———— ————— * . * . Gesangbuch für die Evangelisch⸗Lutherische Rirche. Redet unter einander von Psal⸗ men und Lobgesängen und geist— lichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen. Eph. 3, 19. ——— ii...———— Elberfeld, 1898. Verlag des Lutherischen Büchervereins. — — 14. l‚ I. 2. 3. 4. Druck: Albert Fastenrath, Elberfeld, Mäuerchenstr. 38. ‚ 5. ntii. ibl. Sie V4 . Gottesdie . Auf die Adents Weihnas Mausahr Cpipho Auf Me Auf M Passion⸗ Oterlie Himmel Rrugsl Trinita „Af JI 3. Auf N Auf M Von d O Mission „Von de Trut 3. Zur Ki Für der des Vom . Von d Bei de Von D. III. Von G Nach kehr Von Et und Vom g „Fsusl IV. Lob⸗, Algg. Gebets Morge Tichli Abendt Gottesdienst-Ordnung. S. V. I. Auf die Festzeiten des Kirchen⸗ jahres. .ldventslieder 2. Weihnachtslieder 18 3. Renjahrslieder 42 4. Epiphaniasliede 49 5. Auf Mariä Reinigung. 53 6. Auf Mariä 54 7. Passionslieder 55⁵ S. Ssterliede 3935 9. Himmelfahrtslieder.. 116 10. Pfingstliederr 188 11. Trinitatislieder.143 12. Auf Johannistag. 151 13. Auf Mariä Heimsuchung 15²2 14. Auf Michaelistag.. 154 II. Von der Kirche und ihren Gnadenmitteln. „Missionslieder 157 2 Von der Kirche und Teus 461 3. Zur Kirchweihe 18⁰ 4. Für den Anfang u. Schluß des Gottesdienstes..185 5. Vom Worte Gottes. 191 6. Von der heiligen Taufe„202 Bei der Konfirmation. 210 7. Von dem heil. Abendmahl 212 III. Nach der Gnadenordnung. 1. Von Gesetz, Buße und Be⸗ kehrung 232 Von Evangelium, Glauben und Rechtfertigung„263 3. Vom gottseligen Wandel 291 4. Desusliedber 33 IV. Lob⸗, Dank und Gebetslieder. 1J. Allg. Lob⸗ und Danklieder 373 2. Gebetslieder 394 3. Morgenlieder. 4107 4. Tischlieden¶d 444 5. Abendliedte 448 Inhalts⸗Ubersicht. V. In allerlei Stäunden und VI. Anliegen. Vom heiligen Ehestand„475 Für Eltern und Kinder„479 „Für den Haus⸗ u. Nähr⸗ stand 482 Wetter⸗ und Erntelieder. 494 Für das Vaterland und die Obrigkeit 501 z. In Kriegszeiten 3503 „In allgemeinen Nöten„ 506 Rieiseliedbe.. 383 Kreuz⸗ und Trostlieder 511 VII. Von den letzten Dingen. 1. Sterbe⸗ u. Begräbnislieder 559 2. Von Auferstehung, Gericht und ewigem Leben„ 598 Anhang. I. Gebete. 1. Stundengebete 1 2. Morgen⸗ u. Abendsegen„ 2 3. Beicht- und Kommunion⸗ Hedett 738 4. Kirchengebete 14 5. Jestgebete 415 6. Berufsgebete 7. Kreuz⸗ und Notgebete 0, 0 1138 Bekenntnisschriften. „Die drei allgemeinen Be⸗ 1 kenntnisse der christlichen Kirchee A 37 Die ungeänderte Augs⸗ burgische Konfession„„ 39 Der kleine Katechismus„ 66 D. M. Luthers. Verzeichnis der Evan⸗ gelien und Episteln Rit Liedertafel Alphabetisches Ver⸗ zeichnis der Lieder A 83 Viato j/.— ö 2— — 5. Unser steh Confiteo G. O all herziger Go eingebornen den Tod g wollest dich u um desselbe Sohnes will Sünde verge Hloria EN s &X ihrie. — * P. Kyrie, Hottesdienst-Ordnung. J. Hauptgottesdienst. Adjntorinm. e G. Der Himmel steht im Namen des Herrn, und Erde gemacht hat. Confiteor. Heiligen Geist uns geben, der G. O allmächtiger, barm- in uns wahre Erkenntnis dei— herziger Gott, der du deinen nes göttlichen Wesens und eingebornen Sohn für uns in Willens, dazu wahren Gehor— den Tod gegeben hast, du sam gegen dich anzünde und wollest dich unser erbarmen und vermehre, auf daß wir das um desselben deines geliebten ewige Leben durch deine Gnade Sohnes willen uns alle unsre um des Herrn Jesu Christi Sünde vergeben, auch deinen willen erlangen. Amen. Gloria Patri nach dem Introitus. x PP. —— ————.— und dem Sohn und dem Heiligen Geist, E E 39—. und von E-wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit. A-men. Ryrie. a. Feriale Weise. . T leison. P. Christe, G.eleison. P. Kyrie, G. eleison. „Festive Weise⸗ ö——.— Wullen P. Hhrie,e⸗ e⸗ lei⸗ son. G. 98— erbornedich P. Christe, elei⸗ ⸗son. 33——— 283—— omn, G. Christe, erbarme dich. P. Kyri⸗e, eleison. G. Herr, erbarm dich über uns. Gloria in ercelsis. a. Gloriase commune. %4.————ͤ——.— V. Eh⸗re sei Gott in der O 34388 Wil Und auf Er⸗den Fried 317 Meuschen ein Wohl⸗g ge⸗ fal⸗ len. minus summum. — ů8— Dud 2 15 Mehichen ein Wohl⸗ ge Ifal Gloria summum(mit dem Laudamus). G. Und auf Er⸗ den oder: W. h r re i Gott in der Höhe. *—————.2—— Fried 5 den Menschen ein Wohl⸗ 0 fal⸗len. fal⸗len. Laudamus. Wir loben dich, wir be⸗ne⸗ dei⸗ en Hich, e i 88 EG. ———— Wirhresendren Wirfaden dir Dank, um deiner Wghen Ibel VII ——— ————.—.— d e re.————.—— willen. Herr Gott, himmlischer König! Gott, allmächtiger Vater! ————— 5— 90—.— 5 24 und dir, du Hei⸗li-ger Geist! Herr Gott, Lamm Gottes, ——5 ——— e. 1..— erbarm dich unser! Der du hinnimmst die Sünd der Welt, — ——— nimm auf unser Gebet! Der du sitzestzur Rechten des Vaters, —.— SSNEEETEEEE SS EE* P erbarm dich unser! Denn du allein bist heilig, du bist —— —— S E. ͤrrn. PꝑPIPIq.I........... ‚ allein der Herr, du bist allein der Höchst, Je⸗su Christe, E....—.———— mit dem Heilgen Geist in der Herrlichkeit deines Vaters. 656 Oder: 12—.——85—— ..——— E men. A en Salutation. P. Der Herr sei mit euch. G. Und mit deinem Geist. VIII Zollekte. — E ,.— P. Laßt uns beten.(Gebet.) G.—Amen. Amen. Amen, Amen. 1 nach der Epistel Hern + Ben——.——— 4—. — 2—..— 2. dirrrn Hene⸗ Au⸗ ja. Halle-lu-ja, Halle-lu-ja. . 442 ö SSSSSSST— Halle⸗lu-ja.=lu-ja, Halle⸗lu-ja, Halle-lu-ja, Licht 8—— =.*=——.— Halle⸗ lu⸗ja. Halle-lu-ja, Ha⸗le— 225 ja, Hal⸗ le Au⸗ ja. 30 In der Zeit von Septuagesimä bis zum Karfreitag durch ein „Amen“ zu ersetzen. Laus tibi nach dem Evangelium. A. — S—. RTIRIR. ——— E G. Lob sei dir, o A⸗men. Lob sei di; 0 d ————..—.———— “Christe. A⸗men. Lob sei di,— Christe. A⸗men. Credo. ö V 5 7).— Aa. Das 5 Glaubensbekenntnis.—— — 1 2———.— d. 4...— P. Ich 665 60 an Ei nen Gott 4 EH=.—. =—— E ID 2. G. Allmüchtigen Va⸗ ter, Schöpfer Himmels und der Erden, I. und ———————————.— ———————— alles, das sichtbar und unsichtbar ist. Und an den ei⸗ni⸗gen 3, E EE —— ñ— ohehan⸗ 44—4. einge-bor⸗ nen Sohn, aus dem ——— ö—— ö Liht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom 58—.— Gott, 6 nin nnarrni—— —— ů 2—.——8*.— E— —.—. ů——— 365 SSS.———...——.— und um unsrer Seligkeit wil⸗ e 1— e.— + und Fleisch 1—— wor⸗ Den ist vom Hei= li=gen Bei⸗ ste, EE S..ꝓ.............. I... DRD aus Ma⸗ri⸗a, der J e und ist Mens 1 93 worden, 75— EEEE 5— EO 3ů6³6h— 4— E———— 2 —. gekrenzigt fuͤr uns unter Ponti⸗o Pi⸗.=to, hesorber +— H.— ů— E—.———..———.—.— ——— und be-graben, und am dritten Tage auferstanden nach 5 7.—— 10 +—— 5—.———5—5—.— 55———...— 45 un der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel; sitzet zur 10 1———— 0 Rechten des Vaters, und wird wiederkommen mit Herr— ö —.— ö 2— .——* S lich⸗keit, richten die Leben-di-gen und die To⸗ ten, 2* nure d ——.——— He und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem 5 e ů— ————— —— der 0 die 6e⸗ 91—— Und eine ei⸗ E XI und warte auf die Auferstehung der To ten und ein Leben da, ,r —- DE 32 Wantt e Welt...men. — Das apostolische Glaubensbekenntnis. — 9.—— 62355————. 9—2— 12.— ten, ee,———— E Eee 4—— —.— Ich glaube an Gott den Vater, Allmächtigen, Schöpfer — ‚SSSSS-.= —.——. din:.— Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen 2.— ei⸗ni⸗gen Sohn, unsern Herren, der empfangen ist von dem 22—5*— D— ů. 0 3.— ⸗li⸗gen Geist, geboren von der J 35 Ma⸗ ri ·d, d dem—— 1 ů , e, — 2* e. S ö 4.—. ge⸗lit-ten unter Pon-⸗ti⸗o Pi-la⸗ to, ge⸗kreu⸗-zi⸗get, H ö—— t wird,— gestorben und be-graben, nie-der-ge-fahren zur Hölle, d 5 SS d,.————.— ——2 +——— am dritten Tage wieder auf⸗ er⸗ stan⸗ den von den Toten, ——— ů ƷV—: 3 ——— dr E id. ———.— DDD——.—— auf⸗ge⸗fah⸗ ren gen Himmel, sitzend zur Rech-ten Gottes, — 56——7—. * DD +——— des allmäͤchtigen Va ⸗ ters, von dannen er kommen wird, au richfen die Lebendigen und die Toten.—.— glaube an den % e. 5. ——..——.—6 e D Hei⸗ li⸗=gen... Eine hei⸗li-ge, christliche ar die 537 ..——————————— ————..—. un— 583—— 10 Fleisches und ein e⸗ wiges 8 Le⸗ bem A= men. Das Glaubenslied. Nr. 192.(193). d.—5— Amenlied nach gesprochenem Credo, Nr. 246. Predigt,(Allgemeine Beichte,) Kirchengebet. Offertorium. 4. ‚‚RDĩD‚ĩ‚D‚ĩ‚‚sHssn‚I— — Schaffe in und waied mir einen neuen ge— + Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und er, der freudige Geistent— Schafen In wissen Geist. Verwirf mich nicht, von deinem Angesicht von—— halte mich. Wasche mich wohl, von meiner Missethat, von deinem Angesicht, u. nimm deinen Hei⸗li-gen Geist nicht von mir. Missethat, und rei-ni-ge mich von meiner Sün-de. 2— —ů ꝰ 555 40 e wohl an Zion nach deiner Gnade, bau⸗e die ———.—————.— Mauern zu Je⸗ru⸗ salem. Dann werden dir ge⸗ fallen die XIII 2— ů 15——— =, D— Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Op fer; 36— rnn ö . —— — dann wird man Farren auf deinem Al-tar op⸗fern. ——5 Ei——.—.—.—— 12..—— E—————— 1 Chor: Kommt her, ihr Elenden, Lomemither, ihr Gequälten; gebt euch meinenHänden, o mein Auser-⸗ wählten: Gem.: O komm, ne de Jesu, komm werter Gottes Sohn, richt un ⸗sre Herzen zu, mach uns dir un ⸗ ter⸗than: —— 1E 2———4 so willich mich euch schenken, euch speisen u. tränken, als meine auf daß wir an dich gläuben, u. uns dir einleiben, indein'mVer⸗ 20 n Schaf ernähren, rechte Ruh be⸗-scheren, wich voneuch nicht kehren. dienst uns weiden, darinnen verscheiden, zu e-wi-gen Freuden. Prafalion. ——.— 3.—— P n er.——.. wDDSe EEE——.— P. Der Herr sei mit euch. G. P. Die her⸗ + en—.— ———.—.— RTETERE 20 8 SIEEEE zen in die Hö⸗he! G. Erheben wir zum Herrn. P. Lasset uns 2—— O P danksagen dem Herrn, unsern Gott. G. Das ist würdig und recht. Sanktus. a. * e e dn n,Ln ———.———½ Heilig, heilig, hei⸗ lig 3 müer Gott, der Herr Zebaoth. XIV . 323— E Alle Lande sind seiner Ehre voll. 4451 2———— Gelobt DRIRRI b.— 25—..———...— SSSIIE——— 1.———— Hei⸗lig, hei„ lig, ei ist Gott, der Herr Ze— n—— —— 91——6.—————— ba⸗oth. Voll sind Him- mel elund Erdriich sei— 9——— 2—— L rr,.—...— ner Ch ⸗re. Ho⸗si⸗ na in der Hö ⸗he. EUE..————— 5G——ß——6——— Ge⸗be⸗ne⸗ HeitseMasPasahlanm, W da kommt im —— —.——.———e—.—.— 432. ——5 men des Herrn. Hosi-an-na in der Hö⸗he. — 8515 n b. uc, 6. ig ist Gott, der Herr Ze⸗ba⸗oth. Alle ů 4——— e hrer-n: —.—.——— Lande sind seuerChre voll.—— in der Hö⸗he. Gelobt sei, . ..I..I‚ 24 n———.....— der da kommt imNamen desHerrn. Hosi⸗ an⸗ na in der Ho he. da kom Doroll lobtsei, —„ XV d. S.... Heilig ist Gott der Vater, heilig ist Gott der Sohn, heilig ist 2.— nn reni —0— der Heilge Geist. Ei ist der Herre Zebaoth. Alle Land 2.—— 2 ů +— 27—— 60 sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe! Gebenedeit sei, der r 21 + ů— — da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Hö-he! Agnus dei nach der Konsekration. Nr. 79. 110. 299. Dorologie nach dem Vaterunser. PII.— G. Donn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in A. 2 ann — Hhen e 5 ——— E⸗wig⸗keit. Amen. Denn dein das Reich und die *—— ̃õSSSSSEeE=:e Kraft und die Herrlichkeit in E-wig⸗keit. Amen. Par vobiscum. — mr n P. Der Friede des Her-ren sei mit euch AL⸗len. G.A⸗ Sancta sanckis für un Gebet, Anhang S. 12. —. I— ⁰ P. Das Hei⸗li⸗ge den Heiligen. G. Einer ist heilig, Ei-ner XVI ——————— Herr, Je⸗sus Christus zur Eh-re Gottes des Va⸗ters, 8 nrn II. II DEie. hoch-ge-lobt in E-wig⸗keit. A-men. Unnr dimittis nach der Kommunion. .,. 18—— 4—— enn Herre, nun läßt du deinen Demer in Frieden fah- ren, ,. SD.....— wie 36 96 sagt hast. Denn meine Audn haben deinen Hei⸗ —— +7. 2 E——.— eerirrrnwerrnrrir.xnearreder— 5= land gesehn, den du be⸗rei⸗tet hast vor allen Völkern, ein E. *. Si 1 Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preise Deines Volkes oder: SEEEEEE E ISSII—— Is⸗ra⸗el. dei ⸗nes Volks Is« ra: el. —5 —1— P.... 2 — 22*——— Ehr' sei dem Vater Id dem 5 dem Heiligen Geist, II—— P .————— B⸗L. — I—— E —++— + wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit oder: 7———. I—— enrn, 5 SSSSIA I Ewig⸗keit. A. men. A ⸗ men. 0 vast Hollck XVII versikel. Q—— *— — .en. —.— —— c. Und seine Güte währet ewinlth. Halle⸗In 4 3en 5 dr, 33 Li u. V. ů405 2 oe P. Der Henr ei mit euch. G. Und mit deinem Geist. Kollekte. oder:—65 E G. Amen, Amen, Amen, A⸗- men. Amen, A-men. „ ütihi ID P. Laßtuns benedeien den Her=ren. G. Gott sei ewiglich Dank. Segen. oder: Ii* b 365.—5 5555—5 2— S. 2 0.. G. Amen, Amen, Amen. Amen, Amen, A-men. ——— II. Nebengottesdienst. 1. Die Matutin. G. Herr, mir zu helfen. P. Herr, thue meine Lip⸗ P. Ehr' sei dem Vater und pen auf, dem Sohn und dem Heiligen G. Daß mein Mund dei⸗-Geist. nen Ruhm verkündige. G. Wie es war im Anfang, P. Eile, Gott, mich zu er⸗jetzt und immerdar und von retten, Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. XVIII An den Festtagen das Invita— torium) mitdem Venite(Ps. 95), nach welchem das betreffende In⸗ vitatorium wiederholt wird: P. Kommt, laßt uns anbeten. G. Den Herrn, der uns gemacht hat. P. Kommt herzu, laßt uns dem Herrn frohlocken, G. Und jauchzen dem Hort unsers Heils 8. Wei ihn.: Christus ist uns ge⸗ berer R. Kommt, laßt uns anbeten. Epiph.: Christus ist uns er⸗ schienen. R. Kommt ꝛc. Ostern: Halleluja, Halleluja. R. kommt ꝛe. 2. Ostertag: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja. R. Kommt ꝛe. Himmelf.: Halleluja. Den König, der gen Himmel fährt, R. Kommt ꝛe. Pfingsten: Halleluja. Der Geist des Herrn erfüllt den Erd⸗ kreis. R. Kommt ꝛe. Trinit.: Den wahren Gott, der da Eins ist in Dreien und drei in Einem. R. Kommt ꝛe. Halleluja, P. Laßt uns mit Danken vor sein Angesicht treten, G. Und mit Psalmen ihm jauchzen. P. Kommt, laßt uns anbeten G. Den Herrn, der uns gemacht hat. Hymnus, ein Morgenlied oder nach der Sartun: di zu wählen, mit dem Schluß: P. Fülle uns frühe mit deiner Gnade, G. So wollen wir rühmen und fröhlich sein unser leben— lang. Psalmodie, mit dem Gloria patri und der Antiphone. Lektion mit dem Schluß: P. Du, aber, o Herr, er⸗ barme dich unser! G. Gott sei gedankt. Oder: Dank sei Dir, o Jesu. Summarium oder Ansprache. Cantieum und zwar entweder das Tedeum(Nr. 447), oder (nach dem VII. Ton) das Benedietus: Ge lo sei 30 Herr, der Gott Is-ra⸗els; Und hat uns aufgerichtet ein——3 des Heils 66⁵ Denn Er hat be Als er vor Zeiten geredet hat“ durch den Mund seiner heiligen Propheten. Hand aller, sucht und er⸗ löset S Sein Volk. In dem Lal⸗ se Seines Die-ners Da vids. Daß Er uns errette von unsren Feinden, Und von der die uns hassen Ahahnn Daß U Hand 0 unst dieneten u UI We du hen, d ubh Und 0 Er hehet sen in Vergebu Durch herzigkeit durch wel der Aufga Auf dat die da sit Schatten d unsre Füß Friedens. Chre sei Sohnerunt Wie es P. He tröste uns G. Laß so genesen P. Kyr ieo oder wählen, ö he mit rühmen leben— Gloria te von bon der hassen. Und die Barmherzigkeit er— zeigete unsern Vätern, und ge⸗ dächte an seinen heiligen Bund. Und an den Eid, den er geschworen hat nnserm Vater Abraham,“ uns zu geben. Daß wir, erlöset aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten unser Lebenlang. In Heiligkeit und Gerech— tigkeit,“ die ihm gefällig ist. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Höchsten heißen;“ du wirst vor dem Herrn herge— hen, daß du seinen Weg bereitest, Und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk,“ die da ist in Vergebung ihrer Sünden; Durch die herzliche Barm— herzigkeit unseres Gottes,“ durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe. Auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre Füße auf den Weg des Friedens. Ehre sei dem Vater und dem Sohnerund demHeiligenGeiste, Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oration: P. Herr Gott Zebaoth, tröste uns, G. Laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir. P. Kyrie, G. Eleison. XIX P. Christe, G. Eleison. P. Kyrie, G. Eleison. Vater unser. Litanei Nr. 316 oder Preces: O Herr, erzeige uns deine Barmherzigkeit, und schenke uns dein Heil. Deine Priester laß sich klei⸗ den mit Gerechtigkeit, und deine Heiligen sich freuen. O Herr, hilf deinem Volk, und segne dein Erbteil. Hilf, Herr, dem König, und erhöre uns, wenn wir rufen. Schenke uns Frieden in unsrer Zeit;“ denn es ist nie⸗ mand, der für uns streitet, denn allein du, o Gott. O Herr, sei gnädig an die— sem Tage, und bewahre uns vor Sünden. Sei uns gnädig, Herr,“ sei uns gnädig. Zeige deinen Knechten deine Werke, und deine Ehre ihren Kindern. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns;“ ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. Deine Güte, Herr, sei über uns,“ wie wir auf dich hoffen. Schluß: P. Herr, höre mein Gebet, G. Und laß mein Schreien zu dir kommen. Salutation. Kollekte. Benedicamus. Segenslied. XX 2. Die Vesper. Eingang wie bei der Matutin. patri und der Antiphone.“) Lektion mit demselben Schluß wie bei der Matutin. Hymnus mit dem Schlusse: P. Mein Gebet müsse vor dir taugen wie ein Rauchopfer, G. Meiner Hände Aufheben wie ein Abendopfer. Canticum und zwar entweder (nach dem IX. Ton) das Mag⸗ nifikat(Nr. 196), oder das Nune dimittis. Kyrie. Vaterunser. Preces: O Herr, sei mir gnädig;“ heile meine Seele, denn an dir hab' ich gesündigt. ) Z. B. zu Weihnachten: Wenn die Sonne aufgeht am Him-— mel, werdet ihr sehn den König der Könige, welcher hervorgeht vom Vater wie ein Bräutigam aus seiner Kammer. Zu Ostern: Halleluja! Aufer⸗ standen ist der Herr, Halleluja! Halleluja! Zu Pfingsten: Halleluja! Der Tröster, der Heilige Geist. luja! Der wird euch alles Halleluja! Halleluja! euren Herzen, allezeit für jedermann Gott dem Jesu Christi. Zum Magn ifikat: Sohn, preisen wir in Ewigkeit. Amen. Psalmodie mit dem Gloria Summarium oder Ansprache. Wie Er euch gesagt hat! Halleluja! Halle⸗ lehren. Zu anderen Festtagen: Sin⸗ get und spielet dem Herrn Gott in und saget Dank Vater in dem Namen unsers Herrn Christum,„ unsern Heiland, ewigen Gott, Marien deiner Güte willen. Benedieamus und D Verleih uns Frieden ꝛe. Nr. 513. Herr, kehre dich doch wieder zu uns“ und sei uns gnädig; Deine Güte, Herr, sei über uns,“ wie wir auf dich hoffen. Deine Priester lassen sich leiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen sich freuen. Hilf, Herr, dem König“ und erhöre uns, wenn wir rufen. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe;“ weide sie und erhöre sie ewiglich. Gedenke an deine Gemeinde,“ die du von Alters her er— worben hast. Es müsse Friede sein in⸗ wendig in deinen Mauern? und Glück in deinen Palästen. Lasset uns beten für die ab⸗ wesenden Brüdern und Seywes— tern.“ Hilf du, mein Gott, deinen Gläubigen, die sich verlassen auf dich. Für die Betrübten, Kranken und Gefangenen. Erlöse sie Gott, aus aller ihrer Not. Sende ihnen Hilfe vom Heiligtum,“ und stärke sie aus Zion. Gott Zebaoth, tröste uns Laß leuchten dein Antliz so genesen wir. Mache dich 106 Christe, hilf uns“ und erlöse uns um Depacen: 32 Laß mich den werden, Feinde nicht Denn keiner den, der dei Herr, zelg R und l Stlige. N. Versikel der derromn Herr.. in der Hih 2. Drt Weg. Halle richtig seine 3. Mache und die Th hoch. Hallel müuichen 4. Die N Halleluja. beigekommen 3 Tochter Herr wird ke den Völlern Er wird Stimme schi tuer Herzen lassen i ugkeit“ und freuen. Kun und wir rufen. olk und dßegne de sie und ö Gemeinde⸗ 18 her er⸗ de sein in⸗ n Mauern⸗ ien Palästen. u für die ab⸗ und Siwes⸗ mein Gott, u, die sich ten, Kranken Erlöse f sie hrer Not. Hilfe vom ärke sie aus tröste uns. ein Autlitz uf, Christe, se uns um Dapacem: Nr. 513. III. Antroiten und Versikel. 1. Advent. Nach dir, Herr, ver Mein Laß mich nicht zu Schan⸗ den werden, daß Feinde nicht freuen über mich.“ Denn keiner wird zu Cherubim. den, der dein harret. Herr, zeige mir deine We⸗ in serter Herrlichkeit. gel mit ihm. Halleluja. ge, und lehre mich deine Steige.(Ps. 25.) Versikel: 1. Gelobet sei, der dhommt im Namen des Herrn. Halleluja. Hosianna in der Höhe. Halleluja. 2. Bereitet dem Herrn den Weg. Halleluja.] Und machet richtig seine Steige. Halleluja. 3. Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch. Halleluja. Daß der Kö⸗ nig derEhren einziehe. Halleluja. 4. Die Nacht ist vergangen. Halleluja. Der Tag ist her⸗ beigekommen. Halleluja. 2. Advent. Tochter Zion, siehe, der Herr wird kommen, zu helfen den Völkern. Er wird seine herrliche Stimme schallen lassen und euer Herz wird sich freuen. sich meine du Gott, ich hoffe auf dich. Du Hirte Israels, höre, der Joseph hütest wie der Schafe, erscheine, der du sitzest (Ps. 80.) Christus wird kommen Halle⸗ luja.— Und alle heiligen En— 3. Advent. Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal sage ich: freuet euch. Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen.. Der Herr ist nahe. Sorget nichts,“ sondern in allen Dingen lasset eure Bitte mit Gebet und Flehen vor Gott kund werden. Du, Herr, bist vormals gnä⸗ dig gewesen deinem Lande,“ und hast die Gefangenen Ja⸗— kobs erlöset.(Ps. 85.) Oder: Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch,“ daß der König der Ehren ein— ziehe! Wer ist derselbe König der P t XXII Ehren?ꝰ* im Streit. Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch,? daß der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbe König der Ehren?“ Es it d der Herr Ze— Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr mächtig 4. Advent. Träufelt, ihr Himmel, von oben,« und die Wolken regnen die Gerechtigkeit. Die Erde thue sich auf“ und bringe das Heil. Die Himmel erzählen die Chre Gottes, und Feste ver⸗ baoth, Er ist der König der kündigt seiner Hände Werk. Ehren.(Ps. 24.) sonntage. VTon. (Ps. 19.) Versikel siehe am 1. Advents⸗ Versikel siehe am 1. Advents sonntage. Eeee C 34. Uns it ein ind 8 3— bo⸗ ⸗ren,“ ein Sohn ist Welches Herrschaft ist auf seiner Schulter.“ Und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewigvater, Friedefürst. Singet dem Herrn ein neues Lied;“ denn er thut Wunder. (Ps. 98.) 6. Also hat Gott die Welt geliebt. Halleluja. Daß er seinen eingebornen Sohn gab. Halleluja. 7. Das Wort ward Fleisch. Halleluja. Und wohnete unter uns. Halleluja. 8. Euch ist heute der Hei⸗ land geboren. Halleluja. Welcher ist Christus, der Herr. Halleluja. gottselige Geheimnis. Halle⸗ uns ge ben. luja. Gott geoffenbaret im Fleisch. Halleluja. 10. Uns ist ein Kind ge— boren. Halleluja. Ein Sohn ist uns gegeben. Halleluja. 2. Weihnachtstag. Introitus wie am ersten Feiertage oder: Das Volk, so im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes;“ unser Gott kommt und schweiget nicht. Jauchzet dem Herrn alle Welt, dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein An⸗ 9. Kündlich groß ist das gesicht mit Frohlocken.(Ps. 100.) Versikel siehe am ersten Feiertage. in den Insely bringen,“ Zountag Iutroitu en odeb: Der Her ver künden, läßt el se offenbaren. Er gedent und Pahrh l „ Aller das Heil un Freuet ell Gerechten; len ihn schön 11. Gelob Jsus Christ in Ewigkeit Nenj Introitu Weihnachte l Herr Got Zuflucht fü denn d die B du, Gott, Ewigkeit Fülle uns Gnade, so Indin in Die Köni, nstern Licht; jen im helle. m der unser tnicht. malle n mit in An⸗ .100. iertage. Sonntag nach Weihnachten. Introitus wie zu Weihnach— ten oder: Der Herr lässet sein Heil verkünden, vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Is⸗ rael.“ Aller Welt Ende sehen das Heil unsers Gottes. Freuet euch des Herrn, ihr Gerechten;“ die F Jrommen 3 len ihn schön preisen.(Ps. 33. 11. Gelobet sei unser Herr Jesus Christus, Hochgelobt in Ewigkeit. Neujahrstag. Introitus wie am ersten Weihnachtsfeiertage oder: Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für,“ ehe denn die Berge worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Fülle uns frühe mit deiner Gnade,; so wollen wir rüh— XXIII men und fröhlich sein unser Lebenlang. Zeige deinen Knechten dei— ne Werke, und deine Ehre ihren Kindern.(Pf. 90.) 13. Jesus Christus, Hesteun und heute. Halleluja. Und der⸗ selbe auch in Ewigkeit. Halleluja 13. Sein Name soll Jesus heißen. Halleluja. Denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Halleluja. 14. Die Barmherzigkeit des Herrn hat noch kein Ende. Halleluja. Sondern sie ist alle neu. Halleluja. 5. Der Herr behüte deinen Ailten und Eingang. Halle⸗ luja. Von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja. Sonntag nach Neujahr. Introitus wie am Sonntage nach Weihnachten. 16. Des Herrn Rat ist wunderbarlich. Halleluja. Und er führet es herrlich hinaus. Hallelluja. MII. Ton. Am Epiphaniasfeste. und in seiner Hand ist das Reich und die Kraft und die Herrllich-keit. Die Könige am Meer und Reich-Arabien und Seba wer— in den Inseln werden Geschenke den Gaben zuführen. bringen,“ Die Könige aus Alle Könige werden ihn XXIV anbeten,“ alle Heiden werden Schafe. Halleluja. Erscheine, ihm dienen. der du sitzest über Cherubim Gott, gieb dein Gericht und komm uns zur Hilfe. Hall. dem Könige, und deine Ge⸗ 22. Wie wird ein Jüngling rechtigkeit des Königs Sohne. L unsträflich gehen? (Ps. 72.)——ů+ꝙ.l Wenn er sich hält nach dei— 17. Es wird ein Stern aus nen Worten. Jakob aufgehen. Halleluja. 2. Sonnt. nach Epiph. Und ein Zepter aus Israel Alles Land bete dich an aufkommen. Halleluja. 18. Die Heiden werden in Deinem Lichte wandeln. Halle— luja. Und die Könige im Glanze, der über dir aufgeht. Halleluja. 19. Das Volk, so im Fin⸗ stern wandelt, siehet ein großes Licht. Halleluja. Und über die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle. Halleluja. 20. Mache dich auf werde licht. Halleluja. Denn dein Licht kommt, und die Herrlich— keit des Herrn gehet auf über dir. Halleluja. 1. Sonnt. nach Epiph. Auf einem hohen und er— habenen Thron sah ich sitzen Einen,“ und es beteten ihn an die Heerscharen der Engel. Und sprachen mit großer Stimme:* Seines Reiches Ehre währet in Ewigkeit. Jauchzet dem Herrn alle Welt,“ dienet dem Herrn mit Freuden.(Ps. 100.) 21. Du Hirte Israels, höre der du Joseph hütest wie der und lobsinge dir,“ lobsinge deinen Namen, du Höchster. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunder— lich ist mit seinem Thun un— ter den Menschenkindern. Jauchzet Gott, alle Lande.“ Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich. (Ps. 66.) 23. Wir hoffen darauf, daß du so gnädig bist, unser Herz freuet sich, daß du so gern hilfst. 3. Sonnt. nach Epiph. Betet ihn an, alle Seine Engel.“ Zion höret es und ist froh. Und die Töchter Judas sind fröhlich, Herr, über deinem Regiment. Der Herr ist König, des freue sich das Erdreich, und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer ist.(Ps. 97. 24. Deine Hand, Herr, schütze das Volk deiner Rechten,‚ und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast. Zonnt. 5 1 Autrbit Inin Lehre.“ Heilig deines Hause Der Herr sertlich gesch an Reich an die Welt ist, aß es bleibe 25. Der K5 muit uns. Halle Iobs ist uns 5. Sonnt. Introitus odet: Siehe, es der brennen so da werden Stroh sein, VI. Zot Und die Da mir ar den Herrn at meinem Gott, meine Stimm heiligen Tem Herzlich lie heine, rubim Hall. gling e dei⸗ XXV I. Sonnt. nach Und der künftige Tag wird E wie am 3. n. Ep. sie anzünden, spricht der Herr ö eer Zebaoth,* und wird ihnen we— Die Wasserwogen im Meer 5445. sind groß und brausen greu⸗ der Wurzel noch Zweig lassen. lich;“ der Herr aber ist noch n st 20 ueeee 18 größer in der Höhe. 1 Tro. nur reines Dein Wort ist eine rechte n.(Ps. 5 18 Lehn Hane Wwem Lande 30 Glück und eines Hauses. R Der Herr ist König und Hea Sounrt, nuch Geieh herrlich geschmückt? und hat Das Wort ward Fleisch und ein Reich angefangen, soweit wohnete unter uns, und wir die Welt ist, und zugerichtet, sahen seine Herrlichkeit, daß 4 bleiben soll.(5. 93. Eine Herrlichkeit als des ein⸗ 25. Der Herr— ist gebornen Sohnes vom Vater,“ Batade uuber dere agt voller Gnade und Wahrheit. eus Sommi uach GCpipb. ß ir Han und Loch Intrvitus wie m⸗3. w. Ep berühmt in der Stadt unsers oder: Gottes,“ auf seinem heiligen Siehe, es kommt der Tag, Berge.(Ps. 48.) der brennen soll wie ein Ofen!“ 27. Selig sind, die reinen da werden alle Verächter Herzens sind. Halleluja. Denn Stroh sein, sie werden Gott schauen. Hall. FI. Ton. und die Bäche Be⸗lials erschreckten mich. Da mir angst war, rief ich Herr, meine Stärke,“ Herr, den Herrn an und schrie zu mein Fels, meine Burg und meinem Gott,* und er erhörte mein Erretter.(Ps. 18.) meine Stimme von seinem 28. Schmecket und sehet, wie heiligen Tempel. freundlich der Herr ist; wohl Herzlich lieb habe ich dich, dem, der auf ihn trauet. V XXVNVI Sexagesimä. Erwecke dich, Herr, warum verstoße uns nicht so gar. Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unsres Elends und Dranges? Denn unsre Seele ist ge— beuget zur Erde,“ mache dich auf, Herr; hilf uns und er⸗ löse uns. Gott, wir haben es mit unsern Ohren gehöret, unsere Väter haben es uns erzäh⸗ let, was du gethan hast zu ihren Zeiten vor Alters.(Ps. 44.) 29. Selig sind, die Gottes 5 ö .—————0— RRRRRTTTE.—— Wort hören und bewahren, ö und bringen Frucht in Geduld. schläfst du?“ wache auf und Esthomihi. Sei mir ein starker Fels,“ und eine Burg, daß du mir helfest. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. Herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schan⸗ den werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit. Pf. 31.) 30. Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Invocavit. ————— n in der Not.“ —.— r——. Ich will ihn herausreißen und zu Eh-ren Ich will ihn sättigen mit langem Leben, und will ihm zeigen mein Heil. Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet, und unter dem Schatten des Allmäch— tigen bleibet, Der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg,“* mein Gott, auf den ich hoffe.(Ps. 91.) 31. Lasset uns aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens. ma⸗chen. Reminiscere. Gedenke, Herr, an deine Barm— herzigkeit, und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Daß nicht unsre Feinde über uns herrschen, Gott Israels, erlöse uns aus aller Not. Nach dir Herr, verlanget mich; mein Gott, ich hoffe auf dich, laß mich nicht zu schan⸗ den werden.(Pf. 25.) 32. Israel hat dennoch Gott zum Trost,wer nur reinen Herzens ist. 33. Rufe Not so will so olt du Meine A dem Herren meinen Fuf ziehen. Pende di mit gnädig, sam und ele Nach dir nich“ meih auf dich, schanden we 34. Wac daß ihr ni Freuet eul und seid ftẽ die ihr sie Freuet die ihr üb wesen seid; ihr saugen von den Bri Ich freu nir geredet den ins H gehen. Vi. 35. Sch wie freundli wohl dem, d N Richte mi meine Sach heilige Volk en, Rduld. Fels⸗ du mir u Fels nd um wollest füͤhren le ich; Schan⸗ h durch V.. 31. ig unsre uf sich eBarm⸗ he Güte, wesen ist nde über Jsraels, Not. derlanget hoffe auf zu schan⸗ loch Gott r reinen 33. Rufe Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Oeuli. mich an in der XXVII von den falschen und bösen Leuten.(Pf. 43.) Meine Augen sehen stets zu dem Herren,“ denn er wird meinen Fuß aus dem Netz ziehen. Wende dich zu mir und sei mir gnädig;' denn ich bin ein⸗ sam und elend. Nach dir, Herr, verlanget mich, mein Gott, ich hoffe auf dich, laß mich nicht zu schanden werden.(Pf. 25.) 34. Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Lätare. Freuet euch mit Jerusalem,“ und seid fröhlich über sie alle, die ihr sie lieb habt. Freuet euch mit ihr alle, die ihr über sie traurig ge— wesen seid; denn dafür sollt ihr saugen und satt werden von den Brüsten ihres Trostes. Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir wer⸗ den ins Haus des Herren gehen.(Ps. 122.) 35. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist, wohl dem, der auf ihn trauet. Judica. Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das un⸗ heilige Volk,“ und errette mich Denn du bist der Gott mei⸗ ner Stärke;“ warum verstö⸗ ßest du mich? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten,“ nund bringen zu deinem heiligen Berge und zu deiner Wohnung. 36. Gott hat seines ein— gebornen Sohnes nicht ver— schonet,‚ sondern ihn für uns alle dahin gegeben. Palmarum. Herr, sei nicht ferne, meine Stärke.“* Eile, mir zu helfen. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Mein Gott, mein Gott, wa— rum hast Du mich verlassen?“ Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne.(Ps. 22.) 37. Christus hat gelitten für uns und uns ein Vorbild gelassen‚ daß wir sollen nach— folgen seinen Fußtapfen. Gründonnerstag. Kommet und zehret von meinem Brot' und trinket des Weines, den ich schenke. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser,“ so schreiet meine Seele, Gott, zu Dir. (Ps. 42.) Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.* Wann werde ich dahin XXVVIII kommen, daß ich Gottes An⸗ gesicht schaue? Oder? Es sei ferne von uns rüh⸗ men,* denn allein vom Kreuz unsers Herrn Jesu Christi, In welchem ist Heil und Leben und Auferstehung von den Toten,“ durch welchen wir erlöset sind und frei. Gott sei uns gnädig und segne uns;“ er lasse uns sein Antlitz leuchten.(Pf. 97. 38. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. 39. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken. 40. Mein Fleisch ist die 4J3. Christus ist um unsrer Missethat willen verwundet, und um unsrer Sünde willen zerschlagen. 44. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hät⸗ ten,und durch seine Wun⸗ den sind wir geheilt. 45. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. Todesstunde des Herrn. Führwahr er trug unsre Krankheit,“* und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplaget“ und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er isst um unsrer Misse⸗ that willen verwundet,“ und um unsrer Sünde willen zer⸗ Herrn Tod verkündigen, bis 47. Er ist aber aus der daß er kommt. f und dem Gerichte ge— Karfreitag. nommen,[wer will seines Introitus fällt weg, oder wie Lebens Länge ausreden. Palmsonntag. 48. Darum, daß seine 42. Fürwahr, er trug un⸗Seele gearbeitet hat,‚ wird sre Krankheit und lud auf ser seine Lust sehen und die sich unsre Schmerzen. Fülle haben. Wennicha bei dir. Ha deine Hand! Solches V wunderl 0— 857 Halleluja, Herr, di und kennes oder stehe a Oder Die Rec echöͤhet. Ha des Herrn Halleluja Du wirs in der Höll Und nicht Heiliger v „(Ps. 139. Kommt! Herrn froh zen dem§ (Ps. 95. 49. Den standen. H wahrhaftig 50. Chr die Macht luja. Und gängliches gebracht. Uiebet. rrn. unsre sich yn für d von artert Misse und u zer⸗ fihm, tten, n sind Gottes Sünde der ihte ge⸗ seines Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir. Halleluja,“* du hieltest deine Hand über mir. Halleluja. Solches Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch.“ Halleluja, Halleluja. Herr, du erforschest mich und kennest mich.* Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es. Oder: Die Rechte des Herrn ist erhöhet. Halleluja.“* Die Rechte des Herrn behält den Sieg. Halleluja. Du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen. Halleluja“ Und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Halleluja. (Ps. 139.) Kommt herzu, laßt uns dem Herrn frohlocken und jauch⸗ zen dem Hort unsers Heils. (Ps. 35.) 49. Der Herr ist aufer⸗ standen. Halleluja. Er ist wahrhaftig auferstanden. Hall. 50. Christus hat dem Tode die Macht genommen. Halle— luja. Und Leben und unver⸗ gängliches Wesen ans Licht gebracht. Halleluja. 51. Christus, von den To-⸗ ten auferweckt, stirbt hinfort nicht mehr. Halleluja. Der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Halleluja. 52. Der Tod ist verschlun⸗ gen in den Sieg. Halleluja.] Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. Halleluja. 53. Ich weiß, daß mein Erlöser lebet. Halleluja. Und er wird mich hernach aus der Erde aufwecken. Halleluja. 54. Gott hat den Herrn auferwecket. Halleluja. Und wird auch uns auferwecken nach seiner Kraft. Halleluja. Ostermontag. Introitus und Versikel wie am heiligen Ostertage. Quasimodogeniti. Introitus wie zu Ostern oder: Als die jetzt gebornen Kind— lein, Halleluja. Seid begierig nach der ver nünftigen, lautern Milch.“ Halleluja, Halleluja, Halleluja. Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist;“* jauchzet dem Gott Jakobs.(Ps. 81.) Versikel wie zu Ostern oder: 55. Unser Glaube ist der XXX Sieg. Halleluja.[Der die Welt überwunden hat. Hall. Misericordias Domini. Die Erde ist voll der Güte des Herrn.“ Halleluja. Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht,“ Halleluja, Halleluja. Freuet euch des Herrn ihr Gerechten, die Frommen sollen Ihn schön preisen.(Ps. 33.) Versikel wie zu Ostern oder: 56. Der Herr ist mein Hirte. Halleluja. Mir wird nichts mangeln. Halleluja. Jubilate. Jauchzet Gott, alle Lande. Halleluja.“ Lobsinget zu Ehren seinem Namen. Halleluja Rühmet ihn herrlich.“ Halle— luja, Halleluja, Halleluja. Sprechet zu Gott: Wie wun⸗ derlich sind deine Werke.“ Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht.(Pf. 66.) 57. Selig sind, die da Leid tragen. Hall.[Denn sie sollen getröstet werden. Halleluja. Cantate. Singet dem Herrn ein neues Lied. Halleluja.“ Denn er thut Wunder. Halleluja. Vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenba— ren.“ Halleluja, Halleluja. Er sieget mit seiner Rech⸗ ten“ und mit seinem heiligen Arm.(Ps. 98.) 58. Herr, hilf deinem Volk und segne dein Erbteil. Halle⸗ luja. Weide sie und erhöhe sie ewiglich. Halleluja Rogate. Prediget es mit fröhlichem Schall, daß man's höre, Halle⸗ luja.“ Bringet es bis an der Welt Ende: Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlöset.“ Halleluja. Halleluja. Jauchzet Gott, alle Lande,“ lobsinget zu Ehren seinem heiligen Namen.(Pf. 66.) 59. Bittet, so werdet ihr nehmen. Halleluja. Daß eure Freude vollkommen sei. Halle— luja. Himmelfahrtstag. Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten. Halleluja. Bis Ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege. Halleluja. Gott Kanen auf mit Jauch⸗ zen. Halleluja.“ Und der Herr mit heller Posa aune. Halleluja. Frohl ocket mit Händen, alle Völker;“* und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall.(Ps. 47.) 60. Christus ward aufgeho⸗ ben gen Himmel. Halleluja. Und sitzet zur rechten Hand Gottes. Halleluja. 61. Dieser Jesus wird wieder⸗ kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. 62. Ich fahre auf zu mei⸗ nem Vater und zu eurem Vater. Halleh Gefüngnis Herr wenn ich Mein dein Wo Antlitz su ich auch, Verbire vor mir. Der§ und mein ich mich 64. ein reines Und b wissen Ge Heili Der W des Hert Aus 3 Glanz 6 Halleluja 38. Ee Seine Fe den.“ Un ihm flieh 65⁵. D Odem, so Halleluja Halle⸗ bch ichem Halle⸗ u der Tnecht. eluja. unde, eimnem et ihr 5 eure Halle⸗ einem meiner chemel leluja. Hauch⸗ Herr eluja. „ alle Gott s. 47 fgeho⸗ Uja. Hand bieder⸗ gesehen u. mei⸗ Vater. Halleluja. Zu meinem Gott und zu eurem Gott. Halleluja. 63. Er ist in die Höhe gefah— ren. Halleluja. Und hat das Gefängnis gefangen. Halleluja. Exaudi. Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe. Halleluja. Mein Herz hält dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen.“ Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir.“* Halleluja, Halleluja. Der Herr ist mein Licht und mein Heil,“ vor wem sollte ich mich fürchten? Pf. 27.) 64. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz. Halleluja. Und gieb mir einen neuen, ge⸗ wissen Geist. Halleluja. Heiliger Pfingsttag. Der Weltkreis ist voll Geistes des Herrn.“* Halleluja. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.“ Halleluja. 38. Es stehe Gott auf, daß Seine Feinde zerstreuet wer⸗ den.“* Und die ihn hassen, vor ihm fliehen. 65. Du lässest aus deinem Odem, so werden sie geschaffen. Halleluja. Und verneuerst die I. Ton: Halleluja. XXXI Gestalt der Erde. Halleluja. 66. Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen. Halle— luja.] Dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Halleluja. 67. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Hall. Schmü⸗ cket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars. Hall. 68. Wir haben einen kind— lichen Geist empfangen. Halle— luja. Durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater. Halleluja. Pfingstmontag. Introitus und Versikel siehe am ersten Feiertage. Trinitatisfest. Gebenedeiet sei die heilige Dreifaltigkeit“ und ungeteilte Einigkeit. Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge;“ ihm sei Ehre in Ewigkeit. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da man dir danket im Himmel.(Pf. 8.) 69. Wir loben Gott den Vater, Sohn und Heiligen Geist. Hall. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit. Hall. 70. Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth. Halle— luja.] Alle Lande sind seiner Ehre voll. Halleluja. 1. Sonnt. nach Trinit. Mein Herz freuet sich, daß du so Ich will dem Herrn singen,“ daß er so wohl an mir thut. Herr, wie lange willst du meiner so gar vergessen?“ Wie lange verbirgst du dein Ant⸗ litz vor mir?(Ps. 13.) 71. Die Welt vergehet mit ihrer Lust. Halleluja. Wer ger=ne hilfst. Elenden hörest du, Herr. Ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket. 4. Sonnt. nach Trinit. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?“ Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor aber den Willen Gottes thut, wem sollte mir grauen? der bleibet in Ewigkeit. Hall. 2. Sonnt. nach Trinit. Widersacher und Feinde, an Darum, so die Bösen, meine Der Herr ward meine Zu⸗ mich wollen, mein Fleisch zu versicht, und führte mich aus in den Raum. Er riß mich heraus,“ denn er hatte Lust zu mir. Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke, Herr, mein Fels und meine Burg.(Pf. 18.) 72. Selig sind, die da hun— gert und dürstet nach der Ge— rechtigkeit. Halleluja. Denn sie sollen satt werden. Halleluja. 3. Sonnt. nach Trinit. Wende dich zu mir und sei mir gnädig, Herr,“* denn ich bin einsam und elend. Siehe an meinen Jammer und Elend,“* und vergieb mir alle meine Sünde. Nach dir, Herr, verlanget mich, mein Gott, ich hoffe auf dich,“ laß mich nicht zu schan⸗ den werden.(Ps. 25.) 73. Das Verlangen der fressen, müssen sie anlaufen und fallen. Wenn sich schon ein Heer wider mich leget,“ so fürchtet fich dennoch mein Herz nicht. (Pf. 27.) 74. Selig sind die Barm⸗ herzigen. Halleluja. Denn sie werden Barmherzigkeit er— langen. Halleluja. 5. Sonnt. nach Trinit. Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;“* sei mir gnä⸗ dig und erhöre mich. Denn du bist meine Hilfe; laß mich nicht“ und thue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil. Der Herr ist mein Licht und mein Heil.“ Vor wem sollte ich mich fürchten?(Ps. 27. 75. Wir hoffen darauf, daß du so gnädig bist. Unser frell hilfst. Sont Herz gern 6. Der He bes Stärke die seinen Hilf de und segne weide ie ewiglich Wenn Herr, meir mir nicht du schweige denen, die fahren. H 76. Barn it der Her und von g 7. Son j Voller,u fröhlichem Denn d höchste, is großer Köt Erdboden. Er wird uns zwing unter unsr 77. D Elenden h ihr Herz i Ohr darau 8. Son: Gott, n Güte“ in! Gott, w Herz freuet sich, daß du so gern hilfst. 6. Sonnt. nach Trinit. Der Herr ist seines Vol⸗ kes Stärke, er ist die Stärke, die seinen Gesalbten hilft. Hilf deinem Volk, Herr, und segne dein Erben und weide sie und erhöhe sie ewiglich. Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Hort, so schweige mir nicht,“ auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Hölle fahren.(Ps. 28.) 76. Barmherzig und gnädig ist der Herr. Hall. Geduldig und von großer Güte. Hall. 7. Sonnt. nach Trinit. Frohlocket mit Händen, alle Völker,“ und jauchzet Gott mit d fröhlichem Schall.(Pf. 47 Denn der Herr, der Aller— höchste, ist erschrecklich,⸗ ein XXXIII ist auch dein Ruhm bis an der Welt Ende;“* deine Rechte ist voller Gerechtigkeit. Groß ist der Herr und hoch— berühmt in der Stadt unsers Gottes* auf seinem heiligen Berge.(Ps. 48.) 78. Gott mache uns fertig zu allem guten Werk, zu thun seinen Willen, und schaffe in uns, was vor ihm gefällig ist. 9. Sonnt. nach Trinit. Siehe, Gott stehet mir bei,“ der Herr erhält meine Seele. Er wird die Bosheit mei⸗ nen Feinden bezahlen.* Zer— störe sie durch deine Treue, Herr, meine Stärke. großer König auf dem ganzen Erdboden. Er wird die Völker unter uns zwingen,“ unter unsre Füße.(Ps. 17.) 77. Das Verlangen der Elenden hörest du, Herr,‚ ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket. 8. Sonnt. nach Trinit. Gott, wir warten deiner Güte“ in deinem Tempel. Gott, wie dein Name, so und die Leute Hilf mir, Gott, durch deinen Namen,; und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.(Ps. 54. 79. Laß meinen Gang gewiß sein nach deinem Wort, und laß kein Unrecht über mich herrschen. 10. Sount. nach Trinit. Da ich zum Herrn rief, erhörete er meine Stimme,“ und erlösete meine Seele von denen, die an mich wollen. Und demütigte sie, er, der vor der Welt ist,“ und ewiglich bleibet Wirf dein Anliegen auf den Herrn,“ der wird dich versorgen. Gott, erhöre mein Gebet,“ XXXIV und vrrbirg dich nicht vor meinem Flehen.(Ps. 55.) 80. Schaffet, daß ihr selig werdet mit Furcht und Zittern. 11. Sonnt. nach Trinit. Singet Gott, lobsinget sei⸗ nen Namen; machet Bahn dem, der da sanft herfähret. Er heißt Herr, und freuet euch vor ihm, er ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Es stehe Gott auf, daß seine Feinde zerstreuet wer— den, und die ihn hassen, vor ihm fliehen. Pf. 68.) 81J. Gott, sei uns gnädig nach deiner Güte, und tilge VI. Ton: Ge„den⸗ ke Wadetenin aus deine Sache, und vergiß nichtdes Geschreis deiner Feinde. Gott, warum verstößest du uns gar?“ Und bist so grimmig ner Weide?(Ps. 74.) 83. Dein Wort ist unsres Fußes Leuchte. Halleluja.— Und ein Licht auf unsermm Wege. Halleluja. 14. Sonnt. nach Trinit. Gott, unser Schild, schaue 13. Sonnt. unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. 12. Sonnt. nach Trinit. Eile, Gott, mich zu erretten, Herr, mir zu helfen.(Pf. 70.) Es müssen sich schämen und zu schanden werden, die nach meiner Seele stehen. Freuen und fröhlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immer sagen: Hochge— lobet sei Gott! 82. Herr, erhalte uns dein Wort; denn dein Wort ist unsers Herzens Freude und Trost. nach Trinit. deinen Wund —— Laß den Geringen nicht mit Schanden davon gehen. doch;“ siehe an das Reich deines Gesalbten. Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser denn sonst gar ig tausend. zornig über die Schafe dei⸗ Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth.“ Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn. Pf. 84. 84. Schaffe in mir Gott, ein reines Herz und gieb mir einen ueuen gewissen Geist. „Zonn 15. 5 Sol Hlei Hel Helt, und El 15 mlein Gott, sch! veb läßt Herr, sei! ich rufe täg Eif relle Knechtes, Herr verlan 85. Alle auf ihn. er sorget fu 16. Sonn Herr, sei ih rufe ti Denn d und wund allen, die Herr, und erhöre elend und 86. Chri ung und d luja. W der wird stürbe. Hall 17. Som Herr, du dein Wort Handler nach deiner mich deine Wohl der del leben,“ Herrn wan 87. Seli Vort höre einen sonst oth. deine 15. Sonnt. nach Trinit. Herr, neige deine Ohren und erhöre mich.“* Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich.(Ps. 86.) Herr, sei mir gnädig, denn ich rufe täglich zu dir. Erfreue die Seele deines Knechtes, denn nach dir, Herr verlanget mich. 85. Alle eure Sorge werfet auf ihn. Halleluja. Denn er sorget für euch. Halleluja 16. Sonnt. nach Trinit. Herr, sei mir gnädig, denn ich rufe täglich zu dir. Denn du Herr, bist gut nnd gnädig,“ von großer Güte allen, die dich anrufen. Herr, neige deine Ohren und erhöre mich,“ denn ich bin elend und arm.(Ps. 86.) 86. Christus ist die Aufersteh⸗ ung und das Leben. Halle— luja. Wer an ihn glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe. Halleluja. 17. Sonnt. nach Trinit. Herr, du bist gerecht, und dein Wort ist recht. Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade, und lehre mich deine Rechte. Wohl denen, die ohne Wan— del leben,“ die im Gesetz des Herrn wandeln.(Pf. 119.) 87. Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren. XXVXV Halleluja. Und bringen Frucht in Geduld. Halleluja. 18. Sonnt. nach Trinit. Herr, vergilt denen, so auf dich harren, daß deine Pro— pheten wahrhaftig erfunden werden. Erhöre das Gebet deines Knechtes und deines Vol— kes Israel. Ich freue mich des, das mir geredet ist,“ daß wir werden ins Haus des Herrn gehen.(Ps. 122.) 88. Gott, gieb Fried in dei nem Lande. Halleluja. Glück und Heil zu jedem Stande. Halleluja. 19. Snont. nach Trinit. Der Herr spricht zu seinem Volk: Ich bin deine Hilfe.“ Wenn sie schreien, so will ich hören. Und sie erretten aus aller ihrer Not* und ihr Herr sein für und für. Höre, mein Volk, mein Ge setz“' neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes.(Ps. 78.) 89. Barmherzig und gnädig, ist der Herr. Halleluja. Geduldig nnd von großer Güte. Halleluja. 20. Sonnt. nach Trinit. O Herr, unser Gott, du bist gerecht in allen deinen Werken, die du thust,“ denn wir gehorchten deiner Stimme nicht. XXXVI Nun aber, Herr, gieb Ehre deinem Namen* und thue mit uns nach deiner großen Barmherzigkeit. Groß ist der Herr und hoch— berühmt in der Stadt unsers Gottes“ auf seinem heiligen Berge(Ps. 48.) 90. Selig sind, die reines Herzens sind. Halleluja. Denn sie werden Gott schauen. Halleluja. 21. Sonnt. nach Trinit. Herr Gott, du bist der all— mächtige König; es steht alles in deiner Macht,“* und dei— nem Willen kann niemand widerstehen. Denn du hast Himmel und Erde gemacht und alles, was darinnen ist,“ du bist aller Herr. Wohl denen, die ohne Wan⸗ del leben,“ die im Gesetz des Herrn wandeln.(Pf. 119.) 91. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen. Halleluja. Allen, die ihn mit Ernst an⸗ rufen. Halleluja. 22. Sonnt. nach Trinit. So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, bestehen? Denn bei dir ist die Ver— gebung,“ daß man dich fürchte Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir, Herr, höre meine Stimme.(Ps. 130.) wer wird dem Hort unsers Heils.(Pf. 95.) 92. Selig sind die Fried— fertigen. Halleluja. Denn sie werden Gottes Kinder heißen. Halleluja. 23. Sonnt. nach Trinit. Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr,“ nämlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides. Und ihr werdet mich an— rufen und hingehen und mich bitten;“ und ich will euch erhören. Und ich will euer Gefäng— nis wenden“ und euch sam⸗ meln aus allen Völkern und von allen Orten. Herr, du bist vormals gnädig gewesen deinem Lan— de und hast die Gefangenen Jakobs erlöset.(Ps. 85.) 93. Deine Hand, Herr, schütze das Volk deiner Rech— ten, und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast. 24. Sonnt. nach Trinit. Kommt, laßt uns anbeten und knieen“ und niederfallen vor dem Herrn, der uns ge— macht hat. Denn und wir Weider Hand. Kommt herzu, laßt uns dem Herrn frohlocken, und jauchzen er ist unser Gott, das Volk seiner und Schafe seiner mir ist e Emete! meiner Fein die mich vei Hert, laf Schanden mufe dich an Herr, ich saßwichmn den werden, deine Gere 95. 10 uns nach! Und ir uusrer Miss 26. Sonr Hiñfmi Namen,“ U durch deine Gott, erl vernimm d Mundes. Er wird nen Feinden störe sie du Oder: U VII. Gott, ich an⸗ id mich Heuch Hefäng⸗ h sam⸗ ern und Hormals u Lan anngenen unbeten erfallen ins ge⸗ Gott, seiner seiner 94. Wir haben einen Gott, der da hilft. Halleluja. Und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Halleluja. 25. Sonnt. nach Trinit. Herr, sei mir gnädig,“ denn mir ist angst. Errette mich von der Hand meiner Feinde* und von denen, die mich verfolgen. Herr, laß mich nicht zu Schanden werden,“ denn ich rufe dich an. Herr, ich traue auf Dich, laß mich nimmermehr zu Schan— den werden,' errette mich durch deine Gerechtigkeit.(Ps. 31.) 95. Herr, handle nicht mit 13 uns nach unsern Sünden. Und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. 26. Sonnt. nach Trinit. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen,' und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.(Ps. 54.) XXVVII Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters,“ ererbet das Reich' Das euch bereitet ist“ von Anbeginn der Welt. Singet dem Herrn ein neues Lied,“ denn er thut Wunder.(Ps. 98.) 96. Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. 27. Sonnt. nach Trinit. Introitus wie am Trinitatis— feste oder: Du liebest Gerechtigkeit“ id hassest gottloses Wesen; Darum hat dich, Gott, dein Gott, gesalbet“ mit Freu⸗ denöl mehr denn deine Ge⸗ sellen. In deinem Schmuck gehen der Könige Töchter;“* die Braut steht zu deiner Rech— Gott, erhöre mein Gebet,“ ten in eitel köstlichem Gold. vernimm die Rede meines Mundes. Mein Herz dichtet ein fei— nes Lied; ich will singen von * Er wird die Bosheit mei- einem Könige.(Pf. 45.) nen Feinden bezahlen.“ Zer⸗ störe sie durch deine Treue. Oder: VII. Ton: Maria 97. Siehe, der Bräutigam kommt. Halleluja. Gehet aus, ihm entgegen. Halleluja. Reinigung. ** x 4.—.— D —— ——** Gott, wir warten Dei⸗ner Gü⸗te.“ ———. ....R ů —.——— 2 rn — dei ⸗nem Tem pel. . XXXVIII Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voller Gerechtigkeit. Groß ist der Herr und hoch— berühmt in der Stadt unsres Gottes,* auf seinem heiligen Berge.(Ps. 48.) 98. Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fah⸗ ren. Halleluja. Denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. Halleluja. Mariä Verkündigung. Introitus wie am vierten Adventssonntage oder: Ich will mich mit dir ver— loben in Ewigkeit;“ ich will mich mit dir vertrauen in Ge— rechtigkeit und Gericht, in Gna— de und Barmherzigkeit. Ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben;“ und du wirst den Herrn erkennen. Lobe den Herrn, meine Seele,“ und was in mir ist, seinen heiligen Namen. (Ps. 103.) 99. Das Wort ward Fleisch. Halleluja. Und wohnete unter uns. Hallel eluja. Johannistag. Der Herr hat mich von Mutterleibe gerufen bei mei⸗ nem Namen,“ und hat meinen Munde gemacht wie ein scharfes Schwert. Mit dem Schatten seiner Hand hat er Mich bedecket;“ er hat mich zum reinen Pfeile gemacht. Es ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken“ und lobsingen deinem Namen, du Höchster. (Ps. 92.) 100. Bereitet dem Herrn den Weg. Halleluja. Machet Seine Steige richtig. Halleluja. Mariä Heimsuchung. Das ist die Stimme meines Freundes“* Siehe, er kommt und hüpfet auf den Bergen. Denn siehe, der Winter ist vergangen,“ die Blumen sind hervorgekommen im Lande. Ichfreue—— in dem Herrn,“ und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott. Mein Herz dichtet ein fei nes Lied;“ ich will singen von einem Könige.(Pf. 45.) 101. Meine Seele erhebet den Herrn. Halleluja.—Und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Halleluja. Michaelistag. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet,“ daß man höre die Stimme seines Worts. Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen thut. Lobe den Herrn, meine Seele,‚“ und was in mir ist, sei⸗ nen heiligen Namen.(Ps. 103.) 102 E fohle ber f se dich Heimen 45 103. Lagert schr ö fürchten. 58 Ipn aus Refort Dennoch tesfein lastt Brünnlein,“ Wohnungen Gott it darum wird Gott hilft Gott 1 und Stärke, großen Nöt roffen habe 104. Her deine Geme pflanz et has erre tte sie, lich erwähl 105. Fü lleine Herde es ist deint gefallen, dir ben. Hallel Kire Gewißlich diesem Ort diese Stättt Hier ist! n ttes Ha die Pforte Wie sch ö Wfeile ig, dem O5 ingen ochster. We uun Machet Hlehz ing. meines kommt dergen uter ist en sind ande Herrn; fröhlich ein fei gen von erhebet Und Gottes, lleluja. hr seine den, die richtet; Stimme le seine Diener, thut meine ist, sei⸗ Ps. 103.) 102. Er hat seinen Engeln befohlen über dir. Halleluja. Daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Halleluja. 103. Der Engel des Herrn lagert sich um die her so ihn fürchten. Halleluja. Und hifft ihnen aus. Halleluja. Reformationsfest. Dennoch soll die Stadt Got— tes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein,“ da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben, Gott hilft ihr frühe. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,“ eine Hilfe in den großen Nöten, die uns ge— troffen haben.(Ps. 46.) 104. Herr, halte im Bau deine Gemeine, die du ge— pflanzet hast. Halleluja Und errette sie, die du dir festig— lich erwählet hast. Halleluja 105. Fürchte dich nicht, du kleine Herde. Halleluja. Denn es ist deines Vaters Wohl— gefallen, dir das Reich zu ge— ben. Halleluja. Kirchweihtag. Gewißlich ist der Herr an diesem Ort.“ Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anders, denn Gottes Haus,“ und hier ist die Pforte des Himmels. Wie lieblich sind deine Woh⸗ XXXIX nungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn. (Ps. 84.) 106. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses. Halle— luja. Und den Ort, da deine Ehre wohnet. Halleluja. Erntedanffest. Du suchest das Land heim und wässerst es“ und machst es sehr reich. Du krönest das Jahr mit deinem Gut;“ und deine Fußtapfen triefen von Fett. Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion,“ und dir bezahlet man Gelübde. Oder: Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf“ und erfüllest alles, was lebet mit Wohlgefallen.(Ps. 65.) Ich will dich erhöhen, mein Gott, du König,“ und dei— nen Namen loben immer und ewiglich.(Ps. 145.) 107. Opfere Gott Dank. Halleluja. Und bezahle dem Höchsten deine Gelübde. Halle— luja. 108. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Halle— luja. Und seine Güte wäh— 38 ewiglich. Halleluja. 109. Die Güte des Herrn XI. ist's, daß wir nicht gar aus herzigkeit hat noch kein Ende. sind. Halleluja. Seine Barm- Halleluja IV. Ton: Bußtag. 6. x 0 —.—.———. Wir lie--gen vor dir mit unserm Gebet,“ —.—.———.—————.———.—— ———— 2— 3 2.—— Nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine gro⸗ße Barmherzigkeit. Denn bei dir ist die Ver-Bergen die Füße der Boten,“ gebung,“ daß man dich fürchte. die den Frieden verkündigen. Aus der Tiefe rufe ich, Herr Die da Gutes predigen, Heil zu dir. Herr, höre meine verkündigen;“ die da sagen zu Stimme,“ laß deine Ohren Zion: Dein Gott ist König. merken auf die Stimme mei⸗ Nicht uns, Herr, nicht uns nes Flehens.(f. 130. sondern deinem Namen gieb 110. Herr, handle nicht 5 Ehre,* um Deine Gnade und uns nach unsern Sünden, Wa hrheit.(Pf. 115. ins 420 n. wach 115. Erzählet unter den srer Missethat. n ie e 5 111. Bekehre du uns, Herr, Heden— 1 Ehre. Halle⸗ so werden wir bekehret, hilf Wuia. Unter allen Völkern du uns, so ist uns geholfen. Seine Wunder. Halleluja. 112. Herr, gehe nicht ins 116. Lobet den Herrn, alle Gericht mit deinem Knecht, Heiden. Halleluja. 1. denn vor dir ist kein Leben-Wihn, alle Völker. Hallel diger gerecht. Bei Grundsteinlegung einer 113. Gott, sei uns gnädig Kirche. nach deiner Güte, und tilge 117. Gelobet sei des Herrn unsre Sünde nach deiner gro Name[von nun an bis in ßen Barmherzigkeit. Ewigkeit. 114. Wohl dem, dem die 118. Der Stein, den die Übertretungen vergeben sind. Bauleute verworfen haben,. dem die Sünde bedecket ist. ist 913 Eckstein geworden. Missionsfest. 119. Einen andern Grund Wie lieblich sind auf den kann niemand legen[außer be 9 dell, 0 Rristus iuw dei 10 Ki 12⁰. Hert, 9—754˙ nach deiner die Mauerh. Einw Bei Ein Gott 122. Di —*7 sien, wers enten. 123. Sie weinen und! men, Aund den und brin Bei Ro 124. l Tod so wi des Le abns Bei Be 125. Chri erstehung u Halleluja glaubt, der gleich stürbe. 126. Chr ben. Halleluj mein Gewin 127. Chr srer Sünden geben Un lechtigkeit w 128. Der dden Halle⸗ zͤlkern Na. alle reiset einer Herrn is in n die Een, Hrund außer dem, der gelegt ist, Jesus Christus. Bei Einweihung neuer Kirchen. 120. Herr, halte dir im Bau deine Gemeinde, die du gepflanzt hast, und errette sie, die du dir festiglich er— wählet hast. 121. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade. Baue die Mauern zu Jerusalem. Bei Einweihung eines Gottesackers. 122. Die mit Thränen säen,‚ werden mit Freuden ernten. 123. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Sa— men, und kommen mit Freu— den und bringen ihre Garben. Bei Konfirmation. 124. Sei getreu bis in den Tod so will ich dir die Krone des Lebens geben. Bei Begräbnissen. 125. Christus ist die Auf— erstehung und das Leben. Halleluja. Wer an ihn glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe. Halleluja. 126. Christus ist mein Le⸗ ben. Halleluja. Und Sterben mein Gewinn. Halleluja. 127. Christus ist um un⸗ srer Sünden willen dahinge— geben Und um unsrer Ge— rechtigkeit willen auferwecket. 128. Der Herr hat's ge⸗ XLI geben, der Herr hat's genom— men, der Name des Herrn sei gelobet. 129. Der Herr wird mich erlösen von allem Uebel. Hal— leluja. und mir aushelfen zu seinem himmlichen Reich. Halleluja. 130. Herr, deine Toten werden leben[und mit dem Leichnam auferstehn. 131. Herr, lehre uns beden— ken, daß wir sterben müssen,‚ auf daß wir klug werden. 132. Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. 133. Ich weiß, daß mein Erlöser lebet. Halleluja. Und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken. Halleluja. 134. Leben wir, so leben wir dem Herren. Halleluja. Sterben wir, so sterben wir dem Herren Halleluja. 135. Sei getreu bis in den (Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. 136. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Halleluja.— Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit. Halleluja. 137. Wir haben hier keine bleibende Stadt,— sondern die zukünftige suchen wir. XLII Versikel zu den gemeinen 147. Erzählet unter den KLollekten. Heiden seine Ehre. Halle— 138. Alle eure Sorge wer⸗luja. Unter allen Völkern fet auf ihn. Halleluja.] seine Wunder. Halleluja. 33.— er sorget für euchG. 148. Es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde. 139. Befiehl dem Herrn Halleiuja. Welchrdeihrhe deine Wege und hoffe auf aus Gnade. Halleluja. ihn, Halleluja. Er wird's 149. Gott, gieb Fried in wohl machen. Halle nja. deinem Lande,— Glück und 140. Das Verlangen der Heil zu jedem Stande. Elenden hörest du, Herr; 150. Gott, mache uns fertig Ihr Herz ist gewiß, daß dein zu allem guten Werk, zu thun Ohr darauf merket. deinen Willen,‚ und schaffe 141. Deine Hand schütze in uns, was vor dir ge⸗ das Volk deiner Rechten. fällig ist. Und die Leute, die du dir 151. Gott, sei uns gnädig festiglich erwählet hast. nach deiner Güte, und tilge 142. Dein Wort ist mei- unsere Sünden nach deiner nes Fußes Leuchte. Halle- großen Barmherzigkeit. luja. Und ein Licht auf 152. Habe deine Lust an meinem Wege. Halleluja. dem Herrn. Halleluja.] Der 143. Der Herr gebe uns wird dir geben, was dein ein fröhlich Herz. Halleluja. Herz wünschet. Halleluja Und verleihe uns Frieden zu 153. Heilige uns, Herr, in unsern Zeiten. Halleluja. deiner Wahrheit. Halleluja. 144. Der Herr, unser Gott, Dein Wort ist die Wahrheit. sei uns freundlich und fördere Halleluja. das Werk unsrer Hände. 154. Herr, erhalte uns dein Ja, das Werk unsrer Hände Wort. Halleluja. Denn dein wolle er fördern. Wort ist unsers Herzens Freude 145. Des Herrn Zorn und Trost. Halleluja. währet einen Augenblick, 155. Herr, handle nicht und er hat Lust zum Leben. mit uns nach unsern Sünden 146. Du leitest mich nach und vergilt uns nicht nach deinem Rat. Halleluja. 2 14 Missethat. Und nimmst mich endlich mit 156. Herr, hilf deinem Ehren an. Halleluja. Volk und segne dein Erbteil. 7 denken, daß! sen,auf uj und heute derselde auchi luja. 162. In gegangen h 1 Und Worte. Hal 163. In fehle ich ne hast mich e treuer Gott. 164. Laß Gnade geni Herr. 24 Kraft ist 1 0 165. Leb hast du, 5 Halleluja. Freude nicht nden t nach delnem bteil Halleluja. Weide sie und er— höhe sie ewiglich. Halleluja. 157. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses, Halleluja. und den Ort, da deine Ehre wohnet. Halleluja. 158. Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. 159. Herr, lehre uns be— denken, daß wir sterben müs— sen, auf daß wir klug werden. 160. Herr, wohin sollen wir gehen? Halleluja. Du hast Worte des ewigen Lebens. Halleluja. 161. Jesus Christus gestern und heute Halleluja. Und derselbe auch in Ewigkeit. Halle— luja. 162. In alle Lande ist aus⸗ gegangen ihr Schall. Halle luja.] Und in alle Welt ihre Worte. Halleluja. 163. In deine Hände be— fehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. 164. Laß dir an meiner Gnade genügen, spricht der Herr. Halleluja. Denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Halleluja. 165. Leben und Wohlthat hast du, Herr an uns gethan. Halleluja. Und dein Auf— XLII sehen bewahret unsern Odem. Halleluja. 166. Lobet den Herrn, alle Heiden. Halleluja. Preiset ihn, alle Völker. Halleluja. 167. Nehmet das Wort auf mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, c welches kann eure Seelen selig machen. 168. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte. Wenn ich schaue allein auf dein Gebot, so werde ich nicht zu Schanden. 169. Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du Mich preisen. 170. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz‚ und gieb mir einen neuen gewissen Geist. 171. Seid fröhlich in dem Herrn, eurem Gott. Halleluja. Der euch Lehrer giebt zur Gerechtigkeit. Halleluja. 172. Selig sind die Fried— fertigen. Halleluja. Denn sie werden Gottes Kinder heißen. Halleluja. 173. Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja. Und bringen Frucht in Geduld. Halleluja. 174. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Halleluja. Denn das Himmelreich ist ihr. Halleluja. 175. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes. Hal— *.— XLIV leluja.[Und nach seiner Ge— rechtigkeit. Halleluja. 176. Tröste mich mit deiner Hilfe,[und der freudige Geist enthalte mich 177. Tröste uns, Gott. unser Heiland, und laß ab den Vorhöfen des von deiner Ungnade über uns. 178. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. 179. Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. +0 Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. 180. Wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und seid fruchtbar in allen guten Werken. 181. Wer will die Auser— wählten Gottes beschuldigen? Halleluja.] Gott ist hier, der wieder herd⸗ macht. Halleluja. 182. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth. Halleluja.] Meine Seele ver— langt und sehnet sich nach Herrn. Fi 183. Wir haben einen Gott der da hilft. Halleluja. Und einen Herrn, der vom Tode errettet. Halleluja. 184. Wir hoffen darauf, daß du so gnädig bist. Unser Herz freuet sich, daß du so gerne hilfst. 185. Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind. Halleluja. Dem die Sünde bedecket ist. Halleluja. Auf d t WI Von Gott 0 1. s Meines Ar . geut uumt hann, wosen R. mann. Ihr herfür, laßt 29 ihm mit heliger A 2. Auf ihr Der König ist Weg all Augst der Hef er is wie so m n lich ist zu ne sinden könner Zauf' und X 3. Auf, auf ten! Der Kör Seid fröhlich, Dort kommt Der Herr wi nit reichem T er will euch dämpfen gar 4. Nun l Sünder: De drauf, wenn il dem die den sind. Sünde I. Auf die Festzeiten des Kirchenjahres. 1. Adventslieder. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 660. oder: Aus meines Herzensgrunde. 478. 1 Atif auf ihr Reichs— genossen! Der König kommt heran, empfahet unver⸗ drossen den großen Wunder— mann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist gar nah, hin— weg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort hochtröst⸗ lich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf' und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplag⸗ ten! Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not, mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr frechen Sünder: Der König merket drauf, wenn ihr, verlorne Kin— der in vollem Lasterlauf auf Arges seid bedacht, ja, thut es ohne Sorgen; gar nichts ist ihm verborgen, er giebt auf alles acht. 5. Seid fromm, ihr Unter⸗ thanen! Der König ist gerecht. Laßt uns den Weg ihm bah— nen und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. 6. Und, wenn gleich Krieg und Flammen uns alles rauben hin: Geduld! weil ihm zu— sammen gehört doch der Ge— winn. Wenn gleich ein früher Tod uns, die uns lieb, ge— nommen, wohlan, so sind sie kommen ins Leben aus der Not. 7. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch; er will durch sein Er— barmen euch machen groß und reich. Der an ein Tier gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 4 Advent. 8. Hat endlich uns betroffen singen und ewig dankbar sein. viel Kreuz, läßt er doch nicht die, welch' auf ihn stets hoffen 82 D Gesegneter Gott kommt alles her, der Herrn, warum willst Mit rechter Zuversicht. Joh. Rist, 1667. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. des lässet auch im Sterben die du draußen stehen? Komme Seinen nicht verderben, sein Hand ist nicht zu schwer. 9. Frisch auf, ihr Hoch⸗— betrübten! Der König kommt mit Macht; an uns, sein Herz⸗ geliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst, noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 10. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu be— sehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön; nun tretet all heran, den Hei— land zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns er— lösen kann. 11. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 12. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum woll'n wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna doch, o Jakobs Stern, in uns allen aufzugehen; eile doch, o werter Gast, nimm in unsern Herzen Rast! 2. Glaub' und Liebe gehen dir, o Immanuel, entgegen; was wir haben, wollen wir dir zu deinen Füßen legen. Du bist unser Fleisch und Blut; darum sind wir wohlgemut. 3. Du bist kommen und kommst noch in dem Wort und Sakramente, und dein Zion freut sich hoch über deinen Kirch-Advente. Ihre Töchter singen dir lauter Hosianna für. 4. Hochgelobter Davids-⸗ sohn, laß dich auf dem Wege küssen; hier steht noch dein Gnadenthron. Wo wir diese Zeit vermissen, ach, so kommt dein Richterstuhl und zeigt uns den Höllenpfuhl. 5. Kehrst Du noch in Gnaden ein, ach, so laß dich feste hal⸗ ten und uns immer munter sein, auch im Glauben nicht erkal⸗ ten; denn die erste Zukunft macht, das man bei der letzten lacht. 6. Da hebt man das Haupt empor, ach, da gehn wir aus dem Kerker; Zion öffnet uns daß er 2. Er komn und lehret die von Sünden wenden, von heit treten zl 3. Die sich und sein 2 durch ein vet ganzem Vertt er eben ihre 4. Denn ken in den selber zur S zu beweisen, nießen in ihr 5. Die al beständig blei in allem trae die werden m von hinnen f. 6. Denn b kommt ihr letz ervom Bösen gehen entgegen vollen wir hen legen. Jund Blut; ohlgemut. nmen und Wort und dein Zion ber deinen re Töchter sianna für. Davids⸗ dem Wege noch dein wir diese so kommt zeigt uns in Gnaden feste hal⸗ nunter sein, nicht erkal⸗ kunftmacht, hzten lacht. das Haupt in wir aus öffnet uns Ad v das Thor durch den schönen ent. 3 man erfreut ewig Hosianna Sternenerker in der Stadt, wo sschreit. Benj. Schmolck, 4 1737. 3 0 Eigene Melodie. —.— EIDSE.—.— —ZES.. +———— +2— 2 D—— C— 2—— 2— E— Got⸗tes Sohn ist kommen uns al-len zu From-men e,ee en R.—— ²— 7— ů S — 2 hier auf die⸗se Er- den D.—— in ar⸗men Ge⸗ber ⸗den, —— RRRRRR IE 4 + ———— — 9 +.+—— . 2 daß er uns von Sün-den frei-e und ent-bin- de. 2. Er kommt auch noch heute und lehret die Leute, wie sie sich von Sünden zur Buß' sollen wenden, von Irrtum und Thor⸗ heit treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen und sein' Dienst annehmen durch ein' rechten Glauben mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd' vergeben. 4. Denn er thut ihn' schen— ken in den Sakramenten sich selber zur Speise, sein Lieb' zu beweisen, daß sie sein ge— nießen in ihren Gewissen. 5. Die also bekleiben und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 6. Denn bald und behende kommt ihr letztes Ende, da wird er vom Bösen ihre Seel' erlösen und sie mit ihm führen zu der Engel Chören. 7. Von dannen er kommen, wie denn wird vernommen, wenn die Toten werden erstehn von der Erden und zu seinen Füßen sich darstellen müssen. 8. Da wird er sie scheiden, die Frommen zur Freuden, die Bösen zur Höllen in peinliche Stellen, wo sie ewig müssen ihr Untugend büßen. 9. Ei nun, Herre Jesu, schick unsre Herzen zu, daß wir alle Stunden rechtgläubig erfunden, in dir auch verscheiden zur ewigen Freuden. Böhm. Brüder. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen. 347. 4 Gettlob. ein neues Kir⸗ chenjahr macht uns die große Treue des ewgen Gottes offenbar; die Güte will aufs neue den alten hochbe— schwornen Bund, den einzig 1* —— ——— 4 Advent. festen Glaubensgrund durch 5. Hierzu erhalt uns, Herr, seinen Geist uns lehren. dein Wort samt Tauf' und 2. Auf, Zion, Preis und Ehr Abendmahle, so wandern wir mit und Ruhm dem höchsten Gott Freuden fort in diesem finstern zu singen; dein königliches Prie-Thale. Herr, segne dieses Kir— stertum muß Dank zum Opfer schenjahr, laß Kirche, Schul', bringen. Gelobt sei Gott, der Tauf' und Altar uns deine durch sein Wort die Christen-Wege zeigen. heit und diesen Ort zu seinem 6. Gieb deinen Hirten Kraft Tempel weihet! und Geist zu reiner Lehr und 3. Wir sind nicht wert der Leben, dein Wort, das Gottes neuen Huld des Gottes aller Weide heißt, der Herde rein Gnaden. Des alten Menschen zu geben. Laß alle Hörer Thä⸗ alte Schuld, die wir auf uns ter sein, damit kein heuchleri⸗ geladen, nimmt unsern eignen scher Schein des Glaubens Ruhm dahin, denn sie beweist Kraft verleugne. den alten Sinn noch stets mit 7 So halten und vollenden neuen Sünden. 5 ö wir das Kirchenjahr auf Er⸗ 4. A err, gieb uns den— neuen Gesz, daß wir durch nann.„ adere deh e deine Güte, die sich an uns ne. es Dn 15— bleibt die Kirche noch im Streit; aufs neu erweist, erneuert im einst feiert sie in Ewigkeit Gemüte den neuen Menschen.——— zehenan, derdiraltein aen dann wird sie triumphieren. ö 19. Heinr. Corn. Hecker, 4 1743. kann in seinem ganzen Leben. n 5. Mel.: Nun komm der Heiden Heiland. ů—.—— 2—.*— e.. △ 2—.— Ir PuIIII Gott sei Dank durch al⸗le Welt, der sein Wort be-ständig hält —— N E 2 2 D ů AI 2 eeedeses. ne, ale ni H. .—— 9 und der Sünder Trost und Rat zu uns her-ge⸗sen-det hat. 2. Was der alten Väter Herrlichkeit. Schar höchster Wunsch und 3. Zions Hülf, und Abrams Sehnen war, und was sie Lohn, Jakobs Heil, der Jung⸗ geprophezeit, ist erfüllt nach fraun Sohn, der wohl zwei⸗ Reiam. sich aums Sei wil Hel! Hosiane Riche du al in Meinem He 5. Zuch, eil, es gehöret 64 wie du 9⸗ von allem Sü 6. Und gle kunst war de ahn Gefahr, al Rit deine Sanj dienstba 2. Sei geseg das ein solch dem kein Herr: der das Rech schütze. Schw tem Flor, gro sem sinstern dieses Kir⸗. he. Schul' uns deine Ate en m Lehr un das Gotte Herde 1 Horer L Thä⸗ heuchleri⸗ Glaubens vollenden r auf Er⸗ wir es dir, rden. Hier im Streit; Ewigkeit, nphieren. der, f 1743. —— z⸗det hat. nd Abrams der Jung⸗ vohl zwei⸗ gestammte Held hat sich treu— lich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von allem Sündenwust. 6. Und gleichwie dein Zu— kunft war voller Sanftmut, wirst, ohn Gefahr, also sei auch jeder⸗ zeit deine Sanftmut uns bereit. Advent. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf — daß ich, aller Angsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 9. Daß, wenn du, o Lebens⸗ fürst, prächtig wiederkommen ich dir mög' entgegen gehn und vor dir gerecht bestehn. Heinr. Held, um 1643. 6 2 Eigene Melodie. 2 E ö * E ö 2 2 — ——— 2 ö — 55 Ho⸗si⸗an-na Da⸗vids Sohn, der in sei-nes sich er- he-bet auf den Thron ü-ber Ja⸗kobs 14——— .— Va⸗ters Na⸗-men aus und Sa⸗men; welchem Gott ein Reich bestimmt, .. i—— ů 5e ———— S 4— 2— 2—8 dem die Rei⸗che die⸗ 1 ser Er⸗den end⸗ lich müssen — 2. x—.— IE —7 2;—— 2⁰; ů 7 1.— 29 2—1 dienstbar wer⸗den und das selbst kein En- de nimmt! 2. Sei gesegnet, teures Reich, reich an Freuden, unter Juden, das ein solcher Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich in ste⸗ unter Heiden mit vermehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs Majestät müsse jedes Volk verehren, und tem Flor, groß durch Frieden, so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren. Advent. schreien, wo man dich willkom— Selbst der kleinen Kinder Mund men heißt. mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude seiner Freunde seinen großen Namen kund. mit an unter deine Unter⸗ thanen; ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Geist zu denselben Reihen, die das 7 2 Mel.: großen Ich geselle mich im Liebe! Ach, 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Siunen, Jesus und sein Gna⸗ 4. Schreibe, Herr, mich auch denreich, wird bei euch nun Raum gewinnen. Kommt und schwört den Huldgungseid, kommt und küßt den Sohn der daß niemand draußen bliebe; hier, ach hier Hosianna ist Seligkeit. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. Unerschaffne Lebenssonne. — — Ho⸗ si⸗an⸗na Davids Sohne! Der soll hoch ge⸗lo⸗bet sein, 9 — ů 25 7 — EA — 5 2— 25½ ö der ins Herren Nam' herein kommet von des Höchsten Throne, +—— EU 2—— EE EE Durch die Welt erschall und geh: Ho-si- an⸗na in der Höh! 2. Den die Alten mit Ver⸗ zen. langen oft gewünscht, gerufen oft, seinen Eintritt stets gehofft‚ der läßt sich von uns empfan⸗ gen. Durch die Welt ꝛe. 3. Kommt, dem Könige zu hulden, treu nach Unterthanen⸗ pflicht; denn ihr sollet ferner nicht fremde Dienstbarkeit er⸗ dulden. Durch die Welt ꝛc. 4. Kommet her, ihr blöden Herzen, seht des Herren Sanft⸗ mut an; seine Gütigkeit, die kann heilen alle Sündenschmer⸗ Durch die Welt ꝛe. 5. Seht, ihr Sünder, den Gerechten, der euch seine Hei⸗ ligkeit anlegt als ein Ehren⸗ kleid und will eure Sach' ver⸗ fechten. Durch die Welt ꝛc. 6. Seht den Helfer willig kommen, euch zu raten in der Not, in dem Leben, in dem Tod, den er auf sich hat genommen. Durch die Welt ꝛc. 7. Seht, ihr Armen, seht den Armen, der von seiner Ar⸗ mut euch hier und ewig machet er 100 Durch 1 5. Hf. genacht, iich; 1 bral 535 0 N. 9. Hosian e akt Thohge ins 0475 die W Christia von Durch d Nel.: Meine en Je ;. Hu u gagen. Thron, sett bogen! Hi et Bahn, halten kann. 2. Hosian fomm, wir g unser Herz will sich dir Zuch zu un du sollst uns 3. Hosiam Ehrenkö 8 alles, was das ist un Deine Rech Ind dein Re 4. Hosian wir sind dei! die du dir er so laß uns un ri EEE der Höh! delt; x. Under, den Air He⸗ u Ehren⸗ E ver⸗ Welt elfer willig raten in der in dem Tod, genommen. lrmen, seht n seiner Ar⸗ ewig machet reich; er will eurer sich erbar— men. Durch die Welt ꝛe. 8. Hilf, o Herr, laß wohl— gelingen! Diesen Tag hast du gemacht, dieser Tag hat Freuden bracht; drum wir alle billig singen: Durch die Welt ꝛe. 9. Hosianna, Davids Sohne, der soll hochgelobet sein, der bei uns jetzt kehret ein, kommend von des Höchsten Throne. Durch die Welt ꝛc. Christian Keymann, 1 1662. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 8. 253 osianna! Davids Sohn kommt in Zion ein⸗— gezogen. Ach bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehren⸗ bogen! Streuet Palmen, ma⸗ chet Bahn, daß er Einzug halten kann. 2. Hosianna! Sei gegrüßt; komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst', will sich dir zu Fußen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna! Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was Du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! Lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach, so laß uns unverdrossen deinem Advent. land aller Welt, 7 Szepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! Komme bald, laß uns deine Sanftmut küssen; wollte gleich die Knechtsgestalt deine Majestät verschließen, ei, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna! Steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna! Laß uns hier an den Oelberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten. Dort ist unser Bethphage: Hosianna in der Höh! 8. Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna! Bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 9. Kr du wertes Löse⸗ ld, dessen alle Heiden Heen: dn o Hei⸗ Thor und Thüren stehen offen; komm in angestammter Zier, komm, wir warten mit Begier. 2. Zeuch auch in mein Herz hinein, o du großer Ehren⸗— könig, laß mich deine Wohnung Advent. sein! Bin ich armer Mensch Geist in Fleisches Haft sehnt zu wenig, ei, so soll mein sich nach deiner Himmelskraft. Reichtum sein, wenn du bei 5. Es glänzet deiner Krippe mir ziehest ein. Strahl, ein Licht leucht' durch 3. Nimm mein Hosianna an dies finstre Thal; es giebt mit den Siegespalmenzweigen! die Nacht so hellen Schein, So viel ich nur immer kann, der da wird unverlöschlich sein. will ich Ehre dir erzeigen und Nach einem lateinischen Kirchengesange im Glauben dein Verdienst von Joh, Franck f 1677. mir zueignen zum Gewinst. H Ach, was soll ich Sünder. 302. 4. Hosianna, Dunin 1 du, kommst ach are hilf, laß wohl ge— 1 du, Licht der lingen, laß dein Scepter, Reich Laen Ja du kommst und und Kron, uns viel Heil und säumest nicht, weil du weißt, Segen bringen, daß in Ewig⸗was uns gebricht, o du starker keit pesteh: Hosianna in der Trost im Leiden! Jesu, meines Höh! Herzensthür steht dir offen, Joh. Gottfr. Olearius, 4 1711.komm Zu mir! Mel.: Vom Himmel hoch. 47. 2. Ja, du bist bereits zu⸗ 10. K aeldanen gegen, du Weltheiland, Jung⸗ Lösegeld, komm, fraunsohn; meine Sinne spüren schönste Sonne diefer Welt! deinen gnadenvollen Se— laß abwärts flammen deinen gen, deine Wunderseelenkraft, Schein, der du willst Mensch deine Frucht und Herzenssaft. 5—— sein. 3. Adle mich durch deine Komm an von deinem Liebe, Jesu, nimm mein Flehen Chrenthron, Sohn Gottes und hin, schaffe, daß mein Geist der Jungfrau Sohn, komm an, und Sinn sich in deinem Lieben du zweigestammter Held, geh übe; sonst zu lieben dich, mutig durch dies Thal der Welt. mein Licht, steht in meinen 3. Du nahmest erdwärts Kräften nicht. deinen Lauf und stiegst auch. 4. Jesu, rege mein Gemüte, wieder himmelauf; dein Ab-Jesu, öffne mir den Mund, fahrt war zum Höllenthal, die daß dich meines Herzens Grund Rückfahrt in den Sternensal. innig preise für die Güte, 4. O höchster Fürst, dem die du mir, o Seelengast, Vater gleich: besiege dieses e erwiesen hast. Fleisches Reich, denn unser. 5. Laß durch deines Geistes Nel.: Nüu, m. 12.8 in dieset 0 nicht wirst man dich ich will di bah mu Du bist u deil, allerli 2. Zwar nicht pricht schon vergnu reich und 1 alles 3 Sünder, we ann gerech Du bist me 3. Dein leben soll i zeit sein; ganz ergeb 13. —— EE 1+ñ Lol st sehnt . hn krip — giebt Shen Lch sein. chenges — eugesange nele 3are 30 „kommst icht der umst und u weißt, du starker U, meines r offen, reits zu⸗ „ Jung⸗ hrünn Olen Se⸗ lenkraft, rzenssaft. ch deine E meinen Gemüte, uMund, ns Grund ie Güte, eelengast, hast. 5 Geistes Ad vent. 9 Gaben, Liebe, Glauben und dir allein, daß du mir in Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich singen dir Hosianna für und für. E. C. Homburg, 4 1681. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 102. 12 57 Jesu, sei willkommen hier in dieser bösen Welt, da du nicht wirst angenommen, da man dich verächtlich hält; ich, ich will dich nicht derscheen wohne nur in meinem Herzen. Du bist mein und ich bin dein, allerliebstes Jesulein! 2. Zwar du kommest gar nicht prächtig, aber ich bin schon vergnügt; du bist dennoch reich und mächtig, hast mir alles zugefügt, was mich Sünder, was mich Schwachen kann gerecht und selig machen. Du bist mein und ꝛc. 3. Dein so armes Kummer⸗ leben soll mein Reichtum all— zeit sein; nun bin ich Dir ganz ergeben und vertraue 1 3. Eigene Melodie, oder: jenem Leben wirst die Ehren— krone geben. Du bist mein und ꝛe. 4. Will dich alle Welt gleich meiden, dennoch find ich mich zu dir; dich und mich soll nichts je scheiden, sondern ich will für und für unverrückt an dir bekleiben, tot und le— bend dein verbleiben. Du bist mein und ꝛc. 5. Deine Schmach und deine Schande, so dir diese Welt anthut, dienet mir zum höchsten Pfande und versichert meinen Mut, daß du mir in jenem Leben wirst die Ehrenkrone geben. Du bist mein und ꝛce. 6. Nun, mein Herze steht dir offen, zeuch mein Heiland, bei mir ein! laß mich nicht vergeblich hoffen, laß mich nur dein eigen sein; tilge du all mein Verbrechen, so kann ich stets fröhlich sprechen Du bist mein und ich bin dein, aller⸗ liebstes Jesulein! S. Grosser, 1736. Vom Himmel hoch. 47. 2————.— 2 EW ů—————————.— EE Lob sei dem all-mäch-ti⸗gen Gott, der sich un-ser Q——.— E., u EEE er⸗bar⸗met hat, gesandt sein' al-ler⸗liebsten Sohn, Advent. E 8—2*— IL +n 1 7 1 II ——* 2—. IL E 2—— IL aus ihm geborn im höch-ksten Thron. 2. Auf daß er unser Hei⸗ganz demütig kommt, und land würd', uns freiet von der Sündenbürd', und durch sich dein so treulich annimmt. 9. Ei, nimm ihn heut mit sein Gnade und achen. Preuns an, bereit ihm deines führet zur ewigen Klarheit. 3. O große Gnad' und Gütigkeit! O tiefste Lieb' und Mildigkeit! Gott thut ein Werk, das ihm kein Mann, auch kein Engel verdanken kann. 4. Gott nimmt an sich unsre Natur, aller Kreatur, verachtet nicht ein armes Weib, zu werden Mensch in ihrem Leib. 5. Des Vaters Wort von Ewigkeit wird Fleisch in aller Reinigkeit; das A und O, Anfang und End, giebt sich für uns in groß Elend. 6. Was ist der Mensch, was ist sein Thun, daß Gott für ihn giebt seinen Sohn? Was darf unser das höchste Gut, daß es so unserthalben thut? 7. O weh dem Volk, das dich veracht', der Gnad sich nicht teilhaftig macht, nicht hören will des Sohnes Stimm! Denn auf ihm bleibet Gottes Grimm. 8. O Mensch daß du es nicht verstehst und dem König entgegen gehst, der dir so Herzens Bahn, auf daß er komm in dein Gemüt und du genießest seiner Güt'. 10. Unterwirf ihm deine Vernunft in dieser gnaden⸗ reich'n Zukunft, untergieb seiner Herrlichkeit die Werke dein'r der Schöpfer Gerechtigkeit. 11. Wo du dies thust, so ist er dein, bewahrt dich vor der Höllen Pein; wo nicht, so sieh dich eben für; denn er schleußt dir des Himmelsthür. 12. Sein erste Zukunft in die Welt ist in sanftmütiger Gestalt; die andre wird er— schrecklich sein, den Gottlosen zu großer Pein. 13. Die aber jetzt in Christo stehn, werden alsdann zur Freud' eingehn und besitzen der Engel Chör, daß sie kein Uebel mehr berühr. 14. Dem Vater in dem höchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn, dem heil— gen Geist zu gleicher Weis' in Ewigkeit sei Dank und Preis. Mich. Weiß, 1540. 2. Ex ist wert, San Githtt zi ligket, sei herzigkeit; End er auchzt, u Gelobet se Heiland gr 3. O n wohl der König bei Herzen in König zie rechte Frer sich lauter Gelobet se Tröster fr. 4. Mac udeine gnaden⸗ eb seiner dein'r hust, so dich vor niht, denn er elsthür. unft in mütiger vird er⸗ ottlosen Christo un zur tzen der sie kein mi dem seinem m heil⸗ er Weis' nk und 1540. Ad vent. 14. Eigene Melodie. 203—. —+ —.— EI——.— .—.— Macht hoch die Thür, die Thormachtweit,es kommt der —— .——.— 1—.——— S —— L—— ai —.—————— + 4.——— *2 DDIDDRD— — elt zugleich, der Heil und Le— 1— — —— 2 23— ö En. D——.— 1 2—— ů ISEEEEE——— E —— — — ID Ge⸗lo⸗bet sei mein Gott, 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Hei⸗ ligkeit, sein Szepter ist Barm⸗ herzigkeit; all unsfre Not zum End er bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn', bringt mit sich lauter Freud' und Wonn'. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Thür, mein Schöpfer reich von Rat. die Thor macht weit, eu'r Herz zum Tempel zubereit', die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud: so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Ge— lobet sei mein Gott voll Rat, voll That, voll Gnad' 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, mein's Herzens Thür dir offen ist; ach, zeuch mit deiner Gnaden ein, in Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr. Georg Weißel, 4 1635. *0*0*09——.—‚‚ t/ 12 Mel: Von Gott will ich nicht. 660. 15 Miz Ernst, ihr * Menschenkinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben W und gegeben, bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht, die Thal laßt sein erhöhet; macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht! 3. Ein Herz, das Demut übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut liebet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. Bal. Thilo, 1662. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 478. 16 Non jauchzet all ihr Frommen in dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlich⸗ Ad vent. keit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teu⸗ fels Reich und Macht. 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein, er bringt kein zeit⸗ lich Gut, er will allein erwer⸗ ben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währenthut. 3. Kein Szepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt; er will hie seine Macht und Majestät ver⸗ hüllen, bis er des Vaters Wil⸗ len im Leiden hat vollbracht. 4. Ihr großen Potentaten, nehmt diesen König an, wenn ihr euch wollet raten und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet, und nur nach Hoheit trachtet, euch Gottes Zorn berührt. 5. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, und thut dem König singen, der ist eu'r höchstes Gut. 6. Er wird nun bald er⸗ scheinen in seiner Herrlichkeit, und all eu'r Klag und Weinen verwandeln schnell in Freud'. Er ists, der helfen kann; halt' Mi Nel.: Erschienen I7.N dich, du we Halleluja Men 2. O J lein mild! hast du ges uns all u bringst uns Huld. O 3. O Ne lein mild! die Welt er herab vom tröst' uns in O Fsulein 4. O Je lein mild! ntaten, „wenn und die zu uit, wo ur nach Gottes Renden die ihr haben dennoch Nieder König es Gut. ald er⸗ lichkeit, Weinen Freud'. ; halt' eure Lampen fertig, und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer, 1 1673. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. 1 7 NM kommt das neue Kirchenjahr, des freut sich alle Christenschar. Dein König kommt, drum freue dich, du wertes Zion, ewiglich. Halleluja! Advent. 2. Wir hören noch das Gna⸗ denwort, vom Anfang immer wieder fort, das uns den Weg zum Leben weist. Gott sei für solche Gnad gepreist. Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, das laß bekleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja! Joh. Olearius, 1684. 1 8. Eigene Melodie. 1 —— ———— 23——— O Jesulein süß, o J Jesulein mild, deins Vaters Willn 2. O Jesulein süß, o Jesu⸗ lein mild! Deins Vaters Zorn hast du gestillt, du zahlst für uns all unsre Schuld und bringst uns in dein's Vaters Huld. O Jesulein ꝛc. 3. O Jesulein süß, o Jesu⸗ lein mild! Mit Freud hast du die Welt erfüllt. Du kommst herab vom Himmelssaal und tröst' uns in dem Jammerthal. O Jesulein ꝛc. 4. O Jesulein süß, o Jesu⸗ lein mild! Sei unser Schirm 4.U——.—5 t, e e n. hast du erfüllt, bist kbommen aus dem Himmelreich, unsarmen d,,r..er r., e —————.—..— 2 Menschen worden gleich. O Jesulein süß, o Jesulein mild. und unser Schild; wir bitten durch dein G'burt im Stall, be— hüt uns all vor Sündenfall! O Jesulein ꝛc. 5. O Jesulein süß, o Jesu⸗ lein mild! Du bist der Lieb ein Ebenbild; zünd an in uns der Liebe Flamm', daß wir dich lie⸗ ben allesamt. O Jesulein ꝛc. 6. O Jesulein süß, o Jesu⸗ lein mild! Hilf daß wir thun alls, was du willt; was unser ist, ist alles dein, ach laß uns ewig bei dir sein! O Jesulein ꝛc. R. Rammold. 14 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 19. Sieh, dein König kommt zu dir! Seele, das sind frohe Worte; sprich: Mein König, komm zu mir; sieh, ich öffne dir die Pforte, zeuch mit deiner Sanfmut ein, was du findest, das ist dein. 2. Komm, ich bin dein Ei⸗ gentum schon seit deinem Was⸗ serbade; komm, dein Evange— lium werde mir ein Wort der Gnade; du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kom⸗ men n Komm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat ent— weihet. Mach mit deinem Opfer⸗ blut alles wieder rein und gut. 4. Komm mit deinem Abend— mahl, das du uns zum Heil gegeben, daß wir schon im Er— denthal mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir! 5. Komm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: komm, Herr Jesu! rufen mag. Phil. Friedr. Hiller, 4 1769. Mel.: Kommt her zu mir, spricht. 378. 20. Woch gauf, du werte Christenheit, nimm wahr der freudenreichen Advent. Zeit, dein Heil ist nun vorhan⸗ den. Des Tages Licht ist wie⸗ derbracht, vergangen ist die finstre Nacht, daher groß Freud entstanden. 2. Denn Gottes Sohn kommt uns zu gut, nimmt an sich un⸗ ser Fleisch und Blut, will un— ser Bruder werden; bald wird bei uns dies Kindelein als wahrer Gott und Mensch hier sein und bringen Fried aufErden. 3. Du Tochter Zion freu dich sehr, auf einem Esel kommt der Herr, will an dem Kreuze sterben. Wohl dem, der seine Zuversicht und Glauben hat auf ihn gericht, der wird das Heil ererben! 4. Durch das gehörte Wort allein kehrt er bei jedem Christen ein, ders nur recht nimmt zu Her⸗ zen. Wer nicht betracht' diesen Advent, Christum dunchs Wort nicht recht erkennt, der wird das Heil verscherzen. 5. Hilf, Vater, hilf, du wahres Licht, wenn dein Sohn halten wird Gericht, daß wir recht wohl bestehen und wie die klugen Jungfräulein mit Lampen schön gezieret sein, zur Hochzeit einzugehen. Bernh. Derschau, 4 1639. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele, 680. 2 Wanum willst du draußen stehen, du Gesegneter des Herrn? Laß dir bei 150 gefalen mein 15 fe in der 0 Hei land 90 den Lzen. sh. Mein Jummer, We ind Nocht! Hammer x Scha ren Donn Gott 63 0 tef ins 5. sich all met 3. Dazu Trügen, der agt, t, als u lan en de hlagt. Ja a st, so zerm 98 U mein mit vergift +. Will lindern un Not bei de Kindern, fo den Kot; da betrübt, Fr glück liebt, leid machen mein lacher 5. Nn d nichtig, ni kraftlos wa die ist flüch tum, was Horhan⸗ st wie⸗ ist die Frend Kkommt ich un⸗ ll un⸗ d wird in als ch hier sErden. on freu Ukommt Kreuze er seine hen hat ird das te Wort Wristen zu Her⸗ t diesen hs Wort er wird ilf, du n Sohn daß wir ind wie ein mit sein, zur 1639. Seele, 680 illst du stehen, m? Laß dir bei mir einzugehen, wohl gefallen, du mein Stern. Du mein Jesu, meine Freud, Hel⸗— fer in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesetzes starker Hammer mir mit seinem Schrecken macht. O der schwe— ren Donnerstimm', die mir Gottes Zorn und Grimm also tief ins Herze schläget, daß sich all mein Blut beweget! 3. Dazu kommt des Teufels Trügen, der mir alle Gnad ab— sagt, als müßt ich nun ewig liegen in der Höllen, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, so zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergift'ten Schlangenbissen. 4. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Not bei der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends in den Kot; da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Un⸗ glück liebt, Helfer, die mir Herz⸗ leid machen, gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär: Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reich— Advent. 15 Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht gereue? 6. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröh— lich ißt. Leuchte mir, o Freu— denlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu komm, laß dich erblicken! 7. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo kommt und zeucht er ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkom— men sein, und bereite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück' und quäle. 8. Siehst du, wie sich alles setzet, was dir vor zuwider— stund? Hörst du, wie er dich ergötzet mit dem zuckersüßen Mund? Ei, wie läßt der große Drach' all sein Thun und To⸗ ben nach; er muß aus dem Vorteil ziehen und in seinen Abgrund fliehen. 9. Nun, du hast ein süßes Leben, alles, was du willst, ist dein; Christus, der sich dir ergeben, legt sein' Reichtum bei dir ein. Seine Gnad ist deine Kron und du bist sein tum, was ists mehr, als ein Stuhl und Thron, er hat dich Advent. in sich geschlossen, nennt dich was dich ergötze, mir kund und seinen Hausgenossen. 10. Seines Himmels goldne Decke spannt er um dich rings herum, daß dich fort nicht mehr erschrecke deines Feindes Ungestüm. Seine Engel stellen sich dir zur Seiten; wenn du dich hier willst oder dorthin wenden, tragen sie dich auf den Händen. 11. Was du Böses hast be⸗ gangen, das ist alles abgeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich er— regen, wird zu lauter Glück und Segen. wissend sei! 2. Dein Zion streut dir Pal⸗ men und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Ban— den, du kommst und machst 12. Alles dient zu deinem mich los; ich stand in Spott Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen, und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß dort ewig werdest loben. Paulus Gerhardt, 4 1676. und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, Reichtum thut. du mit den Engeln droben ihn wie irdisch 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmels⸗ zelt, als das geliebte Lieben, Mel. Valet wil ich dir geben. 70e. damit du alle Welt in ihren 22 Wie soll ich dich em tausend Plagen und großen · pfangen und wie Jammers Last, die kein Mund begegn' ich dir? O aller Welt kann aussagen, so fest umfan⸗ Verlangen, Zier! O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, o meiner Seele gen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, Lichte dem, d nit eures5 fommt, er V st voller Hl ugst und N ihm an euch 8. Auch d schrecken vor schuld; nein, dekken mit sein Er kommt, er dem zu Ti Hell schaftt, d dern verbleib 9. Was fr Schreien der Tück? Der streuen in e Er kommt, e nig, dem wal auf Erden vi Widerstande 10. Er koy richte, zum flucht; mit sucht. Ach kof Sonne, und h zum ewgen L in deinen Fr Paulu und und dir Pal⸗ ge hin, Palnen nen Mein ien deinem es kann. lerlassen Frendꝰ saßen in als mir da Fried bist du, und hast en Ban⸗ machst u Spott umst und nd hebst schenkst sich nicht irdisch t dich zimmels⸗ Lieben, in ihren großen in Mund t umfan⸗ in dein tes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Her⸗ zen labet und tröstet, steht allhier 7. Ihr dürft euch nicht be— mühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht er— schrecken vor eurer Sünden— schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sün⸗ dern zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gotteskin⸗ dern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zer— streuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein Kö⸗ nig, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltge— richte, zum Fluch dem, der ihm flucht; mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal! Paulus Gerhardt, 4 1676. Advent. 17 Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 107. 23 Wi vergnüget Gott die Frommen durch sein teuer, wertes Wort! Christus ist wahrhaftig kom— men als der Menschen Trost und Hort. Alle Feinde sind verstöret, Lust und Friede stellt sich ein; denn wer in die Welt ge— höret, kann bei Christo selig sein. 2. Christus Jesus heißt der Name, der hat alles gut ge— than, Gott, und auch des Wei— bes Same: Gott, daß er nicht trügen kann; auch ein Mensch, daß er die Sünder auf den letzten Richtertag als verwandte Menschenkinder seiner Hilfe trösten mag. 3. Ach, was soll mich denn verhindern? Jesus neigt sich zu mir her, wenn ich unter allen Sündern auch der aller— größte wär. Wo die Sünde mächtig scheinet, wird das Schrecken doch veracht, Jesus, der es treulich meinet, hat in allem größre Macht. 4. Nun, mein Herz, was willst du klagen? J esus kom⸗ met in die Welt, er will nach den Sündern fragen, denen sein Verdienst gefällt. Fühlst du etwas im Gewissen, ach, so mache dich heran; so wirst du bekennen müssen, wie sein Wort erfreuen kann. 5. Ja, Gott sagts, ich muß 2 Advent. Weihnachten. es gläuben, sein Wort ist mir ben, so bin ich in Gnaden gut dafür. Nun, ich will bei satt; denn wie kann ein Mensch Jesu bleiben, bleib du, Jesu, verderben, welcher Jesum bei auch bei mir; fühl ich meine sich hat? Satan, zähle meine Not und Sünde, fall ich un Sinden dader zähl auch Christi des Todes Nacht, gnug, daß Blut! Kannst du den nicht ich den Trost empfinde, daß überwinden, nun so wächst mir mich Jesus selig macht. auch der Mut. 6. Ich mag leben oder ster⸗ Christian Weise, 1708. ..—— 2. Weihnachtslieder. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier 243. Herze freuet, wenn man deinen 24.„ hat im Para⸗Sohn auf Erden sieht zu einem dies seinen Bund Menschen werden? mit Gott gebrochen; Gott, der 5. Ist die Krippe nicht zu ihn doch nicht verstieß, hat schlecht? Ist der Stall nicht Erlösung uns versprochen. Und zu geringe? Wird mein Gott nun kommt in seinem Namen ein armer Knecht, daß er mir der verlangte Weibessamen. den Segen bringe? O Herr 2. Komm, mein Helfer in Jesu, dein Beginnen übersteiget der Not, komm, o Heiland alle Sinnen. aller Sünder! Duwirst Mensch. 6. Nimmst du nicht die und bist auch Gott für uns Engel an, die sich auch von arme Menschenkinder; denn dir verloren, was hat denn wer könnte sonst erretten, wenn der Mensch gethan, daß du wir keinen Jesum hätten? nur für ihn geboren? Was 3. Aber Gott, was bin ich kann Fleisch und Blut dir doch, daß Du deinen Sohn geben, daß wir sollen ewig mir giebest? Reicht die Gnade leben? schon so hoch, wenn du deine 7. Auf, mein Herz! Hier ist Feinde liebest, was wird sie dein Gott, heiß ihn tausend⸗— denn künftig geben denen, die mal willkommen. Deine Sünde, in Christo leben? deinen Tod hat er schon auf 4. Daß du Menschen hast sich genommen. Künftig wird gemacht, hat dich gar vordem er für dich sterben, und du gereuet; wer hats denn zuweg wirst den Himmel erben. gebracht, daß sich nun dein 8. Drum so danke, wer da 5* 20. .— Da hri 2. Ehr se Saal, Fried und den M 910 Bohlge 3. Weil de n mmertha sollen wir vie gar sehre. Gemeind Gnaden Mensch sum bei meine Christ in nicht ichst mir + 17⁰⁸. in deinen zu einem nicht zu tall nicht ein Gott ß er mir O herr bersteiget nicht die auch von hat denn daß du 12 Was Blut dir len ewig Hier ist tausend⸗ ne Sünde, schon auf nftig wird und du rben. e, wer da Weihnachten. 19 kann, Gott dem Vater aller Schaden. Ehre sei Gott in Gnaden. Betet seinen Heiland der Höhe, und des Satans an, der uns hilft aus allem Reich vergehe! Casp. Neumann, 1 1715. 2 5. Eigene Melodie. 9 ů a ESEE *.—..—. Da Christus ge-bo⸗ren war, sammelt sich der En⸗ er Scher, 0 QDIV— 1 1— 4 E—— ö lob⸗ten Gott mit Schal⸗ ⸗le, san-⸗gen fröh-lich al-le. 2. Ehr sei Gott im höchsten 4. Drum preist Gott im Saal, Fried auf Erden überall, Himmelsthron, der uns schenkt und den Menschen allen ein sein⸗ liebsten Sohn, hat ihn groß Wohlgefallen. lass'n auf Erden Mensch ge— 3. Weil denn nun die Enge- boren werden. lein unserthalben fröhlich sein. 5. O herzliebes Jesulein, laß sollen wir vielmehre uns freuen uns dir befohlen sein; allem gar sehre. En wehre, ein gut Jahr 5 6 beschere Veit Wolffrum,— 1626. — Chor. Eigene Melodie. 1— *————.— 552865—5.—— E 5 2——.— 8———.— 9—. Den die Diren Wten sehre, bei dem Ruf der En-gel⸗ chöre: xIE Fürcht' euch nicht, derKön'g der Ehre, Ch ristus ist euch heukgeborn. Gemeinde. —5 1 — 3 e Heut sein die 25=ben E ge⸗ in hel⸗lem Schein —2— ir ten, die ihr Schä-fe-lein bei Monden-schein 4 5 + 4— 1 1 1 er⸗ schie nen bei der Nachte im wei⸗ten Feld bewachten. Große Freud und gute Mär Weihnachten. of- fen⸗—— ani. ler Welt solln „ +.—.— —.——.——— 2—.—. —...— 2—— wieder⸗ fah⸗ren. Got⸗tes geborn, ist Mensch 8——..—..—..— rne., ge⸗born, hat versöhnt seins Vaters Zorn, seins Vaters Zorn. 2. Weise kamen aus der Groß Friede wird auf Erden Ferne, hergeführt vom Wunder- sein, des soll'n sich fein die sterne, Weihrauch, Gold und Menschen freuen sehre und ein Myrrhen gerne opfern sie dem Wohlgefallen han, daß der Siegesheld. Heiland ist kommen, hat euch Sein Sohn die göttlich zu Gut eur Fleisch an sich Majestät euch geben hat und genommen. Gottes Sohn ꝛc— ein Mensch lassen werden. 4. Christ, in dem erschien Ein Jungfrau ihn geboren hat das Leben, durch Maria uns in Davids Stadt, da ihr ihn gegeben, Gottes Sohn soll nun finden werdet, liegend in ein'm erheben billig unser Lob— Krippelein nackend, bloß und gesang. elende, daß er all euer Elend von Die Hirten sprachen: Nun euch wende. Gottes Sohn ꝛc. wohlan! So laßt uns gahn 3. Stimmet fröhlich mit und diese Ding erfahren, die Marien in des Himmels Har⸗ monien, da in süßen Melodien schallt des Christkinds Ruhm 190 Preis. Darnach sangen die Enge— lein: Gott g'bührt allein in der Höh' Preis und Ehre! 2 7 2 Eigene Melodie. uns der Herr hat kund gethan, er wird indeß unser Vieh wohl bewahren. Fanden da das Kinde⸗ lein in Tüchelein gehüllet, das alle Welt mit seiner Macht erfüllet. Gottes Sohn ꝛc. Petrus Dresdensis, um 1410 verd. N. Hermann, 11561. 12 S Der Tag der ist so— imm aller Kre⸗a⸗Iu re. Denn Gottes Sohn vom Himmelreich ü-ber die Na⸗tu⸗re uit n 0 das Heil it du süßer des Meisch geb uns vor der 3. Wie scheint das llaren Sche versehret d gemeine, gl ren ward v rein und ze der werte. ward er gel für uns trä Erden. 4. Die H warn erfuhr den engelis Christ gebor übr all Kö die Red gar Zorn. Erden ein die und ein s5 der i euch m sich ohn ꝛe. erschien 3a uns oll nun Lob⸗ : Nun 5 gahn en, die gethan, ih wohl Kinde⸗ let, das Macht Weihnachten. — W.—— 7 .II O. — 20 1—h53— .Deee 7— — vonei⸗ner Jungfrau ist geborn. Maria du bist auserkorn, 2*—.— H ‚— 2— SISISII —„ 2..— 2.—7 ————— daß du Mutter wäl⸗ rest. Was geschah so wun⸗der⸗lich? 2— —. —. 9 ——* 2—* + + 211 1 4.— V.. 42. —II Gottes Sohn vom Him 2. Ein Kindelein so löbelich ist uns geboren heute von einer Jungfrau säuberlich, zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, so wär'n wir allzumal verloren, das Heil ist unser aller. Ei du süßer Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist, b'hüt uns vor der Hölle. 3. Wie die Sonn' durch⸗— scheint das Glas mit ihrem klaren Scheine, und doch nicht versehret das, so merket all gemeine, gleicher Weise gebo— ren ward von einer Jungfrau melreich der sst Me rein und zart Gottes Sohn der werte. In ein' Kripp ward er gelegt, große Marter für uns trägt hier auf dieser Erden. 4. Die Hirten auf dem Felde nschge-⸗bo⸗ren. sandt er seine Boten. Ei wie gar ein falsche List erdacht er wider Jesum Christ, die Kind⸗ lein ließ er töten. Nach dem Lateinischen Dies est laetitiae. Mel.: Vom Himmel hoch. 47. 2 8 Dis ist der Tag, den * Gott gemacht, sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit er⸗ füllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an und er ermißt, daß Gottes warn erfuhren neue Märe von Lieb unendlich ist. den engelischen Scharn, wie 4. Damit der Sünder Gnad Christ geboren wäre, ein König erhält, erniedrigst du dich, übr all König groß, Herod's Herr der Welt, nimmst selbst die Red gar sehr verdroß, aus an unsrer Menschheit Teil, 22 Weihnachten. . 0 G/ Mel.“ erscheinst im Fleisch zu unserm Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457. ö Beil.*. ist die Nacht, 30. 5. Dein König, Zion, kommt da mir erschienen epijn zu dir.„Ich komm, im Buche des großen Gottes Freund⸗ inen. steht von mir; Gott, deinen lichkeit; das Kind, dem alle 3ur Hei Willen thu ich gern.“ Gelobt Engel dienen, bringt Licht in mun 0 mein H. sei, der da kommt im Herrn! meine Dunkelheit, und dieses 1 6. Herr, der du Mensch Welt⸗ und Himmelslicht weicht Saen geboren wirst, Immanuel und hunderttausend Sonnen nicht. 2 Friedefürst, auf den die Väter 2, Laß dich erleuchten, meine i hoffend sahn, dich, Gott, Seele, versäume nicht den Gna— Vott Messias, bet ich an. denschein; der Glanz in dieser Seelen, 7. Du, unser Heil und kleinen Höhle streckt sich in alle an a höchstes Gut, vereinigst dich Welt hinein; er treibet weg in Glaub mit Fleisch und Blut, wirst der Hölle Macht, der Sünden weiche un unser Freund und Bruder hier, und des Todes Nacht. auch nich und Gottes Kinder werden wir. 3. In diesem Lichte kannst shanste 8. Gedanke voller Majestät, du sehen das Licht der klaren 3. Du du bist es, der das Herz Seligkeit; wenn Sonne, Mond worst bei erhöht, Gedanke voller Selig- und Stern vergehen, vielleicht Grund d keit, du bist es der das Herz noch in gar kurzer Zeit, wird sich dein erfreut. dieses Licht mit seinem Schein Rebe ge 9. Durch Eines Sünde fiel dein Himmel und deinAlles sein. selber G. die Welt, ein Mittler ist's, der. 4. Laß nur indessen helle im Fleif sie erhält; was zagt der Mensch, scheinen dein Glaubens⸗ und Tod zu wenn der ihn schützt, der in des dein Liebeslicht; mit Gott mußt Vaters Schoße sitzt? du es treulich meinen, sonst hilft von An 10. Jauchzt, Himmel, die dir diese Sonne nicht; willst du Was ha ihr ihn erfuhrt, den Tag der genießen diesen Schein, so darfst heiligsten Geburt; und Erde, du nicht mehr dunkel sein. die ihn heute sieht, sing ihm., 5. Drum, Jesu, schöne Weih— dem Herrn, ein neues Lied! nachtssonne, bestrahle mich mit die stärke 11. Dies ist der Tag, den ene Gunst; dein Licht sei Gott gemacht; sein werd in meine Weihnachtswonne und 31 aller Welt gedacht! Ihn preise,‚ lehre mich die Weihnachtskunst, was durch Jesum Christ im wie ich im Lichte wandeln soll** Himmel und auf Erden ist. und sei des Weihnachtsglanzes Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. voll. Kasp. Friedr. Nachtenhöfer, 4 1685 dich in d üngen. 157 Nacht, dschi enen Freund⸗ 9 alle Licht in * deses ht weicht N nicht n. mine den Gna⸗ in dieser ch in alle bet weg Su nden j. hte kannst der klaren ne, Mond vielleicht heit, witd m Schein Ales sein. ssen helle bens⸗ und Gott mußt sonst hilft willst du u/ so darsst el sein. höne Weih⸗ le mich mit Licht sei vonne und nachtskunst, Handeln soll chtsglanzes enhöfer, 1 1685 Weihnachten. 23 Mel.: O Gott, du frommer Gott. 472. 5. Du bist das Wort, wo⸗ 30. D Ldn Wort, ducch die ganze Welt formieret, von Anfang her und alle Dinge sind durch dich gewesen, du Gott von Gott ans Licht geführet. Ach, so bin gezeugt, von Ewigkeit erlesen ich, mein Heil, auch dein Ge— zum Heil der ganzen Welt, schöpf und Gab', der alles, was o mein Herr Jesu Christ: will⸗ ich bin von dir empfangen hab. kommen, der du mir zum Heil 6. Gieb, daß ich dir zum geboren bist.„Dienst mein ganzes Herz er⸗ 2. Komm, o selbstständigs gebe, auch dir allein zum Wort, und sprich in meiner Preis auf dieser Erde lebe; Seelen, daß mirs in Ewigkeit ja, Jesu, laß mein Herz ganz an Trost nicht solle fehlen; neu geschaffen sein und dir bis im Glauben wohn in mir und in den Tod gewidmet sein weiche nimmer nicht; laß mich allein. auch nicht von dir abweichen, 7. Ach, laß nichts in mir schönstes Licht! sein, was du nicht hast ge— 3. Du wesentliches Wort schaffen, reut alles Unkraut warst bei Gott, eh geleget der aus und brich des Feindes Grund der großen Welt, da Waffen. Was bös, ist nicht sich dein Herz beweget zur von dir, das hat der Feind Liebe gegen mich; ja du warst gethan; du aber führ mein selber Gott, damit du nd Herz und Fuß auf ebner Bahn. im Fleisch Sünd, Höll und 8. Das Leben ist in dir Tod zu Spott. uund alles Licht des Lebens; 4. Was hat, o Jesu, dich laß an mir deinen Glanz, mein von Anfang doch bewogen? Gott, nicht sein vergebens. Was hat vom Himmelsthron Weil du das Licht der Welt, dich in die Welt gezogen? Ach, so sei mein Lebenslicht, o deine große Lieb und meine große Jesu, bis mir dort dein Sonnen⸗ Not hat deine Glut entflammt, licht anbricht. die stärker als der Tod. 3 1. Eigene Melodie. .——.— Ein Kind geborn zu Bethlehem, zu Beth⸗lehem; des freuet Laurentius Laurenti, 4 1722. ————— ——— 24 Weihnachten. — 50 e.— sich Jeru⸗salem. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le lu⸗ja. 2. Hier liegt es in dem Blut ohn Sünd. Halleluja. Krippelein, ohn' Ende ist die 7. Er ist uns ja gleich Herrschaft sein. Halleluja. nach dem Fleisch, der Sünd 3. Das Ochslein und das nach ist er uns nicht gleich. Eselein, erkannten Gott den Halleluja. Herren sein. Halleluja. 8. Damit er uns ihm machte 4. Die König aus Saba gleich, und wieder brächt zu kamen dar, Gold, Weihrauch, Gottes Reich. Halleluja. Myrrhen brachten sie dar. 9. Für solche gnadenreiche Halleluja. Zeit sei Gott gelobt in Ewig— 5. Sein Mutter ist die reine keit. Halleluja. Magd, die ohn ein Mann 10. Wir lob'n die heilig' geboren hat. Halleluja. Dreifaltigkeit von nun an bis 6. Die Schlang ihn nicht in Ewigkeit. Halleluja. vergiften kunnt, ist worden unser Petrus Dresdensis, um 1410. 3 2. 4 Melodie. . Er⸗mun⸗tre dich mei schwacher Geistund tra⸗ge groß ein klei-nes Kind, das Va⸗ ter heiß zt, mit Freuden zu PPPPPPPPPPIPI— ee— R 3 lan⸗ ö 10 pfan.—30 Dies ist die Nacht dar⸗in es kam e.— und menschlich We sen an sich nahm, dadurch die Welt 38 mit Treu-en als sei ⸗ne Braut zu frei⸗en. 2. Willkommen, süßer Bräu⸗ Lamm, ich will dein Lob ver⸗ tigam, du König aller Ehren! mehren, ich will dir all mein Willkommen, Jesu, Gottes lebenlang von Herzen sagen —.—.——.——.—.—. Prii nt wir 5 g Ogl 65 fun assen, ll 1—.5 da und Hasse in große reich, die dein auwi lche Den 4. Itt deine Bro voller Sch sie dir Kreuz in doch u Hluch El nis; no den Szept 5. Du . lich, als der Bettl 6. Ogr nacht, de den! Du gebracht, 3. ua. I Halleluja. hn glch Lr Sünd ch glich hm machte brächt zu eluja. ladenreiche in Evig⸗ die heilig' -ge groß Freuden zu in Lob ver⸗ r all mein rzen sagen Weihnachten. 25 Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren. 3. O großer Gott, wie konnt es sein, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt herein, da nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, dein König⸗ reich, die Freudenpracht, ja, dein erwünschtes Leben für solche Feind' hingeben? 4. Ist doch, Herr esu, deine Braut ganz arm und voller Schanden; noch hast du sie dir selbst vertraut am Kreuz in Todesbanden. Ist sie doch nichts als Aergernis, Fluch, Elend, Tod und Finster⸗ nis; noch darfst du ihretwegen den Szepter von dir legen. 5. Du Fürst und Herrscher dieser Welt, du Friedenswieder— bringer, du kluger Rat und tapfrer Held, du starker Höllen⸗ zwinger! Wie ist es möglich, daß du dich erniedrigest so jämmer⸗ lich, als wärest du im Orden der Bettler Mensch geworden. 6. Ogroßes Werk, o Wunder⸗ nacht, dergleichen nie gefun— den! Du hast den Heiland her— gebracht, der alles überwunden; 33. du hast gebracht den starken Mann, der Feu'r und Wolken zwingen kann, vor dem die Himmel zittern und alle Berg' erschüttern. 7. O liebes Kind, o süßer Knab, holdselig an Geberden, mein Bruder, den ich lieber hab als alle Schätz' auf Erden! Komm, Schönster, in mein Herz hinein, komm, laß mich deine Krippe sein; komm, komm, ich will bei Zeiten dein Lager dir bereiten. 8. Sag an, mein Herzens⸗ bräutigam, mein' Hoffnung, Freud und Leben, mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach, nimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir von mir gesungen, daß du mein Bruder worden bist und hast die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit stets preis in dieser Gnadenzeit und mög hernach dort oben in Ewigkeit dich loben. Joh. Rist, 4 1677. Eigene Melodie. 4.— E — — —— ——9 — bB * — 2 E Freu⸗et euch, ihr Christen al⸗le! Freu-e sich, wer —8—————— Weihnachten. SFFS— —.—— r re. Her ö E E ö*.—ͤ ę im-mer kann! Gott hat viel an uns ge-than; +2 e e e, re, L ni,r Hi 2.——. E— N ö freu⸗et euch mit gro⸗ßem Schal-le, daß er uns so .—.—— .‚.. 14 4— ,. hoch ge-acht, sich mit uns be-freundt ge-macht. N S.SSSSIIIII.IIII ö—..——— 2———.— +—*— T.— Freude, Freude ü-ber Freude, Christus wehret allem Leide. ——— ö—./ SI ↄꝓ +. Wonne, Wonne ü-ber Wonne, Christus ist die Gnadensonne. 2. Siehe, siehe, meine Seele, eigen hin, so empfindet Herz wie dein Heiland kommt zu und Sinn Freude, Freude ꝛc. dir, brennt in Liebe für und 4. Jesu nimm dich deiner für, daß er in der Krippen-WGlieder ferner doch in Gnaden höhle harte lieget, dir zu gut, an; schenke, was man bitten dich zu lösen durch sein Blut. kann, zu erquicken deine Brüder; Freude, Freude ꝛc. gieb der ganzen Christenschar 3. Jesu, wie soll ich dir Frieden und ein selig Jahr. danken? Ich bekenne, daß von Freude, Freude über Freude, dir meine Seligkeit herrühr. Christus wehret allem Leide. Ach, laß mich von dir nicht Wonne, Wonne über Wonne, wanken nimm mich dir zu Christus ist die Gnadensonne. Christian Keymann, 4 1662. 3 4. Eigene Melodie. 9 ö FEH + 2— +——— r..I.— .— 12 J.... EO——————— Fröhlich soll mein Herze springen die-ser Zeit, da vor Freud Q —1*— . ö— Diier E—*———.—— al le En⸗gel sin⸗gen. Hört, hört, wie mit vollen Chören E * al⸗ 2. Heut Rammer— Velt nißt Gott wird ö zu Gute: vabindt fu 3. Oolll föͤnnen h9 was et lie Gott gieb wehten, e Thron sein 4. Soll gelehtet ugliich ehvet? Sol nicht lieber von uns ni betrüben? 5. Hät Orden uns wär er n Hätt er Lu ei, so wü nicht auf 6. Er auf Erde sich an, ur unser Lam und bei Heil und 7. Nin Krippen, dich, spri Lsset fa ͤ usonne. kt Herzʒ eude Ne. deiner —.— u bitten Brüder; stenschar 0 Jahr. Freude, Leide. Wonne, ensonne. 1662. Chören Weihnachten. 27 E.— 2·.—„,.—.— 2.— 1.——.—.— al⸗le Luft lau⸗te ruft: 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch zu Gute; Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns giebt, was er liebt über alle Maßen? Gott giebt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns ver— ehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kommt, von uns nimmt, was uns will 2 Hätte vor der Menschen Ouden unser Heil einen Gräul, wär er nicht Mensch worden. Hätt er Lust zu unserm Schaden, ei, so würd' unsre Bürd' er nicht auf sich laden. 6. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan, giebt sich an, unser Lamm zu werden, unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Heil und Fried erwirbet. 7. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und Christus ist ge⸗bo⸗ren. was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 8. Ei, so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer sich find't beschwert im Herzen, wer empfind't seine Sünd und Gewissens⸗— schmerzen, sei getrost; hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergift'ten Wunden. 11. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände; hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 12. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, li wohl zufrieden geben. 13. Meine Schuld kann mich nicht drücken; denn du hast meine Last all auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir genießen. zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Sünden. 14. Ich bin rein um deinet⸗ willen, du giebst g'nug Ehr und Schmuck, mich darein zu Weihnachten. Herze schließen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dich recht 15. Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir leben hier, mit dir will ich fahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort hüllen. Ich will dich ins im andern Leben. * Paulus Gerhardt, 4 1676. 3 9. Eigene Melodie. 5 * +* 0 7 + 23 SSSESIAEEEE.— ——— E x—. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ, daß du Mensch geboren bist 3— von ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr, des freuet sich der 72 2 ö ö= ö E Er En⸗gel Schar. Ky-ri⸗ 2. Des ew'gen Vaters einges Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Kyrieleis. beschloß, der liegt in Marien e⸗leis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward, er führt uns aus dem Jammerthal und 11 macht uns Erb'n in seinem 3. Den aller Weltkreis nie Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen Schoß; er ist ein Kindlein arm, daß er unser sich erbarm worden klein, der alle Ding und in dem Himmel mache erhält allein. Kyrieleis. reich und seinen lieben Engeln 4. Das ew'ge Licht geht gleich. Kyrieleis. da herein, giebt der Welt ein“ 7. Das hat er alles uns neuen Schein, es leucht wohl gethan, sein groß Lieb zu mitten in der Nacht, und uns zeigen an; des freu sich alle des Lichtes Kinder macht. Christenheit, und dank ihm des Kyrieleis. in Ewigkeit. Kyrieleis. Martin Luther, 1546. Meinen Mel: Nei 36.6 Jeu, sei m selber U Pe heit mgen uus aller) ein und melh 2. Wire was Uns mnd auch i seiner Misse sct heft; Adam, üänd 3. Du ich bin, la du bist, we Clend von Menschen und gieb du her, h der Hölle! dir noch l eine Stel bei dir und für. 5. Steck böser Lust, nicht bleib meiner Br Mutter L nit dir er Ebenbild. 6. Ietzt sohn, ma Vaters, Gast in er führt thal und seinem kommen erbarm l mache Engeln les uns Lieb zu sich alle ihm des 8. 1 1516. Weihnachten. 29 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. Kinde, daß ich stets vor seinem 3 6 Gete⸗ und Marien Sohn, liebster Jesu, sei willkommen! Der du selber in Person unsre Mensch— heit angenommen; rette mich aus aller Not, o mein Bruder und mein Gott! 2. Wir empfinden alle noch, was uns Adam hat verloren; und auch ich bin in dem Joch seiner Missethat geboren; aber jetzt hoff ich auf dich, andrer Adam, ändre mich. 3. Du bist worden, was ich bin, laß mich auch, was du bist, werden. Nimm das Elend von uns hin, das die Menschen plagt auf Erden, und gieb mir von deinem Heil, mein Erlöser, auch ein Teil. 4. Aus dem Himmel kommst du her, hilf mir armen aus der Hölle! Nur ein Stall ist dir noch leer, aber gieb mir eine Stelle unter denen, die bei dir wohnen werden für und für. 5. Steckt mein Herz voll böser Lust, hilf nur, daß es so nicht bleibe. Wohne selbst in Thron einen Vater an ihm finde. Er sei mir auch nicht mehr feind; denn ich bin sein naher Freund. 7. Deine Windlein waren klein und zu schlecht für solche Glieder; hülle meine Sünden ein, denn sie sind mir selbst zuwider, und dein Geist, der alles kann, zieh uns Jesum Christum an. 8. Ach, dein Elend ist sehr groß, denn du liegest in der Krippe! Trage mich in Gottes Schoß, wenn man künftig mein Gerippe, es sei zeitlich oder spät, leget auf ein hartes Brett. 9. Wenn der Teufel sich erbost auf der Menschen ihren Orden, bleibe das mein höchster Trost, daß Gott selbst ein Mensch ist worden; ich bin dein mit Leib und Seel, hilf mir, mein Immanuel! 10. Nun, ich weiß es wird geschehn, gieb nur, daß wirs alle glauben, und hinfort durch kein Versehn dieser Wohlthat uns berauben; hilf nur, daß ich lebenslang sage deinem meiner Brust wie in deiner Namen Dank! Mutter Leibe, bis ich, ganz mit dir erfüllt, kriege Gottes Ebenbild. 6. Jetzt bist duein Menschen— sohn, mache mich zu Gottes Casp. Neumann, 1 1715. Mel.: Nun danket alle Gott. 452. 3 7. I‚ freue mich in dir und heiße dich uhmdie mein zartes Jesu⸗ .————— 30 Weihnachten. lein. Du hast dir vorgenommen, 2. Du hast mit deiner Lieb mein Brüderlein zu sein. Ach erfüllt mein Adern und Ge— wie ein süßer Ton! Wie blüte, dein schöner Glanz, dein freundlich sieht er aus, der süßes Bild, liegt mir stets im große Gottessohn. Gemüte, und wie mag es auch 2. Gott senkt die Majestät, anders sein, wie könnt ich dich, sein unbegreiflich Wesen in mein Herzelein, aus meinem eines Menschen Leib, nun muß Herzen lassen. die Welt genesen. Der aller 3. Da ich noch nicht geboren höchste Gott spricht freundlich war, da bist du mir geboren, bei uns ein, wird gar ein kleines und hast mich dir zu eigen Kind und heißt mein Jesulein. gar, eh ich dich kannt, erkoren. 3. Wie lieblich klingt es Eh ich durch deine Hand gemacht, mir, wie schallt es in die da hat dein Herze schon be— Ohren! Es kann durch Stahl dacht, wie du mein wolltest und Erz und harte Felsen werden. bohren, das liebste Jesulein. Wer Jesum recht erkennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, sobald er Jesum nennt. 4. Ich lag in tiefer Todes⸗ nacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. 4. Wohlan, so will ich mich O Sonne, die das werte an diesen Jesum halten, und Licht des Glaubens in mir sollte gleich die Welt in tausend Stücke spalten. O Jesu, dir, nur dir, dir leb ich ganz zugericht't, wie schön sind deine Strahlen. 5. Ich sehe dich mit Freu— allein. Auf dich, allein auf den an und kann mich nicht dich, o Jesu, schlaf ich ein. Kaspar Ziegler, 4 1690. Mel.: Du Lebensbrot Herr Jesu. 280. 38(ch steh an deiner ꝗ Krippe hier, o Jesulein, meinLeben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben; nimm hin, es ist mein Geist und Sinn; Herz, Seel und Mut, nimm alles hin, und laß dirs wohl gefallen. satt sehen, und weil ich nun nicht weiter kann, so thu ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen. 6. Vergönne mir, o Jesu⸗ lein, daß ich dein Mündlein küsse, das Mündlein, das den süßen Wein, auch Milch und Honigflüsse weit übertrifft in seiner Kraft, es ist voll Lab— tralerst d du iul ich zahle 1‚; Ver allhier na streichend Kindlein keichen? die Milch ihrer beid Händlein 99˙90 und Vers erhöhen unverwan stehen? schön und güldnen Aeuglein 10. O lieber Ste liegen! Fi Herrn geh Ach, Heu lein drau 11. N nehmt we mir Blu Heilands ner Lieb und Ge⸗ mnz, dein stets im es auch ich dich, meinem geboren geboren, V eigen erkoren. gemacht, chon be⸗ wolltest Todes⸗ e Sonne, igebracht Wonne. Swverte mmir ind deine nit Freu⸗ ich nicht ich nun thu ich, daß mein wär und s Meer, fassen. 0 Fsu⸗ Mündlein das den lilch und trifft in Holl Lab⸗ sal, Stärk und Saft, der Mark und Bein erquicket. 7. Wenn oft mein Herz im Leibe weint und keinen Trost kann finden, da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden! Was trauerst du, mein Brüderlein, du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden. 8. Wer ist der Meister, der allhier nach Würden kann aus⸗ streichen die Händlein, so dies Kindlein mir beginnet zuzu— reichen? Der Schnee ist hell, die Milch ist weiß; doch fället ihrer beider Preis, wenn diese Händlein blinken. 9. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit Lobe zu erhöhen die Aeuglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der güldnen Sterne Schaar, sein Aeuglein sind viel schöner. 10. O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach, Heu und Stroh ist viel zu schlecht; Samt, Seide, Purpur wären recht, dies Kind⸗ lein drauf zu legen. 11. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf Rosen Weihnachten. 31 und Violen, mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 12. Zur Seite will ich hier und da viel weiße Lilien stecken, die sollen deiner Aeuglein Paar im Schlafe sanft bedecken; doch liebt vielleicht das dürre Gras dies Kindlein mehr als alles das, was ich hier nenn und denke. 13. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seelen Trost und Freud durch dein selbst eignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 14. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möchte für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden. 15. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du so ein frommer Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paulus Gerhardt, 1676. — Weihnachten. Mel. Valet will ich dir geben. 75. weder Glück noch Schmerzen 39 Ihr Christen auser⸗uns trennen ab von dir. koren, hört gute Georg Werner, 4 1671. neue Mär; der Heiland ist geboren, er kommt auf Erden Mel. Den die Hirten lobten. 26. her! Des freuen sich dort oben 40 K Sut und laßt uns der heilgen Engel Schar, die Christum ehren, Gott den Vater loben jetzt Herz und Sinnen zu ihm keh— und fort immerdar. ren. Singet fröhlich, laßt euch 2. So singen sie mit Schalle: hören, wertes Volk der Chri⸗ Ihr Christen insgemein, freut euch von Herzen alle ob die— sem Kindelein! Euch, euch ist es gegeben, euch ist das Heil bereit, daß ihr bei Gott sollt leben in steter Seligkeit. 3. Kein Mensch sich ja be— trübe, denn dieses Kindelein euch bringet Fried und Liebe; was wollt ihr traurig sein? Den Himmel er dem schenket, der an ihn glaubet fest. An diesen Schatz gedenket; er ist der allerbest. 4. Nun seid ihr wohl ge— rochen an eurer Feinde Schar; denn Christus hat zerbrochen, was euch zuwider war. Tod, Teufel, Sünd und Hölle jetzt liegen ganz geschwächt; Gott giebt die Ehrenstelle dem mensch— lichen Geschlecht. 5. Drum wir nun auch dich loben, Jesu, zweistammger Held, daß du herab von oben bist kommen in die Welt. Komm auch in unsre Herzen und bleibe für und für, daß stenheit. 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen. Wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben, seinen Sohn zum ew- gen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid in's Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns ge⸗ wogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas be⸗ trogen, zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufge⸗ gangen, stillt das sehnliche Ver— langen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. 6. Unser Kerker, da wir saßen und mit Sorgen ohne Maßen uns das Herze selbst abfraßen, ist entzwei, und wir sind frei. 7. Odu hochgesegnte Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein. fsei-ne 2. Er k Vaters Sch Kindlein kle elend, nact Krippelein. 3. Er äl Gwalt, wi ring und n Knechts Ge aller Ding. 4. Er lie Brust, ihr Speisü, an ihr Lust; d Reis. 3 Das entsprießen ten Zeit, di aufrichten Christenheit. 6. Er h wunderlich, nimmt er hat Gott zum ew⸗ kann und dem Leid uns e ge⸗ tt hat ihn anas be⸗ deröih st aufge⸗ iche Ver⸗ Ropf der Zerstört wir saßen e Maßen abfraßen, sind frei. eStunde, nsgrunde mNMunde . Weihnachten. 33 8. Schönstes Kindlein in süßem Schalle dich der Engel dem Stalle, sei uns freundlich, Heer erhöht. bring uns alle dahin, da mit n 4 1 6 Eigene Melodie. .SSS. Lobt Gott, ihr Thriten all 90 gleich, i in sei⸗nem—— —7 2—— —7.——.— 15565.865655 W D/m=..———.„—.— ——————— 29550 1 n aischlent sein D 11 schenkt uns Q ————.. ö—— —— 2— ů 2— 7 PVS-.—.— SI E 2— sei-nen Sohn, und schenkt uns sei-nen Sohn. 2. Er kommt aus seines in seins Vaters Reich die klare Vaters Schoß und wird ein Gottheit dran.): Kindlein klein; er liegt dort 7. Er wird ein Knecht und elend, nackt und bloß in einem ich ein Herr, das mag ein Krippelein.: Wechsel sein; wie könnt es doch 3. Er äußert sich all seiner sein freundlicher, das liebste Gwalt, wird niedrig und ge⸗Jesulein! ring und nimmt an sich ein's 8. Heut schleußt er wieder Knechts Gestalt, der Schöpfer auf die Thür zum schönen Pa⸗ aller Ding. radeis, der Cherub steht nicht 4. Er liegt an seiner Mutter mehr dafür; Gott sei Lob, Ehr Brust, ihr Milch, die ist sein und Preis!:, Speis', an dem die Engel sehn Ric. Hermann. I 1561. ihr Lust; denn er ist Davids Reis. Miel. Herr Gott, dich loben alle. 199. 7* 5. Das aus sein'm Stamm un ist es Zeit zu entsprießen sollt in dieser letz— 42. N singen hell, gebo— ten Zeit, durch welchen Gott ren ist Immanuel von Maria, aufrichten wollt sein Reich, die der reinen Magd, sowie Jesaias —* hat gesagt. 5. Er wechselt mit uns 2. Der Freuden ist kein Wunderlch⸗ Fleisch und Blut Maß noch Ziel, geboren ist nimmt er an und giebt uns Immanuel; Gott ist mit uns 3 ;.. 34 in gleichem Fleisch, doch ohne Immanuel! Bei Gott sollen Weihnachten. Sünde, worden Mensch. wir ewig sein. Eia, ihm sei 3. Die Welt vergeh nun, der Preis allein! wann sie will, geboren ist Ludw. Helmbold. 4 1598. 0 43. Eigene Melodie. * I * ** II I * +A H+ 0 * 0 4 0 * EII — Nun singet und seid froh, jauchzt al⸗le und sagt so: 3————5 DD —.—.= 261 sers Her ⸗zens Won-ne liegt in der—* Hloß DSDii‚i 225 5 898— 2—— und leuchtet als die Son⸗ne in sei⸗ner Wuttee Schoß. E ISPISISISISISIiiis‚ n...... Du bist A und O. Du bist A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, keit: So hat er uns erworben nach dir ist mir so weh! Tröst die ewge Himmelsfreud. Eia, mir mein Gemüte, o Kindlein wärn wir da! Eia, zart und rein, durch alle deine 4. Wo ist der Freudenort? Güte, oliebstes Jesulein! Zeuch Ach, nirgends mehr denn dort, mich hin nach dir! da die Engel singen mit den 3. Groß ist des Vaters Heiligen all, und die Psalmen Huld; der Sohn tilgt unsre klingen im hohen Freudensaal. Schuld; wir waren All ver⸗ Eia, wärn wir da! Eia,: dorben durch Sünd und Eitel⸗ Nach Petrus Dresdensis, um 1410. Eigene Melodie. ————4 SDDSDSSDDJ..-.. —.— 2—.——— 2—. I O Je⸗su Christ, dein Kripplein ist mein Pa- radeis, da PE.—.——. ö EO.....— .———.4—.— meine Seele wei⸗det. Hier ist der Ort, hier liegt das Wort 2. Dem Rchorsam dent mn der Sünde wirt Erd und schwa Kinder. 3. Du, 3. 2 mier Blu iber 00 ge Kra shaft mi Dampf un 4. Was wider thun allem Gift wirft et n daß Adau ihm gefal 5. Sch Da sitzt Flisch un Himmel d das hat d Stamm zu wieder; V. Immanue Ind all ih 7. Dru Wer du a Muts und s erworben sreud. Eia, Eid, 7 Freudenort? denn dort, sen mit den die Pfalmen Freudensaal. Cia, sis, um 1410. —— — —.— ladeis, da gtdas Wort Weihnachten. —— 2 * —. I ———11—— mit unserm Fleisch per⸗sön⸗lich an⸗ge⸗klei⸗det. 2. Dem Meer und Wind trüben! Weil Gottes Kind gehorsam sind, giebt sich zum dich ihm verbindt, so kanns Dienst und wird ein Knecht nicht anders sein, Gott muß der Sünder. Du Gottessohn, wirst Erd und Thon, gering dich lieben. 8. Gedenke doch, wie herr— und schwach, wie wir und unsre lich hoch er über allen Jammer Kinder. 3. Du, höchstes Gut, hebst unser Blut in deinen Thron, hoch über alle Höhen. Du, ew'ge Kraft, machst Brüder⸗ schaft mit uns, die wie ein Dampf und Rauch vergehen. 4. Was will uns nun zu⸗ wider thun der Seelenfeind mit allem Gift und Gallen? Was wirft er mir und andern für, daß Adam ist und wir mit ihm gefallen? 5. Schweig, arger Feind! Da sitzt mein Freund, mein Fleisch und Blut, hoch in dem Himmel droben; was du gefällt, das hat der Held aus Davids Stamm zu großer Ehr erhoben. 6. Sein G'burt und Blut macht alles gut, der Himmels⸗ schatz bringt allen Schaden wieder; der Freudenquell, Immanuel, schlägt Teufel, Höll ö dich geführet! Der Engel Heer ist selbst nicht mehr als eben du mit Seligkeit gezieret. 9. Du siehest ja vor Augen da dein Fleisch und Blut, die Luft und Wolken lenken; was will doch sich(ich frage dich) erheben, dich in Angst und Furcht zu senken? 10. Dein blöder Sinn geht oft dahin, ruft ach und weh, läßt allen Trost verschwinden; komm her und richt dein Angesicht zum Kripplein Christi, da, da wirst du's finden. 11. Wirst du geplagt, sei unverzagt, dein Bruder wird dein Unglück nicht verschmähen; sein Herz ist weich und gnaden— reich, kann nnser Leid nicht ohne Thränen sehen. 12. Tritt zu ihm zu, such Hülf' und Ruh, er wird's schon machen, daß du ihm und all ihr Reich darnieder. wirst danken, er weiß und kennt, 7. Drum, frommer Christ, was beißt und brennt, versteht wer du auch bist, sei gutes wohl, wie zu Mute sei dem Muts und laß dich nicht be⸗ Kranken. 3* -.—. 36 Weihnachten. 13. Denn eben drum hat macht behend ein selig End' er den Grimm des Kreuzes an alle dem, was fromme auch am Leibe wollen tragen, Herzen leiden. daß seine Pein ihm möchte 15. Laß aller Welt, ihr sein ein unverrückt' Erinnrung Gut und Geld, und siehe nur, nns'rer Plagen. daß dieser Schatz dir bleibe. 14. Mit einem Wort, er ist Wer den hier fest hält und die Pfort zu dieses und des nicht läßt, den ehrt und krönt andern Lebens Freuden. Er er dort an Seel und Leibe. 45 Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. E——— HE= E m,—.——— — 2 a 9— ⁊ ˙+—.— EEEESEEEEEE *IIIII. mir ins E⸗lend nie-der⸗ließ, 922095 mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hates selbst gethan, n n. mt.. E DEEE—— E—. ö sie sieht als Mut-ter mich in mei-nem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in Ewigkeit vermählt sich mit der deinem Herzen, daß du für Zeit. Das Leben selbst ist mich das größte Wunder thust; Mensch gebor'n, der Glanz die Liebe macht dir meinet⸗ der Herrlichkeit, das Licht, wegen Schmerzen, daß mir zu das wir verlor'n. gut du unter Dornen ruhst. 4. In ihm wird nun die O unerhörter Liebesgrad, den Menschheit ausgesöhnet, die selbst des Vaters Wort ins Reinigkeit der Seelen wieder⸗ Fleisch gesendet hat. bracht; sie wird als Braut der 3. Die Liebe ist mein An⸗Gottheit nun gekrönet, da sie verwandter worden, mein Bru-der Himmel selbst so ange⸗ der ist selbst die Barmherzig-lacht. Die Menschheit wird nun keit; die Gottheit selbst lebt ganz erneut und als ein reiner nun in meinem Orden, die Thron der Gottheit eingeweiht. 5 Die V R ider au vi Pund das ünt; nun grün 1 Gatt gebon Geburt es Die neugebe daß sie en ihrem Urspr 6. Kein sern Herze mel ist be ich gehe nur das Elend u Iummer hän an, der mul nicht schädl 7. Die e auch nicht diewiel sie verdammet nun der O weil Christ in sie fleßt ihren Trieb ucht, er he 8. Ich h Leben fund Ehr und mir; ich b mit mir v in mir mit L Ich bin ve Hestillt, wei Strom mit 9. Auf, Vergiß die T 0 End' fromme Welt o sihe 0 dir bleibe. st hilt ind hrt und krönt und Leibe rhardt, f 1676 —— —— , deson zu en, dedih —.— SI— .—— — selbstgethan, — mer an. t sich mit der n selbst ist der Glanz das Licht, ird nun die esöhnet, die eelen wieder⸗ ls Braut der rönet, da sie st so ange⸗ heit wird nun lls ein reiner t eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen grünt; nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herren dazu dient. Die neugeborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unsern Herzen schaden, Imma⸗ nuel ist bei uns in der Not; ich gehe nur zu ihm, demd Quell der Gnaden, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir zwar noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, diewiel sie selbst durch ihn verdammet ist; was schaden nun der Seele ihre Flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Immanuel löscht ihren Trieb, er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, viel Reichtum, Ehr und Wollust schenkt er mir; ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, den ich in mir mit Liebeswirkung spür. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom mit seiner Lieb erfüllt. Weihnachten. dich in dieser Liebesmacht! Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, und der Verlust ist völlig wiederbracht. O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohlgefallen spür! Christ. Friedr. Richter, 4 1711. Mel. Von Gott will ich nicht. 660. 46 Urz ist ein Kind ge⸗ • boren, das schöne Namen hat; der Sohn, der uns erkoren, heißt Wunderbar und Rat, ein Held von großer Kraft, ein ewig treuer Vater, Beschützer und Berater, der Ruh und Friede schafft. 2. Kommt alle zu der Krippen, die ihr sonst Kinder heißt, bereitet eure Lippen, daß ihr ein Kind hier preist, ein Gott- und Menschenkind, das alle Menschenkinder als sonst verdammte Sünder aus Satans Schlingen reißt. 3. Willkommen hier auf Erden, du Davids Herr und Sohn! Ein Mensch zwar an Geberden, ein Gott auf seinem Thron. Willkommen in der Welt; willkommen zur Ge⸗ meine, die du erkennst für deine, die dich für ihre hält. 4. Willkommen auch daneben in mein erfreutes Herz! Du gibst mir erst das Leben und 9. Auf, auf, mein Geist, wendest allen Schmerz, den vergiß die Trauerlieder, erfreue Gottes Zorn gemacht. Du bist der Regenbogen nach trüben ich hinfür bei dir, als Gottes Wasserwogen, aus dem der Himmel lacht. 5. Laß Stall und Krippe liegen, komm, bette dich in mich. Ach, eile, mein Vergnügen, mein Herze suchet dich! Du angenehmer Gast, wo man dich gläubig schauet, ist Bethlehem gebauet, das du erwählet hast. 6. Bin ich nicht also schöne, wie dein Palast soll sein, so wasche, so versöhne, so mache Weihnachten. du mich rein und gieb, daß Kind, mich als ein Kind be— finde und thu, was mir gebühr. 7. Ja, weil du mir den Himmel jetzt selbst entgegen⸗ trägst und für das Weltge— tümmel dich mir ins Herze prägst, so waffne meine Seel', wenn sie die Hölle plaget, daß sie mit Freuden saget: Hier ist Immanuel! Benj. Schmolck, 4 1737. 4 7 Eigene Melodie. 1 4e — ñ—1 4 IIII — —.———. —.— — 22 Vom Him-mel hoch da komm ich her, ich bring euch +—.———— ů 7— PPPPPPIIIIIIITIITIIITIIIII T L 2—— 21 — gu⸗te neu-e Mähr, der gu-ten Mähr bring ich so viel, — r, I 2— — da⸗von ich sing'n und sa⸗ gen will. 2. Euch ist ein Kindlein Himmelreich sollt leben nun heut geborn von einer Jung- und ewiglich. frau auserkorn, ein Kindelein 5. So merket nun das so zart und fein, das soll Zeichen recht, die Krippe, eur Freud und Wonne sein. Windelein so schlecht: da findet 3. Es ist der Herr Christ, ihr das Kind gelegt, das alle unser Gott, der will euch Welt erhält und trägt. führn aus aller Not, er will 6. Des laßt uns alle fröh⸗ eu'r Heiland selber sein, von lich sein und mit den Hirten allen Sünden machen rein. gehn hinein, zu sehn, was Gott 4. Er bringt euch alle Selig-(uns hat beschert, mit seinem keit, die Gott der Vater hat lieben Sohn verehrt. bereit, daß ihr mit uns im 7. Merk auf, mein Herz, aler Ding o Ruin9. auf dürrem Nind und E 10. Und ml so wett Gold bereit, doch viel zu uges Wigge 11. Der Seiden dein, und Vindel Kon'g so gr prangst, als Nelreich. 12. Das dis, die W mir, wie al Ehr und G glt, nichts 13. Ach, Nsulein, m anft Bettel meines Herz ich nimmer 14. Dav sei, zu sprit leben nun nun das ne Krippe, ht: da findet egt, das alle trägt. u alle fröh⸗ den Hirten n, was Gott mit seinem 39 und sieh dort hin, was liegt frei das rechte Susaninne dort in dem Krippelein? Wes schon, mit Herzenslust den ist das schöne Kindelein? Es süßen Ton. ist das liebe Jesulein. 15. Lob, Ehr sei Gott im 8. Bist mir willkomm', du höchsten Thron, der uns schenkt edler Gast! Den Sünder nicht seinen ein'gen Sohn, des freuet verschmähet hast und kommst sich der Engel Schar, und ins Elend her zu mir, wie soll singen uns solch neues Jahr. ich immer danken dir? Mart. Luther, T 1546. 1r 27 Lee dn n Mel. Vom Himmel hoch. 47. aller Ding, wie bist du worden om Himmel kam der so gering, daß du da legst 4 8. V Eugel Schar, er⸗ auf dürrem Gras, davon ein schien den Hirten offenbar; sie Rind und Esel aß! sagten ihn'n: Ein Kindlein 10. Und wär die Welt viel- zart, das liegt dort in der mal so weit, von Edelstein und Krippe hart. Gold bereit, so wär sie dir 2. Zu Bethlehem in Davids doch viel zu klein, zu sein ein Stadt, wie Micha das ver— enges Wiegelein. kündigt hat. Es ist der Herre 11. Der Sammet und die Jesus Christ, der euer aller Seiden dein, das ist grob Heu Heiland ist. und Windelein, darauf du 3. Des sollt ihr billig fröh⸗ Kön'g so groß und reich her-⸗lich sein, daß Gott mit euch prangst, als wärs dein Him- ist worden ein. Er ist geborn Weihnachten. melreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut. 13. Ach, mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer eu'r Fleisch und Blut, eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laß zürnen Teufel und die Höll, Gott's Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er kann und will euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eu'r Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an; dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. Weihnachten. 6. Zuletzt müßt ihr doch danket Gott in Ewigkeit, ge⸗ haben recht, ihr seid nun duldig, fröhlich allezeit. worden Gott's Geschlecht; des 49— Eigene Melodie ...—.——..—. SSEEEEEEEE Wir Christenleut, wir Christenleut hab'n jetzund Freud, r—— D SSDSDS.IT...I.I.......— weil uns zu Trost Mart. Luther, 4 1546. ist Christus Mensch geboren, hatunserlbst, 5.). ü——..—.—,—.———— IEEEEEEEE 5 R wer sich des tröst und glaubets fest, soll werden nicht verloren. 2. Ein Wunderfreud,. Gott Freud, der wir vergessen solln selbst wird heut von Maria zu keiner Stunde. ein wahrer Mensch geboren; Casp. Fugger, f 1592. ein Jungfrau zart sein Mutter Mel. Vom Himmel hoch. 47. ward, von Gott dem Herren& ir singen dir, selbst dazu erkoren. 50. Wẽ Immanuel, Du 3. Die Sünd macht Leid,:: Lebensfürst und Gnadenquell, Christus bringt Freud, weil er du Himmelsblum und Morgen⸗ zu uns in diese Welt ist stern, du Jungfraunsohn, Herr kommen. Mit uns ist Gott aller Herrn. nun in der Not; wer ist, der 2. Wir singen dir mit uns als Christen kann ver-⸗Wdeinem Heer aus aller Kraft dammen? Lob, Preis und Ehr, daß 4. Drum sag ich Dank:, du, o lang gewünschter Gast, mit dem Gesang Christo dem dich nunmehr eingestellet hast. Herrn, der uns zu gut Mensch 3. Vom Anfang, da die worden, daß wir durch ihn nun Welt gemacht, hat so manch all los sein der Sünden Last Herz um dich gewacht; es hat und unträglichen Bürden. gehofft so lange Jahr der 5. Halleluja! Gelobt sei Väter und Propheten Schar. Gott! singen wir all aus 4. Vor andern hat dein hoch unsers Herzens Grunde; denn begehrt der Hirt und König Gott hat heut gemacht solch deiner Herd, der Mann, der lägest du, Kripplen llein und groß, belle lonnst dec 7. Du keh nung ein, I Himmel de sein Zel! mit Windel Gott und Stroh, w bist doch 9. Du aller Freud Herzeleid; Trost und Bost und 10. Du Meanschenfr o viel Men dis Herz hä Ind bist do ter Heil. II. Ich Knecht, ich mein es re Uur WE erlöt, — — ctverloren. igessen solhn Iger, f 1592 boch. 47. ngen di, nanuel, Du madenguel, ühn n isohn, Herr dir mit aller Kraft Ehr, daß schter Gast, estellet hast 9, da die t so manch cht; es hat Jahr der eten Schar. at dein hoch und König Mann, der dir so wohl gefiel, wenn er dir sang auf Saitenspiel. 5. Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein! 6. Nun bist du hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. 7. Du kehrst in fremder Woh— nung ein, und sind doch alle Himmel dein; trinkst Milch aus einer Menschenbrust und bist doch aller Engel Lust. 8. Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt und wirst mit Windeln zugedeckt; bist Gott und liegst auf Heu und Stroh, wirst Mensch und bist doch A und O. 9. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. 10. Du bist der treue Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen Feind; Hero— dis Herz hält dich für Gräul, und bist doch nichts als lau— ter Heil. 11. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, Weihnachten. doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 12. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. 13. Hast du dich selbst doch schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht; warst arm und dürftig, nahmst fürlieb da, wo der Mangel dich hintrieb. I4. Du schliefst ja auf der Erden Schoß, so war dein Kripplein auch nicht groß; der Stall, das Heu, das dich um— fing, war alles schlecht und sehr gering. 15. Darum so hab ich guten Mut, du wirst auch halten mich für gut, o Jesulein, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. 16. Bin ich gleich Sünd und Laster voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll; ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 17. Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, hätt ich kein Teil an deiner Huld; vergeb— lich wärst du mir gebor'n, wenn ich noch wär in Got— tes Zorn. 18. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich den Zorn, du würgst den W alles Jammers frei, du trägst 42 Weihnachten. Neujahr. Tod, verkehrst in Freud all dienen dir, wie dirs beliebt. Angst und Not. 20. Ich will dein Halleluja 19. Du bist mein Haupt, hier mit Freuden singen für hinwiederum bin ich dein Glied und für, und dort in deinem und Eigentum und will, so viel Ehrensaal solls schallen ohne dein Geist mir gibt, stets Zeit und Zahl. Paulus Gerhardt, 1676. + 1 Mel.: Singen wir aus Herzens Grund— E— —— WIRRSRSSS— Wunderbarer Gnadenthron, Gottes u. Marien Sohn, —— e —.—— —.—.———— Gott und Mensch, ein—.— Kind, das man in der *.—.P———— 5 e...5—1 5=—.—... Krppe sindt, 11858 deld vor aller Zeit, dessen Macht SEESEESESESESESE.E....... und a lch⸗ ⸗keit rühmt die gan-ze Chri-sten-heit. 2. Du bist arm und machst 3. Laß mir deine Güt und zugleich uns an Leib und Seele Treu täglich wieder werden reich, du wirst klein, du großer neu! Gott, mein Gott, verlaß Gott, und machst Höll und mich nicht, wenn mich Not und Tod zu Spott; alle Welt Tod anficht. Laß mich deine verspüret klar, ja auch deiner Herrlichkeit, deine Lieb und Feinde Schar, daß Du Gott Freundlichkeit schauen dort bist wunderbar. in Ewigkeit. Joh. Olearius, 4 1684. ——.— Neujahrslieder. Mel. Vom Himmel hoch. 47. 1— alle deine Gütigkeit mit 52 D. alte Jahr ist hohem Preis und Dank bereit. nun dahin; dir, 2. Du hast uns das ver⸗ höchster Gott, ist unser Sinn, gangne Jahr aus Not ge— nisen nd 6 unser. nach Werker 3. Den wertes Wo lehen diesen an der O ri reiche 4. Al ahh und 8 hört und au verliehn ale als sei stets fü 3 Wübi Gatt, seh aller Not, Sünd und; Leib, hilf 6. Dein Medizin, l noch ferner Lehrer, trei Li it un und K 7. Gieb uh Gnad, gieb Fried ind sie in unser Leben 8. Feuch gieb Sonne Gras, Getr Wild und X auch neben 9. Gieb, jeder Zeit, Dürftigkeit, Herzbeschw Geiz verfü —...— sen Moht en⸗heit. e Güt und er werden tt, verlaß ch Not und mich deine Lieb und uuen dort us, f 168. tigkeit mit dank bereit. das ver⸗ Not ge⸗ rissen und Gefahr, in Gnaden unser stets verschont, und nie nach Werken abgelohnt. 3. Den edlen Schatz, dein wertes Wort, hast du ver⸗ liehen diesem Ort, uns dadurch an der Seel gespeist, dem Leib auch reiche Gnad erweist. 4. All unsres Glaubens Bitt und Flehn hast du er⸗ hört und ausgesehn, oft mehr verliehn als wir begehrt; da— für sei stets von uns verehrt. 5. Wir bitten ferner, frommer Gott, steh uns noch bei in aller Not, verzeih uns unsre Sünd und Fehl, hilf an dem Leib, hilf an der Seel! 6. Dein Wort, der Seelen Medizin, laß bei uns, Herr, noch ferner blühn; gieb treue Lehrer, treib vorbei des Teufels List und Ketzerei. 7. Gieb unsrer Obrigkeit auch Gnad, wend ab den Krieg, gieb Friedensrat, daß wir und sie in stiller Ruh all unser Leben bringen zu. 8. Feucht auch das Land, gieb Sonnenschein, laß wachsen Gras, Getreid und Wein, daß Wild und Vieh von deiner Gab auch neben uns zu leben hab. 9. Gieb, was uns dient zu jeder Zeit, nicht Ueberfluß noch Dürftigkeit, damit nicht unser Herz beschwert, noch sonst durch Geiz verführet werd. Neujahr. 43 10. Hättst du es auch, o Gott, ersehn, wir sollten teils mit Tod abgehn, so laß uns nicht, hilf, steh uns bei, ein selig Stündlein uns verleih! I1. Nimm auf die Seel in deine Hand, den Leib bedecke kühler Sand, bis du sie beide bringst zur Freud, da sie dich sehn in Ewigkeit. Nic. Selnecker, 4 1592. Mel. Herr Gott dich loben alle. 199. 53 2— alte Jahr ist nun dahin, erneure, Jesu, Herz und Sinn, zu fliehen aller Laster Schar in diesem lieben neuen Jahr. 2. Gieb neuen Segen, Glück und Heil, hilf, daß wir sämt⸗ lich haben teil an dem, was uns, du höchstes Gut, erworben hat dein teures Blut. 3. Gedenke nicht der Misse⸗ that, damit wir, Jesu, früh und spat so oft gehandelt wider dich, vergieb und gieb genädiglich. 4. Vergieb uns alle Sünd und Schuld, gieb in der strengen Not Geduld, dein guter Geist uns wohne bei, sein Hilf und Trost stets bei uns sei. 5. Gleichwie das güldne Sonnenlicht die Strahlen wieder zu uns richt, so richte deinen Gnadenschein auf uns kraftlose Würmelein. 6. Laß deine Hilfe allezeit, du Menschenfreund, uns sein bereit, beschere Nahrung, Korn und Most und segne reichlich Trank und Kost. 7. Gieb auch, Herr Jesu, dies dabei, daß ich dir stets ergeben sei, dir dien in wahrer Frömmigkeit und stets zum Tode sei bereit. 8. Verhüte schweren Un⸗ glücksfall, durchsüße wohl des Kreuzes Gall; der Christ, der muß doch insgemein allhier im Kreuz und Unglück sein. 9. Indessen gieb zu aller Frist, o Gott, was uns ersprießlich ist, daß wir ein— mal nach dieser Zeit eingehen in die Ewigkeit. Ernst Christoph Homburg, 4 1681. Mel. Vom Himmel hoch. 47. 54 D. alte Jahr ver⸗ gangen ist, wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns in so großer Gfahr so gnädiglich behüt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, ewiger Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit bewah— ren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen Trost und Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei! 4. Hilf, daß wir von der Sünd ablan und fromm zu werden fahen an; keinr Sünd Neujahr. san alten Jahr gedenk, ein gnadenreich neu Jahr uns schenk. 5. Christlich zu leben, selig⸗ lich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn, 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr, zu deines Namens Lob und Ehr! B. 1—3 von Joh. Steuerlein, 4 1613. V. 4—6 von Jak. Tappius, um 1620. Mel. Allein Gott in der Höh. 184. 15 as liebe neue Jahr 55. geht an, das alte hat ein Ende; drum freuet sich heut jedermann, erhebt sein Herz und Hände zu unserm Gott im Himmelsthron, dankt ihm und seinem lieben Sohn, auch Gott dem heilgen Geiste. 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht solchs bekannt uns, die wir warn verloren. Im selgen lieben Gotteswort geschrieben ists an manchem Ort und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sakrament wir habn in unserm Lande, fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande. Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, hält Kirch und Schul in guter Hut, auch aller Christen Häuser. 4. Ds lieben 601 solcher E Feinden stt mẽ hinfort ein selges! ius zu der. wolln win! Cyria Mel. Von Da 50.D lbte desule ein neues wählten Ch 2. Des fr lein, die ge mns sein; Lüften frei, versohnet se 3. N unser Freun thun der Türken, Pap Das Jesulei 4. Es h Jubeljahr: denn immen Nht ist es Nsulein we Cyrial Mel. Machs 57.E der Ewigkei möchte doch dies fleißige zu loben newiglich. uben mehr bundEhri ein, f 1613. „ um 1620. r Höh. 184. neue Jahr „ das alte freuet sich chebt sein zu unserm ron, dankt ben Sohn, gen Geiste. den Sohn ist Mensch Iger Geist it uns, die Im selgen geschrieben t und wird Lehr und n in unserm igkeit, gut eil in allem it das Jahr hält Kirch Hut, auch ser. 4. Das danken wir dem lieben Herrn, und freun uns solcher Güte; er woll den Feinden steurn und wehrn und uns hinfort behüten. Er geb ein selges neues Jahr und helf uns zu der Engel Schar, da wolln wir ihn schön preisen. Cyriakus Schneegaß, 4 1597. Mel. Vom Himmel hoch. 47. — as neugeborne Kinde— 2 6 D lein, das herzge— liebte Jesulein, bringt abermal ein neues Jahr der auser⸗— wählten Christenschar. 2. Des freuen sich die Enge⸗ lein, die gerne um und bei uns sein; sie singen in den Lüften frei, daß Gott mit uns versöhnet sei. 3. Ist Gott versöhnt und unser Freund, was kann uns thun der arge Feind? Trotz Türken, Papst und Höllenpfort! Das Jesulein ist unser Hort. 4. Es bringt das rechte Jubeljahr: Was trauern wir denn immerdar? Frisch auf! Jetzt ist es Singenszeit, das Jesulein wendt alles Leid. Cyriakus Schneegaß, 4 15977. Mel. Machs mit mir, Gott. 692. A in Jahr geht nach 57. E dem andern hin, der Ewigkeit entgegen. Ach, möchte doch der träge Sinn Neujahr. dies fleißiger erwägen. Ach, 45 brächte doch ein jedes Jahr viel neue gute Früchte dar. 2. Allein wo ist, wo ist die Frucht, die wir bisher getragen? Wie oft hat Gott umsonst ge— sucht, wie hat er müssen klagen! Es that ihm weh, wenn seine Hand anstatt der Frucht nur Blätter fand. 3. Haut ab, spricht er, den kahlen Baum, der keine Früchte träget. Was nimmt er andern Saft und Raum? Komm, Tod, der alles schläget, komm, leg die Axt der Wurzel an, thu einen Streich, so ists gethan. 4. Allein der treue Heiland spricht: Laß ihn dies Jahr noch stehen! Trägt er noch keine Früchte nicht, ich hoff sie noch zu sehen. Ach, halt des strengen Urteils Lauf doch dies Jahr noch, mein Vater, auf. 5. So gieb denn, lieber Heiland, Kraft, dies Jahr viel Frucht zu bringen. Ach, laß doch deines Geistes Saft in unsre Zweige dringen. Schütt auch auf unsrer Eltern Haus viel Gnade, Kraft und Segen aus. Joh. Jak. Rambach, 4 1735. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 660. 58 elft mir Gott's Güte preisen, ihr lieben Kinderlein, mit G'sang und andern Weisen ihm all⸗ zeit dankbar sein, vornehm— lich zu der Zeit, da sich das 46 Neujahr. Jahr nun endet, die Sonn sich zu uns wendet, das neu Jahr ist nicht weit. 2. Ernstlich laßt uns be⸗ trachten des Herren reiche Gnad und so gering nicht achten sein unzählig Wohl— that, stets führen zu Gemüt, wie er dies Jahr hat geben all' Notdurft diesem Leben und uns vor Leid behüt. 3. Lehramt, Schul, Kirch erhalten in gutem Fried und Ruh, Nahrung für Jung und Alten bescheret auch dazu, und gar mit milder Hand sein Gü⸗ ter ausgespendet, Verwüstung abgewendet von dieser Stadt und Land. 4. Er hat unser verschonet aus väterlicher Gnad, wenn er uns hätt' belohnet all unser Missethat mit gleicher Straf und Pein, wir wären längst ge— storben, in mancher Not verdor⸗ ben, dieweil wir Sünder sein. 5. Nach Vaters Art und Treuen er uns so gnädig ist, wenn wir die Sünd bereuen, glauben an Jesum Christ herz⸗ lich, ohn Heuchelei, thut er all Sünd vergeben, lindert die Straf daneben, steht uns in Nöten bei. 6. All solch dein Güt wir preisen, Vater ins Himmels Thron, die du uns thust be⸗ weisen durch Christum, deinen Sohn, und bitten ferner dich, gieb uns ein friedsam Jahre, vor allem Leid bewahre, und nähr uns mildiglich. Paul Eber. 1569. Mel. Nun danket alle Gott. 452. 59 Sier ist Immanuel! das soll die Losung bleiben, da wir ein neues Jahr durch Gottes Güte schreiben. So rufet Zion aus, so singt ganz Israel; es heißet: Gott mit uns, hier ist Immanuel! 2. Immanuel, Gott sei mit unsers Königs Throne! Es müsse über ihm stets blühen seine Krone, sein Schild sei stets erhöht, sein Himmel immer hell, und dieses sein Panier: Hier ist Immanuel! 3. Immanuel, Gott steh mit unserm Volk im Bunde, wenn Menschenbündnis reißt, und richte die zu Grunde, die ihm und uns sind gram; ihr Rat verderbe schnell, weil dieser Wahlspruch gilt: Hier ist Immanuel! 4. Immanuel, Gott sei mit allen hohen Ständen, er sei ihr Schild und Lohn und trage sie auf Händen; in ihren Häusern fließ ein steter Segens⸗ quell, wo diese Stimme schallt: Hier ist Immanuel!l 5. Immanuel, Gott sei bei seiner kleinen Herde, daß Zions Licht und Recht noch immer größer werde; hier triefe Lebens⸗ zufrieden se ganze Jahr ö Nel. Weld daneben al Glück und du mir aus 2. Laß der Gnader meine Süin nimmer sch Verzeihung deine Gna herzlich si denn du, die Sünde 3. Tröst Liebe, nim Flehen hin, betrübe u Zagen bin. oder wach auf meine in meinen und Tod erner dich am Nhre, dahre, und . ber. 1569. Gott. 459. mmanuel! die Losung ueues Jahr schreiben. s singt iet: Gott Smmanuel ott sei mit hrone! Es sets blühen Himmel dieses sein Immanuel! ott steh mit unde, wenn reißt, und die ihm und tat verderbe Bahlspruch mnuel! ott sei mit den, er sei n und trage in ihren ter Segens⸗ ime schallt: Bott sei bei „daß Zions ioch immer iefe Lebens⸗ Neujahr. 47 tau auf Gideonis Fell, so rufet man getrost: Hier ist Immanuel! 6. Immanuel, Gott wohn in aller Frommen Häusern, und sollte Kreuz und Not sich da und dorten äußern, so sei Gott Rat und That, der uns zufrieden stell, so heißts durchs ganze Jahr: Hier ist Immanuel! Benj. Schmolck, 4 1737. Mel. Werde munter, mein. 564. 4. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben, ohne Trug und Heuche⸗ lei, ich auch meinen Nächsten lieb und denselben nicht betrüb, damit ich allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 5. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr; trage mich auf deinen Händen, 60 ilf, Herr Jesu, laß bleibe bei mir in Gefahr. Steh gelingen, hilf, das mir bei in aller Not und ver⸗ neue Jahr geht an! Laß es laß mich nicht im Tod; freudig neue Kräfte bringen, daß aufs neu ich wandeln kann. Laß mich dir befohlen sein, auch daneben all das Mein; neues Glück und neues Leben wollst du mir aus Gnaden geben. 2. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, laß mich büßen meine Sünd, hilf, daß sie mir nimmer schaden, und ich bald Verzeihung find. Auch durch deine Gnad verleih, daß ich herzlich sie bereu, Herr, in dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünde mir vergeben. 3. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe und voll Angst und Zagen bin. Wennich gleichschlaf oder wach, sieh du, Herr, auf meine Sach, stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: Seelenbräutigam. 434. 61 Qesu, geh voran auf 2 N der Lebensbahn, und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen. Führ uns an der Hand bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen nie⸗ mals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gieb Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; führst du uns durch rauhe Wege, gieb 48 uns auch die nöt'ge Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. Nik. Ludw. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. Mel.: Jesus meine Zuversicht. 732. 6 2. 4 soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort, soll in den Gemeinden schallen, und so oft wir nach dem Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren. Also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren. Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Ja, wir wollen unsre Bahn nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Stern voran, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid, soll sein Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden müssen. Er, der unsern Kummer stillt, Jesu Nam sei Sonn und Schild. Benij. Schmolck, 4 1737. Neujahr. Mel.: Nun laßt uns Gott, dem. 530. 5f Jun laßt uns gehn 63. N und treten ui Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt be— decken. 4. Denn, wie von treuen Müttern in schweren Unge— wittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden, 5. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trüb⸗ sal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach, Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen Vat er, der der una Armen Gut 13. Hilfg ken, gieb fr den hoch 5 r mit S h15 ind Meiste, füll Geiste,d Wam und dort zu 15. Das geben, o mei mir und de zum sel gen Paul Mel.: Freu dich 64. W machet solc nbeschnittne Mel.: Werde dahin und Jahr zum gedeihen 1nn (Angst und Tn unddurch 9 und dgroße Welt be⸗ von treuen eren Unge⸗ n hier auf ; bewahret und nicht ihm seine und Trüb⸗ em Schoße sers Lebens, gebens mit Nachen, wo wachen. eine Treue, neue; Lob händen, die den. ich erbitten, mitten in Leiden ein reuden. und allen Neujahr. denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Epiphanias. 49 herzliebes Jesulein, mit Be— schneidung, da du doch, frei Hulde, ein Herz das sich gedulde. von des Gesetzes Joch, weil 10. Schleuß zu die Jammer— pforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kran⸗ ken, gieb fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschaare zum sel'gen neuen Jahre. Paulus Gerhardt, 1 1676. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. 64. Wom machet solche Schmerzen, warum machet solche Pein der von unbeschnittenem Herzen dir, du einem Menschenkinde zwar gleich, doch ganz ohne Sünde? 2. Für dich darfst du dies nicht dulden, du bist ja des Bundes Herr, unsre, unsre großen Schulden, die so grau— sam, die so schwer auf uns liegen, daß es dich jammert herz⸗ und inniglich, die trägst du ab, uns zu retten, die sonst nichts zu zahlen hätten. 3. Freut, ihr Schuldner, euch deswegen, ja, sei fröhlich, alle Welt, weil heut anhebt zu erlegen Gottes Sohn das Lösegeld. Das Gesetz wird heut erfüllt, heut wird Gottes Zorn gestillt, heut macht uns, die sollten sterben, Gottes Sohn zu Gottes Erben. 4. Wer mag recht die Gnad erkennen? Wer mag dafür dankbar sein? Herz und Mund soll stets dich nennen unsern Heiland, Jesulein! Deine Güte wollen wir nach Vermögen preisen hier, weil wir in der Schwachheit wallen, dort soll dein Lob besser schallen. Paulus Gerhardt, 4 1676. — 4. Cpiphaniaslieder. Mel.: Werde munter, mein. 564. 65. Treuet euch, ihr Got⸗ F teskinder, preiset mit mir Gottes Macht! Freuet euch ihr armen Sünder: Gott hat nun an uns gedacht und den 4 50 Epiphanias. Heiland kundgethan, der uns doch, nimm doch gnädig an, führet himmelan, daß wir was ich Armer schenken kann. arme Heiden können uns nun 2. Nimm das Gold des Gottes Kinder nennen. Glaubens hin, wie ich's von 2. Seine Herrschaft sich er- dir selber habe und damit be— strecket über alles, was da lebt, schenket bin, so ist dirs die seine Hand schützt und bedecket, liebste Gabe; laß es auch be— was sich reget, lebt und schwebt. währt und rein in dem Kreuzes⸗ Wenn er spricht, so geht sein ofen sein. Wort schnell wie Blitz und 3. Nimm den Weihrauch Donner fort; das durchdringet des Gebets, laß denselben dir Geist und Leben, das kann genügen; Herz und Lippen Trost und Leben geben. sollen stets, ihn zu opfern, 3. Nun, ihr Sünder hier vor dir liegen; wenn ich bete, auf Erden, wollt ihr's end- nimm es auf und sprich Ja lich haben gut, wollt ihr und Amen drauf. Gottes Kinder werden? Ei, so 4. Nimm die Myrrhen ändert Sinn und Mut; preiset bittrer Reu, ach, mich schmerzet Gottes Güt und Macht, so wird meine Sünde; aber du bist er euch geben Kraft, daß ihr fromm und treu, daß ich Trost auch zu ihm könnt kommen und und Gnade finde und mit euch freuen mit den Frommen. Freuden sprechen kann: Jesus 4. Aller Heiden Trost ist nimmt mein Opfer an. kommen, Jesus, unser Freuden⸗ Erdmann Reumeister, 4 1756. licht, der Beschirmer aller Mel.: In dich hab ich gehoffet. 648. Frommen, unser Schutz 6 7 Nin, liebe Seel, Zuversicht. Preiset seine Güt nun ist es Zeit, und Treu, die uns noch wird wach auf, erwäg mit Lust immer neu; so wird er euch und Freud, was Gott an uns allen geben, hier und dort mit gewendet: sein' lieben Sohn vom ihm zu leben. Himmelsthron ins Jammerthal Joh. Olearius, 4 1684. gesendet. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 2. Nicht nur den Juden 66 Jesu, großer Wunder-blos allein, die seins Geblüts · ꝗ stern, der aus und Stammes sein, sondern Jakob ist erschienen, meine auch allen Heiden, ist aufgericht' Seele will so gern dir an dies ewig Licht, erleuchtet sie deinem Feste dienen; nimm mit Freuden. detzeht, di Liht verkeh denen eger nd hertlich schauen mig 2* hrist.“ Joh. Ehrist. Erden, Ind breit, Mög werde ligkeit 2. Von Reugen die 9 land, die beugen, w bekannt; d dich weiset, Wort, drur preiset, daß 3. Du b Nnädig * auch be⸗ dem Kreuzes⸗ Wehrauch denselben dir und Lippen zu opfer, denn ich bete d sprich In Myrrhen nich schmerzet ber du bist daß ich Trost e und mit tann: Jeus er an. neister, 1 1756. gehoffet. 648. liebe Seel, ist es Zett, 9 mit Lust Gott an uns hen Sohn vom Jummerthal den Juden eins Geblüts sein, sondern ist aufgericht' erleuchtet sie Epiphanias. 51 3. Der Heiden Erstling' wie uns die Schrift vermeldt, wunderlich durch einen Stern doch achtest du gar wenig ver⸗ er holt zu sich, daß sie den Heiland schauen und ihren Herrn in Andacht ehrn mit gläubigem Vertrauen. 4. O Jesu, unser Heil und Licht, halt über uns dein Angesicht, mit deinen Strahlen walte, und mein Gemüt durch deine Güt bei deinem Licht erhalte. 5. Dein Glanz all Finsternis verzehr, die trübe Nacht in Licht verkehr, leit uns auf deinen Wegen, daß dein Gesicht und herrlich Licht wir ewig schauen mögen. Joh. Christ. Arnschwanger, 4 1696. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. Königauller Ehren, 68. O Herr Jesu, Davids Sohn, dein Reich soll ewig währen, im Himmel ist dein Thron, hilf, daß allhier auf Erden, den Menschen weit und breit, dein Reich bekannt mög werden zur ew'gen Se— ligkeit. 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgen— land, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt; der neu' Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort, drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, gänglich Gut und Geld, prangst nicht auf einem Rosse, trägst keine güldne Kron, sitzt nicht im festen Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön ge— zieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie in Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein er⸗ barmen, in dein Reich nimm mich auf; dein' Güte schenk mir Armen, und segne meinen Lauf. Mein'n Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd 75. Tod, daß sie mich nicht versehren, rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir ent⸗ zünden dein Wort, den schön⸗ sten Stern, laß falsche Lehr und Sünden sein von mein'm Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christen— heit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Mart. Böhm, 1 1622. Miel.: Wo Gott zum Haus. 596. as fürchtst du, 69. W Feind Herodes, sehr, daß uns geborn kommt Christ, der Herr? Er sucht 4* 52 Epiphanias. kein weltlich Königreich, der nie kein' Sünde that, von zu uns bringt sein Himmel- Sünden uns gewaschen hat. reich. 4. Ein Wunder-Werk da 2. Dem Stern die Weisen neu geschah: Sechs steinern' folgen nach; solch Licht zum Krüge man da sah voll Wassers, rechten Licht sie bracht. Sie das verlor sein Art, roter Wein zeugen mit den Gaben drei, durch sein Wort draus ward. dies Kind Gott, Mensch und 5. Lob, Ehr und Dank sei König sei. dir gesagt, Christ, geborn 3. Die Tauf im Jordan von der reinen Magd, mit an sich nahm das himmelische Vater und dem Heil'gen Geist, Gotteslamm; dadurch, der von nun an bis in Ewigkeit. Mart. Luther, 1 1546. 7 0 0 Eigene Melodie. 0 3——— Werde Licht, du Stadt der Heiden, und du Salem, werde Licht! Schaue, welch ein Glanz mit Freuden über deinemHauptanbricht! Q— ———3 E———. EEEE ——— Gott hat derer nicht vergessen, die in Finsternis gesessen. 2. Ach, wie waren wir ver- haben wir das Licht empfangen, blendet, ehe noch dies Licht brach welches so viel Angst und an; ja, da hatte sich gewendet Weh aus der Welt hinweg— schier vom Himmel jedermann; getrieben, daß nichts Dunkles unsre Augen und Geberden überblieben. hafteten nur an der Erden. 5. Dieses Licht läßt uns 3. Gottes Rat war uns nicht wanken in der rechten verborgen, seine Gnade schien Glaubensbahn; ewig, Herr, uns nicht, Klein und Große will ich dir danken, daß du mußten sorgen, jedem fehlt es hast so wohl gethan und uns an dem Licht, das zum rechten diesen Schatz geschenket, der Himmelsleben seinen Glanz zu deinem Reich uns lenket. uns sollte geben. 6. Gieb, Herr Jesu, Kraft 4. Aber wie hervorgegangen und Stärke, daß wir dir zu ist der Aufgang aus der Höh, jeder Zeit durch des wahren Mel: Valet w jetzt mit F. Gistes Trie Zempel und nach Simes großer Got 2. Du u funden, o dahin du d dein Verh gönnst noch nan dich g Glanbensar hier der al 3. Sei Wonne, eil Pein, in Sch in Kreuz ein Kleinmut 6 in Not ein Krankheit A Stern in 2 chs fis; steinern' II voll Wusere , roter R 20 n. Wein ward. Dank si * geborn Magd, mit eib gen Geist „ in Ewigkeit. Lutber, 1546. „werde Licht! auptanbricht! s gesessen. 1 empfangen, Angst und SLelt hinweg⸗ chts Dunkles ht läßt uns der rechten ewig, Herr, 97 lken, daß du han und uns schenket, der uns lenket. „Jesu, Kraft wir dir zu des wahren Epiphanias. Glaubens Werke folgen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 7. Dein Erscheinen müss' erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinen müsse stillen meine Seel auch einst im Tod. Herr, in Freuden Mariä Reiniguug. 53 und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klar— heit wohnen. Joh. Rist, 4 1667. ——— 5. Auf Mariä Reinigung. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. +7⁴ 1 Jesu, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb, wir kommen jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb in diesen deinen Tempel und suchen mit Begier, nach Simeons Exempel, dich, großer Gott, allhier. 2. Du wirst durch uns ge— funden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; ver— gönnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicher Weis auf Glanbensarmen trage, wie hier der alte Greis. 3. Sei unser Glanz' und Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, in Kreuz ein Gnadenschein, in Kleinmut Glut und Flamme, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns ge— lingen, daß letzt, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich ge— schaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zu— weilen mich hart und ernstlich an, daß oft vor Angst und Heu⸗ len ich dich nicht kennen kann; Dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Joh. Frank, 4 1677. Mariä Reinigung und Verkündigung. 7 2— Eigene Melodie. E.— H 2——.——— é——— ö——Acjsm. I.. E— 2*———.— 2.—— Mit Fried und Freud ich fahr da⸗hin in Gottes Wil⸗le; ·—* EV H——* 1 EA 5ů*58 8.—.— n—.——. IE. 12—.:.——— .. 0 42595. getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stil-le; E*DD ů—— DDDDIE..... +—— wie Gott mir verheißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr heißen laden durch dein teuer Gottes Sohn, der treue Heiland, heilsam Wort, an allem Ort den du mich, Herr, hast sehen erschollen. lan, und machst bekannt, daß er 4. Er ist das Heil und selig sei das Leben und Heil in Licht für die Heiden, zu er— Not und Sterben. leuchten die dich kennen nicht, 3. Den hast du allen vor- und zu weiden; er ist deins gestellt mit großen Gnaden, zu Volks Israel Preis, Ehre, seinem Reich die ganze Welt Freud und Wonne. M. Luther, 4 1546. —— 6. Auf Mariä Verkündigung. Mel.: O Herre Gott, dein göttlich. 258. selbst Mensch worden, mein 73 OWunder groß! Ma⸗ Fleisch und Blut, mein höchstes „◻riens Schoß hat Gut, schenkt mir des Himmels heut das Heil umgeben, den Orden. Gott Lob, der mich so großen Held, der alls erhält, väterlich erquickt, der mir gege— der Menschen Trost und Leben. ben durch seinen Sohn den Gna— O Wunderfreud! Gott selbst denthron, daß ich kann ewig wird heut als wahrer Mensch leben. Joh. Olearius, 1 1654. empfangen; Vernunft, Verstand muß Gottes Hand ergeben Mel.: Vom Himmel hoch. 47. sich gefangen. 74 Von Adam her so 2. Nun bin ich sein, mein lange Zeit war unser Gott ist mein, mein Gott ist Fleisch vermaledeit, Seel und 10 Not, ibat Tod, HöleGrund V i helfen 6 3 Gott Wasshens. in Billen Mann n zund aber u D D/ Häligkeit, uachtigkeit verlorn, al Reborn. . 2 tum erkamh noch Hel an seine g sein Wort 6. Spr herzigkeit geben me ihr Atzt! und sie n 7. Er bp chlafworden. de in teuer wallem Ort del und selig lden, zu er⸗ iennen nicht er ist deins reis, Ehre, I. + 1546. Himmels „Pder mich so der mir gege⸗ hn den Gna⸗ kann ewig xius, 4 1681. hoch. 47. am her so eit war unser t, Seel und Mariä Verkündigung. 55 Geist bis in Tod verwundt, dem Abraham, auch dem David am ganzen Menschen nichts nach seinem Stamm, verhieß zu gesund. geben ihm den Sohn, und durch 2. Uns hat umfangen große ihn der Welt Hülfe thun. Not, über uns herrschte Sünd 8. Er thäts auch den Pro— und Tod, wir sanken in der pheten kund, und breitets aus Hölle Grund und war niemand, durch ihren Mund, davon König der helfen konnt. und fromme Leut sein warteten 3. Gott sah auf aller vor langer Zeit. Menschen Stätt nach einem, der 9. Ob sie wohl, wie ihr sein' Willen thät, er sucht Ra wan begehrt, des leiblich nicht Mann nach seinem Mut, wurden gewährt; doch hatten fand aber nichts denn Fleisch sie im Glauben Trost, daß sie und Blut. sollten werden erlöst. 4. Denn die rechtschaffne 10. Da aber kam die rechte Heiligkeit, Würdigkeit und Ge⸗Zeit, von welcher Jakob rechtigkeit hatten sie in Adam prophezeit, las er ihm eine verlorn, aus welchem sie waren Jungfrau aus, ein'm Mann geborn. vertraut von Davids Haus. 5. Als er so groß Siech⸗ 11. In der wirkt er mit tum erkannt und keinen Kraft, schuf vom Leib noch Helfer fand, dacht er ihrer Jungfrauschaft das rein an seine große Lieb, und wie und benedeite Kind, bei dem sein Wort wahrhaftig blieb. man Gnad und Wahrheit findt. 6. Sprach: Ich will Barm 12. Herr Christ, gebenedeite herzigkeit thun, für die Welt Frucht, empfangen rein in geben meinen Sohn, daß er aller Zucht, o segne uns und ihr Arzt und Heiland sei, ge- mach uns frei, sei unser Heil, sund sie mach und benedei. Trost und Arznei. 7. Er schwur ein'n Eid Mich. Weiß. 4 1540. —* 7. Passionslieder. 7 9. Eigene Melodie. E* ————— ꝗDDDD.— Ach Je⸗su dein Sterben, dein großer Spott und Hohn 56 Passion. EEE—.—— E Lrren. i.. ——— 1— 22 ma⸗chet mich zum Er⸗ben 2. Ach, laß mich deine Liebe, dein rosinfarbnes Blut ir recht frommem Triebe er⸗ kennen treu und gut. 2 7 6 2 Mel.: O du der schönen Himmels kron. 3. Hilf, daß ich der Sünde auch täglich sterbe ab, und den Himmel finde, wenn ich nun geh ins Grab. armer Judas. WE——.85— ................— —— armen Sünder!—— Mi ssethat, darin wir em⸗ — SDSDSDDDD — I — e⸗le son! Christe,e le 2. Aus dem Tod wir konnten durch uns'r eigen Werk nimmer werd'n errettet, die Sünd' war zu stark. Daß wir würd'n erlöset, konnts nicht anders sein, denn Gotts Sohn mußt leiden des Tods bittre Pein. Kyrie 2e. 3. So nicht wäre kommen Christus in die Welt, und an sich genommen unser arm Ge⸗ stalt, und für unsre Sünde 9 storben williglich, hätten wir mußt werden verdammt ewiglich. Kyrie ꝛc. i⸗son! Ky-ri⸗e, e⸗le⸗i⸗son! 4. Solche große Gnade und väterlich' Gunst hat uns Gott erzeiget lauter gar umsonst, in Christo sein'm Sohne, der sich geben hat in den Tod des Kreuzes uns zur Seligkeit. . ꝛe. Des soll'n wir uns gegen Sünd und Tod und ja nicht verzagen vor der Höllenglut; denn wir sind er— rettet aus all Fährlichkeit durch Christ, unsern Herren, g'lobt in Ewigkeit. Kyrie ꝛc. 6. Darum wolln wir loben 2. Asoy im Kreuz ind, die e rechter Zei Wüten nin und dwennd schündt f 3. Denn Joseph, wagt es, g tum um di war bereit daß man si Vseph über 4. Geseg Joseph, un Gott wolle Freude dor der S und den n ich nn le in solch — —— —.— d. Kyri⸗, —— — — ——— — le⸗Eson! Gnade und it uns Gott r umsonst, hne, der sich Tod des Seligkeit. wir uns d und Tod gen vor der vir sind er⸗ ichkeit durch u, globt in wir loben Passion. 57 und danken allzeit dem Vater du littest Not an dem Stamm und Sohne und 2 heilgen 8 des Kreuz's für uns den bittern Geist, bitten, daß sie wollen Tod, herrschest mit dem Vater hüten uns vor G'fahr, und in der Ewigkeit; hilf uns armen daß wir stets bleiben bei Sündern zu der Seligkeit. sein'm heilgen Wort. Kyrie ꝛc. Lyrie eleis on! Christe eleison! 7. Ehre sei dir Christe, der Kyrie Ktiwnt Hermann Bonn, 1 1548. 4 60— 95595 Melodie. 9— —— 7 SSSSSSSI Als Gottes Lamm und Leu⸗e eutschlafen und verschieden, erwacht in Lieb und Treue ein Paar recht frommer Jüden, —. ů E... ir wnrn 4— EEE 35 die ma⸗chen sich zum Kreuz hin-zu, dich, o du uns-rer +. —————— 15 ö IE —— See len Ruh, in dei⸗ne Ruh zu bringen. 2. Also weiß Gott die Seinen du, den meine Seele liebt, im Kreuz in acht zu nehmen vom Kreuze, da man ihn be— und, die es böse meinen, zu trübt, so freudig losgebeten. rechter Zeit zu zähmen; das 5. Hierzu hat sich auch funden Wüten nimmt zuletzt ein End, des Nikodemi Treue, der bringt und wenn die Unschuld g'nug ge⸗bei hundert Pfunden der besten schändt, so findt sich, der sie ehret. Spezereie, die Myrrhen sammt 3. Denn einer aus dem Rate, der Aloe, zu salben den, der Joseph, der fromme, reiche, der aus der Höh uns salbt mit wagt es, ging und bate Pila- seinem Geiste. tum um die Leiche; Pilatus 6. Da siehst du, wie die war bereit und gab Befehl, Schwachen zuletzt gestärket daß man sie nähm herab und werden; Gott 910 zu Helden Joseph übergäbe. machen, was blöd ist hier auf 4. Gesegnet sei dein Wille, Erden. Der Glaube, der im Joseph, und dein Begehren, Finstern lag, bricht endlich Gott wolle dir die Fülle der an den hellen Tag und leuchtet Freude dort gewähren, daß wie die Sonne. Passion. 7. Nun diese beiden Frommen 2. Herr, mein Anfang und ergreifen mit viel Weinen den, mein Ende sind der Erde Staub der vom Kreuz genommen, und und Kot. Nimm mich auf wickeln ihn in Leinen, ver-in deine Hände und hilf mir wahren ihn zugleich dabei mit aus aller Not, weil du selbst teurer edler Spezerei, wie in dahin bist kommen, wo du Judäa bräuchlich. mich hast hergenommen. 8. So soll man Christum 3. Ja, verlaß die finstre zieren, wenn er nun liegt dar⸗ Höhle deiner schwarzen Toten⸗ nieder; wir sollen balsamieren gruft; komm und ruh in meiner ihn und sein' arme Glieder, Seele, die ganz sehnlich nach die unbekleidten wickeln ein, dir ruft, komm und sei mir und die, so ganz verlassen sein, stets im Sinne, bis ich dich mit unsrer Hülf' aufnehmen. recht lieb gewinne, 9. Es war nicht weit von 4. Oder willst du zu den hinnen, wo Christus starb, zu Toten, ach, so nimm mich mit schauen ein Garten, und da. ins Grab! Und weil in den rinnen des Josephs Grab zehn Geboten ich den Fluch gehauen gar neu in einen verdienet hab, so verscharr Felsenstein, da legten ihren jetzt meine Sünde, daß sie Schatz hinein die zwei gelieb⸗WGott nicht wieder finde. ten Herzen. 5. Hüll in deine Grabetücher 10. Ach Jesu, dessen Schmer- allen meinen Jammer ein; zen mir all mein Heil erworben, denn wo kann ich anders komm ruh' in meinem Herzen, sicher, als an dieser Stätte das in der Sünd' erstorben. sein? Dein Verdienst sei meine Laß dirs gefallen, ich will dir Decke, daß ich nicht vor Gott dein Grab bereiten in mir hier, erschrecke. so leb und sterb ich selig. 6. Künftig, wenn ich werde P. Gerhardt, 1 1676. sterben und mein Grab von Mel.: Herr, ich habe mißgehandelt. 308. ferne sehn, wo mir Fleisch und 78 A˖/ mein Herz, geh Bein verderben, wie schon vielen mit zu Grabe, ist geschehn, ach, so laß mich dein sehr guter Freund ist tot; stets erwägen, daß auch du hast hole was von seiner Habe, da gelegen. denn er ist der reiche Gott, 7. Schaffe selbst die rechten und du wirst nach seinem Sterben Hüter, daß mein Grab mit Frie⸗ einen ganzen Himmel erben. den bleib, und wie aufgehobne I Nebe; Fre dich, daß i übe? Jesu nich; so n child, aber Ha un und Erde Staub nich auf hilf mir du selbst en, w 0 du umen. die 8 Nnstre * tzen Toten⸗ du zu den um mich mit weil in den den Fluch oD verscharr , daß sie unde. Grabetücher immer ein; ich anders teser Stätte nst sei meine ht vor Gott un ich werde Grab von r Fleisch und e schon vielen so laß mich auch du hast st die rochten rab mit Frie⸗ ie aufgehobne Passion. 59 Güter, so bewahre meinen Leib, wirst herlich wiedergeben. bis du mir in jenem Leben ihn Casp. Neumann, 4 1715. 7 9. Eigene Melodie. , sein me niretririmiritniitr, mi, mi en. 1. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du trägst die Sünd' der 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd' der SSE...— 2— 2—— —1 Welt, er⸗barm dich un-ser! Welt, er⸗barm dich un⸗ser! 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗ 5—— ID—=.— 2——— , ᷣr,. tes, der du trägst die Sünd' der Welt, gieb uns dei⸗nen ASESESESESEEEIII— E 3— 7 ö 1 Frie⸗den! A men. 8 0* Eigene Melodie. —.— ů. 2 27 ö ᷣBEII ——..——— RE——.———— Der am Kreuzist meine Liebe, meine Lieb ist Jesus Christ! Weg, ihr argen Seelendiebe, Satan, Welt und Fleisches List. — n,: p. Ernir d. ——7 4 +— Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott, eure Lieb ist gar der Tod: der am ——..—... E E....... Kreuz ist meine Lie-be, weil ich mich im Glauben ü-be. 2. Der am Kreuz ist 5— Der am Kreuz ꝛc. Liebe; Frevler, was befremdets 3. Der am Kreuz ist meine dich, daß ich mich im Glauben Liebe; Sünde, du verlierst den übe? Jesus gab sich selbst ür Sturm. Weh mir, wenn ich mich; so wird er mein Friede- den betrübe, der statt meiner schild, aber auch mein Lebens⸗ ward ein Wurm! Kreuzigt ich FN 60 Passion. nicht Gottes Sohn? Trät 3. Wir danken dir, o Gottes⸗ ich nicht sein Blut mit Hohn? lamm, getötet an des Kreuzes Der am Kreuz ꝛc. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe; schweig, Gewissen, nie— mand mahnt; Gott preist seine Liebestriebe, wenn mir von der Handschrift ahnt. Schau, wie dieser Bürge zahlt: Gottes Blut hat sie durchmalt. Der am Kreuz ꝛc. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe; drum, Tyranne, foltre, stoß! Hunger, Blöße, Henkers⸗ hiebe, nichts macht mich von Jesu los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ꝛc. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe; komm, Tod, komm, mein bester Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe. ꝛc. Joh. Mentzer, 4 1734. Mel.: O Jesu Christ, wahr Gottes. 291. 81 2* du, Herr Jesu, Ruh und Rast in deinem Grab gehalten hast, gieb, daß wir in dir ruhen all, und unser Leben dir gefall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht. Stamm; laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. Nach Bonaventura, 4 1274. von Georg Werner, 1 1643. Mel.: Nun laßt uns den Leib. 696. 82 Dit Seele Christi • heilge mich, sein Geist versetze mich in sich; sein Leichnam, der für mich ver— wundt, der mach mir Leib und Seel gesund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Seite floß, das sei mein Bad, und all sein Blut er⸗ quicke mir Herz, Sinn und Mut. 3. Der Schweiß von seinem Angesicht laß mich nicht kommen ins Gericht; sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, das wolle meine Stärke sein. 4. O Jesu Christ, erhöre mich! Nimm und verbirg mich ganz in dich; laß mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kann sicher sein. 5. Ruf mir in meiner letzten Not und setz mich neben dich, mein Gott, daß ich mit deinen Heilgen alln laß ewiglich dein Lob erschalln. Joh. Scheffler, 4 1677. Mel.: O Welt, ich muß dich. 698. 5 uBrunnquell aller 83. D Liebe, gabst dich on Sündel Du heiligte dich zum durch dies 3. Ach,l uch unsre Schmuck d denen Gei uusre Herze Glaubensft 4. Die 6 hilf uns dein' erlös Gnad ersd dir zu dien und Lber Mel.: Ach 54. Vier sel Nsu, dir deine Plag augst, fü Not, für für deinen 2. Ach, Ind Misset du an un für uns e Sünde be ů Sündern ingang in * in M ei ein Blut er⸗ und Mut. von seinem cht kommen tzes Leiden, das wolle ist, erhöre erbirg mich mich in 1„, daß ich cher sein. ener letzten neben dich, mit deinen glich dein nauell aller gabst dich Passion. 61 aus Liebestriebe für uns in Kreuz hinan; o unbeflecktes tiefe Not; du wolltest Blut Lamm, was hast du sonst und Leben für uns zum Opfer gethan? geben, uns zu erretten von 3. Doch deines Herzens Lieb dem Tod. erweiset unserm Herzen, wie 2. Du liebtest die Gemeine lieb wir dir gewest, dein Leiden, und machtest sie ganz reine Tod und Schmerzen hat nun von Sünden durch dein Blut; versöhnet Gott den Vater mit Du heiligtest die Seelen, die der Welt, uns seine Gnad dich zum Schatz erwählen, gebracht, zufrieden ihn gestellt. durch diese teure Lebensflut. 4. Dein Kampf ist unser 3. Ach, laß dein heilig Leiden Sieg, dein Tod ist unser Leben, auch unsre Seelen kleiden mit in deinen Banden ist die Frei— Schmuck der Heiligkeit; laß heit uns gegeben; dein Kreuz deinen Geist und Gaben auch ist unser Trost, die Wunden unsre Herzen laben in wahrer unser Heil, dein Blut das Glaubensfreudigkeit. Lösegeld, der armen Sünder 4. Die alte Lust der Sünden Teil. hilf uns nun überwinden, als 5. O hilf, daß wir uns dein' erlöste Schar; da deine auch zum Kampf und Leiden Gnad erschienen, so stell uns, wagen und unter unsrer Last dir zu dienen, voll neuer Kraft des Kreuzes nicht verzagen; und Lebens dar. Peter Busch, 1744. Mel.: Ach Jesu, dessen Treu. 464. 84 Dr großer Schmer⸗ * zensmann, vom Vater sehr geschlagen, Herr Jesu, dir sei Dank für alle deine Plagen, für deine Seelen⸗ angst, für deine Band und Not, für deine Geißelung, für deinen bittern Tod. 2. Ach, das hat unsre Sünd und Missethat verschuldet, was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet. Ach, unsre Sünde bringt dich an das hilf tragen mit Geduld, durch deine Dornenkron, wenns kommen soll mit uns zum Tode, Schmach und Hohn. 6. Dein Schweiß komm uns zu gut, wenn wir im Schweiße liegen, durch deinen Todes-— kampf laß uns im Tode siegen; durch deine Banden, Herr, bind uns, wie dirs ge— fällt, hilf, daß wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt. 7. Laß deine Wunden sein ein Arznei unsrer Sünden; laß uns auf deinen Tod, den Paf Trost im Tode gründen. O Jesu, laß an uns durch dein Kreuz, Tod und Pein dein Leiden, Angst und Not ja nicht verloren sein. Adam Thebesius, 4 1652. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 85 Du meines Lebens 2 Leben, du meines Todes Tod, für mich dahingege⸗ ben in tiefe Seelennot, in Marter, Angst und Sterben, aus heißer; Liebsbegier, das Heil mir zu erwerben, nimm Preis und Dank dafür. 2. Ich will jetzt mit dir gehen den Weg nach Golgatha, laß mich im Geiste sehen, was da für mich geschah. Mit innig zartem Sehnen begleitet dich mein Herz, und meine Augen thränen um dich vor Liebesschmerz. 3. Ich komm erst zu der Stätte, wo Jesus für mich rang, und Blutschweiß beim Gebete ihm aus den Adern drang. Den Tod, mit dem er ringet, verdiente meine Seel', der Schweiß, der aus ihm dringet, ist mir ein Heilungsöl. 4. Mein Heiland wird ver— raten, geführt zu Oual und Spott; ach, meine Missethaten, die brachten meinen Gott hin vors Gericht der Heiden und in der Feinde Hand; ich wars, sion. ich sollte leiden, was da mein Bürg' empfand. 5. Seht, welch ein Mensch! Er stehet geduldig wie ein Lamm, und nun wird er er— höhet, ein Fluch an's Kreuzes Stamm, vollendet da sein Büßen der Welt, auch mir zu gut, aus Seite, Händ und Füßen strömt sein Versöhnungsblut. 6. Du bitt'st am Kreuz für Feinde; mein Jesu, wer war jich? Du denkst an deine Freunde; gedenk, Herr, auch an mich! Du machst den Schächer selig, verheißest ihm dein Reich; das macht mich Sünder fröh⸗ lich, mich, der dem Schächer gleich. 7. Du klaͤgst voll Angst im Herzen: Mein Gott verlässet mich! Du dirstest in den Schmerzen, und niemand labet dich. Nun kommt des Leidens Ende; du rufst: Es ist vollbracht! Befiehlst in Vaters Hände den Geist. Es war vollbracht! 8. Ich seh mit Lieb und Beugen des Heilands letzten Blick, ich seh sein Haupt sich neigen, das war mein ew'ges Glück. Meine Bürge stirbt, ich lebe, so todeswert ich bin; er giebt sich mir, ich gebe mich ihm zu eigen hin. 9. O du, an den ich glaube und den mein Geist umfaßt, der du im Todesstaube für nich Hl Verdienst ich gah it ich enst s r 10. Crho dasdenundd Fahture solang Ehwuhhi addich dir z nit Gott ver Ibem Chör tönt. Heinrich v 66.6 Andern, el wät. Sebo thal sich Eine mit U auf einen der Mit b Todesgra Miedersank Veers tl 2. Ewi Augen ste stilles La und so bl gend an d wie er meine Se seinem Le dann aue als er vi 2 Ja, nie verg then strömt ut. Kreuz für , Wer war an deine err, auch an en Schächer dein Reich; under fröh⸗ n Schächer ll Augstim it verlässet st in den emand labet des Leidens vollbracht! Hände den olbracht! Leb und inds letzten Haupt sich nein ew ges ürge stirbt, ert ich bin; „ich gebe hin. n ich glaube ist umfaßt, staube für Passion. 63 mich gelegen hast, auf dein und deine Huld! Als ich in Verdienst und Leiden vertrau der Finsternis gesessen, trugest ich ganz allein, darauf will du mit mir Geduld; hattest ich einst scheiden, und ewig längst nach deinem Schaf bei dir sein. getrachtet, eh es auf des 10. Erhalt mir deinen Hirten Ruf geachtet, und mit Frieden und deines Heils Genuß, teurem Lösegeld mich erkauft solang ich noch hienieden in von dieser Welt. Schwachheit wallen muß, bis 4. Ich bin dein! Sprich endlich dir zu Ehren, der mich du darauf dein Amen, treu⸗ mit Gott versöhnt, dort in den ster Jesu, du bist mein! Drücke obern Chören mein Halleluja deinen süßen Jesusnamen tönt. brennend in mein Herz hinein! deiurich von Bruiningt, 4 1772. Mit dir alles thun und alles Mel.: Herr und Aeltster deiner. 105. lassen, in dir leben und in 86 E wünsch ich dir erblassen, das sei bis zur • mir vor allem letzten Stund unser Wandel, Andern, eine Speise früh und unser Bund. spät. Selig läßt's im Thränen⸗ Albert Knapp, 4 1864. thal sich wandern, wenn dies Meu: An Wasserslüssen Babylon. 2li. Eine mit uns geht: Unverrückt& in Lämmlein geht auf einen Mann zu ühmen, E und trägt die der mit blutgem Schweiß und Schuld der Welt und ihrer Todesgrauen auf sein Antlitz Kinder, es geht und büßet niedersank und den Kelch des in Geduld die Sünden aller Vaters trank. Sünder. Es geht dahin, wird 2. Ewig soll er mir vor matt und krank, ergiebt sich Augen stehen, wie er als ein auf die Würgebank, entzieht stilles Lamm dort so blutig sich allen Freuden, es nimmet und so bleich zu sehen, hän- an Schmach, Hohn und Spott, gend an des Kreuzes Stamm; Angst, Wunden, Striemen, wie er dürstend rang um Kreuz und Tod und spricht: meine Seele, daß sie ihm zu Ich wills gern leiden. seinem Lohn nicht fehle, und 2. Das Lämmlein ist der dann auch an mich gedacht, große Freund und Heiland als er rief: Es ist vollbracht. unsrer Seelen; den, den hat 3. Ja, mein Jesu, laß mich Gott zum Sündenfeind und nie vergessen meine Schnld Sühner wollen wählen. Geh 64 Passion. hin, mein Kind, und nimm bricht, sollst du mein Herze dich an der Kinder, die ich bleiben. Ich will mich dir, ausgethan zur Straf und mein höchster Ruhm, hiermit Zornesruten. Die Straf ist zu deinem Eigentum beständig⸗ schwer, der Zorn ist groß; du lich verschreiben. kannst und sollst sie machen 6. Ich will von deiner los durch Sterben und durch Lieblichkeit bei Nacht und Tage Bluten. singen, mich selbst auch dir zu 3. Ja, Vater, ja von aller Zeit zum Freudenopfer Herzensgrund, leg auf, ich bringen. Mein Bach des wills gern tragen. Mein Lebens soll sich dir und deinem Wollen hängt an deinem Mund, Namen für und für in Dank—- mein Wirken ist dein Sagen. barkeit ergießen; und was du O Wunder lieb, o Liebesmacht! mir zu Gut gethan, das will Du kannst, was nie kein Mensch ich stets, so tief ich kann, in gedacht, Gott seinen Sohn ab⸗ anein Gedächtnis schließen. zwingen. O Liebe, Liebe, 7. Erweitre dich, mein bist stark, du streckest den ins Herzenss schrein, du sollst ein Grab und Sarg, vor dem die Schatzhaus werden der Schätze, Felsen springen. die viel größer sein als 4. Du marterst ihn am Himmel, Meer und Erden. Kreuzesstamm mit Nägeln und Weg mit den Schätzen dieser mit Spießen; du schlachtest Welt und allem was der Welt ihn als wie ein Lamm, machst gefällt! Ich hab ein Bessres Herz und Adern fließen, das funden: Mein großer Schatz, Herze mit der Seufzer Kraft Herr Jesu Christ, ist dieses, die Adern mit dem edlen Saft was geflossen ist aus deines des purpurroten Blutes. O Leibes Wunden. süßes Lamm, was soll ich dir 8. Das soll und will ich erweisen dafür, daß du mir er⸗ mir zu Nutz zu allen Zeiten zeigest so viel Gutes? machen; im Streite soll es 5. Mein Lebetage will ich sein mein Schutz, in Traurig⸗ dich aus meinem Sinn nicht keit mein Lachen, in Fröhlich— lassen; dich will ich stets, keit mein Saitenspiel, und gleichwie du mich, mit Liebes⸗wenn mir nichts mehr schmecken armen fassen. Du sollst sein will, soll mich dies Manna meines Herzens Licht, und Peijen; im Durst solls sein wenn mein Herz in Stücke mein Wasserquell, in Einsam⸗ Iit mel I Halls und d 9. Was Fades Gift? Iam„ Leb auubtz und Iugestün timme um und unn. mein Anler. 10. Wem treten ein Freuden, s mein Purpu darein kleid manes H. dir, dem e als eine we an deiner mein Fesus U; der 6 Frieder geht zur! stlle Tode Vort: Es 2. Es i0 Hesprochen; muß sprach mein derze 0 di, „ hi iermit Dach des und denen ür in Dank⸗ und was du m, das will kann, in chließen. dich, mein sollst ein der Schätze sein als und Erden. hätzen dieser as der Welt eln Bessres oßer Schat, „Sis dieses aus deines nd will ich allen Zeiten eite soll es in Traurig⸗ in Fröhlich⸗ nspiel, und ehr schmecken ies Manna t solls sein in Einsam⸗ keit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen. 9. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben. Setzt mir des Wehmuts Schmerzen zu, so find ich bei dir meine Ruh, als auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 10. Wenn endlich ich soll treten ein in deines—— Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen. Paulus Gerhard, 1676. Mel.: Wer weiß, wie nahe mir. 706. 88. Es, ist vollbracht, 0 er ist verschieden, mein Jesus schließt die Augen 3u) der Friedefürst entschläft in Frieden, die Lebenssonne geht zur Ruh und sinkt in stille Todesnacht; o großes Wort: Es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht, wie er gesprochen; des Lebens Wort muß sprachlos sein. Das Herz Pa ssion. 65 der Treue ist Aer den Fels des Heils umschließt ein Stein. Die höchste Kraft ist nun verschmacht. O heilges Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht; schweig mein Gewissen; 90 Sünder fasset neuen Mut; des Tempels Vorhang ist zerdisten, nun spricht für uns des Sohnes Blut, nun ist getilgt der Hölle Macht; o süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Mein Herzverlangen, o hochgelobte Liebe du; dich wünschen Engel zu umfangen, nimm auch in meinem Herzen Ruh, wo Liebe dir ein Grab gemacht. Trost— volles Wort: Es ist voll— bracht! 5. Es ist vollbracht; ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstem, die Engel sind allhier zugegen, ich schlummre sanft wie Jakob ein. Die Liebespfort ist auf— gemacht. O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomon Franck, 1725. Mel.: Zion klagt mit Angst. 232 89. Iließt, ihr Augen, fließt von Thränen und beweinet eure Schuld; Sirh. mein Herz, von Seufsen, Sehnen, weil ein Lämmlein in Geduld nach Jerusalem zum Tod, ach, zum Tod für — —.—. 66 Passion. deine Not und der ganzen Welt hinwandelt; denk, ach, wie du hast gehandelt. 2. Es soll nun vollendet werden, was davon geschrieben ist, und warum auf diese Erden ist gekommen Jesus Christ; schauet nun des höchsten Sohn in dem Leiden, aun. und Hohn, in den Wunden, i den Schmerzen, und Rehuit alles wohl zu Herzen. 3. Es wird in der Sünder Hände überliefert Gottes Lamm, daß sich dein Ver- derben wende. Jud und Heide sind ihm gram und verwerfen diesen Stein, der ihr Eckstein sollte sein; ach, dies leidet der Gerechtef für die bösen Sünden⸗ knechte. 4. Jesus steht in Strick und Banden, dessen Hand die Welt gemacht, bei Verachtung, Spott und Schanden, und wird höhnisch ausgelacht; Backenstreich und Fäustenschlag, Jud⸗ und Heidengrimm und Rach duldet er für deine Sünden. Wer kann solche Lieb ergründen? 5. Laß es dir zu gehen, bessre und bekehre dich; wer kann diese That ansehen, daß man nicht bewege sich? Jesus steht an unsrer Statt; was der Mensch verdienet hat, büßet Jesus und erduldet, wer kann Herzen was der schuldet. 6. Er hält seinen heilgen Rücken Geißel, Rut und Peitsche dar. Wer kann dies ohn Reu erblicken? Wenn die rohe Judenschar Hand anlegt an Gottes Bild, das so freund— lich, fromm und mild, und doch nackend wird gehauen, solchen Gräuel Sünder hat ver⸗ schauen? 7. Also sollt man dir be— gegnen, du verruchtes Menschen— herz; aber nun kommt, dich zu segnen und zu tragen deinen Schmerz, Jesus und entblößet sich und wird dort so jämmer— lich abgestraft, verwundt, zer— schlagen, daß kein Maß noch Ziel der Plagen. 8. Endlich wird der Schluß gesprochen: Jesus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abgebrochen. Es hilft hier kein Bitten, Flehn; Barra⸗ bas wird losgezählt, Jesus wird zum Kreuz erwählt: Weg mit diesem, dem Ver— fluchten! ruft der Haufe der Verruchten. 9. Folge denn—zur Schädel⸗ stätte deinem Jesu traurig nach; aber auf dem Wege bete, bet im Geist mit Weh und Ach, daß der Vater auf sein Kind, als den Bürgen für die Sünd, sehen woll und sich er— be Harnen übe Armel. 10. Mah Ach, ebar Leiden mi Funden! 11. Ich Rbben; Se⸗ Hab: Jesu Leben, W. Hesten 0 bas dir M auf dieser dir leben, diun helgen W dlo wes ahn Mn die rohe anlegt an so nirs und gehauen (chen Gräuel man dir be⸗ htes Mensch hen⸗ kommt, dich Utragen deiner und eublche ort so jmmer⸗ derwundt, zer⸗ u Wn noch ird der Schluß S muß zum der Stab Es hilft Flehn; Barra⸗ zählt, Jesus z erwählt: dem Ver Haufe der in zur Schädel⸗ Jesu traurig dem Wege bete, mit Weh und Vater auf sein Bürgen für die und sich er⸗ barmen über die Elend' und Armen. 10. Muß ich, Jesu, dich denn sehen am verfluchten Kreuzespfahl, ach, so laß ich übergehen meine Thränen sonder Zahl. Ach, erbarm dich, Gottes Lamm, das da hängt am Kreuzesstamm! Ach, erbarm dich, weil dein Leiden mir gedeihen soll zur Freuden! 11. Ich will dir ein Opfer geben; Seel und Leib ist deine Gab; Jesu, nimm dies arme Leben, weil ich ja nichts Bessres hab. Töt in mir, was dir mißfällt, leb in mir auf dieser Welt; laß mich mit dir leben, sterben und dein Reich im Himmel erben. 12. Tausendmal sei dir gesungen, liebster Jesu, Fucd und Ruhm, daß du Höll und Tod bezwungen. Nun bin ich dein Eigentum und du meine Freud und Wonn. Müöcht ich dich, o schönste Sonn, bald in deiner Krone sehen! Komm, dein Leiden ist geschehen. Laur. Laurenti, 1722. Mel.: Ach Gott und Herr. 301. 90. Idanm ein sind, daraus mir rinnt Fried, Lurs Heil, Trost und Leben; in Angst und Not bis in den Tod mir solche Labsal geben. Pass ion. 67 2. Die Quell du bist, Herr Jesu Christ, die Brünnlein deine Wunden, daraus ich mich lab inniglich in heißen Kreuzes— stunden. 3. Laß mir stets sein das Leiden dein ein Regel, Riegel, Spiegel, daß ich nach dir mein Fleisch regier, und laß ihm 1—45 den Zügel. 4. O Gotteslamm! O Lie⸗ besflamm! O meiner Seelen Freude! Nimm hin die Sünd, das Herz entzünd, daß mich von dir nichts scheide. 5. So werde ich recht selig— lich den Lebenslauf vollbringen und fröhlich hier, o Gott, mit dir das Consummatum? singen. Es ist vollbracht. Mel.: Wenn— in höchsten Nöten. 617. 9 1. Eerr Christe, treuer Heiland wert, du Schöpf pfer Himmels und der Erd, nimm unser Flehn mit Gnaden an, zu deinem Lob und Preis gethan. 3. Dein Güt so groß ans Kreuz dich bracht, dadurch wir sind gerecht gemacht; denn Adams Sünd und Bande schwer trägst du und lösest sie, o Herr! 3. Dein ist der hohe Himmels— thron, noch wirst du eines Menschen Sohn und weigerst A 3 me dich des Sterbens nicht, ein's schmähl'chen Tods wirst hin— gericht. 4. Du läßt dir Banden legen an, auf daß wir Freiheit mögen han, leidst Schmach, um unsre ewge Schmach zu wenden und all Ungemach. 5. Am Kreuz du hängest angehaft, die Erd bewegest du mit Kraft; befiehlst den Geist ins Vaters Hand, und Finster⸗ nis bedeckt das Land. 6. Bald stehst du auf, ein Siegesherr, und leuchtest in des Vaters Ehr. Deins Geistes Kraft, du König fromm, uns allezeit zu Hilfe komm. Aus dem Lateinischen Gregors des Gr., + 604, nach Vincentius Schmuck, + 1628. Mel.: Nun laßt uns den Leib. 696. 92 Her Jesu Christ, 2. Y) dein teures Blut ist meiner Setlen höchstes Gut; das stärkt, das labt, das macht allein mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud ein— gehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil und Gnadenthron, dein teures Blut, dein nrn giebt mir stets neue Lebenskraft. Passion. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. Joh. Olearius, 1684. Mel.: Herr, wie du willst. 642. 93. 8 Jesu, deine OAngst und Pein und dein beiend Leiden laß mir vor Augen allzeit sein, die Sünde zu vermeiden; laß mich an deine große Not und deinen herben, bittern Tod, dieweil ich lebe, denken. 2. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir mt zu tragen; ach liebster Heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß Guad für Recht Gahen 3. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugest Schläge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rat und unsre schwere Missethat bei Gott versöhnen möchtest. 4. Drum will ich j jetzt zur Dankbarkeit von Herzen dir lob— singen, n ig⸗ keit mich künftig wirst hinbrin— gen, so will ich daselbst noch viel⸗ mehr zusamt dem ganzen Him⸗ melsheer dich ewig dafür loben. er lot . Jetzten ul Lahfel, 10 U5 . Des Vein Rũ + Olüt Sund eh pein. lassen delnen Clend er Selit hinbrin⸗ selb 0 nochviel⸗ Passion. 69 5. Herr Jesu, deine Angst scheiden. Ach hilf, daß ich und Pein und dein betrübtes durch deinen Tod fein sanft Leiden laß mein letzte Zuflucht beschließe meine Not und selig sein, wenn ich von hier soll sterbe! Amen. Nach Tobias Clausnitzer, 4 1684. 94. Eigene Melodie. in was für Mis⸗se⸗ tha⸗ ten bist du ge⸗ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und 6. Ich war von Fuß auf voller mit Dorn gekrönet, ins Ange-Schand und Sünden, bis zu sicht und verhöhnet; dem Scheitel war nichts Guts du wirst mit Essig und mit Gall z zu finden; dafür hätt ich dort Wanr ans Kreuz gehenket. in der Höllen müssen ewiglich Was ist die Ursach aller büßen. solchtr Plagen? Ach, meine O große Lieb, o Lieb Sünden haben dich geschlagen. ohn alle Maße, die dich Ich, ich, Herr Jesu, habe dies gebracht auf diese Marter— verschuldet, was du erduldet. straße! Ich lebte mit der Welt 4. Wie wunderbarlich ist doch in Lust und Freuden, und du diese Strafe! Der gute Hirte mußt leiden! leidet fur die Schafe; die 8. Ach, großer König, groß Schuld bezahlt der Herre, der zu allen Zeiten, wie kann ich Gerechte, für seine Knechte. g'nugsam solche Treu aus-— 5. Der Fromme stirbt, 35 breiten? Kein menschlich Herz recht und richtig wandelt; der vermag es auszudenken, was Böse lebt, der wider Gott miß⸗ dir zu schenken. handelt; der Mensch verwirkt. 