauben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr/ bricht nimmermehr,/ sie bricht kein Mensch entzwei. 3. Wer ist ein Mann? Wer lieben kann/ von Serzen fromm und warm;/ die heilge Glut/ gibt hohen Mut und stärkt mit Stahl den Arm. 4. Dies ist der Mann,/ der streiten kann/ für Weib und liebes Kind;/ der kalten Brust/ fehlt Kraft und Qust,/ und ihre Tat wird Wind. . Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht;/ dem frommen Mut/ deucht alles gut,/ es geht ihm nimmer schlecht. 6. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Sott und Vaterland;/ er läßt nicht ab/ bis an das Grab/ mit Herz und Mund und Sand. 7. So, deutscher Mann,/ so, freier Mann,/ mit Gott dem HSerrn zum Krieg!/ Denn Gott allein/ kann Helfer sein,/ von Gott kommt Glück und Sieg. ernst moritz Arndt, 1760—1860. 574 Bernhard Dreier, 30ꝛꝛ. Auch als Wechselgesang: Str.): Einz. I, Gem. II; Str. 2: Einz. I, Gem. II; Str. 3: Chor I, Gem. II. —— ö..I.... . Der du ob al⸗len zei⸗ ten bist,/ du 11114 + 72 14448 Vaterland 974 ++ —*—..— Schüt ⸗zer, el⸗fer, Gott,/ der auch den KXlein · sten x ů— E....— SS nie ver⸗gißt,/ hilf dei ⸗nem Volk voll Vot!/ E..— EEEE sieh uns an in groß Ge⸗fahr,/ in Sturm und 2 — 2— — Streit, des Frie⸗dens bar,/ hilf, daß wir treu zu⸗ +— R— ———.—— 2.;;.— 1 j* 2 ů — 1 2—..—— — —+ sam⸗men ⸗ stehn,/ laß uns des We⸗ges nicht ver⸗ +..— ö — ur Hin. ——— —..———n sehn. Zu rech⸗ter Tat/ schaff du uns Rraft und Rat. 2. Der du mit deiner Schöpferhand/ geschaffen Volk und Zerd,/ o hüt uns vor der Zwietracht Brand, 5 hüte unser Schwert! Und laß der Scholle Seiligtum/ verkünden einen stillen Ruhm:/ Daß wir behütet und gebaut/ und stark in Vot dir groß vertraut,/ um deinem Reich/ zu werden ein Bereich. 3. O du, der aus der Ewigkeit/ still unsre Tage schafft,/ o mach uns groß und gottbereit,/ schenk neue Jugendkraft!/ Und hüt uns Land und Volk und Herd/ und mache uns der Zeimat wert/ und mach uns all in deiner ut/ zu einem Bolke treu und gut, /das still und schlicht/ strahlt wie ein helles Licht. William Wolfensberger, 5889—978. . — Too-Gericht-Ewigkoit Jelig sind die Toten, die in dem Jerrn sterben. Ja/ der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach. Offenbarung Zoh. 14,I8. 57⁵ 2 (Auch unter Zusammenfassung von je 2 Strophen nach der Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht, Nr. 577). 2 E/ 1 — + 1 ...—— 3. Ich wollt, daß ich da⸗ hei⸗ me wär,/ 2. Ich mein, da ⸗ heim im Sim ⸗mel⸗reich,/ .—— ———5 L den Trost der Welt ich gern ent ⸗behr. da ich Gott schau e e⸗ wig ⸗lich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar,/ dort wartet dein der Engel Schar./ 4. Denn alle Welt ist dir zu klein,/ du kommest denn erst wieder heim. 5. Daheim ist Leben ohne Tod/ und ganze Freude ohne Vot./ 6. Da sind doch tausend Jahr wie heut/ und nichts, was dich verdrießt noch reut. 7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,/ und such das Sut ob allem Gut! /8. Was das nicht ist, das schätz gar klein/ und sehn dich allzeit wieder heim. 9. Du hast doch hier kein Bleiben nicht,/ obs morgen oder heut geschicht./ 30. Da es denn anders nicht mag sein,/ so fleuch der Welt gar falschen Schein. 3). Bereu dein Sünd und beßre dich,/ als wolltst du heut gen Simmelreich./ 32. Ade, Welt, Gott gesegne dich!/ Ich fahr dahin gen Simmelreich. Seinrich von Laufenberg, 1 um 1458. L. S [s[s[U rod, Gericht, Ewigkeit 576 576 Johann Walther, 362(0608). Auch als Wechselgesang: Einz.), Ch. 2, G. 3. 4, E.. —— 1 . Ee—— ++ — *. —. M 9. Zerz lich tut mich er⸗freu ⸗en/ die 1— EEEEEESSEEEEE— 2—8. SPI I I Iꝓ.I.I... PFPPFI.... lie be Som-mer ⸗ zeit,/ wenn Gott wird schön ver⸗— ——658—— ED 2.——.———— neu en/ al ⸗ les zur E⸗ wig⸗ keit./ Den r.— EEE.— gZim- mel und die Er ⸗de/ wird Sott neu . + —— — schaf ien gar, A Rre a⸗ tur soll ...—————— wer ⸗ den/ ganz herr ⸗lich, schön und klar. 2. Kein Zunge kann erreichen/ die ewig Schönheit groß;/ man kanns mit nichts vergleichen,/ die Wort sind viel zu bloß:/ drum müssen wir das sparen /bis an den jüngsten Tag;/ dann wollen wir erfahren,/ was Gott ist und vermag. z. Da werden wir mit Freuden/ den Seiland schauen an,/ der durch sein Blut und Leiden/ den Himmel aufgetan,/ die lieben Patriarchen,/ Propheten allzumal,/ die Märtrer und Apostel/ bei ihm in großer Zahl. 3. Er wird uns fröhlich leiten/ ins ewge Paradeis,/ die Zochzeit zu bereiten/ zu seinem Lob und Preis:/ da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu/ aus Gottes Schatz und Bronne/ und täglich werden neu. 577 Tod, Gericht, Ewigkeit 5. Herr Sott, durch deine Güte/ führ mich auf rechter Bahn; /Herr Christ, mich wohl behüte,/ sonst möcht ich irre gahn:/ halt mich im Glaͤuben feste/ in dieser bösen Zeit,/ hilf, daß ich stets mich rüste/ zur ewgen Sochzeitsfreud. Johann Walther, 3496—-)870. Str. 5: 3887. 57 I Leipzig 3oꝛs. 3. O Je⸗su Christ, meins Le⸗bens Licht,/ mein Hort, — 1— I 1 —...—.——5 1——— mein Trost, meinzu⸗ver⸗ sicht,/ auf Er⸗den bin ich — —— nur ein Gast/ und drückt mich sehr der Sün⸗den Last. z. Ich hab vor mir ein schwere Reis/ zu dir ins Himmels Paradeis,/ da ist mein rechtes Vaterland,/ darauf du hast dein Blut gewandt. 3. Jur Reis ist mir mein Serz sehr matt,/ der Leib gar wenig Kräfte hat,/ allein mein Seele schreit in mir:/„Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir!“ 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein/ in meiner letzten Todespein;/ dein Zohn und Spott, dein Dornenkron/ laß sein mein Ehr, mein Freud und Wonn! 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei,/ dein Geist in meinem Zerzen schrei;/ hilf, daß mein Seel den Simmel find,/ wenn meine Augen werden blind! 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht,/ wenn mir der Tod das Serze bricht;/ dein Kreuz laß sein mein'n Wander⸗ stab,/ mein Ruh und Rast dein heilig Grab! 7. Auf deinen Abschied, Serr, ich trau,/ darauf mein letzte Zeimfahrt bau; /tu mir die Zimmelstür weit auf,/ wenn ich beschließ meins Lebens Lauf! IEEE 14 113— rod, Gericht, Ewigkeit 5778 . Wie werd ich dann so fröhlich sein, werd singen mit den Engelein/ und mit der auserwählten Schar/ ewiglich schaun dein Antlitz klar! Martin Behm, 38876r. Melchior Franck, 3633. 2 O EI V ++. —. ——..— 0 Wenn ich in To⸗ des⸗ nö⸗ ten bin/ 2 so nehm ich mei ne zu ⸗flucht hin/ ö dnn nn—..— x ** +— 2 2 II und weiß kein Rat zu fin ⸗ den, Sar⸗ zu Chri ⸗ sti Tod und Wun ⸗ den; —.* , vr dv..L.,x 4—᷑ in nen find ich Silf und Rat/ für mei⸗ ne ——— FEE — Schuld und Mis⸗se⸗ tat,/ auch wi⸗ der Tod und Söl ⸗le. 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein Not,/ kein Angst so groß auf Erden,/ so nicht durch Christi Wunden rot/ könnte geheilet werden./ Sein Tod— mein Leben und Gewinst,/ mein Zoffnung, Zuflucht und Verdienst,/ mein Schatz, mein Ehr, mein Krone. 3. O ewger Vatr in Himmels Thron,/ laß mich von hinnen scheiden;/ o Jesu Christe, Gottes Sohn,/ du wollst mich auch geleiten;/ o heilger Geist, tu auf die Tür/ und mich zum Baum des Lebens führ/ und zu dem Brunn der Gnaden! 3. Nun fühl ich Schutz, Trost, Ruh und Freud /in deinen heilgen Wunden;/ nun ist alls Leid und Traurigkeit/ aus meinem Serz verschwunden./ Fahr hin, mein Seel; Gott wartet dein/ mit seinen lieben Engelein,/ führt dich zum Zimmelssaale. Johann Kempff, t 3628. 879 Tod, Gericht, Ewigkeit 579 Michael Altenburg, 3eꝛo. HrEIE 2——* I———.— E PS TTTAIi—.— 0 Zerr Gott, nun schleuß den Him⸗mel J. ich hab vol ⸗ len⸗det mei⸗ nen —.——— II.IIII auf,/ mein zeit zum End sich nei⸗ get; SZab Lauf,/ des sich mein Seel sehr freu ⸗ et. I V 1 1 V 1 I 1 +. 1— S gnug ge⸗ lit ⸗ ten,/ mich müd ge⸗ strit⸗ten,/ schick IN 1 mich fein zu/ zur ew⸗ gen Ruh,/ laß fah⸗ ren,was auf .—— Ese x——..I...I........ 2——— ö ö Zünit. H Er ⸗den,/ will lie⸗ ber se⸗ lig wer⸗den. z. Wie du mir, Serr, befohlen hast,/ hab ich mit wahrem Glauben/ mein'n lieben Seiland aufgefaßt/ in mein'n Arm, dich zu schauen./ Soff zu bestehen,/ will frisch eingehen/ vom Tränental/ zum Freudensaal,/ laß fahren, was auf Erden,/ will lieber selig werden. 3. Laß mich nur, Serr, wie Simeon/ in Frieden zu dir fahren,/ befiehl mich Christo, deinem Sohn;/ der wird mich wohl bewahren,/ wird mich recht führen,/ im Zimmel zieren/ mit Ehr und RKron;/ fahr drauf davon,/ laß fahren, was auf Erden,/ will lieber selig werden. Tobias Riel, 3384- 3626. 1334 0. — e? t Tod, Gericht, Ewigkeit 580 580 Friedrich Mergner, 3890. ö ö— f —— II . Un⸗ ter Li⸗lien je⸗ ner Freu⸗ den/ ——.— ö......... —— sollst du wei⸗den,/ See⸗le, schwin ge dich em⸗ ů— è rs x —— +— —— ö— 2—— por!/ Als ein Ad⸗ler flieh be⸗ hen ⸗ de,/ Je- su — 1 ö— 7⁴ Zan⸗de/ öff⸗ nen schon das Per ⸗len-tor. 2. Laß mich gehen, laß mich laufen/ zu dem Haufen&-/ derer, die des Lammes Thron /nebst dem Chor der Sera⸗ phinen/ schon bedienen/ mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder,/ doch die Ruder/ meines Schiffleins, laß mich ein/ in den sichern Friedenshafen/ zu den Schafen,/ die der Furcht entrücket sein. 4. Wichts soll mir am Serzen kleben,/ süßes Leben,/ was die Erde in sich hält./ Sollt ich in der Wüste weilen/ und nicht eilen/ Vein, ich eil ins Himmelszelt. 5. O wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser mund erfüllet sei!/ Du kannst durch des Todes Türen/ träumend führen/ und machst uns auf einmal frei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen;/ Furcht und Zagen/ muß nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel liegt dar⸗ nieder,/ meine Glieder/ werden fröhlich auferstehn. 7. Gotteslamm, ich will dich loben/ hier und droben/ mit der herzlichsten Begier./ Du hast dich zum ewgen Leben/ mir gegeben;/ hole, Seiland, mich zu dir! Audwig Ronrad Allendorf, 3693-)773. 78 Tod, Gericht, Ewigkeit Weise: Wie nach einer Wasserquelle(VNr. goo). Genf 3883. Psalm 326. Auch als Wechselgesang: Str. 5: Einz. I, Ch. II; Str. 2: E. I, G. IIz; Str. 3: Ch. I, G. II. —— 1— L E 5—.——— I—75 ö + zä.—— 0 Wenn der Herr einst die Ge⸗ fang ⸗nen/ o dann schwin⸗ den die ver⸗ gang ⸗nen/ I 1m—— ö ö V2. ——— EEESESEEEEEEEEEEEEE ih ⸗ rer Ban⸗ de le⸗ dig macht, Lei⸗den wie ein Traum der Vacht. Dann wird äꝑPꝑPꝑPꝑ‚ꝑ‚ꝑSꝑPꝑPꝑ‚ꝑIꝑSsIsIꝑ‚ꝑx‚ꝑRRxxIxxx.· un ser Serz sich freun,/ un ⸗ ser Mund voll n w en de,... . 1 I ö 1 den, der Frei⸗ heit uns ge⸗ ge ben. 2. Herr, erhebe deine Rechte,/ gib uns einen Vaterblick;/ rufe die verstoßnen Xnechte/ bald ins Vaterland zurück!/ Ach, der Pfad ist steil und weit;/ kürze unsre Prüfungszeit!/ ů2—— uns, wenn wir treu gestritten,/ in des Friedens stille ütten! 3. Ernten werden wir mit Freuden,/ was wir weinend ausgesät;/ jenseits reift die Frucht der Leiden,/ und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron,/ er, er selbst ist unser Lohn./ Die ihm lebten,/ die ihm starben,/ bringen jauchzend ihre Garben. Samuel Gottlieb Bürde, 3783783). RIIIIII bT...— Lod, Gericht, Ewigkeit 58²2/983 Nach N. Sasse, 3650, von Friedrich Silcher, 5843. 6. 6 nun—. 3. Mag auch die Lie⸗be wei⸗ nen:/ es 83EE..— 4— SZ.4 .. I..... I. I....—I—.—.— .2 —— kommt ein Tag des Serrn;/ es muß ein Mor»gen⸗ E.I. öDꝑ‚D‚DiDPSPSPDSPiSPiPS/'‚P /SEEE.......— sterrn/ nach dunk⸗ler Wacht er ⸗schei⸗nen. z. Mag auch der Glaube zagen:/ ein Tag des Lichtes naht;/ zur Zeimat führt sein Pfad,/ aus Dämmrung muß es tagen. 3. Mag Soffnung auch erschrecken,/ mag jauchzen Grab und Tod:/ es muß ein Morgenrot/ die Schlummernden einst wecken. Friedrich Adolf Krummacher, 3767-849. 583 Reinhold Succo, 3837)897. Auch als Wechselgesang: Chor), Einz. 2, 3, Gem. 4. 9 4 V 0— iiEPEi DiSiiiieiiiii‚iEieii‚ eE 1— S.SI....... „Auf, laßt uns fröhr»li sin · gen/ ein • gar herr⸗lich soll es klin ⸗gen/ ins —.— ꝗ—— * 2 *0 1 3 HY— , Ki — Lied von Tod und Grab; letz te Bett hin⸗ 45. Des Fried⸗hofs stil⸗ler ö——— III I.FI.....—. —— Errn 12 Zü⸗gel/ kein Le⸗ ben deckt er zu;/ der Geist Frankf. Evang. Gesangb. — urnas: dr PIPIꝗIFIF PFPIPIPIPIPIII.II... E schwingt fro⸗he Flü⸗ gel/ und fliegt der Hei⸗mat zu. 2. Er sagt der grünen Erde/ die letzte gute Nacht;/ denn Arbeit, Not, Gefährde/ sie sind mit Gott vollbracht,/ die Freuden und die Mühen/ der armen Sterblichkeit./ Nun sieht er Kränze blühen/ im Lenz der Ewigkeit. 3. Nun sieht er hell im Lichte,/ was hier so dunkel war,/ des Herzens Traumgesichte,/ des Lebens Rätsel klar. /Nun kann er ganz verstehen,/ was Gott, was Christus ist./ Wie wohl ist ihm geschehen,/ daß er gestorben ist! 4. Drum wolln wir fröhlich singen/ ein Lied von Tod und Grab;/ ein Simmelslied soll klingen/ ins Erdenbett hinab./ Die Seele hat gewonnen/ das ewge Morgenrot/ und schaut aus heitern Wonnen/ hinab auf Grab und Tod. Ernst Moritz Arndt, 1769—3860. 5 84 Oskar Wermann, 3879. Ein geistliches Volkslied. — V—.—— +4 —.— V 1 —————————.— ö ). Laßt mich gehn, laßt mich gehn,/ daß ich EEESSiEEEEE Je· sum mö⸗ge sehn!/ Mei⸗ ne Seel ist voll Ver⸗ — x DII—— DEE—— lan ⸗gen,/ ihn auf e wig zu um⸗ ——IIFDD— ᷣᷓꝑqꝑq‚i‚i‚i‚i‚i‚ii‚iiieiiiiieeeeee 1 1+ fan ⸗ gen/ und vor sei ⸗ nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht,/ Sonne, die durch Wolken bricht!/ O wann werd ich dahin kommen,/ daß ich dort mit allen Frommen/ schau dein holdes Angesicht? Tod, Gericht, Ewigkeit E. 8. 2. UEI — Lod, Gericht, Ewigkeit 989 3. Ach wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lobgetön!/ zätt ich Flügel, hätt ich Flügel,/ flög ich über Tal und zügel/ heute noch nach Zions Söhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein,/ wenn ich zieh in Zalem ein,/ in die Stadt der goldnen Gassen!/ Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,/ was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter deinen Lebensbäumen/ wird uns sein, als ob wir träumen!/ Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Knak, 3806—3878. H 585 Karl Seiffert, 3936. H— ö 1 IRIS 2..— + ö ). Vun schlaf in küh⸗ ler Er ⸗de,/ du 1 2—— 7—509 X 1— Z,,.——— lie ⸗bes, lie bes Kind!/ Dich rief zu sei⸗ ner — I— ger ⸗de/ dein Hir⸗ te treu ge⸗ sinnt./ Ob an⸗ I —— — ö —.—..—.— — ö 1——— ders wirs ge⸗ dacht,/ er hat es wohl⸗ ge⸗ macht; — —.—. 5—....— —.— 4— IH N TZ.. 1 a ⸗ de, a⸗ de, zu tau⸗ send gu⸗ter Nacht! z. Vun schlaf in süßem Frieden,/ erlöst von jeder Pein!/ Ich, mußt es auch hinieden/ so bald geschieden sein,—/ ei, welche Lust und Pracht/ dir nunmehr droben lacht! /Ade, ade, zu tausend guter Vacht! 3. Nun schlaf ohn allen Rummer,/ von keinem Weh er⸗ schreckt,/ bis wieder aus dem Schlummer/ dich Jesus Christ erweckt./ Dein Gräblein ist gemacht,/ dein Erdenlauf voll⸗ bracht,/ ade, ade, zu tausend guter Nacht! Friedrich Oser, 3820- 1893. 2 586 Tod, Gericht, Ewigkeit 5 8 2 Darmstadt 1888. Auch als Wechselgesang: Gem. 3, Chor Fr. 2, Ch. M. 3, G. 4, Ch. s, G. 6. + +. . 2— 1 —4 335 be. e r, 7 Wir wer⸗den bei dem BHerrn sein Tief ⸗ dun ⸗kel ist die ern⸗ste 1 V I ö 1 24 ö— ö U◻+ —.—— ei⸗mat⸗ laut in frem⸗den al? le: zen! D ie durch Nacht⸗ ge⸗ wölk des E⸗ wig ⸗ keit,/ + 2 S8· 8 II ùë — QTD 187 — Wen es Strah ien glänzt der Ver⸗ hei⸗ßung ö... T T Licht durch LTo⸗ des ⸗ leid:/ wir wer⸗ den 2—.—8—. ‚‚ q——.——— ..— bei dem Zerrn sein al le. zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht/ die Seele aus von ihrer Irrfahrt Schmerzen./ Der langen Sehnsucht Ziel, das höchste Gut,/ der Serzen Heimat ist in seinem Herzen;/ er ging voran, die Stätte steht bereit:/ Wir werden bei dem „Herrn sein allezeit! 3. HZier trennt die Welt; was heut sich liebend fand,/ sehnt morgen sich nach Blick und Wort vergebens;/ es drängt sich zwischen Seelen Meer und Land/ und starrer noch das Machtgebot des Lebens./ Der Himmel sammelt, was die Welt zerstreut:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 3. Und waren wir hier jemals ganz vereint?/ Ach, nur das Reine eint sich mit dem Reinen!/ Die Schuld, die täglich noch das Serz beweint,/ sie scheidet es von den geliebten Seinen. Der Fürst des Friedens tilgt, was uns entzweit:/ Wir wer⸗ den bei dem errn sein allezeit! n 1 Tod, Gericht, Ewigkeit 587 5. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht/ von alter Sinn⸗ verwirrung schweren Banden;/ die Sprache, die ein Kind des auses spricht,/ wird von dem andern Kinde nicht ver⸗ standen./ Das Wort des Vaters löst der Rede Streit:/ Wir werden bei dem Serrn sein allezeit! b. Du Gotteswort, dem froh der Glaube traut,/ wohl magst du allen Erdenjammer stillen,/ das finstre Tal, vor dem der Seele graut,/ mit Morgenrot und heilgem Frieden füllen!/ O Seimatlicht aus dunkler Ewigkeit:/ Wir werden bei dem Zerrn sein allezeit! meta Seusser⸗Schweizer, 37973876. 587 Friedrich Jehle, 3933. Auch als Wechselgesang: Ch. 3, Einz. 2, Ch. 3, G. 4. II — 1 9. Brich her⸗ ein,/ sü ⸗ßer Schein/ sel ⸗ger .——— 2— —8 22— SPSPSPSISISFSIPIPIcsr;t;‚iX E⸗wig⸗keit! Leucht in un⸗ ser ar⸗ mes Le⸗ ͤͤ V I ö 1 ö ——.——— ben,/ un⸗sern Fü⸗ßen Rraft zu ge⸗ben,/ un ⸗srer . 2 +. + 2— ͤIJJ————————„A i. DEE EE See⸗le Freud, un ⸗ srer See⸗le Freud. 2. HZier ist Müh/ morgens früh/ und des Abends spät,/ Angst, davon die Augen sprechen,/ Vot, davon die Herzen brechen;/: kalter Wind oft weht.: 3. Jesus Christ,/ du nur bist/ unsrer Soffnung Licht;/ stell uns vor und laß uns schauen/ jene immergrünen Auen,/ die dein Wort verspricht. ½ 4. Ewigkeit,/ in die Zeit/ leuchte hell herein,/ daß uns werde klein das RKleine/ und das Große groß erscheine, 2): selge Ewigkeit!:, marie Schmalenbach, 5838—34. Wieir id pie2eir LEUcHreHEHLHeREIN DAssS UNS WCERDEKICiN DAS KIEINE + +T IND DAS CROSSE CROSS EHRSCHCINE— SE. CEEICKEiT LicuRCischE SANZE zu gottesoͤienstlichem Gebrauch Ch= Chor; E= Einzelne; A= Alle; I= Teil der Gemeinde; II= an⸗ derer Teil der Gemeinde;= Liturg; S Gemeinde. Auf die im Gesangbuch enthaltenen wichtigsten Gesänge mit liturgischem Charakter wird in diesem Anhang nur verwiesen. A. Zum Eingang. Zahrhundert&H. H +. F— I, ö—. ——, Rene nseirs. Komm, hei⸗- li⸗ ger Geist, er ⸗ füll die Her ⸗zen öPxᷓᷓ dei ner Gläu⸗bi gen und ent ⸗ zünd in ih⸗ I —— ö + ö——.. nen das Feu ⸗ er dei⸗ner gött⸗li⸗ chen Lie⸗be: ö—ęi3. ö — ö ö .—.—..— ö ö 1 ů 6585575 x gen die Völ⸗ ker der gan⸗zen Welt ver⸗ sam-melt S.— hast in Ei⸗ nig ⸗ keit des Glau-bens. Hal⸗ 2 Liturgische Sätze C 1 1 ILI ...— le lu jah! Zal le⸗ lu jahl 2 Vach dem„Veni Sancte Spiritus“ aus dem 14. Jahrhundert. Deutsch um 3827. Zu Ostern Christ ist erstanden vgl. Nr. 36. B 1. Der Gruß Q. Gottfried Vopelius, 36sz. 4 + +. +. H x ö—— E— ö.— DDMDDDe Der Serr sei mit euch. 0 G. 2 ö x*—— H △◻——— Und mit dei⸗ nem Gei te. B 2. Q. Erfurt 5926. — ö ů ö ö ö x—H 2— 5.fr— ö— EEAESSSESEEEEEeESEEEEE N+H b Der Frie ⸗de des Serrn sei all ⸗ zeit mit euch. C Liturgische Sätze C1. Der Bußruf — Würnberg 3639. .............I.I.I.I.I.. D—— 2— 1 * Herr, er ⸗ barm dich un-ser! G. .. I.——— .........I.IWIWI...... Chri⸗ste, er ⸗ barm dich un⸗ ser! E. u. G. SSSS.........I.E S. 5 Herr, er ⸗ barm dich un ser! C 2. Preußische Agende. Q. G. H —— ö—.—————.— S............. ERRRR Herr, er⸗ barm dich un⸗ ser! Chri⸗ste, er⸗ L. u. G. „,.—— —— 2 SEEE barm dich un⸗„ser! Zerr, er⸗barm dich un · ser! G 3. Im Wechselgesang zwischen Chor und Gemeinde. ö Ch. od.. G. Straßburg 3825. + 1.— ů114— H S Dee ee 2—— 1 12— H Ry-ri e e⸗ lei son! Herr, er · bar · me dich! 4 Liturgische Sätze II I + A ++ ö Chri ⸗ ste, er bar⸗me dich EII AI i 0 0 11 „„ IU IIRU — — err, er⸗ barm dich ü⸗ber uns! D. An Stelle der festen Formel zu brauchen: Psalm 5), 32—33. Georg Wiener, 3648. * * + ö 4— .—. eennSre,. n, wum nF. —— Schaf fe in mir, Gott, ein rei⸗ nes 4 +. — ———.— — ö——— Her⸗ze und gib mir ei⸗ nen neu⸗en ge⸗ wis ⸗sen 1 —————3—3 Geist. Ver⸗ wirf mich nicht, ver wirf mich nicht von Liturgische Sätze II Iu. II W. V V.— —— EH + 1—— e n ne E.ra......— dei⸗ nem An⸗ge⸗ sicht, von dei⸗ nem An⸗ge⸗ sicht und — H ä—.—. nimm dei⸗ nen hei ⸗ li⸗ gen Geist nicht von mir. J..— E. Schluß des Liedes„Mitten wir im Leben sind“.(Vr. 3os). 9 dmnen nnenr, nrree ᷓ=M n, vnn in. Zei⸗li⸗ ger Her⸗-re Gott, hei⸗li⸗ ger starker Gott, ———— ö .———. heili⸗ ger barm⸗ her⸗ zi⸗ ger Zei ⸗ land, du ö 1 XX ö———— —.—— 2— 1— I e⸗ wi⸗ ger Gott, er bar me dich un ⸗-ser. F. Weise: O wir armen Sünder.(Vr. 370o). 66555 re sei dir, Chri ⸗ste,/ der du lit ⸗ test 3, i.—..—— Vot, san dem Stamm des Rreu⸗zes/ für uns bit⸗tern —.————.— 3650——.—— ö Tod,/ herr⸗schest mit dem Va⸗ ter/ in der E⸗wig⸗ 6 Liturgische Sätze ö— — keit;/ hilf uns ar ⸗ men Sün⸗dern/ zu der Se⸗lig⸗ E 4..— —.—.—..—.——— 5 —— ö 2* +* 1 — keit!/ Ry⸗- ri · e e⸗le i ⸗son,/ Chri⸗ste e⸗ ů— 1——. H —.——.— ö 1 1— EIIAIIE——;r;— l. i; son, AKy/ ri e e le i ⸗ son! G. G. od. L. Joh. Friedrich Doles, 1785. 1 ˖.— e, e 3. O Va ⸗ ter, all⸗ mäch⸗ ti⸗ ger Gott,/ 2 —2 + H ö 1 J. ö— PꝑPtII.. zu dir schrei⸗ en wir in der Vot;/ durch dein gro⸗ ße Barm⸗ her⸗zig ⸗keit/ er barm dich ü⸗ber uns!/ G. od. L. G. DDP 2. Christe, wollst uns er⸗ hö⸗ ren!/ Für uns bist du ge⸗bo⸗ sssK S ISII —HS liturgische Sätze 7 ö ........... ren/ von Ma⸗ ri ⸗ a. /Er⸗barm dich ü⸗ ber uns!/ G. od. G. —— EEEE— . gZerr, ver gib uns un⸗ sre Sün ⸗de, hilf uns ö—— ö——— —5 DDS— in der letz⸗ ten Stun⸗de,/ durch dein groß Barm⸗ d deert, L, e dit, her ⸗ zig ⸗ keit/ er ⸗ barm dich ü⸗ber uns! 1 1 Für Passion und Abendmahl O Lamm Gottes vgl. Nr. 34. Christe, du Lamm Gottes vgl. Nr. 36. Gott sei gelobet und gebenedeiet vgl. Nr. 335. Totengedenktag mitten wir im Leben sind vgl. Nr. 3os. HI. Lobpreis und Vergebung Kleine Doyologie Lucas Lossius, Psalmodia saera, 3883. * 1 I. +. + L— —— 2.—— ISSSIE * Eh⸗ re sei Gott in der 536 he — e é— —..——.— ö ö—— —— een e ern, und auf Er den Frie ⸗ den, den Men⸗ Halt e lu jaht al, le lu⸗jah! H 2. Preußische Agende. —.—.———— H-+—.—— *———3—————— Ehr sei dem Va⸗ ter und dem —.— Dñ— H V — ssVù II Sohn und dem hei⸗li⸗gen Geist, wie es war im An ⸗fang, jetzt und im⸗ mer ⸗dar und von ö SSSSS...I...... ————————— E⸗ wig⸗keit zu E wig ⸗ keit. A⸗men. H 3. Preußische Agende. 24 + 1 2— 1 ESSSSESSSSSSSEEESEEEEEEE —.... ö— ö Eh ⸗ re sei dem Va⸗ter und dem —. ö IEEEE EEEE.— Soh⸗ ne und dem hei⸗li⸗ gen Gei⸗ ste, wie 114 eLiturgische Sätze 9 +. — ö—.—— —3 ö — es war im An⸗fang, jetzt undd im ⸗mer⸗ WWWW I ++. ——— dar und von E⸗-wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit. A⸗men. . Große Dovyologie Qucas Lossius, Psalmodia sacra, 3883. ö V. L. od. E. a= ni,ridt n,⸗d. ———...— E —.— KLh.. re sei Gott in der G. od. A. — ö— 2.— e rne; nerirn, dunenEisi Hnt, nn, L:, — I 1 ö 1 36 he! Und Frie⸗ den auf Er ⸗den —H —— .. und den Men⸗schen ein Wohl⸗ ge ⸗ fal ⸗len! 2. od. E. EE Wir lo⸗ ben dich. Wir be⸗ne⸗ dei ⸗-en dich. 9——— E. G. E 4 Z wir be⸗ ten Lich an. Wir prei sen 30 Liturgis Sãtze 2. 35 2—5 ö 3665665 0 dich. Wir 1— gen dir Dank um dei⸗ 4 ner gro ßen Serr-lich⸗keit wil ⸗len. II. L. od. E. G. ö—— ů I e e, ,. 2——.—.—1 E EEE er re Gott, himmli⸗ scher Ro nig, Gott, L. od. E J. +. II. + II 1.. .I.IIII J—— all mäch⸗ ti⸗ger Va⸗ ter! Herr, ein ⸗ge⸗ +. +. +. . 2. +4.—4 PDPD‚.‚.‚‚.‚I‚‚‚ ‚II..... — ö—...—+ bor⸗ner Sohn, J„ su Chri ⸗ste! G. 1 4 1 I. SꝗSSSSSPISIPIPIIII.IPIII..... I D I— I Herr Gott, du Lamm Sot tes, ein Sohn des Va⸗ters, od. E. ——— der du trägst die Sün ⸗ den der Welt, G. A. od. E. ö .——. 5— ö— ö ö— EEEEE EEEEEEE..— er barm dich un ⸗ser! Der du trägst die — 44888 vI 118817 14 —* 1* Litur gische Sätze G. r ws e rttnn wi. Sün⸗den der Welt, nimm auf nn ser L. od. E. ,r.— Ge⸗bett Der du sit⸗zest zur Rech ⸗ten G. l EI ..—.——....—. ö— des Va⸗ ters, er⸗ barm dich un⸗ ser! L. od. E. G. n Leen mer waneeni rr. 3 ä»;ht0hõwe Denn du al⸗lein bist hei=lig, du bist al⸗ L. od. E. II—— ..— lein der Serr, du bist al ⸗ lei ⸗- nig PIIIIIIIITITTTTTT der Ber=re, Je ⸗ su Chri⸗ste, mit dem hei⸗ + L +. — li⸗gen Gei⸗ ste in der Herr ⸗ lich⸗keit Sot⸗ L.(E.) und G.(A.) dönnn re.. 2— —+ — ä S tes des Va⸗ters! A⸗· men. 69 WR II 4 N Sallelujah Liturgische Sätze Aucas Lossius, Psalmodia sacra, 3683. . G. e en d E. e ine, IIISIIII..... — 1— L— 1 1 Hal⸗-le ⸗ lu ⸗ jah, Sal⸗-le⸗ lu jah, — ö—.— ö ö. —— 1.—.—. Sal⸗le⸗ lu ⸗ jah, Sal⸗-le lu jah! Preußische Agende. ** 1.. — I—— 2 22—.—.. ◻ Sal⸗le ⸗ lu⸗ jah, al⸗le ⸗ lu⸗ jah, — —5 U——— —. 1 I Hal⸗le⸗ u jah! L 1. d. Form) Straßburg 3324. C. od. Ch. G. ů A 1 S.S.SSS....I.I....I ——— SHal⸗le. lu⸗ jah! Lo⸗bet den ¶“. od. Ch. ö ———————— ö ö ö— er⸗ ren! O Serr, hand⸗le mit dei⸗ ner Kraft nach Liturgische Sätze 53 G. .— I— I 1 j— in momn:. minmr, rm:Mn arrnur, ö ˖: D— + 1 dei⸗ ner Gnaa ·· de und dei⸗ ne Rech ⸗ te C. od. Ch. “D“ì?cl!-h. lehr mich. Ich bin 955 Rnecht, mach 10 ver ⸗ stän⸗ G. .—ZD dig, daß ich er ken ⸗ ne dein Zeug ⸗ nis! L2. dl. Form) L. od. Ch. G. Straßburg 3rs. LV 2 iil 1¶ Hal⸗-le⸗-lu · jah! Lo⸗-bet den Berren! E. od. CoH. — Barm⸗ her ⸗ zig ⸗ keit; I nach dei ⸗ ner G. —— 1 ů— und dei ⸗ ne Sat ⸗ zung lehr mich. —4 Liturgische Sätze C. od. Ch. —.—. +———— III— 2 1 PFPIIT ö 1 2.. Ich bin dein Rnecht, mach mich ver ⸗ stän ⸗dig, G. ä dwisi,ii, d so werd ich in. sen dein Zeug⸗ ⸗ nis. M. Nach der biblischen Lesung Arnold Mendelssohn, 38853. Q. od. Ch. H I 75⁵9 12.4.— 1 I —EEEEEEEEE I— H. 2— II ◻ ö err, dein Wort blei⸗ bet in E⸗wig⸗keit! G. H +. + +. LUE ö 1 II — 1 E IIII. + ö Hal⸗ le⸗lu- jah! X. C 9—— 50— L H I= Er⸗ hal⸗ te mich durch dein Wort und 5 mich 1— 1 x +— 15 ö +. + I. ö TIIITTITITIIIIIII.I. nicht zu Schan⸗den wer⸗den in mei⸗ ner Hoffnung. 0 CL H ö ö :wsꝘ᷑ẽè S IIIIS Liturgische Sätze 35 ö L. od. Ch. A ö ö 1— — innn nn:. öPo ⸗ Ich wand⸗le fröh ⸗ lich, denn ich ———— ....... T TT. ———— su⸗che dei⸗ ne Be ⸗ feh⸗le. Hal⸗le⸗ lu⸗ jah! G.—* e nn, nen;, SI.IIII Hal⸗le⸗lu⸗- jah! Hal⸗le⸗-lu⸗ jahl Sal⸗le⸗lu ·· jah! Glaubensbekenntnis Luthers Glaubenslied„Wir glauben all an einen Gott“ (dreistrophig) siehe Nr. 8. N. Arnold Mendelssohn, 3932. Entweder ganz von der Gem. zu singen, oder erste Zeile„Wir glauben all an einen Gott“ als Intonation durch Lit., dann Einsatz der Gem. oder des Chors. 0 LV 1 ö ö———.. + E Wir glau⸗ ben all an ei ⸗ nen Gott,/ der sich durch Je⸗ sum, sei nen Sohn, * N V + 1 + 1 2—4 .n— Schöp⸗fer Him⸗- mels und der Er⸗den, ö 4 uns zum Va ⸗· ter hat ge ⸗ ge⸗ben. 2 ö ö ö E 4.——.......—.— ö 1.— Er will uns all⸗ zeit er ⸗ näh⸗ ren,/ uns zur durch den heil⸗ gen Geist im Glau⸗ben,/ kein Leid 56 Liturgische Sätze ä....... ————— Se. lig keit be⸗ wah ren ö sol!l uns wi⸗ der ⸗ fah⸗ ren. Vach die ⸗sem —.. ‚‚. —... ö' SRr— E·lend ist be⸗ reit/ uns ein Le⸗ben in SISSISISIIIIIIIEEII D——j— A E⸗ wig ⸗keit./ A 0 6. men. Vach Martin Auther, 1483-46. O. Dreimalheilig Wittenberg 1326. H + + E⁴*—— 2 +— ö.—...— ö——H 1 3—. 2 D. 0 4.́———— Ch. od. K.: Hei lig ist Gott, der Zer⸗re ze⸗ba⸗oth! G. od. Ch.: Zei ⸗lig ist Gott, der Zer⸗ re ze⸗baoth! A. od. G.: Sei ⸗lig ist Gott, der Zer⸗ re Je⸗baoth! A. od. G. . ö ö .— + + .— ö 9—. Sein Ehr die gan⸗ ze Welt er ⸗fül ⸗let hat. Aus„Jesaia, dem Propheten“ Martin Auther, 3484-)546. 1—! ——:;F3..— ö Liturgische Sätze 37 P1 Vielleicht Johann Seb. Bach. G. od. L. od. Ch. G H—.——— TTTSe— 45—.——————————— Zei ⸗lig, hei ⸗lig, hei lig ist der Zer ⸗ re ze ba oth⸗ 5 1—4. Land sind G. od. L. od. Ch. sei⸗ ner Eh⸗ re voll./ So si- an⸗ na in 1 ö + 2 1 +.— ——. der 0 he: Ge lo: bei sei, s 0 Zi nin. i riii. mirn n. der da kommt im Va⸗ men des Serrn! ů —“— — 2—— 35o ⸗ si⸗ an⸗ na in der Bö ⸗ he! P 2. Preußische Agende. 9 II G od. L. od. Ch DLN 2 O 8 — TA 2— +—— ———————— 2— Hei ⸗lig, hei ⸗lig, hei ⸗lig Liturgische Sätze G. — 2—— ö 0l ID 1 ——... der ‚Herr 3e ba Sth! Al-le Lan⸗ de G. od. L. od. 5 SIITT i sind sei⸗ ner Eh⸗ re voll! Ho⸗ sian ⸗ na! Bo⸗ sian na in der Söh! Ge⸗lobt sei, der da 1 1 x 1 X ——— +2Z. +.——. ——.