Gesangbuch für die Evangelisch-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden. Taschen-Ausgabe. —— Se ch st e Au fl a 94. — X——I—— Lahr. Druck und Verlag von J. H. Geiger. 1917. Mit Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 24. Oktober 1882 ist dieses nach den Beschlüssen der Generalsynode von 1881/1882 bearbeitete Ge— sangbuch in Kirche und Schule zur Einführung gelangt, und mit Genehmigung vom 30. November 1910 wird der nach den Beschlüssen der Generalsynoden von 1904 und 1909 her⸗ gestellte und fortan allen Ausgaben beigefügte Anhang I mit „Liedern besonders für Jugendgottesdienste und Christfeiern“ zum Gebrauch empfohlen. Karlsruhe, den 1. Dezember 1910. Evangelischer Oberkirchenrat: D. Helbing. Trenkle. F. Univ.-Bibl. Siessen ————— IEEU S SD S S UOOLIEOU Inhaltsverzeichnis. ——8 Nr. I. Lob und Daut 1— 20 11. Bittt und Sürbitte 21— 38 III. Sonntag und Gottesdienst: 1. Eingansslieder 39— 30 2. Zum Schluß des Gottesdienstes. 51— 56 1. Adoenae. 87— 70 V.Weihnachten.... 71— 82 VI. Epiphanien: Jesu Lehramt und ö Wandel auf Erden. u. 83— 94 VII. Passion: Jesu Leiden und Tod 25 22 VWIII. Osern. 125 1˙7 14. Himmelfahret lnnn n.. 138— 145 . Pfingüen. 146— 155 . Dreieinigkeit 156— 159 XII. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen menen n er e. 160174 XIII. Ausbreitung des Evangeliums 175—185 V Wort Gottes. 186— 194 XV. Die heilige Taufe 195—198 XVI Konfirmation::. 199—205 1* 4 Inhaltsverzeichnis. O Nr. XVQVII. Das heilige Abendmahl 206— 220 XVQVIII. Buße 22L XIX. Gnade und Erlösung, Glaube und Rechtfertigung 233—248 XX. E undichristlicher Wandel!: „Früchte des Glaubens 249—259 Liebe zu Gott und zu Jesus eha 200—275 3. Der geistliche Kampf 276—294 4. Nachfolge Christi 295—305 5. Nächstenliebe 306—313 6. Gottvertrauen, Kreuz und Trost 314—341 XXI. Für besondere Zeiten und Der⸗ hältnisse: 1. Am Morgen 342—348 2. Am Abend 349—360 3. Jahreswechsel 361—368 4. Ernte⸗ und Dankfest 369—372 5. Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen 373—374 6. Krieg und Frieden 375-376 7. Kaiser und Landesfürst 377578 8. Ehe- und Hausstand 379—384 9. Beruf 388—387 15 Im Alter V. 388—389 Krankheit und Genefung 390—395 XXII. d und Ewigkeit: 1. Vom Sterben 396—40 2. Bei Beerdigungen ö 410—417 3. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 418—437 — Inhaltsverzeichnis. 5 Anhang. Nr. J. Lieder besonders für Jugendgottes⸗ Ba und Christfeiern: „Lob und Dank.. 138 1 Bitte und Jürbitte 448 148 3. Sonntag und Gottesdienst.. 449—451 4. Erscheinung des Heilandd... 482— 473 5. Passion und Ostern 14 80 6. Himmelfahrt und Pfingsten... 181—484 7. Ausbreitung des Evangeliums. 487—-488 5. Wort Gottes 189 9. Konfirmatioobtoe 80⸗13 10. Jesuslieder 394330 11. Christlicher Wandeeel 10-511 12. Gottvertrauen, Kreuz und Trost.. 512- 320 13. Morgen⸗ und Abendlieder. 21—-328 14. Ewiges Leben 7283572 15. Naturlieder 833—336 16. Ordnung für den Jugendatterdiens 8937 Seite. H. Gebete 862 III. Verzeichnis den Liede richter 850 Liederverzeichnins 110 —————— I. Lob und Dank. Nach eigener Melodie. Peter Ritter? 1779. 1458. ee. 0 0 0 Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich, Vor dir neigt die Er ⸗ de sich + 1...————————.— *—— Herr, wir prei ⸗ sen dei ne Stär:⸗ ke. Wie du und be⸗ wun⸗ dert dei ne Wer⸗ ke. HQ— —3. .— warst vor al-ler Zeit, so bleibst du in .— +— W S2— Hnnn ** Swig keit. 2. Alles, was dich preisenkann, 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Cherubim und Seraphinen, Heilig, Herr der Kriegesheere, Stimmen dir ein Loblied an; Starker Helfer in der Not: Alle Engel, die dir dienen, Himmel, Erde, Luft und Meere Rufen dir in sel'ger Ruh Sind erfüllt von deinem Ruhm, Heilig, heilig, heilig zu. Alles ist dein Eigentum. 8 Lob und Dank. +2 4. Sieh dein Volk in Gnaden Und zu allen Zeiten dir an, Ehre, Lob und Dank erweisen. Hilf uns, segne, Han⸗ dein Gib, daß jeder sündenfrei, Erbe! Deiner Gnade würdig sei! Leit es auf der rechten Bahn Daß der Feind es nicht verderbe! 6* Herr, 4dichl Ervarme Hilf, daß es durch Buß und über uns sei, Herr, dein Segen! Dich im Wrld sehnt Leit und schütz uns väterlich, ge Bleib bei uns auf allen Wegen! 5. Alle Tage wollen wir Auf dich hoffen wir allein, Dich und deinen Namen preisen Laß uns nicht verloren sein! Nach dem Ambrosianischen Lobgesang: Bearbeitung aus dem 18. Jahrh. Nach eigener Melodie. Joh. 24—8668 1649. +2 17 II E — 1.—. Nun dan⸗ket al ⸗öle Gott mit Her-⸗zen, der gro ße Din-ge tut an uns und —— . Mund und Hän⸗den, al⸗Len En⸗ den, der uns von Mutter-leib und 2 HKin⸗des⸗bei nen an un⸗ zäh⸗ lig viel zu gut 21 E EEER—— auch noch jetzt ge⸗ 3. 2. Der ewig reiche Gott Und edeln Frieden geben, Woll' uns bei unserm Leben Und uns in seiner Gnad Ein immer fröhlich Herz Erhalten fort und fort E Lob und Dank. —— Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Im höchsten Himmelsthrone, Ihm, dem dreiein'gen Gott, Wie es anfänglich war Und ist und bleiben wird, Wie jetzt so immerdar! Martin Rinkart 1586—1649. Joh. Crüger. 1656. ninennin. 5 W.—3 —— ——‚‚T— V + Ich sin- ge dir mit Herz und Mund, Herr/ — 2 42——= ISS—II—— ————————— mei⸗ nes Her⸗ zens Lust; ich sing' und mach' auf I — — Ta N * + rinr:n Bu, ,, T —— 2 2 2—.—.—— Er-⸗den kund, was mir 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ew'ge Quelle seist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd'? 4. Wer hat das schöne Him⸗ melszelt von dir be⸗ wußt. Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt?. 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost, Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, man Ol und 0 Zu seinen Zeiten find't? 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? Wer hält mit seiner Hand 1 Lob und Dank. —1 Des goldnenFriedens wertes Gut In unserm Vaterland? 7. Ach Herr mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Ge⸗ fahr Geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 16. Du zählst, wie oft einChrist hier wein', Und was sein Kummer sei; Und ist ein Tränlein noch so klein, Du hebst und legst es bei. 11. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller ing', Ist selbst und bleibt dein Gut. 13. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 14. Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie in Auf den, der dich gemacht! 15. Hat er dich nicht von Ju⸗ gend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks—⸗ lauf Hat er zurückgekehrt! 16. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt ge⸗ schehn, Das nimmt ein gutes End. 17. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein! Paul Gerhardt 1607—1676. U Lob und Dank. 11 ö ů— eigener Melodie. Joh. Crüger. 1656. ———— 4 6 ö DiI .—— — Nun dan⸗ ket all und brin⸗get Ehr, ihr 2.——...— — — Men⸗schen in der Welt, ihm, des⸗ sen Lob Der ——— ö— 1—— II NIh 5* I +— IX II ————————=—— En- gel Heer er⸗ hebt im Him-mels-zelt! 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch mehr helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch gnãädig bleibt und gut, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt Und nichts als Gutes tut! 5. Er gebe uns ein fröhlich erz, Erfrische Geist und Sinn Und werf' all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz In's Meeres Tiefe hin! 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf Fürst und Vaterland! Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in jedem Stand! 7. Er lasse seine Lieb und Güt Stets bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn! 8. So lange dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil, Und wenn wir scheiden von der rd, Verbleib' er unser Teil! 12 Lob und Dank.—7 9. Er drücke, wenn das Herze Und zeig' uns Raaht sein Ange⸗ bricht, Uns unsre Augen zu Dort in der ew 1 Ruh! Paul Gerhardt 1607—-1676. —— eigener Melodie. Joh. Heinr. Böhner? 1785. 5—.— H— —.2 + + πνπ...—.—— . — Sodlr ich mei⸗nem Gott nicht sin-gen? Sollt'ich Denn ich seh' in al-len Din-gen, wie so 9 2——.———.——— ——— DD‚‚—————— ——ESES VI ihm nicht dank⸗bar sein? 1 295 mitimit mseite Ist doch nichts als lau- ter Q 4 SSS *2—————.——— Lie⸗ ben, was sein treu⸗ es Herz be⸗ wegt, das ohn' En-de * HꝝI I 41• SSSS..II..— ...— + 11 +—— L ½. 7 62 + hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienstsich ü⸗ben. Al-les 2.I.....I... T t Ding währt sei ne Zeit, Got ⸗tes Lieb in E-wig⸗ keit. Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. — 8—5 ——.—— 12——* E.— *—— +—1.—.———— + +7 I + Sollr ich mei⸗ nem Gott nicht sin-gen? Sollt' ich Denn ich seh' in al- len Din⸗gen, wie so ö Iᷓ U Lob und Dank. 13 9 2 1— II 7— 1 —.—S 0 2———1— H—— 2. ihm nicht dank-bar sein? Ist d ö ö ö och nichts als gut er's mit mir mein'. Ist doch nichts a — +. N——.