9. Ich kanns mit meinen Sin— den Tod und ist entgangen, nen nicht erreichen, womit doch Gott wird gefangen. dein Erbarmung zu vergleichen. 70 Wie kann ich dir denn deine 13. Ich werde dir zu Ehren Liebesthaten im Werk erstatten? alles wagen, kein Kreuz nicht 10. Doch ist noch etwas achten, keine Schmach, noch das dir angenehme, wenn ich Plagen, nichts von Verfolgung, des Fleisches Lüste dämpf und niches von Todesschmerzen zähme, daß sie aufs Neu mein nehmen zu Herzen. Herze nicht entzünden mit alten 14. Dies alles, obs für Sünden. schlecht zwar ist zu schätzen, 11. Weils aber nicht besteht wirst du es doch nicht gar in eignen Kräften, fest die beiseite setzen; in Gnaden Begierde an das Kreuz zu hef- wirst du dies von mir annehmen, ten, so gieb mir deinen Geist, der mich nicht beschämen. wich regiere, zum Guten führe. 15. Wenn dort, Herr Jesu, 12. Alsdann so werd ich wird vor deinem Throne auf 61 Huld betrachten, aus meinem Haupte stehn die Lieb zu dir die arge Welt ver⸗ Ehrenkrone, da will ich dir, achten; bemühen werd ich mich, wenn alles wird wohl klingen, Herr, deinen Willen stets zu Lob und Dank singen. erfüllen. Passion. Joh. Heermann, 4 1647. 9 5 Eigene Melodie. 8— Vorgesang. 2=.. 45.——— .— rrri—.—— —.— Heiland große Plag erlitten hat und tot derw nie⸗ 12 ag. 2. Heut stirbet Göott; wer 3. Komm, meine Seel, und ist, der solchs bedenkt? das tritt zum Kreuz herbei, zu Leben selbst heut an dem hören, was des Todes Ursach Kreuze hängt und sich für uns sei, und trage drob von Herzen zum Sündenopfer schenkt. Leid und Reu. ———..— —* +——.rr. * ᷓSꝗSꝗSDSDSDSDSSS Schaut, ihr Sünder ihr macht mir große Pein. Ihr sollt' Kinder In und meeiten El im Herzen fr euch; auten nii Zünden und nehr. 3. Dies lll Leide ahte waẽ than, fallt erzürnten Buße, eh e 4. Dure mür geschl funden eir daraus f Wassr un euch, die 5 hab ich se Erbarmen bedeckt, liegt an Mrlangen Seligkeit 6. Dari Gnadenflut Ind mache ihr Sünd ne eSchu herbei, zu hrsollt'Kinder Passion. .............— —.——.— des Todes e⸗wig sein. Durch mein Sterben seid i * i— e, hr hiervon ——.—————.—.— 33—— befreit und nun Erben der wahren Se=lig⸗keit. 2. Keine Schmerzen sind 7. Kommt, kommt alle, um⸗ meinen Schmerzen gleich, die faßt im Glauben mich, keiner im Herzen und Leib ich trag falle wie Judas hinter sich; für euch; solche binden und durch mein Leiden soll weder ängsten mich zwar sehr, eure Sünd und Tod euch nun Sünden und Undank noch viel⸗ scheiden von mir und eurem mehr. Gott. 3. Dies betrachtet und seht Nachgesang. niein Leiden an, nicht ver⸗ en in achtet, was ich für euch ge⸗ 1. Wir danken dir, 0 Jesu, than, fallt zu Fuße dem hoch⸗Gottes Sohn, daß du für erzürnten Gott und thut uns gelitten Spott und Hohn Buße, eh euch berückt der Tod. und uns dadurch geschenkt die 4. Durch die Wunden, die Ehrenkron. mir geschlagen sein, habt ihr 2. Hilf, daß dein Tod, o funden ein offnes Brünnelein, Herr, mein Leben sei; dein daraus fließen noch täglich Blut macht uns von allen Wassr und Blut, zu genießen Sünden srei; nimm uns zu euch, die ihr Buße thut. dir durch dein Valetgeschrei. 5. Schaut, mein' Armen 3. Herr Jesu Christ, den hab ich schon ausgestreckt zum Geist befehl ich dir. Wie zu Erbarmen. O wohl ist der dem Schächer, neige dich zu bedeckt, der umfangen hier mir und mich am End ins liegt an meiner Seit und Paradies einführ. Verlangen trägt nach der Matthäus App. v. Löwenstern, 1 1648. Seligkeit. Mel.: Du Lebensbrot, Herr. 280. 6. Darum eilet zu diser 96(QOch danke dir für Gnadenflut, die euch heilet E N deinen Tod, Herr und machet wieder gut, was Jesu, und die Schmerzen, die ihr Sünder von Adam her du in deiner letzten Not geerbt, und nicht minder durch empfandst in deinem Herzen. eigne Schuld verderbt. Laß die Verdienste solcher Pein 1 ein Labsal meiner Seele sein, wenn mir die Augen . Ich danke dir für deine Huld die du mir hast erzeiget, da du zur Zahlung meiner Schuld dein Haupt zu mir ge⸗ neiget. Ach, neig dich auch zu mir, mein Gott, wenn ich wol Les mir vom Himmelsthron Gestundelndachtschenten —— Passion. gerat in Todesnot, auf daß ich Gnade spüre! 3. Laß meine Seel in deiner Gunst aus ihrem Leibe scheiden, auf daß an mir nicht sei um⸗ sonst dein teuerwertes Leiden. Nimm sie hinauf zur selben Frist, wo du ihrl liebster Jesus bist, und laß mich ewig leben! Joh. Scheffler, 4 1677. Jesu Leiden, Pein und Tod. — — wie du, un⸗ ser Heil zu sein, lit-test gro⸗ e Schmerzen. 2 Speichel, Schläg und E Schmach, deine Kreuzesschande, deine man Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, und den Leib voll Schrunden. 3. Doch, laß mich ja nicht allein deine Marter sehen; laß mich auch die Ursach fein —* und die Frücht verstehen. Ach, die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde; diese hat Meine Seele 490 mag daht Angst und Bande, deinen gemartert dich, groß ich sie befinde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue; hilf, daß ich mit Sünden dich martre icht aufs neue; sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was Gott selber büßen mußt mit so großem Leiden? Wenn mir meine Sünde will machen heiß die Hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle; dich und weiden und Bli Vll dein Lein und setz ich ihm IDet onz Gnad von bau 3. Mi O. W kann ich Al V. alle böse her 258 Auf daß Oeel Libe sriner * scheiden nicht sei um⸗ Ledden. aar selben ey ser Ieus „ ewig leben e Schmerzen. groß ich sie bedenken mich und Reue: tSünden dich neue; sollt Zust und nicht sGott selber so großem Passion. 73 deine Passion laß mich gläubig, 4. Ja, für alles, was mich fassen; liebet mich der liebe Sohn, kränket, geben deine Wunden wie kann Gott mich hassen. Kraft; wenn mein Herz hinein 6. Gieb auch, Jesu, daß ich sich senket, krieg ich neuen gern dir das Krenz nachtrage, Lebenssaft. Deines Trostes daß ich Demut von dir lern und Süßigkeit wendt in mir das Geduld in Plage, daß ich dir bittre Leid, der du mir das geb Lieb für Lieb und dir Dank Heil erworben, da du bist erweise, daß ich dich, o Herr, für mich gestorben. es gieb, dort im Himmel preise. 5. Auf dich setz ich mein Sigismund v. Birten, 4 1681. Vertrauen, du bist meine Zu⸗ Mel.: Zion llagt mit Angst. 2322. versicht, dein Tod hat den Tod (QWesu, deine tiefen zerhauen, daß er mich kann • 4. Wunden, deine töten nicht. Daß ich an dir Qual und bittrer Tod geben habe Teil, bringet mir Trost, mir zu allen Stunden Trost Schutz und Heil, deine Gnade in Leibs⸗ und Seelennot. wird mir geben Auferstehung, Fällt mir etwas Arges ein, Licht und Leben. denk ich bald an deine Pein, 6. Hab ich dich in meinem die erlaubet meinem Herzen mit Herzen, du Brunn aller Gü⸗ der Sünde nicht zu scherzen. tigkeit, so empfind ich keine 2. Will sich denn in Wollust Schmerzen, auch im letzten weiden mein verderbtes Fleisch Kampf und Streit. Ich ver⸗ und Blut, so gedenk ich an berge mich in dich, welch Feind dein Leiden, bald wird alles kann verletzen mich? Wer sich wieder gut. Kommt der Satan legt in deine Wunden, der und setzt mir heftig zu, halt hat glücklich überwunden. ich ihm für deine Gnad und Joh. Heermann, 1 1647. Gnadenzeichen; bald muß er Mel.: Zesu Leiden, Pein u. Tod. o7. von dannen weichen. 99 CTesu, der du selbsten 3. Will die Welt mein Herze N wohl hast den Tod führen auf die breite Wollust- geschmecket, hilf mir, wenn ich bahn, da nichts ist als Jubi-sterben soll, wenn der Tod lieren, alsdann schau ich emsig mich schrecket; wenn mich mein an deiner Marter Zentnerlast, Gewissen nagt und die Sünden die du ausgestanden hast, so plagen, wenn der Satan mich kann ich in Andacht bleiben, verklagt, laß mich nicht verzagen. alle böse Lust abtreiben. 2. Jesu, zeige mir die Seit und die roten Wunden in dem laben, matter Geist Todesdurst wird letzten scharfen Streit meiner Todesstunden; laß mir deinen bittern Tod, Blut- und Angst⸗ schweiß nützen, (schwitzen. 3. Von dem Speer der letzte Stich naht dir zu dem Herzen; ach, Herr Jesu, denk an Herz auch Blut und Wasser mich, fühlt mein Schmerzen. Passion. wenn ich in der letzten Not Todesschweiß von dir fleußt; laß mich dieses wenn mein schwacher, haben. 4. Jesu, meines Lebens Licht, dich nicht von mir wende; ach, Herr Jesu, laß mich nicht an dem letzten Ende. Jesu, reiße mich, mein Schutz, aus des Todes Rachen; ach, ein Tröpflein deines Bluts kann mich selig machen. Mich. Bapzien, 1693. Eigene Melodie. 100. 10 x * ———.—. ——— 2.— Je⸗ su, der 3 u wollen llen bit Fen für für die Sünden aller Welt durch dein teuer Bl utvergie⸗ ßen, der du dich hast dargestellt als ein Opfer für die Sünder, die verdammten Adamskinder, Æ.—ĩ— 5————.—— ach, laß deine 8eh nicht an mir ver⸗lo⸗ren sein. 2. Rette mich durch deine Erden, laß mich nicht zu Plagen, wenn mich meine Sünde plagt; laß, ach laß mich nicht verzagen, weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle wenn ich Drangsalshitze fühle; ach, laß deine Todespein ꝛc. 3. Mache mich durch meine Bande von des Satans Banden frei; hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der n werden; brechen, ach, laß ꝛc. Rede durch dein Stille— shwrigen, liebster Jesu, mir das Wort, wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Ge⸗ wissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet; ach, laß ꝛc. 5. Laß mich Freudenrosen liebster Jesu, meine ier, von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu eupfinde;:e 7. Ach, Punden sri ein, wenn schwunden, in Seelen U Reinet Gr die mich be 8. Ach, kute, ach, Huld. 2 101 schw anur acher Burst wird Lebens Licht — Lamskinder, ein Stille⸗ esu, mir das ch Sünden klagen fort ein bös Ge⸗ mir mit t; ach, laß i. Freudenrosen Jesu, meine nen, die dich ihe dich zu 7 Passion. mir, kröne mich mit Huld Blute meine schwere Sünden⸗ und Gnade, daß kein Sünden-schuld. Laß mich in der Angst dorn mir schade; ach, laß ꝛc. der Sünden Ruh in deiner 6. Heile des Gewissens Strie-Seite finden; ach, laß ꝛe. men, nimm von mir der Schmer⸗ 9. Hilf, daß mir dein Dürsten zen Last, durch die Geißeln, durch nütze, das am Kreuze dich ge⸗ die Riemen, welche du gefühlet plagt. Wenn ich lechze, wenn hast, daß ich böser Knecht der ich schwitze, wenn mich meine Sünde Satans Streiche nicht Sünde jagt, laß mich deines empfinde; ach, laß ꝛe. Dursts genießen, laß mir Le⸗ 7. Ach, laß deine tiefen bensströme fließen; ach, laß ꝛc. Wunden frische Lebensbrunnen 10. Jesu komm mich zu be⸗ sein, wenn mir alle Kraft ver- freien durch dein lautes Angst⸗ schwunden, wenn ich schmacht geschrei. Wenn viel tausend in Seelenpein; senk in Abgrund Sünden schreien, ach, so steh 9,* deiner Gnaden alle Schuld, mir Armen bei. Wenn mir die mich beladen; ach, laß; ꝛe. Wort und Sprach entfallen, 8. Ach, zerbrich die Eifer-laß mich sanft von hinnen wallen. rute, ach, erzeige Gnad und Laß mir deine Todespein Leben, Huld. Tilge doch mit deinem Heil und Himmel sein. Jos. Frank, 4 1677. 1 0 1— Mel.: Christus, der uns selig macht. x————. ....—— — diesen schlechten Dankhieran, so viel mei⸗ne See ⸗le S 5— ö 9— DEDD II ...PSPSP PSPSSISSS I........... E* immermehr dir bringen kann in der Schwachheitshöh⸗le. Passion. . 2. Ich erwäg es hin und uns Fried und Heil gebracht. her, was dich doch bewogen, Drum will mir geziemen, deine daß du so viel Herzbeschwerd starke Liebesmacht ewiglich zu hast auf dich gezogen. Daß rühmen. du Angst, Gewalt und Not,. 7. Laß doch diese Sicherheit Schläge, Hohn und Banden, gleichfalls mein Gewissen zwi— Lästerung, Schmach, Kreuz und schen Angst und Tod und Tod willig ausgestanden. Streit kräftiglich genießen. 3. Gottes Wohlgewogenheit, Ach, ach, meines Herzens Herz, Vaterlieb und Güte, deines wirf durch deine Schmerzen 1 Herzens Freundlichkeit und dein meine Schmerzen hinterwärts treu Gemüte, Jesus, hats allein fern aus meinem Herzen. gemacht, daß kein Mensch. 8. Und wie schnell mein verzaget, wenn der Sünden Herz erschrickt über Straf und Meng und Macht die Gewissen Sünden, so schnell wird es naget. gleich erquickt, wenn du dich 4. O du wunderbarer Rat, läßt finden. Jesu, sieh, ich falle den man nie ergründet! O der dir mit zerknirschter Buße und unerhörten That, die man nir⸗ mit Besserungsbegier glau⸗ gend findet! Was der Mensch, bensvoll zu Fuße. der Erdenknecht, trotzig hat ver-“ g9. Nun, ich weiß, worauf ich brochen, wird an Gott, der bau und bei wem ich bleibe, noch gerecht, durch und durch wessen Fürsprach ich vertran gerochen. und an wen ich gläube. Jesu, m II 5. Mein Fleisch, Lüste und du bist es allein, der mich hält um zu Begier hat dich so geschla- und schützet, wenn gleich alle Ach, du! gen, diese Krankheit hab ich Höllenpein auf mich schießt lasen dit dir, Jesu, aufgetragen. Meine und blitzet. Dulsend Schuld und Missethat hat 10. Ich will, weil ich mit. Wn dich so verbürget, bis sie dich dir frei werd im Himmel erben, urhöhnet doch endlich hat unschuldig er— Herr, in deinen Armen treu Shuf würget. leben und auch sterben, bis 6. Alle Strafe, der ich war man fröhlich sagen wird nach uch dazu Tag und Nacht verbunden, liegt des Todes Banden: Sieh, dein achtht u auf dir nun ganz und gar, Bräutgam und dein Hirt, Jesus, chhe und durch deine Wunden wird ist vorhanden. 5 Du Heinr. Held, 1 1643. Buße 0 Rler glar I⸗ 5„ Worauf ich ich bleibe, ich vertran läube. Isu, mich hält gleich alle mich schießt weil ich mit mmel erben, Armen tren erben, bis en, U dnad wird nach Sieh, dein Hirt, Jesus, Passion. 1 2 Eigene Melodie. Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der d u dich für mich gegeben in die tiefste Seelen-not, —.—.8— ö ů in das äußerste Berderben, nurdoßichnichrmochtoserben Tausend, tausend⸗ mal 12 dir, liebster Jesu, Dank dafür! 2. Du, ach, du hast ausge⸗Pein: lassen dich an⸗ standen Lästerreden, Spott und klagen, daß ich könnte sicher Hohn, Speichel, Schläge, Strick sein. Daß ich möchte trost— und Banden, du gerechter Got-reich prangen, hast du sonder tessohn, mich Elenden zu Trost gehangen. Tausend ꝛc. erretten von des Teufels Sün⸗ 6. Du hast dich in Not denketten. Tausend, tausend gestecket, hast gelitten mit Ge⸗ mal ꝛc. duld, gar den herben Tod ge— 3. Du hast lassen Wunden schmecket, um zu büßen meine schlagen, dich erbärmlich richten Schuld. Daß ich würde los zu, um zu heilen meine Pl agen, gezählet, hast du wollen sein um zu setzen mich in Ruh. gequälet. Tausend ꝛc— Ach, du hast zu meinem Segen 7. Deine Demut hat ge— lassen dich mit Fluch belegen. büßet meinen Stolz und Ueber⸗ Tausend ꝛc. mut, dein Tod meinen Tod Man hat dich sehr hart versüßet, es kommt alles mir verhöhnet, dich mit großem zu gut. Dein Verspotten, dein Schimpf belegt, und mit Dor-WVerspeien muß zu Ehren mir nen gar gekrönet; was hat gedeihen. Tausend ꝛc. dich dazu bewegt? Daß du 8. Nun, ich danke dir von möchtest mich ergötzen, mir die Herzen, Jesu, für gesamte Ehrenkon aufsetzen. in 2c. Not, für die Wunden, für die 5. Du hast dich hart lassen Schmerzen, für den herben schlagen zur Befreiung meiner bittern Tod, für dein Zittern, 78 Passion. uor 9—. auf dulen für dein Zagen, für dein tau⸗ 4. Lasset uns mit Jesu leben; 1 Oetles N sendfaches Plagen, für dein weil er auferstanden ist, muß 15 Hetn * Angst und tiefe Pein will ich das Grab uns wieder geben. ch: Hh! ewig dankbar sein. Jesu, unser Haupt du bist. ri. Dr ö Ernst Christoph Homburg. 4 1681. Wir sind deines Leibes Glieder; uch 00 ö Mel.: Lasset uns den Herren. 139. wo du lebst, da leben wir. 0 ennen 103 Lasee uns mit Ach, erkenn uns für und für, 31— alein 199. Jesu ziehen, trauter Freund, für deine Brü— ein. seinem Vorbild folgen nach, in der. Jesu, dir ich lebe hier, eh, 9 du 6. V/ Ruld, wende Ruche; den Schlld; il Gache und der Welt der Welt entfliehen dorten ewig auch bei dir. auf der Bahn, die er uns brach, Sigismund v. Birken, 4 1681. VI immerfort zum Himmel reisen, Mel.: Meinen Zesum laß ich nicht. 424. V irdisch, doch schon himmlisch sein, 1 4(iebster Heiland, * glauben recht und leben fein, in bist du mein? 41 0e der Lieb den Glauben weisen. Ach, so schenke mir dein Leiden; r. Treuer Jesu, bleib bei mir; ich muß auch gestorben sein, hü gehe vor, ich folge dir. und dein Tod gehört uns bei— 190050 V 2. Lasset uns mit Jesu lei- den. Darum rechne mir es an, Am den, seinem Vorbild werden was du selber hast gethan. gleich; nach dem Leiden folgen 2. Tod und Hölle macht ö Freuden, Armut hier macht mir heiß; hilf doch ihren Rachen dorten reich, Thränensaat die stopfen, und von deinem To— erntet Lachen, Hoffnung tröstet desschweiß gieb mir die blut— mit Geduld; es kann leichtlich roten Tropfen, daß sie künftig ö Gottes Huld aus dem Regen auch einmal lindern meine Sonne machen. Jesu, hier Todesqual. leid ich mit dir; dort teil deine 3. Nimm die Ketten und Freud mit mir! das Band, wenn dich deine 3. Lasset uns mit Jesu ster- Feinde binden, und zerreiß mit ben; sein Tod uns vom andern starker Hand das Gefängnis Tod rettet und vom Seelver- meiner Sünden, daß ich ewig derben, von der ewiglichen Not. los und frei unter allen Laßt uns töten, weil wir leben, Feinden sei. unser Fleisch, ihm sterben ab, 4. Caiphas und sein böser 905 so wird er uns aus dem Grab Rat suchen lauter falsche Kla⸗ 2. aus in das Himmelsleben heben. gen. Was mein Herz ver⸗ mues Herz Jesu, sterb ich, sterb ich dir, brochen hat, will ich unge- heten an, da daß ich lebe für und für. heißen sagen. Hilf mir nur Mst und t r Helland, 44—— mein? dein Leden, brben sein ort uns bu⸗ e mir es an gethan. Holle macht ren Rachen deinem To⸗ die blut⸗ sie künftiz ddern meine Ketten und dich deine zerreiß mit 5 Gefängnis ich ewig allen d sein böser falsche Kla⸗ Herz ver⸗ Uich unge⸗ mir Nlli 79 Passion. auf deinen Thron, o, du gro- nem Gut; hilf mir auch mein ßer Gottessohn. Kreuze tragen. Und so oft 5. Petri Mund verleugnet ich denk an dich, laß mich dich; aber uns wirst du be- weinen über mich. ö kennen. Drum erlaube, daß 8. Stille bei mir allen ich mich darf nach deinem Na-Schmerz, den du selber hast men nennen, so will ich denn empfunden. Labe mein ver— ganz allein dein und keines schmachtet Herz, heile mich andern sein. durch deine Wunden. Wasche 6. O, du Wunder der Ge- mich mit deinem Blut, kreuzige duld, wende von mir Gottes den bösen Mut. Rache; denn du leidest ohne 9. Mein Gott, mein Gott, Schuld; hilf mir aus der bösen laß mich nicht. Ich befehl Sache und vertritt mich im am letzten Ende mit gewisser ů Gericht, wenn mir Gott das Zuversicht meinen Geist in Urteil spricht. deine Hände. Hilf mir sagen: 7. Züchtige mein Fleisch und Gute Nacht, Gott sei Lob, es Blut, wie sie dich mit Geißeln ist vollbracht! schlagen. Kröne mich mit dei⸗ Casp. Neumann, 1 1715. ö 1 0 + V— Mel.: Herr und Alt'ster deiner Kreuzgemeine. ————————.—— 2 ———v—7—. ä—.‚—8— I—— ðʒ.: 3 6 IDE— Marter Gottes, wer kann dein vergessen, der in dir sein Nein, wir wollen immer mehr ermessen deiner Lie-be 15 an⸗ 2—... 2. Tausend Dank, du unser uns genug gethan. Laß dich treues Herze! Leib und Seele jedes um so heißer lieben, als beten an, daß du unter Marter, es noch im Glauben sich muß Angst und Schmerze hast für üben, bis es einst als deine Braut dich von Angesichte schaut. Meine kranke und be⸗ dürftge Seele eilet deinen Wunden zu, Gnadenborn erwähle, wo ihr fließen Fried und Ruh. Auf dein Kreuz laß, Herr, mich gläubig sehen, laß dein Mar⸗ terbild stets vor mir stehen: so geht mir bis in mein Grab nichts von deinem Frieden ab. sammen finden, schlagen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu sein; und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne, sage Amen und zu— gleich: Friede, Friede sei mit euch! Christ. Reu. Graf v. Zinzendorf, 1 1752 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243 Seel, er⸗ 106. Muane dcch, deines Jesu Lieb bedenke, wie er für dich giebet sich, darauf deine Andacht lenke; ach, er⸗ und dich wäg die groß e Treue, deines Jesu freue. 2. Sieh, der wahre Gottes⸗ sohn ist für dich ans Kreuz gehänget, sein 1— 198 trägt die Leib ist mit Dornenkron, sein Blut besprenget, er läßt sich für dich verwunden. Wo ist größer Lieb gefunden? Passion. daß sie sich den 4. Die wir uns allhier bei⸗ 3. Da du solltest große Pein ewig leiden in der Höllen und von Gott verstoßen sein wegen vieler Sündenfällen, träget Jesus deine Sünden und läßt dich Genade finden. 4. Durch sein Leiden ist ge⸗ tillt deines Gottes Zorn und Rache. Er hat das Gesetz er⸗ füllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod umschränket und den Himmel dir geschenket. 5. Ich kann nimmer, nimmer⸗— mehr das Geringste nur ver⸗ gelten, er verbindt mich allzu⸗ sehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und wohl gar mit Sünd betrübet. 3. Was geschehen, soll nun nicht hinfort mehr von mir geschehen; mein Schluß sei nun fest gericht', einen andern Weg zu gehen, darauf ich nur Jesum suche, und, was ihn betrübt, verfluche. 7. Weg, ihr Sünden, weg von mir! Ich kann euch an mir nicht leiden, euretwegen muß ich hier und dort von dem sein geschieden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 8. Du, mein Jesu, sollst es sein, den ich mir zum Ziel gesetzet, wie du mein, so will ich dein bleiben stets und un⸗ nicht lassen dich uum fasse R. hier solche 107. 2. Liebe, Ind Thräne sich betrübt Blat und S fit geliebt: Pein e de llen e en sen denf illen, Sin Ret so schlecht 31 4 gar nut hen, soll nun ühr von mir Schluß sei sen andern auf ich nur as ihn unden, weg inn euch an euretwegen nd dort von ohne welchen 41. Gnade, Jesu, sollst zum Ziel U ⁰0 wil l und un Passion. 81 verletzt; was du liebest, will ich lieben, und was dich, soll mich betrüben. 9. Was du willst, das sei mein Will, dein Wort meines Herzens Spiegel, wenn du schlägest, halt ich still, dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich soll den Himmel erben; darauf kann ich fröh— lich sterben. 10. Nun, so bleib ich fest dabei, Jesus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, des ich sei, nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu, mich nicht lassen; ewig will ich dich umfassen. 11. Ist bereits schon jetzo hier solche Freud und Ruh zu 107. finden, wenn im Glauben wir mit d dir uns, mein Jesu, recht verbinden, schenkst du schon so viel auf Erden: ei, was will im Himmel werden! 12. Was für Lust und Süßigkeit, was für Freud und Jubilieren, was für Ruhe nach dem Streit, was für Ehre wird uns zieren! Ewig, ewig werd ich loben, wenn ich ganz zu Gott erhoben. 13. Ach, ich freu mich alle Stund auf dies freudevolle Leben, danke dir mit Herz und Mund, du, o Jesu, hast's gegeben; nur im Glauben laß michs halten, und dein Kraft in mir stets walten. Joh. Kasp. Schade, 1698. Eigene Melodie. ————— 5..— I.III..— O du Lebe meiner Lie⸗be, du erwünschte Seligkeit, die du dich aus höchten Tuebei in das jammervolle Leid ———.——. deines Leidens, mir zu gute, als ein Schlachtschafeingestellt V ů EI 2—. 2 E und bezahlt mit deinem Bluke al⸗le Missethat der Welt. 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen an dem Oelberg sich betrübt; Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt; Liebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt; den, so niemand konnte stillen, hat dein Ster— ben beigelegt. 3. Liebe, die mit starkem 6 82 Passion. Herzen alle Schmach und Hohn senket, ach, wie dank ich deinem gehört; Liebe, die mit Angst und Schmerzen nicht der strengste Tod versehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem endt; Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt; Liebe, die aus Liebs⸗— erbarmen, mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst starb und für mich bat, daß mich nicht der Zorn sollt fassen, weil mich ihr Verdienst vertrat. 5. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich, als seine Braut, unaufhörlich sich ver— bunden und auf ewig anver⸗ traut; Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein in dem blutver⸗— wundten Herzen sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die für mich ge⸗ storben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz er⸗ worben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft in deiner Seite ruh! 7. Liebe, die sich tot ge— kränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab ge⸗ Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil er— worben; nimm mich, liebster Jesu, an! Joh. Scheffler, 1677. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 1 0 8 O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zu Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst schimpfieret, gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, da⸗ vor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so verspeit, wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schänd— lich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wan⸗ gen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht, hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, er⸗ duldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der stehen, vere von dir w wenn dir wenn deil baassen in alsdann meinen A Freuden ich woh Leiden, soll. A Leben, e mein L wie woh 8. Id en, o für deine du's so Scheffler, 11677. lich verlangen. 68⁴ Naupt voll Vut Wunden, dvoller Hohn dott gebunden Eron, o Haupt, ret mit höchster leht aber höchst grüßet seist du Angesichte,da⸗ Und scheut das ichte wie bist wie bist du wer hat dein m sonst kein thet, so schänd⸗ e deiner Wan⸗ Appen Pracht nz vergangen; es Macht, hat men, hat alles daher bist du deines Leibes du, Herr, er⸗ 3meine Last; bst verschuldet, u hast. Schau ich Armer, der Passsion. 83 Zorn verdienet hat; gieb mir, gieb, daß ich mich halte zu dir o mein Erbarmer, den An- und deiner Treu, und, wenn blick deiner Gnad. ich nun erkalte, in dir mein 5. Erkenne mich, mein Hüter, Ende sei. mein Hirte, nimm mich an! 9. Wenn ich einmal soll Von dir Quell aller Güter, scheiden, so scheide nicht von ist mir viel Guts gethan; dein mir; wenn ich den Tod soll Mund hat mich gelabet mit leiden, so tritt du dann herfür. Milch und süßer Kost, dein Wenn mir am allerbängsten Geist hat mich begabet mit wird um das Herze sein, so mancher Himmelslust. reiß mich aus den Angsten, 6. Ich will hier bei dir kraft deiner Angst und Pein. stehen, verachte mich doch nicht!“ 10. Erscheine mir zum von dir will ich nicht gehen, Schilde, zum Trost in meinem wenn dir dein Herze bricht, Tod, und laß mich sehn dein wenn dein Haupt wird er-WBilde in deiner Kreuzesnot. blassen im letzten Todesstoß, Da will ich nach dir blicken, alsdann will ich dich fassen in da will ich glaubensvoll dich meinen Arm und Schoß. fest an mein Herz drücken. Wer 7. Es dient zu meinen sso stirbt, der stirbt wohl. Freuden und kommt mir herz⸗ Paulus Gerhardt, 4 1676. lich wohl, wenn ich in deinem Mel.: Jesu Leiden, Pein u. Tod. 97. Leiden, mein Heil, mich finden hilf, Christe, soll. Ach möcht ich, o, mein 109. O—— Sohn, Leben, an deinem Kreuze hier durch dein bitter Leiden, daß mein Leben von mir geben, wir, dir stets unterthan, all wie wohl geschähe mir! Untugend meiden, deinen Tod 8. Ich danke dir von Her- und sein Ursach fruchtbarlich zen, o Jesu, liebster Freund, bedenken, dafür, wiewohl arm für deine Todesschmerzen, da und schwach, dir Dankopfer 28 7 ö du's so gut gemeint. Ach, schenken. Mich. Beiße, 4 1542. 110. Eigene Melodie. n n b—.—.————— O Lamm Got⸗tes unschuldig, am Stamm des Kreuzes ge⸗ all-zeit er⸗funden g'duldig, wie-wohl du wa-est ver⸗ 6* Passion. T— 2 .— 60 250——9 22—— chlachtet 3 e all Sünd hast du ge⸗tra-gen, sonst müßten wir N — N N dn ,, 1 1.— R— 4—— .— I—— verzagen. Erbarm dich unser, 2. O Lamm Gottes, un⸗ schuldig ꝛc. Erbarm dich unser, o Jesu! schuldig ꝛe. 0 Je⸗su, De⸗n! 3. O Lamm Gottes, un⸗ Gieb uns dein'n „ Desu! Nic. Decius, 1541. Zweite Melodie. DLamm Gottes unschuldig,a am Stammdes Kreuzes ge⸗ all-zeit funden ge-duldig, wie-wohl du warest ver— 5—.——.————.—— D chtet, ud äet; all Sünd hast du ge⸗tra⸗gen, sonst müßten wir EV———— 2—.. —— 7— ————. Perzagen 1-2. Erbarm dich un⸗ser, o Je⸗-su. Mel.: O 11²2. teures Blut! 1II. O O rote Flut, wie quillst du aus den Wunden, die mit unerhörter Angst Jesus hat empfunden. 2. Ach teurer Fluß des Heils, ich muß mit dir die Seele laben; sonsten kann sie in der Welt nirgend Labsal haben. 3. Fleuß auf sie zu und schaff ihr Ruh, wenn sie die J 3. Gieb uns dein' Friedeno Je-su. Sünde naget, wenn sie fühlet Höllenangst, und nach Troste fraget. 4. O Gottes Sohn, mein Gnadenthron, du stirbst, auf daß ich lebe und an dir, o Weinstock, sei eine grüne Rebe. 5. Ich Sündenknecht bin nun gerecht, mein Fluch wird mir zum Segen; denn ich bin des Höchsten Kind meines Jesu wegen. 6. Iht l nelszier,N litte, daß 1 liegtet bot; storben! Himmelrei eisorben. Gotteslar Hlut beflo ildiglich 9. L Glaubens⸗ 0 zerschl 0 Erdenlebt, 0 O t und W. Jungfr deln heiße alschauen. Kreuzes ge⸗ warest ver⸗ enn sie fühlet nach Troste Sohn, mein u stirbst, auf d an dir, o e grüne Rebe. enknecht bin u Fluch wird denn ich bin Rind meines 6. Ich danke dir, o Him— melszier, daß du für mich ge— litten, daß du sterbend meinen Tod ritterlich bestritten. 7. O Pelikan, o reiner Schwan, laß solches mich be— 112. Passion. 85 denken, bis man endlich meinen Leib wird ins Grab versenken. 8. Dann leb ich wohl, gleich⸗ wie ich soll, und sterb in deinem Namen. Komm, du teures A und O, mich zu holen! Amen. Simon Dach, 1 1659. Eigene Melodie. 2——. D— IIII O Traurigkeit, 0 Herzeleid! Ist das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einig Kind wird ins Grab ge⸗tragen. 2. O große Not! Gott selbst der dieses recht bedenket, wie liegt tot; am Kreuz ist er ge— storben! Hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind! Nur deine Sünd hat dieses ausge— richtet, da du durch die Misse— that warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut beflossen, welches er ganz mildiglich hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund! O Glaubensgrund! Wie bist du so zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O lieblich Bild, schön, zart und mild, du Söhnlein der Jungfrauen! Niemand kann dein heißes Blut ohne Reu anschauen. — 7. O selig ist zu jeder Frist, der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab gesenket. 8. O Jesu du, mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Thränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: O Welt, ich muß dich ꝛc. 698. Welt, sieh hier 113. dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlä— gen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. ..—— 86 Passion. 3. Wer hat dich so geschla— gen, mein Heil und dich mit Plagen so übel zugericht?? Du bunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr, was Leib und Seel vermögen, bist ja nicht ein Sünder, wie das soll ich billig legen allzeit wir und unsre Kinder, von an deinen Dienst und Ehr. Missethaten weißt du nicht. 10. Nun, ich kann nicht 4. Ich, ich und meine Sün⸗viel geben in diesem armen den, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken, viel schwerer als ein Stein. Du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bür⸗ gen, ja, lässest dich erwürgen, für mich und meine Schuld. Mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Du springst ins Todes Rachen, mich frei und los zu machen von solchem Ungeheur. Mein Sterben nimmst du abe, vergräbst es in dem Grabe. O unerhörtes Liebesfeur! 9. Ich bin, mein Heil, ver⸗ Leben; eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran er— götzen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 12. Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zor⸗ nig seine Fluten, will ich aus deinem Leiden sehn. 13. Ich will daraus stu⸗ dieren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem sanften Mut, und wie ich die soll lieben, die mich so sehr betrüben mit Wer⸗ ken, so die Bosheit thut. 14. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 16. Din Suihnen u Thaänen, d die sollen deinen Sch Liten zu gleiten* Mams bi 2. Imi guüll, wũ Thränen, herzigkeit 3. Di vor Sch Heißen Fl Härtigke dammen. 4. Go Meanschen Menschen keine we ihnen fin 5. Er! Schar mi nen und d Hurn vor 6.Kon —— — isre Sünden ott entzünden, r an wie uten, wie zor⸗ „ wil ich aus sehn. 4. stu⸗ nein Herz sol ie Mut, Ulüeben, de aben mit Wer⸗ heit thut. böse Zungen npf und Namen lÜl ich zähmen echt will ich Nächsten seine hen gern und 15. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem Wder was meinem Fleisch gelüst'; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 16. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände be— gleiten zu der ewgen Ruh. Paulus Gerhardt, 4 1676. Mel.: O Traurigkeit. 112. 114 Wunderflut, das * höchste Gut be— weint die ärgsten Sünder. Gottes liebstes Kind beklagt Adams böse Kinder. 2. Immanuel, der Freuden— quell, wird hier ein Quell der Thränen, die sich nach Barm⸗ herzigkeit für die Sünder sehnen. 3. Das zarte Herz zerbricht vor Schmerz und schmelzt in heißen Flammen, unsersHerzens Härtigkeit weinend zu ver— dammen. 4. Gott selber weint! Der Menschenfreund beweint der Menschen Sünden, weil sich keine wahre Reu läßt bei ihnen finden. 5. Er stellt sich dar, die freche Schar mit Thränen zu versöh— nen und des Himmels schweren Zorn von ihn'n abzulehnen. 6. Komm, harter Sinn, komm, Passion. 87⁷ wirf dich hin zu dieser Liebe Füßen; laß dieThränen, die sie weint, reichlich auf dich fließen. 7. Ach, schmerzet dich der Schlangenstich, so darfst du deinen Schaden in dem Blut⸗ und Thränenstrom deines Mitt-— lers baden. 8. Laß diesen Tau die dürre Au des Herzens wohl durch— dringen; so wirst du durch dessen Kraft neue Früchte bringen. 9. Bist du erstarrt, kalt, fühl⸗ los, hart, und kannst kein Thränlein weinen; opfre Gott die Thränen auf, welche hier erscheinen. 10. O heilge Flut, komm mir zu gut im Leben und im Sterben. Laß mich einst durch dein Verdienst ewge Freud ererben. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. Mel.: Jesus meine Zuversicht. 732. 115. Seele,„geh auf Gol⸗ gatha, setz dich unter Jesu Kreuze, und be— denke, was dich da für ein Trieb zur Buße reize. Willst du unempfindlich sein, o so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild zwischen Erd und Himmel hangen; wie das Blut mit Strömen quillt, das ihm alle Kraft vergangen. Ach, der übergroßen Not, es ist ja mein Jesus tot! SIWS ES 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hab ich ver⸗ schuldet, und du hast aus großer Huld, Pein und Tod für mich erduldet; daß ich nicht verloren bin, giebst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe. Schaue von des Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe; dein 14— im Blute wallend Herz setzet x mich in großen Schmerz. mermehr, diese Plagen dir vergelten; du verbindest mich zu sehr, schenkt ich dir gleich IN für dich: * Herze geben; ständiglich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, ster⸗ bend sein. 1*0 7. Laß dein Herz mir offen ö stehn, öffne deiner Wunden Thüre; da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Not verspüre, wie ein Hirsch d nach Wasser dürst, bis du mich erquicken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen; laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen. Führ in ich will dir mein Passion. 5. Ich kann nimmer, nim⸗ ö tausend Welten, ach, das wäre 1 nicht genung nur für deinen Gallentrunk. 6. Nun, ich weiß noch was dieses soll be⸗ allem Kreuze mich wunderlich, nur seliglich. 9. Endlich laß mich meine Not auch geduldig überwinden. Nirgend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden; wer sich hier sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. Benj. Schmolcke, 1 1737. Mel.: Schwing dich auf. 656— 116. Seele⸗ mach dich O eilig auf, Jesum zu begleien gen Jerusalem hinauf, tritt ihm an die Seiten. In der Andacht folg ihm nach zu dem bittern Leiden, bis du nach dem Ungemach zu ihm wirst verscheiden. 2. Seele, siehe, Gottes Lamm gehet zu dem Leiden, deiner Seelen Bräutigam, als zur Hochzeitfreuden. Geht, ihr Töchter von Zion, Jesum zu empfangen; sehet ihn in seiner Kron unter Dornen prangen. 3. Du zeuchst als ein König ein, wirst dafür empfangen; aber Bande warten dein, dich 4.. zu fangen. Für die Ehre Hohn und Spott wird man dir, Herr, geben, bis du durch des Kreuzes Tod schlie— ßen wirst dein Leben. 4. Das Kreuz ist der Königs⸗ thron, drauf man dich wird setzen, dein Haupt mit der zul nach der wifst du dt nur auf d gestreuten de. den Ol 4 O sterv 7. L zeit frt voller A nich dar dein Leis Helem allem L Ruhekam Ral Lat ch wunderlich mich meine überwinden dnd mich der men Wunden ier sein Bette lletz:: Es ist . 656. e, mach dich 1ig auf, Nsum eu Jerusalem an die Seiten. solg ihm nach Leiden, bis d mach zu ihm ehe, Gottes dem Leiden, räutigam, als euden. Geht, Zion, Fesum sehet ihn in inter Dornen als ein König ir empfangen; rten dein, dich sen. Für die d Spott wird geben, bis du Tod schlie⸗ Leben. ist der Köͤnigs⸗ zan dich wird aupt mit der Passion. 89 Dornenkron bis in Tod ver— letzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist ja lauter Leiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden. 5. Du wirst, Herr der Herr— lichkeit, ja wohl müssen sterben, daß des Himmels Ewigkeit ich dadurch mög erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine Kron von ferne, die dein siegreich Haupt bekränzt, schöner als die Sterne! 6. Liebster Jesu, nun Glück zu! Es muß dir gelingen; nach der guten Freitagsruh wirst du Freude bringen. Tritt nur auf die Todesbahn; die gestreuten Palmen bilden dir den Sieg voran aus den Osterpsalmen. 7. Laß mich diese Leidens— zeit fruchtbarlich bedenken, voller Andacht, Reu und Leid mich darüber kränken. Auch dein Leiden tröste mich bei so vielem Jammer, bis nach allem Leiden ich geh zur Ruhekammer. Abrah. Klesel, 4 1702. Mel.: Der am Kreuz ist. 80. Oder: Freu dich sehr, o meine Seele. 680.“ 117 Sei mir tausend⸗— mal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet das, womit ich dich betrübt. Ach, wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da du stirbest und um meine Seele wirbest. 2. Ich umfange, herz und küsse der gekränkten Wunden Zahl und die purpurroten Flüsse deiner Füß und Nägel— mahl. O wer kann doch, schönster Fürst, den so hoch nach uns gedürst, deinen Durst und Liebsverlangen völlig fassen und umfangen? 3. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin, nimm die Schmer— zen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selbsten mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 4. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in mein Herz hinein, da sie mögen alle Stunden bei mir unver— gessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 5. Diese Füße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selbsten freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gieb meiner Bitte Raum, sprich: Laß all 90 Passion. dein Trauren schwinden, ich, ich tilg' all deine Sünden. Paulus Gerhardt, 1 1676. Mel.: Was mein Gott will, das. 665. 118 Se gehst du nun, * mein Jesu, hin, den Tod für mich zu leiden, für mich, der ich ein Sünder bin, der dich betrübt mit Freuden. Wohlan, fahr fort, du edler Hort, mein Augen sollen fließen, ein Thränensee, mit Ach und Weh, dein Leiden zu begießen. 2.(Jesus:) Ach Sünd, du schädlich Schlangengift, wie weit kannst du es bringen! Dein Lohn, der Fluch, mich jetzt betrifft, in Tod thut er mich zwingen. Jetzt kommt die Nacht der Sündenmacht, fremd Schuld muß ich abtragen. Betracht es recht, du Sünden⸗— knecht, nun darfst du nicht verzagen. 3. Ich, ich, Herr Jesu, sollte zwar der Sünden Strafen leiden an Leib und Seel, an Haut und Haar, auch ewig aller Freuden beraubet sein und leiden Pein, so nimmst du hin die Schulde; dein Blut und Tod bringt mich vor Gott, ich bleib in deiner Hulde. 4.(Jesus:) Ja, liebe Seel, ich büß die Schuld, die du hättst sollen büßen; erkenne daraus meine Huld, die ich dich laß genießen, ich wähl den Fluch, dieweil ich such vom Fluch dich zu befreien; denk meiner Lieb, durch deren Trieb die Segen dir gedeihen. 5. Was kann für solche Liebe dir, Herr Jesu, ich wohl geben? Ich weiß, ich finde nichts an mir; doch will, weil ich werd leben, mich eigen dir, Herr, nach Gebühr zu dienen ganz verschreiben, auch nach der Zeit in Ewigkeit dein Diener sein und bleiben. Casp. Friedr. Nachtenhöfer, 4 1685. Mel.: O Traurigkeit. 112. 1 19 Se ruhest du, o meine Ruh, in deiner Grabeshöhle und er— weckst durch deinen Tod meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach bist du kalt, mein Aufenthalt? Das macht die heiße Liebe, die dich in das kalte Grab durch ihr Feuer triebe. 4. O Lebensfürst! Ich weiß, du wirst mich wieder aufer⸗ wecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 5. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. E enu 0 es h Herr füt mich ver geben in 3. V nun schad gahl? Gnaden, zumal be teres Bl mehr darf Qual und 4. Dru Herzen jet lang für Schmerzen Bunk für! tigkeit. 112. 4 ruhest du, 0 Meine Ruh hle und er⸗ len Tod meine dich ein nach meines Lebens hat letzt ein des Heils, du kalt, mein as macht die ich in das kalte Feuer triebe irst! Ich weiß, wieder aufer⸗ m mein gläubiz Uft erschrecken? mir sein ein ich auf Rosen un durch deinen Grab besiege 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird 23 auferstehen, und in ganz ver⸗ klärter Zier aus dem Grabe gehen. Passion. 9¹ denn Indes will ich, mein esu, dich in meine Seele 550 und an deinen bittern 28 bis in Tod gedenken. Salomo Franck, 4 1725. Eigene Melodie. —— —— ů * 1 2 + j — + 0.— 2 E—— Wenn meine Sünd mich kränken, o mein Herr Je⸗su Christ, so laß mich wohl be-denken, wie du ge— storben bist I/ — 1— 69.65 I .— 2 1— und—3 mei⸗ne Schuldenlast am Stamm des heilgen 1W1.—.— II SPSPSPSPSPSSISIIIIIIII E.—— B.. IL Kreuzes auf dich ge⸗nommen hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wenn mans betrachtet recht; es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen ge— geben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist all— zumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein leben— lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angst— geschrei, Sterben, Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für dein unschuldig für deine Lieb und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, solls auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigen⸗ nutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meiner letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1 1673. Mel.: O Jesu Christ, wahr Gottes. 291. 121. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns ge— storben bist und hast uns durch 122. Passion. dein teures Blut vor Gott gemacht gerecht und gut. 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch dein heilig fünf Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst' uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, rett uns durch dein allmächt'ge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein. 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, 1600. Eigene Melodie. —.— . Wollt 0 wissen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, was ö—— ——— ich weiß? Wollt ihr sehn mein Eigentum? Wollt ihr hören, 4 H— ——.— E—— 2—— —— 0 was mein Ruhm? Je⸗sus, 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erquickt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer s schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte. 3. Wer ist meines Lebens der Ge⸗kreu⸗-zig⸗te! Kraft? Wer ist meines Geistes Saft? Wer macht mich gerecht 905 schlecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gekreuzigte. 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der ind aubof Uin in mattes hild det mein Hel v.. Oe freuzi Wer 10 Wer Wer 7 0 hs Mel.: Gott de 23. welche d 91 Ach, W siße, das verstehn. frendeveit 3 mit eu 2. Kon Bote, w Friede dü mehr der! Fürst. Rir, darum 3. Grü Munde, d hricht, sch Friedensbu Ainger nic Dube du, Oal lblatt z 4. Zun elschrecken, Hriedens we in mit steck en dr 8 d. 5 Aus die au uns wi ust sondern galz tehn, bäwr de n n gehn. di 1600. ia:. —**— lernen, was nich gereht er macht mich 9 Cofns Fesus, de Leidens „ynp Eines t, wenn der Feind erbost? mein mattes Herz? Wer ver— bindet meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte. 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich Passion. Wer erquickt Ostern. 93 den Engeln gleich? Gekreuzigte. 6. Und so wißt ihr, was ich weiß, ihr wißt meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duldt, sterbt,— aber wem, daß wir sind recht angenehm? Je— su, dem Gekreuzigten. Joh. Christoph Schwedler, 1730. Jesus, der —.—— 8. Osterlieder. Mel.: Gott des Himmels und. 493. ch, wie lieblich 123. A sind die Füße, welche durch die Thüre gehn! Ach, wie klingt das Wort so süße, das die Jünger jetzt verstehn. freudenreich: sei mit euch! 2. Komm, Friede, Friede du angenehmer Bote, weil mich auch nach Friede dürst; du bist nun nicht mehr der tote, sondern lebendige Fürst. Aber ich bin tot vor dir, darum gieb das Leben mir. 3. Grüße mich mit deinem Munde, der in deinem Worte spricht, schleuß mich aus dem Friedensbunde deiner lieben Jünger nicht; trag, du reine Taube du, mir des Friedens Oelblatt zu. 4. Zwar ich sollte wohl erschrecken, weil ich nicht des Friedens wert, und viel Sünden in mir stecken, die mich von dir Ist der Gruß nicht abgekehrt. her, und ich Ach, mein Glaub ist gar zu klein, wie kann Friede in mir sein? 5. Doch du zeigest mir die Siegel deiner roten Wunden seh in diesem Spiegel keinen Zorn und Feind—⸗ schaft mehr. Händ und Füße stellen mir lauter Sieges-— zeichen für. 6. War noch Zweifel dort zu merken, speisen deine Jünger dich, willst du meinen Glauben stärken, ach, so speise lieber mich. Es giebt mir dein Gnadentisch mehr als Honig— seim und Fisch. 7. Lehr mich Mosen, die Propheten und die Psalmen recht verstehn; also mußte man dich töten, und du mußtest auferstehn. Alles, was sie vorgebild't, das ist auch in dir erfüllt. 8. Wann die Predigt von der Buße auch in meinen —... 9⁴ Ostern. Ohren tönt, ach, so wirf mich Jünger von Jerusalem erst an, dir zu Fuße, bis ich mit dir ach, so sind wir nicht geringer, ausgesöhnt; alsdann schenk mir weil man bei uns hören kann, deine Huld die Vergebung wie dein Gruß so gnadenreich: meiner Schuld. Friede, Friede sei mit euch! 9. Ging die Predigt deiner 124. Benjamin Schmolcke, 1 1737. Eigene Melodie. —2 n eren.:i. 1 2— 1655. + ——=... Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr was heut Wie kommt nach gro-ßen Lei-den nun ein so gro⸗ 6RE N —— —E 2 2 7 ge⸗schicht es Licht? Mein Heiland war gelegt da, wo man uns X .— —5—————..—. ES. 2·5 hinträgt, wenn von uns un-ser Geist gen Himmel ist gereist. 2. Er ward ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei. Eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft: Victoria! Schwingt fröhlich hie und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Der Held steht auf dem Grabe und sieht sich munter um, der Feind liegt und legt abe Gift, Gall und Ungestüm. Er wirft zu Christi Fuß sein Höllenreich und muß selbst in des Siegers Pfand ergeben Fuß und Hand. 4. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will benehmen meinen Mut, zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 5. Die Höll und ihre Rotten, die krümmen mir kein Haar. Der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Ge— fahr. Der Tod mit seiner Macht wird schlecht bei mir geacht; er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. 6. Die Welt ist mir zum Lachen mit ihrem großen Zorn; sie zürnt, und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht; das Unät Nuuht Wel . 0 Hugen Glid, wo st gangen auch mit Zod, dur und Nol, Hel, ich 8, Er Chren, id nach und hat erlö „wo man unz —. iel ist gerei. will benehmen amt dem edlen Nisum Chrst ben ist. L. und ihre nmen mit kein inden kann ich leit ohn Ge⸗ d mit seiner hlecht bei mir ibt ein totes noch so wild. ist mit zum großen Zarn; kann nichts Kit ist verlorn. übt mir nicht Angesicht; das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 7. Ich hang und bleib auch hangen an Christo, als sein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt es mich Ostern. 9⁵ kehren an einzig Ungemach; es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an; mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 9. Er bringt uns an die auch mit. Er reißet durch den Pforten, die in den Himmel Tod, durch Welt, durch Sünd und Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 8. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht 125. führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort mit wird verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. —3—— — e △/.————.—.—— —2— Christ ist erstanden von der Marter al-le. Des solln wir „Wärer nichterstanden, so wär die Welt vergangen. Seit daß 8—— 2 ö + E , alle froh sein. Christ will — Au un⸗ser Trost sein. Ky⸗ri⸗e⸗leis. er erstanden ist, so lobn wir den Herren Jesum Christ. Kyrieleis. 1381— E SE——— ........ Hal⸗le-lu⸗-ja. Hal⸗le⸗lu⸗ja, HalJe⸗lu⸗ ja. Des solln ů E ——— EEEEE I — wir al⸗le froh sein. Christ will unser Trost sein. Ky-ri⸗e⸗leis. 2. Christ, Gott des Vaters ins Vaters Gunst, durch sein Sohn, hat für uns genug ge- zartes Blut so rot gefreiet von thaͤn, unsere Sünd bezahlt dem ew'gen Tod, Kyrieleis. allein, des sollen wir ihm Halleluja, Halleluja, Halleluja! dankbar sein, Kyrieleis. Christ des sollen wir alle froh sein, Christ hat erlöset und wiederbracht will unser Trost sein. Kyrieleis. Altkirchlich. 126. 122 55 Ostern. Melodie. —.—0 ů— E SDSDSDSDSDSSESS IIIIPIIFIIFIIT———— EU E —.— In — Christ lag in Todes Ban⸗ den, für un-ser Sünd ge-ge-ben. Der ist wieder er-stan-den und hat uns bracht das Le-ben. *.—.— EE N• 2 .. 7. 3————— 4 2— 2 2. 0 I E— Des wir sol⸗l en fröhlich sein, Gott lihen und dank-bar sein ———‚ ——— ee ri,. 22——— 2.0* —— und singen Hal⸗le-lu 2. Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkindern, das macht alles unsere Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in sein'm Reich ge— fangen. Halleluja. 3. Jesus Christus, wahr Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgethan, damit dem Tod ge— nommen all sein Recht und sein Gewalt, da bleibet nichts denn Todsgestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja. 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen, das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja. ii Hal⸗le-lu-ja. 5. Hie ist das recht Oster⸗ lamm, davon Gott hat ge— boten, das ist an des Kreuzes⸗— stamm in heißer Lieb gebraten. Des Blut zeichnet unser Thür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja. 6. So feiren wir das hoh Fest mit Herzensfreud und -wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleuchtet unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja. 7. Wir essen und leben wohl in rechten Osterfladen; der alte Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Koste sein und speisen unsre Seel allein; der Glaub will keins andern. leben. Halleluja. Martin Luther, 1 1546. ahrist ist Mel: Chris 50 2. 22 nun zu vertret 1 lan! I. Der sog r Höllen 9f Rrit Stan in der Höh + 5. Der do der ist nun sein Thun wi und in der prest. Hal 6. Er li Vergebung wie man die nach seiner nuß. Hall 7. O Chr speis uns heu weg all unse wir dir singe Halleluja! Mel.: Von Gott 28 schlungen der user Thür, dem Tod kann uns das hah freud und der Herr ist selber urch seiner ichtet unsre Sünden Hallelujn. und leben Merfladen; nicht soll er Gnaden. Koste sein eel allein; ins andern her, f 1546. Mel.: Christ ist erstanden. 125. 127 hristus ist er— · standen von des Todes Banden; des freuet sich der Engel Schar, singend im Himmel immerdar. Halleluja! 2. Der für uns sein Leben in Tod hat gegeben, der ist nun unser Osterlamm, des wir uns freuen allesamt. Halleluja! 3. Der am Kreuz gehangen, kein Trost konnt erlangen, der lebet nun in Herrlichkeit, uns zu vertreten stets bereit. Halleluja! 4. Der so ganz verschwiegen zur Höllen gestiegen, den wohl— gerüst'en Starken band, wird nun in der Höh erkannt. Halleluja! 5. Der da lag begraben, der ist nun erhaben, und sein Thun wird kräftig erweist und in der Christenheit ge— preist. Halleluja! 6. Er läßt nun verkünden Vergebung der Sünden, und wie man die durch rechte Buß nach seiner Ordnung suchen muß. Halleluja! 7. O Christe, Osterlamm, speis uns heut allesamt, nimm weg all unser Missethat, daß wir dir singen früh und spat. Halleluja! Böhmische Brüder. Mel.: Von Gott will ich nicht. 660. Ostern. 135. D drer dr schlungen den Herrn der Herr⸗ 9⁷ lichkeit; doch ists ihm nicht gelungen in dieser Osterzeit. Heut stellt sich Christus ein. Die gnadenreiche Sonne bringt Leben, Heil und Wonne, wer wollt nicht fröhlich sein? 2. Ein Engel kommt von oben, der von des Grabes Thür den schweren Stein ge— hoben, kein Siegel ist dafür; der Juden Schar, Herr Christ, die dich zum Tode brachten und bei dem Grabe wachten, nun gar verschwunden ist. 3. Man singet in den Landen mit Herzensfröhlichkeit, daß Christus ist erstanden, wie er selbst prophezeit; sein Werk erfället ist, freut euch, ihr Menschen alle und singt mit großem Schalle: Wir danken dir, Herr Christ! 4. Du hast uns unverdrossen durch dein hochteures Blut den Himmel aufgeschlossen, erworben großes Gut; drum halten wir aufs best, mit Jauchzen und mit Freuden nach deinem schweren Leiden das fröhlich Osterfest. 5. Herr, der du überwunden den Tod und höllisch Heer, in letzten Todesstunden ein sanftes End bescher, führ uns ins Him— melsthron, weck uns ohn' alle Klage den Leib am jüngsten Tage, o Jesu, Gottessohn. Georg Werner, 4 1671. 7 98 Ostern. 1 2 9. Eigene Melodie. TN — — Er⸗ schie⸗ nen ist der berrlich a Tag, dran sich Wemand gnug ———.—— 8 D 2——— —— I freu-en mag. Christ, un-ser Herr, heut tri ⸗ um⸗ phiert, II ——.—— 55 Wae all sein Feind er ge-fangen führt. Hal⸗le-lu-ja! 2. Die alte Schlang, auch Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja! 3. Am Sabbat früh mit Speserei kamen zum Grab Marien drei, daß sie salbten Mariens Sohn, der vom Tod war erstanden schon. Halleluja! 4. Wen sucht ihr da? der Engel sprach: Christ ist er⸗ standen, der hier lag; hier seht ihr die Schweißtüchelein; geht hin, sagts bald den Jüngern sein. Halleluja! 5. Der Jünger Furcht und Herzeleid heut wird verkehrt in eitel Freud, sobald sie nur zer Christ hat das Leben wieder— den Herren sahn, verschwand ihr Trauern, Furcht und Zagn. Halleluja! 6. Der Herr hielt ein sehr freundlich Gespräch mit zween der Jünger auf dem Weg. Vor Freud das Herz im Leib ihn'n brannt, im Brodbrechen ward er erkannt. Halleluja! 7. Unser Simson, der teure Held, Christus den starken Löwen fällt. Der Höllen Pforten er hinträgt, dem Teufel all sein G'walt erlegt. Halleluja! 8. Jonas im Walfisch war drei Tag, so lang Christus im Grab auch lag; denn länger ihn der Tod kein Stund in seinem Rachen b'halten kunnt. Halleluja! 9. Sein Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward sein Herr; zerstört ist nun all seine Macht, bracht. Halleluja! 10. Heut gehn wir aus Egyptenland, aus Pharaonis Dienst und Band, und das onibergeht, 2. Der ö ir bei uns Tlinshvell hestrichen, da Hut. 2 lel 13. D Rech in 1 sich helt Ws u Halleboja. I. Drun fröͤhlich se Halleluja dich, Herr Trost 50 Halleluja! Mel.: Erschienen 130.4 der aller We das zeugen u die den Fran Halleluja! 2. Als si dem Grab lich Salben waten um um Leib ihn brechen Wd 1. „ der teure sarken . Höͤllen rägt, dem Wwalt erlegt. Walfisch war Ihris im denn n linger tund in halt kunnt. b der Tod das Leben sein Herr; seine Macht, eben wieder⸗ a! n wir aus 5 Pharaonis id, und das recht Osterlämmelein wir essen heut in Brot und Wein. Halleluja! 11. Auch essen wir die süßen Brot, die Moses Gottes Volk gebot; kein Sauerteig soll bei uns sein, daß wir leben von Sünden rein. Halleluja! 12. Der schlagend Eng'l vorübergeht, kein Erstgeburt er bei uns schlägt. Unser Thürschwelln hat Christi Blut bestrichen, das hält uns in Hut. Halleluja! 13. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls, was be— trübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Weltfürst darnieder lag. Halleluja. 14. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja! Nik. Hermann, 1 1561. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. 1 30.(e ist der heilge Christ, der aller Welt ein Heiland ist, das zeugen uns die Engel fein, die den Frauen erschienen sein. Halleluja! 2. Als sie früh kamen zu dem Grab und brachten köst— lich Salben dar, bekümmert waren um den Stein, den Ostern. 99 niemand wälzen konnt allein. Halleluja! 3. Da that sich auf des Grabes Thür, und stund ein schöner Eng'l dafür; er sprach: Was kommt ihr allzu früh? Den ihr jetzt sucht, der ist nicht hie. Hallelnia! 4. Er ist erstanden sicher⸗ lich mit Sieg des Todes gwaltiglich. Besucht das Grab, ihr findt nicht mehr, denn die Grabtücher liegen leer. B5n So geht nun hin, und Aaudet mir, ihr werdt den Herren sehen schier; solchs sagt sein'n Jüngern und Petro, damit sie wieder werden froh. Halleluja! 6. Des freu sich nun ein jeder Christ, daß Jesus aufer⸗ standen ist, welcher für uns am Kreuze starb und uns seins Vaters Huld erwarb. Halleluja! 7. Der lebt und herrschet uns zu gut, der Tod ihm nicht mehr Schaden thut; er giebt — Weisheit, Gerechtigkeit, Er— lösung und die Seligkeit. Halleluja! 8. Allen, die zu ihm Zuflucht han und ihn mit Glauben rufen an. Ach, Jesu Christ, des Todes Tod, komm uns zu Hülf in Sterbensnot! Halleluja! Melchior Vulpius, 4 1616. 7⁵⁰ 100 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. 1 3 1. Trüh Morgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland Christus Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und s aufersteht. Leben wiederbracht. Halleluja! 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not, verschlossen, gleich als wär ich tot, läßt du mir früh die Gnadensonn aufgehn, nach Trauren, Freud und Wonn. Halleluja! 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt im Todeszwang; den dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren sein' Siegsfahne schwingt. Halleluja! 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbat in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja! 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des Herren Stimm, ver⸗ acht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja! 6. Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töten sich. Da er durchs Todes Ker⸗ ker bricht, läßt ers die Men⸗ schen sehen nicht. Halleluja! 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng Ostern. ihm hier gefällt. Was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Halleluja! 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht, was er aus seinem Grabe bracht, der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Halleluja! 9. Der jüngste Tag wird zeigen an, was er für Thaten hat gethan, wie er der Schlan— gen Kopf zerknickt, die Höll zerstört, den Tod erdrückt. Halleluja! 10. Da werd ich Christi Herrl ichkeit anschauen ewig voller Freud; ich werde sehn, wie alle Feind in Höllenpein gestürzet seind. Halleluja! 11. Der Herr den Tod zu Boden schlägt, da er selbst tot und sich nicht regt; geht aus dem Grab in eigner Kraft, Tod, Teufel, Höll an ihm nichts schafft. Halleluja! 12. O Wunder groß! o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angst— stein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja! 13. Kein Kreuz und Trüb⸗ sal ist so tief, mein Heiland thut Darmn ein'n Griff; er führt mich aus durch seine Hand, wer mich will halten, wird zu schand. Halleluja! 21 6 d nosetnich; mid ich zu sich. dukomm lich Rabsolchn 17. Durch ung Kraft kon bilderchaf mit Gott ver sch itit t gan ldja! 18. 3 utsetzen sic ä lieben m mir ist bere und Tru auri 19. Für her Held, H alle Welt; d größerm Fl⸗ Ruhm und 33. t, die Höll od erdrückt. ich Chrit. chauen ewig werde sehn, Höllenpein Halleluja! den Tod zu wer selbst tot gt; geht aus agner Kraft, höͤll an ihm Meluja! der groß! o ist ein Feind, Kein Angs⸗ wer auf mir, des Herzens uz und Trüb⸗ nein Heiland Griff; er durch seine will halten, Halleluja! 14. Und daß der Herr er⸗ standen sei, das ist von allem Zweifel frei; der Engel selbst bezeugt es klar, das leere Grab machts offenbar. Halleluja! 15. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 16. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da komm ich hin, weil ich sein's Leibes Gliedmaß bin. Halleluja! 17. Durch seiner Aufersteh— ung Kraft komm ich zur Engel— brüderschaft; durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die Feind⸗ schaft ist ganz abgelehnt. Hal— leluja! 18. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die En⸗ gel lieben mich. Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja! 19. Für diesen Trost, o gro⸗ ßer Held, Herr Jesu, dankt dir Ostern. 10¹ Mel.: Verzage nicht, o frommer. 594. oder: In dich hab ich gehoffet, Herr. 648. 132 Gut sei gedankt zu jeder Zeit, die Sonne der Gerechtigkeit das menschlich Herz erfreuet. Sie springt herfür aus Grabes Thür, all Kreatur erneuet. 2. Das ist der Siegsfürst Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist und hat dem Feind genommen all sein Ge— walt und ist alsbald mit Freuden wiederkommen. 3. Auch hat der Siegsfürst hochgeacht viel Ausbeut aus dem Grabe bracht, die will er uns gern geben, das edle Kleid Gerechtigkeit, Fried, Freud und ewigs Leben. 4. Drum ich mich dir, Herr Christ, befehl in deine Händ mit Leib und Seel, du bist mein Schutz auf Erden; mein einger Trost, der mich erlöst, nichts Liebers mag mir werden. 5. Laß mich mit dir zu Grabe gehn und fröhlich wieder auferstehn, daß ich in dir stets walte und nach der Zeit alle Welt; dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Joh. Heermann, 1 1647. in höchster Freud bei dir die Ostern halte. Georg Reimann, 1 1615. Eigene Melodie. * N —tv , IIII.III I TITTTIIITITIIIIII di +——j Heut triumphieret Gottes Sohn, der vom Tod ist erstanden . ——— . ö— 3—— Hal⸗le⸗lu-⸗ja, Hal⸗le⸗lu-ja! mit großer Pracht u. Herr⸗ —8— . lichkeit, des dank'n wir ihm in Ewigkeit. Halleluja, Halleluja! 2. Dem Teufel hat er sein“ Gewalt zerstört, verheert in all'r Gestalt, Halleluja!: wie pflegt zu thun ein walel Held, luja! 7. Gott dem Vater im n, Thron, samt Christo, seinem liebsten Sohn, Halle⸗ dem Heilgen Geist in der seinen Feind gewaltig fällt. gleicher Weis' sei Lob und Halleluja! ½ 22 Ofüßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Halleluja!„: führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja! 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Not; und hält dein Gebot, Hallelu⸗ ja!:5: der Welt ist er ein Hohn und Spott, muß leiden oft selbst schnöden Tod. Halleluja!:“ 5. Nun kann uns kein Feind schaden mehr; ob er Hal⸗ murrt, ist's ohn⸗ Gefahr; Hal— leluja! 7. er liegt besiegt, der arge Feind, dagegn wir Gott's Kinder seind. Halleluja!: 6. Dafür danken wir alle gleich und sehnen uns ins Himmelreich. Halleluja!:: Es ist am End, Gott helf uns alln, so singen wir mit großem Schalln: Halleluja! 1218 1 wer gläubet Ehr mit hohem Preis. Hal⸗— Basilius Förtsch, 4 1619. Mel.: Werde munter, mein. 564. 1 34 Qauchzet Gott in • allen Landen, jauchze, du erlöste Schar! Denn der Herr ist auferstanden, der für uns getötet war. Je— sus hat durch seine Macht das Erlösungswerk vollbracht, welches er auf sich genommen, da er in das Fleisch gekommen. 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Not. Alle Schuld, die mich beladen, ist bezahlt durch Christi Tod; das Gesetz hat er erfüllt, also Fluch und Zorn gestillt und mir durch sein Wiederleben die Gerechtigkeit gegeben. 3. Hölle, schweig von dei— nen Banden! Strick und Ket⸗— ten sind entzwei. Da mein zu Grabe 10 Ud begraben aufeistehn. mein Gewim fvendig hin, Au Ugen n schr 0 Eilöser, l leb 6. Jesus 4 het, welch weiß; gebet, bet seinem Preis; singe rufet, ruft und ruft il Heut ist Chr Erdu Nel.: Valet u N. ‚ 3 0. Rroßer Oster Hoffnung h d„ mein 564. ichzet Gott in llen Landen, 0. Schar! ufersande tet war. Je⸗ Tin Macht voll bafh, ch genommen, ch gekommen. 4s kannst du N erweckst du Schuld, die bezahlt du urch 5 Gesetz hat uch und d Zern durch sein Gerechtigkeit eig von dei⸗ rick und Ket⸗ Da mein Ost e Jesus auferstanden, bin ich vom Gefängnis frei, und wie seine Höllenfahrt im Triumph Wlnen ward, so ist seinen Reichsgenossen nun der Him— mel aufgeschlossen. 4. Sage, was deinSchlangen— name, Satan, noch zu schrecken hat; denn hier ist des Weibes Same, der dir deinen Kopf zer⸗ trat. Der, den du in Tod ge⸗ bracht, brachte dich um deine Macht, und da wir in Christo siegen, mußt du uns zu Fü— ßen liegen. 5. Tod, du kannst an mir nichts haben, muß ich gleich zu Grabe gehn; die mit Jesu sind begraben, werden mit ihm auferstehn. Sterben ist nun mein Gewinn; also fahr ich freudig hin, da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, mein Erlöser, lebet. 6. Jesus, mein Erlöser, le⸗ bet, welches ich gewißlich weiß; gebet, ihr Erlösten, ge⸗ bet seinem Namen Dank und Preis; singet, singt Halleluja, rufet, ruft Viktoria! Singt und ruft in allen Landen: Heut ist Christus auferstanden! Erdm. Neumeister, 4 1756. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. Qch geh zu dei⸗ 3 5. nem Grabe, du großer Osterfürst, weil ich die Hoffnung habe, daß du mir xn. 103 zeigen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, auch mit den Him— melserben ins Land des Le— bens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den er— blicken, der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wo⸗ hin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. πιπ⁷————————————— ———— 104 Ostern. 6. O meines Lebens Leben, Not bleibe du o meines Todes Tod, ich und Gott. will mich dir ergeben in mei⸗ 4. Tod und Teufel sind be⸗ ner letzten Not. Ich will wein zwungen, teile nun den Sieg Bette machen in deiner lieben ö mit mir, und wie du bist durch⸗ schon er⸗gedrungen, also nimm mich auch mein Herr Gruft; da werd ich f wachen, wenn deine Stimme zu dir, daß ich aus des Sa— ruft. tans Macht werde ganz zu 7. Du wirst den Olberg Gott gebracht. zeigen, wo man gen Himmel 5. In mir selbst bin ich er⸗ fährt; da will ich fröhlich storben, wecke mich, mein Hei— steigen, bis daß ich eingekehrt land, auf, und der Geist, den in Salems Friedenshäuser. du erworben, führe täglich Da heißts Viktoria! Da trägt man Siegesreiser; ach, wär ich nur schon da! Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Thut mir auf die schöne. 244. 136 Jesu, der du Thor 50. Jund Riegel der Verdammnis aufgemacht und im Grabe Stein und Siegel hast so viel als nichts geacht', mache doch mein Herze frei, daß es nicht verschlossen sei. 2. Hebe weg die schweren Steine, die kein Mensch nicht heben kann, daß mir nichts unmöglich scheine, was du hast für uns gethan; bis ich alles recht und wohl glaube, was ich glauben soll. 3. Thomas mag im Zweifel stehen, und Cleophas traurig sein; mir laß alle Furcht ver⸗ gehen, reiß auch allen Zwei— fel ein; und in einer jeden meinen Lauf, daß ich auf der guten Bahn fang ein neues Leben an. 6. Künftig wird die Zeit erscheinen, da wir selber auf— erstehn und zu dir mit Fleisch und Beinen werden aus dem Grabe gehn. Ach verleih, daß dieser Tag ewig mich erfreuen mag. 7. Bringe denn die armen Glieder, die jetzt krank und elend sind, aus dem Schoß der Erden wieder, und ver— kläre mich, dein Kind. Daß ich in des Vaters Reich werde deinem Leibe gleich. 8. Zeige mir die Händ und Füße, welche Thomas hat ge— sehn, daß ich sie mit Demut küsse, weil es hier nicht ist geschehn, und hernach, von Sünden frei, ewig dein Ge— fährte sei. Casp. Neumann, 4 1715. Ins Gott 6 Krie eleison 3. Tod, L Genad, alls Er kann erte ihm treten. Mel.: Jesus, 90 38. wo sind nu Er, er leb mich von d wecken. Er Ind Licht; Zubersicht. 2. INsus Reich über mit ihm w gleich ewig ben. Gott erpricht; ersicht. 2 * J. Jeslls mein Herr eufel sind be⸗ den 8 bin ich er⸗ mein Hei⸗ Geist, den ühre tägl ich auf der g ein neues und die Zeit r selber auf— ir mit Sli iisch den aus dem berleih h, daß mie lich erfreuen in die armen t krank und dem Schoß er, und ver⸗ Kind. Daß Reich werde eich. die Händ und omas hat ge⸗ e mit Demut hier nicht ist hernach, von vig dein Ge⸗ ann, 1 1715. Ostern. Eigene Melodie. DDSDDSEEE 1 ů A— +— ün sd—&—— S S...— D—————— 9 0 Ki Je⸗sus Christus, unser H Heiland, der den—— Haben E—.—— 64 2.8.65. ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie e-lei⸗son. 2. Der ohne Sünden war geborn, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß uns Gott sein Huld gönnet. Kyrie eleison. 3. Tod, Sünde, Leben und Genad, alls in Händen er hat. Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison. M. Luther, 4 1546. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. 138.J Cesus lebt, mit ihm Vauch ich; Tod, wo sind nun dein Schrecken? den, keine Macht der Finster⸗ mich von den Toten aufer⸗nis, Er, er lebt und wird auch wecken. Er verheißt mir Trost Leiden. und Licht; dies ist Zuversicht. 2. Jesus lebt, meine dieser Pflicht; verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben; reines Herzens will ich sein und den Lüsten Wädertrhen Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu schei— keine Herrlichkeit, kein Er giebt Kraft zu dies ist meine Zuversicht 6. Jesus lebt, nun ist der Reich über alle Welt gegeben; Tod mir der Eingang in das mit ihm werd auch ich zu— gleich ewig herrschen, ewig le— ben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zu— versicht. 3. Jesus lebt, Leben. Welchen Trost in To- desnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! wer nun Christ. Fürchteg. Gellert, 4 1769. ———— 106 139. Ostern. Eigene Melodie. ..—.——..— Lasset uns den Herren preisen, o ihr Christen ü⸗ber⸗all. Lammet„daß wir Dank erweisen unsermGott mit süßemSchall. —. ——— e, 55 ———. 8—....————— Er ist freivon Todesbanden, Simson, der vom Himmel kam, — 2—5 ö——. 4——— n.„— — 2—— 215—— mn——— 70 Biinnnenerirenrn— I Nun ist hin der lange S 2. Christus selbst hat über⸗ wunden des ergrimmten Todes Macht. Der in Tüchern lag gebunden, hat die Schlange umgebracht. Satans Reich ist ganz verheeret; Christus hat es nach der Ruh ausgetilget und dazu Belial sein Schloß zerstöret, daß wir haben frei Geleit. Freue dich ꝛe. 3. Warest du nicht nur ge⸗ storben, sondern auch ins Grab gelegt? Ei, du bleibest unver⸗ dorben. Da sich nur die Erd erregt, bist du aus der Erden kommen, hast das Leben und die Macht aus der schwarzen Gruft gebracht und des To-— des Raub genommen, schenkst Streit. Freue dich, o Chriseenheit 4. Tod, wo sind nun deine Waffen? Hölle, wo ist dein Triumph? Satan konnte gar nichts schaffen, seine Pfeile wurden stumpf. Christus ist sein Gift gewesen, ja der Höllen Seuch und Pest; Welt und Sünde liegen fest, und wir Men⸗ schen sind genesen wiederum durch solchen Streit. Freue dich ꝛc. 5. Gott, der heilet unsre Plagen, wenn wir nirgend Hilfe sehn, lässet uns nach dreien Tagen lebend wieder auferstehn; drum muß ich nun dankbar werden und mein Ehr ist freudenvoll, weil der Herr nicht sehen soll die Verwesung uns nun die Seligkeit. der Erden, noch der Höllen dich ꝛe. Freue dich ꝛe. in Vege an Hank und Schläge, wa strafen krant doch erh hobe Nazsicht, nimmer M ich erwig loben, nach d de em S— 8. Heb Früchte, d giebt, daß ichte, vor krübt. schönen E Leben, Fr und Fried 9 dürste Dg und No Kriegesfürst hast wiedert Het aus di tarke Simf Müberal ußemSchall —— Himmelkam Eisterstanden. — 5—.— ——— ——— Christenheit. nun deine seine Pfeil der Höllen st: We und wir Men⸗ en wiederum treit. Freue heilet unsre wir nirgend et uns nach lebend wieder n muß ich nun und mein Ehr weil der Herr die Verwesung och der Höllen eue dich ae. 6. Er ist aus der Angst ge⸗ rissen und mit Ehren angethan. Wer ist, der sein Leben wissen und die Läng ausreden kann? Christus ist der Eckstein worden. Gott, das ist von dir geschehn, wie wir jetzt vor Augen sehn, wir sind aus der Sünder Orden hingerissen durch den Streit. Freue dich ꝛe. 7. Hast du schon vom Bach am Wege angenommen einen Trank und erlitten tausend Schläge, warst von Sünden— strafen krank; ei so hast du doch erhoben dein verklärtes Angesicht, stirbest nun und nimmer nicht. Ja, wir werden ewig loben, dich, Herr Jesu, nach dem Streit. Freue dich ꝛc. 8. Herr, dies sind recht edle Früchte, die dein Auferstehung giebt, daß wir treten vor Ge— richte, vor dem Urteil unbe— trübt. Herr, dies sind die schönen Gaben: Gnad und Leben, Freud und Sieg, Trost und Friede nach dem Krieg. O, die sollen kräftig laben Leib und Seel in allem Leid. Freue dich ꝛe. 9. Weil nach diesem Fried ich dürste wie nach Wasser Tag und Nacht, den du, großer Kriegesfürste, durch den Kampf hast wiederbracht, ei, so teil jetzt aus die Beute, wie der starke Simson that, als er Ostern. 107 überwunden hat. Laß dich rühmen alle Leute, daß geendigt sei der Streit. Freue dich ꝛe. 10. Gieb, Herr Jesu, deine Gnade, daß wir stets mit Reue sehn, was uns armen Sündern schade, daß wir mit dir auf— erstehn. Brich hervor in unserm Herzen, überwinde Sünde, Tod, Teufel, Welt und Höllennot, dämpf in uns Angst, Pein und Schmerzen samt der Seelen Traurigkeit. Freue dich ꝛc. 11. Meinen Leib wird man begraben, aber gleichwohl ewig nicht; bald werd ich das Leben haben, wenn das letzte Welt— gericht alle Gräber wird ent— decken und der Engel Feld— geschrei zeigen, was vorhanden sei. Dann wird mich mein Gott aufwecken und beschließen all mein Leid. Freue dich ꝛc. 12. Alsdann werden meine Glieder, die jetzt Staub und Asche sein, unverweslich leben wieder und erlangen solchen Schein, dessen Gleichen auf der Erde nimmermehr zu finden ist. Ja, mein Leib, Herr Jesu Christ, soll dem deinen ähnlich werden, voller Pracht und Herrlichkeit. Freue dich ꝛc. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 140. Hi dn ln 108 sterben? Hier steht mein Haupt Triumph, Triumph! ruf alle und triumphiert, so muß ich Welt; denn Jesus hat den ja das Leben erben, weil Feind gefällt. Ostern. Not und Tod die Macht ver⸗ 2. Er ist erstanden von dem liert. Weg, Traurigkeit! Ver⸗ gnügung her! Mein Jesus lebt, das Grab ist leer! Tod, der Lebensfürst, der wahre Gott; er hat des Teufels Burg zerstört und Gottes Himmelreich 2. Mein Jesus lebt, drum gemehrt. Triumph, ꝛce. liegt zu Füßen, was mir das 3. Er ist erschienen wie ein Leben rauben kann; der Tod Blitz und hat bethört der Feinde muß nun die Erde küssen, mir Witz; er hat bewiesen mit der wird der Satan unterthan. Der That, was er zuvor verkündigt Höllen Abgrund selbst erbebt, denn überall schallts: Jesus lebt! 3. Mein Jesus lebt, das Grab ist offen; so geh ich freudig in die Gruft. Hier kann ich auch im Tode hoffen, daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie süße schallt die Stimme hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir. 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, er lebt in meinem Herzen hier, und soll ich ihm mein Leben geben, der Tod kommt mir nicht schrecklich für, weil er mich in den Himmel hebt, so wahr, als Jesus ist und lebt. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 476 1 41. 8 ihr Christen all, und jauchzet ihm mit großem Schall, dieweil er seiner Gottheit Macht durch seinen hat. Triumph, ꝛe. 4J8. Er hat nun überwunden gar sein Leiden, Trübsal und Gefahr; sein Haupt trägt schon mit großem Glanz den ewig grünen Lorbeerkranz. Triumph, ꝛc. 5. Die Wunden, die er hier empfing, da er ans Kreuz ge— nagelt hing, die leuchten wie der Morgenstern und strahlen von ihm weit und fern. Triumph, ꝛe. 6. Er ist nun voller Selig⸗ keit und herrschet über Ort und Zeit; er lebt voll Freud im Paradeis und hört mit Lust sein Lob und Preis. Triumph, ꝛc. 7. Nun danket Gott, ihr Christen all, und jauchzet ihm mit großem Schall. Ihr sollt in ihm auch auferstehn und in die ewge Freude gehn. Drum ruf Triumph die ganze Welt; denn Jesus hat den Feind ge— Sohn ans Licht gebracht. fällt. Joh. Scheffler, 4 1677. Aetagel. 2. Daß e war, uns il ind Seliglel eschehen, sehen, daß war sich den Tod ul dahin gegeb 3. Neme dah von ul was btigf kommen, d ja, indem genug zu Zahlung mehr verb 4. Wa⸗ schaden, we sind einmg der Tufel icht scher Ma 0 2 velchem er elbeben und lle, sich lebend Rlassen u vor verki künd ddigt n Wad Trübsal und Hau Upt trägt m Gl lanz den Lurberhnn en, die er hier S Kreuz ge⸗ euchten wie und strahlen und fern. voller Sel lh⸗ het über Ort bt voll Freud Dhͤrtmit Lust 3. Triumph vr sket Gott, iht jaauchzet ihn hall. Inr soll ferstehn und in e gehn. Drum ganze Velt; den Feind ge⸗ Mel.: Jesu, meine Liebe. 180. V tan⸗ 142. NIenansden e. des Banden Gott⸗ und Men⸗ schensohn; Jesus hat gesieget, daß nun alles lieget unter sei⸗ nem Thron. Alle Feind, so viel ihr seind, hat er auf das Haupt geschlagen und zur Schau getragen. 2. Daß er wollen sterben, war, uns zu erwerben Heil und Seligkeit. Nachdem dies geschehen, dürfen wir nun sehen, daß auf kurze Zeit er zwar sich wahrhaftiglich in den Tod um unser Leben hab dahin gegeben. 3. Niemand soll nun finden, daß von unsern Sünden noch was übrig sei; weil der wieder⸗ kommen, der sie übernommen, ja, indem er frei, so ist nun genug zu thun, weil die Zahlung voll befunden, keiner mehr verbunden. 4. Was will uns nun schaden, weil wir zu Genaden sind einmal gebracht? Will der Teufel dräuen, dürfen wir nicht scheuen sein verlorne Macht. Hier ist der, vor welchem er augenblicklich muß erbeben und hinweg sich heben. 5. Hölle, willst du pochen? Der dich hat zerbrochen, stellt sich lebend dar. Weil du nun gelassen und nicht mochtest Ostern. 109 Hn den, der Bürge war, o hast du fort immerzu deines Rechtes dich begeben wider unser Leben. 6. Laßt die Zähne blecken und die Hand ausstrecken wider uns den Tod; denn sein Pfeil und Bogen finden sich betrogen, es hat keine Not. Ob er trifft, ists drum kein Gift, sondern er mit seinen Pfeilen muß uns vielmehr heilen. 7. Darum mir nicht grauet, wenn mein Geist anschauet, daß ich in das Grab meine müden Glieder werde legen nieder, weil ich dieses hab, daß mein Hort mir diesen Ort selbst mit seinem Leibe weihe, daß ich ihn nicht scheue. 8. So sind alle Christen dir und deinen Lüsten tot, o Eitelkeit! Wie wir uns nun haben lassen mit begraben hier in dieser Zeit, so wird er, der große Herr, uns hervor auch mit sich führen und mit Kronen zieren. 9. Denn dies sicher stehet: Weil das Haupt nun gehet aus dem Grab heraus, müssen auch die Glieder, sonder Zweifel wieder aus dem Totenhaus, wenn jetzund die liebe Stund ihnen wiedergiebt das Leben, zu ihm sich begeben. 10. O der großen Freude! Wer wollt nun das Kleide 110 dieser Sterblichkeit nicht getrost ablegen? Weil ja doch hin— gegen nach so kurzer Zeit Jesus Christ bereitet ist, ihn zu kleiden mit der Sonne in der Himmelswonne! Phil. Jak. Spener, 1 1705. Mel.: Nun freut euch, liebe Christen. 347. 143 Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann fortan der Feind uns thun, wie grimmig er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! 2. Wie sträubte sich die Ostern. er sonst nichts schaffen kann, nur Tag und Nacht uns klaget an, so ist er doch ver⸗ worfen. 5. Des Herren Rechte, die behält den Sieg und ist er— höhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr ent— gegen stehet. Tod, Teufel, Höll und alle Feind durch Christi Sieg gedämpfet seind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 6. Er war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder; weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und alte Schlang, da Christus mit Grabe der nicht bleibt; er ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang, je lebt, ob er gleich stirbet. 7. Wer täglich hier durch dennoch er sie dämpfte. Ob wahre Reu mit Christo auf⸗ sie ihn in die Fersen sticht, erstehet, ist dort vom andern so sieget sie doch darum nicht, Tode frei, derselb ihn nicht der Kopf ist ihr zertreten. angehet; genommen ist dem 3. Lebendig Christus kommt Tod die Macht, Unschuld und herfüvn, den Feind nimmt er Leben wiederbracht und un— gefangen, zerbricht der Höllen vergänglich Wesen. Schloß und Thür, trägt weg 8. Das ist die rechte Oster⸗ den Raub mit Prangen, nichts beut, der wir teilhaftig werden: ist, das in dem Siegeslauf Fried, Heil, Freud und Ge— den starken Held kann halten rechtigkeit im Himmel und auf auf, alls liegt da überwunden. Erden. Hier sind wir still 4. Des Todes Gift, der und warten fort, bis unser Höllen Pest ist unser Heiland Leib wird ähnlich dort des worden, wenn Satan auch Herrn verklärtem Leibe. noch ungern läßt von Wüten 9. Der alte Drach mit und von Morden. Und da seiner Rott hingegen wird zu shonder Schimpfu ist erstan Sieg der kann Mit d uns Saan 9. „ Nel.: Es ist d 144 was vorme weil heut d lichkeit, de erkoren zur sein Blut uns zu gu erstanden. 2. Wie] deine Mach des Lebens ungebracht vergebens schnöder wahrlich würd im 3. Nein Haupt er durchgedru Bande, d hat in Si seind, worden. Jesus wieder; kstanden uf, die Christ Od und ibt; er et. L durch sto auf⸗ andern n nicht ist dem uld und ind un⸗ te Oster⸗ werden: und Ge⸗ und auf wir still 15 unser dort des be. ach mit wird zu schanden. Erlegt ist er mit Schimpf und Spott, da Christus ist erstanden. Des Hauptes Sieg der Glieder ist, drum kann mit aller Macht und List uns Satan nicht mehr schaden. 10. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben. Justus Gesenius, 4 1671. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. 144 Sei fröhlich alles • weit und breit, was vormals war verloren, weil heut der Herr der Herr— lichkeit, den Gott selbst hat erkoren zum Sündenbüßer, der sein Blut am Kreuz vergossen uns zu gut, vom Tod ist auf⸗ erstanden. 2. Wie schön hast du durch deine Macht, du wilder Feind des Lebens, den Lebensfürsten umgebracht. Dein Stachel ist vergebens durch ihn geschossen, schnöder Feind, du hattest wahrlich wohl gemeint, er würd im Grabe bleiben. 3. Nein, nein, er hebt sein Haupt empor, ist mächtig durchgedrungen durch deine Bande, durch dein Thor, ja, hat in Sieg verschlungen dich Ostern. 111 selbst, daß, wer an ihn nur gläubt, mit dir jetzt ein Ge— spötte treibt und spricht: Wo ist dein Stachel? 4. Denn deine Macht, die ist dahin und kann nicht Schaden bringen. All denen, die sich mit dem Sinn zu diesem Fürsten schwingen, der fröhlich spricht: Ich leb, und ihr sollt mit mir leben für und für, weil ich es euch er— worben. 5. Der Tod hat keine Kräfte mehr, wir dürfen ihn nicht scheuen, ich bin sein Siegsfürst und sein Herr, des sollt ihr euch erfreuen. Dazu so bin ich euer Haupt, drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, als Glieder mit mir leben. 6. Der Höllen Sieg, der ist auch mein, ich habe sie zer— störet, es darf nicht fürchten ihre Pein, wer mich und mein Wort höret. Und weil des Teufels Macht und List ge— dämpft, sein Kopf zertreten ist, mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun, Gott sei Dank, der uns den Sieg durch Christum hat gegeben und uns den Frieden für den Krieg und für den Tod das Leben erworben, der die Sünd und Tod, Welt, Teufel, Höll und was in Not uns stürzet, überwunden. Paulus Gerhardt, 1 1676. Ostern. 1 4 0 2 Eigene Melodie. —— 1 — + 2BE—— — 99 5„„.—.— rii ———.— 4.— Triumph, Triumph! Es kommtmit Pracht der Siegesheld E— —.————————. —.— ö 7.— nnnern. 2* —2——e— 52 9.——— RR.......— ,..... 2—— shan heutes sein Triumphfest an. Triumph, Triumph, Tri⸗ . 2.—— ᷓ— E umph, Triumph, Vik⸗ to⸗ri⸗a! 90 e⸗wi⸗ges Halle⸗ lu⸗ja! 2. Vor Freuden Thal und Wie Aarons Rute schön Wald erklingt, die Erde scho ansschung am Morgen blüht nes Blumwerk bringt; die und Mandeln trug, so träget Zierat und Tapezerei zeigt, Frucht der Seligkeit des daß ihr Schöpfer Sieger sei. Dchendrestes Leichnam heut. Triumph, ꝛe. Triumph, ꝛc. 3. Die Sonne sich aufs 7. Nun ist die Herrlichkeit schönste schmückt und wieder erkämpft, der Sünden Pest durch das Blaue blickt, die und Gift gedämpft; der vor pechschwarz im Trauer- schweren Handschrift Fluch kleid beschaut den Blut- und und Bann vertritt hier mein Todesstreit. Triumph, ꝛc. Erlösers-Mann. Triumph, ꝛc. 4. Das stille Lamm jetzt. 8. Du liebe Seel bist aus⸗ nicht mehr schweigt, sich mutig gebürgt, der höllische Tyrann als ein Löwe zeigt. Kein harter erwürgt; sein Raubschloß und Fels ihn hält und zwingt, geschworne Rott ist e ganz ver⸗ Grab, Siegel, Riegel vor ihm stört, der Tod ein Spott. springt. Triumph, ꝛc. Triumph, ꝛe. 5. Der andre Adam heut 9. Hier liegt der stolze erwacht nach seiner harten Belial, die Höllenbürger all⸗ Todesnacht, aus seiner Seiten zumal sind samt der Schwefel⸗— er erbaut uns, seine teur erlöste burg zerstört, kein Feind sich Braut. Triumph, ꝛc. wider uns empört. Triumph, ꝛc. und strebe Zelt, wo Nel.: Allein 146. Naht ist auft fnd el Geist und 0 et empfang des Todes dem Grab Welt zur 2. Steh Sünden neues Lebe Glaubens Herz sich da dein J was drobe der geistl 3. Verg hinten ist, was droben jeder Frist Tritt unte —— ph, Tii⸗ ite schön n blüht 0 träget it des m heut. erlichkeit n Pt st; der Fluch sier mein mph, ꝛe. bist aus⸗ Tyrann hloß und anz ver⸗ Spott. er stolze rger all⸗ Schwefel⸗ zeind sich iumph, ꝛe. 10. Herr Jesu, wahrer Ostern. 113 4. Quält dich ein schwerer Siegesfürst, wir glauben, daß Sorgenstein, dein Jesus wird du schenken wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Triumph, ꝛc. 11. Triumph, Triumph! Dich chren wir und wollen durch dich kämpfen hier, daß wir als Reichsgenossen dort dir folgen durch die Siegespfort. Triumph, ꝛc. Heinr. Ammersbach, 1691. Mel.: Allein Gott in der Höh. 184. 146 Wech auf, mein 5 Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegangen. Ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu empfangen, der heute durch ihn heben, es kann ein Christ bei Kreuzes Pein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magda⸗ len und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe; so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut aufer— standen ist und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum des Todes Thür gebrochen aus Heil erfunden das Leben und dem Grab herfür der ganzen Welt zur Wonne. Gerechtigkeit, weil er nach über— dren Streit die Feinde 2. Steh aus dem Grab der Schau getragen. Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden. Er wird auch Herz sich heben gen Himmel, überwinden weit in dir, weil da dein Jesus ist, und such, er gebunden der Feinde Macht, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was da⸗ hinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Höllen Rachen; dein Jesus lebt, es hat kein Not, er ist nah bei den Schwachen und den Geringen dieser Welt als 8 114 Ostern. ein gekrönter Siegesheld, drum getragen und heißt nunmehr wirst du überwinden. ein Spott; wir aber können 9. Ach, mein Herr Jesu, sagen: Mit uns ist unser Gott. der du bist von Toten auf⸗ 6. In der Gerechten Hütten erstanden, rett uns aus Satans schallt schon das Siegeslied; Macht und List und aus des du trittst selbst in die Mitten Todes Banden, daß wir zu⸗ und bringst den Osterfried. sammen insgemein zum neuen 7. Ach, teile doch die Beute Leben gehen ein, das du uns bei deinen Gliedern aus; wir hast erworben. alle kommen heute deswegen 10. Sei hochgelobt in dieser in dein HBaus. Zeit von allen Gotteskindern„8. Schwing deine Sieges⸗ und ewig in der Herrlichkeit fahne auch über unser Herz, von allen Ueberwindern, die und zeig uns einst die Bahne überwunden durch dein Blut. vom Grabe himmelwärts. Herr Jesu, gieb uns Kraft. 9. Laß unser aller Sünden und Mut, daß wir auch über⸗ ins Grab verscharret sein, und winden! 5 einen Schatz hier finden, der 2 ewig kann erfreun. Mel.: Christus, der ist mein Leben. 675. 10. Wir sind mit dir ge⸗ 147 W e storben, so leben wir mit dir. • im Streite, Was uns dein Tod erworben, aus deines Grabes Kluft! Wir das stell uns täglich für. triumphieren heute um deine 11. Wir wollen hier ganz leere Gruft. fröhlich mit dir zu Grabe gehn, 2. Hier liegen die Philister, wenn wir nur dorten selig mit die Simson hat erlegt, und dir auch auferstehn. deines Reichs Verwüster sind 12. Der Tod kann uns nicht gänzlich ausgefegt. schaden, sein Pfeil ist nunmehr 3. Hier schwimmt in seinem stumpf. Wir stehn bei Gott Blute der Riese Goliath; und in Gnaden und rufen schon: uns ist wohl zu Mute, weil Triumph! er verspielet hat. Benjamin Schmolcke, 4 1737. 4. Hier ist der alten Schlange Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. der harte Kopf zerknirscht; und ir danken dir, uns ist nicht mehr bange, bei 148. Wẽ Herr Jesu dir, o Siegesfürst. Christ, daß du vom Tod er— 5. Der Feind wird Schau standen bist und hast dem Tod Laurenti, 4 1722. gertütkf Leben wie . Wi Gnad, Mssehat die Güt teue Die 3. Goi sen Thron bornen So in gleicher Lob ind Mel.: Jesu, 149. nen über? ihre Auger ihre Serle hött ihte it von ih gar nicht die Trau 2. Ach Herzen il nach; si Schmerze gemach.) alleine, d weine! dabei, fr traurig Mann brechen, kann. D Lersäume lunmehr koͤnnen er Gott. Hütten Heslied Mitten fried. ie Beute 18; wir eswegen Sieges⸗ Herz Herz Bahne uts. Sünden ein, und en, der dir ge⸗ mit dir. rworben, für. ier ganz be gehn, selig mit uns nicht nunmehr bei Gott n schon: e, 1 1737. ch Tag. 129. uken dir, + Jesu Tod er⸗ dem Tod Ostern. 14⁵ zerstört sein Macht und uns das Leben wiederbracht. Halleluja. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, nimm von uns unsre Missethat, und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treue Diener sein. Halleluja. 3. Gott dem Vater im höch⸗ sten Thron samt seinem einge— bornen Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis' in Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 102. 149 Z der Jünger gehn mit Seh⸗ nen über Feld nach Emmaus; ihre Augen sind voll Thränen, ihre Seele voll Verdruß. Man hört ihre Klageworte; doch es ist von ihrem Orte unser Jesus gar nicht weit und vertreibt die Traurigkeit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach; sie bejammern voller Schmerzen ihre Not und Un— gemach. Manches wandert gar alleine, daß es nur zur G'nüge weine! Doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich besprechen, so ist Christ der dritte Mann; er bemerket die Ge⸗ brechen, redet, was uns trösten kann. Denn er kann uns nicht ken träumen; er hat alles im Gesicht, seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegan⸗ gen, wenn ich meiner Eitelkeit und den Sünden nachgehangen. O der unglückselgen Zeit, die man dergestalt verloren! Doch er hat mich neugeboren, Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 5. Hat sich eine Not gefun⸗ den, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stun⸗ den sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o, so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner doch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach, so sei du auch allhier! Will der Teu— fel auf mich blitzen, wollst du trösten und beschützen. Komm, in meinem Geist zu ruhn, ich will dir nichts Leides thun. 7. Bin ich traurig und be— trübet, so gieb mir in meinem Sinn, daß mich deine Seele liebet und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 8. Tröst auch andre fromme versäumen, wie wir in Gedan⸗ 8* 116 Seelen, wenn sie tief in Kummer werden und der Lebenstag sich stehn, wenn sie in verborgne neigt; wenn dem dunklen Aug Höhlen, Kammern, Feld und auf Erden nirgends sich ein Wälder gehn, ihrem Kummer Helfer zeigt. Bleib alsdann nachzusinnen, daß sie sich satt in unsrer Mitten, wie dich deine weinen können, so sprich ihrer Jünger bitten, bis du sie ge— Seele zu: Liebes Kind, was tröstet hast, bleibe, bleibe, teu⸗ trauerst du? rer Gast! 9. Hilf, wenn es will Abend Joh. Neunherz, 4 1737. Ostern. Himmelfahrt. —— 9. Himmelfahrtslieder. Mel.: Wie schön leuchtet de. 44k. wird uns von dir gegeben. 150 A5 wundergroßer Bringe, dringe mein Gemüte, Siegesheld, du mein Geblüte, daß es preise, Sündenträger aller Welt, heut dir Lob, Ehr und Dank erweise. hast du dich gesetzet zur Rechten 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch deines Vaters Kraft, der Feinde uns nach dir, hilf, daß wir Schar gebracht zur Haft, bis künftig für und für nach dei— auf den Tod verletzet. Mäch- nem Reiche trachten; laß unser tig, prächtig, triumphierest, ju⸗ Thun und Wandel sein, daß bilierest, Tod und Leben ist, wir mit Demut gehn herein, Herr Christ, dir untergeben. all Uppigkeit verachten. Unart, 2. Dir dienen alle Cherubim, Hoffart laß uns meiden, viel tausend hohe Seraphim christlich leiden, wohl ergründen, dich Siegesfürsten loben; weil wo die Gnade sei zu finden. du den Segen wiederbracht, 5. Sei, Jesu, unser Schutz mit Majestät und großer Pracht und Schatz, sei unser Ruhm zur Freude bist erhoben. Sin-und fester Platz, darauf wir get, klinget, rühmt und ehret uns verlassen. Laß suchen uns, den, so fähret auf gen Himmel was droben ist; auf Erden mit Posaunen und Getümmel. wohnet Trug und List, es ist 3. Du bist das Haupt, hin⸗ auf allen Straßen Lügen, gegen wir sind Glieder, ja es Trügen, Angst und Plagen, kommt von dir auf uns Licht, die da nagen, die da quälen Trost und Leben, Heil, Friede, stündlich arme Christenseelen. Freude, Stärk' und Kraft, Er⸗ 6. Herr Jesu, komm, o quickung, Labsal, Herzenssaft, Gnadenthron! Du Siegesfürst, Hände. Ernst Chr Mel.: He * 151. ih meine! allen Zwe hiermit ste weil das& wird seine zur vechten 152. — egeben. Hemüte, preise, erweise. a5 wir ich de⸗ 5 unser u, daß herein, Unatt, meiden, ründen, inden. Schutz Ruhm uf wir jen uns, Erden es ist Lügen, Plagen, quälen seelen. mm, o hesfürst 117 Held, Davids Sohn, komm, 2. Weil er gezogen himmel⸗ stille das Verlangen! Du, du an und große Gab' empfan⸗ bist allen uns zu gut, o Jesu, gen, mein Herz auch nur im durch dein teures Blut ins Himmel kann, sonst nirgends Heiligtum gegangen. Komm Ruh erlangen; denn wo mein schier, hilf mir, dann so sol⸗Schatz gekommen hin, da ist len, dann so wollen wir ohn auch stets mein Herz und Ende fröhlich klopfen in die Sinn; nach ihm mich sehr Hände. verlanget. Ernst Christoph Homburg, 4 1681. 3. Ach Herr, laß diese Himmelfahrt. Mel.: Herr, wie du chris 642. uf Christi Him⸗ V A mehaahrt alen ich meine Nachfahrt gründe und allen Zweifel, Angst und Pein hiermit stets überwinde; denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder Jesus Christ zur rechten Zeit nachholen. Gnade mich von deiner Auf— fahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wenn dirs ge— fällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen! Nach Josua Wegelin, 1 1640. Eigene Melodie. * + L—*— — ö ö H— — 2+———— 2 2 Auf diesen Tag be⸗den⸗ken wir, daß Christ g en Himmel und danken Gott aus höchster B'gier, mit Bitt, er woll be⸗ HEEEEEE.— iEEEEE g'fahren, 8 wahren uns arme Sünder hier auf Erd, die wir von r—— 1——..— 6. H.— — ö—— d, der, n. n. 2. Drum sei GottLob, der Weg ist g'macht, uns steht der Him⸗ mit großer Pracht, vorhin war ——— —.—— —.— ——.—— —F —— 118 Himmelfahrt. alls verschlossen. Wers gläubt, 2. Wär er nicht hingegangen, des Herz ist freudenvoll, dabei er der Tröster wär nicht kommen. sich denn rüsten soll, dem Herren Seit, daß er hingegangen ist, nachzufolgen. Halleluja. so haben wir den Geist durch 3 Wer nicht folgt und sein Christ. Kyrieleis. Willen thut, dem ists nicht 3. Halleluja, Halleluja, Hal⸗ Ernst zum Herren; denn er leluja. Des solln wir alle froh wird auch vor Fleisch und Blut sein. Christ will unser Trost sein Himmelreich versperren. sein. Kyrieleis. Am Glauben liegts; so der ist recht, so wird auch g'wiß das Leben schlecht zu Gott im Mel.: Nun freut e 3⁴7. Himml gerichtet. Hallelja, 154 Dihin gen 4. Solch Himmelfahrt geht„Himmel, Jesu in uns an, wenn wir den Va⸗Christ, die Stätt mir zu be⸗ ter finden und fliehen stets der reiten, auf daß ich bleibe, wo Weltlust Bahn, thun uns zu du bist, zu ewiglichen Zeiten. Gottes Kindern; die sehn hinauf, Du fährst, mein Heiland, in und Gott herab, an Treu und die Höh, auf daß ich in die Lieb geht ihn' nichts ab, bis sie Höh auch geh; dies kann mich zusammen kommen. Halleluja. recht ergötzen. ö 5. Dann wird der Tag erst 2. Du fährst, mein Jesu, freudenreich, wenn uns Gott wolkenan und dringst durch alle zu ihm nehmen und seinem Himmel, damit ich dir nach— Sohn wird machen gleich, als fahren kann aus diesem Welt⸗ wir denn jetzt bekennen. Da getümmel. Du bist, mein Jesu, wird sich finden Freud und aus dem Leid gegangen in die Mut zu ewger Zeit beim höch-⸗ höchste Freud, daß stete Freud sten Gut. Gott woll, daß wirs mich labe. erleben. Halleluja. 3. Wo Jesus ist, da komm Joh. Zwic, 4 1542. ich hin, bei Jesu will ich blei⸗ Mel.: Christ ist erstanden. 125.ͤ ben;—— steht zu Jesu stets hrist fuhr gen mein Sinn, nichts soll mich 53. C Himmel. Was von ihm treiben. Ob ich schon sandt er uns hernieder? Den duld hier manche Not, so werd Tröster, den Heiligen Geist, zu ich doch nach meinem Tod bei Trost der armen Christenheit. Jesu recht erquicket. Kyrieleis. 4. Verzage nicht, du meine Um 1543. Zall laß fahten u. schmerl I3e nach I 00 8 dem den schöne Jesus mic Mel.: Ern 150. Christ, der men gen Vier ist! Frommen, großen Sie den schwer hast, recht Ehr erveif 2. Du Sündenno zwungen, Velt und verschlung weit und solche Hen diesem L wohl erhe 3. Du ten Hand sctet, der wandt, da die starker Trumph macht, jag sehr herr 4. Nun dir, dich hjungen, annen. gen ist durch a, Hal⸗ lle froh Vost n 154g. u. 347. Ve. Lesu zu be⸗ ibe, wo Zeiten. nd, in in die un mich —1 Nesu, uch alle nach⸗ Welt⸗ el in Jsu, m in die Freud a komm ich blei⸗ esu stets U mich shn so werd Tod bei u meine Himmelfahrt. 119 Seel, laß nur den Kummer men; es müssen Engel für und fahren und dich nicht allzu für dir aufzuwarten kommen; schmerzlich quäl; ich werd die Fürsten stehen auf der Bahn nach kurzen Jahren gelangen und sind dir willig unterthan; aus dem Jammerthal hin in den schönen Himmelssaal, da Jesus mich wird trösten. Gottl. Händel, 4 1695. Mel.: Ermuntre dich, mein. 32. u Lebensfürst, 10 9. D Herr Jesu Christ, der du bist aufgenom⸗ men gen Himmel, da dein Vater ist und die Gemein der Frommen, wie soll ich deinen großen Sieg, den du uns durch den schweren Krieg erworben hast, recht preisen und dir gnug Ehr erweisen? 2. Du hast die Höll und Luft, Wasser, Feuer, Erden muß dir zu Dienste werden. 5. Du, starker Herrscher, fährest auf mit Jauchzen und Lobsagen, und gleich mit dir in vollem Lauf auch mehr denn tausend Wagen. Du fährest auf mit Lobgesang, es schallet der Posaunen Klang; mein Gott, vor allen Dingen will ich dir auch lobsingen. 6. Du bist gefahren in die Höh hinführend die gefangen, die uns mit Thränen, Ach und Weh genetzet oft die Wangen; drum preisen wir mit süßem Sündennot ganz ritterlich be⸗Schall, o starker Gott, dich zwungen, du hast den Teufel, Welt und Tod durch deinen Tod verschlungen, du hast gesieget weit und breit; wie werd ich solche Herrlichkeit, o Herr, in diesem Leben nach Würden wohl erheben? 3. Du hast dich zu der rech— ten Hand des Vaters hinge— setzet, der alles dir hat zuge⸗ wandt, da du, was uns verletzet, die starken Feinde umgebracht, Triumph und Sieg daraus ge— macht, ja gar auf deinem Wagen sehr herrlich Schau getragen. 4. Nun lieget alles unter dir, dich selbst nur ausgenom⸗ überall, wir, die wir so viel Gaben hierdurch empfangen haben. 7. Du bist das Haupt in der Gemein, und wir sind deine Glieder; du wirst der Glieder Schutzherr sein, wir dienen dir hinwieder. Du stärkest uns mit Trost und Licht; wenn uns vor Angst das Herz zerbricht, dann kannst du Kraft und Le⸗ ben, ja Fried und Freude geben. 8. Du salbest uns mit dei⸗ nem Geist und giebst uns treue Hirten, die Lehrer, welch uns allermeist mit Himmelsbrot bewirten. Du, Hoherpriester, Himmelfahrt. zeigest an, daß deine Hand uns so können wir ergründen, wo retten kann, ja von der Höllen Rachen uns frei und ledig machen. 9. Du hast durch deine Him⸗ melfahrt die Straße uns be⸗ reitet, du hast den Weg uns offenbart, der uns zum Vater dein Gezelt zu finden. 13. Zieh uns nach dir, so lau⸗ fen wir, gieb uns des Glaubens Flügel; hilf, daß wir fliehen weit von hier auf Israelis Hügel. Mein Gott, wann fahr ich doch dahin, woselbst ich ewig fröh— leitet. Und weil denn du, lich bin? Wann werd ich vor dir Herr Jesu Christ, nun stets in deiner Wonne bist, so wer⸗ stehen, dein Angesicht zu sehen? 14. Wann soll lich hin ins den ja die Frommen dahin zu Paradies zu dr, o Jesu, kom⸗ dir auch kommen. 10. Ist unser Haupt im Himmelreich, wie die Apostel schreiben, so werden wir, den Engeln gleich, von ihm nicht ferne bleiben. Du wirst uns, deine Gliederlein, mein Gott, nicht lassen von dir sein, die da so fest vertrauen, dein Herrlichkeit zu schauen. 11. Herr Jesu, zieh uns für und für, daß wir mit den Gemütern nur oben wohnen stets bei dir in deinen Him— melsgütern. Laß unsern Sitz und Wandel sein, wo Fried und Wahrheit geht herein; laß uns in deinem Wesen, das himmlisch ist, genesen. 12. Hilf, daß wir suchen unsern Schatz nicht hier in die sem Leben, sondern nur dort, wo du den Platz wirst Gottes Kindern geben. Ach, laß uns streben fest und wohl nach dem, was künftig werden soll; men? Wann kost ich doch das Engelssüß? Wann werd ich aufgenommen? Mein Heiland, komm und nimm mich an, auf daß ich fröhlich jauchzen kann und klopfen in die Hände: Gelobt sei Gott ohn Ende. Johann Rist, 4+ 1667. Mel.: Heut Gottes. 133. s fähret heute 1 56. Gottes Sohn hinauf zu seines Thron. Halleluja, Halleluja! Er gehet ein zur Herrlichkeit, die über⸗ all ist ausgebreit'. Halleluja, Halleluja! 2. Er hat zerstört des Teu⸗ fels Macht, sein Heer erlegt und umgebracht, Halleluja! wie mit Gewalt ein starker Held im Treffen seine Feinde fällt. Halleluja! 3. Zwing unser Fleisch, err Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Halle⸗ luja! 5 daß wir, indem du 0 shichn hen dem Herren 4. Nunf vids 1 19— at der Rn en Chnt 5 9 fahre 6. Lo 10 faltigkeit Eoheh ů Mel.: Von 6 158. den, wo „oolau⸗ laubens fliehen int ich doch 9 ftöh⸗ vor dir sehen? hi n ins u, kom⸗ och das erd ich Heland, an, auf n kann Hände: inde. 1 1667. 133. t heute ö Sohn Thron. r gehet e über⸗ lleluja, es Teu⸗ erlegt Hujal: starker Feinde Fleisch, du der Halle⸗ dem du uns machst rein, teilhaftig dei⸗ nes Sieges sein. Halleluja!: 4. Laß sein den Feind in uns gedämpft, weil du uns hast das Heil erkämpft. Halleluja!:, Tilg aus sein Werk, daß er Himmelfahrt. 121 Kinder in dein Reich, Halle— luja!:, die wir ein ewig Freudenlied vor dir zu opfern sind bemüht. Halleluja! 6. Gott Vater, sei von uns gepreist samt deinem Sohn und nicht mehr sich wider unsre Seel' Heilgem Geist. Halleluja! — Halleluja! ½ Zeuch und führ uns mit dir zugleich als Gottes Der heilge unsrer Seelen Grund, damit dir danke Herz und Mund. Halleluja!:, 1 5 7 Um 1714. 2 Eigene Melodie. SEED—.——..—.—.—. —— 2——..———.— ——————————————.——4. er.— Gen Himmel auf-ge⸗ fah⸗ ren ist, Hal⸗le⸗lu⸗ja, 11 —— r. — e der Kön'g der Eh⸗-ren Je⸗-sus Christ. Hall e⸗-lu⸗ja! 2. Er sitzt zur rechten Gottes Hand, herrscht über Himml und alle Land. Hall eluj a! 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist in Psalmen von dem Herren Christ. Halleluja! 4. Nun sitzt beim Herren Da⸗ vids Herr, wie zu ihm g'spro⸗ chen hat der Herr. Halleluja! 5. Nun dankt dem Herren Jesu Christ, der heut zum Him— mel g'fahren ist. Halleluja! 6. Lob sei der heilg'n Drei⸗ faltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! Mich. Franck, 4 1667. Mel.: Von Gott will ich nicht. 660. ott fähret auf gen 58. G Himmel mit Urhem Jubelschall, mit präch— tigem Getümmel und mit Po⸗ saunenhall. Lobsingt, lobsinget Gott, lobsingt, lobsingt mit Freuden dem Könige der Hei— den, dem Herren Zebaoth. 2. Der Herr wird aufge⸗ nommen, der ganze Himmel lacht; um ihn gehn alle From— men, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein die lau— tern Seraphinen, den hellen Cherubinen muß er willkom— men sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht, wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht. Der Hei— land geht voran, will uns nicht —— DDꝗFS——— —— 122 Himmelfahrt. nach sich lassen, er zeiget uns Macht gegeben, dich, unsers die Straßen, er bricht uns Herzens Kron. sichre Bahn. 6. Ade mit deinen Schätzen, 4. Wir sollen himmlisch du trugesvolle Welt; dein Lust werden, der Herre macht uns kann nicht ergötzen. Weißt du, Platz; wir gehen von der Er- was uns gefällt? Der Herr den dorthin zu unserm Schatz. ist unser Preis, der Herr ist unsre Ihr Herzen, macht euch auf; Freude und köstliches Geschmei⸗ wo Jesus hingegangen, dahin de; zu ihm geht unsre Reis'. sei das Verlangen, dahin sei 7. Wann soll es doch ge⸗ euer Lauf. schehen? Wann kommt die 5. Laßt uns zum Himmel liebe Zeit, daß wir ihn werden springen mit herzlicher Begier; sehen in seiner Herrlichkeit? laßt uns zugleich auch singen: Du Tag, wann wirst du sein, Dich, Jesu, suchen wir, dich, daß wir den Heiland grüßen, o du Gottessohn, dich, Weg, daß wir den Heiland küssen? dich wahres Leben, dem alle Komm, stelle dich doch ein! Gottfr. Wilh. Sacer, 4 1699. Eigene Melodie. 513.— S........ zur Rechten seines gro⸗Fen Vaters sitzt und die Schar von seinenKnechten in demReich der Gnaden schützt, e DDT—— SSPSSSI.I‚. den auf dem erhabnen Throne in der kö⸗nig⸗lichen Krone ————— SSSSSSS.. al⸗les Heer der Ewig⸗keit mit verhülltem Antlitz scheut. 2. Dein Geschäft auf dieser reich Auferstehn läßt uns in Erden und dein Opfer ist voll- die Freiheit gehn. bracht; was vollendet sollte 3. Nun ist dieses dein Ge— werden, das ist gänzlich aus-schäfte in dem obern Heilig⸗ gemacht. Da du bist für uns tum, die erworbnen Segens⸗ gestorben, ist uns Gnad und kräfte durch dein Evangelium Heil erworben, und dein sieg⸗allen denen mitzuteilen, die Brust, un Samen der Lust; du v glauben, d0 hleiben, un ters Haus nung aus. 5. Doch Armen, died nicht, weild barmen iber daß dein daß er nicht daß er ändr da zielt dein 6. Zwar Tagen, da Welt dir a lagen, hast gestellt, bal nit Weiner erscheinen; drigkeit bate 7. Aber Bitte von stützt, daei Hi ütte die v sizt; uun ke Klagen maj gen, und dend Blat u 8. Die Leiden stel. st Unsre eschmei ein Ge⸗ Heilig⸗ Segens⸗ ngelium en, die Himmelfahrt. zum Thron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Va⸗ ters Haus ihnen eine Woh— nung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Er— barmen über ihrem Elend bricht, daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach, da zielt dein Bitten hin. Zwar in deines Fleisches Tagen, Welt dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu bleibe doch in mir, o, in welcher Nie- dich und deine Gaben möge erscheinen; drigkeit batest du zur selben Zeit! 7. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unter— stützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschla— gen, und nun macht dein re— dend Blut unsre böse Sache gut. 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater da die Sünden aller ö 123 dar und machst liebreich und bescheiden dein Verlangen offen— bar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freund— schaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei ge⸗ priesen, daß du in dem Hei— ligtum soviel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 1 60 Serr, auf Erden muß ich leiden, und bin voller Angst und Weh. Warum willst du von mir scheiden? Warum fährst du in die Höh? Nimm mich Armen auch mit dir; oder daß ich täglich bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir zu⸗ rücke und nimm meines mit hinauf, wenn ich Seufzer zu dir schicke, mache selbst den Himmel auf; und so ich nicht beten kann, rede 0 den Vater an. Denn du sitzst zu seiner Rechten, darum hilf uns, dei— nen Knechten. 3. Zeuch die Sinnen von 124 der Erde über alles Eitle hin,‚ daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterb— lich bin, und im Glauben meine Zeit richte nach der Ewigkeit, bis wir auch zu dir gelangen, wie du bist vorangegangen. 4. Dir ist alles übergeben, nimm dich auch der Deinen an; hilf mir, daß ich christlich leben und dir billig dienen kann. Kommt der Satan wi⸗ der mich, ach, so wirf ihn un⸗ ter dich zu dem Schemel deiner Füße, daß er ewig 4„ müsse Himmelfahrt. König, alles wird ihm unter⸗ thänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Alle Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß. 2. Fürstentümer und Ge⸗ walten, Mächte, die die Thron— wacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdi⸗ schen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott, des Weltalls großer . hat die Engel wohl als Geister und als Flammen um den Thron; sagt er aber 5 Meine Wohnung mache je zu Knechten: Seze dich zu fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegen⸗ wärtig bei dir gehen ein und aus; denn der Weg dahin bist du, darum bringe mich zur meiner Rechten? Nein, er sprach es zu dem Sohn. 4. Gott ist Herr; der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner; nur der Sohn, der ist Ruh und nimm an dem letz- ihm gleich. Dessen 01. ist ten Ende meinen Geist in deine unumstößlich, dessen Leben un⸗ a auflösl ich, dessen Reich ein 6. Komme, wenn es 3 ewig Reich. ist, awder; denn du hast es zugesagt, und erlöse m Glieder, die der Tod im Grabe nagt. Richte dann die böse Welt, die dein Wort für Lüge 5595 und nach ausgestandnem Leide führ uns ein zu deiner Freude! Casp. Neumann, 1 1715. 3. Gleicher Macht und glei⸗ cher Ehren sitzt er unter lichten hbrn über allen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 6. Nur in ihm, o Wunder⸗ gaben, können wir Erlösung Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 586. haben, die Erlösung durch sein 161. 43 Christus V lut. Hörts: das Leben ist herrscht als erschienen, und ein ewiges Ver⸗ zu gul 75 Gebt, zen; die Her 9% ihm die rst Glied Zeit darniede cht z00— fulge 100 sie von 1 Fesu Haupt; zicht 9. Dn offen, welcher über alles geheligte eine uhn es. ang üßt. 10 20 Au er Nahrung und Bewaht 18. liebet f Kreuzesstam nun verdam net: Gott 11. Jau heilger Kne lendete Gere die Palmer Blutvolk in Chor vor ⸗ die Gottesh 12. Ich sten Stufen Thron⸗ ihm die errschaft im irdi⸗ seinem großer el wohl lammen er aber dich zu ein, er n. er Herr gleichet „der ist tuhl is eben un⸗ eich ein ind glei⸗ lächten herubim. Himmel in den ner gab Wunder⸗ Stlösung urch sein eben ist 6s Ver⸗ sühnen kommt in Jesu uns zu gut. 7. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 8. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld, es folgen Freuden; nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 9. Ihnen steht der Himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine weiß, daß eine Zeit erscheine, da sie ihren König küßt. 10. Auch bis dahin giebt er Nahrung, Leitung, Heilung und Bewahrung, denn er pflegt und liebet sie. Ja, bei seinem Kreuzesstamme fraget sie, wer nun verdamme; denn sie rüh⸗ met: Gott ist hie! 11. Jauchzt ihm, Menge heilger Knechte; rühmt, vol⸗ lendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt! Und du Blutvolk in der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 12. Ich auch auf der tief⸗ sten Stufen, ich will glauben, Himmelfahrt. 125 reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm unterthänig; ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Hiller, 4 1769. Mel.. Schmücke dich, o liebe Seele. 294. 162 Krrig, dem kein König gleichet, dessen Ruhm kein Mund er⸗ reichet, dem als Gott das Reich gebühret, der als Mensch das Szepter führet, dem das Recht gehört zum Throne als des Vaters ewgem Sohne, den so viel Vollkommenheiten krönen, zieren und begleiten. 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde nebst der ungezähl⸗ ten Herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben; Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 3. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tau— send treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Szepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himm⸗ 126 lischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. O Monarch in dreien Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Gaben, welche deine Bür⸗ ger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen; laß mich dei— nen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier im Ringen, Dulden, Streiten, dort im Herrschen dir zur Seiten. Joh. Jak. Rambach, 4 1725. Mel.: Nun lob, mein Seel'. 455. ein Heiland 163. M sitzet droben zu Gott des Vaters rechter Hand, allwo ihn herrlich loben die Seraphim; in solchem Stand ist unser Fleisch zu finden, o welch ein Ruhm und Ehr! Es müsse nun verschwinden, was uns betrübet sehr; denn unser Heil regieret in großer Herrlich— keit, wohin er uns auch führet nach unsrer Wallfahrtszeit. Himmelfahrt. 2. Lob sei dir, Herr, ge⸗ sungen, daß du dich aus selbst⸗ eigner Macht gen Himmel auf— geschwungen und den Triumph davon gebracht, daß du hast aufgeschlossen des Himmels Freudenthür und uns zu Reichs— genossen verordnet für und für. Ach, laß es uns gelingen, den lieben Engeln gleich ein Lob— lied dir zu singen in deines Vaters Reich. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: Vom Himmel hoch. 47. un freut euch, 164. N Gottes Kinder all, der Herr fährt auf mit großem Schall. Lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm. 2. Die Engel und all Him⸗ melsheer erzeigen Christo gött— lich Ehr und jauchzen ihm mit frohem Schall; das thun die lieben Engel all. 3. Daß unser Heiland Je⸗ sus Christ, wahr' Gottessohn, Mensch worden ist, des freuen sich die Engel sehr und gönnen uns gern solche Ehr. 4. Der Herr hat uns die Stätt bereit, da wir solln bleibn in Ewigkeit; lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm! 5. Wir sind Erben im Him⸗ melreich, wir sind den lieben Engeln gleich; das sehn die lieben ins mit 6.W. mer Nal ind ende anden Gott ttes und 7. Den er herab, Herzen lab, sein göttl tllch bhüt vore 8. Also tenheit zur Seligkeit; an aungs fenntnis 9. de Glauben st Hoffnung in und macht! ins in Tri 10. Wa Majestät erworben h der heilge inser Lehr 11. Da Sohn gesar anders nich den heilgen muß die H 18 elbst⸗ mel auf⸗ Trumph Du hast Himmelz Reichs⸗ und für. gen, den ein Lob⸗ u deines „ 1667. h. 4. eut euch, 5 Kinder auf mit get ihm, get ihm all . im⸗ 0 gött⸗ ihm mit thun die t d land Je⸗ ttessohn, es freuen dgönnen uns die hir solla lobsinget lobsnget m! im Hin⸗ en lieben sehn die lieben Engel gern und danken mit uns Gott dem Herrn. 6. Es hat mit uns nun nim⸗ mer Not; denn Satan, Sünd und ewger Tod allsamt zu schanden worden sind durch Gottes und Marien Kind. 7. Den heilgen Geist sendt er herab, auf daß er unsre Herzen lab und tröst uns durch sein göttlich Wort und uns behüt vors Teufels Mord. 8. Also baut er die Chris⸗ tenheit zur ewgen Freud und Seligkeit; allein der Glaub an Jesum Christ die recht Er— kenntnis Gottes ist. 9. Der heilge Geist den Glauben stärkt, Geduld und Hoffnung in uns wirkt, erleucht und macht die Herzen fest und uns in Trübsal nicht verläßt. 10. Was uns die göttlich Majestät am heilgen Kreuz erworben hat, das teilet aus der heilge Geist, darum er unser Lehrer heißt. 11. Der Vater hat den Sohn gesandt, der Sohn wird anders nicht erkannt, ohn durch den heilgen Geist allein, der muß die Herzen machen rein. 12. So manche schöne Got— tesgab bringt uns der heilge Geist herab und uns vorm Satan wohl bewahrt; das schafft des Herren Himmelfahrt. 13. So danket nun dem Himmelfahrt. 127 lieben Herrn und lobet ihn von Herzen gern; lobsinget mit der Engel Chör, daß man es in dem Himmel hör. 14. Gott Vater in der Ewigkeit, es sagt dir deine Christenheit groß Ehr und Dank mit höchstem Fleiß, zu allen Zeiten Lob und Preis. 15. Herr Jesu Christe, Got— tes Sohn, gewaltig, herrlich, prächtig, schön, es dankt dir deine Christenheit von nun an bis in Ewigkeit. 16. OHeilger Geist, du wah— rer Gott, der du uns tröst' in aller Not, wir rühmen dich, wir loben dich und sagen Dank dir ewiglich. Erasmus Alberus, 4 1553. Mel.: Herr Gott, dich loben alle. 199. 16 Rir danken dir, 161 Wẽ Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel g'fahren bist. Das G'fängnis, Teufel, Sünd und Tod, hast du gemacht zu Schand und Spott. 2. Dein' Heilgen Geist du hast gesandt, dein Wort geschickt in alle Land, giebst treue Leh— rer da und dort, die stets führen dein göttlich Wort. 3. Zur Rechten Gottes Va⸗ ters wert sitzst über Himmel und der Erd, hast alle Gwalt und bist der Herr, dein ist die Kraft, Lob, Preis und Ehr. 128 Himmelfahrt. 4. Herr Jesu, komm, denn 3. Zeuch uns nach dir, Herr es ist Zeit; gottlob, der jüngst' Christ, und führ uns deine Tag ist nicht weit. Komm, Himmelsstege; wir irrn sonst lieber Herr, wir bitten dich, leicht und sind verscheucht vom zu dir wir seufzen inniglich. Nic. Selnecker, 1 1592. Mel.: Ach Gott und Herr. 301. 166 Z²0. uns nach dir, so laufen wir mit herzlichem Verlangen hin, da du bist, o Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier; ach, reiß uns doch von hinnen, so dürsen wir nicht länger hier den Kummer— faden spinnen. rechten Lebenswege. 4. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Welt— getümmel. 5. Zeuch uns nach dir nur für und für und gieb, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den aus⸗ erwählten Scharen. Ludämilia Elisabeth, Gräfin v. Schwarzburg-Rudolstadt, + 1672. —— 10. Pfingstlieder. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. dler Geist ins 6 7 E Himmels Thro⸗ ne, eines Wesens, einer Kraft mit Gott Vater und dem Soh⸗ ne, schwacher Seelen Lebens⸗— saft! Ach, ergieße deine Treu in mein Herz und mach es neu, daß Gott selbst mit seiner Gabe Lust in mir zu wohnen habe. 2. Ach, ich bin mit Schmach und Schanden gar erbärmlich zugericht'; Satan hat mit sei⸗ nen Banden meine Schönheit ganz zernicht'. Gottes Bild ist ganz verderbt, Sünden sind mir angeerbt; und wie kann Gott solche Seelen sich zur Wohnung auserwählen? 3. Du bist Gottes starker Finger, der der Sünden Macht zerbricht, Satans mächtiger Bezwinger, meiner Seelen helles Licht. Kehrest du nur bei mir ein, ach, so wird mein Herze rein und auch schon auf dieser Erden eine Wohnung Gottes werden. 4. Geist der Wahrheit, komm und leite mich zur rechten Weis⸗ heitsquell; geh und stehe mir zur Seite, mach mein finstres Herze hell und durch deinen Glanz erleucht', daß es Gottes Sinn anich b nden sel: mur Hest dem Liden kräftig be Freunde h betindig K gelassn 9. größten verhwuindet Wupst und Herz nicht ich leide, w und Augen ich traurig! Jummer m bläb du be 7. Geist Gemüte sud schmeckt me Güte, so ve was die W Weltlust ut rechte Freud einig von E 8. Geist nich beten: Höhl Trei zu treten, vor ihm ste kräftig sei; Seufzen bei Gottes Nan ein kräftig Joh. Go u, Herr deine eu sonst icht vom dir, 0 deinen 1 mehr se Welt⸗ dir nur daß wir Reich, den aus⸗ th, idolstadt, Vohnung starker u Macht lächtiger len helles bei mir u Herze uf dieser Gottes it, komm en Weis⸗ emir zur les Herze Glanz es Sinn erreicht, bis ich nach den Trauer— stunden jene Seligkeit gefunden. 5. Geist des Trostes, in dem Leiden steh mir allzeit kräftig bei; wenn die besten Freunde scheiden, bleib du mir beständig treu. Gieb mir ein gelassen Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seelen bei dir finde und mich stets mit dir verbinde. 6. Geist des Rats, wie oft verschwindet Rat und That in Angst und Not! Wenn mein Herz nicht Hilfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod Herz und Augen niederdrückt, wenn ich traurig und gebückt und vor Jammer muß vergehen, ach, so bleib du bei mir stehen. 7. Geist der Freuden, mein Gemüte suchet an dir seine Lust; schmeckt mein Herz nur deine Güte, so verlachet meine Brust, was die Welt für Lust erdenkt. Weltlust nur die Seele kränkt; rechte Freude muß den Frommen einig von Gott selber kommen. 8. Geist des Betens, lehr mich beten: Abba, Vater in der Höh! Treibe mich, vor Gott zu treten, und gieb, wenn ich vor ihm steh, daß mein Bitten kräftig sei; steh mir stets mit Seufzen bei! Sprich in mir in Gottes Namen nach dem Flehn ein kräftig Amen! Joh. Gottfr. Hermann, 1 1791. Pfingsten. 129 Mel.: Werde munter, mein. 564. ott, gieb einen 68. G milden Regen, denn mein Herz ist dürr wie Sand; Vater, gieb vom Him⸗ mel Segen, tränke du dein durstig Land; laß des Heilgen Geistes Gab' über mich von oben ab wie die starken Ströme fließen und mein ganzes Herz durchgießen. 2. Kann ein Vater hier auf Erden, der doch bös ist von Natur, seinen lieben Kindern geben nichts als gute Gaben nur, solltest du denn, der da heißt guter Vater, deinen Geist mir nicht geben und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir dei⸗ nen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir; laß den Tröster ewiglich bei mir sein und lehren mich, in der Wahrheit fest zu stehen und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen; laß mich deinen Tempel sein. Säubre du nur selbst das Haus meines Her⸗— zens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein 9 130 Pfingsten. und schön, laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn; gieb mir einen starken Mut, heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir er— geben, dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kom⸗ men hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen En⸗ gelsweisen. Mauritius Cramer, 1 1702. Mel.: Kommt her zu mir, spricht. 378. leider bracht auf ihn und auf uns allen. 4. Wir halten, Herr, an unserm Heil und sind gewiß, daß wir dein Teil in Christo werden bleiben; die wir, durch seinen Tod und Blut des Him⸗ mels Erb und höchstes Gut zu haben, treulich gläuben. 5. Und das ist auch ein Gnadenwerk und deines heilgen Geistes Stärk; in uns ist kein Vermögen. Wie bald würd unser Glaub und Treu, Herr, wo du uns nicht stündest bei, sich in die Asche legen. 6. Dein Geist hält unsers Glaubens Licht, wenn alle Welt —1 9 G'it Vater, sende dawider ficht mit Sturm und deinen Geist, vielen Waffen; und wenn auch den uns dein Sohn erbitten heißt, aus deines Himmels Höhen! Wir bitten, wie er uns gelehrt; laß uns doch ja nicht unerhört von deinem Throne gehen. 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe wert, bei uns ist kein Verdienen. Hier gilt gar nichts als Lieb und Gnad, die Christus uns verdienet hat mit Büßen und Versühnen. 3. Es jammert deinen Va⸗ tersinn der große Jammer, da wir hin durch Adams Fall ge— fallen; durch dieses Fallen ist die Macht des bösen Geistes gleich der Fürst der Welt selbst wider uns sich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen. 7. Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg; wo dieser hilft, da wird der Krieg gewißlich wohl ablaufen. Was ist doch Satans Reich und Stand? Wenn Gottes Geist erhebt die Hand, fällt alles übern Haufen. 8. Er reißt der Höllen Band entzwei; er tröst und macht das Herze frei von allem, was uns kränket. Wenn uns das Unglückswetter schreckt, so ist ers, der uns schützt und deckt, viel besser, als man denket. 9. Er macht das bittre als, was cbahnten lichtet unser anders kre nan findet 1. Er ristet auẽ Herren Ha bauen; er s Ind Versta uns unbe Beten sch. 12. Er zens Tho in unsers streuen; elben W fället, b läßt es k 13. Er des Hertn und wohn keuschen E ist, was Buße thy das pflegt 14. Er getreu, er Tode bei, stehen; er unsers lle Welt uem und enn auch elt selbst 8 Feld, schaffen. t ist, da hilft, da lich wohl Satans Wenn ie Hand, sfen. len Band d macht lem, was uns das , so ist ind deckt, denket. 3 bittre Kreuze süß, ist unser Licht in Finsternis, führt uns als seine Schafe; hält über uns sein Schild und Wacht, daß seine Herd' in tiefer Nacht mit Ruh und Frieden schlafe. 10. Der Geist, den Gott vom Himmel giebt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohl⸗ gebahnten Wegen; er setzt und richtet unsern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man findet Segen. 11. Er macht geschickt und rüstet aus die Diener, die des Herren Haus in diesem Leben bauen; er ziert ihr Herz, Mund und Verstand, läßt ihnen, was uns unbekannt, zu unserm Besten schauen. 12. Er öffnet unsers Her⸗ zens Thor, wenn sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen streuen; er giebet Kraft dem— selben Wort, und wenn es fället, bringt ers fort und läßt es wohl gedeihen. 13. Er lehret uns die Furcht des Herrn, liebt Reinigkeit und wohnet gern in frommen keuschen Seelen; was niedrig ist, was Tugend ehrt, was Buße thut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwählen. 14. Er ist und bleibet stets getreu, er steht uns auch im Tode bei, wenn alle Ding ab⸗ stehen; er lindert unsre letzte Pfingsten. 131 Qual, läßt uns hindurch ins Himmels Saal getrost und fröh⸗ lich gehen. 15. O selig, wer in dieser Welt läßt diesem Gaste Haus und Zelt in seiner Seel' auf— schlagen! Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit, den wird er dort zur ewgen Freud in Gottes Hütte tragen. 16. Nun, Herr und Vater aller Güt', hör unsern Wunsch, geuß ins Gemüt uns allen diese Gabe; gieb deinen Geist, der uns allhier regiere und dort für und für im ewgen Leben labe. Paulus Gerhardt, 1 1676. Mel.: Warum sollt ich mich denn. 662. öchster Tröster, 170. H komm hernie⸗ der, Geist des Herrn, sei nicht fern, salbe Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat deinen Rat seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Ach, das Seelenwerk ist wich— tig! Wer ist wohl, wie er soll, treu zu handeln tüchtig? 3. Herr, wir fallen dir zu Fuße; eins ist not für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das Herz Angst und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 9*³ 132 Pfingsten. 4. Zeig uns des Erlösers ihn treten, sei uns nah und Wunden, ruf uns zu: Ihr sprich Ja, wenn wir gläubig habt Ruh, ihr habt Heil ge⸗beten. funden! unsre Sünd bleibt 7. Hilf den Kampf des ungerochen, Jesu Blut machet Glaubens kämpfen, gieb uns gut, was die Welt verbrochen. Mut, Fleisch und Blut, Sünd 5. Weck uns auf vom Sün⸗und Welt zu dämpfen; laß denschlafe, rette doch heute noch die verlornen Schafe; reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Ver⸗ stockung sterben. 6. Geist der Weisheit, gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott ge— fallen; lehr uns freudig vor nicht Trübsal, Kreuz und Lei⸗ den, Angst und Not, Schmerz und Tod uns von Jesu scheiden. 8. Sei in Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze; führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist in des Himmels Freude. Ehrenfried Liebich, 4 1780. 1 7 1. Mel.: Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist. DDDDDSDSDDSDSDiDDDDE — Komm, Heilger Geist, zeuch Herl ü ein, erfüll mit deiner .—— n. Gnaden Schein 9—— zen, die du sel-ber dir höchsten Gott, die Liebe selbst, der Lebensbrunn, das Freuden⸗ öl und Gnadensonn. 3. An Gaben siebenfalt er⸗ kannt, der Fing'r an Gottes rechter Hand, in allen Spra— chen machst du kund dein Wort durch treuer Lehrer Mund. zu deinem Dienst erschaffen hier. 2. Du bist der Tröster in der Not, die Gabe von dem führ uns selbst die rechte Bahn. 4. Zünd im Verstand uns an ein Licht, die Lieb in unsre Herzen richt, auch unsers Flei— sches Blödigkeit durch deine Kraft stärk allezeit. 5. Treib ab von uns der Feinde Heer, den lieben Frie— den uns bescher; und weil der Mensch leicht irren kann, so ah ind wn fdes Wuns ‚ n; nd. ichmerz hen it unsre ach uns eʒführ, m Lede Heist in 1 1780. nd uns in unsre 1 Flei⸗ h deine uns der n Frie⸗ weil der kann, so 2 Bahn. Pfingsten. 133 6. Lehr uns den Vater ken⸗ 7. Lob sei dem Vater und nen wohl, und wie man den dem Sohn, auch unserm Tröster Sohn ehren soll, im Glauben und Patron; o Herr, durch dei— mach uns auch bekannt, wie nen Geist uns leit in deine Freud du von beiden wirst ges sandt. 4 Herrlichkeit. 7 2. Matthäus Appelles von Löwenstern, 1 1648. Eigene Melodie. * 1—— „.—5 9 EEE. Komm, hei⸗ 25 ger Geist, er⸗f füll die Herzen deiner Gläubigen D‚Pᷓ‚iDPDP‚PD und entzünd in ihnen das Feuer deiner Jotliche Ne⸗ be, der du durch Maunifaltiakeit der Zungen die Völ⸗ker .......—— Br,r., der ganzen Welt versammelt hast in Ei-nig-keit des 09—— ne u. .———. D Glaubens. Hal-le- lu⸗ ja! Hal⸗le⸗ 1 l 1 7 3* Eigene Melodie. 4 100—— 2 Komm, Hei⸗liger Geist, rre Gott, erfüll Wärdewer Ounden 04 4 ů ů 2EEEEEEEE Gut deiner Gläubgen Herz, Mut und 2— R. brünstig Lieb entzünd in ihn'. Ooerd 998 din 2e Glast zu dem Pfingsten. ———— — 1———— +— 2 Glauben RufnKhast das Volk aus al⸗ler Wils N7—— + N IEE —.20—— das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Halle-lu-ja, Halle⸗Au-ja! 2. Du heiliges Licht, edler Schein in den dunkeln Her— Hort, laß uns leuchten des zen sein. Lebens Wort und lehr uns 2. Gieb in unsre Herz und Gott recht erkennen, von Her-Sinnen Weisheit, Rat, Ver⸗ zen Vater ihn nennen. O Herr, stand und Zucht, daß wir behüt vor fremder Lehr, daß anders nichts beginnen, denn wir nicht Meister suchen mehr, was nur dein Wille sucht; denn Jesum 76 mit rechtem dein Erkenntnis werde groß Glauben und ihm aus ganzer und mach uns von Irrtum los. Macht vertrauen. Halleluja, 3. Zeige, Herr, die Wohl— Halleluja! fahrtsstege; das, was hinter 3, Du heilige Brunst, süßer uns gethan, räume ferner aus Trost, nun hilf uns fröhl ich dem Wege, schlecht und recht und getrost in dein'm Dienst sei um und an. Wirke Reu beständig bleiben, die Trübsal an Sünden Statt, wenn der uns nicht abtreiben! O Herr, Fuß gestrauchelt hat. durch dein' Kraft uns bereit 4. Laß uns stets dein Zeug⸗ und stärk des Fleisches Blödig-Unis fühlen, daß wir Gottes keit, daß wir hier ritterlich Kinder sind, die auf ihn alleine ringen, durch Tod und Leben zielen, wenn sich Not und Drang⸗ zu dir dringen. Halleluja, sal find't; denn des Vaters Lie⸗ Halleluja! besrut ist uns allewege gut. Martin Luther, 4 1546. 5. Reiz uns, daß wir zu Mel.: Gott des Himmels und. 493. ihm treten frei mit aller Freu⸗ 1 74 Domm, o komm, du digkeit; seufz auch in uns, wenn Geist des Lebens, wir beten, und vertritt uns alle⸗ wahrer Gott von Ewigkeit! zeit; so wird unsre Bitt erhört, Deine Kraft sei nicht verge- und die Zuversicht ümi bens, sie erfüll uns jederzeit, 6. Wird uns auch nach so wird Geist und Licht und Troste bange, daß das Herz und Stin Werke, wer 6 west: n den K den e 0. l den Gaul vd noch nöge rau Schaß Il 5 lisch ar dein Wort 9. Wen sterben, so als des jener Her ins uuser auszuspre Mel.: Von G Il 175. vom ho auf Chriß der, komr wohn im mit deine und Freu werter„ 2. Du Frommen tum los. Bohl⸗ hinter rner aus ind recht irke Reu henn der in Zeug⸗ Gottes alleine dDrang⸗ sters Lie⸗ Hege gut. wir zu ler Freu⸗ ns, wenn uns alle⸗ tt erhört, amehrt. ich nach das Herz 135 oft rufen muß: Ach, mein Oel und laß es zu mir kommen, Gott, mein Gott, wie lange! daß sich mein Herz und Seel ei, so mach uns den Beschluß; erfreuen inniglich; komm, Trö⸗ sprich der Seele tröstlich zu und ster, zu erquicken die Seelen, die Pfingsten. gieb Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; schenk uns Waffen in den Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch uns den Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schatz und Gott. Sagt das Fleisch auch immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die uns uuser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Joach. Neander, 4 1680. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 660. 175 Krinn Tröster, komm hernieder vom hohen Himmelsthron auf Christi Freund und Brü⸗ der, komm eilig, komm und wohn im Herzen allermeist, mit deinem Licht und Gaben und Freudenöl zu laben, komm, werter Heilger Geist! 2. Du bist ein Trost der Frommen; gieß aus dein heilig sich bücken im Geist demütiglich. 3. Laß allen Trost ver⸗ schwinden, den mir die Welt verspricht bei ihrem Dienst der Sünden, der mich doch tröstet nicht. Was Jesus mir an⸗ preist, dem will ich feste gläu— ben; du sollst mein Tröster blei⸗ ben, du, o Gott Heilger Geist! 4. Du kannst mein Herz erfreuen und kräftig rüsten aus, ja ganz und gar erneuen mein armes Herzenshaus; drum komm, mein schönster Gast, und bleib im Tod und Leben als Tröster mir gegeben, bis mein Gesicht erblaßt. 5. Der du als Gott aus⸗ gehest vom Vater und dem Sohn und mich im Geist er— höhest zu Gottes Stuhl und Thron, kehr gnädig bei mir ein und lehr mich Jesum ken— nen, ihn meinen Herren nennen mit Wahrheit, nicht zum Schein. 6. Du kommst ja von dem Vater, der meine Seele liebt; drum sei auch mein Berater; wenn mich die Welt betrübt, so komm und tröste mich und stärk im Kreuz und Leiden mein Herz mit vielen Freuden, daß es erquicke sich. 7. Ja, zeug in meinem Her⸗ — ——.—. —IIII ——— 2.——‚.— 136 Pfingsten. zen von Jesu ganz allein, von Finger, o Geist von Gottes seinem Tod und Schmerzen und Thron, und sei mein Herzbe⸗ seiner Wahrheit Schein, daß zwinger, daß mich kein Schmach ich ganz überzeugt kein Bild noch Hohn, kein Trübsal, keine in meiner Seelen als Jesum Not von meinem Jesu scheide; mög erwählen, bis sich mein im Kreuz sei meine Freude, Herz ihm gleicht. mein Trost bis in den Tod. 8. Leit mich mit deinem Laurentius Laurenti, 4 1722. 7 6. Eigene Melodie. 15 S.—— +—— SSISSSSEe.— E————.———— Nun bitten wir den Hei- li⸗gen Geist um den rech⸗ten 9—. e. E—.—.—— Glauben al-lermeist, daß er uns be-hü-te an unserm Ende, 2.—. +— dn. *—..————.— P.— △—— wenn wir heim fahrn aus diesem E⸗len⸗de. Ky-ri⸗e⸗leis. 2. Du wertes Licht, gieb zagen, wenn der Feind wird uns deinen Schein, lehr uns das Leben verklagen. Kyrieleis. Jesum Christ kennen allein, Martin Luther, 4 1546. daß wir an ihm bleiben, dem Wel.: Freu dich sehr, o meine. 680. treuen Heiland, der uns bracht 1 77 O du allersüß'ste hat zum rechten Vaterland. Freude, o du Kyrieleis. allerschönstes Licht, der du uns 3. Du süße Lieb, schenk uns in Lieb und Leide unbesuchet deine Gunst, laß uns empfin-lässest nicht, Geist des Höchsten, den der Liebe Brunst, daß höchster Fürst, der du hältst wir uns von Herzen einander und halten wirst ohn Aufhören lieben und in Fried auf einem alle Dinge, höre, höre, was Sinne bleiben. Kyrieleis. sich singe! 4. Du höchster Tröster in 2. Du bist ja die beste Gabe, aller Not, hilf, daß wir nicht die ein Mensch nur nennen fürchten Schand noch Tod, daß kann; wenn ich dich erwünsch in uns die Sinne nicht ver- und habe, geb ich alles Wün— Verstandes st dir lund des kleinst destiessten du weißt a verderbt u gieb Weis wie ich u 5. Du finden, w ber ist, leu und Sünd rein du bist denquell, rein undel was du fl du gerne 6. Du lein pflege sanften A ben unbe sen alles und gieb nd wird Hrieleis. + 1546. ine. 680. ersüß ste o du du uns besuchet bäͤchsen, u hälsst lufhören re, Was te Gabe, nennen erwünsch Win⸗ schen dran. Ach, ergieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Him⸗ mels Throne wie ein Regen ausgeschütt', bringst vom Va⸗ ter und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und ver⸗ waltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis' und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund; zählst den Staub des kleinsten Sandes, gründst des tiefsten Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei; drum gieb Weisheit und vor allen, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und sau⸗ ber ist, fleuchst hingegen Schand und Sünden; wie die Tauben rein du bist. Mache mich, o Gna⸗ denquell, durch dein Waschen rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest; gieb mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäf— lein pfleget, frommen Herzens, sanften Muts, bleibst im Lie⸗ ben unbeweget, thust uns Bö⸗ sen alles Guts. Ach, verleih und gieb mir auch diesen Pfingsten. 137 edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei, so bin ich g'nug getröst'. Laß mich sein dein Ei⸗ gentum; ich versprech hinwieder⸗ um, hier und dort all mein Ver⸗ mögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Ich entsage alle deme, was dir deinen Ruhm benimmt; ich will, daß mein Herz an⸗ nehme nur allein, was von dir kömmt. Was der Satan will und sucht, will ich halten als verflucht; ich will seinen schnöden Wegen mich mit Ernst zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinges neue, daß mein Gott sich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, ei, so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ew'gen Freuden wirst dein' Auserwählten weiden. Paulus Gerhardt, 1676. 138 Pfingsten. Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. —3—4— 1 4 8. O Heilger Geist, ein und laß uns deine Woh⸗ nung sein, o komm, du Her⸗ zenssonne. Du Himmelslicht, Geberden. auf uns nieder, daß wir wie— —kehr bei uns der Trost empfinden, alles Un⸗ glück überwinden. Laß dich reichlich 5. O starker Fels und Le⸗ benshort, laß uns dein him⸗ laß deinen Schein bei uns und melsüßes Wort in unsern Her⸗ in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, du geben, wenn wir beten, zu dir kommen wir getreten. 2. Du Ouell, draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß dei— nen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können aller Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat, und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen; gieb zen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner Wonne, himmlisch Leben willst weisheitsreichen Lehr und treu— en Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum un— sern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräf— tiglich und schenk uns deine Liebe; daß unser Sinn ver⸗ bunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich dar— innen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gieb, daß in Herzens⸗ reinigkeit wir führen unsre Le— uns Beständigkeit, daß wir ge⸗benszeit, sei unsers Geistes treu dir bleiben für und für, Stärke; daß uns forthin sei unbe— wenn wir nun leiden müssen; schaue, wußt die Eitelkeit, des Fleisches baue, was zerrissen Lust und seine toten Werke. und geflissen, dich zu schauen Rühre, führe unser Sinnen und auf deinen Trost zu bauen. und Beginnen von der Erden, 4. Laß uns dein edle Bal- daß wir Himmelserben werden. samkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Mich. Schirmer, 1 1673. Mel.: O Jesulein süß. 18. o heiliger Gott, Heiliger Geist, f 79. OHeiliger Geis du Tröster wert in aller Not, du bist 0 Dyron W. und dem 11.70 0 Geist,„ 2. O lger Gol 3zu deinem uns der mach u Heiliget r 3. O lger Gott ben immer miemand g denn durc O Heiliger 180. 5 Siegel di voll Rat Gottesfint bringer,L gieb uns aft, laß reichl bir W0 lles Un⸗ und Le⸗ in him⸗ ern Her⸗ dir unz n deiner nd treu⸗ Fliße, Gemüte, tum un⸗ melstau, zen kräf⸗ 8 deine nn ver⸗ ten stets ich dar⸗ id, kein hried und „, Fried geben. Herzens⸗ imsre Le⸗ Geistes sei unbe⸗ Fleisches Verke. Sinnen Erden, werden. 673. 18. jer Geist, ger Gott, ller Not, Pfingsten. 139 du bist gesandt vons Himmels liger Gott, erleucht uns durch Thron von Gott dem Vater dein göttlich Wort. Lehr uns und dem Sohn. O Heiliger den Vater kennen schon, dazu Geist, o Heiliger Gott. auch seinen lieben Sohn. O 2. O Heiliger,Geist, o hei⸗(Heiliger ꝛc. liger Gott, gieb uns die Lieb 5. O Heiliger Geist, o hei⸗ zu deinem Wort. Zünd an in liger Gott, du zeigst die Thür uns der Liebe Flamm, dar- zur Himmelspfort. Laß uns nach zu lieben allesammt. O hier kämpfen ritterlich und zu Heiliger ꝛc. dir dringen seliglich. O Hei— 3. O Heiliger Geist, o hei-liger ꝛc. liger Gott, mehr unsern Glau⸗ 6. O Heiliger Geist, o hei⸗ ben immerfort. An Christum liger Gott, verlaß uns nicht niemand glauben kann, es sei x in Not und Tod. Wir sagen denn durch dein Lieb gethan. dir Lob, Ehr und Dank jetzund O Heiliger ꝛc. und unser Leben lang. O Hei— 4. O Heiliger Geist, o hei⸗liger Geist, o heiliger Gott. 1 Abr. Hinckelwat, 4 1695. 80. Mel.: Jesu, meine Liebe. ———.— ..S......... Schmückt das Fest mit Mai⸗en, las-set Blumen streuen, zündet denn der Geist der Gnaden hat sich ein-ge⸗laden; machet —..—n— 1.——2—— er. Op⸗fer an; ihm die Bahn. ———.—— I.——— SS.S....... Licht und Heil er⸗füllen und den Jammer stil⸗len. 2. Tröster der Betrübten, ben nach Vergnügen laben. Siegel der Geliebten, Geist 3. Laß die Zungen brennen, voll Rat und That; starker wenn wir Jesum nennen; führ Gottesfinger, Friedenswieder- den Geist empor. Gieb uns bringer, Licht auf unserm Pfad; Kraft zu beten und vor Gott gieb uns Kraft und n treten, sprich du selbst uns saft, laß uns deine teuren Ga⸗Uvor; gieb uns Mut, du höch— Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit 23 VD X 140 Pfingsten. stes Gut, tröst uns kräftiglich flügeln und verlaß uns nicht, von oben bei der Feinde Toben. wenn der Tod, die letzte Not 4. Helles Licht, erleuchte, mit uns will zu Felde liegen, klarer Brunn, befeuchte unser Herz und Sinn; Gnadenöl, erquicke, o Magnet, entzücke daß wir fröhlich siegen. 9. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir uns zum Himmel hin; baue Gott verwandt. Dem laß stets dir den Tempel hier, daß dein Herd und Feuer brennet, wo man Gott bekennet. 5. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme flie— ßen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt; und verleih, daß es gedeih, hun— dertfältig Früchte bringe, und ihm stets gelinge. 6. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß dein sanftes Wehen auch bei uns gesche⸗ hen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem zie— hen und das Böse fliehen. 7. Gieb zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, fuͤhr uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz er— wähle dir zu deinem Haus. Wertes Pfand, mach uns be— kannt, wie wir Jesum recht er⸗ kennen und Gott Vater nennen. 8. Mach das Kreuz uns süße, und in Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubens⸗ uns dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Herr, ich habe mißgehandelt. 308. Itrahl der Gott⸗ 181. S heit, Kraft der Höhe, Geist der Gnaden, wah⸗ rer Gott, höre, wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir not; laß den Ausfluß deiner Gaben auch mein dürres Herze laben. 2. Glaube, Weisheit, Rat und Stärke, Furcht, Erkennt— nis und Verstand, das sind deiner Gottheit Werke, dadurch wirst du uns bekannt, dadurch weißt du recht zu lehren, wie wir Gott und Jesum ehren. 3. Teurer Lehrer, Gottes Finger, lehr und schreibe dei— nen Sinn auch ins Herz mir, deinem Jünger, nimm es ganz zu eigen hin, daß ich dann von deiner Fülle reichlich lern, was sei dein Wille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe rühren meine Zung und sei; bl pel sei; d wenn ich st Rech eret 6. Stre Gnaden, i wie ich A geben, was Muefluß d mein dürre Nel.: Jef 18². in meinem mich. Stt doch daß du kräftigl werte Zier, 183. + 1737. ndelt. 308. er Gott⸗ iraft der u, wah⸗ Armer vas mir deiner Herze eit, Rat Erkennt⸗ as sind dadurch dadurch vren, wie ehren. Gottes eibe dei⸗ erz mir, es ganz ch dann lich lern, deiner ung und Mund, daß ich auch mit heißem Triebe Gottes Thaten mache kund; laß es Seel und Herz entzünden und verzehren alle Sünden. 5. Leg hingegen meiner Seele deine heilge Salbung bei, daß mein Leib auch von dem Ole dein geweihter Tem⸗ pel sei; bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, daß ich Christi Reich ererbe. 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geist der Gnaden, wahrer Gott, höre, wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir not; laß den Ausfluß deiner Gaben auch mein dürres Herze laben. Mel.: Jesu, meine Freude. 417. 182. Urn prung wahrer Freuden, komm in meinem Leiden und erfreue mich. Strafe meine Sünden, 9 daß ich mag finden, wie du kräftiglich dich in mir, o werte Zier, hast ergossen, daß 183. Pfingsten. 141 dein Lieben ich hier mög aus⸗ üben. 2. Will die Lieb erkalten, laß mich fester halten meines Herren Wort. Lehre michs er⸗ gründen und die Wahrheit finden. Gieb an meinem Ort, wertes Licht, was mir gebricht; doch laß mich in meinen Kla— gen gleichwohl nicht verzagen. 3. Auch wollst du in Zei⸗ ten mich behutsam leiten nach dem Rate dein, daß ich möge kämpfen ritterlich und dämpfen, was mir bringet Pein. Wenn die Sünd auf mich geschwind ihren Stachel schießt, mich stärke, daß ich Trost vermerke. 4. Wenn ich nun soll ster⸗ ben, und mein Fleisch verder— ben, da verlaß mich nicht. Tritt mir an die Seite, hilf, daß ich so streite, daß ich ins Gericht ja nicht komm; o mach mich fromm, daß ich bloß nach jenem Leben hier schon möge streben. Christoph Runge, 4 1680. Eigene Melodie. — . 2—.— 2 655— E 32 ein zu deinen Thoren, sei meines. Gast, der du, da ich ge-bo-ren, mich neu ge-bo⸗ren hast, 36 w 0 hochgeliebter Geist des Wters und des Sohnes, *EF Pfingsten. mit beiden gleiches Thrones, mit beiden gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laß mich em— pfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Re— ben, du hast mich gut gemacht; der Tod i mein Le⸗ ben, du hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie in einer Flute, mit dessen 52—83 und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Ole, dadurch gesalbet ist mein Geist und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Ei⸗ gentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt im Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, s steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst bau unsers du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Wor⸗ ten mir aufgethan die Pforten zum goldnen Freudensaal! 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freund— lichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feind⸗ schaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie es dir wohlgefällt; so gieb doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden, ver— knüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß es blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so Zerstöret durch Krieg und Feuers Zorn. 10. Beschirm die Polizeien, Fürsten Thron, daß er und wir gedeihen; shnüit die ain. in Gottes Sul Vok 5 1. E mit reiner Häuser 5 Segen fü den bösen 2. Wir beten dich danken, d ewiglich Wanken. deine Mae dein Will Ins des f eingeborn — epreist. uns im Vostes manches en Wor⸗ Pf forten saal! Rist der Freu nd⸗ daß mns wenden, jällt; 0 iad zum den, ver⸗ den, was nd steure der Erd, neure die rd. Laß Länder, rchen, so ieg und olizeien, Thron, gedeihen; Pfingsten. schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für, vertreib den bösen Geist, der sich dir Trinitatis. 143 widersetzet und, was dein Herz er⸗ götzet, aus unsern Herzen reißt. 12. Richt unser ganzes Le⸗ ben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Hände hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paulus Gerhardt, 4 1676. Emeee 11. Trinitatislieder. Eigene Melodie. Allein Gott in— Höh sei Ehr und Dant für sei⸗ne darum daß nun und nimmermehr uns rüh-ren kann kein 3— —— . Gna⸗ Sthusde Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß PP. Fried ohn Un-ter⸗laß, all Fehd hatn nun ein En-de. 2. Wir loben, preis'n, an⸗ beten dich für deine Ehr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemeß'n ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht; wohl uns des feinen Herren. 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller un— sers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller. 4. O Heilger Geist, du größ— tes Gut, du all'rheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ 144 Trinitatis. erlöset durch große Mart'r und bittern Tod, abwend all unsern Jamm'r und Not, da⸗ zu wir uns verlassen. Nikolaus Decius, 4 1541. Mel.: Nun danket alle Gott. 452. 185 25 sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel gegeben, mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an, der alle Augenblick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich ge— geben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt sich selbst, das höchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn ge— geben, der mir mein Herz er⸗ quickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles lobet, was in allen Lüften schwebet; gelobet sei der 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engel Schar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit, gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Joh. Gottfr. Olearius, 4 1711. Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. 186 Oelleluia, Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit sei in uns allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärke. Klinget, singet: Heilig, heilig, freilich, freilich, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth. 2. Halleluija, Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, der uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah, Gott Heil— ger Geist, sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeitstag Herr, des Name heilig heißt, erkoren. Eia, eia, da ist Freude, Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. Gott Vater, Gott der Sohn, da ist und Gott, der werte Geist. bn „ damit und sich Heilig, haft und ir haben laben. tt Heil⸗ von uns wir neu Glauben igam uns chzeitstag st Freude, t Manna ma. —N——. E D 2Q— I S... 145 4. Halleluja, Lob, Preis singet nun und immerdar mit und Ehr sei unserm Gott je Freuden: Amen, amen! Klinget, mehr und mehr und seinem singet: Heilig, heilig, freilich, großen Namen! Stimmt an freilich, heilig ist Gott, nuser mit aller Himmelsschar und Gott, der Herr Zebaoth! 1 8* Barth. Crasselius, 4 1724. Eigene Melodie. ——.—— .SSSPSSTTTT Je⸗sa⸗ja, dem Propheten, er im Geist den Trinitatis. ——— — r d ....——.—.—.—.— — SSS Herren sitzen sah auf einem hohen Thron in hellem Glanz. D .—.—.— 3355 23—— W. zween Seraph bei ihm daran; sechs Flügel sah er einen jeden han. Mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar, mit zween be⸗ deckten sie die Füße gar, und mit den andern zween sie flogen 0 Dreimal. *.=S D———....... ——.————.—.——— frei. Gen ander ruften sie mit———„ Hei⸗lig ist 22— 0— E —31 ö——. 4— 2—— das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war. igkeit aßistdin Barn . 25. — fröhlich abscheid iden aus diesem El end. E O Jesu Christ, meins Lebens Licht. welchs allerseits ge-färbet st vom Blut des zämmleinsJ Je su Christ. der r dem Her 3. zwar ; rei wo ohn genug! nd! 1es Lonihli grin 4 in Cwigkei Bern Mel.: Nunf 100. Majestät u doch deine Lob genug sehr hoch! unbegreif Wesen um 2. Wir Gnad, Aul leben, in viel hat daß du bi heißt Gott 00 6 Preiset für und hell erweiset. J — Jesu Christ Trinitatis. 147 2. Drin wohnt die heilig aller Zeit dein; eingen Sohn Dreifaltigkeit, Gott Vater, von Ewigkeit, dein Ebenbild, Sohn, Heiliger Geist; das ist gezeuget. der werte Seelengast, der giebt 4. Du hast gemacht den dem Herzen Ruh und Rast. Erdenkreis nach deinem Wohl⸗ 3. Es ist das Kirchlein gefallen; uns Menschen drauf zwar gring, weil aber die zu deinem Preis, daß wir dein drei wohnen drin, es groß Lob erschallen; auch wird durch genug und herrlich ist und Got- deines Mundes Wort dies al— tes königlicher Sitz. les immer fort und fort er— 4. Das Häuslein und das halten und regieret. Kirchelein laß dir, o Gott, 5. Drum steh du, Vater, befohlen sein; behüts vor Fall ferner bei uns, deinen armen und Herzeleid und wohn darin Kindern, und alle Schulden in Ewigkeit. uns verzeih als bußfertigen Bernh. v. Derschau, 4 1639. Sündern; aus unsern Nöten Mel.: Nun freut euch, lieben. 347. mannigfalt errette uns und 190 heiligste Drei⸗ hilf uns bald, wie du uns faltigkeit, voll hast versprochen. Majestät und Ehren, wie kann 6. O Jesu Christe, Gottes doch deine Christenheit dein Sohn, von Ewigkeit geboren, Lob genug vermehren? Du bist uns Menschen auch im Him⸗ sehr hoch und wundersam, ganz melsthron zum Mittler auser⸗ unbegreiflich ist dein Nam, dein koren; durch dich geschieht, was Wesen unerforschlich. nur geschieht, o wahrer Gott, 2. Wir danken dir, daß deine o wahres Licht, vom wahren Gnad, auch weil wir hier noch Gott und Lichte. leben, in deinem Wort uns so 7. Du bist des Vaters Eben— viel hat geoffenbart gegeben, bild und doch vom Himmel daß du bist wahrer Gott und kommen; als eben war die heißt Gott Vater, Sohn und Zeit erfüllt, hast du Fleisch Heilger Geist, dreifaltig und angenommen, hast uns erwor⸗ doch einig. ben Gottes Huld, bezahlet 3. O Vater, aller Dinge unfre Sünd und Schuld durch Quell und Ursprung, sei ge- dein unschuldig Leiden. preiset für alle Wunder, klar 8. Nun sitzest du zur rech⸗ und hell durch deine Macht ten Hand des Vaters hoch erweiset. Du, Vater, hast vor erhoben, beherrschest alle Leut 10* Trinitatis. und Land und dämpfst der Mel.: Es woll uns Gott genädig. 217 „Feinde Toben. Hilf uns, o(Tas alle Weis⸗ wahrer Mensch und Gott, wir 191. Wé heit in der wollen dir für deinen Tod und Welt bei uns hier kaum kann alle Wohlthat danken. lallen, das läßt Gott aus dem 9. OHeilger Geist, du werte Himmelszelt in alle Welt er— Kron, Erleuchter unsrer Sin- schallen, daß er alleine König nen, der du vom Vater und sei, hoch über alle Götter, dem Sohn ausgehest ohn Be-groß, mächtig, freundl ich, ginnen, du bist allmächtig und fromm und treu, der Frommen ohn End, der Vater und der Schutz und Retter, ein Wesen, Sohn dich sendt, im Glauben dre Personen. uns zu leiten. Gott Vater, Sohn und 10. Herr, du gebierest durch Hei nn Geist heißt sein hoch— die Tauf' uns wiederum aufs heilger Name; so kennt, so neue, und darnach nimmst du nennt, so rühmt und preist uns auch auf, wenn du giebst ihn der gerechte Same; Gott wahre Reue. Durch dich wird Abrahams, Gott Isaaks, Gott unsre Hoffnung fest, und wenn Jakobs, den er liebet, Herr uns alle Welt verläßt, bleibst Zebaoth, der Nacht und Tag du bei uns im Herzen. uns alle Gaben giebet und 11. Wir bitten dich demü-⸗ Wunder thut alleine. tiglich, daß es ja mög durch⸗ 3. Der Vater hat von ne⸗ dringen, was wir für Seufzer keit den Sohn, sein Bild, ge— oft vor dich in unsrer Not zeuget. Der Sohn hat in der vorbringen; und wenn die letzte Füll der Zeit im Fleische sich Stund da ist so hilf, daß wir gezeiget. Der Geist geht ohne auf Jesum Christ getrost und Zeit herfür vom Vater und selig sterben. vom Sohne, mit beiden gleicher 12. Gott Vater, Sohn, Hei⸗Ehr und Zier, gleich ewig, liger Geist, für alle Gnad und gleicher Krone und ungeteilter Güte sei immerdar von uns Stärke. gepreist mit freudigem Gemüte; 4. Sieh hier, mein Herz, des Himmels Heer dein Lob das ist dein Gut, dein Schatz, erklingt und Heilig, Heilig, Hei- dem keiner gleichet; das ist lig singt; das thun wir auch dein Freund, der alles thut, auf Erden. was dir zum Heil gereichet, Justus Gesenius, 4 1673. der dich gebaut nach seinem nen; bringt dir! Seele le bren die uns! Frendenlch kn Ohr zu schau uen n mer Kind 6. Weh Heer, das blend det, Gl und seir me wendet! D Himmels cchlossen Gott vor R A7 lle Weis⸗ in der kann t aus Welt 10 ine Lüni e Gütter, rem nolih, Frommen in Wesen, Sohn und sein hoch⸗ kennt, so und preis me; Gott aks, Gott bet, Herr und Tag iebet und 2 von Ewig⸗ Bi d, ge⸗ hat ii uder le in sich at ohne Vater und den gliicher 30 ewig, ungeteilter u Herz, ein Schatz, t; das ist alles thut, lRgereichet, ach seinem büßet, der dich mit wahrem Glauben füllt und all dein Kreuz durchsüßet mit seinem heilgen Worte. 5. Erhebe dich, steig zu ihm zu und lern ihn recht erken— nen; denn solch Erkenntnis bringt dir Ruh und macht die Seele brennen in reiner Liebe, die uns nährt zum ewgen Freudenleben, da, was allhier kein Ohr gehört, Gott wird zu schauen geben den Augen seiner Kinder. 6. Weh aber dem verstockten Heer, das sich hier selbst ver— blendet, Gott von sich stößt und seine Ehr auf Kreaturen wendet! Dem wird gewiß des Himmels Thür einmal ver— schlossen bleiben; denn wer Gott von sich treibt all⸗ Trinitatis. Bild, für deine Schuld ge⸗ 149 hier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne. 7. Ei nun, so gieb, du gro⸗ ßer Held, Gott Himmels und der Erden, daß alle Menschen in der Welt, zu dir bekehret werden; erleuchte, was ver— blendet geht, bring wieder, was verirret; reiß aus, was in dem Wege steht und freventlich verwirret die Schwachen in dem Glauben. 8. Auf daß wir also allzu⸗ gleich zur Sinmelere drin⸗ gen und dermaleinst in deinem Reich ohn alles Ende singen, daß du alleine König seist, hoch über alle Götter, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drei Personen. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. 0 6 —..———————...— 404—— ö— 5 5——— .— j—————. ae der Erden, der sich zu Vater geben hat, daß wir seine Kinder R 2.— .. wer⸗den. Er will uns all-zeit ernähren, Leib und Seel auch 2— Trinitatis. ———— 1..— 6. ni Fi, 2.—— — MD‚ ⁷ wohl bewahren, allem Unfall will er weh⸗ren, kein Leid soll uns widderfahren, er sor- :=:⸗:ʒm get für uns, hüt und Be.. — IE S.—— wacht es steht al⸗les in sei-ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren; von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den Heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz ge⸗ storben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den Heil⸗ gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne. Die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben wer— den; das Fleisch soll auch wie— der leben; nach diesem Leben ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen. Martin Luther, 4 1546. Zweite Melodie. —— —— 1— - 4—.—.2——.— 2 Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Himmels 8 Is und der der 3 zum Vater 401441 hat, daß wir sei- ne Kin-der Er⸗den, werden. Er will uns allzeit er⸗näh⸗ren, Leib und Seel auch S —52————————— 5— an,——— —.—.— — — ins Himn durch seil erlöst auls 105 in Volk 1 den Heil⸗ nit Vater der aller t und mit ne. D Die zuf Erden gar eben; geben wer⸗ Hauch wie⸗ sem Leben Leben in ther, 1 1546. nels und der ne Kin⸗der —— dSeel auch in Leid soll Trinitatis Johannistag. 151 — 5— 1 2——.——.——9——— uns widerfahren. Er sorget für uns, hüt' und wacht, es steht oder: .— 2 5—.—.————— 4..—————— b—.— Z.— B., +2 Walles in seiner Macht. A ⸗ men. men. ( 4 1 93. Eigene Melodie. Wir glauben all an Einen Gott, Vater, Sohn u. Heilgen Geist, 2,—+ 231.————— — 5. SSDSSSSSSSI —— den Herren Zebaoth. den die Schar der Engel preist, .— 2. ö 4———.——.—. E 2 durch seine gro⸗ße Macht alles wir⸗ket, thut und schafft. Wir glauben auch an 3. Wir glauben an den Heil⸗ Jesum Christ, Gottes und Ma- gen Geist, der von beiden gehet rien Sohn, der vom Himmel aus, der uns Trost und Bei⸗ kommen ist und uns führt stand leist' wider alle Furcht ins Himmels Thron, der uns und Graus. Heilige Dreifaltig⸗ durch sein Blut und Tod hat keit, sei gepreist zu aller Zeit! erlöst aus aller Not. ö Tobias Clausnitzer, 4 1684. —— 12. Zohannistag. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. hat, solches hat er auch er⸗ 1 94. Our lobt sei un⸗füllet; nun wird unsern Thrä— ser Gott, der nen Rat, unser Kummer wird sein Volk besucht und liebet! gestillet; unsre Ketten sind ent⸗ Er erlöset aus der Not, weil 3 wi ir Gebundne sind nunfrei. er uns den Heiland giebet. Gott hat an den Eid Unser Horn des Heils ist bier, edach, den er Abraham ge⸗ lwobet unsern Gott mit mir! schworen; er hat einen Bund 2. Was der Herr verheißen gemacht, dieser geht nun nicht 152 Johannistag. Mariä Heimsuchung. verloren. Ach, das ist Barm-Spott; weil Jerusalem wohl herzigkeit; lebt ihm auch zu dran, redet sie gar freundlich an; Dank bereit. denn ihr Leiden hat ein Ende, 4. Jesus macht von Fein-ihre Ritterschaft ich wende. den los, daß wir ihm mit 2. Ich vergeb all ihre Sün— Willen dienen. Schätzen wir den, ich tilg ihre Missethat, die Rettung groß, so muß auch ich will nicht mehr sehn noch der Glaube grünen, daß man finden, was die Straf' erwecket recht und heilig lebt und das hat; sie hat zwar zwiefältig Herz zu Gott erhebt. Leid schon empfangen, ihre 5. Das macht Gottes Va-WFreud soll sich täglich neu terherz, daß die Sonn uns vermehren und ihr Leid in aufgegangen; also weicht der Freud verkehren. Seelenschmerz. Wenn wir die. 3. Eine Stimme läßt sich ses Licht erlangen, dann ver- hören in der Wüsten weit und geht die Höllennacht; Gott sei breit, alle Menschen zu bekeh— Dank, der uns bedacht! ren: Macht dem Herrn den 6. Nun, so sind wir unver-Weg bereit, machet Gott ein' zagt, fürchten keinen Todes-ebne Bahn, alle Welt soll he— schatten; nur mit Jesu frisch ben an, alle Thäler zu erhöhen, gewagt, dieser Quell erfrischt daß die Berge niedrig stehen. die Matten. Gehn wir doch 4. Ungleich soll nun eben den Friedensweg; Jesus, Jesus werden und, was höckricht, ist der Steg. gleich und schlecht, alle Men— Joh. Neunherz, 41737. schen hier auf Erden sollen Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. leben schlecht und recht; denn 195 Tröstet, tröstet des Herren Herrlichkeit, die 99. meine Lieben, erscheint zu rechter Zeit, macht, tröstet mein Volk, spricht mein daß alles Fleisch kann sehen: Gott; tröstet, die sich jetzt be was Gott spricht, das muß trüben über Feindes Hohn und geschehen. Joh. Olearius, 1684. —— 6 13. Auf Mariä Heimsuchung. 9. De sehe,v Dinge 0 mächtig Heilig Nt 5. Er seinem— die hoffe Hehe 6. Er vom Stu Niedrige mit Güt Reichen 8. Er herzigkeit Diener 9. Wi sern Vä einem S 10. 6 und den Heiligen jetzt und Ewigkeit keit. A ben wall ichan; ein Eude wende. ihre S Mi sehn sehn no Ferwecket Zwirfältg gen, ihre glich nen Leid in laßt sich n ud zu bekeh⸗ an den Gott ein lt soll he⸗ werhöhen, rig stehen. nun eben hökkticht, alle Men⸗ den sollen echt; denn chkeit, die it, macht, mn sehen: das muß rius, 1 1684. Her⸗ren; Mariä He im suchung. ů —...————— 2. Denn er hat die Niedrig⸗ keit seiner Magd angesehen;* siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskind. 3. Denn er hat große Dinge an mir gethan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist. 4. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für“ bei denen, die ihn fürchten. 5. Er übet Gewalt mit und zerstreuet, seinem Arm“ die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. 6. Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl“ und erhebet die Aen 7 Die Hungrigen füllet er und lässet die mit Gütern“ Reichen leer. 8. Er denket der Barm⸗ herzigkeit“ und hilft seinem Diener Israel auf. 9. Wie er geredet hat un⸗ sern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. 10. Ehre sei dem Vater und dem Sohne* Heiligen Geiste, J. Wie es war im Anfang jetzt und immerdar,“ und von Ewigkeit zu Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. Luc. 1, 46—55. und dem und mein Geist freuet sich ůn meines Heilandes. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens. 189. 197. M ich preise dich, von ganzem Herzen freu ich mich, daß ich, dein' arme Dienerin, mit Gnaden ange— sehen bin. 2. All Gotteskinder werden mich des selig preisen ewiglich, du hast mich durch dein große Macht zu solchen großen Ehren bracht. Dein Nam ist aller Ehren wert, drum man dich billig rühmt und ehrt; du nimmst dich aller Menschen an, wenn sie dich nur vor Augen han. 4. Die aber wider dich stol⸗ ziern und wollen über dich regiern, zerstörest du mit ihrer Pracht; du hast ihr bald ein End gemacht. 5. Was sie gedenken wider dich, das geht doch allzeit hin— ter sich; denn Hoffart kannst du leiden nicht, du hast sie gar bald hingericht'. 6. Du siehst allein die De⸗ mut an: Die Armen sind dir unterthan, die willst du lassen nimmermehr; die stolzen Reichen läßt du leer. 7. Wie du vor allzeit hast gethan, so nimmst du dich auch unser an und denkest 154 Mariä Heimsuchung. Michaelistag. der Barmherzigkeit in unserm uns genädiglich. Zu unsern großen Herzeleid. Vätern ist geschehn ein Wort, 8. Denn Israel, dein' arme das hast du angesehn. Schar, ist in der Welt ver⸗ 10. Ja, Abraham, dem lassen gar, drum kommst du teuren Mann, dem hast du jetzt zu rechter Zeit, weil sie selbst ein' Eid gethan und ihm so herzlich zu dir schreit. geredt das Himmelreich und Wir habens nicht ver-seinem Samen ewiglich. dient um dich, du fährst mit Erasmus Alber, 1 1553. 14. Auf Michaelistag. Mel.: Meinen Zesum laß ich nicht. 424. auf Erden; darum laß uns 198. 11 du hast in dahin sehn, daß wir dir ge⸗ deinem Reich horsam werden, und verleih, große Scharen vieler Engel; daß ich dabei aller Engel diesen bin ich noch nicht gleich, Mitknecht sei denn mein Herz ist voller 5. Unsre Welt ist voll Ge— Mängel; ach, wann werd ich fahr, denn es hat viel böse auch so rein als die guten Stellen. Sende deiner Engel Engel sein? Schar, daß mich niemand Mich beschweret Fleisch könne fällen; und da, wo wir und Blut, hilf du, daß ich schlafen ein, laß sie meine geistlich werde. Gieb mir einen Wächter sein. Engelmut, der sich trenne von Mach es wie mit Laza— der Erde, daß ich als dein rus, wenn ich künftig werde liebes Kind allzeit himmlisch sterben, und damit ich ebenso sei gesinnt. möge Trost und Segen erben, 3. Mache mir dein Wort heiß die Engel mich zur Ruh bekannt durch des Heilgen tragen nach dem Himmel zu. Geistes Gabe, daß ich Weis⸗ 7. Laß uns dann vor dei— heit und Verstand wie ein nem Stuhl bei den Auser⸗ Engel Gottes habe, bis wir wählten stehen, wenn die Bö— einst in jenem Licht völlig sen in den Pfuhl mit dem sehn dein Angesicht. Satan werden gehen. Und 4. Auch dein Wille soll ge-(hernach in jenem Reich mache schehn in dem Himmel und mich den Engeln gleich. Casp. Neumann, 1715. 2. Si leuchten ganz oss⸗ hören l gitllcher 3. Sie schlafen ganz dah Herr Chr um dein 4. H Feind v Zorne steht all ihm wer 25% bracht i er sienn Wort, 6 3l tige 6. Do Ruh er Löw, tr legt Ga falsche was chri 7. I gel Sch unsern Wott, daß uns dir ge⸗ verleih, Engel voll Ge⸗ viel böse er Engel memand „wo wir 1e meine mit Laza⸗ tig werde ch ebenso en erben, zur Ruh mmel zu. vor dei⸗ uAuser⸗ n die Bö⸗ mit dem en. Und ich mache eich. un, 1715. Michaelistag. Eigene Melodie. — 500 —. 3 +.——— I—.——— Wen dere, d u., ee .————.—— 2. Sie glänzen hell und leuchten klar und sehen dich ganz offenbar; dein Stimm sie hören allezeit und sind voll göttlicher Weisheit. 3. Sie feiern auch und schlafen nicht, ihr Fleiß ist ganz dahin gericht, daß sie, Herr Christe, um dich sein und um dein armes Häufelein. 4. Der alte Drach und böse Feind vor Neid, Haß und vor Zorne brennt; sein Absicht steht allein darauf, wie von ihm werd zertrennt dein Hauf. 5. Und wie er vor hat bracht in Not die Welt, führt er sie noch in Tod. Kirch, Wort, Gesetz, all Ehrbarkeit zu tilgen ist er stets bereit. 6. Darum kein Rast und Ruh er hat, brüllt wie ein Löw, tracht früh und spat, legt Garn und Strick, braucht falsche List, daß er verderb, was christlich ist. 7. Indessen wacht der En⸗ gel Schar, die Christo folget Geschöpf der Engel schon, die um dich schweben in deinm Thron. immerdar, und schützet deine Christenheit, wehret des Teu— fels Listigkeit. 8. An Daniel wir lernen das, da er unter den Löwen saß; desgleichen auch dem frommen Lot der Engel half aus aller Not. 9. Dermaßen auch des Feuers Glut verschont und auch kein Schaden thut den Männern in der heißen Flamm; der Engel ihn'n zu Hilfe kam. 10. Also schützt Gott noch heut zu Tag vor Übel und vor mancher Plag uns durch die lieben Engelein, die uns zu Wächtern geben sein. 11. Darum wir billig loben dich und danken dir, Gott, ewiglich, wie auch der lieben Engel Schar dich preiset heut und immerdar. 12. Und bitten dich, du wollst allzeit dieselben heißen sein be— reit, zu schützen deine kleine Herd, so hält dein göttlich Wort im Wert. Paul Eber, 4 1569. 156 Michaelistag. Mel.: Es ist das Heil uns. 337. sich dabei in seinem Stand 200 OGott, der du erhalten. aus Herzens⸗ 6. Verleih, o Herr, durch grund die Menschenkinder lie⸗ deine Gnad, daß wir fest an best und uns zu aller Zeit dir bleiben und ja nicht selbst und Stund viel Gutes reich- durch Uebelthat die Engel von lich giebest, wir danken dir, uns treiben. Gieb, daß wir daß deine Treu bei uns ist rein und heilig sein, demütig alle Morgen neu in unserm ganzen Leben. Nächsten gerne dienen. 2. Wir preisen dich insonder“ 7. Gieb auch, daß wir der heit, daß du die Engelscharen Engel Amt verrichten dir zu zu deinem Lobe hast bereit, Ehren, und deine Wunder alle⸗ auch uns mit zu bewahren, samt ausbreiten und vermeh— daß unser Fuß an keinen Stein, ren, die du uns in der ganzen wenn wir auf unsern Wegen Welt und deinem Wort hast sein, sich stoße und verletze. vorgestellt, voll Weisheit, Macht 3. Was ist der Mensch, o und Güte. Vater, doch, daß du sein so 8. Und wie du durch die gedenkest und achtest ihn so Engel hast aus Not uns oft wert und hoch, daß du ihm da— geführet, ja auch bewahrt, daß zu schenkest, mit andern auch manche Last und Plag uns noch diese Gnad, daß er die nicht berühret, so thu dasselbe Himmelsgeister hat zu seinem auch hinfort, befiehl, daß sie Schutze stehen. an allem Ort sich stets um 4. Herr, diese große Freund-Wuns herlagern. lichkeit und sonderbare Güte, 9. Laß deine Kirch und un⸗ erheischet von uns allezeit ein ser Land der Engel Schutz dankbares Gemüte. Darum, o empfinden, daß Fried und Heil Gott, so rühmen wir die große in allem Stand sich bei uns Lieb und danken dir für solche möge finden. Laß sie des Teu⸗ hohe Gnade. fels Mord und List, und was 5. Es ist der starken Helden sein Reich und Anhang ist, Kraft gestanden uns zur Sei⸗ durch deine Kraft zerstören. ten, durch sie hast du uns 10. Zuletzt laß sie an un⸗ Ruh verschafft zu diesen bösen serm End den Bös'wicht von Zeiten; die Kirche und die uns jagen, und unsre Seel in Polizei, ein'n jeden auch für deine Händ und Abrahams und ohn Heuchelschein dem 6 oß5 11 5 Lub I. Dol Mel.- Vale 20J. allerärmste Cherubine gesell Stolze ver als du al sihttest is 2. Dar den, gin aus, nah Bürden Haus; v Süden, Zahl sind den zu de 3. Im kleide, vor führst du die Völker chen nich Heil verh. gen nun und Ehre J. Es! den, bis d dieser Kre nen Füßet Stand „ dur sest an ct felt ngel von daß wir demütig in dem. wir der dir 3u der alle⸗ vermeh⸗ rganzen ort hast „ Macht urch die uns ft hrt, daß lag Uns dasselbe daß sie tets um uUnd un⸗ Schutz und Heil bei uns des Teu⸗ und was hang ist, stören. an un⸗ vicht von »Seel in brahams Mission. 157 Schoß tragen, da alles Heer Heilig, Heilig singt ohn eini— dein Lob erklingt und Heilig, ges Aufhören. Justus Gesenius, 4 1671. ———— RSeee— Il. Von der Kirche u. ihren Gnadenmitteln. 1. Missionslieder. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 201 Der du zum Heil erschienen der allerärmsten Welt und von den Cherubinen zu Sündern dich gesellt; den sie mit frechem Stolze verhöhnt für seine Huld, als du am dürren Holze ver— söhntest ihre Schuld. 2. Damit wir Kinder wür⸗ den, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschie— den zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeits— kleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und wel— chen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die brin— gen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Es kann nicht Ruhe wer⸗ den, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu dei— nen Füßen liegt; bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gege— ben, vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priester⸗ schild, am Borne sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Götzen frönet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du wirst hö— ren, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht. Albert Knapp, 4 1864. Mel.: O Ewigkeit, du Donnerwort. 735. 202. D 15⁵8 bricht herfür und klopft an vieler Herzen Thür, daß man sie woll' einlassen. Des Reichs Erkenntnis gehet auf und füh— ret seinen schnellen Lauf durch aller Völker Straßen. Ja, das ö Erkenntnis samt dem Reich er— I öffnet sich nun allzugleich. +I 2. Seht, was der Herr für Wunder thut! Er giebet sei⸗ W nen Boten Mut und Kraft II den Wahrheitszeugen, die er aussendet spät und früh. Was könnens nicht verschweigen. Sie breiten aus zu seinem 3. Ich lasse, spricht das A + und O, vom ewgen Evan⸗— ——83 tönen. Ich laß ausrufen Volk soll sein bereit, mit mir sich zu versöhnen. Mein En⸗ gel, der die Botschaft bringt, schwingt. 4 4. Ich, ich will machen alles neu. Die Kreatur soll VI werden frei vom Dienst der Eitelkeiten. Wohl dem, der dieses fassen kann und nimmt in meinem Sohn mich an zu diesen frohen Zeiten. Wie selig ist, der diesen Tag des Heils anjetzt erkennen mag! Vor 1730. 14 „ sie gehört, posaunen sie und I Ruhm das ewge Evangelium. gelio die Wahrheit nun er⸗ Fried und Freud, wie alles sich mitten durch den Himmel Mission. Mel.: Wachet auf, ruft uns die. 740. 203 Eir ists, an dem . wir hangen, der für uns in den Tod gegan— gen und uns erkauft mit sei⸗ nem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen gehören dir, o Mann der Schmerzen, in dei⸗ ner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite dir zum Ruhm deine Kinder, verbirg uns nicht das Gnadenlicht von deinem heil— gen Angesicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehren⸗ könig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus! Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. * voba h, gil deinen Aus Kraft ver atkgarn Senfkorn, sein Hütet Gott vert Mel.: Wacht 204. bald dir und webt Blick auf Laß weher durch diese Erhöre un bald auchzen d und für. 8 gut. igentum, m deine ucht das em heil⸗ hen dich ast unsre deinem re Kraft 9, und tüchtig, ärke hat. en Sinn, u für den schwach, ind trägt Mach. Ehren⸗ roß, der im sende dend auch den, viel hen zum ie aue Evigkeit. nen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmel⸗ reiche fern. Seit Jahrtausen⸗ den ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Ge— rechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zeuch uns voran und mach uns Bahn, gieb deine Thüren auf— gethan. 5. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Aber du wirst Mission. 159 4. Sieh auf deine Millio⸗ Mel.: Nun freut euch, lieben. 347. 20 OHVobet den Herrn, 9. + ihr Heiden all, lobt Gott von Herzensgrunde; preist ihn, ihr Völker allzumal, dankt ihm zu aller Stunde, daß er euch auserwählet hat az mitgeteilet seine Gnad in Christo, seinem Sohne. 2. Denn seine groß Barm⸗ herzigkeit thut über uns stets walten, sein Wahrheit, Gnad und Gütigkeit erschemet Jung und Alten und währet bis in Ewigkeit, schenkt uns aus Gnad die Seligkeit, drum singet Halleluja! Aus dem 17. Jahrhundert. Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arr n und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1 1864. — 3 Wachet auf, ruft uns die. 740 204. Ksege su, streite, iege, daß alles dir muberlihe was lebt und webt in dieser Welt. Blick auf deine Friedensboten! Laß wehen deinen Lebensodem durch dieses ganze Win. Erhöre unser Flehn und laß es bald geschehn! Amen. So rühmen wir und jauchzen dir das Halleluja für und für. A. Knapp, 1864. Mel.: Herr Gott, dich loben alle. 199. 206 Jesu Christe, — wahres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch selig werd. Erfüll mit deinem Gna— denschein, die in Irrtum ver— lih wed sein, auch die, so heim— lich fichtet an in ihrem Sinn ein falsch er Wahn. Und was sich sonst ver⸗ tanten hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr ver⸗ wundt Gewissen heil, laß sie Amen, am Himmel haben Teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen 160 Mission. wollen frei, was ihres Her⸗ zens Glauben sei. Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich, auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann, 1 1647. Mel.: Dir, dir, Jehova, will. 466. 207. Wo, auf, du WGeist der ersten Zeugen, die auf der Maur als treue Wächter stehn, die Tag d Nä er ae 2* die Tag und Nächte nimmer reiß, o Herr, den Himmel bald schweigen und die getrost dem Feind entgegen gehn; ja deren Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum an⸗ zuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. So gieb dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Na— mens Preis. 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, dein Volk Schall die ganze Welt durch⸗ dringt und aller Völker Scha⸗ ren zu dir bringt. 2. O daß 9* bald dein Feuer brennte! O möcht es bald in alle Lande gehn! Ach, Herr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Ar⸗ beit stehn! Ach, Herr der Ernte, siehe doch darein; die Ernt' ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner so wie dein Wort verspricht, aus dem Gefängnis nähme! O, würd es doch nur bald vor Abend Licht! Ach entzwei und komm herab zur Hülf und mach uns frei. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach, führe bald dadurch mit agn der Heiden Füll in alle Thore ein. Ja, wecke doch auch Israel bald auf; und also segne deines Wortes Lauf. 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum', ach, räum aus jedem Wege. klaren Worten uns diese Bitte Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, duß Rith. ten Gottes 8. Laß! Schule die guten Gest nur auf du dich der Jug miuen. Lehr sein, die fleh'n und 9, Du versprochen, nem Herzen wird dein? brochen, eil Punkt 1 halt ich die vor ach, d ns Herz! 2. Mel.: Erhalt 1 ö 208. Christ, worden ist; das helle ins ausläf 2. In di Zeit, verle ttändigkeit, und Sakrar bis an uns 3. Herr Kirch erhalt faul und k Heil zu de s schall ai leis dein ein nes Na⸗ dif aus dein Geist, vers epricht Hefär ängnis doch nur ht! Ach umel bald herab zur frei. Wortrecht kein Ort 1d Schein. durch mit Füll in wecke doch auf; und Vortes us wüste N Wort im das räum', m Bege. n fal sur 18 tling 50 Der Kirche Schutz und Trutz. 161 daß Kirch und Schul ein Gar⸗ 10. Herr, zürne nicht, daß ten Gottes sei. ich so bitte, da ich vor dir 8. Laß jede hoh' und niedre nur Staub und Asche bin. Du Schule die Werkstatt deines als der sehher ett aller Güte guten Geistes sein; ja, sitze du giebst selber mir etwas von nur auf dem Stuhle uurd Präge deinem ESinn, daß mich der dich der Jugend selber ein, daß Menschen Elend jammern kann; treuer Lehrer viel und Beter drum bitt ich, Herr, o nimm sein, die 15 die ganze—7 mein Bitten an. fleh'n und schrei'n 11. Du wirst wohl wissen 9. Du hast uns Hirten ja racht zu richten, da du ja aller versprochen, die du nach dei⸗Welt ihr Richter bist; laß nur nem Herzen geben willst; nun dein Wort den Streit hier wird dein Wort niemals wenn deine Lieb in brochen, ein jedes Wort Wid uns im Zweifel ist; und treib Punkt für Puntt erfüllt; drum uns ferner, dich nur anzuflehn; halt ich dieses klare Wort dir es wird doch endlich noch viel vor, ach, denke dran und neig mehr geschehn. uns Herz und O Ohr. Albert Knapp, 4 1864. .‚‚... 2. Von der Kirche Schutz und Trutz. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem. 215 4. Erhalt uns nur bei dei⸗ 20 8. A˖ bleib bei uns, nem Wort, und wehr des Teu⸗— Herr Jesu fels Trug und Mord. Gieb dei⸗ Christ, weil es nun Abend ner Kirche Gnad und Huld, Fried worden ist; dein göttlich Wort, Einigkeit, Mut und Geduld. das helle Licht, laß ja bei 5. Ach Gott, es geht gar uns auslöschen nicht. übel zu, auf dieser Erd ist In dieser letztn betrübten keine Ruh; viel Sekten und Zeit, verleih uns, Herr, Be-groß Schwärmerei auf einen ständigkeit, daß wir dein Wort Haufen komm'n herbei. und Sakrament, rein behalten 6. Den stolzen Geistern bis an unser End. wehre doch, die sich mit G'walt 3. Herr Jesu, hilf, dein erheben hoch und bringen stets Kirch erhalt, wir sind gar sicher, was Neues her, zu fälschen faul und kalt; gieb Glück und deine rechte Lehr. Heil zu deinem Wort, damit 7. Die Sach und Ehr, Herr es schall an allem Ort. Jesu Christ, nicht unser, son⸗ 11 162 Der Kirche Schutz und Trutz. dern dein ja ist, darum so steh daß wir nichts Anders suchen du denen bei, die sich auf dich mehr. verlassen frei. 9. Gieb, daß wir leb'n in 8. Dein Wort ist unsers deinem Wort und d darauf fer⸗ Herzens Trutz und e fahren fort von hinnen Kirchen wahrer Schutz; dabei aus dem Jammerthal zu dir echalt uns, lieber Herr, in d deinen Himmelssaal. 0 Nikolaus Selnecker, 4 1592. — 0 9. Mel.: Christus, der ist mein Leben. 2 2.——.— — 10 Ach bleib mit deuer Gnade bei uns Herr Je⸗ su Christ, —.—.. ——— D— E daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes stt. 2. Ach, bleib mit deinem dein Gnad und alls Vermögen Worte bei uns, Erlöser wert, in uns reichlich vermehr. daß uns beid hier und dorte 5. Ach, bleib mit deinem sei Güt und Heil beschert. Schutze bei uns, du starker 3. Ach, bleib mit deinem Held, daß uns der Feind nicht Glanze bei uns, du wertes trutze, noch fäll die böse Welt! Licht; dein Wahrheit uns um 6. Ach, bleib mit deiner schanze, damit wir irren nicht. Treue bei uns, mein Herr und 4. Ach, bleib mit deinem Gott; Beständigkeit verleihe, Segen bei uns, du reicher Herr; hilf uns aus aller Not. 2 1 0. Josua Stegmann, 1 1632. Eigene Meladie. x— Le — 4.—— Ach Gott, vom Himmel sieh darein und laß dich des er⸗ wie we-nig sind der Heilgen dein, ver-las-sen sind wir FF—„——3— — 2 DD...— barmen; ö 11.96 Armen! Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub + 2—.—3—e—2 2—4.——.— — 1—— 4 (71 ist auch ver⸗lo⸗schen gar bei al⸗len Menschen-kin-dern. 10 hef 0 lehren; L da offen bar spr bl ills uns U Rehtt und 9 wir setzen, wer ist, der 4. Darul nuß auf f fi verstöret,! zu mur V Al. 65 In Als w Rußtenw 2. Die 1 ten lang Vemögen m 10 it deinem R starker Feind nicht böse Welt! mit deiner in Herr und t verleihe, Not. lann, f 1632. ich des e⸗ n sindwir .— 2.— , der Glaub kin⸗dern. Der Kirche Schutz und Trutz. 163 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der Andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle Lehr', die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! Wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein; was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein; die Armen sind verstöret, ihr Seufzen dringt zu mir herein, 211.: Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf dem Plan ge— trost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden. An Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden; es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird erkannt sein Kraft und Schein und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem armen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk ich hab ihr erhaben. Martin Luther, 4 1546. Eigene Melodie. —— —— i.——.— 15 . ——— e ———— 7—. — an ihre Bäum der Weiden, die drinnensindt in in chrem Land⸗ Da *——— t—— Murßten wir viel Schmach u. Schand äglich von 6 le den. 2. Die uns gefangen hiel⸗ hart an selben Gesang mit gar spöttlichen ten lang so Orten, begehrten von uns ein' 11 164 Der Kirche Schutz und Trutz. Worten, und suchten in der Traurigkeit ein fröhlichn G'sang in unserm Leid: Ach, lieber thut uns singen ein Lobgesang, ein Liedlein schön von den Ge— dichten aus Zion, das fröhlich soll erklingen. 3. Wie sollen wir in sol⸗ chem Zwang und Elend, jetzt vorhanden, dem Herren singen ein' Gesang sogar in fremden Landen? Jerusalem, vergeß ich dein, so wolle Gott der Rechten mein vergessen in mein'm Leben; wenn ich nicht bleib dein eingedenk, mein Zunge bleibe ungelenk und steif am Gaumen kleben. 4. Ja, wenn ich nicht mit ganzem Fleiß, Birnhnlen⸗ dich ehre, im Anfang meiner Freu— 1 Preis, von jetzt und immer mehre! Gedenk der Kinder Edom sehr am Tag Jerusa— lem, o Herr, die in ihr'r Bos⸗ heit sprechen: Reiß ab, reiß ab zu aller Stund, vertilg sie gar bis auf den Grund, den Boden wolln wir brechen. 5. Du schnöde Tochter Ba⸗ bylon, zerbrochen und zerstöret, wohl dem, der dir wird geb'n —.—— Friede dem den Lohn, und dir denn wie— derkehret dein ÜUbermut und Schalkheit groß und mißt dir auch mit solchem Maß, wie du uns hast gemessen. Wohl dem, der deine Kinder klein erfaßt und schlägt sie an ein Stein, damit dein werd ver— gessen. Mel.: Herz 1½. Jesu, was hast. 94. 2 1 2. bri ste, du Bei⸗ and deiner . eile, mit Hülf und Rettung uns erscheine, steure den Feinden, ihre Blut⸗ gedichte mache zu nichte. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder, alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Polizei gewähre, Herzen, Friede dem Gewissen gieb zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben, dich, v du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matth. Apelles v. Löwenstern, 4 1648. Vor 1531. Eigene Melodie. En fe⸗ — s Burg ist un ⸗ser Gott, Er hilft uns frei aus al-ler Not, ein gu⸗te Wehr die uns jetzt hat 2. Mit 1 nihts Retha bald vetlore uns der e Gett selbst h du, Wer de Isus E Chrif haoth, und lld uf wär gar verschl wir uns ni uns doch gel dieser Welt, stellt, thut e das macht, Wörtlein ka 4. Das lassen stahn, dazu haben wohl auf d Hem G l men si In Ehr, K Kind das hast. 94. %„ du Bei⸗ ind deiner mit Hülf Verscheine, ihre Blut⸗ nichte. selber für wehre dem verhinder, wider deine meder. Kirch und fere, Friede ei gewähre, mn, Friede u genießen. itlich deine wird ewig dich, o ler armen d 4 ern, 1 1648. 1.bW 5 jetzt hat Der Kirche Schutz und Trutz. 165 —.— und Waf=fen, be⸗-trof-fen. — .— alt bö-se Feind mit Ernst I EE 23—1— 225 3475—868856—4— 2——————————— E—..—— eers iebt mant, groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist; 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der ist? Jesus Christ, der Herr Ze— baoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er be⸗ halten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär, und wollt'n uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr; es soll uns doch gelingen. dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nichts, das macht, er ist gericht't; ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein'n Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit sei⸗— nem Geist und Gaben. Neh— men sie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß Er heißt Der Fürst —— auf Erd ist nicht seins Glei-H chen. fahren dahin, sie habens kein'n Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 4 1546. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 2 14. Ebalt uns deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit, erhalt dein Reich, vermehre dein edle Christenheit; erhalt standhaf— ten Glauben, der Hoffnung Leitsternstrahl, laß uns dein Wort nicht rauben in diesem Jammerthal. 2. Erhalt dein Ehr und wehre dem, der dir wider— spricht; erleucht, Herr, und bekehre, allwissend ewig Licht, was dich bisher nicht kennet; entdecke doch der Welt, der du dich Licht genennet, was einig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet und durch dein Blut erkauft, was du dir hast vertrauet, 166 Der Kirche Schutz und Trutz. die Kirch, auf die der deinen Schmuck uns zieren, grimm'ge Sturm des Drachen; heil uns durch deinen Tod. sei doch ihr Schutz und Wall. 6. Erhalt und laß uns daß, ob die Welt will krachen, hören dein Wort, das selig sie nimmermehr verfall. macht, den Spiegel deiner 4. Erhalt, Herr, deine Ehren, das Licht in dieser Schafe, der grimm'ge Wolf Nacht: daß dieser Bronn uns kommt an; erwach aus deinem tränke, der Himmelstau uns Schlafe, weil niemand retten netz, daß diese Richtschnur lenke, kann ohn dich, du großer Hirte; der Honigseim ergötz. leit uns auf guter Weid, treib, 7. Erhalt in Sturm und nähr, erfreu, bewirte uns auf Wellen dein Häuflein, laß doch der wüsten Heid. nicht uns Wind und Wetter 3. Erhalt' uns, Herr, dein fällen, steur selbst dein Schiff Erbe, dein wertes Heil igtum; 4*— richt den Lauf, daß wir zerreiß, zerschmeiß, verderbe, erreichen die Anfuhrt nach der was wider deinen Ruhm; laß Zeit, hilf uns die Segel strei⸗ dein Gesetz uns führen, gönn chen in selger Ewigkeit! uns dein Himmelsbrot, laß Andr. Gryphius, 1 1664. 2 22— Eigene Melodie. b—.— 2. EB—.— Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort und steur des Papsts — I ——— E wollen stürzen von seinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Tröster wert, gieb dein'm Volk Herr Jesu Christ, der du Herr einrlei Sinn auf Erd, steh bei aller Herren bist, beschirm dein uns in der letzten Not, gleit arme Christenheit, daß sie dich uns ins Leben aus dem Tod. lob in Ewigkeit. 4. Ihr Anschläg, Herr, zu 3. Gott Heilger Geist, du nichte mach, laß sie treffen 2. Gott sah herab Kinder; begab, d sinden, de lichtet 9a Gottes W nach seinet 3. Da rochter Be ausgeschrit nach seiner verlorne E keiner doch gar viel b Tun sollt 4. Wie wisnd sei Sturm und n, laß doch ind Wetter dein Schiff daß wir it nach der Segel strei⸗ gleit hius, T 166l. dein m Volk rd, steh bei Not, gleit 5 dem Tod. 9, Herr, zu sie tteffen Der Kirche Schutz und Trutz. 167 die böse Sach, und stürz sie best noch und hilfst gewaltig in die Grub hinein, die sie deinen Schar, die sich auf dich machen den Christen dein. verlassen gar. 5. So werden sie erkennen Mart. Luther, 4 1546. doch, daß du, unser Gott, le⸗ Str. 4 u. 5 von Justus Jonas. 216 2 Eigene Melodie. 138. .......... 2 42333———88 Es spricht der Unweisen Mund wohl: den rechten Gott doch ist ihr Herz Unglaubens voll, mit That sie ihn — wir meinen; ver-neinen. —— 4—— + D EEEEEE ist es ein Greuel gar; es thut ihr kei-ner kein gut. 2. Gott selbst vom Himmel aufladen und fressen dafür das sah herab auf aller Menschen Volk mein und nährn sich Kinder; zu schauen sie er sich mit sein'm Schaden. Es steht begab, ob er jemand würd ihr Trauen nicht auf Gott, finden, der sein Verstand ge- sie rufen ihm nicht in der Not; richtet hätt, mit Ernst nach sie wolln sich selbst versorgen. Gottes Worten thät und fragt 5. Darum ist ihr Herz nim— nach seinem Willen. mer still nnd steht allzeit in 3. Da war niemand auf Furchten. Gott bei den From— rechter Bahn, sie war'n all men bleiben will, dem sie im ausgeschritten; ein jeder ging Glaub'n gehorchen. Ihr aber nach seinem Wahn und hielt schmäht des Armen Rat und verlorne Sitten. Es thät ihr höhnet alles, was er sagt, daß keiner doch kein gut, wiewohl Gott sein Trost ist worden. gar viel betrog der Mut, ihr 6. Wer soll Israel, dem Thun sollt Gott gefallen. Armen, zu Zion Heil erlangen? 4. Wie lang wollen un-Gott wird sich seins Volks er— wissend sein, die solche Müh barmen und lösen die Gefang⸗ 168 Der Kirche Schutz und Trutz. nen. Das wird er thun durch seinen Sohn; davon wird Ja— ——— kob Wonne han, und Israel sich freuen. Mart. Luther, 4 1546. Eigene Melodie. ———— Es woll uns Gott ge-nä⸗-dig sein und sei⸗ nen Se⸗gen sein Ant⸗litz uns mit hel⸗ lem Schein erleucht zum ew-gen daß wir er⸗ken⸗nen seine Werk und was ihm —.—— dier Lirn Ser ————..— bekannt den Heiden wer⸗ den undsed u Gott— 30 Len 2. So danken, Gott, und lo— ben dich die Heiden überalle, und alle Welt, die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut nnd Weide ist, die alles Volk erhalten, wallen. in rechter Bahn zu 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten! Das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl geraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott, der Heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen. Mart. Luther, 4 1546. Eigene Melodie. Leuchter helle. Laß die erste Liebe nicht, suche stets die Lebens Welt 2. Leide chre Sche mit Spah in den Zode Ebbentione den Schlant 3. dolge niht de 2 chet 4* nichts mimm ni 7 Drachen; viel Lust ve 4. Prif recht den zu beiden ein in E Geist une wie die gleich den: in die Kbe dringe ein. 6. Bric herfür in derliebe 0 in dir schaff dich kennet Regebene 2 Hil „ und lobe en Thaten! nir t und t ist wohl Vater und 0. Gott, alle Welt nn sich un sprecht ther, 4 1546. bensquelle. Der Kirche Schutz und Trutz. 169 Zion, dringe durch die enge Pfort, fah⸗re fort, fah-re fort. 2. Leide dich, Zion, leide deine Treu, laß dich ja nicht ohne Scheu Trübsal, Angst laulich finden. Auf, das K leinod mit Spott und Hohne, sei bis rückt herbei, auf, verlasse was in den Tod getreu, siehe auf die dahinten; Zion, in dem letzten Lebenskrone; Zion, fühlest du Kampf und Strauß halte aus. den Schlangenstich, leide dich. Eusebius Schmidt, 4 1745. 3. Folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich su⸗e ott, du weißt, in chet groß zu machen, achte 219. Gasf für Zeiten nichts ihr Gut und Geld, deine liebe Kirche schwebt, die nimm nicht an den Stuhl des nach deinem Willen lebt, wie Drachen; Zion, wenn sie dir das Unkraut aller Seiten, alles — Lust verspricht, folge nicht. Orts, in allem Stand immer 4. Prüfe recht, Zion, prüfe h e überhand. recht den Geist, der dir ruft„Weil bei Hütern samt zu beiden Seiten, thue nicht, den Schaer allzu große Scher⸗ was er dich heißt, laß uur heit herrscht in dieser letzten Zeit, deinen Stern dich leiten: Zion, sät der Feind, indem sie schla— beide das, was krumm und 5 auf den Acker, da dein schlecht, prüfe recht. Wort wachsen soll, List, Trug 5. Dringe ein, Zion, dringe und Mord. ein in Gott, stärke dich mit 3. Hilf, daß deine Diener Geist und Leben, sei nicht wachen, daß nicht Unkraut, wie die andern tot, sei du Sünd und Schand pflötzlich gleich den grünen Reben; Zion, nehmen überhand. Hilf du in die Kraft für Heuchelschein selbst in allen Sachen, gieb dringe ein. den Deinen früh und spat Trost 6. Brich herfür, Zion, brich und Hilfe, Rat und That. herfür in Kraft, weil die Bru⸗ 4. Laß uns, deines Wortes derliebe brennet, zeige, was der Samen, Lehr und Leben hal⸗— in dir schafft, der als seine Braut ten rein und ein reiner Wei⸗ dich kennet; Zion, durch die dir zen sein, daß wir deinen wer— gegebene Thür brich herfür. ten Namen rühmen hier in 7. Halte aus, Zion, halte dieser Zeit und in alle Ewigkeit. Mel.: Ach, was soll ich Sünder. 302. 170 5. Wenn du endlich selbst wirst kommen, wenn die Ernte bricht herein, sammle uns mit Freuden ein, und laß uns mit allen Frommen in des Lebens Bündelein bei dir ewig selig sein. Joh. Olearius, 1684. Mel.: Herzliebster Jesu, was. 94 0 Serr, unser Gott, 220. HO laß nicht zu Schanden werden die, so in ihren Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Der Kirche Schutz und Trutz. 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens. ists, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der „* 656—.— Güte hoffen und zu dir rufen. sie kann untertreten und das 2. Mache zu Schanden alle, bedrängte kleine Häuflein ret— die dich hassen, die sich allein ten. Wir traun auf dich, wir auf ihre Macht verlassen. Ach, schrein in Jesu Namen: Hilf, kehre dich mit Gnaden zu uns Armen; laß dichs erbarmen! ————.— 220 rtor! 9 Helfer! Amen. Joh. Heermann, 7 1647. Eigene Melodie. —— I15 die nichts konnte überwinden; seht nur an ihr Martyrtum, ö ö 2. In Gefahren uner⸗ konnten locken, war damals schrocken und von schnöden des Herrn Gemein; ihr Sinn Lüsten rein, die zum Eiteln drang zum Himmel; fern von meinung sie vo Hüi sta Trübsalf selig, set Sclaveret den frei 4. Gal lachten, Vorteil h. meisten tt Ehr, Wo war nicht Kampfschd mit Freu den Thier 5. O waren, dem Sta im Grund Helfersha lebendig; dig bis z Kraft üb 6. Oh luchtiz ir thun; wa wichtig, beruhn. Hoffnung heißung, ein Held halt das A. Wistand wenn du erden sie sen Behr gen, kein and, dem vergebens e bauen Ne Feinde deld, der und das lflein ret⸗ dich, wir öf in, T 1647. nußt. r damals ihr Sinn fern von Der Kirche Schutz und Trutz. 10˙¹ dem Getümmel war erhoben 7. Gieb, daß ich mit Geistes— Herz und Geist, suchte nicht, waffen kämpf in Jesu Löwen— was zeitlich heißt. stärk und ja niemals mög er— 3. Alle Dinge nach der schlaffen, daß mir dieses große Wahrheit und nach Fleisches-⸗ Werk durch dich mög gelingen, meinung nicht, maßen gründlich und ich tapfer ringen, daß ich sie voll Klarheit, denn ihr in die Luft nicht streich, sondern Urteil stand im Licht; in der bald das Ziel erreich. Trübsal fröhlich waren sie und 8. Es dürft wieder dazu selig, fern von Menschen- kommen, daß des Feindes tolle Sclaverei und von ihren Ban-Wut zu der Schlachtbank deine den frei. Frommen führte und vergöß 4. Ganz großmütig sie ver⸗(ihr Blut; nach gemeiner Sage lachten, was die Welt für große Trübsalstage werden Vorteil hält, und wonach die kommen uns zu Haus und meisten trachten, es mag sein noch ein sehr harter Strauß. Ehr, Wollust, Geld; Furcht 9. Ei, wohlan, nur fein war nicht in ihnen; auf die standhaftig, o ihr Brüder, Kampfschaubühnen sprangen sie tapfer drauf! Lasset uns doch mit Freudigkeit, hielten mit recht herzhaftig folgen jener den Thieren Streit. Zeugen Hauf. Nur den Leib 5. O daß ich, wie diese berühret, was ihm so gebühret; waren, mich befänd auch in er hats Leiden wohl verdient, dem Stand! Laß mich doch und die Seel darunter grünt. im Grund erfahren deine starke 10. Fort mit jenem Sinn Helfershand, mein Gott, recht der Griechen, denen Kreuz nur lebendig; gieb, daß ich bestän⸗Thorheit ist! O, laßt uns zu— dig bis zum Tod durch deine rück nicht kriechen, wenn ans Kraft übe gute Ritterschaft. Kreuz soll Jesus Christ; steht 6. Ohne dich bin ich nicht in Jesu Namen, wenn der tüchtig, irgend etwas Guts zu Schlangensamen sich dem thun; was da heilig, groß und Glauben widersetzt und das wichtig, seh ich bloß auf dir Schlachtschwert auf uns wetzt. beruhn. Herr, Herr, meine 11. Gebt euch drum ins Hoffnung, halte dein' Ver- Leiden wacker! mit dem Blut heißung, hilf mir, daß ich als der Märtyrer wird gedüngt ein Held durch den Glauben der Kirchenacker, diese Feuch— halt das Feld. tung treibet sehr; alle Pflanzen =........““ —— S —— i..... 172 Der Kirche Schutz und Trutz. Mel.:& A sprossen, die davon begossen; Sünden Macht zerstört und ö 73 IUN o, dann trägt er reichlich Frucht, fromme Ehristen schaffet. 22 · RNXWNI eine schöne Gartenzucht. 4. Laß uns beim Evangelio 0 auf 12. Komm, befrucht mit Gut, Blut und Leben wagen; darn mildem Regen uns, dein Erb, mach uns dadurch getrost und 6 die dürre Erd, daß wir dir froh, das schwerste Kreuz zu ul ver . getreu sein mögen und nicht tragen. Gieb uns Beständig⸗ 99 200 achten Feur und Schwert, als keit, daß uns Lust und Leid 10 Rand. Hei ——— d, H in Liebe trunken und in dir von dir nicht scheiden mag, ö versunken; mach dein Kirch an bis wir den Jubeltag bei dir mnd 100 1 Glauben reich und das End im Himmel halten. dich 10 dem Anfang gleich. 5. Auf unsres Landesva⸗ Hia 8 Uns V ters Haus geuß von dem Gna— Ii⸗ ö Mel.: Ein feste Burg. 213. denthrone den Segen deines nicht 5 I 222 Jesu einig wah-Blutes aus, umstrahle seine nanri res Haupt der Krone mit deiner Herrlichkeit, schr n +* heiligen Gemeine, die an dich, ihm zur Sicherheit, zu seiner ind mand ihren Heiland, glaubt und nur Feinde Trutz und zum er— 42 0 ö ö auf dir alleine als ihrem Felsen wünschten Schutz uns, deinen schtn — steht, der nie untergeht, wenn armen Kindern. hat hochg N gleich die ganze Welt zer⸗ 6. Erbarm dich deiner seht auf trümmert und zerfällt, erhör, Christenheit, vermehre deine neint.er N erhör uns, Jesu! Herde; für uns, dein armes 9. I 2. Laß uns, dein kleines Häuflein, streit, daß es erhal⸗ hoch, o ö Häufelein, das sich zu dir be(ten werde. Den Argernissen gleichwohl ö kennet, dir ferner anbefohlen wehr, was dich haßt, bekehr; dein, das 41 sein, erhalt uns ungetrennet. was sich nicht beugt, zerbrich; laß es di 0 Wort, Tauf und Abendmahl mach endlich seliglich an aller 6. E laß in seiner Zahl und ersten Not ein Ende. Himm l u ö Reinigkeit bis an den Schluß der. 7. Ach Jesu, ach, wir bitten Kirch vert VI Zeit zu unserm Troste bleiben. dich in deinem Jesusnamen, hhlt sie ke IN 3. Hilf, daß wir dir zu erhör, erhör uns gnädiglich, blich des aller Zeit mit reinem Herzen sprich, Jesu, Ja und Amen. 7. Ste ö dienen, laß uns das Licht der Willst du uns Jesus sein, sind vider ihn, Seligkeit, das uns bisher wir, Jesu, dein, so halt dein nicht gem ö geschienen, zur Buße kräftig Jesuswort und laß uns hier der Gefan sein und zum hellen Schein, und dort darüber jubiliren. die, so er der unsern Glauben mehrt, der Joh. Mentzer, 4 1734. 8. Beh ort und sset. wangelio trost und — reuz zu eständig⸗ nd Leid en mag, bei dir andesva⸗ em Gna⸗ u deines hle seine rrlichket, zu seiner zum er⸗ „ deinen deiner re deine m armes es erhal⸗ rgernissen „bekehr; zerbrich; an aller wir bitten usnamen, nädiglich, id Amen. sein, sind halt dein uns hier biliten. r, 1 1734. Der Kirche Schutz und Trutz. 173 Mel.: Wenn wir in höchsten. 617. Land, gieb uns ihm ja nicht starker Gott ins in die Hand; erhalt uns, Herr, 2 2 3 · Himmelsthron, wach auf und hilf durch deinen Sohn; schau, wie hat sich der Feind gerüst', daß er dein liebe Kirch verwüst. 2. Wir wissen keinen Wider— stand, Herr, ohn dein' Macht und starke Hand; drum mach dich selber auf den Plan, du bist der rechte Kriegesmann. 3. Uns kränkt im Herzen nichts so sehr, als daß dein's Namens Wort und Ehr so sehr schrecklich geschändet wird, und manche feine Seel verführt. 4. Der Feind frohlockt zwar sehr und lacht, weil ers so gar hat hochgebracht, sein Datum steht auf lauter Krieg, und meint, er habe schon den Sieg. 5. Du aber in dem Himmel hoch, o wahrer Gott, lebst gleichwohl noch; die Sach ist dein, das Wort ist dein, drum laß es dir befohlen sein. 6. Es muß vergehn eh' Himm'l und Erd, eh daß dein Kirch vertilget werd; ohn dich hat sie kein Aufenthalt, drum brich des Feindes groß Gewalt. 7. Steh doch bei uns, streit wider ihn, damit der Bluthund nicht gewinn; vergiß, Herr, der Gefangnen nicht, und tröste die, so er hinricht. 8. Behüt uns und das ganze dein liebes Wort, daß wir dich leben hier und dort. Mart. Böhm, 1 1622. Mel.: Es ist das Heil uns ꝛc. 337. 224 Vaͤter der Barm⸗ herzigkeit, der du dir deine Herden gesammelt zur Apostelzeit und herrlich lassen werden, du hast durch deines Geistes Kraft die große Schar der Heidenschaft zu deinem Reich berufen. 2. Aus ihrer Mannigfaltig⸗ keit des Streits und vieler Sprachen, dadurch sie in der Welt zerstreut sich von ein— ander brachen, hat sie dein guter Geist geführt und sie mit Herrlichkeit geziert in Einig— keit des Glaubens. 3. Ach, sei doch auch zu dieser Zeit uns, Vater, wieder gnädig, und mach uns von der Zungen Streit hinwieder frei und ledig; gieb, daß dein Häuflein für und für in einem Geiste diene dir, in deiner Liebe lebe. 4. Ach schaue, wie des Satans List sie jämmerlich zertrennet, wie sichs im Zanke beißt und frißt, im Unverstande brennet; wie alles in Ver⸗— wirrung geht, da eins das andre nicht versteht und sich unnötig zweiet. ..—.. „*.—.— RAN 174 5. Ach Herr, hilf der Zer— streuung ab, versammle deine MNII Herde, daß unter deines Wortes Stab sie wieder einig werde, daß das Band der Vollkommen⸗ heit, die Liebe, uns aus allem Streit in deinem Geiste bringe. N 6. Wie schön und lieblich sieht es aus, wenn Brüder I sind beisammen einträchtiglich in einem Haus und stehn in Liebesflammen, wenn sie im — Geist zusammenstehn, zu Gott I in einem Sinne flehn und I halten an mit Beten. 7. Gleichwie der Balsam * edler Art, auf Aarons Haupt gegossen, in's ganze Kleid von seinem Bart kam niederwärts 1 geflossen, und wie der Tau von Hermonim fällt auf Zions Gebirg herum und alles Land 01 erquicket: 8. Also fleußt Gottes Geist ö und Gnad von Christo zu uns nieder auf die, so er erwählet 4 hat, und alle seine Glieder. Das ist die Frucht der Einig⸗ keit: Heil, Segen, Leben alle⸗ zeit und alle Himmelsgüter. V Heinrich Georg Neuß, 1 1716. 226. Der Kirche Schutz und Trutz. Mel.: Erhalt uns Herr, bei. 215. Jett, o Herr Jesu, 225. R rett dein Ehr, das Seufzen deiner Kirche hör; der Feind' Anschläg und Macht zerstör, die jetzt verfolgen deine Lehr. 2. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, sie fahren hoch daher mit Pracht; all unsre Hoffnung wird verlacht, wir sind bei ihn' wie nichts geacht'. 3. Vergieb uns unsre Mis⸗ sethat, vertilg uns nicht, er⸗ zeige Gnad; beweis den Fein⸗ den in der That, es gelte wider dich kein Rat. 4. Steh deinem kleinen Häuf⸗ lein bei, aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann er⸗ kennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehn, daß du seist unser Gott, der unsre Feinde setzt zum Spott; wirf ihre Hoffart in den Kot und hilf den Deinen aus der Not. Joh. Heermann, 1 1647. Eigene Melodie. e mn. .————— .