——————88 ρ—— kommt im Na⸗men des Serrn! Ho⸗ sian⸗ g ni=her EünhEla na, Ho⸗ sian⸗ na, So⸗ sian⸗na in der Söh! Q. G. od. L. od. Ch. * 2 ů——————— ....... . 7 2.————.— Wir lo⸗ ben dich, wir be⸗ ne⸗dei ⸗en G. I.— 2—— 5—— dich, wir be⸗ten dich an. Wir prei⸗ sen dich, d. 1— SS— sa⸗ gen dir Dank um dei⸗ ner gro⸗ßen 187 1PI Liturgische Sätze G. od. L. od. Ch. —————..—— .——— 1.——— — 2.——————D Eh⸗re wil⸗len, Serr Gott, himm⸗li⸗scher Rö⸗ nig, G. ͤ G. od. L. od. Ch. deer r wva,yñ—. e, v. u, N. Hss= ö Gott, all mäch⸗ ti- ger Va⸗ ter. Hei ⸗li ⸗ger — 1 ů I. BEI..........— — +—.—.—————— Zer⸗re Gott, hei⸗li⸗ger star⸗ker Gott, hei ⸗li⸗ 4 ————— 1—— ————— ö 69—* ger barm ⸗ her⸗ zi⸗ger Sei land, du e⸗ .P... SIEEI IIFF——— wi ⸗ ger Gott! Laß uns nicht ent sin ken G. od. Ch. ä n:b.nmm e, a——..—. von des rech⸗ten Glau⸗bens Trost. Ry- ri-e⸗leis! — — 1 1 1 1 —32.— 22—...——2.2— +...———— 1 —.2— I 1‚——.—... —᷑—— t——— 1 ‚.eeee.. A men, A men! Wortlaut und Weise zusammengest. von Rudolf Otto, geb. 3869. Zallelujah! Lob, Preis und Ehr vgl. Nr. s2o. Jehova, Jehova vgl. Nr. 532. 20 Liturgische Sätze Zur Abendmahlsfeier Vor der Austeilung Präfation) Weise: Serm. Stephani, Marburg 3026. R. 1 CO. 2 0 m E— 4 7 hτ——+— Er ⸗ he⸗ bet eu ⸗ re Ber⸗zen! G. od. t 2. erer. Wir er⸗ he⸗ ben sie zum 420 D D N — +◻+ 4 1 Las⸗ set uns dan⸗ken dem er ⸗ ren, un⸗serm Gott! G. od. Ch. 5 h E. ö Recht und wür ⸗ dig ist es! — i — 4 2 4 l 2—. E..——.— l 47 Ui E Uir 2 brin ⸗gend, dir, All⸗mäch⸗ti⸗ger, Dank zu ———— HDII — Liturgische Sätze 2 D N I Z.—. I III II. L . sa⸗ gen zu al⸗len zei⸗ten und an al⸗len A—— +. 1, U 3 +. D — U 2—— 2 Or⸗ten durch Je⸗sum Chri⸗stum, un⸗ sern Zer ⸗ ren. II G. od. Ch. +..— 83..——— l ——....— — + 4. und dem gan ⸗ zen Seer der himmli⸗schen Seer⸗scha⸗ ren .— —— 1——— ů 2 ö 3 — 3..— ◻ II — sin gen wir dir und dei⸗ner un⸗ end ͥli⸗chen Herr ⸗lich⸗Keit ei nen Lob. gesang!) Gur Rürzung können die letzten 4 Zeilen ausfallen.) Nach der Austeilung Lob und Dank V. Reinhold Succo, 3837897. 1 1 — 2*— — 2 2——;——— 1 1 Dan⸗ket dem Serrn, denn er ist freund⸗ ätze Liturgische S — lich, * lich wig e wäh ⸗ ret und sei⸗ ne Gü⸗ te uns —— las⸗ set Laßt uns lob ⸗ sin ⸗gen, 2—7— froh ⸗ lok ⸗ ken, dan ⸗ ken, Karl Schulz, 383o. dan⸗ ken dem errn! Wir — bem Dan„ket sei ⸗ ne ist freund⸗lich, und er denn Gü⸗ te wäh⸗ ret ů eQLiturgische Sätze 23 — Iin TIü ½ — ++ +— — 5 1 8 — 323 — TTD —*—+* WR‚Rn e⸗ wig ⸗lich, E. od. L. od. Ch. Lobet den Herrn! E. od. C. od. Ch. Sein ist die Macht! E. od. CL. od. Ch. Groß ist der Herr! E. od. L. od. Ch. Anbetung ihm! E. od. L. od. Ch. Lobsinget ihm! sie wäh⸗ ret Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, 1784—182). e⸗ wig⸗Wlich. 2: A. od. G. Ja, lobe den Herrn, auch meine Seele; vergiß es nie, was er dir Guts getan, : was er dir Guts getan!: A. od. G. Allmächtig ist Gott; sein Tun ist weise, und seine Suld wird jeden Morgen neu, ): wird jeden Morgen neu!: A. od. G. Ja, groß ist der Herr, sein Nam ist heilig, und alle Welt ist seiner Ehre voll, 2): ist seiner Ehre voll. A. od. G. Anbetung dem Serrn! Mit hoher Ehrfurcht wird auch von uns sein Name stets genannt, ): sein Name stets genannt.: A. od. G. Wir lobsingen ihm in frohen Chören, und er vernimmt auch unsern Lobgesang, 2) auch unsern Lobgesang. * Liturgische Sätze Die Gnade 1. Chr. Gregor, 3763. H 5 Die Gna⸗ de un⸗ sres Serrn Je⸗ su —— x ꝗ—.—5 ö ö .—.—2—2 ——. 2 15 n, 1 Chri- sti und die Lie⸗ be Got tes und 1 1 I I — IssHsH—I———.— ———— ner sei mit uns al⸗len, mit uns al⸗len! A⸗ men. Vater unser im Simmelreich(M. Luther) siehe Nr. 390. Schlußdoxologie U. G. od. Ch. J. 1 +. I H A 1 — E — Denn dein ist das Reich und die Kraft IIIN +.— IE I 12 E + ——— 1 Uu QI. EIN E⸗ wig⸗ keit! A⸗ men. fFFHIH FHITTr f.. S E ö Liturgische Sätze V. Weise des 9. Psalmtons. 29 Segen Alte Birche. 64Z—8.—8. +—=— N —— + I. I..— I H X— E. 130—— I.—.D‚ ——UUU H Gott sei uns gnä⸗dig und barm⸗her⸗zig ä..II... DDE ma und geb uns sei⸗ nen gött⸗li chen Se.„ gen. Q. ‚— 1 1 1 . F.ID‚i‚. Æ Er las⸗ se uns sein Ant⸗litz leuch ⸗öten, G. 24————— 1 1 E— n ,. daß wir auf Erd er⸗ken⸗nen sei⸗ ne We ge. 2. FFPFEIEIEE 1 1—. ö I EEEE E 1 ———— Es seg ne uns Gott, un ser Gott, G. L. u. G. ů—— H x N er, r Eu 3, IJ. L 1 H — EE eenl und geb uns sei⸗ nen Frie den. A⸗men. WI. Amen Wolfgang Pfalzgraf bei Rhein, 1887. * III +. +. +. J SZ. 1— ö SEIII.E 1 I V 1 +** + 1 A⸗-- men, A⸗- men, A⸗ e nen. Liturgische Sätze W2. Berlin 853. 4 4. 1 1 I —— LI X. 2 2 2 2 LI +—.— 2 1— 1——— II A⸗ men, A⸗ men, A⸗men. WZ. V * 1 I II H.—iiiee I In Je ⸗ su NVa⸗ men. A⸗men. W4. Für die Passionszeit —— . 27—— ö— H 1 J. I 6—.: A⸗ men, A⸗- men, AWmen. 2. Die Litanei 12. G. Babst, 3845. I 1 X ö 1 1 2 + IIE Kyeri: 2 e le ⸗ i⸗ son!* Q. G. ö— ö— H — II 1 I E E Chri⸗ste le i: son! Q. G. I I. ö I 2. ͤIIIITTTTTTTTI I TTTTI RKy- ri · e E* e 1 son *) Berr,**) Erbarme dich. Liturgische Sätze L. G. 1 ö H ö 7— d—.— —————.——3 1.—.— 11.— Chri ⸗ste, er ⸗ hö⸗ re uns! . H.—— ö HN Furn + + 1 ere, a ne ane Lar, de, r I Herr Gott Va⸗ ter im Him ⸗ mel, Zerr Gott Sohn, der Welt Sei⸗land, Herr Sott hei ⸗li⸗ ger Geist, II 4— 1 II P—f——— er barm dich ü⸗ ber uns! II I. G. I 1 III* . ver⸗schon uns, lie⸗ ber Sei uns gnä⸗dig, Sei uns gnä⸗dig, hilf uns, lie⸗ ber Q. IVB NRDDDDE DDEH 5., de l Her⸗ re Gott! Vor al⸗len Sün ⸗ den, Her · re Gott! vor al⸗lem Irr-sal, vor al ⸗ lem u⸗bel G. — ö ö rDD Ser — ꝑ ꝑ I I I.—.—... be ⸗ hüt uns, lie ⸗ber er · re Gott! E. R— x I REDS————————— Vor des Teu⸗-fels Trug— und List, vor bö⸗ sem, schnel.—— len Tod, vor Pesti⸗lenz und teu-rer Zeit, Frankf. Evang. Gesangb. II 450 AN ö * ö N V l N I. * * Liturgische Sätze 1+— ö ö— ů x— H ii be⸗ hüt uns, lie⸗ber Zer⸗ re Gott! Q. ö— ö— 2 Vor Krieg und Blut⸗-— ver⸗ gie=ßen, vor Auf⸗ ruhr und— Zwie⸗ tracht, vor Ha⸗ gel und Un ge⸗ wit ter, vor Feu ⸗ ers⸗ und Was⸗ sers ⸗ not, vor dem e wi ⸗ gen Tod ö G. 1 X ö L ů 1— be⸗ hüt uns, lie⸗ber Zer⸗ re Gott! 2 II— IL. I— durch dei ne hei.— li ge Ge ⸗burt, durch dei⸗ nen—4. und blu ⸗-ti⸗ gen Schweiß, durch——— dein Kreuz und Tod G. ö— 1 + hilf uns, lie⸗ ber Ser⸗re Gott! . 1— Zaadewner i. b 2 2 2 2 2 2—————— Durch dein hei⸗li · ges Aunf · er · stehn und Be eu fahrt, in un ⸗se.———— rer letz⸗ ten Vot, am————— —— jüng⸗sten Ge⸗richt ö Liturgische Sätze 29 ö G. EEEE— ee hilf uns, lie⸗ber Her-re Gott! III L. a nd ö DSDDD een, D Wir ar⸗ men Sün⸗ der bit ⸗ten: G. —— 1—— Du wol-lest uns er hö⸗ren, lie⸗ber Her re Gott! und dei»ne hei⸗li ⸗ ge, christ⸗li ⸗che Kir · che al le ir⸗-ten und Die⸗ner dei⸗ner Rir ⸗che G. L*— E mu L E—.— *— 7 revie⸗ren————— und füh⸗ren, im heil · sa men Wort und hei· li·gen Le⸗ben be⸗ hal⸗ten, er ⸗ hör uns, lie⸗ber Ber⸗ re Gott! Q. —.——.—H EE U.* 7 7 7 7 SXV 22 + +ꝗ al⸗len Rot⸗ten und Ar⸗ger⸗nis⸗ sen weh⸗ren, al ⸗-le Ir ⸗ren⸗den und Verführten wie derhein. gen, den Sa⸗tan un⸗ter un⸗sre Fü⸗— ße tre⸗ten, Liturgische Sätze 30 G. reeen, ö—.—— ——I‚.ĩ‚D‚iRIIe—. er ⸗ hör uns, lie ⸗ ber Ber ⸗ re Gott! LQ. —..—... ,re-i, t treu⸗e Ar⸗ bei⸗ter in dei⸗ ne Ern⸗-—— te sen⸗den, dei nen Geist und Kraft zum Wor⸗——— te ge ⸗ben, al ⸗len Be⸗ trüb⸗ ten und Blö⸗ den hel ⸗ fen und sie trösten! G. +. +. 1 + I + + + 4 4 ————— Er ⸗ hör uns, lie ⸗ber Ber⸗- re Gott! . 1E 2• 2— 2————. I Wollest al⸗len Völkern auf Erden Fried und Eintracht geben, unser deutsches Land und Volk leiten——— und schützen, un ⸗se⸗ re Schu ⸗ͤle und Ge⸗ mein ⸗ de seg ⸗ nen und be⸗ hü⸗ten, G. + +. 4 +. 1 4 II 145 ö Er ⸗ hör uns, lie⸗ ber Her⸗ re Gott! al ⸗len, so in Vot und Ge⸗fahr sind, mit Hilf al ⸗-len Müt⸗tern und Säug⸗lin⸗ gen Ge⸗ dei ⸗hen, al ⸗ler Rin ⸗ der und Kran⸗ken pfle⸗ gen—— al⸗le un⸗schul⸗ dig Ge⸗ fan⸗ ge⸗ nen los und al⸗-le Wit⸗ wen und Wai⸗ sen ver⸗ tei⸗ di ⸗ gen Liturgische Sätze + +. +. L + — 7— + 2 2 —— 2 — erz schei nen, Kraft und Le⸗ben schen⸗ken, ——— und war ⸗ ten, le.—— dig las⸗sen, und—— ver⸗sor ⸗gen, G. — Er ⸗hör uns, lie ber Her⸗-re Sott! III ————— ———— 1 —— 22 XI al ⸗ler Men⸗schen dich er⸗bar⸗ men, G. 1 +. 4 D·.. Er ⸗hör uns, lie ber Her ⸗-re Gott! un ⸗sern Fein⸗den, Ver⸗ fol⸗gern und Lä=ste⸗ die Früch te auf dem Lan⸗ de ge⸗ ben und al ⸗ le Ge⸗ wer⸗ be un ⸗ se⸗ rer Lan⸗ de und uns gnä: dis lich——— —⁵——— ⁵— — 2 rern ver⸗ ge⸗ ben und sie be ⸗ keh ⸗ren, ———— be ⸗ wah ⸗ren, mil-dig⸗ 32 Liturgische Sätze Er ⸗ hör uns, lie ber Ber⸗ re Gott! V 2 G. TTTrTRTRTRTRTRCRCłRłC—œT d Ennx, I—.— O Je⸗ su Chri⸗ ste, Got⸗ tes Sohn, er ⸗ hör CQ. —— ö ö ö— P uns, lie ⸗ber Ber⸗ re Sott! du Got⸗tes G. Lamm, das der Welt Sün⸗ de trägt, er ⸗ barm dich L. 3., B..— ü⸗ber uns! du Got⸗-tes Lamm, das der Welt G H— ö—.— + S......... Sün⸗ de trägt, ver ⸗ leih uns ste⸗ten Fried! Q. G. QO. 8 ö— H—— + ö— 4 H x—.— ö Chri ⸗ste, er ⸗ hö⸗ re uns! RyV r e Liturgische Sätze G.* G. 2. ö ꝛ— 1 ö— — H—.— H ..————— 4 e⸗le i⸗ son! Chri ⸗ste L. u. G. zusammen: ———— HD. 1 1 1 1.——.—— H—— H— 1 2 1Z.—.—ß7.—.— H——— I————— 2.....LEE-.L.... —— ꝙ? — Ky⸗- ri⸗ e e⸗ le⸗i⸗ son!-»men (od. Ser⸗re Gott, er ⸗ bar⸗me dichl) +T CeébeEE + Ferr, ich bin deine Zünde, du meine Gerechtigkeit. Darum bin ich fröhlich und triumphiere unerschrocken. Denn meine Zünde überwiegt und überwältigt deine Gerechtigkeit nicht Auch wird deine Gerechtigkeit mich nicht einen Jünder lassen sein noch bleiben. Gelobet seist du, Serr und treuer Gott, in Ewigkeit! Amen. D. Martin Luther. Darum ists gut, daß man frühe morgens lasse das Gebet das erste und des Abenoͤs das lehte Werk sein und hůte sich mit dleiß vor den falschen in n Oedanken, die da sagen:„Jarre ein wenig, über eine Itunde will ich beten. Ich muß dies oder das zuvor fertigen.“ Denn mit solchen Gedaͤnken kommt man vom Gebetin die Geschüfte, die halten und umfangen denn einen, daß aus dem Gebete des Tages nichts wird. D. Martin Luther. 9RDNNX·kösIXö XSI Gebete 35 I. Tageszeiten. a. Quthers Tagesgebete: a) Morgensegen. Des walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen./ Ich danke dir, mein himmlischer Vater,/ durch Jesum Chri⸗ stum, deinen lieben Sohn,/ daß du mich diese Nacht/ vor allem Schaden und Gefahr behütet hast,/ und bitte dich,/ du wollest mich diesen Tag auch behüten/ vor Sünden und allem Uebel,/ daß dir all mein Tun und Leben gefalle;/ denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele/ und alles in deine Zände;/ dein heiliger Engel sei mit mir,/ daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen. b) Abendsegen. Des walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen./ Ich danke dir, mein himmlischer Vater,/ durch Jesum Chri⸗ stum, deinen lieben Sohn,/ daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast,/ und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden,/ wo ich Unrecht getan habe,/ und mich diese Nacht gnädiglich behüten;/ denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele/ und alles in deine Hände; /dein heiliger Engel sei mit mir,/ daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen. ö c) Tischgebete. Vor dem Essen(Benedicite). Aller Augen warten auf dich, Serr,/ und du gibst ihnen ihre ane zu seiner Zeit:/ du tust deine Sand auf/ und sättigst alles,/ was lebet,/ mit Wohlgefallen. Zerr Gott, himmlischer Vater,/ segne uns/ und diese deine Gaben,/ die wir von deiner milden Güte zu uns neh⸗ men,/ durch Jesum Christum, unsern Herrn! Amen. Nach dem Essen(Gratias). Danket dem Zerrn,/ denn er ist freundlich,/ und seine Güte währet ewiglich. Wir danken dir, Serr Gott, Vater,/ durch Jesum Christum, unsern Serrn,/ für alle deine Wohltat,/ der du lebst und regierest in Ewigkeit. Amen. 36 Gebete b. Morgengebete. ). Herr, unser Gott, wir danken dir/ für die Ruhe der Nacht/ und das Licht eines neuen Tages. Erwecke uns Herz und Sinne. aß uns bereit sein, dir zu dienen,/ laß uns wach sein für dein Gebot. Amen. 2. In der Frühe, Herr, suchen wir dein Angesicht./ Du lässest es Tag werden/ und erleuchtest mit der Sonne alle Welt./ Wie die ganze Schöpfung/ sich ausstreckt nach dem Lichte,/ zu leben von den Strahlen der Sonne,/ so bringe, Herr, unser Leben ans Licht/ und besiege durch dein ewiges Licht, Jesus Christus,/ alle Finsternis unserer Seelen./ Laß uns leben in deinem Lichte,/ laß uns wandeln als Kinder des Tags./ Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. 3. Du, Herr, hast uns entsandt in die Welt. /Erhalte in jeder Arbeit/ unser Herz weit/ und unsere Augen hell./ Laß uns allezeit aufschauen/ zu deiner Serrlichkeit und Größe. Du stehst in der Mitte, bist Anfang und Ende./ Immer wieder begegnest du uns;/ du offenbarst dich in Blu⸗ men,/ in Tieren und Menschen. Auf allen deinen Werken ruht der Glanz deines Wamens./ Wir danken dir, Gott, daß du uns leitest,/ daß du unseren Tag segnest mit Sonne und Stürmen. Laß uns stets wach sein,/ deine Boten zu empfangen. Amen. 4. Herr, du sendest uns zu einem jeden Menschen,/ den du zu unserem Wächsten gemacht hast./ Gib uns füreinander/ den Blick der Liebe,/ das rechte Wort,/ die helfende Tat./ Hilf uns/ einander zu geben, was wir bedürfen,/ einander zu dienen wie das Brot,/ das unter deiner Sonne reift./ Wir bitten dich für unsere Kinder/ und alle, die uns ver⸗ wandt und vertraut sind./ Wir bitten dich für alle Nahen und Fernen,/ die unserem Serzen teuer sind./ Wir bitten dich für die Menschen,/ die mit uns den Weg der Arbeit gehen./ Wir bitten dich für alle Glieder unserer Gemeinde:/ für die Gesunden und für die Kranken,/ für die Fröhlichen und für die Traurigen,/ für die Guten und für die Un⸗ guten,/ für die Starken und für die Schwachen/ und für ihr Seil./ Herr, wir glaͤuben, hilf unserem Unglauben. Amen. . Herr Christus, du wahres Licht,/ das jeden Menschen, der in die Welt kommt,/ erleuchtet und heiliget,/ laß leuchten über uns das Licht deines Antlitzes,/ auf daß wir in ihm Gebete 37 das Licht schauen,/ dahin niemand kommen kann;/ und mache richtig unsere Stege,/ auf daß wir in deinen Geboten wan⸗ deln. Amen. 6. Herr Jesus Christus, Sohn Gottes,/ der du zu aller Zeit und Stunde/ im Zimmel und auf Erden angebetet und ge⸗ priesen wirst,/ du Gnädiger, Barmherziger und Geduldiger,/ der du die Gerechten liebst/ und der Sünder dich erbarmst,/ der du alle zur Seligkeit rufst/ durch die Verheißung der zukünftigen Güter:/ Herr Christus,/ nimm selbst zu dieser Mor genstunde unser Gebet an/ und richte den Weg unseres Lebens nach deinen Geboten. Seilige unsere Seelen,/ rei⸗ nige unsere Leiber,/ lenke unsere Gedanken,/ läutere unsere Sinnen/ und erlöse uns von aller Trübsal,/ allem Leid und Schmerz. Beschirme uns durch deine heiligen Engel,/ damit wir, durch ihre Wacht beschützt,/ zur Einigkeit des Glaubens/ und zur Erkenntnis/ deiner großen Serrlichkeit gelangen mögen. Dir sei Preis und Lob in Ewigkeit. Amen. 7. Psalmgebet.) Serr, frühe wollest du meine Stimme hö⸗ ren,/ frühe will ich mich zu dir schicken/ und darauf merken./ Laß meinen Mund/ deines Ruhmes und deines Preises voll sein/ täglich./ Das ist ein köstlich Ding, dem errn danken) und lobsingen deinem Wamen, du Höchster,/ des Morgens deine Gnade/ und des Nachts deine Wahrheit verkündigen./ Fülle uns frühe mit deiner Gnade,/ so wollen wir rühmen/ und fröhlich sein/ unser Leben lang./ Herr, zeige mir deine Wege /und lehre mich deine Steige. /Leite mich in deiner Wahrheit/ und lehre mich,/ denn du bist der Gott,/ der mir hilft./ Täglich harre ich dein. Amen. s. Gebet am Sonntag⸗Morgen. Zeiliger Gott,/ barmherziger Vater in Christus! Wir danken dir,/ daß du uns das Licht des Sonntags/ hast auf⸗ gehen lassen./ Wir bitten dich,/ mache uns freudig gewiß,/ daß auch die Sonne deiner Gnade/ über uns leuchtet und deine Barmherzigkeit kein Ende hat. /Versiegele uns heute aufs neue/ in deinem Wort/ und gib, daß wir mit ge⸗ sammelten/ und stillen Serzen es hören./ Vereine uns im Geiste mit allen,/ die heute dein Antlitz suchen,/ insbeson⸗ dere mit allen Lieben und Freunden/ daheim und draußen,/ und laß uns froh werden,/ daß wir uns mit ihnen eins füh⸗ len dürfen/ in deiner Gemeinschaft/ und geborgen/ in deinem 38 Gebete Schutz. Wenn unsere Arbeit feiert,/ so tue du deine Arbeit/ an unsern Herzen. Wehre allem unheiligen Wesen in un⸗ serer Mitte./ Laß uns wachsen/ in der Erkenntnis des Chei und immer treuer werden/ in der Nachfolge Jesu risti. Wir bitten dich/ für deine christliche Kirche/ und alle ihre Glieder./ Erhalte uns dein Wort und Sakrament. Segne die Seimat,/ schirme das Vaterland./ Laß deine Augen offen sein/ über unserem Sause/ Tag und Nacht./ Segne un⸗ sere Kinder,/ daß sie heranwachsen zu deiner Ehre./ Be⸗ wahre unsere Felder und ihre Frucht,/ fördere alle ehrliche und treue Arbeit./ Sei ein Selfer aller Schwachen,/ ein Arzt aller Rranken/ und der Sterbenden Stab und Halt/ im finstern Tal./ Und wenn unser Ende kommt,/ hilf uns im Frieden heimfahren/ zur ewigen Sabbatruhe der Kinder Gottes/ durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Morgengebete für Kinder. ). In Jesu Namen steh ich auf,/ Zerr, lenke meines Lebens Lauf! Begleite mich mit deinem Segen,/ behüte mich auf allen Wegen. Amen. 2. G wie sanft hab ich geruht!/ Lieber Gott, du meinst es gut./ Ich bin dein, und du bist mein;/ hilf mir fromm und fleißig sein. Amen. 3. Wie fröhlich bin ich aufgewacht,/ wie hab ich ge⸗ schlafen die ganze Nacht!/ Zab Dank, im Himmel du Vater mein,/ daß du hast wollen bei mir sein./ Nun sieh auf mich auch diesen Tag,‚/ daß mir kein Leid geschehen mag! Amen. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sn wn Nacht/ mich dieses Tags erfreue!/ Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohl⸗ gefallen. Amen. C. Tischgebete. Vor dem Essen. 9. Romm, Serr Jesu,/ sei unser Gast/ und segne uns/ und was du uns bescheret hast. Amen. 2. Wir bitten dich, sei unserm Saus/ ein fester Gast, Tag ein, Tag aus,/ und hilf, daß wir der Gaben wert,/ die deine Güte uns beschert! Amen. Gebete 39 3. Segne, Vater, unser Essen,/ laß uns Saß und Veid vergessen/ und schenk uns ein fröhlich Herz;/ leite du so Herz wie Sände,/ führe du zu gutem Ende/ unsere Freude, unsern Schmerz! Amen. 4. Heilige unser täglich Leben,/ fördere unser ehrlich Stre⸗ Aih„segne unser täglich Brot,/ lindere gnädig alle Vot! men. 9. Laß die Wurzel unseres Sandelns /Liebe sein,/ senke sie in unser Wesen/ tief hinein,/ laß doch alles hier auf Erden /Liebe werden. Amen. 6. Sei bei unserm kleinen Mahl,/ lieber Gott, zugegen!/ Du verwandelst Speis und Trank/ uns zu reichem Segen./ Kehr, wo Mund und Serz sich freun,/ Herr, mit deinem Geiste ein! Amen. Nach dem Essen. . Wir danken dir, Serr,/ denn du bist freundlich,/ und deine Güte währet ewiglich. Amen. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ,/ daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hats nicht not;/ du bist das wahre Lebensbrot. Amen. d. Abendgebete. 3. Unser Abendgebet steige auf zu dir, Serr,/ und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen. /Dein ist der Tag, und dein ist die Nacht./ Laß, wenn des Tages Licht ver⸗ lischt,/ das Licht deiner Wahrheit uns leuchten,/ das uns richtet und rettet./ Geleite uns zur Ruhe der Nacht/ und dereinst zur ewigen Vollendung/ durch unseren Serrn Jesum Christum. Amen. 2. Herr, unser Gott,/ du Sirte und Züter deines Volkes,/ der nicht schläft noch schlummert!/ Gib uns nun, da der Tag vergangen ist, Ruhe/ für Leib und Seele/ und bewahre uns vor dem finsteren Sündenschlaf,/ vor aller dunklen und bösen ust./ Lösche aus die feurigen Pfeile des Bösewichts,/ stille das Ungestüm in Fleisch und Blut/ und wiege alle irdischen Gedanken ein./ Gib uns einen sanften Schlaf/ und erwecke uns mit der Morgensonne,/ befestigt in deinen Ge⸗ boten,/ gestärkt im Glauben. Amen. 4⁰ Gebete 3. Herr, wir bitten dich in dieser Abendstunde/ für die äuser in unserer Gemeinde,/ für die Eltern und für die Kinder,/ für alles Leben deiner Gläubigen. Behüte die Kinder vor allem Aergernis./ Beschütze ihren Frieden, ihre Fröhlichkeit,/ wehre allen Versuchern./ Bewahre die Jüng⸗ linge und Jungfrauen,/ laß sie wachsen und reifen/ in keuscher Jucht,/ in reiner Rraft./ gehre die Jungen wahr⸗ haftige Ehrfurcht vor dem Alter,/ neige die Serzen der Alten in Ehrfurcht/ zu allem jungen Leben./ Behüte die Schwachen, behüte die Zweifelnden,/ behüte die Sor genden und Verzagten,/ errette die Gefallenen und Verstrickten./ Qaß ihnen allen dein Antlitz leuchten,/ du unser Seiland und Erlöser. Amen. 4. Psalmgebet.) Ich liege und schlafe ganz mit Frieden,/ denn du allein,/ Herr,/ hilfst mir,/ daß ich sicher wohne./ Auch Finsternis nicht finster ist bei dir,/ und die Nacht leuch⸗ tet wie der Tag,/ Finsternis ist wie das Licht./ Darum, Serr, sei deine Wahrheit/ mein Schirm und Schild,/ daß ich nicht erschrecken müsse/ vor dem Grauen der Nacht,/ vor der Pestilenz,/ die im Finstern schleicht./ In deine Hände be⸗ fehle ich meinen Geist./ Du hast mich erlöset, Zerr, du treuer Gott! Amen. 5.(Freitag.) Herr, wir bitten dich:/ Laß unter dem Kreuze deines Sohnes/ die Strauchelnden sich aufrichten/ und die Verirrten sich finden./ Laß unter dem Kreuze deines Sohnes/ alle Mühseligen Erquickung,/ alle, die in Todesnot sind, Zuversicht/ und Kraft zum Ueberwinden finden./ Er⸗ barme dich über unsere Gefangenschaft./ Gib deinen hellen Schein in unsere Dunkelheit,/ sei unsere Burg in allem Srauen der Nacht,/ bis dein Tag anbricht und wir dich schauen/ von Angesicht zu Angesicht. Amen. 6.(Samstag.) Bleibe bei uns, Zerr,/ denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt./ Bleibe bei uns und bei deiner ganzen Kirche./ Bleibe bei uns sam Abend des Tages,/ am Abend des Lebens,/ am Abend der Welt.' Bleibe bei uns/ mit deiner Gnade und Güte,/ mit deinem heiligen Sakrament,/ mit deinem Trost und Segen./ Bleibe bei uns,/ wenn über uns kommt/ die Nacht der Trübsal und Angst,/ die Nacht des Zweifels und der Anfechtung,/ die Nacht des bitteren Todes. Bleibe bei uns und bei allen deinen Gläubigen/ in Zeit und Ewigkeit. Amen. Gebete 4 7. Gnädiger, barmherziger Gott und Vater! /Ein Tag ist wieder vergangen,/ und langsam wird es still/ da draußen auf der Straße/ und hier drinnen in der einsamen Stube./ Der Ropf will still werden,/ die Gedanken wollen ein Ende haben;/ du aber schläfst noch schlummerst nicht./ Du gabst uns etwas,/ das du dir selbst nicht gönnst,/ den stillen Sabbat des Schlafes./ Sabe Dank dafür! /Jaß sie gesegnet sein,/ diese Ruhe,/ in der Geist und Leib sich sammeln/ wie Wasser im Walde!/ Gib stille Ruhe allen Rranken,/ gib Unterbrechung der Sorgen allen Gequälten,/ gib Vergessen und Verarbeiten den überladenen Seelen,/ gib Schutz und Schirm allen, die wir lieben!/ Laß uns aus der Unruhe/ zu deiner Ruhe kommen, aus der Verwirrung zur Versenkung,/ aus der Welt zu dir! Dir gehört Morgen und Abend,/ dir gehören wir,/ wir leber oder sterben./ In deinem Vamen schließt der Tag. Amen 8. Gebet am Sonntag⸗Abend. Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hin⸗ ein, bei ihnen zu bleiben. Cuc. 24, 29. Wir danken dir,/ Serr Sott, himmlischer Vater,/ durch Jesus Christus,/ daß deine Güte an diesem Tage uns getragen/ und an Leib und Seele reichlich erquickt hat. Du hast dein Wort uns verkündigen lassen/ und uns den Weg des Seils/ und des Friedens gewiesen./ Kehre in der Stille des Abends/ aufs neue bei uns ein/ mit deinem Segen./ Ver⸗ gib uns alle Versäumnis und Uebertretung,/ wie auch wir einander von Serzen vergeben./ Sei in der dunkeln Nacht über uns ein Süter,/ der nicht schläft noch schlummert./ Laß uns ruhen im Frieden unseres Herrn Jesu Christi./ Bewahre uns vor allem Unglück, Schrecken und Gefahr./ Schließe mit uns in deinen Schutz alle, die unserem Herzen nahe und teuer sind,/ hier und draußen in der Welt./ Ver⸗ eine ihre Bitten/ mit den unseren/ vor deinem Throne./ Bleibe bei uns, Serr unser Gott,/ ob wir schlummern oder wachen,/ damit wir bei dir und in dir bleiben/ und mit dir erwachen,/ um dich aufs neue zu preisen/ durch Jesus Christus. Amen. 4² Gebete Abendgebete für Kinder. J. Guter Vater im Simmel du,/ meine Aeuglein fallen zu,/ will mich in mein Bettchen legen,/ gib nun du mir deinen Segen;/ lieber Gott, das bitt ich dich,/ bleib bei mir, hab acht auf mich. Amen. z. Müde bin ich, geh zur Ruh,/ schließe meine Aeuglein zu; /Vater, laß die Augen dein/ über meinem Bette sein!/ Sab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht an!Z/ Deine Gnad und Jesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. Alle, die mir sind verwandt,/ Gott, laß ruhn in deiner Hand!/ Alle Menschen, groß und klein,/ sollen dir befohlen sein. Amen. Luise Zensel, 3798-3876. 3. Lieber Gott, kannst alles geben;/ gib auch, was ich bitte nun:/ Schütze diese Nacht mein Leben,/ laß mich sanft und sicher ruhn. Sieh auch von dem Simmel nieder/ auf die lieben Eltern mein; /laß uns alle morgen wieder/ fröhlich dir und dank⸗ bar sein. Amen. Gebete für die Allerkleinsten. . Lieber Gott!/ Ich bin klein,/ mein Serz mach rein,/ soll niemand drin wohnen/ als Jesus allein. Amen. 2. CLieber Gott,/ mach mich fromm,/ daß ich zu dir/ in den Himmel komm. Amen. II. Gottesdienst. a. Zu Beginn und Schluß. Zu Beginn des Gottesdienstes. J. Herr Christus,/ der du das Brot des Lebens bist,/ speise meine Seele/ mit deinem Brot. Gib Andacht in mein Herz/ und Kraft in meinen Geist,/ daß er Gott erkennt und preist! Amen. 2. Dreimal heiliger Gott,/ ich beuge mich vor deinem Angesichte/ und flehe in Jesu Namen:„Siehe nicht an meine Sünde,/ sondern gedenke meiner/ nach deiner Barmherzig⸗ keit./ Bewahre meine Seele vor Zerstreuung,/ vor Lauheit Gebete 43 und vor allem,/ was meine Andacht stören könnte./ Laß mich eifrig beten,/ herzlich dir lobsingen,/ dein Wort/ in Demut hören und bewahren. /Laß mich gesegnet aus deinem gause wieder weggehn,/ gestärkt zum Kampfe gegen das Böse,/ treuer in deinem Dienste/ und in deiner Nachfolge,/ o mein Gott!/ Gib dieselbe Gnade/ allen in deinem Namen versammelten Brüdern und Schwestern/ um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, willen. Amen. Beim Schluß des Gottesdienstes. Mein Gott und Vater,/ ich danke dir,/ daß du mir dein Wort gegeben hast,/ das ich heute hier/ in deinem Hause/ habe hören dürfen. Silf mir,/ daß mein Serz dem guten Ackerland gleiche,/ wo die Samenkörner reiche Früchte tra⸗ gen./ Bewahre mich vor Zerstreuung,/ wenn ich jetzt in mein Saus zurückkehre,/ und halte mein Berz fest/ in deiner Gemeinschaft./ Dir befehle ich mich,/ Gott,/ für zeit und Ewigkeit. Amen. b. Beichte und Abendmahl. So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt und heiliget uns von aller Untugend. 3. Joh. 3, 8. 9. Beichtgebete. 3. Aus der Tiefe rufe ich, Serr, zu dir./ Serr, höre meine Stimme,/ laß deine OGhren merken/ auf die Stimme meines Flehens./ So du willst, Serr,/ Sünden zurechnen,/ Herr, wer wird bestehend/ Denn bei dir ist die Vergebung,/ daß man dich fürchte./ Ich harre des Herrn;/ meine Seele harret,/ und ich hoffe auf sein Wort./ Meine Seele wartet auf den Zerrn/ von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den Herrn;/ denn bei dem Herrn ist die Gnade/ und viel Erlösung bei ihm./ Und er wird Israel er⸗ lösen/ aus allen seinen Sünden. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! /Ich armer, elen⸗ der, sündiger Mensch,/ bekenne dir alle meine Sünde und Missetat,/ die ich begangen/ mit Gedanken, Worten und 44 Gebete Werken, damit ich dich jeweils erzürnet/ und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe./ Sie sind mir aber alle herzlich leid/ und reuen mich sehr,/ und ich bitte dich/ um deiner grundlosen Barmherzigkeit/ und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens/ deines lieben Sohnes Jesu Christi willen,/ du wollest mir armem, sündhaftem Men⸗ schen/ gnädig und barmherzig sein,/ mir alle meine Sünden vergeben/ und zu meiner Besserung deines heiligen Geistes Kraft verleihen. Amen. z. Bater, du hast uns geschaffen nach deinem Bilde,/ gabst uns den hohen Beruf,/ die Erde zu bauen/ nach deinen Plänen,/ zu deinem Reiche;/ du rufst uns täglich/ in unserm Gewissen,/ sendest uns Führer und Freunde/ und sandtest den Einen,/ deinen Sohn, vor dem wir erkennen,/ wozu wir da sind. Aber, ach Zerr,/ was sind wir geworden! Was lebt in den Abgründen meiner Seele!/ In mir ist das Heer der argen Gedanken,/ der schlimmen Gefühle./ Schwach ist mein Wille,/ kraftlos mein Vorsatz, gut zu sein./ Salbheit ist der Fluch meines Lebens./ Versäumen, vergessen ist meine täg⸗ liche Last./ Du, Vater, rufst mich zu Liebe und Reinheit,/ aber ich bin von dir gegangen/ und häufe Schuld auf Schuld./ Aber o Wunder, ich darf dich bitten:/ Vergib mir meine Schuld!/ Ob ich gleich arm und sündig bin,/ dein Erbarmen ist täglich neu./ Du liebst mich Lieblosen,/ traust mir Treu⸗ losem,/ erbarmst dich meiner./ So flehe ich zu dir:/ Vergib du mir/ und schenk mir ein neues Herz/ durch Jesum Christum,/ deinen lieben Sohn!/ Gott, sei mir Sünder gnädig! Amen. Vor dem Abendmahl. 9. Herr Jesus Christus,/ ob ich zwar nicht würdig bin,/ daß du in mein Serz eingehest,/ so bin ich doch deiner Silfe be⸗ dürftig/ und begehre deine Gnade. Ich komme in keiner anderen Zuversicht,/ denn auf dein Wort,/ durch welches du selbst/ mich zu deinem Tische lädst/ und mir zusagst,/ ich solle VDergebung der Sünden haben/ durch das Sakrament deines Leibes und Blutes. Ach mein Serr Jesus!/ was bist du für ein barmherziger Serr,/ daß du ein solches Mahl uns bereitet hast./ Das Brot, das wir brechen,/ ist die Gemeinschaft deines Leibes,/ und der gesegnete Relch,/ den Gebete 45 wir trinken,/ ist die Gemeinschaft deines Blutes./ Ja, du bist das wahrhaftige Brot des Lebens./ Wer zu dir kommt,/ den wird nicht hungern,/ und wer an dich glaubt,/ den wird nimmermehr dürsten./ Silf mir durch deinen heiligen Geist,/ daß ich komme in Einfalt des Glaubens,/ die Gabe deiner Gnade aufnehme/ mit eitel gläubigem Serzen/ und also aufs neue/ mit dir vereinigt werde, der du mein Serr und Heiland bist/ im Leben und im Sterben./ Zerr Jesus Christ,/ dein Fleisch ist die rechte Speise,/ und dein Blut ist der rechte Trank./ Das Sakrament deines Leibes und Blutes/ stärke und erhalte mich/ im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen.— Ev. Joh. 6, 47—57. Während der Austeilung. . Schriftworte: Jesus spricht: Ich bin das lebendige Brot, vom Zimmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.— Ev. Joh. 6, 85. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.— Ev. Joh. 38,. Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Ev. Matth. 28, 20. Der Jünger spricht: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.— Ev. Joh. 6, 68. 69. 2 Das älteste Abendmahlsgebet der Kirche (aus der„Lehre der zwölf Apostel“). Wir danken dir, unser Vater,/ für den heiligen Weinstock deines Knechtes David,/ den du uns geoffenbart hast durch Jesum, deinen Knecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit!/ Wir danken dir,/ unser Vater,/ für das Leben und die Erkennt⸗ nis,/ die du uns geoffenbart hast/ durch Jesum, deinen Anecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit! /Wie dieses gebrochene Brot/ zerstreuet war auf den Feldern/ und zusammengebracht eins wurde,/ so möge deine Kirche/ von aller Welt zusam⸗ mengebracht werden/ in dein Reich. Denn dein ist die Ehre/ und die RKraft/ durch Jesum Christum in Ewigkeit!/ Wir danken dir, heiliger Vater,/ für deinen heiligen Wamen, 46 Gebete dem du Wohnung gemacht hast/ in unseren Herzen,/ und für Erkenntnis/ und Glauben/ und Unsterblichkeit,/ die du uns geoffenbart hast/ durch Jesum, deinen Rnecht./ Dir sei Ehre in Ewigkeit! Du, allmächtiger Serr,/ hast alles geschaffen/ um deines Namens willen;/ Speise und Trank/ hast du den Menschen gegeben,/ daß sie es genießen/ und dir danksagen./ Uns aber hast du begnadet/ mit geistlicher Speise/ und geistlichem Trank/ und ewigem Leben durch deinen Knecht./ Vor allem danken wir dir,/ daß du mächtig bist./ Dir sei Ehre in Ewigkeit! Gedenke, Serr, deiner Gemeinde,/ sie zu erlösen von allem Bösen/ und sie zu vollenden in deiner Liebe,/ und führe sie,/ die du geheiligt hast,/ zu Sauf von den vier Winden/ in dein Reich,/ das du ihr bereitet hast./ Denn dein ist die Kraft/ und die Serrlichkeit in Ewigkeit. Amen. 3. Herr, du bist den Weg des Kreuzes gegangen./ Du hast ja gesagt zu dem Schicksal Gottes./ Wie dein Vater sich uns opfert seit Ewigkeit/ in den Gaben der Schöpfung,/ so hat er aufs neue/ in dir sich uns ganz gegeben./ Das Brot nährt nicht,/ es werde denn gebrochen,/ und der Wein labet nicht,/ er werde denn vergossen./ Und dies irdische Leben wird nicht vollendet zum Heile der Brüder,/ es gehe denn den Weg des Kreuzes. Du hast geliebt die Gemeinde und hast dich für sie/ in den Tod gegeben./ Wir nehmen und essen vom Brot,/ das du gesegnet:/ das ist die Gemeinschaft deines Leibes./ Wir nehmen und trinken vom Kelch,/ den du geweiht:/ das ist das Testament deiner Liebe./ Lob sei dir, Christe, /o laß uns bleiben in dir. Amen. Vach dem Abendmahl. err Jesu Christ,/ ich danke dir,/ daß du mich durch die heilsame Gabe/ deines Leibes und Blutes/ von neuem/ meines Seils und deiner Gnade/ gewiß gemacht hast. Ich »bitte dich, du wollest mir helfen/ durch deinen heiligen Geist,/ daß ich den Sünden immer mehr absterbe,/ das Fleisch und seine Geschäfte töte/ und dir anhange/ in starkem Glauben und demütigem Gehorsam. /Laß mich dein eigen sein/ und dir getreulich dienen/ in dieser Zeit,/ bis ich dich schauen darf/ in deiner Serrlichkeit. Amen.— Psalm 333. SSE — 8 -& ——— 8 Gebete 47 Ein Lied und Gebet zur Abendmahlsfeier eines Kranken. Auch zu singen n. d. Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Ur. 224). ). Ach, könnt ich mit der Kirche Gliedern/ in deinem hause dich erhöhn/ und freudenvoll mit meinen Brüdern/ die Feier deines Mahls begehn! /Doch jetzt, da Rrankheit nich beschwert,/ ist diese Freude mir verwehrt. 2. Ach, hier auf meinem Krankenbette iͥ/ genieße ich dein Mahl allein,/ doch, Herr, ich weiß, an jeder Stätte/ hast du verheißen, nah zu sein./ Und wo ein Frommer seufzt und weint,/ da bist du, großer Menschenfreund. 3. Vielleicht, o Serr, erquickt mich heute/ zum letztenmal dein Leib und Blut./ Voch einmal gib dem Herzen Freude/ und der verzagten Seele Mut,/ noch einmal fleh ich: Söre nich,/ am Rand des Grabes höre mich! 4. Laß das Gedächtnis deiner Leiden/ mir Schwachem Kraft und Trost verleihn,/ laß es die Quelle höhrer Freuden/ und senes Lebens Vorschmack sein!/ Dein Leiden, dein Versöh⸗ nungstod/ erquicke mich in meiner NVot! Christoph Christian Sturm, 3740—)786. III. Samilie. a. Ehestand und Beruf. Am Trauungstage. err, unser Gott,/ nun ist der Tag gekommen,/ an welchem wir vor deinen Altar treten wollen,/ um nach deiner Ordnung/ und in deinem Namen/ uns für unser ganzes Leben zu ver⸗ binden/ und von dir/ uns segnen zu lassen. Du hast uns bis hierher geführt,/ und wir haben deine Freundlichkeit/ alle Tage zu spüren bekommen. Dafür danken wir dir/ zus der Tiefe unseres Zerzens./ Und nun leuchte du/ mit deinem Licht/ in unser Innerstes,/ daß wir uns vor deinem Angesichte recht prüfen mögen./ Vergib uns all unsere Sün⸗ den/ und laß in uns entbrennen/ den Geist rechter Treue und reiner Ciebe./ Versage uns deinen Segen nicht,/ son⸗ 48 Gebete dern gehe mit uns hinein/ in den heiligen Stand,/ den du selbst gestiftet hast.) Wir geben uns ein menschliches Ja,/ lege du darauf dein göttlich Amen. Leite uns mit deiner Zand,/ bleibe bei uns früh und spat/ und hilf uns,/ daß wir beständig/ vor deinem Angesicht wandeln,/ einander zu allem Guten ermuntern,/ im Kreuze aufrichten/ und so unser Leben/ in Frieden und Segen zubringen,/ bis einst der Tod uns scheidet. Amen. Gebet um Gottes Segen in Saus und Beruf. Allmächtiger ewiger Gott!/ Wie reich hast du uns ge⸗ macht/ durch deinen Segen in Saus und Beruf! Du gabst uns, was wir gebrauchen zum täglichen Leben,/ Wohnung und Kleidung und Wahrung. Du schenktest uns Menschen, mit denen wir verbunden sind/ durch Bande des Blutes und der Liebe./ Und du riefest uns zur Arbeit in unserm Beruf. — Vater, wir stellen uns und die Unsern in deine Hand./ Laß uns mit stillem und dankbarem Wesen genießen und ge⸗ brauchen,/ was du uns schenkst./ Laß unser Haus deine Zütte/ und unser Serz deinen Tempel werden./ Und för⸗ dere und segne all unser Tun in unserm Berufe. /All unser Wirken und Schaffen sei dein Dienst. Erfülle und läutere es durch deinen Geist/ und durch die Soffnung auf das Kommen deines Reiches. 7Wir lassen dich nicht, du segnest uns denn. Amen. Gebet eines Jubelpaares. Herr unser Gott,/ du bist Sonne und Schild./ Du hast Großes an uns getan,/ des sind wir fröhlich./ Wir sagen dir Lob und Dank/ für alle Wohltat und Treue,/ die du uns in guten und bösen Tagen,/ in Freude wie Leid er⸗ zeiget hast./ Seute wissen wir es:/ Was wir sind und was wir haben,/ es ist alles von dir. In deine Sand/ stellen wir auch unser ferneres Leben. Deine Gnade/ sei unser Halt und Trost./ Dir befehlen wir unsere Ninder lund Kin⸗ deskinder],/ unsere Freunde und Lieben./ Bewahre uns alle in deiner Liebe,/ erquicke uns mit deinem Frieden,/ leite uns nach deinem Rat,/ und wenn einst unser Stündlein ge⸗ kommen ist, dann nimm uns endlich mit Ehren an. Amen. Gebete 49 b. Kinder. Nach der Geburt eines Kindes. Lieber Serr Gott, himmlischer Vater!/ Wir danken dir,/ daß du unser aus gesegnet/ und uns ein Kindlein geschenkt hast. Du hast gnädig gewacht über der Mutter,/ hast sie bewahrt/ vor allem Schaden,/ hast sie getröstet und gestärkt/ in ihren schweren Stunden./ Dir befehlen wir nun unser Kind. Du bist ja der rechte Vater über alles, was Kinder heißt/ im Simmel und auf Erden. Du wollest ihm Leben und Odem bewahren/ und dein An⸗ gesicht/ über ihm leuchten lassen,/ es aufnehmen in deine heilige Semeinde,/ es zu deinem Kind und Erben machen,/ es treulich führen und leiten/ durch dies Leben/ und dereinst eingehen lassen/ zur Serrlichkeit der Kinder Gottes/ in deinem seligen Simmelreich./ Dazu hilf, du Gott der Gnade,/ diesem Kindlein und uns allen! Amen.— Matth. 38, 1—33. Vor der Taufe eines Kindes. Herr Jesus Christus, unser einiger HSeiland,/ du hast gesagt:/ Lasset die Kindlein zu mir kommen;/ denn solcher ist das Reich Gottes./ Auf dies Wort bringen wir dies Kind/ durch unser Gebet zu dir/ und bitten:/ Nimm es an/ und laß es deiner Erlösung,/ die du uns am Kreuz/ durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, teilhaftig werden. Zeichne es in deine Zände/ und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit/ um deines heiligen Namens willen. Amen.— Mark. 30o, 33—36. Elterngebete über einem Kinde. ). Unser Herz betet über diesem Kinde:/ O Gott, gib, daß es gesund und gerad,/ gütig und stark,/ treu und fromm heranwachse!/ Du hast es gebildet/ nach deinem Bilde,/ hast ihm das Gewissen als den Kompaß gegeben/ und die Sehnsucht als Flügel. Du willst es grüßen/ aus den Ster⸗ nen in deiner Majestät/ und aus den Blumen in deiner Milde,/ und deine Weisheit und Güte/ leuchten ihm/ aus allen Dingen dieser Erde. O gib,/ daß es nicht im Alltag versinke/ und erblinde für deine Geheimnisse./ Laß es nicht vergessen, daß es den Adel deiner Rindschaft trägt. Und 50 Gebete daß es hochgemut lebe,/ gib ihm treue Eltern, Paten und Lehrer,/ die ihm voranleuchten auf dem Wege zu dir. Amen. z. O Jesu mein, ein KXindlein klein/ warst du im Mutter⸗ arm!/ Behüte du mein Kindlein nun,/ das liegt im Bettchen warm./ Du weißt wie lieb ich's habe,/ es ist ja deine Gabe./ Laß mich mit meinem Rindelein/ bei Tag und Nacht dein eigen sein! Amen. 3. Der Herr behüte dich vor allem Uebel; /er behüte deine Seele./ Der Serr behüte deinen Ausgang und Ein⸗ gang/ von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Gebet eines Ronfirmanden. Lieber Vater im Simmel! /Ich danke dir, daß ich heute den Tag meiner Einsegnung halten darf./ Du hast mich bis hierher geführt, hast mir Leben und Gesundheit, /Eltern und Paten, treue Freunde und Lehrer gegeben./ Du hast mich unterweisen lassen im Evangelium deines lieben Sohnes Jesus Christus. In deine Hand stelle ich heute mein ganzes Zeben./ Silf mir, daß ich immer deinen Geboten gehorsam sein/ und in der Liebe und Wahrheit ein rechter Jünger Jesu werden möge./ Bewahre mich vor Leichtfertigkeit, vor Sünde und Schuld,/ und laß mich durch deinen Geist stark werden in allem Guten./ Gib mir auch für Arbeit und Beruf die rechte Treue./ Und wenn du schwere zeit schickst,/ so laß mich auch dann deine Hand fassen/ und dir kindlich ver⸗ trauen./ Laß mich dein sein und bleiben,/ du treuer Gott und Serr,— heute und allezeit. Amen. Säusliche Fürbitte für die Ronfirmanden. Getreuer Gott und Vater!/ An dem heiligen Tage der Ronfirmation/ treten wir vor dein Angesicht/ und bitten dich,/ du wollest auf unser Kind gnädig herniederschauen./ Es ist ja dein Kind./ Du hast es schon in der Taufe/ an dein Herz genommen/ und bis zu dieser Stunde väterlich geleitet./ Laß dir, o Gott,/ den schwachen Dank unserer Lippen wohlgefallen./ Gnädig und barmherzig bist du,/ ge⸗ duldig und von großer Güte und Treue./ Ach Herr, lieber himmlischer Vater,/ laß auch heute deine Gnadensonne über unserm Kinde leuchten. Stärke es durch deinen heiligen Geist,/ daß es an dem ernsten und wichtigen Tage/ seine Gebete 8 edanken und Wünsche nicht aufs Eitle und Vergängliche richte./ Zu dir und unserm Seiland möchte es kommen;/ dein Kind,/ dein getreues Kind/ möchte es sein und bleiben;/ guf dich möchte es sein Seil bauen/ in Zeit und Ewigkeit./ etreuer Gott und Vater,/ an deinem Segen ist alles ge⸗ legen./ So sei du mit ihm,/ lege ihm deine Hand auf,/ sei sein Trost, sein Licht, seine Kraft,/ segne unser Kind heute und allezeit/ nach deiner großen Barmherzigkeit. Amen. c. In schweren Tagen. ). Ewiger, barmherziger Gott und Vater!/ Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht in unserer Vot./ Söre auf unser Flehen/ und verwirf uns nicht von deinem Angesicht./ Wir hoffen auf dich;/ denn bei dir ist viel Gnade und Vergebung./ Lindere du die Leiden,/ mit denen du uns heimgesucht hast./ Tröste, stärke, errette,/ hilf uns nach deiner Barmherzigkeit./ Wir wissen, daß denen,/ die dich lieben,/ alle Dinge zum Besten dienen./ Aber du kennst unser schwaches, trotziges und verzagtes Serz./ O hilf uns, daß wir nicht verderben!/ Entziehe uns nicht des Glaubens Trost!/ Dir befehlen wir alle unsere Wege./ Du wirst uns nicht ewig in Unruhe las⸗ sen;/ du wirst uns nicht verlassen noch versäumen./ Auf dich harren wir, Herr;/ mache dich auf,/ hilf uns/ und erlöse uns um deiner Güte willen! Amen.— Klagelieder 3, 22—40. z. Du großer und verborgener Gott!/ Wie schwer tragen wir daran,/ wenn du dein Angesicht vor uns verbirgst/ und dunkle Wege mit uns gehst! Du kennst unser trotziges und verzagtes Herz,/ wie es dann aufbegehrt/ und deine wege nicht gehen will./ Silf uns, wie Jesus dir im Glau⸗ ben gehorsam zu sein/ und von dir nicht zu lassen wie er./ du meinst es dennoch gut,/ auch wenn du deinen Rindern wehe tust;/ du willst dennoch nichts als Leben,/ auch wenn du die Deinen durch Tod führst./ Alles Verlieren, das du uns zumutest,/ wird zum Finden da,/ wo wir dir folgen./ Ja, weil du wahrhaftig Gott bist,/ mußt du ein verborgener Gott sein;/ weil du uns zu dir ziehen willst,/ mußt du uns durch dunkle Täler führen./ Vimm uns hin;/ wir wollen dir gehören,/ gib uns Kraft zum Vertrauen./ So führe unser volk,/ so erziehe dir die Gemeinde deiner Kinder,/ so 62 Gebete bewahre jeden in seiner schweren Zeit,/ bis du die Wolken wieder teilest/ und uns das Licht deines Angesichts/ wieder leuchten lässest. Amen. 3. O Gott, laß in uns allen Eigenwillen schweigen/ und laß uns ganz unter deinen Willen treten. In allem nicht wir,/ in allem nur du!/ Denn wir—/ das ist Selbstsucht, Eitelkeit, Furcht./ Und du—/ das ist Klarheit, Güte, Kraft./ Wo dein Wille unser Wille wird,/ da erst werden wir still./ Dein Wille, o Gott, das ist unsere Freiheit. Dein Wille, o Vater, das ist unser Friede./ O gib uns Klarheit, deinen Willen zu erkennen./ O gib uns Kraft, deinen Willen zu tun./ Und mach uns bereit,/ deinen Willen zu leiden. Du Vater gibst jedem von uns,/ was uns gut ist. Du hältst unser Schicksal in Sänden/ und ordnest und hütest uns/ gütig und weise. Darum wollen wir stille werden vor dir und kindlich annehmen, was von dir kommt. Tapfer wollen wir stehen im Sturm/ und wetterhart und kühn werden in dir./ Wo wir aber straucheln und müde verzagen,/ da mache deine Nähe uns froh./ Laß uns lernen, wachsen, immer bereit sein:/ Serr, nicht wie ich will,/ sondern wie du willst! Amen. dd. In Krankheitstagen. Auf dem Krankenbette. ). Gnädiger und allmächtiger Gott!/ Im Namen meines errn und Seilandes/ schaue ich zu dir auf von meinem Krankenlager./ Du hast mich bisher am Leben erhalten,/ wofür ich dir von BZerzen Lob und Dank sage. Laß dich auch fernerhin/ an mir nicht unbezeugt./ Sei du mein Arzt und Selfer./ Meinen Leib und meine Seele/ befehle ich in deine Sände. Sei du meine Kraft und meines Lebens Licht./ Bewahre mich vor Murren und Ungeduld./ Silf mir von meinen Schmerzen./ Stärke meinen Glauben;/ den sinkenden Mut richte auf,/ wenn Verzagtheit und Kleinglau⸗ be/ sich meiner bemächtigen wollen./ Alle meine Sorgen werfe ich auf dich,/ du wirst es wohl mit mir machen./ Erhöre mein Gebet um Jesu Christi willen. Amen.— 2. Ro⸗ rinther 5,—jo. Gebete 53 2. O Herr, himmlischer Vater,/ du bist ein getreuer Gott/ und lässest niemand versucht werden/ über sein Vermögen;/ ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen,/ laß nir das RKreuz nicht zu schwer werden./ Stärke mich, daß ich es mit Geduld trage„ und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzaͤge./ O Christe, des lebendigen Gottes Sohn,/ der du des Rreuzes Pein/ für mich gelitten hast/ und für meine Sünden gestorben bist,/ zu dir rufe ich aus zerzens Grund:/ erbarme dich über mich sündigen Men⸗ schen;/ vergib mir alle meine Uebertretungen. 7 Erhalte nich im wahren Glaͤuben bis an mein Ende./ O Gott, hei⸗ liger Geist,/ du wahrer Tröster in aller Not,/ stärke mich in der Geduld,/ erwecke in mir das Gebet,/ heilige mich mit wahrer Zuversicht/ und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Amen.— Psalm 3s. Zwinglis Gebet in Krankheit. Auch zu singen nach der Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. (Nr. 330o.) Im Anfang der Krankheit. . Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Wot!/ An meine Tür klopft an der Tod./ Steh du mir bei zu dieser Frist,/ Zerr Jesu Christ,/ der du des Todes Sieger bist. 2. Ist es dein Will, zieh aus den Pfeil,/ der mich ver⸗ wundet; hilf und heil!/ Rufst du zum frühen Tode mich, der Ton bin ich;/ mach ganz ihn oder ihn zerbrich! 3. Wimmst du den Geist von dieser Erd,/ tust dus, daß er nicht böser werd/ und daß er frommen Herzen nicht/ mit falschem Licht/ entwende Trost und Zuversicht. Inmitten der Krankheit. 4. Tröst, Herr Gott, tröst! Die Krankheit steigt,/ und Seel und Leib dem Schmerz sich beugt./ Nach deiner Gnad steht mein Begehr;/ zu mir dich kehr,/ denn außer dir ist Silf nicht mehr. 9. Sin rinnt das Leben, es ist um;/ still wird es bald; mein Zung ist stumm,/ mag nicht mehr stammeln nur ein Wort. /Die Kraft ist fort,/ all meine Sinne sind verdorrt. 6. Darum, o Serr, nun ist es Zeit,/ führ selbst hinfürder neinen Streit! Ich bin gar schwach, du stärke mich;/ fest halt ich dich,/ wie grimm der Feind auch stelle sich. Gebete 94 In der Besserung. 7. Gesund, Herr Gott, ich bin gesund!/ Es preiset dich mein Herz und Mund. Ins Leben wiederum ich kehr;/ dein Lob und Lehr/ will ich aussprechen immer mehr. 8. Wie es auch geh, dein ist mein Herz,/ bis einst mich faßt des Todes Schmerz./ Wohl muß ich einmal ihn bestehn/ mit schwerern Wehn/ vielleicht, als jetzo wär geschehn. 9. Voch will ich fröhlich tragen doch/ den Trutz der Welt und ihr Gepoch/ um dein Entgelt, o Serre mein,/ mit Silfe dein,/ ohn den nichts mag vollkommen sein. Vach Suldreich Zwingli, 3484—383. Für ein krankes Kind. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater,/ du siehst, wel⸗ cher Jammer unser Serz erfüllt./ Die Freude an unserm Kinde/ ist in schwere Sorge/ und großes Serzeleid ver⸗ wandelt. Darum erbarme du dich, allmächtiger Selfer; denn bei dir ist kein Ding unmöglich./ Gebiete du, dann wird die Krankheit weichen./ Willst du unser liebes Kind uns noch lassen,/ dann wollen wir es von neuem/ freudig aus deiner Vaterhand nehmen/ als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade./ Dann schenke uns auch Rraft und Weisheit,/ es für dich/ und dein himmlisches Reich zu er⸗ ziehen./ Gedenkst du es aber in dein Paradies zu versetzen,/ dann wollen wir uns dessen trösten,/ daß du es bewahrst vor den Sünden dieser Welt/ und es frühe führst zu deinem ewigen Seile./ Getreuer Gott, nimm uns alle in deine Sut,/ daß wir einst wieder vereinigt werden/ in dem Simmelreich unsers Herrn und Seilandes Jesu Christi,/ wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr/ unsre Freude stört/ und wir in vollkommener Seligkeit/ dich ewig loben und preisen wer⸗ den. Amen.— Psalm 62. Danksagung nach erlangter Gesundheit. Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will;/ so will ich dir jetzt mein Gelübde bezahlen,/ daß du mir geholfen hast./ Stricke des Todes hatten mich umfangen;/ aber du hast meine Seele vom Tode errettet./ Auf dich hoffte mein Herz,/ und mir ist nun geholfen./ Herr, mein Gott,/ wie groß sind deine Wunder,/ die du mir bewiesen! /Ich will sie verkündigen und davon sagen,/ solange ich lebe. Gelobet Gebete 55 seist du, Serr, täglich,/ und gerühmt sei dein herrlicher Name Uimmer und ewiglich./ Vun aber, Herr, wollest du das gute Werk,/ das du in mir angefangen hast,/ gnädig voll⸗ führen/ und mich von Tag zu Tag mehr starken/ und durch deinen guten Geist auf rechte Wege leiten,/ daß ich hinfort nicht mehr sündige,/ sondern dir mein Leben lang diene/ in Heiligkeit und Gerechtigkeit,/ die dir gefällig ist./ Laß deine Treue und Güte allewege mich behüten./ Verlaß mich nicht,/ zerr, mein Gott,/ sei nicht ferne von mir,/ eile mir beizu⸗ stehen,/ Herr, meine Silfe,/ auf daß meine Seele dir danke in Ewigkeit. Amen.— Psalm 336, 1—9. e. Im Angesicht des Todes. Sterbegebete. . Ich warte meines Heilandes Jesu Christi,/ daß er sich erhebe/ und mich einführe/ als seinen Gast zu dem Mahl des Himmelreichs./ Romm, Serr, und säume nicht/ und be⸗ suche mich in Frieden./ Söre mich, Serr,/ und leite mich aus den Unruhen des zeitlichen Lebens/ in den Zafen der ewigen Seligkeit./ O du, mein Vaterland,/ nach dir blicke ich noch aus der Ferne;/ dich, süße Seimat,/ grüße ich aus dem Tal meiner Pilgerfahrt/ und begehre dich zu erreichen. Zoffnung der Sterblichen,/ Rien Christus,/ du mein leuchtender Stern in den Finsternissen des Lebens,/ ich rufe zu dir, mein einziger Trost,/ und halte mich am Stamm deines Kreuzes./ Zilf mir und errette mich/ und nimm nich auf/ in deine verborgene Serrlichkeit./ Wende dein Antlitz zu mir/ und sieh mich an in Barmherzigkeit!́/ Laß mich schauen/ die Gnadenfülle deines Reiches/ und nimm mich auf/ zu deinen ewigen Freuden./ In deine Sande befehle ich meinen Geist. Amen. 2. Herr Gott Himmels und der Erden,/ so groß ist deine Liebe,/ daß du deinen Sohn ließest Todesnot leiden. Du hast uns Menschen beschieden,/ daß wir den finstern weg des Todes gehen müssen,/ und stürzest uns in Schmer⸗ zen und Aengste und Verlassenheit tausendfältig./ Aber du lässest uns nicht allein/ und gibst dich selbst hinein in die Vot, die du auf uns gelegt hast./ Dein Sohn muß sie tragen für alle./ Wir beten an, was wir nicht begreifen,/ und 56 Gebete lassen uns schenken,/ was unser Denken nicht faßt./ Mitten im Leben sind wir mit dem Tod umfangen./ Seiliger Serre Sott,/ heiliger starker Gott,/ heiliger barmherziger Seiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht versinken in des bittern Todes NVot./ Herr, erbarme dich unser. Amen. 3. Herr, Herr, sei du mit mir. /Verlaß mich nicht in meiner letzten Wot./ Stärke meinen Glauben;/ erhalte mir deinen Frieden;/ führe mich an deiner Zand,/ wenn mir die Sinne schwinden;/ begleite mich durchs dunkle Tal/ zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat. Erhöre, ach erhöre mich/ und vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen. Amen. 4. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß/ hilf mir, lieber HSerr. Ich weiche nicht von dir,/ ach bleibe du auch bei mir, Jesu;/ wenn mein Kampf angeht,/ so hilf mir ringen,/ so hilf mir siegen und überwinden;/ wenn die Angst meines Herzens groß wird,/ so führe mich aus meinen NVöten. Ich bin ja dein Eigentum;/ darum führe mich durch alle Angst hindurch/ zur Freude, zur Wonne, zur HZerrlichkeit./ Bist du bei mir, so fürchte ich mich nicht. Amen. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Ps. 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 3, 2). Fürchte dich nicht; denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43,). Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! Joh. 3, 29. Der Serr wird mich erlösen von allem Uebel und aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. 2. Tim. 4, 18. Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. 3. Joh. 3, 7. Herr, ich warte auf dein Heil. 3. Mos. 49, 58. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Verlaß mich nicht, Serr! Mein Gott, sei ie Gebete 57 nicht ferne von mir! Eile mir beizustehen, Serr, meine Silfe! Zoh. 36, 33. Ps. 38, 22. 23. ö Wir haben einen SGott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode rettet. Ps. 68, 2). In deine Sände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Zerr, du treuer Gott! Ps. 35, 6. Zerr Jesu, nimm meinen Geist auf! Apostelg. 7, 58. Einsegnung eines Sterbenden, der in den letzten Zügen liegt. Es segne dich, liebe Seele,/ Gott der Vater,/ der dich nach seinem Ebenbild erschaffen hat/ und der dich geführt hat/ auf allen Wegen deines Lebens./ Und es geleite dich Jesus Christus,/ der auch für dich litt/ und in den Tod ging,/ der auch auferstanden ist/ und thronet zur Rechten des Vaters./ Er leite dich/ durch das dunkle Tor des Todes/ ins ewige Vaterland, daß du daselbst mit allen Auserwählten/ in un⸗ aussprechlicher Freude und Serrlichkeit leben mögest./ Und es tröste dich der heilige Geist,/ der dich zu Gottes Tempel bereitet/ und geheiliget hat. zeuch hin in Gottes Frieden;/ in seine Vaterhände be⸗ fehlen wir deinen Geist! Amen. Säusliche Andacht, wenn ein Toter hinausgetragen wird. (Wenn der Sarg aus dem Hause getragen wird, so spreche der Saus⸗ vater folgendes:) Laßt uns an der Stätte des Todes hören, was Gottes Wort uns lehrt von des Menschen Sinfälligkeit und von Gottes Erbarmen: Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe; er geht wie eine Blume auf und fällt ab und flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Doch unser keiner lebt sich selber, und unser keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem HZerrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn; darum wir leben oder wir sterben, so sind wir des Herrn. Denn Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich cGlaudi, der wird leben, ob er gleich stürbe, und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. 