— +I. I 3*— DSPPPPEEIIET I. T EIE E *.— 2——.—— ESI lau⸗ter Lie⸗ ben, was sein treu es Herz be⸗ 7— — E. Z+— +———2— N5. n n,— SSDSDSISII — wegt, das ohn' En- de hebt und trägt, die in —— + +*———— 2 PDPDPSPPSSIEPIPIIEI......— DDISSSE 2 sei-nem Dienst sich ü-ben. Al-les Ding währt H— +..— EiEE 1——.——1—.— sei⸗ ne Zeit, Got⸗tes Lieb in E-wig keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder Nein, er gibt ihn für mich hin, Über seine Jungen streckt, Daß er mich vom ew'gen Feuer Also hat auch hin und wieder Durch sein teures Blut gewinn'. Mich des Höchsten Arm gedeckt, O du Brunnen ohn' Ergründen, Alsobald im Mutterleibe, Wie will doch mein schwacher Da er mir mein Wesen gab eist, Und das Leben, das ich hab' Ob er sich gleich hoch befleißt, Und noch diese Stunde treibe. Deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht 4. Seinen Geist, den edeln zu teuer, Führer, Lob und Dank. Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohlbedacht; Will dem Leibe Not entstehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen ann Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt: Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find' ich, was mich nährt und hält, Tier' und Kräuter und Getreide; In den Gründen, in der Höh, 110 den Büschen, in der See, ÜIberall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit Gottes Lieb in Ewigkeit. ˙ —.4 7. Wenn ich schlafe, wacht ein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz sein Herz ent⸗ zeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und von dem Pfade weicht, Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine chläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch die Trübsal zu sich lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. — Lob und Dank. —. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein; Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe find't, Ei so heb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind; Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—1676. Nach eigener Melodie. 1665. 1668. 6 94* V 2——— 99———..—— 1— A.—..———.—.4 S...I‚———.—— SDSDSꝗD‚DDDe‚— 2— .— Lo⸗ be den Her- ren, den mäch⸗ti- gen Lob ihn mit Freu-den, o See=le, das ——— E T. Hm..-Darii,: D Lar n SPI II. I.. — 0 2—— SSSI......‚‚.—— 3— 7— Kö⸗nig der Ch r Kom⸗met zu-hauf, ist mein Be ⸗ geh ⸗ ren! —. in r..————— . H—. .— 1— 1 I ——2.——..— 1.—.— n +** 2 Psal⸗ter und Har-fe wacht auf, las= set den .. 259285— SS/S ——.— 4.—— + 4+ Lob⸗-ge-sang hö n ⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, 16 Lob und Dank. E . Der dich erhält, Der aus dem Himmel mit Strö⸗ Dm Wie es dir selber gefällt! men der Liebe geregnet! u Hast du nicht dieses verspüret? Denke daran, Was der Allmächtige kann Daf 3. Lobe den Herren, der künst⸗ Der dir mit Liebe begegneti Mit lich und fein dich bereitet, Das Der dir Gesundheit verliehen, 5. Lobe den Herren, was in Und dich freundlich geleitet! mir ist, lobe den Namen! Alles In wie viel Not Alles, was Odem hat, stimme Gott at nicht der gnädige Gott voll Freuden zusammen! lber dir Flügel gebreitet! Er ist dein Licht, 7. Seele, vergiß es ja nicht! Hat 4. Lobe den Herren, der sicht- Lob ihn und schließe mit Amen! Will bar dein Leben gesegnet, Joach. Neander 1650—1680. Nimi Weni Nach eigener Melodie. Joach. Neander. 1680. Ni 7 442— Lm—— é I— 515 2.—..—.——— eicht 2—4 DENEN 2——.—..— Konn 1. Wun⸗der⸗ba⸗rer Kö-nig, Herrscher von uns ö Dei- ne Va⸗ter ⸗-güͤ⸗te hast du las= sen Sein Alles———— 1——*— 24.— Huneh 5. H al⸗len, laß dir un⸗ ser Lob ge-fal⸗ len! 290 0 flie⸗ßen, ob wir schon dich oft ver-lie=ßen. o i Find' i 4.— — Tier' un Y In den Hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Sun⸗gen sin ⸗-gen, In den 426 n + 4— REIEEEE r Gottes laß die Stimmen klin ⸗-gen! 21—— S 7 VSGGOO III. — Lob und Dank. 17 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers Stärke, Mehr als aller Menschen Werke! Preise deinen Schöpfer, Sonne, deren Strahlen Diese Welt so herrlich malen! Mond und Stern, Lobt den Herrn! Ihr, der Allmacht Werke, Rühmet seine Stärke! J. O du meine Seele, Singe fröhlich, singe, Singe deine Glaubenslieder! Was den Odem holet, Jauchze, preise, klinge; Mel. Mein Herzens-Jesu. Wirf dich in den Staub dar⸗ nieder! Er ist Gott Zebaoth; Er nur ist zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet. Halleluja singe, Wer da Christum nennet, Sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: Endlich wirst du droben Ohne Sünd ihn loben! Joach. Neander 1650—1680. Peter Sohrlen). 1668. dem Gott, der Sei Lob und Ehr dem höch-sten Gut, dem al ⸗le Wun⸗der tut, dem 6—5 ö r— 5. ů ö— DD..RDDDD *——.———.—— Va ter al⸗ ler Gü Gott, der mein Ge⸗ mü 5 — + 2.— ů 3—— FF—————. r,. d v. Hr, d ——8.—.— 2— Trost er⸗ füllt, dem Gott, der al-ͤlen Jam:mer stillt: gebt — SSV SEE Lob und Dank. — .——. un⸗serm Gott die Eh-re! 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, Und die in Lüften, Land und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles hat so wohl bedacht: Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat/ Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist alles recht und alles gleich: Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mirvom Tod Und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank' ich, Gott, drum dank' ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir: Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nim⸗ mer nicht Von seinem Volk geschieden, Er bleibet seine Zuversicht, Sein Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her: Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe man⸗ geln muß, Die sonst die Welt erzeiget, So kommt mit seinem Überfluß Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die sonsten nirgends finden Ruh: Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, Gott, deinen Lob⸗ gesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich: ich: Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht be⸗ kennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; — Lob und Dank. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Ange⸗ ö 7•5.* Mit Jauchzen Dank zu bringen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht Und alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz 1640—1690. Nach eigener Melodie. 17³8. IDDDDDDD.—— e L. u O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät⸗ ich stimm-te da⸗ mit in die Wet⸗ Q V— 2———5 SSDSSS te und ei- nen tau⸗send⸗ fa-chen Mund:„ ein te vom al⸗ler-tief-sten Her- zens- grund 2— 31— + I— 5.anmütz e e,.. r V 2— 2—... 1——.— 1 4 12— ———.————— 1553 n n— 2— Lob⸗lied nach dem an-dern an von dem, was T . J. I LI 5—* I. 7— 1— I EE Gott an mir ge= tan! 2. O daß doch meine Stimme 3. Was schweigt ihr denn, ihr schallte meine Kräfte? Bis dahin, wo die Sonne steht! Auf, auf, braucht allen euern O daß mein Blut mit Jauchzen Fleiß wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wärẽ ein jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich! —— —— De AS E Lob und Dank. E 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräser in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehilfen geben Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unendlich Lob für Leib und Geist, Für alles, mildester Berater, Was deine Güte mir erweist, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast be⸗ stellt. 7. Wie sollte ich nicht voller Freuden Mel. Jesu, meines Lebens Leben. In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend mit dir gehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 8. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja wenn der Mund wird kraft⸗ los sein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein. 9. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich bei deinen Engeln bin; Da sing' ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor. Joh. Mentzer 1658—1734. Wolfg. Weßnitzer. 1661. 1 Sen⸗= de 10 6.——.— WAW—=Hin, nirni. nrn ni, Enn nnn nt, nrur r vin, ui:, an Liai. n. — VV — Wo⸗mit soll ich dich wohl lo- mir da⸗ zu von o-ben Lob und Dank. mäch⸗- ti⸗ dei; nes Herr ger Gei⸗- stes Kraft, mein Gott! Ze⸗ ba ⸗ oth? P + —4—6.— 2—— 4 I 1 10 —4+ + kann mit nichts er-⸗ rei: chen dei⸗= ne Gnad und — — — I —*—— 1 n— 2 1 1——.