— S Sie ist mir lieb, die wer⸗te Magd, und kann ihr nicht Lob, Ehr und Zucht von ihr man sagt, sie hat mein Herz 2. Sie rein ein Kr wilf Sie wie die 6 glinzet he auf dem 9 Sie ist di. vertraut. nuß gbär den edlen“ ein' Herrer than. acht; all verlacht, se nichts ste Mi⸗ nicht, er⸗ den Fein⸗ es gelte zen Häuf⸗ Fried und mmann er⸗ die rechte du seist re Feinde wirf ihre und hilf Not. in, 1 1647. — 2— mihr nicht mein Herz Der Kirche Schutz und Trutz. 175 II 5.— e. EEEEERE e. 72 0— 060 Baertu 2—.—. —— . e .———— und wenn ich sollt groß Unglück han, da liegt nicht an, U—,— ů.— sie will mich des er⸗ dn tzen mit ih⸗-rer Lieb und Treu an mir, die sie zu mir will setzen und thun all mein Begier. 2. Sie trägt von Gold so 3. Das thut dem alten Dra⸗ rein ein Kron, da leuchten in chen Zorn, und will das Kind zwölf Sterne. Ihr Kleid ist verschlingen. Sein Toben ist wie die Sonne schön, das doch ganz verlorn, es kann glänzet hell und ferne, und ihm nicht gelingen. Das Kind auf dem Mond ihr Füße stehn. ist doch gen Himmel hoch ge— Sie ist die Braut, dem Herrn nommen hin und lässet ihn vertraut. Ihr ist weh und auf Erden fast sehr wüten. muß gbären ein schönes K Kind, Die Mutter muß gar sein den edlen Sohn und aller Welt allein, doch will sie Gott be— ein' Herren, dem sie ist unter⸗ hüten und der recht' Vater than. sein. Martin Luther, 4 1546. 2 2 7 2 Eigene Melodie. Ea— EG·—3— 4.—— —— za⸗ge nicht, du 35—6565 klein,—— die Feinde .S.SSSS......... Willens f ein, dich gänzlich zu ver⸗stö⸗ren, und suchen 1 176 Der Kirche Schutz und Trutz. * N * X* + ——— 2 7 deinen Untergang, davon dir wird recht angst und bang. 03 7 ö 25 A S‚‚DI———————— — E Es wird nicht lan-ge währen. ö 2. Tröste dich nur, daß deinee 4. Drum sei getrost, du I Sach ist Gottes; dem befiehl kleines Heer, streit ritterlich für die Rach und laß es ihn schlicht Gottes Ehr und laß dir gar . walten. Er wird durch seinen nicht grauen; er wird den * Gideon, den er wohl weiß, Feinden nehm'n den Mut, daß dir helfen schon, dich und sein sie sterben in ihrem Blut, wirst 1 Wort erhalten. du mit Augen schauen. * 3. So wahr Gott Gott ist 6. Amen, das hilf, Herr Jesu II und sein Wort, muß Türke, Christ, dieweil du unser Schutz— Papst und Höllenpfort, und herr bist, hilf uns durch dei— was dem mag anhangen, endlich nen Namen; so wollen wir, werden zu Schand und Spott. deine Gemein, dich loben und Gott ist mit uns und wir mit dir dankbar sein und fröhlich In Gott, den Sieg wolln wir singen: Amen. erlangen. Sam. Zehner, 4 1635. Gustav Adolfs Feldlied; gestellt durch Jak. Fubricius, 4 1654. ö Eigene Melodie. .— —————— e x Wär Gott nicht mit uns die-se Zeit, so soll Is-ra⸗el ö wär Gott nicht mit uns die-se Zeit, wir hät-ten mußt ver⸗ II SSSII sa ⸗ gen, za ⸗gen, die so ein armes Häuflein sind, veracht I—.— II..‚—— 4 ., 0 von so viel Menschenkind, die an uns se-tzen als le. 2. Was witz anfäl nicht schred höchsten S Rat aufdec klügste grei Gott eim a in seinen; 3. Sie fahren her ins fressen all ihr Beg ihnen verge wellen einh aln wi, loben un 1d fröͤhlich ner, 5 1635. 7 1654. —— ——.— —.— 1⸗el mußt ver⸗ 2. Auf uns ist so zornig Gott das hätt verschlungen hätten ihr Sinn; wo zugeben, Der Kirche sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; ein Flut ersäuft, wir wärn, als die und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der 229. uns möcht Vogel des ist unser Se ist entzwei, Schutz und Trutz. 177 nicht zugab, daß ihr Schlund fangen! Wie ein Stricks kommt ab, el entgangen. Strick und wir sind frei, des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. Eigene Melodie. Martin Luther, 1 1546. 5. I ......... ——————— Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn unsre Feinde und er uns-rer Sach U im Himmel hoch dort —— ²—— —— to⸗b 9.dei, wo er Is⸗-ra-els Schutz nicht ist und selber E . bricht der Feinde List, 2. Was Menschenkraft und und Leben sie uns stehn; des wird sich Gott erbarmen. witz anfäht, nicht schrecken; höchsten Stätt, soll billig uns er sitzet an der der wird ihr'n Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn, es steht in seinen Händen. 3. Sie fahren her, wüten fast und als wollten sie uns fressen, zu würgen steht all ihr Begehr; ihnen vergessen. Gott's ist bei Die Meeres⸗ 4. Sie so ists mit uns ver-lo⸗-ren. stellen uns wie Ketzern nach, nach unserm Blut sie trachten, noch rühmen sie sich Christen hoch, die Gott allein groß der teure achten. Ach Gott, Name dein muß ihrer Schalkheit Deckel sein; du wirst einmal aufwachen. 5. Aufsperren sie den Rachen weit und schlingen; wollen uns ver⸗ Lob und Dank sei wellen einher gehn, nach Leib Gott allezeit, es wird ihn'n 12 ů—— —.——— x. — 2——.—. 2.— 178 Der Kirche Schutz und Trutz. nicht gelingen. Er wird ihr'n lerne dies bedenken; warum 8 + Strick zerreißen gar stürzen ihre falsche Lahr; sie werdens Gott nicht wehren. 6. Ach, Herr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind verlassen! Der Gnaden Thür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen, sie spricht: in der Ruh: Zion, laß dich und willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meeres⸗ wellen in der wilden, tiefen See; wollen sie dich ganz zer⸗ schellen, mußt du rufen Ach und Weh; schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schlafend Es ist nun all's verlor'n, da nicht bewegen, bald wird Sturm doch das Kreuz hat neu ge— bor'n, die deiner Hülf erwarten. 7. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Ge⸗ danken, ihr Anschläg sind dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wanken, Vernunft wider den Glauben ficht', aufs künftig will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 8Den Himmel und auch die Erden hast du, Herr Gott, gegründet. Dein Licht laß uns helle werden, das Herz uns werd entzündet in rechter Lieb des Glaubens rein, bis an das End beständig sein, die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 1 1555. Mel.: Zion klagt mit Angst. 232. 230 I.0 gieb dich nur zufrieden, Gott ist noch bei dir darin, du bist nicht von ihm geschieden; er hat einen Vatersinn. Wenn er straft, so liebt er auch; dies ist sein beliebter Brauch. Zion, und Flut sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja die ganze Welt des⸗ gleichen möchte gar auch unter⸗ gehn; dennoch hat es keine Not, in dem Leben und im Tod. Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Gottesbundes Schranken. 43. Müssen schon allhier die Thränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen sein das beste Liedelein, muß dein Pur⸗ pur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen; du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zu Schan— den, denk nur an die Ewig⸗ keit. Sei nur fröhlich, wohl⸗ gemut, denn der Herr ists, der es thut. Zion, Gott wird dich schon stärken; dieses mußt du eben merken. ie shöne! dih recht d dir einen& uchten Li it nun d annst du 8. Oi erben, ft hier, dem sterben, für und in dem Zion, w den von gen Fre 231. Zion lo nach la *— n warum anken ꝛ ie Meres⸗ sen mögen feste Belt 5 auch unter⸗ Skeine Not Tod. gin wanken aus ichranken. on allhier ö schönst ten as Seufzen sein das dein Pur⸗ t und der But: Zion, grauen; du vertrauen. dir mit anden, mit —91 id, ei zu Schan⸗ die Evig⸗ hlich, wohl⸗ err ists, der tt witd dich s mußt du 6. Freue dich, es ist das Ende, und der Abend schon herbei; gieb dich nur in Gottes Hände, der dich nun will ma⸗ chen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen. 7. Halleluja! Deine Wonne, liebes Zion, wird nun groß, denn die schöne Gnadensonne nimmt dich recht in ihren Schoß, giebt dir einen Freudengruß und den rechten Liebeskuß. Zion, wo ist nun dein Klagen? Jetzt kannst du von Freuden sagen. O ihr Engel, Himmels⸗ erben, freuet euch mit Zion hier, denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun schei— den von dem Lamm und ew— gen Freuden? Joachim Pauli um 1663. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 231 s jauchzt mit frohem Munde, Zion lobet ihren Gott, der nach langer Trübsalsstunde, 232. Der Kirche Schutz und Trutz. 179 wendet ihre Schmach nnd Not. Herr, spricht sie, ich danke dir, daß du deine Gnade mir wie— der nach dem Zorn bewiesen; sei für deine Zucht gepriesen. 2. Siehe, Gott, dem ich vertraue, ist mein Heil in Ewigkeit, er, mein Fels, auf den ich baue; furchtlos steh ich in dem Streit. Gott, der Herr, ist meine Kraft, der mir Armen Sieg verschafft. Fröh⸗ lich soll mein Mund ihm singen; er läßt alles wohl gelingen. 3. O ihr gnadendurstgen Seelen, kommt, ja kommt zu ihm heran! Nicht an Einem solls euch fehlen, volles Heil zoll ihr empfahn. Hier im Wort und Sakrament strömet reichlich bis ans End Gnade, Leben, Heil die Fülle, daß sich all Verlangen stille. 4. Ja, lobsingt dem Herrn, dem Treuen, der so Großes an uns that, der sein Zion will erneuen, rühmet seinen Wunderrat. Zion, jauchze für und für, denn der Herr ist groß bei dir. Ja, du bist und bleibst sein eigen, Erd und Himmel wirds bezeugen. Friedr. Weyermüller, 4 1877. Eigene Melodie. — ——.—.—. ,., An Zionklagt mit Angst u. Schmerzen, Zion, Gottes werte Stadt, die er trägt in sei-nem Her-zen, die er ihm erwählet hat. 12* Der Kirche Schutz und Trutz. Kirchweihe. —.....—.—— Not, E=—————.— und läßt mich so harte pressen, meiner hat er ganzvergessen. 2. Der Gott, der mir hat bleibt über dir, Zion, o du versprochen seinen Beistand meine Zier! Du hast mir jederzeit, der läßt sich vergebens mein Herz besessen, deiner suchen jetzt in meiner Traurig- kann ich nicht vergessen. keit. Ach, will er denn fuͤr 5. Laß dich nicht den Satan und für grausam zürnen über blenden, der sonst nichts als mir? Kann und will er sich schrecken kann; siehe hier in der Armen jetzt nicht, wie meinen Händen hab ich dich vorhin, erbarmen? geschrieben an, wie mag es 3. Zion, o du Vielgeliebte, denn anders sein? Ich muß ja sprach zu ihr des Herren gedenken dein; deine Mauern Mund, zwar du bist jetzt die will ich bauen und dich fort Betrübte, Seel und Geist ist und fort anschauen. dir verwundt; doch stell alles 6. Du bist mir stets vor Trauern ein! Wo mag eine den Augen, du liegst mir in Mutter sein, die ihr eigen meinem Schoß, wie die Kind⸗ Kind kann hassen und aus lein, die noch saugen, meine ihrer Sorge lassen? Treu zu dir ist groß. Dich 4. Ja, wenn du gleich und mich soll keine Zeit, keine möchtest finden einen solchen Not, Gefahr und Streit, ja Muttersinn, da die Liebe kann der Satan selbst nicht scheiden; verschwinden, so bleib ich doch, bleib getreu in allem Leiden. der ich bin. Meine Treu Joh. Heermann, 1647. —— 3. Zur Kirchweihe. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. hier erschallt sein teures Wort; 233 A˖ wie heilig o wie heilig ist der Ort! ist der Ort, 2. Heil war in des Zöllners ach, wie selig ist die Stätte! Haus, weil er Christum auf⸗ Hier, hier ist des Himmels genommen; und hier rufet Jesus Pfort, hier erhöret Gott Gebete, aus: Selig sind, die zu mir Hunmen! er eil Tempal se 3. Grob dr talsend Mund mit den Weg 5. Ol schön sind dienste! L gehn; hie Gewinnst ewig Wäl kein Wu 6. Ko herzu, fo mieder, Ruh, g wieder, t. lich aus, Gottes mit Füß Vort gei Mod gen mit dabe x ssen. den Satan nichts als e hier in Wich dich mag es ch muß ja e Mauern dich fort stets vor zst mir in die Kind⸗ hen, meine h. Dich Zit, keine Streit, ja t sche den, m Leiden. mn, 1 1647. lres Wort; Ort! Zöllners istum auf⸗ rufet Jesus de zu mir kommen! Deren Herzen nimmt er ein, daß sie auch sein Tempel sei'n. 3. Großer Gott, wir müssen hast. Jesu, dir tausend Dank von Herzen sagen, daß du unter uns auch für, die mit Lehr und Leben hier deine Wohnung aufgeschla— gen, und dein Wort und Sakra⸗— ment uns so gnädig zugewendt. 4. Was für Heil ist doch bisher diesem Hause wieder— fahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, wer wollt uns dann offenbaren, was den Mund mit Manna speist und den Weg zum Himmel weist? 5. O wie lieblich, o wie schön sind des Herren Gottes-— dienste! Laßt uns fleißig wallen gehn; hier erlangt man zum Gewinnste einen Schatz, der haben, ewig währt, den kein Raub, —6 Wurm verzehrt. Kommt, Kirchweihe. 181 Gast, speis' uns ferner mit dem Worte, das du uns gegeben laß an diesem Orte, deine Kirche feste stehn, bis die Welt wird untergehn! 9. Stell uns solche Lehrer bauen, die uns weiden unter dir auf den rechten Lebensauen, daß der falschen Lehrer Gift keines deiner Schäflein trifft. 10. Laß dein Aug und Ohr hier sein und erhöre das Ge— bete, wenn wir hier versammelt schrein; und bewahre diese Stätte, daß ihr weder Raub noch Glut, schaden thut. 11. Und so werden wir all— noch Verfolgung hier einen Himmelsvorschmack ihr Sünder, nun fort: bis wir alle dort bei dir uns im Friedenstempel laben, da erschallt es immer— Ach, wie heilig ist der her 155 fallt vor euren Jesum Ort. nieder, suchet des Gewissens Ruh, gebt das Ungerechte wieder, teilt den Armen reich- e lich aus, und entweiht Gottes Haus. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Es ist das Heil uns. 337. reieinger, heil⸗— ger, großer Gott, 0 von des Himmels 7. Wer den Tag nicht hei⸗ Höhen, wie hier vor dir, Herr liget, tritt ja Gottes Wort mit Füßen, drum sei dieses Wort geredt: Keiner soll sein Brod genießen, wo nicht Jesus mit dabei als ein Gast zuge— gen sei. 8. Bleibe bei uns, lieber Zebaoth, die Deinen dankend stehen; merk auf das Seufzen und Gebet, das jetzt zu dei— nem Throne geht von dieser heilgen Stätte. 2. Wir haben dieses Gottes⸗ haus gebauet deinem Namen; 182 mit dir ist es gezieret aus, daß wir, samt unserm Sa⸗ men, die heilge Satzung und dein Wort an diesem dir ge⸗ weihten Ort zum Seelenheil anhören. 3. Der Grund ist selber Jesus Christ, Apostel und Propheten; ihr Wort der Pfeiler Grundfest ist, darauf in allen Nöten, wie hoch die List der Feinde geht, die Gottes⸗ stadt noch lustig steht mit ihrem Zionsbrunnen. 4. Hier woll'n wir unsre Kindelein dir in der Taufe schenken, die Katechismuslehre rein in ihre Herzen senken, sie in des wahren Glaubens Frucht, in deiner Furcht, in Christen⸗ zucht, als Himmelspflanzen ziehen. 5. Hier wollen wir in wahrer Reu, auf tiefgebeugten Knieen die Sünden beichten ohne Scheu, und hin zum Kreuze fliehen, abbitten unsre Sündenschuld, Vergebung su⸗— chen, Gnad und Huld in Christi Blut und Wunden. 6. Beim heil'gen Altar werden sich die müden Seelen laben, da unser Heiland Jesus Christ uns Sünder will be— gaben mit seinem wahren Leib und Blut, in Tod gegeben uns zu gut und uns zum Heil vergossen. Kirchweihe. 7. Hier segnet man den Eh'- stand ein, man bittet für die Kranken; dies Haus wird stets erfüllet sein mit Loben und mit Danken. Hier wird man den Regentenstand, Kirch, Schulen, Häuser, Stadt und Land dir täglich anbefehlen. 8. Hier hebe nun zu segnen an dies Haus, nach dir ge⸗ nennet, daß es kein Feind zer⸗ stören kann, wie hoch sein Eifer brennet! Stoß aus, was uns hier stören will; laß uns in diesem Tempel still dich ohne Ende loben. 9. Lob, Ehr' und Dank und Herrlichkeit sei dir, o Herr, ge⸗ sungen, daß bei der jetzt be— trübten Zeit es uns soweit ge— lungen. Gieb, daß, was wir jetzt fangen an, nicht eher Ende nehmen kann, bis Erd und Himmel brechen! Hans von Assy, 1 1694. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 2 3 5(Isfrael, vergiß mein nicht, ruft der Herr von seinem Throne, halte treu sein Recht und Licht, halte männlich deine Krone, halte allzeit lieb und wert deines Gottes Tisch und Herd. 2. Laß den Weihrauch im Gebet immerdar zu Gott auf⸗ steigen, bringe Opfer früh und spät, nimmer, nimmer sei hier Schweigen, bis du seines Na⸗ mens R. Heiligtum „Lobet Mel.: Lober 2506 200. Himmel Sohn, v0l hlik auf d Dankesli nieder! 2. Dies deinem. Di shmeken d euftuuet de den du zu hingegeben 3. Hier heilgen V gellgt ge hier weihe winder, d 4. Hig lung, K Blinden Selenfri fteier bei die wund 5. De an diesem des H stets offen Leben en Wüten steht, ein Ind bleib stem Tru n dir ge⸗ heind zer⸗ hoch sein toß aus, Eun laß lfil dh Dank und Herr, ge⸗ leht be⸗ soweit ge⸗ was wir eher Ende Erd und lsy, 1694. ich nicht. 424. hergiß mein „ruft der rone, halte Licht, halte one, halte ert deines herd. ihtauch im Gott auf⸗ früh und ner sei hier seines Na⸗ mens Ruhm singst im obern Heiligtum. Mel.: Lobet den Herrn, alle die. 501. 0 Herr, vor dem 236. O sich Erd und Himmel beuget, du Gottes Sohn, von Ewigkeit gezeuget, blick auf der Deinen Flehn und Dankeslieder huldreich her— nieder! 2. Dies Haus, o Herr, ist deinem Dienst geweihet; hier schmecken deine Gläubgen hoch— erfreuet das Blut, den Leib, den du zu unserm Leben da— hingegeben. 3. Hier wird in deinem heilgen Wasserbade die Schuld getilgt, geheilt der Seelenschade, hier weihen wir, o Todesüber— winder, dir unsre Kinder. 4. Hier finden Kranke Hei— lung, Kraft die Müden, die i Blinden Licht, die Sünder Seelenfrieden, hier athmen freier bei des Lebens Schmerzen die wunden Herzen. 5. Des Ewgen Vorhof ist an diesem Orte, das Heiligtum des Herrn, des Himmels Pforte, stets offen allen, die dem ewgen Leben entgegenstreben. 6. Mag bei der Stürme Wüten alles zittern, die Kirche steht, ein Fels in Ungewittern, und bleibet bei der Hölle wild— stem Trutze in Christi Schutze. Kirchweihe. 183 7. Drum freun wir uns der heilgen Tempelweihe und bitten, Herr, Allgütiger, verleihe, daß uns geleite dein mildreicher Segen auf allen Wegen. 8. Nichts raube uns des Herzens fromme Freude, oft kehre dieser Tag zurück, oft weide dein Volk, o Herr, sich an den Himmelsgaben, die hier uns laben! 9. Lob und Anbetung töne dir, o Vater! dir, Gottes Sohn! dir, Tröster und Berater! Lehr uns, dein Volk, durch alle Ewig— keiten dein Lob ausbreiten! Aus dem Lateinischen der alten Kirche. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 2 37. Se walt es Gott, das ist die Straße, duene uns den Weg nach Zion führt. Ihr Pilger, kommt in solcher Masse, wie uns zu wandern hier gebührt. O Seele, steht es nicht so schön, mit Gottes Haufen wallen gehnꝰ 2. Ein Hirsch läuft nach den kühlen Flüssen, daß er den Durst mit Wasser stillt; so eilen wir mit unsern Füßen dahin, wo Gottes Brünnlein quillt; denn unser Seelendurst allein, mit Gott kann recht ge⸗ stillet sein. 3. Ihr Augen, seht nach jener Stätte, wo Gott sein 184 Herd und Feuer hält. Ihr 8. Wirst du uns Manna Lippen schickt euch zum Gebete, lassen tauen, so laß den Ekel brennt Weyrauch an, der Gott ferne sein, daß wir in dein gefällt. Und ihr, ihr Herzen Geheimnis schauen und uns seid bereit, der Herzensfreund in diesem Licht erfreun; thu ist nicht mehr weit. selber uns die Augen auf, so 4. Ach, sei gegrüßet in die merken wir mit Nutzen drauf. Ferne, du Haus, das Herz 9. Läßt das Gesetze Donner und Geist vergnügt, du Kir-schießen, so mach das Herze chenhimmel voller Sterne, du recht zerknirscht; laß aber auch Krippe, wo mein Jesus liegt,‚ den Balsam fließen, wenn uns du Berg, den Christi Kreuz im Kreuz nach Troste dürst'; uns ziert, du Pforte, die gen so bleibt das Evangelium der Himmel führt. Seelen bestes Eigentum. 5. Schleuß auf, Jerusalem, 10. Laß keinen Schlaf den die Thore und laß dein Volk Sinn verdüstern, kein faul Ge⸗ zum Herren ein! Die Stimme schwätze fecht uns an; neig schallt schon in dem Chore, Ohr und Herz zu unsern Prie⸗ das muß ein dreimal Heilig stern, daß uns kein Wort ent— sein. Doch hört: Es ist des fallen kann; versiegle das durch Kirchweihe. Herren Haus, drum zieht die deinen Geist, was dieser Geist n 22 150 sie.. 5. O, laß den Gang uns Wir singen, beten oder wohl gelingen, du heilige Drei- hören, so laß es Amen bei faltigkeit, daß wir dir solche dir sein. Will uns der Sa— Herzen bringen, die voller tan sonst verstören, so halte Buß und Sündenleid. Denn seine Bosheit ein; ja, gieb unser erstes Wort wird schrein: uns selbst zum Widerstand Du wollst uns, Herr, Ae, Schwert des Geistes in sein! die Hand. 7. Wir wollen anf den Weg 12. Wohlan, du wirst das hier werfen, was uns im Werk vollführen, weil es ja Tempel hindern kann; du aber dein Werk ist allein. So führ wirst die Sinne schärfen, zu uns durch die Kirchenthüren gehn auf einer solchen Bahn, ins Allerheiligste hinein; so da man ans Eitle nicht gedenkt bald wir gehn im Tempel ein,‚ und sich allein zum Himmel so laß uns selbsten Tempel sein. lenkt. Benj. Schmolcke, 4 1737. ———— ims bei verderbef Nel: Gott 239 23 daß wir ren; ma frei, thu! Vor dem daß er Manna den Efel rin dein und ins eun; thu 50 auf, ⁰˙ den drauf. ze Donner das Herze aber auch wenn uns ste dürst'; Relium der tum. Schlaf den Nfaul Ge⸗ an; neig ern Prie⸗ Wort ent⸗ das durch ieser Geist beten oder Amen bei 5 der Sa⸗ „ so halte ja, gieb Widerstand Geistes in wirst das weil es jn 1. So führ rchenthüren hinein; so Tempel ein, TLempel sein. olcke, 1 1787. Anfang des Gottesdienstes. 185 4. Zum Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 0 238. — —— d eL nn ..———————— Gott der Vater wohn uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sün-den frei und helf uns se=lig sterben. 1*— 5——ß—7( S..— 0—., Len* Eigene Melodie. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben, dir uns lassen ganzund gar mit al⸗len rechten Christen, SSSI — und auf dich laß uns bau⸗en, aus Herzensgrund vertrauen, entfliehn des Teufels Li-sten, mit Waffen Gotts uns fristen. 2— +..—,. b. 2 E— Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halle⸗lu-ja. 2. Jesus Christus wohn uns dein Wort, dein Lehr, dein bei und laß uns nicht ver- Stimme, auf daß sie Früchte derben ꝛe. bringe. Gieb auch, Herr, der 3. Der Heilge Geist wohn ganzen Schar Augen, die zu uns bei und laß uns nicht dir sehen, Ohren, die dein Wort verderben ꝛc. hören, Herzen, die sich bekeh— Martin Luther, 41546. ren. Amen, amen, das sei wahr, Mel.: Gott der Vater wohn uns bei. 2388. drauf singen wir Halleluja. 23 9 err Gott Vater, 2. Jesu Christe, mit uns wohn uns bei, sei, daß wir dein Wort fein daß wir dein Wort recht hö-hören; mach uns aller ꝛc. ren; mach uns aller Sorgen 3. Heiliger Geist, steh uns frei, thu uns Andacht bescheren. bei, daß wir uns drauf be⸗ Vor dem Teufel uns bewahr, kehren; mach uns aller ꝛe. daß er uns nicht wegnehme Jer. Weber. ——h— +++.— ——— —.——————— —2 ...— —.—.—..——.— Anfang des Gottesdienstes. 0 240. Eigene Melodie. EE— SSSSSSSSSSEE. 2————— — Herr Je⸗-su Christ, dich zu uns wend, dein Heilgen Geist xP—— K——————————— E——— 4. ——— II und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum 2. Dein Wort bewegt des Lobe dein, bereit das Herz zur Herzens Grund, dein Wort Andacht fein; den Glauben macht Leib und Seel gesund; mehr, stärk den Verstand, daß dein Wort ist, was mein Herz uns dein Nam werd wohl be— erfreut, dein Wort giebt Trost kannt. und Seligkeit. 3. Bis wir singen mit Got⸗ 3. Ehr sei dem Vater und tes Heer: Heilig, heilig ist dem Sohn, dem Heilgen Geist Gott, der Herr! Und schauen in einem Thron! Der heili⸗ dich von Angesicht in ewger gen Dreieinigkeit sei Lob und Freud und selgem Licht. Preis in Ewigkeit! 4. Ehr sei dem Vater und Joh. Olearius, 4 1684. Waewern Heldn rlan Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. in einem Thron: der heiligen 2 ft 0 Dreifaltigkeit sei Lob und Preis 242 Her ist des Her⸗ i ren Ruhetag, e Sachs-Weimar, 1662. vergesset aller Sorg und Plag, da verhindert euch mit Arbeit Mel.: Herr Jesu Christ, dich. 240. nicht, kommt vor des Höchsten 241 He öffne mir Angesicht. Halleluja! die Herzens⸗ 2. Tret't her und fallt auf thür, zeuch mein Herz durch eure Knie vor Gottes Maje⸗ dein Wort zu dir; laß mich stät allhie; es ist sein Heilig⸗ dein Wort bewahren rein, laß tum und Haus, wer Sünde mich dein Kind und Erbe sein. liebt, gehört hinaus. Halleluja! Reiem Ind Verst luja! 6. Erke Gemüt„ seine Güt und ernäh glück boh luja! Freudig is bereit 8. E bar und wies, si fühlen li wůr ihr sei nun 10. D ewegt des ein Wort gesund; ein Herz iebt Trost vater und lgen Gest Der heili⸗ Lob und us, 1 1684. lich Tag. 129. t des Her⸗ Ruhetag, und Plag, it Arbeit s Höchsten al Ffallt auf les Maje⸗ in Heilig⸗ er Sünde Halleluja! 3. Ganz unerträglich ist sein Grimm, doch hört er gern der Armen Stimm, deswegen lobt ihn allesamt, das ist der Chri⸗ sten rechtes Amt. Halleluja! 4. Rühmt unsers Gottes Meisterthat, da er aus nichts erschaffen hat den Himmel und die ganze Welt, und was die⸗ selbe in sich hält. Halleluja! 5. Und als er sie genug geziert, hat er den Menschen drauf formiert und ihn nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Verstand erfüllt. Halle⸗ luja! 6. Erkennt mit dankbarem Gemüt, wie er allein durch seine Güt uns täglich schützet und ernährt und manches Un⸗ glück von uns kehrt. Halle⸗ luja! 7. Denkt auch, daß heut geschehen ist die Auferstehung Jesu Christ, dadurch die wahre Freudigkeit in aller Not uns ist bereit. Halleluja! 8. Er ist erstanden offen⸗ bar und hat erfreut sein kleine Schar, die bis ans Ende ihn geliebt und seinethalben war betrübt. Halleluja! 9. Leibhaftig er sich ihnen wies, sich sehen, hörn und fühlen ließ, damit versichert wär ihr Sinn, des Todes Macht sei nun dahin. Halleluja! 10. Drum wollen wir be⸗ Anfang des Gottesdienstes. 187 gehn mit Fleiß den Tag nach rechter Christen Weis', wir wollen aufthun unsern Mund und sagen das von Herzens⸗ grund. Halleluja! 11. O Gott, der du den Erdenkreis erschaffen hast zu deinem Preis, uns auch be⸗— wahrt so manches Jahr in vieler Trübsal und Gefahr, Halleluja! 12. Hilf, daß wir alle deine Werk voll Weisheit, Güte, Kraft und Stärk erkennen und je mehr und mehr ausarbeiten deines Namens Ehr. Halleluja! 13. O liebster Heiland, Jesu Christ, der du vom Tod er— standen bist, richt unsre Herzen auf zu dir, daß sich der Sün⸗ denschlaf verlier. Halleluja! 14. Gieb deiner Auferste⸗ hung Kraft, daß dieser Trost ja bei uns haft, und wir uns drauf verlassen fest, wenn uns nun alle Welt verläßt. Halleluja! 15. O heilger Geist, laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr Glaub, Lieb und Hoffnung reichlich mehr. Halleluja! 16. Erleuchte uns, du wah⸗ res Licht, entzeuch uns deine Gnade nicht, all unser Thun, also regier, daß wir Gott prei⸗ sen für und für. Halleluja! Nik. Selnecker, 4 1592. Anfang des Gottesdienstes. 6 243. Eigene Melodie. 4 35—..— 1 7 E SDEEE Liebster Je⸗su, wir sind hier, dich u. dein Wort an⸗zu⸗hören; Lenke Sinnen und Be-gier auf die sü⸗ßen Himmelslehren, SSS.S.. daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Ver⸗ 3. O du Glanz der Herr⸗ stand ist mit Finsternis um- lichkeit, Licht vom Licht, aus hüllet, wo nicht deines Geistes Gott geboren, mach uns alle⸗ Hand uns mit hellem Licht samt bereit, öffne Herzen, erfüllet Gutes denken, thun Mund und Ohren. Unser und dichten mußt du selbst in Bitten, Flehn und Singen uns verrichten. laß, Herr Jesu, wohl gelingen. 2 4 Tobias Clausnitzer, 4 1684. 4 Mel.: Unser Herrscher, unser König. 9——— V— 7————— öPPP.... TT .—.... Thut mir auf die schöne Pforte, füh-ret mich in Zi⸗ on ein; ach, wie wird an diesem Or-te mei⸗ne Seele fröhtlich sein! .—... ....... PIIIII.......43 10 Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gefällig Opfer heißt; heilge gekommen, komme du nun auch du, Herr, Mund und Ohr, zu mir. Wo du Wohnung zeuch das Herze ganz empor. hast genommen, da ist lauter 4. Mache mich zum guten Himmel hier. Zeuch doch in Lande, wenn dein Samkorn mein Herz hinein, laß es dei— auf mich fällt, gieb mir Licht nen Tempel sein. in dem Verstande; und, was 3. Laß in Furcht mich vor mir wird vorgestellt, präge dich treten, heilge du Leib, meinem Herzen ein, laß es Seel und Geist, daß mein mir zur Frucht gedeihn. Singen und mein Beten ein 5. Stärk in mir den schwa⸗ dacht stbre des Kbens nit Himm in aller 7. Off Auen, da weiden kal Manna t nechte Bal Immerth Chrensaal Mel.: Wer 915 245 nen, w Schwang Recht ga Zion nie opfert ma Ind findet 2. Ach bensworte worden si Ranchem Gott nich da sieht fleßt, wei den ist dSS. Oingen Ugelingen. zer, f 1684. 1⸗ on ein; h⸗lich fein! d Licht. ßt; heilge und Ohr, mz empor. zum guten Samkorn mir Licht und, was llt, präge u, laß es eihn. den schwa⸗ chen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben, halte stets dein Wort mir für; daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille wird erfüllt. Nichts laß meine An⸗ dacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. 7. Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann; lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier aus diesem Jammerthal zu des Lammes Ehrensaal. Benj. Schmolck, 1 1737. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 0 13. ie seligz ist ein 245. W̃ Ort zu nen⸗ nen, wo Gottes Wort im Schwange geht, wo Licht und Recht ganz helle brennen und Zion niemals wüste steht! Da opfert man im heilgen Schmuck und findet Licht und Trost genug. 2. Ach aber, wo die Le⸗ bensworte so rar und teuer worden sind, daß man an manchem wüsten Orte von Gott nicht eine Stapfe findt, da sieht man, wie das Auge fließt, weil Gott so ferne wor⸗ den ist. Anfang des Gottesdienstes. 189 3. Doch nur getrost! Auch in der Wüsten trifft Jakob wohl ein Bethel an. Wo waren denn die ersten Chris- ten, als sie den Heiden unter⸗ than? Sie schlossen sich in Grüfte ein, die mußten ihre Tempel sein. 4. Wer wollte denn nun Zweifel tragen, ob wäre hier nicht Gottes Haus? Wo wir nach Gottes Worte fragen, macht er gar bald ein Kirch— lein draus. Es sei dasselbe noch so klein, so muß es ihm doch heilig sein. 5. So treten wir im Geist zusammen, so singen wir des Herren Lied; so bringen wir dir Opferflammen, auf welche Gott in Gnaden sieht. So lesen wir und hören an, was Gottes Wort uns lehren kann. 6. Ach Herr, gieb selber das Gedeihen, damit kein Wort vorübergeht; daß wir uns bei den Brocken freuen, wenn an⸗ derwärts der Tisch voll steht. Flöß uns in Einfalt deutlich ein das, was uns kann erbaulich sein. 7. Erhalt uns bei dem Glaubensgrunde, den du den Eckstein hast genannt, daß man dich nicht nur mit dem Munde, auch mit dem Herzen selbst bekannt. Wenn uns die Welt Verfolgung dräut, so gieb, o Herr, Beständigkeit. 190 8. Und endlich bau in un— sern Seelen dir ein lebendig Gotteshaus, so wird in diesen Jammerhöhlen ein angenehmer Sabbat draus, bis wir in je⸗ nen Tempel gehn und vor des Lammes Stuhle stehn. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Nun laßt uns Gott, dem. 530. 246 Arren! Gott Va⸗ · ter und Sohne sei Lob ins Himmels Throne! Sein Geist stärk uns im Glau— ben und mach uns selig. Amen. 2. Amen! Es wird gesche— hen, wir werden Christum sehen hoch in den Wolken kommen, uns mitzunehmen. Amen. 3. Amen! Gott sei geprei⸗ set! Der Geist auf Christum weiset, der bring uns all zusammen ins ewige Leben. Amen. Ludw. Helmbold, 4 1598. Mel.: Meine Seele erhebet den. 196. 247. Gel sei uns gnä⸗ dig und barm⸗ herzig“ und gebe uns seinen göttlichen Segen. 2. Er lasse uns sein Ant⸗ litz leuchten, daß wir auf Er⸗ den erkennen seine Wege. Schluß des Gottesdienstes. 5. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 248 Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei reiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Nit. Semnecker, 4 1592. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243. 0 Zun Gott Lob, 249. N es ist voll⸗ bracht Singen, Beten, Lehren, Hören. Gott hat alles wohl⸗ gemacht, drum laßt uns sein Lob vermehren; unser Gott sei hoch gepreiset, daß er uns so herrlich speiset! 2. Weil der Gottesdienst ist aus, mitgeteilet auch der Segen, so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen; Gottes Geist uns ferner leite und uns alle wohl bereite. 3. Unsern Ausgang segne 3. Es segne uns Gott, un⸗Gott, unsern Eingang gleicher⸗ ser Gott;“ es segne uns Gott maßen; segne unser täglich und gebe uns seinen Frieden. men. 4. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, ö Brot, segne unser Thun und assen; segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenck, 4 1681. 2. Gie den alle Ins dein mis stet Mel.: O 0 51 251. mein Re licher 6 mancher den La n und von ei Amen. geben. 708. dein sei leiber, u ri von dir eben halt Herr warken, keit; daftt en in alle der, f 159e. sind hier. 29 Gatt Lob, ist voll⸗ en, hn alles wohl⸗ t uns sein unser Gott daß er unz ottesdiens auch der mit Frend In fein auf ottes Gest 1d uns alle gang segne ng gleicher⸗ iser täglich Thun und mit selgem ich uns zu hencd f 168l. Schluß des Gottesdienstes. Eigene Melodie. — ————————— I.I. HI U. —..— uns durch dei⸗ ne Gü⸗te, 55 en n en — 5719 E Herr, erheb dein Angesicht über uns und gieb uns Licht. 2. Gieb uns deinen Frie⸗ Lobet all den Namen unsers den alle Tag hienieden, schenk 3. Amen, amen, amen! uns deinen Heilgen Geist der Herren Jesu Christ, der der uns stets zu Jesu weist. xE Erst' und Letzte ist. Aus Livland. 5. Vom Worte Gottes. Mel.: O Gott, du frommer. 472. mein Rosengarten; dein lieb— licher Geruch zeigt Blumen mancher Arten, aus denen man den Tau für matte Herzen Segen als den Fluch, und wie Au sich Seel und Geist er⸗ drückt, wenn auf der grünen quickt. 2. Du wertes Bibelbuch mit Schätzen angefüllet; du bist ein schönes Tuch, drein Jesus eingehüllet. Sucht in der Schrift, sprichst du, da— selbsten find't ihr mich. So such ich immerzu; mein Jesu, zeig—6 u schönes Bibelbuch, du—0 der immer helle; so mancher Lebensspruch, so manche Zuckerquelle. Wie lieb— 30 Du liebes Bibel⸗ 251.. buch, du bist sam fleußt aus dir, wenn du gelesen wirst. lich trinkt sichs hier, wenn man nach Troste dürst'! Ja Bal⸗ 4. Du heilges Bibelbuch, aus dem wir alles wissen, so wir wandeln müssen, schreib jedes Wort von dir in meiner Seelen an, daß auch mein Herze mir zum Himmel wer— den kann. 5. Du selges Bibelbuch, laß mich von fern erblicken, was für ein Wohlgeruch mich dorten wird erquicken; daß wenn einmal der Tod mit mir von hinnen geht, mein Nam alsdann bei Gott im Lebens— buche steht. Benj. Schmolck, 4 1737. 192 Wort Gottes. Mel: Nun freut euch, lieben. 347. Zorn und Fluch; dies öffnet 8* Resetz und Evan⸗ dir des Lebens Buch in des 2 52. Gaeun sindbeide Erlösers Wunden. Gottes Gaben, die wir in 6. Jens decket dir dein Elend unserm Christentum beständig auf, dies saget von Erbar⸗ nötig haben; doch bleibt ein men; jens schläget unbarmherzig großer Unterschied, den nur drauf, dies hebt und trägt die ein solches Auge sieht, das Armen; jens zeigt und dräuet Gottes Geist erleuchtet. dir den Tod, dies hilfet dir 2. Was Gott in dem Ge-aus Tod und Not und bringt setz gebeut, ist uns ins Herz dir Geist und Leben. geschrieben; Wir sollen nämlich 7. Was das Gesetz zu sagen jederzeit Gott und den Näch- hat, gehört für rohe Herzen, sten lieben. Daß aber Gott für Heuchler, die schon reich die Welt geliebt und seinen und satt, die mit der Sünde Sohn für Sünder giebt, das scherzen; des Gnadenwortes muß er selbst entdecken. Balsamöl senkt sich in eine 3. In dem Gesetz wird unsre kranke Seel, die elend und Pflicht uns ernstlich vorge⸗Pbeladen. tragen; das Evangelium kann 8. Wenn das Gesetz den nichts als nur von Gnade Zweck erreicht, so hört es auf sagen. Jens zeigt dir, was zu fluchen; sein Zwang, sein du thun sollst, an; dies lehrt, Blitz, sein Drohen weicht, wenn was Gott an dir gethan; man will Gnade suchen; es jens fordert, dieses schenket. treibt zum Kreuz des Mitt-⸗ 4. Was das Gesetz dir Guts lers hin; wenn ich an diesen verspricht, wird dir nicht zu⸗ gläubig bin, so hat der Trost gewendet, es sei denn, daß du kein Ende. deine Pflicht volllommen hast 9. Mein Gott, laß diesen vollendet. Was Christi Gnade Unterschied mich in der That Guts verheißt, wird dem, der erfahren; laß Sündenangst mit gläubig sich erweist, frei und Trost und Fried sich in der umsonst gegeben. Seele paaren; treib mich, o 5. Wo das Gesetz den Sün-Herr, durch dein Gesetz in der findt, da schlägt es ihn deiner Gnade holdes Netz, in danieder; das Evangelium ver⸗des Erlösers Arme. bindt und heilt die Wunden 10. Gieb aus dem Evan— wieder. Jens predigt Sünde, gelio mir Kräfte, dich zu lieben Wenn dei soll gelte Glaube vl um tauser dein Wor 2. Hal Herr, du daß ichr fest bei Laß mic dir zu d laß mich sitzen, w Nik. Ludw. das 4* 204. für die n der jun durch dei 2. De Gebot, h und No und dein Geist er ‚5̃ dles öffnet 9 in des ir den EI von ld hilfet dir U bringt ö agen ohe Herzen wer rei der Sünde nadenwortes sich in eine elend und Geseß den hoͤrt es auf Zwang, sein weich, wenn suchen; es des Mitt k⸗ ich an diesen at der Trost „laß diesen in der That denangst mit sich in der reib mich, o u Gesetz in des Netz, in ne. dem Cvan⸗ dich zu lieben und als dein Kind, das frei und froh, mich im Gesetz zu üben; gieb Gnade, daß ich meine Pflicht mit Heiligkeit und Zuversicht in Lieb und Glauben leiste. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. Mel.: O Durchbrecher aller Bande. 387. 253 H' dein Wort, • die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu thun. 2. Halleluja! Iũ und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen Ab. bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und pat; laß mich stets zu deinen Füßen sitzen, wie Maria that. Nik. Ludw. Graf von Zinzenborf, 4 1760. Mel.: Das walt Gott Vater und. 483. 0 err 3 0 erhalt 254.§ uns für und für die reine Katechismuslehr, der jungen einfältigen Welt durch deinen Luther vorgestellt. 2. Daß wir lernen die zehn Gebot, beweinen unsre Sünd' und Not, und doch an dich und deinen Sohn glauben, im Wort Gottes. Geist erleuchtet schon; 3. Dich, unsern Vater, rufen an, der allen helfen will und kann, daß wir als Kinder nach der Tauf christlich vollbringen unsern Lauf; 4. So jemand fällt, nicht liegen bleib, mit Buß zur Beichte komm und gläub, zur Stärkung nehm das Sakra⸗ ment. Amen, Gott geb ein selig End. Ludwig Helmbold, 4 1598. Mel.; Durch Adams Fall ist. 336. Seerr Zebaoth, dein 25 9. H heilig Wort welchs du uns hast gegeben, daß wir darnach an allem Ort solln richten Lehr und Leben, ist worden kund aus deinem Mund und in der Schrift be— schrieben rein, schlecht und recht durch deine Knecht, vom heil⸗ gen Geist getrieben. 2. Dies Wort, daß jetzt in Schriften steht, ist fest und unbeweglich. Zwar Himmel und die Erd vergeht, Gotts Wort bleibt aber ewig; kein Höll, kein Plag, noch jüngster Tag wird können es vernichten; drum denen soll sein ewig wohl, die sich darnach recht richten. 3. Es ist vollkommen hell und klar, ein Richtschnur reiner Lehre; es zeigt uns auch ganz offenbar Gott seinen Dienst und Ehre, und wie man soll hier leben wohl, Lieb, Hoff—- 13 194 nung, drum Glauben üben; fort und fort wir dieses Wort von Herzen sollen lieben. 4. Im Kreuz giebts Luft, in Traurigkeit zeigt es die Freu⸗ denstelle; dem Sünder, dem sein Sünd ist leid, führt es zur Freudenquelle; giebt Trost an Hand, macht auch bekannt, wie man soll willig sterben, und wie zugleich das Himmel⸗ reich durch Christum sei zu erben. haft'. 5. Sieh, solchen Nutz, so große Kraft, die nimmer t zu schätzen, des Herrn Wort in uns wirkt und schafft. Da⸗ rum wir sollen setzen zurück d Gold, Geld, und was die Welt sonst herrlich pflegt zu achten, und jederzeit in Lieb und Leid nach dieser Perle trachten. 6. Nun, Herr, erhalt dein heilig Wort, laß uns sein Kraft empfinden. Den Feinden steur an jedem Ort und laß es frei verkünden. So wollen wir dir für und für von ganzem Her⸗ zen danken. Herr, unser Hort, 258. Wort Gottes. lieber Herr, laß uns dein Wort fest halten und nicht wanken. Christian Knorr von Rosenroth, 4 1689. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem. 215. 25 6. 9 Gott, du höch⸗ ster Gnaden⸗ hort, verleih, daß uns dein göttlich Wort von Ohren so zu Herzen dring, daß es sein Kraft und Schein vollbring. 2. Der einig Glaub ist diese Kraft, der steif an Jesu Christo Die Werk der Lieb sind dieser Schein, dadurch wir Christi Jünger sein. 3. Verschaff bei uns auch, daß wir durch deinen Geist je mehr in deinr Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Huober, 1 1557. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 337. 257. O Gott, laß dein heilsames Wort in aller Welt weründen, daß wir darinnen fort und fort Trost, Freud und Leben finden; schütz uns bei der Apostel Lehr und stürz des Satans Höllen⸗ heer, daß wir dich ewig preisen. Eigene Melodie. —— 4 . 224—— O Herre Gott, dein göttlich Wort ist lang verdunkelt bis durch dein Gnadist uns ge⸗sagt, was Paulus hat ge⸗ Munderd 2. Du Tag ist b vor Auge Herr, erbe noch jeht! sehr auf sie doch Vorts V. kannt/d daf 3 Wil Christe se lich glaub darauf f eb U Christ Nächsten Gwissen das kein +. Al solches lauter G tröst, de ihm nie wollten Reich d ertreibe gar nich wohl laf 5. 5 tt fest halten senroth, 5 1689. bei deinem. 2¹⁵ Itt, du hüöch⸗ er Gnaden⸗ b uns dei u Ohren 0 daß es sein vollbrng. aub ist diese Vesu Christo der Lieb sind dadurch wir in. ei uns auch, wir durch iehr in deint ien zu und nden Ruh. duober, 1557. skommen her. 337. hott, laß dein ilsames Wort rkünden, daß ort und fort Leben finden; Apostel Lehr mans Höllen⸗ hewig preisen. ang verdunkelt Paulus hat ge⸗ Wort Gottes. 195 ⁴ ——.—— blie- ben, schrie⸗ben 2— Siii—.— 125.—— EEEEEEEEE 2.—F56 und andere Apostel mehr aus dein'm göttlichen ,/ 6nn 1—0 SSS ——— —— Mundeʒ des dank'n wir dir mit Fleiß, daß wir erlebet han die Stunde. 2. Daß es mit Macht an Tag ist bracht, wie klärlich ist vor Augen; ach Gott, mein Herr, erbarm dich der, die dich noch jetzt verleugnen und achten sehr auf Menschenlehr, darin sie doch verderben. Deins Worts Verstand mach ihn' be— kannt, daß sie nicht ewig sterben. 3. Willst du ein fein gut Christe sein, so mußt du erst— lich glauben; setz dein Vertraun, darauf fest bau Hoffnung und Lieb im Glauben allein durch Christ zu aller Frist, dein Nächsten lieb daneben; das Gwissen frei, rein Herz dabei, das kein Kreatur kann geben. 4. Allein, Herr, du mußt solches thun, doch gar aus lauter Gnaden; wer sich des tröst, der ist erlöst und kann ihm niemand schaden. Ob wollten gleich Papst, Kaiser, Reich dich und dein Wort vertreiben, ist doch ihr Macht gar nichts geacht', sie werdns wohl lassen bleiben. 5. Hilf, Herre Gott, in dieser Not, daß sich auch die bekehren, die nichts betrachtn, dein Wort verachtn und wollens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht, es sei nicht recht, und habens nie gelesen, auch nie gehört das edle Wort; ists nicht ein teuflisch Wesen? 6. Ich glaub gwiß gar, daß es sei wahr, was Paulus uns thut schreiben. Eh' muß ge— schehn, daß all's vergeh, dein göttlichs Wort soll bleiben in Ewigkeit, wär es auch leid vieln hartn verstockten Herzen. Kehrn sie nicht um, werden sie drum leiden gar große Schmerzen. 7. Gott ist mein Herr, so bin ich der, dem Sterben kommt zu gute, dadurch uns hast aus aller Last erlöst mit deinem Blute. Das dank ich dir; drum wirst du mir nach deinr Verheißung geben, was ich dich bitt; versag mirs nicht im Tod und auch im Leben. 8. Herr, ich hoff je, du werdest die in keiner Not ver⸗ 13* 196 Wort lassen, die dein Wort recht als treue Knecht im Herzn und Glauben fassen; giebst ihn' be— reit die Seligkeit und läßt sie nicht verderben. O Herr, durch dich, bitt ich, laß mich fröhlich und willig sterben! A. H. 3. W. um 1527. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. 9 Mensch, wie 259. O ist dein Herz bestellt? Hab Achtung auf dein Leben, was trägt für Frucht dein Herzensfeld; sind's Dornen oder Reben? Denn aus der Frucht kennt man die Saat, auch wer das Land be— säet hat, Gott oder der Ver— derber. 2. Ist nun dein Herz dem Wege gleich und einer Neben— straßen, da auf dem breiten Lastersteig die Vögel alle fraßen; ach, prüfe dich, es ist kein Scherz, ist so bewandt dein armes Herz, so bist du zu beklagen. 3. Denn ist der Same weg⸗ gerafft, vertreten und gefressen, so hast du keine Glaubens⸗ kraft, noch Seelenspeis zu essen; fällt dir ins Ohr der Same nur und nicht ins Herz, ist deine Spur zum Leben ganz vertreten. 4. Ist auch dein Herze Felsenart, verhärtet durch die Sünden, so ist der Same Gottes. schlecht verwahrt auf solchen Felsengründen; ein Felsenstein hat keinen Saft, drum hat der Same keine Kraft, zu sprießen und zu schießen. 5. So lang noch nicht zer⸗ knirscht dein Herz und vom Gesetz zerschlagen durch wahre Buße, Reu und Schmerz, so kanns nicht Früchte tragen. Bedenk es wohl und thue Buß, glaub fest und falle Gott zu Fuß, so ist dein Herz genesen. 6. Oft ist das Herz auch dornenvoll, mit Sorgen an— gefüllet, oft lebet es im Reich— tum wohl, da wird der Sam verhüllet; ja er ersticket ganz und gar und wird nicht ein— mal offenbar, das ist wohl zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um Geld und Reichtum ist bemühet und nach der Wollust dieser Welt mit Aug und Herzen siehet, da kann kein Gutes haben statt, wo man der Wollust nicht wird satt, der Same muß ersticken. 8. Doch ist, gottlob, noch gutes Land auf dieser Welt zu finden, das Gott, dem Herrn, allein bekannt, da in den Her— zensgründen der Same, den Gott eingelegt, noch hundert— fältig Früchte trägt; das sind die rechten Herzen. 9. Wer Ohren hat, der höre noch M. Heucheht heißet keiner vergeht, auf keil ⁰0 mußt 10. 5 Herze sen schlagen, dungt hi Früchte! Himmel ft fnde tauf ich mit L Mel:& 260. mit Anl Arzt der Cvangel Prophef laß die deine S mir zu g mache m deinen kann sor meinem: 3. 5 Herz gensjen derz auch Sorgen an⸗ es im Reich⸗ ird der Sam ersticket ganz d nicht ein⸗ x Nas ist wohl 5, wenn man ind Reichtum nd nach der Belt mit Aug het, da kann en statt, wo st nicht wird muß ersticken. gottlob, noch fdieser Welt tt, dem Herrn, a in den Her⸗ r Same, den noch hundert⸗ rägt; das sind zen. n hat, der hir Wort Gottes. 197 noch und prüfe sich ohn mir auf allen Wegen, stärket Heucheln, dieweil es heute meines Geistes Kräfte, labt heißet noch; hier muß sich wie Milch und Honigsäfte, ist keiner schmeicheln. Die Zeit ein Stab für matte Glieder vergeht, das Ende naht; fällt und ein Schwert dem Feind auf kein gutes Land die Saat, zuwider. so mußt du ewig sterben. 4. Diesem Worte will ich 10. Herr Jesu, laß mein trauen und darauf beständig Herze sein zerknirschet und zer⸗ schauen; sonst ist doch kein schlagen, damit der Same Licht vorhanden. Fremde Lehre dringt hinein, und laß ihn macht zu Schanden; aber dein Früchte tragen, die mir im Gesetz und Gnade leitet mich Himmel folgen nach, da ich sie auf rechtem Pfade. Herr, mein finde tausendfach; das wünsch Glauben und mein Lieben hat ich mit Verlangen. L. Laurentii, 1722. Mel: Schmücke dich, o liebe Seele. 294. 0 Trediger der süßen 60. P Lehre, die ich mit Anbetung höre, großer Arzt der Menschenkinder, du Evangelist der Sünder und Prophet des neuen Bundes, laß die Worte deines Mundes, deine Stimme an die Herden mir zu Geist und Leben werden. 2. Deine beiden Testamente mache mir zum Elemente. Lasse deinen Geist mich treiben, mir dein Wort ins Herze schreiben; denn es ist auf alle Weise meiner Seele beste Speise. Wer kann sonst vom ewgen Leben meinem Herzen Zeugnis geben? 3. Herr, dein Wort ist mir ein Hammer, schlägt und zeigt den Seelenjammer; es erquickt mich wie der Regen, leuchtet den Grund: Es steht geschrieben. 5. Lehre mich dein Wort betrachten, mit Begierde darauf achten; lehre michs im Geist verstehen, laß es mir zu Her— zen gehen; mache, daß ichs fröhlich glaube, und kein Zwei— fel mir es raube, daß ichs mit Gehorsam ehre und sonst keine Stimme höre. 6. Laß dein Wort mich kräftig laben, fest es in der Seele haben, deine Wahrheit nicht zerrütten, keine Kraft da— von verschütten, fest an der Verheißung bleiben, die Gebote willig treiben, keinen Schritt vom Worte weichen, deines Weges Ziel erreichen. 7. Was die Welt bekennt und lehret, was mein Herz erdenkt und ehret, was der böse Geist erdichtet, das ist alles schon gerichtet. Weg mit 198 Wort Gottes. euch, ihr falschen Geister! Mir wohlgemeint. Sie vertreiben ist gnug an einem Meister; alles Leid; auch des Honigs wißt, daß euch der Fluch ver Süßigkeit muß vor deinen zehret, wenn ihr selbst auch Worten weichen, nichts ist ihnen Engel wäret. zu vergleichen. 8. Selig, selig sind die Se⸗ 3. Deine Worte sind mein len, die sich sonst kein Licht Stecken, dessen ich mich trösten erwählen, als allein das Wort kann, wenn der Teufel mich des Lebens; diese glauben nicht will schrecken auf der schmalen vergebens, weil sie Gottes Rat Lebensbahn; diese führen ohne ergründen und sein Herz im Qual mich hin durch des To— Worte finden. O, ein un- des Thal, diese sind mein schätzbares Wissen! Andre Schirm und Stütze wider alle Weisheit kann ich missen. Kreuzeshitze. 9. Licht und Kraft und Mut 4. Jesu, dein Wort soll mich und Freude, wahrer Trost im laben, deine trosterfüllte Lehr tiefsten Leide, Schutz vor aller- will ich in mein Herz vergraben. lei Gefahren und ein ewiges Ach, nimm sie ja nimmermehr Bewahren, das sind dieses hier von mir in dieser Zeit, Wortes Früchte; alles andre bis ich in der Ewigkeit werde wird zu nichte. Alles andre kommen zu den Ehren, dich, muß vergehen; Gottes Wort o Jesu, selbst zu hören. bleibt ewig stehen. 5. Unterdes vernimm mein Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Flehen, liebster Jesu, höre mich. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. Laß bei dir mich feste stehen, 261 Rede liebster Jesu, so will ich dich ewiglich prei⸗ rede, denn dein sen mit Herz, Sinn und Mund; Kind giebt acht darauf. Stärke ich will dir zu jeder Stund mich, denn ich bin blöde, daß Ehr und Dank in Demut brin— ich meinen Lebenslauf dir zu gen und dein hohes Lob be— Ehren setze fort. Ach, so laß singen. dein heilig Wort in mein Herze Anga Sophie, Landgrasin von +.— E EE Hessen-Darmstadt, 4 1683. sein verschlossen, dir zu folgen unverdrossen. Mel.: Gott des Himmels und der. 493. 2. Ach, wer wollte dich nicht 2 6 2 Deures Wort aus hören, dich, du liebster Men⸗ 4. Gottes Munde, schenfreund? Sind doch deine das mir lauter Segen trägt, Wort und Lehren alle herzlich dich allein hab ich zum Grunde meiner S weff icha mich füh Wi haben, e schmedt, sich laben, gedekt, cchenkt M tränkt. 3. Du, Erden, sc Glauben lliger we Gnadensch Seele dri des Leben 4. Gei im Wort Herze k Himmete Geist Hil für Sch sein Wo 5. La Schranke sein. S 0 Gedanker in, daß nicht stö dich rede meinem weifel e vertron . ttreiben ri odeinen is ssthnen 6 sind mein Mhich trösten Tufel mich der schmalen führen ohne urch des To⸗ sind mein ze wider alle Dart soll nich terfüllte Lehr rz vergraben. mummermehr dieser Zeit wigkeit werde Ehren, dich, hoͤren. ernimm mein esu, höre mich. fete stehen, ewiglich prei⸗ in und Mund; jeder Stund Demut brin⸗ ohes Lob be— Landgräfin von ustadt, 4 1683. nels und der. 493. Wort aus Hottes Munde, Segen trägt, h zum Grunde Wort Gottes. 199 meiner Seligkeit gelegt; in dir. 7. Was ich lese, laß mich treff ich alles an, was zu Gott merken; was du sagest, laß mich führen kann. mich thun. Wird dein Wort 2. Will ich einen Vorschmack den Glauben stärken, laß es haben, welcher nach dem Himmel nicht dabei beruhn, sondern schmeckt, so kannst du mich herr gieb, daß auch dabei ihm das lich laben, weil bei dir ein Tisch Leben ähnlich sei. gedeckt, der mir lauter Manna 8. Hilf, daß alle meine Wege schenkt und mit Lebenswasser nur nach dieser Richtschnur tränkt. gehn. Was ich hier zum Grunde 3. Du, mein Paradies auf lege, müsse wie ein Felsen stehn, Erden, schleuß mich stets im daß mein Geist auch Rat und Glauben ein; laß mich täglich That in den größten Nöten klüger werden, daß dein heller hat. Gnadenschein mir bis in—3 9. Laß dein Wort mir einen Seele dringt und die Frucht Spiegel in der Folge Jesu sein. des Lebens bringt. Drücke drauf ein Gnadensiegel, 4. Geist der Gnaden, der schleuß den Schatz im Herzen im Worte mich an Gottes ein, daß ich fest im Glauben Herze legt, öffne mir des steh, bis ich dort zum Schauen Himmels Pforte, daß mein geh. Geist hier recht erwägt, was Deni. Schnient re für Schätze Gottes Hand durch Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 725. sein Wort mir zugesandt. MRir Menschen 5. Lasse uch desn 263. 2 Isind zu dem, o Schranken sonder eitle Sorgen Gott, was geistlich ist, untüchtig. sein. Schließe mich mit den Dein Wesen, Wille und Gebot Gedanken in ein stilles Wesen ist viel zu hoch und wichtig. ein, daß die Welt mich gar Wir wissens und verstehens nicht stört, wenn mein Herz nicht, wo uns dein göttlich dich reden hört. Wort und Licht den Weg zu 6. Gieb dem Samen einen dir nicht weiset. Acker, der die Frucht nicht 2. Drum sind vor Zeiten schuldig bleibt. Mache mir ausgesandt Propheten, deine die Augen wacker und, was Knechte, daß durch sie würde hier dein Finger schreibt, präge wohl bekannt dein heilger Will meinem Herzen ein; laß den und Rechte. Zum letzten ist Zweifel ferne sein. dein lieber Sohn, o Vater, von 200 Wort Gottes. des Himmels Thron selbst Stande, viel Früchte bringen in kommen, uns zu lehren. Geduld, bewahren deine Lehr 3. Für solches Heil sei, Herr, u. Huld in feinem gutem Herzen. gepreist, laß uns dabei ver⸗ 8. Laß uns, dieweil wir le⸗ bleiben, und gieb uns deinen ben hier, den Weg der Sün⸗ guten Geist, daß wir dem der meiden. Gieb, daß wir Worte gläuben, dasselb an- halten fest an dir in Anfech— nehmen jederzeit mit Sanftmut, tung und Leiden. Rott aus Ehre, Lieb und Freud als die Dornen allzumal, hilf uns Gottes, nicht der Menschen. die Weltsorg überall und böse 4. Hilf, daß der losen Spötter Lüste dämpfen. Hauf uns nicht vom Wort ab⸗ 9. Dein Wort, o Herr, laß wende. Denn ihr Gespött samt allweg sein die Leuchte unsern ihnen drauf mit Schrecken nimmt Füßen. Erhalt es bei uns klar ein Ende. Gieb du selbst dei-(und rein. Hilf, daß wir draus nem Donner Kraft, daß deine genießen Kraft, Rat und Trost Lehre in uns haft, auch reichlich in aller Not, daß wir im Le— bei uns wohne. ben und im Tod beständig 5. Offn uns die Ohren und darauf trauen. das Herz, daß wir das Wort 10. Gott Vater, laß zu dei— recht fassen, in Lieb und Leid, ner Ehr dein Wort sich weit in Freud und Schmerz es ausbreiten. Hilf, Jesu, daß außer Acht nicht lassen; daß uns deine Lehr erleuchten mög wir nicht Hörer nur allein des und leiten. O Heilger Geist, Wortes, sondern Thäter sein, dein göttlich Wort laß in uns Frucht hundertfältig bringen. wirken fort und fort Glaub, 6. Am Wege wird der Sa- Lieb, Geduld und Hoffnung. me fort vom Teufel hinge⸗ David Denicke, 1 1680. nommen. In Fels und Stei⸗ Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. nen kann das Wort die Wurzel 6[MRohl dem, der nicht bekommen. Der Cane, 264. W̃ Jesum liebet so auf Dornen fällt, von Sorg und dessen Himmelswort! Der und Wollust dieser Welt ver⸗ wird niemals betrübet vons dirbet und ersticket. Teufels Höllenmord. Wo Je— 7. Ach hilf, Herr, daß wir sus sich befindet, da stehet alles werden gleich allhie dem guten wohl; wer sich auf Jesum Lande, und sein an guten Wer- gründet, der lebet lebensvoll. ken reich in unserm Amt und 2. Bist du vielleicht verirret vom 1 dich de hier itt dir klär Tuhendt isen, Wv 25 i3 wifst Krenlz U Hier ist E dich scho gleich& wollten hehältst 4. H den, so dort du den, ko dein f ich mi liebster in Meil schmler Geduld Yabingeni u deine Lch o Herr, laß Luchte Wen le unsern 8 bei uns klar daß wir draus Rat und Trost wir im Le⸗ od beständig , laß zu dei⸗ Lort sich wet ilf, Nsu, daß erleuchten mög Heilger Geist, ort laß in uns d fort Glaub, und Hoffnung. d Denicke, 1 1680. mich verlangen. 684 dohl dem, der AIsum liebet melswort! Der betrübet vons mord. Wo Ir⸗ da stehet alles ich auf Jesum ebet lebensvoll. nelleicht verirret Wort Gottes. 201 vom rechten Lebensport, hat Mel.: Zion klagt mit Angst und. 232. dich die Welt verwirret, komm, ohl dem Men⸗ hir ist Gottes Wort; das wird 265. W schen, der nicht dir klärlich weisen die rechte wandelt in gottloser Leute Rat; Tugendbahn, darauf du müssest wohl dem, der nicht unrecht reisen, wenn du willst himmelan. handelt noch tritt auf der Sün⸗ 3. Bist du vielleicht betrübet, der Pfad, der der Spötter ja wirst du fort und fort in Freundschaft fleucht und von Kreuz und Not geübet, komm, ihren Sesseln weicht, der hin— hier ist Gottes Wort; dies wird gegen liebt und ehret, was dich schon erquicken, daß, wenn uns Gott vom Himmel lehret. gleich Höll und Welt dich 2. Wohl dem, der mit Lust wollten unterdrücken, du doch und Freude das Gesetz des behältst das Feld. Höchsten treibt und hier, als 4. Hast du dich lassen blen⸗auf süßer Weide, Tag und den, so daß bald hier, bald Nacht verharrend bleibt. Dessen dort du tappest an den Wän⸗Segen wächst und blüht wie den, komm, hier ist Gottes ein Palmbaum, den man sieht Wort. Dies machet, daß die bei den Flüssen an den Seiten Blinden sich zu dem rechten seine frischen Zweig ausbreiten. Steg hinwieder können finden 3. Also, sag ich, wird auch von ihrem Irreweg. grünen, wer in Gottes Wort 5. Wirst du gleich auch ge⸗sich übt, Luft und Erde wird führet durch den stockfinstern ihm dienen bis er reiche Früchte Ort, da sonst der Tod regieret, giebt; seine Blätter werden alt komm, hier ist Gottes Wort. und doch niemals ungestalt; Gott Dies ist der Stab und Stecken, giebt Glück zu seinen Thaten, mit diesem kannst du dich vors was er macht, muß wohl geraten. Teufels List und Schrecken be.⸗ 4. Aber wen die Sünd er— schützen mächtiglich. freuet, mit dem gehts viel 6. Hilf, Jesu, daß ich liebe anders zu; er wird wie die dein seligmachend Wort, daß Spreu zerstreuet von dem Wind ich mich stets drin übe; hilf, im schnellen Nu. Wo der liebster Seelenhort, daß ichs Herr sein Häuflein richt', da in meinem Herzen bewahr durch bleibt kein Gottloser nicht. deine Huld, damit in Kreuzes⸗ Summa: Gott liebt alle From⸗ schmerzen es Frucht trag in men, und wer bös ist, muß um— Anna Sophia, Landgräfin u 0 77½ Geduld. Ahesen Darnstadt, 4 1653. kommen. paulus Gerhardt, 4 1676 Taufe. 6. Von der heiligen Taufe. 2 6 6* Eigene Melodie. N nnn E 2———— I 2 — Christ, un⸗ser Herr, zum Jordan kam nach sei-nes Vaters von Sankt Johanns die Taufe nahm, sein Werk u. Amt zu 7+.— 1.— +ʃ*=— E wr, ——. 1— · ö rfül⸗len. Da wollt er stiften uns ein Bad, zu waschen 9 4.— E .—— ISSRID.— 2⁵ SS 2. So hört und merket alle 4. Auch Gottes Sohn hie wohl, was Gott heißt selbst selber steht in seiner zarten die Taufe, und was ein Christe Menschheit. Der Heilig Geist gläuben soll, zu meiden Ketzer- herniederfährt, in Taubenbild haufe. Gott spricht und will, verkleidet. Daß wir nicht sollen daß Wasser sei, doch nicht allein zweifeln dran, wenn wir getaufet schlecht Wasser, sein heiligs werden, all drei Person getaufet Wort ist auch dabei mit rei- han, damit bei uns auf Erden chem Geist ohn Maßen; der zu wohnen sich begeben. ist allhie der Täufer.„5. Sein Jünger heißt der 3. Solchs hat er uns be-Herre Christ: Geht hin, all weiset klar mit Bildern und mit Welt zu lehren, daß sie ver— Worten. Des Vaters Stimm lorn in Sünden ist, sich soll man offenbar daselbst am Jor-zur Buße kehren. Wer gläubet dan hörte. Er sprach: Das ist und sich taufen läßt, soll da— mein lieber Sohn, an dem ich durch selig werden. Ein neu— hab Gefallen, den will ich euch geborner Mensch er heißt, der befohlen han, daß ihr ihn höret nicht mehr könne sterben, das alle und folget seinen Lehren. Himmelreich soll erben. Hun ist v machts u rristgebor niht h 7. Das Vasser Vasser im Geist des Blut sst vor il Christi Schaden her geerb begange Mel.: Es Q 207 und dein nach de dich und nimms dran, M gethan 9 0 D wurdst g gesogen, und verl gezogen Hleisch i sich vom apgen G mn —9— durch sein — de- ben. Sohn hie mer zarten Heilig Geist Taubenbild ncht sollen wir getaufet rson getaufet auf Erden geben. r heißt der ht hin, all daß sie ver⸗ ist, sich soll Wer gläubet ißt, soll da⸗ „. Ein neu⸗ T heißt, der sterben, das ben. Taufe. 6. Wer nicht gläubt dieser großen Gnad, der bleibt in seinen Sünden und ist verdammt 203 3. Dein Leib und Seel war mit der Sünd als einem Gift durchkrochen, und du warst nicht zum ewgen Tod tief in der mehr Gottes Kind, nachdem Höllen Grunde. Nichts hilft der Bund gebrochen, den unser sein eigen Heiligkeit, all sein Schöpfer aufgericht', da er uns Thun ist verloren; die Erbsünd seines Bildes Licht und herr— machts zur Nichtigkeit, darin lichs Kleid erteilte. er ist geboren, vermag ihm selbs 4. Der Zorn, der Fluch, nicht z'helfen. der ewge Tod, und was in 7. Das Aug allein das diesem allen enthalten ist für Wasser sieht, wie Menschen Angst und Not, das war auf Wasser gießen; der Glaub dich gefallen; du warst des im Geist die Kraft versteht Satans Sklav und Knecht, des Blutes Jesu Christi, und der hielt dich fest nach seinem ist vor ihm ein rote Flut, von Recht in seinem Reich gefangen. Christi Blut gefärbet, die allen 5. Das alles hebt auf ein— Schaden heilen thut, von Adam mal auf und schlägt und drückt her geerbet, auch von uns selbst es nieder das Wasserbad der begangen. kaninn Tauf; ersetzt dagegen Martin Luther, 4 1546. wieder, was Adam hat ver⸗ Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. derbt gemacht, und was wir 267 D. Volk, das du selbsten durchgebracht beiunserm getaufet bist bösen Wesen. und deinen Gott erkennest, auchh 6. Es macht dies Bad von nach dem Namen Jesu Christ Sünden los und giebt die rechte dich und die Deinen nennest; Schöne. Die Satans Kerker nimms wohl in acht und denke vor beschloß, die werden frei dran, wie viel dir Gutes sei und Söhne des, der da trägt gethan am Tage deiner Taufe. die höchste Kron, der läßt sie, 2. Du warst, noch eh du was sein einger Sohn ererbt, wurdst gebor'n und eh du Milch auch mit ihm erben. gesogen, verdammt, verstoßen 7. Was von Natur ver⸗ und verlorn, darum daß du maledeit und mit dem Fluch gezogen aus deiner Eltern umfangen, das wird hie in Fleisch und Blut ein Art, die der Tauf erneut, den Segen sich vom höchsten Gut, dem zu erlangen. Hier stirbt der ewgen Gott, stets wendet. Tod und würgt nicht mehr; +*..Rä —.—.—.—.—.— ————.———.— 204 hier bricht die Höll, und all ihr Heer muß uns zu Füßen liegen. 8. Hier zieh'n wir Jesum Christum an und decken unsre Schanden mit dem, was er für uns gethan und willig ausgestanden. Hier wäscht uns sein hochteures Blut und macht uns heilig, fromm und gut in seines Vaters Augen. 9. O großes Werk! O heil⸗ ges Bad! O Wasser, dessen⸗ gleichen man in der ganzen Welt nicht hat, kein Sinn kann dich erreichen. eine Wunderkraft, und die hat Taufe. Du hast recht als ein Christ und halte Christi Orden, bis daß dort in der ewgen Freud er dir das Ehrn— und Freudenkleid um deine Seele lege. Paulus Gerhardt, 4 1676. Mel.: Allein Gott in der Höh. 184. Jott Vater, Sohn 268. G und Heilger Geist, du Gott von großer Güte, sei jetzt und immerdar gepreist mit dankbarem Gemüte, daß du aus uuverdienter Gnad und durch das heilge Wasser— bad mich Sünder abgewaschen. 2. Herr, ich bekenne, daß ich bin gezeugt aus Sünden— der, so alles schafft, dir durch samen, ein Kind des Zorns, sein Wort geschenket. das immerhin entheiligt deinen 10. Du bist kein schlechtes Namen; ich weiß, daß von Wasser nicht, wies unsre Brun— Natur ich leb ohn deine Furcht nen geben; seinem Munde spricht, das hast du in dir leben. Du bist ein was Gott mit und widerstreb, Herr, deinem Wort und Willen. 3. Du aber hast, o Vater, Wasser, das den Geist des mich, da ich war ganz verloren, Allerhöchsten in sich schleußt zu dir gezogen gnädiglich und und seinen großen Namen. 11. Das halt, o Mensch, wieder Wasserbad der heilgen Tauf, neu geboren durchs in allem wert, und danke für auf daß in meinem Lebenslauf die Gaben, die dein Gott dir ich könne Trost empfinden darin beschert, und die uns alle laben, wenn nichts mehr sonst teures Blut wäscht uns laben will, die laß, bis meinen Sünden; kraft dessen 4. Herr Jesu Christ, dein mich von daß des Todes Ziel dich trifft, macht die Wasserflut denselben nicht ungepreiset. 12. Brauch alles wohl, und weil du bist nun rein in Christo Fluch verschwinden, den von Natur ich wohl verschuldt, und setzet mich ins Vaters Huld, worden, so leb und thu auch die Adam hat verscherzet. 5. Ve dr fir! ich Hllll starkss ich Meine nost und ind sage 6. Be Nsus 6 gezogen, des Satal betrogen; Enpel dem bös Gnade si 7. O digkeit, schenken, allezeit ir daß ich! und imi auf deir 8.J Wasser verbund feine S herrschet für dein dankbar ich hab 9. U Schwach du mir ja nicht miur ver Heuchel machen nehmen Halteg Wöhrist dort in der das Chmn⸗ um deine hardt. 5 Iüt di manr m Gemüte dent ter Gn lge Waf asser⸗ bhgwasthen eker enne, daß 18 18. al. es Zorns, deinen 5, daß von deine Furcht Herr, deinem . s, o Vater, nz beloren jädiglich und ren durchs eilgen Tauf, 1 Lebenslauf mpfinden. Christ, dein ht mich von kraft dessen lut denselben en, den von rschuldt, und Baters Huld, rscherzet. 5. O Heilger Geist, ich danke dir für diese edle Gabe, daß ich nun innerlich in mir dein starkes Zeugnis habe, dadurch ich meinen Schöpfer kann ge— trost und freudig rufen an und sagen: Abba, Vater! 6. Weil in der Tauf auch Jesus Christ von mir ist an— gezogen, so hilf, daß durch des Satans List ich werde nicht betrogen; denn die nun Gottes Tempel seind, die bleiben vor dem bösen Feind in deiner Gnade sicher. 7. O Herr, an diese Wür⸗ digkeit, die du mir wollen schenken, laß mich jetzund und allezeit in meiner Not gedenken, daß ich dadurch ein Herze faß, und immer mich getrost verlaß auf deine Gnad und Hilfe. 8. Ich habe durch das Wasserbad mich dir, o Herr, verbunden; drum gieb, daß keine Sündenthat in mir werd herrschend funden; gieb, daß für deine Güt und Treu ich dankbar und gehorsam sei, wie ich hab angelobet. 9. Und so ich was aus Schwachheit thu, das wollst du mir verzeihen und mir es ja nicht rechnen zu; die Gnade mir verleihen, daß ich meid alle Heuchelei, bis du mich einst wirst machen frei und in den Himmel nehmen. Justus Gesenius, 4 1671. Taufe. 205 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243. 269 S ochgelobter Got⸗ HO tesgeist, du hast auf der Flut geschwebet. Was die weite Welt uns weist, das ist auch durch dich belebet. Alles ist durch dich formieret, was nun Erd und Himmel zieret. 2. Heilger Geist, du schwebst auch da, wo man noch mit Wasser täufet; du bist uns in Gnaden nah, wo man unsre Sünd ersäufet. Wo der Taufe Brunn geflossen, da bist du auf uns gegossen. 3. Heilger Geist, du hast verschafft, daß die Tauf uns neu geboren, du verehrst uns neue Kraft, ja man wird zum Kind erkoren. Gottes Geist tauft auf der Erden, daß wir geist- und himmlisch werden. 4. Tausend Dank sei dir ge⸗ sagt, daß du mich so hoch be— gnadet! Ob der böse Feind verklagt, hast du mich doch rein gebadet, bleibst auch noch in meinem Herzen und verjagst mir meine Schmerzen. 5. Schwebe stets in unserm Sin, treib uns stets zu guten Dingen; neige Herz und Geist dahin, daß wir uns gen Him⸗ mel schwingen und die böse Welt verschmähen, bis wir dich mit Freuden sehen. Johann Neunherz, 4 1737. Taufe. 206 für die K Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457ꝰ. 6. Ich bin getauft, was 15 x 6*N— ch bin getauft, kann mir fehlen, weil ja mein 3 8 ael 2 70. ich steh in Bun⸗ Vater an mich denkt? Wer 0 3 W de durch meine Tauf mit meinem kann die Wohlthat all erzählen, W5 O² Gott! So sprech ich stets mit die er mir gnädig hat geschenkt? Hiset I ö frohem Munde in Kreuz, in Mein Vater ist ein reicher Rraht W Trübsal, Angst und Not. Ich Herr, der giebt mir immer i WIN bin getauft, des freu ich mich; mehr und mehr. 2. Reur II die Freude bleibet ewiglich. 7. Ich bin getauft, ihr— Heilg IIN 2. Ich bin getauft, ich hab Feinde weichet! Ich stehe irn I empfangen das allerschönste unter Gottes Schutz, der sei— auht VI Ehrenkleid, darin ich ewiglich nem Kind die Hände reichet, 25 On kann prangen hier und dort was acht ich eure Macht und inns in der Herrlichkeit. Ich bin Trutz? Greift ihr ein Gottes uh se I mit Jesu Blut erkauft, ich bin Kind nur an, so glaubt, daß aud N. in seinen Tod getauft. Gott es schützen kann. 1 Chrl * ö 3. Ich bin getauft, mir ist 8. Ich bin getauft und bin I10 I gegeben zu gleicher Zeit der zufrieden mit meines Vaters 210. NI Heilge Geist; der heiliget mein Lieb und Treu. Ich werde von 94˙ 1 Herz und Leben, dafür sei ihm nie geschieden, mein Liebes— 255 ö ewig Gott gepreist! O welche trieb wird stündlich neu. Wie ben, ihr M Zier und große Pracht, die es mein Vater schickt und fügt,.—.— mich gerecht und selig macht. bin ich in allem wohl vergnügt. 9— 1 4. Ich bin getauft, ich bin 9. Ich bin getauft; ob ich sind f WNN geschrieben auch in das Buch gleich sterbe, was schadet mir fen hir ö 1 des Lebens ein. Nun wird das kühle Grab? Ich weiß I mein Vater mich ja lieben und mein Vaterland und Erbe, seinem Kinde gnädig sein. Es das ich bei Gott im Himmel ö ist mein Name Gott bekannt hab; nach meinem Tod ist 3 und eingeprägt in seine Hand. mir bereit des Himmels Freud 7 7. 17 5. Ich bin getauft, was und Seligkeit. 1 INI kann mir schaden? Ich bin Johann Friedrich Stark, 4 1756. ichbine und bleibe Gottes Kind. Ich Mel.: Zeuch ein zu deinen Thoren. 183. bei me weiß, ich bin bei Gott in Gna⸗ 2 7 1 Last die Kindlein mch den, bei dem ich allzeit Hilfe 5 kommen zu mir, Was sif find. Denn wenn ich weine spricht Gottes Sohn; sie sind da ich e bitterlich, sospricht mein Vater: mein Freud und Wonne, ich mir all Hier bin ich! bin ihr Schild und Kron. Auch nich e em viche nir immer Rtauft, iht Ich stehe uß, der sei⸗ inde nichet Macht und ein Gottes laubt, daß kann. uft und bin mnes Vaters werde von mein Liebes⸗ ch neu. Wie ict und f dfügt, ubchen 1; ob ich De t mir Ich weiß und Erbe, im Himmel sem Tod ist mmels Freud Stark, + 17⁵⁰‚ inen Thoren. 183. die Kindlein mmen zu mir, ohn; sie sind Wonne, ich dKron. Auch für die Kinderlein, daß sie nicht werd'n verloren, bin ich ein Kind geboren; sie drum mein wiß, so lange dieser Trost im eigen sein. 2. Der Herr gar freundlich küsset und herzt die Kinderlein, bezeugt mit Worten süße: der Himmel ihr' soll sein, dieweil sein teures Blut, das aus sein heilgen Wunden am Kreu— zesstamm geronnen, ihnen auch kommt zu gut. 3. Drum nach Christi Ver— langen bringet die Kinder her, damit sie Gnad erlangen; nie— mand es ihnen wehr. Führet sie Christo zu, er will sich ihr' erbarmen, nimmt sie in seine Armen, darin sie finden Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich ster⸗ ben, ihr Seele Gott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die schnöde Welt; sie sind frei aller Gfahr und dür— fen hier nicht leiden; sie lo— ben Gott mit Freuden dort bei der Engelschar. Cornelius Becker, 4 1604. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 102. 272. LII sset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der bei menschlichen Gebrechen dennoch ein Kind Gottes ist. Was sind alle Schätze nütze, da ich einen Schatz besitze, der mir alles Heil gebracht und mich ewig selig macht? Taufe. 207 2. Keine Sünde macht mir bange, ich bin ein getaufter Christ! Denn ich weiß ge— Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ! Und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen, und von deiner Tyrannei machet Got— tes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein ge— taufter Christ! Denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so versichert mich der Glaube, daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun, so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Le— bens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeister, 1 1756. 208 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243. 273. Lud Jesu, hier ind wir, dei⸗ nem Worte nack Hinrn Die⸗ ses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man sie zu Christo führe; denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsre Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu ge⸗ boren, wird von dir nicht auf- genommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir; nimm das Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Er⸗ barmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Him— mel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut von den angeerbten Flecken, laß es bald nach die— ser Flut deinen Purpurman-— tel decken, schenk ihm deiner Unschuld Seide, daß es sich in dich verkleide. 5. Mache Licht aus Finster⸗ nis, setz es aus dem Zorn zur Gnade, heil den tiefen Schlan— genbiß durc die Kraft im Wunderbade; laß hier einen Jordan rinnen, so vergeht der Aussatz drinnen. 6. Hirte, nimm dein Schäf⸗ lein an, Haupt, mach es zu schn hat dich Christi Blut Taufe. deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friede⸗ fürst, schenk du ihm Friede; Weinstock, hilf, daß diese Rebe 8.— im Glauben dich umgebe! Nun, wir legen an dein 535 was von Herzen ist ge— gangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja den Namen, den wir geben, schreib ins Le— bensbuch zum Leben. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243 7 Nun Gott Lob, 27 4. N es ist vollbracht, und der Bund mit Gott ge— schlossen. selig macht, ist auf dieses Kind geflossen; Jesus hat es ein— gesegnet und mit Himmelstau beregnet. 2. O du dreimal selig Kind, vom Dreieinigen geliebet, dem der Vater sich verbindt, dem der Sohn das Leben giebet, dem der Geist ist eingeflossen, und der Himmel aufgeschlossen! 3. Ach, was könnte größer sein, als die Kindschaft Gottes haben? Dieser helle Gnaden— schei übersteiget alle Gaben; dieses ist des Himmels Spie⸗ gel, dieses ist des Lebens Siegel. 4. O wie rein und o wie gebadet! Also Schmuck bestehn, kann dein wenn dich Was uns rein und⸗ Gott Idam Christh 5, Nu Dud heges. 0 Gundd 0 legest; V 1n falf gen laf 416. Laß nicht, we dersproche Bösewicht Bund geb Kraft mit Hindernis 0 We groß, u Freude, tes Los Leide; Thüre, mel füh du den den Vell deinem 0 Di durch Vnmrleueg u, Friede⸗ ihm Friede: diese Rabe dich ungebe! gen an dein hmold, 1 1737. it sind hier, 243 Gott Lob it vollbracht nit Gott ge⸗ Ins rein und dieses Kind hat es ein⸗ Himmelstau al selig Kind, geliebet, dem Herbindt, dem Leben giebet, t eingeflossen, ufgeschlossen! koͤnnte größer schaft Gottes helle Gnaden⸗ alle Gaben; immels Spie⸗ Lebens Siegel. in und o wie Christi Blut kann dein n, wenn dich Taufe. 209 Gott zur Hochzeit ladet; schlosssen, daß, wie du, Herr, Adam ist in dir ertränket, bist sichtbarlich mit Wasser Christus in dich eingesenket. ganz begossen im Jordan durch 5. Nun so denk an diesen Johannis Hand, so soll auch Bund, weil du einen Atem uns rein machen dein heilig hegest, daß du auf den festen Blut, das teure Pfand, das Grund deinen Christenbau stets lauter Himmelssachen kann legest; wer sich läßt auf Je- wirken in uns Schwachen. sum taufen, muß in Jesu We⸗ 3. Du hast uns durch dies gen laufen. Sakrament der Kirche einver— 6. Laß aus deinem Herzen leibet, also, daß man uns Chri— nicht, wem du jetzt hast wi- sten nennt und in dein Buch dersprochen; folge nicht dem jetzt schreibet. Dies Wasser— Bösewicht, sonsten wird der bad hat uns im Wort auch Bund gebrochen; tritt in Christi rein gemacht von Sünden; Kraft mit Füßen ihn mit seinen dein guter Geist, der will hin— Hindernissen. fort die Herzen recht entzünden 7. Werde fromm und wachse und Lieb in ihnen gründen. groß, werde deiner Eltern 4. Wir sind, Herr, in dein Freude, und dein jetzt erlang Gnadenreich durch diesen Bund tes Los tröste dich in allem gesetzet, der uns an Leib und Leide; deine Taufe sei die Seel zugleich recht inniglich Thüre, welche dich zum Him— ergötzet, du hast uns durch mel führe! Benj. Schmolc, 4 1737. dies reine Bad so trefflich schön Mel.: Christ, unser Herr zum. 265. bekleidet, daß auch hinfort von 0 welch ein un- deiner Gnad uns selbst der 275. O vergleichlich Tod nicht scheidet, noch alles, Gut giebst du, Herr, deinen was uns neidet. Kindern! Das Wasser und 5. Aus Höllenkindern sind zugleich das Blut verehrest wir schon der Gnaden Kinder du den Sündern. Drei Dinge worden; dies ist der Christen sind, welch allermeist auf Er-schönste Kron und Schmuck in den Zeugnis geben, das Blut, ihrem Orden; ja, Christus sel⸗ das Wasser und der Geist; ber und sein Blut, sein Tod die können uns erheben zu und Sieg daneben, ist nun— deinem Freudenleben. mehr unser eignes Gut, das 2. Dies Sakrament ist selbst er uns hat gegeben, mit ihm durch dich geheiligt und be- dadurch zu leben. 14 ———————— . Taufe. Konfirmation. 210 6. Er hat uns auch das täglich mit dir sterben, dem— Kindesrecht der Seligkeit ge⸗ nach der alte Adam muß bis schenket; durch solches ist die auf den Grund verderben, soll Sünde schlecht ins tiefe Meer man dein Reich ererben. versenket. Was können Teu⸗ 8. Hilf, daß wir diesen fel, Hölle, Tod, welch uns Gnadenbund der Taufe nie stets widerstunden, weil Jesus vergessen, und sich kein freches Christus alle Not samt ihnen Herz noch Mund zu schmähen überwunden? Nun ist das ihn vermessen. Die Taufe muß Heil gefunden! in Angst und Pein, ja wenn 7. Herr, laß uns doch den wir gehn von hinnen, Herr, Reben gleich, auch gute Früchte unser Trost und Freude sein; bringen und aus der Welt das heißt der Welt ent— nach deinem Reich im Glauben rinnen, den Himmel zu ge— eifrig ringen; laß uns durch winnen. wahre Reu und Buß auch Joh. Rist, 4 1667. Konfirmation. Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457. aus reinem Triebe dein Eigen— 276 Ich bin getauft tum zu sein gewagt; hingegen • aà auf deinen Na- sagt ich bis ins Grab des Sa— men, Gott, Vater, Sohn und tans schnöden Werken ab. Heilger Geist; ich bin gezählt! 4. Mein treuer Gott, auf zu deinem Samen, zum Volk, deiner Seite bleibt dieser Bund das dir geheiligt heißt; ich wohl feste stehn; wenn aber ich bin in Christum eingesenkt, ich ihn überschreite, so laß mich bin mit seinem Geist beschenkt. nicht verloren gehn; nimm mich, 2. Du hast zu deinem Kind dein Kind, in Gnaden an, wenn und Erben, mein lieber Vater, ich hab einen Fall gethan. mich erklärt; du hast die Frucht. 5. Ich gebe dir, mein Gott, von deinem Sterben, mein aufs neue Leib, Seel und Herz treuer Heiland, mir gewährt; zum Opfer hin; erwecke mich du willst in aller Not und zu neuer Treue und nimm Pein, o guter Geist, mein Trö-Besitz von meinem Sinn. Es ster sein. sei in mir kein Tropfen Blut, 3. Doch hab ich dir auch der nicht, Herr, deinen Willen Furcht und Liebe, Treu und Ge-thut! horsam zugesagt; ich habe mich. 6. Weich, weich, du Fürst wahre 7 U Sch Heiland 3. U sterben, dem⸗ dam muß bis erderben, sl ererben. wir die Nufe muß Freude sen; Velt est⸗ mmel zu ge⸗ oh. Rist, 166⁷ de dein Eigen— agt; hingegen Grab des Sa⸗ Verken ab. uer Gott, auf bt dieser Bund wenn aber ich so laß mich In; nimm mich, naden an, wenn rall gethan. dir, mein Gott, Seel und Herz erwecke mich ie und nimm iem Sinn. Es Tropfen Blut, deinen Willen eich, du Fürst Konfirmation. 211 der Finsternissen, ich bleibe mit wanken, Gott Vater, Sohn dir unvermengt; hier ist zwar und Heilger Geist! Halt mich ein befleckt Gewissen, jedoch in deines Bundes Schranken, mit Jesu Blut besprengt. Weich, bis mich dein Wille sterben eitle Welt, du, Sünde, weich! heißt; so leb ich dir, so sterb Gott hört es: Ich entsage euch. ich dir; so lob' ich dich dort 7. Laß diesen Vorsatznimmer für und für. Joh. Jak. Ro nbach, 4 1735. 2 ö 4. 6——.——.— 11——————— E— 5• Mein Schöpfer, steh mir bei, sei mei⸗-nes Lebens Licht; dein Au-⸗ge lei-te mich, bis mir mein Auge bricht. ,. Eigene Melodie. —————. Ich lege mei-ne Glieder auf dei-nen Al-tar nieder; ich opfre mei-ne Kräfte in Geschäfte. ——.—— S........... Du willst, daß ich der Deine sei; mein Schöpfer steh mir bei. 2. Mein Heiland, wasche ihn meinen Schöpfer nennen, mich mit deinem reinen Blut, sein Gnadenwort verstehen, auf das alle Flecken tilgt und lau⸗ ter Wunder thut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich vor Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde; ich bin ein Scheusal ohne dich, mein Heiland, wasche mich. 3. Mein Tröster, gieb mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geist, seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft; mein Tröster, gieb mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin, ach, drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn; erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnaden— reich Erbarmen. Wohl mir, wenn er zur Welt sich neigt. wenn du der Meine heißt, Lehr mich den Sohn erkennen, Gott Vater, Sohn und Geist. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. —— 14* 212 Abendmahl. 7. Von dem heiligen Abendmahl. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 278. lles hast du mir r, Sün⸗ den ohne Maß und Zahl, und zum neuen Geistesleben stärkt mich jetzt dein Abendmahl. Ach, wie groß ist meine Schuld! Wieviel größer deine Huld! Jesu, du Quell aller Gnaden, o wie heilst du meinen Schaden! 2. O, wie kann ich gnug dir danken, daß du mich so reich bedacht, und mich Armen, Blöden, Kranken zu so hohem Glück gebracht, daß du mir, o höchstes Gut, gar dein eigen Fleisch und Blut, in dem Abendmahle schenkest, dich so ganz in mich versenkest! 3. Liebe, Liebe, wer kann fassen, was du den Geliebten giebst, die du über alle Maßen tief und hoch und mächtig 2 79.— liebst? Liebe, die vom Himmel kam, unser Elend auf sich nahm, unsern Fluch und unsre Schul— den sterbend wollt am Kreuz erdulden! 4. Herr, durchdringe ganz mein Wesen mit den Kräften jener Welt. Töt in mir die Macht des Bösen, schaff in mir, was dir gefällt! Heilige mein Fleisch und Blut, gieb, daß ich mit frohem Mut, im Genusse deiner Gnade wandle au dem schmalen Pfade. 5. Geuß die Flamme deiner Lebe aus in mein verlangend Herz! Mächtig laß des Geistes Triebe alle lodern himmel— wärts. Du, o Seelenfreund, in mir und ich allezeit in dir, so mag alles dann vergehen; deine Treue bleibt mir stehen. Friedr. Weyermüller, 4 1877. : Mein Jesu, der du mich. — ——9—— Auf, See⸗le, schick dich, dein Heiland nahet sich; geh ——‚— +— x ihm— Nimm Abschied von der Lust und laß +— *5—— x —.——.—.— 2——.. jetzt dei⸗ne Brust mihnz Eit⸗les be⸗ gen. 2. Der wird dein Speis', o heißt, nicht kann umschließen. Geist, den das, was Himmel Der, dem die Welt zu klein, gibt f. dir zu 3.U in ihret fommen gil Vert tand 1. W hoher G 5. Ac daß so e Haus b das höch und Bli 6. D hab iche e8 hab 0 om Him imel ũsch nahn, un sre Schul⸗ am Kreuz dringe ganz den Krüften in mir die , schaff in me deiner verlangend 5 des Geistes rn himmel⸗ Seeler enfreund, Uezeit in di. n vergehen, t mir stehen. rmüller, 4 1877. „—— unschließen. Eel zu klein, Abendmahl. 213 giebt sich im Brot und Wein dir zu genießen. 3. O Liebe, die sich hier in ihrer schönsten Zier voll⸗ kommen zeiget; Huld, der kein Ziel bekannt, die über den Verstand der 273 steiget. 4. Was ist, o Lamm, ein mer Raub, Made, daß du ihn so ergötz'st, daß du ihn würdig schätz'st so 2 1 Gnade? Ach, wie komm ich dazu, 5 so ein Herr, wie du, mein Haus beschreitet? Daß mir das höchste Gut von seinem Leib und Blut ein Mahl bereitet? 6. Doch, da dirs so gefällt, hab ich mich eingestel. 50 willst es haben. Dein Wort ent⸗ schuldigt mich, bei diesem halt ich dich; du wirst mich laben. 7. Bin ich gleich arm und bloß, so wird dein holder Schoß mich doch umgeben. Die Arzenei ist ja nur für die Kranken da zu ihrem Leben. 8. Nur Glauben schenke mir, der mich, mein Arzt, mit dir genau verbinde, damit mein kranker Geist, wenn er dein Mahl geneußt, Gesundheit finde. 9. Laß dein gesegnet Blut, d das lauter Wunder thut, mein Herz durchdringen; laß diesen edlen Saft Heil, Trost und —2 Lebenskraft mir Armen bringen. 10. Der Leib, der für die Welt zum Opfer dargestellt, sei mein Speise, durch deren Kraft mein Geist, der sich der Welt entreißt, zum Himmel reise. 11. Dies Pfand von deiner Huld, die dich für meine Schuld Staub, ein Mensch, der Wür⸗i ein Mensch, die in Tod getrieben, verbinde meinen Sinn, so lang' ich leb' und bin, dich treu zu lieben. 12. Wie du, o höchstes Gut, dich mir mit Leib und Blut hast übergeben, so wirke du in mir, daß ich hinwieder dir mag einzig leben. 13. Gieb, daß ich als ein Zweig, an Saft und Leben reich, nun an dir bleibe, und als in dich versetzt, stets frisch und unverletzt, viel Früchte 4714 Mein Leben sei in dir, dem 57 sei in mir, nimm mich zu eigen. Ich will auf dich nun seh'n und nur die Wege geh'n, die du wirst zeigen. 15. Du hast an mir gethan ein Werk, das niemand kann nach Würden preisen; gieb, daß ich willig sei, dem Nächsten Lieb und Treu auch zu erweisen. 16. Zuletzt erlaube mir, daß ich mich dort mit dir zu Tische setze und mich in dei— nem Reich mit Abraham zu— gleich an dir ergötze. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. ———. Abendmahl. Eigene Melodie. 1—— ——“ ä n bitän .. Du Le-bensbrod, Herr Jesu Christ, mag dich ein Sünder der nach dem Him-mel hungrig ist und sich mit dir will 2— 1 e A . ,mrn ha⸗ben, Iaben so bitt ich dich demütiglich, du wollest so be— 2. Auf grünen Auen wollest nicht wert, als der ich jetzt du mich diesen Tag, Herr, erscheine mit Sünden allzu leiten, den frischen Wassern viel beschwert, die schmerzlich führen zu, den Tisch für mich ich beweine; in solcher Trübsal bereiten. Ich bin zwar sünd- tröstet mich, Herr Jesu, daß lich, matt und krank, doch laß du gnädiglich der Sünder dich mich deinen Gnadentrank aus erbarmest. deinem Becher schmecken. 6. Ich bin ein Mensch, der 3. O du lebendges Himmels- voller Sünd, laß deine Hand brot, du wollest mir verleihen, mich heilen; erleuchte mich, daß ich in meiner Seelennot denn ich bin blind, du kannst zu dir mag kindlich schreien. mir Gnad erteilen; ich bin Dein Glaubensrock bedecke mich, verdammt, erbarme dich; ich auf daß ich möge würdiglich bin verloren, suche mich und an deiner Tafel sitzen. hilf aus lauter Gnade. 4. Tilg allen Haß und 7. Mein Bräutigam, komm Bitterkeit, o Herr, aus meinem her zu mir und wohn in mei— Herzen; laß mich die Sünd nem Herzen; laß mich dich in dieser Zeit bereuen ja mit küssen für und für und lieblich Schmerzen. O unbeflecktes mit dir scherzen. Ach, laß Osterlamm, du meiner Seelen doch deine Süßigkeit für meine Bräutigam, laß mich dich recht Seele sein bereit und stille ihren genießen. Jammer. 5. Zwar bin ich deiner Gunst 8. Du Lebensbrot, Herr du vergo nich zu! daß wir größer schenken, gedenken. dein Lieh gen hat, uns gro bezahlten Gott ist leison 3. Gi ner Gne gehn al der ich jetzt ů 0 allzu ie schmerzl lich hr Trü 11 r Fesu, daß Sül nder di dich Mensch, der deine Hand leuchte mich, ud, du amnt len; ich bin me dich; ich che mich und Gnade. lltigam, komm wohn in mei⸗ 5 nich dich dlieblich Ach, laß gkeit für meine und stille ihren sbrot, Herr Abendmahl. 215 Jesu Christ, komm, selbst dich dir, du bleibst in mir; drum mir zu schenken; o Blut, das wirst du, goldne Himmelsthür, du vergossen bist, komm, eiligst auch mich dort auferwecken. mich zu tränken. Ich bleib in Joh. Rist, 4 1667. 281. Eigene„ — 24W4—.—.— E.— Ln n Gottf ei ge⸗ lo⸗bet unde ge⸗be-ne⸗dei⸗et, der uns sel-ber hat mit sinem Fleische u. mit seinem Blute. Das gieb uns HerrGott EEEEE * — ge⸗spei⸗set—8 2 0 Ky⸗ri-e⸗lei-son. Herr, durch deinen hei— PPꝑPꝑPIPFPFIFttt DꝗDRDRDSDPPRPRSRSRSRSRRRRER 1.— ——5—.— 2—— ——.— —— 11.— Bluthi lf uns, Hen, aus aller Not. Kyri-e⸗ lei=son. 2. Der heilig Leichnam ist rechter Lieb und brüderlicher für uns gegeben zum Tod, Treue, daß uns die Speis' daß wir dadurch leben. Nicht nicht gereue. Kyrieleison. Herr, größer Güte konnte er uns dein Heilger Geist uns nimmer schenken, dabei wir sein solln laß, der uns geb zu halten gedenken. Kyrieleison. Herr, nn. Maß, daß dein arm dein Lieb so groß dich zwun-Christenheit leb in Fried und gen hat, daß dein Blut an Einigkeit. Kyrieleison. uns groß Wunder that und Martin Luther, 4 1546. bezahlt unser Schuld, daß uns Mel.: Zion klagt mit Angst und. 232. Gott ist worden hold. Kyrie— err, du hast für 2— 282. Hea lle Sünder Gott geb uns allen sei- einen reichen Tich gedeckt, wo ner„Guden Segen, daß wir das Brot der armen Kinder gehn auf seinen Wegen in nach des Vaters Liebe schmeckt. 216 Abendmahl. Morgen(Heute) bin ich nun dein Gast, wie du mir befoh⸗ len hast; aber hilf auch, daß mein Herze nicht mit deiner Wahrheit scherze. 2. Räume, und Seele rein von allem Argen aus, daß auch meines Herzens Höhle werde dein ge— weihtes Haus; denn ich hoffe nur auf dich; liebster Jesu, liebe mich und laß deinen Tisch auf Erden mir zum halben Himmel werden! 3. Kann der Herr dem Diener schenken auch sein eigen Fleisch und Blut? Ach, hilf mirs Lrer bedenken, was hier deine Liebe thut, und verleihe, daß ich nicht eß und trinke zum Gericht, was du, Jesu, für mein Leben zur Er⸗ 4 hast gegeben! Nimm jetzt die Vernunft Lnen⸗ daß ich glaubend schlecht und recht, und erwecke mein Verlangen, wenn das bitt ich, Leib selber mit und laß heut in mein Gewissen Blut aus dei⸗ nen Wunden fließen. 6. Sind wir doch aus dir geboren, nähr uns auch durch deine Kraft, und weil alles da verloren, wo nicht Jesus Hilfe schafft, ach, so laß dein Brot und Wein meines Her⸗ zens Manna 5 daß die Wirkung deiner Speise künftig in der That sich weise! 7. Laß mich deine Liebe schmecken und die Güter jener Welt; oder wenn auch Furcht und Schrecken mich zuweilen o überfällt, so werschaffe mir dein Blut einen wahren Freuden⸗ 1 daß ich meinen 92 1 im Glauben mir niemanden lasse rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze fassen deinen herben bittern Tod; laß mich auch nieman— den hassen, der mit mir genießt dein Brot. Nimm mich ganz vollkommen ein, bis ich werde Fleisch den Eifer schwächt, bis bei dir sein und die Fülle deiner ich fühle meine Not und mich Gaben, meinen Gott und alles sehne nach dem Brot, we lches haben. Casp. allen Hunger stillet und mein Herz mit Gott erfüllet. 5. Denke doch, du Fürst des Lebens, denke, daß du Jesus heißt; denke, daß du nicht vergebens für die Welt ich Heil und Leben; gestorben seist. Drum erhöre, was ich bitt, teile mir d Neumann, 1 1715. Mel.: Gott sei gelobet und. 281. 2 83. Jesu Christe, mein getreuer Hirte, Lemm mit Gnaden mich bewirte. Bei dir alleine find was ich b darf, kannst du mir geben. Kyrieleison. Dein arm Schäf— wolh zum fh lein Iraels und dd 0 I hrieleison. 2. All Trank fist bist tslbt ein Hunge um dir if r vergisset bist d die le dir ich nei laß mit 2 so Wird! Kyrieleison 3. Laß über mein Glauben wahren dich fasse, dienst ve Gieb mi Herze, D nicht sche mein arn ein Blut deinen empfange Kreuz ge Wird de rühret, Rein gez mit Glai vor Gott aß heut; in al aus dir en. 0 h aus dir auch durch weil alles nicht J Jesus 0l laß dein meines Her⸗ , daß die peise üsih weise! deine Lebe Güter Jener auch Jurcht ich zuwellen haffe mir dein ren Freuden⸗ inen Trost im manden lasse jecht ins Herz e erben bitt ttern auch nieman⸗ sut mir genießt um mich ganz ich werde e Fülle deiner Bott und alles rumann, 1715. lobet und. 281. Jesu Christe mein getreuer t Gnaden mich r alleine find ben; was ich du mir geben. in arm Schäf⸗ lein wollst du weiden auf Israels Bergen mit Freuden und zum frischen Wasser führ'n, da das Leben her muß rühr'n. Kyrieleison. 2. All andre Speis' und Trank ist ganz vergebens, du bist selbst das Brot des Lebens; kein Hunger plaget den, der von dir isset, alles Jammers er vergisset. Kyrieleison. Du bist die lebendige Quelle, zu dir ich mein Herzkrüglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so wird meiner Seele wohl. Kyrieleison. 3. Laß mich recht trauern über meine Sünde, doch den Glauben auch anzünde, den wahren Glauben, mit dem ich dich fasse, mich auf dein Ver— dienst verlasse. Gieb mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünd nicht scherze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Seligkeit. Kyrieleison. 4. Greulich beflecket ist mein arm Gewissen; ach, laß ein Blutströpflein fließen aus deinen Wunden, welche du empfangen, da du Kreuz gehangen. Kyrieleison. Wird damit mein Herz ge⸗ komm und in mir wohne. In rühret, wirds von Stund an rein gezieret durch dein Blut mit Glauben schön, kann in dir vor Gott bestehn. Kyrieleison. Abendmahl. Gott; Kyrieleison. bist ans 217 5. Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget; mit Begier er nach ihm fraget. O süßer Jesu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden. Kyrieleison. Du bist i0 der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlangen ich hoffe. Hilf, o wahrer Mensch und hilfst du nicht, so bin ich tot. Kyrieleison. 6. Du rufest alle zu dir in Genaden, die mühselig und beladen. All ihre Sünde willst du ihn'n verzeihen, ihrer Bür— den sie befreien. Kyrieleison. Ach, komm selbst, leg an deine Hände und die schwere Last von mir wende; mache mich von Sünden frei, dir zu die— nen Kraft verleih. Kyrieleison. 7. Mein Geist und Herze wollst du zu dir neigen; nimm 295 dir, gieb mich dir eigen. Du bist der Weinstock, ich bin deine Rebe; nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyrieleison. Ach, in mir find ich eitel Sün— den, in dir müssen sie bald verschwinden; in mir find ich Höllenpein, in dir muß ich selig sein. Kyrieleison. 8. Komm, meine Freude, komm, du schönste Krone, Jesu, mir will ich dich mit Gebet oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küssen Kyrieleison. 218 Bring mit, was alle Welt erfreuet, deiner Liebe süße Lieblichkeit, 9 Sanftmut und Geduld, Gnad und Huld. Kyrieleison. 9. Dies sind die Blümlein, die mich können heilen und mir Lebenssaft erteilen, daß ich nun aus mir all Untugend reiße, dir zu dienen mich befleiße. Kyrieleison. alles, was ich soll; deiner Gnaden Brünnlein ist stets voll. Laß mich ewig sein in dir und bleib ewig auch in mir. Kyrieleison. Joh. Heermann, 4 1647. Mel.: Wie—. leuchtet der. 441. · err Jesu, dir sei 2 84. H Hdnn. und Dank für diese Seel enspeis' und =trank, damit du uns begabet. Im Brot und Wein dein Leib und Blut wahrhaftig kommt uns wohl zu gut und unsre Herzen labet, daß wir in dir wohl gedeihen, ewig leben; sol⸗ ches wollest du uns geben. 2. Ach, Herr, laß uns doch nehmen nicht dein wertes Nachtmahl zum Gericht; ein jeder recht bedenke, daß wir mit diesem Lebensbrot im Glauben stillen unsre Not, der Fels des Heils uns tränke, züchtig, tüchtig dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. Abendmahl. die Frucht deiner In dir hab ich 3. O, daß wir solcher Se⸗ ligkeit erwarten möchten alle— zeit in Hoffnung und Vertrauen und folgends aus dem Jam— merthal eingehen in den Him— melssaal, dein Antlitz, Herr, ja schauen, da sich fröhlich alle Gäste auf das beste werden laben und ganz volle G'nüge haben! Bernh. v. Derschau, 1639. Mel.: O—7 9 muß dich. 698. 285.J komm jetzt Iirelchen zu deiner großen Gnaden, mein Heiland, Jesu Christ; doch scheu ich mich zu treten vor meinen Gott, zu beten, weil mein Herz voller Sünden ist. 2. Ich. ein armer Sün⸗ der, wie alle Menschenkinder, gestehe Weine Sünd; und weil ich ausgeschritten, so hilf, o Jesu, bitten, daß ich vor Gott ninen find. 3. Ich will nun wieder— kehren, hilf allem Unfall weh⸗ ren, vergieb mir alle Schuld; du bist für mich gestorben, hast mir das Heil erworben, drum habe nur mit mir Ge— duld. 4. In deine blutgen Wun⸗— den hab ich mich nun gefun— den und bin dadurch getröst't; hi f mir in deinem Namen, o Jesu, sprich das Amen: Du Sünder bist durch mich erlöst. Reines Herz eile Güte) thust beweih Leber Nisch ma Acht auf muß dich. 698 komm jett ingeladen u zu naden, mein 5 ist; doch u treten vor 4 weil Sünden st. armer Sün⸗ enschenkindet, nd; und weil „so hilf, o wich vor Gott nun wieder⸗ Unfall weh⸗ alle Schuld; mit mir Ge⸗ lutgen Wun⸗ nun gefun⸗ urch getröskt; n Namen, o Amen: Du mich erlöst. Abend 5. Drauf will ich nun em⸗ pfangen mit gläubigem Ver⸗ langen den wahren Leib und Blut, so für mich ist gegeben; hilf, daß mirs sei das Leben und meiner Seelen wahres Gut! Mel.: Auf meinen lieben Gott. 624. 286 Ich will zu aller Stund aus meines Herzens Grund, Gott, deine Güte preisen, die du mir thust beweisen; ich will mein ganzes Leben nur deinem Dienst 219 3. Vernunft, Witz und Ver— stand wird hier zu Spott und Schand, der Wahrheit muß man trauen, auf Gottes Wort fest bauen; was Gott spricht, muß geschehen, sollt alle Welt vergehen. 4. Hier ist das Gotteslamm für uns am Kreuzesstamm aus lauter Lieb gestorben, dadurch das Heil erworben; hier kannst du Gnade finden, Vergebung aller Sünden. mahl ergeben. 2. Jesu, mein höchstes Gut, dein Leib, dein wahres Blut ist meines Herzens Freude, mein Trost in allem Leide, weil diese deine Gaben mein Leib und Seele laben. 287. Gott Lob für seine Treu, die ich noch immer neu in sei— nem Nachtmahl finde. Weicht, Teufel, Tod und Sünde! Gott will mir Trost und Leben hier und dort ewig geben. Joh. Olearius, 1 1684. Eigene Melodie. wandt, durch das bitterLeiden sei 2. Daß wir nimmer des vergessen, gab er uns sein Leib zu essen, verborgen im Brot so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl Acht auf sein Sachen; wer in half er uns aus derHöllen Pein. unwürdig hinzu geht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst Gott den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine Missethat in den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben und üd...ee 220 nicht wanken, daß er ein Speis' sei der Kranken, den' ihr Herz von Sünden schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in großer Arbeit; ist dir wohl, nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber: Kommt ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen; Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dir was konnt erwerben, was dürft ich denn für dich uht an Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glaubst du das von Herzens Grunde und bekennest mit dem Munde, so bist du recht wohl geschickt und die Speise dein Seel erquickt. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, deinen Näch⸗ sten sollst du lieben, dein genießen kann, wie dein Gott hat an dir gethan. M. Luther nach Joh. Huß, 1 1415. Mel.: Schmücke dich, o liebe. 294. 2 88. K mein Herz, in Jesu Leiden deinen Hunger satt zu weiden. Stille hier dein sehnlich Dür⸗ sten in dem Blut des Lebens— fürsten. Daß ich einen Heiland habe und in seinem Heil mich Abendmahl. so bleib davon, daß du kein Arzt ist dem daß er labe und in sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 2. Zwar, ich hab ihn alle Tage, wenn ich in sein Blut mich wage. Er ist auf der Himmelsreise täglich mein Ge— tränk und Speise; daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe; und ich mag nichts anders wissen, als sein Leiden zu ge— nießen. 3. Dennoch will ich mit Verlangen auch sein Abend— mahl nn hier darf Seel und Leib ihn essen, und o kann ichs nicht vergessen, ich einen Healend habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Er— 22—— war und bleibet. 4. Weil der Unglaub 15 besessen, kann man nichts s leicht vergessen, als den Tiger unsrer Sünden. Ja auch mir wills oft verschwinden, daß ich einen Heiland habe, und dann weiß ich keine Gabe zur Ver⸗ söhnung darzubringen, meine Schuld muß mich verschlingen. 5. Ach, wie werd ich da so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden, daß ich einen Heiland habe, der seillem ö 0 mild m Mil nichts ö 627— ich humuiter in Wn vom Du ggeissn, land habe, Zund der labe. ne geboren, Vort verlott 7. Gei 91 Daß du mir o v Mif iet, solch i fit, daß 11 der del Ind Grabe, ins Todes than, mich 8. Heilg gesegnet, u begegnet, er Wunder gefunden. Alund habe, tot im Gre Schuld g schmecken u 9. Heil deiet, w. eweihet, — find einer E nen Heil. dürre Ses ist auf der lich Wen 25 ö e⸗ ei daß ich abe, bleibt zum Grabe: ichts anders Liden zu ⸗ will ich mit sein Abend⸗ hier darr hn ese 100 „und cht vergessen, eiland habe und in dem Wort mir et, mein Er⸗ leibet. nglaub uns nan nichts so à den Vlger n auch mir nden, daß ich be, und dann abe zur Ver⸗ ingen, meine verschlingen. erd ich da so kicht der süße ind Welt kann wenn mir ywunden, daß d habe, der — . 221 mit seinem Hirtenstabe sanft das mir tröstlich dünken? Hab und mild und voll Vergeben ich doch sein Blut zu trinken. mir nichts ist als Heil und 10. Er befiehlts, sein Fleisch Leben. zu essen, meines Jammers zu 6. O ich Sünder, ich Ver- vergessen; er gebeuts, sein Blut dammter und von Sündern zu trinken, ganz in Freude zu Abgestammter! Was wollt ich versinken, daß ich einen Hei— vom Troste wissen, wäre dieses land habe, der sich selbst zur weggerissen, daß ich einen Hei— Opfergabe, ja, sein Opfer mir land habe, dessen Blut mich zum Leben, mir zur Speis', Sünder labe. Besser wär es, zum Trank gegeben. nie geboren, als dies teure 11. Gott, was brauch ich Wort verloren! mehr zu wissen? Ja, was will 7. Sei gesegnet, ewge Liebe, ich mehr genießen? Wer kann daß du mir aus treuem Triebe, nun mein Heil ermessen, werd da das Mißtraun mich ver-ich das nur nie vergessen, giftet, solch ein Denkmal selbst daß ich einen Heiland habe? gestiftet, daß ich einen Heiland Ich bin frei vom Tod und habe, der den Gang zum Kreuz Grabe; wenn mich Sünd und und Grabe, ja den Sprung Hölle schrecken, so wird mich ins Todes Rachen, gern ge- mein Heiland decken. than, mich los zu machen. 12. Ja, mein Heiland, den 8. Heilges Brod, sei mir sch nehme, weil ich mich nicht gesegnet, weil Er mir mit dir knechtisch schäme. Nehmet hin! begegnet, dessen Leichnam vol- so rufst du allen. Darum ler Wunden die Erlösung aus- soll es laut erschallen, daß gefunden. Daß ich einen Hei-ich einen Heiland habe und land habe, der erblaßt und an ihm mich mutig labe. tot im Grabe auch für meine Trotz den Feinden, die mich Schuld gelegen, will ich hassen, will ich mich nicht schmecken und erwägen. irren lassen. 9. Heilger Kelch, sei be. 13. Will hinfort mich et⸗ nedeiet, weil mein Jesus dich was quälen, oder wird mir geweihet, dessen Blut mich etwas fehlen, oder wird die lässet finden, die Vergebung Kraft zerrinnen, so will ich meiner Sünden. Daß ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der die einen Heiland habe, der vom dürre Seele labe, wie muß Kripplein bis zum Grabe, bis Abendmahl. zum Thron, wo man ihn eh⸗ ret, mir, dem Sünder, höret. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1608. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. Abendmahl. Blut geschlicht; meinen Jesum zuge⸗laß ich nicht. 6. Dich, Lamm Gottes, laß ich nicht, weil du trägst auf deinem Rücken meiner Sünden 2 8 9. Meinen Jesum schwer Gewicht, die mich Armen laß ich nicht, sollten drücken. Wenn mich meine Seel ist nun genesen; selig ist das heutge Licht, da ich Jesu Gast gewesen; ruft jetzt mein Herz und spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. nicht, weil er mich so brünstig liebet und sich in mein Herze flicht, ja, giebet und sich ewig mir ver⸗ spricht; meinen Jesum laß ch nicht. 3. Herr, dein Leib, dein teures Blut, Jesu, das 1 jetzt genossen, stärkt mich und macht alles gut, daß hinfort nichts kann verstoßen mich von Gottes Angesicht; Jesum laß ich nicht. 4. Wohl mir, nichts mehr drückt; wohl ist mir geschehen! Meine Seel' ist ganz entzückt, weil ich, Jesu, dich gesehen, Jesu, meine Zuversicht. Jesu, laß ich nicht. 5. Mose, donnre nur nicht mehr, für mich ists Gesetz er⸗ füllet. Jesus, Gott des Vaters nicht ermorden. Ehr, hat den großen Zorn gestillet und das Werk mit drum nicht, worden; 2. Meinen Jesum laß ich meinen daß mich ach, wie Dich, mein meine Sünd anficht, laß ich dich, Lamm Gottes, nicht. 7. Meinen Jesum laß ich er ist ja mein Bruder wat, daß Welt und Satan spricht, ich sei noch in ihrem Orden. Nein, mein Jesus ist mein Licht; dich, sich mir zu Bruder, laß ich nicht. Mein Gewissen, stille dich deine Handschrift ist zer⸗ rissen; Jesus, der so jämmer⸗ lich ward zermartert md zer⸗ schmissen, der vertritt mich vor Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 9. Kommt, ihr Teufel, sprecht mir Hohn, fragt, ob ich sei Gottes Erbe. Freilich, Jesus, Gottes Sohn, bleibt mein Erbteil, wenn ich sterbe. Trotz, wer mir dies Gut ab— spricht; meinen Jesum laß ich möht 10. Tod, dein Stachel ist entzwei, Christus ist dein Gift dir worden, von dir bin ich ewig frei, mich kannst du ganz Trotz, daß mich dein Stachel sticht, weil ich Jesum lasse nicht. mein; el lobet Wie bin sei, Rreulich ich 10 mix nichts Iqum laj 13. W Fsu, nich W 6 Herz md Wu in Leb INsu, Laf 14. U gewiß, verheißen Fin ustermi Hand zu Herze 1 Fesum le Mel.: Alle 290 0 das höch Werk, d soll dur mehren ren Schy Hoffnune neinen Nüum Got ttes wägt einer S Sünder 9 ichs Armen en We 10 h s, nicht. Im laß 1 Bruder 5 Welt u und si noche in visse sile rift ist zer⸗ so jämmer⸗ zert und zer⸗ tritt nich vor Fesum laß iht Tufel, l„ fragt, ob de. Freilich, ohn, bleibt in ich sterbe. ies Gut ab⸗ eum laß ich Stachel ist ist dein Gift dir bin ich unnst du ganz Trotz, daß sticht, weil 11. Hölle, schweig, denn deine Glut ist nun völlig aus— gelöschet; Jesus ist es, dessen Blut mich ganz rein von Sün— den wäschet und mich frei vom Feuer spricht; meinen Jesum laß ich nicht. 12. Jesus ist und bleibet mein; er hat sich mit mir ver⸗ lobet wie ein Bräutgam, ich bin sein, ob der Feind gleich greulich tobet; ich weiß, daß mir nichts geschieht, weil ich Jesum lasse nicht. 13. Laß mich auch, mein Jesu, nicht, wenn es mit mir geht zu Ende; wenn mir Sinn und Herze bricht, Jesu nimm in deine Hände meinen Geist, mein Lebenslicht! Ach, mein Jesu, laß mich nicht! 14. Und des bin ich auch gewiß, weil mein Jesus mir verheißen, aus des Todes Finsternis mich mit starker Hand 1 reißen; drum mein Herze läubig spricht: Amen, Jesum laß ich nicht. Joh. Friedr. Mayer, 1 1712 Mel.: Allein zu dir, Herr Jesu. 304. 290. O großes Werk, 90. geheimnisvoll, das höchlich zu verehren! O Werk, das stündlich in uns soll durch deine Kraft ver— mehren Bereuung unsrer schwe— ren Schuld, Furcht, Glauben, Hoffnung und Geduld, Zucht, Abendmahl. derbringt das Leben; 223 Lieb und aller Tugend Zahl. O Himmelssaal, priesnes Abendmahl! o hochge— 2. Hier ist des Lebens Baum gesetzt, desselben Blätter heilen, was durch den Satan ward verletzt mit so viel Sün— denpfeilen. Hier ist das Holz, ganz 993 Saft, von Früch⸗ ten süß, ja groß von Kraft, ja dessen chle Lieblichkeit zu jeder Zeit vertreibt des Todes Bitterteit 3. Hier liegt das rechte Himmelsbrot, von Gott uns selbst gegeben, das für den wohlverdienten Tod uns wie— dies ist der Christen Unterhalt, dies macht die Seele wohlgestalt', dies ist der Engel Speis' und Trank, dafür ich Dank Gott singen will mein Lebenlang. 4. Hier steht die rechte Bundeslad, hier ist der Leib des Herren voll Weisheit, Güt und großer Gnad; hier schau ich gleich von fernen die wunderschöne Himmels-— schul, den Tempel samt dem Gnadenstuhl; hier find ich ja das höchste Gut, das teure Blut, so mir erquicket Seel und Mut. 5. Hier ist die schöne Him— melspfort, hier steht der Engel Leiter, Israels auserwählter Ort und seiner Lust Bereiter. .— —.—— ......— — ——— manuriᷣr..n. 2— 224 Hier steigen wir mit vollem Lauf in Christo stracks zum Himmel auf, der uns durch ihn ist zuerkannt. O herrlich Pfand, o allerliebstes Vaterland. 6. Ach, schauet, wie der Herr Kraft empfinden? Hat doch uns liebt, wie hoch er uns verehret, indem er sich uns selbst ergiebt und freundlich zu uns kehret. er uns gemacht zu Bürgern seiner großen Pracht, ja, wie er unser Fleisch ergötzt, das er zuletzt zu seiner rechten Hand gesetzt. 7. Das Fleisch, das nun erhöhet ist, in Gottes Stadt zu leben, das wird uns hier zu dieser Frist durch Christum selbst gegeben; so wird sein Wesen uns zu Teil, so finden wir der Seelen Heil, so blei— ben wir in Gottes Huld, und unsre Schuld wird übersehen mit Geduld. 8. Wie kann der uns zu⸗ wider sein, der uns so freund⸗ lich reichet sein Fleisch und Blut im Brot und Wein, der nimmer von uns weichet? Wie kann uns lassen aus der Acht, der uns so trefflich hat bedacht, indem unsre Misse⸗ 2 9 1. Mel.: O Jesu Christ, Abendmahl. that, o selger Rat, durch sei— nen Tod getilget hat? 9. Wie kann hinfort des Satans Stärk uns Christen überwinden, dieweil durch die— ses Gnadenwerk wir große dies Mahl uns so erquickt, daß uns kein Feind mehr un⸗ Bedenket, wie terdrückt; drum Satan, komme nur zum Streit, wir sind be⸗ reit, zu spotten deiner Grau— samkeit. 10. Was achten wir die Leibesnot, der kranken Glieder Schmerzen? Hier ist Arznei auch für den Tod, ein edler Trank der Herzen. Ja, Christi Fleisch ist solcher Art, da alles dunch geheilet ward; hier ist sein Seitenwasser feil, dadurch in Eil wird stumpf gemacht der Höllenpfeil. 11. O Gottesfleisch, o hei⸗ lig Blut, das auch die Engel ehren! O Himmelsspeis', o höchstes Gut, wozu in Furcht sich kehren die Kräft' und Thronen Wunders voll. Herr, meiner Seele ist so wohl; es trifft sie schon in dieser Qual ein Freudenstrahl. O hoch— gepries'nes Abendmahl! Joh. Rist, 4 1667. wahr Gottes Sohn. +.— 3, 3————.—..—— EAEEE. 2— * — O Jesu, du mein Wiäntan, der du aus Lieb am Kreuzesstam Frank,! blind Verst sioß! 3. 90 1 U bist das V L dem nichts der Brunn bist das ve 4. Drun ich dich, in heile u nich das mache hellen Gu Cele 1 H 3 05 bens Reich iunrii 6 6. Auf wahres B Mensch u Chrerbiett s rühm 7. Lösc ml/ür, mein Glauben Ist von pflanz in 8. Gie 0. erz/ Seel und t, fern! in mein! 59 8 u 03 ait 0 mehr m⸗ —9 kom üme wir sind be⸗ deiner Grau⸗ 91 wir die en Glieder 3. Mznei ö ein Ar Ja, Christi er At, da helet ward; enwasser fei el, wird stumpf dehn fleisch, 0 hei⸗ ch di—15 Win Fucht gulf id voll. Herr, so wohl; es dieser Qual l. O hoch⸗ dmahl! h. Rist, 1 1667. uKreuzesstam Abendmahl. 22⁵ 2 ————— ——— Hsütr mich den Tod gelitten hast, genommen weg der Sünden Last. 2. Ich komm zu deinem dir vereinigt bleiben für und Abendmahl, verderbt durch für. manchen Sündenfall; ich bin 9. Hilf, daß durch dieser krank, unrein, nackt und bloß,. Mahlzeit Kraft das Bös' in blind und arm; ach, mich nicht mir werd abgeschafft, erlassen 19.— alle Sündenschuld, erlangt des Du bist der Arzt, du Vaters Lieb und Huld. bit das Licht, du bist der Herr‚, 10. Vertreibe alle meine dem nichts gebricht, du bist Feind, die sichtbar und unsicht— der Brunn der Heiligkeit, du bar seind; den guten Vorsatz, bist das rechte Hochzeitskleid. den ich führ, durch deinen Geist 4. Drum, o Herr Jesu, dan———0 in mir. ich dich, in meiner undemi Mein Leben, Sitten, heile mich; was unrein Sam und Pflicht nach deinem das mache rein durch Liner bengen Willen richt; ach, laß hellen Gnadenschein. mich meine Tag in Ruh und 5. Erleuchte mein verfinstert Friede christlich bringen zu. Herz, zünd an die schöne 12. Bis daß du mich, o Glaubenskerz; mein Armut Lebensfürst, zu dir in Himmel in Reichtum verkehr und nehmen wirst, daß ich bei dir meinem Fleische steur und wehr. dort ewiglich an deiner Tafel 6. Auf daß ich dich, du freue mich. wahres Brot der Engel, wahrer Joh. Heermann, 1647. Mensch und Gott, mit solcher Mel.: Nun laßt uns Gott, dem Herren. 530. Ehrerbietung nehm, wie dir Jesu, meine das rühmlich, mir bequem. 2 92. O Wonne, du 44 Lösch alle Laster aus in meiner Seelen Sonne, du mir, mein Herz mit Lieb und Freundlichster auf Erden, laß Glauben zier, und was sonst mich dir dankbar werden. ist von Tugend mehr, das 2. Wie kann ich gnugsam pflanz in mir zu deiner Ehr. schätzen dies himmelsüß Er— 8. Gieb, was mir nützt an götzen und diese teuren Gaben, Seel und Leib, was schädlich die uns gestärket haben. ist, fern von mir treib; komm 3. Wie soll ich dir ver— in mein Herz, laß mich mit danken, o Herr, daß du mich 15 226 Abendmahl. Kranken gespeiset und getränket, ja——— dich mir geschenket. 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden,. der du so viel empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist ge— blieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Ge⸗ müte dein' übergroße Güte. Dies teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß michs nicht vergessen, daß du mir zuge⸗ messen die kräftig Himmels— speise, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, welch' ich annoch empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet, von Sünden und vermählet mein liebstes Leben, mit dir, was kannst du Werters geben? 11. Laß, Schönster, meine Seele doch stets in dieser Höhle des Leibes mit Verlangen an deiner—— hangen. 12. Laß mich die Sünde dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergossne meiden, laß mich geduldig lei—⸗ den, laß mich mit Andacht beten und von der Welt ab— treten. 13. Im Handeln, Wandeln, Essen, laß nimmer mich ver⸗ gessen wie trefflich ich beglücket, ja himmlisch bin erquicket. 14. Nun kann ich rrn verderben, drauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 478. 2 9 3. O Jesu, mein Ver⸗ langen, was thust du mir zu gut! Ich habe nun empfangen dein eigen Fleisch und Blut, des freut sich Leib und Seel; denn ich bin wieder deine, und du bist auch noch meine, o mein Immanuel! 2. Das Opfer meiner Sün⸗ den wird mir zu Speis' und Trank, nun werd ich Hilfe finden, wenn mein Gewissen krank; ich halt ihm Jesum für, den kann mir niemand nehmen, der Teufel muß sich schämen, der Tod hat nichts an mir. 3. O, was ist das für Freude, mit Gott verbunden sein! Ich weiß von keinem Leide, mich schrecket keine Pein. Ja, nehmet alles hin im Himmel und auf Erden, doch muß ich selig werden, weil ich in Jesu bin. 4. mein er aus Amen zut mein Oöseg Brot des 3 nicht verge b et best 5. Ach, Nsu, hen das geit siß hen müsse meine sein. 6. Die hässig und man reicht auch in d 20 — — Son Komm Rist, f 166). rzens Grunde 478 Nsu, meir in er⸗ lan igen, was gut! Ic habe dein eigen ut, des freut eel, denn ich , und du bist ine, o mein meiner Sün⸗ zu Speis' und erd ich Hi ile ral Gewi isen Fesum für, n nehmen, sich schämen, ichts an mit. das für Fuade den sein! Ich m Lede, mich rin. Is, nehmet immel und auf nuß ich selig 9 in Jesu bin — Abendmahl. 22⁷ 4. Hier ist von seiner Liebe war dein 2—5.— gar und mir mein allerbestes Pfand, das willst du das Leben in deinem er aus eignem Triebe mir en geben, das schon ver— Armen zugewandt. Hier ist l oren war. mein Lösegeld, hier ist mein 7. Ich preise dich von Herzen, Brot des Lebens, das eß ich mein Heiland und mein Gott, nicht vergebens, den Tisch hat für alle deine Schmerzen und Gott bestellt. den so bittern Tod. Hab Dank, 5. Ach, Herr, das sind ja mein Osterlamm, daß du, was Dinge, die ohne Maß und ich verschuldet, so willig hast Ziel. Bin ich nicht zu ge-erduldet an deines Kreuzes ringe? Ist's nicht für mich Stamm. zu viel? Doch nein, Herr 8. An dich will ich gedenken, Jesu, nein! Denn ich soll so lang ich denken kann. Die das genießen, daß du hast ster Welt mit ihren Ränken ist ben müssen; dein Tod soll bei mir ausgethan. Mein meine sein. Aufenthalt bist du; drum schick 6. Die Welt war dir ge- ich Leib und Seele zu deiner hässig und suchte deinen Tod; Wundenhöhle, daselbst ist meine man reicht dir Gall und Essig Ruh. auch in der letzten Not. Das Casp. Neumann, 7 1715. 2 94. Eigene Melodie. E Schmülcke dich, v lie⸗ beS laßd die dunkle Sünden⸗ Höhle. Komm ans hel eiceren fange herrlich an zu prangen. derden Hiumelkannverwat dren, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pfle- denhammer klopft an deine gen, deinem Bräutigam ent- Herzenskammer; öffn 10 bald gegen, der da mit dem Gna- des Geistes Pforten, red ihn 158 228 Abendmahl. an mit schönen Worten: Komm, wird Christi Blut gegeben. O mein Liebster, laß dich küssen, der großen Heimlichkeiten, die laß mich deiner nicht mehr nur Gottes Geist kann deuten! missen! 7. Jesu, meine Lebenssonne, 3. Zwar in Kaufung teurer Jesu, meine Freud und Wonne, Waaren pflegt man sonst kein Jesu, du mein ganz Beginnen, Geld zu sparen; aber du willst Lebensquell und Licht der für die Gaben deiner Huld Sinnen, hier fall ich zu deinen kein Geld nicht haben, weil Füßen, laß mich würdiglich in allen Bergwerksgründen kein genießen dieser deiner Himmels-— solch Kleinod ist zu finden, das speise, mir zum Heil und dir die blutgefüllten Schalen und zum Preise! dies Manna kann bezahlen. 8. Herr, es hat dein treues 4. Ach, wie hungert mein Lieben dich vom Himmel ab⸗ Gemüte, Menschenfreund, nach getrieben, daß du willig hast deiner Güte! Ach, wie pfleg dein Leben in den Tod für ich oft mit Thränen mich nach uns gegeben und dazu ganz dieser Kost zu sehnen! Ach, unverdrossen, Herr, dein Blut wie pfleget mich zu dürsten für uns vergossen, das uns nach dem Trank des Lebens- jetzt kann kräftig tränken, deiner fürsten, wünsche stets, daß mein Liebe zu gedenken. Gebeine sich durch Gott mit 9. Jesu, wahres Brot des Gott vereine. Lebens, hilf, daß ich ja nicht 5. Beides, Lachen und auch vergebens, oder mir vielleicht Zittern, lässet sich in mir jetzt zum Schaden sei zu deinem wittern; das Geheimnis dieser Tisch geladen; laß mich durch Speise und die unerforschte dies Seelenessen deine Liebe Weise machen, daß ich früh recht ermessen, daß ich auch, vermerke, Herr, die Größe dei- wie jetzt auf Erden mög ein ner Werke. Ist auch wohl ein Gast im Himmel werden. Mensch zu finden, der dein Joh. Franck, 4 1677. Allmacht kann ergründen? Mel.: Straf mich nicht in deinem. 325. 6. Nein, Vernunft die muß 29 R Ceretet her zum hier weichen, kann dies Wunder 9 Tisch des Herrn, nicht erreichen, daß dies Brot ihr Kommunikanten! Eure Her⸗ nie wird verzehret, ob es gleich zen sein nicht fern, Gottes An⸗ viel tausend nähret, und daß verwandten! Mit Andacht mit dem Saft der Reben uns nehmt in acht, was euch Gott wird gebe Leben. 2. Kom m Hid Demut un bei euch 0 Brust, der habt verbr gerochen. 3. Geht gethan mit solche Gäf hat seine Speis, gl Blut verg genosse 4. S0 trinkt von solches S Vbenstre Gott, le fromme mehr S 5. J König al deinen L Herze ko bitt ich, men, hoc V 200. 0 ich Ud und Wonne, 1 10 W Hemen, gln 25 hat d dein treues Hin mmel ab⸗ du willg hast den Tod für nd dazu ganz err, dein Blut sen, das 1 uns j; änken, deiner lken. ahres Brot t des oß ich ja nicht r mir vielleicht sei zu deinem laß mich durch en deine Liebe daß ich auch Eden mög ein nel werden. oh. Franck, 4 1677. nicht in deinem. 325 retet her zum Tich des Herrn. nten! Eure Her ern, Gottes Au⸗ Mit Andacht was euch Gott Abendmahl. 229 wird geben zu dem ewgen nicht mehr fern und fühle Leben. Gottes Nähe. 2. Kommt in wahrer Reu 2. Wie heilig ist dies Lebens— und Leid über eure Sünden; brot, dies teure Gnadenzeichen, Demut und Gottseligkeit lasset vor dem des Herzens Angst bei euch finden. Schlagt die und Not und alle Qualen Brust, der bewußt, was ihr weichen! O Brot, das meine habt verbrochen, eh es wird Seele nährt, o Manna, das gerochen. mir Gott beschert, dich will ich 3. Geht heran, schön an- jetzt genießen. gethan mit dem Glaubenskleide: 3. Wie heilig ist doch dieser solche Gäste stehn Gott an, er Trank, der mein Verlangen hat seine Freude. Nehmt die stillet, der mein Gemüt mit Speis', gleicher Weis' trinkt sein Lob und Dank und heilger Blut vergossen, o ihr Tisch- Freud erfüllet! O Lebenstrank, genossen. o heilges Blut, das einst ge— 4. So ihr würdig eßt und flossen mir zu gut, dich will trinkt von dem Brot und Weine, ich jetzt empfangen. solches Sakrament euch brinkgt 4. Welch unaussprechlich Lebenstrost alleine. Danket Glück ist mein, welch Heil hab Gott, liebt in Not, lebt als ich gefunden Mein Jesus fromme Kinder, werdet nicht kehret bei mir ein, mit ihm mehr Sünder. werd ich verbunden. Wie ist 5. Jesu, Jesu, höchstes Gut, mein Herz so freudenvoll, daß König aller Frommen, laß doch ich in Jesu leben soll und er deinen Leib und Blut in mein in mir will leben! Herze kommen seliglich! Das 5. O, wär doch auch mein bitt ich, Herr, in deinem Na-Herz geweiht zu einer heilgen men, hochgelobet, Amen! Stätte, damit der Herr der Joh. Georg Müller, 4 1745. Herlichei an mir gefallen Mel.; Herr, wie du wilst, so schicks. 6e. hätte! O wäre doch mein 296. Wi ig ist die Herz der Ort, an welchem Stätte hier, Jesus fort und fort aus Gna⸗ wo ich voll Andacht stehe! den Wohnung machte! Sie ist des Himmels Pforte 6. Mein Jesu, komm und mir, die ich nun offen sehe. heile mich; was sündlich ist, O Lebensthor, o Tisch des vertreibe, damit ich nun und Herrn, vom Himmel bin ich ewiglich dein Tempel sei und 525—.‚——p—p—k—ß7—— 230 Abend bleibe. Von dir sei ganz mein Herz erfüllt; Herr, laß dein heilig Ebenbild beständig an mir leuchten. (Nach dem Abendmahl.) 7. Nun, du hast himmlisch mich erquickt, du hast dich mir gegeben; in dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stündlich leben. Laß mich, mein Heiland, allezeit, von nun an bis in Ewigkeit mit dir ver⸗ einigt bleiben. Valentin Ernst Löscher, 4 1749. Mel.: Nun lob mein Seel den Herren. 455. 0 Mieie wohl hast 2 9 7 Wé du gelabet, o liebster Jesu, deinen Gast; ja mahl. 3. Bei dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit; du hast mir voll gemessen den edlen Kelch, der mich erfreut, ach Gott, du hast erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig sich jetzt neiget mein Herz vor Liebesbrunst. Du hast mich lassen schmecken das köstlich Engelsbrot; hinfort kann mich nicht schrecken Welt, Teufel, Sünd und Tod. 4. So lang ich leb auf Erden, preis ich dich, liebster Jesu, wohl, daß du mich lässest werden von dir und durch dich satt und voll. Du hast mich selbst getränket mit deinem mich so reich begabet, daß ich teuren Blut und dich zu mir ge— jetzt fühle Freud und Rast. O lenket, o unvergleichlichs Gut! wundersame Speise, o süßer Nun werd ich gar nicht ster— Lebenstrank, o Liebsmahl, das ich preise mit meinem Lob— gesang, indem es hat erquicket mein Leben, Herz und Mut! Mein Geist, der hat erblicket das allerhöchste Gut. 2. Du hast mich jetzt ge— führet, o Herr, in deinen Gna⸗ densaal; daselbst hab ich be— rühret dein edle Güter allzu⸗ mal. Da hast du mir gegeben umsonst und mildiglich das H werte Brot zum Leben, das sehr ergötzet mich; du hast mir zugelassen, daß ich den Seelen⸗ wein im Glauben möchte fassen und dir vermählet sein. ben, weil mich gespeiset hat, der nimmer kann verderben, mein Trost, Schutz, Hilf und Rat. 5. Wie kann ichs aber fassen, Herr Jesu, daß du mit Begier dich hast so tief gelassen vom Himmelssaal herab zu mir? Du, Schöpfer, aller Dinge, besuchest deinen Knecht; ach, hilf, daß ich dir bringe ein erz, das fromm und schlecht, das gläubig dir vertraue, da— mit nach dieser Zeit ich ja dein Antlitz schaue dort in der Ewigkeit. 6. Du bists, der ewig bleibet, kei + 7 Güte, kemn ich boshaf fehlen für Fommest d Sün schlagen, Kerknitsche vnd behe di zu je nicht! ich emsig! zu trach Gnaden! Zungen; und dein Herr Go 8. 5 nießen d in mir e daß ich! Laß mid andre pflegt zu dieser Ze begehren Gunst; entbehre Brunst. 9. W sehen m Engelst du mich lä md g Du hast mi t mit deinem dich zu mir ge⸗ leichlichs Gutl gar nicht ster⸗ gespeiset u un u chutz Hilf un ichs aber fasser du mit Begier fgelassen vom erab zu mir? aller Dinge, Knecht; i dir bringe ei m und schl vertraue, da⸗ r Zeit ich in aue dort in der der ewig bleibet ich aber bin dem Schatten gleich, rüstig stehen, den bald ein Wind vertreibet; Lob, Ehr und Dank. hin, du Weltgetümmel, du bist ein eitler Tand; ich seufze nach dem Himmel, dem rechten Va⸗ terland, in dem ich werde leben Doch ohn Unglück und Verdruß; Herr, ich bin arm und du bist reich. Du bist sehr 2 von Güte, kein Unrecht gilt bei dir; ich, boshaft von Gemüte, kann fehlen für und für. Abendmahl. 231 zu singen dir Fahr kommest du hernieder zu mir, denn du, Gott, wirst mir geben dem Sündenmann, ich dir doch wieder, gefallen kann? 7. Ein Herz, durch Reu zer— schlagen, ein Herz, das ganz zerknirschet ist, das, weiß ich, wird behagen, mein Heiland, dir zu jeder Frist. Du wirst es nicht verachten, gieb, daß ich emsig bin nach deiner Gunst zu trachten; nimm doch in Gnaden hin das Opfer meiner Zungen; denn billig wird jetz— und dein teurer Ruhm besungen, Herr Gott, durch meinen Mund. 8. Hilf ja, daß dies Ge— nießen des edlen nnn=. schaff in mir ein unaufhörlich Büßen, daß ich mich wende stets zu dir. Laß mich hinfort verspüren kein andre Lieblichkeit, als welche pflegt zu rühren von dir in dieser Zeit. Laß mich ja nichts begehren, als deine Lieb und Gunst; denn niemand kann entbehren hier deiner Liebe Brunst. 9. Wohl mir, ich bin ver— sehen mit Himmelsspeis' und Engelstrank! Nun will ich was geb dort selgen Ueberfluß. das dir Joh. Rist, 4 1667. Mel.: O Jesu Christ, wahr. 291. Nir danken dir, 2 9 8. W̃ o Jesu Christ, das du das Lämmlein worden bist und trägst all unser Sünd und Schuld; hilf, daß wir rühmen deine Huld. 2. Dein allerheiligst Abend— mahl erhalt bei uns, Herr, überall. Dein Leib und rosen— farbnes Blut komm unserm Leib und Seel zu gut. 3. Den Bund du selbst ge— stiftet hast, gesagt: Euch fröh— lich drauf verlaßt! Nimm hin und iß, das ist mein Leib; trink da mein Blut, und dabei bleib. 4. Ich eß dein Leib und trink dein Blut, dadurch werd ich erquickt an Mut, an Seel, am Leib, am G'wissen gar wider die Sünd und Tods⸗ gefahr. 5. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, dein Leib und Blut kommt nicht von mir, und wo du bist, da will ich 232 Abendmahl. sein; hilf, Herr, dem schwachen nem Abendmahl. Verlaß mich Glauben mein. nicht, mein Gott und Herr, dein 6. Verflucht sei aller Ketzer ist die Kraft, Macht, Lob und Rott, die meistern wollen ihren Ehr. Gott. Ich bin dein Schäflein 8. Hilf uns durchs bitter Jesu Christ, dein Stimm ich Leiden dein, daß wir allzeit hör zu jeder Frist. dir g horsam sein und halten 7. Laß mich sein in der uns an deinen Eid, an dein Frommen Zahl würdig zu dei— Verheißung und Wahrheit. 2 9 9. Nik. Selnecker, 4 1592. Eigene Melodie. —— SSISISIISIII 2 4. Wir glauben all und bekennen frei, daß nach Christi Wort 2. Des⸗gleichen der Wein in seiner Art sein un⸗ schuldig Blut, ů — dies Brot der Leib Christi sei, der für unsre Sünd und welchs am Kreuz ver-gossen ward uns und allen Gläu-bi⸗ Missethat litt am Kreuz uz den bittren Tod. gen zu gut, so ihm fol-gen in dDd mut. Mich. Weiß, 4 1540. —.—7— II. Neach 93 Gnadenordnung. I. Von Gesetz, Buße und Bekehrung. Mel.: Kommt her zu mir, spricht. 378. 2. Hilf, daß wir auch nach 300 A5 Gott, gieb du deinem Wort gottselig leben .i deine Gnad, immerfort, zu Ehren deinem daß wir all Sünd und Missethat Namen; daß uns dein guter bußfertiglich erkennen und glau⸗Geist regier, auf ebner Bahn ben fest an Jesum Christ, der zum Himmel führ durch Je⸗ unsre Hilf und Meister ist, wie sum Ehristum, Amen! er sich selbst thut nennen. G. Arnold, 4 1714. 7 3. 4 soß mit hab 5 nicht, Dein 4. S Straf folgen fort u mich h 5. 6 vergieb gehorsa nicht, Heil m Ch hust Vor a ö I e Sündund sen Gläu⸗bi⸗ 2 — 19.—— — —— 1.— IE— — mut. 9. Beiß, f 1540. wir auch nach ottselig leben Ehren deinem ns dein guter f ebner Bahn ihr durch I⸗ Amen! Arnold, 1 1714. 301. Gesetz, Buße und Bekehrung. 233 Eigene Melodie. —— SSSSIIIIIIIIIIII— Ach Gott u. Herr, wie groß u. shwerimdcheimbedanane un. — 5. 2—.———— den! Da ist niemand der hesen kann, auf dieser Welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich; ver⸗ stoß mich nicht, wie ich wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G'richt! Dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müssen, so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb, Herr, Geduld, vergieb die Schuld, schenk ein gehorsam Herze, daß ich nur nicht, wies oft geschicht, mein Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir, dünket dir; will ichs wie durch.— Gnad leiden. Laß W. — 2 25 Ach, was soll ich Sünder Waher Ach was soll ich fangen an? nur nicht dort ewiglich von dir sein abgescheiden. Martin Rutilius, 4 1618. 7. Gleichwie sich fein ein Vögelein in hohle Bäum ver— stecket, wenns trüb hergeht, (die Luft unstät Menschen und Vieh erschrecket, 8. Also, Herr Christ, mein Zuflucht ist die Höhle deiner Wunden; wenn Sünd und Tod mich bracht in Not, hab ich mich drein gefunden. 9. Darin ich bleib, ob hier der Leib und Seel von ander scheiden; so werd ich dort bei dir, mein Hort, sein in ewigen Freuden. 10. Ehre sei nun Gott Vat'r und Sohn, dem Heilgen Geist zusammen. Zweifle auch nicht, weil Christus spricht: Wer glaubt, wird selig. Amen! Joh. Groß(Major), 4 1654. Eigene Melodie. DD——.— — u—————— + Diii‚PD‚PD‚D‚D‚i‚EE— Dies ist mei⸗ne Zuversicht, meinen Jesum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Seligkeit und wird mirs aus Sünden meinen Jesum oft be- Gnaden geben, muß ich schon trübt. Doch weiß ich, daß er erst vor Gericht. Meinen Je⸗ mich liebt, denn er läßt sich sum laß ich nicht. gnädig finden. Drum ob mich 7. Drum, o Jesu, sollst mein Sünd anficht, meinen mein bleiben, bis ich komme Jesum laß ich nicht. an den Ort, welcher ist des 3. Ob gleich schweres Kreuz Himmels Pfort. Darum thu und Leiden, so bei Christen auch einverleiben meine Seele, oft entsteht, mir sehr hart ent⸗ deinem Licht. Meinen Jesum gegen geht, soll michs doch laß ich nicht. von ihm nicht scheiden. Er Joh. Flittner, 1678. ist mir ins Herz gericht', mei- Mel.: Freu dich sehr, o meine. G80. nen Jesum laß ich nicht. 5 ch, wie will es 4. Ich weiß wohl, daß unser 303. A endlich wer⸗— Leben nichts als nur ein Nebel den? Ach, wie will es laufen ist. Denn wir hier zu dieser ab, daß ich stets hang an der Frist mit dem Tode sind um-Erden und so wenig Andacht geben, und wer weiß, was heut hab, ja, daß ich im harten geschicht? Meinen Jesum laß Sinn ohne Buß geh immer ich nicht. hin? Jesu, mir mein Herze 5. Sterb ich bald, so komm rühre, mich zur wahren Buße ich abe von der Welt Be-führe. schwerlichkeit, ruhe bis zur 2. Ach, ich fühle keine Reue vollen Freud und weiß, daß und mein Sündenherz ist kalt. im finstern Grabe Jesus ist Ich erkenne ohne Scheue mein helles Licht. Meinen meine Fehler mannigfalt, und Jesum laß ich nicht. doch sonder Traurigkeit lebe 6. Durch ihn will ich wie- ich in Sicherheit; Jesu, mich der leben, denn er wird zu doch so regiere, daß ich wahre rechter Zeit wecken mich zur Buße spüre. 3. A nicht den erne we der lßt lo el dem zu Abgrund hilf mel von Ge ich geb 5. A Sünder rer Ge zu find Viter Gnade offen Werke dacht ů 304 Meinen Ie⸗ a* Nsu, solht ich komme cher ist des Darum thu meine Sil einen Fesum ner, 1678. o meine. 680. „wie will es endlich wer⸗ will es laufen hang an der 1 Andacht m harten 0 immer mein Herze wahren Buße hle keine Reue nherz ist kalt. hne Scheue ii und mrigf t lebe , mich 1 i0 25 Gesetz, Buße u 3. Ach, ich kann an Gott nicht denken, wie ich sollt und gerne wollt; denn mein Geist, der läßt sich lenken, dahin, wo er fliehen sollt, und klebt dem zu feste an, was zum Abgrund ziehen kann. Jesu, hilf mein Herz aus Gnaden e schweren Last entladen. 4. Ach, weil denn 5—1 Geist erstorben und mein Fleisch hält Oberhand, seh ich kaum, was ich enerben da ich mich von Gott gewandt. Mein Verderben merk ich kaum, weil ich geb dem Fleische Raum. Jesu, mir die Gnade gönne, 115 ich die Gefahr erkenne. Ach, so 257 doch von Sünden auf, o du mein sich⸗ rer Geist; suche Gott, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heißt; komme, weil die Gnadenthür nur noch stehet offen dir. Jesu, zu so gutem Werke mich mit Herzensan⸗ dacht stärke. 304d. 235 6. Ach, mein Herz, bedenk die Schulde, schau, wie weit du bist von Gott, wie du seine Gnad und Hulde hast verworfen und verspott', und wie du aus seiner Ruh selbst der Hölle eilest zu. Jesu, du mein Herze lenke, daß es diese Not bedenke. 7. Ach, weil denn noch Zeit zu kehren, so verlaß ich diesen Stand. 5 mein Jesu, wollst auch hören und mir bieten deine Hand; hilf, mir Schwachen, hilf mir auf, steure meinem Sündenlauf. Herr, um deiner Marter willen wirst nd Bekehrung. du meinen Wunsch erfüllen. 8. Ach, ich kann schon tröstlich finden, Jesu, hier in deinem Blut die Abwaschung meiner Sünden. Dieses stärket meinen Mut, dies erfrischet meinen Sinn, ob ich gleich ein Sünder bin. 34 mich forthin regiere, daß ich ein fromm Leben führe. Eigene Melodie. Al⸗lein zu dir, Herr 5 su Christ, mein Hoff nung Ich weiß, daß du mein Trö⸗ster bist, kein Trost mag — ER — steht auf Er den. mir hntewer ⸗den. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf —.—..—.—.—..—— Gesetz, Buße und Bekehrung. —— — — — ** Erden war kein Menfch geborn, der mir aus Nöten helfen kann. — ——2——.— 42 2 2.— V ———.— —— I Ich ruf dich an, zu dem ich mein Vertrau-en han. 2. Mein Sünd sind schwer. Mel.: Aus tiefer Not schrei ich. 306. und übergroß und reuen mich von Herzen; derselben mach mich quitt und los durch dei— nen Tod und Schmerzen und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, so werd ich quitt der Sündenlast. Herr, halt mir fest, wes du dich mir ver— sprochen hast. 3. Gieb mir nach dein'r Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Näch⸗ sten gleich als mich. Am letz— ten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, sein'm lieben Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem Heiligen Geiste, der uns sein Hilf allzeit leiste, damit wir ihm gefällig sein in dieser Zeit und folgends in der Ewigkeit. Joh. Schneesing, 1 1567. us tiefer Not 305. A laßt m zu Gott von ganzem Herzen schreien, bitten, daß er aus seiner Gnad uns woll vom Uebel freien und alle Sünd und Missethat, welch unser Fleisch begangen hat, als Va⸗ ter uns verzeihen. 2. Laßt sagen uns: Gott, sieh doch an uns Armen und Elenden! Wir haben übel sehr gethan mit Herzen, Mund und Händen; verleih uns, daß wir Buße thun und sie in Christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3. Wohl ist die Schuld sehr groß und schwer, von uns nicht auszurechnen, doch deine Gnade noch viel mehr, die kein Mensch kann aussprechen; die suchen und begehren wir, hoffen, du werdest, Herr, an dir es nicht lassen gebrechen. I. Du willst nicht, daß der Sünder sterb und in Ver— dammnis fahre, sondern daß er mehr Gnad erwerb und sich darin bewahre; so hilf uns hum, duß I 1 Sdi 5. Verg Geduld I Schwachel II ie Vudienst mla St ihn' Eein von dem 6. Ver dchte geh test reht wir da uns ver sieh uns uns: Gott, Armen und haben übel erzen, Mund eih uns, daß und sie in Sohn, zur n. Schuld sehr „ von uns „ doch deine mehr, die mspprechm, hren wit, „Herr, an 4mi. icht, daß der nd in Ve⸗ sondern daß erwerb und hre; so hilf uns nun, o Herre Gott, auf daß uns nicht der ewge Tod in Sünden widerfahre. 5. Vergieb, vergieb und hab Geduld mit uns Armen und Schwachen; laß deinen Sohn all unsre Schuld durch dein Verdienst gut machen. Nimm unsrer Seelen eben wahr, daß w ihn' kein Schaden widerfahr von dem höllischen Drachen. 6. Wenn du nun vor Ge— richte gehn und mit uns woll⸗ test rechten, o, wie würden wir da bestehn und wer würd uns verfechten? O Herr, sieh uns barmherzig an und hilf uns wieder auf die Bahn zur Pforte der Gerechten. Gesetz, Buße und Bekehrung. 237 geschlagen; o nimm uns auf in deinen Schoß und laß uns nicht verzagen. O, hilf, daß wir getrost und frei ohn arge List und Heuchelei dein Joch zum Ende tragen. 8. Sprich uns durch deine Boten zu, bezeug unser Ge⸗ wissen, stell unser Herz durch sie zur Ruh, thu uns dadurch zu wissen, wie Christus vor dein'm Angesicht all unsre Sachen hab geschlicht'; des Trosts laß uns genießen. 9. Erhalt in unsers Herzens Grund deinen göttlichen Samen und hilf, daß wir den neuen Bund in deines Sohnes Na men vollenden in aller Wahr⸗ 7. Wir opfern dir uns arm heit, also der Kronen der Klar⸗ und bloß, durch Reu nieder- heit versichert werden. Amen. Mich. Weiß, 1 1540. 306. Eigene Melodie. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein R ufen. Dein gnädig Oh- ren 23.— mir und meiner Bitt sie öf⸗fen. —— 390 r.—————— denn so d 8—— das se⸗ hen an, was Sünd und Unrecht 2. Bei dir gilt nichts, — ist ge-⸗than, wer kann, Herr, vor dir blei-ben? denn besten Leben. Vor dir nie⸗ Gnad und Gunst, die Sünde mand sich rühmen kann; des zu vergeben; es ist doch unser muß dich fürchten jedermann Thun umsonst auch in dem und deiner Gnade leben. 238 Gesetz, Buße und Bekehrung. 3. Darum auf Gott will zweifeln nicht, noch sorgen. hoffen ich, auf mein Verdienst So thu Israel rechter Art, der nicht bauen; auf ihn mein aus dem Geist erzeuget ward, Herz soll lassen sich und seiner und seines Gotts erharre. Güte trauen, die mir zusagt. 5. Ob bei uns ist der Sün⸗ sein wertes Wort; das ist mein den viel, bei Gott ist viel Trost und treuer Hort, des mehr Gnade; sein Hand zu will ich allzeit harren. helfen hat kein Ziel, wie groß 4. Und ob es währt bis auch sei der Schade. Er ist in die Nacht und wieder an allein der gute Hirt, der Is⸗— den Morgen, doch soll mein rael erlösen wird aus seinen Herz an Gottes Macht ver⸗Sünden allen. Mart. Luther, 4 1546. 3 0 7— Eigene Melodie. +—————. — e,.. Dies sind die heilgen zehn Ge-bot, 2 uns gab un⸗ser —.— 1, —. DDDD.— Her-re Gott durch Mo⸗sen 9— nen Diener treu hoch auf 7 RE—.—.— I dem Berg Si⸗ na⸗ i. Ky⸗ri⸗ e⸗leis! 2. Ich bin allein dein Gott sollst von dein'm Thun lassen und Herr, kein Götter sollst du ab, daß Gott sein Werk in haben mehr; du sollst mir ganz dir hab. Kyrieleis! vertrauen dich, von Herzens⸗ 5. Du sollst ehr'n und gehor⸗ grund lieben mich. Kyrieleis! sam sein dem Vater und dre 3. Du sollst nicht führen Mutter dein, und wo dein Hand zu Unehrn den Namen Gottes, ihn'n dienen kann, so wirst du deines Herrn; du sollst nicht langs Leben han. Kyrieleis! preisen recht noch gut, ohn 6. Du sollst nicht töten was Gott selbst redt und thut. zorniglich, nicht hassen und Kyrieleis! selbst rächen dich, Geduld ha— 4. Du sollst heilgen den ben und sanften Mut und siebnten Tag, daß du und auch dein' Feind thun das Gut. dein Haus ruhen mag; du Kyrieleis! . Din ahtn 10 Herz feln Fel Halten fu nit Jut ghneleis! 8. Du . voch unt R Rb Hand del Land. 0 9. Du u 9 0 achstn slht i hnd e See 4 die Gruft Hll gleich wohl wi Thun 80 n Ve äkei und gehor⸗ ter und dre o dein Hand so wirst du Kyrieleis! nicht töten hassen und Geduld ha⸗ Mut und un das Gut. Gesetz, Buße und Bekehrung. 239 7. Dein Eh' sollst du be. 10. Du sollst deins Näch— wahren rein, daß auch dein sten Weib und Haus begehren Herz kein andre mein, und nicht, noch etwas draus; du halten keusch das Leben dein sollst ihm wünschen alles Gut, mit Zucht uud Mäßigkeit fein. wie dir dein Herz selber thut. Kyrieleis! Kyrieleis! 8. Du sollst nicht stehlen 11. Die Gebot uns all Geld noch Gut, nicht wuchern geben sind, daß du dein Sünd, jemands Schwein und Blut; o Menschenkind, erkennen sollst du sollst aufthun dein milde und lernen wohl, wie man Hand den nn in deinem vor Gott leben soll. Kyrieleis! Land. Kyrieleis! 60 12. Das helf uns der Herr 9. Du sollst kein falscher Jesus Christ, der unser Mittler Zeuge sein, nicht lügen auf den worden ist! Es ist mit unserm Rächsen dein; sein Unschuld Thun verlorn, verdienen doch sollst auch retten du und seine eitel Zorn. Kyrieleis! Schand decken zu. Kyrieleis! Martin Luther, 4 1546. 3 0 8. Eigene Melodie. —⁊—— 6 DiIi Herr, ich ha⸗ be miß ge-handelt, ja mich drückt der ich bin nicht den—— de=wandelt, den du mir ge— — —— Liraet bast und jetzt wollt ich gern aus Schrecken —.— ö 2 23—.——.—. N—.—. ——— mich vor dei-nem Zorn ver-stecken. 2. Doch, wie könnt ich dir 3. Drum, ich muß es nur entfliehen? Du wirst allent-bekennen, Herr, ich habe miß— halben sein; wollt ich über gethan, darf mich nicht dein See gleich ziehen, stieg ich in Kind mehr nennen; ach, nimm die Gruft hinein, hätt ich Flü-⸗ mich zu Gnaden an! Laß die gel gleich den Winden, gleich- Menge meiner Sünden deinen wohl würdest du mich finden. Zorn nicht gar entzünden. ——“4 240 Gesetz, Buße und Bekehrung. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem weiten Weltenmeer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Wein, ach, wein jetzt um die Wette, meiner beiden Augen Bach! O, daß ich gnug Zähren hätte, 50 be⸗ dauern meine Schmach! O daß aus den Thränenbronnen käm ein starker Strom geronnen! 6. Aber, Christe, deine Beulen, ja ein einzig Tröpflein Blut, den heilen, löschen meiner Sünden Glut; drum will ich, mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden hüllen. 7. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefe See; wasche mich von meinen Sünden, wasche mich so weiß als Schnee; laß dein'n guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Joh. Franke, 4 1677. Mel.: Herr, wie du willst. 642. Jesu Chri 3 0 9. Hde hochsts Hu du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch wie ich in meinem Mut mit Schmerzen bin be— laden und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich armen Sünder drücken. das kann meine Wun⸗ 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem HShalt dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßt ewig verloren sein, 160 ich dein Wort nicht hätte. Aber dein heilsam Wort, W. macht mit süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht und fast beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit Lerkuirschtem Geist zu dir, Herr Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn, wie ich zuvor geklaget, auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewissen naget, und wollte gern im Blute dein von Sünden ab⸗ gewaschen sein wie David und Manasse; 6. Also komm ich zu dir allhie in meiner Not geschrit⸗ ten und will dich mit gebeug— tem Knie von ganzem Herzen bitten: Vergieb mir doch ge— nädiglich, was ich mein Leb— 0 wider U kega „ Ach vethyeb ni MWamels nir das Ibernel tung a Herz hinfort ll solhen 0 einem Tot doch in de liab ertötet 3. Du Willen m erfllen; ö walt lllz 24 . Ich dich liebe Wegen üi Unlauter sicht gar 5. Ia n Stein, umfangen: i, aus roch ein verloren sein, ort nicht hätte. heilsam Vort seinem süßen ir das Herze fast beginnt 10 es alle denen, die mit sstzu dir, Her ich denn in wie ich zuvor ein Gun sein Gewis ollt gern m Sünden ab⸗ uir Dud und m ich zu dir ö* geschrit⸗ nit gebug⸗ irn Herzen mir doch ge⸗ ich mein Leb⸗ Gesetz, Buße und Bekehrung. 241 tag wider dich auf Erden hab 8. Stärk mich mit deinem begangen. Freudengeist, heil mich mit 7. Ach Herr, mein Gott, deinen Wunden, wasch mich verzieb mir doch um deines mit deinem Todesschweiß in Namens willen, du wollst in meinen letzten Stunden; und mir das schwere 4— n mich einst, wenn dirs Übertretung stillen, daß sich gefällt, im wahren Gl lauben mein Herz zufrieden geb und von der Welt zu deinen Aus⸗ dir hinfort zu Ehren leb in erwählten! kindlichem Gehorsam. Barth. Ringwaldt, 4 1600. 3 1 0. Eigene Melodie. dich, Herr J Je⸗su, wieder; laß dein er⸗ 1—— Angesicht —2——5 D—3——— 3 zu mei-ner Ar-mut sein ge-richt'. 2. Schau her, ich fühle dieser Erden durch deinen Geist mein Verderben; laß mich in geheiligt werden; der Sinn deinem Tode sterben. O, könnte muß näher zu dir gehn, der doch in deiner Pein die Eigen- Fuß muß unbeweglich stehn. lieb ertötet sein! 6. Ich weiß mir zwar nicht 3. Du wollest, Jesu, meinen selbst zu raten, hier gelten Willen mit der Gelassenheit nichts der Menschen Amil erfüllen; brich der Natur Ge- wer macht sein Herz wohl sel walt entzwei und mache meinen ber rein? Es muß durch dich Willen frei. gewirket sein. 4. Ich fühle wohl, daß ich 7. Ich kenne wohl dein dich liebe und mich in deinen treues Lieben, du bist noch Wegen übe; nur ist von der immer treu geblieben; ich weiß Unlauterkeit die Liebe noch gewiß, du stehst mir bei und nicht ganz befreit. machst mich von mir selber 5. Ich muß noch mehr auf frei. 16 242 Gesetz, Buße und Bekehrung. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Netzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Höllen Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. „ 10. Drum will die Sorge meinem meiner Seelen ich Vater ganz befehlen; ach, drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst daran gedenke und mich in deine Liebe senke, so werd ich von dir angeblickt und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich teils die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter, 1 1711. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 31 1 ch armer Mensch, 2 44 ich armer Sün⸗ der, steh hier vor Gottes An⸗ gesicht. Ach Gott, ach Gott, —— großen Sünd, bis daß ich Gnad von dir erlange, ich armes und verlornes Kind. Erbarme dichꝛc. 3. Mein kläglich und be— weglich Klagen, ach Herr, wie lang erhörst du nicht? Wie kannst du das Geschrei ver— tragen? Hör, was der arme Sünder spricht: Erbarme dich ꝛc. 4. Hör und erhör mein seuf⸗ zend Schreien, du allerliebstes Vaterherz; wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern mei— nes Herzens Schmerz. Er— barme dich ꝛe. 5. Wahr ist es, übel steht der Schade, den niemand hei— let, als nur du; ach, aber ach, sprich: Gnade, Gnade! Ich lasse dir nicht eher Ruh. Er⸗ barme dich ꝛc. 6. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd sind dir vergeben; hinfürder sünd'ge nur nicht mehr. Erbarme dich ꝛe. . Nicht, wie ich wohl ver schuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd. Um Jesu willen, Vater, schone; erkenn mich wieder für dein Kind. verfahr gelinder und geh nicht Erbarme dich ꝛe. mir mir ins Gericht. Erbarme 8. Ich zweifle nicht, ich bin dich, erbarme dich, Gott, mein erhöret, erhöret bin ich zwei⸗ Erbarmer, über mich! felsfrei, weil sich der Trost 2. Wie ist mir doch so herz- im Herzen mehret; drum will lich bange von wegen meiner ich enden mein Geschrei: Er⸗ 10 70 en 0 Idfür, en die Fal, ui gen vol b H em H aßih Gnad ames und aurh 1 ich und be⸗ er arme rrlen dihrr. ar meinz seuf⸗ allerl bichses wales Sünden d Undern mei⸗ achm merz. Er⸗ Mübel steht miemand hei⸗ ach, aber ach, — Ic her Rul 5 ein Wort, so huh, daß der ör: Geh hin, D ir vergeben ge nur nicht dich a. eih wohl ver handle nicht 1— 10 150 schone le; kenn ir dein 8 ind. Ench, ich bin bin ich zwei⸗ ich der Trost ret; drum will Geschrei: Er Gesetz, barme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christian Tietze, 4 1703. Mel.: Durch Adams Fall. 336 312(uch armer Sün⸗ 2 O der komm zu dir, mit höchst betrübtem Her⸗ zen, o Gott, der gnädig für undfür, bekenne dir mit Schmer⸗ zen die Sünden all und jeden Fall, wie ich ihn hab began⸗ gen von Jugend auf mit gro⸗ ßem Hauf, drin ich jetzt binn gefangen. 2. Die Sünden sind, die ich gethan, unmöglich zu erzählen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quä len. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu ver⸗ wunden. dankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe dir zu keiner Zeit gedankt von Her— zensgrunde für deine Treu die täglich neu, für deine Lieb und Güte, die ich an mir gar reich— lich spür und stets trag im Gemüte. Geduld viel abgelohnet; hast fort und fort, Buße und Bekehrung. 243 o höchster Hort, dich meiner angenommen, hast nichts ge— spart nach deiner Art, bis ich zu dir bin kommen. Mit deinem Wort hast du gar oft an mein Herz an⸗ geschlagen, durch deinen Geist mir zugeruft, den Himmel an— getragen; hast früh und spat durch viel Wohlthat zur Buße mich bewogen, auch mit Trüb⸗— sal, Angst, Not und Qual zu dir hinauf gezogen. 6. Dennoch, das ich nicht leugnen kann, wenn du gleich angeklopfet, hab ich dir nie— mals aufgethan, die Ohren zu— gestopfet, mit Unbedacht dies ganz veracht', den Rücken dir gekehret; doch hast du mich so gnädiglich geduldt und nicht ergcheet 7. Du konntest ja mit gu⸗ 2951 8— ½ iem Recht das Leben mir ver⸗ 3. So ist auch mein' Un⸗ kürzen und mich als einen bösen Knecht hinab zur Hölle stürzen, der ich ohn Scheu, ohn Leid und Reu in Sünden mich ver⸗— weilet; dennoch. 0. du mir Raum und Ruh, hast mich nicht übereilet 8. Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stücken 4. Vornehmlich hast du mit Jahr bisher ver⸗ schonet und mir nicht, wie ich oft verschuldt, im Zorn bald sein, ich habe sie verschuldet; möchts zerspringen; die große Sicherheit mich kränkt, thut Mark und Bein durchdringen. Kein' Höllenpein so groß mag 244 Gesetz, ich bin nicht wert, daß mich die Erd trägt, nährt und auf sich duldet. 9. Unwert bin ich, daß man mich nennt ein Werk von Gott geschaffen 1; wert bin ich, daß all' Element' zur Strafe mich hinraffen. So weit hats bracht der Sünden Macht, ich muß es frei bekennen; wo du siehst an, was ich gethan, so muß ich ewig brennen. 10. O Vater der Barm⸗ herzigkeit, ich falle dir zu Fuße: Verwirf den nicht, der zu dir schreit und thut rechtschaffne Buße; dein Angesicht mit Gna⸗ den richt auf mich betrübten Sünder, gieb einen Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder. lich Herz, den Quell der ew- gen Liebe; vergieb die Sünd, ich mich stets übe in dem, was dir gefällt an mir, und alles Böse meide, bis ich hinfahr zur Engel Schar, da nichts als lauter Freude. Joh. Heermann, 4 1647. Mel.; Aus tiefer Not. 306. 3 13. 43 will von mei⸗ Buße und Bekehrung. deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren. 2. Natürlich kann ein Mensch doch nicht sein Elend selbst em— pfinden; er ist ohn deines Wor⸗ tes Licht blind, taub und tot 5 Sünden, verkehrt ist Will, Verstand und Thun; des gro⸗ ßen Jammers komm mich nun, o òV 11—„ zu entbinden! Klopf durch Erkenntnis bn nd an und führ mir wohl zu Sinnen, was Böses ich vor dir gethan. Du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Rummer und Beschwer laß über meine Wangen her viel heiße Thränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt deu Reichtum 11. Eröffne mir dein freund⸗ deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, die hat + Lan. überladen mit Ruh, Ge⸗ heil meinen Schmerz; hilf, daß sundheit, Ehr und Brot; du machst, daß mir noch keine Not bis hierher können schaden. Hast auch in Christo mich erwählt tief aus der Höllen Fluten, daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch ner Missethat aus großer Treu gestäupt mit zum Sren H bekehren; du Vaterruten. wollest selbst mir Hilf und Rat hierzu, o Gott, bescheren und 6. Wer giebt wohl Kindern, was du mir gegeben zu ge— ben 12 S nie Rrr horsam d 32 50 hem! nicht 8 ah, brennen. 9. Bi heit e gesagt: Gott 0 fle fen; e N Id Schuld Geduld d Schafen 10. erwacht, isto n mich öllen id einem ja dein ich auch äupt mit Kindern, zu ge⸗ Gesetz, Buße u nießen? Schenk aber ich Ge⸗ horsam dir? Nein, zeuget mein Gewissen, mein Herz, in wel— chem nichts gesund, das tau⸗ send Sünden haben wund bis auf den Tod zerrissen. 7. Die Thorheit meiner jun⸗ gen Jahr und alle schnöde Sa— chen verklagen mich zu offen— bar; was soll ich Armer ma⸗ chen? Sie stellen, Herr, mir kö vors Gesicht dein unerträglich Zorngericht und deiner Höl⸗ 2— Rachen. 8 Ach, meine Greuel all⸗ zumal schäm ich mich zu be— kennen; es ist ihr weder Maß noch Zahl, ich weiß sie nicht zu nennen, und ihr ist keiner doch so klein, um welches wil⸗ len— allein ich ewig müßte brenner 9. zisher hab ich in Sicher— heit ganz unbesorgt nnn gesagt: Es hat noch 19 f. Zeit Gott pflegt nicht bald zu stra⸗ fen; er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Hirt mit seinen Schafen. 10. Dies alles jetzt zugleich erwacht, mein Herz will mir zerspringen; ich sehe deines Don⸗ ners Macht, det Feuer auf mich dringen; du regest wider mich zugleich des Todes und der Höllen Reich, die wollen mich verschlingen. nd Bekehrung. 245 11. Die mich verfolgt, die schr vere Not fährt se schnell ohn Zaum und Zügel. Wo flieh ich hin? Du Morgenrot, er⸗ teil mir deine Flügel! Ver⸗ birg mich wo, du fernes Meer! Stürzt doch herab, fallt auf mich her, ihr Klippen, Berg und Hügel! 12. Ach, nur umsonst; und nnt ich gleich bis in den Himmel steigen und wieder in der Höllen Reich mich zu ver— kriechen neigen, so würde mich doch deine Hand da finden und und all meine Schand der lichten Sonne zeigen. 13. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein! Ich flieh in deine Wunden, die du, o Heiland, wegen mein am Kreuze hast empfunden, als aller unsrer Sünden Müh dir, o du Got⸗ teslamm, ward hie zu tragen aufgebunden. 14. Wasch mich durch dei— nen Todesschweiß und purpur⸗ rotes Leiden, und laß mich sau— ber sein und weiß durch deiner Unschuld Seiden; von wegen deiner n ast erquick, was du zermalmet hast, mit deines Trostes Freuden. 15. So angethan will ich mich hin vor deinen Vater machen. Ich weiß, er lenket seinen Sinn und schaffet Rat 246 Gesetz, Buße und B mir Schwachen; er weiß, was Fleischeslust und Welt und Satan uns für Netze stellt die, uns zu stürzen, wachen. 16. Wie werd ich mich mein lebenlang vor solcher Plage scheuen durch deines Geistes Liebeszwang, den du mir wollst verleihen, daß er von aller Sündenlist und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befreien. Der Kursürstin Luise Henriette von Brandenburg, 1667, zugeschrieben. Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 673. 3 4 Qesu, der du mei— · a. ne Seele hast durch deinen bittern Tod aus des Teufels finstrer Höhle samt der schweren S Sündennot kräf⸗ tiglich herausgerissen, und mich solches lassen wissen durch dein angenehmes Wort, sei doch jetzt, o Gott, mein Hort. 2. Treulich hast du ja ge— suchet die verlornen Schäfelein, als sie 9556 ganz verfluchet in der Höllen Pfuhl hinein. die a Sünder so billig kommen muß. 3. Ach, ich ein bin Kind der Sünden, ach, ich irre weit und breit. 6s ist nichts bei mir zu finden, als nur Unge— rechtigkeit. All mein Dichten, ekehrung. all mein Trachten heißet un— sern Gott wn e böslich leb ich ganz und gar und sehr gottlos immerdar. Herr, ich muß es ja be— kennen, daß nichts gutes wohnt in mir. Das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich mei⸗ ner Seelen für; aber Fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen, folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht 3 thu ich wohl. Aber, Herr, ich kann nicht wist en, wie viel meiner Fehler sein. Mein Gemüt ist ganz zerrissen durch der Sünden Schmerz und Pein, und mein Herz ist matt von Sorgen. Ach, vergieb mir, was ver⸗ borgen, rechne nicht die Misse— that, die dich, Herr, erzürnet hat. 6. Jesu, du hast weggenom— men meine Schulden durch dein Blut. Laß es, o Erlöser, kom⸗ men meiner Seligkeit zu gut; und dieweil du so zerschla⸗ gen hast die Sünd am Kreuz Va, du Satans Uberwinder, hast getragen, ei, so sprich mich end⸗ lich frei, daß ich ganz dein gerufen zu der Buß, daß ich eigen sei. 7. Weil mich auch der Hölle Schrecken und des Satans Grim⸗— migkeit vielmals pflegen aufzu⸗ wecken und zu führen in den Streit, daß ich schier muß un⸗ terliegen, ach, so hilf, Herr Nsu, 10. 01„ De nicht. zagen . Deine und Sich sten mich. 9. Bem soll treten, fliehen kann mich vetten 11 nen 0 fanust es 0 inn, meiner link noch n Schmerzen Pein. Es Hetzen al allen. Di Leid vermer 1s Blut Kreuz vert dir, Herr! 11. Nun mir stillen nich plagt Veu erfüll hast esag Weite en Erd loren werd I2 be⸗ Swohnt das wir ch mei⸗ Fleisch und das lget gar ich nicht n nicht Fehler anz Ou Sünden Id mein Sorgen. as ver⸗ Misse erzürnet ggenom⸗ lrch dein er, kom⸗ zu gut; zerschla⸗ u Kreuz uch end⸗ nz dein Naufzu⸗ in den muß un⸗ f, Herr Gesetz, Jesu, siegen. O du meine Zuversicht, zagen nicht. 8. Deine rotgefärbten Wun⸗ den, deine Nägel, Kron und Grab, deine Schenkel fest ge⸗ bunden wenden alle Plagen ab; deine Pein und blutig Schwi⸗ tzen, deine Striemen, Schläg und Ritzen, deine Marter, Angst und Stich, o Herr Jesu, trö⸗ sten mich. 9. Wenn ich vor Gericht soll treten, da man nicht ent⸗ fliehen kann, ach, so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es stören, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu meiner linken Hand, seid von mir noch nie erkannt. 10. Du ergründest meine Schmerzen, du erkennest meine Pein. Es ist nichts in meinem Herzen als dein herber Tod allein. Dies mein Herz mit Leid vermenget, durch dein teu⸗ res Blut besprenget, so am Kreuz vergossen ist, geb ich dir, Herr Jesu Christ. 11. Nun, ich weiß, du 23—5 mir stillen mein Gewissen, das mich plagt. Es wird deine Treu erfüllen, was du selber hast gesagt, daß auf dieser weiten Erden keiner soll ver⸗ loren werden, sondern ewiged Buße und Bekehrung. laß mich ja ver⸗ 247 leben soll, wenn er nur ist glaubensvoll. 12. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verzagen nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht. Dei⸗ ner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen dich, Herr Jesu, nach dem Streit in der süßen Joh. Rist, 4 1667. Mel.: Kommt her zu mir, spricht. 378 3 15 Ii armen 1988 ). der, kommt zu. Hauf, kmmn 20— kommt 100 macht euch auf, mühselig und beladen. Hier öffnet sich das Jesusherz für alle, die in Reu und Schmerz erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt, er nimmt die Sünder an; drum komm, dein Jesus will und kann dich ret— ten und umarmen. Komm wei⸗ nend, komm in wahrer Buß, und fall im Glauben ihm zu Fuß; er wird sich dein er⸗ barmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dems in der Irr an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er Hanen neun und neunzig stehn und sie gar in der Wüste gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Je⸗ sus Christ das Schäflein, das verloren ist, bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß; ich komm mühselig, nackt und blos, ach, laß mich Gnad finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach, nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. Ach, wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Ab— grund schier! Ach, laß mich wiederkehren zu deinem Schaf— stall, nimm mich an und mach mich frei vom Fluch und Bann; dies ist mein Herzbegehren. 248 Gesetz, Buße und Bekehrung. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, und du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben. Laß mich vom eit⸗ len Weltgesind ausgehn und mich als Gottes Kind um dich, mein Schatz, bewerben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Sündenlust bis e in mein Grab und in dem neuen Leben in Heilig- und Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. 9. Ach, nimm dein armes Täublein ein und laß es sicher bei dir sein in deinen Wun— denhöhlen; bewahre mich vor Sündenwerk und gieb mir dei— nes Geistes Stärk am Leib und an der Seelen. Laurentius Laurenti, 1722. Litanei. 22 Gott Va ter im rr, Gott Hei⸗ ——— He Himntel Herr, Gott Sohn, der Welt Heiland, He li-ger Geist, Erbarm dich über uns Vor des vor bö vor Pest vor Kri vor vor Ha Dunhhn de durch d h de 2 Scäflen em treuer und im vom eit⸗ ehn und um dich, n. nun an nlu ust h6 bis in dem lg⸗ und len noch mir zum in armes es sicher n Wun⸗ mich vor mir dei⸗ am Leib * Gesetz, Buße und Bekehrung. 249 . s 8——...— Sei uns gnädig! Verschon uns, lieber Herre Gott! Sei uns gnädig! Hilf uns, lieber Herre Gott! Vor allen Sünden, E vor allem Irr⸗ sal, 4 Behüt uns, lieber Herre Gott! vor allem U-bel,) — 11 ... Vor des 2 Teufels Trug u. List, vor bön-⸗ sem, schnellem Tod, vor Pestilenz und teu⸗-rer Zeit, vor Krieg und Blutver-gie⸗Fen, vor Aufruhr u. Zwietracht,. Behut vor Hagel und Un⸗ge-wit⸗ter, uns, lieber Herre Gott! vor Feuers- und Wassersnot, vor dem e⸗wi⸗gen Tod, Durch deine— heilig Ge-burt, durch deinen Todes⸗ kampf und blutigen Schweiß, Hil funs, durch dein Kreuz u. Tod, lieber Herre Gott! Duuch dein—.57 heiliges Auferstehn u. Himmelfahrt, Hilfuns uns⸗rer letz⸗ten Not, lieber Herre Gott! jüngsten Gericht, e— 3. Wir armen Sünder bitten, Du wollest uns erhören, lieber Herre Gott! 250 Gesetz, Buße und Bekehrung. lindd. deine heilt ige christl iche Kirche regieren und be-wahren, alle Bischöfe, Pfarrherren u. Kirchendiener im heilsa⸗ menWortu. heiligen L zebener-halten, allen Rotten und Ärgernis⸗sen wehren, alle Irrigen und Verführten wie-derbringen, den Satan unter unsre Fü-ße tre⸗ten, treue Arbeiter in deine Ern-te sen-den, deinen Geist u. Kraft zum Worte ge-ben, allen Betrübten u. Blöden helfen und sie! trösten,‚ hsern Kais ser, allen Kö⸗ nigen und Fürsten Fried' und Eintracht ge-ben, unsern Landesherrn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schützen, unsern Rat und Gemeinde se gnen und be⸗ hü⸗ten, Rll len, so in oin Not und Gefahr sind, mit Hilfe erscheinen, allen Schwangern und Säugern fröhliche Frucht und Gedeihen ge-ben, aller Kinder und Kranken pflegen und warten, s alle unschuldig Gefangenen los und ledig lassen, alle Witwen und Waisen verteidigen und ver-sorgen, aller Menschen dich— erbarmen! Erhör uns, lieber Herre Gott! r uns, lieber Herre Gott! Erhir uns, lieber Herre Gott! OduGott das der OduGott das der! 2 OduSot das der Hel.: Nesu. de Mel.: Jesu, der ner Nedrig man zum Es geht ein rre Gott! Gesetz, il Unsern Feinden, Verfol— gern und Lästereren ver⸗ geben und sie be-⸗kehren, alle Früchte auf dem Felde geben und bewahren, uns, lieber Herre Gott! Und uns gnädiglich— er-hö-ren, = E Jesu Ehriste Got— 1es Sohn! Erhör —.— en U uns, lieber Herre Gott! OduGotteslamm, re das der Welt Sündeträgt! e— 2.—— O du Gotteslamm, das der Welt 2—— trägt! Ddu Gotteslamm, 20 Verleih uns steten Frieden. das der Welt Sünde trägt! e Buße und Bekehrung. Keärbembich ü⸗ber uns! Christe, CeHore une Ky⸗ri⸗e, Christe E⸗lei⸗son! ...... E——— Ky⸗ri⸗e, e⸗lei⸗son, men⸗ Mel.: Jesu, der du wollen büßen. 100. Laß auch deine Kraft ausfließen 3 44.— Jesu, in und sich, deinen Geist ergießen; den Tagen dei- da du in der Herrlichkeit nun ner allhier hörte regierest weit und breit! man zum Volk dich sagen: 2. Denn dir ist in deine Es geht eine Kraft von mir. Hände nun gegeben alle Macht; 252 Gesetz, Buße und Bekehrung. bis an aller Welt ihr Ende wird Ren Name hoch geacht'. Alles muß sich vor dir neigen, und was hoch ist, muß sich beu— gen; selbst der letzte Feind auch muß endlich unter deinen Fuß. 3. Darum kannst du allen raten; deine Kraft ist nie zu klein, es bezeugens deine Tha⸗ ten, die uns aufgeschrieben sein. Ja, du bist deswegen kommen, weil du dir Hlt vorgenommen, aller Menschen Heil zu sein und zu retten groß und klein. 4. Hier, mein Arzt, steh auch ich Armer, krank am Geiste, blind und bloß; rette mich, mein Erbarmer, mache mich von Sünden los und von den so vielen Tücken, die mein ar⸗ 318. mes Herz bestricken; ach, laß deinen süßen Mund zu mir sprechen: Sei gesund! 5. Siehe, meine Seele rühret deinen Saum im Glauben an, wartet bis sie endlich spüret, was du hast an ihr gethan. An dein Wort will ich mich halten und indes dich lassen walten; leugnen kannst du dich doch nicht, da dein Wort mir Heil verspricht. 6. Amen! Du wirst mich er⸗ hören, daß ich durch dich werde rein, und zu mir dein Antlitz kehren, daß ich könne fröhlich sein. So will ich aus Herzens⸗ grunde deine Güte mit dem Munde rühmen hier in dieser Zeit bis zur frohen Ewigkeit. Eigene Melodie. Mein J Je⸗su, dem die Se⸗ra⸗ phi⸗ nen im Glanze der höchsten nur mit be⸗decktem Antlitz die nen, wenn dein Be-⸗fehl an augen, die der verhaßten Sünden Nacht mit i hrem Schatte n trüb gemacht, dein hel⸗ les ⁰ Licht zu schauen tau⸗gen? ligtum, 1 Hal ind den Güte, de Gnade lechz Zun in det 1 mir i r weiß, d rne gnädig sein, Blut von erlöst, da es 4. Ich f denhände 5 Glaubensku wende, wen der Herzens gerocht dur 0 14 an bii m dü, 10 1 verbund 5. Ach, la heit leiten! licht von m Gnade mir ich auf de beständig bi damit ich o in Lieb und ö ach * laß 7 Mir eele Aub erühret à.Ul, 0 püret gethan. ich mich ich Aasen sd du dich Wort mir st nich er⸗ 2 werde u Au tl 1 fuiin He Izens⸗ N mit dem im die eser Ewig igkeit. er höchsten .r Ne⸗fehl an Gesetz, 2. Doch gönne meinen Glau⸗ bensblicken den Eingang in das Heiligtum, und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Scepter meiner Seele, die sich wie Esther vor dir neigt und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja, du bist's, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu voller Güte, dem Herzen, das nach Gnade lechzt; hör, wie die Zung in dem Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; wie könntest du un— gnädig sein, dem, den dein Blut von Schuld und Pein Auas da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine Gna⸗ denhände und bitte mit dem Glaubenskuß: Gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herzensbuß! Mach mich gerecht durch deine Wunden, so ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach, laß mich deine Weis⸗ heit leiten und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dem beliebten Steg beständig bis ans Ende wandle, damit ich auch in dieser Zeit in Lieb und Herzensfreundlich⸗ Buße und Bekehrung. 253 keit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde wacht; so wird dein Gnaden— reich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. d, ja, mein 8 400 dich umfassen, awihl e. 5 Herr, zu deinem Thron! Hast 51 aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron, so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang in mir das Herz sich regt, und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler, 4 1722 Mel.: Dies sind die heilgen zehn. 307. 3 1 9. Men sch, willst du leben seliglich und bei Gott bleiben ewiglich, 254 Gesetz, Buße und Bekehrung. sollst du halten die zehn Gebot, die uns gebeut unser Gott Kyrieleis! 2. Dein Gott und Herr allein bin ich, kein andrer Gott soll irren dich; trauen soll mir das Herze dein, mein eigen Reich sollst du sein. Kyrieleis! 3. Du sollst mein' Namen ehren schon und in der Not mich rufen an; du sollst heil⸗ gen den Sabbattag, daß ich in dir wirken mag. Kyrieleis! 4. Dem Vater und der Mutter dein sollst du nach mir gehorsam sein, niemand töten, noch zornig sein, und dein Ehe halten rein. Kyrieleis! 5. Du sollst einm Andern stehlen nicht, auf niemand Fal— sches zeugen nicht, deines Näch— sten Weib nicht begehrn, und all sein's Guts gern entbehrn. Kyrieleis! Martin Luther, 1546. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. 320 frommer und J. O getreuer Gott, das ist mir leid und reuet mich. Weil aber du, o gnäd⸗ ger Gott, nicht hast Gefalln der zu dir komm und bitt dich durch den bittern Tod und hei⸗ lige fünf Wunden rot. 4. Deins lieben Sohnes Je⸗ su Christ, der mir zu gut Mensch worden ist, laß deine Gnad und Gütigkeit mehr gel— ten denn Gerechtigkeit! 5. Verschon, o Herr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld; so werd ich arm ver— lornes Kind ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort mich bessern, le— ben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. Barth. Ringwald, 7 1598. Mel.: Durch Adams Fall ist 16 336. 321.— Gott voll Gnad und Gütigkeit, mein Gott, dh mein Flehen; gedenk an dein Barmherzigkeit, laß dirs zu Herzen gehen. Ich steck in Not, Sünd, Höll und Tod will meine Seel verschlin— gen; eröffne mir die Gnadenthür ich hab gebrochen dein Gebot und sehr gesündigt wider dich; laß mein Gebet durchdringen. 2. Ich muß gestehn, ich bins nicht wert, mein Augen auf⸗ zuheben, ich muß mich schä— men und die Erd ansehn mit an meinem Tod und ist dein Furcht und Beben; weil ich herzliches Begehrn, daß ich s soll vielmal, 130, ohne Zahl, in Buß thun, mich bekehrn: 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sün⸗ * meinem ganzen Leben nicht recht gethan, der breiten Bahn voll Sünden inich ergeben. 3. Ach du V e guell all zu dir +* mühseig u 19 dein 2— getrage U; 015 Bue nicht wrfng mein höchst jn eil—11 nich, hilf mich 6 Li 5. Gott empfindet Vort das“ mir 0 Hi Hesus hatg regier all rechten We Fröl nmigke i ich dich ew An W Mel.: 322. über als und Meer vor dem di der Himmi Kleid, dunl Herrlichkeit, derthätig. 2 gut laß deine 1P. 55 laß lle meine arm ver⸗ los al err, nach essern, 0 dam iit 55— Gütigket, in Flehen: herzigkeit ehen. Ich Höll und verschlin⸗ nadenthür chdringen. „ ich bins ugen auf⸗ nich shi⸗ ·8n. Gesetz, Buße und Bekehrung. 255 3. Ach Gott, mein Gott, vermag nichts mehr, als daß du höchstes Gut, du Brunn⸗ ich ruf zu deiner Ehr: Gott quell aller Gnaden, jetzt flieht sei mir Sünder gnädig! zu dir Herz, Sinn und Mut 2. Hier steh ich, wie der mühselig und beladen; sucht Zöllner that, beschämet und deine Gnad, die früh und spat von ferne; 0 suche deine Hilf noch allen offen stehet; eröff- und Gnad, o Herr, von Her⸗ ne mir die Gnadenthür, ehzen gerne; r⸗ weil ich voller mein Geist ganz vergehet. Fehler bin und, wo ich mich 4. Ach, sei mir gnädig, weil nur wende hin, beschmutzet und dein Sohn auch meine Sünd unflätig, so schlag ich nieder getragen; hilf mir durch diesen mein Gesicht vor dir, du rei— Gnadenthron, du wirst mirs nes Himmelslicht: Gott ꝛc. nicht versagen; sein teures Blut, 3. Die Schulden, der ich mein höchstes Gut, macht mich mir bewußt, durchängsten mein ja rein von Sünden; erhöre Gewissen; drum schlag ich reuig mich, hilf gnädiglich, ach, laß an die Brust und will von mich Gnade finden. Herzen büßen. Ich bin, o 5. Gott Lob, mein Herz Vater, 1 aae wert, daß ich empfindet schon aus deinem noch wandle auf der Erd; doch Wort das Leben; ich seh, daß weil du winkst, so bet t ich mit mir des Himmels Thron mein ganz zerknirschtem bangen Geist, Jesus hat gegeben. Mein Gott, der gleichwohl dich noch Abba regier all mein Begier, den heißt: Gott ꝛc. rechten Weg mir weise, gieb 4. Mein Abba, schaue Je⸗ Frömmigkeit, Beständigkeit, daß sum an, den Gnadenthron der ich dich ewig preise. Sünder, der für die Welt ge— Joh. Olearius, 1 1684. nug gethan, durch den wir Mel.: An Wasserflüssen Vabylon. 211. Gottes Kinder im gläubigen 322 9 König, dessen Vertrauen sind; der ists, bei Majestät weit dem ich Ruhe findt, sein Herz über alles steiget, dem Erd ist j a gutthätig. Ich fasse ihn und Meer zu Dienste steht, 110 laß ihn nicht, bis Gottes vor dem die Welt sich neiget; Herz mitleidig bricht. Gott ꝛe. der Himmel ist dein helles 5. Regiere doch mein Herz Kleid, du bist voll Macht und und Sinn in diesem 5 Herrlichkeit, sehr groß und wun⸗ Leben; du bist mein Gott, und derthätig. Ich armer Wurm was ich bin, bleibt ewig dir 256 ergeben. Ach, heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe thätig, und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott ꝛc. 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf dei⸗ ner Gnade; mir geh es gleich bös oder gut, gieb nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst beirätig, und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher, 4 1749. Mel.: Ach Gott, vom Himmel. 210. 323 LVater der 949. Barmherzig⸗ keit, ich falle dir zu Fuße; verstoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch endlich Buße! Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnädig⸗ lich durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wunderthat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin⸗ nen mirs sonst fehlet; gieb Wil—⸗ len, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Ar⸗ Gesetz, Buße und Bekehrung. Last, wollst meiner dich er— barmen! O wahrer Gott, o Davids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon; sieh an mein kläglich Rufen! 4. Laß deiner Wunden teu⸗ res Blut, dein Todespein und Sterben mir kommen kräftig⸗ lich zu gut, daß ich nicht muß verderben; bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O Heilger Geist, du wah— res Licht, Regierer der Gedan— ken, wenn mich der Sünden Lust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Wollust, Geld und Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stünd⸗ lein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trotz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. David Denicke, 4 1680. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 476. 324 Se wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß men getragen aller Sünden er von Sünden halte still, von siner Bo⸗ lbe mit! 2. Die Menshent in deiner R Trost, Gott dir zwar dut O selig, 3. Doch! heit! Dent gute Zet; lich sein al ich lebensn wil ich be wird wohl! 4. Wahr stets berei Barmherzig Gnade fün in seinem ner Seelen der wird mi dih er⸗ Gat,o dich 15 sieh an nden teu⸗ bein und kräftig⸗ in muß en Vater, rn nicht wie ich du wah⸗ Gedan⸗ Sünden h von dir daß nun Ust durch ipfen, auf Ungst und gte Feind, die Thür cke, 4 1680. melreich. 476. r ich lebe, ht dein t lieb des iehr ist dies Will, daß e still, von Gesetz, Buße und Bekehrung. 257 seiner Bosheit kehre sich und Gott von wegen Christi Blut 0 und Tod; zusagen hat er nicht lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort bedenk, Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar durch einen teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicher— heit! Denk nicht: Es ist noch gute Zeit; ich will erst fröh— lich sein auf Erd, und wann ich lebensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, 5. Gnad hat dir zugesaget gewollt, ob du bis morgen le— ben sollt. Daß du mußt ster⸗ ben, ist dir kund; verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut be— kehre dich; eh morgen kommt, kanns ändern sich. Wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Leib und Seel dort muß. Hilf, o Herr Jesu, hilf Gott ist zwar du 2—— daß ich ja komme bald stets bereit dem Sünder mit zu dir und Buße thu den Augen— Barmherzigkeit; doch wer auf blick, eh mich der schnelle Tod Gnade sündigt hin, fährt fort hinrück, auf daß ich heut und in seinem bösen Sinn und sei-jederzeit zu meiner Heimfahrt ner Seelen selbst nicht Koat der wird mit Ungnad ab 325. sei bereit. Joh. Heermann, 4 1647. Eigene Melodie. ———— — , —5— 2—— ——— Strafmich nicht in deinem Zorn, gro⸗ßer Gott, ver-scho⸗ne. 9—— laß mich nicht sein ver⸗lorn, nach Verdienst nicht lohne. —..—.————. —— en Hat de Sünd dich entzündt, 42—0 ab in dem Lam ö me 13— XX ◻% Qe ů + — 4 1 dei⸗-nes Grimmes Flamme. 258 Gesetz, Buße und Bekehrung. Zeig mir deine Vater— huld, stärk mit Trost mich Schwachen. Ach Herr, hab mit mir Geduld, mein Ge⸗ beine krachen. Heil die Seel mit dem Ol deiner großen Gna⸗ den, wend ab allen Schaden. 3. Herr, wer denkt im Tode dein, wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob sage. 4. Ach, sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren; meine Seele gar nicht kann deiner ——6 harren. Ich verschmacht, Tag und Nacht muß mein La— ger fließen von den Thränen⸗ güssen. 344— 5. Ach, ich bin so müd und matt von den schweren Plagen; mein Herz ist der Seufzer satt, die nach Hilfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhle? 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weih! Hölle, fleuch! Was mich vor gekräntet hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicher Weis', der allzeit zu loben; Heilger Geist, sei gepreist, hoch gerühmt, ge— ehret, daß du mich erhöret. Joh. Georg Albinus, 4 1679. Eigene Melodie. — 2—————.— ——— Sünder, willst du ruhigsei sein und befreit t von Furcht und Pein, — —.—. * —.—.——.—= ach, so laß dir nicht belieben, deine 44 srung aufzuschiebef. 2. i Sodon XWnteischer und empfängt den Schwefel⸗ lohn; der erzürnte Himmel blitzet, such ein Zoar, das dich 3. Durd⸗ daß es iönen thut, wenn das träge Fleisch und Blut mag nach seinem Willen leben, weil ihm stets schützet. Auf, Gott rufet dich wird Frist gegeben. Auf! zu sich, eile ꝛe. Gott rufet ꝛc. 4. Die Ruh, dei 3 dein schwertt u vermehret. dich noch Gott ruft 6. Was hat, wird Ast, dessen zahen mar bemühen. noch ꝛe. 7. Eile, Tod, da Not; du gehen und stehen, noch a6 8. Bra Gnadenzei Epigkeit k geschossen, Abgrund ruft dich i 9. Eile, säumt, da träumt, su bringen un zu dringen dich 290 10. V leit 9 müd und Plagen Seufzer sragen. u bang im der e, weicht rt mein Tich mit 6 treten. „fleuch! nlet, hat vig Preis ben, wie Weis, der ger Geist, ihmt, ge⸗ echöret. 8, 4 1679. und Pein, S schaden ige Fleisch ich seinem ihm stets n. Auf! Gesetz, Buße und Bekehrung. 259 4. Die Verstörer deiner denzeit nicht von mir versäumet Ruh, deine Sünden, nehmen werde, führ mich selbst zu zu, dein Gewissen wird be- deiner Herde. Vater, ach, ich schweret und des Zornes Last bitte dich, eile und errette mich! vermehret. Auf! Gott ruft dich noch zu sich, eile ꝛc. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 5. Deines Herzens Härtig⸗ 32 7— Gott, ich keit steigt und wächst von Zeit“* muß dir kla⸗ zu Zeit; Sünden, die dich jetzt gen meines Herzens Jammer⸗ noch schrecken, wirst du bald stand, ob dir wohl sind meine mit Lust vollstrecken. Auf! Plagen besser, als mir selbst Gott ruft dich noch ꝛe. bekannt. Große Schwachheit 6. Was du Böses an dir ich bei mir in Anfechtung oft— hast, wird sonst wie ein alter mals spür, wenn der Satan Ast, dessen Krümmen gleich zu allen Glauben will aus mei— ziehen man sich wird umsonst nem Herzen rauben. bemühen. Auf! Gott ruft dich“ 2. Du, Gott, dem nichts noch ꝛe. ist verborgen, weißt, daß ich 7. Eile, denn es kommt der nichts von mir hab, nichts Tod, da entstehet Angst und von allen meinen Sorgen; Not; du mußt unbereitet alles ist, Herr, deine Gab. gehen und vor deinem Richter Was ich Gutes find an mir, stehen. Auf! Gott ruft dich das hab ich allein von dir; noch ꝛc. auch den Glauben mir und 8. Brauch, ach, brauch die allen giebst du, wie dirs mag Gnadenzeit, denn die lange gefallen. Ewigkeit kommet wie ein Strom— 3. O, mein Gott, vor den geschossen, will dich in den sich trete jetzt in meiner größten Abgrund stoßen. Auf! Gott Not, höre, wie ich sehnlich ruft dich noch ꝛe. bete, laß mich werden nicht 9. Eile, du hast viel ver⸗zu Spott; mach zunicht des säumt, da du bis anher ge-Satans Werk, meinen schwachen träumt, such es wieder einzu⸗Glauben stärk, daß ich nim⸗ bringen und mit Ernst hindurch mermehr verzage, Christum zu dringen. Auf! Gott im Herzen trage. dich noch ꝛe. 4. Jesu, Brunnquell aller 10. Vater der Barmherzig-Gnaden, der du niemand von keit, gieb doch, daß die Gna⸗ dir stößt, der mit Schwachheit 260 Gesetz, ist beladen, sondern deine Jün⸗ ger tröst'; auch so klein wie ein kleines Senfkorn sein, wollt'st du sie doch würdig schätzen, große Berge zu versetzen. 5. Laß mich Gnade vor dir finden, der ich bin voll Traurig— keit; hilf du mir selbst überwin⸗ den, so oft ich muß in den Streit; meinen Glauben täglich mehr', deines Geistes Schwert verehr, damit ich den Feind kann schla— gen, alle Pfeile von mir jagen. 6. Heilger Geist ins Him⸗ melsthrone, gleicher Gott von Ewigkeit mit dem Vater und dem Sohne, der Betrüb— ten Trost und Freud, allen Glauben, den ich find, hast du in mir angezünd't; über mir mit Gnaden walte, ferner deine Gab erhalte. 7. Deine Hilfe zu mir sende, o du edler Herzensgast, und das gute Werk vollende, das du angefangen hast. Blas das kleine Fünklein auf, bis daß nach vollbrachtem Lauf ich den Auserwählten gleiche und des Glaubens Ziel erreiche. 8. Gott, groß über alle Götter, heilige Dreifaltigkeit, außer dir ist kein Erretter; hilf, jetzt ist des Helfens Zeit, wenn der Feind die Pfeil ab⸗ drückt, meine Schwachheit mir aufdrückt, will mir allen Trost Buße und Bekehrung. verschlingen und mich in Ver— sollt ihr Glaube zweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus seinen Stricken, die er mir geleget hat; laß ihm fehlen seine Tücken, drauf er sinnet früh und spat. Gieb Kraft, daß ich allen Strauß ritterlich mög stehen aus, und, so oft ich noch muß kämpfen, hilf mir meine Feinde dämpfen. 10. Reiche deinem schwachen Kinde, das auf matten Füßen steht, deine Gnadenhand ge— schwinde, bis die Angst vor— Wie die Jugend gängle mich, daß der Feind nicht rühme sich, er hab ein solch Herz gefället, das auf über geht. dich sein Hoffnung stellet. Du bist meine Hilf', mein Leben, mein Fels, meine Zuversicht, dem ich Leib und Seel ergeben; Gott, mein Gott, verzieh doch nicht! Eile, mir zu stehen bei, brich des Feindes Pfeil entzwei; laß ihn selbst zurücke prallen und mit Schimpf zur Höllen fallen. 12. Ich will alle meine Tage rühmen deine starke Hand, daß du meine Klag und Plage hast so gnädig abgewandt. Nicht nur in der Sterblichkeit soll dein Ruhm sein ausgebreit'; ich wills auch hernach erweisen und dort ewiglich dich preisen. Joh. Heermann, 1 1647. 5 will ich u Isu Chri nacht mic nin, weil und Buß fall dir zz Christ, dee will mich Joh 9 329. hen, ach! und Treu im Gewi Zorn enth der Sung weh uns,! 2. Dul Sünder, dir bestehn geratnen K Höllenwege der, wenn u deinen Nar nen lieben heißt imm in Ver⸗ U seinen geleget en seine met t früh aft, daß lich mög oft ich hilf m lir chwachen en Füßen Hand ge⸗ ngst vor⸗ Vugend er Feind hab ein das auf tellet. ne Hilf, Is, meine Leib und — mein Eile, rich de vei; laß allen und en fallen. lle meine We Hand, und Plage bgewandt. terblichkeit Agebreit; h erweisen ich preisen. an, 1 1647. Gesetz, Buße und Bekehrung. 261 Mel.: Herzlich lieb hab ich dich. 411.[dein Eidschwur zeuget selbst da— 2996 or G'richt, Herr von. Du willst der Sünder 328 V Christe, steh ich Tod ja nicht; ach, geh nicht hie, zu dir beug ich meins mit uns ins Gericht! Herzens Knie, weiß mir selbst! 4. Wir liegen vor dir in nicht zu raten. Mein Sünd dem Staube und unser Herz und große Missethat mich hier ist ganz zerknirscht; nur tröstet und dort verdammet hat; doch uns allein der Glaube, daß will ich nicht verzagen. Herr du dich noch erbarmen wirst. Jesu Christ, dein Blut allein Ach, hast du noch ein Vater⸗ macht mich von allen Sünden herz, so siehe doch auf unsern rein, weil ich in wahrer Reu Schmerz. und Buß an dich glaub und 5. Der Mittler steht ja in fall dir zu Fuß. Herr Jesu der Mitten, wir schaun zu Christ, des dank ich dir; ich seinen Wunden auf; der hat will mich bessern, hilf du mir. für unsre Schuld gelitten und Joh. Mich. Ditherr, 4 1669. leistet dir die Zahlung drauf. Mel.: Wer nur den——8 Gott. 595. Verbirgst du deinen Gnaden— 329. Wi liegen hier schein, so muß sein Blut ver⸗ zu deinen Fü- loren sein. ßen, ach Herr von großer Güt 6. Das teure Blut von dei— und Treu, und fühlen leider nem Sohne schreit für uns um im Gewissen, wie schr dein Barmherzigkeit. Schau doch Zorn entbrennet sei. Das Maß von deinem Gnadenthrone und der Sünden ist erfüllt; ach, denke noch der alten Zeit, da weh uns, wenn du strafen willt! du auch Gnade hast erzeigt, 2. Du bist gerecht, wir lauter dein Herz dem Sünder zu— Sünder, wie wollen wir vor errige dir bestehn? Wir sind die un⸗ Ach, laß die wohlver⸗ geratnen Kinder, die nur auf d Pent Strafe nicht über unsre Höllenwegen gehn; kein Wun⸗Häupter gehn, daß wir nicht der, wenn uns Pest und Schwert als verlorne Schafe von aule und Hunger längstens aufge⸗ Hut verlassen stehn. Ach, sammle zehrt. uns in deinen Schoß 20 mach 3. Doch, Vater, denk an uns aller Plagen los. deinen Namen, gedenk an dei⸗ 8. Steck ein das Schwert, nen lieben Sohn. Dein Wort das uns will fressen; den Wür⸗ heißt immer Ja und Amen, ger laß vorüber gehn. Gieb 262 Gesetz, Buße und Bekehrung. deinen Kindern Brot zu essen, heftig schrecken, in deine tiefen laß keine solche Zeit entstehn, Wunden, da ich stets Heil ge⸗ daß man dein Wort uns teuer funden. macht und unser Herz dabei 4. Durch dein unschuldig verschmacht. Blut, die schöne rote Flut, 9. Gieb Fried im Land wasch ab all meine Sünde, mit und im Gewissen, gesunde Luft, Trost mein Herz verbinde und wohlfeile Zeit; laß Lieb und ihr nicht mehr gedenke, ins Treu sich stetig küssen und 2335 sie tief versenke. fördre die Gerechtigkeit. Krön 5. Du bist der, der mich unser Feld mit deinem Gut; nöst, weil du mich hast erlöst; nimm Kirch und Haus in deine was ich gesündigt habe, hast Hut. du verscharrt im Grabe, da 10. So wollen wir dir Opfer hast du es verschlossen, da wirds bringen und deine sein mit Leib auch bleiben müssen. und Seel. Es soll dein Lob. 6. Ist meine Bosheit e groß, gen Himmel dringen, und dein so werd ich ihr doch los, wenn erlöstes Isral wird in der ich dein Blut auffasse und mich Hütte Jakobs schrein: Der Herr darauf verlasse. Wer sich zu soll mein Gott ewig sein! dir nur findet, all Angst ihm Benj. Schmolck, 4 1737. 907 verschwindet. Mel.: Auf meinen lieben Gott. 624. Mir mangelt zwar sehr 3 30. Wẽ soll ich fliehen vel⸗ doch was ich haben will, hin, weil ich ist alles mir zu gute erlangt beschweret bin mit viel und mit deinem Blute, damit ich großen Sünden? Wo kann überwinde Tod, Teufel, Höll ich Rettung finden? Wenn und Sünde. alle Welt herkäme, mein Angst 8. Und wenn des Satans sie nicht wegnähme. Heer mir ganz entgegen wär, 2. O Jesu, voller Gnad, darf ich doch nicht verzagen, auf dein Gebot und Rat kommt mit dir kann ich sie schlagen. mein betrübt Gemüte zu dei- Dein Blut darf ich nur zeigen, ner großen Güte; laß du auf so muß ihr Trutz bald schwei⸗ mein Gewissen ein Gnaden- gen. tröpflein fließen. 9. Dein Blut, der edle Saft, 3. Ich, dein betrübtes Kind, hat solche Stärk und Kraft, werf alle meine Sünd, so viel daß auch ein Tröpflein kleine ihr in mir stecken und mich so die ganze Welt kann reine, ja gar aus 5 und 10. D aut Ohn t kann r denn du! da du für 2. Von Mel.: Was! 33. ich mein hallen; da sein ewigl will traue Weisheit göttli tllich W. Gottes W richt', sol 2 1 Wort reit verlassen; ein Leuch rechter St nich kein der Wahrh um deines Wahrheit 3. All ich mich, Güte; ich gnädiglich behüten. deinem W solchs rein — ne tiefen Heil ge⸗ ischuldi te Flut 195 nde, mit nde und ne, ins er mi st +* be, hast labe, da da wirds i gruß 5„ wenn 10 d nich sich zu ngst ihm Satans gen wär, verzagen, schlagen. r zeigen, 1d schwei⸗ edle Saft, id Ktaft, ein kleine reine, ja Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 263 gar aus Teufels Rachen frei, 11. Führ auch mein Herz los und ledig machen. und Sinn durch deinen Geist 10. Darum allein auf dich, dahin, daß ich mög alles Herr Christ, verlaß ich mich. meiden, was mich und dich Jetzt kann ich nicht verderben, kann scheiden, und ich an dein Reich muß ich ererben; deinem Leibe ein Gliedmaß denn du hast mirs erworben, ewig bleibe. da du für mich gestorben. Joh. Heermann, 1 1647. 2. Von Evangelinm, Glaube u. Rechtfertigung. Mel.: Was mein Gott will, das. 665. gen, Trug und Mord, vor al⸗ 331 Allain auf Got- lem falschen Scheine. tes Wort will 4. Alleine Christum, Got— ich mein Grund und Glauben tes Sohn, von Ewigkeit ge⸗ bauen; das soll mein Schatz boren vom Vater, Gott in glei⸗ sein ewiglich, dem ich allein chem Thron, hab ich zum Trost will trauen. Kein menschlich erkoren. Den hat Gott in die Weisheit will ich nicht dem Welt gesandt allen Menschen göttlich Wort vergleichen; was auf Erden, für alle Sünd lar⸗ Gottes Wort klar spricht und richt', soll billig alles weichen. 2. Allein auf Gott und sein Wort rein mein Herz sich soll verlassen; sein Wort soll mir ein Leuchte sein, zu gehn auf rechter Straßen. O Gott, laß mich kein falsche Lehr von dei— der Wahrheit trennen; hilf mir um deines Namens Ehr die Wahrheit zu bekennen. 3. Allein auf Gott verlaß ich mich, auf seine Gnad und Güte; ich hoff, er wird mich gnädiglich vors Teufels List behüten. Erhalt mich, Gott, bei deinem Wort und gönne mir solchs reine vors Teufels Lü⸗ hohes Pfand ein Opfer las⸗ sen werden. 5. Alleine Christus ist mein Trost, der für mich is ge⸗ storben, mich durch sein Blut vom Tod erlöst, die Seligkeit erworben. Hat meine Sünd getragen gar, bezahlt an sei⸗ nem Leibe; das ist für Gott gewißlich wahr; hilf, Gott, daß ichs fest gläube. 6. Alleine Christus hats ge— than, der mich mit Gott ver— sühnet; kein menschlich Werk mir helfen kann, wie hoch und schön es scheinet. Alleine Chri— stus ist der Schatz, der mir hat bracht das Leben; mein 264 Evangelium, Glaub Werk sind nur des Nächsten Nutz, die Glaubensfrucht muß geben. 7. Alleine Gott der Heilig Geist giebt diese Lehre reine um Christus willen allermeist der christlichen Gemeine. Ver— nunft, Verstand, Kunst, Witz und Kraft dies Wort nicht kann erlangen; der freie Will hier gar nichts schafft, bleibt stets im Irrtum hangen. 8. Alleine Gott durch sei⸗ nen Geist muß Gutes in uns wirken, was Wollen und Voll— bringen heißt, erleuchten und auch stärken. Der Mensch, zum Guten tot und blind, kann sich zu Gott nicht lenken, ist gar verderbet durch die Sünd, daß er nichts Guts kann denken. 9. Alleine Gottes Geist und Stärk das Herz zum Guten rühret; die Neugeburt ist Got— tes Werk, die zu der Wahr⸗ heit führet. O Gott, mein Herr, erleuchte mich, mein Herz auch zu dir wende; bei deinem Wort mich seliglich erhalt bis an mein Ende. 10. Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, hilf, daß mein Glaub dich preise, mein Fleisch dem Geist Gehorsam leist, des Glaubens Frucht beweise. Hilf, Herre Christ, aus aller Not, wenn ich von hinnen scheide, und führe mich auch aus e und Rechtfertigung. dem Tod zur Seligkeit und Freude. Aus dem 16. Jahrhundert. Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher. 32. lso hat Gott die 332. AiWel geliebt, das merke, wer es höret; die Welt, die Gott so hoch betrübt, hat Gott so hoch geehret, daß er den eingebornen Sohn, den eingen Schatz, die einge Kron, das einge Herz und Leben mit Willen hingegeben. 2. Ach, wie muß doch ein einges Kind bei uns hier auf der Erden, da man doch nichts als Bosheit findt, so hoch ge— schonet werden; wie hitzt, wie brennt der Vatersinn, wie giebt, wie schenkt er alles hin, eh als er an das Schenken des eingen will gedenken! 3. Gott aber schenkt aus freiem Mut und treuem, mil⸗ dem Herzen sein einges Kind, sein schönstes Gut in mehr als tausend Schmerzen. Er giebt ihn in den Tod hinein, ja in die Höll und ihre Pein; zu unerhörtem Leide stößt Gott sein' einge Freude. 4. Warum doch das? Daß du, o Welt, frei wieder möch— test stehen und durch ein teures Lösegeld aus deinem Kerker gehen. Denn du weißt wohl, du schnöde Braut, wie, da dich Gott ihm anvertraut, du wi— Ev der deinen wot u, D und Tod. sellen zu hurtr N Höllen. I andrer Re Gott gege hat, wird höllschen 6. Gott h berehtt, da Wesen, so m heschwert, d nesen. Wel hat umschtä den, den Gt (ösung, Tro ewgen Lebe 7. Ach, Lebens Gr Worte find Lobe soll treues Her, hat doch kü Was hast sehn, daß, di du so gar 8. Waru dein Recht hressen dieje geschwächt gesen?? der für Luf doch war b dein Versch würde lohn tit und chundert wucer. 35 Gott die geliebt, ret; die betrübt, ret, daß hn, den he Kron, eben mit doch ein hier auf ch nichts hoch ge⸗ tht, wie n, wie lles hin, Schenken ken! ankt aus em, mil⸗ es Kind, nehr als Er giebt n, ja in ein; zu ßt Gott 8? Daß er möch⸗ ein teures n Kerker t wohl, „da dich du wi⸗ Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 265 der deinen Orden ihm allzu 9. Das Herz im Leibe untreu worden. weinet mir vor großem Leid 5. Darüber hat dich Sünd und Grämen, wenn ich be— und Tod und Satanas Ge⸗- denke, wie wir dir so gar sellen zu bittrer Angst und schlecht uns bequemen. Die harter Not beschlossen in der meisten wollen deiner nicht, Höllen. Und hier ist gar kein und was du ihnen zugericht' andrer Rat, als der, den durch deines Sohnes Büßen, Gott gegeben hat; wer den das treten sie mit Füßen. hat, wird dem Haufen der 10. Du, frommer Vater, höllschen Feind entlaufen. meinst es gut mit allen Men— 6. Gott hat uns seinen Sohn schenkindern; du ordnest deines verehrt, daß aller Menschen Sohnes Blut und reichst es Wesen, so mit dem ewgen Fluch allen Sündern, willst, daß sie beschwert, durch diesen soll ge- mit der Glaubenshand das, nesen. Wen die Verdammnis was du ihnen zugewandt, sich hat umschränkt, der soll durch völlig zu erquicken, fest in ihr den, den Gott geschenkt, Er— lösung, Trost und Gaben des ewgen Lebens haben. 7. Ach, mein Gott, meines Lebens Grund, wo soll ich Worte finden? Mit was für Lobe soll mein Mund dein treues Herz ergründen? Wie hat doch können das geschehn? Was hast du an der Welt er— sehn, daß, die so hoch dich höhnet, du so gar hoch gekrönet? 8. Warum behieltst du nicht dein Recht und ließest ewig pressen diejenge, die dein Recht geschwächt und freventlich ver— gessen? Was hattest du an der für Lust, von welcher dir doch war bewußt, daß sie für dein Verschonen dir schändlich würde lohnen? Herze drücken. 1I. Sieh aber, ist nicht immerfort dir alle Welt zu— wider? Du bauest hier, du bauest dort; die Welt schlägt alles nieder. Darum erlangt sie auch kein Heil, sie bleibt im Tod und hat kein Teil am Reiche, da die Frommen, die Gott gefolgt, hinkommen. 12. An dir, 9 Gott, ist keine Schuld, du, du hast nichts verschlafen. Der Feind und Hasser deiner Huld ist Ursach deiner Strafen, weil er den Sohn, der ihm so klar und nah ans Herz gestellet war, auch einig helfen sollte, durchaus nicht haben wollte. 13. So fahre hin, du tolle Schar! Ich bleibe bei dem 266 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung Sohne; dem geb ich mich, des len: mein Kreuz und ganzer bin ich gar, und er ist meine Lebenslauf wird sich noch fröh⸗ Krone. Hab ich den Sohn, lich stillen. Hier hab ich Gott so hab ich gnug, sein Kreuz und Gottes Sohn, und dort und Leiden ist mein Schmuck, bei Gottes Stuhl und Thron, sein' Angst ist meine Freude, da wird fürwahr mein Leben sein Sterben meine Weide. in ewgen Freuden schweben. 14. Ich freue mich, so oft Paulus Gerhardt, 1676. und viel ich dieses Sohns ge⸗Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457. denke; dies ist mein Lied und 333. A˖ Gnaden soll Saitenspiel, wenn ich mich ich selig wer— heimlich kränke, wenn meine den! Herz, glaubst du's oder Sünd und Missethat will glaubst du's micht? Was größer sein, als Gottes Gnad, wilsst du dich so bös geber⸗ und wenn mir meinen Glauben den? Ists Wahrheit, was die mein eigen Herz will rauben. Schrift verspricht, so muß auch 15. Ei, sprech ich, war mir dieses Wahrheit sein: aus Gott geneigt, da wir noch Gnaden ist der Himmel dein. Feinde waren, so wird er ja, 2. Aus Gnaden! Hier gilt der kein Recht beugt, nicht kein Verdienen; die eignen 1401. mit mir fahren an-Werke fallen hin. Der Mitt-— jetzo, da ich ihm versühnt, da, ler, der im Fleisch erschienen, was ich Bbses hab verdient, hat diese Ehre zum Gewinn, sein Sohn, der nichts ver- daß uns sein Tod das Heil schuldet, so viel für mich er- gebracht und uns aus Gnaden duldet. selig macht. 16. Fehlts hier und da? 3. Aus Gnaden! Merk Ei unverzagt! Laß Sorg und dies Wort: aus Gnaden! So Kummer schwinden; der mir hart dich deine Sünde plagt, das Größte nicht versagt, wird so schwer du immer bist be— Rat zum Kleinen finden. Hat laden, so schwer dein Herze Gott mir seinen Sohn ge- dich verklagt; was die Ver⸗ schenkt und für mich in den nunft nicht fassen kann, das Tod gesenkt, wie sollt er, laßt beut dir Gott aus Gnaden an. uns denken, mit ihm nicht 4. Aus Gnaden kam sein alles schenken? Sohn auf Erden und über⸗ 17. Ich bin gewiß und sterbe nahm die Sündenlast. Was drauf nach meines Gottes Wil- nötigt ihn, dein Freund zu Ev weiden? I ri ühmen ficht zum —1 Hl 5. W⸗ Grund wir 0 t wahr fuech ssts, Gott aus 6 Rub; doch Gnaden au Gnade sünd 7. Aus! Vort gehe aller Heuc der Suͤnder lernt e r er beim Sünd gering, den Wunderdin⸗ 8. Aus blöden Her, Vaters aufg Angst und nichts sieh hoffen oftmals S Gnade nich 9. Aus Sünd und 2 . 0 ganzer lochf fröh⸗ 1 Gott und W 0 Dron, in Leben hweben. t, f 1676. ungen. 457 1 jl lig wer⸗ duss oder Vas os geber⸗ „was die nuß auch m: aus mel dein Hier glt e eignen der Mitt⸗ erschienen, Gewinn, das Heil Gnaden Merk dden! So de plagt, bist be⸗ in Herze die Ver⸗ ann, das naden an. kam sein ind über⸗ st. Was Freund zu Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 267 werden? Sprich, wes du dich meine Glaubensfahn und geh zu rühmen hast? Gab er sich getrost, trotz allem Zweifel, nicht zum Opfer dar und nahm durchs rote Meer nach Ka— dein Heil in Gnaden wahr? naan; ich glaub, was Jesu 5. Aus Gnaden! Dieser Wort verspricht, ich fühl es Grund wird bleiben, so lange oder fühl es nicht. Gott wahrhaftig heißt. Was Christian Ludwig Scheidt, 4 1761. alle Knechte Jesu schreiben, Mel.: Vater unser im Himmelreich. 476. was Gott in seinem Worte 334. Vhristi Blut und preist, worauf all unser Glaube LGerechtigkeit ist ruht, ist: Gnade durch des meines Glaubens Sicherheit; Sohnes Blut. wenn das Gesetz die Sünde 6. Aus Gnaden! Doch du, sucht und mich verdammet und sichrer Sünder, denk nicht: verflucht, so spricht mich da Wohlan, ich greif zu! Wahr mein Heiland frei, daß nichts ists, Gott ruft verlorne Kinder Verdammlichs an mir sei. aus Gnaden zur verheißnen 2. Das ist mein Schmuck Ruh; doch nimmt er nicht zu und Ehrenkleid zu meiner Gnaden an, wer noch auf größten Herrlichkeit. Ich ziehe Gnade sündgen kann. Jesum Christum an, wie er 7. Aus Gnaden! Wer dies für mich hat gnug gethan; so Wort gehöret, tret ab von ist zu seiner Gnade Ruhm sein aller Heuchelei. Nur, wenn ganz Verdienst mein Eigentum. der Sünder sich bekehret, dann 3. Damit will ich vor Gott lernt er erst, was Gnade sei; bestehn, als auserwählt, ge— beim Sünde thun scheint sie recht und schön. So väterlich gering, dem Glauben ists ein ist Gott gesinnt, er küßt mich Wunderding. als sein trautes Kind und hält 8. Aus Gnaden bleibt dem mir alle Seligkeit zum Erbteil blöden Herzen das Herz des ewiglich bereit. Vaters aufgethan, wenns unter 4. Wenn ich zum Himmel Angst und heißen Schmerzen werd eingehn, und er mich da nichts sieht und nichts mehr wird recht erhöhn, so will ich hoffen kann. Wo nähm ich mit der Engel Schar ihn fröh— oftmals Stärkung her, wenn lich loben immerdar. Indes Gnade nicht mein Anker wär? sei hier auch lebenslang ihm 9. Aus Gnaden! Dies hör Lob und Ehre, Preis und Dank! Sünd und Teufel! Ich schwinge Erdmann Neumeister, 4 1756. 268 Evangelium, Glaube Mel.: O Gott du frommer. 472. Der Gnadenbrunn 3 3 2 D fleußt noch, den jedermann kann trinken; mein Geist, laß deinen Gott dir doch umsonst nicht winken! Es lehrt dich ja das Wort, das Licht für deinen Fuß, daß den helfen muß. 2. Dein Thun ist nicht ge⸗ schickt zu einem bessern Leben; auf Christum richte dich, der kann dir solches geben. Der hat den Zorn versöhnt mit seinem teuren Blut, und uns den Weg gebahnt zu Gott, dem höchsten Gut. 3. Die Sünden abzuthun, kannst du dir ja nicht trauen; dein Glaube muß allein auf Gottes Hilfe bauen. Ver-— nunft geht, wie sie will, der Satan kann sie drehn; hilft 336. E —— ———— und Rechtfertigung. Gottes Geist dir nicht, so ists um dich geschehn. 4. Nun, Herr, ich fühle Durst nach deiner Gnaden— quelle, wie ein gejagter Hirsch, auf so viel Sündenfälle. Wie komm ich aus der Not, als durch den Gnadensaft? Hilf Christus dir allein von Sün⸗ mir durch deinen Geist; in mir ist keine Kraft. 5. Du hast ja zugesagt, du wollst, die Durst empfinden nach der Gerechtigkeit, befrein von ihren Sünden. Nun zeiget mir den Weg dein Sohn, der wahre Christ; nur du mußt Hel⸗ fer sein, weil du voll Hilfe bist. 6. O selig! Willst du mir von diesem Wasser geben, das tränket meinen Geist zu der Gerechten Leben? Gieb diesen Trank mir stets, du Brunn der Gütigkeit, so wird mir erst recht wohl jetzt und in Ewigkeit. Christian Knorr v. Rosenroth, 4 1689. Eigene Melodie. RH darein die Schlang Evam bezwang, Gotts Zorn auf sich zu laden. CEb 2. Weil Sohn, den dem wir m 3. Wie fremde Sc verhöhntt, fremde Hu versohnet; durch Adam Tods gestor durch Christ war verdorb So e Sohn gesche Fend noch ist ans Kre gen Himme wir sein v erlöst, so diesen Hort, wem wollt grauen? 5. Er is Licht, die P und das L Rat und e ins hat g Schutz, daß ihn fest soll uns bald Gwalt aus rauben. ezagt, du mnpfinden befrein lun zeiget sohn, der nußt Hel⸗ Hilfe bist t du mir eben, das t zu der zieb diesen u Brunn d mir erst Ewigkeit. h, 4 1689. dWesen, teng'nesen Schaden, hzuladen. Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 269 2. Weil denn die Schlang 6. Der Mensch ist gottlos Evam hat bracht, daß sie ist und verflucht, sein Heil ist auch abgefallen von Gottes Wort, noch ferne, der Trost bei einem welchs sie veracht', dadurch sie Menschen sucht und nicht bei in uns allen bracht hat den Gott dem Herren. Denn wer Tod, so war je Not, daß uns ihm will ein ander Ziel ohn Gott sollte geben sein' lieben diesen Tröster stecken, den mag Sohn, den Gnadenthron, in gar bald des Teufels Gwalt dem wir möchten leben. mit seiner List erschrecken. 3. Wie uns nun hat ein? 7. Wer hofft in Gott und fremde Schuld in Adam all dem vertraut, der wird nimmer verhöhnet, also hat uns ein' zu Schanden, denn wer auf fremde Huld in Christo all diesen Felsen baut, ob ihm versöhnet; und wie wir all gleich geht zu Handen viel durch Adams Fall sind ewgen Unfall hie, hab ich doch nie Tods gestorben, also hat Gott durch Christi Tod erneut, was war verdorben. 4. So er uns denn sein' Sohn geschenkt, da wir sein' Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt', gen Himmel gfahren, dadurch wir sein von Tod und Pein erlöst, so wir vertrauen in diesen Hort, des Vaters Wort, wem wollt vorm Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rat und ewges Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein' Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben. den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost; er hilft sein? Gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund, du wollst nicht von mir nehmen dein heilges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein' Sünd und Schuld; denn in dein' Huld setz ich all mein Vertrauen. Wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein' Füßen ist dein heilges Wort ein' brennende Luzerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Morgensterne in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist den' gwiß verheißt, die Hoffnung darein haben. Lazarus Sprengler, 4 1534 4 I N ö I 270 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. Eigene Melodie. Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lau— die Wer⸗ke hel⸗ fen nimmermehr, sie mö⸗-gen nicht ter Gü⸗ten; be-hü⸗ten. der Hatanna uns all gethan; er ist der Mittler worden. 2. Was Gott im Gsetz ge— boten hat, da man es nicht konnt halten, erhob sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist, es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten sel— ber frei nach seinem Willen leben. So ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Flas ch verborgen. 4. Nicht möglich wars, die⸗ selbig Art aus eignen Kräften lassen; wiewohl es oft ver— suchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen. Denn Sünden Schand allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das Gsetz er— füllet sein, sonst wärn wir all verdorben; darum schickt Gott sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganze Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun er⸗ füllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du 4 für mich bezahlet. Daran ich keinen Zweifel 1285 dein Wort kann 1 betrügen. Nun sagst du, daß Gleißners Werk Gott hoch ver⸗kein Mensch verzag; das wirst dammt, und jedem Fleisch der du nimmer lügen: Wer glaubt Ev 0 dich und elben st 0 er nic 8. Er i I der fasset der von ihm de —+ ncht i Rächst Guts thun, geboren. 9. Es wi Geetz erkamn Gwissen ni lum komm stärkt den E spricht: Kri⸗ herzu; im 6 noch Ruh Werk en 10. Die gewißlich Glauben; Glaube wä Werk beral allein der Verle sind d dabei wir'n 1I. Die rechten Zeit, zusage; we soll Zur Fr gwisse Tage wenns am b an uns 4* wir — Tworden geit war Gsetz er⸗ u wir all hickt Gott der selber das ganze lt, damit estillt, der nun er⸗ „der es ie jetzt ein Glaubens icht mehr mein, dein Leben sein, zahlet. en Zweifel kann nicht st du, daß das wirst Oer glaubt an dich und wird getauft, dem— selben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub giebt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lässet. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evange— lium kommt zur Hand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Kriech nur zum Kreuz herzu; im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk, die kommen gewißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werke sind des Nächsten Knecht, dabei wir'n Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart' der Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 27¹1 wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Herz spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutthat willen, Gott Vater, Sohn, Hei— ligem Geist; der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns an⸗ gfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie ins Himmels Throne; das täglich Brot noch heut uns werd; wohl unser Schuld verschone, wie wir auch unsern Schuldnern thun; mach uns nicht in Ver⸗ suchung stehn, lös uns vom Uebel. Amen! Paul Speratus, 4 1554. Mel.: Nun freut euch lieben Christen. 347. 2* Serr Jesu Christ, 3 3 8. H mein Trost und Licht, ich danke dir von Herzen, daß du mich hast verstoßen rechten Zeit, was Gottes Wort nicht, als mich der Sünden zusage; wenn das geschehen Schmerzen gequälet über Ma⸗ soll zur Freud, setzt Gott kein ßen hart durch Satan, der als gwisse Tage. Er weiß wohl, wenns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Obs sich anließ, als Widerpart nicht lässet mit sich scherzen. 