— 4 Eα α Vden W. — WW ——.—.—.—2——— Siéehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Offenb. Johannis 3, 20. Avovsr HovER. KREUHSOER. 1 2 *0 — — Gesangbuch für die Evangelisch⸗reformierte Kirche der deutschen Schweiß. Beue Stereokypausgabe 1907 Basel Helbing& Lichtenhahn, vorm. Reich⸗Detloff 1911. Alle Rechte vorbehalten. Das Gesangbuch ist Eigentum der hiernach unterzeichneten Kirchen⸗ behörden und zum Preise von 60 Rappen für das ungebundene Exemplar in folgenden Buchdruckereien zu beziehen: Ausgabe 4(mittlerer Druck) bei Zürcher& Furrer in Zürich. 5 B(großer Druck) bei K. J. Wyß in Bern. „ C(eleiner Druck) bei Helbing& Lichtenhahn, vormals Reich⸗Detloff in Basel. Uaiv.-Bibl. Giessen —————*9—9—————— Vorwort. 2— Jahre 1878 beauftragte die schweizerische Predigergesellschaft eine Kommission von drei Mitgliedern mit der Ausarbeitung eines Kirchen⸗ gesangbuches für die deutsche reformierte Schweiz. Dieselbe gab im Jahre 1882 einen Entwurf des Textes, und mit Subvention von sechs Kirchen⸗ behörden 1884 den Entwurf der Choralsammlung im Drucke heraus. Gestützt auf ein Gutachten des Herrn Musikdirektor Gustav Weber und unter seiner Mitwirkung revidierten die Redaktoren die sämtlichen Melodien und auf Grund der ihnen zugegangenen Wünsche das Textbuch und legten das vollendete Werk den Kirchenbehörden vor. Im Februar 1886 beschloß eine Konferenz der Kirchenbehörden von Zürich, Bern, Schaffhausen, Appenzell⸗A.Rh. und Aargau, einen vollständigen Probedruck nach Text und Melodien zu veranstalten und durch ihre Subvention sicher zu stellen. Während der Jahre 1887 und 1888 wurde derselbe von den Kirchenbehörden der genannten fünf Kantone, sowie von denjenigen von Basel⸗Stadt und Basel⸗Land geprüft, welche sämtlich den Beschluß faßten, an der definitiven Beratung durch eine neue Konferenz teilzunehmen. Im Februar 1889 stellte die Konferenz die Grundsätze für diese Beratung fest, und es wurde sodann bis Ende Juni von den Abgeordneten der sieben Kantone in Verbindung mit den drei Redaktoren Herren Pfarrer Weber in Höngg, Th. Barth in Basel und Volz in Aarberg der ganze Entwurf nach Text und Melodien geprüft. Am Schlusse der Beratungen wurde ein Vertrag betreffend den Druck der so festgestellten Vorlage genehmigt und im weitern der Beschluß gefaßt: Es sei das so gedruckte Gesangbuch als endgültig zu erklären in dem Sinne, daß eine weitere Prüfung oder Abänderung in den kantonalen Kirchenbehörden nicht mehr zulässig sei, sondern daß diese über das fertige Werk nur zu entscheiden haben werden, ob sie es unverändert annehmen oder ob sie es ablehnen wollen. Für diese Entscheidung soll das Gesangbuch ganz in der Form gedruckt werden, die es nachher bei der Einführung in den Gemeinden behält. EIEI 2 2 — EIIUN II VDEE 1•—— e IV Vorwort. Das Gesangbuch ist nunmehr von den zuständigen Behörden der Kantone Zürich, Bern, Aargau, Schaffhausen, Appenzell⸗A. Rh. und Basel⸗Stadt angenommen worden, und wird, gestützt auf diese Beschlüsse den Gemeinden zur Einfsührung freundlich und angelegentlich empfohlen. Das Buch enthält eine reiche Sammlung von geistlichen Liedern aus allen Zeitaltern der protestantischen Kirche bis auf die neueste Zeit und daneben einen Schatz von schönen und fingbaren Melodien. So möge denn dieses neue Gesangbuch das Seinige beitragen zur Hebung und Belebung unserer Gottesdienste, daß Psalter und Harfe aufwachen und wir dem Herrn lieblich singen in unsern Herzen. Möge es auch in den Schulen freundliche Aufnahme finden, daß schon unsere Jugend daraus das Loblied Gottes singe und sich einen Schatz köstlicher Lieder aneigne und einpräge, der fürs ganze Leben bleibt als ein unverlier⸗ bares Gut und selbst im Tode noch erquicken kann. Möge es auch im Familienkreise bei Hausandacht, bei frohen und trüben Ereignissen gute Dienste leisten und allen Einsamen und Altersschwachen, allen Mühseligen und Beladenen reiche Erbauung, Tröstung und Stärkung bringen, Gott zur Ehre und allen, die es gebrauchen, zur Freude und zum Segen! Den 15. März 1891. Die Kirchenbehörden der Kantone Sürich, Bern, Aargau, Schaffhausen, Appenzell⸗A. Rh. und Basel⸗Stadt. Im November 1891 haben auch die Kirchenbehörden der Kantone Basel⸗Land und Freiburg die Annahme des Gesangbuches erklärt. — Ueberlicht der Tieder. I. Lob und Anbetung Gottes. A. Dariki⸗ unnd Loblieder. „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. Nun danket alle Gott. Sollt' ich meinem Gott nicht singen? „Ich singe dir mit Herz und Mund. Nun danket all' und bringet Ehr'. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Wunderbarer König. 8. Himmel, Erde, Luft und Meer. Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. Lobe den Herren, o meine Seele. O daß ich tausend Zungen hätte. Womit soll ich dich wohl loben. „Gott ist mein Lied. Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret. 15. Die Himmel erheben des Ewigen Ehre. 16. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 17. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. 18. Herr, dir ist niemand zu vergleichen. 19. Die Gottesseraphim. 20. Singt, singt Jehovah neue Lieder. 21. Des Herren Majestät. 22. Gott ist's, der regiert. 23. O Höchster, deine Gütigkeit. 24. Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Ehre. 25. Großer Gott, wir loben dich. 26. Lobt den Herrn! Das Sterngesilde. 27. Der Herr mein Hirt! 28. Laßt Jehovah hoch erheben. 29. Du bist's allein. B. Gebetlieder. „Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. Ach bleib' mit deiner Gnade. O Gott, du frommer Gott. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. „Ach Gott, verlaß mich nicht. 35. Dir, dir, Jehovah will ich singen. 36. Gott, deine Güte reicht so weit. 37. Herr, vor dem die Engel knieen. 38. Ich erhebe mein Gemüte. VI Uebersicht der Lieder. C. Qieder für besondere Beiten und Verhältnisse. 1. Morgenlieder. Nr. Nr. 39. Aus meines Herzens Grunde. 43. Morgenglanz der Ewigkeit. 40. Gott des Himmels und der Erden. 44. Das walte Gott, der helfen kann. 41. Wach' auf, mein Herz, und singe. 45. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. 42. Die goldne Sonne. 46. Früh laß mich deine Gnade hören. 2. Abendlieder. 47. Nun ruhen alle Wälder. 51. Herr, der du mir das Leben. 48. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei 52. Der Mond ist aufgegangen. mir bleibe. 53. Entschwunden ist das Sonnenlicht. 49. Nun sich der Tag geendet hat. 54. Unwiederbringlich schnell entfliehn. 50. Hirte deiner Schafe. 3. Jahreszeiten. 55. Gott, du lässest Treu' und Güte. 59. Herr, die Erde ist gesegnet. 56. Du schöne Welt, wie herrlich schmückt. 60. Was Gott tut, das ist wohlgetan, 57. Geh' aus, mein Herz, und suche so denken Gottes Kinder. Freud'. 61. Wir danken dir, o Vater, heut. 58. Lobsingt am frohen Erntefest. 62. In der stillen Einsamkeit. 4. Jahreswechsel. 63. Durch Trauern und durch Plagen. 66. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. 64. Ach, wiederum ein Jahr ver⸗ 67. Nun laßt uns gehn und treten. schwunden. 68. Ein neues Jahr ist angefangen. 65. Das Jahr ist nun zu Ende. 69. Wir treten in das neue Jahr. 5. Ehe und Familie. 70. Wie schön ist's doch, Herr Jesu72. Ich und mein Haus, wir sind Christ. bereit. 71. Wohl einem Haus, da Jesus Christ. 78. Herr, vor dein Antlitz treten zwei. Uebersicht der Lieder. VII Nr. 74. Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ. 75. Sorge, Herr, für unsre Kinder. Nr. 76. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ. 77. Schöpfer meines Lebens. 6. Bettagslieder. 78. Herr Gott, dich loben wir. 79. Betet an vor Gott, ihr Sünder. 80. Herr Jesu Christ, der du beweintest. 81. Wir schwören heut aufs neue. 82. Himmelskönig, Gott der Gnaden. 83. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. 84. O selig Volk, des Gott du bist. II. Sestlieder. A. Adverits⸗ und Weihnachtslieder. 1. Adventslieder. 85. Macht hoch die Tür, die Tore weit. 86. Gott sei Dank in aller Welt. 87. Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 88. Mit Ernst, ihr Menschenkinder. 89. Nun jauchzet all', ihr Frommen. 90. Wie soll ich dich empfangen. 91. Der König kommt, der Herr der Ehren. 92. Erhebt den Herrn, ihr Frommen. 93. Dein König kommt in niedern Hüllen. 2. Weihnachtslieder. 94. 95. 96. 97. 98. 99. 100. Wie ist der Tag so freudenreich. Vom Himmel kam der Engel Schar. Lob' Gott, du werte Christenheit. Fröhlich soll mein Herze springen. Wir singen dir, Immanuel. Jauchzet, ihr Himmel. Dies ist der Tag, den Gott ge⸗ macht. 101. Werde Licht, du Volk der Heiden. 102. Die heiligste der Nächte. 103. Lobt den Herrn! Die Gnaden⸗ sonne. 104. Erfüllt sind Stund' und Zeiten. 105. Gelobt sei Gott! Er ist geboren. 106. O Bethlehem, du kleine Davids⸗ stadt. D B. Vassionslieder. 107. Wenn dir dein Zion Palmen streut. 108. Laß mir die Feier deiner Leiden. 109. Sei heilig uns, o Feierzeit. 110. Schau hin! Dort in Gethsemane. VIII Uebersicht der Lieder. Nr. 111. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 112. O Haupt voll Blut und Wunden. 113. O Welt, sieh hier dein Leben. 114. Der am Kreuz ist meine Liebe. 115. Wie bist du, Heiland, mit der Krone. Schaut die Mutter voller Schmerzen. O Lamm Gottes, unschuldig. Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben. 116. 117. 118. Nr. 119. Es ist vollbracht! schieden. Jesu, deine tiefen Wunden. Wenn mich die Sünden kränken. Jesu, meines Lebens Leben. O du Liebe meiner Liebe. Marter Jesu, wer kann dein ver⸗ gessen. 125. So ruhest du. 126. Ich geh' zu deinem Grabe. Er ist ver⸗ 120. 121. 122. 128. 124. C. Osterlieder. — 127. Frühmorgens, da die Sonn'aufgeht. 128. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit. 129. Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. Willkommen, Held im Streite. Trauernd und mit bangem Sehnen. Jesus lebt, mit ihm auch ich. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar. 130. 131. 132 133. 134. Jesus, die erlösten Sünder. 135. Ich sag' es jedem, daß er lebt. 136. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte. 137. Zieh einher, du Ostersonne. 138. Seele, dein Heiland ist frei von den Banden. 139. Die Lerche stieg am Ostermorgen D. HSimmelfahrtslieder. 140. 141. 142. 143. Auf diesen Tag bedenken wir. Der Herr fährt auf gen Himmel. Jesus Christus herrscht als König. Zum Himmel bist du eingegangen. 144. Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. 145. Erhöhet die prächtigen Pforten der Siege. E. Pfingstlieder. 146. Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein. O heiliger Geist, o heiliger Gott. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 149. O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. 150. Zeuch ein zu meinen Toren. 147. 148. 151. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens. „Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit. „Es saß ein frommes Häuflein dort. „Höchster Tröster, komm hernieder. Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge. Es ist ein Strom erflossen. Uebersicht der Lieder. III. Ghristliche Kirche. A. Die Kirche. „Ein' feste Burg ist unser Gott. „Verzage nicht, o Häuflein klein. Fahre fort. „Herr, der du einst gekommen bist. „Herz und Herz vereint zusammen. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen. Eine Herde und ein Hirt. Der im Heiligtum du wohnest. Nr. 165. Gottes Stadt steht fest gegründet. 166. Der du in Todesnächten. 167. Gott ist unsre Zuversicht. 168. O daß doch bald dein Feuer brennte. 169. Wachet auf, erhebt die Blicke. 170. Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ. B. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 171. Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Dut mir auf die schöne Pforte. Halleluja, schöner Morgen. Gott ist gegenwärtig. Die Gnade sei mit allen. Gottesruhe, Sabbatstille. Jehovah, Jehovah. Wie lieblich ist das Haus des Herrn. 179. O Jesu, Herr der Herrlichkeit. 180. Ja, Tag des Herrn, du sollst mir heilig. 181. Jesu, Seelenfreund der Deinen. 182. O wie freun wir uns der Stunde. 183. Tag über alle Tage. 184. Treuer Heiland, wir sind hier. 185. Die Gnade unsers Herrn. C. Qieder über das Vort Gottes. Wort aus Gottes Munde. Herr, dein Wort, die edle Gabe. „Gott ist mein Hort. „Teures Wort aus Gottes Munde. 190. Walte, walte nah und fern. 191. Nun geh' uns auf, du Morgen⸗ stern. 192. Wort des Lebens, lautre Quelle. D. Taufe und Kontfirmation. 193. Ich bin getauft auf deinen Namen. 194. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben. 195. Bleibt, Kinder, bleibt. 196. Im Namen des Herrn Jesu Christ 197. Ewig, ewig bin ich dein. X Uebersicht der Lieder. Nr. 198. Erhör', o Gott, das heiße Flehn. 199. Wie könnt' ich sein vergessen. 200. Wir flehn um deine Gnade. 201. Eines wünsch' ich mir. Nr. 202. Einem Herrn nur sollt' ihr dienen. 203. Seid eingedenk, o teure Kinder⸗ schar. E. Abendmahlslieder. 204. O Jesu, meine Wonne. 205. Schmücke dich, o liebe Seele. 206. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden. 207. Lasset uns zum Heiland gehen. 208. Jesu, Freund der Menschenkinder. 209. Auf, teure Seelen, auf. 210. Herr, du wollst uns vorbereiten. 211. Bang und doch voll sel'ger Freuden. 212. Kommt her, denn alles ist bereit. 213. Geist der Liebe, Geist der Gnaden. IV. Ehristliches Leben. A. Bußlieder. 214. Aus tiefer Not schrei' ich zu dir. 215. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 216. Ich will von meiner Missetat. 217. Herr Jesu, Gnadensonne. 218. Wie mächtig spricht in meiner Seele. 219. An dir allein, an dir hab' ich ge⸗ sündigt. 220. Laß, Gott, mich Sünder Gnade finden. 221. Meine Seele Voller Fehle. 222. Kehre wieder, kehre wieder. B. Glaubens⸗ und Seilslieder. 223. Nun freut euch, Christen, ins⸗ gemein. 224. Such', wer da will, ein ander Ziel. 225. Ist Gott für mich, so trete. 226. Heiland, deine Menschenliebe. 227. Himmelan geht unsre Bahn. 228. Jesus nimmt die Sünder an. 229. Ich habe nun den Grund gefunden. 230. Christi Blut und Gerechtigkeit. 231. Mir ist Erbarmung widerfahren. 232. Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh'. 233. Himmelan, nur himmelan. 234. Aus irdischem Getümmel. 235. Ich weiß, woran ich glaube. Uebersicht der Lieder. XI C. Qieder der Jiebe zu Gott und Ghristus. Nr. 236. Dir geb' ich hin. 237. Wie schön leucht't uns der Morgen⸗ stern. 238. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. 239. Meinen Jesum lass' ich nicht. 240. Jesu, meine Freude. 241. Ich will dich lieben, meine Stärke. 242. Liebe, die du mich zum Bilde. 243. Halt' im Gedächtnis Jesum Christ. 244. Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. 245. Eins ist not, ach Herr, dies Eine. 246. Wer ist wohl wie du. 247. Allgenugsam Wesen. D. Vertrauens⸗ 259. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Not. 260. Von Gott will ich nicht lassen. 261. Was mein Gott will, gescheh' allzeit. 262. Wie nach einer Wasserquelle. 263. In allen meinen Taten. 264. Auf meinen lieben Gott. 265. Alles ist an Gottes Segen. 266. Befiehl du deine Wege. 267. Warum sollt' ich mich denn grämen. 268. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 269. Sollt' es gleich bisweilen scheinen. 270. Was Gott tut, das ist wohlgetan; es bleibt gerecht sein Wille. 271. Gott will's machen, daß die Sachen. 272. Mein Gott, wie bist du so ver⸗ borgen. 273. Wie Gott mich führt, so will ich gehn. 274. Seele, sei zufrieden. Nr. 248. Wie herrlich strahlt der Morgen⸗ stern. 249. Wenn alle untreu werden. 250. Wenn ich ihn nur habe. 251. Wenn Christus, der Herr. 252. O Hirt, du getreuer. 253. Gott bei mir an jedem Orte. 254. Bleibt bei dem, der euretwillen. 255. Bei dir, Jesu, will ich bleiben. 256. O Jesus Christ, mein Leben. 257. Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben. 258. Dir will ich danken bis zum Grabe. und Trostlieder. 275. Was ist's, daß ich mich quäle. 276. Ich hab' in guten Stunden. 277. Auf Gott, und nicht auf meinen Rat. 278. Gott ist getreu. 279. Verlaß mich nicht, mein Gott. 280. Gott hat in meinen Tagen. 281. Fortgekämpft und fortgerungen. 282. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 283. Wenn der Herr einst die Ge⸗ fangnen. 284. Nein, ich will nicht sorgen. 285. Gott ist mein Hirt. 286. Getreuer Gott, ich hoff' auf dich. 287. Harre, meine Seele. 288. Ich steh' in meines Herren Hand. 289. Nicht menschlicher Rat. 290. Stillehalten deinem Walten. 291. Bei dir ist Treu' und Glauben. 292. Will in trüben Kummertagen. IEIIUE II — —..— — — — — —.— 4 D Uebersicht der Lieder. XII E. Ghristlicher Hinn und Wandel. Nr. Nr. 293. Geduld ist euch vonnöten. 306. Gott, vor dessen Angesichte. 294. Mir nach! spricht Christus, unser 307. Alles ist euer. Held. 308. Komm Jesu, läutre die Gedanken. 295. Lasset uns mit Jesu ziehen. 309. Der du die Wahrheit selber 296. Hinab geht Christi Weg. bist. 297. O Durchbrecher aller Bande. 310. Selige Seelen, die treu. 298. Mache dich, mein Geist, bereit. 311. Mit dem Herrn fang' alles an. 299. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 312. Christ, wenn die Armen manches⸗ 300. Schafft mit Ernst, ihr Menschen⸗ mal. kinder. 318. Gib Frieden, Herr, gib Frieden. 301. Seele, was ermüd'st du dich. 314. Es zieht ein stiller Engel. 302. Jesu, geh' voran. 315. In der Angst der Welt will ich 303. Kommt ins Reich der Liebe. nicht klagen. 304. So jemand spricht: Ich liebe Göott. 316 Was zagst du, Herz, auf dunkler 305. Du klagst und fühlest die Be⸗ Bahn. schwerden. F. Die Vollendurng. 1. Lieder über Tod und Grab. 317. Mitten wir im Leben sind. 329. Daheim ist's gut. 318. Wenn mein Stündlein vorhanden 330. Mag auch die Liebe weinen. ist. 331. Ja fürwahr! Uns führt mit 319. Abschied will ich dir geben. sanfter Hand. 320. Christus, der ist mein Leben. 332. Am Grabe stehn wir stille. 321. Ich bin ein Gast auf Erden. 333. Stimm' an das Lied vom Sterben. 322. Alle Menschen müssen sterben. 334. Der Herr der Ernte winket. 323. Wie flieht dahin der Menschen Zeit. 335. Wohlauf, wohlan zum letzten 324. Wer weiß, wie nahe mir mein Gang. Ende. 336. Geh' zum Schlummer. 325. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich 337. Nein, nein, das ist kein Sterben. sterbe. 338. Dich hoffen wir zu finden. 326. Die Christen gehn von Ort zu Ort. 339. Wenn kleine Himmelserben. 327. Kommt, Brüder, laßt uns gehen. 340. Zieh hin, mein Kind. 328. Meine Lebenszeit verstreicht. 341. Auch die Kinder sammelst du. Uebersicht der Lieder. XIII 2. Lieder über Gericht und Ewigkeit. Nr. Nr. 342. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 348. Nach einer Prüfung kurzer Tage. 348. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. 349. Es ist noch eine Ruh' vorhanden. 344. Jesus, meine Zuversicht. 350. Selig sind des Himmels Erben. 345. Ermuntert euch, ihr Frommen. 351. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. 346. Der Herr bricht ein um Mitter⸗ 352. Ich hab' von ferne. nacht. 353. Wie wird mir sein, wenn ich dich, 347. O Jerusalem, du schöne. Jesu, sehe. Ein genaues Register aller in dem Gesangbuch enthaltenen Verse in alphabetischer Ordnung ist bei Helbing& Lichtenhahn, vorm. Reich⸗Detloff in Basel erschienen. Preis 40 Cts. Gesangbuch für die evangelisch⸗reformierte Kirche der deutschen Schweiz. X 1 — — — V ier⸗Riehm in Ba Lerr 0 1 — S — * — 1— ö *— — — E ö I I. Lob und Anbetung Gottes. A. Dartk⸗ und Qoblieder. Nik. Decius. X.——.*————— ö ö 1 1 Al-lein Gott in der Höh' sei Ehr' Und Dank für — Da⸗rum, daß nun und nim- mer⸗mehr Uns rüh- ren —0.—.— S2 2. 4—.—— EIEEE 4 0 ——. SISDSISIRSDSDPISISIDSDSIDSSDSSSEE:X ISI sei ne Gua de, kann ein Scha ⸗⸗ de. Ein Wohl⸗ge⸗fall'n Gott ——— —.. 2— HN 2— 6˙ ——— 4——— 4— . 24 1——— n Lan. n — IDI——.— —— 2..— / an uns hat, Nun ist er ⸗füllt sein Frie⸗ dens⸗ rat, All' .— é —. à..—. ——.— E—.——.— 1——— u———— —. . ö ö — +.— 1 IILI HIDIIL —0 ́— TT — E 2 2. Dank⸗ und Loblieder. 9————— 2 1, I—— II + ....... *— Fehd' hat nun ein Cen ⸗ ⸗⸗de. E.— 24—**— I äSPSS..III.I — +—.— Z.I— + 1I II —.— 2. Wir beten an und loben dich, Wir bringen Ehr' und danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn' alles Wanken. Ganz unbegrenzt ist deine Macht; Allzeit geschieht, was du bedacht: Wohl uns solch eines Herren! 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Für uns ein Mensch geboren, Gesandt von deines Vaters Thron Zu retten, was verloren, Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, Nimm an die Bitt' von unsrer Not, Erbarm' dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du größtes Gut, Mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, Die Jesus Christ erlöste Durch große Qual und bittern Tod; Wend' ab all unser Leid und Not! Darauf wir uns verlassen. Nik. Decius. 94 e——.— ——*. ED 2— 1—— ——— 4.— +.*.— ——ñ——‚. 27 l 2 4. Nun dan⸗ket al⸗le Gott Mit Her⸗zen, Mund und Der R 65• 2 tut An uns und al⸗ler 4 7 ii ...— I .S......... —* 15 E* 224— J 9—— 14—.— .—.—. ——.— 2 n 2.— EE 456 P N Hän⸗ den, En ⸗den, Der uns an Leib und Seel“ Von 12—8 — x ö DEEE 2 2 4—. +S. AI I V. + N CL.—.. REDEEEEEE —— 5 11—.—..———.—— + Dank⸗ und Loblieder. 3. 3 —— — an Un⸗zäh⸗ viel zu gut Bis hierher hat ge⸗ tan. —.—.— ................ 5 8——— * 2. Der ewig reiche Gott 3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, Woll uns in unserm Leben Dem Vater und dem Sohne, Ein immer fröhlich Herz Lob sei dem heil'gen Geist Und edlen Frieden geben, Im hohen Himmelsthrone! Woll' uns in seiner Gnad' Ihm, unserm Herrn und Gott, Erhalten fort und fort Wie er im Anfang war Und uns aus aller Not Und ist und bleiben wird, Erlösen hier und dort. Ihm danket immerdar. Martin Rinkart. A. P. Bertsch. EHat ö 42. 6— —..———.— — V.H419543106— 7 3 Sollt' ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen? Sollt' ich ihm nicht ——. 4 seh' in al- len Din⸗gen, Wie so gut er's rr— 69½ — E. 2——.r Fanr.—— 2—— . fröh⸗lich sein? mit mir mein Ist 957 11˙ als 25 ter 20921 R R 1—00 3—3 14 * 14 — —— — — EIIII — 4F ILDIIUE RAIRNIAII — SS.. IZ... 4 3. Dank⸗ und Loblieder. — — treu⸗es Herz be⸗wegt, — +— 17.5 EE Das ohn' En⸗-de hebt und trägt, Die in sei⸗nem 212 sich ü⸗ ben. Al⸗les Ding währt 1.— * *— . 4 10 ne 0— — S tes Lieb' in E⸗ wig ⸗—3 ,— + 2. Wie ein Adler sein Gesieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch immer wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt. Er, der über mir schon wachte, Als ich kaum zu sein begann, Nahm sich meiner herzlich an, Eh' ich seiner noch gedachte. Alles Ding ꝛc. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer —*—— Durch sein teures Blut gewinn'. O du Brunnen ohn' Ergründen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding ꝛc. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelspfort', Daß er mir mein Herz erfülle Mit des Glaubens hellem Licht, Dank⸗ und Loblieder. 4. Der des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding ꝛc. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leib ein Leid geschehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding ꝛc. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt; Wo ich nur mein Aug' hinkehre, Find' ich, was mich nährt und hält, Tier' und Kräuter und Getreide: In den Gründen, in der Höh', In den Büschen, in der See, Ueberall ist Wonn' und Weide. Alles Ding ꝛc. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding ꝛc. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz sein Herz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und aus den Schranken weicht, Also hält auch mein Gebrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut' Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding ꝛc. 9. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuz zu sich hinlenke. Alles Ding ꝛc. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding ꝛc. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe find't. So erheb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt. 1 49— 1687. IIN 4——— 1—......— 4— DPIAE—FE.. 1— II* +4— EEEEE 4. 1. Ich sin⸗ ge dir mit Herz und Mund, Herr, mei⸗nes . EEEEEEE—.——..— 2.·.........— + + + +. I + 2— + —.ũ— 1— + 2 L + 1 34....—— Mü fEr —— 0 NY IIIIIIT 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Und ew'ge Quelle bist,(Gnad' Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch? was haben wir Auf dieser ganzen Erd', Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd'? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält' und Wer schützt uns vor dem Wind?[Frost? Wer macht es, daß uns Korn und Most Zur Zeit bescheret sind? 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Wer hält mit seiner Hand(Mut? Des gold'nen Friedens edles Gut In unserm Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt Du, du mußt alles tun.(von dir, Du hältst die Wach' an unsrer Tür' Und läßt uns sicher ruhn. 6 4. Dank⸗ und Loblieder. RIIDI‚IP‚PIPPITI — EE ů—— e A A ü Her⸗zens Lust, Ich sing' und mach' auf Er⸗den kund, Was ö 22 —.—.—. ........ —.—.—. 1.—————— H ‚‚.r. . mir von dir be⸗wußt. 4—— 4 2 2—5 1 II Eii E 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst in jeglicher Gefahr Uns allen herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst uns nicht zu sehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und Wirst du gar bald erweicht(schreit, Und gibst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr' gereicht. 11. Du siehst dein Kind, wie oft es Und was sein Kummer sei:(wein' Kein Tränlein ist vor dir zu klein, Du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd' entgeht. 13. Wohlauf, mein Herz, wohlauf Und habe guten Mut! lund sing' Dein Gott, der Ursprung aller Ding', Ist selbst und bleibt dein Gut. Dank⸗ und Loblieder. 5. 7 14. Er ist dein Schatz, dein Erb' und Dein Glanz und Freudenlicht,[Teil, Dein Schirm und Schild, dein Hilf' und Schafft Rat und läßt dich nicht.[Heil, 15. Was kränkst du dich in deinem Und grämst dich Tag und Nacht? Sinn Nimm deine Sorg' und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red' ihm nicht darein: So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt. Joh. Crüger. — 665 1. Nun dan⸗ket all' und brin⸗get Ehr', Ihr Men⸗schen SE IZ. 32—.——— E— EH ꝑ‚‚‚ ie... in der Welt, Dem, des⸗sen Lob der En⸗gel Heer Stets +. 91 Hahnt S — ISPSPIPIPIPIPIPIPIPITITTII..T.... SNV Dᷓᷓ 8 Dank⸗ und Loblieder. 6. 2. Ermuntert euch und singt mit Gott, unserm höchsten Gut, Schall Der seine Wunder überall Und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch mehr helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir gleich ihn hoch betrübt, Doch bleibet gutes Muts, Die Straf' erläßt, die Schuld vergibt Und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn, Und werfe Sorgen, Angst und Schmerz Ins tiefe Meer dahin. 4 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf unserm Vaterland; Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in jedem Stand. 7. Er lasse seine Lieb' und Güt Um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, Sei stets er unser Heil, Und wenn wir scheiden von der Erd' Bleib' er auch unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu, Und zeig' uns drauf sein Angesicht Dort in der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt. 1. — 5 e, ‚DDe.ñ—..—.— ———5..— 2 1680. —3 +.——— ——— D.——— Lo⸗ be den Her⸗ren, den mäch-ti⸗ gen Kö-nig der Lob' ihn, o See-⸗ le, ver⸗eint mit den himm-li⸗ schen IRE— —.— 3.— 7 .—— 7 eeeeeeeee‚e‚eeeE... ++— —0.—————.————— 5—..—.—————.——— 2. 2————..————— — ö 4—————— Eh ⸗ ren! Chö⸗ ren! Kom-met zu Hauf! Psal⸗ter und Har⸗fe, wacht ——— —— 4— 4.— 71— SASSS—— 2 E::t.....— 1— 5—.— ‚——.—— Dank⸗ und Loblieder. 7.— 8 — DDD‚‚‚‚‚ ——50 auf! Las⸗set den 100 ⸗ge-sang hö ⸗ ren! DIE — SD.·..—..—.— — 4— 2.—— 7— A E—.————. I. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der wie auf Flügeln des Adlers dich Der dich erhält, I[sicher geführet, Wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich In wie viel Not Ifreundlich geleitet; Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen Denke daran,([der Liebe geregnet; Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Lob' ihn mit allen, die seine Verheiß⸗ Er ist dein Licht! lung bekamen. Seele, vergiß es ja nicht! Lob' ihn in s Amen. Joachim Neander. 855 7 1 Wun⸗der⸗ba⸗ rer Kö Dei⸗ ne Gna⸗den⸗ strö⸗ En at ⸗nig, beh/ von uns al ⸗- len, 8* me Hast du las⸗sen flie ⸗ßen, . 4 Laß dir un⸗ser Lob ge⸗ fal ⸗ —— 2 Ob wir schon dich oft ver⸗ lie ⸗⸗ ßen. Hilf uns noch, 44N 4 4 4——— [SEr I. n ———————.— SS III — II / In 1 IIII 40 REEEE— Stärk' uns doch, Laß die Zungen sin⸗ 6eu, Laß die Stimmen klin⸗gen. i 3 2 r. lobe prächtig dehter Schöpfers Stärke, Mehr als aller Menschen Werke! Großes Licht der Sonne, breite deine Strahlen, Gottes Herrlichkeit zu malen! Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit, zu ehren einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe Ihm, dem Schöpfer aller Dinge! Was da Odem holet, falle vor ihm nieder, Su Dank⸗ und Denden Unser Gott Zebaoth Ist allein zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja singe, wer den Herrn erkennet Und in Christo Vater nennet, Halleluja singe, welcher Christum liiebet, Sich von Herzen ihm ergibet! Welch ein Heil ist dein Teil! Endlich wirst du droben ohne Sünd' ihn loben! Joachim Reander. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 8. Himmel, Erde, Luft und Meer Zeugen von des Schöpfers Ehr'; Meine Seele, singe du Und bring' auch dein Lob herzu! 2. Seht das große Sonnenlicht, Wie es durch die Wolken bricht; Mondenglanz und Sternenpracht Jauchzen Gott bei stiller Nacht. 3. Seht, wie Gott der Erde Ball Hat gezieret überall; Wälder, Felder, jedes Tier Zeigen Gottes Finger hier. 4. Seht, der Vögel muntrer Chor Singt und jauchzt zu ihm empor; Feuerflammen, Sturm und Wind Seines Willens Diener sind. 5. Seht der Wasserwellen Lauf, Wie sie steigen ab und auf; Von der Quelle bis zum Meer Rauschen sie des Schöpfers Ehr'. 6. Ach, mein Gott, wie wunderbar Stellst du dich der Seele dar! Drücke tief in meinen Sinn, Was du bist und was ich bin! Joachim Neander. Dank⸗ und Loblieder. 9. 11 15²24. 1 S—0 und Ehr' dem höch⸗sten Cut Dem Va⸗ ter al⸗ ler Dem Gott, 2 al ⸗le 7. der tut, Dem 55 10 2—3—1 al⸗-len Jam⸗mer ntin Gebt un⸗serm die Eh ⸗ — — 2. .. 2 DDR ——..2 2 1+2—— 9 Es 2— 2 dir es Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfersmacht, Die alles, alles wohl beducht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. —* + In seinem ganzen Königreich Ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir angedeihen. Drum dank', o Gott, drum dank' ich Ach danket, danket Gott mit mir! dir; Gebt unserm Gott die Ehre! I— 12 10. Dank⸗ und Loblieder. 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibt der Frommen Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln Die sonst die Welt erzeiget,(muß, So kommt mit seinem Ueberfluß Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die nirgendwo sonst finden Ruh'. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, o Gott, den Lobgesang Mein Leiben Herz ermunt're sichl Mein Leib und Geist lobpreise dichl Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen: Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht And alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! An allen Orten hören. J J. Schütz. 1665. IEET .. + V*— 7* EEPPE.— 10 1 Lo⸗be den Her⸗ren, ö mei ⸗ ne See ⸗le: Weil ich noch Stunden auf Er ⸗ den zäh=le, 32—. é ——..— — 13.“ 2— —— D IRSISSIIIR—— Ich will ihn lo Will ich lob⸗sin gen bis zum Tod. mei ⸗ nem Gott. Der Leib und m 44— 4— rrutiir Hirie V.— +—.**. 1.— 1 5. H 5 1 Dank⸗ und Loblieder. 10. 13 2.——.——— Q[.. + + +— n i,. ———— * ö Seel' ge⸗ ge⸗ ben hat, Wer⸗-de ge⸗prie ⸗ sen früh und ö SIT 7 2 1575 „5—— 2——— ———— E— — Wir spat: Hal⸗le iu ⸗ ja! Hal⸗ le ⸗ ⸗lu ⸗ ja! ———— I 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib Aues muß treulech erfüllet werden, geboren, Und sinken wieder in den Staub. Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an! Halleluja! Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen. Des Hilfe der Gott Jakobs ist, Welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und Tat. Halleluja! Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden Und, was darinnen ist, gemacht. Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja! Halleluja! 5. Sehende Augen gibt er den Blin⸗ Erhebt, die tief gebeuget gehn.(den, Wo er kann gläubige Seelen finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Dem Fremdling steht er hilfreich bei, Witwen und Waisen schützt er treu. Halleluja! Halleluja! 6. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Des, der so große Wunder tut! Alles, was Odem hat, rufe: Amen! Und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen Geist! Halleluja! Halleluiat S. D. Herrnschmidt. 4 4 N ILIIAETEIULIUILUAE —— DEREEEEEEE 14 11. Dank⸗ und Loblieder. Joh. Balth. König. 9 d—— RE ieeeeeee n n u,d nnenn. 599 FTrssser 2— 23 1— 11 1 O daß ich tau⸗send Zun⸗ gen hät ⸗ te Und 5 So stimmt' ich da⸗ mit in die Wet ⸗ te Vom . 2.——— II— ——4 4———————— ei ⸗ nen tau⸗send ⸗fa⸗ chen Mund! al⸗ ler⸗ tief⸗sten Her⸗zens⸗grund Ein Lob⸗lied nach dem . an⸗ dern an Von dem, was Gott an mir ge⸗ tan. F—.—— II. ininn nnnren n n 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es seinen Lauf noch geht! Ach, wäre jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang!([dern, 3. Ihr grünen Blätter in den Wäl⸗ Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Graslein in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein! 4. Lob sei dir, liebster Gott und Vater, Für Leib und Seele, Hab und Gut; Lob sei dir, mildester Berater, Für alles, was dein Lieben tut Und was du in der ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast bestellt. Dank⸗ und Loblieder. 12. 15 5. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hilfreich hat erwiesen Und daß durch deinen Todesschmerz Du mir die Freiheit hast gebracht Und mich zu eigen dir gemacht. 6. Lob sei dir ewig, Ruhm und Ehre, O heil'ger, werter Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre Die mich ein Kind des Lebens heißt. Was Gutes soll durch mich gedeihn, Das wirkt dein göttlich Licht allein. 7. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 8. Ich hab' es ja mein Lebetage Schon so manch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Durch alles Leid hindurchgeführt: Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 9. Wie sollt' ich nun nicht voller Freu⸗ In deinem steten Lobe stehn?(den Wie wollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend vorwärts gehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 10. Von deiner Güte will ich singen, So lange sich die Zunge regt; Dir will ich Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, So stimm' ich doch mit Seufzen ein. 11. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich im Chor der Sel'gen bin: Dann bring' ich mit der Engel Schar Dir tausend Halleluja dar. Joh. Mentzer. 12. 1451 1687. 9 4.3— 4— EHERH—— v Er ——— 2— 2— — e Wo⸗mit soll ich dich wohl lo⸗ ben. Mäch⸗ti⸗ger Herr Sen⸗de mir da- zu von o- ben Dei⸗nes Gei⸗stes Ze ⸗ ba⸗ oth? W.—— 71 2 8— 1 2 2— E**——— 4—* +—. I f. +½·.. i d 2— 2——————— 535—3———3———3 Dei⸗ ne Gnad⸗ und Lie⸗bes P ⸗zei⸗chen. Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei — eneruriindnnn rwr ——. 1„————.—.— 2 r, IDIDIII 6 2— 2. Herr, entzünde mein Gemüte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu' und Güte Froh erhebe Tag und Nacht! Denn, was ich nur bin und habe, Kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 3. Denk' ich, wie ich dich verlassen Und gehäufet Schuld auf Schuld, So muß ich vor Scham erblassen Ob der Langmut und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen voll Erbarmen. Tausend-, tausendmal ꝛc. 4. Ja, Herr, wenn ich überlege, Mit wie großer Gütigkeit, Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch die Tiefen zu ergründen. Tausend-, tausendmal ꝛc. 5. O wie hat mich deine Gnade Stets gesucht zu dir zu ziehn, ö 2.— SI23 H E——.———.—2.—.——4.—.——..— 1.— x———I— 5 Daß ich von der Sünden Pfade Möchte zu dem Kreuze fliehn, Wo in meines Heilands Wunden Die Erlösung ist gefunden. Tausend-, tausendmal ꝛc. 6. Ja, Herr, Majestät und Klarheit Strahlt von deinem Angesicht; All dein Tun ist Gnad' und Wahr⸗ Recht und heilig dein Gericht.(heit, Wer muß nicht aus deinen Werken Deine Macht und Weisheit merken? Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 7. Bald mit Freuden, bald mit Leiden Kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, Nur mein Herz recht zu bereiten, Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein einziges Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir ꝛc. 8. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad' und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Dank⸗ und Loblieder. 13. 17 Und durch dich, o Geist der Gnaden, Ach, laß mich bis in den Tod Werd' ich stets noch eingeladen. E in deiner Gnade stehen Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 23— dereinst dein Antlitz sehen! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Da will ich, Herr, für und für Preis und Lob und Dank, mein Gott, Ewig, ewig danken dir! Daß es mir bisher gelungen. Lubw. Andr. Gotter. V Egli nach Schmidlin. 4 0 EEEEEEEESE ECNE DII— 4 H + 1.2— I—— 13. 1. Gott i —7⁷ 2 — + . 6 ott ist mein Lied: Er 2 — L — 12—.— 2 H.— +II 4 1. I 2 —..——. Lr.— 1—— SDIII. + +.—— 1 J E +2 1, ....T* 4.— F TT EE— xů 2——.. 2——— n. 23 U— ² x Stär⸗ ke; Hehr ist sein Nam' Und groß sind sei⸗ ne . ö——— IN“*. EREESEEEEEEE —3..—. 2—.—— +—— I.—.— —* 99— n EE————————— eet ——— I—.——— 11 I Wer ⸗W ke Und al⸗le Him⸗mel sein Ge⸗biet. 2* 2.——..——...J——— + SPSIPIIIPIIIIIIIIIIII 2— I 1 1—* 2. Er will und spricht's: 3. Licht ist sein Kleid So sind und leben Welten; Und seine Wahl das Beste; Und er gebeut: Er herrscht als Gott, So fallen durch sein Schelten Und seines Thrones Feste Die Himmel wieder in ihr Nichts. Ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 2 18 14. Dank- und Loblieder. 4. Unendlich reich, Ein Meer von Seligkeiten, Ohn' Anfang Gott Und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war In Himmel, Erd' und Meere, Das kennet Gott, Und seiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe, Er schafst, was ich Vor⸗ oder nachmals tue, Und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, Du sitzest oder gehest, Ob du ans Meer, Ob du gen Himmel flöhest, So ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn Und allen Rat der Seele; Er weiß, wie oft Ich Gutes tu' und fehle, Und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb auf sein Buch, Wie lang ich leben sollte, Da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, Das Gott nicht angehöre: Son immerdar oll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht Von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, Den du hast werden lassen, Verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm Ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, Ihr Auen, Tal und Hügel, Ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Weiden, Und Nacht und Tag Und Korn und Wein und Freuden Empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen: Sollt' ich mein Herz Nicht mit dem Troste stillen, Daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter werden, So frag' ich nichts Nach Himmel und nach Erden Und biete selbst der Hölle Trutz. Christ. J. Gellert. 2—— . 14. 1. Du bist's, dem Ruhm und Eh⸗ re 4—— 5. Egli. .. II.... ———2——.—.——1.— 33 ge⸗ büh⸗ ret, Und Dank⸗ und Loblieder. 14. 19 90. Ruhm und Eh⸗re bring' dir 80 wür hast Wen mein 997— j 3 4.— i Und dei⸗ne Hand war— 35 é 2. 0 —..—— r EEIRRE ne E 2. Wenn Not zu Weitet Hütte sich nahte, So hörte Gott, der Herr, mein Flehn, Und ließ nach seinem gnädigen Rate Mich nicht in meiner Not vergehn. 3. Ich sank in Schmerz und Krank⸗ heit danieder, Und rief: O Herr, errette mich! Da half mir Gott, der Mächtige, wie⸗ Und mein Gebein erfreute sich. der, 4. Wenn mich der Haß des Feindes betrübte, Klagt' ich Gott kindlich meinen Schmerz; Er half, daß ich nicht Rache verübte, Und stärkte durch Geduld mein Herz. 5. Wenn ich, verirrt vom richtigen Pfade, Mit Sünde mich umfangen sah, Rief ich zu ihm, dem Vater der Gnade, Und seine Gnade war mir nah. 6. Um Trost war meiner Seele so bange; Denn Gott verbarg sein Angesicht. S0 rie zu ihm: Ach Par, wie so lange? Und Gott verließ den Schwachen nicht. 7. Er half, und wird mich ferner erlösen; Er hilft, der Herr ist fromm und gut; Er hilft aus der Weöfen zum Bösen, Und gibt mir zu der Tugend Mut. 8. Dir dank' ich für die Prüfung der Leiden, Die du mir liebreich zugeschickt; Dir dank' ich für die häufigern Freu⸗ Womit mich deine Hand beglückt.(den, 9. Dir dank' ich für die Güter der Für die Geschenke deiner Treu'; ühewer⸗ Dir dank' ich; denn du hießest sie wer⸗ Und deine Güt' ist täglich neu.(den, 10. Dir dank' ich für das Wunder der Güte: Selbst deinen Sohn gabst du für mich. Von ganzer Seel' und 195. Ge⸗ milte Von allen Kräften preis' ich dich. 20 15. Dank⸗ und Loblieder. 11. Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! Die Erd' ist voll der Huld des Herrn. Sein, sein ist Ruhm und Weisheit und Stärke, Er hilft und er errettet gern. 12. Er hilft; des Abends währet die Klage, Nach einer Prüfung weniger Tage Erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Vergiß nicht deines Gottes, o Seele, Vergiß nicht, was er dir getan! Verehr' und halte seine Befehle, Und bet' ihn durch Gehorsam an! Des Morgens die Zufriedenheit. Ghrist. F. Gellert. H. Egli. 15. 1. Die Him⸗mel er⸗ he⸗ben des E⸗wi⸗gen Eh⸗ re, Ihr —5— 46 — *—— E Schall pflanzt seisnen Na⸗men fort. Ihn rüh⸗met der Erdkreis, ihn ——— — 4.—.— . —. S . *———— 1 122. J.. E —. * 1—— 2* 2— Dank⸗ und Loblieder. 16. 21 2. Wer leitet der Himmel unzähl⸗ bare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und umleuchtet und lacht uns von ferne Und läuft den Weg gleich als ein Held. 3. Vernimm es und siehe die Wun⸗ der der Werke, Die die Natur dir aufgestellt! Verkündigen Weisheit und Ordnung und Stärke Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Wie kannst du der Wesen unzähl⸗ bare Heere, Den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist dies alles? O gib ihm die Ehre! Mir, spricht der Herr, sollst du ver⸗ traun! 5. Mein mächtiges Wort schuf einst Himmel und Erde; An meinen Werken kennst du mich. Ich bin es und werde sein, der ich sein werde, Dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich, ich bin dein Schopfer. bin Weisheit und Güte, Ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bin es; mich liebe von ganzem Gemüte, Und nimm an meiner Gnade teil! Christ. F. Gellert. Joh iü 16. 1. Wie groß ist ———F U des Wundtegen Gü⸗ 0 Der mit ver⸗ här⸗ te⸗-tem Ge⸗mü⸗ te E P 457˙ 0 der ein Den Dank er⸗ Wnc— sie 2 3 stickt, der ihr ge⸗ bührt? Nein, sei⸗ ne Lie⸗be zu er⸗ 2088 ILIAUIHUIILl — Ir — do PPPFPFPFPFPFTFTFPFPFTFTFTFTTRTRTRTRTRTRTRTRTRTRT*Tx 16. Dank⸗ und Loblieder. mes⸗ sen, R— 037 i 133 mein 1—0 nie ver⸗— 0 20— agiß, 5 40—— ner nicht. ——.—.— 2 2. Wer 38 mich Eundee bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau', o mein Geist, in jenes Le⸗ . welchem du erschaffen bist,(ben, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein! 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht Und seine Güte nicht verstehn? lehren, Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehnꝰ Sein Will' ist mir ins Herz geschrieben, D Sein Wort bestärkt ihn ir Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, Ich soll vollkommen sein wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks; Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks! Christ. F. Sellert. l Dank- und Loblieder. 17. 18. 23 Mel. 1: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. 17. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für alle wacht, Anbetend überlege, So weiß ich, von Bewund'rung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr und Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht: Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ tand Dich zu erkennen leitet, Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt' und Größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! Erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag' Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. F. Gellert. Just. 5. Unecht. 18 1.(Beuet dir ist I———— 50.————.*— —.——. EEE————. nie⸗mand zu Pracht, Ma⸗je⸗ stät und Ruhm um- ge ⸗ ben ver⸗ glei⸗ chen, n . E 3 4 +* LCs 2—1.2— 32— ——....— Dm E. 4— .— 1 +——... n— + +* 1—.——— +1—2 *— + νπ¹π I Dank⸗ und Loblieder. 18. 24 h so 439 · Rein Lob kann dei Kein no er ⸗ rei⸗chen, und Le ⸗ ne Größ' ben; sen Quell Dich, al⸗ ler We — 33 — —— —— I Ft un * Licht ist dein — In ho 4 — 12— 2.7 1 — + 12— 7 hen 24 ger Ver⸗stand! len ⸗ des Ge-wand! 55 —.2.—— — feu= N strah E +—.—.— — meß 2—4 I 6• — CIELI — +——— F ——— Wo⸗hin kein sterb D F Fer⸗nen, 2 lic — 11. — 39 —— nen + öͤ. ——— 1 Au⸗ 9.⁰4 2 05 ber al ⸗ len 2 — ü Hnn 2—7 Ha —— st du weit ⁰ schaut, 2 — . —————————— EIEIIEIIAI — 4 I Dank⸗ und Loblieder. 19. 2⁵ 2. Drum lass' ich dich mit Freuden walten, Ich weiß, daß deine Hand mich halten Und schützen wird bei Tag und Nacht. Auf nichts Vergänglich's will ich bauen, Auf dich allein will ich vertrauen, Bei dem mir Fried' und Freude lacht. Du heilest jede Herzenswunde, Du spendest Trost für jeden Schmerz; In Glück und Not, zu jeder Stunde Find' ich bei dir ein offnes Herz. 3. O Vater, aller Augen warten In deiner Schöpfung reichem Garten Auf dich, du öffnest deine Hand Und sättigst uns mit deinen Gaben, Dein Segen ist ja, was wir haben, 99—..— III. E... NE· A DEEEEE E — ⁵— 23 5—. 23— Ster⸗nen Dir dei⸗nen höch⸗sten Thron er⸗baut. é 7 ö 644 Se.. —— nmn vn B 2 I 22 +7 2— —5.——.———— . + +— 1——— 2—— I III— ö Du baust, du nährest Volk und Land. Dein Antlitz, Herr, strahlt Heil und Leben, Durch deinen Odem steht die Welt. Herr, du verhüllst dich, sie erbeben, Und alle Pracht in Staub zerfällt. 4. Erheb', erheb', o meine Seele, Gott, meinen Schöpfer, und erzähle, Verkündige sein Lob der Welt! Ihm singe deine Jubellieder, Und Erd' und Himmel hallen wider Dem Mächtigen, der uns erhält! Frohlockt ihm, alle seine Heere, Ihm weihet euern Lobgesang! Der Herr ist würdig, Preis und Ehre Zu nehmen, Lob und Ruhm und Dank! Nach Joh. Andr. Cramer. C. O. Eberhard. + 2—— PFH— 12— + 24— 2—. .. 395— 5 19 1. Die Got⸗tes ⸗se⸗ ra⸗ phim Er⸗he⸗ben ih⸗ re ..‚—22— 1 —2— +4— 4 4 0 2 EEEEEE EE * 2 73 7 1 + 7 AINAAAANN. WI F 1 26 19. Dank⸗ und Loblieder. —2—......——.—— — Stimm' Mit Rün daad 1— 95 Rii hi 8 Sundn und . Licht Singt mit be⸗ deck⸗tem 18= sicht: Hei⸗lig, hei⸗ lig, 9...‚‚ ISSSS hei ⸗ lig * 2. Durchs goldne Himmelstor 3. Einst wird— ich schau' es klar— Dringt hell der Sel'gen Chor, Der Gotteskinder Schar Die sich der Herr erkor. Nahn vor des Herrn Altar, Sie stehn vor ihm im weißen Kleid Die Eine Herde und der Hirt, Und singen, los von Angst und Leid: Aus dessen Hut kein Schäflein irrt: Heilig,. 5 heilig Heilig, heilig, heilig Ist unser Gott, Ist unser Gott, Der Herr, Herr Zebaoth! Der Herr, Herr Zebaoth! Univ.-Bibl. 9. 24. 3 0 Wabel Siessen Dank⸗ und Loblieder. 20. 27 Psalm 66. 9— —— + 4 ISD — 20. 1. Singt, singt Je⸗ ho⸗vah neu⸗ e Lie ⸗ der! Er 4.. e. e +.— IDDĩ———— 1 N T SISI Inn WIDD.ee. ——— —————— E.—— · ist's al⸗lein, der Wun⸗der tut. Seht, sei⸗ ne Rech⸗te sie⸗ get .. D—.———Z v-——2—..— 2 ———. —— 2.—— — SSSeeeeeeee S..................... P 7. wie ⸗ der, Sein heil'⸗ger Arm gibt Kraft und Mut. Wo sind nun 2 24 ——*— nen ere. erre äö‚.II II I“— Toi 1 5 2 al ⸗-le uns⸗re Lei⸗— Derderr nnn Si⸗ 1 E E TTN— 28 20. Dank⸗ und Loblieder. N l ELE— VJ.. 41..——2* J+S.— +— 2—..— + 2.—.—— CIXLr—— +.——.—5 2—22..L———1.— +——.— + ö heit; Froh⸗lok⸗ket ihm mit Dank und Freu⸗den, Die ihr durch 99 S 4.—4 E. 8 E JZ.·.5— +. I.— I. e 1—— I — 1.———4 +. +2...—.—.——2... 2— — —6—— —.. E+ +—— 1 N IL D 2 2— TZ.=————8— 1 SISISIISSII. I ihn er⸗ lö⸗ set seid. ö —2— 5 EDEDDE EE EE+ 2. Der Herr gedenkt an sein Er⸗ barmen, Und seine Wahrheit stehet fest; Er trägt sein Volk auf seinen Armen Und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, Wie unsres Gottes Heil erfreut. Gott will, daß sie ein Eden werde. Rühm', Erde, Gottes Herrlichkeit! 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, Erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön' im Posaunenschalle, In Psalter und in Harfenklang! Auf, alle Völker, jauchzt zusammen! Gott macht, daß jeder jauchzen kann. Sein Ruhm, sein Lob muß euch ent⸗ flammen: Kommt, betet euern König an! 4. Preist ihn, ihr Länder und ihr Meere, Und werdet seines Ruhmes voll! Frohlockt und lobt des Königs Ehre, Des Herrn, dem alles dienen soll! Es kommt, es kommt mit Macht und Der Richter aller Welt herbei; Stärke Er stürzt der Sünde Reich und Werke, Er herrscht mit Wahrheit, Gnad' und Treu'. Nach Psalm 98. Dni Dank⸗ und Loblieder. 21. 29 Psalm 89. *. 21 1 Des——5 ren Ma⸗je ⸗ stät sei e⸗ wig mein Ge⸗ Ver⸗kün⸗ de sei⸗ ne Macht, mein Lied, mit Ju⸗bel⸗ E. SIII.‚.I‚..‚........ D E 7 he ⸗ ben An⸗be⸗ tend mei⸗nen Geist, Durch den wir 696 nr.——— SDPü +— 9— ———6— + 48321˙4 sind und le⸗ ben, 81 5 der Er⸗den⸗kreis, Durch den die A anht b S I III — — . IIIII 30 21. Dank⸗ und Loblieder. 208 I 5 I— 4 + + +—*— 535 +—...— I— +* EEE 2 33 — wei⸗ten Mee ⸗ re Und Mond und Son⸗ne sind Und x —4—..— ö— SP A ————.——— — — ö— I— II SSSISSS — al⸗ le Ster⸗nen⸗ hee ⸗ re. 4—.——— — AG—.—— + IX . Mu + +*— + —.—— F.— Il 2. Dein ist der Erde Rund; der unermess'ne Kreis, Wo tausend Sonnen stehn, ist deiner Schöpfung Preis. Das ungeheure Nichts belebt dein Wort: Es werde! Und Sonnen leuchten rings, und blühend steht die Erde Mit ihrer Berge Last, mit unermess'⸗ nen Meeren, Mit Pflanzen ohne Zahl und aller Tiere Heeren. 3. Tief unter deinem Arm ruht finstre Mitternacht, Von deinem Lichte glüht des Morgens goldne Pracht. Der Alpen stolzes Haupt mit schnee⸗ beglänzten Spitzen, Der Wolken schwarze Last, von Regen schwer und Blitzen, Der Wogen Ungestüm, empörter Meere Tob oben, Von Stürmen aufgewühlt, muß dich, Erhabner, loben. 4. Voll deiner Herrlichkeit ist alles dort und hier; Dir glänzt der Tau im Gras, dir jauchzt der Berge Zier. Der Sonne schweigend Licht, der Nächte heitre Stille Verkünden: Ruhe ist und Seligkeit sein Wille. Unüberwindlich wird er Recht und Wahrheit schirmen, Wenn Bosheit wütend trotzt und Ungerechte stürmen. 5. O selig ist das Volk, das dich, den Herrn der Welt, Verehrt und dein Gesetz mit treuem Herzen hält! Wie wird es froh vor dir im Licht der Wahrheit wallen, Beschützt durch deinen Arm! Es ruht dein Wohlgefallen Mit Vatertreu' auf ihm. Auf allen seinen Wegen Blüht Treu' und Wahrheit auf, und folgt ihm Heil und Segen. Sal. Wolf. Bf. ö9. KBS. Dank⸗ und Loblieder. 22. 31 Psalm 99. 1———32 ů ö . I E 100 22. 1. Gott ists, der re⸗ giert, Der den Zep⸗ter führt, en ö Der als Kö⸗nig hält Das Ge⸗richt der Welt, Der in —3 B II + 94——— EEE—5 Dun⸗kel⸗heit Thront voll Herr⸗lich⸗keit. Al⸗les wird ver⸗ 2 ꝗSPSPIPIPIPIPITITITITITITITRET 1+—— 0 — — 9—— —. — — I Eun 2 . +2 + * B — HITTUUUD —. 32 23. Dank⸗ und Loblieder. 2. Sieh, die Erde bebt, Wenn er sich erhebt. Sieh, der Seraph schweigt, Und der Himmel neigt Sich vor seinem Licht, Wenn sein Donner spricht; Und wie Wachs von Flammen Schmelzen Berg' zusammen. 3. Wolken sind sein Kleid, Engel sein Geleit; Und ihr glänzend Heer Preist des Richters Ehr'. Völker sind nur Staub; Und wie schwaches Laub Fallen Erd' und Welten Hin vor seinem Schelten. 4. Fromme, freuet euch! Gottes ist das Reich. Jauchz', o Erdenkreis! Berge, bringt ihm Preis! Sage, bransend Meer: „Groß ist Gottes Ehr'!“ Saget es, ihr Welten: „Gott kommt, zu vergelten!“ 5. Alles lobe dich! Alles neige sich Tief vor deiner Macht, Herrlichkeit und Pracht! Rufe, was da ist: „Heilig, heilig ist Gott!“ Laß auch mein Lallen, Vater, dir gefallen! 23. é Sal. Wolf. Ps. N. Osalm 36. H +—— S ITT TTITTITITI.IIIIIIII.I.... — 09—.——— 1—93 R‚P 3— 1 O Höch-⸗ster, dei- ne Gü⸗tig⸗keit Und dei⸗ ne Die Hei⸗lig⸗keit, die dich er⸗ höht, Dein Recht und —.—4—— n in. numn e n Lnuini-. n — SPFF..IF.F......— iEEE EEEEEEEExx rr Wahr⸗heit reicht so weit, Als dei- ne Him⸗mel glän ⸗ zen. dei⸗ ne Ma⸗je⸗stät Ist oh⸗ne Ziel und Gren⸗zen. RAE E..— 2—2— 1.— ——— 24i— 4¹ BEy t 4.—* DII——.—* 4 — C¶NSAXNXNMXNX= II Dank⸗ und Loblieder. 23. 33 3 7—7 ERE 610. 38⸗ ne Deu ver⸗ läßt u uns nie, Fest wie die Ber⸗ge ste-het sie Auf nie be⸗ — , v an Es . I—.— Grün⸗den. Du, der uns lau⸗ter Gu⸗ tes gibt, Du — — SSSEE 1+22 7 2 U ERA— E— 2255..... —.———.— W—— Iee— 2—— mii Sin läs⸗—— ie⸗ den, der——.— liebt, Er barmung vor dir fin ⸗den. ee IRD 2. Der Menschen und der Tiere Schar Erhältst du, Höchster, wunderbar, Wer kann dich g'nug erheben! Du Gott voll Gnade, voll Geduld, Erzeigest allen deine Huld, Die hier auf Erden leben. Wie reich an Gnaden bist doch du! Du gibst den Menschenkindern Ruh' Im 2„1 deiner Flügel. Du sättigst sie mit Ueberfluß, Es strömt dein milder Segensguß Herab auf Tal und Hügel. 3. O Herr, du bist des Lebens Quell, In deinem Licht nur wird uns hell Das Dunkel in dem Leben. Noch kennten wir dich, Höchster, nicht, Wenn du nicht dieses Lebenslicht, Dein Wort uns nicht gegeben. O, breite deine Gütigkeit, Dein Recht und Wahrheit jederzeit Auf alle, die dich kennen. Das tu auch mir, du starker Held, So wird der stolze Geist der Welt Mich niemals von dir trennen. Matthias Jerissen, nach Ps. 36. 3 2 4 1 Se eeen Eh ⸗ re, Ge⸗ „ Ihm wei⸗het eu ⸗ re fro⸗ hen Chö⸗ re! Es IIEN rech⸗ te, freu⸗ et euch des Herrn! Dankt ihm, dem Er⸗hal ⸗ ter, ziemt euch, und er hört es gern! Auf der Harf' und Psal ⸗ ter! — EE—.—..—— —— + 2—.....—.——— I —— — ——.— —.— 4 FTii Bringt Po⸗ är nen Hert Auch mit Or⸗ gel⸗ schal⸗ x I SSIREITITTTETITRTTRTRTRTRTRTRTRT —— 12—— 4 Und der Lau⸗ten 51 le 25* Lob und Ehr'! . re E..4— 66 SEESSS 88S N88 1 1. Dank⸗ und Loblieder. 25. 35 2. Ein neues Lied soll ihn erheben, Sein Ruhm ertön' allüberall! Stimmt an, ihm Ehr' und pen. zu eben, Mit Saiten⸗ und Posaunenschall! Gottes Wort ist Wahrheit, Mächtig und voll Klarheit, Tadellos wie er. Er hält sein Versprechen, Wird es niemals brechen; O, er tut viel mehr! 3. Vollkommen heilig ist sein Wille, Er liebt Recht und Gerechtigkeit. Die Erde trägt des Segens Fülle, Von seiner Güte hoch erfreut. Ueber unsre Erde Hieß sein Wort:„Es werde!“ Hehr die Himmel stehn; In der weiten Ferne Hieß sein Geist die Sterne Auf⸗ und untergehn. 4. Wer könnte seiner Macht entgehen? Er herrscht und wirket fern und nah. Wenn er nur spricht, so ist's geschehen, Wenn er gebeut, so steht es da. Aller Feinde Dichten Wird sein Wink vernichten, Und ihr Tun vergeht, Wenn sie sich beraten Zu gewalt'gen Taten. Gottes Rat besteht. 5. Auf Gott nur harren unsre Seelen; Denn er ist unser Hort und S ild. Laßt uns zu unserm Trost ihn wählen, In ihm quillt Freud' und Friede mild. Deinem Namen trauen, Deine Güte schauen Wir in aller Not. Deine Hand steht offen, Hilf uns, hilf, wir hoffen Auf dich, treuer Gott. Nach Psalm 33. PD. Ritter. ꝗJ—‚..—..———‚.— —.2— E· +——— E +. 4— ——Ir—.— W 25 1 Dor de Gott, wir lo⸗ ben dich! Herr, wir 2— Vor dir beugt der Erd-kreis sich Und be⸗ 11 D— 4———2— ————.— E 4———.——— 4— 2— 1 .I———— E prei⸗ sen dei ⸗ ne Stär⸗ ke wun⸗dert dei ⸗ ne Wer⸗ke. Wie du warst vor al⸗ EERERT IITUFTITTssssi AIi — EE S — — — — s — —— — — — —— + .— — — . I.T᷑TLTRCTCTCTCT(T(¶(( TFSTTTTFTFTETETTTETTEFFTFTFTRT IIIIAI 36 26. Dank⸗ und Loblieder. 4 36 ꝑPRSSSISSISI Zeit 80 bleibst du 2 4— 2 keit e e REEE——.——— RRRRR F 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sel'ger Ruh' Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Weltenheere! Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater! Dir zum Preis Singt die heilige Gemeine. Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. 5. Sie verehrt den heil'gen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste kräftig speist; Der, o König aller Ehren, Der mit dir, o Jesu Christ, Und dem Vater ewig ist. 6. Du, des ew'gen Vaters Sohn, Hast die Menschheit angenommen; Du bist auch von deinem Thron Zu uns auf die Welt gekommen; Gnade hast du uns gebracht, Von der Sünd' uns frei gemacht. 7. Sieh dein Volk in Gnaden an, Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe! Leit' es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe; Hilf, daß es durch Buß' und Flehn Dich im Himmel möge sehn. 8. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß jeder sündenfrei, Deiner Gnade würdig sei! 9. Herr, erbarm', abarmne dich! Ueber uns, Herr, sei dein Segen! Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein: Laß uns nicht verloren sein. Nach einem altlateinischen Hymnus. 5s. Georg Nägeli. 26 1. Lobt den Herrn! Das Stern⸗ge⸗fil⸗de Pre⸗ digt laut—— 4. m. ö 2—2 Ie—45——. + 11. 11— 12—. AAlE= Dank- und Loblieder. 27. 87 —.— RA. — ED rez 35 Macht,— 950 sei⸗ ner Huld 935 9.85 de Spricht des 2—— —— 2 . 2— Früh⸗lings 9 7. Lobt den Herrn! 2 2 — 0 DEENENEE äKK XX 2. Lobt den Herrn! Er wägt mit Güte Allem zu das Lebenslos, Wie dem Seraph, so der Blüte, Wie dem Stern, so auch dem Moos. Lobt den Herrn! 3. Lobt den Herrn! Vom Seelenschlafe Weckt uns auf des Sohnes Wort; Freundlich führt verirrte Schafe Unser Hirt zum Friedensport. Lobt den Herrn! 4. Lobt den Herrn! Auf finsterm Wege Leuchtet uns des Glaubens Stern; Nah ist uns auf morschem Stege Gottes Hand und niemals fern. Lobt den Herrn! 5. Lobt den Herrn! In starken Armen Hält er alles allerwärts; Wer ergründet sein Erbarmen? Wer ermißt sein Vaterherz? Lobt den Herrn! Mich. Tr. Pfeiffer. Mel. 18: Gott ist mein Lied. 27. Der Herr mein Hirt! Im Schatten seiner Güte Frohlockt mein Herz, Singt jauchzend mein Gemüte Und dankt, weil mir nichts mangeln wird. 2. Er führet mich Auf immer grüne Weiden; Hier blühen mir Des Geistes reinste Freuden, Und meine Seele sättigt sich. 3. Er tränket sie, Wenn Hitz' und Durst sie schwächen, Aus frischem Quell, Aus klaren Lebensbächen Und meine Seel' erschöpft sie nie. 38 28. Dank⸗ und Loblieder. 4. Wenn er gebeut, Muß aller Sturm sich legen; Er führet treu Mich, seines Namens wegen, Den Fußsteig der Gerechtigkeit. 5. Mit dir will ich Durch finstre Täler wallen; Ich fürchte nichts: Du lässest mich nicht fallen; Ich tröste deines Stabes mich. 6. Du rufest mich, Damit ich mich erfrische, Zum Freudenmahl, Zum wunderreichen Tische Und reichst als Brot des Lebens dich. 2. Herr, du bist mein, Und dein ist meine Seele! Du salbst mein Haupt Mit deinem Freudenöle, Du schenkst den Becher voll mir ein. 8. Mir folgt dein Heil. So lang ich auf der Erde Noch wallen soll Und dich verehren werde, Sei deine Vaterhuld mein Teil! 9. Hier ruh' ich gern In Gottes Heiligtume Nur seinem Wort Geweiht und seinem Ruhme; Einst wohn' ich ewig bei dem Herrn. Nach J. A. Cramer(Ps. 23). A. Swissig. 28. 1. 01 Je⸗ 0 vah hoch er⸗——— Er al⸗-lein ist 2.— Le⸗ ben, Un ⸗ser und un⸗ser Ihm— 8 nl ein. Dank⸗ und Loblieder. 29. 39 m/ ——— FFFEFFFF —. e riet V r HerHrr i—— schal ⸗len Ju⸗ bel ⸗ lie ⸗ der, Und die Him⸗mel tö⸗ nen — m . +LJ.. 1—34.— H 225 AIDDNRRNN 7 r, feree, Lüedxt —*—„din Lrrnnn n..——— wie ⸗ der Durch Ae⸗ o⸗nen fort und fort. é d, e d +...— 7 2.. ELLC IL Hr. dinen Luenerr. 12—— „—— 2— V I* XII +* 2. Menschenkinder, kommt und singet 3. Mögen Stürme sich erheben, Lob dem Herrn; denn er nur bringet Selbst die Erde wanken, beben: Leben euch und Ehr' und Ruhm! Mutig himmelan geschaut! In dem Kampfe hilft er siegen, Seht, euch winkt die Siegeskrone! Läßt euch nimmer unterliegen, Darum ruft im Jubeltone: Streitend für sein Heiligtum. Selig, wer auf Gott vertraut! Leonh. Widmer. Nach Greef. CVesc. —————— 29 1. Du bist's al⸗lein, Macht und Cwat sind dein! Was III Iii E S S 1 S 0 S 0 ö IBIA. 1 ö I—— 40* II HAE AN HHr s HHFH INU S A ö ö H III 4 inen A 2— II. 1 27 1 His 2 DI 1 3 V Hb — E— 1 ö HA 40 R S iE NHA 45 IA i H5 0 ö E* S N H 64—— 0 31 *—*——— II— ¹μι¹—— ö—* ꝗ*—.—ä—5* Hii Iff 8—*— 4——9 +—2 I— R —— RE— ö 4 V ˙0 5 0 s A⸗ 50—5 II HE SN RI 2 I H11 3— 40 ——* 4 25—— +— HH 2— 08 ilR. RNI 4* 2———5 —————— SMNSIE 2 1˙ El SEE EI 9 Gebetlieder. 30. 41 2. Du bist's allein, Der Nacht und Sonnenschein, Der Sommerglanz und Wintersturm bereitet, Aus seinem Herzen Gnadenströme leitet, Daß Segen triefen selbst die Wüste⸗ Du bist's allein! nei'n; 3. Du bist's allein! Nichts ist so groß noch klein, Das nicht aus dir, aus seinem ew'gen Grunde, Sein Dasein tränke mit begier'gem Munde. Was lebt und webt und ist, sein Du bist's allein![wahres Sein, 4. Du bist's allein! Der unter Schmerz und Pein In seinem Ernst mir seine Liebe zeigte, B. Gebetlieder. Die Hand dem, der versinken wollte, reichte, Der mich und alle hört, die zu ihm Du bist's allein! schrei'n; 5. Du bist's allein, Durch den ich alles mein, Mein das Vergangne, das Zukünft'ge nenne, Durch den ich mich, die Welt, dich selbst erkenne, Durch den ich rufen kann: Herr, ich Du bist's allein![bin dein! 6. Du bist's allein! Drum sei die Ehre dein! Von allen Zungen soll dein Lob er⸗ schallen, In allen Herzen deine Liebe wallen, Dein Name unsre Kron' und Ehre Du bist's allein! sein! Viktor von Strauß. 1577. 1 9 EV— ———..— E —.— RE 30 1 Dianng lieb hab' ich dich, o Herr. Ich bitt', all⸗ Die gan⸗ze Welt er=freut mich nicht, Nach Erd' und re——.—.— P‚I‚IIPIPee ⁊..·..ZCL...·. 2——.— +. +— 12— V. 7. Iniuinr—— IH11—*‚— X— ö —.— 1—.— —I.—4..—.. 2. LIDISS H —49——— I D——— L + zeit dich zu mir kehr' Mit dei⸗ ner Gnad' und Ga ⸗ ben. Him⸗mel frag' ich nicht, Wenn ich nur dich kann ha ben. Und I NAAUN — — —. 30. Gebetlieder. — 4 — SSIIIIIIII‚IIIIIIIrI... — Q —9 17 EEEEE 6576, wenn mir gleich mein Herz zer⸗bricht, Bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver 2 ‚. 4 —0— 2 4 brrirriarntsmme — — I. .— + *—*—— —— IHH.—4 Aü E A———* —5 + 3 ö— ——— + 2—+4— 2 — 4 2— E — + . T— — 2 IIX —*—— NI— I UI 8————— ——.——. 55 7 —.—— 7 4.— E A d Herr, mein Gott und E 15— H 2—111—6 1 — —3 5 E ich werd' heil. Herr Je⸗su Christ, Mein Gott un — III V FPFFes An- t — ⏑ * +. + —— CAI 211 III* ½%9 — LIiIR N 5 * 5. I.* H Herr! In Schan⸗den laß mich nim⸗mer⸗mehr! + . 2 + I miitn“ Gebetlieder. 31. 32. 43 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab', Mein Wbad Seel', und was ich In diesem armen Leben. Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben. Behüt' mich, Herr, vor falscher Lehr'; Des argen Feindes Lügen wehr'; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ich's trag' geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! Tröst' meine Seel' in Todesnot. Mel. 320: Christus, 31. Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Daß uns in diesem Horte Sei Trost und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deiner Klarheit Bei uns, du wertes Licht; Umgürt' uns mit der Wahrheit, Damit wir irren nicht. 3. Gib, daß die Hand der Engel dein Am letzten End' die Seele mein In Abrahams Schoß trage; Den Leib in seinem Kämmerlein Laß sanft nach aller Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud“, o Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. der ist mein Leben. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Dein' Gnad' und dein Vermögen Sich reichlich in uns mehr'. 5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch uns verführ' die Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, du Herr und Gott; Beständigkeit verleihe; Hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann. Mel. 2: Nun danket alle Gott. 32. O Gott, du frommer Gott, Du Brunngquell guter Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben: Gesunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib'. 2. Gib, daß ich tu' mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet; Gib, daß ich's tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's tu', so gib, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen: 44 33. Gebetlieder. Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß. 4. Wenn mir Gefahren drohn, So laß mich nicht verzagen; Gib einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind', Und wenn ich Rat bedarf, Daß guten Rat ich find'. 5. Laß mich mit jedermann In Fried' und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt C ib5 ins Alter dringen, o gib Geduld; vor Sünd' Und Schanden mich bewahr', Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End' Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir, Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn' Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh' An ihrer Seiten hab. 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, So woll' auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm', Erwecke mein Gebein, Und führ' mich schön verklärt Zu deinem Himmel ein. Joh. Heermann. 17⁴⁴. 33 4. Sich hier bin 6 + Eh⸗ ren ⸗ 55 ⸗ nig, 998 Trä⸗nen, Kind⸗lich Seh⸗- nen Bring' ——— 24 2 E— IDD E —.————2—— ͤ— mich vor—* nen Thronz 5.—4 Men⸗schen⸗sohn: Laß dich fin-den, laß dich — 2 ——.—. 5.— E— Gebetlieder. 34. 4⁵ 64—‚‚‚‚I QD.L. 0 ZI...X 2— ꝙ— EE.—*—— + X.. 2 1 I. N CZUIA I—p ITITET——5 D—— .22 4 L—2..——. 2 + — b 7 re ö fin⸗den, Bin ich gleich nur Asch' und Ton. un . .——. 4 2 l IL .—— S... A ————3— 5 23————— 11 . 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt' dich, Lenke mich nach deinem Sinn! Dich alleine Ich nur meine, Dein sekaufter Erb' ich bin. Laß dich finden, laß dich finden! Gib dich mir, und nimm mich hin! 3. Herr, erhöre! Ich begehre Nichts als deine freie Gnad', Die du gibest, Wo du liebest Und man dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden! Der hat alles, der dich hat. — — * 4. Hör, wie kläglich, Wie beweglich Dir die treue Seele singt, Wie voll Demut Und voll Wehmut Deines Kindes Stimme klingt! Laß dich finden, laß dich finden; Denn zu dir mein Herze dringt. 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr' und Freud', Sind nur Schmerzen Meinem Herzen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit! Jo ach. Neander. 34.9 Ach Gott, ver⸗laß mich nicht! Ach, füh⸗- re mich, dein Kind, 1747. WTTTCTT—.———— 4⁵— ů 4..... zun nene Siusr * 3.— I Gib mir die Gna⸗den⸗ Daß ich den Lauf voll⸗ 7 — 2 EEREEE L l——..—.———— 2— V————————————.— +... *—. hän de; en ⸗ de Zu mei⸗ner Se⸗lig⸗keit; Sei du mein Le⸗bens⸗ ——.— 4 4 2. 7 licht, Mein Stab, mein Hort, mein Schutz! 10 Gott! ver⸗ ihen nicht! . 5 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; Ach, laß mich nimmermehr In Sünd' und Schande fallen! Giv mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk' und Kraft! Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde. Wenn mir Versuchung naht Und meine Seel' anficht, So weiche nicht von mir! Ach Gott, verlaß mich nicht! ———— l * 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Komm gnädig mir entgegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke meines Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt! Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht. Ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in aller Not! Ach Gott, verlaß mich nicht! Sal. Frank. Gebetlieder. 35. 47 156 0 35 1 Dir, dir, Je⸗ ho⸗vah, will ich sin⸗gen! Denn wo ist Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗ der brin⸗gen; Ach, gib mir öD eann dn r Aü. N— 1 e u3 mn nmr SlN Mnnn D n V 1. * P ä Efr RD doch ein sol⸗ cher Gott wie du? dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗ zu, Daß ich es tu' im Na⸗men A. e e ᷣ„, SISISIII + 1533 x Je⸗ su Christ, So wie es dir durch ihn ge⸗ fäl⸗ lig ist. é . 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, 3. Erfüllt mich, Höchster, dieser Friede, Damit dein Sohn mich 2—097 zieh' So ist vor dir mein Singen recht u dir. etan; Dein Geist in meinem Herzen wohne So klingt es schön in meinem Liede, Und Sinnen und Verstand allein Ich bete dich in Geist und Wahr⸗ 0 regier', heit an; Daß ich den Frieden and üht. So hebt dein Geist mein Herz zu dir und fi empor, Und dir darob im Herzen sing' und Daß ich dir Psalmen sing' im höhern spiel'. Chor. 48 36. Gebetlieder. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaussprech⸗ lich sind; Er lehret mich im Glauben beten, Gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Durch den ich Abba, lieber Vater! schrei'. 5. Wohl mir, daß 190 7 Zeugnis Drum bin ich voller Trost: uund Freudig⸗ keit Und weiß, du gibst mir jede Gabe, Die jetzt und ewig mir zum Heil gedeiht. Ja, Vater, du tust überschwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr'. 6. Wohl mir! ich bitt' in Jesu N amen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! B. Crasselius. —4 —— Gott, dei⸗ ne Gü 36. 4— . Du krönst uns mit Barm⸗her⸗zig⸗keit 2 te 2—00 so weit, 8 weit die Und eilst, uns 13 — ö— 2——— 2———.————.— +.—— E. +I— U I + 1288— .————j 2.—— SSðIënmnrs —— EI 3 2 53 x Wol⸗ken ge⸗ 6e⸗ hen. bei ⸗ zu⸗ste⸗ Herr, mei⸗ne Burg, meinFels, mein Hort, Ver⸗ Gebetli eder. 37. nimm mein Flehn, mat auf mein Wort: 313 17 7 vor dir be⸗ 2 42427 2 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß Und Schätze dieser Erden: Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich e nicht um Ehr' und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren: Des guten Namens Eigentum Laß mich nur nicht verlieren. Mel. 205: Schmücke 37. Herr, vor dem die Engel knieen Und in sel'ger Andacht glühen, Herr, dem Sonne, Mond und Sterne Willig dienen nah und ferne; Herr von unzählbaren Reichen, Großer König ohne gleichen: Du vergönnst auch mir zu beten, Kindlich vor dich hinzutreten. 2. Alles darf ich dir bekennen, Darf im Sohn dich Vater nennen, Und du blickst, wie Väter pflegen, Mir voll Lieb' und Huld entgegen, Hörst, was ich von dir begehre, Trocknest meines Jammers Zähre, Gibst mir noch vor meinem Flehen Ueber Bitten und Verstehen. 3. O so höre, Vater, höre, Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben; Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit: Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. Christ. z. Gelle r dich, o liebe Seele. Laß mich inniglich entbrennen, Dich zu suchen, zu erkennen; Daß mich, wo ich bin und lebe, Deine Herrlichkeit umschwebe, Und ich dich in Freud' und Schmerzen Immer trag' in meinem Herzen. 4. Er, der für uns wollte sterben Zur Erlösung vom Verderben, Jesus, bleibe meine Freude, Daß ich nie von ihm mich scheide. Mag der Weltsinn auch das Sehnen Meines Hfeite stolz verhöhnen: Halt mich fest an diesem Glauben, Laß mir nicht dies Kleinod rauben. 5. Deinen Geist, der Schwachen Führer, Was ich demutsvoll begehre: Gib auch mir, Gott, zum Regierer, Daß ich keinen Pfad erwähle, annnnnnrniunIlIlI2LW nnnnm 38. Gebetlieder. Drauf ich meines Ziels verfehle, Gib Gesundheit, Mut und Kräfte, Daß ich treu nach Wahrheit ringe, Segen zum Berufsgeschäfte, Jede Sündenlust bezwinge, Daß ich, Dürftige zu laben, Christlich froh sei, 0 ins leide, Immer mög' ein Scherflein haben, 6. Willst du, Herr, zum Ceisesteben Und daß Liebe,‚ Sater, und Treue Auch noch Erdengut mir geben: J. Chr. zrobing. — 1— e E 9—— N—— EO——.—.———.— e 1 8⁰ er ⸗ he⸗ be mein Ge⸗- mü⸗ te Be⸗tend, Ich ver⸗ traue dei⸗ ner Gü⸗ te, Nur von 2— 5 2——— ————Diiii + 9³ 4 7 5 an rn Lrin!. n Lan. IXER—— ——— II————ñ q——— EE o mein Gott, zu dir! dir kommt Hil⸗se mir. Du ver⸗läßt die Dei⸗nen nicht, Morgenlieder. 39. 51 ——. 2 IIEn EI 2—.————.. 5. +* F PPl Glau⸗ben bricht, Den wirst du ge⸗ wiß be⸗ schä ⸗ men * 2. Zeige, Herr, mir deine Wege, 4. Gott ist fromm und gut, er zeiget Mach' mir deinen Rat bekannt, Irrenden die rechte Bahn, Daß ich treulich folgen möge Macht ihr Herz zu ihm geneiget, Jedem Winke deiner Hand. Nimmt sich ihrer treulich an. Leit' in deine Wahrheit mich, Den Elenden strahlt sein Licht, Führe mich auf rechtem Pfade. Daß sie nicht des Wegs verfehlen, Gott, mein Heil, ich suche dich, Schwachen fehlt's an Hilfe nicht, Harre täglich deiner Gnade. Wenn sie ihn zum Troste wählen. 3. Blicke huldreich auf mich Armen, 5. Herr, behüte mich auf Erden, Herr, nach deiner Gütigkeit! Ich bin hilflos; rette mich! Dachtest du nicht voll Erbarmen Laß mich nicht zu Schanden werden, Schon an mich von Ewigkeit? Ich vertrau' allein auf dich. Ach, gedenk nicht meiner Schuld, Gib, daß Treu' und Redlichkeit Tilge meiner Jugend Sünden; Meines Lebens Führer seien. Deine Langmut und Geduld Herr, du wollst von allem Leid Ist ja nimmer zu ergründen. Bald dein Israel befreien! Nach Psalm 20. C. Lieder für besondere Zeiten und Verhältrrisse. 1. Morgenlieder. 1598. 7*——.— —..— 2⁴— S.————————— DD 7— 3 N/ U Sag' ich dir 39 1 Aus mei⸗nes Her⸗zens Grun ⸗ de de Und all mein In die⸗ser Mor⸗gen⸗stun⸗ 52 39. Morgenlieder. SE EEE=E Lob Dank Le⸗ben lang, Dir, Gott, im Him⸗mels⸗thron, Zu SII 2— EO— + 2.—.J.IJ.—. U——— 1 2. SPSIPSPISISII.I..I.I.... III Lob und Preis und Eh ⸗ ren Durch Christum, un⸗sern Her⸗ ren, Den ein⸗ ge⸗ bor⸗ nen Sohn. —*——. E 2. Preis dir, daß du aus Gnaden Dir hab' ich's heimgestellt, In der vergangnen Nacht Mein Leib und Seel', mein Leben Mich vor Gefahr und Schaden Und was du mir gegeben: Behütet und bewacht! Mach's du, wie's dir gefällt. Ich bitt' demütiglich, 4. Drauf sprech' ich fröhlich Amen Wollst mir mein' Sünd' vergeben, Und zweifle nicht daran, Womit in diesem Leben Gott nimmt in Jesu Namen Ich hab' erzürnet dich. Mein Flehen gnädig an. 3. Dich will ich lassen raten, Wohlauf denn, Herz und Hand, Der alle Dinge lenkt; Greif an mit Freud' und Frieden Herr, segne meine Taten, Das Werk, das mir beschieden Und was mein Herz gedenkt. Von Gott in meinem Stand. Unbekannt 1592. HNAN INNINnn Morgenlieder. 40. 53 40. 1 Gott des Him⸗mels und der Er⸗den, Va⸗ ter, Sohn und (Der es Tag und Nacht läßt wer⸗den, Sonn' und Mond uns ...... 7—— än E heil'⸗ ger Geist, schei⸗nen heißt, Des⸗ sen star⸗ke Hand die Welt, Und was . — e r, èEirt, 9—.— 7 1—— IE —.——4 SS 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmer⸗ Hast behütet und bewacht Und bei aller meiner Schuld Mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden IJetzt mit dieser Nacht vergehn; ö O, Herr Jesu, laß dich finden, —.—— W— + + I + Laß dein Herz mir offen stehn, Da alleine Hilf und Rat Ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich au ferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. Izen .. IE 41. 42. Morgenlieder. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort: Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. ö Herr, mein Schild, mein' Ehr' und R uhm, Nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Wenn Gefahr und List mir droht; Alles mir zum Besten wende, Es sei Leben oder Tod; Sterb' ich einst, dann führe du Mich zu deiner ew'gen Ruh'! b. Albert. Mel. 67: Nun laßt uns gehn und treten. 41. Wach auf, mein Herz, und Dem Schöpfer aller Dinge,(singe Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menschenhüter! 2. Als mich die dunkeln Schatten Der Nacht umfangen hatten, Da decktest du mich Armen, O Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun Ich hüte meine Schafe.(schlafe! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Die Sonne sollst du schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben; Hier bring' ich meine Gaben: In Demut fall' ich nieder Und bring' Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herz mir sehen; Du weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk an mir vollende, Und deinen Engel sende, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage! 8. Sprich Ja zu meinen Taten, Hilf selbst das Beste raten! Den Ansang, Mitt' und Ende, Ach Herr, zum Besten wende! 9. Mein Herz sei deine Hütte! Lenk' alle meine Schritte! Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! P. Gerhardt. Joh. G. Ebeling. I Son ⸗ 42. 1. Die gold⸗ne —— ne Poudrenpaud Won ⸗ne DIRDRRRRD————.— — 56 42. Morgenlieder. 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und Und wo die Frommen Igroß, Dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter Sind unsre Gemüter; Vor ihn zu treten Mit Danken und Beten, Das ist ein Opfer, dran er sich ergötzt. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, So ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Ueber uns seiner 5. Ich hab' erhoben Zu dir hoch droben All meine Sinnen: Laß mein Beginnen Ohn' allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, Der Finsternis Bande, Fallen und Tücke Treib ferne zurücke, Laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden, Ohn' alles Neiden Sehen den Segen, Barmherzigkeit Schein. Den du wirst legen In meines Bruders Hand und in sein Haus. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, Das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, Was ist's gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüste des Todes drein wehn. Alles in allem Muß brechen und fallen; Himmel und Erden, Die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn' alles Wanken, Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, Vergib und schone! Laß meine Schulden In Gnad' und Hulden Von deinen Augen sein ferne gewandt. Sonsten regiere Mich, lenke und führe, Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. 10. Kreuz und Elende, Das nimmt ein Ende, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Morgenlieder. 43. 57 Leuchtet der Sonnen erwünschtes Freude die Fülle[Gesicht. Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten: Dahin sind meine Gedanken gericht't. P. Gerhardt. 17⁰⁴. ... ö —.—..—.— — 43 4. Mor⸗ Rur der u wig⸗. Licht vom un⸗ er⸗ 1—— die ⸗ se 6i zeit, Dei⸗ne Strah⸗len ... e 1• 10. EEREE—.— AHH + 2—— ( ESDEESSEE EE EE — +—— E— EE schaff⸗nen Lich ⸗ te, zu Ge⸗ sich ⸗ te, Und ver⸗treib durch dei⸗ ne Macht 4— — —.— 1. E U . 15.0 ö —.— F— E 3— ö— 2. Deiner Güte Morgentau 3. Gib, daß deiner Liebe Glut . Fall' auf unser matt Gewissen; Unsre kalten Werke töte, Laß die dürre Lebensau Und erweck' uns Herz und Mut Lauter süßen Trost genießen, Bei erstandner Morgenröte, Und erquick' uns, deine Schar, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Immerdar. Recht aufstehn. 58 44. Morgenlieder. 4. Ach, du Aufgang aus der Höh', Gib, daß auch am jüngsten Tage Wieder unser Leib ersteh' Und, entfernt von aller Plage, Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann! 5. Leucht' uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne! Führ' uns durch das Tränenfeld In das Land der süßen Wonne, Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht! Christ. Knorr v. Rosenroth. Just. H. Anecht. — — III * 44. 1. Das wal⸗te Gott, —— 7——.— Mit Gott fang' V E. 2 +* 2 der h — * — * ka 2 — FEIK TV ie Ar — ⸗beit an, Mit Gott nu r geht es glück-lich fort; Drum Ee r d amiimennm miann. m ain d. ———— ist auch dies mein er⸗stes Wort: ꝗ 2. All mein Beginnen, Tun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk'; Mein Herz sucht Gottes Angesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden Das walte Gott! sspricht: 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht gibet, da gebricht's. Gott gibt und tut mir alles Guts, Drum sprech' ich nun auch gutes Das walte Gott![Muts: 7 Morgenlieder. 45. 59 4. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür. Mein Netz werf' ich auf sein Geheiß Und sage bei der Arbeit Schweiß: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück,— unverzagt! Ist nur mein Werk mit Gott gewagt. Er wird mir gnädig stehen bei; Drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 6. Gott steht mir bei in aller Not Und gibt mir auch mein täglich Brot; Nach seinem alten Vaterbrauch Tut er mir Guts; drum sprech' ich Das walte Gott! lau 7. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht' ich keiner Feinde Neid. Laß hassen, wer's nicht lassen kann! Ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spät, Bis einst mein Tun zu Ende geht. Er gibt und nimmt, macht, wie er's will: Drum sprech' ich gläubig in d der Still': Das walte Gott! J. Betichius. 5.—0 45. 247 4. 110—5— 5—9 4.2..— 2—5 * + 1 D——*— 1 8— 3 2 +.———7. — 3———— Gott, o See⸗le! Der Herr hört dei⸗nen Lob- ge⸗sang: Lob⸗ 2 4. 444 2.. e, E= I* 2—9 äꝑPSꝗSꝗDSPSPꝗSiꝑPSPSP ˖ꝑBꝑ ꝑꝑ cé ꝑE EEI e — +. 12..—5— 1—5 E 1— + 1 9⁴ x EVN A—..——— 1— IE EW n sing' ihm, mei⸗ ne See ⸗ le! 2 4. 0 S.TEEEEEEII—— E——...——— 1H1H—2.——— E— I 6⁰ 46. Morgenlieder. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht Lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts Mein Leben zu bewahren? sweiß, Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß Und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Sich sicher zu bedecken? Der ruft dem Tag und seinem Licht, Die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Herr und Gott der Und dein ist unser Leben;(Welt, Du bist es, der es uns erhält Und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tages freue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen! 8. Nimm meines Lebens gnädig Auf dich hofft meine Seele.(wahr! Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig tue,— 10. Daß ich als dein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe,— 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an andrer Wohlergehn Und ihrer Tugend freue,— 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Christ.. Gellert. Mel. 16: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 46. Früh laß mich deine Gnade hören, Der du gewacht, eh' ich gewacht, Daß nichts den Anfang möge stören, Den du mir heute zugedacht. Wem du das beste Teil beschieden Für seines Tages kurzen Lauf, Den weckest du in sanftem Frieden Mit deines Geistes Odem auf. 2. Süß ist's, o Gott, mit dir erwachen Und früh von dir umfangen sein; Das gibt die rechte Kraft dem Schwa⸗ Flößt Freudigkeit zum Leben ein.(chen, Da geht die Stunde nicht verloren, Da rennt die Seele nicht nach Tand, Wie bei dem Blinden, bei dem Toren, Der düster ohne dich erstand. 3. Ach! wer sich früh mit aller Liebe Hingäbe deinem Gnadenzug, Der hätt' an Licht und heilgem Triebe Auf seinen ganzen Tag genug. Kein Segen fehlte dem Gemüte, Kein Ziel verschwände, das er sucht, Und nach des Morgens goldner Blüte Käm' auch des Abends goldne Frucht. 4. O Leben, dessen Morgenstunden Die Liebe Tag für Tag erhellt! Du Garbe, für den Herrn gebunden, In seinem Tempel aufgestellt!— Früh laß mich deine Gnade hören, O Gott, verkläre meinen Tag; Daß ich in solchem Glanz der Ehren Am Tag der Garben stehen mag. Alb. Knapp. Abendlieder. 47. 48. 6¹ 2. Abendlieder. Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. 47. Nun ruhen alle Wälder, Die Menschen, Städt' und Felder, Es schläft die ganze Welt: Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr sollt beginnen, Was euerm Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin! Ein' andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe, Legt Kleider ab und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh' ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das Kleid der Ehr' und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß' und Hände Sind froh, daß nun zu Ende Des Tages Arbeit sei: Herz, freu' dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder; Der Betten ihr begehrt: Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'. 7. Die Augen stehn verdrossen, Bald sind sie zugeschlossen: Wo bleibt dann Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug' und Wächter Israel! 8. Breit' aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will mich der Feind verschlingen, So laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Ein Unfall noch Gefahr. Gott lass' euch ruhig schlafen, Stell' euch die goldnen Waffen Ums Vett und seiner Engel Schar. P. Serharbt. G. Chr. Strattner. +* 48. 1. 2—— 15 ———.—— 5. 2—— Der 390 ist hin: 1 Je ⸗ su,— mir— x ———...— ——.—— EEEEEEEEE + RN I3 6—5—— 5H——.——..iII—.— A 4691 be! O See⸗len⸗licht, der Sün⸗den Nacht 15 trel be! 0 124 S TTTTTTTTTTTT 5*.———————— EE . auf in mir, Glanz der rech ⸗ 10 0——. 1 3 He r E 2257 .— 2—— 3535—— *— 2— II S.SII..I.....8 mich, ach Herr, denn es ist Zeit! 60 2— 2—..‚J‚..‚‚— IL —3• 1 3ü— — 2—.— 4. 4 2. Lob, 9118 und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; Dir sei die Ehr', daß alles wohl ge⸗ lungen Nach deinem Rat, obschon ich's nicht versteh': Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 3. Nur Eines ist, das mich emp⸗ findlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch ehlet; Das weißt du wohl, o Herzens⸗ kündiger; Ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Berpib es, Herr, mir sagt es mein Gewissen: Der Sünde Lust hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell' mich wieder ein, Hier ist mein Herz! Ich dein, Herr, und du mein! 5. Ioraels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich in dieser dunkeln Nacht, Wenn mich Lund W des Feindes List und Macht. 4———— e Abendlieder. 49. 50. 6³3 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach, laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn', erquicke meinen Sinn! Dich lass' ich nicht, mein Fels! Der Tag ist hin! Joachim Neander. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 49. Nun sich der Tag geendet hat Und keine Sonn' mehr scheint, Schläft alles, von der Arbeit matt, Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, wachst für und Du schläfst noch schlummerst nicht,(für, Und Finsternis ist nicht bei dir, Weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser dunkeln Nacht, Und schirme du mich gnädiglich Mit deiner Engel Wacht. 4. Zwar fühl' ich wohl der Sünden Die mich bei dir klagt an;(Schuld, Doch hat ja deines Sohnes Huld Genug für mich getan. 5. Darauf tu' ich die Augen zu Und schlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht über meiner Ruh': Wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin! Zu End' ist euer Lauf. Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Jammertal, Herr, führ' mich in den Himmel ein Zur auserwählten Zahl! 8. Und also leb' und sterb' ich dir, Du Herr Gott Zebaoth; In Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Not. Joh. Friedr. Herzog. Mel. 284: Nein, ich will nicht sorgen. 50. Hirte deiner Schafe, Der von keinem Schlafe Etwas wissen mag, Deine Treu' und Milde Diente mir zum Schilde Den vergangnen Tag: Sei die Nacht Auch auf der Wacht, Und laß mich von deinen Scharen Um und um bewahren. 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld. Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen: Drum vergib die Schuld! Denn dein Sohn Hat mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben Keine Not betrüben, Sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir Und ich bei dir: Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf' im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer, Und laß allen Jammer Ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel; Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein. 51. Abendlieder. Decke zu Mit Schutz und Ruh': So wird uns kein Grauen wecken Und kein Feind erschrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette Heut“ zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch, hast du beschlossen, Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnot, So will ich Nichts wider dich. Gerne, weil ich dich gefunden, Sterb' ich alle Stunden. 6. Nun wohlan: ich tue In vergnügter Ruhe Meine Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab' ich dir ergeben, Treuer Hüter du! Diese Nacht Nimm mich in acht; Und erleb' ich noch den Morgen, Wirst du weiter sorgen. Beni. Schmolck. 5. G. Nägeli. 51. Le⸗ben Bis die⸗sen Tag ge⸗ M 1544 2—— 2 0 55 —.—.—.—. seäetdwi vinie n.— P————— 25339— ů5 22 1 +• m .——.——————— 7 .e ,e r aeu E, t ax Fi ge⸗ ben, Dich bet' ich kind⸗lich an! Ich bin viel zu ge⸗ FFFFFIF TPT — A EIEIUITUETETUETETTI 2 D. ———5 I..— E———— WSII—+—.— 2 . ——— 2—.——5—.— RR E FUr 23 rin ⸗ ge 45 Treu⸗e, die ich sin ⸗ ge Und bi du heut' an PFPFPFF T —2 +.‚‚rI———.—— — +2*—— ——.—— SD.D—— 33“——— Abendlieder. 52. 6⁵5 +31 2 N J..—....2—— 3 I E-—— „— 3..III III ä mir ge⸗ tan. CS...I.J—.——*—q—.— 2..88*8.. 1 1 E + E 1.—— III +—— 1 5 II X 2. Mit dankendem Gemüte Freu' ich mich deiner Güte, Ich freue mich in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, Und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, Nach deines Worts Befehlen Einher im Leben gehn, Auf deine Güte hoffen, Im Geist den Himmel offen Und dort den Preis des Glaubens sehn! Mel. 113: O Welt, 52. Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im Staube Zu dir, o Gott, mein Heil! Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen Eil' ich der Ruh' entgegen; Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein: In deine Hände Befehl' ich, Vater, meinen Geist. Christ. F. Gellert. sieh hier dein Leben. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel; Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel! 5. Gott! Laß dein Heil uns schauen, Auf nichts Vergänglich's trauen, Nicht Eitelkeit uns freu'n. Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du, unser Herr und unser Gott! 5 53. 54. Abendlieder. In Gottes Namen nieder; Kalt weht der Abendhauch. 7. So legt euch denn, ihr Brüder, Verschon' uns, Gott, mit Strafen, Und laß uns ruhig schlasen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Naudius. Mel. 5: Nun danket all' und bringet Ehr'. 53 Entschwunden ist das Sonnen⸗ Still schweiget Feld und Hain,(licht, Und hell am Firmamente bricht Hervor der Sterne Schein. 2. Und hell aus stiller Seele blitzt Ein wundersamer Strahl Von dem, der ewig waltend sitzt Im hohen Himmelssaal. 3. Wie wäre doch das Menschenkind So elend, so allein, Wenn nicht von oben zart und lind Ihm käme dieser Schein! 4. Es wäre nichts als Trug und Wahn, Ein zitternd Blatt am Baum, Ein Körnlein Sand am Ozean, Ein Traumbild fast vom Traum. 5. Drum komm, o du, der Frieden O Gott, in stiller Nacht,([bringt, Wo hell die Engelglocke klingt Bei goldner Sterne Pracht. 6. Komm, wirf den frommen Liebes⸗ Mir warm ins arme Herz![strahl Und die Gedanken allzumal, O zieh sie himmelwärts! 7. Drum komm mit deinem Engel⸗ Du lieber Vater gut![heer, Du bist die einzig feste Wehr, Die einzig sichre Hut. 8. Gar nichtig ist der Menschen Macht, Die eitle Eitelkeit; Was Gott bewacht, ist wohl bewacht Hier und in Ewigkeit. E. M. Arndt. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 54. Unwiederbringlich schnell ent⸗ Die Tage, die uns Gott geliehn,[fliehn Die Woche kommt und eilt davon, Vergangen ist auch diese schon. 2. Dank dir, du ewig treuer Gott, Für deinen Beistand in der Not, Für tausend Proben deiner Treu'; Denn deine Huld war täglich neu! 3. Wenn unser Herz, von Schuld be⸗ Sich mancher guten Tat erfreut,[freit, Wes war die Kraft, wer gab Gedeihn? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein. 4. Oft fehlten wir und merkten's nicht: Verzeih uns die verletzte Pflicht! Du siehst, Erbarmer, unsre Reu': Um Christi willen sprich uns frei! 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit Stets näher hin zur Ewigkeit. Du hast die Stunden zugezählt, Die letzte weislich uns verhehlt. 6. Herr unsers Lebens, mache du Uns selber recht geschickt dazu, Daß nicht, indem wir sicher sind, Der Tod uns unbereitet find'! 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, Da unser Lauf sich enden soll, So führ' uns aus der Prüfungszeit Zu deiner frohen Ewigkeit! Chr. Friedr. Neanber. Jahreszeiten. 55. 56. 67 3. JFahreszeiten. Mel. 184: Jesus, die erlösten Sünder. 55. Gott, du lässest Treu' und Güte Täglich über uns aufgehn, Zierst die Erde neu mit Blüte, Schmückest Tal und Berge schön, Daß sich in dem holden Maien Wald und Flur und Ströme freuen; Wo das Aug' sich wendet hin, Sieht es deinen Segen blühn. 2. Deines Frühlings milde Zeiten Haben diese Welt verjüngt; Alles muß dein Lob verbreiten, Nachtigall und Lerche singt. Ja, kein Gras ist so geringe, Das, o Schöpfer aller Dinge, Nicht erzähle deine Treu', Und wie groß dein Wohltun sei! Mel. 1: Allein Gott 56. Du schöne Welt, wie herrlich Dich Gott imFrühlingskleidel[schmückt Wer ist's, den nicht dein Reiz entzückt? Wes Herz schlägt nicht vor Freude Beim Wiederleben der Natur, Die ringsher uns des Schöpfers Spur So süß vor Augen stellet? 2. Er schafft's, daß Segen weit und Im Taue sich ergieße; lbreit Der Herr gebeut, daß Fruchtbarkeit Im sanften Regen fließe. O Gott, wer mißt der Gaben Zahl, Die hier und dort und überall Von dir ergossen werden? 3. Das Feld in seiner bunten Pracht Zeigt uns die schönsten Farben; Es predigt, daß ein Vater wacht, Der uns nie lässet darben. Es reift die Saat zur goldnen Frucht; Wer mit Gebet und Fleiß sie sucht, Wird sie bereitet finden. 3. Soll der Mensch denn stille schwei⸗ Den du noch viel höher krönst,(gen, Den du dir erwählst zu eigen, Dessen Herz du dir versöhnst, Den du durch dich selbst erneuest, Den du inniglich erfreuest, Daß er wieder dich erfreu' Und dein schöner Garten sei? 4. Auf, ihr frommen Christenglieder, Stimmet an den Freudenklang! Opfert eurem Schöpfer wieder Zarter Liebe Lobgesang, Daß er durch die Wolken dringe Und vor unsrem Gott erklinge, Der vom Himmel segnend blickt Und das Jahr mit Gütern schmückt! Aus dem Leipziger Gesangbuch 1697. in der Höh' sei Ehr'. 4. Was ist der Mensch, o Herr, daß du So gnädig sein gedenkest, Und ihm zu seiner Lebensruh' So viele Gaben schenkest, Daß er in jeder Jahreszeit Sich deiner treuen Güte sreut, Die immer uns versorget? 5. Herr, deines Namens Ehr' und Soll mein Gemüt erheben;[Ruhm Laß mich dir, als dein Eigentum, In Jesu kindlich leben! Und wie mein Sinn, so sei die Tat, Daß ich, als hoffnungsvolle Saat, Dir reichlich Früchte bringe. 6. Ich will in deinem Vorhof hier, Herr, deine Gnade schauen; Und sterb' ich nur in Jesu dir, Schreckt mich kein Todesgrauen. Du weckst die schlafende Natur; Auch deine Toten schlummern nur; Du wirst auch mich erwecken. Karl Ahr. Förster. 57. 58. Jahreszeiten. 57. Geh aus, mein Herz, und suche In dieser lieben Sommerszeit[Freud' An deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide; Die Blümlein auf dem Wiesenplan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fliegt aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die unverdross'ne Bienenschar Zieht hin und her, sucht hier und dar Die edle Honigspeise; Der süße Weinstock steht im Saft Und wirket täglich neue Kraft In seinem schwachen Reise. 5. Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große Güte Des, der so überfließend labt Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüte. 6. Ich selber kann und mag nicht ruhn: Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen. Ich singe mit, wenn alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. Mel. 144: Frohlock, mein Herz, weil Jesus Christ. 7. Ach, denk' ich, bist du hier so schön, Und läßt du's uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und Paradiese werden? 8. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein? Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit hohem Mut und heller Stimm' Ihr Halleluja singen? 9. Owär' ich da! O stünd' ich schon, Du reicher Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen! So wollt' ich nach der Engel Weis' Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. 10. Doch will, so lang auf Erden noch Ich trage dieses Leibes Joch, Ich auch nicht stille schweigen: Mein Herze soll sich fort und fort An diesem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 11. Hilf mir und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe! Gib, daß der Sommer deiner Gnad' In meiner Seele früh und spat Viel Glaubensfrücht' erziehe. 12. Mach' in mir deinem GeisteRaum, Laß mich als einen guten Baum Am Lebenswasser grünen: So will ich dir und deiner Ehr' Allein und keinem andern mehr Hier und dort ewig dienen. P. Gerhardt. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 58. Lobsingt am frohen Erntefest, Preist ihn mit Freudenpsalmen, Der Saat in Halmen sprießen läßt, Mit Aehren krönt die Halmen, Und gibt, daß sie voll Frucht gedeihn, Tau, Regenguß und Sonnenschein. ISSSSMMe 25 t . —2 Mm,/ Jahreszeiten. 59. 69 2. Im Wetterdunkel wandelt er, Streut Heil aus milden Händen, Und fährt auf Blitz und Sturm einher, Um Segen auszuspenden. Und wenn sie gleich mit Donner spricht, Doch spricht die Liebe: Zittert nicht! 3. Lobsingt! Uns füllte Gottes Hand Die leeren Scheunen wieder. O du vom Herrn gesegnet Land, Tön' ihm des Dankes Lieder! Er dachte deiner Schulden nicht, Voll Gnade strahlt sein Angesicht. 4. Noch leuchtet seiner Sonne Huld Auf Sünder und Gerechte, Noch schont, noch nährt er voll Geduld Auch schuldbeladne Knechte. Bei seiner Güte Sonnenschein Wer könnte kalt, undankbar sein? 5. Des Erdensegens reichen Teil Wer kann ihn messen, wägen? Doch welch unendlich größres Heil Beut Gott in Christi Segen! Vergeßt, wenn euch sein Gut erlabt, Nicht des, der euch so hoch begabt! 6. O laßt uns guten Samen streu'n In gottgeweihten Taten, Gern gibt er Tau und Sonnenschein Zum Wachstum ebler Saaten. Dann ziehn wir einst im Jubelchor Zum Erntefest durch Salems Tor. K. B. Garve. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 59. Herr, die Erde ist gesegnet Von dem Wohltun deiner Hand; Güt' und Milde hat geregnet, Dein Geschenk bedeckt das Land. Auf den Hügeln, in den Gründen Ist dein Segen ausgestreut; Unser Warten ist gekrönet, Unser Herz hast du erfreut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund', Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund: Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt; Deine Hilfe, Gnad' und Spende Machet alle froh und satt. 3. Du gedenkst in deiner Treue An dein Wort zu Noahs Zeit, Daß dich nimmermehr gereue Deiner Huld und Freundlichkeit, Und so lang die Erde stehet, Ueber der dein Auge wacht, Soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen Deines Ueberflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, „Ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, Und das Gut steht unversehret, Und gesegnet ist das Jahr. 5. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du getan; Unser Wissen und Gemüte Klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade Jetzt an unsre Seelen rührt, Daß der Reichtum deiner Milde Unser Herz zur Buße führt! 6. Hilf, daß wir dies Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes Wort! Alles, was wir Gutes wirken, Ist gesät in deinen Schoß, Und du wirst die Ernte senden Unaussprechlich reich und groß. Ehrist. Rud. Heinr. Puchta. 70 60. 61. Jahreszeiten. Mel. 270: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 60. Was Gott tut, das ist wohl⸗ So denken Gottes Kinder.(getan: Wer auch nicht reichlich ernten kann, Den liebt er doch nicht minder; Er zieht das Herz Nur himmelwärts, Wenn er es läßt auf Erden Beim Mangel traurig werden. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan Im Nehmen oder Geben! Was wir aus seiner Hand empfah'n, Genüget uns zum Leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt. Laßt uns in Demut schweigen Und vor dem Herrn uns beugen! 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Wer darf sein Walten richten, Wenn er, noch eh' man ernten kann, Den Segen will vernichten? Weil er allein Der Schatz will sein, Nimmt er uns andre Güter Zum Heile der Gemüter. Mel. 270: Was Gott 6 1 Wir danken dir, o Vater, heut, Daß du die Frucht der Reben, Den Wein, der unser Herz erfreut, Von neuem uns gegeben. Dein ist die Kraft, Die alles schafft, Daß an den reichen Gaben Sich Leib und Seel' erlaben. 2. Des Vaters Gabe wollst du nun, Herr Jesu, an uns segnen, Nach deiner Huld und Treue tun Und uns als Freund begegnen! Wie du als Gast In Kana hast Erfreut die Hochzeitsleute, Ist ja dein Tun noch heute. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Es geh' nach seinem Willen, Läßt es sich auch zum Mangel an: Er weiß das Herz zu stillen. Wer als ein Christ Genügsam ist, Der kann bei kleinern Gaben Doch Freud' und Nahrung haben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Das Feld mag traurig stehen: Wir gehn getrost auf seiner Bahn, Was gut ist, wird geschehen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben: Wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Laßt in Geduld uns fassen: Er nimmt sich unser gnädig an Und wird uns nicht verlassen. Er, unser Gott, Weiß was uns not, Und wird es gern uns geben: Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Benj. Schmolck. tut, das ist wohlgetan. 3. Du, treuer Herr, verläßt uns nicht: Wir sind's, die dich verlassen. Vor deinem heil'gen Angesicht Wie mancher hat mit Prassen Dein Gut verzehrt, Das Herz beschwert, Daß, so du wolltest rechten, Dann weh uns bösen Knechten! 4. O Herr, voll unbegrenzter Huld, Wer kann das Wunder fassen, Die lautre Langmut und Geduld, Daß du für alles Hassen Uns dennoch nicht Vor dein Gericht, Daß du mit neuen Gnaden Uns an dein Herz willst laden! Jahreszeiten. 62. 63. 7¹ 5. O präge tief den Herzen ein Drin sich dein Geist Die große Treu' und Güte! Mit Macht erweist, Mach' uns von Lust und Sünde rein, Nachdem wir erst das Schneiden Durchläutre das Gemüte Der Trübsal mußten leiden. Mit deinem Wort, 7. In deines Vaters Reich zuletzt, Daß wir hinfort Wenn du dich mit den Deinen, Zu deinen reichen Gaben Die ihren Trost auf dich gesetzt, Dich selber in uns haben. Auf ewig wirst vereinen, 6. Ja, mach' uns du, Herr Jesu Christ, Da schenk' uns ein Zu Deinen rechten Reben Den Freudenwein; Am Weinstock, der du selber bist, Den Trank wollst du uns geben, Daß edle Frucht wir geben, Der quillt ins ew'ge Leben. Chr. Joh. Riggenbach. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 62. In der stillen Einsamkeit 5. Reif wie Asche nah und fern Findest du dein Lob bereit; Streuet aus die Hand des Herrn; Großer Gott, erhöre mich: Wer kann bleiben vor dem Wroß Meine Seele suchet dich. Wenn er weht aus Nord und Ost? 2. Unveränderlich bist du, 6. Alles weiß die Zeit und Uhr, Nimmer still und doch in Ruh', O Beherrscher der Natur! Der du Sonn' und Sterne führst Frühling, Sommer, Herbst und Eis Und des Jahres Lauf regierst. Stehen da auf dein Geheiß. 3. Diese kalte Winterluft 7. O daß meine Seele dir Kräftig in die Herzen ruft: Willig folgte für und für! Sehet, welch ein starker Herr; O daß deine Feuerlieb' Sommer, Winter machet er. Mich zu dir, Herr Jesu, trieb'! 4. Gleich wie Wolle fällt der Schnee 8. Ob auch alles draußen friert, Und bedecket Tal und Höh'; Doch mein Herz erwärmet wird: Rufst du aber nur dem Wind, Preis und Dank ist dir bereit, So zerfließet er geschwind. Meinem Gott, in Einsamkeit. 63 Joachim Neander. 4. Lieder zum Jahreswechsel. 666656 di 9—8—150 La 4. Duc urn ern und durch Pia⸗ gen, Durch Not und gen, —— 2.½ Dies —7. —— — ——3 — 244 — — E —— —06 — I.— V 2— F ů—⁊ + 4—.—.—5 Bin ich, Gott Lob! ge⸗ drun 4 —— 7 wegt. Durch Hoffnung und durch Kla⸗gen, — 8 — — . Jahr ist hin⸗ ge⸗ legt: E + — F —2 —— — — — — E * — —. 2 * — v 35 5 —5— é +. Sor⸗gen groß und klein Angst und Pein, . — 22 Lieder zum Jahreswechsel. 64. 73 2. Der du mich hast erbauet, In dir besteht mein Heil; Dir ist mein Glück vertrauet, Du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, Du bist mein Trost, mein Hort! Dich lass' ich ferner walten: Herr, führ' mich fort und fort! 3. Mein Gott und meine Liebe, Was du willst, will auch ich; Gib, daß ich nichts verübe, Was irgend wider dich. Dir ist mein Will' ergeben, Ja, er ist nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dir eigen wünscht zu sein. Mel. 218: Wie mächtig 5 64. Ach, wiederum ein Jahr ver⸗ schwunden, Ein Jahr, und kommt nicht mehr zurück! Mit ihm wie viele tausend Stunden „Sind weg als wie ein Augenblick! Weg meine Tugenden und Sünden! Doch nein: der Richter aller Welt Läßt jegliche mich wieder finden, Wenn er vor seinen Thron mich stellt. 2. Gedanken, Worte, Tatenheere, Hat nichts von euch das Licht zu scheun? Wenn ich dies Jahr gestorben wäre, Wie würd' jetzt meiner Seele sein? Könnt' ich verklärt mit Gottes Kin⸗ Mich meinesErdenlebens freun?(dern Ach, oder müßt' ich mit den Sündern Verlorne Jahre schwer bereun? 3. Den Gott, der liebt, wie Väter lieben, Hat ihn mein Undank nie betrübt? Den Gott, der mir so treu geblieben, Hab' ich ihn auch so treu geliebt? 4. Nach dir soll ich mich schicken, Und, Herr, ich will's auch tun. Soll mich die Armut drücken, Ich will dabei beruhn. Soll ich denn Krankheit leiden, Ich will gehorsam sein. Soll ich von dannen scheiden, Herr, dein Will' ist auch mein. 5. Heut' ist das Jahr beschlossen: Laß deine Gnade heut' Auf mich sein ausgegossen, So wird mein Herz erneut. Lass' ich die alten Sünden, So werd' ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden: Dein Wort verspricht es mir. . W. Sacer, spricht in meiner Seele. Lebt' ich für ihn, nach seinem Willen, Stets als vor seinem Angesicht, Fromm öffentlich und fromm im stillen, Treu dem Gewissen und der Pflicht? 4. O Vater, du kennst meine Sünden, Wie viel sind ihrer nur dies Jahr! Laß mit Beschämung mich's empfinden, Wie oft mein Herz dir untreu war! Ja, Vater, es ist Gnade, Gnade, Wenn du der Jahre mehr mir schenkst Und von der Laster krummem Pfade Die Seele ganz zur Tugend lenkst. 5. Verzeih den Undank, schenk Erbarmen, Gedenke meiner Sünden nicht! Gib du dem Reuenden und Armen, Der Gnade sucht, des Trostes Licht! Wie freudig will ich dann mein Leben Von nun an deinem Dienste weihn; Wie eifrig will ich mich bestreben, Durch deine Kraft ein Christ zu sein! 6. Ich danke dir für alle Gnaden, Die du dies Jahr der Welt erzeigt. 74 65. 66. Lieder zum Jahreswechsel. Ach eile, Herr, die zu entladen, Die noch das Elend niederbeugt! Mel. 320: Christus, 65. Das Jahr ist nun zu Ende, Doch deine Liebe nicht; Noch segnen deine Hände, Noch scheint dein Gnadenlicht. 2. Des Glückes Säulen wanken, Der Erde Gut zerstäubt, Die alten Freunde schwanken; Doch deine Liebe bleibt. 3. Der Jugend Reiz vergehet, Des Mannes Kraft wird matt; Doch innerlich erstehet, Wer dich zum Freunde hat. 4. Mein Tag ist hingeschwunden, Mein Abend bricht herein; 66. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen! Hilf, das neue Jahr geht an. Laß es neue Kräfte bringen, Daß aufs neu' ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben Wollest du aus Gnaden geben. 2. Meiner Hände Werk und Taten, Meiner Zunge Red' und Wort Müssen nur durch dich geraten Und ganz glücklich gehen fort. Neue Kraft laß mich erfüllen, Zu verrichten deinen Willen. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, Laß mich büßen meine Sünd'; Hilf, daß sie mir nicht kann schaden Und ich bald Verzeihung find', Herr, in dir; nur du, mein Leben, Kannst die Sünde ja vergeben. Ich, aller Bruder, ich, ein Christ, Aufs neue deiner Huld empfehlen, Ja, ich will aller Menschen Seelen,‚ Dir, der du allbarmherzig bist! J. K. Lavater. der ist mein Leben. Doch weil ich dich gefunden, So kann ich fröhlich sein. 5. Das Dunkel ist gelichtet, Das auf dem Grabe liegt. Das Kreuz steht aufgerichtet, An dem du hast gesiegt. 6. Erheben gleich die Sünden Des alten Jahres sich, Du lässest Heil verkünden Und wirfst sie hinter dich. 7. Du heilest allen Schaden, Hilfst mir aus der Gefahr, Du siehst mich an in Gnaden Auch in dem neuen Jahr. Christ. Aug. Bähr Mel. 176: Gottesruhe, Sabbatstille. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, Nimm, o Gott! mein Flehen hin, Weil ich mich so sehr betrübe, Ja voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd' und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei Und ich christlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhie auf Erden Fromm und selig möge werden. 6. Jesu! laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Händen, Halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist. Lieder zum Jah 67. 7⁵ reswechsel. 1585. — . vn: de EEEEEE—.— IN 67. 1. Nun laßt uns geh Ai. nund tre⸗ ten Mit Sin⸗ gen .— 1—.——— .— 7— — 8 ben. 2 YII I 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nichts minder Läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, 5. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 6. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnauell unsrer Freuden. 7. Schließ zu die Jammerpforten Und laß an allen Orten Auf so viel Blutvergießen In seinem Schoße sitzen. Die Friedensströme fließen. RIAIRIHN . 1 55 III * 76 68. 69. Lieder zum Jahreswechsel. 8. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen; Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. 9. Sei der Verlassnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 10. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen. 11. Und endlich, was das meiste, Füll' uns mit deinem Geiste, Der hier uns herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 12. Das wollest du uns allen Nach deinem Wohlgefallen, Du, unsers Lebens Leben, Zum neuen Jahre geben! P. Gerhardt. Mel. 20: Singt, singt Jehovah neue Lieder. 6 8. Ein neues Jahr ist angefangen, Laß es ein Jahr der Gnade sein! Ein jeder blicket voll Verlangen In diese künft'ge Zeit hinein. Laß jeden finden und erfahren, Was seiner Seele dient und frommt, Und schaffe, daß in allen Jahren Dein Reich uns immer näher kommt. 2. Die Tage fliehn und tauchen nieder, Die Jahre schwinden wie ein Rauch; Du sprichst: Ihr Menschen kommet wieder, Und nimmst sie weg mit einem Hauch. Du führst heraus die Zahl der Sterne, Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Was du gebeutst, das kommt von serne, Und deine Hand macht alles neu. 3. O laß auch uns ein Neues hören In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit; Ein neues Wort von alter Treue, Das täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herz erfreue, So oft es seine Kraft erneut. 4. Laß deinen Namen neu erschallen, So weit dein Reich die Erde deckt; Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt. Du hast den heil'gen Christusnamen Als Thron der Gnade hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt. 5. Laß Trost und Frieden neu ver⸗ künden Den Herzen, die zerschlagen sind; Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind. Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, Auf dem wir Tag für Tag erneuen, Den festgeschlossnen Gnadenbund. Christ. Rud. Heinr. Puchta. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. 69. Wir treten in das neue Jahr Doch wer den Namen Jesu liebt, In Jesu heil'gem Namen; In ihm ist, was verheißen war, Den Seinen Ja und Amen. Die Welt, und was sie hat, zerstiebt, Der hat das ew'ge Leben. 2. Von dieser Welt so bunt und arm, Was ist uns hier beschieden? Viel falsche Lust, viel echter Harm, u, Lieder über Ehe und Familie. 70. 77⁷ Viel Täuschung, wenig Frieden! Die Zeit bricht schnell den Faden ab, Und legt sich Jahr um Jahr ins Grab; Wir aber hoffen Bessres. 3. Wir ziehen mit dem Volk des Herrn Und seines Reichs Geweihten, Wir folgen unserm Morgenstern Im Dunkel dieser Zeiten; Denn über allen Nächten klar 5. Lieder über Ehe und Familie. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 70. Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ, Im Stande, da dein Segen ist, Im Stande heil'ger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab' Und alles Gut so mild herab Aus deiner heil'gen Höhe, Wenn sich an dich Junge halten, Gleich den Alten, Die im Orden Eines Standes einig worden! 2. Wenn Mann und Weib sich wohl oerstehn, Und unverrückt zusammengehn Im Bunde reiner Treue; Da blüht das Glück von Jahr zu Jahr, Da sieht man, wie der Engel Schar Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm Kann zerschlagen, Kann zernagen, Was Gott gibet, Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Sei gutes Muts, wir sind es nicht, Die solche Ordnung aufgericht't: Es ist Gott, unser Vater! Der hat uns je und je geliebt, Und bleibt, wenn unsre Sorg' uns trübt, Strahlt uns sein Name: Wunderbar, Rat, Kraft und Ewig⸗Vater. 4. Wir legen auf des Herrn Altar, In ihm getreu verbunden, Das angetretne neue Jahr Und alle seine Stunden, Die Tränen alle, die es bringt, Die Lieder alle, die es singt, Dem Herrn sei alles heilig! Sam. Preiswerk. Der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang Aller Sachen. Die zu machen Wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Tränen lässet fließen; Doch, wer sich still und in Geduld Ergibt, des Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Wage, trage Nur ein wenig! Unser König Wird behende Machen, daß die Angst sich wende. 5. Wohl her, mein König, nah' herzu! Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh', In Aengsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis, Wir wollen singen bester Weis' Und danken alle beide, Bis wir bei dir, Deinen Willen Zu erfüllen, Deinen Namen Ewig loben werden. Amen. P. Gerbardt. 78 71. Lieder über Ehe und Familie. 1643. EX. + 4 ö‚ 4— 2 4 71. 1. Wohl ei⸗ nem Haus, da Je⸗ sus Christ Al⸗ ———ũꝛ 4 2 2 4 —..————J——. +.2—— 4—————— — +— 7 1 I 9*—— n, nn Ann P— SS...——— EV eeeer, dun nn. mnd, nnan nne.n Einneenr R lein, das all' in al⸗lem ist! Ja, wenn er nicht da⸗ e, ESAESSS.—55—.— x. — r r dir rtnE.drn Krt ritt; —.—— DDDD.. 1 W ö ö rin⸗ nen wär', Wie ⸗älend wär's, wie arm und leer! D ———.————— . —* 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib Ein jedes täglich dankt und fleht, und Kind Und man nichts treibet fort und fort Im rechten Glauben einig sind, Als Gottes Werk und Gottes Wort! Zu dienen ihrem Herrn und Gott 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand Nach seinem Willen und Gebot! Mit fleißiger, getreuer Hand 3. Wohl, wenn ein solches Haus Ein jegliches nach seiner Art der Welt Im Glauben seine Pflicht bewahrt! Ein Vorbild vor die Augen stellt, 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig Daß ohne Gottesdienst im Geist sind, Das äußre Werk nichts ist, noch Und wenn sie Kind und Hausgefind' heißt! Versäumen nicht am ew'gen Glück, 4. Wohl, wenn mit gläubigem Gebet Daß ihrer keines bleiht zurück! Lieder über Ehe und Familie. 72. 79 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; Die Eltern werden hoch erfreut, Und ihren Kindern sieht man's an, Wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach' ich denn zu dieser Stund' Samt meinem Hause diesen Bund: Wich' alles Volk auch von ihm fern, Ich und mein Haus stehn bei dem Herrn! Chr. K. L. v. Pfeil. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 72. Ich und mein Haus, wir sind bereit, Dir, Herr, die ganze Lebenszeit Mit Seel' und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; Gib deinen Segen nur darein, Daß wir dir willig dienen. Eine kleine Fromme reine Hausgemeine Mach' aus allen; Dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist belebend fort An unser aller Seelen. Er leucht' uns wie das Sonnenlicht, Daß es am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise Auch zur Reise Durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß' deinen Frieden auf dasHaus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit, Voll Demut, sanft und linde. Liebe übe Jede Seele, Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun Mit kindlichem Gemüte, Selig, fröhlich Selbst mit Schmerzen In dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins aus, So schließ den Stolz, die Weltlust aus, Des Reichtums böse Gäste; Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär', So fehlte uns das Beste: Jene schöne, Tiefe, stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regiere. Daß er, der alles wohl bestellt Und gute Zucht und Ordnung hält, Uns alle lieblich ziere. Sende, spende Ihn uns allen, Bis wir wallen Heim und droben Dich in deinem Hause loben. C. J. Ph. Spitta. 80 73. 74. 75. Lieder über Ehe und Familie. Mel. 5: Nun danket all' und bringet Ehr'. 73. Herr, vor dein Antlitz treten Um fürder eins zu sein,[zwei, Um eins dem andern Lieb' und Treu' Bis in den Tod zu weihn. 2. Sprich selbst das Amen zu dem Zu dem sie sich vereint;[(Bund, Hilf, daß ihr Ja von Herzensgrund Für immer sei gemeint. 3. Zusammen füge Seel' und Herz, Daß nichts hinfort sie trennt, Mel. 71: Wohl einem 74. Nun hilf' uns, o Herr Jesu Der du einst hier gewesen bist, Christ, Ein freundliches und frommes Kind, Ohn' alle Schuld, ohn' alle Sünd'. 2. Wir Kinder bitten eines nur, Versag's nicht, Herr, der Kreatur: Erhalt' sie eins in Freud' und Schmerz Bis an ihr Lebensend'! 4. Laß du ihr neugegründet Haus, Herr, deine Wohnung sein; Was arg und falsch ist, flieh' hinaus, Was heilig ist, kehr' ein! 5. Gib Segen über diese Stund', Gib Segen allezeit, Gib Segen, Herr, daß dieser Bund Dies Paar dir ewig weiht. V. Fr. v. Strauß. Haus, da Jesus Christ. Hilf, daß wir dein Gebot verstehn Und immer auf dein Vorbild sehn. 3. Gib deinen Geist in unsre Brust; Hilf lernen uns mit Fleiß und Lust, Damit wir legen rechten Grund, Und ewig stehn in deinem Bund! Böhm. Brüder. Joh. üü — 4%1—— .———.—.—.——4— Hast 335 75 4. Sor⸗ age, 5⸗ für uns⸗re Kh⸗der Sor⸗ ge für ihr Sind sie gleich vor ir nur Sün⸗ dex, Ha⸗ ben sie an x ——. 14 E 4. 2.— 4 2 —— +— .nn U————.— * 1 2 ö 2 +—.— I———— E D PR wah⸗ res Heil! ö dir doch teil. sind in der Tau⸗se schon 2.— neev& ——eE Lieder über Ehe und Familie. 75. 81 öSDDD‚DS‚II‚I‚I‚IIITIRIR‚PR‚I‚TRRTRRRE.‚.. EFED. CLIA 2*—33 2 1 4— 2*— L 2*—2 S.......*...D—2. 2.— f 10. Dir ge⸗ weiht und dei⸗ nem Sohn; Da⸗ rum lei ⸗te 28.—.. 1 + H 225 2..———— 2+.... +. I.....—*— +. IJ...::. D— + I. 1..— 1— +— II I 94— 4— 2 2—— N —. 1 v Minmn ut Lunnir + IE. U 2...— DD‚.i‚‚eeeeee..ee —. dei⸗ ne Gna⸗de Sie auf ih⸗ rem Le⸗bens ⸗pfa⸗ de. .. E.. + L Z—⁴ 4 23..—..—— —— IIIII.II.. +2.—5 1 .—— I +——— 1 2. Der du sie bisher erhalten Bei so manchem Unglücksfall, Wollest über sie nun walten Immerdar und überall. Bricht Gefahr für sie herein, Wollst du ihr Beschützer sein; Wenn in Not sie zu dir flehen, Laß sie deine Hilfe sehen. 3. Dringt auf sie von allen Seiten Der Verführer Schar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte sie auf rechter Bahn. Regt in ihrer eignen Brust Sich mit Macht die böse Lust, Gib dann, daß sie mutig kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen. 4. Herr! erhalte deinem Reiche Unsre Kinder stets getreu! O, daß keines von dir weiche Und dereinst verloren sei! Immer geh' ihr frommer Sinn Und ihr Streben darauf hin, Dir sich gänzlich zu ergeben Und zur Ehre dir zu leben. 5. Gönne uns die Himmelsfreude, Daß von uns am jüngsten Tag Jeder nach dem Kampf und Leide Mit Frohlocken sprechen mag: Liebster Vater, siehe hier Meine Kinder all' mit mir! Ihrer keines ist verloren, Alle für dein Reich erkoren! Rach Schlosser. 82 76. 77. Lieder über Ehe und Familie. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schar. 76. Saei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bist, Und daß die kleine Lämmerschar Dir, König, nicht verächtlich war. 2. Gelobet sei des Vaters Rat Für seiner Liebe Wundertat! Sein ew'ger Sohn wird arm und klein, Daß Kinder können selig sein. 3. Gelobet sei der heil'ge Geist, Der jedes Lamm zum Hirten weist, Der Kindern zu erkennen gibt, Wie brünstig sie der Heiland liebt. 4. Er macht durch seinen Gnadenzug Ein kleines Kind zum Glauben klug, Dann lernt's mit Freuden das verstehn, Was weise Männer oft nicht sehn. 5.„Laßt doch die Rindlein her zu mir! So riefst du, Herr.„Drum bin ich hier; Für sie gehört mein ganzes Reich: Drum ward ich selbst den Kindern gleich!“ 6. Wenn diese Welt ein Kind veracht't, So sind doch Kinder deine Macht, Und auch was noch unmündig heißt, Dient oft zum Werkzeug deinem Geist. 7. Ach, lehre unsre Kinderschar, Daß sie zusammen immerdar Mit Herz und Lippen dich erhöhn, So wird des Satans Reich vergehn. 8. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bist, Und daß du, hocherhabner Fürst, Der Kinder Heiland bleiben wirst. Ernst GBottl. Woltersdorf. Mel. 284: Nein, ich will nicht sorgen. 77. Schöpfer meines Lebens, Laß mich nicht vergebens Auf der Erde sein! Gieße deine Liebe, Deines Geistes Triebe In mein Herz hinein, Daß dein Bild, so rein und mild, Schöner stets bei deiner Pflege An mir leuchten möge. 2. Einmal nur erblühet, Ach, und bald entfliehet Meine Frühlingszeit. Sorglos sie verträumen Und dein Heil versäumen Bringt viel bittres Leid. Wirst du nicht mein Lebenslicht, Werd' ich dir nicht neu geboren, Ist sie mir verloren. 3. Dir allein zu leben Und mit dir zu streben Nach der Heiligung, Torheit zu verlassen, Sündenlust zu hassen Bin ich nie zu jung. Mache dies mir recht gewiß, Eh' ich um verlorne Tage Einst vergeblich klage! 4. Dort in jenen Höhen Werden viele stehen, Schön wie Himmelsglanz, Die hier Kinder waren Und in frühen Jahren Dir sich weihten ganz; Drum sind sie nun auch so früh Zu der Schar der sel'gen Frommen Und zu dir gekommen. 5. Jesu, Freund der Sünder, Der auch für die Kinder Einst auf Erden kam, O wie sanft und stille War dein Herz und Wille, Allem Bösen gram! 8 Ee1 Bettagslieder. 78. 83 Ruch auch wir, wir sollen bir Gedanken und Gebärden ö Ciechgeßate werden. 6. Selig, wer dich liebet! Selig, wer sich übet, Gottes Kind zu sein! Diese heil'gen Triebe Gieß' durch deine Liebe Unsern Herzen ein, Daß dein Bild, so rein und mild, Dort im schönen Himmelssaale Ewig an uns strahle! ö Alb. Knapp. 6. Bettagslieder. Egli. N 4——.——— 2.——.... 0 2———83——————.—— 32 x 1(Herr Gott! dich lo⸗ben wir Für 78. Daß du das Va⸗ter⸗land Vo 10 —.... 2 bei⸗ ne gro⸗ßen on Krie⸗ges⸗last ent⸗ E. ä + —— — + E 7 Gna⸗ den, la ⸗ den, Daß du uns schau:en läßt Des gold⸗nen 79. Bettagslieder. — 2. Herr Gott! dich loben wir, — wir in bangen Tagen Der Waffen schweres Joch Und frechen Grimm getragen. Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh'! Herr Gott! wir danken dir. 3. Herr Gott! dich loben wir, Daß du die Pfeil' und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert Zerbrochen und zerschlagen. Die Bande nute entzwei, Darum so singen wir Mit frohem Herz und Mund: Herr Gott! wir danken dir. 4. Herr Gott! dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott! wir danken dir. 5. Herr Gott! wir danken dir, Daß du Land, Kirch' und Häuser Und unsers Volkes Stamm Und dessen grüne Reiser Bisher erhalten hast! Gib ferner Gnad' allhier, Daß auch die Nachwelt sing': Herr Gott! wir danken dir. 6. Herr Gott! wir danken dir, Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben. Krön' uns mit deinem Gut, Erfülle für und für, O Vater, unser Flehn: Herr Gott! wir danken dir. Joh. Frank. + —— HF 2 SA 1. 4——5— . HI—— 9— M A ———— ½— 13 HI I 4.— 5— 4— RW—5 ++N II —E—. — 1 +——— SA ——————— I ErE n + + NI I + a 1 x* 8— **.7 + E——— IEEE NIAL S. NN x— + +* — 57 V V— 5 1* 15 2 e + HN 8—— S + 18—..— — 2. + 3— s HH—— T E 5 —.—— 2——— 3 —.——— 2— — W E II 8 HfE 41 — 14210 2——— HSA SNN 1157 165 HäIA H S NN— IREEE—9— · H S— HE* FEH S III 1 7— 8— 3 IZi sEH —[eo 8.— INIXK 8— 2+2—— IA B——— FE S NVN+—— 2 457 +* 2— RS 4 HHOS WIA H— 5 6 I 0DU— V 3— 2 0 ö — 11441 491 86 79. Bettagslieder. 2 eu⸗ rer Mis⸗ se⸗ tat. 7 IN 5 66——— d i.;—.— oth—— Er⸗bar⸗mer! Gott, groß von Rat, Gott, groß von DSRSRDD 449.— SS 15.—.—.———.‚— 1.— H———— 2— 4 ——— à——— re e d. 42331 A Tat, Ein Rä⸗cher eu⸗ rer Mis⸗se⸗ tat, Ein Rä⸗cher IIDDSS —.— + II N———— H———— 13 . D . 2. Betet an vor Gott! Es komme Gebeugt der Sünder und der Fromme Vor des Allmächt'gen Angesicht! Ach, von hunderttausend Seelen, Die alle straucheln, alle fehlen, Ruf' jede: Herr, vertilg' uns nicht! Wär' er nicht unser Gott, Nicht durch des Mittlers Tod Unser Vater, Längst träf' uns schon Von seinem Thron Der Sünden qualenvoller Lohn. 3. Betet an! Gott ist die Liebe. Rühmt, Sünder, laut: 125 ist die ebe, Durch Jesum Christum unser Gott! Noch trägt er die Uebertreter, Vertilgt noch nicht die Missetäter, Erduldet noch der Frevler Spott. Hört! Der Allmächt'ge spricht! Verstockt die Herzen nicht Seiner Stimme! Gerecht ist Gott! Gerecht der Tod, Den er verstockten Sündern droht! 4. Betet an! Ach, nicht im Grimme, Noch ruft Gott mit der Vaterstimme Den Bösen auf dem Irrweg zu: Kehret wieder von dem Pfade Des Unglücks! Geht den Weg der Gnade, —44— Bettagslieder. 80. 81. 87 Und sucht für eure Seelen Ruh! Klein ist der Tage Zahl! Vielleicht zum letzten Mal Tönt die Stimme Barmherzigkeit! Gehorcht noch heut'! Nah ist euch Tod und Ewigkeit! 5. Betet an! Erwacht, ihr Sünder! Erwacht! Denn euch, o Menschenkinder, Erwartet Tod und Ewigkeit. Mel. 118: Ach, sieh ihn 80. Herr Jesu Christ, der du be⸗ weintest Jerusalem und deines Volkes Fall, Der du's so wohl und herzlich meintest, Versammelt hättest gern die Kinder all', Wie nur die mütterliche Liebe tut: Du, Herr und König, sei uns Schirm und Hut! 2. Aufallen Höhn, in allen Gründen, In allen Hütten kehre du heut' ein! Weck' uns, bestrafe unsre Sünden: Von ihrer Knechtschaft kannst nur du befrein. In alle Herzen rufe:„Eins ist not! Durch mich seid einig, wie ich eins mit Gott!“ 3. Kehr' ein bei allen, die regieren, Verwalten, richten, lehren und erziehn; Lehr' sie ihr Amt mit Demut zieren Und Stolz und Heuchelei und Selbst⸗ sucht fliehn. Lohn und Strafe, Tod und Leben Hat Gott in eure Hand gegeben. Erwacht! Noch ist zur Buße Zeit. Allmächtig ist der Herr! Gerecht, gerecht ist er! Frevler, zittert! Wißt: Was er spricht, Gereut ihn nicht; Er kommt, er kommt und hält Gericht! Chr. Christ. Sturm. dulden, bluten, sterben. Denn wider dich ist, wer sich dein nicht freut; Und wer nicht mit dir sammelt, der zerstreut. 4. Kehr' ein bei allen, die da leiden, So nehmen willig sie deinKreuz auf sich Vößz ein uns allen dein Mitleiden, Daß wir in Brüdern nähren, kleiden dich. O lehr' uns, daß wir— arm und reich. Vor Gott und dir sind hilfsbedürftig gleich. 5. Rehr'bei uns ein und lehr' uns beten In Geist und Wahrheit und der Liebe Daß immer einiger wir treten Sinn, Durch dich, den Sohn, zu Gott, dem Vater, hin. Dann wird zum Tempel unser Vater⸗ land: Uns segnet deine Hohenpriesterhand. A. E. Fröhlich. 81.1. Du Schö⸗-pfer und Wir Eudzen heut' aufs 10 ——— e 1 0 ů—— Be⸗ hü ⸗ter, Du Ge⸗ber 88 81. Bettagslieder. * 2 Q— 4 n. 7———+. ‚‚‚—..— 1 E.— .—.— 43 1 4 4 f R Kö⸗nig, Treu ⸗e; Dir naht das gan⸗ ze Land. al ⸗ler Güter, Wir stehn in dei⸗ ner Hand. Du ünirni uri —— +2 2—I E.EHHNEE äꝓPP. — 6—.— nen 1 1 5.— n — 5 ꝑSSIISIITITI 4..—.— FY——. 2..D‚‚.‚‚‚...— DDDE E EBEE 4.——— 2——— S n v. En. 2— 2.—— 5 Fi. 14 F ++ Sei — von der Vä⸗ ter .——— 6 5 +—.———— — x ———* n. nin. vĩr.min, vin y.ar Hn winn eren K. ̃ 37— Zei ⸗ ten Ge⸗ seg⸗ net hoch vor man⸗chem Land. 2. I — e SSSSSSS 57, D— 2. Du lässest hier uns wohnen, Wo ringsum herrlich thronen Die Wunder deiner Macht. Du ließest früh schon glänzen Das Kreuz in unsern Grenzen, Das hat uns frei gemacht. Auch wo wir dein vergaßen, Hast du uns nicht verlassen Und gnädig uns hierher gebracht. 3. Mild, wie du uns regierest, Das Land mit Segen zierest, Soll'n wir auch milde sein. Wer groß da will erscheinen, 15 Nach Jesu Vorbild weihn. Ist Haus und Volk zerspalten, Kann es sich nicht erhalten, Und Einigkeit gibst du allein. 4. Ein Festtag deiner Güte Ist jeder Tag, o blühte So unsre Lieb' auch neu, Daß frommer Väter Erbe Durch uns das Kind erwerbe Ind sich in dir erfreu'! Ja, Hirte deiner Herden, Laß auch die Enkel werden Ein Zeugnis deiner Huld und Treu'! Der muß sich all' den Deinen A. E. Fröhlich. Bettagslieder. 82. 89 H. Weber 1 EH— 82. 1. nig, Gott der 925 2667 Sieh, 220 —8 E 19 IEE Volk kommt schuld⸗be ⸗la⸗den Heu⸗ te vor dein An⸗ge⸗ ö. 5. sicht. Und wir al ⸗le flehn voll Reu⸗e: Nimm dich un⸗ ser DE DRR H..HHe — —. 4. 3 EX.. +** +. ¹ VII ⁰EEE +2. LZ 2——.. 4 ö Ze.5 I. L + + +— 422 2 Z.X. 1— 2 V. 1 1 2 + 2—. L. 12— II 90 83. Bettagslieder. 2. Straf' uns nicht, die wir vermessen Deiner Vaterhuld vergessen, Nicht geachtet auf dein Tun! Deine Lieb' ist unvergänglich, Im Vergeben überschwenglich: Laß sie Huuas auf uns ruhn! 3. Laß uns wieder mit Vertrauen In dein Vaterantlitz schauen, Blicken in dein Heilandsherz! Und wie du geführt die Ahnen Alebevoll auf Siegesbahnen, Führ' auch uns du allerwärts! 4. Mache du uns zu den Deinen, Die sich treu in dir vereinen Und gemeinsam Dank dir weihn! Lob und Preis sei dir gesungen Mit geweihten, neuen Zungen, Die du selbst uns wollst verleihn! 5. Wie viel Gutes, wie viel Gaben Wir von dir empfangen haben, Seit du unser Land befreit; Wie so reich du uns gesegnet, Wie so freundlich uns begegnet, Singt kein Lied in Ewigkeit. 6. Nun denn, Herr und Gott, erneue Unsre Lieb' und unsre Treue! Dir geweiht sei Herz und Mund! Keine Freuden, keine Leiden ew je von dir uns scheiden: Ewig fest sei unser Bund! 7. Gib, o Herr, auf allen Wegen Unserm Volke Fried' und Segen, Und dein Heil sei unser Schild! Gib uns Kraft und heil'ges Streben, Deinem Wort getreu zu leben, Mach' uns ähnlich deinem Bild! 8. Heil uns, du bist unser König, Und wir dir nur untertänig: Du bist unser, wir sind dein. Ja, du wirst zu allen Zeiten Treu uns führen und begleiten, Stets uns Gott und Vater sein! M. Klotz. EIIDD melch. vulpius. . ——— 5 1— 7——— 67 ⁰ 1 83 1.* Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn, 9 7 hilft du dei ⸗ nem Vol ⸗ ke 2—9——— ———. .........— —.— 12..——. 2.——— —.——.— + + ——————— I AIe... E—.——..—.5— i Wohl⸗auf! und hilf uns strei ⸗ ten! 3* du ge⸗ tan vor 4—— Wir—— im * II—— SISSSCSSSSII —— 2 Bettagslieder. 83. 91 AE 5 V— LI 1 1 1ε 7 Kamp⸗ fe Tag und Nacht, '— O Herr, nimm gnä⸗dig uns ——————— drr ö — 1 M I 44447. ...— DE E— —— m . —.— acht Und steh' uns an der Sei ⸗ ten! my 7 sW——— . SSSSSISS‚‚I.ee ·SIII.I=....... P.... — 2— + 2——— 2. Mit dir, du starker Heiland du‚ 4. Herr, du bist Gott und keiner Muß uns der Sieg gelingen; mehr, Wohl gilt's zu streiten immerzu, Bis einst wir dir lobsingen. Nur Mut! Die Stund' ist nimmer weit, Da wir nach allem Kampf und Streit Die Lebenskron' erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um, Wir lassen uns nicht grauen; Du wirst aus deinem Heiligtum Schon unsre Not erschauen. Fort streiten wir in deiner Hut Und widerstehen bis aufs Blut Und wollen dir nur trauen! Auf den allein wir trauen. Wie gnädig wolltest du zur Wehr Der Berge Wall uns bauen! Laß deine Güte, deine Treu' Behüten uns und stets aufs neu Uns deine Hilfe schauen! 5. Herr, du bist Gott! In deine Hand O laß getrost uns fallen! Wie du geholfen unserm Land, So hilfst du fort noch allen, Die dir vertraun und deinem Bund Und freudig dir von Herzensgrund Ihr Loblied lassen schallen. Iriedr. Oser. 92 84. Bettagslieder. Mel. 228: Nun freut euch, Christen, insgemein. 84. O selg Volk, des Gott du bist, Du, Herr voll Macht und Treue, Du, dessen Huld kein Loblied mißt, Die endlos ewig neue! O selig Volk, das du ersehn Zum Eigentum, es wird bestehn, O Gott, durch deinen Segen! 2. Du hast aus aller Völker Reihn Die Väter dir erwählet, Der Freiheit starke Hut zu sein, Hast sie mit Mut beseelet, Der für dies heil'ge Himmelsgut In Not ließ freudig Leib und Blut: Du warst ihr Gott und Helfer! 3. Drum steigt des Dankes Jubel⸗ Empor von deinem Volke.(klang Dich preist der Herzen brünst'ger Drang, Und in der Helden Wolke Schaun wir, o Herr, nicht Menschen⸗ macht, Du hast gekämpft, du hast's vollbracht! Dein ist, o Gott, die Ehre! 4. Bewahr' uns unsrer Freiheit Gut! Wir flehen ernst gebeuget. Oft schwach und klein ist unser Mut, Und manche Sünde zeuget: Wir sind nicht wert der Huld und Gnad', Wir gehn der Selbstsucht dunkeln Pfad, Die Seele liegt in Banden. 5. Hilf uns, der Freien ew'ger Hort, Und mache frei die Geister Durch deines Sohnes heilig Wort! Er nur sei unser Meister! Dir folgen wir, Herr Jesus 0 Der du das Haupt am Leibe bist, Und wir sind alle Brüder! 6. Dann schaut auf unsrer Alpen Firn Der treue Gott, und drücket Sein Siegel auf des Landes Stirn, Das er mit Segen schmücket. Der Himmel strahlt aus unsern Seen, Und durch die Fruchtgefilde wehn Des Himmelreiches Wonnen. 7. Du, großer Gott, bedarfst uns Und segnest doch ohn' Ende. Inicht Erheb' auf uns dein Angesicht Und stärk' uns Herz und Hände! Bleib' unser Gott und laß uns dein Und frei in Jesus Christus sein, Du Bundesgott und Vater! H. Weber. II. JNestlieder. A. Adverits⸗ und Weihnachtslieder. 1. Adventslieder. —2—.— E E. I 85. 1. Macht hoch die Tür, die To ⸗ re weit! Es I . 1————— 1 e —5—— 2—..—.——.—— D. 2.—.—.—— + + æ..——F 23435 9——.—— DV 1 n* 4 2 2+ 1 T..+ + II CE 5— 3—. 1 1 + +7 V.——.. EH—— SEDDDSSiDEE—.— 4 kommt der Herr der Herr-lich⸗keit, Ein Kö⸗ nig al ⸗ ler 2.— ö 1—.——.— 4— FPFPIPIFIFIItt—— E 4*—— 1—— , 4— 1455.—..——.— 1 —...—— NI.....— 1— + I (Rti— ————— — 62 — 1———*———. — S8——..“‚J———— + 1. 24 5— V..—. Z.IDE———..—.— 2.— —8.. J....— 2..—.—— 2......— 2. — I..—— F I.— 4+—— 1———3— 9⁴ 85. Adventslieder. WIRDRDRRRRRES E e 5 51 Li bet— sich 3 Der⸗ hal ⸗ben jauchzi, mit ————.— 1.— 2— E 6 0 rat— sei Je ⸗ sus 4— Der 2. Er ist gerecht und hilsbereit, Er ist die rechte Freudensonn', Die Huld und Sanftmut sein Geleit. Bringt mit sich lauter Heil und Wonn'. Sein Königsschmuck ist Heiligkeit, Gelobt sei Jesus Christ, Sein Zepter ist Barmherzigkeit. Der mein Erlöser ist! All' unsre Not zu End' er bringt, 4. Macht hoch die Tür, die Tore Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: weit! Gelobt sei Jesus Christ, Das Herz zum Tempel sei bereit! Der mein Erlöser ist! Schmückt es in Andacht, Lust und 3. O wohl demLand, o wohl der Stadt, Freud' So diesen König bei sich hat! Mit Zweigen der Gottseligkeit; Wohl allen Herzen insgemein, So kommt der König auch zu euch, Da dieser König ziehet ein! Ja Heil und Leben mit zugleich. Adventslieder. 86. 9⁵ Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ! Des Herzens Tür dir offen ist! Ach, zieh' mit deiner Gnade ein! In Freundlichkeit auch uns erschein'! Dein heil'ger Geist uns führ' und leit' Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr'! G. Weißel. 1666. + — 2... Hii RRREE stän⸗dig hält Und der Sün⸗der Trost und Rat Zu uns 4 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was die Seher prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf' und Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Wunderbar, Rat, Kraft und Held Hat sich treulich eingestellt. 9 87. Aöͤventslieder. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna dir, mein Teil! Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. 5. Zieh', du Ehrenkönig, ein: Es gehöret dir allein; Mach' es, wie du gerne tust, Rein von aller Sündenlust. 6. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Feindes Macht und List Wider mich geschäftig ist. 7. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Aengste frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst, Herrlich wiederkommen wirst, Ich dir mög' entgegengehn Und gerecht vor dir bestehn. einr. deld. 5s. Rasv. Bachofen. — SSI .. 87 1 Auf, auf, ihr Reichs⸗ge ⸗ nos ⸗ sen, Der Kö⸗nig Empfangtihn un⸗ver ⸗ dros⸗ sen, Der al⸗ len ———*.— .P II IIIII......... —.— X—+...— E i 2563— 1— — H—..— e In. n u——.— 2 653—. ‚. 1..——.— IEEEEE DiE EEE E kommt her⸗ an. hel ⸗fen kann. Ihr Chri⸗sten geht her ⸗für! Laßt RER x ——— 4 20 ED 4 2—.— 25—— ½. i— — II E 1— 5——*— + SSSIEIEIEI. SPSPSPSPSSPPIII uns vor al⸗len Din⸗gen Ihm Ho⸗si⸗ an⸗ na sin⸗ gen ⁰— 9 0 x ů 93 3 FFEFIFFFFFITTT 22——.— 2 DS + + 1—— D n 2— E= S.— ——— Adventslieder. 88. 97 IN 9—ͤ— x +— SDI SS.....I. VX. I.——— L. III — D e Mit hei ⸗—li⸗ ger Be⸗gier. —2 nd 3 N üt 4.I 2. + I II* II EL.HB„* 1—— + L II — X.. I 1 +I II 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist nicht fern. Hinweg all' Angst und Schmerzen! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen; Er will euch Hilf' erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch; Er will durch sein Erbarmen Euch machen groß und reich. Der alles hat bedacht, Der wird auch euch ernähren; Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr Tiefbetrübten! Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Mel. 87: Auf, auf, 88. Mit Ernst, ihr Menschenkinder, Das Herz in euch bestellt, Damit das Heil der Sünder, Der große Wunderheld, Den Gott aus Gnad' allein Der Welt zum Licht und Leben Verheißen und gegeben, Bei allen kehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Nun wird nicht Angst, noch Pein, Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 5. Auf, auf mit schnellen Schritten! Den König eilt zu sehn! Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all' heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen, Der uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt. Drum wollen fort und fort, O König hoch erhoben, Wir dich mit Freuden loben Und preisen hier und dort. Joh. Rist. ihr Reichsgenossen. Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; Macht eben jeden Pfad, Die Täler all' erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad. 3. Ein Herz, das Demut liebet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut übet, Mit Angst zugrunde geht. 98 39. Abdventslieder. Ein Herz, das redlich ist Aus Güte und Erbarmen, Und folget Gottes Leiten, Herr Jesu, selbst bereit! Das kann sich recht bereiten, Zieh' in mein Herz herein, Zu dem kommt Jesus Christ. Und wohn' auf immer drinnen, 4. Ach, mache du mich Armen So werden Herz und Sinnen In dieser Gnadenzeit Dir ewig dankbar sein. Bal. Thile. 65,Mü⸗——— nach Steiner. AX EH +— +— SE u—9 89 1. Nun jauch⸗zet all, ihr From⸗men, In—. 119— Weil un⸗ser Heil„ kom⸗men, Der Herr der Herr⸗lich⸗ 4—— —— e. +— +— 2.. +. 2 2„— + J 2 27 E—.—— —————————— ‚ 0 keit, 4— oh ⸗ ne stol ⸗— Pracht, Doch mäch⸗tig, SE— ver⸗ 25 ·ren 3— gänz⸗lich zu 1185 stö ⸗ren Des 7 4 4 2 60 2 + SSSEEEEE 1— Adventslieder. 90. 99 N.e.„— ISISII.— H— 2...EI A— 1 Fein⸗ des Reich und Macht. e, v. +— 12 I. ID. + 4— II ——— 2 1 IL 2. Kein Zepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt: Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen der Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So wählt die rechte Bahn, Die auf zum Himmel geht, Weil dem, der ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Der Höchste widersteht. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemut, Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen, Der ist das höchste Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit, Der euer Leid und Weinen Verwandeln wird in Freud'. Er ist's, der helfen kann. Macht eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig: Er ist schon auf der Bahn. Mich Schirmer. Melch. Teschner. 90. 1 Wie soll ich dich emp⸗fan⸗ gen Und wie be⸗gegn' ich O al⸗ler Welt Ver-lan⸗ gen, O mei⸗ ner See⸗ le 90. Adventslieder. ir, Zier? O Je⸗su, Je⸗su, zün ⸗de Mir selbst die Fak⸗kel 1· . I. IJI——3 . ——— EEE 15.0 SSSS. V. an, Auf daß mein Herz er⸗grün⸗ de, Was dich er⸗ freu⸗en kann. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Es soll mein Herz dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zum Trost mir und zur Freud'? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried' und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß; Du hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt Als dein getreues Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund aus kann sagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib' dir in die Herzen, Du tiefbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt! Ihr habet Die Hilfe vor der Tür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht: Se⁸ꝰ&ꝰ&ꝰW–NV&N 2. DEEDNee Adventslieder. 91. 92. 10¹ Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb' und Lust, All' Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld: Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb' und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Dräuen Der Feind' und ihrer Tück'? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und bring' uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! P. Gerhardt. Mel. 20: Singt, singt Jehovah neue Lieder. 91. Der König kommt, der Herr der Ehren Ist nahe, seine Stimme schallt! Ihr Menschen, lasset euch bekehren, Weil Gottes Herz in Liebe wallt. Denn aus unendlichem Erbarmen Versöhnet er mit sich die Welt Und sendet seinen Sohn uns Armen Zu unserm Heil und Lösegeld. 2. O lasset uns den Sohn umsassen! Er steht vor unsrer Herzen Tür. Der sich so tief herabgelassen, Der klopfet an bei dir und mir. Er kommt, die Wohnung aufzu⸗ schlagen; O haltet ihn nicht länger fern! Laßt uns von ganzem Herzen sagen: Tritt ein, Gesegneter des Herrn! 3. Der König kommt, der uns vom Bösen, Das unser arges Herze hegt, Volltommen will und kann erlösen, Der unser als ein Hirte pflegt. Er kommt, uns ewiglich zu segnen, Und spricht: Ich mach' es alles neu. O möchten wir ihm doch begegnen Mit wahrer Buß' und Glaubenstreu'. 4. Anbetungswürd'ger Ehrenkönig, Ach, bahne dir doch selbst den Weg, Daß alle Welt sich untertänig Im Glauben dir zu Füßen leg'. Zerstör' in uns die Sündenkräfte, Beherrsch' uns als dein Eigentum, Und fördre deines Reichs Geschäfte Zu deinem und des Vaters Ruhm. Nach J. K. Ziegler. Mel. 89: Nun jauchzet all', ihr Frommen. 92. Erhebt den Herrn, ihr From⸗ Er hält, was er verspricht.(men! Der Heiland ist gekommen, Der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, Hat uns zum Heil und Leben Selbst seinen Sohn gegeben; Durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlöst! O welche Liebe Hat uns der Herr erzeigt, Mit welchem Vatertriebe Sein Herz zu uns geneigt! 10² 93. Adventslieder. Von seiner Himmel Thron Kommt, Rettung vom Verderben Uns Sündern zu erwerben, Sein eingeborner Sohn. 3. Er kam zu uns auf Erden In armer Knechtsgestalt; Voll Mühe und Beschwerden War hier sein Aufenthalt. Der ihm gegeb'nen Macht Enthielt er sich mit Freuden, Bis er durch Todesleiden Sein großes Werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht! O bringet Gott euern Lobgesang! Erlöste Menschen, singet Dem Mittler ewig Dank! Wo niemand helsen kann, Da hilft er gern aus Gnaden, Heilt unsrer Seele Schaden: O nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, Verwirf uns, Jesus, nicht! Du bist das Heil der Sünder, Du unsre Zuversicht. Gib unsern Seelen Ruh'! Hilf jeden Reiz der Sünden Uns glücklich überwinden! Gib Mut und Kraft dazu! 6. Dich wollen wir erheben Hier und in Ewigkeit, Wo uns ein bess'res Leben Vor deinem Thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann werden unsre Seelen Vollkommen selig sein. Sam. Diterich. F. V. Buttstett. PꝑPFPPIPIIIIIIIIIIIIIIIIIIITTTT ..——— * 93. 1. Dein Kö⸗nig kommt in nie ⸗dern Hül⸗len, Sanst⸗ * . n n DDSDEEE EAE n. ————— EHH—.— E 2+22 2—.—.— Ei PIIIIIEEE.—.—..—.— I—..—— RfN mü⸗tig auf der Es'⸗ lin Fül⸗len: Emp⸗fang' ihn 3 n i.— C—— 1 2.— TIVI +— —2. 4— JZ.————HH..— n——— 2+——— + 2— ö— 3 N Adventslieder. 98. 10³ — * ru⸗ 25 5 .—17 Trag' ihm 10 42 gen Frie⸗dens⸗ —— x—— Lerrrti=e, 2* streu' den Pfad mit grü⸗nen Hal⸗men! EE re A I DDDRR I ——. 2. O mächt'ger Herrscher ohne Heere, Gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von 4.5. Macht! Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren, Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieserErden, Doch aller Erden Reiche werden Dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. So ist's dem Her⸗ren an⸗—— ⸗nehm. — D— — 5 11—..— E.. PE———— 1 1S1 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den verheerten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fessel Sünd' und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer verstört! Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 10⁴ 94. Weihnachtslieder. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Daß wir, die Völker und die Thronen, Die Macht der Finsternis erliegen, Vereint als Brüder wieder wohnen Und lösch' der Zwietracht Glimmen aus, In deines großen Vaters Haus! Fr. Rückert. — 2. Weihnachtslieder. 15. Jahrhundert. * Wf RSSSSISS......— S — 7 7 12 9 4 1—— ist der Tag so freu⸗den⸗reich Uns ar⸗men (Da Got⸗tes Sohn ist wor⸗den gleich, Doch oh⸗ ne 12 442 420 DDDE EE EEE +.— 2 E* 1— 6.—.—.—5„— —— ‚‚‚....—.3— PP. Men⸗schen⸗kin ⸗ dern, Sünd', uns Sün ⸗ dern! In Fin⸗ster⸗nis⸗ sen sa⸗ ßen — 2.— 8 SSSSS 4— E ĩü—.— 1.———— + I +——1—— ö V ö é ꝗ+ 2... SEEEE EEE EEEE wir Und in des To⸗des Schat⸗ten hier, Weit ab vom Weg zum 7* 2—4—½ A 2 4— DiD — VI.— 1I. ATSII.JuNE 5 5 ½ SRn weihnachtslieder. 95. 10⁵ Frie ⸗ den. A⸗ber wir lob⸗ heut': Herz⸗li⸗ EE I D EOutt———1+2—— ——...— Smmnm n i nin Emndm- n. eH 165 Barm⸗ 00 2. 0 keit 2 uns. hie⸗ nie ⸗ den. —.———— 2 23 2 Wtne.— 2. Die Hirten, die in selber Nacht 3. Und alsobald beim—1 war Der Herde hüten müssen, Des Himmelheeres Menge, Umleuchtete des Herren Pracht, Die brachten Lob dem Schöpfer dar Sein Engel sprach mit Grüßen: Und sangen die Gesänge, „Ich künd' euch große Freude nur, Die seit der wunderbaren Stund' Die allem Volke widerfuhr: Im Himmel, auf dem Erdenrund, Der Heiland ist geboren, Heil uns! stets widerhallen: Der da Christus ist, der Herr, Ehre sei Gott in der Höh'! In der Krippe lieget er, Fried' auf Erden je und je, In Davids Stadt geboren.“ An Menschen Wohlgefallen! Zum Teil nach dies est laetitiae. 1539. ——.——.— E=— T — 2—— 23332 95. 1.— kam der En⸗gel Schar, Er⸗ 225 50 ESEEEEEEEEEEEER 1 Weihnachtslieder. 150 ———— ää 3 ten 205 ⸗fen⸗bar, Sie 7 ten an: Ein Kind⸗ lein Art, Das A — ——— 1+—— I ———————— 65 I V 2 in der Krip⸗pen hart. — Tr—2.—0 II n. 6* 2. Zu Bethlehem in Lans Stadt, Wie euch die Schrift verkündet hat; Dies Kindlein ist der Herr und Christ, Der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden eins. Er ist nun euer Fleisch und Blut; Eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch schaden Sünd' und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen nur den alten Feind, Ist Gottes Sohn doch euer Freund. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn die Zuversicht; Es mögen viel' euch fechten an, Trotz sei dem, der's nicht lassen kann! 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden sein Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. M. Luther 15. Jahrhundert. 96. 4. 20b' 9. wer⸗ te Chri⸗ sten⸗heit, Und dan⸗ ke ö.f.—6.. ——. 30 DE EE EEEEE Weihnachtslieder. 96. 5 mit Rb Freud'! Un⸗sers.5 Won a 16 15 ö————— —— nin:... i E. 83..— +— 2—4 Tai 2 —— + 1 1 + 1 13 I.= 1 F I 1— — 69—— I. — V 8————.— +— + +ES— P 23 uns zu Trost ge⸗bo⸗ ren heut' Und leuch⸗tet als — 4 ö —4 DA — 2 TI— 4+q+qͤ ᷣ * 5—.——.——1—.— 1 ö 4* Q 4 2.— ö KEE IESC ,—————3——.— 2— 2 ..— ini Son ne In—2 dun⸗ 10 1 dane n— — é H. 23——.— 4— 2——* Diii EExxx xE E — +.— I.— +—+— 2 — —. 2 *————— 8—.— N ———*— 4 10⁸ 97. Weihnachtslieder. 19 2. O welch ein teures, großes Heil, Welch schönes, liebliches Erbteil ö Hast du uns, den Deinen, Geschenkt, o Gott, in deinem Sohn, Des sich die Engel freuen 17 Und beten an vor deinem Thron; 4 Wünschen Fried' aus Erd' Und Freud' den Menschen wert. 17 3. O Herr, du Freundlichster, nach dir Verlangt das Herz in Heilsbegier! Wir wär'n ganz verdorben. In Finsternis, ohn' Licht und Sonn'; So hast du uns erworben Die ew'ge Himmelsfreud' und Wonn“ Aus Barmherzigkeit. O tiefe Mildigkeit! 4. O Jesu, wahrer Mensch und Gott! Tröst' uns in aller unsrer Not. Brunngquell aller Güte, Erweck' uns durch dein heilig Wort, Erneu' Herz und Gemüte, Daß wir dereinst mit dir auch dort Deiner Herrlichkeit Uns freun in Ewigkeit! Böhm. Brüder. 1741. Da vor Freud' Al⸗le En⸗gel — 22——.— H ö 1— 4.—— II N. 4. dröh lic bol mein Her⸗ 37 60 6n die⸗ 0 Zeit, ö 9 141...——.——.——.—— DEEEEEE P ———— ,, W 2 SE.———.— Weihnachtslieder. 9⁷. Chri⸗stus ist ge⸗ bo⸗ 5 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu⸗ Gottes Kind, Igute; Das verbind't Sich mit unserm Blute. 3. Sollt' uns Gott nun können hassen, Der uns gibt, Was er liebt Ueber alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem Thron Seiner Macht und Ehren. 4. Seht, er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält; Was euch fehlt, Ich bring' alles wieder! 5. Kommet denn und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt in großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet; Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Tür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich—40 beschwert im Herzen, Wer empfind't Seine Sünd' Und Gewissensschmerzen, Sei getrost: Hier wird gefunden, Der in Eil' Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Da ihr sollt Euer Herz mit laben. 9. Süßes Heil, laß dich umfangen! Laß mich dir, Meine Zier, Unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben: Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. P. Serhardt. 11⁰ 98. Weihnachtslieder. 5. Egli *„*——— 62— .——— S——.. +— 98. 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗nu⸗el, Du Le⸗bens⸗ RRRIAIII—— ——— 122—.—. 21.H ö R. .— ——— 14—4 ———— 2.—.— nun⸗mehr ein⸗ge⸗stel⸗let hast. 2. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir ge⸗ wacht, Dich hat gehofft so lange Jahr Der Väter und Propheten Schar! 3.„Ach, daß der Herr aus Zion käm' Und unsre Bande von uns nähm'! Ach, daß die Hilfe bräch' herein! So würde Jakob fröhlich sein.