58 Gebere Es wird gesäet verweslich und wird auferstehen unver⸗ weslich. Es wird gesäet in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesäet ein natürlicher Leib und wird auf⸗ erstehen ein geistlicher Leib. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen das Unverwes⸗ liche und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg: Tod, wo ist dein Stachels Sölle, wo ist dein Sieg? Sott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Serrn Jesum Christum. Amen. Lasset uns beten: Ewiger, allmächtiger Gott, der du über Tote und Lebendige Serr bist,/ wir sagen dir Dank für alle Wohltat,/ die du dem(der) Entschlafenen/ und in ihm(ihr) auch uns zeit seines(ihres) Lebens erwiesen hast, für alle Gnade und Erbarmung,/ womit du ihn(sie) gesegnet/ und nun versetzt hast in dein himmlisches Reich./ Wir bitten dich,/ du wollest ihm(ihr) um Jesu willen/ auch dort in der Ewigkeit/ ein barmherziger Vater und gnädiger Richter sein/ und ihn(sie) aufnehmen in deine Serrlichkeit./ Erquicke mit deinem Troste,/ du Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,/ die Leidtragenden;/ laß uns erkennen, daß du Gedanken des Friedens/ und nicht des Leides, über uns hast/ und daß denen,/ die dich lieben,/ alle Dinge müssen zum Besten dienen./ Zilf uns allen, daß wir einen guten Rampf kämpfen/ und Glauben halten,/ damit uns dereinst beigelegt werde/ die Krone der Gerechtigkeit/ durch Jesum Christum, unsern Serrn. Amen. Vaterunser. (Zum Sarge gewendet:) Der Herr behüte deine Seele; der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. IV. Besondere Lebenslagen. Gebet für unser Volk. O Bönig Christus, du allermächtigster Gewalthaber,/ der du die demütige und stille Gestalt liebst/ und doch Meister aller Dinge bist;/ der du in einem Stall gewohnt/ und in einem Kripplein geschlafen hast/ und doch allein Völker und Jahrhunderte vor dem Sturze rettest,—/ wie oft haben wir A&EmE E2 + 2360.2.— 2 — e onerr— r n“? +— Gebete o dich in vergangenen Tagen und Jahren/ von deinem Throne gestoßen/ und sind Sklaven geworden/ der Welt und ihrer Lust und Sünde!—/ Wir wissen,/ du allein kannst uns helfen aus der Vot, in die wir geraten sind. Kehre du wieder zurück/ zu unserm Volke/ und erneure deinen Bund mit ihm,—/ so wird vor deiner Klarheit/ der finstere Verderber ausfahren,/ so geschehen wieder an einem armen und hungern⸗ den Volke/ deine Wunder,/ und es verschwinden Seuche und Sucht,/ Zwietracht und Schmach. Bei dir bergen wir uns allesamt,/ du kannst uns neues Leben und neue Ehre,/ neue Sitte und neue Zucht,/ neuen Glauben und neue Hoffnung,/ neue Liebe und neue Gemeinschaft geben./ Außer dir ist keine Rettung mehr für uns. Darum besteige wieder den Thron,/ der dir gebührt,/ o Rönig Christus! Amen. Ein anderes Gebet für unser Volk. Ewiger und allmächtiger Gott!/ Du hast den Völkern ihre zeiten und Grenzen festgelegt/ und ihnen allen eine Aufgabe zugeteilt. Du hast auch uns unser Land,/ unsere Geschichte, unser Wesen gegeben./ Wir danken dir für alle deine Taten,/ die du an uns und unsern Vätern getan hast./ Und wir bitten dich,/ du wollest uns weiterhin dies Land/ und die Freiheit unserer Väter bewahren. /Vertiefe bei uns das Gefühl/ für Recht und Gerechtigkeit,/ für Gesetz und gute Ordnung./ Schaffe bei uns allen die Willigkeit,/ zu dienen und Gpfer zu bringen/ für die Wohlfahrt des Ganzen./ Laß in Vot und Gefahr/ wie in friedlicher Arbeit/ uns als ein Volk zusam⸗ menstehen./ Laß Glauben und Sottesfurcht unter uns herr— schen,/ auf daß wir unsern Beruf recht erfassen/ und unsere Aufgabe unter den Völkern erfüllen,/ daran mitzuwirken, daß dein heiliger Wille geschehe/ und dein Reich komme. Amen. Im Wandel der Zeiten(Jahreswende). Ewiger Gott und Vater! Aus dem Strome des Werdens und Vergehens,/ in dem wir selbst dahintreiben, blicken wir suchend zu dir auf,/ der du derselbe bleibst immerdar./ Du bist der Salt im irdischen Wechsel;/ du bist unser Licht/ in des Lebens Dämmerung, im Dunkel des Leides,/ in der Finsternis unseres Unverstandes, unserer Verkehrtheit./ In dir allein/ liegt unser Seil im Leben und im Sterben./ Frankf. Evang. Gesangb. 25 60 Gebete Du hast uns geführt in guten wie bösen Tagen,/ du hast uns geschenkt,/ wessen wir bedürfen:/ Licht und Leben,/ Nahrung des Leibes und der Seele,/ liebe Menschen und Freunde,/ Sonnenschein und Leid,/ damit wir unter beidem wachsen./ Mit dir wollen wir Abschied nehmen/ vom ver⸗ gangenen Jahre,/ von seiner Freude und seinem Weh./ So danken wir dir für alle Güte,/ die du uns hast fühlen lassen,/ so bitten wir dich/ für uns und unsere Lieben,/ für Volk und Seimat,/ für Gemeinde und Kirche! /Mit dir laß uns schließen, was vergangen ist,/ mit dir laß uns anfangen,/ was neu wird,/ und dich laß uns rühmen alle Tage,/ bis du uns still hinlegst/ zu den Scharen derer,/ die in dir ruhen. Amen. Ein fröhlich Gebet im Wandel der Zeiten. Ich kam, weiß nit woher,/ ich bin und weiß nit wer,/ ich leb, weiß nit wie lang,/ ich sterb und weiß nit wann,/ ich fahr, weiß nit wohin,/ mich wunderts, daß ich fröhlich bin. Da mir mein Sein so unbekannt,/ so steht es wohl in Gottes Sand. Die führe mich so aus wie ein,/ dann kann ich wohl getröstet sein. Amen. * Ein Teil der Gebete ist mit freundlicher Genehmigung der Verlagsan⸗ stalten folgenden Büchern entnommen: ).„Das Gebet der Tageszeiten“, herausgegeben im Auftrag der Berneuchener Vonferenz, Hanseat. Verlagsanstalt, Samburg. z2.„Der RKreuzweg unseres Serrn und Seilandes Jesn Christi“, im Bärenreiterverlag, Augsburg. 3.„Deutsche Tischgebete“, von Paul Rästner, Verlag Quelle und Meyer, Leipzig. Morgenlieder, auch als Morgengebete geeignet, stehen in: Thomas,„Das Morgenlied“, Bärenreiterverlag, Augsburg. Für solche Christen, die für sich und ihre Sausgenossen Anleitung zu wei⸗ terer Vertiefung suchen, seien neben den bekannten und bewährten alten Ge⸗ betbüchern diese neueren besonders genannt. die LieëEοιτ⁰hSÆ 1. Aus vorreformatorischer Seit. . Ambrosius, geb. um 340 zu Trier, der„Vater des Kirchengesangs“, hat als Bi⸗ schof von Mailand(seit 374) den Gesang von Bymnen und Psalmen nach morgenländi⸗ scher Sitte eingeführt. Der sog.„Ambrosianische Lobge⸗— sang“, das„Te deum“, soll der Legende nach von Ambro⸗ sius und Augustinus gemein⸗ sam gedichtet und bei Augu⸗ stinus Taufe Ostern 387 im Wechselgesang vorgetragen sein. Wahrscheinlich geht er auf einen griechischen Hym⸗ nus zurück, der, wie vermutet wird, nicht von Ambrosius, sondern von Nicetas von Re⸗ mesiana(1 372) in den lateini⸗ schen Gottesdienst eingeführt ist. Luther hat ihn in streng kirchlicher Form ins Deut⸗ sche übertragen(Vr. 242) und als drittes Glaubensbekennt⸗ nis neben dem sog. Apostoli⸗ schen und Nicänischen ange⸗ sehen; der katholische Prie⸗ ster Ignaz Franz hat um 770 ein geistliches Volkslied danach gemacht(Vr. 53). Von Ambrosius ist vielleicht die lateinische Vorlage von Nr. 46. 2. Beda Venerabilis, d. h. der Ehrwürdige, geb. 674 bei Wearmouth in Vorthumberland, Benedikti⸗ nermönch,„der Lehrer Eng⸗ lands“, der den Angelsachsen und durch ihre Missionare mittelbar auch anderen Ger⸗ manen die römische Bildung vermittelte, Verfasser einer wertvollen englischen Kir⸗ chengeschichte, hat auch Zym⸗ nen gedichtet, wiewohl die Echtheit der ihm zugeschrie⸗ benen zweifelhaft ist; 4 739 im Kloster Jarrow. Latein. Vorlage zu Nr. 403. 25 6² 3. Robert, Vönig von Fõomnien genannt„der romme“, geb. 97), Sohn und Thronfolger Sugo Ca⸗ pets, 996— 3jo3), suchte den Gottesdienst durch Pflege des Kirchengesangs zu heben und dichtete dazu selbst Lie⸗ der wie die mehrfach, z. B. durch Martin Moller, ver⸗ 4 4. Bernhard von Clairvaux, geb. 3ogo zu Fontaines bei Dijon, Zister⸗ ziensermönch, Abt des Klo⸗ sters Clairvaux, der religiöse Führer des 32. Jahrhunderts, der 3342 im Frankfurter Dom vor Kaiser Konrad III. eine begeisternde Kreuzzugspre⸗ digt hielt, der Mystiker der Jesusliebe. f 3563. Sein Lied „Jesu dulcis memoria“ ist die Vorlaͤge für Nr. 255, 3 ff. (M. Moller) und 368(Zinzen⸗ dorf). Dagegen die Vorlage für 44 und 47, das Passions⸗ salve zu den Gliedmaßen Jesu, stammt nicht von ihm, sondern wahrscheinlich von einem belgischen Zisterzienser Arnulf von öwen (um 3zoo2o). 5. Bonaventura, eigent⸗ lich Johannes Fidanza, geb. 22) zu Bagnorea im KFir⸗ chenstaate, Franziskaner⸗ mönch, seit 32897 Ordensgene⸗ ral, einer der anerkannten großen Kirchenlehrer der ka⸗ deutschte Pfingstsequenz Nr. 06. Die Liederdichter tholischen Kirche, 3274 auf einem Konzil zu Lyon. Latei⸗ nische Vorlage zu Nr. 40. 6. Johannes Tauler, geb. um 330o in Straßburg i. E., Dominikaner, Prediger in seiner Vaterstadt, vorüber⸗ gehend auch in Basel und Röln, Mystiker, nachmals von Auther eine Zeitlang sehr geschätzt, forderte die Nachahmung des armen Le⸗ bens Christiz 1 336 in Straßburg. Vr. 343. 7. HZeinrich von Laufen⸗ berg, geb. um 3390 zu Lau⸗ fenberg am Rhein(Aargau), Priester in Zofingen(Aar⸗ gau), dann in Freiburg i. Br., zog sich in ein Straßburger Kloster zurück. Er dichtete viele geistliche Lieder voll Innigkeit und Simmels⸗ sehnsucht, zum Teil im An⸗ schluß an bekannte weltliche Volkslieder. 4 34398(D). Vr. 444, 879. 8. Vorreformatorische Lie⸗ der unbekannter Serkunft: Nr. 56, 68. Einzelne vorre⸗ formatorische deutsche Lied⸗ strophen(sog.„Leisen“ von „Ryrie eleison“, d. h.„Berr, erbarme dich“) sind von Lu⸗ ther zu längeren Liedern er⸗ weitert: Vr. 30o, 70. Andere Lieder älterer Serkunft, die in der Reformationszeit oder später bearbeitet sind: Nr. 78, 333, 30o, 354, 388, 380, 385, 404, 433, 884. Die Liederdichter 63 2. Das Jahrhundert der Reformation. a. QLuther und seine Zeitgenossen. 3. Martin Luther, geb. 30. Vov. 3483 zu Eisleben, 1 38. Febr. 35946 ebenda, Pro⸗ fessor in Wittenberg, der deutsche Reformator, hat sei⸗ nen lieben Deutschen neben der deutschen Bibel(V. T. 3½2, vollständige Bibel 59340), auch das deutsche Ge⸗ sangbuch geschenkt. 3823 dich⸗ tete er sein erstes Lied auf zwei in Brüssel verbrannte junge Märtyrer:„Ein neues Lied wir heben an“(Sing⸗ weise zu Vr. 37)) und auch Nr. 348 und 340. 5824 gab er das erste evangelische Ge⸗ sangbüchlein heraus. Er hat im ganzen 42 Lieder gedichtet, darunter 36 Kirchenlieder, die ein Spiegel seiner geistesge⸗ waltigen Persönlichkeit und seines weltüberwindenden Glaubens sind. Unser G. B. enthält 23. Einige sind Erwei⸗ terungen bereits vorhande⸗ ner Strophen, z. B. der sog. „Leisen“(von„Kyrie elei⸗ son“), Vr. 30, 76; auch 75, 533, 309, 306 Str. 8, 433: ein⸗ zelne Uebertragungen anderer gottesdienstlicher Gesänge Nr. 242, 298; Umdichtungen von Psalmen Nr. 89, 92, 93, 340, zog, oder ganz neue Lieder, Nr. 33(eigentlich nicht ein Kirchenlied, sondern ein häusliches Kinderlied), 32, 57, 8s, 90(wahrscheinlich zwischen 18927 und z29), 95. 548, 399, 449. 2. Justus Jonas, geb. 493 zu NVordhausen, Freund Luthers, ürsprünglich Pro⸗ fessor des Kirchenrechts in Erfurt, dann Professor der Theologie und Propst in Wittenberg, ein besonders sprachgewandter Mitarbeiter an Luthers Bibelüberset⸗ zung, später Reformator von Salle. Bei Authers Tode war er zugegen und hielt ihm auch die Lei⸗ chenrede. Durch den Schmal⸗ kaldischen Krieg verlor er sein Amt; nach unruhigen Jah⸗ ren war er zuletzt Pfarrer und Superintendent im Ro⸗ burgischen, 1 1888 zu Eis⸗ feld a. d. Werra. Vr. 98. 3. Johann Walther, geb. 3490 zu„Cola“(Rahla oder Cölledaꝛ) in Thüringen, der alte Lutherkantor, 3320 Hofkantor in Torgau, gab 55½24 mit Luther zusammen ein Chorgesangbuch heraus, war später KFapellmeister in Dresden, 3870 in Torgau Nr. 370, 876. 3. Paul Eber, geb. 785) in Kitzingen(Unterfranken), Melanchthons Schüler und vertrauter Freund, Professor 64 erst der lateinischen Sprache, dann der Physik, später des Alten Testaments, zuletzt Stadtpfarrer und General⸗ superintendent in Witten⸗ berg. 1 3869. Nr. 25), 3oo. 5. Paul Speratus, geb. 5484 zu Rötlen bei Ellwan⸗ gen(Schwaben), als katholi⸗ scher Priester in Dinkelsbühl, Würzburg, Salzburg, früh⸗ zeitig ein begeisterter Anhän⸗ ger Luthers, 322 und 5523 Vorkämpfer der Reformaͤtion in Gesterreich, Ungarn und Mähren, als Prediger von Iglau wegen Ketzerei in Ol⸗ mütz eingekerkert und zum Feuertode verurteilt, jedoch aus dem Kerker, wo er Nr. 549 dichtete, entlassen, in Wittenberg Luthers Mitar⸗ beiter am ersten evangelischen Gesangbuch, seit 332 Hof⸗ prediger des Herzogs Albrecht von Preußen in Rönigsberg und zusammen mit Gramann Reformator von Preußen, von 38329 bis an seinen Tod )evangelischer Bischof von Pomesanien zu Marien⸗ werder. Nr. 349. 6. Johann Gramann Poliander), geb. 3487 zu Neustadt in der jetzt bayri⸗ schen Oberpfalz, Ecks Schrei⸗ ber bei der Disputation mit Auther 38939, dann dessen An⸗ hänger und durch ihn 32 als Pfaͤrrer nach Rönigsberg empfohlen, wo er mit Spera⸗ Die Liederdichter tus die Reformation ein⸗ führte. 1 554). Vr. 243. 7. Albrecht, Markgraf von Brandenburg⸗-Ansbach, Herzog von Preußen, geb. 3490 in Ansbach, der Hochmeister des Deutschen Ordens, der 362s das preu⸗ ßische Ordensland in ein welt⸗ liches Serzogtum umwandelte und mit Speratus und Gra⸗ mann dort die Reformation einführte, soll nach neueren, aber nicht unbestrittenen For⸗ schungen das Lied Nr. 230 und andere, z. B. auch 360o, gedichtet haben. 3968. 8. Johann Agricola, geb. um 3494 in Luthers Ge⸗ burtsstadt Eisleben, anfangs Luthers Freund, später ihm entfremdet, Sofprediger und Generalsuperintendent in Berlin, erregte durch seine Mitwirkung am Augsburger Interim 3as viel Unwillen. + 3966. Daß Nr. 360 von ihm sei, wird schon um 3830 be⸗ zeugt, ist aber bezweifelt. 9. Erasmus Alber, geb. um 3oo in Bruchenbrücken in der Wetterau, ein Schüler und Freund Luthers, vielsei⸗ tiger Schriftsteller, besonders für die Jugend, Fabeldichter, führte in mehreren Gegenden essens(Sprendlingen, Wet⸗ terau, Babenhausen) die Re⸗ formation ein, nach wechsel⸗ vollen, schweren Schicksalen Die Liederdichter 3983 als Superintendent in Veubraͤndenburg. Vr. 274. 30. Hermann Bonn(us), eigentlich Gude(Lat. Bonus), geb. 3g zu Guakenbrück, Schüler Luthers, erster evan⸗ gelischer Superintendent von Lübeck, Reformator seiner Heimat GOsnabrück, gab Lie⸗ der in niederdeutscher Spra⸗ che heraus. 1 5548 in Lübeck. Nr. 370. 3. Vikolaus Decius, der als Verfasser der ur⸗ sprünglich niederdeutsch er⸗ schienenen Bearbeitungen alt⸗ kirchlicher Gesänge Nr. 34 (Agnus Dei) und 86(Gloria in excelsis) genannt wird, scheint der aus Hof in Ober⸗ franken stammende Nik. Tech (Thecius) zu sein, der eine zeitlang Propst an einem Vonnenkloster Steterburg bei Wolfenbüttel und dann evan⸗ gelischer Prediger in Stettin war; 1 3). 2. HBans Sachs, der be⸗ kannte Schuhmacher und Meistersinger, geb. 3494 in MWürnberg, frühzeitig Anhän⸗ ger Luthers, den er 3323 als „die Wittenbergisch Nachti⸗ gall“ begrüßte; 35876 in Nürnberg. Vr. 4)7. 3. Sebald Zeyden, geb. 5494 in Nürnberg, erster evangelischer Aektor der dor⸗ tigen St. Sebalder Schule; 586). Nr. 375. 69 54. Hudwig Zeilmann, ein unbekannter süddeutscher Anhänger Luthers, dichtete wahrscheinlich 32s in Nürn⸗ berg das als Flugblatt ver⸗ breitete, im G. B. verkürzte und mit Zusatzstrophen verse⸗ hene Lied Nr. 4)9. 59. Nikolaus Herman, geb. um 3480 in Altdorf bei Würnberg, Kantor und Leh⸗ rer zu Joachimstal in Böh⸗ men, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, dichtete zahlreiche Lieder besonders für die Jugend, schuf auch viele gute Singweisen. 586). NVr. 33, 89, 906, 202, 270, 308. 36. ZJoachim Magde⸗ burg, geb. 33½2Y zu Garde. legen(Altmark), Freund des lutherischen Theologen Mat⸗ thias Flacius, wegen seiner schroff lutherischen Saltung an mehreren Stellen vom Pfarramt verdrängt, längere Zeit Prediger in Gesterreich, 584—87 in Essen a. d. Ruhr. Wr. 232, Str. 3. 7. Georg Niege, geb. 5929 in Allendorf a. d. Werra, im Schmalkaldischen Krieg Landsknecht auf evangelischer Seite, später Sauptmann in mehreren Feldzügen, dann Amtmann im Stift Minden und in Lage bei Serford; 1 3988 in Rinteln. Nr. 263. 66 8. Buldreich Zwingli, geb. 3. Jan. 3484 zu Wild⸗ haus im Toggenburg, 38o Pfarrer in Glarus, 3936 in Einsiedeln, 3858 in Zürich, der schweizerische Reforma⸗ tor, dichtete das Lied Nr. 94 unter den Waffen in der Kriegsgefahr des für die Sache der Reformation ver⸗ hängnisvollen Jahres 3529. Aus der Pestzeit 3859—20 stammt sein im Gebetsanhang S. 53/4 enthaltenes Krank⸗ heitslied. Er fiel als Feld⸗ prediger in der Schlacht bei Kappel 33. Okt. 393. 59. Ambrosius Blaurer (Blarer), geb. 3492 zu Kon⸗ dens“„der Apostel Schwa⸗ ens“, war im Bunde mit seinem Bruder, dem Bürger⸗ meister Thomas Bl. und sei⸗ nem Freunde Johann Zwick der Reformator seiner Vater⸗ stadt, führte die Reformation auch in Württemberg durch, während des Augsburger In⸗ terims 3648s heimatlos ge⸗ worden(Lied Vr. Losd), 1 3964 als Pfarrer in Win⸗ terthur. Veben Zwick der be⸗ deutendste reformierte Lie⸗ derdichter jener Zeit. Nr. 405, 4)8, Sos. 20. Johann Zwick, geb. um 3496 zu Ronstanz, ur⸗ sprünglich Jurist, dann Theo⸗ loge, Vorkämpfer der Refor⸗ mation, Pfarrer in seiner Vaterstadt, Freund Ambr. Blaurers, gab 38336 ein gu⸗ Die Liederdichter tes Gesangbuch heraus, das sowohl Lieder von Luther und seinen Freunden wie von Zwingli und den Seinen ent⸗ hielt; 1 3542 bei der Pflege von Pestkranken in Bischofs⸗ zell(At. Thurgau). Vr. bo, 939. 2). Ronrad Zubert, geb. ⁰ zu Bergzabern(Pfalz), Pfarrer in Straßburg, Freund und unermüdlicher elfer des Reformators Martin Bucer, beim Vor⸗ dringen des entschiedenen Luthertums nach Bucers Tode wegen seiner zwischen Luther und Zwingli vermit⸗ telnden Richtung vom Amt verdrängt; f 3577 in Straß⸗ burg. Vr. 34)(vielfach irr⸗ tümlich dem in Frankfurt a. Main geborenen, 3867 als Pfarrer bei Gotha gestorbe⸗ nen Joh. Schneesing zuge⸗ schrieben). 22. Johannes Englisch, geb. zu Buchsweiler i. Elsaß, Pfarrer am Straßburger Münster, Anhänger der zwi⸗ schen Luther und Zwingli vermittelnden Richtung Bu⸗ cers, deshalb nach dessen Tode wie Subert 386ο vom Amt verdrängt; t in hohem Alter 3577. Vr. 448. 23. Adam Reißner Reusner), geb. 3496 zu Min⸗ delheim(bayr. Schwaben), Schüler Johann Reuchlins, des Georg Geheimschreiber hauptmanns Feld⸗ von P 7 ÆN 3 n 3———„*—SA—33355 * NNY.& Die Liederdichter Frundsberg, in Straßburg Anhänger des von den Re⸗ formatoren als„Schwarm⸗ geist“ bekämpften Vaspar Schwenckfeld, scheint auch in Fraͤnkfurt a. M. gelebt zu haben, t um 387 in seiner Vaterstadt. Nr. zoo. 24. Georg Grünwaldt, ein Schuhmacher aus KRitz⸗ bühl in Tirol, als Wieder⸗ täufer 3630 auf Befehl der österreichischen Regierung in Rufstein(Tirol) verbrannt. Vr. 457. 28. Walpurg von Pap⸗ penheim, zu Kalden, eine Anhängerin der Wiedertäu⸗ fer, soll das im Gesangbuch der Böhmischen Brüder von 893) stehende Lied Nr. 463 verfaßt haben. 26. Michael Weiße, geb. zu Veiße in Schlesien, Moͤnch in Breslau, schloß sich, seiner evangelischen Gesinnung we⸗ gen vertrieben, den Böhmi⸗ schen Brüdern an, war mit Joh. Sorn 3524 ihr Abge⸗ sandter an Luther, gab als Pfarrer der Brüdergemein⸗ den in Landskron und Ful⸗ nek 393) das erste deutsche 6² Gesangbuch der Böhmischen Brüder heraus, 36 Lieder, teils Uebersetzungen aus dem Tschechischen, teils auch eige⸗ ne Lieder, enthaltend. 834 in Landskron. Vr. 35, 58, 300, 463(7), 836. 27. Johann HSoyn(tschech. Roh), aus Taus in Böhmen, seit 3332 Bischof Senior) der Böhmischen Brüder, Führer der zu den deutschen Autheranern neigenden Rich⸗ tung, gab das deutsche Brü⸗ dergesangbuch Michael Wei⸗ ßes 5544 neu heraus; t 3847 zu Jungbunzlau. Vr. 345, 4)6(D. 28. Petrus Zerbert, 357) als Consenior der Böhmisch⸗-Mährischen Brü⸗ der⸗Unität zu Eibenschütz. Vr. 277. 29. Georg Vetter, geb. 536 in Zabreh Mähren), Consenior der Böhmisch⸗ mährischen Brüder⸗Unitat, 33999 zu Selowitz Mäh⸗ ren). Vr. 384. Lieder unbekannter Ser⸗ kunft aus der Reformations⸗ zeit: Vr.(34), 36,(760),(230), 3o7, 3897, 49. b. Die nachreformatorische Zeit. 3. Nikolaus Selnecker, geb. 3930(658327) zu Hers⸗ bruck bei Nürnberg, schon als Rnabe Organist in Nürnberg, Melanchthons Schüler und Freund, in den theologischen Parteikämpfen nach Me⸗ lanchthons Tode ein viel um⸗ strittener und wiederholt vom Amt verdrängter Ver⸗ 68 treter der lutherischen Recht⸗ gläubigkeit, an einflußreichen Stellen als Hofprediger in Dresden, als Professor in Jena und in Leipzig, als Generalsuperintendent von Braunschweig in Wolfen⸗ büttel, als Superintendent von Leipzig und von Sildes⸗ heim für den Zusammenschluß der Autheraner wirkend, Mitverfasser der Ronkor⸗ dienformel 3377, ein eifriger Förderer des Kirchengesangs, Gründer des Leipziger Tho⸗ maner⸗Chors; 392 in Leip⸗ zig. Nr. 96, 36); vgl. 236. 2. Martin Schalling, geb. 38932 zu Straßburg i. E., Schüler und treuer Anhän⸗ ger Melanchthons und seiner vermittelnden Richtung, des⸗ halb viel angefeindet und wiederholt vom Amt ver⸗ drängt, Pfarrer in Regens⸗ burg, Sofprediger und Ge⸗ neralsuperintendent in Am⸗ berg(Oberpfalz), wegen sei⸗ ner Ablehnung der Ronkor⸗ dienformel abgesetzt, zuletzt Prediger in Nürnberg, in seinen letzten Lebensjahren erblindet; 4 3608. Nr. 362. 3. Kaspar Bienemann, geb. 3340 zu Würnberg, ein streng lutherischer Theologe, in den Glaubensstreitigkeiten seiner Zeit aus verschiedenen Kirchenämtern vertrieben, zuletzt Generalsuperintendent in Altenburg; 39). Vr. 274. Die Liederdichter 4. Bartholomäus Ring· waldt, geb. 3330(0 zu Frankfurt a. d. G., Pfarrer in Langenfeld(Brandenburg), ein gut lutherisch und gut deutsch gesinnter Mann, der mit Wort und Schrift kräf⸗ tig für die Reinheit der Lgehre und gegen die Sünden der Zeit kämpfte; t 3599. Lied Nr. 342 stammt aus sei⸗ nem Buch„Christliche War⸗ nung des treuen Eckart“. 5. Ludwig Helmbold, geb. 3932 zu Mühlhausen in Thüringen, zuerst Ronrektor des Gymnasiums, auch Uni⸗ versitätsprofessor der Philo⸗ sophie in Erfurt, später Su⸗ perintendent in seiner Vater⸗ stadt, verfaßte viele lateini⸗ sche und deutsche Gedichte, insbesondere für die Jugend. Lied Nr. 253 dichtete er 3363 während einer furchtbaren Pest in Erfurt für flüchtende Freunde; f 3os an der pest. Nr. 235, 244. 6. Christoph Fischer, geb. um 3838 zu Joachimstal in Böhmen, zuerst Pfarrer und Superintendent in Thü⸗ ringen, f 36o als General⸗ superintendent in Celle. Nr. 37. 7. Thomas Hart mann, geb. 3548 zu Lützen, f 30⁰9 als Pfarrer in Eisleben. Nr. 60. 8. Johann Leon, geb. zu Ohrdruf bei Gotha, Pfarrer in Rönigssee(Schwarzburg⸗ *2*. eeeerneeeeeeee 27*——722— 225 — CVJIX.ꝗX.. ¶.—2—* 5........... Die Liederdichter Rudolstadt), später in Groß⸗ Mühlhausen, zuletzt in Wöl⸗ fis bei Ohrdruf; 1 3897. Nr. 330, 3)8, Str. 3. 9. Johann Siegfried, geb. 3860 oder 3304 zu Bor⸗ na, 4 3637 als Superinten⸗ dent zu Schleiz. Nr. 338, Str. 2—4. 30. Martin Noller, geb. 547 zu Kropstädt bei Wit⸗ tenberg, Pfarrer in verschie⸗ denen schlesischen Gemein⸗ den(Löwenberg, Resselsdorf, Sprottau), als Oberpfarrer in Görlitz, zuletzt erblindet, 36⁰6. Ein„theologus pa⸗ cificus et practicus“, wie in seiner Kirche unter seinem Bilde steht; verfaßte viele gern gelesene, erbauliche Schriften, z. T. im Anschluß an alte Kirchenlehrer, Augu⸗ stin, Anselm, Bernhard, Tau⸗ ler u. a. Nr. 344, 2)5, 256, 406. 3j. Martin Behm, geb. 5587 in Lauban(Schlesien), nach harter Jugend 4) Jahre lang Pfarrer in seiner Va⸗ terstadt, verfaßte zahlreiche Lieder und erbauliche Schrif⸗ ten; 1 3622. Nr. 28, 204, 205, 599, 860, 577. 2. Ambrosius Lobwas⸗ ser, geb. 38934 zu Schneeberg (Sachsen), Lutheraner, Pro⸗ fessor der Rechte in Rönigs⸗ berg, übersetzte die französi⸗ schen Psalmen der reformier⸗ ten Kirche ins Deutsche, die, 69 5s mit Voten erschienen, in dieser Form lange Zeit das einzige Gesangbuch der refor⸗ mierten Kirche deutscher Junge waren; 1 588. Nr. Soo. 3. Cornelius Becker, geb. 396) in Leipzig, dichtete zur Verdrängung der in den reformierten Kirchen üblichen Lobwasserschen Psalmen die biblischen Psalmen nach Au⸗ thers Art in deutsche Lieder auf deutsche lutherische XKir⸗ chensingweisen um; f als Pro⸗ fessor der Theologie und Pfarrer in Leipzig 3604. Nr. 434. 4. Johann Nühlmann, geb. 5973 zu Pegau bei Leip⸗ zig, 1 3653 als Professor der Theologie und Pfarrer da⸗ selbst. Nr. 493. 8. Philipp Wicolai, geb. 3896 in Mengeringhau⸗ sen(Waldeck), Pfarrer in Herdecke a. d. Ruhr und an der heimlichen lutherischen Gemeinde zu Röln unter dem gefahrvollen Druck katholi⸗ scher Uebermacht, Sofpredi⸗ ger in Wildungen(Waldeck), Pfarrer in Unna(Westf.) und zuletzt Sauptpastor in Hamburg, ein leidenschaft⸗ licher Bekämpfer der Kalvi⸗ nisten, schrieb während einer furchtbaren Pest in Unna 5997 einen„Freudenspiegel des ewigen Lebens“, gedruckt Frankfurt a. M. 3890909, in dem die Lieder Nr. 27 und 3) stehen. 4 360s in Samburg. 70 36. Johann Linde⸗ mann, geb. 3540 in Gotha aus der Familie der Mutter Martin Luthers, war 387)— 63) Kantor in Gotha, hat wohl Nr. 492 auf eine ur⸗ sprünglich zu einem weltli⸗ chen Liebeslied gehörende Weise des italienischen RKa⸗ pellmeisters Joh. Jak. Ga⸗ stoldi 56—-)622) gedichtet. +1 3633. 57. Kaspar Stolsha⸗ gen, geb. 3s zu Bernau bei Berlin, Pfarrer in Sten⸗ dal, dann Superintendent zu Iglau(Mähren), 1 3894. Nr. 386. 58. Johannes Major (Große), geb. 3964 zu Rein⸗ städt bei Orlamünde, 1 3684 als Professor der Theologie Die Liederdichter in Jena, hat vielleicht das 5633 zu Jena während einer Hochwassernot veröffentlichte Lied Nr. 343 gedichtet. 9. Daniel Sudermann, geb. 38σο zu Lüttich als Sohn eines Malers und Kupfer⸗ stechers, Hofmeister in ver⸗ schiedenen Grafen⸗ und Ber⸗ renhäusern, später Erzieher vornehmer Jünglinge in dem „Bruderhof“ zu Straßburg, Anhänger RKaspar Schwenck⸗ felds und der alten Mystiker (Tauler u. a.); t um 303). Nr. 343 nach Tauler. Lieder unbekannter Ser⸗ kunft aus nachreformatori⸗ scher Zeit: Nr. 22,(043), 2)2, Str. 2 u. 3, 237, 278, 334, 385, 399, 400, 420, 449, 84. 3. Das Jahrhundert des großen Brieges. a. Kirchliche Saͤnger der schweren Zeit. ). Christoph Knoll, geb. 563 in Bunzlau(Schlesien), Lehrer und später Pfarrer in Sprottau, 3628 durch die Liechtensteinschen Dragoner vertrieben, zuletzt Pfarrer in Wittgendorf(Schlesien),= 69⁰0. Lied Nr. 3)3 verfaßte er wahrscheinlich 3ο wäh⸗ rend einer schweren Pestzeit in Sprottau. 2. Valerius Herberger, geb. 3962 in Fraustadt, da⸗ mals zu Polen gehörig, nach entbehrungsreicher Jugend Pfarrer daselbst, hatte durch die katholischen Polen, die ihm seine Kirche raubten, durch Feuersbrunst, Pest und Kriegsnöte viel zu leiden. Nr. 352, in den Anfangsbuch⸗ staben der einzelnen Strophen seinen Vornamen enthaltend, dichtete er 36)3 während einer schweren Pestzeit. 362½7. ———.— 26 8828257676— Q& 29 ³cccy„“ Die Liederdichter 3. Johann Kempff, geb. zu Staffelstein im Würzbur⸗ gischen, von dort mit seinem Vater des Glaubens wegen vertrieben, seit 3604 Pfarrer in Gotha, 32s an der Pest daselbst. Wr. 378. 4. Tobias Kiel, geb. 5884 zu Ballstedt bei Gotha, starb 5627 mit seiner Frau und 4 Kindern in seinem Heimat⸗ ort, wenige LTage nachdem er als Pfarrer dort wieder ein⸗ gezogen war. NVr. 387, 879. 