2. Du hast gehöret meine Beicht und gnädig mir verge— ben die Sünde, die so schwer⸗ ——————————————— —— 272 Evangelium, Glaub lich weicht von uns im ganzen Leben, du hast an deinen Knecht, (Magd) gedacht, den nunmehr deiner Liebe Macht zum Him— mel 1 erheben. 3. Du nie beflecktes Gottes⸗ lamm, bist ja für mich gestor⸗ ben; ach d mein Seelenbräu⸗ tigam, hast selber mir erwor⸗ ben durch deinen Tod die Se— ligkeit; dir dank ich, daß ich so befreit, bleib ewig unverdorben. 4. Herr, gieb mir deinen guten Geist, daß er mich unter⸗ richte, was solche Lieb und Wohlthat heißt, damit ich mich verpflichte, zu preisen dich mit Hand und Mund, auch dir aus meines Herzensgrund davor ein Danklied dichte. 5. Herr, laß mich alle Sünd und Schand hinfüro ganz ab— legen, und thun den Lüsten Widerstand, die mich von dei⸗— nen Wegen oft führen auf den Sündenpfad; ich weiß, wie jede Missethat vertreibt des Höchsten Segen. 6. Steur endlich Fleisch und Blut, und laß mich deinen Willen, der alles mir zum Besten thut, gehorsamlich Hilf meiner Seelen erfüllen. himmelan; da weiß ich, daß ich freudig kann all mein Verlan— gen stillen. 7. Herr Jesu, allein stets suchen und bald meinem e und Rechtfertigung. finden; laß mich der Welt ent⸗ rissen sein, so kann sich recht verbinden mein Herz mit dir und alle Not, Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod ganz siegreich überwinden. Johann Rist, 4 1667. Mel.: O daß ich(Ich h. Zungen. 457. 3 3 9. 3. habe nun den rund gefun⸗ den, der meinen Anker ewig hält; wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund der unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Er— barmen, das alles Denken über— steigt; es sind die offnen Lie— besarmen, des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein. Deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; des⸗ wegen klopft er für und für so stark an unsre Herzensthür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Blut ver⸗ schlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, da fin— det kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: igkeit, Barmherzig- keit! ich bleiben, Erde trägt. Et 5. Dart lig senken, getosty vert meine Sünt nach Gotk findet sich dliche B. 6. Wird 96 gerissen erquicken keinem Tros völlig ausg vettung Ho bet die B 7. Begir drücken, ja, und Verdru in vielen Dingen mü dodurch oft hoff ich d 8. Muß Werken, d delt bin, heit bemer alles Rüh auch dieser hos auf 9. Es g Wiler b barmen ist. Herze stille licht vergiß Lieb und L auf Barmh 10. Bei 9. Vel ent⸗ sich rcht mit dir Sünde, Lod ganz ist, F.1665. Jungen. 457. be nun den nd gesn uter ewig in Jesu er vor der Grund der wenn Erd eht. ewige Er⸗ nken über⸗ finen Lie⸗ sich zu dem Wlemal das mmen oder ht verloren uns soll wegen kam und nahm ein; des⸗ ir und für erzensthür. welcher alle ti Blut ver⸗ ĩ heißt die den, da fin⸗ statt, weil dig schreit: Zarmherzig⸗ Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 273 5. Darein will ich mich gläu- ken, thun und treiben, so lange big senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herze schaun; da findet sich zu aller Zeit un— endliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weg— gerissen, was Seel und Leib erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgethan; ist die Er— rettung noch so weit, mir blei— bet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, ja, häuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß; werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewan— delt bin, viel Unvollkommen— heit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Er⸗ barmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt. Das will ich den— sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens hocherfreut: O Ab— grund der Barmherzigkeit. Joh. Andreas Rothe, 1 1758. Mel.: Nun lob mein Seel den. 455. 5(QIchh weiß, an wen 3 40 N ich gläube; mein Jesus ist des Glaubens Grund, bei dessen Wort ich bleibe, und das bekennet Herz und Mund. Vernunft darf hier nichts sa— gen, sie sei auch noch so klug; wer Fleisch und Blut will fra— gen, der fällt in Selbstbetrug. Ich folg in Glaubenslehren der heilgen Schrift allein; was diese mich läßt hören, muß un⸗— betrüglich sein. 2. Herr, stärke mir den Glauben, denn Satan trachtet Nacht und Tag, wie er dies Kleinod rauben und um mein Heil mich bringen mag. Wenn deine Hand mich führet, so werd ich sicher gehn; wenn mich dein Geist regieret, wirds selig um mich stehn. Ach segne mein Vertrauen und bleib mit mir vereint, so laß ich mir nicht grauen und fürchte keinen Feind. 3. Laß mich im Glauben leben! Soll auch Verfolgung, Angst und Pein mich auf der Welt umgeben, so laß mich treu im Glauben sein! Im Glau⸗ ben laß mich sterben, wenn 18 274 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. sich mein Lauf beschließt, und mich das Leben erben, das mir verheißen ist. Nimm mich in deine Hände bei Leb⸗ und Sterbenszeit, so ist des Glau— bens Ende der Seele Seligkeit. Erdmann Neumeister, 4 1756. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. 341 Qesus nimmt die 2. Sünder an! Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg ver⸗ fallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 2. Keiner Gnade bin ich wert; doch er hat in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Je— sus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf ver— loren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie ver⸗ gißt, suchet treulich das Ver— irrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch und er macht aus Sündern Gottes⸗ kinder. Glaubets doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blut— rot wären, müssen sie kraft deines Bluts, sich dennoch in Schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen beißt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sün— der an; mich hat er auch an— genommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 4 1756. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 342 Ist Gott für mich, N so trete gleich alles wider mich; so oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott? komme 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne ein Scherz. cchrecket keir well mich mein Heila E Schel, d mnd Biste Vater dei, Fällen et. und däntpf ind was! 3. Der gründe, il Hlut; da⸗ finde das An mir u nichts auf Christus m der Liebe! 4. Meii Chre, mein Lsht. Wer nicht vor( und vor! ich müßte f Wachs in 5. Meit was mit der ists, d macht schn In ihm ke hab einen kein Gericht ein Sünden 6. Niht verdammen nein Herz Flammen, . mich bei gchung zort mi immt die Retrosten den blut⸗ sie kraft 21 in a ich Jesus m. en beißt darf nich nich fre hat die daß mich in: Jesus m. die Sin⸗ auch an⸗ Himnel selig zu auf 0 U Jesus an. ster, T 1756. geben. 702. für mich, lete gleich oft ich alles hinter Haupt zum eliebt bei ir thun der acher Rott? 1d glaub ich auch ohne Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 275 Scheu, daß Gott der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen, und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Shristus mi 3 ist Christus mir gegeben, das ist mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht. Wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ihr nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz; ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuershitz. 5. Mein Jesus hat gelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmet mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz. Kein Urteil mich er— schrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kum— mer hin, giebt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwachheit findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind an des Herzens Grunde er— siehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht mei⸗ nem Geiste manch süßes Trost⸗ wort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglau— bet hat. 10. Da ist mein Teil, mein Erbe mir prächtig zugericht'; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem ver⸗ bindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein' harte, schwere Last zu leiden und zu tragen, ge— 18² 276 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. rät in Hohn und Spott; das nah und alle Plagen, die sind sein täglich Brot. 12 Das ist mir nicht ver— borgen, doch bin ich unver— zagt: Dich will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab, an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewig— lich. Kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein' Armut, keine Pein, kein Zorn des großen Fürsten soll mir ein' Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freu— den, kein Thron, kein' Herr- lichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein' Angst und Herze— leid, was man nur kann er— denken, es sei klein oder groß, der keines soll un lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht trau rig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnen— schein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. Paulus Gerhardt, 4 1676. 3 343. Eigene Melodie. WMei Hei-land nimmt die Sünder an. die un— er 44— ⸗Ter kein Mensch,kein En-⸗gel trö-sten kann, die nirgend Ruh und SDDE Last der Sün⸗-den 236565 äättsüt den' selbst die wei-te Welt zu klein, ö die sich und Gott ein Greuel sein, den' Moses schon den Stab ge-bro⸗chen und sie der Höl-le zu⸗ge⸗sprochen, der Sünder an ihrer E werden; er Not und denten To denn sein teuren Zahli seinem Uue heißts: Er der an. 3. Nun thaner Sch gejagter von dem U hald ihr 4 wird ihr ins unergr von seinem senket; der wird gesche sie die E Heiland nir 4. So Vaiter hin flossnen A denn den X auigem Er sie an an . Dindrung Delze⸗ kann er⸗ der groß ch lenken d Schoß. geht in ucht trau⸗ rend und Sonnen⸗ die mir er Fsus ch singend ummel ist. dt, 4 1676. sprochen, Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 2717 ——.—.8 N— ů— ů 2—.ᷓ— e EEE 2.— *.— wird die⸗se Freistatt auf-gethan: Mein Heiland nimmt 22— 55 0 ö ö E 5 die Sünder an, mein Heiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütter- alles, was er ist und hat, wird liches Herz trieb ihn von seinem ihnen eigen übergeben, und Thron auf Erden; ihn drang selbst die Thür zum ewgen der Sünder Not und Schmerz, Leben wird hien fröhlich auf— an ihrer Statt ein Fluch zu gethan. Mein Heiland nimmt werden; er senkte sich in ihre die Sünder an. Not und schmeckte den ver⸗ 5. O, solltest du sein Herze dienten Tod. Nun, da er sehn, wie sichs nach armen denn sein eigen Leben zur Sündern sehnet, sowohl wenn teuren Zahlung hingegeben und sie noch irre gehn, als wenn seinem Vater gnug gethan, so ihr Auge vor ihm thränet! heißts: Er nimmt die Sün-Wie streckt er sich nach Zöll⸗ der an. nern aus, wie eilt er in Zachäi 3. Nun ist sein aufge⸗WHaus, wie sanft stillt er der thaner Schoß ein sichres Schloß Magdalenen den milden Fluß gejagter Seelen; er spricht sie erpreßter Thränen und denkt von dem Urteil los und tilget nicht, was sie sonst gethan! bald ihr ängstlich Quälen. Es Mein Heiland nimmt die Sün⸗ wird ihr ganzes Errinn an. ins unergründlich tiefe Meer 6. Wie freundlich blickt er von seinem reinen Blut ver⸗Petrum an, ob er gleich noch senket; der Geist, der ihnen so tief gefallen! Nun, dies wird geschenket, schwingt über hat er nicht nur gethan, da sie die Gnadenfahn; mein er auf Erden mußte wallen; Heiland nimmt die Sünder an. nein, er ist immer einerlei, ge⸗ 4. So bringt er sie dem recht und fromm und ewig Vater hin in seinen blutbe- treu, und wie er unter Schmach flosfnen Armen; das neiget und Leiden, so ist er auf dem denn den Vatersinn zu lauter Thron der Freuden den Sün— ewigem Erbarmen. Er nimmt dern liebreich zugethan. Mein sie an an Kindes Statt, ja, Heiland nimmt die Sünder an! Evangelium, 278 7. So komme denn, wer Sünder heißt, und wen sein Sündengräul betrübet, zu dem der keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? Willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Hei— land nimmt die Sünder an! 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenn gleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch kriechend angenom⸗ men. Sieh, wie sein Herz dir offen steht und wie er dir ent— gegen geht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armer Wurm, heran! Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an! 9. Sprich nicht: Ich habs zu grob gemacht, ich hab die Güter seiner Gnaden zu lang und schändlich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus nur jetzt redlich meinst und deinen Fall mit 344. Glaube und Rechtfertigung. Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden und du sollst noch Genade finden; er hilft, wenn sonst nichts hel⸗ fen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an! 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Hän⸗ den zu! Wer seiner Seelen Heil verträumet, der hat die Gnadenzeit versäumet; ihm wird hernach nicht aufgethan. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an! 11. Ja, zeuch uns selbsten recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder! Erfüll mit sehnender Begier auch uns und alle Adamskinder; zeig uns bei unserm Seel enschmerz dein aufgespaltnes Liebesherz, und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gott lob, auch mich nimmt Jesus an! Leop. Franz Friedr. Lehr, 4 1744. Eigene Melodie. Mein Eattuh dein feenliches Krän sill alles Weh, giebt solch alle Welt u fann. S schau ihren fann ja mit laben. Me thuts im! Welt zurü 3. O wohl ist d Gesetz sich nun zu di naht und wundersüß Angst, d schlingt u sanfter Ru 4. Gew wenn deine armes 5 durchgehn, reines Li let; ihm ufgethan. mmt dich 5 slbsten lig süßer Erfüll nn uns er; zi. Hashez — ser Elend ja nicht 0 jeder lob, auch hr, 4 1744. alles Weh, H—5 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 279 2.— Eiii das meinen Geist beschwert, wenn sich zu dir mein blödes EEE—.—.—.—. Herz bekehrt, so läßt sich bald dein Friedensgeist ver— ——.— 2n n, Fue; v. D—.— spü⸗ren; dein Guaden blick zerschmelzet meinen Sinn 4 —„.— 5 5 E E— und nimmt die Furcht und Un-ruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund als nur Vergebung spürt, da giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reichtum an; er kann ja nicht die müden Seelen laben. Mein Jesus kanns, er thuts im Überfluß, wenn alle Welt zurücke stehen muß. 3. O süßer Freund, wie wohl ist dem Gemüte, das im Gesetz sich so ermüdet hat und nun zu dir, dem Seelenleben, naht und schmeckt in dir die wundersüße Güte, die alle Angst, die alle Not ver— schlingt und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringt! 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebeszeichen mein armes Herz so sänftiglich durchgehn, so kann in mir ein reines Lcht entstehn, durch das ich kann das Vaterherz erreichen, in dem man nichts, eine Gnadenflut die andre rührt. 5. Je mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, daß es dabei der Eitelkeit ver⸗ gißt, die sonst den Geist ge— dämpfet und beschweret, je mehr das Herz den süßen Va⸗ ter schmeckt, je mehr wird es zur Heiligkeit erweckt. 6. Der Gnadenquell, der in die Seele fließet, der wird in ihr ein Brunn des Lebens sein, so in das Meer des Le— bens springt hinein und Le— bensströme wieder von sich gießet. Behält in dir dies Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes auf. 7. Wenn sich in dir des Herren Klarheit spiegelt, die Freundlichkeit aus seinem An— gesicht, so wird dadurch das Leben angericht', die Heimlich— 280 Evangelium, Glaube keit der Weisheit aufgesiegelt, ja selbst dein Herz in solches Bild verklärt und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem Gesetz unmög— lich war zu geben, das bringt alsdann die Gnade selbst her— für; sie wirket Lust zur Heilig⸗ keit in dir und ändert nach und nach dein ganzes Leben, indem sie dich aus Kraft in Kräfte führt und mit Geduld und Langmut dich regiert. 9. Es müsse doch mein Herz nur Christum schauen; besuche mich, mein Ausgang aus der Höh, daß ich das Licht in deinem Lichte seh und könne schlechterdings der Gnade trauen! Kein Fehler sei so groß und schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe führ. 10. Wenn meine Sünd mich vor dir niederschläget und deinen Geist der Kindheit in mir dämpft, wenn das Gesetz mit meinem Glauben kämpft und lauter Angst und Furcht in mir erreget, so laß mich doch dein sehn und neue Kraft und Zuversicht entstehn. 11. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen; du selbst sollst mir mein ewgernd Friede sein; ich hülle mich und Rechtfertigung. in deine Gnade ein. Mein Element ist einig dein Erbar— men, und weil du mir mein Ein und Alles bist, so ists ge— nug, wenn dich mein Geist ge— nießt. Christ. Friedr. Richter, 4 1711. Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457. + Erbar⸗ 345. Mung Wder fahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte Gottes Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? Wa— rum geschichts? Erbarmung wars und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich Wnn mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Ge⸗ schöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glau⸗ ben, auf dieses bet ich auch mannigfalt 1nn euch fi zun 1 Nehn 15 0 ihf kann stark selig machet ihm zuglei Hier ist Kr J. Er is und voll G nut ist ger it zu laute zum Fried Güte. Mein Erbar⸗ nir mein ists ge⸗ Geist ge⸗ Ri ngen. 457 Erbar— 9 wider deren ich Lich zu in stol Tt. Nur n aen erjigket. tes Zorn Gott in mich mit ind macht hus mich er? Wa⸗ barnung dir, mein rühm ich, ich fragt; ebarmung u ganzes euge mich rühme die kein Ge⸗ dies soll sein; auf ich glau⸗ ich auch Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 281 allein, auf dieses duld ich in führe einst im Tod mich Armen der Not, auf dieses hoff ich o meines Heilands Tod zu noch im Tod. da bin ich ewig hoch er— 5. Gott, der du reich bist dant und rühme die Barm— an Erbarmen, nimm dein Er- herzigkeit. barmen nicht von mir und 346. Mel.: Phil. Friedr. Hiller, 4 1769. Jesu, meines Herzens Freud. Rr ö Nehmet Je⸗su Ladung an, teu⸗re Seelen, der für euch auf ———— *⁴——-r———.— F.— + . rauher Bahn sich ließ quälen. Kommt, ach kommt zu ihm 2— R de—.— e e r. e dii=e, 2. e—..— — 7 jů her-an, Heil zu wählen; kommt, er-lö⸗-ste Seelen. 2. Angstiget euch das Ge⸗ fühl böser Thaten, seid ihr mannigfalt und viel durch den Schaden, der von Adam auf euch fiel, jetzt beladen, kommt 115 Quell der Gnaden. Nehmet seine Last auf bah 0 ihr Schwachen. Er kann stark, zufrieden, reich, selig machen. Lernet nur von ihm zugleich Gottes Sachen. Hier ist Kraft der Schwachen. 4. Er ist voller Lindigkeit und voll Güte, ganz der De⸗ mut ist geweiht sein Gemüte, ist zu lauter Treu bereit und zum Frieden. Trauet seiner Güte. 5. Seelenruh bedürfet ihr, Trost und Leben; Seelenruhe wird euch hier dargegeben; Seelenruhe quillt auch hier, Trost und Leben; eilt, darnach zu streben. 6. O sein Joch ist sanft und soll nie beschweren; sein Hesetz ist liebevoll, zu gewäh— ren allen Friede, Ruh und Wohl, die es hören; folget seinen Lehren. 7. O, Erlöser, bleibe doch unsre Freude und gewöhne an dein Joch deine Leute; tröste, stärk, erfreu uns hoch, Seelenweide, Jesu, unsreFreude. Valentin Ernst Löscher, 1749. 282 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. Eigene Melodie. 5 + Firt——.*. 1 ——.— Tdandeie e lie⸗ben Christen gmein, und laßt uns fröhlich daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und Lie-be SIEE—— E sprin⸗gen, was Gott an uns ge⸗wen-det hat und sei⸗ne sin⸗ gen, 2 7.———.——.—.—. SS——. 2* sü⸗ße Wunderthat 2. Dem Teufel ich gefan⸗ gen lag, im Tod war ich ver— loren; mein' Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk die gal⸗ ten nicht, es war mit ihn'n verdorben; Gotts Gericht, Gut'n erstorben. mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir er war zum blieb; zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit mein Elend über Maßen. Er dacht an sein Barmherzigkeit, helfen lassen; er wandt zu der frei Will hasset Die Angst t; gar teur hat ers er-wor-ben. ihm fürwahr kein Scherz, er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lie— ben Sohn: Die Zeit ist hie zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen, und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein' Ge— walt, er ging in meiner armen G'stalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt er wollt mir dich an mich, es soll dir jetzt gelingen. Ich geb mich selber mir das Vaterherz, es war bei ganz für dich, da will ich für Eb 9. Gen Vater mein sem Leben, der Meister will ich 0 Rübnst nich erkel Wahrheit 10. Wa Ind gelehr und lehren Gotts wer Ind seinen dich vor de davon verdi das laß ich Mel.: Ach Gi 348. Christ, daß gläuben, Dung ja is verbleiben; von oben inem lie⸗ ist hie in, meins und sei sen, und iden Not, bittern dir leben. m Vater kam zu on einer zart; er werden. sein' Ge⸗ ner armen wollt er nir: Halt l dit jetzt nich selber ill ich für Evangelium, Glaube dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst dGu sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rau⸗ ben; das leid ich alles dir zu Gut, das halt mit festem Glau— ben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich aus die— sem Leben, da will ich sein der Meister dein, den Geitt will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen G'satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze. Martin Luther, 4 1546. Mel.: Ach Gott, vom Himmel. 210. 348. O Der Sohn, Herr Jesu Christ, daß man recht könne gläuben, nicht jedermannes Ding ja ist, noch standhaft zu verbleiben; drum hilf du mir von oben her, des wahren und Rechtfertigung. 283 Glaubens mich gewähr, und daß ich drin beharre! 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Christe Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne, daß ich auch ehr den Heilgen Geist, zugleich gelobet und ge— preist, in dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil das wahr Erkennt— nis finden, wie der nur habe an dir Teil, dem du vergiebst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mir gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Gieb, daß ich traue dei— nem Wort, ins Herze es wohl fasse, daß sich mein Glaube immerfort auf dein Verdienst verlasse, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sün— den bin beschwert, dein Kreuz⸗ tod zugerechnet. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten sich des Bluts, so du vergossen, auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit ein— geschlossen, und durch den Glau— ben auch die Welt und, was dieselb am höchsten hält, für Kot und Staub nur achte. 6. Wär auch mein Glaub wie Senfkorn klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. die das zerbrochne Rohr nicht icht, das glimmend Docht ue e nicht auslöschet über deines Jesu Schmerzen; laß bei seinem Dautee nden Dankesthränen Er hat sich für dich gegeben, such in seinem Tod das Leben; nur von seinem Kreuze quillet, was dein Herz auf ewig stillet. groß ist dein Ohne Jesu mußt du lerhen, blind und tot sind Sünde thun ist dein Geschäfte, dein Verdienst ist Zorn 935 4— i f, daß ich stets sorg⸗ „den Glauben zu be— halen ein gut Gewissen auch und daß ich so mög daß ich sei lauter jeder⸗ V zeit, ohn Anstoß, mit Gerechtig— keit erfü lt und ihren Früchten. „ durch den Glauben laß ihn sich im⸗ mer stärken, daß er sei frucht⸗ bar für und f. und reich in daß er sei thätig mit Freuden und Geduld sich üb, dem Näch⸗ 25 fort zu dienen. e gieb mir die daß vollends bei dem Ende ich üb die gute Ritter⸗ schaft, zu dir allein mich wende in meiner letzten Stund und Not, des Glaubens End durch deinen Tod, die Seli ligkeit, erlange. deine Kräfte, wohn in mir, guten ann kann dir nicht geholfen werden. fer gelten vor dem Richter aller Welten; den der Dornen— kranz gekrönet, hat dich versöhnet, seine Thrä— seine Wunden haben Rat für dich gefunden; i bleibt 0 Ehre, daß er deinen . Fuh lst du nun die Waeih⸗ gezündt das Fünkl ein in mir Schwachen, was sich von Glau⸗ ben in mir findt, du wollst es stärker machen; 133— an, walhn r bin das Gewissen aullen, wie der Jam⸗ mer nicht zu zählen; o, so komm mit 4. Ketten, selbst zu retten; Jesu Bl lut 12—— auf dich 966 Clauben fug v das Scnen„so wirst du das Heil : Schmücke dich, o liebe Seele. 349.85 5. Sünder macht der Hei— land selig, seine Gnaden sind un— zählig; er giebt Buße, er giebt ider, freue dich Heil ich schon! 6. Glau der Gnade dein Schad zarte Liebe neue L Trieh den erst v du auch he Gnade tle dich förder! 7. O, s Ehte, daß gehöre, such dienen, Wa bracht ersch was schon fröhlich se kenn es bi er dich erl Ernst Mel,: O E 0 30. ihr in G chisns il ihm auch n d Gedu Freundlichk Nächsten st bereit. 2. Der in Herzer bricht als merzen; ergießen leßen. Hebe bben: edulle, i0 sillet. it dein uu mußt tot sind thun ist Ladier ist ll dein Dornen⸗ Sohn ne Thrä⸗ aben Rat m alleine er deinen ie Macht sie deine sie dein der Jam⸗ der Hei⸗ Nsindun er giebt Evangelium, Glauben, hilft den Lahmen, Blinden, Tauben. Wer sich nur will retten lassen, der soll das Vertrauen fassen; alles Heil in Christi Wunden hab ich schon umsonst gefunden. 6. Glaube nur dem Wort der Gnade, o so heilet bald dein Schade, und des Mittlers zarte Liebe schafft in dir ganz neue Triebe. Sind die Sün— den erst vergeben, so kannst du auch heilig leben und der Gnade treues Walten wird dich fördern und erhalten. 7. O, so gieb dem Sohn die Ehre, daß ihm aller Ruhm gehöre, suche nicht erst zu ver— dienen, was am Kreuz voll— bracht erschienen; suche nicht, was schon gefunden, preise fröhlich seine Wunden und be— kenn es bis zum Grabe, daß er dich erlöset habe. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Mel,: O Gott du frommer. 472. (Nersuchet euch 350. V doch selbst, ob ihr im Glauben stehet, ob Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demut und Geduld, in Sanftmut, Freundlichkeit, in Lieb dem Nächsten stets zu dienen seid bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz herfür, Glaube und Rechtfertigung. 285 scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, erneuert Herz und Mut, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben, und will in Einfalt es dem Nächsten wiedergeben, dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermut wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht in Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächst die fiin weil man aus Gottes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zürnet, will nicht schän— den; denn alles uns zu Nutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind; er giebt sich uns im Sohne, sein eingebornes Kind macht er zum Gnadenthrone, setzt Liebe gegen Haß. Wer gläu— big dies erkennt, wird bald in Lieb entzündt, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott ge— than, thun wir dem Nächsten 286 Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. eben; droht er uns mit dem 12. O Herr, so mehre doch Tod, wir zeigen ihm das Le- in mir den wahren Glauben; ben; flucht er, so segnen wir. so kann mich keine Macht der In Schande, Spott und Hohn guten Werk berauben. Wo ist unser bester Trost des Him-Licht ist, geht der Schein frei⸗ mels Ehrenkron. willig davon aus. Du bist 8. Setzt uns Gott auf die mein Gott und Herr bewahr Prob, ein schweres Kreuz zu mich als dein Haus! tragen, der Glaube bringt Joh. Jakob Breithaupt, 4 1732. Geduld, macht leichter alle Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. Plagen. Statt Murren, Un⸗ 5 Meeg mein Herz geberd wird das Gebet erweckt, 3 2 W̃ mit dem Ge— weil aller Angst und Not von danken, als ob du verstoßen Gott ein Ziel gesteckt. wärst! Bleib in Gottes Wort 9. Man lernet nur dadurch und Schranken, da du anders sein Elend recht verstehen, wie reden hörst. Bist du bös und auch des Höchsten Güt, hält ungerecht, ei so ist Gott fromm an mit Bitten, Flehen; ver-und schlecht; hast du Zorn und zaget an sich selbst und trauet Tod verdienet, sinke nicht, Gott Christi Kraft, vernichtet sich ist versühnet. vor ihm, saugt nur aus Jesu 2. Du bist wie die andern Saft. alle angesteckt mit Sündengift, 10. Hält sich an sein Ver- welches Adam mit dem Falle dienst, erlanget Geist Eudsamt der Schlangen hat ge— Stärke, in solcher Zuversicht stift'. Aber so du kehrst zu Gott zu üben gute Werke; steht ab und dich besserst, hats nicht vom Eigensinn, flieht die Ver⸗Not; sei getrost, Gott wird messenheit, hält sich in Gottes⸗dein Flehen und Abbitten nicht furcht in Glück und schwerer verschmähen. Zeit. 3. Er ist ja kein Bär noch 11. So prüfe dich denn Leue, der sich nur nach Blute wohl, ob Christus in dir le-sehnt; sein Herz ist zu lauter bet. Denn Christi Leben ists, Treue und zur Sanftmut an— wonach der Glaube strebet; gewöhnt. Gott hat einen Va⸗ erst machet er gerecht, dann tersinn, unser Jammer jam⸗ heilig, wirket Lust zu allem mert ihn; unser Unglück ist guten Werk. Sieh, ob du sein Schmerze, unser Sterben auch so thust. kränkt sein Herze. Eb S⁰0 le, wil Tod, sond gebe an mi kot. Gotte auf Erd kehtt, wil ner He zogen werr 5. Kein gehen rac sich verla Herze sche Kummer he ächzt und der sich al und auch würdest du 6. Gott die Fromm Hause sein ihm genom men Seele der Höllen schen Herz der, wenn alle Welt 7. Denn flammen sei groß, ruft sammen i nels Schof stellet ein, zu sein au Ind Rache ind Engel 8. Gott hoch drobe . 1 1182. Seele. 680. kih N Herz dem Ge⸗ verstoßen es Wort U anders bös und fromm horn und ht, Gott e andern mdergif, em Falle hat ge⸗ zu Gott ats nicht ott wird tten nicht Bär noch ach Blute zu lauter stmut an⸗ einen Va⸗ mer jam⸗ nglück ist Sterben Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 287 4. So wahrhaftig, als ich schweigen muß, wenn sie ihren. lebe, will ich keines Menschen Schöpfer loben, jauchzen über Tod, sondern daß er sich er- unsre Buß. Aber was gesün— gebe an mich aus dem Sünden- digt ist, das verdeckt er und kot. Gottes Freud ist, wenn vergißt, wie wir ihn beleidigt auf Erd ein Verirrter wieder- haben. Alles, alles ist ver— kehrt, will nicht, daß aus n ner Herde das geringst ent— Kein See kann sich so er— zogen werde. In kein Grund kann so 5. Kein Hirt kann so fleißig grundlos sein, kein Strom so gehen nach dem Schaf, das gewaltig fließen; gegen Gott sich verläuft; solltst du Gottes ist alles klein, gegen Gott Herze sehen, wie sich da der und seine Huld, die er über Kummer häuft, wie es dürstet, unsre Schuld alle Tage lässet ächzt und brennt nach x ganze Sün⸗ der sich abgetrennt von ihm denleben. und anh von den Seinen, 10. Nun, so ruh und sei zu⸗ würdest du vor Liebe weinen. frieden, Seele, die du traurig 6. Gott der liebt nicht nur bist! Was willst du dich viel die Frommen, die in seinem ermiden, da es nicht vonnöten Hause seind, sondern auch die ist? Deiner Sünden großes ihm Sen durch den grim⸗Meer, wie dirs scheinet, ist nicht men Seelenfeind, der dort in mehr, gegen Gottes Herz zu der Höllen sitzt und der Men- sagen, als was wir mit Fingeru schen Herz erhitzt wider der, wenn si 11. Wären tausend Welt' alle Welt beweget. zu finden, von dem Höchsten 7. Dennoch bleibt in Liebes- zugericht', und du hättest alle flammen sein Verlangen allzeit Sünden, die darinnen sind, groß, ruft und locket uns zu- verricht', wär es viel, doch lange sammen in des weiten Him- nicht so viel, daß das volle mels Schoß. Wer sich nun da Licht Remer Gnaden hier auf stellet ein, suchet frei und los Erden dadurch könnt erlöschet zu sein aus des Satans Reich werden. und Rachen, der macht Gott 12. Mein Gott, öffne mir und Engel lachen. die Pforten solcher Wohlge— 8. Gott und alles Heer wogenheit; laß mich allzeit hoch droben, dem der Hinmetsalder Orten schmecken deine 288 Süßigkeit. Liebe mich und treib mich an, daß ich dich, so gut ich kann, wiederum umfang und liebe und ja nun nicht mehr betrübe. Paulus Gerhardt, 1676. Mel.: Gott des Himmels und. 493. 35½ Wé Reicht, ihr Ber— 2• 5 fallt ihr Hügel, wechet alle Felsen ein; Gottes Gnade hat dies Siegel, sie will unverändert sein. Laßt die Welt zu Trümmern gehn, Gottes Gnade wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht; der wird nim— mermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahr— heit, trüget nicht; es geschieht, was er verspricht. 2 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden⸗ stellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Fri⸗ 3 den brechen, hat sie lauter Krieg im 5nn Gott hält immer sein X zersprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in Vertrauen, die Welt sein Antlitz sich und Rast, Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. allen Fällen, daß ich sein ge— liebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. Er will Frieden mit mir halten, wenn sich auch die Welt empört; ihre Liebe mag er⸗ kalten, ich bin seinem Herzen wert; und wenn Höll und Ab— grund brüllt, bleibt er doch Sonn und Schild. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so er sich mir selber nennt. Das ist Trost, so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt; sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun, so soll mein ganz ankerfest auf ihm beruhn; Felsen will ich auf ihn bauen, was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel mag vergehn, sein Bund bleibet ewig stehn. Benjamin Schmolck, 1737. mir 35 Allein Gott in der Höhe. 184. 53. Wern dein herz— liebster Sohn, 0 22— nicht wär auf Erden kommen und hätt, als ich in Sünden tot, mein Fleisch nicht angenommen, so müßt ich armes Würmelein zur Hölle wandern 5 in die Pein um meiner Sünde willen. 2. Jetzt aber hab ich Ruh darf nimmermehr CEva! vetz woen Zündenlast gt Ittagen; er sohnet nuch, tbten sich,— würde. Hertrauen:“ farbues Hoffuo nung v nich 1905 die Misse 2—— 94 In sei ich mich, kon Freuden. I hoffauf dich, nichts scheiden eine N Narterk dein lieber fein Teufel 5. Nichts uchtigkeit, di tühret. We t Wal erfreu Verk allein, ich kann seli it Glauben Christenm Rit und no Ohen, wenn Wme heißt, ist mein 4 selber „so werd lahr von Ecbarmen mir was tein ganz auf ihm leich auf sagt, das idHimmel und bleibet lck, 4 1737. Höhe. 184. dein herz⸗ ter Sohn, uf Erden ls ich in leisch nicht tich armes e wandern ner Sünde wich Rah mmermehr Evangelium, Glaube und Rechtfertigung. 289 verzagen, weil er die schwere die That beweist und deine Sündenlast für mich hat selbst getragen; er hat mit dir ver— söhnet mich, daß er ließ willig töten sich, auf daß ich selig 112 „Drum ist getrost mein 9525 und Mut mit kindlichem Vertrauen; auf dies sein rosen⸗ farbnes Blut will ich mein' Hoffnung bauen, das er für mich vergossen hat, gewaschen ab die Missethat und mir das Heil erworben. 4. In seinem Blut erquick ich mich, 3 Freuden. Ich suche Gnad und hoff auf dich, von dir soll nich nichts scheiden. Was mir durch seine Marterkron erworben hat dein lieber Sohn, kann mir 25 Teufel Sanden Nichts hilft mir die Ge— rchtigkeit die vom Gesetz her⸗ rühret. Wer sich in eignem Wert erfreut, wird jämmerlich verführet. Des Herren Jesu Werk allein, das machts, daß ich kann selig sein, der ichs mit Glauben fasse. Joh. Heermann, 1 1647. Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. (Kie groß ist dei— 354. Woi Herrlichkeit, o Christenmensch, hier in der Zeit und noch vielmehr dort oben, wenn anders, was dein Name heißt, dein Wesen und Werk dich loben! Christus Je— sus salbt mit Oele deine Seele; Geistesgaben sinds, die dich so hoch erhaben. 2. Du bist selbst göttlichen Geschlechts, der Kindschaft und des Kindesrechts mit der Natur teilhaftig. Sieh, welche Lieb und Ehr ist dies! Die Welt hälts zwar nicht für gewiß; doch, ob sie gleich geschäftig, immer schlimmer es zu machen mit dem Lachen und dem Hassen, muß sie dir die Ehre 3. Du bist ein Priester und Prophet, der vor des Höchsten Throne steht und wird von Gott gelehret; du bist ein König, dessen Macht weit grö— ßer ist, als man gedacht, ob dich gleich niemand ehret. Frei— lich, heilig und so herrlich bist du schwerlich 28 Glauben, den dir doch kein Feind kann rauben. 4. Du bist auch deines Jesu Braut; hat er sich nicht mit dir vertraut und dich selbst schön geschmücket? Hat er dir nicht des Geistes Pfand von seinem Thron herabgesandt, damit du unverrücket stündlich, gründlich mit dem Herzen unter Schmer— zen ihm anhangest und nach 5 allein verlangest? Du stehst, bedenks, mit Gott im Bund, sein Thron ist 19 290 Evan gelium, deines Herzens Grund, darin er Wohnung machet. Aus dir macht er sich einen Ruhm, du bist Ein bestes Eigentum, dar⸗ über er stets wachet. Was mehr, da er aus Erbarmen in den Armen dich stets träget und wie eine Mutter heget? 6. Wer ist, der alles sagen kann, was dir für Ehre an⸗— gethan schon hier auf dieser Erden? So ists auch noch nicht offenbar, doch bleibts ge— wiß und ewig wahr, daß du Gott gleich wirst werden. Dei— ne reine Liebesaugen werden taugen, Gott zu sehen, wenn du wirst verklärt aufstehen. 7. O Christenmensch, be— denk den Stand, darin dich Gottes Gnadenhand gesetzt, und seine Würde! Niedrigkeit, trag aber auch die Bürde. Lebe, strebe, daß dein Adel ohne Tadel immer bleibe, und vor allen Dingen gläube! Eusebius Schmidt, 1 1745 Mel.: Herzlich lieb hab ich dich. 411. ich, nachdem du mich so süßig— lich zu dir hast heißen kommen. Mich drücket meiner Sünden noch Rast; wird sie mir nicht benommen, so müßt darunter Rühm deine Höhe jederzeit in aller deiner ich vergehn, ich könnte vor Gott Glaube und Rechtfertigung. nicht bestehn, vor dem die Him— mel selbst nicht rein, ich müßt ein Kind des Todes sein. Herr Jesu Christ, mein Trost und Licht, erquicke mich und laß mich nicht. 2. Der Sünden Joch ist mir zu schwer, es drückt mein Herze allzusehr; du, Herr, wollst es zerbrechen! Gedenke, daß du diese Last darum für mich getragen hast, damit nicht möchte rächen der Vater, was ich hab verschuldt; vielmehr daß seine Gnad und Huld mir Armen wieder würd zu Teil. Mach mich durch deine Wun— den heil, Herr Jesu Christ, und für mich bitt, 5 wenn Satan wider mich auftritt. 3. Zu dir steht meine Zu⸗ versicht, ich weiß von keinem Helfer nicht, ohn dich, o Arzt der Sünder. All andre Helfer sind zu schlecht, du bist allein vor Gott gerecht, des Todes Überwinder, die Freistadt und der sichre Ort, das feste Schloß, der Schild und Hort, der Mitt⸗ RE QIn dir, Herr 3 99. 3 Jesu, komme ler und der Gnadenthron, des Vaters Herz und liebster Sohn. Herr Jesu Christ, das glaube ich,„: ach stärk in solchem Glauben mich. Last, sie läßt mir keine Ruh 4. Hinfort will ich nun je— derzeit auf mich zu nehmen sein bereit dein Joch, die sanfte Bürde. Darunter find ich Fried Ruhyi in Guten bei würde die dir it vird doch und Mel. Wer n 356. Leile bin umket; 0 weilsen sus selh ihm u fommt mu für. 2. Kon red von Eitelkeit lassen def von dem wünsch i als bei zu sein 3. Ve verkehren Klehn al dahin beg bald vere schaft, di wird oftr beweint. arum fir amit nicht ater, was vielmehr Huld mir „zu Teil. eine Wun⸗ Christ, ½ wenn aultritt. meine Zu⸗ Hon keinem ch, o Arzt ndre Helfer bist allein des Todes eistadt und ste Schloß, der Mitt⸗ ithron, des bster Sohn. das glaube in solchem ich nun je⸗ zu nehmen „Bͤdie sanfte nd ich Fried Gottseliger Wandel. 291 und Ruh, ich wachs' und nehm immer wieder helfen auf, um im Guten zu, und ob ich da⸗ zu vollenden meinen Lauf. Herr bei würde aus Schwachheit, Jesu Christ, durch dich allein die dir ist bekannt, ermüden, kann ich hier und dort selig wird doch deine Hand mir sein. Joh. Anastasius Freilinghausen, 4 1739. —— 3. Vom gottseligen Wandel. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. oft heimliche Gesellen, die sich 356„„7 und doch nur nach dem Winde drehn, nicht ganz al- daß der, so voller Zucker war, leine bin ich in meiner Ein- bald eine Schlange drauf ge— samkeit; denn wenn ich ganz bar. verlassen scheine, vertreibt mir 5. Drum kann mir niemand Jesus selbst die Zeit; ich bin es verdenken, wenn ich in mei⸗ bei ihm und er bei mir, so ner Einsamkeit mich also suche kommt mir gar nichts einsam zu beschränken, daß Gott allein für. mein Herz erfreut. Die Welt 2. Komm ich zur Welt, man ist voller Trug und List; wohl red von Sachen, die nur auf dem, der Gott verbunden ist! Eitelkeit gericht'; da muß sich 6. Ein Weltkind mag Ge⸗ lassen der verlachen, der etwas sellschaft suchen, ich liebe Gott von dem Himmel spricht; drum in aller Ruh; und sollten mir wünsch ich lieber ganz allein, als bei der Welt ohn Goti zu sein. 3. Verkehrte können leicht verkehren, wer greift Pech ohne Kleben an? Wie sollt ich denn dahin begehren, wo man Gott bald vergessen kann? Gesell⸗ schaft, die verdächtig scheint, wird oftmals nach dem Fall beweint. 4. Zudem kann sich ein Mensch verstellen, wer will in aller Herzen sehn? Man sieht die Neider fluchen, so schließ ich meine Kammer zu und nehme Gott mit mir hinein, so wird der Neid betrogen sein. 7. Mit Gott red ich in seinem Worte und durch sein Wort redt er mit mir; bet ich an einem stillen Orte, so findet er sich bald zu mir; brauch ich in meinem Kreuze Rat, er ist, der mich getröstet hat. 8. Mach ich im Sillen mei⸗ ne Sachen, so hat er seine 19² 292 Gottseliger Wandel. Hand bei mir; ich mag nun schlafen oder wachen, so stellt er mir sein Bildnis für; auch in dem Traume spielet er, als wenn ich wachend bei ihm wär. Wer wollte denn nun nicht erkennen, daß ich stets in Gesellschaft bin? Und will die Welt mich einsam nennen, so gnug, thue sie es immerhin; daß bei mir, wenn ich allein, Gott und viel tausend Engel sein. Benj. Schmolck/ 1737. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. 3 5 4* Af, Christen⸗ mensch, auf, auf zum Streit, auf, auf zum Ueber⸗ winden! In dieser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die Kron des ewgen Le— bens nicht davon; drum streite, ringe, kämpfe! 2. Der Teufel kommt mit seiner List, die Welt mit Pracht und Prangen, das Fleisch mit Wollust, wo du bist, zu fällen dich und fangen. Streitst du nicht als ein tapfrer Held, so bist du hin und schon gefällt; drum streite, ringe, kämpfe! 3. Gedenke, daß du zu der Fahn deins Feldherrn hast geschworen; denk ferner, daß du als ein Mann zum Streit bist auserkoren; ja denke, daß ohn Streit und Sieg nie kei⸗ ner zum Triumph aufstieg; drum streite, ringe, kämpfe! 4. Wie schmählich ists, wenn ein Soldat dem Feind den Rücken kehret; wie schändlich, wenn er seinen Stand verläßt und sich nicht wehret; wie spöttlich, wenn er noch mit Fleiß aus Zagheit wird dem Feind zum Preis! Drum streite, ringe, kämpfe! 5. Bind an, der Teufel ist bald hin, die Welt wird leicht verjaget; das Fleisch muß end—⸗ lich aus dem Sinn, wie sehr dichs immer plaget; o ewge Schande, wenn ein Held vor diesen dreien Buben fällt 1.—6 streite, ringe, kämpfe! Wer überwindt und kriegt vun Ranm der Feinde, die ver⸗ messen, der wird im Paradies vom Baum des ewgen Lebens essen; wer überwindt, den soll kein Leid, noch Tod berührn in Ewigkeit; drum streite, ringe, 701 Wer überwindet, der soll dort in weißen Kleidern gehen, sein guter Name soll hinfort im Buch des Labens stehen; ja, Christus wird denselben gar bekennen vor der—— Schar; drum streite, ringe, kämpfe! 8. Wer überwindt, soll ewig nicht aus Gottes Tempel gehen, Nelurhr drin wie ein englisch Licht und goldne Säule ste— sthen, solls Sohn, 15 8 lliten, ja giern Iul nel zenn fämpfe! 10. So slrit kack! nöͤgst übe Die Kräft 16 daß du die Ver nicht Kuon, blei und Hohn fämpfe! Mel.: Mein 970 358 die ihr Haupt; mannt e werdet hij an den Christenh 2. Au Helde, tu Amm! L zu Felde Höllensch noch viel sind um aufft ueg; impfe sts, wenn ind den händlic, verläßt et; wie noch mit dird dem FN Drum Teufel i ird leicht muß end⸗ wie sehr ewge Held vor fill! 1. wpfe! d kriegt die ver⸗ Pundis en Lebens „den soll berührn ite, ringe, t, der soll rn gehen, U hinfort S stehen; selben gar el Schar; kämpfe! „soll ewig pel gehen, in englisch Zäule ste⸗ hen. Der Name Gottes, unsers Herrn, soll leuchten von ihm weit und fern; drum streite, ringe, kämpfe! 9. Wer überwindt, soll auf dem Thron mit Christo Jesu sitzen, soll glänzen wie ein Got— 90 Echn, und wie die Sonne blitzen, ja ewig herrschen und regiern und immerdar den Him— mel ziern; drum streite, ringe, kämpfe! 10. So streit denn wohl, streit keck und kühn, daß du mögst überwinden; streng an die Kräfte, Mut und Sinn, daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron, bleibt ewiglich in n und Hohn; d ite, ri kämpfe! Joh. Scheffler, 4 1677. Mel.: Meine Hoffnung stehet feste. 649. AꝛA ihr Christen, 3 5 8 Christi Glieder, die ihr noch hangt an dem Haupt; auf, wacht auf, er⸗ mannt euch wieder, eh ihr werdet hingeraubt! Satan beut an den Streit Christo und der Christenheit. Helde, trauet seinem starken Arm! Liegt der Satan gleich zu Felde mit dem ganzen Höllenschwarm, sind doch der Gottseliger Wandel. 293 3. Nur auf Christi Blut gewaget, mit Gebet und Wach⸗ samkeit; dieses machet unver— zaget und recht tapfre Krie⸗— gesleut; Christi Blut giebt uns Mut, tilgt des Satans Zornesglut. 4. Christi Heeres Kreuzes⸗ fahne, so da weiß und rot gesprengt, ist schon auf dem Siegesplane uns zum Troste ausgehängt; wer hier kriegt, nie erliegt, sondern unterm Kreuze siegt. 5. Diesen Sieg hat auch empfunden vieler Heilgen star— ker Mut, da sie haben über— wunden fröhlich durch des Lammes Blut; sollten wir lhier nicht auch streiten mit Begier? 6. Wer die Sklaverei nur liebet in der Zeit und Ewig— keit und den Sünden sich er⸗ giebet, der hat wenig Lust zum Streit; denn die Nacht, Satans Macht, hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weisheit lehret, was die Freiheit für ein Teil, dessen Herz zu Gott 2. Auf, folgt Christo eurem sich kehret, seinem allerhöchsten Heil, sucht allein ohne Schein Christi freier Knecht zu sein. 8. Denn vergnügt auch wohl das Leben, so der Frei⸗ noch viel mehr, die da stets heit mangeln muß? Wer sich sind um uns her. Gott nicht ganz ergeben, hat 294 Gottseliger Wandel. der 00 60 nur Müh, Angst und Ver⸗ keiten für einen Anspruch, benslauf, * druß. Der nur kriegt recht Teil und Platz? Soll er dich 49190 Wh vergnügt, wer sein Leben selbst nennen seine Braut, kannst du nagt der 160 besiegt. nicht andern sein vertraut. 8. Vas 9. Drum auf, laßt uns 3. Im Fall du Christum Welt, zu ½0 überwinden in dem Blute Jesu willst behalten, so halt ihn lechten Ro Christ und an unsre Stirne einig und allein; die Sünden— 15 gicb f AII binden sein Wort, so ein Zeug- welt soll dir erkalten und nir des nis ist, das uns deckt und er⸗ nichts, denn lauter Greuel sein; Hahn! V IAII weckt und nach Gottes Liebe dein Fleisch muß sterben, eh Illan, iste INV schmeckt. die Not der Sterblichkeit dir schen, mein I 10. Unser Leben sei ver- bringt den Tod. Emsmus din + borgen mit Christo in Gott 4. Warum sollt ich doch Aul⸗ der allein, auf daß wir an jenem das umfangen, was ich sobald V ö Morgen mit ihm offenbar auch verlassen muß, was mir nach 300. sein, da das Leid dieser Zeit eitlem kurzen Prangen brächt 1, schlu werden wird zu lauter Freud. ewig Ekel und Verdruß? i und IIN 11. Da Gott seinen treuen Sollt ich um einen Dunst und 1 laß ui 7* Knechten geben wird den Gna⸗ Schein des Heilgen Geistes meinem Ht 40 denlohn, und die Hütten der Scheusal seinꝰ 2. Diri V Gerechten stimmen an den 5. Die Augen dieser Erde Thür, ach Siegeston; da fürwahr Gottes lachen zwar weidlich in der i. bei mi Schar ihn wird loben immer⸗ Dmmuchn Ree Hüien ür 0 hinan dar. Fa 174. dem Rachen der Höllen ihr lamendlich Leid; die Himmels⸗ Hae Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. freud hingegen tränkt den, der ht 100 4 359. Die Liebe leidet mit Thränen hier sich kränkt. Luresch +V1 nicht Gesellen, 6. Ach Gott, wo sind die, Uegeh im Fall sie treu und redlich die vor Jahren ergeben aller I en ö brennt; zwei Sonnen mögen Eitelkeit und in die Welt so erschöpfter N nicht erhellen beisammen an brünstig waren verliebt? Des 4 ihd WIII dem Firmament. Wer Herren, schnöden Leibes Kleid sind Herz zugl I die einander feind, bedienen Würmer; ihre Seele sitzt in 302 — will, ist keines Freund. ewig heißer Glut und schwitzt. 2. Was hinkst du denn auf 7. Die Welt senkt ihre— 4 beiden Seiten, o Seel? Ist Toten nieder und weckt sie Gott, der Herr, dein Schatz, nimmer wieder auf; mein was haben denn die Eitel- Schatz ruft seine Toten wie— spruch, er dich inst du aut. hristum t ihn zünden⸗ und lel sein, ben, eh keit dir 9 doch sobald 1¹ nach brächt erdruß? inst und Geistes ser Erde in der maber in llen ihr himmels⸗ den, der känkt. sind die, hen aller Welt so bt? Des eid sind sttzt in schwitzt. nlt ihre weckt sie f; mein Iten wie⸗ 29⁵5 der zum unbeschränkten Le- und Segen reich, gieb Weis⸗ benslauf, verklärt sie wie das heit, Stärke, Rat, Verstand Morgenrot, wenn jene andre aus deiner milden Gnadenhand. nagt der Tod. 5. So will ich deines Na⸗ 8. Was hab ich denn, o mens Ruhm ausbreiten als Welt, zu schaffen mit deiner dein Eigentum, und dieses leichten Rosenkron. Fleuch hin achten für Gewinn, wenn ich und gieb sie deinen Affen, laß nur dir ergeben bin. mir des Kreuzes Dorn und Heinr. Georg Neuß, 1 1716. Hohn Besitz ich Jesum nur Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens. 697. allein, ist alles, was zu wün⸗ 361 Erneme mich, o schen, mein. ewigs Licht, Erasmus Finx(gen. Francisci), 4 1694. und laß von deinem Angesicht Mel.: Herr Zesu Christ, dich zu. 240 mein Herz und Seel mit dei— 360 Ei reines Herz, nem Schein durchleuchtet und 5 Herr, schaff in erfüllet sein. mir, schleuß zu der Sünden 2. Ertöt' in mir die schnöde Thor und Thür, vertreibe sie Lust, feg aus den alten Sün⸗ und laß nicht zu, daß sie in denwust; ach, rüst mich aus meinem Herzen ruh. mit Kraft und Mut, zu strei— 2. Dir öffn ich, Jesu, meine ten wider Fleisch und Blut. Thür, ach, komm und wohne 3. Schaff in mir, Herr, du bei mir, treib all Unreinig⸗ den neuen Geist, der dir mit keit hinaus aus deinem Tem- Lust Gehorsam leist und nichts pel und Wohnhaus. sonst, als was du willst, will; 3. Laß deines guten Geistes ach, Herr, mit ihm mein Herz Licht und dein hellglänzend erfüll. Angesicht erleuchten mein Herz. 4. Auf dich laß meine Sin⸗ und Gemüt, o Brunnquell un- nen gehn, daß sie nach dem, erschöpfter Güt! was droben, stehn, bis ich 4. Und mache dann mein dich schau, o ewigs Licht, von Herz zugleich an Himmelsgut Angesicht zu Angesicht. Gottseliger Wandel— Joh. Friedr. Ruopp, 1 1708. 3 6* Eigene Melodie. 1. n ntr n DERDDPDTT—— EE Es glänzet der Christen in⸗wen⸗di⸗ges Leben, obgleich sie Was ih⸗nen der Kö⸗nig des Himmels gegeben, ist kei⸗nem Gottseliger Wandel. Q— *— 1 IL 2— 2—.— DSiERE.. —— von außen die Sonne verbrannt. als ihnen nur selber be⸗kannt. Was niemand verspüret, — 2 ———*.—— —.—.—— 29——— 2— was niemand berühret, hat ihre erleuchte-ten Sinne gezieret ——.—— —. a,—.—.——t 1114—D. .—— khab. und sie zu der gött-li-chen Wür-de ge-⸗füh-ret. 2. Sie scheinen von außen die schlechtesten Leute, ein Schauspiel der Engel, ein Ekel der Welt, und innerlich sind sie die lieblichsten Bräute, der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt, das Wunder der Zei— ten, die hier sich bereiten, den König, der unter den Lilien weidet, zu küssen, in goldenen Stücken gekleidet. 3. Sonst sind sie des Adams natürliche Kinder und tragen das Bilde des Irdischen auch. Sie leiden am Fleische, wie andere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch. In leiblichen Sachen, im Schlafen und Wachen, sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur daß sie die Thorheit der Weltlust verlachen. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, die Gott durch sein mächtig Wort —8 selber gezeugt, ein Funke und Flämmlein aus göttlicher Flamme, die oben Jerusalem freundlich gesäugt. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen gar freundlich und lieblich absingen; das muß denn ganz herrlich, ganz prächtig er— klingen. 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie blei— ben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie kriegen, die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden, sie bleiben in Freuden; sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Le— ben, wird offenbar werden, wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit ihm als Götter der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder d den regiere den 4 im Lichter man die F Hinn 27 dl nuchzet,! du den go Beußt; der Hein gutt Zugnis, d en verhei nit ihnen grünen, we Rures Lebe sich dein Durinet. 8. O Leben der liche Zierd gieb, daß Wege erh uns auf verstellt. und wenig lich mit G lebet, dor im Himm Christ. 303. ein und Rinen Ge der Natur eil, sich Zd zu g — — — erspüret unke und gäͤttliche Lerusalen Ne Engel Loblieder dlich und muß denn üchtig er⸗ uf Erden sie blei⸗ schützen ecken den Ketümmel, sten, was stehen in Freuden; u äußeren das Leben nnen. ihr Le⸗ werden, wie er ist, verden sie der Erden inen zum Gottseliger Wandel— 297 Wunder der Welt. Sie wer⸗Gnade selbst zu aller Zeit den den regieren und ewig florieren, schweren Streit.: den Himmel als prächtige 2. Du darfst ja nur ein Lichter auszieren; da wird Kindlein sein, du darfst ja nur man die Freude gar öffentlich die Liebe kindlich üben. O spüren. blöder Geist, schau doch, wie 7. Frohlocke, du Erde, und gut ers mein! Das kleinste jauchzet, ihr Hügel, dieweil Kind kann ja die Mutter lie— du den göttlichen Samen ge- ben. Drum fürchte dich nur neußt; denn das ist Jehova ferner nicht so sehr; es ist sein göttliches Siegel, zum nicht schwer. Zeugnis, daß er dir noch Se⸗ 3. Dein Vater fordert nur gen verheißt. Du sollst noch das Herz, daß er es selbst mit ihnen aufs prächtigste mit seiner Gnade fülle. Der grünen, wenn erst ihr verbor-fromme Gott macht dir gar genes Leben erscheinet, wonach keinen Schmerz; die Unlust sich dein Seufzen mit ihnen schaff in dir dein eigner vereinet. Wille; drum übergieb ihn 8. O Jesu, verborgenes willig in den Tod, so hats Leben der Seelen, du himm- nicht Not.) lische Zierde der inneren Welt, 4. Wirf nur getrost den gieb, daß wir die heimlichen Kummer hin, der nur dein Wege erwählen, wenn gleich Herz vergeblich schwächt und uns auf Erden das Kreuz noch plaget; erwecke nur zum Glau⸗ verstellt. Hier übel genennet ben deinen Sinn, wenn Furcht und wenig erkennet, hier heim- und Weh dein schwaches Herze lich mit Christo im Vater ge⸗ naget; sprich: Vater, schau lebet, dort öffentlich mit ihm mein Elend gnädig an! so im Himmel geschwebet! ists gethan. Christ. Friedr. Richter, 1 1711. 5. Dein Herze bitte um Mel.: Es kostet viel, ein Christ. 364. Geduld, wenn du nicht gleich 3 63 E ist nicht schwer, des Vaters Hilfe merkest. Ver⸗ • ein Christ zu siehst dus oft und fehlst aus sein und nach dem Sinn des eigner Schuld, so sieh, daß du reinen Geistes leben. Zwar dich durch die Gnade stärkest; der Natur geht es gar sauer so ist dein Fehl und kindliches ein, sich immerdar in Christi Versehn, als nicht geschehn.. Tod zu geben; doch führt die 6. Laß nur dein Herz im IAII AAI NXNII II I 9.——————————————— 298 Gottseliger Wandel. Glauben ruhn, wenn dich will Nacht und Finsternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir thun, vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du nirgends eines Weges Spur, so glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, Heil mit großer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, 364. du wirst dein drum darfst du nur dem from— men Vater trauen; o Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist.. 8. Auf auf, mein Geist, was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, in Friede sollst du vor dem Vater schweben; die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn allein auf ihn.. Christ. Friedr. Richter, 4 1711. Eigene Melodie. ee rr..——— N N————— Es kostetviel, ein Christ zusein und nach dem Sinn des reinen — ö Geistes leben; denn der Natur geht es gar sauerein, sichimmer⸗ 2—— ö 2* 4— 1 133— 3—.675—— 2—. 2— — D..— 2— dar in Christi Tod zu geben; und ist hier gleich ein Kampf wohl — — ausgericht', das machts noch nicht, das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht der Gift kann in die Seele drin— gen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichigkeit. — 3. Doch es ist wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets aufs Himmlische geleget. Es hat wohl Müh, die Gnade aber 122105 daß mans nicht acht.:, Man soll ein Kind des nit Gott u hinden. X Geiste wind nags verste 6, Da Mesheit 0 ttets als Mi sie klönet d Leukranz, d im Himme Luben, wel war, wird 7. Vaẽ mießt du a stzt, wird ben; der awig zum( lich ist es 0 Nahts h und allein. . f, emüde nich Macht der; Was sorge Kraft gebr i kom⸗ Seele, wahrer Geist deinem Wön W. n ½ N 3 es reinen chnicht. Hohl der man mit erwäget, L Mensch tets aufs Es hat ade aber tacht.;: Kind des * Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird der Leib so stark, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblich im Gesichte, dieweil ihn da die wesentliche Pracht so schöne macht! 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird dich da ganz durchgehn und dich mit Gott zu einem Geist ver— binden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? ½ 6. Da giebt sich dir die Weisheit ganz, die du hier stets als Mutter hast gespüret; sie krönet dich mit ihrem Per— lenkranz, du wirst als Braut im Himmel eingeführet; dein Leben, welches hier verborgen war, wird offenbar.) 7. Was Gott genießt, ge⸗ nießt du auch; was Gott be— sitzt, wird dir in Gott gege⸗ ben; der Himmel steht dir ewig zum Gebrauch: wie lieb⸗ lich ist es doch, mit Jesu leben! Nichts höher kann an Kraft und Würde sein, als Gott allein. 8. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was Gottseliger Wandel. 299 für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn; wie wohl wirds thun! Christ. Friedr. Richter, 1711. Mel.: Liebster Jesu wir sind hier. 243. 2— Gen, du hast in 365. deinem Sohn mich von Ewigkeit erwählet; sende nun von deinem Thron, was noch meinem Heile fehlet, und gieb mir des Geistes Ga— ben, sodann werd ich alles haben. 2. Ach, ich bin lebendig tot und zum Guten ganz ver— loren. Heilger Geist, mein Herr und Gott, mache du mich neugeboren; denn das F leisch ist mein Verderben und kann nicht den Himmel erben. 3. Treibe weg die finstere Nacht meiner irrigen Gedan— ken; dämpfe das, was Gott veracht', halte die Vernunft in Schranken, daß ich anders nicht als gerne selbst von dir die Weisheit lerne. 4. Was mein Herze dicht' und tracht', ist von Jugend auf nur böse; aber hilf, daß deine Macht mich auch von mir selbst erlöse, und zu allen guten Dingen gieb mir Wollen und Vollbringen. 5. Schaffe mir ein reines Herz, daß ich stets an Gott gedenke und mich oft mit Reu und Schmerz über meine Sün⸗ den kränke; doch nach den be⸗ trübten Stunden führe mich in Jesu Wunden. 6. Pflanze mich daselbst in ihn, als ein Glied an seinem Leibe, und wenn ich sein eigen bin, hilf mir, daß ich es auch bleibe; er der Weinstock, ich die Rebe, daß ich ganz in Jesu lebe. 7. Hierzu bitt ich diese drei: Glauben, Hoffnung und die Liebe; steh auch sonst mir also bei, daß kein Teufel mich betrübe; gieb mir Demut, Fried und Freude und auch Sanftmut, wenn ich leide. 8. Hilf mir reden recht und wohl, auch zuweilen gar nichts sagen; hilf mir beten, wie ich soll, hilf mir auch mein Kreuz still tragen. Wenn es Zeit ist, hilf mir sterben und dabei den Himmel erben! Casp. Neumann, 1 1715. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. 366. Hen Weene en dir schenket Lust und Leben, so wird dir dein Gnadenstern Gottseliger Wandel. tausend holde Strahlen geben; denn er beut dir treulich an, was dein Herze wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Heulen sich ver⸗ kehret; wer das Herz in sei— ner Brust Gott allein zur Lust gewähret, dieser trifft in allem an, was das Herze wünschen kann. 3. Lust an Gott steigt über sich, wenn man Gott im Worte kennet. Lust an Gott ist innerlich, wenn man in der Liebe brennet; solche Lust geht eine Bahn, die das Herze wünschen kann. 4. Wer die Lust am Herren hat, hat auch Lust an seinem Willen und bemüht sich früh und spat, solchen Willen zu erfüllen; denn so wird ihm auch gethan, was das Herze wünschen kann. 5. Ist die Lust nicht ohne Last, trag geduldig die Be— schwerden; wenn du wohl ge— litten hast, wirst du erst recht lustig werden und triffst dort im Himmel an, was dein Herze wünschen kann. Benj. Schmolcke, 4 1737. Eigene Melodie. EE Heiligster Je⸗ Au, Heilgungs Taell mehral 8 Krystall rein, al⸗ler Glanz der Che-ru⸗ binen und Hei⸗lig⸗-keit der 0 2 7•.q—— klar un Se⸗ aph 2. O stll 0 Wille dem stille u masm We glich anc Pillen dir:g Keien Wil nih dir gle gehorsam 6 Jesu, ei daß ich feir 3. Wach Schlummer Müh und gevesen Ta nußtest täg des Machts mit Flehen und gewacht Wachsamkeit allzeit wach 1i mu, hilf stets wachsa 4. Gütig Ppuh wi d gi u Iade U lich an, hen fann. die eitle sich ver⸗ zin sei⸗ ar Lust in allem wünschen eigt über m Worte Gott ist in der Lust geht 8 Herze m Herren seinem sich früh Un zu vird i Herze icht ohne die Be⸗ wohl ge⸗ erst recht iffst dort bas dein le, 1 1737. stalrel rein keit der Gottseliger Wandel. E 67——— 5— 45— E E EEE D.——.— 5 S. — klar und helle, du lautrer Strom der Heiligkeit, Se-raphinen ist ge-gen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild 14 43— .—* . ach, bil⸗de mich nach dir, du Al⸗les! Jesu, SEEE 3—.————.——.——.—. 22 23—— ei nu, hilf mir da-zu, daß ich mag hei⸗lig sein, wie du! 2. O stiller Jesu, wie dein gegen Freund und Feind! Wille dem Willen deines Va- Dein Sonnenglanz, der schei— ters stille und bis zum Tod net allen, dein Regen muß gehorsam war, also mach auch auf alle fallen, ob sie dir gleichermaßen mein Herz und gleich undankbar sein. Mein Willen dir gelassen; ach, stille Gott, ach, lehre mich, damit meinen Willen gar! Mach hierinnen ich dir nacharte. mich dir g En wie ein Jesu, ei nu, hilf mir dazu, daß gehorsam Kind, stille, stille. ich auch gütig sei, wie du! 55. ei nu, hilf mir dazu, 5. Du, bl Jesu, warst daß ich fein stille sei, wie du! unschuldig; doch litt'st du alle 3. Wachsamer Jesu, ohne Schmach geduldig, vergabst Schlummer in großer Armut, und ließt nicht Rachgier aus. Müh und Kummer bist du Niemand kann deine Sanft⸗ gewesen Tag und Nacht; du mut messen, bei der kein Eifer mußtest täglich viel ausstehen, dich gefressen, als den du des Nachts lagst du vor Gott hatt'st ums Vaters Haus. mit Flehen und hast gebetet Mein Heiland, ach, verleih mir und gewacht. Gieb mir auch Sanftmut und dabei guten Wachsamkeit, daß ich zu dir Eifer. Jesu, ei nu, hilf mir allzeit wach und bete. Jesu, dazu, daß ich sanftmütig sei, ei nu, hilf mir dazu, daß ich wie du! stets wachs am sei, wie du! 6. Würdigster Jesu, Ehren⸗ 4. Gütigster Jesu, ach, wie könig, du suchtest deine Ehre gnädig, wie liebreich, freund⸗ wenig und wurdest niedrig und lich und gutthätig bist du doch gering; du wandeltst ganz ge— 302 Gottseliger Wandel. beugt auf Erden in Demut und in Knechtsgeberden, er⸗ hobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben. Jesu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich de— mütig 67 wie du! 7. O keuscher Jesu, all dein Wesen war züchtig, keusch und auserlesen, voll Tugend, voller Sittsamkeit; Gedanken, Reden, Glieder, Sinnen, Geberden, Kleidung und Beginnen war voller Zucht und Ehrbarkeit. O und züchtig. Jesu, ei nu, hilf mir dazu, auch keusch und rein zu sein, wie du! 8. Mäßiger Weise im Trinken und Genuß der Speise lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Den Durst und Hunger dir zu stillen, war, statt der Kost, des Vaters Willen und Werk vollenden dir bereit't. Herr, hilf mir meinen Leib stets zähmen, daß ich bleib in dir stets nüchtern. Jesu, ei nun, hilf mir dazu, daß ich stets nüchtern sei, wie du! 9. Nun, liebster Jesu, lieb⸗ stes Leben, mach mich in allem dir recht eben und deinem heil— gen Vorbild gleich. Dein Geist und Kraft mich ganz durch— dringe, daß ich viel Glaubens⸗ O, mein Immanuel, mach mir doch Leib und Seel keusch Jesu, deine früchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! Jesu, ei nu, laß mich, wie du und wo du bist, einst fin⸗ den Ruh! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel.: Herr der einig. 409. 3 6 8. Heu Jesu, Gnaden⸗ sonne, wahrhaf— tes Lebenslicht, laß Leben, Licht, und Wonne mein blödes Angesicht nach deiner Gnad erfreuen und meinen Geist er⸗ neuen; mein Gott, versag mirs nicht! 2. Vergieb mir meine Sün⸗ den und wirf sie hinter dich; laß allen Zorn verschwinden und hilf genädiglich, daß deine Friedensgaben mein Herze fer⸗ ner laben; ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich er— löset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis durch dein heiliges Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trotz der Höllenpfort. 5 Tränk Buisten un gier sammt au“ daß 10 Sünd Idel nwe dem F Flisch dir. 10 Ah, in meiner aus innerm liben kann Rfalln bes auf rechtet 7. Nun, Stürke, ver Mut. De denwerke, und thut Sinnen, u ginen it 8. Dart Gnaden, d wend allen nach mich daß ich de erfüllen lig bei! Ludw Mel: O Got 3969 U mir dieses Ind Verr hast gege nich durch daß er il Kraft und 2. Hilf Hih werd K0, V„ zeuch halt nich Heiland! uch, wie enst fin⸗ I 1. nig. 40g. Gnaden⸗ wahrhaf⸗ Leben, in blödes er Gnad Get er⸗ yhag mirs ime Sün⸗ ter dich; schwinden daß deine Herze fer⸗ , erhöre meiner damssinn erwählen, orthin zu und dir Hich er⸗ rkenntnis hort, und nis durch damit ich d in der Trotz der Gottseliger Wandel. 303 5. Tränk mich an deinen Fleisches Lüste meide, hingegen Brüsten und kreuzge mein Be- emsiglich des Geistes Werke gier samt allen bösen Lüsten, treibe und gute Ritterschaft auf daß ich für und für der ausübe auch dabei in Hoffnung Sündenwelt absterbe und nach immer stark und fest gegrün— dem Fleisch verderbe, hingegen det sei. lebe dir. 3. Gieb, daß ich als ein 6. Ach, zünde deine Liebe Christ wie Christus mich be— in meiner Seele an, daß ich zeige und meine Ohren stets aus innerm Triebe dich ewig zu seiner Lehre neige; im lieben kann und dir zum Wohl- Glauben stärke mich, daß ich gefallen beständig möge wallen der argen Welt nicht folge, wenn auf rechter Lebensbahn. sie mich von deinem Wort ab⸗ 7. Nun, Herr, verleih mir hält. Stärke, verleih mir Kraft und 4. Entzünde du mein Herz Mut. Denn das sind Gna- mit deiner warmen Liebe und denwerke, die dein Geist schafft gieb, daß ich zugleich am und thut; hingegen meine Nächsten Liebe übe. Verleihe Sinnen, mein Lassen und Be- mir Geduld, wenn Trübsal ginnen ist böse und nicht gut. bricht herein, und hilf, daß 8. Darum, du Gott der ich im Glück demütig möge sein. Gnaden, du Vater aller Treu., 5. Verleihe, daß ich stets wend allen Seelenschaden und nach deinem Reiche ringe, auf mach mich täglich neu; gieb, daß dein Segen sich zu mir daß ich deinen Willen gedenke herunter dringe. Wer nach zu erfüllen, und steh mir kräf- dem Ewigen vor allen Dingen tig bei! tracht't, der wird auch wohl Ludw. Andr. Gotter, 4 1735. mit dem, was zeitlich ist, be⸗ Mel.: O Gott, dun frommer Gott. 472. dacht. 369 Hermlerlihste 6. Haß, Falschheit, Über⸗ Gott, der du mut und Heuchelei daneben mir dieses Leben, Leib, Seele laß ja an mir nicht sein in und Vernunft aus Gnaden meinem ganzen Leben; List, hast gegeben, regiere ferner Unrecht, Frevel, Geiz und mich durch deinen guten Geist, Unbarmherzigkeit sei ferne weg daß er in allem Thun mir von mir, o Gott, zu aller Zeit. Kraft und Beistand leist. 7. Mit deiner rechten Hand, 2. Hilf, daß ich allezeit des Herr, wollest du mich leiten 304 und schützen Tag und Nacht, daß meine Füß' nicht gleiten; du wollest meine Burg und Schutz in Nöten sein, wenn ich in meinem Amt ausgehe oder ein. 8. Zuletzt erlöse mich von Gottseliger Wandel. allem Kreuz und Leiden, und wenn ich soll einmal von die— ser Welt abscheiden, so stehe du mir bei mit deiner Gna— denhand und führe mich hin— auf ins rechte Vaterland. Mel.: O gesegnetes Regieren. Herzund Herzvereint zusammen, sucht in Gottes Herzen Ruh; las⸗set eu⸗re Liebesflammen lodern auf den Heiland zu! 0⁰2— . er der Meister, wir die Brüder; er ist unser, wir sind sein! 2. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, und erneuert euren Bund! Schwöret unserm Ueberwinder Lieb und Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wie— der stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag thut. 4. Einer reize doch den Andern, kindlich, leidsam und gering unserm Heiland nach— zuwandern, der für uns am Kreuze hing; einer soll den andern wecken, alle Kräfte Tag für Tag nach Vermögen dran zu strecken, daß man ihm gefallen mag. 5. Halleluja! Welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist! 6. Ach, du holder Freund, sie auch ei wahrer Lie ander gern 8. Nebe, ten, daß m 0 so mache trägen Zünde an doß ein jed. als die vo stehen auch 9. Laß werden, wie hist, bis sch Erden kein mehr ist. deinem Brer Liht den die Welt e deine Jünge Mil. Ludw. Gra Nel.: Was me 371. nach dir erlange u den, und von die⸗ 0 stehe ler Gna⸗ lich hin— land. zen Ruh and zu! doch den osam und nd nach⸗ uns am soll den e Kräfte Vermögen man ihm he Höhen, er Gnad, ze sehen, hat; daß ister, der o ist, daß ister, uns Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja, verbinde in der Wahr— heit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der That erleuchtet ist. 7. So wird dein Gebet er— füllet, daß der Vater alle die, welche du in dich gehüllet, auch in seine Liebe zieh', und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sei'n, sich in wahrer Liebe dienen und ein— ander gern erfreun. 8. Liebe, hast du es gebo— ten, daß man Liebe üben soll: o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 9. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist. Ganz allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nik. Ludw. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. Mel.: Was mein Gott will, das. 665. 8 ilf mir, mein 3 7 H Gott, hilf, daß nach dir von Herzen mich verlange und ich dich suche Gottseliger Wandel. 305 mit Begier, wenn mir wird angst und bange; verleih, daß ich mit Freuden dich in meiner Angst bald finde; gieb mir den Sinn, daß ich forthin meid alle Schand und Sünde. 2. Hilf, daß ich mich mit Reu und Schmerz in deine Gnad ergebe, hab immer ein zerknirschtes Herz, in wahrer Buße lebe, vor dir erschein, herz⸗ lich bewein hier alle Missethaten, die Hände mein laß milde sein, dem Dürftigen zu raten. 3. Die Lust des Fleisches dämpf in mir, daß sie nicht überwinde; rechtschaffne Lust und Lieb zu dir durch deinen Geist anzünde, daß ich in Not bis in den Tod dich und dein Wort bekenne und mich kein Trutz noch Eigennutz von deiner Wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor Grimm und Zorn, mein Herz mit Sanftmut ziere, reiß aus den schnöden Hoffahrtsdorn und mich zur Demut führe. Was noch von Sünd in mir sich findt, das wollest du ausfegen; laß allezeit Trost, Fried und Freud in mir durch dich sich regen. 5. Den Glauben stärk, er⸗ halt in mir die Lieb und mache feste mein' Hoffnung, die nicht wankt von dir, Beständigkeit ists Beste. Den Mund bewahr, auf daß Gefahr durch ihn 20⁰ 306 Gottseliger Wandel. nicht werd erwecket; speis' ab den Leib, doch daß er bleib von Geilheit unbeflecket. 3. Gieb, daß ich treu und fleißig sei in dem, was mir gebühret; durch Ehrgeiz, Stolz und Heuchelei nicht werd aufs neu verführet; Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid laß in mir nicht verbleiben; verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst du von mir abtreiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rat und ab vom Irr⸗ tum trete, mit der That, für Freund und Feind stets bete, dien jeder— mann, so gut ich kann, das Böse haß und meide nach dei— dem Wort, o höchster Hort, bis ich von hinnen scheide. Joh. Heermann, 4 1647. Mel.: Jesus, meine Imelant 732. 37 2.. Rn an geht unsre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan bleiben. durch die Wüste kommen wer— den. Hier ist unser Pilgrims⸗ stand, droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein 373. dem Armen helfe himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hin— gehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts 4—5 über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, wo ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 5. Himmelan, ach himmel— an! Das soll meine Losung Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan nur steht mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck, 1 1737. Eigene Melodie. —— 39— 4— ——.——— 2.. Ich ruf zu dir„Herr Jesu Christ, ich bitt, er⸗hör mein Klagen, verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht ver-zagen. wieder we Hofftunge aus Wenl auß ich d und nicht digen Thun ewig rellen J. Ver Herzen Sgbl mög verg auch zu mir ein Vort me sein, da nähren,! Unglück; bald möck 4. Laß Urcht do abwenden, End gieb in Hände giebst, de nag niem erben dure die uns 5. Ich Widerstreb lamnst dt, nicht sen. Eun er Sinn Aung hin. t er mir in Worte den Ort imal hin⸗ ich dieses t ich eine in Glaube denn ihr lein gegen ichein. vind mich te Heimat alle Not eren. Iesus an, daß ich x ch himmel⸗ ine Losung allen eitlen Pimmelslust nelan nur bis ich in nolck, T 1737. lein Klagen, tver⸗zagen. Gottseliger Wandel. —— e 485.85 3.— n— zu leben, mei'm Nächsten nütz zu sein, Deun Wertzualtene e⸗ 900 2. Ich bitt noch mehr, o dem Schwachen; an deiner Herre Gott, du kannst es mir Gnad allein ich kleb, du kannst wohl geben, daß ich nicht mich stärker machen. Kommt wieder werd zu Spott. Die nun Anfechtung her, so wehr, Hoffnung gieb daneben, vor-wdaß sie mich nicht umstoße. aus wenn ich muß hier davon, Du kannsts machen, daß mirs daß ich dir mög vertrauen nicht bringt Gefahr; ich weiß, und nicht bauen auf all mein du wirsts nicht lassen. eigen Thun, sonst wirds mich e Sus, e, verbessert durch Paul Speratus, + 1554. ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. Herzensgrund mein' Feinden 374.J(QIch weiß von kei— mög vergeben, verzeih mir nem andern auch zu dieser Stund, schaff Grunde, V den der Glaub mir ein neues Leben. Dein in Christo hat; ich weiß von Wort mein Speis' laß allweg keinem andern Bunde, von sein, damit mein Seel zu keinem andern Weg und Rat, nähren, mich zu wehren, wenn als daß man elend, arm und Unglück geht daher, das mich bloß sich legt in seines Vaters bald möcht Aicheen Schoß. 4. Laß mich kein Lust noch 2. Ich bin zu meinem Furcht von dir in dieser Welt Heiland kommen und eil ihm abwenden, beständig sein ans immer besser zu, ich bin auch End gieb mir, du hasts allein von ihm aufgenommen und in Händen. Und wem dus und finde bei ihm wahre Ruh; giebst, der hats umsonst, h ist mein Kleinod und mein mag niemand erwerben noch er⸗Teil, und außer ihm weiß ich erben durch Werke deine Gnad, kein Heil. die uns errett' vom Sterben. 3. Ich bleib in Christo nun 5. ch 1090 im Streit und erfunden und bin in ihm ge— widerstreb, hilf, o Herr Christ, recht und rein; bleib ich mit 205 308 Gottseliger Wandel. ihm nur stets verbunden, so kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an, wer ist, der mich ver— dammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde, doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in Christo mich befinde; wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben im Glauben und in Christi Kraft; der alte Mensch muß täglich sterben, der noch nicht tot am Kreuze haft'; dies aber macht mich rein und klein und lehrt zu Jesu ernst— lich schrein. 6. Ich suche stets vor ihm zu stehen und seh in allem ihn nur an, nach seinem Wink einherzugehen, daß nichts mein Ziel verrücken kann. Ich seufze stets: Herr, steh mir bei, daß ich dein rechter Jünger sei. 7. Und weil ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn, da kann mein Wachstum vor sich gehn. 8. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde und will von Christo nimmer gehn, ich bleib im allgemeinen Bunde, in all— gemeiner Liebe stehn und hang an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein. 9. O Jesu, laß mich in dir bleiben, o Jesu, bleibe du in mir; laß deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glauben folge dir; laß stets mich fromm und wachsam sein, so reißet nichts den Grund mir ein. Karl Heinrich v. Bogatzki, 4 1774. Eigene Melodie. Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens; sieh, wie die Finster— wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens mächtig aufführet, ——.—— * nis drin⸗get herein; mir schädlich zu sein. SSI— I Sa⸗tan der sin⸗net auf mancher⸗lei . necht Wütet die und innen, memals di 3. Jsu, wer nuß! miinE Gebre mir bif der Jugen mein Gewi für. Ach dein kräf dies zu dienen! 4. Jef in mir d Hoffart legt. W Begierder mein tief 0 hilf, d mag erri Leiden u töten. 5. N lege gefa des Fleif bei mir langen, stets im gehn. lein; dies fewig sein. mich in dir eibe du ir Uten 6 ich i im laß stets achsam sein, den Grund atli, 4 1774. edie Finster⸗ gaufführet, nancher⸗lei Gottseliger Wandel. .— 4—— RNR.‚..— ZB ,r. a, He L 2. 4 V.——..— Rän⸗ke, wie er mich sich⸗te, ver⸗stö⸗re und krän⸗ke. 2. Jesu, hilf siegen, der du gend durch heiligen Trieb. mich erkaufet; rette, wenn Laß mich versetzt sein ins Fleisch und Blut, Satan und himmlische Wesen, so wird Welt mich zu berücken ganz mein Geist, Leib und Seel grimmig anlaufet oder auch genesen. schmeichelnd sich listig verstellt! 6. Jesu, hilf siegen, damit Wütet die Sünde von außen auch mein Wille dir, Herr, und innen, laß mir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt niemals die Hilfe zerrinnen. und ich mich stets in dein 3. Jesu, hilf siegen! Ach, Wollen verhülle, wo sich die wer muß nicht klagen: Herr, Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mein Gebrechen ist immer vor mich mir sterben und alle dem mir! Hilf, wenn die Sünden Meinen, daß ich mich zählen der Jugend mich nagen, die— unter die Deinen. mein 406 mir täglich häl t Jesu, hilf siegen in aller⸗ für. Ach, laß mich Woneter Selen gieb mir die Waffen dein kräftigs Versühnen und und Wehre zur Hand. Wenn dies zu meiner Demütigung mir die höllischen Feinde nach⸗ 4. stellen, dich mir 0 rauben, o „Jesu, hilf siegen, wenn edelstes Pfand, so hilf mir in mir die Sünde, Eigenlieb, Schwachen mit Allmacht und Hoffart und Mißgunst sich Stärke, daß ich, o Liebster, regt. Wenn ich die Last der dein Dasein vermerke. Begierden empfinde und sich 8. Jesu, hilf siegen! Wer mein tiefes Verderben darlegt‚, mag sonst bestehen wider den so hilf, daß ich vor mir selbst listig verschmitzeten Feind? Wer mag erröten und durch dein mag doch dessen Versuchung Leiden mein sündlich Fleisch entgehen, der wie ein Engel des töten. Lichtes erscheint? Ach, Herr, 5. Jesu, hilf siegen und wo du weichst, so muß ich ja lege gefangen in mir die Lüste irren, wenn mich der Schlangen des Fleisches und gieb, daß List sucht zu verwirren. bei mir lebe des Geistes Ver⸗ 9. Jesu, hilf siegen uud laß langen, aufwärts sich schwin-mich nicht sinken. Wenn sich 310 die Kräfte der Lügen aufblähn 13. Jesu, hilf siegen! Wenns und mit dem Scheine der nun kommt zum Sterben, Wahrheit sich schminken, laß mach du mich würdig und doch viel heller dann deine stetig bereit, daß ich mich könne Kraft sehn; steh mir zur recht nennen dein' Erben dort Rechten, o König und Meister, in der Ewigkeit, hier in der lehre mich kämpfen und prüfen Zeit. Jesu, mein Jesu, dir die Geister. bleib ich ergeben; hilf du 10. Jesu, hilf siegen im mir siegen, mein Heil, Trost Wachen und Beten. Hüter, und Leben. du schläfst ja und schlummerst 14. Jesu, hilf siegen! Wenn nicht ein. Laß dein Gebet ich nun soll scheiden weg von mich unendlich vertreten, der der jammer- und leidvollen du versprochen, mein Fürsprech Welt, wenn du mich rufest, zu sein. Wenn mich die Nacht gieb, daß ich mit Freuden zu mit Ermüdung will decken, dir mög fahren ins himmlische wollst du mich, Jesu, ermun-Zelt. Laß mich, ach Jesu, tern und wecken. recht ritterlich ringen und nach 11. Jesu, hilf siegen! Wenn dem Leben im Tod zu dir Alles verschwindet und ich dringen. mein Nichts und Verderben Joh. Heinr. Schröder, 4 1728. nur seh, wenn kein Vermögen Mel.: O Zesu Christ, meins Lebens. 697. zum Beten sich findet, wenn 376. die ihr euch ich muß sein ein verschüchtertes E von Christo Reh, ch Herr, so wollst du nennt und h zu seiner Lehr auch da in der Seelen dich bekennt, die ihr seid durch sein mit den innersten Seufzern Blut erkauft und auch auf vermählen. seinen Tod getauft: 12. Jesu, hilf siegen und 2. Führt nicht den Namen laß mirs gelingen, daß ich nur allein! Ihr müßt auch das Zeichen des Sieges er- rechte Christen sein, wenn ihr lang! So will ich dir ewig einst wollt nach dieser Zeit Lob und Dank singen, Jesu, eingehn zu Christi Herrlichkeit. mein Heiland, mit frohem 3. Wer dort mit Christo Gesang. Wie wird dein Name herrschen will, der muß ihm da werden gepriesen, wo du, auch hier 19 still in Lieb o Held, dich so mächtig er⸗und Leid und gehn die Bahn, wiesen! die er gegangen ist voran. Gottseliger Wandel. aufs heh wir bon erkoren. Ein Gei voller zu Lauf kar kömmlich nen nich keit finde Aergerni Wenns Sterben dig und lich könne eben dort in der . dir du . Rost nI Wenn weg von leidvollen ich rufest, freuden zu himm llsch 5 Ir ind nach zu dir er, 4 1728. Lebens. 697. e ihr euch Chriso seiner Lehr durch n auch auf en Namen üßt auch wenn ihr ieser Zeit serrlichkeit. it Christo muß ihm U in Lieb die Bahn, voran. Gottseliger Wandel. 311 4. Wer ewig will beismes Leben führt, der ist ein Christo sein, der muß ihm Christ, wie sichs gebührt. leben hier allein, und nicht 6. Wer Jesum Christum dem Satan seine Zeit auf⸗ recht erkennt und christlich f imn opfern in der Eitelkeit. a anwendt, wird sanft und 5. Wer seinem Jesu sich selig schlafen ein, im Himmel ergiebt, ihn jederzeit von Her- bei Gott ewig sein. zen liebt, ein christlich from⸗ Jarob Ritter, 4 1669. 3 7 7 Eigene Melodie. 9 355—.— IE .—..—..— 2—..l Ihr Kin-der des Höchsten, wie stehts um die Lie⸗be? Wie folgt man dem wah-ren Ver- ei-nigungstrie⸗be? II —..* D Bleibt ihr auch im Ban⸗de der Ei-nig⸗keit stehn? Der Vater Ist kei⸗ne Zertrennung der Geister geschehn? wir dürfen SISSSSS————.. —— .— im Himmel kann Herzen e er⸗ken⸗nen, die Flam⸗ 8 uns Brüder ohn Lie-be nicht nen-nen, die Flam-me des Höchsten muß lich⸗ 71— loh bren⸗ nen. 2. Sobald wir von oben 3. Die Mutter, die droben aufs neue geboren, da sind ist, hält uns zusammen und wir von Christo zu Brüdern schickt uns herunter die himm— erkoren. Ein Vater, Ein Glaube, lischen Flammen; kein Unter— Ein Geist, Eine Tauf, Ein schied findet hier einige Statt, voller zum Himmel gerichteter weil Demut die Herzen ver— Lauf kann unsere Herzen voll- einiget hat. Wo Eigenheit, Zank kömmlich verbinden; wir kön- und Haß können regieren, da nen nichts anders als Süßig⸗ kann man den Funken der Liebe keit finden, Verdacht, Neid und nicht spüren, noch in den Chor Aergernis müssen verschwinden. englischer Thronen ihn führen. 312 8. Drum lasset uns lieben und freuen von Herzen, ver— süßen einander die leidenden Schmerzen; dringt kräftig, ihr Geister, in Eines hinein, ver⸗ Strahlen vom mehret die göttlichen Schein. Das lässet der Vater ihm herzlich ge— fallen; im Loben kann auch sein Ruhm herrlich erschallen, wenn Kinder, für Liebe ent— zündet, nur lallen. 82 E— Gottseliger Wandel. 9. In jener Welt wird es noch besser hergehen; da wird vor dem Vater die Brüder— schaft stehen im heftigsten Feuer, in seligster Brunst, die ziehet zusammen des Königes Gunst. Ach, drücket zusammen die Herzen und Hände und bittet, daß Zion er Hilfe bald sende; so kennet die Liebe nicht Anfang noch Ende. Christian Andreas Bernstein, 4 1699. Eigene Melodie. Kommit her zu mir, spricht Gottes Sohn, all, die ihr seid T mit Sünden hart be⸗la-den. Ihr .— — 4————————— Jungen, Alten, Frau und Mann, ich will euch ge⸗ben, )—**.————— 1.6— SSSSSSSS S... E—— was ich kann, und hei-len eu-ren Scha-den. 2. Mein Joch ist süß, mein auch erfüllen. Was ihr ge— Bürd ist g'ring; wer mirs denkt, ja redt und thut, das nachträgt in dem Geding, der wird euch alles recht und gut, Höll wird er entweichen. Ich wenns g'schieht nach Gottes will ihm treulich helfen tragn, Willen. mit meiner Hilf wird er erjagn das ewge Himmelreiche. 4. Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht 3. Was ich gethan und wär die schwere Pein, die alle g'litten hie in meinem Leben, Christen leiden. So mag es spät und früh, das sollt ihr doch nicht anders sein; darum zulcht nuß mit schwer 6. Heut schoͤn, Iun morgen ist wie schne ben. Gle auf dem die schuöde verderben. 7. Die dem Tod in letzter erst fron schafft d seinr arr gaß, die 8. leben m 0 roße Kl ergeben; die göttli eit verspl lich ob il 9. Ein nicht sein licht sein aus dies Silber un Geld, so n zusammen inde und 0 bald lbe nicht u, f 1699. d⸗den. 8 ihr ge⸗ thut, das und gut, ch Gottes die Welt nur nicht u, die alle o mag es in; darum Gottseliger Wandel. 313 ergeb sich nur darein, wer 10. Dem Glehrten hilft ewge Pein will meiden. doch nicht sein Kunst, die 5. All Kreatur bezeuget weltlich Pracht ist gar um⸗ das; was lebt im Wasser, sonst, wir müssen alle sterben. Laub und Gras, sein Leiden Wer sich in Christo nicht er— kanns nicht meiden. Wer denn freut, weil er lebt in der Gna— in Gottes Nam'n nicht will, denzeit, ewig muß er verderben. zuletzt muß er des Teufels Ziel I1. Hört doch und merkt, ihr mit schwerem G'wissen leiden. lieben Kind', die jetzund Gott 6. Heut ist der Mensch ergeben sind, laßt euch die schön, jung und rot; sieh, Müh nicht reuen. Halt't morgen ist er krank, gar tot; stets am heilgen Gotteswort, wie schnell muß er oft ster-⸗ das ist eur Trost und höchster ben. els m die Blumen Hort; Gott wird euch schon auf dem Feld, also muß 5 auch erfreuen. die schnöde Welt in einem Hu 12. Nicht Übel ihr um Übel Lorderden gebt, schaut, daß ihr hie un— 7. Die Welt erzittert vor schuldig lebt, laßt euch die dem Tod, wenn einer liegt Welt nur äffen. Gebt Gott in letzter Not, dann will er die Rach und alle Ehr, den erst fromm werden. Einer engen Steg geht immer her; schafft dies, der andre das, Gott wird die Welt schon seinr armen Seel er ganz ver-strafen. gaß, dieweil er lebt auf Erden. 13. Wenn es ging nach des 8. Und wenn er nimmer Fleisches Mut, in Gunst, Ge— leben mag, so hebt er an ein sundheit, großem Gut, würd't große Klag, will sich erst Gott ihr gar bald erkalten; darum ergeben; ich fürcht fürwahr, schickt Gott die Trübsal her, die göttlich Gnad, die er all-(damit eur Fleisch gezüchtigt zeit verspottet hat, wird schwer⸗ werd, zu ewger Freud erhalten. lich ob ihm schweben. 14. Ist euch das Kreuz 9. Ein'm Reichen hilft doch auch bitt'r und schwer, gedenkt, nicht sein Gut, dem Jungen wie heiß die Hölle wär, darein nicht sein stolzer Mut, er muß die Welt thut rennen; mit aus diesem Maien; wenn Leib und Seel muß leidend einer hätt die ganze Welt, sein ohn Unterlaß die ewge Silber und Gold und alles Pein und mag doch nicht ver— Geld, so muß er an den Reihen. brennen. Wandel. 314 Gottseliger 15. Ihr aber werd't nach Locken und ihr Schelten, und dieser Zeit mit Christo habn geht nur euern Gang. die ewge Freud; dahin sollt 4. Gehts der Natur ent— ihr gedenken. Es lebt kein gegen, so gehts gerad und fein; Mann, der aussprech'n kann die Fleisch und Sinne pflegen, die Glorie und den ewgen noch schlechte Pilger sein. Ver— Lohn, den euch der Herr wird laßt die Kreatur, und was euch schenken. sonst will binden, ja laßt euch 16. Und was der ewig selbst dahinten; es geht durchs güt'ge Gott in sein'm Wort Sterben nur. versprochen hat, geschworn beis 5. Man muß wie Pilger seinem Namen, das hält und wandeln, frei, bloß und wahr— giebt er g'wiß fürwahr; der lich leer; viel sammeln, hal— helf uns zu der Engel Schar ten, handeln macht unsern Gang durch Jesum Christum! Amen. nur schwer. Wer will, der trag Hans Witzstadt, um 1536. sich tot; wir reisen abgeschie⸗ Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 478. den, mit wenigem zufrieden, 379. NRinder, wir brauchens nur zur Not. Ulaßt uns gehen, 6. Schmückt euer Herz aufs der Abend kommt herbei; es beste, sonst weder Leib noch ist gefährlich stehen in dieser Haus; wir sind hier fremde Wüstenei. Kommt, stärket eu⸗WGäste und ziehen bald hinaus. ern Mut, zur Ewigkeit zu wan-Gemach bringt Ungemach; ein dern von einer Kraft zur an-Pilger muß sich schicken, sich dern, es ist das Ende gut. dulden und sich bücken den 2. Es soll uns nicht ge- kurzen Pilgertag. reuen der schmale Pilgerpfad; 7. Laßt uns nicht viel be— wir kennen ja den Treuen, der sehen das Kinderspiel am Weg; uns gerufen hat. Kommt, folgt durch Säumen und durch Stehen und trauet dem; ein jeder sein wird man verstrickt und träg. Gesichte mit ganzer Werdung Es geht uns all nichts an; richte fest nach Jerusalem. nur fort durch dick und dünne! 3. Der Ausgang, der ge⸗ Kehrt ein die leichten Sinne, schehen, ist uns fürwahr nicht es ist so bald gethan. leid; es soll noch besser gehen 8. I gleich der Weg was zur Abgeschiedenheit. Nein, enge, so einsam, krumm und Kinder, seid nicht bang; ver- schlecht, der Dornen in der achtet tausend Welten, ihr Menge und manches Kreuze trägt; Laß 10 wir f folgen Huchen du 9. Was sehen, L das num; wir hen: 60 ir Hir gehn Gott muß Himmel und 2105 W. kehtet, verd 11 siehe H kallm d hötet höret man unsern gro Ins Walte U. K ins gehe mit; er stehen in Er will u üüßen Son und erqu habens gi 12. Ei vir sind schaut auf Gegenwar Aug nur die Liebe folgt und Musgang llen, und . Atur ent⸗ Und f ofin; yfl cgen, sin U. Ver⸗ was euch laßt euch ht durhs Pil ger nd wahr⸗ eln„hal⸗ snGang 05 000 abges cchie⸗ n x Not. 0 aufs Leibey noch 5 fremde d hinaus. mach; ein icken, sich ücken den t viel be⸗ am Weg; ich Stehen und träg. ichts an; nd dünne! en Sinne, m. Weg was umm und n in der es Kreuze Gottseliger Wandel. trägt; es ist doch nur ein Weg! drückt; man kanns am Wan⸗ Laß sein, wir I weiter, del lesen, wie kindlich, wie ge— wir folgen unserm Leiter und bückt, wie sanft, gerad und still brechen durchs Geheg. die Lämmer vor sich sehen und 9. Was wir hier hörn und ohne Forschen gehen, so wie sehen, das hörn und sehn wir ihr Führer will. kaum; wir lassens da und ge⸗ 14. Kommt, Kinder, laßt hen: es irret uns kein Traum. uns wandern, wir gehen Hand Wir gehn ins Ewge ein; mit in Hand; eins freuet sich am Gott muß unser Handel, im andern in diesem wilden Land. Himmel unser Wandel und Kommt, laßt uns kindlich sein, Herz und alles sein. uns auf dem Weg nicht strei— 10. Wir wandeln einge-ten; die Engel uns begleiten kehret, verachtꝰ und unbekannt; als unsre Brüderlein. man siehet, kennt und höret 15. Sollt wo ein Schwacher uns kaum im fremden Land; fallen, so greif der Stärkre zu; und höret man uns ja, so man trag, man helfe allen, höret man uns singen, von man pflanze Lieb und Ruh. unsern großen Dingen, die auf Kommt, bindet fester an; ein uns warten da. jeder sei der Kleinste, doch auch 11. Kommt, Kinder, laßt W gern der Reinste, auf uns gehen, der Vater gehet unsrer Lebensbahn. mit; er selbst will bei uns 16. Kommt, laßt uns mun⸗ stehen in jedem sauern Tritt. ter wandern, der Weg kürzt Er will uns machen Mut, mit immer ab; ein Tag der folgt süßen Sonnenblicken uns locken dem andern, bald fällt das und erquicken; ach ja, wir Fleisch ins Grab. Nur noch habens gut! ein wenig Mut, nur noch ein 12. Ein jeder munter eile, wenig treuer, von allen Din⸗ wir sind vom Ziel noch fern; gen freier, gewandt zum ew— schaut auf die Feuersäule, die gen Gut! Gegenwart des Herrn. Das 17. Es wird nicht lang mehr Aug nur eingekehrt, da uns währen, halt't noch ein wenig die Liebe winket und den, der aus; es wird nicht lang mehr folgt und sinket, den wahren währen, so kommen wir nach Ausgang lehrt. Haus. 10 wird man ewig 13. Des süßen Lammes ruhn; wenn wir mit allen Wesen wird uns da einge- Frommen daheim zum Vater — —.— — AIA...F—J‚—‚F—————— 316 kommen, wie wohl, wie wohl wirds thun! 18. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagens⸗ wert, und gründlich dem ab— sagen, was aufhält und be— schwert. Welt, du bist uns zu klein; wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten; es soll nur Jesus sein! 19. O Freund, den wir er— lesen, o allvergnügend Gut, o ewig bleibend Wesen, wie rei⸗ zest du den Mut! Wir freuen uns in dir, du unsre Wonn und Leben, worin wir ewig schweben, du, unsre ganze Zier! Gerh. Tersteegen, 1769. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. 380. H lehren! Kommt, und lernet all⸗ zumal, welche die sein, die Gottseliger Wandel. 3. Selig sind, die Leide tragen, da sich göttlich Trau⸗ ern findt, die beseufzen und beklagen ihr' und andrer Leute Sünd, die deshalben traurig gehn, oft vor Gott mit Thrä— nen stehn; diese sollen noch auf Erden und dann dort getröstet werden. 48. Selig sind die frommen Herzen, da man Sanftmut spüren kann, welche Hohn und Trutz verschmerzen, weichen gerne jedermann, die nicht suchen eigne Rach, und be⸗ fehlen Gott die Sach; diese will der Herr so schützen, daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich streben, nach Gerechtigkeit und Treu, daß in ihrem Thun und Leben kein Gewalt noch Un— recht sei; die da lieben gleich gehören in der rechten Christen und recht, sind aufrichtig, fromm Zahl, die bekennen mit dem und schlecht, Geiz, Betrug und Mund, gläubig auch von Her-Unrecht hassen, die wird Gott zensgrund und bemühen sich daneben Guts zu thun, so lang sie leben. 2. Selig sind, die Demut haben und sind allzeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner Gaben, daß Gott werd allein gepreist, danken dem auch für und für, denn das Himmel⸗— reich ist ihr; Gott wird dort zu Ehren setzen, die sich selbst gering hie schätzen. satt werden lassen. 6ʒ6ͤü; Selig sind, die aus Er⸗ barmen sich annehmen frem⸗ der Not, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie Gott; die behilflich sind mit Rat, auch wo möglich mit der That, werden wieder Hilf empfangen und Barmherzig-— keit erlangen. 7. Selig sind, die funden werden reines Herzens jeder— —4 Uuterlah allen 90 Stleit und dulden e Angst u doch nic recht be Kreuzes Gott do hernach mit der 10. 6 Zeiten auf Erd ligkeiten Werd; 0 gering, dich brin Feinden stets lieb und dien nes Herz versöhne, getröstet frommen Sanftmut Hohn und ö weichen die nicht und be⸗ ich; dise ihen, daß esitzen. e sehnlich igkeit und Tun und noch Un⸗ ben gleich ig, fromm etrug und wird Gott aus Er⸗ nen frem⸗ eidig mit eulich für lllich sind öglich mit hieder Hilf umherzig⸗ ie funden ens jeder⸗ zeit, die im Werk, Wort und Geberden, lieben Zucht und Heiligkeit; diese, welchen nicht gefällt die unreine Lust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Friede machen und drauf sehn ohn Unterlaß, daß man mög in allen Sachen fliehen Hader, Streit und Haß; die da stif— ten Fried und Ruh, raten al— lerseits dazu, sich auch Frie— dens selbst befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschulden und ge— recht befunden sein; ob des Kreuzes gleich ist viel, setzet Gott doch Maß und Ziel, und hernach wird er belohnen ewig mit der Ehrenkronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd, daß ich solcher Se— ligkeiten aus Genaden fähig werd; gieb, daß ich mich acht gering, meine Klag oft vor dich bring, Sanftmut auch an Feinden übe, die Gerechtigkeit stets liebe. 11. Daß ich Armen helf und diene, immer hab ein rei— nes Herz, die im Unfried stehn, versöhne, dir anhang in Freud Gottseliger Wandel. 317 und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn und durch deines Geistes Stärke mich befleiße rechter Werke. Paulus Gerhardt, 1676. Mel.: Straf mich nichtin deinem Zorn. 325. 3 8 1 Moche dich, mein 83 Geist, bereit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit unverhofft betrete. Denn es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget bald darauf eine lan⸗ ge Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sün— den unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuch⸗ ten; wache, sonsten wird sein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Au— gen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf antreffe, weil er sonst behende ist, daß er dich beäffe; und Gott giebt, die er liebt, oft in seine Stra⸗ fen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be— zwinge, oder, wenn sie sich ver⸗ stellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel 318 Gottseliger Wandel. von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht liederlich Got— tes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, gläubig bitten. 10. Drum so laßt uns im⸗ merdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Ge— fahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burchard Freystein, 4 1720. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 382. Ma erkennen den Selbstbetrug und Heuchelschein, daß viele, die sich Christen nennen, mit nichten Christi Glieder sein; ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Christentum! 2. Hilf, daß ich dir allein wenn wir ergeben und mir ganz abge— saget sei; laß mich mir ster— ben, dir zu leben, ach, mach in mir, Herr, alles neu; ach, wirk in mir ꝛe. 3. Reiß du mein Herz los von der Erden, nimm alles Schädliche dahin, laß einen Geist mit dir mich werden und gieb mir meines Heilands Sinn; ½. wirk in mir ꝛe. Ach, führe mein Herz, Leib und Seele, damit ich Christo folge nach, daß ich den schmalen Weg erwähle und Ehre such in Christi Schmach; ach, wirk in mir ꝛc. 5. Hilf, daß ich Fleisch und Weltgeschäfte ertöt und dir ver— bleibe treu, daß ich auf Christi Kreuz sie hefte und mir die Welt gekreuzigt sei; ach, wirk in mir ꝛc. 6. Laß meinen Glauben, Hoffnung, Liebe lebendig, fest und thätig sein, daß ich bis an mein Sterben übe das Chrit sent tun 2 10 m wllge in mir I Nun me und 3. N nimm e acht es gute ichs mir dei 4. 3 denwust des Gut wahrer 5. D in Reu, Und träg daran's 6. H dir zu! schlage; das ich dir thu 6 ihm, mein erden und nds Sinn; lein Herz. damit ich aß ich den ähle und Schmach; ̃leisch und d dir ver⸗ uf Christ d mir die ach, wirk Glauben, endig, fest 5 ich bis übe das Gottseliger Wandel. 319 Christentum ohn Heuchelschein; tigkeit, mach mürbe meinen ach, wirk in mir ꝛc. 7. So schmeck ich schon auf dieser Erde den Himmel und das Paradies; wenn ich mit Gott vereinigt werde, hab ich den völligen Genieß; ach, wirk in mir ꝛc. Mel.: Nun sich der Tag geendet. 559. 5(Nei G* 3 8 3 Moerz ichbri ge dir zur Gabe und Ge⸗ schenk; du forderst dieses ja von mir, des bin ich eingedenk. 2. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, das ist mir lieb und wert; du findest anders auch nicht Ruh im Him— mel und auf Erd. 3. Nun, du, mein Vater, nimm es an, mein Herz, ver⸗— acht es nicht! Ich gebs, so gut ichs geben kann; kehr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Sün⸗ denwust und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu, erkennt sein' Übelstand und träget jetzo vor dem Scheu, daran's zuvor Lust fand. 6. Hier fällt und liegt es dir zu Fuß und schreit: Nur schlage zu; zerknirsch, o Vater, das ich Buß rechtschaffen vor dir thu! 7. Zermalm mir meine Här— Sinn, daß ich in Seufzen, Reu und Leid und Thränen ganz zerrinn'. 8. Sodann nimm mich, mein Jesu Christ, tauch mich tief in dein Blut; ich glaub, daß du gekreuzigt bist der Welt und mir zu gut. 9. Stärk mein' sonst schwache Glaubenshand, zu fassen auf dein Blut als der Vergebung Unterpfand; das machet alles gut. 10. Schenk mir nach deiner Jesushuld Gerechtigkeit und Heil und nimm auf dich mein' Sündenschuld und mein ver— dientes Teil. 11. In dich wollst du mich kleiden ein, dein' Unschuld zie— hen an, daß ich von allen Sün— den rein vor Gott bestehen kann. 12. Gott, Heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft ein; ergieß um Jesu willen dich tief in mein Herz hinein. 13. Dein göttlich Licht schütt in mich aus und Brunst der reinen Lieb; lösch Finsternis, Haß, Falschheit aus, schenk mir stets deinen Trieb. 14. Hilf, daß ich sei von Herzen treu im Glauben mei⸗ nem Gott, daß mich im Gu— ten nicht macht scheu der Welt List, Macht und Spott. 320 Gottseliger Wandel. 15. Hilf, daß ich f Herzen fest im Hoffen 910 Ge⸗ duld, daß, wenn du mich nur nicht verläßt, mich tröste dei— ne Huld. 16. Hilf, daß ich sei von sei von Lob, anficht Herzen rein im Lieben und er⸗ weis', daß mein Thun nicht sei Augenschein, durchs Werk zu deinem Preis. 17. Hilf, daß ich sei von Herzen schlecht, aufrichtig ohn Betrug, 23. In Ewigkeit geschieht das nicht, du falsche Teufels— braut! Gar wenig mich, Gott dein glänzend Schlangenhaut. 24. Weg Welt, weg Sünd! Dir geb ich nicht mein Herz; nur, Jesu, dir ist dies Ge⸗ schenke zugericht'; behalt es für und für! Werke recht, und niemand schelt ohn' Fug. 18. Hilf, daß ich sei von mut halt, daß ich von aller Weltlieb rein, vom Fall auf⸗— bald. 19. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, ohn alle Heu— chelei, damit mein ganzes Chri— stentum dir wohlgefällig sei. 20. Nimm gar, o Gott, zum Tempel ein mein Herz hier in der Zeit; ja, laß es auch dein Wohn⸗ 2— 7 sein in jener Ewigkeit. Dir geb ichs ganz zu n hin; brauchs, wozu dirs gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, der Deine, nicht der Welt. 22. Drum soll sie nun und nimmermehr dies richten aus bei mir, sie lock und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ihr. gegründet hat; Jakobs Joh. Katz Schade, 4 1698. daß meine Wort und ö Mel.: Ich bin ja, Herr in deiner. 688. 384. Men Pign stand, ich reise nach dem Va— oyn Herzen klein, Demut und Sanft⸗ terland, nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt aufs Bundesblut da werd ich Hirten loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, ich reise nach dem Vaterland. 2. So schnell ich Land und Leut verlaß, so schnell läuft auch mein Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewig— keit; Herr Jesu, mach mich nur bereit und öffne meine Augenlider, daß ich, was zeit— lich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn' Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, de nich iel. Demen dürte Helbst ke Fein 4 Der gebrid 0 0 fülschte. ˖. Regen stt mein mat Ruh. Do Christ, worden bi hast ane im Wor nuich bei zu dein fommen ach, eil zu deine 6. D Geist m duld Best cheln m Ich fall auf; zieb nachlauf in Trüb süßen G nis nicht ö Heschicht he Leufels mich Gott glänzend weg Sünd! mein Haz: dies Ge⸗ behalteez hade, 1608 in deiner. ggg. u Leben ist in Pilgrim⸗ ch dem Va⸗ Ferusalem, bst als eine Bundesblut werd ich hen. Mein imstand, ich Rerland. ch Land und schnell läuft nglas, und kommt nicht der Ewig⸗ mach mich öffne meine 9, was zeit⸗ nd nur nach racht. n ist ohn' bensweg hat Nan wandelt Rosen; der Feinde viel, Gottseliger Wandel. 321 die mich ableiten von dem mich dich zum Labsal finden; Ziel. Ich muß mich oft an und schließ ich meine Augen Dornen stoßen; ich muß durch zu, so bring mich zu der wah— dürre Wüsten gehn und kann ren Ruh, da Streit und alle selbst keinen Ausweg sehn. Müh verschwinden; laß mich 4. Der Sonnen Glanz mir da sein in Abrams Schoß dein oft gebricht, der Sonnen, die Liebling und dein Hausgenoss'. mit Gnadenlicht in unver⸗ 8. Bin ich in diesem Pil⸗ fälschte Herzen strahlet; Wind, gerland der blinden Welt Regen stürmen auf mich zu, schon unbekannt, dort sind die mein matter Geist hat nirgend Freunde, die mich kennen; dort Ruh. Doch alle Müh ist reich werd ich mit der Himmels⸗ bezahlet, wenn ich mir schon schar dir jauchzend dienen die Himmelsthür im festen immerdar und in der reinsten Glauben stelle für. Liebe brennen. Mein Bräu— 5. Israels Hüter, Jesu tigam, komm, bleib nicht lang; Christ, der du ein Pilgrim hier in der Wüste wird mir worden bist, da du mein Fleisch bang. hast angenommen, zeig mir Friedr. Adolf Lampe, 4 1729. im Worte deine Tritt; laß Mel.: Nun sich der Tag geendet. 559. mich bei einem jeden Schritt 385 Mer Seele, dir zu deinem Heil stets nähere 9. M das große kommen. Mein Leben flieht., Wort: Wenn Jesus winkt, so ach, eil auch du, mein Herr, geh; wenn er dich zieht, so zu deinem Knecht herzu. eile fort; wenn Jesus hält, so 6. Durch deinen Heilgen steh. Geist mich leit, gieb in Ge⸗ 2. Wenn er dich lobet, bücke duld Beständigkeit, vor Strau-Wdich; wenn er dich liebt, so cheln meinen Fuß beschütze. ruh; wenn er dich aber schilt, Ich falle stündlich, hilf mir so sprich: Ich brauchs, Herr, auf; zieh mich, damit ich dir schlage zu. nachlauf; sei mir ein Schirm 3. Wenn Jesus seine Gna⸗ in Trübsalshitze; laß deinen denzeit bald da, bald dort süßen Gnadenschein in Finster-verklärt, so freu dich der Barm— nis nicht ferne sein. herzigkeit, die andern wider— 7. Wenn mir mein Herz, fährt. o Gnadenfüll, vor Durst nach 4. Wenn er dich aber dir verschmachten will, so laß brauchen will, so steig in Kraft 21 322 Gottseliger Wandel. empor; wird Jesus in der Seele still, so nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz sei von dem Tage an bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz dem Heiland zugethan. Mel.: Machs mit mir, Gott, nach. 692. 386. Mis nach, spricht (Christus, unser Held, mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinen Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel 7 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. Mein Herz ist voll De— mütigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund, der fleußt zu jeder Zeit von süßem Sanft⸗ mutsöle; mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn ist Gott er⸗ geben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, wenn er den Feldherrn sieht angehn! 6. Wer seine Seel zu fin— den meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu ver⸗ lieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und mei— ner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlge— mut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler, 1677. Eigene Melodie. ½½ 5— 2.———5— SPIIIIIIII O Durchbrecher al-⸗ ler Bande, der du immer bei uns bist, bei dem Schaden, Spott u. Schande lauterLust u. Himmelist, 16 10 du Verk. Hierz die Füll all ind Stürk; von dem verl gel eschenk et hat, Treiben führ Ruhestatt. 3. Ach, se vollenden, u 3 anders nit in deinen H ist auf uns wohl vol. efangen 96 Kre Ketten, da! tur seufzen, beten um Erl von dem D keiten, der u drückt, ungeg Zeten sich a shict. 5 n , sch derz und z r Selhn führ euch schwer steh euch ipfe sobst —0 alles i böser arf stehn, — sieht eel zu fin⸗ hn mich ier zu ver⸗ sie i mn hicht ein folgt mir, und mei⸗ denn dem Leib und id wohlge⸗ ern bei ihm denn wer t auch die ebens nicht ffler, 1677 Gottseliger Wandel. ——.—..I bE—.— ü⸗be fer⸗ner dein Gerichte wi-der un-sern Adamssinn, ——ẽ—g—.— .— bis uns dein so en Gesihte führet aus dem Ker⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk. Hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk; daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns 9) vollenden, willst und kannst es anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht', ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht', weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns ver— acht' und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Krea— tur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitel— keiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht' der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltge— schäfte durchgebrochen stehen blos. Weg mit Menschen— furcht und Zagen! Weich, Vernunftbedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen! Weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr, zermalme, brich und reiße die verboste Macht entzwei; denke, daß ein armes Reise dir im Tod nichts nütze sei. Heb uns aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlan— genbrut hinaus; laß uns wahre Freiheit finden in des Vaters Hochzeitshaus. 7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie du's nötig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit. Aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, da ihm Zeit und Maß gebricht. 8. Herrscher, herrsche! Sie⸗ ger, siege! König, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, mach der Skla— verei ein End. Laß doch aus 21* 324 Gottselige der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut; laß uns länger nicht so quälen, denn du meinsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen in Lust und Gefällig⸗ keit, ach, so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eigenheit. Denn die Last treibt uns zu rufen; alle schreien wir dich an: Zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 10. Ach, wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein. Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein; rein und frei und ganz voll⸗— kommen, nach dem besten Bild gebildt. Der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Para⸗ dies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, wo nur wir nicht lässig sein; wer— den wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfr. Arnold, 4 1714. Mel.: Wer nur den liebd en Gott. 595. großer Gott, 388. O du reines We⸗ sen, der du die reinen Herzen dir zur steten Wohnung aus⸗ r Wandel. erlesen, ach, schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das von der argen Welt sich rein und unbefleckt behält. 2. Vor allem mache mein Gemüte durch ungefärbte Buße rein, und laß es, Herr, durch deine Güte in Christi Blut gewaschen sein. Dann mache michh⸗ zur Reinigkeit des Lebens fertig aund bereit. 3. Regiere mich mit deinem Geiste, der mein getreuer Bei— stand sei und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir aus Gnaden bei und gieb mir einen solchen Geist, der neu, gewiß und willig heißt. 4. Doch, weil ich meine Schwachheit merke, mein Vater, so verwirf mich nicht, und stoß mich wegen meiner Werke ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn, und dort in deinen Him— mel gehn. 5. Nimm deinen Geist, du Geist der Liebe, ja nun und nimmermehr von mir, und leite mich durch seine Triebe, durch seinen Beistand für und für. Auch führe du mich durch die Zeit hin zu der reinen Ewigkeit. Joh. Olearius, 4 1684. Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz. 627 2— 8 9 O! süßer Stand, 39.„ o selig Leben, das aus 985 Walnen Einfalt Jullt, wenn. ˙ erheben,. es gallz erfll Christ nach Licht und? und unter Schilde dul Höhen hricht 2. Was O lieb llch f schei Herzen Kinder cher für Unsc jolchem Herze Waun?& amn hier in lnenes it sich nict dun—6 ab Die Ei leiner Z die sie himmlische A der Th An einemer glänzt Got Und rein. V vom eitler Hoch 1 umgetrig —4 Von S allen Plagen, sich selbst an damit sich an Christi Sinn niht. den nicht; den S Herzen heget, allen Neid; Lust dazu tr hr lauter He An reir ines Verz, das sich rein . lache mein irbte Bu e herr„durch risti Blut ann mache des Lebens mit deinem treuer Bei⸗ erwünschte „stehe mir nd gieb mir der neu, heißt. ich meine mein Vater, t, und stoß r Werke jn Angesicht. der Gnade deine u Him⸗ n Geist, du nun und lr, und leite riebe, durch r und für durch di en Ewi igkei harius, 1 1684 Tchs Kreuz. 627. ßer Stand, selig Leben, hren Einfalt guillt, wenn sich ein Herz Gott so ergeben, daß Christi Sinn es ganz erfüllt; wenn sich der Christ nach Christi Bilde in Licht und Recht hat aufgericht' und unter solchem klaren Schilde durch alle falschen Höhen bricht! 2. Was andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herzen Kinderspiel; was man⸗ cher für unschuldig meinet, solchem Herzen schon zu viel. Warum? Es 53. der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das K leinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgethan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als Christi Liebe,‚ die sie schmückt; die reine, himmlische Begierde hat sie der Thorheit schon entrückt. An einem reinen Gotteskinde glänzt Gottes Name schön und rein. Wie könnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch umgetrieben sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst anficht, von Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, behält sie wider allen Neid; ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud. Gottseliger Wandel. 325 Ach Jesu, drücke meinem Herden den Sinn der lautern Einfalt ein, reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt 1 Tand und Schein. Der alten Schlange Bild und Zeichen trag ich nicht mehr; drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck errei— chen; das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winkler, 4 1722. Mel.: Wie 4.— mir, o Freund. 442. 390. RBVaterherz, o — Licht, o Leben, o treuer Hirt, Immanuel, dir bin ich einmal übergeben, dir, dir gehöret meine Seel! Ich will mich nicht mehr selber führen, der Vater soll das Kind regieren; so geh denn mit mir aus und ein, und leite mich auf allen Tritten; ich geh(ach hör, o Herr, mein Bitten!) für mich nicht einen Schritt allein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; drum sei in groß' und kleinen Din⸗ gen mir immer selber Rat und That. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen; dann stellt sich lauter Segen ein. 326 Gottseliger Wandel. 26 3. Du gängelst mich, ich 6. Laß mich in dir den kann nicht gleiten; dein Wort Vater preisen, wie er die Liebe muß ewig feste stehn. Du selber ist; laß deinen Geist sprichst: Mein Auge soll dich mir klärlich weisen, wie du leiten, mein Angesicht soll vor von ihm geschenkt mir bist. dir gehn. Ja, deine Güt und Ach, offenbare deine Liebe und dein Erbarmen soll mich um- wirke doch die heißen Triebe fangen und umarmen! O daß der reinen Gegenlieb in mir; ich nur recht kindlich sei, bei durchdringe dadurch Herz und allem gläubig zu dir flehe und Sinnen, daß ich hinfort mein stets auf deinen Wink nur sehe, ganz Beginnen in deiner Lieb so spür ich täglich neue Treu. und Lob nur spür. 4. O, daß ich auch im 7. Ich sehne mich, nur dir kleinsten merke auf deine zu leben, der du mein Herr Weisheit, Güt und Treu, da- und Bräut' gam bist. Was mit ich mich im Glauben stärke, dir sich nicht will ganz erge— dich lieb und lob und ruhig ben, und was nicht deines sei und deine Weisheit lasse Willens ist, das strafe bald walten, stets Ordnung, Maß in dem Gewissen; laß Blut und Ziel zu halten; sonst lauf und Wasser auf mich fließen ich vor, da lauf ich an. Drum und tilge, was nicht lauter mach im besten mich gelassen, heißt. Laß nur dein Lob zur nichts ohne dich mir anzu-Lust mir werden, und dann maßen; was du mir thust, ist das Heil der armen Herden, wohlgethan. mit einer reinen Lieb im Geist. 5. Ach, mach einmal mich 8. So lieb und lob ich in treu und stille, daß ich dir der Stille und ruh als Kind immer folgen kann; nur dein, in deinem Schoß. Das Schäf⸗ nur dein vollkommner Wille lein trinkt aus deiner Fülle, sei hier mein Schranken, Lauf die Braut steht aller Sorgen und Bahn. Laß mich nichts los. Sie sorget nur allein in mehr für mich verlangen, ja,‚ allem, dir, ihrem Bräutgam, laß mir nichts am Herzen zu gefallen; sie schmückt und hangen, als deines heilgen hält sich dir bereit. Ach, zeuch Namens Ruhm; der sei allein mich, zeuch mich, weit von mein Ziel auf Erden; ach, hinnen; was du nicht bist, laß laß mirs nie verrücket werden, ganz zerrinnen, o reiner Glanz denn ich bin ja dein Eigentum. der Ewigkeit! Karl Heinrich v. Bogatzly, 1774. Warum Mel. 391.8 hat ein Chri in Gott gee ist neu 940 n den Lb arkoren! 2. Genn der Erden gat en Gestt hei den, so ist da welchen sie! ohne Tadel. 3. Jrdsche Kronen sind ein Tand ne Thronen; ein Wgjeret, hoffe die sie ewig 4. Köstlie schmücket, re Kleid, hoch innerlich glä pranget seht denn Gott if 5. Doch i verdecket vor hält, als wä lebt jtzt in kricgt oft H Lohn; doch sorgen. 6. Hier st Grunde, und bet klein be stunde. Ma dir den die Nebe nen Geist wie du ur bist Niebe und gen Triebe b in mir: Herz und nfort mein deiner Lieb ch, nur dir mein Herr ist. Was ganz erge⸗ icht deines strafe bald laß Blut nich fließen nicht lauter in Lob zur und dann nen Herden, ieb im Geist. Dlob ich in ih als Kind Das Schäf⸗ einer Fülle, ller Sorgen mur allein in Bräutgam, schmückt und . Ach, zeuch „weit von nicht bist, laß reiner Glanz , 1 1774. Gottseliger Wandel. 327 Mel.: Warum sollt ich mich denn. 662. oft mit Füßen, aber Gott 391 O⸗ was für ein wird den Spott ihr einmal • herrlich Wesen versüßen. hat ein Christ, der da ist recht. 7. Christus, der sie hat er⸗ in Gott genesen, der aus ihm wählet und als Braut ihm ist neu geboren und hier schon vertraut, der sieht, was ihr in dem Sohn ist zum Kind fehlet; er tröst sie im bittern erkoren! Leiden, führt sie dann auf 2. Wenn die Seel sich von die Bahn der vergnügtsten der Erden ganz losreißt, durch Freuden. den Geist heilig hier zu wer⸗ 8. Ihre Hoheit wird ver— den, so ist das ihr hoher Adel, mehret bei dem Schmerz. der welchen sie je und je findet ihr Herz hier im Kreuz ohne Tadel. bewähret; dieses schmücket 3. Irdsche Szepter, irdsche ihre Krone, die einmal nach Kronen sind ein Sand und der Qual sie bekommt zum ein Tand nebst den hohen Lohne. Thronen; eine Seel, die Gott 9. Ewig wird sie triumphie- regieret, hoffet schon eine Kron, ren, wenn ihr Hirt, Christus, die sie ewig zieret. wird in sein Haus sie führen 4. Köstlich ist sie ausge- und ihr öffnen alle Schätze, schmücket, reine Seid ist ihr damit sie je und je sich daran Kleid, hoch ist sie beglücket; ergötze. innerlich glänzt sie von Golde; 10. Dann wird sie kein pranget sehr, lebt in Ehr, Leid mehr beugen und ihr denn Gott ist ihr holde. Glanz wird sich ganz offen— 5. Doch ihr Glanz ist hier barlich zeigen. Sie wird leuch— verdecket vor der Welt, die sie ten als die Sonne; Gott hält, als wär sie beflecket; sie allein wird stets sein ihre lebt jetzt in Gott verborgen, Freud und Wonne. kriegt oft Hohn hier zum 11. Dann wird sie mit Lohn; doch sie läßt Gott Christo sitzen auf dem Thron, sorgen. ihre Kron wird von Glanze 6. Hier steht diese Ros' im blitzen; dann wird jedermann Grunde, und ihr Schein blei- sie kennen und sie frei ohne bet klein bei der Prüfungs⸗Scheu hoch von Adel nennen. stunde. Man tritt sie hier Jak. Gabr. Wolf, f 1754. Gottseliger Wandel. 392 *— Eigene Melodie. DI....———.— — brr.. daß dein Geistsichvechtent⸗ la⸗ de von der Last, dieil n nbeschwert. 2. Ringe, denn die Pfort. 8. Halt ja deine Krone feste, ist enge und der Lebensweg halte männlich, was du hast. ist schmal; hier bleibt alles Recht beharren ist das Beste, im Gedränge, was nicht zielt Rückfall ist ein böser Gast. zum Himmelssaal. 9. Laß dein Auge ja nicht 3. Kämpfe bis aufs Blut gaffen nach der schnöden Eitel— und Leben, dring hinein in keit; bleibe Tag und Nacht Gottes Reich; will der Satan in Waffen, fliehe Träg- und widerstreben, werde weder matt Sicherheit. noch weich. I0. Laß dem Fleische nicht 4. Ringe, daß dein Eifer den Willen, gieb der Lust den glühe und die erste Liebe dich Zügel nicht; willst du die Be von der ganzen Welt abziehe; gierden füllen, so verlischt das halbe Liebe hält nicht Stich. Gnadenlicht. 5. Ringe mit Gebet und 11. Fleischesfreiheit macht Schreien, halte damit feurig die Seele kalt und sicher, frech an; laß dich keine Zeit ge⸗und stolz, frißt hinweg des reuen, wärs auch Tag und Glaubens Ole, läßt nichts, als Nacht gethan. ein faules Holz 2 6. Hast du denn die Perl 12. Wahre Treu führt mit errungen, denke ja nicht, daß der Sünde bis ins Grab be— du nun alles Böse hast be-ständig Krieg, richtet sich nach zwungen, das uns Schaden keinem Winde, sucht in jedem pflegt zu thun. Kampf den Sieg. 7. Nimm mit Furcht ja 13. Wahre Treu liebt deiner Seele, deines Heils mit Christi Wege, steht beherzt Zittern wahr; hier in dieser auf ihrer Hut, Ralft von keiner Leibeshöhle schwebst du täg⸗ Woll Ustpflege, hält sich selber lich in Gefahr. nichts zu gut. 14 Wahr a n bist to Gott d Heulen werde 115 Wahr dem Getümm niem nals zu doch m 17 ist auch ihr! 16. Drum. ihr Stleiter, fürchtet buch; Zage weiter, ins dinnn 17. Denkt blicke, o obs vi sei; bringt Geschicke, hob herbei. 18. Megt im Bösen? dom in der 4 jolld dich erl ist hier gut. 19. Eile retten und willst; mach Ketten, fleuch Wild. 20. Lauf aus den Hä stlle Zoar e mögst vollen von allem v 2l. Laß Herzen klebe verborgnen beschwert. krone feste S du hast das Beste er Gast ge sja nicht öden Eitel⸗ und Nacht Läg⸗ und eische nicht er Lust den du die Be⸗ erlischt das heit nacht sicher, frech hmweg des t nichts, als führt mit Grab be⸗ et sich nach t in jedem Teeu liebt eht beherzt iß von keiner t sich selber Gottseliger Wandel. 14. Wahre Treu hat viel Gott geheim zu leben, daß zu weinen, spricht zum Lachen: dich nichts beflecken kann. Du bist toll; weil es, wenn 22. Eile, zähle Tag und Gott wird erscheinen, lauter Stunden, bis dein Bräut-— Heulen werden soll. gam hüpft und springt und, 15. Wahre Treu kommt wenn du nun überwunden, dich dem Getümmel dieser Welt zum Schauen Gottes bringt. niemals zu nah; ist ihr Schatz. 23. Eile, lauf ihm doch doch in dem Himmel; drum entgegen, sprich: Mein Licht, ist auch ihr Herz allda. ich bin bereit, nun, mein Hütt— 16. Drum bedenket wohl, lein abzulegen; mich dürst nach ihr Streiter, streitet recht und der Ewigkeit! fürchtet euch; geht doch alle Joh. Joseph Winkler, 4 1722. Tage weiter, bis ihr kommt Mel.: Wachet auf, ruft uns die. 740. ins Himmelreich.* Müstet euch, ihr 17. Denkt bei jedem Augen⸗ 3 222 R Christenleute! blicke, obs vielleicht der letzte Die Feinde suchen euch zur sei; bringt die Lampen ins Beute; ja, Satan selbst hat Geschicke, holt stets neues Oel eur begehrt. Wappnet euch herbei. mit Gottes Worte und kämpfet 18. Liegt nicht alle Welt frisch an jedem Orte, damit im Bösen? Steht nicht So- ihr bleibet unversehrt. Ist dom in der Glut? Seele, wer euch der Feind zu schnell, hier soll dich erlösen? Eilen, eilen ist Immanuel. Hosianna! Der ist hier gut. Starke fällt durch diesen Held, 19. Eile, wo du dich er- und wir behalten mit das Feld. retten und nicht mit verderben 2. Reinigt euch von euren willst; mach dich los von allen Lüsten, besieget sie, die ihr Ketten, fleuch als ein gejagtes seid Christen, und stehet in des Wild. Herren Kraft. Stärket euch 20. Lauf der Welt doch in Jesu Namen, daß ihr nicht aus den Händen, dring ins strauchelt wie die Lahmen. stille Zoar ein; eile, daß du Wo ist des Glaubens Eigen— mögst vollenden, mache dich schaft? Wer hier ermüden von allem rein. will, der schaue auf das Ziel; 21. Laß dir nichts am da ist Freude. Wohlan, so Herzen kleben, fleuch vor dem seid zum Kampf bereit, so verborgnen Bann; such in krönet euch die Ewigkeit. 330 Gottseliger Wandel. 3. Streitet recht die wenig Fleisch und Blut und desselben Jahre, eh ihr kommt auf die Neigung gehen, sondern, was Totenbahre; kurz, kurz ist Gott will und thut, das muß unser Lebenslauf. Wenn Gott einig und allein eures Lebens wird die Toten wecken, und Richtschnur sein, es mag Fleisch Christus wird die Welt er- und Blut in allem übel oder schrecken, so stehen wir mit wohl gefallen. Freuden auf. Gottlob, wir 3. Ihr habt Ursach zu be— sind versöhnt. Daß uns die kennen, daß in euch noch Welt noch höhnt, währt nicht Sünde steckt, daß ihr Fleisch lange; und Gottes Sohn hat von Fleisch zu nennen, daß längstens schon uns beigelegt euch lauter Elend deckt, und die Ehrenkron. daß Gottes Gnadenkraft nur 4. Jesu, stärke deine Kinder allein das Gute schafft, ja und mache die zum Ueber- daß außer seiner Gnade in winder, die du erkauft mit euch nichts, denn Seelenschade. deinem Blut. Schaff in uns 4. Selig, wer im Glauben ein neues Leben, daß wir uns kämpfet, selig, wer im Kampf stets zu dir erheben, wenn uns besteht und die Sünden in entfallen will der Mut. Geuß sich dämpfet, selig, wer die aus auf uns den Geist, da-Welt verschmäht! Unter Christi durch die Liebe fleußt in die Kreuzesschmach jaget man dem Herzen; so halten wir getreu Frieden nach; wer den Himmel an dir im Tod und Leben, für will ererben, muß zuvor mit und für. Christo sterben. Wilh. Erasmus Arends, 4 1721. 5. Werdet ihr nicht treu⸗ Mel.: Freu dich sehr, o meine. 630h. lich ringen, sondern träg und 2 94 Schaffet, schaffet, lässig sein, eure Neigung zu 394. Menschenkinder, bezwingen, so bricht eure schaffet eure Seligkeit; bauet Hoffnung ein. Ohne tapfern nicht, wie freche Sünder, nur Streit und Krieg folget nie— auf gegenwärtge Zeit, sondern mals rechter Sieg; wahren schauet über euch, ringet nach Siegern wird die Krone nur dem Himmelreich und bemühet zum beigelegten Lohne. euch auf Erden, wie ihr möget. 6. Mit der Welt sich lustig selig werden. machen, hat bei Christen keine 2. Daß nun dieses mag Statt; sündlich Reden, üppig geschehen, müßt ihr nicht nach Lachen schwächt den Geist und macht Christ wahrlic mah noch sicher wolle 7. Fur Gott stets ů kann mit Lel zur Höllern As, der des Ist 7 5 nachdem es R und Vollbrin il Krer 9 ule M laßt uns zu um Gnade 8. Und Sundengliede in euch regt, 1od danieder Macht gel und Füße ab 0 60 senkt ins E mals an durch die 216. 9. Zitte Sünde und sehn, bis finde, in tehn. Ach, doch nicht Gericht; Geistes Waf kit zu schaf 10. Ame Amen! Got mix, auf Namen so ausfihr. und Stärk dis El U 0 0 desselben dern, was das muß Les Lbens g Fleisch übel oder chafft, jn Gnade in rlenschade u Glauben m Kanpf Anden in „wer die nter Christ man dem en Himmel zuvor mit nicht treu⸗ träg und leigung zu richt eure ne tapfern folget nie⸗ wahren Krone nur hne. t sich lustig risten keine den, üppig den Geist 331 und macht ihn matt. Ach, bei das Werk, daß ich wache, bete, Christi Kreuzesfahn geht es ringe und also zum Himmel wahrlich niemals an, daß dringe! man noch mit frechem Herzen Ludwig Andreas Gotter, 4 1735. sicher wolle thun und scherzen. 7. Furcht muß man vor 395 Schaff in mir, Gott, Gott stets tragen; denn er ½. ein reines Herz! kann mit Leib und Seel uns Mein Herz ist ganz verderbet; zur Hölle niederschlagen; er es fühlt von Sünden großen ists, der des Geistes Oel und, Schmerz, die ihm sind ange— nachdem es ihm beliebt, Wollen erbet, und die es noch thut und Vollbringen giebt. O, so ohne Scheu. Ach, mache, daß laßt uns zu ihm gehen, ihn es wieder sei, wie du es hast um Gnade anzuflehen! erschaffen. 8. Und dann schlagt die 2. Gieb mir auch einen Sündenglieder, welche Adam neuen Geist, der, wie du, sei in euch regt, in den Kreuzes- gesinnet, der stets dir anhang tod danieder, bis ihm seine allermeist und, was du willst, Macht gelegt. Hauet Händ beginnet; gieb, daß er hasse und Füße ab, was euch ärgert, Fleisch und Blut, den Glau⸗ senkt ins Grab und denkt oft- ben üb in sanftem Mut, Zucht, mals an die Worte: Dringet Demut, Hoffnung, Liebe. durch die enge Pforte! 3. Verwirf von deinem 9. Zittern will ich vor der Angesicht, ob ich es gleich Sünde und dabei auf Jesum verdienet, mich, allerliebster sehn, bis ich seinen Beistand Vater, nicht, weil Jesus mich finde, in der Gnade zu be- versühnet; laß nimmer, nim— stehn. Ach, mein Heiland, geh mer, nimmermehr mich, dein doch nicht mit mir Armen ins Kind, also fallen sehr, daß du Gericht; gieb mir deines es von dir werfest. Geistes Waffen, meine Selig, 4. Den Heilgen Geist nimm keit zu schaffen! nicht von mir, den bösen Geist 10. Amen, es geschehe, vertreibe, daß ich, als nie ent— Amen! Gott versiegle dies in führt von dir, stets deine sei mir, auf daß ich in Jesu und bleibe. Beherrsche mein Namen so den Glaubenskampf Herz, Sinn und Mut durch ausführ. Er, er gebe Kraft deinen Geist, so ist es gut im und Stärk und regiere selbst Leben und im Sterben. Gottseliger Wandel. Mel.: Nun freut euch, lieben. 347. Gottseliger Wandel. Mit deiner Hilfe tröste laß nur den dein Labsal sein, wich hilf und vergieb die der zur Glaubensfreude füh⸗ Sünden; und Viin ann meine ret. Suche ꝛc. Seele dich, so laß dich von ihr. 5. Aan es ist ja schlecht finden und dein Verdienst, Her genug, daß du sonst viel Zeit Jesu Christ, darinnen Trost verdorben mit nichts swürdigem und Leben ist, trotz Sünde, Gesuch, dabei du fast bist er⸗ Tod und Teufel. 2— 816 Suche ꝛc. 6. Dein Heilger Geist er—„Geh einfältig stets ein— halt mich doch mit seinem her. laß dir nichts das Ziel Freudenöle, damit nicht das verrücken: Gott wird aus dem Verzweiflungsjoch verderbe Liebesmeer dich, den Kranken, meine Seele. Sei du mein wohl erquicken. Suche ꝛc. Freund, o Herr, allein; ach, 7. Weißt du nicht, daß laß mich deine Freude sein diese Welt ein ganz ander und führe mich zur Freude. Wesen heget, als dem Höchsten Scharhir dladeth, Krafün von wohlgefällt, und dein Ursprung Schwarzburg-Rudolstadt, 4 1672. dir vorleget? Suche ꝛc. Mel.: Zesus meine Zuversicht. 732. 8. Du bist ja ein Hauch 396. Seecle was er⸗ aus Gott und aus seinem O miüdst du dich Geist geboren, darum liege in den Wügen dieser Erden, nicht im Kot; bist du nicht die doch bald verzehren sich zug Reich erkoren? Suche ꝛc. und zu lauter Nichtes werden?ꝰ 9. Schwinge dich fein oft Suche Jesum und sein Licht: im Geist über alle Himmels— alles Andre hilft dir nicht. höhen; laß, was dich zur Erde 2. Sammle den zerstreuten reißt, weit von dir entfernet Sinn, laß ihn sich zu Gott stehen. Suche ꝛc. aufschwingen; richt ihn stets 10. Nahe dich dem lautern zum Himmel hin, laß ihn in Strom, der vom Thron des die Gnad eindringen. Suche ꝛc. Lammes fließ ßet und auf die, 3. Du verlangst oft süße so keusch und fromm, sich in Ruh, dein betrübtes Herz zu reichem Maß ergießet. Suche ꝛe. laben; eil zur Lebensquell 11. Laß dir seine Majestät hinzu, da kannst du 5 reich⸗immerdar vor Awoen schweben; 1—4 haben. Suche laß mit brünstigem Gebet sich Fliehe die unse 160 Pein, dein Herz zu ihm erheben. so a finstre Reich gebieret; Suche ꝛc. aus dem Kran ken che N. ö icht, d daß 10 ander Höchten Ihsprung A. in Hauch 8 seinem —9— nicht c A. fein e oft Oimmels⸗ zur Erde Wentfernet m lautern Thron des Dauf die, n, sich in Suche ꝛe. eMajestät schweben; Gebet sich erheben. 12. Sei im Übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 4 1754. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. TDei getreu bis an 3 9 7 Sdas Ende, daure redlich aus den Kampf! Lei⸗ dest du gleich harte Stände, duldest du gleich manchen Dampf; ach, das Leiden die— ser Zeit ist nicht wert der Herrlichkeit, so dein Jesus dir will geben dort in jenem Freu⸗ denleben. 2. Sei getreu in deinem Glauben baue deiner Seelen Grund nicht auf zweifelhafte Schrauben. Lasse den Ge—⸗— wissensbund, so geschlossen in der Tauf, Gott nicht wieder sagen auf; der ist gottlos und verloren der meineidig dem ge— schworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe, und ob er dich hat betrübt, denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat; so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Leiden, lasse dich kein Unge— Gottseliger Wandel. 333 mach und auch nichts von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! Hilft denn was die Ungeduld? Ach sie häufet nur die Schuld; der trägt leichter, der da träget mit Geduld, was Gott aufleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Hilft gleich Gott nicht, wie du willst, er hat bald ein Mittel troffen, daß dein Wünschen werd erfüllt. Wisse, daß oft ist die Zeit, da er dir die Hand anbeut, da dein' Ohren sind verstopfet, wenn er lang schon angeklopfet. 6. Drum getreu, getreu aushalten mußt du deinem lieben Gott; ihn mußt du nur lassen walten, wenn du nicht willst haben Spott. Rufe nur, er ist schon hier, sein Herz bricht ihm gegen dir; rufe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung macht ja nicht zu schanden. 7. Sei getreu in deinem Herzen, hüte dich vor Joabs Kuß; denke, Judas leidet Schmerzen um den falschen Teufelsgruß. Falschheit sei dein ärgster Feind, rede, was dein Herze meint; sei zwar klug in deinem Glauben und doch ohne Falsch wie Tauben. 8. Sei getreu in allen Sachen, Anfang, Mittel und das End lasse Gott in allem machem, auf daß aller Zweck 334 Gottseliger Wandel. sich wend förderst hin zu Gottes Ehr; ja, du selbsten noch vielmehr wirst auf guten Wegen gehen, von der Sün⸗ denbahn abstehen. 9. Sei getreu in deinem Kämpfen, fechte frisch den letzten Ruck; laß dich keinen Teufel dämpfen, ach, das ist der härtste Zug! Wer als⸗ dann mit Jesu ringt und das Sündenfleisch bezwingt, der gewißlich Lob ersieget und die Lebenskrone krieget. Benj. Prätorius, um 1659. Mel.: Jesu, komm doch selbst zu mir. 416. 398 Sieh, wie lieblich d 8 O. und wie fein ists, wenn Brüder friedlich sein, wenn ihr Thun einträch⸗ tig ist ohne Falschheit, Trug und List. 2. Wie der edle Balsam fließt und sich von dem Haupt ergießt, weil er von sehr guter Trieb mehr auf Erden wird verspürt, der des andern Herze rührt. 6. Jedermann lebt für sich hin in der Welt nach seinem Sinn, denkt an keinen andern nicht; wo bleibt da die Liebes⸗ pflicht? 7. O Herr Jesu, Gottes Sohn, schaue doch von deinem Thron, schaue die Zertrennung an, die kein Mensch doch bessern kann. 8. Sammle, großer Men⸗ schenhirt, alles, was sich hat verirrt; laß in deinem Gna— denschein alles ganz vereinigt sein. 9. Gieß den Balsam deiner Kraft, der dem Herzen Leben schafft, tief in unser Herz hin— ein, strahl' in uns den Freu— denschein. 10. Bind zusammen Herz und Herz, laß uns trennen Art, in des Aarons ganzen keinen Schmerz, knüpfe selbst Bart, 3. Der herabfließt in sein Kleid, und erreget Lust uid Freud; wie befällt der Thau Hermon auch die Berge zu Zion. Rr deine Hand fest das heilge Bruderband. 11. So, wie Vater, Sohn und Geist drei und doch nur Eines heißt, werd vereinigt ganz und gar deine ganze Lie— 4. Denn daselbst verheißt der Herr reichen Segen nach Begehr, hier das Leben in der Zeit und auch dort in Ewigkeit. 5. Aber ach, wie ist die Lieb so erloschen, besschar. 12. Was für Freude, was für Lust wird uns da nicht sein bewußt; was ihr wünschet und begehrt, wird von Gott daß kein euch selbst gewährt. Ens gebracht. 14. Herrl lichtit n sein. Michael Mi und Johann& Christ Mel.: L 309.N * dir da Mi ich u mit4 3 gettagen 00 Sünd u lag und! dich erzürnet alle 2. Sehr Gnad erwief ich fuhr in aber i Erbe ttrebte dir ul auf; du schol uß sie nicht .. i n du a hast des Werk in mir deine Güt ur die Wolken mein steinern und erweicht. 4. Selbst viel beleidge wen wird ern Herze bt für f ach semnem en andern die Liebes⸗ , Gottes don deinem erwennung nsch doch der Men⸗ s sch hat nem Gna⸗ bereinigt am deiner zen Leben Herz hin⸗ den Freu⸗ men Herz 8 trennen üpfe selbs fest das ter, Sohn doch nur vereinigt ganze Lie⸗ reude, was da nicht r wünschet von Gott 13. Alles, was bisher ver⸗ wundt, wird mit Lob aus einem Mund preisen Gottes Liebesmacht, wenn er alls in Eins gebracht. 14. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit, der, wie er die Drei in Ein, und in ihm läßt Eines sein. Michael Müller, 4 1704, und Johann Christian Nehring, 4 1736. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 472. 3 9 9 W Duun Herr, dir dafür sagen, daß du mich mit Geduld so lange Zeit getragen, da ich in man— cher Sünd und Uebertretung lag und dich, o frommer Gott, erzürnet alle Tag? 2. Sehr große Lieb und Gnad erwiesest du mir Armen; ich fuhr in Bosheit fort, du aber im Erbarmen. Ich wider— strebte dir und schob die Buße +• D 7 ½% art: S e reln ch bald verführt; wenn du daß sie nicht folgte drauf. 3. Daß ich nun bin bekehrt, hast du allein verrichtet. Du hast des Satans Reich und Werk in mir vernichtet. Herr, deine Güt und Treu, die an die Wolken reicht, hat auch mein steinern Herz zerbrochen und erweicht. 4. Selbst konnt ich allzu viel beleidgen dich mit Sün— Gottseliger Wandel. 335 den, ich konnte aber nicht selbst Gnade wieder finden; selbst fallen konnte ich und ins Verderben gehn, ich konnte selber nicht von meinem Fall aufstehn. 5. Du hast mich aufgericht' und mir den Weg gewiesen, den ich nun wandeln soll; da— für sei, Herr, gepriesen! Gott sei gelobt, daß ich die alte Sünd nun haß und willig, ohne Furcht, die toten Werke laß. 6. Damit ich aber nicht aufs neue wieder falle, so gieb mir deinen Geist, dieweil ich hier noch walle, der meine Schwachheit stärk und darin mächtig sei und mein Gemüte stets zu deinem Dienst erneu. 7. Ach leit und führe mich, so lang ich leb auf Erden, laß mich nicht ohne dich durch mich geführet werden? Führ ich mich ohne dich, so werd mich führest selbst, thu ich, was mir gebührt. 8. O Gott, du großer Gott, o Vater, hör mein Flehen! O Jesu, Gottes Sohn, laß deine Kraft mich sehen! O werter Heilger Geist, regier mich allezeit, daß ich dir diene hier und dort in Ewigkeit! Justus Gesenius, 1 1871. 336 Mel.: Alle Menschen müssen. 673. 400. Ner das Kleinod Hwill erlangen, der muß laufen, was er kann; wer die Krone will empfangen, der muß kämpfen, wie ein Mann; dazu muß er sich in Zeiten, auf das beste zuberei— ten, alles andern müßig gehn, was ihm kann im Wege stehn. 2. Herzens⸗Jesu, deine Güte steckt mir auch ein Kleinod für, das entzückt mir mein Gemüte durch den Ausbund seiner Zier. O, wie glänzt die schöne Krone vor dem hohen Ehrenthrone, die du in der Herrlichkeit deinen Streitern hast bereit. 3. Mich verlangt von gan⸗ zem Herzen, davon zu sein, ja, recht mit Schmerzen auf den freudevollen Schein; doch das ottseliger Lohne. auch nicht weit ich ziele Laufen thut mir bange, und der Kampf währt mir zu lange; der geschmückte Erden— wust nimmt mir öfters alle Lust. nicht in Gottes Licht, 4. Mein verderbter Eigen— zu thun, hält im Laufen viel⸗ Wande Armen in so großer Schwach heit bei, laß dich meiner Not erbarmen, mache mich von allem frei, was mir will mein Ziel verrücken; komm, mich selbst recht zuzuschicken, gieb mir Kraft und Freudigkeit, fördre meinen Lauf und Streit. „Es verlohnt sich wohl der Mühe, ob es mir gleich sauer wird, wenn ich mich der Welt entziehe, die mich stets zurücke kirrt; deine teure Gna— denkrone ist mir übergnug zum Wirst du nur mein Beistand sein, so ist sie in kurzem mein. Joh. Mentzer, 1 1735. 40 Was mein Gott will, das. 665. 40 1. W' sich auf seine Schwachheit steurt, der bleibt in Sünden liegen; wer nicht Herz, Sinn und Mut erneurt, wird sich gewiß betrügen; den Himmels— weg und schmalen Steg hat er nie angetreten; er weiß auch was kämpfen sei und beten. wille hat bald dies, bald das 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer mal stille und will in dem Bosheit Stärke; dadurch mehrt Streite ruhn. wohl der Sieg verdürbe, Satan macht dann der mich auch oft mürbe, daß mir mächtig Höllengeist seine Werke. sehr Auf, wo Seele, auf, richt' deinen Lauf mir deine treue Kraft nicht zur Allmacht, die dich rettet; erwünschte Hilfe schafft. des Heilands Blick zerreißt die 5. Drum, o Jesu, steh mir Strick, womit du angekettet. 9 Der Chrste tenun sc Zund in⸗ 0 wahd. 10 man die 4.* Christi G eit aus ihren pürt tsie Kraf mit dem sie. 4. Mein selbst din W. räftigt werd rechigab hestes Teil“ ngst 9 erecht schlecht, udt stärken, daß Glaubens Ze Gnade merke 5. Brich daß Leib 2. Wir liches Angesi erS Schwach⸗ meiner Not mich y von ir will mein omm, nih i Hiken gieh drai und Streit. sich wohl mir gleich ch nich der mich stets teure Gna⸗ ergnug zum nur mein ist sie in aher, 4 1735. dill, das 665. ich auf seine chwachheit in Sünden Herz, Sinn wird sich u Himmels⸗ Steg hat er nid auch Licht, was eten. e Welt nur „ist ihrer durch mehrt ngeist sehr erke. Auf, deinen Lauf dich rettet: zerreißt die angekettet. 337 3. Der erste Schritt im Gottessohn, damit auch wir Christentum macht von der durchbrechen Laß uns in dir, Sünd uns scheiden; bei einem o Gnadenthron, nicht mehr wahren Glaubensruhm muß von Schwachheit sprechen; man die Weltlust meiden. Wenn wenn deine Hand das teure Christi Geist die Seele reißt Pfand des Geistes uns gege⸗ aus ihren Todesbanden, so ben, dadurch wir, frei von spürt se Kraft die Jes us schafft, Heuchelei, im Streit stets sieg⸗ mit dem sie auferstanden. reich leben. 4. Mein Heiland, fördre 6. Gieb Kraft, wo keine selbst dein Werk, laß mich be-Kraft mehr ist, gieb Kraft, kräftigt werden; es ist Ge- das Fleisch zu dämpfen; gieb rechtigkeit und Stärk mein Kraft, wenn Satans Macht bestes Teil auf Erden. Du und List uns schwächen will machst gerecht uns, dein Ge-im Kämpfen. Wenn uns die schlecht, und willst zugleich uns Welt viel Anstöß stellt, gieb stärken, daß wir in dir des Kraft, sie zu vernichten; so Glaubens Zier, die Macht der wird in Not, ja selbst im Tod Gnade merken. uns deine Kraft aufrichten. 5 Brich durch, 0 starker Bernhard Gottlieb Marperger, 4 1746. Jesuslieder. 4. Jesuslieder. 40 2. Eigene Melodie. K ,—. 4.——5— 2 8——. n Ach mein Herr J Jesu, dein Nahesein bringt großen Frieden . in du d.— 8.— n.——.— ins Herz hinein; und dein—.65——5 macht uns so se⸗lig, Feen.. 10. uru. 29 8.— daß Leib und Sell 21.=ü⸗ber fröhlich und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freund-Gnade wohl leiblich nicht; liches Angesicht voll Huld und aber unsre Seele kanns schon 22 338 Jesuslieder. gewahren, du kannst dich fühl— bar guug offenbaren, auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu ge— nießen recht wär bedacht! Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, ge⸗ duldig sein, uns täglich reich— lich die Schuld verzeihn, hei 01 stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund begegnen ist deine Lust. 5. Ach, gieb an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken,‚ aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. So werden wir bis in Himml hinein mit dir ver— gnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen, wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann! 7. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1 1801. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 403. Aer dre Schätzen, von Pracht und Schönheit dieser Welt; es kann mich ja kein Ding er— götzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, ꝛe. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht; die Zeit kann alles das verwüsten, Was Menschenhände zugericht'. Drum lieb ein jeder, ꝛe. 4. Er ist allein mein Licht und Leben, die Wahrheit selbst, das ewge Wort. Er ist der Weinstock, ich sein Reben; er ist der Seelen Fels und Hort. Ein jeder liebe, ꝛc. 5. Er ist der König aller Ehren, er ist der Herr der Herrlichkeit; er kann mir ewigs Heil gewähren und retten mich aus jedem Streit. Ein jeder liebe, ꝛc. 6. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit; sein Thron bleibt stets in —0 und machen gleich ˙ viel Schäß werd unerschöß leb ein jeder, Nius bleib 22 9. Muß viel entbel HU15 in de er mirs 1 m Miiche 80 lieb nur Je 15 9. Mel.: Jesu, u V— 404. da man dein Herz von H in deine Wun lich, nichts a Fsum suchen das erfüllet! höchsten Selt 2. Nsu, uelle, fließt hinein, deine helle, unser N Gott 1 595. mir nichts Hold un — Ual eIm, ine meine o, mein sis Vid ugen weide nein Herze be, a. rgeht mit Ileisches nicht; die verwüsten, ezugericht. Er, 2. mein Licht rheit selbst Er ist der Reben; er und Hort. tönig aller Herr der kann mir ihren und dem Streit. kann keine sein Reich der Zeit; t stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder ꝛc. 7. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerhöch-⸗ stes Angesicht, und was von Schmuck an ihm zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, ꝛc. 8. Er will mich über alls erheben und seiner Klarheit machen gleich; er wird mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. So lieb ein jeder, was er will; mein Jesus bleibt mein bestes Ziel. 9. Muß ich gleich hier sehr viel entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum lieb ich billig in. Still nur Jesum, meines Her— zens Ziel. Joh. Scheffler, 4 1677. Mel.: Jesu, meines Lebens. 102. 404. Doe ist eine selge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt und das Herz von Herzensgrunde tief in deine Wunden senkt. Wahr— lich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, das erfüllet unsre Zeit mit der höchsten Seligkeit! 2. Jesu, deine Gnaden-— quelle, fließt so gern ins Herz Rule deine Sonne scheinet helle, unser Glaubenslicht zu Jesuslieder. 339 sein; und bei aller Segens— fülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unauf⸗ hörlich schöpfen soll. 3. Nun, so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein; in dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen; wie Maria still gesessen, da sie dir hat zugehört, mach das Herz dir zugekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Mel.: O daß ich tausend Zungen. 457. er beste Freund 405. D ist in dem Himmel, auf Erden sind die Freunde rar; denn bei dem —. Wel tgetümmel ist Red⸗ lichkeit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich darniederliege, mich seine Freundschaft doch nicht läßt. Er ist's, der mit mir lacht und weint; mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann; und scheinet dann das Glück uns trübe, so steht die Freundschaft hintenan. 22˙ 340 Jesuslieder. Doch hier ist es nicht so ge⸗ meint; mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut, er steht mir bei in allen Nöten, er sagt für meine Schulden gut. Er hat mir Gutes nie verneint; mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, mein Freund, der mein ist und ich sein, mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht ge⸗ meint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt' ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier ist ein Freund, der nimmer Feind; mein Jesus ist der beste Freund. Benj. Schmolck, 4 1737. Eigene Melodie. 2————... K. 19— S S S. 2. Seele, willst du dieses erscheinet, da, da ist das beste, finden, suchs bei keiner Krea- notwendigste Teil, mein Ein tur; laß, was irdisch ist, da⸗ und mein Alles, mein seligstes hinten, schwing dich über die Heil. Natur. Wo Gott und die flissen auf des Einigen Genieß, Menschheit in Einem vereinet, 3. Wie Maria war be⸗ wo alle vollkommene Fülle da sie sich zu Jesu Füßen zum Rrößeste ich dir denno laufen; demn Fau, st be st wobl, dr Fau geneußt 5. Aller Füle in d siegt. Gieb mem Will⸗ Schranken Demut un und mich die himmlif wenn ich kenne und der Weish Preis. 6. Nichts ju bringen, höchstes Gu mir gelinge farbnes Blu Lechtigkeit da du bist Kreuzes ges Rrecht ge⸗ , dir deine nicht ein in Freund, mein Nsus b. nolck, 3 1737. men doch. weres Joch, u er⸗götzt. ist das beste, mein Ein nein seligstes àa war be⸗ igen Genieß, Fesu Füßen voller Andacht niederließ; ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in einem geschenkt. 4. Also ist auch mein Ver— langen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nach— laufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, was ist wohl, das man“ nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen Jesuslieder. 341 des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun, so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bists ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich beströmt die Gnadenflut; du bist ein⸗— mal eingegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung erfunden, liegt. Gieb nur, daß sich auch daß ich nun der höllischen mein Wille fein in solche Herrschaft entbunden; dein Schranken fügt, worinnen die Eingang die völlige Freiheit Demut und Einfalt regieret mir bringt, im kindlichen Geiste und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach,‚ wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein rosin— farbnes Blut. Die höchste Ge— rechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider gesetzt. das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt, Jesus, mich Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und 342 Jesuslieder. Alles sein; prüf', erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gieb, daß ich nur alles hier achte für Kot und Jesum gewinne; dies eine ist Not! Joh. Heinr. Schröder, 1 1728. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 407. Getes⸗ und Ma⸗ uien Prie⸗ ster, König und Prophete, Mittler und Genadenthron, der am Kreuze sich erhöhte, gieb, daß dich mein Glaube kenn und dich seinen Jesum nenn. 2. Du, mein süßer Jesu, bist mir geboren, mir gestor⸗ ben. Was in Adam ist ver— mißt, hast du wiederum er— worben; gieb, daß ich in d wahrer Treu auch dein Eigen⸗ tum stets sei. 3. Alles Heil kommt mir von dir, Heiland aller armen Sünder. Dein Tod war die Lebensthür und des Todes Überwinder; laß auch deine Leidenspein mein Verdienst im Glauben sein. 4. Tod und Hölle sind durch dich, großer Sieger, überwunden, und durch diesen Sieg hab ich Ruh im Tod und Grabe funden; durch dich werd ich auferstehn und getrost zum Richter gehn. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. 408 Oalt im Gedächt⸗ 5 nis Jesum Christ, o Mensch, 260 auf die Erden vom Thron des Himmels kommen ist, dein Bruder da zu werden. Vergiß nicht, daß er dir zu gut hat angenommen Fleisch und Blut; dank ihm für diese Liebe. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz ge— storben ist und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod, und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten* siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld Leben wieder bracht; dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel auf— gefahren ist, die Stätt' dir zu bereiten, da du sollst blei— ben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis „Herr Ch auls Ssein vor d 2. Für geboren Int Zeit, der9 ihr Iungfte den Tod fü den Himmel Leben wiede . Laß u und Kenntni wir im Gla dienen im 6 hie mögen Süßigkeitim stets nach Du Se du väterli 0 Hetrost kommen. 337 n AIn ugenommen dank ihm Gedächtnis ür dich hat u Kreuz e ge⸗ hat ude, Tufel, dich erlost nk ihmef für Gedächtnis Wauch am ich vom Tod it von Not nke, daß er in Unshuld t; dank ihm Gedächtnis nach den himmel auf⸗ 88— dir solht un shen eine ün für Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkommen, und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, gieb, daß Jesuslieder. ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzru lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriacus Günther, 1 1704. Eigene Melodi Herr Christ, der einig Gotts Sohn, Va ters in C⸗ wig⸗ keit, aus sein'm 455060 ent⸗spros⸗-sen, ee seh 2. Für uns ein Mensch geboren im letzten Teil der Zeit, der Mutter unverloren ihr jungfräulich Keuschheit, den Tod Hn uns.. den Himmel aufgeschlossen, das Leben wiederbracht. 2 3. Laß uns in deiner Liebe und Kenntnis nehmen zu, daß wir im Glauben bleiben und daß wir schmecken dein dienen im Geist so, hie mögen Süßigkeit im Herzen und dürsten stets nach dir. 4. Du Schöpfer aller Dinge, du väterliche Kraft, regierst vor an⸗ dern Ster-nen klar. von End zu Ende kräftig aus eigner Macht; das Herz uns zu dir wende, und kehr ab unser Sinne, daß sie nicht irr'n von dir. 5. Ertöt' uns durch dein' Güte, erweck uns durch dein' Gnad, den alten Menschen kränke, daß der neu leben, mag, wohl hie auf dieser Er— den den Sinn und all Be— gehrden und G'danken han zu dir. Elis. Crueiger, 4 1558. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich. 411. Serr Jesu Christ, 4 0. H mein Fleisch und 344 Jesuslieder. Blut, mein Seelenschatz. mein höchstes Gut und aller Sinnen Freude! Ich bleibe dennoch stets an dir, so ist auch nichts, das dich von mir und meiner Liebe scheide Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regierst und führst den Lebens⸗ lauf, hilfst kräftig meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ, du bist mein Licht, ich 2— dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir dich allein auch Leib und Seele Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so Wed ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach, voll Begier z: wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir! 3. Mein Alles ist auf dich gericht', hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden; denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Er— den mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir, wie du, gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, „1 ist nichts, was mir erfreu⸗ lich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten; dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch selig sein. Herr 6— Christ, ich hoffe fest,—: daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht und auf der Welt dir nicht bestän dig Glauben hält, muß frei— lich noch verderben und kann, weil er die Lust und Pracht des Fleisches hier zum Himmel macht, den Himmel dort nicht erben. Wer Satan folgt und ärgerlich den Lüsten dienet wider dich und denkt an keine Buße nicht, den bringst du um durch dein Gericht. Herr Jesu Christ, du bist dabei dem, der dir treu ist, ewig treu. 6. Drum halt ich mich ge— trost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zwosch der nicht Thun sall meinem Herz Gottund 2. Es ist Gschenk und ind Seel', u in diesem af nit ichs 910 zu Nutz un enns au wie eine ö laube doch bist und Hell und Tost und — durch Und Seele eu Christ, daß deine rläßt. weicht und cht bestän⸗ muß frei⸗ und kann ind Pac am Himmel dort nicht folgt und ten dienet kt an keine bringst du cht. Herr st dabei: „ewig treu. ch mich ge⸗ aber hältst und das ist setze meine Jesuslieder. 345 Zuversicht auf dich, mein Fels, bis ich dich kann mit Augen der nicht zerbricht in Freud sehn. Ach, möchte so lches bald und auch im Leide. De geiron Herr Jesu Christ, Thun soll alles und allein in e drauf,: komm, komm, meinem Schatz und nimm mich auf Erdmann Neumeister, 4 1756. 41 1. Eigene Melodie. SSSI. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr, ich bitt, wollst sein von Die gan-ze Welt nicht freuet mich, nach Him⸗ mel und Erd mir nicht fern mit deiner Güt und Gna den. Ie nicht frag ich, wenn ich dichnurkann ha ben. Und wenn —.——.————.. r.—— nie gleich mein Herzzerbricht, sobistdudoch mein in Zuversicht, . e, teidelen ——.—— Herzens Trost, der mich durch sein Blut D——— ——5—— P hat er⸗ VIst Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein EEEEE 5 ——.— ——— Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr! 2. Es ist ja, Herr, dein sten mein, wollst mir dein Gnade G'schenk und Gab mein Leib geben. Behür mich, Herr, vor und Seel', und was ich hab falscher Lehr, des Satans Mord in diesem armen Leben; da- und Lügen wehr; in allem Kreuz mit ichs brauch zum Lobe dein, erhalte mich, auf daß ichs zu Nutz und Dienst des Näch- trag geduldiglich. Herr Jesu 346 Christ, mein Herr und Gott,, tröst mir mein'Seel in Todesnot! 3. Ach, Herr, laß dein' lieb'n Eugelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in sein'm Schlafkämmerlein gar sanft, ohn einig' Qual und 412. Jesuslieder. Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod er— wecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland'und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, erhöre mich;„ ich will dich preisen ewiglich! Mart. Schalling, + 1608. Eigene Melodie. 120 laß doch bitt ich noch auf Erden auch mein Herz dein Opfer werden. 2. Denn die Liebe nimmt nichts an, was du, Liebe, nicht gethan; was durch deine Hand nicht gehet, wird zu Gott auch nicht erhöhet. 3. Drum, so lköt und schlachte hin meinen Willen, meinen Sinn; reiß mein Herz aus meinem Herzen, sollts auch sein mit tausend Schmerzen. 413. 4. Trage Holz auf den Altar und verbrenn mich ganz und gar; o du allerliebste Liebe, wenn doch nichts mehr von mir bliebe! 5. Also wird es wohl ge— schehn, daß der Herr es wird ansehn; also werd ich noch auf Erden Gott ein Liebes— opfer werden. Joh. Scheffler, 4 1677. Eigene Melodie. Ich will dich lieben, meine Stärke, ich wildichlben, meine egier Ich wil 199 lieben mit dem Werke u. Begier. Ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. straucheln od erleucht mir ganz, du stark Mränen, gie wil als nacz 3 Ach, pät 10 Schönheit 0 cher mein ge stes Gut ul Cs ist mir mibt, daß i0 4. Ich lie verblendet, ic fand dich nid von dir Rel das eschaffn he 1— durch di dich hab 55 Ich da Sonne, daß hat Licht ge dir, du Hit du mich fr macht; ich d ner Mund, machst geun 6. Erhalte Stegen und mehr irre ge Fuß auf dei 7. Gieb m süngsten Tod er e e Wigen ö Fred, 0 eilandund Herr Iesu 3 v. ich viglich“ + 1608 pfer werden. z auf den u mich ganz allerliebste nichts mehr wohl ge— err es wird 5 ich noch ein Liebes⸗ ,meine Zier, nder Begier. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen aller— liebsten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gotteslamm, als meinen Bräutigam. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht i eher mein genennet, du höch— stes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid und bin be⸗ trübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei ge⸗ macht; ich danke dir, du güld⸗ ner Mund, daß du mich gesund. Erhalte mich auf deinen Searn und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß auf deinen Wegen nicht m— stille stehn; rleucht mir Leib und Seele 16. du starker Himmelsglanz. 7. Gieb meinen Augen süße J Thränen, gieb meinem Herzen Jesuslieder. 347 keusche Brunst; laß meine Seele sich gewöhnen, zu üben in der Liebe Kunst; laß mei— nen Sinn, Geist und Verstand, stets sein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott; ich will dich lieben ohne Lohne, auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Joh. Scheffler, + 1677. Mel.: O Durchbrecher aller Bande. 387. 414(Ich will mich mit dir verloben, süßer Jesu, du allein wirst von mir aus Lieb erhoben und ich bin nun gänzlich dein. Zwar die Welt wird mich stets hassen, denn sie hasset dich zugleich; kann ich aber dich umfassen, so bin ich vergnügt und reich. 2 Alles soll mir Ekel machen, was zur Eitelkeit ge— hört, und in allen meinen Sachen werde Jesus nur ge— ehrt. Sollt ich Jesum denn nicht lieben, der mich vor der Welt erwählt? Sollt ich Jesum noch betrüben, der mich ihm schon zugezählt? 3. Nein, die ganze Welt soll. daß ihr H1⁷ mir nicht gefällt; ich will meinen Jesum küssen, welcher mich umarmet hält. Seine Lieb hat 348 Jesusl mich gefangen nnd ich will die Freiheit sehnlichstes Verlangen ist allein auf ihn gericht'. 4. Sollt ein Mensch nur recht erkennen, wie es Jesu Herz e meint, so würd er be— gierig rennen, bis er sich mit ihm vereint. Ganz verlorn sind alle Zeiten, da man etwas sonst begehrt, nicht; denn mein 415. und der Erden Eitelkeiten sind nicht eines An⸗ blicks wert. 5. O wie lang hab ich verzogen, wie lang hab ich dich veracht! O wie oft ward ich berdaen und von dir hin⸗ weggebracht! Aber nun soll uns nichts scheiden, Leben, das Kreuz, nicht Schmach und Leiden, weder Unglück, Schmerz, noch Not. nicht das nicht der Tod, nicht 6. Stärke du mir meinen Willen wider meiner Feinde List; denn du mußt in mir erfüllen, was dem Fleisch un⸗ möglich ist. Laß mich nicht mehr von dir wanken, 10 wo sollt ich sonst auch hin, weil ich nicht nur in Gedan⸗ ken, sondern wirklich bei dir bin. 7. So sei tausendmal ge— grüßet, Jesu, meine süße Lust; sei auch tausendmal geküsset, sei du mir allein bewußt. Sei mein Wunsch und mein Ver— langen, sei mein Bräutigam ieder. und Hort; sei du meiner Seelen Prangen, sei mein Alles hier und dort. Amadeus Creutzberg, 4 1742. Mel.: Jesu, der du wollen büßen. 100. Wesu, frommer Menschenher— den guter und getreuer Hirt, laß mich auch dein Schäflein werden, das dein Stab und Stimme führt. Ach, du hast aus Lieb dein Leben für die Schafe hingegeben, und du gabst es auch für wich: laß mich wieder lieben dich! 2. Herden ihre Hirten lie⸗ ben und ein Hirt liebt seine Herd; laß uns auch so Kebe üben, du im Himmel, ich auf Erd. Schallet deine Lieb her— nieder, soll dir schallen meine wieder; wenn du rufst: Ich liebe dich; ruft mein Herz: Dich liebe ich. 3. Schafe ihren Hirten kennen, dem sie auch sind wohl bekannt; laß mich auch nach dir zurennen, wie du kamst zu mir gerannt. Als des Höllen wolfes Rachen eine Beut aus mir wollt machen, riefest du: Ich kenne dich; ich ruf auch: Dich kenne ich. 4. Herden ihren Hirten hören, folgen seiner Stimm allein; Hirten auch zur Herd sich kehren, wenn sie rufen groß und klein. Laß mich hören, meine, Stimm; ihnefez lehre. des Wolfes Schreien dir Tuost herniede Aoumdoh 2. Tausen dic, weil se get mich. ich zu dit:: e nenn ich Aller 6 Punt t und! nacht, ist mi luß, ohne die druß. 5. Nimm mir hin, ick den Sinn. 2 allin ewig iner S Sel Ales en hier herg, 3 12⁴2 n büßen. I0. frommer in nschenher⸗ reuer Hitt, Schifl flein Stab und Q, du hast en für die „ und 10 mich; dich! Hirten lie liebt seine ch so Liebe nel, ich auf 1 ieb her⸗ allen meine rufst: Ih mein Herz: ren Hirten ů sind wohl auch nach ö 01 kamst des Höllen e Beut aus riefest du: ruf auch: ren Hirten Stimm ih zur Herd sie rufen mich hören, wenn du schreiest, laß mich laufen, wenn du dräuest, laß mich horchen stets auf dich; Jesu, höre du auch mich. Jesuslieder. wenn ich ruf, 349 ich bete, höre mich; Jesu, sprich: Ich höre dich. 6. Höre, Jesu, und erhöre, anklopf und 5. Höre, Jesu, und erhöre schrei Jesu, dich nicht von meine, deines Stimm; Schäfleins, mir kehre, steh mir bald mich auch zu dir Gnaden bei! Ja, du hörst; i schreien lehre, wenn sich naht deinem Namen ist jaalles 0 des Wolfes Grimm; laß mein und Amen. Nun, ich glaub Schreien dir gefallen, deinen Trost hernieder schallen; wenn 416. —— und fühle schon deinen Trost, o Gottes Sohn. Siegm. v. Birken, 4 1681. Eigene Melodie. 2 komm doch, werter Seelenfreund, Liebster, den mein Herze meint. 2. Tausendmal begehr ich dich, weil sonst nichts vergnü— get mich. Tausendmal schrei ich zu dir: Jesu, Jesu, komm zu mir! 3. Keine Lust ist auf der Welt, die mein Herz zufrieden stellt. O Jesu, dein Beimir⸗ sein nenn ich meine Lust allein. 4. Aller Engel Glanz und Pracht und was ihnen Freude macht, ist mir, süßer Seelen— kuß, ohne dich nichts als Ver— druß. 5. Nimm nur alles von mir hin, ich verändre nicht den Sinn. Du, o Jesu, mußt allein ewig meine Freude sein. 6. Keinem andern sag ich zu, daß ich ihm mein Herz aufthu; dich alleine laß ich ein, dich alleine nenn ich mein. 7. Dich alleine, Gottes Sohn, heiß ich meine Kron und Lohn; du, für mich ver— wundtes Lamm, bist allein mein Bräutigam. 8. O, so komm denn, süßes Herz, und vermindre meinen Schmerz; denn ich schrei doch für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! 9. Nun ich warte mit Ge— duld, bitte nur um diese Huld, daß du mir in Todespein wollst ein süßer Jesu sein. Joh. Scheffler, 4 1677. Jesuslieder. 4 1 7 2 Eigene Melodie. 2Z25—— Je⸗su, mei-ne Freu-de, mei⸗nes Herzens Wei⸗de, ach, wie lang, ach lan-ge ist dem Her-zen ban-ge —... ———— Je⸗su, mei-ne Zier, und verlangt nach dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, EEE —— —— außer dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden. 2. Unter deinem Schirmen viel muß leiden, nicht von bin ich von den Stürmen aller Jesu scheiden. Feinde frei. Laß den Satan 5. Gute Nacht, o Wesen, wittern, laß den Feind erbittern; das die Welt erlesen, mir ge— mir steht Jesu bei. Ob es fällst du nicht; gute Nacht, jetzt gleich kracht und blitzt, ihr Sünden, bleibet weit da⸗ ob gleich Sünd und Hölle hinten, kommt nicht mehr ans schrecken, Jesus will mich decken. Licht; gute Nacht, du Stolz 3. Trotz dem alten Drachen, und Pracht, dir sei ganz, du trotz des Todes Rachen, trotz Lasterleben, gute Nacht gegeben. der Furcht dazu! Tobe, Welt, 6. Weicht, ihr Trauergeister; und springe, ich steh hier und denn mein Freudenmeister, Je— singe in gar sichrer Ruh. Gottes sus, tritt herein. Denen, die Macht hält mich in acht; Erd Gott lieben, muß auch ihr und Abgrund muß verstummen, Betrüben lauter Zucker sein. ob sie noch so brummen. Duld ich schon hier Spott und 4. Weg mit allen Schätzen! Hohn, dennoch bleibst du auch Du bist mein Ergötzen, Jesu, im Leide, Jesu, meine Freude. meine Lust. Weg, ihr eitlen Joh. Frank, f 1677. Ehren! Ich mag euch nicht Mel.: Jesu, meiues Lebens Leben. 102. hören, bleibt mir unbewußt. 418 CQesu, meiner Seelen Elend, Not, Kreuz, Schmach* Leben, meines und Tod soll mich, ob ich Herzens höchste Freud, dir fangen, 2—0 empfing: dir gehangen, A ich hing; ein angenommen, Licht gekommes 3. Auf der Vegen folgte Güt; deines E Segen, regte! müt, so ich e daß ich wiede Ich bin dein 4. Ix, in Leben hat ni gefüͤhtt, dul gegeben, du reglert; dein währet, hat ernähret. J. 5. Irr ich, Lebe; fall id auf; ist es, d nübe, tröst' sie Wuf; bin ich mir Güter; k t sie mein: dein ae. 6. Dein 6 das Erbe, das glegt; ich ö werden. nicht von 0 Wesen, u, mir ge⸗ ute Nacht, t weit da⸗ tmehr ans du Stolz ganz, du chtgegeben. auergeister; neister, Ir⸗ Denen, die auch ihr ucker sein. Spott und lbst du auch ine Freude. rank, 4 1677. 1s Leben. 102 einer Seelen u, meines Freud, dir Jesusl will ich mich ganz ergeben, jetzund bis in Ewigkeit; mei⸗ nen Gott will ich dich nennen und vor aller Welt bekennen. Ich bin dein und du bist mein, ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich um⸗ fangen, als mich erst die Welt empfing; dir bin ich schon an— gehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich angenommen, da ich erst ans Licht gekommen. Ich bin dein ꝛc. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Segen, regte mir oft mein Ge— müt, so ich etwa ausgetreten, daß ich wiederkam mit Beten. Ich bin dein ꝛc. 4. Ja, in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht geführt, du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert; deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar ernähret. Ich bin dein ꝛöe. 5. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich be— Win tröst' sie mich in meinem Lauf; bin ich arm, sie giebt mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein ꝛc. 6. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel bei— gelegt; ich weiß, wenn ich mehr sehen, ieder. 351 heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt; zu dir, Jesu, in die Freude. Trotz, daß mich was von dir scheide! Ich bin dein ꝛe. 7. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum; dir allein ich mich ergebe, du bist meiner Seele Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide. Ich bin dein ꝛe. 8. Höre, Jesu, noch ein Fle— hen, schlag mir diese Bitt nicht ab: Wenn mein Augen nicht wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich da noch seufzend sagen: Ich bin dein ꝛc. Christian Seriver, 4 1693. Mel.: Gott des Himmels und der. 493. 41 9. Jesus, Jesus, nichts als Je⸗ sus, soll mein Wunsch sein und mein Ziel, jetzund mach ich ein Verbündnis, daß ich will, was Jesus will. Denn mein Herz mit ihm erfüllt, rufet nun: Herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat; Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt, führe mich, Herr, wie du willt 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, und ist doch zuwider 352 Jesuslieder. dir, ach, so nimm es bald zu⸗-kann umgeben. Bringe Jesum rücke, Jesu, gieb, was nützet mir ins Herz, so verliert sich mir. Gieb dich mir, Herr Jesu aller Schmerz. mild; nimm mich dir, Herr, 4. Jesus ist mein ewger wie du willt. Schatz und ein Abgrund alles 4. Und vollbringe deinen Guten; Jesus ist ein Freuden⸗ Willen in, durch und an mir, platz voller süßen Himmels⸗ mein Gott. Deinen Willen fluten; Jesus ist ein kühler laß erfüllen mich im Leben Tau, der erfrischt des Herzens Freud und Not, sterben als Au. dein Ebenbild, Herr, wenn, wo und wie du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets ge⸗ 5. Jesus ist der süße Brunn, der die Seelen all erquicket; — Jesus ist die ewge Sonn, de— priesen, daß du dich und viel dazu hast geschenkt, und mir er⸗ Lili d frob n wiesen, daß ich fröhlich singe willst du froh und freudig nu: Es geschehe mir, mein em laß ihn nur zu dir hin⸗ Schild, wie du willt, Herr, 69988 6. Jesus ist der liebste Ton, wie du willt. ů den mir alle Welt kann singen; Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. ⁴, ich bin im Himmel schon, Cesus ist der schön⸗ wenn ich Jesum hör erklingen; 420. N ste Nam' aller, Jesus ist meins Herzens Freud die vom Himmel kommen, huld⸗ und mein' ewge Seligkeit. reich, prächtig, tugendsam, den 7. Jesus ist mein Himmels⸗ Gott selber angenommen; sei⸗ brot, das mir schmeckt, wie ichs ner großen Lieblichkeit gleicht begehre; er erhält mich vor kein Name weit und breit. dem Tod, stärkt mich, daß ich 2. Jesus ist das Heil der ewig währe; Zucker ist er mir Welt, Arzenei für alle Sün⸗im Mund, Balsam, wenn ich den; Jesus ist ein starker Held, bin verwundt. unsre Feind zu überwinden, 8. Jesus ist der Lebens— wo nur Jesus wird gehört, baum voller edlen Tugend— wird der Teufel bald zerstört. früchte; wenn er findt im Her— 3. Jesus ist der Freuden- zen Raum, wird das Unkraut wein, der Gesundheit giebt ganz zunichte; alles Gift und und Leben; Jesus hilft von Unheil weicht, das sein Schat⸗ aller Pein, die den Menschen ten nur erreicht. 9. Msus dem Jisus licgt mi Fuum lieb ic 2. Iqus Herzen, wie e Relein, er ver und Schmerz und ich bin se ich ihn mit F soll von hinne meines Leber laß ich von! 3. Jesu hal da ich von de und von neuer in der heilger ihn will ich' halten und in walten,es sei L Jsus hilft all 4. Nsum w haben, wenn i ein; seines Ge Haben ruhn in Himmels⸗ ein kühler bes Herzens uße Brunn, lerquichtt. e Sonn, de⸗ nz entzücket: ind frendig zu dir hin⸗ liebste Ton, tann singen; mmel schon, r erklingen; erzens Freud Seligkei. in Himmels⸗ leckt, wie ichs lt mich vor ich, daß ich er ist er mir mm, wenn ich der Lebens⸗ en Tugend⸗ indt im Her⸗ das Unkraut les Gift und sein Schat⸗ Jesuslieder. 353 9. Jesus ist das höchste Schrein; ja, wenn ich zu Bette Gut in dem Himmel und auf gehe, oder wiederum aufstehe, Erden; Jesu Name macht mir bleibt doch Jesus früh und spat Mut, daß ich nicht kann traurig meiner Seelen Schutz und Rat. werden. Jesu Name soll allein 5. Jesum will ich lassen mir der liebste Name sein. taten, der am besten raten J. Scheffler, 4 1677. kann; er nur segne meine Tha⸗ Mel.: Alle Menschen müssen. 673. ten, die ich fröhlich fange an, 421 Jesus schwebt mir daß in seinem teuren Namen „ N in Gedanken, alles glücklich sei und Amen: Jesus liegt mir stets im Sinn, so wird alles werden gut, wenn von ihm will ich nimmer wan- nur Jesus Hilfe thut. ken, weil ich hier im Leben bin, 6. Jesus, meiner Jugend er ist meiner Augen Weide, Leiter und Regierer meiner meines Herzens höchste Freude, Sinn, wird auch sein mein meiner Seelen schönste Zier; Trostbereiter, wenn ich alt und Jesum lieb ich für und für. kraftlos bin; wenn sich krüm— 2. Jesus funkelt mir im men meine Glieder und die Herzen, wie ein güldnes Ster-Lebenssonn geht nieder, wenn nelein, er vertreibt mir Angst verdunkelt mein Gesicht, mei— und Schmerzen, er ist mein nen Jesum laß ich nicht. und ich bin sein; drum ergreif 7. Jesus soll in allen Lei⸗— ich ihn mit Freuden, wenn ich den mein getreuer Beistand soll von hinnen scheiden, er ist sein; nichts, nichts soll mich meines Lebens Licht; Jesum von ihm scheiden, es soll keine laß ich von mir nicht. Herzenspein, keine Trübsal, 3. Jesu habe ich geschworen, keine Schmerzen reißen ihn aus da ich von der Sünden rein meinem Herzen; ob mir gleich und von neuem ward geboren mein Herz zerbricht, laß ich in der heilgen Taufe mein; dennoch Jesum nicht. ihm will ich's auch treulich 8. Fesu leben, Jesu sterben, halten und in allem lassen Jesu einzig eigen sein und mit walten, es sei Leben oder Tod; Jesu dorten erben, dies ist Jesus hilft aus aller Not. mein Gewinn allein. Jesu will 4. Jesum will ich bei mir ich sein und bleiben. Nichts, haben, wenn ich geh aus oder nichts soll mich von ihm treiben; ein; seines Geistes Trost und laß ich gleich Gut, Blut und Ehr, Gaben ruhn in meines Herzens Jesum dennoch nimmermehr! 53 23 354 Jesuslieder. 422 2 Eigene Melodie. ——— I——— SSS......I....... I TTIIIIR 4.—.—.—— In dir ist Freude in allem Lei⸗de, o du sü⸗ßer Je⸗su Christ. Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahreHeiland bist. ..—— .—— 77— ů Hilfest von Schanden, rettest von Banden; wer dir vertrauet, Zu deiner Gün⸗te steht un⸗ser G'müte, an dir wir kleben ISISIIISSIISSS‚.‚‚‚‚‚‚TTT—————4— .S.SS... hat wohl ge-bauet, wird e-wig bleiben. Halle-⸗lu-ja. im Tod und Leben, nichts kann uns scheiden. Halle-lu-ja. 2. Wenn wir dich haben, Liebe, die du Mensch geboren kann uns nicht schaden Teufel, und mir gleich wardst ganz Welt, Sünd oder Tod. Du und gar, Liebe dir ꝛc. hast in Händen, kannst alles 3. Liebe, die für mich ge⸗ wenden, wie nur heißen mag litten und gestorben in der die Not. Drum wir dich ehren, Zeit, Liebe, die mir hat er⸗ dein Lob vermehren mit hellem stritten ewge Lust und Selig⸗ Schalle, freuen uns alle zu keit, Liebe, dir ꝛe. dieser Stunde. Halleluja! Wir 4. Liebe, die du Kraft und jubilieren und triumphieren, Leben, Licht und Wahrheit, lieben und loben dein Macht Geist und Wort, Liebe, die dort oben mit Herz und Munde. sich blos ergeben mir zum Heil Halleluja. J. L. und Segenshort, Liebe, dir ꝛce. Mel.: Gott des Himmels und. 493. 5. Liebe, die mich hat ge⸗ 423 V die du mich bunden an ihr Joch mit Leib zum Bilde dei- und Sinn, Liebe, die mich ner Gottheit hast gemacht, überwunden und mein Herze Liebe, die du mich so milde hat dahin, Liebe, dir ꝛc. nach dem Fall hast wieder 6. Liebe, die mich ewig lie⸗ bracht, Liebe, dir ergeb ich bet, die für meine Seele bitt, mich, dein zu bleiben ewiglich. Liebe, die das Lösgeld giebet, 2. Liebe, die du mich er- und mich kräftiglich vertritt, koren, eh, als ich geschaffen war, Liebe, dir ꝛce. —— Er ist u Mn uicht, weil i leben; ihm versicht, was eigeben. L ucht; meint nicht. 3. Laß v Hören, Sch chen; laß d mich auf di wenn der meinen Jest I. Ich w Ucht, wenn langet, wo sicht romm. pranget. Angesicht; ich nicht. 5. Richt Himmel n wünscht un wünsch ich n Dur lleben nsch geboren vardst ganz A. jür mich ge⸗ ben in der mir hat er⸗ t und Selig⸗ du Kraft und Wahchet Liebe, die mnir zum Hei Liebe, 2256 mich hat ge⸗ och mit Leib „die mich mein Herze „dir u. mich ewig lie ne Seele bitt ösgeld giebet, glich vertritt — Jesuslieder. 35⁵5 7. Liebe, die mich wird er-⸗ der Herrlichkeit, Liebe, dir er⸗ wecken aus dem Grab der geb ich mich, dein zu bleiben Sterblichkeit, Liebe, 424. die mich ewiglich. wird umstecken mit dem Laub Joh. Scheffler, 4 1677. Eigene Melodie. — d ———.— Remendr Jesam Wules ich hicht Waild er seh 20 Wien ge⸗ n, so er-fordert meine Pflicht, klettenweis an ihm zu kle-ben. — 9—..——.———.—•.——...——. — Er it meines Lebens Liht; meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll anf Erden leben; ihm hab ich voll Zu— versicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf 10 ge⸗ richt; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht,‚ Hören, Schmecken, Fühlen wei⸗ leiten; chen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht,‚ meinen Jesum laß ich kass 4. Ich werd ihn auch la ssen nicht, wenn ich nun dahin ge⸗ wo vor seinem Ange— langet, mich hat mit Gott versöhnet, der mich freispricht vom Ge— richt; meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht! Christian Keymann, 4 1662. Mel.: Gott des Himmels und der. 493. 425. Menes Lebens beste Freude ist der Himmel, Gottes Thron; sicht frommer Christen Glaube meiner Seelen Trost und Weide pranget. Angesicht; ich nicht. 5. Nicht nach Welt, Himmel nicht meine Seele wünscht und stöhnet; Jesum wünsch ich und sein Licht, der Mich erfreut sein ist mein Jesus, Gottes Sohn. meinen Jesum laß Was mein Herz allein erfreut, ist in jener Herrlichkeit. nach 2. Andre mögen sich er⸗ quicken an den Gütern dieser Welt; ich will nach dem Him- mel blicken und zu Jesu sein 23*³ 356 Jesuslieder. gesellt; denn der Erden Gut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. 3. Reicher kann ich nirgends werden, als ich schon in Jesu bin; alle Schätze dieser Erden sind ein schnöder Angstgewinn. Jesus ist das rechte Gut, das der Seele sanfte thut. 4. Glänzet gleich das Welt⸗ gepränge, ist es lieblich anzu⸗ sehn, währt es doch nicht in die Länge, es ist bald damit geschehn; plötzlich pfleget aus zu sein, dieses Lebens Glanz und Schein. 5. Aber dort des Himmels Gaben, die mein Jesus innen hat, können Herz und Seele laben, machen ewig reich und satt. Es vergeht zu keiner Zeit jenes Lebens Herrlichkeit. nicht; aber nach dem Himmel ringen und auf Jesum sein gericht', ist der Seele schönste Zier, geht auch aller Freude für. 9. Ach, so gönne mir die Freude, Jesu, die dein Him— mel hegt. Sei du selber meine Weide, die mich hier und dort verpflegt, und an dir recht froh zu sein, nimm mich in den Himmel ein! Salomo Liskow, 1 1689. Mel.: Ach Gott und Herr. 301. 426 Mein Freund ist mein, und ich bin sein, ihm hab ich mich ergeben; in Glück und Freud bin ich bereit, dir, Jesu stets zu leben. 2. Ich glaub an dich, an dir hang ich und will dich auch 6. Rost und Motten, Raub nicht lassen, bis du mich wirst, und Feuer schaden auch der du Lebensfürst, mit deiner Gnad Freude nicht, die mein Jesus, umfassen. mein Getreuer, und sein Him⸗ 3. Herr, dein Verdienst ist mel mir verspricht. Dort ist mein Gewinnst, dein Todes⸗ alles ausgemerzt, was die Seele kampf und Sterben hat mich kränkt und schmerzt. versöhnt, ja gar gekrönt zu 7. Einen Tag bei Jesu einem Himmelserben. sitzen, ist viel besser, als die Welt tausend Jahr in Freu⸗ den nützen; aber ewig sein ge⸗ stellt zu des Herren rechter Hand, bleibt ein auserwählter Stand. 8. Trinken, Essen, Tanzen, Springen labet meine Seele 4. Die Kreuzeslast, die du hier hast für mich auf dich genommen, hat mich befreit von allem Leid, das sonst auf mich gekommen. 5. Trotz sei dem Tod und aller Not! Von dir kann mich nichts wenden, weil ich schwerden. 7 herr Y u bist mein auf Erden; de mein Lebensl. schieden werde 8. Denn d ich bin dein, ergeben in G N in Krenz und Darm 127. mir ist nich wußt, wenn huickest; die lieblich ist, Ker selbst v den Geist e in dich aus holdes Ang noch nicht k ind thöricht mein verkeh von Weltbeg N 2 dem I. Himmel Vesum sein alle schönse aler Frende nd Herr. 30¹. in Freund ist mein, und ich ab ich mich t und Freud u, Nau stets an dich, an will dich auch du mich wirs, it deiner Gnad Vedienst ist dein Todes⸗ ben hat mich r gekrönt zu ben. eslast, die du ich auf dich mich befreit das sonst auf dem Tod und don dir kann den, weil ich Jesus forthin bewahret bin in deinen treuen Händen. 6. Nun werd ich gleich in deinem Reich den lieben Engeln werden und sicher sein vor aller Pein, vor allen Angstbe— schwerden. 7. Herr Jesu Christ, allein du bist mein höchster Schatz auf Erden; ach, laß mich nicht mein Lebenslicht, von dir ge— schieden werden. 8. Denn du bist mein und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben in Glück und Freud, in Kreuz und Leid, im Ster-— ben und im Leben. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen⸗ Darmstadt, 1683. Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. 427 Mern Jesu, süße ·( Seelenlust, mir ist nichts außer dir be— wußt, wenn du mein Herz er⸗ quickest; dieweil dein Kuß so lieblich ist, daß man auch sei⸗ ner selbst vergißt, wenn du den Geist entzückest, daß ich in dich aus dem Triebe reiner Liebe von der Erde über mich gezogen werde. 2. Was hatt ich doch für Trost und Licht, als ich dein holdes Angesicht, mein Jesu, noch nicht kannte? Wie blind und thöricht ging ich hin, da mein verkehrter Fleischessinn von Weltbegierde brannte, bis lieder. 357 mir von dir Licht und Leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu brennen. 3. Die arme Welt hat zwar den Schein, als wär ihr schlech— tes Fröhlichsein ein herrliches Vergnügen. Allein wie eilend gehts vorbei, da sieht man, daß es Blendwerk sei, wodurch wir uns betrügen. Drum muß Jesus mit den Schätzen mich ergötzen, die bestehen, wenn die Weltlust muß vergehen. 4. Wer Jesum fest im Glau⸗ ben hält, der hat die Kraft der andern Welt hier allbereit zu schmecken. Pflegt Jesus gleich zu mancher Zeit bei großer Herzenstraurigkeit sein Antlitz zu verdecken, ist doch sein Joch sanft und feiner, als wenn einer auf dem Bette dieser Welt zu schlafen hätte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, daß du dich liebster Seelenhort nicht ewig— lich versteckest. Du thust vor mir die Augen zu, auf daß du desto größre Ruh hernach in mir erweckest, wenn ich treu— lich als ein Rebe an dir klebe, auch im Leide, nicht nur in der süßen Freude. 6. Derhalben soll mich keine Not, mein Jesu, wär es auch der Tod, von deinem Dienst abschrecken. Ich weiß, daß mich dein Herze liebt, darum 7907 4 358 Jesus so geh ich unbetrübt mit dir durch Dorn und Hecken. Plage, schlage, ich bin stille, ists dein Wille mich zu kränken, du wirst meiner doch gedenken. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein süßes Manna nicht allhier in dieser Zeit em⸗ pfinden, so will ich doch zu— frieden sein und werde deinen Gnadenschein in jenem Leben finden, da man stets kann sich zu laben Jesum haben, stets erblicken und ihn in die Arme drücken. 8. Allein du holder Men⸗ schensohn, ich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen. Dein Herz, das mich in Trauern setzt und sich ver⸗ schleußt muß doch zuletzt vor lauter Liebe brechen. Drum lieder. nach dem Schmerze deine Süße, die ich noch allhier genieße. 9. Du salbest mich mit Freudenöl, so daß sich öfters Leib und Seel recht inniglich erfreuen. Ich weiß wohl, daß du mich betrübst, ich weiß auch was du denen giebst, die sich davor nicht scheuen. Drum gieb den Trieb, unabwendig und beständig treu zu bleiben und recht fest an dich zu gläuben. 10. Der Glaub ist eine starke Hand und hält dich als ein festes Band, ach stärke meinen Glauben. Im Glauben kann dich niemand mir, im Glauben kann mich niemand dir, o starker Jesu, rauben, weil ich fröhlich Welt und Drachen kann verlachen und die Sünden durch den Glauben füllt und quillt in mein Herze überwinden. 428. Johann Christian Lange, 4 1756. Eigene Melodie. DDDE. F,en. ——4——7 5—0— O Christe, Morgen⸗ster⸗ne, leucht uns mit hellem Schein. **— SPISICSIPIPIIIIII. Schein uns vons Himmels Throne an diesem dunklen Ort mit dei⸗nem rei⸗nen Wort. 2. O Jesu, Trost der barmen, dein Gnade schenken Armen, mein Herz heb ich zu mir, das trau ich gänzlich dir. 3. Ich kann und mag nicht dir; du wirst dich mein er⸗ Lose ieng Dus laß mi nist nich d hilf mir, dae 6.(Jesus:) 10 sehte die thu du dich ich will deir Reben Schl 7. Laß und sei eit ich will die schenken mi zum Himn 8. Ih peisen mit Blt, mein weisen und mein Schal 9.(Seele und Ehre f den Glaub daß ich ne dir eingeh 120. 360 Jesuslieder. als wie ein Dieb und Mörder aus deines Mundes Zier den da gehangen, verhöhnt, ver⸗-süßen Trost empfinden, der speit und sehr verwundt; ach, die Sünden und alles Unglück laß mich deine Wunden alle hier kann leichtlich überwinden. Stunden mit Lieb im Herzens⸗ 10. Mein Trost, mein grund auch ritzen und ver-WSchatz, mein Licht und Heil, wunden. mein höchstes Gut und Leben, 6. Dein Blut, das dir ach, nimm mich auf zu deinem vergossen ward, ist köstlich, Teil, wie ich mich dir ergeben! gut und reine, mein Herz hin-Denn außer dir ist lauter gegen böser Art und hart Pein, ich find hier überalle gleich einem Steine. Ach, laß nichts denn Galle, nichts kann doch deines Blutes Kraft mein mir tröstlich sein, nichts ist, hartes Herze zwingen, wohl das mir gefalle. durchdringen und diesen Lebens- 11. Du aber bist die beste saft mir deine Liebe bringen. Ruh, in dir ist Fried und 7. O daß mein Herze offen Freude. Gieb, Jesu, gieb, daß stünd und fleißig möcht auf-immerdar mein Herz in dir fangen die Tröpflein Bluts, sich weide; sei meine Flamm die meine Sünd im Garten und brenn in mir; mein Balsam, dir abdrangen! Ach, daß sich wollest eilen, lindern, heilen meiner Augen Brunn aufthät den Schmerzen, der allhier und mit viel Stöhnen heiße mich seufzen macht und heulen! Thränen vergösse, wie die 12. Was ist, o Schönster, thun, die sich in Liebe sehnen. das ich nicht in deiner Liebe 8. O daß ich wie ein kleines Kind, mit Weinen dir nach— ginge so lange, bis dein Herz entzünd, mit Armen mich um⸗ finge, und deine Seel in mein Gemüt in voller süßer Liebe sich erhübe, und also deiner Güt ich stets vereinigt bliebe. 9. Ach, zeuch, mein Liebster, mich nach dir, daß ich mit schnellen Füßen dir nachlauf und dich mit Begier von habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein Quell, da ich mich labe, mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Not, mein Haus darin ich wohne. 13. Ach liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all Herzen möge küssen. Ich will mein Gut verloren. So gieb, Hebe leiten Lebe zieren Lre geh, 3 führen; laß guten Rat sehren, steu Sünd und hald wieder 16. Laß Freud in mein Verr ich, nach mich soll alsdann la Herr Peu Luft zuweh Ind freien eingehen. Po 430. mein Brude thron, mein — Ist lauter zer überalle nichts kann „. gieb, daß den in dir ine Flamm nein Balsam, dern, heilen der allhier und heulen! o Schöͤnster, deiner Liebe lei U Stern, mein Quell, mein süßer pimmelsbrot, ttes Throne, u Schutz in Haus darin Neb, wenn ichst, ist all 1. So gieb, as hilft mir benn du mir daß ich dich, meinen Gast, möge fassen und, wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. 14. Du hast mich je und je geliebt und auch dir nach— gezogen; schon gewogen. Ach, laß doch ferner, edler Hort, mich deine Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten! 15. Laß meinen Stand, zündt, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren und, wo ich etwa zurechte so wird sich die Lieb ergießen. irre geh, alsbald führen; laß sie mich a allzeit Jesuslieder. eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir 361 Wonne! Du weißt es, daß ich wohl such und bester Maßen rede wahr, vor dir ist alles sonnenklar und klarer, als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen; nichts auf Erden kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte; je mehr ich lieb, je mehr ich find, in Liebe gegen dich ent⸗ daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte liieblich fließen: 3. Durch deine Kraft 0 guten Rat und reine Werke ich das Ziel, daß ich, so viel lehren, steuren, wehren der ich soll und will, dich allzeit Sünd und nach der That lieben könne. ganzen weiten Welt, 16. Laß sie sein meine Wollust, Ehre, bald wieder mich bekehren. Nichts auf der Pracht, Freud und Freud in Leid, in Schwachheit Geld, wenn ich es recht be⸗ mein Vermögen, und wenn sinne, kann mich ohn dich ich, nach vollbrachter Zeit, gnugsam laben; ich muß haben mich soll zur Ruhe legen, reine Liebe; die tröst', wenn ich alsdann laß deine Liebestreu, mich betrübe. Herr Jesu, bei mir stehen. daß ich getrost liebest du, schaffst seinem Her— Luft zuwehen, 4. Denn wer dich liebt, den und frei mög in dein Reich zen Fried und Ruh, erfreuest eingehen. Paulus Gerhardt, 4 1676. Mel.: Wie leuchtet der. 441. 430. O Gale, Sohn. mein Bruder und mein Gnaden— thron, mein höchste Freud und Trauern muß verschwinden. sein Gewissen. Es geh auf Erden, wie es will, laß sein des Kreuzes noch so viel, soll er doch dein genießen. Ewig selig, nach dem Leide große Freude wird er finden; alles ‚‚t.. 4.——...— 362 Jesuslieder. 5. Kein Ohr hat jemals dies gehört, kein Mensch ge— sehen, noch gelehrt; es läßt sich nicht beschreiben, was de— nen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründ— lich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen der Welt Schätzen dies, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir ge⸗ fällt und mir dein klares Wort 431. vermeldt, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd ab⸗ scheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßig⸗ keit, die jetzt berühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebͤ⸗ lich Angesicht mit unver— wandtem Augenlicht, ohn alle Furcht und Schrecken. Reich⸗ lich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dein'm Throne mit der schönsten Himmelskrone. Joh. Heermann, 1647. Eigene Melodie. E— ——— e.. DD O Le⸗bensbrünnlein tief und groß, entsprungen aus der du dich uns hast of-fen-bart in uns⸗rer Mensch⸗ E I+—.—1 des Va⸗ters Schoß, ein wahrer Gott ohn En-de. heit rein und zart, dein lieb Herz zu uns wen-de. 42— 2*/— EEDSSSASESESEE— 2————..— Denn wie ein Hirsch nach frischer Quell, so schreit zu dir ——.— f. d. Fa— 22——————— mein ar⸗me Seel aus die-ser Welt E⸗len- de. 2. O Lebensbrünnlein, durch erscheinen früh und spat, das dein Wort hast du dich uns matte Herz zu laben. O frische an allem Ort ergoss'n mit Quell, o Brünnelein, erquick reichen Gaben voll Wahrheit und laß mein Seelelein in dir und göttlicher Gnad, die uns das Leben haben. messen. nichts man nich versor der mir m Mit seinem er Man Hl daß ich sel 5. 0 und weit, Evigkeit verderben. aus deinet Glauben wider Tod ich blüh! Saron und das ewig 6. Me brünstig u himmlische hoff zu g weiß, wen da wird strom ohn ngen aus rer Mensc⸗ —. En⸗de. wen⸗de. hreit zu dir — spat, das u. O frische lein, erguick lelein in dir Jes slieder. 363 3. Wie ein Blümlein in gießen. Freu dich, mein' Seel, dürrem Land durch Sommer- und wenn gleich Gott dich hitz sehr ausgebrannt vom kommen läßt in Angst und Tau sich thut erquicken, also wenn mein Herz in der Not verschmacht', hält sichs an sei— nem Gott und läßt sich nicht ersticken, ja wie ein grüner Palmenbaum unter der Last ihm machet Raum, lässet sich nicht erdrücken. 4. O Lebensbrünnlein, Jesu Christ, dein' Güte unerschöpf— lich ist, niemand kann sie er— messen. Darum mir auch nichts mangeln wird, wenn mich versorgt der treue Hirt, der mir mein Herz besessen. Mit seinem Evangelio macht er mein Herz im Leib so froh, daß ich sein nicht vergesse. 5. O Lebensbrünnlein tief und weit, du stillest Durst in Ewigkeit und läßt niemand verderben. Gieb mir, der ich aus deiner Füll mit rechtem Glauben schöpfen will, Trost wider Tod und Sterben, daß ich blüh wie ein Röselein zu Saron und durch dich allein das ewig Leben erbe. 6. Mein Herz ist mir brünstig und heiß nach dem himmlischen Paradeis, des ich hoff zu genießen. Denn ich weiß, wenn dahin ich komm, da wird ein ewger Freuden-— strom ohn' Maßen sich er⸗ Not, so laß dichs nicht ver— drießen. 7. Unser Leiden auf dieser Erd ist nicht im allergringsten wert, wenn wir das recht be— denken, der übergroßen Herr-— lichkeit und wunderschönen Him— melsfreud, die uns Christus wird schenken. Da, da wird er uns allzugleich in seines lieben Vaters Reich mit ewger Wollust tränken. 8. Gott selbst wird sein mein Speis' und Trank, mein Ruhm, mein Lied, mein Lob— gesang, mein Lust und Wohl⸗— gefallen, mein Reichtum, Zier und werte Kron, mein' Klar⸗ heit, Licht und helle Sonn, in ewger Freud zu wallen. Ja, daß ichs sag mit einem Wort, was mir Gott wird bescheren dort, er wird sein alls in allen. 9. Hüpf auf, mein Herz, spring, tanz und sing, in dei— nem Gott sei guter Ding, der Himmel steht dir offen. Laß dich Schwermut nicht nehmen ein, denn auch die liebsten Kinderlein allzeit das Kreuz hat troffen. Drum sei getrost und gläube fest, daß du noch hast das Allerbest in jener Welt zu hoffen. Johann Mühlmann, 7 1613 364 Jesuslieder. 432. Eigene Melodie. .— SHU E.——.— x ——.— 5 Ursprung des Lebens, o e⸗wi⸗ges Lehd da niemand ver⸗ 2——— ———— E 3— 2 7 ö—— ————— ge-bens sucht, was ihm gebricht, le⸗ben⸗di⸗ge Ouelle, SSSTTTTT * so lauter und helle sich aus seinem heiligen Tempel ergießt 5. 35 undi in die be⸗=gie⸗ri⸗gen Seelen eiufleßt 2. Du sprichst: Wer be- wird alles versüßet, es jauch⸗ gehret zu trinken von mir, was zet, es singet, es springet das ewiglich nähret, der komme, Herz, es weichet zurücke der allhier sind himmlische Gaben, traurige Schmerz. die süßiglich laben; er trete 5. Drum gieb mir zu trin⸗— im Glauben zur Quelle heran, ken, wie's dein Wort verheißt, hier ist, was ihn ewig beseli⸗ laß gänzlich versinken den gen kann. sehnenden Geist im Meer dei— 3. Hier komm ich, mein ner Liebe; laß heilige Triebe Hirte, mich dürstet nach dir; mich immerfort treiben zum o Liebster, bewirte dein Schäf⸗ Himmlischen hin, es werde lein allhier! Du kannst dein mein Herze ganz trunken darin. Versprechen mir Armen nicht 6. Wenn du auch von Lei⸗ brechen, du siehest, wie elend den was schenkest mir ein, so und dürftig ich bin; auch giebst gieb, dir mit Freuden gehor— du die Gaben aus Gnaden sam zu sein. Denn alle die, nur hin. welche mit trinken vom Kelche, 4. Du süße Flut labest den du hast getrunken im Lei⸗ Geist, Seele und Mut und, den allhier, die werden dort wen du begabest, findt ewiges ewig sich freuen mit dir. Gut. Wenn man dich genießet., 7. Drum laß mich auch Christian „Vall—˖— wil 103.8 liebster Scha mich eugbe, Vch u meil zen d dit, 8 ö wei eil du mit mir u meinen M A Freuden, Du Hrot, dalmt weiden, dae ganz kräft und mich in lich überfül Süßigket. 3. Laß, blicken dein sicht, mein. lomm, komm Dennohnedi Herzeleid, schweben, is 4 es qauch⸗ pringet das zurücke der mir zu trin⸗ rt verheißt, sinken den Merr dei⸗ lige Triebe reiben zum es werde inten darin. ch von Lei⸗ mir ein, so den gehor⸗ n alle die, vom Kelche, ken im Lei⸗ herden dort it dir. mich auch Jesuslieder. 365 werden, mein Jesu, erquickt 4. O reiche Segensguelle, da, wo deine Herden kein Lei⸗ v Jesu, süße Ruh, du treuer den mehr drückt, wo Freude Kreuzgeselle, schlag nach Be⸗ die Fülle, wo liebliche Stille, lieben zu; ich will geduldig wo Wonne, wo Jauchzen, wo leiden, und soll mich keine Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Pein von deiner Liebe scheiden, Leben wird ewig belohnt. 15 mir beschwerlich sein. Christian Jakob Koitsch, 4 1735. x Mein Herz, das bleibt Mel.: Valet will ich dir geben. 70. rn dir immer für und für, 433 chatz über alle zu sterben und zu leben, und Schätze, o Jesu, will vielmehr mit dir im liebster Schatz, an dem ich tiefsten Feuer schwitzen, als mich ergötze, hier hab ich einen Schönster, ohne dich im Pa— Platz in meinem treuen Her⸗ radiese sitzen veracht' und zen dir, Schönster, zugeteilt, jämmerlich. weil du mit deinen Schmerzen 6. O Herrlichkeit der Erden, mir meinen Schmerz geheilt. dich mag und will ich nicht, 2. Ach Freude meiner mein Geist will himmlisch Freuden, du wahres Himmels- werden, und ist dahin gericht', brot, damit ich mich kann wo Jesus wird geschauet, da weiden, das meine Seelennot sehn ich mich hinein, wo Je⸗ ganz kräftiglich kann 0 en, sus Hütten bauet, denn dort und mich in Leidenszeit erfreu- ist zn zu sein. lich überfüllen mit Trost und Nun, Jesu, mein Ver⸗ Süßigkeit. larieen, komm, hole mich zu 3. Laß, Liebster, mich er. dir in deinem Schoß zu lie— blicken dein freundlich Ange- gen, komm, meiner Seelen sicht, mein Herze zu erquicken; Zier, und setze mich aus Gna— komm, komm, mein Freudenlicht! den in deine Freudenstadt, so Denn ohne dich zu leben, ist lauter kann mir niemand schaden, so Herzeleid, vor deinen Augen bin ich reich und satt. schweben, ist wahre Seligkeit. Salomo Liskov, 1689. 434. Eigene Melodie. e *.— I Seelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm, ha-be Dank 366 Jesuslieder. E. N—.— —.—— ——F—————— —.—.— +—— w—— —..— — 2.— — V—— Sünden Schlamm, Jesu, Gottes Lamm. 2. Deine Liebesglut, stärket hast du gedürst' nach der Mut und Blut; wenn du Menschen Heil und Leben und freundlich mich anblitkest und dich in den Tod gegeben, da an deine Brust mich drückest, du riefst: Mich dürst!! Großer macht mich wohlgemut deine Friedefürst! Liebesglut. 8. Deinen Frieden gieb aus 3. Wahrer Mensch und soe großer Lieb uns, den Dei⸗ Gott, Trost in Not und Tod, nen, die dich kennen und nach du bist darum Mensch geboren, dir sich Christen nennen; denen zu ersetzen, was verloren, durch du bist lieb, deinen Frieden gieb. dein Blut so rot, wahrer Mensch 9. Wer der Welt abstirbt, und Gott. emsig sich bewirbt um den 4. Meines Glaubens Licht lebendigen Glauben, der wird laß verlöschen nicht; salbe bald empfindlich schauen, daß mich mit Freudenöle, daß hin⸗ niemand verdirbt, der der Welt fort in meiner Seele ja er⸗ abstirbt. lösche nicht meines Glaubens 10. Nun ergreif ich dich, Licht. du, mein ganzes Ich; ich will 5. So werd ich in dir nimmermehr dich lassen, son— bleiben für und für; deine dern gläubig dich umfassen, Liebe will ich ehren und in weil im Glauben ich, nun er— dir dein Lob vermehren, weil greife dich. ich für und für bleiben werd 11. Wenn ich weinen muß in dir. wird dein Thränenfluß nun 6. Held aus Davids Stamm, die meinen auch begleiten und deine Liebesflamm mich ernähre zu deinen Wunden leiten, daß und verwehre, daß die Welt mein Thränenfluß sich bald mich nicht versehre, ob sie mir stillen muß. gleich gram, Held aus Davids 12. Wenn ich mich aufs Stamm. neu wiederum erfreu, freuest 7. Großer Friedefürst, wie du dich auch zugleiche, bis ich 2. Siet Herr, ich nach di deinen ich nur me Erb ich bi laß dich fi und mimm 3. Ich Herre, al' Gnad, die libest, un der That. der hat al 4. Him wonne, lamm, in en gieb aus 40 id r len, daß der der Welt ich dich ch: ich wil afen son⸗ ů umfassen, ich, nun er⸗ viinen muß enfluß nun 95 ten und leiten, daß sich bald mich aufs reu, freuest che, bis ich dort in deinem Reiche ewiglich aufs neu mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glau— ben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich all⸗ hier ritterlich alles durch dich Jesuslieder. 367 überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du 1 für mich. 15. Du, mein Preis und Ruhm, werte Saronsblum', in mir soll nun nichts er— schallen, als was dir nur kann gefall en, werte Saronsblum', du, mein Preis und Ruhmi Adam Drese, 4 1718. 435. Eigene Melodie. E— e —. , — P———————— Sieh, hier bin ich,‚ Ehwatong, lege mich vor deinen Thron: DDSDSDSDSDSDSSEEEEEEEE.. Schwache Thränen, kindlich Sehnen bringich dir, du Menschensohn! —. T Laß dichfinden laß dich finden von mir, derich Aschund Thon. „Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt' dich, lenke mich nach deinem Sinn! Dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Seele suchet dich, o Bräutigam. Laß dich finden,:) starker Held aus Davids Stamm! 5. Hör, wie kläglich, wie Erb' ich bin. Laß dich finden, beweglich dir die treue Seele laß dich finden, gieb dich mir singt; wie demütig und weh— 2 nimm mich hin. Ich begehre nichts, o —00 als nur deine freie Gnad, die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That. Laß dich finden der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Seelen⸗ wonne, unbeflecktes Gottes⸗ lamm, in der Höhle meine mütig deines Kindes Stimme klingt! Laß dich finden denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander, 4 1680. Mel.: Herr, wie du willst, so. 642. ö 36 Quch, wer da will, 43). O ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden; mein Herz allein bedacht soll sein, auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk sind klar, sein heilger Mund hat Kraft und Grund all' Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Not⸗ helfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Teil; uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 4. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr und Keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. ö loren, müßt zergehn die ganze 5. Meins Herzens Kron', mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis'; Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht 58 Jesuslieder. von mir, mein' höchste Zier. Hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach die— sem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. Georg Weißel, 1 1635. Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 586. 437 Wi ich meinen Jesum habe und an seiner Brust mich labe, fürcht ich keine Not und Pein; wer ihn liebet, wer ihn kennet, der weiß, wie sein Herze brennet, der kann niemals trau— rig sein. 2. Wo ich sitze, wo ich stehe, wo ich liege, wo ich gehe, weicht mein Jesus nicht von mir; er ist mir stets an der Seiten, will mich überall begleiten, ich bin seine Lust und Zier. 3. Er hat mich zur Braut erkoren; ehe ich sollt sein ver⸗ Welt. Ach, was sollt mich denn betrüben, da mich der so hoch thut lieben, der ja alles trägt und hält. 4. Er hat sich mit mir ver⸗ bleib du mein bunden; nichts, ach, gar nichts wird gefunden, das ihn von mir trennen thut. 5. Wend von mir nicht Er, mein Bräutgam und mein König, achtet sonsten alles wenig; ich bin ihm sein liebstes Gut. %0 W 43 Nuu, daß du der Zustan Ten Mausspre 2. Ach, WI Freuden aus shaft gehn! Hat und Liid waglich stehn Ernst Gottlieh Mel.: Seeler 39 R 43 Ruh, unter Leben derer, ihr Licht dazt 2. Leben, mich aus all hat geschmetk den zugedecket MWt hat gef 3. Glanz du bist vor loseruns ges Fleisch verser Zeit, Glanz 4. Große Sünd, Hil Kraft des g du wolbn zr sein Herze niemals trau⸗ ize, wo ich ——— ˙ ich En uit mir stets an nich überal n seine Lust ch zur Braut sollt sein ver⸗ jehn die ganze solt nich a nich der so der ja alles mit mit ver⸗ ich, gar nichts das ihn von t. Er, mein mein König, wenig; ich bstes Gut. Jesuslieder. 369 5. Darum fröhlich, immer durch das Lösegeld deines fröhlich, weil ich bin in Wi o Held. selig! Ich bin sein und er ist Höchste Majestät, König mein; singen, springen, jubi⸗ 10 Prophet, deinen Szepter lieren und in Jesu riumphie- will ich küssen, ich will sitzen ren soll nur mein Geschäfte sein. dir zu Füßen, wie Maria thät, Mel.: Ringe recht, wenn Gottes. 392. höchste Majestät. 43 8. Woan doch alle 6. Laß mich deinen Ruhm Seelen wüßten, als dein Eigentum durch des Jesu, daß du freundlich bist, Geistes Licht erkennen, stets in und der Hshnd wahrer Chri⸗ duer Liebe brennen als dein sten unaussprechlich selig ist. 5 allerschönster Ruhm. 2. Ach, wie würden sie mit Zeuch mich ganz in dich, Freuden aus der Weltgemein⸗ daß vor Liebe ich ganz zerrinne schaft gehn und bei deinem und zerschmelze und auf dich mein Blut und Leiden fest und unbe⸗Elend wälze, das stets drücket weglich stehn! mich; zeuch mich ganz in dich. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. 8. Deiner Sanftmut wlen * Seelenbräutigam. 434. deiner Demut Bild mir anlege, 439. We ist 920 wie inmichpräge, daß kein Zorn noch du, Jesu, süße Stolz sich rege; vor dir sonst Ruh, unter vielen auserkoren nichts gilt als dein eigen Bild. Leben derer, die verloren, und 9. Steure meinen Sinn, der ihr Licht dazu, Jesu, süße Ruh. zur Welt will hin, daß ich 2. Leben, das den Tod, nicht mög von dir wanken, mich aus aller Not zu erlösen, sondern bleiben in den Schran⸗ hat geschmecket, meine Schul- ken; sei du mein Gewinn, gieb den zugedecket und mich aus der mir deinen Sinn. Not hat geführt zu Gott. 10. Wecke mich recht auf, 3. Glanz der Herrlichkeit, daß ich meinen Lauf unver⸗ du bist vor der Zeit zum Er-rückt zu dir fortsetze und mich löser uns geschenket, und in unser nicht in seinem Netze Satan Fleisch versenket in der Füll der halte auf; fördre meinen Lauf. Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 11. Deines Geistes Trieb 4. Großer Siegesheld, Tod, in die Seele gieb, daß ich Sünd, Höll und Welt, alle wachen mög und beten, freudig Kraft des großen Drachen hast vor dein Antlitz treten; unge⸗ du woll'n zu Schanden machen färbte Lieb in die Seele gieb. 24 370 Jesus 12. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 13. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Flei⸗ sches Lüste hasse, gieb mir, höch— stes Gut, durch dein teures Blut. 14. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal beglei— ten und zur Herrlichkeit be⸗ reiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Joh. Anastasius Freylinghausen, 4 1739. Mel.: O Liebe, die den Himmel. 45. 