“ 4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh', Et E— 89—5—.. 2——.—— n?.——.— 1————. I Bist klein und machst doch alles groß, Bekleid'st die Welt und kommst doch bloß. 5. Du bist der Ursprung aller Freud' Und duldest so viel Herzeleid; Du bist der süße Menschenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. SUDSESS 1 Wweihnachtslieder. 99. 111 7. Der Will' ist da, die Kraft ist klein, Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. 8. So fass' ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei; Du trägst den Zorn, besiegst den Tod Und kehrst in Freud' all Angst und Not. 9. Du bist, o Herr, mein Haupt und Ruhm; Ich bin dein Glied und Eigentum Und will, soviel dein Geist mir gibt, Dir dienen, wie dein Herz es liebt. 10. Ich will mein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort, in deinem Ehrensaal, Soll's schallen ohne Zeit und Zahl! P. Gerhardt. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. é 99. Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr Engel, in Chören! Singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah Zu den Verlornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Frieden und Freud' Wird uns verkündiget heut': Freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste geneiget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Gott in dem Sohn, Für uns verläßt er den Thron: Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische! Wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein! Er will der Führer euch sein, Die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, dn aehe auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken? Soll nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin, Kindlich darein sich versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe ge⸗ worden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herz in der Liebe verbinde, Du sollst es sein, Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde! 7. Treuer Immanuel, werd' auch in mir nun geboren! Komm doch, mein Heiland! Denn ohne dich bin ich verloren. Wohne in mir, Mache mich eines mit dir, Der mich zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb' ich, dich will ich erheben! Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur leben. Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, Völlig mich dir zu ergeben! C. Tersteegen. 112 100. Weihnachtslieder. 5. 90 ren..i, 100. 1. Dies ist 5 Tag, den Gott ge⸗macht; Sein 4———— 114——— .........T......r ——. ⸗ler Welt 4 ge⸗ dacht! Ihn erck⸗se was durch 4—— Je⸗ sum Christ Im ini zmel und auf Er⸗ ben st. 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward. Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist voll Ehrfurcht still, Er betet an und er ermißt, Daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer e. Teil, Erscheinst im Fleisch, wirst i Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an! Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 7. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut! E 1— e —— 2 6. Du, unser Heil und höchstes Weihnachtslieder. 101. 113 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt,. Und Erde, die ihn heute sieht, Ein Mittler ist's, der sie erhält: Sing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied! Was zagt der Mensch, wenn der ihn 10. Dies ist der Tag, den Gott chützt, gemacht! Der in des Vaters Schoße sitzt? Sein werd' in aller Welt gedacht! 9.Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Ihn preise, was durch Jesum Christ Den Tag der heiligsten Geburt! Im Himmel und auf Erden ist! Christ. 8. Gellert. Konr. Rocher. 101 1 Darsd⸗ Licht, du Volk der Hei⸗ den! Dir geht auf ein 2—— der— · 15 2. 2—. 22 — 4+.— .—.9 3 EEEEE¶— Wer⸗de Licht. Je⸗ ru sa⸗ lem! Vom— 1 gen Beth⸗le hem. Er, das Licht und 42. 122.—— 25 L —025 2— IITTe — 5——— Heil der 260 ie hat sich ein⸗ 3 l. 114 102. Weihnachtslieder. 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsternis auf ihnen: Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach! von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrtums finstre Wolke Ueberschattet noch dein Land. Ueber Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. 4. O, verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Kommt und werdet Gottes Kinder, Betet euern König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Macht euch auf und werdet Licht! 5. Nun, wir eilen mit Verlangen, Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; Zeig uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub' umfasset dich. 6. Auf des Lebens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort! Gib uns Mut zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, Nie verzagend stille stehn! 7. In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht! In des Herzens Kümmernissen, Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut. 8. Wandern wir im finstern Tale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! J. Fnedr. Mudre. V 5s. Georg Nägeli. 1.— DD.—.— +.—.———— .—— wi dar, L E EEEEE RSi 102. 1. Die hei⸗lig⸗ste der Näch=-te Bricht nun auf DI——— E=—— 2..————3—2—— NVü 905 Z. 4.— ν SDSDP‚IPI.I‚I.II‚III..I.....—— F IP stil⸗ler Bahn Dem mensch⸗li⸗chen Ge⸗schlech⸗te Zum —* 42. 7 3—2.— 4Z 5....‚. .S.PP.PIPI.Iꝑ.IPI‚I‚I I‚I‚I.I.........— EEEE Weihnachtslieder. 108. 11⁵ *—“* EE.— ISSSSPIPII‚IIIIIIII...IIF——— 2.— + 1+.. E. T Wir fro⸗ hen Ju⸗ bel an. Er kam aus Him⸗mels⸗fer⸗ M 2. ...—.— —— 1 2—— 1. SD EE E E EE EE . EARNRN nen Zur Er⸗ de wun⸗der⸗ bar, Der ü⸗ ber al⸗ len 14 e ————.——.—.— 2 .—. EEEE —.—————— 5 2 25———.— 2..—— 2—.——.—— H d e ᷑eer . 2 Ster⸗ nen Im Schoß des Va⸗ters war. 4 4 E * 7%— 2 2.— 0— — 2. Der Heiland ist geboren, Den Gottes Vaterhuld Von Ewigkeit erkoren Zum Tilger aller Schuld. Er ist zu uns gekommen In jener Weihenacht, Hat Menschheit angenommen, Hat Gottheit uns gebracht. 3. Er naht, und die Altäre Der Göͤtzen stürzen ein; Bei allem Volk in Ehre Soll nun der Vater sein. Vor seinem Namen beuge Sich aller Welten Kreis; Zu seinem Throne steige Der Menschheit Lob und Preis. 4. Er kommt, damit die Erde, Vom Fluch der Sünde frei, Ein Haus der Freude werde, Ein Sitz des Friedens sei. 116 103. Weihnachtslieder. Die Herrschsucht sei verschwunden, Auch ich bin auserkoren Vernichtet Haß und Streit, Zu seinem Eigentum. Und Herz mit Herz verbunden Entrückt vom Staubgewimmel, Durch Lieb' und Einigkeit. Vergöttlicht wird mein Sinn; 1 7 4 Mich ziehet nach dem Himmel 5. Er heiligt seine Brüder 5 Und stärkt sie wunderbar; Die neue Würde hin. Er bringt die Unschuld wieder, 7. Sei auf des Lebens Pfade Die längst verloren war. Ein treuer Führer mir, Der Tugend Bahn zu wallen Und nimm, o Herr der Gnade, Macht er sein Volk geschickt, Mich selig einst zu dir, Daß Gott mit Wohlgefallen Mein Licht in Finsternissen, Auf unsre Erde blickt. Mein Trost in Gram und Not, 6. Mein Heiland ist geboren, Mein Mittler im Gewissen, Das sei nen größter Ruhm! Mein Helfer einst im Tod! Chr. L. Reusser Joh. Christ. Nittel. —.—— 7—„——— SSDD.— R 12. 103 1. Lobt den Herrn! Die Gna⸗den⸗son⸗ ne Ge⸗het auf mit n,, üän, dren ur In n EEEEE *. L.—9 E 4 4— 4. ———...‚.‚‚RCD‚Re hel⸗lem Schein, Und des Him⸗mel⸗rei⸗ches Won⸗ne Strömt mit II SSS. —4059— Weihnachtslieder. 104. 2. Heil sei dir, vor dessen Nähe Himmelsglanz die Nacht durchbricht, Heller Aufgang aus der Höhe, Licht vom unerschaffnen Licht. 3. Jauchzt dem Herrn! Aus Gottes Höhen Strömt herab sein Friedensbund: Paradieseslüfte wehen Wieder neu durchs Erdenrund. 4. Jauchzt dem Herrn im Jubel⸗ psalme, — . —— ö Der die Sünder nicht verstieß; Seht! des ew'gen Lebens Palme Blüht im neuen Paradies. 5. Himmelskind, wie hold und gnädig Bringst du Gottes Heil uns zu! Alles Kummers machst du ledig, Aller Freude Quell bist du. 6. Gottes Kind, du Heil der Sünder, Nimm dir alle Herzen ein, Daß wir alle Gottes Kinder Und des Lichtes Erben sei'n. K. B. Garve. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. 104. Erfüut sind Stund' und Der neue Tag bricht an;(Zeiten, Das Licht der Ewigkeiten Tritt auf die Siegesbahn. Zur Mitternacht verschwiegen Hat es sich eingestellt; Die Engel Gottes fliegen Und rufen's in die Welt. 2. Hier liegt's im Mutterschoße Und ist noch schwach und klein; Nur zu geringem Lose Scheint es bestimmt zu sein, Als sollt' es sich verlieren In tiefer Dunkelheit, Und doch In es regieren Die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte Der Glanz der Welt vergehn, Vor diesem Angesichte Die Sonne finster stehn. Sein stillverborgnes Wesen Hat eine solche Macht, Daß Kranke drin genesen Und Totes neu erwacht. 4. Es ist ein Licht der Gnade, Ein Trost für jeden Schmerz; In seinem Strahlenbade Erneuert sich das Herz. Es kann uns frisch erstatten Den welken Freudenkranz; Die tiefsten Todesschatten Verwandelt es in Glanz. 5. Es freuen sich die Armen, Die Müden in dem Schein; Es ladet voll Erbarmen Die Schwachen zu sich ein. 118 105. Weihnachtslieder. Die Stolzen nur erquicken Bis wir dereinst im Frieden Sich nicht an seinem Strahl, Den höhern Aufgang sehn! Nur den verkehrten Blicken O Jesu, Stern der Gnade, Ist dieses Licht zur Qual. Detz Vaters Glanz und Zier, 6. O Licht, laß uns hienieden O leucht' auf unsre Pfade, Als deine Kinder stehn, Damit sie gehn zu dir!! Cor. R. H. Puchta. 1787 E—— ö— 1. HD..— d ᷑h liti * D 105 1 x Ge⸗lobt sei Gott! Er ist ge⸗ bo⸗ren, Der Oas Frie⸗dens⸗reich ist nicht ver⸗lo⸗ ren, 4.4 4— ů109.—..———— I—4.—— e Mensch⸗heit Fürst und Held ist da, neu ⸗ er Tag des Heils ist nah; Die Nacht wird DPEEE 22 E.......... — 4.—. 1 I 2 e.— H¹π 1 2 licht, die En⸗ 0——0 Die wei⸗ ten Him⸗mel wie⸗der⸗ Weihnachtslieder. 106. 2. Doch seht! wie kommt der Held und Retter, Vie kommt der Heiland aller Welt? Kommt er in Feuer, Sturm und Wetter, Hat er mit Pracht sich eingestellt? Rein, in dem Dunkel heil'ger Stille, In eines schwachen Kindleins Hülle, In einer Krippe liegt der Held. 3. O Dank! wir dürfen nicht er⸗ schrecken, Daß du als Richter uns erscheinst; Die Arme dürfen wir ausstrecken Nach dir, der du gleich uns auch weinst. Dich, Kindlein, dürfen wir umsangen Mit frommer Liebeslust Verlangen, Weil du so gut es mit uns meinst. 4. O komm! Wir wollen in der Stille, In Armut und Verborgenheit, Wie es gebeut dein heil'ger Wille, Mel. 343: Jerusalem, 106. O Bethlehem, du kleine Davidsstadt, Gegrüßet seist du mir! Bist doch nicht klein, weil uns ge⸗ geben hat Gott seinen Sohn in dir! Süß klang's aus Engels Munde Den Hirten auf dem Feld: Geboren ist zur Stunde In Davids Stadt der Held! klin⸗gen Ihr ho⸗ hes Lied: Hal⸗le⸗ lu⸗ jal ..........* ten irene ᷑i EEEE Dich aufzunehmen sein bereit. Okomm! Bei uns, den Armen, wohne! O komm! In unsern Herzen throne, Hier ruh' in deiner Lieblichkeit! 5. Beherrsch' uns ganz, mach' uns dir ähnlich, Demütig, sanft und kindlich gut; O heil'ge uns, wir bitten sehnlich, Und schenk' dich uns, du höchstes Gut! Durch Liebe wirst du überwinden Die Macht des Todes und der Sünden Und löschen selbst der Hölle Glut. 6. Gelobt sei Gott! Er ist geboren, Der Seelen Freund und Hirt ist da; Zu seinem Reich sind wir erkoren, Der ew'ge Tag des Heils ist nah! Die Nacht wird Licht, Erlöste singen Daß weit die Himmel wiederklingen, Ihr hohes Lied: Halleluja! K. Albr. Reinh. Baggesen. du hochgebaute Stadt. 2. Worauf so lang geharrt der Väter Schar Das ist nunmehr erfüllt. Was schmerzlich bang der Frommen Sehnen war, Ist herrlich nun gestillt: Der Heiland aller Sünder, Der Friedefürst ist da! Jauchzt, jauchzt, ihr Menschenkinder, Und singt Halleluja! 1²2⁰ 107. Passionslieder. 3. Kommt, kommt und laßt uns mit den Hirten gehn Nach Bethlehem hinein Und fröhlich schaun, was Großes da Zu unserm Seligsein! geschehn Seht, seht die holden Mienen, Sie sagen uns ja schon: Das Leben ist erschienen, Das Leben in dem Sohn! 4. O kommt auch ihr, die ihr noch traurig seid, Zu seiner Krippe her, Und legt hinein der Sünde bittres Leid, Und was euch sonst zu schwer, Und nehmt den sel'gen Frieden Des Kindes in das Herz, So wird euch schon hienieden Zur Seligkeit der Schmerz! b. Lobpreisend zieht durchs Pilger⸗ leben fort, Wer seinen Heiland sah, Und freudig bringt im Wandel und im Wort Er ihn den Brüdern nah,“ Daß sie es froh bekennen, Wie nur in Jesu Christ, Den wir den Heiland nennen, Das Heil zu finden ist. 6. O Bethlehem, du hocherkorne Gegrüßet seist du mir! Stadt, Es weilt mein Geist, vom Pilgersehnen So gern, so gern in dir! lmatt, Da schließt am rechten Orte Sich einst des Pilgers Lauf, Und droben tut die Pforte Jerusalems sich auf! Chr. Fr. Eppler. B. Vassionslieder. G. v. Fellenberg. 107. 11—— ö + ö 1 5— dir dein Zi⸗ on Pal⸗men So fall' auch ich, streut, Als Kö⸗nig o Hei⸗land, heut, De⸗ mü⸗tig 115 2 2—— 2———— 20— 3—3.—— 2——* —— W— 36½ ö dich zu grü⸗ßen, dir zu Fü⸗ ßen . — — ——.— , 2 33 Und stimm' ins Ho⸗si⸗ an⸗ na ———0 Lu. 2 0*—.— ERE=—.— .nnnnnmremr IV. AA-us ꝗ — 2272728597W N 406.. U—5—55— Passtonslieder. 108. ein: Ge⸗ rüßt soll— mein grüßt s 55 Kö⸗ nig sein! 2542. 4. 70 EE 2. Mein König in der Knechtsgestalt, Sanftmütig und voll Milde, Schon seh' ich dich in Feindsgewalt, Seh' dich im Marterbilde; Nach Hosiannas Jubelton Vernehm' ich auch das„Kreuz'ge“ schon. 3. Du hast dich selbst dem Tod ge⸗ Uns Sündern Heil zu bringen,[weiht, Drum soll dir deine Christenheit Mel. 20: Singt, singt 108. Laß mir die Feier deiner Erhabner Mittler, heilig sein!(Leiden, Sie lehre mich die Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben weihn. Ich seh' auf dich, der so entschlossen Für mich die Last des Kreuzes trug, Der mir zum Heil sein Blut vergossen, Des Herz noch sterbend für mich schlug. 2. Wie seid ihr mir so lieb und teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! dier lern' ich jede Tugend üben, In Not und Tod u.h, o sein, Hier stärkt meinHerz sich, Gott zu lieben Und selbst dem Todfeind zu verzeihn. 3. Drum in den stillsten meiner Stun⸗ Will ich nach deinem Kreuze sehn(den Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tiefgerührtem Dank erhöhn. 2—.—. + Laut Hosianna singen. Denn trugst du auch des Kreuzes Joch, Der König bist und bleibst du doch. 4. O König in der Siegsgestalt, Nimm hin des Dankes Lieder! Gib deiner Kirche neuen Halt In heil'ger Festzeit wieder! Einst laß uns dich als König sehn Dort, wo die Friedenspalmen wehn! Konr. Menzel. Jehovah neue Lieder. O laß mich deine Huld ermessen, Mit der dein Herz die Welt umfaßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich erduldet hast! 4. Mir sollen diese Feierzeiten Der größten Liebe heilig sein; Still soll dein Kreuz mich stets begleiten Und jede meiner Stunden weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, Dein Tod mein seligster Gewinn! Mein Herz schlägt dir voll Dank ent⸗ Daß ich durch dich erlöset bin. gegen, 5. Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, Wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich vertrauen, Der uns die Seligkeit erwarb! Chr. Ge. Ludw. Meister. 12² 109. Passionslieder. Mel. 23: O Höchster, deine Gütigkeit. 109. Sei heilig uns, o Feierzeit, Dem Todesleiden des geweiht, Nach welchem wir uns nennen. Wie großes Heil sein Tod erwarb, Da er für uns am Kreuze starb, Das laßt uns neu bekennen! Der Ungerechten Hand vergoß Der Unschuld Blut; allein es floß Zum Trost der Menschenkinder. Wie er hat niemand noch geliebt, Wie er noch niemand Treu' geübt: Preis ihm, dem Heil der Sünder! 2. So heilig und voll Lieb' er war, Verfolgt' ihn doch der Heuchler Schar, Ihn traf der Haß der Sünder. Der Bosheit Anschlag ist ihm klar; Gern bringt er sich zum Opfer dar, Zu sammeln Gottes Kinder. Voll Mut geht er den rauhen Pfad, Da seine Stunde jetzt sich naht, Zum Vater heimzugehen. Er kennet des Verräters Schuld, Läßt ihn mit schonender Geduld Noch bei den Treuen stehen. 3. Beim letzten Mahl bricht er das Brot: „Nehmt, esset! So wird bald im Tod „Mein Leib für euch gebrochen. „Nehmt diesenKelch des Bundes, trinkt! „Die ernste Leidensstunde winkt, „Von der ich oft gesprochen. „Nah ist's, daß man mein Blut ver⸗ „Doch ewige Vergebung fließt(gießt; „Mit ihm auf alle nieder. „Wißt, mein Verräter ist aus euch! „Ich gehe hin! In Gottes Reich „Vereinen wir uns wieder.“ 4. Gethsemane deckt stille Nacht, Wo Jesus bei den Treuen wacht; Doch sie drückt schwerer Schlummer. Nachtschwarze Traurigkeit umfängt Die Seele m und schwer bebrängt Ihn todesbanger Kummer. O, wie er kämpfet, wie er bebt Beim Leidenskelch, der vor ihm schwebt Vor Gott im Staube ljeget! „Laß, Vater, ihn vorübergehn! „Doch nur dein Wille soll geschehn!“ So betet er— und sieget. 5. Nun steht er auf, und Waffenklang Verrät der Frevlerrotte Gang; Es schreckt sie, ihn zu fassen. Freiwillig gibt der Herr sich hin, Schützt seine Freunde noch, die ihn, Schwach in Gefahr, verlassen. Es wird, ein stilles Opferlamm, Der Reine, der vom Himmel kam, Mit Banden nun beschweret. Die Finsternis hat jetzt die Macht; Doch Gottes Rat wird hehr vollbracht, Des Menschen Sohn verkläret. 6. Schon harrt auf ihn, entbrannt von Die Priesterschar mit Rajaphas; Haß, Sie suchen falsche Zeugen. Doch er, der keine Sünde tat, Verwirrt der schlauen Bosheit Rat Durch seiner Unschuld Schweigen. Dann zeugt er laut:„Ich bin der Sohn „Des Höchsten, der auf seinem Thron „Als Richter einst wird kommen.“ Die Wahrheit lästert jetzt ihr Mund; Doch einst tut sie der Himmel kund Im Jubel aller Frommen. 7. Gewalt und Spott stürmt um ihn 5 her, Es wollen Freunde selbst nicht mehr, Selbst Petrus nicht, ihn kennen. Doch trifft ihn jetzt des Meisters Blick; Er fühlt ihn tief und eilt zurück Und weinet bittre Tränen. Fließt, Tränen heißer Reue, fließt, Bis gnädige Vergebung gießt Trost in die bange Seele. Mich bringe schnell vom Fall zurück , Pasflonslieder. 11⁰. 123 Ein warnend Wort, ein Freundesblick, Wenn ich aus Schwachheit fehle. 8. Der Rat, von Morbbegier ent⸗ flammt, Eilt, den, den er zum Tod verdammt, Pilato zuzuführen. Doch muß, da Jesus vor ihm steht, Der Unschuld stille Majestät Des Römers Seele rühren. „Ich herrsche nicht den Fürsten gleich, „Mein ist der Wahrheit ewig Reich; „Ihr ist geweiht mein Leben. „Wer Wahrheit liebt, gehorchet mir; „Doch jetzo ist von oben dir „Macht über mich gegeben.“ 9. Neu angeklagt wird Gottes Sohn, „Unschuldig ist er!“ ruft vom Thron Umsonst des Richters Stimme. Unselige Verblendung ruht Auf Israel, es heischt das Blut Des Herrn in wildem Grimme. Ein Dornenkranz drückt sein Gesicht. Wie quillt das Blut! Erbarmen spricht Umsonst zum Mordgetümmel. „Tragt“, spricht Pilatus,„ihr sein Blut!“ „Es komm' auf uns!“ So tobt voll Wut Ihr Mordgeschrei zum Himmel. 10. In Dunkelheit hüllt sich das Land, Da jetzt, am Kreuze ausgespannt, Der Gottgeliebte leidet. Er fühlt der Leiden letzte 45 Klagt, dürstet, ruft:„Es ist vollbracht!“ Neigt dann sein Haupt und scheidet. Das Land erbebt, ein Grauen faßt Die Erde, da der Herr erblaßt; Der Vorhang wird zerrissen. „Der, der hier starb, ist Gottes Sohn!“ Zeug t die Natur. Nun schweigt der And laut spricht das Gewissen.(Hohn, 11. Wir preisen dich, wir beten an! Nimm unser Lob, Erlöser, an! Voll Inbrunst wir dir danken. Erfüllt ist nun der Liebesrat Des ew'gen Vaters, dessen Gnad' Und Treu' ohn' alle Schranken. So herrlich strahlte Gottes Huld, Erbarmung, Langmut und Geduld Noch nie der Welt voll Sünder. Die Wahrheit machst du, Herr, uns Besiegelt ist der neue Bund,[kund, Und wir sind Gottes Kinder. 12. Für uns vergoß der Herr sein Blut. So zaget nicht mehr, fasset Mut, Das Böse zu verlassen! Ja, Heiliger, wer dich bekennt, Dich glaubensvoll Erlöser nennt, Muß jede Sünde hassen. Wir sind nicht unser: dein sind wir! Wir leben dir, wir sterben dir, Der du für uns gestorben. Dir folgen, Herr, sei unser Ruhm, Und unser Herz dein Eigentum; Du hast es teu'r erworben. Nach Sal. Wolf. 10 60 üten 4. Sdun 10 110. 5 Dort in 1. Oecher ma⸗ ne n nnnn n. 12⁴4 110. Passionslieder. Q— 3V. + + 4 1¹—— .——.— 5 F, ren **— in der See⸗le tief⸗stem Weh Der Herr in' To⸗des⸗ DS SSSPSPSPSPIPPPIIII Dñ‚‚Dĩ—— 91 Xxä..— 4 EFU DD——*.——— S S S........... ä qual. O sieh ihn wei⸗nen, be⸗ten, knien! Herb ist der „———— 1 1 E EEE ——2 L E 2. 1 2. Schau hin! Zur Erde sinket er;3. Schau hin! Wenn bei des Leidens Den Heil'gen drückt so hart und Schmerz schwer Dein mattes, jammervolles Herz Der Leiden Übermaß! In Tränen sich ergießt: Doch hör' ergebungsvoll ihn flehn: Lern' auch in bängster Nächte Graun Nicht mein— Dein Wille soll ge⸗Ihm, deinem Herrn und Gott, ver⸗ schehn! traun! Dichter unbekannt. — n⁴mmaa Passtonslieder. 111. 12⁵ 3. ie 2.—.—.—.——.— 111. 1. Herz⸗lieb⸗ 50 Je⸗su, was hast du——4⁰ chen, — 1— 19.—15 .S............. W 4—2—— 4*;ß.———.3 iE 7 P Tl— Daß man solch Ur⸗teil wi⸗ der dich ge⸗spro⸗ chen? Was 75 die IEEE. E En ⁴ * Schuld? In was für Mis⸗se⸗ta⸗ ten Bist du ge⸗ ra⸗ ten? 9— Hi————— EE.— 5 5 4— * 2. Was ist die Ursach' aller deiner Die Schuld bezahlt der Herr und der Plagen? Gerechte Ach! meine Sünden—— dich ge⸗ Für seine Knechte. chlagen; 3en!.n Ich, mein Herr Jesu, habe dies ver⸗ 4. O große Aeb⸗ Naade n schuldet, Was du erduldet. Die dich gebracht auf—— ö Marter⸗ 3. Wie ene ist boch diese Ich lebte mit der Welt in Lust und Strafe! reuden, Der gute Hirte leidet für die Schafe; Und du mußt leiden! 126 112. Passionslieder. 5. Ach, großer König, groß zu allen eiten, Wie kann ich g'nugsam solche Treu' ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszu⸗ Was dir zu schenken.(denken, 6. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu ver⸗ gleichen. Lust und Begierden an das Kreuz zu heften: Drum gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. 9. Dann werd' ich dir zu Ehren alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, Nichts von Versolgung, nichts von Wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ Im Werk erstatten? Itaten 7. Doch etwas ist, das wirst du gern annehmen: Wenn ich des Fleisches Lüste will be⸗ Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 10. Und wenn, Herr Jesu, dort vor deinem Throne Wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Loblieder singen. Joh. Heermann. Hans Leo Haͤßler. — zähmen, Daß sie aufs neue nicht mein Herz Mit alten Sünden. lentzünden 8. Nun aber steht es nicht in eignen Kräften, * 0— — N —4 1 Hi 11 27 1 x O Haupt voll Blut und Wun⸗ den, Voll Schmerz und O Haupt, zumSpott um⸗wun ⸗den, Mit ei= ner —— vol⸗ler Hohn, Dor⸗nen⸗kron', Pafflonslieder. 112. 12⁷ 1I. 2. Du edles Angesichte, Vor dem einst alle Welt Wird zittern im Gerichte, Wie bist du so entstellt! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schmachvoll zugericht't? 3. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine Last; Ich, ich hab' es verschuldet, Was du getragen hast. Schau her! Hier steh' ich Armer, Der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad'! 4. Erkenne mich, mein Hüter! Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Gut's getan: Dein Mund hat mich gelabet, Dein Wort hat mich gespeist, ——— 4—— ————————————— ...........———.— 93 X. 4“. 7 + + + 2 5 —, 5 1 2*— 1 net, Ge⸗grü⸗ßet seist du mir! . 2.1..1.—————— Und reich hat mich begabet Mit Himmelslust dein Geist. 5. Ich will hier bei dir stehen. Verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht. Und wird dein Haupt erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden Bei dir mich finden soll. Ach, möcht' ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. 128 118. Passtonslieder. Ach gib, daß ich mich halte So reiß' mich aus den Angsten Zu dir und deiner Treu', Kraft deiner Angst und Pein. Und, wenn ich einst erkalte, 9. Erscheine mir zum Schilde, In dir mein Ende sei. Zum Trost in meinem Tod, 8. Wenn ich einmal soll scheiden, Und laß mich sehn dein Bilde So scheide nicht von mir; In deiner Kreuzesnot. Wenn ich den Tod soll leiden, Da will ich nach dir blicken, So tritt du dann herfür. Da will ich glaubensvoll Wenn mir am allerbängsten Fest an mein Herz dich drücken: Wird um das Herze sein, Wer so stirbt, der stirbt wohl. P. Serhardt. ö Beinrich H *— 6⁰— 3————3—.—.— + ö 5 100 ö 113 1. O Welt, sieh hier dein Le ⸗Wben Am Stamm bes x 90 4——R— E .—.—.—. Kreu⸗zes schwe⸗ ben! Dein Heil sinkt in den Tod. Der Ere— 2——— 5 90 5 — 4—— 2.— E S— 2———....———.— 3. +2 ö— gro⸗ße Fürst der Eh ⸗ ren Läßt wil⸗lig sich be⸗ schwe⸗ x — 22.4½ 4. 2 4 4 2 +— D.— 1.————22.—. * 7 HFEr 2 Ii! Passtonslieder. 113. 129 4—— 4— II 21 23 RR ren Mit Schlä⸗gen, Hohn und gro⸗em Spott! 23— 2 IE ......... D + 12 1 II ——.— F b * 2. Wer hat dich so geschlagen, 7. Ich will's vor Augen setzen, Mein Heil, und dich mit Plagen Mich stets daran ergötzen, So übel zugericht't? Ich sei auch, wo ich sei; Du bist ja nicht ein Sünder Es soll mir sein ein Spiegel Wie wir und unsre Kinder; Der Unschuld und ein Siegel Von Uebeltaten weißt du nicht. Der Lieb' und unverfälschten Treu'. 3. Ich, ich und meine Sünden, 8. Ich will daran erblicken, Die sich wie Körnlein finden Wie ich mein Herz soll schmücken Des Sandes an dem Meer, Mit sanftem, stillem Mut, Die haben dir erreget Und wie ich die soll lieben, Das Elend, das dich schläget, Die mich doch sehr betrüben Und deiner Martern ganzes Heer. Mit Werken, so die Bosheit tut. 4. Für mich läßt du dich krönen 9. Wenn böse Zungen stechen, Mit Dornen und dich höhnen, Mir Ehr' und Namen brechen, Du leidest mir zu gut; So will ich zähmen mich; Du stirbst, daß ich nicht sterbe, Das Unrecht will ich dulden, Daß ich dein Heil ererbe: Dem Nächsten seine Schulden O unerhörte Liebesglut! Verzeihen gern und williglich. 5. Ich bin, mein Heil, verbunden 10. Ich will ans Kreuz mich schlagen All' Augenblick' und Stunden Mit dir und dem absagen, Dir überhoch und sehr. Was meinem Fleisch gefällt; Was Leib und Seel' vermögen, Was deine Augen hassen, Das soll ich billig legen Das will ich fliehn und lassen, Allzeit an deinen Dienst und Ehr'. Gefiel' es auch der ganzen Welt. 6. Nun, ich kann nicht viel geben 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen In diesem armen Leben; Und die viel tausend Tränen, Eins aber will ich tun: Die du vergossen hast, Es soll dein Tod und Leiden, Die sollen mich am Ende Bis Leib und Seele scheiden, In deinen Schoß und Hände Mir stets in meinem Herzen ruhn. Begleiten zu der ew'gen Rast. V. Gerhardt. 114. Passionslieder. 1141 * Ra Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie ⸗ be, Mei⸗ne Weg, ihr ar⸗ gen Sün⸗den⸗ trie ⸗ bes Welt und E 2—....——= 2 E— 3— ——.—— P...I. P PEE... .. Lieb' ist Je⸗ sus Christ: Fleisch* eu⸗ rer List! Eu⸗ re Lieb' ist nicht von Gott, Rüai! — X. 4 — .— FTRN —5 I ö E E RE=——— dir L.., ** Eu=re Lieb' ist gar der Tod. Da⸗rum weg. ihr ar⸗ gen AE 2171— ö 1— EEE Trie ⸗bel E E=—.—— x— A I 1 1+.—— 2— +— + —— D + Han Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie ⸗ be! S& e PIn Passtonslieder. 115. 131 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! 4. Der am Kreuz ist meine Riebe! Welt, warum besremdet's dich, Keine Macht ist also groß, Daß ich mich im Glauben übe?ꝰ Daß sie mich von Jesu triebe; Jesus gab sich selbst für mich. Von ihm reißt kein Schmerz mich los, So ward er mein Friedensschild, Nicht Gewalt, nicht Gold, noch Ruhm, So auch meines Lebens Bild, Engel nicht, noch Fürstentum, Dem ich treu zu sein mich übe. Nichts ist, das von ihm mich triebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Der am Kreuz ist meine Liebe! 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht. Nun ist auch der Tod mein Freund; Weh' mir, wenn ich den betrübe, Wenn ich einst in Staub zerstiebe, Der für mich ging ins Gericht! Werd' ich Jesu ganz vereint. Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Da, da schau' ich Gottes Lamm, Spräch' ich seinem Blut nicht Hohn? Das für mich am Kreuzesstamm Weh' mir, wenn ich ihn betrübe! Starb, damit ich leben bliebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Der am Kreuz ist meine Liebel Ahasver Fritsch. 4 Instin Beinr. Knecht. —.—— SSISSS — 7 V — 0 1 5 1 Wie bist du, Heiland, mit der Kro⸗ ne Der Aus Dor⸗nen dir vom wil⸗den Hoh⸗ne Des ů * ———————.— 2 2an,—.—.... 0 4.—.. EE + 3.——..— .SP. 405 IN Lei⸗den herr⸗lich doch ge⸗schmückt, Fre⸗vels auf das Haupt ge⸗drückt! Wie leuch⸗tet ö W é my + E— IIEEEEEEEEEE—— ..... ü ——— — —— 13²2 115. Passtonslieder. E. üen 7 doch aus dei⸗nem blei⸗chen, Blut⸗ ü⸗ ber⸗ström⸗ten An⸗ge⸗ ——— T iii +2 ee —.—.————.—5——— ä ö ö ö ——— —— E 2..——.——. S I vor der in⸗nern Gott⸗heit Licht! r..————— ———..— ————DTTT‚— —— 2. In sanftem Schimmer durch die 3. Laß mich im dunkeln Tal der Nächte Erden, Glänzt überschwenglich deine Huld; Gelästert flehst du, der Gerechte, Ein Lamm in schweigender Geduld. Es tobt um dich des Volks Getümmel, Das laut nach deinem Blute schreit: Du aber trägst in dir den Himmel Voll Mut und Ruh und Seligkeit. Wo Kampf und Seufzer stets ertönt, Dir, hoher Meister, ähnlich werden, Mit Dornen, gleich wie du. gekrönt! Das wilde Dorngestrüpp der Sünde Reiß aus des Herzens Grunde ganz; Durch der Entsagung Schmerzen winde Sich um die Stirn ein Dornenkranz! ———m F 89 1 1 —4—— l Passtonslieder. 116. 133 4. Wenn unter ihm langsam die Der Geist stets herrlicher verklärt, Hülle, Bis alle Dornen in der Krone Die staubgeborne, sich verzehrt, Ein Blick von deinem Angesicht Dann bricht aus ihr in Kraf und Aufglühen macht vor deinem Throne Fülle In Strahlen, Herr, von deinem Licht. Friedr. Jul. Krais. Mel. 142: Jesus Christus herrscht als König. ö 116. Schaut die Mutter voller x Laß in Reue mich zerfließen, Schmerzen, Mit dir leiden, mit dir büßen, Wie sie 405 des O Herzen Mit dir tragen jede Pein! Bei dem Kreuz des Sohnes steht! 6. Laß mich herzlich mit dir weinen, Schauet ihre Trübsalshize.. Mich Duihs Hend ris dir vereinen; Wie des Schwertes blut'ge Spitze Aller Weltsinn sei verflucht! Vef durch ihre Seele geht! Unterm Kreuze will ich stehen, 2. Wessen Auge kann der Zähren Und dich zittern, bluten sehen, Bei dem Jammer sich erwehren, Wenn die Sünde mich versucht. Der des Höchsten Sohn umfängt? 7. Gib mir teil an deinem Leiden, Wie er mit gelassnem Mute Laß von aller Lust mich scheiden, Todesmatt in seinem Blute Die dir solche Wunden schlug! An dem Holz des Fluches hängt! Ich will auch mir Wunden schlagen, 3. Für die Sünden seiner Brüder Will das Kreuz des Lammes tragen, Leidet er, daß seine Glieder Welches meine Sünden trug. Unnennbare Qual zerreißt. 8. Laß, wenn meine Tränen fließen, Für uns ruft er im Erblassen: Mich den Gnadenglanz genießen Gott, mein Gott, ich bin verlassen! Deines milden Angesichts. Und veratmet seinen Geist. Decke mich durch deine Plagen 4. Laß, o Jesu, Quell der Liebe, Vor den Angsten und den Klagen Deines Herzens heil'ge Triebe Einst am Tage des Gerichts! Strömen in mein Herz herabl 9. Gegen aller Feinde Stürmen Laß mich dich mein alles nennen, Laß dein Kreuz mich, Herr, beschirmen, Ganz für dich in Liebe brennen, Deine Gnade leuchte mir! Der für mich sein Leben gab! Deckt des Grabes finstre Höhle Meinen Leib, so nimm die Seele Hin ins Paradies zu dir! Nach einem altlatein. Hymnus. 5. Drück', o König, deine Wunden, Die du auch für mich empfunden, Tief in meine Seel' hinein. TIsfissüsfü f 13⁴4 11². Passtonslieder. mir. Dreins. Decius. IEER¶ 1 17 4. ö Lamm Sunoe, un ⸗schul ⸗-dig Am Kreu-zes⸗ Er⸗fun⸗den stets ge⸗ dul ⸗ dig, Wie⸗wohl du ——— ö—— 25—*5———— 7*.——— 2—.—.— 7 7— 2——————.—. — S—.— 0 77 stamm ge⸗ schlach 4 tet, warst ver ⸗ ach ⸗ tet! All' Sünd' hast du ge⸗ tra⸗ ö 235* gen, r müßten wir ver⸗ za⸗ 35 Er⸗barm' dich un⸗ nrtir ———5 Passionslieder. 118. 13⁵ 3. Stärk' in uns das Vertrauen Durch dein unschuldig Leiden, Laß fest darauf uns bauen Und nichts von dir uns scheiden, Und hilf uns selig sterben, Daß wir den Himmel erben. Erbarm' dich unser, o Jesu! Nach Nik. Decius. H. Egli. . 24 1.4 Ach, sieh ihn dul⸗den, blu⸗ten, ster⸗ben! Wie 2. Von Herzen wir dir danken, Daß du so große Treue Getan hast an uns Kranken. Schaff' in uns wahre Reue, Daß wir die Sünde meiden Zu Ehren deinem Leiden. Erbarm dich unser, o Jesu! Sieh Got⸗ tes ein'⸗gen Sohn und Er ⸗ben, mei⸗ ne See⸗le sag' ihm from⸗men Dank! mäch⸗tig ihn die Men⸗schen⸗lie-be drang! —.—. 2333— 42——————— RWRRDNRRRTTTTET —2., ———— was er ge⸗ tan, Der so wie er für Sün⸗der Wo ist ein Freund, der je 58** —— 2 52222..—.— EEEEEE 5 136 —..———iß——— ———— 2. Wie dunkel waren jene Stunden, ö O Herr, und welche Lasten drückten dich! ich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden, Und, ach! es floß zum Heil und Trost für mich Und ruft noch heute mir ermunternd zu, Daß du mich liebst, du frommer Dulder du! 3. So sollt' es sein: Du mußtest leiden, Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund; Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Friedens⸗ bund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt, So feste steht's, daß er mich herzlich liebt. 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe, Ich sehe in sein Vaterherz hinein. Wenn ich auch leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein. Wenn Sonne, Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur e r Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod. Bestätigt ist nun deine Lehre; Ich baue fest darauf in jeder Not. Unschuldig littest du; doch Preis und Ruhm Ist auch im Kampf der Unschuld Eigentum. 6. O Freund, dein Beispiel soll mich lehren, Des Lebens Unschuld sei mein Ehren⸗ kleid! Gern will ich deine Stimme hören Und willig tun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich azu; Wer hat es mehr um mich verdient als du? 7. Nie will ich mich am Feinde rachen; Auch dies lern' ich, mein Heiland, hier von dir; Nie Gottes Schickung widersprechen, Wär' gleich sein Pfad jetzt noch so dunkel mir. Auf Dornen gingst du selbst zum Ziele hin: Ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. 8. Was fürcht' ich noch des Todes Schrecken? Du schliefst einst auch im Grab, o Seelenfreund! Mag sie doch meine Asche decken, Die Erde, wenn des Todes Nacht er⸗ scheint! Der Gott. der dir das Leben wieder gab, Wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. Wiinre Passtonslieder. 119. 13⁷ 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den die treuste Liebe ringt! Dort will ich's dir noch besser sagen, Wann dich mein Geist im Engelchor besingt. Dann stimmen alle Sel'gen fröhlich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Aug. Hermes. Justin Heinr. Anecht. 4 1—.— h 2—.— 4—22.—— .......... 2—* + I———0— e Es ist vollbracht! Er ist ver⸗ schie⸗den, Mein Der Frie-de⸗fürst schläft ganz mit Frie⸗den, Die 1. — Frin Hi — I. 1 1 1 1 Je⸗sus schließt die Au⸗gen zu! Le⸗bens⸗son⸗ne geht zur Ruh' e iin —— SNA H 1 1 — * 1277 2. Es ist vollbracht! Er hat's ge⸗Den Fels des Heils umschließt ein prochen, Stein. Des Lebens Wort muß sprachlos sein. Die höchste Kraft ist nun verschmacht't. Das Herz der Treue wird gebrochen, O wahres Wort: Es ist vollbracht! 138 120. Passionslieder. 3. Es ist vollbracht, und meine Sünden Verdammen nun mein Herz nicht mehr; Denn Gnade hör' ich mir verkünden Durch Jesu Blut vom Kreuze her. Getilget ist der Hölle Macht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Mein Herz⸗ verlaͤngen, Du wunderbare Liebe du, Dich wünschen Engel zu umfangen: Mel. 114: 120. Jesu, deine tiefen Wunden, Deine Qual und bittrer Tod Geben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelennot. Fällt mir etwas Arges ein, So gedenk' ich deiner Pein, Die verbietet meinem Herzen, Mit der Sünde je zu scherzen. 2. Will sich noch in Wollust weiden Mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk' ich deiner Leiden: Bald wird alles wieder gut. Kommt der Feind und setzet mir Heftig zu, halt' ich ihm für Deine Gnad' und Gnadenzeichen: Bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herz verführen Auf die breite Sündenbahn, Wo so viele sich verlieren, Alsdann schau' ich gläubig an Deiner Marter schwere Last, Die du ausgestanden hast: So kann ich in Andacht bleiben Und die böse Lust vertreiben. 22—2————e ————— Nimm auch in meinem Herzen Ruh Wo diebe dir ein Grab gemacht! O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh' an meines Heilands Grab. Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab. Die Himmelspfort' ist aufgemacht! O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomon Frank. Der am Rreuz ist meine Liebe. 4. Ja, für alles, was mich kränket, Geben deine Wunden Kraft! Wenn mein Herz hinein sich senket, Fühl' ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendet mir das bittre Leid, Herr, der mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Nur auf dich will ich vertrauen, Du bist meine Zuversicht; Dein Tod nimmt dem Tod das Grauen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet Trost mir, Schutz und Heil; Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunnauell aller Gütigkeit, So empfind' ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit: Ich verberge mich in dich, Kein Feind kann verletzen mich. Wer vertraut auf deine Wunden, Der hat glücklich überwunden. Joh. Heermann. Passionslieder. 121. 139 121 1 Wenn mich die Sün⸗den krän ⸗ ken, O mein Herr So laß mich wohl be⸗ den ⸗ ken, Wie du ge⸗ ö EEEEEEEE I 4.——.———— ESSEEEEEN .... Füi Je⸗ su Christ, stor⸗ben bist Und al⸗le mei⸗ne Schul⸗den⸗ last Am é 23 ů IEEEDEDes‚t— EREEEEEEE 2 1— 1 I.— 11— +. + —— FIIS 2—— NDNI 00⁰ ö D 2— +L 9— 2—.——— ........... P... — 2—U+—— 2. Drum sag' ich dir von Herzen3. Herr, laß dein bitter Leiden Jetzt und mein Leben lang Mich reizen für und für, Für deine Pein und Schmerzen, Mit allem Ernst zu meiden O Jesu, Lob und Dank, Die sündliche Begier! Für deine Angst und bittre Not, Laß nie mir kommen aus dem Sinn, Für dein unschuldig Sterben Wie viel es dich gekostet, Und Lieben bis zum Tod. Daß ich erlöset bin! 140 122. Passtonslieder. 4. Mein Kreuz und meine Plagen, Ohn' Eigennutz und Heuchelschein Sollt's auch sein Schmach und Spott, Und, wie du mir erwiesen, Hilf mir geduldig tragen! Aus reiner Lieb' allein! ib, o mein Herr und Gott, 6. Laß endlich deine Wunden Daß ich verleugne diese Welt Mich trösten kräftiglich Und treu dem Vorbild folge, In meinen letzten Stunden Das du mir vorgestellt! Und des versichern mich, 5. Laß mich an andern üben, Weil ich auf dein Verdienst nur trau', Was du an mir getan, Du werdest heim mich führen, Und meinen Nächsten lieben, Daß ich—7e ewig schau'! Gern dienen jedermann J. Gesenius. Wolfgang Weßnitzer. L 122 Zo.su. mei⸗ nes Le⸗ bens Le ⸗ ben, —5 du dich für mich ge⸗ ge ⸗ ⸗ ben Je⸗ su, mei⸗ nes To⸗ des Tod, 425— 99 t. 2 In das äu⸗ßer⸗ W Ler⸗ n in Rur 20 ich nicht möch⸗te ster⸗ben: Tausend⸗, D EEEEE Passtonslieder. 123. 1⁴¹1 1 —— 2.—— 1 2 2— I + +— AII SEDEDEIEEEII 2. 2—— e B K. 41.—— 2——8 r r tau⸗send⸗mal sei dir, Lieb⸗ster Je⸗su, Dank da⸗für! ⁴ e. RE EE 2...——.——3 IS.——.̃—..—*79...———— ———— 1..—— + +— 1—. 1 E 1 +—4 * 2. Wunden ließest du dir schlagen, Angst und Pein erlittest du, Um zu heilen meine Plagen, Mir zu bringen Fried' und Ruh'. Ach, du ließest mir zum Segen Dich mit schwerem Fluch belegen: Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 3. Bitter hat man dich verhöhnet, Tiefe Schmach dir angetan, Dich mit Dornen gar gekrönet, Und du nahmst es alles an, Daß du mich zu Ehren bringest, Mir die Lebenskron' erringest: Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 4. Du hast dich in Not versenket, Wurdest, ach! für meine Schuld Mit dem Todeskelch getränket, Littest alles mit Geduld; Daß ich würde losgegeben, Ließest du dein eignes Leben: Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 5. Deine Demut hat gebüßet Meinen Stolz und Uebermut, Dein Tod meinen Tod versüßet. Es kommt alles mir zugut. Deine Schmach und dein Erbleichen Muß zu Ehren mir gereichen. Tausend⸗, tausendmal ꝛc. 6. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für all' die Angst und Not, Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben, bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen; Jetzt und ewiglich sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! E. Chr. Homburg. 1698 —.—ßꝛ.— 4——.—— EIDSESESSSÆ— I b— 7 4. 1 123 1 O du Lie⸗be mei⸗- ner Lie ⸗ be, Du er⸗ 9. Die aus wun⸗der⸗ba⸗ rem Trie ⸗ be Sich ver⸗ * R — — 2S3..—...——.—2 2—— +.————— 4.———— +——.—.p— 14² 123. Passtonslieder. wünsch⸗te Se⸗lig ⸗ keit, senkt ins ties⸗ste Leid, Lie⸗ be, die sich mir zu ⸗-gu⸗ te 1 ö 9—— Als ein O- pfer ein⸗ ge⸗ stellt Und be⸗zahlt mit ih⸗rem Ein Blu⸗te Al⸗le Mis⸗ se⸗ tat der Welt. j 2. Liebe, die mit blut'gen Tränen Liebe, die sich liebend zeiget, An dem Oelberg sich betrübt Wo der Atem geht zu End', Liebe, die mit heißem Sehnen Liebe, die sich liebend neiget, Unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, den Fluch der Welt zu Wenn sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut stillen, An dem Kreuze mir erworben, Treu die Last des Kreuzes trägt. Ach, wie tröstet mich dein Blut! 3. Liebe, die mit starkem Herzen Ach, wie dank' ich deinen Wunden, Schmach und Lästerung gehört, Schmerzenreiche Liebe du, Liebe, die in Angst und Schmerzen Wenn ich in den letzten Stunden Bis zum Tod blieb unersehrt, Sanft an deinem Herzen ruh'! iE ———— ————— Passionslieder. 124. 143 5. Liebe, die sich tot gekränket, Habe Dank, daß du gestorben, Und für mein erkaltet Herz Daß ich ewig leben kann! In ein kaltes Grab gesenket, Die du mir das Heil erworben, Ach, wie dank' ich deinem Schmerz! Cw'ge Liebe, nimm mich an! Clisab. v. Senitz. 1765. 23⁷—.———— 4 e. ..SI e 124. 1. Mar⸗ter Je⸗ su, wer kann ein ver⸗ ges⸗ sen, Un⸗ser Herz kann nie dich g'nug er⸗ mes⸗ sen, nu SSRSRSPSPSRSPSSSSS Fre 160 2————. 22.7 IDDDSEEEE Der in dir sein Wohl⸗sein find't? Wird stets mehr zum Dank ent⸗zünd't. Uns⸗re See⸗le soll sich R 2.. ——— +— ..........I.. II IIII RDT——— 1..— 4.—ü[ß——— — 5 9.—306.9 ö— ꝛ— 2—2———.— iiEEEEEEEEEEE 1.—7 2 D... ʒ S..—6— H—.——.—— SE an dir näh⸗ ren, Un⸗ ser Ohr nie et⸗was lie⸗ber hö⸗ ren; ö ö 1— x E— ee— SSRDREREDSRRSSIE 2 S...‚.‚:.‚.— 4+.—— 2..—,—. 1 I. 1—114 4. + 2..— D—1—.— I—* V* 332—— ð1+ + + — 4 +— 1——+ 2.—. 5 52—.— I Täg⸗lich wird im Mar⸗ter⸗bild Chri⸗stus schö⸗ner uns ent⸗ hüllt. 2. Tausend Dank, du treues Herz der Herzen! Alles in uns betet an, Daß du unter Martern, Angst und Schmerzen Hast genug für uns getan. Laß uns immer inniger dich lieben Und im Glauben stets uns treulich Bis der Festtag uns erscheint, lüben, Der uns ganz mit dir vereint. 3. Krank und dürftig eilen unsre Immer deinem Kreuze zu;(Seelen Hier kann uns die Heilung nimmer fehlen, * Hier strömt uns der Quell der Ruh. Laß dein Marterbild uns, Herr, be⸗ gleiten, Wo wir wallen; dann wird keiner Und es geht uns bis ins Grab(gleiten, Nichts von deinem Frieden ab. 4. Die wir uns allhier beisammen Schlagen unsre Hände ein,(finden, Dir auf ewig treu zu sein. Deine Liebe heil'ge und verschöne Unser Lied zum reinen Lobgetöne; Sprich dein Amen, sprich zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Chr. Ren. v. Zinzendorf. 1628. 9 O mei⸗ ne Ruh', In dei⸗ ner H+ V.— I—iisr inn Uns auf deine Marter zu verbinden, Ieistin inin 489 errer Passionslieder. 126. 14⁵ Ir I V 1777 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben: Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Doch Preis sei dir! Du solltest hier Nicht die Verwesung sehen: Bald ließ dich des Vaters Kraft Aus der Gruft erstehen. 4. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Auch mich dereinst erwecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 5. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich im Frieden liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen Und mit Himmelsglanz verklärt Aus dem Grabe gehen. 7. Indes will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis zum Tod gedenken. Sal. Frank. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. 126. Ich geh' zu deinem Grabe, Du großer Siegesfürst, Weil ich die Hoffnung habe, Daß du mir zeigen wirst, Wie man kann fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn Und mit des Himmels Erben Ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde Und hast sie eingeweiht, Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut, Auch in den Staub zu legen, Was Asch' und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Dein Grab verschloß ein Siegel, Du brichst es, Herr, entzwei. Hält mich des Todes Riegel, So bin ich dennoch frei: Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt; Da werd' ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 4. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Wo ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen Und lauter Glanz um dich; Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. 10 14 127. 128. Osterlieder. 5. O meines Lebens Leben! O meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not. Ich will zum Lager machen Mir deine liebe Gruft: Da werd ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. Benj. Schmolck. C. Gsterlieder. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schar. 127. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht: Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. 2. Wenn ich oft lieg' in Nacht und Not, Versenkt in Trauern bis zum Tod, So läßt er früh in Freud' und Wonn' Mir aufgehn seine Gnadensonn'. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt im Todes zwang; Den dritten Tag durchs Grab er dringt Und hoch die Siegesfahne schwingt. 4.„Jetzt ist der Tag, da mich die Welt Am Kreuz mit Schmach gebunden häͤlt: In kurzem wach' ich fröhlich auf, Mein Osterfest ist schon im Lauf.“ 5. Der Lebensfürst den Tod besiegt, Da er selbst tot im Grabe liegt; Er geht hervor in eigner Kraft, Und Tod und Höll' an ihm uichts schafft. 6. O Wunder groß! O starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Tür. 7. Gott sei gelobt, daß Jesus Christ Wahrhaftig auferstanden ist! Kommt her und schaut: das Grab ist leer, Den Herrn des Lebens hält's nicht mehr. 8. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Und stürb' auch alle Welt mir ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab'. 9. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil seines Leibs ein Glied ich bin. 10. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm' ich zur Himmelsbürgerschaft; Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt Und mit Gerechtigkeit gekrönt. 11. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. 12. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt, Bis wir dereinst in höh'rer Weis' Erheben deinen Ruhm und Preis. Joh. Heermann. Mel. 147: O heiliger Geist, o heiliger Gott. 2 8. O herrlicher Tag, o fröhliche 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, Da Jesus lebt ohn' alles Leid! Zeit, Da wir von Sünden sind befreit! Er ist erstanden von dem Tod, Wir sind erlöst aus aller Not. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Getilget ist nun unsre Schuld, Wir sind gerecht aus Gottes Huld. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 28*83nL Osterlieder. 129. 14⁷ 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Der Tod ist überwunden heut'! Es darf uns nicht mehr vor ihm graun, Wir sind erfüllet mit Vertraun. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4. O herrlicher Lag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut, Des Herren Sieg hat uns erlöst, Uns neues Leben eingeflößt. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Erhalt' uns, Jesu, diese Freud', Zu sagen hier zu aller Stund Und dort einmal mit sel'gem Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyr. Günther. Berner Gesangbuch. 1..— ——. ——— IEE ———... 7 3 2—.— 129. 1 Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin, Die Sonn' ist Er⸗ munt⸗re dei⸗ nen Geist und Sinn, Den Hei⸗ land auf⸗ ge⸗ gan ⸗ gen. zu emp⸗fan⸗gen, Der heu⸗ te durch des To⸗des Tor Ge⸗ SIEs———.— EE R— E HS.I...‚.‚— ............. bro⸗chen aus dem Grab her⸗vor. Der gan⸗zen Welt zur Won⸗ ne. 4S EE x .— —.... ——— F LI——.* + + + 1. 9 148 1380. Osterlieder. 2. Steh' aus dem Grab der Sünden Und such' ein neues Leben; lauf Vollführe deinen Glaubenslauf, Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such', was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, Und tracht' nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgen⸗ Dein Jesus wird ihn heben;(stein, Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud' und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht: er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. Mel. 320: Christus, 30. Willrommen, Held im Strei⸗ Aus deiner Grabeskluft! te, Wir triumphieren heute An deiner leeren Gruft. 2. Du hast nun überwunden Der Feinde Macht und Spott, Wir haben Trost gefunden; Mit uns ist unser Gott. 3. Der Fried' ist uns erstritten, Und jeder Schrecken flieht; In der Gerechten Hütten Erschallt das Siegeslied. 4. Teil' uns des Sieges Beute, Den Trost nun reichlich aus; Ach komm und bring noch heute Dein Heil in Herz und Haus. 5. In deines Grabes Staube Liegt unsre Schuld bedeckt; 5. Es hat der Löw' aus Judas Heut' siegreich überwunden,[Stamm Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil gefunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde Schau getragen. 6. Drum auf, mein Herz, sang' an den Weil Jesus überwunden;(Streit, Auch du wirst überwinden weit, Er hat den Feind gebunden. Scheu'-weder Teufel, Tod noch Welt: Jesus, der starke Siegesheld, Ist mächtig in den Schwachen. 7. Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern! Laß uns, Herr Jesu, insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! Laur. Laurentii. der ist mein Leben. Des tröstet sich der Glaube, Daß ihn kein Feind mehr schreckt. 6. Du hast das Heil erworben; Wir preisen dich dafür. Sind wir mit dir gestorben, So leben wir mit dir. 7. Wir wollen ohne Grauen Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dort dich schauen Und selig auferstehn. 8. Schwing deine Siegesfahnen Auch über unser Herz. Und zeig uns einst die Bahnen Vom Tode himmelwärts! 9. Was kann uns denn noch schaden? Des Todes Pfeil ist stumpf. Wir sind bei Gott in Gnaden Und rusen schon: Triumph! Benj. Schmolck. it Osterlieder. 131. 182. 14⁹ Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. 131. Trauernd und mit bangem Sehnen Wandern zwei nach Emmaus, Ihre Augen sind voll Tränen, Ihre Seelen voll Verdruß. Man hört ihre Klageworte; Doch es ist von ihrem Orte Unser Jesus gar nicht weit Und vertreibt die Traurigkeit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Ihre Not, ihr Ungemach; Manches wandelt ganz alleine, Daß es nur zur Gnüge weine. Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Oft schon hab' ich's auch empfun⸗ Jesus läßt mich nie allein;(den, Jesus stellt zur rechten Stunden Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hilfe da. 4. Treuster Freund von allen Freun⸗ Bleibe ferner noch bei mir!([den, Sucht die Welt mich anzufeinden, Ach, so sei du auch allhier! Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm, in meinem Geist zu ruhn! Was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf' mir in den Sinn, Oaß mich deine Seele liebet, Und daß ich dein eigen bin. Laß dein Wort mich fester gründen, Laß es ganz mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 6. Tröst' auch andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn, Oder in der stillen Kammer Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, Sprich dann ihren Seelen zu: „Liebes Kind, was trauerst du?“ 7. Hilf, wenn es will Abend werden Und der Lebenstag sich neigt, Wenn dem dunkeln Aug' auf Erden Nirgend sich ein Helfer zeigt: Bleib' alsdann in unsrer Mitten, Wie dich deine Jünger bitten; Bis du sie getröstet hast, Bleibe, bleibe, teurer Gast! Joh. Neunherz. Heinr. Egli. V 132. 4. sus lebt, mit ihm auch ich! H-H——. ren n n, PIPIPPIII——— E S— Tod, wo sind nun K 7— 2 Fν4 2——3 ———— 15⁰ 132. Osterlieder. dei⸗ne mhn Er, er 25 und wird 0— Von 90n .—..=.· 5 ‚—=‚i PxPPxPᷓPP 0 2 3.— DDDDDPDPDPPRRRRRRDRRRRRRRRII —— x 2145 I 2. 45 mei⸗ ne 2 0 1.— ist mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht! — 0— 2—7.—.— . SEE aun rr EEEREEEEEE 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, Uber alle Welt gegeben; Sein sei auch mein ganzes Leben! Mit ihm werd' auch ich zugleich Reines Herzens will ich sein Ewig herrschen, ewig leben. Und den Lüsten widerstreben. Gott erfüllt, was er verspricht; Er verläßt den Schwachen nicht; Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Lästert ihn und Gottes Ehre. Nichts soll mich von Jesu scheiden, Gnade hat er zugesagt, Keine Macht der Finsternis, Daß der Sünder ich bekehre. Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Gott verstößt in Christo nicht; Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. Osterlieder. 138. 15¹ —————————— 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod Wird es meiner Seele geben, Mir der Eingang in das Leben. Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Welchen Trost in Todesnot Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. F. Gellert. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. 133. Bringt Preis und Ruhm dem 5. Mein Herr und Gott, hilf mir Heiland dar,. dazu! Frohlockt ihm, alle Frommen! Befreie mich von Sünden! Er, der für uns getötet war, Laß mich für meine Seele Ruh' Ist aus dem Grab gekommen. In deiner Gnade finden! Sei hochgelobt, Herr Jesus Christ, Und pflanze deinen Sinn in mir⸗ Daß du für uns gestorben bist Damit ich, dir ergeben, hier Als dein Erlöster wandle. Und siegreich auferstanden! 2. Dein Leben in der Majestät 6. Dein ist das Reich, dein ist die Befestigt unsern Glauben; Entschlafne zu erwecken.(Macht,. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Du rufst einst, und der Gräber Nacht Wird Tote nicht mehr decken. Den großen Trost uns rauben: Erlösung von der Sünde Macht Wie du, Herr, auferstanden bist, Hast herrlich du ans Licht gebracht, So werd' auch ich, o Jesus Christ, Den Himmel uns geöffnet! é Durch dich einst auferstehen. 3. Gott selbst, der dich dem Grab 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, Hat deinen teuren Lehren lentrückt, Im Glauben an dich wandeln Der Wahrheit Siegel aufgedrückt, Und jederzeit nach deinem Sinn Gerecht und christlich handeln; Dich, seinen Sohn, zu ehren; istlich Und deines Todes hohen Wert Daß ich, wenn ich einst aufersteh; Hat er aufs herrlichste erklärt, Und dich, des Todes Sieger, seh', Vor dir dann nicht erschrecke. Da er dich auferwecket. 4. Erstandner! Ich frohlocke dir, 8. Da, wo du bist, da soll auch einst Daß du nun ewig lebest. Dein Jünger mit dir leben. Du lebst und siegst, daß du auch mir Du wirst ihn, wann du nun erscheinst, Das ew'ge Leben gebest; Zu deiner Freud' erheben. Daß du auch mein Erretter seist Laß dieses auch mein Erbteil sein, Und neue Kräfte mir verleihst, So werd' ich ewig des mich freun, Mit Freuden Gott zu dienen! Daß du vom Tod erstanden. 3. S. Diterich. ——— 15² 184. Osterlieder. ö Sürcher Gesangbuch. — 0 —*—— — E—3— 8 735 1 3 4 1 Je⸗sus, die er⸗lö⸗sten Sün⸗der, Al ⸗le Chri⸗sten 2 Dir, du To⸗des ⸗ü⸗ber⸗win⸗der, Dir, du Herr der 7 D ——— ů D ö dan⸗ken heut' Herr⸗lich⸗keit! Der du tot warst, le⸗best wie⸗der, Mit dir e E—— 2 EEEEEEEE.—— 2 1—.— S..... ö le⸗ ben dei⸗ne Glie⸗der; Uns, die Tod und Grab er⸗schreckt, 1. 99 ö. 9——. SSSPSSPIPIII....—— 2———— ö—.——.— 4——— *—.—. ,.——— j——— EE Hat Gott mit dir auf⸗er⸗weckt. ——..imtin.4.n.I 1½. RENETI Osterlieder. 135. 2. Nieder kamst du auf die Erde, Gottes Sohn, von Gottes Thron, Trugest jegliche Beschwerde, Littest Schmerzen, Spott und Hohn. Menschen haßten dich, du Bester, Aller Armen Hilf' und Tröster! Dich, du Labsal jeder Not, Drängten sie bis in den Tod. 3. Willig, Herr, trug deine Seele Mancher Leiden schwere Last Bis zum Tod, und in der Höhle Lag dein müder Leib erblaßt. Endlich frei von aller Plage Ruht er bis zum dritten Tage. Da kam in das stille Grab Gottes Herrlichkeit hinab. 4. O mit welchen Gottesfreuden Strahlst du aus des Grabes Nacht! Ewig fern ist alles Leiden, Ganz dein großes Werk vollbracht! Rebreich eiltest du, den Deinen Im Triumphe zu erscheinen: Seht mich, Freunde, die ihr bebt! Jauchzet! Euer Jesus lebt! 153 5. Ja, du lebst! Wer dir vertrauet, Ob er stürbe, stirbet nicht. Wer auf deine Liebe bauet, Kommt dereinst nicht ins Gericht. Wer hier starb, wird auferstehen, Wird unsterblich dort dich sehen, Freudig, wer sich dir ergibt, Zitternd, wer dich hier nicht liebt. 6. Ewig sei'st du angebetet, Gott, der unser Vater ist! Du hast uns vom Tod errettet, Uns gesendet Jesum Christ, Uns durch Jesum neu geboren. Ewig wären wir verloren, Hätt' er nicht vom Thron herab Sich versenkt in Tod und Grab. 7. Halleluja! Unser Leben, Gott der Menschen, Jesus Christ! Unser Herz sei dir ergeben, Der du auferstanden bist! Frei und rein von allen Sünden Laß uns, daß du lebst, empfinden! Tief im Staube singen wir Dank und Halleluja dir! J. K. Lavater. Mel. 5: Nun danket all' und bringet Ehr'. 135. Ich sag' es jedem, daß er Und auferstanden ist, Daß er in unsrer Mitte schwebt Und ewig bei uns ist. 2. Ich sag' es jedem, jeder sagt Es seinen Freunden gleich, Daß bald an allen Orten tagt Das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Erst wie ein Vaterland; Sinn Ein neues Leben nimmt man hin Entzückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer Versank des Todes Graun, Und jeder kann nun leicht und hehr In seine Zukunft schaun. Uebt 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Geht in den Himmel aus, Und wer nur hört auf seinen Rat, Kommt auch in Vaters Haus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie, Wenn eins die Augen schließt; Vom Wiedersehn spät oder früh Wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat Ein jeder frischer glühn, Denn herrlich wird ihm diese Saat In schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns Wenn alles uns verläßt; sein, Und so soll dieser Tag uns sein Ein Weltverjüngungsfest. Ir v. Hardenberg. 186. 137. Osterlieder. Mel. 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 136. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte, Seinen heil'gen Friedensgruß In die Kreise seiner Lieben brachte, Welche Stunden voll Genuß! Möcht' auch uns in diesen Segenstagen Ofters solche Himmelsstunde schlagen,‚ Und sein holdes Friedenswehn Uns mit Gotteskraft durchgehn! 2. Tränen, die ihm Lieb' und Sehn⸗ sucht weinen, Trocknet er mit milder Hand; Freundlich naht er wandernd zu den Seinen, Setzt ihr Herz in heil'gen Brand; Freundlich läßt er sich zum Bleiben itten, Gehet ein zu unsern Friedenshütten, Reicht sein Lebensbrot uns dar, Und ihn kennt der Seinen Schar. 3. Oder prüfend tritt er vor die Seele: Hast du, sprich, hast du mich lieb? Wer verdeckt ihm Schwächen oder Fehle? Wer den tiefstverborgnen Trieb? Selig, wessen Herz durch ihn entzündet, Lautre Lieb' in Wort und Werk ver⸗ kündet, Und, zum Glaubenssieg geübt, Ohne Sehen glaubt und liebt! 4. Selig, wen der Herr bei seinem Namen Mit der Himmelsstimme nennt, Wer, wenn bange Glaubensnächte kamen, Frohbeschämt ihn wieder kennt! Stammelnd wird er jetzt zu seinen Ihn mit labe Glaubenswonne grüßen, Und entbrannt für ihn, für ihn, Froh durch Tod und Leben ziehn. 5. Dank sei dir, du Herr und Gott der Deinen, Bis ans Ende fühlbar nah! Noch kannst du dem Geist in Kraft erscheinen, Daß er jauchzt: Der Herr ist da! Kannst mit deinem Hauche neu beleben Und den Geist aus Gott uns wieder⸗ geben. Komm mit deinem Himmelreich, Komm, o Herr, mach' dir uns gleich! K. B. Garve. neuer Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. 137. Zieh einher, du Ostersonne, Zieh einher im Siegeslauf! Denn es stieg zu ew'ger Wonne Jesus aus dem Grab herauf. 2. Seit dem schöpferischen Werde, Das erfüllt hat Tal und Höhn, War kein Morgen auf der Erde So erquickend und so schön. 3. Keine Nebel, keine Schatten Decken nun die Erde mehr; Dieser Tag verheißt den Matten Aller Kräfte Wiederkehr. 4. Dieser Strahl bricht in die Tiefe, Die kein Aug' erträgt zu schaun, Daß er neue Hoffnung riefe In das düstre Todesgraun. 5. In die Grüfte dringt das Leben Und erweckt den Widerhall. Herzen glühen, Geister schweben, Lebensahnung überall! 6. Wo uns sonst ein Abgrund schreckte, Wo der letzte Grenzstein stand, Reichet jetzt der Auferweckte Uns entgegen seine Hand. SIIIEl te, se, Osterlieder. 138. 1⁵⁵ 7. Fürst des Lebens! Deine Boten8. Gieß' die edle Friedensgabe Ziehn hinaus im Morgenschein; Über alle Menschen aus! Die Lebendigen und Toten Friede über jedem Grabe, Schließt dein Wort des Friedens ein. Friede sei in jedem Haus! Christ. Rud. Heinr. Puchta. H. G. Nägeli. —. e 138. 1. See⸗le, dein Hei⸗land ist frei von den Ban⸗den, Sieg⸗reich und herr⸗lich von To⸗ ten er⸗ stan⸗den! . ö— 2 HE—— 2— ———————— ........ m S EEN SPSPSSII I E % Freu' dich, o See⸗le! Die Höl⸗le er⸗ bebt. Je⸗sus, dein M GW [F 1 II VI.. LI 1 LE L +. L.. II I— T 0 2....— H E + LTEY + 1 1 1. I 1* 2* XX +. 3J.—4 *. LE.. + 1 1 1 22 X 82*223 1*— 139. Osterlieder. — * —— Hei⸗land, ist Sie⸗ger und lebt. 29 7 2 P. 2. Seele, o Seele, auch du wirst erstehen, Wirst ihn verkläret, den Herrlichen, ehen, Wie er die Palme des Sieges dir beut, So du getreu ihm dein Leben geweiht! 3. Stachel des Todes ist nimmer verderblich; Staub nur verweset, der Himmel ist erblich. Bürger des Himmels hienieden ja on, Bist du verbrüdert den Engeln am 4. Himmelsgedanke, auf ihn nur gerichtet, Wie er die irdischen Pfade dir lichtetl Seele, entsage der Sorg' um die Welt, Blick' auf das Ziel hin im himm⸗ lischen Zelt! 5. Nie laß den Mut und die Hoff⸗ nung dir wanken! In der Unsterblichkeit Wonnege⸗ danken Senke dich, Seele, im Glauben hinein, Bis er in Schauen verwandelt wird sein! Thron. Mel. 16: Wie groß ist 139. Die Lerche stieg am Oster⸗ Empor ins klarste Luftgebiet[(morgen Und schmettert', hoch im Blau ver⸗ borgen, Ein freudig Auferstehungslied. Und wie sie schmetterte, da klangen Es tausend Stimmen nach im Feld: Wach' auf, das Alte ist vergangen, Wach' auf, du frisch verjüngte Welt! 2. Wacht auf und rauscht durchs Tal, ihr Bronnen, Und lobt den Herrn mit frohem Schall! Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen, Ihr grünen Halm' und Blätter all'! Ihr Veilchen in den Waldesgründen, J. H. C. von Wessenberg. des Allmächt'gen Güte. Ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot, Ihr sollt es alle mit verkünden: Die Lieb' ist stärker als der Tod! 3. Wacht auf, ihr trägen Menschen⸗ herzen, Die ihr im Winterschlafe säumt, In dumpfen Lüsten, dumpfen Schmer⸗ zen Gebannt, ein welkes Dasein träumt! Die Kraft des Herrn weht durch die Lande Wie Jugendhauch, o laßt sie ein! Zerreißt, wie Simson, eure Bande, Und wie die Adler sollt ihr sein! 4. Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen n?· 2.053 III t. ie Himmelfahrtslieder. 140. 141. 157 Gebrochen an den Gräbern steht: Das über euch ergossen ward; Ihr trüben Augen, die vor Tränen Es ist ein inniges Erneuen Ihr nicht des Frühlings Blüten seht; Im Bild des Frühlings offenbart. Ihr Grübler, die ihr, fern verloren, Was dürr war, grünt im Wehn der Traumwandelnd irrt aus wüster Bahn: Lüfte; Wacht auf, die Welt ist neu geboren; Jung wird das Alte fern und nah. ier ist ein Wunder, nehmt es an! Der Odem Gottes sprengt die Grüfte: 5. Ihr sollt' euch all des Heiles freuen, Wacht auf, der Ostertag ist da! Emanuel Geibel. D. Himmelfahrtsdieder. Mel. 9: Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. 140. Auf diesen Tag bedenken wir, Am Glauben liegt's: ist dieser echt, Daß Christus aufgefahren, So wird gewiß das Leben recht Und danken unserm Gott dafür Zum Himmel sein gerichtet. Und flehn, er mög' bewahren 4. Solch' Himmelfahrt fängt in uns Uns arme Sünder hier auf Erd', Wenn wir den Vater sinden, lan, Die wir, von mancher Not beschwert, Als seine Kinder fliehn die Bahn Nur Trost in Hoffnung haben. Der Welt und ihrer Sünden. 2. Gottlob, der Weg ist nun gemacht, Wir sehn hinauf, Gott sieht herab, Uns steht der Himmel offen! An Treu' und Liebe geht nichts ab, Heut' schloß ihn Christus auf mit Bis wir zusammenkommen. Erfüllt ist unser Hoffen.(Pracht, 5. Dann wird der Tag erst freuden⸗ Wer's glaubt, des Herz wird freuden⸗ Wenn Gott uns zu sich nehmen lreich, Der weiß, daß er sich rüsten soll,(voll, Und seinem Sohn wird machen gleich; Dem Heiland nachzufolgen. Da schwindet Not und Grämen. 3. Wer hier nicht seinen Willen tut, Da wird sich finden Freud' und Mut Hat keinen Teil am Herren; In Ewigkeit beim höchsten Gut. Denn Jesus wird vor Fleisch und Blut Gott woll', daß wir's erleben! Sein Himmelreich versperren. Joh. Zwick. Mel. 39: Aus meines Herzens Grunde. 141. Der Herr fährt auf gen Der Heiland zieht voran, Mit aller Engel Chor(Himmel Will uns zurück nicht lassen, Aus dieser Welt Getümmel Er zeiget uns die Straßen, Zu seinem Thron empor! Er bricht uns sichre Bahn. Lobsingt, lobsinget Gott! 3. Wir sollen himmlisch werden, Lobsingt, ihr Nationen, Der Herr bestellt den Ort; Dem Herrscher aller Thronen, Wir gehen von der Erden Dem Herren Zebaoth. Getrost zum Himmel fort. 2. Lob sei dem Gott der Gnade, Ihr Herzen, macht euch auf! Der unser Haupt erhöht. Wo Jesus hingegangen, Wir wissen nun die Pfade, Dahin sei das Verlangen, Die man zum Himmel geht. Dahin sei unser Lauf. I INTILUT 0 15⁵ 142. Himmelfahrtslieder. 4. Laßt uns gen Himmel dringen Mit herzlicher Begier; Laßt uns voll Inbrunst singen: Dich, Jesu, suchen wir, Dich, o du Gottessohn, Dich, unser Licht und Leben, Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron'. 5. Fahr' hin mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt! Dein Tand kann nicht ergötzen; Der Herr ist unsre Zier, Der Herr ist unsre Wonne; Zu unsrer Lebenssonne, Zu Jesu ziehen wir! 6. Wann soll es doch geschehen? Wann kommt die liebe Zeit, Da wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Da wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? Weißt du, was uns gefällt? —— O Tag, brich bald herein! Sottfried Wilh. Sacer. Basler Gesangbuch. * 18 1. Je⸗sus Chri⸗stush —2—— „. SDSPSSI. errscht als Kö⸗nig, Al-les wird ihm 2. 0 + 2——5 SSqS UPUFIPIIPII =eeeeeeee—— ————— DDI..tt.t..I.II. I I............ 1633½1 + un ⸗ter ⸗tä⸗ nig, Al⸗les legt ihm Gott zu Fuß. Je- de 3 + —— l— + +—4 +——..—2:..—. 2..—.— 1.*—42—— + ———.—— EEEEE ‚ E A.EEE— ee Zun⸗ge soll be⸗ ken⸗nen, Je⸗sus sei der Herr zu nen⸗nen, 2. 50 FIFIFf TPTTRT CE. +2—. + L. 3 313 —...—.————.— VDA—— ———..————— I +—8 +— 12.—. V.— 1 m X..—— FE— + F—— 7 ·SSeeESGS Himmelfahrtslieder. 42. 159 E —— Dem man Eh⸗ re ge⸗ ben muß. — 2. Christi Thron ist unumstößlich, Christi Leben unauflöslich. Christi Reich ein ewig Reich. In der Welt und Himmel Enden Hat er alles in den Händen, Ist allein dem Vater gleich. 3. Nur in ihm, o Wundergaben, Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Hört's, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 4. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen! Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen! Sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er selbst im Tod. 5.Eil'! Es ist nicht Zeit zum Schämen. Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst dn leben? Es soll sein. Willst du glauben? Du sollst sehen! Soll der Wunsch aufs Höchste gehen, Willst du Jesum? Er ist dein. 6. Allen losgekauften Seelen Soll's an keinem Gute fehlen, Denn sie glauben, Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Lehren! Möcht' doch alle Welt dich hören, Süßes Evangelium! 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Hier auf kurze Zeit darnieder, Glieder Und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgen Freuden, Nichts kann sie von Jesu scheiden, Er, das Haupt, zieht sie empor. 8. Auch bis dahin gibt er Nahrung, Leitung, Heilung und Bewahrung, Denn er pflegt und liebet sie. Ja, bei seinem Kreuzesstamme Fragen sie, wer nun verdamme; Denn sie rühmen: Gott ist hie! 9. Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Ueber alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, Da sie heimführt Jesus Christ. 10. Jauchz' ihm, Menge heil'ger Rühmt, vollendete Gerechte,[Knechte! Und du Schar, die Palmen trägt, Und ihr Dulder mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 11. Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König! Alles wird ihm untertänig! Ehret, liebet, lobet ihn! Ph. Fr. Hiller. 16⁰ 143. 144. Bimmelfahrtslieder. Mel. 11: O daß ich tausend Zungen hätte. immel bist du ein⸗ 143. Zum 5H gegangen, Mit Preis gekrönt, Herr Jesus Christ! Wie sollte mich nun nicht verlangen, Auch dort zu sein, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilger hier; Nimm in die Heimat mich zu dir! 2. Vom Tode standst du auf zum Leben, Du gingst verklärt zum Himmel ein: So muß sich auch mein Geist erheben, Ich darf nicht tot in Sünden sein. Ein neues Leben wirk' in mir, So komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Oelberg fingen deine Leiden Mit bittern Todesängsten an; Am Oelberg gingst mit hohen Freuden Du siegreich deine Himmelsbahn. So folgt auf Leiden Herrlichkeit: Zu beiden mache mich bereit! 4. Du bist von uns zwar aufgesahren, Doch ist dein Wort noch immer hier; Laß dieses Kleinod mich bewahren, Im Worte redest du zu mir; Dies leitet meinen Lebenslauf Und schließt mir deinen Himmel auf 5. Du hobest segnend deine Händt Beim Scheiden von den Deinen auf: O hilf, daß einst auch ich vollende, Durch dich gesegnet, meinen Lauf! Wenn ich von dir gesegnet bin, Dann fahr im Frieden ich dahin. 6. Ich sehe dir mit Glaubensblicken In deinen Freudenhimmel nach, Mein Herz soll sich an dir erquicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibst du doch meine Zuversicht. 7. Einst wirst du herrlich wiederkom⸗ Gleich wie du aufgefahren bist;(men, Dann werd' ich völlig aufgenommen, Wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb' ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Berliner Gesangbuch. Ben. Jucker. * nt=———————— TPE E.————— EI 11 S.S..........——— e e e ö 1 44 1. Froh⸗lock', mein Herz, weil Je⸗sus Christ Zum Him⸗mel ö ISDIDISS‚S 3———————..—28 —H5 15— 2— 60—.—— ü 9—.———— . e e mann,=nnual enin, dennnnerrr. S............... 7— 5— 4 1 auf⸗ ge⸗ fah⸗ren ist, Der To⸗des⸗ ü⸗ ber ⸗win⸗ der! Er I 6.. E„ H„ ö——... —— 1 +.—4 ERE —— +—..*.——— FF* Himmelfahrtslieder. 144. 16¹ 4 — 1 +4 ++ 12. 2.* .........— TUTI ——*.— SIEE——— —— hat das gro⸗ße Werk voll⸗bracht! Sein ist die Weis⸗heit, sein die —— 8. Macht, Er ist das Heil der Sün ⸗ der. 1— .SSS ——8„e d n dinn. I— b 1 2. Wie herrlich bist du, Herr, mein Daß ich mit Mut vor deinem Thron, eil! Sohn Gottes und des Menschen ch hab' an deiner Klarheit teil, Sohn, Für mich fuhrst du zum Himmel. Im Kampf gestärket werde! Du Hoherpriester, gehst mit Ruhm 5. Ja du, du schaust auf nrch herab. Für mich auch in dein Heiligtum, Du, der für mich dahin sich gab; Dir folg' ich in den Himmel. Laß dies mich stets ermessen! 3. Du, dessen Wort die ganze Welt Du kannst, obgleich du, Jesus Christ, Allmächtig rief, allmächtig hält, Im Himmel aller Himmel bist, Herr, Herr, durch den wir leben, Doch meiner nicht vergessen. So lang ich wall im Staube hier, 6. Had' ich vollendet meinen Lauf, Soll sich mein ganzes Herz zu dir So nimm mich in den Himmel auf, Vom Staub empor erheben. Daß ich dich, Jesus, sehe, 4. Entreiß' durch deines Geistes Daß ich in deiner Herrlichkeit Kraft, Von Ewigkeit zu Ewigkeit Die alles allenthalben schafft, Vor deinem Throne stehe. Mein Herz dem Tand der Erde/ J. C. Lavater. 11 ö Hs. Georg Nageli. — — 145. Himmelfahrtslieder. 162² I. — 2 gen Pfor T — —4 + präch⸗ti — +4 1. Er⸗ hö⸗het die — —. 0 ———— v— wei⸗tert mit Jauch⸗zen die To⸗ re Sie⸗ge, Er — ————— 4. 2 + — Reich ist nun Got⸗tes, + 2.2 — — H.—— —— 18 2 2+— 2 naht sich der Kö⸗nig, der Held. ..N— 2 x I ——— — Befreit sind die Sünder von lastenden Pfingstlieder. 146. 163 2. Er naht sich, der drohende Tod wird zuschanden, Nun schrecket uns nimmer das offene Banden, Es senkt sich die Gnade herab. 3. Sie tragen statt Fesseln nun fröh⸗ liche Palmen, Und Hoffnung erfüllet statt Grauen die Brust; Das Jammern der Kerker verkehrt sich in Psalmen, Den Kummer verdränget die Lust. 4. Die Boten der ewigen Herrlich⸗ keit eilen, Sie bringen Versöhnung und himm⸗ lische Pracht; Wie Blitze die schwarzen Gewölke zer⸗ teilen, Zerteilt sich die trauernde Nacht. 5. Dich, Heiland, dich suchet der From⸗ men Bestreben, Der unsers Geschlechtes Erlösung voll⸗ bringt; Dir folget die Liebe durch Tod und durch Leben, Die Liebe, die alles durchdringt. Schmid. E. Pfirigftlieder. 1535. EEEE.— P—— 146. 1. Komm, Schöp⸗fer Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns e 5 —— dei ne Wohnung sein; Er⸗füll' die Her⸗zen, dein Ge⸗bild, Mit SDE E 5— 2— 4+————— N— JZ.V* + + +.— 1— N AE— S 4 dei⸗nen Him⸗mels ⸗ga⸗ ben mild! I +.—— 920 +4 + N TZ.. +—— JZ. + 4 L.*2 I — +— II F II — * 2. Ein Tröster kommst du uns herab, Stärk' unsern Mut, daß er besteh' Du bist des Höchsten höchste Gab', Des schwachen Leibes Not und Wehl Der Lebensquell, die Lebenssonn', 5. Des Bösen Macht vertilge du, Der Seele Salbung, Lieb' und Wonn'. Gib Frieden uns und Seelenruh'; 3. Unendlich reichst du Gaben dar, Dir woll'n wir folgen immerhin Du Gottes Finger wunderbar, Und allem Argen uns entziehn. Durch dich lebt nun des Herren Wort 6. Den Vater und den Sohn, o lehr' In allen Zungen ewig fort. Sie uns erkennen immer mehr, 4. Gib unsrer Leuchte klaren Schein,. Du heil'ger Geist! In alle Zeit Flöß' Liebesglut den Herzen ein! Sei'n unsre Herzen dir geweiht! Nach einem lateinischen Hymnus. 1038. 89.—————— .... 147. 1. O— Geist, o hei⸗- li⸗ ger Gott! Du 45 5.5—67 ö DI——— .— A— EEN Le⸗ ben, das die Welt—. Du Feu⸗er, das die 2 IIIee Pfingstlieder. 148. 16⁵5 — 1—‚ 22 + 179 + 2 1 12— 1— 2——— 65— SSSIIII — +ED 2...— 2————— Welt durchstrahlt, Du Wort, das al ⸗le Welt durch⸗hallt: O x — i +.—.. E E—.—. ö— 4 1——3 ů EEEEEE 2..— S..II.........— x hei ⸗-li⸗ ger Geist, o hei⸗ li ⸗ ger Gott! DDIDE DDE—.—.—. IF —..—————— 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, Wo du nicht bist, wohnt Leben nicht! Der Wohnung uns bereitet hält! Erfüll' uns du mit deinem Licht,. Wenn unser irdisch Haus zerfällt, Mit Liebesglut und Zuversicht: Führ' du uns in die bessre Welt: O heiliger Geist, o heiliger Gott!O heiliger Geist, o heiliger Gott! Nach einem alten Pfingstliede. Joachim Neander. 7 —— 26——.— E ——— n e n. .