— Tau ⸗send⸗, tau⸗ send⸗ mal sei — + II N 505 + — *—— —4. E 1— — 1 . i —— I L D‚‚‚l dir, 2. Herr, entzünde mein Ge⸗ müte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht! Denn an deinen Gnadengaben Können Leib und Seel sich laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 3. Dent' ich, wie ich dich ver⸗ lassen, Wie ich häufte Schuld auf Schuld, So möcht' ich vor Scham er⸗ blassen Ob der Langmut und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen gro⸗ ßer Kö- nig, Dank da :für! Hast getragen voll Erbarmen. Tausend-, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 4. O wie hat mich deine Gnade Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich von der Sünden Pfade Möchte zu dem Kreuze fliehn, Wo in meines Heilands Wunden Die Erlösung ist gefunden! Tausend-, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 5. Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kommst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, 2 292— — SSS..e.e.t.e..e.e.e.. EN* E Lob und Dank. — Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlers Flügeln Oft getragen väterlich, In den Tälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich. Schien's, daß alles auch zerrinne, Ward doch deiner Hilf ich inne. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 7. Fielen tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel starkes Heer, Daß den Nöten, die mich Ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd' ich stets noch eingeladen. Tausende, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir ge⸗ sungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir bisher gelungen! Ach laß meines Lebens Gang Ferner noch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten: Da will ich, Herr, für und für, See ⸗ le! Ich will ihn lo- zäh⸗ le, will ich lob- sin- drangen, Ewig, ewig danken dir! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. 2⸗02 eigener Melodie. 1714. Q 22 S— ö—.—— RAAEEE 2 IIEE- 12 L + — Lo⸗ be den Her ren, o mei ⸗ ne weil ich noch Stun-den auf Er ⸗ den —3 +—— ——. ö———— ö 7 4— ben bis zum Tod; gen mei- nem Gott. Der Leib und Seel ge ⸗ge⸗ ben hat, wer⸗ de —..— 2 . 3.— EEE —— frah prie⸗ sen und 4— spat. Hal-⸗le — lu⸗ 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anschläge sind auch ver⸗ loren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hilfe der Gott Jakobs ist, Der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ; Wer diesen Herrn zum Beistand at, Findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller elt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden, Er ist's, der ihnen Recht ver⸗ schafft. Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er ei Und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! ge⸗ —— ——— 24 ö Lob und Dank. ö O 6. Sehende Augen gibt er den Und fallen selbst in ihren Strick. Blinden, Der Herr ist König ewiglich; Erhebt, die tiefgebeuget gehn; Zion, dein Gott sorgt stets für Wo er kann gläubige Seelen dich. finden, Halleluja, Halleluja! Die läßt er seine Liebe ehn. Sein Aufsehn ist des Fremden 8. Rühmet, ihr Menschen, rutz, den hohen Namen Witwen und Waisen hält er. Des, der so große Wunder tut! S Alles, was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mnit frohem ut! 7. Aber Tritz. esdergessnen Ihr Kinder Gottes, lobt und ritte preist Kehrt er mit starker Hand zurück, Vater und Sohn und heil'gen Daß sie nur machen verkehrte Geist! Schritte Halleluja, Halleluja! Joh. Dan. Herrnschmidt 1675—1723. u* Halleluja, Halleluja! Nach eigener Melodie. 1690. 1704. SESEE 90 0 Dir, dir, Je⸗ ho⸗va, will ich L sin⸗ gen, Dir will ich mei-ne Lie⸗ der brin⸗gen; SE denn wo ist doch ein sol- cher Gott wie du? ach gib mir dei⸗ nes Gei⸗ stes Kraft da- zu, ö—O Lob und Dank. 27 9*— +EEE *——6——— E 1.N I..*— 1 12 1 5 II wie es dir durch ihn ge⸗ fäl- lig ist! 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Weil ich's im Namen deines Sohne, Sohnes tu', Damit dein Sohn mich wieder Durch welchen ich dein Kind zieh' zu dir! und Erbe bin Dein Geist in meinem Herzen Und nehme von dir Gnad um Siun⸗ Gnade hin. Und meine Sinne und Verstand 92—— 5. Wohl mir, daß ich dies Daß ich den Frieden Gottes Zeugnis habe! schmeck' und fühl' Drum bin ich voller Trost und Und dir darob im Herzen sing' Freudigkeit; und spiel'. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Singen recht getan, So klingt es schön in meinem Liede, So bet' ich dich im Geist und Wahrheit an, So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing' im höhern Chor! 4. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Dem neiget sich dein Gottes⸗ wille zu; Das wird gewiß von dir erhöret, Ich weiß ja, alle gute Gabe, Die ich.— verlange jeder. Die gibst ůẽ3 und tust über⸗ schwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und be⸗ gehr'. 6. Wohl mir! Ich bitt' in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! Barth. Crasselius 1667—1724. 0 2 Lob und Dank. ö O ö Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. IIAIEEE SS ————.——.—— ⁰ An⸗be:tungswürd'ger Gott, mit Ehrfurcht 7 du bist unend⸗lich mehr, als wir be⸗ 8 stets zu grei⸗fen nen- nen, kön ⸗nen. O Ehr⸗ er ⸗bie⸗ tung sein! 2. Du riefst dem, das nicht war, Um Lust und Seligkeiten Aufs mannigfaltigste Um dich her auszubreiten. Die Liebe bist du selbst, Verstand und Rat sind dein, Und du gebrauchst sie gern, 3Zu segnen, zu erfreun. 3. Du sprichst, und es ge⸗ schieht. Auf dein allmächtig Werde Entstand dein großes Werk, Der Himmel und die Erde; Mit deinem kräft'gen Wort flö ße mei⸗ nem Geist die Trägst du die ganze Welt, Und deine Macht vollführt, Was uns unmöglich fällt. 4. Du bist der Herren Herr; Der Erde Majestäten Knien in den Staub vor dir, Dich, Höchster, anzubeten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, Des Hoheit muß bestehn. 5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht — 388 SEE — Lob und Dank. I+ Bis zu des Lichtes Höhen, Von welchen du mit Huld Auf deine Schöpfung blickst Und alles, was da lebt, Erfreuest und beglückst. 6. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvollkommen; Wird aber dermaleinst Der Vorhang weggenommen, Der jetzt das Heiligste Noch unserm Blick verschließt, 1. Paiini König. Dann sehn wir klarer ein, Wie herrlich, Gott, du bist. 7. In Ehrfurcht sei schon jetzt Dein Ruhm von uns besungen; Verschmäh nicht unser Lob, Das Lallen schwacher Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst Vor dir verherrlicht stehn, Ein Lied im höhern Chor Dich, großer Gott, erhöhn. Joh. Jak. Nambach 1693—1735. Joach. Neander. 1680— 5 14 F——— 2————.—— ——..——.— Ee—— 0 0 0 2 Gott ist ge⸗gen-wär ztig: las- set uns an⸗ Gott ist in der Mit- te: al⸗les in uns —.—— be ⸗ ten schwei⸗ ge 21 ö HE.. und in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ und sich in⸗nigst vor ihm beu ⸗ ge! .. ten! +— HEEE Annnen Rinannn SSSSS. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au-gen nie-der, —— S. Sar ———————— —5—iß75i5i5ii— gebt das Herz ihm 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. wie⸗ der! Heilig, heilig, heilig Singen ihm zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. — x‚ 2— 1——— Herr, vernimm Unsre Stimm, Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen! 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Erdenlust und sünd'gen Freu⸗ den; Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre! 4. Majestätisch Wesen, Möcht' ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst er⸗ weisen! Möcht' ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen. r Laß mich di Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allen! 7. Luft, die alles füllet, Drin wir sind und weben, Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, Ich senk' mich in dich hinunter: * To in dir, u in mir; Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden! 6. Du durchdringest alles; Wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halten: Lehr mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen! 7. Mache mich voll Einfalt, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit chau' im Geist und in der Wahrheit! Laß mein Herz Überwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben! 8. Komm in mir zu wohnen, Daß mein Geist auf Erden Dir ein Heiligtum kann werden! Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb' und ehre! Wo ich geh', Sitz' und steh', Laß mich dich erblicken Und vor dir mich bücken! Gerh. Tersteegen 1697—1769. O Lob und Dant. 29 Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴⁵. FA 15 V— 1 Ab +. 242.—5 1 IIVX—. 1 1.— E 2—4..9— & e—.=—2+ 0 — Sin⸗get Gott, denn Gott ist Lie⸗ be, Lie⸗-be 5 5 sin-ge durch des Gei⸗stes Trie-be, wer es D EIEE. —.—.—.. HSE. — die da e⸗-wig währt; 34 an sich selbst er⸗ fährt Wenn Gott läßt den Ei⸗ fer ö IDD brennen, brennt er bis zum Höl-lengrund; nun er sich läßt Q.