10 Wé ie herrlich ists · ein Schäflein Christi werden und in der Hut des treusten Hirten stehn! Kein höhrer Stand ist auf der ganzen Erden, als unverrückt dem Lamme nachzugehn. Was alle Welt nicht geben kann, das trifft ein solches Schaf bei seinem Hirten an. 2. Hier findet es die an⸗ genehmsten Auen, hier wird ihm stets ein frischer Quell entdeckt; kein Auge kann die Gnade überschauen, die es all⸗ hier in reicher Menge schmeckt. Hier wird ein Leben mitge⸗ teilt, das voll Vergnügen ist und nie vorübereilt. slieder. 3. Wie läßt sichs da so froh und ruhig sterben, wenn hier das Schaf im Schaß des Hirten liegt. Es darf sich nicht vor Höll und Tod ent— färben, sein treuer Hirt hat Höll und Tod besiegt. Büßt gleich der Leib die Regung ein, so wird die Seele doch kein Raub des Mordes sein. 4. Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen, wenn gleich vor Zorn der ganze Abgrund schnaubt; es wird es ihm kein wilder Wolf ent⸗ wenden, weil der allmächtig ist, an den es glaubt; es kommt nicht um in Ewigkeit und wird im Todesthal von Furcht und Fall befreit. 5. Wer leben will und gute Tage sehen, der mache sich zu dieses Hirten Stab. Hier wird sein Fuß auf süßer Weide gehen, da ihm die Welt vor— hin nur Träber gab; hier wird nichts Gutes je vermißt, dieweil der Hirt ein Herr der Schätze Gottes ist. 6. Doch ist dies nur der Vorschmack größrer Freuden; es folget noch die lange Ewig— keit. Da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, wo der krystallne Strom das Wasser beut; da siehet man erst klar und frei, wie schön und aus⸗ erwählt ein Schäflein Christi sei. Joh. Jak. Rambach, 1 1735. Pahr be uund U nei Manna, kann ich 3. Geu Herz hine und Rubi ner Liebe, daß ich d auserwähl voll Lebe ist mir, s melsrose, mein Her hot V Mordes sein. Rtein leibt in hunden, wenn uder ganze t; es 00 lder Volf e der all 90 glaubt: m in Suhtel eit 1 sthal von Ul befreit. u will und gute mache sich zu ab. Hier wird süßer Weide die Welt vor⸗ her gab; hier tes je vermißt, rt ein Herr der st. dies nur der ößrer Freuden; die lange Ewig⸗ d das Lamm lich weiden, wo trom das Wasser t man erst klar schön und aus⸗ jflein Christi si. . Rambach, 1735. 441. Jesusl ieder. Eigene Melodie. r .. * Wie schön lLeuchtet de Morgen=stern voll Gnad und Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein Kö⸗ nig Wahrheit von dem Herrn, die sü⸗ 56 Wurzel Jesse. und mein Bräu⸗ti- gam hast mir mein Herz be— sessen. ———————— 22—.— P IIITTRTTT Lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich 8, 1.—.—.— — —— —8— ———. von Gaben, hoch und sehr Prächt er⸗ ha⸗ ben. 2. Ei, meine Perl, du werte Kron, wahr' und Marien Sohn, ein hoch— geborner König! Mein Herz heißt dich ein Lilium, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Ei, mein Blümlein, hosianna, himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du heller Jaspis und Rubin, die Flamme dei⸗ und erfreu mich, daß ich doch bleib an deinem ner Liebe, auserwählten Leib ein Glied voll Lebenstriebe. Nach dir ist mir, süß und holde Him— melsrose,“) krank, und glimmet mein 9 durch Liebe ver— wundet. 4) Ursprüngl.: gratiosa coeli rosa. Gottes 4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein: wenn du mit deinen Aeugelein mich freundlich thust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freund— lich in dein Arme, daß ich warme werd von Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Ar ich bin sein Braut, sehr hoch in ihm er— U Ea, eia! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 24* Bräutgam mein, in steter Liebe + wallen. bilieret, triumphieret, II dem Herren! Groß ist der ö König der Ehren. 442. Jesuslieder. V 6. Zwingt die Saiten in 4 Cythara und laßt die süße N Musika ganz freudenreich er— I schallen, daß ich möge mit Jesulein, dem wunderschönen Singet, springet, ju⸗ dankt Wie bin ich doch so Han froh, daß mein Schatz ist das A und O, der An⸗ fang und das Ende! Er wird mich auch zu seinem Preis auf⸗ nehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Hände. Amen, Amen! Komm, du schöne Freu— denkrone, bleib nicht lange; dei— ner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolai, 4 1608. Eigene Melodi Wie wohlist mir, o Freund der Eeh, wenn ich in deiner Ich stei⸗ ge aus der Schwermuts hoͤhlen und ei⸗le deinen V Liebe ruh! + 1— 8 8 ö Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns schwinden 18 74 1N E . — +. wenn mit so angenehmen Freuden die Liebe strahlt aus deiner 44 Brust; I —2 —.—— NAN—— hier ist mein Hummel schon auf Erden: Wer wollte nicht vergnüget rni.. 2. Die Welt mag Feindin heißen. ich trau ihr nicht, ö re———— N——— ö der in dir suchet Ruh und Lust. meine Seele, Es sei also; den ich erwähle, du wenn sie mein Freund, mir gleich will Lieb erweisen schaft weicht. bei einem freundlichen Gesicht. kann mich doch In dir vergnügt sich meine weil in den stärksten Unglücks— du bist mein Tli bleibst wenn Freund— Der Welt Haß nicht fällen, wver Hibbe nimmt 4. Fühys Freuzeswis lehne mich lest aus und labes mich. Ich derwegen, Neb und ich dich be wen du wil über Soni den führef in ich in deiner U 0 Dei⸗le deinen —— ahltaus deiner — ——— — Ber wollte ih und Lust. mein Freund, e, du bleibst venn Freund⸗ Her Welt Haß Rnicht füllen, sten Unglücks⸗ Lob- und Danklieder. 373 wellen mir deine Treu den An-⸗ 5. Der Tod mag andern ker reicht. düster scheinen; mir nicht, weil 3. Will mich des Mosis Seele, Herz und Mut in dir, Eifer drücken, blitzt auf mich der du verlässest keinen, o aller— des Gesetzes Weh, droht Straf liebstes Leben, ruht. Wen kann und Hölle meinem Rücken, so des Weges End erschrecken, steig ich gläubig in die Höh wenn er aus mördervollen und flieh in deiner Seite Hecken gelanget in die Sicher— Wunden; da hab ich schon heit? Mein Licht, so will ich den Ort gefunden, wo mich auch mit Freuden aus dieser kein Fluchstrahl treffen kann. finstern Wildnis scheiden zu Tritt Alles wider mich zu- deiner Ruh der Ewigkeit. sammen, du bist mein Heil, 6. Wie ist mir denn, o wer will verdammen 2 Die Freund der Seelen, so wohl, Liebe nimmt sich meiner an. wenn ich mich lehn auf dich! 4. Führst du mich in die Mich kann Welt, Not und Kreuzeswüsten, ich folg und Tod nicht quälen, weil du, lehne mich auf dich; du näh⸗ mein Gott, vergnügest mich. rest aus den Wolkenbrüsten Laß solche Ruh in dem Ge⸗ und labest aus dem Felsen müte, nach deiner unumschränk— mich. Ich traue deinen Wun-⸗ ten Güte des Himmels süßen derwegen, sie enden sich in Vorschmack sein. Weg, Welt, Lieb und Segen; genug, wenn mit allen Schmeicheleien! Nichts ich dich bei mir hab. Ich weiß, kann, als Jesus, mich erfreuen. wen du willst herrlich zieren und O reicher Trost: Mein Freund über Sonn' und Sterne führen, ist mein! den führest du zuvor hinab. Wolfg. Christ. Deßler, 4 1722. IV. Lob⸗, Dank-⸗ und Gebetslieder. 1. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder. Mel.: Unser Herrscher, unser König. 244. zu jeder Frist; dienet ihm, 443 Al Welt, was wer dienen kann, kommt mit 9. lebt und webet Lust und Freud heran! und im Feld und Häusern 2. Sprecht: Der Herr ist ist, was nur Stimm und unser Meister; er hat uns Zung erhebet, jauchze Gott aus nichts gemacht, er hat 374 unsre Leib und Geister an das Licht hervorgebracht; wir sind seiner Allmacht Ruhm, seine Schaf und Eigentum. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, geht durch seines Vorhofs Gang; lobet ihn mit Lob- und Danklieder. schönen Worten, saget ihm Lob, Preis und Dank! Denn der Herr ist jederzeit voller Gnad und Gütigkeit. 4. Gott des Himmels und der Erde, Vater, Sohn und Heilger Geist, daß dein Ruhm bei uns groß werde, Beistand selbst und Hilf uns leist; gieb uns Kräfte und Begier, dich zu preisen für und für. Joh. Frank, 4 1677. Mel.: Es ist das Heil uns. 337. 444 Bis hieher hat O mich Gott ge— bracht durch seine große Güte, bis hieher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Ge— müte, bis hieher hat er mich geleit', bis hieher hat er mich erfreut, bis hieher mir geholfen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank für die bis⸗ herge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewieden täglich neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir gethan, bis hieher mir geholfen. Hilf fernerweit mein treu— ster Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden; damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott; er hilft, wie er geholfen. Aemilia Juliana, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 4 1706. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 445. DI meine Seele, singe, wohl auf, und singe schön dem, welchem alle Dinge zum Dienst und Willen stehn! Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd. 2. Ihr Menschen, laßt euch lehren, es wird euch nützlich sein; laßt euch doch nicht be— thören die Welt mit ihrem Schein! Verlasse sich ja keiner auf Fürsten Macht und Gunst, weil sie wie unser einer, nichts sind, als nur ein Dunst. 3. Was Mensch ist, muß erblassen und sinken in den Tod; er muß den Geist aus⸗ lassen, selbst werden Erd und Kot. Allda ists dann ge— schehen mit seinem klugen Rat, und ist frei klar zu sehen, wie schwach sei Menschenthat. 4. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer sich dem anver— trauet, der hat das beste Teil, him mtl nd Ium ganzen ind was ei und wer Ge den schützt Speisen z 42— all und nir d ich 4* Duuc Chest mein G tt; Schuf Reh. „Gräfin stadt I don t, 1706. dit geben. 702. n Selle, nge, wohl schön Den, ge zum Denst Ich will + hier pr pr lisen will ihn o lang ich den, laßt euch euch n lützlich Hoch nicht 25 t nit ihrem e sich ja keiner ht und Gunst r emer, nichts Dunst isch ist, nuß inken in den en Geist aus⸗ rden Erd und 2 . arn ge⸗ klugen Rat uh. Wie scherthat , der einzig kobs Gott und 9 dem auver⸗ das beste Teil, Lob- und Danklieder. 375 das höchste Gut erlesen, den oft bei geringem Mahl, und schönsten Schatz geliebt; sein die da sind gefangen, die Herz und ganzes Wesen bleibt reißt er aus der Qual. 1— unbetrübt. 8. Er ist das Licht der Hier sind die starken Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, Kräfte, die unerschöpfte Macht; und die sich schwach befinden, die das weisen die Geschäfte, die stellt er aufgericht'; er liebet alle seine Hand gemacht, der Frommen und die ihm günstig Himmel und die Erde mit seind, die finden, wenn sie kom- ihrem ganzen Heer, der Fisch' men, an ihm den besten Freund. mnzählhe Herde im großen 9. Er ist der Fremden Hütte, 1156 Meer. die Waisen nimmt er an, en 5. Hier sind die treuen der Witwen Bitte, wird selbst Shun die niemand Unrecht ihr Trost und Mann; die— thun, all denen Gutes gönnen, die ihn hassen, bezahlet er mit die in der Treu beruhn. Gott Grimm, ihr Haus und wo sie hält sein Wort mit Freuden, saßen, das wirft er um und um. und was er spricht, geschicht, 10. Ach, ich bin viel zu und wer Gewalt muß leiden, wenig, zu rühmen seinen Ruhm; 35 schützt er im Gericht. der Herr allein ist König, ich eine Er weiß viel tausend welke Blum. Jedoch, weil ich ge⸗ Weise, zu retten aus dem höre gen Zion in sein Zelt, ist Tod. Er nährt und giebet billig, daß ich mehre sein Lob Speisen zur Zeit der Hungers-Wvor aller Welt. not; macht schöne rote Wangen Paulus Gerhard, 1676. 5 4—0. Mel.: Heut singt die liebe Christenheit. —1 ———— 5——— — 323 und siehen wie sie mir und dir sich ausge— schmück et haben. Lob- und 376 Danklieder. 2. Die Bäume stehen voller Güte des, der so überflüssig Laub, das Erdreich decket sei-labt und mit so manchem Gut nen Staub mit einem grünen. 5 das menschliche Gemüte. Kleide; Narzissen und die Tuli— pan, die ziehen sich viel schöner mag nicht ruhn, 53 an, als Salomonis Seide. Die Lerche schwingt sich 200 810 Luft, das Täublein fleucht aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall, Berg, Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glacke führt ihr Völklein aus, der Storch Dant und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der W Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Hoh ins tiefe Gras Lerncen 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schatten⸗ die Wiesen reichen Myrten; liegen hart dabei und klingen ganz von Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienen⸗— schar fleugt hin und her, sucht hier und da die edle Honigspeise; des süßen Wein⸗ stocks starker Saft bringt täg⸗ lich neue Stärk und Kraft in 457.9 schwachen Reise. Der Wei izen wächset mit Gewall, darüber jauchzet j jung und alt und rühmt die große gar stille selbsten kann und großen Großes großes T Thun erweckt mir alle Sinnen; 1 singe mit, wenn alles singt und lasse, was dem Höchsten klingt, aus 12ẽ9 23 Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt du uns so lieblich gehn auf dieser nten Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in 1H08 Garten sein, wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unver⸗ droßnem Mund und Stimm ihr Halleluja singen? 11. O wär ich da! O stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis' erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich 09 hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht schweigen; mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 8. Ich Gommer del I 8 Seele f bensfrü Olau 0 14. Geiste Rab m an guter B wull b belläb 60 1 Chor. Deingöttf überfli wuchm dlh 13. Hilf mir und segne liche Genin meinen Geist mit Segen, der kann und vom Himmel fleußt, daß ich des gß dir stetig blühe; gieb, daß der Tun ewart Sommer deiner Gnad in mei— ich sige mit ner Seele früh und spat viel t und lase, Glaubensfrücht erziehe. 1 klingt 14. Mach in mir deinem innen Geiste Raum, daß ich dir werd ich bist du ein guter Baum, und laß mich wohl bekleiben; verleihe, daß 447. Lob- und Danklieder. 377 zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. 15. Erwähle mich zum Pa— radeis und laß mich bis zur letzten Reis' an Leib und Seele grünen; so will ich dir und deiner Ehr allein, und sonsten keinem mehr, hier und dort ewig dienen. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. Welt durt I. Chor. I Chor. Hinmelel e. — 5e lose werden? he Lust, wel den Gott, 585 loben wir, Herr Eutt, u wir danken dir. 21— „ mohl in— en—..— ein, wie 11 E— 2—— on—. + en, da so viel 9———5 Vater in E⸗ wig⸗ke m mit unver⸗ und Stimm O igen? 5 da! Ostünd ißer Gott, vor d tlüge meine llt ich nach der 2 auch Cheuubm und n . 42 die Welt weit und breit. 24.— 2— und was dienet deiner Ehr, .,.. sin ugen immer mit hoher Stimm: höhen deines nit tausend*— Hei-lig ist un⸗-ser Gott! eichwohl will I. u. II. zusammen. ö Hei⸗ lig ist un⸗ser Gott! ch hier trage ch, auch nicht veigen; mein fort und fort m allem Ort neigen. Dein gött ich Rachtu. Herrlichkeit gehtüber Himmel u. Erde weit. ———— — —.— „—— —.—:... Lob- und Danklieder. EE 2.—.— E Der Heili-gen zwölf Boten Zahl und die lieben ir. all, ö ö die teuren Märtrer all-zu-mal loben dich, Herr, mit großem Schall. + Die ganze wer⸗te Christenheit rühmt dich auf Erden allezeit. ee— AWWWA.—.— ᷣ—— 1———.—.—.—— 4 WINN————————— ö Dih dott Vaterimhüchsen Thrun, deinen rechten undeinigen Sohn, A IAAN 6 e e x E. I. Den Heiligen Geist u. Tröster wert mitrechtem Dienst sie lobt und ehrt 44— 08 6 ö I 4—...———— V.... ö& V Du K Dung der Shren, Tesn Cheht, GontVatersewigerSohndubist S EI ö * Der r Jungf. Leib nicht hast verschmäht, zu'rlösen das menschlich Geschlecht; I VN du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht; I du sitzstzur Rechten Gottes gleich mit aller Ehr ins Vaters Reich; NA ein n Richter du zu⸗künf⸗tig bist al⸗les, das tot und lebend ist. 1f0 ——. 1 ö. A, n ienern dein, diemit dei'm teurnBluterlöset sein. IN. 1451— N E 1 Laß ui uns im m Himmel haben T Teil mit den Heiligen imewigen Heil. 4— ————————— +*— Wuenetdendnd IAL ,———— 4—— 2.——.2—.— Wartundpflegihr r' zu aller? Heit, und heb sie hoch in Ewigkeit. —— 555 IRRE l ——— ö 7 Tã iglich, Herr Gott, Wirlebendich, und ehrn dein Namen tetiglich. Behit un sei uns 0 eigunsd 148. Herr, meine sing und me luelle Lin ů Hule flet 3. Wa haben wi Erd, das von dir ah —31 melszelt he Wei sst es, mit Tau N 5. We Kält und uns macht es Most zu ä Sch den—Aezeit zeit. 18. — mmgenSohn, lelobtur udehrt. 0 Erbteil ist men stetiglich. Lob- und —+ Danklieder. 379 ————— 2—..— 2 Be⸗ hüt uns heut, o treuer Gott, vor aller Sünd und Missethat; sei uns gnädig in aller Not; Unn sei uns gnädig, o Herre Gott, —— Mel.: Lobt Gott, ihr Christen. 41. 448. J(ch singe dir mit VHerz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd. 4. Wer hat das schöne Him— melszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt? ** men. 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den goldnen werten, ed⸗ len Fried in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr ge— raten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und giebst uns, 1—8 uns hoch erfreut und dir zi Ehren reicht. 380 Lo b Du zählst, wie oft ein Chrise wein' und was seinsd Kummer sei; kein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 449. .—— Lobe den Hrrn den mächtigen Konig der Ehren, lie⸗ be⸗te Seele, OE meine 9e und Danklieder. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und er— nährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurück gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regi ment; nein, 280 er thut und läßt geschehn, d das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nicht darein; so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröh— lich sein. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie Rommet das ist mein W46„ trebrr, EE zu Hauf! Psalter u. Harfe wacht auf, lasset die Musikam hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein nicht bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? Lobe Sta Hein de der alls Submen al Denle d dabe muchtige ka Liebe begegn erg V Fürst vom Weibe um zu ihrg cchläge sind nun das Raub. We us helfen um Hilfe:⸗ 3. Sllit zu nennen Plob ist, ben sich und hofft Christ! X Bistand Rat und Ru dich i rämst di Nimm deine si hin ah.. W icht von get und er⸗ hen schweren er zurück och niemalz emem Regi⸗ er thut und nimmt ein so— ihn red i ihm n nicht du hier in Wewig fröh⸗ chardt. 4 1872 gardt, f 1676. Usikam hören! Herren, der nicht bereitet, eit verliehen, eitet. In wie t der gnädige gel gebreitet? Lob- und Danklieder. 381 4. Lobe den Herren, der 5. Lobe den Herren; was deinen Stand sichtbar gesegnet, in mir ist, lobe den Namen! der aus dem Himmel mit Alles, was Odem hat, lobe Strömen der Liebe geregnet. mit Abrahams Samen! Er Denke daran, was der All- ist dein Licht; Seele, vergiß mächtige kann, der dir mit es ja nicht. Lobende, schließe Liebe begegnet. mit Amen. Joach. Neander, 4 1680. 4 5 0. Eigene Melodie. — Lo⸗be den Herren, o mei-ne See⸗le, ich will ihn Wieil ich noch Stunden auf Er-den zäh⸗le, will ich lob⸗ .̃— e I—.—.— D lo-ben bis in Tod. sin=gen meinem Got ren Fnidnnr b 4...— I . Der Leib und Seel ge⸗geben hat, n—— 3.———— werde gepriesen früh und spat. Halle-⸗lu-ja, Halle-⸗lu⸗ja! 2. Fürsten sind Menschen, 4. Dieser hat Himmel, Meer vom Weibe geboren, und kehren und die Erden, und was darin— um zu ihrem Staub; chre An⸗ wen ist, gemacht; alles muß schläge sind auch verloren, wenn pünktlich erfüllet werden, was nun das Grab nimmt seinen er uns einmal zugedacht. Er Ian Weil denn kein Mensch ists, der Herrscher aller Welt, uns helfen kann, rufe man Golt welcher uns ewig Glauben um Hilfe an. Halleluja! halt Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der 5. Zeigen ich welche, die Un⸗ zu nennen, des Hilfe der Gott recht leiden, er ists, der ihnen Jakob ist, welcher vom Glau-WRecht verschafft. Hungrigen ben sich nichts läßt trennen will er zur Speis bescheiden, und hofft getrost auf Jesum was ihnen dient zur Lebenskraft. Christ! Wer diesen Herrn zum ů Die hart Gebundnen macht er 1 hat, findet am besten frei; unds seine 1—1 man⸗ Rat und That. Halleluja!:½2 cherlei. Halleluj . —.—.—.—..—...—. 382 Lob- und Danklieder. 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn. Wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist der Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja! 7. Aber der Gottesvergeß— nen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen abit u Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja!: 8. Rühmet ih Menschen den hohen Namen des, der so große Wunder thut. Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes lobt und preist Vater und Sohn und Heilgen Geist. Hallelujal:, Joh. Daniel Herrnschmidt, 4 1723. Mel.: Nun lob, mein Seel bt. 455. an lobt dich 45 1. M in der Stille, du hocherhabner Zionsgott! Des Rühmens ist die Fü 265 vor dir, du starker Zebaoth! Du bist doch, Herr, auf Erden 452. der Frommen Zuversicht; in Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht; drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm vermehren, so lang er lallen kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Israel! Sein Name sei gepriesen, der große Wunder thut, und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. Nun, das ist meine Freude, daß ich an ihm stets kleb und niemals von ihm scheide, so lang ich leb und schweb. 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich, Herr, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Joachim Neander, 4 1680. Eigene Melodie. 25 SSSIII Nun danket alle Gott mit Her zen Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und al-len En-den, in seiner“ und fort, Not elöset 3. Lob, I 53 — mit Sch sten Gut Überalleu 3. Den leibe an hült, und helfen ka Helfer st 4. De hoch bety Muts, Schuld alles Gi dersich: weden läß um si 8 0 ich an miemals von lang ich leb hast deinen rlich in der 6 als die „ hast du gar cht. Du has et; nun, wie Ach, bleibe will ich für ch des Heils sen weit und mein Gott, tin Evigkeit eander, 1 1680. ind Hän inden, len En⸗den, Lob⸗ und D Danklieder. 383 3 der uns von Mutterleib und Kindes-bei⸗nen an 1— —..—..—— un⸗ zählig viel zu gut 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei mn — und noch jetzund ge-than. Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich im hohen Himmels— throne, dem dreieinigen Gott, als es im Anfang war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 4 1649. Eigene Melodie. dem, dessen Lob der Engel Heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höch— sten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutter⸗— leibe an frisch und gesund er— hält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergiebt und thut uns alles Guts. sich selbst zum im Himmel stets vermeldt. 5. Er gebe uns ein fröh— lich Herz, erfrische Geist und Sinn, und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land, er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. —.... +—.———— — ——— —. ——.—..—.— Lob- und Danklieder. ——— 8. So lange dieses Leben Volk gemacht, zu Schafen, die ö währt, sei er stets unser Heil, er ist bereit zu führen stets und bleib auch, wenn wir von auf gute Weid. Mel.: Herr Gott, dich loben alle wir. 199. 454 Nun jauchzt dem mit lauter Stimm; lobsingt 54. N Herren alle und danket allesamt, Gott loben V Welt, kommt her, zu seinem das ist unser Amt. . 7 ö der Erd abscheiden, unser Teil. 4. Die ihr nun wollet bei ö 9. Er drücke, wenn das Herze ihm sein, kommt, geht zu sei⸗ l bricht, uns unsre Augen zu und nen Thoren ein mit Loben II zeig uns drauf sein Angesicht durch der Psalmen Klang, zu I dort in der ewgen Ruh. seinem Vorhof mit Gesang. MN Paulus Gerhardt, 41676. 5. Dankt unserm Gott, lob⸗ singet ihm, rühmt seinen Nam' Dienst euch stellt. Kommt mit 6. Er ist voll Güt und Frohlocken, säumet nicht, vor Freundlichkeit, voll Lieb und sein heiliges Angesicht. Treu zu jeder Zeit, sein Gnade V 1 2. Erkennet, daß Gott unser währet dort und hier und I Herr, der uns erschaffen ihm seine Wahrheit für und für. zur Ehr, und nicht wir selbst; 7. Gott Vater in dem höch— durch Gottes Gnad ein jeder sten Thron und Jesus Christ, +* Mensch sein Leben hat. sein einger Sohn, samt Gott 3. Er hat uns ferner wohl dem wertenô eilgen Geist sei bedacht und uns zu seinem nun und immerdar gepreist. David Denicke, 4 1680. Eigene Melodie. — —.————— 4 — * 2 Schaß, 2. Er hat Ien sein heil Geticht, daz Maßen; es barmung mi läßt er bal nicht nach u Gnad thut den Blͤden i Güt ist hoch dee fürchten Ost vom Zund dahin 0* 3. Wie 9 harmet übe derlein, so Armen, so fürchten rei arm Gemä 156. Sbafen, die führen siets uwollet bei geht zu sei⸗ 4 Loben ang, zu 1 Gesng. m Gott t, lob⸗ seinen Nm im; lobsingt t, Hotlahn nt. l Güt und ol Neb und it, sein Gnade nd hier und für und für. in dem höch⸗ Jesus hrs, n, samt Gott 10 Geist sei Dar geprei. Denicke, 4 1680. in mir ist den giß es nicht, o Lob⸗ und Danklieder. E Scer, mit reichem Trostbeschüttet, verjüngt demAdler gleich. 5——— SSSIIIII Der Köng schafft Recht, behütet, die leidn in seinem Reich. 2. Er hat uns wissen las⸗ sen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Er— barmung nicht. Sein Zorn läßt er bald fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold. Sein' wir sind nur Staub, gleichwie das Gras von Rechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewig— Güt ist hoch erhaben ob den', die fürchten ihn; Ost vom Abend, keit bei seiner liebn Gemeine, so fern der die steht in seiner Furcht be— — ö ist unsre reit, die seinen Bund behalten. Sünd dahin. Er herrscht im Himmelreich. 3. Wie sich ein Vat'r er⸗Ihr starken Engel, waltet barmet über sein' jungen Kin-Wseins Lobs und dient zugleich derlein, so thut der Herr uns dem großen Herrn zu Ehren Armen, so wir ihn kindlich und treibt sein heilges Wort. fürchten rein. Er kennt das Mein Seel soll auch vermehren arm Gemächte, Gott weiß, sein Lob an allem Ort. Joh. Poliander, 4 1547. 45 6. Eigene Melodie. .II. Nun nin alle Gottes Barmherzigkeit, l Wbühn unit Schale werteste Christenheit. Er läßt dich freundlich zu sich laden, 25 386 Lob- und Danklieder. freue dich, Israel, sei⸗ner Gnaden, freue dich, Israel, sei⸗ner Gnaden. 2. Der Herr regieret über 4. Er giebet Speise reich— die ganze Welt; was sich nur lich und überall, nach Vaters rühret, ihm auch zu Füßen Weise sättigt er allzumal; er fällt; viel tausend Engel um schaffet früh und späten Regen, ihn schweben; Psalter und füllet uns alle mit seinem Harfen ihm Ehre geben.„ Segen. 3. Wohlauf, ihr Heiden, 5. Drum preis und ehre lasset das Trauern sein; zu seine Barmherzigkeit, sein Lob grünen Weiden stellet euch wil⸗ vermehre, werteste Christen⸗ lig ein! Da läßt er uns sein heit! Uns soll hinfort kein Wort verkünden, machet uns Unfall schaden; freue dich, ledig von allen Sünden. Israel, seiner Gnaden! ½ + 1648. 4 12 7 Matth. Ap. v. Löwenstern, 1 V Eigene Melodie. 2. O daß doch meine Stim⸗ Gottes, meines Herren, Preis! me schallte bis dahin, wo die Mein Leib nnd Seele, schicke Sonne steht! O, daß mein dich und lobe Gott herzinniglich! Blut mit Jauchzen wallte, so 4. Ihr grünen Blätter in lang es noch im Laufe geht! den Wäldern, bewegt und regt Ach, wäre jeder Puls ein Dank euch doch mit mir! Ihr schwan— und jeder Odem ein Gesang. ken Gräschen in den Feldern, 3. Was schweigt ihr denn, ihr Blumen, laßt doch eure ihr meine Kräfte? Auf, auf, Zier zu Gottes Ruhm be— braucht allen euren Fleiß und lebet sein und stimmet lieb⸗ stehet munter im Geschäfte zu lich mit mir ein. Gehilfen ge Vermögen en Vunde alenthalben 6. Dir Vier mend und Leib. dester Berate Zewerteib, er ganzen Muhen hast 7. Mein geptiesen, mungsvolle Hilfreich hat durch Blut von aller feit zu dein 8. Auch und Ehre, tesgeist fü Lehre, die Lebens h Guts von wikket nur 9. Wer mit Segen o nicher mich auf du, o Her trägst mit unsäglich 10. V deine Ru Rebunden Rnaden. Speise 1 nach Vaters allzumal; er * Wagen, seinem es und ehre gleit, sein Lob este Christen⸗ hinfort kein freue dich naden!, wenstern, 1648. adfachen Mund, nHerzensgrund ttan mir gethan. Herren, Preis! d Seebe, schick ott herzinniglich! nen Blätter in bewegt und regt IVhrs ür! Ihr schwan⸗ in den Feldern, laßt doch eure tes Ruhm be⸗ d stimmet lieb⸗ ein. Lo b⸗- und 5. Ach, alles, alles, was ein eben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die gro— ßen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater unendlich Lob für Seel und Leib. Lob sei dir, mil— dester Berater, für allen edlen Zeitvertreib, den du mir in der ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, das dein hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausam⸗ keit 25 deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Chre, o heilig werter Got⸗ tesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Vor andern küß ich deine Rute, die du mir auf⸗ gebunden hast; wie viel thut erbar⸗ mungsvolles Herz sich mir so Danklieder. 387 sie mir doch zu gute und ist mir eine sanfte Last; sie macht mich fromm und zeugt dabei, daß ich von deinen Liebsten sei. 11. Ich hab es ja mein Lebetage 198 so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage durch dick und dünne hast geführt; denn in der gröf ßesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie jollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht 3 sein. Drum reiß ich mich jetzt aus 85 Höhle der schnöden Eitelkeiten los und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß. Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit gehört dir jetzt und allezeit. 14. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freu— denopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 15. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wenn ich 25² 388 Lob- und schön gleich den Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Joh. Mentzer, 1 1734. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. 458 Sei Baän und Ehr 20. dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Ge⸗ müte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt; gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Him⸗ melsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfersmacht, die alles also wohl bedacht; gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott er⸗ schaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich; gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: Ach Gott, erhör mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank in ich dir; ach danket, danket Danklieder. Gott mit mir; gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist nah und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zu— versicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her; gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Ueberfluß, der Schöpser selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh; gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein lebenlang, o Gott, von nun an ehren; man soll, o Gott, den Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz er— muntre sich; mein Geist und Leib, erfreue dich; gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr ChristiNamen nennt, gebt unserm Gott die Ehre; ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott; gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich 2. Wie fiͤder über aso hat al mich des Hö alsobald im mit mein Leben, dasi. Stunde trei 3. Sein zu teuer, ne mich hin, ewgen Feut Blut gewi lündter 2 doch mein er sich gl dene Tief Ales Din bt unserm sühen Rur m Volk bet ihre 3 1. Hell und utterhänden letig hin und ott d die Chre! und Hilf le alle Welt so hilft de Wpse selbs U ten nirgends unserm Gott ch all mein t, von nun sol, o Gott, wallen Orten zes Herz er⸗ n Geist und gebt unserm hristiRamen im Gott die ihr Gottes gebt unserm Die falschen Spott; der er Herr ist em Gott die t vor sein uchzenvollem et die gelobte ins fröhlich Lob- und Danklieder. singen: Gott hat es alles wohl gemacht; gebt unserm Gott bedacht und alles, alles recht die Ehre: Joh. Jac. Schütz, 4 1690. 45 9. Mel.: Lasset uns den Herren preisen. Vergl. 139. E——. 2i 35.—5 E 3——. Sollt ich meinem Gott nicht ingen? Sollt ich ihm nicht dank⸗ Dennich in al-len Dingen, wie so gut ers mit ů ——— E——— ee*+ — 3. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues ů— * ————.— 5 ·—— 27 Mles Duguähunsehn t, GottesLiebin Ewingkel 2. Wie ein Adler sein Ge⸗ 4. Seinen Geist, den edlen fieder über seine Jungen streckt, F Führer, giebt er mir in seinem also hat auch hin und wieder Wort, daß er werde mein Re⸗ mich des Höchsten Arm bedeckt, gierer durch die Welt zur alsobald im Mutterleibe, da er Himmelspfort, daß er mir mir mein Wesen gab und das mein Herz erfülle mit dem Leben, das ich hab und noch diese hellen Glaubenslicht, das des Stunde treibe. Alles Ding ꝛc. Todes Macht zerbricht und 3. Sein Sohn ist ihm nicht die Hölle selbst macht stille. zu teuer, nein er giebt ihn für Aulss Ding ꝛe. mich hin, daß er mich vom 5. Meiner Seelen Wohler— ewgen Feuer durch sein teures gehen hat er ja recht wohl Blut gewinn. O du unge- bedacht; will dem Leibe Not gründter Brunnen, wie wil zustehen, nimmt ers gleichfalls doch mein schwacher Geist, ob wohl in acht. Wenn mein er sich gleich hoch befleißt, Können, mein Vermögen nichts deine Tief ergründen können? vermag, nichts helfen kann, Alles Ding ꝛe. kommt mein Gott und hebt 390 Lob- und mir an sein Vermögen bei— zulegen. Alles Ding ꝛe. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält. Tier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding ꝛc. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein An— gesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding ꝛc. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan zuge⸗ führt, die mich doch mein Lebe— tage niemals noch bisher be— rührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten war gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding ꝛc. 9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bis— weilen Sünde thut und aus der Bahne weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will Danklieder. nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding ꝛc. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding ꝛe. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding ꝛe. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paulus Gerhardt, 1676 Mel.: Es ist das Heil uns ꝛc. 337. 46 KNenn ich, o 460. WSopfer deine Macht, Wege, die Liebe, die für alle die Weisheit deiner mein Fehlen mit der Rut und wacht, anbetend überlege; so mit Vorrat O Gott der lchkit, Richt son! Polken reic 4. Dich schen und! der Sand a ust auch de bringt meime Mich, ruftd Pracht, mi hat Gott g sem Schöp 5. Der den deine K bekeilet; der den sein V fennen, leit Schöpfung st sich ein von deiner ich fürwahr icht aus dem stenkreuz h hat muß l lich der Winter t der shür o wird auch sers Kuarten les Ding u. uweder Ziel Gottes Liebe hLich meine ter, als dein t mir Gnade aller meiner gen Tag und inem ganzen h nach dieser in Evigkeit hardt, 4 1676 il uns. 337. nich, o chöpfer, deine LSheit deiner die für alle überlege; so Lob- und D weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich er— heben soll, mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wo— hin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne. 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr— lichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnen⸗ schein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt un⸗ serm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereilet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu er⸗ kennen, leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. anklieder. 391 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn, und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz. 3.627. 461. W'i groß ist des Allmächtgen Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? Der mit ver⸗ härtetem Gemüte den Dank erstickt, T der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nicht vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunder— bar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Lob⸗ und Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren, und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, ich soll voll⸗ kommen sein, wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 102. 462 Wehnit soll ich dich wohl lo— Danklieder. ben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Lie— beszeichen. Tausend, tausend— mal sei dir, großer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wun— dermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend ꝛe. 3. Denk ich nur der Sün⸗ denmassen, drauf ich häufte Schuld mit Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen, vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getra— gen mit Erbarmen. Tausend ꝛc 4. Ach ja, wenn ich über— lege, mit was Lieb und Gü⸗ tigkeit du durch so viel Wun— derwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tausend ꝛc. 5. Du, Herr, bist mir nach— gelaufen, mich zu reißen aus der Glut; denn da mit der Sünder Haufen ich nur suchte irdisch Gut, hießest du auf dies mich achten, wonach man zuerst soll trachten. Tausend ꝛe. 6. O, wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß dahten den flichn, zum Haben 27085, und Wahth Angesicht vor in K keit, Grith deinen We Allnacht zu geringe loch zu vi tausend W. auch zl 5 9. Bald mit Leider mein Gott Herze zu b ergeben dir Verlangen Willen hat 10. Wi Ind giebet nitzlich ist auch gelieb zu jeder d ner angen 403. möcht assen, vor. d.o mitdu, en hast getra⸗ Tausend ꝛ n ich über⸗ ieb und Gü⸗ o viel Wun⸗ geführt die . ich kein ch den Grund Dusendrr. pist mir nach⸗ reißen aus da mit der ch nur suchte zest du auf wonach man Tausend ꝛr. st du meine t zu dir zu Lob- und Danklieder. 393 ziehn, daß ich aus der Sün⸗ denhöhle möchte zu den Wun⸗ den fliehn, zum Leben laben! Tausend ꝛc. und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst her— vor in Klarheit, in Gerechtig— keit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend ꝛe. 8. Wie du setzest jedem Dinge Zeit, Zahl, Maß, Ge— wicht und Ziel, damit keinem zu geringe möcht geschehen, noch zu viel, so hab ich in tausend Weisen deine Weisheit auch zu preisen. Tausend ꝛe. 9. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich? ganz zu noch eingeladen. ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Preis, Lob und Dank, daß es 10. Wie ein Vater nimmt und giebet,—.—— Kindern ner doch durch Jesu Leiten Willen hangen. Tausend ꝛe. nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist und dich mei— da will ner angenommen, wenns auch 463. die mich ausge⸗ söhnet haben und mit Kraft gleich aufs Höchste kommen. Tausend ꝛc. 11. Mich hast du auf Adlers Flügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf 7. Ja, Herr, lauter Gnad den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zer— rinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend ꝛc. 12. Fielen Tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehn— mal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel star— kes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich je dennoch bin entgangen. Tausend ꝛc. 13. Vater, du hast mir er⸗ zeiget lauter Gnad und Gütig— keit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freund— lichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets Tausend ꝛe. 14. Tausendmal sei dir ge— sungen, Herr, mein Gott, mir bisher gelungen! Ach, laß meines Lebens Gang fer— nur in die Ewigkeiten; ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir! Ludwig Andreas Gotter, 4 1735. Eigene Melodie. — 6—— 5856673 76555—— ——————— Wunder⸗ Waee König, Herrscher von uns allen, laß dir Dei⸗ne Vater-gü⸗te hast du las-sen triefen, ob wir Gebetslieder. un⸗ser Lob ge-fallen! schen von dir weg⸗liefen. Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die Zungen singen, laß die Stimmen klingen! 2. Himmel, lobe prächtig Wirf dich in den Staub da— deines Sch höpfers Stärke, mehr nieder. Er ist Gott Zebaoth! als aller Menschen Werke. Er nur ist zu loben hier und Großes Licht der Sonne, sende ewig droben. deine Strahlen, die das große 4. Halleluja bringe, wer Rund bemalen. Lobet gern, den Herren kennet, wer den Mond und Stern, seid bereit. Herren Jesum liebet; Halle⸗ zu ehren einen 4. Herren. luja singe, wer da Christum 3. O du meine Seele, singe nennet, sich von Herzen ihm fröhlich, singe, singe deine ergiebet. O wohl dir! Glaube Glaubenslieder! Was da Odem mir, endlich wirst du droben holet, jauchze, preise, klinge! ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 4 1680. 2. Gebetslieder. 464. Eigene Melodie. — e.——.— .—. Ach Gott, verlaß mich nicht, gieb mir die Gnaden-hände; —9 füh⸗re mich, dein Kind, daß ich den Lauf Wlende zu meiner Seligkeit. Sei du mein Lebens licht, mein in Slab, 0 . mein Hort, mein Schutz; ach Gott, verlaß mich nicht! mich in Wenn nich und meine weiche nich Gott, verle I. Ach nicht, ach wahn ach mit reichen Witk l Werke meit was dir gef laß mich! 5. Ach licht, ich 0 mir, — lauben, g shed Angesicht. ind Tod; nich nicht Wel: Et N 405. heilgen O gieße sich — — —————9—8—— ———— —— igen! Su. Hel baath unge, wer 79 0 den Hall⸗ 0 hristum Herzen ihm tl Glaube du droben ben. nder, 1 1680 n⸗hände; ollende 2. Ach Gott, verlaß nicht, regiere du mein Wallen; ach, laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen. Gieb mir den guten Geist, gieb Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzens— grunde, ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde. Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, ach 0 dich doch be⸗ wegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun was dir gefällt; ach Gott, ver— laß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 4 1721. Mel.: Straf mich nicht in. 325. MNMetgemeinde, heilge 465 B dich mit dem heilgen Oele, Jesu Geist er⸗ gieße sich dir in Herz und Gebetslieder. 395 Seele. Laß den Mund alle Flehen heilig übergehen. 2. Heilige den heilgen Brand, deines Geists Verlan— gen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen. Heilger Rauch sei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausge— schüttet; und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 4. Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, sei⸗ nes Zwecks nicht fehlen; was wirds thun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Klei— nen, Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht ein Gebet aus von ihnen allen, wie muß das er— schallen! 6. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht, so in Freud, als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde! II Gebetslieder. 7. O so betet alle drauf, eignes Feu'r lasset weit von betet immer wieder! Heilge dannen von der heilgen Pfannen. Hände hebet auf, heilget eure 10. Das Gebet hat Christi Glieder! Heiliget das Gebet, Gunst, wo man ernstlich übet; das zu Gott sich schwinget, und das ist der Heilgen Kunst: betet, daß es dringet! beten, wie ers liebet, daß ge⸗ 8. Betet, daß die letzte Zeit scheh je und je, wie ers vor— vollends übergehe, daß man genommen, auf sein endlich Christi Herrlichkeit offenbaret Kommen. sehe; stimmet ein insgemein 11. Dies Verlangen muß mit der Engel Sehnen nach vorher in der Seele glimmen, dem Tag, dem schönen! so macht aus den Bitten er 9. Eure Bitten, die ihr Donner, Blitz und Stimmen; thut zu Gott von der Erden, die ergehn und geschehn, daß sollen eine heilge Glut des die Feinde beben und Gott Altares werden. Aber eu'r Ehre geben. Christoph Carl Ludwig v. Pfeil, 4 1764. 4 6 6. Eigene Melodie. ‚‚.....— ——— Dir, dir, Je-ho-va, will ich singen; denn wo it doch ein Dir will ich meine Lie-der bringen; ach, gieb mir dei⸗nes 18 1——.————— —e.— sol⸗ 08. Gott wie du? Geistes Kraft da⸗zu daß ich es thu im Namen Jesu Christ, ᷓN+ X — so wie es 9 durch ihn ge-fällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu und dir darob im Herzen sing dem Sohne, damit dein Sohn und spiel. mich wieder zieh zu dir. Dein 3. Verleih mir, Höchster, Geist in meinem Herzen wohne solche Güte, so wird gewiß und meine Sinnen und Ver: mein Singen recht gethan, so stand regier, daß ich den Frie-(klingt es schön in meinem den Gottes schmeck und fühl Liede, und ich bet dich im Geist Geist, 1.daßi 1 0 I ch, Abb U, 0 Wenn Herzen sch Helgen Crièb, ⁰0 herz und Rgen nich daß mirs sahen kann, 96 Wille 3. Was bitten deinem Wi wird gewi weil es Sohns gese ich dein K und nehme Gnade hin 7. Voh Zugnis h voller Tr und weiß, die ich vor zit, die üÜberschwer verstehe, b ö le it doch ein mir dei⸗nes Herzen sing , Höchste wird gewiß t gethan, so in meinem dich im Geist Gebetslieder. 397 und Wahrheit an, so hebt 8. Wohl mir, ich bitt in dein Geist mein Herz zu dir Jesu Namen, der mich zu empor, daß ich dir Psalmen deiner Rechten selbst vertritt. sing im höhern Chor. In ihm ist alles Ja und Amen, 4. Denn der kann mich bei was ich von dir im Geist und dir vertreten mit Seufzern, Glauben bitt. Wohl mir, Lob die ganz unaussprechlich sind, dir jetzt und in Ewigkeit, daß der lehret mich recht gläubig du mir schenkest solche Seligkeit. beten, giebt Zeugnis meinem Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Geist, daß ich dein Kind und ein Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. Miterbe Jesu Christi sei, daher u gehest in den ich, Abba, lieber Vater, schrei. 467.— Grten beten, 5. Wenn dies aus meinem mein treuster Jesu, nimm mich Herzen schallet durch deines mit; laß mich an deine Seite Heilgen Geistes Kraft und treten, ich weiche von dir kei— Trieb, so bricht dein Vater-nen Schritt. Ich will an dir, herz und wallet ganz brünstig mein Lehrer, sehn, wie auch gegen mich vor heißer Lieb, mein Beten soll geschehn. daß mirs die Bitte nicht ver“ 2. Du gehst mit Zittern, sagen kann, die ich nach dei— Zagen, Klagen und bist bis nem Willen hab gethan. in den Tod betrübt. Ach, 6. Was mich dein Geist dies soll mir ans Herze schla— selbst bitten lehret, das ist nach gen, daß mir die Sünde so deinem Willen eingericht und beliebt; drum willst du, daß wird gewiß von dir erhöret, ein Herz voll Reu mein An⸗ weil es im Namen deines fang zum Gebete sei. Sohns geschicht, durch welchen 3. Du reißest dich von allen ich dein Kind und Erbe bin Leuten, du suchst die stille und nehme von dir Gnad um Einsamkeit; so muß auch ich Gnade hin. mich wohl bereiten und fliehen, 7. Wohl mir, daß ich dies was mein Herz zerstreut. Zeugnis habe. Drum bin ich Zeuch mich von aller Welt voller Trost und Freudigkeit,‚ allein, daß nur wir zwei bei— und weiß, daß alle gute Gabe, sammen sein. die ich von dir verlanget jeder“ 4. Du kniest und wirfst dich zeit, die giebst du und thust hin zur Erden, fällst nieder überschwenglich mehr, als ich auf dein Angesicht; so muß verstehe, bitte und begehr. die Demut sich geberden, drum IAI 398 bläh ich Staub und Asch mich nicht. mich mit dir als wie das ärmste Würmlein hier. 5. Du betest zu dem lieben Vater, rufst Abba! Abba! wie ein Kind; dein Vater ist auch mein Berater, sein Va— terherz ist treu gesinnt. Ich halte mich getrost an dich und rufe: Abba, höre mich! 6. Du greifst voll Zuver⸗— sicht und Liebe dem Vater tief ins weiche Herz und schreist aus tiefstem Herzens⸗ triebe:„Mein, mein, mein Abba!“ himmelwärts. Ach, Glaub und Liebe sind mir not, sonst ist mein Beten kalt und tot. Ich lieg und schmiege Gebetslieder Gott hilft nicht stets aufs erste Mal; drauf wein und schrei ich ohne Zahl. 9. Dein Wille senkt sich in den Willen des allerbesten Vaters ein; darein muß ich mich auch verhüllen, dafern ich will erhöret sein. Drum bet ich in Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 10. Obgleich die Jünger dein vergessen,‚ gedenkst du doch getreu an sie; und da dich alle Martern pressen, sorgst du für sie mit höchster Müh. Mein Beten bleibet ohne Frucht, wenn es des Nächsien 7. Wie kläglich trägst du Sieg, Leben, Herrlichkeit. Da— zürnten Vater für! Du klopfst mit hast du auf mich gesehen, deinen Jammer dem höchster— mit einem um Rettung an die Gnaden⸗ thür. mich nur quält, alles, was mir fehlt. 8. Geduldigs Lamm, wie hältst du stille und im Gebete dreimal an. für mich dein Wille, soll thun, 468. daß ich wie du gethan. Heil nicht sucht. 11. Nun du erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, starken Hammer daß ich zur angenehmen Zeit auf ernstlich Beten freudevoll So klag ich auch, was und bitt um den gleichen Segen ernten soll. 12. Mein Jesu, hilf mir stets so beten, wie dein Exempel Dabei ist auch mich es lehrt; so kann ich frei zum Vater treten und werde von ihm stets erhört, so bet ich mich zum Himmel ein und will dir ewig dankbar sein. Jos. Konr. Klemm, 1 1763. Eigene Melodie. SSSS Gedenke mein, ach Vater, der du schon an mich gedacht, Gedenke mein, o Je-su, Gottes Sohn, der du mich hast dieses spi der an siehe du drein ged 3. Gede von Evigk. meinem ga mein Een ich will Leid 1 als einig mein!“ 4. Gede Dg anbri Schlaf an stehe, sof mein helle Nachts a gehe; und meinem mein! 5. Ged mich bes mein, do Sünden; derselben rlangest auf rost, Kraft, lichkeit Da⸗ nich geshen, nehmen Zeit en freudevoll m ernten soll. su, hilf mir dein Eyempel so kann ich treten und stets erhört, Himmel ein dankbar sein. tlemm, f 1763. mich gedacht, du mich hast Gebetslieder. ,, e ——.—5——1——— als ich noch nicht ge⸗bo-⸗ren.. 7 ö 2 vor vie⸗len aus-er⸗ko⸗ren. Ach, Heilger Geist, in —————.— —.—— — WꝗCꝗHꝗWIW.‚i‚‚i‚‚‚RTcr‚‚‚‚‚‚.———————— 0————— deinem Gnadenschein 2. Gedenke mein, ach Gott, wollst du mich Vergebung lassen vergiß mein nicht, wenn andere finden und mir die Schuld und minnr dieses spricht: Wo ist dein Gott, 6. Gedenke mein, wenn ich der an dich denken sollen? so in Zuversicht vor deinen Thron siehe du, o Vater, gnädig in tiefster Demut trete, und drein; gedenke mein! weil mein Herz in großer Uchternt hn du Gott Angst I 1—90 len von Ewigkeit, gedenke mein in wenn ich im Glauben bete, meinem ganzen Leben; gedenke und höre bald mein Aechzen, 9080 10 uch 200— ninnn. 1—1 und Schrein; gedenke ich will mich dir in Lieb und mein! Leid ergeben; ich bitte nichts, 7. Gedenke mein, wie du als einig und allein: Gedenke versprochen hast; gedenke mein mein!* in allen meinen Thaten; ge— 4. Gedenke mein, sobald der denke mein in meiner Tages⸗ ge⸗ den⸗ke mein! Tag anbricht, wenn ich vom Schlaf am Morgen früh auf— stehe, so führe mich, und sei mein helles Licht, bis ich des Nachts auch wieder schlafen gehe; und schlaf ich dann auf meinem Lager ein, gedenke mein! 5. Gedenke mein, wenn ich mich bessern will, gedenke mein, doch nicht an meine Sünden; ich weiß es wohl, derselben sind sehr viel, noch last; gedenke mein und hilf das Beste raten; zum guten Thun sprich: Ja, zum bösen: Nein. Gedenke mein! 8. Gedenke mein, gieb mir vom Himmel Brot und schlag den Fels, damit das Wasser fließe, und gieb, daß ich in meiner Hungersnot die Gna⸗ denkost mit frohem Dank ge— nieße; erfülle mich und stärke Mark und Bein. Gedenke mein! 9. Gedenke mein, wenn sich 400 Gebetslieder. der Feinde Macht erheben will noch sagen kann: Du kannst von Süd, Nord, Ost und mich nicht in die Verdammnis Westen, so denke mein und stürzen; denn Christi Blut nimm mich wohl in acht; ge⸗ macht mich von Sünden rein. denke mein, getreuer Gott, im Gedenke mein! Besten. Ich bin für mich viel. 14. Gedenke mein! Wenn es zu gering und klein; drum zum Sterben geht, dann stehe denke mein! mir mit Rat und Trost zur 10. Gedenke mein, weil du Seiten, und höre, was mein mein Schutzherr bist. Gedenke letzter Seufzer fleht, wenn Leib mein und gieb mir gute Freunde, und Seel sich von einander schei⸗ und wenn mir gleich die Welt den. O laß den Tod nur sanft zuwider ist, gieb mich nur nicht und selig sein. Gedenke mein! dem Willen meiner Feinde; 15. Gedenke mein! Wenn ich traue dir, du werdest sie du nach dieser Zeit die Hände zerstreun. Gedenke mein! wirst zu meinem Grabe strecken, 11. Gedenke mein, wenn und in des Himmels Pracht Kreuz und Jammer drückt, ge⸗ und Herrlichkeit des Menschen denke mein in Trübsal, Angst Leib zum Leben auferwecken, und Leiden, und weil du mir so sprich: Komm, komm, Ge— dies alles zugeschickt, so setze segneter, herein. Gedenke mein! mich auch wiederum in Freu⸗ den. Erleichtre mir den schwe— Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 564. ren Kummerstein. Gedenke 469 Hiff uns Herr, in mein! allen Dingen, 12. Gedenke mein, wenn daß wir unser Amt und Werk ich auch seufzen muß, ich leide wohl anfangen und vollbringen Not und überhäufte Schmer- gieb uns Weisheit, Kraft und zen, ich liege da in Krankheit Stärk! Ohne deine Hilf und und Verdruß, ach, nimm die Gunst ist all unser Werk um⸗ Last von dem beschwerten sonst; hilf uns, Herr, in allen Herzen und reiche mir im Nacht- Dingen, und laß alles wohl mahl Brot und Wein. Gedenke gelingen. mein! 2. Hilf uns, Herr, an allen 13. Gedenke mein, kommts Orten, wo wir dein bedürftig endlich gar daran, daß Satan sein, brich der Höllen Macht mir das Leben wird verkür- und Pforten und gieb deinem zen; gieb, daß ich nur zu ihm Häufelein, deiner armen Chri— serheit,Li Hif. Nöten,“ fahr, laß tbten; min wahr, daß Verdruß. nen muß. 4. Hilftu Leden in not, laß! Freuden, bittern L0. Paadeis, zum Preis 5. Hilf ten Zügen, Zuversich, obsiegen werden mil deine Han und Beiste vollbrachter Dank dir e Mel.: Wer u 170. Pforte mit hammer an deine Wor wird euch a mir die( Fesus klop 2. Wer selber hab dir den U wenn Leib nan Ider cchei⸗ od nurf sanft edenke mein! ein! Wenn it d d dine rabe strecken, mels Pracht es Menschen auferwecken, komm, Ge⸗ Kedenke mein! ein Gemüte. 564. 6 Herr, in llen Dingen, int und Werl vollbringen it, Kraft und ne Hilf und er Werk um⸗ err, in allen alles wohl ert, an allen ein bedürftig öllen Macht gieb deinem armen Chri⸗ Gebet stenheit, Liebe, Fried und Einig— keit. Hilf uns Herr ꝛc. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, aller Trübsal und Ge— fahr, laß uns keine Drangsal töten; nimm doch unser also wahr, daß Kreuz, Elend und Verdruß uns zum Besten die— nen 4. Hilf uns, Herr ꝛc. 4. Hilf uns, Herr, aus allen Leiden in der letzten Todes— not, laß uns fahren hin in Freuden, und durch deinen bittern Tod kommen in das Paradeis, uns zur Freude, dir zun Preis. Hilf uns, Herr ꝛc. 5. Hilf uns, Herr, in letz⸗ ten Züͤgen, hilf nach unsrer Zuversicht, laß uns ritterlich obsiegen und Su schanden werden nicht. O Herr Jesu, deine Hand list uns Hilfe und Beistand, daß wir nach vollbrachtem Ringen Lob und Dank dir ewig singen. Martin Rinkart, 4 1649. Mel.: Wer uur den lieben Gott. 595. 4 7 0. Mapfan dene Pforte mit meinem Seufzer⸗ hammer an; ich halte mich an deine Worte: Klopft an, so wird euch aufgethan! Ach, öffne mir die Jesus Wai selbst mit mir. 2. Wer kann was von sich selber haben, das nicht von dir den Ursprung hat? Du Slieder. Gnadenthür; mein d 401 bist der Geber aller Gaben, bei dir ist immer Rat und That; du bist der Brunn, der immer quillt; du bist das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm 938 auch mit meinem Beten, das voller Herz und Glauben ist; der mich vor dich hat heißen treten, ist mein Erlöser Jesus Christ, und der in mir das Abba schreit, ist ja dein Geist der Freudigkeit. 4. Gieb, Vater, deinem Willen, Kind, bedürftig bin; du kannst mir meinen Hunger stillen, in dir muß aller Segen blühn; doch gieb, du Geber, allermeist, vas meiner Seelen selig heißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, laß meine Liebe brünstig sein, und will der Satan drüber schnauben, so halte der Versuchung ein, da⸗ mit mein armes F leisch und Blut dem Feinde nichts zu Willen thut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut, und laß mich meine Sünden büßen noch hier in dieser Gnadenzeit; durchstreich die Schuld mit Jesu Blut und mach das Böse wie— der gut. 7. Ums Kreuze darf ich wohl nicht bitten, daß es mich 26 gieb nach wes ich, dein 402 Gebets gar verschonen soll; hat doch mein Jesus auch gelitten, und also leid ich billig wohl. Doch wird Geduld sehr nötig sein; die wollest du mir, Herr, ver— leihn. 8. Das Andre wird sich alles fügen, ich sei bei dir arm oder reich; an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und Unglück gleich, und kommt mirs nicht mit Scheffeln ein, so wird auch gnug im Löffel sein. 9. Ich bitte nicht um lan⸗ ges Leben, nur daß ich christ⸗ lich leben mag, laß mir den Tod vor Augen schweben und meinen letzten Sterbetag, da— mit mein Ausgang aus der Welt den Eingang in den Him⸗ mel hält. 10. Wie wohl, was will trösten pflegt das, was sich dir ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß. Du wirst auch alles mir ge⸗ denn Jesus macht den süßen Schluß: Ich soll in seinem Namen schrein, so wird währen; es Ja und Amen sein. Benj. Schmolck, 1 1737. Mel.: Wenn wir in höchsten. 617. Nach dir, o Herr, 47 1„ üch lieder. 2. Der wird zu Schanden, der dich schändt und sein Ge— müte von dir wendt; der aber, der sich dir ergiebt und dich recht liebt, bleibt unbetrübt. 3. Herr, nimm dich meiner Seele an und führe sie die rechte Bahn; laß deine Wahr⸗ heit leuchten mir im Steige, der uns bringt zu dir. 4. Denn du bist ja mein einges Licht, sonst weiß ich keinen Helfer nicht. Ich harre dein bei Tag und Nacht; was ist, das dich so säumend macht? 5. Ach, wende, Herr, dein Augen ab von dem, was ich gesündigt hab. Was denkst du an den Sündenlauf, den ich geführt von Jugend auf? 6. Gedenk, o meines Lebens Hort, an deine Güt und süßes Wort, damit dein Herz zu zu Füßen legt. 7. Der Herr ist fromm und herzlich gut dem, der sich prüft und Buße thut. Wer seinen Bund und Zeugniß hält, der wird erhalten, wenn er fällt. 8. Ein Herz, das Gott von Herzen scheut, das wird in seinem Leid erfreut, und wenn die Not am höchsten steht, so du bist mein Gott, ich hoff wird sein Kreuz zur Wonn auf dich; ich hoff und bin der Zuversicht, du werdest mich wohl bekannt, mein Geist, der beschämen nicht. erhöht. 9. Nun, Herr, ich bin dir doch, wie d dein Aug ruhn. 12. Went so wende l Aug und A ner Antwor meinem Bet 13. Die bist mein F lich und vo der Mensche 2. Gieb Fleiß, was Schanden sein Ge. der aber, und dich boril meiner 2 sie die me Vah hr⸗ n Stei dir. 30 ja mein weiß ich Ich harre acht; was nd macht? Herr, dein was ich denkst du , den ich dauf? nes Lebens t und süßes Heuz zu was sich dir fromm und er sich prüft Wer seinen hält, der er fällt. 5 Gott von wird in und wenn en steht, so zur Wonn ich hin du u Geist, der schwebt in deiner Hand; du siehst, wie meine Seele thränt und sich nach deiner Hilfe sehnt. 10. Die Angst, so in mein Herz mir dringt und daraus so viel Seufzer zwingt, ist groß; du aber bist der Mann, dem nichts zu groß entstehen kann. 11. Drum sieht mein Auge stets nach dir und trägt dir mein Begehren für. Ach, laß ehrt und lieber duldet, als doch, wie du pflegst zu thun, dein Aug auf meinen Augen ruhn. 12. Wenn ich dein b'darf, so wende nicht von mir dein Aug und Angesicht; laß dei⸗ ner Antwort Gegenschein mit 2. Beten stimmen ein. Die Welt ist falsch, du bit Mein Freund, ders treu⸗ lich und von Herzen meint; der Menschen Gunst steht nur 472. Gebets neben mir; lieder. 403 im Mund, du aber liebst von Herzensgrund. 14. Zerreiß das Netz, heb auf die Strick und brich des Feindes List und Tück; und wenn mein Unglück ist vorbei, so gieb, daß ich auch dankbar sei. 15. Laß mich in deiner Furcht bestehn, fein schlecht und recht stets einhergehn; gieb mir die Einfalt, die dich beschwert. 16. Regier und führe mich zu dir, auch andre Christen nimm, was dir mißfällt, von uns hin, gieb neue Herzen neuen Sinn. 17. Wasch ab all unsern Sündenkot, erlös aus aller Angst und Not und führ uns bald mit Gnaden ein zum ewgen Fried- und Freudenschein. Paulus Gerhardt, 1676 Eigene Melodie. —— 05 —..—.— O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts it, was ist, von dem wir alles haben, 22 4 ge⸗ sun⸗d den Leib— mir, und—— in—.— Leib ein un⸗ver⸗ leb⸗te Seil 320 rein Gewissen bleib 2. Gieb, daß ich thu mit bühret, wozu mich dein Be— Fleiß, was mir zu thun ge— fehl in meinem Stande führet. 26 —404 Gebets Gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützlich Wort aus mei— nem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn Ver⸗ druß. 4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gieb einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind, und wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft le— ben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben, an Reichtum, Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts un⸗ termenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gieb Geduld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abschei⸗ lieder. den. Die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden. Dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön ver⸗ klärt zum auserwählten Hauf. Joh. Heermann, 1 1647. Mel.: Ach Gott, vom Himmel. 210 7— Vater, unser 4 0 3. ů 8 5 SGott, es sst unmöglich auszugründen, wie du recht anzurufen bist, Ver⸗ nunft kanns gar nicht finden deshalben gieß, wie du ver heißt, selbst über uns aus dei⸗ nen Geist der Gnad und des Gebetes. 2. Daß er mit Seufzern kräftiglich mög uns bei dir vertreten, so oft wir kommen, Herr, vor dich, zu danken und zu beten; laß nicht nur beten unsern Mund, hilf, daß zu dir aus Herzensgrund, o großer Gatt, wir rufen. 3. Zeuch unser Herz zu dir hinauf im Beten und im Sin gen und thu uns auch die Lippen auf, ein Opfer dir zu bringen, das dir gefalle, wenn allda das Herz ist mit den Lppen 90 otfernet. 162 Im O laß 3u dir d ner richten; für und für len, Dichten. Glaubens 3⁰ wir bitten, yn Christum zu 5. Gieb, noch Maß i schreiben, Ar lerlaß; bei bleiben, was deine Ehr und mehr und m und ewig. 6. Laß ul Gemüt aus bauen; laß ßen Güt un vertrauen; nicht würdiz du aus Gna uUns gebricht sind im Lebe verborgen nit wir schweber flehen wir die herze uns ni deine Kinder 8. Wir éh digkeit in J gen; der G bereit, die 5 im zu dit den. Den Höͤnn bei Mab, auf an ihrer Loten wirst ken, so thu iu meinem Laß hören leimen Leib ischön ver⸗ uen Hauf ann, 4 1647. dimmel. 210 ater, unser tt, es ist inden, wie bist, Ver⸗ icht finden: ie du ver⸗ ins aus dei⸗ d und des t Seufzern ns bei dir ir kommen, danken und t nur beten daß zu dir oD großer Herz zu dir und im Sin 3 auch die pfer dir zu efalle, wenn ist mit den Gebet Lippen nah und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das Herz uns im— mer richten; mit Andacht beten für und für ohn fremdes Den⸗ ken, Dichten. Gieb uns des Glaubens Zuversicht, daß, was wir bitten, zweifeln nicht, durch Christum zu erhalten. 5. Gieb, daß wir keine Zeit noch Maß im Beten dir vor— schreiben, Anhalten ohne Un— slieder. 40⁵ drum laß hier und an allem End uns stets aufheben heilge Händ ohn allen Zorn und Zweifel. 9. Dein Nam, o Gott, ge— heiligt werd; dein Reich laß zu uns kommen; dein Will geschehe auch auf Erd; gieb Brot, Fried, Nutz und From-— men; all uns're Sünden uns verzeih; steh uns in der Ver— suchung bei; erlös uns von dem Ubel! terlaß; bei dem allein auch 10. Dies alles, Vater, werde bleiben, was dir gefällt, was wahr, du wollest es erfüllen! deine Ehr und unsre Wohlfahrt erhör und hilf uns immerdar mehr und mehr befördert hier um Jesu Christi willen; denn und ewig. dein, o Herr, ist allezeit von 6. Laß uns im Herzen und Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, Gemüt auf unser Thun nicht die Kraft, die Ehre. bauen; laß einzig deiner gro⸗ Joh. Arndt, 4 1621. ßen Güt uns ganz und gar WMel.: Christus, der uns selig. 101. vertrauen; ob wir es—40fů74 Ichlage, Jesu, an nicht würdig sein, so wollest• mein Herz, rühre du aus Gnad allein der Bitt mein Gewissen, damit aus der uns doch gewähren. Sünden Schmerz heiße Thrä— 7. Du Vater, weißt, was nen fließen. Blicke mich wie uns gebricht, weil wir noch Petrum an, daß ich in mich sind im Leben; es ist dir auch schlage, daß ich mag gedenken verborgen nicht, wie in Gefahr dran und doch nicht verzagen. wir schweben. Um Beistand 2. Weck mich durch den flehen wir dich an, dein Vater-Glockenschall aus dem Schlaf herze uns nicht kann verlassen, der Sünden; laß für meiner deine Kinder. Schulden Fall mich Erbarmung 8. Wir haben ja die Freu-⸗ finden und nimm mich zu Gna— digkeit in Jesu Christ empfan- den auf; meinen Glauben stärke, gen; der Gnadenstuhl ist da daß mein ganzer Lebenslauf bereit, die Hilfe zu erlangen; sei voll Tugendwerke. 406 Gebets 3. Dein Blut sei mein Le⸗ benssaft und mein Trost im Leiden, meiner Seele Stärk und Kraft; so sterb ich mit Freuden. In der Stunde letzter Not wollst du mein gedenken, und mein selig End, o Gott, mir durch Christum schenken. Veit Ludw. Megander, 1 1709. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 243. 47 5 Sende, Vater dei⸗ 9. O nen Geist, da ich vor dein Antlitz trete, daß, wie es dein Wort mich heißt, ich im Geist und Wahrheit bete. Lehre mich, dich recht erkennen und dich Abba, Va⸗ ter nennen. 2. Liebster Jesu, hilf du 476. lieder. mir, daß ich bet in deinem Namen, daß, was Gott ver⸗ heißt, in dir mir auch werde Ja und Amen. Sprich für mich und laß mich sehen dich zur Rechten Gottes stehen. Heilger Geist, erleuchte müch, und entzünde mein Ver⸗ langen, daß ich Gottes Huld durch dich voller Inbrunst mög empfangen. Brich die Träg⸗ heit, zeuch die Sinnen aus der Welt zu dir von hinnen. 4. Heilige Dreieinigkeit, Ur⸗ sprung aller guten Gaben, laß mich wahre Freudigkeit und im Herzen Zeugnis haben, daß du stets nach deinem Willen wollest meine Bitt erfüllen. Joh. Herm. Schrader, 4 1737. Eigene Melodie. .— 56———..— Vater unser im Himmelreich, der du uns alle heißest gleich I——, itt. EE n 237 ninnnrin hil nmn 2. Geheiligt werd der Na-Herr, vor falscher Lehr, das me an dein Wort bei uns arm verführet Volk bekehr. hilf halten rein, daß wir auch 3. Es komm dein Reich zu leben heiliglich, nach deinem dieser Zeit und dort hernach Namen würdiglich. Behüt uns „in Ewigkeit. Der heilge Geist 11 wohne ben muche Zemundg glo vor ihm 0 4. Dein A 0 ugle im Himnen Gould in L sam sein in wehr und t und Blul, V Vill ennt thy 0 5. Gieb u 0 Brot und Libesnos lnfte dund S und vor then in gutem Sorg Ul ind Ge 6. All un uns, Herr, hetrüben mel unsern Schul und Fehl ve Nel.: Nun laßt mein dem höchsten und Opfer il 2. Er ha endet, das sendet und mi erweckt an d 0 Wn ver⸗ uch werde rä. für sehen dich steh en. erleuchte mein Ver⸗ Ottes Huld T nst mö die Täg⸗ ien aus der innen. nig keit Ur⸗ he laß igkeit und haben, daß lem Willen erfüllen. ader, 4 7 rzensgrund. Lehr, das bekehr. in Reich zu ort hernach heilge Geist uns wohne bei mit seinen Ga⸗ ben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gieb uns Geduld in Leidenszeit, gehor⸗ sam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 5. Gieb uns heut unser täg⸗ lich Brot und was man b'darf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit; vor Seuchen und vor theurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unser Schuld vergieb uns, Herr, daß sie uns nicht betrüben mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu — Mel.: Nun laßt uns Gott, dem. 530. uf, auf, ihr meine 477. A Lieder, mein Herz, mein Geist und Glieder, dem höchsten Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen! 2. Er hat die Nacht ge⸗ wendet, das Licht herab ge— sendet und mich ohn alle Sorgen erweckt an diesen Morgen. 3. Morgenlieder. Morgenlieder. 407 dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht! Wenn uns der böse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns thun starken Wider— stand, im Glauben fest und wohl gerüst, und durch des Heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Uebel uns er⸗ lös; es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein seligs End; nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: Es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, anf daß wir ja nicht zweifeln dran, wass wir hier⸗ mit gebeten han, auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 4 1546 3. Er ist mein Schutz ge— wesen, das ich frisch und ge— nesen an diesem Tag aufstehe, an meine Pflicht auch gehe. 4. Es hätten tausend Schrecken mich grausam können wecken, wo er nicht selbst gewachet und alles gut gemachet. 5. Mein Leib, Seel und mein Leben sei ferner ihm er— 408 Morgenlieder. geben. O Gott, mir heut auch 12. Laß Freunde und Ver⸗ sende die Güte deiner Hände. wandte, Wohlthäter und Be— 6. Daß ich, von dir geführet kannte, und die sich Christen und überall regieret, zu deines schreiben, von dir bewahret Namens Ehre mein ganzes bleiben. Leben kehre. 13. Gieb Kraft, Verstand 7. Behüte mich vor Sünden und Stärke, daß des Berufes und laß mich stets empfinden Werke durch deines Geistes ein' Abscheu vor den Dingen, Wenden ich glücklich könne enden. die deinen Zorn mitbringen. 14. Und soll ich Schmach 8. Durch deinen Geist mich und Neiden, Kreuz und was leite und mein Herz so bereite, sonsten leiden, so hilf mir, das ich dein Kind und Erbe, Vater, tragen und laß mich allein dir leb und sterbe. mich nicht verzagen! 9. Gieb deinen heilgen Se.⸗ 15. Schütz alle hart Geplag gen auf allen meinen Wegen, ten, erfreue die Verjagten, gieb beglücke meine Thaten und laß Brot und Trost den Armen sie wohl geraten. aus Gnaden und Erbarmen. 10. Vor Unglück mich be.⸗ 16. Erhör auch alle Beter, hüte und laß mich deine Güte bekehr die Uebertreter, sei so leiten, daß ich bleibe en gud mir und allen nach Glied an deinem Leibe. deinem Wohlgefallen. 11. Gieb Hoffnung und Ver 17. Insonderheit am Ende, trauen, auf dich allein zu bauen; Herr, deinen Trost mir sende; den Glauben mir auch mehre auch laß mich selig sterben und mich zu dir, Herr, kehre. und ewges Leben erben. Joh. Lassenius 1692. „ V Eigene Melodie. Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank in die⸗ser Morgen-stunde und all mein le-ben-lang, dir zu Lob, Preis und Ehren, Gott in deinem Thron, erz zürlet dich. 3. Du wo nichg nädig Ils List und Wundens und Wasses und vor Sche und vor Bu shnln en Tod 4. Mein mein Leben, Chr und Ku thu geben, gesind, als Gab, mein wandten, Ge kannten, und 5. Dein'n bleiben, und mir, den Sa uf daß der in Waune Tück an und Si bring mich! 6. Gott w denn er all —7 eund Vei⸗ ¶ und V 1 Geistes tonneenden. Schmach und was hif mir, ünn mich art Geplag lagten, gieb den Armen Lrbarmen. alle Beter, ctreter, sei allen nach en. t am Ende, mir sende; elig sterben erben. nius, 4 1692. und Ehren, Morge nlieder. 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, wo— mit in diesem Leben, ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag, vor Teu— fels List und Wüten, vor Sün⸗— den und vor Schmach, vor Feu'r— und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem schnellen Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in deine Händ thu geben, dazu mein Haus⸗ gesind, als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Ver— wandten, Geschwister und Be— kannten, und alles, was ich hab. 5. Dein'n Engel laß auch bleiben, und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös' Feind hier, in diesem Jammerthal, sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach; denn ich ihm heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er mir sonst geben; er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran: Gott wird es alls zusammen ihm wohlgefallen lan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden in mein'm Beruf und Stand. Joh. Mathesius, 4 1563. Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. ( Trich an, du schönes 47 9. Morgenlicht, und mache munter mein Ge—⸗ sicht, laß deine Strahlen glim— men. Brich an, du teure An-⸗ dachtsflamm, aus deinem heißen Herzensstamm ein Danklied anzustimmen. Preiset, weiset den mit Loben, der von oben mich behütet und mit Segen überschüttet. 2. Ach Gott, mein Gott, sch danke dir von ganzem Herzen, daß du mir verliehen deine Güte, und mich in dieser düstern Nacht durch deine Engel hast bewacht an Leib, Seel und Gemüte, daß ich fröhlich 410 Morgenlieder. klares Angesicht, der Betrübten meine Glieder habe wieder, ohn Verletzen mögen aus der 238 setzen. Ach gieb, o treues Vater⸗ hers, daß alle Sünden, Angst und Schmerz mit dieser Nacht vergehen; daß ich in deiner Gnad und Huld auch jetzund möge ohne Schuld recht geistlich auferstehen. Laß mich christlich meine Sorgen diesen Morgen Wonne! Deiner Güte Lieblich⸗ keit ist neu alle Morgen; in dir bin ich recht erfreut, darf nicht übrig sorgen. 2. Wecke mich vom Sünden⸗ schlaf; der du bist das Leben, neues Leben in mir schaff; so erwägen, daß ich spüre dei⸗ nen Segen. 4. Herr Jesu, leite meinen Gang, daß ich forthin mein denn hast du gegeben dieser Welt das Sonnenlicht, welches all erfreuet, wirst du mich ja lassen nicht täglich unerneuet. 3. Ohne Licht sieht man kein Licht; ohne Gottes Leuch⸗— ten sieht kein Mensche Christum lebenlang nach deinem Willen walle; behüte mir mein Seel und Leib, mich selbst in deine Hände schreib, damit ich ja nicht falle. Ach gieb, mein Lieb, deine Wunden alle Stunden und die Welt zu betrachten, für nichts zu achten. nicht, der uns muß befeuchten mit dem hellen Himmelstau seiner süßen Lehre; drum, Herr Christe, auf mich schau und dich zu mir kehre. 5. Regiere mich mit deinem Geist, der mir den Weg zum auf daß ich Himmel weist, überwinde und deine reiche Segenshand, in meiner Nah⸗ rung oder Stand, zu jeder Zeit empfinde, bis ich endlich werd in Freuden davon scheiden und mit Singen dir ein neues Danklied bringen. Mel.: Christus, der uns selig macht. 101. hriste, wahres 480. Ciech, deiner Christen Sonne, o du 4. Kehre zu mir deine Güt, freundlich mich anblicke, daß mein innerstes Gemüt in dir sich erquicke und die süße Him— melsluft mit Begierde schmecke; sonsten sei mir nichts bewußt, so da Freud erwecke— 5. Laß ja ferne von mir sein Hoffart, Augenweide; Fleischeslust und allen Schein, Jesu, mir verleide, damit sich die Welt ergötzt zu ihr' selbst Verderben; denn, was sie fürs Beste schätzt, machet ewig sterben. 6. Nun, so bleibe stets mein Licht, Jesu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide ich in l. U ing bür x Chtistov bewacht. 2. Wied'r itten, oSd wollst treulic mein Leib un lich Obri igke und Gemein Zeiten laß! 3. Erhalt Güte bei g 9˙ vor Ketzere für dein Wi wir mit unse in einem Ge Herren Nan hoch gepreist 4. Dem Nahrung u ein gsund: dazu ein fre wir in aller und Ehrba Fleiß drauf Christenleut. unerneuet. neht man Ottes Leu 0 he Christum befeuchten Himmelstau drum, Herr schau und deine Güt, iblicke, daß müt in dir süße Hin⸗ de schmetke; hts bewußt, le e von mir lugenweide; len Schein, damit sich ihr' selbst has sie fürs wigsterben. e stets mein ne Freude, g anbricht, eide ich in weißer Kleiderpracht werde freudig springen und, daß Gott es wohl gemacht, ohn Auf⸗ hören singen! Christoph Prätorius, 4 1700. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 481—. sei Gott in der Höhe zu dieser Morgenstund, durch den ich wiedr aufstehe vom Schlaf frisch und gesund! Mich hatte zwar gebunden mit Finsternis die Nacht; ich hab sie über— wunden durch Gott, der mich bewacht. 2. Wied'rum thu ich dich bitten, o Schutzherr Israel, du wollst treulich behüten den Tag mein Leib und Seel. All christ⸗ lich Obrigkeiten, unser Schul und Gemein in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein. 3. Erhalt uns durch dein Güte bei g'sunder reiner Lehr, vor Ketzerei behüte, streit für dein Wort und Ehr, daß wir mit unserm Samen immer in einem Geist sprechen: Des Herren Namen sei groß und hoch gepreist! 4. Dem Leibe gieb daneben Morgenlieder. 411 5. Gieb mildiglich dein' Segen, daß wir nach dein'm Geheiß wandeln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß ein jeder sein Netze auswerf und auf dein Wort sein Trost mit Petro setze; so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein zu Nutz, das will der Satan wehren mit List und großem Trutz; doch kann er nichts vollbringen, weil du, Herr Jesu Christ, herrschest in allen Dingen und unser Beistand bist. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsn und kleben und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben und wachsen immer mehr; dein Geist uns möge treiben zu Werken deiner Ehr. Joh. Mühlmann, 1613. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. 482 Do* walt Gott! Die Morgen⸗ röte treibet weg die schwarze Nacht, und der Tag tritt an die Stätte, welcher alles munter Nahrung und guten Fried, macht; drum so muntre ich mich ein g'sund und mäßig Leben, auf und mein Herz gedenket dazu ein fröhlich G'müt, daß drauf, wie ich dir, mein Gott, wir in allen Ständen Tugend Lob bringe und den Morgen— und Ehrbarkeit lieben und segen singe. Fleiß drauf wenden als rechte 2. Loben doch flugs mit Christenleut. dem Morgen dich die kleinen 142 Morgenlieder Vögelein; eh sie für das Futter sorgen, muß es erst gesungen sein. Sollt ein dummes Tier⸗— lein nun mir hierin zuvor es thun? Nein, das Singen, Loben, Beten hab ich mehr als sie vonnöten. 3. Wenn ich könnte über— sehen, was all für Gefähr— lichkeit ich gedacht hab aus— zustehen meine ganze Lebenszeit; ja, was noch für Mißgeschick alle Stund und Augenblick, und so lang ich werde leben, über meinem Haupte schweben, 4. Ach, so würde ich er— kennen, was für große Gütig⸗ keit du den Menschen pflegst 6 gönnen, was auch für Barm⸗ herzigkeit du an mir thust für 1— weil du so vielfältig mir Hilfe sendetest in Gnaden, wenn ich in Gefahr geraten. „Drum so sei all mein Bermögen, dich zu loben, dran gestreckt, mein Gebet laß vor dir tügen, wie ein 55. an⸗ gesteckt, und verleih, Tag mir auch glücklich werden mag. Ach, mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe. Gieb, daß ich mag recht erwägen, was erfordert meine Pflicht; was derselben läuft entgegen, laß mich ja beginnen nicht. Meine Sinnen und Verstand richte, daß dieser daß ich ihn doch Herr, nach deiner Hand, daß ich recht mein Amt verwalte, rein Ge— wissen stets behalte. 7. Würd ich heute etwa sehen allerhand Gelegenheit, Sünd und Laster zu begehen, so gieb, daß ich' solche meid. Reizet mich mein Fleisch und Blut, zeigt die Welt mir Ehr und Gut, 5 laß mich zu nichts verführen, das mir würde nicht gebühren. 8. Wenn ich aber was vor— nehme, draus zuvörderst deine Ehr und des Nächsten Nutzen käme oder sonsten rühmlich wär, so befördre solches Werk, gieb dazu Rat, That und Stärk. All mein Arbeit muß gedeihen, wenn du, Herr, wirst Hilf verleihen. 9. Von mir selbst bin ich untüchtig, zu befördern meine Sach; die Begierden sind nicht richtig, der Verstand ist viel zu schwach; schwach ist meiner Seele Kraft und der Leib oft mangelhaft; meine Wege auch gefährlich, die Verrichtung oft beschwerlich. 10. Drum, o Herr, mein Thun und Lassen sei dir alles heimgestellt; führe mich auf rechter Straßen, mach es, wie es dir gefällt. Segne den ge— ringsten Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß; zeige mir, was ich nicht sehe, leite mich, wo— hin ich gehe. Waal e wieder aul. Sun) Pfel i Feinde& 5 Haf alück vor die 100 O deine 2 Hilf lich zu überr 12 Wilst zusch iün Ium aussel licht all meinem W 36 meiner Sult gieb Hoffnu 5 00 und mir wied 13. Wird gedichtet, 100 dir richtet, Laß mich me so wird wol und ein gut G man der Ve 14. Will etwa heute Krankenbett, nich bei Ze Ruhestätt, h. mich; solli du mich ja bewahren m fahren. 15. Hier Vergnügen! an; du, Ge elt mir Ehr er was vor⸗ irdeist dein Werk gieb Stärk. Al eihen, wenn verleihen. Ibst bin ich rdern meine en sind nicht nd ist viel ch ist meiner der Leib oft Wege auch richtung oft Herr, mein sei dir alles mich auf ach es, wie gne den ge⸗ e mich, was je mir, was emich, wo⸗ Morgenlieder. 11. Wird ein Fall mich fügen, daß es wohl geraten übereilen, ach, so hilf mir kann. Jesu Christe, segne du; wieder auf. Schütze mich vor Heilger Geist, sprich ja dazu, Satans Pfeilen und vor meiner Herr, in deinem großen Namen Feinde Hauf. Kommt ein Un-sei mein End und Anfang. glück vor die Thür, steht mir Amen. was Gefährlichs für, laß mich deine Hilf empfinden, rifter⸗ Mel.: Wo Gott zum Haus nicht giebt. 596. lich zu überwinden. as walt Gott 12. Willst du mir ein Kreuz 483. D Vater und Gott zuschicken, mach es, daß ichs Sohn, Gott Heilger Geist ins kann ausstehn; will es mir Himmels Thron. Man dankt nicht allzeit glücken und nach dir, eh die Sonn aufgeht; meinem Willen gehn, so ist's wenns Licht anbricht, man vor meiner Sünden Schuld; doch dir steht. gieb Hoffnung und Geduld. 2. Drum beug ich diesen Alles Unglück kannst du wenden Morgen früh in rechter An— und mir wieder Glück zusenden. dacht meine Knie, und ruf zu 13. Wird mir etwas an⸗ dir mit heller Stimm, dein' gedichtet, oder sonst geredet Ohren neig, mein' Red vernimm. nach, dir, Herr, der da alles 3. Ich rühm von Herzen richtet, ich befehle meine Sach. deine Güt, weil du mich gnädig Laß mich meiden nur die That, hast behüt, daß ich nun hab so wird wohl der Lügen Rat, die finstre Nacht in Ruh und und ein gut Gewissen machet, daß Frieden zugebracht. man der Verleumdung lachet. 4. Ich schlief und wußt 14. Willst du mich denn nicht, wie mir wär, da schlich etwa heute legen auf das der Teufel um mich her; den Krankenbett, so gieb, daß ich hast du durch dein' Macht ver— mich bei Zeiten schicke zu der trieb'n, daß ich vor ihm in Ruhestätt, hebe, trag und warte Ruh geblieb'n. mich; soll ich fort, so wollst 5. Mein Gott, ich bitt durch du mich ja vor schnellem Tod Christi Blut, nimm mich auch bewahren und in Frieden lassen diesen Tag in Hut; laß deine fahren. lieben Engelein mein' Wächter 15. Hierauf will ich mit und Gefährten sein. Vergnügen meine Arbeit fangen 6. Dein Geist mein' Leib an; du, Gott Vater, wirst es und Seel regier und mich mit Christ. Scriver, 4 1693. 41¹⁴ schönen Gaben zier. Er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 7. Gieb Gnad, mein Werk und Pflicht Freuden diesen zu deinem Lob Nutz, und thue Guts. und meinem meinem Nächsten Tag verricht wandeln; laß daß ich mit 8. Hilf, daß ich zu regieren wiß mein' Augen, Ohren, Händ und Füß, mein' Lippen, Mund und ganzen Leib, all bös' Be⸗ gierden von mir treib. 9. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, vom Uebel abgewandt mein Seel mit Sünden nicht be— schwer und mein Gewissen nicht versehr. daß ich gehen; 10. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid; mich und meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind. 1. Mein Aus⸗ und Ein⸗ gang heut bewahr, das mir kein Uebel widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod, und tritt zwischen hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Böhm, 1 1622. Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid 112. 4 8 4. Da. laemrrn auf die Nacht in dem Lichte Jesu, mit denem Lichte wende deine Strahlen her, helles An— gesichte. Morgenlieder. 2. Nimm an den Dank und Lobgesang, du, mein Lebens Hüter. Ohne deinen Gnaden⸗ schutz ist der Schlaf mir bitter. 3. Ach, laß mich auch nach Kindesbrauch vor dir im Lichte mich in der argen Welt recht und christ— lich handeln. Ich bitte dich, belebe mich, du meines Lebens Leben! Laß mich dir, was du mir giebst, alles wiedergeben. 5. Dein Gnadenkuß und erquicke meine Seele; strahl und leuchte du mir vor in der dunklen Höhle. 6. Laß meinen Fuß stets ohn Verdruß auf deinem Wege laß zu meiner rechten Hand Gottes Heere stehen. Erbarme dich, begleite mich, wie dunkel wirds auf Er— den! Führe mich nach Emmaus, es will Abend werden. 8. Und wenn auch wird, mein Licht, mein Hirt, die Lebenssonne weichen, ach, so laß mich durch dein Blut j jenes Licht erreichen, 9. Das ewig steht und nicht vergeht. O Glanz, o Licht, o Leben! Ach, wann werd ich schweben? Gottfr. Kleiner, 4 1761. 2. Die En dar und lobe Schar, der 3. Die 5 nancherli lo Heschrei, de kleidet. 4. Der und das 4 Herren Lob! Wohlgefalle 5. Allss, ward, ein seiner Art Schöpfer. 6. Ei n edler Natur Creatur, sei 7. Gedenk Herbe Gott geschaffen he kenntest 8. Und Herzensgrun it deinem genössest. 9. Weil Dan deir N U en ni marr mir bitter Hauchr m irim Lichte in der und christ ch, belebe bens Leben! as du geben. enkuß und licke meine leuchte du klen Höhle. Fuß stets einem Vege imer vechten de stehen. „begleite ds auf Er⸗ ch Emmaus, kden. auch wird, Hirt, die n, ach, so Blut jenes mir un werd ich dem Lichte Morgenlieder. 485 . Eigene Melodie. ———— ———— n S— — Le—, Der Tag vertreibt die fin-ster Nacht; o Brüder seid — ů —— e aerr Ei 2.— munter und wocht die⸗net Gott dem Her-ren. 2. Die Engel singen immer⸗ dar und loben Gott in großer Schar, der alles regieret. 3. Die Hähn und Vögel mancherlei loben Gott mit ihrem Geschrei, der sie speist und kleidet. 4. Der Himmel, die Erd und das Meer geben dem Herren 0 und Ehr, thun sein gekost' und seiner Gnad ge— nossen hast, so dank ihm von —105— „Sei munter, bet mit F luß und wach', sieh, daß du stets in seiner Sach' treu werdest befunden. 11. Du weißt nicht, wenn der Herre kommt, denn er dir keine Zeit bestimmt, sondern stets heißt wachen. 3— gefallen. Alles, was je geschaffen 12. So üb dich nun in ward ein jeglich Ding nach seinem Bund, lob ihn mit seiner Art preiset seinen Herzen, That und Mund, dank Schöpfer. ihm seiner Wohlthat. 6. Ei nun, Mensch, so 13. Sprich: O Vater von edler Natur, 0 vernünftige Ewigkeit, ich dank dir aller . sei nicht so verdrossen. Gütigkeit, mir bisher erzeiget. Gedenk, daß dich dein 14. Durch Jesum Christum Hanne Gott zu seinem Bild deinen Sohn, welchen samt geschaffen hat, daß du ihn er⸗ diri im hochsten Thron all Engel u lobsingen. ⸗ Und deh Uuttest au 5. Hilf, Herr, daß ich dich Herzensgrund, auch bekennest leicher Wei 28 nie mit deinem Mund, sein also zeit lob und preis'rin Ewig genössest. eit. Amen 9. Weil du nun seinen Geist Mich. Weiß, 1540. Morgenlieder. Eigene Melodie. Vhin munter undfröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wenn sie mit Frieden von hinnen ge— schieden aus dieser Erden ver— gänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben; alles sei Gotte zum Opfer ge— setzt. Die besten Güter sind unsere Gemüter; dankbare Lie— der sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Thaten allein. Haus. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir auf⸗ stehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen, laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Lu— cifers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Geiziges Brennen, un— christliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge ge— schwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. Ales it— und fall + die M nüssen ie vor ihrer d 6 Ale 3 stehet tohn Gedanken, hat ewigen und Gnaden, Schaden, hei 7 6227 tötlichen S uus geitlich! 9. Gott, geb und sch Schulden in Hulden aus! lteren 0 lenke efllet; 10 dh Beli 10 Willst womit mein ernähren, so allzeit im H Wort: Gott das Schönste das Süßte und allen Schätze 11. Wills mit Gallen von Plagen tragen, woh wie⸗dir es h ind tüchtiz, memGsih egen, so it uwir auf⸗ er aufgehen unerzhtet hoben zu dit eine Sir ale n ohn alle lich n 5 des Lu len und Tücke e; laß mich ten bestehn it Freuden usehen den irst legen in und Nähesten Brennen, un⸗ in nach Gut 3 tilge ge— einem Herzen aus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen; Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tötlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, ver— gieb und schone; laß meine Schulden in Gnaden und Hulden aus deinen Augen sein abegewandt. Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Gallen tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und Morgenlieder. 417 nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals keinen zu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeres⸗ brausen und Windessausen leuchtet der Sonnen i Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im Hitishen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paulus Gerhardt, 1676. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns. 240. 487 5 helle Sonn' leucht jetzt her⸗ für, fröhlich vom Schlaf auf— stehen wir; Gott Lob, der uns hat diese Nacht behütet vor des Teufels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt; laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein. 3. Daß unser Herz im G'horsam leb, dein'm Wort und Will'n nicht widers streb, daß wir dich stets vor Laeen han in allem, das wir fangen an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu dein'm Lob und Preis. Nik. Hermann, 1 1561. Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid. 112. Nacht ist hin, 4 8 8. Dnen Geit m 27 418 Sinn sehnt sich nach jenem Tage, vor dem völlig weichen muß Finsterniß und Plage. Der Tag ist da, das Licht ist nah, das Dunkel zu vertreiben; vor dir, Jesu, schönstes Licht, kann nichts dunkel bleiben. 3. Der Sonnen Licht aufs neu anbricht; o unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor, mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Glanz ver— liert sich ganz, er muß dem größern weichen; mit dir, Glanz der Herrlichkeit, ist nichts zu vergleichen. 5. Der Sterne Pracht muß mit der Nacht vom Himmel Abschied nehmen; unsers Morgensternes Pracht darf sich niemals schämen. Der Menschen Schar, die als todt war, greift jetzt zu ihren Werken; laß mich, Herr, bei meinem Wert dein Werk in mir merken. Morgenlieder. „Ein jeder will der süßen Still und Ruhe Urlaub geben; Jesu, deine stille Ruh sei des Geistes Leben. 8. Denn ich will auch nach meinem Brauch zu meinem Werke greifen; aber laß aus deiner Ruh mein Herz nie ausschweifen. 9. Halt du die Wach, da Namen blühn; mit kein Ach und Schmerz den Geist berühre; meinen ganzen Lebenslauf deine Hand regiere. 10. Halleluja! Ei, wär ich da, wo meine Sonne wohnet, wo die Arbeit dieser Zeit völlig wird belohnet. 11. O Jesulein, gieb Licht und Schein in unsern dunklen Zeiten; führ uns aus der finstern Welt in die Ewigkeiten. Joh. Anast. Freylinghausen, 4 1739. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595 489 Eir ueuer Tag, ein neues Leben geht mit der neuen Woche an; Gott will mir heut aufs neue geben, was mir sonst niemand geben kann; denn hätt ich seine Gnade nicht, wer gäbe mir sonst Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen und küsse Gottes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach, Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, 0 lebe noch. 3. Nun, das erkennet meine Seele und giebt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Höhle mit Not und Tod umgeben bin, so⸗ weich auch heute nicht vonꝰ mir; denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem ach, laß mich 155 0 mir Im e kinen Ueberf ötig haben 2690• So thů das D Deine Ul das Meine th Roß 1 Ind kl deiner Huld ein jder die vergnügt 5 Mel.: Allein G 400.6 Fi insterniß erscheint in am Himmel dich aus dei er was Gu indem er di 2. Im Li sein und sich z in cht sing lein, im Licht so soll der Licht aufheb sicht zu dem, 3. Laßt Arbeit gehn „gieb Licht ern dunklen aus der Ewié gkeiten. usen, 1730. eben Gott. 595 ueuer Tag, neues Leben Woche an. it ai ufs neue nst niemand n hätt ich wer gäbe — Licht? diesen lieben llsse Gottes ese Nacht so Gnaden von Hert, wer skennet meine sich selbst och weil ich hle mit Not bin, soweich h t von' mir; steht bei dir. t in dieser ur in deinem ch, laß mich Morgenlieder. 419 nicht am Sündenjoche mit erheben; laßt uns, indem wir meinem Fleisch und Blute auferstehn, beweisen, daß wir ziehn; gieb deinen Geist, der leben; laßt uns in diesem mich regier und nur nach Gnadenschein nicht eine Stunde deinem Willen führ. müßig sein; Gott ists, der uns 5. Soll ich mein Brot mit erleuchtet. Kummer essen, so laß es doch 4. Ein Tag geht nach dem gesegnet sein, und was du andern fort und unser Werk sonsten zugemessen, das richte bleibt liegen. Ach, hilf uns, mir zum Besten ein; ich bite Herr, du treuster Hort, daß keinen Ueberfluß, nur was ich wir uns nicht betrügen; gieb, nötig haben muß. daß wir greifen an das Werk 6. So thue nun, mein Gott, mit Gnade, Segen, Kraft und das Deine und laß auch nich Suut im Licht, das uns er⸗ das Meine thun; behüte beides leuchtet. groß und kleine, daß sie auf 5. Du zeigst, was zu ver⸗ deiner Huld beruhn, und daß richten sei auf unsern Glaubens⸗ ein jeder diesen Tag mit dir wegen, so hilf uns nun und vergnügt beschließen mag. steh uns bei, verleihe deinen Benj. Schmolck, 4 1737. Segen, daß das Geschäft von Mel.: Allein Gott in der Höh. 184. deiner Hand vollführet werd 490 Ernn dich, o in allem Land, wozu du sie Me meine Seel, die erleuchtet. Finsterniß vergehet; der Herr 6. Ich flehe, Herr mach erscheint in Israel, sein Licht mich bereit zu thun, was dir am Himmel stehet. Erhebe gefällig, daß ich recht brauch dich aus deinem Schlaf, daß die Gnadenzeit; so flehen auch er was Gutes in dir schaff, einhellig die Kinder, die im indem er dich erleuchtet. Geist geborn und die sich 2. Im Licht muß alles rege fürchten vor dem Zorn, nach— sein und sich zur Arbeit wenden, dem du sie erleuchtet. im Licht singt früh das Voöger 7. Das 84he des e. lein, im Li x raft soll der Mensch in Gottes und Stärke; es 250 die De⸗ Licht aufheben billig sein Ge— mut meine Zier, die Lieb das — 3 zu dem, der ihn erleuchtet. Werk der Werke; die Weis⸗ Laßt uns an unsre heit fließt in diesen Grund Arbeit gehn, den Herren zu und öffnet beides Herz und 230 420⁰ Mund, leuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig; erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewig— lich erleuchtet. Peter Lackmann, 1 1713. dieweil die Seel er— Mel.: Valet— ich dir geben 702. 49 I. 8 hat uns heißen treten, o Gott, dein lieber Su mit herz⸗ lichen Gebeten vor deinen h oher Thron und uns mit Hnin Amen Erhörung zugesagt, wenn man in seinem Namen nur bittet, fleht und klagt. 2. Darauf komm ich ge— gangen in dieser Morgenstund; ach, laß was ich aus Herzensgrund von dir, mein Gott, begehre im Namen Jesu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nütz— lich ist! 3. Nicht aber mir zu geben bitt ich aus deiner Hand Geld, Gut und langes Leben, kein' hohen Ehrenstand; denn dieses deslallen dir doch lauter schwach ist nur Eitelkeit, nichtig und vergänglich, Morgenlieder. mich doch erlangen, schlossen, das nimmermehr mag denken auf unheilsvollen Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, Gott, himmelan und alleLustver⸗ dammet der lastervollen Bahn. 5. Hernach laß mich ge— winnen, nach deiner großen Kraft, Kunst, Weisheit, kluge Sinnen, Verstand und Wissen⸗ schaft; daß all mein Thun und Handel dir mög gefällig sein, laß vor der Welt mein Wandel sein ohne falschen Schein. 6. So wird von jenem allen, Stand, Leben, Ehr und Geld auf meine Seite fallen, so es dir, Gott gefällt. Man muß die Seel erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schön beglücken; Glück folgt der Tugend nach. Georg Neumark, 7 1681. Mel.: Jesu meine Freude. 417. 492. Ge oldne Morgen— stunde! Ueberm Erdenrunde 400 hervor das Licht; was die Nacht ver— ist vom Glanz um⸗ flossen, auch mein Angesicht. Herr, zu dir steht mein Be⸗ gier; laß mein schwaches Kin— wohlge— fallen. 2. Weicht, ihr dunklen Schat⸗ und flüchtig und schwindet mit ten, die umdüstert hatten meinen der Zeit. Erdengeist; jetzt soll er von Ich bitte, mir zu schenken neuem sich an dem erfreuen, ein fromm und keusches Herz, der aus Nacht ihn reißt. Herr, Mit den Str herab. I Got kt nit Rer ‚ mein Hor tt, à 103. „Gottdes der es Le Geist, 6 heißt, 2. Gott, i Herzen, daß Nacht vor Not und S hütet und b bösen 22— mächtig word 3. i die Sünden jetzt vergehn, o H finden deine stehn, da alle ist für meine 4. Hi Vorgen mag und sorgen, daß großer Tag m ilf, ge nag derken H herz Wissen⸗ uThun und hefällig sein, nein Wandel Schein. nem allen, r und Geld fallen, so es Man muß hmücken, 10 ch den Leib cken; Glück nach. Un 1681. Freude. 17. ne Morgen⸗ nde! Ueberm hervor das Nacht ver⸗ Glanz um⸗ u Angesicht. ht mein Be⸗ hwaches Kin⸗ och wohlge⸗ Inklen Schat⸗ hatten meinen soll er von dem erfreuen, reißt. Herr, Morger mein Licht, verwirf mich nicht; laß durch deines Geisteswehen geistlich mich aufstehen. 3. Feierliches Schweigen! Mit den Strahlen neigen Engel sich herab. Seele, mach dich fertig; Gott ist gegenwärtig mit der besten Gab'. Herr mein Hort, zeig mir dein Wort, nlieder. 421 laß mich deine Stimme hören, keinen Laut sonst stören. 4. WundersamesLeben! Aus den Gründen heben Nebel sich empor; auf des Lichtes Spuren folgt der Kreaturen voller Dan— keschor. Herr, auch ich, lobpreise dich; laß mich heut auf allen Wegen spüren deinen Segen. Eigene Melodie. T.T — 5—.——————— —————— Gott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und Heilger der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn u. Mond uns scheinen — 55—— he dessen starke Hand die 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast be⸗ hütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn, o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen Gei i n .——.—— 2—22 2—.—.2.‚‚.‚‚J—J—‚‚.‚..— Welt, und was drinnen ist, erhält. dein Gericht, ich davor er— schrecke nicht. 5 Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missethat. befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr 4. Hilf, daß ich mit diesem und Ruhm, nimm mich auf, Morgen geistlich auferstehen dein Eigentum. mag und sorgen, daß wenn nun dein großer Tag uns erscheint und für meine Ssele 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von 422 Morge mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinr. Alberti, 4 1668. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 564. 494. G''i, du Licht, das ewig blei⸗ bet, das ohn allen Wechsel ist, das die Finsternis vertreibet, der du bleibest, wie du bist, ich verlasse meine Ruh; rufe: Werde Acht! mir zu, daß ich, der ich Nacht und Erde, durch dein Licht verkläret werde. 2. Wecke, da der Leib ge⸗ schlafen, auch die Seele geist⸗ lich auf, gieb ihr deines Lichtes richt und leite ihren Lauf; laß mich sein des Lichtes Kind, hilf mir, weil ich geist⸗ lich blind, Jesu, daß ich wieder sehe und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, was die arme Seele stillt; ach erneure und ver— kläre stets in mir dein Eben— bild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke, fördre mich in meiner Pflicht, bleibe meiner Schwach— heit Stärke, meines Lebens Kraft und Licht. Laß mein Lebensziel allein deines Namens nlieder. Ehre sein; hilf, daß ich stets wahre Liebe gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller, als der Sonnenschein, schön, unsterblich, engelrein; laß sie sein mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo Franck, 4 1725. Für Kinder. Mel.: Gott des Himmels und. 493. 495 G'it ich preise 9. GO deine Güte für den Schutz verwichner Nacht, da mein Leib und mein Ge— müte von dem süßen Schlaf erwacht, und da deiner Sonnen Licht wieder durch die Schatten bricht. 2. Es hat mich und auch die Meinen weder Angst noch Furcht erschreckt, weil die Großen mit den Kleinen deiner Liebe Schild bedeckt und dein Engel uns bewacht; dir sei Lob und Preis gebracht! 3. Mache nun mit diesem Morgen, Vater, deine Güte neu. Laß mich heute redlich sorgen, wie ich dir recht dank— bar sei, damit dieser neue Tag neuen Segen bringen mag. 4. Dir empfehl ich Seel und Glieder, dir empfehl ich Leib und Geist. Nimm zu 1 n regier, daß M und Sünde 1 führ, de der lokt und verstokt. Sinnen 2. Möcht Erden, Seelensonne, hin finster, Nsu, Liebe, den Lauf. 3. Wir s Bunde, da Erschem ung ich muß mic 10 ermatten ferne bist. J. Wir ß it stets en meinen inst zu jenem en Maest tät, ugesichte die tcht beler hein, shön, an; laß sie inet, wenn ashrint. Tanck, +17²5 0. der. 2 und. 493. ö ich preise une Güte für chner Nacht, 5 me i Ge⸗ üßen n einer Sonner die Shaten und auch Augst noch eildiel ehrghe Rabt Vebe 0D dein Engel sei Lob und mit diesem deine Güte heute redlich r recht dank⸗ eser neue Tag ngen mag. l ich Seel empfehl ich Nimm zu einem Opfer wieder, was mit Recht dein eigen heißt. Laß mich, als dein Eigentum, leben dir allein zum Ruhm. 4. Schenke deinem armen Kinde deinen Geist, der mich regier, daß mich nicht zu Schand und Sünde jener arge Feind verführ, der durch böse Buben lockt und zuletzt das Herz verstockt. 6. Laß mich gern zur Schule Morgenlieder. 423 gehen, gieb mir Lust zu deinem Wort; werd ich Aergernisse sehen, so bewahre mich, mein Hort, sonst reißt meinen schwachen Sinn dieser Strom zum Bösen hin. 7. Laß mich meine Eltern ehren und erhalte sie gesund; laß mich deine Stimme hören, die mich straft durch ihren Mund; segne sie und segne mich zeitlich hier, dort ewiglich. Jos. Jak. Rambach, 1735. 5 Jos. IJ 49 6. Mel.: Herr, zur Zucht in deinem Grimme. ———— ——. — S0—— 2—— 5 D —————. 2 i,r,...—.—.—— 22 Sinnen bald zer-rin⸗nen, darein ich verwickelt bin? 2. Möcht ich, wie das Rund der Erden, lichte werden; Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf. 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen, sich so quälen, zünd dein Feuer in mir an. 424 Morgenlieder. Laß mich finstres Kind der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken; Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit—80 nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gieb gesunde Augen, die was taugen; rühre meine Augen an! Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 4 1711. Eigene Melodie. daß du mich heut in dieser Nacht so gnädig hast be⸗hütet. 2. In welcher Nacht ich lag so hart mit Finsternis um— fangen, von aller Sünd ge— plaget ward, die ich mein Tag begangen. 3. Drum bitt ich dich aus Herzensgrund, du wollest mir vergeben all meine Sünd, die ich begunnt in meinem ganzenLeben. 4. Und wollest mich auch diesen Tag in deinem Schutz erhalten, daß mir der Feind nicht schaden mag mit Listen mannigfalten. Regier mich nach dem Willen dein, laß mich in Sünd nicht fallen, auf daß dir mög das Leben mein und all mein Thun gefallen. 6. Denn ich befehl dir Leib und Seel und alles in deine Hände; in meiner Angst und Ungefäll, Herr, mir deine Hülfe sende. Auf daß der Fürste dieser Welt kein Macht an mir heut finde, denn wo mich nicht dein Gnad erhält, ist er mir viel zu g'schwinde. 8. Ich hab es all mein Tag gehört, Menschenhilf ist verloren; drum steh mir bei, o treuer Gott! Zur Hilf bist du erkoren. 9. Allein Gott in der Höh sei Preis samt seinem eingen Sohne in Einigkeit des Heilgen Geists, der herrschtinsHimmelsThrone. Hel.: Gott des Mel.: 22 0 0. Doha Gn 2. Jesu gen, daß l h jeht da man sieh mich, die M hat beschützt 2 3. Jesu, geben für Hünd, für Leben, und gewendt. bis ins Gr nicht ab. 4. Sie graben ste deinem Bl bereitet ha mit Himm die bis ar und beschü 5. Laß fassen, w bin; laß nicht lass augen, seine n; wemn Seinen 5 das Al g sunde A Ugen, rüh re meine das ist die U am TDad t ksehn kann. behütet. fehl dir Leib lles in deine L Angst und irdeine Hülfe FJürst diese 70 mir heut nicht dein er mir viel es all mein nschenb hilf ist is feh mir bei, Zur Hilf bist in der Höh sei eingen Sohne ilgen Geists, nmelsThrone. Morgenlieder. 425 10. Er herrschet so ge⸗ bleibt mein Sinn. Satan, waltiglich von Anfang bis ans dir entsage ich; Jesu, dir er— Ende; Gott Vater, Sohn und geb ich mich. Heilger Geist, b'scher uns einn 6. Nehmt mich auf, ihr selig Ende. Jesushände, schließt mich in des Vaters Herz und in Jesu Mel.: t des D— der. Blut behende, in sein L 49 8 Jesu Güte hat kein Tod und Schmerz; in des höch⸗ Ende, sie ist alle sten Trösters Hand schließt mich Morgen neu; das beweisen und die mir verwandt. Jesu Hände, die da schaffen, 7. Ach, mit Segen ob mir o der Treu, daß ich leb; waltet, im Gebete stärket mich, doch ich nicht hier, sondern in dem Glauben mich erhaltet Christus lebt in mir. und, daß Gott gefalle ich, 2. Jesu Hände, die da sor⸗ macht mich Gottes Geistes gen, daß auf eine gute Nacht voll leben, leiden, sterben wohl. folget jetzt ein guter Morgen, 8. Macht mich los von da man sieht, wie Gottes Macht meinen Sünden, laßt mich mich, die Meinen, Hab und Gut einen gnädgen Gott und ein hat beschützt durch Jesu Blut. gut Gewissen finden; jagt 3. Jesu, dir sei Dank ge-weg Schrecken, Angst und Not, geben für die Treue deiner steht mir bei, damit ja hier Händ, für die Gnade, für das nichts Verdammlichs sei an müt Leben, und was du mir zu⸗ 9. Seid ihr alles mir in gewendt. Ach, zieh von mir allem, meine Hilfe, was ich bis ins Grab diese deine Händ thu, mein Stab, wenn ich bin nicht ab. gefallen, mein Schutz, wenn 4. Sie sinds ja, darein ge- ich geh zur Ruh, meine graben steht mein Nam mit Freude, wenn ich wach, mein deinem Blut, die mich selbst Arzt, wenn ich krank und bereitet haben, mich gekrönt schwach. mit Himmelsgut, ja, sie sinds, 10. Seid mein Leben, weil die bis anjetzt mich versorget ich lebe, und verbleibet ja bei und bch mir; wenn ich meinen Geist 5. Laß sie weiter mich um⸗aufgebe, den ich euch befehle fassen, weil ich ihrer eigen hier, macht ihn alles Leidens bin; laß sie wich⸗ mich sie los und tragt ihn in Christi nicht len⸗ dieses ist und Schoß. 426 Morgenlieder. 1J. Ich indeß bin voll Ver“ 6. O Herr, mit meinem gnügen, halt es für die größte Munde und Gemüte erzähl Freud, daß in euch verschlossen und rühm ich solche große Güte, liegen ich, die Meinen, Land die ich empfangen hab an allen und Leut. Ich leb oder sterbe Enden aus deinen Händen. nu, weiß ich, daß ich in euch ruh. 7. Ich bitt, du wollest über meminia Xgudolstadt,. 1706. r5e mir fort walten und mich auch heute diesen Tag erhalten, daß „I aabe 5Oneen, alts die. 501. Satan nicht durch seine List 499 Iy dieser Morgen⸗und Pfeile mich übereile. — 3— dich l bn 6 150 61. ich Hilf, daß ich bleib, wie dich loben o Gott, mein Vater, zusteht frommen Christen, rein in dem Himmel oben; was von der Welt und ihren du für Gnade mir stets thust Sündenlüsten, daß ich auch Hois, will ich nun preisen meinen eignen bösen Willen 2. Du hast mich an das Tagslicht lassen kommen, auch 0 l Tsünen. durch die Tauf in dein Reich— 9. Herr, laß in 25 aufgenommen, und lässest mich Schutz sein eingeschlossen Leib, in deinem Sohn entbinden Seele, Freunde, Kinder, 4. 5 von Schuld und Sünden. genossen, und was ich sonst 3. Du giebest mir den Ware deine milde Gabe auf Heilgen Geist daneben, daß er Erden habe mich lehr und führ in meinem 10. Die Obrigkeit erhalt bei Leben, damit ich lern auf dich gutem Stande, gieb Friede, alleine bauen und dir vertrauen. Glück und Heil im ganzen 4. Du hast mich allzeit Lande; behüt uns allerseits, väterlich ernähret, was ich be⸗ O Herr, aus Gnaden vor durft, mir immerzu bescheret, Schand und Schaden. M und wenn mich Not und Un⸗ 11. Du wollest auch an glück hat berühret, bald draus diesem Tag mich stärken durch geführet. deine Kraft in meins Berufes 5. Jetzt hast du auch durch Werken, auf daß ich möge deiner Engel Scharen mich in denselben allen dir wohl⸗ lassen heint in dieser Nacht gefallen. bewahren, daß mich darin kein 12. Zuletzt verleih, wenn Unfall hat erschrecket noch auf- ich aus diesem Leiden, es sei gewecket. heut oder morgen, werd ab— sc scheiden, Tod mög Himmel iberwunder 4. Dae der du m Heilgen 6 Throne. was ich jeh gewäh ähret. N Nel.: Es istd 500. 000.„ nir zu th —5 t wird ind glüc icli man in G it allentha und kann 1 2. Gott nögen scha vollbringen gen, Mut das Werk ein reicher dergestalt Reiche tra seinen Wes leichtlich r und ihren ich auch sen Willen in deinem lossen Leib, nder, Haus⸗ ich sons Gabe auf it erhalt be ieb Friede, m ganzen alkesseits, naden vor den. t auch an tärken durch ns Berufes Rich möge ditr wohl⸗ rleih, wenn iden, es sei werd ab⸗ 427 scheiden, daß ich auf Christi Gottes milden Segen; da wird Tod mög fröhlich sterben, den der Fromme voll und satt, Himmel erben. daß er von seiner Arbeit hat, 13. So bin ich denn an auch Armen Brot zu geben. Leib und Seel genesen und 4. Gott ist der Frommen wohl auf dieser Welt allhie Schild und Lohn, er krönet gewesen. Dort habe ich das sie mit Gnaden; der bösen rechte Kleinod funden, hier Welt ihr Neid und Hohn kann überwunden. ihnen gar nicht schaden. Gott 14. Das hilf mir, Vater, decket sie mit seiner Hand, er der du mit dem Sohne und segnet ihre Stadt und Land Heilgen Geist regierst in einem und füllet sie mit Freuden. Throne. Gieb, daß ich dessen, 5. Drum komm, Herr Jesu, was ich jetzt begehret, ja werd stärke mich, hilf mir in mei— gewähret. nen Werken; laß du mit dei⸗ Justus Gesenius, 4 1671. ner Gnade dich bei meiner Arbeit merken; gieb dein Ge— 500 In Gottes Namen deihen selbst dazu, daß ich in Ifang ich an, was allem, was ich thu, ererbe dei⸗ mir zu thun gebühret, mit nen Segen! Gott wird alles wohlgethan 6. Regiere mich durch dei— und glücklich ausgeführet. Was nen Geist, den Müßiggang man in Gottes Namen thut, zu meiden, daß das, was du ist allenthalben recht und gut mich schaffen heißt, gescheh mit und kann uns auch gedeihen. lauter Freuden, auf daß ich 2. Gott ist's, der das Ver- dir mit aller Treu auf dein mögen schafft, was Gutes zu Gebot gehorsam sei und mei⸗ vollbringen; er giebt uns Se⸗ nen Nächsten liebe. gen, Mut und Kraft und läßt 7. Nun, Jesu, komm und das Werk gelingen, daß uns bleib bei mir! Die Werke meiner ein reicher Zug entsteht und Hände befehl ich, liebster Hei— dergestalt zur Nahrung geht, land, dir; hilf, daß ich sie daß wir Vergnügen haben. vollende zu deines Namens 3. Wer erst nach Gottes Herrlichkeit und gieb, daß ich Reiche tracht' und bleibt auf zur Abendzeit erwünschten Lohn seinen Wegen, der wird gar empfange. leichtlich reich gemacht durch areums Rsroün, Ftesd Morgenlieder. Mel.: Es ist das Heil uns kommen. 337. ——— Morgenlieder. „— Eigene Melodie. E.. T E seinem Al-tar Erngent Lo⸗bet den Her⸗ren. 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auf— erwecket. Lobet den Deu 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir zu dan— ken seinem Segen. Lobet ꝛe. 4. Daß Feuersflammen uns nicht allzusammen mit unsern Häusern nwersehn gefressen, das machts, daß wir in sei⸗ nem Seß gesessen. Lobet ꝛc. 5. Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetast' und grausamlich ver— letzet, Errn hat sein Engel 53 Lobet—1 Herren. O treuer Hüter, Brunnen aler Güter ach, laß doch fer— ner über unser Leben bei Tag und Nacht dein' Hut und Güte schweben! Lobet den Herren. Gieb, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen ungehindert ge— hen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren. 8. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen; lehr uns verrichten heilige Geschäfte, und wo wir schwach sind, da gieb du uns Kräfte. Lobet ꝛc. 9. Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit dei— nen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden. Lobet den Herren. 10. Herr, du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekehren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig ewig singen: Lobet den Herren! Paulus Gerhardt, 1676. Mel.: Ich dank dir schon durch 497. 502. M Zein erst Gefühl (sei i Preis und S erhel Der Her! lobsin 0 MS ch„Macht n. Hiet Sthehel 1 den 430 3. W mir nichts zubet vahrer Hlttin u sein nich vor E 4. Werl 20 10 Ver ruft Licht, u 5. 5 Herr der V unser Leben 3 uns erhi neu gegeben 6. Geloh der Macht Treue, daß Nacht YV 7. Laß mir ruhn, wallen, un selber thun gefallen. 8. Nimn gnädig wa meine Seel in Gefahr. ich fehle 9. Gieb du heute, eleite auf indert ge⸗ muer Gnade Herren. Lillen, dein lehr Uns schäfte, und 1d„da gieb obet d. detzen, daß u mit dei⸗ ern fromm er Zukunft den. Lobet ‚st kommen minen, die dig dahin ngel ewig den Herren! ardt, f 1676. n durch 407. ast Gefühl Preis und Dank, erheb ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobge— sang, lobsing ihm, meine Seele. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für den Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, uns wieder aufzuwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Morgenlieder. 429 Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thue. 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche stre— be, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Ar— beit scheue, mich gern an an⸗ drer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1769. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 660. —* 2 0 3 Mis a sein Name sei gepreist; nach⸗ dem die Nacht vergangen und nun der Tag sich weist. Hör Treue, daß ich nach einer ‚ sanf⸗auf, mein Herz, zu ruhn, er⸗ ten Nacht mich dieses Tags kenne Gottes Güte und richte erfreue. dein Gemüte, viel Gutes heut 7. Laß deinen Segen auf zu thun. mir ruhn, mich deine Wege 2. Herr, dir ist nicht ver— wallen, und lehre du mich borgen, daß wir noch Sünder selber thun nach deinem Wohl⸗ sind, und daß man alle Mor— gefallen. gen auf Erden Kummer findt; 8. Nimm meines Lebens drum halt mein Herze rein, gnädig wahr, auf dich hofft wend alle mein Verderben, und meine Seele; sei mir ein 283 ich heute sterben, so laß in Gefahr. ein Vater, wenn es selig sein. ich fehle. 3. Was selig ist und nütze, 9. Gieb mir ein Herz voll gieb mir wün deinem Thron. 430 Gott Vater, mich beschütze; regier mich, Gott der Sohn; stärk mich, Gott Heilger Geist. Herr, segne und behüte, laß leuchten deine Güte, gieb Frie— den allermeist. 4. Ja, Vater, der du allen die Sonne scheinen läßt, dein gutes Wohlgefallen steht alle Tage fest. Erbarme dich auch heut der Frommen und der Bösen, hilf allesamt erlösen jetzt und in Ewigkeit. Casp. Neumann, 1715. —.: Wer nur den lieben Gott. 595. 504. Men Gott, nun H( ist es wieder Morgen, die Nacht vollendet ihren Lauf; nun wachen alle meine Sorgen auf einmal wie⸗ der mit mir auf. Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin, und ich seh wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde und häufe Sünd und Missethat. O Gott, von dessen Brot ich zehr, wenn ich dir nur auch nütze wär! 2 3. Ohn Zweifel siehst du Morgenlieder. mich aufstehen, regier mich auch in dieser Welt; ich weiß nicht, wie mirs heut wird ge— hen, mach alles so, wie dirs gefällt. Schleuß mich in deine Vorsicht ein; dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergieb mir, Vater, alle Sünden, die ich mit aus dem Bette bring, und laß mich vor dir Gnade finden, erhöre, was ich bet und sing; denn wo ich nur bei dir wohl steh, so acht ichs gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten, denn ich bin selber mir nicht klug; behüte mich vor Missethaten, vor böser Men⸗ schen List und Trug, laß mich den Tag wohl legen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind,“) mein Hab und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre thut. Hilf, daß ich alles wohl verricht; du wirst es thun, ich zweifle nicht. Casp. Neumann 1715. 1 „ Sder:: Verwandte, Freunde. Eigene Melodie. —.——7 7.— 1—.—.— II. Miotaeralansder E-wigkeit, L 3r un⸗er⸗ reschüpften ichte, schick uns die-se Morgenzeit dei-ne Strahlen zu Ge⸗sichte, s deinen die 2. A laß dür süßen Trost quick u uns, de 5 4. Gieb, Glut unste und erweck! bei entstane daß wir, h recht 41 5. Laß denkleid dur vermeiden, rechtigkeit n bekleiden, un Pein sicher 6. Ach, der Höh, 9 jür igsten Ta aufersteh u aller Plag Freudenbah 7. Leuch Welt, du sonne, führij nenfeld in d es geh. len Sachen selber mir mich vor öser Men⸗ „laß mich en an und ich kann. mein Leib Weib und und Gut, mel Segen Hand das z ich alles irst es thun, ann, 5 1715. reunde. ften Lichte, Ge⸗sichte, Morgenlieder. 431 EES ——.D‚Irrrr‚— —— DESIEEEEEEE—..— und vertreib durch dei⸗ne Macht un⸗sre Nacht. 2. Die bewölkte Finsternis Wonne, da die Lust, die uns müsse deinem Glanz entfliegen,‚ erhöht, nie vergeht. die durch Adams Apfelbiß uns, Knorr von Rosenroth, 4 1698. die kleine Welt, bestiegen, daß Mel.: O Ewigkeit, du Donnerwort. 735. wir, Herr, durch deinen Schein* 0 6 Nen tret ich wieder selig sein. V aus der Ruh 3. Deiner Güte Morgentau und geh dem sauren Tage zu, fall auf unser matt Gewissen, wie mir ist auferleget. Nicht laß die dürre Lebensau lauter weiß ich, was für neue Plag süßen Trost genießen, und er⸗ mir heute noch begegnen mag; quick uns, deine Schar, immer- doch weiß ich, daß mich träget dar. mein frommer Gott in seiner 4. Gieb, daß deiner Liebe Hut, daß mir die Last nicht Glut unsre kalten Werke töte, schaden thut. und erweck uns Herz und Mut 2. Zwar meine Bürd ist bei entstandner Morgenröte, täglich neu; doch ist mein Gott daß wir, eh wir gar vergehn, auch täglich treu, er träget recht aufstehn. meine Sorgen. Vor Abend 5. Laß uns ja das Sün⸗ keiner recht vernimmt, was denkleid durch des Bundes Blut ihm den Tag all ist bestimmt; vermeiden, daß uns die Ge-es bahnt ein jeder Morgen rechtigkeit möge wie ein Rock mir einen frischen Weg zur bekleiden, und wir so vor aller Pein, der kann mit Gott er— Pein sicher sein. stiegen sein. 6. Ach, du Aufgang aus 3. Wie wenig hab ich oft der Höh, gieb, daß auch am gedacht, daß so würd sein zu jüngsten Tage unser Leichnam End gebracht die saure Tages⸗ aufersteh und, entfernt von bürde; doch hab ich abends aller Plage, sich auf jener wohl gespürt, daß du mich, Freudenbahn freuen kann. höchster Gott, geführt, daß 7. Leucht uns selbst in jene mich dein Schein und Würde Welt, du verklärte Gnaden- geleitet, mir geleuchtet hat auf sonne, führ uns durch das Thrä- meinem Weg und Kreuzespfad. nenfeld in das Land der süßen 4. Weil ich denn des ver⸗ IIeeee —432 sichert bin, was trauerst du, verzagter Sinn, die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannst; Gott träget mit, der Herr Jehova strauchelt nicht, bei ihm ist lauter Segen. Mit ihm geh ich denn frisch daran sund fürchte nicht die Leidensbahn. 5. So ist getrost mein frischer Mut, wenn ich mich in des Höchsten dandeenen enn en when; doch daß ich des ver— sichert sei, muß ich von Sünden leben frei, und Gottes Wege gehen. Mein Gott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen Weg. 6. Drum, liebster Gott, leit meinen Fuß, daß ich dir folg in wahrer Buß, und läutre mich von Sünden; ich, als ein kühner Held, be— streiten diese böse Welt, mit dir sie überwinden; mutig an den Tag und scheue nicht, was kommen mag. 7. Ich leg auf dich, mein Gott und Herr, was mir zu tragen wird zu schwer, die Last, die mich gebogen. Ich lege meine Würd und Stand in deine große Allmachtshand, die du mir nie entzogen; mit so kann so tret ich der du hast von Jugend auf geleitet meinen Lebenslauf. 2 8. Ich leg in deinen Schoß hinein, die meine Blutsver⸗ Morgenlieder. wandten sein, da sind sie wohl beschlossen. Ich lege meine arme Seel in Jesu sichre Wundenhöhl; du wirst sie nicht verstoßen, wann sie vom Leibe scheid't der Tod. Ich leg mich ganz in dich, mein Gott. Anton Ulrich,—1714 Braunschweig, . Herr Jesu Christ, dich zu. 240. 507 O heilige Drei— V 6.— faltigkeit, o hochgelobte Einigkeit, Gott, Vater, Sohn und Heilger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des Heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei; o mein Erldser hilf mir frei; o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich; erleuchte mich, Herr, gnädiglich; Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm, 7 1622. vonschlit 2. Was nun, 170 chent lkenꝰ 1. 1—1 senken mit nit Geist, h Iag; das sein,welichf 3. Drum Gott, da haf sie sei dein dich heut Kebeskraft. Geist, darimn verklären all 4. Da se Leib zum Te zur Wohnun Ach allerliel wohn, ach,! und rege mi Seel und L inigt sich. 5. Dem die Kleider Reit, Gott, eil ger Geis, mI ir Bestand Leib Ehr „ daßer mir r, und nich deleh, noch Schaden usetz Huld mich 5 Sohnes erguick, des ra. und finstern er, steh mir ein Erlöser, Tröster wert, mir, mein Gaben zier und behüte mich, Herr, heb auf mich und deinen richt. Behm, 1622. 2. Mel. Morgenlieder. O Gott, du frommer Gott. Vergl. 472. E SEE.....— OFesu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein ů an —————.—.— ——.—5—28 — neue 9——— nun—— was an mir ist, n. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? 7 Ich will mich ganz und gar in deine Gnad ein— senken mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele; sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft. Da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach, wohn, ach, leb in mir, beweg und rege mich; so hat Geist, Seel und Leib mit dir ver⸗ einigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seelen sein dein Bild⸗ nis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Ge— rechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Chrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit und Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich an⸗ gethan. 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben, laß dein Altaegenwart mich wie die Luft umgeben; auf daß mein ganzes Thun, durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur 28 434 Morgenlieder. gescheh zu deines Namens Ruhm und daß ich unverrückt 509. verbleib dein Eigentum. Joach. Lange, 1 1744. Eigene Melodie. e— .———— 22— — Obicht, 9eboren as dem Lichte, du Sonne der Gerechtigkeit, du schickstuns wieder zu Ge-sichte die an-ge-nehme Morgenzeit; , .. ——..—.— drum will sich's gehören, dankbarlichznehrenf solche deine Gunst. ISDSDISRSSSRRRDRDRRRrT—— E—.—————— — — Gieb auch unsern Sinnen, daß sie sehen können deiner Liebe Brunst. 2. Laß deines Geistes Mor⸗ genröte in unsern dunklen Her— zen sein, daß sie mit ihren Strah⸗ len töte der eitlen Werke toten Schein. Siehe, Herr, wir wan— ken; Thun und auch Gedanken gehn auf falscher Bahn; du wollst unserm Leben deine Sonne geben, daß es wandeln kann. 3. Verknüpfe mit des Frie⸗ dens Bande der armen Kirche schwache Schar. Nimm weg von unserm Vaterlande Verfol⸗ gung, Trübsal und Gefahr. Laß uns ruhig bleiben, unsern Lauf zu treiben diese kleine Zeit, bis du uns wirst bringen, wo man dir soll singen Lob in Ewigkeit. Martin Opitz v. Boberseld, 1 1639. Mel.: Nun freut euch, Gottes Kinder. 164. oder: Wom Himmel hoch 47. R teht auf, ihr 9 0. lieben Kinder⸗ lein! Der Morgenstern mit hellem Schein läßt 10 sich sehn, gleich wie ein Held, und leuchtet in die gauze Welt. 2. Sei uns willkommen, schöner Stern, du bringst uns Christum, unsern Herrn, der unser lieber Heiland ist; darum du hoch zu loben bist. 3. Ihr Kinder sollt bei diesem Stern erkennen Christum, unsern Herrn, Mariens Sohn, den treuen Hort, der uns leuchtet mit seinem Wort. 4. Gotts Wort, du bist der Morgenstern; wir können dein gar nicht entbehrn, du 4—3 uns leuchten immerdar. sonst sitzen wir im Finstern gar, 5. Leucht uns mit deinem Lichte klar und Jesum Chri⸗ stum offenbar; jag aus der Finst ternis 5 ten dein, t uns lel fihrn uns in 8. Du! n wer st fürwa ewgen 7 Chrsten ist 9, Wir hm dich hi duig lich fü Herigkeit Euigkeit. Mel.: O Jesu V 511. Mit, o Got bitt: Wend geicht von Süͤnder, ui 2. Du Veer mil nem Ebe schweb un müßt ich 3. Err oft ganz verhofft, .— deine Guns. LiebeBrunst genstern mit aßt frei si in Held, und gauze Welt. willkommen, brngst uns Herrn, der nd ist; darum m bist er sollt bei men Christum, ariens Sohn, t, der uns m Wort. ort, du bist wir koͤnnen entbehrn, du den immerdar. Finstern gar, 3 mit deinem Jesum Chri⸗ jag aus der Finsternis Gewalt, daß nicht die Lieb in uns erkalt. 6 Sei uns willkommen, lie⸗ ber Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag; leucht uns in unsre Herzen fein mit deinem klaren Himmelsschein. 7. O Jesu Christ, wir war⸗ ten dein, dein heilig Wort leucht uns so fein. Am End der Welt bleib nicht lang aus, führ uns in deines Vaters Haus. 8. Du bist die liebe Sonne klar; wer an dich glaubt, der ist fürwahr ein Kind der ewgen Seligkeit, die deinen Christen ist bereit. 9. Wir danken dir, wir lo⸗ ben dich hier zeitlich und dort ewiglich für deine groß Barm— herzigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alber, 4 1553. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens. 697. 51 1 Ver deinen Thron tret ich hier⸗ mit, o Gott, und dich demütig bitt: Wend dein genädig An⸗ gesicht von mir, dem armen Sünder, nicht. 2. Du hast mich, o Gott Vater mild, gemacht nach dei— nem Ebenbild; in dir web, schweb und lebe ich, vergehen müßt ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und un— Morgenlieder. 435⁵ ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Leben war. 4. Verstand und Ehr hab' ich von dir, des Lebens Not— durft giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich in Glück und Unglück meint. 5. Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Höllenglut, das schwer Ge— setz für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. 6. Wenn Sünd und Satan mich anklagt und mir das Herz im Leib verzagt, alsdann brauchst du dein Mittleramt, daß mich der Vater nicht ver⸗ dammt. 7. Du bist mein Fürsprach allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 8. Gott, Heilger Geist, du höchste Kraft, des Gnade in mir alles schafft, ist etwas Guts am Leben mein, so ist es wahr— lich lauter dein. 9. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn, ihn meinen Herrn und Vater nenn, sein wahres Wort und Sakrament behalt und lieb bis an mein End. 10. Daß ich fest in An⸗ fechtung steh und nicht in Trüb⸗ sal untergeh, daß ich im Herzen Trost empfind, zuletztmit Freu⸗ verhofft, da nur ein Schritt, den überwind. 28⁵ II.* ANN +* * * I MNV 436 Morgenlieder. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, o Gott, in dieser Morgenstund für alle Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat, 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgespannt; mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schutz ich dir Hin Hilf, daß ich sei von befreiet, dein Schutz hat mich r fromm, damit mein ganzes Christentum aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht Au⸗ ben; hier bring ich meine Ga— genschein und Heuchelei. 14. Erlaß mich meiner Sün⸗ denschuld und hab mit deinem zünd in mir Glauben an und Lieb, zu jenem Knecht Geduld; Leben Hoffnung gieb. 3. Ja, Vater, als er suchte, wie er mich fressen möchte, lag ich in deinem Schoße, dein Flügel mich beschlosse. 4. Du sprachst: Mein Kind, nun liege; trotz dem, der dich betrüge! schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 5. Dein Wort das ist ge— schehen, ich kann das Licht noch sehen; von Not bin ich 8 6. Du willst ein Opfer ha⸗ ben. Mein Weihrauch, Farr und Widder sind mein Gebet und Lieder. 7. Die wirst du nicht ver— schmähen; du kannst ins Herze 15. Ein seligs Ende mir be⸗ sehen und weißt wohl, daß zur scher, am jüngsten Tag erweck Gabe ich ja nichts Bessers mich, Herr, daß ich dich schaue habe. ewiglich. Amen, höre mich! Bodo v. Hodenberg, 1 1650 Verändert von Justus Gesenius, 4 1671. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herrn. 530. Amen, er⸗ lenden dein Werk an mir und 8. So wollst du nun vol⸗ senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 9. Sprich Ja zu meinen hilf selbst das Beste ach auf, mein Thaten, 512. Wẽ Herz, und singe raten; den Anfang, Mitt'l dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem from⸗ men Werschehater 2. Heint, Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begeh— ret; Gott aber hats gewehret. als die dunkeln schütte, und Ende, ach Herr, zum 10. Mit Segen mich be— mein Herz sei deine Hütte; dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paulus Gerhardt, 5 1676. besten wende. Mel.: Wie 513. Hertra, 0 Himmele 5f. nun vergat nacht sch Lichtes Pre Funden; 3 lebt, was Lüften, e zu Ehren Danklied h 2. Drun zuch aufrich und süume ein Lob zl Herr, 5 hührt und nusiziert, d lin ngen mit Freudensai nan kann Heland, nd, e . 3. Ichl Hlit, sah i jührlichket geben; de Büberei, d Mannei Ind Leben wär entko men diese mir nicht 4. Alle Freud in Traurigke befreiet; u Opfer ha⸗ 9 meine Ga⸗ mauch, Farr mein Gebet V nicht ver⸗ ust ins Herze ohl 1„ daß zur hts Besers du nun vol⸗ an mir und han diesem änden trage. zu meinen st das Beste ang, Mitt'l Herr, zum en mich be⸗ erz sei deine rt sei meine Himmelreise erhardt, 5 1676. Morgenlieder. 437 — 1 Wie schön leuchtet der. 44k1. Macht gewehrt, mir Schutz 513. Wie schön leucht' und sanfte Ruh beschert; des uns der Mor- sei gebenedeiet. Mein Mut, genstern vom Firmament des mein Blut soll nun singen, soll Himmels fern! Die Nacht ist nun springen all mein Leben nun vergangen; all Kreatur soll dir Dankeslieder geben. macht sich herfür, des edlen 5. Ei, mein Herr, süßer Lichtes Pracht und Zier mit Lebenshort, laß ferner deiner Freuden zu empfangen; was Gnaden Pfort mir heut auch lebt, was schwebt, hoch in offen bleiben; sei meine Burg Lüften, tief in Klüften läßt und festes Schloß und laß kein zu Ehren seinem Gott ein feindliches Geschoß daraus mich Danklied hören. nimmer treiben; stell dich vor 2. Drum, o mein Herz, dich mich hin zu kämpfen und zu auch aufricht, erheb dein Stimm dämpfen Pfeil und Eisen, und säume nicht, dem Herrn wenn der Feind will Macht ein Lob zu bringen. Denn, beweisen. Herr, du bists, dem Lob ge⸗ 6. Geuß deiner Gnaden rei— bührt und dem man billig schen Strahl auf mich vom musiziert, dem man läßt billig hohen Himmelssaal, mein Herz klingen mit Fleiß, Dank, Preis, in mir erneue; dein guter Geist Freudensaiten, daß von weitem mich leit und führ, daß ich man kann hören dich, o meinen nach meines Stands Gebühr Heiland, ehren. zu thun mich innig freue. Gieb 3. Ich lag in stolzer Sicher Rat und That, laß mein heit, sah nicht, mit was Ge-Sinnen und Beginnen stets fährlichkeit ich diese Nacht um-sich wenden, seinen Lauf in geben; des Teufels List und dir zu enden. Büberei, die Höll, des Todes 7. Wend Unfall ab, kanns Tyrannei stand mir nach Leib anders sein, wo nicht, so geb und Leben, daß ich schwerlich ich mich darein, ich will nicht wär entkommen und entnom— widerstreben; doch komm, o men diesen Banden, wenn du süßer Morgentau, mein Herz mir nicht beigestanden. erfrisch, daß ich dir trau und 4. Allein, o Jesu, meine bleib im Kreuz ergeben, bis Freud in aller Angst und ich endlich nach dem Leiden Traurigkeit, du hast mich heut zu den Freuden werd erhoben, befreiet; du hast der Feinde da ich dich kann ewig loben. Morgenlieder. 8. Indes, mein Herze, sing lein allzeit das Unglück troffen; und spring, in allem Kreuz drum so sei froh, gläube feste, sei guter Ding, der Himmel daß das Beste, so bringt steht dir offen. Laß Schwer- Frommen, wir in jener Welt mut dich nicht nehmen ein, bekommen. denk, daß die liebsten Kinder⸗ Burchardt Wiesenmeyer. Am Sonntage. V 1 4 Eigene Melodie. 3— ů————— —.————— 5.—— EEEI——. 2— bü 2 L. IEIIEIE was Welt ist von dir hin! Heut hat das Werk der Schöpfung IDI 3 ange-fangen, da diesem Rund das Licht ist aufgegangen. 2. Auf, auf, mein Herz, Woche ladet auf; an diesem wirf alles Irdsche ab! Heut Tag mit Bitten Gnade kauf! Jesus ist erstanden aus dem Leg ab die Last; geh, Gottes Grab; heut hat er sein Er⸗Wort zu hören; dies laß dich lösungswerk geendet; heut hat heut die Wochenwege lehren. er auch den Geist herabgesendet. 6. Sechs Tage dich Gott 3. Dies heilig Heut heißt segnet, schützt und nährt; heut dich auch heilig sein; Gott er dafür mit Dank will sein diesen Tag bei dir will ziehen geehrt. Der erste soll heut für ein. So ruhe du von Arbeit die andern bitten, daß Gott und von Sünden, daß er in sie woll mit Segen überschütten. dir mög seine Ruhe finden. 7. Gott wöchentlich giebt sie— 4. Gott lässet dir sechs Tage ben Tage dir; gieb einen du, für den Leib; der siebente der den ersten, ihm dafür. Der Seelen eigen bleib! Sie muß erste wird die andern sechse ja auch von sieben einen haben, zieren, wirst du heut Gott im daß 11 sich mög mit Himmels-Mund und Herzen führen. speise laben. 8. Am ersten du nach Got— 5. Viel Sünden dir die tes Reiche tracht, obschon die Nel.: Den die 218 515. vor allen T an, wo ma Herr Jesu, 2. Nun, dorten; thu Nus Porte stßen Wo leiben, a tleiben, un bens schrei Hirte sein. J. Wei Auen, da schauen un bauen, mit lück troffe Hb 1 s0 bung Wies. Wiesenmeyer ——.—— 19. uufalleshen — — 24.— ———— Schöpfung gegangen. an diesem Made kauf! geh, Gottes dies laß dich dege lehren. dich Gott nährt; heut nt will sein soll heut für daß Gott iberschütten. lichgiebt sie⸗ b einen du, hafür. Der ndern sechse eut Gott im u führen. u nach Got⸗ obschon die 439 Welt nur deiner Andacht lacht. 5. Amen, ja, es soll ge— Der Schad ist ihr; dir aber schehen! Jesus wird heut mit wirds gedeihen, Gott alles Glück uns gehen, und wir werden auf dich wird reichlich streuen. fröhlich sehen, daß er uns nicht 9. An diesem Tag hab deine läßt allein. Lust am Herrn; was wünscht Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. dein Herz, wird er dir geben 516 Gait Lob, der gern. Befiehl Gott heute deine Sonntag kommt Weg und Sachen und hoff auf herbei; die Woche wird nun ihn; gewiß, er wirds wohl wieder neu. Heut hat mein Gott machen. das Licht gemacht, mein Heil 10. Wirst du ihm aber neh-hat mir das Leben bracht. men seinen Tag, so macht er Halleluja. dir die Wochen voller Plag. 2. Das ist der Tag, da Je⸗ Wer ehret Gott, den ehrt er sus Christ vom Tod für mich auch auf Erden; wer ihn ver-erstanden ist und schenkt mir acht' soll auch verachtet werden. die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Zos. Heinr. Calisius, 4 1698. Heil und Seligkeit. Halleluja. Mel.: Den die Hirten lobten sehre. 26. 3. Das ist der rechte Son⸗ 5 1 5 F' am Morgen nentag, da man sich nicht gnug Jesus gehet und freuen mag; da wir mit Gott vor allen Thüren stehet, klopfet versöhnet sind, daß nun ein Christ an, wo man geflehet: Komm, heißt Gottes Kind. Halleluja. Herr Jesu, unser Gast! 4. Mein Gott, laß mir dein 2. Nun, so lasset ihn nicht Lebenswort; führ mich zur dorten; thut ihm auf des Her-Himmels-Ehrenpfort; laß mich zens Pforten und ruft ihn mit hier leben heiliglich und dir süßen Worten: Kehr, Herr lobsingen ewiglich. Halleluja. Jesu, bei uns ein! Joh. Olearius, 1684. 3. Wollest täglich bei uns Mel.: Gott des Himmels und der. 493. bleiben, alle Feinde von uns 517 Gevper Gott von treiben, uns ins Buch des Le— · alten Zeiten, bens schreiben und der gute dessen Hand die Welt regiert, Hirte sein. dessen Treu auf allen Seiten 4. Weiden uns auf grüner mich von Jugend auf geführt, Auen, daß wir deine Fülle heute weckt des Tages Lauf schauen und auf deinen Reichtum mich zu lauter Andacht auf. bauen, mit dir gehen aus undein. 2. Ach, wie lieb ich diese Morgenlieder. 440 Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden; da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Doch das bloße Müßig⸗ gehen und der Kleider leere Pracht werden schlecht bei Gott bestehen, der das Eitle wenig acht'. Herr, ich bringe, was ich kann; nimm du nur mich selber an. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt. 5. Was ist schöner, als Gott dienen? Was ist süßer, als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht'. 6. O mein ain Amen; Gott, Morgenlieder. fallen mag? sprich Kleider schicken, denn wir sind zu Ehren trag. Heute fühl ich keine Sorgen; denn das ist ein lieber Tag, der durch seine Lieblichkeit recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der See— len, Sonntag, der voll Lichtes ist; heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Se— gen fließt; Stunde voller Selig— keit du vertreibst mir alles Leid. Ach, wie schmeck ich Gunen Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, geschäfte! Heute hab ich soͤnst zu thun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich, als nur Gottes-— 55 für mich. Wie soll ich mich heute shmücken, daß aich Gott ge— Jesus wird die die ich ihm Sein Blut meine Welt— dein Eigentum. Alles preise dei- und Gerechtigkeit ist das schönste nen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird n. schehn, daß wir dich im Himmel sohn Casp. Neumann, 4 1715. Mel.: Gott des Himmels und der. 93. 4 Sonntagskleid. 6. Ich will in der Zions— stille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, 5 1 8 Hmüore schöner wenn mein Jesus meinen Geist Morgen, schö⸗ ner, als man denken mag! mit dem Wort des Lebenss speist. 7. Herr, ermuntre meine Sinnen m Brust; 0 Trost He Manna& Wortes Hu Herze 0 8. 609 Lehren, Mund. dich h höͤten, den Ibund, leht ud ‚ Herze d ril 9. Gieb beschl ieße, st. Segn der i 0 3 bis; n Tag ten mag. Mel.: Ach, 519. der mich i und an Darum ko nen, richte Morgen der Welt, fangen h der eitlen heut, von ergeben se 3. Klei Sachen; Schatz und meine Welt⸗ ab ich ons brauche alle öchsten Gott schickt kin nur Gottes⸗ Rmich hente Gott ge⸗ us wird die die ich ihm ö Sein Blut t das schönste der Zions⸗ Arbeit sein: ich die Fülle Schätzen ein, meinen Geist Lebens speist untre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gieb zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 8. Segne deiner Knecht Gaben, Morgenlieder. 44¹1 diese richt, der gefällt dem Hinel nicht. Du, mein Jesu, kannst es machen, daß ich werde schön und rein in den Augen Gottes sein. 4. Kröne mich mit deinen zeuch mich an mit Lehren, öffne selber ihren deiner Kraft, die den neuen Mund. Mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gna⸗ denbund, daß, wenn man hier fleht und singt, solches in dein Herze dringt. 9. Gieb, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist. Segne, pflanze und be— gieße, der du Herr des Sab— bats bist; bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbat hal— ten mag. Jonathan Krause, 1741. Mel.: Ach, was soll ich Sünder. 302. 519 Oerr, es ist ein O Tag erschienen, der mich in den Himmel weißt und an Gott gedenken heißt. Darum komm ich, dir zu die— nen, richte du mich selber zu, daß ich deinen Willen thu. 2. Stille selbst an diesem Morgen den verwirrten Lauf der Welt, der uns hier ge— fangen hält. Brich die Macht der eitlen Sorgen, daß ich heut, von allem frei, dir allein ergeben sei. 3. Kleider sind nur schlechte Menschen schafft. Ach, was Freude werd ich haben, wenn das Herz in meiner Brust sucht am Herren seine Lust! 5. Laß die Predigt wohl gelingen, steh auch deinem Worte bei, daß es in mir kräftig sei. Unser Beten, unser Singen, und was sonst noch wird gethan, siehe du mit Gnaden an. 6. Laß mich nicht in Sün— den fallen, laß mich heute nichts versehn; laß kein Un- glück wo geschehn. Lieber Vater, hilf uns allen, sodann wird dir mein Gesang auf den Abend sagen Dank. Casp. Neumann, 1 1715. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 424. 520. Lhl vom Licht, erleuchte mich bei dem frohen Tageslichte; Gnadensonne, stelle dich vor mein muntres Angesichte, wohne mir mit Glanze bei, daß mein Sabbath lustig sei. 2. Brumnqel aller Süßig⸗ keit, laß mir deine Ströme Sachen; wer sein Thun auf fließen, mache Mund und Herz 442 dich in Andacht recht streu das Wort mit laß es hundert⸗ bereit, zu küssen; Segen ein, früchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und alle— zeit Heilig, Heilig, Heilig singen Morgenlieder. und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügel schwingen; Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns. 240. . herfür, sei du die Sonne selbst in mir; du Sonne der Gerech⸗ tigkeit, vertreib der Sünden Dunkelheit. 2. Mein erstes Opfer ist dein Ruhm, mein Herz ist selbst dein Eigentum, ach kehre gnä— i bei mir ein, du mußt dir selbst den Tempel weihn. 3. Gieb, daß ich meinen Fuß bewahr, eh ich mit deiner Kirchenschar hinauf zum Hause Gottes geh, daß ich da heilig vor dir steh. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies im Herzen; offenbare dich doch mir und geuß meiner Andachtskerzen immer neues Ol hinzu, o du Liebesflamme du! 6. Dieser Tag. sei dir ge⸗ weiht, weg mit allen Eitel— keiten! Ich will deiner Herr⸗ lichkeit einen Tempel zuberei⸗ ten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. Du bist mehr, als Sa⸗ laß mich deine Weis— 7* lomo; heit hören. Gnadenthron Knieen ehren, bis mir deine Ich will deinen mit gebeugten Sonne lacht und den schönsten Sonntag macht. Benj. Schmolck, 4 1737. ein Hörer bin, 4. Bereite, mir Herz, Mund und Hand, und gieb mir Weis⸗ heit und Verstand, daß ich dein Wort mit Andacht hör, zu deines großen Namens Ehr. 5. Schreib alles fest in mei⸗ nen Sinn, daß ich nicht nur verleih mir deine Kraft dabei, daß ich zu— gleich ein Thäter sei. 6. Hilf, daß ich diesen gan— zen Tag mit Leib und Seele feiern mag, bewahr mich vor der argen Welt, die deinen Sabbat sündlich hält. 7. So geh ich denn mit Freuden hin, wo ich bei dir zu Hause bin. Mein Herz ist willig und bereit, o heilige Dreieinigkeit! Benj. Schmolck, 1737. Nel.: Nun ihn 1 dieses unter hleibt dabor daß er sei Sohn. 3. Ich w nit t semnen b will in rein einem Altar jll höchst Villen ruhn als Not⸗ un J. Komn Herz, du men! Laß und Seelenf bei Reser Tag tag sein. Valentin 11 Ko Nun freut 0 2 323. lte dich, die ich meinen mit deiner Zum Hause da heilig herz, Mund mir Weis⸗ daß ich dein nens Ehr. fest in mei⸗ nicht nur derleih mir daß ich zu⸗ ei. diesen gan⸗ und Seele r mich vor die deinen ält. denn mit ich bei dit ein Herz ist o heilige molck, 4 1737. Mel.: Nun danket alle Gott. 452. 8 eid stille, Sinn 52 2. S und Geist, und euch in Gott ergötzet! Heut ist der Ruhetag, den Gott selbst hat gesetzet; Gott will in stiller Furcht und Lieb geehret sein, wofern er soll bei uns in Gna⸗ den kehren ein. 2. Heut ist der Tag des Heils, des Herren Wort zu hören; heut ist es rechte Zeit, ihn öffentlich zu ehren; wer dieses unterläßt und willig bleibt davon, verdient nicht, daß er sei des großen Gottes Sohn. 3. Ich will ins Gotteshaus mit seinen Kindern gehen, ich will in reinem Schmuck vor seinem Altar stehen; mein Herz soll höchst vergnügt in seinem Willen ruhn, der Leib soll nichts als Not- und Liebeswerke thun. 4. Komm heute in mein Herz, du König aller From— men! Laß mit dir Segen, Heil und Seelenfrieden kommen. Die Sonne deiner Gnad kehr heute bei mir ein, so wird denn dieser Tag ein rechter Sonn— tag sein. Valentin Ernst Löscher, 4 1749. Am Kommuniontage. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen. 347. 523, Morgenlieder. 443 gangen; mein Jesus kommt und wecket mich, er ruft mir mit Verlangen, mit seinem Leib und teurem Blut, das gnug für meine Sünde thut, will ich mich heut erquicken. 2. Steh auf und iß, das Lebensbrot wird dir heut auf— getragen; der selge Trank, so rosenrot, und heilet alle Pla— gen; den beut dir Jesus selber dar, trink fröhlich, so kann die Gefahr der Hölle dir nicht schaden. 3. Doch wirf zuvor das Sündenkleid von dir, das sehr beflecket; nimm den Rock der Gerechtigkeit, der deine Schande decket. Den Heilgen Geist ruf eifrig an, der deine Seele heil— gen kann, daß er dich wohl bereite. 4. So wird alsdann das Gotteslamm auch gerne bei dir wohnen und als ein treuer Bräutigam dich, seine Braut belohnen; du sollst, mein Herz, sein Himmel sein, da will er prächtig ziehen ein und ewig in dir bleiben. 5. Nun, Herr, der du mein Herze weißt, zu dir komm ich geschritten, du wollest nebst dem Heilgen Geist den Vater für mich bitten, daß ja mein Glaub aufhöre nicht und ich dein Mahl nicht zum Gericht tre dich, die Nacht ist nun ver- unwürdig brauchen möge. Tischl —44 6. Ihr Engel, kommt und führet mich zu diesem Tisch der Gnaden; trotz, daß Sünd, Tod und Hölle sich jetzt regen, mir zu schaden! Mein Jesus kommt, zurücke prallt; er eilt zu mir, zu Boden fallt, ihr Teufel, hier ist Jesus! Joh. Fr. Mayer, 4+ 1712. Mel.: Freu dich sehr o meine Seele. 680. 225 24 Geit sei Lob, der 2 Tag ist kom⸗ men, da ich Jesu werd vertraut, da ich aller Schuld entnommen und in Gottes Huld geschaut. Gott Lob, daß mir bereit ist des Lammes Hochzeit heut. Da mir Gott zum ewgen Leben will den ganzen Jesum geben. 2. Gott, ich komm bei frü— hem Morgen zu dir als dein liebes Kind, leg in deine Va— tersorgen mich mit Leib und Seel geschwind. Abba, Vater, sorg für mich, daß ich heut ja würdiglich als dein Gast zu dir erscheine und mit Jesu mich vereine! Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. 525. Bishn uns, Herr, 2 Odas täglich Brot; vor Teurung und vor Hungers— not behüt uns durch dein' lie⸗ ben Sohn, Gott Vater in dem höchsten Thron! 4. Tischlieder. ieder. 3. Christe, du Lamm Gottes, höre, weil du trägest meine Sünd, als mein Schatz und Hirt herkehre, deine Braut und Schaf mich find. Deiner Güte ich vertrau, führe mich auf grüner Au und speis mich, mir stets zu gute, heut mit deinem Leib und Blute. 4. Heilger Geist, den ich umfasse, bleibe heut und stets bei mir; mich mit Beistand nicht verlasse, sondern hilf, daß selig hier mir zum Nutze, Gott zum Preis, ich genieß die Him⸗ melsspeis, daß ich darnach christlich lebe, freudig meinen Geist aufgebe. 5. Nun, ich lieg dir, Gott zu Füßen; Gottes Liebe schmücke mich. Meines Jesu Blutver— gießen mache würdig mich durch sich. Hilf mir drauf, du Va— terherz, hilf mir, Jesu, Tod und Schmerz, hilf mir, Tröster, heut auf Erden, daß ich möge selig werden! Emilie Juliane, Gräfin zu Schwarzb. Rudolstadt, 4 1706. 2. O Herr, thu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt, ernähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Ra— ben Stimm; drum unsre Bitt, 0 Herr, vet Ding du allem X N 4. Geden that unb zürnet he re lobn in zum Leben Wort t die uns zum nhe, Deiner führe mich 5 speis n mich, heut mi Blute. ist, den ich ut und stets lit Beis istand ern hilf f, daß ö Mutzr, Gatt neß die Him⸗ ich darnach udig meinen dir,& Gott zu zu iebe schmück esu Blutver⸗ Daade auf, du Va esu, Tod ün Tröster, heut 9 möge selig zu Schwarzb. hu auf dein ch uns dein annt, ernähr lein, der du in. doch der Ra⸗ m unsre Bitt, Tischlieder. 445 o Herr, vernimm! Denn aller Herre Gott! Hilf endlich auch Ding du Schöpfer bist und aus aller Not; so preisen wir allem Vieh sein Futter giebst. dein' Gütigkeit hier und auch 4. Gedenk nicht unsrer Misse- dort in Ewigkeit. that und Sünd, die dich er— 0 zürnet hat; laß scheinen dein' 427 Herr Gott dich loben 4 199. Barmherzigkeit, daß wir dich 527 Hem Gott Vater lobn in Ewigkeit!. im Himmelreich, Nik. Hermann, 4 1561. wir deine Kinder allzugleich Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. auere—* Hurdiese 2 esegn uns, Herr, grund, speis' uns alle zu dieser 526. G die Ghen denn Stund. die Speis laß unsere Nahrung 2. Thu auf dein' rechte milde sein, hilf, daß dadurch erquicket Hand, behüt uns auch vor werd, der dürftge Leib auf Sünd und Schand; und gieb 0 Erd. uns Fried und Einigkeit, be⸗ Denn dies zeitliche Brot wahr uns auch vor teurer Zeit. allein kann uns nicht gnug 3. Damit wir leben selig⸗ zum Leben sein; dein göttlich lich, dein Reich besitzen ewig⸗ Wort die Seele speist, hilft lich. In unsers Herrn Christi uns zum Leben allermeist. Namen, begehrt ihr das, so 3. Drum gieb uns beides, sprecht: Amen. 5 2 8 2 Eigene Melodie. 9 —— 6 z.—.——.. ——.— II 2 5— bet den Herren, lo-bet 0. ren; denn er ist sehr 0 4.— „—— ö— E EE freundlich. Es ist sehr köstlich, unsern Gott 50 lo⸗ben, 1 — 5. ,. unsern Gott zu loben, Sein Lob ist schön und lieblich E. —. 2. 22.———.— an⸗zu⸗hö⸗ren. Lobet den Herren, lo⸗bet. Her-⸗ren. MI 446 Tischlieder. 2. Singt gen einander bracht, wir haben satt gegessen. dem Herren mit Danken; lobt Mein Gott, du hast es wohl ihn mit Harfen, unsern Gott, gemacht, nachdem du zugemessen den werten;: denn er ist jetzt jedem sein bescheiden Teil mächtig und von großen Kräf- und mildiglich vor kurzer Weil ten. Lobet den Herren. uns allesammt gespeiset. 3. Er kann den Himmel 2. Wiegroß ist deine Freund⸗ mit Wolken bedecken, er giebt lichkeit, wie herrlich deine Güte, den Regen,-wenn er will, auf die da versorgt zu jeder Zeit Erden, er läßt Gras wach- den Leib und das Gemüte; sen hoch auf dürren Bergen. du Lebensfreund, du Menschen— Lobet den Herren,, lust hast für uns alle Rat 4. Der allem Fleische„ gewußt und uns sehr wohl giebet seine Speise, dem Vieh gelabet. sein Futter-väterlicher Weise, 3. Des Himmels Fenster M den jungen Raben, wenn sie öffnest du und schenkest milden ihn anrufen. Lobet denHerren.:,: Regen, du schließt die Erde 5. Er hat kein Luste an der auf und zu und giebst uns Stärk des Rosses, noch Wohl- deinen Segen; die Kost ist da gefallen an jemandes Beinen; auf dein Geheiß, wen sollte 2 ihm gefalln allein, die auf ihn das zu deinem Preis, o Vater, vertrauen. Lobet den Herren.:: nicht bewegen? 6. Danket dem Herren„: 4. Dem Viehe giebst du Schöpfer aller Dinge. Der Futter satt und speisest auch Brunn' des Lebens-thut aus die Raben, wenn sie noch bloß, ihm entspringen„: gar hoch jung, schwach und matt an vom Himmel her aus seinem Nahrung Mangel haben. Herr, Herzen. Lobet den Herren. 3 du thust auf dein milde Hand 7. O Jesu Christe,„: Sohn und sättigest das ganze Land des Allerhöchsten, gieb du die mit großem Wohlgefallen. Gnade Sallen frommen Chri-⸗ 5. Für solche Wohlthat wol— sten,„ daß sie dein' Namen len wir, wie liebe Kinder müssen, ewig preisen. Amen. Lobet von ganzer Seele danken dir den Herren. und unsre Mahlzeit schließen Rit. Selneccer, 41592. mit einem Dank und Lob— Mel.: Nun freut euch, lieben. 347. gedicht; o treuer Gott, ver— 8 Zun ist die Mahl- schmäh uns nicht, laß es dir 529. N zeit auch voll- wohlgefallen! lich ähte gute Zei ö ind Einigf und Segel 2. Den Leben hat dieselben z mit gar u 3. Nah Libe, dif bleiben, w den sind Sünden. J. Ein geben, der Christus, hat uns 5. Sei sein Nach allen Unf im Glaub vertrauen. 6. Du geben die satt 0 dcgesen n + Rell durzer Weil peise. eine Freund⸗ dei me Güte, jeder ge 8 Genin 1 R luscher alle Rat sehr wohl els Fenster enkest milden zt die Erde ebst uns at ist da ard sollte o Vater, eTgiebst du speisest auch ie noch bloß, id matt an haben. Hert, milde In ganze Land lgefallen. ohlthatwol⸗ inder müssen, e danken dir zeit schließen k und Lob⸗ Gott, ver⸗ „laß es dit Tischlieder. 447 6. Vergieb uns unsre Misse⸗ that, und gieb, was wir be⸗ gehren; schaff uns, o Vater, ferner Rat, daß wir uns ehr⸗ lich nähren, verleihe künftig gute Zeit, gieb Nahrung, Fried und Einigkeit, Gesundheit, Heil und Segen! 530. 7. Laß endlich bei des Lam- mes Tisch im Himmelreich uns essen, wo tausend Gaben mild und frisch du selbst uns wirst zumessen; da wird man schmecken Freud und Ehr, und wir, Herr, wollen nimmermehr zu preisen dich aufhören. Joh. Rist, 4 1667. Eigene Melodie. ——— Nun laßt uns Gott dem Herren danksagen und ihn ehren SSSSIII von wegen seiner Gaben, 2. Den Leib, die Seel, das Leben. Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, thut er mit gar nichts sparen. 3. Nahrung giebt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tötliche Wun— den sind kommen von der Sünden. 4. Ein Arzt ist uns ge⸗ geben, der selber ist das Leben; Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. 294. Christus, für uns gestorben, hat uns das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der Heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns ver⸗— geben die Sünd, geschenkt das die wir empfangen haben. Im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, wollst uns hinfort behüten, die Großen mit den Kleinen; du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahr⸗ heit, gieb ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. L. Helmboldt, 1 1598. 5 3 1 peis uns, Vater, • deine Kinder, tröste die betrübten Sünder. Sprich den Segen zu den Ga— ben, die wir jetzund vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärk, Kraft und Nah⸗ rung geben, bis wir endlich 448 Abendlieder. mit den Frommen zu der Himmelsmahlzeit kommen. Mel.: Nun danket alle Gott. 452. e[WNir danken freu⸗ 532. V ů Vater, jetzt von dir empfangen haben. Gesundheit giebst du uns und Nahrung, die erfreut, hier einen frohen Mut, dort deine Seligkeit. 2 dig dir für alle deine Gaben, die wir, o *— Herr Gott, dich loben alle. 199. 533. Wir danken Gott V für seine Gabn, die wir von ihm empfangen habn. Wir bitten unsern lie— ben Herrn, er woll uns hin— fort mehr beschern. 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Gott, du wollst uns gebn nach dieser Welt das ewig Lebn. 5. Abendlieder. Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 107. 2 2 Ab5ed heller als ³⁰ ö der Morgen, weil mein Jesus bei mir ist. Gute Nacht, ihr müden Sor— gen! Sanfte Ruhe, sei ge— grüßt! Weil mich Gottes Flügel decket, und sein Auge für mich wacht, ach, so werd ich nicht erschrecket vor der sonst betrübten Nacht. 2. Kommt, ihr angenehmen Ien 0 meine Glieder ein, daß sie ihre Kraft erstat⸗ ten, wenn sie wie gestorben sein. Deckt, ihr schwarzen Fin— sternisse, dieses Tages Fehler zu, und wenn ich mein Bette grüße, so befördert meine Ruh. Aber du, mein Herze, wache, denn dein Jesus klopfet an, daß er sich ein Lager mache, wo er bei dir ruhen kann. Laß die Glaubenslampe brennen, geuß das Ol der Andacht ein; so wirst du den Freund erken— nen, der dir will zur Seite sein. 4. Laß mein Opfer dir ge⸗ fallen, Jesu, ewger Gnaden⸗ thron! Höre meines Mundes Lallen und der Lippen schwa⸗ chen Ton. Ach, durchstreich mit deinem Blute des ver— gangnen Tages Schuld; schone meiner mit der Rute und er⸗ zeige mir Geduld. 5. Treuer Hirte deiner Scha⸗ fe, Wächter mitten in der Nacht, decke mich in meinem Schlafe, gieb mir deiner Engel Wacht. Sei du meine Feuersäule, daß der arge Feind erschrickt, wenn er die vergift'ten Pfeile auf mein schlafend Herze drückt. 6. Den schließe al hört, Grausr 5 di Ruh 470 audder sch ei ih vnd n anfte U Mel.: Ach, V *0 550. da der Tag nd die hin z 1 dein Mig e d zl mein Herz 2. Mein schwinde, Ewigkeit, Zet saust Vinde, fle ein Fluß Wasse guß 3. Und, Un ler ne M acht, 0 Ind Nacht Erbarmer 1 dahin, Wacker bi 4. Ach lich schän schützett u qnädiglic loben alle 1 dank ken Go 90. Vemgihz schließe alles, was mir ange- langen, o mein Herzensfreund,—19 wempfangen hört, daß man nichts vom zu dir, neige du dein Licht x u unsern lie ö Grauen wisse, welches sonst zu mir, da der Tag nunmehr all uns hin die Ruh verstört, laß an un- vergangen; sei du selbst mein . jser Bette schreiben: Gottes Sonn und Licht, das durch Kinder schlafen hier, und Gott alles Finstre bricht. ö wir satt wird bei ihnen bleiben. O wie 6. Laß mich meine Tage 444 dort. 9 sanfte schlafen wir! zählen, die du mir noch gön— 0 wollst uns Beni. Schmolc, 4 1737. nen willt; mein Herz sei mit Welt da5 Mel.: Ach, was soll ich Sünder. 302. dir erfüllt, so wird mich nichts N kann. Laß brennen, und. ein; r Site süin 'pfer dir ge⸗ Zeit saust vorbei, als wie die Mel.: Nun sich der Tag geendet hat. 559. ger Gnaden⸗ Winde, fleußt dahin, als wie 36 Bleib, liebster Fesu, nes Mundes ein Fluß mit dem schnellsten 50. O weil die Nacht ippen schwa⸗ Wasserguß. des Tages Licht verjagt, damit durchstreich 3. Und, mein Jesu, sieh, ich des Satans List und Macht e des ver⸗ Armer nehme mich doch nicht nicht meine Seele plagt. chuld; schone in acht, daß ich dich bei Tag 2. Laß mit dem untergang⸗ lute und er⸗ Abendlieder. 449 6. Deine Wagenburg um⸗ A2R A˖ mein Jesu, 350. sieh ich trete, da der Tag nunmehr sich neigt und die Finsternis sich zeigt, hin zu deinem Thron und bete. Neige du zu deinem Sinn auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn ge— schwinde, wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die allerlängste und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer! Mancher Tag geht können auclen: 5. Nun, ich komme mit Ver⸗ denn wenn du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein treuer Heiland, Waäche wache du in dieser Nacht, schütze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Joh. Schlicht, 4 1723. nen Licht die Gnade nicht ver— gehn, und wenn des Geistes deiner Scha⸗ so dahin, da ich nicht recht Kraft gebricht, so hilf mir in der Nacht, wacker bin. widerstehn. nem Schlafe, J. Ach, ich muß mich herz. 3. Denk nicht des Tages Engel Wacht. lich schämen; du erhältst und Sünd und Schuld, dadurch ich schützst mich Tag und Nacht so dich betrübt; denk, wie du mich gnädiglich, Endichrnlluchuichn mit großer Hul d am Kreuzes⸗ bequemen, daß ich ohne Heuchelei stamm geliebt. 4. Ach Vater, uersäule, daß schrickt, wenn feileauf mein rükkt. dir dafür recht dankbar sei. nimm dein 29 450 Abendlieder. armes Kind in deinen Gnaden⸗ schoß; und wenn die Angst mein 2400 bind't, so mach mich sor⸗ — 37 Wenn ich wie tot ent⸗ schl alen bin, so wach und laß mich nicht; 1—— daß mein müdes Herz und Sinn sich träumend zu dir richt. 6. So 1—10 0 wird nütz⸗ lich sein, so laß, o Herr, ge— schehn, daß ich el Sonnen güldnen Schein mag freudig wieder sehn. 7. Soll aber, eh die Nacht J verschwindt, mein Leben unter⸗ gehn, so laß mich als ein Him⸗ melskind vor deinem Throne stehn. Christian Seriver, 4 1693. Mel.: Herr Jesu 0 hrist, dich zu uns. 240. 2 37. hriste, der du 53 bist Tag und Licht, vor dir ist, Herr, ver⸗ borgen nichts; du väterlichen Lichtes Glanz, lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten dein' göttliche Macht, behüt uns, Herr, in dieser Nacht, bewahr uns, Herr vor allem Leid, Gott Vater der De 3. Vertreib den schweren Schlaf, Herr Christ, daß uns nicht schad des Feindes List, das Fleisch in Züchten reine sei, so sind wir mancher Sor⸗ gen frei. 4. So unsre Augen schlafen ein, laß unsre Herzen wacker sein, beschirm uns Gottes rechte Hand, und lös' uns von der Sünden Band. Beschirmer, Herr, der Christenheit, dein Hülf allzeit sei uns bereit; hilf uns, Herr Gott, aus aller Not durch dein heilig fünf Wunden rot. 6. Gedenk, o Herr, der schwe— ren Zeit, darin der Leib ge⸗ fangen. der Seele, die du hast erlöst, der gieb, Herr jesu, deinen Trost. 7. Gott Vater sei Lob, Ehr und Preis, auch seinem Sohne gleicherweis'; des Heilgen Gei— stes Gütigkeit, von nun an bis in Ewigkeit. Wolfg. Meußlin, 4 1563 —79 O Jesu Christ, wahr' Gotts. 291. 5 38. Codide; du bist 9⁰ der helle Tag, vor dir die Nacht nicht blei— ben mag. Du leuchtest uns vom Vater her und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber Herr, behüt uns heut in dieser Nacht vorm bösen Feind; 2— laß uns in dir ruhen fein, daß wir vorm Satan sicher sein. 3. Ob schon die Augen schla⸗ fen ein, so laß das Herz doch wacker sein; halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. O0 Hi Macht. 5. Sind subtes Gut dein teurer des ewgen r Ans dir 6. Befie r omm ul Eigentum Wächter z Zatan hab 7. So Ren dein, bei Ul 15 sei 540. U en schla lafen eizen wacker Baths rechte uns von der Hert, Kerr, der Hülf all it um Sohne Heilgen Gei⸗ nun an bis leußlin,; 1503 gahr Gotts. 291. du bist helle T Tag, ht nicht blei⸗ leuchtest uns und bist des Hen, behüt Nacht vorm ˙ d laß uns in haß wir vorm . 2 Augen schla⸗ das Herz doch über uns dein wir nicht falln Aund Abendlieder. 451 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, behüt uns vor des Teufels List, der stets 124— Herr Gott, dich loben alle wir. 199. nach unsrer Seelen tracht', 39. Dor du bist drei daß er an uns hab keine 53 in Einigkeit, ein Macht. wahrer Gott von Ewigkeit, die 5. Sind wir doch dein er⸗Sonn mit dem Tag von uns erbtes Gut, erworben durch weicht, laß leuchten uns dein dein teures Blut; das war göttlich Licht. des ewgen Vaters Rat, als 2. Des Morgens, Gott, dich er uns dir geschenket hat. loben wir, des Abends auch 6. Befiehl dem Engel, daß beten en dir; unser armes er komm und uns bewach, dein Lied ruhmet dich jetztund im— Eigentum; gieb uns die lieben mer, und ewiglich. Wächter zu, daß wir vorm 3. Gott Vater, dem sei ewig Satan haben Ruh. Ehr, Gott Sohn, der ist der 7. So schlafen wir im Na- einig Herr, und dem Tröster men dein, dieweil die Engel Heiligen Geist, von nun an bei uns sein, du heilige Drei- bis in Ewigkeit. Martin Luther, 4 1546. 5. Eigene Melodie. faltigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus, 4 1553. —*———— ——.5.7.6 —.———.— führet; bühret. Tritt an die Himmelsthür und bring ein Lied herfür; ö 22— 20—— laß deine Augen, Herz und Sinn auf Jesum sein gerichtet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuch⸗Nacht der Pracht so voll; doch tet wohl und glänzt mit Licht noch zu tausend Malen scheint und Strahlen, ihr macht die heller in mein Herz die ewge 29² 452 Abendlieder. Himmelskerz, mein Jesus, mei⸗ ner Seele Ruhm, mein Schatz, mein Schutz, mein Eigentum. 3. Der Schlaf herrscht jetzo in der Nacht bei Menschen und bei Tieren; doch Einer ist's, der droben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht dein Aug, auf mich gericht'; drum soll mein Herz auch wachend sein, daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht das schlechte Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann; ach nimm es gnädig an! Es ist doch herzlich gut gemeiut, o Jesu, du mein See⸗ lenfreund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befeh⸗ len. Du wirst mein Schutz herr auf mich sehn zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, ja selbsten nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 6. Ihr Höllengeister, packet euch; hier habt ihr nichts zu schaffen. Dies Haus gehört in Jesu Reich; laßt es nur sicher schlafen! Der Engel starke Wacht hält es in guter Acht; ihr Heer und Lager ist sein Schutz, drum sei auch allen Teufeln Trutz! 7. So will ich denn nun schlafen ein, Jesu, in deinen Armen. Dein Aufsicht soll mein Bette sein, mein Lager dein Erbarmen, mein Kissen deine Brust, wein Traum die süße Lust, die aus der Seiten Wunden fleußt und dein Geist in mein Herze geußt. 8. So oft die Nacht mein' Ader schlägt, soll mein Geist dich umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lau⸗ tem Schall mög rufen überall: Ach, Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein! 9. Nun, matter Leib, gieb dich zur Ruh und schlafe sanft und stille; ihr müden Augen schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille. Doch schließt auch dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jesu, Jesu, gute Nacht. Chr. Scriver, 4 1693 Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 12. Der Tag hat sich 541. D geneiget, die Nacht hervor jetzt geht; Gott sei gebenedeiet, der uns be— schützet hat, durch seine milde Güte erhalten Leib und Seel; Gott woll fortan behüten vor allem Ungefäll. 2. Moht den, dos v allein die währt i Menschen die Seinen ich all m Trost und 3. Dem geben in 80 ist de wie Blümͤ des Morge ind sie ge werdn sie ben von E J. Vergi mein Sünd hab gesünd Herr, um mir zu wo Zünd und uo sollt id Den Tod 5. Ich gnädig um nach mich gieb mir der mich der mich daß ich hast gege Hur, o H Hände ne ein Kissen 1 Daum die der S Seben W dein Geist ist l It Nacht n mein' Emein Geist 0vil emal sich „Fsoll dies sin aßich mit lau⸗ rufen übe Tall: du bist mein, d bleibe dein! Wurral⸗ 5n schlafe san müden Aug denn das ist Doch schieft 1: Herr Jeu, So ist der vohl gemacht „. gute Nacht. Seriver, 4 1693 IN u sich geneiget, die gt geht; Gott der uns be⸗ ch seine milde Leib und Seel; m behüten vor Abendlieder. 453 2. Nichts ist auf dieser Er⸗lich; gieb mir ein selig Ende den, das da beständig bleibt; und nimm mich in dein Reich. allein die Güt des Herren die Paul Oderborn, um 1590. währt in Ewigkeit, steht allen Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid. 112. Menschen offen; Gott läb. 542 Der Tag ist hin; die Seinen nicht. Drauf setz O mein Geist und ich all mein Hoffen, mein Sinn sehnt sich nach jenem Trost und Zuversicht. Tage, der uns völlig machen 3. Dem hab ich mich er- wird frei von aller Plage. geben in dieser argen Welt. 2. Die Nacht ist da; sei du So ist des Menschen Jaen mir nah, Jesu, mit hellen wie Blümlein auf dem Feld 15.—t—— Treib der Sünden des Morgens in dem Tauen Dunkelheit weg aus meinem sind sie gefärbet schön, bald Herzen. werdn sie abgehauen, verder 3. Der Sonnen Licht uns ben von Stund an. jetzt gebricht; o unerschaffne 4. Vergieb mir, lieber Herre, Sonne, brich mit deinem Licht mein Sünd und Missethat; ich hervor, mir zur Freud und hab gesündigt sehre und bitte Wone Herr, um Gnad. Wenn du 4. Des Mondes Schein mir zu wolltst schreiben mein' fällt nun herein, die Finster— Sünd und auch mein' Schuld, nis zu mindern; ach, daß wo sollt ich vor dir bleiben? nichts Veränderlichs meinen Den Tod hätt ich verschuldt. Lauf mög hindern! 5. Ich bitt, daß du mir 3. Das Sternenheer zu gnädig um Christi willen seist; Gottes Ehr am blauen Him— mach mich von Sünden ledig, mel flimmert; wohl dem, der gieb mir den Heilgen Geist, in jener Welt gleich den Ster— der mich weise und lehre, ja nen schimmert! der mich leit und führ, auf 6. Was sich geregt und daß ich nimmermehre Gotts vor bewegt, ruht jetzt von sei— Steg und Weg verlier. nen Werken; laß mich, Herr, 6. Mein Leib, mein Seel, in stiller Ruh dein Werk in mein Leben, mein Haus, mein mir merken. Gut und Ehr, was du mir 7. Ein jeder will bei solcher hast gegeben, das b'fehl ich Still der süßen Ruhe pflegen; dir, o Herr, in dein' göttliche laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, Hände. Behüt mich gnädig— sich legen. 454 8. Ich selbst will auch nach meinem Brauch nun in mein Bettlein steigen; laß mein Herz zu deinem sich als zum Bettlein neigen. Halt du die Wach, da⸗ mit kein Ach und Schmerz den Geist berühre; sende dei— ner Engel Schar, die mein Bettlein ziere. 10. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und Nächte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 11. In jener Welt, fällt, die Zion noec ch 543. Mel.: da diese macht Die Sonn hat Abendlieder. soll noch heller sie— Mond und Sonne weinen, benmal scheinen. 12. Alsdann wird nicht der Sonnen Licht Jerusalem ver— lieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt zieren. 13. Halleluja! Ei, wär ich da, da alles lieblich klinget, da man ohn Abwechselung Heilig, Heilig singet! 14. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, laß mich dahin ge— langen, daß ich mög in deinem Glanz vor dir ewig prangen! Joh. Anast. Freylinghausen, 4 1739. sich mit ihrem Glanz. Der Tag is hin, mein Jesu, bei mir blebe; o Seelenlicht, Ge⸗ Rrreht tig⸗ keit; 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs igleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe wie es geh. 3. Nur eines ists, das mich empfindlich quälet: erleuchte mich, ach Herr, denn es ist Zeit. Das weißt du wohl, Beständig⸗ keit im Guten mir noch fehlet. o Her⸗ zens skündiger; ich strauchl le noch wie ein Unmündiger. 4. Vergieb es, Herr, was mir sagt mein Gewissen, daß ich noch werd so oft von dir gerissen. Es ist mir leid, ich sell mich! die Hand: i U dein. 5. Irae ter und 10 mell Aust d dein imgürte: deine Hal 9 10 6. wenn 15 1 ach, laß d auch Gutes henssonn er Dich laß ic de Tag is V W. Mel.: 1 0 4. heb ich He Air, mein nreise deine Gemüte, m Nr hinauf. und ander hast an di Krankheit, Onaden v 545. n sie⸗— d Some ird d nicht der tusalem ver⸗ Lan Mm ist 5 die Stadt Ei, wär ich 0 llinget lwicheln ung iget! u mein Hilf ich dahir U ge⸗ og in deinem vig mni. an igen! 1 1739. Seelenlich —— ir, Glanz der nes ist Zeit. ir noch fehlet wohl, o Her⸗ strauchle noch ige „Herr, was Gwi vissen, daß o oft von dir t mir leid, ich Abendlieder. 455 stell mich wieder ein, da ist 3. Du hast es 3. Seelen/ die Hand: Du mein, und ich mein Gott, nicht lassen fehlen bin dein. an gutem Wntericht Dein 5. Israels Schutz, mein Hü⸗ Wort, das ich gehöret, hat ter und mein Hirte, zu meinem treulich mich ge lehret, was dein Trost dein sieghaft n. und meine Pflicht. umgürte; bewahre mich durch 4. Ach, hätt'ich nur mein deine große Macht, wenn Be⸗ Leben mit eifrigem Bestreben lial nach meiner Seelen tracht. nach deinem Wort geführt! Ach 6. Du schlummerst nicht, aber, mein Gewissen wird lei⸗ wenn matte Glieder schlafen; der zeugen müssen, daß nicht ach, laß die Seel im Schlaf geschehn, was sich gebührt. auch Gutes schaffen. O Le⸗ 5. Drum fall ich dir zu benssonn e meinen Sinn. Fuße mit Zuversicht und Buße rn ich Häu mein Fels; vergieb mir meine Schuld; ver⸗ 7 lag deenenen + 1680. gieb, was ich versehen, laß Gnad für Recht ergehen, und ů36 Kinder. trage doch mit mir Geduld. Mel.: O Welt, 50 Lag ist mu 6. Schließ mich iut. Deine 544.— zu Ende; drum Arme und decke mit Erbarmen heb ich Herz und Hände zu u mich,d dein dnt Bonde zu. In dir, mein Schöpfer, auf und meines Jesu Wunden hab ich preise deine Güte mit fröhlichem mein Bettlein suwen Gemüte, mein Danken steigt zu 4 und find ich meine Ruh. dir hinauf Laß meine Eltern leben, Du hast mir Kleid und n sie daneben durch meine Speise, nach väterlicher Weise, Frömmigkeit. Wir legen uns und ander Guts bescher Du nun nieder, erweck 2 morgen hast an diesem Tage Schmerz, wieder, zu deinem Lob und Krankheit, Not und Plage in Dienst bereit. Gnaden von mir abgekehrt. 8 54⁵ 0. Eigene Melodie. —— dnrmen——— nin Abendlieder. zum Wachen und zum Schlafen, will singen deinen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter, erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen vielmehr, als ich kann zählen, hat heute Guts gethan. All Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit er sein Gemüte und unerschöpfte Güte mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirten Freude, ein Schäflein auf der Weide, sich unter seiner Treue ohn alle Furcht und Scheue ergötzet in dem Feld und sich mit Blumen füllet, den Durst mit Quellen stillet, so hat mich heut geführet, mit Wall Gut gezieret der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht ver⸗ lassen; ich aber hab ohn Maßen mich nicht gescheut, mit Sün— den und Unrecht zu entzünden das treue Vaterherz. Ach, Vater, laß nicht brennen den Eifer, untergehn. L gegen sich deine Engel legen noch mich trennen von deiner Hand und Seiten; mein Thun und Überschreiten erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten, und laß mein UÜbertreten zur Rechten und zur Linken ins Meeres Hed sinken und ewig Laß aber, Herr, da⸗ um mich mit ihren Waffen; mit dir will ich entschlafen, mit dir auch lasih 6. Darauf so laß ich nieder mein Haupt und Augenlid ider, will ruhen ohne Sorgen, bis daß der goldne Morgen mich wieder munter macht. Dein Flügel wird mich decken; so W1 mich nicht erschrecen der Feind mit tausend Listen, der mich und alle Christen verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe, aufsteh, Bette geh Herr, aul befehl ich 2. In d den dein, und sicher 54. 2. U fern die * die Nach 5 unser S Leib ur Flügel; — —— —88— 48.—0 umfangen — mein u von deiner mein Thun erweckt mir „ mein Beten, bertveten zur Linken ins ken und ewig ber, Herr, da⸗ Engel legen hren Waffen: hentschlafen, ferstehn. laß ich nieder dAugenlider, ö Sorgen, bis Morgen mich macht. Dein ch decken; so erschrecken der nd Nisten, der risten verfolget hier oder stehe, Abendlieder. 457 ich sitz auch oder gehe, so bleib Seele, Hab und Gut; mein ich dir ergeben, und du bist Schutz ist dein heiliges Blut. st ein 3. Denn, o Herr Christ, auch mein Leben; das is wahres Wort. Was ich beginn am Kreuzesstamm dein heil ges Blut die Sünd hinnahm; und mache, ich schlaf ein oder wache, wohn ich als wie im drum, ich wach oder schlafe Schlosse in deinem Arm und ein, wollst du, Herr, allzeit, Schoße, bin selig hier und dort. bei mir sein. Paulus Gerhardt, 4 1676. 4. Dein' Engel mir tets Mel.: O Zesu Christ, meins Lebens. halten Wacht; drum ich Tod, 546 DẽR Morgens, Teufl und Höll nicht acht; 2 E wenn ich früh denn wo ich bin, bist du bei aufsteh, und des Abends zu mir; mein Glück und Kreuz Bette geh, sehn meine Augen, kommt alls von dir. Herr, auf dich, Herr Jesu, dir 5. Ich leb od'r sterb, so bin befehl ich mich. ich dein; darum ich dir die 2. In den heilgen fünf Wun⸗Seele mein befehl jetzund und den dein, da kann ich ruhn auch im Tod; nimm sie zu dir, und sicher sein, mit Leib und o treuer Gott. 5⁴47 4. 0. Eigene Melodie— zu Frommen nach sein'm Wohlgefallen, daß wir uns le⸗gen, ———.— 87——. e———— ö i ———.— 2. Treib, Herr, von uns 3. Laß uns einschlafen mit fern die unreinen Geister, halt guten Gedanken, fröhlich auf⸗ die Nachtwach gern, sei selbst wachen und von dir nicht unser Schutzherr. Schirm beid, wanken; laß uns in Züchten Leib und Seel, unter deine unser Thun und Dichten zu Flügel; send uns dein Engel. dein'm Preis richten. 458 Abend 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten; hilf den Gefangenen, tröst auch die Betrübten; pfleg auch der Kin— der, sei selbst ihr Vormünder; des 9 Neid hinder. lieder. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd be— weiset; frist unser Leben; wollst die Schuld vergeben; erlös' uns! Amen. Böhmische Brüder. Eigene Melodie. * ie Nacht ist vor der Thür und liegt schon der Erden; mein Je⸗ su, tritt her-für und laß es lich-te werden! Bei dir, o Je⸗su mein, 2. Ich habe diesen Tag viel Ei itelkeit getrieben; du hast den Ueberschlag gemacht und auf— geschrieben; ich selber stelle mir die schwere Rechnung für. 3. Soll meine Sünde mir nun aufgeschrieben bleiben, so bitt ich, du wollst sie mit dei nem Blute schreiben; denn diese Schrift allein schreibt keine Schulden ein. 4. Soll etwa meine Schuld wo angeschrieben stehen, da steht jetzt Gottes Huld, die kann mir nicht entgehen; dein rosinfarbnes Blut macht alle 405. gut. 5. Wohlan, ich lege mich in deinem Namen nieder und morgen ruf ich dich zu meiner Arbeit wieder; denn du bist ist lauter Sonnenschein. Tag und Nacht auf meinen Nutz bedacht. 6. Ich wünsche nur von dir, nicht von der Welt zu träu⸗ men; drum bitt ich, wollst du dir mein' ganze Seel einräu— men; ach, heiße meinen Geist nur träumen, wer du seist. 7. Ich schlafe, wache du; ich schlaf in deinem Namen. Sprich du zu meiner Ruh ein kräftig Ja und Amen; und darum stell ich dich zum Wäch— ter über mich. 8. Ich schließ die Augen zu, weil Jesus mich bewachet; ich schlaf in guter Ruh, bis mich das Licht anlachet. Mein Jesu, halte Wacht, mein Jesu, gute Nacht. Casp. Ziegler, 1 1690. dich entsch uns P Abendlieder. 459 N RName m. ‚0 50 werd Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens. 189. I I 8 47 „dein Reis 2 4 75 Li ird 4. Wir opfern dir uns ganz 1—— il werd 8 549.D Ihrem Schei und gar, o Vater, nimm heint ½4 ben; walss mn' kleine W i rein 5 Hem unser wahr, daß uns die Feinde 0 eben; ann—0 42 1 dne uns sein. nicht verzehr'n, dieweil wir uns 2 O Gott, du unbegreiflich Licht, nicht können wehr'n. nische Br. weich du nur von uns Armen nicht. ö Wrider 2. Zu dir steht unsre Zu⸗ d. Gesegne uns in deinem + 7 1 So 0 e ir nichts versicht, auf dich ist unser Thun Wan 0oh. daß uudt 391 d L 0 131. stets bei dir bleib' und morgen 00 lassen fahr'n, so könnte nie— 9 ö deines Lobs mehr treib. der Ee mand uns bewahr'n. 5 8 10 Weden 3. Der Feinde haben wir 6. Ei nun, Gott Vater und erden! sehr viel, die auf uns schießen Schöpfer, nimm an unser wie zum Ziel; wenn wir ohn Abendopfer. Durch Jesum dich entschlafen sind, ergreifen Christum, deinen Sohn, unsern sie uns pfeilgeschwind. Mittler vor deinem Thron. N U 550. Eigene Melodie. nur von dir, ö—=.—*— zu träu⸗ 10 wollst du Seel einräu⸗ meinen Geist du seist. I. wache du; V lem Namen. ö 50 Ruh ein allenthalben zu, bringt Y ö Anen und 2. Ich preise dich, du Herr alle Schuld durch deinen Gna— zum Wäch⸗ der Nacht und Tage, daß du denschein in Ewigkeit bei dir + 9 5 mich heut vor aller Not und verloschen sein.— die Augen Plage durch deine Hand und 4. Schaff, daß mein Geist ch hewachet; hochberühmte Macht hast un- dich ungehindert schaue, indem r Ruh, bis x verletzt und frei hindurch ge-ich mich der trüben Nacht ver⸗— N achet Mei bracht. traue, und daß der Leib auf , mein Jesu, ö 3. Vergieb, wo ich bei Tage diesen schweren Tag sich seiner so gelebet, daß ich nach dem, Kraft fein sanft erholen mag. iegler, 160h. ö was finster ist, gestrebet, laß 5. Vergönne, daß der lieben I 460 Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewah— ren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des stecken, so blicke mich mit dei— nen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht Klarheit nimmt. Josua Stegmann, 1 1632. Mel.: In.— hab ich gehoffet. 648. R Tür alle Güte s 2 5 1. V gepreist, Gott, tiefen Grabes Lebens sein Licht und Vater, Schn und Heilger Geist! Ihr bin ich zu geringe. Ver— nimm den Dank, den Lob— gesang, den ich dir kindlich 2——3— 3. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir gethan, mir mein Ge⸗ bet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3. Herr, dein Geschenk; der Geist, mit Abendliede 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, vergieb mir meine Sünden; und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel.: Herr Gott dich loben alle. 199 3 Ger Lob, der 292. Tag ist nun dahin, drum ich mein Gott dir dankbar bin, daß ich den Abend hab erlebt und deine Gnad noch ob mir schwebt. 2. Ach Herr, sei gnädig, hab Geduld, wende“ mir alle Sündenschuld. Dein heilger Engel mich bewahr vor aller Angst, Not und Gefahr. 3. Laß mich auch mit der Morgenstund aufwachen fröh— lich und gesund, daß ich, Herr, deine Ehr ausbreit und dich dort lob in Ewigkeit. Joh. Olearius. 4 1684 f. Werde 24— mein Gemüte. 564. 5 5 3. Hem es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin; lehre ich fromm gewesen bin; mich nun Achtung geben, ob zeige mir auch selber an, so ich was was ich bin, ist dem ich dein gedenk, ein ruhi⸗ ges Gemüte, was ich vermag bis nicht recht gethan, und hilf jetzt in allen Sachen guten Feierabend machen. Freilich wirst du manches diesen Tag, ist alles deine Güte. finden, was dir nicht gefallen Gunden duld! I beladen: dad der S. sei; d decke m M Auch dein! lbsche Feur und 996 daß ich m nen nicht weinen. 5. Steui ten, die im? sollte man uns 5 0 ruhn, 10 und 10 vethin auch alles der Oa 6. Her nicht unte Abend wir ewig mur guter Hirt finstern Ne Satan Her ane Gnad t. i gnädig, nir alle in heilger vor aller fahr. 9 mit der chen fröh⸗ ich, Herr, und dich it. 1+ 1684. Gemüte. 564 es ist von lem Leben hin; lehre geben, ob bin; zeige so ih! was und hilf hen guten W manches ht gefallen Abendlieder. 461 hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und That, und vom Morgen bis Rdand pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Ge⸗ wacht; darum hilf uns deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund aeh wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein, oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, duld! Ich bin freilich schwer so befehl ich dir am Ende Leib beladen; doch vergieb mir alle Schuld. Deine große Vater⸗ treu werde diesen Abend neu; so will ich noch deinen Willen künftig mehr, als hent erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke Hi mit deiner Güte. Uuch dein Engel steh bei mir, lösche Feur und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Mei⸗ nen nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottlosen Leu— ten, die im Finstern Böses thun‚ sollte man gleich was bereiten,‚ uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine derde 5 und Seel in deine Hände. Casp. Neumann, 1 1715. Mel.: O Jesn Christ, wahr' Gotts 291. A inunter ist der V 54. H Sonne Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schadn, Gefahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt' aus Gnad und väterlicher Güt! 3. Womit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädig— lich und rechn es unsrer Seel nicht zu, laß uns schlafen in Fried und Ruh. 4. Durch dein' Engel die Wacht bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Graun und Feuersnot behüt uns heint, o treuer Gott! Nikol. Hermann, 4 1561. Jesu, meine Freude. 417. 9.9 deiner Scha⸗ fe, der von kei⸗ 462 nem Schlafe etwas wissen mag, deine Wundergüte war mein Schild und Hütte den ver— gangnen Tag; sei die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von deinen Scharen um und um bewahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Va— terhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen, drum ver⸗ gieb die Schuld; denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wundeng gnädig⸗ lich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben; mein und dein. mit Erbarmen in dein' Vater⸗ armen ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, 9 ꝛ— sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, sie sind du Schloß und Riegel, unter deine Flüge nimm dein Küch— lein ein. und Ruh, so wird uns mit nichten grauen vor des Satans Klauen. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Drum, hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die To⸗ desnot, so will ich nicht wider Abendlieder. Schleuß uns verschleuß die Kammer und laß allen Jam⸗ mer ferne von uns sein. Sei Decke zu mit Schutz dich, lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du. Gute Nacht, nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: O Christe, Morgensterne 428 E 6 In dieser Abend— 290 stunde erheb ich meine Stimm und lob aus Herzensgrunde Gott mit den Seraphim; o Herr, mein Lied vernimm! Du hast ganz abgewen det Not und Gefährlichkeit und dich zu mir gewendet in dieser bösen Zeit, die voller Angst nud Leid. 3. Die Sünden mir verge⸗ ben, die Strafe abgelenkt und deinen reichen Segen mir völlig eingeschenkt, gespeiset und ge— tränkt. Mich und mein Hausge— nossen, samt meinem Hab und Gut hast du ganz unverdrossen genommen in dein' Hut, o reiche Liebesflut! 5. Die Arbeit meiner Hände hast du befördert heut, daß sie gebracht zu Ende mit großer Nutzbarkeit; drum ich dein Lob ausbreit. Ich 9 werter ilf, daß! en nd a 10 den 30 und Whtte f Leib! 1 1 Bul—15 l D auh, ran daß mi noch etwas! Bösen neige 9. Hilf, wäge, was andeut, wer ell lge, ist t mir des Grabes 10. Da abe, da hör da ruh ich weiß nicht, u bis daß der 11. Bald Freuden, em und schmeck des Vortes Vust und 7 2. Also dort leblich 56. Vesi, meine gnul 13. Dau sterbe am dennoch in Neüu leStu unden ö 0 thei Aund und Leib und ergeber en, o it Nacht Und er tleb wirst du hutn 8 Ez nsterne 428 ser Abend⸗ de erheb ih lob aus t mit Ri mein Lied abger ben⸗ jährlichke eit gewendet in die voller mir verge⸗ gelenkt und nir völlig set und ge⸗ in Hausge⸗ n Hab und uberdrossen Jut, o riche iner Hände eut, daß sis mit 0 roßer with den 6. Ich gebe dir die Ehre, o werter Herr und Gott! Hilf, daß ich sie vermehre in Freud und aller Not und end⸗ väterlich bewahre vor bösem lich in dem Tod. 7. Ich rühme deine Gaben und bitte ferner dich, wollst Leib und Seele laben; des Satans Macht zerbrich, so schlaf in Christi Wunden; als⸗ 8. Dein starker Arm mich Herzens Zuversicht. schlaf ich sicherlich. decke, wenn ich entschlafen bin, daß mich kein Wmfall schrecke, noch etwas meinen Sinn zum Bösen neige hin. 9. Hilf, daß ich wohl er— wäge, was doch der Schlaf andeut; wenn ich mich nieder⸗ lege, ist mir mein Bett allzeit des Grabes Ähnlichkeit. 10. Da sterb ich gleichsam abe, da hör und seh ich nicht, da ruh ich wie im Grabe, weiß nicht, was dann geschicht, bis daß der Tag anbricht. 11. Bald steh ich auf mit Freuden, empfinde neue Kraft und schmeck in meinem Leiden des Wortes Gottes Saft, das Trost und Friede schafft. 12. Also werd ich in Wonne dort lieblich schauen an dich, Jesu, meine Sonne; denn du für jedermann, für mich auch gnug gethan. 13. Darum, ob ich gleich sterbe am letzten Stündelein, dennoch ich nicht verderbe; Abendlieder. 463 zur Ruhe geh ich ein, befreit von aller Pein. 14. Eh ich von hinnen fahre, bitt ich, o frommer Gott, mich schnellem Tod, aller Not. 15. So bet ich alle Stun⸗ den in meinem Lobgedicht und hilf mir in dann mir nichts gebricht, o 16. Zu singen Lob und Ehre dir, Herr, bin ich be— reit; den schwachen Glauben mehre, daß ich nach dieser Zeit mit dir eingeh zur Freud. Heinr. Cäsar. Mel.: O Welt, ich muß dich. 698. —◻7 Aun geht der Ta —5570 N 35 O9 m Ende, Herr Jesu, geh behende mit mir zur Herberg ein; mein Schutz⸗ herr, mein Begleiter, geh doch von mir nicht weiter, du wol— lest allzeit bei mir sein. 2. Du wollest für mich sorgen vom Abend bis zum Morgen in dieser argen Welt, in dieser Mördergruben, da oftmals böse Buben mir listig haben nachgestellt. 3. Will man mir alles neh⸗ men, doch darf ich mich nicht grämen, wenn du nur bist bei mir, so lang ich werde wallen nach deinem Wohlgefallen, auf dieser bösen Welt allhier. 464 Abend I. Mein kummervolles Le⸗ ben, das du mir hast gegeben, ist Jammer, Angst und Not, bis ich zu dir werd kommen dort in das Land der From⸗ men durch einen sanften sel⸗ gen Tod. 5. Ich bin des Lebens müde, Herr, lasse mich im Friede aus dieser Wander⸗ schaft getrost von hinnen fahren zu deinen Engelscharen durch deines Heilgen Geistes Kraft. 6. Laß mich ganz fröhlich reisen, jedoch zuvor mich spei— sen mit deinem wahren Leib, mit deinem Blut mich tränken, darnach ins Grab versenken; bis in den Tod auch bei mir bleib. 7. So kann ich selig ster⸗ ben und mit den Himmels-⸗ erben vor deinem Throne stehn; da werd ich nach dem Leiden zur süßen Himmelsfreuden ins ewge Leben fröhlich gehn. Mel.; O Welt, ich muß dich lassen. 698. Nun ruhen alle 9 58. N Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages lieder. Feind. Fahr hin, ein' andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun ver⸗ gangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmels⸗ saal; so, so werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterb⸗ lichkeit; die zieh ich aus, da⸗ gegen wird Christus mir an⸗ legen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht, geht und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn ver⸗ drossen, im Hui sind sie ge⸗ schlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu dei⸗ nen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wäch⸗ ter Israel! keine Rast, schlummerst! nis ist dit bist selbst de 3. Gedenk an mich in Nacht und sch ich den S Wacht. 4. Vend Witerei du Schar, so bi frel, so bin ein' andr 3 andre , meine in meinem st nun ver⸗ en Sternlein Himmels⸗ ich auch 1 heißen 15 diesem ult nun zur 8 Kleid 0 der Sterb⸗ ich aus, da⸗ us mir an⸗ der Ehr und „die Füß oh, daß nun beit kommen ich, du solt dieser Erden denarbeit frei. ihr 1 eht und legt r Betten ihr nmen Stund nan euch wird Rein Bettlein u stehn ver⸗ sind sie ge⸗ ibt dann Leib m sie zu dei⸗ gut für allen gg und Wäch⸗ Abendlieder. 465 8. Breit aus die Flügel Lieben, soll heute nicht be— beide, o Jesu, meine Freude, trüben kein Unfall noch Ge⸗ und nimm dein Küchlein ein! fahr! Gott laß euch ruhig Will Satan mich verschlingen, schlafen, stell euch die güldnen so laß die Englein singen: Dies Waffen ums Bett und seiner Kind soll unverletzet sein! Engel Schar! 9. Auch euch, ihr meine Paulus Gerhardt, 4 1676. 5 5 9. Eigene Melodie. Em —5——.—— 2—— A.—. 6————— — ö schläftal es, was sich abgematt' und was zu-vor geweint. Nur du, mein Gott, hast vor Gericht; ich kann ja nicht n Rast, du schläfst noch verloren sein in solcher Zu— schlummerst nicht; die Finster- versicht. nis ist dir verhaßt, weil du 7. Darauf thu ich mein bist selbst das Licht. Augen zu und schlafe fröhlich 3. Gedenke, Herr, doch auch ein; mein Gott wacht jetzt in an mich in dieser schwarzen meiner Ruh, wer wollte trau— Nacht und schenke mir genädig- rig sein? lich den Schirm von deiner. 8. Weicht, nichtige Gedan— Wacht. ken, hin, wo ihr habt euren 4. Wend ab des Satans Lauf! Ich baue jetzt in meinem Wüterei durch deiner Engel Sinn Gott einen Tempel auf. Schar, so bin ich aller Sorgen 9. Soll diese Nacht die frei, so bin ich ohn Gefahr. letzte sein in diesem Jammer— 5. Ich fühl zwar wohl der thal, so führ mich, Herr, in Sünden Schuld, die mich bei Himmel ein zur auserwählten dir klagt an; doch aber dei-Zahl. nes Sohnes Huld hat gnug 10. Und also leb und sterb für mich gethan. ich dir, du starker Zebaoth! Im 6. Den setz ich dir zum Tod und Leben hilfst du mir Bürgen ein, wenn ich muß aus aller Angst und Not. Joh. Friedr. Herzog, 1 1699. 30 466 Abendl Mel.: Sollt es gleich bisweilen. 658. 7 5( Vur in Jesu Blut N 2 60. N und Wunden hab ich wahre Ruh gefunden; diese sollen auch allein heut ů ö mein Ruhebette sein. A 2. Tags umgiebt mich sein AI Erbarmen, Nachts ruh ich in V seinen Armen. Jesu, ja, in I deiner Hut schläfts sich sicher, ö wohl und gut! I H Christoph Carl Ludw. von Pfeil, 1784. V Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens. 697. * r 8 III 56 OFesu, treuster 3 V 8 Heiland mein, . ich geh in mein Schlafkämmer⸗ 1 lein, ich will mich legen in die Ruh; schleuß du die Thür selbst nach mir zu! 2. Verzeih mein Sünd aus V Gnad und Güt, s 7 schändlich Träum verhüt, laß säuberlich mich schlafen ein 3. Und wenn ich schlaf, so wach für mich; treib alles ů Unglück hinter sich. Breit über mich dein Flügel aus, laß stehn 4 RANN dein' Engel um mein Haus. — 5. 4. Behüt vor Feu'r und Wassersnot; vor einem bösen schnellen Tod; vor Diebstahl und vor Leibsgefahr mich und die Meinigen bewahr. 5. Laß mich zu deinem Lob ö aufstehn und fröhlich an mein' Arbeit(ins Haus Gottes) gehn; so will ich dein Barmherzigkeit und ruhen sanft in Armen dein. Glaube, ieder. loben und preis'n in Ewigkeit. 6. Gott Vater, nimm mich in dein' Hut; Gott Sohn, wasch mich mit deinem Blut; Gott, Heilger Geist, erleuchte mich, daß in den Himmel komme ich. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. 35 6 2 Treuer Jesu, wa⸗ —30²⁶. che du, denn jetzt geh ich einzuschlafen; gieb mir und den Meinen Ruh. Bleib, o Hirt, bei deinen Scha⸗ fen, schließ die Thüren selber zu; treuer Jesu, wache du! 2. Treuer Jesu, weiche nicht; sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, das oft samt der Nacht einbricht, uns mit Ach und Weh erwecken; bleib bei uns, o Gnadenlicht, treuer Jesu, chädlich und weiche nicht! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und wenn wir schlafen, wacker sei, und der Feind uns ihn nicht raube. Deine Hilfe mach uns frei, treuer Jesu, steh uns bei! 4. Treuer Jesu, sorge du, kommts einmal mit mir zum Sterben. Bring mich dann zu meiner Ruh, mache mich zum Himmelserben; schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, sorge du. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die Meinen! Wenn dein Tag nun hriht herüt erscheinen, msgemein, I eln! Werde mun Mel. Werde! — 509. ßen sich jeht des Leibes u zen schon dn die trüb und des hellen der tiefen E die Sterne 2. Ach, be schlafen, du, Gast, ob du shaffen, heute Thu, ach, th geh und fal Ind bitt ihn, dich der Str 3. Sprich verhohlen, d Urbracht an hesohlen; ja, dacht meines gweck, habe Wag schändl Varlassen, bir hast Straßen 4. Ach He erlangen, gi *. V * Verden daß ihr Ukomme ich ——.. 732 r Nauu, wa⸗ du, denn Rafen; gieb deinen Ruh. deinen Scha⸗ hüren selber wache du! aihen icht; Jurchtt und zant der 5 mit Ach 1, dib bei ö. Iiu, u, steh uns der Geist und wir schlafen, her Feind uns Deine Hilfe treuer Jesu, u, sorge du, mit mir zum mich dann mache mich n; schließ mir u zu, treuer su, nimm zu und all die dein Tag nun bricht herfür, da du selber wirst erscheinen, ach, so führ uns insgemein, treuer Jesu, zu dir ein! Um 1690. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 564. 56 3. Ucherr zen ßen sich jetzt schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder grü⸗ ßen schon die Abendruh; denn die trüb und finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht in der tiefen See verdecket und die Sterne aufgestecket. 2. Ach, bedenk, eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes Gast, ob du den, der dich er— schaffen, heute nicht erzürnet hastl. Thu, ach, thu bei Zeiten Buß, geh und fall ihm bald zu Fuß und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen! 3. Sprich: Herr, dir ist un⸗ verhohlen, daß ich diesen Tag verbracht anders, als du mir befohlen; ja, ich habe nicht be⸗ dacht meines Amtes Ziel und Zweck, habe gleichfalls deinen Weg schändlich, o mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Wol⸗ — Straßen. 4. Ach Herr, laß mich Gnad alcnden gieb mir nicht ver— 564. Abendlieder. dienten Lohn; laß mich deine Huld umfangen, sieh auf dei⸗ nen lieben Sohn, der für mich genug gethan; Vater, nimm den Bürgen an, dieser hat für mich erduldet, was mein' Unart hat verschuldet. 5. Offne deiner Güte Fenster, sende deine Wacht herab, daß die schwarzen Nachtgespenster, daß des Todes finstres Grab, daß das Übel, so bei Nacht un⸗ sern Leib zu fällen tracht', mich nicht mit dem Netz umdecke, noch ein böser Traum mich schrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken! In dir schlaf ich sanft und wohl; gieb mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenröt angehet und man von dem Bett aufstehet. 7. Vater, droben in der Höhe, dessen Nam uns teur und wert, dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns beschert, und ver⸗ gieb uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld, laß uns nicht Versuchung töten, hilf uns, Herr, aus a allen Nöten. Joh. Franck, 4+ 1677. Eigene Melodie. Werde munter, mein Gemüte, und i S Sinne, geht herfür, daß ihr preiset Got⸗tes Güte, welch er hat gethan an mir, 30² I—— +r...— 2...—— hat erhalten und ergötzet, daß 22— Satan nicht ve ver letzet 2. Lob und Dank sei dir daß auch Satan durch sein gesungen, Vater der Barm-WSpiel mich zur Hölle stürzen herzigkeit, daß mir ist mein will. Da kannst du alleine retten, Werk gelungen, daß du mich strafe nicht mein Übertreten. vor allem Leid und vor Sün⸗ 6. Bin ich gleich von dir den mancher Art so getreulich gewichen, stell ich mich doch hast bewahrt, auch den Feind wieder ein. Hat uns doch'dein hinweggetrieben, daß ich un⸗ Sohn verglichen durch sein' beschädigt blieben. Angst und Todespein. Ich 3. Keine Klugheit kann aus⸗verleugne nicht die Schuldf, rechnen deine Güt und Wun-aber deine Gnad und? Huld derthat; ja kein Redner kann ist viel größer als die Sünde, aus hrethen, was dein' Huld die ich stets in mir befinde. erwiesen hat. Deiner Wohl- 7. O du Licht der frommen that ist zu viel, sie hat weder Seelen, o du Glanz der Ewig⸗ Maß noch Ziel; ja, du hast keit, dir will ich mich ganz mich so geführet, daß kein Un- befehlen diese Nacht und alle⸗ fall mich berühret. zeit. Bleibe doch, mein Gott, 4. Dieser Tag ist nun ver- bei mir, weil es nunmehr dunkel gangen, die betrübte Nacht schier; da ich mich so sehr bricht an; es ist hin der Son- betrübe, tröste mich mit deiner nen Prangen, so uns all er⸗ Liebe! freuen kann. Stehe mir, o 8. Schütze mich vors Teu⸗ Vater, bei, daß dein Glanz fels Netzen, vor der Macht stets vor mir sei und mein der Finsternis, die mir oft des kaltes Herz erhitze, ob ich gleich Nachts zusetzen und erzeugen im Finstern sitze. Kümmernis. Laß mich doch, 5. Herr, verzeihe mir aus o wahres Licht, nimmermehr Gnaden alle Sünd und Misse- verlieren nicht, wenn ich dich that, die mein armes Herz be- nur hab im Herzen, fühl ich laden und sogar vergiftet hat, nicht der Seelen Schmerzen. 9, Wenn sch shl ließen fen ein, sol noch geflss lichtet sein. Begier träu . U¹ 0 fleibe und dell In 10. Laß empfinden 4 Ruh, alles den, vi 1 Leib 1 Blut 1 und Gut 1.5 Hausgenose Schutz gesch U1. Ach, Sch W fall; laß aahr. en, tr 9es O Schall, annt 50 1ot; ehre, ble elb Rat, und j Ubertreten. ich von dir mich doch us doch'dein durch sein' Spein. Ich ie Schuldz und? Huld die Sünde, ur befinde. der frommen nz der Evig⸗ nich ganz cht und alle⸗ „mein Gott, mmehr dunkel mich so sehr ich mit deiner h vors Teu der Macht e mir oft des und erzeugen 5 mich doch, nimmermehr wenn ich dich zen, fühl ich Schmerzen. Abendlieder. 469 9. Wenn mein' Augen schon Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 129. sich schließen und ermüdet schla⸗ 5 6 5. Wir danken dir, fen ein, soll mein Herz den⸗— noch geflissen und auf dich ge— richtet sein. Meiner Seele mit Begier träume stets, o Gott, von dir, daß ich fest an dir bekleibe und auch schlafend dein verbleibe. 10. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwin⸗ den, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sei'n in deinen Schutz geschlossen. 11. Ach, bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Uber— fall; laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krie— ges Schall, wend ab Feur und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod. Laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. 12. O, du großer Gott, er⸗ höre, was dein Kind gebeten hat! Jesu, den ich stets ver— ehre, bleibe ja mein Schutz und Rat, und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll geschehen. Joh. Rist, 4 1667. Herr Jesu Christ, daß du unser Erlöser bist, uns b'hütet hast vor aller G'fahr durch deiner lieben Engel Schar. Halleluja. 2. Wir gehn nun hin zu unsrer Ruh', ach, rechn es unsrer Seel nicht zu, was wir leider gesündigt han; vergiebs uns alls, o Gottes Sohn! Halleluja. 3. Laß dein' Engel stets um uns sein, die allzeit uns be— wachen fein, daß der Teufel hab keine Macht an uns weder zu Tag noch Nacht. Halleluja. 4. Vor Feu'r, vor Seel⸗ und Leibesnot behüt uns, lieber Herre Gott; in deinem Nam'n laß schlafen ein uns deine lie— ben Kinderlein. Halleluja. 5. Es gscheh, was mag, wir sind ja dein, erlöst durch dein' fünf Wunden rein; dir leben wir, dir sterben wir, dein Kinder sind wir für und für. Halleluja. 6. Amen, amen, zu guter Nacht, der Engel Gottes uns bewacht; Gott Lob und Dank in Ewigkeit, wir gehn zur Ruh ohn alles Leid. Halleluja. Nik. Selneccer, 1598. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem. 215. 463 4[Qo willst du hin, 566. W aels Abend 470 Abendlieder. ist, o liebster Pilgrim, Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig sein, und kehr in 0 0 Herzen ein! 2. Laß dich erbitten, lieb⸗ ster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzens⸗ lieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht ver— führt, noch irre macht. 5. Bevorab aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt. *.— Wochenschluß. 3 O Jesu Christ, meins Lebens. 697. er letzte Wochen⸗ 9 567. D tag ist hin, da⸗ für ich dir verbunden bin. Du bist mein Gott, das A und O, dir gemacht, mit dir ist auch das End vollbracht; o habe Dank für deine Treu und steh auch in der Nacht mir bei! 2. Die Menge meiner S den schreckt, ich habe deinen Zorn erweckt; doch lösch ihn nur in Christi Blut, so ist mein Herze wohlgemut. 4. Laß meine Sünden ferne sein; du aber kehre bei mir ein; dein Herz begleite mich zur Ruh und decke mich mit Liebe z 5. Der Fürst der Finster⸗ nis stellt sich in seiner Rüstung wider mich; ich halt ihm nur dein Kreuze für, bald schreckt 5 dieses Siegs chm „Gieb, daß ich mich be— ree mag; denn morgen ist des Herren Tag, daß ich auch geistlich aufersteh und meinen de fröhlich geh. Der Feierabeud kommt huber wer weiß, wie nah mein Ende sei. Das Ende dieser Woche spricht: O Mensch, vergiß dein Ende nicht! 8. Wohlan, mein Glaube hält dich fest, und wenn der Tod mich rufen läßt, so bin ich dennoch wohlgemut; denn Ende gut macht alles gut. Benj. Schmolck, 4 1737 Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. So ist die Woche und deine Weisheit schafft es so. V 68. nun geschlossen, 2. Der Anfang war mit doch, treuer Gott, deine Herze nicht; wie sich dein Segens⸗ quell ergossen, so bin ich noch der Zuversicht, daß er sich weiterhin ergießt und unauf— ün⸗ hörlich auf mich fließt. 3 Hat Wochent agen ni nit bes ch die Kra is 0 6 in de Frucht iu mir, und da dafür. 4. Nur et alles; ach, deses nicht: Zündenfalles, Nsus aufger der die Mi schon gebüße 5. Dein nicht gebrochg icht in Ewi. Zünder h hast r, wenn ihn nicht sterben voll als ein H 6. Mein diesem Sege den Wochense froh zurücke Rost mich ch ja soll i schon in H 7. Doch genommen, ch nich be— morgen ist aß ich g und mei 2 geh. eud kommt „dwie nah Das Ende OMensch, nch! Glaube d wenn der t so bin semut; denn lles gut. molc, f 1737. ben Gott. 595. t die Woche geschlossen, deine Herze ein Segens⸗ bin ich noch daß el sich und unauf⸗ fließt. Ich preise dich mit Herz und Munde; ich lobe dich, so hoch ich kann; ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was dn mir gethan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich in meinen Wochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so giebst du auch die Kraft zu tragen; zu— dem, es ist voll Heil und Frucht in deiner Liebe gegen mir, und darum dank ich dir dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles; ach, du versagst mir dieses nicht: Gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht', mein Jesus, der die Missethat auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen, du brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnaden— voll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurücke legen, da der Trost mich ergötzen muß, daß ich ja soll in Christo dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zu— genommen, so bin ich auch der Abendlieder. —471 Ewigkeit um eine Woche näher kommen und warte nur der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den erst' und besten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche giebst; du wirst es in der That erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1756. Am Sonntage. Mel.: O Welt, ich muß dich lasseu. 698. 360 Der Sabbat ist V 6 D vergangen; ich habe mein Verlangen nach Her— zenswunsch erfüllt; Gott hat mich unterweiset, mit Lebens— brot gespeiset und meiner Seele Durst gestillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen, drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sünden⸗ schaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpur-⸗ mantel zu. 472 Abendlieder. 3. O du dreieinigs Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne ma⸗ chen auch mitten in der Nacht,‚ bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht Schanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnü⸗ get; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel, es träumt mir nur vom Himmel; ach, wer doch nur bald droben wär! Benj. Schmolck, 4 1737. Mel.: In dich hab ich gehoffet. 648. 135 zein schönste 2 70. M Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid im Herzen dich behalten. 2. Dein Lieben über alles geht, kein Ding auf Erden fest besteht, das muß man frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst und Not von dei— ner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält was es verspricht, im Tod und auch im Leben. mein, und Abend werden; gewiß, Du bist nun ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. Um 1597 Mel.: Nun sich der Tag geendet hat. 559. 74. Nen bricht die 2 finstre Nacht herein, des Tages Glanz ist tot; jedoch, mein Herz, schlaf noch nicht ein, geh, rede vor mit Gott! 2. O Gott, du großer Herr der Welt den niemand sehen kann, du siehst mich ja in deinem Zelt; hör auch mein Seufzen an. Der Tag, den ich nun— mehr vollbracht, der war be sonders dein; drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein. 4. Vielleicht ist dieses nicht geschehn; denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg es öfters zu versehn, wenn gleich der Wille gut. 5. Nun such ich deinen Gnadenthron sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug gethan. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre Herzen zu, daß et 200 10 68 Zeit mel ein; Herrlichkeit elll. Mel.: Nm H 972.9 guter Nach Schm auhen gebr bracht, d Tag gegeb Gubar II 2. Fesu, und Gaben füll Hus laß — gefalle hoch sy 323 De deiner Gno finden in Ruh; u früh f wieder an in dir Um 1597 eendet h briht die Mstre Nacht Glanz ist Herz schlaf eh, rede vor großer Herr emand sehen mich ja in auch mein den ich nun⸗ der war be⸗ rum hätt er e Nacht dir dieses nicht h bin Fleisch fleg es öfters n gleich der ich deinen meine Schuld ke, daß dein mich genug les, was man unsre Herzen ein und lasse die, so es ge⸗ hört, dir auch gehorsam sein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort und thu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll. 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gieb mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei. 9. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Him— mel ein; da wird in deiner Herrlichteit mein Sabbat ewig sein. Casp. Neumann, 4 1715. Mel.: Nnn preiset alle. 456. 0 Nen noch von Her⸗ —372.4( zen ein Lied zu guter Nacht dem Mann der Schmerzen zum Opfer dar⸗ gebracht, der uns auch diesen Tag gegeben und ihn im Glauben uns ließ verleben. 2. Jesu, wir haben Freude in dir und Lust, und deine Gaben füllen mit Dank die gebracht; 4 laß dir das schwache Lob gefallen, das arme Sün⸗ der noch spät dir lallen. 3. Deck unsre Sünden mit deiner Gnade zu und laß uns finden in dir, Herr, sanfte Ruh; und wenn wir morgen früh aufstehen, so wieder ans Loben gehen. M. Görke. Abendlieder. laß uns Gott gebahnet! 