—6. 12 1 D⸗ o komm, du Geist des Le⸗bens, Wah⸗rer Gott von Dei⸗ne Kraft sei nicht ver⸗ge⸗bens, Sie er⸗füll uns 148. 5 E führ 166 148. Pfingstlieder. 4 III.— E⸗ wig⸗keit! je⸗ der⸗zeit: So wird 9—— Geist und Licht und Schein In den dun⸗keln Her⸗ zen . dren, rs —— + + + 4— — 4— 1 I.—— 5955.5 E335 N N—— PZ.V. N—E—. IL ,. +II 4— 5.—— II sein 0 D —— 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen Als nur, was dein Wille sucht. Dein' Erkenntnis werde groß Und mach' uns vom Irrtum los! 3. Zeig' uns, Herr, die rechten Stege Zu der wahren Wohlfahrt an; Räume alles aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann; Wirke Reu' durch deine Gnad', Wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugnis merken, Daß wir Gottes Kinder sind, Die sich in dem Glauben stärken: Gott ist väterlich gesinnt. Lehr' uns, daß des Vaters Zucht Einzig unser Bestes sucht. 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten Frei, mit aller Freudigkeit! Seufz' auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit; So wird unsre Bitt' erhört Und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch um Trost oft bange, Daß die Seele seufzen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, wie langel O so mache den Beschluß: Sprich dem Herzen tröstlich zu, Und gib Mut, Geduld und Ruh' 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke! Wenn der Feind uns fliehen heißt, Schenk' uns Wassen zu dem Krieg Und erhalt' in uns den Sieg! 8. Wenn wir endlich sollen sterben, Steh' uns bei im letzten Streit! Gib Gewißheit, daß wir erben Jene Ehr' und Herrlichkeit, Die Gott gibt durch Jesum Christ, Und die unaussprechlich 90 nr. Held. IHII ge, Pfingstlieder. 149.—6² —ꝛß7ß7ꝛꝛß7ß7ß7ß7—t/i—s— RNonrad Rocher⸗ 1. 191 helt⸗ ⸗ger Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns Du Him⸗mels⸗licht, laß dei⸗nen Schein In un⸗sern 149. dei⸗ ne Woh⸗ 2— O komm, du 4 ⸗bens⸗son⸗ ne! See⸗ len Ka 10 914 Zu ste⸗ ter Freud' und Won⸗ ne! 2190 + ——.... l=—.—— 5 ster Lu- 6—.— 1195 Reder bn du ge⸗ben, — 235 215 ten W im Glau⸗ben vor dich 15 10 .—.— 168 150. Pfingstlieder. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, Die sich in fromme Herzen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, Lehre, Daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh' du uns bei mit deinem Rat Und führ' uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Stärk' uns, Hilf uns, Still zu halten Deinem Walten, Dir zu trauen Und auf deinen Trost zu bauen! 4. O rüste uns, du Geist der Kraft, Zu führen gute Ritterschaft, Daß wir nicht unterliegen! Hilf, daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Und mit dir freudig siegen! Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! Mel. 89: Nun jauchz 150. Zeuch ein zu meinen Toren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich verloren, Mich neu geboren hast, O hochgeliebter Geist Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleichen Thrones, Mit beiden gleich gepreist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden 5. Du starker Fels und Lebenshot, Laß heller stets dein Himmelswort In unsern Seelen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitsvollen Lehr' Und treuen Liebe trennen. Lege, Präge Deine Güte Ins Gemüte, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. O Geist des Friedens, senke dich In unsre Seelen kräftiglich, Und schenk' uns deine Triebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit wahrer Treu' Und ungefärbter Liebe. Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe! Fried' und Liebe Müss' umschweben Und durchdringen unser Leben! 7. Laß, heil'ger Geist, in Heiligkeit Uns führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns hinfort bleib' wohlbewußt, Wie nichtig sei des Fleisches Lust Und seine toten Werke. Rühre, Führe Unser Sinnen Und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden! Mich. Schirmer. et all', ihr Frommen. Die Kraft, die uns von Sünden Hilf' und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr' und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Und schmecken deine Kraft, Dein Singen klinget wohl; t, Ofingstlieder. 151. 169 —— Es steiget himmelan; Es läßt nicht ab und steiget, Bis der zu uns sich neiget, Der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, Das Trauern willst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal Hast du mit süßen Worten Mir aufgetan die Pforten Zum goldnen Freudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe orn, Hader, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder tu' zusammen, Was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt: So gib doch deine Gnad' Zu Fried'⸗ und Liebesbanden, Verknüpf' in allen Landen, Was sich getrennet hat. 7. Beschirm' die Obrigkeiten Von deinem Himmelsthron, Gib uns getroste Zeiten, Schmück' als mit einer Kron' Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt. 9. Richt' unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wir's sollen geben Der Hand des Todes hin, So hilf uns mächtig aus, Auf daß wir fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ew'gen Lebens Haus. Paul Gerhardt. Mel. 258: Dir will ich danken bis zum Grabe. 151. O cott, o Geist, o Licht des Lebens, Das uns im Todesschatten scheint, Du scheinst und lockst so lang ver⸗ gebens, Weil Finsternis dem Lichte feind. O Geist, dem keiner kann entgehen, Dich lass' ich meinen Jammer sehen. 2. Entdecke alles und verzehre, Was nicht in deinem Lichte rein, Wenn mir's gleich noch so schmerzlich wäre: Die Wonne folget nach der Pein. Du kannst mein Herz voll dunkler Falten In Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, Das ist dein Werk, du Quell des Lichts. Du mußt von Grund aus mich er⸗ neuern, Sonst hilft mein eignes Wirken nichts. O Geist, sei meines Lebens Leben! Ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Atem aus der ew'gen Stille, Durchwehe sanft der Seele Grund, * IAAA ILIIII ddeacẽQ⸗⸗s⸗iasddaaccdssC i 152. 153. Pfingstlieder. Füll' mich mit aller Gottesfülle, Und da, wo Sünd' und Greuel stund, Laß Glauben, Lieb' und Ehrfurcht grünen, In Geist und Wahrheit Gott zu dienen! 5. Mein Wirken, Wollen und Be⸗ ginnen Sei kindlich folgsam deinem Trieb! Bewahr' mein Herz und alle Sinnen Untadelich in Gottes Lieb'! Laß mich dein Beten, Lehren, Kämpfen In mir auf keine Weise dämpfen! Mel. 4: Ich finge dir 152. Nicht um ein slüchtig Gur Ich fleh' um deinen Geist,(der Zeit, Gott, den zu meiner Seligkeit Dein teures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Himmel O Vater, lehr' er mich;(stammt, Die Weisheit, die das Herz entflammt Zur Liebe gegen dich! 3. Dich lieben, Gott, ist Seligkeit; Gern tun, was dir gefällt, Wirkt edlere Zufriedenheit Als alles Glück der Welt. 4. Alsdann hab' ich Vertraun zu dir; Dann schenket selbst dein Geist Das freudige Bewußtsein mir, Daß du mir gnädig seist. 5. Dein Geist der Wahrheit leite Zu aller Wahrheit an;[mich 6. O Geist, du Strom, der uns vom Eröffnet und kristallenrein Aus Gottes und des Lammes Throne In stille Herzen fließt hinein, Ich öffne meinen Mund und sinke Hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich harre dein und bleib' indessen, Von allem abgewandt, dir nah:; Ich will die Welt und mich vergessen, Dies innigst glauben: Gott ist da. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, Wir harren deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen. mit Herz und Mund. Dein Geist des Trosts erweise sich, Wie er erquicken kann. 6. Dein Geist, der Leib und Seel' er⸗ Nehm' allen Kummer hin, lfreut, Dein Geist, der unsern Geist erneut, Erneure meinen Sinn! 7. Strahl' in mein Herz, du Himmels⸗ Du götrlich Feuer, komm! llicht, Du ewige Liebe, laß mich nicht Und mach' mich redlich fromm! 8. Wie selig muß die Seele sein Schon hier noch in der Zeit, Die sagen darf: Du nimmst mich ein, Du Geist der Herrlichteit! 9. Ja, wenn vom Leib die Seele So bleibst du doch in ihr. sscheid't, Ach komm, du Geist der Herrlichkeit, Ach wohn' und bleib' in mir! Phil. Friedr. Hiller. Mel. 28: O Höchster, deine Gütigkeit. 153. Es saß ein frommes Häuf⸗ lein dort Und wollte nach des Herren Wort Einmütig Pfingsten halten: Ach laß auch jetzt im Christenstand, Herr Jesu, deiner Liebe Band Bei frommen Gliedern walten! Schnell fiel hernieder auf das Haus Ein starker Wind, der mit Gebraus Vom Himmel sich erhoben. O Gottesodem, lasse dich Bei uns auch spüren mächtiglich, Weh' auf uns her von oben! 2. Er füllete die Wohnung ganz; Sohne e ÿ14 18 18 Pfingstlieder. 154. 17¹ ——7i Zerteilter Zungen Feuerglanz Nieß sich auf jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kirchen ein, Laß Geist und Feuer bei uns ein, Und deine Sprach' uns rühren. In neuen Zungen ließen sie, Wie jeglichem der Geist verlieh, Den Preis des Herrn erschallen. Entzünd' auch jetzt, du Gottesglut, Der Lehrer und der Hörer Mut Und red' in Kraft zu allen. 3. Das Volk von allen Zungen kann, Was Gott zum Heil der Welt getan, In seiner Sprache hören. Ach heb' der Zungen Irrsal auf; Laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, Daß dich die Völker ehren. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, Erkennet Jesum nicht für Gott, Spricht: Es sind eitle Lehren. Du aber wollst, o heil'ger Geist, Der unser Herz auf Jesum weist, Uns Himmelstrost gewähren. 4. Dein Licht dring' in des Herzens Haus Und treib' mit seiner Klarheit aus Die alten Finsternisse, Daß Blindheit, Irrtum, falscher Wahn, Und was uns sonst verleiten kann, Auf ewig weichen müsse. Dein Feuer tilg' in unfrer Brust, Was sich noch regt von arger Lust, Und wecke reine Triebe, Auf daß wir schmecken wahre Freud' Anstatt der schnöden Eitelkeit, In Jesu süßer Liebe! Hieron. Annoni. Mel. 97: Fröhlich soll mein Herze springen. 154. Höchster Tröster, komm her⸗ Geist des Herrn, nieder! Sei nicht fern, Weih' uns, Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat Deinen Rat Seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, Jeder Schritt, Jeder Tritt Ist ohn' dich vergebens. Ach, der Seele Werk ist wichtig: Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? 3. Weck uns auf vom Sündenschlafe, Rette doch Heute noch Die verlornen Schafe! Reiß die Welt aus dem Verderben, Laß sie nicht Im Gericht Der Verstockung sterben! 4. Geist der Weisheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen! Lehr' uns recht vor Gott zu treten, Sei uns nah Und sprich: ja! Wenn wir gläubig beten! 5. Hilf den Kampf des Glaubens Gib uns Mut,(kämpsen, Fleisch und Blut, Sünd' und Welt zu dämpfen! Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmach und Tod Nicht von Jesu scheiden! 6. Hilf uns nach dem Himmel stre⸗ Gib uns Kraft,[ben, Tugendhaft Und gerecht zu leben! 17²2 155. POfingstlieder. Gib, daß nie wir stille stehen, Mach' uns treu Treib' uns an, In der Prüfungshitzel Froh die Bahn Führ', wenn Gott uns nach dem Leide Deines Worts zu gehen! Sterben heißt, 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze! Unsern Geist Steh' uns bei, Freudig in die Freude! E. Liebich. Hs. G. Naͤgeli. 9⁰³3 2— 1 ——— +—— + 451032 3 2 ö 155 1. Er ⸗ he⸗ be zum Rei du sei⸗ ern ⸗de + 26 255 Er⸗ he⸗ be i Geist und den——— 0 355 Den 22 — cyresc. ö Va⸗ter ver⸗ 25— 2 Kin⸗der Ge⸗ sän⸗ ge, Der Dank der Er⸗ e E D crhasd. Pfingstlieder. 155. lös se⸗ten prei⸗ set den Sohn. Den Geist der Ver⸗ heißung, den 14.— 4. —0—————— = D n.—.— 1—/ hei⸗ li⸗gen, preist! Er chert die. chen 2. 21 E DDE ee = E 4. Hei⸗ ig, 2 lig hei⸗ 10 bist bu P. I. E —.———— ————————— 17⁴4 156. Pfingstlieder. 2. Aus kindlichem Herzen und from⸗ mem Gemüte Steigt, ewiger Vater, dein Loblied empor. Wir alle lobpreisen die heilige Güte, Die Macht und die Weisheit im christlichen Chor. Du Wesen der Wesen! Du riefst uns ins Sein, Uns deiner, denn du bist die Liebe, zu freun. Dir jauchzt voll Entzücken die Kinder⸗ Heilig, heilig, heilig bist du! schar zu: 3. Dich, ewiger Sohn, von dem Vater gegeben, Der, blutend für uns, die Gemeine erwarb, Der brachte Versöhnung und ewiges eben, Indem er, sich opfernd, für Sterb⸗ liche starb: Mel. 102: Die he 156. Es ist ein Strom erflossen, Der wallt gar tief und hell, Gott selbst hat ihn ergossen Aus seines Herzens Quell. In Abrahams Gezelten Begann sein stiller Lauf, Rauscht nun durch alle Welten Und höret nimmer auf. 2. Das ist der Strom, der Schmerzen Und Angst vom Busen spült, Den heißen Durst der Herzen Mit süßer Labung kühlt, Der Strom, von dem vergebens Kein Lechzender genießt, Der Strom des Gotteslebens, Der durch die Menschheit fließt. 3. Der Strom ist nie verschwunden, In Himmelsfülle bricht Aus Jesu heil'gen Wunden Jetzt eine Flut von Licht, Erstehung und Leben! Dich beten wir an, Dem freudig vertrauend die Sünder sich nahn. Dir jauchzen voll Dank die Erlöseten Heilig, heilig, heilig bist du!(zu: 4. Du Geist der Erkenntnis, der Wahrheit, der Liebe, Du bist von der göttlichen Kindschaft das Pfand, Du reinigst die Herzen und heiligst die Triebe, Und führest zum Himmel mit freund⸗ licher Hand; Belebst und erfreuest das glaubende Bist Trost uns 75 Leiden und Bal⸗ sam im Schmerz. Dir singen es deine Geheiligten zu: Heilig, heilig, heilig bist du! Seorg Seßner. iligste der Nächte. Und Schuld und Todesgrauen Sind tief darin versenkt, Und, die sich ihm vertrauen, Mit ew'gem Heil getränkt. 4. O Strom der heil'gen Gnade, Von Lieb und Licht durchhaucht, In deinem Wellenbade Sind wir ja eingetaucht. Vom Himmel quillst du nieder, Zogst uns in deinen Lauf Und strömst zum Himmel wieder Und ziehst uns mit hinauf. 5. O heil'ge Flut, durchwalle Die Herzen kräftiglich, Daß neu geeinigt alle Lob jauchzen über dich; Daß aus der Seelen Fülle Dein Wogen mächtig bricht, Und segnend aus uns quille Geist, Leben, Lieb' und Licht! wictor von Strauß. . 2 III. Christliche Kirche. A. Die Kirche. 73 157 1 Ein' se⸗ ste Burg ist un⸗ ser Gott, Ein' gu⸗ te Er hilft uns frei aus al ⸗ ler Not, Die uns jetzt Wehr' und Waf ⸗ fen. hat be⸗ 9.—. fen. Der alt' bö⸗ se Feind Mit 2500 4—.— — 5 Ernst er's jetzt meint; R und List Sein' E e. 2. Mit unsrer Macht ist nichts ge⸗ Wir sind gar bald verloren,(tan, Es streit't. für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Das Feld muß er behalten! 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' Und wollt' uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Mel. 144: Frohlock, mein 158. Verzage nicht, o Häuflein klein, Obschon die Feinde willens sein, Dich gänzlich zu verstören, Und suchen deinen Untergang, Davor dir wird recht angst und bang: Es wird nicht lange währen. 2. Dich tröste nur, daß deine Sach' Ist Gottes, dem befiehl die Rach', Laß ihn alleine walten. Er wird durch einen Gideon, Der Fürst dieser Welt, Wie sau'r er sich stellt, Tut er uns doch nichts, Das macht, er ist gericht't; Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein' Dank dazu haben! Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib, Laß fahren dahin! Sie haben's kein' Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. M. Luther. Herz, weil Jesus Christ. Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllenpfort' Und was dem will anhangen, Doch werden bald zu Schand' und. Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott: Den Sieg woll'n wir erlangen. Joh. Mich. Mtenburg. hn Die Uirche. 159. 17⁷ 88 17⁰⁴. my n ö EE———— 159. 1. Fah⸗re fort, fah⸗ 55 fort! Wand⸗le, Volk des er⸗ 51 Lie⸗be nicht! Su⸗che stets 4.4 22 2.2 K die Le⸗ —v SSSSSS.... 41311 R 2 9³—— 18—.— 12. 2—— iien nn wni, de Een W Herrn, im Licht! Ma⸗che dei⸗nen 1015 hel⸗le, Laß die TTT EE.——— d en wr GSPIꝑPSPIDIIII 59 rnl 51 375. P* 293 bens⸗quel⸗le! Volk des 1 44 ............ νπ — 70—*— 2„1.———.— — 2———0 EI 1—+ ne —3 3— 23 i fort, fah⸗re fort! — 33 Herrn, dring' durch die en ⸗ge Pfort'! Fah⸗re — 7 e. [EIIS——.———— —..——. F.I I.... R 178 160. 161. Die Kirche. 2. Leide dich, leide dich! Gottes Volk, leid' ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne! Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskronel Leide, wenn du fühlst der Schlange Leide dich, leide dich![Stich, 3. Prüfe recht, prüfe recht! Prüfe weislich jeden Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten! Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten! Beides, was dir gut scheint und was Prüfe recht, prüfe recht! lschlecht, 4. Dringe ein, dringe ein! Volk des Herrn, dring' ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern tot, Mel. 4: Ich finge dir 160. Herr, der du einst gekom⸗ men bist, In Knechtsgestalt zu gehn, Des Weise nie gewesen ist, Sich selber zu erhöhn,— 2. Komm, führe unsre stolze Art In deine Demut ein! Nur, wo sich Demut offenbart, Kann Gottes Gnade sein. 3. Der du noch in der letzten Nacht, Eh' du für uns erblaßt, Den Deinen von der Liebe Macht So schön gepredigt hast,— Sei du gleich den grünen Reben In die Gotteskraft statt Heuchelschin Dringe ein, dringe ein! 5. Brich hervor, brich hervor, Gottes Volk, hervor in Kraft! ö Laß die Bruderliebe brennen! Zeige, was der in dir schafft, Der dich als sein Volk will kennen! Auf, er selbst hat aufgetan das Brich hervor, brich hervor!(Tor: 6. Halte aus, halte aus! Gottes Volk, halt' deine Treu'! Laß nicht lau und träg dich finden Auf, das Kleinod rückt herbei! Auf, verlasse, was dahinten! Gottes Volk, im letzten Kampf und Halte aus, halte aus! Strauß Joh. Eus. Schmidt. mit Herz und Mund. 4. Erinnre deine kleine Schar, Die sich so leicht entzweit, Daß deine letzte Sorge war Der Glieder Einigkeit! 5. Der du um unsre Seligkeit Mit blut'gem Schweiße rangst Und tränenvoll im bangen Streit Des Todes Macht bezwangst,— 6. Bezwing' doch unsern stolzen Sinn, Der nichts von Demut weiß, Und führ' ihn in die Liebe hin Zu deiner Liebe Preis! Nikl. Ludw. v. Zinzendors. Vor 1745 EHt— A———.— EIEEEEEEEEEEEEE P———— I½ 161 1 Har und Herz ver⸗eint zu ⸗sam⸗men Sucht in Las⸗set eu⸗ re Lie⸗bes⸗flam⸗-men Lo⸗ dern in e EHAEH ET 4—.———————..— SIIISSIIq 22³. Die Kirche. 161. 17⁰ 9.—....—— E. I E 1 I. +—. WE n Got⸗tes Her⸗ zen Ruh'! auf den Hei⸗land zu! Er das Haupt, wir sei⸗ ne Glie⸗der, ö x —.—— + V37— SSDSSE— II. 4... +— I E——— EUPsi .—.——. 6——— 4—— . Lnn a..——— 8——— P 2— 8————N 9 14 E Er das Licht und wir der Schein; Er der Mei⸗ster, wir die e E—.———.—.— ———— 5— 46 13 5 4UH—.— 4 12—— II— aut.—60——2—0——— e E Brü⸗der, Er ist un⸗ser, wir sind sein! e.— —. 302 42— 2—. E—— Il *. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gottes⸗So hat uns der Freund geliebet, Und erneuert euren Bund;(kinder. So vergoß er dort sein Blut: Schwöret unserm Ueberwinder Denkt doch, wie es ihn betrübet, Keb' und Treu' von Herzensgrund. Wenn ihr selbst euch Eintrag tut. Und wenn eurer Liebeskette 4. Halleluja! Welche Höhen, Festigkeit und Stärke fehlt, Welche Tiefen reicher Gnad', O so flehet um die Wette, Daß wir dem ins Herze sehen, Bis sie Jesus wieder stählt. Der uns so geliebet hat, 3. Tragt es unter euch, ihr Glieder, Daß der Vater aller Geister, Auf so treues Lieben an, Der der Wunder Abgrund ist, Daß ein jeder für die Brüder Daß du, unsichtbarer Meister, Auch das Leben lassen kann. Uns so fühlbar nahe bist! ZLLUUTELI 180 162. Die Hirche. 5. Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie sich so herzlich eine, Wie's dein letzter Wille war! Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der Tat erleuchtet ist! 6. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die toten, Trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann: Wir, als die von Einem Stamme Stehen auch für Einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sei'n. Rikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 35: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 162. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mauern stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen, Und die getrost dem Feind entgegen gehn, Ja, deren Schall die ganze Welt durch⸗ dringt Und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. O daß dein Feuer bald entbrennte, O möcht' es doch in alle Lande gehn, O Herr, daß jedes Volk erkennte, Was zur Erlösung ihm von dir ge⸗ schehn! Du Herr der Ernte, siehe doch darein! Die Ernt' ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn! Drum hör', o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, Laß sie in Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hilf' uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein! Herr, breite auf dem weiten Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Laß schnell dein Wort die Welt durchlaufen! Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein! Ach, führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll' zu deinen Toren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, Und also segne deines Wortes Laufl 6. O bess're Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, Das räum', ach räum' aus jedem Wege! Vertilg', o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn, Und mach' uns bald von jedem Miet⸗ ling frei, Daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes sei! 7. Laß jede hoh' und niedre Schule 7„ IEO eeSEEE— 3606545633 rn Re ule Die Kirche. —— Die Werkstatt deines guten Geistes E in; Ja, sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein; Laß treue Lehrer uns und Beter sehn, Die kräftig vor den Riß der Kirche stehn! 8. Du wirst ja wohl dein Werk vollenden, Mel. 344: Jesus, 163. Eine Herde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde; Mach' dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden. Blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verfpricht. Mel. 342: Wachet auf, 64. Der im Heiligtum du wohnest Und über Cherubinen thronest, Jehovah, unser starker Hort! Huldreich hast du eine Stätte Dir hier erbaut, wo man anbete Und Gnade finde fort und fort. Du Hocherhabener! Allgegenwärtiger! Sei uns nahe, Wenn hier zur Stund' Der Schwachen Mund Dich preist, du aller Freuden Grund! 163. 164. 181 Der du der Welten Heil und Rich⸗ ter bist; Du wirst der Menschheit Jammer wenden, So dunkel jetzt dein Weg, o Heil'ger, ist. Drum treib' uns ferner, dich nur anzuflehn; Du tust noch über Bitten und Ver⸗ stehn. Karl Heinr. v. Begatzty. meine Zuversicht. 4. Sieh! das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle; Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber werden aufgetan; Rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn! Sroßer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, er die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach' dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Fr. Adolf Krummacher. ruft uns die Stimme. 2. Ja, auch hier ist Gottes Hütte, Wo du erscheinst in unsrer Mitte Durch deinen Geist in deinem Wort, Wo sich sammeln deine Scharen, Dein Wort treu hören und bewahren, Ein Gotteshaus ist solcher Ort, Wo du dir auch voll Gnad' Einweihst im Wasserbad Deine Kinder, Und stärkst sie all' Im Abendmahl Zum Gang nach deinem Freudensaal! 18² 3. Auch dies Haus hast du gegründet, Daß da dein Name werd' verkündet, Und du dich hier uns offenbarst. Bilde hier dir viele Kinder, Des Wortes Täter, Ueberwinder, Die du in deinem Buch bewahrst. Dein ewig bleibend Wort, Hier schall' es fort und fort Rein und mächteg! Dies Haus ist dein, Weih' selbst es ein Dein Wort, dein Geist erhalt' es rein! Mel. 79: Betet an v 165. Gottes Stadt steht fest ge⸗ gründet Auf heil'gen Bergen; es verbündet Sich wider sie die ganze Welt. Dennoch steht sie und wird stehen, Man wird an ihr mit Staunen sehen, Wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels Ist ihres Heiles Fels. Halleluja! Lobsingt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, Das in ihr hat das Bürgerrecht! 2. Zions Tore liebt vor allen Der Herr mit gnäd'gem Wohlgefallen, Macht ihre Riegel stark und fest, Segnet, die darinnen wohnen, Weiß überschwenglich dem zu lohnen, Der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld All' die Seinen! O Gottesstadt, Du reiche Stadt, Die solchen n und König hat! 3. Große, heil'ge Dinge werden In dir gepredigt, wie auf Erden Sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, Du hast den Geist und hast die Klarheit, 4. Nun denn, mit vereinten Zungen Sei, Herr, dein Lob von uns gesungen, Der du so viel an uns getan! Du schenkst alles mit dem Sohne, Nach treuem Kampf die Lebenskrone; Im Staube beten wir dich an. Dreiein'ger Herr und Gott, Hilf uns aus aller Not! Hosianna! Bald singen wir Verklärt vor dir Im obern Tempel für und für! Gottlob Baumann. 165. Die Kirche. or Gott, ihr Sünder. Die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort Das teuerwerte Wort Ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt Und dort mit ew'gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon vernommen, Die fernsten Völker werden kommen Und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Vird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Wo weit und breit[Zeit, Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 5. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel wie am Reigen Wird einst von dir zum Himmel stei⸗ Die Lebensbrunnen sind in dir.(gen! In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd' und Tod, Von aller Not Erlöst nur Einer, Zions Gott! C. J. Phil. Spitta. en, it! n, len en, die it, en ei⸗ n! Die Kirche. ——ßßi 166. Der bu in Todesnächten Erkämpft das Heil der Welt, Und dich als den Gerechten Zum Bürgen dargestellt; Der du den Feind bezwungen, Den Himmel aufgetan, Dir stimmen unsre Zungen Ein Halleluja an. 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, Bis die von Süd und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. 166. 167. 183 Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. Es ist kein Preis zu teuer, Es ist kein Weg zu schwer, Zu streun dein Liebesfeuer Ins weite Völkermeer. 4. Es ziehen deine Flammen Wie Sonnen um die Welt; Getrenntes fließt zusammen, Das Dunkle wird erhellt; Und wo dein Name schallet, Du König, Jesu Christ, Ein selig Häuflein wallet Dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Herden Dir aus der Völker Zahl, Daß viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schließ' auf die hohen Pforten! Es strömt dein Volk heran. Wo's noch nicht Tag geworden, Da zünd' dein Feuer an! Christ. G. Barth. 171¹⁵ — — ——.— 167. 1. m 4— Gott ist u Da⸗rum fürch⸗ten wir sie nicht, Die den Leib nur ns⸗re Zu⸗ver⸗sicht, Unsa re Hilf' in ö x ä 59.————— 4 4—— iEEEE EEES— *——* WANIINA HRA ILIITTsTTIsscüüzüssü Frei⸗e Gei⸗ster tö⸗ ten kann! 2. Gott ist unsre Zuversicht! Aus den bängsten Finsternissen Hat sein Wort, das ew'ge Licht, Unsrer Väter Schar gerissen. Heil'ge Jubellieder, schallt! Preiset Gottes Allgewalt! 3. Gott ist unsre Zuversicht! Erd' und Himmel mag vergehen, Jesu Wort vergehet nicht, Seine Siegesfahnen wehen. Hochgelobt sei Jesus Christ! Selig, wer sein Jünger ist! 4. Gott ist unsre Zuversicht! Mag sich stolz der Irrgeist regen; Deiner Wahrheit ew'ges Licht Halten wir ihm, Herr, entgegen; Ueber blinden Wahn und Trug Sch winget sich des Geistes Flug. 5. Gott ist unsre Zuversicht! Weicht, ihr finstern Lügenmächte! Christus lebt, sein Trosteslicht Leuchtet uns durch alle Nächte. Hoffnung ist des Christen Stab, Den zerbricht kein Tod, kein Grab. 6. Gott ist unsre Zuversicht! Fels des Heils, aus den wir bauen, Fest im Glauben, treu in Pflicht, Wollen wir dir ewig trauen! Jesus, unsre Zuversicht, Bleib' auf ewig unser Licht! Joh. Karl Gottl. Mann. Vor 1832. —0 9 230—* EE . 168 1. O daß doch bald dein Feu ⸗er brenn⸗te, Du 7 E— äꝑ SSS IIIAIII.. „ ne2.2 innmn Die Kirche. 168. 18⁵ — 2 3 ..— 4—— .4 1—+2 +— + LI 2 + I.—.—. . EI +— + 1 I 7 +. x x un⸗ aus⸗sprech⸗lich Lie⸗ben⸗der, Und bald die gan ⸗ze n R SS deen e, E LaglittE—— SSSEEEEE N Welt er⸗kenn⸗te, Daß du bist Kö⸗ nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller lamme Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmels⸗ funken So manches kalte, tote Herz, Und machen Durst'ge freudetrunken Und heilen Sünd' und Höllenschmerz; 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe, Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, Die dir nur lodert, Jesu Christ! 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar, 2 — r 2*.— 2.——.— Ban. 1— 1232 i x— Und mach' in deinem Gnadenscheine Dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächtig starker Gotteshauch, Dein ßeuermeer ström' nicht vergebens, Entzünde unsre Herzen auch. 7. Schmelz' alles, was sich trennt, zusammen, Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heil gen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb', erleucht', erwärm', ent⸗ flamme Doch bald die ganze weite Welt, Und zeig' dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. J. Ludw. Frickert. HI LII 4 I1111 IIIAI 1. AI * IE II LLEEELLNIII IU * 4 186 169. 170. Die Hirche. Mel. 342: Wachet auf, 1 6 9 Wachet auf, erhebt die Blickel Laut mahnen uns die Weltgeschicke, Es dränget hart der Brüder Not. Seht, gekommen ist die Stunde, Die uns vereint zu schönem Bunde, Zu tun, was uns der Herr gebot! Laßt nicht die Hände ruhn, Auf, laßt uns Gutes tun Allen Menschen Im rechten Geist, Doch wie es heißt: An Glaubensbrüdern allermeist. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, Das ihr der Väter Mut und Blute Und ihrer Glaubenstreu' verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedulden Das Schifflein, das im Sturme Eilt ihm zur Hilf' herbei!(schwankt? Es rudert froh und frei, Wenn ihm Liebe Die Segel schwellt, Hin durch die Welt! Gott ist es, der das Steuer hält. ruft uns die Stimme. 3. Wachet auf! In allen Landen Erheben sich, vom Tod erstanden, Die Zeugen frischer Glaubensmacht. Werdet müde nicht im Werke, Der Gott des Rechts ist unsre Stärke, Und seinem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, so lang es Tag, So heiß er glühen mag; Reift die Frucht doch Im Sonnenglanz! Der Erntekranz Wiegt auf die Mühe voll und ganz. 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen Soll alle Glieder munter machen, Und keines trete scheu hintan! Leidet eins, so leiden alle, rum wachet, daß nicht eines falle, Und stehet freudig Mann für Mann! So streitet wacker fort Und haltet fest am Wort! Hoch vom Himmel Strahlt uns das Licht, Es trüget nicht: Der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rud. Hagenbach. Jos. Haydn. 7 YVesc.— EEEEEE EWE 6 2 u 17⁰0. Christ, Die Sach', an ist, Kann sie nicht +9.. U le, n! Hakt: Wiil Die Kirche. 17⁰. 187 —..—..—ß7iß—— — + +—— —— 4— ä 2 der wir slehn, un⸗ ter⸗gehn. Al ⸗ lein das e be⸗vor Es 1 2———.———.— ........—.——— IE I— 7 F 5 21 9— U 2. .——. 2——.— I fruchtbar sproßt zum Licht em⸗por, Muß ster⸗ ⸗ben in der Er- de ö. . ——.—.———— — EE SSDSPDSISSPI EIE 1 ö ————8 E......T ........——.——.——— —.4 14. 5. 1.— i 7 188 171. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reich; Führ' uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach' zum Licht empor, Zum Licht empor, Durch Nacht zum Licht empor! S. Preiswerk. 3. Du starbest selbst als Weizenkorn Und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab! Send' Boten aus in jedes Land, Daß bald dein Name werd' bekannt, Dein Name voller Seligkeit; Auch wir stehn dir zum Dienst bereit In Kampf und Streit, Zum Dienst in Kampf und Streit. Jel. Zaremba. B. Lieder über und Gottesdienst. nach Zoh. And.— e L A 2—— iE 171 1 Aeb⸗ ster Fe⸗ in wir sind hier, Dich d Len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ gier Auf die E — 5 25 9— dein Wort an⸗ zu ⸗ hö sü ⸗ßen Him⸗mels ⸗leh 321 2—— 0— 88 EE 5 die Her⸗ zen 2.* E D EEE 11 von. en Hnz zu 5—.— E dir ge⸗. gen wer⸗ 5 B gieder über Sonntag und Gottesdienst. 172. 178. 189 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo der Geist, den du gesandt, Uns mit Lichte nicht erfüllet; Gutes Denken, Tun und Dichten Mußt du selbst in uns verrichten. Licht vom Licht, aus Mach' uns allesamt bereit, Oeffne Herzen, Mund und Ohren; 3. O du Glanz der Herrlichkeit, ott geboren, Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer. Mel. 347: O Jerusalem, du schöne. 17². Tut mir auf die schöne Führet mich in Zion ein! Pforte, Ach, wie wird an diesem Orte Meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, Hier ist lauter Trost und Licht. 2. Herr, ich bin zu dir gekommen, Komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, Ist der Himmel auch mit dir. Zieh zu meinem Herzen ein, Laß es recht dein Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten; Heil'ge du Leib, Seel' und Geist, daß mein Singen und mein Beten Dir ein lieblich Opfer heißt; Heilige mir Mund und Ohr, Zieh das Herz zu dir empor. 4. Gib Erleuchtung dem Verstande, Daß dein Wort mir werd' erhellt. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Saatkorn auf mich fällt; Pflanz' es tief dem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk' in mir den schwachen Glau⸗ Laß dein teures Kleinod mir(ben; Nimmer aus dem Herzen rauben; Halte stets dein Wort mir für, Daß es sei der Morgenstern, Der mich führt zu dir, dem Herrn. Benj. Schmolck. Mel. 101: Werde Licht, du Volk der Heiden. 175. Halleluja. schöner Morgen, Schöner als man denken mag! Heute fühl' ich keine Sorgen: Denn das ist ein lieber Tag, Der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen! Sonntag, der voll Lichtes ist! Heller Tag in dunklen Höhlen! Zeit, die du geheiligt bist! Stunden voller Seligkeit, Ihr vertreibt mir alles Leid. 3. Ach, wie schmeck' ich Gottes Güte Recht als einen Morgentau, Der da labet mein Gemüte Auf des Vaters grüner Au! Da hat wohl die Morgenstund' Edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruhet nun, ihr Weltgeschäfte! Heute gilt's ein andres Tun: Denn ich brauch' all' meine Kräfte In dem höchsten Gott zu ruhn; Heut' schickt keine Arbeit sich Als nur Gottes Werk für mich. 5. Ich will in der Andacht Stille Heute voller Freude sein; Denn da sammle ich die Fülle Höchster Lebensgüter ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen, Gib zu deinem Worte Lust, EEU EUE III 19⁰ 174. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. Laß mich Lehr' und Trost gewinnen Daß, wenn man dir fleht und singt, Und bereite meine Brust, Solches dir ins Herze dringt. Daß mir deines Wortes Schall 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, Tief im Herzen widerhall'. Wie er angefangen ist. 7. Segne deiner Knechte Lehren, Segne, pflanze und begieße, Oeffne selber ihren Mund; Der du Herr des Sabbats bist, Mach' mit allen, die dich hören, Bis ich einst an jenem Tag Heute deinen Gnadenbund, Ewig Sabbat halten mag. Jon. Krause. Joachim Neander. x I 2.—.— 30 SISSS—.— E 5 174 Gott ist R gen⸗wär⸗ tig: Las⸗ st uns an⸗ Gott der Mit ⸗ te: Al⸗les in uns —2* 32 2.— — IDEEE—.————..— — Eμν be ⸗ ten Und in Ehr⸗ 41—0 ihn 5 · n schwei ⸗ge Und sich in⸗nigst vor ihm beu ⸗ 94.D.D‚IPIIIII‚ er ihn Leunt, Wer In Kennt, Schlagt die Au⸗gen nie⸗ der, — 444 3 TR.—.—— 4 25.— +.—— 4— 4. E—— 25—.— — E 1 +.——..— — FP* SSI .— * Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 174. 191 204—. 12—— * 2——.— SEE —. F⁷ 2——— 1 A Gebt das Herz ihm wie ⸗ der! 2 SS 1—.——— 90 8 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! Singen dir zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm Unsre Stimm', Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Aller Erdenlust und Freuden. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Gott der Himmelsheere! Dir gebührt die Ehre! 4. Majestätisch Wesen, Möcht' ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht' ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Kebster Gott, in allem! 5. Luft, die alles füllet, Drin wir immer schweben, Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, Ich senk' mich in dich hinunter! Ich in dir, Du in mir! Laß mich ganz verschwinden, Dich nur schn und finden! 6. Du durchdringest alles! Komm mit deinem Lichte Zu berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entsalten Und der Sonne stille halten: Laß mich so, Still und froh, Deine ehete fassen Und dich wirken lassen! 7. Mache mich einfältig, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach' mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schauen mag in Geist und Wahrheit! Laß mein Herz Himmelwärts Wie ein Adler schweben, Und in dir nur leben! 8. Komm, in mir zu wohnen, Laß mein Herz auf Erden Dir ein Heiligtum noch werden! Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb' und ehre! Wo ich geh', Wo ich steh', Laß mich dein gedenken, Mich in dich versenken! Gerhard Tersteegen. e 192 175. 176. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. Mel. 320: Christus, 175. Die Gnade sei mit allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu'; Und wenn uns je will grauen, So bleibt's: der Herr ist' treu. 4. Wird unsre Not auch größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! der ist mein Leben. 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Sie flößet zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt; Der Herr hat eine Gnade, Die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen! Die Gnade sei mit mir! Phil. Irdr. Hiller. * 1. Got⸗tes ⸗ru⸗ 1711. E—— EE 2 H— SSPSSSS..... +2— H he, Sab⸗bat ⸗stil⸗ le, Komm her⸗ ab vom Himmelsthron! Bring' uns rei⸗ ner An⸗dacht Fül⸗le, —. +. 4*— + 2.— ILi +4 2 T—..· 2.2— 2—.— IJ.·..5... I 2..... + 1— 43—..——— 5— —0—— J+.. + ti*————————— 2—— 2- r nds. 35—4 unn w.rrer———..— I F TS 73 4. 1—.— 4—55 + 2 127— 14.—...— 325— nnmen n n vin 36—— 2.—.—— 1——.—— L I r +. 1— 211 17 8* T ..—93 ‚ 865535568 , Aas Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 176. 193 9—— —— T Geist vom Va⸗ ter und vom Sohn; Lehr' uns hö⸗ ren, be⸗ ten, —5 II—.——.—, 2—..—— 2 ——— + 9— E e rmr.,ie v..i. d ee H: E. IE Nl sin⸗gen, Gläu⸗big uns der Welt ent⸗schwin⸗gen. D [.—2—— E3— IL 9. EE=— I EDEESE 4½⁰⁰⁵³ ½ 17 1—* 2. Mache himmlisch unsre Seelen, Dämpfe jede Leidenschaft; Wenn uns Erdensorgen quälen, Geist des Herrn, so gib uns Kraft, Wahrheit, Leben, Licht und Stärke, Hinzuschaun auf Gottes Werke. 3. Zieh des Zweifels dunkle Wolke Von dem Geistesaug' zurück! Jesu schenke deinem Volke In dein Leiden einen Blick, Daß wir mit zu Grabe gehen Und im Geist mit dir erstehen. 4. Laß in heiligen Gesängen Uns verkünden deinen Ruhm; Laß sich keinen Irrtum mengen In dein Evangelium. Salbe, Herr, mit Geist den Lehrer, Offne Ohren gib dem Hörer. 5. Laß uns als des Himmels Erben Gläubig deinem Mahle nahn; Reiner müsse zum Verderben Deinen Leib, dein Blut empfahn! Die da schlafen, Herr, erwecke! Die da widerstehn, erschrecke! 6. Tröste, die mit schwerem Herzen, Herr, vor dir im Tempel stehn; Sieh' herab auf ihre Schmerzen Und der stummen Blicke Flehn; Witwen, Waisen, Arme tröste, Gottessohn, der sie erlöste! 7. Wenn wir unsre Händ' erheben Für das liebe Vaterland, Für der treuen Bürger Leben, Für die Werke deiner Hand Und für Jesu Christi Glieder: Sende dann Erhörung nieder! 8. Wenn wir seufzen, wenn wir beten Für des kranken Bruders Qual, Der mit bangen Seelennöten Schaut hinab ins Todestal: Ach, so laß auf unser Flehen Seine Qual vorübergehen! . — — N * * — 8 — 2 8 — —.— — N —— * *— * — — W EE 194 Mängeln, bbat feiern mit den Engeln. Ehr. Fr. Dan. Schubart. Wo wir, frei von Schmerz und 12 9. Laß uns alle hingelangen, Hin zu dir, o Lebensfürst, Wo du von der Deinen Wangen Alle Tränen trocknen wirst, Joh. Karl Gerold. I 2— 2 ö 2. .— Je ⸗ ho⸗ vah, vah, ho de⸗ 1. Je. ho⸗ vah, m/ 2 24 ——— H — 2 men, TD ——.— 2 Na ⸗ men Sei Eh⸗re, Macht und Ruhm! — A ⸗ .. — — 2 em — — A⸗ men! Bis einst der Tem⸗pel die ⸗ser 12 Welt Auf dein Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 177. 19⁵5 1 Wort in Staub zer⸗fällt, Soll in un⸗sern Hal ⸗ len Das . +— ——— + 55 5—— 2— 241..—*=——.——— 5 2— — E V — 9—.— r. e 2 E Lnen nnn nn, 4.5‚—.— EII ER/ 4— F — II—... — II ja! Hal⸗-le⸗ lu⸗ ja! 4% en ——.— ö —— ID N II E 1—* II —.—. + +.— II ——2.————37 II 2. Jehovah, Jehovah, Jehovah, dei⸗ Wird im Himmel voll und rein nem Namen Von den Sel'gen allen Sei Weisheit, Stärk' und Kraft! Das Heilig, Heilig, Heilig erschallen. Amen! Amen! Halleluja! Halleluja! Sind wir erlöst einst ewig dein, b. 1 von Gottt. Konr Pfeffel. — SeeElt ece — 2 22 — — E 2 — — E 8 — — — — N 2—⁷ — ** ** — —— — — nem — 1. Wie lieb⸗lich ist das Haus des Herrn, In dei 1— — —— — — — 2 2 Vor⸗hof weil' ich gern, Le⸗bend'⸗ger Gott, du mein Ver 0 ue lan⸗ + ö . 2 42 — —— e roi 2— — α 3 stär⸗ket neu dein Wort mein Herz, + Da Da hebt dein —.—— 2 —.— —. 4 — * —2 403255 —— —.. —— — 2 2—— * — Lob mich him⸗mel⸗wärts, Ich darf den Kelch des Heils emp I. Ii AR. 14 — Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 179. 9 +4—.———— 4·— +....—ꝛ— + +—.— +———— 1 ——————————— Æ . gen! Wie sich die Schwalb' an⸗bau⸗et hier, Haus Got⸗tes, S EEE —..5.——.— S.I.—.2 12.——.— +———.— +—..— 7—— A 49* . LI— II 2, rnr.nn rrr 2 8— ist's mir wohl in dir! 164 Q.. +* N— .——— —.— Lm r. i + 2. O selig, wer auf Gott vertraut Und stets empor zum Himmel schaut, Derweil er geht durchs Tal der Tränen! Wo keinen Ausweg er erblickt, Da fühlt er sich von Gott erquickt, Sein Hoffen ist kein leeres Wähnen, Ihm wächst die Kraft, so lang er geht, Bis er vor Gott auf Zion steht. 3. Hör' mein Gebet, Herr Zebaoth, Vernimm mein Flehn, o starker Gott, Laß mir dein gnädig Antlitz scheinen! Ein Tag im Haus, wo man dich ehrt, Ist mehr als tausende sonst wert, Und darf ich mich mit dir vereinen, So laß ich gern die stolze Welt, Wie laut sie ihren Festtag hält. 4. Du Gott, bist Sonn' und Schild zugleich, An Hilfe, Schutz und Segen reich, Ein Gott, der Gnad' und Ehre gibet. Was nur des Frommen Herz begehrt, Das wird ihm gern von dir gewährt; Du segnest jeden, der dich liebet. Wie selig ist, wer auf dich baut Und deiner Macht und Gnade traut! Nach Pfalm 84. Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. 179. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Sind wir Du König deiner Christenheit, Du Hirte deiner Herde! Du siehst auf die erlöste Welt, Regierst sie, wie es dir gefällt, Sorgst, daß sie selig werde. Von dir Auch erwählet, Zugezählet Den Erlösten, Die du segnen willst und trösten. 2. O wohl dem Volke, das du liebst, Und dem du treue Hirten gibst, 198 180. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. Die es zum Himmel führen, Und die voll Eifer, Geist und Kraft, Voll göttlich tiefer Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren! Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Und die Herden Mit den Hirten selig werden! 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm vertraun, Durch Lehr' und Leben zu erbaun, Gib Weisheit ihm und Kräfte! Lehr' ihn, Hilf ihm Tun und leiden, Dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen! 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun; Nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das willig hört, Ein Herz voll treuer Liebe! Lehrer, örer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wann einst dein großer Tag er⸗ scheint, Laß ihn als unsrer Seelen Freund Uns dir entgegen führen! Du hast die Seelen all' gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Willst keine je verlieren. Jesu, Hilf du! Reich' die Hände, Daß am Ende Hirt und Herde Treu vor dir erfunden werde! 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn! Du kommst im Namen unsers Herrn! In Jesu Ehristi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ' uns zum ew'gen Vaterland! Gott mit dir! Amen! Amen! Mit dir Gehn wir Wie durch Freuden So durch Leiden Zu dem Leben, Das uns Jesus dort will geben. Joh. Dan. Karl Bickel. Friedr. Silcher. Hn———*.—.— S.+——— 4—— DPIE TPE—.5 E„ 4 22* E Ee. 180 1 x Ja, Tag des Herrn, du sollst mir hei⸗⸗ Gleich je⸗nen er-sten Chri⸗sten hei⸗⸗ — 199 — mel x 0 — — 25. Zum Him ———— sein. — weihn. 1—.—.— + gen au e +. — + —.—.5 — — 7.— mei⸗ner See⸗ le Tag der Ru⸗ he — é 5 ei ⸗teln Din 97 —— ö lig, Ein Fest⸗tag lig, Will ich den — — — 2 — — Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 180. weg von al⸗len 5— 5 2⁊—— E 1— 1.— —.— = gen! — ——— —4N —.— —.— EE + keit. ei'r ich mit der V7 4— —— E 8— Froh f + —— — 2i — soll mein Geist sich 1 7 — * — 14 4 — der Un⸗sterb⸗lich ⸗ 1. 3 —8——— —.— heit Den Fest⸗tag — 89—— — — ⸗sten⸗ — ri . Ch TI= ö 2 200 181. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 2. An diesem Gott geweihten Orte Erschallt der Gnade Stimme mir; Ich höre, Jesu, deine Worte, Und stille seufzt mein Herz zu dir. Da wirst du Lehrer mir und Tröster, Da kann ich mich, ich, dein Erlöster, Weltheiland! deiner Liebe freun, Da lern' ich dir ergebner sein. 3. Die Schriften Gottes still zu lesen Ist heut' mein Glück und meine Pflicht. Wie blind wär' ich, allweises Wesen, Verwürf' ich deinen Unterricht! Nein, nein: Mit einfaltvoller Seele Erforsch' ich, Vater, die Befehle, Die tauter Licht und Leben sind, Mit Dank und Demut als ein Kind. 4. Und ferne soll von meinem Munde Heut' jede eitle Rede sein! Nein, keine Gott bestimmte Stunde Will ich dem Tand der Erde weihn. Ich will zu Leidenden heut' eilen, Mit ihnen ihren Schmerz zu teilen; Denn Gottesdienst ist Gutes tun Und von der Müh' des Eiteln ruhn. 5. O Tag des Herrn, du Tag der Wonne, Du Tag des Segens für mein Herz! Bestrahle mich, o Lebenssonne, So hebt mein Geist sich himmelwärts! Gott, segne meine Andachtsstille! Erfüll' mit deines Geistes Fülle, Mit deines Angesichtes Glanz Mich heut', o Jesus Christus, ganz! Joh. Kasp. Lavater. Mel. 202: Einem Herrn nur sollt ihr dienen. 1 81 Jesu, Seelenfreund der Dei⸗ Sonne der Gerechtigkeit, nen, Wandelnd unter den Gemeinen, Die zu deinem Dienst bereit: Komm zu uns, wir sind beisammen, Gieße deine Geistesflammen, Gieße Licht und Leben aus Ueber dies dein Gotteshaus. 2. Komm, belebe alle Glieder, Du, der Kirche heilig Haupt; Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt. Komm, entdeck' uns in der Klarheit Gottes Herz voll Gnad' und Wahrheit! Laß uns fühlen allzugleich: „Ich bin mitten unter euch!“ 3. Laß das Herz zu dir sich kehren, O du Glanz der Ewigkeit, Laß uns innigst nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut! Laß dein Licht und Leben fließen Und in alle sich ergießen! Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Komm, o Herr, in jede Seele! Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehle In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich miteinander haben! Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 5. Was von dir uns zugeflossen, Müsse Geist und Leben seln; Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein! Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Reb' und Treu' Jedes dir verbunden sei! Mich. Hahn. S SC NCE—= 1 l‚RSRSEDS ; Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 182. 183. 20¹ Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 182. O wie freun wir uns der Da wir dir, Herr Jesu, nahn, Stunde, Um aus deinem heil'gen Munde Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein, Schreibe selbst das Wort des Lebens Tief in unsre Herzen ein. 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen: Großer Meister, rede du! Sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr' uns, wie wir selig werden; Lehr' uns, wie wir unsre Zeit, Diese kurze Zeit auf Erden, Nützen für die Ewigkeit! 3. Lehr' uns, wie wir dem Verderben Durch der Gnade Kraft entgehn, Wie wir, eh' wir leiblich sterben, Wahrhaft geistlich auferstehn Und nach deinem Wohlgefallen Denken, reden, leiden, tun, Graden Weges dahin wallen, Wo wir nach der Arbeit ruhn. 4. Oeffne selbst uns das Verständnis, Wie den Jüngern du getan; Zur lebendigen Erkenntnis Trag' die Fackel du voran! Licht der Welt, das schon verscheuchte Manche dichte Finsternis, Licht der Welt, auch uns erleuchte! Denn im Licht geht man gewiß. 5. Gieß uns aber auch das Feuer Deiner Liebe in das Herz, Daß an dir wir immer treuer Hangen unter Freud' und Schmerz. Keine Last sei uns beschwerlich, Die von dir uns aufgelegt; Alles sei uns leicht entbehrlich, Was mit dir sich nicht verträgt. 6. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; Laß es mit lebend'gem Triebe In uns wirken fort und fort! Hilf uns, daß wir treu bewahren, Was wir in das Herz gefaßt, Und laß andre auch erfahren, Daß du Lebensworte hast. K. J. Phil. Spitta. Hs. Georg Nägeli. 7* 183. 1. Tag ü⸗ber al ⸗le Ta⸗ ge, Ge⸗schenk aus x x x ..E— 0 2.... —— WL + 2— 28—— 2. 7—* 2—— + n Ee an—.—— 1 + I+I.....——— SSSS......—— II EE der 1——*— IIR AI* S—* * I A 2. N .—— 1— Il ND S +A E—— SDI D 130— 20 33 55— 81—*— 7— 2 1— II! TP N N N*— +1I 8 3— H 8—— 2.— 15 00— 5 AR O◻ S B. —* S—SANNH s E; 16 S* x A RNE S Ns 4 2 5— 8— FI—53———4—. i V*—— 8 ö A N S ee 23— ö 8—— Nng 1— III VI I7— ö 28 FH R WIII HR + 5— 3— 47—10 6— 11 2 +. + + +. + N060 11—— If 0 +. 0— ü S 0 IX—— S t I- E 2 HN——+— III— +—88—+ FH* 8 PINRRI e 8 +. 883* 85 S II II 0 8 N——— HF TTIII I Ihi Inin Ri + ill⸗ —.—— I Aul IIIEEE — gieder über Sonntag und Gottesdienst. 184. 203 2. Herr Jesu, deinen Namen Sprech ich anbetend aus, Und freudig sage Amen Dazu dies gan ze Haus. Du bist der Mund der Wahrheit, Du bist des Lichtes Quell; Von deiner stillen Klarheit WVird dieser Tag so hell. 3. Das ist die schönste Stunde, Da du bist aufgewacht; Da hat die bessre Kunde Das Morgenrot gebracht. Davon muß jeder Kummer Und jede Angst vergehn, Aus jedem Todesschlummer Das Leben auferstehn. 4. Das ist der große Morgen, Da sich der Geist genaht, Mit deiner Kraft verborgen Zu deinen Jüngern trat, Mit Feu'r⸗ und Flammenzungen, Mit Sturm und Windgebraus, Und ist nicht mehr verklungen Seitdem in deinem Haus. 5. Nun laß vom Himmel fallen Den frischen Gnadentau, Nun fülle deine Hallen, Laß grünen Feld und Au'! Laß sedes Herz erkennen ODein Werk und deinen Ruhm, Laß jeden Leuchter brennen In deinem Heiligtum. 6. Herr, sieh mit Wohlgefallen Heut' auf dein Volk herab; Herr, neige dich zu allen Mit deinem Hirtenstab. Das soll es allerorten, aß jeder lesen mag, Geschrieben stehn mit Worten: Geheiligt sei dein Tag! Christ. Rud. Heinr. Puchta. Aonr. Äocher. 184.— 7„ D..—. EH———.——.— e— Treu⸗er Hei⸗land, wir sind hier In der An⸗dacht Uns⸗re Sin⸗ne und Be⸗ gier Len⸗ke sanft dein 95— . PCEE— 1 + 2.. +4——.——— EEEEEEEEEE 5 1—— 1 22 4 9..4——— 4——.—..... ——4—.nn——— ———*—......— Stil ⸗ le; Wil ⸗le. Dei⸗nes Wor⸗tes hel⸗ler Schein Strahl' in ů EE EEEEE—— D V. 1— 1 33— + I DIIAUI LTELLEEERRne Ee 57 un⸗ser Herz hin⸗ein, Uns mit Licht er ⸗ fül ⸗ lel 2. Kehr', o Jesu, bei uns ein, Komm in unsre Mitte! Wollest unser Lehrer sein! Hör' der Sehnsucht Bittel Deines Wortes stille Kraft, Sie, die neue Menschen schafft, Bilde Herz und Sitte! 3. Von dir lernen möchten wir Deiner Sanftmut Milde, Möchten ähnlich werden dir, Deinem Demutsbilde, Deiner stillen Tätigkeit, Deiner armen Niedrigkeit, Deines Wohltuns Milde. — — em Lamn—. 12 14 ² —.—— u 4. Zeige deines Wortes Kraft An uns armen Wesen! Zeige, wie es neu uns schafft, Kranke macht genesen! Jesu, dein allmächtig Wort Fahr' in uns zu siegen fort, Bis wir ganz genesen! 5. O wie selig ist es, dir Kindlich zu vertrauen! Unerschüttert können wir, Fels, auf dich nur bauen. Herr, wir glauben in der Zeit, Bis die sel'ge Ewigkeit Uns erhebt zum Schauen. Christian Heinr. Zeller. Christian Gregor. 1 8 5. Die Gna⸗ de un⸗sers Herrn Je⸗ su Chri⸗ EI 3353.3. 56.3—.—.——.—— d 144⁴.19 Lieder über das Wort Gottes. 186. 20⁵ .——— ̃WSiSDSDSDS‚SiS‚Si‚i‚S‚E...................... V.. E—5 I 4 I I LTL +—..— T F———.— L3 8 1 1 —.— EE mein⸗schaft des heil'⸗gen Gei ⸗ stes sei mit uns al⸗ len, H2— +—— 2...— 32—.——— * 5 2.—. TZ?— EE— H 2....— 35 2 E —.7—— IL— —Aui. 1 1 1.——— I EE.... —— 0*—— mit uns al ⸗ len! A⸗ men! 2. Kor. 18, 13. ISISI‚ HRIII Y— DISI.— .. D* +— 2— I * C. Lieder über das Vort Gottes. Mel. 40: Gott des Himmels und der Erden. 186. Teures Wort aus Gottes Munde, Das mir Himmelsfrüchte trägt, Dich allein hab' ich zum Grunde Meiner Seligkeit gelegt. In dir treff ich alles an, Was zu Gott mich führen kann. 2. Du, mein Licht auf dieser Erden, Willst mein bester Führer sein. Laß mich täglich weiser werden, Daß dein heller Gnadenschein Mir bis in die Seele dringt Und die Frucht des Lebens bringt! 3. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Oeffne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Welche Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt. 4. Gib dem Samen einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt! Mache mir die Augen wacker, Und was hier dein Finger schreibt, Präge meinem Herzen ein, Laß den Zweifel ferne sein! 5. Was ich lese, laß mich merken, Was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 6. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtschnur gehn! Was ich hier zum Grunde lege, Mässe wie ein Felsen stehn, Daß mein Geist auch Rat und Tat In den größten Nöten hat. 7. Laß dein Wort mir stets ein Spie⸗ Jesu, deines Vorbilds sein!(gel, Drücke deines Geistes Siegel Kräftig in mein Herz hinein, Daß ich sest im Glauben steh', Bis ich dort zum Schauen geh'! vopi. Schmolc. 1&S CeSr FCeeCeeec ERN 2 1¹ E— I-— II Aute 2 Il +— 5— 4— ö II[. II .— 8 Ea + + 2 fit 9%% 2 III 0H E ———— W +E 7 —* +.— SSN 15 4— 1 I* DIE I f ö 8 1917 n. + H 0 2 90 7 IN I + ρ¹ 43—3 H———— 8 + 8— + 2———— 1 Hiit —*———*— I5 2 7. E 0.——— 7 . HH h 8. 5*—.————* I— II. ——** II— 2— V. S III. 20⁴ X à s 2 5—— 4 +—.— · „ O—8. 95 11— ½ 38 + uU 5 191 aH 55—— FH +7 NIi. + f 0 2— 0— 1 EE +*. 82 — Ü48 4 2** ö„ — DE ISSRSSISII.— Lieder über das Wort Gottes. 188. 207 2. Was sein höchster Wille In der Gnaden Fülle Vor der Welt versehn; Was der Opfer Schatten Vorgebildet hatten, Das ist nun geschehn. Gottes Rat Wird nun zur Tat, Ist in Jesu Ja und Amen; Preis sei seinem Namen! 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Alle Sünd' und Schuld. Jesus ist gestorben, Er hat uns erworben Alle Gnad' und Huld. Jesus thront Bei Gott und lohnt Allen, die sich ihm ergeben, Nun mit ew'gem Leben. 4. Uns in Sünden Toten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund. Hehr und lieblich klinget, Geist und Herz durchdringet, Was uns sagt ihr Mund. Aller Welt Wird vorgestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß sie sich bekehre. 5. Kommt, gebeugte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug! Kommt zu dessen Gnaden, Der, für euch beladen, Alle Schmerzen trug! Jesu Blut Stärkt euren Mut. Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet; Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Unerschüttert sein. Auch will ich Nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Treu dem Worte leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke; Stehe du uir bei! Nichts soll uns nun scheiden; Hilf, daß auch mein Leiden Deinem ähnlich sei! Laß auch mich Dereinst auf dich, Als ein Kind, mit dir zu erben, Froh und gläubig sterben! Heinr. Corn. Hecker. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 188. Herr, dein Wort, die edle Diesen Schatz erhalte mir!(Gabe, Denn ich zieh' es aller Habe Und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, Worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nicht um tausend Welten, Aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, Daß ich mög' in deinem Namen Fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sitzen, wie Maria tat. Nikl. Ludw. d. Zinzendoss. 44 XLIII I Hin 208 189. Lieder über das Wort Gottes. my—1.——— , — +—— f— 7 9— R 189. 1. Gott da 105 42 00 Soll mei⸗ ne —— . 2. Dein Wort ist wahr: Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken! Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Mich von dem Glauben schrecken! 3. Wo hätt' ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahrpeit lehrte? Bott, ohne sie Verstünd' ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; Daß diese Zeit Zur Ewigkeit Mir sei von dir gegeben 5. Den ew'gen Rat. Die Missetat h 5css 555D0 ⁰—n DE IIIE Il Lieder über das Wort Gottes. 190. 191. 209 Der Sünder zu versühnen, Den kennt' ich nicht, Wär' mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu' und Schmerz Der Sünden nicht verzagen. Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist Im Glauben: Vater! sagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' Vermag ich's nie, Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort; Denn du hast's uns gegeben! Es sei mein Teil, Es sei mir Heil Und Kraft zum ew'gen Leben! Christ. F. Gellert. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 190. Walte, walte nah und fern, Allgewaltig Wort des Herrn, Wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf! 2. Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält Und aus seinem Schoß herab Seinen Sohn zum Heil ihr gab; 3. Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heil'gen Todes Tat Ewig weggenommen hat; 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist Und durch seine heil'ge Kraft Wollen und Vollbringen schafft: 5. Wort des Lebens, stark und rein, Alle Völker harren dein; Walte fort, bis aus der Nacht Alle Welt zum Tag erwacht! 6. Auf zur Ernt' in alle Welt! Weithin wogt das weiße Feld; Klein ist noch der Schnitter Zahl, Viel der Arbeit überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, Wirk' zum Werke Lust und Mut! Laß die Völker allzumal Schauen deines Lichtes Strahl! Jon. Fr. Bahnmayer. Mel. 98: Wir singen dir, Immanuel. 2 191 Nun geh' uns auf, du Mor⸗ genstern, Du seligmachend Wort des Herrn, Du Pfand des Heils, das uns im Sohn Der Vater gab von seinem Thron! 2. Bereitet ist für dich die Bahn, Die Herzen sind dir aufgetan; Wir sehnen uns nach deinem Licht Und seufzen: Herr, versäum' uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, Mach' unsre Glaubensaugen hell, Daß wir die Wege Gottes sehn Und in der Welt nicht irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll' das Herz Uns an mit tiefem Reueschmerz, Daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh' uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, O bring' uns Botschaft fort und fort Von ihm, der für uns litt und starb Und uns Gerechtigkeit erwarb. 14 IAIAAAIIA IIXAI. — HIAAIAIIA 210 192. 193. Caufe und Honfirmation. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, Daß wir, der Eitelkeit entrafft, Im gnädig dargebotnen Heil Ergreifen unser ew'ges Teil. 7. So geh' uns auf, du Gottesglanz, Durchdring' uns und verklär' uns ganz, Du Wort, das noch in Kraft besteht, Wenn Erd' und Himmel untergeht. Jul. Sturm. Mel. 222: Kehre wieder. 192. Wort des Lebens, lautre Quelle, Die vom Himmel sich ergießt, Lebenskräfte gibst du jedem, Der dir Geist und Herz erschließt; Der sich wie die welke Blume, Die der Sonnenbrand gebleicht, Dürstend von dem dürren Lande Zu der Quelle niederneigt. 2. Ohne dich, was ist die Erde? Ein beschränktes, finstres Tal. Ohne dich, was ist der Himmel? Ein verschlossner Freudensaal. Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter finstrer Tod. Ohne dich, was ist das Sterben? Nachtgraun ohne Morgenrot. 3. Wort des Lebens, du erleuchtest, Doch erwärmst du auch zugleich; Eine Hölle offenbarst du, Aber auch ein Himmelreich. Furchtbar schreckest du den Sünder Aus der dumpfen, trägen Ruh'; Doch mit Liebe deckst du wieder Jedes Büßers Fehle zu. 4. Einen Richter lehrst du fürchten, Der mit rechter Wage wägt; Doch auch einen Vater lieben, Der mit Langmut alle trägt, Einen Gott, der den geliebten Ein'gen Sohn zum Opfer gibt, Der an ihm die Sünde richtet Und in ihm die Sünder liebt. 5. Wort des Lebens, wer dich höret, Dem versprichst du ew'ges Heil; Doch nur dem, der dich bewahret, Wird das Kleinod einst zuteil. Nun so will ich dich bewahren, Schwert des Geistes, Gottes Wortl Hilf mir hier auf Erden streiten Und die Kron' erwerben dort. Garl Joh. Phil. Spitta. — D. Taufe und Konfirmation. Heinr. Egli. — . 5 193 1 Ich bin ge⸗tauft auf dei⸗ nen Na⸗men, Gott Und so ist al ⸗ les Ja und A⸗men, Was * j 1 à —— +—— 2 43½½% n L— 4*—ũ—).—. 9 ———.— —4 1. 5 1* 5 531 5 f r n, Taufe und Honfirmation. 194. I Va⸗ter, Sohn und Hel er Geist! 357 dein 5 ⸗ res Wort ver⸗ heißt. — 5. in e Chri⸗ stum SI I A—— 0————— —— ein ⸗ ge⸗ senkt, Er hat mir sei⸗ nen Geist 9⸗ schenkt. 0—94. x 4• —.——.—— 9—— 2— bx ————— 2. Du hast zu mn Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Gehorsam zugesagt und Treu';(Liebe, Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei; Dem Dienst der Sünde sagt' ich ab, Da ich mich dir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt ewig dieser Bund bestehn. Benn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn! Und hab' ich einen Fall getan, So nimm dein Kind zu Gnaden an! 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel' und Geist zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue Und bilde mich nach deinem Sinn! Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen tut! 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! Halt'mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt! So leb' ich dir, so sterb' ich dir, So lob' ich dort dich für und für! J. J. Rambach. Mel. 171: Liebster Jesu, wir sind hier, dich. 194. Liebster Jesu, wir sind hier, Deinem Worte nach zuleben; Dieses Kindlein kommt zu dir, Veil du den Befehl gegeben: Laßt die Kindlein zu mir kommen! Und dein Arm sie aufgenommen. 2. Ja, es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: II E E IIII IIII 195. Taufe und Honfirmation. Wer durch Wasser und durch Geist Nicht zuvor ist neugeboren, Wird von dir nicht aufgenommen, Wird in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir: Nimm dies Pfand von unsern Armen; Tritt mit deinem Glanz herfür Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an! Haupt, mach' es zu deinem Gliede! Himmelsweg, zeig' ihm die Bahn! Friedefürst, sei du sein Friede! Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glaͤuben dich umgebe! Beni. Schmolck. Aonr. Rocher. 0——— R —V—— + 9. EW * 195 1. Bleibt, Kin⸗der, bleibt! Ver⸗las⸗set nicht Den gu⸗ ten S— Zu nehmen teil an seinem Leid, An seiner ew'gen Herrlichkeit. Zu seines heil'gen Mahl's Genuß, CTaufe und Konfirmation. 196. 213 —— ———— :———. 5 r. —* H 5 I e — ich das ew'⸗g Le ⸗ ⸗ ben!“ So ruft der Herr, weil +.. 22 2—— I 246 ö ihn die Lie⸗ be treibt. Bleibt, Kin⸗der, bleibt! 40 x 4 8.. 2 ö L x=r Li re SE———.—— 2. Er hat's gehört, als ihr gesagt: „Ich glaube, Herr, und will dich ewig lieben!“ Er war zug egen, als man euch gefragt, Und hat das Jawort in sein Buch geschrieben. Er weiß um alles, was man euch Er hat's gehört!(gelehrt; Mel. 100: Dies ist der 196. Im Namen des Herrn Jesu Der seiner Kirche König ist,(Christ, Nimmt seiner Gläubigen Gemein' Euch jetzt in ihre Mitte ein; 2. Mit uns in Einem Bund zu stehn, Ihm treu und standhaft nachzugehn, 3. Er bietet euch den Friedensgruß 3. So bleibt nun, bleibt in Ewigkeit! Von seiner Liebe soll euch nichts mehr scheiden. Der Freuden Fülle ist für euch bereit; Die aber weichen, müssen ewig leiden. O selig, wer sich willig ihm verschreibt! Bleibt, Kinder, bleibt! Ernst Gottl. Woltersdorf. Tag, den Gott gemacht. Das euch ein Siegel seiner Treu' Und unserer Gemeinschaft sei! 4. Wir reichen euch dazu die Hand. Der Herr, dem euer Herz bekannt, Lass' euern Gang in der Gemein' Euch Seligkeit, ihm Freude sein! 5. Der Gott des Friedens heil'ge euch! Seid sein, dient ihm in seinem Reich, Sorgt, daß ihm Geist und Seel' und Auf seinen Tag unsträflich bleib'! Leib Heinr. Bruiningk, TDTTTTTTTUs — — IIInnn. 2¹1⁴4 197. 198. Caufe und Honfirmation. Mel. 344: Jesus, 197. Ewig, ewig bin ich dein, Teuer dir, mein Gott, erkaufet, in auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Dessen soll mein Herz sich freun: Ewig, ewig bin ich dein. 2. Welch ein göttlicher Gewinn, Daß ich durch der Taufe Gabe Nun dein Kind und Erbe bin, Daß ich dich zum Vater habe! Deine Gnade macht mich rein: Ewig, Vater, bin ich dein! 3. Ich, ein Sünder von Natur, Ich, Gefallner, soll auf Erden Eine neue Kreatur, Soll, o Gott, dir ähnlich werden! Heilig, heilig will ich sein! Jesus und sein Geist ist mein. 4. Ich versprach's, gelob' es noch, Brach zwar oft den Bund der Taufe, Kämpfte schon und wurde doch meine Zuversicht. Schwach im Kampf und matt im Lauft Dennoch will mein Jesus mein, Gott will noch mein Vater sein! 5. Das ist, Gott, dein Bund mit wir; Gnädig hast du mir verheißen, Mich soll keine Macht von dir, Keine Sünde von dir reißen! Gott, mein Gott, ich will nur dein, Dein und meines Jesu sein! 6. Wachen will ich, flehn um Krast, Daß ich stets auf Gottes Wege Heilig und gewissenhaft Und im Glauben wandeln möge! Er wird mir die Kraft verleihn, Treu bis in den Tod zu sein. 7. Höre mich, denn ich bin dein, Teuer dir, mein Gott, erkaufet, Bin auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Ewig, ewig laß mich dein, Ewig laß mich selig sein! Joh. Andr. Cramer. Heinr. Egli. 198 1. Er⸗hör“, o Gott, das hei⸗ ße Flehn Der Kin;der, 2 22——— 67 .... D—4———— ITITTTT E Er⸗bar⸗mend blick' auf sie her⸗ —2... 2...2.* st 188. 21⁵ — 4* — Rsit nie⸗ — I 5 4 + +— I + nemun. n, dr AE——..—58 ++ — b—9350— der; Denn dein sind sie, sind Je⸗su Glie⸗ 35 der. Er⸗bar⸗me dich! ½ S8b e: Er⸗ bar⸗ me dich! 2. Gib ihnen deinen guten Geist, Den Segen, den dein Wort verheißt! Erfülle sie mit deinen Gaben, Laß Tröstung ihre Seele laben! Erbarme dich! Erbarme dich! 3. Sie wollen, deiner sich zu freun, Gott, ihren Bund mit dir erneun; Sie wollen feierlich geloben, Dich, Gott, zu lieben, dich zu loben. Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! 4. Sie wandeln noch in dieser Welt, Ach, der Verführung bloßgestellt! Gott, du allein kannst sie bewahren: Errette sie aus den Gefahren! Bewahre sie! Bewahre sie! 5. Schenk' ihnen Mut und Freudig⸗ Laß des Gelübdes Heiligkeit Ilkeit, So stark, so tief ihr Herz durchdringen, Daß sie ihr Wollen treu vollbringen! Ach, stärke sie! Ach, stärke siel 6. So leite sie an deiner Hand In jenes bessre Vaterland! Laß sie, so lang sie hier noch wallen, Stets tun nach deinem Wohlgefallen! Ach, leite sie! Ach, leite sie! 7. Wir Väter, Mütter, alle hier, Wir flehn mit ihnen, Herr, zu dir! Dreieiniger, sprich du das Amen Zu dem Gelübd' auf deinen Namen! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Gott! 8. Auch uns laß jetzt mit Herz und Mit dir erneuern unsern Bund Mund Und einst vereint, wie wir dich flehen, Mit ihnen ein zum Himmel gehen! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Gott! Elieser Gottl. Küster. U IIUUTII WIIIII I HTTUIETTAETIIUII WI FHUTFufufunlH FTTUHTTIIITU EEnt 216 199. 200. 201. Taufe und Honfirmation. Mel. 63: Durch Trauern und durch Plagen. 99.Wie könnt' ich sein vergessen, Der mein noch nie vergaß? Kann ich die Lieb' ermessen, Dadurch mein Herz genas? Ich lag in bittern Schmerzen: Er schafft mein Leben neu, Und stets quillt aus dem Herzen Ihm neue Lieb' und Treu'! 2. Wie sollt' ich ihn nicht lieben, Der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn betrüben, Der so zu mir sich neigt? Er, der ans Kreuz erhoben, Getragen meine Schmach, Ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach? 3. Ihn will ich ewig lieben, Der mir aus Todesnacht, Von meinem Schmerz getrieben, Unsterblichkeit gebracht, Mel. 320: Christus, 2 00. Wir flehn um deine Gnade! Nichts sind wir ohne dich; Führ' uns auf deinem Pfade, Und hilf uns mächtiglich! 2. Wir flehn um deine Wahrheit In unsers Lebens Nacht; Durch dich nur wird uns Klarheit In unsern Geist gebracht. 3. Wir flehn um deinen Frieden In dieser Welt voll Angst; Der noch zur letzten Stunde Mir reicht die treue Hand, Daß mich kein Feind verwunde Im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heil'gen Pfande Mir seinen Leib, sein Blut, Hebt mich aus Nacht und Schande, Füllt mich mit Himmelsmut, Will selber in mir thronen Mit heil'gem Gnadenschein: Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, In ihm nicht selig sein? 5. Bei Freuden und bei Schmerzen Durchleuchte mich dein Bild, Wie du, o Herz der Herzen, Geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, Mein Dulden weih' ich dir. Laß mir die Heimat offen Und dein Herz für und für! Christ. Gottl. Nern. der ist mein Leben. Uns sei das Heil beschieden, Das du am Kreuz errangst! 4. Wir flehn um deine Stärke, Du weißt, wie schwach wir sind: Zu jedem guten Werke Stärk' jedes schwache Kind! 5. Wir flehn um deinen Segen Zum großen Bundestag, Daß wir auf allen Wegen Dir treulich folgen nach. Karl Aug. Döring. Mel. 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 201. Eines wünsch' ich mir vor Wenn dies Eine mit uns geht: allem andern, Eine Speise früh und spät; Unverrückt auf einen Mann zu schauen, Der mit blut'gem Schweiß und Todes⸗ Selig läßt's im Tränental sich Auf sein Antlitz niedersank(grauen wandern, Und den Kelch des Vaters trank. PI S 8 + PIIIIII Taufe und Honfirmation. 202. 21⁷ 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,. Hattest längst nach deinem Schaf Wie er als ein stilles Lamm getrachtet, Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hangend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, Trugest du mit mir Geduld, Eh' es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit teurem Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein: Sprich du darauf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles tun und alles lassen, In dir leben und in dir erblassen, Das sei bis zur letzten Stund' Unser Wandel, unser Bund! Alb. Knapp. 2— 23.— r uen ö 202 4. Ei⸗ p sollt ihr die⸗ nen, Der 305 Ihm nur, der auch euch er⸗schie⸗nen, Und auf H u ————————————— 9..—.— —— E 1 teu⸗ er 25 er⸗ · tauft, Der den Bund mit euch er⸗ neu⸗et, den ihr seid ge⸗ tauft, 10* ö D „*„* g— 23..— ——————— + 12.—* 11——4 5— . 5 218 203. Caufe und Honsirmation. — 4 — 2 . 6965• E 0 ET EWEEE — ö 3 ii sei⸗ nem Kelch er⸗freu⸗et. Dient dem Herrn al-lein fort⸗ .„ 2 29.2.27 E —UDDDT— 1—. * 9— 4 —.————.— IL —8— HWPs 2. Dies sein Wort sollt ihr bewahren, Immer hat es sich bewährt. Dann nur könnt ihr Heil erfahren, Dann wird Glück und Lust verklärt. Auch im Leiden ist beschieden Trost euch dann und Seelenfrieden. Eins im Vater und im Sohn, Fühlt ihr hier den Himmel schon. 3. Kehrt zum Herren immer wieder, Labt an seinem Mahl euch neu! O daß auch vom Himmel nieder Wir euch säh'n dem Heiland treu! an, Zwei⸗en nie⸗mand die⸗nen kann. e S.......... SAI .—— 2———— + II— .——— I— 1 U Nirgend doch ist Ruh' zu finden, Wenn wir uns nicht ihm verbinden: In sich selber ist entzweit, Wer nicht ganz dem Herrn sich weiht. 4. Das ist unsrer Inbrunst Flehen, Unser Segen über euch, Daß ihr mögt durchs Leben gehen Unsers Heilands Jüngern gleich. Laßt uns leben ihm und sterben Und die Seligkeit ererben, Die dort eines jeden harrt, Der getreu erfunden ward! Abr. Eman. Fröhlich. Mel. 278: Gott ist getreu. 203. Seid eingedenk!— O teure Kinderschar Vergiß die Stunde nicht, Wo du gekniet am festlichen Altar Im heil'gen Morgenlicht, Wo fromm geneigt mit glüh'nden Wangen Den Segen du auss Haupt empfangen; Seid eingedenk 2. Seid eingedenk! Ein gut Bekennt⸗ Aus eurem Kindermund; Inis klang Gott hat's gehört; o stehet lebenslang Auf diesem Felsengrund; Was ihr in göttlich schönen Stunden So laut bezeugt, so tief empfunden, Seid eingedenk! 3. Seid eingedenk, wie euch der gute So treu bei Namen rief,(Hirt ** Daß keins hinfort, aus seiner Hut verirrt, Zur Wüste sich verlief; Abendmahlslieder. 204. 219 Dann denkt: Ob all' dem Weltge⸗ tümmel Wohnt mir ein treuer Freund im Himmel; Er hat die Schäflein all' gezählet, O daß dereinst nicht eines fehlet, Seid eingedenk! 4. Seid eingedenk, wenn die Versuch⸗ ung naht Und Welt und Sünde lockt, Wenn ungewiß auf blumenreichem fad Der Fuß des Pilgers stockt; Dann denkt, was ihr so fest gelobet, Dann sorgt, daß ihr die Treu' er⸗ Seid eingedenk![probet, 5. Seid eingedenk, wenn in des Le⸗ bens Not Die Freudensonne bleicht, Vom Angesicht, das heute frisch und rot, Des Kummers Zäͤhre schleicht. Seid eingedenk! 6. Seid eingedenk des hohen Vater⸗ lands, Das eurer Wallfahrt Ziel; Verscherzet nicht den ew'gen Ehren⸗ kranz Um Tand und Kinderspiel; Der Krone, die am Ziele blinket, Der Palme, die dem Sieger winket, Seid eingedenk! 7. Seid eingedenk! O großes Hirten⸗ Du hast sie dir erkauft; herz, Du blutetest um sie im Todesschmerz, Auf dich sind sie getauft; Wir lassen sie in deinen Händen, Du wollst das gute Werk vollenden: Sei eingedenk! R. Gerok. E. Rberrdmahlslieder. Mel. 67: Nun laßt uns gehn und treten. 204. O Jesu, meine Wonne, Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichster auf Erden, Laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dies himmlische Ergötzen Und diese teuren Gaben, Die mich gestärket haben? 3. Wie soll ich dir's verdanken, O Herr, daß du mich Kranken Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen; Dir dank' ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden. 5. Dir dank' ich für dein Lieben, Das standhaft ist geblieben; Dir dank' ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde, Die ich noch in mir finde, Aus meinem Herzen treiben Und kräftig in mir bleiben! 7. Laß mich mit Ernst sie meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß wachen mich und beten, Von deinem Weg nie treten. 8. Dann kann ich nicht verderben, Dann werd' ich selig sterben Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist. III. ö ö IHIUIU 205. Abendmahlslieder. 2²⁰ .— Joh. Crüger. —4 — —— r. —— 7 24 2 —— 1 + W— —4 —— 2 ö 2 15 34— R Schmük⸗ke dich, o 94 Laß die Fan See⸗le, lie ⸗be 1. Komm ans hel ⸗ le Licht ge⸗gan⸗ gen, — 15 + 888 —— — + + — Denn der Herr voll Heil und le, 2U5 — * 9755 dunk⸗le Sün⸗den⸗ höh⸗ gen; zu pran herr⸗lich an a — 2 121. qqececesͤ * —.— I + + — 2 — + 2 2 I 25 * * * — .. I Will jetzt Her ——— — — 1 2 Q 0 xberg ** +. 11v 2 — 4 ³ 4 Iae + SM 2— + —..— 4—4— Abendmahlslieder. 206. 221 . —.—..———— ö 141 in dir——5„ ten. 1 ö —7 — n 2. So, wie Gotdoelobte pilegen, Eile deinem Herrn entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten. Eile, sie ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu seinen Füßen, Sprich: O Herr, laß dich umfassen! Von dir will ich nimmer lassen. 3. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oft mit Tränen Mich nach diesem Mahl zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebensfürsten, Daß mit seinem Brot und Weine Sich mein Heiland mir vereine! 