—+4— ³ PDPISPIPIPSPIIII ꝗ............. Liebe nen⸗nen, wird es al- len Himmeln kund. 2. Liebe, die er in Erkennt⸗ 3. Liebe, die mein Herz darf nis glauben, Seines Sohnes uns bezeugt, Ob sie mein Verstand nicht Liebe, welche das Verständnis aßt, Aller Menschen übersteigt, Laß den Feind mich dir nicht Du bist weit: ob allen Kindern; rauben, Du währst lang: auf alle Der uns als die Deinen haßt! Zeit; Liebe, laß es mir gelingen, Du reichst tief: zu armen Sün⸗ Dich zu kennen, wie du bist! dern; Liebe, lehr mich ewig singen, Du führst hoch: zur Herrlich⸗ Wie es Gottes würdig ist! keit. Pyil. Friedr. Hiller w1699—1769. 30 Lob und Dank. O H 26 588858 Herzens-Jesu. Peter 6 5 1668. IPD 00 Wenn ich, 0 Schöp⸗fer, dei- ne Macht, die die Lie be, die für al⸗- le wacht, an⸗ — Weis⸗ heit der⸗ ner We⸗ ge, be⸗ tend ü⸗ ber ⸗ le ⸗ ge, so weiß ich, von Be⸗ — Q ————. e—— wundrung voll, nicht, wie ich dich er ⸗ he-ben— 75 mein Gott, mein Herr und Va⸗ ter. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausge⸗ chmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm er⸗ höht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den uf. der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlich⸗ keit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, — Lob und Dank. 3— Mich, ruft die Saat, hat Gott Ist sich ein täglicher Beweis gemacht,—— Von deiner Güt und Größe. Bri 5 2* Bün en EDirtehr 6. Erheb ihn ewig, o mein 5. Der Mensch, ein Leib, den Geist, deine Hand Erhebe seinen Namen! So wunderbar bereitet, Gott unser Vater sei gepreist, Der Mensch, ein Geist, den sein Und alle Welt sag' Amen! Verstand Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Dich zu erkennen leitet, Und hoff' auf ihn und dien' ihm Der Mensch, der Schöpfung gern! Ruhm und Preis, Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Nach eigener Melodie. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. 7 H..——..... + II — Wie groß ist des All- mächt'gen Gü⸗ te! der mit ver⸗ här⸗te⸗tem Ge⸗ mü⸗ te — 2 2 Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, in sen den Dank er⸗stickt, der ihm ge⸗ bührtẽ Pein, sei ne ——— 0—— 6 Lie⸗be zu er ⸗ mes sen sei e⸗ wig mei⸗ ne a.—— + .—.—.— ——8 5——. + größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ ges⸗ sen A* —— .— 2—85——3 —.——.— —ü—..——.— ver ⸗ giß, mein Herz, auch sei⸗- ner nicht! —— I.—9— 1 Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛce. 1704. —.——.7 + ö I, ——.—. HEN— ‚‚l EEE————1— —— 350 + Wie groß ist des All-mächt'gen Gü=te! Ist der mit ver- här⸗ te- tem Ge- mü⸗ te den Q d 4— —————.——.———— SDSISSSS —6 der ein Mensch,den sie nicht rührt, Nein, sei Dank er⸗ stickt, der ihm ge-bührt? Nein, sei ⸗ ne SS... — Lie⸗ be zu er⸗mes⸗ sen sei e-wig mei- ne — 1——* +I———.———— —TTI..——— ....... größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver ⸗ ges-sen; , L d n n ennn=ei 23—.— PSPSPSSPSSI‚ISISISISSII ver⸗ giß, mein Herz, auch sei=ner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar Wer hat mit Langmut mich ge⸗ bereitet? leitet? DerGott, der meiner nicht bedarf. Er, dessen Rat ich oft verwarf. Lob und Dank. — Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts ge⸗ nießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit um⸗ geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: 869 soll vollkommen sein wie er. e mehr ich dies Gebot erfülle, tell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu 9— Pflicht, Und ob ich schon aus Schwach⸗ heit fehlec Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich Zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augen⸗ blicks! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 86 ———— 7155 treu er Gott, wie l Ge⸗ Wir häu⸗fen täg⸗ lich un: sre Evang. Gesangbuch. — 3⁴ Lob und Dank. —H —5——— . 5 E duld er: zei⸗ gest du uns Ar⸗- men! Was Schuld, du häu-fest dein Er ⸗ bar⸗ men. DRDDD ᷓE ist des Menschen Le⸗bens⸗lauf? Er ist ver⸗derbt von E—— Ju⸗ gend auf, sein Sinn ist dir entre ge⸗ gen; und — EDDDEE gleichwohl, Va⸗ ter, suchst du ihn durch Gnad und — ——.—————. ———— Huld zu- rück ⸗ zu ⸗ ziehn, durch Lang⸗mut —.—— zu be⸗ we⸗ gen. 2. Du gibst den Sündern Zeit und Raum, Der Strafe zu entgehen. So lässest du den argen Baum Nicht ohne Pflege stehen; Du wartest sein, du suchest Frucht, Und wenn du gleich umsonst ge⸗ sucht, Hörst du nicht auf zu bauen; Du schonest sein von Jahr zu Jahr, Dein Vaterherz hofft immerdar Noch Frucht von ihm zu schauen. 3. Barmherziger, so Eundem Erzeigst du frechen Sündern Und hast nicht weniger Geduld — Lob und Dank. Mit deinen schwachen Kindern. Sie werden ja, wenn Fleisch und ö Welt Und Satan ihnen Netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie straucheln, sie vergehen sich, Sie fallen oft, verlassen dich Und deine heil'gen Wege. 4. Drum rufst du ihnen in Gefahr, So oft sie irre gehen, Reichst ihnen Hand und Stärke dar, Von Sünden aufzustehen. Du lockest sie mit Vaterhuld, Versprichst, durch Christum ihre Schuld Joh. Mel. Es ist genug. — Und Fehler zu vergeben, Gibst reichlich Glauben, Geist und Kraft Und nach vollbrachter Pilger⸗ af Ein ewig Freudenleben. 5. O Gott der Güte, duld uns no um Christi Tod und Schmerzen! Erwecke du und rühre doch Die trägen sichern Herzen, Daß deine Huld und Vatertreu Doch nicht an uns verloren sei, Daß wir das Böse hassen Und uns noch in der Gnadenzeit Durch deine große Gütigkeit Zur Buße leiten lassen! Christ. Zimmermann 1702—1783. Joh. Nud. Ahle. 1662. —.—.————— 4— — +——— 2 SDDi‚‚‚‚IT...... 0 0 Gott Gott ist ist ge⸗ treu. Sein Herz, sein Va⸗ ter⸗ ge ⸗ treu bei Wohlsein und bei + — I 9——— I—.— S EEE herz ist vol⸗ ler Red⸗lich⸗ keit. Schmerz, in gut' und bö-ser Zeit. Weicht Burer: 9Q. ö 5—+—*—. —5.—.— j—... D EEEEE weicht, fallt hin, ihr Hü⸗ gel, mein Glaubensgrund hat 2* 30 Lob und Dank. 24 — FA 4 5— ö 4 ů1 727 3 2—— ö———— ...E...—— die: ses Sie⸗ gel: Gott ist ge= treu! 2. Gott ist getreu. Er ist mein treuster Freund, Dies weiß, dies glaub' ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind Zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungs⸗ stunde Die Kraft von meinem Glau⸗ benspfunde. Gott ist getreu. 3. Gott ist getreu. Er tut, was er verheißt, Er hält, was er verspricht; Wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, So gleit' und irr' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu. 4. Gott ist getreu. Er handelt väterlich, Und gut ist, was er tut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelsleiter, Der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu. 5. Gott ist getreu. Er gibt der bösen Welt Den ein'gen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Löse⸗ geld, Damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Ver⸗ derben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu. 6. Gott ist getreu. Mein Vater, des ich bin, Sorgt für mein Seelenwohl; Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn Ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen ünden, Er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu. 7. Gott ist getreu. Sein gött⸗ lich treuer Blick Gibt sorgsam auf mich acht; Er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück ——½ Lob und Dank. Erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen, Und endlich stillt er alle Klagen. Gott ist getreu. 8. Gott ist getreu. Mein Herz, was fehlt dir noch, Dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag do Die Welt voll Falschheit sein! Der falschen Brüder Neid und Gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu. 9. Gott ist getreu. Vergiß, o Seel, es nicht, Wie zärtlich treu er ist! Gott treu zu sein sei deine frohe Pflicht, So lang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß dir den starken Trost nich rauben: Tücke Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 1713-1780. — ist gewißlich an der Zeit. 1535. 20. M. EEE= + 2..—— ö— α Der Herr ist mein ge⸗treu⸗er Hirt, mir der Hü ⸗ter, der nicht schläft noch irrt, kann *—* I 0— ISSISISISISISII III........... * 4— + 1— II 1— 2—— wird kein Gu⸗ tes feh⸗ len; mir nur Heil er-wäh=len. Er wei- det mich auf ö— EE S 2——..— 0 0. 1 1 4 *7 + grü⸗ ner Au, die Spei⸗se gibt vom Le⸗ bens- tau des * 5 1 2——. + —— 7 2— * 4 Gei- stes sei⸗ ner Gna⸗de. 38 Bitte und Fürbitte. é— 2. Er führet mich zum reinen uell, Der mein Gemüt beglücket, Zum Wasser, welches frisch und hell Den schwachen Mut erquicket; + Er leitet mich auf rechter Bahn, 44 Er nimmt sich meiner Seele an Um seines Namens willen. 14 3. Und ob ich wall' im finstern I. Tal, Fürcht' ich doch keinen Schaden; Sein Auge wachet überall, Ich bin der Sorg entladen; Sein Stab und Stecken tröstet mich, Auf seine Treu und Macht kann i Gar ruhig mich verlassen. ö 4. Du machst mir einen Tisch bereit Mel. Erhalt uns, Herr. Auch gegen meine Feinde, Verscheuchest Angst und Traurig⸗ keit, Sprichst freundlich zu dem Freunderoe Du salbst mein Haupt mit Ol, du schenkst Mir voll den Becher ein und lenkst Zum Himmel hin mein Sehnen. 