5. Michael Altenburg, geb. 3384 zu Alach bei Er⸗ furt, Pfarrer in jener Ge⸗ gend(3650 Tröchtelborn, 362) Großen⸗Sömmerda), zuletzt 3638 in Erfurt selbst, auch ein bedeutender Tonkünstler, diente dem Heere Gustav Adolfs als Feldprediger und dichtete wahrscheinlich Nr. 97, Gustav Adolfs Feldlied vor der Schlacht bei Lützen 632) auf die Losung des schwedischen Seeres bei Brei⸗ tenfeld 363)„Gott mit uns“ + 3640. 6. Johann Heermann, geb. 9ss zu Raudten bei Wohlau(Schlesien), der be⸗ deutendste Kirchenliederdich⸗ ter zwischen Luther und Ger⸗ hardt, als Jüngling Sausge⸗ nosse des Valerius Herberger (s. Vr. in Fraustadt, in seiner Dichtkunst beeinflußt von Martin Opitz und seiner 7 Schlesischen Dichterschule, schon 360s mit dem kaiserli⸗ chen Dichterlorbeer gekrönt, Pfarrer in Röben bei Glo⸗ gau, ein kränklicher, von viel Leid heimgesuchter Mann, erlitt die Schrecken des zo⸗ jährigen Krieges und der Gegenroformation, die Quä⸗ lereien der Liechtensteinschen Dragoner, mehrfache Plün⸗ derung durch Wallensteinsche Truppen; ein Sohn wurde ihm als Symnasiast durch Jesuiten katholisch gemacht, kehrte zum evangelischen Glauben zurück, starb aber bald als Student. Er selbst lebte sein letztes Jahrzehnt krank im Ruhestand zu Lissa und verfaßte viele erbaͤuliche Bücher, insbesondere Buß⸗ und Trostschriften. Seinen zahlreichen Liedern, in denen der Sintergrund der Zeit un⸗ verkennbar ist, hat er viel⸗ fach Andachten von Martin Moller u. a. zu Grunde ge⸗ legt, die selbst Bearbeitungen älterer, z. T. katholischer Vorlagen sind, Lied Nr. 29 nach einem Gebet eines Je⸗ suiten Michaelis, Nr. 38, 39, 549 nach Anselm von Can⸗ terbury, 346 nach Tauler. + 3647. Nr. 29, 38, 39, 6), 98, 99, 348, 346, 398, 278, 290, 547, 8S. 7. Martin Rinckart, geb. 38986 zu Eilenburg Prov. Sachsen), Freund und Schick⸗ 7²2 salsgenosse Joh. Seermanns, von 36)7- 649 Pfarrer in seiner Vaterstadt, hatte in dem Pestjahr 3637 als einzi⸗ ger überlebender Pfarrer an 40⁰0 Leichen zu begraben, sorgte in Zungersnot für Ar⸗ menspeisungen, rettete seine Gemeinde vor Brandschatzung und Ausweisung. Sein Dank⸗ lied 246, ursprünglich ein Tischgebet, stammt wohl aus d. J. 3630 oder 363). f 3649. Nr. 248, 529. 8. Josua Stegmann, geb. 3ess zu Sülzfeld bei Meiningen, Professor der Theologie und Superinten⸗ dent zu Rinteln a. d. Weser, während des zojährigen Rrie⸗ ges eine Zeitlang vertrieben, starb infolge schwerer Krän⸗ kungen durch Benediktiner⸗ mönche, welche nach dem Re⸗ stitutionsedikt von 3629 die Universität in Besitz nahmen, 5632. Vr. joo. 9. Matthäus Meyfart, geb. 36990 in Jena, Direktor des Gymnasiums in Voburg, dann Professor der Theolo⸗ gie, zuletzt auch Prediger in Erfurt, wegen seiner Forde⸗ rung einer Sittenreform für die Universitäten und die Kirche viel angefeindet, suchte in seinen meist von den „Letzten Dingen“ handelnden Schriften die schlafende Chri⸗ stenheit mit dem Sinweis auf das Jüngste Gericht und das Die Liederdichter Simmlische Jerusalem zu wecken. 3642. Nr. 337. 90. Josua Wegelin, geb. 3604 in Augsburg, Pfar⸗ rer in seiner Vaterstadt, wäh⸗ rend des Krieges zweimal vertrieben, fand eine Zu⸗ flucht in Preßburg(Ungarn), wo er 364o als Senior starb. Jr. 70(umgedichtet durch E. Sonnemann). )). Ernst Sonnemann, geb. 3630 in Lüneburg, 3658 Ronrektor in Celle, 366) Pfarrer in Einbeck, 4 3670. Nr. 70(nach J. Wegelin). 2. Justus Gesenius, geb. 360) zu Esbeck(Zanno⸗ ver), Freund des Theologen Calixtus in Helmstedt (Braunschweig), Pfarrer in Braunschweig, Domprediger in ildesheim, Generalsuper⸗ intendent in Sannover, we⸗ gen der Vermittlungstheolo⸗ gie seines Katechismus von streng lutherischer Seite viel angegriffen, gab mit seinem Freunde, dem juristischen Mitglied des hannoverschen Ronsistoriums, Denicke 3646 ein Reformgesangbuch her⸗ aus, das die alten Lieder nach neuerem Geschmack stark ver⸗ änderte. 1 3673. Nr. 4), 62 (nach Georg Weissel), vgl. 396. 53. David Denicke, geb. 3603 in Zittau(Oberlausitz), juristischer Ronsistorialrat in Die Liederdichter annover, gab mit seinem Freunde Gesenius das hanno⸗ versche Sesangbuch von 3646 heraus. f 680. Nr. 338, 434 (9(nach Corn. Becker). 73 Lieder unbekannter Ser⸗ kunft aus der Kriegszeit: Nr. 594, Str. 3, 336, 320. Aus ka⸗ tholischen Gesangbüchern Nr. 344, 358, 372. b. Dichterschulen wahrend des Krieges. 3. Simon Dach, geb. 3609 in Memel(Ostpr.), Professor der Dichtkunst und Bered⸗ samkeit in Rönigsberg, Ui 5699. Um ihn scharte sich ein Dichterbund, dessen Mitglie⸗ der sich„der Sterblichkeit Beflissene“ nannten und zu dem auch. Albert und V. Thilo gehörten. Lied Nr. 358 hat er dem 36as gestorbenen Gönner dieses Dichterbundes, dem kurfürstl. Rat Robert Roberthin, auf dessen Wunsch schon bei Lebzeiten gewidmet. Vr. 338, 359. z. Georg Weissel, geb. 5990 zu Domnau(Ostpr.) Pfarrer in Bönigsberg, 5638. Nr. 3,(62), 396(zu sei⸗ nem Amtsantritt und zur Einweihung seiner Kirche gedichtet). 3. Georg Werner, geb. 589 in Preußisch⸗Solland (Ostpr.), Pfarrer in Rönigs⸗ berg, 1 36043. Nr. 40(nach dem Lateinischen des Bona⸗ ventura). 4. Heinrich Albert, geb. 36⁰04 zu Lobenstein Reuß), Veffe des berühmten Musi⸗ kers Seinrich Schütz, Orga⸗ nist in RKönigsberg, der Mu⸗ siker des um Simon Dach sich scharenden Dichterbundes. 569). Nr. 206. 5. Valentin Thilo, geb. 3607 zu Bönigsberg, Profes⸗ sor der Beredsamkeit daselbst, Freund S. Dachs. 1 3002. Wr. 0. 6. Zeinrich Bucholtz, geb. 3007 zu Schöningen (Braunschweig), Professor an der Universität Rinteln, spä⸗ ter Pfarrer und Superinten⸗ dent in Braunschweig und Wolfenbüttel, verfaßte viel⸗ gelesene christliche Romane, T 367 in Braunschweig. Nr. 56)(in Rönigsberg zuerst ge⸗ druckt). 7. Adam Thebesius, geb. 3996 zu Seifersdorf bei Liegnitz, Pfarrer an verschie⸗ denen schlesischen Gemeinden (Mondschütz, Wohlau, Lieg⸗ nitz), durch seine neue, von lateinischen Ausdrücken freie, klar verständliche und erbau⸗ liche Predigtweise berühmt, + 3692 als Pfarrer zu Lieg⸗ nitz. Vr. 373. 8. Apelles von Löwen⸗ stern, geb. 38994 in Veu⸗ 74 stadt(Schlesien) als eines Sattlers Fohn namens Löwe, Lgehrer, dann Musikdirektor in Bernstadt, später kaiser⸗ licher Rat, vom Kaiser ge⸗ adelt, zuletzt Staatsrat des Herzogs von Oels in Bres⸗ lau, f 3648. Vr. 30), 246, 837. 9. Chrysostomus Schul tz, geb. 3606 zu Löwenberg (Schlesien), Professor am Gymnasium in Breslau, Leh⸗ rer Joh. Schefflers(S. 78, 3), ein großer Verehrer des Ap. v. Löwenstern, t 3664, ver⸗ öffentlichte Ur. 388 als Schlußlied einer Gsterdich⸗ tung zum ersten Osterfeste nach dem zojähr. Kriege 3649. 30. Christian Reimann, geb. 3607 zu Pankratz bei Pil⸗ sen als Sohn eines Pfarrers, der 3628 aus Böhmen ver⸗ trieben wurde und nach Zit⸗ tau flüchtete; Rektor des Gymnasiums in Zittau wäh⸗ rend des Krieges, dichtete Vr. 34(s. Str. 41) 3645 für ein Weihnachtsspiel seiner Schule in der Hoffnung auf baldigen Frieden, Nr. 397 auf den Wahlspruch des Rur⸗ fürsten Johann Georg I. von Sachsen(1 3686), den dieser auf dem Sterbebett bekannt hatte:„Meinen Jesum laß ich nicht“. Die Anfangsbuch⸗ staben der 6. Strophe bedeu⸗ ten:„Johann Georg Chur⸗ fürst zu Sachsen“. f 3662. Die Liederdichter 5). Andreas Gryphius (Greiff), geb. 3636 in Glo⸗ gau, nach jahrelangen Aus⸗ landsreisen Syndikus in sei⸗ ner Vaterstadt, berühmter weltlicher Dichter aus der Schlesischen Dichterschule des Martin Gpitz, Freund Joh. Heermanns. f 3664. Nr. 325. 2. Beinrich Held, geb. 620 in Guhrau(Schlesien), Jurist, Rechtsanwalt in Fraustadt Posen), t als Rämmerer in Altdamm bei Stettin 3699. Nr. 7. 8). 3. Johann Rist, geb. 3607 in Ottensen bei Samburg, Pfarrer in Wedel(olstein), der fruchtbarste und neben Opitz berühmteste Dichter seiner Zeit, vom Raiser mit dem Lorbeer gekrönt, geadelt, zum kaiserlichen„Pfalzgraf“ ernannt, Mitglied der „Fruchtbringenden Gesell⸗ schaft“, ründer des Dichter⸗ bundes„Elbschwanorden“, aber auch durch Leiden ge⸗ prüft und vertieft; 3667. Nr. a4, 23, 30, 43(die erste Strophe stammt aus einem kathol. Lied des 37. Jahrh.), J34, 247, 279, 32), 390. 54. Ernst Christoph Som⸗ burg, geb. 3606 zu Mihla bei Eisenach, Rechtsanwalt in Waumburg; als weltlicher Dichter fröhlicher Lieder und Mitglied der„Fruchtbringen⸗ den Gesellschaft“ und des „Elbschwanordens“ sehr an⸗ „ 7 4r I .cr te'ce„= ra.„„%6„ Die Liederdichter gesehen, wandte er sich unter dem Einfluß schweren ge⸗ sundheitlichen und häuslichen Leidens ganz der geistlichen Dichtung zu; 1 3683. Nr. 2, 42, 73. 56. Michael Franck, geb. 3ο9 zu Schleusingen(Thür.), mußte nach dem frühen Tode seines Vaters das Gymnasium verlassen und Bäcker werden, kam im zojähr. Kriege um seine ganze Sabe, wurde Leh⸗ rer in Koburg und durch Joh. Rist als gekrönter Dich⸗ ter in den„Elbschwanorden“ auf genommen. 1 3667. Nr. 529, 324. 36. Paul Fleming, geb. 609 zu Sartenstein im Sächs. Erzgebirge, schon als Stu⸗ dent der Medizin mit dem Dichterlorbeer gekrönt, be⸗ gleitete eine holsteinische Ge⸗ sandtschaft nach Rußland, eine zweite nach Persien, dichtete zu Beginn der ersten 633 sein Reiselied Vr. 225, infolge der Reiseanstren⸗ gungen als junger Arzt in Hamburg 3640. Nr. 223,§)2. 7. Philipp von Zesen, geb. 3639 zu Priorau an der Mulde bei Dessau, lebte als vom Kaiser geadelter Schriftsteller seit 364) größ⸗ tenteils in Hamburg, grün⸗ dete zur Vervollkommnung und Reinigung der deutschen 25 Muttersprache 3643 die „deutsch gesinnte Genossen⸗ schaft“, 1 3689. Nr. 838. 58. Georg Neumark, geb. 3623 zu Langensalza, Ju⸗ rist, als Dichter Schüler Si⸗ mon Dachs in Bönigsberg, Bibliothekar und Sofdichter in Weimar, Mitglied und Geschichtschreiber der zur Pflege der deutschen Sprache gegründeten„Fruchtbringen⸗ den Gesellschaft“, 3683. Das Lied Nr. 224 dichtete er als 39jähriger Student in Kiel, wo er, auf der Reise ausge⸗ plündert und völlig mittellos, eine Sauslehrerstelle fand, und schuf auch selbst die Singweise dazu. 59. Johann Georg Albi⸗ nus(Weiße), geb. 1624 in Unternessa bei Weißenfels, Urenkel Nik. Selneckers(S. 67,)), Mitglied der„Frucht⸗ bringenden Gesellschaft“, 3683 Rektor, 36897 Pfarrer in Naumburg, 1 3679 daselbst, hat wahrscheinlich Lied Nr. 326 verfaßt, das der Musik⸗ direktor Johannes Rosenmül⸗ ler 36692 mit einer eigenen Weise den interbliebenen eines Kaufmanns in Leipzig widmete. 20. Franz Joachim Bur⸗ meister, geb. 3633 zu Lü⸗ neburg, Freund und Gehilfe Joh. Rists, Pfarrer in seiner Vaterstadt, 1 3672. Nr. 329. 76 Die Liederdichter c. Paul Gerhardt und seine Geistesverwandten. . Paul Gerhardt, nach Luther der größte Liederdich⸗ ter der evangelischen Rirche, geb. 32. März 3607 zu Grä⸗ fenhainichen bei Wittenberg, 69) Propst zu Mittenwalde bei Berlin, 3687 Pfarrer in Berlin, legte 3667 sein Amt nieder, weil er, der lutherische Pfarrer, sich dem Erlaß des reformierten Großen Rurfür⸗ sten, der den lutherischen Pre⸗ digern das Verketzern der Reformierten verbot, gewis⸗ senshalber nicht glaubte fü⸗ gen zu dürfen; seit 3669 Pfar⸗ rer in Lübben an der Spree, 27. Mai 3676. Seine Lieder sind zu einem großen Teil sofort durch die Berliner Kantoren Joh. Crüger und J. G. Ebeling mit guten Singweisen versehen und verbreitet worden. Die Lie⸗ der Nr. 49 und 47 sind eine freie Umdichtung einer latei⸗ nischen Vorlage Passions⸗ salve an die leidenden Glied⸗ maßen Christi), die man lange irrtümlich Bernhard von Clairvaux zugeschrieben hat, deren Verfasser aber wahr⸗ scheinlich ein belgischer Zister⸗ zienser Arnulf von Löwen (um 3200—250) ist. Nr. 5, / 36, 37, 24, 44, 4, 46, 47/ 65, 78, 79, 380, 238, 239, 220, 22), 222, 248, 249, 250, 28),/ 267, 268, 269, 280, 29), 292, 299, 302, 322, 323, 346, 389, 360, 389, 469, 830, 87, Soz. 2. Michael Schirmer, geb. 3606 zu Leipzig, Konrek⸗ tor am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, Freund Paul Gerhardts, lange leidend, legte sein Amt deshalb nieder; 3673. Nr. 3, 77. 3. Johann Glearius, geb. 36)) in Salle, Superin⸗ tendent in OGuerfurt(Prov. Sachsen), 3643 Oberhofpredi⸗ ger und später Generalsuper⸗ intendent in Salle, zuletzt in Weißenfels, 1 3684. Ein gründlicher Kenner des Kir⸗ chenlieds, gab er eine reich⸗ haltige Sammlung guter Lieder heraus, darunter viele kraftvolle eigene Lieder für den gottesdienstlichen Ge⸗ brauch. Nr. 48, 87, 3)7, 318, 347, 490. 4. Johann Franck, geb. 3638 zu Guben(Viederlau⸗ sitz), Jurist, Bürgermeister seiner Vaterstadt und Lan⸗ desältester der Niederlausitz, Schüler Simon Dachs, nach P. Virchenlie der bedeutend⸗ ste Kirchenliederdichter seiner Zeit; 1677. Nr. 3), 335, 598, 3oo. 5. Tobias Clausnizer, geb. 36)38 zu Thum bei Anna⸗ berg(Sächs. Erzgebirge), schwedischer Feldprediger, „ʃ5‚•‚„‚ — 85——..**.—6—922. SC*FK—„ Die Liederdichter später Kirchenrat in Weiden (Oberpfalz), 1 3684. Nr. 88, ½9. 6. Kaspar Friedrich Wach⸗ tenhöfer, geb. 3624 zu alle, 3647 Sauslehrer im Hause des Leipziger Theolo⸗ gieprofessors Carpzow, 368) Prediger und Professor für Altes Testament in Leipzig, 669 Pfarrer zu Voburg,= 689. Nr. 38. 7. Bartmann Schenck, geb. 3634 zu Ruhla bei Eise⸗ nach, Pfarrer zuerst in Bibra (Thüringen), dann in Völ⸗ kershausen und Ostheim vor der Rhön, 1 368). Nr. 320. 8. Doachim Pauli, geb. 636 zu Wilsnack(Branden⸗ burg), Sauslehrer in Berlin, später Pfarrer in Ostrau bei Bitterfeld, Freund Paul Ger⸗ hardts, t 3708. Vr. joꝛ. 9. Sigismund von Bir⸗ ken, geb. 3626 zu Wildstein bei Eger(Böhmen), 3629 mit seinen Eltern des Glau⸗ bens wegen von dort vertrie⸗ ben, Schriftsteller in Nürn⸗ berg, Vorsteher des„Pegne⸗ sischen Blumenordens“, 1 68). Nr. 49, 364. 50. RKaspar BZeunisch, geb. 3620 zu Schweinfurt am Main, s als Pfarrer daselbst 5690. Vr. 328. 53. Christoph Titius (Tietze), geb. 364) zu Wilkau bei Breslau, 4 als Pfarrer zu Sersbruck bei Würnberg 7⁰3. Nr. 225. 27 2. Heinrich Arnold Stock⸗ fleth, geb. 36043 zu Alfeld a. d. Leine, brandenburgisch⸗ bayreuthischer Generalsuper⸗ intendent zu Münchberg bei Bayreuth, gab 3690 ein Re⸗ formgesangbuch mit stark veränderten Texten heraus, 7⁰8. Nr. 226(in engem An⸗ schluß an eine Betrachtung des frommen Rostocker Theo⸗ logieprofessors und vielgele⸗ senen Erbauungsschriftstellers Heinrich Müller, 363)— 3675, gedichtet). 3. Michael Rongehl, geb. 3646 zu Kreuzburg(Gst⸗ preußen), Jurist, städtischer Beamter in Rönigsberg, zu⸗ letzt Bür germeister des Stadtteils Kneiphof, aus⸗ wärtiges Mitglied des Peg⸗ nesischen Blumenordens. 3730. Vr. 818. 54. Gottfried Wilhelm Sacer, geb. 36389 in Naum⸗ burg a. d. Saale, Jurist, viel gereist, verfaßte seine Lie⸗ der, deretwegen er mit dem kaiserlichen Dichterlorbeer gekrönt wurde, größtenteils als Student, als Rammer⸗ advokat in Braunschweig 5699. Nr. 40j). 59. Benjamin Präto⸗ rius, geb. 3636 zu Ober⸗ greißlau bei Weißenfels,= als Pfarrer zu Großlissa bei Delitzsch zwischen 3671 und Anfang 3674. Nr. 392. 56. Friedrich Funcke, geb. 3642 zu Vossen im Sächs. 78 Erzgebirge, als Pfarrer zu Römstedt bei Revensen(Lü⸗ neburg) 3699. Nr. 72. 7. Johann Friedrich Her⸗ zog, geb. 3647 zu Dresden, ein frommer Zurist, dichtete um 3670 als Student in Wit⸗ tenberg zu seiner Laute das Abendlied Nr. 282 als Fort⸗ setzung eines weltlichen Abendliedes mit gleichem Anfang und gleicher Sing⸗ weise, f 1699 als Rechtsan⸗ walt in seiner Vaterstadt Dresden. 58. Samuel Rodigast, geb. 3649 zu Gröben bei Ro⸗ da(Thüringen), Rektor des Gymnasiums zum Grauen Xloster in Berlin, wo er Spe⸗ ner nahestand, 370s; dich⸗ tete 367 zu Jena seinem Die Liederdichter Freunde, dem schwererkraͤnk⸗ ten Kantor Severus Gasto⸗ rius, zum Trost das Lied Nr. 227, zu dem dieser dann die Weise geschaffen haben soll. 59. David Werreter, geb. 3649 zu Vürnberg, be⸗ kleidete unter vielen Schwie⸗ rigkeiten mehrere geistliche Aemter in seinem Heimat⸗ lande, 3726 als General⸗ superintendent von Binter⸗ pommern und Cammin in Stargard. Vr. 54. 20. Cyriakus Günther, geb. 36890 zu Soldbach bei Gotha, t 3704 als Gymna⸗ siallehrer in Gotha. Nr. 393, 497. Lieder unbekannter Her⸗ kunft: Nr. 80, 336, 228,(320), 327. d. Vorlaͤufer des Pietismus. ). Johann Scheffler, geb. 3624 zu Breslau, als Leibarzt des Herzogs von Oels durch das Studium der Schriften Jakob Böhmes und anderer Mystiker der diese Richtung ablehnenden lutherischen Kirche entfrem⸗ det und den Jesuiten, die in Breslau diese Mystik eifrig trieben, nahegebracht, wurde 693 katholisch, nannte sich Angelus Silesius, 366) Fran⸗ ziskanermönch und Priester, 5664 Hofmarschall beim betamurte i von Breslau, ekämpfte die Protestanten mit gehässigen Schriften, als Dichter der Sänger einer nicht selten die Ehrfurcht vor Gott verlierenden pan⸗ theistischen Mystik und einer innigen, oft überschwengli⸗ chen Liebe zu Jesus, dem Seelenbräutigamz 1 3677. NVr. 363, 390, 200, 20), 360, 374, 404. 2. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 3636 zu Alt⸗Raudten(Schlesien), Nanzleidirektor(Minister) des mystisch gerichteten und katholisch gewordenen Pfalz⸗ grafen zu Sulzbach(Ober⸗ S.—IE 22 Die Liederdichter pfalz), beschäftigte sich viel mit der Goldmacherkunst der Alchymie und der jüdischen Geheimwissenschaft der Rab⸗ bala, 1 3089. Nr. 270. 3. Abraham Klesel, geb. 636 zu Fraustadt Posen), als Oberpfarrer zu Jauer 57⁰2. Vr. 375. 4. Elisabeth von Senitz, geb. 3629 zu Rankau(Schle⸗ sien), eine Zeitlang Hoffräu⸗ lein zu Brieg und Gels, dann in stiller Zurückgezogenheit, dichtete in der Art von Joh. Scheffler. 1 3679. Vr. So. g. Qudämilie Gräfin von Sch warzburg⸗Rudol⸗ st a dt, geb. 3640 auf der Sei⸗ decksburg bei Rudolstadt, nach dem frühen Tode des Vaters erzogen von dem auch als Liederdichter hervorgetrete— nen frommen Kanzler Ahas⸗ verus Fritsch, dichtete viele Lieder voll inniger Jesus⸗ liebe, 4als Braut zugleich mit zwei Schwestern an den Masern 3672. Nr. 498. 6. Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg ⸗ 79 Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby, geb. als Flüchtlingskind während des Krieges 3637 auf der Sei⸗ decksburg bei Rudolstadt, früh verwaist, Pflegeschwe⸗ ster und nachmals(seit 3665) als Gemaͤhlin des regierenden Grafen Schwägerin der Grä⸗ fin Ludämilie von Schwarz⸗ burg⸗R., 4 3700. Nr. 282, 330. 7. Christian Seriver, geb. 3629 zu Rendsburg (Schleswig), Pfarrer in Stendal, später in Magde⸗ burg, zuletzt Zofprediger in OQuedlinburg, verfaßte viel gelesene Erbauungsschriften („Gottholds zufällige Andach⸗ ten“,„Seelenschatz“), 4 3698. Nr. 287, 494. 8. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 3660 in Würn⸗ berg, von Kind auf kränklich, anfangs Juwelier, dann Theologe, Konrektor in seiner Vaterstadt. 1 3722. Nr. 20s, 498. Lieder unbekannter Ser⸗ kunft: Nr. 284, 496. 4. Die Zeit des Pietismus. à. Der aͤltere Pietismus. 3. Philipp Jakob Spe⸗ ner, geb. 33. Januar 3635 zu Rappoltsweiler, Prediger in Straßburg, 3666—)686 Pfarrer an der Barfüßerkir⸗ che(an der Stelle der jetzi⸗ gen Paulskirche) und Senior in Frankfurt a. M., dann Oberhofprediger in Dresden, seit 369) Propst in Berlin, wurde durch die in Frank⸗ furt eingerichteten Erbau⸗ 80 ungsversammlungen und durch seine Schriften(pia desideria 3676) der Vater des Pietismus. f. Februar 3705 zu Berlin. Vr. 397(in Frankfurt a. M. gedichtet). 2. Johann Jakob Sch ü tz, geb. 5640 in Frankfurt a. M., Dr. juris, Rechtsanwalt und Reichsrat in seiner Vater⸗ stadt, veranlaßte 3670 Spe⸗ ner zur Einrichtung der Er⸗ bauungsstunden(collegia pie⸗ tatis), trennte sich später, 3682, unter sektiererischem Einfluß von der Kirche und stand mit dem englischen Guäkerführer William Penn und seinem Siedlungswerk in NVordame⸗ rika Pennsylvanien) in re⸗ ger Verbindung. 1 3690 in Frankfurt a. M. Vr. 253. 3. Joachim NVeander, geb. 368 in Bremen, durch den pietistischen reformierten Prediger Undereyck in Bre⸗ men erweckt, begleitete als Randidat die Söhne mehre⸗ rer Frankfurter reformierter Familien(de Neufville, d'Or⸗ ville, von Püll, von der Walle) zur Universität, trat in Frankfurt 7774 dem Kreise Speners nahe, wurde Rek⸗ tor in Düsseldorf, wo er durch Abhaltung von Erbauungs⸗ stunden Anstoß erregte, jung gestorben als Pfarrer in Bre⸗ men 3680, einer der bedeu⸗ tendsten Liederdichter des re⸗ formierten Pietismus. Vr. 368, 284, 288, 283, 335. Die Liederdichter 4. Johann Burchard Frey⸗ stein, geb. 367) zu Weißen⸗ fels, Hof⸗ und Justizrat in Dresden, dort Spener nahe⸗ stehend. 3758. Nr. 374. 5. Johann Kaspar Scha⸗— de, geb. 3666 zu Rühndorf bei Meiningen, Freund A.=. Franckes, als Diakonus an der Nikolai⸗Kirche in Berlin Speners jüngerer Amtsge⸗ nosse, ein leidenschaftlicher, aber lauterer frommer Eife⸗ rer, der seine Kraft in äuße⸗ ren und inneren Kämpfen früh verzehrte, 1 3698. Vr. 23), 477. 6. Adam Drese, geb. 620, ein Thüringer, Vapell⸗ meister an verschiedenen thü⸗ ringischen öfen(Weimar, Jena, Arnstadt), kam als bo⸗ jähriger unter Speners Ein⸗ fluß und hielt fortan pie⸗ tistische Erbauungsstunden, was ihm viel Gegnerschaft eintrug, 370) in Arnstadt. Mr. 202. 7. Heinrich Georg Weuß, geb. 3694 zu Elbingerode im Harz, Pietist, ein erfolgreicher Förderer des KXirchengesangs, als Superintendent der Graf⸗ schaft Stolberg⸗Wernigerode +1 3756. Vr. 300. 8. Beinrich Theobald Schenck, geb. 3696 zu Zei⸗ delbach bei Alsfeld(Gberhes⸗ sen), Pfarrer in Gießen, 1 5727. Nr. 332. 9. Johann Christoph Ru⸗ be, geb. 366g zu Sohenebra —————————ß——————4 I e SNe N.=. Die Aiederdichter (Thüringen), Jurist, hessi⸗ scher Amtmann, anfangs in Burggemünden bei Alsfeld, dann in Battenberg, 1 1746. Nr. 348(zum Evangelium des 2. Advents). 0. Laurentius Lauren⸗ ti(Lorenz Lorenzen), geb. 3660 zu Zusum(Schleswig), seit 3684 Kantor und Musixk⸗ direktor am Dom zu Bremen, 15724. Nr. oa, 334. 33. Gottfried Arnold, geb. 3666 in Annaberg(Sächs. Erzgebirge), radikaler Pietist und Mystiker, zeitweilig ge⸗ neigt, sich von der Kirche zu 8 Kirchen⸗ und Retzer⸗Sistorie“, grundsätzlicher Anwalt aller von der amtlichen Kirche ver⸗ folgten„Ketzer“, 3697—98 Professor der Geschichte in Gießen,— als solcher ver⸗ öffentlichte er auch die Lie⸗ der Nr. 369, 230,— t als Ppfarrer und„Inspektor“ (Superintendent) in Perle⸗ berg(Brandenburg) 37)4 in⸗ folge des Schreckens darüber, daß preußische Werber wäh⸗ rend des Gottesdienstes in seine Kirche eindrangen. Nr. 569, 230. Lied unbekannter Serkunft, trennen, in seinem Saupt⸗ fälschlich G. Arnold zuge⸗ werk, der„Unparteiischen schrieben: Vr. 470. b. Salle. 3. August Sermann Fran⸗ cke, geb. 32. März 3003 zu Lübeck, erlebte 3687 in Lüne⸗ burg einen plötzlichen inneren Durchbruch der Gnade, hielt als Privatdozent in Leipzig erbauliche Bibelstunden, wur⸗ de hier und in Erfurt von Gegnern verdrängt, als Pfar⸗ rer in Glaucha bei Salle(seit 692) und Professor an der 694 gegründeten Universi⸗ tät Sauptführer des Pietis⸗ mus, Schöpfer der Francke⸗ schen Stiftungen Waisen⸗ haus, Pädagogium, Lehrer⸗ seminar), die zahlreiche Schü⸗ ler, insbesondere auch viele Grafen und andere Adlige sowie zahlreiche helfende Studenten in seinem Geiste ausbildeten und die Saupt⸗ pflanzstätte des Pietismus wurden. Nr. 364, auf Fran⸗ ckes Wahlspruch„Quocun⸗ que die ante ageternitatem uno stamus pede“, d. h.„An jedem Tage stehen wir mit einem Fuße vor der Ewig⸗ keit“, soll von ihm nach sei⸗ ner Vertreibung aus Erfurt 569) gedichtet sein. 8. Juni 3727. 2. Joachim Lange, geb. 5670 zu Gardelegen(Alt⸗ mark), 3698 Rektor eines Gymnasiums, bald auch Pre⸗ diger in Berlin, seit 3709 Professor der Theologie in alle, Freund A.. Fran⸗ 82 ckes, der streitbare Wortfüh⸗ rer des Pietismus; 744. Wr. 275. 3. Johann Friedrich Ruopp, geb. 3672 zu Straß⸗ burg i. E., ein wegen„Sek⸗ tiererei“, d. h. Pietismus, von seinem Pfarramt in Goxwei⸗ ler(Els.) abgesetzter und aus dem Elsaß vertriebener Pfar⸗ rer, Inspektor am Waisen⸗ haus zu Salle, t 5708. Nr. 82. 4. Christian Friedrich Richter, geb. 3676 zu So⸗ rau(Viederlausitz), Anstalts⸗ arzt am Waisenhaus zu alle, ein tüchtiger, selbstlo⸗ ser Arzt und ein tief inner⸗ licher Christ, der gedanken⸗ reichste Dichter des Salleschen Pietismus. 1 37)). Nr. 370, 577, 378, 379, 380. 5. Johann Daniel Herrn⸗ schmidt, geb. 36789 zu Bop⸗ fingen(Württbg.), zuerst im Kirchenamt in seiner würt⸗ tembergischen Seimat, 31732— Hofprediger und Super⸗ intendent in Idstein(Vas⸗ sau), zuletzt Professor der Theologie und Mitdirektor des Waisenhauses in Halle; 1 3723. Vr. 234, 258. 6. Johann Anastasius Freylinghausen, geb. 37⁰ zu Gandersheim (Braunschweig), A.. Fran⸗ ckes Gehilfe, Schwiegersohn und Vachfolger im Pfarr⸗ amt wie am Waisenhaus in alle, gab 3704 und 3734 ein Die Liederdichter umfangreiches Gesangbuch mit 38373 Liedern heraus, durch das die pietistischen Lieder neben den alten in die Gemeinden eingeführt wur⸗ den. 3739. Vr. zoa. 7. Johann Jakob Ram⸗ bach, geb. 3693 in Salle, Schüler A.. Franckes und dessen Nachfolger als Pro⸗ fessor der Theologie, Schwie⸗ gersohn Joachim Langes, seit 373) Professor in Gießen und hessischer Superinten⸗ dent, gab ein Kirchengesang⸗ buch für Sessen⸗Darmstadt und ein Sausgesangbuch her⸗ aus. 1 3735. Vr. 73, 33), 32, 382, 386, 467. 8. Peter Lackmann, geb. 699 in Lübeck, Anhänger A. 5. Franckes, Pfarrer zu Wehningen in Lauenburg, 7⁰4 zu Oldenburg in Sol⸗ stein, beschäftigte sich viel mit der Offenb. Joh. und den „letzten Dingen“; 1 3733 als Oberpfarrer zu Oldenburg i. . In einem seiner Lieder steht der Vers„Der Glaube bricht durch Stahl und Stein“, worüber Zinzendorf später sein Lied Nr. 42) ge⸗ dichtet hat. Nr. 539. 9. Ludwig Andreas Got⸗ ter, geb. 366) in Gotha, An⸗ hänger des Salleschen Pie⸗ tismus, f 37356 als Hofrat in Gotha. NVr. 367, 368, 257. 30. Johann Heinrich Schröder, geb. 3607 zu Springe(Hannover), Schü⸗ Die Liederdichter ler A.. Franckes, Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg, mit seiner gleichgesinnten, auch dichterisch begabten Frau der Kirche kritisch gegenüber⸗ stehend. 1 3699. Nr. 37), 372. 3. Bartholomäus Cras⸗ selius(Crasselt), geb. 30o zu Wernsdorf bei Glauchau (Sachsen), Schüler A. B. Franckes, 3701 Pfarrer zu Widda(Wetterau), seit 3708 Pfarrer in Düsseldorf, i= 5724. Nr. 20. 32. Johann Eusebius Schmidt, geb. 3670 zu Hohenfelden(Thüringen), Schüler und Freund A. H. Franckes, Pfarrer in Sieble⸗ ben bei Gotha, 1 3745. Vr. 303. 53. Johann Joseph Winckler, geb. 30670 zu Lucka(Sachsen⸗-Altenburg), kurbrandenburgischer Feld⸗ prediger, zuletzt Domprediger in Magdeburg, eiferte in pie⸗ tistischem Sinn gegen Thea⸗ ter u. ä., wurde wegen seiner Förderung der Unionsabsich⸗ ten des preußischen Rönigs heftig angegriffen. t 5722. Nr. 373, 232. 54. Christian Roitsch, geb. 367) zu Meißen, Schüler 83 A.. Franckes, Inspektor am Pädagogium zu Halle, NI 739 als Rektor des Gymna⸗ siums zu Elbing. Nr. 499(in Halle gedichtet). 58. Michael Müller, geb. 3673 zu Blankenburg am Harz, Schüler A. H. Franckes, lungenkrank, 1 3704 als Kandidat der Theologie und auslehrer zu Schloß Schaubeck bei Kleinbottwar (Württbg.). Vr. 307. 36. Wilhelm Erasmus Arends, geb. 3677 zu Lan⸗ genstein bei HSalberstadt, 1 als Pfarrer in Halberstadt 5723. Nr. 385. 57. Lambert Gedicke, geb. 3683 zu Gardelegen(Alt⸗ mark), Schüler A.. Fran⸗ ckes, der charakterfeste und fromme Soldatenpfarrer Rö⸗ nig Friedrich Wilhelms JI., als Feldpropst in Berlin 5736. Vr. 239(noch aus sei⸗ ner Studienzeit in Halle). 58. Jakob Gabriel Wolf, geb. 3684 zu Greifswald, Ju⸗ rist, studierte in Halle und war später Professor der Rechte daselbst, 1 7784. Nr. 584 dichtete er als Student. Lieder unbekannter Her⸗ kunft: NVr. 336, 236, 272. c. Nichtpietistische kirchliche Saͤnger. ). Zeinrich Elmenhorst, geb. 3632 zu Parchim(Meck⸗ lenburg), Pastor in Ham⸗ burg, Gegner der Pietisten, verfaßte in Verbindung mit dem musikalischen Arzt Joh. ————— 84 Wolfg. Franck geistliche Opern, 1 37704. Vorlage zu Nr. 349.) 