4. Jesu, meines Lebens Sonne, Zesu, meine Freud' und Wonne! Fesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Mel. 258: Dir will ich 206. Mein J Jesu, der du vor dem Scheiden In deiner letzten Trauernacht Uns alle Früchte deiner Leiden Als letzten Willen hast vermacht, preisen gläubige Gemüter Dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Gedächtnis bei uns neu, Und immer neue Ströme fließen Von deiner Gnad' und Lieb' und Treu'; Hier fall' ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise! 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmelsthron getrieben, Daß du willig hast dein Leben Für uns in den Tod gegeben, Daß du hast dein Blut vergossen, Daß du deine Tischgenossen Selber speisen willst und tränken, Deiner Liebe zu gedenken. „Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Und zu meiner Seele Schaden Trete zu dem Tisch der Gnaden! Laß dies heil'ge Mahl mich stärken Zu des Glaubens frommen Werken, Daß ich einst, wie jetzt auf Erden, Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Frank. zum Grabe. dein Tod und deine Schmerzen Verklären sich in unserm Herzen. 3. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, Und dieser Kelch erquickt den Geist; Es mehrt sich unser innres Leben, An deinem Gnadentisch gespeist; Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampfund Glaubenswerke. 4. Und fester, als es je gewesen, Wird nun das Band. das uns vereint; danken bis Dein Blut, EI 207. Abendmahlslieder. Von allem Seelenschmerz genesen, Schaun wir in dir den höchsten Freund; Wir fühlen uns in solchen Stunden Mit dir in Einem Geist verbunden. 5. Nun treten wir vereint als Brü⸗ In engre Liebesbande ein der Und wollen deines Leibes Glieder, Ein Herz und Eine Seele sein: Die Liebe muß sich fester schließen, Da wir von Einem Brot genießen. 6. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Leib, jetzt schwachheitsvoll, Einst aus dem Staube herrlich grünen Und unverweslich werden soll, Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach diesem kurzen wollest geben. 7. Herr Jesu Christ, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt; Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist verpflegt! Von Menschen- und von Engelzungen Sei dir Lob, Ehr' und Preis gesungen! J. J. Rambach. Joh. Schmidlin. DD V————.——2 5.— i 2— 5 i. 207 4. Las⸗ set uns zum Hei⸗land ge⸗ hen Vol=ler n 9 will gnä⸗ dig auf 120 se⸗ hen; Se⸗het, 9 1+—* ——.—— Fenerrrrrnre wiᷣʒñin Er K. De⸗mut, vol⸗ler Freud'! See⸗len, die vor ihm sich nei⸗ gen, wie er so be⸗ reit, ———— . ——3 E 2 Z 1.— Sei⸗ne gro⸗ße Lieb' zu zei ⸗ genl SSSSS. S. SS C 790 NE eeae 2 IIII il Abendmahlslieder. 208. ——— 2. Wer hat je wie er geliebet? Er ist's, der da Leib und Blut Als das höchste Pfand uns gibet: O welch unschätzbares Gut! Laßt uns freudig zu ihm nahen, Gnad' und Leben zu empfahen! 3. Gnadenvoller Jesus, weihe Dir uns und erlabe uns! Laß uns fühlen deine Treue, Sei der Segen unsres Tuns! Komm in unsres Herzens Mitten, Deine Gnaden auszuschütten! 4. Ob wir, Jesu, dich nicht sehen, Bist du doch so innig nah! Deines Geistes stilles Wehen, Das belebt und labt uns ja. Laß, wenn wir dein Mahl genießen, Reichen Segen auf uns fließen! 5. Herzen, Zungen, benedeiet Den, der uns erlöset hat! Traurige, seid hoch erfreuet: Hier ist eures Heilands Gnad'! Unser Lob soll sich verbreiten Ueber Zeit und Ewigkeiten. 6. Liebe sei das Band der Seelen, Das uns fest mit dir vereint! Ach, wen sollten wir uns wählen Als nur dich, den treusten Freund? Weltlieb', fliehe! Sünden, weichet! Denn was habt ihr, das ihm gleichet? 7. Christen, die wir hier auf Erden Glieder Eines Leibes sind, Lasset uns voll Liebe werden! Seht, wie Jesus war gesinnt Gegen uns, da wir noch Feinde, Daß wir würden seine Freunde! 8. Heiland, siehe das Verlangen, Das in unsern Herzen ist, Dich zu sehen, zu gelangen, Wo du nun, Verklärter, bist, Wenn nach deinem Wohlgefallen Wir einst enden unser Wallen! St. Galler Gesangbuch. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. 208. Jesu, Freund der Menschen⸗ kinder, Heiland der verlornen Sünder, Der zur Sühnung unsrer Schulden Kreuzesschmach hat wollen dulden: Wer kann fassen das Erbarmen, Das du trägest mit uns Armen? In der Schar erlöster Brüder Fall' ich dankend vor dir nieder. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll' entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schuld willst du bedecken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig sel'ges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Mich, den Zweifelnden, den Schwa⸗ chen, Wilfst du fest im Glauben machen, Ladest mich zu deinem Tische, Daß mein Herz sich hier erfrische. So gewiß ich Brot empfangen, Soll ich Heil in dir erlangen; So gewiß ich Wein genossen, Ist dein Blut für mich geflossen. 4. Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen, Du, der Weinstock, gibst den Reben Mut und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche, gute Frucht zu bringen Und durch Frömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 111 N E II 444 22⁴ 209. Abendmahlslieder. 5. Nun, so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu' dich betrüben. 6. Doch ich kenne meine Schwäche; Schwer ist, was ich dir verspreche. Werd' ich dir auch Glauben halten Und im Guten nie erkalten? O steh' du mir bei und stärke Mich zu jedem guten Werke! Hilf, daß ich die Lust der Sünde Durch dich kräftig überwinde! 7. Gib, daß ich und alle Christen Uns auf deine Zukunft rüsten, Daß, wenn heut' dein Tag schon käme, Keinen, Herr, dein Blick beschäme. Schaff' ein neues Herz den Sündern, Mache sie zu Gotteskindern, Die dir leben, leiden, sterben, Deine Herrlichkeit zu erben. 8. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, Daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Halleluja! Welche Freuden Sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Herzen, Ewig ihm für seine Schmerzen! Joh. Kasp. Lavater. Mel. 21: Des Herren Majestät. 209. Auf, teure Seelen, auf! Der Herr steht vor der Tür Und klopft an euer Herz. O selig, wer ihm hier Mit Glaubensfreudigkeit sein ganzes Herz ausfschließet! Er will zu euch eingehn, daß ihr mit ihm genießet Sein heilig Abendmahl. O schmecket doch und sehet Des Heilands Gütigkeit, die euch be⸗ reitet stehet! 2. Herr, öffne unser Herz, bereite selbst die Bahn, Erweiche unsern Sinn, daß wir zu dir uns nahn; Laß uns im Glauben stets auf deinen Wegen wallen, Daß wir nur dir, nur dir, o Herzens⸗ freund, gefallen. O komm, Herr Jesu, komm, laß dei⸗ nes Hauses Gaben Den Hunger und den Durst der matten Seele laben. 3. Dem Hungernden nach dir steht hier dein Tisch bereit. Wer, wie ein Hirsch, zu dir nach frischem Wasser schreit, Des Schmachten wirst du, Herr, mit Lebenswasser stillen Und sein verlangend Herz mit Him⸗ melsgütern füllen. Ach, wirke selbst in uns nach dir ein solch' Verlangen, Das dich allein und ganz im Glau⸗ ben will empfangen. 4. Dies Brot, Herr, stärke uns, des Lebens Weg zu gehn, Bis wir von Angesicht zu Angesicht dich sehn. Der Kelch, den du uns reichst, er⸗ quicke unsre Herzen, Sei uns ein Pfand, daß du des Todes bittre Schmerzen Für uns am Kreuz ertrugst; ein Pfand, daß du nun lebest Und alle Gläubigen einst in dein Reich erhebest. Abendmahlslieder. 210. 211. 2²2⁵ 5. Komm, wohn' und herrsche du in uns durch deinen Geist, Der uns den rechten Weg zu deinem Vater weist. aß uns dies Bundesmahl zur Le⸗ benskraft gedeihen, Daß wir im Leidenskampf bewährte Streiter seien; Bis du uns selbst erscheinst, bis wir zu dir uns schwingen Und mit der frommen Schar ein höher Lied dir singen. Mel. 79: Betet an vor Gott, ihr Sünder. 210. Herr, du wollst uns vorbe⸗ Zu deines Mahles Seligkeiten! lreiten Sei mitten unter uns, o Gott! Laß uns, Leben zu empfahen, Mit glaubensvollem Herzen nahen, Und sprich uns los von Sünd' und Wir sind, o Jesu, dein![Tod! Dein laß uns ewig sein! Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir Das große Abendmahl bei dir! 2. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben Das Brot, das euch der Herr gegeben! Die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ew'gen Leben Den Kelch des Heils, auch euch gegeben! Ererbt, erringt des Mittlers Reich! Wacht! Eure Seele sei Bis in den Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; Klein ist die Zahl, Die dort eingeht zum Abendmahl. F. G. Klopstock. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. 211. Bang und doch voll sel'ger Freuden Romm ich, Herr, auf dein Gebot Und gedenk' an deine Leiden Und an deinen Kreuzestod. Mittler, der du für mich starbst, Mir ein ew'ges Heil erwarbst, Komm mit deines Todes Segen Meiner Seele jetzt entgegen! 2 Nimmer könnt' ich Gnade finden Vor des Heil'gen Angesicht; Du nur tilgest meine Sünden Und befreist mich vom Gericht. Und dies Mahl aus deiner Hand Ist mir stets ein neues Pfand, Daß mein Herz darf mit Vertrauen gest auf Gottes Gnade bauen. 3. Jesu, laß mich nicht vergebens Hbin zu deinem Tische nahn! Laß mich dieses Brot bes Lebens Nicht mir zum Gericht empfahn! Nein, dies Mahl erwecke mich, Inniger zu lieben dich Und mit heil'gem Ernst zu meiden, Was mich je von dir kann scheiden. 4. Diesen Vorsatz, den ich fasse, Präge tief dem Herzen ein, Daß ich nimmer von dir lasse, Keinem folg' als dir allein. Ziehe selbst mich ganz zu dir, Deine Gnade sei mit mir, Daß ich alle Macht der Sünde Als dein Jünger überwinde! 5. Sollt' ich dennoch wieder fehlen, Wollst du mir zur Seite stehn; Sollt' ich falsche Wege wählen, Eile dann, mir nachzugehn! Suche den Verirrten auf, Lenk' zur Buße meinen Lauf, 15 212. 213. Abendmahlslieder. Du der Deinen Stärke bist. Daß ich in des Vaters Armen Dir, der keinen je verläßt, Gnade finde und Erbarmen. 6. Herr, ich will dir ewig danken, Daß dein Tod mein Leben ist, Daß auch, wenn wir Schwache wanken, Dir vertrau' ich froh und fest; Du wirst mich stets gnädig leiten Und zum Himmel zubereiten. Balth. Münter. Mel. 214: Aus tiefer Not schrei' ich zu dir. 21². Kommt her! Denn alles ist bereit Zum Hochzeitsmahl der Gnaden; Die Pforten sind geöffnet weit, Und alle sind geladen. Blick' auf, du tiefgebeugtes Herz, Du Seele voller Angst und Schmerz! Du sollst getröstet werden. 2. Was irrst du draußen doch umher, Die innre Glut zu stillen? Hier ist das rechte Liebesmeer, Mit Freude dich zu füllen. Drum ohne Säumen komm geschwind, Vom Wasser, das ins Leben rinnt, Zu schöpfen und zu trinken! 3. Dein Gott ist selbst des Mahlez Er kennt dein heißes Sehnen,(Herr; Dein stilles Seufzen höret er Und merkt auf deine Tränen. O komm, wie der verlorne Sohn, Zurück zu deines Vaters Thron: Er nimmt dich auf mit Freuden. Gust. Fr. Knak. Mel. 222: Kehre wieder. 213. Geist der Liebe, Geist der Gnaden, Wie ihn Christus uns verheißt, Freundlich hast du uns geladen, Und wir folgen dir, o Geist, Zu dem Mahl, das du verklären Willst zum rechten Abendmahl, Du, der reifen läßt die Aehren Und die Traub' am Sonnenstrahl. 2. Krank und elend sind wir alle, Wenn dein Hauch uns nicht belebt, Deine Kraft uns nicht vom Falle Wieder auf die Füße hebt. Und so bitten wir, die Schwachen, Dich, daß du den blöden Mut Durch dein Wehen wollest fachen An zur rechten Himmelsglut. 3. Trage, läutre, heb' und stütze Unser kindliches Gebet; Denn das Fleisch, es ist nicht nütze, Wenn der Geist es nicht durchweht. Christi Wort ist Geist und Leben, Geist und Leben der Genuß, Wozu uns dein Wort erheben, Uns dein Mahl bereiten muß. 4. Darum segne du von oben, Segne deines Festes Mahl! Zu dir ist das Herz erhoben, Und bei dir nur steht die Wahl, Uns das rechte Brot zu schenken, Das den Hunger ewig stillt, Mit dem Trank uns all' zu tränken, Der ins ew'ge Leben quillt. 5. Laß uns flehen nicht vergebens, Die wir rufen in der Not: Reich' uns, Herr, das Brot des Lebens, Ja, das rechte Himmelsbrot! Laß, belehrt von deinen Winken, Geiftig uns dein Wort verstehn, Geistig essen, geistig trinken, Den wir nicht mit Augen sehn. Karl Rub. Hagenbach. IV. Christliches Leben. A. Zäuißlieder. 21 4 1 0 1 e fer Not ur ich zu dir, Herr Gott, er⸗ Dein gnä⸗dig Ohr neig' her zu mir, Laß mei⸗ ne x ..‚‚...‚‚r‚..——.—— r. .—... + H2—.———.— ——= I +————— hör' mein Fle⸗ hen! Bitt' ge ⸗ sche⸗ hen! Denn so du das willst se⸗ hen ö —.— W.— S...ITTI‚I‚. 1—————— 5 —— EHN—.—— 2.—. 2—.2.— —.——— 0——.—— 6 an, 39 Un⸗ 1¹9 45 5 22 5 kann, 15—3 —.—— 2.—..— ⁰ LLLLLLLEEO⁰IE⁰ER⁰ERREA 215. Bußlieder. blei ⸗ —.—. [U..T N —5— 113 II 1— + 2 II — 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad' und Die Sünde zu vergeben:(Gunst, Es ist doch unser Tun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen, Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort; Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren! 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht, noch sorgen. So ist des rechten Christen Art, Der aus dem Geist geboren ward: Er harret seines Gottes. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen. Dr. M. Luther. x 215. Al⸗lein zu dir, Herr Je⸗ su Christ, Steht mein Ver⸗ Ich weiß, daß du mein Trö⸗ ster bis ö 1541. — H 2—* 3 3————— n a. ———.—.— 1— t; Kein Trost mag . — ³3 1 — SCAI&ÆE 5 EKiittt ht ht Bußlieder. 215. 229 HR.—..——.5...———— 4Z——.— S.Z‚...I..— H+I... +—* S—— —t. —— 2 2 S—HEe- e traun auf Er ⸗ den; sonst mir wer ⸗ den. Es ist kein Ret⸗ ter au⸗ ßer dir, Kein . •. TEE ‚/—.— iiiDEEEEEEEE EEEEEEE.— +*—— tn R —2.———* 4 422.— 4—— DIAD. ö 2 W—.— 05— PPIIIIFIFIIIII T 8 5 7 1 e e 4„ Mensch, kein En⸗gel, wel⸗cher mir Aus mei⸗ nen Nö⸗ ten hel⸗fen i, . E . 0 5 Ln ,, EEEEE/ 1.— — 479—* 65 9— +————.—ß.— n, n.——— EEE— P.... Ee i e„ Von dem ich Hil⸗fe kann empfahn. 2. Herr, meine Sünd' ist schwer und Und reuet mich von Herzen.(groß Erbarme dich und sprich mich los Durch deines Todes Schmerzen! Nimmst du dich meiner hilfreich an, Wer ist, der mich verdammen kann? Dann werd' ich los der Sünden Last; Mein Glaub' erfaßt, Herr, was du mir versprochen hast. 3. Ach, stärke durch Barmherzigkeit E EEE——.— Pa—?— .D..... Ef eH —.——. In mir ein recht Vertrauen, Damit ich deine Freundlichkeit Mög' inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End' mir Hilfe send', Damit behend' Des Todes Graun sich von mir wend'. 4. Ehr' sei Gott in dem höchsten Thron, Dem Vater aller Güte, Und Jesu, seinem lieben Sohn, 230 216. Bußlieder. Der uns allzeit behüte, Und seinem werten heil'gen Geist, Der jeder Zeit uns Hilfe leist', Daß wir ihm sei'n zum Lob bereit Hier in der Zeit Und dort auch in der Ewigkeit! J. Schneesing. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. 21 6. Ich will von meiner Missetat Mich zu dem Herrn bekehren; Du wollest mir selbst Hilf' und Rat Hierzu, o Gott, bescheren Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von sich selber Sein Elend recht empfinden;([nicht Er ist ohn' deines Geistes Licht Gar blind und tot in Sünden; Verkehrt ist Wille, Sinn und Tun: Des großen Jammers woll'st du nun, O Vater, mich entbinden! 3. Herr, klopf' in Gnaden bei mir an Und führ' mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir getan; Du kannst mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Beschwer Lass' über meine Wangen her Viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt Den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank' ich deiner Hand, Die hat mich reich beladen Mit Ruh', Gesundheit, Ehr' und Brot, Du machtest, daß mir keine Not Bisher hat können schaden. 5. Wer gibt den Kindern, was du mir Gegeben zu genießen? Schenk' aber ich Gehorsam dir? Das zeiget mein Gewissen, Mein Herz, in welchem nichts gesund; An allen Orten ist es wund, Von Sündennot zerrissen. 6. Bisher hab' ich in Sicherheit Gar unbesorgt geschlafen, Gedacht: Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen; Er fähret nicht mit unsrer Schuld So strenge fort! Es hat Geduld Der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, Mein Herz will mir zerspringen! Ich fühle deines Donners Macht Und Feuer auf mich dringen. Es regt sich wider mich zugleich Des Todes und der Hölle Reich, Die wollen mich verschlingen! 8. Die mich verfolgt, die große Not Fährt schnell ohn' Zaum und Zügel. Wo flieh' ich hin? Du Morgenrot, Erteil' mir deine Flügel! Verbirg du mich, o fernes Meer! Stürzt hoch herab, fallt auf mich her, Bedeckt mich, Berg' und Hügel! 9. O Herr, ich flieh' zu dir allein, Du hast mein Heil erfunden; Laß mich in dir verborgen sein Und bleiben alle Stunden! Du tilgtest ja, du Gotteslamm, Der Menschen Sünd' am Kreuzes⸗ Mit deinen heil'gen Wunden. stamm' 10. Hier ist mein Herz, o mach' es Von allen seinen Sünden; lrein Laß dir es ganz geheiligt sein, Ganz deine Lieb' empfinden! O schaffe mich im Grunde neu, Daß ich, im Glaubenskampfe treu, Die Welt mög' überwinden! duise Henr. von Brandenburg(D. Laß Leben, Kraft und Wonne Mein blödes Angesicht Laß mich Erlösung finden Nein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! Ourch dein heilsames Wort, Bußlieder. 217. 218. 231 —— Mel. 121: Wenn mich 217. Herr Jesu, Gnadensonne, Wahrhaftes Lebenslicht, Nach deiner Gnad' erfreuen Und meinen Geist erneuen. O Herr, versag' mir's nicht! 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; Und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben 3. Vertreib' aus meiner Seele Den alten bösen Sinn, Daß ich nur dich erwähle Zum seligen Gewinn; Daß ich mich dir ergebe Und dir zur Ehre lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein' Erkenntnis In mir mein Seelenhort, Und öffne mein Verständnis die Sünden kränken. Damit ich an dich glaube, Nichts Böses mir erlaube, Dir diene fort und fort! 5. Ach zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann, Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 6. Nun, Herr, verleih' mir Stärke, Verleih' mir Kraft und Mut; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist in mir tut. Mein Denken und mein Sinnen, Mein Lassen und Beginnen Ist ohne dich nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu', Wend' allen Seelenschaden Und mach' mich täglich neu. Gib, daß ich deinen Willen Beständig mög' erfüllen, Und steh' mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter. 9 Beim Singen dieses Liedes müssen zur 6. Silbe der fünften Zeile zwei Viertel miteinander verbunden werden. 17⁰4. 3— S PS SS SP.......... DꝑDS.. I..... 218 1 Wie mäch⸗tig spricht in mei⸗ ner See⸗le, Herr, Du siehst er⸗bar⸗mend, wenn ich feh⸗le, Zürnst 4——.—. . 0 2 I SDSDS‚ i..— 1*—. E*— 2—— +..—— 218. Bußlieder. 232 VAEF 2 0 .— 8 II 5 3 . TE — 1 — — LLIIE dei ⸗ne Stim⸗me vol⸗ler Huld! nicht, hast vä⸗ ter⸗lich Ge⸗ duld; —.—• —5 4* 0 — 2 +— r 1— — lich iel 2 So v 4.— 1 2 E —4 2 0 1 — +2 Sprichst mei⸗ nem Her⸗zen freund de, mich zu füh⸗ren, 4 0 ——.— ü⸗ 2 1 + 4 ů zu re⸗ gie⸗ ren, 2—. E zu, Wirst nie⸗mals m .— i. —04 —..———. 7 I — 2 9— ö — ⁴ ——. — 2 110 — 1 1 — 1 * — — 7*— —.— — 05 0 tu' 7 WE I en + ———. —— Ii Bußlieder. 219. 233 2. Erbarmer deiner Kreaturen. Liebreicher Gott der ganzen Welt, Die deiner Güte reiche Spuren In jedem Sonnenstaub enthält! Mein Herz denkt nimmer so vermessen, Daß es dir, Vater, trotzen kann; Nie soll es undankbar vergessen, Was du zu seinem Heil getan. 3. Sollt' ich nicht lieben deinen Willen, Mein Gott, der du so gern vergibst? Und dein Gebot nicht gern erfüllen, Das du mir gabst, weil du mich liebst? Ja die Erfüllung kleinster Pflichten Als eine Wohltat mir vergiltst, +0— noch, anstatt mich streng zu richten, Mein Herz mit Trost und Freud' 4. Dein Dienst ist Leben meiner Seele, Gehorsam meine Seligkeit. Wie kindlich wein' ich, wenn ich fehle, Vor dir, dem Vater, der verzeiht! Ich fühle jede meiner Sünden, Die weder Mensch noch Engel büßt: Mit welchem Dank kann ich's emp⸗ finden, Daß Christus mein Erlöser ist! 5. Den majestätischen Gedanken Geb' ich für alle Welten nicht. Er bleibet wahr, die Throne wanken, Er bleibet fest, die Welt zerbricht. Es mögen sündigen und zittern, Die Kinder des Verderbens sind; Gott mag der Erde Grund erschüttern Ich bebe nicht, ich bin sein Kind. erfüllst? ZJoh. Ehrist. Krüger. Joh. G. Krech. 4.— 1—— .....— 2 r,. en. wä An dir 219. 1 1—0 an dir hab' ich ge⸗sün⸗digt Und . 2 605 0 D — e— R 95— ü⸗ bel oft vor dir ge⸗ tan. Du IhndeSohnd die Ser 4 2 —. 51 2. Dir 6 mein Flehn, mein Seuf⸗ zen nicht verborgen, Und meine Tränen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen, Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, Vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich: Laß mich dein Antlitz finden, Du Gott der Langmut und Geduld! 4. Früh woll'st du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Mel. 115. Wie bist du, 220. Laß, Gott, mich Sünder Gnade finden! Tilg' mein Vergehn, erbarme dich! O wasche mich von meinen Sünden, Von meinen Schulden rein'ge mich! Schwer lastet auf mir mein Vergehen, Ach, ich erkenn' es hell und klar, Und meine Missetaten stehen Vor meinen Augen immerdar. 2. O lehre mich, Herr, ganz entdecken Die Fehler, die ich noch nicht seh'! Entsünd'ge mich von allen Flecken Und wasche mich so weiß als Schnee! Laß Freud'undWonne mich empfinden, 234 220. Bußlieder. E A 2—— 3 ,—— 27 ‚ 217 17 mir ver⸗ kün⸗digt: Sieh, Gott, 406 mei⸗nen Jam⸗mer an! 39 2— 10 ö ,, Ler, e. —— * + Erfreue mich um deines Namens willen! Du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen, Und lehre mich dein heilig Recht, Mich täglich tun nach deinem Wohl⸗ efallen! Du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen, Und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrei'n, der Herr er⸗ hört mein Flehen Und nimmt sich meiner Seele an. Christ. J. Gellert. Heiland, mit der Krone. Trag‘ mit mir Armen noch Geduld; Verbirg dein Aug' vor meinen Sünden Und tilge alle meine Schuld! 3. Schaff' in mir eine reine Seele, Ein Herz voll fester Zuversicht. Verwirf mich nicht, wenn ich noch fehle; Nimm deinen heil'gen Geist mir nicht! Dann zeig' ich Irrenden die Pfade Des Heils und jühre sie zu dir; Dann preist, Erbarmer, deine Gnade Mein ganzes Herz voll Dankbegier. 4. Herr, öffne, deinen Ruhm zu sing en, Den Mund mir, gib mir Rohen Mut. — Bußlieder. 221. 235 Zwar Opfer wollt' ich gerne bringen; Doch Weihrauch willst du nicht, noch Blut. Ein Opfer gibt's, das dich erfreuet: Ein Geist, der tief geänstigt fleht; Ein Herz, das seine Schuld bereuet, Bird nicht von dir, o Gott, verschmäht. 5. Hilf deinem Volk, erzeig' dich allen Voller Fehle Suchet in dem Dunkeln Licht. Jesu, neige Dich und zeige Mir dein tröstlich Angesicht! Auf mein Flehen Laß dich sehen, Und verbirg dich länger nicht! 2. Ich empfinde, Meine Sünde Sei an allem Kummer Schuld. a0 gestehe Dies und flehe Um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, Kannst mir geben Neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen Und mit Schmerzen Such' ich dich, mein Trost und Heil. Wie so lange Ist es bange Reiner Seele! Komm in Eil'! Laß dich nieder, Komme wieder, Reines Herzens bestes Teil! Nach deiner Gnad' und Freundlichkeit. Dann werden, Herr, dir wohlgefallen Die Opfer wahrer Dankbarkeit. Dann wird dich jeder Mund erheben Und jedes Herz wird bein Altar; Dann bringet dir dein Volk sein Leben, Es bringt sich selbst zum Opfer dar. Nach Psalm 51. Mel. 336: Geh' zum Schlummer. 221. Meine Seele 4. Richtig wandeln, Weise handeln Woll'st du künftig mir verleihn! Gib die Triebe Deiner Liebe Voller in mein Herz hinein! Welch ein Segen Ist zugegen, Wenn es heißt: Du mein, ich dein! 5. Lehre, leite, Vollbereite Mich, wie du mich haben willt! Gib mir Klarheit, Geist und Wahrheit, Daß ich gleich sei deinem Bild, Daß man merke, Meine Stärke Sei in dir und du mein Schild,— 6. Bis im Lichte Dein Gesichte Mir sich droben völlig zeigt, Wenn die Deinen Nicht mehr weinen Und die Klagestimme schweigt. Drum so zeige Mir die Steige, Da man auf zum Himmel steigt. Magd. Sib. Rieger. PHees Etee e Bußlieder. 222 236 ö 2 I 3— 5 4 ii 55 8 IIE EERR 1153 RNV I* S HUNI S SN — 2— — 2— SS * —— SE N —..F———.— F S. S — — 2 3* H SSENN V* — A an.—4 —— D 0 — E—— AfRER— ArN / D + — SeS Se Se E N.7t +—— Tinsss i— 4 73 IN E— — 1 —— TDii Fx— 5— —2 5 * E — + E dich ver⸗ Herrn mit dei EHA men; Wie du bist, so darfst du kom ner Last! [W UO TI é — 0 F ——— + IIIlr ——— —9N9— 000— — * —4 iEt + — HUE AIN ———— — ssH NA * HEE Art ** NID 22— Du wirst gnä dig 2 spricht: re, was sein Wort ver Vö⸗ 44 E 906035 — 44— =*— —* 1 6 —* ö‚nn +* SHEA + ⁰ XL 7— 7*—8 ⁰ĩ— HaE——— ½— A —— IIIII— E —.——.— X 1 II1 —5—— 2— 3 + 637 Ti* 2—99— H++ 2—* —( +IVI N V A ÆE AN 8 22 R E. 51 EIII 2 I Glaubens⸗ und Heilslieder. 223. 237 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung] 4. Kehre wieder! Neues Leben In die Einsamkeit zurück, Trink' in seiner Liebeshuld; Wo in geistiger Erneuung Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Deiner harrt ein neues Glück, Große Langmut und Geduld. Wo des heil'gen Geistes Mahnen Fass' ein Herz zu seinem Herzen: Du mit stillem Veben hörst Er macht dich von Flecken rein, Und von neuem zu den Fahnen Er hat Trost für alle Schmerzen; Jesu Christi heilig schwörst. Eile, kehre bei ihm ein! 3. Kehre wieder, irre Seele: 5. Kehre wieder, endlich kehre Deines Gottes treues Herz In der Liebe Heimat ein, Beut Vergebung deinem Fehle, In die Fülle aus der Leere, Balsam für den Sündenschmerz. In das Wesen aus dem Schein, Blick' empor zum Kreuzesstamme: Aus dem Tode in das Leben, Kehre wieder, fürchte nicht, Aus der Welt ins Himmelreich! Daß der Gnäd'ge dich verdamme, Doch was Gott dir heut' will geben, Dem sein Herz vor Liebe bricht. Nimm auch heute: kehre gleich! Nach K. J. Ph. Spitta. B. Glauberrs⸗ und Seilslieder. 15²4 — 5 ö—— 4 — P..I.................. S 223 1 Nun freut euch, Christen, ins⸗ ge⸗ ⸗mein, Und laßt uns 355 wir ge ⸗trost und all' in ein Mit Lust und é 1 * Tee. D. 1—— + 1.— 9.. I r I.—.——2——.—.— + 7 11693• 6 1— 7. fröh⸗lich sprin⸗ ⸗ gen, Lie ⸗be sin⸗ gen⸗ 257 Gatt an uns ge⸗wen-det hat Und ——.. —7 4, E.N———.T.TK ö O 32———— i + — sei- nne gro⸗ße Wun⸗der⸗tat; Gar teu'r hat er's er⸗wor⸗ ben. +. E. 1 .—— E 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren; Mein' Sünd' mich quälte Nacht und Darin ich war geboren. Tag, Ich fiel auch immer tiefer drein, Nichts Gutes war am Leben mein; Die Sünd' hatt' mich besessen. 3. Mein' guten Werke galten nicht, Mit ihnen war's verdorben! Der frei' Will' haßte Gottes G'richt, Zum Guten ganz erstorben. Die Angst mich zum Verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir Zur Hölle mußt' ich sinken.[blieb, 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit Mein Elend ohne Maßen; Er dacht' an sein' Barmherzigkeit, Er wollt' mir helfen lassen. Er wandt' zu mir sein Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Sein Bestes ließ er's kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Nun ist's Zeit zu erbarmen. Fahr' hin, mein's Herzens werte Kron', Und sei das Heil der Armen! Hilf ihnen aus der Sündennot, Erwürg' für sie den bittern Tod Und laß sie mit dir leben!“ 6. Der Sohn dem Vater g'horsam Er kam zu mir auf Erden,(ward, Von einer Jungfrau rein und zart; Mein Bruder wollt' er werden. e S + * Gar heimlich führt' er sein' Gewalt, Er ging in armer Knechtsgestalt, Des Satans Reich zu stürzen. 7. Er sprach zu mir:„Halt' dich an ö Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb' mich selber ganz für dich Ich will nun für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib', da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird man mir mein Dazu mein Leben rauben;(Blut Das leid' ich alles dir zu gut, Das halt' mit festem Glauben! Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein' Unschuld trägt die Sünde dein So wirst du selig werden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr' ich aus diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübsal trösten soll Und lehren mich erkenneu wohl Und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab' und gelehrt, Das sollst du tun und lehren. Daß Gottes Reich hier werd' gemehrt Zu seinem Lob und Ehren; Und hüt' dich vor der Menschen G'satz, Davon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zuletzte.“ Dr. M. Luther. (mich *F. SAa-— 285 jSREEe DRE2 DNE ——— ——.— Glaubens⸗ und Heilslieder. 224. 225. 239 Mel. 83: Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. 2²4. Such', wer da will, Ein ander Ziel, Die Seligkeit zu finden! Mein Herz allein Bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, Sein Werk ist klar, Sein heil'ger Mund Hat Kraft und Grund, All' Feind' zu überwinden. 2. Such', wer da will, Nothelfer viel, Die uns doch nichts erworben! Hier ist der Mann, Der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil Durch ihn zuteil; Uns macht gerecht Der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, Laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, Und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Mel. 90: Wie soll 225. Ist Gott für mich, so trete Gleich alles wider mich, So oft ich ruf' und bete, Weicht alles hinter sich; Hab' ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, Was kann mir tun der Feinde Verfolgung, Haß und Spott? 2. Nun weiß und glaub' ich feste, Und rühem' es ohne Scheu, Daß Gött, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, Sucht ihn all' Stund' Von Herzensgrund! Sucht ihn allein! Denn wohl wirbd's sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Ja, meine Kron' Und Freudensonn' Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht Von deinem Licht Die Eitelkeit vertreiben! Bleib' du mein Preis, Dein Wort mich speis'! Bleib' du mein' Ehr', Dein Wort mich lehr', An dich stets fest zu glauben! 5. Wend' von mir nicht Dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen, Weich' nicht von mir, Mein' höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud' Nach diesem Leid! Hilf, daß ich mag Nach dieser Klag' Dort ewig Lob dir sagen! Georg Weißel. ich dich empfangen. Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh' Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, drauf ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut: Das machet, daß ich finde Das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd'; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe wert. 2⁴40 2²26. Glaubens⸗ und Heilslieder. 4. In ihm kann ich mich freuen, Hab' einen Heldenmut, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder tut. Kein Urteil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg' und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Und lehrt mich Abba schreien In rechter Glaubenskraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh', Und wie er hab' erbauet Ein' edle, neue Stadt, Da Aug' und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verbring' ich gleich hienieden Mit Tränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Frieden Versüßet alles Leid. 8. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein' Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, kein Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß: Der keines soll mich lenken Aus Jesu Arm und Schoß. 9. Mein Herz muß fröhlich springen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud' und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. 226. Heiland, deine Menschenlie⸗ Deines Mitleids mächt'ge Triebe(be, Zogen dich herab auf Erden, Der Verlornen Heil zu werden Und für sie am Kreuz dein Leben In den Tod dahin zu geben. O der wundervollen Triebe Unerhörter Menschenliebe! 2. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf' und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, Das Gebet'ne mitzuteilen! 3. Die Betrübten zu erquicken, Kinder an dein Herz zu drücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Die Verstockten zu erweichen, Irrenden die Hand zu reichen, Selbst den Niedrigsten zu dienen, Dazu bist du uns erschienen. 4. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, ohne Klagen Unsre Schmach und Last zu tragen. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Demut machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte. ESEN Des 1 EN n 77. NSS ö Glaubens⸗ und Heilslieder. 227. 228. 241 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, 6. Herr, laß deine Liebe decken Da du für die ärmsten Armen Meiner Sünden Meng' und Flecken! Dein unschätzbar teures Leben Du hast das Gesetz erfüllet, In den schwersten Tod gegeben, Seinen Fluch hast du gestillet. Da du mit gelass'nem Herzen Heil'ge meines Herzens Triebe, Hast getragen unsre Schmerzen Salbe mich mit deiner Liebe, Und, uns Segen zu erwerben, Daß ich möge schon auf Erden Für die Sünder wollen sterben! Deinem Vorbild ähnlich werden. J. J. Rambach. Mel. 344: Jesus, meine Zuversicht. 22 ·. Himmelan geht unsre Bahn!]5. Himmelan! denk' ich allzeit, Wir sind Gäste nur auf Erden, Wenn er seinen Tisch mir decket, Bis wir dort nach Kanaan Und mein Geist hier allbereit Durch die Wüste kommen werden. Eine Kraft des Himmels schmecket Hier ist unser Pilgerstand, Hier mein Brot im Tränental, N Droben unser Vaterland. Dort des Lammes Hochzeitsmahl! 2. Himmelan schwing'dich, mein Geist! 6. Himmelan! Mein Glaube zeigt Denn du bist ein himmlisch Wesen Mir das schöne Los von ferne, Und kannst das, was irdisch heißt, Daß mein Herz schon aufwärts steigt Nicht zu deinem Ziel erlesen: Ueber Sonne, Mond und Sterne; Ein von Gott erleucht'ter Sinn Denn ihr Licht ist viel zu klein Kehrt zu seinem Ursprung hin. Gegen jenen Glanz und Schein. 3. Himmelan! Die Welt kann dir 7. Himmelan wird mich der Tod Nur geborgte Güter geben. In die rechte Heimat führen, Deine himmlische Begier Da ich über alle Not Muß nach solchen Schätzen streben, Ewig werde triumphieren. Die uns bleiben, wenn die Welt Jesus geht mir selbst voran, In ihr erstes Nichts zerfällt. Daß ich freudig folgen kann. 4. Himmelan! ruft Gott mir zu,. 8. Himmelan, ach himmelan! BWenn ich ihn im Worte höre; Das soll meine Losung bleiben; Das weist mir den Ort der Ruh', Ich will allen eitlen Wahn Bo ich einmal hingehöre. Durch die Himmelslust vertreiben! Benn mich dieses Wort bewahrt, Himmelan nur steht mein Sinn, Halt' ich täglich Himmelfahrt. Bis ich in dem Himmel bin. n, Benj. Schmolck. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. . 228. Jesus nimmt die Sünder an: Hier ist, was sie retten kann: Saget doch dies Trostwort allen, Jesus nimmt die Sünder an. Belche von der rechten Bahn 2. Keiner Gnade sind wir wert; Auf verkehrten Weg verfallen. Doch hat er in seinem Worte SSS 229. Glaubens⸗ und Hheilslieder. Klar und liebreich sich erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gotteskinder. Olaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. b. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden: Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun, so fass' ich frohen Mut: Auf dich werf' ich meine Sünden, Dein am Kreuz vergoßnes Blut Lässet mich Vergebung finden, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an: Mich hat er auch angenommen, Mir den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erd mann Neumeister. Ich ha ⸗be 229. 1 nun den Grund Wo an-ders als ö —1.—. RE e⸗ fun⸗ 110 Der in 128 u Wun⸗den? Zi.. — + 9 S= 0 mei⸗ nen An⸗ ker e⸗ lag er vor der Zeit bei g hält. Welt, Der Grund, der un ⸗ be⸗ — 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Des, der mit offnen Liebesarmen Sich zu uns armen Sündern neigt, Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein. — Deswegen kam sein Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deszwegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Tür'. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, hier findet kein Verdammen statt, Beil Christi Blut uns hat befreit Und rufer laut: Barmherzigkeit! 0. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Mur bald nach Gottes Herzen schaun: Glaubens⸗ und Heilslieder. 229. 2⁴43 RRS 1——— ö weg ⸗ lich steht, Wenn Erd' und Him mel un ⸗ ter⸗ EI*——„ 12 5.+— E—— PPPIFIFIFFIIFIFFF F TFTF T— 2 II 16 IPIII geht, Wenn Erd' und Him ⸗ mel un ter⸗ geht. ö ie— —— 7 5 b PDPRPRPꝑPCPFPPIPIPIPIPIFITPIIIIIII 2——* 2 +.— 3 +— 1 ¹ II Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre mir entrissen, Was Seel' und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgetan, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Beginnt der Erde Last zu drücken, Und häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Darüber sich mein Geist zerstreut, So hoff' ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Doch ist auch hier der Trost bereit: IIN e IIII ö 244 230. 231. Glaubens⸗ und Heilslieder. Er wolle selbst mein Herze stillen, So lange mich die Erde trägt; Damit es dies nur nicht vergißt: So stehet es in Lieb' und Leid Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt; Fest auf dem Grund Barmherzigkeit. Dann sing' ich ewig hocherfreut: 10. Bei diesem Grunde will ichbleiben, O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 230. Coristi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, Damit will ich vor Gott bestehn, Wenn ich zum Himmel werd' eingehn. 2. Ich glaub' an Jesum, welcher spricht: Wer glaubt, der kommt nicht ins Ge⸗ richt. Gott Lob, die Schuld ist abgetan, Und Gott nimmt mich zu Gnaden an. 3. Das heilige, unschuld'ge Lamm, Das blutend an dem Kreuzesstamm Für meine Schuld gestorben ist, Erkenn' ich für den Herrn und Christ. 4. Drum soll auch Jesu Blut allein Mein Trost und meine Hoffnung sein; Im Leben und in Todesnot Bau' ich allein auf Jesu Tod. 5. Und wenn mich böse Lust anficht, Gott sei gedankt, so muß ich nicht; Ich sprech' zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz 6. So lang ich noch hienieden bin, So ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad' in Jesu Blut Bezeugen mit getrostem Mut. 7. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, Der Gottes ein'ger Sohn du bist, Erbarme dich der ganzen Welt Und segne, was zu dir sich hält! Nikl. Ludw. v. Zinzendors. Mel. 193: Ich bin getauft auf deinen Namen. 23 5 Mir ist Erbarmung widerfah⸗ Erbarmung, deren ich nicht wert. ren, Das zähl' ich zu dem Wunderbaren, Mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun aber weiß ich's hocherfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet, Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein, Warum? Ich war ja Gottes Feind: Erbarmung hat's so treu gemeint. 3. Das muß ich dir, mein Gott, be⸗ kennen; Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich agt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt, Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies lass' ich kein Geschöpf mit rauben, Dies soll mein einzig Rühmen sein; Auf dies Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Not, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist anErbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir, Und führ' im Tode noch mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir: Da bin ich ewig recht erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Ph. Fr. Hiller. Glaubens · und Beilsl ieder. 282. 24⁵ .— 5 Joh.— 20 Und mein beruhigt Herz vergißt 1 65 Glaub'ist mei⸗ 18 0 bens Ruh' 200 fährt uich 232. Ach gib mir, Herr, Be⸗stän⸗dig⸗ keit, Daß die⸗ sen e e U 9 e A— 27—— i ,—*;‚— 4 .—.. dei⸗nem Him⸗mel zu, Trost der Sterb⸗lich⸗keit Nichts —n O du, an den ich glau⸗bel! rau ⸗ be! Tief mei⸗ner See⸗le 2— n n r, —.—.—.——...— E— ** PT—. 253 präg' es 23 2 W ein, Welch Glückes ist, ein Chrs zu sein. . 20—..—.— ——— EIEE 2—.—— 15— n 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht Zur sel'gen Ewigkeit ein Recht Durch deinen Tod erworben. Zu Staube kehrt zurück der Staub, Der Geist wird nicht des Todes Raub, Du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, Ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ, Rie Schmerzen dieses Lebens. 9—— Ich dulde, was ich dulden soll, Und bin des hohen Trostes voll: Ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Teil mir zu, Hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh' 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, Wenn ich auf jene Herrlichkeit Mit froher Hoffnung schaue? Bald ruft mein Herr und Heiland mich, Und er belohnt mich ewiglich, HID 1 — WIUII II IIE W — 233. Glaubens⸗ und Heilslieder. Weil ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwindet aller Schmerz Und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, 5 trag' ich Licht mehr der Sünde shmahlich Joch In meinem Lauf auf Erden. Mit Freuden üb' ich meine Pflicht; Doch fühl' ich wohl, ich bin noch nicht, Was ich dereinst soll werden. Mich beuget täglich meine Schuld; Doch weiß ich auch: Gott trägt Geduld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, Du hast mich, Mittler, aus der Angst, In der ich lag, gerissen. Nur dir verdank' ich meine Ruh'; Denn meine Wunden heiltest du Und stilltest mein Gewissen. Und fall' ich noch in meinem Lauf, So richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, Daß mich dein Evangelium Lehrt glauben, hoffen, lieben! Was mir schon jetzt in dieser Zeit Den Vorschmack gibt der Seligkeit, Wie sollt ich das nicht üben? O präg' es meinem Herzen ein, Welch Glück es ist, ein Christ zu sein! Balth. Münter. E 233. — Him⸗mel⸗ an, nur him⸗mel⸗ an Was die Frommen wünschen, kann Dort erst ganz ge⸗ Soll der Wan-=del * . 4 ö gehn! 6hn IEE— * Auf Er ⸗den nicht! Freu⸗de wech⸗selt hier mit 5 ⁰F=„es C%-n Glaubens⸗ und Heilslieder. 238. 247⁷ Ea Leid: Richt' hin⸗auf zur Herr⸗lich⸗keit Dein An⸗ge⸗ sicht. — U x EEEEEEEE ——* + 4.— 2. Himmelan schwing' deinen Geist O schließ' dich an! Jeden Morgen auf! Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, Unser Pilgerlauf. Fleh' täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg' ins Herz mir den Beruf, Mach' mich getreu! 3. Himmelan hat er dein Ziel Selbst hinaufgestellt! Sorg' nicht mutlos, nicht zu viel Um den Tand der Welt! Flieh' diesen Sinn! Nur, was du dem Himmel lebst, Dir von Schätzen dort erstrebst, Das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb' dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts: Sei himmlisch froh! 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. Kämpfe frisch, wie sich's gebührt, Denke: Auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach; Folg', weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg: Halt' dich fest an Gott wie er, Statt zu klagen, bete mehr, Erkämpf' den Sieg! 7. Himmelan führt dich von hier Selbst die Todesnacht, Ob auch noch ihr Dunkel dir Kurze Schrecken macht. Harr' aus, harr' aus! Auf die Nacht wird's ewig hell; Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus. 8. Hallelujah! Himmelan Steig' dein Dank schon hier! Einst wirst du mit Scharen nahn, Und Gott naht zu dir In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei; Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. Joh. Sottfr. Schöner 1*7*88S8S DSE EE REe S8SES 20———— Hit EIs E& —— ö— + 35 Dis 2.** 8— + 8—.—— 15 1583 +—. K*—— 44 +.* HE SS N—— 2—— 40 2— + Hns S ö—.— RE ö 2 TPE 8* H„ Fi—— 2— ö V + V 101 Iii —5 8 8* III H11— SNAII N— 145 FVA FP—— 7 ———7 5— 557 +. TY HO. 2——— LI 11 2[H◻—— S N SSI 39—. RES WML S e 8 HE SANNN I II HiR 8—— 2—— + 110 HENH+E ö 1 222 1 I 4— 2* +. ⁵1 ++ I—— 2 FND SS—— 0* HDAE 2— — 15⁵7 m, — +— ů**** E—.— 195——0—4 +— 44 8—8— 4 IIS—/ +— 2 8 00. 3 +. 1* ö 35 HRESSE— ⁴ III Hn-—— IiI 115 — V Riit* P— S——— 8— — 188U1 13 F 8 2 O—8693. 2 Wis S Pe IH ö V—.———.— 1 EIIETE S* INNAE S——4 A ö R ö Ar ö srird* IIS 0 DR —— 12 QI—— Finen inn Glaubens⸗ und Heilslieder. 235. 249 2. Hier irren wir und fehlen, Gehüllt in tiefe Nacht; Durch wen wird unsern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die alles uns erhellt; Denn Christus ist die Wahrheit. Er ist das Licht der Welt. 3 Wer gibt uns hier schon Freuden, Die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgetan? Wenn vor dem Tod wir beber. Wer gibt dem Herzen Ruh'? Heil Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. K. Jul. Aschenfeldt. Mel. 284: Aus irdischem Getümmel. 235. Ich weiß, woran ich glaube, Ich weiß, was fest besteht, Wenn alles hier im Staube Wie Sand und Staub verweht. Ich weiß, was ewig bleibet, GWo alles wankt und fällt, Wo Wahn die Weisen treibet Und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Mit Diamanten mauert Mir's Gott im Herzen fest. Ja, recht mit Edelsteinen Von allerbester Art Hat Gott, der Herr, den Seinen Des Herzens Burg verwahrt. 3. Ich kenne wohl die Steine, Die stolze Herzenswehr; Sie funkeln ja mit Scheine Wie Sterne schön und hehr. Die Steine sind die Worte, Die Worte hell und rein, Bodurch die schwächsten Orte Gar feste können sein. 4. Auch kenn' ich wohl den Meister, Der mir die Festung baut. Er heißt der Fürst der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Und dem die Engel dienen: Ich weiß und kenne ihn. 5. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels auf dem ich stehe, Der unvergänglich ist, Der nimmermehr kann wanken, Der Heiland und der Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit als Staub verweht. Ich weiß, was in dem Grauen Des Todes ewig bleibt Und selbst auf Erdenauen Des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt. 250 236. 237. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. C. Qieder der Liebe zu Gott und Ehristus. Mel. 189: Gott ist mein Hort. 236. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dem lieben treuen Gotte, Der mich erwählt, Der mich erhält, Drum werd' ich nie zu Spotte. 2. Mich soll von dir, Gönnst du es mir, Nicht Freud' noch Leid abziehen; Und zög' mich schon Das Fleisch davon, Mein Herz soll doch nicht fliehen. 3. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dir, Jesu. will ich's geben! Du erst gibst Freud', Vertreibst das Leid, Aus dir quillt wahres Leben. 4. All mein Begier Steht nur nach dir, Du Lust und Freud' der Herzen! Du bist mein Hort, Dein ew'ges Wort Vertreibt mir alle Schmerzen. 5. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Du Hilf' und Trost der Armen! Sieh an den Streit, Den ich erleid', Ach Gott, laß dich's erbarmen! 6. Dem Feind gebeut' Und still' das Leid Der Sünde, dir zu Ehren! Zieh' mich zu dir, Laß sich in mir Den Glauben täglich mehren! Nach Leo Jud. 1599. 9—.—.— JZ.. 4— +2..— JZ* EPO———— 46—4.— 70 +—— E— . G:D + 1 0. 237 1 Wie schön leucht't uns der Mor⸗gen⸗stern Voll Gnad'und O gu⸗ ter Hir⸗te, Da⸗vids Sohn, Mein Kö⸗nig ö ö CL. 3. +— 5 3*—— —..———4— 4*——— —.3. 6—— D E Li— + 4...—— R f 4.— —0—.—— 1+———v——— —.T 2 LED + T 4— ———.—.— 8W E + 2 * EN+ 2 EID— BVBVᷓVBᷓꝑPꝑqRR 2 —.—. Wahr⸗heit von dem Herrn, Uns herr⸗lich auf- ge⸗ gan ⸗ gen! auf dem Gna⸗den⸗thron, Du hast mein Herz um⸗san ⸗ gen! 5 E— + 2 4 E 2 2.—— 4.. I.——— 2.——— 1..—— „ Crr HAH&MDDEn s ÿ„HMNVN SS 81/re Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 237. 251 — 11.— —*. 4 I 231 — 2 li r—..—.—2 2——— R.— — 3 434 5 1— —0 B r H 2 Octleinod, vem kein Kleinod gleicht, Sohn Gottes, den kein Lob erreicht, Vom Vater uns gegeben: Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm, Dein süßes Evangelium Ist lauter Geist und Leben. Dich, dich Will ich Ewig fassen, Nimmer lassen, Brot des Lebens, Dein begehr' ich nicht vergebens. 3. O gieße tief ins Herz hinein, Du Gotteslicht und Himmelsschein, Die Flammen deiner Liebe! Durchdring' mich, daß ich ewig bleib', O Herr, ein Glied an deinem Leib 0 frischem Lebenstriebe! Nach dir Wallt mir Mein Gemüte, Ew'ge Güte, Bis es findet Dich, dez Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden⸗ Wenn mich dein heilig Angesicht[licht, Mit Freundlichkeit anblicket. Herr Jesu, du mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Mich inniglich erquicket!(Blut Tröst' mich Freundlich, Sieh mich Armen Mit Erbarmen, Hilf in Gnaden! Auf dein Wort komm' ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir vertraur, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, In ihm mich nichts betrübet. Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben Wird er geben Mir dort oben, Ewig soll mein Herz ihn loben. 252 238. Tieder der Liebe zu Gott und Christus. 6. Spielt unserm Gott mit hellem Rlan Und laßt den herrlichsten Gesang Ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jesu heut Und morgen und in Ewigkeit In steter Liebe wallen! Singet, Klinget, Jubellieder, Hallet wider, Bis die Erde Voll von seinem Ruhme werde! 7. Wie freu' ich mich, Herr Fesus rist, Daß du der Erst' und Letzte büt. Der Anfang und das Ende! Du, der sein Leben für mich ließ, Du nimmst mich einst ins Paradies, Drauf fass' ich deine Hände. Amen, Amen! Komm, o Sonne, Meine Wonne, Bleib' nicht lange, Daß ich ewig dich umfange! Phil. Nikolai. Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. 238. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnadenthron, Du, meine Freud' und Wonne, Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist alles sonnenklar, Ja klarer als die Sonne. Herzlich Such' ich Dir vor allen Zu gefallen, Nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket Daß ich nicht so kann lieben dich,(mich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb' in mir entbrennt, Um so viel mehr mein Herz erkennt, Wie es dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüte Sich ergießen! Reich wird dann mein Lieben fließen. 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben möge. Nichts auf det ganzen weiten Welt, Nicht Pracht, Lust, Ehre, Freud' und Wenn ich es recht erwäge,(Geld, Kann mich Ohn' dich Gnugsam laben; Ich muß haben Reine Liebe, Ohne sie bleibt alles trübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried' und Erfreuest sein Gewissen.(Ruh', Es geh' ihm, wie es woll', auf Erd', Wenn ihn das Kreuz auch hart be⸗ Soll er doch dein genießen.(schwert, Endlich Wird sich Nach dem Leide Volle Freude Ewig finden; Dann wird alles Trauern schwinden. 5. In keines Menschen Seele kam's, Kein Auge sah's, kein Ohr vernahm's, Und niemand kann's beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Freudig Werd' ich Dort erfahren Mit den Scharen Der Gerechten, Wie du lohnst den frommen Knechten. 6. Drum lass' ich billig dies allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen stellt, Aus Liebe stets mich übe, Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. —257—75 5„ ¶WReNNM NFXC —2——5 E ꝰ/ e Eer Se S'e e EIIIN , Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 239. 240. 253 7. Da werd' ich deine Freundlichkeit, Die mich schon hier so hoch erfreut, In reiner Liebe schmecken, Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Dann erquicket Und geschmücket Stehn am Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. 239. Meinen Jesum lass' ich Weil er sich für mich gegeben,[nicht! So erfordert meine Pflicht, Für und für nur ihm zu leben. Er ist meines Lebens Licht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 2. Jesum will ich lassen nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab', ergeben; Alles ist auf ihn gerich t't. Meinen Jesum lass' ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Alle Sinne mir entweichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. Mel. 187: Wort a 240. Jesu, meine Freude, Meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, Ach, wie lang, wie lange Ist dem Herzen bange Und verlangt nach dir! Hab' ich dich, Wie reich bin ich! Außer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lieber werden! 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget, Wo mir strahlt sein Freudenlicht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel MeineSeele wünscht und sehnet;(nicht Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 6. Jesum lass' ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für Zu dem Lebensbrunnen leiten. Selig, wer von Herzen spricht: Meinen Jesum lass' ich nicht! Christ. Keymann. us Gottes Munde. Mir steht Jesus bei. Wenn die Welt In Trümmer fällt, Wenn gleich Sünd' und Hölle schre⸗ Jesus will mich decken.(cken, 3. Trotz des Feindes Lauern, Trotz des Todes Schauern, Trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobel! Ich steh' hier und lobe Gott in sichrer Ruh'. Seine Macht Hält mich in acht; Erd' und Abgrund müssen schweigen Rings die Welt erzittern, Und vor ihm sich neigen. 25⁴ 241. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 4. Weg mit allen Schätzen! 5. Weicht, ihr Trauergeister! Du bist mein Ergötzen, Denn mein Freudenmeister, Jesu, meine Lust! Jesus, tritt herein. Weg, ihr eitlen Ehren, Denen, die Gott lieben, Die das Herz verkehren, Muß auch ihr Betrüben Bleibt mir unbewußt! Lauter Segen sein. Elend, Not, Duld' ich schon Kreuz, Schmach und Tod Hier Spott und Hohn, Soll mich, ob ich viel muß leiden, Dennoch bleibst du auch im Leide, Nicht von Jesu scheiden. Jesu, meine Freudel! Joh. Franck. 1738. „—— —.——. nwna — 21 1 Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ ne Stär ⸗ ke, Ich Ech will dich lie-ben mit dem Wer ⸗ke Und E will dich lie⸗ ben, mei⸗ ne Zlez 35. 10 5 ⸗gier; Ich will dich lie⸗ben, IE. — öaerrrar kinr rwr rirrrm errr. II— + —+ 3 4008 44438 AUnd liebte das geschaffne Licht: Ich danke dir, du Himmelswonne, Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 242. 25⁵ 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz bescheint; Ich will mit reiner Liebesflamm' Dich lieben, Gottes Lamm. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh'! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 4. Ich ging verirrt und war verblen⸗ Ich suchte dich und fand dich nicht; det, Ich hatte mich von dir gewendet Nun aber ist's durch dich geschehn, Daß ich dich hab' ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du heil'ger Mund, Dein Wort macht mich gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleuchte Leib und Seele ganz, Du starker Himmelsglanz. 7. Gib meinen Augen heil'ge Tränen Und meinem Herzen reine Glut; Laß meine Seele sich gewöhnen, Zu üben treuen Liebesmut. Laß meinen Sinn, Geist und Verstand Stets sein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Dich lieben auch bei Schmach und Hoh⸗ Und in der allergrößten Not;(ne Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. Joh. Scheffler. 5 Hs. G. Nägeli. 28—— 41 5— 42.— N 1— 1 EAH .SSS.............. ä in e 242 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de Dei⸗ner 5 ö ii ö 2 , mr e. a nn, den .2 33 —ᷓꝝ4 + 2—— +* 1 1 + .——.—.— ——/ 55 2. Gott⸗heit hast ge⸗macht, Lie⸗be, die du mich so mil⸗ de —.3 256 242. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. —.— =e. ——*I— ee, 2— 2l l Piie R x Nach dem Fall mit Heil be⸗dacht, Lie⸗be, dir er⸗geb' ich r 2 + 2.———— 7— :n—.— 166½ 12 my ar,. EWi— ier . BiO mich, Dein zu blei⸗ben e⸗ wig⸗lich. 669 ——————— I—— —... 2 2———— 24— I ——————— ö E 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh' denn ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich ganz ergeben Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden, Daß ich ganz ihr eigen bin, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die, zu Gott erhöhet, Mir erhält, was sie erstritt, Liebe, die stets für mich flehet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mein Haupt wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler. SSS. S&Æ& 8 I I-Il Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 243. 244. 25⁷7 Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. 243. Halt' im Gedächtnis Jesum Christ, Den Heiland, der auf Erden Vom Himmelsthron gekommen ist, Dein Bruder hier zu werden! Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hat angenommen Fleisch und Blut: Dank' ihm für diese Liebe! 2.Halt' im Gedächtnis Jesum Christ, Der für dich hat gelitten! Da er am Kreuz gestorben ist, Hat er dir Heil erstritten; ö Besieget hat er Sünd' und Tod Und dich erlöst aus aller Not: Dank' ihm für diese Liebe! 3. Halt' im Gedächtnis Jefum Christ, Der aus des Todes Banden Als Held hervorgegangen ist! Mit ihm bist du erstanden. Das Leben hat er uns gebracht Und uns gerecht vor Gott gemacht: Dank' ihm für diese Liebe! 4. Halt' im Gedächtnis Jesum Christ, Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, Die Stätte zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und schauen seine Herrlichkeit: Dank' ihm für diese Liebe! 5. Halt' im Gedächtnis Jesum Christ, Der einst wird wieder kommen, Zu richten, was auf Erden ist, Die Bösen und die Frommen! O sorge, daß du dann bestehst Und mit ihm in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken! 6. Gib, Jesu, daß ich dich fortan Mit wahrem Glauben fasse Und nie, was du an mir getan, Aus meinem Herzen lasse; Daß dessen ich in aller Not Mich trösten mög' und durch den Tod Zu dir ins Leben dringe! Cyr. Günther. Christ. Friedr. Richter. 244. Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich steig' aus dunk⸗ler Schwermutshöh⸗ Wenn le, le Und 6558565 ö——56———. .. —.—U—— +—— EEE H— 258 244. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. —..2 EEE — in dei⸗ ner Ve⸗. ruh'! ⸗le dei⸗nen Ar⸗men zu. Da muß 5 Nacht 0 NR E 3 ö .— ee ERRRR + Trauerns U ⸗den, 0930 55 230 le sel'⸗ger Freu⸗ 100½½ SSSET —— H ö ö — 35 DEE— schon auf Er⸗ den; Dem muß ja vol-le G'nü⸗ge wer⸗ —.655 2 ͤr. T————.— „&AV?t 5„ 6½ e — w· 14 Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 244. 259 I 22.—— ER .————— DE n I RSRꝗ‚I‚IDeeeeie‚e?eeer 2——— I 1 II 3 den, Der in dir su⸗chet Ruh' und Lust. 2511 3655 4„— ö 1.—— r 50, 39—— DSIPIPIIIII.T + — 4——.—*. iunen. 2. Die Welt mag sich mir feind⸗ lich zeigen, Es sei also, ich acht' es nicht; Will sie sich freundlich zu mir neigen, Ich flieh' ihr trügend Angesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freund⸗ schaft weicht. Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu' den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last er⸗ drücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh', Naht schon die Hölle meinen Blicken, So schau' ich gläubig in die Höh' Und flüchte mich zu deinen Wunden: Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil: Wer will ver⸗ dammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich; Du gibst aus Wolken mir die Speise Und tränkest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen: Genug, wenn ich dich bei mir hab'! Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht: Ich steh' in deiner Hut, Und du, mein Leben, lässest keinen, Des Herz in deiner Liebe ruht. Wen macht des Weges End' erzittern, Wenn aus Gefahr und Ungewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden„ Aus dieser finstern Wildnis scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn' auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh' in dem Gemüte Nach deiner unumschränkten Güte Des Himmels süßer Vorschmack sein! Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost! Mein Freund ist mein! Wolfg. Thr. Deßlur 260 245. 246. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. 245. Eins ist Not: Ach Herr, dies Lehre mich erkennen doch![Eine Alles andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Unter dem das Herz sich plaget Und doch keine Ruh' erjaget: Aber alles wird ersetzt, Wenn das Eine mich ergötzt. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur. Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing' dich über die Natur! Da, wo Gott und Mensch vereinet, Wo der Gnaden Füll' erscheinet, Da nur ist das beste Teil, Eins und alles, ew'ges Heil. 3. Als dies Eine zu genießen Sich Maria dort befliß Und sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ: O mie brannt' ihr Herz, die Lehren Aus des Heilands Mund zu hören, In dies Eine nur versenkt, Drin ihr alles war geschenkt! 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir! Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. Ob auch mit dem großen Haufen Viele töricht dir entlaufen, Bleib' ich doch bei dir, mein Hort: Geist und Leben ist dein Wort. 5. Volle G'nüge, Fried' und Freude Jetzo meine Seel' ergötzt, Weil auf eine frische Weide Du, mein Hirte, mich gesetzt. Nichts kann so mein Herz erlaben, Als wenn ich nur dich soll haben; Nichts ist, das mich so erquickt, Als wenn dich mein Glaub' erblickt. 6. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein eins nud alles sein. Prüf', erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh', ob ich auf bösem Stege, Leite mich auf ew'gem Wege, Daß ich dein sei bis zum Tod, Und du mein, dies Ein' ist not! Joh. Heinr. Schröder. Adam Drese. 246. 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü ße Ruh'? Un⸗ter e 40 44½½ x + L H— E —— arnn + + LII— 1241—.— * 12—— V Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 246. 261 0.— 40—.—— 7 4 d L n x it i ko ⸗ ren, Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗ . 1.———————..— —..—=...— F und ihr Licht da⸗zu, Je⸗ su, fü⸗ de Ruh'! 2. Glanz der Herrlichkeit, Du vor aller Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket In der Füll' der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 3. Großer Siegesheld, Hölle, Sünd' und Welt Und den Tod hast du bezwungen Und ein ew'ges Heil errungen Für die Sünderwelt Durch dein Blut, o Held! 4. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Zepter will ich küssen, Wie Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 5. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Du mein höchster Ruhm! 6. Zieh' mich an dein Herz, Daß in Freud' und Schmerz Keine Macht von dir mich treibe, Du in mir, ich in dir bleibe. Herr, durch Freud' und Schmerz Zieh' mich an dein Herz! 7. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich regel Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken. Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf 26²2 247. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. Unverrückt zu dir fortsetze Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten. Ungefärbte Lieb' In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken. Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut. 13. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durch's Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn. Joh. Anast. Freylinghausen. Mel. 187: Wort aus Gottes Munde. 247. Allgenugsam Wesen, Das ich hab' erlesen Mir zum höchsten Gut, Du vergnügst alleine Völlig, innig, reine Seele, Geist und Mut! Wer dich hat, Ist still und satt; Wer dir kann im Geist anhangen, Darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben, Kann im Frieden leben, Er hat, was er will, Wer im Herzensgrunde Lebt mit dir im Bunde, Liebet und ist still. Bist du da Und innig nah, Muß das Schönste bald erbleichen Und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, Was Geschöpfe haben, Kann den Geist nicht laben; Du vergnügst allein. Was ich mehr Als dich begehr', Kann mein Seligsein nur hindern Und den Frieden mindern. 4. Was genannt mag werden Droben und auf Erden, Alles reicht nicht zu. Einer nur kann geben Freude, Ruh' und Leben, Eins ist not, nur du! Hab' ich dich Nur wesentlich, So mag Leib und Seel' verschmachten, Ich will's doch nicht achten. 5. Komm, du liebstes Wesen, Das ich mir erlesen, Werd' mir offenbar! Meinen Hunger stille, Meinen Grund erfülle Mit dir selber gar! Komm, nimm ein Mein Herz allein, Daß ich allem mich verschließe Und nur dich genieße! 6. Laß von dir mich scheiden Freuden nicht, noch Leiden, Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 248. 263 Keine Kreatur! Stets nach dir verlangen, Kindlich an dir hangen, Sei mein Himmel nur! Bleib nur du Mein Gut und Ruh', Bis du wirst in jenem Leben Dich mir völlig geben! Gerh. Tersteegen. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 248. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! O welch ein Glanz geht auf vom Ver sollte sein nicht achten?[Herrn! Glanz Gottes, der die Nacht durch⸗ bricht! Du bringst in finstre Seelen Licht, Die nach der Wahrheit schmachten. Nach dir, Dein Wort, Jesus, Ist voll Klarheit, Führt zur Wahrheit Und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Des Himmels großer König, Von ganzem Herzen preis' ich dich; Hab' ich dein Heil, so rühret mich Das Glück der Erde wenig. Zu dir Komm' ich; Wahrlich Keiner Tröstet deiner Sich vergebens, Wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 3. Durch dich nur kann ich selig sein. O brücke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, Damit ich ganz dein eigen sei, Aus Weltsinn deinen Dienst nicht scheu' Und dein Gebot gern übe! Nach dir, Den ich fasse Und nicht lasse, Ewig wähle, Dürstet meine ganze Seele. 4. Von Gott strahlt mir ein Freu⸗ denlicht, Die Hoffnung, daß dein Angesicht Ich einstens soll erblicken. Du kannst indes durch deine Kraft, Die Ruh' in müden Seelen schafft, Mich stärken, mich erquicken. Tröste Du mich, Seligmacher, Daß ich Schwacher Auf der Erde Himmelsfreuden inne werde! 5. Und wie, Gott Vater, preis' ich dich! Von Ewigkeit her hast du mich In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint, Er ist mein Bruder und mein Freund: Was ist's, das mich betrübet? Seele, Wähle Ihn, den Besten, Ihn, den Größten, Dir zum Freunde, Und dann fürchte keine Feinde! 6. Ihm, welcher Tod und Grab be⸗ zwang, Ihm müsse froher alen Mit jedem Tag erschallen, Dem Lamme, das erwürget ist, Dem Freunde, der uns nie vergißt, Zum Ruhm und Wohlgefallen! Tönet, Tönet, Jubellieder, Schallet wieder, Daß die Erde Voll von seinem Lobe werde! Joh. Ad. Schlegel, nach Ph. Nixolai. 1 25 —— IF . treu, Sadurer keit auf Er-⸗den Nicht aus⸗ge⸗ 8——5— 0 8—— 55 / storsben sei. Für mich um⸗ 10 dich—0, ⸗den, V 51.. * — 2 7 ——..— — mich in Drum geb' i 5 dir mit Freu⸗den IHHH— — 4— ne Rilrr„ iT ——4 2. Oft muß ich bitter weinen, Daß du gestorben bist Und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen Hast du so viel getan, Und doch, was du errungen— Wie viele denken dran? 3. Du stehst voll treuer Liebe Noch immer jedem bei; Und wenn dir keiner bliebe, So bleibst du dennoch treu. .—— ö* 7* e⸗ wig die ⸗ses Herz. ̃——————————— —. N —— 2 2— IE 2.5— Z. FPISII... ** I. +. EZ I ⁰⁰ V Die treuste Liebe sieget, Am Ende fühlt man sie, Weint bitterlich und schmieget Sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden: O lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder Auch wieder himmelwärts Und sinken liebend nieder Und fallen dir ans Herz. Friebr. v. Hardenberg. 10. Beinrich Narl 4540 E + 250. 1. Wenn ich ihn nur— ⸗ 0 Wenn er mein nur 8 2 en IISSSSSS....— 2.4 + 2—2 1— 1 1..— 4—4 1.. 33 n E m. be Sei⸗ ne 4* 2————— 23t25 Weiß ich rantt von Lei⸗„ Rn e— 451 PꝓIII............8— E =DD.—— — 1 75 Füh⸗le nichts als An⸗dacht, Lieb' und Freu ⸗ de. 1—— 109 — 2 1 3— + 2— ESIIAI J.3———ʃW“'ĩ—— 3— +.— II +.5 + LI +.2 +—.Ie II .— 5 IX—..——4 1. 1 m +* II 2 + 1—6 + Selig, wer an ihn sich hält! Tief versenkt im Schauen Will ich siegen über Todesgrauen. 4. Wo ich ihn nur habe. Ist mein Vaterland. Und es fällt mir jede Gabe Wie ein Erbteil in die Hand; Längst vermißte Brüder Find' ich nun in seinen Jüngern wieder. Fr. v. Hardenberg. 2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg' an meinem Wanderstabe Treu gesinnt nur meinem Herrn; Lasse still die andern Breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich gern die Welt; Was er beut, ist ew'ge Gabe: — 4 FTTHU Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 251. 26⁷7 38 Ge. Friedr. Händel. —35— —————— ——— SSPSII +— — EEE 1. 22 C hrtstus, der Herr, zum Men:schen sich neigt, Wenn 251. e , r en———— IDDDRRE enn,. = e er sich als Hort dem Fle-hen⸗-den zeigt, Mag schwinden das W e —2—— — —— EER —— 2——— +I—— ——— +.1— 1——— +— REE 3— +.4———.—..— a Lirnen nn. r Le⸗ben, mag na⸗ hen der Tod: Wir kön⸗nen nicht sin⸗ken; denn 7 2— ————.....——— en iren n ö——83 I.———+ ö‚ 3 5 268 252. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 2. Wenn nahet die Qual, die Wonne vergeht, Die Träne uns rinnt, nichts Ird'⸗ sches besteht: Zu ihm dann gewendet! Er ist unser Freund. Zu ihm dann gebetet, zu ihm dann geweint! 3. Nicht Menschen vertraut den lastenden Schmerz! Zum Himmel empor erhebet das erz! z1 Dort wohnet die Weisheit, die Güte, ie Huld, Dort thronet die Gnade für unsere Schu 4. Wir beten zu dir, o Jesu, du Freund: Bewahr' uns vor Schuld, schütz unz vor dem Feind! Du hast uns 4 die göttliche ul Du hast uns mit 2 ete die Schuld 5. Drum nahet dem Thron des Hei⸗ lands der Welt Mit heiliger Glut! Er stärkt und erhält, Er ging einst hienieden in Menschen⸗ gestalt, Bracht' Frieden und stürzte des Gewalt. Nikl. Kalser. Todes Hs. Georg Nägeli. — —— 252. 1. O Hirt, du ge⸗ treu⸗er, Du See⸗len⸗er⸗ —— 4.— cresc. E freu⸗ er, 98 streu⸗e ⸗te ver⸗ lan⸗ nach 4 x e e .— 8 ,. 8* I ů —* Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 253. 269 9— 2—————— .— + IE +— 7— *——— 3 1 6135 dir. Sie ir⸗ ren und za- gen, Sie su⸗chen und kla⸗ gen: Ach ö . DISD‚‚DD—— . +— I 2—.— 2 1—.— 12— 1 E.— 2.— E.—.—— 2.....——.——— IE 3 creSα Aim. 8——— ——. +——— +—— N I5SA‚I.——— — + 4— 1— I—* 5 + I e e stil le der seh-nen⸗den Her⸗zen Be⸗gier! 5—— 1—.—— ‚ 6— 4— 12——— ö— + cresc. Aen. 2. O komm, sie zu schirmen In nächtlichen Stürmen, In düsteren Tagen der Not und Auf sonnigen Auen Gefahr; Laß freundlich dich schauen Und weide und tränke die lechzende Schar! 3. Es ströme dein Segen Auf kreuzenden Wegen Den Schmachtenden milde Erauick⸗ Es ruse die Armen sungen zu; Mel. 242: Liebe, die 209. Gott bei mir an jedem Orte, Auf dem Meer und auf dem Land! Das ist mir aus seinem Worte, Uẽs Erfahrung wohlbekannt. gragt ihr mich: Wer ist bei dir? Gott ist hier, Gott ist mit mir! Herbei dein Erbarmen: Hier, Kummerbeladene, findet ihr Ruh'! 4. Du Hort der Erlösten, O komm, sie zu trösten; Ihr Schutz und ihr Heil sei anheim dir gestellt! Schaff' Eingang dem Worte An jeglichem Orte: Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt! Hs. Georg Rägeli. du mich zum Bilde. 2. Meerestiefe, Todesjammer, Kerker schließen Gott nicht aus; Er ist bei mir in der Kammer, Auf dem Felde wie im Haus. Sitze, liege, stehe ich, Ueberall ist Gott um mich. 270 254. 255. Tieder der Liebe zu Gott und Christus. 3. Gott für mich! Das darf ich Er ist meiner Seele Gott.(sagen; Darum kann ich nicht verzagen In Verfolgung, Kreuz und Spott. Fragt ihr: Mensch, was tröstet dich? Höret es, Gott ist für mich! 4. Seinen Sohn hab' ich gesehen In der Kripp' als armes Kind, Hab' ihn unter tausend Wehen Bluten sehn für meine Sünd'; Und so weiß ich festiglich: Gott, mein Heiland, ist für mich. Mel. 161: Herz und 254. Bleibt bei dem, der euret⸗ Auf die Erde niederkam, swillen Der, um euern Schmerz zu stillen, Tausend Schmerzen auf sich nahm. Bleibt bei dem, der einzig bleibet, Wenn auch alles untergeht, Der, wenn alles auch zerstäubet, Siegend überm Staube steht. 2. Alles schwindet, Herzen brechen, Denen ihr euch hier ergabt, Und der Mund hört auf zu sprechen, Der euch oft mit Trost gelabt, Und der Arm, der euch zum Stabe Und zum Schilde ward, erstarrt, Und das Auge schläft im Grabe, Das euch sorgsam einst bewahrt. 222: 2 Mel. 255. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, Stets in deinem Dienste stehn; Nichts soll mich von dir vertreiben, Deine Wege will ich gehn. Du bist meines Lebens Leben, Meiner Seele Trieb und Kraft, Wie der Weinstock seinen Reben Zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt' ich's irgend besser haben Als bei dir, der allezeit 5. Gott mit mir! O welche Freude! Mit ihm hab' ich Mut und Krastz Mit ihm hab' ich Trost im Leide, Kunst, Verstand und Wissenschaft. Fragt ihr: Mensch, wer hilft dir so Gott mit mir! Des bin ich froh. 6. Not und Tod will ich bezwingen, Wenn mein Gott nur mit mir ist, Kann durch alle Netze dringen, Siegen über Macht und List. Kannst du das?— so fraget ihr. Nein! Das tut mein Gott mit mirl Christ. Heinr. Zeller. Herz vereint zusammen. 3. Alles stirbt, das Ird'sche findet In dem Irdischen sein Grab; Alle Lust der Welt verschwindet, Und das Herz stirbt selbst ihr ab. Ird'sch's Wesen muß verwesen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Ird'sche Fessel muß sich lösen, Ird'sche Blüte muß verblühn. 4. Doch der Herr steht überm Staube Alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, Hoffe, lieb' und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet Und der geben kann, was bleibt, Der, wenn ihr euch ihm verschreibet, Euch ins Buch des Lebens schreibt. K. J. Phil. Spitta. Kehre wieder. So viel tausend Gnadengaben Für mich Armen hat bereit? Könnt' ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesus Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus tat, mir tut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen, teuren Blut? , „H öI)‚- Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 256. 27¹ Sollt' ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt' ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib' ich, So in Freude wie in Leid; Bei dir bleib' ich, dir verschreib' ich Mich für Zeit und Ewigkeit! Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, Der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib' mir nah auf dieser Erden, Bleib' auch, wenn mein Taͤg sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde, schwache Haupt; Sprich dann:„Kind, hier geht's zu Ende, Aber dort lebt, wer hier glaubt!“ 6. Bleib' mir dann zur Seite stehen, Wenn mir Grauen macht der Tod, Als das kühle, scharfe Wehen Vor des Himmels Morgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber. So erhelle meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh' hinüber, Wie man nach der Heimat reist. K. J. Phil. Spitta. 15. Jahrhundert. 66 EIEEEE EEEEEE * ö 7 15 256 1 O Jeq⸗sus Christ, mein Le⸗ ben, Mein Trost in 200.(Dir hab' ich mich er ⸗ ge⸗ben Im Le⸗ ben ——.— 1—..— 23.— 9.— ——..— 1 +— + —.=— I——.— +.—..—— E.————.— ö——— 4—— 6 4 IEE —————.— 2———— I— +.—5 7*—— är 1 60 88 al ⸗ler Not, und im Tod. Ich will dein ei⸗gen sein, Er⸗lö⸗ser 0 8— I—.— r —— 1———.— 2. Du gingst, uns zu erlösen, In stiller Liebesmacht, Umringt vom Heer des Bösen, In Kampf und Todesnacht. Du, im Erliegen Held, Durchbrachst des Todes Bande Und rettetest die Welt! 3. Nun singt von deinen Schmerzen Und deiner Herrlichkeit Die Schar versöhnter Herzen Von Schuld und Tod befreit. Auch meine Seele sei, Du Retter der Verlornen, Ein Loblied deiner Treu'! 