5. Ja, Gutes und Barm⸗ herzigkeit Wird lebenslang mir werden; Ich bleib' im Haus des Herrn die Zeit, Die ich noch leb' auf Erden. Und ist des Lebens Wallfahrt aus, Dann trägt mich in sein Vater⸗ haus Der Flügel treuer Liebe. 90 Joh. Friedr. von Meyer 1772—1849. II. Bitte und Fürbitte. Altkirchlich. 1543. II S. .... —. Ach bleib bei uns, Herr Je- su Christ, weil * + + + SSSS............I............. .— 2.— ., ö I—— es nun A-bend wor⸗-den ist; dein gött⸗lich Wort, das — Bitte und Fürbitte. 39 . ——.— ISII.—— eern 2. In dieser letzten trüben Zeit Verleih uns, Herr, Beständig⸗ keit, Daß wir dein Wort und Sakra⸗ ment Behalten rein bis an das End! 3. Laß uns in guter stiller Ru Das zeitlich Leben bringen zu, Und wenn das Leben neiget sich, Laß uns einschlafen seliglich! 4. Herr Jesu, deine Kirch er⸗ halt, Wir sind gar Halt trãäg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall' an jedem Ort! 5. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Ge⸗ duld! hel ⸗-le Licht, laß ja bei uns aus-lö⸗-schen nicht! 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit Macht erheben ho Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr! 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja i Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei! 8. Dein Wort ist unsers Her⸗ zens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts andres suchen mehr! 9. Hilf leben uns nach deinem Wort Und dann im Frieden fahren fort Von hinnen aus dem Jammer⸗ tal Zu dir in deinen Himmelssaal! 1611; Str. 4—9 von Nik. Selnecker 1530—1592. Bitte und Fürbitte. —— Aus tiefer Not. 36524. —..———————— V. DESS 00 0 Herr, wie du willst, so schick's mit mir im Al-lein zu dir steht mein Be- gier, laß 4————.—— +——..I3— IE—— Le⸗ ben und im Ster⸗ben! mich, Herr, nicht ver- der-ben! 4 1 + Er-halt mich — 30 4.— 14———5—.— ———.— ———4.D———— +7 7x7)f nur in dei- ner Huld, sonst Wie du willst; gib EEE SSSDS 9⁰ mir Ge⸗ duld, denn dein Will ist der be ste! 2. Zucht, Ehr und Treu ver⸗ 3. Soll ich einmal nach dei⸗ leih mir, Herr, nem Rat Zu deinem Worte Liebe; Von dieser Welt abscheiden, Behüt mich, Bcge vor falscher Verleih mir, Herr, nur deine Le Gnad, Und hilf, daß ich mich übe Daß es gescheh' mit Freuden! In Werken wahrer Frömmigkeit; MeinLeib und Seel befehl ich dir; Wend ab all Ungerechtigkeit O Herr, ein selig End gid mir In meinem ganzen Leben! Durch Jesum Christum! Amen. Kasp. Bienemann 1540—1591. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. G 134— 5. ½— +X—.—— 1 E— 2—.——..—7— IEEE—.—E.2—. IE———— 1 2 — Ach bleib mit dei⸗ ner Gna ⸗ de bei Bitte und Fürbitte. 1— ö—.— ö— n ennd er — 2 12.—. 1.— + V. ä uns, Herr Je- su Christ, daß uns hin-fort nicht e e, DIIEEEEEEEEESEEE ——1———— K. —.— scha⸗ de des bö⸗-sen Fein-des List! 2. Ach bleib mit deinem Worte Dein Gnad' und all Bernögen Bei uns, Erlöser wert, Reichlich in uns vermehr! Daß uns an jedem Orte Sei Güt und Heil beschert! 5. Ach bleib mit deinem Schutze 3. Ach bleib mit deinem Bei uns, du starker Held, Glanze Daß uns der Feind nicht trutze Bei uns, du wertes Licht; Noch fäll' die böse Welt! in W it uns nze, 461.97, Daut wi r mhte. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, 4. Ach bleib mit deinem Segen Beständigkeit verleihe, Bei uns, du reicher Herr; Hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann 1588- 1632. 5.5 eigener Melodie. 1693. 24 4 WOb P I. I AI 00 O Gott, du framanet Gott, Du Wunmgueil durch wel⸗chen al- les ist, von dem wir — ů n u. — SS gu⸗ ter Ga⸗ ben 21—* al⸗ les ahare ben, ge⸗ sun-den Leib gib mir, und Bitte und Fürbitte. ——½ H —— 1 SS .— E —————— daß in sol⸗chem Leib die See⸗le un⸗ ver- letzt, rein das Ge⸗-wis⸗ sen 2. Gib, daß ich tu' mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet! Gib, daß ich's tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's tu', so gib, Daß es gerate wohl! 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß! 4. Droht mir Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind', Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind'! bleib'! 5. Laß mich mit jedermann In Fried' und Freundschaft leben, Soweit es christlich ist! Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei! 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauern Tritt Eoaatbe ins Alter dringen, o gib Geduld; vor Sünd Und Schande mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar! 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab'! E Bitte und Fürbitte. 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, Wollst du auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. — Erhalt uns, Herr. Laß hören deine Stimm, Ruf meinen Leib hervor Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor! Joh. Heermann 1585—1647. Altkirchlich. 1543. 1 —+ 257 —— —.——— E 0 20. O Je-su Christ, du wah⸗res Licht, er⸗ 6 1 1 +I——— 1— — —— leuch⸗te, die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge sie zu 2—*— — N — —4 E4 — ————2 —— 2. Erfüll mit deinem Gnaden⸗ schein, Die noch ihr Ohr dem Irrtum lei ——. dei⸗ ner Herd, daß ih⸗ re Seel auch se⸗ lig werd'! 4. Erleuchte, die da sind ver⸗ blend't; Bring her, die sich von uns ge⸗ trennt; eihn Und die, so heimlich noch ficht an Versammle, die zerstreuet gehn; In ihrem Sinn ein falscher Wahn! 3. Und was sich sonst ver⸗ laufen hat Von dir, das suche du mit Gnad; Mach feste, die im Zweifel stehn! 5. So werden sie mit uns zu⸗ gleich Auf Erden und im Himmel⸗ reich Ihr wund Gewissen mache heil, Hier zeitlich und dort ewiglich Laß sie am Himmel haben teil! Für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann 1585—1647. Bitte und Fürbitte. E Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. — 2— 2. — — —.—* I + + Ach Gott, ver⸗ laß mich nicht, gib mir die ach füh⸗ re mich, dein Kind, daß ich den ümmre Q SSIS·iE 2 Gna⸗den⸗- hän⸗ de; Lauf voll⸗ en⸗ de zu mei⸗ ner Se⸗lig-keit; sei 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, Regiere du mein Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; Gib mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk und Kraft: Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde; Wenn mir Versuchung naht Und meine Seel anficht, So weiche nicht von mir: Ach Gott, verlaß mich nicht! A 4 4 2— I I— IJZ D= ———— e ... du mein Le⸗benslicht, mein Stab, mein Hort, meinSchutz: ach 9 I— III 3—.———— Gott, ver⸗laß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ach laß dich doch bewegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke des Berufs, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt: Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich bleibe dir ergeben! Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden einst, Zu sehn dein Angesicht; Hilf mir in Not und Tod: Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck? 1659—1725. V Bitte und Fürbitte. 4 Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. 27 2— ⁴² +— 2— + *—4.— 4.— —— Herr, du er-for⸗schest mich, dir bin ich du kennst mein gan⸗zes Tun, mein Schaffen SS *—.I 3———— nicht ver⸗ bor⸗ gen; und mein Sor⸗ gen; ja was die See- le denkt, war I— 217 fPf— —— 1 dir be⸗reits be⸗kannt, eh' der Ge- dan-ke noch vor ...........—— 2..— 2 +— 1 N ——————— 1 mei⸗ ner See- le stand. 2. Wo meine Füße gehn, Wo ich mich niederlege, Da bist du stets um mich Und siehest meine Wege; Du weißt ein jedes Wort, Du schaffest, was ich tu'. Erstaunt seh' ich auf dich, Wie wunderbar bist du! 3. Wohin, wohin soll ich Vor deinem Geiste fliehen, Und wo kann deinem Aug Ich jemals mich entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, So bist du, Höchster, da; Führ' ich zur Tief hinab, Auch dort bist du mir nah. 4. Wenn ich die Flügel nähm' Der lichten Morgenröte Und suchte, dich zu fliehn, Des Meeres fernste Ode, Doch hält auch dort mich fest Die starke Gotteshand, Die Erde, Luft und Meer Und jeden Raum umspannt. 5. Und spräch' ich: Finsternis, Komm her, mich zu bedecken, Auch in der Nacht würd' mich 4 * Bitte und Fürbitte. ö Dein heilig Auge schrecken. Unzählbar sind sie mir, Es ist die Finsternis Sind ohne Maß und Schranken. Vor dir wie helles Licht, Mit Ehrfurcht will ich stets Die Nacht glänzt wie der Tag Auf dich, mein Schöpfer, sehn, Vor deinem Angesicht. Dir folgen und dein Lob, 6. Eh' ich geboren war, So gut ich kann, erhöhn. Un uhnre Tate hl 8. Erforsche mich, mein Gott, Ward in dei 9 Und prüfe, wie ich's meine, ard in dein Buch geschrieben. Ob ich dir fol i Ich danke dir, daß du ich dir fogsann bin Mũ ch wunderbar erschufst; Und nicht vielleicht nur scheine! a1—7 Sieh, ob mein Fuß vielleicht Voll Wunder alles ist, Den bösen Weg betrat Was du ins Leben rufst. Und hilf mir, daß ich geh 7. Wie köstlich sind vor mir Allein den ew'gen Pfad! Des Ewigen Gedanken! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. Heinr. J 2 i Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1550⸗ 1595. IA— 28 2 n d, SDDii—— —.— Herr hö- re, Herr er⸗ hö- re! Breit — 4— +— SSS. 2— i- 1——— dei ⸗ nes Na-mens Eh- re an al-len Or⸗ten +— e,——— SSSSISEEEEEEE E— 2• Hr aus; be⸗ hü⸗ te al⸗-le Stän⸗ de durch dei⸗ ner 8.——4— 4 4* IDI....— ö ꝗDPDP ꝑ‚... I F PIAIIAII...... —..— All⸗macht Hän-de, de schü⸗-tze Kir ⸗che, —9 Bitte und Fürbitte. 3.. ———— Thron und Haus! 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner rein erschallen Zu unsrer Seelen Nutz Bewahr uns vor den Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Biet allen deinen Feinden Trutz! 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdrossne Hörer, Die beide Täter sei'n; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernte reiche Früchte ein! 4. Du wollst uns hoch be⸗ glücken, Mit hellen Gnadenblicken Auf unsern Fürsten sehn; Schütz ihn auf seinem Throne, Laß allzeit Reich und Krone In segensvollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Und segne beide, Herrn und Knecht! 6. Erhalt in jeder Ehe, Beim Glücke wie beim Wehe, Rechtschaffne Frömmigkeit; ——57—ꝛ7 ̃(— —— In Ehrbarkeit und Tugend Gedeihe unsre Jugend, Zu deines Reiches Dienst bereit! 7. O Vater, wend in Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden Und Sturm und Hagel ab; Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zunichte, ö Was deine milde Hand uns gabl 8. Gedenke voll Erbarmen Der Leidenden und Armen, Verirrte bring herein; Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hilfe schrein! 9. Hilf gnädig allen Kranken, ö Und die im Glauben wanken, Laß nicht zu Grunde gehn; Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn! 10. Bleib der Verfolgten tütze, Die Reisenden beschütze, Die Sterbenden geleit Mit deinen Engelscharen, Daß sie in Frieden fahren Zu Zions Freud und Herrlich⸗ keit! Bitte und Fürbitte. E 11. Nun Herr, du wirst er⸗ füllen, Was wir nach deinem Willen In Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen In unsers Jesu Namen: So ist all unser Flehn erhört. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. 1— 5 SE— aune 2————. ö Dof 4——————— r. — Va⸗ter, lie-ber Va ter, hö⸗ re, Of ⸗fen ⸗ba⸗- re dei⸗ ne Eh- re, Q 4 N ——.—. II— SDSDSSSEEEE— V 37—— wenn zum Him- mel ruft dein Kind! un aste gü⸗ tig bist du ja ge-„sinnt! 9—— n, munin en, den nn: nn:⸗nn mnminn. . DRDEE.—.—— Her⸗zen flehn zu dir in dem Na-men V 5——— +TL 11 IDEe 2 I I.nhiet 2. Wer kann dich genug er⸗ König, dem kein König gleich! heben? Daß das Reich des Satans Wie dein Name, so dein weiche, Ruhm. Bau in uns dein Gnadenreich! Ach erhalt in Lehr und Leben Deines Namens Heiligtum! Diesen Namen laß allein Unsre höchste Freude sein! 3. Komm zu uns mit deinem Reiche, Führ uns auch nach dieser Zeit In das Reich der Herrlichkeit! 4. Lasse deinen guten Willen, Lieber Gott, bei uns geschehn, Daß wir ihn mit Lust erfüllen Und auf deinen Wegen gehn! E Bitte und Fürbitte. 4 Laß uns deines Willens sein, So stimmt Erd und Himmel ein! 5. Geber aller guten Gaben, Gib uns das bescheidne Teil! Du weißt, was wir müssen haben, Und bei dir steht unser Heil. Hat man Gott und täglich Brot, O so hat es keine Not. 6. Großer Gott von großen Gnaden, Ach vergib die Sündenschuld, Die wir täglich auf uns laden; Habe nur mit uns Geduld! Laß uns andern auch verzeihn, Dann wirst du uns gnädig sein! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 7. Will die böse Lust uns leiten Auf die Sündenbahn der Welt, Hilf uns in Versuchung streiten, Daß der Geist den Sieg behält! Laß uns fest im Glauben stehn Und in keiner Angst vergehn! 8. Alle Not und Trübsal wende, Daß sie uns nicht schädlich sei, Und mach uns an unserm Ende Einst von allem Übel frei! Dein ist Reich und Kraft und Ehr; Amen, großer Gott, erhör! Benj. Schmolck 1672-1737. Georg Neumark. 1657. 30 0 0 0 denn au- ßer Mein lie-ber Gott, ge-den-ke mei⸗ner dir ist nir⸗gend ei⸗ ner, II —H—75 *——————— ů ii im be⸗sten jetzt und al-le⸗ zeit, I der mich mit Rat und Trost er⸗ freutt Dein Wortmacht mich voll Zu- ver-sicht und sagt mir, du ver⸗ 50 Bitte und Fürbitte. + — —.I —.—3 gißt mein uh 2. Gedenke meiner, wenn ich 5. Gedenke meiner, wenn ich höre leide! Dein süßes Evangelium, Und mache durch die Himmels⸗ lehre Mein Herz zu deinem Heiligtum, Daß deine Aussaat wohl geling' Und tausendfache Früchte bring'! 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke du mit Gnaden drauf! Weil ich in Christo vor dich trete, So schließ dein—⁰ mir Doch gib mir nicht als dies allein, Was mir kann gat und selig ein! 4. Gedenke meiner, wenn ich falle,‚ Und wirf mich nicht i im Zorne in! Weil ich, so lang ich hier noch walle, Im Fleische schwach und blöde bin So fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand! Wen hab ich sonst als dich allein, Der bei der Menschen Haß und Neide Mein Freund und Tröster könnte sein? Und hab' ich dich, so lacht mein Mut, Wenn gleich die Welt mir Böses tut. 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe Und mich die 66 Welt ver⸗ gißt! Versetze mich in jenes Erbe, Wo du mein Teil und Leben bist! Denn bleibst du nicht im Him— mel mein, So wollt' ich nie geboren sein. 7. Ich will mich über nichts betrüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen einge⸗ schrieben, Drum hoffe ich allein auf dich. Ich glaube fest und ungetränkt, Daß Gott im besten mein ge⸗ denkt. Erdmann Neumeister 1671—1756. U— Bitte und Fürbitte. E1 Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc.. 8 1539. 31 a SESEE 0 Gott, dei⸗ne Gün⸗te reicht so weit, so du——.— mit Barm⸗her-zig⸗ keit und 25 D ESiSSEEEEEE weit die Wol ⸗ ken ge⸗ henz; eilst uns bei ⸗ zu⸗ ste⸗ hen. Herr, mei ⸗ ne D— Burg, mein Fels, mein Hort, ver- nimm mein Flehn, merk 94 ——— 4.—4 EiEE EEE EE 1 mein Wort, denn ich will vor dir be: ten! 2. Ich bitte nicht um Überfluß Mein wahrer Ruhm sei meine Und Schätze dieser Erden; Pflicht, Laß mir, so viel ich haben muß⸗ Der Ruhm vor deinem Angesicht Nach deiner Gnade werden! Und frommer Freunde Liebe. Gib mir nur 0 und Ver⸗ 4. So bitt' ich dich, Herr Dich, Gott, und den, den du Zebaoth. Auch nicht um langes Leben; Saare Glücke Demut, Mut in Not Und mich selbst zu erkennen! 2 Wollet dwi mer— 3 ot, 3. Ich bitte nicht um Ehr und In deiner Hand steht meine uhm, Zeit; So sehr sie Menschen rühren; Laß du mich nur Barmherzig⸗ Des guten Namens Eigentum keit Laß mich nur nicht verlieren! Vor dir im Tode finden! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Bitte und Fürbitte. I Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 1836. 4, H——— 321——. D Ur⸗quell al-ler Se⸗lig-kei- ten, die in —— 7 4 * + 2— —— 20 ö — ——— 4* . F—.— II II —4 —— II Va⸗ ter, hör mein 2. Nicht um Güter dieser Erde, Des erhabnen Geists Beschwerde, Um die Weltlust komm' ich nicht, Vater, vor dein Angesicht. 3. Schätze, die mich nicht ver⸗ lassen, Wenn ich sterbend werd' er⸗ blassen, Tugenden, des Christen wert, Sind es, die mein Herz begehrt. 4. Geber aller guten Gaben! Festen Glauben möcht' ich haben, Wie ein Meerfels unbewegt, Wenn an ihn die Woge schlägt; 5. Lieb, aus deinem Herzen stammend, Immer rein und immer flammend, Liebe, die dem Feind verzeiht 10 hend Ked! Und dem Freund das Leben weiht; 6. Hoffnung, die mit hohem Haupte, Wenn die Welt ihr alles raubte, Hinblickt, wo sie wonnevoll Alles wieder finden soll; 7. Starken Mut im Kampf des Christen Mit der Welt und ihren Lüsten; Sieg dem Geist, und wenn er siegt, Demut, die im Staub sich schmiegt; 8. Duldung, alle Lebens⸗ plagen Mit Gelassenheit zu tragen; Stilles Harren, bis der Tod Mich erlöst auf dein Gebot; — Bitte und Fürbitte. —— 9. Seelenruhe, Mut im Sterben, Wenn die Lippen sich ent⸗ färben Und der letzte Seufzer spricht: O mein Jesu, laß mich nicht! 10. Willst du, Herr von mei⸗ nem Leben, Diese Seligkeit mir geben, So wird auch die Leidensnacht Mir zum heitern Tag gemacht. 11. Immer will ich beten, ringen, Stille harren, Dank dir bringen, Bis dein Ruf einst meinen Geist Zu dir, Vater, kommen heißt. 12. Seele, gib dich nun zu⸗ frieden, Jesus kommt und stärkt die Müden; Nur vergiß nie sein Gebot: Sei getreu bis in den Tod! Christ. Friedr. Dan. Schubart 1739—1791. Mel. Herr Jesu Christ. 1651. Q— 33 EEEE—— —.— 5 ——— r —‚— Gott Va⸗ter in dem Him-mel, sprich dein Q— 4*—— ——— 2.2—— AD———..——.