2. Erdmann Veumei⸗ ster, geb. 567) zu Uichteritz bei Weißenfels, zuerst Pfar⸗ rer in thüringischen Gemein⸗ den(Bibra, Eckartsberga), Hofprediger in Weißenfels, dann in Sorau, seit 3715 Sauptpastor in Samburg, Vertreter der lutherischen Rechtgläubigkeit, Gegner der Pietisten und der Mission, Verfasser einer deutschen Li⸗ teraturgeschichte und Dichter von Kantaten, die Joh. Seb. Bach in Musik gesetzt hat. + 3786. Vr. 32, 347, 285. 3. Johann Betichius, geb. 36890 zu Steckby(An⸗ halt), 1 3722 als Pfarrer in Zerbst. Johann Daniel KXluge, Schwiegersohn Erdm. Veu⸗ meisters und streng rechtgläu⸗ biger Pietistengegner, ver⸗ ffentlichte Betichius Lied Vr. 293 372) im Anhang zu dem von ihm 3736 herausge⸗ gebenen Gesangbuch für Zerbst. 4. Valentin Ernst L6- scher, geb. 3675 zu Son⸗ dershausen, war, nachdem er Superintendent in Jüterbog, dann in Delitzsch und Pro⸗ fessor der Theologie in Wit⸗ tenberg gewesen war, seit 7⁰09 Superintendent und Oberkonsistorialrat in Dres⸗ den; streng rechtgläubiger Autheraner, ein ebenso ge⸗ Die Liederdichter lehrter wie frommer und in tätigem Christentum bewähr⸗ ter Bekämpfer des pietis⸗ mus. 3749. Vr. 52, 407, 472. 5. Johann Friedrich Zihn, geb. 36890 zu Suhl(Thürin⸗ gen), 1 3739 als Pfarrer in seiner Vaterstadt. Nr. 55. 6. Salomo Franck, geb. 699 in Weimar, dort Georg Veumarks Vachfolger als Bibliothekar und Sofdichter, + 3725. Vr. 55, 229, 50. 7. KFaspar Neumann, geb. 3648 in Breslau, Pfar⸗ rer und theologischer Lehrer an den dortigen Gymnasien, ein frommer Autheraner, wie Löscher dem aufkommen⸗ den Pietismus abgeneigt, gab ein weitverbreitetes Gebet⸗ buch„Kern aller Gebete“ (6890) und ein schlesisches Rirchengesangbuch(570s) her⸗ aus. 37)5 in Breslau. Vr. 92), 297. 8. Johannes Weunherz, geb. 3692 zu Waltersdorf bei Rupferberg(Schlesien), war Pfarrer in verschiedenen schlesischen Gemeinden, als Oberpfarrer in Sirschberg, 5737. Nr. 304. 9. Gottfried Hoffmann, geb. 36398 zu Plagwitz(Schle⸗ sien), als Kind mit seinen El⸗ tern des Glaubens wegen vor den Jesuiten nach Lauban ge⸗ flüchtet, später Rektor dort, gehrer Benj. Schmolcks, zu⸗ letzt Rektor des Gymnasiums 12 &E HS—r t .—8-———— Die Liederdichter zu Zittau, ein bedeutender Schulmann; 1 5752. Vr. 333 hat er 36095s auf den Tod sei⸗ nes Töchterchens gedichtet. 30. Benjamin Schmolck, geb. 3672 zu Brauchitschdorf (Schlesien), Oberpfarrer in Schweidnitz, wo er viel durch die Jesuiten zu leiden hatte, dichtete über 3ooo Lieder und gab eine Reihe Erbauungs⸗ schriften heraus. Die letzten 7 Jahre seines Lebens war er gelähmt und zuletzt auch blind. 1 3737. Vr. 3, 25, O, 66, 82, 322, 330, 375, 233, 286, 287, 303, 464 3j. Jonathan Krause, geb. 370) zu Hirschberg (Schlesien), Pfarrer und Su⸗ 5. Das Zeitalter 85 perintendent zu Liegnitz, i 762. Vr. 32. 32. Johann Gottfried Zerrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, gab als Superintendent in Plauen 742 ein Vogtländisches Ge⸗ sangbuch heraus, darin Lied Nr. 398, waͤr 49 Jahre lang Oberhofprediger in Dresden, + 3793. 33. Ehrenfried Liebich, geb. 3733 zu Probsthain (Schlesien), Pfarrer in Lomnitz (Schlesien), Mitherausgeber der„Sirschberger Bibel“, war entschieden gegen die Veränderung alter Lieder im Geschmack der neuen Zeit,= 5780. Nr. 238. der Aufklärung. a. Die jüngeren Pietisten, Reformierte, Württemberger u. a. 3. Ludwig Konrad Al⸗ lendorf, geb. 3693 zu Jos⸗ bach(Oberhessen), Schüler Aug. Herm. Franckes, Hof⸗ prediger in Köthen, gab hier 736 mit Gesinnungsgenossen an anderen pietistischen Gra⸗ fenhöfen wie Wernigerode, Saalfeld, Sorau u. a. die eine„Verzärtelung der Fröm⸗ migkeit“ erstrebenden„Cöth⸗ nischen Lieder“ heraus. Er war später Pfarrer und Ron⸗ sistorialrat in Wernigerode, zuletzt Pfarrer in Halle,— 773. Nr. 33, 3os, 306, 474, 580. 2. Johann Sigismund Runth, geb. 5700 in Lieg⸗ nitz, einer der Sänger der von Allendorf herausgegebe⸗ nen pietistischen„Cöthnischen Lieder“, Pfarrer in Pölzig (Sachs.⸗Altenburg), dann in Löwen(Schlesien), t als Su⸗ perintendent in Baruth (Brandenburg) 3779. Nr. 337. 3. Karl Seinrich von Bogatzky, geb. 3690 zu Jantkawe bei Militsch 86 (Schlesien), studierte zuerst die Rechte, dann, durch Aug. erm. Francke erweckt, Theo⸗ logie, nahm wegen Kränk⸗ lichkeit kein Pfarramt an, wirkte als geistlicher Bera⸗ ter an pietistischen Fürsten⸗ höfen und durch zahlreiche Erbauungsschriften(„Gülde⸗ nes Schatzkästlein der Xin⸗ der Gottes“), lebte zuletzt im Waisenhaus zu Halle, f 3774. Nr. 3oa, 385. 34. Johann Simon Buch⸗ ka, geb. 3705 in Arzberg bei Bayreuth, Ronrektor und Hilfsprediger in Zof, 1 3782. Nr. 479. 8. Christian Audwig Scheidt, geb. 5709 zu Waldenburg(Württbg.), war dänischer Ronsistorialrat in Ropenhagen, 3748 Bofrat in Hannover, 376) als Biblio⸗ thekar daselbst. Nr. 356. 6. Ernst Gottlieb Wol⸗ rersdorf, geb. 5725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, pietistischer Erweckungspredi⸗ ger und Erbauungsschriftstel⸗ ler, Pfarrer in Bunzlau (Schlesien), wo er auch ein von einem Maurermeister Zahn gegründetes Waisen⸗ haus leitete und nach dem Vorbild der Franckeschen Stiftungen zu großer Blüte brachte. Er starb schon 376). Nr. 327, 338, 460, 466. 7. Friedrich Adolf Lam⸗ pe, geb. 3683 zu Detmold Die Aiederdichter als Sohn eines Pfarrers, der von 3684—88 Pfarrer der deutschen reformierten Ge⸗ meinde in Frankfurt a. M. war, Pfarrer in Bremen, zwischendurch 7 Jahre lang Professor der Theologie in Utrecht und als solcher auf lange hinaus richtunggeben⸗ der Führer in der deutschen reformierten Kirche, tin Bremen 3729. Nr. 383, 473, 5⁰0⁰. 8. Gerhard Tersteegen, geb. 3697 zu Mörs Ghld.), vertauschte den Raufmanns⸗ beruf, den er auf Wunsch seiner früh verwitweten Mutter hatte ergreifen müs⸗ sen, mit dem eines Bandwe⸗ bers, um„abgeschieden“ le⸗ ben zu können; der bedeutend⸗ e Mystiker der deutschen re⸗ ormierten Kirche und neben J. Veander ihr größter Lie⸗ derdichter; als Prediger in häuslichen Erbauungsstunden und als Seelsorger durch Wort und Schrift ein geist⸗ licher Führer für viele;— 769 zu Mülheim a. d. Ruhr. Nr. 74, 307, 323, 387, 388, 589, 288, 36), 377, 408, 434, 448 498, 478, S30, 840,§4)/ 948. 9. Matthias Jorissen, geb. 3739 in Wesel, Vetter Gerhard Tersteegens, deut⸗ scher reformierter Pfarrer in Den Saag(Solland), gab 3798 eine„neue Bereimung der —.—2——'2463 ..„ʃ„A„nereEeꝛ'2Ee 8 — 8— 4.8—.——„ Die Liederdichter Psalmen“ heraus, die in vie⸗ len reformierten Gemeinden statt der dort früher üblichen Lobwasserschen Psalmen ein⸗ geführt wurde. 3823 in Den Haag. Vr. 437, 533. o. Johann Wilhelm Ber⸗ ger, geb. 3747 zu Gräfrath bei Elberfeld, zuerst Lehrer, später Vorstand einer Erzie⸗ hungsanstalt für junge Kauf⸗ leute in Mülheim a. d. Ruhr, 3829 in Barmen. Nr. 5o. 53. Philipp Friedrich Hil⸗ ler, geb. 3699 in Mühlhau⸗ sen a. d. Enz(Württbg.), ein Schüler des berühmten würt⸗ tembergischen Schrift⸗Theolo⸗ gen J. A. Bengel, war Pfar⸗ rer in mehreren württember⸗ gischen Gemeinden, zuletzt in Steinheim bei Seidenheim. Seit 3789) durch Stimmlosig⸗ keit am Predigen gehindert, hat er durch zahlreiche volks⸗ tümliche geistliche Lieder ge⸗ wirkt; 3769.(„Geistliches Liederkästlein“) Nr. 353, 390, 27. 32. Karl Reichsfreiherr von Ppfeil, geb. 5752 zu Grünstadt(Pfalz) aus einer schlesischen Familie, Jurist, Staatsmann, zuerst in würt⸗ tembergischem Dienst unter dem gewalttätigen Herzog Karl Eugen, dann preußi⸗ scher Gesandter für Würt⸗ temberg; in seiner Jugend dem Grafen Zinzendorf per⸗ sönlich nahestehend ein 87 Freund J. A. Bengels und des württembergischen Pie⸗ tismus. 3784 in Unterdeuf⸗ stetten(Württbg.). Nr. 392, 294. 33. Magdalena Sibylla Rieger, geb. Weissensee, geb. 3707 als Tochter eines württembergischen Prälaten in Maulbronn, Gattin eines württembergischen Regie⸗ rungsrats, dem dortigen Pie⸗ tismus angehörend, 3786 in Stuttgart. Nr. 489. 4. Karl Friedrich Zartt⸗ mann, geb. 3743 zu Adel⸗ berg(Württbg.), Professor an der Karlsakademie in Stuttgart, Lehrer Schillers, später Dekan in Lauffen, 1 8)9 in Tübingen. Vr. 340, 483. . Michael Hahn, geb. 7898 in Altdorf bei Böblin⸗ gen(Württbg.), Landmann in Sindlingen bei Serren⸗ berg(Württbg.), erlebte in⸗ nere„Erleuchtungen“, schrieb im Seiste Jakob Böhmes mystisch⸗theosophische Schrif— ten und sammelte eine Ge. meinschaft(„Michelianer“) um sich, die aber in der Lan⸗ deskirche blieb und sich durch frommen und sittenstrengen Lebenswandel auszeichnete. 1 3819. Nr. 438. 56. Hieronymus Annoni, geb. 3697 in Basel aus einer ein Jahrhundert früher des Evangeliums wegen aus Ita⸗ 88 lien geflüchteten Familie, war Feldprediger, dann Pfarrer in Wallenberg, spater zu Muttenz(Baselland), Pietist, Prediger und Dichter von derb volkstümlicher, erweck⸗ licher Art, 1)770. Nr. 470. 7. Johann Kaspar La⸗ vater, geb. 374) in Zürich, Pfarrer in seiner Vaterstadt, ein viel gelesener religiöser Schriftsteller und auch im Ausland wiel gesuchter Ge⸗ wissensberater, zeitweilig von starkem Einfluß auf Goethe, ihm aber bald entfremdet, 580) an den Folgen einer schweren Verwundung, die er Jahre vorher beim Ein⸗ dringen der Franzosen in Zü⸗ rich durch einen französischen Soldaten erlitten hatte. Nr. 793, 480. 58. Johann Schöner, geb. 3749 zu Rügheim(Unterfranken), Pfarrer an St. Lorenz in Gottfried b Die um . Johann Mentzer, geb. 698 zu Jahmen(Gberlaͤu⸗ sitz), Pfarrer in Kemnitz bei Bernstadt(Oberlaͤusitz), dem Grafen Zinzendorf, der ihn als einen„im Ofen der Trüb⸗ sal geläuterten Christen“ schätzte, benachbart und per⸗ sönlich nahestehend, 3734. Nr. 250. 2. Christian Ludwig Ede⸗ ling, geb. 3678 zu Löbejün Die Liederdichter Würnberg, bedeutender Pre⸗ diger, schwer nervenleidend, in viel Anfechtung geläutert und vertieft, Gründer der Würnberger Bibelgesellschaft; + 3878. Nr. 394. 9. Matthias Claudius, geb. 3740 zu Reinfeld bei Lü⸗ beck als Pfarrerssohn, Schriftsteller und Bankrevi⸗ sor in Wandsbek(der „Wandsbeker Bote“), be⸗ kannt durch seine volkstüm⸗ lichen, geistreichen und gemüt⸗ vollen Schriften. Das Abendlied Vr. 549 soll, was aber mit Recht be⸗ zweifelt wird, bei Darm⸗ stadt entstanden sein, wo Cl. 776—77 vorübergehend an⸗ gestellt war; das Erntelied Nr. 563 ist in der im G. B. gegebenen Gestalt wahrschein⸗ lich durch den hannoverschen Superintendenten A. L. Hop⸗ penstedt(5800) umgearbeitet. + 3836 in Samburg. Zinzendorf. bei Salle, war als Kandidat der Theologie Zinzendorfs Sauslehrer, 3742 als Ober⸗ pfarrer in Schwanebeck bei Halberstadt. Nr. 57. 3. Johann Andreas Ro⸗ the, geb. 3688 zu Lissa bei Görlitz, 3722—37 in Ber⸗ thelsdorf Patronatspfarrer Zinzendorfs, dem er 3728 Lied Nr. 39) zum Geburtstag dich⸗ tete. Der Brüdergemeine Die Liederdichter schloß er sich nicht an. 1 78 als Pfarrer zu Thommendorf (Schlesien). Auf seinem Grab⸗ stein ist ein Anker(Lied 38), Str. 3) eingemeißelt. Nr. 335 hat er 3730 beim Tode eines eigenen Töchterleins gedichtet. 4. Wikolaus Ludwig Graf von Sinzendorf, geb. 26. Mai 3700 in Dresden, im Pädagogium zu Halle unter Aug. Serm. Francke gebildet, anfangs Sof⸗ und Justizrat in Dresden, siedelte ihres Glaubens wegen vertriebene Mährische Brüder auf seinem Besitztum Berthelsdorf in der Oberlausitz als Siedlung „Herrnhut“ an und gründete mit ihnen 3727 die Berrn⸗ huter Brüdergemeine. 3730 aus dem lutherischen Sachsen verbannt, hatte er eine Zeit⸗ lang in der Umgegend von Frankfurt a. M.(s. Susanna von Klettenberg), in der re⸗ formierten Isenburgischen Wetterau(auf der Ronne⸗ burg und in Schloß Marien⸗ born bei Büdingen), den Mit⸗ telpunkt seiner Gemeinde und suchte, 3737 zum Bischof der Mährischen Brüderkirche geweiht, in den Ostseeländern, in England und Amerika un⸗ ter Christen und Seiden„dem Lamm einige Seelen zu ge⸗ winnen“. Innige Jesusliebe und Pflege brüderlicher Ge⸗ meinschaft kennzeichnen sein Wirken und Dichten. in 89 Zerrnhut 9. Mai 3700. Nr. 308, 324, 384, z205, 336, 368, 42), 422, 477, 478, 5o;. 5. Christian Renatus Graf von zZinzendorf, geb. 727 zu Herrnhut, Sohn des Gründers der Brüderge⸗ meine, i in London 3782. Vr. 5a. 6. August Gottlieb S pan⸗ genberg, geb. 5704 zu Xlettenberg am Sarz, Zinzen⸗ dorfs Gehilfe bei der Grün⸗ dung von Brüdergemeinden in England und Vordameri⸗ ka, zwischen 37389 und 3762 meistens in Amerika, seit 3744 Bischof der Brüderkirche, nach Zinzendorfs Tode ihr leitender Geist und führender Theologe, f 3792 in Berthels⸗ dorf. Nr. 39), 428. 7. Susanna Katharina von Alettenberg, geb. 5723 zu Frankfurt a. M., mütter⸗ liche Freundin Goethes, der ihre Selbstbetrachtungen als „Bekenntnisse einer schönen Seele“ in„Wilhelm Mei⸗ sters Lehrjahre“ aufgenom⸗ men hat, Anhängerin Zinzen⸗ dorfs,„Serrnhutische Schwe⸗ ster auf eigne Sand“, 1 3774 zu Frankfurt a. M. Vr. goꝛ. 8. Christian Gregor, geb. 5723 zu Diersdorf (Schlesien), seit 35742 Mit⸗ glied der Herrnhuter Brü⸗ dergemeine, zuerst als Orga⸗ nist, zuletzt als Bischof, gab 90 5778 das Gesangbuch der Brüdergemeine heraus, wo⸗ bei die Lieder, insbesondere auch die Zinzendorfs, für den Gemeindegebrauch sorgfältig bearbeitet wurden, ohne je⸗ doch den Grundcharakter ihrer Frömmigkeit wesent⸗ lich zu verändern; ͤ 380) zu Berthelsdorf. Nr. 200,(024). 9. Beinrich von Brui⸗ ningk, geb. 3738 in Riga, Mitglied der Brüdergemei⸗ ne, verheiratet mit einer En⸗ kelin Zinzendorfs, Prediger in Zeist(HBolland) und in c. Fromme 3. Gottfried Wilhelm von Leibniz, geb. 3040 in Leipzig, der größte Gelehrte seiner Zeit, Philosoph, Ju⸗ rist, Diplomat, Sistoriker, Theologe und Mathematiker, lebte seit 3676 in Hannover, suchte den Gottesglauben und die christlichen Lehren vernünftig zu begründen, trat für Union und Seiden⸗ mission ein und ist der Grün⸗ der der Philosophie der Auf⸗ klärung, die in Deutschland anders als in Frankreich durchweg christlich und kirch⸗ lich blieb. 1 7)6. Nr. 370. 2. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 571 zu Hainichen bei Freiberg im Sächs. Erzgebirge, Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit Die Liederdichter Gnadenfrei(Schlesien), zu⸗ letzt Bischof und Mitglied der Unitäts⸗Aeltestenkonfe⸗ renz in Herrnhut, 3785. Nr. 378, 453. 30. Ernst Wilhelm(eigent⸗ lich Wotislaw) von Wo⸗ beser, geb. 3727 zu Lucken⸗ walde(Brandenburg), ur⸗ sprünglich Offizier bei dem Reichsgrafen zu Neuwied (bis zum Major), schloß sich der Brüdergemeine an und wurde Direktor der Unitäts⸗ anstalten in Viesky, in errnhut 3795. Nr. 378. Aufklärung. und Moral in Leipzig, dessen Schriften nach Goethes Ur⸗ teil„das Fundament der deutschen sittlichen Rultur“ waren, dichtete die klassischen Gesänge der religiösen Auf⸗ klärung; auch als Fabeldich⸗ ter bekannt und als herzens⸗ frommer, gütiger Mensch bei hoch und niedrig beliebt und verehrt. 3769. Vr. 39, 53, 67, 337, 239, 240, 259, 200, 20), 273, 289. 3. Friedrich Gottlieb Alopstock, geb. 3724 zu Quedlinburg, der berühmte Dichter des„Messias“ und der Oden, mit dem die Blüte⸗ zeit der deutschen Dichtung ihren Anfang nahm; der schwungvolle Sänger des christlichen Offenbarungs⸗ 169 25985.88—4344RNee ee Die Liederdichter glaubens und der Liebe zum Deutschtum suchte auch den gottesdienstlichen Gesang zu fördern durch die von ihm herausgegebenen„Geistlichen Lieder“ 37698 und 3769, worin er ältere Lieder durch ein⸗ greifende Veränderungen brauchbar zu machen suchte und viele eigene hinzufügte. Er lebte lange in Ropenha⸗ gen, zuletzt in Samburg, 1 803. Vr. 3206, 338, 436, 492. 4. Johann Andreas Cra⸗ mer, geb. 3723 zu Jöhstadt bei Annaberg im Sächs. Erz⸗ gebirge, Freund Gellerts und Rlopstocks, durch diesen als Hofprediger nach Ropenhagen gezogen, gefeierter Prediger und Dichter, wegen seines Freimuts abgesetzt, später Professor der Theologie und Universitätskanzler in Riel, wo er ein neues rationalisti⸗ sches Gesangbuch mit vielen eigenen Liedern herausgab, + 3788. Nr. 4585. g. Gottlieb Ronrad Pfef⸗ fel, geb. 17360 zu Rolmar im Elsaß, seit seinem 22. Le⸗ bensjahr erblindet, bekannt als Fabeldichter, gründete und leitete in Rolmar eine Erziehungsanstalt für prote⸗ stantische adelige Jünglinge, war zuletzt auch Mitglied der Kirchenbehörde, t 380g. Nr. 532. 6. Johann Samuel Dite⸗ rich, geb. 572) zu Berlin, Frankf. Evang. Gesangb. 90 dort als Pfarrer Amtsnach⸗ folger seines Vaters, später Oberkonsistorialrat, verfaßte 766 einen im Geist der Auf⸗ klärung gehaltenen Gesang⸗ buchanhang zu dem pietisti⸗ schen Berliner Porstschen G. B. mit stark umgedichteten und vielen eigenen neuen Liedern(darunter Vr. 398) und danach 3780 das in glei⸗ chem Geiste gehaltene amt⸗ liche Gesangbuch zum gottes⸗ dienstlichen Gebrauch in den königlich preußischen Landen (im Verlag von Mylius, da⸗ nach der„Mylius“ genannt), das wegen seiner aufkläreri⸗ schen Haltung von manchen Gemeinden leidenschaftlich abgelehnt wurde. 3797. Nr. 399. 7. Johann Joachim Eschenburg, geb. 3743 in Hamburg, Professor der schö⸗ nen Wissenschaͤften in Braun⸗ schweig, Shakespeare⸗Ueber⸗ setzer, Mitherausgeber des Braunschweigischen Gesang⸗ buchs von 3779, tf als Gehei⸗ mer Justizrat zu Braun⸗ schweig 3820. Nr. 46). 8. Christoph Christian Sturm, geb. 3740 zu Augs⸗ burg, zuerst Lehrer am Pä⸗ dagogium zu Halle, dann in Sorau, später Pfarrer in alle, Magdeburg, seit 3778 Sauptpastor in Hamburg, gab zahlreiche Erbauungs⸗ schriften und Liedersammlun⸗ 26 92 gen heraus, 1 3786 an einem Lungenleiden. NVr. 542 und Gebetsanhang S. 47. 9. Johann Timotheus Zermes, geb. 5738 zu Petz⸗ nick bei Stargard(Pom⸗ mern), schrieb als Pfarrer in Pleß(Gberschlesien) den viel gelesenen, in mehrere Sprachen übersetzten Tugend⸗ roman„Sophiens Reise von Memel nach Sachsen“, in dem Lied Nr. 339 von der 2. Auf⸗ lage ab als Lied einer kran⸗ ken Bettlerin enthalten ist. „3. war später Pfarrer, Su⸗ perintendent und Professor der Theologie in Breslau, 1 782). Nr. 339. 30. Samuel Gottlieb Bür⸗ de, geb. 17893 in Breslau, Jurist, zuletzt Zofrat und Kanzleidirektor in seiner Va⸗ terstadt, 4auf einer Reise in Berlin 383). NVr. 58). Die Aiederdichter 5). Karl Friedrich Wil⸗ helm Berrosee, geb. 3794 in Berlin aus einer Suge⸗ nottenfamilie, reformierter Prediger anfangs in Berlin, seit 35788 Sofprediger, später auch Superintendent in Zül⸗ lichau a. d. G., ein eifriger Förderer des Schulwesens, 582). Liturg. S. S. 22/3. 2. Ignaz Franz, geb. 5739 zu Protzan(Schlesien), katholischer Priester, gab als Rektor des Priesteralumnats in Breslau 3772 ein katholi⸗ sches Gesangbuch im Geist der Aufklärungszeit heraus, 790. Lied Nr. 53) umfaßt ursprünglich 32 Strophen und ist eine verflachte, volks⸗ tümliche Umdichtung des von Luther(Vr. 242) in strenger kirchlichem Stil verdeutschten ambrosianischen Lobgesangs, des sog. Te Deum. 6. Von der Schwelle des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. a. Romantiker und andere Dichter des inneren Lebens. ). Ernst Moritz Arndt, geb. 26. Bez. 3769 zu Schoritz auf Rügen, Professor der Ge⸗ schichte zuerst in Greifswald, später an der 3838 gegründe⸗ ten Universität Bonn, wo er aber wegen seiner freiheitli⸗ chen Gesinnung 20 Jahre lang keine Vorlesungen halten durfte, der kerndeutsche und christgläubige Sänger von Gott, Freiheit und Vater⸗ land, 3833 im Bunde mit dem Reichsfreiherrn vom Stein Vorkämpfer der deut⸗ schen Freiheit, 3848 rheinlän⸗ Die Liederdichter discher Abgeordneter im Frankfurter Parlament Paulskirche), wo er sich„ein gutes altes deutsches Gewis⸗ sen“ nannte, 29. Jan. 5860. Seine Schrift„Vom Wort und vom Kirchenlied“ 3839 half mit zur Erneuerung der Gesangbücher. Nr. z0o, 330, 398, 34), 398, 409, 430, 482, 520, 88), 864, 868, 87), 872, 573,§83. z. Johannes Falk, geb. 768 in Danzig als Sohn eines armen Perückenmachers, Schriftsteller, Legationsrat in Weimar, stiftete dort in der Napoleonischen Kriegszeit eine„Gesellschaft der Freunde in der NVot“ und sorgte als Gründer des„Lutherhofs“ im Sinn der späteren Inne⸗ ren Mission für verwahrloste Kinder; 1 3826. Nr. 363, 59. 3. Friedrich von Bar⸗ denberg(Vovalis), geb. 772 auf dem Familiengut Ober⸗Wiederstedt im Mans⸗ feldischen aus einer zur Brü⸗ dergemeine sich haltenden Fa⸗ milie; der geistliche Dichter der Romantiker, an einer Lungenkrankheit früh gestor⸗ ben als Bergassessor in Wei⸗ ßenfels 380). Vr. z07, 396, voq, Sos. 34. Max von Schenken⸗ dorf, geb. 5783 in Tilsit, der christlich⸗fromme, vater⸗ landliebende Dichter und (trotz lahmer rechter Hand) 93 mitkämpfer der Freiheits⸗ kriege, 4 als Regierungsrat in Roblenz 1837. Nr. 25, 305, 397, 402, 439. 5. Quise Hensel, geb. 3298 zu Linum bei Fehrbel⸗ lin als Tochter eines evange⸗ lischen Pfarrers, dem katho⸗ lischen Romantiker Clemens Brentano nahestehend, trat 58j38 zur römischen Kirche über, Erzieherin, 4 in einem Rloster zu Paderborn 1876. Nr. 506(von der 5riährigen 1839 gedichtet). Gebetsanh. S. 42. 6. mNeta Seusser⸗ Schweizer, geb. 3797 als Pfarrerstochter in Sirzel bei Jürich, Frau eines Arz⸗ tes in ihrem Heimatort, de⸗ ren Gedichte als Lieder einer Verborgenen“ von Alb. Knapp(s. S. 97, 8) veröffent⸗ licht wurden, Mutter der Ju⸗ gendschriftstellerin Johanna Sppri, 1 3876. Nr. 586. 7. Friedrich Rückert, geb. 3788 in Schweinfurt a. M., berühmter Dichter, 3853 Freiheitssänger in seinen „Geharnischten Sonetten“,/ Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, 3866 in Veuses bei Roburg. Nr. 9. 8. Heinrich Ranke, geb. 5798 zu Wiehe a. d. Unstrut, Bruder des großen Ge⸗ schichtsforschers Leopold von Ranke, t 3876 als Oberkon⸗ sistorialrat in München, soll 26* 94 als Religionslehrer in Würn⸗ berg im HSause des Profes⸗ sors Karl v. Raͤumer um 825 zu einer Weise von Händel das Adventslied Nr. 35) und als Uebersetzung eines lateinischen Weih⸗ nachtsliedes Nr. 362 verfaßt haben. 9. Johann Friedrich von Meyer, geb. 3772 in Frank⸗ furt a. M., Jurist, Senator, älterer Bürgermeister der Freien Stadt Frankfurt am Main und Bundestagsge⸗ sandter der vier freien Staͤd⸗ te, Vorsitzender der Frankfur⸗ ter Bibelgesellschaft, gab eine gute eigene Bibelübersetzung heraus, wofür er ehrenhal⸗ ber Doktor der Theologie wurde, eifriger Freimaurer, Vertreter einer mystisch⸗theo⸗ sophischen Richtung, 1 3849. Nr. 379, Sos, 52). 30. Friedrich August Roe⸗ the, geb. 178) zu Lübben Viederlausitz), Professor der Theologie in Jena, dann Superintendent in Allstedt (Thüringen), Herausgeber von Melanchthons Werken, Verfasser christlicher Wovel⸗ len, 4 3830. Nr. 483. ). Christian Karl Josias Freiherr von Bunsen, geb. 379) zu Korbach(Wal⸗ deck), war Preuß. Gesandter in Rom und London, lebte zu⸗ letzt, besonders mit religions⸗ geschichtlichen Arbeiten be⸗ Die Liederdichter schäftigt, in Seidelberg, 5860 in Bonn. Ein Saupt⸗ vorkämpfer der Gesangbuch⸗ reform, gab 3833 ein Allge⸗ meines evangelisches Gesang⸗ und Gebetbuch heraus. Vr. 846. 2. Philipp Spitta, geb. 580) in Sannover aus einer Zugenottenfamilie, an ver⸗ schiedenen hannöverschen Gr⸗— ten(Sudwalde, Sameln, Wechold) Pastor, dann an anderen(Wittingen, Peine, Burgdorf) Superintendent, dichtete in seiner Jugend, hauptsächlich als Kandidat und Sauslehrer in Lüne bei güneburg, seine meisten und besten geistlichen Lieder, de⸗ ren erste Sammlung„Psalter und Sarfe“ seit 1833 weite Verbreitung fand; t 38g)o. Nr. 83, 84, 208, 245, 295, 296, 430, 462, 486, go7, 557, 38, 866. 33. Viktor von Strauß und Torney, geb. 3809 zu Bückeburg, Archivar, dann Bevollmächtigter von Schaumburg⸗Lippe beim Bundestag in Frankfurt am Main, lebte später als Schriftsteller und Sprachfor⸗ scher(Kenner des Aegypti⸗ schen und Chinesischen) in Dresden, 1 3899. Vr. 4)), 969. 54. Gustav Schwab, geb. 1792 in Stuttgart, anfangs Gymnasiallehrer, zuletzt Die Liederdichter Pfarrer und Oberkonsistorial⸗ rat in seiner Vaterstadt, Schüler Uhlands, bekannt als erausgeber der„Deutschen Volksbücher“ und der Sagen des klassischen Altertums; 1 5880. Nr. 5068. . Eduard MNörike, geb. 5804 zu Ludwigsburg(Würt⸗ temberg), Pfarrer zu Clever⸗ sulzbach(Württb.), später Literaturlehrer und Profes⸗ sor in Stuttgart, einer der bedeutendsten Dichter des 39. Jahrhunderts; 3876. Vr. 369. 36. Karl Gerok, geb. 58)5 zu Vaihingen a. d. Enz, zuletzt Oberhofprediger und Prälat in Stuttgart, Verfas⸗ ser der in mehr als 3o Auf⸗ lagen verbreiteten„Palm⸗ blätter“, der„Pfingstrosen“ und anderer Gedichtsamm⸗ lungen; 1 3890. Nr. 442. 7. Gottfried Kinkel, geb. 3839 zu Oberkassel bei Bonn, Professor der Kirchen⸗ geschichte, dann der Runst⸗ und Kulturgeschichte in Bonn, Demokrat, wegen Teilnahme am badischen Aufstand 3849 gefangen ge⸗ setzt und ins Ausland geflüch⸗ tet, war zuletzt Professor der Kunstgeschichte am Polytech⸗ nikum in Zürich, 1 3882. Nr. 83. 58. Emanuel Geibel, geb. 3838 zu Lübeck als Sohn eines reformierten Pfarrers, 9⁸ erfolgreicher Dichter, vor al⸗ lem bekannt durch seine Na⸗ tur⸗, Wander⸗ und Vater⸗ landslieder, war längere Zeit Erzieher in Athen, Professor und königlicher Vorleser in München, wegen seiner Sin⸗ neigung zu Preußen entlas⸗ sen, lebte zuletzt in seiner Vaterstadt, 4 3884. Nr. 567. 59. Albert ZJeller, geb. 8⁰04 zu Heilbronn, Arzt, seit 833 Direktor der staatlichen Heilanstalt Winnenden (Württb.), ein echt christlicher Seelsorger seiner Geistes⸗ kranken, dichtete, nachdem seine Frau, die Mutter seiner 8 Kinder, 3847 gestorben war, „Lieder des Leids“; 1 3877. Nr. 407, 487, 23, S24. 20. Julius Sturm, geb. 5856 zu Vöstritz, Pfarrer in Göschitz bei Schleiz, später in seinem Geburtsort, 4 3896. Nr. 445, 525(gedichtet 3852, als ihm seine Frau nach der Geburt des ersten Kindes ge⸗ storben war). 2). Friedrich Gser, geb. 820 zu Basel, war Pfarrer in verschiedenen Gemeinden seiner Seimat, gab weit ver⸗ breitete und oft komponierte „Kreuz⸗ und Trostlieder“ heraus, als Pfarrer zu Ben⸗ ken(Baselland) 1 389). Vr. 43), 826, 8(nach dem Tode eines 7jährigen Töchterchens). z2. Wilhelm Osterwald, geb. 3820 in Bretsch(Alt⸗ 96 mark), dichtete als Gymna⸗ siallehrer zu Merseburg 1887 zu den von dem Musiklehrer der Anstalt D.. Engel ent⸗ deckten alten Weisen des Zamburger Arztes Joh. Wolfg. Franck in freiem An⸗ schluß an die dazu gehörenden Texte des Hamburger Pre⸗ digers Heinr. Elmenhorst (0632—570a; s. S. 83, 3) neue geistliche Lieder. f als Gym⸗ nasialdirektor in Mühlhau⸗ sen(Thür.) 5887. Nr. 349. 23. Conrad Ferdinand Meyer, geb. 3825 zu Zü⸗ rich, berühmter Dichter, Ver⸗ fasser geschichtlicher Vovel⸗ len und der Dichtung„Vut⸗ tens letzte Tage“, 389 zu Kilchberg bei Zürich. Nr. 383. 24. Julie von Baus⸗ mann, geb. 58269 zu Mitau (Rurland), Erzieherin in ver⸗ schiedenen Orten ihrer balti⸗ schen Heimat und Rußlands, zuletzt in Petersburg, zeitle⸗ bens an schwerem Ropf⸗ b. Missions/ und 5. George Friedrich Fickert, geb. 77898 zu Bartz⸗ dorf bei Striegau(Schle⸗ sien), Pfarrer zu Reichau, später zu Groß⸗Wilkau(Kr. Wimptsch), t 1858, gab im Geist der„Erweckungszeit“ ein„Christliches Wochen⸗ blatt für gesammelte und zer⸗ streute Rinder Sottes“ her⸗ Die Liederdichter schmerz leidend, im esthlän⸗ dischen Badeort Wösso 390j. Nr. 527. 25. Eleonore Fürstin Reuß, geborene Gräfin zu Stolberg⸗Wernigerode, geb. 839 zu Gedern im Vogels⸗ berg, vermählt mit Seinrich LXXIV., Fürsten von Reuß zu Jänkendorf Causitz), 1 9s als Witwe auf Schloß Ilsenburg im Harz; dichtete auf einsamer Landfahrt am Jahresende 3887 in der fri⸗ schen Trauer um ihre am Weihnachtsabend begrabene Freundin Marie Nathusius das Lied Nr. 26. 