4. Verläßt in bitterm Leide Mich auch die ganze Welt, So wird doch Eine Freude Mir nimmermehr vergällt: Mel. 358: Wie wird mir sei 257. Jc bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben? Mir ist so wohl in deiner Liebeshut! Du schmückest mich mit ew'gen Liebes⸗ gaben, ö Den du erkauft mit deinem heil'gen Blut. O, weich' mit deiner Gnabe nicht von mir, Der Herr ist mein Gewinn! Mein Jesus lebt! So fahre, Was irdisch ist, dahin! 5. Du bist mein ew'ges Leben, Mein Licht in dunkler Nacht; Drum will ich dich erheben Aus aller Herzensmacht Schon hier im Erdenstreit Und bald in Friedensstätten Der stillen Ewigkeit. 6. Triumph! Bald werd' ich kommen Ins Reich der süßen Ruh'; Dann jauchz' ich mit den Frommen Dir, o mein Heiland, zu. Zieh' kräftig mich hinauf! Ich will mit Freuden eilen, Zu dir geht ja mein Lauf! Meta Heußer. n, wenn ich bich, Jesu, sehe. 2. Ich bleib' bei dir! Du lohnst mit ew'gem Leben, Mit ew'gem Sieg nach dieses Lebens Streit! ö Was kann die Welt dem armen Herzen geben, Als kurze Freud' und ew'ges Herze⸗ leid? Für kurze Freuden tausch' ich ew'ge ein, Drum will ich nur bei dir, mein So weich' ich nimmer, guter Hirt, von dir. Hellund, sein. N t Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 258. 273 3. Ich bleib' bei dir! Es kann mit ö allen Schätzen, Mit allen Gaben und mit aller Lust Die ganze Welt ja nimmer den er⸗ götzen, Dem deine Liebe wohnet in der Brust. Du arme Welt, ich sehn' mich nicht nach dir, Ich bleib' bei Jesu, und er bleibt bei mir. 4. Ich bleib' bei dir, der du dich hingegeben Für alle Welt in heilgem Liebesdrang. Ach wäre doch mein ganzes, ganzes Leben Dir, lieber Herr, ein heil'ger Lob⸗ gesang! Dann spräch' ich einst in meiner letzten Pein: Ich bleib' bei dir und bin nun ewig dein. Adolf Moraht. — l 9 ꝙ———— — 201——.— u Enn innn. 8 x— 1—.—,—3—.—5 7— H—— +r 2— I 2⁵8 1. Dir will ich dan⸗ken bis zum 23 „ 46 EE EEee=— iEEEEE *— ö 1— 4.—— 3 d ntn. 6.——.—————.— DDD— —. S 6½ 77 ö lang ich at ⸗ me, leb' und bin, Für dei ⸗ ne teu⸗ er⸗ —2.— 24———— I.— ——.— 5——.— 12. ö +7 27⁴ 258. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. W du, 940 bist 5 05 Eenerbn 90 mir den Him⸗mel — F +—.— l 9 an + +— + I— IL — P —. hast er ⸗wor ⸗ ben. v E—— 25 2. An dich nur will ich ewig Lan Du sollst mein eins und alles sein; Dir will ich meine Seele schenken, Zu dir mich halten ganz allein; Nach dir will ich voll Sehnsucht schauen Und dir in Demut fest vertrauen. 3. Du bist ja nichts als lauter Liebe, Mein treuer Heiland und mein Hort, Und wenn auch nichts mir übrig bliebe, So hab' ich doch dein Himmelswort; Das wird mich halten und erquicken, Wenn mich Versuchung will berücken. 4. Die schnöde Welt mit ihren Gaben, Wie ist sie doch so öd und leer Und kann das müde Herz nicht laben, Wenn Reu' und Angst es drücken Durch alle Güter dieser Erden(schwer! Kann ja die Schuld nicht kleiner werden. 5. Nur Einer kann uns alle retten Und führen aus des Wahnes Nacht; Nur Einer bricht der Sünde Retten Und nimmt dem Tode seine Macht: Vor meines Jesu Gottesblicke Erschrickt der Feind und flieht zurücke. 6. Bis in den Tod ist er gegangen Für uns, die wir den Tod verdient; Am Kreuze hat der Herr gehangen Und unsre große Schuld gesühnt. Ja, dort hat er für uns gebeten Und uns erlöst von Furcht und Nöten. 7. Und wenn wir uns mit bittrer Reue Zu seinem Gnadenthrone nahn, So nimmt er uns mit Liebestreue, Mit Freuden wieder auf und an, Und wenn wir fest im Glauben stehen, So werden wir ihn ewig sehen. 8. Nun wohl, ich habe kein Verlangen Als meinen Jesum ganz allein, An keinem andern will ich hangen, Zu keinem sonst um Hilfe schrei'n Von ihm will ich mich nimmer trennen Und nur für ihn in Liebe brennen. 1140 IIn Vertrauens⸗ und Crostlieder. 259. 27⁵ 9. Ich bin ja nichts, wenn er mir fehlet, Ich sterbe, hab' ich Jesum nicht; Wie er weiß keiner, was mich quälet, Und wenn er: Friede! zu mir spricht, So mag die Welt mir alles nehmen, Der Herr ist mein, mich soll's nicht grämen! D. Vertrauens · 10. So nimm denn all' mein Sein und Wesen, Mein Denken, Glauben, Hoffen hin; Durch dich nur kann ich ganz genesen, Weil ich durch dich erlöset bin. Herr, nimm mich hin mit Herz und Streben, In Freud' und Leid, in Tod und Leben! Gust. Fr. Ludw. Knak. und Troltlieder. Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. 259. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Not, An meine Tür klopft an der Tod. Steh' du mir bei zu dieser Frist, Herr Jesus Christ, Der du des Todes Sieger bist! 2. Ist es dein Will', zieh' aus den Pfeil, Der mich verwundet, hilf und heil'! Russt du zum frühen Tode mich, Der Thon bin ich, Rach' ganz ihn oder ihn zerbrich! 3. Nimmst du den Geist von dieser Erd', Tust du's, daß er nicht böser werd' Und daß er frommen Herzen nicht Mit falschem Licht Entwende Trost und Zuversicht. * 4. Tröst', Herr Gott, tröst'! Die Krankheit steigt, Und Seel' und Leib dem Schmerz sich neigt. Nach deiner Gnad' steht mein Begehr, Zu mir dich kehr', Oenn außer dir ist Hilf' nicht mehr! 5. Hin rinnt mein Leben, es ist um, Still wird es bald, mein Mund ist stumm, Mag nicht mehr stammeln nur ein Die Kraft ist fort,[Wort, All' meine Sinne sind verdorrt. 6. Darum, so bitt' ich, es ist Zeit, Führ', Herr, du selber meinen Streit! Ich bin gar schwach, du stärke mich, Fest halt' ich dich, Wie grimm der Feind auch stelle sich. * * 7. Gesund, Herr Gott, ich bin gesund! Wie preiset dich mein Herz und Mund! Ins Leben kehr' ich wieder her, Dein Lob und Ehr' Will ich auskünden immer mehr. 8. Wie es auch geh', dein ist mein Herz, Bis einst mich rafft des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn, Mit schwerern Weh'n Vielleicht, als jetzo wär' geschehn. 9. Doch trag' ich Feindes Hohn und Trutz Getrost, Herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht, Dein ist die Macht, Und ohne dich wird nichts vollbracht! Nach Huldreich Zwingli. ——...—..— 276 260. 261. Vertrauens⸗ und Crostlieder. Mel. 39: Aus meines Herzens Grunde. 260. Von Gott wil ich nicht lassen; Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Sonst ging' ich in der Irr'. Er reicht mir seine Hand; Am Abend wie am Morgen Weiß er mich zu versorgen, Wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue Und Wohltat all' verkehrt, So wird mir bald aufs neue Sein' Macht und Gnad' bewährt. Er hilft aus aller Not, Befreit von Sünd' und Schanden, Von Ketten und von Banden, Er hilft selbst aus dem Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit. Es kann mir nimmer grauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt! Mein Leib, mein' Seel', mein Leben Sei Gott, dem Herrn, ergeben; Er schaff's, wie's ihm gefällt! 4. Es kann ihm nichts gefallen,‚ Denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns allen: Er hat uns Jesum Christ Geschenkt vom Himmelsthron Und reichlich uns bescheret, Was Leib und Seel' ernähret, In seinem lieben Sohn. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde Für alles, was er schenkt! Wie selig ist die Stunde, Darin man sein gedenkt! Sonst ist all' unsre Zeit Verloren hier auf Erden. Wir sollen selig werden Und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Die, aller Freuden voll, Dieweil ich Christum kenne Und mich von ihm nicht trenne, Mein Erbteil werden soll. Ludw. Helmbold. 261. Zu hel⸗fen 0— +— 1 Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗zeit! Sein Willl, der ist er dem be⸗reit, Der an ihn 4* . E SI——.— ö 1225— 4.— 4...—— +2 FE 4.— 14..—— F—— S E& S& CE Vertrauens⸗ und Trostlieder. 261. 277 9——.——*—.— .V—— + + II——— + 1—— e,. ist der be⸗ ste. glau⸗bet fe ⸗ ste. Er hilft aus Not, Der treu⸗e Gott Und — ——————— ., mmi 4.— —— +.— 2 E— 1+ I 4.—————2— ö WE ů—.——..— DDe e eE ee ν züch⸗ti⸗get mit Ma ⸗ ßen! Wer ihm ver⸗traut, Fest auf ihn — ** 7 1 11 0— w v riuinn Eerer. 4.—— LC 12— 1—44 — 4— 6————— .— 7——.———— + öSISI....I....... —5—— + 2— I * — 2. Gott ist mein Trost, mein' Zu⸗ versicht, Mein' Hoffnung und mein Leben; Was mein Gott will, daß mir ge⸗ Darein will ich mich geben. Ischicht, Sein Wort ist wahr; Denn all' mein Er selber hat gezählet;[Haar Er schützt und wacht, Hat auf uns acht Und sorgt, daß uns nichts fehlet. 3. Drum will ich gern aus dieser Hingehn nach Gottes Wille(Welt u meinem Gott; wie's ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. 1 ö 2—— E SZ..—2——— —2 E.2—.e .—..I +— III 1.— 4— 4 2—1 U 0 Mein' arme Seel' Ich Gott befehl' In meinen letzten Stunden. Dein Sohn, o Gott, Hat Höll' und Für mich auch überwunden.[Tod 4. Eins bitt' ich noch, und du wirst Die Bitte mir versagen:(nicht Wenn mich der böse Feind anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf mir und wehr', Ach Gott, mein Zu Ehren deinem Namen!(Herr, Wer das begehrt, Dem wird's gewäͤhrt; Drauf sprech' ich fröhlich: Amen! Alb. von Orandendurg. 278 262. Vertrauens⸗ und CTrostlieder. 262. Psalm 42. ———— 4. Wie nach ei⸗ ner Was⸗ ser⸗ quel⸗ le Ein Hirsch Al 5 ⸗ so schreit auch mei⸗ ne See⸗ le Sehnsuchts⸗ — 4 44— 0 SSPSP‚P‚I‚I‚PxI‚IPItxtxtxtxx.x.xT'x.T.'.. T V + schrei⸗et mit Be⸗gier, voll, mein Gott, nach dir. Nur nach dir, o Le⸗bens⸗gott, kthtiet, RR Dür⸗stet 5. 9 5 rer Not. 0— 255 hn +L—.——.— 24— e Litk. ö Wo 10 un dein Ante 3 liz 1 ** V* 336 8 ——40— ——4—— II IIII Vertrauens⸗ und Trostlieder. 263. 279 2. Tränen nur sind meine Speise, Meine Nahrung Hohn und Spott, Da mein Feind in frevler Weise Täglich fragt: Wo ist dein Gott? Meine Seel' zerfließt in Weh', Daß ich nicht wie ehmals geh', Unter Dank-⸗ und Jubelchören Dich in Zion zu verehren. 3. Was betrübst du dich, o Seele, Und bist banger Unruh' voll? Harr' auf Gott, sei still und wähle Ihn zum Trost! Er meint es wohl. Hoff' auf ihn mit Zuversicht! Bald wirst du sein Angesicht Leuchten sehn, ihn fröhlich preisen Und ihm Lob und Dank erweisen. 4. Merk' ich nur auf Gottes Güte, Die er jeden Tag mir zeigt, So erhebt sich mein Gemüte, Wie die Last es auch gebeugt. Oft lobpreis' ich in der Nacht Seine Liebe, seine Macht, Und ich bete nie vergebens Zu dem Schutzgott meines Lebens. 5. O mein Gott, mein Fels, wielange Komm'' ich nicht zu meiner Ruh'? Macht mir doch mein Feind so bange, Und du siehest immer zu. Es zermalmet mein Gebein, Wenn die Spötter täglich schrei'n: Wo ist Gott, auf den du bauest, Dem du all' dein Heil vertrauest? 6. Was betrübst du dich, o Seele, Und bist banger Unruh' voll? Harr' auf Gott, sei still und wähle Ihn zum Trost! Er meint es wohl. Hoff' auf ihn mit Zuversicht! Bald wirst du sein Angesicht Leuchten sehn, ihn fröhlich preisen Und ihm Lob und Dank erweisen. Psalm 42. Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. 263. In allen meinen Taten Lass' ich den Höchsten raten, Der alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Mein Helfer sein mit Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe; Mein Sorgen ist umsonst. Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich stell' es ganz in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen. Als was er hat ersehen Und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm mit mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Uebel schützt. Leb' ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, So hab' ich, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen Nicht gleich das Urteil sprechen Und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg' oder zieh' ich fort, In Schwachheit und in Banden Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein teures Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Ich will ihn freudig überstehn. — II FI. V HTIEU EIUTTTUU I 280 264. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 8. Ihm hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut' oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen: Er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich erschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe, Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Flemming. Jak. Regnart. —— 9⁰4—. EEE E——..—— 9.— IIEs 264 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben 6 Trau' ich in Angst und u 1924 2 3 e — EI.EE E.— 9—.— EEe— —.* 1+ 24 1 + I. 6——.— 1— U Q 4— N— 4— 4 D .—.....—..— E..— 2—.—.——..—— ö —CE 4— 2.— 2.—2 + + 2.— + I.— E Not: Der kann mich all⸗zeit ret ⸗ ten Aus Trübsal, Angst und 5 49 10 ö D , P— T. 1—4—.— J. SJ.E— +..—..— 4... + C—.—.— L....——.—. 2—4+..—4———— — 1———. Li—..—.. J ů.— SDSDDISSSSSSE SD— E 59— f x ö x Nö ⸗ ten; Mein Un⸗glück kann er wen⸗den, Es steht in 2 35 i 1 e,. E 2 2—.— d d n nnn L 2—....— 2— +. 2.—— 1— I E— I— 1 o. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 265. sei⸗-nen Hän⸗ — *———.— ö 22 1 I. II — +. 1 22.—.—.— ——4.—— LII II —— 2. Ob mich die Sünd' anfsicht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm will ich mich ergeben Im Sterben und im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben. Dem hab' ich mich ergeben; Ich sterb' heut' oder morgen, Er wird mich wohl versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du geduldig bist zür mich am Kreuz gestorben, Hast mir das Heil erworben, Uns allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. 5. Erhöre gnädig mich, Mein Trost, das bitt' ich dich: Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß ich getrost abscheide Zu deiner Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund' Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, O Herr, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Dort ewig preisen. Amen. Sig. Weingärtner. Eßlinger Choralbuch. an Got⸗tes Se⸗gen Und an ner Gnad' ge⸗le⸗gen, Ue⸗ber al ⸗les Geld und Gut. —— 2.—— 4+— — —7 ———0 9——.—— . — 2 0 7* Wer auf Gott die Hoff⸗nung se⸗ tzet, Der be⸗hält ganz un⸗ver⸗ —4 E.—— 3 2— 0—— ZEIF 2 11— i er + SDꝗS‚P iꝗPꝑ——————.. f 8 2.0 0——— —— Co— ů— —.—.——— S—— — 2. Der mich hat bisher ernähret Und so manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet Und noch leitet und regieret, Wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg' und Unruh' machen Und ganz unbeständig sind. Ich will nach den Gütern ringen, Die mir wahre Ruhe bringen, Die man in der Welt nicht find't. —2— x‚ 2 ESISSSD 5 N .———— ö— S.E——2———— 4— 5—.—— —* 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad' ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen; Es hat alles seine Zeit. Ich hab' ihm nichts vorzuschreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. DNEE IISHD *rrt“— Ne 144.——. Aun 20 IIII en; en/ Vertrauens⸗ und Crostlieder. 266. 283 6. Soll ich hier noch länger leben,‚ Ist doch nichts, das lang bestehet, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, etwa um 1670. Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. 266. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, Wenn dir's soll wohlergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein' ew'ge Treu' und Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht. Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zu Stand' und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt's dir nicht; Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein' Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn! Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff', o du arme Seele, Hoff' und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großer Gnade rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben Und sollt'st du für und für In Angst und Nöten schweben, Frag' er doch nichts nach dir. 284 267. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird dein Jammer schwinden, Da du's am mind'sten glaubst! Er wird dein Herz entladen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Schaden Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon, Daß es dich ewig freue, Den Sieg, die Ehrenkron'. Mel. 97: Fröhlich soll 267. Warum solltꝰ ich mich denn Hab' ich doch(grämen? Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? 2. Arm und bloß kam ich ins Leben, Da es mir, Herr, von dir Ward zuerst gegeben; Arm und bloß werd' ich hinziehen, Wann ich werd' Von der Erd' Wie ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Ist nicht mein: Leben Gott allein Ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, Nehm' er's hin! Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt' ich drum verzagen? Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach' End', o Herr, mach' Ende Mit aller unsrer Not! Stärk' unsre Füß' und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu' empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt. mein Herze springen. Der es schickt, der wird es wenden: Er weiß wohl, Wie er soll All' mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt: Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Treu ist Gott und übt mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod aufreiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch kein Tod mehr Sondern reißt töten, Unsern Geist Aus viel tausend Nöten, Schließt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Da man kann Gehn zu Himmelsfreuden. Se SSS e R „ Vertrauens⸗ und Trostlieder. 268. 28⁵ 8. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird Mich ohn' Ende laben. 9. Herr, mein Hirt, Brunn' aller Du bist mein,[Freuden, Ich bin dein; Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 10. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin gelangen, Wo du mich Und ich dich Ewig werd' umfangen. Paul Gerhardt. Georg Neumark. .SPSPIPI.II I. I ꝗS.SPS I IIIIII— 268 1 Wer nur den lie⸗ ben Gott läßt wal⸗ten (Den wird er wun⸗der ⸗ bar er⸗ hal⸗ten ö x + 2——— 2*— SPPꝑPICIPꝑPꝑPIPIPIIIIIIT U——— VTTTETET . Und 1 f⸗fet ihn In al⸗ler Not und Trau⸗rig⸗keit: 1— 36 2 —* 35 Wer Gott, dem Al⸗ler⸗ 269. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 6———— höch⸗sten, traut, Der hat auf kei ⸗ en Sand ge⸗ baut. 1. ½ S * 2. Was helfen uns die schweren 5. Denk' nicht in deiner Drangsals⸗ Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und warte, in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille Und sein allweiser Rat es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freuden⸗ stunden, Er weiß wohl, was uns nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. Daß du von Gott verlassen seist, hitze, Daß ihm nur der im Schoße sitze, Den alle Welt für glücklich preist. Die Folgezeit verändert viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, Und ist dem Höchsten alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, Verricht' das Deine nur getreu, Und trau' des Himmels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu. Denn wer nur seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark. 269. 6 17¹⁰ ⁴——.— D..— + 0— + +— 4.—— —.—5 — E +. I 1 n nn lie ße Gott die Sei⸗nen, O 2. Hilfe die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel; Er gibt wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Benn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen, Igd kann seine Macht verlachen; Drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken Und auf mein Verderben denken, . e— IIII/— +————.——— — 1399— 8 9 ⁴.— 21 ISIESEE —— 8i——4 2—— 5 P V Gott hilft end ⸗lich doch ge⸗ wiß! e ————.—— 0— I..II..I........ ‚ 1——— Sind sie mir ohn' Ursach' feind, Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden, Laß sie hassen mich und meiden, Ich doch frage nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach'. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; Ist der Himmel mein Gewinn, Geb' ich gern das andre hin. 9. Welt, ich will dich gerne lassen Was du liebst, das will ich hassen Deine Güter bringen Not, Lasse mir nur meinen Gott! 10. Ja, Herr, wenn ich dich nur habe, Frag' ich nichts nach andrer Gabe; Legt man mich gleich in das Grab, G'nug, Herr, wenn ich dich nur hab'! Christ. Titius. 288 270. Vertrauens⸗ und Crostlieder. — Severus Gastorius. —— Bè K d.e. .— 270 1 Was Gen tut, das ist wohl⸗ge⸗tan; Es bleibt ge⸗ Wie er fängt mei⸗ne Sa⸗ 34 an, Will ich ihm 4..— 2———— I recht sein Wil ⸗le. hal⸗ 2 stil ⸗le. Er ist mein Gott, Der in der Not Mich 2. DDDD EEE EIT RE E 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er wird mich nicht betrügen. Er wird mich wohl bedenken; Er führet mich auf rechter Bahn: Er als mein Arzt, der helfen kann, So lass' ich mir genügen Wird mir nicht Gift einschenken An seiner Huld Für Arzenei. Und hab' Geduld; Gott ist getreu: Er wird mein Unglück wenden, Drum will ich auf ihn bauen Es steht in seinen Händen. Und seiner Güte trauen. SE»-ADD S97 Ss SeSESE. SS SeSS PII 1 n/ Vertrauens- und Crostlieder. 271. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er ist mein Licht, mein Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann: Ihm will ich mich ergeben In Freud' und Leid. Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil ich zuletzt Doch werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten: Drum lass' ich ihn nur walten. Sam. Rodigast. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. 271. Gott will's machen, Daß die Sachen Gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen Immer schwellen, Wenn du nur bei Jesu bist. 2. Gott, dein Wächter Und Verfechter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den Höhen Aufzusehen, Das ist deine Glaubenspflicht. 3. Im Verweilen Und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz; Laß dein Weinen Bitter scheinen, Dein Schmerz ist auch ihm ein Schmerz. 4. Glaub' nur feste, Daß das Beste Ueber dich beschlossen sei; Wenn dein Wille Nur ist stille, WBirst du von dem Kummer frei. 5. Willst du wanken In Gedanken, Jaß dich in Gelassenheit; Laß Den sorgen, Der auch morgen Herr ist über Freud' und Leid. 6. Der dich führet Und regieret, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, Scheint's gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 7. Wenn die Stunden Sich gefunden, Bricht die Hilf' mit Macht herein, Und dein Grämen Zu beschämen, Wird es unversehens sein. 8. Nun so trage Deine Plage Fein getrost und mit Geduld! Wer das Leiden Will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt' ich still. Es geschehe Und ergehe, Wie und wann und was er will. Job. Dan. Herrnschmidt. 10 ⁵ H 290 272. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 1690. — ö 42— 9— 2...— 25 E EIEE * e 1 ee bist du Was hel⸗ fen al⸗ le so ver⸗bor⸗gen, Wie mei- ne Sor⸗gen? Du 27². 4 9ꝗ——....—— 4 D 1—.— Edi, Erie, Eer. —.4.— e, ist dein Rat so wun⸗der ⸗ bar! hast ge⸗ sor⸗get, eh' ich war. 14 2*. führ' mich — E—— 9 . v. 2— 32.—.2.2—— E n im⸗mer⸗ dar Nur se⸗lig, wenngleich wun⸗ 40 bar! —— 44 00 — EE Drum leite mich in deinen Schr anken Und halte mich auf rechter Bahn. 2. Herr, wer kann deinen Rat er⸗ gründen? ?e 86625323 88 8—8——2— Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, Wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenngleich wunderbar! 3. Gott, deine heiligen Gedanken Sind himmelweit von Menschenwahn; Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenngleich wunderbar! 4. Dir will ich ganz mich über⸗ lassen Mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine Macht und Weisheit hin. S86G See EN ö 2 5——————— Fasse frischen Mut! Vertrauens⸗ und Crostlieder. 273. 274. 291¹ Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenngleich wunderbar! Lenk' alles, Herr, zu deiner Ehre Und meiner Seele Seligkeit! 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre Ja, Vater, führ' mich immerdar In Glück und Unglück, Freud' und Leid! Nur selig, wenngleich wunderbar! Sal. Frank. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. 273. Wie Gott mich führt, so will ich gehn Ohn' alles eigne Wählen. Geschieht, was er mir ausersehn, Wird's mir an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh' ich mit Und folge willig Schritt für Schritt In kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still Und folge seinem Leiten, Obgleich im Fleisch der Eigenwill' Oft sucht zu widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ Ich ruh' in seinen Händen. Ignügt, Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie er es auch mag wenden, Das sei ihm alles heimgestellt; Er mach' es, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben! 4. Wie Gott mich führt, so bleib' ich treu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum besten dienen. 5. Wie Gott mich führt, so geb' ich In seinen Vaterwillen.(mich Scheint's mir auch jetzt noch wunder⸗ Dereinst wird er enthüllen, lich, Wie er nach seinem Gnadenrat Mich treu und wohl geführet hat. Dies sei mein Glaubensanker. Lamp. Gedicke. Mel. 284: Nein, ich will nicht sorgen. 27⁴. Seeke, sei zufrieden! Was dir Gott beschieden, ö Das ist alles gut. Reib aus deinem Herzen Ungeduld und Schmerzen, Dein täglich Brot, Mußt du weinen mehr als lachen: Gott wirk 2. Scheint der —2 E Fast all' Augenblicke quält deinen Sinn: Geduld! es Himmels Huld ieht auf alle deine Sachen; Gott wird's doch wohl machen! 3. Ungeduld und Grämen It die Not Kann nichts von uns nehmen, Macht nur größern Schmerz; Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet: Drum Geduld, mein Herz! Wirf, mein Sinn, Die Sorgen hin! — IIIII —+V—— ETIIII — △ II. WDEE ⁵⁰ —14 3 292 275. Vertrauens⸗ und CTrostlieder. Drücket gleich die Last den Schwachen, Gott wird's doch wohl machen! 4. Wer ein Christ will heißen, Muß sich auch befleißen, Alles auszustehn. Mag in Ungewittern Erd' und Himmel zittern, Ja zugrunde gehn: Der steht fest, Den Gott nicht läßt. Drum laß alle Wetter krachen, Gott wird's doch wohl machen! 5. Auf die Wasserwogen Folgt ein Regenbogen, Und die Sonne blickt: So muß auf das Weinen Lauter Freude scheinen, Die das Herz erquickt. Laß es sein, Daß Angst und Pein Mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wird's doch wohl machen! 6. Kronen sollen tragen, Die des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten Und Gott lassen walten, Das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, O Seele, für, Aller Not getrost zu lachen: Gott wird's doch wohl machen! 7. Also soll es bleiben: Ich will mich verschreiben, Gott getreu zu sein. Beides, Tod und Leben, Bleibet ihm ergeben, Ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel Ist: Wie Gott will. Drum sag' ich in allen Sachen: Gott wird's doch wohl machen! Benj. Schmolck. Heinr. Egli. EH— T— r,2i.. — 7* ö— 27⁵ 1. Was ist's, daß ich mich quä ⸗ le? Harr' sei⸗ner, §I —29—9.——.—.— S— e Ln rn n, ᷣnevr. .D‚...*—E — 5*—— EA ö‚—4—— I—— nn n— D.+—2—.*——. + 417 V I. CEI +S.....— +—— I. 1.—2.ISEe +... 2...— I +.. Se e meizne See⸗ le, Harr' und sei un⸗ver- zagt! Du weißt nicht, ö 5— 4 ——..—7 ESER JZ. +—22....8——.—* +—..——— 1.—.— +....— 1—— 1— 240.—.———.—— E* nn was dir nü⸗ tzet, e e —— I— e— I +2 + 1 AIII...‚...—————————————— —— 32———— 74— V.————.—— 142 — I 228 schü⸗tzet den, der nach ihm fragt. —— AA SDSSDSDSDSDSSDSISSSII................ 252—— 14Z.———— 2. Er zählte meine Tage, Mein Glück und meine Plage, Eh' ich die Welt noch sah; Eh' ich mich selbst noch kannte, Ch' ich ihn Vater nannte, War er mir schon mit Hilfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen Ist dem Gott nicht verborgen, Der alles sieht und hält. Und was er mir beschieden, Das dient zu meinem Frieden, Wär's auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, Um glücklich hier zu werden; Die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen Den Grund zum Glück zu legen, Das ewig wie mein Geist besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, Sei mir von dir gewähret, Gott, du gewährst es gern! Was dieses Glück verletzet, Wenn's alle Welt auch schätzet, Sei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krankheit Plagen, Der Mangel schwer zu tragen, Noch schwerer Haß und Spott, So harr' ich und bin stille Zu Gott; denn nicht mein Wille, Dein Wille nur gescheh', o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, Und aller deiner Werke Erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, Wenn Gott mich will bewahren? Und du, mein Gott, bewahrest mich. Christ. F. Gellert. III I I WIIIl 29⁴ 276. 277. Vertrauens⸗ und Crostlieder. Mel. 51: Herr, der du mir das Leben. 276. Ich hab' in guten Stunden Des Lebens Glück empfunden Und Freuden ohne Zahl, So will ich denn gelassen Mich auch im Leiden fassen: Welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh', mein Leben Mehr lieben als den Herrn; Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen: Du hilfst und du errettest gern. Mel. 270: Was Gott 277. Auf Gott und nicht auf meinen Rat Will ich mein Glücke bauen Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wieviel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz be⸗ Und hätte, was ich bitte,(gehrt, Mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, Wenn's seine Weisheit litte. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch Kräste; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein! 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; Der Herr wird alles lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn. Christ. J. Gellert. tut, das ist wohlgetan. Er sorgt für mich Stets väterlich; Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt uns doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt Gott es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 278. 29⁵5 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Hofft auf den Herrn! Wie bald ist sie verschwunden! Er hilft hs gern. Gas ist das Leiden dieser Zeit? Seid fröhlich, ihr Gerechten: Wie bald ist's überwunden! Der Herr hilft seinen Knechten. Ehrist. J. Gellert. Joh. Rud. Ahle. treu! Sein Herz, sein Va⸗ter⸗ 78 11 00 ist ge⸗t * ge⸗ treul Im Wohl⸗sein und Stürzt ch ihr 22 Glaubens⸗ herz Ver-läßt die Sei⸗nen nie. Schmerz Er⸗ freut und trägt er fie. x 2* + — F* + ů gel! gel: Gott ist ge ⸗ treu! 4.— 75—5 4. AR 7— D I Ber ⸗=ge, fallt, ihr 91 grund hat die⸗ ses Sie * —— 2. Gott ist getreu! Er ist meinZu hart versuchen läßt. treuster Freund! Er stärket mich nach seinem Bunde Ich weiß, ich hoff' es fest,(Feind In meiner Prüfung trübster Stunde. Daß er mich nie durch einen argen Gott ist getreu! 296 279. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 3. Gott ist getreu! Er tut, was er Er sendet mir sein Licht!(verheißt, Wenn dieses mir den Weg zum Leben So irr' und gleit' ich nicht.[weist, Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht Gott ist getreu! trügen. 4. Gott ist getreu! Er handelt väter⸗ Bei allem, was er tut. li Sein Liebesschlag erweckt und bessert Die Rute meint es gut. lmich, Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ leiter, Der Kampf macht mich zum guten Gott ist getreu! Streiter. 5. Gott ist getreu! Er hat uns selbst Von unsrer Sündennot[befreit Durch seinen Sohn, durch dessen Hei⸗ Und blut'gen Opfertod. lligkeit Damit wir möchten nicht verderben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Er, des ich ewig Sorgt für mein ewig Wohl.(bin, Er rufet mich zu seinem Himmel hin, Will, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden Und läßt mich Trost durch Christum Gott ist getreu![finden. 7. Gott ist getreu! Stets hat sein Auf seine Kinder acht!(Vaterblick Er sieht's mit Lust, auch wenn ein irdisch Glück Sie froh und dankbar macht. Was uns zu schwer wird, hilft er tragen: Mein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, Dich Gottes stets zu freun? Sei Gott getreu und fürchte nichts; mag doch Die Welt voll Falschheit sein! Selbst falscher Brüder Neid und Tücke Wirkt mit zu Josephs Ehr' und Glücke. Gott ist getreu! 9. Gott ist getreu! Vergiß es, Seele, Wie zärtlich treu er ist! Unicht, Gott treu zu sein, sei deine liebste Weil du so wert ihm bist.(Pflicht, Halt' fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß nichts den starken Trost dir Gott ist getreu! rauben: Ehrenfried Lieb ich. Mel. 278: Gott ist getreu. 279. Verlaß mich nicht, mein Gott, verlaß mich nicht, Da mich der Jammer drückt! Ach, sende mir in Finsternis dein Licht, Daß es mein Herz erquickt. Ich liege, Herr, vor dir im Staube; Bald wankt, bald siegt mein schwacher Verlaß mich nicht! Glaube: 2. Verlaß mich nicht, Herr, sei von mir nicht fern! Denn ach, die Angst ist nah! Mein Glaube weiß: Die Hilfe kommt vom Herrn, Sonst ist kein Helfer da. Werd' ich bald deine Hilfe sehen? Ach, eile, Herr, mir beizustehen! Verlaß mich nicht! 3. Verlaß mich nicht! Sieh, wie mein Im matten Leibe bebt![mattes Herz Ich fühle kaum vor Kummer, Angst und Schmerz Die Kraft, die mich belebt. Mein Jammer kommt mit jedem Morgen, Die finstre Nacht bringt finstre Sorgen: Verlaß mich nicht! SSSSESSS& SeeeSS 6 SEEIN Ii SSS SS Vertrauens⸗ und Crostlieder. 280. 281. 297 4. Verlaß mich nicht, ob auch der beste Freund, Den du mir gabst, mich läßt! Wenn meine Treu' verlorne Treu' 5. Verlaß mich nicht! Wenn du nur bei mir bist, So hab' ich Hilf' und Mut; Der bittre Kelch wird mir durch dich So halt' nur du mich fest![beweint, Du bleibst das höchste Gut.(versüßt, Wenn du mein Liebstes von mir Wenn die, die für mich lebten, sterben, trennest, So zeige, daß du trösten könnest! Verlaß mich nicht! So laß mich Trost und Segen erben! Verlaß mich nicht! Ehrenfr. Liebich. Mel. 275: Was ist's, daß ich mich quäle. 280. Gott hat in meinen Tagen Mich väterlich getragen Von meiner Jugend auf; Ich sah auf meinen Wegen Des Höchsten Hand und Segen, Er lenkte meinen Lebenslauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; Doch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf' vergebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Bußt' ich mir nicht zu raten, So tat Gott große Taten uUnd nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein.“ Dies hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, Was er verheißen, halten; Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden, Dann hab' ich überwunden; Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche großen Freuden Sind nach dem letzten Leiden Vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich dem Vater hat versöhnt. Jak. Fr. Feddersen. Mel. 82: Himmelskönig, Gott der Gnaden. 28¹ Fortgerämpft und fortgerun⸗ Bis zum Lichte durchgedrungen[gen, Nuß es, bange Seele, sein. Durch die tiessten Dunkelheiten kann dich Jesus hin begleiten, Rut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen; Scheinst du gleich von ihm verlassen Glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken: Bald wirst du voll Freude danken, Bald umgibt dich Kraft und Licht. 5 3. Bald strahlt dir sein Blickentgegen; Hoffe, harr' auf dunkeln Wegen! 29 282. Vertrauens⸗ und Crostlieder. Nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauden üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne bald wird deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke! Schau' nicht seitwärts, nicht zurücke, Nur auf Gott und Ewigkeit! Nur zu deinem Jesus wende Aug' und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen Hat dich oft herausgezogen Seiner Allmacht treue Hand. Nicht zu kurz ist seine Rechte; Wo ist einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ' dich ein in deine Kammer, Geh' und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht empfinden, Worte nicht, nicht Tränen finden, Klag' ihm schweigend deinen Schmerzl 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen; Gott wird sich als Vater zeigen; Glaube nur, daß er dich hört! Glaube, was du mögest beten, Daß dich Jesus will vertreten Und der Vater es gewährt. 8. Drum so will ich nicht verzagen, Mich vor Gottes Antlitz wagen, Flehen, ringen fort und fort. Ja, ich werde überwinden; Wer ihn sucht, der wird ihn finden, Wird ihn hahen hier und dort. Joh. Kasp. Lavater. Psalm 134. H 1———.—. +. e l vrr. XV + +II..—..— +* 4½½⁷ 33. 1 25 L 9 282. 1. Von dir, o Va⸗ ter, nimmt mein Herz Glück, Unglück, E —. 4 2 32 DZS.. EX + +=2=22 + +22— EEEEEEEEEEE 4.— ————t——— DZ. +——e0— 1 7 +——— SFꝑ.............I.............* H PEE E.————— 4 Freu⸗den o⸗ der Schmerz Mit Dank und mit Ver⸗trau⸗en 3/ FE II— 2—— 2— SDSE———5 +ñ— e r. + + 1—— S...E‚..——2 + +——— +—.— 2. + 1 RE I RIREEE Vertrauens⸗ und Crostlieder. 283. 299 IIRRIII WRR‚RDRRRR‚. iiENR E 2 EA* E—— 2 Lim nn— II 5 an, Weil dei⸗ ne Hand nur seg⸗nen kann. — 2. 4. —.. 1 IL— E +2* 2———— E 2. Nur du, der du allweise bist, Nur du weißt, was mir heilsam ist, Nur du siehst, was mir jedes Leid Für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ist alles dunkel um mich her, Die Seele müd' und freudenleer, Bit du doch meine Zuversicht Und in der Finsternis mein Licht. 4. Wie oft, Herr, zagt' ich, und wie oft Half deine Hand mir unverhofft! Den Abend weint' ich, und darauf Ging mir ein froher Morgen auf. 5. Sagt's alle, die Gott je geprüft, Die ihr zu ihm um Hilfe rief't, Sagt's, Fromme, ob er das Gebet Geduldig Leidender verschmäht! 6. Die Stunde kommt früh oder spät, Wo Dank und Freud' aus Leid ersteht, Wo Pein, die Stunden nur gewährt, In Freudentage sich verkehrt. 7. Schau' deinen Heiland gläubig an, Wenn niemand dich erquicken kann! Schütt' aus dein Herz in seinen Schoß, Denn seine Huld und Macht ist groß. 8. Einst hat auch er, der Menschen⸗ freund, Im Tränentale hier geweint; Auf deine Tränen hat er acht, Und dir zu helsen hat er Macht. 9. Und helfen will er, zweifle nicht! Er hält getreu, was er verspricht: „Nicht lassen will ich, Seele, dich! Sei guten Muts, und glaub' an mich!“ Joh. Kasp. Lavater. Mel. 114: Der am Kreuz ist meine Liebe. 283. Wenn der Herr einst die Yrer Bande ledig macht, Gefangnen O dann schwinden die vergangnen geiden wie ein Traum der Nacht; Dann wird unser Herz sich freun, Unser Mund voll Lachens sein; Juchzend werden wir erheben Den, der Freiheit uns gegeben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, Richt' auf uns den Vaterblick; Rufe die zerstreuten Knechte In das Vaterhaus zurück! Ach, der Pfad ist steil und weit, Kürze du die Prüfungszeit; Führ' uns, wenn wir treu gestritten, In des Friedens stille Hütten! 3. Ernten werden wir mit Freuden, Was wir weinend ausgesä't; Jenseits reift die Frucht der Leiden Und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, Er, er selbst, ist unser Lohn! Die ihm lebten, die ihm starben, Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottl. Bürde. 300 284. Vertrauens⸗ und Crostlieder. 58.—12 Naͤgeli. 95 7 diin dun Bam 2+—+— . — 5— 1 284. 1 Nein, ich will nicht sor ⸗gen! 9 0 6en 0 Der so treu mich führ ⸗te, Im⸗mer recht re⸗ P— 9— JS.. H Hun— EEEE N 4 2—4 +—.—. 2* 2.ꝛ—ꝛ7—..— N——5—. ..— D mor⸗gen Noch das Licht mir scheint? gier te, Bleibt 13 7 ver⸗eint. Geht die Bahn Nur e—— SE=Ar e. —03—— .——* +—— + —3 +SD— 2— e 4 +— S...................... ssssi F un— 47 P er vor⸗ an, Sei sein Weg mir auch 11 Deeen, Wünmn PEE 1+—+. P———. FE. E +2. TLo—4 3—.—.— S.——— +— 2 E.— 2——22..—.— + 2— +—2— 4 2 + 1—* +—— 5. i ͤ 6—— J..——— 1— + II ..— + +* III HMEe———————— 325 sollt' ich sor ⸗ gen? 9. 2. EEN— I NR JZ.E 25 1 II +.—.— +—3— E — I. + II SS E SSSSESSGSI S S I IIn I Vertrauens⸗ und Trostlieder. 285. 30¹ 2. Nein, ich will nicht klagen! Sollt' ich denn verzagen, Weil der Trost verzieht? Wenn des Herzens Sehnen, Wenn die stillen Tränen Nur der Vater sieht! Ungeduld Wird oft zur Schulb; Was er auflegt, hilft er tragen! Sollt' ich denn verzagen? 3. Nein, ich will nicht wählen! Ach, ich möchte fehlen, Leicht getäuscht vom Schein. Schwach sind meine Sinnen, Sehn wohl das Beginnen, Nicht den Ausgang ein. Meine Wahl Ward oft zur Qual; Mag sein Plan sich mir verhehlen, Gott kann niemals fehlen. 4. Wieviel tausend Sonnen, Seinem Licht entronnen, Zeigt er Bahn und Lauf! Aller Wesen Meister, Wieviel tausend Geister Blicken zu ihm auf! Allen hat Sein weiser Rat Schmerz und Freuden zugemessen; Sollt' er mein vergessen? 5. Ihm will ich vertrauen! Glaube führt zum Schauen, Hoffnung stärkt das Herz. Ist der Himmel trübe, Gott bleibt doch die Liebe; Liebe heilt den Schmerz. Was mich drückt, Hat sie geschickt, Werd' ich nur in Prüfungsstunden Treu bewährt erfunden. 6. Bin ich ganz verlassen, Kann der Geist nicht fassen, Was der Vater will: Halt' ich auch in Schmerzen Mit ergebnem Herzen Ihm gehorsam still. Was er tut, Ist recht und gut; Jede Trübsal dieser Erden Soll zum Heil mir werden. 7. Sei mir Kampf beschieden, Führet doch zum Frieden Mich des Sieges Bahn. Der den Tod bezwungen, Der den Sieg errungen, Kämpfte mir voran. Du, o Held, Bezwangst die Welt! Wer dir folgt, kann nicht erliegen; Mir auch hilfst du siegen! Aug. Herm. Niemeyer. Mel. 278: Gott ist getreu. 285. Gott ist mein Hirt: Was mangelt jemals mir? Ihm folg' ich fröhlich nach. Er weidet mich auf grüner Aue hier, Führt mich zum frischen Bach. Er labt mein Herz mit seiner Gnade Und leitet mich auf sanftem Pfade Mit Hirtentreu'. 2. Und wandr' ich auch bas finstre Tal hinab, Kein Unglück fürchte ich. Du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab Ist Trost und Schutz für mich. Sei's auch, daß Feinde mich beneiden: Du ladest mich zum Mahl der Freuden An deinen Tisch. 3. Du salbst mein Haupt mit heil'⸗ gem Oel und schenkst Mir voll den Becher ein. 17 LUIAEIAUU 46 IUF 302 286. Vertrauens⸗ und Crostlieder. Mein Hirt, der du so gnädig mein gedenkst, Du wirst mir alles sein. Du labest mich schon hier mit Freuden, Und dort wird ewig nichts mich scheiden Von dir, mein Heil. Nach Psalm 33. 0225 r 23522 286 1. Ge⸗ tren⸗ er 3 ich 110 170 i6 In al ⸗ler E 2———— 3. — 2. 9—— WDae. 2 ö 115 7 mei ⸗ner Not; Ich weiß 10 30 schü⸗tzest 115 Wan —— Hure mir ein Un-⸗gl 20 lück droht. ———— 7— 6 ö FEEE 41 L. EEEH —.—. 2——— 4— 15 schenkst uns schon das Vorgefühl Was mir dein Rat beschließt, Der überird'schen Welt. Und blicke nach dem Himmel hin, 4. Drum hoff' ich nr auf Wo meine Heimat ist. Du meiner Seele Hort! dich, 3. Du hast des Glaubens letztes Ziel Du segnest und beglückest mich Uns durch dein Wort erhellt, Und hilfst mir hier und dort. Ahrist. Ludw. Neusser. DLUNTIEIEIIEIEIEIATEIAEIEILIATLIIILIIEILIIIH 8 H 2 +— 2 4*— WI 6 e 001. 7*0 . 2 000 ö 7 +* 8 ö S FEHENTII 2*— RI5 8 ½4. I 0 8— E A V+— 2. ö —* 18— 2 2 2 0N 2 7*— i= —— 8—— E 8—D 4 ö — 00 FN— S —* RI— ö —.— v ö ö 40 2——— 0 5W O HN S. HAHH IAH ᷣHi 2 2 5 II I +—— E 8 RE ö — 2 2 1—.——. ö — 2 1 ——* TIT———— 2 al 3—— 2 II N ö—.7 x 8 65*— RAH 6 fiil ö V—— A +*—— l 5 +— 0— — D IEN 4 —.ᷓ— +—— 270 2 1 114111 4144 EF3— FIIII iilnii 1141111—— — —r. 5 2——— ISEEE—.— 25 — e. I 9—————— Wird er dich be⸗ schir⸗men, Der — I — 2 3*— + — + — E + 11 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Mel. 129: 288. Ich steh' in meines Herren Und will drin stehen bleiben; Hand Nicht Erdennot, nicht Erdentand Soll mich daraus vertreiben. Und wenn zerfällt die ganze Welt, Wer sich an ihm, und wen er hält, Wird wohlbehalten bleiben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Und Wunder sollen schauen, Die sich auf sen wahrhaftig Wort Verlassen und ihm trauen. Er hat's gesagt, und darauf wagt Mein Herz es froh und unverzagt Und läßt sich gar nicht grauen. Wach' auf, mein Herz! Größer als der Helfer Ist die Not ja nicht! Ewige Treue, Retter in Sun Rett' auch unsre Seele, Du treuer Gott! Fr. Räder. Die Nacht ist hin. 3. Und was er mit mir machen will, Ist alles mir gelegen; Ich halte ihm im Glauben still Und hoff' auf seinen Segen: Denn was er tut, ist immer gut, Und wer von ihm behütet ruht, Ist sicher Aer ügen⸗ 4. Ja, wenn's am schlimmsten mit Freu ich mich seiner Pflege:[mir steht, Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist. gemeint: Er ist doch nimmermehr mein Feind Und gibt nur Liebesschläge, D ED S ˙ 53— ꝰe* Fanc?ẽ? Ce See 2 EIXIE it t, 0 Vertrauens⸗ und Crostlieder. 289. 290. 30⁵ 5. Und meines Glaubens Unterpfand Ist, was er selbst verheißen, Daß nichts mich seiner starken Hand Soll je und je entreißen. Mel. 251: Wenn 289. Nicht menschlicher Rat, Noch Erdenverstand Mag finden den Pfad Ins himmlische Land; Der Pilger im Staube Muß trostlos vergehn, Erlischt ihm der Glaube: Der Herr wird's versehn! 2. Zwar zittert das Herz, Wenn Stürme sich nahn, Vergißt oft im Schmerz, Was Gott ihm getan. Doch, wird in dem Wetter Die Sonne vergehn? O siehe, dein Retter, Der Herr wird's versehn! 3. Wenn Friede dir fehlt Und irdischer Sinn Dich müde gequält, Dann wende dich hin Zu Golgathas Hügel Und opfre dein Flehn; Dort schimmert das Siegel: Der Herr wird's versehn! 4. Wenn sehnend dein Aug' Aufschauet zum Licht, Du seufzest: Ich taug' Ins Heiligtum nicht! Was er verspricht, gereut ihn nicht. Er bleibet meine Zuversicht; Ihn will ich ewig preisen. K. J. Phil. Spitta. Christus, der Herr. Dann wird vom Erbarmer Ein Hauch dich umwehn: Sei fröhlich, du Armer! Der Herr wird's versehn! 5. Er kennet dein Herz Von Ewigkeit her, Er wäget den Schmerz Und prüft nicht zu schwer; Den Seinen muß alles Zum besten geschehn, Der Tilger des Falles, Der Herr wird's versehn! 6. So wandelt sich's leicht In jeglichem Stand: Dein Jesus, er reicht Dir gnädig die Hand. Durch Nacht und durch Grauen, Durch Tiefen und Höhn Führt froh das Vertrauen: Der Herr wird's versehn! 7. Und endet der Weg An drohender Gruft, Noch glänzet ein Steg In himmlischer Luft! Dort winket der Glaube Hinüberzugehn, Und singt auf dem Staube: Der Herr wird's versehn! Alb. Knapp. Mel. 148: Komm', o komm', du Geist des Lebens. 290. Stillehalten deinem Walten,. 2. Stillehalten ohne Klage, Stillehalten deiner Zucht, Deiner Liebe stillehalten, Die von je mein Heil gesucht, Ia, das will ich, wie's auch geh', WBie's auch tu' dem Herzen weh! Ohne Murren, ohne Trotz, Was dazu die Welt auch sage; Ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir's war Stillzuhalten immerdar. 2⁰ 3 3— 4 Wuulu IOIINIU 146 ³ 1 I 306 291. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 3. Wo ich's selber wollte zwingen Und es wagen ohne dich, Ach, da sanken mir die Schwingen Meines Mutes jämmerlich! Aber, wo ich stillehielt, Hast du stets mein Heil erzielt. 4. Ward es anders auch gewendet, Ging's durch banges Dunkel oft, Immer hat es gut geendet, Besser, als ich je gehofft, Besser als bei Tag und Nacht Ich's im Herzen ausgedacht. 5. Darum will ich stillehalten Tag und Nacht, jahrein und ⸗aus. Bricht auch neues zu dem alten Kreuz und Leid herein ins Haus, Weiß ich nur, es kommt von dir, Nun, es sei willkommen mir! 6. Du, o Herr, gibst Kraft den Deinen Und den Schwachen allermeist; Darum gib mir deinen reinen, Deinen guten, stillen Geist, Daß, es gelte wo und wann, Ich dir stillehalten kann! Karl Rud. Hagenbach. ů————— . —.——— A 29 1 1 Bei dir ist Treu' und Glau⸗ ben, Mein Gott, bei Laß nichts den Trost mir rau ⸗ ben: Du blei⸗best 9——— 4.—— 4—.—.— E ——— — dir al ⸗lein! mein, ich dein! Ich hab' es wohl er ⸗-fah ⸗ ren, Wie EE x — + 2 Vertrauens⸗ und Crostlieder. 292. 30⁷ A, SSSSSI 32 P 1 ö RA x es bei Menschen steht, Wie Lieb' und Treu' zer⸗fah ⸗ören, So⸗ % nen*——.—— SDDPDSSSSSI E. .— 2Z— +...—— I— 2————.——. EWI—3 + 22— u 692———— ———. 2 I— II ——————— n nnaer,— 5 ä bald ein Hauch drein⸗weht. — P 1 +. IL öDSSSSSS SII... —.. 1 2. + 2— II 2. Wem sollt' ich noch vertrauen In dieser armen Welt? Nein, aufwärts will ich schauen Ins ew'ge Himmelszelt. Es wölbt die tiese Bläue Sich über Meer und Land, In der das einzig treue Und große Herz verschwand. 3. Die Liebe kann nicht sterben! Sie sprengte Tod und Grab. Sich Seelen zu erwerben, Schwebt sie noch jetzt herab. Wo, von der Welt verlassen, Vergeht ein Menschenherz, Kommt sie, es zu umfassen, Und trägt es himmelwärts. 4. O trag' auch mich hinüber, Vergiß mein, Jesus, nicht! Hier wird es immer trüber, Bei dir ist Lieb' und Licht. Des langen Heimwehs Tränen Lös' auf in Heimatlust, Das bange, tiefe Sehnen Laß ruhn an deiner Brust! Meta Heußer. — —*—* + n ..I.——— r na.s..— . 292 1. Will in trü⸗ben Kum⸗mer⸗ ta⸗gen Dir das E — C—— 4—..—.— — EESESEE— 2— + +——5 + 13 1—— E ne stil⸗le Kam⸗mer FE 292. Vertrauens⸗ und Crostlieder. ISIIDLO —ẽ Flücht' in dei 4— LPS.* 308 — 1 E III — Dei⸗nem Gott und dei lää. FPEEE 3 2— 447. 1% nem Herrn. — — — 85 kommen über Nacht; cht enden, Wird er seinen Tröster senden, Jul. Sturm. Hilfe frommen II ie wird dir Der dich stark im Dulden macht. 3. Kann dir schnelle Soll dein Leiden sich ni Wohl im Schlaf schon Glaube nur, s getroffen, ßen 0 — * 2. Laß die heißen Tränen fließen Und die Klagen sich ergie Fromm und gläubig zu ihm fleht. In ein kindliches Gebet; Vaterohr ist immer offen, Wenn ein Kind, vomSchmer n. Christlicher Sinn und Wandel. E. Ebristlicher Hinn und Wanidel. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 293. Geduld ist euch vonnöten, Benn Sorge, Gram und Schmerz, Und was euch mehr will töten, Euch schneidet in das Herz. O auserwählte Zahl, Soll euch der Tod nicht töten, Ist euch Geduld vonnöten Auch in der tiefsten Qual. 2. Geduld ist Gottes Gabe Und seines Geistes Gut; Er schenkt sie uns zum Stabe, Sobald er in uns ruht. Der edle werte Gast Erlöst uns von dem Zagen und hilft uns treulich tragen Die größte Bürd' und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glauben Und hängt an Gottes Wort; Das läßt sie sich nicht rauben, Das ist ihr Heil und Hort, Das ist ihr hoher Wall; Da ist sie wohl geborgen, lüßt Gott, den Vater, sorgen Und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld setzt ihr Vertrauen auf Christi Tod und Schmerz; Nacht ihr der Feind ein Grauen, So faßt sie sich ein Herz Und spricht: Zürn' immerhin! Du wirst mir doch nicht schaden, Beil ich zu hoch in Gnaden Bei meinem Heiland bin. 5. Geduld ist wohl zufrieden Mit Gottes weisem Rat, lüßt sich nicht leicht ermüden Durch Aufschub seiner Gnad', hält frisch und fröhlich aus, lßt sich getrost beschweren Und denkt: Wer will's ihm wehren? I er doch Herr im Haus! 6. Geduld kann lange warten: Sie hat indes ihr Teil In Gottes schönem Garten, Durchsucht zu ihrem Heil Das Paradies der Schrift Und schützt sich früh und späte Mit eifrigem Gebete Vor Satans List und Gift. 7. Geduld lebt Gott zu Ehren Und läßt sich nimmermehr Von seiner Liebe kehren; Und schlüg' er noch so sehr, So ist sie doch bedacht, Die heil'ge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hocherhoben, Hat alles wohlgemacht. 8. Geduld macht große Freude, Bringt aus dem Himmelsthron Ein schönes Halsgeschmeide, Dem Haupt ein' edle Kron'; Ist wie ein schönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf' erlanget Ein fröhlich Angesicht. 9. Geduld ist mein Verlangen Und meines Herzens Lust, Nach der ich oft gegangen: Das ist dir wohlbewußt, Herr, voller Gnad' und Huld! Ach, gib mir und gewähre Mein Bitten: Ich begehre Nichts anders als Geduld. 10. Geduld ist meine Bitte, Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schlcken will. Kommt dann der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein geduldig Ende: So hab' ich alles g'nug. Paul Gerhardt. III7 25 II + 31⁰ 294. Christlicher Sinn und Wandel. Joh. Berm. Schein. ———— 5 232——.——.— 8H——— Z— 29 4 1 r nach! spricht Christus, un⸗ser Held, Mir nach, ihr (Ver⸗leug⸗net enih⸗ 1 0 die Welt, Folgt mei⸗nem E— + ² 6— i Chri⸗sten 22 41 Ruf und Schal ⸗* Nehmt eu⸗ 13 und Un ⸗ge⸗ —— ++ f 90 mach Auf euch, folgt mei⸗nem rn 110 0. I— EEE—— 4 JZ....P. + EEE F 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch Mit heil' gem Tugendleben. für Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, Voll Liebe meine Seele. Mein Mund, der gibt zu jeder Zeit Sanftmütige Befehle. Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn Ist Gott 3 schaut auf ihn. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmelspfort'. 5. Fällt's euch zu schwer: Ich geh' Ich steh' euch an der Seite,(voran, IIR 1 I-üRl Christlicher Sinn und Wandel. 295. 296. 311 Ich kämpfe selbst, ich brech' die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein Kriegsmann darf nicht stillestehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel' zu finden meint, Wird sie ohn' mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Ber nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht wert und meiner Zier.— 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel' nachgehen, Und wohlgemut, getrost und gern In allen Leiden stehen! Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron' Des ew'gen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler. Mel. 3: Sollt' ich meinem Gott nicht singen. 295. Lasset uns mit Jesu ziehen, Seinem Vorbild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen; Auf der Bahn, die er uns brach, Immerfort zum Himmel reisen, Irdisch noch, schon himmlisch sein; Glauben recht und leben rein, Glauben durch die Lieb' erweisen! Treuer Jesu, bleib' bei mir, Geh' voran, ich folge dir! 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht droben reich. Lränensaat bringt Heil und Wonne, Hoffnung stärkt uns in Geduld; Denn es scheint durch Gottes Huld Nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid' ich mit dir, Dort gib deine Freude mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod wehret unserm Tod, Rettet uns von dem Verderben, Von der ew'gen Qual und Not. Laßt uns sterben, weil wir leben, Sterben unsern Lüsten ab: Dann wird er uns aus dem Grab In sein Himmelsleben heben. Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder! Dir, o Jesu, leb' ich hier, Dort auch ewig einst bei dir. Sigm. von Birken. Mel. 34: Ach Gott, verlaß mich nicht. 296. Hinab geht Christi Weg; Und du und dein Beginnen Willst aus vermeßnem Stolz Bis an des Himmels Zinnen? Steigst ungenügsam auf? Dein Heiland stieg herab! Der mit ihm aufwärts will, Nuß erst mit ihm hinab! 2. Darum, mein Sinn, hinab, Verlerne nur dein Steigen! Was leicht ist, hebt sich schnell; Was schwer ist, muß sich beugen. Die Quelle, die sich senkt, Vermehret ihre Hab', Und wird zuletzt zum Strom; Darum, mein Sinn, hinab! UIUUAUAAU ——— EI — 31²2 297. Christlicher Sinn und Wandel. 3. Hinab, mein Aug', hinab! Gott selber schaut hernieder Vom Thron aufs Niedrige; Der Stolz ist ihm zuwider. Je höher hier ein Aug', Je näher ist's dem Grab Und sinkt in Todesnacht. Darum, mein Aug', hinab! 4. Hinab, ihr Händ', hinab! Hier stehen arme Brüder: Neigt euch zur Niedrigkeit Und labet Christi Glieder. Greift nicht in hohe Luft Nach Ruhm und stolzer Hab'! Christ tat den Aermsten wohl; Darum, ihr Händ', hinab! 5. Hinab, mein Herz, hinab, So wird Gott in dir wohnen; Die Demut lohnet er Mit goldnen Himmelskronen. Im Oemutstale liegt Des heil'gen Geistes Gab'; O wohl dem, der sie suchtl Darum, mein Herz, hinab! 6. Hinab auch du, mein Leib! Du bist gemacht aus Erden; Durch Demut sollst auch du Im Geist verkläret werden. O Gott, bereite mich Zum Himmel und zum Grab! Ich sehne mich hinauf, Ich sehne mich hinab! Andr. Ingolstetter. Mel. 123: O du Liebe meiner Liebe. 297. O Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Und bei welchem Spott und Schande Lauter Lust und Himmel ist: Uebe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis dein treues Angesichte Uns führt aus dem Kerker hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hierzu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb' und Stärk', Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und es von dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Schau' doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Um Erlösung schrei'n und beten Von der Knechtschaft der Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so hart bedrückt, Wenn auch unser Geist zu Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. 4. Herr, zermalme, brich, zerstöre Alle Macht der Finsternis! Der preist nicht mehr deine Ehre, Den die Sünd' zum Tode riß. Heb' uns aus dem Staub der Sünden, Reiß' die böse Lust heraus; Laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 5. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch' dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach' der Sklaverei ein End'! Denn die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig' doch nur die ersten Stufen Der erkämpften Freiheitsbahn! 6. Laß, die teuer sind erworben, Nicht der Menschen Knechte sein! Denn so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen Und verkläret in dein Bild. Der hat Gnad' um Gnad' genommen, Den dein Licht und Leben füllt. Christlicher Sinn und Wandel. 298. 313 7. Liebe, zieh' uns in dein Sterben; Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Laß mit dir gekreuzigt sein, Laß nur uns nicht lässig sein! Was dein Reich nicht kann ererben; Werden wir doch als wie träumen, Führ' ins Paradies uns ein. Wenn die Freiheit bricht herein. Gottfr. Arnold. 1694. 8 1 Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, Wa⸗che, 29 Daß dir nicht die bö⸗ se Zeit Plötz'lich 8 1— 2.— 16—— — à nt.⸗lr: m ridddirtir nrr—— S— 7 1—.— fleh'ꝰ und be te, na⸗ he tre te: Un⸗ver⸗ 6 70 schon oft 0„ 2 eee — ——————— TER .— — 12.——— 3— A .— 5—— —0 vie⸗ le 2— men Die Ver⸗su⸗chung kom ⸗ men. UHA-— 31⁴4 299. Christlicher Sinn und Wandel. 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe; Denn es folget noch darauf Eine lange Strafe, Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf! Sonst kann dir nicht Gottes Sonn' aufgehen! Wache! Sonst wird dir sein Licht Ewig ferne stehen! Denn Gott will Für die Füll' Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Listig an sich bringe. Wach' und sieh', Daß dich nie Falscher Brüder Lügen Um dein Heil betrügen. 5. Wach' und hab' auf dich wohl Trau' nicht deinem Herzen! lacht, Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Gnad' verscherzen. Denn es ist Voller List Und weiß wohl zu heucheln Und sich selbst zu schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen; Denn der Herr nur kann dich frei Von dem allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 7. Ja, er will gebeten sein, Wenn er was soll geben; Er verlanget unser Schrei'n, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Welt und Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 8. Drum, so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die Angst, Not und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Joh. Burkh. Freystein. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. 299. Ringe recht, wenn Gottes Sich erbarmend zu dir kehrt,[Gnade Daß dein Geist sich recht entlade Von der Last, die ihn beschwert! 2. Ringe, denn die Pfort' ist enge Und der Lebensweg ist schmal; Hier bleibt jeder im Gedränge, Wer nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt noch weich! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und der ersten Liebe Band Ganz dich von der Welt abziehe: Halbe Liebe hält nicht stand. 5. Ring' mit Beten und mit Flehen, Halte darin an mit Macht; Laß den Eifer nicht vergehen, Bet' und flehe Tag und Nacht. 6. Hast du dann die Perl' errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse schon bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu tun. E 6* esi CD ꝗ E SSOSES6C6e SeeEC&EGO Christlicher Sinn und Wandel. 300. 31⁵ 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Deine Kraft laß nicht erschlaffen; Kämpfend mit der Eitelkeit Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe träge Sicherheit! 9. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust die Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlöscht das Gnadenlicht. 10. Wahre Treu' führt mit der Sün⸗ Bis ins Grab beständig Krieg,[de Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 11. Wahre Treu' liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Fleischespflege, Hält sich selber nichts zugut. 12. Wahre Treu' kommt dem Getüm⸗ Dieser Welt niemals zu nah';(mel Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 13. Dies bedenket wohl, ihr Streiter! Streitet recht und leidet euch! Ringet, dringet immer weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. 14. Eilet, zählet Tag und Stunden, Bis der Heiland euch erscheint Und, wenn ihr nun überwunden, Ewig euch mit Gott vereint. Joh. Jos. Winkler. Mel. 75: Sorge, Herr, für unsre Kinder. 300. Schafft mit Ernst, ihr Men⸗ Schaffet eure Seligkeit![schenkinder, Bauet nicht, wie sichre Sünder, Auf die ungewisse Zeit! Sondern schauet über euch, Ringet nach dem Himmelreich, Und bemüht euch hier auf Erden, Wie ihr möget selig werden! 2. Selig, wer im Glauben kämpfet! Selig, wer im Kampf besteht Und die Sünden in sich dämpfet! Selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will erwerben, Muß zuvor mit Christo sterben. 3. Werdet ihr nicht treulich ringen, Bollt ihr träg und lässig sein, Eure Lüste zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg: Nur dem Sieger ist die Krone Beigelegt zum Gnadenlohne. 4. Schlagt ans Kreuz die Sündenglie⸗ Wenn sich die Versuchung regt;[der, Kämpft die böse Lust darnieder, Bis sich ihre Macht gelegt! Was euch hindert, werfet ab, Was euch ärgert, senkt ins Grab; Denket stets an Christi Worte: Dringet durch die enge Pfortel 5. Zittern will ich vor der Sünde, Will allein auf Jesum sehn, Bis ich seinen Beistand finde, In der Gnade zu bestehn! Ach, mein Heiland, geh' doch nicht Mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen! 6. Amen! Es geschehe! Amen! Gott versiegle dies in mir, Daß ich so in Jesu Namen Meinen Glaubenskampf vollführ'! Er, er gebe Kraft und Stärk' Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und empor zum Himmel dringe. dudw. Andr. Gotter. 316 301. 302. 303. Christlicher Sinn und Wandel. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. 301 Seele, was ermüd'st du dich In den Dingen dieser Erden, Die doch bald verzehren sich Und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Daß er auf zu Gott sich schwinge, Richt' ihn stets zum Himmel hin, Daß die Gnade ihn durchdringe. Suche Jesum und sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh', Dein betrübtes Herz zu laben: Eil' der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. 4. Geh' einfältig stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken: Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. 5. Halte deinem Gott nur still! Du wirst schon zum Ziel gelangen. Glaube, daß sein Liebeswill' Stillen werde dein Verlangen. Suche Jesum und sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolj. Mel. 246: Wer ist wohl wie du. 302. Jesu, geh' voran Auf der Lebensbahn, Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen; Führ' uns an der Hand Bis ins Vaterland. 2. Soll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nöt'ge Pflege; Tu' uns nach dem Lauf Deine Türe auf! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 7: Wunderbarer König. 303. Kommt ins Reich der Liebe, O ihr Gotteskinder, Ihr mit Gott versöhnte Sünder! Lernt von eurem Heiland Recht die Brüder lieben Und euch täglich darin üben! Folgt dem Herrn! Traget gern Seines Leibes Glieder, Auch die schwachen Brüder. 2. Sünde zu vergeben, Sünde zu vergessen, Das hat keiner so besessen Als der Freund der Sünder, Der mit eignem Blute Seinen Feinden selbst zugute Christlicher Sinn und Wandel. 304. Voller Huld Alle Schuld Auf sich hat genommen Und getilgt vollkommen. 3. Wirft der Feind der Seelen Zwischen eure Herzen Streit und Haß, Verdacht und Schmer⸗ O so seid nicht lässig,(zen, Wartet nicht so lange Bis zum Sonnenuntergange: Tötet bald Die Gewalt Aller Zwistigkeiten, Die den Fall bereiten. 4. Bleibt nicht so beständig Auf dem eignen Rechte, Werdet gern der andern Knechte; Denn die süße Liebe Deckt der Sünden Menge, Duldet ohne Maß und Länge. Liebt euch sehr, Liebet mehr, Nährt das Liebesfeuer Alle Tage treuer! 5. Abba, lieber Vater, Sohn und Geist der Gnaden, Heile allen unsern Schaden! Falschheit, Schein und Tücke, Stolz und Eigenliebe Kreuzige durch deine Triebe! Höll' und Welt Sind gefällt, Wenn wir dich nur kennen Und in Liebe brennen. Ernst Gottl. Woltersdorf. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 304. So jemand spricht: Ich liebe Gott, Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott Und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb' und will, daß ich Den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So teu'r erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, Hab' ich dies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Du Herr von meinen Tagen,(Schuld, Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier getan, Dem Kleinsten auch von diesen, Das siehst du, mein Erlöser, an, Als hätt' ich's dir erwiesen: Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein Und dich in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist und nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist! Christ. J. Gellert. MTTIII ETIN IIIII 4 IN 2 INI 2 4 SSSSSSSSSSSSSSSSSD . 318 305. 306. Christlicher Sinn und Wandel. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 305. Du klagst und fühlest die Beschwerden Des Stands, in dem du dürstig lebst; Du strebest, glücklicher zu werden, Und siehst, daß du vergebens strebst. Ja, klage! Gott erlaubt die Zähren, Doch denk' im Klagen auch zurück: Ist denn das Glück, das wir begehren, Für uns auch stets ein wahres Glück? 2. Nie schenkt der Stand, nie schen⸗ ken Güter Dem Menschen die Zufriedenheit; Die wahre Ruhe der Gemüter Ist Tugend und Genügsamkeit. Genieße, was dir Gott beschieden, Entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Ein jeder Stand auch seine Last. 3. Gott ist der Herr, und seinen Segen Verteilt er stets mit weiser Hand, Nicht so, wie wir's zu wünschen pflegen, Doch so, wie er's uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkühnen, Daß seine Liebe dich vergißt? Er gibt uns mehr, als wir verdienen, Und niemals, was uns schädlich ist. 4. Verzehre nicht des Lebens Kräfte In träger Unzufriedenheit! Besorge deines Stands Geschäfte Und nütze deine Lebenszeit! Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, Ein ewig Glück in Hoffnung sehn, Dies ist der Weg zu Ruh' und Leben: Herr, lehre diesen Weg mich gehn! Christ. F. Gellert. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. 306. Gott, vor dessen Angesichte Nur ein reiner Wandel gilt, Ew'ges Licht, aus dessen Lichte Stets die reine Wahrheit quillt, Laß uns doch zu jeder Zeit Deinen Strahl der Heiligkeit So durch Herz und Seele dringen, Daß nach Heiligung wir ringen! 2. Du bist rein in Werk und Wesen, Und das unbefleckte Kleid, Das du dir, o Gott, erlesen, Ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig; aber wir, Großer Schöpfer, sind vor dir Wie ein Kleid, das Sündenflecken Ganz entstellen und bedecken. 3. Was dein Herz gedenkt und dichtet, Was dein heil'ger Wille tut, Was dein starker Arm verrichtet, Ist stets heilig, rein und gut. Und so bleibst du ewiglich, Da wir arme Menschen dich Durch das Böse, das wir üben, Tun und dichten, stets betrüben. 4. Herr, das macht uns Furcht und Schmerzen, Du bist rein und machest rein; Darum schaff' uns solche Herzen, Die auch rein und heilig sei'n. Wasche sie, o höchstes Gut, Wasch' uns rein mit Christi Blut, Laß in uns Verstand unb Willen Deinen heil'gen Geist erfüllen! 5. Gib, o Vater, unsern Seelen, Glaubensvoll auf dich zu sehn, Deine Heiligkeit zu wählen Und darnach einherzugehn: Bis wir dort mit jener Schar Der Erlösten immerdar Heilig, heilig, heilig singen Und die reinsten Opfer bringen. Joh. Christ. Zimmermann. 2 Christlicher Sinn und Wandel. 307. 308. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 307. Aues ist euer!— O Worte des ewigen Lebens. Fühl' sie, Vertrauter des Mittlers, voll heiligen Bebens! Alles ist dein! Irdischen Menschen allein Tönen die Worte vergebens. 2. Göttliche Würde, entzückende Ho⸗ heit des Christen! Ist er gleich dürftig, ein Waller in trauernden Wüsten, Findet er gleich Toren geachtet und reich, Nie kann nach Eitlem ihn lüsten. 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Toren im Sturme verwehen; Er aber faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alle Geschenke der Erde, die Menschen umgeben, Dinge, die künftig die Allmacht des Schöpfers erheben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. Mel. 218: Wie mächtig ft 308. Komm, Jesu, läutre die Ge⸗ danken, Komm, läutre meine Seele dir! Erhalt' in Zucht und heil'gen Schran⸗ Den Leib und seine Kräfte mir.[ken Halt' Aug' und Lippen mir geschlossen 5. Alles ist euer, ihr Christen! Vom Heiligtum nieder Schauet der Mittler auf seine ge⸗ ö heiligten Glieder Freundlich und spricht, Frieden und Gnad' im Gesicht: Alles ist euer, ihr Brüder! 6. Himmel und Erde und Welten und Sonnen und Meere, Geistergestalten, der Engel unzählige Heere, Alles ist dein! Bruder, o jauchze mit drein! Singe des Ewigen Ehre! 7. Bist du oft elend, verlassen und krank und gefangen, Rinnen die Zähren des Kumniers von bleichenden Wangen: Droben im Licht, Freu' dich, da rinnen sie nicht! Dort ist das Alte vergangen. 8. Die ihr mit Christo einst herrschet, o singet voll Feuer Eure unendliche Herrlichkeit, die euch so teuer Jesus erwarb, Als er auf Golgatha starb! Amen! ja alles ist euer! Christ. Fr. Dan. Schubart. pricht in meiner Seele. 2. O hilf, daß ich nach Seel' und Leibe Die Wohnung deines Geistes sei, Ein Tempel, der ihm heilig bleibe, Von sündlicher Entweihung freil Sollt' ich ein Heiligtum entehren, Das Gottes Hand mir anvertraut? Verbotnem Blick und schnödem Scherz, Sollt' ich des Herrn Gebild' versehren, Und stets mit Maß und Dank ge⸗Das er voll Weisheit aufgebaut? nossen, Beschwere kein Genuß mein Herz! Fiel, ach! der Mensch vom Schoͤpfer ab,‚ 3. Dem Reiz der Sünde hingegeben, II1 x —— II0 1⁴ IIII I —— IE1 I ——... Fetetee———:F—rnesrrrK V. 320 309. 310. Christlicher Sinn und Wandel. Und Müh' und Kummer war sein Leben, Sein Sündensold war Tod und Grab. Mein Heiland, rette mich und reiche Mir deines Geistes Schild und Wehr! Dann schaden mir des Feindes Streiche Und seiner Pfeile Glut nicht mehr. 4. Durchdringe mich mit deiner Liebe! Durch sie bin ich im Kampf ein Held Und widerstrebe jedem Triebe Und jedem Reiz der Sünd' und Welt. Durchdringe mir mit deinem Leben Auch diesen Leib der Sterblichkeit! Das wird ihm Kraft zum Wachen geben, Wenn ihn der Sünde Lust bedräut. 5. Der kurze Streit, gekrönt mit Siege, Bringt unaussprechlich süße Ruh'. O welches Friedens Vollgenüge Fließt treu bewahrten Seelen zu, Die von Versuchung fern sich halten Und rühren nichts Unreines an! Herr, laß in mir dein Leben walten, Das Welt und Tod bezwingen kann! Karl Bernh. Garve. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ. 309. Der du die Wahrheit selber bist, In dem kein Trug erfunden ist, Wer aus der Wahrheit ist, ist dein: Gib, Meister, mir, ganz dein zu sein! 2. Hilf, daß von jeder Falschheit frei, Mein Herz, wie du, ganz Wahrheit sei, Mein Wandel redlich, klar und rein, Nicht Augendienst noch Heuchelschein. 3. Schenk' mir mit deinem Bild und Geist Den Ernst, der nicht in Lügen gleißt, Laß mich nicht scheinen, sondern sein; Das Ja sei Ja, das Nein sei Nein 4. Und wenn in Andacht und Gebet Das Herz am Gnadenthrone fleht, Hilf, daß die Andacht wahr und treu, Das Flehn des Amens würdig sei! Karl Bernh. Garve. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 5—— 310. Selige Seelen, die treu bei dem ewiglich Treuen Sein sich im Glauben getrösten, in Kraft sich erfreuen! Fröhlich im Herrn Dienen und dulden sie gern, Ohne die Lasten zu scheuen. 2. Was ist die Erde mit ihren ver⸗ gänglichen Schätzen? Seelen voll himmlischen Hungers und Durstes zu letzen, Sind sie zu klein! Göttliche Güter allein Können uns dauernd ergötzen. 3. Was ist die Erde mit ihren ver⸗ gänglichen Plagen? Seelen voll himmlischen Mutes dar⸗ niederzuschlagen, Sind sie zu klein! Um wie der Meister zu sein, Läßt sich wohl Kümmernis tragen. 4. Selige Lasten, die er auf die Seinigen leget, Der sie mit Armen der Gnade be⸗ schützet und pfleget! Trübsal und Schmach Tragen wir mutig ihm nach, Weil er das Schwerste doch träget. — Christlicher Sinn und Wandel. 311. 32¹1 5. Selige Seelen, die freudig und 6. Selige Seelen, die glaubend und ritterlich ringen, liebend vollenden Um zu den herrlichen Kronen am Und die Vergeltung empfah'n aus des Ziele zu dringen! Heilandes Händen! Sie sind bereit, Eilet herbei, Auch wenn am Ende der Zeit Laßt uns ihm willig und treu Gottes Posaunen erklingen. Herzen und Glieder verpfänden! Rarl Bernh. Garve. Grobe. en— i .......—.—.—— .3— 311 1. Mit dem Herrn 697 al ⸗les an! Kindelich 797 1„00 ET ———.—— SE—— DDñ——————— 2 ——————— ntt 4.— +.— 1—— 2 fmrm nnt— —————————— ES — 1 155. 1 x 5 * mußt du ihm ver⸗ trau ⸗ en, Darfst auf eig ⸗ ne — —— ů . SSPSPDPSPPSTTTTTISII —5—— SDSSDDD——.—— e—.— Hi—.———— 2——— H—......* E —— 1——6——5— . ö Kraft nicht bau⸗ en; De ⸗ mut schützt vor stol⸗ zem 3 m.V—378.3 I ——=.. SSPS III— — 12——— I — IIIIU 1 41 H ꝛrR 322 312. Christlicher Si inn und Wandel. 4 9⁰4 1 —*— 35 Wit ben Daaen 1— · 1 ut Mit dem + 2 ..————.— — SDSSSSSPSS...— 2 ö Q TNa 13 0. AI. II 2 2. Mit dem Herrn fang' alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Können nie das Ziel verfehlen; Sie nur gehn auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang' alles an! Hinnin nrrnnr 3. Mit dem Herrn fang' alles an! Mut wird dir dein Helfer senden; Früh wirst du dein Werk vollenden; Denn es ist in Gott getan. Mit dem Herrn fang' alles an! Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 312. Cyrist! wenn die Armen Vor deiner Türe stehn,[manchesmal Merk' auf, ob nicht in ihrer Zahl Der Herr sei ungesehn! 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang Erschallt zu dir herein, Horch auf, ob seiner Stimme Klang Nicht möchte drunter sein! 3. O nicht so fest und eng verschließ' Die Türen und das Herz! Ach, wer den Heiland von sich stieß, Was träfe den für Schmerz! 4. Drum öffne gern und mitleibs⸗ Dem Flehenden dein Haus,([voll Und reiche mild der Liebe Zoll Dem Dürftigen hinaus. 5. Denn ehe du dich's wirst versehn, Ist's dein Herr Jesus Christ, Der wird durch deine Türe gehn, Weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt, Der arm erschien vor dir, Erhebt er seine heil'ge Hand Zum Segen für und für: 7. Zum Segen über deinen Tisch Und über all' dein Gut Und über deine Kinder frisch Und deinen frohen Mut, — 1 eee Euch Dem, der da glaubt und liebt. Ole Welt will Streit und Rrieg, Christlicher Sinn und Wandel. 313. 314. 323 8. Zum Segen über deine Zeit, Die du hienieden gehst, Und über deine Ewigkeit, Da du dort oben stehst; Mel. 291: Bei dir ist 313. Gid Frieden, Herr, gib Frie⸗ Du milder Liebeshort! den, Einst bist du abgeschieden Mit süßem Friedenswort: eb' ich meinen Frieden, Wie ihn die Welt nicht gibt, Verheißen und beschieden 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! Der Stille wird gemieden, Der Wilde hat den Sieg, 9. Dort oben, wo er dann die Tür Dir auf mit Freuden tut, Wie ihm und seinen Brüdern hier Du tatst mit frohem Mut. Wilh. Hey. Treu' und Glauben. Und Unruh' herrscht auf Erden Und Lug und Trug und List. Ach, laß es stille werden, Du stiller Jesu Christ! 3. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Dann grünet schon hienieden Ein Paradiesesort, Und Sorgen fliehn und Schmerzen Aus jeder schweren Brust; In Freuden blühn die Herzen, In Lieb' und Himmelslust. Ernst Mor. Arndt. —6 X 3 .......————— e 2———.— —————2.— 7*7— +— 2*6 ———2—. 7.* 314. 1. Es zieht ein stil⸗ler En⸗gel Durch die⸗ses Er⸗den⸗ 2.. 5 7 2—.— +——.— * 8——. 5———.—— ²e H— E.— 7 7 — „ ö 5——— 2 2 ——n 2*—..—— A.——8 land, Zum Trost für Er⸗den⸗män⸗gel Hat ihn der Herr ge⸗ — 0 —5 e EAEEEEDEEAEE HIII I I ID — 14 II 4— IIL 314. Christlicher Sinn und Wandel 4 ů SPSPSISISIIIII III n, n n.n*————— sandt. In sei⸗ nem Blick ist Frie ⸗ den Und mil⸗de, — Irn EEE. ö EE. — 55155. + 2Z1 . 4•⁴n ü üi: sanf⸗te Huld, O folg' ihm stets hie- nie⸗den, Dem En⸗gel — nR. F e E— EEE E3—.— ö —— 2—+ꝗ+WZ 938—.— + H 2 4 2 SE.‚...— E...—.— L....—*. I—8. I. I n E.——..— +—/ K 93————— EEEEEEEE der Ge⸗ duld, dem En⸗gel der Ge⸗duld. ö ————— 4I.— +— IL .. n 2—— 2— 2——— —. 3.— 105—.— 7 + 2— I PPP 2. Er führt dich immer treulich 3. Er macht zu linder Wehmut Den herbsten Erdenschmerz Und taucht in stille Demut Das ungestüme Herz. Er macht die finstre Stunde Durch alles Erdenleid Und redet so erfreulich Von einer schönern Zeit. Denn willst du ganz verzagen, Hat er doch guten Mut; Er hilft das Kreuz dir tragen Und macht noch alles gut. Allmählich wieder hell; Er heilet jede Wunde Gewiß, wenn auch nicht schnell. 1l I451 E Rühht Christlicher Sinn und Wandel. 315. 32⁵ 4. Er hat für jede Frage Nicht Antwort gleich bereit; Sein Wahlspruch heißt: Ertrage, Die Ruhstatt ist nicht weit. So geht er dir zur Seite Und redet gar nicht viel Und denkt nur in die Weite, Ans schöne, große Ziel. K. J. Phil. Spitta. 2 Otto Mäller. A——— 7 —2=2...2..2 1 E4.— 2— + +—1 EW E n“——— 2 Rar. 31 5 1. In der Angst der Welt will ich nicht kla⸗gen, 1———— E 1—9— eg.— — —— My ———9 F 12—— EHN————...— EH—— 4,.—1—. 2* 9—— 1 Will hier kei⸗ ne Eh⸗ren⸗kro⸗ ne tra⸗ gen, Wo mein ——— . P—.—— E—— DD — 1— 2 1 +——— —— 1— 2.————— 1 ............... Dq‚q‚i=Z= Rn Herr die Dor⸗nen⸗kro⸗ ne trug; 12— 4 326 315. Christlicher Sinn und Wandel. —8 —. — —— 9—— — I Ro⸗sen⸗pfa⸗den wal⸗len, Wo man ihn, den Hei⸗ lig⸗sten von ———— —4.———.28—...— E= + 2E——.—— 2.—.— n——— . i 2 4.— — 3 MMMNNEꝗ al ⸗ 10 An den Stamm des Sün· der⸗kreu- zes schlug. —. 804 „* ů 4——...— rrlxrte,br dse e, ZI—————.—.— 3——— 1 I 45„ ö 2. Gib mir, Herr, nur für die Sie nur führt mich durch die Welt Lebensreise zu dir. Deine Wahrheit, die den Weg mir 4. Freundlich hast du mich zu dir weise, Und den Geist, der diesen ahit mich führt Gib ein Herz, das gern sich sühren lasse Auf der graden, schmalen, 0 Stra Die dein heil'ger Fuß anst lelbst berührt. 3. Mache mich im Glauben immer treuer, Und des Glaubens Frucht, das heil'⸗ ge Feuer Ungefärbter Liebe, c un mir! Ohne sie könnt' ich nicht weiter schreiten; Zu der Liebe kann nur Liebe leiten, gerufen, Lieber Herr, doch sind 1—9 viel der Stufen, Die zum Himmel ich ersteigen muß. O so reiche deinem schwachen Knechte Aus dem Himmel deine Gnadenrechte, Unterstütze, leite meinen Fuß! 5. Und recht hoffnungsvoll in deinen blauen, Schönen, fernen Himmel laß mich schauen, Wenn ich von der Wallfahrt müde bin, Daß ich hier im tiefen Tal der Schmerzen Einen festen Frieden hab' im Herzen, Einen klaren, himmelsfrohen Sinn! Lieder über Tod und Grab. 316. 317. 327 6. Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden, Muß hier tragen mancherlei Be⸗ schwerden, Bin ein Pilger, arm und unbekannt, Mel. 9: Sei Lob und 316. Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn? Schau' über dich und wage Den schweren Tritt getrost voran! Es mißt dir Freud' und Plage Der eine Vaterwille zu; Er ist dein Heil; was zagest du? Dein Wille, Herr, geschehe! 2. Ich will in meines Herzens Grund Nur eine Stimme hören! Ich bin bei dir, spricht Gottes Mund, Und das Kreuz ist meiner Wallfahrt Zeichen, Bis ich werd' mein Kanaan erreichen, Das ersehnte, liebe Vaterland. E. J. Phir. Spitta. Ehr' dem höchsten Gut. Nichts darf den Frieden stören, Der still in gottergebnem Sinn Nur eines achtet für Gewinn: Dein Wille, Herr, geschehe! 3. Dein Wille, Vater, ist allein Mein Glück zu allen Zeiten. Kehrst du mit Sorg' und Rummer ein, Du willst mein Herz bereiten Zu neuem Segen. Wie er kommt, Weißt du allein. Mir aber frommt: Dein Wille, Herr, geschehel Jakob Probst. F. Die Vollendung. 1. Lieder über Fod und Grab. 15²4. Le,—————— SPSPSPIPIII.. I * I 317 1 Mit⸗ten wir im Le⸗ben sind Von dem Tod um⸗ Wer ist, der uns Hil⸗se schafft, Daß wir Gnad' er⸗ * 4.— 2— 42 44 ——— III 317. Lieder über Tod und Grab. 10 F — +— E —— — — fan ⸗ gen. lan ⸗gen? Das bist du, Herr, al ⸗lei ⸗ ne. Uns reu⸗et —— ......— + +—4+2—..— ö——— II.E 40 +- t—.4 R 8— 9————— 23 1 +—— I‚.e.. I)..——,.—— +..3—.— 2 43 — 4— ö +.—. 18— dm d ö n H.— 1... 2 + X.— +————— 9 3.— 2 E—— 14—— HN 4— 4—. E 1 121—— —4 SRNRN + — 2„ 8 8— Hei⸗ l⸗ li SSD exe e. 2— nn.—2 ‚— * 2..——.——————.—— E.A‚..— —2—— 35 U— + —2— 4 E 2— —.......... 4*0 25—— —*— 4. 4..— 542710 PE— 2—5—— +2 n Ai E—, .———— 2— Ud TTI;lt/ Q „ E——+— ö ERHU..— ö 0* 5 1 + To⸗ des Not! Er⸗barm' dich un ⸗ ser! SII 0 —.—.—5—7—— öꝑ‚PSS‚P‚PSPS‚SP‚ISS‚SSSSSSS‚Ie‚‚.. ö 2. Mitten in dem Tod anficht 3. Mitten in der Höllen Angst Uns der Hölle Rachen: Unsre Sünd' uns treiben: 6 Ber will uns aus solcher Not Wohin sollen wir denn fliehn, n Frei und ledig machen? Da wir mögen bleiben? Das tust du, Herr, alleine. Christe, zu dir alleine! Es jammert dein' Barmherzigkeit Vergossen ist dein teures Blut, 0 ö Unsre Sünd' und großes Leid. Das g'nug für die Sünde tut. heiliger Herr und Gott! Heiliger Herr und Gott! W heiliger starker Gott! Heiliger starker Gott! heiliger barmherziger Heiland! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen Laß uns nicht entfallen Vor der tiefen Hölle Glut! Von des rechten Glaubens Trost. Erbarm' dich unser! Erbarm' dich unser! M. Luther, B. 1 nach Notker Balbulus. 330 318. Lieder über Cod und Grab. 1569. —— R. 2— EII 318. 1. Wenn mein ain n ist, Zu W ren 2——41—— 55 Hu E 1—— 2 H‚.— ..................... E——n⸗ D mei⸗ ne 4 5 Ge⸗ leit' du mich, Herr Je⸗ su Christ, Mit e e 1.—. 1—.— ä— 47 1— 155 ver⸗las⸗ sel 1 2 an 19 letz⸗ten End' Be⸗ 1..n ibüikirir ————————— —2————— 2— 2 5.—— 5 SSSPS I ————; ee ich dir in i ne Händ', 5 30 0 wohl be⸗wah ⸗ren. NSAISS Nrt-- a? Onne.· 75 9 8250 ͤö— C er 6335 W25•897½. Lieder über Tod und Grab. 319. 320. 331 2. Die Sünde wird mich kränken sehr Und das Gewissen nagen; Der Schuld ist viel wie Sand am Meer: Doch will ich nicht verzagen, Will denken in der letzten Not, Herr Jesus Christ, an deinen Tod; Der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Des tröst' ich mich von Herzen. Von dir ich ungeschieden bleib' In Todesnot und Schmerzen. Mel. 112: O Haupt v 319. Aoschied will ich dir geben, Du arge falsche Welt; Dein sündlich böses Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, dinauf steht mein' Begier, Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient' allhier. 2. Rat' mir nach deinem Herzen, O Zesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf gnädig mir davon! Verkürz' mir alles Leiden, Stärk' meinen blöden Mut Und laß mich selig scheiden, Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich bir; Ein ew'ges Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd' ich im Grab nicht bleiben; Mein Trost, Herr, deine Auffahrt ist, Kann Todesfurcht vertreiben: Denn, wo du bist, da komm' ich hin, Daß ich stets bei dir lebꝰ und bin; Drum fahr' ich hin mit Freuden. Nikl. Hermann. oll Blut und Wunden. 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam' und Kreuz allein Funkelt all' Zeit und Stunde: Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein' mir in dem Bilde Wie Trost in meiner Not, ie du dich, Herr, so milde Geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe Ins Buch des Lebens ein; Daß fest vereint ich bleibe Mit den Lebend'gen dein, Die hoch im Himmel grünen Und vor dir leben frei; So will ich ewig rühmen, Schenk' mir dein ewig Gut! Wie treu dein Herze sei. Val. Herberger. Melch. Vulpius. — 25——4. JS..——.— 4. 1— I. EEEE — 2—.—— ist mein Le⸗ ben Und Ster⸗ben ssü —— WITTUIIII III EII* I 7 407 1 — Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. 3. Ich hab' nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heil'gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Ich kaum mehr atmen kann Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen an! ...———.— 7 4 2.— 5 D 5— 1 22..—.—.——ß— 2 —85 ER mein Ge⸗winn; Ihm hab' ich mich er ⸗ ge⸗ ben, Mit . ..—5 22—.—————..— 2— n Hun—— üä 1.— Q 23—..—— + + + II TJ. +* +— + II CI. + 1*—— II +I 3—.— I 2— 7 ö ů Frie⸗den fahr' ich hin. 2 +4 N D—J—..— 2=+.·.. DSS5—* + 2— 5 + X 2. Mit Freud' fahr' ich von hinnen 5. Wenn Sinnen und Gedanken Mir ausgehn wie ein Licht, Das hin und her muß wanken, Weil ihm die Flamm' gebricht; 6. Wenn es dein Rat und Wille Wird endlich mit mir sein: Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein! 7. An dir laß gleich der Rebe Mich bleiben alle Zeit, Auf daß ich bei dir lebe In ew'ger Wonn' und Freud'. Dichter unbekannt. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. 32 1. Ich bin ein Gast auf Erden Und hab' hier keinen Stand: Der Himmel soll mir werden, Da ist mein Vaterland. Hier muß ich Unruh' haben, Hier reis' ich ab und zu: Dort wird mein Gott mich laben Mit seiner ew'gen Ruh'. 2. Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an Als Müh' und Not gewesen? Solang' ich denken kann, Hab' ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. 3. Ich habe mich ergeben In alles Glück und Leid. Was will ich besser leben In dieser Sterblichkeit? —5558 2..— 8—.0— AAAA5‚S5 — 5 55 5˖• —rnrs t„.‚ 3n s I= Lieder über Cod und Grab. 322. 333 Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein: Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. 4. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt, Doch denk' ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich in vollem Maße Mein Vater trösten wird. 5. Die Heimat ist dort oben, Da aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält, Auch alles hebt und leget, Nachdem's ihm wohlgefällt. 6. Zu dem steht mein Verlangen, Da wollt' ich gerne hin. Die Welt bin ich durchgangen, Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find' ich Freud', Die meinem Geist gefalle: Das Meist' ist Herzeleid. 7. Die Herberg' ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel: Ach, komm, mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach' ein selig Ende Mit meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deines Armes Kraft! 8. Herr, meines Herzens Freude, Du, meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit andern leuchten soll. 9. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast. Da will ich freudig singen Von deinem großen Tun Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt. Mel. 12: Womit soll ich dich wohl loben? 322. Ale Menschen müssen ster⸗ Ihre Herrlichkeit verblüht,[ben, Und wer kann den Himmel erben, Der nicht die Verwesung sieht? Staub wird dieser Leib der Erde; Doch damit er himmlisch werde, Wird er einst von Gott erneut Und zieht an Unsterblichkeit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Ihm auch willig wieder geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in des Erlösers Wunden Hab' ich Heil und Ruh' gefunden, Und mein Trost in Todesnot Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr' ich mit Freuden hin Fort aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde alle Zeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron, 334 323. Lieder über Tod und Grab. Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Da auf ihren Ehrenthronen Sitzet der Apostel Zahl, Da in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Da dem Herrn, der uns versöhnt, Ewig Halleluja tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne Hört man da in süßer Ruh'! O der großen Freud' und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, Jetzo gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Diese große Herrlichkeit: Jetzo werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Joh. G. Albinus. Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. 323. Wie slieht dahin ber Men⸗ schen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denkt man an die Stund' Von Herzensgrund! Wie schweigt hievon der träge Mund! 2. Das Leben ist gleich einem Traum, Gleich einem nicht'gen Wasserschaum, Dem Grase gleich, das heute steht Und schnell vergeht, Sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir Das, was du bist: Ich traue dir. Laß Berg' und Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn, Wenn ich bei dir, o Jesu, bin. 4. Solang' ich in der Hütte wohn', Halt' du mich wach, o Gottes Sohn; Gib, daß ich zähle meine Tag', Der Welt entsag', Und eh' ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr' und Reichtum in dem Tod? Bedenk's, o Mensch! Was eilest du Den Schatten zu? So kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg Eitelkeit, der Toren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt: Das such' ich eifrig mit Begier, Das bleibet mir. Herr Jesu, zieh' mein Herz nach dir! 7. Wie wird mir sein, wenn ich dich seh' Und bald vor deinem Throne steh'? Du Etert pn lehre mich, Daß stetig Mit in Herzen suche dich. Joach. Neander. cNN7— FrrD Lieder über Tod und Grab. 324. 335 174¹. 8 4 ——.—.....— —5 324 1 Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En ⸗ de! Hin 2 5 wie ge⸗schwin⸗de, 10 be⸗ hen ⸗ de Kann 2— 0 5 0.. E—— Eü PPIITITITITITTITTI ——. N geht die Zeit, her kommt der Tod. kom⸗men mei⸗- ne To⸗ des⸗not! Mein Gott, mein 4.004 4 ö e ,de d: EE——=D= M—— i —.—.—.————————— , Fnn ndn n dn nn:nnn.eer, n 55 e e e Gott! Ich bitt' durch Chri⸗sti Blut: Mach's nur mit mei⸗nem é e e—.— —.55 DSISI ᷣ e d —. 2———————— — G—— — W E S—‚.T‚.— H.. En ⸗de gut! —— .— AIIIIININ 2———— E—.——— 336 325. Lieder über Tod und Grab. 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; Solang' ich leb' auf dieser Erden, Schweb' ich in steter Todsgesfahr. Mein Gott, ich bittꝰ durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr' mich stets mein End' bedenken Und, ehe denn ich sterben muß, Die Seel' in Jesu Tod versenken Und nicht versparen meine Buß'! Mein Gott, ich bittꝰ durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit' mein Haus bestel⸗ Daß ich bereit sei für und für(len, Und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Vater, deck' all' meine Sün⸗ Mit dem Verdienste Jesu zu!(den Darauf allein will ich mich gründen, Mel. 348: Nach einer 325. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe, Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, Und finde hier kein solches Erbe, Das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie bald kann eine Blum' verblühn! Drum mache du mich stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Das gibt mir die gewünschte Ruh'. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bittꝰ durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. So komm' mein End' heut' oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; Auf ihn werf' ich all' meine Sorgen, Durch ihn versöhnet und geschmückt. Mein Gott, ich bittꝰ durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich leb' indes in dir vergnüget Und sterb' ohn' alle Kümmernis; Es gehe, wie mein Gott es füget, Ich glaub' und bin es ganz gewiß: Mein Gott, fürwahr durch Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gutl C. Juliane v. Schwarzburg⸗Rudolstadt. Prüfung kurzer Tage. Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch, wie du willst,— gib nur dabei, Daß ich wohl zubereitet sei! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe Und Jesus mich zum Leben weckt, Mag's nahe, mag es ferne sein, Die Erd' ist allenthalben dein. 5. Nun, treuer Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! Denn, bin ich nur dein Kind und Erbe, Und hab' ich Jesum nur bei mir, So gilt's mir gleich und geht mir wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. Beni. Schmolck. 8 *—— 2 — * 8 2—— *** ——— — * * — * é 4 2.— nig⸗ — 5—— zu Ort Durch man⸗ni men in den Frie⸗dens⸗port Und ruhn in 6* 6— U4 sten gehn von Ort —. 7 Die Chri —4 Und kom 2 1. — 3 +. —. 2— EEE Mit nach dem Lauf ⸗gen Jam h⸗ rer Kam falt x —.— * I + — 18 4 +. 5 zen⸗korn wird 2— 4 Das We ——ꝗ§‚ͤVDù— 2— 7 in 9— 1 sein i⸗ 4 cht ge⸗ sät. ung schö⸗ner Fru 7 2 Beet Auf Hoffnu ö * * 338 327. Lieder über Tod und Grab. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sei'n eure Schritte, Du friedevoll befreiter Geist, Du jetzt verlass'ne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, Dir glänzt der Morgenstern; Euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh' Der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit Der großen Offenbarung; Indessen bleibt das Pilgerkleid In heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß In Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn, So tief hinab, so hoch hinan! Nikl. Lud. v. Zinzendors. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 327. Kommt, Brüder, laßt uns Der Abend kommt herbei;(gehen! Es ist gefährlich stehen In dieser Wüstenei. Kommt, stärket euren Mut, Zur Ewigkeit zu wandern Von einer Kraft zur andern: Es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem! Ein jeder sein Gesichte Mit steter Wendung richte Hin nach Jerusalem! 3. Schmückt euer Herz auss beste Und mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus. Viel Lust und Freud' bringt Leid: Ein Pilger muß sich schicken, Muß dulden und sich bücken Die kurze Pilgerzeit. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen! Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen In jedem sauren Tritt. Wir gehn ins Ew'ge ein. Mit Gott muß miser Handel, Im Himmel unser Wandel Und Herz und alles sein. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wan⸗ Wir gehen Hand in Hand;(dern! Eins freuet sich am andern In diesem fremden Land. Laßt uns recht kindlich gehn, Uns auf dem Weg nicht streiten, So werden uns zur Seiten Die lieben Engel stehn. 6. Sollt' wo ein Schwacher fallen, Der Stärkre spring' ihm bei; Man trag', man helse allen, Man pflanze Lieb' und Treu'. Kommt, schließt euch fester an! Ein jeder sei der kleinste, Und jeder gern der reinste Auf unsrer Liebesbahn. 7. Kommt, laßt uns munter wan⸗ Der Weg nimmt immer ab.([dern! Es folgt ein Tag dem andern, Bald fällt der Leib ins Grab. Nur noch ein wenig Mut! Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ew'gen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Wenn, ewiglich zu ruhn, Mit allen seinen Frommen Wir heim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's tun! S E 68n? D EI SS D 3 Lieder über Tod und Grab. 328. 329. 339 9. Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl wagenswert, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein! Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten; Er soll uns alles sein! 10. O Freund, den wir erlesen, O allvergnügend Gut, O ewig bleibend Wesen, Wie reizest du den Mut! Wir freuen uns in dir, Du unsre Wonn' und Leben, Worin wir ewig schweben, Du unsre ganze Zier! Serh. Tersteegen. Mel. 167: Gott ist unsre Zuversicht. 328.Meine Lebenszeit verstreicht, Stündlich eil' ich zu dem Grabe, Und was ist's, das ich vielleicht Noch allhier zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod! Säume nicht! Denn eins ist not. 2. Lebe, wie du einst im Tod Wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, wie die Welt sie bot, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun; Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Dieses Herz, von Gott erneut, Gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Not Freunde hilflos um dich beben, Dann wird über Welt und Tod Dich dies reine Herz erheben; Dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet' und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst! Deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheun, Lern' auch seiner dich erfreun! 6. Ueberwind' ihn durch Vertraun, Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun; Denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: Es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken! Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken! Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. F. Gellert. Hs. G. Nägeli. —4 1. Da⸗heim ist's 329. , E 23..——...— — 2— gut! Da soll der Pil⸗ger ra⸗ 24 + **— EE 32. 51.— +—— F ö I IIDUU sten, Der sich mit Not und ee E—————‚—— IIII... 1.—* 14.—— 5—— legt er nach des Le⸗bens schwe⸗rem 116. Beim Va⸗ ter ab die ö é 84—m rn —.—— 98——————— EET—. ö 364 SIIII.I... ———1 —.— I—— ęz⁊ę¼:ͤ 325 1—— lang ge⸗trag⸗nen La⸗ sten. rn 3 e dr r r E .HIII ——— 2. Daheim ist's gut! Am treuen Vaterherzen Vergißt das Kind die ausgestandne Not, 0 Freut sich des R— lichten Morgen⸗ Der Ewigkeit nach überwundnen Schmerzen. 3. Daheim ist's gut! Da wehen Friedenspalmen Uns süße Kühlung zu nach heißem Streit Besieget ist nun alles Bilgeleß, Nach Angstgeschrei ertönen Sieges⸗ psalmen. 4. Daheim ist's gut! Da schmückt die Siegeskrone Aus Gottes Hand des treuen Käm⸗ pfers Haupt, i uinn Lieder über Lod und Grab. 330. 341 Und wer geliebt, gehofft und fromm Der Erdensohn sein hohes Wonne⸗ geglaubt, lied, Breingt Preis und Dank in hohem Da soll er ewig als ein teures Glied Jubeltone. Dem höhern Bund der Geister an⸗ 5. Daheim ist's gut! Daheim im gehören. Vaterschoße 7. Daheim ist's gut! Drum laßt Find' ich die Meinigen von Gott uns freudig ziehen verklärt, Durch Not und Tod ins ew'ge Die ich voll Schmerz im Pilgerland Heimatland! entbehrt Getrost hinan! Nach kurzem Pilger⸗ Und lang beweint an ihrer Gräber stand Moose. Wird es für uns erblühn und nie 6. Daheim ist's gut! Da singt in verblühen. Engelchören Joh. Heinr. Karl Hengstenberg. Otto Müller. S————— Eh——————— —.— E—0—.————— S.......*—.— —— 330 1. Mag auch die Lie⸗ be wei ⸗ nen, Es kommt ein e —— 2 . Sr Hn E— 8—8— V 2 9——— EEEEEEEEEEEEE EEEEE Tag des Herrn, Es muß ein Mor⸗gen ⸗stern Nach +7 25 4 4 S 2. IEEEEEE I.— 2 E 1 TZI.=—.—— ZSZ.— 5. 1 —2 2.——— L.— 1— 2—..— 4+.. F 5.i. + Mel. 351: Auferstehn, 331. Ja fürwahr! Uns führt mit sanfter Hand Ein Hirt durchs Pilgerland Der dunkeln Erde, Uns, seine kleine Herde. Halleluja! 2. Wenn im Dunkel auch sein Häuf⸗ Er wacht, der treue Hirt,(lein irrt: Und läßt den Seinen Ein freundlich Sternlein scheinen. Halleluja! 342 331. 332. Lieder über Tod und Grab. ——— 8.5— EHE. 7———— IL S......................... dunk⸗ler Nacht er ⸗ schei ⸗ nen. . * 6* + 2. Mag auch der Glaube zagen, 3. Mag Hoffnung auch erschrecken, Ein Tag des Lichtes naht; Mag drohen Grab und Tod, Zur Heimat führt sein Pfad, Es muß ein Morgenrot Aus Dämmrung muß es tagen. Die Schlummernden einst wecken. Fr. Adolf Krummacher. ja auferstehn wirst du. Aus Sturm und Wellen Zur Kühlung leiser Quellen. Hallelujal 4. Freundlich blickt sein Aug' auf Sein sanfter Hirtenstab uns herab; Bringt Trost und Friede; Er wachet sich nie müde. Halleluja! 5. Ja führwahr! Er ist getreu und Auch unsre Heimat ruht gut. In seinen Armen. 3. Sicher leitet aus des Todes Er uns auf grüne Au'n,(Grau'n 332. Am Grabe stehn wir stille Und säen Tränensaat, Des lieben Pilgers Hülle, Der ausgepilgert hat. 2. Er ist nun angekommen, Wir pilgern noch dahin; Er ist nun angenommen, Mel. 320: Christus, Sein Name ist Erbarmen! Halleluja! Fr. Adolf Krummacher. der ist mein Leben. 3. Er schaut nun, was wir glauben, Er hat nun, was uns fehlt, Ihm kann der Feind nichts rauben, Der uns versucht und quält. 4. Ihn hat nun als den Seinen Der Herr dem Leib entrückt, Und während wir hier weinen, Der Tod war ihm Gewinn. Ist er so hoch beglückt. SEDDESee— 1 — D& ee NOIr ESe- Lieder über Cod und Grab. 333. 334. 343 5. Er trägt die Lebenskrone Und hebt die Palm' empor Und singt vor Gottes Throne Ein Lied im höhern Chor. 6. Wir armen Pilger gehen Hier noch im Tal umher, Bis wir ihn wiedersehen Und selig sind, wie er. K. I. Phil. Spitta. Mel. 68: Durch Trauern und durch Plagen. 333. Stimm an das Lied vom Den ernsten Abschiedssang;(Sterben, Vielleicht läuft heut' zu Ende Dein ird'scher Lebensgang, Und eh' die Sonne sinket, Beschließest du den Lauf, Und wenn die Sonne steiget, Stehst du nicht mit ihr auf. 2. Es gibt nichts Ungewiss'res Als Leben, Freud und Not, Allein auch nichts Gewiss'res Als Scheiden, Sterben, Tod. Wir scheiden von dem Leben Bei jedem Lebensschritt; Uns stirbt die Freud' im Herzen, Und unser Herz stirbt mit 3. An unserm Pilgerstabe Ziehn wir dahin zum Grab, Und selbst des Königs Zepter Ist nur ein Pilgerstab. Ein Pilgerkleid hat allen Die Erde hier beschert; Wir tragen's auf der Erde Und lassen's auch der Erd'. 4. Geh, übersteig nur Berge Und Höh'n, es steht dir frei, Dem kleinen Grabeshügel Kommst du doch nicht vorbei. Da gehst du nicht hinüber, Und ist er noch so klein ⸗ Da bleibst du müde liegen, Da legt man dich hinein. 5. So sing das Lied vom Sterben, Das alte Pilgerlied, Weil deine Straße täglich Dem Grabe näher zieht. Laß es dich mild und freundlich Wie Glockenton umwehn; Es läute dir zum Sterben, Doch auch zum Auferstehn. E. J. Pyil. Spitta. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. 334. Der Herr der Ernte winket, Die reife Garbe fällt, Die Abendsonne sinket, Der Wandrer sucht sein Zelt. Dein Knecht geht, reif an Jahren, O Herr! zur stillen Rast. —— ihn im Frieden fahren, Wie du verheißen hast. 2. Er hat wohl viel getragen, Sein Lauf war lang und schwer; Nun fühlt er von den Plagen Des Lebens keine mehr. Sein Abend ist gekommen, Vollendet ist sein Tun; Wie wird er bei den Frommen Nun sanft und selig ruhn! 3. Dein Rat hat ihn geleitet, O Herr, oft wunderbar! Dein Schutz hat ihn begleitet In Nöten und Gefahr. Mit deines Geistes Stärke Hast du sein Tun gelenkt, Zum langen Tagewerke Ihm Kraft und Frucht geschenkt. U II UHIIL II — II 34⁴4 335. Lieder über Cod und Grab. 4. Du hast im Erdentale Dich still zu ihm geneigt, Den Weg zum Himmelssaale Dem Gläubigen gezeigt. Nun rief er, fest im Hoffen, Doch matt vom Erdenlauf: „Ich seh' den Himmel offen! Herr Jesu, nimm mich auf!“ 5. Wohl dir, du wirst ihn sehen, Den liebend du umfaßt! Wohl dir, dir ist geschehen, Wie du geglaubet hast! Der Herr bringt dir entgegen Der Treue Gnadenlohn. Uns bleibt dein Werk, dein Segen Und dein Gebet am Thron. 6. O Schöpfer und Erhalter, O führ' auch uns so treu, Und steh' uns noch im Alter Mit deiner Hilfe bei! O führ' uns, bis wir sterben, Auf deines Sohnes Bahn Und endlich nimm als Erben Uns dort mit Ehren an! Christ. Fr. Heinr. Sachse. ö 1844. ESSS SPSPSISISIIII... —1 33 5 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der ........——— 154⁵0—.—.— ö———————— WDDRDRce‚‚.‚ S E e Weg, die Ruh' ist lang; Gott füh⸗ ret ein, Gott— 133 35. — 2z———.—.. E..e 2— 5 5— 8———— 1 DEESEEE EEEEE e. aus: Wohl⸗an, hin⸗aus! Zum Blei⸗ben war nicht die⸗ses Haus. , I EE—— +2—..——.— + .————————— 1 279 72779.. 5 7 S= Lieder über Tod und Grab. 335. 34⁵5 2. Du Herberg' in der Wanderzeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid. Jetzt schließe, Welt, die Türe zu! Entschwinde du! Dein Gast geht in die ew'ge Ruh'; 3. Geht in ein bessres Schlafgemach; Die Freunde folgen segnend nach. Hab' gute Nacht! Der Tag war schwül Im Erdgewühl: Hab' gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Ein Siegeszug der Leichenzug.(Tuch, Triumph! Der Herr macht gute Bahn; Sein Kreuz voran, Das winkt und deutet himmelan! 5. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbat ein, Der nach des Werktags kurzer Frist Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist. 4* 1* 6. O selig, wer das Heil erwirbt, Daß er im Herrn, in Christo, stirbt! O selig, wer vom Laufe matt, Die Gottesstaßdt, Die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Todꝰ Du suchst so viel, und Eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil: Denk an dein Heil Und wähl' in Gott das beste Teil! 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? ritt Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schau' himmelwärts![Schmerz: Da, wo der Schatz ist, sei dein Herz! 9. Mit Gott bestell' dein Haus bei⸗ zeit'/ Eh' dich der Tod an Tote reiht! Sie rufen: gestern war's an mir, Heut' ist's an dir! Es ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wander⸗ stab, Aus Wieg' und Bett in Sarg und Grab! Wann, wie und wo, ist Gott bewußt: Schlag an die Brust, Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangenrot: Im Finstern droht Der Tod und überall der Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichental, Wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Grabesnacht Das Leben hat ans Licht gebracht! 13. Dein Trostwort klingt so hoch und ehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmer⸗ mehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ Dein Himmelgehn lerstehn, Läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich mit ihm ver⸗ traut, Schon hier die ew'gen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern' Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. Ehrist. Fr. Heinr. Sachse. IU+ II 346 336. Lieder über Tod und Grab. 14.—— 336 1 Lä⸗ 0. an Snendher gi ünn 400 Nun ist's stil⸗ le, Dei⸗ne Hül ⸗ le Schläft hier aus den 44 4 E —— L 1— *———— JI... + + BII trau⸗ tes Herzl letzten Schmerz, Und die Lie⸗ be, Wenn auch trü⸗ 1 ——— ‚D ‚.‚‚.‚.‚.‚..... ————————— 6 0..——————— 2 4 +— + +. Schaut durch Trä⸗nen ** L him⸗mel⸗wärts. 2. Geh zur Ruhe! Friedvoll tue Nun die müden Augen zu! Vielgeliebte, Vielgeübte, Deines Gatten Wonne du: All' die Deinen, Die hier weinen, Gönnen doch dir deine Ruh'! 3. Schlafe, schlafe! Seine. Kennt auch hier der treue Hirt. O hier schwindet, Was da bindet, — IE E—5—5 H —.—.—*.. ner e 5 .— 1———————— 3400 2 1 Was die Seelen quält und irrt! Dies Verwesen Schafft Genesen, Das dich ewig freuen wird. 4. Jauchzend stehen, Wiedersehen Wird dich unsre Liebe dann, Deren Zähre, Gott zur Ehre, Bitter, doch im Glauben rann. Dann beim Krönen Wird ertönen, Was die ew'ge Liebe kann! 22*2 He Lieder über TCod und Grab. 337. 347 5. Herr, umfasse Uns und lasse Leuchten hell dein Angesicht! Stets behüte Deine Güte Dieses Grab mit Freudenlicht! Laß dich loben Hier und droben; Denn die Liebe stirbet nicht! Alb. Knapp. —.— H4 EN —, 337. 1. Nein, nein, das 5—— ⸗ben, Zu sei⸗ nem ——. 4 n —„—— 4—.j—— E.— +*——H4 nem d. on.— E 2 F 55 Gott zu gehn, Der dun⸗keln Erd' ent⸗ flie ⸗hen Und zu der + 2 —.—, ren EE —1 9 4 2* 2— 2——— 4.— — Hei⸗mat zie ⸗hen In rei⸗ ne Ster⸗nen⸗höhn. 2. 2. Nein, nein, das ist kein Sterben, Ein Himmelsbürger sein, Beim Glanz der ew'gen Kronen In süßer Ruhe wohnen, Erlöst von Kampf und Pein. * 1 2— 2 1 —.‚— ö 11 D ————.—— nin H T 3. Nein, nein, das ist kein Sterben, Der Gnadenstimme Ton Voll Majestät zu hören: Komm, Kind, und schau' mit Ehren Mein Antlitz auf dem Thron! EE WIIU E II III 3⁴48 338. 339. Lieder über Tod und Grab. 4. Nein, nein, das ist kein Sterben, Dem Hirten nachzugehn. Er führt sein Lamm zu Freuden, Er wird dich ewig weiden, Wo Lebensbäume stehn. Mel. 183: Tag 338. Dich hoffen wir zu finden Dort, wo man nicht mehr stirbt, Und Kränze dir zu winden Dort, wo kein Glück verdirbt, Und dir ins Aug' zu blicken, Wo's keine Tränen gibt, Und dich ans Herz zu drücken Dort, wo man ewig liebt. 2. Indessen reißt mit Schmerzen Sich unsre Liebe los, Und legt von ihrem Herzen Dich unters Erdenmoos, Daß nach der Wallfahrt Schwüle Der stille Todesschlaf Die letzte Wunde kühle, Die dich hienieden traf. 3. Wir wissen uns verbunden Mit dir durch Christi Band, Des, der mit Todeswunden Für uns vom Grab erstand. 5. Nein, nein, das ist kein Sterben, Mit Herrlichkeit gekrönt Zu Gottes Volk sich schwingen Und Jesu Sieg besingen, Der uns mit Gott versöhnt. Nach Cäsar Malan. über alle Tage. Weil er zu Gott gegangen Ins ew'ge Heiligtum, Werd' ich auch einst umfangen Mein Kindlein wiederum. 4. Dann wirst du groß gediehen In Engelspflege sein; Dann wirst du fröhlich ziehen Mit sel'gen Kinderreihn. Und ach, all' unser Weinen Wird in des Himmels Raum Beim Wiedersehn erscheinen Als ein verflogner Traum. 5. Verklärt in Geisteswonne Umschwebest du den Herrn, Die wandellose Sonne, Als ewig heller Stern, Und erbst, was er ererbet Nach seinem Heldenlauf. Ihr Trauerklagen, sterbet! Ihr Psalmen, blühet auf! Alb. Knapp. Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. 339. Wenn kleine Himmelserben In ihrer Unschuld sterben, So büßt man sie nicht ein; Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Damit sie unverloren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Jesum eingeweiht. Sie sind bei Gott in Gnaden: Was sollt' es ihnen schaden, Wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kinde, Es stirbt nicht zu geschwinde. Zieh hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den Schafen. Die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe. 7== F... eeSe SIDSSEöEAEA — G Lieder über Tod und Grab. 340. 341. 349 Mel. 278: Gott ist getreu. 340. Zieh hin, mein Kind! Gott selber fordert dich Aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, Dein Tod betrübet mich; Doch, weil es Gott gefällt, So unterlass' ich alles Klagen Und will mit stillem Geiste sagen: Zieh hin, mein Kind! 2. Zieh hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, Darum befiehlt er dir Nun wieder fortzuziehn. Zieh hin! Gott hat es so versehen; Was Gott beschließt, das muß ge⸗ Zieh hin, mein Kind!(schehen. 3. Zieh hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott Ist wahre Freud' und Ruh', Mel. 86: Gott sei 341 · Auch die Kinder sammelst du, Treuer Hirt, zur ew'gen Ruh' Von dem Jammer dieser Welt, Der sie schon so früh befällt. 2. Sie entgehen allem Leid Dieser unruhvollen Zeit; Sie sind von Verführung frei, Sie bewahret deine Treu'. Kein Schmerz, der Seelen plagt. Hier müssen wir in Aengsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh hin, mein Kind! 4. Zieh hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eiltest fort, Eh' dir das Ungemach Verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide: Wer frühe stirbt, kommt bald zur Zieh hin, mein Kind![Freude. 5. Zieh hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen zarten Geist. Nun siehest du, Wie Gottes lieber Sohn Dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden; Du hast durch Jesum überwunden. Zieh hin, mein Kind! Sottfr. Hoffmann. Dank in aller Welt. 3. Dies Kind eilt der Heimat zu In die ew'ge Himmelsruh', Wo sein Heiland Jesus Christ Ewig nun sein alles ist. 4. Hoffend blicken wir dir nach In dein stilles Schlafgemach, Glauben an dein Auferstehn, Freuen uns aufs Wiedersehn. Hichter unbekannt. 350 342. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Lieder über gGericht und Ewigkeit. Phil. Nikolai.() . PPIIIIIIEIEET 342 1 Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim ⸗ me Der Wäch⸗ter de! Sie ru⸗ sen 2 5. 5——W*——— —————8 2—.—.— 4...— —.—.—*——.—— 1+2.—— . 2 LI. +— 1*——— iint ünen 8 D.V.—..* V— N— FN——.— 2 e eeenn a, e, e, der rerer ur 225370 U 1— 17 45* sehr hoch auf der Zin ⸗ ne; Wach' auf, du Stadt Je⸗ uns mit hel⸗ lem Mun⸗ de: Wo seid ihr klu⸗ gen e E. 2.— +—. +. +— DZ.—— J.. + 2 2.....— +—j—..——— — 2—— 12— 5— U F —2— IJ.VV RK...—.— + ——— ru⸗ sa⸗ lem! 2 rn 24 EV ẽi Lieder über Gericht und Ewigkeit. 343. 351 9—— nr dn err, Errr e Luner— EH 7 8—.—. 0 2—..— 7318 freud'; Ihr müs⸗set ihm ent⸗ge⸗ gen⸗ gehn! EEE 2*—.‚.‚‚.‚‚.—R .—————— 2. Zion hört die Wächter singen; Das Herz tut ihr vor Freude springen, Sie wachet und steht eilends auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht Nun komm, du werte Kron',(auf. Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all' Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr' und Preis sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, Mit Harfenklang und Psalterton! Von zwölf Perlen sind die Tore An deiner Stadt. Wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Auge sah zuvor, Noch hörte je ein Ohr Solche Freude! Des jauchzen wir Und singen dir Das Halleluja für und für. Phil. Nikelai. Melch. Frank. 343. ....— 435 1 Je⸗ ru⸗ sa ⸗ lem, du hoch⸗ ge⸗bau⸗te Stadt, Mein seh⸗nend Herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat EEEEE E —.5..— +2 +. 4.— 2 6— 5.—+ 35² 343. Lieder über Gericht und Ewigkeit. — 14— IE Wollt' Gott, ich wär' in dir! Und reißt sich los von hier; Weit ü⸗ ber Tal und 464, —— ..— EIIII E 2 2 2..———.dr un u mi, inEmn r n Hn Hinin. —.— be—— —— x 8 4———— H——— S... 2. O schöner Tag, o sel'ger Augen⸗ blick! Wann bricht dein Glanz hervor, Da frei und leicht zum reinen Him⸗ Die Seele steigt empor,(melsglück Da ich sie übergebe In Gottes treue Hand, Auf daß sie ewig lebe In jenem Vaterland? 3. O Himmelsburg, gegrüßet seist du mir! Hü⸗ gel, Weit ü⸗ber Flur und Feld Schwingt es die — — 4 vir wir ——7. E— DDDREE— U — ee.————— EMU en nn Een, ,ö. .... Glau⸗bens ⸗flü ⸗ gel Und eilt aus die⸗ser Welt. 4 ee ESAS*...—— 1— 4— VX 5—.. ————————— E— 5 1——1 ö Tu' auf die Gnadenpfort'! Wie lange schon hat mich verlangt nach dir, Eh' ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben Das Erb' der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch eine edle Schar Kommt dort gezogen schon? NEESNSS 1 66— 2 3 nn ne Lieder über Gericht und Ewigkeit. 344. 353 Was in der Welt von Auserwählten Trägt nun die Ehrenkron'.(war, Die wird auch mir gespendet Aus meines Jesu Hand, Nun ich den Lauf vollendet In jenem Tränenland. 5. Propheten groß, Apostel hehr und Blutzeugen ohne Zahl, hoch, Und wer dort trug des schweren Kreuzes Joch Und der Tyrannen Qual, Seh' ich in Ehren schweben, In Freiheit allzumal, Mit Klarheit hell umgeben Und sonnenlichtem Strahl. 6. Und lang' ich an im schönen Im Heiligtum des Herrn, Paradies, Dann schaut mein Geist, was er einst glaubend pries, Was er gesehn von fern. Das Halleluja schallet In reiner Heiligkeit, Das Hosianna hallet Ohn' End' in Ewigkeit. Joh. Matth. Meyfart. —.— 4 60 3 3⁴44 1. Je ⸗sus, mei⸗ ne ö— 12 Die⸗ 25 weiß 27 Zu ver⸗ scht Ean ich 1916 und mein Da⸗ rum —3 Se——3 SSS..... . —70— 4— DD————3——.— —*———— ů 24 9.— —.—, er. e 1—.— R Hei⸗land ist im Le ⸗ ben mich zu⸗ frie-den ge⸗ ben, Was die lan⸗ge H——‚‚.—.————.—— 2 1.—— +— E—.—.—. für Ge⸗ dan⸗ken macht? e EO²l R‚DD‚————— 2 e d +—— —...— 4 d en Ln 2.—.— 35⁴4 345. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt; Ich werd' auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden; Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh' ich; doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ja, ich selbst, ein Fremder nicht, Werd' in seiner Liebe brennen; Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgetan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd' ich ausgesät, Himmlisch werd' ich auferstehen. Zum Verwesen sink' ich ein, Dort werd' ich unsterblich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut! Jesus trägt euch, seine Glieder. Gebt nicht statt der Traurigkeitl Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaun' erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt wollt werden! Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein! Luise Henriette v. Brandenburg(7). Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. 345. Ermuntert euch, ihr From⸗ Zeigt eurer Lampen Schein.(men! Der Abend ist gekommen, Die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf! betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Oel, Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel'. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah'. Begegnet ihm im Reihen Und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfrau'n alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräut'gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen: Drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen, Der schönste Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten, Die Abendröte zeigt Den schönen Tag von weitem, Davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübtl eSEE S1 e GRERG. SS. SE Lieder über Gericht und Ewigkeit. 346. 85⁵ Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen Und mit gestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und Klagen In Freuden sonder Leid Mit leben und regieren Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron'. 7. Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid! Hier singt man Freudenpsalmen Im Frieden nach dem Streit! Hier steht nach Wintertagen Der Weizen wieder grün, Und die im Tode lagen, Sieht man zum Leben ziehn. 8. Hier ist die Au' der Freuden, Wo der getreue Hirt Selbst seine Schafe weiden Und köstlich tränken wird. Hier sind die goldnen Gassen Der hohen Friedensstadt, Die Glanz ohn' alle Maßen Und Gott zur Sonne hat. 9. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach' dich auf! Geh' auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach' ein Ende Und führ' uns aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Laur. Laurentii. Mel. 5: Nun danket all' und bringet Ehr'. 346. Der Herr bricht ein um Mit⸗ Jetzt ist noch alles still.[ternacht; Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; Er kommt, wenn niemand nach ihm Noch es für möglich hält. Ifragt 3. Wie liegt die Welt so blind und Sie schläft in Sicherheit[tot! Und meint, des großen Tages Not Sei noch so fern und weit. 4. Wer waltet als ein frommer Im Hause so getreu, Knecht Daß, wenn der Herr kommt, er gerecht Und nicht zu strafen sei? 5. Weckt ihr einander aus der Ruh', Daß niemand sicher sei? Ruft ihr einander fleißig zu: Seid wacker, fromm und treu? 6. Sind eure Lampen rein und voll? Brennt euer Glaubenslicht, Wenn nun der Aufbruch kommen soll, Daß uns kein Oel gebricht? 7. So wache denn, mein Herz und Und schlummre ja nicht mehr! Sinn Blick' täglich auf sein Kommen hin, Als ob es heute wär'! 8. Der Tag der Rache nahet sich, Der Herr kommt zum Gericht. Du, meine Seele, schicke dich, Steh' und verzage nicht! 9. Dein Teil und Heil ist schön und Steh' auf! Du hast es Macht.(groß. Ergreif im Glauben du das Los, Das Gott dir zugedacht! 10. O übergroße Seligkeit Nach abgelegter Last, Wobei dich, Seele, nicht gereut, Daß du gestritten hast! 11. Der Herr bricht ein um Mitter⸗ Jetzt ist noch alles still. Inacht; Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. ů — —.— —. — — —. ++ — 4— .— IDUU III I IIIL — e eSe ESeHCere— ö ρ* 8— x 1 I 40 2 5—. 4 S* 8 *— 234.. +—.— S NE E 8— ssü„ I— 3 rr xI ö + —— + 8— E V— 4 ö 8 HIuIN—— I S— ö‚ AH s N FIpe-S H 2 IIIi— ◻— ö—— 60 AIN 2— — 2—— 2—— + ö—. 2** 1⁴⁷— NM I*—— SH ö 2— 3 ö 1 HRE* M— 8 E S Iiii 0 ii. Ar 25 EN= II.—*— W s⸗-W A I 2. II— 2* 1——— 5.— 4 3* Mii V—————— 2——.—— 7— FVII.—— ——0— IS 6½ Yff IINN—— fHN. 2 0 U * — ID S I— II 1— 3. 84 ö 2 5— 838(H————* I 2.— W +—— —.— — R—. 5 RT EE EE e 1nn Fiun miai Lieder über Gericht und Ewigkeit. 348. 357 2. Hier, in diesen Pilgerhütten, In der heißen Prüfungszeit, Hier gibt's, bis man ausgelitten, Manche Not und manchen Streit; Hier wird oft die beste Kraft Von dem Weinen weggerafft. 3. Ach, wie wünsch' ich dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Salemsauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht! 4. Komm doch, führe mich mit Freu⸗ Guter Hirt, an deiner Hand![den, Bringe mich nach vielen Leiden In das rechte Vaterland, Wo dein Lebenswasser quillt, Das den Durst auf ewig stillt! 5. O der auserwählten Stätte Voller Wonne, voller Zier! Ach, daß ich schon Flügel hätte, Mich zu schwingen bald von hier Nach der neuerbauten Stadt, Welche Gott zur Sonne hat! 6. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Wo das schwache Schifflein treiben Sturm und Wellen hin und her: Ach, so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein! 7. Dann werd' ich nicht untersinken, Wär' das Meer auch noch so wild; Deine Leuchte wird mir winken Von dem Ufer hell und mild; Wenn gleich Mast und Segel bricht, Läßt doch Gott die Seinen nicht. Fr. Konrad Hiller. Heinr. Egli(7) 7 e.— . Nach 348. — 1 ei ⸗ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta⸗ ge Er⸗ (ODort, dort ver⸗wan⸗delt sich die Kla- ge In I ö. 2. ..——.— 25——— E—.——.— 6 ö—————— 22 7 3. ISEEEEEEEE 3 ö. war⸗ tet uns die E⸗ wig⸗keit; gött⸗li⸗ che Zu⸗frie⸗den⸗heit. Hier übt die Tu⸗gend 21 3 4 2.. —— +—2 W—.*— =—.— 12—8— 16 7 4—4 l Und je⸗ ne Welt reicht ihr den Preis. 5 x 2——.—. 7 r.——.—.— 2+—— n v.o owüse fe— 4 2. Hier such' ich's nur, dort werd' ich's finden, Dort werd' ich, heilig und verklärt, Der Tugend ganzen Wert empfinden, Den unaussprechlich großen Wert; Den Gott der Liebe werd' ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 3. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich Wesen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. 4. Da werd' ich das im Licht erkennen, Was ich auf Erden dunkel sah, Das wunderbar und heilig nennen, Was uner forschlich hier geschah; Da denkt mein Geist mit Preis und Dank Die Schickung im Zufammenhang. 5. Da werd' ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig singen 4 12 — Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Himmel jauchzen ihm. 6. Da werd ich dem den Dank be⸗ zahlen, Der Gottes Weg wich gehen hieß, Und ihn zu Millionen Malen Noch segnen, daß er mir ihn wies; Da find' ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. 7. Da ruft— o möchte Gott es eben!— Vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sei dir! Denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, Der Retter einer Seele sein! 8. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbar an uns soll werden Von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie Ist doch ein Augenblick voll Müh'! Christ. F. Gellert. Mel. 244: Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. 349. Es ist noch eine Ruh' vor⸗ handen: Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht. 8 auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird vor seinem Throne weiden: Wirf hin die Last und eil' herzu! Bald ist der heiße Kampf geendet, Bald, bald der schwere Lauf vollendet! Dann gehst du ein zu deiner Ruh'. 2. Die Ruhe hat uns Gott erkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. ‚öNEEet-: n Lieder über Gericht und Ewigkeit. 350. 359 Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut' einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr müden Seelen, Die manche Last und Bürde drückt! Eilt, eilt aus euern Kummerhöhlen, Geht nicht mehr traurig und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen; Nun hört zu euch den Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Mel. 342: Wachet auf! 350. Selig sind des Himmels Erben, Die Toten, die im Herren sterben, Zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken Des Todesschlummers folgt Entzücken, Folgt Wonne der Unsterblichkeit! Im Frieden ruhen sie, Los von der Erde Müh': Hosianna! Vor Gottes Thron Zu seinem Sohn Begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Ihr, der Ueberwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Dem Lamme, das geopfert ist.[Ehre Er sank wie wir ins Grab, Ihr seid mein Volk, das ich behüte! Ob Sünde, Welt und Hölle wüte, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen; Denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen, Welch süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehr erreichen, Wir werden den Erlöser sehn. Die Tränen wird vom Aug' er wischen, Sein Lebensstrom wird uns erfrischen Weit über Bitten und Verstehn. Joh. Sigm. Kunth. ruft uns die Stimme. Wischt unsre Tränen ab, Alle Tränen. Er hat's vollbracht! Nicht Tag, noch Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann, er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du hell uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr; Das Alte ist nicht mehr. Hallelujal Er sank hinab Wie wir ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Ir. G. Klopstoc. 860 351. Lieder über Gericht und Ewigkeit. Joh G. Beutler. . 1. Auf⸗er⸗stehn, ja auf⸗ er⸗stehn wirst du, Mein d d mri—.—..—.— S . der dich schuf, — 12 S ben. Hal⸗le⸗ lu⸗ ja! . e —— 2— W—5 E I E— 2. Wieder aufzublühn werd' ich ge⸗ Der Herr der Ernte geht sät; Und sammelt Garben, Uns ein, uns ein, die starben. Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ tränen Tag, Du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. ö Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden; Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler. Dann leb' ich Im Heiligtume Zu seines Namens Ruhme In Ewigkeit. luns sein; Ir. G. Klopstock. 4. Wie den Träumenden wird dann 2 — 4.— x „dei⸗nen 361 362. F. B. Benecken. 2—.— —— N — Lieder über Gericht und Ewigkeit. —0 1.— Herr + + — 2 + *— 8— — + H 8 2— 0 C XD 3 I V. —.— ——— or- aus äk 21 0 —4.— 2 2 29—86 Herz v ——. —.— — 5 I 7 2 — n en ne Mein — 1.½ — 9—— + 172 — 7 5 . — — + E — 4— gern mein mü⸗ des Le- ben, 4 — er⸗blickt Und hät⸗te 1— — I + +I E— XX 23Z7 E ö Und hät⸗ te Schö⸗pfer der Gei * — — + —— 4⁰ —. — 2 7 L 2 2 I I 0 36²2 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig: Drum ist dein Licht so schön. Könnt' ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heut' an auf ewig ö wohnen! 3. Doch ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heil'ger Geist gezeigt. Noch nicht genug bin ich gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir ver⸗ 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn' Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen, goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. einigt. Zoh. Tim. Hermes. Sam. Gottl. Auberlen. 9— vere ,. — ö EE—. 2.—. S Wie wird mir sein, wenn ich dich, Je⸗ su, 5 Wem ich ver-klärt vor dei ⸗ nem Thro-ne + 14— se⸗ he In dei⸗ner gött⸗lich ho⸗hen Ma⸗je ⸗stät, Cieder über Gericht und Ewigkeit. 353. 363 H SIII cs.. SSPSSSIIRRRR x ee +. 2 IE——, d r dureerrner 259— 2— 4 E ——— 2— 2„ ö————— ———.. re,. +2— 2—9 I . I rin⸗nen mir vom An⸗ge-sicht. —.4„ E-‚ —.I—— —8—.—— 121——2 U 0 4* ++ 2. Wie wird mir sein, wenn deines 4. Wie wird mir sein, wenn ich sie Hauptes Strahlen Mein Haupt umleuchten, das dem Grab entschwand, Und wenn im Himmelsglanz vor mir sich malen Die Freuden, die kein sterblich Herz empfand! Wie wird mir sein! O welche Seligkeit Empfind' ich, denk' ich jener Freuden⸗ zeit! 3. Wie wird mir sein, wenn Engel⸗ harfen tönen Und sanft ich ruh' in meines Hirten Scho Wenn ausgeweint sind alle meine Tränen, Und ich nun ganz von Erdenfesseln los! Wie wird mir sein, o du mein Herr und Gott, Wenn nicht mehr schrecken Sünde, wiedersehe, Die Teuren alle, die ich hier geliebt, Wenn ich mit ihnen in des Heilands Nähe Lobsingend steh', von Trennung nie betrübt! Wie wird mir sein! O Freuden ohne ahl, Ihr strömet Licht ins dunkle Erden⸗ tal! 5. Ja, unaussprechlich sind die sel'gen Freuden, Die dort der Herr mir einst bereiten wird. Drum will ich harren, stille sein und leiden, Bis mich nach kurzem Streit der treue Hirt Aus Gnaden führt zum ew'gen Frie⸗ den ein! Mein Herr, mein Gott, wie wird Höll' und Tod! alsdann mir sein! Eman. Christ. Gottl. Langbecker. -—D-p. Melodien⸗-Cabelle. Sie will zeigen, welche Lieder allenfalls auch nach andern als den gerade angewiesenen Melodien können gesungen werden. Man beachte dabei folgendes: 1. Die Melodien, welche unter den nämlichen Buchstaben aufgeführt sind, können, weil ihre Lieder den gleichen Versbau haben, miteinander vertauscht werden, soweit die Grundstimmung der Lieder und der Weisen dies gestattet. 2. Die fettgedruckten Zahlen bezeichnen die Liedernummern, bei denen die Melodie steht. 3. Melodien, welche bei den Liedern ihres Versbaues allein stehen, ohne eine Parallel⸗Melodie, sind in dieser Tabelle nicht aufgeführt. Vierzeilige Melodien. a. 4(Ich singe dir) mit 49. 152. 160. 5(Nun danket all') mit 53. 73 135. 312. 286(Getreuer Gott).[346. b. 71(Wohl einem Haus) mit 74. 309. 95(Vom Himmel kam) mit 76. 127. 98(Wir singen dir) mit 191. Sechszeilige Melodien. C. 100(Dies ist der Tag) mit 196. 146(Komm, Schöpfer Geist). 282(Von dir, o Vater) mit 54. 230. 51(Herr, der du mir) mit 276. 113(O Welt, sieh hier) mit 47. 52. 263. 339. 275(Was ist's, daß ich mich quäle) mit 280. d. 107(Wenn dir dein Zion Palmen 294(Mir nach, spricht Christus, unser streut) mit 58. Held) mit 304. Melodie n⸗Cabelle. 365 11(O daß ich tausend) mit 148. 119(Es ist vollbracht). 193(Ich bin getauft) mit 231. 229(Ich habe nun den Grund). 35(Dir, dir, Jehovah) mit 162. 25(Großer Gott, wir loben dich). 132(Jesus lebt, mit ihm auch ich) mit 228. 239. 301. 40(Gott des Himmels) mit 186. 101(Werde Licht, du Volk der Heiden) mit 178. 28(Laßt Jehovah hoch erheben). 82(Himmelskönig, Gott der Gnaden) mit 281. . 268(Wer nur den lieben Gott). 272(Mein Gott, wie bist du). 324(Wer weiß, wie nahe mir). 348(Nach einer Prüfung) mit 325. f. 118(Ach, sieh ihn dulden) mit 80. g. 167(Gott ist unsre Zuversicht) mit 328. 344(Jesus, meine Zuversicht) mit 163. 197. 227. ö h. 148(Komm, o komm) mit 290. 242(Liebe, die du mich) mit 258. 347(O Jerusalem) mit 172. 1. 142(Jesus Christus herrscht) mit 116. 265(Alles ist an Gottes Segen). 292(Will in trüben Kummertagen). Siebenzeilige Melodien. 1(Allein Gott in der Höh') mit 17. 56. 9(Sei Lob und Ehr') mit 140. 316 36(Gott, deine Güte reicht so weit) mit 216. 243. 273. 83(Zeuch an die Macht) mit 224. Achtzeilige 2(Nun danket alle Gott) mit 32. 81(Ach Gott, verlaß mich nicht) mit 296. K. 129(Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin) mit 288. 214(Aus tiefer Not) mit 212. 223(Nun freut euch, Christen) mit 69. 84. 133. 318(Wenn mein Stündlein). Melodien. 1. 78(Herr Gott, dich loben wir). 366 Melodien⸗Tabelle. m. 39(Aus meines Herzens) mit 141. 260.89(Nun jauchzet all', ihr Frommen) 87(Auf, auf, ihr Reichsgenossen) mit mit 92. 150. 88. 293. 327. n. 63(Durch Trauern) mit 39. 388. 183(Tag über alle Tage) mit 338. 90(Wie soll ich dich) mit 166. 225. 234(Aus irdischem Getümmel) mit 235. 266. 345. 249(Wenn alle untreu werden). 102(Die heiligste der Nächte) mit 104. 291(Bei dir ist Treu' und Glauben) 156. 334. mit 313. 112(O Haupt voll Blut und Wunden) 314(Es zieht ein stiller Engel). mit 126. 319. 321. 0. 16(Wie groß ist des Allmächt'gen 115(Wie bist du, Heiland, mit der Güte) mit 46. 139. Krone) mit 220. 20(Singt, singt Jehovah neue Lieder) 218(Wie mächtig spricht in meiner mit 68. 91. 108. Seele) mit 64. 305. 308. p·. 75(Sorge, Herr, für unsre Kinder) 262(Wie nach einer Wasserquelle) mit mit 300. 211. 306. 114(Der am Kreuz ist meine Liebe) mit 120. 283. 4· 123(O du Liebe meiner Liebe) mit 297. 222(Kehre wieder, kehre wieder) mit 161(Herz und Herz vereint zusammen) 192. 213. 255. mit 59. 182. 188. 254. T. 12(Womit soll ich dich wohl loben)134(Jesus, die erlösten Sünder) mit mit 322. 55. 122(Jesu, meines Lebens Leben) mit 202(Einem Herrn nur sollt ihr dienen) 131. 245. mit 181. Melodien⸗CTabelle. 367 Neunzeilige Melodien. 33(Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig). 336(Geh' zum Schlummer) mit 221. Sehnzeilige Melodien. t. 7(Wunderbarer König) mit 503. 174(Gott ist gegenwärtig). U. 187(Wort aus Gottes Munde) mit 284(Nein, ich will nicht sorgen) mit 240. 247. 50. 77. 274. Swölfzeilige Melodien. V. 149(O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein) mit 179. 238. 237(Wie schön leucht't uns der Morgen⸗ stern) mit 70. 72. 248. N. 79(Betet an vor Gott, ihr Sünder) 342(Wachet auf! ruft uns die Stimme) mit 165. 210. mit 164. 169. 350. Berieichnis der LTiederdichter. Alberti(auch Albert), Heinrich, 1604—1651, Organist in Königsberg. Nr. 40. Albinus, Johann Georg, 1624—1679, Rektor, dann Pastor in Naumburg (Sachsen). Nr 322. Altenburg, Johann Michael, 1584—1640, Pastor in Erfurt. Nr. 158. Annoni, Hieronymus, 1697—1770, Pfarrer in Muttenz bei Basel. Nr. 153. Arndt, Ernst Moritz, 1769—1860, Professor der Geschichte in Bonn. Nr. 58. 235. 313. Arnold, Gottfrieb, 1666—1714, Professor der Geschichte in Gießen, Pastor in ö Perleburg. Nr. 297. Aschenfeldt, Christoph Karl Julius, 1792—1856, Oberkonsistorialrat und Probst in Flensburg. Nr. 234. Wäähr, Christian August, 1795—1846, Pfarrer in Weigsdorf bei Zittau. Nr. 65. Baggesen, Karl Albrecht Reinhold, 1793—1873, Pfarrer am Münster in Bern. Nr. 105. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, 1774—1841, Professor in Tübingen, später Dekan zu Kirchheim unter Teck. Nr. 190. Barth, Christian Gottlob, 1799—1862, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, der unermüdliche Förderer der Mission. Nr. 166. Baumann, Gottlob, 1794—1856, Pfarrer zu Kemnath bei Hohenheim. Nr. 164. Betichius, Johann, 1650—1722, Diakon in Zerbst. Nr. 44. Bickel, Johann Daniel Karl, 1737—1809, Nassau'scher Hofprediger in Biberich. Nr. 179. Birken, Sigmund von, 1626—1681, Fürstenerzieher und gekrönter Dichter. Nr. 295. ö ö Bogatzky, Karl Heinrich von, 1690—1774, Verfasser vieler Erbauungsschriften (das„Schatzkästlein“). Nr. 162. CC IE „ Verzeichnis der Liederdichter. 369 Brandenburg, Albrecht von, Markgraf, 1522—1557, der Jüngere. Nr. 261(D). Brandenburg, Luise Henriette von, 1627—1667, Gemahlin des großen Kurfürsten. Nr. 216(7). 344(). Bruiningk, Heinrich von, 1738—1785, Bischof der Brüdergemeinde. Nr. 196. Bürde, Samuel Gottlieb, 1753—1831, Hofrat und Kanzleidirektor in Berlin. Nr. 283. Claubius, Matthias, 1740—1815, als der„Wandsbecker Bote“ ein gediegener Volksschriftsteller. Nr. 52. Clausnitzer, Tobias, 1618—1684, schwedischer Feldprediger, dann Pfarrer und Kirchenrat in der Kurpfalz. Nr. 171. Cramer, Johann Andreas, 1723—1788, Hofprediger in Kopenhagen, Kanzler der Universität Kiel. Nr. 18. 27. 197. Crasselius, Bartholomäus, 1677—1724, Pfarrer zu Düsseldorf. Nr. 35. Decius, Nikolaus, 1490(2)—1541, zuerst Mönch, dann feuriger Anhänger Luthers, seit 1524 Prediger in Stettin. Nr. 1. 117. Deßler, Wolfgang Christoph, 1660—1722, Konrektor an der Schule zum heiligen Geist in Nürnberg. Nr. 244. Diterich, Johann Samuel, 1721—1797, Pastor an der Marienkirche in Berlin. Nr. 92. 133. Döring, Karl August, 1783—1844, der eifrige Förderer der innern Mission, Prediger in Magdeburg, Eisleben und Elberfeld. Nr. 200. Eppler, Christoph Friedrich, 1822—1902, Pfarrer in Birsfelden bei Basel. Nr. 106. Feddersen, Jakob Friedrich, 1736—1788, Hauptpastor in Altona, Volks⸗ und Jugendschriftsteller. Nr. 280. Flemming, Paul, 1609—1640, Arzt, gekrönter Dichter, Begleiter einer Ge⸗ sandtschaft nach Moskau und Persien, starb in Hamburg. Nr. 263. Förster, Karl Christoph. Nr. 56. Franck, Johannes, 1618—-1677, Bürgermeister in Guben(Nieder⸗Lausitz). Nr. 78. 205. 240. Franck, Salomo, 1659—1725, Oberkonsistorial⸗Sekretär in Weimar. Nr. 34. 119. 125. 278. 24 370⁰0 Verzeichnis der Liederdichter. Freylingbhausen, Johann Anastafius, 1670—1789, Pastor zu Halle und Direktor in A. H. Franckes Waisenhaus. Nr. 246. Freystein, Johann Burkhard, starb 1720 als Hof⸗ und Justizrat in Dresden. Nr. 298. Frickert, Johann Ludwig, unbekannt. Nr. 168. Fritsch, Ahasverus, 1629—1701, Konsistorialpräsident und Kanzler in Rudol⸗ stadt. Nr. 114. Fröbing, Johann Christoph, 1746—1805, Diakon in Mark⸗Oldendorf bei Hildesheim. Nr. 37. Fröhlich, Abraham Emanuel, 1796—1865, Helfer und Professor in Aarau. Nr. 80. 81. 202. Garve, Karl Bernhard, 1763—1841, Prediger in der Brüdergemeinde von Herrnhut. Nr. 58. 103. 136. 308. 309. 310. Gedicke, Lampertus, 1683—1735, Garnisonsprediger in Berlin. Nr. 278. Geibel, Emanuel, 1815—1887, zu Lübeck. Nr. 139. Gellert, Christian Fürchtegott, 1715—1769, Professor in Leipzig. Nr. 13. 14. 15. 16. 17. 36. 45. 51. 100. 132. 189. 219. 275. 276. 277. 304. 305. 328. 348. Gerhardt, Paulus, 1607—1676, Prediger in Berlin, Archidiakon zu Lübben in der Lausitz. Nr. 8. 4. 5. 41. 42. 47. 57. 67. 70. 90. 97. 98. 112. 113. 150. 225. 266. 267. 293. 321. Gerok, Karl, 1815—1890, Oberhofprediger in Stuttgart. Nr. 203. Gesenius, Justus, 1601—1673, Oberhofprediger in Hannover. Nr. 121. Geßner, Georg, 1765—1843, Pfarrer am Großmünster und Antistes in Zürich. Nr. 155. Goltter, Ludwig Andregs, 1661— 1735, Geheimsekretär und Hofrat in Gotha. Nr. 12. 217. 300. Gregor, Christian, 1728—1801, Bischof der Brüdergemeinde in Herrnhut. Nr. 19. Günther, Cyriakus, 1649-1704, Gymnasiallehrer in Gotha. Nr. 128. 243 Wagenbach, Karl Rudolf, 1801—1874, Professor der Theologie in Basel. Nr. 169. 213. 290. Hahn, Michael, 1758—1819, Bauer, Stundenhalter und Erbauungsschriftsteller in Sindlingen(Württemberg). Nr. 181. Hardenberg, Friedrich von, mit dem Dichternamen Novalis, 1772—1801, Assessor und Amtshauptmann in Weißenfels(Thüringen). Nr. 185. 249. 250. Verzeichnis der Liederdichter. 371 Hecker, Heinrich Cornelius, 1699—1743, Oberpfarrer zu Meuselwitz im Alten⸗ burgischen. Nr. 187. Heermann, Johann, 1585—1647, Pastor zu Köben in Schlesien und in Lissa (Polen). Nr. 32 111. 120. 127. 238. Held, Heinrich, um 1640 Advokat zu Guhrau in Schlesien. Nr. 86. 148. Helmbold, Ludwig, 1532—1598, Rektor uud Pastor zu Mühlhausen in Thüringen. Nr. 260. Hengstenberg, Johann Heinrich Karl, 1770—1834, Pfarrer zu Wetter an der Ruhr(Westfalen). Nr. 329. Herberger, Valerius, 1562—1627, Prediger zu Fraustadt in Posen. Nr. 319. Hermann, Nikolaus, starb hochbetagt 1561, Kantor in Joachimstal. Nr. 318. Hermes, Johann August, 1736—1822, Oberprediger und Konsistorialrat in Quedlinburg. Nr. 118. Hermes, Johann Timotheus, 1788—1821, Professor und Pastor in Breslau. Nr. 352. Herrnschmidt, Johann Daniel, 1675—1723, Professor der Theologie in Halle. Nr. 10. 271. Herzog, Johann Friedrich, 1647—1699, Rechtskonsulent in Dresden. Nr. 49. Heußer⸗Schweizer, Meta, 1797—1876, Gattin des Arztes in Hirzel (Kanton Zürich). Nr. 256. 291. Hey, Wilhelm, 1789—1854, Superintendent zu Ichtershausen im Gothaischen. Nr. 312. Hiller, Friedrich Konrad, 1662—1726, Advokat in Stuttgart. Nr. 347. Hiller, Philipp Friedrich, 1699—1769, Pfarrer in Steinheim(Württemberg). Nr. 142. 152. 175. 231. Hoffmann, Gottfried, 1658—1712, Rektor in Zittau. Nr. 340. Homburg, Ernst Christoph, 1605—1681, Rechtskonsulent in Naumburg. Nr. 122. Ingolstetter, Andreas, 1633—1711, Marktvorsteher in Nürnberg. Nr. 296. Jorissen, Matthias, 1739—1823, deutscher Prediger im Haag(Holland). Nr. 23. Jud, Leo, 1482—1542, Zwinglis Freund, Pfarrer zu St. Peter in Zürich. Nr. 286. 37²2 Verzeichnis der Liederdichter. Kaiser, Nikolaus, 1784—1808, Prebiger in Hof(Bayern). Nr. 251. Kern, Gottlob Christian, 1792—1885, Professor, Pfarrer in Mühlacker an der Enz(Württemberg). Nr. 199. Keymann, Christian, 1607—1662, Rektor am Gymnasium in Zittau. Nr. 259. Klopstock, Friedrich Gottlieb, 1724—1803, der Sänger des„Messias“, in Hamburg. Nr. 210. 350. 351. Klotz, Martin, geb. 1819, Pfarrer in Zizers(Graubünden). Nr. 82. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, 1806—1878, Prediger in Berlin. Nr. 212. 258. Knapp, Albert, 1798—1864, Pfarrer in Stuttgart. Nr. 46. 77. 201. 289. 336.(337). 338. Knorr von Rosenroth, Christian, 1636—1689, geheimer Rat des Pfalz⸗ grafen von Sulzbach. Nr. 43. Krais, Friedrich Julius, geb. 1807, Pfarrer in Oferdingen(Württemberg). Nr. 115. Krause, Jonathan, 1701—1762, Pfarrer zu Liegnitz in Schlesien. Nr. 178. Krüger, Johann Christian, 1722— 1750, Schauspieler in Leipzig, Braunschweig und Hamburg. Nr. 218. Krummacher, Friedrich Adolf, 1768— 1845, Pastor in Bremen. Nr. 168. 330. 331. Küsster, Elieser Gottlieb, 1732—1799, Prediger und Generalsuperintendent in Braunschweig. Nr. 198. Kunth, Johann Sigismund, 1700—1779, Pastor und Superintendent zu Baruth in der Oberlausitz. Nr. 349. Vangbecker, Emanuel Christian Gottlieb, 1792—1843, Hofstaatssekretär in Berlin. Nr. 353. Laurentii, Laurentius, 1660—1722, Musikdirektor am Dom in Bremen. Nr. 129. 345. Lavater, Johann Kaspar, 1741—1801, Pfarrer zu St. Peter in Zürich. Nr. 64. 134. 144. 180. 208. 281. 282. Liebich, Ehrenfried, 1713—1780, Pastor zu Erdmannsdorf in Schlesien. Nr. 154. 278. 279. suther, Martin, 1483—1546, der Reformator Deutschlands. Nr. 95. 157. 214. 228. 317. Malan, Cäsar, 1786—1864, Theologe, Dichter und Musiker in Genf. Nr. 887. Mann, Johann Karl Gottlieb, 1766—1826, Archidiakon in Naumburg. Nr. 167. Verzeichnis der Liederdichter. 373 Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738—-1811, Professor und Rektor des Gymnasiums in Bremen. Nr. 108. Menzel, Konrad, 1834—1890, Pfarrer in Schönenberg(Kt. Zürich). Nr. 107. Mentzer, Johannes, 1658—1734, Pfarrer zu Remnitz bei Bernstadt in der Oberlausitz. Nr. 11. Meyfart, Johann Matthäus, 1590-1642, Professor und Pastor in Erfurt. Nr. 343. Moraht, Adolf, geb. 1805, Pastor in Möllen(Herzogtum Lauenburg). Nr. 257. Mudre, Johann Friedrich, 1736—1810, Pastor in Mittelsaida bei Freiberg (Sachsen). Nr. 101(7). Münter, Balthasar, 1735—1793, deutscher Prediger in Kopenhagen. Nr. 211. 232. Nägeli, Hans Georg, 1778—1836, der Vater des schweizerischen Männer⸗ gesanges in Zürich. Nr. 252. Neander, Joachim, 1650—1680, reformierter Prediger in Bremen. Nr. 6. 7. 8. 33. 48. 62. 323. Neander, Christoph Friedrich, 1724—1802, Probst zu Gränzhof in Kurland. Nr. 54. Neuffer, Christian Ludwig, 1769—1839, Stadtpfarrer und Schulinspektor in Ulm. Nr. 102. 286. Neumark, Georg, 1621— 1681, Bibliotheksekretär in Weimar. Nr. 268. Neumeister, Erdmann, 1671—1756, Hauptpastor zu St. Jakobi in Hamburg. Nr. 228. Neunherz, Johannes, 1653—1737, Oberpfarrer zu Hirschberg in Schlesien. Nr. 131. Niemeyer, August Hermann, 1754—1828, Kanzler und Rektor der Universität Halle. Nr. 284. Nikolai, Philipp, 1556—1608, Pastor zu St. Katharina in Hamburg. Nr. 237. 342. Notker, zubenannt Balbulus, um 850, Mönch im Kloster St. Gallen. Nr. 317. Oser, Friedrich, 1820—1891, Pfarrer zu Benken in Baselland. Nr. 88. Vfeffel, Gottlieb gonrab, 1756—1809, Prästdent des evangelischen Ronsi⸗ storiums in Kolmar. Nr. 177. Pfeil, Christoph Karl Zudwig, 1712—1784, preußischer Rat. Nr. 71. 37⁴ Verzeichnis der Liederdichter. Pfeiffer, Michael Traugott, 1771—1848, Lehrer der alten Sprachen und der Musik in Aarau. Nr. 26. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, Antistes in Basel. Nr. 69. 170. Probst, Jakob, geb. 1848, Pfarrer in Basel. Nr. 316. Psalmen, von verschiedenen bearbeitet zu Goudimels Tonsätzen. Nr. 20. 21. 22. 23. 24. 38. 178. 220. 262. 285. Puchta, Christian Rudolf Heinrich, 1808—1858, Pfarrer in Augsburg. Nr. 59. 68. 104. 137. 188. Räder, Johann Friedrich, 1815—1872, Kaufmann in Elberfeld. Nr. 287. Rambach, Johann Jakob, 1693—1735, Professor der Theologie in Gießen. Nr. 193. 206. 226. Rieger, Magdalena Sibylla, 1707—1786, Gattin des Stadt⸗ und Landvogtes Eman. Rieger in Blaubeuren. Nr. 221 Riggenbach, Christoph Johann, 1818— 1890, Professor der Theologie zu Basel. Nr. 61. Rinkart, Martin, 1586—1649, Archidiakon in Eilenburg. Nr. 2. Rist, Johann, 1607—1667, Prediger zu Wedel in Holstein, mecklenburgischer Kirchenrat. Nr. 66. 87. 204. Rodigast, Samuel, 1649— 1708, Gymnasialrektor in Berlin. Nr. 270. Rothe, Johann Andreas, 1688—1758, Pastor zu Thommendorf in der Ober⸗ lausitz. Nr. 229. 339. Rückert, Johann Friedrich, 1789—1866, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin. Nr. 98. Sacer, Gottfried Wilhelm, 1635—1699, Rechtskonsulent in Wolfenbüttel. Nr. 63. 141. Sachse, Christian Heinrich, 1785—1860, Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. Nr. 334. 385. Schalling, Martin, 1532—1608, Pastor in Nürnberg. Nr. 30. Scheffler, Johannes, auch Angelus Silesius genannt, 1624—1677, kaiser⸗ licher Hofmedikus, nachher bischöflich Breslauischer Rat. Nr. 241. 242. 294. Schirmer, Michael, 1606—1673, Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin. Nr. 89. 149. Schlegel, Johann Adolf, 1721—1798 Seneralsuperintendent in Hannover. Nr. 248. 65 +7 * ö Verzeichnis der Liederdichter. 37⁵ Schlosser, Ludwig Heinrich, 1663—1728, Prediger zu St. Katharina in Frankfurt a. M. Nr. 75. Schmid, unbekannt. Nr. 145. Schmidt, Johann Eusebius, 1669—1745, Prediger in Siebleben bei Gotha. Nr. 159. Schmolck, Benjamin, 1672—1737, Hauptpfarrer in Schweidnitz und Schul⸗ inspektor. Nr. 50. 60. 126. 130. 172. 186. 194. 227. 274. 325. Schneesing, Johannes, starb 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. Nr. 215. Schöner, Johann Gottfried, 1749—1818, erster Pfarrer an der St. Lorenz⸗ kirche in Nürnberg. Nr. 2383. Schröder, Johann Heinrich, 1666—1728, Pastor zu Meseberg bei Magde⸗ burg. Nr. 245. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 1739—1791, Musikdirektor, später Hof⸗ und Theaterdichter in Stuttgart. Nr. 176, 307. Schütz, Johann Jakob, 1640—1690, Advokat und Rat zu Frankfurt a. M. Nr. 9. Schwarzburg⸗Ru dolstadt, Emilie Juliane, Reichsgräfin, 1637—1706. Nr. 324. Senitz, Elisabetha von, 1629—1679, Hofdame in Brieg und in Oels(Schlesien). Nr. 123. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801—-1859, Superintendent zu Burgdorf im Lüneburgischen. Nr. 72. 165. 182. 192. 222. 254. 255. 288. 314. 315. 332. 333. Stegmann, Josua, 1588—1632, Professor der Theologie in Rinteln. Nr. 31. Strauß, Viktor Friedrich von, geb. 1809, Kabinetsrat und Bundestags⸗ gesandter zu Frankfurt a. M. Nr. 29. 73. 156. Sturm, Christoph Christian, 1740—1786, Hauptpastor zu St. Petri in Ham⸗ burg. Nr. 79. Sturm, Julius Karl Reinhold, 1816—1896, Pfarrer zu Köstritz im Fürstentum Reuß. Nr. 191. 292. Tersteeg en, Gerhard, 1697— 1769, Bandweber in Mühlheim an der Ruhr. Nr. 99. 151. 174. 247. 327. Thilo, Valentin, 1607—1662, Professor der Beredsamkeit in Königsberg. Nr. 88. Titius(Tietze), Christoph, 1641—1703, Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg. Nr. 269. 376 Verzeichnis der Liederdichter. Weber, Heinrich, 1821—1900, Pfarrer in Höngg bei Zürich. Nr. 19(Vers 2 und 3). 84. ö Weingärtner, Sigismund, um 1600 Prediger in oder bei Heilbronn. Nr. 264. Weißel, Georg, 1590—1635, Pfarrer in Königsberg. Nr. 85. 224. Wessenberg, Ignaz Heinrich von, 1774—1860, Coadjutor des Bistums Konstanz. Nr. 138. Widmer, Leonhard, 1808—1868, Lithograph in Zürich. Nr. 28. Winkler, Johann Josef, 1670—1722, Domprediger und Konsistorialrat zu Magdeburg. Nr. 299. Wolf, Jakob Gabriel, 1683—1754, preußischer Hofrat und Professor der Rechte in Halle. Nr. 301. Wolf, Salomon, 1752—1810, Pfarrer und Dekan in Wangen bei Zürich. Nr. 21. 22. 109. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725—1761, Prediger und Waisenhausdirektor in Bunzlau(Schlesien). Nr. 76. 195. 308. Baremba, Felicien, 1794— 1874, russischer Graf, dann Missionar. Nr. 170 Vers 3. Zeller, Christian Heinrich, 1779—1860, Stifter und Leiter der Armenkinder⸗ und Armenlehreranstalt Beuggen oberhalb Basel. Nr. 184. 258. Ziegler, Johann Konrad. 1692—1731; Kandidat der Theologie in Schaff⸗ hausen. Nr. 91. Zimmermann, Johann Christian, 1702—1783, Superintendent zu Ueltzen (Hannover). Nr. 306. Zinzendorf, Niklaus Ludwig, Graf von, 1700—1760, Gründer der Brüder⸗ gemeinde zu Herrnhut. Nr. 160. 161. 188. 230. 302. 326. 346. Zinzendorf, Christian Renatus, Graf von, 1727—1752, Sohn und treuer Gehilfe des vorigen. Nr. 124. Zwick, Johannes, 1496—1542, der Reformator von Konstanz, zuletzt in Bischofszell. Nr. 140. Zwingli, Huldreich, w1484—1531, der Reformator Zürichs. Nr. 259. Bearbeitungen altlateinischer Hymnen: Nr. 25. 94. 116. 146. Aus den Gesängen der Böhmischen Brüder: Nr. 74. 96. Aus andern Gesangbüchern: Nr. 55 Leipziger Gesangbuch von 1697. Nr. 147 Aargauer Gesangbuch. Nr. 143 Berliner Gesangbuch. Nr. 207 St. Galler Gesangbuch. Unbekannt sind die Dichter bei Nr. 39. 110, 209. 265. 311. 320. 341. PIIII S8 88 88(—— 8—5——** 1 S Alphabetisches Register. Abschied will ich dir geben Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott, verlaß mich nicht Ach sieh ihn dulden, bluten, sterben Ach wiederum ein Jahr ver⸗ schwunden. Allein Gott in der Höh' sei Ehr' Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen Alles ist euer Allgenugsam Wesen. Am Grabe stehn wir stille An dir allein, an dir hab' ich gesündigt Auch die Kinder sammelst In Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott und nicht auf meinen Rat Auf meinen lieben Gott Auf, teure Seelen, auf. Aus irdischem Getümmel Aus meines Herzens Grunde. Aus tiefer Not schrei“ ich zu dir Bang und doch voll— 0 Freuden Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bei dir ist Treu' und Glauben Betet an vor Gott, ihr Sünder. Bleibt bei dem, der euretwillen. Bleibt, Kinder, bleibt Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dGar Christi Blut und Gerechtigkeit Christus, der ist mein Leben. Christ, wenn die Armen manches⸗ mal Daheim ist's gut. Das Jahr ist nun zu Ende Das walte Gott, der helfen kann Dein König kommt in niedern Hüllen Der am Kreuz ist meine e Liebe Der du die Wahrheit selber bist Der du in Todesnächten Der Herr bricht ein um Mitter⸗ nach ³ Der Herr der Ernte winket 378 Alphabetisches Register. Der Herr fährt auf gen Himmel Der Herr, mein Hirt Der im Heiligtum du wohnest Der König kommt, der Herr der Ehren 8— Der Mond ist anfgenaurgen Der Tag ist hin, mein 0 bei mir bleibe Des Herren Majestäst Dich hoffen wir zu finden. Die Christen gehn von Ort zu Ort Die Gnade sei mit allen Die Gnade unsers Herrn. Die goldne Sonne Die Gottesseraphmd Die heiligste der Nächte Die Himmel——— des Ewigen Ehre Die Lerche stieg am Dstermorgen Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ.*** Dies ist der Tag, den Gott ge⸗ machht Dir, dir, Jehova, will ich singen Dir geb' ich hin mein 3 und Sinn Dir will ich danken bis z zum Grabe Du bist's allein Du bist's, dem Ruhm und Chre gebühret Du klagst und fühlest die Be⸗ schwerden Du schöne Welt, wie herrlich schmückt* Durch Trauern und durch Plagen Eine Herde und ein Hirrt Einem Herrn nur sollt ihr dienen Nr. 141 27 164 17⁵ Eines wünsch' ich mir vor allem andernn Ein' feste Burg ist unser Gott. Ein neues Jahr ist angefangen. Eins ist Not, ach Herr, dies Eine Entschwunden ist das Sonnenlicht Erfüllt sind Stund' und Zeiten Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge Erhebt den Herrn, ihr Frontmen Erhöhet die prächtigen Pforten der Sieggse Erhör', o Gott, das heiße Flehn Ermuntert euch, ihr Frommen Es ist ein Strom erflossen Es ist noch eine Ruh' vorhanden Es ist vollbracht, er ist verschieden Es saß ein frommes Häuflein dort Es zieht ein stiller Engel. 