473 Mel.: Werde Licht, du Stadt. 70. 57 3. U Ln uner kommt, vollendet seinen Lauf! Gott, der Herr, hat Vater— hände, und sein Wohlthun hört nicht auf; drum laßt eur Gebet und Singen ihm das Abendopfer bringen. 2. Herr, bei dem man alle Tage Rat und Hilfe kriegen kann, höre, was ich jetzund sage, und nimm meine Seuf⸗ zer an; denn nichts anders kann ich geben, als nur dei— nen Ruhm erheben. 3. Und wer wollte das verschweigen, daß Gott alle Menschen liebt? Tag und Nacht sind unsre Zeugen, wie er so viel Gutes giebt; denn an alle meine Stunden ist ein angebunden. Andre Tage, von dem Wer auch bis in die späte Nacht, werden nur mit eitlen Sorgen und mit Arbeit zu aber der, so heut erschienen, war bestimmt, nur Gott zu dienen. 5. O du Heiland aller Leute, mein Erlöser und mein Hort, wie viel Menschen hast du heute unterrichtet durch dein Wort, da getröstet, dort ermahnet und den Weg zu 6. Herr, ich preise deinen 474 Abendlieder. n V. I I Namen jetzund und in Ewig- aus Gnaden armen Sündern.— ö keit, daß du so viel guten hastggedeckt, hab ich, aller Schuld V* Samen in die Herzen aus- entladen, deine Freundlichkeit MI gestreut; dir zu Ruhm wird geschmeckt. Weiß nun, daß für Mel: Wie se er bekleiben und viel gute mich gestorben du das Leben 77 Früchte treiben. mir erworben und vom Tod 509.„ 7. Nunmehr geh ich wieder nach kurzer Frist mir zum Heil hereit, dit, 1 1 schlafen und leg allenjKummer erstanden bist. ö Lebenszeit u V. hin; denn mich decken deine 3. Herk⸗ ich Se ucht zu dienen. N Waffen, unter deren Schutz gessen, mennes Bundes 2 t in Hause Il ich bin. Mag doch Welt und gedacht; aber durch dies See⸗ Segen nur ADMW Hölle toben; hier bin ich schon lenessen hast du mich zurecht⸗ dr wilig di nt aufgehoben. gebracht. Ohne dich war ich hi 1e N 8. Soll ich morgen auch verloren, durch dich bin Hin bch aus al * 0 noch leben und in deinem neu geboren; mich, von Sünden se wohlgefn N Dienste stehn, nun, so wirst matt und krank, macht gesund 2. Cs wirk N du Gnade geben, daß mirs der Lebenstrank. Wart dein V ferner wohl wird gehn; denn— 4. Habe Dank für solche or und so N das glaub ich steif und feste: Treue, die du, Herr, an mir bmri Gott vertrauen ist das Beste. gethan. Nimm das Opfer en WMunt Casp. Neumann, 4 1715. meiner Reue, meiner Liebe das nalen ö ö gnädig an. Dir gehört fort⸗ rachten Licht N. Am Kommuniontage. an mein Leben, weil du mir möge schle 1 Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 102. dich selbst gegeben; ich bin dein, Salne IIN— 74 Sei mir, Gottes und dir allein will ich nun durch dies NIN Sohn, will- gehorsam sein, ans du erge kommen, meines Herzens werter 5. Leit mich selbst auf dei— 3. Gieß V Gast, der mir gnädig abge-nem Pfade, steh allzeit mir due Dune ö nommen meiner Sünden schwere kräftig bei, daß die teure Got— wohnen, au Last. Nun bin ich durchs Wort tesgnade nicht an mir ver⸗ verbinde; I. gereinigt und aufs neu mit geblich sei. O Herr, hilf, laß alene zum ö dir vereinigt durch das, was wohlgelingen, gieb zum Wol-— sein beret, ö du mir zu gut hingegeben, len das Vollbringen! Mit und lnde. VX Leib und Blut. der auserwählten Zahl bring Seele; kein 2. An dem Tisch, den du auch mich zum Hochzeitsmahl. kennet den, nennet 4. Laß U sein auf deir —7— Sündern er Schuld aindlichtet un, daß fi für das L Leben vom T Tod rzum Heil te dein ver⸗ ndes nicht j dies S See⸗ ich zürecht⸗ ich war ich ch bö bin ich von Sünden lacht gesund für solche tr, an mir das Opfer ainer Liebe ncön fort⸗ eil du mir bin dein, Uich mn bst auf dei⸗ allzeit mir teure Got⸗ mir ver⸗ , hilf, laß zum Wol⸗ gen! Mit Zahl bring chzeitsmahl. Vom heiligen Ehestand. 475 V. In allerlei Ständen und Anliegen. 1. Vom heiligen Ehestand. Mel.: Wie 40— der. 441. und deine große Güte. Auch 75 und mein laß uns in der Nächte Graun 5 9. Ius wir sind auf deine treue Hilfe schaun bereit, dir, Herr, die ganze mit kindlichem Gemüte; selig, Lebenszeit mit Seel und Leib fröhlich, selbst mit Schmerzen zu dienen. Du sollst der Herr in dem Herzen dir uns lassen und im Hause sein, gieb deinen dann in Geduld uns fassen. Segen nur darein, daß wir 5. Giebst 4+ uns irdsches dir willig dienen. Eine kleine, Glück ins Haus, so schließ den fromme, reine Hausgemeine Stolz, die Woluit aus, des mach aus allen! Dir nur soll Reichtums böse Gäste; denn sie wohlgefallen. wenn das Herz an Demut leer 2. Es wirke durch dein kräftig und voll von eitler Weltlust Wort dein guter Geist stets wär, so fehlte uns das Beste: fort und fort an unser aller jene schöne, tiefe, stille Gna— Seelen; er leucht uns wie denfülle, die mit Schätzen einer das Sonnenlicht, damits am Welt nicht zu ersetzen. rechten Lichte nicht im Hause 6. Und endlich flehn wir möge fehlen. Reiche gleiche allermeist, daß in dem Haus Seelenspeise auch zur Reise kein Wdte Geist, als nur dein durch dies Leben uns, die wir Geist regiere. Der ists, der uns dir ergeben. alles wohl bestellt, der gute 3. Gieß deinen Frieden auf Zucht und Ordnung hält, der das Haus und alle, die drin alles lieblich ziere. Sende, wohnen, aus, im Glauben uns spende ihn uns allen, bis wir verbinde; laß uns in Liebe wallen heim und droben dich allezeit zum Dulden, Tragen in deinem Hause loben. sein bereit, voll Demut, sanft Philipp Spitta, 4 1859. und lnde Liebe übe jede Wer⸗ on Jesu, wir sind hier. 243. Seele; keinem fehle, dran man 576. J Qesu, bester Men— kennet den, der sich den Deinen 2 schenfreund, nennet. schönster Eurn der Seelen, 1. Laß unser Haus gegründet der es treu mit allen meint, sein auf deine Gnade ganz allein die den rechten Weg erwählen; 476 reich uns deine Gnadenhände und bring alles wohl zu Ende. Ohne dich gerät es nicht, 29— erteile du den Segen. Laß dein holdes Angesicht mit uns sein auf unsern Wegen; laß den Himmel offen stehen, wenn die Seufzer aufwärts gehen. 3. Sende deiner Liebe Pfand, deinen Geist in die Gemüter; mach uns täglich mehr bekannt mit den Schätzen deiner Güter. Deinen Tau laß uns befeuchten und dein Antlitz uns erleuchten. 4. Du sollst Kranz und Krone sein. Deine Wahrheit, Kraft und Leben soll mit hellem Gnadenschein über unserm Haupte schweben; deine Wahr⸗ heit soll uns führen, deine Treu mall uns regieren. 5. Nimm die Herzen, nimm sie hin, die sich dir zum Opfer bringen. In dir ruhet Mut und Sinn; hilf und laß es wohl gelingen! Herr, wir trauen deinem Namen; sprich zu unserm Ja dein Amen. Joh. Gottfr. Herrmann, 4 1791. Mel.: So führst du doch recht selig. 657. 5 7 7 selig Haus, wo man dich auf⸗ genommen, du wahrer Seelen⸗ freund, Herr Jesu Christ; 2—16 unter allen Gästen, die da kommen, du der gefeiertste und liebste bist, wo aller Herzen dir entgegenschlagen und aller Vom heiligen Liebe eines Ehestand. Augen freudig auf dich sehn, wo aller Lippen dein Gebot erfragen, und alle deines Winks gewärtig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Geistes sind, ge⸗ würdigt beide eines Heils, und keiner im Glaubensgrunde an⸗— ders ist gesinnt; wo beide un— zertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, in Glück und Ungemach und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen dei— ner süßen Rede zu, und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland du! O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und, wissend, alen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, in Demut willig und in Liebe frei das Ihre schaffen, froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5 O fl die Freude 0 ner Fre O selig& Hall de den heilest! alr Tröste einst 6 s I und bis aulss irn dich gesende schöne Rus Mel.: Wie se O 30 78. 1 Christ 9 Segen heilg er Ehe. neigt sich de Gut so mil he ilgen Höh i ch fleißig Alten, die Lebens einig 2. Wenn sich wohl rickt bei samm iner Treue ain vollem L zuie der En mel febst Sturm, ki schlagen, k Gott 90 in ihm si * 3. Vor Gnad, in und spat dich se dein 0 eines) Wi Vinks wo Mam deiner 150 Hel— grunde an⸗ ⁰ beide un hangen in in K.0 aene Ta ag! 110 man uit Händen 5 dir legt, uder, der sie ut 1—0 5 als nd pflegt; 60 gern horchen dei⸗ „ und lernen mit Freuden einer freun, dul 5„ wo Knecht kenn en und, Ugen auf sie zerk in einem daß es nach ag geschehn; deine Haus⸗ twilligundin schaffen, froh „ in kleinen roße Treu! Vom heiligen Ehestand. 477 5. O selig Haus, wo du heget. Da streckt sein Arm die Freude teilest, wo man bei sich täglich aus, 98 faßt er keiner Freude dein vergißt! uns und unser Haus, gleich O selig Haus, wo du die Wun-als ein Vater pfleget. Da den heilest und aller Arzt und muß ein Fuß nach dem andern aller Tröster bist, bis jeder gehn und wandern, bis sie einst sein Tagewerk vollendet, kommen in das Zelt und Sitz und bis sie endlich alle ziehen der Frommen. aus dahin, woher der Vater 4. Der Mann wird einem dich gesendet, ins große, freie, Baume gleich, an Asten schön, schöne Vaterhaus! an Zweigen reich; das Weib Philipp Spitta, 4 1859. gleicht einem Reben, der seine Mel.: Wie schön leuchtet der. 44k1. Träublein trägt und nährt 78. We schön ists und sich je mehr und mehr 2 doch, Herr vermehrt mit Früchten, die da Jesu Christ, im Stande, da leben. Wohl dir, o Zier, dein Segen ist, im Stande Mannessonne, Hauseswonne, heilger Ehe! Wie steigt und Ehrenkrone! Gott denkt dein neigt sich deine Gab und alles bei seinem Throne. Gut so mild herab aus deiner 5. Dich, dich hat er ihm heilgen Höhe, wenn sich. daß aus dir werd dich fleißig halten Jung d herausgeborn das Volk, das Alten, die im Orden eines se ein Reich bauet; sein Wun⸗ Lebens einig worden! derwerk geht immerfort, und 2. Wenn Mann und Weib seines Mundes starkes Wort sich wohl begehn und unver- macht, daß dein Auge schauet rückt beisammen stehn im Bande schöne Söhne und die Tocken, reiner Treue, da geht das Glück die den Rocken fein abspinnen „in vollem Lauf, da sieht man, und mit Kunst die Zeit ge— wie der Engel Hauf im Him-Wwinnen. mel selbst sich freue. Kein 6. Sei gutes Muts; wir Sturm, kein Wurm kann zer- sind es nicht, die diesen Orden schlagen, kann zernagen, was aufgericht'; es ist ein höhrer Gott giebet dem Paar, das Vater, der hat uns je und in ihm sich liebet. je geliebt und bleibt, wenn 3. Vor allem giebt er seine unsre Sorg uns trübt, der Gnad, in deren Schoß er früh beste Freund und Rater. An⸗ und spat sein Hochgeliebten fang, Ausgang aller Sachen, die zu machen, wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 7. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stünd⸗ lein, da man Leidens voll die Thränen lässet schießen; jeden— noch, wer sich in Geduld er⸗ giebt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schlie⸗ ßen. Sitze, schwitze nur ein wenig, unser König wird be⸗ hende machen, daß die Angst sich wende. 8. Wohl her, mein König, nah herzu, gieb Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen bester Weis' und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu er— füllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paulus Gerhardt, 1 1676. Mel.: Herr Gott, dich 01 alle wir. 199. Moh dem, der 579. W'o in Gottes Furcht steht und auch auf sei⸗ nem Wege geht! Dein eigen Hand dich nähren soll; so lebst du recht und geht dir wohl. Dein Weib wird in dein'm Hause sein wie ein Re— ben voll Trauben fein, und dein' Kinder um deinen Tisch wie Olpflanz en gesund und frisch. 3. Sieh, so reich' Segen Vom heiligen Ehestand. hangt dem an, wo in Gottes Furcht lebt ein Mann; von ihm läßt der alt Fluch und Zorn, den Menschenkindern an⸗ geborn. 4. Aus Zion wird Gott segnen dich, daß du wirst schauen stetiglich das Glück der Stadt Jerusalem vor Gott in Gna— 5 angenehm. Fristen wird er das Le⸗ 5 dein und mit Güte stets bei dir sein, daß du sehen wirst Kindeskind, und daß Israel Friede findt! Martin Luther, 1 1546. Mel.: O Jesu Christ, meins. 697. 1 80. Wẽ hleeinem Haus, 9 wo JesusChrist allein das All in allen ist! Ja, wenn er nicht darinnen wär, wie finster wärs, wie art, und leer! Wohl, wenn der Mann 915 Weib und Kind im rechten Glauben einig sind, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuch⸗ werk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Got— tes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl lichen 0 treuer Han seiner Att! tracht offenl 6. Wo gläl big sin id und5 nen licht daß ihrer e 7. Wohl Mel.: Herr, u 901.3 diesen bösen Schat, die sie zum G. bald die Jus Kal 10 0 dienen soll Ständen, s. Weisheit v Weis' sie fi in der Ger besten weif zu Nutz an Gotte ann; von Hluch und nlindern an⸗ wird Gon wirst schauen der Stadt it in Gna⸗ er das Le⸗ Güte stets V sehen wirst daß Irael uther, + 1546. „meins. 697. einem Haus, Jehuschrist u allen ist! t darinnen wärs, wie nder Mann d im rechten 1d, zu dienen d Gott nach d Gebot. mein solches V ein V ö orbild llt, daß ohne eist das äußre ind heißt. u das Räuch⸗ beständig in d man nichts fort als Got⸗ Hottes Wort. Für Eltern 5. Wohl, wenn im äußer⸗ lichen Stand mit fleißiger, ge— treuer Hand ein jegliches nach seiner Art den Geist der Ein— tracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäu— men nicht am ewgen Glück, daß ihrer keines bleibt zurück. 7. Wohl solchem Haus! und Kinder. 479 Denn es gedeiht; die Eltern werden hocherfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Weich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Christoph Carl Ludwig von Pfeil, 4 1776 ——— 2. Für Eltern und Kinder. Mel.: Herr, wie du willst, so. 642. 12* ich Gott, laß dir 2 8 A befohlen sein zu diesen bösen Zeiten den teuren Schatz, die Kinderlein; wollst sie zum Guten leiten. Gar bald die Jugend wird verführt, wohl auch ein Alter sich ver⸗ irrt in diesen letzten Zeiten. 2. Mit Vatertreu sie mir behüt, in Gnad sie mir regiere; dein guter Geist leit ihr Ge⸗ müt, daß niemand sie ver— führe. Dir, Herr, ich sie befehlen thu, die Engelwach gieb ihnen zu, daß keine Plag sie rühre. 3. Und weil man dir, Herr, gemein, den Obern auch ge⸗ horsam sein, und meiden all dienen soll allhier in allen Ständen, so mach sie deiner Weisheit voll, daß Weg und Weis' sie finden, zu dienen dir in der Gemein; du, Herr am besten weißt allein ihr Thun zu Nutz anwenden. 4. Dir meinem Gott, erzieh ich sie in deiner Furcht und Treue; schaff, daß nicht Arbeit Sorg und Müh in Zukunft mich gereue, sondern vielmehr in Ewigkeit meiner Kinder Gott— seligkeit mich inniglich erfreue. Josua Wegelin, 4 1640. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. ————— 582 Sitf, Gott, daß * unsre Kinder⸗ zucht geschehe stets mit Nutz und Frucht, daß aus dem Mund der Kinder dir ein Lob ertöne für und für. 2. Laß sie den Eltern ins⸗ ihr Leben lang Lug, Eigen⸗ sinn und Müßiggang. 3. Gieb ja, daß ihnen mangle nicht heilsame Lehr und Unter⸗ richt, damit aus deinem Wort 480 Für Eltern und Kinder und Mund ihr Glaub erhalte Heilger Geist, von dem ein festen Grund. Meer der Gnade fleußt: wir 4. Erleuchte sie mit deinem loben dich, wir danken dir mit Schein; laß sie zum Lernen unsern Kindern für und für. willig sein; gieb Gottesfurcht David Denicke, 1 1680. in ihren Sinn, die aller Weis el: O den Christ, meins. 697. heit Anbeginn. 583. NIA hilf uns, o 5. Behüte sie vor Aerger⸗ 2( Herr Jesu Christ, nis, mach sie des rechten Wegs der du einst hier gewesen bist gewiß, wenn ihnen ein Ver- ein freundliches und frommes führer naht mit giftgem Reiz Kind, ohn alle Schuld, ohn zur Missethat. alle Sünd. 8. Durch deine Weisheit, 2. Wir Kinder bitten eines Macht und Güt vor allem nur, versags nicht, Herr der Unfall sie behüt; führ du sie Kreatur: Hilf uns in deinem selbst auf rechter Bahn, da- Willen ruhn, lehr uns nach mit ihr Fuß nicht gleiten kann. deinem Vorbild thun. 7. Hilf, Gott, daß sie dich 3. Gieb deinen Geist in überall vor Augen haben all- unsre Brust, hilf lernen uns zumal und sich befleißen jeder⸗ mit Kindeslust, damit wir zeit der Tugend, Zucht und legen rechten Grund und ewig Ehrbarkeit. stehn in deinem Bund. 8. Und wo sie gehen aus Böhmische Brüder, 1531. und ein, da laß du sie ge⸗ Mel.: Ich weiß, mein Gott, daß. 593. segnet sein, auf daß sie ihre 84 O frommer Gott, Lebensjahr zubringen christlich 2 ich danke dir, immerdar. daß du so liebe Eltern mir 9. Vollende sie in dieser aus Gnaden hast gegeben und Zeit zum Erbteil in der noch zur Zeit sie mir zur Ewigkeit; den Kindern, Hei-Freud erhalten bei dem Leben. land, sprichst ja du so liebe. 2. Verzeihe mir die Misse⸗ voll den Hinmel zu. that, die dich und sie beleidigt 10. Und schließt sich dann hat; laß mich es nicht ent⸗ V ihr Erdenlauf, so nimm sie, gelten, daß ich, mein Gott, Herr, zu dir hinauf; gieb, auf dein Gebot geachtet hab daß mit ihnen wir zugleich dich so selten. preisen dort in deinem ReichG. 3. Gieb mir ein Herz, das Gott Vater, Sohn und dankbar sei und meiner Eltern Ef fer n sie in 220 sich ihter wierschn et. 4. Laß o Sinn, Mutter bin eworden, 90 Vat tel Orten. 5. Gieb n und Ruh h„ Segen zu, ihn en tragen sn ad U Ang st ¹ 6. 198 0 Zeit, 10 fü Ztblichkit der Ehten, Lob dafür, wilst erhören gethan und di Hhat gleichr 3 Gut; de aus Onadey Beinen un Stund zul Deinen, Aisnchas geh vesen 6 nd fromm Schuld, o Wu 6 ten eines Ser der in deinem V 4* nach hun. u Geist in lernen uns damit wir ind und ewig Bu Ind. e Brüder, 1531. Gott, daß. 593. ommer Gott, 9 danke dir, e Eltern mir gegeben u und sie mir zur ei dem Leben. ir die mn d sie beleid idigt nicht ent⸗ mein Gott, geachtet hab ein Herz, das meiner Eltern Eifer scheu, nichts thu, Für Eltern und Kinder. 481 was Gnadenbund hast du sie in sie verletzet, auch nimmermehr ihrer Tauf väterlich genommen sich ihrer Lehr aus Bosheit auf, daß sie, wenn sie sollten widersetzet. 4. Laß oft mir kommen in den Sinn, Mutter bin vom Anfang her geworden, und wie für mich der Vater sich bemühet aller Orten. 5. Gieb meinen Eltern Fried und Ruh, es decke sie dein Segen zu, ihnen tragen, behüte sie doch spat und früh vor Trübsal, Angst und Plagen. 6. Und wenn dahin ist ihre Zeit, so führ sie aus der Sterblichkeit hinauf zum Reich der Ehren, ich bringe dir viel Lob dafür, wenn du mich wirst erhören. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 585 Soerge doch für 389. meine Kinder, Vater, nimm dich ihrer ani gethan und durch deines Sohnes Blut gleichwohl dein erworb— nes Gut; darum wirst du sie aus Gnaden wohl beschützen und beraten. 2. Sie sind dir von Kindes Beinen und von ihrer ersten Stund zugeworfen als die Deinen, und durch deinen wie sauer ich der überall hätte ihr Kreuz hilf 2 rer an! einzig Teil. Ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zuů⸗ sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ge— nähret und so manchem Un— glücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und leichtlich um— gestürzt, ja das Leben ab— gekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sollt ich nicht für solche Güte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem Ge— müte solchen Glücks⸗ und Segensschein rühmen und vor jedermann deine Wohlthat zeigen an, ach, so müßt ich ganz vermessen Gottes, meines Heils, vergessen. 5. Sammeln andre große Schätze, daß ihr Haus in solchem Heil sich in Geld und Gut ergötze, so bist du mein Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz ver— derben, bis sie endlich selig sterben. 6. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Tugend bringen zu, bis du sie, wie mich, zur Ruh wirst ins kühle 31 482 Für Eltern und Kinder. die — 0 146 Grab versenken und die Selig- nicht ihrer lachen und ihr Un⸗ Siah wuch 1 ö keit uns schenken. glück größer machen. 0 Wihm * +* 7. Können sie in diesem 9. Endlich, wenn die Jahr z ulge N Leben hier, und wo es dir verflossen, daß sie diese Lebens⸗ 0 Wrügen gefällt, was zu deinen Ehren zeit haben ehrlich hier genossen 5 r x 0 geben, so laß in der ganzen und sie in die Ewigkeit sollen 15 Haffn MN Welt ihnen, wie sie immer ihren Eintritt thun, so laß uchn WN gehn, deine Furcht vor Augen alle Schmerzen ruhn und laß erqu sh VN stehn, daß sie dich im Thun sie in ihrem Sterben glau⸗ wird flk. I und Lassen stets in ihre Her⸗ bensvoll den Himmel erben. 10 1 5 N + zen fassen. 10. Gönne mir die großen Leib Vetgebe 8. Lasse sie auch meinen Freuden, daß am lieben jüng⸗ GOna selh. V I Feinden nicht zum Hohn, o sten Tag, nach so vielem Kreuz— ii I lieber Gott, Weden, noch auch und Leiden, ich mit Jauchzen. Wilen Wl meinen Freuden eine Last, sagen mag: Liebster Vater, ich en VA wenn eine Not und ein Un- bin hier, und die Kinder, die du a chal I fall sie betrifft; wehre selbsten mir hast in jener Welt bescheret. Zet, 0 +* allem Gift, daß die Feind Ewig sei dein Nam geehret! zuschre 1—1 Joh. Ludw. Schlosser, 1754. muß es .9 wil, bin ich lt 3. Für den Haus⸗ und Nährstand. 6. Soll i NVN 826(hen, will 586. Eigene Melodie. sreben; ich Mun hn, ist doch betehet; alle und fährt wie 6 u bi 90 9— der behält ganz un-ver⸗le-tzet ei⸗nen freien Heldenmut. Er der N — 2. Der mich hat bisher er⸗führet und noch leitet und re⸗ hält, wird nähret und mir manches Glück gieret, wird hinfort mein Hel— Dagen als bescheret, ist und bleibet ewig fer 91.2 tragen. mein. Der mich wunderlich ge- 3. Viel bemühen sich um 2. Er f 483 Für den Haus⸗ und Nährstand. en. Sachen, die nur Müh und keit, wie viel mir nützen würde, V au die Ii Unruh machen und ganz un⸗bestimmte meine Lebenszeit,. diese Lbenz beständig sind; ich begehr nach mein Glück und meine Bürde. ö hiergeosen dem zu ringen, was mir kann Was zagt mein Herz? Ist wigkeit scler Vergnügen bringen und man auch ein Schmerz, der zu des un, sol jetzt gar selten find't. Glaubens Ehre nicht zu be— uhn undel 4. Hoffnung kann das Herz siegen wäre? ö erquicken; was ich wünsche, 3. Gott kennet, was mein wird sich schicken, so es anders Herz begehrt, und hätte, was M, die groß Gott gefällt. Meine Seele, ich bitte, mir gnädig, eh ichs +* lieben 11 Leib und Leben hab ich seiner bat, gewährt, wenns seine Weis— Hmen Gnad ergeben und ihm alles heit litte. Er sorgt für mich heimgestellt. len väterlich. Nicht, was ich ter Vatr i 5. Er weiß schon nach sei⸗Umir ersehe, sein Wille, der Kinder Rdr nem Willen mein Verlangen geschehe. Latbeshert zu erfüllen; es hat alles seine 4. Ist nicht ein ungestörtes m geel 0 Zeit, ich hab ihm nichts vor⸗Glück weit schwerer oft zu nie— 15 zuschreiben; wie Gott will, so tragen. als selbst ein widriges — 1 muß es bleiben; wenn Gott Geschick, bei dessen Last wir md. will, bin ich bereit. klagen? Die größte Not hebt Frungsezet.—0 ö hat, dem wird ein gut Ge⸗ — will ich mein Glücke bauen, wissen die Trübsal auch ver⸗* — und dem, der mich erschaffen süßen. + Hldenhnnt hat, mit ganzer Seele trauen. 6. Was ist des Lebens Herr— V 62 ö Er, der die Welt allmächtig lichkeit? Wie bald ist sie ver— 4 leitet und re⸗ hält, wird mich in meinen schwunden! Was ist das Leiden* ort mein Hel⸗ ihen sich um 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht wider— streben; ich verlasse mich auf ihn, ist doch nichts, das lang bestehet; alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Joh. Kohlros, 4 1558. Mel.: Was Gott thut, das ist. 664. R uf Gott und nicht 587. A auf meinen Rat Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewig⸗ doch der Tod; und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Reichtum, Ehr und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen dieser Zeit? Wie bald ists über⸗ wunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, 3 4 484 Für den Haus- und Nährstand. +1 + ihr Gerechten, der Herr hilft sprech ich auch von Herzens— Ner: n* seinen Knechten. grund: Das walte Gott! 786 9.D Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 7. Trifft mich ein Unglück,— Mel.: Erschienen ist der herrlich. 129. unverzagt Ist doch mein ‚ nit seinen 1H Al 588. D uis⸗ Gott, Werk mit Gott gewagt; er er ewgen der helfen kann! wird mir gnädig stehen bei; Hirt und NDW Mit Gott fang ich mein Ar- drum dies auch meine Losung 2. So lan 40 beit an, mit Gott nur geht sei: Das walte Gott! ihte miréo 0 1* es glücklich fort; drum ist auch 8. Er kann mich segnen früh 1 Reichtuln dies mein erstes Wort: Das und spat, bis all mein Thun 0 mir die walte Gott! ů 1 ein Ende hat; er giebt und 3 Er läss 1 N ö 2. All mein Beginnen, Thun nimmt, machts, wie er will; auf grü x V und Werk erfordert Gottes drum sprech ich fein auch in übrt mich z I Kraft und Stärk; mein Herz der Still: Das walte Gott! schafft. I sucht Gottes Angesicht, drum 9. Gott steht mir bei in älle. 40 auch ar Mund mit Freuden aller Not und giebt mir auch 20 Wennen I spricht Das walte Gott! mein täglich Brot; nach sei— ud sich mit IIN 3. So Gott nicht hi ilft, so nem alten Vaterbrauch thut er iin er, sie z 14 0 kann ich nichts; wo Gott nicht mir Guts, drum sprech ich auch: Ir Not zu 0 giebet, da gebrichts; Gott Das walte Gott! 5. Er lehr II giebt und thut mir alles Guts, 10. Nichts glücket ohne Got hsen, führt drum sprech ich nun auch gu⸗ tes Gunst, nichts hilft Ver⸗ Sben 1 — 2 0 Muts: Das walte Gott! stand, Witz oder Kunst; mit Iut ͤ Will Gott mir etwas Gott gehts fort, gerät auch nen wl N WA lamens willo I 95 0——8 so will ich dank- wohl, daß ich kann sagen glau— 6 Und al WINI bar sein dafür; auf sein Wort bensvoll: Das walte Gott! e fü W werf ich aus mein Netz und 11. Teilt Gott. was mit 'r 2 47———— wand 6 lrg . sag in meiner Arbeit stets: aus Gütigk keit, so acht ich kei— 0 1 Das walte Gott! ner Feinde Neid d; mag hassen, NNM. 5. Anfang und Mitte samt wers nicht lassen kann, ich 49 dem End stell ich allein in stimme doch mit Freuden an: I Gottes Händ; er gebe was mir Das walte Gott! ö ich ist, drum sprech ich auch 12. Thu ich denn was mit NI zu jeder Frist: Das walte Gott! Gottes Rat, der mir beistehet 6. Legt Gott mir seinen früh und spat, dann alles wohl— Segen bei nach seiner großen geraten muß; drum sprech ich mühst, Ah Güt und Treu, so gnüget nochmals zum Beschluß: Das in i IIII mir zu jeder Stund; drum walte Gott! Zoh. Vetichius, 4 1722. Shnerzen e wie er wll 90 auch in olte Gotl auch nach sei— nauch thut er Hrech ich auch: Ket ohne Got 8 hilit Ver⸗ Kunst; mit „ gerät auch n sagen Aau⸗ valte Gott! tt. was mit Wacht ich kei mag hassen, n kann, ich Frenden an: denn was mit mir beistehet in alles wohl sprech ich zeschluß: Das Betichius, 1 1722. Herzen. Für den Haus⸗ Mel.: Nun laßt uns Gott, dem. 530. · der aller 58 9 Enden regiert mit seinen Händen, der Brunn der ewgen Güter, der ist mein Hirt und Hüter. 2. So lang ich diesen habe, fehlts mir an keiner Gabe, der Reichtum seiner Fülle giebt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freu⸗ den auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quel⸗ len, schafft. Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er, sie zu erquicken, aus 2— Not zu rücken. Er lehrt mich thun und lasen, führt mich auf rechter Suaden. läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern im finstern Thal muß wandern, fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vom Ungelücke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützt mich vor bösen Leuten, dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem einzger und Nährstand. 485 Du salbst mein Haupt mit Oele und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gu— tes wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben, im Hause, da du wo hnest und Frommsein wohl W 12, Ich will dich hier auf Erden, und dort, da wir dich werden selbst schaun, im Him— mel, droben, hoch preisen, singn und loben. Paulus Gerhardt, 4 1676 Mel.: Was Gott thut, das ist. 664. 13 90. Dẽr Herr ist meine 39 Zuder sicht, mein Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Trost und Licht, der sich dem Herrn er— geben. Gott ist mein Gott; auf sein Gebot wird meine Seele stille, mir gnügt des Vaters Wille 2. Wer wollte, Herr, dir nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke; die Augen, welche auf dich schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat und stark von That mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 486 Für den Haus⸗ 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not umgiebt, doch deinen Trost genießen; des Frommen Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten das wirst du, Herr, vernichten. 4. Drum hoff, o Seele hoff auf Gott! Des Thoren Trost verschwindet, wenn der Gerechte in der Not Ruh und Erquickung findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn Sünder zittern, ein Fels in Ungewittern. Wirf nicht den Trost der Hoffnung hin, den dir dein Glaube reichet. Weh denen, die zu Menschen fliehn; weh, wer vom Höchsten weichet! Dein Heiland starb, und er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. Sei unbewegt, wenn um dich her auch Trübsalswetter stürmen; flieh nur zu Gott, gewiß wird er mit starkem Arm dich schirmen. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er, er wägt die Schmer— zen und nimmt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zu⸗ versicht, auf dich hofft meine Seele; du weißt es ja, was mir gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte und Nährstand. sich nicht— auf dich, All⸗ mächtiger, ver lassen, sich nicht im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlsein und mein Leben; mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben; sei du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue! Christoph Christian Sturm, 4 1786. Mel.: Ermuntre dich, mein. 32. 0 Du bist ein Mensch, 2 9 D das weißt du wohl, was strebst du denn nach Dingen, die Gott der Höchst alleine soll und kann zu Wege bringen? Du fährst mit deinem Witz und Sinn durch so viel tausend S Sorgen hin und denkst: Wie wills auf Erden doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr mit allem deinem Dichten auch nicht ein einges kleines Haar in aller Welt ausrichten, und dient dein Gram sonst nirgends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst und Schmerzen stürzest und selbst das Leben kürzest. 3. Willst du was thun, was Gott gefällt und dir zum Heil gedeihet, so wirf dein Sorgen auf den Held, den Erd und Himmel scheuet, und gieb dein Leben, Thun und Ctand u nur. 6⁰ Votte tes Hant nen Sach en machen. 4. e deine Sel Tage noch Heibshöhl Wer alle Menn Geist Ind dir ward i 5. Durch dein Gebeit Fille? We Lch tund Haut und W. die Adern! jed an ihre Ver setzte viel und sch 6. Wo w Ind Versta Himmels D See und Erden Ecke onn und A machte Kra Mier und Willen na fullenꝰ 7. Hib schau übe dort oben auf allen hat erhob. Wasser u dund bit an und n hoffend 9 dir will h sei du mein 22 Dd mrin traue, bis sher ue! Sin em, 4 1786. ich, mein. 92. istei Mensh, das weißt i t du denn nach tt 3 Höchst —— zu Bege mit deinem du n 0 viel in und denht Erden ob werden? sonst, du wirst allem deinem icht ein einges in aller Welt d dient dein gends zu, 56 deiner Ruh ir merzen süht Leben kürzest. uwas thun, lt und dir zum so wirf dein en Held, den sel scheuet, und en, Thun und Für den Haus⸗ Stand nur fröhlich hin in Gottes Hand, so wird er dei— machen. und Nährstand. 487 eher noch, als du bereit; die Milch, die du erst nahmest, nen Sachen ein fröhlich Ende 4. Wer hat gesorgt, da deine Seel im Anfang deiner Tage noch in der Mutter mer, war auch schon, da du kamest. 8. Die Windeln, die dich allgemach umfingen in der Wiegen, dein Bettlein, Kam— Stub und Dach, und Leibeshöhl und finsterm Kerker wo du solltest liegen, das war lage? Wer hat allda dein Heil bedacht? Was that da aller Geist und Sinn und Leben dir ward ins Herz gegeben? 5. Durch wessen Kunst steht dein Gebein in ordentlicher Fülle? Wer gab den Augen weiter nicht, als Licht und Schein, Menschen Macht, da dem Leibe Augen ja alles zugericht', eh als dein Aug und Angesicht eröffnet ward und sahe, was in der Welt geschahe. 9. Noch dennoch soll dein Angesicht dein ganzes Leben führen; du traust und glaubest was dein spüren; was du be⸗ Haut und Hille Wer zog ginnst, da soll allein dein Kopf die Adern hier und dort ein dein Licht und Meister sein; jed an ihre Stell und Ort? was der nicht auserkoren, das Wer setzte hin und wieder so hältst du als verloren. 56 und schöne Glieder? 10. Nun siehe doch, wie viel Wo war dein Herz, Will und oft ist schändlich umge⸗ 4 Verstand, da sich des schlagen, was du gewiß und Himmels Decken erstreckten über fest gehofft mit Händen zu er— f 5 See und Land und aller Erden Ecken? Wer Sonn und Mond herfür? Wer machte Kräuter, Bäum und Thier und Willen nach Herzenslust er— füllen? 7. Heb auf dein Haupt, schau überall hier unten und dort oben, wie Gottes Sorg auf allen Fall für dich sich hat erhoben; dein Brot, dein Wasser und dein Kleid war hieß sie deinen mal i. hingegen wie so manches— brachte mal ist doch geschehn, das über— all kein Mensch, kein Rat, kein Sinnen ihm hatersinnen können. 41. Wie oft bist du in große Not durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Leben angenommen, und hätte Gott dein Werk und That ergehen lassen nach dem Rat, in dem dus angefangen, du wärst zu Grunde gangen. 488 Für den Haus⸗ und Nährstand. Mon N 12. Der aber, der uns ewig von Gnad und Treu, und also fang sein, 4 ö liebt, macht gut, was wir ver- kannst du denken, wie seinem Daß er wo II wirren, erfreut, wo wir uns Mut zu Mute sei, wenn wir stts in all selbst betrübt, und führt uns, uns oftmals kränken mit so gens, Aben H wo wir irren; und dazu treibt vergebner Sorgenbürd, als ob Wil A st ihn sein Gemüt und die so er uns nun gänzlich würd wenn des reine Vatergüt, in der uns aus lauterm Zorn und Hassen Macht d 10 arme Sünder er trägt als ganz 943 und trostlos lassen. 3. Wum N 2 Kinder. 17. Das schlag hinweg und d is, laß I 13. Ach, wie so oftmals laß dich nicht so ohne Grund r wird dii N schweigt er still und thut doch, bethören! Obgleich nicht all shitn m A was uns nützet, da unterdessen zeit das geschicht, was Freude u das 2 Iuit unser Will und Herz in Aeng- kann vermehren, so wird doch 11 Wlmach N sten sitzet, sucht hier und da wahrlich das geschehn, was 95 daß 1 und findet nichts, will sehn Gott, dein Vater, ausersehn; 1160 wende. I und mangelt doch des Lichts, was er zu dir will kehren, 94 Penn I will aus der Angst sich winden das wird kein Mensch ver— 228 6 + und kann den Weg nicht wehren. 0 66 K finden. 18. Thu als ein Kind und 0 Inh 1 NN 14. Gott aber geht gerade lege dich in deines Vaters 9e lit V fort auf seinen weisen Wegen; Arme; bitt ihn und flehe, bis gel 0 101 RA er geht und bringt uns an er sich dein, wie er pflegt, er— cun r W. III den Port, da Wind und Sturm barme; so wird er dich durch Got II sich legen. Hernachmals, wenn seinen Geist auf Wegen, die nel. IIN das Werk geschehn, so kann du jetzt nicht weißt, nach wohl— 4* V der Mensch alsdann erst sehn, gehaltnem Ringen aus allen Mein 20 . was der, so ihn regieret, in Sorgen bringen. 6 noch de 19 einem Rat geführet. Paulus Gerhardt, 4 1676 auch m LO 15. Drum, liebes Herz, sei Wer Jesu Leiden, Pein und Tod. ⸗ lein A Wart ö wohlgemut und laß von Sorg 8 5 92 Jang dein Werk IIII und Grämen! Gott hat ein + 5 mit Jesu an, ö Herz, das nimmer ruht, dein Jesus hats in Händen; Je— Bestes vorzunehmen; er kanns sum ruf zum Beistand an, del: Iudich nicht lassen, glaube mir, sein Jesus wirds wohl enden. Steh 503 Innerstes ist gegen dir und mit Jesu morgens auf, geh e uns hier allzusammen voll ämit Jesu schl lafen, führ mit mein Thun allzu süßer Flammen. Jesu deinen Lauf, lasse Jesum V½0 V so N Wllen ru Er hitzt und brennt schaffen. Glück un Leu, und ahe un seinen „ wenn wir ulen mit so bürd als oh inzlich würd aund Hasse Hlos lasse. hinweg und ohne Grund ch nicht all was Freude 10 wird doch schehn, was ausersehn. will kehren, Mensch ver⸗ in Kind und mes Vaters nd flehe, bis er pflegt, er⸗ er dich durch Begen, die , nach wohl⸗ aus allen ud Lod. 97 dein Werk it Jesu an, änden; Je⸗ stand an, enden. Steh us auf, geh u, führ mit lasse Nsum Für den Haus⸗ und Nährstand. 489 2. Morgens soll der An- regierst, das geht und steht fang sein, Jesum anzubeten, auf rechten, guten Wegen. daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Mor— 2. Es steht in keines Men— schen Macht, daß sein Rat gens, Abends und bei Nacht werd ins Werk gebracht und will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Un⸗ glück wende. 4. Wenn denn deine Sach also mit Gott angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird fol⸗ gen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Him— mel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Jesu, in dein'm Namen; laß es doch sein wohlgethan! Ich sprech darauf Amen. Mel.: In dich hab ich gehoffet, Herr. 648. Qch weiß, mein seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in seinem Mut, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4. So fängt oft auch ein weiser Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an, und bringts doch nicht zu Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie mancher ist in sei— nem Sinn fast über Berg und Spitzen hin, und eh er sichs versiehet, so liegt er da und hat sein Fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron nud Scepter trägst im Himmelsthron und aus den Wolken blitzest, vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest! 7. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem 39 V 93. N Gott, daß all Angesicht in fromme Seelen mein Thun und Werk in deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen; was du strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 490 8. Gieb mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja Für den Haus⸗ und Nährstand. bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch nicht ruh und steh auf meinem Weisheit deiner Hände. eignen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rat, was gut ist, zu erfüllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gieb mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seelen Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht im Werk und That verüben. J. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschen— thun, so treibs zurück und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in Kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könnest brechen. 13. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich däucht, und 59⁴. 14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur, ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 15. Wer flleißig betet und dir traut, wird alles, da ihm sonst vor graut, mit tapferm Mut bezwingen; sein Sorgen— stein wird in der Eil in tau— send Stücke springen. 16. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt end— lich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge; so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Walen Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie! deinem 2. Hat ner Zeit ö Seel u 30 ürlich L Müh, Mutterleib 3. Gott die Vögele nichts sich in den Lif süen nicht, Hoch fitn 4. Das ö vögelein, ö shuff u seit iel besser vergessen d ihm verläs Blümlein; an allem Staub u gerichk, spinnen u Gott go ihnen nit Schönhei Für den Haus- und Nährstand. 491 * was—— 6 Mhast du IIIIIIi-,— ö Rde. EEEEEE— Mmang schaffen bist, obgleich die Zeit ist schwere; vertrau du ö 1d muß 0— . h h d d 1—.— der bitten..— o treib mi. b zu sin deinem lieben Gott, er wird dich wohl er⸗nähren. x 0 3„„„„ shen 2. Hat er dir doch zu sei⸗(grüne Gras und ziert es schön 4 ner Zeit im Augenblick dein über die Maß, das doch gar ig betet und 3do Seel und Leib, auch das na- bald verdorret; wie vielmehr lles, da; 2 Wahn türlich Leben ohn all dein wird Gott uns thun das, sin Sorger⸗ Müh, Sorg und Arbeit im dieweil er für uns sorget. ö Al in n⸗ Mutterleib gegeben.* 8. Wie ein Vater für seinen gen. +3. Gott nährt und speist Sohn, also wird Gott uns zun Gutz die Vögelein, die doch nnhdoe thun, wie uns Christus t em n nichts sich sammeln ein und thut sagen. Drum seid getrost, l i in den Lüften schweben. Sie spricht Gottes Sohn, und laßt kmmt 98⸗ säen nicht, sie ernten nicht, die Heiden zagen. 0 noch fristet Gott ihr Leben. 9. Wer ist der seiner Läng deinen(r ö ö Wiin 4. Das sind die klein' Wald-⸗ein Ell, ob er gleich drum hat müß 0 e. vögelein, die uns zu gut er— große Qual, mit Sorgen kann—* 1. schaffen sein;:sind wir doch gar zusetzen? Ob er gleich leid't was ö dn: ich bei viel besser; wie sollte Gott groß Ungemach und kümmert fd, hast vergessen dein, weil du dich sich im Herzen? Ri se hilf ihm verlässest? 1I0. Laß fahren, was nicht V l Stand 5. Sieh an die schönen bleiben will, denn Gott, der erlich sig. Blümlein zart im weiten Feld. Herr, nach seinem Ziel hat* ein alle an allem Ort wachsen aus allbereits gemessen dein Teil 9 will dein Staub und Erden, die doch und wird dirs geben wohl, er o mehr aus so bald in schneller Fahrt zu⸗wird dein nicht vergessen. 1 vor deinem nichte müssen werden. 11. Sprich nicht in Mangel V selt, so lang 6. Ob sie schon sind dahin und in Not: Wo werden wir—+* gericht', daß sie nähen und denn nehmen Brot, daß wir hardt, f 1570. spinnen nicht, noch schmückt sie nicht Hunger leiden? Wir ha⸗ Gott gar schöne, also, daß ben gar ein' klein' Vorrat; wo⸗ — ihnen nichts gebricht an Kraft, mit solln wir uns kleiden?. III Schönheit und Zierde. 2. Denn der himmlische on Gott er⸗“. Weil Gott kleidet das Vater dein, der für uns trägt 492 Für den Haus⸗ und Nährstand. die Sorg allein, weiß wohl, auch Zu jeder Frist, an Leib was wir bedürfen. Sieh nur, und Seel ernähre. daß du die Sorge dein im 189 Du giebst allhier auf Glauben auf ihn werfest. dieser Welt nicht jedermann 13. Such erst sein Reich viel Gut und Geld, du weißt und G'rechtigkeit und sei in die rechten Maßen; jedoch wirst dem allzeit bereit, fleißig vor du, wenn dirs gefällt in keiner allen Dingen, so werden dir Not uns lassen. zur rechten Zeit all Sachen 19. Denn Geld und Gut wohl gelingen. nicht allezeit in Not, Angst 14. Wenn sichs anließ, als und Gefährlichkeit den Men⸗— gings nicht mehr, weil Not, Angstschen kann erfreuen; vielmehr Mangel und ein Heer von Un- an gutem Gewissen liegt, solchs glück auf dich kommen, so laß kann den Mut erneuen. dichs nicht erschrecken sehr, glaub, 20. Ein gut Gewissn nimmt es wird sein dein Frommen. man mit sich, das glaub ein 15. Wirst du nun alle deine Christ ganz sicherlich, wenn Not im Leben dein bis in den man scheidet von hinnen. Sonst Tod nach Gottes Willn recht bleibet alles hinter sich, wenn tragen, kommt Zeit, kommt wir das recht besinnen. Rat; der treue Gott wird dich 21. Darum halt immer fest nicht lassn verzagen. an r. es sei so groß, als 16. Hilf, Helfer, hilf aus woll, die Not, laß dir nichts aller Not, bescher uns auch Lebers werden. Wer fromm das täglich Brot, hilf allen ist und ihm gnügen läßt, der gläubgen Leuten, die jetzo lei-ist der reichst 50 Erden. den Angst und Not in diesen 22. Wenn sich uns endlich schweren Zeiten. naht der Tod, so tröst du uns, 17. Verlaß uns nicht, Herr o Herre Gott, um deines Soh— Jesu Christ; weil du auch nes Namen. Hilf uns zuletzt arm gewesen bist und in Kum-aus aller Not durch Jesum mer— schwere, so hilf uns Christum! Amen. Nik. Hermann, 1 1561. Eigene Melodie. Wer nur denlieben Gottlaäß twalten und hoff feranfihn alle⸗zeit. Den wird er wunder-bar er-halten in allem Kreuzu. Traurigleit; 4. sch wann S uus unser hilft 1, daß beseufzen u Wir machen Leid nur g Tuauri⸗ rigkeit eit 3. Man sile n bst vergnt ne 3 Gn nal Albvi issen iheit der uns ihm der weiß au uns fehlt. 4. Er k Freudenstunt wenn es nü Ins nur h und merket o kommt C hersehn un Guts gesch sche . an Lib n 2. 41— W U. kit 50 und Gut l Angst Men⸗ vielmehr 0 solchs chs euen. bissn nimmt glaub ein lich, wenn nen. Sonst sich, wenn men. immer fest hß als dir nichts f Ir Omm läßt, der Erden. ins endlich öst du uns, ines Soh⸗ uns zuletzt ich Jesum nn, 1561. alle⸗zeit. drauri Rlet Für den Haus⸗ und Nährstand. SSSPSSSSISISIIIIIIIT S EI ——.—.— 0—.— wer Gott,demelllerhöchsten,traut, hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die 5. Denk nicht in deiner schweren Sorgen? Was hilft Drangsalshitze, daß du von uns unser Weh und Ach? Was Gott verlassen seist, und daß hilft es, daß wir alle Morgen der Gott im Schoße sitze, der beseufzen unser Ungemach? sich mit stetem Glücke speist; Wir machen unser Kreuz und die Folgezeit verändert viel Leid nur größer durch die sund setzet jeglichem sein Ziel. 296 6. Es sind ja Gott sehr Man halte nur ein we⸗ schlechte Sachen und ist dem nig pilt und sei doch in sich Höchsten alles gleich, den Rei— selbst vergnügt, wie unsers schen klein und arm zu machen, Gottes Gnadenwille, wie sein den Armen aber groß und reich; Allwissenheit es fügt; Gott, Gott ist der rechte Wunder— der uns ihm hat auserwählt, mann, der bald erhöhn, bald der weiß ie gar wohl, was stürzen kann. uns fehlt. 7. Sing, bet und geh auf 4. Er kennt die rechten Gottes Wegen, verricht das Freudenstunden, er weiß wohl Deine nur getreu und trau des wenn es nützlich sei, wenn er Himmels s reichem Segen, so uns nur hat un erfunden wird er bei dir werden neu; und merket keine Heuchelei, denn welcher seine Suani so kommt Gott, eh wirs uns auf Gott setzt, den verläßt er versehn und lässet uns viel nich. Guts geschehn. Georg Neumark, 4 1681. I D 0 9 6 0 Eigene Melodie. E.—.— N—— 6——..— 2.— Die,. *— FfH Wo Gott zum Haus nicht giebt sein Gunst,— arbeit N X N — 50— ů N— H/ 5—.—.————.— —5—— 5 2 D. je⸗der⸗mann umsonst, wo Gonuchtselbtdie Stadt bewacht, Für den Haus⸗ und Nährstand. du gewe igst 20 ö ö sehen 1 II so ist umsonst der Wüher Macht. 4. V 2. Vergebens, daß ihr früh 4. Es soll und muß dem hr 0 I aufsteht, dazu mit Hunger gschehen wohl, der dieser hat N 1 schlafen geht, und eßt eur sein' Köcher voll; sie werden! wah + ¶ Brot mit Ungemach; denn nicht zu Schand noch Spott, dem ir schre I wems Gott gönnt, giebt ers vor ihrem Feind bewahrt sie 30 100 off + im Schlaf. Gott. aer freuer A 3. Nun sind sein Erben 5. Ehr sei Gott Vater und Aä Wnn ů + N unsre Kind', die uns von ihm dem Sohn samt Heilgem Geist um hm l gegeben sind; gleich wie die in einem Thron, welchs ihm tuöstet hen IWN Pfeil ins Starken Hand, so auch also sei bereit von nun 9331 f ist die Jugend Gott bekannt. an bis in Ewigkeit. Wß ö Johann Kohlros, 4 1558. Richemd 1 ö sen, Helder, x‚ 4. Wetter⸗ und Erntelieder. Laub Wn MIN Bei und nach dürren Zeiten. nen Bund um deines Namens sengten 92900 ö Mel!: Wo Gott der Herr, nicht. 220. willen! Wir bitten dich von uß VN 5 97 A˖ Herre, du ge⸗Herzensgrund: Thu unsre Not. 118 DN rechter Gott, doch stillen vom Himmel mit Rrun wir habens wohl verdienet dem Regen dein; denn dein 4. Drum II mit unsrer Sünd und Misse- ist ja der Himml allein, ohn hocherfreut: INI that, daß unser Feld nicht dich kann es nicht regnen. sind erhöret, Rua grünet, daß Vieh und Men⸗ 4. Kein Götze, der vermag zur rechten 170 schen 40 sein; wenn du es nicht, daß er sollt Regen zu uns sich verschließt den Himmel dein, geben; den Himmel hast du de Bolken Wul so 3. wir verschmachten. zugericht', darinnen du thust Lob, nunnt IW. Herr, unsre Sünd be- schweben; allmächtig ist der Grds, Gott II. Euen wir, die wollst du uns Name dein, solch alles kannst und Ehre! W verzeihen; all unsre Hoffnung du thun allein, Herr, unser Nih 1 steht zu dir, Trost, Hilf thu Gott und Tröster! 4 uns verleihen; gieb Regen Nit. Hermaun, 1 1561. Bi und n und den Segen dein Uum Es ist das Heil uns kommen. 337. Mel.: Bäͤr Go ö nes Namens willn allein,—— 598. Gẽ elobet seist du, 90 unser Gott und Tröster! treuer Gott, 009. 3. Gedenke, Herr, an hi Herzen und Gemüte, daß Volleu Vater und Agem Geist walchs ihm les Namens u dich von u unsre Not Himmel mit denn dein allein, ohn regnen. der vermag sollt Regen nel hast du n du thust tig ist der alles kannst Her, unser aun, 1 156l. 1s kommen. 337. et seist du, euer Gott, Hemüte, daß Wetter⸗ und Erntelieder. 495 du gewendet unsre Not und ingleichen kannst behend das zeigst uns deine Güte; wir Sonnenlicht erwecken, halt doch sehen, daß du uns erhört, weil mit vielem Regen ein und du uns giebst, was wir be-ugieb uns wieder Sonnenschein, gehrt, den längst erwünschten daß unser Land sich freue. Regen. 2. Die Felder trauern weit 2. Ach Vater, das bleibt und breit, die Früchte leiden dennoch wahr, wenn Christen Schaden, weil sie von vieler zu dir schreien, so hilfst du Feuchtigkeit und Nässe sind frei und offenbar, daß sie sich beladen; dein Segen, Herr, wieder freuen; wir riefen dich den du gezeigt uns Armen, um Regen an, und sieh, er sich zur Erde neigt und will tröstet jedermann, er kömmt fast gar verschwinden. mit reichem Segen. 3. Das machet unsre Misse— 3. Du tränkest nun mit that und ganz verkehrtes Le— reichem Naß die Gärten, Wie- ben, so deinen Zorn entzündet sen, Felder, erfrischest alles hat, daß wir in Nöten schwe— Laub und Gras und die ver⸗ben. Wir müssen zeigen sengten Wälder, läßt regnen, unsre Schuld; weil wir die daß die matte Saat, ja alles, Buße nicht gewollt, so muß was das Leben hat, frisch, der Himmel weinen. grün und fruchtbar werde. 4. Doch denke wieder an 4. Drum singen wir auch die Treu, die du uns hast hocherfreut: Gott Lob, wir versprochen, und wohne uns sind erhöret, die Hilfe kam in Gnaden bei, die wir dich zur rechten Zeit, Gott selbst kindlich suchen. Wie hält sich zu uns sich kehret; Gott Lob, 1 hart dieser Zeit dein Herz die Wolken geben Naß, Gott und sanfte Freundlichkeit? Du Lob, nun trinket Laub und bist ja unser Vater. Gras, Gott sei Lob, Preis 5. Gieb uns von deinem und Ehre! Himmelssaal dein klares Licht Michael Scharnock, 4 1675. Und Sonne und laß uns wie— der überall empfinden Freud Bei und nach großer Nässe. und Wonne, daß alle Welt Mel.: Wär Gott nicht mit uns. 22s. erkenne frei, daß außer dir 599 Dn kein Segen sei im Himmel 929898 Firmament mit und auf Erden. Wolkeu thust bedecken, der du Nik. Hermanu, 4 1561. 496 Wetter⸗ und Mel.: Anf meinen lieben Gott. 624. 6 00. 9. ist der Regen hin, wohlauf, mein Herz und Sinn, sing nach betrübtem Leiden Gott, deinem Herrn, mit Freuden! Gott hat sein Herz gekehret und unsre Bitt erhöret. 2. Sein Zorn war sehr entbrannt auf uns und unser Land. Er sprach: Ihr Men⸗ schenkinder, ihr seid und blei— bet Sünder, wollt von der Bosheit Straßen euch gar nicht wenden lassen; 3. Drum soll mein Him— melslicht sein klares Angesicht in schwarze trübe Decken und dunkle Wolken stecken, und für das helle Scheinen nur immer zu euch weinen. in ihrer Fülle stehn; 4. Bald aber fiel sein Grimm durch unsers Seufzens Stimm; das ewige Gemüte dacht an sein' ewge Güte und ließ auf unser Sohretihneiton oungerw 5. Die Wolken flohen weg; der feuchten Winde Steg, da— her die Wasser flossen, nahm ab und ward verschlossen; die hohen Himmelstiefen, die hörten auf zu triefen. 6. Steh auf, Feld, aus deinem Trauerzelt; steh auf und laß uns wieder die süßen Sommerlieder zu deines Schöpfers Ehren mit Lust und Freuden hören. du mattes Erntelieder. Sieh hier, der Sonnen Zier geht wieder schön her— für, bringt nach dem Schlag und Regen den lieben warmen Segen und wirkt auf Berg und Thalen mit wunderreichen Strahlen. 8. Die Erde wird erquickt, und was durch Näß erstickt, das wird nun wieder leben und reife Früchte geben; die Acker gut Getreide, die Wiesen Gras und Weide. 9. Die Bäume werden schön die Berge werden fließen und Wein und Oele gießen; das Bienlein wird wohl tragen bei stillen warmen Tagen. 10. Davon wird unsern Teil das ewge Gut und Heil uns allensamt zumessen, wir wer— dens sehn und essen und mit dem Gut der Erden zur Gnüg gesättigt werden. 11. Nun, Gott ist fromm und treu, sein Huld ist immer neu und läßt sich leicht versühnen, giebt, was wir nicht verdienen, läßt gnädig sich erfinden, straft nicht 5—5 unsern Sünden. 12. Darum, so richte nun, o Mensch, auch du dein Thun zu Gottes Lob und Liebe, daß dein Herz nicht betrübe mit mehrerm Zorn nund Schmerze das allerfrömmste Herze. Paulus Gerhardt, 4 1676. Zei und ui mein Mel.: Au 601.E Got t hin al ih ind F Nen undd deine Sündet Tod verschwi 2. Herr, 3u fromm, bitt u komm; barm 0 10 Ammen; umde mir ni 10 nac 3. Durch 6 nach mir ein das sich nicht viel lieber! alem kindlich dein Helfen 4. Ich wi mein dir ga dein Flügel Verjagen alle lasen uns g Meter gar n 5. Wahlan Neb u Unsre 3 W Ratei 3sch über weden nschön n; di Bege id Wein und 3Benlein 1 bei stillen dunsern Teil ind Heil uns en, wir wer⸗ essen und mit en zur Gnüg tt ist fromm istimmer neu t bersühnen, cht verdienen, cfinden, straft Sünden. o richte nun, u dein Thun und Liebe, cht betrübe mit ind Schmerze e Herze. erhardt, 4 1676. Bei und nach Gewittern. Mel.: Auf meinen lieben Gott. 642. 60 1 Eir Wetter steiget auf, mein Herz, zu Gott hinauf! Fall ihm ge— schwind zu Fuße durch wahre Reu und Buße, Tod verschwinden. 2. Herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm; bitt mir aus dein Er⸗ barmen, hab Christum auf den Armen; umdessentwillen schone, mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi teures Blut mach mir ein Herz nnd Mut, das sich nicht knechtisch scheue, viel lieber deiner Treue in allem kindlich traue und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein dir ganz ergeben sein; dein Flügel wird uns decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan, verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben, so wolln wir, weil wir leben, dir Preis und Ehre geben. Aem. Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1706. Mel.: Von Gott will ich nicht. 660. 0 0 8 Wetter ist 6 0 2— n Wetter⸗ und Erntelieder. damit gleich deine Sünden durch Christi 497 deine Gnad und Kraft, du bist stets bei uns blieben, hast Sicherheit verschafft; wie dein Sohn Jesus Christ das wilde Meer bedräuet, die Jünger bald erfreuet, der Helfer du stets bist. 2. Haus, Hof, Gut, Leib und L Leben hat deine Gnaden— hand behütet und daneben beschützet unser Land. Dein gnädig Angesicht läßt du uns wieder schauen, die wir uns dir vertrauen mit starker Zu⸗ versicht. 3. Dankopfer wir dir brin— gen für das, was du gethan; von deiner Macht wir singen, nimms, Vater, gnädig an durch Christum, deinen Sohn, um seins Verdienstes willen, der deinen Zorn kann stillen, der wahre Gnadenthron. 4. Ach Herr, am jüngsten Tage, wenn der herein nun fällt, daß er mit Donnerschlage anzündet diese Welt, so streck aus deine Hand und zeuch uns, die wir gläuben an dich und treu verbleiben, hinauf ins Vaterland. Johann Heermann, 4 1647. Bei und nach der Ernte. Mel.: Herr, wie du 43—5 so schicks. 642. 60 3. Vater, der 6 du deiner Schar hast zugesagt auf Erden, daß sie von dir soll immerdar im 32 — 498 Wetter⸗ und Kreuz getröstet werden, daneben auch das täglich Brot samt Rettung aus der Angst und Not genädig überkommen. 2. Gieb reine Luft und Sonnenschein, gutn Tau und fruchtbarn Regen, damit die Frücht erwachsen fein durch deinen reichen Segen, die hier zu Lande früh und spat der Ackermann gesäet hat auf dein Wort in die Erde. 3. Ohn dich, so ist all seine Nunst, Schweiß, Arbeit und Vermögen vergebens, wo du deine Gunst nicht geben wirst zum Pflügen und allen Sa— men wecken auf, daß er wohl reif und seinen Lauf mit gutem G'winn erlange. 4. Herr, straf uns nicht in deinem Zorn, gedenk an deine Güte; den Weinstock und das liebe Korn uns gnädiglich be— hüte vor Hagel, Frost, Sturm⸗ wind und Schlag, vor Mehl-— tau und was schaden mag den Früchten insgemeine. 5. Vor großer Dürre uns bewahr, vergieb uns unsere Sünde, damit nicht etwa mit Gefahr das Wetter was ent zünde, halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir mögen Scheur und Faß mit deinem Segen füllen. 6. Gieb gnädig, was uns deine Hand jetzt reichlich gar Erntelieder. will weisen; du wollst damit im ganzen Land all Kreaturen speisen; so wird dich loben groß und klein, die Alten und die Kinderlein und was auf Erden lebet. 7. Wir trauen dir, o Herre Gott, dein Gnade wird es walten; du weißt wohl, was uns mangeln thut, hast lange hausgehalten und wirst noch ferner so regiern, daß man wird deinen Segen spürn und deinen Namen preisen. Barth. Ringwaldt, 1598. Mel.: Von Gott will ich nicht. 660. 60 Die Ernt ist nun . zu Ende, der Segen eingebracht, woraus Gott alle Stände satt, reich und fröhlich macht. Der alte Gott lebt noch, man kann es deutlich merken an so viel Liebeswerken; drum preisen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte gethan, was uns gefällt, die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen hat böses Thun ver⸗ derbt, den wir auf guten We— gen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr gethan unverdie ghund Hel — — hast viel Dat F mildester Bera Ins Segen g zih loben wir un Schaden, guße Guade wir danken Ol 6. Zum V ade wird wohl, was , hast lange wirst n u, daß u en spürn 5 Hreisen. nawaldt.. gwaldt, 7 1598. ich nicht. 660. Ernt ist nun u Ende, der cht, woraus ide satt, reich cht. Der alte man kann es an so viel drum preisen len seine Güte, bestellt und Btte gethan, tt die immer wir Hlac die Fried und aß jeder sicher mchen schönen Thun ver auf guten V n noch anh mehr gethan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte Wetter⸗ und nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz ge⸗ neiget, uns freun, zeuget durch Regn und Son— nenschein; wards aber nicht geacht', so hat er sich ver— borgen und durch verborgnes Sorgen zum Beten uns ge— bracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient, du mildester Berater, machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewand— ten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir! 6. Zum Danke kommt das Bitten: Du wollest, frommer Gott, vor Feuer uns behüten gieb und aller andern Not; friedenvolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben; regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß gedeihen dein reines wahres Wort, daß wir uns dessen Areuen, und auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein verlangte Früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein. 8. Gieb, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Sünder zu er⸗ und genugsam sich be— Leid bewußt; so die Welt Erntelieder. 499 Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o, laß es doch ge— schen Kommt unser Lebens⸗ n so nimm du unsern Geist in 12— Vaterhändeß da er der Ruh geneußt, da ihm kein ernten wir mit Freuden nach ausgestand— nem Leiden die Garben voller Lust. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. A Gott, von dem 6 0 9. wir alles haben, ist ein sehr großes Haus; du aber teilest deine Gaben recht wie ein Vater drinnen aus; dein Segen macht uns alle reich. Ach, lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allen vorzu— stehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt; der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also Gottfr. Tollmanu, um 1733. wächst des 39⁷ 32* ö 500 Wetter⸗- und Erntelieder. alif leßen, ö IA ö Menschen Speise, der Acker wenn wir uns nur bequemen. u Kanaan, + selbst wird ihm zum Brot; Die Linke schmerzt, die Rechte Henigf fließen, IWNAI es mehret sich vielfältger Weise, herzt, und beide Hände müssen, Sättig N was Anfangs schien als wär wir doch in Demut küssen. 10 Löffel fe es tot, bis in der Ernte jung 3. Was Gott thut, das ist ö ncht 8 Scheffel ö N und alt erlanget seinen Unter⸗ wohlgethan! Er weist uns 8 Mos G. N halt. oft den Segen, und eh er N* 5. Nun, Herr, was soll noch gedeihen kann, muß sich V ö üst bedenken? Der Wun⸗ die Hoffnung legen; weil er 5. Für man erst bedenker un ffnung leg weil e 3. MA der hier ist gar zu viel. So allein der Schatz will sein, so gel 3u d 1 0 . viel, als du, kann niemand macht er andre Güter durch Itd schenken, und dein Erbarmen den Verlust uns bitter. 907. I hat kein Ziel; denn immer. 4. Was Gott thut, das ist Gott, Mein V wird uns mehr beschert, als wohlgethan! Wenn man nach Wrl dei wir zusammen alle wert. reichem Säen doch wenigGarben ande und d N V 6. Wir wollens auch kein- ernten kann, so ist's vielleicht weld und K ů mal vergessen, was uns dein geschehen, weil Gott auch Wet eendet Segen träget ein; ein jeder Frucht bei uns gesucht und 2. Er ist M Bissen, den wir essen, soll dennoch müssen klagen, daß Hlut ve +. deines Namens Denkmal sein, wir so schlecht getragen. V 10 Flut Mut und Herz und Mund soll! 5. Was Gott thut, das ist H— 0 wer IINN lebenslang für unsfre Nahrung wohlgethan! Wir müssen 6—— Oaf sagen Dank. besser werden; man baue nur ue V Casp. Neumann, 4 1715. die Herzen an, so folgt die 32 bit II Mel.: Was Gott thut, das ist. 664. Frucht der Erden. Den 4 s RI 6 06 Wé Fas Gott thut, Mangel muß ein Überfluß zu hann, herälle 000. das ist wohl- andrer Zeit ersetzen und Feld ich m Wu gethan! So denken Gottes und Herz ergötzen. HM Kinder. Er siehet sie oft sauer 6. Was Gott thut, das ist an und liebt sie doch nicht wohlgethan! Laß ihm nur minder; er zieht ihr Herz nur seinen Willen; hängt er den himmelwärts, wenn er sie läßt Brodkorb höher an, er wird auf Erden ein Ziel der Plagen ihn wieder füllen. Wer so werden. viel nimmt, als ihm bestimmt, 2. Was Gott thut, das ist der kann auch bei den Brocken wohlgethan! Giebt er, so vergnügt sein und frohlocken. kann man nehmen; nimmt er, 7. Was Gott thut, das ist wir sind nicht übler dran, wohlgethan! So wollen wir Inn auls ir beguer Juem 0 Wohn en. Händen mü istn mant lüssen. thut, das i * ist uns Aund ah 0 unn , muß 0 egen; weil e will sein, Giter durch bitter. t thut, d das ist Lenn m naner nach hwer nig Harben ist's ielle leicht Gott a 1 gesucht und llagen, daß getragen. t thut, das ist Wir müseen 220 baue nur so folgt die ült Den in Uberfluß zu ehen und Feld zen. t thut, das ist Laß ihm nur hängt er den r an, er wird llen. Wer so 95 bestimmt, den Brocken Und frohlocken tt thut t, das ist So wollen wir stets schließen, und ist bei uns kein Wan, wo Milch und Honig fließen, doch ist's genug zur Sättigung, wenn Gott den Löffel segnet, ob's gleich 423 Scheffel regnet. Was Gott thut, das ist Vaterland und Obrigkeit. 501 wohlgethan! Wie er es nun gefüget, so nehmen wir es billig an, und sind dabei ver— gnüget; wenn gleich der Kad hat, doch wird ein jeder Bissen im Munde quellen 6 Benj. Schmolck, 4 1737. ——˖j— 5. Für das Vaterland und die Obrigkeit. Mel.: In dich hab ich gehoffet. 648. (OIcch danke dir 0 6 0 7 mütiglich, Gott, 27 Vater, daß—5 dich von deinem Zorn ge⸗ wendet und deinen Sohn zur Freud und Kron uns in die Welt gesendet. 2. Er ist gekommen, hat sein Blut vergossen und in solcher Flut all unsre Sünd ersticket; wer ihn nur faßt, wird aller Last benommen und erquicket. 3. Ich bitte, was ich bitten kann, herzlieber Vater, nimm mich an in diesen edlen Orden, der durch dies Blut gerecht und gut, und ewig selig worden. 4. Laß meines Glaubens Aug und Hand ergreifen die⸗ ses werte Pfand und nimmer⸗ mehr verlieren; laß dieses Licht mein Angesicht zum ew- gen Lichte führen. 5. Bereite meiner Seelen Haus, wirf allen Kot und Unflat aus, bau in mir deine in deinem Wort Gott giebt, Hütte, daß deine Güt in mein Gemüt all ihre Lieb aus⸗ schütte. 6. Wenn ich dich h ist alles mein, du fannst Buht ohne Gaben sein, hast tausend Weg und Weisen, dein' arme Herd auf dieser Erd zu nähren und zu speisen. 7. Gieb mir, daß ich an meinem Ort allstets dich fürcht und meinen Stand so führe, daß Glaub und Treu stets bei mir sei und all mein Leben ziere. 8. Gieb mir ein gnügsam Herz und Sinn, denn das ist ja ein groß' Gewinn, in steter Andacht liegen, und wenn was ihm beliebt, sich lassen gerne gnügen. 9. Das Wenge, das durch Gottes Gnad ein Frommer und Gerechter hat, ist viel— mal mehr geehret, als alles Geld, davon die Welt mit frechem Herzen zehret. 10. Die Frommen sind dir, 502 Vaterland und Herr, bewußt; du bist ihr und sie deine Lust und werden nicht zu Schanden; kommt teure Zeit, findt sich bereit ihr Brot in allen Landen. 11. Gott hat den, der ihn fürchtet, lieb, sieht zu, daß ihn kein Unfall trüb, hat Lust zu seinen Wegen; und wenn er fällt, hält ihn fest in seinem Segen. 12. Des Höchsten Auge sieht auf die, die auf ihn hoffen spät und früh, daß er sie schütz und rette aus aller Not, wenn sie der Tod auch 8913 verschlungen hätte. Herr, du kannst nichts, 19 gütig sein, du wollest dei— ner Güte Schein uns und all denen gönnen, die sich mit Mund und Herzensgrund al— lein zu dir bekennen. 14. Insonderheit nimm wohl in acht den Fürsten, den du uns gemacht zu unsers Landes Krone; laß immerzu sein Fried und Ruh auf seinem Stuhl und Throne. Halt unser liebes Vaterland in deinen Schoß und starke Hand; behüt uns all zusammen vor falscher Lehr und Feindesheer, vor Pest und Feuersflammen. 16. Nimm all der Deinen eben war, treib, Herr, die böse Höllenschar von Jungen und von steht Gott und Obrigkeit. Alten, daß deine Herd hier zeit⸗ lich werd und ewig dort erhalten. Paulns Gerhardt, 4 1676. Christ, dich zu uus. 240 6 08.8 heilige Drei— O einigkeit, erhalt uns unsre Obrigkeit, die deine treue Vaterhand gesetzet selbst in diesen Stand. 2. Dein guter Geist sie Kav und führ und segn' ihr Walte für und für, daß sie voll Wei heit und Verstand regiere christ lich Leut und Land. 3. Damit wir führen unter ihr ein still, geruhig Leben hier und dermaleinst mit ihr, mein Hort, bestehen wohl im Him— mel dort. Aemilia Juliana, Gräfin vou Schwarzburg-Rudolstadt. 4 1706, Mel.; Herr Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 6 09. V Nater, kröne du mit Segen un⸗ sern rn und sein Haus, führ duch ihn auf deinen Wegen herrlich deinen Ratschluß aus. Deiner Kirche sei er Schutz, deinen Feinden biet er Trutz; sei du dem Gesalbten gnädig, segne, segne unsern König! 2. Rüst ihn mit des Glau⸗ bens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert; durch Ge— rechtigkeit und Milde er ihm Fried und Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast, sei in ate HGale l Wandel gnũ unsern J. Nähre Flamme, 4 Ruleut, daß es summe 5 Wei ht. Iud Nad chth hastd du und ihn l ms shur, segte h. Fürchte chret! Das, Gebot. Sol hewähret, W Herd f h hir zet Ndor Yeilr 6Herterhalten chardt, 1686. ist dic Zu uus. 24 hellige Dei⸗ inigkeit üüt 2 alt ö r Geist sie lit ihr W. alten Je voll 1. regiere chris Land. ir n Uh g Leben mit ihr, m 55 wohl in im Him⸗ adt. 4 1706, hr, o meine. 680, Ner, kröne du mit Segen! un⸗ sein Haus, führ deinen Wagen Ratschluß aus. sei er Schutz, biet er Trutz: salbten uädij, sern König it des Gau 0 ihm deines durch Ge⸗ Mid lde sei ihm gewährt. Mach schwere Last, die ihm hast, sei in Vaterland u Jesu du ihm gnädig, schütze, segne unsern König! 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottes Sohn; bleib ihm ohne Wandel gnädig, leite, segne unsern König! 4. Nähre du die heilge Flamme, die des Volkes Herz erneut, daß es unserm Fürsten⸗ stamme Treue bis zum Tode weiht. In der Nacht hast du über ihn gewacht und ihn uns erhalten gnädig; seg e segne unsern König! 225 Gott, den König 9 Das, o Herr, ist dein Gebot. Solches hast du selbst bewähret, warst gehorsam bis Lande droht, Zeiten langer 503 zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor Empörung schirm uns gnädig; segne, segne un— sern König! 6. Halt uns mutig in Ge⸗ fahren, wenn ein Feind dem daß wir Treue dann bewahren, mutig gehen in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so singen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König! 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unsern Gauen aus. Laß uns deine Bürger werden, ziehen in dein Vater— haus. Frieden und Gerechtig— keit gieb uns heut und allezeit. Herr, sei deinem Volke gnädig; segne, segne unsern König! Wilh. Hülsemann, 1 1865. nd Obrigkeit. —— 6. In Kriegszeiten. Eigene 9 Melodie. 3 9uFrisdefͤrst Herr JenCh L Arr⸗ 4011—0— du bist it, wahr Menschu u. wahrer Gott, im Le-ben und im Tod; —3—— drun um wir allein im Namen dei 2. Recht große Not uns stößet an von Krieg und Un-⸗ n zu deinem Va⸗ter schrei en. gemach, daraus uns niemand helfen kann denn du; drum 504 führ die Sach. Dein' bitt, daß er ja nicht im Zorn mit uns wollt fahren. In Kriegszeiten. Vater Wel.: Aus tiefer Not schrei ich. 305. Oder: Wär H nicht mit uns. 228. 6 1 1. Herr, der du vor⸗ mals hast dein 3. Gedenk, Herr, jetzund an Land mit H angeblicket dein Amt, daß du ein Fried⸗ fürst bist, und hilf uns gnädig allesamt jetzund zu dieser Frist; laß uns hinfort dein göttlich Wort im Fried noch länger schallen. 4. Verdient haben wir alles wohl und leidens mit Geduld, doch deine Gnad größer sein soll, denn unser Sünd nud Schuld; darum vergieb nach deiner Lieb, die du fest zu uns trägest. 5. Es ist groß Elend und Gefahr, wo Pestilenz regiert; aber viel größer ist's fürwahr, wo Krieg geführet wird; da wird veracht' und nicht betracht', was recht und löblich wäre. 6. Da fragt man nicht nach Ehrbarkeit, nach Zucht und nach Gericht; dein Wort liegt auch zu solcher Zeit und geht im Schwange nicht; drum hilf uns, Herr, treib von uns fern Krieg und all schädlich Wesen. 7. Erleucht auch unsern Sinn und Herz durch den Geitt deiner Gnad, daß wir nicht treib'n darans ein'n Scherz, der unsrer Seele schad; O Jesu Christ, allein du bist, der solch's wohl kann ausrichten! Ludw. Helmbold. 4 1598. und des gefangnen Jakobs Band gelöst und ihn erquicket, der du die Sünd und Misse— that, die dein Volk vor begangen hat, hast väterlich verziehen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut zuvor hast abgewendet, und nach dem Zorn das süße Gut der Lieb und Huld ge— sendet; ach, frommes Herz, ach, unser Heil, nimm weg und heb auf in der Eil, was uns betrübt und. nem Schaden. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm im Brunnen deiner Gnaden; erfreu und tröst uns wiederum nach ausgestand⸗ Willst du denn zürnen ewiglich, und sollen deine Fluten sich ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben, und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach, geuß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre 2320 Ach, daß ich hören sollt 942 Wo ort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden. Ach, daß uns doch zn m L ucht werd e bei In⸗ 0⁰ 8. Die O den schön müssen; 30 her her gehn 5 lüssen. Vll Lust und 5 blühn, Gere Schwange Namens schrei i ht nit ub, Wo. Ins. 208 „Der du vor⸗ 1 hast dein n angeblicht Mnen Iekobs M erguitkt, —1 Mise⸗ begangen verziehen deines Efers abgewendet orn das süße ind Huld ge⸗ mes Herz ach weg und heb uns betrübt Oerr, deinen im Brunnen Mreu und tröst h ausgestand⸗ Wilht du denn ndsollen deine u alles End 0 Bater, uns inmal wieder wir an deinem Freude haben? 3 Himmels Güt und 5 und unsre ich hören sollt llen bald auf e solltan allem sten wohnen, daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende. 6. Ach, daß doch diese böse Zeit sich stillt' in guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und überall recht werd erkannt, ja, stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue wer⸗ den schön einander grüßen müssen; Gerechtigkeit wird ein— her gehn und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Früchte geben, und die in seinem In Kriegszeiten. 50⁵ edle Fried- und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o Deutschland, singe Lieder im hohen, vollen Chor! Erhebe dein Gemüte zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte bleibt dennoch ewiglich. 2. Wir haben nichts ver⸗ dienet, als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkom⸗ men, du teure, werte Friedens⸗ gab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Schoße ruhn, die werden davon Heil; wer dich betrübt und leben; Gerechtigkeit wird dennoch kränket, der drückt ihm selbst stehn und stets in vollem den Pfeil des Herzleids in das Schwange gehn, zur Ehre seines Herze und löscht aus Unverstand Namens. die goldne Freudenkerze mit Paulus Gerhardt, 1 1676. seiner eignen Hand. Mel.: Nun lob, mein Seel. 455. 4. Das drückt uns niemand 6 2 Geitlas, nun ist besser in unsre Seel und Herz erschollen das hinein, als ihr zerstörten 506 In Kriegszeiten. Schlösser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste Heid, ihr Gräber voller Leichen, und Itgem Heldenschweiß, der Helden, deren gleichen auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Thränen— bach aus beiden Augen rinnen! Geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher ge⸗ sendet, das hast du ausgelacht; nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm 2 27 3. Eigene Zei eiten; strei⸗ten, denn du unse und scharfen Dingen zu dei— nem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutesthun. Ach, laß dich doch er— wecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrock⸗ nen Muts; der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in ew'gem Fried und Ruh. Paulus Gerhardt, 1676. Melodie 1 Gott al⸗lei-ne. Martin Luther, 4 1546. — 7. In allgemeinen Nöten. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. 614 AGott, in Gna⸗ den von uns wend dies schwere Kreuz und groß Elend, damit wir sind umgeben gar und stehn all Augenblick in G'fahr. 2. Behüt uns, deine Kinder⸗ lein, um Christi, unsers Herren, Pein, vor Pestilenz und schnellem Tod und laß uns nicht in dieser Not. unn zii 30 ö und großem 2. Erbar Knecht, wi ncht dae N Herr, den Rben 4 10 müßt gehn, ů5 vt dir bes In allgemeinen Nöten. In dieser Not, ach, laß uns wend von uns, Herr, singe unser Mund für deinen Schutz aus Herzensgrund. Barthol. Ringwaldt, 1598. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 11 N von 615. NHer, Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben all— zumal; behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feu'r und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir bitten Gnad und nicht das Recht. Denn so du, Herr, den rechten Lohn uns 476. uns, geben wolltst nach unserm Thun, so müßt die ganze Welt ver⸗ gehn, und kann kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erscheiu; beweis' an uns dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer That; wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Warum willst du doch zornig sein über uns arme Würmelein? Weißt du doch wohl, du großer Gott, daß wir nichts sind denn Erd und Kot; es ist ja vor dein'm Angesicht unsre Schwachheit verborgen nicht. derbet sehr, dein Zorngericht, daß dir lobͤ— solch Elend kennst du, du treuer vergehn, 507 5. Die Sünd hat uns ver⸗ der Teufel plagt noch viel mehr; die Welt unser Fleisch und Blut allezeit verführen thut; Herr, dir zu uns und uns allein, ach, laß es Herzen gehn. 6. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot; die sind ja für die ganze Welt die Zahl ung und das Lösegeld; des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit 7. Leit uns mit deiner rechten Hand und segne unsre Stadt und Land; gieb uns allzeit dein heiligs Wort, behüt vors Teufels List und Mord; bescher ein seligs Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Moller, 4 1606. Mel: Singen wir aus Herzens Grund. 51— 6 16. 2. Wächter Israel, des sich freuet meine 0 der du weißest alles Leid deiner armen Christenheit; o du Wächter, der du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt dein hilfreiches Angesicht. 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Häuflein überall, täglich wird der Trüb⸗ sal mehr. Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr! Wir verderben, wir nichts wir sonst vor 508 In allgemeinen Nöten. Augen sehn, wo du nicht bei du Beschützer meiner Seel, Gott uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut. 4. Sitzst auch heut ins Va⸗ ters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser Mittler und Patron, s eine höchste Freud und Kron, dei er in dem baden trägt, wie sich selbst zu lieben vfln, dem er keine Bitt abschlägt. Kläglich schreien wir zu 255 klopfen an die Gnadenthür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feu'r jetzt brennt und schier alle Welt durchrennt. 6. Zeig ihm deine Wunden rot, red von deinem Kreuz und Tod, und was du mehr hast gethan, zeig ihm unsertwegen i an; sage, daß du unsre Schuld hast bezahlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld. 7. Jesu, der du Jesus heiß als ein Jesus Hilfe leist. Hilf mit deiner star rken Hand; Men— schenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau. 8. Liebster Schatz Immanuel, mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit, Trutz dem, der uns thut ein Leid, Gottes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich er— barm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Bünd— nis trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 10. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritter— schaft; deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zu schand; bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 11. Gürte dein Schwert an die Seit als ein Held und für sie streit und zerschmettre deine Feind, so viel ihr' auf Erden seind. Auf die Hälse tritt du ihn', leg sie dir zum Schemel hin und brich ihren stolzen Sinn. 12. Du bittia der Held und Mann, der den Hregen steuren kann, der da Spieß und Schwert zerbricht t, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 13. Jesu, wahrer Friede— fürst, der der Schlangen hat allein, d 16 Ich Hel mein d m Gott/ v und 3. Und und Herz? Reu und S der Sünd X Strafen Ni 4. Die di lich allen, dich im Na Iqu Christ Fursprecht 618 den Hih kann nd Ittaun sie swerden nicht ihr Helfer hie dir doch chwertandie und für sie nettre deine auf Erden ilhe tritt du um Schmel lolzen Sinn. er Held und en steuren d Schwert gen macht Bage N gar Menschen der Krieg zerknirscht ihren Kopf durch Fried bei Gott, gieb uns Frieden 6⁴⁷. Reiselieder. sen dich. Joh. Herrmann, 1 1647. Eigene Melodie. undfindenweder Hilfuoch Rat, 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen ins— gemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und Nchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädig⸗ lich allen, die darum bitten dich im Namen dein's Sohns, Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprechr ist. bwirgleichsoraenfrühn wwat; 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trüb⸗ sal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los; steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei. 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freu— den danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 1569. —— S. Reiselieder. Mel.: O Welt, ich muß dich. 688. 2. Nichts ist es spät und 6 8³3 Qn Ant kanehsn um alle meine Mühe, Thaten laß ich den Hhnen Laben, der 100 r und hat; er muß z zu allen mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells Dingen, solls anders wohl ge⸗in seine Vatergunst. lingen, selbst dazu geben Rat und That. schehen, als was er hat ver⸗ 3. Es kann mir nichts ge⸗ 509 gnädiglich, so wird dein Volk seinen Tod, wiederbracht den freuen sich, dafür ewig prei— 510 sehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers giebet; was ihm von mir beliebet, 93 lbe hab ich auch erkiest. Ich traue seiner Gnaden, 5e. mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts 35.4 was mir ewig nützt. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen, nicht stracks das Urteil sprechen und mit mir haben noch Geduld 6. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, in den er mich gestellt; sein Segen wird mir lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treu⸗ lich f einer Welt. 7. Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch bei Christo und Christus ist bei mir; der Helfer in Gefahren, der kann 22—4 doch d bewahren, wie aller Orten, so auch hier. 8. Er wird zu diesen Reisen n n Fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Ge⸗— Imchei, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles andre nach Begehr 9. Sein Engel, der Getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch Reiselieder. wir so weit nun kommen, und wissen selber fast nicht, wie. 10. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwach— heit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein süßes Wort I. 2—— er es denn be⸗ schloss so will ich unver— 55—8 an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn männlich überstehn. 12. Ihm hab ich mich er— geben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei hent oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß die allerbeste Zeit. 13. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich erschaffen hat; es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu alle u Sachen Rat. Paul Flemming, 4 1640. Mel.: Erschienen ist der herrlich 129. 61 9 n Namen 6 2 N fa hren wir, sein heilger Engel geh uns für, wie dem Volk in Egyptenland, das entging Pharaonis Hand. K 23 Herr, du wollst unser Gle itsmann sein und mit uns gehen aus und ein und zeigen seinen Zug, den frommen, sind alle Steig und Steg; wehre ii Rel.-Vater 521. leid begegll DPor Zät!& l Trbsal voll 1 war and 6 hat; Memid ist, der get Christ 3. Du mann, das dein Perso und was en N.. 0 tröst tet It. denn be⸗ zih: mnver⸗ Ve erhän ignis ial allen allen, ich Ihrst hn. ich mich e und zu Wun heut; es sei „dafür laß er weiß die „Seele, seine eine, der dich gehe, wie es in der Höhe, Sachen Rat mmning, 1 1640. hren wir, sein eh uns für, Capptenland, raonis Hand. wollst unser d mit uns in und zeigen Steg; wehre Kreuz⸗ und dem Unfall auf dem Weg! Kyrieleis. 3. So wird kein Berg noch tiefes Thal, kein Wass'r uns irren überall; fröhlich komm'n wir an unsern Ort, wenn du uns gnädig hilfest fort. Kyrieleis.“4 4. Herr Christ, du bist der der einge Steg; hilf uns Pil—⸗ grim'n ins Vaterland, weil du dein Blut an uns gewandt! Kyrieleis. Trostlieder. 511 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 740. *6 Dieht in Frieden 6 2 0 3 eure Pfade, mit euch des großen Gottes Gnade und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, gehts unter Sonnenschein und Stürmen getrost und froh bei rechte Weg zum Himmel und Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn; er sei euch nimmer fern spät und frühe! Vergeßt uns nicht in seinem Licht, und wenn ihr Nikolaus Hermann. 1 1561. sucht sein Angesicht! Gust. Friedr. Ludw. Knak, 1 1878 —— VI. Kreuz⸗ und Crostlieder. Mel.: Vater 9 im Himmelreich, 476. ding hat man erfahrn, daß du, 6 21. Rch Gott, wie mein Gott, bist Mensch geborn, Ames erze⸗ und füͤhrest uns durch deinen leid Waset mir zu dieser Tod ganz wunderlich aus aller Zeit! Der schmale Weg 1l Trübsal voll, den ich zum Him⸗ 4. Jesu, mein Herr und Gott mel wandern soll. We schwer⸗allein, wie süß ist mir der Na— lich läßt sich Fleisch und Blut me dein! Es kann kein Trauern bezwingen zu dem ewgen Gut! sein so schwer, dein süßer Nam 2. Wo soll ich mich denn erfreut viel mehr; lem Elend wenden hin? Zu dir, Herr mag so bitter sein, dein süßer Jesu, steht mein Sinn. Bei Trost, der siderts fein. dir mein Herz Trost, Hilf und 5. Ob mir gleich Leib und Rat allzeit gewiß gefunden Seel„so weißt du, hat; niemand jemals verlass en Herr, daß ichs nicht acht; wenn ist, der getraut hat auf Jesum ich dich 9d, so hab ich wohl, Christ. was ewig mich erfreuen 0ll 3. Du bist der große Wunder⸗Dein bin ich ja mit Leib und mann, das zeigt dein Amt und Seel; was kann mir thun Sünd, dein Person. Welch Wunder⸗Tod und Höll? 512 6. Kein bessre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein' Wahr⸗ heit bleibt mir ewig fest; du bist mein rechter treuer Hirt, der mich ewig behüten wird. 7. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichtum, ich kanns doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wirds erfahren mit der That. 8. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, so wollt ich den Tod wünschen her, ja, daß ich nie geboren wär; denn wer Kreuz⸗ und mein' dich nicht im Herzen hat, der ist fürwahr lebendig tot. 9. Jesu, du edler Bräutgam wert, meine höchste Zierd auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergötz weit über alle güldne Schätz; so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt er⸗ freuet sich. 10. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Freud und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding; dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vor⸗ schmack sei. 11. Drum will ich, weil ich bleiben. Trostlieder. lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach; mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit. Hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich Lauf vollenden kann. 12. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt; erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O, mein Hei⸗ land, wär ich bei dir! Mel.: Herr, wie du willst. 642. 6⁴ A5 treuer Gott, •2* 2 barmherzigs Herz, des Güte sich nicht endet, ich weiß, daß mir dies Kreuz und Schmerz dein Hand hat Dee ja, Herr, ich weiß, daß diese Last du mir aus Lieb erteilet hast und gar aus kei 1 Hasse. Denn das ist allzeit dein Gcbrauch, wer Kind ist, muß was leiden, und wen du liebst, den stäupst du auch, schickst Trau— ern für die Freuden; führst uns zur Höllen, thust uns weh und führst uns wieder in die Höh, und so geht eins ums andre. 3. Ach, lieber Vater, wie so schwer ists der Veruunft zu gläuben, daß du demselben, den du sehr schlägst, solltest günstig Wie macht das Kreuz Aubsal! werd 0 we nich⸗ setge fi in Hehüte 2 5. Achs st me ein Hei V weißt gar! umn uzundgrof —wirst du ö ae t,gaue gerl La 1 aden, so laß —99 020. du willst. 642. treuer Gott, barnherz rzigs ichn licht er endet, ur dies Krenz eir Hand hat hat Herr, ich weiß, mir aus Lieb gar aus kei⸗ ist allzeit dein Kind ist, muß wen du liebst, „schickst Trau⸗ en; führst uns ins a und r in die Höh, ums andre. Bubr, wie so Veruunft zu demselben, solltest günsti acht das Hz Kreuz⸗ und Trostlieder. 513 so lange Zeit, wie schwerlich Gnad als wie ein Schäflein wei— will sich Lieb und Leid zusam- den, daß ich im Glauben die Ge— men lassen reimen! duld und durch Geduld die edle 4. Was ich nicht kann, das Prob erhalte. gieb du mir, o. ie Gut 8. O Heilger Geist, du Freu⸗ der Frommen, gieb, daß mir denoel, das Gott vom Himmel nicht des Glaubens Zier durch f schicket, erfreue mich, gieb meiner Trübsal werd entnommen. Er⸗Seel, was Mark und Bein er— halte mich, o starker Hort, be⸗quicket! Du bist der Geist der festge mich in in deinem Wort, Herrlichkeit, weißt, was für 2—0— mich vor Murren. Gnade, Trost und Freud mein Ach, Jesu, der du worden in dem Himmel warte. hit wein Heil mit deinem Blute; 9. Ach, laß mich schauen, du weißt gar wohl, was Kreuze wie so 1 und lieblich sei ist, und wie dem sei zu Mute, den das Leben, das denen, die durch Kreuz und großes Unglück plagt; Trübsal gehn, du dermaleinst drum wirst du, was mein Herze wirst geben; ein Leben, gegen klagt, gar gern zu Herzen fassen. welches hier die ganze Welt 6. Sprich meiner Seelen herz⸗ mit ihrer Zier durchaus nicht lich zu und tröste mich aufs zu vergleichen. beste; denn du bist ja der Müden 10. Daselbst wirst du in Ruh, der Schwachen Turm und ewger Lust aufs beste mit mir Feste, ein Schatten vor der Son-handeln, mein Kreuz, das dir nenhitz, ein' Hütte, da ich sicher und mir bewußt, in Freud und sitz im Sturm und Ungewitter. Ehr verwandeln, da wird mein 7. Und weil ich ja nach Weinen lauter Wein, mein deinem Rat hier soll ein wenig 2 Aechzen lauter 9 sein; leiden, so laß mich auch in deiner das blaub ich, hilf mir! Amen 7 23 Paulus Gerhardt, 4 1676. 623. oene Welet Eigene Melodie. 14. 1— —2— ai, Hwanf an deiner Freude, meine Seele, Herzunds Sinn; weg, Leide, ää Je⸗su hin! 514 Kreuz⸗ und Trostlieder. I. 257——— 4 x 8——— 2 2 6 —.— * 2. Fort, nur fort, steig immer weiter in die Höh zu Jesu auf; an, hinan die Glaubensleiter klettre mit geschwindem Lauf. Gott ist dein Schutz; Jesus blei⸗ bet dein Beschirmer wider alle Seelbestürmer und bietet Trutz. 3. Fest, fein fest dich ange— halten an die starke Jesustreu! Laß du, laß du Gott nur walten, seine Güt ist täglich neu; er meints recht gut. Feinde dich anfallen, müssen sie zurückeprallen; hab guten Mut. 4. Ein, hinein in Gottes Kammer, die dir Jesus aufge⸗ than; klag und sag ihm deinen Jammer, schreie ihn um Hilfe an. Er steht dir bei; 2——— will die Welt kein⸗ Ort dir geben, bei ihm ist Platz. wenn — dich alle Menschen hassen, kann und wird er dich nicht lassen; das Hah frei. Hoch, so hoch du kannst ababen Daue Sinne von der Erd, schwinge dich, dem zu er— geben, was du hast, der dein ist wert. Dein Jesus ists, der um dich so treulich wirbet und für dich aus Liebe stirbet; drum du sein bist. Wenn die 6. Auf, hinauf, was droben, suche! Trachte doch allein dahin, wo dein Jesus; sonst verfluche allen schnöden Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden, nur bei Jesu ist zu finden die wahre Ruh. Joh. Casp. Schade, 1698. Eigene Melodie. Auf meinen lieben Gott 0 2.=— ö‚ Mein Unglück kann er wenden, steht alls in seinen Händen. 2. Ob mich mein' Sünd an⸗ ficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; ihm thu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. mit das Ins allen 14 Himme cheiche 5 Echere Trost, das 0 am letzten nn de zul eget 6. 29 pech ich ich a uuwollet hrst, zu al Wil delnen resen. Ame Siegm ehn, auf bestehn. Y n hassen ann nicht lasen, der irbet und Ilebe stirbet: stirbet, „was droben ‚ allein dahn, suns verfluche Emndersin ul Welt und vinden, nur bei diewahr Ruh. Schde, 1698. gst und Not. ——— inen Händen. Hertrauen; ihm geben im Tod eben. Kreuz⸗ und Trostlieder. 515 3. Ob mich der Tod nimmt Grämen und mit selbsteigner hin, ist Sterben mein Gewinn, Pein läßt Gott sich gar nichts und Christus ist mein Leben, nehmen; es muß erbeten sein. dem thu ich mich ergeben; ich 3. Dein ewge Treu und Gna— sterb heut oder morgen, mein' de, o Vater, weiß und sieht, Seel wird er versorgen. was gut sei oder schade dem 4. O mein Herr Jesu Christ, sterblichen Geblüt; und was du der du so g'duldig bist für dann erlesen, das treibst du, mich am Kreuz gestorben, hast starker Held, und bringst zu mir das Heil erworben, auch Stand und Wesen, was deinem uns allen zugleiche das ewig Rat gefällt. Himmelreiche! 4. Weg hast du allerwegen, 5. Erhöre gnädig mich, mein an Mitteln fehlt dirs nicht; Trost, das bitt ich dich; hilf mir dein Thun ist lauter Segen, am letzten Ende, nimm mich in dein Gang ist lauter Licht; dein deine Hände, daß ich seligabschei- Werk kann niemand hindern, de zur ewgen Himmelsfreude. dein Arbeit darf nicht ruhn, 6. Amen zu aller Stund wenn du, was deinen Kindern sprech ich aus Herzensgrund, ersprießlich ist, willst thun. du wollest selbst uns leiten, Herr 5. Und ob gleich alle Teufel Christ, zu allen Zeiten, auf daß hier wollten widerstehn, so wir deinen Namen ewiglich wird doch ohne Zweifel Gott preisen. Amen. nicht zurückegehn; was er sich Siegm. Weingartner, 41600. vorgenommen und was er haben Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. will, das muß doch endlich kom— 98 efiehl du deine men zu seinem Zweck und Ziel. 625. B Wege und, was 6. Hoff, o du arme Seele, dein Herze kränkt, der allertreu⸗ hoff und sei unverzagt! Gott sten Pflege des, der den Himmel wird dich aus der Höhle, da lenkt; der Wolken, Luft und dich der Kummer plagt, mit Winden giebt Wege, Lauf und großen Gnaden rücken; erwarte Bahn, der wird auch Wege fin⸗ nur die Zeit, so wirst du schon den, da dein Fuß gehen kann. erblicken die Sonn der schön— 2. Dem Herren mußt du sten Freud. trauen, wenn dirs soll wohler 7. Auf, auf, gieb deinem gehn; auf sein Werk mußt du Schmerze und Sorgen gute schauen, wenn dein Werk soll Nacht; laß fahren, was das Herze bestehn. Mit Sorgen und mit betrübt und traurig macht! Bist 22* 33* 516 Kreuz⸗ und du doch nicht Regente, der alles führen soll; Gott sitzt im Re⸗ . und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wun— derbarem Rat die Sach hin— aus geführet, die dich beküm— mert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, fragt er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Her 3 lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst davon mit Ruhm und Dank- geschreie den Sieg und Ehren— kron; Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende an aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfoh⸗ 626. Trostlieder. len sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paulus Gerhardt, 4 1676. Mel.: Zuversicht. 732. Dennoch bleib ich stets an dir, mein Erlöser, mein Vergnügen; mich verlanget dort und hier nur an deiner Brust zu liegen. Meines Lebens schönste Zier, dennoch bleib ich stets an dir. 2. Deine starke Gnadenhand hat mich liebreich aufgenommen, als ich in das Vaterland derer Sterblichen gekommen. Greift der Satan gleich nach mir, dennoch bleib ich stets an dir. 3. Suchet die verderbte Welt mich aus deinem Arm zu reißen, will sie Ehre, Lust und Geld mir nach ihrer Art verheißen, o, so sprech ich bald zu ihr: Dennoch bleib ich stets an dir. Reizet mich mein Fleisch und Blut, meinen Jesum zu verlassen, so bekomm ich frischen Mut, ihn 20 fester anzufassen, und ich seufze für und für: Dennoch bleib ich stets an dir. 5. Bricht des Kreuzes Sturm herein, überfällt mich Angst und Leiden, so vermag doch keine Pein mich von meinem Haupt zu scheiden; und ich schreib in Jesus. meine mein Panier: Dennoch bleib ich stets an dir. 6. Selbst im finstern Todes- thal bleibt die Freundschaft un— getrennet; ich empfinde keine Qual, wenn der Lebensfürst mich kennet. Sterbend ruf ich mit Begier: Dennoch bleib ich stets an dir. 7. Dennoch bleib ich stets an 627. Kreuz⸗ und T rostlieder. 517 dir, dabei soll es ewig bleiben. Aus dem selgen Lustrevier soll mich einst kein Feind vertreiben. Darum sing ich schon allhier: Dennoch bleib ich stets an dir. Johann Jakob Rambach, 1 1735. Eigene Melodie. sie nicht sein; ih-ren Schein. Sie muß im Kreuz die Stärke zeigen, 2. Wer sollte ohne Kampf wohl siegen? Die Tapferkeit kann nicht bestehn, wenn man nicht will zu Felde liegen und einen ernsten Streit angehn. Der Feind ist, wenn Gott Kraft verliehen, flugs da, der sich ihr widersetzt; da soll man ja den Schlaf recht fliehen, wenn Sa⸗ tans Heer die Schwerter wetzt. 3. Zwar drück den Palm⸗ baum wohl zur Erden gar oft ein zentnerschwer Gewicht, der der ihr naches ttellet früh und spat. doch nicht unterdrückt kann wer— den, er stehet wieder aufgericht'; so wird die Tugend auch ge— drücket, daß sie in letzten Zügen liegt; bald aber wird die Stärk erblicket, wenn sie mit Macht den Feind besiegt. 4. Sie kann zu hohen Stu⸗ fen kommen, wenn sie im Streit geübet ist. Kreuz ist der Weg, den alle Frommen erwählen; wer sich selbst vergißt und eilet zu den Ewigkeiten, wird durch — ——— —— 518 Kreuz⸗ und des Vaters Hand geführt, der ihn durchs Kreuz sucht zu bereiten, eh er ihn mit der Krone ziert. 5. Denn Gott hat uns nicht führen wollen durch einen Weg voll Zärtlichkeit, worauf 05 emsig laufen sollen in der so kurzen Pilgrimszeit zum Leben, das da ewig währet, wo Streit und Kampf entfernet ist, und wo man recht die Ruh erfähreted in Gott, der alles Leid versüßt. 6. Darum, wen Gott zum Kind erkläret, der hat am Satan einen Feind, mit dem sein Kampf stets wird vermehret, weil ers gewiß mit Ernste meint; er bläst ihm durch sein giftges Hauchen Trostlieder. muß vor ihm bald gehen; wenn man sich wachend nimmt in acht. 9. O Jesu, der du mir er— worben Heil, Kraft und Leben durch den Tod, da du am Kreu— zesstamm gestorben nach ausge⸗ standner vieler Not; komm mir zu Hilf und schaffe Leben in mir und stürze meinen Feind, d der über mich sich will erheben, wenn mir dein Licht nicht helle scheint! 10. Flöß immer in mich neue Kräfte, d damit ich hang an deiner Brust und töt in mir all mein Geschäfte; dein Friede bleib mir nur bewußt. Stärk du, meinHeld, mir selbst den Glauben und zieh oft Lüste mancher Laster ein und nicht rauben, weil du in mir, ich in dir bin. weiß sich großer List zu brauchen, daß er mög Ueberwinder sein. 7. Denn wie Gott aufwärts führt zum Leben, so führt 0 Feind zum Untergat ig; er sucht mit Grimm zu Wideisteden und macht dem armen Menschen bang. Er will den Mut danieder schlagen; drum wagt er alles, was er kann, und lässet nicht bald ab zu plagen, zu fällen ihn auf rechter Bahn. 8. Doch wie er viel geschlagen nieder, so wird er auch gar oft besiegt, wenn man ermannt die matten Glieder in Gott und tapfer ihn bekriegt. Der Glaube muß ihm widerstehen und hat in sich die Gottesmacht; der Satan mein Aug auf dich nur hin, so wird mich wohl der Feind Joh. Christian Nehring, 1 1736. Mel.: Nun laßt uns Gott, dem. 530. 628. Dꝛ kannsts nicht böse meinen, mein Jesu, mit den Deinen, du Brunnquell aller Güte, du treuestes Gemüte. 2. Du kannsts nicht böse meinen, dein Blut verlässet kei— nen, dein Wort läßt alle hoffen, dein Herz steht allen offen. 3. Du kannsts nicht böse meinen, wenn du das Glück läßt scheinen, du willst alsdann mit Segen zur Buße uns 5. in 4. Du kannsts nicht böse meinen, wenn du uns lässest wei— . 35 50— nein Wahlsy tröst Gott kanns 10. Hert Meinen m lirf Hen, erhalt i u kunnsts Valentin 609. Nu, hüße sei dir ange sich bekehte Miset that quälet ha erüber Hen, We in mir l ccheint! 10 enichnene hang an deiner mir all mein Friede m bmir ddur einHeld al Wah und zieh dich nur hin, ohl der N. Fei 109 eil du in mir Nehring, 1 1736. 18 Gott, dem. 530. kannsts nicht böse meinen, den Deinen, du er Güte, du ts nicht böse it verlässet kei⸗ äßt alle hoffen, allen offen. sts nicht böse das Glück läßt st alsdann mit ze uns bewegen. nicht böse muns lässest wei⸗ 519 nen in schwerem Kreuzestriebe 2. Wenn deines Vaters Zorn und Schlägen deiner Liebe. entbrennt, von wegen meiner 5. Du kannsts nicht böse Sünde, zu deinen Thränen ich meinen, du züchtigest die Deinen, mich wend, da ich Erquickung damit sie in den Wehen wie finde. Vor Gott sind sie so hoch reines Gold bestehen. ges chätzt; wer damit seine Sünde 6. Du kannsts nicht böse netzt, den blickt Gott an mit meinen, das kann kein Mensch Gütigkeit zu jeder Zeit und verneinen; die milde Vatertreue sein betrübtes Herz erfreut. ist alle Morgen neue. 3. Hier muß ich auch im 7. Wohlan! Drauf will ichs Thränenhaus vor großer Angst wagen, mich nicht mit Sorgen oft weinen, der Welt aushalten plagen; ich habe gnug an einem: manchen Strauß; sie martert Gott kanns nicht böse meinen. stets die Deinen. Auf allen Sei— 8. Das will ich stets be- ten, wo sie kann, fängt sie mit denken, es soll mein Leben len- mir zu hadern an. Dies tröstet ken, mich recht mit Gott vereinen, mich zu aller Frist: Herr Jesu ders nicht kann böse meinen. Christ, in Not du auch ge— 9. Er ist mein Licht im Leide, wesen bist. mein Wahlspruch, meine Freude, 4. Du zählest alle Thränen es tröst in Mark und Beinen: mein; ich weiß, sie sind ge— Gott kanns nicht böse meinen. zählet, und ob f nicht zu 10. Herr, laß dein treues zählen sein, dennoch dir keine Meinen mir stets im Herzen schei- fehlet. So oft sie vor dir nen, erhalt mich bei dem Einen: regen sich, so oft sie auch be— du kannsts nicht böse meinen. wegen dich, daß du dich mein Balentin Ernst Löscher, 4174a). erbarmen mußt. Dir ist bewußt Mel.: Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 304. mein Kreuz; drum hilfst du 629. r Je⸗mir mit Lust. rusalem, Herr 5. Wer jetzund säet Thränen Jesu, heiße Zähren, bezeugst, es aus, hält in Geduld Gott stille, seir dir angenehm, wenn Sünder wird fröhlich sein in deinem sich bekehren; wenn ich vor dir Haus, da Freude ist die Fülle; mit Buß ersch ein, und über ja, so iche Freude, die kein Mann meine Sünden wein, so wäschst mit seiner Zung aussprechen du ab aus lauter Gnad die kann, und die da bleibt in Ewig⸗ Missethat, so mich bisher ge-keit. Mein Kreuz und Leid wird quälet hat. werden dort zu lauter Freud. Kreuz⸗ und Trostlieder. 520 Kreuz⸗ und T 6. Für diese Thränen dank ich dir, daß du die Freuden— krone, Herr Christ, dadurch er— worben mir bei dir ins Him— melsthrone. Wann du mich holen wirst hinauf zu deinem auserwählten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, für deine Thränen für und für! Joh. Herrmann, + 1647. Mel.: Was Gott thut, das ist. 664. —30 Enn Christ kann 30. ohne Kreuz nicht sein. Drum laß dichs nicht betrüben, wenn Gott ver sucht mit Kreuz und Pein die Kinder, die ihn lieben. Je lieber Kind, je ernster sind des from— men Vaters Schläge; schau, das sind Gottes Wege. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein, Gott wills nicht anders n auch dieses Lebens Not und Pein sind dei⸗ nes Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein, es kommt 920 Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab vom eitlen Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit sprödem Sinn, wenns nun zu dir gekom— men; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne rostlieder. Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit' die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb um— fassen. Die Welt vergeht, und Gott hesteht; bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint! Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freu— den; ich will mit Christo leiden. David Nerreter, 4 1726. 5 O du Liebe meiner Liebe. 107 631. Jahre fort mit 5 Liebesschlägen, süßer Jesu, liebster Hort; laß sich Trübsalswinde regen und bring mich hierdurch an Port. Ach, ich biete dir den Rücken, schlag nur zu, ich habs schuldt; Kreuz und Not sind Liebesstricke, Zeichen deiner großen Huld. 2. Ich bin lang von dir gewichen, lang war mir das Eitle lieb; doch bist du mir nachgeschlichen, weil dich deine Relig Fleisc 1. Tl Hut für mi 4. Fege d ute alles aus; wasch er Hlute und u Haus. Ach, Thüre, w wälz duvon; gieb,! würe, du gel 5. Wenn nommen, so l- himein; denn genommen, zu Rein. Ic nichtmehrken icht Fleisch Erbarmen, Thun der&X Ell sehr verborgen ö enge 0 Ho Ohr ne Kre Gott shich Sch Hickts doch mein, sinds Plagen und Wer glän Ubig n steten F Freu⸗ Gsl eiden. e reter, 4 1724 mer Liebe. 107 re fort mit iebesschl gen er Hort; laß de regen und urch an Port. r Ri 10. 9 habs veb ind Not sind Rhen deiner lang von dir war mir das bist du mir weil dich deine Liebe trieb; Liebe, Händ und Füße an des Kreuzes Holz gespießt, Liebe, die so honigsüße auf die armen Sün⸗ der fließt. Kreuz⸗ nnd Trostlieder. die dir mm Tode sein; 521 weil du mein Er—⸗ —— bist. Nun, du sollst mein in dem Leben und auch in dem dir mit Leib und 3. Ach, so denke nicht, wie Seel ergeben, geh ich auch in lange ich dich, Bräutgam, nicht Tod hinein; erkannt, wie ich mich zur alten Schlange oft mit Herz und Sinn gewandt, sondern denk an deine Wunden, die dein heilig Fleisch durchritzt; denk an deine Trauerstunden; da du Blut für mich geschwitzt. 4. Fege durch die Kreuzes— rute alles aus dem Herzen aus; wasch es selbst mit deinem Blute und mach es zu deinem Haus. Ach, denie selbst die Thüre, wälz den Sindenstem davon; gieb, daß ich dich drinnen spüre, du geliebter Gottessohn! 5. Wenn du es nun einge— nommen, so laß gar nichts mehr hinein; denn ich hab mir vor⸗ genommen, dein hinfort allein zu sein. Ich will selbst mich d nicht mehr kennen, nicht die Welt nicht Fleischeslust; Augenlust, Sah, sündlich Brennen sei mir 2 mehr bewußt. 6. Denn ich will in deinen Muen unterm Kreuz gar sanfte ruhn; doch vertrag auch mit Erbarmen, wenn mein Lassen oder Thun noch mit Schwach— heit sehr beflecket, die dir nicht verborgen ist; diese aber wird mir offenbarst; suche dich von ganzem Herzen, bis du dich schenke mir des Glaubens Kerzen, wie du vor— mals gnädig warst. 8. Hör, ach, hör mein sehn— lich Flehen, ach, wie lang ver— birgst du dich? Hilf mir kämpfen, widerstehen, meine Kraft verlieret sich. Aber du bist in den Schwachen mächtig, wenn ihr Herz betrübt; drum magst du es mit mir machen, Jesu, wie es dir beliebt. Amad. Creutzberg, 4 1742 Mel.: Es kostet viel, ein Christ. 364. 6 32. Geld ist not, E wenns übel 90910 Lmdes das schwere Joch des Kreu zes drücket nicht jeder mann da in der Prob 3— t, wenn er geht unter Rd ast gebücket; drum mag das Kreuz mit Recht zu nennen sein ein Prüfestein. 2. So frech und trotzig unser Mut, wenns geht nach unsers Fleisches Lust und Willen, so sehr erschrickt man vor des Kreuzes Rut; es läßt die Zag⸗ heit schwerlich sich verhüllen. WN Kreuz⸗ und Wie kleinlaut macht der unver⸗ 5350 Schmerz das blöde Herz! Kaum rührt uns Gottes Füuen an, so fangen wir schon an mit Macht zu schreien: Herr, schone, schone mein! Die Kre nss⸗ahn scheint uns sobald den Untergang zu Witen Vernunft denkt, wenn sie hört ein Lüftlein wehn: Nun ists geschehn! 4. Ach, das doch Gott ein Wunder thät, spricht man, so— bald das erste Weh sich reget; ein Wunder, dadurch das, was früh und spät mich quält, zu Boden würde stracks geleget; das Fleisch erzittert stets vor seinem Tod, drum scheuts die Not. 5. Gott aber fraget viel darnach. was unsre Zärtlichkeit er mehrt die von ihm begehret; Glut und preßt aus manches Ach, anstatt daß er uns unsre Bitt gewähret; dürft er uns doch auch, wenns nach uns sollt gehn, kaum scheel ansehn. 6. Der Eigenwill wollt zwar ins Reich mit andern treuen Kämpfern gern eingehen; daß aber er mit ihnen hier zugleich erst leiden soll, das will ihm nicht anstehen; wie gern wollt er doch mit gekrönet sein, nur ohne Pein. 7. Dadurch wird aber Gott sein Spiel verderbt, das er mit Trostlieder. uns, den Seinen, treibet; man kehrt die Ordnung um, die uns zum Ziel der Ehre führt und ihr uns einverleibet; es wird der weise Rat, den er bedacht, zunicht gemacht. 8. Drum thut Gott wohl, daß er sich nicht an seine zar— ten Heiligen groß dchres daß er uns, ungefragt, ein Blei— gewicht der Zentnernot anhängt und also wehret, daß nicht sein Schluß an uns allhier auf Erd vereitelt werd. 9. Indessen bleibt er fromm und treu, läßt uns nicht ohne Maß geängstet werden; sein Gnadenlicht wird täglich bei uns neu, dadurch er uns er— leichtert die Beschwerden; ja, Ii. bricht, wenn sein Will ist vollbracht, die Kreuzesmacht. 10. Erkenne dies, du armer Staub, und lerne dich in Gottes Wege schicken; sei nicht stracks wie ein leicht Wuh bebend Laub, Wrd dich die Not und Trüb— lspressen drücken; schau auf die treu' und süße Vaterhand in solchem Stand. 11. Sie will dadurch zu deinem Heil nur deine Treu, Geduld und Demut üben; drum ehre ihn in solchem deinem Teil, sei still und laß dich nichts 6. sehr betrüben; nur unverzagt, halt einen kleinen Strauß ohn Murren aus! 2. Er ist und Gnaden, Herzens. 2 di keinen Pein des g 10 An bald dwende hat er! Iu I 19 1f 1 uh z 4. Wenn mehr auf du datfstet heibe man Um, die uns fihtt ud ibe 8 wird Hen er bangt it Gott wWo l, dan seir me zer⸗ o5 kehret, daß It, ein Ile⸗ enot anhingt daß nicht sein 8 allhier auf erd. in er fromm nicht ohr ne waden sein 0 tüglich bei ich er uns er⸗ oschwerden:, wenn usein W W. ill eKreuzesmacht. dies, du armer e dich in Gottes sei nicht stracs n Laub, und Trüb⸗ hbu auf üße 2 Whn nd. U dadurch zu deine Treu, tüben; drum uuhem deinem und laß dich betrüben; nur t einen kleinen Turren aus! 523 12. Sei männlich und steh getrost, so wird das Wetter felsenfest, laß keinen Sturm zu sich bald legen! Denk, wenn Unmut dich bewegen, und wenn er dich 5. mitten in den er dich ein wenig zappeln läßt, Tod: Geduld ist not. Kreuz⸗ und Trostlieder. 6 96 Joh. Aug. Freylinghausen, 4 1739. 92 Eigene Melodie. — a, 7 — en —2 A——.— Gieb dich zu-frieden und sei stille, in dem Got-te in ihm ruht aller Frenden Fülke, ohn ihn mühst du deines Lebens; ö dich vergebens. 5 Le en, 35 e, ee.— scheint täglich hell zu deiner Wonne; gieb dich ů2— 5.— 2. Er ist voll Lichtes, Trost er dein Treuster werden und zu und Gnaden, ungefärbten treuen deinem Besten schauen. Er Herzens. Wo er steht, thut weiß dein Leid und heimlichs dir keinen Schaden auch die Grämen, weiß auch die Zeit, Pein des größten Schmerzens. dir's zu benehmen; gieb dich Kreuz, Angst und Not kann er zufeirden bald wenden, ja auch den Tod 5. Er hört die Seufzer deiner hat er in Händen; gieb dich Seelen und des Herzens stilles zufrieden. Klagen, und was du keinem 3. Wie dirs und andern oft darfst erzählen, magst du Gott ergehe, ist ihm wahrlich nicht gar kühnlich sagen; er ist 1998 verborgen; er sieht und kennet fern, steht in der Mitten, hört aus der Höhe der betrübten bald und gern der Armen Bitten; Herzen Sorgen; er zählt den gieb dich zufrieden. Lauf der heißen Thränen und 6. Laß dich dein Elend nicht faßt zu Hauf all unser Sehnen; eden halt an Gott, so 2— dich zufrieden. wirst du siegen. Ob alle Wenn gar kein Einger Fluten einhergingen, dennoch ueht auf Erden, dessen Teus wh du oben liegen; denn du darfst trauen, alsdann will wenn du wirst zu hoch be— Kreuz⸗ und schweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret; gieb dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten willst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein' Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben; gieb dich zufrieden. 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheidnes Körn— lein weiset, der Schaf und Rinder auf den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird ja auch dich Eingen füllen und deinen Leib zur Notdurft stillen; gieb dich zufrieden. 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten; denn das ist Gottes Ehrentitel, helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen; gieb dich zufrieden. 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glau— be mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was ver— zeucht, ist desto süßer; gieb dich zufrieden. 11. Nimm nicht zu Herzen, Trostlieder. was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gieb dich zufrieden. 12. Hat er doch auch wohl selbst das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gieb dich zu— frieden. 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, dann wird sichs enden; gieb dich zufrieden. 14. Es ist ein Ruhetag vor handen, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämt lich bringen; gieb dich zufrieden. 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Freuden abgefahren, sich auch den huchen, den das der 2. In der u kläftig, u i mir füß; decht richten Greund ers wollte. Wo lar und dreine, f sehle n Wun Ind mag nicht lle Menschen vas webt und den, kann das tmeiden. Des schlägt unsre 5 Grab, dann u; gieb dich Ruhetag vor unser Gott bird uns reißen dieses Leibs n. Es wird herspringen lal uns sämt⸗ odich zufrieden uns bringen der Erwählten die hier mit hren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie hören sprechen: Kreuz⸗- und Trostlieder. 52⁵5 Gieb dich zu— den Grund, der nicht kann frieden. brechen, den ewgen Mund selbst Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. ——5. —.— .— D udd des Leidens— erregst, daßi in heißer Sn brenne: das der Liebe Regung mindert, d 2. In der Schwachheit sei du kräftig, in den Schmerzen sei mir süß; schaffe, daß ich dich genieß, wenn die Krank— heit streng und heftig; denn was jetzt den Leib bewegt, was mein Fleisch und Mark ver— zehret, was den Körper jetzt beschweret, hat die Liebe selbst erregt. 3. Leiden ist jetzt mein Ge— schäfte; andres kann ich jetzt nicht thun, als nur in dem Leiden ruhn. Leiden müssen d meine Kräfte, leiden ist jetzt mein Gewinnst; das ist tt des Vaters Wille, den verehr ich sanft und stille; Leiden ist mein Gottesdienst. die ich öfters von dir hab. 4. Gott, deinen Händen als ein Liebes— ich nehms aus zeichen an; denn in solcher Leidensbahn willst du meinen Geist vollenden. Auch die La— bung, die man mir zu des Lebens Notdurft giebet, kommt von dir, der mich geliebet; alles kommt, mein Gott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geist ermüden bei des Leibes Mattig⸗ keit, daß er sich zu aller Zeit in dich senk in Lieb und Frie— den; laß des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seele Auf— fahrt hindern und die Ruhe in mir mindern; unterstütze du das Herz. Hilf mir, daß ich ganz 526 Kreuz⸗ und aaeen. ganz in Ruh mit Freundlichkeit, sanfte mit Zu⸗ friedenheit mög auf meinem Bette leiden; denn wer hier am Fleische leidt, wird errettet von den Sünden, so den Kör⸗ per oft entzünden, und an seinem Geist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben und dem Kreuze meinen Leib. Gieb, daß ich mit Freu⸗ den bleib an dich vö llig über⸗ geben; dann so weiß ich festig— lich, ich mag leben oder sterben, daß ich nicht mehr kann verder⸗ ben; denn die Liebe reinigt mich. Christ. Friedr. Richter, 1711. Mel.: Jesu, meine Freude 417. 635 0 G'tt, der wirds 63½ wohl machen, dem ich alle Sachen allzeit a Er hat mich er⸗ koren, eh ich noch Hberen bin auf Wese Welt; hat mir auch nach seinem Brauch, was von⸗ nöten, gegeben hier in diesem Leben. 2. Gott, der wirds wohl machen, der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt; der mich nie vergessen, der mit Kleid und Essen täglich mich bedenkt. Kreuzeslast oft die Seinen ziemlich drücket, hat er mich erquickel. 3. Gott, der wirds wohl machen. Laß das Wetter Auch, wenn fast die Trostlieder. krachen und die Stürme gehn; wenn mit großem Grausen alle Wellen brausen, will er bei dir stehn. Jonas lag im dritten Tag; schlägt dich Unglück gleich darnieder, Gott erhebt dich wieder. 4. Gott, der wirds wohl machen; er wird selber wachen über deiner Not. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der fromme Gott auf dem 9 an und nimmt dich an; dann verstäubt die Angst geschwinde, wie der Rauch im Winde. 5. Gott, der wirds wohl machen; mächtig in den Schwa— chen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der sich Gott er— wählet zum Trost in dem Leid? Drum mein Herz, ver— giß den Schmerz; alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 6. Gott, der wirds wohl machen, wenn des Todes Rachen c ist aufgethan; wenn die Lebensjahre liegen an der Bahre, führt er himmelan. Sei bereit zu Freud und Leid; Gott befiehl nur deine Sachen, Gott, der wirds wohl machen. 7. Gott, der wirds wohl machen, der den alten Drachen dämpfet ritterlich; führt er gleich die Seinen über Stock und Steinen vielmals wunderlich; 9. 55 Hei wie sta Gotte! ist und 2. Gott t ist treu. Er hilft vas er uns al dersch 1 af die Rute Nubei ein In Gott ist und 940 Gott ů0 del. Er Wei ulhe„ er yf den Schwache nacht sein I Baden frei, id nimmt di übt die Angst der Muuch im wirds wohl roͤst in dem nnHer ve⸗ 35 alles steht „ Gott kann wirds wohl Todes Rachen han; wenn die gen an der r himmelan. eud und Leid; deine Sachen, wohl machen. wirds wohl alten Drachen führter gleich 1 Stock und 3wunderlich; Kreuz⸗ und Trostlieder. 527 sei bereit zu Freud und Leid. entsteht; Gott ist und bleibt Gott befiehl nur deine Sachen, getreu. Gott, der wirds wohl machen. 4. Gott ist und bleibt getreu. Ernst Stokmann, 4 171e. Er tröstet nach dem Weinen, Mel.: O Gott, du frommer Gott. 472. er läßt nach trüber Nacht die 6 36 Gol ist und bleibt Freudensonne scheinen. Der 930. getreu. SeinHerze Sturm, der Kreuzessturm, geht bricht von Lieben, pflegt er augenblicks vorbei; sei, Seele, gleich oftmals hier die Seinen nur getrost, Gott ist und bleibt zu betrüben. Er prüfet durch getreu. das Kreuz, wie rein der Glaube 5. Gott ist und bleibt ge— sei, wie standhaft die Geduld; treu und stillet dein Begehren; Gott ist und bleibt getreu. er will dein Glaubensgold in 2. Gott ist und bleibt ge⸗Trübsalsglut bewähren. Nimm treu. Er hilft ja selber tragen, an von Gottes Hand den was er uns aufgelegt, die Last Kreuzkelch ohne Scheu; der der schweren Plagen; er braucht Lebensbecher folgt; Gott ist die Rute oft und bleibet doch und bleibt getreu. dabei ein Vater, der uns liebt; 6. Gott ist und bleibt ge— Gott ist und bleibt getreu. treu. Laß alle Wetter krachen, 3. Gott ist und bleibt ge⸗ Gott wird der Trübsal doch treu. Er weiß, was wir ver- ein solches Ende machen, daß mögen, er pfleget nie zu viel alles Kreuz und Not dir ewig den Schwachen aufzulegen. Er nützlich sei. So liebt der Höchste macht sein Israel von Last und dich; Gott ist und bleibt getreu. Banden frei, wenn große Not Vor 1695. 537 6 8 2 Eigene Melodie. SDPPPPI IIIIIII ——— SSSSD. 3—. ist gut, der aus Erbarmen al⸗le Hilf auf Er-den thut, mit Kraft und starken Armen machet al⸗les wohl uud gut, 528 Kreuz⸗ und Trostlieder. Seele, so be⸗ Seele, Sollt der das Aug hat zugericht'? Der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Weh ge— schiehet. Seele, so bedenke ꝛe. Gott lebet noch; Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so ꝛe. 4. Gott lebet noch; Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen, gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, seine Treu ver⸗ gehet nimmer. Seele, so ꝛc. 5. Gott lebet noch; Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, e Wohlgefalleu, den⸗ke doch, lebt doch un⸗ser Herr Gott noch! „Gott lebet noch; was Aren du doch? der oder schlafen, komm zu Gott, er wird ver senken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so ꝛe. 6. Gott lebet noch; Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen und weißt weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich um— fassen und im Leiden bei dir sein; Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so ꝛe. 7. Gott lebet noch; Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden immerhin zu Trümmern gehn, laß die Höll entzündet werden, laß den Feind erbittert stehn, laß den Tod und Teufel blitzen, wer Gott traut, den ——— er schützen. Seele, so ꝛe. Gott lebet noch; Seele, was narriin du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn, es ist dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Jammerleben Frie— dein Verbrechen quält dich sehr, de, Freud und Wonne geben. l 0 bedet He duc mer Joh Fri See Aus, Mei Mel. Jesus, 65 nach d dem Wemen lässt —0 seiner G n nn 190 Seu Jaß die W 2. Wer sich eiket Jesus Schlaf, wird! sch plagen, d 0 ünt Straf. 3. Du Ve den Wächter, chlummert n ni ufzusehen, we helspflicht. 4. Im Ver Hlen bleibt ei herz; laß deit scheinen, dein auch ein Schr 5. Glaub n Heste über di rGott tuoch! wird ver⸗ er We das lugst der ich zufrieden o A. noch; Seele, doch? Will erlassen und noch ein, ch dich um⸗ eiden bei dir er es herzlich dam größten ⁰ A. noch; Seele, doch? Laß nt der Erden immern gehn, ündet werden, bittert stehn, und Teufel t traut, den Seele, so ꝛ. h; Seele, was Mußt du allen auf der ahn, es ist alleu, dich zu . Got wird kleben Frie⸗ Wonne geben. Kreuz-⸗ und Seele, so bedenke doch: doch unser Herr Gott noch! Joh. Friedr. Zihn, 4 1719. 2 Jesus, meine Zuversicht. 732. Trostlieder. 529 Lebt nicht; sollt es gleich auf dieser Erden durch den alten Böse— wicht alle Tage schlimmer wer— den, ein getrostes Herze spricht: ott verläßt die Golt verläßt die Seinen nicht. 638. G 5 ãß ich Seinen nicht; 3. Gott verläßt die Seinen 65 dem Seufzen, nach dem nicht; ja, er läßts in allen Weinen lässet er das schöne Dingen, wie er selber sich ver— Licht seiner Gnadensonne schei⸗ nen, nur damit ich aufgericht! Gott verläßt die Seinen nicht. pflicht', uns zur Seligkeit ge— lingen. Glaube, Hoffnung, Liebe spricht: Gott verläßt die 2. Gott verläßt die Seinen Seinen nicht. Eigene Melodie. 5)5 daß die Sachen gehen, wie es heilsamist Laß die Wellen sich verstell en, wenn du nur bei de su bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Sch, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter! Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlummert nicht; zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glau— benspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vater— herz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kum⸗ mer frei. 6. Laß dir süße sein die Küsse, die dir Jesu Rute giebt; der sie führet und regieret, hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Ge— danken, faß dich in Gelassen— heit; laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 8. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. IIII.———.. dr. D————— 530 Kreuz⸗ und Trostlieder. 9. Seine Wunder sind der Throne ihres Heilands wer— Zunder, da der Glaube Funken den noch. fängt. Alle Thaten sind ge⸗ 17. Amen, Amen! In dem raten jedesmal, wie ers ver⸗ Namen meines Jesu halt ich hängt. still, es geschehe und ergehe, 10. Wenn die Stunden sich wie und wann und was er will. gefunden, bricht die Hilf mit Joh. Dan. Herrnschmidt, 1723. Macht herein; und dein Grä⸗ Mel ZJesus weine 1—— 31 men zu beschämen wird es 6 ern, Ii asse unversehens sein. 640. H nicht von dir, 11. Eignen Willen zu er-⸗betend will ich mit dir ringen, füllen, leidet sichs noch ziem⸗wie einst Jakob rang mit dir; lich wohl; da ist Plage, Not endlich muß mirs doch gelingen, und Klage, wo man leiden muß endlich muß mein heißes Flehn, und soll. Vater, dir zu Herzen gehn. 12. Drum wohl denen, die 2 Ob du dich auch von mir sich sehnen nach der stillen kehrst, mir dein Angesicht ver⸗ Willensruh! Auf das Wollen hüllest, mich mit neuem Leid fällt dem Sollen die Vollbrin⸗ beschwerst, mich mit neuer Angst gungskraft bald zu. erfüllest; dennoch ruf, ich Herr, 13. Mehr zu preisen sind zu dir, endlich, endlich hilfst die Weisen, die schon in der du mir. Übung stehn, die das Leiden 3. Wann und wie, was und die Freuden nur mit Hiobs kümmerts mich? Weiß ich doch, Aug ansehn. es wird geschehen. Läßt du 14. Nun so trage deine mich, nicht laß ich dich, endlich Plage fein getrost und mit hörst du doch mein Flehen, Geduld; wer das Leiden will machst mich frei von aller vermeiden, häufet seine Sün-Not, wärs auch endlich durch denschuld. den Tod. 15. Die da weichen und das Julius Sturm, 4 1897. Bm ö ihres Bräutigams Mel.: Wenn mein Stündlein. 705. verschmähn, müssen laufen zu 6/ err Jesu Christ, den Haufen, die zur inten 641.§& ich schrei zu dir Seiten stehn. aus hochbetrübter Seele; dein 16. Aber denen, die mit Allmacht laß erscheinen mir und Thränen küssen ihres Jesu mich nicht also quäle. Viel grö⸗ Joch, wird die Krone auf dem ßer ist die Angst und Schmerz, nir helfen fal sch mein mimn auch niemand 4. Herr Je Ilein mein Ho Leben; drum Hulde dein mi ergeben. O. Zuersicht auf den Werden m Rnz verlassen 5. Herr Fes Sohn, zu dir malen; du bist denthron; wer bauen, dem stel Mot hilfst ih im Tod,darauf 6. Hert J Clend mein u ansehen, durck Vunden dein ind Flehen, ilands wer⸗ 475 5 In dem esu halt nnd ergehe Hwas chmi dt, 2. 0 uversicht.) 732. erzen—8 auch von mir Uigesicht vr⸗ nelem Leid 1 neuer 12— n I d wie, was Weß ich doch, en. Läßt du h dich, endlich mein Flehen, ei von aller endlich durch Sturm, 4 1897. Stündlein. 705. 1 Jesu Christ, ch schrei zu dir er Sele; dein heinen mir und läle. Viel grö⸗ und Schmerz; Kreuz⸗ und so anficht und betrübt mein Herz, als daß ichs! kann erzählen. 2. Herr Jesu Christ, erbarm dich mein durch deine große Güte; mit Erquickung und Hilf erschein mein'm traurigen Ge— müte, welchs elendiglich wird ge⸗ plagt und, so du, nicht hilfst, gar verzagt, weils keinen Trost kann finden. 3. Herr Jesu Christ, groß ist die Not, darin ich jetzt thu stecken. Ach, hilf, mein aller— liebster Gott, schlaf nicht, laß dich erwecken! Niemand ist, der mir helfen kann, kein Creatur sich mein nimmt an, ich darfs auch niemand klagen. 4. Herr Jesu Christ, du bist allein mein Hoffnung und mein Leben; drum will ich in die Hulde dein mich ganz und gar ergeben. O Herr, laß meine Zuversicht auf dich zu Schan— den werden nicht, sonst bin ich ganz verlassen. 5. Herr Jesu Christe, Gottes Sohn, zu dir steht mein Ver⸗ trauen; du bist der rechte Gna⸗ Trostlieder. 531 Nacht mit Angst und Schmerz zu dir ausgeußt mein traurigs Herz. Ach, laß dichs doch er— barmen! 7. Herr Jesu Christ, wenn es iü Zeit nach deinem Wohl— gefallen, hilf mir durch dein Barmherzigkeit aus meinen Aengsten allen; zerbrich die An— schläg meiner Feind, die mir zu stark und mächtig seind; laß mich nicht miterdrhthen. 8. Herr Jesu Christ, die Freunde mein mit Leib und auch der Seele in die Huld und Genade dein ich treulich dir befehle; schütz sie durch dein Barnhenhtet und wend in Freud mein großes Leid, das ich dir sehnlich klage. 9. Herr Jesu Christ, ich weiß kein Rat, des Elends los zu werden, so du nicht hilfst durch deine Gnad, so lang ich leb auf Erden. Wenn es dir denn nun je gefällt, daß ich also soll sein gequält, so gieb mir Kraft und Stärke. 10. Herr Jesu Christ, verleih denthron; wer nur auf dich thut Geduld, hilf mir mein Kreuz bauen, dem stehst du bei in aller ertragen; wend nicht von mir Not, hilfst ihm im Leben und ab deine Huld, und so du mich im Tod, darauf ich mich verlasse: willst plagen, es zeitlich hier 6. Herr Jesu Christ, das am Leibe thu, gieb nur der Elend mein wollst gnädig du armen Seele Ruh, daß sie dort ansehen, durch die heilgen fünf mit dir lebe. Wunden dein hör mein Gebet 11. Herr Jesu Christ, das und Flehen, welchs Tag und glaub ich doch aus meines 34⁴⁵ 532 Kreuz- und Trostlieder. Herzens Grunde; du wirst mich einger Trost, zu dir will ich wohl erhören noch zu rechter mich wenden; mein Herzleid ist Zeit und Stunde; denn du hast dir wohl bewußt, du kannst und mich noch nie verlan, wenn ich wirst es enden. In deinen Wil— dich hab gerufen an, deß ich len seis gestellt; machs lieber mich herzlich tröste. Gott, wie dirs gefällt, dein bin 12. Herr Jesu Christ, mein und will ich bleiben. 42 Joh. Schindler, 4 1681. 6—— Eigene Melodie. Herr, wie du wil lst, so schicks mit mir im Le ben und Al⸗lein zu dir sch mein— gier, laß mich, Herr, nicht im u Sterben. ver⸗der⸗ben. Erhalt mich nur in deiner Huld; sonst wie 2—— 5,.— D—— du willst, gieb mir Geduld; denn dein Will ist der be·-ste. 2. Zucht, Ehr und Treu Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten. 617. verleih mir, Herr, und Lieb 6 43... Helfer, hilf deinem Worte. Behüt mich, in Angst und Herr, vor falscher Lehr und Not, erbarm dich mein, o treuer gieb mir hier und dorte, was Gott! Ich bin ja doch dein lie⸗ dient zu meiner Seligkeit; wend bes Kind trotz Teufel, Welt ab all Ungerechtigkeit in mei⸗ un aller Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, nem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach dei⸗ mein Herr! Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab nem Rat von dieser Welt ab⸗ scheiden, verleih mir, Herr, nur ja dich, Herr Jesu Christ, der Dane Gnad, daß es gescheh mit du 3—— Gott und Erlöser bist. Freuden. Mein Leib und Seel Des freu ich mich von befehl ich dir; o Herr, ein Hrrensen, bin gutes Muts und selig End gieb mir durch Jesum harre dein verlaß mich gänzlich Christum. Amen. auf dein Nam'n. Hilf, Helfer, Casp. Melissander, 4 159ʃ. hilf. Drauf sprech ich! Am'n. Mart. Möller, + 1606. mas meil Rel: Was me M 044.5 Sum irn geben. 5 mir Gewinn st mein Lebe Sohn des, 0 Himmels 0 Hleich schl ägtl 111 bt t doch f l 2. Das kan wermehr, meit lieben. Wenne wirt ins Meer nur üben und ner Güt gewöh Haltich dann“ Hand nich wi 2 Ich bin ber nicht entspy mieret; mein G nn an Reziret„der Sinn md Wi Hleisch und Bei hut, des Herz mimmer bösen! 4. Woher Aufenthalt auf langen? Ich w uud kalt, wo Imfangen mi der alles warn hält, das brich r erfreut, da 5. Zudem -ben und h.Herr nicht er be⸗ ste. ichsten Nöten. 617. „Helfer, hilf u Angst und mein, o treuer doch dein lie⸗ Teufel, Welt Ifdich, o Gott, nich dich hab, hr? Ich hab esu Christ, der d Erlöser bist ich mich von utes Muts und mich gänzlich Hilf, Hele ch ichh Am'n. Möller, 1606 Kreuz- und Trostlieder. 533 Mel.: Was mein Gott will, das. 666. Verstand bei ihm ohn alle Ma⸗ 644 Ich hab in Got- ßen; Zeit, Ort und Stund ist N tes Herz und ihm bekannt, zu thun und auch Sinn mein Herz und Sinn er- zu lassen. Er weiß, wann Freud, geben. Was böse scheint, ist er weiß, wann Leid uns, seinen mir Gewinn; der Tod selbst Kindern, diene; und was er ist mein Leben. Ich bin ein thut, ist alles gut, obs noch Sohn des, der den Thron des so traurig schiene. Himmels aufgezogen; ob er 6. Du denkest zwar, wenn gleich schlägt und Kreuz auflegt, du nicht hast, was Fleisch und bleibt doch sein Herz gewogen. Blut begehret, als sei mit einer 2. Das kann mir fehlen nim— großen Last dein Glück und mermehr, mein Vater muß mich Heil beschweret; hast spät und lieben. Wenn er mich auch gleich früh viel Sorg und Müh, an wirft ins Meer, so will er mich deinen Wunsch zu kommen, und nur üben und mein Gemüt in sei-denkest nicht, das, was geschicht, ner Güt gewöhnen fest zu stehen; gescheh zu deinem Frommen. Halt ich dann Stand, weiß seine 7. Fürwahr, der dich er— Hand mich wieder zu erhöhen. schaffen hat und ihm zur Ehr 3. Ich bin ja von mir sel-erbauet, der hat schon längst ber nicht entsprungen, noch for-in seinem Rat ersehen und be— mieret; mein Gott ists, der mich schauet aus wahrer Treu, was zugericht', an Leib und Seel dienlich sei dir und den Deinen gezieret, der Seelen Sitz mit allen; laß ihm doch zu, daß Sinn und Witz, den Leib mit er nur thu nach seinem Wohl— Fleisch und Beinen. Wer so viel gefallen. thut, des Herz und Mut kanns 8. Wenns Gott gefällt, so nimmer böse meinen. kanns nicht sein, er wird dich 4. Woher wollt' ich mein' letzt erfreuen. Was du jetzt Aufenthalt auf dieser Welt er- nennest Kreuz und Pein, wird langen? Ich wäre längstens tot dir zum Trost gedeihen. Wart und kalt, wo mich nicht Gott in Geduld, die Gnad und Huld umfangen mit seinem Arm, wird sich doch endlich finden; all der alles warm, gesund und Angst und Qual wird auf ein— fröhlich machet. Was er nicht mal gleichwie ein Dampf ver— hält, das bricht und fällt; was schwinden. er erfreut, das lachet. 9. Das Feld kann ohne 5. Zudem ist Weisheit und Ungestüm gar keine Früchte 534 Kreuz⸗ und Trostlieder. tragen; so fällt auch Menschen-Schmerz. Wie gut ist Gottes wohlfahrt um bei lauter gu-WVaterwille, wie freundlich sein ten Tagen. Die Aloe bringt holdseligs Herz! Er ist mein bittres Weh, macht gleichwohl Hort und meine Zier; was Gott rote Wangen; so muß mein gefällt, gefällt auch mir. Herz durch Angst und Schmerz 2. Mein Gott weiß alles zu seinem Heil gelangen. wohl zu machen, er ist der 10. Ei nun, mein Gott, ewigtreue Freund; er läßt mich so fall ich dir getrost in deine nach dem Weinen lachen, was Hände; nimm mich und mach er nur thut, ist wohl gemeint. es so mit mir bis an mein Sein Lieben währet für und letztes Ende, wie du wohl weißt, für; was Gott gefällt, gefällt daß meinem Geist dadurch sein auch mir. Nutz entstehe, und deine Ehr 3. Sein Wille bleibet mein je mehr und mehr sich in ihr Vergnügen, so lang ich leb auf selbst erhöhe. dieser Welt. Was kann mein 11. Willst du mir geben eigner Wille tügen, der das Sonnenschein, so nehm ichs an nicht will, was Gott gefällt? mit Freuden; solls aber Kreuz Ich denk an meine Christge⸗ und Unglück sein, will ichs hühr; was Gott gefällt, ge⸗ geduldig leiden. Soll mir all⸗ fällt auch mllt hier des Lebens Thür noch 4. E ill wird mi ferner offen stehen, wie.ewi Luben, 10 Wrid, 1945 mich führst und führen wirst, Seelen nützlichf fei: er hat mich o will ich gern mitgehen.. 12. Sl h des in die Hand Jechenden mit Todes Weg und finstre Straße lauterm Golde seiner Treu. reisen, wohlan, so tret ich Bahn 10 eigner Wille, weg mit und Steg, den mir dein Augen dars. Was Gott gefaltt, ge⸗ weisen. Du bist mein Hirt, der fällt auch mir. ö alles wird zu solchem Ende keh 2. Gott will, daß mir ge⸗ ren, daß ich einmal in deinem holfen werde, er will der See⸗ Saal dich ewig möge ehren. len Seligkeit; drum reiß ich Paulus Gerhardt, 1 1676. mich von dieser Erde durch Mel.) Wer nur den lieben Gott. 595. wahre Gottgelassenheit. Sein 645 II halte Gott Will ergehe dort und hier; 549. in allem stille; was Gott gefällt, gefällt auch er liebet in Freud und mir. allerhöchste Li fil sich seht weiß, wie 12 ne triebe; d ind Pein, so Ein an jene Du allerhöchf dich nicht. 3. Ich laß d Seklenstärke, d mit Kraft beg mir des Gl heit merke. gleich den Lei ensnächtesch Sele doch: stärke, ich la Hohl gemeint. hret für nd efällt, gefällt bleibet mein ig ich leb auf 5 kann mein gen, der das Hott gefällt? ne Christge⸗ gefällt, ge⸗ nd wird mich weiß, was ij er hat mich eschrieben mit seiner Treu. ile, weg nit tt gefällt, ge⸗ daß mir ge⸗ will der See⸗ drum reiß ith r Erde durch ssenheit. Sein ort und hikt; lt, gefällt auc Kreuz⸗ und Trostlieder. 54 7 6 6 2 Eigene Melodie. .SSS TTTTITII laß dich nicht, du mußt mein Jesus bleiben. Will rauhe ⁰0 — 8 SITTTT—— —— 2— Not, Welt, Höll und Tod, mich aus dem Felderhitzter Treue + 2—2 5j⁰00——.—— 5—.——HUII.—.—— E* 5— 1——. — treiben, nur her! ich halte mich, mein starker Held an dich; —. 1— 2———1— d SSS hör, was mein Herze spricht: Du mußt mein Jesus bleiben. PP P U Ich laß dich nicht, ich laß dich nicht. 2. Ich laß dich nicht, du 4. Ich laß dich nicht, du allerhöchste Liebe. Wenn Zwei- Hilf in allen Nöten; leg Joch fel sich setzt wider mich, ich auf Joch, ich hoffe doch, auch weiß, wie dich die keusche Flam- wenn es scheint, als wolltest du me triebe; du trugest Schuld mich töten. Machs, wie du und Pein, sollt ich verurteilt willst, mit mir, ich weiche nicht sein an jenem Weltgericht? von dir; verstelle dein Gesicht, Du allerhöchste Liebe, ich laß du Hilf in allen Nöten, ich dich nicht. 1½ laß dich nicht. 3. Ich laß dich nicht, du süße 5. Ich laß dich nicht; sollt Seelenstärke, die mich stets labt, ich den Segen lassen? Nein, mit Kraft begabt, wenn ich in Jesu, nein, du bleibest mein, mir des Glaubens Schwach- dich halt ich noch, wenn ich heit merke. Macht Krankheit nichts mehr kann fassen. Nach gleich den Leib durch Schmer- kurzer Nächte Lauf geht mir zensnächte schwach, so spricht die der Segen auf von dir, dem Seele doch: Du süße Seelen-WSegenslicht. Sollt ich den Se— stärke, ich laß dich nicht. 3: gen lassen? Ich laß dich nicht.:, 536 Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Ich laß dich nicht; führ Mel.; Wer nur den lieben Gott. 595. mich nach deinem Willen, ich 6 47. Í' größer Kreuz, folge nach durch Wohl und Ach; Vje näher Him⸗ dein weiser Schluß kann allen mel; wer ohne Kreuz, ist ohne Kummerstillen. Dir, Jesu, hang Gott. Bei Sündenlust und ich an und achte keine n vergißt man wo Dorn und Distel sticht; Hölle, Fluch und Tod. O, selig führ mich nach deinem Willen, ist der Mensch geschätzt, den Gott . laß dich nicht.: in Kreuz und Trübsal setzt! 7. Ich laß dich nicht auch 2. Je größer Kreuz, je bess⸗ in dem Schoß der Freude; denn rer Christe. Gott streicht uns wenn 0 mich seh ohne dich, so an den Probestein. Wie man—⸗ ist die Lust mir eine Wernt⸗ cher Garten lieget wüste, wo weide. Mir graut vor Rann Thränenregen sein; das Kost, wenn nicht von deinem Gold wird auf dem Feuer— Trost mein Herz durchsüßet herd, ein Christ in mancher spricht auch in dem Schoß der Not bewährt. Ich laß dich nicht. 3. Je größer Kreuz, je stärk⸗ 8. Ich laß dich nicht; wi de Glaube; die Palme wäch— will die Hölle haben? Herr, ich set bei der Last; die Süßigkeit bin dein. Wie kann ich sein als fleußt aus der Traube, wenn deine Taub auch bei verdamm- du sie wohl gekeltert hast. Am ten Raben. Mich reiniget dein Kreuze wächset uns der Mut, Blut; was drohet denn mit wie Perlemi in gesalzner Flut. Glut ihr zürnendes Gesicht? 4. Je größer Kreuz, je grö Was will die Hölle haben? ßre Liebe; der Wind bläst nur Ich laß dich nicht. die Flammen auf, und scheinet 9. Ich laß dich nicht, mein ja der Himmel trübe, so lachet Gott, mein Herr, mein Leben; doch die Sonne drauf. Das mich reißt das Grab von dir Kreuz vermehrt der Liebe Glut, nicht ab, der du dich hast für gleichwie das Oel im Feuer thut. mich in Tod gegeben. Du 5. Je größer Kreuz, je mehr starbst aus Liebe mir; ich sag Gebete; geriebne Kräuter rie— in Liebe dir, auch wenn das chen wohl; wenn um das Schiff Herz zerbricht: Mein Gott, kein Sturmwind wehte, so fragte mein Herr, mein Leben, ich dem Pol. Wo laß dich nicht. kämen Davids Psalmen her, Wolfgang Christoph Deßler, 41722. wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je + Verlangel, man Wüsten oft an sch nach R lein findet flucht es 1 7. Je rö ber Sterben nacht duf seme etgehet dem stirbt auf eimm. Hi⸗ das bezeugt, man 8.Jegrößet — * dich, er⸗ha 2. Dein gr her zu mir, e thn dich herfü uerretten. In ic lieg und st meinen Nöten 3. Mein ner, steh mir Burg, darin terlich mög st euz, je bes⸗ treicht uns ö Wie man⸗ t wüste, wo n sein; das dem Feuer⸗ in mancher deuß, je stärk⸗ Palme wäch⸗ die Süßigkei raube, wenn ert hast. Am ns der Mut, alzuer Flut. Kreuz, je grö dind bläst nur f, und scheinet tübe, so lachet drauf. Das er Liebe Glut, im Feuer thut. Kreuz, je mehr Kräuter rie um das Schiff wehte, so fragte dem Pol. Wo Pfalmen her, versuchet wär Kreuz⸗ und Trostlieder. 537 6. Je größer Kreuz, je mehr Krone, die Gottes Schatz uns Verlangen; im Thale steiget beigelegt, und die einmal vor man bergan; wer durch die seinem Throne der Überwinder Wüsten oft gegangen, der sehnet Scheitel trägt. Ach, dieses teure sich nach Kanaan. Das Täub⸗Kleinod macht, daß man das lein findet hier nicht Ruh, so größte Kreuz nicht acht'. fleucht es nach der Arche zu. 9. Gekreuzigter, laß mir 7. Je größer Kreuz, je lie- dein Kreuze je länger und je ber Sterben; man freut sich lieber sein! Daß mich die Un— recht auf seinen Tod; denn man geduld nicht reize, so pflanz entgehet dem Verderben, es ein solches Herz mir ein, das stirbt auf einmal alle Not. Das Glaube, Lieb und Hoffnung Kreuze, das die Gräber ziert, hegt, bis dort mein Kreuz die bezeugt, man habe triumphiert. Krone trägt. 8. Je größer Kreuz, je schönre Benj. Schmolck 1 1737. 5 648 6 Eigene Melodie. 2—.— 10 ; 2— 00——..—.——. —2:.——.———.———5—— 7— 0 In dich hab ich gehoffet, Herr; hilf, daß ich . — 4 4 9.—— 26 20 —— S............. E— 2 P——— 11 dich, er⸗-hal-te mich in deiner Treu, mein Got-te. 2. Dein gnädig Ohr neig Feind, der gar viel seind an her zu mir, erhör mein Bitt, mir auf beiden Seiten. thu dich herfür, eil bald, michh 4. Du bist mein' Stärk, zu erretten. In Angst und Weh, mein Fels, mein Hort, mein ich lieg und steh, hilf mir aus Schild, mein Kraft, sagt mir meinen Nöten. dein Wort, mein' Hilf, mein 3. Mein Gott und Schir-Heil, mein Leben, mein starker mer, steh mir bei; sei mir ein Gott in aller Not; wer mag Burg, darin ich frei und rit- dir widerstreben? terlich mög streiten wider mein 5. Mir hat die Welt trüg— 538 Kreuz⸗ und lich gericht' mit Lügen und mit falschem Gdicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in dieser G'fahr, b'hüt mich vor falschen Tücken. 6. Herr, meinen Geist be⸗ fehl ich dir: mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! 649. Trostlieder. O wahrer Gott, aus aller Not 22 mir am letzten Ende. Glorie, Lob, Ehr und Herrichtet sei Gott Vater und Sohn bereit, dem Heil⸗ gen Geist mit Namen! Die göttlich Kraft mach uns sieg— haft durch Jesum Christum. Amen. Adam Reißner, 4 1563. Eigene Melodie. — —1—.— I Mei⸗-ne Hoffnung stehet fe— 2—.—.— ⸗ste, auf den le-ben⸗digen Gott; er ist mir der aller-be-ste, der mir beisteht in der Not; RDRDPDPDPDD ——— er allein soll es sein, den ich nur von Herzen mein. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen auf ein schwaches Menschenkind? wer kann feste Schlösser bauen in die Luft und in den Wind? Es ver⸗ geht, nichts besteht, was ihr auf der Erde seht. 3. Aber Gottes Güte wäh⸗ ret immer und in Ewigkeit; Vieh und Menschen er er— nähret durch erwünschte Jah— reszeit; alles hat seine Gnad dargereichet früh und spat. 4. Giebet er nicht alles reich 70 und mit großem Über— fluß? Seine Lieb ist unver— gleichlich, wie ein starker Wasser— guß; Luft und Erd uns ernährt, wenn es Gottes Gunst begehrt. 5. Danket nun dem großen Schöpfer durch den wahren Menschensohn, der uns wie ein freier Töpfer hat gemacht aus Erd und Thon. Groß von Rat, stark von That ist, der uns erhalten hat. Joach. Neander, 1 1680. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 732. eine Seele sen⸗ 6 50. Me ket sich hin in Gottes Herz und Hände und erwartet ruhiglich seiner Wege Ziel und Ende, liegt fein stille nackt und blos in des liebsten Vaters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohlzufrieden; was der eigne Wille spricht, wil melneht ii was gle t und ö 10 kränte en 4. Meine 11 liebt hi Leiden; in bricht, die Hadr Schoße liegt, ut vergnügt 5 5. Meinel denn se weiß ten, hangt an. c alsdann töten. Wo Blut beklagt, enlicht verja 6. Meine Gott, und gebunden. 2 Spott, alle“ den, bin g slles Meer, Preis und E Johann Josg dessen Willer mein Herz dem, wies G. 1 aller N u Ende. 5 „Ehr Get dubt dem Heil⸗ amen! Di ch uns sieg⸗ Thise um. ißner, digen Fat mnbr —4 rzen mein. dem großen den wahren der uns wie hat gemacht Hon. Groß oon That is, hat. eander, 1680. Zubersicht. 732. ine Seele sen⸗ ket sich hin in d Hinde und seiner Wege liegt fein still n des liebsten e murret nicht, vohlzufrieden; Wille spricht, Kreuz⸗ und ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts geden— ken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen hört dem Schöpfer zu; meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der dasHerze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden; wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nö— ten, hangt an Gottes Angesicht, auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freu— denlicht vexjagt. 6. Meine Seele ist still zu Gott, und die Zunge bleibt Also hab ich allen gebunden. Spott, alle Marter überwun⸗ den, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winkler, 4 1722. — 4 Jesu, meine Freude 417. eine Seele ist 651. Mi stille zu Gott, dessen Wille mir zu helfen steht; mein Herz ist vergnüget mit dem, wies Gott füget, nimmts Trostlieder. 539 an, wie es geht. Geht es nur zum Himmel zu und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget Gott, bei dir zu sein aller Ort' und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr redet ein. Von der Welt, Ehr, Lust und Geld, wonach sind so viel beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus, der Ge⸗ treue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm ewig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh zu groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele harret und sich ganz verscharret tief in Jesu Brust; sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust, fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste: Am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet. Wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kin⸗ 540 Kreuz⸗ und Trostlieder. dern pflegt das Kreuz zu min- sich nicht an uns wagen, und dern und das Glück zu sparn sollts auch nur ein Quentlein sein. bis zu End; alsdann sich wendt 6. Denn es sind Liebes-— das zuerst gekost'te Leiden, und schläge, wenn ich es recht er— gehn an die Freuden. wäge, womit er uns belegt; nicht Joh. Casp. Schade, 4 1698. Schwerter, sondern Ruten sinds, 25 O Welt, ich muß dich. 698. damit Gott zum Guten auf uns, Mein Herz, gieb die Seinen, hier zuschlägt. 652 dich zufrieden 7. Er will uns dadurch zie— und bleibe ganz geschieden von hen zu Kindern, die da fliehen Sorge, Furcht und Gram! das, was ihm nicht behagt; Die Not, die dich jetzt drücket, den alten Menschen schwächen, hat Gott dir zugeschicket; sei den Eigenwillen brechen, die still, wie Jesus, Gottes Lane Lust ertöten, die uns plagt. 2. Mit Sorgen und mit 8. Er will uns dadurch Zagen und unmutsvollen Kla- lehren, wie wir ihn sollen ehren gen häufst du nur deine Pein; mit Glauben und Geduld und, durch Stillesein und Hoffen wird, sollt er uns in Nöten auch las⸗ das dich jetzt betroffen, erträg-⸗sen ja gar töten, uns doch ge— lich sanft und lieblich sein. trösten seiner Huld. 3. Kanns doch mcht ewig 9. Denn was will uns auch währen, oft hat Gott unsre scheiden von Gott und seinen Zähren, eh mans meint, ab-Freuden, dazu er uns versehn? gewischt. Wenns bei uns heißt: Man lebe oder sterbe, so bleibet Wie lange wird mir so angst uns das Erbe des Himmels und bange, so hat er Leib ewiglich doch stehn. und Seel erfrischt. I0. Ist Christus unser Le⸗ 4. Gott pflegt es so zu ben, so muß uns, seinen Reben, machen: Nach Weinen schafft der Tod sein ein Gewinn; er er Lachen, nach Regen Son- mag wohl diese Höhle zerbre⸗ nenschein; nach rauhen Win-schen, doch die Seele fliegt auf tertagen muß uns der Lenz zum Bau des Himmels hin. behagen, er führt in Höll und 11. Drum gieb dich ganz Himmel ein. zufrieden, mein Herz, und bleib 5. Indeß ist abgemessen, geschieden vonSorge, Furchtund die Last die uns soll pressen, Gram; vielleicht wird Gott bald auf das wir werden klein; senden, die dich auf ihren Händen was aber nicht 3 tragen, darf hintragen 3 dem Bräutigam. Joh. Anast. Freylinghausen, 1 1739. 5— 5*—— T E nimm vorlie 2. Noht schenkind hat ser Velt; 0 sind, sind m den Zet seinem Haus tilt er aus 3. Bist du her das du schau den 5 da, da ist l ist Chr ohr 4. 20 kränkt keit, schenkt S Zei, Hlel t Gewinn, fa mer hin. 5. Schaue die dein Her keines mit wenn du geh alles bleibet du trittst ins 6. Aber, ährt, Gottes wagen, uen uleinsen ind 9— es recht er⸗ belegtir nicht Rut ufnds ihen auf uns, zuschle lägt. aun ze⸗ fl i bohagt; Enf ushuhn brechen, die 92 hlagt dadurch 1 ehren Gedul Id und, len auch las⸗ uns doch ge⸗ d. 2 will uns auch t und seinen uns versehn? rbe, so bleibet des Himmels ‚n. tus unser Le⸗ seinen Reben, Gewinn; er Höhle zerbꝛe⸗ „i auf mmels hin. dich ganz erz, und bleib dge, Furchtund vird Gott bald fihren Händen u Bräutigam. ghausen, 1 1739 653. Kreuz⸗ und Trostlieder. Eigene Melodie. 22 20—— ./ — .—.—.8—— * Nicht so trau⸗ rig, nicht so sehr, meine Seele, sei betrübt, daß dir Gott Glück, Gut und Ehr nicht so viel wie andern giebt; 2 nimm vorlieb mit deinem Gott; hast du Gott, so hats nicht Not. 2. Nicht ein einzig Men-— sind, sind nur Gäst im frem⸗ den Zelt. seinem Haus; wie er will, so teilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, das du Erden haben sollt, schau den Himmel über dir, da, da ist ein edles Gold, da ist Freud, Freud ohn End', Ehr ohne Neid. 4. Der ist albern, der sich kränkt um ein' Hand voll Eitel⸗ keit, wenn ihm Gott dagegen schenkt Schätze der beständgen Zeit, bleibt der Zentner dein Gewinn, fahr der Heller im— mer hin. 5. Schaue alle Güter an, die dein Herz für Güter hält, keines mit dir gehen kann, wenn du gehest aus der Welt; alles bleibet hinter dir, wenn du trittst ins Grabes Thür. 6. Aber, was die Seele nährt, Gottes Huld und Christi Gott ist Herr in Blut, wird von keiner Zeit ver⸗ schenkind hat ein Recht in die⸗ ser Welt; alle, die geschaffen Seelengut das schwindet nicht. zehrt, ist und bleibet allzeit gut; Erdengut zerfällt und bricht, 7. Ach, wie bist du doch so blind und im Denken un⸗ bedacht! Augen hast du, Men— schenkind, und hast doch noch nie betracht' deiner Augen hel— les Glas; siehe, welch ein Schatz ist das! 8. Zähle deine Finger her und der andern Glieder Zahl; keins ist, das dir unwert wär, ehrst und liebst sie allzumal, keines gäbst du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen wollt. 9. Nun, so gehe in den Grund deines Herzens, das dich lehrt, wie viel Gutes alle Stund dir von oben wird be— schert; du hast mehr, als Sand am Meer, und willst doch noch immer mehr. 10. Wüßte, der im Himmel lebt, daß dirs wäre nütz und gut, wonach so begierlich strebt dein verblendtes Fleisch und —. 542 Kreuz⸗ und Blut, würde seine Frömmig⸗ keit dich nicht lassen unerfreut. 11. Gott ist deiner Liebe voll, und von ganzem Her— zen treu; wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er nein. 12. Unterdessen trägt sein Geist dir in deines Herzens Haus Manna, das die Engel speist, ziert und schmückt es herrlich aus, ja er wählet dir zum Heil dich zu seinem Gut und Teil. 13. Ei, so richte dich empor, du betrübtes Angesicht, laß das Seufzen, nimm deines Glaubens Freudenlicht; das behalt, Nacht deines Kummers trau⸗ rig macht. 14. Setze als ein Himmels⸗ schen, wie er will, den? Trostlieder. Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu. 306 Oder: Es spricht der Unweisen. 216. 1 och dennoch mußt 6 54. N 5 drum nicht ganz in Traurigkeit versinken; Gott wird des süßen Trostes⸗— glanz schon wieder 11 blin⸗ ken. Steh in Geduld, wart in der Still und laß Gott ma— er kanns nicht böse machen. 2. Ist denn dies unser erstes Mal, daß wir betrübet wer— Was haben wir, alls Angst und Qual bisher gehabt auf Erden? Wir sind wohl mehr so hoch gekränkt, und hat doch hervor 5 nung nicht, wenn dich die sohn deinem Willen Maß und Ziel, rühre stets vor Gottes Thron deines Dankens Saiten-— spiel, weil dir schon gegeben ist viel mehr, als du würdig bist. 15. Führe deinen Lebens⸗ lauf allzeit Gottes eingedenk; wie es kommt, nimm alles auf als ein wohl bedacht Geschenk; geht dirs widrig, laß es gehn, Gott und Himmel bleibt dir stehn. Paulus Gerhardt, 4 1676, Gott uns drauf geschenkt ein Stündlein voller Freuden. 3. Es ist auch Gottes Mei⸗ wenn er das Un⸗ glück sendet, als sollte drum sein Angesicht ganz von uns sein gewendet; nein, sondern dieses ist sein Rat, daß der, so ihn verlassen hat, durchs Unglück wiederkehre. 4. Denn das ist unser Flei⸗ sches Mut, wenn wir in Freu— den leben, daß wir dann unserm höchsten Gut am ersten Urlaub geben; wir sind von Erd und halten wert vielmehr, was hier auf dieser Erd, als was im Himmel wohnet. 5. Drum fährt uns Gott durch unsern Sinn und läßt uns Weh geschehen. Er nimmt oft, was n wir aufwii seiner U an bisher als Kinder 6. Thun er hereit, nehmen, ma in er Freul demGrämen cchlecht hte Run mit t Lieb un + win nd 9 Drum Heer, in Dem prich: Her die Ehr, ach der wieder in die Last, die hast, hin we Schaden. 8. Denn vor Recht, Z weichen; we muß uns Erbarmener die Hand, wir die lasse al a Th 9. Auf sth tehn und rei ich; zu. 3 nweisen. 26 10 un duchmuft drum nicht it versi nen; Tosts⸗ lassen blin⸗ ehuld, wart 5 0 t ma⸗ er kanns unser erstes etrübet wer⸗ u wir, alls her Ihaht — mehr 1 hat doch ä schenkt ein Freuden. Gottes Mei⸗ er das Un⸗ sollte drum von uns sein ondern dieses der, so ihn uuchs Unglück st unser Fli⸗ ir in Frer⸗ ziiun unserm ersten Urlaub von Erd und lehr, was hier als was im rt uns Gott inn und läßt on. Er nimmt Kreuz- und Trostlieder. 543 oft, was uns lieb, dahin, damit fällen, wenn auch der Himmel wir aufwärts sehen und uns wollt vergehn und alle Welt zu seiner Güt und Macht, die zerschellen. Gott hat uns Gnade wir bisher nicht groß geacht', zugesagt, sein Wort ist klar, als Kinder wiederfinden. wer sich drauf wagt, dem 6. Thun wir nun das, ist kann es nimmer fehlen, er bereit, uns wieder anzu⸗ 10. So darfst du auch an nehmen, macht aus dem Leide seiner Kraft gar keinen Zweifel lauter Freud und Lachen aus haben. Wer ists, der alle Dinge dem Grämen, und ist ihm das gar schafft? Wer teilt uns alle schlechte Kunst; wen er umfängt Gaben? Gott thuts, und der mit Lieb und Gunst, dem ist ist auch der Mann, der Rat geschwind geholfen. Heer, in Demut vor ihm nieder, sprich: Herr, wir geben dir die Ehr, ach, nimm uns Sün⸗ der wieder in deine Gnade, reiß die Last, die du uns auferleget hast, hinweg, heil unsern Schaden. 8. Denn Gnade gehet doch vor Recht, Zorn muß der Liebe und Mittel finden kann, wenn 7. Drum falle, du betrübtes jedermann verzaget. 11. Dünkt dir die Hilf un⸗ möglich sein, so sollst du gleich— wohl wissen, Gott räumt uns dieses nimmer ein, daß er sich laß einschließen in unsers Sin— nes engen Stall, sein Arm ist frei, thut überall vielmehr als wir verstehen. 12. Was ist sein ganzes weichen; wenn wir erliegen, wertes Reich, als lauter Wun⸗ muß uns schlecht Gott sein dersachen? Er hilft und baut, Erbarmen reichen. Dies ist wenn wir uns gleich des gar die Hand, die uns erhält, wo kein“ Hoffnung machen; und wir die lassen, bricht und fällt das ist seines Namens Ruhm, all 99800 Thun in Haufen. den du, wenn du sein Heilig— 9. Auf Gottes Liebe mußt tum willstsehen, ihm mußt geben. du stehn und dich nicht lassen Paulus Gerhardt, 1676. 6³ V 5. Eigene Melodie. R5EE ENE— E .— Nur frisch hinein, es wird so tief nicht sein; das rote Meer wird dir —544 Kreuz⸗ und Trostlieder. *————ei‚i e— RiE EE.....— Au nen, der nach demBlitze iebt heitern Sonnenschein? Nurfrisch hinein! ö zglebth ö 2. Betrübter Christ, der du in Schwermut bist, ermuntre dich und deine blöde Sinnen. Das schwere Kreuz wird doch einmal zerrinnen gleich einem Fluß, der dir zum Beispiel ist, betrübter Christ. 3. Der Himmelsheld hat einen Weg bestellt, den nie— mand weiß. Eh sein Volk sollte sinken, muß selbst das Meer auf dieses Helden Winken zur Mauer sein. Er herrscht im Flutenfeld, der Himmelsheld. J. Die Tapferkeit ist jeder⸗ zeit bereit, durch Kreuz und Schmach und durch die krau— sen Wellen zu dringen durch, kein Sturmwind kann sie fäl⸗ len; sie hält uns fest in steter nicht lassen wird, er wird sein Sicherheit, die Tapferkeit. 5. Ein Kriegesmann muß tapfer halten an; es steht nicht wohl, wenn Krieger wollen fliehen, weil sie des Krieges Ende nicht ersehen. Ein Christ ist auch, der tapfer kämpfen kann, ein Kriegesmann. 6. Es höret auf ein Ding, sobald sein Lauf zum Ende läuft; was einmal angefangen, das nimmt ein End. Der Herr ist vorgegangen; du folge nach und tritt nur tapfer drauf: Es höret auf. 7. Des Kreuzes Pein wird ja nicht ewig sein; es ist ein Kelch, der seinen Boden zeiget, man sieht den Grund, wenn alles ausgeneiget. Drum bilde dir wie süßen Nektar ein des Kreuzes Pein. 8. Die Zentnernot zerbricht der kalte Tod. Hindurch, hin⸗ durch, und folge deinem Füh— rer! Dein Jesus ist der Erd— und Meerregierer; der watet durch und tritt für dich in Kot die Zentnernot. 9. Er ist dein Hirt, der dich Schaf auf seinen Achseln tragen. Es wartet schon auf dich der Engel Wagen zum sichern Schutz. Und ob du dich ver⸗ irrt, er ist dein Hirt. 10. Auf, schwacher Sinn, wirf allen Kummer hin und schicke dich, die Tiefe durchzu— waten. Kommt schon ein Sturm, „ Jesus V dein Ies helfen aus. Gewinn, auf dDer hier also ben Kruz das jagen. d unser Kreuz 9 estamm. dertand der 12. Wer u aftmalstraure 656. — „Schwingd War⸗u deinen 2. Schütt und sprich: Schlange!? deinen Slich, und bange? Kopf zerknig durchs Leiden dir entrückt Freuden. 3. Wirfst d den für? V fohlen, daß! nit ich bei dir e mach Wr drauf: S Pein wird ) es ist ein Boden zeiget, H und, wenn Drum b ilde ktar ein des enot zerbricht indurch, hin⸗ deinem Füh⸗ ist der Erd⸗ der watet für dich in zot. Hirt, der dich er wird sein (chseln tragen. auf dich der zum sichern du dich ver⸗ Hirt. onein Sturn, dein Jesus wird dir raten und helfen aus. Der Tod ist dein Gewinn, auf schwacher Sinn! 11. Der Christenstand ist hier also bewandt, es muß ein Kreuz das andre Kreuz ver— jagen. So ging es dem, der unser Kreuz getragen am Kreu⸗ zesstamm. Es ist kein Kin⸗ dertand der Christenstand. 12. Wer wandeln soll, muß oftmals traurensvoll durch Berg 656. Kreuz- und Trostlieder. 545 und Thal und tiefe Gründe dringen; so muß ein Christ auch nach dem Himmel ringen und leiden viel. Der muß ost geben Zoll, der wandern soll. 13. Ach süßer Christ, wenn du nur bei mir bist, so will ich auch mit dir mein Leiden enden; zu dir, mein Gott, will ich mich gänzlich wenden und tragen, was mir auferleget ist. Ach süßer Christ. Michael Kongell, 4 1710. Eigene Melodie. SSSIII Schic un zu dei⸗nem Gott, du be-trüb-te Seele. War⸗-um liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? WCRTRTRTTI“““. 3. du nicht des Satans List? Er will durch sein Kämpfen 3958—„ n .. — deinen Trost, den Jesus Christ dir er- 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: Fleuch du alte Schlange! Was erneurst du deinen Slich, machst mir angsted und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Wirfst du mir mein' Sün⸗ den für? Wo hat Gott be⸗ fohlen, daß mein Urteil über mir ich bei dir soll holeu? Wer worben, dämpfen. hat dir die Macht geschenkt, andre zu verdammen, der du selbst doch liegst versenkt in der Höllen Flammen? 4. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Her— zen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen. Denn das ist der ganze Lohn meiner Missethaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 5. Christi Unschuld ist mein 35 546 Kreuz⸗ und Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne, als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Ge— walt der Höllen. 6. Stürme, Teufel und du Tod, was könnt ihr mir scha— den? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, bricht und kriegt geschwind ein Loch, wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen Zucht und Ruten; selten wohl ohne bin ich doch meistens wunderlich! nicht kann verleugnen sich? DSS——— Trostlieder. denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 9. Es ist herzlich gut ge— meint mit der Christen Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat vollkommne Lust dort in Christi Garten, dem er einig recht bewußt, endlich zu gewarten. 10. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wo— nach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. Ei so faß, o Christen⸗ herz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr! Gieb dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr; er wird helfen. Amen. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. Die Wege sind oft krumm u. doch gerad, 90 sel sam 2. Dein 0 menschl lchm e Vemunft und stellt. Den Zo dein Schwert losen auf, na fült. Du u stirsten Band 6 n Megase hin; ein 110 all Ietiche 12.5 ihn O Herrsc —35 enedeiet, der und lebendig uns dein Gei Schatz verleihe erst, wie woh wachst. Die V Ins, wir spiele zu wohnen, ist die reget sich i brust und gä zurtem Kinders 4. Bald x zwar harte an jührest du mit lich. Geschie Sinn pflegt au weist die Zu hin auf dich. warum in er mi auf was gut 9e⸗ n Plagen. geweint, , sondern is. dort in Leinig recht ewarten. rsäen zwar anen; aber Jahr, wo⸗ . Denn es eit, da sie a wird all eid lauter OChristen⸗ Schmerzen, Autterwärts, Kerzen dich und mehr! amen deines d Ehr; er en. hardt, 4 1676. —.— ja stetigund da deine Treu V doch gerad, Kreuz⸗ und Trostlieder. .—. EMV 4 AWAWAW —— ...—.—— SSS. SS.SII. darauf du läßt die Kinder zu dir gehn, da pflegt es wunder⸗ —— 0. seltsam auszusehn, doch triumphiert zuletzt dein hoher Rat. 2. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nachdem es dir ge— fällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn! Dann geht dein Fuß auch durchUmwegefrei. 3. O Herrscher, sei von uns gebenedeiet, der du uns tötest und lebendig machst! Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen, ist dir lauter Lust, die reget sich in deiner Vater— brust und gängelt uns mit zartem Kinderschritt. 4. Bald scheinst du uns zwar harte anzugreifen, bald fährest du mit uns ganz säuber— lich. Geschiehts, daß unser Sinn pflegt auszuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin, du küssest uns, wir sagen Bessrung zu; drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh und hält im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 5. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohn— macht und der Sinnen Unver⸗— stand. Man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sei be— wandt; drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht uud zeigest Muttertreu; wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäfchen je und je. 6. Also gehst du nicht die gemeinen Wege, dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast; wer meint, er hab den Vorsatz recht gefaßt, der wird am End ein Andres oft gewahr. 548 Kreuz⸗ und Trostlieder. 7. So ziehe mich denn recht 8. Drum muß die Kreatur nach deinem Willen und trag mir immer dienen, kein Engel und heb und führ dein armes schämt nun der Gemeinschaft Kind, dein innres Zeugniß soll sich; die Geister, die vor dir den Zweifel stillen, dein Geist vollendet grünen, sind meine die Furcht und Liste überwind. Brüder und erwarten mich. Du bist mein Alles; denn dein Wie oft erquicket meinen Geist Sohn ist mein. Dein Geist reg ein Herz, das dich und mich sich ganz kräftiglich in mir; und alle Christen liebt! Ists ich brenne nur nach dir in möglich, daß mich etwas noch Liebsbegier. Wie oft erquickt betrübt? Komm, Freudenquell! mich deiner Klarheit Schein! Weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold, 1 1714. Eigene Melodie. — 2 P TR — DDD‚DR—..— b—.——..—————.————— Solltes gleich bisweilen scheinen, als wenn Gott verließ die Seinen, SSIS——— f.—5.——————— Ee—.— in.. E. o so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich noch gewiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Macht verlachen. Trotz dem hat er drum nicht aufgehoben; schweren Kreuzesjoch! Gott, hilft er nicht zu jeder Frist, mein Vater, lebet noch. hilft er doch, wenns nötig ist 6. Trotz des bittern Todes 3. Gleich wie Väter nicht Zähnen! Trotz der Welt und bald geben, wonach ihre Kinder allen denen, die mir sind ohn streben, so hält Gott auch Ursach feind! Gott im Him⸗ Maß und Ziel; er giebt, wem mel ist mein Freund. und wann er will. 7. Laß die Welt nur im⸗ 4. Seiner kann ich mich mer neiden; will sie mich nicht getrösten, wenn die Not am länger leiden, ei, so frag ich allergrößten, er ist gegen mich, nichts darnach. Gott ist Richter sein Kind, mehr als väterlich meiner Sach. gesinnt. 8. Will sie mich gleich von 5. Trotz dem Teufel! Trotz sich treiben, muß mir doch der dem Drachen! Ich kann ihre Himmel bleiben; wenn ich nur 5 ich r h. ich dich u Christop Ach, was sol en, der mich u der so herzlich Collt ich aul. bauen, der m fist, der die Sein 2. Er weiß drürket, mein v Wi, steht mir Tod, er weiß, erglicket; seine tre bleibt mir j 3. Der die Vi der die Blum Gras klidet s 758— Von Gott! führt mich Er reicht U Kreatut kein Engel meinschaft ie vor din ind meine ten mich. emen Geist und mich iebt! Isis etwas noch eudenguell! Schmerzu d„ 1 I. die Seinen, ———— ——— loch gewiß. Trotz dem och! Gott, noch. ttern Todes L Welt und tir sind ohn tt im Him⸗ ind. elt nur im⸗ ie mich nicht so frag ich ott ist Richter ch gleich von mir doch der wenn ich nur Kreuz- und Trostlieder. 549 den Himmel krieg, hab ich laß, der uns alles Guts be— alles zur Genüg. scheret, sollte der verlassen mich? 9. Ach Herr, wenn ich dich Nein, ich trau ihm sicherlich. nur habe, sag ich allem andern 4. Wenn nach seinem Reich abe; legt man mich gleich in ich trachte, wenn durch sein das Grab, gnug, Herr, wenn Gerechtigkeit ich find meine ich dich nur hab. Seligkeit, wenn ich Geld und Christoph Tietze, 4 1763. Gut verachte, mein Gott segne Mel.: Ach, was soll ich Sünder. 302. früh und spat Wort und Werke, 659 Sal ich meinem Rat und That. 5 Gott nicht trau⸗ 5. Ei, so bleib der andre en, der mich liebt so väterlich. Morgen; das, was noch zu— der so herzlich sorgt für mich? künftig ist, irrt mich nicht; ich Sollt ich auf den Fels nicht bin ein Christ, ich laß meinen bauen, der mir ewig bleibet Gott versorgen alles, weil doch fest, der die Seinen nicht verläßt? alle Zeit seine Sorg ist schon 2. Er weiß alles, was mich bereit. drücket, mein Anliegen, meine 6. Gott Lob, der mein Herz Not, steht mir bei bis in den erfreuet, daß ich glaube festig⸗ Tod, er weiß, was mein Herz lich: Gott, mein Vater, sorgt erquicket; seine Lieb und Vater- für mich! Gott Lob, der den treu bleibt mir jetzt und ewig neu. Trost erneuet, daß ich weiß: 3. Der die Vögel all ernähret, Gott liebet mich, Gott ver— der die Blumen, Laub und sorgt mich ewiglich! Gras kleidet schön ohn Unter— Joh. Olearius, 1 1684. 6 6 0 2 Eigene Melodie. dnen,.,.,tr, 2 5— Von Gott will ich nicht lassen, denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rech-ter Straßen, da ich sonst ir-ret sehr. iPPDDR Er reicht mir seine Hand; den Abend als den Morgen — T E———— thut er mich wohl versorgen, sei, wo ich woll im Land. V 550 Kreuz⸗ un d 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohlthat all ver⸗ kehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich ver⸗ trauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er Schoß; Ihm sei geboren, von allen Sünden wendet alles Leid. es heimgestellt; mein Leib, mein' Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es thut ihm nichts ge⸗ fallen denn, was mir nützlich ist; er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein' allerliebsten Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret; lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, daß er uns beides schenkt. Das ist ein' selge Stunde, darin man sein ge⸗ denkt; sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubring'n auf Erden; wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit. Trostlieder. 6. Auch wenn die Welt ver⸗ gehet mit ihrem Stolz und Pracht, kein Ehr noch Gut bestehet, das vor ward groß geacht'. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unver⸗ loren, geführt in Abrams der Leib wird neu los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freude voll; dieselb ohn einges Ende, dieweil ich Chri⸗ stum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle er⸗ worben und Genad; auch Gott der Heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich des Himmels führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludw. Helmbold, 1 1598. Eigene Melodie. 2. Er kann lassen licht, mis dir gebre Erd ist sein. mein Herte sht in aller 3. Weil di Vater bist, de velassen nicht Herz. Ich Erdenkloß, au keinen Trost. 4. Der Re auf sein Gut, traun, mein& werd veracht, gaub festigli vertraut, dem 5. Elia, w ob es so lant so schwer ter Witwe aus E welcher warst! 6. Da er le holderbaum,“ vom Himmel ihm Speis ging gar eine bis zu dem Ber 7. Des D vergaß, da er nicht irren Art. ich schon rwärtigkeit, verschulde, Swigkeit, ist dieselb ohn eil ich Chri⸗ erfahren soll aters Wille u hat; sein die Fülle er⸗ auch Gott im Glauben u Reich des Ihm sei Lob, nbold, 1 1598. —.——— mmerst dich Kreuz- und Trostlieder. 9.—. N—2— P— 2— EEEE ——.—.——0 und trä⸗-gest Schmerz nur um das zeitlich Gut? Vertrau 223— 6 2 ů IE EEEEEE ITTITITTTII— du deinem Herrn und Gott, der alle Ding erschaffen hat. 2. Er kann und will dich saß; sein' Engel sandt er hin lassen nicht, er weiß gar wohl, und ließ ihm Speise bringen was dir gebricht; Himmel und gut durch seinen Diener Habakuk. Erd ist sein. Mein Vater und. 8. Joseph in Aegyptn ver— mein Herre Gott, der mir bei- kauft ward, von Pharao ge— steht in aller Not! fangen hart um sein Gotts-— 3. Weil du mein Gott und fürchtigkeit; Gott macht ihn zu Vater bist, dein Kind wirst du ein'm großen Herrn, daß er verlassen nicht, du väterliches konnt Vatr und Brüdr ernährn. Herz. Ich bin ein armer 9. Es ließ auch nicht der Erdenkloß, auf Erden weiß ich treue Gott die drei Männer keinen Trost. im Feurofen rot; sein' Engel 4. Der Reich' verläßt sich sandt er hin, bewahrt sie vor auf sein Gut, ich aber will dir des Feuers Glut und half ihnen traun, mein Gott; ob ich gleich aus aller Not. werd veracht', so weiß ich und 10. Ach Gott, du bist noch glaub festiglich: Wer Gott heut so reich, als du gewesen vertraut, dem mangelt nicht. ewiglich, mein Trauen steht 5. Elia, wer ernähret dich, zu dir; mach mich an meiner ob es so lange regnet nicht in Seelen reich, so hab ich gnug so schwer teurer Zeit? Ein hier und ewig. Witwe aus Sidonierland, zu 11. Der zeitlichn Ehr will welcher warst von Gott gsandt. gern entbehrn, wollst mir des 6. Da er lag unterm Wach-Ewigen gewährn, das du er— holderbaum, der Engel Gotts worben hast durch deinen her— vom Himmel kam und bracht ben bittern Tod; des bitt ich ihm Speis und Trank; er dich, mein Herr und Gott! ging gar einen weiten Gang 12. Alles, was ist auf dieser bis zu dem Berg, Horeb genannt. Welt, es sei Silber, Gold oder 7. Des Daniels Gott nicht Geld, Reichtum und zeitlich vergaß, da er unter den Löwen Gut, das währt nur eine kleine 552 Kreuz⸗ und Trostlieder. Zeit und hilft doch nicht zur ner Seelen Seligkeit. Seligkeit. 13. Ich dank dir, Christe, Gottes Sohn, daß du mich solchs hast erkennen lan durch dein göttliches Wort; verleih mir auch Beständigkeit zu mei— 662. 14. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt für alle dein er— zeigt'. und bitt de⸗ mütiglich: dein'm Angesicht verstoßen wer— den ewiglich. Laß mich nicht von Hans Sachs, 7 1576 Eigene Melodie. Wen mir schon Gottes Sohn beigelegt i im( Glauben? 7 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hin— ziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gege— ben; will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum ver— zagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei gu ten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt auch nicht etwas tra— gen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Ge— richt, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; nin Leiden da man kann melefrenden. 9. Allda Schihen ic den Schmerz e Hier ist kein v den; was di hält, muß im. 10. Was si Güter? Ein Sand, Kummmie Dort, dort sin ben, da mein wird mich oht 11. Herr, m aller Freuden, ich bin dein, ni scheiden. Ich dein Leben un zu Gut in der 12. Du bif dich fasse un mein Acht, lasse. ab hin 5 men ich dich leiblich Paulus Nel.: Erschienen 663.K itumnoch; ich bei gu⸗ götzt, sollt etwas tra⸗ Gott und sein Ge⸗ nicht ganz t und ihre nichts mehr ner spotten. — lachen in Eil in und ohue hrist, wo ei en schauen; wollt ihn auch der Tod auf— reiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt un— sern Geist aus viel tausend Nöten, schleußt das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Him⸗ melsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu fin— den; was die Welt in sich hält, muß im Hui verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter: Dort, dort sind die edlen Ga— ben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, Kreuz⸗ und Trostlieder. 553 Kind, nimm fröhlich an; stürmt gleich der Wind und braust, daß alles kracht und bricht, so sei getrost, denn dir geschicht, was Gott gefällt. 2. Der beste Will ist Got— tes Will, auf diesem ruht man sanft und still, da gieb dich allzeit feich hinein, begehre nichts, als nur allein, was Gott gefällt. 3. Der klügste Sinn ist Gottes Sinn, was Menschen sinnen, fället hin, wird plötz— lich kraftlos, müd und laß, thut oft, was bös und selten das, was Gott gefällt. 4. Der frömmste Mut ist Gottes Mut, der niemand Arges gönnt noch thut; er segnet, wenn uns schilt und flucht die böse Welt, die nim— mer sucht, was Gott gefällt. 5. Das treuste Herz ist ich bin dein, niemand kann uns Gottes Herz, treibt alles Un— scheiden. Ich bin dein, weil du glück hinterwärts, beschirmt dein Leben und dein Bl ut mir und schützet Tag und Nacht zu Gut in den 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, Tod gegeben. den, der stets hoch und herr— lich acht', was Gott gefällt. 6. Ach, könnt ich singen, aus dem Herzen wie ich wohl im Herzen wünsch lasse. Laß mich, laß mich und billig soll, so wollt ich hingelangen, da du mich und öffnen meinen Mund und sin— ich dich leiblich werd umfangen. gen jetzo diese Stund, was Paulus Gerhardt, 1676. Mel.: Erschienen ist der herrlich. 129. 15 gefällt. 7. Ich wollt erzählen sei— 6 6 3 Wos Gott gefällt, nen Rat und übergroße Wun— mein frommes derthat, das süße Heil, die 554 Kreuz⸗ und ewge Kraft, die allenthalben wirkt und schafft, was Gott 8. Sein ist die Weisheit und Verstand, ihm ist bewußt und wohlbekannt, sowohl wer Böses denkt und übt, als auch wer Gutes thut und liebt, was Gott gefällt. 9. Sein Häuflein ist ihm lieb und wert; sobald es sich zur Sünde kehrt, so winkt er mit der Vaterrut und locket, bis man wieder thut, was Gott gefällt. 10. Laß andre sich mit stol⸗ Trostlieder. zem Mut erfreuen über großes Gut, du aber nimm die Kreu⸗ zeslast und sei geduldig, wenn du hast, was Gott gefällt. 11. Der Glaub ergreift des Höchsten Huld, die Hoffnung bringt und schafft Geduld; schleuß beid in deines Herzens Schrein, so wird dein ewges Erbe sein, was Gott gefällt. 12. Dein Erb ist in dem Himmelsthron, hier ist dein Zepter, Reich und Kron, hier wirst du schmecken, hören, sehn, was Gott gefällt. Paulus Gerhardt, 1 1676. Eigene Melodie. Was Gott thut, das ist wohl gethan; es bleibt ge-recht sein Wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm hal-ten E= ... .... Wille. stille. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß —. ——8——.— ID.——.— — zu er⸗hal⸗ten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist Unglück wenden, es steht in wohlgethan; er wird mich nicht seinen Häuden. betrügen. Er führet mich auf 3. Was Gott thut, das ist rechter Bahn; so laß ich mich wohlgethan; er wird mich wohl begnügen an seiner Huld und bedenken; er, als mein Arzt hab Geduld; er wird mein und Wundermann, wird mir pohlgethan; e Leben, ind Oeid. Es dn iffntlich 90 trellich er es 5. Was G wohlgethan. 5 665. — Was mein Go Zuhelfen +— Erhilft 10— — 7⁵⁰ wer Gott ve 2. Gott ist Zuversicht, m mein Leben; will, daß m ich nicht wid Wort ist wal Haar er selb Er hüt und ins tracht, nichts fehlet. br großes die Kreu⸗ loig wenn Refällt. greft t des Hoffnun Geduld; s Herzens Rein ewges ott gefäll, st in dem ist dein Kron, hier hören, schn, ardt, 1676. — —..—— .— — he⸗recht sein m hal⸗ten s steht in hut, das is d mich wohl mein Atzt wird mi Kreuz⸗ und nicht Gift einschenken für Arzenei. Gott ist getreu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Muß ich den Kelch Trostlieder. 555 gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Eigene Melodie. . π— Was mein Gott will, das ge miin sein Will deristder be⸗ste. Zu helfen den' er ist bereit, die In ste. ..——————— Er hilft aus Not der fromme Gott,———.— mit EEEE... EII hwer Sertrertrart e e den will er nicht verlas-sen. 2. Gott ist mein Trost, mein' Zuversicht, mein' Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr; denn all mein Haar er selber hat gezählet. Er hüt und wacht, stets für 3. Nun muß ich Sünd'r von dieser Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott; wenns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden; du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod uns tracht, auf daß uns gar hast du mir überwunden. nichts fehlet. 4. Noch eins, Herr, will ich 556 Kreuz⸗ und bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse Feind anficht, laß mich doch nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröh— lich: Amen. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 660 566 Was willstdu dich 566. W' vetrüb etrüben, o meine liebe Seel? Thu den nur herzlich lieben, der heißt Immanuel. Vertrau dich ihm allein, er wird gut alles machen und fördern deine Sachen, wie dirs wird selig sein. 2. Denn Gott verlässet kei⸗ nen, der sich auf ihn verläßt; er bleibt getren den Seinen, die ihm vertrauen fest. Läßt sichs an wunderlich, laß dir nur gar nicht grauen; mit Freuden wirst du schauen, wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wagen, getrost mit frischem Mut; mit ihm wirst du er— jagen, was dir ist nütz und gut. Denn was Gott haben will, das kann niemand ver— hindern, aus allen Menschen— kindern, so viel ihr sind im Spiel. 4. Wenn auch selbst aus der Höllen der Satan trotziglich Trostlieder. mit seinen Rottgesellen sich setzte wider dich, so muß er doch mit Spott von seinen Ränken lassen, damit er dich will fassen, denn dein Werk fördert Gott. 5. Er richt's zu seinen Ehren und deiner Seligkeit. Solls sein, kein Mensch kanns stören, wenns ihm wär noch so leid. Wills denn Gott haben nicht, so kanns niemand forttreiben, es muß zurücke bleiben; was Gott will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm er— gebe, ihm sei es heimgestellt; nach nichts mehr ich sonst strebe, denn nur, was ihm gefällt. Sein Will ist mein Begier; der ist und bleibt der beste, das glaub ich steif und feste. Wohl dem, der gläubt mit mir. Joh. Herrmann, 1+ 1647. Mel. Was mein Gott will. 665. 2 Meer Gott ver— 6 6 7 Wẽ traut, hat wohlgebaut im Himmel und auf Erden; wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden. Darum auf dich all Hoffnung ich ganz fest und steif thu setzen; Herr Jesu Christ, mein Trost du bist in Todesnot und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt „ 20 jenem Leber Reu, mein He Leib und Set Herr, dies m laß mein Bi Joh. Mel. Hert, wie 68. W 668. ichgehnohnal geschieht, wa⸗ sehn, wird u sehlen. Wie so geh ich mi Schritt vor lichem Vertra 2. Wie G so bin ich seinem Leiten Fleisch der Eig widerstreiten. fühtt, bin ich und auch in seinen Schluß 3. Wie Go ich vergnügt, Händen; wie mit mir füg ehrn und wen nen E Chren . Solls ins stören 0 s˙ led. ben nicht orttreiben, ben; was icht. h ihm er⸗ im igeste tellt, on— ttrebe 1 gef fällt. 4— der beste und feste. ot mit mir. un, 4 1647 vill. 665. Gott ver⸗ aut, hat mmel und h verläßt dem muß Darum ig ich ganz Herr Jeuu du bist in nerzen. gleich wür aller Welt bist du, all schlägt Kreuz⸗ und darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar wedr Tod, noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich; denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, in dies'm und jenem Leben. Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach, höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen! Joh. Mühlmann, 4 1613. Mel. Herr, wie du willst, so ꝛc. 642. Gott ich 668. W;ü sühtt, o wil& ich gehn, ohn alles Eigenwählen; geschieht, was er mir auser— sehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit und folge willig Schritt vor Schritt in kind— lichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und seinem Leiten; widerstreiten. führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hier— folge obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters Wie Gott mich Trostlieder. 557 mit ganz heimgestellt; er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben. oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vater— willen, scheints der Vernunft. gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Von vornen läßt sich Gott nicht sehn; zu— letzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat; dies⸗ sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke, 4 1734. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 586. 669 Wannderauseng herrlichs Ende, wo die wunderweisen Hände Gottes führen ein und aus! Wunderweislich ist sein Raten, wunderherrlich seine Thaten, und du sprichst: Wo wills hinaus? 2. Denke doch, es muß so 558 Kreuz⸗ und Trostlieder. gehen, wies Gott weislich heißt bleibt die Sorge wohl beim geschehen, ihm und dir zur Sorgen; wer nicht trauen will MI Herrlichkeit. Ob der Anfang auf morgen, dem auch keine seltsam scheinet, ist das End Hilfe blüht. doch gut gemeinet; Friede folN-⸗ 7. Gott muß man in allen get nach dem Streit. Sachen, weil er alles wohl 3. Gottes Weg ist in den kann machen, End und Anfang Flüssen und in großen Wasser⸗ geben frei. Er wird, was er güssen, und du spürst nicht angefangen, lassen so ein End seinen Fuß; so auch in dem erlangen, daß es wunderherr⸗ Meer der Sorgen hält Gott lich sei. seinen Pfad verborgen, daß 8. Fähret er mit dir im man nach ihm suchen muß. Schrecken durch die Dornen, 4. In den unergründten durch die Hecken, über Stock Gründen, wo nur tiefer und über Stein, Berg und Schlamm zu finden, im Angst-, Thal und Felsenklüften, Feuer, Kreuz⸗ oder Todesmeer sieht Wasser und in Lüften, und was man oft die Christen schwim- mehr kann schrecklich sein. men und sich im Versinken 9. So laß dir doch nimmer krümmen, als obs schon ver- grauen, lerne deinem Gott loren wär. vertrauen, sei getrost und gutes 5. Kein Besinnen kann er- Muts. Er, fürwahr, er wird sinnen, wo man könne Hilf es führen, daß dus wirst am gewinnen; die Vernunft ist Ende spüren, wie er dir thut . hier zu blind; ihre halb ge-lauter Guts. brochnen Augen nicht in das 10. Du wirst an den Fingern Verborgne taugen, dem sie zählen und nicht vor der Welt ö allzublöde sind. verhehlen, was die blinde Welt 6. Weil der Herr im Dun- nicht kennt. Er wird dir dein keln wohnet, und sein Reich Kreuz versüßen, daß du wirst im Trauen thronet, da man bekennen müssen: Wunderan⸗ glaubt, ob man nicht sieht, fang, herrlichs End! Heinr. Arn. Stockfleth, 1708 Eigene Melodie. D Zuletzt geht's wohl dem, der gerecht auf Erden durch Christi Glaub und L bewähret it, an unsrer E wir genug u verhöhnet. 3. Zuletzt r Siegern ihre führet sie vom land, allwo Ruhestand, dal den Kampf pfl 4. Zuletzt Passer selbst besser ist unda im Glauben t Hochzeitsleut; dann, daß ers a ol beim auen will ich keine nin allen les wohl Af fang „ was er ein End inderherr⸗ t dir im D Dornen, ber Stoc derg und en, Feuer, „und was )in. ch nimmer lem Gott Und gutes , er wird wirst am r dir thut en Fingern der Welt linde Welt rd dir dein 5du wirst Wunderan⸗ eth, 1705 urch Christ 4 Kreuz⸗ und Trostlieder. 559 5— 5.— 5e,,.. Blut und Gottes Erbe war. Es kommt zuletzt das an-ge— ö ——— 234.— nehme Jahr, der Tag des Heils an dem wir fröhlich werden. Zuletzt giebt Gott, wo⸗ 5. Zuletzt wird erst die Rahel uach wir uns gesehnet, wenn Legeleget dem Israel. Zuletzt Glaub und Lieb im Kreuz wird Joseph groß und kommt bewähret ist, und man Geduld empor, erst war er arm und an unsrer Stirne liest, wenn blos. Zuletzt ward noch Tobias wir genug sind von der Welt gepfleget. 55 Zuletzt und nicht zuerst 3. Zuletzt reicht man 24 Gott die Seinen ins Siegern ihre Kronen und reich, und machet sie den führet sie vom Feld ins Vater— land, allwo bereit der selge Ruhestand, dadurch der Fürst ausweinen. den Kampf pflegt zu belohnen. 4. Zuleht macht Gott das Wasser selbst zu Weine, der besser it Wnd alle Gäst erfreut, im Glauben stärkt die neuen Hochzeitsleut; da sieht man dann, daß ers annoch gut meine. Von den Paradies, ins Lebens Liebes-— Engeln Gottes gleich; vor her läßt er sie erst genug 7. Zuletzt, merks wohl und halte nur fein stille, o liebes Herz, dem, der dich erst betrübt und dich dabei doch wahrlich herzlich liebt. Gedenke nur: Es ist so Gottes Wille. Christ. Andr. Bernstein, 4 1699. letzten Dingen. 1. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 6 7 1. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. E 4. rt— M —. A Ichm mein herzliebstes Jesulein, wie gern wollt ich bald bei dir sein; HA ———.———— 45 4 ——————4 ——.. 2— ist doch in diesem Jammerthal Angst, Notu. Trübsalüberall. 2. Bscher mir ein seligs Stündelein, daß ich fein sanft mög schlafen ein und mit den lieben Engelein anschaun das lieblich Angsicht dein. 3. Wenn mir gleich Leib und Seel verschmacht', nichts mehr versteh oder betracht, so bist du doch meins Herzens Trost, Herr Jesu, der du mich erlöst. 4. Ich werd nicht sterben sondern lebn, dem Herren Christ Lob und Preis gebn. Herr 672. Jesu Christ, in deine Händ bfehl ich mein Seel am letz— ten End. Du bist meins Lebens Krast und Sinn, Sterben in Gott ist mein Gewinn. Ich werd wohl fein sanft schlafen ein, beim Herren Christo ewig sein. 6. Ade, du arge falsche Welt, das Himmel reich ist mir be⸗ stellt: fahr hin, du elend Jammerthal, l, dein acht ich nichts mehr überall. Joh. Herm. Schein, 4 1630. Eigene Melodie. ——. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig 166 der Menschen üü ver⸗ge⸗ het, so ist un-ser Leben, se-het. 2. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so eilt unsere Zeit von hinnen. 3. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig ist der Menschen Freude! Wie abwechselnd Stund' und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig ist der Menschen wie u 0 Stärke Derf wisen, ibte. sm derhl hlägtel 6. Ach, wi wie lüchtl 10 st Glüche! Wie Weht die bald sthhet, so st unf 7. Ach, wie wi nichtig it Ehre! Ueber! hat müssen lisen geht m mit Füß üßen. 8. Ach, wi wie flüchtig ist Vissr en! Der d tref flich führen discrieren, muf verlieren. 9. Ach, Wie wie nichtig ist 573. Ale Mens⸗ was da le⸗K —.—. Dieser Leib lüberall ine Hind am letz⸗ Lebens Sterben in ül 90 cheh risto lsche Welt st mir be⸗ du elend ct ichnichts en Leben! —— n uih bald r Menschen abwechselnd „Licht und d Streite, döhlichkeiten lichtg, ach, L Menschen Sterbe- und Begräbnislieder. 561 Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig ist der Menschen Stärke! Der sich wie ein Löw er⸗ Flut entstehen, dadurch, eh wiesen, überworfen mit den Rie⸗ sen, den schlägt eine kleine Drüsen. Dichten! Der, so Kunst hat lieb gewonnen und manch schönes Werk ersonnen, ist doch nicht dem Tod entronnen. 10. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und wirs uns versehen, alles muß 6. Ach, wie nichtig, ach, zu Trümmern gehen. wie flüchtig ist der Menschen 11. Ach, wie flüchtig, ach, Glücke! Wie sich eine Kugel wie nichtig ist der Menschen drehet, die bald da, bald dorten Herrschen! Der durch Macht 9—37˙ so ist unser Glücke, sehet! ist hoch gestiegen, muß zuletzt 7. Ach, wie flüchtig, ach, aus Unvermögen in dem Grab wie nichtig ist der Menschen darnieder liegen. Ehre! Ueber den, dem man 12. Ach, wie nichtig, ach, hat müssen heute seine Hände wie flüchtig ist der Menschen küssen. geht man morgen gar Prangen! Der im Purpur, mit Füßen. hoch vermessen, ist als wie ein 8. Ach, wie nichtig, ach, Gott gesessen, dessen wird im wie flüchtig ist der Menschen Tod vergessen. Wissen! Der das Wort kann 13. Ach, wie flüchtig, ach, trefflich führen und vernünftig wie nichtig sind der Menschen discurieren, muß bald allen Witz Sachen! Alles, alles, was wir verlieren. sehen, das muß fallen und 9. Ach, wie flüchtig, ach, vergehen; wer Gott fürcht', wie nichtig ist der Menschen bleibt ewig stehen. Mich. Franck, 4 1667. 67( 3. Eigene Melodie. 1 P 27 ISSSEE——.—.— 1 = Al⸗le Menschen müssen sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu; was da le-bet muß verderben, solles an-ders werden neu. SIIII 1. 1 Dieser Leib der muß verwesen, wenn er anders soll ge-nesen 36 * II N * IMN. * 44 ö I 2. Drum so will ich dieses Leben, wenn es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden hab ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich ge— storben, und sein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben, drum fahr ich mit Freuden hin hier aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Drei⸗ faltigkeit. 4. Da wird sein das Freu⸗ denleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron, da die Sera⸗ phinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, Heilig, Heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen woh⸗ nen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet die gezwölfte Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. die den Frommen ist be⸗reit. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du. Ach, wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh. Ach der großen Freud und Wonne, setzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon er⸗ blicket alle diese Herrlichkeit. Jetzund werd ich schön ge— schmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus, 4 1679. Mel.: Nun laßt uns den Leib. 696. 674 Benabetnich nun immerhin, da ich so lang verwahret bin, bis Gott, mein treuer Seelenhirt, mich wieder auferwecken wird. 2. Ja freilich werd ich durch den Tod zu Asche, Erde, Staub und Kot; doch wird das schwache Fleisch und Bein von meinem Gott verwahret sein. 3. Mein Leib wird hier der Würmer Spott; die Seele lebt bei meinem Gott, weil Christi Todesbitterkeit sie hat erlöst zur Seligkeit. 4. Was mich für Trübsal hat verletzt, wird nun mit dem tl 2. Mit Fre dannen zu C der mein, auh komme und e 3. Ih h wunden Kreu, und Not; di fünf Wunden mit Gott. 4. Wenn brechen, mein aus, und kan sprechen, Her Seufzen auf. 5. Wenn Gedanken zer Licht, das h wanken, went gebricht: 6. Alsdan cchon er⸗ Herrlichket hkeit. schön ge⸗ m weißen der güldnen Wvor Gottes lche Freude ehmen kann. sinus, f 1679 en Leib. 696. bet michnun merhin, D0 ret bin, bis Seelenhirt, wecken wird. erd ich durch Erde, Staub das schwache von meinem in. vird hier der ie Seele lebt weil Christ e hat erlot für Trübsl rd nun mit ist nur ein Jammerthal, dort ist der rechte Freudensaal. 5. Wenn alle Welt durchs Feur zerbricht und Gott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das Himmelreich eingehn. 6. Wie manche Widerwär— 675. Sterbe- und Begräbnislieder. 563 Himmelslust ersetzt; die Welt tigkeit hat ich bei meiner Lebenszeit? Nun aber ist mir nichts bewußt, denn ewig süße Himmelslust. 7. So laßt mich nun in sanfter Ruh und geht nach eurer Wohnung zu; ein jeder denke Tag für Tag, wie er auch selig sterben mag. Georg Neumark, 4 1681 Eigene Melodie. 5 —2——.— .xx, Eie E—.— Christus der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn; 2 IE dem thu ich mich er⸗ ge⸗ben, mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bru⸗ der mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm hi. 3. Ich hab nun über— wunden Kreuz, Leiden, Hte. und Not; durch sein' heilig fünf Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf. 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein, nach deinem Rat und Willen, wenn kommt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir kleben, wie eine Klett am Kleid, und ewig bei dir leben in himmlischr Wonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist. Anna, Gräfin zu Stolberg(um 1600). Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 673. 6 7 6 Do/ o schönes Weltgebäude, magst gefallen, wem du willst; deine scheinbarliche Freude ist mit lauter Angst umhüllt Denen, die den Himmel hassen, 26* 36³² 564 Sterbe⸗ und Begräbnislieder. will ich ihre Weltlust lassen; mich verlangt nach dir allein, allerschönstes Jesulein! 2. Müde, die der Arbeit Menge und der heiße Strahl beschwert, wünschen, daß des Tages Länge werde durch die Nacht verzehrt, daß sie nach so vielen Lasten können sanft und süße rasten; mein Wunsch ist bei dir zu sein, allerschönstes Jesulein! 3. Ach, möcht ich in deinen Armen, so, wie ich mir wünschen wollt, allerliebster Schatz, er⸗ warmen; so wollt ich das feinste Gold, das in Ophir wird ge— graben, nicht für die Ergötzung haben, wenn ich könnte bei dir sein, allerschönstes Jesulein! 4. Andre mögen durch die Wellen und durch Wind und Klippen gehn, ihren Handel zu bestellen, und da Sturm und Not ausstehn; ich will meine Glaubensflügel schwingen an die Sternenhügel, ewig da bei dir zu sein, allerschönstes Jesulein! 5. Tausendmal pfleg ich zu sagen und noch tausendmal dazu: Ach, würd ich ins Grab getragen, ei, so käm ich ja zur Ruh und mein bestes Teil, das würde, frei von dieser Leibesbürde, je und ewig um dich sein, allerschönstes Jesu⸗ lein! 6. Komm, o Tod, du Schla⸗ fesbruder, komm und führe mich nur fort; löse meines Schiffleins Ruder, bringe mich in sichern Port! Es mag, wer da will, dich scheuen, du kannst mich vielmehr erfreuen; denn durch dich komm ich hinein zu dem schönsten Jesulein. 7. Ach, daß ich den Leibes⸗ kerker heute noch verlassen müßt und käm an den Sternen⸗ erker, wo das Haus der Freuden ist; da wollt ich mit Wort⸗ gepränge bei der Engel gro⸗ ßen Menge rühmen deiner Gottheit Schein, allerschönstes Jesulein! 8. Doch, weil ich die See— lenauen und den güldnen Himmelssaal jetzt nicht kann nach Wünschen schauen, und muß hier im Thränenthal noch am Kummerfaden spinnen, ei, so sollen meine Sinnen unter⸗ des doch bei dir sein, aller— schönstes Jesulein! Joh. Frank, 1 1677. Mel.: Jesu, der du selbsten wohl. 99. 67 inen gutenKampf 6 77. E hab ich auf der Welt gekämpfet; denn Gott hat genädiglich all mein Leid gedämpfet, daß ich meinen enf seliglich vollendet und die Seele himmelauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt der Geuchle wahre 2*0 Himmels 115 Leben⸗ ier vettraue, tes Augesicht, shaut. 3. Dieser ů Welt jmmerli nun länger n ich mich ergeb d ich bin set den; denn seiu Gewinn, meim Leiden. 4. Gute N. Freund, allih Ale, die ihr! laßt euch nich Schritt, den! die Erde nied Sonne geht z doch morgen Hein Mel.: Wenn mei 578.6 llein, mit Tod sein Trost we Ind Bein, im Kben, denn Herr Nsu Ch Würmlein wo Gott, erhör n 2. Laß mic an deinem L Zweiglein blei Geist, Herr, n mich mag, wer du kannst uen; denn 9 hinein zu — den Lebes⸗ derlassen uSkma⸗ der Freuden mit Wort⸗ Engel gro⸗ nen deiner leerschoͤnstes ch die S See⸗ ugildnen nicht kann hauen, und nenth alch spinnen, ei, nnen unter⸗ sein, aller⸗ Frank, 1 1677. sten wohl. 90. gutenKampf ich auf der denn Gott mein Leid ich meinen ch vollendet himmelauf ni beigelegt Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 565 der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne; forthin meines Lebenslicht, dem ich hier vertrauet, nämlich Got— tes Angesicht, meine Seele schauet. 3. Dieser schnöden, bösen Welt jünmerliches Leben mir nun länger nicht gefällt; drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in vollen Freu— den; denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, all ihr, meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Schritt, den ich nun thu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, kömmt doch morgen wieder. Heinr. Alberti, 4 1668. Mel.: Wenn mein Stündlein. 705. 6 7 8 Eir Würmlein bin * ich, arm und klein, mit Todesnot umgeben; kein Trost weiß ich in Mark und Bein, im Sterben und im Leben, denn daß du selbst, Herr Jesu Christ, ein armes Würmlein worden bist; ach Gott, erhör mein Klagen! 2. Laß mich, Herr Christ, an deinem Leib ein grünes Zweiglein bleiben; mit deinem Geist, Herr, bei mir bleib, wenn sich mein Geist soll scheiden! Wenn mir vergeht all mein Gesicht und meines Bleibens ist mehr nicht allhier auf dieser Erden: 3. So laß mich nicht in dieser Not umkommen, noch verzagen; komm mir zu Hilf, du treuer Gott, mein Angst hilf mir auch tragen. Denk, daß ich bin am Leibe dein ein Glied und grünes Zweigelein; im Fried laß mich hinfahren! 4. Gedenk, Herr, an den teuren Eid, den du selbst hast geschworen, so wahr du bist von Ewigkeit, ich soll nicht sein verloren; ich soll nicht kommen ins Gericht, den Tod auf ewig schmecken nicht; dein Heil wirst du mir zeigen. 5. Ach Gott, laß mir ein' Leuchte sein dein Wort zum ewgen Leben; ein selig Ende mir verleih, ich will mich dir ergeben. Ich will dir traun, mein Herr und Gott, denn du verläßt in keiner Not, die deiner Hilf erwarten. 6. Darauf will ich befehlen dir mein Seel in deine Hände. Ach, treuer Gott, steh fest bei mir, dein' Geist nicht von mir wende, und wenn ich nicht mehr reden kann, so nimm mein letztes Seufzen an durch Jesum Christum. Amen. Barthol. Fröhlich, 4 1587. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 6 9—77 9 6 ˖* Eigene Melodie. Es ist ge⸗nug; so nimm, Herr, meinen Geist zu Zions Geistern lös auf das Band, das all-⸗ gemach schon reißt, be⸗freie die⸗sen IDSPSISIIIITIIIIIIIII............ REE⸗ hin; der sich nach seinem Gotte sehnet, Sinn. dertäglichklagt u. nächtlichthränet. 2. Es ist genug des Jammers, 4. Es ist genug, wenn der mich drückt durch Adams nur mein Jesus will. Er Apfl allhier. Der Sünden kennet ja mein Herz; ich harre Gift hat mich fast ganz er⸗ sein und halt indessen still, bis sticktt; nichts Gutes wohnt in er mir allen Schmerz, der mir. Was mir als Lust und meine sieche Brust abnaget, Last anhänget und mich von zurücke legt und zu mir saget: meinem Gott abdränget, es ist Es ist genug. genug. 5. Es ist genug; Herr, 3. Es ist genug des Kreuzes, wenn es dir gefällt, so spanne das mir fast den Rücken wund mich doch aus. Mein Jesus gemacht. Wie schwer, o Gott, kommt; nun gute Nacht, o wie hart ist diese Last! Ich Welt! Ich fahr ins Himmels⸗ schwemme manche Nacht mein Haus; ich fahre sicher hin mit hartes Lager durch mit Zähren; Frieden, mein großer Jammer ach Herr, wie lange soll es bleibt danieden. Es ist genug. währen. 8 ist genug. Franz Joach. Burmeister, 4 1688. 580 6 8 Eigene Melodie. Es ist genug. Freudichsehr, o mei⸗ne Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. e —.— 2—— .— — die kein& der Nöt. Wandersmamn ein End mög gewünschet ebet möcht mein 3. Denn gl stehen unter— also auch die in lauter A fahr. Wie d sind und der aso ist allhie Lauf voller 4. Belt, D und Hölle, un und Blut pl unre Seele, einem Mut. Rgst und Pl sind unsre Ta geboren werde mer gnug al 5. Wenn helluchtt, u von uns we Kummer dah findt sich ante HZränen sin Wir essen frü die Sonn n en still, bis ymerz, der t abnaget, u mir aget: 0 Hert, . so sum Wen I Jesus e Nacht, o s Himmels⸗ icher hin mit er Jammer Es ist genug. neister, 168d Notund Qual, Jammerthal n in die Frond, Sterbe- und Begräbnislieder. 567 die kein Ohr jemals gehöret, 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End mög han, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden möcht mein Leben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen in lauter Angst und Ge⸗ fahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4J. Welt, Tod, Teufel, Sünd und Hölle, unser eignes Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jam— mer gnug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Müh findt sich an allen End'. Unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr thut die i in Ewigkeit auch währet. scheinen, ist nur lauter Klagen, Weinen. 6. Drum Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut. Ach, sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein' Seite will ich fliehen an mein'm bittern To⸗ desgang; durch dein' Wunden will ich ziehen ins himmlische Vaterland. In das schöne Paradeis, drein der Schächer that sein Reis', wirst du mich, Herr Christ, eufühan und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehör auch gar verschwindt, und mein Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren, auf der rechtenBahn heimführen. 9. Laß dein' Engel mit mir fahren auf Elias Wagen rot, meine Seele wohl bewahren, wie Lazarum nach sein'm Tod. Laß sie ruhn in deinem Schoß, 568 Sterbe⸗ und Begräbnislieder. erfüll sie mit Freud und Trost, wenn meine Lippen nicht mehr bis der Leib kommt aus der sprechen, gedenke mein. Erden, und sie beid vereinigt Jesus. werden 4. Ich denke dein; noch 10. Freu dich sehr, o meine heute bist du hier bei mir im Seele, und vergiß all Not und Paradies. Es wart' auf dich Qual, weil dich nun Christus, des Himmels Kronenzier, des dein Herre, rufet aus dem Lammes goldnes Vließ. Die Jammerthal. Seine Freud und Engel tragen deine Seele in Herrlichkeit sollst du sehn in meiner Wunden tiefe Höhle; Ewigkeit, mit den Engeln jubi-ich denke dein. lieren, in Ewigkeit triumphieren. ö Seele. Sim. Graf, 4 1659. 5. Gedenke mein; durch dei⸗ Mel.: Es ist genug, so nimm, Herr. 679. nen Todesschweiß wisch du den 681 Gc mein, mein meinen ab. Pflanz auf mein V Gott, gedenke Grab der Tugend Ehrenpreis, mein, wie es am besten istl den immergrünen Stab. Und, Ich liebe dich, ich habe dich wenn ich gnug geschlafen habe, allein zu meinem Trost erkiest. Ach, laß mich doch dein Heil jetzt sehen! Ach, höre doch mein letztes Flehen! Gedenke mein. Jesus. 2. Ich denke dein, o Seele, zage nicht; dein Jesus ist nicht weit. Hier ist mein Kreuz, mein Wort dein Lebenslicht, mein Blut dein Ehrenkleid. Ist nicht mein Lieben uner⸗ messen? Wie sollt ich deiner denn vergessen? Ich denke dein. Seele. 3. Gedenke mein, weil mein die Welt vergißt auf dieser Totenbahn. Mein Herze bricht, die Lebenskraft verfließt; ach, nimm dich meiner an! Wenn mür die müden Augen brechen, vergiß auch meiner nicht im Grabe, gedenke mein. Jesus. 6. Ich denke dein; du weißt ja selbsten wohl, daß dein Erlöser lebt, der deinen Staub auch einst erwecken soll, den man jetzund vergräbt. Die Asche werd ich selbst bewahren, so kannst du nun in Friede fahren; ich denke dein. Seele. 7. Gedenke mein und der betrübten Schar, die ich ver⸗ lassen muß; sei du ihr Trost, ihr Schutz bei der Gefahr, still ihren Thränenguß. Ach, willst du dieses mir bescheiden, so sterb ich ruhig und mit Frenden. Gedenke mein. 3. Ich den und meine Hand nen alls; schweren—0 willih dir die ich denke dein Hinterlafsene, 0 49.890 hat an di sehr gut g müͤder Leib, guter Naht. bewacht. Ve erlittnen Schn hen dich in u ruhe wohl. Mel.: Wer weiß 682.6 Ende, das m vollbracht; n mir schon d Fesus, der Drüm laßt reise fort; me lees Wort. 2. Was fi meinem Glaul daß mich Je Tod soll mir ben, wenn Leben giebt. und weiß den bleibt mein! 3. Die H. * nicht mehr lein am, noch de mir im auf dich huier, des liß. Die e Seele in ese Höhle; durch dei⸗ bisch du den auf mein Ehtenpreis, Stab. Und, lafen habe, r nicht im ein. „ du weißt daß dein einen Staub soll, den st bewahren, in Friede dein. in und der die ich ver⸗ ihr Trost, ser Gefahr, nguß. Ach, ir bescheiden, 3 und mit Sterbe-⸗ und Begräbnislieder. 569 Jesus. nie betrogen; ich bin auf sei⸗ 8. Ich denke dein und breite nen Tod getauft, da hab ich meine Hand auch auf die Dei⸗ Jesum angezogen, da hat er nen aus; ich mache leicht den mich vom Tod erkauft. Drum schweren Trauerstand, ich schütze Jesus bleibt mein Heil und Kirch und Haus, sie sollen Hort, sein Name sei mein dein Gebet genießen. Nun letztes Wort. will ich dir die Augen schließen 4. Wiewohl die Sünde will 15 s ů4— 0. mich kränken, wer ist, der ohne Hinterlassene, oder der ganze Chor. Tadel lebt? Allein, ich darf 9. So ruhe wohl! Gott an Jesum denken, der mich in hat an dich gedacht, und es seinen Tod begräbt; so komm sehr gut gemacht. Schlaf, ich an des Lebens Pfort, und müder Leib, schlaf wohl 361. Jesus ist mein letztes Wort. guter Nacht, weil Jesus dich 5. Mein Jesus hat den Tod bewacht. dn die hier bezwungen, als er am Kreuze erlittnen Schmerzen! Wir gra⸗ selbst verschied. Da ward mein ben dich in unfre Herzen; so Tod zugleich verschlungen; er ruhe wohl. den. Samolg,. ist mein Haupt, ich bin sein Mel.: Wer weiß, wie nahe mir. 706. Glied. Was Jesus hat, das 682 Geit Lob, es geht hab ich dort; drum sei er nunmehr zum auch mein letztes Wort. Ende, das meiste Schrecken iste 6. Gedenkt mir nicht an vollbracht; mein Jesus reicht eitle Sachen, der Höchste sor— mir schon die Hände, mein get für die Welt; befehlt es Jesus, der mich selig macht. ihm, er wirds wohl machen, Drum laßt mich gehn, ich das Licht und Recht den Platz reise fort; mein Jesus ist mein behält. Gott wende Jammer, letztes Wort. List nnd Mord durch Jesum, 2. Was fragt ihr viel nach als mein letztes Wort. meinem Glauben? Ich glaube, 7, Nun freuet euch, es geht daß mich Jesus liebt. Kein zum Ende! Mein Jesus heißt Tod soll mir die Freude rau- der letzte Ruhm. Wie fröh— ben, wenn Jesus Trost und lich klopf ich in die Hände! Leben giebt. Ich fahre wohl Wo bleibst du doch mein Ei— und weiß den Ort; denn Jesus gentum? Ach Jesu, Jesu, sei bleibt mein letztes Wort. mein Wort! Nun schweig ich 3. Die Hoffnung hat mich still und eile fort. Christian Weise, 1708. — 570 Sterbe- und Begräbnislieder. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 476. 2* Eerr Jesu Christ, 683. wahr' Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld erwarbst, ich bitt durchs bitter Leiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod; wenn mir ver⸗ geht all mein Gesicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt und mir all menschlich Hilf zerrinnt; so komm, o Herr Christ, mir Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech' sei und mei⸗ ner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk; wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir. 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt. 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir rr ö nehmen in mein Reich; da soll behend zu Hilf an meinem er dann mit mir zugleich in letzten End, und führ mich aus Freuden leben ewiglich. Dazu dem Jammerthal, verkürz mir auch des Todes Qual. hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, vergieb all 4. Die bösen Geister von unsre Schuld, hilf, daß wir mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch die Seel vom Leib abwendt; unser Glaub stets wacker sei, o nimm sie, Herr m. deine dein'm Wort zu trauen festiglich, Händ! Der Leib hab in der bis wir einschlafen seliglich. 684. Paul Eber, 1 1569. Eigene Melodie. iii —— Herzlich thut mich ver⸗lan-gen nach einem sel'gen End, weil ich hier bin um-fan-gen mit Trübsal und E⸗lend, 3. Wenn Leben, der To wil ich nich sterben willig ein besser Leb jührt hin, des eben; sterben 4. Der L Erden von verzehrt, doe werden durc verklärt, wird Sonne und in Himmelef was schadt u 5. Ob mi reizet, länger und mir ar Ehr, Geld, doch ich das s Währt eit Himmlisch bleibt in Et sich der Tzu. fes tehn Ge richt 90 mei⸗ gedenk das Lben .augesaget Vort, das wil mit Leißen aus ind zu mir ich; da ol zugleich in lich. Dazu ich! a all f, daß wir „ bis unser herbei, auch wacker sei in festiglich i Eber, 1 1569. Pgen Erd, id Ellend, Sterbe- und Begräbnislieder.