26. Marie Schmalen⸗ bach geb. Zuhold, geb. 38359 als Pfarrerstochter in Sol⸗ trup(Areis Minden), Gattin des Pfarrers und Superin⸗ tendenten Theodor Schmalen⸗ bach in Mennighüffen(Kr. Herford), 4 als Witwe 3924. Nr. 87. Kirchenmänner. aus, darin 3832 das Lied Nr. 3oo. 2. Karl Bernhard Gar⸗ ve, geb. 3763 zu Jeinsen bei Sannover, Prediger der Brü⸗ dergemeine an verschiedenen Orten: Amsterdam, Ebers⸗ dorf(Reuß), Vorden(Ost⸗ friesland), Berlin, Neusalz a. d. O.; auch wissenschaftlich Die Liederdichter bedeutend. 4 384) in Herrn⸗ hut. Vr. 387, 424. 3. Friedrich Adolf Rrum⸗ macher, geb. 3767 zu Teck⸗ lenburg(Westf.), Professor der Theologie in Duisburg, dann in verschiedenen Fir⸗ chenämtern, als Pfarrer in Rettwig(Rheinland), als Oberpfarrer in Bernburg (Anhalt), als Pfarrer in Bre⸗ men, wo er 3845 starb; be⸗ kannt als Parabeldichter. Lied Vr. 53s hat Xr. in RKettwig 3808 während der Franzosenzeit nach dem Ab⸗ zug der Feinde gedichtet zur Wiedereinweihung seiner von der französischen Ein⸗ quartierung arg zugerichte⸗ ten Dorfkirche.(Str. ½½ heißt es statt„eimat“ ur⸗ sprünglich„Dörflein“). Vr. 30, 878, 82. 4. Beinrich Zeller, geb. 57709 auf Bohen⸗Entringen bei Tübingen, württembergi⸗ scher Pietist, nach beendetem juristischen Studium Erzie⸗ her, Schulinspektor in Zofin⸗ gen(Schweiz), gründete in Pestalozzis Geist 3820 in dem badischen Schloß Beuggen a. Rhein oberhalb Basel ein Rettungshaus mit einer Bil⸗ dungsanstalt für Armenschul⸗ lehrer, von dem Pestalozzi bekannte:„Das ist es, was ich gewollt habe.“ 3860. Nr. 440. 5. Jonathan Friedrich Bahnmaier, geb. 3774 in 97 Oberstenfeld(Württb.), Pfar⸗ rer an verschiedenen würt⸗ tembergischen Gemeinden, eine Zeitlang Professor der praͤktischen Theologie in Tü⸗ bingen, zuletzt Dekan in Kirchheim unter Teck, ein eifriger Förderer der Mission und der Bibelverbreitung, Mitarbeiter am württember⸗ gischen Gesangbuch; 1 184) zu Gwen. Vr. 333. 6. Christian Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, legte sein Pfarramt nieder und wirkte als Volksschriftsteller in dem von ihm gegründeten Calwer Verlag und eifriger Förderer der Heidenmission; zu Calw 3862. Nr. 425, 426. 7. Christoph Blum⸗ hardt, geb. 5806 zu Stutt⸗ gart, zuerst Lehrer an der Missionsanstalt in Basel, Nachfolger Chr. Barths als Pfarrer in Möttlingen bei Calw, wo er eine Erweckungs⸗ bewegung hervorrief, seit 8942 Leiter von Bad Boll in der Schwäbischen Alb, ein ungewöhnlich wirksamer Seelsorger, bekannt durch seine Dämonenaustreibungen und Krankenheilungen und seine auf das Rommen einer großen Erlösungszeit gerich⸗ teten Gedanken, 1 3880. Nr. 429. 8. Albert Rnapp, geb. 29s zu Tübingen, seit 5836 Pfarrer in Stuttgart, ein ge⸗ 98 wandter und geschätzter Dich⸗ ter geistlicher Lieder, gab das Jahrbuch„Christoterpe“ und einen„Evangelischen Lieder⸗ schatz“, eine Sammlung von 3972 Kirchenliedern, heraus, wobei er viele Lieder nach seinem Geschmack veränderte und damit zugleich die Ge⸗ sangbücher des vorigen Jahr⸗ hunderts stark beeinflußte, i 5864. Nr. s, 304 Str. 3o, 5½2, 333, 403, 469 Str. 7 und S, 2. 9. Christian Gottlob Rern, geb. 5792 zu Schön⸗ stetten(Württb.), Professor am Theologischen Seminar zu Schönthal, dann Tennbe. in Dürrmenz⸗Mühlacker, be⸗ freundet mit Alb. Knapp, lungenleidend, 1 3838. Vr. 499. 0. Samuel Preiswerk, geb. 3799 zu Rümlingen bei Basel, Pfarrer in Basel und Professor der hebräischen Sprache daselbst, 1 387). Nr. 427, 485. 53. Graf Felician von Za⸗ remba, geb. 3794 zu Za⸗ royin(Bez. Rowno) in Po⸗ len, 66 Jahre lang als Mis⸗ sionar und Missionsprediger im Dienste der Basler Mis⸗ sion, 1 im dortigen Missions⸗ hause 3874. Nr. 427, Str. 3. 2. Franz Härter, geb. 797 in Straßburg i. E., seit 829 Pfarrer daselbst, ein⸗ drucksvoller Erweckungspre⸗ Die Liederdichter diger, Gründer des„Armen⸗ dienerinnenvereins“ und 684½) des Straßburger Dia⸗ konissenhauses, 1 3874. Vr. 484. 3. Johann Wilhelm Ra u⸗ tenberg, geb. 579) zu Moorfleth bei Samburg, seit 820 Pfarrer in Samburg, gründete 3829 die St. Geor⸗ ger Sonntagsschule, an der J. Z. Wichern sein Rettungs⸗ werk an den Kindern begann, und wurde der Vater und tatkräftige Mitarbeiter der Inneren Mission in Zam⸗ burg, 1 5866. Nr. 353. 54. Gustav Knak, geb. 1806 zu Berlin, seit 38g0 Goßners Vachfolger an der Bethlehemskirche daselbst, Pietist im Geist der„Er⸗ weckungszeit“, eifriger Mis⸗ sionsfreund, 5878 auf einer Reise zu Dünnow(Pommern). Nr. 354, 584. . Rudolf Stier, geb. 80⁰⁰0 zu Fraustadt(Posen), 824—28 theologischer Lehrer am Basler Missionsseminar (aus dieser Zeit sein Lied Nr. 369), wirkte als Pfarrer zu Frankleben Prov. Sachsen) durch seine Schrift„Die Ge⸗ sangbuchsnot“ für eine Ver⸗ besserung der Gesangbücher, gab eine berichtigte Bibel⸗ übersetzung im Anschluß an die des Frankfurter Bürger⸗ meisters J. Fr. von Meyer (s. S. 94, 9), dessen überzeug⸗ Die Liederdichter ter Anhänger er war, und viele Bibelerklärungen her⸗ aus, bekleidete nach anderen Pfarrstellen(Wichlinghausen bei Barmen, Schkeuditz bei Halle) das Oberpfarrer⸗ und Superintendentenamt in Eis⸗ leben, 4 3862. Nr. 3009. 56. August Ludwig Chri⸗ stian Zeydenreich, geb. 5775 zu Wiesbaden, beklei⸗ dete mehrere Kirchenämter an verschiedenen Orten Nassaus (Usingen, Wiesbaden, Dotz⸗ heim), war seit 3838 Profes⸗ sor am Predigerseminar zu Zerborn, seit 1837 Landes⸗ bischof in Wiesbaden, be⸗ mühte sich als solcher, das Eigenrecht der Kirche gegen⸗ über dem Staat zu vertreten, gab das nassauische Gesang⸗ buch von 384) mit vielen eigenen und vielen von ihm bearbeiteten Liedern heraus, seit 38g60 im Ruhestand, 1 5858. Nr. 382. 37. Christian Friedrich Heinrich Sachse, geb. 3789 zu Eisenberg(Thüringen), Hofprediger und Konsistorial⸗ rat in Altenburg, 1 3860. Nr. 342, 44) um Reformations⸗ fest 38)7 gedichtet). 58. Johann Friedrich mRöller, geb. 5789 zu Er⸗ furt, 3874—43 in verschiede⸗ nen kirchlichen Aemtern in seiner Vaterstadt, seit 3843 Generalsuperintendent in Magdeburg, bemühte sich, 99 zwischen entgegengesetzten re⸗ ligiösen Strömungen zu ver⸗ mitteln. Lied Nr. 380, von ihm als Pfarrer in Erfurt 5836 für seine durch Kriegs⸗ not verarmte Gemeinde ver⸗ öffentlicht, am Karfreitag in der Katharinenkirche zu Frankfurt a. M. gesungen, brachte von hier eine beson⸗ ders reiche Spende ein.— 586) in Magdeburg. Nr. 380, 494, 86. 59. Karl Rudolf Zagen⸗ bach, geb. 380)5 zu Basel, war fast vo Jahre Professor der Kirchengeschichte daselbst und übte auf das kirchliche Leben der reformierten Schweiz einen starken ver⸗ mittelnden Einfluß aus. 3874. Cr. 522. 20. Johann Peter Lange, geb. 3802 auf der Birs, einem Gute bei Sonnborn in der Nähe von Elberfeld, Pfarrer in mehreren refor⸗ mierten Gemeinden am Vie⸗ derrhein(Wald bei Solin⸗ gen, Langenberg, Duisburg), 584) Professor der Theolo⸗ gie in Zürich, seit 18894 in Bonn, trat für die Union ein, war auch ein tatkräftiger Förderer des Kirchengesangs, f 5884. Vr. 382. 2j3. Gerhard Stip, geb. 809 zu Norden(Ostfriesld.), anfangs Pfarrer an verschie⸗ denen Orten, später Privat⸗ gelehrter in Potsdam, för⸗ 3o⁰0 derte durch seinen„Unver⸗ fälschten Liedersegen“ 386) den Sinn für die ursprüng⸗ liche Gestalt unserer Kirchen⸗ lieder; 3882. Nr. 543. 22. Friedrich Rayser, geb. 38)37 zu Seidelberg, Pfarrer zu Gernsbach(Ba⸗ den), wirkte im Geist der „Erweckungszeit“, ein eifri⸗ ger Freund der Aeußeren und Inneren Mission, Schwieger⸗ sohn des Pfarrers Zimmer von der deutschen ev.⸗refor⸗ mierten Gemeinde in Frank⸗ furt a. M. und Vater des nachmaligen Pfarrers an der Matthäuskirche daselbst,‚ r 5897 im Sause seiner Ver⸗ wandten in Frankfurt a. M. Nr. 38. 23. August Zermann Wal⸗ ter, geb. 38)7 zu Leipzig, Theologe, konnte wegen Taubheit nicht ins Pfarramt, verfaßte Gebetslieder und dichterische Bearbeitungen der Gleichnisse Jesu, 3880 zu Zeipzig. Nr. 488. 24. Rudolf Rögel, geb. 829 zu Birnbaum in Posen, Die Liederdichter Oberhofprediger in Berlin, Seelsorger RKaiser Wilhelms I., ein bedeutender Prediger und einflußreicher Rirchen⸗ politiker, nach jahrelangem Leiden 3896. Lied Nr. 328 dichtete er in seiner Jugend nach dem Tode seiner Mut⸗ ter(786½) und anderen schwe⸗ ren Schicksalsschlägen. 29. Moritz von Bernus, geb. 3843 zu Frankfurt a. M., in England religiös entschei⸗ dend beeinflußt, theologisch gebildet, aber ohne Amt, gründete 1883 zu Evangeli⸗ sationszwecken den„Evange⸗ lisch⸗Kirchlichen Silfsverein zu Frankfurt a. M.“, der hier die Christuskirche und die Immanuelskirche errichtete und eine freikirchliche Ge⸗ meinschaft sammelte, und sorgte auch für den Bau von Kapellen und die Einrichtung deutscher evangelischer GSot⸗ tesdienste in ausländischen Rurorten. 3913. Vr. 534. Lieder unbekannter Ser⸗ kunft: Vr. 380,(389)),(362), 428, 446(von einem unbe⸗ kannten Robert Steiger), 447. c. Aus neuester Zeit. 3. Paul Kaiser, geb 3852 zu Züllichau(Brandbg.), war Pfarrer in Veusalz a. d. O., Sagan, Stockholm, seit 3890 in Leipzig, 1 19)7. Nr. 544. 2. Emil Prinz von Schön⸗ aich⸗Carolath, geb. 5832 zu Breslau, anfangluch ffi⸗ zier, lebte nach längeren Aus⸗ landsreisen als Schriftsteller Die Liederdichter und Dichter auf seinem Gute Haselhorst in Holstein, 1 5908. Nr. 468. 3. Friedrich Spitta, geb. 5892 zu Wittingen in der Lüneburger Seide als Sohn des Superintendenten und Dichters Philipp Spitta, bis 59)8 Professor der Theolo⸗ gie in Straßburg, dann in Göttingen, t 3924. Er gab mit Prof. J. Smend seit 3896 die„Monatschrift für Gottes⸗ dienst und kirchliche Kunst“ und 3899 das Evangelische Gesangbuch für Elsaß⸗Loth⸗ ringen heraus. Die oberdeut⸗ schen Lieder von Blaurer, Zzwick, Englisch hat er für das G. B. spraͤchlich bearbeitet. Nr. 432, 448. 4. Bruno Weiß, geb. 1892 zu Breslau, 3880—83 Pfarrer in Elgersburg, dann in Bremen, 1 39)5. Nr. 489. 5. August Sermann Fran⸗ ke, geb. 388s zu Sundern bei Gütersloh, dichtete„Deut⸗ sche Psalmen“, Professor der Theologie in Salle und Riel; 1389) in Montreux. Nr. 490. 6. Nathanael Besko w, geb. 3866, ein schwedischer 300 Pfarrer, Rektor von Birka⸗ garden, Djursholm(Schwe⸗ den), dichtete zu der Welt⸗ konferenz für Praktisches Christentum in Stockholm 5926 das Festlied dieser Ta⸗ gung Nr. 438. 7. Hermann Weingart, geb. 3866 zu Gotha, 189799 Pfarrer in Osnabrück, später in Borgfeld bei Bremen, 1 392). Vr. 450, 545. 8. Gustav Schüler, geb. 5868 zu Königl. Reetz im Oderbruch, Schriftsteller zu Freienwalde a. d. Oder. Nr. 49), 528. 9. wilhelnm Mühl⸗ pforth, geb. 3874 zu Frankfurt a. d. Oder, Pfar⸗ rer zuerst in Olmütz, seit 1906 in Mürzzuschlag(Steier⸗ mark), nahm am Weltkrieg als Jeldprediger teil, 1 an den Kriegsfolgen 39)8s in Graz. Nr. 4)2. 30. William Wolfens⸗ berger, geb. 3889 in Zü⸗ rich, Pfarrer zuerst in Ful⸗ dera(Graubünden), von 39)7 in Rheineck(St. Gallen) am oberen Bodensee, 1 3958. Nr. 774. 502 Die Liederdichter Alphabetische Liste zum Auffinden der in dem vorstehenden Verzeichnis geschichtlich geordneten Dichternamen. Agricola S. 64. 8, Alber S. 64. 9, Albert S. 73. 4, Albinus S. 78. 39, Albrecht, Serzog v. Preußen S. 64. 7, Allendorf S. 89., Altenburg S. 73. 5, Ambrosius S. 6). 3, Annoni S. 87. 36, Arends S. 83. 36, Arndt S. 92.), Arnold S. 83. 3). Bahnmaier S. 97. 5, Barth S. 97. 6, Becker S. 09. 33, Beda S. 6). 2, Behm S. 69. 3), Berger S. 87. 30, Bernhard v. Clairvaux S. 62. 4, v. Bernus S. 300. 28, Beskow S. 30). 6, Betichius S. 84. 3, Bienemann S. 68. 3, v. Birken S. 77. 9, Blaurer S. 66. 39, Blumhardt S. 97. 7, v. Bogatzky S. 85. 3, Bonaventura S. 62. 5, Bonn S. 68. 30, v. Bruiningk S. 90. 9, Buchka S. 86. 4, Bucholtz S. 73. 6, v. Bunsen S. 94. 1), Bürde S. 92. 30, Burmeister S. 75. 20. Claudius S. 88. 39, Clausnizer S. 76. 5, Cramer S. 93. 4, Crasselius S. 83. 35. Dach S. 73.), Decius S. 65.), Denicke S. 72. 33, Deßler S. 79. 8, Diterich S. 93. 6, Drese S. 80. 6. Eber S. 63. 4, Edeling S. 88. 2, Elmenhorst S. 83.), Englisch S. 66. 22, Eschenburg S. 93. 7. Falk S. 93. 2, Fickert S. 96., Fischer S. 68. 6, Fleming S. 75. 36, Joh. Franck S. 76. 4, Mich. Franck S. 79. 58, Sal. Franck S. 84. 6, A.. Francke S. 85. 5, Fuersde S. 30). 5, Franz S. 92. 32, Freylinghausen S. 82. 6, Freystein S. 80. 4, Funcke S. 77. 16. Garve S. 96. 2, Gedicke S. 83. 37, Geibel S. 98. 38, Gellert S. 90. 2, Gerhardt S. 76. 3, Gerok S. 99. 36, Gesenius S. 72. 32, Gotter S. 82. 9, Gramann S. 64. 6, Gregor S. 89. 8, Grünwaldt S. 67. 24, Gryphius S. 74. 3), Günther S. 78. 20. Hagenbach S. 99. 39, Sahn S. 87. 38, v. Sardenberg S. 93. 3, Särter S. 98. 32, Th. Sartmann S. 68. 7, K. F. arttmann S. 87. 34, v. Sausmann S. 96. 24, Beermann S. 73. 6, Seilmann S. 69. 14, Hero S. 74. 32, Belmbold S. 68., Sensel S. 93.„, Serberger S. 70. 2, Serbert Die Liederdichter 503 S. 67. 28, Wik. Serman S. 65. 18, Sermes S. 92. 9, J. G. Zerrmann S. 85. 32, Serrnschmidt S. 82. 5, Herrosee S. 92. 3)/ Zerzog S. 78. 357, Seunisch S. 77. 10, Beusser⸗Schweizer S. 93. 6, Seyden S. 6g. 33, Heydenreich S. 99. 36, Hiller S. 87. 3), Hoffmann S. 84. 9, Somburg S. 74. 34, Born S. 67. 27, Zubert S. 66. 23. Jonas S. 63. 2, Jorissen S. 86. 9. P. Kaiser S. 100. 3, Fr. Kayser S. 300. 22, Reimann S. 74. 30, Kempff S. 7). 3, Kern S. 98. 9, Kiel S. 73. 4, Kinkel S. 95. 37, Klesel S. 79. 3, v. Klettenberg S. 89. 7, Xlopstock S. 90. 3, Knak S. 98. 14, Knapp S. 97. 8, Knoll S. 70. 1, Knorr v. Rosenroth S. 78. 2, Roitsch S. 83. 34, Rongehl S. 77. 33, Kögel S. 3oo. 24, Roethe S. 94. 30, Krause S. 85. 33, Krummacher S. 97. 3, Kunth S. 88. 2. Lackmann S. 82. 8, Lampe S. 86. 7, Joach. Lange S. 83. 2, J. P. Lange S. 99. 20, Laufenberg S. 62. 7, Laurenti S. 8). 30, Lavater S. 88. 57, v. Leibniz S. 90., Leon S. 68. 8, Liebich S. 88. 33, Lindemann S. 70. 36, Zobwasser S. 69. 32, Löscher S. 84. 4, v. Löwenstern S. 75. 8, Luther S. 63.. Magdeburg S. 68. 36, Major S. 70. 38, Mentzer S. 88.), C. F. Meyer S. 96. 23, J. F. v. Meyer S. 94. 9, Meyfart S. 72. 9, M. Moller S. 69. 30, J. Fr. Möller S. 99. 38, mörike S. 96. 36, Mühlmann S. 69. 34, Mühlpforth S. 30). 9, Mich. Müller S. 83. 15. Nachtenhöfer S. 77. 6, Weander S. 80. 3, Nerreter S. 78. 39, Weumann S. 84. 7, Neumark S. 75. 18, Neumeister S. 84. 2, Neunherz S. 84. 8, Weuß S. 80o. 7, Vicolai S. 69. 38, Niege S. 65. 57. Olearius S. 76. 3, Oser S. 9. 27, Osterwald S. 98. 22 v. Pappenheim S. 67. 25, Pauli S. 77. 8, Pfeffel S. 93. 8, v. Pfeil S. 87. 32, Prätorius S. 77. 38, Preiswerk S. 98. 3o, Albrecht Serzog von Preußen S. 64. 7. Rambach S. 82. 7, Ranke S. 93. 8, Rautenberg S. 98. 33, Reißner S. 66. 23, Fürstin v. Reuß S. 96. 29, Richter S. 82. 4, Rieger S. 87. 33, Ringwaldt S. 68. 4, Rinkart S. 71. 7, Rist S. 74. 33, Robert, Rönig v. Frankreich S. 62. 3, Rodi⸗ gast S. 78. 18, Rothe S. 88. 3, Rube S. 80. 9, Rückert S. 93. 7, Ruopp S. 82. 3. 304 Die Liederdichter Sacer S. 77. 34, Sachs S. 6. 32, Sachse S. 99. 7, Schade S. 80o., Schalling S. 68. 2, Scheffler S. 78./ Scheidt S. 86. 5, Hartm. Schenck S. 77. 7, H. Th. Schenck S. 80. 8, v. Schenkendorf S. 93. 4, Schirmer S. 76. 2, Schmalenbach S. 96. 26, J. Eus. Schmidt S. 83. 32, Schmolck S. 89. 30, v. Schönaich⸗Carolath S. 3oo. 2, Schöner S. 88. 38, Schröder S. 82. 30, Schüler S. 30). 8, Chr. Schultz S. 74. 9, Schütz S. 80. 2, Schwab S. 94. 54, Aemilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt S. 79. 6, Ludämilie Gräfin v. Schwarzburg Rudolstadt S. 79. 5, Scriver S. 79. 7, Selnecker S. 67.), v. Senitz S. 79. 4, Siegfried S. 69. 9, Sonnemann S. 72.), Spangenberg S. 89. 6, Spener S. 79.), Speratus S. 64.§, Fr. Spitta S. 303. 3, Ph. Spitta S. 94. 32, Steg⸗ mann S. 72. 8, Steiger S. 3oo, Stier S. 98. 58, Stip S. 99. 2), Stockfleth S. 77. 32, Stolshagen S. 70. 37, v. Strauß und Torney S. 94. 33, Chr. Chr. Sturm S. 9). 8, J. Sturm S. 99. 20, Sudermann S. 70. 39. Tauler S. 62. 6, Tersteegen S. 86. 8, Thebesius S. 73. 7, Thilo S. 73. 5, Titius S. 77.). Vetter S. 67. 29. A.„5. Walter S. 3oo. 23, J. Walther S. 63. 3, Wegelin S. 72. 30, Weingart S. 30). 7, Br. Weiß S. 30). 4, M. Weiße S. 67. 26, Weissel S. 73. 2, Werner S. 73. 3, Winckler S. 83. 33, v. Wobeser S. 90. 30, Wolf S. 83. 358, Wolfens⸗ berger S. 30). 30, Woltersdorf S. 86. 6. Graf v. Zaremba S. 98. 55), A. Zeller S. 98. 39,. Jeller S. 97. 4, v. Zesen S. 78. 37, Jihn S. 84. 5, C. R. v. Zinzen⸗ dorf S. 89. 6, N. L. v. Zinzendorf S. 89. 4, Zwick S. 66. 20, Zwingli S. 66. 38. * Verzeichnis der Singrveisen. Die eingeklammerten Ziffern bedeuten, daß die Weise bei jenen Liedern neben der in Woten dazu gegebenen Weise auch vorgeschlagen wird. Ach Gott und Zerr Ach Sott, verlaß mich nicht** Ach Gott, vom Himmel sieh darein Ach Jesu mein, was große Pein Ach, lieber Zerre Jesu Christt Ach mein»err Jesu, dein Vahesein Ach sagt mir nicht von Gold u. Ach was bin ich, mein Erretter Ach was soll ich Sünder machen Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Allein Gott in der Söh sei Ehr Allein zu dir, Serr Jesu min Alle nienschen müssen sterben 1 (Chr. Anton) Alle Mienschen müssen sterbenll(J. bine) Alles ist an Gottes Segen An Wasserflüssen Babylon Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Serz, mit Freuden Auf den Vebel folgt die Sonn Auf diesen Tag bedenken wir 25 erstehn, ja auferstehn wirst du „laßt uns fröhlich singen Aus meinen lieben Gott Auf, Seele, auf und säume nicht Aus meines Serzens Grunde Aus tiefer Vot schrei ich 55 dir I (Wittenberg 3824) Aus tiefer Vot schrei ich zu dir II (Straßburg 3825 Befiehl du deine Wege Brich herein, süßer Schein Bringt Preis und Ruhm dem Zeiland Christe, du Lamm Gottes Christ ist erstanden 72. J45.§24. 206. 423. 380. 438. 480. 527. 326. 426. 472. 593. 226. 228. 340. 546. 237. 367. 3.(4). 20. 339. 263. 986. 74⁰. 0369. 3540. 342. 234. 302.(770). 26. 2)8. 338. 523. 987. 399. 36. 96. 68. 50 Christ lag in Todesbanden Ehrät w wir sollen loben schon Christ unser Zerr zum Jordan kam Christus der ist mein Leben Christus, der uns selig macht Da Christus geboren war(03449 Da Christus geboren war(Doles, 3785) Danter dem Herrrrrrn Dein Rönig kommt in niedern Süllen Der am Kreuz ist meine Liebe Der du ob allen Zeiten bisfstt Der Glaube bricht durch Stahl Der Herr bricht ein um Mitternacht. Der Serr fährt auf gen Simmel Der Herr ist gut, in dessen Dienst Der Serr ist Rönig überall Der Höllen Pforten sind zerstört. Der lieben Sonne Licht und Pracht 1 6½⁰..... Der lieben Sonne Licht und Pracht II ⁰. Der Mond ist aufgegangen Der Tag bricht an und zeiget sich. Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir Der Tag wohl durch die Wolken dringt Die Gnade unsers Serrn J. Chr. Die güldene Sonne bringt Leben u. W. Die güldne Sonne voll Freud u. Wonne Die helle Sonn leucht jetzt herfür. Die Vacht vergeht, der Tag bricht an Die Tugend wird durchs Xreuz geübet Dieweil wir sind versammelt* Dir, dir, Jehova, will ich singen Du großer Schmerzensmann Du höchstes gicht und ewger Schei Du meine Seele, singge. Whre sei dem Bater Ehre sei Gott in d..(Gr. Doxologie) Ehre sei Gott in d..(Kl. Doxologie) Ehrt, lobt und dankt mit ganzem Fleiß Verzeichnis der Singweisen 97. 946. 445. 300. 237. 334. 447. 483.(7259. 38. 49. 37. 99.(530). 526. Liturg. S. 9. 39. 47. 874. 423. 348. 405. 469. 432. 64. 283. 283. 336. 549. 836. 283. 458. 548. 479. Liturg. T. 738. 267. 202. 393. 207.(205). 69. J88. 304. 370. 373. 939. 248. 520.(528). Liturg. H. 2. 3. Liturg. J. Ziturg. H. j. 449. 483. Verzeichnis der Singweisen Einer ist Rönig, Immanuel sieget. Ein feste Burg ist unser Gott Ein Kindelein so löbelich Ein neues Lied wir heben aean Eins ist not; ach Serr, dies eine Iu. II Ergrünt, ihr Siegespalmen Erhalt uns, Serr, bei deinem Wort Erhebet eure Herzen Ermuntre dich, mein schwacher Geist Erquicke mich, du Seil der Sünder Errett mich, o mein lieber Herre. Erschienen ist der herrlich Tag Es glänzet der Christen inwendiges Es ist das Seil uns kommen her. Es ist ein Ros Wi Es ist genug Es ist gewißlich an der Zeit Es kommt ein Schiff, geladen. Es kostet viel, ein Christ zu sein Es sind doch selig alle die Es wolle Gott uns gnädig sein Fahre fort Freuet euch der schönen Erde Freuet euch, ihr Christen alle. Freut euch, ihr lieben Christen Fröhlich soll mein HSerze springen IJ(J. Crüger), II(Fr. Mergner) Früh am Morgen Jesus gehet Geduld ist euch von nöten Geh aus, mein Herz, und suche Freud Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Ehron Gen Simmel aufgefahren ist Gib dich zufrieden und sei stille Gott der Vater, wohn uns bei. Gott des Zimmels und der Erden GVottes Sohn ist kommen 390⁷ 403. 93. 380. 438. Liturg. R. 322. 588. 408. 3oq. 59. 60. 6).)7. 347. (392). 399. 376. 55. 349. 235. 252. 253.(260). 398. 394. 329. 333. 400. 497. 500. 52.375. 92.(445). 303. 506. 54. 397. 409.§33. 3. 945. 469. 962. 30. 58. 400. 239. 473. 2). 266. 332. 369 522. 347. 50⁸ Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu Gott ist mein Lied 1(Stötzer), II(Ph. 2. BDach n 20. Gott lebet noch! Seele, was. Gott sei gedankt durch Jesum Christ. Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott sei uns gnädig und barmherzig Großer Sott, wir loben dich. Großer Mittler, der zur Rechten. Sallelujahl Lobet den Serren. Seil dir, dem Herrn der Welt Heilger Geist, du Tröster mein Seilig, heilig, heilig Seilig ist Gott, der Vater Serbei, o ihr Gläubigen Zerr Christ, der einig Gottssohn. Herr, dein Wort bleibet in Ewigkeit. Serr Gott, dich loben alle wir. Zerr Gott, dich loben wwir. Herr Gott, nun schleuß den Zimmel auf err Jesu Christ, dich zu uns wend. Zerr Jesu Christ, du höchstes Gut Zerr Jesu Christ, meins Lebens Licht Zerr, nun selbst den Wagen halt Zerr und Aeltster deiner Rreuzgemeine Herzlich lieb hab ich dich, o Zerr Zerzlich tut mich erfreuen. Serzlich tut mich verlangen erzliebster Jesu, was hast dz· Zeut triumphieret Gottes Sohn Sier legt mein Sinn sich vor dir nieder Hilf, Gott, daß mirs gelinge Hilf, Serr Jesu, laß gelingen Verzeichnis der Singweisen 23. 238. 299. 97. 392. 735. Liturg. V. 429.§37. 73. Liturg. L. 34. 406. Kiturg. P. 3890. 362. 307. Liturg. M. (404). 4)0. 434. (449).(483). 242. 979. 36. 338. 366. 264. 209. 274. 434. 443. (538). 336. 29. 382. 284. 94. 4. 5. 62. 463. 960. 576. 45. 333.(323). 378. (49). 482.(oz). (50a). 38. 73. 98. 30). 383. Verzeichnis der Singweisen Zimmelan, nur himmelln inunter ist der Sonne Schein. Hosianna! zZu der Erdde Ich bete an die Macht der Liebe. Ich bin ein Gast auf Erden Ich dank dir schon durch deinen Sohn Ich freu mich in dem Herren. 148 mein Sach Gott laß dich nicht ruf zu dir, Herr Jesu Christ. sehe mit Wonne, die güldene Sonne steh an deiner Rrippen hier. will dich lieben, meine Stärke. will dich nicht verlassen. wollt, daß ich daheime wär Frieden dein, o Serre mein mer muß ich wieder lesen. u dich hab ich gehoffet, Serr 1 605 00) dich hab ich gehoffet, Serr IIC)88)) die Ferne möcht ich 7919 dir ist Freude Gottes Namen fahren wir Gott verborgen leben Ist Gott für mich, so trete e 3 3 8888 — Jauchzer, ihr immel Jehova, Jehova** Jerusalem, du hochgebaute Stadt Zesu, der du meine Seele Jesu, hüf siezen Jesu, meine Freude Jesu, meine Liebe Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als RKöning Jesus, meine Zuversicchht Jesus, Jesus, nichts als Jesus 94). ). 84. 296. 430.§28. 953. 3)0. 33). 342. 498. 360. 537. 399. 200. 963. 979. 448. ⁰6. 209. 295. (Qoo). 278. 402. 492. 293. 8)). 54. 422. o. 3 27 3 36). 932. 307. 494. 572.§7. 587. 398. 233. 287. 39). 42. 74. 287.(394). (494). o7. 390. 397. 67. 30. 3587. 575. 327. 343. 499. 7⁰ Kehre wieder, kehre wieder Romm, Sott Schöpfer, heiliger Geist Romm, heiliger Geist, erfüllll. Romm, heiliger Geist, Serre Sott Romm, o komm, du Geist des Lebens Romm, Seele, Sesu Leiden Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Rommt, Seelen, dieser ggg. Rommt und laßt uns Christum ehren Ayrie eleison(Lcnei)ö) gaß dich nur nichts nicht dauern. gasset uns den Serren preisen gaß fahren deine Sorgen eßt wich gehn giebster Jesu, wir sind hiier gobe den Herren, den mächtigen Rönig gobe den Serren, o meine Seele gobet den Herren, alle, die ihn ehren gobet den Serrn, ihr Seiden all Lob Gott getrost mit Singen gobt Gott, ihr Christen allzugleich Lobt Gott, ihr frommen Christen Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt Macht auf das Tor der Grechtigkeit Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Mag auch die Liebe weinen 42 Meinen Jesum laß ich nicht. Mein Serzens⸗Jesu, meine Lust Mein Jesu, dem die Seraphinen Mein ZJesu, der du mich Mein Schöpfer, steh mir bei Menschenfreund, nach deinem Bild Mit Freuden zart zu dieser Fahrtt Mit Fried und Freud ich fahr dahin Mitten wir im Leben sid Morgenglanz der Ewigkeit Morgenstern der finstern Nacht Verzeichnis der Singweisen 462. 404.(409). Liturg. A. 5o3. Soq. 23.(485). 457. 468. 407. 56. 368. Liturg. Z. 92. 364. 255. 529. 984. 9. 320. 330.(436). 294. 258. 208. 277. 420. 435. 4)6. 545. 589. 73.(367). 4)5. 363. 387. 3. 582. 8. 28. 32. 347. 384. 97. 232. 396. 260. 364. 450. 839. 30. So)j. 474. 332. 489. 384. 304. 309. 270. 366. Verzeichnis der Singweisen Vach einer Prüfung kurzer Tage. Vun bitten wir den heiligen Geist Nun danket alle Sott Nun danket all und I(J. Crüger) Nun danket all und II(Störl) Nun danket all und III P. Sohren) Nun freut euch, lieben Christen gmein Nun Sosianna, Davids Sohn Nun komm, der Seiden Heiland Nun lasset uns den Leib begrabn. Nun laßt uns Gott dem Zerren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preis et alle Gottes Darmherzigkeit Nun ruhen alle Wälder Nun schläfet man Nun schlaf in kühler Erde Nun sich der Tag geendet hat Nun singet und seid froh. Nur frisch hinein! O daß ich tausend Zungen hätte O der alles hätt verloren. O du allersüßte——0 O du nenn O du Liebe meiner Liebe 6⁵⁸⁰4 O du Liebe meiner Liebe II (HBerz und Herz) O du mein Trost und fußes Soffen O Durchbrecher aller Bande O Ewigkeit, du Donnerwort O fröhliche Stunden, o herrliche Zeit O Gott, der du ein Seerfürst bist. O Gott, du frommer Gott I(695) O Gott, du frommer Gott II(A. Fritsch) O Gott, du frommer Gott III (Ach Gott, verlaß mich nicht) O Seiland, reiß die Simmel auf O heiliger Geist, o heiliger Gott O Jesu Christ, meins Lebens Aicht ) 556. 289. 76. 87. 245. 300. 249. 280.(353). 390. 478. 490.§40. 486. 973. 02. 348. 389. 463. 494. 562. 569. 7 40. 354. 300.§47. 24.(34). 244. 269. 243. 247. 299. 246. 339. 424. 280. 288. 8o. 282. 477. 58J. 58. 33). 58). 53. 599. 290. 528. 382. 470. 78. 363. 5o.(486). 488. So7. 968. 308. 208.(489).§oz. 349. 83.(024). 369. 4)2. 325. 528. 390. 499. 583. 338. 457. 290. 275. 229. 55. 344. 80. 393. 37. 48. 96. 294. 409. (4)0). 577. 72 Jesu, meine Wonne Lamm Gottes, unschuldig Lebensbrünnlein tief und Broß O seliger Tag, des in Zoffnung wir O selig Haus, wo man dich 8. O Traurigkeit! O Serzeleid O Vater, allmächtiger Gott 0 Welt, ich muß dich lassen O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen O wir armen Sünder. Ringe recht, wenn Gottes Gnade 1 (Brüdergemeine, 3740) Ringe recht, wenn Gottes Gnade II (Basel 377 Ruhe ist das beste Gut Schaffe in mir, Gott, ein reines Schmücke dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Maien Schonner err Besus Schwing dich auf zu deinem Gott 1 (J. Crüger) Schwing dich auf zu deinem Gott II Edelingn Seelenbräutigam 15. Sei willkommen, Jesulein Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig So führst du doch recht selig Sollt es gleich bisweilen scheinen So nimm denn meine Sände Straf mich nicht in deinem Zorn Tochter Zion, freue dich Treuer Heiland, wir sind hier Triumphiere, Gottes Stadt Unser Serrscher, unser Rönig Unter Lilien jener Freuden Verzeichnis der Singweisen 534. 