2 Ewig, ewig bin ich deen Fahre fortt¶f Fortgekämpft und sortgerungen Fröhlich soll mein Herze springen Frohlock', mein Herz, weil Jesus Ehrist** Früh laß mich deine Gnade hören Frühmorgens, da die Sonn' auf⸗ geht Geduld ist euch vonnöten. Geh aus, mein Herz, und suche Freudz*— Geh zum Schlummer ahne Kummer Geist der Liebe, Geist der Gnaden Gelobt sei Gott! Er ist geboren Getreuer Gott, ich hoff' auf dich Gib Frieden, Herr, gib Frieden Nr. 201 1⁵5⁷ 68 245⁵ 53 10⁴ 15⁵ 92 14⁵ 198 84⁵ 156 349 119 153 31⁴ 197 159 281 9⁷ 14⁴ 46 1²⁷ 203 57 336 213 10⁵ 286 31³ 2.——“ ** 9—“ett‚“et“ettt““e“. A 29ee‚e —8.88....2998.. Alphabetisches Register. 379 Nr. Nr. Gott bei mir an jedem Orte. 253 Herz und Herz vereint zusammen 161 Gott, deine Güte reicht so weit. 36 Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Gott des Himmels und der Erden 40 Not 259 Gott, du lässest Treu' und Güte. 55 Hilf, Herr Jesu, laß Letugen 366 Gottesruhe, Sabbatstille.. 176Himmelan geht unsre Bahn. 227 Gottes Stadt steht fest gegründet 165 Himmelan, nur himmelan 233 Gott hat in meinen Tagen 280 Himmel, Erde, Luft und Meer 8 Gott ist gegenwärtig 174 Himmelskönig, Gott der Gnaden 82 Gott ist getreu 5 278 Hinab geht Christi Weg... 296 Gott ist mein Hirrt 285 Hirte deiner Schafe. 350 Gott ist mein Hort. 189Höchster Tröster, komm hernieder 154 Gott ist mein Lied 18 Gott ist's, der regieer. 22 Ja, fürwahr, uns führt mit sanf⸗ Gott ist unsre Zuversicht 16⁷ ter Hand 331 Gott sei Dank in aller Welt. 86Ja, Tag des Herrn, du soast mir Gott, vor dessen Angesichte 306 heilig. 18⁰ Gott will's machen. 271 Jauchzet, ihr Himmel 99 Großer Gott, wir loben dich 25 Ich bin ein Gast auf Erden. 321 Ich bin getauft auf deinen Namen 193 Halleluja, schöner Morgen 173Ich bleib' bei dir 25⁷ Halt' im Gedächtnis Jesum 00 243Ich erhebe mein Gemüte 38 Harre, meine Seele 287 Ich geh' zu deinem Grabe 126 Heiland, deine Menschenliebe. 226Ich habe nun den Grund gefunden 229 Herr, dein Wort, die edle Gabe 188 Ich hab' in guten Stunden 276 Herr, der du einst gekommen bist 160Ich hab' von ferne 352 Herr, der du mir das Leben. 51Ich sag' es jedem, daß er lebt 135 Herr, die Erde ist gesegnet 59Ich singe dir mit Herz und Mund 4 Herr, dir ist niemand zu ver⸗ Ich steh' in meines Herren Hand 288 gleichen 18Ich und mein Haus, wir sind Herr, du wollst uns vorbereiten 210 bereit 72 Herr Gott, dich loben wir 78Ich weiß, woran ich nlause 235 Herr Jesu, Gnadensonne 217Ich will dich lieben, meine Stärke 241 Herr Jesu Christ, der du bewein⸗ Ich will von meiner Missetat 216 test 80Jehova, Jehova. 17⁷ Herr, vor dein Antlitz treten awei 73 Jerusalem, du hebgedaute Stabt 343 Herr, vor dem die Engel knieen 37Jesu, deine tiefen Wunden 120 Herzlich liedb hab' ich dich, o Herr 30Jesu, Freund der Menschenkinder 208 Herzliebster Jessu. 111Jesu, geh' voran 33 202 380 Alphabetisches Register. Jesu, meine Freude Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als König Jesus, die erlösten Sünder Jesu, Seelenfreund der Deinen. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Chre Im Namen des Herrn Jesu Christ In allen meinen Taten In der Angst der Welt will ich nicht klagen In der stillen Einsamkeit.** Ist Gott für mich, so trete Kehre wieder, kehre wieder Komm, Jesu, läutre die Gedanken Komm, o komm, du 8995 des Le⸗ bens Komm, Schöpfer Geist rehr' 2bel uns ein Kommt, Brüder, laßt und gehen Kommt her, denn alles ist bereit Kommt ins Reich der Liebe Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mir die Feier deiner Leiden Laß, Gott, mich Sünder Gnade fsinden... Lasset uns zum Heiland gehen Laßt Jehova hoch erheben Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Liebster Jesu, wir sind hier, dich Lobe den Herren, den mächtigen Königgg ũL Nr. 240 12²2 14² 13⁴ 181 132 34⁴4 22⁸ 24 196 263 31⁵ 62 225 222 308 148 146 Lobe den Herren, o meine Seele Lob' Gott, du werte Christenheit Lobsingt am frohen Erntefest. Lobt den Herrn! Das Sterngefilde Lobt den Herrn! Die Gnadensonne Mache dich, mein Geist, bereit Macht hoch die Tür', die Tore weit* Mag auch die Liebe weinen Marter Jesu, wer kann dein ver⸗ gessen Meine Lebenszeit verstreicht Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. Meinen Jesum lass' ich nicht Meine Seele voller Fehle. Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh? Mein Gott, ich weiß wohl, baß ic sterbe Mein Gott, wie bist du so ver⸗ borgeen Mein Jesu, der du vor Lem Schei⸗ den. Mir ist Erbarmung Widerfapren Mir nach, spricht Christus, unser Held. Mit dem Herrn fang' alles an. Mit Ernst, ihr Menschenkinder Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nach einer Prüfung kurzer Tage Nein, ich will nicht sorgen Nein, nein, das ist kein Sterben Nicht menschlicher Ret Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit 15² F V D — 8883 0 898898898 898988 898988989889889888 8 88 8 88 22—.—— Alphabetisches Register. Nun danket alle Goret Nun danket all' und bringet Ehr' Nun freut euch, Christen, insge⸗ mein g.. Nun geh' uns auf, du Morgenstern Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ Nun jauchzet all', ihr Frommen Nun laßt uns gehn und treten. Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet hat O Betlehem, du kleine Davids⸗ stadt* O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte O du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande O Gott, du frommer Gott O Gott, o Geist, o Licht des Lebens O Haupt voll Blut und Wunden O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein O heiliger Geist, o heiliger Gott O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit O Hirt, du getreurrr O Höchster, deine Gütigkeit. O Jerusalem, du schöne O Jesus Christ, mein Leben O Jesu, Herr der Herrlichkeit O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. O Jesu, meine Wonne O Lamm Gottes, unschuldig. O selig Volk, des Gott du bist. O Welt, sieh hier dein Leben O wie freu'n wir uns der Stunde Ringe recht, wenn Gottes Gnade Schafft mit Ernst, ihr Menschen⸗ Ander 30⁰ Schau' hin, dort in Gethsemane Schaut die Mutter voller Schmer⸗ den Schmücke dich, o liebe Seele Schöpfer meines Lebens Seele, dein Heiland ist frei von den Banden Seele, sei zufrieeeen Seele, was ermüd'st du dich. Seid eingedenk, o teure Kinder⸗ scha... Sei heilig uns, o Feierzeit Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut Selige Seelen Selig sind des Himmels erben Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Singt, singt Jehova neue Lieder So jemand spricht: Ich liebe Gott Sollt' es gleich bisweilen scheinen Sollt' ich meinem Gott nicht singen Sorge, Herr, für unsre Kinder So ruhest du, o meine Ruh. Stillehalten deinem Walten Stimm' an das Lied vom Sterben Such', wer da will. Tag über alle Tage Teures Wort aus Gottes Munde Tut mir auf die schöne Pforte. Trauernd und mit bangem Sehnen Treuer Heiland, wir sind hier Unwiederbringlich schnell entfliehn Verlaß mich nicht Verzage nicht, o Häuflein Hen Vom Himmel kam der Engel Schar 382 Alphabetisches Register. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz Von Gott will ich nicht lassen Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen Wach' auf, mein Genz, die Nacht ist hin Wach' auf, mein Herz⸗ und singe Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf, ruft uns die Stimme Walte, walte nah und fern Warum sollt' ich mich denn grämen Was Gott tut, das ist wohlge⸗ tan, es bleibt. Was Gott tut, das ist wohlge⸗ tan, so denken Was ist's, daß ich mich quäle Was mein Gott will, gescheh' all⸗ zeit Was zagst dn, Herz, auf dunkler Bahn Wenn alle untreu werden* Wenn Christus, der Herrr. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte Wenn der Herr einst die Gefangnen Wenn dir dein Zion Palmen streut Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben. Wenn mein Stündlein vorhanden istt: Wenn mich die Sünden kränken Werde Licht, du Volk der Heiden Wer ist wohl wie ddwunmn. Wer nur den lieben Gott 1 waltenn Wer weiß, wie nahe mir mein Ende— Wie bist du, Heiland, mit der RKrone Nr. 282 260 162 Wie flieht dahin der Menschen Zeii Wie Gott mich führt, so will ich gehn Wie groß is des Allmächt'gen Güte Wie herrlich strahlt der Morgen⸗ stern· Wie ist der Tag jo sreudenreich Wie könnt' ich sein vergessen. Wie lieblich ist das Haus des Herrn Wie mächtig spricht in meiner Seele Wie nach einer Wasserquelle. Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ. Wie schön leucht't uns der Mor⸗ genstern 3* Wie soll ich dich eupfangen 2 Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe Wie wohl ist mir, o Freund der Seele Will in trüben Kummertagen Willkommen, Held im Streite Wir danken dir, o Vater, heut'. Wir flehn um deine Gnade Wir schwören heut' aufs neue Wir singen dir, Immanuel Wir treten in das neue Jahr Wohlauf, wohlan zum letzten Gang Wohl einem Haus, da Jesus Christ Womit soll ich dich wohl loben. Wort aus Gottes Munde. Wort des Lebens, lautre Quelle Wunderbarer König. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrnn. 2 Zeuch ein zu meinen Toren* Zieh' einher, du Ostersonne Zieh' hin, mein Kind! Gott selber fordert dich. Zum Himmel bist du eingegangen 143 H Gesangbuch für die eangelische uhr Der Deutschen Zchweiz. ᷑ñ☚rny..::; Bearbeitet für den Rankton Schaffhausen. Basel Verlag von Helbing& Lichtenhahn vorm. Reich-Detloff. 1911. Register Ach bleib bei uns, Herr 161 Christ. 463 Ach bleib mit deiner Gnade— Auf, mein Geist, dem Herrn zu singen Dieß ist die Nacht, da mir er⸗ schienn— Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Gelobet seist du, Jesu Christ. Gott, mein Theil und höchstes Gut Gott ruft der Sonn und schafft den Mond Hallelujah! bringt ihm Ruhm Herr, du fährst mit Glanz und Freuden Herr, zu dir schrei ich mit Thränen zum Anhang. —.—..—.—. Nr. 37⁴4 37⁵ 377 Jehovah, meine Hülf auf Erden Komm, heiliger Geist, Herre Gott Lobt den Herrn, ihr Gotteskinder Lobt den Herren inniglich. Mein Gott, das Herz ich bringe dir Mein König, den die Liebe Schaut die Mutter voller Schmer⸗ zen(Melodie) Sei mir tausendmal Legrüßet Singt unserm Gott ein neues Lied Stärk uns, Mittler, dein sind wir Strahl der Gottheit, Kraft der oöhe Wenn Gott einst unsre Bande ebricht Weh uns, wenn Gott nicht bei⸗ gestanden wär Wo soll ich fliehen hin. Liturgische Gesänge beim heiligen Abendmahhhl. Die Passionsgeschichte. Einige Verse zur Passionsgeschichte Druck von M. Werner⸗Riehm in Basel. Altfranzösische Weise. ö 5 . 0 —— — . — —.— 5 + H — HN ECN VLNI — — E 1. Chor:“) Lobt den Her⸗ren in niglich, Freundlich er er 65 —..— 2 —5 — x — —6.— u —* 35⁴ 23 ne Gnad und Freundlich⸗keit zei ⸗get sich. Gemeinde: Sei 1— * II 1 II II 1 + — 2 EU— * 2 5 — x* — ** ◻— 8 RV — —— TfRN— ES 4 —. 7 2 — 5 *) Wechselgesang zwischen Chor und Gemeinde. 354. Psalmen. — 15. Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Chor: Gem.: Lobet Gott, deß Majestät Ueber alle Götter geht. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Dankt dem Herrn, gebt ihm die Ehr! Er ist aller Herren Herr. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Lobet unsers Schöpfers Kraft, Die so große Wunder schafft! Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Er ists, der die Himmel ziert, Und ihr Heer so weislich führt. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Er gebot, da stieg das Land Hoch empor am Meeresstrand. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Himmel, Erde, Sterne schuf Er durch seinen Allmachtsruf. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Sieh, er jührt den Tag herauf, Zeichnet, Sonne, dir den Lauf. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Auch des Mondes milder Schein Ladt zu seinem Lobe ein. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt ihn alle Ewigkeit. Schweigend preist der Sterne Heer, Ewig flammend, Gottes Ehr. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Auf, ihr Völker in der Welt, Rühmt den Herrn, der euch erhält. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Gott ists, der uns Hülfe schickt, Der uns segnet und erquickt. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Er entscheidet in dem Krieg, Sendet Frieden, schenkt den Sieg. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Seinem Volk, das ihn verehrt, Hat er Glück und Heil be⸗ scheert. Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Ihm, der ob uns herrscht und wacht, Werde Lob und Dank gebracht! Seine Gnad und Freundlichkeit Währt in alle Ewigkeit. Pfalm 186. Altfranzösische Weise. ö — 355. Psalmen. — — 4.— — + II — thumiSchwingt euch in der lig⸗ 2 — le⸗lu⸗jah! Bringt ihmRuhm, bet Gott im Hei V— ——3 Hal Lo 1.0 2 V —.— 2—— P— — E 2— 4——5.—, 147 4— ö 8 — or Bis — 2 —— 2—.—5 nem Th 4 —— Heil⸗ gen Ch 2 1 — ron em⸗por! sei⸗ 8 * 7 22777 — met sei⸗ ne Wun bet die Rüh Lo + D. der ⸗macht, hab- ne Pracht ke. ßen Wer⸗ gro er * — 2 2.. 1 — 5— 2 —5— 11 55 — — *— 2 Sihüpien — lich — —1ĩ BI . H I. NI V ———— — ·ke keit und Stär Sei⸗ner Herr 2 2 — 6 356. Psalmen. 2. Lobt ihn mit Posaunenklang Und mit fröhlichem Gesang; Rührt mit innigstem Gefühl Eurer Harfen lieblich Spiel! Lasset, Gott zum Wohlgefallen, Euers Psalters Jubelton Laut erklingen, daß davon Unsre Tempel wiederhallen! 3. Lobet Gottes Herrlichkeit, Seine Huld und Freundlichkeit! Singt und jubelt: groß ist er, Ihm allein gebührt die Ehr! Stimmet alle froh zusammen, Rühm' es, was nur Odem hat: Groß ist Gott von Rath und That! Lobt den Herren ewig! Amen! Pfalm 150. —1.—.5— 1— ᷣ2 356. 1. 0 9— mei⸗ Hülf auf 4 Dir, dir 19½ ee A ani,.— .:...... ——*——— f 9— — 77— ů—— 4 +— 4 4 .. ver⸗trau ich in Ge⸗ 4 6 3 P3— 1— ——.—* +————4— 2 ——— E—.——2...— 5 +2*———— E—. + I 220—* +— x ů—— 9— EA— 2—2— wer ⸗ den, Er⸗ret⸗te mich nach dei ⸗ ner Huld ([:. EDI—4 ——2 n ren n nnmam-. N. m 4 — α . Psalmen. 356. 7 2. Ich will, mein Fels, zu dir nur fliehen, Sei meine Burg, mein starker Hort! Laß deine Hülfe nicht verziehen, Erfüll an mir dein gnädig Wort! 3. Mein Trost und Heil ist dein Erbarmen, Seit meiner Jugend trau ich dir. Du trugst mich, Herr, auf Vater⸗ armen, Von Mutterleib an halfst du mir. 4. Nur deinem Ruhme will ich leben, Und die erfreute Seele soll Dich alle Tage, Gott, erheben, Vom Preise deines Namens voll. 5. Verwirf mich nicht in meinem Alter; Und wenn nun meine Kraft vergeht, Verlaß mich nicht, o mein Erhalter, Bei welchem meine Hülfe steht. 6. Dir, dir will ich mich ganz er⸗ geben Und harren, Herr, auf dich allein; Will täglich mehr dein Lob erheben Und deines Ruhmes Zeuge sein. 7. Mein Mund soll deine Güte loben, Ich bete dich in Demuth an, Und rühme deiner Hülfe Proben, Die ich nicht alle zählen kann. 8. Ich geh einher in deiner Stärke, Herr, Herr! von deiner Kraft belebt; Nur deine Gnad, nur deine Werke, Die sind es, die mein Lied erhebt. 9. Du hast schon in den Jugend⸗ jahren Mich deine Wunder, Gott, gelehrt; Drum preis' ich laut, was ich erfahren, Und was mir deine Huld bescheert. 10. Sei nun auch in dem grauen Alter Mein Licht und Trost, dann thut mein Mund, Herr, deine Treu, o mein Erhalter! Den Kindern und den Enkeln kund. 11. Wie hoch ist deine Wunderstärke, Wie ist doch deine Güt so reich! Du thust, Jehovah, große Werke. Wer thut so viel, wer ist dir gleich? 12. Du hörst nicht auf, mich zu be⸗ glücken, Und neigest gnädig dich zu mir; Du kommst, mit Trost mich zu er⸗ quicken. Herr, was ich bin, verdank ich dir. 13. Wach auf, mein Psalter, Gott zu Ehren, Ertöne, Harf, zu seinem Ruhm! Ich will des Herren Lob vermehren Als sein erlöstes Eigenthum. 14. Ich will lobsingen, ich verhehle Die Gnade nicht, die mich beglückt. Es jauchzt mein Mund, und meine Seele, Die du getröstet, jauchzt entzückt. Psalm 71. Psalmen. 357. Altfranzösische Weise. nen. N nen Steigt hin⸗ 2 dir schrei ich mit Thrä =bet, mein brünstig Seh 1 Herr, zu Mein Ge —. — — ö * *.. ll + — —2 — — — I..l. F XE 2 —.— 357. 3— 2— ——. I— 2²— auf zu dir, mein Gott, WMe 2.— — — —6 1 Der mir hilft in Angst und Noth. i H e. ft hab ich mit Be⸗ ten O wie o e Auch des Nachts, vom TTT ßen Nö⸗ then, ⸗sucht in gro⸗ Gott ge 2 *— 2 —.—— SZ.qII— + AALi streckt! ne Hand zu ihm ge — Psalmen. 358. 9 2. Meine Seele liegt darnieder, Aller Trost ist ihr zuwider; Denk ich gleich an Gott allein, Fühl ich dennoch Angst und Pein. Sag ich ihr, wie Gott sonst hörte, Gnädig gab, was ich begehrte: Sink ich doch in neues Leid Und vergeh vor Traurigkeit. 3. Da erst dringt mir zu Gemüthe Deine Kraft und deine Güte, Die vor Alters immerdar Herrlich an den Deinen war. Da entsinne ich mich wieder Meiner bald verlernten Lieder, Und durchirre bei der Nacht Tausend Proben deiner Macht. 4. Solltest, Vater, du mich hassen Und mich ewiglich verlassen? Wirfst du keinen Gnadenblick Auf mich Armen mehr zurück? Wallt dein väterlich Gemüthe Nun in Zorn, statt sonst in Güte? Soll dein Wort nicht feste stehn, Nicht mehr in Erfüllung gehn? 5. Nein, ich will mich nicht mehr kränken, Gottes Hand kann Alles lenken; Trauen will ich, Herr, aufs neu Deiner längst bewährten Treu. Deine Liebe, deine Stärke, Die so manche Wunderwerke Bisher für dein Volk gethan, Bet ich wieder dankbar an. 6. Heilig pflegst du zu regieren, Selig pflegst du mich zu führen, Wer ist doch, o Gott, wie du, Der so große Wunder thu? Wundergott! nur dir gehören Alle Kräfte, Sieg und Ehren; Denn so weit die Sonne geht, Leuchtet deine Majestät! Psalm 77. 306 à.—— 0 ernr— ISE—.—. + x CSEEV*—— +— e, EH Hn iinre Hie wrn +. 1 D— 94 e . +— HEEAEE ,n mitrnn ö 171 Sag, Is⸗⸗ ra⸗ el, was wä⸗ ren wir nun⸗mehr, Da 7*8 „ 2 ö AEEE———————.—. I— 10 358. Psalmen e EI —A——— +—— H., ....——6——.—.—. 7 K Menschen, stolz auf ih re Zahl und Pracht, Sich wi⸗ der e.. * II.........—6—4 11— 1————.—.—... 5—— 1 FPFFtt T T T TTT EHNE——— SD—D‚ L2— SL 2— 4— 2— 5..— uns so grim⸗mig auf-ge-macht? Weh uns, wenn Gott nicht 3— . —.—.———— 4— 2— + D.eee—————— 2 44.—. 21 + 1 + 1 12 7 r e , er AH——— EI II.——— +4 IL EXX— 2..— II 5 bei⸗ge⸗ stan⸗den wär! 94.—— .—.—— Ef 4—— D.— I 19 2. Sie hätten uns Wadder An in 3. Gelobt sei Gott, der 10 so herz⸗ Wuth lich liebt Und ihren Grimm getihlt! in unserm Und nicht zum Raub in ihre Zähne Blut. giebt! Wir wären längst im wilden Strom versenkt Und rettungslos im Meeresgrund er⸗ tränkt. Sie hätten uns verschlungen in der Wuth. Wir sind entflohn, so wie ein Vöge⸗ lein Der Schling entrinnt, und wär sie noch so fein. Gelobt sei Gott, der uns so herzlich liebt! Psalmen. 359. 11 4. Gott sei gelobt! denn wir sind Der Himmel, Erd und Meer hervor⸗ völlig frei, ebracht. Das lose Garn der Feinde ist entzwei. Gelobt sei Gott, denn wir sind völlig Denn unsre Hülfe steht auf Gottes ö frei! acht, Psalm 124. 06.—7 4.1 — 4—.— E 359 4. Ddem 9 einst uns⸗ re Ban⸗de bricht, Uns führt gen é n—IJ— IRPPR———————— e e e D . D Ud auchzen laut 8 gehn mit un⸗serm 901 ein Nach 1. stand⸗nen e .———— ö——55 E 5 5— I*— +J.. 2—— 2—— ²— e Pil⸗ 908 0 nr Dann staunt die gan-ze Welt uns — 15 EEE——ù P— N N 0 1 — 5 n. ö*—— 2—.— 2— + + 1— IIX— 3 x +* 7— ꝗ—— HI H— —D 0— e ui In.. — 1 + 2..——— h 2——— 2— en Een n ene, nner durer ire een wne. —. 2. O ja, das hat der Herr gethan! Wir staunen auch dieß Wunder an Und stehen da und sehn erfreut Auf ihn, den Herrn der Herrlichkeit, Der den Gefangnen Freiheit sendet, An allen bald sein Heil vollendet. Du kannst es thun, du, dessen Hand Uns Bäche schafft im dürren Sand. Mel. 101: Werde Lich 360. Auf, mein Geist, dem Herrn Meine Seele, lobe ihn!(zu singen! Stets soll ihm mein Lied er⸗ 5 klingen, Ihm, durch den ich leb und bin! Bis an meines Lebens Ziel Töne ihm mein Saitenspiel. 2. Menschen, ruft die Menschenkinder Nicht um Schutz und Hülfe an! Pocht auf keine Macht der Sünder, 3. Die ihre Saat mit Thränen streun, Die ernten dort mit Freuden ein. Der Säemann geht aus und weint, Weil alle Müh verloren scheint; Geht auf und ab, streut seinen Samen Mit Thränen, doch in Gottes Namen, Und kehrt, o wer beschreibt sein Glück! Mit reichen Garben einst zurück. Psalm 126. t, du Volk der Heiden. Die sich selbst nicht helfen kann. Fürsten sind nur Asch und Staub Und, wie wir, des Todes Raub. 3. Wohl dem, der auf Gott ver⸗ trauet, Deß Hülf der Gott Jakobs ist! Der all seine Hoffnung bauet Auf den Herrn, der mächtig ist, Und, als Herrscher aller Welt, Ewig Treu und Glauben hält. Psalmen. 361. 13 4. Er beschützt das Recht der Armen, Die man dränget und bedroht; Seine Fülle, sein Erbarmen Sättigt uns in Hungersnoth. Die Gefangnen macht er frei Von dem Joch der Tyrannei. 5. Er, der Herr, ists, der den Blin⸗ Liebreich schenket das Gesicht.(den Sehet, die Gebeugten finden Bei ihm Stärke, Trost und Licht. Schaut, wie Gott, der Alles giebt, Immer treu die Frommen liebt. Mel. 5: Nun danket 361. Singt unserm Gott ein Lobsing ihm alle Welt!(neues Lied, Singt ihm, der gnädig auf uns sieht, Ein Lied, das ihm gefällt. 2. Lobt seinen Namen Tag für Tag Und prediget sein Heil, Daß alle Welt erkennen mag, Er sei der Frommen Theil. 3. Erzählt den Heiden seine Ehr Und große Wunderthat; Sagt allen Völkern rings umher, Was er verrichtet hat. 4. Er ist sehr groß, voll heilger Wer gleichet diesem Herrn?[Pracht, Er hat das Firmament gemacht, Und Sonne, Mond und Stern. 5. Es geht sehr schön und lieblich In seinem Heiligthum.(zu O Schaar der Völker, bringe du Dem Herren Preis und Ruhm! 6. Dankt seinem Namen für und für, Kniet hin vor seinem Zelt; Verehret ihn in heilger Zier, Es fürcht ihn alle Welt! 6. Er ists, der den Fremdling schützet, Der die Wittwen hält im Stand, Der die Waisen unterstützet, Führt an seiner Vaterhand. Aber die ihm widerstehn, Müssen rathlos irre gehn. 7. Er, dein Gott, ist Herr und König, Sein Reich währet ewiglich. Zion, sei ihm unterthänig, Freu mit deinen Kindern dich. Sing ihm, denn er ist mit dir, Hallelujah! für und für. Pfalm 146. All' und bringet Ehr. 7. Geht, sagt den Heiden allzumal, Wer unser König sei; Ihm dienen Völker ohne Zahl, Ihm kommt kein König bei. 8. Sein Reich ist wie die Welt so Und nie wird es geschwächt; sweit, Er bleibet bis in Ewigkeit Und führt die Völker recht. 9. Wohlauf, o Himmel, freue dich! Sei fröhlich, Erdenkreis! Auf, Meer, und brause freudiglich Zu unsers Königs Preis! 10. Das Feld sei fröhlich rings umher Und alles, was drauf steht! Ihr Wälder, rauscht zu seiner Ehr, Die nimmermehr vergeht. 11. Schaut auf, der Herr kommt zum Ja, er erscheinet schon;[Gericht, Er giebt der finstern Erde Licht Und Heil von seinem Thron. 12. Er richtet heilig Herrn und Im weiten Kreis der Welt;(Knecht Durch seine Wahrheit wird das Recht Auf Erden hergestellt. Psalm 96. DN E 1 E ö 1540. — 105 F — — J Adventslied. —— 362. 1. — 4 — 15 ⸗nig, den die Lie Mein Kö +4 ⸗der ⸗ vol- lem Trie Mit wun 0 — + 1 362. —52*—— . en, L dE — zieht, „müht. Du willst nicht, ——. ——— ins E⸗lend um mein Le⸗ ben du be —.— zu mir ö ab 4.4— 5 2 ———28— 2 2—..— Dich jam ⸗mert mei ⸗ n e — wählst du +4 LI“. Noth; Da⸗ mit ich nicht ver-der ⸗⸗ be, Er Adventslied. 362. 15 — +I.—— 20— R— Wint Kiabe i ö Schmach und Tod, Ver-läßt des Him⸗-mels Freu-den, Nimmst —— DI‚I‚..‚.—.‚‚.—.. 1— —....— 7.—.———.— 2.— rre in nni 65 ärnir, .—.— 2.—— en.— —. ——— 325984—— e 2—⁊——. — 75 I... 8 L———5— 5 38. ö an dich Fleisch und Blut, Den bit-tern Tod zu — 1 eee H1 = 9 7.— 2——— 2—— —..——D—.— 4—.—.— lei ⸗ den, Der Welt und mir zu gut. — ......——— —— 2. O segensvolle Zeiten, 3. Erhabner Ehrenkönig! Da du uns Armen wolltest nahn! Komm, zieh in meinem Herzen ein. Du kommst: mit tausend Freuden Die ganze Welt, wie wenig Stimm ich mein Hosianna an! Wird sie in meinen Augen sein, Dir sing ich meine Psalmen; Wenn du mit Heil und Frieden Mit frohem Geist und Sinn Zu mir, dem Sünder, eilst Streu ich dir auch die Palmen Und gnädiglich hienieden Des Glaubens freudig hin. Mir Trost und Rath ertheilst; Herr, höre doch mein Lallen, Wenn die erfreute Seele Du wollst es nicht verschmähn. In deiner Liebe ruht Eil, laß es dir gefallen, Und deines Worts Befehle Mich gnädig anzusehn! Mit treuem Willen thut! 363. Weihnachtslieder. 4. Wohl mir, du kommst gegangen; Sieh her, ich öffne Thor und Thür! Mit brünstigem Verlangen Erwartet dich mein Geist allhier! Es wallt dir schon entgegen Die Seele, die dich liebt, Und die in deinen Wegen Sich gern und kindlich übt. Vor dir werf ich mich nieder Und bete gläubig an, Weil ich durch dich nun wieder Zum Vater kommen kann. 5. O wenn ich dich nur habe, Immanuel! was fehlt mir dann? Dann acht ich keiner Gabe, Die Erd und Himmel geben kann. Dann bin ich hoch erhoben, An allen Gütern reich, Kind Gottes hier, und droben Den selgen Engeln gleich; Dann ist des Himmels Wonne Und jene Krone mein. Ein Strahl von dir, o Sonne, Verdunkelt jeden Schein! 6. Hilf, Herr, laß wohlgelingen! Hilf, Helfer, meiner Schwachheit auf, Gieb Wollen und Vollbringen Und fördre gnädig meinen Lauf: Daß ich nur dir gefalle, Du, meiner Seele Glück! Und kindlich vor dir walle In jedem Augenblick, Daß ich dir unterthänig Und stets gehorsam sei. Ja dir, mein Gott, mein König, Gelob ich ew'ge Treu. 7. Wann du dereinst erscheinest, Umringt von deiner Engel Schaar, Und dann dein Volk vereinest, Das dir schon hier ergeben war: Dann blick ich voller Freuden Auf dich, mein König, hin; Nichts kann mich von dir scheiden, Weil ich schon deine bin. Nichts ist, was mich erschrecket, Weil dein Verdienst mich schützt: Der Herr ist's, der mich decket, Der auf den Wolken sitzt. M.(. v. Silberrad. 1793. 13. Jahrhundert. 7 363. 2 1—9 E. d deex.. 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗ su Christ, Daß du . . Drt Weihnachtslieder. 363. 17² D‚ JZ.—. E.——.—/—2— —..——L2.ZI— J... μμì + RDD‚DR‚‚.— 55—— 0* E Wi Lüie Mensch ge⸗-bo-ren bist Von ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr, Deß e E 4——7 SSSEEEEEEEEEEEE ⁴ 1 + E.—— 2.1 2— 1.— 2.— 1171 9⁰ 5•90 Er——4.— 7 3·,—.—. A EO—..—— n freu et sich der En-⸗gel Schaar Hal⸗le ⸗lu⸗ jah! 6½ —2 + 5 J +—+. .te‚r˖......— 1. I. 3 +1 2— I 12 1 I 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippen findt. In unser armes Fleisch und Blut Verhüllet sich das ewge Gut Hallelujah! 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß. Der liegt in Mariens Schooß; Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Hallelujah! 4. Das ewge Licht geht da herein, Giebt der Welt ein neuen Schein. Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah! — 5. Der Sohn des Vaters Gott von Ein Gast in der Welt hie ward[Art, Und führt uns aus dem Jammerthal, Er macht uns Erben in seim Saal. Hallelujah! 6 Er ist auf Erden kommen arm. Daß er unser sich erbarm Und in dem Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich Hallelujah! 7 Das hat er alles uns gethan. Sein groß Lieb zu zeigen an. Deß freu sich alle Christenheit Und dank ihm deß in Ewigkeit. Hallelujah! 2 Dr. Martin Luther. 18 364. Weihnachtslieder. 365. Neujahrslied. Mel. 193: Ich bin getauft auf deinen Namen. 364. Dieß ist vie Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit. Dieß Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit. Und dieses Welt⸗ und Himmelslicht Weicht hunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz aus dieser kleinen Höhle Dringt weit in alle Welt hinein; Er treibet weg der Hölle Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern ver⸗ gehen Mel. 1: Allein Gott in der 365. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond, Das Jahr darnach zu theilen. Er schafft es, daß man sicher wohnt, Und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! 2. Herr, der da ist und der da war! Von dankerfüllten Zungen Sei dir für das verfloßne Jahr Ein heilig Lied gesungen; Für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, Für Fried und Ruh, für jede That, Die uns durch dich gelungen. Vielleicht in noch gar kurzer Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebeslicht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen ihren Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachts⸗ sonne, Durchstrahle meiner Seele Grund; Dein Licht sei meine Weihnachtswonne Und mach es meinem Herzen kund, Wie ich, des Weihnachtsglanzes voll, In deinem Lichte wandeln soll. C. F. Nachtenhöfer. 1624—1685. Höh sei Ehr(oder Nr. 9. 3. Laß auch dieß Jahr gesegnet sein, Das du uns neu gegeben; Verleih uns Kraft,— die Kraft ist dein— In deiner Furcht zu leben. Du schützest uns und du vermehrst Der Menschen Glück, wenn sie zuerst Nach deinem Reiche streben. 4. Gieb uns, wofern es dir gefällt, Des Lebens Ruh und Freuden; Doch schadet uns das Glück der Welt, So gieb uns Kreuz und Leiden; Nur stärke mit Geduld das Herz, Und laß uns nicht in Noth nund Schmerz Die Glücklichern beneiden. Passionslieder. 366. 19 5. Hilf deinem Volke väterlich 6. Laß Weisheit und Gerechtigkeit In diesem Jahre wieder; Auf ihrem Stuhle thronen; Erbarme der Verlaßnen dich Laß Tugend und Zufriedenheit Und der bedrängten Glieder. In unserm Lande wohnen, Gieb Glück zu jeder guten That Daß Treu und Liebe bei uns sei: Und laß dich, Gott, mit Heil und Dieß, lieber Vater, dieß verleih Auf unsre Obern nieder.[Rath In Christo, deinem Sohne! C F. Gellert. 15²⁵ SI.... T SDSPSPSSSSSPDPSPSSPꝑ‚ꝑ‚i‚‚i.....— *— SPEPRPE 1 Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Der Welt und 366. 6Es geht und trä⸗ get mit Ge-duld Die Sün⸗-den IDEDD ——— + 142.—.— ID—.— E—. 5 E 12——— 9— e e ee, SꝗSꝗꝑPSPSPSPSPSPSPSPSPSPSPSPSPPIPIPII I. 32 5 5 ö ih ⸗ rer Kin ⸗ der,—. al„ ler Sün: der. Es geht da- hin, wird matt und — 5.7.*— e UEN=— IP I 2— EEEEEEEEEEEE..— 3—.. 2—II I 1.— — 36 1 n 4—4—.— .SP........... T —— 2—.. ö krank, Es giebt sich auf die Wür⸗ge⸗ bank, Ent⸗zieht sich al⸗len TFTIRNN .— 366. Passionslieder. 35 ö —.— 4— SenN Si 8 Freu ⸗ den. Es nimmt auf ii cm⸗ 91 und Saut, Was f — 2——.8——.— SSPSPSPIPISIEIEIIIEII..— ————— —.—.——H——— —2— V0 en ee, nn. Wun⸗den, Strie-men, Kreuz und Tod Und spricht: Ich wills gern d e. ——. d— EE — en rtnnr. n. — 12 2—.— +— I ö 0 —5 IAl er 2* —. 13 den. —.— — e— * Dieß Lamm ist Jesus, unser Freund, Der Heiland unsrer Seelen. Den wollte Gott, der Sünden Feind, Zum Sündentilger wählen. Geh hin, nimm dich der Sünder an, Die auch kein Engel retten kann Vom Fluch und vom Verderben. Der Fluch ist schwer, die Noth ist groß; Du kannst und sollst sie machen los Durch dein unschuldig Sterben. 3.„Ja, Vater, ja, von Herzensgrund! Leg auf, ich wills gern tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Thun an deinem Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht! Du kannst, was nie ein Mensch ge⸗ dacht Gott seinen Sohn abdringen. O Liebe, Nebe, du bist stark! Du streckest den in Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen. . Passionslieder. 367. 4. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleichwie du mich, Mit Liebesarmen fassen; Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz im Tode bricht, Sollst du mein Leben bleiben; Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiemit zu deinem Eigenthum Aus Lieb und Dank verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopser bringen. Mein Born des Lebens soll sich dir Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen; Und was du mir zu gut gethan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein Gedächtniß schließen. 6. Und geh ich einst, mein Retter, Zu deines Reiches Freuden, lein So soll dein Blut mein Purpur sein, Darein ich mich will kleiden; Es soll sein meines Hauptes Kron, In welcher ich will vor den Thron Des ewgen Vaters gehen, Und dir, dem er mich anvertraut, Als eine wohlgeschmückte Braut An deiner Seite stehen. P. Gerhardt. 7 ö Sei mir tau⸗ send⸗ In ge⸗ grů Z. E— ßet, Der mich 1. Je⸗ su, der du selbst ge- bü ⸗ ⸗ ßet, Das, wo⸗ 9 Ln e e e SASSSISIT— n, e an,. 4⁷1* I. 2..——„D——.—.— IDI I.— — 100 de mune u dee.„—...— 2— e;:.. T ———I.Iee. . je und je ge⸗ liebt,— mit ich dich be⸗ trübt! Ach wie ist mir doch so wohl [E: 4 HIEF + +— —— + 2— EI FE II ⁊3..— 4* I I 12.—— 1Hꝛ— +.. I 2—..— E.— II——.— LI +....—.—. 2 D 367. Oassionslieder. nm wan — 583 ö F b Wenn ich knien und lie⸗ 6 gen soll 0 dem 0 ze, da du 2. Ich umfange, herz und küsse Deiner heilgen Wunden Zahl, Schau mit Andacht deiner Füße, Deiner Hände Nägelmal. O wer kann doch, schönster Fürst! Den so sehr nach mir gedürst, Deinen Durst und Liebsverlangen Völlig fassen und umfangen? 3. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich krank und traurig bin; Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Jammer hin, Den mir Adams Fall gebracht, Und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, Wird sich all mein Jammer setzen. 9— 2 5% PP.F.FF T — 5 1 18 3333 H 7 +. EA EI EZ.— 2——— + 4 E(˙— gaen, men: eneninnie,. ut.. — 55 —7 ö stir ⸗ best, Und um mei⸗ ne See-le wir ⸗⸗ best. 5.—.— E.— 86——— TH U en in n eů dmen H.. + ö a 35 20 4. Schreibe deine blutgen Wunden, Jesu, in mein Herz hinein; Laß sie mir zu allen Stunden Unvergeßlich theuer sein. Du bist doch mein höchstes Gut, Da mein ganzes Herze ruht. Laß mich stets zu deinen Füßen Deiner Lieb und Huld genießen. 5. Dich, mein Heiland, will ich hal⸗ Treu und fest, so gut ich kann.[ten, Schaue meiner Hände Falten, Meine Thränen freundlich an! An dem Kreuze such ich dich! Blick vom Kreuz herab auf mich. Sprich: laß all dein Trauern schwin⸗ Ich, ich tilge deine Sünden![den, P. Gerhardt. Passionslieder. 368. 23 (Melodie zu Nr. 116.) Nanini 1 1607(). — —.— 56— 2—.— 9———— 8 2 +—— 368 Shant die Mut⸗ter vol⸗ler Schmerzen, Wie sie e ö E—p e 5— +—— 72 2—— Di 3—* ½5.———— iüüiinn. en 93. 7 Es S + 2— —2——————— f TTss 5 0——,— ,. Schau⸗-et ih-re Trüb⸗-sals⸗-hi ⸗tze, Wie des Schwertes = 2. 2 4 d d. —— —.—— ——— + —222 ö—.— 2—.——4 2.. S 1 ö n E blut-ge 93 70— 1 9 z 1 See⸗le geht!. — 1+0—.—. 2⁴ 369. Osterlied. 370. HBimmelfahrt. Mel. 342: Wachet auf, ruft uns die Stimme. ——— 369. Lobt den Herrn, ihr Gottes⸗ kinder! Preist Jesum, preist den Ueberwinder; Wie groß, wie herrlich ist sein Tag! Er, der Held, ist von den Banden Des Todes frei und auferstanden, Er, der für uns im Grabe lag. Sein ist Gewalt und Macht: Preis ihm, er hats vollbracht! Hallelujah! Er lebt und siegt, Der Feind erliegt, Die Rechte Gottes ist erhöht! 2. Glorreich hat der Held gerungen, Hat mächtig Grab und Tod bezwun⸗ Von ihren Schrecken uns befreit.(gen, Wir von Gott gewichne Sünder Sind nun mit ihm versöhnte Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, O Welterlöser, dir, Ruhn im Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub be⸗ decken; Du wirst ihn herrlich auferwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Dem Staube, der dir theuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Hallelujah! Tod und Gericht Erschreckt uns nicht, Denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen Und alles, alles zu zerstreuen, Was uns des Lebens Frieden raubt. Groß ist seines Namens Ehre Und ewig gültig seine Lehre, Und ewig selig, wer ihm glaubt. Wir gehn an seiner Hand, Auch durch das Thränenland, Nun zum Himmel, Und dort erhebt Er, der da lebt, Uns über Schmerz und Tod und Grab. 5. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O, was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsterniß ver⸗ schwinden, Und uns umstrahlt des Himmels Vollender, führe du Licht! Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen; Die Todesbahn Giengst du voran: Wir folgen dir in deine Ruh! F. G. Klopstock. 370. 1 Herr, du fährst mit Glanz und Freu⸗ ODoch mich drü⸗cken noch die Lei ⸗⸗ den Auf zu den Die-ses e 322. d, Lrint.—— — ö Himmelfahrt. 370. 25 ——.— 4.—— 355—5 ii 2 —0 bens Hie 10 Zei. Gieb mir, Je⸗su, 3 und ah — dot stirz rt brn nRnsn d. 5 25 9 ö‚ 2 T.+ + 2——— 45— — +———— 94ÆejeYY..—.—0— EH—— 2% Hier in die- ser Pil- grim⸗schaft So zu wan⸗deln mei- ne —4 ER EOe e,— ——— 2——— We ⸗ ge, Daß ich dein stets bie ⸗ben mö ⸗⸗ ge • ö PPFPFFFIFIFTFtt T T TTRTRC— PI‚PIPIPIPIPIPI‚I‚I‚IPI‚III‚I‚ItTI..... 2rn urn m am 4———— * 2. Laß mir deinen Geist zurücke, 3. Lehre mich die Welt verachten Zeuch durch ihn mein Herz zu dir; Und was in mir Eitles ist, Wenn ich nach dem Himmel blicke, Nur nach dem, was dort ist, trachten, O so öffn' ihn gnädig mir! Wo du, mein Erlöser, bist. Neige meinem Flehn dein Ohr, Wollust, Ehrsucht und Gewinn, Trag es deinem Vater vor, Soll mich dieß zur Erde ziehn, Daß er mir die Schuld vergebe Da ich jenseits, überm Grabe, Und ich mich bekehr und lebe. Eine größre Hoffnung habe? 26 371 Pfingstlieder. 4. Nichts soll mir mein Kleinod Leucht auch mir in dieser Nacht rauben, Durch die Stärke deiner Macht, Du erwarbst es theuer mir; Hier schon seh ich es im Glauben, Dort erreich ich es bei dir; Dort belohnst du das Vertraun Deiner Gläubigen durch Schaun Und verwandelst ihre Leiden In unendlich große Freuden. 5. Dort bereit auch mir die Stätte In des Vaters Hause zu, Die des Todes Macht bezwungen Und für uns den Sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich wie⸗ Herr, am Ende dieser Zeit, Ider, O so sammle meine Glieder, Die Verwesung jetzt zerstreut; Heilge und verklär sie ganz, Daß der Leib in Himmelsglanz, Dann nicht mehr von Staub und Rufst du frühe oder späte Deinem Leibe ähnlich werde.[Erde, Mich zu meines Grabes Ruh; 6. Neumann. 1648—1715. Vorreformatorisch. —. n n e. , drden, enn. n del Rrn en.d nn, v E, von unnn 1. Komm, hei ⸗li⸗ ger Geist, Her⸗re Gott, Er⸗füll mit RRRRERRR E 27 371. Pfingstlieder. 24 — 2—— 7 + + ————— — + —— 9⁰⁴ 1—3.— + 7 —— . e 1— .. 2 stig Lieb ent⸗zünd 2 + Sinn; Dein brün 6 + UIEE — nes Lich 4— —e + 2 — —.—.— 2 .—— .— ů — melt hast Das sam⸗ 2 tes Glast Zum Glau⸗ben du ver 2 dei — 2 * 10.———8 440 5657r 33.—.— — + Zun ⸗⸗ gen: Das sei dir, Herr, zu Welt Volk aus al- ler 5—— 2 4 —..2— 9⁴ jah! Ha⸗ le⸗lu⸗ jah! le⸗lu⸗ — 2 sun ⸗= gen. Ha 1— 1—4 5 28 372. Pfingstlieder. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort, Und lehr uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. Behüt uns, Herr, vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah! Hallelujah! 3. Du heilige Glut, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deim Dienst beständig bleiben, Die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hie ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah! Hallelujah! Dr. Martin Luther. E 1. E 60 1 Gottheit, Kraft der Höh ⸗ Hö-re, wie ich Ar- mer fle ⸗ he, —————— he, Geist der Gieb mir Geden wh⸗ rer 980 EEE 2— EIE gnä⸗ dig, was mir noth; Laß den Auszsluß det ⸗ ner e—.— IIII.....——————— 1————————— 6 —. 700...... , e. 5 f. 174 Konfirmationslied. 373. 29 2. Glaube, Weisheit, Rath und Stärke, Furcht, Erkenntniß und Verstand, Dieß sind deiner Gottheit Werke, Dadurch wirst du uns bekannt; Dadurch weißt du recht zu lehren, Wie wir sollen Christum ehren. 3. Theurer Lehrer, Gottes Finger, Lehr und schreibe deinen Sinn Auch ins Herz mir, deinem Jünger, Nimm es ganz zu eigen hin, Daß mir stets aus deiner Fülle Leben und Erleuchtung quille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe Rühren meine Zung und Mund, Daß auch ich mit heißem Triebe Mache Gottes Thaten kund; Laß es Seel und Herz entzünden Und verzehren alle Sünden. 5. Lege, Herr, auch meiner Seele, Deine heilge Salbung bei, Daß, geweiht von deinem Oele, Leib und Seel dein Tempel sei. Bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, Daß ich Christi Reich ererbe. Freilinghausens G. B. 1713. 18 5. ÄAnecht. 1793. 373. AE 1. Sic uns, Mitt⸗ler, dein sind wir! Sieh wir Al ⸗le . —D* 2———...—*— .25S‚.‚e——.—2—— Z 5 F— 1. 1 140— ..........—+. 2——. 85— 66 fle ⸗ ⸗ hen: Laß, laß, o Barm-her-zi⸗ ger, Uns dein 4 6 2 4 4 i —.—.— ä........ Um I— 1—— 4 I Hier hen! Wach ü- ber uns⸗re See⸗ len! 373. Honfirmationslied. — Ant⸗litz se 2.— 22 — 2— —— 1 — .äitt — — —2.— — EHEREE stehn wir und ge-lo-ben dir: Herr, dein Ei⸗gen⸗thum sind . — + +2 3e er O WDSDSDDDSE U 0 — Da 4———— — — —— . . — ö E RHN . — — ————.—— IIIIIIIIII...I — * wir! Hei ⸗li⸗ger Schöpfer, Gott! Hei⸗li⸗ger Mitt⸗ler, Gott! —— 2* — Z. .—— 4 V+. Drei⸗ ei⸗ ni⸗ ger —— Hei⸗- li⸗ ger Gott, Leh⸗rer und Trö⸗ster! 4 Konfirmationslied. 373. 31 Z,r— —— 6655——— 2——— 4—.— +·ĩ..—.— 9.—5—— — 7 8 n +—— — Gott! Laß uns nie ver⸗ ges ⸗ sen, Dei⸗nem Bun ⸗ de 2. Ach, wie Viele schwuren hie, Treu an dir zu halten! Aber treulos ließen sie Ihre Lieb erkalten. Verderben ward ihr Ende. Herr, schütze uns vor Sicherheit! Dir nur sei das Herz geweiht! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Leit uns, deine Kinder, Daß wir nicht verloren gehn! Erbarm dich unser! 3. Lockt uns nun die arge Welt Zu der Jugend Lüsten, Dann, Herr, wollst du uns mit Kraft Aus der Höhe rüsten. Sei mächtig in uns Schwachen! Zum Kampf mit Satan, Fleisch und Blut Gieb uns Geisteskraft und Muth. — 4 Z 2=....——— . —— ö 2—, 2—— n,ntinn.rr,. e treu zu sein! Er⸗ barm dich un ⸗ ser! P. ..—— + I —5 +—.—4.——. E I + II Z.—1.—— 1 7——— II * Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Hilf uns siegreich streiten Wider aller Feinde List! Erbarm dich unser! 4. Laß auch in der letzten Noth Uns dein Antlitz schauen, Und auf deinen bittern Tod Unsre Hoffnung bauen. Laß uns im Frieden fahren; Geschwister, Eltern allzugleich Nimm auf in dein Freudenreich! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Sieh in Gnaden nieder! Höre deiner Kinder Flehn! Erbarm dich unser! B. Münler. 374. 375. Sonntagslieder. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 374. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Weil es nun Abend worden ist;[Christ, Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser letzten, bösen Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakrament Rein b'halten bis an unser End. 3. Ach Gott! es geht gar übel zu, Auf dieser Erd ist keine Ruh. Viel Sekten, Rotten, Schwärmerei Erheben sich jetzt ohne Scheu. 4. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit G'walt erheben hoch, Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh den Deinen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 6. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts Andres suchen mehr. 7. Gieb, daß wir leb'n nach deinem Wort Und drauf im Frieden fahren fort Von hinnen aus dem Jammerthal, Zu dir in deinen Himmelssaal! N. Selnecker. 1530—1592. Sellmann. * N— + d e d Er. uun, m,= e EW 9— 0 D sR 1. Ach bleib mit dei⸗ ner Gna⸗ de F Tan Bei uns, Herr — E— 0 E— .—.———.—— 1 1 E——.— E+— 4 2———— 1555 e, 0.—0 — — 177 Je⸗ su Christ, Auf daß uns nim-mer scha ⸗ de Des v e e + + Bußlied. 376. 33 *+ .— He, en, Lan —— bö⸗ sen Fein-des List. L ,.. Z. * Gott Vater, um uns her! Wenn diese uns nicht bliebe, Fiel uns die Welt zu schwer! 2. Ach bleib mit deiner Liebe, 3. Ach, heilger Geist, behalte Gemeinschaft allezeit Mit unserm Geist und walte Du bis in Ewigkeit! K. B. Garve. Mel. 264: Auf meinen lieben Gott. 376. Wo soll ich fliehen hin, Weil ich beschweret bin Mit viel und großen Sünden? Wo soll ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, Mein Angst sie nicht wegnähme. 2. O Jesu, voller Gnad, Auf dein Gebot und Rath Kommt mein betrübt Gemüthe Zu deiner großen Güte. Laß du auf mein Gewissen Ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, Werf alle meine Sünd, So viel auch in mir stecken Und mich so heftig schrecken, In deine tiefen Wunden, Wo ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, Vergossen mir zu gut, Wasch ab all meine Sünde, Mit Trost mein Herz verbinde; Der Schuld nicht mehr gedenke, Ins Meer sie tief versenke. 5. Ja, du bists, der mich tröst, Denn du hast mich erlöst; Du hast für mich gelitten Und mir das Heil erstritten; Was ich verschuldet habe, Hast du versenkt im Grabe. 6. Ist meine Schuld auch groß, So werd ich ihr doch los, Wenn ich dein Kreuz umfasse Und mich auf dich verlasse. Wer sich zu dir nur findet, All Angst ihm bald verschwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch, was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt in deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 34 377. Liebe zu Gott. 8. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich: So kann ich nicht verderben, Dein Reich werd ich ererben; Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 9. Führ nur mein Herz und Sinn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög Alles meiden, Was mich und dich kann scheiden Und ich an deinem Leibe Ein Glied auf ewig bleibe. J. Heermann. J. B. Reimann. — 21 —— + —. Q E2 Gott, mein Theil und höch-stes Gur, —— 4.— — ů—5.— dinrn. Kinnt * 37⁷. 2 Gna⸗ den-brunn in Chri=sti Blut, 8 . S — 2 2—— RD P....I.I.F.IFI.I.I.I..T.I.I.I T — 2————— +.— I— 2 4——5 2. Liebet Jemand in der Welt Böse Lüste, Ehr und Geld: Mein herzliebster Jesus Christ Tausendmal viel besser ist. 3. Ach, mein Gott, wie wundergut Bist du mir in Christi Blut! Himmel, Erde, aller Schein Muß dabei wie gar nichts sein. 4. O, daß ichs erreichen sollt, Dir zu leben, wie ich wollt! Das wär Alles, was ich will Zu dem rechten Gnadenziel. bist du mir al=lein, Sollst auch fer⸗ner Al⸗les sein. e D..—.—.— L—4 +—— — ——— 2————— I +* 5. Denn nur leben dir, o Gott, Litt ich auch viel Schmach und Spott, Ist mein Heil und Seligkeit, Dir zu Lob in Ewigkeit. 6. Drum so geb ich Leib und Blut, Alle Habe, Ehr und Gut, Alle Kraft und was ich bin, Dir, o Jesu, willig hin. 7. Nichts soll meinen Lüsten sein, Weil ich dein bin ganz allein; Zeuch mich doch nur ganz zu dir, Daß ich nicht mehr lebe mir. Liebe zu Gott. 378. 35⁵ 8. Nirgends kann mir besser sein, Als bei dir, o Gott, allein; In der stillen Einsamkeit Schmeck ich deine Freundlichkeit. 9. Selbst auch weit vom Vater⸗ land Trägt mich deine Gnadenhand; Stets auf dieser Pilgerfahrt Fühl ich deine Gegenwart. Mel. 5: Nun danket 378. Mein Gott, das Herz ich bringe dir Zur Gabe und Geschenk; Du forderst solches selbst von mir, Deß bin ich eingedenk. 2. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, Es ist mir lieb und werth, Du findest anders keine Ruh Im Himmel und auf Erd. 3. So nimm denn, Vater, nimm Verschmäh die Gabe nicht, ses an, Obgleich dem, was ich geben kann, Der Werth vor dir gebricht. 4. Zwar ist es voller Sündenlust Und voller Eitelkeit, Des Guten aber unbewußt Und wahrer Frömmigkͤeit. 5. O beuge meinen starren Sinn, Erweich dieß harte Herz, Daß es vor dir sich werfe hin In Thränen und in Schmerz. 6. Dann reinge du, Herr Jesu Christ, Mich durch dein theures Blut, Weil du am Kreuz gestorben bist Mir und der Welt zu gut. 7. Gieb mir, nach deiner Mittler⸗ An deiner Gnade Theil; lhuld, 10. Nun, du bist es, der mich liebt; Ich bin, der sich dir ergiebt. Du sprichst: Sünder ich bin dein; Mein Herz fpricht: Dein will ich sein. 11. Du machst mich sündhaftes Nichts Wunderbar zum Kind des Lichts. Dir sei, Gott der Herrlichkeit, Preis und Dank in Ewigkeit! Steiners G. B. 17²3. All' und bringet Ehr'. Es ist zur Tilgung meiner Schuld Doch außer dir kein Heil. 8. Mit dir, o heilger Geist, laß mich Auch in Gemeinschaft sein; Ergieß um Christi willen dich Tief in mein Herz hinein. 9. Hilf, daß ich sei im Glauben treu An Christum, Gottes Sohn, Und ihn bekenne ohne Scheu, Trotz aller Feinde Hohn. 10. Hilf, daß ich sei im Hoffen fest, Voll Demuth und Geduld, Daß ich, wenn alles mich verläßt, Vertraue Gottes Huld. 11. Hilf, daß ich sei von Herzen rein In Lieb und Freundlichkeit, Daß ich nichts thu zum Augenschein, Nein, wie's dein Herz erfreut. 12. Nimm ganz mein Herz zum Tempel ein, O Gott, schon in der Zeit, Und laß es deine Wohnung sein In alle Ewigkeit. 13. Dir geb ich mich zu eigen hin, Zu thun, was dir gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, Der Deine, nicht der Welt! J. C. Schabe. 1666—1698. [◻— 0⁰— 5 I(IH.. E N 477— 4 14 i— 5 H . HN R I I—.— U.—* 8. 0 5, 0 0 5— 2 II 4— C III +—...———— S IIii I 2. VHHH 0 iüi 5 + 00 V. 12 x 0 2*— II1 S Hn i 2 H=— O· 4 11.— ö 5 0.— 000H—— r— 3 2. — 4+— ½ 2— 0 0. E—23 0 HI +*.———444—.——2 +. S N EE . A. u E ——— —55 O Geschichte des Leideng ind Sterhens unsers Herrn Zesu Christi. 1. Gethsemane. 1. Da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gieng Jesus hinaus über den Bach Kidron an den Oelberg nach seiner Ge⸗ wohnheit. Es folgten ihm aber seine Jünger nach. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben:„Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Heerde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber antwortete ihm: Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich mich doch nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger. 2. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Da sprach Jesus zu ihnen: Setzet euch hier, bis ich dort hingehe und bete. Und er nahm zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und fieng an zu trauern, zu zittern und zu 38 Geschichte der Passion. zagen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibet hier und wachet mit mir. Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, fiel auf sein Angesicht und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorübergienge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles möglich; überhebe mich dieses Kelches; doch nicht, was ich will, sondern was du willst! Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend, und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermöchtest du nicht eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. 3. Zum andern Mal gieng er hin, betete und sprach: Mein Vater, ist es nicht möglich, daß dieser Kelch an mir vor⸗ übergehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille. Und er kam und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und sie wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie und gieng wieder hin und betete zum dritten Mal dieselben Worte. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und er betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen. Und er stand auf vom Gebet und fand sie schlafend vor Traurigkeit und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug. Siehe, die Stunde ist gekommen, daß des Menschen Sohn überantwortet werde in der Sünder Hände. Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verräth, ist nahe! Lied Nr. 110, 1. 2; oder Nr. 123, 2. 4. Und alsobald, da er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölfen einer, welcher zu sich genommen hatte die Schaar Geschichte der Passion. 39 und der Hohenpriester und Pharisäer Diener. Die kamen mit Fackeln und Lampen, mit Schwertern und mit Stangen, und Judas gieng vor ihnen her. Als nun Jesus wußte Alles, was ihm begegnen sollte, gieng er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten: Jesus von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bins! Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins! wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie sprachen: Jesus von Nazareth. Jesus ant⸗ wortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ists, den greifet und führet ihn gewiß. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi, Rabbi! und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Judas, ver⸗ räthst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu und legten die Hände an Jesus und griffen ihn. 5. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer aus ihnen, Simon Petrus, hatte ein Schwert und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber sprach: Laßt sie doch so ferne machen! und rührte sein Ohr an und heilte ihn. Zu Petrus aber sprach er: Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zu⸗ schickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen. 40 Geschichte der Passion. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und zu den Aeltesten, die über ihn gekommen waren: Ihr seid als zu einem Mörder mit Schwertern und Stangen ausgegangen, mich zu greifen. Bin ich doch täg— lich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt. Aber dieß ist eure Stunde und die Macht der Finsterniß. Das ist aber Alles geschehen, daß erfüllt würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut. Und die Jünglinge griffen ihn; er aber ließ die Leinwand fahren und floh bloß von ihnen. Lied Nr. 366, 1. 2. Der hohepriesterliche Palast. 6. Die Schaar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesus und banden ihn und führten ihn aufs erste zu Hannas, der war Kaiphas' Schwäher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß Ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Simon Petrus aber folgte Jesu von ferne, und ein anderer Jünger. Derselbe Jünger war dem Hohenpriester bekannt und gieng mit Jesus hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stand draußen vor der Thür. Da gieng der andere Jünger hinaus und redete mit der Thürhüterin und führte Petrus hinein. Es standen aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht danieden mitten im Palast, denn es war kalt, und wärmten sich Petrus aber stand bei ihnen, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Die Magd aber, die Thür⸗ Geschichte der Passion. 4¹1 hüterin, sprach zu ihm: Und du warest auch dieses Menschen Jünger einer! Er leugnete aber vor Allen und sprach: Weib, ich bins nicht. Ich kenne ihn nicht, ich weiß nicht, was du sagest. Und er gieng hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte. 7. Aber der Hohepriester fragte Jesus um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit gelehret in der Schule und im Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Winkel geredet. Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, dieselben wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Habe ich übel geredet, so beweise es, daß es unrecht sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas sandte Jesus gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus aber stand und wärmte sich. Da sah ihn eine andere Magd und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth! Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Und er leug⸗ nete abermal: Mensch, ich bins nicht und kenne auch den Men⸗ schen nicht. Und über eine kleine Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen: Wahrlich, du bist deren einer; denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenpriesters Knecht, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fieng er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald krähte der Hahn zum andern Mal Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu: Ehe 42 Geschichte der Passion. der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er gieng hinaus und weinte bitterlich. Lied Nr. 298, 1. 2; oder Nr. 246, 10. 11. 8. Die Hohenpriester aber und der ganze Rath suchten falsches Zeugniß wider Jesus, daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keins, wiewohl viele falsche Zeugen herzutraten, denn ihre Aussagen stimmten nicht überein. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: Ich will abbrechen den Tempel Gottes, der mit Händen gemacht ist, und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber ihre Zeugnisse stimmten noch nicht überein. Und der Hohepriester stand auf unter sie und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohe— priester abermal: Ich besch vöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seiest Christus, der Sohn Gottes, des hochgelobten? Jesus sprach: Du sagst es, ich bins. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Krast und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelastert; was bedürfen wir weiter Zeugniß? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Die Männer aber, die Jesus hielten, verspotteten ihn, speiten aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber verdeckten ihn, schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ists, der dich schlug? Und viele andere Lästerungen sagten sie wider ihn. Des Morgens aber hielten die Hohenpriester und die Aeltesten des Volks einen Rat über Jesus, daß sie ihn tödteten. Lied Nr. 141, 1. 2. 3. Geschichte der Passion. 43 3. Das Richthaus. 9. Und der ganze Haufe stand auf, und sie banden Jesus und führten ihn vor das Richthaus und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Und es war noch früh. Da das sah Judas, der ihn verrathen hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und er brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Aeltesten und sprach: Ich habe übel gethan, daß ich unschuldig Blut verrathen habe! Sie sprachen: Was geht uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, gieng hin und erhenkte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silber⸗ linge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gottes⸗ kasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Acker darum zum Begräbniß der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt Blutacker bis auf den heutigen Tag. 10. Die Juden aber giengen nicht in das Richthaus, daß sie nicht unrein würden, sondern die Ostern essen möchten. Da gieng Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten: Wäre dieser nicht ein Uebelthäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach euerm Gesetz. Die Juden sprachen zu ihm: Wir dürfen Nie- mand tödten. Da fiengen die Hohenpriester und Aeltesten an, ihn hart zu verklagen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet und verbeut, den Zins dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei Christus, ein König. Da gieng Pilatus wieder hinein in das Richthaus und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der Juden König? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst 44 Geschichte der Passion. oder haben es dir Andere von mir gesagt? Pilatus ant⸗ wortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du gethan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darob kämpfen, daß ich den Juden nicht übergeben würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, gieng er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Aeltesten, antwortete er nichts. Da fragte ihn Pilatus abermal: Ant⸗ wortest du nichts? Hörest du nicht, wie hart sie dich ver— klagen? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. 11. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erregt, damit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galiläa hörte, fragte er, ob er aus Galiläa wäre, und als er vernahm, daß er unter des Herodes Obrigkeit gehörte, sandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da Herodes Jesus sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gern gesehen; denn er hatte viel von ihm gehört und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei, er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde ver⸗ achtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Kleid an und Geschichte der Passion. 45 sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit einander; denn zuvor waren sie ein⸗ ander feind. ö Pilatus aber rief die Obersten und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende. Und siehe, ich habe ihn vor euch verhört und finde an dem Menschen der Sachen keine, deren ihr ihn beschuldigt; Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes werth sei. Darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Lied Nr. 143, 2. 3; oder Nr. 93, 3. 4. 12. Auf das Fest aber mußte der Landpfleger nach Ge⸗ wohnheit dem Volk einen Gefangenen losgeben, welchen sie be⸗ gehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas. Derselbe war um des Aufruhrs willen, so in der Stadt geschah, und um eines Mordes willen ins Gefängniß geworfen. Und das Volk gieng hinauf und bat, daß er thäte, wie er pflegte. Und da sie ver⸗ sammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Ihr habt eine Ge⸗ wohnheit, daß ich euch einen losgebe. Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe, Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus, der König der Juden? Denn er wußte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinet⸗ wegen. Aber die Hohenpriester und Aeltesten überredeten und reizten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten und Jesus umbrächten. Da sprach der Landpfleger zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Da schrie 46 Geschichte der Passion. der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gieb uns Barabbas los! Da rief Pilatus abermal und wollte Jesus loslassen und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesus, den man Christus nennt? Sie schrieen abermal: Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm. Darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Und ihr und der Hohen⸗ priester Geschrei nahm überhand. 13. Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn. Und die Kriegsknechte des Landpflegers führten ihn hinein in das Richt⸗ haus und riefen zusammen die ganze Rotte, und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an, und flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und beteten ihn an, und verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrüßt, lieber Judenkönig! und schlugen ihn ins Angesicht und speiten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Da gieng Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also gieng Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und Pilatus spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz und nach dem Gesetz muß er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. 14. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr, und gieng wieder hinein in das Richthaus, und spricht zu Jesus: Von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine ——— Geschichte der Passion. 47 Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszulassen? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hats größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen: Lässest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Könige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jesus heraus und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag in den Ostern. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euern König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiser. Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, gedachte er dem Volk genug zu thun, und urtheilte, daß ihre Bitte geschehe, nahm Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin un⸗ schuldig an dem Blute dieses Gerechten, sehet ihr zu! Da ant⸗ wortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsre Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängniß geworfen worden, um welchen sie baten. Jesus aber übergab er ihrem Willen, daß er gekreuzigt würde. Lied Nr. 122, 2. 3; oder Nr. 113, 4. 5. ᷣᷓPP 7 2 AIRIN .N WIITUUU II LAEII I 177 —4 EI —. I 8 E IINIU Geschichte der Passion. 4. Golgatha. 15. Da nahmen die Kriegsknechte Jesus, zogen ihm den Purpur aus und legten ihm seine eigenen Kleider an und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Kreuz. Und als sie ihn hinführten, ergriffen sie einen Mann, mit Namen Simon, von Kyrene, der vom Felde kam, Alexanders und Ru⸗ fus Vater; dem legten sie das Kreuz auf und zwangen ihn, daß er es Jesu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jeru⸗ salem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben. Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das thut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zwei andere Uebelthäter, daß sie mit ihm hingerichtet würden. Und sie brachten ihn an die Stätte Golgatha, das ist ver⸗ dollmetschet Schädelstätte. Und sie gaben ihm Wein zu trinken mit Myrrhen vermischt, und da ers schmeckte, wollte er nicht trinken. 16. Und sie kreuzigten ihn allda und die zwei Uebelthäter mit ihm, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken, Jesus aber mitten inne. Da ward die Schrift erfüllet: Er ist unter die Uebelthäter gerechnet. Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Jesus aber sprach: Vater, ver⸗ gieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun. Pilatus aber schrieb eine Ueberschrift und setzte sie auf das Kreuz oben zu seinen Häupten; und war geschrieben: Jesus von S ——8** 38 223——————— — —4—— ** ———————.———————9——2— ——— ————————— — —4—— —— * 1— —————————.—.‚‚„‚— Geschichte der Passion. 49 Nazareth, der Juden König. Diese Ueberschrift lasen viele Juden; denn die Stätte, da Jesus gekreuzigt ist, war nahe bei der Stadt, und es war geschrieben in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich ge⸗ schrieben habe, das habe ich geschrieben. 17. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider, und machten vier Theile, einem jeglichen Kriegsknechte ein Theil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenäht, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie unter einander: Lasset uns den nicht zertheilen, sondern darum loosen, weß er sein soll. Auf daß erfüllet würde die Schrift: Sie haben meine Kleider unter sich vertheilet und haben über meinen Rock das Loos geworfen. Solches thaten die Kriegsknechte. Und sie saßen allda und hüteten sein. Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleophas Weib, und Maria Mag⸗ dalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von Stund an nahm sie der Jünger zu sich. Lied Nr. 116, 1. 4.(Mel. 368.) 18. Die aber vorübergiengen, lästerten ihn und schüttelten die Köpfe und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in drei Tagen! Hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz! Deßgleichen ver⸗ spotteten ihn auch die Hohenpriester und Aeltesten sammt dem Volk und sprachen: Andern hat er geholfen und kann. ihm 5⁰ Geschichte der Passion. selber nicht helfen. Ist er Christus, der König von Israel, der Auserwählte Gottes, so steige er nun vom Kreuz, daß wir sehen und glauben. Er hat Gott vertraut, der erlöse ihn nun, lüstet es ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Aber der Uebelthäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn auch und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß bist? Und zwar wir sind billig darinnen; denn wir empfangen, was unsere Thaten werth sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: Herr, ge⸗ denke an mich, wenn du in deinem Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Par adiese sein! 19. Und da es um die sechste Stunde kam, ward eine Finsterniß über das ganze Land bis um die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani, das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich ver⸗ lassen? Etliche aber, die da standen, da sie das hörten, sprachen: Der ruft dem Elias. Darnach, als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, sprach er: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr von Ysop und hielt es ihm dar zum Munde und tränkte ihn. Die Andern aber sprachen: Halt, laßt sehen, ob Elias komme und ihn herabnehme. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist voll⸗ brahht! Und abermal rief er laut und sprach: Vater, ich be⸗ Geschichte der Passion 51 fehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das ge⸗ sagt, neigte er das Haupt und verschied. Lied Nr. 112, 8; oder Nr. 319, 3. 20. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber thaten sich auf, und es standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und giengen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Aber der Hauptmann, der dabei stand, ihm gegenüber, und die bei ihm waren und Jesus bewahrten, da sie sahen das Erd⸗ beben, und daß er mit solchem Geschrei verschied, erschraken sie sehr und priesen Gott und sprachen: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mann und Gottes Sohn gewesen. Und alles Volk, das dabei war und zusah, als sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolgt und hatten ihm gedient und sahen das Alles. Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbath über, baten Pilatus⸗ daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald gieng Blut und Wasser heraus. Solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. Lied Nr. 112, 5. — II H 2 —. + — 52 Geschichte der Passion. 5. Das Grab. 21. Darnach am Abend, dieweil es der Rüsttag war, kam ein reicher Mann, mit Namen Joseph, von Arimathia, ein ehr⸗ barer Rathsherr, ein guter, frommer Mann; der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel, und wartete auch auf das Reich Gottes; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und gieng hinein zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesu. Pilatus aber ver⸗ wunderte sich, daß er schon todt war, und rief dem Hauptmann und fragte ihn, ob er längst gestorben wäre. Und als er es erkundet von dem Hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam geben. Es kam auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhen und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leich⸗ nam Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit den Speze⸗ ö reien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, das Grab Josephs, welches er hatte lassen in den Fels hauen, in welches niemand je gelegt war. Dahin legten sie Jesus, um des Rüsttags willen der Juden, dieweil der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war. Und Joseph wälzte einen großen Stein vor die Thüre des Grabes und gieng davon. Es war aber allda Maria Magdalena und Maria Joses, die setzten sich gegen das Grab, auch andere Weiber, die Jesu aus Galiläg waren nachgefolgt, die schauten zu, wohin und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um und bereiteten Spezerei und Salben, und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttag, kamen Geschichte der Passion. 53 die Hohenpriester und Pharisäer sämmtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwähre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Todten, und werde der letzte Betrug ärger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter, gehet hin und verwahrets, wie ihr wisset. Sie giengen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein. Lied Nr. 126, 1. 5; oder Nr. 124, 4; oder Nr. 122, C Einige Verse zur Palsionsgeschichte. 1. Melodie zu Nr 299: Ringe recht. 9⁰—. n. —.———— 2.—— 4.7. —. V*— Dei⸗ner Geißlung Spott und Schlä ge, Die du wil-lig⸗lich er⸗ 47 15—4.444 SI.I..T, I 2 D— A i x— x— ö ö 2— 4—.6.6— FH +—4 2—. + E. 2————⏑— 9—.— CEE— .‚.——3...—5*——————..— 2..———.—4 +— V+—...—..— + I— I Kann ich dich im Purpurkleide, Da dringts mir durch Seel und In der Dornenkrone sehn, Glieder, Bist du. wenn gleich Spott der Wenn ich hör: Seht welch ein Mensch! Leute. Immer schallts im Herzen wieder: Meinem Herzen göttlich schön. Seht! ach sehet, velch ein Mensch! Verse zur Passionsgeschichte. 2. Mel. 161: Herz und H Fahre, Geist des Herrn, hernieder, Rühre meine Lippen an; Stimm die Töne meiner Lieder, Daß ich würdig dichten kann. Lasse mir das Lob gelingen Von dem Held, den Zion kennt; Ich will von dem König singen, Gegen den mein Herz entbrennt Schönster unter allen Schönen, Die ein menschlich Aug gesehn, Keiner von der Menschen Söhnen, Kann mit dir in Gleichem gehn. 3. erz vereint zusammen. Deiner Lippen sanft Bewegen, Das von lauter Gnade fließt, Zeiget, daß dich Gott mit Segen Unaussprechlich übergießt. Baue deine Siegeszeichen Auf der Wahrheit ewgen Grund; Laß das arme Volk nicht weichen, Halte über deinem Bund; Drück der Feinde Macht hinunter, Stärke deine rechte Hand, Mache die verborgnen Wunder Allem Volk der Welt bekannt. Mel. 218. Wie mächtig spricht in meiner Seele. Du läßt dich binden und dich zwingen, Unschuldig, doch mit sanftem Sinn; Ach mach mich dir auch so gelassen. Ach bind und führ mich ewiglich; Du läßt dich führen, schlagen, dringen. Gieb, daß ich schweige gleichermaßen. Du stilles Lamm, zur Schlachtbank hin. Wenn andre Menschen plagen mich 4. Mel. 342 Wachet auf! O wahrhaftiger Versprecher! Wie tröstlich sprachst du zu dem Schächer: Heut sollst du wohnen, wo ich bin! Denke auch an mich, mein König, ruft uns die Stimme Denk auch an mich, gleichwie an ihn! Im letzten Kampf und Lauf Schließ mir den Himmel auf, Treuer Jesu! Dein Wort ist süß; Machs mir gewiß, Dem auch der Aermste nicht zu wenig; So dank ich dir im Paradies. 5. Mel 121: Wenn mich die Sünden kränken. Wer kann das Wunder fassen. O wer bedenkt es recht? Es hat sich martern lassen Der Herr für seine Knecht'. Was kann mir denn nun schaden Die Schuld, die mich betrübt? Ich bin bei Gott in Gnaden, Der seinen Sohn mir giebt; Es hat sich selbst mein Herr und Gott Ich bin erlöst durch Christi Blut, Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. TTTTC Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Hölle Qual und Glut. = WII — 4+).— — —I—.— — — 14 — — — MIAI 56 Verse zur Passionsgeschichte. 6. Mel.: 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. O drückten Jesu Todesmienen Sich meiner Seel auf ewig ein! O möchte stündlich sein Versühnen In meinem Herzen kräftig sein! Denn ach, was hab ich ihm zu danken! Für meine Sünden floß sein Blut, Das heilet mich, den Armen, Kranken Und kommt mir ewiglich zu gut. 0⁰ Herr Jesu, nimm für deine Schmerzen Mich Armen an, so wie ich bin! Ich setze dir in meinem Herzen Ein Denkmal deiner Liebe hin, Die dich für mich in Tod getrieben, Die mich aus meinem Jammer riß: Ich will dich zärtlich wieder lieben, Du nimmst es an, ich bins gewiß Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. Du meines Lebens Leben, Du meines Todes Tod, Für mich dahingegeben In tiefe Seelennoth, In Marter, Angst und Sterben, Aus heißer Liebsbegier, Das Heil mir zu erwerben: Nimm Preis und Dank dafür! O du, an den ich glaube Und den mein Geist umfaßt, Der du im Todesstaube Für mich gelegen hast! Auf dein Verdienst und Leiden Vertrau ich ganz allein; Darauf werd ich einst scheiden Und ewig bei dir sein. 8. Mel 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist Und hast uns durch dein theures Blut Gemacht vor Gott gerecht und gut. Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Verherrlicht nun nach Schmach und Hohn, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Noth. Behüt uns auch vor Sünd und Schand Und reich uns deine starke Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sei'n, Uns trösten deiner schweren Pein. Zu dir steht unsre Zuversicht, Du werdest uns verlassen nicht, Mit deiner Gnade bei uns stehn, Bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen Kraft und Reichthum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Cob. Offenb. 5, 12. 3 25.* win 77 2— 25*9****