—571 2 2— DiDeee—.— SCTIRIITTTT ö H——————— Ich hab Lust ab-zu-schei-den von dieser argen Welt, ů +— II —.—.—— EE 1——— E ISSPII —* sehn mich nach ewgen Freuden; 10 komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlösett 6. Wenn ich auch gleich von Sünd, Tod, Teufl und nun scheide von meinen Freun— Höll; es hat dein Blut ge- den gut, das mir und ihn kostet, drauf ich mein Hoffnung bringt Leide, doch tröst' mir stell. Warum sollt mir denn meinen Mut, daß wir in grö— grauen vorm Tod und höll-ßern Freuden zusammen wer⸗ schen Gsind? Weil ich auf dich den komm'n und bleiben thu bauen, bin ich ein seligs Kind. ungeschieden im himmelischen 3. Wenn gleich süß ist das Thron. Leben, der Tod sehr bitter mir, 7. Ob ich gleich hinterlasse will ich mich doch ergeben, zu betrübte Waiselein, der' Not sterben willig dir. Ich weiß mich über Maße jammert im ein besser Leben, da meine Seel Herzen mein, wil ich doch fährt hin, des freu ich mich gar gerne sterben und trauen mei⸗ eben; sterben ist mein Gewinn. nem Gott, er wird sie wohl 4. Der Leib zwar in der versorgen, retten aus aller Not. Erden von Würmern wird 8. Was thut ihr so ver— verzehrt, doch auferweckt soll zagen, ihr armen Waiselein? werden durch Christum schön Sollt euch Gott Hilf versagen, verklärt, wird leuchten als die der speist die Raben klein? Sonne und leben ohne Not Frommer Witwen und Wai— in Himmelsfreud und-wonne; sen ist er der Vater treu; was schadt mir denn der Tod? trotz dem, der sie beleidet! 5. Ob mich die Welt auch Das glaubt ohn alle Scheu. reizet, länger zu bleiben hier. 9. Gesegn euch Gott, der und mir auch immer zeiget Herre, ihr Vielgeliebten mein! Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Trauert nicht allzu sehre über doch ich das gar nicht achte, den Abschied mein; beständig es währt ein kleine Zeit; das bleibt im Glauben, wir werdn Himmlisch ich betrachte, das in kurzer Zeit einander wieder bleibt in Ewigkeit. schauen dort in der Ewigkeit. 572 Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 10. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: Gieb mir ein seliges Ende, send mir dein Engelein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. *) Das Lied: Es ist vollbracht. 6 85 5. 11. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf mir ritterlich ringen, dein' Hand mich halte fes, daß ich mag fröhlich singen das Con⸗ summatum est.) Chr. Rude, 1 1621. Eigene Melodie. ich hab voll-en-⸗ Herr Gott, nun schl euß den Himmel auf, mein Zeit zum det meinen Lauf, des sich mein End sich nei⸗ get; 0. et. Hab gnug gelitten, mich müd gestritten, 2.— 29——— 5. ————.— 2—— schick 0 fein zu zur ewgen Ruh, laß f fa hren, was auf U —— ——— Aen. 4—.— Er⸗ den, will lie-ber se lig werden. 2. Wie du mir, Herr, be— fohlen hast, hab ich mit wah— rem Glauben mein' lieben Hei— land aufgefaßt in mein' Arm, dich zu schauen. Hoff zu be— an. will frisch eingehen vom Thränenthal in Freudensaal; laß fahren, was auf Erden, will lieber selig werden. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon, im Frieden zu dir fahren. Befiehl mich Christo, deinem Sohn, der wird mich wohl bewahren; wird mich recht führen, im Himmel zieren mit Ehr und Kron; fahr drauf da— von; laß fahren, was auf Er⸗— den, will lieber selig werden. Michael Altenburg, 4 1640. Mel.: Nun laßt uns den Leib. 696 6 8 6. 2— armer Mensch WMooch e gar nichts bin, mein annu Rurch har mich 9 0 0 50 mit! tändiglich Ich 901 Do in meinem& 3. Ean vorhanden i dir, Herr 0 hin dein 12 gern 0 W en: 4. Herr du mir, daß bleib an di mit dir aufe Denlchn eit e inisch von Ph iberht von Joh 1 Mel.: Herzlich thu 7 687.0 hab hier kei Himmel soll ist mein Vate ich aus und ewgen Ruh den Gabe, Mbeit zu. 2. Was Wesen von m als Müh un So lang ich ich so manch manche liebe —— — Jit zum sich mein —— gestritten, ch Christ, wird mich dmich recht zieren mit drauf da⸗ as auf Er⸗ ig werden. urg, 1 1640. u Leib. 69b ner Mensch gar nichtz bin, Gotts Sohn allein ist mein Gewinn; daß er Mensch worden, ist mein Trost; er hat mich durch sein Blut erlöst. 2. O Gott Vater, regier Sterbe- und Begräbnislieder. 573 mer und mit Sorgen des Her— zens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind du mich mit deinem Geist be- und Regen hat mir manch ständiglich; laß deinen Sohn, Angst erweckt; Verfolgung, mein Trost und Lebn, allzeit in meinem Herzen schwebn. 3. Wenn mein Stündlein Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen vorhanden ist, nimm mich zu mit Geduld. dir, Herr Jesu Christ; denn ich bin dein und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein! 4. Herr Jesu Christe, hilf du mir, daß ich ein Zweiglein bleib an dir und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner Herrlichkeit eingeh. Lateinisch von Phil. Melanchthon 1560, übersetzt von Johann Leon, um 1697. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 2 Ich bin ein Gast 687. auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis' ich aus und abe, dort in der ewgen Ruh ist Gottes Gna⸗ den Gabe, die schleußt all Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an, als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kum— 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat. Wie mußte sich doch schmiegen der Vater Abraham, eh als ihm sein Vergnügen und rechte Wohnstatt kam. 5. Wie manche schwere Bürde trug Isaak, sein Sohn, und Jakob, dessen Würde stieg bis zum Himmelsthron; wie mußte er sich plagen, in was für Weh und Schmerz, in was für Angst und Zagen sank oft sein armes Herz! . Die frommen heilgen Seelen, die gingen fort und fort und änderten mit Quälen den erst bewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 7. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben, als 57 Sterbe⸗ und Begräbnislieder. X 9 solche große Leut? Es muß löse mein Herz, wenn dein ja durchgedrungen, es muß ge⸗Herz will! Komm, mach ein litten sein; wer nicht hat wohl ge- selig Ende an meiner Wander⸗ rungen, geht nicht zur Freude ein. schaft, und was mich kränkt, 8. So will ich zwar nun das wende durch deinen Arm treiben mein Leben durch die und Kraft. Welt; doch denk ich nicht zu 12. Wo ich bisher gesessen, bleiben in diesem fremden Zelt. ist nicht mein rechtes Haus. Ich wandre meine Straßen, Wenn mein Ziel ausgemessen, die zu der Heimat führt, da so tret ich dann hinaus, und mich ohn alle Maßen mein was ich hier gebrauchet, das Vater trösten wird. leg ich alles ab, und wenn ich 9. Mein' Heimat ist dort ausgehauchet, so scharrt man oben, da aller Engel Schar den mich ins Grab. großen Herrscher loben, der 13. Du aber meine Freude, alles ganz und gar in seinen du meines Lebens Licht, du Händen träget und für und zeuchst mich, wenn ich scheide, für erhält, auch alles hebt und hin vor dein Angesicht, ins leget, nachdems ihm wohlgefällt. Haus der ewgen Wonne, da 10. Zu dem steht mein Ver-ich stets frendenvoll gleich als langen, da wollt ich gerne die helle Sonne nächst andern hin; die Welt bin ich durch- leuchten soll. gangen, daß ichs fast müde 14. Da will ich immer bin. Je länger ich hier walle, wohnen, und nicht nur als ein je wen'ger find ich Lust, die Gast, bei denen, die mit Kro⸗ meinem Geist gefalle, das meist nen du ausgeschmücket hast; ist Staub und Wust. da will ich herrlich singen von 11. Die Herberg ist zu deinem großen Thun und, frei böse, der Trübsal ist zu viel. von schnöden Dingen, in mei— Ach, komm, mein Gott, und nem Erbteil ruhn. 6 8 8 Paulus Gerhardt, 4 1676. 0* Eigene Melodie. dn e==n—— ——— gebracht, du unterhältst mir auch das Leben, du kennest meiner 2. Wen h dich allin, e lezten Pèin Rat weiß bei nimmt sich u wenn nun me mehr kann, u dem Tode rin Sinnen Kraft; es, Gott, mein 3. Mich di schon vor dit ohn Kraft und ster Seelenang hoͤr und Re— die Augen n Grab; doch kt mich vor all Auklag haten mir auch mit 4. Ich hör Ton und seh richtstag schon wird ein Urte weiset mein dort aber des nich Sündent Höllen, da, wo enn dein 990 ein Under. kränkt, nen Arm gesessen 8 Haus. gemessen, Haus, und uchet das wenn ich harrt man 0 Freude, Licht, du ich scheide esicht ins Gonne, da gleich als chst andern ich immer nur als ein ie mit Kro⸗ ücket hast, singen von N und, frei en, in mei⸗ hardt, 4 1676 an das Licht ———— — ennest meine Sterbe- und Begräbnislieder. —.——— ———— ꝗPPPIP.. 50*— 3——————— Monden Zahl, weißt, 99.——65 diesem Jammerthal auch wieder e gute Nacht nuß 2 2 wo, wie und wann ich sterben soll, SSSSSS....... das weißt du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun, als CLeid, Mord, Jammer, Angst dich allein, der mir in meiner und Wehe schreit. letzten Pein mit Trost und 5. Kein Geld und Gut er— Rat weiß beizuspringen? Wer rettet mich, umsonst erbeut nimmt sich meiner Seele an, ein Bruder sich, den andern wenn nun mein Leben nichts hier erst los zu machen; er mehr kann, und ich muß mit muß es ewig lassen stehn. dem Tode ringen, wenn aller Wir werden ewig nicht ent— Sinnen Kraft gebricht, thust du gehn, faßt einmal uns der es, Gott, mein Heiland, nicht? Hölle Rachen. Wer hilft mir 3. Mich dünkt, da lieg ich sonst in dieser Not, wo du schon vor dir in großer Hitz nicht, Gott, du Todes Tod? ohn Kraft und Zier, mit höch⸗ 6. Der Tenfel hat nicht ster Seelenangst befallen, Ge⸗ fienen an mir, ich habe blos hör und Rede nehmen ab, ge sündigt dir, dir, der du die Augen werden wie ein Missethat vergiebest. Was Grab; doch kränkt die Sünde waßt sich Satan dessen an, mich vor allen, des Satans der kein Gesetz mir geben Anklag hat nicht Ruh, setzt kann, nichts hat an dem, was mir auch mit Versuchung zu. du, Herr, liebest? Er nehme 4. Ich höre der Posaunen das, was sein ist, hin; ich Ton und seh auch den Ge- weiß, daß ich des Herren bin. richtstag schon, der mir auch 7. Herr Jesu, ich, dein wird ein Urteil fällen. Hier teures Gut, bezeug es selbst weiset mein Gewissensbuch, mit deinem Blut, daß ich der dort aber des Gesetzes Fluch Sünde nicht gehöre. Was mich Sündenkind hinab zur schont denn Satan meiner Höllen, da, wo man ewig, ewig nicht nud schreckt mich durch 576 Sterbe-⸗ und Begräbnislieder. das Zorngericht? Komm, rette deinen Wunden sitzen. Hier deines Leidens Ehre! Was lach ich aller Angst und Not, giebest du mich fremder Hand, es mag Gesetz, Höll oder Tod und hast so viel an mich auf mich her donnern oder gewandt? blitzen. Dieweil ich lebte, war 8. Nein, nein, ich weiß ge⸗ich dein; jetzt kann ich keines wiß, mein Heil, du lässest mich, Fremden sein. dein wahres Teil, zu tief in Sim. Dach, 1659. 6 8 9. Eigene Melodie. ———.— ———.— Ich hab mein in Sach Gott heim⸗ ge⸗ ⸗stellt; er machs mit mir, nicht widerstreb⸗ n, sein'm 75 thu ich mich ganz ergeb'n. 2. Mein Zeit und Stund„Es hilft kein Reichtum, ist, wann Gott will; ich schreib Geld, noch Gut, kein' Kunst, ihm nicht vor Maß noch Ziel. noch Gunst, noch stolzer Mut; Es sind gezählt all Härlein fürn Tod kein Kraut gewach— mein, beid, groß und klein, sen ist, mein frommer Christ; fällt keines ohn den Willen sein. alles, was lebet, sterblich ist. 3. Es ist allhier ein Jammer⸗ 6. Heut sind wir frisch, ge— thal, Angst, Not und Trübsal sund und stark, morgen tot überall; des Bleibens ist ein und liegen im Sarg; heut kleine Zeit, Mühseligkeit, und blühn wir wie die Rosen rot, wer's bedenkt, ist imm'r im bald krank und tot; ist allent⸗ Streit. halben Müh und Not. 4. Was ist der Mensch? 7. Man trägt eins nach dem Ein Erdenkloß, von Muttrleib andern hin; wohl aus den Au— kommt er nackt und bloß, bringt 5 dem Sinn. Die Welt nichts mit sich auf diese Welt, vergisset unser bald, sei jung kein Gut noch Geld, nimmt odr alt, auch unsrer Ehren nichts mit sich, wenn er hinfällt. mannigfalt. Helfer mein. alt oder sch 9. Das du huer fomm'n der nimmnt und Ir jind, wie er si wes Stands 10. Ich l uter Tag, 0 Müh und Gott it hinfahrn 0 mein Gw mir nicht. 11. Und mein Sünd will ich i wiiß daß m für mich in 25 gegeber 12. Derse Nsuus Christ Sünd 11— standen mir z lenglut teuren Blut. 13. Dem allezeit; von mich nimmer odr sterb, so ist allein der 14. Das 4* Hier und Rot Loder Dd mern oder lebe, war ich keines Lach, f 1659. — —— —— —.—— 8— chsu mit mir, anz ergeb'n. Michtum kein Kuns, tolzer Mut; aut Rench mer Ch ist; tterblich is ir frisch, e morgen tot Sarg; heut e Rosen rot, t; ist allent⸗ Not. ins nach dem aus den Au⸗ . Die Welt ald, sei jung mnsrer Ehren Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 577 8. Ach, Herr, lehr uns be⸗ denken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, und wir all⸗ hier kein Bleibens han, müssn all davon, gelehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Das macht die Sünd, du treuer Gott; dadurch ist komm'n der bittre Tod, der nimmt und frißt all Menschen⸗ kind, wie er sie findt, fragt nicht, wes Stands oder Ehrn sie sind. 10. Ich hab hier wenig guter Tag, mein täglich Brot ist Müh und Plag. Wenn mein Gott will, so will ich mit hinfahrn in Fried; sterbn ist mein Gwinn und schadt mir nicht. 11. Und ob mich schon mein Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein' lieben Sohn gegeben hat. 12. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein' Sünd gestorben ist und aufer— standen mir zu gut, der Höl⸗ lenglut gelöscht mit seinem teuren Blut. 13. Dem leb und sterb ich allezeit; von ihm der Tod mich nimmer scheidt. Ich leb odr sterb, so bin ich sein; er ist allein z einig Trost und Helfer mein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem Kreuz und Traurigkeit; ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus 6..—. Grab. Mein' lieben Gott von Angescht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit. Ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 16. O Jesu Christe, Gottes⸗ sohn, der du für mich hast gnug gethan, ach, schleuß mich in die Wunden dein, du bist allein der einge Trost und Helfer mein. 17. Amen, mein lieber, frommer Gott, bescher uns alln ein' selgen Tod; hilf, daß wir mögen allzugleich bald in dein Reich kommen, und bleiben ewiglich Joh. Pappus, 1 1610. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 690. hab mich Gott ergeben, dem liebsten Vater mein; hier ist kein Immer-Leben, s muß nrn sein. Der Tod kann mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber, o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht mit Sünd be— laden, weil ich wegfertig bin; 37 578 Sterbe- und Begräbnislieder. in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, selge Freud und Wonne hat mir der Herr be— reit', da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir denn nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen; ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ja in acht; in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald all hernach. Johann Siegfried, 163 Mel.: O Jesu Christ, wahr Mensch. 291 UIn Christi Wun⸗ 691. den schlaf ich ein, die machen mich von Sün— den rein. Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. 2. Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Him⸗— mel werd eingehn; mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. 3. Dank hab, mein Tod, du führest mich, ins ewge Le— ben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt sein; Herr Jesu, stärk den Glauben mein. Paul Eber, 7 1569. Eigene Melodie. 2IEEEEEEEE Machs mit mir Gott nach deiner Güt, hilf mir in meinem Leiden. Ruf ich dich an versag mirs nit; wenn sich meinSeel will scheiden, Ii—.—— —4.EDEν. H—.————.—..—.—.... — so nimm sie, Herr, in deine Händ; ist alles gut, wenn gut dasEnd. 2. Gern will ich folgen, lieber Herr, du wirst mich nicht verderben. Ach, du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, ver— lassen meine lieben Freund, die's herzlich gut mit mir gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget; in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Müh und Arbeit überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd mir nichts mehr können schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich hstmichig ein e ö 910 fr Schuld 5 Waru naurig hern, bestehe belle 1; shuld hergehe 5 hid: Acf hen mir gefe Joh. N Ur Nel.: Wer uu 5 693.9 ih surber der bald verg ken solches der Welt be mir in Gna necht selig st 5 Menö wann ich ste hlick geht sih zerbricht do Die Blume Mit⸗ ter wen such „Herr,erzi 00. Masg. 201 hrist ti Vun⸗ cchlaf ů oon Sin⸗ Vlut ind ist mei n in enkleid. ich vor Gott zum Him⸗ hit Fried dahin, ei Zeit bin. mein Tod ins ewge Le⸗ mit Christ 1 Herr Jeu, u mein. Eber, 1569 —— —— ———— —— einem Leiden. lwillscheiden, ngutdasEnd. deiner Hand irch Tod ins Hier ist doch thal, Angst, t überall. el, Höll, die h mir nichtz den; an dir, ung find, ich Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 579 tröst mich deiner Gnaden. Dein verblühn. Drum mache mich einger Sohn aus Lieb und nur stets bereit hier in der Huld für mich bezahlt hat alle Zeit zur Ewigkeit. Schuld. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, 5. Warum soll ich Deun wir ich sterbe, dieweil der Tod traurig sein, weil ich so wohl viel Wege hält; dem einen wird bestehe, bekleidt mit Christi Un- das Scheiden herbe, wenn sonst schuld rein; wie eine Braut ein andrer sanfte fällt. Doch, hergehe? Gehab dich wohl, du wie du willst, gieb, daß dabei schnöde Welt; bei Gott zu le- mein End in dir nur selig sei. ben mir gefällt. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, Joh. Herm. Schein, 41630. wo ich sterbe und welcher Sand 577* nur den I Gatt 436 0 dies bedeckt;—— daß ein Gott, ich ich dieses nur erwerbe, da 693. M weiß wohl, daß deine Hand mich auferweckt, so ich sterbe; ich bin ein Mensch, nehm ich leicht ein Räumlein ein; der bald vergeht, und finde hier die Erd ist allenthalben dein. kein solches Erbe, das ewig in 5. Nun, liebster Gott, wenn der Welt besteht; drum zeige ich einst sterbe. so nimm du mir in Gnaden an, wie ich meinen Geist zu dir, den ich recht selig sterben kann. mit Christi Blute färbe, und 2. Mein Gott, ich weiß nicht, hab ich den im Grabe hier, wann ich sterbe; kein Augen⸗ so gilts mir gleich und geht blick geht sicher hin. Wie bald mir wohl, wann, wo und wie zerbricht doch eine Scherbe! ich sterben soll. Die Blume kann gar leicht Benj. Schmolck, 1737. * 6 9 4. Eigene Melodie. ———— 4—=.. 28——————. I— Mit⸗ten wir im Leben sind mit dem Tod um⸗fan⸗ gen; wen suchn wir, der Hilfe thu, daß wir Gnad er⸗lan ⸗gen? 4 +.—.— .— — 4 12— II.— —— Das bist du Herr al⸗lei⸗ne. Uns reuet unsre Missethat, die dich, . nen e 3 S,, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, 3⁰⁷ SS— 22 11 sin⸗ken in des Sbittemn Todes Not. Ky-ri⸗e⸗lei⸗ n Mitten in dem Tod an— scht uns der Höllen Rachen; wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm⸗ herziger Heiland, du ewiger Gott, laß nicht uns verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrie, eleison! 3. Mitten in der Höllen Angst unser Sünd uns treiben, wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Ver⸗ gossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Hei⸗ liger Herre Gott, heiliger, star⸗ ker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß Christi Wunden ins rechte es „Die Bande sind zerrissen, die mir die Welt gelegt, und das liegt mir zu Füßen, was Not und Schmerz erregt. 3. Die Wahlstatt ist gefärbet mit meines Jesu Blut, der alles mir ererbet, wasmeinerSeelegut. 4. Hier ist die Siegeskrone, die meinen Scheitel deckt, und die zu einem Lohne des Glau— bens ausgesteckt. 5. Den Rock von weißer Seide legt mir mein Jesus an, wo ich auf Sions Weide die Rosen brechen kann 6. Mein Name steht ge— schrieben im Buch der Selig— keit; da ist er nun geblieben trotz aller Feinde Neid. 7. Hier löscht ihn keine Sünde und auch kein Tod nicht uns nicht entfallen von des aus; da, wo ich Jesum finde, rechten Glaubens Trost. Kyrie, eleison! Martin Luther, 4 1546. Mel.: Christus, der ist mein Leben. 675. 6 9 5. Non hab ich über⸗ Uwunden, zu guter Nacht, o Welt; ich zieh durch da ist mein Vaterhaus. 8. Schreibt er doch meinen Namen vor Gott und Engeln an, daß ich für Thränensamen nur Aunde ernten kann. 9. Beweint mich nicht, ihr Lieben. Ich sterbe; Gott mit auch! Was hen Ich 15 6 n 5 Verwirdam 2. Erd ist Erden, wird der Werden wirder aufste Posaun wird 3. Sein'l Gott, der sie ter Gnad vo Missethat di ellöset hat. „Sein und Elend is selgen End. Christi Joch, lebet noch. 5, Die S Klag; der 997. lei⸗ son! ins lechte 0 nisse, gelegt, und Jüßen, was erregt. tist gffrbet ui, der alles EISellgut Siegeskrane, dect, und e des Glau⸗ von weißer in Jesus an, Wei de 96 mn le steht ge⸗ der Selig⸗ im geblieben Meid. t ihn keine in Tod nicht Jesum finde, chaus. doch meinen und Engeln hränensamen en kann. ch nicht, ihr e; Gott mit Sterbe⸗ und Be euch! Was wollt ihr euch be— trüben? Ich bin in Gottes Reich. 10. Gedenkt an euren Va ter und folgt ihm selig nach; ihr habt Gott zum Berater, was seufzt ihr Weh und Ach? 11. Nun gute, Nacht, du 696. gräbnislieder. 581 Erde: du Himmel, sei gegrüßt, wo ich getröstet werde, mit dem, was ewig ist! 12. Laßt mir die Grab— schrift hauen: Hier schlief ein Pilger ein, der muß in Sions Auen ein guter Bürger sein. Benj. Schmolck, 4 1737. Eigene Melodie. + 18—8.—— 2—— Nun laßt uns den Leib begraben, und daramtemn Zweiselh aben. ht E . er wirdam jüngsten Tag ausstehn und unverweslich hervor gehn. 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wie— der werden und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gottes Posaun wird angehn. 3. Sein' Seel lebet ewig in Gott, der sie allhier aus lau— ter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu einm selgen End. Er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und 41 noch. Die Seele lebt ohn alle Klag; der Leib schläft bis an f 60 jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklären und ewger Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst ge⸗ wesen; dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hier schlafen und gehn all heim unsre Straßen. schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis'. 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst von Teufels G'walt und ewger Pein; ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! Mich. Weiß, 1 1540. Eigene Melodie. =.... O Jesu Christ, meins Lebens Licht, mein Hort, mein — 582 Sterbe- und Begräbnislieder. 227 EFEHr————** 2——— — und drückt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis' zu dir ins himm— lisch Paradeis; da ist mein rechtes Vaterland, daran du dein Blut hast gewandt. 3. Zur Reis' ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein' Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letz⸗ ten Todespein; dein Blut⸗ schweiß mich tröst und erquick, mach mich frei durch dein' Band und Strick. 5. Dein' Backenstreich und 8. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem Herzen schrei. Hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen wer— den blind. 9. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das Herze bricht. Behüte mich vor Ungeberd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 10. Dein Kreuz laß sein mein' Wanderstab, mein' Ruh und Rast dein heilig Grab; die reinen Grabetücher dein laß meine Sterbekleider sein. 1I11. Laß mich durch deine Ruten frisch der Sünden Strie-Nägelmal erblicken meine Gna— men mir abwisch; dein Hohn und denwahl; durch deine aufge— Spott, dein, Dornenkron laß sein spaltne Seit mein arme Seele mein' Chre, Freud und Wonn. heimgeleit. 6. Dein Durst und Gallen. 12. Auf deinen Abschied, trank mich lab, wenn ich sonst Herr, ich trau, darauf mein keine Stärkung hab; dein Angst-letzte Heimfahrt bau. Thu mir geschrei komm mir zu gut, be- die Himmelsthür weit auf, wenn wahr mich vor der Höllenglut. ich beschließ meins Lebens Lauf. 7. Die heiligen fünf Wun⸗ 13. Am jüngsten Tag er⸗ den dein laß mir rechte Fels-weck mein' Leib, hilf, daß ich löcher sein, darein ich flieh als dir zur Rechten bleib, daß mich eine Taub, daß mich der höl— nicht treffe dein Gericht, welchs lisch Weih nicht raub. das erschrecklich Urteil spricht. 4,. 1 neure gant der Sonnen dazum 2. Men 8 endet, der Tod Sterben ist me Bliben ist Ewge muß n Fried und Fte 3. Ob mi mogen die abzogen dur Büberei, will verzagen, son suagen, daß ergeben sei. J. Auf Vertrauen, f ich schauen INsum Christ gestorben, de auworben; auch worden rei. Hilf ‚„ Himmel lugen wer⸗ Wort aun mir 6 . Behitt „wenn ich 22 werd. ö nin sein in Ruh Grab; ucher dun leider sein. durch deine meine Gna⸗ eine aufge⸗ arme Seele Abschid, arauf mein 1. Thu mir it auf, wenn ebens Lauf. en Tag er⸗ ilf, daß ich ib, daß mich richt, welchs cteil spricht. Sterbe- und Begräbnislieder. 583 14. Alsdann mein' Leib er“ 15. Wie werd ich dann so neure ganz, daß er leucht wie fröhlich sein, werd singen mit der Sonnen Glanz und ähn- den Engelein und mit der lich sei dein'm klaren Leib, auch auserwählten Schar ewig se— gleich den lieben Engeln bleib. 698. hen dein Antlitz klar. Martin Böhm, 1 1622. Eigene Melodie. O Welt, ich muß dich lassen, ich fahr mein Straßen 9 2 10 E 1 rrerienar. 1 — ö ins ewge Vaterhaus. Mein' 4606 will ich aufͤeben. ——— dazu mein Leib und Leben 2. Mein' Zeit ist nun voll⸗ endet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat be— trogen die Welt, von Gott abzogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein' Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für uns ist gestorben, des Vaters Huld erworben; mein Mittler er auch worden ist. setzen in Gottes gnädge Hand. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen; so will ich zu ihm kommen allein durch wah⸗ ren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnütz' Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl da— mit 903 ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich er— erben, wie er mirs hat bereit'. Hier mag ich nicht mehr blei— ben, der Tod thut mich ver— treiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 584 Sterbe 8. Damit fahr ich von hin⸗ nen. O Welt thu dich besinnen; denn du mußt auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren; im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist nun vor⸗ handen; hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und 6 0 9. Eigene und Begräbnislieder. mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig fah— ren lan. 10. Das schenk ich dir am Ende. Ade! Zu Gott ich wende, zu ihm steht mein Be— gehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein' Ab— schied zu Herzen; meins Blei— bens ist jetzt hie nicht mehr Johann Hesse, 4 1547. Melodie. Ow wie tig seid die 1 uns noch hält ge fan⸗ gen. 2. Muß man doch hier wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und be— freit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hin— derlich an euren Freuden. 4. Christus wischet ab all eure Thränen, habt das schon, wornach wir uns erst sehnen; euch 4 gesungen, was durch keines Menschen Ohr gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dan— nen; bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 1659 Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 308 700. Selis, selig sind 2—5—— Toten, die am Ende wohl bestehn, und mit welchen Got sibst z von Chris, Wonahne Ihre S hit den N Gest von d Leide, 3 zu de reist, wenn ji wird in agen. 93 2 ö Rbeit Klagen, Ia große Not, Plagen, Kre als der Tod nur den Scha ruhn und sd I. Nur di Höhlen; den Seelen Lust den frommen Aug und Oh lohnt ihr Kän er selber hal 55 Selig, ten, die am stehn, und m Boten, Enge gehn, die m sie sterben, und Leben e Christ. An Mel.: Herzlich th 701. schweren Leb zu Gott gew ö all irdi rdisch mvilig sc ich dir an .pat ich ht min Re⸗ r Pein und mein' Ab. meins Blei⸗ waller Not wollte denn n und den delt ererben? ben, sich den ssen treiben riste, komm, lös uns auf d von dan⸗ onne, ist der Freud und n Dach, 1659 ßgehandelt. 305 „ selig sind e Toten, die tehn, und mut Sterbe- und Begräbnislieder. 585 welchen Gottes Boten, Engel himmelauf. Sehr matt bin ich selbst zu Grabe gehn, die von Christo, wenn sie sterben, Wohnung, Heil und Leben erben. 2. Ihre Seligkeit und Freude hat den Anfang, wenn der Geist von dem Leibe, von dem Leide, zu den reinen Geistern reist, wenn er auf Elias Wa⸗ gen wird in Abrams Schoß getragen. 3. Arbeit, Elend, Angst und Klagen, Jammer, Wehmut, große Not, alle Morgen neue Plagen, Kreuz, das schwerer als der Tod, droht im Leben nur den Schafen, und die Toten ruhn und schlafen. 4. Nur die Leiber ruhn in Höhlen; denn Gott schafft den Seelen Lust. Gott entdeckt den frommen Seelen, was kein Aug und Ohr gewußt, und be— lohnt ihr Kämpfen, Ringen, das er selber half vollbringen. 5. Selig, selig sind die To— ten, die am Ende wohl be— stehn, und mit welchen Gottes von Thränen, mein Herz ist schwach von Not, von Seufzen und von Stöhnen; drum komm, o lieber Tod. 2. In allen meinen Jahren, von zarter Jugend an, hab ich es wohl erfahren, wie schwer die Himmelsbahn; ich bin auf keinen Rosen gegangen jeder— zeit, wie etwa die Gottlosen in stolzer Sicherheit. 3. Was ist der Menschen Leben? Wenn sie aufs aller— best sich können hier erheben, so ist es Müh gewest; ja nichts, denn eitel Sorgen, nur lauter Gram und Not den Abend als den Morgen; drum ist man lieber tot. 4. Wie oft hab ich geklaget, gleichwie ein Wandersmann: Ach, hätt ich Rast! gefraget: Wann komm ich himmelan? Werd ich noch lange gehen auf eitler Erden Tand? Ach, werd ich nicht bald sehen das rechte Vaterland? Boten, Engel, selbst zu Grabe 5. Gott Lob, nun soll es gehn, die mit Christo, wenn werden, nun kommt die Stund sie sterben, Wohnung, Heil herbei, daß ich von dieser Er— und Leben erben. den soll werden los und frei. Christ. Aug. Freyberg, 4 1743. Nun hab ich ausgeklaget, ich Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. hab in meinem Streit mich 7 Oo hab ich nun ritterlich gewaget; die Kron 701. vollendet den ist mir bereit. schweren Lebenslauf, mich ganz 6. O Liebsten, laßt das zu Gott gewendet und geh jetzt Weinen, es ist ja ohne Not; 586 Sterbe- und Begräbnislieder. Gott eilet mit den Seinen durch einen selgen Tod, eh noch viel Trübsal kommen; Gott weiß, sie dräuen schon. der aufgenommen zum schönen Himmelsthron! 7. Wenn ihr euch könnt bedenken, wenn ihr mich lieben wollt, so dürft ihr euch nicht kränken ob diesem Todessold. In diesem Weltgebäude hab ich euch ja geliebt; drum gönnt mir doch die Freude, die mir mein Heiland giebt. 8. Wir werden sein ver— Wohl dem, bunden, ohn alle Not und Leid, nach wenig Zeit und Stunden dort in der Ewigkeit. Da wird uns Gott erneuen, da werden wir uns auch recht mit einander freuen nach him⸗ melischem Brauch. 9. Ade, nun muß ich schei⸗ den, ihr Freunde, gute Nacht, zur Himmelslust und Freuden! Ihr Liebsten, seid bedacht, wie ihr mich wollet finden im schönen Paradeis, da eitel Ueberwinden. Ei, gute Nacht, ich reis'! Joach. Pauli, 1663. Eigene Melodie. . ————— Va let will ich dir ge-ben, du ar- ge fal-sche Welt; dein sündlich bö⸗ses Le-ben durchaus mir nicht ge⸗fällt. Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Begier: ———— 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmer— zen, hilf mir, Herr Christ, da⸗ von. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß mich selig abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grun⸗ de dein Nam und Kreuz allein 4 2———— da wird Gott ewig lohnen dem, der ihm dient allhier. e. funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut' zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deine offne Seit; rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist 17 dir leben fa wüͤhmen, daßd Valeriu⸗ Mel.: Ver nun 703. als Sterben, u die Reih an mi hei Zit bewer seigs Sterbe erst sterben, e ich in Tode 2. Weil al Sache, die nic kräften steht, ih klüglich Vorhaben do lauf gerade zu zum Wohlster 3. Das ist sein Leben fü opfert auf, m zum Trost ge zu meiner S mit durch sei worben einen 4. Ach, lie denk doch me bei mir endli⸗ N at und Heit und Ewigkeit erneuen auch uich nach him⸗ ükn E acht 111 dacht, wie sinden im da eitel Ute Nact, uli, 1663. — — —8— che Welt; ge⸗fällt. n Begier: —— 9.— t allhier. d Stunde, hlich sein. n Bilde zu t, wie d, de dich has Seel aus offne Seit; Schaden zu Der is Sterbe- und Begräbnislieder. 587 wohl hier gewesen, der kommt zeit mich genießen deiner und ins Himmels Schloß; der ist reiß aus aller Not mich raus; ewig genesen, der bleibt in denn ich will habn in diesem deinem Schoß. nun mit niemand, als mit dir 5. Schreib meinen Namn zu thun. aufs beste ins Buch des Le⸗ 5. Laß mich absterben mei— bens ein und bind mein' Seel fein nen Sünden durch stete Reu feste ins schöne Bündelein der', und wahre Buß, im Glauben die im Himmel grünen und vor mich mit dir verbinden und dir leben frei; so will ich ewig lernen, daß ich sterben muß, rühmen, daß dein Herz treue ist. damit ich mich all Augenblick Balerius Herberger, lös7. zu einem solchen Sterben schick. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 595. 6. Ich gebe dir 3u treuen 70 3 Wei nichts ge— Händen, Herr, meine Seel, dein 5 meiners ist, Eigentum. Das Deine mag ich als Sterben, und bald vielleicht nicht entwenden; es bleibet dein die Reih an mir, so will ich mich zu deinem Ruhm. Gieb du bei Zeit bewerben um ein recht nur selber Achtung drauf; Herr seligs Sterben hier; ich will Jesu, meinen Geist nimm auf. erst sterben, eh ich sterb, daß 7. Bereite mich von auß' ich im Tode nicht verderb. und innen, wie du mich sel— 2. Weil aber dies ist eine ber haben willt; den Glauben Sache, die nicht in Menschen⸗ mehr, stärk meine Sinnen und kräften steht, so weiß ich, wie sei für mich stets Sonn und ichs klüglich mache, daß mein Schild; die Sünde tilg, dem Vorhaben dort fortgeht; ich Satan wehr und zeig dich mir lauf gerade zu dem Mann, der mit deinem Heer. zum Wohlsterben helfen kann. 8. Ich bitt mir aus dein' 3. Das ist mein Jesus, der heilge Wunden zur Ruh, dein sein Leben für meines hat geWort zur Arzenei, deins Lei— opfert auf, mir sein Verdienst dens Kraft zur letzten Stun— zum Trost gegeben, sein Blut den, das Vaterherz, des Trösters zu meiner Seelen Kauf, und Treu, dein Blut zur Kron mir durch seine Todesnot er- und Sterbekleid, zuletzt zum worben einen selgen Tod. Grabe deine Seit. 4. Ach, liebster Schatz, ge⸗ 9. Auf diese Weise mag ich denk doch meiner und halte sterben in kurzem oder über bei mir endlich aus; laß all- lang, mir ist als einem Him— 588 Sterbe⸗ und Begräbnislieder. melserben und Gotteskinde gar das Jesusblut machts schon nicht bang; die Gotteslieb, mit meinem Ende gut. F 4 Ehristian Weise, 1 1708. 0 2 Eigene Melodie. — 2.—.— S S..... Welt, a⸗de! Ich bin dein müde, ich will nach dem Himmel zu; 8* 7——— e e Arr. da wird sein der rechte Friede und die ew'ge stolze Ruh. 4 250 d 4—————— Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit; —..———..————.—————— — 2—1 S——————— in dem Himmel al⸗le-zeit Friede, Ruh und Serlig-keit. 2. Wenn ich werde dahin geschehen, daß ich auch in kur⸗ kommen, bin ich aller Krank- zer Zeit meinen Heiland werde heit los und der Traurigkeit sehen in der großen Herrlich— entnommen, ruhe sanft in keit. Welt, bei dir ꝛc. Gottes Schoß. Welt, bei dir ꝛc. 7. O wer nur dahin gelan⸗ 3. Was ist doch der Erden get, wo jetzund der schöne Chor Freude? Nebel, Dampf und in vergüld'ten Kronen pranget Herzeleid. Hier auf dieser und die Stimme schwingt em⸗ schwarzen Haide sind die Laster por! Welt, bei dir ꝛc. ausgestreut. Welt, bei dir ꝛc. 8. Zeit, wann wirst du noch 4. Unaussprechlichschöne singet anbrechen, Stunden, o wann Gottes auserwählte Schar; hei- schlaget ihr, da ich mich dort lig, heilig, heilig! klinget in dem kann besprechen mit dem Schön— Himmel immerdar. Welt, bei ꝛe. sten für und für? Welt, bei dir ꝛe. 5. Nichts ist hier, als stetes 9. Jetzt will ich mich fertig Weinen, keine F' Freude bleibet machen, daß mein Thun vor nicht; will uns gleich die Sonne Gott besteht; daß, wenn alles scheinen, so verhemmt die Nacht wird zerkrachen, es heißt: Kom⸗ das Licht. Welt, bei dir ꝛ. met! und nicht: Geht! Welt, ꝛc. 6. Nun, es wird dennoch Johann Georg Albinus. 4 1679. kränten sehr, wird mich nag viel wie San wil ich nicht len will ich an Fesu, und det die werden m 3. Ich bi deinem Leib, von Herzen; geschieden ble Ind Schmerzen tterb, so sterb Leben hast du Dod erworben 4. Weil d 706. — — Wer u Ach,! —— — rEitlfet Klig⸗keit. uch in kur⸗ lland werde n Herrlich⸗— A. ahin gelan⸗ schöne Chor nen pranget chwingt em⸗ 2235 irst du noch n, o wann mich dort dem Schöͤn⸗ elt, bei dirn. mich fertiz Thun vor wenn alles heißt: Kom⸗ ht! Welt, ꝛ binus. 7 1679 Sterbe- und Begräbnislieder. 1705. — 5 —. —.—.—.—.— E=— .—— Eigene Melodie. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. 2 H 4—————— „. E — mein' Straße, so gleit du mich, Herr Jesu Christ, be- fehl ver⸗-las⸗se. Mein' Seel an mei- nem letzten End e⸗feh NL— ——. 2. Mein' Sünd mich werden standen bist, werd ich im Grab kränken sehr, mein Gwissen nicht bleiben; mein höchster wird mich nagen, denn ihr' sind Trost dein' Auffahrt ist, Tods⸗ viel wie Sand am Meer, doch furcht kann sie vertreiben. Denn will ich nicht verzagen; geden— wo du bist, da komm ich hin, ken will ich an dein' Tod, Herr daß ich stets bei dir leb und Jesu, und dein Wunden rot, bin; drum fahr ich hin mit die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich un— geschieden bleib in Todesnot und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewig Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein' Arm thu ich aus— strecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken. Denn Jesus Christus, Gottes Sohn, der wird Leben hast du mir durch deinen die Himmelsthür aufthun, mich Tod erworben. 4. Weil du vom Tod er⸗ 706. führn zum ewgen Leben. Nik. Hermann, 1 1561. Eigene Melodie. * 12— S— SEIESAE“.————.— E—. ö *. ** Wer weiß, wie na⸗ he m Ach, wie geschwinde, wie be-hende kann kommen mei— ir mein Ende, hin geht die Zeit, 590 Sterbe⸗ und B egräbnislieder. —— iEEEE her kommt der Tod. ne To-des⸗-not. Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch — SS 7. Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frü⸗ hen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ,½ ich bitt ꝛe. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ½ ich bitt ꝛe. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir! Mein Gott, 1 ich bitt ꝛe. 5. Mach mir stets zucker⸗ süß den Himmel und gallen⸗ bitter diese Welt; gieb, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewig⸗ keit sei vorgestellt. Mein Gott,:: ich bitt ꝛc. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, darein ich mich fest gläubig winde; das giebt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, 1 ich bitt ꝛc. 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden hab ich mir recht und wohl gebett'; da find ich Lust in Todesstunden und alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Le— ben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott,: ich bitt ꝛe. 9. Ich habe Jesum ange— zogen schon längst in meiner heilgen Tauf; du bist mir da⸗ her auch gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, 1 ich bitt ꝛe. 10. Ich habe Jesu Fleisch gegessen, ich hab sein Blut ge⸗ trunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt ꝛe. 11. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs in Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sor— gen, mit Jesu Blut schön aus⸗ geschmückt. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 12. Ich leb indes mit dir verhuüget u Kümmerni ‚ es memn und bin es Gott/ Chrsti Blat meinem Ende Hlem. Julian Aem. J 9 Mel.: Ich hab; 707.L Zeit, wie eile keitl Wie w Stund von H schweigt hievo 2. Das Le ein Traum, e werter Schau es bald verge stehtz gleichwi lich seht. 3. Nur du best mir das, traue dir. Laf fallen hin, wenn ich nur 4. So lan ten wohn, si Gottessohn; g meine Tag ur daß,ehich sterk 5. Was h lettter Not? Reichtum in Mensch, du le ten zu, bedenk jonst nicht zu as mich von , es sei Le— g die Hand gage: Mein Gott! Mein R. esum ange⸗ t in meiner bist mir da⸗ „ hast mich en auf.Mein R. Jsu Fleisch sein Blut ge⸗ n kannst du seen, ich bleib mir. Mein R. mein End 1, ich weiß, u glückt; ic deinen Sor ut schön aus⸗ u Gott, udes mit di Sterbe- und Begräbnislieder. 591 vergnüget und sterb ohn alle 6. Weg, Eitelkeit, der Tho⸗ Kümmernis; mir gnüget, wie ren Lust; mir ist das höchste es mein Gott füget, ich glaub Gut bewußt! Das such ich und bin es ganz gewiß: Mein nur, das bleibet mir; o mein Gott ½n durch Gnad und Begier, Herr Jesu, zeuch mein Christi Blut machst dus mit Herz nach dir! meinem Ende gut. 7. Was wird das sein, wenn Aem. Junane, Hrafin zu Schwarzb.⸗ ich dich seh und bald vor dei⸗ nem Throne steh? Du unter— Mel: Ich hab mein Sach Gott. sd. dessen lehre mich, daß stetig ich 70 7 Wi— fleugt dahin mit klugem Herzen suche dich! der Menschen Joachim Neander, 4 1680. Zeit, wie eilet man zur Ewig⸗ Wel.: Was Gott thut, das ist. 654. keit! Wie wenig denken an die ir leben hier Stund von Herzensgrund; wie 708. W̃ nur in der schweigt hievon der träge Mund! Flucht als auf den Wasser⸗ 2. Das Leben ist gleich wie wogen; wer hier ein ewges ein Traum, ein eitler, nichtes⸗ Wohnhaus sucht, derselbe wird werter Schaum; im Augenblick betrogen. Die Erde fleucht, es bald vergeht und nicht be die Hütte weicht; wir sind nur steht; gleichwie ihr dieses täg⸗fremde Gäste und sitzen nir— lich seht. gends feste. 3. Nur du, Jehovah, blei⸗ 2. Dort ist das rechte Va⸗ best mir das, was du bist; ich terland, die Stadt, die nicht traue dir. Laß Berg und Hügel vergehet; die Welt wird end— fallen hin, mir ist Gewinn, lich umgewandt, die Himmels- wenn ich nur Jesu eigen bin. burg bestehet, da herrschet Freud 4. So lang ich in der Hüt⸗ und Seligkeit; da wird man ten wohn, so lehre mich, o ewig leben, in stolzer Ruhe Gottessohn; gieb, daß ich zähle schweben. meine Tag und munter wach. 3. Ich bin zwar schon im daß, eh ich sterb, ich sterben mag. Glauben da, wir haben es im 5. Was hilft die Welt in Hoffen; die Offenbarung ist letzter Not? Lust, Ehr und auch nah, sein Wort ist ein— Reichtum in dem Tod? O getroffen. Doch sehn ich mich Mensch, du läufst dem Schat- ganz inniglich, dort auf den ten zu, bedenk es nu; du kommst grünen Auen Gott, wie er ist, sonst nicht zur wahren Ruh! zu schauen. —592 Sterbe- und Begräbnislieder. 4. Ach, wenn ich aus Agyp⸗Armen aus; den Seufzern, ten wär! Wann komm ich zu die ich sende, bist du ein Zu⸗ den Frommen? Gott, laß mich fluchtshaus. bald durchs rote Meer und 5. In meinem größten Za⸗ durch die Wüste kommen! Führ gen soll, Jesu, deine Pein, die mich hinan in Kanaan; laß du für mich getragen, mein mich nach diesen Reisen an größtes Labsal sein. Laß mich deiner Tafel speisen! dein Blut erblicken, daß du Mel.: Balet will ich dir geben. 702. vergossen hast; dein Kreuz laß 709 35 dir, du Fürst mich erquicken, wenn Mund und Y. O des Lebens, Herr Herz erblaßt. Jesu, ruft mein Herz; ach, laß 6. Ach, stärke meinen Glau⸗ mich nicht vergebens erzählen ben und nimm mich wohl in meinen Schmerz! Es ängsten acht! Will mich die Hölle rau⸗ mich die Sünden, es schrecket ben, so sprich: Es ist voll⸗ mich der Tod; der Satan will bracht! Ich hab es ausgestan⸗ mich binden, die Hölle macht den, was dieser leiden soll; mir Not. hier ist mein Blut vorhanden, 2. Ach, niemand kann mich hier ist die Zahlung voll. retten, als du mit deinem Blut; 7. So kann ich drauf mit es zittern Band und Ketten Freuden aus diesem Kerker vor dieser roten Flut. Es ziehn auf dein Verdienst und schreien, die mich hassen: Wo Leiden, weil ich versichert bin, ist doch nun dein Gott? Du du wirst, eh ich verbleiche, mir bist von ihm verlassen, du in das Herze schrein, ich soll bleibst des Teufels Spott. in deinem Reiche und Para⸗ 3. Allein in deinen Wun- diese sein. den erblick ich Schutz und Trost 8. Herr Jesu, deinen Hän⸗ in diesen Jammerstunden für den befehl ich meinen Geist; das, was mir zustößt. Ich sehe du willst dein' Engel senden, deine Seiten, mein Jesu, offen wenn er von dannen reist; die stehn; laß deinen Geist mich werden ihn begleiten in deinen leiten, getrost hinein zu gehn. Ehrensaal; da wirst du mir 4. Reiß meine matte Seele bereiten ein süßes Ehrenmahl. aus der verdammten Welt, und 9. Mein Körper mag in⸗ aus der Marterhöhle, die mich dessen im sanften Grabe ruhn, gefangen hält. Ach, streckst du kein Brennen, Faulen, Fressen doch die Hände schon nach mir soll ihm was Schaden thun; 0 ausgestandn 3 bald ge heh Imphieren und gang zum se ige opfern Lob un 1I. Nun sterben; mein? an. Wie sollt derben Ich bin er hat sich mit Bund soll fest seine offten Wu Himmel gehn. Zach. Rem Abscheide Mel.: O Welt, i 710.G men, da ich werd ins schöne Parc tern dürft nich Freuden sollt ih Höchsten sei L Preis! 2. Wie kann machen? Er re dem Rachen de— der Welt, die; brüllen; ihr G u stillen, bis Haufen fällt. Suufzern, rößten Za⸗ Pein, die Hgen, mein Woß nich „ daß du Kreuz laß Mund und emen Glau⸗ h wohl in Hölle vau⸗ ist voll⸗ ausgestan⸗ leiden soll; vorhanden, g voll. drauf mit sem Kerker erdienst und ersichert bin, bleiche, mir jein, ich soll und Para⸗ deinen Hän⸗ einen Geist; ngel senden, en reist; die en in deinen irst du mir Ehrenmahl. Grabe ruhn, ulen, Fressen chaden thun; Sterbe- und Begräbnislieder. 593 denn, Herr, durch dein Begra. 3. Dies sind die letzten ben und siegreich Auferstehn Tage, da nichts als Angst und soll ich ihn wieder haben und Plage mit Haufen bricht her⸗ bald in Himmel gehn. ein; mich nimmt nun Gott 10. Allda soll meine Freude, von hinnen und lässet mich die ich von ferne seh, nach entrinnen der überhäuften Not ausgestandnem Leide, ach, daß und Pein. es bald gescheh! mit Jesu tri⸗ 4. Kurz ist mein irdisch umphieren und für den Sterbe- Leben, ein bessres wird mir gang zum seligen Regieren ihm geben Gott in der Ewigkeit; opfern Lob und Dank. da werd ich nicht mehr sterben, 11. Nun will ich gerne in keiner Not verderben, mein sterben; mein Jesus geht vor— Leben wird sein lauter Freud. an. Wie sollt ich denn ver⸗ 5. Gott eilet mit den Sei— derben? Ich bin ihm zugethan; nen, läßt sie nicht lange wei⸗— er hat sich mir verbunden, sein nen in diesem Thränenthal. Bund soll feste stehn, durch Ein schnell und selig Sterben seine offnen Wunden soll ich in ist schnell und glücklich erben Himmel gehn. des schönen Himmels Ehren— Zach. Herrmann, 4 1716. saal. 6. Wie öfters wird verfüh— Beim Abscheiden von Kindern. ret manch Kind, an dem man Mel.: O Welt, ich muß dich. 698. spüret rechtschaffne Frömmig⸗ 7 0 Ge Lob, die keit! Die Welt voll List und Stund ist kom- Tücke legt heimlich ihre Stricke men, da ich werd aufgenommen bei Tag und Nacht zu jeder Zeit. ins schöne Paradeis. Ihr 1 7. Ihr' Netze mag sie stel— tern dürft nicht klagen, mit len; mich wird sie nun nicht Freuden sollt ihr sagen: Dem fällen, sie wird mir thun kein Höchsten sei Lob, Ehr und Leid; denn wer kann den ver— Preis! letzen, den Christus jetzt wird 2. Wie kanns Gott besser setzen ins Schloß vollkommner machen? Er reißt mich aus Sicherheit? dem Rachen des Teufels und 8. Zuvor bracht ich euch der Welt, die jetzt wie Löwen Freude; jetzt, da ich von euch brüllen; ihr Grimm ist nicht scheide, betrübt sich euer Herz. zu stillen, bis alles übern Doch, wenn ihrs recht be— Haufen fällt. trachtet und, was Gott thut, 38 594 Sterbe- und Be hochachtet, wird sich bald lin— dern aller Schmerz. 9. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann; nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen, und was er thut, ist wohlgethan. 10. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Ruhm und Lob erhöhn. 11. Da werdet ihr euch freuen; es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergiebt! 12. Lebt wohl, nun seid gesegnet! Was euch jetzo be— gegnet, ist andern auch ge— schehn; viel müssens noch er— fahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Joh. Heermann, 1647. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 7 1 Ia(Ich war ein kleines indl ein, geborn auf diese Welt; aber mein Sterbestündlein hat mir Gott bald bestellt. I6 weiß gar nicht zu sagen, was Welt ist und ihr Schein, auch hab ich nie gelernet, was gut odr bös mag sein. 2. Mein allerliebster Vatr, gräbnislieder. der mich gezeuget hat, und mein herzliebste Mutter die mich geboren hat, die thun mich jetzt verlassen mit Seuf— zen herziglich; aber der Herr, mein Heiland, der nimmt mich auf zu sich. 3. Er nimmt mich auf zu Gnaden, zum Erben in sein Reich; der Tod kann mir nicht shden ich bin den Engeln gleich; mein Leib wird wieder leben in Ruh und ewger Freud, mit samt der Seele schweben in ewger Seligkeit. 4. Gott gsegn euch, Vater und Mutter; mir ist ganz wohl geschehn! Gott hat mich kleines Pflänzlein ins Para⸗ dies versehn; dort wollen wir in Freuden einander wieder sehn, wo unser Gott und Herre wird alles in allem sein. Mel.: Ach Gott, verlaß mich nicht. 464 7 1 2 Ihr Eltern, gute N Nacht! Nun geht es an ein Scheiden; ich fahr zu Jesu hin in seine Himmelsfreuden, zu Jesu, wel⸗ cher mich in Ewigkeit anlacht. Ach, weinet, weinet nicht, ihr Eltern, gute Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Hört auf um mich zu klagen, da jetzt mein zarter Leib wird in das Grab getragen, wißt, daß die Seele ist zur Himmels ruh gebracht. Ach, weinet, ꝛc 5. Jir El Di Mgfn die si ind MN ulen 10— schläft sa rum n Gottho Mel': Hert Jesu H 713.N und ruh in n lein; ich bin ten Tod entge und Not. 2. Was mein Gebein erscharret se schwebet ohn melsglanz un 3. In sol solcher Zier Gottes Thrr Nqulein ist Labsal, mein 4. Was jener Welt? t V*1 und ir ist garz ott hat m 3 ins Para⸗ wollen wir nder wieder tt und Herre em sei U. mich nicht. 464 Eltern, gute acht! Nun Scheiden; ich u in seine u Jesu, wel⸗ keit anlacht. f nicht, ihr ul Nacht! ch zu klage, er Leib wid ragen, wift, ur Himmels „L Weinet, Sterbe⸗ 3. Ihr Eltern, gute Nacht! Sehr herrlich ist zu wohnen im schönen Himmelsschloß, da man erblicket Kronen, die Gott den Frommen hat aus Gnaden zugedacht. Ach, weinet, ꝛc. 4. Ihr Eltern, gute Nacht! Muß ich euch schon verlassen, so werdet ihr mich doch mit Herzenslust umfassen, wenn Gott mit euch und mit der Welt ein Ende macht. Ach, weinet, ꝛc. 5. Ihr Eltern, gute Nacht! Die Angst- und Marterstunden, die sind in dieser Welt nun völlig überwunden; mein Leib schläft sanft, bis daß er wiede— rum erwacht. Ach, weinet, ꝛe. Gotthart Schuster, 4 1761. Mel.: Herr Jesu Christ, wahr' Mensch. 683. Jun lieg' ich ar⸗ 7 3. N mes Wirmelein und ruh in meinem Kämmer⸗ lein; ich bin durch einen sanf— ten Tod entgangen aller Angst den klebt; muß streiten oft mit und Not. und Begräbnislieder. 595 mich küßt und hält; in ihm erfreu ich mich allein, ohn ihn kann ich nicht fröhlich sein. 5. Mit Weinen war ich erst geborn, zum Jauchzen bin ich nun erkorn, ich singe mit der Engel Schar das ewig neue Jubeljahr. 6. Nichts Liebers meine Zunge singt; nichts Reiners meinen Ohren klingt; nichts Süßers meinem Herzen ist, als mein herzliebster Jesus Christ. 7. Drum, liebe Eltern; hö⸗ ret auf, zu klagen meinen kurzen Lauf; ich bin vollkommen wor— den bald; wer selig stirbt, ist gnugsam alt. 8. Bedenket meinen Freuden⸗ stand, und wie es in der Welt bewandt. Bei euch rumoret Krieg und Streit; hier herr— schet Fried und Seligkeit. 9. Wer auf der Erden lange lebt, derselb auch lang an Sün— 2. Was schadet mir, daß Fleisch und Blut, daß man⸗ mein Gebein muß in das Grab chem weh und bange thut. verscharret sein? Mein Seele schwebet ohne Leid in Him⸗ melsglanz und Herrlichkeit. 3. In solchem Schmuck, in solcher Zier prang ich vor Gottes Thron allhier; mein 10. Ja, leiden muß er Kreuz und Not, und hat noch wohl ein'n langen Tod; hier hab ich schon nach kurzem Streit er⸗ langt die Kron der Herrlichkeit. 11. Wie manches Kind fällt Jesulein ist meine Lust, mein sich zu tot, wie manches stirbt Labsal, meine beste Kost. 4. Was frag ich nun nach jener Welt? Mein Jesulein in Wassersnot; wie manches leidet lange Qual, eh es kommt aus dem Jammerthal. 38⁷ 596 Sterbe⸗ 12. Sollt euch denn dies nicht tröstlich sein, daß ich so sanft geschlafen ein, daß mir das liebe Jesulein verkürzet meine Todespein. 13. Drum legt die Hand auf euren Mund und seht auf Gott, der euch verwundt, der euch zu helfen ist bereit, wenns dienet eurer Seligkeit. 14. An jenem Tag wir werden gehn, da vor Gott Groß und Kleine stehn, zur himme— lischen Christtagsfreud mit höch— ster Ehr und Herrlichkeit. Mich. Schirmer, 4 1673. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 684. 714 Sẽ hab ich ob— — gesieget, mein Lauf ist nun vollbracht. Ich bin gar wohl vergnüget; zu tausend guter Nacht! Ihr aber, meine Lieben, thut nicht so ängstiglich; was wollt ihr euch betrüben? Stehts doch sehr gut um mich. 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen ein liebes Kind oft macht! Was ihm kann wider— fahren, das fürchtet, der es liebt; den Kummer könnt ihr sparen, drum seid doch unbe— trübt. 3. Ach, Mutter, laß die Zähren, stellt euer Klagen ein! Des Höchsten sein Begeh— und Begräbnislieder. ren, das muß erfüllet sein. Warum ihr jetzo weinet, und gar zu kläglich thut, das ist sehr wohl gemeinet; Gott machet alles gut. 4. Die Freude, die sich re— get bei einem Wandersmann, wenn er den Stab hinleget und kommet glücklich an; die Freude, die empfindet ein Schif— fer, wenn er schier ein' sichern Hafen findet, die spür ich jetzt bei mir. 5. Fahr hin, o o Angst und Schmerzen, fahr immer, immer hin! Ich freue mich von Her— zen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden in meines Schöpfers Hand; mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Die noch auf Erden wallen in irrtumsvoller Zeit, vermögen kaum zu lallen von froher Ewigkeit. Viel besser wohl gestorben, als in der Welt gelebt; die Schwachheit ist ver⸗ dorben, worinnen ich geschwebt. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, wie sonst ein Siegsmann prangt. Aus je⸗ nen Himmelslenzen hat meine Seel erlangt die ewig grüne Krone; die werte Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, 128 bat mich so bedacht. 8. Ich war euch nur ge— liehen, ihr Eltern, kurze Zeit. Leben; der! Kn 0 9. Shen nommen, sag man auch zu fommen? Go Gebrauch, er Seinen zur se pracht; wer! weinen, der 25 Gottft, O Velt, ich Mel. 710. ihrer mihl man sie nicht nur dort oben gehoben, dam sem. 2. Sie sind zu ihrem C Christum einge bei Gott in G es ihnen schal Fsus aufgebe 3. Wie leil Kindern, wie .. das an! O Glü icke, daß nihtz m daß sie kein! kann. 4.Owohlat bin. Ich sreuden in Jnd; mich ein Leiden, unt. auf Erden voller Zeit lallen von Viel besser in der Welt heit ist ver⸗ geschwebt. en Sarg sonst ein Aus je⸗ hat meine wig grüne iegespracht tes Sohne, dacht. nur ge⸗ kurze Zeit. Will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin das Leid und sprecht: Gott hats gegeben, Gott nimmts! Du hast das Recht, bei dir steht Tod und Leben; der Mensch ist Gottes Knecht. 9. Schein ich zu früh ent— nommen, sag jemand, kann man auch zu früh in' Himmel kommen? Gott bleibt bei dem Gebrauch, er eilet mit den Seinen zur schönen Himmels— pracht; wer mag nun den be— weinen, der bei den Engeln lacht? Gottfr. Wilh. Sacer, 4 1699. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 698. R enn kleine Him— 15. Wẽ melserben in ihrer Unschuld sterben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur dort oben vom Vater auf—⸗ gehoben, damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Christum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was sollt Sterbe- und Begräbnislieder. 597 es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe, 4 1758. Mel.: Es ist genug, so nimm. 679. 716 3⁰n½ hin, mein Kind; denn Gott selbst fordert dich aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich; doch weil es Gott gefällt, so unter⸗ laß ich alles Klagen und will mit stillem Geiste sagen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus; darum befiehlt er dir, jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin! Gott hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! 3Z3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn es ihnen schaden, daß ihnen nur bei Gott ist wahrer Trost Jesus aufgebeut? 3. Wie leichtlich geht bei Kindern, wie bei erwachsnen Sündern, das fremde Feuer an! O Glücke, wenn wir wissen, daß nichts mehr einzubüßen, daß sie kein Tod mehr töten kann. 4. O wohl auch diesem Kinde! und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott befiehlt. Du eilest fort, eh dein Herz Ungemach in 598 spätern Jahren fühlt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf — Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. deinen frommen Geist. Du sie⸗ hest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. gun wohl, dein Seelchen ist ent⸗ bunden, du hast im Herren überwunden. Zeuch hin, mein Kind! ——— Gottfr. Hoffmann, 1 1712. 2. Von Auferstehung, Gericht und ewigem Leben. Mel.: Sollt es gleich bisweilen. 658. 717 NIllenthalben, wo 717. Ah Kehe see liege, oder stehe, sehn ich mich nach Jesu Christ, der für mich gestorben ist. 2. Von der bösen Welt zu scheiden nach so vielem Kreuz und Leiden, wenn es ihm ge— fällig ist, bin ich fertig und gerüst'. 3. Wenn ich werde mit ihm leben, herrschen und in Freu— den schweben, o, wie selig werd ich sein bei den lieben Engelein! 4. Herzlich werd ich mich erfreuen, wenn mich Christus wird erneuen und in Himmel führen ein, prächtig stets bei ihm zu sein. 5. Zung und Herze wird da klingen und dem Herren Sünden; o, wie selig werd ich sein bei den lieben Engelein! Joh. Scheffler, 4 1677. Mel.: Nun freut euch, liebenChristen. 347. uf dein Zu⸗ 718. A kunft, Herr Jesu Christ, warten wir alle Stunden; der jüngste Tag nicht fern mehr ist, dran werden wir entbunden. Hilf nur, daß wir fein wacker sein, wenn du mit deinen Engelein zu dem Gericht wirst kommn. Melchior Bischof, 4 1614. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. 7 19 2* Bräutgam wird bald ru⸗ fen: Kommt all, ihr Hochzeits⸗ gäst! Hilf Gott, daß wir nicht schlafen, in Sünden schlummern fest; bald habn in unsern Jesu singen; ewig werd ich Händen die Lampen Oel und stimmen ein mit den Engelein. 6. Besser Leben werd ich lieben Licht, und uns nicht dürfen wenden von deinem Angesicht. 2. Da werden wir mit Freu⸗ finden, ohne Tod und ohne den den Heiland schauen an, unser gar m mengen mittel den alle tret Jsu Christ, anbeten, der ur 4. Gott w sehren,ein m gülden' Kron herzen freund uns an sein' Leb ganz ve und Seel un Gaben mildig 5. Da wirt gen die rech die Musika! Gott der Fr Engel werden gen Gottes g lischen Zunge Reich. 6. Er wird ten ins ewg Hochzeit zu b Lob und Pre Freud und X Lieb und T Schatz und L werden neu. 7. Also n hen. Dus sie⸗ Hottes lieber Rrone wist achenist ent⸗ * Herren hin, mein mann, 1712. ind selig werd en Ergn lein! heffle er, 4 1657 benChristen. 347. dein Zu⸗ kunft, Hert ten wir alle ste Tag nicht 101 werden Hij nur, daß ein, wenn du lein zu dem mn. Bischof, 4 1614. dir geben. 702. Bräutgan ird bald u⸗ pen Oel und nicht dürfen em Angesich ir mit F. Leu⸗ schauen an, Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 599 der durch sein Blut und Lei⸗ den den Himmel aufgethan, die lieben Patriarchen, Pro⸗ pheten allzumal, die Märtrer und Apostel mit ihm ein' große Zahl. 3. Die werden uns anneh⸗ men als ihre Brüderlein, sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir wer— den alle treten zur Rechten Jesu Christ, als unsern Gott anbeten, der unsers Fleisches ist. 4. Gott wird sich zu uns kehren, ein'm jeden setzen auf ein gülden' Kron der Ehren, uns herzen freundlich drauf, wird uns an sein' Brust drücken aus Lieb ganz väterlich, an Leib und Seel uns schmücken mit Gaben mildiglich. 5. Da wird man hören klin⸗ gen die rechten Saitenspiel; die Musika wird bringen in wird mirs alsdann ergehn! Du wirst mit tausend Blicken mich Gott der Freuden viel. Die Engel werden singen, all Heil— uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trüb⸗ sal, Angst und Spott, von Trauern, Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit. Mel.: Auf meinen lieben Gott. 624. 720 Dit Zeit ist nun⸗ • mehr nah, Herr Jesu, du bist da. Die Zeichen, die den Leuten dein' Ankunft sollen deuten, die sind, wie wir gesehen, in großer Zahl geschehen. 2. Was soll ich denn nun thun? Ich soll auf dem be— ruhn, was du mir hast ver— Melchior Frank, 4 1639. heißen, daß du mich wollest reißen aus meines Grabes Kam⸗ mer und allem andern Jammer. 3. Ach, Jesu, wie so schön gen Gottes gleich mit himme- durch und durch erquicken, lischen Zungen ewig in Gottes Reich. 6. Er wird uns fröhlich lei⸗ ten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten, zu seinem Lob und Preis; da wird sein Freud und Wonne in rechter wenn ich hier von der Erde zu dir mich schwingen werde. 4. Ach, was wird doch dein Wort, o süßer Seelenhort, was wird doch sein dein Sprechen, wenn dein Herz wird aus-— brechen zu mir und meinen Lieb und Treu aus Gottes Brüdern, als deinen Leibes— Schatz und Brunne und ewig werden neu. gliedern? 5. Komm her, komm und 7. Also wird Gott erlösen empfind, o auserwähltes Kind, 600 Auserstehung, Gericht und komm, Hratere Bar für Ga⸗ ben ich und mein Vater haben; komm, wirst du sagen, weide dein Herz in ewger Freude! 6. Ach, du so arme Welt, was ist dein Gold und Geld hier gegen diese Kronen und mehr als güldne Thronen, die Christus hingestellet dem Volk, das ihm gefället? 7. Hier ist der Engel Land, der selgen Seelen Stand, hier hör ich nichts als singen; hier seh ich nichts als springen; hier ist kein Kreuz, kein Lei— den, kein Tod, kein bittres Scheiden. 8. Halt ein, mein schwacher Sinn, halt ein, wo denkst du hin? Willst du, was grund— los, gründen? was unbegreif— lich, finden? Hier muß der Witz sich neigen und alle Red— ner schweigen. 9. Dich aber, meine Zier, dich laß ich nicht von mir, dein will ich stets gedenken, Herr, der du mir wirst schenken mehr, als mit meiner Seelen ich wünschen kann und zählen. 10. Ach, wie ist mir so ber eh ich dich aus der Höh h0 sehe zu uns kommen! Ach, daß zum Heil der Frommen du meinen Wunsch und Willen noch möchtest heut erfüllen! 11. Doch du weißt deine Zeit; mir ziemt nur, stets bereit und ewiges Leben. fertig en und so einher zugehen, daß alle Stund und Tage mein Herz mich zu dir trage. 12. Dies, gieb, Herr, und verleih, auf daß dein Huld und Treu ohn een mich wecke, daß mich dein Tag nicht schrecke, da unser Schreck auf Erden soll Fried und Freude werden. Paulus Gerhardt, 1676 Mel.: Kommt her zu mir, spricht. 378. 724. Du st, Mensch, wie fort und fort, der eine hier, der andre dort uns gute Nacht muß ge— ben; der Tod hält keinen an— dern Lauf, er sagt zuletzt die Wohnung auf uns allen, die wir leben. 2. Bedenk es weislich der Zeit und fleuch den Schlaf der Sicherheit, sei augenblick⸗ lich wacker; dech wiß, es bleibet dabei nicht, daß man dich hier aus diesem Licht trägt auf den Gottesacker. 3. Wir werden aus den Gräbern gehn, und alle vor Gerichte stehn, das Christus rselbst wird hegen, wenn auf der Engel Feldgeschrei die Glut das große Weltgebäu wird in die Asche legen. 4. Alsdann wird erst der ganzen Welt Belohnung wer den zugestellt, die Sünder sol⸗ Auf 1955 Il 80 9—5 10 E Ham ell fühlt Augs. Ihr hohen ihr Berg, I fum, falt her 6. Hert versicht, orngeri uh Ih ni den iftig hören Eun uch der 7. Gieb, gutem Sinn, bei Kräften Absterben, a nach dieser Heil und S ter Gnad ere Mel.: Valet wi 122.6 süßen Ewigke guickung gebe len Zeit gesar und wer na tritt unter f hier die Wel 2. Wer sehen nur eir wie wohl wü , ppricht. 378 hest, Menh ie fort und „ der andre icht muß ge⸗ keinen an⸗ zuletzt die allen, die weislich in Dden Schlaf augenblick⸗ in wiß, es „daß man Licht trägt er. naus den nd alle vor 8 Christus „wenn auf hrei die Glut bäu wird in ird erst der hnung wer Sünder sol⸗ len büßen und ihnen ohn Be— trug und Schein selbst Kläger, Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 601 Die Welt wär ihm ein Spott mit allen ihrem Wesen; so herr⸗ Richter, Henker sein, verdammt lich und so rein, so lieblich, durch ihr Gewissen. 5. Ach, Gott, kommt mir das Urteil vor, so steigen mir die Haar empor, mein Herz fühlt Angst und Schrecken. Ihr hohen Hügel, heb ich an, ihr Berg, und was sich stürzen kann, fallt her, mich zu bedecken! 6. Herr Jesu, meine Zu⸗ versicht, ach, laß dein strenges Zorngericht, ach, laß es mir nicht schaden! Beut an dem Vater den Vertrag, damit ich künftig hören mag den süßen Spruch der Gnaden. 7. Gieb, daß ich mich bei gutem Sinn, und weil ich noch bei Kräften bin, bereite zum Absterben, auf daß ich mag nach dieser Zeit der Seelen Heil und Seligkeit aus lau— ter Gnad ererben. Simon Dach, 4 1659. Mel.: Valet will ich dir geben. 702. den Reben der süßen Ewigkeit kann mehr Er— quickung geben, als dieser eit— len Zeit gesamte Wollustflüsse; und wer nach jenem strebt, tritt unter seine Füße, was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir möchte wie wohl würd ihm geschehen! so erlesen ist deiner Augen Schein. 3. Den wahren Gott zu schauen, das ist die Seligkeit, und aller Himmelsauen ihr schönstes Blumenkleid. Wie war nach seinen Blicken der Abraham so froh, wie wünscht er zu erquicken sich an dir, A und O! 4. Sprach mit Triumph und Prangen der liebe Jakob nicht: Ich habe Gottes Wan— gen und klares Angesicht ge— sehn und bin genesen? Wie glänzte Mosis Haut, als er bei Gott gewesen und seinen Mund geschaut! 5. Du reichlichste Belohn— ung der Auserwählten Zahl, 7 2 2 En Tröpflein von leuchten mag. wie lieblich ist die Wohnung, da deiner Gottheit Strahl sich offenbarlich zeiget! O herrlich edler Tag, dem diese Sonne steiget und ihn er— 6. O Licht, das ewig bren— net, dem keine Nacht bewußt, das keinen Nebel kennet, Ge— sellschaft reich an Lust, da Gott und Engel kommen mit Men— schen überein, und ewiglich die Frommen gesegnet werden sein sehen nur einen Blick, o Gott, 7. Vollkommne Liebe brin— get dort immer neue Freud, 602 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. aus ewger Lieb entspringet ein ewge Fröhlichkeit. Gott n i solcher Wonne, ist solch Liebe Preis, ist f seiner Binnan Sonne im Hnten Paradeis. 8. Sein Licht wird in uns leuchten, sein Oel und Honig⸗ saft soll unsre Lippen feuchten; von seiner Stärke Kraft, mit Weis- und Schönheit werden wir ganz erfüllet sein, und spiegeln die Geberden in sei— nem hellen Schein. 9. Was wünschest du für Gaben? Du wirst sie finden dort und in dir selbsten haben den Reichtum fort und fort; denn Gott, vor welchem Kronen und Perlen Staub und Spott, wird selber in uns wohnen, und wir in unserm Gott. 10. Wann werd ich einmal kommen zu solchem Freuden— quell? Wär ich doch aufge— nommen und schon an sichrer Stell! Herr Christe, nimm mein Flehen so lang indessen an, bis ich dich selbst ersehen und recht beschauen kann. Erasmus Finx, 4 1694. Mel.: Valet will ich dir geben. 702 rmuntert euch, ihr 72 3. Ei Frommen, zeigt eurer Lampen Schein; der Abend ist gekommen, die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht; auf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mit⸗ r ternacht. 2. Macht eure Lampen fer⸗ tig und füllet sie mit Oel und seid des Heils gewärtig, be— reitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah! Begegnet ihm in Reihen und singt: Halleluja! Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt em— por mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang ver— ziehen; drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlings— schein verheißt Erquickungszei— ten, die Abendröte zeigt den schönsten Tag von weitem, da— vor das Dunkle weicht. 5. Wer wollte denn nun schlafen? Wer klug ist, der ist wach; Gott kommt die Welt zu strafen, zu üben Grimm und Rach an allen, die nicht wachen, und die des Tieres Bild anbeten samt dem Dra— chen; drum auf, der Löwe brüllt. 6. Begegnet ihm auf Er— den, ihr, die ihr Zion liebt, Siegeskron. 8. Hier palmen, hi l Kleid; hier halmen in Streit und! tagen; hier bein, die d dor gen; hier se denwein. 9. Hier Feuden, Fe wo die Erlö ist die sicht die goldnen das Hochiei sicher niederla Rosenthal. 10. O J komm balder Geh auf, und fördre Jesu, mach uns aus dei V— Jungfraun * aupt em⸗ und mit Engelchor! geschlosse, ereit, auf, ossen, der weit. t lang ver⸗ lafet nicht die Bäume Frühlings⸗ uickungszei⸗ e zeigt den weitem, da⸗ eicht. denn nun ist, der ist t die Welt en Grimm 1, die nicht des Tieres dem Dra⸗ der Löwe n auf Er⸗ Zion liebt, mit freudigen Geberden und seid nicht mehr betrübt. Es sind die Freudenstunden gekom— men, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 7. Die ihr Geduld getra— gen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Kla— gen in Freuden, sonder Leid, mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 8. Hier sind die Sieges⸗ palmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizen— halmen in Frieden nach dem Streit und nach den Winter— tagen; hier grünen die Ge— bein, die dort der Tod erschla— gen; hier schenkt man Freu— denwein. 9. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; hier ist die sichre Pfort, hier sind die goldnen Gassen, hier ist das Hochzeitsmahl; hier soll sich niederlassen die Braut im Rosenthal. 10. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, verlangte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir he— Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 603 ben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. Laurent. Laurenti, 4 1722. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei. 215. 7 24 Ere uns, lieber . Herre Gott, von Sünd, Teufel und ewgem Tod, wenn Christus sein Ge— richte hält, im Feuer spannen wird die Welt. 2. Auf diesen Tag hoffen wir all, laß hören der Posau⸗ nen Schall; dann kommt zur Ruh und wird erquickt, was jetzt von Sünd und Tod erschrickt. 3. Voll Ehr und Freud ist dieser Tag, da hört auf Jam⸗ mer, Not und Klag; unsre Erlösung wird angehn, wenn wir zu Christi Rechten stehn. 4. O grechter Richter, Jesu Christ, der du unser Erlöser bist, erschein und rett dein Häuflein klein, die mit dein'm Blut besprenget sein. 5. Komm bald, du Heiland aller Welt, dein Blut ist unser Lösegeld. Jetzund sind wir der Sünden Knecht; der Glaub allein macht uns gerecht. 6. Komm bald, führ uns heim in dein Reich, mach uns aus Gnad dein'm Bilde gleich in Weisheit, Kraft und Herr— lichkeit, dann preist man dich in Ewigkeit. Joh. Mathesius, 4 1565. 60⁴ 7 ů.— Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Eigene Melodie. Es ist ist ge⸗wißlich an der Zeit, in seiner großen Herrlich-keit, daß Gottes Sohn wird zu richten Bös' und kommen Frommen. Dann wird das Lachen werden teur, wenn alles . wird vergehn im Feur, wie Petrus d davon schreibet. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende; darauf gar werden auferstehn all Toten bald behende. aber noch das Leben habn, die wird der Herr von Stunden an verwandeln und verneuen. 3. Darnach wird mna able— sen baldein Buch, darin geschrie— ben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden habn getrie— ben. Da dann gewiß ein jeder— mann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des Herren Wort verachtet, und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrach— tet; der wird fürwahr gar kahl bestehn und mit dem Sa— tan müssen gehn von Christo in die Hölle. 5. O Jesu, hilf zur selben Die Zeit von wegen deiner Wun— den, daß ich im Buch der Se— ligkeit werd angezeichnet fun— den; daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht' uud meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Für⸗ sprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mache uns in Gnaden los von Amen. Ningwald, 1 1598 allem Uebel. Barth. Aufer! das aund den dort. Stuhle l Las und ei st der schwere hald, bald d der lendet, so geh ner Ruh. 2. Die Ruh erkoren, die 9 Enden!—0.— noch kein Lebe sie 55 Das Lämmlei sterben, uns di werben; es ruf Ind breit: Ih und ihr From nicht, heut ei meiner Ruhe? 3. So kom natten Seeler Last und Bür eilt aus euren geht nicht me sehr gebüdk. Tages Last g läßt euch das gen: 615 selbst satt sein; ihr gezeugt von o! iner Wun⸗ uch der Se⸗ ichnet fun⸗ auch zwejfle ast ja den leine Schuld nein Für⸗ nun wirst mich aus innen stehn aß ich samt nit dir geh n, den du „ du machst m jüngsten n wird auf hegen vieler och, komm groß, und den los von . dd. 1 15098 Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund. 442. 726. C. dh uen den, auf, müdes Herz und werde licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freu— den dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der schwere Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vol⸗ lendet, so gehst du ein zu dei— ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott aus⸗ erkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns so bestimmt. Das Lämmlein wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu er⸗ werben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr krumm 8—— sehr gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch das Lämmlein sa⸗ gen: Ich selbst will eure Ruh— statt sein; ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 605 Welt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein. IJ. Was mag wohl einen Kranken laben und einen mü— den Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trank ergötzen, wie sind sie beide so vergnugt! Doch dies sind kurze Ruhe— stunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freuden— garben bringen, denn unsre Thränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton ins Vaters Haus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lämm— lein sehn; es wird beim Brünn— lein uns erfrischen, die Thränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; 606 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. der große Sabbat ist erschie⸗ nen, da man von keiner Ar⸗ beit weiß. 7. Da ruhen sie und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Lamm in seinen Schoß. Ach, Flügel her, wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen; dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilie⸗ ren, begürtet euch zum Tri⸗— umphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigism. Knuth, 1 1779. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 680. 0 8 sind schon die 420. E letzten Zeiten; drum mein Herz bereite dich, weil die Zeiten schon von weitem zum Gericht ereignen sich. Himmel, Erd, Luft und Meer machen sich als Gottes Heer auf zur Rache, sonder Schonen, über die im Fin- stern wohnen. 2. Es ist alles fast verdor⸗ ben in der ganzen Christen— heit; Glaub und Liebe sind erstorben, alles lebt in Eitel⸗ keit. Wie es war zu Noä Zeit, so lebt jetzt in Sicherheit der gemeine Hauf der Christen, die im Sündenkot sich brüsten. 3, Unverstand und Sünden⸗ leben herrschet und nimmt überhand; die dem Unheil widerstreben, sind, als Fremd⸗ ling, unbekannt und, wie Jesus selbst, veracht', jaihr Thun steht im Verdacht. Wie ist denn der Welt zu raten bei der⸗ gleichen Frevelthaten? 4. Jesus wird bald selbst einbrechen, weil sein Heer sich aufgemacht, und sein armes Häuflein rächen, das zu ihm schreit Tag und Nacht; da— rum hebt das Haupt empor zu des Himmels Thür nnd Thor, daß ihr euer Heil umfahet, weil sich die Erlösung nahet. 5. Weil der Feigenbaum ausschläget und anlegt sein Hoffnungskleid, so weiß man, daß sich erreget die erwünschte Sommerszeit; ja die Blätter zeigen sich in den Frommen häufiglich. Wer bemerkt der Zeiten Zeichen, wird dies Gleichnis bald erreichen, 6. Wächst das Reich der Finsternissen, so wächst auch des Lichtes Reich, jenes wird bald weichen müssen, aber der Gerechten Zweig wird in steter Blüte stehn, wenn die Welt wird untergehn. Darum freuet euch, ihr Frommen, euer Jesus wird bald kommen! 7. Hütet euch, daß nicht mit Fressen und mit Saufen euer Herz, noch mit Nahrungssorg indessen sei beschwert als Blei Worten fol lenschaß 0 Macht un sber Bahn den Zion die schönel den Banden bald erlöset Laurent Mel.: Nun * I— 28. der der Er nimm dich l daß ich dor 2. Schrei bensbuch zu geruch, daß 729. 5204 * V Go Aromm. 2 333 vfragt ni 2. Man der guten“ Wucher not ben. em Unheil „wie J Vesus ů„ teht is ann n bei der⸗ 0 selbst 41 sich sein armes das zu ihm Nacht; da⸗ aupt empor Thür nnd ei ilumfa ahet, ung nahet. allen in anlegt sein weiß man, erwünschte die Blätter n Frommen bemerkt der wird dies keichen, Reich der wächst auch jenes wird sen, aber der vird in steter in die Welt Darum freuet „ euer Njus I daß nicht mit Saufen euen dahrungssorg ert als Ble Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 607 und Erz; daß nicht komme schrecke nicht, wenn du halten dieser Tag wie ein Blitz und 90 Gericht. Donnerschlag, über die auf 3. Siehe mich doch gnädig Erden wohnen, ohn Erbarmen an, 220 du Petro hast gethan; und Verschonen. laß mich wie die Magdalen', 8. Ja, wir wollen deinen wohl getröst't von hinnen gehn. Worten folgen, trauter See⸗ 4. Wie Matthäo in dem lenschatz. Stör der Höllen Zoll, und Zachäo hoffnungs⸗ Macht und Pforten und mach voll, wie dem Schächer sei mir selber Bahn und Platz, daß huld, und vergieb mir alle Schuld. dein Zion werd gebaut, n 5. Laß mich bei den Läm-— die schöne Himmelsbraut von mern stehn, wenn dein Richten den Banden dieser Erden möge wird angehn; laß mich deiner bald erlöset werden. rechten Hand, liebster Jesu, Laurentius Laurenti, 4 1722. sein bekannt. Mel.: Nun komm der Heiden. 5. 6. Laß mich hören, wenn 728 Türst der Fürsten, dein Mund den erfreuten Spruch F Jesu Christ, thut kund; Kommt, die ihr ge— der der Erden Richter ist, benedeit, in das Reich der nimm dich meiner Seelen an, Herrlichkeit. daß ich dort bestehen kann. 7. Daß ich voller Freuden 2. Schreib mich in das Le-sei und mich dir nah froh bensbuch zu ein'm süßen Gotts-und frei, daß ich deiner Gütig⸗ geruch, daß dein Grimm mich keit danke bis in Ewigkeit. 7 2 9. 40 Melodie. 65—— Znn. Gott 2—— 39— Cbau⸗=ge⸗ n um ge⸗ 4ebene daß wir werden 4 Bi⸗nin, e, e,. fromm. n selchen Schat wichthoch, der mehrer Teil 1 ů.——.—— ;—.—. E fagt an danach. Das ist em Heihenodn dem jüngsten Tag. 2. Man fragt nichts i. genommen gar; noch der guten Lehr; der Geiz und sprechen sie: Es hat kein Gfahr. Wucher noch vielmehr hat üb-WDas ist ein Zeichen ꝛc. 608 Auferstehung, Gericht und ewiges 3. Täglich erdenkt man neue Netz, das sind der Gott— losen Gesetz, damit sie alles Gut zu sich gern wollten reißn gewaltiglich. Das ist ꝛe. 4. Man rühmt das Evan⸗ gelium, und will doch niemand werden fromm. Fürwahr, man spott' den lieben Gott; noch sprechen sie: Es hat kein' Not. Das ist ꝛc. 5. Es ist doch eitel Büberei, die Welt treibt große Schin— derei, als ob kein Gott im Leben. ein jeder spricht: Geld! Das ist ꝛe. 10. Die Welt will ihr nicht lassen wehrn, an Gotts Wort will sich niemand kehrn; sie haben nichts gelernet mehr, denn nur fressen und saufen sehr. Das ist ꝛc. 11. Ihr' größte Kunst ist banketiern und in der Büberei studiern, das kann sie aus der Massen wohl; die Welt ist aller Schalkheit voll. Das ist ꝛc. 12. Die liebe Sonne kann Himmel wär, das Armut muß nicht mehr zusehen und entsetzt sich leiden sehr. Das ist ꝛc. 6. Die Schätz der Kirchen nimmt man hin, das wird ihn' bringen kein Gewinn. Die Armen läßt man leiden Not und nimmt ihn' aus dem Mund das Brot. Das ist ꝛc. 7. Die Schätz der Kirchen sind ihr Gift, sie sind von ihnen nicht gestift'; noch neh— men sie das Kirchengut; sieh,‚ was der leidge Geiz nicht thut. Das ist ꝛe. 8. Man fragt nach Gott, dem Herrn, nicht mehr, die Welt jagt nur nach eitler Ehr; die Hoffart nimmt ganz über⸗ hand, Betrügen, Lügen ist kein Schand. Das ist ꝛe. 9. Wo bleibt die brüder⸗— liche Lieb? Die ganze Welt ist voller Dieb. Kein Treu noch Glaub ist in der Welt, sich sehr; darum verliert sie ihren Schein. Das mag ein' große Trübsal sein. Das ist ꝛc. 13. Der Mond und Sterne ängsten sich und ihr' Gestalt steht jämmerlich; wie gern sie wollten werden frei von solcher großen Büberei. Das ist ꝛe. 14. Darum komm, liebster Herre Christ! Das Erdreich überdrüssig ist, zu tragen solche Höllenbränd; drum machs ein— mal mit ihr ein End und laß uns sehn den lieben jüngsten Tag! Erasmus Alberus, 4 1553. Mel.: Wenn mein Stündlein. 705. 7 30. 20 weiß, daß mein Erlöser lebt, das DI mir niemand nehmen; er lebt und was ihm widerstrebt, das muß sich end— lich schämen. Er lebt fürwahr, der starke Held, sein Arm, der Hätt ich nur Aufe Lerfreut 1 hocherf Wind die Hlech mben sha ich ut werd nich streken, doch aus der auferwecken reißen aus aus dem Ld ein Kleines o 4. Da we Haut und el die jeder jb al uch 6 Wwas s von Adern un und meinen bindt, ganz rie 5. Zwar Me usche trä und seine Kno sich hin malnet und Maden, Mott 731. Meins und entsezt verliert sie Smag ein' Dus ist r Und Sterne r' Gestalt ie gern sie von solcher as ist ꝛe. im, liebster Etdreich ragen solche machs ein⸗ und laß uns gsten Tag! indlein. 705. eiß, daß n Erlöser ir niemand nd was ihm uUß sich end⸗ bt fürwahr, in Arm, der alle Feinde fällt, hat auch den Tod bezwungen. 2. Des bin ich herzlich hocherfreut und habe gar kein Scheuen vor dem, der alles Fleisch zerstreut, gleichwie der Wind die Spreuen. Nimmt er gleich mich und mein Gebein und scharrt uns in die Gruft hin— ein, was kann er damit schaden? 3. Mein Heiland lebt, ob ich nun werd ins Todes Staub mich strecken, so wird er mich doch aus der Erd hernachmals auferwecken; er wird mich reißen aus dem Grab und aus dem Lager, da ich hab ein Kleines ausgeschlafen. 4. Da werd ich eben diese Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 609 gehöret zu der Würmer Heer; doch solls nicht stets so bleiben. 6. Es soll doch alles wieder stehn in seinem vorgen Wesen; was niederlag, wird Gott erhöhn; was umkam, wird genesen; was Tod und Grab hat ganz ver— heert und die Verwesung ausge— zehrt, wird alles wiederkommen. 7. Das hab ich je und je gegläubt und faß ein fest Ver— trauen, ich werde den, der ewig bleibt, in meinem Fleische schauen; ja, in dem Fleische, das hier stirbt und in dem Grabe schier verdirbt, darin werd ich Gott sehen. 8. Ich selber werd in sei— nem Licht ihn sehn und mich er— quickeu; mein Auge wird sein An⸗ Haut und eben diese Glieder, gesicht mit großer Lust erblicken; die jeder jetzo an mir schaut, ich werd ihn mir sehn, mir zur auch was sich hin und wieder Freud, und werd ihm dienen ohne von Adern und Gelenken findt, Zeit, ich selber und kein Fremder. und meinen Leib zusammen 9. Trotz sei nun allem, was bindt, ganz richtig wieder haben. mir will mein Herze blöde 5. Zwar alles, was der Mensche trägt, das Fleisch und seine Knochen, wird, wenn er sich hin sterben legt, zer— malmet und zerbrochen von machen; wärs noch so mächtig, groß und viel, kann ich doch fröhlich lachen. Man treib und spaune noch so hoch Sarg, Grab und Tod, so bleibet doch Maden, Motten, und was mehr Gott, mein Erlöser, leben. Paulus Gerhardt, 4 1676. Eigene Melodie. Mein sehnlich Herzso groß Verlangen hat und ist nicht 39 ——— 610 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. wär in dir! mehr bei mir. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust und freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwähl— ten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. Im Augenblick wird sie erheben sich bis an das Fir⸗ mament, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Element; fährt auf Eliä Wagen mit engelischer Schar, die sie in Händen tragen, um⸗ geben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 5. Was für ein Volk, was für ein' edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich die beste Kron, Weit über Berg und Thale, weit über nenland. 6. Propheten groß und Pa⸗ triarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Frei— heit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Pa radeis, von höchster Freud er— füllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halle— luja reine spielt man in Hei⸗ ligkeit; das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit. 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schon, auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hun⸗ dert tausend Zungen, mit Stim⸗ men noch viel mehr, wie von An— fang gesungen das himmelische Heer. Joh. Matth. Meyfarth, 1 1642 2. Jesus lebt, ich we schauen, ei schwebt; wa grauen? Li sein Glied, nach sich z. 3. Ich b nung Band verbunden; benshand u befunden, d Todesbann nen kann. 4. Ich bi daher auch e den; das g er mich ern den, daß ick keit um ihn 5. Dann Haut mich gläube; Go geschaut da sem Leibe; dieser Welt Oerre, em⸗ da ich no mem Thrä⸗ roß u und Pa⸗ uch E Christen diland dort Joch und 46 i ich Fr ei⸗ unhet hell Innenlichtem zuletzt ich schönen Pa⸗ er Freud er u, der Mund Das Halle⸗ man in Hei⸗ ima feine ohn elklang, mit , auf Chören u dem Schall ßen Ton sich nal, mit hun⸗ en, mit Stin „ wie von An 5 himmelische Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 611 Eigene Melodie. ———————7 Q I W Jesus, meine Zuversicht und mein Heilaud ist im Luben Dieses weiß ich; sollich nicht darum mich zufrieden geben, 4 — D . [MUi N 5 00 II ö Ini V ** ꝗ AI was die lange Todesnachten mir auch für Gedanken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland nen; ich, ich selbst, kein Fremder lch. ich werd auch das Leben nicht, werd in seiner Liebe schauen, sein, wo mein Erlöser brennen; nur die Schwachheit schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt welches es nicht und fleht, wird dort frisch und sein Glied, nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoff— nung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glau⸗ benshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm tren— nen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche wer— den; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Er— den, daß ich in der Herrlich— keit um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird eben diese Haut mich umgeben, wie ich gläube; Gott wird werden an⸗ geschaut dann von mir in die— sem Leibe; und in diesem Fleisch werd ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland ken— um und an wird von mir sein abgethan. 7. Was hier kranket seufzt herrlich gehen; irdisch werd ich autren himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich na— türlich ein, nachmals werd ich geistlich sein. 8. Seid getrost und hocher— freut, Jesus trägt euch, meine Glieder. Gebt nicht statt der Traurigkeit; sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn die letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 9. Lacht der finstern Erden— kluft, lacht des Todes und der Höllen; denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwach— heit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser 3³ 612 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Der Kursürstin Luise Henriette von Brandenburg, 1 1667, zugeschrieben. Mel.: Nun preiset alle. 456. 7 3 ach hab von ferne, 7½ Thron erblickt und hätte gerne mein Herz vorausgeschickt und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hin⸗ gegeben. 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn. Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ewig wohnen. 3. Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein Heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht ge⸗ nug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeit— lebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Joh. Tim. Hermes, 1 1821. deinen Mel.: Wie schön leuchtet der. 441. 7½/ A4sts, oder ist mein 734. Geist entzückt? Mein Auge hat jetzt was er⸗ blickt; ich seh den Himmel offen, ich sehe Gottes Königsthron, zur Rechten Jesum, Gottes Sohn, auf den wir alle hoffen. Singet, klinget, spielt auf scharfen Davidsharfen, jauchzt von Herzen! Jesus stillet alle Schmerzen. 2. Ich seh, er machet alles neu; die Braut fährt zu ihm ohne Scheu in reiner schöner Seide. Die Kleider sind mit Gold gestickt, der Bräutgam hat sie selbst geschmückt mit teu⸗ rem Halsgeschmeide. Meister, Geister, Cherubinen, Seraphi— nen wünschen Glücke; Jesus giebt ihr Himmelsblicke. 3. Der Braut ist nichts als Lust bewußt, Gott hat an ihrer Schönheit Lust, sie glänzet wie die Sonne. Man führt sie in den Brautpalast, ins Friedens⸗ haus zur stolzen Rast, zu ihres Königs Wonne. Klagen, Zagen, Sonnenhitze, Donnerblitze sind verschwunden; Gottes Lamm hat üburwunden. 4. Gott hat sie aus dem Strom erfrischt, der Augen Thränen abgewischt; Gott kommt, bei ihr zu wohnen. Er will ihr Gott, sie sein Volk sein, selbst bei ihr gehen aus und ein; Au wie Reichlid nenl Tao Güte, Gott Findern kehrten 300 5. Wie! Ctadt, die zum Tempe die zwölf Gemeines grruelt, ml sein Teil i Reine, feine meine; ihr ein heller 6. Die Sonne nicht des blasses ist ihre Se Gottes Hen den wandel bei dieses Li Thüre, ihre 735. 1 ⁰l en. et der. 44l. er ist mein an ötey was e 4 umel o fen, hnigst thron n, Gottes alle hoffen. ppielt auf n,„huchjt stilet dl nachet alle hit zu ihm mer schöner er sind mit dräutgam ückt mit teu⸗ he. Meis. ster, , Sauphi⸗ 100 Iesus llie t nichts als hat an ihrer glänzet wie 2 0 t sie in s Friedens⸗ tast, zu ihres agen, Zagen, nerblitze sind ttes Lamm s dem Strom en Thränen kommt, bei Er will ihr lk sein, selbst us und ein; Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 613 wie reichlich kann Gott loh— nen! Trauet, schauet Gottes Güte, Gottes Hütte bei den Kindern; Gott wohnt bei be— kehrten Sündern. 5. Wie heilig ist die neue Stadt, die Gott und Lamm zum Tempel hat, zum Grunde die zwölf Boten! Gar nichts Gemeines geht hinein; wer greuelt, muß verbannet sein, sein Teil ist bei den Toten. Reine, feine Edelsteine sind ge— meine; ihr Licht flimmert, wie ein heller Jaspis schimmert. 6. Die Stadt darf keiner Sonne nicht, nicht unsres Mon— des blasses Licht; das Lamm ist ihre Sonne. Ihr leuchtet Gottes Herrlichkeit; die Hei— den wandeln weit und breit bei dieses Lichtes Wonne. 571 Thüre, ihre Pforte dieser Orte 7335. stehet offen, da ist keine Nacht zu hoffen. 7. Von Gottes Stuhle quillt ein Fluß, der mitten auf der Gassen muß das Holz des Le⸗ bens wässern. Die Frucht, die der Baum zwölffach trägt, ein jedes Blättchen, das er hegt, soll die Gesundheit bes⸗ sern. Schlechte Knechte, Herren, Fürsten, Kaiser dürsten nach der Quelle; sie fleußt recht krystallenhelle. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, du hast die Stätt auch mir bereit, hilf mir die Stätt ererben. Weise, preise ihre Kräfte, ihr Geschäfte mir Elenden; Laß mich auf den Anblick enden! Ahasv. Fritsch, 4+ 1701. Eigene Melodie. ———— O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch! die O Ewigkeit, Zeit oh-ne Zeit, ich weiß vor gro-ßer —— See⸗le Eohut . gin.—4* 0 Aufung. sonder Ende! Traurigkeit nicht, wo ich mich hin wende. D Mein ganz 5 I——.—— . ——3——.——— erschrocknes Herz erbebt, daß mir die Zunge am Gaumenklebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird auf— gehoben. Die Ewigkeit hat nur 614 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. kein Ziel; sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben; ja, wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist kein' Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang, o, ewig, ewig, ist zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen! Drum, wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, er⸗ schreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. 4. Was acht ich Wasser, Feur und Schwert? Das alles ist kaum nennenswert, es kann nicht lange dauern. Was wär es, wenn gleich ein Tyrann, der fünfzig Jahr kaum leben kann, mich endlich ließ ver— mauern? Gefängnis, Marter, Angst und Pein, die können ja nicht ewig sein. 5. Wenn der Verdammten große Qual so manches Jahr, als an der Zahl hier Men⸗ schen sich ernähren, als man⸗ chen Stern der Himmel hegt, als manches Laub das Erdreich trägt, noch endlich sollte wäh⸗ ren, so wäre doch der Pein zuletzt ihr recht bestimmtes Ziel gesetzt. 6. Nun aber, wenn du die Gefahr viel hundert tausend tau— send Jahr hast kläglich ausge— standen und in der Höllen solche Frist ganz grausamlich gemar⸗ tert bist, ist doch kein Schluß vorhanden. Die Zeit, so nie— mand zählen kann, die fänget stets von neuem an. 7. Liegt einer krank und ruhet gleich im Bette, das, von Golde reich, recht fürstlich ist gezieret, so hasset er doch solche Pracht, auch so, daß er die ganze Nacht ein kläglich Leben führet; er zählet jeden Glocken⸗ schlag und seufzet nach dem lieben Tag. 8. Doch was ist das? Die Höllenpein wird nicht wie Lei⸗ beskrankheit sein und mit der Zeit sich enden; es wird sich der Verdammten Schar im Feur und Schwefel immerdar mit Zorn und Grimm um⸗ wenden; und dies ihr unbe— greiflich Leid soll währen bis in Ewigkeit. 9. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sün⸗ den dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach, nimm dies wohl zu Herzen und merk auf dies, o Menschenkind: Kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 10. Ach, fliehe doch des Teufels Strick! Die Wollust kann ein' Augenblick und länger nicht ergötzen. Dafür wibllst du dein“ arme Seel hernach— Auf 2 9 2 ů E mals in Mensch z Himmel Polken Marter wäh plagen K Hunger,Sch und sie doc Dann wird st wenn Gott awig sein. 12. Die immerdar, d schaffen wat, vermindern; sunder Ruh, und Seufzen tanskindern. Misethatem noch Rat. 13. Wach vom Sünde dich verlorne bald dein L Es ist dochhi heran die Es Lehn zu gel heut der letzt wie manen 14. Ach, dieser Melt Reichtum, E länger nich an die gro den Glocken⸗ nach dem das De icht wie Le⸗ ind mit der wird sich Schar im Aimmerdar Hrimm um⸗ sihr unbe⸗ währen bis wie bist du rafest du die heißen Pfuhl fkurze Sün⸗ hast du so Ach, nimm en und merk enkind: Kurz d geschwind. he doch des Die Wollust ick und länger Dafür willst Lel hernach⸗ mals in des Teufels Höhl, o Mensch, zu Pfande setzen? Ja, schöner Tausch, ja wohl ge— wagt, das bei den Teufeln wird beklagt! 11. So lang ein Gott im Himmel lebt und über alle Wolken schwebt, wird solche Marter währen; es wird sie plagen Kält und Hitz, Angst, Hunger, Schrecken, Feuer, Blitz, und sie doch nicht verzehren. Dann wird sie enden diese Pein, wenn Gott nicht mehr wird ewig sein. 12. Die Marter bleibet immerdar, als anfangs sie be— schaffen war, sie kann sich nicht vermindern; es ist ein Arbeit sonder Ruh, sie nimmt an Klag und Seufzen zu bei jenen Sa⸗— tanskindern. O Sünder, deine Missethat empfindet weder Trost noch Rat. 13. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf, ermuntre dich verlornes Schaf, und bessre bald dein Leben! Wach auf! Es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß, wie man noch sterben mag? 14. Ach, laß die Wollust dieser Welt, Pracht, Hoffart, Reichtum, Ehr und Geld dir Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 615 falsche Welt und böse Zeit, zusamt des Teufels Wüten. Vor allen Dingen hab in acht die vorerwähnte lange Nacht. 15. O du verfluchtes Men— schenkind, von Sünden toll, von Herzen blind, laß ab, die Welt zu lieben! Ach, ach, soll denn der Höllen Pein, da mehr denn tausend Henker sein, ohn Ende dich betrüben? Wo lebt ein so beredter Mann, der dieses Werk aussprechen kann? 16. O Ewigkeit, du Donner⸗ wort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! OEwigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Joh. Rist, 4 1667. Mel.: O Ewigkeit, du Donnerwort. 735. 73 6 Ewigkeit, du 50. Freudenwort, o Freude, die kein Mensch er— hört, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß von großer Fröhlich— keit nicht, wo ich mich hin— wende. Mein ganz erfreutes Herze springt, vor Freuden alles klingt und singt. 2. Wenn alle Freude in der Welt doch endlich mit der länger nicht gebieten. Schau an die große Sicherheit, die Zeit hinfällt und ganz wird aufgehoben, so hat die Ewig— 616 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. keit kein Ziel, sie treibet stets ihr Freudenspiel und hört nicht auf zu loben; denn meine Seele freudig spricht: die Freude endet ewig nicht. 3. Wie könnte mir doch werden bang, weil diese Freude währt so lang, als ewig sich erstrecket? Die Freude hat die schwarze Nacht der Schmer— zen ganz bei Seit gebracht und ganz und gar verstecket. Nichts ist zu finden weit und breit so lieblich, als die Ewigkeit. 4. Da weiß man nicht von Pein und Qual, die Freud ist mehr, als an der Zahl hier Menschen sich ernähren, mehr, als der Hiumel Sterne hegt, mehr, als die Erde Laubwerk trägt; wie lange wird sie wäh⸗ ren? Es ist ihr nicht jest, noch zuletzt ein Ende, Maß, noch Ziel gesetzt. 5. Wenn du dort bei der Engelschar viel hunderttausend tausend Jahr hast fröhlich ausgestanden und in so lan⸗ ger, langer Frist ganz heil⸗ samlich getröstet bist, ist doch kein Schluß vorhanden. Die Zeit, so niemand zählen kann, die fänget stets vou neuem an. 6. Gott, du bist gnädig so lange Freud bestellt; drum sehne dich von Herzen nach dieser Freud, o Menschenkind, daß du sie kriegest fein geschwind! 7. Die Weltlust währt ein' Augenblick und ist nicht ohne Teufelsstrick, kann länger nicht ergötzen; hingegen wird dort deine Seel, befreit von dieser Leibeshöhl, mit steter Lust sich letzen. O schöner Tausch, und wohl gewagt, das auch den Engeln selbst behagt! 8. So lang ein Gott im Himmel lebt und über alle Wol— ken schwebt, wird solche Freude währen; wenn andre plagen wird die Hitz, Angst, Kälte, Hunger, Schrecken, Blitz und sie doch nicht verzehren, so wirst du sonder Qual und Pein bei Gott in steter Freude sein. 9. Wer wollte nun im Sün⸗ denschlaf, gleich einem sonst verlornen Schaf, zubringen hier sein Leben? Ach nein, es möchte sonst die Zeit der hoch— erwünschten Ewigkeit mir nicht die Freude geben, die hier kein Mensch aussprechen mag, und die ich wünsche Nacht und Tag. 10. Was? Soll die Wol lust dieser Welt, Pracht, Hof fart, Reichtum, Ehr und Geld und gerecht, du tröstest einen mir länger hier gebieten? Nein, frommen Knecht uach ausge⸗ standnen Schmerzen; auf kurze Trübsal dieser Welt hast du Zeit mich möge überwüten! weg mit aller Sicherheit, daß nicht der Teufel, Welt und denwort, d Meish gehö der Ende! ohne Zeit,! zer Froöͤhlich mich hinwen doch bald, I Herr Iesu, u Ke Mel.: Alle 737. werden wir droben ernt insre Freude wir hier hin ten wird die dort ist Tas dort wo man: 2. Es ist Leben nur Thun, und d geben, lässe ruhn. Vor zum Morge 0 Kälte Bliz und 0 al und dhem dme sein. un im Sün⸗ einem sonst „zubringen Ach mein, es eit der hoch⸗ it mir nicht die hier kein umag, und cht und Tag. die Wol Pracht, Hof hr und Geld ieten? Nein, cherheit, daß Belt und überwüten! Nimm, liebe Seele, dich acht, daß dich nicht treff der Sünden Macht! 11. So wird dich als ein frommes Kind, wie alle Him— melskinder sind, dein Gott dort ewig lieben; bei ihm wirst du ohn Angst und Pein mit allen Auserwählten sein und niemals dich betrüben. Wo ist ein so beredter Mann, der diese Freud aussprechen kann? 12. O Ewigkeit, o Freu⸗ denwort, o Freude, die kein Mensch gehört o Anfang son— der Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor gro— ßer Fröhlichkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm mich doch bald, wenn dirs gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Kasp. Heunisch, 4 1690. Mel.: Alle Menschen müssen. 673. 737 7.—5 wie fröhlich, wie selig werden wir im Humuel sein; dort, wo man nachThränen lacht. 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Thun, und die Not, die uns um⸗ Auferstehung, Gericht und ewiges Leben 617 ulauter Sorgen und die über⸗ häufte Not heißet unser täg⸗ lich Brot. 3. Ach wer sollte sich nicht sehnen, dort in Zion bald zu stehn, und aus diesem Thal der Thränen an den Freuden— ort zu gehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt. 4. Da wird unser Aug er⸗ blicken, was ganz unvergleich⸗ lich ist; da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Her— zen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Wollust ohne Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird uns das Lob— getöne seiner Engelschar er— freun! Wie wird unsre Krone droben ernten wir unzählig unsre Freudengarben ein. Gehen wir hier hin und weinen, dor⸗ ten wird die Sonne scheinen; dort ist Tag und keine Nacht, Antlitz schau? Werd ich nicht glänzen bei so vielen Sieges kränzen! Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 6. Ach wann werd ich da— hin kommen, daß ich Gottes bald aufgenommen, in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, 40n, lässet uns gar selten dessen Glanz die Sonne wei— ruhn. Von dem Abend bis schet, dessen wundervolle Pracht zum Morgen kämpfen wir mit alles Gold beschämet macht? 618 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 5. Nun so stille mein Ver⸗auf Erden schon mein Herze langen, o du großer Lebens⸗ himml isch werden, bis mein fürst! Laß mich bald dahin Los in jener Welt auf das gelangen, wo du mich recht allerschönste fällt. trösten wirst. Unterdessen laß Benjamin Schmolck, 1737. 76 ( 3 8— Eigene Melodie. — n, Zorns,„oTagvoll Grauen, da die Wel tbenHerrwsoll Zittern in der Er⸗de Gründen wird des Richters Nahn ver⸗ Ebenso B. 7. 8. 13..— schauen nach dem Wort, dem wir vertrauen. 3. Wunderbar künden, der die Her-zen will ergründen. 4. Erd und Tod Ebenso V. 2. 10. 15. 16. Posamenhal len Liin r. e⸗des Grab erschallen, auf zum wird sehn.— das Geschepfder Antwort Throne! ru⸗ fend all len. 5 Undein Buch wird sich entfalten, seinem Herrn zu geben. 6. Wenner nun sitzt auf dem Throne, Ebenso V. 14.12. 17. 5 Lrann drin die Schul dder Weltenthalten, über dir Gericht zu halten. Wnnntalsbaldvor uites SohnrallessumverdientenLohne 7. Was soll denn ich Armer„9. Jesu, deiner Lieb ge— sagen? wer mich zu vertreten denke, daß du für mich kamst, wagen, wo selbst die Gerech- bedenke, darum einst mir Gna— ten zagen? de schenke. 8. Furchtbar hoch erhabner 10. Bist voll Schmerz mich König, Quell der Liebe, Hei- suchen gangen, hast am Kreuz land gnädig, mache mich der für mich gehangen, nicht um⸗ Sünde ledig. sonst sei Tod und Bangen. Aufer . Richte 06 deinet& er 00„ ehd Awache. 0 e Gliich ö Un m Mrien 1 hast verziehe! ö mng mir er 14. Gar u 0 1 laß du 4 18. Tagd inin —0 5 IÑ Frommer Jef — „—.— ——— 0— den Herrnsoll 5N ers Rahnver⸗ ——— Bunderbar Erdund Ind . 10. 15. 16. llen, auf zum ben, Antwort sichentfalten dem Throne, htzu halten. nten Lohne. r Lieb ge— mich kamst ust mir Gna⸗ chmerz mich st am Kreiz n, nicht um⸗ Bangen. 619 11. Richter der gerechten mich sehen, nicht ins ewge Rache deiner Huld mich teilhaft Feuer gehen. mache, eh der Tag des Zorns 15. Von den Böcken wollst erwache. mich scheiden, zu den Schafen 12. Gleich Verworfnen fühl mich geleiten, stelln zu deiner ich Bangen, Schuld macht rechten Seiten. glühen meine Wangen, mein 16. Ruf, wenn in die ew- Gebet laß Gnad erlangen. aen Flammen sinken, die du 13. Du, der lossprach einst willst verdammen, mit den Marien und dem Schächer Deinen mich zusammen. hast verziehen, hast auch Hoff⸗ 17. Sieh, nach dir streck nung mir verliehen. ich die Hände, zum Zerknirsch— 14. Gar unwürdig ist mein ten, Herr, dich wende, o gieb Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. . Frommer Jesu, Heiland du, schenke alln die ewge Ruh. A⸗ men. Nach Thomas von Celanos, um 1250, von Christian Carl Josias von Bunsen. 739 . Eigene Melodie. . SS.....................—— SSPSPSPSPSPSSITSISSI.I... ö 5.———2 schwinge dich empor; wie ein Adler fleuch be-hen-de! ............ T , ne Je⸗su Hände öffnen schon das Perlenthor. 2. Laßt mich gehen, laßt derer, die des Lammes Thron mich laufen zu den Haufen nebst dem Chor der Seraphinen 620 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. schon bedienen mit dem rein⸗ 6. O wie bald kannst du sten Jubelton. es machen, daß mit Lachen 3. Löse, erstgeborner Bru- unser Mund erfüllet sei! Du der, doch die Ruder meines kannst durch des Todes Thüren Schiffleins, laß mich ein in den träumend führen und machst sichern Friedenshafen zu den uns auf einmal frei. Schafen, die der Furcht ent⸗ 7. Du hast. unsre Schuld 174. sein. getragen; Furcht und Zagen 4. Nichts soll mir am Her- muß nun ferne von mir gehn. zen kleben, süßes Leben, was die Tod, dein Stachel liegt dar— Erde in sich hält. Sollt ich noch nieder; meine Glieder werden in diesen Wüsten länger nisten? fröhlich auferstehn. Nein, ich reis' ins Himmelszelt. 7. Herzenslamm, dich will 9. Herzensheiland schenke ich loben hier und droben in Glauben deiner Tauben, Glau- der zartsten Liebsbegier. Du ben, der durch alles dringt, hast dich zum ewgen Leben nach dir girret, meine Seele mir gegeben; hole mich mein in der Höhle, bis sie sich von Lamm, zu dir! hinnen schwingt. Joh. Ludw. Konr. Allendorf, 4 1773. 1 0 0. Eigene Melodie. 6 Wdet auf! Lust uns die S Stimme der Wächter sehr hoch auf Mitternacht heißt die⸗ 2m1 Stunde! Sie ru⸗ fen uns mit hel der Zinne, wach auf, du Stadt Je-ru-sa⸗ ür. n lem Munde: Wo seid ihr klu-gen Jungfrauen? Wohlauf, 0e der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! ———.——— Wachauchieerdiu wecren Wrnussachnenhnih 2. Zion hört die Wächter Freuden springen, sie wachet singen, das 9825 thut ihr vor und steht eilend auf. Ihr Aufer ulci jubilo' in süßem I Mel: Freu dich pacht, der! herein; lassete schauen, Zeig Scein. Schn uch, macht g uuch bereit erf zun Krämer g ihr draußen 2. O wie die 1n Sch Mun . Bräutgar ewgen Leben e mich mein sehrhoch auf uns mit hel⸗ Regengehn u, sie wachet dauf. Ihr Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 62¹ Freund kommt vom Himmel Das ist eine kluge Braut, die prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all' zum Freudensaal, und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engels⸗ zungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Pforten an deiner Stadt, wir sind Kon⸗ sorten der Engel, hoch um dei— nen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude, des sind wir froh; Jo! Jo! Ewig in d dulci jubilo!*) Phil. Nicolai, 4 1608. *) in süßem Jubelton. Mel.: Freu dich sehr, o meine. 680. 5. t, 741. Wi Ziugmen schauen, zeiget eurer Lampen Schein. Schmückt euch, schickt euch, macht geschwind, daß er euch bereit erfind; wollt ihr erst zum Krämer gehen, ei, so bleibt ihr draußen stehen. 2. O wie selig ist die Seele, darauf, weils Zeit ist, schaut, die wird bei dem Bräutgam stehen, und mit ihm zur Hoch— zeit gehen. 3. O wie thöricht sind hin— gegen, die der Feind also be— rückt, daß sie sich nicht bald drauf legen, daß die Lampen sein geschmückt! Jammer, wenn der Bräutgam spricht: Gehet hin, ich kenn euch nicht; wenn die Gnadenzeit verflossen, und die Himmelsthür verschlossen. 4. Gieb, mein Bräutgam, daß mein Herze sei mit Glaub und Lieb erfüllt, und ich nicht die Zeit verscherze, da du Hoch— zeit halten willt; sondern wenn dein Tag bricht an, und die Thür wird aufgethan, ich, nach üherstandein Leiden, eingeh zu den Hochzeitsfreuden. 5. Laß mich beten, laß mich wachen, bis mein letzter Tag „anbricht, laß mich ja nichts wacht, der Bräutgam bricht herein; lasset euch nicht schläfrig schläfrig machen, bleibe du bei mir, mein Licht! Laß stets deiner Gnaden Schein, 555 in mein Herz hinein, hilf mir ringen, hilf mir kämpfen und 19 falsche Regung dämpfen. 6. Deine Liebe laß mich ehren, und erheben deinenRuhm, laß mich stets dein Lob ver— die die Lampe zugericht', daß mehren, als dein wertes Eigen— es ihr da nicht am Ole, wenn tum; nimm doch alle Trägheit der Bräutgam kommt, gebricht! hin und ermuntre meinen Sinn, 62² Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. rüste mich mit Geistes Waffen,. den Krieg durch des Lammes nur was du willst, schaffen. 7. Steur dem Fleische, wehr dem Drachen, und der bösen Welt dazu, die mich wollen schläfrig machen und doch stören meine Ruh; wecke du mich stündlich auf und befördre meinen Lauf, daß ich werde alle Stunden klugen Jungfraun gleich gefunden. Mel.: Unser Herrscher, unser König. 244. 742 N Ner sind die vor Gottes Throne? Was ist das für eine Schar? Träget jeder eine Krone, glän⸗ zen wie die Sterne klar! Halle— luja! singen all, loben Gott m hohem Schall. Wer sind die, so Palmen in wie ein Sieger in der Hand, welcher seinen Feind ge— schlagen, hungestredet in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget die— sen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angethan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr; wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl ge— rungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod be— zwungen, folgend nicht dem sündgen Heer, die erlanget auf Heil gebracht; laß mich Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel er⸗ litten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochge— lobten Gott. Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stammes, der uns Huld und haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets er⸗ schienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern. Nun sie stehen all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell, so hat ihre Seel geächzet nach dem rechten Lebensquell. Nun ihr Durst gestillet ist, da sie sind bei Jesu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Le— benssonne, mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Le— bensborn; Hirt und Lamm, das ewig Gut, lieblich sie er— quicken thut. 10. Dahin streck auch ich 6, mein 12. Gieb, geboren,a Reis wachse koren, durch waschen wei 4m. rein, schen Schein 13. Daß den Fromm dir ähnlich der Not ent dir getteues nahet zu de den verheißr 14. Wel. diese Wonn der heilgen Strahl der v auch wie d Mmen, Lobf und Preis Heinrich Th Fe Vel.: Es ist ge 743. 623 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 9 des L amne die Hände, o Herr Jesu, zu sein, wenn Jesus einst wird 10 viel dir aus; mein Gebet ich zu sagen: Kommt, ihr Gesegnete, Miin dir wende, der ich noch in herein, befreit von allen Pla⸗ in Gebet 1—— deinem Haus hier auf Erden gen, kommt, erbet meines Va⸗ dem 4.— steh im Streit: Treibe, Herr, ters Reich, das er bereitet hat für hat v die Feinde weit. euch, eh er die Welt erschaffen! Gott Ha 11. Hilf mir in dem Kampfe 2. Mit was für Freuden ö al siegen wider Sünde, Höll und werd ich gehn zum Freunde 6 wrige Welt; laß mich nicht darnie- meiner Seelen! Ich werde ihm 8 Huld ihes der liegen, wenn ein Sturm zur Rechten stehn, mich wird Auld und aben in dem ihre Kleider id geschmückt angen nun im mich überfällt. Führe mich kein Feind mehr quälen; das aus aller Not, Herr, mein auserwählte Gotteslamm, mein Fels, mein treuer Gott. Schönster und mein Bräutigam ö 12. Gieb, daß ich sei neu wird mich zur Hochzeit führen. geboren, an dir als ein grünes 3. Der Vorschmack muß mich Reis wachse und sei auser- schon allhier im Gnadenreiche koren, durch dein Blut ge⸗ laben; im Himmel soll ich für waschen weiß, meine Kleider und für das Brot des Lebens ha— so stets er⸗ Priester vor und Nacht Leib und Seel un sie stehen em Stuhl im ch am Mitag Strom, der o hat ihre h dem rechten in ihr Durst sie sind bei zionsberg si amm, die Le⸗ in dem Stuhl rechten Le⸗ und Lamm, ieblich sie er⸗ reck auch ich wahre rein, meide allen fal⸗ schen Schein; 13. Daß mein Teil sei bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind, und auch ich der Not entnommen, als dein dir getreues Kind dann, ge— nahet zu dem Thron, nehme den verheißnen Lohn. 14. Welches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenk, 1 1727. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 725. ie froh wird 743. Wnene Sele ben; die Lebensbrünnlein sollen dort auf Leib und Seele fort und fort aus seiner Fülle fließen. 4. Gesegnet bin ich durch sein Blut, das er für mich vergossen; dies Blut macht allen Schaden gut bei seinen Reichsgenossen; es hat getilget alle Schuld; darum läßt Gott mir seine Huld so reichlich widerfahren. 5. Gott ist mein Vater, ich sein Kind; drum kann ich nicht verderben. Die Güter, die er— worben sind, soll ich im Himmel erben; ich erbe Christi Ehren— kleid, die unschätzbare Seligkeit, die hier kein Auge siehet. 6. Gott hat von Anbeginn der Welt dies Erbteil mir be— 624 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. reitet; ihm gleichet weder Gold noch Geld, das oft zur Hölle leitet. Dies Erbteil bleibet ewig mein; so lange Gott wird ewig sein, lange soll ichs haben. 7. Darum, mein Hers ver⸗ zage nicht in deinem Kreuz und Leiden Dein Jesus ist dein Trost und Licht, nichts kann von ihm dich scheiden; 744. das kurze Leid, das dich be— schwert, ist jener Herrlichkeitnicht wert, zuwelcher du sollst kommen. 8. Da wirst du Gott von Angesicht zu Angesichte sehen; wie wohl wird dir bei diesem Licht in Ewigkeit geschehen! Du wirst, befreit von aller Pein, gesegnet in dem Herren sein und ewiglich dich freuen. Joh. Jänichen, 1 1731. Eigene Melodie. Hlicen und Worten sich erquicken, wird dasnicht Freudef sein? 2. Wird das nicht Freude sein, wenn, was der Tod ent⸗ nommen, uns wird entgegen— kommen und jauchzend holen ein; wenn man wird froh umfassen, was thränend man verlassen, wird das nicht Freude sein? 3. Wird das nicht Freude 4. Wird das nicht Freude sein, was unaussprechlich, hö— ren, des Höchsten Lob ver— mehren: Die Engel stimmen ein; wenn sie mit süßem Klin⸗ gen ihr dreimal Heilig singen. Wird das nicht Freude sein? 5. O, das wird Freude sein! sein, sehn untern Füßen liegen, Weg, Güter dieser Erden, ihr womit man hier muß kriegen? Ehren voll Beschwerden, ihr Gott dienen engelrein? Von Freuden auf den Schein! Ge⸗ Schmerzen, Leid, Verdrüssen, habt euch wohl, nicht daß Geringste wissen,‚ ihr Lieben! Muß ich euch jetzt betrüben, wird das nicht Freude sein? denkt, dort wird Freude sein! Hans Christoph v. Schweinitz, 4 1722. ——— Um die Guad Een wziger wifen fte zu beten. Auch rüg und verdro assen uns leich dische Geschäfte daran hind indern. mancherlei Anfe gen 2— Seiten i Il. iser machen s0 ben ich dich, Hert, (est über mich den Geist der G hetes, damit i ntterich überwi deinem Willen rlangen möge Zeel und Leibel in alleEwigkeit! durch Jfun h Chr ieinen einzigen Vor dem täg Herr Jesu 6 johlen hast, daf suchen, und ver ihr Glauben un den sollen, öfft daß ich sehe die Hesetze. Zeige Rechte, daß ich Ende. Sende n idortselbstden S tseinen holher — Freude sein? nicht Frende prechlich, hö⸗ en Lob ver⸗ ngel stimmen üßem Klin⸗ Heiiig singen. Freude sein? Freude sein! er Erden, ihr hwerden, ihr Schein! Ge⸗ ihr Lieben! jetzt betrüben, Freude sein! Schweinitz, 1 1722. Anhang. I. Gebete. 1. Stundengebete. Um die Gnade, recht zu beten. Barmherziger Gott, lieber Vater, wir wissen freilich nicht, was wir beten sollen, und wie sichs gebührt, zu beten. Auch sind wir von Natur träg und verdrossen zum Gebet und lassen uns leicht durch geringe ir— dische Geschäfte davon abhalten und daran hindern. Dazu kommen die mancherlei Anfechtungen des leidi⸗— gen Satans, der uns auf allen Seiten in unserem Gebete irre zu machen sich bemüht. Darum bitte ich dich, Herr, mein Gott, du wol⸗ lest über mich reichlich ausgießen den Geist der Gnaden und des Ge⸗— betes, damit ich alle Hindernisse ritterlich überwinde, fleißig und nach deinem Willen bete und von dir erlangen möge alles, was mir an Seel und Leib hier zeitlich und dort in alle Ewigkeit nützlich und nötig ist, durch Jesum Christum, deinen Sohn, meinen einzigen Heiland. Amen. Vor dem täglichen Bibellesen. Herr Jesu Christe, der du be⸗ fohlen hast, daß wir in der Schrift suchen, und verheißen, daß wir in ihr Glauben und ewiges Leben fin⸗ den sollen, öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetze. Zeige mir den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Sende mir deinen Geist von deinem heiligen Himmel und aus dem Thron deiner Herrlichkeit, daß er bei mir sei und mit mir arbeite, auf daß ich erkenne, was dir wohl⸗ gefalle, und mein Werk in deinem Namen und zu deinen Ehren recht verrichte, auch mein Herz mit wahrem Glauben, Liebe, Hoffnung, Demut, Geduld, Sanftmut, Gottesfurcht und aller Gottseligkeit erfüllet werden möge. Amen. Unter dem Mittagsgeläute. Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. Gieb unserm Land und aller Obrigkeit, Fried und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein christlich, ehrbar, geruhig Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Amen. Beim Schall der Vesperglocke. Herr Jesu Christe, der du am Abend mit deinen Jüngern in den Garten hinausgingst, um für das verlorene menschliche Geschlecht zu leiden, es durch dein Leiden und Sterben mit dem himmlischen Vater zu versöhnen und fürs Leben zu gewinnen, aus dem es entfallen war, gieb mir beständig dein 1 1 bitteres Leiden also zu bedenken, daß es niemals an mir vergeblich und verloren scheine, sondern mir und allen deinen Auserwählten zum ewigen Leben gereiche, welches du uns mit deinem Leiden und Sterben für uns arme Sünder wieder hast gewinnen wollen. Amen. So oft die Glocke schlägt. Herr Jesu Christe, dir lebe ich, dir sterbe ich, dein bin ich tot und lebendig. O Jesu Christe, Gottes Sohn, verleihe mir ein seliges Stündlein aus diesem Jammerthal abzuscheiden, auf daß ich unsträflich und unbefleckt vor deinem Angesicht erfunden werden und die selige Stimme hören möge: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, er⸗ erbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Amen. Um tägliche Todesbereitschaft. Herr Jesu, du wahrer Fürst des Lebens, ich bitte dich demüthiglich, du wollest mir deines Heiligen Geistes Gnade geben, daß ich in dieser Welt nicht mir, sondern dir allein zu Ehren lebe; alle Stunden und Augenblicke an den Tod, und was bei Bösen und Frommen darauf folgt, gedenke; die rechte, selige Sterbekunst, ehe ich sterbe, wohl alles, bei und anschauen durch 2 Stundengebete. erlerne, auch endlich getrost und selig übe und aus dieser Welt Pilgrimschaft in das himmlische Vaterland meine selige Heimfahrt halten möge. Amen. Herr Jesu, leite mich im Leben und Sterben. Was du erworben hast, das laß mich ererben. Amen. Wenn man in der Nacht auf⸗ wacht oder nicht schlafen kann. O du großer Gott, mein Licht und mein Heil, mein Schild und meines Lebens Kraft wider alle meine geistlichen und leiblichen Feinde, meines Herzens Trost wider was mich um der Sünde willen quälen will, zu dir wacht mein Herz und dankt dir inniglich, daß mich dein liebster Sohn durch seine traurige Angstnacht von der gewissen, schrecklichen Nacht der Hölle erlöst hat. Ach, stehe mir gnädig allen denen, die vor Kummer und Qual des Gemütes, der Seele und des Leibes nicht ruhen können. Behüte uns vor allem Uebel. Gönne uns gnädig die nächtliche Ruhe, bis wir recht zur Ruhe kommen in deiner lieb⸗ lichen HDimmelswohnung und dich ohne Aufhören und Ueberdruß selig Christum, deinen Sohn, unsern Gnadenthron. Amen. —— Morgen- und Abendsegen. Wenige Seufzer, die ein ganzes Morgengebet ausmachen. Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen. (Danksagung.) vergangen, Die Nacht ist der Tag aber herbei gekommen; so wache nun auf, meine Seele, lobe unsern Gott und denke hernach an alles, was du den Tag über zu thun hast. (Bitte.) Siehe, mein Gott, ich habe abermals einen neuen Tag erlebt und du weißt, daß ein jeg⸗ licher Tag seine eigene Plage hat, der hute mich doch! Ende. (Gebet) Go Freue alle Mor in mei inem soll und in m Leben bedarf. Vuters beschütze des Sohnes reg des Hei iligen Ge Der Herr segne mich! Der 5 M i über qnd dig!— Hgeiht auf Frieden! ö Fürbitte) 6 0 Vater, di wieder aufgeher und Gute, so nun ihrer aller weder zeitlich n werden. Amen Wenige Seufze Abendgebe Dankqagung. hast mir heutet und wenn mick Böses betroffen 15 nach Wun so habe ich es! berdient und u lücklicher gew deine Barmher, hätte gelindert. Vater, geehrt, u dir wacht dir inniglich er Sohn durch macht von der Nacht der Hölle he mir gnädig nen, die vor des Gemütes Lebes nicht hüte uns vor ne uns gnädig bis wir recht in deiner lieb⸗ nung und dich Ueberdruß selig hristum, deinen nthron. Amen. . nun auf, meine Gott und denke as du den Tag mein Gott, ich en neuen Tag , daß ein jeg⸗ ene Plage hat, Morgen- und du weißt, daß ich noch sündlich und gebrechlich, du weißt, daß ich noch mühselig und beladen bin und daß mein Elend alle Morgen neu ist. Darum nimm weg von mir alles, was du hassest. Hindre alles, was mir schadet. Und so ja dieser Tag der letzte sein sollte, so be— hüte mich doch vor einem unseligen Ende. (Gebet.) Gott, dessen Güte und Treue alle Morgen neu wird, er⸗ höre jetzt mein Gebet und gieb mir nach deinem gnädigen Willen alles, was ich diesen Tag über in meinem Christentume haben soll und in meinem zeitweiligen Leben bedarf. Die Allmacht des Vaters beschütze mich, die Weisheit des Sohnes regiere mich, die Kraft des Heiligen Geistes erhalte mich. Der Herr segne mich und behüte mich! Der Herr erleuchte sein Angesicht über mir und sei mir gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht auf mich und gebe mir Frieden! (Fürbitte.) Gnädiger Gott, lieb⸗ reicher Vater, du hast deine Sonne wieder aufgehen lassen über Böse und Gute, so erbarme dich auch nun ihrer aller und laß uns heute weder zeitlich noch ewig verloren werden. Amen. Wenige Seufzer, die ein ganzes Abendgebet ausmachen. (Danksagung.) Mein Gott, du hast mir heute viel Gutes erwiesen, und wenn mich gleich auch etwas Böses betroffen hätte, oder nicht alles nach Wunsch wäre ergangen, so habe ich es doch noch viel ärger verdient und würde noch viel un— glücklicher geworden sein, wenn deine Barmherzigkeit mir es nicht hätte gelindert. So sei nun, lieber Vater, geehrt, gelobt und gepriesen Abendsegen. 3 für dieses und alles Andere, was du heute bei mir, den Meinigen und allen Menschen Gutes gegeben und Böses verhütet. Sei gelobt, mein Gott, ewiglich! (Bitte.) Barmherziger Gott, gnädiger Vater, verzeihe mir um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, willen alles, was ich diesen heutigen Tag wissentlich oder unwissentlich, öffentlich oder heimlich Gutes unter⸗ lassen, oder Böses gedacht, verlangt, geredet und gethan wider dich, meinen Nächsten und mich selbst. (Gebet.) Herr Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! In deinem Namen gehe ich schlafen, so laß nun auch dein armes Geschöpf, meinen Leib, meine Seele, mein Hab und Gut deiner Güte be— fohlen sein; denn dir lebe ich, dir sterbe ich, dein bin ich tot und lebendig. (Fürbitte.) Herr, du Hüter Israels, der du weder schläfst, noch schlummerst, sorge auch in dieser finstern Nacht für die lieben Meinigen ꝛc. und für alle Menschen. Dein Auge wache für sie, deine Hand bedecke sie, dein Engel schirme sie. Erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus dieser Finsternis werden kommen zu dem ewigen Licht. Amen. Morgensegen am Sonntag. O du Vater des Lichts, der du das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute und allezeit das wahrhaftige Licht, Jesum Christum, in mein Herz und laß ihn darin leuchten und alle Finsternis vertreiben, da⸗ mit ich dich, o ewiger Gott, in deinem lieben Sohn erkenne und lieb gewinne. Siehe, ich bin durch die Sünde in der Finsternis der 1* 4 Morgen- und Abendsegen. Eitelkeit gefangen und verdunkelt. Darum lehre du mich selber durch deinen Heiligen Geist aus deinem heiligen Wort, wie ich mich zu dir bekehren, und dir im Glauben gehorsam werden könne. So werd ich mich recht mit Lob und Dank zu dir wenden und dir in deinem Lichte dienen und gefallen können. O Herr Jesu Christe, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe du mir auf als ein Morgenstern und schenke mir dein Heil unter deinen Flügeln, damit mir alle Tage meines Lebens zu rechten Sonntagen werden. Lehre mich aufwachen vom Schlafe meiner natürlichen Sicherheit und aufstehen von allen toten Werken und Gesellschaften, damit du mich, Jesu, erleuchten mögest. Du bist ja der Glanz der Herrlichkeit, ach so lasse mich nicht mir selber leben, sondern dir, der du für mich ge⸗ storben und heute wieder auf-⸗ erstanden bist. O brich an, du helles Licht, in meinem Herzen und herrsche über alle deine Feinde in uns, die du in deiner Auferstehung bezwungen hast! Und, o Heiliger Geist, schicke unsere Herzen heute,‚ daß sie deine Tempel werden, darinnen du den ganzen Tag lehren könnest. Heilige alle Gedanken und Sinne, dein Wort zu fassen und zu behalten, auch dir ohne Falsch zu gehorchen und in täglicher Buße diese ganze Woche und alle⸗ zeit fortzugehen. Halte selbst deinen Sabbat oder Ruhetag in uns und habe dein Werk in unseren Herzen, daß wir dir gefällig seien in Zeit und Ewigkeit. Amen. Abendsegen am Sonntag. Dir sei allein Preis und Lob gebracht, o heiliger Herr und Gott, der du mir heut dein Licht hast lassen helle werden und so viel Gnad an Seel und Leib gegönnet. Ach, bewahre du selber in meinem Herzen, was dein Geist durch dein Wort in mich gepflanzt hat, da— mit ich viel Früchte bringe in Ge⸗ duld zum ewigen Leben. Vergieb mir alles, worin ich deinem voll⸗ kommenen Willen nicht nachgelebt haben mag. Laß mich auch den neidischen Feind diese Nacht oder sonst nicht anfechten, noch das Gute, so du mir gezeigt hast, rauben. Auch wollest du sonst aus Gnaden wachen über alles, was du mir gegeben und in deiner heiligen Ord⸗ nung anvertrauet hast. Sei mein Licht in meiner Seele, wenns dunkel wird, und meine Kraft bei aller Schwachheit, mein Schutz, Heil und Leben. In dein liebevolles Herz, Herr Jesu, ergebe ich mich ein, du einiges Heil meiner Seelen. Setze deinen heiligen Willen in mir doch beständig fort und lasse mich auch im Schlafe mit dir reden. Erinnere mich des gehörten Worts stetiglich, daß alle meine Sinne und Gedanken zu dir gerichtet bleiben, damit es immerfort Sonntag und ein heller Schein deines Lichts in meinem Ge⸗ müte bleibe, der du meine einige Ruhe und Seligkeit sein willst ewig⸗ lich. Amen. Morgensegen am Montag. Bei diesem Anfang der Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem Heiligen Geiste erfüllen, da⸗ mit ich allein das denke, rede und thue, was du selber in mir willst und wirkest. Ach, vereinige meine Gedanken und Begierden mit dir durch die Liebe Christi und reinige mein Gewissen durch sein Blut, da⸗ mit ich in deinem heiligen Gehor— sam einher gehe. Siehe, ich über⸗ darinnen, und krell sei. in mir und 0 Anfang, Mittel Preis und mei Abendsege Heiliger und jollen in täglic dar zu dir wen also von neuer imnere du mi Heist deiner z1 diesen Tag übe abgewichen sei dem verlornen nohen mit zerk lomme mir m zubor in allen mit mich die F. wafrnet überfa Reuem auf in! wider alle dein lich die unsicht gleich Dank f wahrung und K Lehre mich ert dich unmöglic und wie du h habest, alle dei und zu schitz Wran IO auch den Nacht ode 4*— das Out, hasf, rauben. i aus Gnade n was du mir er hei llgen Ord⸗ Sei mein 20 16 dunkel n st bei aller Schutz Heil und iebevollez Herz, ch mich 9 ein, u Seelen. Setze Len in mir doch sse mich auch im dan in. Lorts stetiglich und vdanhn iben, damit es und ein heller in meinem Ge⸗ du meine einige sein willst ewig⸗ im Montag. ang der Woche heiliger Vater, risti, due wollet und Sinn mit iste erfüllen, da⸗ denke, rede und er in mir willst vereinige meine gierden mit dir risti und reinige ch sein Blut, da⸗ heiligen Gehor⸗ Siehe, ich über⸗ Morgen-⸗ und Abendsegen. 5 gebe mich dir für diese ganze in Züchten reine sein von allen ja für mein Lebenlang, stärke mich mit deiner Kraft. Mache mich auf⸗ richtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Verführungen meines verderbten Herzens und böser Men⸗ schen streiten. Mache mir die Eitel— keit recht bitter, daß du mir desto süßer werdest. Hilf mir die Last dieser Woche tragen, leite mich wie ein lieber Vater und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich fröhlich und getrost darinnen, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja, werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und Ende zu deinem Preis und meinem Heil. Amen. Abendsegen am Montag. Heiliger und gerechter Gott, wir sollen in täglicher Buße uns immer⸗— dar zu dir wenden und deine Gnade also von neuem suchen. Darum er⸗ innere du mich selber durch den Geist deiner Zucht, worin ich etwa diesen Tag über oder sonst von dir abgewichen sei. Laß mich stets mit dem verlornen Sohne wieder zu dir nahen mit zerknirschtem Herzen und komme mir mit deiner Erbarmung zuvor in allem meinem Elende, da⸗ mit mich die Finsternis nicht unge— waffnet überfalle. Nimm mich von neuem auf in deine heilige Fürsorge wider alle deine Feinde, vornehm⸗ lich die unsichtbaren, und habe zu— gleich Dank für die heutige Be— wahrung und Hilfe in meinem Beruf. Lehre mich erkennen, wie ich ohne dich unmöglich kann sicher bleiben, und wie du hingegen Macht genug habest, alle deine Kinder zu erleuchten und zu schützen. Das Fleisch laß sündlichen Lüsten. Laf aß mich)dir all das Meine anvertrauen, in deinen Willen mich ergeben, in dir sanft ruhen und mit guten Gedanken und Begierden wieder aufwachen zu einem hellen und frö hlichen Tag deiner Gnade in Christo Jesu, meinem Herrn und Heiland. Amen. Morgensegen am Dienstag. Getreuer Gott und Vater, dir sei Preis für alle deine Güte, daß du mich unter dem Schatten deiner Flügel hast ruhen lassen. Desto mehr lasse nun auch diese künftige Zeit mich zu deiner Liebe erwecket werden, daß ich nicht begehre zu leben, ohne nur in dir, und was ich noch lebe, blos im Glauben deines Sohnes lebe, ja, daß er mein wahres Licht und Leben werde— Hierzu übergebe ich mich dir ganz von neuem zu deiner Reinigung und Regierung. Laß du den lebendi— gen Glauben, und dadurch Christum in meinem Herzen wohnen, daß er die Früchte des Glaubens in mir wirke, als Liebe, Hoffnung, Demut, Sanftmut und Geduld. Lehre mich keine Wollust zu verlangen, als nur deine Liebe; keine Vorteile, als die Schätze deiner Gnaden; keine Ehre, als deine Kindschaft, wenn ich in dir von neuem geboren werde. Für das Zeitliche laß mich ja nicht ängst— lich sorgen, denn du wirst mich nicht verlassen noch versäumen. Heilige und benedeie das Werk mei⸗ ner Hände selbst, und neben mir auch alle, die dich suchen. Ja, breite deine Barmherzigkeit über alle Men⸗ schen aus und hole einen jeden her⸗ um aus seinem Verderben, absonder— lich die Feinde deiner Wahrheit. Insbesondere empfehle ich deiner Gnadenregierung die Meinigen, I 6 Morgen- und Abendsegen. wie auch meine Oberen und Vor⸗ gesetzten. Erbarme dich des allge— meinen Elends in allen Ständen, und mache der Bosheit und allen Argernissen ein Ende. Hilf auch allen Notleidenden und sei uns allen gnädig, daß du uns deinen Frieden gebest im Namnen Jesu. Amen. Abendsegen am Dienstag. Wiewohl ich deine Güte, o himm⸗ lischer Vater, nicht völlig erkenne‚, die ich nur heute, geschweige mein lebenlang genossen habe, so wollest du doch meinen schwachen Dank in Gnaden annehmen und noch dieses zu deinen vorigen unzähligen Wohl— thaten hinzu thun, daß du mich in Christo gnädiglich mit meinem Lob— opfer ansehest. Dir sei insonder— heit Dank, daß du mir etwa heute eine Züchtigung und Demütigung zugeschicket hast, meine Seele von der Welt abz andr Fus Du hilfst ja nun immer eine Last nach der andern überstehen und trägest dabei viel Geduld, regierest uns auch mit vielem Verschonen. Laß uns ja deine Gnade nicht wegwerfen, noch auf Mutwillen ziehen, sondern mache uns rechtschaffen vor deinem Angesicht und prüfe, wie wir's meinen. Ja, laß uns täglich in deiner Liebe und Erkenntnis wach— sen, und was versäumet ist, ersetze du selbst. Nimm uns nun in dei⸗ nen Frieden ein und wirke die nötige Zuver sicht auf deine Bewah— rung. Bleibe du in und bei uns, daß kein Feind einbreche. Erbarme dich aller deiner Kinder, ja aller deiner Geschöpfe, und morgen öffne uns Herz und Mund, dich dafür zu loben und in deiner Kraft einher zu gehen, bis endlich der Abend unseres Lebens kommt und dein ewiger Tag anbricht, da keine Nacht und Finsternis ist. Amen. Morgensegen am Mittwoch. Zu dir, o himmlischer Vater, wende ich jetzund meine ersten Gedanken und erhebe mein Herz dazu, damit ich in dir nunmehr allein leben, stehen und gehen möge. Sei du ferner meine Burg und Zuversicht, wie du es diese Nacht ja so treulich warest, dafür dich mein Gemüt preisen und anbeten müsse. Nun wache heute ferner über mich, über meine Sinne und Glieder, vornehmlich über mein Herz. Gieb mir ja eine tägliche Buße über alle meine Verderbnis und übrige Unreinigkeit. Laß mich in dir reden und wirken dein Wohl⸗ gefallen, in dir essen und trinken, regen und bewegen. Und weil du deinen Namen, o Herr, ein festes Schloß nennest, so laufe ich mit allen, die du im Glauben deines Sohnes gerecht machest, dahin. In diesem ergebe und opfere ich dir auch alles, was du mir geschenkt hast, auch alle meine Mitbrüder, sie seien nahe oder ferne, auf daß wir allesammt dein ewig Eigen⸗ tum werden und bleiben, auch dich also zusammen als Einer mögen anbeten. Laß deinen Geist den gan⸗ zen Tag an uns züchtigen und ar— beiten, damit wir in den Schranken deiner Gebote fortlaufen, und der Feind uns nicht könne von dir trennen. Segne uns in Christo Jesu mit allem, was dir gefällt, und gieb uns so viel Kraft und Weisheit zu dem Stand, darein du uns zu deinen Dienern gesetzt hast. Ach, zeige uns die Fußstapfen dei⸗ nes Sohnes, ihm treulich zu fol— gen. Bewahre uns vor allen bösen Leuten, und daß sie uns nicht scha⸗ den noch verführen. Dein guter Engel führe uns auf Weg und Steg, und hilf uns wandeln auf dem Weg ur Euiglei, 6 den Heligen Abendseger Zummle, e und wei auf Erden n nich gnügen kann. allein in mein Line andere und weder bös elwas Feindsel Innen. Schlei Tumpel, mein gen Rossen und: Ringmauer ein sicher ruhen Un den sein, wie d wilst. Denn Ind dein Sohr erkauft, auf de ihm leben sol schlafe. Darm uhe ich nicht Das schaffe du Christum im geit. Amen. Morgensegen Nun segneen Liebe des Va Nsuu Christi! Heiligen Geiste dit, du dreiein Laß mich ken dein Wohl⸗ u und trinken nd weil bu Her, ein festos aufe ich mit Hauben deines hest, dahin. In opfere ich dir mir geschenkt ine Mitbrüder, serne, auf daß 1Hewig Eigen⸗ eiben, auch dich Einer mögen 1 Geist den gan⸗ ichtigen und ar⸗ den Schranken aufen, und der önne von dir in Christo dir gefallt, viel Kraft und and, darein du gern gesetzt hast Fußstapfen dei⸗ treulich zu fol⸗ vor allen bösen uns nicht scha⸗ . Dein guter Veg und Steg, n auf dem Weg zur Ewigkeit, durch Christum in dem Heiligen Geist. Amen. Abendsegen am Mittwoch. Sammle, o Gott, alle meine Kräfte und Gedanken nun in dir zusammen, als in dem Brunnen meines Lebens, damit ich dir wür⸗ diglich danken könne durch Jesum Christum, deinen Sohn, weil du mich heute so gar sonderbar be— gnadigt und mir beigestanden hast. Nun empfehle ich dir auch in sol— chem Vertrauen mein ganzes We— sen und Leben, wie auch alles andere zu deiner Verwaltung. Ja, ich fliehe wider alle meine Feinde in dein liebevolles Herz und suche meine Befriedigung in dir allein, weil mich sonst im Himmel und auf Erden nichts stillen und ver— gnügen kann. So wirke du nun allein in meinem Gemüte, damit keine andere Kraft an mir hafte, und weder böse Geister noch sonst etwas Feindseliges zu mir nahen können. Schleuß du selbst deinen Tempel, mein Herz, mit deinen feuri⸗ gen Rossen und Wagen als mit einer Ringmauer ein, so kann ich wohl sicher ruhen und mit allem zufrie— den sein, wie du mit mir verfahren willst. Denn ich bin einmal dein, und dein Sohn hat mich so teuer erkauft, auf daß ich zugleich mit ihm leben solle, ich wache oder schlafe. Darum lebe, schlafe und ruhe ich nicht mir, sondern dir. Das schaffe du selbst in mir durch Christum im Heiligen Geist alle— zeit. Amen. Morgensegen am Donnerstag. Nun segne mich ferner die ewige Liebe des Vaters in dem Blute Jesu Christi durch die Kraft des Heiligen Geistes! Dank und Lob sei dir, du dreieinige, ewige Gottheit, Morgen- und Abendsegen. 7 für deinen so beständigen Schutz, Rat und Trost, den du mir noch nie hast mangeln lassen in aller Gefahr, auch nicht in dieser Nacht. Wie sollte ich mich nicht weiter dir allein aus ganzer Macht anver— trauen, der du so unzählige Pfän⸗ der deiner Treue mir gegeben? Ich befehle mich dir billig mit allem, worin du mich zum Haushalter geordnet hast. Du wollest doch meines Sinnens und Beginnens Anfang und Ende sein: Laß es alles zu deinen Lob gereichen und dem Nächsten zu Dienst in deiner Liebe. Wende dagegen von mir ab die giftigen Begierden und Kräfte bö⸗ ser Geister und Menschen. Be— gütige auch die Feinde vor mir, wie Esau vor Jakob und laß mich in deinem Weinberge treulich arbeiten, als ein gehorsames Werkzeug deiner Gnade. Laß mich keine Sicherheit noch Heuchelei einnehmen. Schenke mir ein freudig Gemüt in seliger Einstimmung mit deinem Willen, und halte deine Liebe beständig über mir, daß deine Gnadensonne nicht untergehe, sondern mich von An-— fang bis zu Ende regiere in Christo Jesu, meinem Herrn. Amen. Abendsegen am Donnerstag. Wo soll ich mich nun hinwenden, o Gott meines Lebens, als zu dir, da nun die Finsternis und so man⸗ ches Böse hereinbricht? Offne mir doch dein freundlich Herz in Christo Jesu und laß mich in seiner offenen Seite ruhen. Denn ich will nun meinen Schlaf nur in deiner Liebe und Vereinigung vornehmen, damit er mir in dir gesegnet und nützlich sei. Verhüte du doch selbsten, daß mich keine falsche Kraft berühre, und zerbrich alle Pfeile, die etwa auf mich zuschiesen möchten. Laß auch den Satan mich durch keine 25 8 Morgen- und böse Lust reizen, sondern das Fleisch in Züchten reine sein. Dagegen zünde deine Liebe an, so kann ich die ganze Nacht mit dir im Gemüte zu thun haben, o mein Licht und Heil, wenn gleich der Leib schläft. Deswegen versenke ich mich ganz und gar in deine Erbarmung und begehre nur in deiner Kraft zu ruhen nebst allen meinen Freunden, an denen du sowohl als an mir Armen deine Barmherzigkeit wollest groß machen in Zeit und Ewig⸗ keit. Amen. Morgensegen am Freitag. Du lebendiger, wahrer Gott, und Schöpfer, meine Augen sollen auf dich sehen, und in deinem Licht dich, du wahres Licht, an diesem Morgen suchen, der du mir näher bist als ich selber. Du lebendige Quelle alles Segens, von dir hole ich nun ferner, was mir not thut. Zuvor aber sage ich dir Dank aus allen meinen Kräften in Jesu Christo durch deinen Geist, wegen deiner väterlichen Hut und Wacht in dieser vergangenen Zeit. Nimm nun mein elendes, unwertes Herz zu einem Morgenopfer durch eben denselben Hopandeen auf, und gieße deine Liebe darin aus durch deinen G eist, so werde ich den ganzen Tag in solcher Liebe wandeln können. Ich kann ja, wie du weißt, nicht einen Augenblick ohne dich bestehen, darum vereinige meinen Willen mit dir, daß sich nichts in und an mir ohne dich bewege, geschweige ich außer deiner Regierung etwas wirke. Was ich aber versehe, das verbessere du durch deine vollkommene Liebe und hilf mir in wahrer Buße unver⸗ rückt fortgehen, wie du es von mir verlangst. Ich entsage williglich allem Argen und überlasse mich und alles Andere deinem Regiment und Abendsegen heiliger Ordnung; du wirsts in allem wohl machen, und mir endlich durch alle Trübsal, Mühseligkeiten hindurch helfen in dein Himmelreich. Dir sei in allem Ehre und Herrlichkeit gegeben. Amen. Abendsegen am Freitag. Der Abend hat uns nun über⸗ fallen, o mein lieber frommer Gott und Vater, und wir sind allzu schwach uns— zu helfen oder zu verwahren. Drum stärke du uns doch durch die Kraft des Glau bens und widerstehe allen feindlichen Mächten, die uns mit List oder Gewalt schaden können. Und weil uns das äußerliche Licht nun ent zogen ist, so blicke uns destomehr inwendig an mit dem ewigen Licht deiner Gnaden, damit wir in unserer Not und Gebrechlichkeit allezeit Rat und Zuflucht bei dir suchen und finden. Kehre unser Herz und Sinn zu dir, daß wir nicht irre gehen. Hast du uns aber heute von dir abgewichen gefunden, so rufe uns wieder mit deiner heiligen züchti genden Gnade zu dir, und bringe alles Verwirrte zurecht. Erhalte uns wider alles Arge, daß wir dir zu Lobe und Dienst leben, so wollen wir rühmen in dir nund nicht 5 uns selber zuschreiben, sondern dir allein alle Ehre geben. Das wollest du uns selbst lehren und dazu alle deine Gläubigen regieren, ja, deine ganze Gemeinde in der Welt dir befohlen sein lassen, und einem jeden Glied das Maß seines Leidens über winden helfen, bis es alles vollendet werde, und wir zur ewigen Ruhe kommen in Christo deinem Sohne, der unser Friede worden ist. Amen. Morgensegen am Sonnabend. Abba, mein lieber Vater, hilf daß ich dich diesen Morgen und dein, hne in der au solche tägli Heinen Heilige ales Vse er mein Christe Ernst sein la ab alle 1 und d Werke, ein Richter d de Sinne des Her meinen F7 uß, botenem Veg weißt, lisber um und um stehen und! W heloct werde. Ruhm e meine Hilfe n sein wirst, un dadurch gestit ewiglich anha weiche. Ih u andern erzäh als mich zu Seilen deiner durch den S Kraft des He Abendsege Nun sei dir 2 O. Um rechte! Herr, mein Freitag. uns nun über⸗ Ott zu helfen oder Licht nun ent uns destomehr im ewigen Licht wir in unserer keit allezeit Rat dir suchen und Herz und Sinn icht irre gehen. heute von dir u, so rufe uns heiligen züchti hir, und bringe lrecht. Erhalte „daß wir dir leben, so wollen und nichts uns ndern dir allein 1 Das wollest du und dazu alle eren, ja, deine der Welt dit und einem jeden s Leidens über alles vollendet rewigen Ruhe deinem Sohne, rden ist. Amen. Sonnabend. ser Vater, hilf u Morgen und Morgen- und Abendsegen. 9 allezeit im Geist und in der Wahr⸗alle Ehre allein gegeben, daß du heit anbete, aber auch nichts be- mich hierher geführet und sowohl gehre, als was dein Wille ist. Er⸗ den Tag als die ganze Woche vol leuchte mich mit deinem Heiligen lenden lassen. Ich bekenne dir zum Geist und reinige mein Gewissen Preis, daß ich nicht einmal am von allen toten Werken, dir, dem Leben bleiben, geschweige ruhig le lebendigen Gott, heut und allezeit ben könne, wo dein Aufsehen nicht zu dienen, durch das Verdienst meinem Odem bewahret hätte. Wer deines Sohnes Jesu Christi. Gieb, sollte sich nun einem solchem hold— daß ich nichts in mein Gemüt fasse,‚ seligen Herrn und Vater nicht an— als was dir gefällt. Siehe, ich bin vertrauen? Ach, so ziehe alle mein dein, und du hast mich deinem Innerstes nach dir, daß ich in dir und Sohne in der Buße gegeben, setze du in mir bleibest und ich ohne dich du solche täglich in mir fort durch Herr Jesu, nichts thue, ja nicht deinen Heiligen Geist, daß ich wider ruhe, bis ich dich lebendig in mir alles Böse ernstlich streite und mir wohnend und wirkend habe. O mein Christentum einen rechten beruhige mein Herz in mir durch Ernst sein lasse. Wende von mir Bekehrung zu dir, laß deine Liebe ab alle unnützen und bösen Worte stärker sein als meinen Tod der und Werke, sei durch dein Wort Eitelkeit und als alles in der Welt, ein Richter der Gedanken und der damit ich durch dich in allem weit Sinne des Herzens. Auch bewahre überwinde, was mich anficht und meinen Fuß, daß ich nicht auf ver⸗(beunruhiget. Lege deine Linke botenem Wege gehe. Denn du unter meine Rechte und befriedige weißt, lieber Vater, wie viel Feinde meinen Leib und Seele durch deine um und um nach meiner Seele unverdiente Barmherzigkeit, die mir stehen und wie leicht ich berückt und besser ist, denn das Leben. Thue befleckt werde. Herr, es soll auch mir auf deinen erbarmenden Schoß dein Ruhm allein sein, wenn du der Gnade und bedecke mich in meine Hilfe wider das Straucheln deiner Hütte zur bösen Zeit. Ja, sein wirst, und mein Glaube wird wenn mir mein Feind am nächsten dadurch gestärkt werden, daß ich dir sein möchte, so sei du mir doch ewiglich anhange und nicht von dir noch viel näher und beweise, daß weiche. Ich will auch deine Wunder du der Hüter Israels bist, der nicht andern erzählen, die du sowohl schläft noch schlummert. Aber laß als mich zu dir ziehen und in mich auch nicht sicher werden, sondern Seilen deiner Liebe leiten wollest erwecke meinen Geist, zu dir zu durch den Sohn deiner Liebe, in seufzen und auch im Schlaf an dir Kraft des Heilgen Geistes. Amen. zu hangen. So soll mich nichts von 9 dir trennen, denn ich lasse dich nicht, Abendsegen am Sonnabend. du segnest denn mich und alle, die Nun sei dir, o Vater im Himmel, es mit mir begehren. Amen. —— 3. Beicht- und Kommuniongebete. Um rechte Buße und Bekehrung. ich nicht aus eigener Vernunft und Herr, mein Gott, ich weiß, daß Kraft zu wahrer Buße kommen, — 10 Beicht⸗ und Kommuniongebete noch an meinen Herrn Jesum Ich armer, elender, sündiger Christum glauben kann. Ich bitte Mensch bekenne vor Gott und euch dich, rühre du mir mein Herz durch daß ich ein armer Sünder bin, deinen Heiligen Geist, und gieb, nicht allein wie alle Menschen in daß meine Bekehrung nicht Heuchelei Sünden empfangen und geboren, und mein Glaube nicht falsch, son⸗sondern auch mit allerlei wirklichen dern rechtschaffen und herzlich sei Sünden beladen, welche ich wider und an seinen Früchten allezeit alle Gebote Gottes mit Worten und möge gespüret und erkannt werden. Werken begangen. Solche meine Amen. begangenen Sünden sind mir von Herzen leid und reuen mich sehr; ich glaube aber festiglich, das Jesus Christus für alle meine Sünden gebüßt und genug gethan hat; darum bitte ich Gott um Christi willen um Vergebung aller meiner Sünden. Ich will mein Leben mit der Hilfe und Beistand Gottes, des Heiligen Geistes, bessern und fröm⸗ mer werden. Amen. Eine andere Beichte. Ich armer, sündiger Mensch be— kenne vor Gott und euch, daß ich in Sünden empfangen und geboren bin und wider Gottes Gebot mit Gedanken, Worten und Werken viel gesündigt habe und durch Gottes Zorn des ewigen Todes schuldig bin; darum ist mein Herz betrübt und ist mir leid, daß ich Gott, meinen Herrn, erzürnt habe und bitte von Herzen, Gott wolle mir meine Sünden um seines lieben Fobnes Jesu Christi willen aus Gnaden vergeben und mein Herz mit dem Heiligen Geiste erneuern, wie ich auf sein göttlich Wort glaube und vertraue. Dieweil ihr denn vom Herrn Christo Befehl habt, allen Bußfertigen ihre Sünden zu ů vergeben, so bitte ich euch durch Eine Beichte. CE hasan ihr wollet mich mit Gottes n lieber Herr! 4— Vort unterrichten und trösten, mir bitte euch, ihr wollet meine Beichte im Namen Jesu Christi die Ver⸗— hören und mir die Vergebung gebung der Sünden sprechen und meiner Sünden sprechen an Gottes seinen Leib und Blut im Sakraͤ⸗ Statt. ment zur Stärkung meines Glau⸗ Vor der Beichte. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, dieweil ich jetzt aus Erkennt⸗ nis meiner Sünden zur Stärkung meines schwachen Glaubens hin⸗ gehen will zur Beichte allda die Absolution und Vergebung der Sün⸗ den zu empfahen, so bitte ich dich von Herzen, gieb mir deinen Heili⸗ gen Geist, daß ich dieses hohe Gna— denwerk mit rechtem Glauben und christlichem Verstande ansehen und bedenken möge, und dann nicht zweifeln, sondern fest und gewiß glauben, was der Diener deines Worts allda in der Beichte und Absolution nach deinem Befehl mit mir redet und handelt, daß dem allen eigentlich und gewiß also sei, und daß du selbst in der Stimme deines Dieners mich allda von meinen Sünden 311. vierest und entbindest. Gieb auch, daß ich mich dieser Absolution jetzt und allezeit trösten möge zu gewisser Versiche⸗ rung deiner Gnade und des ewi⸗ gen Lebens. Durch deinen Sohn, unsern Herrn und Heiland Christum Jesum. Amen. en. dortiich hens da in Lebe Beit er Almchtiget l 1 Wuier, Hilfe udige,k deines hlt„ Du sindhaftigen ar ymberzig seit Zinden verge Beserung meit Heiligen Gei sste mildiglich verle Nach empfan Ogütiger, gn Gott und Vate Hrund meines Dank, daß du jeht abermal ale meine Sür auige Leben 4 und mich zu E Hast. Ich bitt Mir dei nen Heilt 1 mir ein rei liglich glaube eudn durch ind. Dessen Unterpfand wi Lib und Blut! Nsu Ch risti i sen I trink hesser vor 80 neine Sinden „gethan hat: ud Gottes des sern und fröm⸗ Beichte. er Mensch be⸗ auch, daß ich en und geboren tes Gebot mit nd Verken viel durch Gottes Todes schuldig Herz betrübt daß ich Gott ant habe und hott wolle mir seines lieben ti willen aus nd mein Herz tiste erneuern, Bort glaube weil ihr denn Befehl habt, re Sünden zu ich euch durch nichmit Gottes id trösten, mir risti die Ver⸗ sprechen und ut im Sakra⸗ meines Glau⸗ bens darreichen. Ich will mit Gottes Hilfe mein Leben bessern. Amen. Beichtgebet. Allmächtiger, ewiger Gott, barm⸗ herziger Vater, ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missethat, wo⸗ mit ich in Gedanken, Worten und Werken dich jemals erzürnt und deinen gerechten Zorn, zeitliche nnd ewige Strafe wohl verdienet habe. Sie sind mir aber herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich durch deine grundlose Barmherzig— keit und durch das heilige, un— schuldige, bittere Leiden und Ster-— ben deines lieben Sohnes Jesu Christi, du wollest mir armen, sündhaftigen Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und mir zur Besserung meines Lebens deines Heiligen Geistes Kraft und Beistand mildiglich verleihen. Amen. Nach empfangener Absolution. O gütiger, gnädiger, barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Grund meines Herzens Lob und Dank, daß du mir armen Sünder jetzt abermal durch deinen Diener alle meine Sünden vergeben, das ewige Leben aufs neue zugesagt und mich zu Gnaden angenommen hast. Ich bitte dich herzlich, gieb mir deinen Heiligen Geist und schaffe in mir ein reines Herz, damit ich festiglich glaube, daß mir alle meine Sünden durch Christum vergeben sind. Dessen zu einem gewissen Unterpfand will ich den wahren Leib und Blut deines lieben Sohnes Jesu Christi in Brot und Wein essen und trinken zu meiner Seelen Seligkeit. Verleihe mir auch, du getreuer Gott, daß ich mich hinfort besser vor Sünden hüte, denselben Beicht- und Kommuniongebete. 11 feinder werde und mein Leben bessere. Dazu wollest du mir gnädig⸗ lich verhelfen um deines Namens Ehre willen. Amen. Morgensegen am Abendmahls⸗ tage. Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater, ich danke dir von Grund meines Herzens für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht, für die sanfte Ruhe, für den fro— hen Morgen, welchen du mich er— leben lässest. Ich lobe dich auch von Grund meiner Seele für deine Barmherzigkeit, die du mir gestern in der Vergebung meiner Sünden widerfahren ließest. Gelobet sei deine Barmherzigkeit, die alle Morgen neu ist, die mich auch diesen Morgen zu deinem Hause, zu deinem Altare beruft und einlädt. O Herr, weil ich nun mit den Haufen, die da feiern, zu deinem Abendmahle kommen will, so be— reite du mich selbst dazu. Willst du eine Wohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst meinen Leib und Seele. Leite mich auch mit deinen Augen, führe mich mit deiner Hand zum Reichtum deiner Güte; tröste mich mit deinem An⸗ gesicht und weiche nicht von mir. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, nach dir. Ach Gott, erhalte mich in be— ständiger Andacht und wehre allem, was mich stören oder mir Hinder⸗ nis einwerfen mag. Nimm mich auf in deinen besondern Gnadenschutz und fördere selbst in mir das be— gonnene Werk. Vollende es auch gnädiglich durch deine Kraft zu deiner Ehre und meiner Seelen Seligkeit. Bewahre mich vor bösen Gedanken, vor herumschweifenden Begierden und vor allerlei Un— 12 Beicht- und Kommuniongebete. reinigkeit, damittich in deiner Furcht trinke in diesem Sakrament. O ein heiliges Leben anfange und lieber Herr, ich weiß, daß deine darin beständig bleibe, mein Licht göttliche Zusage und deine Worte des Glaubens leuchten lasse vor gewiß und wahrhaftig sind, daran jedermann, niemand mehr ärgere, zweifle ich nicht, und darauf esse sondern mit christlichem Wandel die und trinke ich; mir geschehe nach Brüder erbaue und zum Guten weise. deinem Worte. O Herr Jesu, ver⸗ Heiliger Jesu, vereinige du dich einige dich mit mir, daß ich bleibe an diesem Tage mit meinem Leibe in dir, und du in mir, und ich und mit meiner Seele. Speise von dir ungeschieden sei hier zeit mich mit deinem Leibe, tränke mich lich und dort ewiglich. mit deinem Blute, auf daß mein Dein heiliger Leib, Herr Jesu schwacher Glaube gestärkt und ich Christe, speise mich; dein teures deiner Gnade, der Vergebung meiner Blut tränke mich; dein bitter Lei⸗ Sünden und der ewigen Seligkeit den und Sterben stärke mich; versichert werde. Bekleide mich mit Herr Jesu Christe, erhöre mich; dem Rock deiner Gerechtigkeit und in deine heiligen Wunden verberg ziehe mir an das rechte hochzeit- ich mich, laß mich von dir nimmer— liche Kleid, darin ich als ein wür⸗Imehr geschieden werden. Vom diger Gast bei diesem himmlischen bösen Feind errette mich, im wahren Liebesmahl erscheinen möge. Glauben erhalte mich, auf daß ich Nun, Herr Gott Vater, sei mein samt allen Auserwählten dich lobe Schutz und Beistand! Herr Jesu, und preise hier zeitlich und dort sei meiner Seelen Speise, Licht ewiglich. Amen. und Leben! Und du, Herr Gott Heiliger Geist, erleuchte mich und Beim Empfang des Leibes erhalte mich in der wahren Heili⸗ Christi. gung, daß ich in solchem Stande, darin ich heut aufs neue trete, Zeit meines Lebens verbleiben möge. Laß mich dir sein eingesenket, außer dir mich alles kränket; ach laß, liebster Heiland, mich stets voll— kömmlich schmecken dich! Amen. Sei mir willkommen, du süßer Herr Jesu Christe, mit der edlen Speise deines allerheiligsten Leibes, den du mir jetzt unter dem Brot zu essen giebst, wie du ihn für mich in den bittern Tod gegeben hast. Den laß mir gedeihen zum Vor der Kommunion. ewigen Leben. Amen. 5 O Herr, ob ich zwar nicht würdig an... 5 ben en 30n an Lehten bin, daß n im meim Herz eingehest, stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. so bin ich doch notdürftig deiner 0 Hilfe und begierig deiner Gnade, daß ich möge sromm und selig Beim Empfang des Blutes werden. Nun komm ich in keiner Christi. andern Zuversicht denn auf dein Sei mir willkommen, du süßer Wort, da du selbst mich zu diesem Herr Jesu Christe, mit dem edlen Tische ladest und sagest mir Un-Trank deines teuren Blutes, das würdigen zu, ich soll Vergebung du mir jetzt im Wein zu trinken meiner Sünden haben durch deinen giebst, wie du es am Kreuz ver⸗ Leib und Blut, so ich esse und gossen hast, zur Vergebung der Danksagung ddes heilige du freu du mich mit A uld T Speise und 5 Leibes und V epeist und et hin ich, Herr, wirdigen gewit Zisch zu essen Ille deine Reb alle deine& Rein heiliges 110 alle Wohlt durh erworbel hurch deine gemacht ind · Hand deines im Sakrament Gieb, daß u nimmer verge heiligen Tode dein heiliger L und segne mei und behüte mi Ind vor allem Ach, mein macher, lebe d hier und dort in solchem Gla am jüngsten auferstehen un Freude und möge. Amen. Abendsegen at Die Nacht mich zur Ruhe zu derselben v mich zuvor zi Sald . Lament. ; dein urs dein bittey Lei 0 mnahn 0, auf daß ich hlten dich lobe tlich und dort des Leibes i. 1 du sißer mit der edlen l üst en Leibes uter dem Br0l ie du ihn für Tod gegeben gedeihen zum ien. heiliger Leib mich im rechten Leben. Amen. des Blutes ti. men, du süßer mit dem edlen en Blutes, da Lein zu trinken am Kreuz ver Vergebung der Beicht- und Kommuniongebete. 13 Sünden. Das laß mir gedeihen liebster Herr Jesu Christe, und danke zum ewigen Leben. Amen. dir nochmals für die hohen und Herr Jesu, dein heiliges Blut großen Wohlthaten, die du mir stärke und bewahre mich im rechten heute diesen ganzen Tag über so reich— Glauben zum ewigen Leben. Amen. lich erwiesen hast, sonderlich aber, daß du mich armen, elenden und Danksagung nach dem Genuß unwürdigen Menschen mit deinem des heiligen Abendmahls. wahren Leibe und Blute so gnädig⸗ O du freundlicher, liebreicher lich hast erquickt, und bitte dich von Heiland, Herr Jesu Christe, ich sage Grund meines Herzens, du wollest dir von Herzen Lob und Dank, daß nun heute, diese Nacht und künftig du mich mit der köstlichen, seligen meine ganze Lebenszeit mit deinem Speise und Trank deines heiligen Vater und Heiligen Geiste bei und Leibes und Blutes jetzt abermals in mir kräftig sein und bleiben gespeist und erquicket hast. Wer und mich, dein armes Würmelein, bin ich, Herr, daß du mich Un- mit gnädigen Augen ansehen und würdigen gewürdigt hast, von deinem annehmen und aus deinen Gnaden⸗ Tisch zu essen? Ich danke dir für händen nimmermehr fallen lassen, alle deine Liebe und Treue, für all auch mich mit deinem Heiligen dein heiliges Leiden, bitteren Tod Geiste hinfort in meinem Berufe und alle Wohlthaten, die du mir da- und ganzen Leben also regieren, durch erworben, und daß du solcher leiten und führen, daß ich nichts durch deine Gnade mich teilhaftig wider dich gedenke, vornehme, rede gemacht und durch das hohe, teure oder ins Werk setze, sondern alle— Pfand deines Leibes und Blutes zeit auf dich, dein Wort und deinen im Sakrament versichert hast. gnädigen Willen sehen möge, auch Gieb, daß ich deiner großen Liebe in meinem Kreuz, das du mir auf—⸗ nimmer vergesse, sondern deines erlegst, geduldig und willig sei und heiligen Todes seliglich gedenke; wider dich, ja auch wider meinen dein heiliger Leib und Blut heilige Nächsten nicht murre, sondern es und segne meinen Leib und Seele also bleiben lasse, wie du es machst, und behüte mich vor allen Sünden und wie es dir gefällt, und warte und vor allem Uebel. der gnädigen Erlösung und der Ach, mein Erlöser und Selig-ewigen Freude, die du geben wirst macher, lebe du in mir, damit ich allen Gläubigen, die auf dich trauen hier und dort ewig lebe in dir und und bauen. Nun wohlan, auf dein in solchem Glauben selig einschlafen, Verdienst, mein Herr Jesu, will am jüngsten Tage fröhlich wieder ich jetzt einschlafen, deine Gnade auferstehen und zu dir in die ewige wird alles sanft machen. Auf dich Freude und Herrlichkeit eingehen will ich am jüngsten Tage auf⸗ möge. Amen. wachen und zur ewigen Freude eingehen, da ich dich, meinen Er⸗ Abendsegen am Abendmahlstage. löser, von Angesicht zu Angesicht Die Nacht bricht an und fordert schauen, die heiligen Engel sehen mich zur Ruhe. Ehe ich mich nun und in ewiger, unverrückter Selig⸗— zu derselben verfüge, so wende ich keit dich loben und preisen werde. mich zuvor zu dir, o mein aller⸗Amen. —.—— I N RNINN INN 4 7 * II 1 14 Kirchengebete. 4. Kirchengebete. Vevor man den Gang zur Geist und göttliche Weisheit, daß Kirche antritt. dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit wie sichs gebührt gepredigt, und deine heilige christliche Gemeine dadurch gebessert werde, auf daß wir mit beständigem Glauben dir dienen und im Bekenntnis deines Namens bis ans Ende verharren. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, auf deine große Güte will ich in dein Haus gehen und anbeten gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht. Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit, richte deinen Weg vor mir her. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote, denn du bist mein Gott und Herr meines Heils. Lust habe ich zu deiner Wohnung und bin gerne in der Das sonntägliche Kirchengebet. Gemeine der Heiligen, die dich loben Allmächtiger, ewiger, barm— und bekennen. Wie lieblich sind herziger Gott und Vater unsers deine Wohnungen, Herr osahner Sum Jesu Christi, du Herr Meine Seele verlanget und sehnet Himmel⸗ und der Erden, wir sich nach deinen Vorhöfen. Kommt, bitten dich herzlich, du wollest lasset uns anbeten und knieen und deine heilige Kirche mit ihren niederfallen vor dem Herrn, der Dienern, Wächtern und Hirten uns gemacht hat. Denn Er ist durch deinen Heiligen Geist re⸗ unser Gott, und wir das Volk gieren, auf daß sie bei der recht⸗ seiner Weide und Schafe seiner schaffenen Weide deines allmäch— Hand. Erhebet den Herrn, unsern gen und ewigen Wortes erhalten Gott. Betet an zu seinem Fuß⸗ werden, dadurch der Glaube gegen schemel, denn er ist heilig. Ich dich gestärkt, und die Liebe gegen bete zu dir zur angenehmen Zeit. alle Menschen in uns erwachse und O Gott, durch deine große Güte zunehme. Bewahre insonderheit erhöre mich mit deiner treuen unsere lutherische Kirche mit ihrem Hilfe. Amen. uie fördere die Arbeiten 2— unsrer Lehranstalt, segne das Werk Um Beiwohnung des Heiligen unsrer Mission und unsres Dia Geistes. konissenhauses. Herr Gott, himmlischer Vater, Wollest auch der weltlichen hilf, daß bei uns wohne dein Heil- Obrigkeit, insonderheit unserm ger Geist, der uns erleuchte und Kaiser und Könige und seinem leite in alle Wahrheit, beschütze ganzen Hause, langes Leben, be— und stärke in aller Widerwärtigkeit,‚ ständige Gesundheit samt aller auf daß wir durch sein heiliges Ein- zeitlichen und ewigen Wohlfahrt, geben denken, was recht ist, und es desgleichen allen Räten und Amt⸗ durch seine Kraft und Wirkung auch leuten des Königs lauch dem jetzt vollbringen. Durch Christum unsern versammelten Landtage! Gnade Herrn. Amen. und Einigkeit verleihen, die Unter⸗ O allmächtiger Gott, wir bitten thanen nach deinem göttlichen dich, gieb deiner Gemeine deinen Will en und Wohlgefallen zu re— 7 ni und lte leht bersammei Gnade befohlen Behütte die Felde, fördere d u, nre ale Kuns ist und Viter und MW Hesnde Alle Trübfal, Armut, handen u und ant ind, auch die, 0 0 mens und de angefochten, e Wusolgung leis Gott, mit deine daß sie solches väterlichen Will erkennen. Auch bitten darum du, Hein wilht, mit Aurche auf Erd deinen Weerd Im Preis, Ehre! allmnächtiger G aa der du Ahnannen un Dainen eingebore hast, uns deir Weishei eit, daß ims„ daß e mit ihren und Hirten hen Geist re⸗ bei der recht⸗ eines allmäch⸗ ortes erhalten Glaube gegen ie Liebe gegen erwachse und insonderheit rche mit ihrem die Arbeiten egne das Werk unsres Dia⸗ er wektlichen theit unserm eund seinem es Leben, be⸗ samt aller en Wohlfahrt, iten und Amt⸗ lauch dem jetzt dtage! Gnade hen, die Unter⸗ em göttlichen zefallen zu re⸗ gieren, auf daß die Gerechtigkeit gefördert, die Bosheit verhindert und gestraft werde, damit wir in stiller Ruh und gutem Frieden, wie Christen gebührt, unser Leben vollstrecken mögen. Daß auch unsre Feinde und Widersacher ablassen und sich mit uns friedlich und sanftmütig zu leben begeben wollen. Laß, o Gott, das deutsche Reich und seine Fürsten und freien Städte, unsres Volkes Kriegsmacht zu Wasser und zu Lande lauch den jetzt versammelten Reichstag! deiner Gnade befohlen sein. Behüte die Früchte auf dem Felde, fördere alle christliche Hand— lung, Nahrung, Hantierung, auch edle Kunst und Wissenschaft. Segne Väter und Mütter, Kinder und Gesinde. Alle die aber, so in Trübsal, Armut, Krankheit, Kindes⸗ banden und anderen Anfechtungen sind, auch die, so um deines heiligen Namens und der Wahrheit willen angefochten, gefangen, oder sonst Verfolgung leiden: tröste sie, o Gott, mit deinem Heiligen Geiste, daß sie solches alles für deinen väterlichen Willen aufnehmen und erkennen. Auch bitten wir dich um alles, darum du, ewiger Gott, gebeten sein willst, mit der ganzen heiligen Kirche auf Erden und mit allen deinen Auserwählten im Himmel, Kirchengebete. 15 daß du uns solches gnädiglich verleihest durch das bittere Lei den und Sterben deines einigen Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn, welcher mit dir und dem Heilgen Geiste lebet und regiert, gleicher Gott, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Danksagung für das gehörte Wort Gottes. Ich danke dir mit Herz und Mund, o Herr Jesu Christe, du getreuer Hirte, daß du deine Schäf⸗ lein mit deinem göttlichen Worte weidest und speisest, auch unsere Seele mit deiner Gnade zu aller Zeit reichlich versorgest. Ich bitte dich, laß dein gepredigtes Wort, so heute von mir gehöret, bei mir kräftig, heilsam und fruchtbar bleiben; laß deinen süßen Regen der göttlichen Gnade auf das dürre Erdreich meines Herzens fallen, daß der gute Same deines Wortes in mir aufgehe, ungehindert wachse und vielfältige Früchte bringe. Gieb mir, nach deinem gehörten heiligen Worte von nun an dich zu lieben, mich zu bessern und im Frieden zu wandeln, auf daß ich auch einer von denen sei, welche dein Wort hören und be— wahren und darauf die Krone der ewigen Seligkeit erlangen. Amen. —. 5. Festgebete. Im Advent. Preis, Ehre und Dank sei dir, allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du dich unser gnädig angenommen und aus großer Liebe deinen eingeborenen Sohn gesendet hast, uns deine Herrlichkeit zu offenbaren und dein Volk selig zu machen von ihren Sünden. In tiefer Demut gedenken wir heut aufs neue seiner gnadenreichen An- kunft und freuen uns in gläubiger Zuversicht des kündlich großen Ge⸗ heimnisses: Gott ist geoffenbart im 16 Festgebete. Fleisch, gerechtfertigt im Geist, er⸗ schienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubet von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. Herr Jesu Christe, du König der Ehren, Sohn des lebendigen Gottes, gepriesen sei dein göttliches Er⸗ barmen, daß du dich hast erniedrigen und Knechtsgestalt annehmen wollen, auf daß du zu uns kämest, ein Gerechter und ein Helfer, und wir bei dir Ruhe fänden für unsere Seelen. Heiland und Erlöser, wir freuen uns deiner und warten im Glauben auf dein immer herr⸗ licheres Kommen. wirst vor deinem Richterstuhl, dann, o Herr und Heiland, verwirf uns nicht von deinem Angesicht, sondern gieb, daß wir mit Freuden und Jauchzen dir entgegenrufen: Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, Hosianna in der Höhe. Amen. Am heiligen Christfeste. Herzliebster Immanuel, Herr Jesu Christe, du Sohn des Aller⸗ höchsten und der Jungfrau Sohn, wir danken dir, daß du dich des Ziehe ein in Jammers unsrer sündlichen Geburt unser Land, in unsre Stadt(in so herzlich angenommen, von deines unser Amt), in unsre Kirchen und Schulen, in unsre Häuser und Herzen; laß das Licht deines Evan⸗ geliums hell unter uns leuchten und den Ruhm deines Namens bei uns bleiben für und für. Du König der Könige und Herr aller Herren, verherrliche deine Macht an unserm Kaiser, an dem Könige(Großherzog, Landesfürsten) und an seinem ganzen Hause. Segne ihn fernerhin, so wie du ihn bisher gesegnet hast, aus dem Reichtum deiner Barmherzigkeit. Komm zu den Oberen unseres Landes und erfülle sie mit dem Geiste der Weisheit und Gerechtig⸗ keit. Komm zu den Lehrern deiner Gemeinde und erleuchte, stärke und segne sie in ihrem heiligen Amte. Komm zu allen, zu Hohen und Niedern, und erwecke sie kräftiglich zu aufrichtiger Buße und gründ⸗ licher Besserung. Komm zu den betrübten und angefochtenen Herzen, tröste die Traurigen, erquicke die Mühseligen und Beladenen, hilf den Kranken und vollende die Ster⸗ benden. Einst aber, wenn du in großer Kraft und Herrlichkeit wieder⸗ kommen und alle Völker versammeln Vaters Thron zu uns in dies Elend herabgekommen bist, unser Fleisch und Blut an dich genommen und uns dadurch deiner göttlichen Natur teilhaftig gemacht hast. Nun hat dein himmlischer Vater sein liebreiches Herz mit uns ge⸗ teilt. Nun ist groß Fried ohn Unterlaß, und sein Zorn ist durch dich gestillt. Wir sind nun durch deine heilige Geburt zum Himmel wiedergeboren, und du bist ein rechter Himmelspförtner geworden, durch welchen wir offenen Zugang zu unserm Vater und reichlichen Eingang zu seinem Reiche haben. Ach⸗ so hilf, du liebster Herr und freundlichster Immanuel, daß wir das gottselige Geheimnis deiner Innen dan im Fleische recht er⸗ kennen, deine große Liebe und Neigung zu uns, deine Armut, deine Dürftigkeit allzeit bedenken, uns deiner gnadenreichen Geburt von Herzen freuen und trösten und ihre Kraft reichlich empfinden. Oeffne auch selbst unsre Herzen Zunge und Mund, daß wir mit den lieben Engeln, die nun wieder unsre Freunde worden sind, dich an⸗ beten, loben und preisen, und deinem der Hert, e N sei sen Helobet sei r. Ale Lande müße werden. Amen. Beim EI Ulmächtiger, Aiger, lieber diesem ild bracht un in neu il Ende ge Namen ein und Gott, wie N du uns bish Herzen so übersc Hast da wir dos dun nichts alse Ront haben. De u uns, samt de der Sakramente, sch Regiment be Aung gegeben, Ipeise und Fre Zelchen, Pestilen sull und viel Un kübten Zeit vi abgewendet, He Felersnot und hütet. Wie kön Roßen väterlich zahlen, die du u Aahr erzeigt h. war gezüchtigt flligen Sünde ö Onade hast du pendet. Für sol sgkeit sagen wir und bitten dich ins doch nicht alten Sünden, so oft erzürnt ins um unse Regiere uns, Wiar 5 Wan dann hrisfest amanuel, Herr sohn des Aler⸗ nhar Sohn, du dich de dlichen Gbmn men, von deines uns in dies nen bist, unser dich genomn men deiner gött lichen gemacht hast. imlischer Vater erz mit uns ge⸗ 0 Frird ohn .Horn ist durch sind nun durch ai zum Himmel d du bist ein rtner geworden, offenen Zugang und reichlichen m Reiche haben. iebster Herr und nanuel, daß wir eheimnis deiner Fleische recht er⸗ oße Liebe und deine Armut, allzeit bedenken, nreichen Geburt en und trösten ichlich empfinden. st unsre Herzen dd, daß wir mit „die nun wieder den sind, dich an⸗ eisen, und deinem Festgebete. 17 Vater in dir dem Geliebten wohl— gefallen, auch endlich in den ewigen Himmelsfreuden bei dir sein und bleiben mögen. Amen. Gelobet sei der Herr, der Gott Israel. Gelobet sei sein herrlicher Name. Alle Lande müßen seiner Ehre voll werden. Amen. Amen. Halleluja. Beim Jahreswechsel. Allmächtiger, ewiger Gott, barm⸗ herziger, lieber Vater! Wir haben jetzt abermals ein Jahr unsers Elends und unsrer Pilgerschaft in diesem irdischen Ende gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Ach Herr und Gott, wie groß ist deine Güte, die du uns bisher aus väterlichem Herzen so überschwänglich bewiesen hast, da wir doch mit unsern Sün⸗ den nichts als Strafe bei dir ver⸗ dient haben. Dein heilig Wort hast du uns, samt dem rechten Brauch der Sakramente, rein erhalten, fried⸗ lich Regiment beschert, tägliche Nah— rung gegeben, unsere Herzen mit Speise und Freude erfüllet, allerlei Seuchen, Pestilenz, feindlichen Ueber— fall und viel Unglück in dieser be— trübten Zeit von uns gnädiglich abgewendet, Haus und Hof vor Feuersnot und mancherlei Übel be— hütet. Jahr erzeigt hast. Du hast uns zwar gezüchtigt um unserer viel— fältigen Sünde willen, aber deine Gnade hast du nicht von uns ge— wendet. Für solche deine Barmher— zigkeit sagen wir dir Lob und Dank, und bitten dich demütiglich, rechne uns doch nicht zu unsre vorigen alten Sünden, mit denen wir dich so oft erzürnt haben. Vergieb sie uns um unsers Herrn Jesu willen. uns, daß wir keine alte Regiere Leben zu Wie können wir alle deine großen väterlichen Wohlthaten er⸗ zählen, die du uns dies vergangene Unreinigkeit und Missethat in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus und den neuen anziehen, der nach Gott geschaffen ist. Fange an, lieber Vater, uns aufs neue zu segnen. Gieb uns neu⸗ geborne Herzen, verneure deine väter⸗ liche Liebe und Treue an uns. Gieb heiligen Mut und rechte Werke. Nimm von uns alles Herzeleid und wohlverdiente Strafen. Und weil in künftigen Jahren, wie in unserm ganzen Leben, keine Stunde und kein Augenblick vergeht, da wir ohne deinen Schutz nicht in großes Elend geraten könnten, so halte deine Gnadenhand väterlich über uns. Barmherziger Gott und Vater, er⸗ höre unser Gebet, und erbarme dich aller Menschen. Erhalte uns dein reines Wort, heilige alle Lehrer und Prediger, erbaue Kirche und 105 Behüte uns vor falscher Lehre, stärke alle getreuen Regenten, fördere guten Rat und That. Steure dem Grimm des Teufels, sende uns deine heiligen Engel, segne Väter und Mütter, regiere Kinder und Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Blutvergießen. Beschere gut Wetter. Wende ab Pest und Teu⸗ rung. Kröne das Jahr mit deinem Gute. Gieb Frieden im Lande, un⸗— serm Herzen Freude, unserm Leibe Gesundheit, unsrer Gemeinde Einig⸗— keit. Segne unsre Nahrung. Fördre das Werk unsere Hände. Nähre treue Arbeiter. Bekehre die Sünder, kräftige die Frommen, bringe zurecht die Irrigen. Erleuchte unsre Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Wit— wen und Waisen. Versorge die Armen, speise die Hungrigen, tränke die Durstigen, erquicke die Verzagten, erlöse die Gefangenen, tröste die Elenden, erfreue die Traurigen, pflege die Kranken, hilf den Hilf— losen, errette die Bedrängten, hilf 2 18 Festgebete. den Gebärenden, bewahre die Rei⸗ senden, sei bei den Sterbenden, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Erlöser. Amen. Am Epiphaniasfeste. Großer Himmelskönig, Jesus Christus, wir danken dir, daß du dir aus Juden und Heiden eine Kirche gesammelt und aus unserm Munde dir ein Lob zugerichtet hast. Erhalte uns bei der himm⸗ lischen Weisheit, die du den Weisen geoffenbart hast. Heiligen Geist, dein Reich mit Andacht Hilf, daß wir deinem daß wir dich und suchen. heiligen Worte, als dem leuchtenden Wunder⸗ deinen sterne, folgen. Laß uns heiligen Namen vor Freunden und Feinden bekennen. Regiere uns mit deinem Heiligen Geiste, daß die angezündete Christfreude in uns groß werde. Erhöre unser Seufzen und Gebet. Nimm an unsre Opfer, die du uns selbst gegeben, das Gold des Glaubens, den Weihrauch unsers Gebets und die Myrrhen unserer zerschlagenen Herzen. Be⸗ hüte uns vor allen schädlichen Sündenwegen; dein heiliger, guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Verleihe uns allen nach diesem Leben das große Neujahr und fröh— liche Jubelsahr im ewigen Leben, so wollen wir dich und deinen Vater samt dem Heiligen Geiste loben und preisen immer und ewig⸗ lich. Amen. Am Tage Mariä Reinigung. Herr Christe, du freundliches, hellleuchtendes Licht der Heiden, der du heute mit deiner lieben Mutter deine Kirchfahrt in den Tempel gehalten, wir danken dir, daß du dich unsertwegen unter das Gesetz gethan hast. Wir bitten Gieb uns deinen dich, erleuchte uns, daß auch wir uns dir zum Opfer ergeben, das lebendig, heilig und dir wohlgefällig sei, und mit brünstiger Andacht zu deinem Tempel uns halten. Gieb uns, daß wir uns reinigen von allen sündlichen Lüsten und Be⸗ gierden. Und weil wir so schwach sind zu du ser heiligen Werke, so reinige du selbst unsre sündliche Natur durch Remren Heiligen Geist und dein unschuldiges Blut. Ver leihe uns, daß wir dich als das Licht der Welt mit kindlichen Augen anschauen, nie in Finsternis wandeln, in allem Elend und Anfechtung, 3 allen Schrecken und Furchten des Gewissens dich mit den Armen des wahren Glaubens ergreifen, in unser Herz schließen und uns deiner gänzlich trösten. Zünde in uns an das Licht der Erkenntnis deines göttlichen Willens und herdzlicher Anrufung, auch eines thätigen Glaubens, der durch gute Werke vor den Menschen leuchte, auf daß Gott im Himmel dadurch gepriesen werde. Treibe durch den Glanz deiner Herrlichkeit alle Finsternis und Schwachheit aus unserm Ge müte, daß wir uns täglich durch deine Gnade verneuen und nicht unrein vor deinen Augen erfunden werden. Erleuchte unsre Augen, daß wir im Tode nicht entschlafen, und wenn das Ende unsers ir dischen Lebens herzunaht, so halte du uns auch, o treuer Erlöser, fest in deinen heiligen Armen und Händen und laß uns nimmermehr daraus entfallen, daß uns auch der Satan mit seinen Anfechtungen in Ewigkeit nicht daraus reißen könne Beschere uns eine stille, fröhliche und friedliche Hinfahrt, wie dem alten Simeon, daß unser Sterben in einen sanften Schlaf verwandelt werde, und wir dich im ewigen mit a nöͤgen. Mar Lichte sch alen I. In Zahe Mir d danken IuChriste, im on 1 in d dem zart Marit wahre m dich genom nmen und unser lieb. his, damit wil echöhet, von! unst gereinigt, deine Hihafti and 6 Ach nöchtn erin nge aller Iu an uns geth wir gleich sün sind, so trösten Reiner heiligen? Herzen. Denn du uns so hoch irst und 5 leisch und Bli in solchem Ner Nöten t zu di in aller Hufluch Herzensgrund, solchem Vertrau alten, daß wir lber und wider auf dich sehen, ud Gnade allez und in Ewigke hliben mögen. In der Herr, himmlis iher, ewiger armen, sündhaf barmet hast u dunes ingebort ir dich als d Andlichen A mit d den Armen Vergreifen, in und uns deiner Hinde in uns ken intnis deines KRumd herzlicher emes thäti tigen Lnin gute Werke leuchte, auf daß aur 9 gepriesen urch den Glanz alle Finsternis aus unserm Ge uns täglich durch neuen und nicht u Ia erfunden te unsre Augen, e nicht entschlafen, Ende unsers ir zunaht, so halte treuer Erlöser, ligen Armen und 5 nimmermehr a uns auch der Anfochtungen in 18 reißen könne stille, fröhliche fahrt, wie dem aß unser Sterben Schlaf verwandelt dich im ewigen allen Amen. Lichte mit schauen mögen. Am Tage Mariä Verkündigung. Wir danken dir, o lieber Herr Jesu Christe, im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Wir freuen uns und sind fröhlich in dir, o Im— manuel, und loben deinen Namen, du Allerhöch ster. Wir preisen dich und lobsingen dir, daß du dich uns zu Trost so tief erniedriget und in dem zarten geheiligten Leibe Mariä wahre menschliche Natur an dich genommen hast, wahrer Mensch und unser lieber Bruder worden bist, damit wir durch deine Demut Festgebete. 19 Auserwählten schont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben, auf daß wir durch ihn wiederum ewig leben möchten daß erhöhet, von unsrer sündlichen Natur gereinigt, deiner göttlichen Natur teilhaftig und Gottes Kinder werden möchten. Ach Herr, wir sind zu geringe aller Barmherzigkeit, du an uns gethan hast. Aber ob wir gleich sündig und unheilig sind, so trösten wir uns dennoch die sind wir geheilet. deiner heiligen Menschwerdung von Herzen. Denn wir wissen,‚ du uns so hoch gewürdigt hast, so wirst und kannst du dein eigen Fleisch und Blut nicht hassen. Und in solchem Vertrauen nehmen wir in allen Nöten und Anliegen unsre Zuflucht zu dir und bitten von Herzensgrund, du wollest uns bei Lalten Vertrauen allezeit fest er— halten, daß wir mit Maria auch über und wider alle Vernunft allein auf dich sehen, uns deiner Liebe und Gnade allezeit herzlich trösten, und in Ewigkeit dein sein und bleiben mögen. Amen. In der Fastenzeit. Herr, himmlischer Vater, allmäch— tiger, ewiger Gott, der du der armen, sündhaften Welt dich er— barmet hast und um ihretwillen deines eingebornen Sohnes nicht ver⸗ weil und selig werden, Dank sei dir für diese deine wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, auf wir in ihm würden die Ge— rechtigkeit, die vor Gott gilt. O liebster Heiland Jesu Christe, du warest der Allerverachtetste und Unwerteste, De Krankheit und Schmerzen. Denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich, und also trugest du unsre Krankheit und ludest auf dich unsre Schmerzen; du bist um unsrer Missethat willen verwundet uud um unsrer Sünde wil len zerschlagen worden. Die Strafe lag auf dir, auf daß wir Frieden hätten und durch deine Wunden Darum, so sei nun auch gelobet immer und ewig lich, daß du uns zu gute dies alles gethan und deinem himmlischen Vater gehorsam worden bist bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze. Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlösten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuldopfer gegeben. So 925 nun auch deinen Heiligen Geist z unsrer Bekehrung, und mache uns gerecht durch deine Erkenntnis, nach dem du unsere Sünden getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht in unsern Sünden und Mühe in unsern Missethaten. Hilf aber nun, daß wir nicht ohne Buße sterben oder mit unserm sündhaften Leben dich von neuem kreuzigen und durch ruchlose Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unsern Sünden. Vielmehr verleihe uns, daß wir mit geäng stetem Geiste und zerschlagenem 20 Festgebete. Herzen dein Leiden und Sterben täglich betrachten, in wahrem und festem Glauben unsre Zuflucht nehmen zu deinen bluttriefenden Wunden und durch dieselben der— maleins mögen eingehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz nach deinem Exempel, unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben wer den. Amen. Ein anderes. O Herr Jesu Christe, der du uns armen verlornen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wieder gebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und deinen seligmachenden Tod, und bitten dich, erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gieb uns Gnade, die ewige Wohlthat der teuern Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der Geduld getroster, im Gehor— sam williger und beständiger werden du heiliges, einiges Opfer für unsre Sünde, daß du in diesem heiligen Abendmahle selbst unser Osterlamm bist und uns arme, hungrige Menschen mit deinem heiligen Leibe und Blute speisest und tränkest und uns so tröstlich zueignest und versiegelst alle deine erworbenen Güter und Wohlthaten. Ja, unser Herr, das Brot, das wir brechen, ist die Gemeinschaft deines Leibes, und der Kelch, welchen wir segnen, ist die Gemeinschaft deines Blutes. Wie sollen wir dir's vergelten, daß du dich so nahe zu us thust und eine so himm lische, göttliche Gemeinschaft mit uns aufrichtest, durch welche wir nicht allein mit dir, sondern auch durch dich mit der ganzen heiligen Dreifaltigkeit vereinigt und ver⸗ bunden werden? Indem du uns mit deinem Leibe und Blute speisest und tränkest, vereinigest und ver⸗ bindest du dich mit uns fest, daß wir hinfort deine Glieder, deines Fleisches und Gebeines sind. Du teilst so mildiglich mit uns, daß nun dein ganzer Gehorsam, Ver⸗ dienst und Gerechtigkeit unser eigen ist, und wir dadurch vor unserm Gott so gerecht und angenehm sind, als wären wir selber dir gleich, du Mittler des neuen Bundes. Ja du vereinigst dich mit uns so und unsern Sünden absterben. Hilf auch, das wir an unserm Ende deines blutigen Todes uns zur ewigen Seligkeit freuen und trösten, o Herr Jesu Christe. Amen. Am Gründonnerstag. Wir danken dir, Herr Jesu Christe, daß du deine liebe Gemeinde so wohl bedacht und uns auf Erden einen so heiligen Tisch und ein so versicht! sehr, daß du nun allezeit in uns wohnen, uns durch deinen Heiligen Geist lebendig machen und nimmer⸗ mehr von uns lassen willst. Wie tröstlich stärkst du unsern Glauben, wie lieblich erweckst du unsre Zu⸗ Hilf, Herr Jesu Christe, daß unsre Gemeinschaft je länger, tröstlich Sakrament gestiftet und verordnet hast. Wir danken dir, je fester werde, daß wir uns deines Verdienstes und deiner Wohlthaten je länger, je freudiger trösten, daß wir dir je länger, je inniger ein⸗ verleibt werden und deine unab⸗ X Hliede Höslichen 910 — 4091 D V dich ohn Unterlaß m hendig, heilig! nit reinem abg nit heiligem Va gungen, mit Füßen deinem dienen daß U Lust thunn und v r gefallig st, heben, d 5 Iuserm Herrn fürmig zu sein, Ruaft und Mac vommenheit bew werden. Amen Am K Herr Gott, he Mter, der du an unserm Ti daß wir uns b in tiefer Demut Gnode, daß du! Zohnes nicht ber hast ihn für un zum Opfer und mire Sünden. au Mittler des mütige uns heu hlck deines hei Storbens. Wii Mühe und A misern Sünden Missethat willen Olaß es uns schwer die St damit wir Fried Stelen. Treue shner, du ha N Opfer fü ür du in desen selbst unser mit wir i, sondern auch ganzen heiligen einigt und ver⸗ Indem du uns und Blute speiseft migest und ver⸗ it uns fest, daß „Glieder, deines beines sind. Du mit uns, daß Gehorsam, Ver⸗ tigkeit unser eigen urch vor unserm d angenehm sind, selber dir gleich, neuen Bundes. dich mit uns so Rallezeit in uns ch deinen Heiligen chen und nimmer⸗ ssen willst. Wie munsern Glauben, st du unsre Zu⸗ herr Jesu Christe, nschaft je länger, aß wir uns deines deiner Wohlthaten diger trösten, daß , je inniger ein⸗ und deine unab⸗ I᷑ Festgebete. 21 löslichen Glieder bleiben, daß wir unsrer Erlösung vollbracht. O laß durch dich mit deinem und unserm dein Sterben unser Leben, deine Vater und mit deinem Heiligen Gerechtigkeit unser Heil, deinen Geiste je länger, je kräftiger ver⸗Todeskampf unsern Sieg und ewigen Frieden werden. Ergreife uns mit einigt und verbunden sein und bleiben mögen bis in Ewigkeit. der Hand deines Heiligen Geistes O wohne und lebe in uns, Herr und versetze uns in die Gemein⸗— Jesu, samt dem Vater und Heiligen schaft deines Lebens, daß von heute Geiste; erzeige dich kräftig in uns an unser alter Mensch sammt dir ohn Unterlaß und mache uns recht gekreuzigt und begraben werde in lebendig, heilig und selig, daß wir den Tod und wir zu einem neuen mit reinem abgewaschenen Herzen, Leben mit dir auferstehen. Ent— mit heiligem Verstande, mit neuen zünde unsre Herzen durch die Liebe, Zungen, mit thätigen Händen und womit du uns geliebet hast bis in Füßen deinem Namen fröhlich den Tod, daß wir dich wiederum dienen; daß unsre Glieder mit lieben mit rechter Inbrunst des Lust thun und vollenden alles, was Geistes und dir dein Kreuz nach— dir gefällig ist, auf daß wir an⸗Wtragen im Glauben und in Geduld. heben, als neue Kreaturen dir,‚ Herr Jesu, wie du selbst deinen unserm Herrn und Haupte, gleich-⸗ Geist befohlen hast in die Hände förmig zu sein, und durch Gottes deines himmlischen Vaters, so be— Kraft und Macht zur ewigen Voll⸗ fehlen auch wir im festen Ver⸗ kommenheit bewahret und erhalten trauen auf die Kraft deiner Erlösung werden. Amen. unsern Geist samt Seele und Leib in deine allmächtige Hand. Laß, Am Karfreitag. o Herr, das WAnn Kreuz eine Herr Gott, heiliger, barmherziger Gotteskraft und Friedensbotschaft Vater, der du kein Gefallen hast werden bei allen Menschen und an unserm Tod, sondern willst, unter allen Völkern, damit auch die, daß wir uns bekehren und leben, so noch ferne stehen, erlöst werden in tiefer Demut preisen wir deine von ihren Sünden und samt uns Gnade, daß du deines eingeborenen deine Gnade und Herrlichkeit rühmen. Sohnes nicht verschont hast, sondern Denn du, Herr, hast uns erkauft hast ihn für uns alle dahingegeben mit deinem Blute, du bist würdig, zum Opfer und zum Lösegeld für zu nehmen Preis und Ehre und unsre Sünden. Herr Jesu Christe,. Kraft und Gewalt von Ewigkeit du Mittler des neuen Bundes, de- zu Ewigkeit. Amen. mütige uns heute durch den An⸗ 4 blick deines heiligen Leidens und Am heiligen Osterfeste. Sterbens. Wir, wir haben dir Lieber Herr Jesu Christe, du Mühe und Arbeit gemacht mit allmächtiger Gottund starker Sieges⸗ unsern Sünden und um unserer Missethat willen bist du verwundet. zerrissen, in großer Majestät und O laß es uns nie vergessen, wie Herrlichkeit aus deinem Grabe auf— schwer die Strafe auf dir lag, erstanden und ein Erstling worden damit wir Frieden hätten für unsre bist unter denen, die da schlafen, Seelen. wir danken dir an diesem deinem fürst, der du die Bande des Todes Treuer Heiland und Ver⸗— ö söhner, du hast das große Werk großen Ehrentage für dein heiliges VI 19 V + * * ‚ 1 4 N 154 . N ö 4 ö ½7 * Leiden, Sterben und Auferstehen. Denn es ist alles uns zu gute ge⸗ schehen. Du hast als der rechte starke Simson die Thore und Pforten der Hölle ritterlich ausgehoben und zerbrochen, damit wir in ewiger Freiheit aus-⸗ und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger Hand ausgeführt aus dem höllischen ägyp⸗ tischen Gefängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewi⸗ gen Dienstbarkeit erlöset. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervorgedrungen als unser Haupt und Hirte, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auf⸗ erstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Lob und Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum. Auch bitten wir dich, laß deiner heiligen Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festig lich glauben, du habest alle unsre Sünde und Missethat in deinem Grabe tief verborgen, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kommen noch uns be— schämen werden. Hilf uns auch täg— lich alle Todesnot und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auf erstehung unsrer Leiber kräftig über⸗ winden. Und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so eröffne unsre Gräber und laß uns dir mit Freuden entgegen gehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht r sröhlich anschauen, und wie du mit deinen lieben Jüngern nach deiner Auferstehung gethan, mit dir im Himmelreich viel herzliche freund liche Gespräche halten, und dich samt dem Vater und Heiligen Geist in rechte inbrünstige Ewigkeit preisen. Amen. Festgebete. Am Feste der Himmelfahrt. Herr Jesu Christe, du Sohn des Allerhöchsten, der du nun nicht mehr auf Erden im Elend und in Niedrig⸗ keit wandelst, sondern zur Rechten des Vaters sitzest, ein gewaltiger Herr über alles, was da ist im Himmel und auf Erden, der du auch alles erfüllest, wir bitten dich, du wollest uns deinen Heiligen Geist senden, fromme Prediger geben, sie mit rei chen Gaben zieren, bei deinem Wort sie erhalten, dem Satan aber und allen deinen Feinden wehren, dein Reich auf Erden gewaltig erhalten, bis daß alle deine Feinde zu deinen Füßen liegen und wir durch dich Sünde, Tod und alles überwinden. Amen. Am heiligen Pfingstfeste. O Gott, Heiliger Geist, du Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats, der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht des Herrn, du Trö⸗ ster aller Betrübten, du Führer und Leiter aller Irrenden, du Lehrer aller Unwissenden, du Stärke der schwachen, furchtsamen und blöden Herzen, wir ehren, loben und preisen dich an diesem Freudenfeste als wahrhaftigen Gott mit dem Vater und dem Sohne, und danken dir, daß du deine liebe Kirche und Gemeine mit deiner himmlischen Gnade auch in dieser letzten Zeit erleuchtest und durch dein heiliges Wort und die hochwürdigen Sakramente in uns kräftig wirkest. Du hast uns ja bisher in mancherlei Trübsal ge waltig wieder alle menschliche Ver nunft erhalten. Wir bitten dene Güte, erwärme und wecke doch auf unsre kalten, schläfrigen Herzen, er⸗ leuchte unsern Verstand und Sinn, leite uns in alle Wahrheit, heile unsre Leiber und Seelen, gieb uns Andacht zum vel dbshe mübnis und. jondern alles abest indi iger 5 4 weil un der l In In Gott durch& + eißen wi ill, st durch d 10 nimm u werden ü nn en 6 das Schwert N itterlich kämp Lust und Begier dämpfen Ste uuserm leht en natten Seelen maus sprechlich Retrost aus die das ewige V Amen. Gott Um Feste der Allmächtiger jagen dir vor Dank, daß d Nenschen so gn Rroffenbaret u daß du iliger& inige, ewige! schiedlichen Per und Willens, Majestät und leit. Wir bi sochgelobte 2 geben, 14— senden, nsie mit rei⸗ bei deinem Wort Satn aber und en wehren, dein Waltig erhalten Feinde zu deinen ö wir durch dich Ules Überwinden j Pfingstfeste „Geist, du Gei Verstandes, des der Erkenntnis Herrn, du Trö⸗ du Führer und iden, du Lehrer „du Stürke der imen und blöden loben und preisen Freudenfeste als t mit dem Vater danken dir, daß che und Gemeine schen Gnade auch it erleuchtest und Wort und die kramente in uns du hast uns ja klei Trübsal ge⸗ menschliche Ver⸗ Wir bitten deine nd wecke doch auf frigen Herzen, er⸗ rstand und Sinn, Wahrheit, heile Seelen, gieb uns e Andacht zum Festg Gebet, tröste uns in allem unserm Elend. Wie sich Gras und Blumen erquicken nach Seelen laben an deinem Trost und göttlichen Segen. verlösche, unser Herz in keiner Be— trübnis und Anfechtung verzage, sondern alles Uebel mit Geduld und beständiger Hoffnung des ewigen Sonderlich aber,‚ Lebens ertrage. weil uns der leidige böse Geist ohn Unterlaß stark zusetzt und uns von Gott durch Sünde und Anfechtung reißen will, so vereinige uns mit Gott durch dein heiliges Wort, das wir nimmermehr von ihm ge— schieden werden. Schütze uns wider diesen argen Feind, und reiche uns das Schwert des Geistes, daß wir ritterlich kämpfen, und alle böse Lust und Begierde durch deine Kraft dämpfen. Stehe uns auch bei an unserm letzten Ende, stärke unsre matten Seelen und vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen, daß wir getrost aus diesem Jammerthal in das ewige Vaterland abscheiden. Amen. Am Feste der heiligen Dreieinig⸗ keit. Allmächtiger, ewiger Gott, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dich uns armen Menschen so gnädig in deinem Wort geoffenbaret und zu erkennen ge⸗— geben, daß du, o Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, seiest der wahre, einige, ewige Gott, in dreien unter⸗ schiedlichen Personen, gleiches Wesens und Willens, gleicher Gewalt, Kraft, Majestät und Herrlichkeit von Ewig— keit. Wir bitten dich, o du heilige, hochgelobte Dreieinigkeit, verleihe, einem fruchtbaren Regen, so werden sich unsere matten Erhalte uns, daß unser Glaube nicht sinke, unsre Liebe nicht erkalte, unsre Hoffnung nicht zergehe, unsre Geduld nicht ebete. 23 daß wir dich den einigen Gott in dreien Personen und drei Personen in einer Gottheit ehren, das Ge⸗ heimnis des rechten christlichen Glaubens ganz und rein halten und in demselben wider allen An⸗ lauf des Teufels beständiglich ver— harren. Und weil du, Gott Vater, deinen eingebornen Sohn in die Welt gesandt, daß alle, die an ihn glauben, nicht sollen verloren werden, sondern das ewige Leben haben, auch uns durch Wasser und Geist von unsrer fleischlichen Geburt reinigst und wiedergebierest, damit wir in dein Reich eingehen mögen, so wollest du durch deinen Heiligen Geist unsre Herzen erneuern, daß wir an deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland Jesum Christum, uns festhalten, seinen Namen treu⸗ lich bekennen, im Kreuz geduldig seien und unsern Glauben in guten Früchten und Werken beweisen, da⸗ durch du gelobet und gepriesen, unser Nächster erbauet und gebessert, und wir endlich ewig selig werden. Dir Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist, von welchem, durch welchem und in welchem sind alle Dinge, sei Ehre und Preis in Ewigkeit. Amen. Am Tage St. Johannis des Täufers. Heerr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir von Herzen für deine große Gnade, daß du es bei der Predigt und Lehre des Gesetzes nicht hast lassen bleiben, sondern dein Evangelium gegeben und den heiligen Johannes gesendet, der mit Fingern auf Christum wies und Zeugnis gab, daß wir alleine durch das Lamm Gottes Vergebung, Heiligkeit und Gerechtigleit er⸗ langen. Wir bitten dich, du wollest durch den Heiligen Geist nnsre Herzen erleuchten, daß wir dem III ö 7 — 44 1 N II x‚ 1 18 II 24 Festgebete. heiligen Johannes gehorsam wer— den und dem Lamm nachfolgen, wohin es geht, und also endlich selig werden. Amen. Am Tage Mariä Heimsuchung. Allmächtiger Gott, der du die heilige Mutter deines geliebten Sohnes einen weiten Weg über das jüdische Gebirge durch deine lieben Engel hin und her geleitet hast, wir bitten dich, behüte auch uns auf unsern Wegen und Reisen durch deine himmlischen Heerscharen, daß uns kein Unglück treffe. Regiere uns, daß wir uns von Herzen gern und freundlich grüßen, einander in Lieb und Leid besuchen und von deinen Werken, deiner Liebe und Barmherzigkeit heilige Gespräche halten, vor allen gottlosen und ärgerlichen Reden aber uns fleißig hüten. Treibe alle Traurigkeit des Herzens von uns und gieb uns einen fröhlichen Geist, daß sich unsre Seelen in dir, unserm Gotte, freuen mögen. Siehe an unsern Jammer und Elend, dem wir in diesem Leben unterworfen sind, und errette uns daraus durch deinen gewaltigen Arm. Thue große Dinge an uns, wenn deine Feinde dein Volk und Häuflein vertilgen wollen. die Gewaltigen, die dir und deinem Worte zuwider sind, vom Stuhle. Laß uns in unsers Herzens Sinn nicht hoffärtig sein, damit wir nicht von dir gestraft und zerstreuet werden. Erfülle uns mit deinen Gütern, die wir hungrig und durstig sind an Leib und Seele. Erhalte uns in deiner Furcht, auf daß deine Barmherzigkeit für und für bei uns bleibe. Amen. Zum Erntedanffeste. O allmächtiger, gnädiger und barmherziger Vater, wir sagen dir Stoße von Herzen Lob und Dank, daß du uns in diesen letzten Zeiten dein liebes Wort und die heiligen Sakra mente so reichlich mitteilest und täglich einernten lässest, und auch die zur leiblichen Notdurft gehörige Nahrung uns täglich bescherst, und überdies uns mit einer erwünschten Ernte gesegnet, das Land von oben herab befruchtet, Regen und Sonnen schein zu rechter Zeit verliehen und so manches gefährliche Wetter in unserm Feld und Vaterland ohne (sonderlichen) Schaden vorüberge führt hast. Wir erkennen, daß wir weder dies, noch jenes verdient, sondern wegen unsers Ungehorsams, Undanks, leidigen Mißbrauchs und anderer mannigfaltigen Sünden wohl wert wären, daß du uns Wort und Speise entzögest. Es ist uns aber herzlich leid und reut uns sehr. Und weil, Herr, dein ist Barmherzigkeit und Vergebung, so bitten wir dich im Namen deines allerliebsten Sohnes Jesu Christi, unsers einigen Gnadenthrones, du wollest nicht ansehen unsre Un würdigkeit, sondern unsre Not und große Dürftigkeit. Ach Gott, nimm nicht weg von uns dein liebes Wort, das geistliche Manna und Seelenbrot, und behüte uns und unsere Nachkommen vor aller falschen Lehre und Ketzerei. Denn, Herr, dein Wort ist allein die rechte Lehre, Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich. Und weil du uns, gütiger Gott, unsre Felder und Weinberge abernten und deinen Segen wohl einbringen lassen, so loben, ehren und preisen wir dich dafür mit dankbarem Herzen in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi und bitten demütiglich, du wollest uns solche deine Gnaden gaben wohl gedeihen und in be ständigem Land⸗ und Hausfrieden gesund zu aürftige Id mit 85 Himmelsbro ö Freudentrant Frell au Nsum Chrif Sohn, unsern Am Ref Allmächtiget Gott, wir dan daß du unset samt uns Finsternis gef der Welt unser urch dein teu Luther ein gre hast. In dein er den Brunn die seligmach aller Verfälsch heilige Schrif den Antichrist offenbart, de Obrigkeit ger Gutes mehr geiner lieben und zur Beruh Hewissen ausg Herrn Zebaot ist und thu Preise, Jerusa Zion, deinen giebt mit groß sten; und alle ken, sollen sa⸗ Wahrheit wal lit. Du has her das heilis uider alle S. und Verwirri Iöbrauchs ind H Sünden „ daß du uns entzögest. Es h leid und rent beil, Herr, d und Vergebung i Mamen Reines es Jesu Christ, ndenthrones, du ehen unsre Un n unsre Not und Ach Gott, nimm uns dein liebes Manna und behüte uns und dor aller falschen ei. Denn, Herr, die rechte Lehre, Zierde deines Und weil du uns, sre Felder und ten und deinen ringen lassen, so preisen wir dich arem Herzen in ers Herrn Feüu demütiglich, du deine Gnaden⸗ ihen und in be und Hausfrieden gesund zu unserem und unseres dürftigen Nächsten Nutzen genießen lassen. Erhalt uns, Herr, an Leib und Seele und beschere jederzeit neben der leiblichen Nahrung geist— liche Seelenspeise und Seelentrank, bis wir dermaleinst zur Zeit der allgemeinen Ernte der Welt zu dir in dein Reich versammelt werden und mit allen Auserwählten das Himmelsbrot essen und den ewigen Freudentrank trinken werden durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. Am Reformationsfeste. Allmächtiger und grundgütiger Gott, wir danken dir von Herzen, daß du unsere lieben Vorfahren päpstischen Finsternis geführt und am Abende samt uns aus der der Welt unserm werten Vaterlande durch dein teures Rüstzeug Martin Luther ein großes Licht angezündet hast. In deines Geistes Kraft hat er den Brunnen Israels gereinigt, die seligmachende Wahrheit von aller Verfälschung abgesondert, die heilige Schrift deutlich übersetzt, den Antichrist mit seinen Greueln offenbart, den Stand der lieben Obrigkeit gerettet und noch viel Gutes mehr zu deiner Ehre und deiner lieben Gemeine Erbauung und zur Beruhigung der geängsteten Gewissen ausgerichtet. Danket dem Herrn Zebaoth, daß er so gnädig ist und thut immerdar Gutes. Preise, Jerusalem, den Herrn; lobe Zion, deinen Gott, der sein Wort giebt mit großen Scharen Evangeli⸗ sten; und alle, die den Herrn fürch— ten, sollen sagen: seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewig⸗ keit. Du hast, o treuer Gott, bis⸗ her das heilige Licht deines Wortes wider alle Stürme der Verfolgung und Verwirrung erhalten. Ach, so Festgebete— 25 bewahre es ferner und erhalte den Heilbrunnen der allein seligmachen— den Lehre uns und unsern Kindern im Frieden, daß die Stadt Gottes fein lustig bleibe mit ihrem Brünn⸗ lein. Erwecke auch bei uns allen wahre Gottseligkeit, daß wir be— halten, was wir haben, und unsern Schatz nicht durch Undank verscherzen, sondern recht evangelisch, desselben würdiglich leben und wandeln, und für alle deine Wohlthat hier und dort dich, ewiger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, loben und preisen mögen in alle Ewigkeit. Amen. Am Kirchweihtage. Wir danken dir, hochseligster Herr Jesu, du einiger Heiland der Welt, der du kommen bist zu suchen und selig zu machen, was verloren ist, daß du auch diesem Hause und dieser Gemeine dein Heil hast wider fahren lassen. Wir bitten dich, du wollest dein gnädiges Wort und Werk an uns ferner zur Seligkeit kräftig erweisen, dein Haus bei uns erhalten, darin beständig einkehren, dankbare liebreiche Herzen erwecken, in aller Gottseligkeit uns allesamt regieren, in aller Fährlichkeit er halten, und dermaleinst in der frohen Herrlichkeit der triumphierenden Himmelskirche dein Heil uns ewig— lich zeigen. Um deines Namens und Verdienstes willen. Amen. Am Michaelisfeste. O heiliger und großer Gott, der du deine lieben Engel mit gro— ßem Haufen zu deinen Ehren er⸗ schaffen, zum Dienste deiner Gläu bigen verordnet und ihnen Land und Leute, Städte und Dörfer, Kirchen und Schulen, da man dein heiliges Evangelium lehrt, zur Be wahrung befohlen hast, wir danken dir von Grund unsrer Herzen, daß 26 Festgebete. du uns durch sie bisher vor allem Unfall so gnädig behütet hast. Wir bitten dich, laß uns dieses Schutzes noch ferner genießen. Leib und Seele vor des Teufels List, sei uns der Nächste. Befiehl deinen heiligen Engeln, daß sie uns auf den Händen tragen, daß wir unsern Fuß nicht an einen Stein stoßen, und laß uns des Schutzes der heiligen Engel nie beraubt werden. Herr Jesu Christe, wir bitten dich, sende deiner Kirche allezeit den Engel des Friedens, daß der Satan und sein Anhang sie nicht beunruhigen, noch ihren Frieden stören könne. Laß deine Gottes gesagt haben, derselben Ende Engel mit uns sein auf Wegen und Stegen, in Not und Gefahr, in Leben und Tod, daß der böse Feind keine Macht noch Gewalt an uns finde. Hilf auch, daß wir in engelischem Leben mit Lieb und Gehorsam dir dienen und mit Freude dich loben und preisen. Laß, wenn wir von dieser Welt abscheiden, die heiligen Engel unsere Seelen tragen in Abrahams Schoß und unsre Gebeine bewahren, daß deren nicht eins verloren werde, bis wir end— Herr selbst mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit den Posaunen Gottes hernieder kommt vom Himmel, von den Toten auferweckt und in himmlischer Freud und Seligkeit den Engeln Gottes gleich werden und mit ihnen dich alleiu wahren und ewigen Gott, Vater, Sohn und Heiligen Geist, ohn Unterlaß loben, ehren und preisen. Amen. An den Aposteltagen. Wir danken dir, o Herr, all mächtiger Gott, daß du deinen ein— gebornen Sohn, unsern Erlöser Jesum Christum, auferwecket hast von den Toten, und ihn lassen offenbar werden den vorerwählten Zeugen, welche durch ihn em— Bewahre pfangen haben Gnade und Apostel— amt, unter allen Völkern den Ge— horsam des Glaubens aufzurichten in seinem Namen. Wir bitten deine große Barmherzigkeit, du wollest uns bei der reinen aposto lischen Lehre des heiligen Evan geliums väterlich erhalten, und deinen Geist und Kraft zum Worte geben, damit wir erbauet werden auf dem Grunde der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist. Hilf uns gedenken an unsre Lehrer, die uns das Wort anschauen und ihrem Glauben fol⸗— gen. Erwecke dir immer neue Zeugen der Wahrheit und rüste sie aus mit Kraft aus der Höhe, daß sie dieselbige furchtlos vor der Welt bekennen, und viele Seelen zu dir bekehren. Sammle uns alle unter den Stab des guten Hirten, auf daß wir durch seine Macht und Gnade geleitet und be— hütet, das Ende unsers Glaubens davonbringen, nämlich der Seelen lich am jüngsten Tage, wenn der Seligkeit, und dereinst mit allen Heiligen und Auserwählten dich ewiglich loben und preisen mögen. Amen. Am Buß⸗ und Bettage. Barmherziger, ewiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, du Herr Himmels und der Erde, wir armen, elenden Sünder be kennen vor deinem allerheiligsten Angesichte, daß wir leider mit unsern Vätern gesündigt, daß wir mißgehandelt und gottlos gewesen, mit unsern vielfältigen schweren Sünden auch deinen gerechten Zorn und allerlei Strafen, ja den endlichen Untergang wohl verdient 1 wollest u den unserer unsrer Uebertr mehr eingeden osen Güte Herzigkeit. srafe uns zichtige Uls Grimm. Herstoße uns! gesicht und 0 gur aus sein; Vater erbarme so erbarme du weise uns deit au Heiland de fen, und laß! zu schanden w Hilfe in den uns betroffen Abaoth, sei Hott, sei du dich auf, zu ri Clenden und B erbrich die Reines allerhe Namens, laß aß sie beschl nichts daraus steue die Vä ltiegen. Geste Vater, daß dei unter uns gep Um Glück u Lieber Vate ist dein Wort ö 4 und hristus der gedenken an uns das Vort Wesbe u Ende u Glauben fol⸗ immer neue 1 und rüste 5der Höhe, tlos vor der di ele Seelen Lamn nle uns — des guten durch seine weht und be⸗ isers Glaubens lich der Seelen inst mit allen wählten dich preisen mögen. Bettage. er Gott und uNsu Christ, und der Erde, u Sünder be⸗ allerheiligsten bir leider mit ndigt, daß wir zottlos gewesen, tigen schweren inen gerechten Strafen, ja den wohl verdient haben. Solche unsre begangne Sünde reuet uns von Herzen, und dieweil du unser aller Vater und liebreicher Gott bist, der du dich also erklärt hast: So wahr, als ich lebe, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen; so fliehen wir hierauf zu deiner inbrünstigen und herzlichen Barmherzigkeit, demütiglich bittend, du wollest nicht gedenken der Sün— den unserer Jugend, noch aller unsrer Uebertretung, sondern viel⸗ mehr eingedenk sein deiner grund— losen Güte, berzigkeit. Ach Vater und Herr, strafe uns nicht in deinem Zorn, züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig, verstoße uns nicht von deinem An-— gesicht und laß es nicht mit uns gar aus sein; sondern, wie sich ein Vater erbarmet über seine Kinder, so erbarme du dich über uns; er⸗ weise uns deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die auf dich hof— fen, und laß unser Angesicht nicht sei du unsre zu schanden werden; Hilfe in den großen Nöten, die uns betroffen. Ach Herr, Gott Zebaoth, sei du mit uns. Ach Gott, sei du unser Gott, mache dich auf, zu richten, und hilf allen Elenden und Bedrängten auf Erden; zerbrich die Pfeile aller Feinde deines allerheiligsten Worts und Namens, laß ihre Hände sinken, laß sie beschließen einen Rat und nichts daraus werden, und zer— streue die Völker, die da gerne kriegen. Gestatte ja nicht, o treuer Vater, daß dein Weinberg, den du Gnade und Barm⸗ Festgebete. 