34. 493. 433. 98. 43.§). Liturg. G. 46. 223. 240. 280. 286.(288). 289. 300. 307. 325. 339. 379. 370. Liturg. F. 73. 234. 488. 495. 87. 79). 439. 544.(960). 694). 475. Liturg. D. 526. 338. 338. 386. 275. 82. 496. 223.(272). (2250. 222. 202. 204. 205. 436. 69. 377. 442. 489. 230. 225. 927. 374. 392. 435. 389). 440. . 22. 325. 464. 980. Verzeichnis der Singweisen Valet will ich dir geben Vater unser im Simmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich Verzage nicht, du Säuflein klein Vom Himmel hoch da komm ich her Von Sott will ich nicht lassen 1 (Arfurt 34r Von Gott will ich nicht lassen II (J. Crüger, 3640) Wach auf, meins Zerzens Schöne Wach auf, wach auf, du deutsches Land Wachet auf, ruft uns die Stimme. Wär Sott nicht mit uns diese Zeit Warum sollt ich mich denn grämen Was Gott tut, das ist wohlgetan Was mein Sott will, das gscheh allzeit Wenn ich ihn nur habe Wenn ich in Todesnöten bin Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn wir in höchsten Vöten sein Werde munter, mein Gemüte. Wer hat den Sand gezählt Wer ist der Braut des Lammes gleich Wer nur den lieben Gott läßt walten 1 (S. Weumart) Wer nur den lieben Gott läßt walten II (Zamburg 3690) Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Wer will ein Streiter Jesu sein Wie groß ist des Allmächtgen Güte I . Dah)/ Wie groß ist des Allmächtgen Güte II (JI. G. Schicht) Wie heimlicher Weise. Wie könnt ich sein vergessen Wie lieblich sind die Wohnung dein. 73 )2. 36). 303. 3)2. 334. 425.(430). 744. 345. 389. 2)5. 309. 320. 44). 446. 298. . 28. 5). 2. 57. 9. 22. 6. 233. 589.(469). 4)7. 570. 573. 74. 8). 33). 428. 452.§30. 93. 222. 227. 259.§)4. 572. 529. 230. 232. 220. 467. 908. 9o. 978. 308. 374. 290%. (78). 279. 54. 466. 358. 224. 379. 56. 233. 297. 330. 47⁰. 26). 967. 369. 478. 4²². —34 Verseichnis der Singweisen Wie mit grimmgem Unverstand Wie nach einer Wasserquelle. Wie schön leuchtet der Morgenstern Wie soll ich dich empfangen Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Willkommen, Seld im Streite Wir Christenleut habn jetzund Freud Wir glauben all an einen Gott, Schöp⸗ ser(55240 Wir glauben all an einen Gott Schop⸗ fer(A. Mendelssohn) Wir glauben all an einen Gott, Vater 6⁰9 wir leben und schweben Wir pflügen, und wir streuen Wir werden bei dem Serrn sein allezeit Wir wollen alle fröhlich sein. Wo Gott der Herr nicht bei uns bal Wunderbarer önig Zeuch ein zu deinen Toren. Zion klagt mit Angst und Schmerzen„ Zu Bethlehem geboren Zu der stillsten Feierstunde Zum immel erhehe dich. Zwei der Jünger gehn mit Sehnen * 879. 368. 236. 336. 346. 383. 473. o9. 552. 983. 27. 7). 77. 395. 292. 299. 529. §. 4)). 89. 203. 337. 66. 487. 300. 89. Liturg. N. 88. 388. 963. 586. 385. (93). 99. 2. 35z.: 79. 3oꝛ. 358. 496. 484. 394. Gleichlaufende Weisen die in Jambisch Jambisch Jambisch Jambisch Jambisch Gleichlaufende Weisen, einzelnen Fällen auch vertauscht werden können. Vierzeilig. 7. 6. 7. C. Christus der ist mein Leben Es kommt ein Schiff, geladen Laß fahren deine Sorgen Willkommen, Seld im Streite 2.7.7 7. Nun laßt uns Gott dem Serren O Jesu, meine Wonne 8. 6. 8. 6. Auf, Seele, auf und säume nicht Der Berr bricht ein um Mitternacht Die Nacht vergeht, der Tag bricht an Lobt Gott, ihr Christen allzugleich Wun danket all und bringet Ehr I(Crüger) Wun danket all und bringet Ehr II(Störl) Wun danket all und bringet Ehr III(Sohren) Vun sich der Tag geendet hat 8. 8. 8. 8. Christum wir sollen loben schon Der Tag bricht an und zeiget sich Die helle Sonn leucht ietzt herfür Du höchstes Licht und ewger Schein Ehrt, lobt und dankt mit ganzem Fleiß Erhalt uns, Serr bei deinem Wort Gott sei gedankt durch Jesum Christ Zerr Gott, dich loben alle wir err Jesu Christ dich zu uns wend Zerr Jesu Christ meins Lebens Licht Zinunter ist der Sonne Schein RKomm, Sott Schöpfer, heiliger Geist Nun lasset uns den Leib begrabn O Seiland, reiß die Zimmel auf O Jesu Christ, meins Lebens Licht Vom Simmel hoch, da komm ich her Wenn wir in höchsten Vöten sein 1.0.1. H Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen Lobet den Serren, alle, die ihn ehren Trochäisch 7. 7. 7 7 Da Christus geboren war Doles) Nun komm, der Seiden Seiland Triumphiere, Gottes Stadt Trochäisch 8. 7. S. 7. Freuer euch der schönen Erde Immer muß ich wieder lesen O der alles hätt verloren Ringe recht, wenn Gottes Gnade I(Brüdergem. 1740) Ringe recht, wenn Gottes Gnade II(Basel 3745) 336 Gleichlaufende Weisen Trochäisch 8. 8. 8. 7. Früh am Morgen Zesus gehet Kommt und laßt uns Christum ehren Fünfzeilig. Daktylisch 34. 54. 4. 7. 8. Jauchzet, ihr Zimmel, frohlocket Lobe den Herren, den mächtigen Jambisch 8. 8. 8. 8. 4.(8. 8. 8. 7. 4.) Er schienen ist der herrlich Tag In Gottes Namen fahren wir Gemischt 9. 9.). 30. 4. ch, mein Herr Jesu, dein Nahesein Vun bitten wir den heiliten Geist Sechszeilig. —— Jambisch 4. 4. 7. 4. 4. 7. ö Ach Gott und Serr, wie groß und schwer Ach Jesu mein, was große Pein Jambisch 7. 7. 6. 7. 7. S. Der Mond ist aufgegangen Vun ruhen alle Wälder O Welt, ich muß dich lassen Jambisch 8. 8. 7. 4. 4. 7. In dich hab ich Cehofpet, Herr I In dich hab ich gehoffet, Serr II Jambisch 8. 8. 7. 8. 8. 7. Geh aus, mein Serz Rommt her zu mir, spricht Sottes Sohn Nun Sosianna, Davids Sohn Verzage nicht, du Säuflein klein Jambisch S. 8. S. S. 8. 8. Zeut triumphieret Gottes Sohn Vater unser im Himmelreich Jambisch 9. 8. 9. 8. 8. 8. Ach saͤgt mir nicht von Gold und Schätzen Vach einer Prüfung kurzer Tage O daß ich tausend Zungen hätte Wer nur den lieben Gott läßt walten 1 Wer nur den lieben Gott läßt walten II Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Jambisch 9. 8. 9. S. 9. 9. Erquicke mich, du Seil der Sünder Ich bete an die Macht der Liebe Trochäisch 7. 8. 7. 8. 7. 7. Großer Gott, wir loben dich Jesus, meine Zuversicht Meinen Jesum laß ich nicht Trochäisch 7. 8. 7. S. 8. 8 Liebster Jesu, wir sind hier Sei willkommen, Jesulein Gleichlaufende Weisen Eroohäisch, 8. 4. 7. S. 4. 7 Ach was bin ich, mein Erretter Unter Lilien jener Freuden Erghaüsch, 8. 7. 8. 7. 7. 7. Trochäisch 8. 7. Trochäisch 8. 8. Auphihresen 0. 6. Gott des Zimmels und der Erden Jesus, Jesus, nichts als Jesus Komm, o komm, du Geist des Lebens Unser Serrscher, unser Rönig 8. 7. 8. 8. Zilf, Serr Jesu, laß gelingen Unser Serrscher, unser Rönig(mit Verdoppelung der Schlußnote der beiden letzten Zeilen) 7.8. 8. 7. Alles ist an Gottes Segen Jesus Christus herrscht als Rönig 6. 6. F. Die güldene Some bringt Leben und Wonne Ich sehe mit Wonne, die güldene Sonne Daktylisch 33. 30. 7. 0.. J. Jambisch Einer ist König, Immanuel sieget Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens Siebenzeilig. S. 7. S. 7. 8. 8. 7. Ach Gott, vom Himmel sieh darein Allein Gott in der Höh sei Ehr Aus tiefer Vot schrei ich zu dir I(Wittenberg 3824) Aus tiefer Vot schrei ich zu dir II(Straßburg 3825) Der Söllen Pforten sind zerstört Es ist das Heil uns kommen her Es ist gewißlich an der Zeit err Jesu Christ, du höchstes Gut Ich steh an deiner Frippen hier Lobet den Serrn, ihr Heiden all Mein Herzens⸗Jesu, meine Lust Vun freut euch, lieben Christen gmein Wach auf, wach auf, du deutsches Land Wär Gott nicht mit uns diese Zeit Wenn ich in Todesnöten bin Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wo SGott der Serr nicht bei uns hält Fä 7. 7. 7. 7. 7. 7. Jambisch Christus geboren war(Vorreformatorisch) Auf den Vebel folgt die Sonn Aucht zeilig. 70 7. O. 7. 6. C. C. O. Ach Gott, verlaß mich nicht = O Gott, du frommer Gott III(Zannover 3648) Du großer Schmerzensmann Kommt, Seelen, dieser Tag Vun danket alle Sott O Gott, du frommer Gott JI(Meiningen 3693) O Gott, du frommer Gott II(Ahasv. Fritsch, 3679) 558 Gleichlaufende Weisen e e Auf, auf, ihr Reichsgenossen Aus meines Serzens Grunde Der BHerr fährt auf gen Simmel Geduld ist euch von nöten Von Gott will ich nicht lassen I(Erfurt 3872) Von Gott will ich nicht lassen II(J. Crüger) Zeuch ein zu 9—0 Toren Jambisch 2. 6. 7. C. 7. 6. 7 Auf, laßt uns 55000 singen Befiehl du deine Wege Dieweil wir sind versammelt Du, meine Seele, singe Ergrünt, ihr Siegespalmen Freut euch, ihr lieben Christen Zerzlich tut mich erfreuen Serzlich tut mich verlangen Ich bin ein Gast auf Erden Ich freu mich in dem Serren Ich will dich nicht verlassen Ist Gott für mich, so trete Romm, Seele, Jesu Leiden Lob Gott getrost mit Singen Lobt Gott, ihr frommen Christen Valet will ich dir geben Wie könnt ich sein vergessen Wie soll ich dich empfangen Zambisch ne t dr Der Glaube bricht durch Stahl und Stein Was mein Sott will, das gscheh allzeit Jambisch 9. 8. 9. 8. 9. 8. 9. 8. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet O du mein Trost und süßes Hoffen Wie groß ist des Allmächtgen Güte I(Ph. E. Bach) Wie groß ist des Allmächtgen Güte II(J. G. Schicht) Jambisch 8. 7. 8. 7. 6. 6. 8. 8. Der lieben Sonne Licht und Pracht JI(J. S. Bach) Der lieben Sonne Licht und Pracht II(Halle 3708) Trochaisch z.2. deh Christus, der uns selig macht Schwing dich auf zu deinem Gott J(Crüger) Schwing dich auf zu deinem Gott II(Ebeling) . 10 3. 3. 6. 8. 3. 3. 6. röhlich soll mein Serze springen I(J. Crüger) Jrohlich soll mein Serze springen II(Mergner) War um 707 ich mich denn grämen Trochäisch 8.7..... Der am Atruz ist meine Liebe O du allersüßte Freude Werde munter, mein Gemüte Wie nach einer Wasserquelle Zion klagt in Angst und Schmerzen Gleichlaufende Weisen 99 Trochäisch 8. 7. 8. 7. 8. 7. 8. 7. Menschenfreund, nach deinem Bilde O du Liebe meiner Liebe JI(Würnberg 3684) O du Liebe meiner Liebe(Serz u. Zerz) II(Brüdergem., 3740) O Durchbrecher aller Bande Trochäisch 8. 7. 8. 7. 8. 8. 7. 7. Alle Menschen müssen sterben I(Chr. Anton, 369)) Alle Menschen müssen sterben II(J. Sintze, 3678) Großer Mittler, der zur Rechten Hosianna! Zu der Erde Jesu, der du meine Seele Jesu, meines Lebens Leben Zu der stillsten Feierstunde Zwei der Jünger gehn mit Sehnen Trochäisch⸗jambisch 7.. 7. F. 4. 7. 7. 4. Himmelan, nur himmelan Ruhe ist das beste Gut Weunzeilig Jambisch 4. 6. 6. 4. 6. 6. 9. 9. 4. 4 Es ist genug* Gott ist getreu 4 Jambisch 8. 7. S. 7. 8. 7. S. 7. 7. ö Christ, unser err, zum Jordan kam ö Ein neues Lied wir heben an Es wolle Gott uns gnädig sein Der Serr ist Rönig überall Zehnzeilig Trochäisch 6. 6. 8. 6. 6. 8. 3. 3. 6. 6. Gott ist gegenwärtig ö Wunderbaͤrer Rönig Trochäisch⸗jambisch 6. 6.. 6. 6.. 3. 4. S. 6. Jesu, meine Freude Jesu, meine Liebe Schmückt das Fest mit Maien * X n NNNNNNNNNNNNNNNNNNN Verzeichnis der Lieder 12 Verzeichnis der Lieder. Bei den Liedern Nr. 7—587 geben die ziffern die NWummern an. Die „Liturgischen Sätze“ sind bezeichnet durch L mit nachfolgender Seiten zahl. Abend ist es, Serr, die 52 Ach bleib bei uns, Zerr 96 Ach bleib mit deiner. 300 Ach Gott und SZerr 343 Ach Sott, verlaß mich 229 Ach Gott, vom Zimmel 89 Ach Gott, wie manches 238 Ach Herr, nimm hin. 468 Ach Jesu mein, was.. 372 Ach lieber Zerre Jesu. 444 Ach mein Berr Jesu. 206 Ach sagt mir nicht von 399 Ach wie flüchtig, ach wie 324 Ach wundergroßer. 71 Allein Gott in der Söh 86 Allein zu dir, Serr Jesu 14) Alle Menschen müssen. 326 Alles ist an Gottes.. 228 Allgenugsam Wesen.. 187 Am Ende ists doch 486 Amen! Lob, Preis und. 44) Auf, auf, ihr Reichsgen. 4 Auf, auf, mein Berz. 63 Auf, bleibet tre 57) auj Christi Himmelf.. 70 Auf den Vebel folgt. 50 Auf dich seh ich Auf diesen Tag bedenken 69 Auferstehb 2338 Auf Gott und nicht. 239 Auf, ihr Streiter. 479 Auf, laßt uns fröhlich 83 Auf meinen lieben Gott 237 Auf, Seele, auf 307 Aus des Simmels hellen 844 Aus des Todes Banden. 39) Aus Gnaden soll ich. 6 Aus meines Zerzens. 263 Aus tiefer Vot 40 Befiehl du deine Wege 238 Bei dir, Jesu, will ich. ꝛ08 Betgemeinde, heilge dich 392 Bis hierher hat mich. 282 Bleibt bei dem, der.. Foꝛ Brich an, du schönes. 2) Brich herein, süßer..587 Bringt Preis und Ruhm 395 Brunn alles Seils..434 Christe, du Beistand. 30) Christe, du Lamm Gottes 36 Christen erwarten. 5)7 Christ fuhr gen Simmel 68 Christi Blut und G. 4 Christ ist erstanden 66 Chriü lag in Todesb.. 57 Christ, unser Serr, zum 445 Christus der ist mein. 334 Danket dem Serrn Lꝰ2) Das alte Jahr vergangen 22 Das äußre Sonnenlicht. 840 Das ist eine selge. 27 Das Jahr geht still 206 Daß sich doch die Liebe. 49) Das sollt ihr, Jesu.45) Das walte Gott, der. 293 Das walt Gott Vater. 264 Dein Rönig kommt in.9 Dein Rönig kommt, o Z. 3890 Dein Wort, o Herr. 305 Dem Rufe des Herrn. 484 Denn dein ist das Reich L24 22 Der Abend kommt, die 548 Der du, Serr Jesu, Ruh 40 Der du in Todesnächten. 425 Der du ob allen Zeiten 574 Der du zum Zeil 2 Der Glaube bricht durch 42) Der heilge Christ ist 20 Der Serr bricht ein. 348 Der Zerr fährt auf. 40) Der Serr ist gut 469 Der Serr ist mein getr. 32) Der lieben Sonne Licht. 28) Der Mond ist aufgegang. 3749 Der Morgen kommt, und 342 Der Sabbat ist vergang. 286 Der Tag bricht an. 536 Der Tag ist hin, mein 283 Der Tag wohl durch die 4530 Des Jahres schöner 69 Dich, Geist der Wahrheit 409 Die Christen gehng.. 336 Die Gnade sei mit allen 237 Die Gnade unsres Serrn L 24 Die güldene Sonne 338 Die güldne Sonne voll 207 Die helle Sonn leucht. 262 Die Serrlichkeit der E.. 325 Die Kirche Christi, die. 423 Die Lerche stieg am..567 Die Vacht ist kommen. 277 Die Nacht vergeht, der 383 Die Sach ist dein. 427 Dies ist der Tag, den. 9 Dies ist die Nacht, da. 38 Dies Kindlein, Jesu.. 446 Die wir uns allhier 64 Dir, dir, Jehova 3120 Du bist zwar mein 322 Du großer Schmerzensm. 373 Du hasts vollbracht 380 Du höchstes Licht 35 Verzeichnis der Lieder Du läßt dich wieder sehn 3os Du, meine Seele, singe 248 Du, meines Lebens Leben 378 Ehre sei dem Vater LS Ehre sei dir, Christe L Ehre sei Gott in der (Große Doxologie) Lo (Kleine Doxologie). L7 Ehrt, lobt und dankt. 449 Ein Christ kann ohne B. 354 Eine Serde und ein Hirt 330 Einer ist RKönig. 300 Einer ists, an dem.. 33 Eines wünsch ich mir. 8 Ein feste Burra 90 Ein Kindelein so 389 Ein Lämmlein geht.44 Ein reines Herz, Herr. 366 Eins ist not!l Endlich bricht der heiße. 340 Ergrünt, ihr Siegesp.. 403 Erhalt uns, Serr, bei. 9) Erhebe dich, o meine. 39 Erhebet er sich.533 Erhebet eure Herzen. L20 Ermuntert euch, ihr Fr. 334 Erneure mich, o ewges. 382 Erschienen ist der herrlich 89 Es glänzet der Christen. 376 Es ist das Seil uns.. 49 Es ist ein Raoos. 364 Es ist ein Strm. 4) Es ist genung 329 Es ist nicht schwer, ein.78 Es ist noch eine Ruh. 337 Es ist noch Raum. 460 Es ist so still geworden 3 Es kennt der Serr die. 430 Es kommt ein Schiff„ 348 Es kostet viel, ein Christ 377 Es wolle Gott uns gnädig 92 8* S LLÆα ÆαÆeEese „O„IoaHHHHAHHHHHHHH +&+ SSnnSSSSe SN lRn Verzeichnis der Lieder Fahre fort Fang dein Werk mit Jortgekämpft und fortg. Freu dich sehr, o meine Freuet euch der schönen. Freuet euch, ihr Christen Freut euch, ihr lieben Fröhlich soll mein Serze Früh am Morgen Jesus Frühmorgens, da die Geduld ist euch von nöten Gegangen ist das S. Geh aus, mein Zerz Gehe hin in Gottes Geh hin nach Gottes Geht hin, ihr gläubigen Geht nun hin und grabt. Geist des Glaubens Gelobet sei der Herr Gelobet seist du, Jesu. Gelobt sei Gott im Gen Simmel anh d Gern in alles mich zu. Gib dich zufrieden Gib Frieden, Herr Gib mir, daß ich sehend Gott, der du unsre Gott der Vater, wohn Gott des HZimmels und Gott, du bist meine Gottes Sohn ist kommen Gottesstille, Sonntagsfr. Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu, sein Serz Gott ist mein Lied Gott lebet noch Gottlob, der Sonntag Gottlob, ein Schritt Gottlob nun ist Gott rufet noch Gott sei Dank durch Frankf. Evang. Gesangb. 303 272 393 330 966 323 Gott sei gelobet und. 333 Gott sei uns gnädig. L2 Gott wills machen, daß 234 Großer Gott von alten. 32 Großer Gott, wir fallen 530 Großer Gott, wir loben. 53) Großer Mittler, der 75 Sallelujah! Lobet. L32 Sallelujah! Lob, Preis. 520 Hallelujah, schöner 257 Salt im Gedächtnis 497 SZeil dir, dem ZSerrn..534 SZeilge Einfalt* 9 395 SZeilger Geist, du Eröster 40⁰ SZeiliger Serre Gott. L/ Seilig, heilig L 57 Zeilig ist Gott L36 Zerbei, o ihr Gläubigen 362 Zerr, dein Wort bleibt L 34 Zerr, dein Wort, die. 324 Zerr, der du einst. 47 Serr, der du mir 289 err, der du vormals. 302 Zerr, du wollst uns. 42 Zerr, erbarm dich. L3 Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott. 242 Herr Gott, dich loben wir, rezier 30oo Herr Gott, nun schleuß 879 Herr, habe acht auf mich 47⁴ err, höre, Serr, erhöre 30) Ferr, ich knie 38) Herr Jesu Christ, dein teures Blut 48 err Jesu Christ, di zu uns wend Herr Jesu du höchstes Gut... sieh doch ů 42 24 Ser + Herr Zesu Christ, 10— err Jesu, Gnadensonne I wir kommen ZJesu Christ, du. Herr Jesu, Licht der Serr, nun selbst den W. Zerr, öffne mir die Zerr, stärke mich, dein Zerr, unser Gott, laß Zerr, wie du willst, so Zerr, wie du willst und Serzlich lieb hab ich dich Herzlich tut freuen mich er⸗ Herzlich tut mich ver⸗ langen HZerzliebster Jesu, was Serz und HSerz vereint Seut triumphieret ier legt mein Sinn Zilf, Selfer, hilf in Hilf, Serr Jesu, laß. Himmelan geht unsre Himmelan, nur himmelan Hindurch, hindurch inunter ist der Sonne Hirte deiner Schafe osianna, Davids Sohn Zosianna Zu der üter, ist die Nacht Süter, wird die Nacht Ich bete an die Ma ch bin ein Gast auf ch bin getauft auf bin ja, SZerr, in danke dir für deinen geh zu deinem Grabe grüße dich ĩaꝛm. habe dich gefunden habe nun den Grund hab in Gottes Serz . 2 2 4 3 . — ch 00 ch ch ch ch ch cht. 220 Verzeichnis der Lieder Ich hab in guten.. 240 Ich hab mein Sach Gott 330 Ich hab mich Gott erg.. 335 Ich hab von ferne 339 Ich komme, Serr, und. 337 Ich laß dich nicht 498 Ich ruf zu dir, Zerr. 360 Ich sag es jedem, daß er 390 Ich sehe mit Wonne 537 Ich senke mich in deine 379 Ich singe dir mit Herz. 249 Ich steh an deiner 389 Ich steh in meines.. 24) 3ch und mein Haus wir 299 weiß, mein Gott. 29) Ich weiß, woran ich. 58 Ich will dich lieben 200 Ich wollt, daß ich 7 Im Frieden dein 448 Immer muß ich wieder oo Im Vamen des Serrn. 453 In allen meinen Taten. 223 In Christi Wunden 320 In dich hab ich gehoffet ꝛ09 In die Ferne möcht ich. 402 In dir ist Freude 492 In Gottes Namen 84 Ist Gott für mich 30 Ja fürwahr, uns führt.88 Jauchz, Erd, und 405 Zauchzet, ihr Himmel. 36) Je größer Kreuz, je 233 Jehova! Jehova!/..532 Zemu deim du hochgeb.. 3)7 Jesu, deine Passion 49 Jesu, deiner zu gedenken 368 Jesu, deine tiefen W.. 30 Jesu, der du bist alleine 3oꝛ Jesu, dessen Tod und. 376 Jesu, geh voran 2059 Jesu, großer Wunderst. 32 α Verzeichnis der Lieder Zesu, hilf siegen.. 72 Jesu, meine Freude 3 395 Jesu, meiner Seele Leben 494 Jesu, meines Lebens. 42 Jesus Christus herrscht. 390 Jesu, Seelenfreundd 438 Jesus ist der Siegesheld 429 Jesus ist kommen 33 Jesus, Jesus, nichts als 495 Jesus lebt, mit ihm. 67 Jesus, meine Zuversicht. 327 Jesus nimmt die Sünder 347 Jesus soll die Losung. 28 Jetzt, da die Jzeit 383 Kehr ein mit deiner 455 Rehre wieder 402 Rlag deine Wer Romm, heilger Geist, o Schöpfer ddun Romm, heiliger Geist, erfun Romm, heiliger Geist, Serre Gott 21.— Romm, mein Serz, in 138 Romm, o komm, du Geist 85 RKommst du, kommst dFu. 2 Rommt her, des Vönigs 432 Rommt her, ihr seid. 339 Rommt her zu mir. 4567 Rommt, KRinder, laßt uns 389 Rommt, laßt uns doch.36) Rommt, Seelen, dieser 407 Rommt und laßt uns 36 König, dem kein Rönig 386 König Jesu, streite, siege 428 Ryrie eleison 13 Ryrie(Litanei)) L26 Laß dich, Zerr Jesu 5 Laß dich nicht den Frühl. 568 gaß dich nur nichts 532 25 gasset uns mit Jesu.364 Laß fahren deine Sorgen z Laß mich dein sein 365 gaß mich diese Welt 382 Laßt mich gehn 684 495 uns doch Christo. 37 gebenssonne, deren 473 gicht, das in die Welt. 369 giebe, die du mich 20 giebe, du der Gottheit. 48) ieber arm als ohne Foz Liebster Seiland, nahe 435 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem 30 Kiebster Jesu, wir sind hier, dich 33 gobe den Serren, den. 254 gobe den Serren,o meine 298 gobet den Serren, alle. 268 Lobet den Serrn, ihr„ 420 gob Gott getrost mit. 436 gobt Gott, ihr Christen 33 gobt Gott, ihr frommen 455 gobt Gott in allen 8 Miache dich, mein Geist.374 Macht auf das Tor 387 Macht hoch die Tür Mag auch die Liebe 882 Man lobt dich in der. 247 mein Auge wacht 5o Meinen Jesum laß ich 197 Mein erst Gefühl sei 273 Meine Seele senket sich. 232 Meine Seele, voller 439 Meine Seel ist stille 23 Meine Sorgen, Angst. 236 Mein Sott, wie bist du 56 Mein Leben ist ein Pilgr. 383 Mein schönste Zier und. 278 Mein Schöpfer steh mir 332 Merk, Seele, dir dies 478 27* 27 126 Mir ist Erbarmung Mir nach, spricht Christ. Mit Ernst, o MRenschenk. Mit Freuden zart Mit Fried und Freud Mitten wir im Leben. Morgenglanz der Ewigk. Morgenstern der finstern Nimm mir alles, Gott. Nimm von uns, Berr Jun aufwärts froh. Nun bitten wir den h. G. Nun danket alle Gott Nun danket all und Vun freut euch hier und Nun freut euch lieben. Nun geh uns auf, du M. Vun jauchzet all, ihr. Nun jauchzt dem Herren Nun kommt das neue Vun lasset uns den Leib Nun laßt uns gehn und. Nun laßt uns Gott Nun lob, mein Seel. Nun preiset alle Nun ruhen alle Nun schlaf in kühler. Nun schreib ins Buch. Nun sich der Tag geendet hat und Nun sich der Tag geendet, mein erzz Vun singet und seid froh Nun, so will ich denn Nun tritt aus goldnem. Nur frisch hinein O daß doch bald dein O daß ich tausend Oder alles hätt᷑ O du allersüßste Freude O du fröhliche Verzeichnis der Lieder O du Liebe meiner Liebe O du mein Trost O Durchbrecher O Ewigkeit, du Donner⸗ wort O Ewigkeit, du Freuden⸗ worti O fröhliche Stunden. O gläubig Serze O Gott, du frommer. O Gottes Geist und O Gott, o Geist, o Licht O Gott, von dem wir. O Saupt voll Blut eiland, reißß O heilger Geist, kehr bei O heilige Dreifaltigkeit. O heiliger Geist, o heil. O herrlicher Tag hilf, Lyriie O Jesu Christ, dein. O Jesu Christe, wahres. O Jesu Christ, meins O Jesu, dir sei ewig O Jesu, Jesu, Gottes S. su, meines Lebens „meine Wonne ußes Licht su, treuster Seiland mm, du Geist. önig aller Ehren O Lamm Gottes, unsch.. O Lebensbrünnlein Liebesgluir O selges Licht, Dreifalt. O seliger Tag, des selig aus Ostern, Ostern, Frühl. O Tod, wo ist dein OTraurigteiit O Ursprung des Lebens. — S 2 8 O Vater, allmächt. G. 9⁰0 349 369 32) Verzeichnis der Lieder O Vaterherz, o Licht. 385 O Welt ich muß dich. 307 O Welt sieh hier dein 46 O wie selig seid ihr. 330 O wir armen Sünder. 370 Rausche, flute, Strom. 4)2 Ringe recht, wenn 23 3 Ruhe hier, mein Geist. 377 Ruhe ist das beste Gut. 47) Rüstet euch, ihr Chr.. 38) Rüste uns mit Kraft 43⁰ Schaffe in mir, Gott. L4 Schaffet, schafftee 68 Schmücke dich, o liebe. 335 Schmückt das Fest mit 82 Schönster Herr Jesu 496 Schwing dich auf.22) Seele, mach dich heilig. 375 Seelenbräutigam 3. 202 Seele, was ermüdst du. 84 Sei Gott getreu 329 Sei Lob und Ehr dem. 293 Sei mir tausendmal 47 Siegesfürst und Ehrenk. 74 Sieh, hier bin ich. 065 Sieh uns fertig442 So führst du doch 230 So halte fest denn 46⁷ So ist die Woche 285 Sollt es gleich bisweilen 2258 Sollt ich meinem Gott. 25) So nimm denn meine.527 So ruhest du, o meine 3) So wahr ich lebe. 34 Speis uns, Vater, deine 279 Stark ist meines Jesu. 587 Stille halten deinem.. 522 Such wer da will 596 Tochter Zion, freue dich 3893 Treuer Seiland, wir sind 440 Treuer Wächter Israel. Triumph, Triumph! Der Triumph, Triumph, es kommt mit Pracht Tut mir auf die schöne Und wollte alles wanken Unsern Ausgang segne Unter Lilien jener Unumschränkte Liebe Valet will ich dir geben Vater unser im Himmelr. Verleih uns Frieden Verzage nicht, duun Volk des Serrn, du hast Vom Simmel hoch da. Vom Simmel kam der Von dir will ich nicht Von Gott will ich nicht. Wach auf, du Geist Wach auf, mein Serz, die Nacht ist hin Wach auf, mein Zerz⸗ und singe Wach auf, meins gerz. Wach auf, wach auf, du deutsches Landd Wach auf, wach 's ist hohe Zeit Wachet auf, ruft uns Walte, walte nah und Wär Gott nicht mit uns Warum sollt ich mich. Warum willst dFn Was Gott gefällt, mein Was Gott tut, das ist Was macht ihr, daß ihr Was mein Gott will Was wär ich ohne dich. Was willst du dich Weicht, ihr Berge Weit durch die Lande. auf, 28 Wenn alle untreu werden Wenn der Herr einst die Wenn ich ihn nur habe Wenn ich in Todesnöten Wenn ich, o Schöpfer Wenn kleine Simmels⸗ erben I Wenn meine Sünd mich Wenn mein Stündlein Wenn wir in höchsten N. Werde licht, du Stadt. Werde munter, mein Wer Sott vertraut, hat Wer hat den Sand Wer ist der Braut des. Wer ist ein Mann Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben Sott Wer sind die vor Gottes Wer weiß, wie nahe Wer will ein Streiter Wie dank ichs Seiland. Wie fleugt dahin Wie Gott mich führt Wie groß ist des Allm. Wie heimlicher Weise Wie könnt ich sein Wie lieblich ist der Wie lieblich schön, Serr Wie mit grimmgem Wie nach einer Wasser⸗ guellle Wie prangt im Wie schön ists doch Wie schön leuchtet der. Wies Gott gefällt. Wie soll ich dich empf. Wie wohl ist mir, o. Willrommen, Seld im Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns goq 883 gos 878 260 3358 43 308 27½ 30 279 232 64 466 973 204 224 332 330 476 0) 330 235 20 369 454 60 Wir danken dir, Jesu Christ, gen Simmel Wir danken dir, Serr Jesu Christ, daß du vom FWod Wir danken Gott für Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Herr daß du Wir glauben(gekürzt) I. 55 Wir glauben all an einen Gott, Vater Wir leben und schweben Wir loben dich Wir Menschen sind zu Wir pflügen, und wir Wir sind dein, Zerr Wir singen dir Wir werden bei dem Wir wollen alle fröhlich Wir wolln uns gerne w. Wo Gott der Serr nicht Wohlauf, wohlan zum Wohl einem Saus, da Womit soll ich dich Wo soll ich fliehen hin. Wo willst du hin Wunderanfang Wunderbarer Rönig. Jeige dich uns ohne Zeuch an die Macht Zeuch ein zu deinen Zeuch hin, mein Rind Zeuch uns nach dir Zieht in Frieden eure Zion, gib dich nur Zions Stille soll sich zu Bethlehem geboren Zu der stillsten Zwei der Jünger gehn Verzeichnis der Lieder 399 6⁰ 274 89 88 388 L38 77 863 R — — * Die Zandeskirchenversammlung der Evangeli⸗ schen Landeskirche Frankfurt am Main hat am 26. Vovember 3926 folgendes Kirchengesetz be⸗ schlossen, das am 22. Januar 3927 gemäß§ 98 Abs. 2 der Kirchenverfassung vom 32. Januar 3923 und Artikel 2 des Staatsgesetzes vom 8. April 5924 verkündet ist: Das im Verlag der Evangelischen Landeskirche Frankfurt am Main unter dem Titel„Frank⸗ furter Evangelisches Gesangbuch“ erscheinende Gesangbuch wird als Gesangbuch der Evangeli⸗ schen Landeskirche Frankfurt am Main in den Kirchengemeinden eingeführt. — * Hμερει tιHHHHHhπœr¾fgffggttiggtttiggssssg Gtügggg Verlags⸗Eigentum der Evangelischen Landeskirche Frankfurt am Main, in Rommission bei der Buchhandlung des Evang. Vereins für Innere Mission(R. Ecklin Nachf.) Frankfurt am Main. Die Namen der Urheber dieses Werkes sind zur Eintragung in die Eintragsrolle zu Leipzig nach dem Urheberrechtsgesetz vom 39. Juni 390) (A.G.Bl. S. 227) angemeldet. Bilder von 1 Professor D. W. Steinhausen. Einbandentwurf und künstlerische Ausstattung von Professor Rudolf Roch, Offenbach a. Main. Fein holzfrei Dünndruckpapier der Papierfabrik zum Bruderhaus in Dettingen(Erms), Wttbg. Textschrift aus der Schriftgießerei D. Stempel, Satz und Druck von„. L. Brönner's Druckerei (Inh. F. W. Breidenstein), Buchbinderarbeit von August Gsterrieth, sämtl. in Frankfurt a. M. πιπνιιιιν — Echt Bock-Leder