27 werde. Stehe auf, Herr, und hilf uns mit deiner starken Hand und allmächtigem Arm, thue wohl die sem und allen andern Landen, in welchen du mit deinem Worte deine Wohnung hast. O lieber Herr und Gott, sei und bleibe du bei und unter uns, stärke und er⸗ weitere dein Reich, das du aufge— richtet hast, denn es ist dein Werk. Erhalte uns und unsre Nachkommen bei reiner, gesunder Lehre und bei gewünschtem Landfrieden. Ver⸗ schone uns, o treuer Gott und Vater, mit Krieg, Aufruhr und Empörung, mit Pestilenz und an⸗ dern gefährlichen Seuchen. Wende ab Teurung, Mißwachs, schädliches Wetter und alle andern Plagen. Sei uns gnädig, o Herre Gott, sei uns gnädig in aller Not; zeig uns deine Barmherzigkeit, wie unsre Hoffnung zu dir steht. Erleuchte unsre Herzen, daß wir rechtschaffne, wahre Buße thun, alle wissentlichen und nimn Sünden fliehen und meiden, hingegen dich und dein ZSm Wort stets vor Augen haben und also dem wohlverdienten Verderben zeitlich und ewiglich ent— 45— mögen. Das alles wollest du thun, o treuer, barmherziger Vater, um des teuren, werten Verdienstes und der kräftigen Fürbitte willen deines liebsten Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert in gleicher Majestät und Ehre, wahrer Gott und Mensch, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. unter uns gepflanzt hast, verwüstet —— 6. Berufsgebete. Um Glück und Segen im Beruf. Lieber Vater, in meinem De ist dein Wort und Befehl. Darauf gehe ich hin und werfe heute mein Netz aus, und laß dich sorgen, wie es geraten werde. Ich bitte allein 28 Berufsgebete. daneben, gieb deinen Segen und das Gedeihen dazu. Ein anderes. Himmlischer Vater, ewiger, gü— tiger Gott und Herr! Nachdem du mich durch deinen Segen in den häuslichen Stand gesetzt, so danke ich dir dafür von Herzen, und weil ich mich darin durch meine Hand⸗ und Berufsarbeit christlich ernähren will, wozu ich zuvörderst deines Segens bedarf, so bitte ich dich um deines aller— liebsten Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir in meinem Berufe väterlich beistehen und mir gnädiges Auskommen verleihen. Ich will thun, was du mir in meinem Be⸗ rufe befohlen und auferlegt hast, gieb du das Gedeihen dazu; thue deine milde Hand ich speise und ernähre mich, daß Brot ans deiner milden Hand mit Danksagung empfahen, aller Sorge und Geizes müßig gehen, und dir, mildreicher Gott, in aller keit mit starkem Glauben kindlich vertrauen möge, der du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen. Zum Eingang der Arbeitswoche. Herr Jesu Christe, sei heut und die ganze Zeit meines Anfang aller meiner Arbeit und Werke. Sei mein Tröster, mein Helfer, mein Segen, mein Bei⸗ stand, und bewahre mich nund die Meinigen vor allem Uebel, daß der böse keine Macht an uns finden. Amen. Gebet um ein gottseliges Leben. Ach mein süßer Herr Jesu, er⸗ leuchte mich heut und allezeit, daß ich den Lauf meines Christentums nach dem himmlischen Jerusalem, da ich ewig sein soll, ich mein täglich Dürftig⸗ Lebens ein Feind nnd böse Leute richte, und wie Du nach mir, ich auch nach dir alle meine Lust und Durst habe, frühe dich suche, deiner ver lange und dich, das Brot des Lebens, zum Gefährten auf mei— nem Wege behalte. Amen. Behüte mich, o unwandelbarer, ewiger Gott, vor der Weltkinder Unbeständigkeit, daß ich mich nicht ihnen in Heuchelei gleichstelle, son— dern auch heute bei meinem Beruf beständig bleibe in der Gottselig⸗ keit, und mein Leben an Lastern ab⸗-, in Tugenden aber zunehme allezeit, damit ich dir, meinem Herrn, treulich diene, das Irdische gering achte, in dir erhöhet, deine Gnade und Schutz empfinden, und es dir ewig danken möge um Jesu Christi willen. Amen. Gebet eines Hausvaters. Barmherziger, ewiger Gott, der du den Stand der heiligen Ehe anfäng⸗— lich im ach deur selbst eingesetzt, und auch nach dem Fall Evä bestätiget; dieweil du denn mich zu solchem Staud auch kommen lassen, so bitte ich dich, du wollest mir deine notwendige Gnade und Hilfe dazu verleihen, daß ich eine recht christliche Liebe 6— Treue zu meinem Eheweib haben mögen. Schaffe, daß ich in Freundlichkeit und Einigkeit mit Vernunft bei ihr, als dem schwachen Werkzeug, wohne, derselben ihre Ehre, als auch Miterbin der Gnade des Lebens, gebe, sie samt meinen Kindern und Gesinde zu der Er-— kenntnis deiner göttlichen Ehre und zu aller Zucht und Ehrbarkeit ziehe. Gieb ihnen auch, o Herr, daß sie dir folgen und sich ziehen lassen. Behüte uns, o Gott des Friedens, vor Zank, Uneinigkeit und des Fein des Lügen, vor unzeitigem Arg— wohn, welche der Teufel als einen Samen des Verderbens und Aus⸗ Lan ein O Gott& Vat ist, von de Segen herkom Augen auf n Kr muhn, 5 der hei ligen Huus lsmutterge Dienerin d dein iber alles lieb Rinem D Dienst aber meinen und liebe, 10 mit Geduld inrmun und Demut ge mich der hei gelehrt) der meines Herz sanftem, stillen Zugenden ges Zeiten die h die ihre Hoff und ihren Mi wesen. Dazu Gesinde mit und Ehre deir auferziehe. E mir im Gu daß ich sam Kindern in 0 göttlichen Wi haben, vor S mbeschädigt Velt gebraud Inserer Selig sondern dich, der Walt ich uul 106 ö mei Wu H eruf der Gottseig⸗ den an La Hatem aber zunehme *5 meinem bas Irdische erhöhet, deine wupfrden, und Hen möge un Mnen. ausvaters. iger Gott, ran en Ehe g nfäng⸗ sengetc, und Chä beslͤtget: zusolchem Stand n, so bitte ich heine notwendige dazu verl eihen, nie lihe Liebe uEheweib 113 daß ich in Enigkeit mit dem schwachen derselben ihre terbin der Gnade sie samt meinen nde zu der Er⸗ tlichen Ehre und Chrbarkeit ziehe. 0 Herr, daß sie ch ziehen lassen. tt des Friedens, eit und des Fein unzeitigem Arg⸗ Teufel als einen rbens und Aus⸗ tilgung ehelicher Liebe und Treue säet. Schaffe, daß wir als deine Kinder friedsamlich einander dulden, vergeben und nachlassen. Verleihe uns auch treues Gesinde, und er— halte es stets in Gesundheit. Segne unsere Arbeit und zeitliche Nahrung, hilf uns das Kreuz geduldig tragen, und gieb, daß wir nach diesem Leben einander wieder finden. Amen. Gebet einer Hausmutter. O Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, von dem aller Trost und von der ewigen Dienstbarkeit, Berufsgebete. 29 und dir zu gefallen uns befleißigen, das Kreuz nicht fern von uns werfen, sondern in Geduld tragen und bis an unser Ende in deinem Dienste verharren, als Gottes Diener haben unsere Frucht, daß wir hier heilig werden und das Erbe, das ewige Leben, einnehmen. Amen. Gebet eines Dienstboten. Barmherziger Gott, der du mich durch deines lieben Sohnes Jesu Christi teures Leiden und Sterben von Segen herkommt; siehe mit gnädigen der Gewalt der Sünden, von der Obrigkeit der Finsternis und von Augen auf mich Kreatur, arme, schwache welche du in den Stand der grausamen Tyrannei des Teufels der heiligen Ehe berufen und zur er rlöset und befreiet, zum Herrn über Dausmutter gemacht hast; gieb deiner Tod und Hölle gemacht hast, ich Dienerin deine Gnade, daß ich dich bitte dich, du wollest mir Gnade über alles liebe, dich suche und zu geben, Dienst beflissen sei, nach dir der leiblichen Dienstbarkeit, deinem? aber meinen Ehemann ehre, fürchte und liebe, auch in aller Bill igkeit, mit Geduld und süßem Gemüt in c e Wandeli in Furcht und Demut gehorche, und daß,(wie mich der heilige Apostel Petrus gelehrt) der verborgene meines Herzens unverrückt sanftem, stillem Geist und mit allen Tugenden geschmückt sei, wie vor Zeiten die heiligen Weiber gewesen, die ihre Hoffnung auf Gott gesetzet und ihren Männern gehorsam ge⸗ wesen. Dazu meine Kinder Gesinde mit Sanftmut, zu Lob und Ehre deines heiligen Namens auferziehe. Gieb Gnade, daß sie mir im Guten folgen, und verleihe, daß ich samt meinem Mann und Kindern in Gesundheit nach deinem göttlichen Willen unsere Nahrung haben, vor Schanden und Feinden unbeschädigt bleibe, und also der Welt gebrauche, daß wir nicht an unserer Seligkeit gehindert werden, sondern dich, Herr, in allem suchen, und daß ich an meinem Stand darein du mich hier 22 Erden nach deinem Willen und Wohlgefallen gesetzet hast, keinen Verdruß gewinne, und nicht etwa wider deine Ordnung 0930 Ungeduld murre, auch andern Leuten ihren höheren Stand nicht Mensch mißgönne, sondern daß ich solchen mit deinen Willen thue von ganzem Herzen, mit gutem Willen, nnd nicht anders gedenke, denn als dienete ich dir, Gott im Himmel, und nicht den Menschen auf Erden. So hilf nun, lieber Gott, daß ich dir, dem höchsten Herrn im Himmel und auf Erden, in wahrer Erkennt⸗ nis und rechter Furcht diene, dich über alles liebe, alle meine Hoffnnng und Seligkeit in dich setze und in deinen Geboten untadelig wandele. Danach auch, daß ich meinen leib— lichen Herrn und Frauen, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen und ungeschlachten, in Geduld gehorsam sei in allen Dingen, die nicht wider dich sind, mit aller Furcht, in Ein⸗ 1 ů nne MNIIIN 1 44 + I. 7 9 1* II 4 1. I RN 14 II 30 Berufs fältigkeit meinesHerzens, als Christo, meinem Herrn, nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern von Herzens⸗ grund, num deines Befehls und Gebots willen. Gieb Gnade, daß ich treu erfunden werde in allem, was mir besohlen und anvertraut ist, nichts verwahrlose und zu Schanden mache, auch keinen Un⸗ rat oder Schaden durch Unacht— samkeit geschehen lasse; dazu, daß ich mich fremden Guts, so mir an⸗ vertraut und unter die Hände ge⸗ geben, nicht lasse gelüsten, noch das⸗ selbige veruntreue. Bewahre mir meine Gesundheit, stärke meine Gl Hrade und alle Kräfte meines Leibes; dazu begabe mich mit Ver⸗ nunft und Weisheit, daß ich meinen Herren und Frauen ihre Arbeit könne besorgen, ihre Nahrung durch deine göttliche Hilfe bessern, auf daß sie durch meinen Fleiß gesegnet und in die Menge ansgebreitet werden, und alles, was ich thue und verrichte, daß es gereiche zu deiner göttlichen Ehre und mir zu einer seligen Uebung meines Glau⸗ bens um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen, welcher mit dir lebet und regieret in Einigkeit des Heiligen Geistes, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Beim Antritt einer Berufsreise. O Herr, allmächtiger Gott, der du vor Zeiten dein Volk Israel auf wunderbaren Wegen durch eine wilde Wüste mit Wolken und hel⸗ lem Feuer geleitet hast und ihnen des Tages ein Schirm, des Nachts eine Flamme gewesen bist; weil ich gebete. in meinem Berufe reisen muß, so bitte ich dich von Herzen, du wollest mit mir und vor mir herziehen, mich den rechten Weg führen und zu rechter Zeit gesund wieder heim bringen. Trage mich, o barm herziger, lieber Vater, wie ein Mann seinen Sohn trägt, durch alle Wege, auf denen ich wandeln muß. Decke mich mit deiner Hand und errette mich von der Hand der Feinde. Laß mich deine Engel geleiten und alles, was ich vorhabe, wohl schicken, auf das ich klüglich handle, meine Sache wohl gelinge, und ich fröh lich heimkehre. Bewahre meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Nach vollendeter Reise. Gnädiger Gott und Vater, ich danke dir von Grund meines Her zens, daß du mich meine vorge habte Reise hast glücklich lassen vollenden, und durch deiner lieben Engel Schutz mit Frieden wieder zu den Meinigen gebracht, und vor allem Uebel väterlich bewahret, daß ich nicht von Räubern und Mördern bin umgebracht worden, oder sonst in andern nnn. einen Arm oder Bein zerbrochen habe, in Summa, daß ich frisch und gesund bin hin und hergeleitet worden. Dieses alles habe ich deiner väterlichen Vorsorge und allmächtigem Schutz zu danken, und bitte dich von Herzen, du wollest mich und die Meinigen fortan auch in deinen Schutz nehmen und Leib und Seele bis zum ewigen Leben selig erhalten um Jesu Christi willen. Amen, —‚ñ— Gebet 6 —0 Hern, 1 1„ 996 H00ls ist alles Löbli sollen wir un fallen lassen du mit de— i Regierung nic Namens Ehre Selgkeit suchf also für gut deinem väterli ud wir durch! dein ewiget it eingehen so Herzen mit dei daß wir dein erkennen, 1 unf —51. und übsal herne e mögen igen Friede Mgesie ichtin En In A O Herr, we her die großg mir Leib und quält, ob voh der Hölle oden chen kranken dir, du Vate und Gott alle bei dir Linde Sprich zu mit Sol N, oneine den sind mir Zmasiht gorn und Flut Gebeine kom mir, auf daß Fndr geleiten u nd e,„wuohlschn I meine und dithf fröh ewahre r meinen dung von nun Amen. gel ter Reise. und Vater, ich nd meines Her meine vorge glücklich lassen 0 deiner lieben Frieden wieder Wg t, und vor chbewahret, daß rn und Mördern orden, oder sonst chkeiten einen tbrochen habe, ich frisch und und hergeleitet es habe ich Vorsorge und 5 zu danken, und en, du wollest gen fortan ar 00 lehmen und Lei u ewigen Les n Jesu Christi Kreuz⸗ und Notgebete. Kreuz- und Notgebete. Gebet im Kreuz und Leiden. der höher ist als alle Vernunft; Ach Herr, du frommer und gnä⸗ diger Gott, du liebreicher Vater und Schutzherr aller, so an deinen Sohn, Jesum Christum, glauben und in kindlicher Zuversicht an dir han⸗ gen! Was du in deinem heiligen Rate beschlossen und geordnet, das ist alles löblich und herrlich, das sollen wir uns alle auch wohl ge— fallen lassen in Betrachtung, daß du mit deiner nnin n Regierung nichts andres als deines Namens Ehre und aller Menschen Seligkeit suchst. Wenn du es Hnrs also für gut angesehen und nach deinem väterlichen Willen geordnet, daß wir durch viel Kreuz und Leiden in dein ewiges Reich und Herrlich— keit eingehen sollen, so regiere unsere Herzen mit deinem Heiligen Geiste, daß wir deinen gnädigen Willen erkennen, unser Kreuz geduldig tragen und nach ausgestandener Trübsal hernach mit Christo ein⸗ gehen mögen in den himmlischen, ewigen Friedenssaal und dein heilig Angesichtin Ewigkeit schauen. Amen. In Anfechtungen. O Herr, weil ich nicht weiß, wo⸗d her die große Angst kommt, die mir Leib und Seele preßt und quält, ob vom Himmel oder von der Hölle oder von meinem. chen kranken Leib, so flieh ich z dir, du Vater der Barnher igkeit und Gott alles Trostes, und suche bei dir Linderung und Erquickung. Sprich 3n mir: Sei getrost, mein Sohn,(meine Tochter,) deine Sün⸗ den sind dir vergeben, und schenke mir Zuversicht, daß nicht aus deinem Zorn und Fluch der Unfried in mein Gebeine komme. Also sprich zu mir, auf daß ich den Frieden finde, will ich mich unter allen Jammer, den deine gewaltige Hand mir zu— schickt, beugen, und Frieden ge— nießen mitten in Unfrieden. Er⸗ barme dich meiner, du großer Gott. Erbarme dich meiner um Jesu Christi willen. Amen. In Armut. Allmächtiger, ewiger Gott, du bist mein und aller der Meinigen Vater und Erhalter. Von dir haben wir Leib und Seele, Ehre und Gut, Sinn und Verstand; alles, was wir haben, das danken 2* dir allein. Ist es schon wenig, f könntest du's Hülndern⸗ es steht alles in deiner Hand; dein ist alles, o Herr. Ich, mein liebes Weib und meine Kinder stehen jetzt in großer Armut, uns drückt der Hunger. Unseres Brotes ist wenig, ver mögens auch nicht zu kaufen. So will uns auch schier niemand leihen und borgen also, daß wir fast von allen Menschen verlassen sind. Nun haben wir aber von Mutterleibe an all unser Vertrauen und Hoff nung auf dich gesetzt, wissen auch, daß du dir die Armen lässest be foh len sein, daß du aller Dürftigen einiger, wahrer Nothelfer bist. Wir haben, wissen und vermögen auch keine andere Hilfe in allen unsern Nöten zu suchen, denn allein bei dir; auf dich werfen wir unsre Sorge, denn du ernährst alles, was da lebet. Wir bitten dich herzlich, du wollest uns mit den Augen deiner Barmherzigkeit ansehen, unser weniges Brot gnädiglich segnen und uns leiblich und geistlich, zeit— lich und ewig speisen, sättigen uud erhalten durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 46 +1 I 1 94 N. 14 N ö 14 19 ů N 32 Kreuz Um gutes Wetter. Herr Gott, himmlischer Vater, der du gütig und barmherzig bist und uns durch deinen Sohn ver⸗— heißen hast, du wollest dich unser in aller Not gnädig annehmen, wir bitten dich, siehe nicht an unsre Sünde und Missethat, sondern unsre Not und deine Barmherzigkeit und schick einen gnädigen Regen(Son-— nenschein,) auf daß wir durch deine Güte unser tägliches Brot haben und Notgebete. der Hölle! O Herr, erbarme dich unser, stecke ein dein heilig Schwert, zücke hinter dich deine gewaffnete Hand; laß dich der großen Nieder⸗ lage erbarmen, heile, was verwundet und dich als einen gnädigen Gott erkennen und preisen mögen. Durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. In Teurung und Hungersnot. Getreuer Gott, himmlischer Va⸗ ter, du siehest unsern Jammer und Elend; die stecken, ist dir unverborgen. Unsre schweren Sünden haben nicht allein diese zeitliche, sondern auch die ewigen Strafen und deinen gerechten Zorn wohl verdient. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Wende deinen gerechten Fluch von uns. Segne unser Land, daß wir unser tägliches Brot haben, es mit Rune N 1 ir große Not, darin wir Berge nnd die Abgründe der Tiefen Danksagung genießen und dich für e deine W 9 ⁷ jer 47470. e e Beschütze auch die Früchte auf dem zeitlich und dort in Ewigkeit. Amen. In Pestzeiten. O gütiger und barmherziger Gott! Siehe, wir arme V Zerlassne sind unserer Sünden wegen in deine Hände gefallen und werden mit den Pfeilen der tötlichen Pestilenz hart verwundet, und ist allenhalben jämmerliche Gestalt des Todes, der geht uns allenthalben auf den Fersen nach, und ist niemand, der uns könne erretten, denn du, Herr, Ueber⸗ winder des Todes, des Teufels und ist, behalte, was noch gesund ist, und gieb, daß wir bei solcher deiner Heimsuchung uns zu dir bekehren und, wo nicht zeitlich, dennoch ewig— lich leben und erhalten werden. Amen. Bei Donner und Ungewitter. Großmächtiger Gott, deinem Namen sollen alle Gewaltigen auf Erden Ehre bringen und dich, ewigen Gott, anbeten; denn du bist der Herr im höchsten Thron, es ist dir alles unterworfen, alle Dinge erkennen dich für ihren Schöpfer und zittern vor deiner göttlichen Majestät. Die hohen erschrecken, wenn du zornig bist; der ganze Erdboden zittert, Meere und Waffer fliehen vor deinem Zorn. O gütiger Gott, behüte uns vor deinem grimmigen Zorn. Erleuchte dein Angesicht über uns, und sei uns gnädig. Bewahre uns Leib und Leben, Haus und Hof vor Entzündung des Wetters, vor den feurigen Strahlen, vor Donnerschlag und allem Verderben. Felde vor Schloßen und Hagel, vor großer Wasserflut und vor allem Schaden. O heiliger Gott, behüte uns vor einem bösen Tode. Gott der Vater, der seinen Sohn des Kreuzes Pein für mich hat leiden lassen, erhalte mich. Jesus von Nazaret, ein König der Juden, bewahre mich. Der Heilige Geist, der mich gezeichnet mit der Sal— bung und mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes, beschirme meine Seele, daß mir kein Unfall wider⸗ fahre. Amen. Wönn un ö süre mich⸗ 30 ertragen 1 Barmher 0 zage.— Gottes t Pein für mi endlich für miet x hit, zu dir meines Herzen⸗ mich armen S Missethat, alle in meinem 90 habe, laß n mic inken. O Gott wahrer Tröster halte mich in lechten An rufu wahrer Zuver von mir in keite mich aus in das rechte Ein Du getreuer hier liege ich,! fangen. Nien mir helfen kann wohl mehr Rütlein mit n. den verdient; ligst mich in Vater sein K Yaterlicher Wil und mir selig, diese Krankhe bester Arzt, d Lben, Schwa it stehen in Luuruite Guu denen gen W 10 5 1 dich heten, denn du höchsten Türnu sten Thron, Rerworfen, alle dich für ihren tern vor deiner 1— hohen zornig bist; n zittert, Meere gen vor deinem Gott, behüte zrimmigen Zorn. gesicht über uns lädig. Bewahre ben, Haus und ing des Wetters, 1 Strahlen, vor allem Verderben. Früchte auf dem zen und Hagel, serflut und vor O heiliger Gott, inem bösen Tode. der seinen Sohn n für mich hat ate mich. Jesus König der Juden, der Heilige Geist, et mit der Sal⸗ dem Zeichen des beschirme meine ein Unfall wider⸗ Kreuz⸗ und In Krankheit. x O Herr, himmlischer Vater! Du bist ein treuer Gott und lässest niemand über sein Vermögen ver— suchet werden, sondern schaffest, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ers ertragen kann. Ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden, stärke mich, daß ichs mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr ver— zage. O Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast und endlich für meine Sünden gestorben bist, zu dir rufe ich aus Grund meines Herzens, erbarme dich über mich armen Sünder, vergieb mir alle Missethat, die ich wider dich in meinem ganzen Leben gethan habe, laß mich im Glauben nicht sinken. O Gott, Heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, er halte mich in der Geduld und rechten Anrufung, heilige mich in wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not, leite mich aus diesem Jammerthal in das rechte Vaterland. Amen. Ein anderes. Du getreuer Gott und Vater, hier liege ich, mit Schwachheit um⸗ fangen. Niemand aber ist, der mir helfen kann, als du. Ich habe wohl mehr als dies väterliche Rütlein mit meinen großen Sün⸗— den verdient; aber du, Herr, züch— tigst mich in Gnaden, als ein Vater sein Kind. Ist es dein väterlicher Wille, ist es dir gefällig und mir selig, so nimm von mir diese Krankheit. Du bist mein bester Arzt, du kannst helfen; Tod, Leben, Schwachheit und Gesund⸗ heit stehen in deinen Händen, du Leben Notgebete. 33 weißt allein, was mir am besten ist. Wie dirs gefällt, o Herr, so mache es. Willst du mich länger am haben, daß ich meinem Nächsten ferner kann nützlich und dienstlich sein, so kannst du mich mit Einem Worte bald gesund machen. Willst du mich aber durch diese Krankheit von hinnen ab— fordern, Herr, ich bin bereit und willig, auch in dir selig zu sterben. Amen. Um Geduld. Barmherziger Gott, gnädiger Vater, siehe, ich armer Mensch liege auf meinem Krankenbette und kann nicht auskommen, aber zu dir komme ich und trete vor deinen erhabenen Thron. Ach, es hat dir gefallen, statt der bisher ge— nossenen Gesundheit mir diese Krankheit zuzuschicken! Nun, mein Gott und Vater, es geschehe dein Wille; gieb mir Geduld, daß ich alles tragen möge ohne Murren und ohne Widersprechen. Gott hat mich in guten Tagen oft ergötzt, sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar ver lassen. Habe ich Gutes von dir empfangen, hast du mich in ge— sunden Tagen oft erquickt und er— freuet, so will ich auch diese Lei— denstage durch deine Kraft und Geduld annehmen und mich in Demut erinnern, wie ich viele gute und gesunde Stunden in meinem Leben genossen, dagegen diese we— nigen Leidensstunden wie nichts zu nehmen sind. Ich weiß, mein Gott, daß du liebreich und gnädig bist, darum wirst du mir auch nicht mehr auflegen, als ich ertragen kann. Ich halte mich an dein Wort, das da spricht: Gott ist 3 + N 18 ů NN 34 Kreuz⸗ getreu, der euch nicht läßt ver— suchen über euer Vermögen, son dern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, net ertragen. schwaches und krankes liebe. leiden, weil das Leiden mir soll zu meiner Heiligung dienen. Mein Gott, hie bin ich, mach's mit mir, wie du willst, gieb mir deinen hei⸗ ligen Rat, recht zu erkennen, daß diese Krankheit soll ein Feuer sein, welches meine Unreinigkeit, die ich noch an meiner Seele habe, verzehren und wegnehmen und mich reinigen soll; wie es soll sein eine Bußglocke, die mich aufwecke, an meine dieselben herzlich zu bereuen, eine Betglocke, daß ich um Jesu willen, um seines Blutes und Todes wil len die Vergebung aller meiner Uebertretungen suche, ja eine Stimme, die mir zurufe: Bestelle dein Haus, und an dein Grab, bereite dich zur Ewigkeit! Wohlan, so mache mich fertig und bereit, wie du mich haben willst Ewigkeit; denn ich weiß, daß auf das zeitliche Leiden eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlich keit folgen soll. Darum sei stille und dort in der daß ihr's kön⸗ Sieh' an dein Kind und handle mit mir nach deiner Vater⸗ Ich weigere mich nicht zu Christe! mir, wenn ich Sünden zu denken und wenn ich nun denke an deinen Tod meine Seele, was betrübst du dich und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, ja harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Was willst du dich betrüben, o meine liebe 95 Du sollst den einzig lieben, der heißt Immanuel; vertraue ihm allein; er wird gut alles machen und fördern deine Sachen, wie dir's wird nützlich sein. Denn Gott verlässet keinen, der sich auf Notgebete ihn verläßt; er bleibt getreu den eiuen, die ihm vertrauen fest; läßt's sich an wunderlich, laß du dir gar nicht grauen; mit Freuden wirst du schauen, wie Gott wird retten dich. Amen. In Todesnöten. allersüßester Herr Jesu Stehe mir bei, wenn ich sterbe; komme mir zu Hilfe, wenn ich in den letzten Zügen liege und mit dem Tode ringe; begegne mich nach dir nm sehen und deiner begehren werde; bewahre mich vor meinen Feinden; erlöse mich von allem meinem Jammer und Elend; tröste mich, wenn ich seufzen werde; stärke mich, wenn ich zittern werde; er quicke mich, wenn ich nun gar entgehen will; nimm mich auf, meinen Geist auf letztes Wort O du geben werde; dein am Kreuz laß auch mein letztes Wort sein im Leben. Und sollte es so weit mit mir kommen, daß ichs nicht würde reden oder aus sprechen können, so höre es doch, wenn ich es nur mit Seufzen und innerlich mit den Gedanken an deuten werde: Vater in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du getreuer Gott. Amen. In gesegneten Umständen. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater! Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank, daß du uns in unserm Ehestande mit Fruchtbarkeit des Leibes gnädiglich gesegnet hast, und bitten dich durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, du wollest die bescherte Frucht und das verschlossene Kindlein im Mutterleibe vor allem Schaden und Anlauf des bösen Feindes Dolllt* 005 liebe à vmn durch de l fönnen, in unserm — Ermahm 0 UU Zohnes, al udse bo u Werdest e wichln sein 11 Fesu Sohnes, auch auch, frommer I1 Zeit lel an das nd d deinem 9 lihe Imdn eerleibt und Ind 1 u deiner Erke iinn auf im rechten Glau lig werd de durch! ihmacher, Jesu In KRi Vohlan, du iger Gott Stunde daher Zett, da ich an aufgelegte Geb soll. Ach D üb n erbart rke mich in ührlichen A Ind meiner Li 0 laß die F als dein Gnad in dieser N hilf mir, du Hott, daß ich meinem Fleif Abeit nichts begehren werde; meinen Feinden. allem meinem end; tröste mich u werde; stäcke itern werde; er n ich nun gar aum mich auf einen Geist auf⸗ in letztes Wort mein letztes ben. Und sollte r kommen, daß reden oder aus so höre es doch, mit Seufzen und 1 Gedanken an Vater in deine meinen Geist; du Herr, du getreuer Umständen. armherziger Gott sagen dir Lob, daß du uns in mit Fruchtbarkeit llich gesegnet hast h durch Ifum lieben Sohn, du erte Frucht und e Kindlein im allem Schaden bösen Feindes bewahren und in allen Gnaden zum ewigen Leben an- und auf⸗ nehmen um unseres Herrn Jesu Christi willen, der da spricht: Laßt die Kindlein zu mir kommen; denn solcher ist das Himmelreich. Darum, weil wir noch zur Zeit das liebe Kindlein anders nicht, denn durch das Gebet dir vor— tragen können, so stellen wir es dir in unserm Gebet, auf die tröst⸗ liche Ermahnung deines lieben Sohnes, also noch verschlossen im Mutterleibe vor und zweifeln nicht, du werdest es dir in allen Gnaden befohlen sein und des teuren Ver— dienstes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, auch genießen lassen. Hilf auch, frommer Gott, daß es zu rechter Zeit lebendig und unver-— letzt an das Licht der Welt gebracht und deinem Reiche durch das hei— lige Gnadenzeichen der Taufe einverleibt und hernach christlich und in deiner Furcht und wahren Erkenntnis auferzogen und endlich im rechten Glauben mit uns ewig se— lig werde durch unsern Herrn und Se⸗ ligmacher, Jesum Christum. Amen. In Kindesnöten. Wohlan, du gütiger und barm⸗ herziger Gott, nun geht die Stunde daher und ist schon an der Zeit, da ich an meinen Beruf und aufgelegte Geburtsschmerzen treten soll. Ach Jesu Christi, du Sohn Davids, erbarme dich mein und stärke mich in dieser schweren und gefährlichen Arbeit und hilf mir und meiner Leibesfrucht gnädiglich. Ach laß die Frucht meines Leibes als dein Gnadenwerk und Geschöpf in dieser Not nicht verderben; hilf mir, du allmächtiger, starker Gott, daß ich in dieser Not an meinem Fleiße und möglicher Arbeit nichts ermangeln lasse, und Kreuz- und Notgebete. was ich darin schwach bin, das wollest du verrichten, o treuer, starker Gott, und wenn das rechte Stündlein ist, mich gnädiglich entbinden und mit einem fröhlichen Anblicke erfreuen um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen! Amen. Dankgebet für Hilfe aus der Not. Ich danke dir, mein Gott, von gan⸗ zem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ich danke dir ewig; denn du kannst es wohl machen. Sieh, um Trost war mir sehr bange; du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht ver— dürbe. Ich schrie zu dir in meiner Angst, da erhörtest du meine Stimme, und mein Geschrei kam vor dich zu deinen Ohren, und du tröstetest mich, du bist mir treulich beige— standen, du hast meine Seele er— halten und mich endlich aus meiner großen Trübsal väterlich errettet O mein Herr und Gott, wie soll ich dir vergelten alle Wohlthaten, die du täglich an mir thust? Wohl an, ich will den heilsamen Kelch nehmen und des Herrn Namen predigen; ich will dich, Herr, loben alle Zeit und dein Lob soll immer dar in meinem Munde sein. Hilf, du getreuer Gott, daß ich diese meine Gelübde bezahle. Regiere, leite und führe mich, daß ich in steter Danksagung für alle erzeigte Wohlthaten täglich wachse und zu nehme, durch deinen geliebten Sohn, meinen Erlöser und Heiland Jesum Christum, welcher mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Um ein seliges Ende. Gütiger Gott, lehre mich be denken, daß ich sterben muß und hier keine bleibende Stadt habe. Begnadige mich mit einem seligen 20 36 Kreuz- und Notgebete. Abschied, wenn mein Stündlein her⸗(Uund Wehklagen dieses sterbenden zunaht, daß ich fröhlich sterbe und Menschen und nimm ihn auf in ein vernünftiges Ende nehme in dein Himmelreich, das du ihm und wahrem Bekenntnis, daß mein Ver⸗ allen Gläubigen aus Gnaden von stand und meine Sinne nicht ver⸗ Anfang der Welt bereitet hast. Ent⸗ rückt werden, daß ich nicht aber- binde ihn gnädiglich, o Herr; und witzig rede und Lästerworte wider nachdem er die Schuld der Natur dich, meinen Herrn, und wider im Tode bezahlet, so tröste ihn meine Seligkeit führe. Behüte mich mit deinen Auserwählten ewiglich, vor einem bösen schnellen Tod und durch deinen lieben Sohn, unsern vor der ewigen Verdammnis. Laß Herrn Jesum Christum. Amen. mich nicht plötzlich und unversehens an mit meinem letzten Stündlein über Wenn der Sterbende im Ver⸗ fallen werden, sondern laß mich scheiden ist. zuvor mit wahrer Buße und rechtem Fahre hin, du edle Seele, im Glauben mich bereiten, und wenn Namen des Vaters, der dich so es kommt, so mache mich freudig herrlich nach seinem Ebenbilde er— und unverzagt zu dem zeitlichen schaffen hat; fahre hin im Namen Tode, der mir nur die Thür auf- Gottes, des Sohnes, der dich so thut zum ewigen Leben und laß teuer erkauft und mit seinem bittern mich, deinen Diener, alsdann in Leiden und Sterben erlöset hat; Frieden fahren. Gieb, daß mein fahre hin im Namen Gottes, des letztes Wort das sei, welches dein Heiligen Geistes, der dich zu seinem lieber Sohn am Kreuze gesprochen: Tempel bereitet und geheiliget hat. Vater, in deine Hände befehle ich Der gütige und barmherzige Gott, meinen Geist! Und wenn ich nicht der den armen verstorbenen Lazarus mehr reden kann, so erhöre mein in den Schoß Abrahams und den letztes Seufzen, durch Jesum Schücher am Kreuz in das Paradies Christum. Amen. hat tragen lassen, der wolle dich durch das bittere Leiden Jesu Christi, Kurzer Seufzer in Todesnot. seines lieben Sohnes, unsers Herrn Herr Jesu, du Heiland aller derer, und Heilandes, vor dem Teufel die auf dich trauen, verlaß mich bewahren und durch seine heiligen —.— der ich meine Hoffnung allein Engel führen lassen in das ewige auf deine Barmherzigkeit setze. Laß Vaterland, das du daselbst mit allen mich nun die lieblichen Worte hören Auserwählten in ewiger Freude und und in meinem Herzen erschallen, Seligkeit leben mögest. Dahin er welche du zu dem Schächer am auch uns allen nach dieser ver⸗ Kreuze gesprochen: Heute wirst gänglichen Zeit gnädiglich wolle du mit mir im Paradiese sein. verhelfen. Amen. Denn, Herr Jesu, ich wünsche von Herzen aufgelöset und bei dir in der ewigen Seligkeit zu sein. Amen. Gebet der Umstehenden, wenn der Sterbende verschieden ist. O du heiliger und gerechter Gott, so Gebet, wenn der Kranke in den hat es dir gefallen, diesen vor letzten Zügen ist. unsern Augen liegenden Verstorbenen Allmächtiger, ewiger Gott, laß durch den zeitlichen Tod von hinnen dich erbarmen das ängstliche Seufzen abzufordern. Ach, laß uns an diesem uude und Indewecheih ö Hlubigen u lan: dem Lei ile snft zehen jün ingsten Haib und 35 und zu der H. Die dr Dus apostol beken Ich glaube a Umächtigen, Ind der Erden. un an Jesu ii ch ist Rist n Waria, gelitte Mlato, gekreuzi hegraben, nieder am dritten Ta snden von den gen Himmel, 5, des all von dannen er ichten die Leben Ich glaube Heist, Eine heili die Gemeinde d gebung der Sün leisches un Mnen. en ist. en „F der dich so mit sei inem litan Tben erlöset hat; amen Gottes„des der dich z zu seh inem und geheil Iget hat. barmherzige Gott, storbenen Laz zarus lbrahams m den uz in das Parddie u, der wolle dich Leiden Jesu Christi, es, unsers Herrn vor dem Teufel f seine heiligen u in das ewige usbt5 mit allen ewiger Freude und gest. Dahin er nach dieser ver⸗ gnädiglich wolle henden, wenn der erschieden ist. d gerechter Gott, so fallen, diesen vor enden Verstorbenen en Tod von hinnen „laß uns an diesem Tod lernen, daß wir auch einmal also sterben und die Welt verlassen müssen, damit wir uns in Zeiten durch wahre Buße, lebendigen Glauben und Vermeidung der Welt Eitelkeit und Sünden dazu bereiten mögen. Er⸗ freue die nunmehr abgeschiedene Seele mit himmlischem Trost und Freude und erfülle an ihr alle Gnadenverheißungen, die du deinen Gläubigen in deinem Worte ge— than; dem Leibe gönne in der Erde eine sanfte süße Ruhe bis an den Kreuz- und Notgebete. 37 wirst, damit der ganze Mensch, der dir hier gedient, dort möge mit himmlischer er Freude erfüllet werden. Tröste auch die durch diesen Tod Betrübten und sei und bleibe der Hinterlassenen Vater, Versorger, Pfleger, Helfer und Beistand; ver⸗ laß sie nicht und thue 110 von ihnen die Hand ab, de aß sie deiner Güte, Gnade, Liebe, Trost und Hilfe reichlich genießen, bis du sie auch wirst dermaleinst fröhlich und selig lassen sterben. Ach, erhöre lieben jüngsten Tag, da du alsdann uns um deiner Barmherzigkeit Leib und Seele wiederum vereinigen willen. Amen. und zu der Herrlichkeit einführen II. Bekenntnisschriften. Die drei allgemeinen Bekenntnisse der christliche Das apostolische Glaubens⸗ n Kirche. ö Das Nicänische Glaubens⸗ bekenntnis. bekenntnis. Ich glaube an Gott den Vater, Ich glaube an Einen Gott, all Allmächtigen, Schöpfer e Vater, Schöpfer Him und der Erden. mels und der Erden, alles, das Und an Jesum Christum, seinen sichtbar und unsichtbar ist. einigen Sohn, unsern Herrn, der Und an den einigen Herrn empfangen ist von dem Heiligen Jesum Christum, Gottes einge— Geist, geboren von der Jungfrau bornen Sohn, aus dem Vater Maria, gelitten unter Pontio geboren vor der ganzen Welt, Gott Pilato, gekreuziget, gestorben und von Gott, Licht vom Licht, wahr begraben, niedergefahren zur Hölle, haftigen Gott vom wahrhaftigen am dritten Tage wieder gen Himmel, Gottes, des allmächtigen Vaters von dannen er kommen 95— zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Ver⸗ gebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. aufer⸗Gott, standen von den Toten, aufgefahren Eines sitzend zur Rechten durch geboren, nicht geschaffen, Wesens mit dem Vater, welchen alle Dinge gemacht sind, welcher um uns Menschen und um unsrer Seligkeit willen vom Himmel herabgestiegen und Fleisch geworden ist vom Heiligen Geiste aus Maria der Jungfrau, und ist Mensch geworden, auch ge— kreuzigt für uns unter Pontio Pilato, gestorben und begraben, und am dritten Tage auferstanden 38 Allgemeine Bekenntnisse. nach der Schrift, und ist aufge⸗ fahren gen Himmel; sitzet zur Rechten des Vaters, und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, dessen Reich kein Ende haben wird. Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat. Und eine einige, heilige christliche und aposto— lische Kirche. Auch bekenne ich eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden, und warte auf die Auf- erstehung der Toten, und ein Leben der zukünftigen Welt. Amen. Das Athanasianische Glaubens⸗ bekenntnis. Wer da will selig werden, der muß vor allen Dingen den rechten christlichen Glauben haben. Wer denselben nicht ganz und rein hält, der wird ohne Zweifel ewiglich verloren sein. Dies ist aber der rechte christliche Glaube, daß wir einen einigen Gott in drei Personen und drei Personen in einiger Gottheit ehren. Und nicht die Tnes aue— einander mengen, noch das göttliche Wesen zertrennen. Eine andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der Heilige Geist. Aber der Vater und Sohn und Heilige Geist ist ein einiger Gott, gleich in der Herrlichkeit, gleich in ewiger Majestät. Welcherlei der Vater ist, solcher— lei ist der Sohn, solcherlei ist auch der Heilige Geist. Der Vater ist nicht geschaffen, der Sohn ist nicht geschaffen, der Heilige Geist ist nicht geschaffen. Söhne, Der Vater ist unmeßlich, der Sohn ist unmeßlich, der Heilige Geist ist unmeßlich. Der Vater ist ewig, der Sohn ist ewig, der Heilige Geist ist ewig. Und sind doch nicht drei Ewige, sondern es ist ein Ewiger. Gleichwie auch nicht drei Unge— schaffene, noch drei Unmeßliche, sondern es ist ein Ungeschaffener und ein Unmeßlicher. Also auch der Vater ist all— mächtig, der Sohn ist allmächtig, der Heilige Geist ist allmächtig. Und sind doch nicht drei All— mächtige, sondern es ist ein All⸗ mächtiger. Also der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott. Und sind doch nicht drei Götter, sondern es ist ein Gott. Also der Vater ist der Herr, der Sohn ist der Herr, der Heilige Geist ist der Herr. Und sind doch nicht drei Herren, so es ist ein Herr. Denn gleichwie wir müssen nach christlicher Wahrheit eine jegliche Person für sich Gott und Herrn bekennen, also können wir im christlichen Glauben nicht drei Götter oder drei Herren nennen. Der Vater ist von niemand der gemacht, noch geschaffen, noch geboren. Der Sohn ist allein vom Vater, nicht gemacht, noch geschaffen, sondern geboren. Der Heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, nicht geschaffen, nicht geboren, sondern ausgehend. So ists nur Ein Vater, nicht drei Väter, Ein Sohn, nicht drei Ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister. Und unter diesen drei Personen Zugkei,, daß aß Jesus wahrh rhaftige 14 ist nu Glaube, so wi ennen, daß Christus Gotte Mensch ist. Gott ist e Natur vor Mensch ist er Natur i u der? Ein m vollkommener munftiger Seel Libe. Gleich ist 6 der Gottheit, der Vater nach Und wiewa 2. Die un Erstlich wir chret und Bachl einig göttlic genannt wird ist Gott, und sonen in dem lihen Besen, g in Un cer. Vater ist all 8 ist almächtig wallmächt. nicht drei All⸗ mes ist ein All⸗ ist Gott, der der Heilige Geist nicht drei Götter Gott. ö ist der Herr Herr, der Heiliae Heilige Heilige nicht drei Herr. wuir müssen nach heit eine jegliche Gott und Herrn können wir im ben nicht drei Herren nennen. t von niemand ich geschaffen, noch Herren, allein vom Vater, noch geschaffen, ist ist vom Vater t gemacht, nicht geboren, sondern Ein Vater, nicht Sohn, nicht drei liger Geist, nicht ter. sen drei Personen ist keine die erste, keine die letzte, keine die größeste, keine die kleineste. Sondern alle drei Personen sind mit einander gleich ewig, gleich groß. Auf daß also, wie gesagt ist, drei Personen in Einer Gottheit, und Ein Gott iu drei Personen geehret werde. ö Wer nun will selig werden, der muß also von den drei Personen in Gott halten. Es ist aber auch not zur ewigen Seligkeit, daß man treulich glaube, daß Jesus Christus, unser Herr,‚ sei wahrhaftiger Mensch. So ist nun dies der rechte Glaube, so wir glauben und be— kennen, daß unser Herr Jesus Christus Gottes Sohn, Gott und Mensch ist. Gott ist er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren, Mensch ist er aus der Mutter Natur in der Welt geboren. Ein vollkommener Gott, ein vollkommener Mensch, mit ver— nünftiger Seelen und menschlichem Leibe. Gleich ist er dem Vater nach der Gottheit, kleiner ist er denn der Vater nach der Menschheit. Und wiewohl er Gott und Allgemeine Bekenntnisse. 39 Mensch ist, so ist er doch nicht zween, sondern Ein Christus. Einer, nicht daß die Gottheit in die Menschheit verwandelt sei, sondern daß die Gottheit hat die Menschheit an sich genommen. Ja, Einer ist er, nicht daß die zwei Naturen vermenget sind, sondern daß er eine einige Person ist. Denn gleichwie Leib und Seel ein Mensch ist, so ist Gott nund Mensch Ein Christus. Welcher gelitten hat um unserer Seligkeit willen, zur Höllen ge— fahren, am dritten Tage aufer⸗ standen von den Toten. Aufgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters. Und zu seiner Zukunft müssen alle Menschen auferstehen mit ihren eigenen Leibern. Und müssen Rechenschaft geben was sie gethan haben. Und welche Gutes gethan haben, werden ins ewige Leben gehen. welche aber Böses gethan, ins ewige Feuer. Das ist der rechte christliche Glaube; wer denselben nicht fest und treulich glaubt, der kann nicht selig werden. —— 2. Die ungeänderte Augsburgische Konfession. Artikel des Glaubens und die Lehre. 1. Von Gott. Erstlich wird einträchtiglich ge— lehret und gehalten, laut des Beschlusses Concilii Nieäni, daß ein einig göttlich Wesen sei, welches genannt wird und wahrhaftiglich ist Gott, und sind doch drei Per⸗ ewig, onen in demselben einigen gött⸗ das lichen Wesen, gleich gewaltig, gleich ein Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist, alle drei Ein göttlich Wesen, ewig, ohne Stück, ohne Ende, unermeßlicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und wird durch Wort Person verstanden nicht Stück, nicht eine Eigenschaft 40 Augsburgische Konfession. in einem andern, selbst bestehet, wie denn die Väter in dieser Sachen dies Wort ge braucht haben. Derhalben werden verworfen alle Ketzereien, so diesem Artikel zu- wider sind, als Manichäi, die zween Götter gesetzt haben, einen bösen und einen guten. Item Valentiniani, Ariani, Eunomiani, Mahometisten und alle dergleichen, auch Samosateni alt und neu, so nur eine Person setzen, und von diesen zweien, Wort und Heiligem Geist, Sophisterei machen und sagen, daß es nicht müssen unter schiedene Personen sein, sondern Wort bedeute leiblich Wort oder Stimme, und der Heilige Geist sei erschaffene Regung in Kreaturen. 2. Von der Erbsünde. Weiter wird bei uns gelehret, daß nach Adams Fall alle Menschen, so natürlich geboren werden, in Sünden empfangen und geboren werden, das ist, daß sie alle von Mutterleibe an voller böser Lust und Neigung sind, und keine wahre Gottesfurcht, keinen wahren Glauben an Gott von Natur haben können, daß auch dieselbige angeborne Seuche und Erbsünde wahrhaftiglich Sünde sei, und verdamme alle die unter ewigen Gottes Zorn, so nicht durch die Taufe und Heiligen Geist wiederum neu geboren werden. Hieneben werden verworfen die Pelagianer und andere so die Erb⸗— sünde nicht für Sünde halten, damit sie die Natur fromm machen durch natürliche Kräfte zu Schmach dem Leiden und Verdienst Christi. 3. Von dem Sohn Gottes. Item, es wird gelehret, daß Gott der Sohn sei Mensch wordeu, sondern das vergeben, diesen geboren aus der reinen Jungfrau Maria, und daß die zwo Naturen, göttliche und menschliche, in einer Person also unzertrennlich ver einiget, Ein Christus sind, welcher wahrer Gott und Mensch ist, wahr haftig geboren, gelitten, gekreu ziget, gestorben und begraben, daß er ein Opfer wäre nicht allein für die Erbsünde, sondern auch für alle andere Sünde, und Gottes Zorn versühnete. Item, daß derselbige Christus sei abgestiegen zur Hölle, wahr haftig am dritten Tage von den Toten auferstanden, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, daß er ewig herrsche über alle Kreaturen und regiere, daß er alle, so an ihn glauben, durch den Heiligen Geist heilige, reinige, stärke und tröste, ihnen auch Leben und allerlei Gaben und Güter austeile, und wider den Teufel und wider die Sünde schütze und beschirme. Item, daß derselbige Herr Christus endlich wird öffentlich kommen, zu richten die Lebendigen und die Toten ꝛc. Laut des Symboli Apostolorum. 4. Von der Rechtfertigung. Weiter wird gelehret, daß wir Vergebung der Sünden und Ge rechtigkeit vor Gott nicht erlangen mögen durch unser Verdienst, Werk und Genugthun, sondern daß wir Vergebung der Sünden bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnaden um Christus willen durch den Glauben, so wir gläuben, daß Christus für uns gelitten hat, und daß nns um seinetwillen die Sünde Gerechtigkeit und ein ewiges Leben geschenkt wird. Denn Glauben will Gott für Iakeit!! Garctihkei, rechnen, den Röme 4 zute 5 Von Zlhen Gl Wangeluun geben, dadurd en Heili igen Glau uben, ude olches gläube wilnd werd Wiedertäufer! daß wir Vort des Eo Geist durch Gedanken und 6. Vom n Auch wird Glaube gute Verke bringer müsse gute 3 ⁰0 Gott t gebo Vi len, d doch zu vertrauen, Gott zu ve empfahen Ver und Gerecht ig ben an Chr sulbst spricht, dies alles ge srechen, gnechte. A Väter. Denn Mso—— bese wer. u Chrif —— nicht d allein durch Verdienst Ve habe. cselb bige Chri ur Vůs hristus ö wahr 4* von den aufgefah hrer zer ö W zur Rechten 1 herrsche! über d regiere, daß er lauben, durc den n ge, reinige ihnen auch Lebm ben und Güter dider den Teu ufel Sünde schütze und bige! brmöhrsue ffen tlich kommen bendigen und dit ut des Symboli Rechtfertigung. gelehret, daß wir Sünden und Ge ott nicht erlangen ser Verdienst, Werk sondern daß wir Sünden bekommen erecht werden aus ristus willen durch wir gläuben, daß gelitten hat, und willen die Sünde chtigkeit und ein schenkt wird. Denn will Gott für Gerechtigkeit vor ihm halten und zurechnen, wie St. Paulus sagt zu den Römern am 3. und 4. 5. Vom Predigtamt. Solchen Glauben zu erlangen, hat Gott das Predigtamt eingesetzt, Evangelium und Sakrament ge⸗ geben, dadurch er als durch Mittel den Heiligen Geist giebt, welcher den Glauben, wo und wann er will, in denen, so das Evangelium hören, wirket, welches da lehret, daß wir durch Christus Verdienst, nicht durch unser Verdienst einen audigen Gott haben, so wir solches gläuben. Und werden Wiedertäufer und andere, so lehren, daß wir ohne das leeibliche Wort des Evangelii den Heiligen Geist durch eigene Bereitung,‚ Gedanken und Werk erlangen. 6. Vom neuen Gehorsam. Auch wird gelehret, daß solcher Glaube gute müsse gute Werke thun allerlei, so Gott geboten hat, um Gottes Willen, doch nicht auf solche Werke zu vertrauen, dadurch Gnade vor Gott zu verdienen. empfahen Vergebung der Sünden und Gerechtigkeit durch den Glau⸗ ben an Christum, wie Christus selbst spricht, Lue. 17: So ihr dies alles gethan habt, sollt ihr sprechen, wir sind Väter. Also ists beschlossen bei Gott, daß, wer an Christum gläubt, selig sei, und nicht durch Werk, sondern allein durch den Verdienst Vergebung der Sünden habe. Augsburgische Früchte und gute Werke bringen soll, und daß man Denn wir untüchtige Knechte. Also lehren auch die Denn Ambrosius spricht: Glauben ohne Konfession. 41 7. Von der Kirche. Es wird auch gelehret, daß allezeit müsse eine heilige christliche Kirche sein und bleiben, die Versammlung aller Gläubigen, welche ist bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakra— mente laut des Evangelii gereicht werden. Denn dieses ist genug zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirchen, daß da einträchtiglich nach reinem Verstand das Evangelium gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. Und ist nicht not zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirchen, daß allent verdammt die h von den Menschen eingesetzt, ge halben gleichförmige Zeremonien halten werden. Wie Paulus spricht, Ephes. 4, 5. 6. Ein Leib, Ein Geist, wie ihr berufen seid zu einerlei Hoffnung eures Verufs. Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe. 8. Was die Kirche sei. Item, wiewohl die christliche Kirche eigentlich nichts anders ist denn die Versammlung aller Gläubigen und Heiligen, jedoch dieweil in diesem Leben viel falscher Christen und Heuchler sein, auch öffentliche Sünder unter den Frommen bleiben, so sind die Sakramente gleichwol kräftig, obschon die Priester, dadurch sie gereicht werden, nicht fromm sind, wie denn Christus selbst anzeigt, Matth. 23, 2. Auf dem Stuhle Mosis sitzen die Pharisäer ꝛc. Derhalben werden die Donatisten und alle andere verdammt, so anders halten. 9. Von der Taufe. Von der Taufe wird gelehret, daß sie nötig sei, und daß da 42 Augs durch Gnade angeboten werde, man auch die Kinder taufen soll, welche durch solche Taufe Gott überantwortet und gefällig werden. Derhalben werden die Wieder⸗ täufer verworfen, welche lehren, daß die Kindertaufe nicht recht sei. O. Vom heiligen Abendmahl. Vom Abendmahl des Herrn wird also gelehret, daß wahrer Leib und Blut Christi wahr⸗ haftiglich unter der Gestalt des Brots und Weins im Abendmahl gegenwärtig sei und da ausgeteilt und genommen wird. Derhalben wird auch die Gegenlehre ver— worfen. 11. Von der Beichte. Von der Beichte lehret, daß man privatam absolutionem erhalten und nicht fallen lassen soll. wohl in der Beichte nicht not ist, alle Missethat und Sünden zu erzählen, dieweil doch solches nicht möglich ist. Ps. 19, 13: Wer kennet die Missethat? 12. Von der Buße. Von der Buße wird gelehret daß diejenigen, so nach der Taufe Wie⸗ wird also ge⸗ in der Kirchen gesündigt haben, zu aller Zeit so sie zur Buße kommen, mögen Vergebung der Sünde erlangen, und ihnen die Absolution von der Kirchen nicht soll geweigert werden. Und ist wahre rechte Buße eigent— lich Reue und Leid oder Schrecken haben über die Sünde, und doch daneben gläuben an das Evan⸗ gelium und Absolution, daß die Sünde vergeben und durch Christum Gnade erworben sei. Welcher Glaube wiederum das Herz tröstet und zufrieden macht. soll auch Besserung folgen, Darnach und Feste b urgische daß daß man von Sünden lasse. Konfession. Denn dies sollen die Früchte der Buße sein, wie Johannes spricht, Matth. 3,8: Wirket rechtschaffene Früchte der Buße. Hie werden verworfen die, so lehren, daß diejenigen, so einst sind fromm worden, nicht wieder fallen mögen. Dagegen werden auch ver— dammt die Novitiani, welche die Absolution denen, so nach der Taufe gesündigt hatten, weigerten. Auch werden die verworfen, so nicht lehren, daß man durch Glauben Vergebung der Sünde erlangt, sondern durch unser Genugthun. 13. Vom Gebrauch der Sakra⸗ mente. Vom Brauch der Sakramente wird gelehret, daß die Sakramente eingesetzt sind nicht allein darum, daß sie Zeichen seien, dabei man äußerlich die Christen kennen möge, sondern daß es Zeichen und Zeug— nisse sind göttlichen Willens gegen uns, unsern Glauben dadurch zu erwecken und zu stärken. Der⸗ halben sie auch Glauben fordern, und dann recht gebraucht werden, so mans im Glauben empfäht und den Glauben dadurch stärket. 14. Vom Kirchenregiment. Vom Kirchenregiment wird ge— lehret, daß niemand in der Kirchen öffentlich lehren oder predigen oder Sakrament reichen soll ohne ordentlichen Beruf. 15. Bon Kirchenordnungen. Von Kirchenordnungen, von Menschen gemacht, lehret man die— jenigen halten, so ohne Sünde mögen gehalten werden und zu Ordnung in der als gewisse Feier, Doch ge— Frieden, zu guter Kirchen dienen, und dergleichen. macht versi ühne Cpan üige lio hen n. dalh übde und andt Udancin der dadurch u ve erdienen Uthun, U Lomgelum. daß 6ndl untüch 16. Bon der lichem Von Polizei Regiment wird Srigki it in der Regimente ind nung von Go eingeseht t sind. m ögen in Obri⸗ Richteramt ohn Kaiserlichen un Rechten Urteil Uebelthäter mit rechte Kriege fl und verkaufen hun, Eigenes h Hie werden Wiedertäufer, obangezeigten Auch werden dammt, so leh Vollkommenheit Weib und Kin und sich der v dußern, so do Vollkommenhei Gottes und Gott. Denn lehret nicht ei sondern innerli orfen die, so soeinst in wieder le den auch ver „ welche de onach der weigert ten. erworfen„so 1 hauben ide erlan gt, Genugthm. der Sakra⸗ Sakramente Sakramente llein darum abei n man ennenn noge, 1 und Zeug⸗ Hllens gegen dadurch zu ürken. Der⸗ ben fordern, ucht t. werden, empfäht und stärket. regiment. nt wird ge⸗ der Kirchen er predigen hen soll ohne rdnungen. ungen, von ret man die⸗ ohne Sünde den und zu nung in der zewisse Feier, . Doch ge⸗ schieht Unterricht dabei, daß man die Gewissen nicht damit beschwe— ren soll, als sei solch Ding nötig zur Seligkeit. Darüber wird ge— lehret, daß alle Satzungen und Tradition von Menschen dazu ge— macht, daß man dadurch Gott versühne und Gnade verdiene, dem Evangelio und der Lehre vom Glauben an Christum entgegen sind. Derhalben seien Klosterge— lübde und andere Tradition von Unterschied der Speise, Tage ꝛc., dadurch man vermeint, Gnade zu verdienen und für Sünde geuug zu thun, untüchtig und wider das Evangelium. 16. Bon der Polizei und welt⸗ lichem Regiment. Von Polizei und weltlichem Regiment wird gelehrt, daß alle Obrigkeit in der Welt und geordnete Regimente und Gesetze gute Ord— nung von Gott geschaffen und eingesetzt sind. Und daß Christen mögen in Obrigkeit-, Fürsten⸗ und Richteramt ohne Sünde sein, nach Kaiserlichen und andern üblichen Rechten Urteil und Recht sprechen, Uebelthäter mit dem Schwert strafen, rechte Kriege führen, streiten, kaufen und verkaufen, aufgelegte Eide thun, Eigenes haben, ehelich sein ꝛc. Hie werden verdammt die Wiedertäufer, so lehren, daß der obangezeigten keines christlich sei. Auch werden diejenigen ver— dammt, so lehren daß christliche Vollkommenheit sei, Haus und Hof, Weib und Kind leiblich verlassen und sich der vorberührten Stücke äußern, so doch dies allein rechte Vollkommenheit ist, rechte Furcht Gottes und rechter Glaube an Gott. Denn das Evangelium lehret nicht ein äußerlich zeitlich sondern innerlich ewig Wesen nnd Augsburgische Konfession. Gerechtigkeit des Herzens, und stößet nicht um weltlich Regiment, Polizei und Ehestand, sondern will, daß man solches alles halte als wahrhaftige Ordnung, und in solchen Ständen christliche Liebe und rechte gute Werke ein jeder nach seinem Beruf beweise. Der- halben sind die Christen schuldig, der Oberkeit unterthan und ihren Geboten gehorsam zu sein in allem, so ohne Sünde geschehen mag. Denn so der Oberkeit Gebot ohne Sünde nicht geschehen mag, soll man Gott mehr gehorsam sein denn den Menschen. Actor. 5, 29. 17. Von der Wiederkunft Christi zum Gericht. Auch wird gelehret, daß unser Herr Jesus Christus am jüngsten Tage kommen wird zu richten und alle Toten auferwecken, den Gläu— bigen und Auserwählten ewiges Leben und ewige Freude geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und ewige Strafe verdammen. Derhalben werden die Wieder— täufer verworfen, so lehren, daß die Teufel und verdammte e. en nicht ewige Pein und Qual haben werden. Item hie werden ver— worfen etliche jüdische Lehren, die sich auch jetzund eräugen, daß vor der Auferstehung der Toten eitel Heilige und Fromme ein weltlich Reich haben und alle Gottlosen ver— tilgen werden. 18. Vom freien Willen. Vom freien Willen wird gelehret, daß der Mensch etlichermaßen einen freien Willen hat, äußerlich ehrbar zu leben, und zu wählen unter denen Dingen, so die Vernunft begreift; aber ohne Gnade Hilfe und Wirkung des Heiligen Geistes ů 1 H1 + XAI 14 Augsburgische der Mensch nicht Gott gefällig werden, Gott herzlich zu fürchten oder zu glauben, oder die angeborne böse Lust aus dem Herzen zu werfen, sondern solches geschieht durch den Heiligen Geist, welcher durch Gottes Wort gegeben wird. Denn Paulus spricht 1. Kor. 2.14: Der natürliche Mensch ver⸗ nimmt nichts vom Geist Gottes Und damit man erkennen möge, vermag daß hierin keine Neuigkeit gelehrt werde, so sind das die klaren Worte Augustini vom freien Willen, wie jetzund hiebei geschrieben aus dem 3. Buch Hypognostikon: Wir bekennen, daß in allen Menschen ein freier Wille ist; denn sie haben je alle natürlichen ange bornen Verstand nicht daß sie etwas vermögen mit Gott zu handeln, als Gott von Herzen zu lieben, zu fürchten, sondern allein in äußerlichen Werken dieses Lebens haben sie Frei— heit Gutes oder Böses zu wählen. Gut mein ich das die Natur ver— mag, als auf dem Acker zu arbeiten oder nicht, zu essen, zu trinken, zu einem Freunde zu gehen oder nicht, ein Kleid an- oder auszuthun, zu bauen, ein Weib zu nehmen, ein Handwerk zu treiben und der— gleichen etwas Nützlichs und Guts zu thun. Welches alles doch ohne Gott nicht ist noch bestehet, sondern alles aus ihm und durch ihn ist. Dagegen kann der Mensch auch Böses aus eigener Wahl fürnehmen, als vor fnieen, einen 19. Von Ursach der Sünden. Von Ursach der Sünden wird bei uns gelehret, daß wiewol Gott der Allmächtige die ganze Natur geschaffen hat und erhält, so wirket doch der verkehrte Wille die Sünde und Vernunft, Feier, Brüderschaften ꝛe. möge, einem Abgott niederzu⸗ Totschlag zu thun ꝛc. Glauben, die das im christlichen Wesen, so lange Zeit, Konfession. in allen Bösen und Verächtern Gottes. Wie denn des Teufels Wille ist und aller Gottlosen, welcher alsbald, so Gott die Hand abgethan, sich von Gott zum Argen gewandt hat, wie Christus spricht Joh. 8: Der Teufel redet Lügen aus seinem Eigenen. 20. Vom Glauben und guten Werlen. Den Unsern wird mit Unwahr heit aufgelegt, daß sie gute Werke verbieten. Denn ihre Schriften von zehn Geboten und andere be weisen, daß sie von rechten christ lichen Ständen und Werken guten nützlichen Bericht und Ermahnung gethan haben, davon man vor dieser Zeit wenig gelehret hat, sondern allermeist in allen Predigten auf kindische unnötige Werke, als Rosen⸗ kränze, Heiligendienst, Mönch werden, Wallfahrten, gesetzte Fasten, getrieben. Werke rühmet Widerpart nun nicht mehr so hoch als vor Zeiten. Dazu haben sie auch gelernt nun vom Glauben zu reden, davon sie doch in Vorzeiten gar nichts ge prediget haben, lehren dennoch nun, daß wir nicht allein aus Werken gerecht werden vor Gott, sondern setzen den Glauben an Christum darzu, sprechen, Glauben und Werke machen uns gerecht vor Gott, welche Rede mehr Trostes bringen denn so man allein lehrt auf Werke zu vertrauen. Dieweil nun die Lehre vom Hauptstück ist Solche unnötige auch unser wie man bekennen muß, nicht ge trieben worden, sondern allein Werklehre an allen Orten gepredigt, ist davon durch die Unsern solcher Unterricht geschehen: gebe„ den Mitler is ů— 8 Tim. 2, 5•— solches durch und Gnade zu Christum! 9⁰ achtet en Weg 0 ium. 9e Dise Lehre öffentl tlich und viblen Orten 9 uden Erheser Guaden seid durch den selbige nicht es ist E Gottes Werken, dam Ein e. 0 neuler Lersn üi man au⸗ der diese uce auch also lehret, Glauben an H langen und werden, und 1 wie sein ganze et litera ausw diese Lehre bei sehr verachtet w doch, daß sie de schrocknen Ger Und heilsam ist wissen kann ni Frieden komm sondern allein es bei sich gew es um Christ gnädigen Gott Paulus spricht durch den Gl worden, habe Frieden mit und guten nit Unwahr⸗ hrh Schriften andere be⸗ achten crist Herken guten Ermahnung lan vor dieser hat, sondern redigten auf als Rosen⸗ „ Moönch⸗ osetzte Fasten, N. getrieben. erke rühmet tt nun nicht vor Zeiten gelernt nun n, davon sie ar nichts ge dennoch nun, aus Werken hott, sondern an Christum en und Werke vor Gott, ostes bringen allein lehrt 'en. Lehre vom Hauptstück ist so lange geit, uß, nicht ge ndern allein ten gepredigt, Insern solcher Augsburgische Konfession. Erstlich daß uns unsere Werke nicht“ Diesen Trost hat man vor mögen mit Gott versühnen und Zeiten nicht getrieben in Predigten, Gnade erwerben, sondern solches sondern die armen Gewissen auf geschieht allein durch den Glauben, eigene Werke getrieben, und sind so man gläubt, daß uns um mancherlei Werke vorgenommen. Christi willen die Sünden ver- Denn etliche hat das Gewissen in geben werden, welcher allein der die Klöster gejagt, der Hoffnung Mittler ist, den Vater zu versühnen, daselbst Gnade zu erwerben durch 1 Tim. 2, 5. Wer nun vermeinet, Klosterleben, etliche haben auch solches durch Werke auszurichten andere Werke erdacht, damit Gnade und Gnade zu verdienen, der ver⸗ zu verdienen und für Sünde genug achtet Christum und sucht einen eige( zu thun. Derselbigen viel haben nen Weg zu Gott wider das Evan- erfahren, daß man dadurch nicht gelium. ist zu Frieden kommen. Darum Diese Lehre vom Glauben ist ist not gewesen diese Lehre vom öffentlich und klar im Paulo an Glauben an Christum zu predigen vielen Orten gehandelt, sonderlich und fleißig zu treiben, daß man zu den Ephesern am 2, 8: Aus wisse, daß man allein durch den Gnaden seid ihr selig worden Glauben ohne Verdienst Gottes durch den Glauben, und das⸗ Gnade ergreift. selbige nicht aus euch, sondern Es geschieht auch Unterricht, es ist Gottes Gabe, nicht aus daß man hie nicht von solchem Werken, damit sich niemand Glauben redet, den auch die Teufel rühme ꝛc. Und daß hierin kein und Gottlose haben, die auch die neuer Verstand eingeführet sei, Historien glauben, daß Christus kann man aus Augustino beweisen, gelitten hab und auferstanden sei der diese Sache fleißig handelt und von Toten, sondern man redet von auch also lehret, daß wir durch den wahrem Glauben, der da gläubet, Glauben an Christum Gnade er- daß wir durch Christum Gnade und langen und vor Gott gerecht Vergebung der Sünden erlangen. werden, und nicht durch Werke, Und der nun weiß, daß er einen wie sein ganzes Buch de spiritu gnädigen Gott durch Christum hat, et litera ausweiset. Wiewol nun kennet also Gott, rufet ihn an und diese Lehre bei unversuchten Leuten ist nicht ohne Gott wie die Heiden. sehr verachtet wird, so befindet sich Denn der Teufel und Gottlose doch, daß sie den blöden und er- gläuben diesen Artikel, Vergebung schrockenen Gewissen sehr tröstlich der Sünde, nicht, darum sind sie und heilsam ist. Denn das Ge⸗Gott feind, können ihn nicht an⸗— wissen kann nicht zu Ruhe und rufen, nichts Gutes von ihm hoffen. Frieden kommen durch Werke, Und also, wie jetzt angezeigt ist, sondern allein durch Glauben, so redet die Schrift vom Glauben es bei sich gewißlich schleußt, daß und heißet nicht Glauben ein solches es um Christi willen einen Wissen, das Teufel und gottlose gnädigen Gott habe, wie auch Menschen haben. Denn also wird Paulus spricht Röm. 5: So wir vom Glauben gelehret zu den durch den Glauben sind gerecht Hebr. am 11., daß gläuben sei worden, haben wir Ruhe und nicht allein die Historien wissen, Frieden mit Gott. sondern Zuversicht haben zu Gott 46 Augsburgische seine Zusage zu empfahen. Und Augustinus erinnert uns auch, daß wir das Wort Glauben in der Schrift verstehen sollen, daß es heiße Zuversicht zu Gott, daß er Konfession. auszurichten, gehorsam zu sein, böse Lüste zu meiden. Solche hohe und rechte Werke mögen nicht ge— schehen ohne die Hilfe Christi, wie er selbst spricht Joh. 15,5: Ohne uns gnädig sei, und heiße nicht mich könnt ihr nichts thun ꝛc. allein solche Historien wissen, wie auch die Teufel wissen. Ferner wird gelehrt, daß gute Werke sollen und müssen geschehen, nicht daß man darauf vertraue, Gnade damit zu verdienen, sondern um Gottes willen und Gott zu Lob. Der Glaube ergreift allezeit allein Gnade und Vergebung der Sünden. Und dieweil durch den Glauben der Heilige Geist gegeben wird, so wird auch das Herz geschickt gute Werke zu thun. Denn zuvor, dieweil es ohne den Heiligen Geist ist, so ist es zu schwach, dazu ist es ins Teufels Gewalt, der die arme menschliche Natur zu viel Sünden treibet. Wie wir sehen in den Philosophen, welche sich unterstanden ehrlich und unsträflich zu leben, haben aber dennoch solches nicht ausgerichtet, sondern sind in viel große öffent⸗ liche Sünde gefallen. Also gehet es mit dem Menschen, so er außer dem rechten Glauben ohne den Heiligen Geist ist und sich allein durch eigene menschliche Kräfte regieret. Derhalben ist die Lehre vom Glauben nicht zu schelten, daß sie gute Werke verbiete, sondern viel⸗ mehr zu rühmen, daß sie lehre gute Werke zu thun, und Hilfe anbiete, wie man zu guten Werken kommen möge. Denn außer dem Glauben und außerhalb Christo ist menschliche Natur und Vermögen viel zu schwach gute Werke zu thun, Gott anzurufen, Geduld zu haben im Leiden, den Nächsten zu fleißig lieben, befohlene Aemter 21. Vom Dienst der Heiligen. Vom Heiligendienst wird von den Unsern also gelehrt, daß man der Heiligen gedenken soll, auf daß wir unsern Glauben stärken, so wir sehen, wie ihnen Gnade wider fahren, auch wie ihnen durch Glauben geholfen ist. Dazu daß man Exempel nehme von ihren guten Werken, ein jeder nach seinem Beruf. Gleichwie die Kaiserliche Majestät seliglich und göttlich dem Exempel David folgen mag, Kriege wider den Türken zu führen. Denn beide sind sie in königlichem Amt, welches Schutz uud Schirm ihrer Unterthanen fordert. Durch Schrift aber mag man nicht be— weisen, daß man die Heiligen an rufen oder Hilfe bei ihnen suchen soll. Denn es ist allein ein einiger Versühner und Mittler gesetzt zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus, 1 Tim. 2, 5, welcher ist der einige Heiland, der einige oberste Priester Gnadenstuhl und Fürsprecher vor Gott, Röm. 8, 34. Und der hat allein zuge sagt, daß er unser Gebet erhören wolle. Das ist auch der höchste Gottesdienst nach der Schrift, daß man denselbigen Jesum Christum in allen Nöten und Anliegen von Herzen suche und anrufe. 1. Joh. 2, 1: So Jemand sündiget, haben wir einen Fürsprecher bei Gott, der gerecht ist, Jesum. Dies ist fast die Summa der Lehre, welche in unsern Kirchen zu rechtem christlichem Unterricht und Trost der Gewissen auch zu nicht 6 Mißbrauch 0 Vorts in die Jahr sehen, o V und Nachkomme Denn so 0 VBort und ch Amäß, föllen gemäß, füll denn dieselbige Kirchen, Schriften zu wider noch entg wir auch, unsere in obangezeigtet einig mit uns handela diesenig Artikel, v werden So nun von Glaubens in un gelehret wird zu Schrift oder ge Kirchen, sondern bräuche geünder Teil mit der Ze zum Teil mit fordert unser N zu erzählen und warum hierin R ist, damit Kaise kennen möge, unchristlich oderf sondern daß wir bot, welches bill denn alle Gew sein, solche And 22. Von bei Sakr. Den Laien ie Kaiserliche göttlich dem mag, Kriege zu führen. u königlichem und Schirm rert. Durch aan nicht be⸗ Heiligen an⸗ ihnen suchen in ein einiger ittler gesetz den Menschen, Tim. 2, 5, Heiland, der L Gnadenstuhl Gott, Röm. t allein zuge⸗ Gebet erhören h der höchste Schrift, daß sum Christum Anliegen von lrufe. 1. Joh. nd sündiget, ürsprecher bei ist, Jesum. Summa der nsern Kirchen sem Unterricht vissen auch zu Augsburgische Konfession. Besserung der Gläubigen gepredigt lich geschwind und und gelehret ist. wider alle Wie wir denn christliche Einigkeit und Liebe, so unser eigen Seel und Gewissen je die Unsern derhalben als Ketzer nicht gerne wollten vor Gott mit abzusondern, zu verwerfen und zu Mißbrauch göttlichen Namens oder meiden ihnen selbst ohne einigen Worts in die höchste und größte beständigen Grund göttlicher Gebot Fahr setzen, oder auf unser Kinder oder Schrift fürnehmen. Denn und Nachkommen eine andere Lehre. die Irrung und Zank ist fürnehm⸗ Denn so dem reinen göttlichen lich über etlichen Traditionen und Wort und christlicher Wahrheit Mißbräuchen. So denn nun an gemäß, fällen oder erben. So den Hauptartikeln kein befindlicher denn dieselbige in heiliger Schrift Ungrund oder Mangel, und dies klar gegründet, und darzu auch ge⸗ unser Bekenntnis göttlich und meiner Christlicher, ja Römischen schristlich ist, sollten sich billig die Kirchen, so viel aus der Väter Bischöfe, wenn schon bei uns der Schriften zu vermerken, nicht zu⸗Tradition halben ein Mangel wäre, wider noch entgegen ist, so achten wir auch, unsere Widersacher können in obangezeigteu Artikeln nicht un— einig mit uns sein. Derhalben handeln diejenigen ganz unfreund— gelinderer zeigen, wiewohl wir ver— hoffen, beständigen Grund und Ursachen darzuthun, warum bei uns etliche Traditionen und Mißbräuche geändert sind. Artikel, von welchen Zwiespalt ist, da erzählet werden die Mißbräuche, so geändert sind. So nun von den Artikeln des Glaubens in unsern Kirchen nicht gelehret wird zuwider der heiligen Schrift oder gemeiner christlichen Kirchen, sondern allein etliche Miß— bräuche geändert sind, welche zum Teil mit der Zeit selbst eingerissen, zum Teil mit Gewalt aufgericht, fordert unser Notdurft, dieselbigen zu erzählen und Ursach darzuthun, warum hierin Anderung geduldet ist, damit Kaiserliche Majestät er⸗ kennen möge, daß hierin nicht unchristlich oder freventlich gehandelt, sondern daß wir durch Gottes Ge— bot, welches billig höher zu achten, denn alle Gewohnheit, gedrungen sein, solche Anderung zu gestatten. 22. Von beider Gestalt des Sakraments. Gestalt des Sakraments gereicht, aus dieser Ursach, daß dies ein klarer Befehl und Gebot Christi, Matth. 26: Trinket alle daraus. Da gebeut Christus mit klaren Worten von dem Kelch, daß sie alle daraus trinken sollen. Und damit niemand diese Worte anfechten und glossieren könne, als gehöre es allein den Priestern zu, so zeiget Paulus 1 Kor. 11 an, ei die ganze Versammlung der Korinther Kirchen beide Gestalt gebraucht hat. Und dieser Brauch ist lange Zeit in der Kirchen blieben, wie man durch die Historien und der Väter Schriften beweisen kann. Cyprianus gedenkt an viel Orten, daß den Laien der Kelch die Zeit gereicht sei. So spricht S. Hiero⸗ nymus, daß die Priester, so das Den Laien wird bei uns beide Sakrament reichen, dem Volk das 19 I I 40 1639 1414 Nund 1 · MIRN 7 NIl * —41 18 Augsburgische Blut Christi austeilen. So gebeut Gelasius der Papst selbst, daß man das Sakrament nicht teilen soll, distinct. 2. de conseécrat. c. Com- peérimus. Man findet auch nirgend einen Canon, der da gebiete, allein Eine Gestalt zu nehmen. Es kann auch niemand wissen, wenn oder durch welche diese Gewohnheit, Eine Gestalt zu nehmen, eingeführt ist, wiewol der Kardinal Cusanus ge denkt, wenn diese Weise approbiert sei. Nun ists öffentlich, daß solche Gewohnheit wider Gottes Gebot, auch wider die alten Canones ein⸗ geführt, unrecht ist. Derhalben hat sich nicht gebühret, derjenigen Ge wissen, so das heilige nach Christi Einsetzung zu ge brauchen begehrt haben, zu be schweren, und zwingen wider unsers Herrn Christi Ordnung zu handeln. Und dieweil die Teilung des Sakraments der Einsetzung Christi zu entgegen ist, wird auch bei uns die gewöhnliche Prozession mit dem Sakrament unterlassen. 23. Vom Ehestand der Priester. Es ist bei jedermann hohen und niederen Standes eine große mäch— tige Klage in der Welt gewesen von großer Unzucht und Wesen und Leben der Priester, so nicht vermochten Keuschheit zu halten, gräulichen Lastern aufs kommen. So viel häßlichs, groß Argernis Ehebruch und ander Un zucht zu vermeiden, haben sich etliche Priester bei uns in ehelichen Stand begeben. Dieselben zeigen an diese Ursachen, daß sie dahin gedrungen und bewegt sind aus nach⸗ hoher Not ihrer Gewissen, dem eheliche Stand sei eingesetzt die Schrift klar Herrn Unzucht zu ver Sakrament wildem selbst bekennet. So und war auch je mit solchen höchste weisen, daß in der meldet, der von Gott dem Gewalt abgedrungen, Konfession. meiden Wie Paulus sagt 1. Cor. 7: Die Unzucht zu vermeiden hab ein jeglicher sein eigen Ehe⸗ weib. Item: Es ist besser ehelich werden denn brennen. Und nach dem Christus sagt Matth. 19, 11: Sie fassen nicht alle das Wort, da zeigt Christus an, welcher wohl gewußt hat, was am Menschen sei, daß wenig Leute die Gabe keusch zu leben haben, denn Gott hat den Menschen Männ⸗ lein und Fräulein geschaffen. 1. Mos. 1. Ob es nun in mensch licher Macht oder Vermögen sei, ohne sonderliche Gabe und Gnade Gottes durch eigen Fürnehmen oder Gelübde Gottes der hohen Majestät Geschöpfe besser zu machen oder zu ändern, hat die Erfahrung allzu klar geben. Denn was guts, was ehrbar züchtiges Leben, was christlichs ehrlichs oder redlichs Wandels an vielen daraus erfolget, wie greulich schrecklich UVnruhe und Qual ihrer Gewissen viel an ihrem letzten Ende derhalben gehabt, ist am Tage, und ihr viel haben es denn Gottes Wort und Gebot durch kein menschlich Gelübd oder Gesetz mag geändert werden, haben aus dieser und andern Ursachen und Gründen die Priester und andere Geistliche Eheweiber genommen. So ist es auch aus den Historien und der Väter Schriften zu be christlichen Kirchen vor Alters der Brauch ge west, daß die Priester und Diakon Eheweiber gehabt. Darum sagt Paulus 1 Tim. 3: Es soll ein Bischof unsträflich sein, Eines Weibes Mann. Es sind auch in Deutschland erst vor vierhundert Jahren die Priester zum Gelübde der Keuschheit vom Ehestand mit welche sich st bald in und nsthilich, der Papst die künftige Ehe de sondern aud 5 schon in dem e zerrissen, wa lche wider alle gütli tliche Roht, so und anz wel! Canonibus, gemacht, Coneiliis 0 wider ist., Auch ist bei fürchtigen versta leichen Rede gehött, daß J6 Cölibat und Be standes, welchen setzt und frei Gutes, sondern Laster und viel habe. Es Väpsten Pius 1 Historie anzeigt geredet und y lassen: Es mög sachen haben, lichen die Ehe habe aber viel 16—— Ursack ihnen die Ehe lassen. Ungezw Pius als ein Mann dies W Bedenken gerede Derhalben Unterthänigkeit vertrösten, daß ein christlicher 3Mensch Gnade Fi irnehm gmen s der hohen — zu machen ie h Eisn enn was guts S Leben, Was oder redlichs araus erfolget, ich 1. und an ihrem hen im ist viel haben es denn Gottes t durch kein der Gesetz mag an aus dieser und Gründen Vin Geistliche en. den Historien hriften zu be⸗ der christlichen der Brauch ge ter und Diakon Darum sagt Es soll ein sein, Eines 5s sind auch in hor vierhundert r zum Gelübde Ehestand mit en, Welche sich dagegen sämtlich auch ernst lich und hart gesetzt haben, daß ein Erzbischof Augsburgische Konfession. so ganz gnädiglich beherzigen werde, derhalben verkündiget, gar nahe in einer Empörung der ganzen Priester⸗ schaft in einem Gedräng wäre umbracht. Und dasselbige Verbot ist bald im Anfang so geschwind und unschicklich hirneommei, daß der Papst die Zeit nicht allein die künftige Ehe den Priestern verboten, sondern auch derjenigen Ehe, so schon in dem Stand lang gewesen, zerrissen, welches doch nicht allein wider alle göttliche, natürliche und weltliche Recht, sondern auch den Canonibus, so die Päpste selbst gemacht, und den berühmtesten Conciliis ganz entgegen und zu— wider ist. Auch ist bei viel hohen gott— fürchtigen verständigen Leuten der⸗ gleichen Rede und Bedenken oft gehört, daß solcher gedrungener Cölibat und Beraubung des Ehe— standes, welchen Gott selbst einge— setzt und frei gelassen, nie kein Gutes, sondern viel großer böser stand, Laster und viel Arges eingeführt habe. Es hat auch einer von Päpsten Pius II. selbst, wie seine Historie anzeigt, geredet und von sich schreiben lassen: Es möge wohl etliche Ur— sachen haben, warum den Geist⸗ lichen die Ehe verboten sei, es habe aber viel höher größer und wichtiger Ursachen, warum man ihnen die Ehe soll wieder frei lassen. Ungezweifelt es hat Papst Pius als ein verständiger weiser Mann dies Wort aus Bedenken geredet. Derhalben wollen wir uns in Unterthänigkeit zu Kaiserl. Majest. vertrösten, daß ihre Majest. als großem diese Worte oft ein christlicher hochlöblicher Kaiser hat angericht, daß auch etliche unter Laster in deutschen daß jetzund in letzten Zeiten und Tagen, zu Mainz, von welchen die Schrift meldet, welcher das päpstliche neue Edikt die Welt immer je ärger und die Menschen gebrechlicher und schwächer werden. Derhalben wohl hoch nötig, nütz— lich und christlich ist, diese fleißige Einsehung zu thun, damit, wo der Ehestand verboten, nicht ärgere und schändlichere Unzucht und Landen möchten einreißen. Denn es wird je diese Sachen niemand weislicher oder besser ändern oder machen können, denn Gott selbst, welcher den Ehe— menschlicher Gebrechlichkeit zu helfen und Unzucht zu wehren, eingesetzt hat. So sagen die alten Canones auch, man müsse zu Zeiten die Schärfe und rigorem lindern und nachlassen um menschlicher Schwach— heit willen und Argers zu verhüten und zu meiden. Nun wäre das in diesem Fall auch wohl christlich und ganz hoch vonnöten. Was kann auch der Priester und der Geistlichen Ehe— stand gemeiner christlicher Kirchen nachteilig sein, sonderlich der Pfarr⸗ herrn und anderer, die der Kirche dienen sollen? Es würde wohl künftig an Priestern und Pfarr⸗ herrn mangeln, so dies harte Ver⸗ bot des Ehestands länger währen sollte. So nun dieses, nämlich daß die Priester und Geistlichen mögen ehelich werden, gegründet ist auf das göttliche Wort und Gebot, dazu die Historien beweisen, daß die Priester ehelich gewesen, so auch das Gelübde der Keuschheit so viel häßliche und unchristliche Aerger— nis, so vielEhebruch, schreckliche unge⸗ hörte Unzucht und an... Laster 50 Augsburgisch Domherrn auch etliche Curtisan zu Rom solchs oft selbst bekannt, und kläglich angezogen, wie solche Laster im Clero zu greulich und übermacht, Gottes Zorn würde erreget werden, so ists je erbärm⸗ lich, daß man den christlichen Ehe— stand nicht allein verboten, sondern an etlichen Orten aufs geschwindest wie um groß Uebelthat zu strafen unterstanden hat. So ist auch der Ehestand in Kaiserlichen Rechten und in allen Monarchien, wo je Gesetz und Recht gewesen, hoch ge— lobet. Allein dieser Zeit beginnt man die Leute unschuldig allein um der Ehe willen zu martern, und dazu Priester, der man vor andern schonen sollte, und geschieht nicht allein wider göttliche Rechte sondern auch wider die Canones. Paulus der Apostel, 1 Tim. 4, nennet die Lehre, so die Ehe verbieten, Teufels Lehre. So sagt Christus selbst Joh. 8, der Teufel sei ein Mörder von An⸗ beginn. Welchs denn wohl zu— sammen stimmet, daß es freilich Teufels Lehren sein müssen, die Ehe verbieten, und sich unterstehen solche Lehren mit Blutvergießen zu erhalten. Wie aber kein menschlich Gesetz Gottes Gebot kann wegthun oder ändern, also kann auch kein Gelübde Gottes Gebot ändern. Darum giebt auch S. Cyprianus den Rat, daß die Weiber, so die gelobte Keuschheit nicht halten, sollen ehe— lich werden, und sagt I. 1. epist. 11. also: So sie aber Keuschheit nicht halten wollen oder nicht ver— mögen, so ists besser, daß sie ehe lich werden, denn daß sie durch ihre Lust ins Feuer fallen, und sollen sich wohl fürsehen, daß sie den Brüdern und Schwestern kein Aergernis anrichten. e Konfession. Zu dem so brauchen auch alle Canones größer Gelindigkeit und Aequität gegen diejenigen, so in der Jugend Gelübd gethan, wie denn Priester und Mönche des mehren Teils in der Jugend in solchen Stand aus Unwissenheit kommen sind. 24. Von der Messe. Man legt den Unsern mit Un recht auf, daß sie die Messe sollen abgethan haben. Denn das ist öffentlich, daß die Meß, ohne Ruhm zu reden, bei uns mit größer Andacht und Ernst gehalten wird denn bei den Widersachern. So werden auch die Leute mit höchstem Fleiß zum öftern Mal unterricht vom heiligen Sakrament, wozu es eingesetzt und wie es zu gebrauchen sei, als nämlich die er schrocken Gewissen zu trösten, da durch das Volk zur Kommunion und Meß gezogen wird. Dabei geschicht auch Unterricht wider andere unrechte Lehre vom Sakra ment. So ist auch in den öffent— lichen Zeremonien der Messe keine merkliche Aenderung geschehen, denn daß an etlichen Orten deutsche Gesänge, das Volk damit zu lehren und zu üben, neben lateinischem Gesang gesungen werden, sintemal alle Zeremonien fürnehmlich darzu dienen sollen, daß das Volk daran lerne, was ihm zu wissen von Christo not ist. Nachdem aber die Messe auf mancherlei Weise vor dieser Zeit mißbraucht, wie am Tag ist, daß ein Jahrmarkt daraus gemacht, daß man sie kauft und verkauft hat und das mehrer Teil in allen Kirchen um Geldes willen gehalten worden, ist solcher Mißbrauch zu mehr Malen auch vor dieser Zeit von gelehrten und frommen Leuten gestraft worden. Als nun die gwang Aalen ö benden willen born Kirchen unsenn Rune Dabei ist aue tum getraft,, hat, unser 9 durch seinen 2 Erbsünde genu Messe eingesetz für die anderer die Messe hue für die Leben dadurch Sünde Gott zu versu weiter gefolget, hat, ob eine M also viel verdig einen jegliche hielte. Daher zählige Menge daß man mit wollen bei das man bedu neben des Gle und rechten Go worden. Darum ist d schehen, wie ol gefordert, daß Sakrament ro wäre. Und er für Erbsünde sei, denn der eigt die Sch an. Denn al zu den Hebräe einmal geopfe für alle Sünd ist ein unerhö ostern Mal N Sakrament nd wie es zu amlich die br Utösten, da⸗ Kommunion wird. Dabei krricht wider e vom Sakra⸗ in den öffent⸗ r Messe keine geschehen, Orken deutsche imit zu lehren n lateinischem Tden, sintemal sehmlich darzu 3 Volk daran wissen von ie Messe auf r dieser Zeit Tag ist, daß aus gemacht, und verkauft Teil in allen willen gehalten Mißbrauch zu hor dieser Zeit ommen Leuten Als nun die Prediger bei uns davon geprediget und die Priester erinnert sind der schrecklichen Bedräuung, so denn billig einen jeden Christen bewegen soll, daß, wer das Sakrament un⸗ würdiglich brauchet, der sei schuldig am Leib und Blut Christi, darauf sind solche Kaufmessen und Winkel⸗ messen, welche bis anher aus Zwang um Geldes und der Prä⸗ benden willen gehalten worden, in unsern Kirchen gefallen. Dabei ist auch der greuliche Irr— tum gestraft, daß man gelehret hat, unser Herr Christus habe durch seinen Tod allein für die Erbsünde genug gethan und die Messe eingesetzt zu einem Opfer für die anderen Sünden, und also die Messe zu einem Opfer gemacht für die Lebendigen und Toten, dadurch Sünde wegzunehmen und Gott zu versühnen. Daraus ist weiter gefolget, daß man disputiert hat, ob eine Messe für viel gehalten also viel verdiene, als so man für einen jeglichen eine sonderliche hielte. zählige Menge der Meß kommen, daß man mit diesem Werk hat wollen bei Gott alles erlangen das man bedurft hat, und ist da⸗ neben des Glaubens an Christum und rechten Gottesdienstes vergessen worden. Darum ist davon Unterricht ge— schehen, wie ohne Zweifel die Not gefordert, daß man wüßte, wie das Sakrament recht zu gebrauchen wäre. Und erstlich daß kein Opfer für Erbsünde und andere Sünde sei, denn der einige Tod Christi, zeigt die Schrift an vielen Orten an. Denn also stehet geschrieben zu den Hebräern, daß sich Christus einmal geopfert hat und dadurch für alle Sünde genug gethan. Es ist ein unerhörte Neuigkeit, in der Augsburgische Konfession. Daher ist die große un⸗ senermn lehren, daß Christus sollte allein für die Erbsünde und sonst nicht auch für andere Sünde genug gethan haben. Derhalben zu hoffen, daß männiglich verstehe, daß solcher Irrtum nicht unbillig gestraft sei. Zum andern so lehret St. Paulus, daß wir für Gott Gnade erlangen durch Glauben und nicht durch Werk. Dawider ist öffentlich dieser Mißbrauch der Meß, so man vermeint durch dieses Werk Gnad zu erlangen. Wie man denn weiß, daß man die Meß darzu gebraucht, dadurch Sünd ab⸗ zulegen und Gnad und alle Güter 4 Gott zu erlangen, nicht allein der Priester für sich, sondern auch für die ganze Welt und für andere, Lebendige und Tote. Zaum dritten so ist das heilige Sakrament eingesetzt, nicht damit für die Sünde ein Opfer anzu richten, denn das Opfer ist zuvor geschehen, sondern daß unser Glaube dadurch erweckt, und die Gewissen getröstet werden, welche durchs Sakrament erinnert werden, daß ihnen Gnad und Vergebung der Sünde von Christo zugesagt ist. Derhalben fordert dies Sakrament Glauben und wird ohne Glauben vergeblich gebraucht. Dieweil nun die Meß nicht ein Opfer ist für andere, Lebendige oder Tote, ihre Sünde wegzu— nehmen, sondern soll ein Kom⸗ munion sein, da der Priester und andere das Sakrament empfahen für sich, so wird diese Weise bei uns gehalten, daß man an Feier⸗ tagen, auch sonst, so Kommunikanten da sind, Meß hält und etliche, so das begehren, kommuniziert. Also bleibt die Messe bei uns in ihrem rechten Brauch, wie sie vor Zeiten in der Kirchen gehalten, wie man beweisen mag aus S. Paulo, 1. Korinth. 11, darzu auch aus vieler Väter Schriften. Denn Chrysostomus spricht, wie der Priester täglich stehe und fordere etliche zur Kom⸗ munion, etlichen verbiete er hinzu zu treten. Auch zeigen die alten Canones an, daß einer das Amt gehalten hat, uund die andern Priester und Diakon kommuniziert. Denn also lauten die Worte im Canone Nicaeno: Die Diakon sollen nach den Priestern ordent⸗— lich das Sakrament empfahen von dem Bischof oder Priester. So man nun keine Neuigkeit hierin, die in der Kirchen vor Alters nicht gewesen, fürgenommen hat, und in den öffentlichen Zere— monien der Messen kein merkliche Anderung geschehen ist, allein daß die andern unnötigen Messen, etwa durch einen Mißbranch gehalten, eben der Pfarrmesse gefallen sind, soll billig diese Weise Meß zu halten nicht für ketzerisch und un— christlich verdammet werden. Denn man hat vor Zeiten auch in den großen Kirchen, da viel Volks ge— wesen, auch auf die Tage, so das Volk zusammen kam, nicht täglich Meß gehalten, wie tripartita historia lib. 9. angezeigt, daß man zu Alexandria am Mittwoch und Freitag die Schrift gelesen und aus— gelegt habe und sonst alle Gottes— dienst gehalten ohne die Messe. 25. Von der Beicht. Die Beicht ist durch die Prediger dieses Teils nicht abgethan. Denn diese Gewohnheit wird bei uns ge⸗ halten, das Sakrament nicht zu reichen denen, so nicht zuvor ver— hört und absolviert sind. Dabei wird das Volk fleißig unterricht, wie tröstlich das Wort der Ab— solution sei, wie hoch und teuer die Absolution zu achten, denn es Beicht viel 52 Augsburgische Kon fession. sei nicht des gegenwärtigen Men⸗ schen Stimme oder Wort, sondern Gottes Wort, der da die Sünde vergiebt. Denn es wird an Gottes Statt und aus Gottes Befehl ge— sprochen. Von diesem Befehl und Gewalt der Schlüssel, wie tröstlich, wie nötig sie sei den erschrockenen Gewissen, wird mit großem Fleiß gelehret, darzu wie Gott fordert dieser Absolution zu gläuben nicht weniger, denn so Gottes Stimme vom Himmel erschölle, und uns deren fröhlich trösten, und wissen daß wir durch solchen Glauben Vergebung der Sünden erlangen. Von diesen nötigen Stücken haben vor Zeiten die Prediger, so von der lehreten, nicht ein Wörtlein gerühret, sondern allein die Gewissen gemartert mit langer Erzählung der Sünden mit Genug⸗ thun, mit Ablaß, mit Wallfahrten und dergleichen. Und viel unserer Widersacher bekennen selbst, daß dieses Teils von rechter christlicher Buße schicklicher, denn zuvor in langer Zeit, geschrieben und ge— handelt sei. Und wird von der Beicht also gelehret, daß man niemand dringen soll, die Sünde namhaftig zu er— zählen. Denn solches ist unmöglich, wie der Psalm spricht: 19, 13. Wer kennet die Missethat? Und Jeremias spricht: Des Menschen Herz ist so arg, daß man es nicht auslernen kann. Die elende menschliche Natur steckt also tief in Sünden, daß sie dieselbe nicht alle sehen oder kennen kann, und sollten wir allein von denen ab⸗— solviert werden, die wir zählen können, wäre uns wenig geholfen. Derhalben ist nicht not, die Leute zu dringen, die Sünden namhaftig zu erzählen. Also haben auch die Väter gehalten, wie man findet Conside nicht durch 3 sondern durch sei. Doch wird dieses Teils fle die Beicht von solution, welche das fürnehmste der erschrockene um etlicher ande zu erhalten sei. 26. Vom Unter Vor Zeiten lehret, gepredig daß Unterschien dergleichen Tra eingesetzt, dazu dardurch Gnade die Süude genug Grund hat man neue Zeremonie dergleichen erda heftig und hart solche Ding n dadurch man mans halte, geschehe, so Daraus sind v tum in der Kii därtige Wu gen Men⸗ wissen lauben den erlangen. Stücken haben her, so von der „, nicht ein sondern allein ert mit langer en mit Genug⸗ t Walffahrten d viel unserer u selbst, daß hter christlcher un zuvor in eben und ge⸗ er Beicht also emand dringen nhaftig zu er⸗ ist unmöglich, icht: 19, 13. ssethat? Und es Menschen daß man es n. Die elende teckt also tief dieselbe nicht ien kann, und hon denen ab⸗ e wir zählen senig geholfen. not, die Leute den namhaftig aben auch die e man findet Augsburgische Konfession. distinct. 1. de poenitentia, da Erstlich ist dadurch die Gnade die Worte Chrisostomi angezogen Christi und die Lehre vom Glauben werden: Ich sage nicht daß du verdunkelt, welche uns das Evan— dich selbst sollst öffentlich dargeben. gelium mit großem Ernst fürhält, noch bei einem andern dich selbst und treibt hart darauf, daß man verklagen oder schuldig geben, das Verdienst Christi hoch und sondern gehorche dem Propheten, teuer achte, und wisse, daß gläuben welcher spricht: Offenbare dem an Christum hoch und weit über Herrn deine Wege. Ps. 37, 5. alle Werke zu setzen sei. Derhalben Derhalben beichte Gott dem Herrn, hat St. Paulus heftig wider das dem wahrhaftigen Richter neben Gesetz Mosis und menschliche Tra⸗ deinem Gebet, nicht sage deine ditiones gefochten, daß wir lernen Sünden mit der Zungen, sondern sollen, daß wir für Gott nicht in deinem Gewissen. Hie siehet fromm werden aus unsern Werken, man klar, daß Chrysostomus nicht sondern allein durch den Glauben zwinget, die Sünde namhaftig zu an Christum, daß wir Gnade er⸗ erzählen. So lehrt auch die glossa langen um Christus willen. Solche in decretis de poenitentia distinct. Lehre ist schier ganz verloschen 5. cap. Consideéret, daß die Beicht dadurch, daß man gelehret, Gnade nicht durch die Schrift geboten, zu verdienen mit Gesetzen, Fasten, sondern durch die Kirche eingesetzt Unterschied der Speise, Kleidern ꝛc. sei. Doch wird durch die Prediger Zum andern haben auch solche dieses Teils fleißig gelehrt, daß Traditiones Gottes Gebot ver— die Beicht von wegen der Ab- dunkelt. Denn man setzt diese solution, welche das Hauptstück und Traditiones weit über Gottes das fürnehmste darin ist, zu Trost Gebot. Dies hielt man allein für der erschrockenen Gewissen, darzu christlich Leben, wer die Feier also um etlicher anderer Ursachen willen hielt, also betet, also fastet, also zu erhalten sei. gelleidet war, das nennet man geistlich christlich Leben. Darneben 26. Vom Unterschied der Speisen. hielt man andere nötige gute Werk Vor Zeiten hat man also ge- für ein weltlich ungeistlich Wesen, lehret, geprediget und geschrieben,‚ nämlich diese, so jeder nach seinem daß Unterschied der Speise und Berufe zu thun schuldig ist, als dergleichen Tradition von Menschen daß der Hausvater arbeitet Weib eingesetzt, dazu dienen, daß man und Kind zu ernähren und zu Gottes dardurch Gnade verdiene und für Furcht aufzuziehen, die Hausmutter die Süude genug thue. Aus diesem Kinder gebiert und wartet ihr, Grund hat man täglich neue Fasten, ein Fürst und Obrigkeit Land und neue Zeremonien, neue Orden und Leute regiert ꝛc. Solche Werke dergleichen erdacht, und auf solchs von Gott geboten mußten ein heftig und hart getrieben, als seien weltlich und unvollkommen Wesen solche Ding nötige Gottesdienste, sein, aber die Traditiones mußten dadurch man Gnade verdiene, so den prächtigen Namen haben, daß mans halte, und große Sünde sie allein heilige vollkommene Werke geschehe, so mans nicht halte. hießen. Derhalben war kein Maß Daraus sind viele schädlicher Irr noch Ende, solche Traditiones zu tum in der Kirchen erfolget. machen. HX V 4 1* 14 7 F. I 199 I 5⁴4 Augsburgische Konfession. Zum dritten sind solche Tradi-mag verstanden werden, so man tiones zu hoher Beschwerung der vermeint, durch Denn es war Werke Gnad zu verdienen. Gewissen geraten. nicht möglich, alle Traditiones zu halten, und waren doch die Leute der Meinung, als wäre solches ein nötiger Gottesdienst. Und schreibet Gerson, daß viel hiermit in Verzweifelung gefallen, etliche haben sich auch selbst umbracht, derhalben daß sie keinen Trost von der Gnade Christi gehöret haben. Denn man sieht bei den Summisten und Theologen, wie die Gewissen verwirret, welche sich unterstanden haben die Traditiones zusammen zu ziehen und Enιενεαιαg gesucht, daß sie den Gewissen hülfen, haben so viel damit zu thun gehabt, daß dieweil alle heilsame christliche Lehre von nötigern Sachen, als vom Glauben, vom Troste in hohen An-— fechtungen und dergleichen, darnieder gelegen ist. Darüber haben auch viel frommer Leute vor dieser Zeit sehr geklagt, daß solche Traditiones viel Zanks in der Kirche anrichten, und daß fromme Leute damit ver— hindert zu rechtem Erkenntnis Christi nicht kommen möchten. Gerson und etliche mehr haben heftig darüber geklagt. Ja es hat auch Augustino mißfallen, daß man die Gewissen mit so viel Traditio— nibus beschweret, derhalben er dabei Unterricht giebt, daß mans nicht für nötige Ding halten soll. Darum haben die Unsern nicht aus Frevel oder Verachtung geist— licher Gewalt von diesen Sachen gelehret, sondern es hat die hohe zu werden. andern. Und 1. eigene erwählte Und ist also davon gelehret, daß man durch Haltung gedachter menschlicher Tradition nicht kann Gnad verdienen oder Gott ver⸗ sühnen oder für die Sünde genug thun, uud soll derhalben kein nötiger Gottesdienst daraus gemacht wer⸗ den. Dazu wird Ursach aus der Schrift angezogen. Christus Matt. 15. entschuldiget die Apostel, daß sie gewöhnliche Traditiones nicht gehalten haben, und spricht dabei: Sie ehren mich vergeblich mit Menschengeboten. So er nun dies einen vergeblichen Dienst nennet, muß er nicht nötig sein. Und bald hernach: Was zum Munde eingehet, verunreiniget den Menschen nicht. Item Paulus spricht Röm. 14: Das Himmel⸗ reich stehet nicht in Speise, oder, Trank. Kol. 2: Niemand soll euch richten in Speise, Trank, Sabbath ꝛc. Act. 15. spricht Petrus: Warum versuchet ihr Gott mit Auflegung des Jochs auf der Jünger Hälse, welchs weder unsere Väter noch wir haben mögen tragen? Sondern wir gläuben, durch die Gnade unsers Herrn Jesu Christi selig Da verbeut Petrus, daß man die Gewissen nicht be— schweren soll mit mehr äußerlichen Zeremonien, es sei Mosis oder Tim. 4 werden solche Verbot, als Speise verbieten, Not gefordert, Unterricht zu thun von obangezeigten Irrtümern, welche aus Mißverstand der Tradition gewachsen sein. gelium zwinget, daß man die Lehre vom Glauben solle und müsse in Kirchen treiben, welche doch nicht Denn das Evan⸗ Ehe verbieten de. Teufelslehre ge— nennet. Denn dies ist stracks dem Evangelio entgegen, solche Werk einsetzen oder thun, daß man da⸗ mit Vergebung der Sünde verdiene, oder als möge niemand Christen sein ohne solche Dienste. Daß man aber den Unsern hie rechte er iche Uebun lliche bestimn stetig gettiebe redet Christus; eure Herzen ui den mit Füll Teufel werden. denn durch Faf Paulus spricht, Leib und bri horsam, damt Kasteiung dien Gnade zu ver Leib geschickt nicht verhindere nach seinem B fohlen ist. das Fasten ver man einen nö auf bestimmte zu Verwirrung macht hat. Auch werde Zeremonien u ten, als Ordn andere Gesäng dazu dienen, Ordnung geh aber wird das solcher äußerli fromm macht mans ohn A gelehret, daß h gadacttr Was zu verunreiniget Mem Paulus As Himmel⸗ Speise, oder, Liewand sol heise, Trank, 15. spricht bersuchet ihr 9. des Jochs Hälse, welchs er noch wir n? Sondern die Gnade Christi selig erbeut Petrus, ssen nicht be— ühr äußerlichen Mosis oder im. 4 werden peise verbieten, eufelslehre ge⸗ ist stracks dem „solche Verk daß man da⸗ zünde verdiene, mand Christen nste. den Unsern hie Schuld gibt, als verbieten sie Kasteiung und Zucht, wie Jo— vinianus, wird sich viel anders aus ihren Schriften befinden. Denn sie haben allezeit gelehret vom heiligen Kreuz, daß Christen zu leiden schuldig sind, und dieses ist rechte ernstliche und nicht erdichtete Kasteiung. Darneben wird auch gelehret, daß ein jeglicher schuldig ist, sich mit leiblicher ÜUbung, als Fasten und ander Übung, also zu halten, daß er nicht Ursach zu Sünden gebe, nicht daß er mit solchen Werken Gnade verdiene. Diese leibliche Uebung soll nicht allein etliche bestimmte Tage, sondern stetig getrieben werden. Davon redet Christus: Hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret wer⸗ den mit Füllerei. Item: Die Teufel werden nicht ausgeworfen, denn durch Fasten und Gebet. Und Paulus spricht, er kasteie seinen Leib und bringe ihn zum Ge⸗ horsam, damit er anzeigt, daß Kasteiung dienen soll, nicht damit Gnade zu verdienen, sondern den Leib geschickt zu halten, daß er nicht verhindere, was einem jeglichen nach seinem Beruf zu schaffen be— fohlen ist. Und wird also nicht das Fasten verworfen, sondern daß man einen nötigen Dienst daxaus auf bestimmte Tage und Speise Augustini Zeiten sind Klosterstände frei gewesen, folgend, da die rechte zu Verwirrung der Gewissen ge— macht hat. Auch werden dieses Teils viel Zeremonien und Tradition gehal⸗— ten, als Ordnung der Messe und andere Gesänge, Feste ꝛc. welche dazu dienen, daß in der Kirchen neben den Klostergelübden viel an⸗ Ordnung gehalten werde. Daneben aber wird das Volk unterricht, daß solcher äußerlicher Gottesdienst nicht fromm macht für Gott, und daß mans ohn Beschwerung des Ge— Augsburgische Konfession. 55 wissens halten soll, also, daß so man es nachläßt ohne Argernis, nicht daran gesündiget wird. Diese Freiheit in äußerlichen Zeremonien haben auch die alten Väter gehal⸗— ten. Denn im Orient hat man das Osterfest auf andere Zeit denn zu Rom gehalten. Und da etliche diese Ungleichheit für ein Trenn⸗ ung in der Kirchen halten wollten, sind sie vermahnet von andern, daß nicht not ist, in solchen Gewohn⸗ heiten Gleichheit zu halten. Und spricht Irenäus also: Ungleichheit im Fasten trennet nicht die Einig⸗ keit des Glaubens. Wie auch dis⸗ tinct. 12. von solcher Ungleichheit in menschlichen Ordnungen geschrie— ben, daß sie der Einigkeit der Chris⸗ tenheit nicht zuwider sei. Und tri⸗ partita hist. lib. 9. zeucht zusammen viel ungleicher Kirchengewohnheiten und setzet einen nützlichen christlichen Spruch: Der Apostel Meinung ist nicht gewesen, Feiertag einzusetzen, sondern Glaube nnd Liebe zu lehren. 27. Von Klostergelübden. Von Klostergelübden zu reden, ist not erstlich zu bedenken, wie es bis anher damit gehalten, welch Wesen sie in Klöstern gehabt, und daß sehr viel darin täglich nicht allein wider Gottes Wort, sondern auch päpstlichen Rechten entge— gen gehandelt ist. Denn zu St. Zucht und Lehre zerrüttet, hat man Klostergelübde erdacht und damit eben als mit einem erdachten Ge⸗— fängnis die Zucht wiederum auf⸗ richten wollen. ÜUber das hat man dere Stücke mehr aufbracht und mit solchen Banden und Beschwer— den ihr viel, auch vor gebührenden Jahren beladen. So sind auch viel Personen aus Unwissenheit zu solchem Klosterleben 56 Augsburgische Konfession. ordnet sind, als Pfarrherr⸗ und kommen, welche, wiewohl sie sonst nicht zu jung gewesen, haben doch ihr Vermögen nicht genugsam ermessen und verstanden. Dieselben alle also verstrickt und verwickelt sind ge⸗ zwungen und gedrungen, in solchen Banden zu bleiben, ungeacht des daß auch päpstlich Recht ihrer viel frei giebt. Und das ist beschwer— licher gewesen in Jungfrauenklöstern denn Mönchklöstern, so sich doch ge— ziemet hätte, der Weibsbilder als der Schwachen zu verschonen. Die— selb Strenge und Härtigkeit hat auch viel frommen Leuten in Vor⸗ zeiten mißfallen, denn sie haben wohl gesehen, daß beide Knaben und Maidlein um Erhaltung willen des Leibs in die Klöster sind versteckt worden. Sie haben auch wohl ge sehen, wie übel dasselbe Fürnehnen geraten ist, was Argernis, was Be— schwerung der Gewissen gebracht, und haben viel Leute geklagt, daß man in solcher gefährlichen Sache die Canones so gar nicht geachtet. Zu dem so hat man ein solche Meinung von den Klostergelübden, die unverborgen auch viel Mönchen übel gefallen hat, die wenig ein Verstand gehabt. Denn sie gaben für, daß Klostergelübde der Tauf gleich wären und daß man mit dem Klosterleben Vergebung der Sünden und Rechtfertigung für Gott ver— dienete. Ja, sie setzen noch mehr dazu, daß man mit dem Kloster⸗— leben verdienet nicht allein Gerech⸗— tigkeit und Frommkeit, sondern auch daß man damit hielt die Gebot und Räte im Evangelio verfaßt, und wurden also die Klostergelübde hö— her gepreiset denn die Taufe. Item, daß man mehr verdienet mit dem Klosterleben denn mit allen andern Ständen, so von Gott ge— Predigerstand, Obrigkeit⸗, Fürsten Herrenstand und dergleichen, die alle nach Gottes Gebot Wort und Be fehl in ihrem Beruf ohne erdichtete Geistlichkeit dienen. Wie denn dieser Stücke keines verneint werden mag, denn man findets in ihren eignen Büchern. Über das, wer also ge fangen und ins Kloster kommen, lernet wenig von Christo. Etwa hat man Schulen der hei ligen Schrift und anderer Künste, so der christlichen Kirche dienstlich sind, in den Klöstern gehalten, daß man aus den Klöstern Pfarrherrn und Bischöfe genommen hat, jetzt aber hats viel ein ander Gestalt. Denn vor Zeiten kamen sie der Meinung zusammen im Klosterleben, daß man die Schrift lernete. Jetzt geben sie vor, das Klosterleben sei ein solch Wesen, daß man Gottes Gnade und Frommkeit vor Gott damit verdiene, ja es sei ein Stand der Vollkommenheit, und setzens den andern Ständen, so von Gott ein gesetzt, weit vor. Das alles wird darum angezogen ohn alle Verun— glimpfung, damit man je desto baß vernehmen und verstehen möge, was und wie die Unsern predigen und lehren. Erstlich lehren sie bei uns von denen, die zur Ehe greifen also, daß alle die, so zum ledigen Stand nicht geschickt sind, Macht, Fug und Recht haben sich zu verehelichen. Denn die Gelübde vermögen nicht Gottes Ordnung und Gebot aufzuheben. Nun lautet Gottes Gebot also, 1. Kor. 7: Um der Hurerei wil len habe ein jeglicher sein eigen Weib, und ein jegliche habe ihren eigen Mann. Dazu dringet, zwinget und treibet nicht allein Gottes Ge⸗ bot, sondern auch Gottes Geschöpf und Ordnung alle die zum Ehestand, bringenl? und Pfliht, umutz e? so Mas erzwingen, 5 durch aufgeho tores sagen. wider des 00 sind/ wieviel u binden, Stat x Gottes Gebot Wo die Pfli ander Ursache möchten aufgeh ten die Päpste dispensiert ode gebühretkeinen göttlich zu zerreißen. Päpste wohl Pficht eine A werden, und h dispensiert, a von Arragon So man nun; Dinge dispens liger durft willen d Folgends, Gegenteil so R lübde halten zuvor an, ob habe? Denn möglichen Sa gezwungen so ewige Keusch Gewalt und man wohl. A Mannes⸗ und von ihnen se Aulen der hei derer Künste che dienstlich gehalten, daß U Pfarrhermn nen hat, jetz ander Gestalt amen sie der mKlosterleben lernete. Nht losterleben sei man Gottes eit vor Gott sei ein Stand und setzens den von Gott ein as alles wird n alle Verun⸗ an je desto baß hen möge, was predigen und bei uns von ifen also, daß n Stand nicht Fug und Recht lichen. Denn en nicht Gottes ot aufzuheben. Gebot also, Hurerei wil⸗ her sein eigen che habe ihren ringet, zwinget ein Gottes Ge⸗ zottes Gesch zum Ehestand, Augsburgische Konfession. 57 die ohne sonder Gottes Werk mit bedacht das Klostergelübd gethan der Gabe der Jungfrauschaft nicht begnadet sind, laut dieses Spruchs Gottes selbst, 1. Mos. 2: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, wir wollen ihm einen Ge⸗ hilfen machen, der um ihn sei. Was mag man nun dawider auf⸗— bringen? Man rühme das Gelübde und Pflicht, wie hoch man wolle, man mutz es auf, als hoch man kann, so mag man dennoch nicht erzwingen, daß Gottes Gebot da— durch aufgehoben werde. Die Doc-— tores sagen, daß die Gelübde auch wider des Papstes Recht unbündig sind, wieviel weniger sollen sie denn binden, Statt und Kraft haben wider Gottes Gebot. Wo die Pflichten der Gelübde kein ander Ursachen hätten, daß sie möchten aufgehoben werden, so hät— ten die Päpste auch nicht dawider dispensiert oder erlaubt. Denn es gebühret keinem Menschen, die Pflicht, so aus göttlichen Rechten herwächst, zu zerreißen. Darum haben die Päpste wohl bedacht, daß in dieser Pflicht eine Aquität soll gebraucht werden, und haben zum öftern Mal dispensiert, als mit einem Könige von Arragon und vielen andern. So man nun zu Erhaltungzeitlicher Dinge dispensiert hat, soll viel bil⸗ liger dispensiert werden um Not- durft willen der Seelen. Folgends, Gegenteil so hart, daß man die Ge⸗ lübde halten muß, und siehet nicht zuvor an, ob das Gelübde sein Art habe? Denn das Gelübd soll in möglichen Sachen willig und un⸗ gezwungen sein. Wie aber die ewige Keuschheit in des Menschen Gewalt und Vermögen stehe, weiß man wohl. Auch sind wenig beide warum treibet der Mannes- und Weibes-Personen, die von ihnen selbst willig und wohl haben. Ehe sie zum rechten Ver⸗ stand kommen, so überredet man sie zum Klostergelübde. Zuweilen werden sie auch dazu gezwungen und gedrungen. Darum ist es je nicht billig, daß man so geschwind und hart von der Gelübdepflicht disputiere, angesehen daß sie alle be⸗ kennen, daß solches wider die Natur und Art des Gelübdes ist, daß es nicht williglich und mit gutem Rat und Bedacht gelobt wird. Etliche Canones und päpstliche Recht zerreißen die Gelübde, die unter funfzehn Jahren geschehen sind. Dann sie haltens dafür, daß man vor derselben Zeit so viel Ver⸗ standes nicht hat, daß man die Ordnung des ganzen Lebens, wie dasselb anzustellen, beschließen könne. Ein ander Canon giebt der mensch lichen Schwachheit noch mehr Jahr zu, denn er verbeut, das Kloster gelübde unter achtzehn Jahren zu thun. Daraus hat der meiste Teil Entschuldigung und Ursache aus den Klöstern zu gehen, denn sie des mehreren Teils in der Kindheit vor diesen Jahren in Klöster kommen sind. Endlich, wenn gleich die Ver— brechung des Klostergelübdes möcht getadelt werden, so könnt aber den⸗ noch nicht daraus erfolgen, daß man derselben Ehe zerreißen sollt. Denn St. Augustinus sagt 27. q. 1. cap. Nuptiarum, daß man solche Ehe nicht zerreißen soll. Nun ist je St. Augustin nicht in geringem An⸗ sehen in der christlichen Kirchen, obgleich etzliche hernach anders ge— halten. Wie wohl nun Gottes Gebot von dem Ehestande ihr sehr viel vom Klo⸗— stergelübd frei und ledig gemacht, so wenden doch die Unsern noch mehr Ursachen für, daß Kloster— gelübd nichtig und unbündig sei. Denn aller Gottesdienst von den Menschen ohn Gottes Gebot und Befehl eingesetzt und erwählet, Ge— rechtigkeit und Gottes Gnade zu erlangen, sei wider Gott und dem Evangelio und Gottes Befehl ent— gegen, wie denn Christus selbst sagt Matth. 15: Sie dienen mir vergebens mit Menschengeboten. So lehrets auch S. Paulus über⸗ all, daß man Gerechtigkeit nicht soll suchen aus unsern Geboten und Gottesdiensten so von Menschen erdicht sind, sondern daß Gerechtig— keit und Frömmigkeit für Gott kommt aus dem Glauben und Ver trauen, daß wir gläuben, daß uns Gott um seines einigen Sohnes Christus willen zu Gnaden annimmt. Nun ist es je am Tag, daß die Mönche gelehret und gepredigt ha ben, daß die erdachte Geistlichkeit genug thue für die Sünde und Gottes Gnad und Gerechtigkeit er lange. Was ist nun dies anders denn die Herrlichkeit und Preis der Gnaden Christi vermindern und die Gerechtigkeit des Glaubens verleugnen? Darum folgt aus dem, daß solche gewöhnliche Ge lübde unrechte falsche Gottesdienst gewesen. Derhalben sind sie auch unbündig. Denn ein gottlos Ge⸗ lübd und das wider Gottes Gebot 58 Augsburgische Konfession. seine Ehr, der allein gerecht macht, und geben solche Ehre ihren Ge— lübden und Klosterleben. Man kann auch nicht leugnen, daß die Mönche gelehret und ge— predigt haben, daß sie durch ihr Gelübde und Klosterleben und Weise gerecht werden und Ver— gebung der Sünde verdienen, ja sie haben noch wol ungeschickter Ding erdicht, und gesagt, daß sie ihre gute Werk den andern mit— teilen. Wenn nun einer dies alles wollt unglimpflich treiben und auf— mutzen, wie viel Stück könnt er zusammen bringen, deren sich die Mönche jetzt selbst schämen und nicht wollen gethan haben. Über das alles haben sie auch die Leute überredt, daß die erdichte geistliche Ordensstände sind christliche Voll— kommenheit. Dies ist ja die Werk rühmen, daß man dadurch gerecht werde. Nun ist es nicht ein ge ringes Argernis in der christlichen Kirchen, daß man dem Volk einen solchen Gottesdienst fürträgt, den die Menschen ohn Gottes Gebot erdicht haben, und lehren, daß ein solcher Gottesdienst die Menschen für Gott fromm und gerecht macht. Denn Gerechtigkeit des Glaubens, die man am meisten in der Kirchen treiben soll, wird verdunkelt, wenn den Leuten die Augen aufgesperrt geschehen, ist unbündig und nichtig, werden mit dieser seltsamen Engels— wie auch die Canones lehren, daß Geistlichkeit und falschem Fürgeben der Eid nicht soll ein Band zur der Armut, Demut und Keuschheit. Sünde sein. Uber das werden auch die Gebot St. Paulus sagt Galat. 5: Ihr Gottes und der rechte und wahre seid ab von Christo, die ihr Gottesdienst dadurch verdunkelt, durch das Gesetz rechtfertig wenn die Leute hören, daß allein werden wollt, und habt der die Mönche im Stand der Voll- Gnaden gefehlet. Derhalben auch kommenheit sein sollen. Denn die die, so durch Gelübde wollen recht-christliche Vollkommenheit ist, daß fertig werden, sind von Christo ab man Gott von Herzen und mit und fehlen der Gnade Gottes. Ernst fürchtet, und doch auch eine Denn dieselben rauben Christo herzliche Zuversicht und Glauben, 0 in Betbhn ode oder grauen gemeine Volt Meinung aue Klosterlebens. daß man den le Maß lobt al beschwertem 0 ist. Denn dar Mann höͤrt, D sollen vollkom nicht wissen,! Güter haben 1 So das Volk Rat, nicht Re ekliche verme Sünde, außerl zu üben. E gezieme den aulch nicht der Man lieset viel, daß etli auch ihr Regi sich in Klöster selbe, haben der Welt flie Leben suchen, denn der a haben auch er daß man Go Geboten, die nicht in den Menschen erd se das ei Stand des L herocht Macht de ihren Ge⸗ n. er icht le derdienen, ja Zungeschickter hagt, daß sie andern mit⸗ ner dies alles iben und auf⸗ tück könnt er deren sich die schämen und haben. Über auch die Leute zichte geistliche hristliche Voll⸗ t ja die Werk adurch gerecht nicht ein ge⸗ der christichen em Volk einen lürträgt, den Gottes Gebot ehren, daß ein die Menschen gerecht macht. des Glaubens, rin der Kirchen rdunkelt, wenn gen aufgesperrt tsamen Engels⸗ schem Fürgeben und Keuschheit. auch die Gebot bte und wahre ich verdunkelt, ren, daß allein dand der Voll⸗ llen. Denn die nenheit ist, daß erzen und mit doch auch eine tund Glauben, Augsburgische Konfession. 59 auch Vertrauen fasset, daß wir um Gebot für sich hat. Das aber Christus willen einen gnädigen ist ein fährlicher Stand des Lebens, barmherzigen Gott haben, daß wir der Gottes Gebot nicht für sich hat. mögen und sollen von Gott bitten Von solchen Sachen ist von Nöten und begehren, was uns not ist, gewesen den Leuten guten Bericht und Hilfe von ihm in allen zu thun. Trübsalen gewißlich nach eines Es hat auch Gerson in Vorzeiten jeden Beruf und Stand gewarten, den Irrtum der Mönche von der daß wir auch indes sollen äußer⸗ Vollkommenheit gestraft, und zeucht lich mit Fleiß gute Werke thun an, daß bei seinen Zeiten dieses und unsers Berufs warten. Da- eine neue Rede gewesen sei, daß rin stehet die rechte Vollkommenheit das Klosterleben ein Stand der und der rechte Gottesdienst, nicht Vollkommenheit sein soll. im Betteln oder in einer schwarzen So viel gottloser Meinung und oder grauen Kappen ꝛc. Aber das Irrtum kleben in den Kloster⸗ gemeine Volk faßt viel schädlicher gelübden, daß sie sollen recht— Meinung aus falschem Lob des fertigen und fromm für Gott Klosterlebens. So sie es hören, machen, daß sie die christliche Voll⸗ daß man den ledigen Stand ohn kommenheit sein sollen, daß man alle Maß lobt, folget, daß es mit damit beide des Evangelions Räte beschwertem Gewissen im Ehestand und Gebot halte, daß sie haben ist. Denn daraus, so der gemeine die Übermaß der Werke, die man Mann hört, daß die Bettler allein Gott nicht schuldig sei. Dieweil sollen vollkommen sein, kann er denn solches alles falsch, eitel und nicht wissen, daß er ohne Sünde erdicht ist, so macht es auch die Güter haben und hantieren möge. Klostergelübde nichtig und unbündig. So das Volk höret, es sei nur ein 4—— Rat, nicht Rach üben, folgt, daß 28. Von der Bischöfe Gewalt. etliche vermeinen, es sei nicht. Von der Bischöfe Gewalt ist Sünde, außerhalb des Amts Rach vor Zeiten viel und mancherlei ge— zu üben. Etliche meinen, Rach schrieben, und haben etliche unge— gezieme den Christen gar nicht, schicklich die Gewalt der Bischöfe auch nicht der Oberkeit. und das weltliche Schwert unter Man lieset auch der Exempel einander gemengt, und sind aus viel, daß etliche Weib und Kind, diesem unordentlichen Gemeng sehr auch ihr Regiment verlassen und große Kriege, Aufruhr und Em-— sich in Klöster gesteckt haben. Das- pörung erfolget, aus dem, daß die selbe, haben sie gesagt, heißt aus Bischöfe im Schein ihrer Gewalt, der Welt fliehen und ein solch die ihnen von Christo gegeben, Leben suchen, das Gott baß gefiel nicht allein neue Gottesdienst an⸗ denn der anderen Leben. Sie gericht haben und mit Fürbehaltung. haben auch nicht können wissen, etlicher Fälle und mit gewaltsamem daß man Gott dienen soll in den Bann die Gewissen beschwert, Geboten, die er gegeben hat, und sondern auch sich unterwunden, nicht in den Geboten, die von Kaiser und Könige zu setzen und⸗ Menschen erdichtet sind. Nun ist entsetzen ihres Gefallens; welchen je das ein guter und vollkommener Frevel auch lange Zeit hiervor Stand des Lebens, welcher Gottes gelehrte und gottfürchtige Leute 60 Augsburgische Konfession. in der Christenheit gestraft haben. Kirchen oder Bischöfe ewige Gü Derhalben die Unsern zu Trost der ter giebt und allein durch das Gewissen gezwungen sind worden, Predigtamt geübt und getrieben die Unterscheid der geistlichen und wird, so hindert sie die Polizei weltlichen Gewalt, Schwerts und und das weltliche Regiment nichts Regiments anzuzeigen, und haben überall. Denn das weltliche Regi— gelehret, daß man beide Regiment ment gehet mit viel andern Sachen und Gewalt um Gottes Gebots um, denn das Evangelium, welche willen mit aller Andacht ehren und Gewalt schützt nicht die Seelen, wohl halten soll als zwo höchste Ga- sondern Leib und Gut wider ben Gottes auf Erden. äußerliche Gewalt mit dem Schwert Nun lehren die Unsern also, daß und leiblichen Poenen. die Gewalt der Schlüssel oder der“ Darum soll man die zwei Bischöfe sei laut des Evangelions Regiment, das geistliche und welt ein Gewalt und Befehl Gottes, liche, nicht in einander mengen das Evangelium zu predigen, die und werfen. Denn die geistliche Sünde zu vergeben und zu be- Gewalt hat ihren Befehl, das halten, und die Sabrament zu Evangelium zu predigen und die reichen und zu handeln. Denn Sakrament zu reichen, soll auch Christus hat die Apostel mit dem nicht in ein fremd Amt fallen, Befehl ausgesandt: Gleichwie soll nicht Könige setzen oder ent mich mein Vater gesandt hat, setzen, soll weltlich Gesetz und Ge— also sende ich euch. Nehmet horsam der Oberkeit nicht aufheben hin den Heiligen Geist. Welchen oder zerrütten, soll weltlicher Ge ihr die Sünd erlassen werdet, walt nicht Gesetz machen und den sollen sie erlassen sein, und stellen von weltlichen Händeln, denen ihr sie vorbehalten werdet, wie denn auch Christus selbst ge den sollen sie vorbehalten sein. sagt hat: Mein Reich ist nicht Dieselbe Gewalt der Schlüssel von dieser Welt. Item: Wer oder Bischöfe übet und treibet hat mich zu einem Richter zwischen man allein mit der Lehre und euch gesetzt? Und St. Paulus Predigt Gottes Worts und mit zu den Philippern am 3.: Unser Handreichung der Sakrament gegen Bürgerschaft ist im Himmel. vielen oder einzeln Personen, dar⸗Und in der zweiten zu den Korinth. nach der Beruf ist. Denn damit 10: Die Waffen unser Ritter⸗ werden gegeben nicht leibliche schaft sind nicht fleischlich sondern sondern ewige Ding und Güter, mächtig für Gott, zu verstören als nämlich ewige Gerechtigkeit, die Anschläg und alle Höhe, die der Heilige Geist und das ewige sich erhebt wider die Erkenntnis Leben. Diese Güter kann man Gottes. anders nicht erlangen denn durch Diesergestalt unterscheiden die das Amt der Predigt und durch die Unsern beide Regiment und Ge Handreichung der heiligen Sakra⸗ waltamt, und heißen sie beide ment. Denn St. Paulus spricht: als die höchste Gabe Gottes auf Das Evangelium ist eine Kraft Erden in Ehren halten. Gottes, selig zu machen alle, die Wo aber die Bischöfe weltlich daran gläuben. Regiment und Schwert haben, so Dieweil nun die Gewalt der haben sie dieselbe nicht als Bischöfe öttl liche 2213 un.! D e gottlos, 9 Hristlich ohn mensch ich n nd diesfalls gir chen schuldi horsam Iu sein Christ, Ld der höret m etwas dem lehren setzen od wir Gottes Fall, daß! wit sam sein, Ma für für den Und St. Pau So auch wi vom Himme Cvangelium denn das haben, der in der 2. Cpiste die Wahrheit Nach, velc bessern und gegeben hat. das geistlich 0ap. Sacerdot Und St. Augu Cpistel wider soll auch den ich gewählet, irren oder ett göttliche Schri ewige Gi⸗ Durc d nd Oas die g n 1 Difh esetz und Ge⸗ ucht aufheben veltlicher Ge⸗ machen und en Hündeln, tus selbst ge ich ist nit Item: Wer hier zviscen St. Paulus n g.: Unser m Himmel. den Korinth. iuser Ritter⸗ clich sondern zu verstören lle Höhe, die e Erkenntnis rscheiden die ient und Ge⸗ zen sie beide e Gottes auf en. schöfe weltlich Hert haben, so ht als Bischöfe aus göttlichen Rechten, aus menschlichen kaiserlichen Rechten geschenkt von Kaisern und Königen zu weltlicher Verwaltung ihrer Güter, Evangelions gar nichts an. Derhalben ist das bischöfliche Amt nach göttlichen Rechten: das sondern und gehet das Amt des Rechte. Evangelium predigen, Sünd ver⸗ geben, Lehr urteilen und die Lehr,‚ so dem Evangelio entgegen, ver⸗ werfen, und die Gottlosen, deren gottlos Wesen christlicher Gemeine ohn menschliche Gewalt, allein durch Gottes Wort. Und diesfalls sind die Pfarrleute und Kirchen schuldig den Bischöfen ge— horsam zu sein, laut dieses Spruchs Christi, Lucä 10: Wer euch höret, der höret mich. Wo sie aber etwas dem Evangelio entgegen lehren setzen oder aufrichten, haben wir Gottes Befehl in solchem Fall, daß wir nicht sollen gehor⸗ sam sein, Matth. 7: Sehet euch für für den falschen Propheten. Und St. Paulus zu den Gal. 1: So auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein ander Evangelium predigen würde denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht. Und in der 2. Epistel zu den Korinth. am 13: Wir haben keine Macht wider die Wahrheit, sondern für die Wahrheit. Item: Nach der Macht, welche mir der Herr zu bessern und nicht zu verderben gegeben hat. Also gebeut auch das geistlich Recht. 2. q. 7. in cap. Sacerdotes und in cap. Oves. Und St. Augustinus schreibt in der Epistel wider Petilianum: Man soll auch den Bischöfen, so ordent— lich gewählet, nicht folgen, wo sie irren oder etwas wider die heilige göttliche Schrift lehren oder ordnen. offenbar ist, aus ausschließen, sondern in der Kirchen aufzurichten, Feiertagen, von Augsburgische Konfession. 61 Daß aber die Bischöfe sonst Gewalt und Gerichtszwang haben in etlichen Sachen, als nämlich Ehesachen oder Zehnten, dieselben haben sie aus Kraft menschlicher Wo aber die Ordinarien nachlässig in solchem Amt, so sind die Fürsten schuldig, sie thuns auch gern oder ungern, hierin ihren Unterthanen um Friedes willen Recht zu sprechen, zu Ver⸗ hütung Unfrieden und großer Un⸗ ruhe in Ländern. Weiter disputiert man, ob auch Bischöfe Macht haben, Zeremonien des⸗ Satzungen von Speis, unterschiedlichen Orden der Kirchendiener. Denn die den Bischöfen diese Gewalt geben, ziehen diesen Spruch Christi an, Joh. 16. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnets jetzt nicht tragen; wenn aber der Geist der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit führen. Dazu führen sie auch das Exempel Act. 15, da sie Blut und Ersticktes ver⸗ boten haben. So zeucht man auch das an, daß der Sabbat in Sonn⸗ tag ist verwandelt worden wider die zehn Gebot, dafür sie es achten, und wird kein Exempel so hoch getrieben und angezogen als die Verwandlung des Sabbats, und wollen damit erhalten, daß die Gewalt der Kirchen groß sei, dieweil sie mit den zehn Geboten dispensiert und etwas daran ver⸗ ändert hat. Aber die Unsern lehren in dieser Frag also, daß die Bischöfe nicht Macht haben, etwas wider das Evangelium zu setzen und aufzu⸗ richten, wie denn oben angezeigt ist, und die geistlichen Rechte durch die ganze neunte Distinktion lehren. gleichen 62 Augsburgische Nun ist dieses öffentlich wider Gottes Befehl und Wort, der Meinung Gesetze zu machen oder zu gebieten, daß man dadurch für die Sünde genug thue und Gnad erlange. Denn es wird die Ehr des Verdienstes Christi verlästert, wenn wir uns mit solchen Satzungen unterwinden, Gnad zu verdienen. Item, die menschliche Satzung aufrichten, thun auch damit wider Gottes Gebot, daß sie Sünde setzen in der Speis, in Tagen und dergleichen Dingen, und beschweren also die Christenheit mit der Knechtschaft des Gesetzes, eben als müßte bei den Christen ein solcher Gottesdienst sein, Gottes Gnade zu verdieneu, der gleich wäre dem Levitischen Gottesdienst, welchen Gott sollt den Aposteln und Bischöfen befohlen haben aufzu— richten, wie denn etliche davon schreiben. Stehet auch wol zu gläuben, daß etliche Bischöfe mit dem Exempel des Gesetzes Mosis sind betrogen worden, daher so unzählige Satzungen kommen sind, daß eine Todsünde sein soll, wenn man an Feiertagen eine Handarbeit thue, auch ohne Argernis der andern, daß eine Todsünde sei, wenn man die Siebenzeit nachläßt, daß etliche Speise das Gewissen verunreinige, daß Fasten ein solch Werk sei, damit man Gott versühne, daß die Sünde in einem fürbe— halten Fall wurde nicht vergeben, man ersuche denn zuvor den Vor⸗ behalter des Falls, unangesehen daß die geistlichen Recht nicht von Vorbehaltung der Schuld, sondern von Vorbehaltung der Kirchenpoen reden. Woher haben denn die Bischöfe Recht und Macht solche Aufsätze der Christenheit aufzulegen, die Konfe sion. Gewissen zu verstricken? Denn St. Peter verbeut in Geschichten der Apostel am 15., das Joch auf der Jünger Hälse zu legen, und St. Paulus saget zu den Korinthern, daß ihnen die Gewalt zu bessern und nicht zu verderben gegeben sei. Warum mehren sie denn die Sünde mit solchen Aufsätzen? Doch hat man helle Sprüch der göttlicheu Schrift, die da verbieten, solche Aufsätze aufzurichten, die Gnad Gottes damit zu verdienen, oder als sollten sie vonnöten zur Seligkeit sein. So saget St. Paulus zu den Kolossern 2: So laßt nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmten Tagen, nämlich den Feiertagen oder neuen Monden oder Sabbaten, welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war, aber der Körper selbst ist in Christo. Item: So ihr denn ge— storben seid mit Christo von den weltlichen Satzungen, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als wäret ihr lebendig, die da sagen: du sollst das nicht anrühren, du sollst das nicht essen noch trinken, du sollst das nicht anlegen, welches sich doch alles unter Händen verzehret, und sind Menschen Ge bot und Lehre und haben ein Schein der Wahrheit. Item St. Paulus zum Tito am 1. verbeut öffentlich, man soll nicht achten auf jüdische Fabeln und Menschen— gebot, welche die Wahrheit ab wenden. So redet auch Christus selbst Matthäi 15. von denen, so die Leute auf Menschengebot treiben: Lasßzt sie fahren, sie sind der Blin⸗ den blinde Leiter. Und verwirft solchen Gottesdienst und sagt: Alle Pflanzen, die mein himm lischer Vater nicht gepflanzet hat, die werden ausgereutet. ben, zu Wufizen) 1 lich zin rwar Derhalben,, nung als nöt Gott zu verf ve erdienen,“ Denlt sind, so Diem Bisc chöfen, solch zwingen. Der Chri sstenheit christlichen Fr nämlich n. Gesetzes 2 fertigung. W zu den& Galater! besehetnun i mit uns Chr und laßt euch I 5 muß je de de Cyangelio daß wir die den Glauben ser Verdienst durch Dienst setzt verdienen Vas soll m Sonntag und Kirchenordnun Dazu geben d wort, daß die herrn mögen mit es orden zugehe, nicht 3u erlangen, die Sünde gen Gewissen dan ches für nöt halten, und e sie Sünde tt sie denn die lufsätzend le Spr Srüc der o verbieten hurichten, die zu berdienen vonnöt nnöten zur St. Paulus Oo laßt nun u machen über ank oder über nämlich den euen Monden elches ist der das zukünftig selbst ist in ihr denn ge— risto von den l„, was lasser mit Satungen, endig, die da nicht anrühren, ht essen noch nicht anlegen, unter Händen Menschen Ge⸗ ud haben ein it. Item St. am I. verbeut Knicht achten und Menschen Wahrheit ab auch Christus n denen, so dii ngebot treiben sind der Blin Und verwirft st und sagt e mein himm cht gepflanzet usgereutet. Augsburgische Konfession. So nun die Bischöfe Macht ha⸗ ben, die Kirchen mit unzähligen Aufsätzen zu beschweren und die Gewissen zu verstricken, warum ver⸗ beut denn die göttliche Schrift so oft, menschliche Aufsätze zu machen und zu hören? Warum nennet sie dieselben Teufelslehren? Sollt denn der Heilige Geist solches alles ver— geblich verwarnet haben? Derhalben, dieweil solche Ord— nung als nötig aufgericht, damit Gott zu versühnen und Gnad zu verdienen, dem Evangelio entgegen sind, so ziemt sich keineswegs den Bischöfen, solche Gottesdienst zu er— zwingen. Denn man muß in der Christenheit die Lehre von christlichen Freiheit behalten, als nämlich daß die Knechtschaft des Gesetzes nicht nötig ist zur Recht— fertigung. Wie denn St. Paulus zu den Galatern schreibt am 5: So bestehet nun in der Freiheit, da⸗ der mit uns Christus befreiet hat, und laßt euch nicht wieder in das knechtische Joch verknüpfen. Denn es muß je der fürnehmste Artikel des Evangelions erhalten werden, daß wir die Gnade Gottes durch den Glauben an Christum ohn un⸗ ser Verdienst erlangen, und nicht durch Dienst von Menschen einge— setzt verdienen. Was soll man denn halten vom daß die Ordnung vom Sonntag und dergleichen andern Kirchenordnung und Zeremonien? Dazu geben die Unsern diese Ant— wort, daß die Bischöfe oder Pfarr⸗ herrn mögen Ordnung machen, da⸗ mit es ordentlich in der Kirchen zugehe, nicht damit Gottes Gnade zu erlangen, auch nicht damit für die Sünde genug zu thun oder die Gewissen damit zu verbinden, sol⸗ ches für nötigen Gottesdienst zu halten, und es dafür zu achten, daß Also hat St. Paulus 1. Corinth. 11, 6, verordnet, daß die Weiber in der Ver— sammlung ihr Haupt sollen decken. Item, daß die Prediger in der Ver— sammlung nicht zugleich alle reden, Argernis dieselben brechen. sondern ordentlich einer nach dem andern. Solche Ordnung gebührt der christlichen Versammlung um der Liebe und Friedes willen zu halten und den Bischofen und Pfarrherrn in diesen Fällen gehorsam zu sein und dieselben so fern zu halten, daß einer den andern nicht ärgere, da mit in der Kirchen keine Unord⸗ nung oder wüstes Wesen sei. Doch also, daß die Gewissen nicht beschwe ret werden. daß mans für solche Dinge halte, die not sein sollten zur Seligkeit, und es dafür achte, daß sie Sünde thäten, wenn sie dieselben ohn der andern Argernis brechen, wie denn niemand sagt, daß das Weib Sünde thue, die mit bloßem Haupt ohn Argernis der Leute ausgeht. Also ist die Ordnung vom Sonn-— tag, von der Osterfeier, von den Pfingsten und dergleichen Feier und Weise. Denn die es dafür achten, Sonntag für den Sabbat als nötig aufge— richtet sei, die irren sehr. Denn die heilige Schrift hat den Sabbat abgethan und lehret, daß alle Cere— monien des alten Gesetzes nach Er— öffnung des Evangelions mögen nachgelassen werden, und dennoch weil vonnöten gewest ist einen gewissen Tag zu verordnen, auf daß das Volk wüßte, wann es zu⸗ sammenkommen sollte, hat die christliche Kirche den Sonntag da— zu verordnet, und zu dieser Ver änderung desto mehr Gefallens und Willens gehabt, damit die Leut ein Exempel hätten der christlichen Frei— sie Sünde thäten, wenn sie ohne heit, daß man wüßte, daß weder 13 II 4 Rung 0 0 461 N AI 14 6⁴ Augsburgische Konfession. die Haltung des Sabbats noch ei⸗ nes andern Tags vonnöten sei. Es sind viel unrichtige Disputa⸗ tion von der Verwandlung des Gesetzes, von den Zeremonien des neuen Testaments, von der Ver änderung des Sabbats, welche alle entsprungen sind aus falscher und irriger Meinung, als müßte man in der Christenheit einen solchen Gottesdienst haben, der dem Levi— tischen oder jüdischen Gottesdienst gemäß wäre, und als sollt Christus den Aposteln und Bischöfen befoh— len haben, neue Zeremonien zu er⸗ denken, die zur Seligkeit nötig wä ren. Dieselben Irrtümer haben sich in die Christenheit eingeflochten, da man die Gerechtigkeit des Glaubens nicht lauter und rein gelehret und geprediget hat. Etliche disputieren also vom Sonntag, daß man ihn halten müsse, wiewohl nicht aus göttlichen Rechten, stellen Form und Maß, wiefern man am Feier⸗ tage arbeiten mag. Was sind aber solche Disputationes anders, denn Fallstricke des Gewissens? Denn wiewohl sie sich unterstehen, mensch⸗ liche Aufsätze zu lindern und epii⸗ cieren, so kann man doch keine Sπιειιμ8tp oder Linderung treffen, so lang die Meinung stehet und bleibet, als sollten sie vonnöten thun gebührt. sein. Nun muß dieselbig Meinung bleiben, wenn man nichts weiß von der Gerechtigkeit des Glaubens und von der christlichen Freiheit. Die Apostel en geheißen, man soll sich enthalten des Bluts und Erstickten. Wer hältst aber jetzo? Aber dennoch thun die keine Sünde, die es nicht halten. Denn die Apostel haben auch selbst die Ge— haben in dieser Satzung auf das HauptstückchristlicherLehre, das durch dieses Dekret nicht aufgehoben wird. Man hält schier keine alte Ca⸗ nones, wie sie lauten, es fallen auch derselben Satzung täglich viel weg, auch bei denen, die solche Aufsätze allerfleißigst halten. Da kann man den Gewissen nicht raten noch hel— fen, wo diese Linderung nicht ge— halten wird, daß wir wissen, solche Aufsätze also zu halten, daß mans nicht dafür halte, daß sie nötig seien, daß auch den Gewissen nnschädlich sei, ob gleich solche Aufsätze fallen. Es würden aber die Bischöfe leichtlich den Gehorsam erhalten, wo sie nicht darauf drängen, diejenigen Satzungen zu halten, so doch ohne Sünd nicht mögen gehalten werden. Jetzo aber thun sie ein Ding und verbieten beide Gestalt des heiligen Sakraments, item den Geistlichen den Ehestand, nehmen niemand auf, ehe er denn zuvor ein Eid gethan hab, er wolle diese Lehre, so doch ohne Zweifel dem heiligen Evangelio gemäß ist, nicht predigen. Unsere Kirchen begehren nicht, daß die Bischofe mit Nachteil ihrer Ehr und Würden wiederum Fried und Einigkeit machen, wiewohl solchs den Bischöfen in der Not auch zu Allein bitten sie darum, daß die Bischöfe etliche un— billige Beschwerung nachlassen, die doch vor Zeiten auch in der Kirchen nicht gewesen, und angenommen sind wissen nicht wollen beschweren mit solcher Knechtschaft, sondern habens um Hien willen eine Zeit lang Denn man muß Achtung verboten. wider den Gebrauch der christlichen gemeinen Kirchen, weiche vielleicht im Anheben etlich Ursach gehabt, aber sie reimen sich nicht zu unsern Zeiten. So ist es auch unleugbar, daß etliche Satzung aus Unverstand angenommen sind. Darum sollten die Bischöfe der Gütigkeit sein, dieselben Satzungen zu mildern, sintemal ein solche Aen— den Menschen St. Petruls die nm ie Kircht walt, Ic V ih mit um/ wie ihre Gewalt u bitt und begeh Ge wissen nicht; Venn sie 7 werden und D so mögen sie ge den deshalben müssen, dieweil Härtigkeit Ursa tung und Schis sollten verhüten Dies sind die die für streitif Denn wiewohl bräuch und Un ziehen können, die Weitläufig verhüten, allei bemedet, darq lich zu ermess Vorzeiten sehr Ablaß, Wallfah des Bannes. Pfarrer unend Mönchen von Hen, diejenigen „so doch ohne alten werden. ein Ding und lt des heiligen en Geistlichen memand auf in Eid gethan Lehre, so doch ügen Evangelio digen. egehren nicht, Nachteil ihrer iederum Fried „wiewohl solchs L Wt auch zu ein bitten sie höfe etliche un— nachlassen, die in der Kirchen genommen sind der christlichen veiche vielleicht Ursach gehabt, nicht zu unsern uch unleugbar, mus Unverstand ie Bischöfe der ben Satzungen ein solche Aen Augsburgische Konfession. derung nichts schadet, die Einigkeit hörens, des Begräbnis, der Bei christlicher Kirchen zu erhalten. Denn predigten und unzähliger anderer viel Satzung von den Menschen Stücke mehr. Solches alles haben aufkommen, sind mit der Zeit selbst wir im besten und Glimpfs willen gefallen und nicht nötig zu halten, übergangen, damit man die fürnehm wie die päpstlichen Rechte selbst sten Stück in dieser Sachen desto zeugen. Kann aber je nicht sein, baß vermerken möcht. Dafür soll es es auch bei ihnen nicht zu erhalten, auch nicht gehalten werden, daß in daß man solche menschliche Satzungen dem jemand etwas zu Haß wider mäßige und abthue, welche man oder Unglimpf geredt oder ange ohn Sünd nicht kann halten, so zogen sei, sondern wir haben allein müssen wir der Apostel Regel fol⸗ die Stück erzählet, die wir für nötig gen, die uns gebeut, wir sollen anzuziehen und zu vermelden geacht Gott mehr gehorsam sein, denn haben, damit man daraus desto den Menschen. baß zu vernehmen habe, daß bei St. Petrus verbeut den Bischöfen uns nichts weder mit Lehr noch die Herrschaft, als hätten sie Ge⸗ mit Zeremonien angenommen ist, walt, die Kirchen, wozu sie wollten, das entweder der heiligen Schrift zwingen. Jetzt geht man nicht da- oder gemeiner christlichen Kirchen mit um, wie man den Bischöfen zu entgegen wäre. Denn es ist je ihre Gewalt nehme, sondern man am Tage und öffentlich, daß wir bitt und begehrt, sie wollten die mit allem Fleiß mit Gottes Hilfe, Gewissen nicht zu Sünden zwingen. ohne Ruhm zu reden, verhüt haben, Wenn sie aber solchs nicht thun damit je kein neue und gottlose werden und diese Bitt verachten, Lehre sich in unsern Kirchen ein— so mögen sie gedenken, was sie wer⸗ flechte, einreiße und überhand nehme. den deshalben Gott Antwort geben Die obgemeldten Artikel haben müssen, dieweil sie mit solcher ihrer wir dem Ausschreiben nach über⸗ Härtigkeit Ursach geben zu Spal-— geben wollen zu einer Anzeigung tung und Schisma, das sie doch billig unsers Bekenntnisses und der Unsern sollten verhüten helfen. Lehre. Und ob jemand befunden würde, der daran Mangel hätt, Beschluß. dem ist man ferner Bericht mit Dies sind die fürnehmsten Artikel, Grund göttlicher heiliger Schrift die für streitig geachtet werden. zu thun erbötig. Denn wiewohl man viel mehr Miß⸗ bräuch und Unrichtigkeit hätte an⸗ ziehen können, so haben wir doch, Johannes, von Gottes Gnaden die Weitläufigkeit und Länge zu Herzog zu Sachsen, Churfürst. verhüten, allein die fürnehmsten Georg, Markgraf zu Brandenburg. vermeldet, daraus die andern leicht⸗ Ernst, Herzog zu Lüneburg. lich zu ermessen. Denn man in Hahgun Eriedrich Hner Sachsen Vorzeiten sehr geklagt 705 den Franzistus, Weh Lünurd Ablaß, Wallfahrten, über Mißbrauch Wolfgang, Fürst zu Anhalt. des Bannes. Es hatten auch die Die Stadt Nürnberg. Pfarrer unendlich Gezänk mit den Die Stadt Reutlingen. Mönchen von wegen des Beicht— Ew. Kais. Majestät Unterthänigst gehorsame IRN 66 Das erste Der kleine — Das erste Die heiligen wie sie ein Hausvater seinem G Das erste Gebot. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben ueben mir. Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. Das zweite Gebot. Du sollst den Namen deines Gottes nicht unnützlich führen; denn der Herr wird den nicht un— gestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen + nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern den⸗ selben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot. Du sollst den Feiertag heiligen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern 44 dasselbe heilig halten, gerne hören Wnn und lernen. Das vierte Gebot. Du sollst deinen Vater und deine ö Mutter ehren, auf daß dir's wohl— — ̊ 74 gehe und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch er zürnen, sondern sie in Ehren halten, Geld oder nicht fälschlich Hauptstück. Katechismus D. Martin Luthers. Hauptstück. zehn Gebote, esinde einfältiglich vorhalten soll. ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und haben. Das fünfte Gebot. Du solls nicht töten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöten. Das sechste Gebot. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. Das siebente Gebot. Du sollst nicht stehlen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebot. Du sollst nicht falsch Seugnis reden wider deinen Nächsten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten belügen, verraten, bösen Leumund sollen ihn ent Gutes von ihm reden zum besten kehren. afterreden oder machen, sondern schuldigen, und alles Has N l Wix sollen W ——7 List 2. 0 Hau seh chan d bd sondem ihn u, d forderlie ich 1 un 91 0 30 l Dich oder alle Was Wir sollen lieben, daß k nicht sein Veib abspannen, al wendig machen wie ein Haus Der e Von de Ich glaube Almächt igen, und der Erde Was Ih glaube, schaffen hat st⸗ mir Leib und und alle Gli alle Sinne ge erhält; dazu Essen und Hof Weib Ur und alle Gi Nrft und und Lebens Ge bot. hebrechen. as 7 lUrchten und ch und üchtig id Werken vns Werken und Gemahl lieben eGe bo 1. ehlen. —29 jürchten und sers Nächsten nehmen, noch der Handel an ern ihm sein helfen bessem Hebot. sch Jeugnis Nächsten. 45² fürchten und sern Nächsten zen, verraten, sen Leumund len ihn ent n ihm reden fehren Das zweite Das neunte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Baus. Was ist das? ö Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm, dasselbe zu behalten, förderlich und dienstlich sein. Das zehnte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Unecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und Hauptstücck. 67 anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? Er sagt also: Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht an den Uindern bis ins dritte und vierte Glied, aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl in tausend Glied. Was ist das? Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Ge bote thun. Er verheißet aber lieben, daß wir unserm Nächsten Gnade und alles Gute allen, die nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder ab— wendig machen, sondern dieselben solche Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne thun nach seinen Geboten. —— Das zweite Der christli wie ein Hausvater denselben sein Hauptstück. che Glaube, iem Gesinde auf das einfältigste vorhalten soll. Der erste Artikel. Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott den Dater, Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erden. Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott ge⸗ schaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit aller Not-— durft und Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und täglich versorget, wider alle Fährlichkeit beschirmet und vor allem Uebel be hütet und bewahret; und das alles aus lauter väterlicher, gött licher Güte und Barmherzigkeit, ohne all mein Verdienst und Wür digkeit; des alles ich ihm zu danken und zu loben, dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Der zweite Artikel. Von der Erlösung. Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Berrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio ⁷ 68 Das dritte Dilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder aufer⸗ standen von den Toten, aufge— fahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahr— haftiger Mensch, von der Jung— frau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und ver— dammten Menschen erlöset hat, erworben, Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sei und in seinem Reiche unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschnld und Selig⸗— keit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. gewonnen von allen Das ist gewißlich wahr. Hauptstück. Der dritte Artikel. Von der Heiligung. Ich glaube an den Beiligen Geist, eine heiligeschristliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Ver— gebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiliget und er— halten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jesu Christo erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergiebt, und am jüngsten Tage mich und alle Toten aufer⸗ wecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christo ein ewiges Leben geben wird. Das ist ge⸗ wißlich wahr. ——— Das dritte Hauptstück. Das Gebet des Herrn oder das heilige Vaterunser, wie ein Hausvater dasselbe seinem Gesinde auf das einfältigste vor⸗ halten soll. Die Anrede. Vater unser, der du bist im Himmel. Was ist das? Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. Die erste Bitte. Geheiliget werde dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar an ihm selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns heilig werde. Venn 191 len Heiligen il U wir seinem seine Gnade 0 leben, hier ewiglich. Die di Dein Wille himmel, also Wa Gottes gut geschieht woh aber wir bitt daß er auch b Wie 0 . un Gott bricht 9ri 6 Wn sein Reick ule als der Welt un Wille, sonder uns fest in Glauben bis ist sein gnäd Die Unser täs heute. ey tim lechten, in welcher und allen alle Sünden um jüngsten Toten aufer⸗ ir samt allen Hein ewiges Das ist ge⸗ terunser, fältigste vor⸗ ihren lieben zitte. dein Name. 9 zwar an ihm bir bitten in auch bei uns Das dritte Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und wir auch heilig als die Kinder Gottes darnach leben; das hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der ent— heiligt unter uns den Namen Gottes; davor behüte uns, himm-— lischer Vater. Die zweite Bitte. Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geschieht das? Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist giebt, daß wir seinem heiligen Worte durch seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist das? Gottes guter, gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille, sondern stärket und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger, guter Wille. Die vierte Bitte. Unser täglich Brot gieb uns heute. Hauptstück. Was ist das? Gott giebt täglich Brot auch wohl ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns erkennen lasse und mit Danksagung em⸗ pfangen unser täglich Brot. Was heißt denn täglich Brot? Alles, was zur Leibes Nahrung und Notdurft gehört, als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und ge— treue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. ö Die fünfte Bitte. Und vergieb uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schul— digern. ö Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünde und um derselben willen solche Bitte nicht versagen; denn wir sind der keines wert, das wir bitten, haben es auch nicht verdienet, sondern er wolle uns alles aus Gnaden geben, denn wir täglich viel sündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohl thun denen, die sich an uns ver— sündigen. Die sechste Bitte. Und führe uns nicht in Ver— suchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge, noch verführe in Miß⸗ glauben, Verzweiflung und andere — 7 D 70 Das vierte große Schande und Laster, und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. Die siebente Bitte.“ Sondern erlöse uns von dem Ubel. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Übel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stünd⸗ lein kommt, ein seliges Ende be— schere und mit Gnaden von diesem Hauptstück. Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Der Beschluß. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Was ist das? Daß ich soll gewiß sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und erhöret; denn er selbst hat uns geboten also zu be— ten und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. —— Das vierte Hauptstück. Das Sakrament der heiligen Taufe, wie dasselbe ein Hausvater seinem Gesinde soll einfältig vorhalten. Zum ersten. Was ist die Taufe? Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasset und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? Da unser Herr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Zum andern. Was giebt oder nützet die Taufe? Sie wirket Vergebung der Sün⸗ den, erlöset vom Tod und Teufel und giebt die ewige Seligkeit allen, die es glanben, wie die Worte und Verheißungen Gottes lauten. Welches sind solche Worte und Verheißungen Gottes? Da unser Herr Christus spricht Marei am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Zum dritten. Wie kann Wasser solche große Dinge thun? Wasser thut's freilich nicht, son dern das Wort Gottes, so mit und bei dem Wasser ist und der Glaube, so solchem Worte Gottes im Wasser trauet. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser und keine Taufe. Aber mit dem Worte Gottes ist es eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist, wie St. Paulus sagt zum Titus im dritten Kapitel: Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Er⸗ neuerung des Heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Chri⸗ stum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade ge⸗ recht und Erben seien des ewigen de 5 nach Leben ewißlich ist Je! gum 99d beden! We Passe 665 edeutet, ms durch iu 0 ol ersaus das Sakran wie ein Hausy Pas ist das Al ist der i Herrn uisers Herr dem Brot und und zu essen ubst eingeseßt. Wo steht! 30 schreiber elisten Matth 1 St. Paull Unser Hert der Nacht, da nahm er das brach's und e gern und und esset. O der für euch ches thut zu Desselbiger auch den Kele mahl, dankett und sprach: trinket alle d ist das neue nem Blut, di wird zur Ve Solches thut zu meinem , tig vorhalten. nicht glaubet, t werden. ten. ser solche thun? nich, son⸗ 100. so nit und id der Glaube es im u Wiser Gottes Vort t Wasser und em ins n Ufe, das ist — n e St. h0 Ilus ritten Kapitel: ig durch das urt und Er⸗ igen Geistes, ssen hat über Jesum Chri⸗ nd, auf daß uGnade ge⸗ u des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das neuer Mensch, der in Gerechtigkeit ist je gewißlich wahr. Zum vierten. bedeutet denn Wassertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns n tägliche Reue und Buße soll ben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich her— auskommen und auferstehen ein Was solch ersäufet werden und ster⸗ Das fünfte Hauptstück. 71 und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo steht das geschrieben? St. Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Wir sind samt Ehristo durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichwie Chri⸗ stus ist von den Toten aufer⸗ wecket durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen wir auch in einem nenen Leben wandeln. ——.— wie ein Hausvater Das fünfte Das Sakrament des Altars oder das heilige Abendmahl, dasselbe seinem Gesinde einfältig vorhalten soll. Hauptstück. Was ist das Sakrament des Was nützet denn solch Essen Altars? Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brot und Wein, uns Christen zu essen und zu trinken, von Christo selbst eingesetzt. Wo steht das geschrieben? So schreiben die heiligen Evan— gelisten Matthäus, Markus, Lukas und St. Paulus: der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab es seinen Jün gern und sprach: Nehmet hin und esset. Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Sol⸗ ches thut zu meinem Gedächtnis. Desselbigengleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abend⸗ mahl, dankete und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das neue Testament in mei⸗ wird. und Trinken? Das zeigen uns diese Worte: „Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden; näm⸗ lich, daß uns im Sakrament Ver⸗ un der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben Denn wo Aunh Lhrn der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Unser Herr Jesus Christus in Wie kann leiblich Essen und Trinken solche große Dinge thun. Essen und Trinken thut's freilich nicht, sondern die Worte, so da ste⸗ hen:„Für euch gegeben und ver⸗ gossen zur Vergebung der Sün⸗ den;“ welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken als das Hauptstück im Sakrament; und wer denselbigen Worten glaubet, der hat, was sie sagen und wie sie lau nem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches thut, so oft ihr's trinlet, zu meinem Gedächtnis. ten, nämlich Vergebung der Sünden. Werempfähet denn solch Sa⸗ krament würdiglich? Fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine, äußerliche Zucht; aber der ist recht würdig und wohl geschickt, der den Glauben hat an diese Worte:„Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden.“ Wer aber diesen Wor⸗ Beichte. ten nicht glaubet oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort„für euch“ fordert eitel gläubige Herzen. Die Beichte und das Amt der Schlüssel. Was ist die Beichte? Die Beichte begreift zwei Stücke in sich: eines, daß man die Sün den bekenne, das andere, daß man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger empfange als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifle, sondern fest glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Welche Sünden soll man denn beichten? Vor Gott soll man sich aller Sünden schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater unser thun; aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sün— den bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. Welche sind die? Da siehe deinen Stand an nach den zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht, Magd seist, ob du un⸗ gehorsam, untreu, unfleißig gewesen seist, ob du jemand leid gethan hast mit Worten oder Werken, ob du ge⸗ stohlen, versäumet, verwahrloset, Schaden gethan hast. Lieber, stelle mir eine kurze Weise zu beichten! Antwort: So sollst du zum Beichtiger sprechen: Würdiger lieber Herr, ich bitte euch, wollet meine Beichte hören und mir die Vergebung sprechen um Gottes willen. Sage an! Ich armer Sünder bekenne mich vor Gott aller Sünden schuldig.“ Insonderheit bekenne ich vor euch, daß ich ein Knecht(Magd ꝛc.) bin, aber ich diene leider untreulich meinem Herrn. Denn da und da habe ich nicht gethan, was sie mich hießen, habe sie erzürnet und zu fluchen beweget, habe versäumet und Schaden lassen geschehen. Bin auch in Worten und Werken schanddar gewesen, habe mit meines gleichen gezürnet, wider meine Frau gemurret und geflucht ꝛc. Das alles ist mir leid und bitte um Gnade. Ich will mich bessern. Ein Herr oder Frau sage also: Insonderheit bekenne ich vor euch, daß ich mein Weib, Kind und Gesinde nicht treulich erzogen habe zu Gottes Ehre. Ich habe geflucht, böse Exempel mit un— züchtigen Worten und Werken ge geben, meinem Nachbar Schaden gethan und übel nachgeredet, zu teuer verkauft, falsche und nicht ganze Ware gegeben und was er mehr wider die Ge bote Gottes und seinen Stand ge than ꝛe. Wenn aber jemand sich nicht be findet beschweret mit solchen oder größeren Sünden, der soll nicht sorgen oder weiter Sünden suchen noch erdichten und damit eine Mar ter aus der Beicht machen, sondern erzähle eine oder zwei, die du weißt, also: Insonderheit bekenne ich, daß ich einmal geflucht, item einmal unhübsch mit Worten gewesen, ein mal dies N. versäumt habe ꝛe. Also! laß e Weiß jt du a —— wol 94 Wie du6 gla Und ich aus Herrn I deine Ou in Frieden! Velche aber des Gewissens und angefochte Beichtvater w Sprüchen zu Glauben zu r Das soll 6 Weise der Bei fältigen. Des Morg Bette fährest mit dem heil Das walt und Heilige zweifelt, de schickt: 0 lordert o ich vor euch agd N. bin untreulich da und da was sie mich rnet und zu e bersäumet chehen. Bin nd Werken habe mit rnet, wider und geflucht ur leid und y will mich gage also: ne ich vor Wiib, Lind Ulich erzogen . Ich habe pel mit un Verken ge bar Schaden chgeredet, zu eund nicht hider die Ge en Stand ge sich nicht be solchen oder r soll nicht ünden suchen mit eine Mar ichen, sondern die du weißt, me ich, daß item einmal gewesen, ei t habe a. Amt der Also laß es genug sein. Weißt du aber gar keine,(welches doch nicht wohl sollte möglich sein), so sage auch keine insonderheit, son⸗ dern nimm die Vergebung auf die gemeine Beichte, so du vor Gott thust gegen den Beichtiger. Darauf soll der Beichtiger sagen: Gott sei dir gnädig und stärke deinen Glauben. Amen. Glaubest du auch, daß meine Vergebung Gottes Vergebung sei? Ja, lieber Herr. Darauf spreche er: ö Wie du glaubst, so geschehe dir. Und ich aus dem Befehl unsers Herrn Jesu Christi vergebe dir deine Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gehe hin in Frieden! Welche aber große Beschwerung des Gewissens haben oder betrübt und angefochten sind, die wird ein Beichtvater wohl wissen mit mehr Sprüchen zu trösten und zum Glauben zu reizen. Das soll allein eine gemeine Weise der Beichte sein für die Ein⸗ fältigen. Was ist das Amt der Schlüssel? Das Amt der Schlüssel ist die Anhang des J. Wie ein Hausvater seine Sch lüssel. 73 sonderbare Kirchengewalt, die Christus seiner Kirche auf Erden gegeben hat, den bußfertigen Sündern die Sünde zu vergeben, den unbußfertigen aber die Sünde zu behalten, so lange sie nicht Buße thun. Wo stehet das geschrieben? So schreibt der heilige Evan— gelist Johannes im zwanzigsten Kapitel: Der Herr Jesus blies seine Jünger an und sprach zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist, welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie be— halten. Was glaubst du bei diesen Worten? Ich glaube, was die berufenen Diener Christi aus seinem gött lichen Befehl mit uns handeln, sonderlich, wenn sie die öffentlichen und unbußfertigen Sünder von der christlichen Gemeine aus schließen und die, so ihre Sünde bereuen und sich bessern wollen, wiederum entbinden: daß es also kräftig und gewiß sei, auch im Himmel, als handelte es unser lieber Herr Christus mit uns selber. Katechismus. Kinder und sein Gesinde soll lehren des Morgens und Abends sich segnen, desgleichen das Benedicite und Gratias sprechen. Der Morgensegen. Des Morgens, so du aus dem Bette fährest, sollst du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: Das walt Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben und Vaterunser. Willst du, so magst du dies Ge betlein dazu sprechen: Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, 74 Morgensegen. Abendsegen. Benedicite. Gratias. deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Thun und Leben gefalle. Denn ich be u. alles in deine Hände; dein heili— ger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mirfindel Amen. Und alsdann mit Frenden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen, als die zehn Ge bote, oder was deine Andacht giebt. Der Abendsegen. Des Abends, wenn du zu Bette gehst, sollst du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: Das walt Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben und Vaterunser. Willst du, so magst du dies Gebetlein dazu sprechen: Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir ver geben alle meine Sünde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen. Und alsdann flugs und fröhlich geschlafen. Das Benedieitelvordem Essen). Die Kinder und Gesinde sollen mit gefalteten Händen und züchtig an den Tisch treten und beten: Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre — Speise zu sei it. Du thust l zinen Leih und Seele Speise zu seiner Zeit. Dr fehle mich, meinen Leib und Seele deine Hand auf und sättigst alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Darnach das Vaterunser und dies folgende Gebet: Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Das Gratias(nach dem Essen). Also auch nach dem Essen sollen sie gleicherweise thun, züchtig und mit gefalteten Händen sprechen: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich, der allem Fleisch Speise giebt, der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen; der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Güte warten. Darnach das Vaterunser und das folgende Gebet: Wir danken dir, Herr Gott Vater, durch Jesum Christum, unsern Herrn, für alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. II. Die Haustafel, etliche Sprüche für allerlei heilige Orden und Stände, dadurch dieselben, als durch eigene Lektion, ihres Amtes und Dienstes zu ermahnen. 1. Den Bischöfen, Pfarrher⸗ ren und Predigern. Ein Bischof soll unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, sittig, mäßig, gastfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinsäufer, nicht beißig, icht mehrlich elind heilsame X Wderppreche, Di. 1,—5 die 2. Was Lehrern un zu thun x Esset und haben; denn e Lohnes Wert. Der Herr 0 so das Cvan jollen sich nähten. Der unterri Vorte, der teil dem, der ihn euch nicht, 6 spotten. Gal. Die Altesten. die halte ma wert, sonderli Kl im Worte und es spricht die dem Ochsen, das Maul vo ter ist f H. 9,ö1 ir bitten daß ihr erken arbeiten und dem Herrn sie des 5 wWille x 7 Habt mit ihnen. Gehorchet folget ihnen; eure Seelen, schaft dafür hus higß alles gefallen. unser und ch her V Vater, eine Gaben Ulden Git uch Iium en. Amen. dem Eseen Esen sun züchtig un spreche hen: denn er ist züte währet eisch S Speise sein Futter aben, die nicht Lust Rossess noch es Beinen; u an denen, auf seine erunser und 1 Gott Vater, unsern Herrn, der du lebest leit. Amen. dieselben, als ahnen. n, nüchtern, ehrhaftig, icht beißig, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehor— same Kinder habe mit aller Ehr-— barkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß ist, und lehren kann, auf daß er mächtig sei zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher, 1. Tim. 3, 2—6. Dit. 1, 7.9. 2. Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelsorgern zu thun schuldig sind. Esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines! Lohnes wert. Luk. 10, Der Herr hat befohlen, daß die, so das Evangelium verkündigen, sollen 555 1109 Evangelium nähren. Kor. 9, 14. Der ualterricher wird mit dem Worte, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, 1065 läßt sich nicht spotten. Gal. 6. 7 Die Altesten, die wohl vorstehen, die halte man zwiefacher Ehren wert, sonderlich, die da arbeiten im Worte und in der Lehre; denn es spricht die Schrift: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden, und: Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. 1. Dim. 5, 17. 18. Wir bitten euch, lieben Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen. Habt sie desto lieber um ihres Werkes willen und seid friedsam mit ihnen. 1. Thess. 5, 12. 13. Gehorchet euren Lehrern und Haustafel. folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechen— schaft dafür geben sollen, auf daß 75 sie das mit Freuden thun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Hebr. 13, 17. 3. Von weltlicher Obrigkeit. Jedermann sei unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat; denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil em— pfangen. Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses thut. Röm. 13, 1. 2. 4. 4. Von den Unterthanen. Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Matth. 22, 21. So seid nun aus Not unter than, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Ge wissens willen. Derhalben müsset ihr auch Schoß geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß ge— bühret; Zoll, dem der Zoll ge bühret; Furcht, dem die Furcht gebühret; Ehre, dem die Ehre ge bühret. Röm. 13, 57. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gott⸗ seligkeit und Ehrbarkeit; denn solches ist gut, dazu auch ange⸗ nehm vor Gott, unserm Heilande. 1. Tim. 2, 1—3. Erinnere sie, daß sie den Fürsten V 168 1 V i ö 1 III 14 76 Haustafel. und der Obrigkeit unterthan und Zittern in Einfältigkeit eures gehorsam seien. Tit. 3, 1. Duden als Christo selbst, nicht Seid unterthan aller mensch- mit Dienst allein vor Augen, als lichen Ordnung um des Herrn den Menschen zu gefallen, sondern willen, es sei dem Könige als dem als die Knechte Christi, daß Obersten, oder den Hauptleuten ihr solchen Willen Gottes thut als den Gesandten von ihm zur von Herzen, mit gutem Willen. Rache über die Übelthäter und zu Laßt euch dünken, daß ihr dem Lobe den Frommen. 1. Petri Herrn und nicht den Menschen 2, 13.14. dienet, und wisset, was ein jeglicher 5. Den Ehemännern. Gutes thun wird, das wird er Ihr Männer, wohnet bei euren von dem Herrn empfangen, er sei Weibern mit Vernunft und gebet ein Knecht oder ein Ficien dem weiblichen, als dem schwächsten Eph. 6, 5—8. 1. Petri 2, 18. Werkzeuge, seine Ehre als Mit⸗ 10. Den Hausherren und erben der Gnade des Lebens, auf„Hausfrauen.—1. daß euer Gebet nicht verhindert. Ihr Herren, thut auch das⸗ werde. 1. Petri 3, 7 selbige gegen sie, und lasset das Drohen und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt, und ist bei ihm kein Ansehen der Person. Eph. 6, 9. 11. Der gemeinen Jugend. Ihr Jungen, seid den Alten Ihr Männer, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie. Kol. 3, 9. 6. Den Ehefrauen. Die Weiber seien unterthan ihren Männern als dem Herrn,— Alter wie Sarah Abraham gehorsam unterthan und beweiset darin die war und hieß ihn Herr/ welcher Demut, denn Gott widerstehet den Töchter ihr geworden seid, so ihr deffürbger⸗ aber den Demütigen wohlthut und nicht so schüchtern giebt er Gnade. So demütiget seid. Eph. 5, 22. 1. Petri 3, 1. 6. euch nun unter die gewaltige Hand Botte 0 +Den Eltern⸗ Gottes, daß er euch erhöhe zu Ihr Näten ref seiner Zeit. 1. Petri 5, 5. 6. Ihr Väter, reizet enre Kinder 12. Den Witwen nic Zor fdaß sie nie 1908— , Welche eine rechte Witwe und scheu werden, sondern ziehet sie ½ H auf in der Zuch t und. einsam ist, die stellt ihre Hoffnung zum Herrn Cph. 6 9 auf Gott und bleibt am Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Bn Wollüsten lebt, die ist lebendig Ihr Kinder, seid gehorsam euren tot. 1. Tim. 5, 5. 6. Eltern in dem Wathen—0 das 13. Der Gemeinde. ist billig. Ehre Vater und—4 0 Liebe deinen Nächsten als dich das ist das erste Gebot, das Ver⸗selbst. In dem Worte sind alle heißung hat: Auf daß dir's wohl Gebote verfasset. Röm. 13, 9. —0. 66 du lange lebest auf Und haltet an mit Beten für alle Erden. Eph. 6, 1—3. Menschen. 1. Tim. 2, 1. 9. Den Knechten, Mägden,‚ Ein jeder lern' sein' Lek Tagelöhnern und Arbeitern. tion, Ihr Knechte, seid gehorsam euren So wird es wohl im Hause leiblichen Herren mit Furcht und stohn. Was ünde 1 be i Seinen Zorf Tod und lichen 5. 9 offest w I. ich hoff Ii, ic 99. Wes tröst Meines liobe Gottes Sol Mensch. 8. Wie vi! Rur einer, Vater, O Sohn 9. Was ha für dich ge sein Er ist für y nBlut am gossen zur V. 10. Ist der dich Min, denr Gott, der He der Sohn i wahrer Men und hat sei gossen. 11. Wohe Aus dem und aus den 1 waß ihr auch nel habt, und n der Person. n V ugend. den Alten het darin die iderstehet den Demütigen 50 demütiget ewaltige Hand ch erhöhe zu 1 9, 5. 6. twen. Witwe und re Hoffnung am Gebet elche aber in ist lebendig einde. sten als dich kte sind alle töm. 13, g. heten für al Fragestücke. III. Christliche Fragestücke mit ihren Antworten, für die, so zum Sakrament gehen wollen. 1. Glaubst du, daß du ein ment und bei seinem Leib und Blut Sünder seist? im Sakrament mir zum Pfande Ja, ich glaube es, ich bin ein gegeben. Sünder. 12. Wie lauten die Worte? 2. Woher weißt du das? Unser Herr Jesus Christus in Aus den heiligen zehn Geboten, der Nacht, da er verraten ward, die habe ich nicht gehalten. nahm er das Brot, dankte und 3. Sind dir deine Sünden brach's und gab es seinen Jüngern auch leid? und sprach: Nehmet hin und esset, Ja, es ist mir leid, daß ich wider das ist mein Leib, der für euch ge— Gott gesündigt habe. nen Solches thut zu mei⸗ R ö IIunem Gedächtnis. 3 Was h n mit deinen Desselben gleichen uahm er auch Sünden bei Gott verdient? der Helch nach dein Abendmahl Seinen Zorn und Ungnade, zeit⸗ IenHeuch nach deen Abdmah, lichen Tod und ewige Verdammuis. üi nih ühne den e 2 sprach: Nehmet hin und trinket 5. Hoffest du auch selig zu salle daraus, dieser Kelch ist das . T ů0—..— Testament in meinem Blut, Ja, ich hosse es. das für euch vergossen wird zur 6. Wes tröstest du dich denn? Vergebung der Sünden. Solches Meines lieben Herrn Jesu Christi. thut, so oft ihr's trinket, zu meinem 7. Wer ist Christus? Gedächtnis. Gottes Sohn, wahrer Gott und 13. So glaubst du, daß im Mensch. Sakrament der wahre Leib 8. Wie viel sind Götter? und Blut Christi sei? Nur einer, aber drei Personen, Ja, ich glaube es. Vater, Sohn und Heiliger Geist. 14. Was bewegt dich, das 9. Was hat denn Christus I. arn glauben? ö für dich gethan, daß du dich. Die Worte Christi: Nehmet hin, seiner tröstest? esset, das ist mein Leib, trinket Er ist für mich gestorben und hat alle daraus, das ist mein Blut. sein Blut am Kreuz für mich ver⸗ 15. Was sollen wir thun, gossen zur Vergebung der Sünden. wenn wir Würt Leib essen Ist der 2 für und sein Blut trinken und 23— Woich Kenmeden— 6 das Pfand also nehmen? Nein, denn der Vater ist nur. Seinen Tod und Blutvergießen Gott, der Heilige Geist auch; aber verkündigen und gedenken, wie er der Sohn ist wahrer Gott und uns gelehret hat: Solches thut, so wahrer Mensch für mich gestorben oft ihr's thut, zu meinem Ge— und hat sein Blut für mich ver⸗ dächtnis. gossen. 16. Warum sollen wir seines 11. Woher weißt du das? Todes gedenken und den⸗ Aus dem heiligen Evangelium selben ver kündigen? und aus den Worten vom Sakra⸗ Daß wir lernen glauben, daß 78 keine Kreatur hat können genug thun für unsere Sünden denn Christus, wahrer Gott und Mensch, und daß wir lernen erschrecken vor unseren Sünden und dieselben lernen groß achten und uns sein allein freuen und trösten und also durch denselben Glauben selig werden. 17. Was hat ihn denn be⸗ wegt, für deine Sünden zu sterben und genug zu thun? Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und zu andern Sündern, wie geschrieben steht: Joh. 14, 31. Röm. 5, 8. Gal. 2, 20. Eph. 5, 25. 18. Endlich willst du aber, warum zum Sakrament gehen? Auf daß ich lerne glauben, daß Christus um meiner Sünde willen aus großer Liebe gestorben sei, wie gesagt, und darnach von ihm auch lerne Gott und meinen Nächsten lieben. ö 19. Was soll einen Christen ermahnen und reizen, das Sakrament des Altars oft zu empfangen? Von Gottes wegen soll ihn beide, Fragestücke. des Herru Christi Gebot und Ver heißung, darnach auch seine eigene Not, so ihm auf dem Halse liegt, treiben, um welcher willen solch Gebieten, Locken und Verheißung geschieht. 20. Wie soll aber ein Mensch thun, wenn er solche Not nicht fühlen kann oder kei nen Hunger noch Durst des Sakramentes empfindet? Dem kann nicht besser geraten werden, als daß er erstlich in sei— nen Busen greife und fühle, ob er auch Fleisch uud Blut habe, und glaube doch der Schrift, was sie davon sagt. Gal. 5. Röm. 7. Zum andern, daß er um sich sehe, ob er noch in der Welt sei und denke, daß es an Sünden und Not nicht fehlen werde, wie die Schrift sagt: Joh. 15 und 16. 1. Joh. 2. und 5. Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haben, der ihm mit Lügen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und äußerlich lassen wird, wie ihn die Schrift abmalet: Joh. 8 und 16 1. Petri 5. Eph. 6 und 2. Tim. 2˙ 1. Mbent⸗ 2. Moent. 3. Advent. I. Advent. Heilige Chris Heiliger Chri 2. Meihnacht 3. Weihnacht Zonnt, nach Mujahretag. Sonntag nae Cpiphaniasfe „Sonnt. no Sonnt. na Sonnt. na Sonnt. na Sonnt. n 3. Sonnt. n Mariä Rein mit Liedertafel. 79 ö V. Verzeichnis der Episteln und Evangelien ö 2 Nie Tag. E Perikopen. Eer * +* pfindet) ö 1. Advent. 67 Röm. 1 11—14. 20. 14. 16 ser ganten Malth. 2 21, 1—9. lich in sei⸗ 2. Advent. 132 Röm. 15, 4—12. 5.13 2 d fühle ob Luk. 21, 25—36. 20 it habe ri ö 3. Advent..or 4, 1. 5. 15. 2. 725 ift was sie Matth. 11, 2—10. 11. 436. 416 ͤm. 7 4. Advent. 24 Phil. 4, 4—7. 23. 2l. 194 er 00 sich Joh. 1, 19—-28 12. 30. 4 Welt sind Heilige Christnacht. 98 Röm. 1, 1—4. 42. 32. 46 den und ot. Matth. 1, 18—25. 29. 34 26 di Schri Heiliger Christtag. 150 Tit. 2, 11—14. 41. 45. 33 — Eut., 1. 35. 47. 34 I 2. Weihnachtstag. 100 Tit. 3, 4—7. 36. 270. 646 d er b Luk. 2, 15—20. 38. 18. 433 ben, der ihr 3. Weihnachtstag. Hebr, 1, 1.12. 50. 44. 51 ——** Joh. 48. 45. 49 erlich in Sonnt. nach Weihnachten. 89 Gal. 4, 1—7. 353 421. 607 wiedihn di Luk. 2, 33—40. 7 8 und. Neujahrstag. 121 Gal. 2329. 63. 60. 54 95 W0 Luk. 2, 21. 64. 59. 420 Sonntag nach Neujahr. 52 1. Petr. 4, 12- 19. 628. 410. 644 Malth. 2, 13—23. 668. 650. 417 Epiphaniasfest. 72 Jes. 60, 1—6. 65. 206. 217 Matth. 2, 1 12. w67. 68. 441 1. Sonnt. nach Epiphanias. 134 Röm. 12, 16. 368. 359. 435 Luk. 2, 41—52. 424. 406. 409 2. Sonnt. nach Epiphanias. 128 Röm 2* 716. 367. 469. 472 Joh. 2, 1=I. 625. 618. 434 3. Sonnt. nach Epiphanias. 97 Röm. 12. 2. 369. 30. 303 Matth. 8, 131 348. 355. 304 4. Sonnt. nach Epiphanias. 93 Röm. 13,—— 10. 413. 265. 337 Matth. 8, 23—27. 439. 617. 214 5. Sonnt. nach Epiphanias. 73 Kol. 3, 12— 17. 380. 354. 445 Matth. 13, 24—-30. 208. 383. 376 6. Sonnt. nach Epiphanias. 48 2. Petri 1, 16—21. 264. 262. 251 WMatth. 17, 1—9. 441. 433. 318 Mariä Reinigung. 480 Mal. 3,—4. 332. 318. 395 Septuagesimä. Sexagesimä. Estomihi. Invokavit. Reminiscere. Okuli. Lätare. Judika. Mariä Verkündigung. Palmarum. Gründonnerstag. Karfreitag. Heiliger Ostertag. Ostermontag. Osterdienstag. Quasimodogeniti. Jubilate. Kantate. Rogate. Himmelfahrtstag. Miserikordias Domini. 18ʃ1. Kor. 9, 24—10, Matth. 20, 1—16. Lieder⸗ nummer. 5. 400. 5 65. 144 2. Kor. 11, 19—12, 9. 122. PLuk. 8, 415. F3ll. Kor. 13. é Luk. 18, 31— 48. 91½2. Korx. 6, 1.10. Matth. 4, 1—11. 25 1. Thess. 4, 1—7. Matth. 15, 21—28. 95 1. Kor. 5, 6—8. 1—8. 26 Eph. 5, 1—9. Luk. 11, 14-28. 12² Gal. 4, 21—31. Joh. 6, 1.15. 43 Hebr. 9, 11—15. Foh. 70 46—-59. 19Jes. 2. 20 Luk. 1, 2—38. 40 Phil. 2, 941. Matth. 21, 1-9. 111ʃ¹. Kor. 11, 23—32. Joh. 13, 1—15. 22 Jes. 53. Passionsgeschichte. Marc. 16, Luk. 24, 1.1 35. uiSiwostg. 13, 26—33. Luk. 363— 47. 8111. Joh. 5, 410. Joh. 20, 19— 2——— 33v. Petri 2, 21—25. 66H. Petri 2, 4—7.— Joh. 16, 16— 98 Jak., 19 Joh. 10, 12—16. E 10 5—15. Poh. 7 71Jak. 1, 22—27. Joh. 10 23—30. arse 1, 1 14. Mark. 16, 14—20. 16 Apostg. 10, 34—41. 259. 2 423. 9— 392. 375. 387.à 306. 386. 381. Cyoudi. Helhht F Hfngstnontag Afugsdienete Iuninatifes. . Sonnt. na Sonnt. na 3. Sonnt. no Johannistag. Moriä Heims Sonnt. no —— 5. Connt. na „Sonnt. na 7. Sonnt. na 8. Sonnt. ne 9. Sonnt. ne 10. Sonnt. n . Sonnt. n 12. Sonnt.) 13. Sonnt. . Sonnt. Llͤder⸗ nummer. 149. 566. 209 3. 134. 142. 347 147. 143. 424 354d. 437. 275 136. 314. 338 5. 386. 412. 442 440. 415. 662 0O. 708. 687. 371 342. 427. 656 217. 472. 361 451. 459. 395 263. 399. 383 466. 473. 623 ö 152. 154. 151 0. 164. 150. 155 Exaudi. Heiliger Pfingsttag. Pfingstmontag. Pfingstdienstag. Trinitatisfest. „Sonnt. nach Trinit. „Sonnt. nach Trinit. 3. Sonnt. nach Trinit. Johannistag. Mariä Heimsuchung. 5. Sonnt. „Sonnt. „Sonnt. „Sonnt. ). Sonnt. Sonnt. 2. Sonnt. Sonnt. „Sonnt. „Sonnt. nach Trinit. „Sonnt. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. 27 68 70 74 84 Perikopen. 1. Petri 4, 8—11. Apostg. 2, 1—13. Joh. 14, 23—31. Jos. 3, 16—21. Apostg. 8, 14— 17. Joh. 10, 1 11. Röm. 11, 33—36. Joh. 3, 1—15. Luk. 16, 19—31. Luk. 14, 16—24. 1. Petri 5, 6—11. Luk. 15, 1—10. Jes. 40, 1—5. Luk. 1, 57—80. Jes. 11, 1—5. Luk. 1, 39—56. Röm. 8, 18—23. Luk. 6, 36—42. 1. Petri 3, 8— 15. Luk. 5, 1—11. Röm. 6,3 1. Matth. 5, 20—26. Röm. 6, 19—23. Mark. 8, 1—9. Röm. 8, 12—17. 15—23. Matth. 7, 1. Kor. 10, 6—13. Lut. 16, 1.9. Luk. 19, 41—48. H.Kor. 15, 110 Luk. 18, 9—14. 2. Kor. 3, 4—I1. Mark. 7, 31—37. Gal. 3, 15.22. Ouk. 10, 23—37. Gal. 5, 16—24. Ent. 17, 11.19. Jos. 15, 26—16, 4. Apostg. 10, 42—48. 1. Joh. 4, 16—21. 1. Joh. 3, 13—18. 1. Kor. 12, 1—11. Lieder⸗ nuummer. 176. 169. 73. 178. 183. 332. 388. 365. 191. 186. 430. 394. 456. 339. 347. 441. 405. 633. 369. 595. 276. 265. 448. 214. 206. 629. 289. 45⁵. 339. 369. 458. 429.5 381.5 341. 361. 3 387.2 466.* 381. 394. 322. 35 342. 347. 335. 469. 177. 47˙5. 182. 423. 383. 440. 185. 507. 337. 436. 434. 659. 425. 322. 395. 643. 6 388 471 17⁴4 169 18¹ 176 399 406 65⁵7⁷ 190 3. 662 68⁰ 3⁰ 2. 324 666 3. 413 35⁵3 4²⁰⁷ 318 45⁵⁰ 387 339 74 500 270 2. 406 3. 419 9. 661 401¹ 382 5. 636 3. 3˙ 9. 411 329 332 333⁴ 3. 436 664 3. 252 304 383 451 15. Sonnt. nach 16. Sonnt. nach Michaelistag. Sonnt. nach 18. Sonnt. nach 19. Sonnt. nach 20. Sonnt. nach 21. Sonnt. nach 22. Sonnt. nach nach nach nach nach nach 23. Sonnt. 24. Sonnt. 25. Sonnt. 26. Sonnt. 27. Sonnt. Reformationsfest. Kirchweihtag. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. Trinit. 5 Eph. 5, 15 Matth. 22, Eph. 6, 10—17. Perikopen. Gal. 5, 25—6, 10. Matth. 6, 24—34. Eph. 3, 13—21. Luk. 7,. 17. Offenb. 12, 7— 12. Matth. 18. 1—11. Eph. 4, 1—6. Luk. 14, 1—11. 1. Kor. 1, 4.— 9. Matth. 22, 3446. Eph. 4, 22—28. Matth. 9. 1—8. 21. 1—14. Joh. 4, 47—54. Phil 1, 3I1. Matth. 18, 23—35. Phil. 3, 17—21. Matth. 22, 15—22. Kol. 1, 9—14. Matth. 9, 18—26. 1. Thess. 4, 13—18. Matth. 24, 15—28. 2. Petri 3, 3—14. Matth. 25, 31—46. 1. Thess. 5, 1—11. Matth. 25, 1—13. Offenb. 14, 6. 7. Matth. 11, 12-15. Offenb. 21, 1—5. Luk. 19, 1—10. Lieder⸗ nummer. Abend, heller Ach, bleib bei Ach, bleib mi Ach Gott, gie Ich Gott, in Ich Gott, laß Ich Gott und Ach Gotl, ver Ach Gott, bo wie Ach Gott Ach, Mein 8 Nahesein Ach mein hert Ach, mein Jef Ich sagt mir Ich treuer Ge Ach, was soll i Uc, ieflüchti 4 johl Ach, wie Hebhj Ich, Wie wille 65. Allein auf Got uGokt in Reder⸗ nummer. . 399. 37 65. 406. 353 Alphabetisches Register. Abend, heller als der Morgen Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Ach, bleib mit deiner Gnade Ach Gott, gieb du uns deine Ach Gott, in Gnaden von uns Ach Gott, laß dir befohlen sein Ach Gott und Herr, wie groß Ach Gott, verlaß mich nicht. Ach Gott, vom Himmel sieh Ach Gott, wie manches Herze— leid Ach Herr, Ach Jesu, dein Sterben Ach, mein Herr Jesu, dein Nahesein. Ach mein herzliebstes Jesulein Ach, mein Jesu, sieh ich trete Ach sagt mir nichts von Gold Ach treuer Gott, barmherzges Nr. 3. 34 208 209 300 614 581 301 210 du gerechter Gott 5 Ach, was soll ich Sünder machen: Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Ach, wie heilig ist der Ort Ach, wie lieblich sind die Füße Ach, wie will es endlich werden!: Ach, wir armen Sünder Ach wundergroßer Siegesheld Adam hat im Paradies Allein auf Gottes Wort will ich Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein und doch nicht ganz Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben Allenthalben, wo ich gehe Alles hast du mir vergeben Alles ist an Gottes Segen Alle Welt, was lebt und webet Als Gottes Lamm und Lens Also hat Gott die Welt geliebt, Amen, Gott Vat'r und Sohne? 2 An Wasserflüssen Babylon Auf, auf, ihr meine Lieder Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Auf, auf, mein Geist, ermuntre 52: 464 Auf, auf, mein Herz, mit Freuden. Auf, auf, mein Herzunddnwein ganzer Sinn Auf, Christenmensch, auf, auf 357 Auf Christi Himmelfahrt allein Auf dein Zukunft, Herr Jesu 7 Auf diesen Tag bedenken wir Auf Gott und nicht auf meinen 5 Auf, hinauf zu deiner Freude Auf, ihr Christen, Christi. Auf meinen lieben Gott Auf, mein Herz, geh mit zu Grabe Auf Seele, schicke dich, dein„2 Aus Gnaden soll ich selig werden. Herzens Grunde Aus tiefer Not laßt uns zu Gott! Aus tiefer Not schrei ich zu dir! Befiehl du deine Wege Begrabet mich nur immerhin Bescher uns Herr, das täglich Aus meines Betgemeinde, heil'ge dich Bis hierher hat mich Gott Bleib', liebster Jesu, weil die Brich an, du schönes Morgenlicht 479 Christe, der du bist Tag und 537 Christe, du Beistand deiner Christe, du bist der helle Tag 5 6* . VI. *0 R V M II 0 . V R 0 1 UW N NM W Mat u IN 84 Christe, du Lamm Gottes Christe, wahres Seelenlicht Christ fuhr gen Himmel Christi Blut und Gerechtigkeit Christ ist erstanden Christ lag in Todesbanden Christ, unser Herr zum Jordan Christus, der ist mein Leben Christus ist erstanden von des Da Christus geboren war, Dank sei Gott in der Höhe Das alte Jahr ist nun dahin, dir höchster 5 alte Jahr ist nun dühir, erneure as alte Jahr as ist eine sel'ge Stunde as liebe neue Jahr geht an as neugeborene Kindelein a a a 7 vergangen ist 5 walt Gott, die Morgenröte 5 walt Gott Vater und Gott 5 walte Gott, der helfen kann! as Wetter ist vertrieben Den die Hirten lobten sehre. Dennoch bleib ich stets an dir 2——= Der am Kreuz ist meine Liebe Der beste Freund ist in dem Der Bräut'gam wird bald rufen Der du bist drei in Einigkeit Der du, Herr Jesu, Ruh und Der du zum Heil erschienen 24 Der Gnadenbrunn fließt noch Der Herr, der aller Enden er letzte er Sabbat ist vergangen er Tag, der ist so freudenreich Tag hat sich geneiget — er Herr ist meine Zuversicht 58 Wochentag ist hin 5 lieben Sonne Licht und 5— Nr. 79 480 153 334 125 126 266 67⁵ 127 25 481 er Tag ist da, sei du mir nah Tag ist hin, mein Jesu, bei er Tag ist nun zu Ende er Tag mit seinem Lichte er Tag vertreibt die finstre er Tod hat zwar verschlungen — e * e Ernt' ist nun zu Ende e güldne Sonne voll Freud leucht't jetzt 9——2 9 ie helle Sonn' Tag ist hin, mein Geist 5 Morgens, wenn ich früh 5 Die Liebe leidet nicht Gesellen 359 Die Macht der Wahrheit bricht 202 Die Nacht ist hin, mein Geist 488 Die Nacht ist kommen, drin„ 547 Die Nacht ist vor der Thür 548 Die Seele Christi heil'ge mich 82 Die Sonne wird mit ihrem.549 Dir Sonn' hat sich mit ihrem 550 Die Tugend wird durchs 627⁷ Dies ist der Tag, den. Gott. 28 Dies ist die Nacht, da mir 29 Dies sind die heilgen zehn 307 Die Zeit ist nunmehr nah 720 Dir, dir, Jehova will ich singen 466 Dreieinger, heilger, großer 234 Du bist ein Mensch, das weißt 591 Du Brunngquell aller Liebe 83 Du fährst gen Himmel, Jesu 154 Du Friedefürst, Herr Jesu 61⁰ Du gehest in den Garten beten 467 Du Gesegneter des Herrn 2 Du großer Schmerzensmann 84 Du kannst's nicht böse meinen 628 Du Lebensbrot, Herr Jesu 2806 Du Lebensfürst, Herr Jesu 155 Du liebes Bibelbuch 251 Du, meine Seele, singe 14⁵ Du, meines Lebens Leben 85 1 5 Du wesel i Gler 4 Geist i Enn Christ 4 guten 7 Cinen g Gner ists 5„ an Eines wünsch id Cin feste Burg Ein Jahr geht U Ein Kind gebor lein Tag Ein reines Her Eins ist not, a Ein Vöpflein Ein Wetter stei Ein Würmlein de Ein Län um Ein neuer Crhalt uns Crhalt uns, H Erhebe dich, o Emmuntert euch, Ermiuntre dich, Eeune mich, Ettett' uns, lie Eischienen ist de Ersanden ist de fähret heute glänzet der 5 hat uns hei Es ist gewißli ist nicht sch Es ist noch eine s ist vollbr * Nr mir nah 484 Geis Geit 5—² Ksu, bei 543 Ende 54 Nick* Lichte 545 sinstre 485 Hlungen 12³ ich früh 5g Ende 603 Freud 486 Aet jttzt 48 esellen 35 5359 0 richt 202 Geist 488 ᷓs u, drin„547 —91 r Thül. 548 Uge mich 82 ihrem.549 6¹⁰ Du, o schönes Weltgebäude Durch Adams Fall ist ganz Du siehest, Mensch, wie fort und Du Volk, das du getaufet bist Du weinest vor Jerusalem Du wesentliches Wort. Edler Geist ins Himmels Ein Christ kann ohne Kreuz Einen guten Kampf hab ich Einer ist's, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir vor allem Ein feste Burg ist unser Gott Ein Jahr geht nach dem andern Ein Kind geborn zu Bethlehem Ein Lämmlein geht und trägt Ein neuer Tag, ein neues Ein reines Herz, Herr, schaff' Eins ist not, ach Herr, dies Ein Tröpflein von den Reben Ein Wetter steiget auf. Ein Würmlein bin ich arm und Erhalt uns deine Lehre Erhalt uns, Herr, bei deinem Erhebe dich, o meine Seel Ermuntert euch, ihr Frommen Ermuntre dich, mein schwacher Erneure mich, du ewges Licht Errett' uns, lieber Herre Gott Erschienen ist der herrlich' Tag Erstanden ist der heil'ge Christ Es fähret heute Gottes Sohn Es glänzet der Christen Es hat uns heißen treten. Es ist das Heil uns kommen Es ist genug! So nimm, Herr Es ist gewißlich an der Zeit Es ist nicht schwer, ein Christ Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! Er ist Nr. 676 336 72¹ 267 .629 30 67 630 67⁷ 203 86 213 5⁰ 31 87 489 360 406 7²² 601 678 214 215 723 W 32 361 490 724 129 130 156 491 327 33³⁰ 362 Es kostet viel, ein Christ zu sein ö Es sind schon die letzten Zeiten Es spricht der Unweisen Mund Es woll' uns Gott genädig sein Fahre fort mit Liebesschlägen Fahre fort, Zion, fahre fort. Fang dein Werk mit Jesu an Fließt ihr Augen, fließt Freu' dich sehr, o meine Seele Freuet euch, ihr Christen alle Freuet euch, ihr Gotteskinder Fröhlichsoll mein Herze springen Früh am morgen Jesus gehet! Früh morgens, da die Sonn' Fünf Brünnlein sind Für alle Güte sei gepreist Fürst der Fürsten, Jesu Christ Gedenke mein, ach Vater, der Gedenke mein, mein Gott Geduld ist not, wenn's übel Geh' aus, mein Herz, und suche Gelobet sei der Herr Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobet seist du, treuer Gott Gen Himmel aufgefahren ist!. Gesegn' uns, Herr, die Gaben Gesetz und Evangelium Gieb dich zufrieden und sei Goldne Morgenstunden. Gott, den ich als Liebe kenne Gott der Vater wohn' uns bei Gott, der wirds wohl machen Gott des Himmels und der 679 725 363 7²26 88 Gott, du hast in deinem Sohn Gott, du Licht, das ewig bleibet Gott, du weißt, in was für. Gottes Sohn ist kommen. Gottes und Mariensohn, liebster Gottes u. Mariensohn, Priester 85 Nr. 364 727 216 21⁴⁰ 631 218 592 89 680 33 65⁵5 86 Gott fähret auf gen Himmel Gott, gieb einen milden Regen Gott hat das Evangelium Gott, ich preise deine Güte Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch, Seele was Gott lob, der Sonntag kommt Gott lob, der Tag ist nun Gott lob, die Stund' ist Gott lob, ein neues Kirchenjahr Gott lob, es geht nunmehr zu Gott lob, nun ist erschollen Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gedankt zu jeder Zeit Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott sei Lob, der Tag ist Gott sei uns gnädig und. Gott Vater, der du deiner Gott Vater, sende deinen Geist Gott Vater, Gott verläßt die Gott will's machen, Seinen nicht daß die. Großer Gott von alten Zeiten 5 Großer Mittler, der zur Rechten Habe deine Lust am Herrn Halleluja, Lob, Preis und Ehr Halleluja, schöner Morgen alt im Gedächtnis Jesum deiligster Jesu, Heilgungs— quelle Helft mir Gott's Güte preisen err, auf Erden muß ich leiden Herr Christ, der einig. Herr Christe, treuer Heiland. Ha H t: — Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du vormals hast dein Herr, du hast in deinem Reich Herr, du hast für alle Sünder? es ist ein Tag erschienen 5 Herr, Sohn und Heil'ger 2 Nr. 158 168 729 49⁵5 636 637 516 5⁵²2 710 Herr Gott, dich loben wir . Herr, Herr Zebaoth, dein heilig Wort 255 Herzallerliebster Gott Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben alle wir Herr Gott, erhalt uns für und Herr Gott, nun schleuß den. Herr Gott Vater im Herr Gott Vater, wohn uns bei Herr, ich habe mißgehandelt. Herr, ich lasse nicht von dir. 9—— Jesu Christ, dein teures Jesu Christ, dich zu uns err Jesu Christe, mein getreuer err Jesu Christ, du höchstes err Jesu Christ, ich schrei zu err Jesu Christ, mein Fleisch err Jesu Christ, mein Trost r Jesu Christ, wahr' Mensch Herr Jesu, deine Angst und. dir sei Preis und Gnadensonne Licht der —4 — Herr Jesu, Herr Jesu, Herr Jesu, Heiden. Herr, öffne mir die Herzensthür? laß nicht zu? unser Gott, wie du willst, so schick's Herr, Herzlich lieb hab ich dich, o Herzlich thut mich verlangen. Herzliebster Jesu, was hast du Herz und Herz vereint zusammen Heut ist des Herren Ruhetag? Heut ist, o Mensch, ein großer Heut triumphieret Gottes Sohn Hier legt mein Sinn sich vor! Hier ist Immanuel, das soll. Hilf Gott, daß unsre Kinderzucht 5 Hilf, Helfer, hilf in Angst und Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Hilf mir, mein Gott, hilf, daß Nr. 553 199 447 254 68⁵ 527 239 308 6⁴⁰0 92 240 283 309 641 410 338 683 93 284 368 71 if ins Her Om auf Hinunter Hirte deih net 906 el —— Hosianna, Da 14 0 Da obt dn wird Jauchzet Gol Ich armer—* II Hüter, armer X Ich armer e Ich hin ein Ich bin getal 0 bi bin getal Ich bin ja, Ich dank' dir Ich danke dit Ih danke dit Ich freue mit Ich geh zu Ich habe nur Ich hab in Ich hab mei Ich hab mick Ih hab von I halte Go Ih lomm je Ich laß dich Ih ruf zu! Ich singe dir Ich steh' an Ih und mei Ich war ein Ich weiß, 0 9 em Leben 553 halle wir N wir § für und 55 euß den ö n uns hei; ehandelt 3 von dir. ein teures 9² 24⁴⁰ 283 höchstes 309 h zu uns ugetreuer schrei zu 64¹ ein Fleisch 4¹⁰ lein Trost 338 hr' Mensch 683 igst und. 93 erzensthür 241 nicht zu 220 so schicks 642 eilig X lig Wort 255 369 dich, o. 411 perlangen 684 as hast du 94 zusammen 370 Ruhetag 242 ein großer 95 ttes Sohn 133 n sich vor 310 das soll. 59 tinderzucht 582 Angst und 643 5 gelingen 60 hilf, daß 371 Ich Ich Ich Ich Ich weiß, daß mein Erlöser. weiß, mein Gott, daß all weiß von keinem andern will dich lieben, meine will mich mit dir verloben Ich will von meiner Missethat Ich will zu aller Stund Je größer Kreuz, je näher Jerusalem, du hochgebaute Jesaia, dem Propheten, das. Jesu, bester Menschenfreund. Jesu, deine Passion. Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du meine Seele Jesu, der du selbsten wohl Jesu, der du Thor und Riegel Jesu, der du wollen büßen Jesu, frommer Menschenherden Jesu, geh voran. Nr. Hilf uns, Herr, in allen Dingen 469 Himmelan geht unsere Bahn 372 Hinunter ist der Sonnenschein 554 Hirte deiner Schafe. 555 Hochgelobt sei unser Gott 194 Hochgelobter Gottes Geist 269 Hosianna, Davids Sohn, der in 6 Hosianna Davids Sohne, der 7 Hosianna, Davids Sohn kommt 8 Höchster Priester, der du dich 412 Höchster Tröster, komm 170 Hüter, wird die Nacht der. 496 Jauchzet Gott in allen Landen 134 Ich armer Mensch doch gar„ 686 Ich armer Mensch, ich armer 311 Ich armer Sünder komm' zu 312 Ich bin ein Gast auf Erden. 687 Ich bin getauft auf deinen„276 Ich bin getauft, ich steh' im. 270 Ich bin ja, Herr in deiner„688 Ich dank' dir schon durch.. 497 Ich danke dir demütiglich.. 607 Ich danke dir für deinen Tod 96 Ich freue mich in dir. 37 Ich geh zu deinem Grabe 135⁵5 Ich habe nun den Grund 339 Ich hab in Gottes Herz und 644 Ich hab mein Sach Gott. 689 Ich hab mich Gott ergeben„690 Ich hab von ferne, Herr.. 733 Ich halte Gott in allem stille 645 Ich komm jetzt eingeladen„285 Ich laß dich nicht, du mußt„ 646 Ich ruf' zu dir, Herr Jesu 373 Ich singe dir mit Herz und„448 Ich steh' an deiner Krippe 38 Ich und mein Haus, wir sind 575 Ich war ein kleines Kind. 711 Ich weiß, an wen ich gläube 340 Jesu, großer Wunderstern. Jesu Güte hat kein Ende. Jesu, hilf siegen, du Fürste Jesu, komm doch selbst zu mir Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leben Jesu, meiner Jesu, meines Jesus Christus herrscht als Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod Jesus Christus, unser Heiland, der von uns Seelen Licht Lebens Leben Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus ist der schönste Nam' Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an Jesus schwebt mir in Gedanken Jesus soll die Losung sein 87 Nr. 730 593 374 413 41⁴4 313 286 647 731 187 576 97 9 314 99 136 100 415 6¹1 66 498 37⁵ 416 417 418 10¹ 102 161 —3————?ę Ihr armen Sünder, kommt zu? Ihr Christen auserkoren Ihr, die ihr euch von Christo! Ihr Eltern, gute Nacht Ihr Kinder des Höchsten, wie In allen meinen Thaten In Christi Wunden schlaf ich In dich hab ich gehoffet, Herr In dieser Abendstunde. In dieser Morgenstund will ich 494 In dir ist Freude In Gottes Namen fahren wir In Gottes Namen fang ich an Israel, vergiß mein nicht Ist Gott für mich, so trete Ists? oder ist mein Geist Komm, du wertes Lösegeld Komm, Heidenheiland, Lösegeld Komm, Heilger Geist, zeuch bei Komm, Heiliger Geist, erfüll Komm, Heiliger Geist, Herre Komm, o komm, du Geist des Komm, Komm, Tröster, komm hernieder Kommst du, kommst du, Licht Kommt her zu mir, spricht Kommt, Kinder, laßt uns gehen.! Kommt und laßt euch Jesum! Kommt und laßt uns Christum König, dem kein König gleichet König Jesu, streite, siege Kyrie eleison(Litanei) Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit Laß mich dein sein und bleiben? Lasset die Kindlein kommen Lasset mich voll Freuden sprechen? Lasset uns den Herren preisen Lasset uns mit Jesu ziehen erleuchte mich 52 Licht vom Licht, mein Herz, in Jesu.2 Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Heiland, bist du mein Liebster Jesu, hier sind wir. Liebster Jesu, Liebster Jesu, sei willkommen Liebster Jesu, wir sind hier Lobe den Herren, den mächtigen o meine die ihn Lobe den Herren, Lobet den Herren alle, Lobet den Herrn, Lobet den Herrn, Lob sei dem allmächtigen Gott Lobt Gott, ihr Christen, alle Löwen, Mache Macht hoch die Thür, die Thor Machs mit mir, Gott, nach Man lobt dich in der Marter Gottes, wer kann dein Meine Hoffnung stehet feste Mein erst Gefühl sei Preis und Meinen Jesum laß ich ni meine. Meinen Jesum laß ich Wicht weil Meine Seel ermuntre dich Meine Seele senket sich hin in Meine Seel ist stille zu Gott Meines Lebens beste Freude. Mein Freund ist mein, und Mein Gott, ach lehre mich Mein Gott, das Herz ich bringe Mein Gott, die Sonne geht. Mein Gott, ich klopf an deine Mein Gott, ich weiß wohl, daß Mein Gott, nun ist es wieder Mein Heiland nimmt die Sünder Mein Heiland sitzet droben Mein Herz, gieb dich zufrieden Mein Jesu, dem die Seraphinen Stille. in den Tagen. denn er ist 52 ihr Heiden 2 laßt euch wiederfinden 2 dich, mein Geist, bereit! 651 125 426 382 383 521 170 593 503 343 163 652 318 INu, silf Mein Mein Rsu⸗ Mein 1abee Memn liebet Mein Salomo 0i schönste d Mein Schöpfer Men Seel, 90 Nensch, wi wilt Merk Serle, i ist ein ge KristéErbarmt mri nach/.spri ich it Ernst Mit Fried Mit Gott wil Mitten wir in 5 Nach dir, o Rehmet Fu Maht so traur Mum von un Noch dennoch nicht gan, Nun bitten n Nun bricht d Mun danket a Jun danket al Mun danket G Mun freut euch Mu fteut euch, sun geht der Iun Gott Lo bracht, S M Gott Lo bracht, ur Nun hab iche un hilf uns Nun st aufer Bide——1 du mein 0 wir 979 Tugen. 91⁷ tommen 12 Whier 945 chtigen 449 leine 450 „die ihn in er it 52 Heiden 20⁵ en Gott 13 en, alle 41 derfinden 221 ist, bereit 38¹ die Thor ih hin in 650 zu Gott 651 Freude. 425 u, und. 426 mich. 382 ch bringe 383 ne geht. 521 an deine 470 vohl, daß 693 5 wieder 503. proben„ 163 zufrieden 652 Fraphinen 318 Mein Jesu, süße Seelenlust Mein Jesus lebt, was soll ich Mein Leben ist ein Pilgrimstand Mein lieber Herr, ich preisen. Mein Salomo, dein freundliches! Mein schönste Zier und Kleinod 5 Mein Schöpfer, steh mir bei.? Mein Seel, o Gott, muß loben Mensch, willst du leben seliglich 3 Merk Seele, dir das große. Mir ist ein geistlich Kirchelein Mir ist Erbarmung widerfahren! Mir nach, spricht Christus, unser 3 Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr Mit Gott will ichs anfangen 5 Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nach dir, o Herr, verlanget. Nehmet Jesu Ladung an. Nicht so traurig, nicht so sehr Nimm von uns, Herr, du Noch dennoch mußt du drum nicht ganz* Nun bitten wir den Heiligen Nun Nun Nun Nun Nun danket alle Gott. danket Gott, ihr Christen freut euch, Gottes Kinder, Nun freut euch, lieben Christen: geht der Tag zu Ende.55 Nun Nun Gott Lob, es bracht, Singen.. „Nun Gott Lob, es ist bracht, und die Nun hab ich überwunden. Nun hilf uns, o Herr Jesu Nun ist auferstanden ist voll voll⸗ bricht die finst're Nacht! danket all und bringet. 45 Nun ist die Mahlzeit auch Nun ist der Regen hin 599 Nun ist es Zeit, zu singen hell 42 Nun jauchzet all, ihr Frommen 16 Nun jauchzt dem Herren alle 454 Nun kommtdas neueͤKirchenjahr 17 Nun laßt uns den Leib 696 Nun laßt uns gehn und treten 63 Nun laßt uns Gott, dem Herren 530 5 Nun, liebe Seel, nun ist es 67 Nun lieg ich armes Würmelein 713 Nun lob, mein Seel, den Herren 455 Nun noch von Herzen ein Lied 572 Nun preiset alle Gottes 456 Nun ruhen alle Wälder 558 Nun sich der Tag geendet hat 559 Nun singet und seid froh. 13 Nun tret ich wieder aus der 506 Nur frisch hinein, es wird so 655 Nur in Jesu Blut und Wunden 56ʃ O Christe, Morgensterne. 128 O daß ich tausend Zungen 457 O du aller süßste Freude. 177⁷ O du Liebe meiner Liebe. 107 O Durchbrecher aller Bande 387 O Ewigkeit, du Donnerwort 735 O Ewigkeit, du Freudenwort 736 O frommer Gott, ich danke„584 O frommer und getreuer Gott 320 O Gott, der du ausHerzensgrund 200 O Gott, der du das Firmament 600 O Gott, du frommer Gott 472 O Gott du höster Gnadenthron 256 O Gottes Sohn, Herr Jesu„ 348 O Gott, laß dein heilsam 257 O Gott voll Gnad und 321 O Gott, von dem wir alles 605 O großer Gott, du reines„388 O großes Werk, geheimnisvoll 290 — 5½%. SSSn S S& — Haupt voll Blut und heilige Dreieinigkeit, erhalt( heilige Dreifaltigkeit Heilger Geist, kehr bei uns Heiliger Geist! o heiliger Gott heiligste Dreifaltigkeit, voll Herre Gott, dein göttlich. Herr, vor dem sich Erd und 23 hilf, Christe, Gottes Sohn Jesu Christ, dein Kripplein Jesu Christe, wahres Licht? Jesu Christ, mein schönstes Jesu Christ, mein's Lebens Jesu, du mein Bräutigam 2 Jesu, einig wahres Haupt 22 Jesu, Jesu, Gottes Sohn. Jesulein süß, o Jesulein Jesu, meine Wonne Jesu, mein Verlangen Jesu, süßes Licht Jesu, treuster Heiland mein 5 König aller Ehren König, dessen Majestät Lamm Gottes, unschuldig. Lebensbrünnlein, tief und Licht, geboren aus dem Liebe, die den Himmel hat Mensch, wie ist dein Herz. selig Haus, wo man dich starker Gott in's t, teures Blut, o rote Flut Tod, wo ist dein Stachel. Traurigkeit! O Herzeleid! Ursprung des Lebens Vater der Barmh., der du. Vater der Barmherzigkeit, ich falle Vater, unser Gott, es ist Himmels 224 süßer Stand, o selig Leben! . wie fröhlich, o wie selig Wunder groß! Mariens Prediger der süßen Lehre Rede, liebster Jesu, rede Rett', o Herr Jesu, rett' dein, Ringe recht, wenn Gottes Rüstet euch, ihr Christenleute Schaffet, schaffet, Menschenkinder! Vaterherz, o Licht, o Leben! was für ein herrlich Wesen 3 welch ein unvergleichlich Gut 275 Welt, ich muß dich lassen. Welt, sieh hier dein Leben „wie selig seid ihr doch, ihr Wunderflut, das höchste Gut Schaff in mir, Gott, ein reines 393 Schatz über alle Schätze Schaut, ihr Sünder, ihr macht Schlage, Jesu, an mein Herz. Schmücke dich, o liebe Seele. Schmückt das Fest mit Maien Schwing dich auf zu deinem. Seele, geh auf Golgatha Seele, mach dich heilig auf eelenbräutigam, Jesu. Segne und behüte Seid stille, Sinn und Geist Sei fröhlich alles weit und Sei getreu bis an das Ende Sei hochgepriesen immerdar Sei Lob und Ehr dem höchsten 41 Sei mir, Gottes Sohn Sei mir tausendmal gegrüßet Selig, selig sind die Toten Selig, wer mit Recht kann Sende, Vater, deinen Geist Sie ist mir lieb, die werte Sieh, dein König kommt zu dir Seele, was ermüd'st du dich. 700 270 475 226 19 trauen Sorge doch sur 30 ruhest du SEo wahr ich 6 80 Walt' es Speis' uns, Ve Steht auf, ihr Straf' mich nid Strahl der Got Zuch', wer da Zunder, freue Sünder, willst Tag des Zorn Dures Wort o hut mir auf t her 1 ler Gott, Rer Jesu, —— Reler Wächter iph, Triu * Vo lostet, tröstet Unser Sabbat ls ist ein Kin Unfre müden“ Iuter Lilien jer Ulsprung wahr Valet will ich Vater, köne dy Vater unser im N Nr. ö 0s Kben 990 9 8 c re d 301 hlich Gut 255 lass ssen 698 in L Leben 113 selig 7³⁷ doch.; doch, ihr 699 ariens 7⁰ ——0 l 392 ritenleute 393 schenkinder 394 n reines 395 atze. 433 ihrn macht 95 .474 L. 294 t Maien 180 deinem. 656 zatha.. 115 ig auf.116 du dich.39 90 en. 431 . 200 Geist„522 geit und„144 Ende 397 Tdar„260 im höchsten 458 hnn. 53 gegrüßet 117 .700 Toten ht kann. 20 „47⁵ 220 u Geist E werte Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Sieh, wie lieblich und wie So führst du doch recht selig So gehst du nun, mein Jesu So hab ich nun vollendet So hab ich obgesieget So ist die Woche nun. Sollt es gleich bisweilen. Sollt' ich mein. Gott nicht singen Sollt' ich meinem Gott nicht trauen Sorge doch So ruhest du, o meine Ruh. So wahr ich lebe, spricht dein! es ist die? So walt' es Gott, Speis' uns, Vater, deinen. Steht auf, ihr lieben Straf' mich nicht in deinem. Strahl der Gottheit, Kraft Such', wer da will, ein ander Sünder, freue dich von Herzen? willst du ruhig sein. 326 Sünder, Tag des Zorns, o Tag voll Teures Wort aus Gottes Thut mir auf die schöne Tretet her zum Tisch des Treuer Gott, ich muß dir Treuer Jesu, wache du Treuer Wächter Israel Triumph, Triumph, es kommt Tröstet, tröstet meine Lieben Unser Sabbat geht zu Ende 5 Uns ist ein Kind geboren Uns're müden Augenlider. Unter Lilien jener Freuden Ursprung wahrer Freuden Valet will ich dir geben. Vater, kröne du mit Segen Vater unser im Himmelreich. ) für meine Kinder 5 Vor Wach auf, mein Herz, und singe 5 Verleih uns Frieden gnädiglich Versuchet euch doch selbste. Verzage nicht, du Häuflein klein 2 Verzage nicht, o frommer Christ 5 Vom Himmel hoch, da komm Vom Himmel kam der Engel Von Adam her so lange Zeit will ich nicht lassen deinen Thron tret ich Vor G'richt, Von Gott Wach auf, du werte Christenheit Wach auf, mein Herz, die Nacht Wachet auf, ruft uns die. Wachet, wachet, ihr Jungfrauen Warum betrübst du dich, mein 5 Warum machet solche Warum sollt ich mich denn Warum willst du draußen stehen Was alle Weisheit in der Welt Was fürcht'st du, Feind Herodes Was Gott gefällt, mein frommes 2Was Gott thut, das ist wohl gethan, so denken. Was 5 Was Gott thut, das ist wohl gethan, es bleibt kann ich doch für Dank Was mein Gott will, das Was willst du dich betrüben Wär Gott nicht mit uns diese Weg, mein Herz, mit dem Weil Weicht ihr Berge, fallt, ihr ich meinen Jesum habe Weil nichts gemeinres ist als Welt, ade! Ich bin dein müde Wenn dein herzliebster Sohn, Wenn dochk alle Seelen wüßten Wenn ich, o Schöpfer, deine Herr Jesu, steh. Wach auf, du Geist der ersten 2 606 664 399 665 666 228 460 92 Nr. Wenn kleine Himmelserben 71⁵ Wenn mein Stündlein. 705 Wenn meine Sünd' mich. 120⁰ Wenn wir in höchsten Nöten 617 Wer das Kleinod will erlangen 400 Werde Licht, du Stadt der Werde munter, mein Gemüte 56 Wer Gott vertraut, hat 667 Wer ist wohl wie du 139 Wer nur den lieben Gott läßt 595 Wer sich auf seine Schwachheit 401 Wer sind die vor Gottes. 7⁴42 Wer weiß, wie nahe mir mein 706 Wie fleucht dahin der Menschen 707 Wie groß ist des Allmächtgen Wie heilig ist die Stätte hier 2 Wie herrlich ist's ein Schäflein Wie schön ists doch, Herr Jesu 5 Wie schön leucht' uns der Wieschön leuchtet d.Morgenstern 441 Wie selig ist der Ort zu nennen 2 Wie soll ich dich empfangen. Wie vergnüget Gott die N Wie wohl hast du gelabet Wie wohl ist mir, o Freund Willkommen, Held im Streite Wir Christenleut habn jetzund Wir danken dir, HerrJesuChrist, daß du für uns gestorben 121 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unserErlöser 148 Wir 165 565 Wir danken dir, o Jesu Christ Wir danken dir, o Jesu, Gottes Wir danken freudig dir für Wir danken Gott für seine Wird das nicht Freude sein. Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer. Wir glauben all' an einen Gott, Vater Wir glauben all' und bekennen Wir leben hier nur in der Flucht Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir Menschen sind zu dem Wir singen dir, Immanuel Wie froh wird meine Seele„743 Wo Gott, der Herr, nicht bei Wie Gott mich führt, so will 668 Wo Gott zum Haus nicht giebt Wie groß ist deine Herrlichkeit 354 Wo soll ich fliehen hin Wo willst du hin, weils Abend Wohl dem, der in Gottes Furcht Wohl dem, der Jesum liebet Wohl dem Menschen, der nicht? 3Wohl einem Haus, wo Jesus 5 Wollt ihr wissen, was mein 5 Womit soll ich dich wohl loben Wunderanfang, herrlich's Ende Wunderbarer Gnadenthron 0 Wunderbarer König Zeuch ein zu deinen Thoren Zeuch hin, mein Kind, denn. Zeuch uns nach dir, so laufen Zieht in Frieden eure Pfade Zion, gieb dich nur zufrieden 2 Zion jauchzt mit frohem Munde? Zion klagt mit Angst und Zu dir, du Fürst des Lebens Zu dir, Herr Jesu, komme ich 3 Jes 9 Zuletzt geht's wohl dem, der Zween der Jünger gehn mit Nr. 298 9⁵5 532 535 744 192 193 299 70⁸ 329 263 50 229 596 330 566 570 . A u, Gottes 95 dir für 532 seine 533 ide sein 7 4 4 an einen an einen bekennen 2 der Flucht len Füßen 32 zu dem 6 manuel nicht bei 25 nicht giebt 5he hin 5Abend 566 Furcht 57 sum liebet 2 „ der nicht wo Jesus 580 was mein 122 wohl loben 462 lichs Ende 669 enthron. 51 46 en Thoren 183 nd, denn. 716 so laufen 166 ure Pfade 620 r zufrieden 230 hem Munde 23 gst und. 232 des Lebens 700 komme ich 355 dem, der 670 gehn mit 149 ů ———— 7 * — * 2* ennnnen ——— τ 4 59447ffI— ů ͤ 9(——— Grey CoOstrol Chart VOIIOVV Red Magenta Grey 4 Black OEem 1