— S·· ꝑE 25*—— Wort des Se⸗gens ü- ber mich, daß ich im Frie-den je-den Tag be⸗ — I +2 5— , en- den mag! 2. Herr, was mir deine Hand bestimmt, Was sie mir spendet oder nimmt, Glück oder Weh, das gelte mir Als Segen und Geschenk von dir! ũOs Bitte und Fürbitte.— 3. Gib mir ein Herz dunch Im Innern aufkeimt, Wurzel Gnade fest, schlägt Das dich in allem walten läßt Und Frucht für dich und andre Und unbedingt mit Kindesmut trägt! In deinem Vaterwillen ruht! 7. Bedroht mich Trübsal und 4. Hilf, daß ich züchtig, klug Gefahr, und treu So rette du mich immerdar In Worten, Sinn und Werken Und laß mich, wenn ich Hilfe ei and, Und alles, was zur Sünde rät, In Demut preisen deine Hand! In mir besiege durch Gebet! 234061 0 8. Sinkt aus der Hand mein 5. Laß deines Sohnes Gnaden⸗ Wanderstab, schein Geh' ich ins finstre Tal hinab, Beständig mir im Herzen sein; So nimm, o Gott, mein Heiland, Sein Leben, Wort und Kreuzes⸗ dann bild Dich meiner Seele herzlich an! Sei meiner Seele Sonn und Schild! 9. Schenk mir im letzten Augenblick 6. Fällt mir ins Herz dein Ein Vorgefühl von jenem Glück, Lebenswort, Das du nach Tageshitz und Last Dann wirke du, daß es sofort Den Deinen dort bereitet hast! Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. Mel. Herzliebster Jesu. Joh. Crüger. 1640. =— + 34 in, nt r: d ineren ——— — — Gib dei⸗nen Frie-den uns, o Herr der — —2 5 ii. remn, Imimr:/ A ... Stär⸗ke! Im Frie-den nur ge- dei-hen dei- ne Bitte und Fürbitte. — Wer⸗ke; daß wir im Kampf mit Sün⸗de nicht er⸗ —.—— 1 wr dn,E H— ——— mü⸗ den, 2. Des Lebens Tag ist schwül, des Lebens Abend Oft stürmisch noch und wenigen nur labend. Ach, es bedarf das Herz im Staub hienieden, Herr, deinen Frieden! 3. Gib Frieden, daß die fromme, dir getreue, Oft schwer geprüfte Seele sich erneue, Daß sie nicht mutlos hingerissen werde Vom Geist der Erde! 4. Gib, wie den Vätern, die dir wohlgefallen, Auch uns den Frieden, die im Kampf noch wallen; 35 0 0 stärk uns mit Mel. Herzlich tut mich ꝛe. iE Frie⸗ den! Gib Hoffnung, daß des Glau⸗ bens Ehrenkrone Dem Sieger lohne! 5. Das ganze Leben auf der dunkeln Erde Ist, ach, ein Streit mit Sorgen und Beschwerde; O birg uns, Herr, in deines Friedens Schatten, Wenn wir ermatten! 6. Und wenn zuletzt wir mit dem Tode ringen, Deck' uns dein Engel, Herr, mit mächt'gen Schwingen Und trag' uns hin, von allem Kampf geschieden, Zum ew'gen Frieden! Bernh. Garve 1763—1841. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. —6——— Gib Frie⸗ den, Herr, gib Frie-den, du Einst bist du ab⸗ ge-schie⸗den mit ——4 Bitte und Fürbitte. —— 2 — — 5—..—. *2————— *—— SPIPS I I I I— mil⸗ der sü⸗ ßem Freu⸗den⸗ Lie⸗ bes⸗hort! Wort.; Ich geb' euch mei⸗ nen 24„——.— — 13——.— ö—— 2.——.—*—.—— —..— 10.—.—.—— T Y— 2 r Frie⸗ den, wie ihn die Welt nicht gibt, ver⸗ hei⸗ßen und be-schie⸗ den 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Die Welt will Streit und Krieg! Der Stille wird gemieden, Der Wilde hat den Sieg; Viel Unruh herrscht auf Erden und Lug und Trug und List. Ach laß es stille werden, Du stiller Jesus Christ! dem, der Mel. Werde Licht, du Volk ꝛe. da glaubt und liebt. 3. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Dann wird es schon hienieden Ein Paradiesesort, Und Sorgen fliehn und Schmer⸗ zen Aus jeder schweren Brust; In Freuden glühn die Herzen, In Lieb und Himmelslust. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Konr. Kocher. 1823. 36——— — Hü⸗ ter und im Schat⸗ten àV IVV 5. I — * dei ⸗ ner — Bitte und Fürbitte. 57 F drn n.en,. n r n—. *— L—— +.— 1— I— te uns, die wir uns dir ver⸗ traut te un ⸗ sre Hüt ⸗ te auf⸗ ge⸗ baut; .———— 7½— griir=Hider— r. ö ——.— EE— laß uns oh- ne Furcht und Grau⸗en un-ter + Ib. SSSI— — v ni Eauu— 457* dei⸗ nen Flü⸗geln trau-en! 2. Walte über uns in Gnaden, Hab auf alle treulich acht, Wende mächtig allen Schaden, Sei uns nah bei Tag und Nacht, Sei uns Schild und sei uns Sonne, Sei uns Leben, Licht undWonne! 3. Wir sind Fremdlinge und Gäste, Du bist überall zu Haus; Mache Tor und Riegel feste, Leit uns sicher ein und aus! Unsre Leiber, unsre Seelen Wir in deinen Schutz befehlen. 4. O wie wohl sind wir ge⸗ borgen Unter deiner Gottestreu! Deine Güt ist alle Morgen Über deinem Volke neu, Und die Fülle deiner Gaben Läßt uns keinen Mangel haben. 5. Halleluja! Preis und Ehre Sei dir unter uns bereit, Herz und Mund dein Lob ver⸗ mehre Hier und dort in Ewigkeit, Wo wir mit den Millionen Deines Volkes bei dir wohnen. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—-1859. 00 0 Der du trugst die Schmer⸗zen Mel. Ringe recht ꝛc. 17⁴⁵. Q— 37—17— 2..—— * I 1 1.—.—. S.— Ie, 2— —— 2.—— +V +*— —T — Bitte und Fürbitte. —½ 6— ————17 2— SSPSPSPSSITTTTTTITITITTITI 1—.—.—— *— l 1— viel⸗-ge⸗ prüf-ter Menschen-sohn, blick auf dei= ne 0— —.— ů— .... S————— ** ar⸗ men Waltler 2. Walte, Herr, mit deiner 2 Gnade Über deiner kleinen Schar, Gieß auf unsre Pilgerpfade Deinen Segen wunderbar! 3. Deines Geistes leises Wehen Fach' in uns dein Leben an, Daß wir festen Schrittes gehen Deine schmale Glaubensbahn. 4. In das Innerste der Herzen Sprich dein: Friede sei mit euch! Will die Not des Lebens schmerzen, Mach uns in dir froh und reich! 5. Als ein Born von Lieb und Wahrheit, Als ein Licht am dunkeln Ort Wohne, wirke, leb' in Klarheit Unter uns dein heil'ges Wort. 6. Führt das eigne Herz uns irre, Wache du und rette du, Nach des Tagewerks Gewirre Schenk uns deine Sabbatruh! 7. Will Versuchung uns um⸗ fangen, nun vom ew'⸗gen Kö⸗ nigs⸗thron! Laß uns schaun dein Kreuzesbild; Will im Kampf die Seel er⸗ bangen, Sei du Sieger, Schirm und Schild! 8. Deck von schön geschmückten Sünden Uns die Wurzel auf, und dann Laß den Weg zum Kreuz uns finden, Wo die Schuld du ausgetan! 9. Unsre dunkeln Lampen schmücke Mit des Glaubens ol fortan; Stärke unsrer Hoffnung Blicke Ins verheißne Kanaan! 10. Gieße über die Gemeine Deiner Liebe Reichtum aus, Und in seligem Vereine Führ uns heim ins Vaterhaus! 11. O wie wollen wir dich loben, Guter Hirte, wenn du einst In der sel'gen Heimat droben Deine Herde dir vereinst! Meta Heußer 1797—1876. O Bitte und Fürbitte. é 99 Mel.•— nur den lieben Gott ꝛc.—— Neumark. 1657. ꝗ I 38 SSSEE EEE — Du bist das Licht von Gott ge⸗ sut der, und wer sich dem hat zu- ge- wen:det, ISSSISISIII.. 40, i uos—— dein Wort ist wie die Gan Me klar,; der wird er⸗ leuch-tet wun⸗ der⸗ bar. Q*— 5 2—————— ö— 2———— 4.— E— Gott, ich bit⸗te dich, er-leuch⸗te mich, er⸗ H v Hrr ——— 1— leuch ⸗ mich! 2. Du bist die Macht, du bist die Stärke, Der Grundstein in dem Bau der Welt, Die Kraft zu jedem guten Werke, Der Fels, auf den das Werk gestellt. Du starker Held, ich bitte dich, Mit deiner Kraft durchdringe mich! 3. Du bist die Liebe, die ge⸗ tragen Der sünd'gen Menschheit Schuld und Not, Die Liebe, die, ans Kreuz ge⸗ schlagen, Mit Freuden starb den Opfertod. Du Liebesfürst, ich bitte dich, Zu deiner Lieb entflamme mich! 4. Du bist der Quell des ew'gen Lebens, Den Gott uns offenbar gemacht, Und wen du tränkst, den schreckt vergebens Der Sünde und des Grabes Nacht. Du Lebensgquell, ich bitte dich, In meinen Geist ergieße dich! ö ö ö é 0 Sonntag und Gottesdienst. O 5. Du bist die Schönheit, die Des Geistes Füll auf dich ergoß. Vollendung, Abglanz von Gott, ich bitte In der sich Gottes Bild erschloß, i ich, Als er in liebender Verschwen⸗ Verkläre mich, verkläre mich! dung Julius Sturm 1816—1896. III. Sonntag und Gottesdienst. I. Eingangslieder. Nach eigener Melodie. 65. 2.—* 1—8——— ö 3 2 0 I D— ——— 14— err Je-su Christ, dich zu uns wend, den 20 3 ................—. Dei‚ eeeee — S.. heil'⸗gen Geist du zu uns send! Mit Hilf und ..I...... L ——.— 1—— S Gnad er uns re⸗ gier' und uns den Weg zur + Æę²—. 1.. Wahrheit führ'! 2. Tu sauf den Mund zum Daß uns dein Nam werd' wohl Lobe dein, bekannt! Bereit das Herz zur Andacht fein, Den Glauben mehr, stärk den 3. Einst singen wir mit Gottes Verstand, Heer — Sonntag und Gottesdienst. 61 Das: Heilig, heilig ist der 4. Ehr sei dem Vater und dem err ohn Und schauen dich von Ange⸗ Dem heil'gen Geist im höchsten sicht hron; In ew'ger Freud und sel'gem—Der heiligen Dreieinigkeit Licht. Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II. von Sachsen⸗Weimar? 1598—1662. Nach eigener Melodie. Joh. Rud. Ahle. 1664. ꝝ 4 2————.——..— La— L———24 4—. 1. 2—— +* *——.— E— 2.——.— .— Lieb⸗ster Je-su, wir sind hier, dich und len⸗ke Sin-nen und Be- gier auf die 9 V 2—....— I 1— +2——.—.—....———— 4— 2 WSD dein Wort an⸗-zu ⸗ hö⸗ ren; daß die sü ⸗ßen Him⸗mels⸗ leh-ren, Her ⸗zen 94 * A—‚——.—. 4.— 4——3— SSISISIIIII... von der Er-den ganz zu dir ge⸗ zo⸗-gen wer⸗ den! 2. Unser Wissen und Ver⸗ 3. O du Glanz der Herrlich⸗ stand keit, Ist mit Finsternis umhüllet, Licht vom Licht, aus Gott ge⸗ Wo nicht deines Geistes boren, Hand Mach uns allesamt bereit, Uns mit hellem Licht erfüllet. Offne Herzen, Mund und Gutes denken, tun und dichten Ohren; Mußt du selbst in uns ver⸗ Unser Bitten, Flehn und Singen richten. Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer 1619—1684. E Sonntag und Gottesdienst.— 5 eigener Melodie. 2 8 41½ E....— — Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren⸗ tö⸗=nig, 8 ·ge schwa⸗ che Trä⸗ nen, kind⸗lich Seh⸗nen bring' ich PPP.SPISIPIISII..... mich vor dei⸗ nen Thron; Laß dich fin⸗den, laß dich dir, du Menschen- sohn. A 4—..— .SSEE 8— 12———I—H— fin⸗den, bin ich gleich nur Staub und Ton! 2. Sieh doch 95 mich, Herr, Laß dich finden, Laß dich finden; ich bitt' dich, Lenke mich nach deinem Sinn; Dich alleine Ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Der hat alles, der dich hat! 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und d Laß dich finden, Laß dich finden, S Freu ů Gib dich mir und nimm mich Dind mur en Meinent hin! 3. Ich begehre, Herr, gewähre ir nur deine freie Gnad, Die du gibest, Weil du liebest Den, der dich liebt in der Tat! Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, Laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit! Joach. Neander 1650—1680. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. 1704. 42 —4 e——— Q 0 0 Es kommt der Beschweretes Herz, leg ab die Sor-⸗gen, an⸗ ge⸗ neh- me Mor⸗gen, UV Sonntag und Gottesdienst. er he⸗ be dich, ge⸗ beug⸗ tes Haupt! da Gott zu ru- hen hat er-laubt, ru⸗ hen hat be- foh- len und selbst die Ru⸗ he — da Gott zu DIDRIEEEE& SISISISIIITT 8 ein ⸗ ge⸗-weiht. Auf, auf, die 6 ge⸗ raub⸗ te Zeit in ö — A 2 e dnnñ + sei- nem Dien: ste ein⸗ zu ⸗ ho len 2. Auf, laß die Welt aus Wie wird mein Herz in dir er⸗ deinem Sinne, freuet, Dein irdisch Werk laß stille stehn! Wenn er nicht stillt der Sünde Du sollst zu höherem Gewinne Pein? In deines Gottes Tempel gehn, Wie kann meinBeten kräftig sein, Ihm zu bezahlen deine Pflichten Wenn er mein Wesen nicht er⸗ Und zur Vermehrung seines neuet? Ruhms. Die Werke deines Priestertums. Kann e lieblich Anti ingen, In tiefster Andacht zu verrichten Wenn sie dein Finger uicht be 3. Mein Gott, ich bin vor dir rührt? erschienen Kann ich die düstre Nacht durch⸗ Und gebe auf dein Winken acht. dringen, Wie kann ich dir gefällig dienen, Wenn dieser Leitstern mich nicht Wenn mich dein Geist nicht führt? tüchtig macht? Kann ich ein reines Opfer werden, ——̃—— E Wenn diese Flamm nicht in mich Vollführe, was du hast be⸗ Sonntag und Gottesdienst.— fährt Und mich in deiner Lieb verzehrt Und hebet von dem Staub der Erden? 5. In deinem Haus will ich mir bauen Die Hütte, bis ich scheidꝰ einmal; Indessen gib mir dich zu schauen, OLebenslicht und Gnadenstrahl! So feir' ich recht den Tag der x onnen, So hab' ich meine Ruh in dir; Ach habe du dein Werk in mir, gonnen! 6. Wenn sich des Lebens Werk⸗ tag' enden, So ruh', von allem Frondienst los, Mein Geist in deinen Vater⸗ händen, Mein Leib in seiner Mutter Schoß, Bis beide feiern einst dort oben, Wo man in sicherm Frieden ruht, Nichts denket, redet oder tut, Als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter 1659—1706. Mel. Gott des Himmels ze. Heinr. Albert. 1642. 43*——— — 4 a +— SSDSII........... 0 0 V— Tut mir auf die schö⸗ ne Pfor=te, Ach wie wird an die- sem Or-te IIRIR 1 1155—˙———— führt in Got⸗ mei⸗ ne See⸗ tes Haus mich ein! 3 fröh⸗lich sein! Hier ist I —..... —1.—.— . 0 4 4 ——— Got⸗ tes An ⸗ ge-sicht, hier ist lau-ter 4 2 f* SSS/ —— Dü—‚‚— 7 Licht. Trost und — Sonntag und Gottesdienst. E 2. Herr, ich bin zu dir ge⸗ kommen, Komme du nun auch zu mir! Wo du Wohnung hast ge⸗ nommen, Da ist lauter Himmel hier: Zieh in meinem Herzen ein, Laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilige du Leib und Geist, Daß mein Singen und mein Beten Dir ein lieblich Opfer heißt; Heilige du Mund und Ohr, Zieh das Herz zu dir empor! 4. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd' erfüllt; Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens guillt; Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. 4,, ——* 2—————— 0 Hal- le ⸗ lu-ja, schö⸗ ner Mor⸗gen, Heu⸗te fühl' ich kei⸗ ne üüü .— .—.— — DE— schö⸗ ner als man den- ken mag! das ist ein lie: ber Tag, der durch Q 1 1 ꝗ—— F——————— II sei⸗ ne Lieb⸗ lich ⸗ keit mich im In ⸗ ner⸗ D *.n. fsten ⸗ freut. 2. Süßer Nuherag für alle, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag im dunkeln Tale, Evang. Gesangbuch. Zeit, in der viel Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid! 66 ö Sonntag und Gottesdienst. — „Ach wie schmeck' ich Gottes üte Recht als einen Morgentau, Die mich führt aus meiner Hütte Zu des Vaters grüner Au; Da hat wohl die Morgenstund Edeln Schatz und Gold im und. 4. Ruht nur, meine Weltge⸗ schäfte! Bessres hab' ich heut zu tun, Denn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn; Heut schickt keine Arbeit sich Als nur Gottes Werk für mich. 5. Dies soll in der Zionsstille Heute meine Arbeit sein, Daß ich sammle da die Fülle Von den höchsten Schätzen ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen, Mel. Liebster Jesu. Wirke selbst in meiner Brust, Laß mich Lehr und Trost ge⸗ winnen, Gib zu deinem Dienste Lust, Daß mir deines Wortes Schall Tief im Herzen widerhall'! 7. Segne deiner Knechte Lehren, Gffne selber ihren Mund; Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier fleht und singt, Solches dir zum 1. dringt! 8. Gib, daß ich den Tag be⸗ schließe, Wie er angefangen ist! Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des Sabbats bist, Bis ich einst auf jenen Tag Ewig Sabbat halten mag! Jonath. Krause 1701—- 1762. Joh. Rud.—3— 1664. 45—*—.— E—.— — 6.H vor dei- nem An ⸗ge-sicht hat die ach ver⸗wirf die Bit⸗ ten nicht, die dein An⸗ dacht uns ver- sam- melt;. Volk dir, Höchkster, stam melt! Hör auf un⸗ sre E Sonntag und Gottesdienst. E —.— —.— +— —..— schwachen Lie⸗ der und sieh 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, Viele gute Früchte bringen Und mit göttlicher Gewalt Tief in unsre Seele dringen; Laß es unsern Sinn erneuen Und das Herz mit Trost er⸗ freuen! Nach eigener Melodie. gnä⸗dig auf uns nie⸗der! 3. Dein Gebot mach uns be⸗ kannt Und hilf selbst es treulich üben, Dich und den, den du gesandt, Jesum Christum herzlich lieben, Daß kein Schmerz und keine Freude Uns von deiner Liebe scheide! Daniel Schiebeler 1741—1771. Joh. Karl Gerold, um 1800. 40 IDDDD Je= ho 0 0 9 EEE vn, Je:: hoin va, Ie⸗ — + EE EH—.—— ——— D—.— ho- va, dei- nem Na⸗ men sei Eh⸗ re, Macht und —. 4. Hti n in— DSS S SSIISSIISTIIIIIIIIII. .—————5128——4—— 1 Ruhm! A-men, A-⸗ men. Bis einst der Tem⸗ pel 3 4—————.— r.—— 1——.—— E..——..—.— 1— TITTT I— EL— x—. 1—“ die⸗ser Welt auf dein Wort in Staub zer-fällt, —.— 9—— 22—.—.— I— +— an Eer e n e IAEE 2..——4 4.—.ñ—.— k.— 73 1 I. 1.. 1 C Ii—.— soll in un- sern Hal-len das Hei- lig, Hei- lig, r-driliihnrummumi — + —2+—..— + EXIXI din — 536. — Hei ⸗ lig er ⸗ schal ⸗- len. Hal-⸗le⸗ lu⸗ 9⁰ *3.‚—— + II 24.—.— +.— I V— 1——4 — 1—2—1 I ja, Hal ⸗ le ⸗ilu ⸗ ja! Gottlieb Konr. Pfeffel 1736—1809. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 477———— I rann I. 606——— — Je⸗su, See⸗ lenfreund der Dei⸗ nen, Son⸗ ne wan⸗delnd un-ter den Ge-mei- nen, die zu 2. II — EEE der Ge- rech⸗tig⸗ keit, dei⸗ nem Dienst be⸗ reit, komm zu uns, wir sind bei⸗ 94 AI e i.. 3.,. a dn. r 4— 0 2 V 1 4 4————— W.—— ¶— 6.—** 7* sam⸗men, gie⸗ße dei⸗ne Gei⸗ stes-flam⸗men, gie ⸗ße +* 4 217— 4 S. D————.— D * Licht und Le⸗ben aus ü- ber dies dein Got-tes⸗haus! 2. Komm, belebe alle Glie⸗ Komm entdeck uns in der Klarheit der, Gottes Herz voll Gnad und Du, der Kirche heilig Haupt; Wahrheit; Treibe aus, was dir zuwider, Laß uns fühlen allzugleich: Was uns deinen Segen raubt!„Ich bin mitten unter euch!“ in Wourn VIill Fünnn —— Sonntag und Gottesdienst. 1 3. Laß sich die Gemüter kehren Zu dir, Glanz der Ewigkeit! Laß uns innigst nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut! Laß dein Licht und Leben fließen Und in alle sich ergießen, Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Laß auch unsern Lehrer sehen Nur auf dich, Herr Jesu Christ! Laß die Hörer tief verstehen, Daß du selbst zugegen bist, Mild in jedes Herz zu kommen! Denn was nicht aus dir genom⸗ men, Taugt, und 0 30 noch so Nicht in deine Hinenneldhühn⸗ 5. Komm, o Herr, in jede eele, 0 sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehse In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich miteinander haben, Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 6. Was von dir uns zuge⸗ flossen, Müsse Geist und Leben sein Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein. Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Lieb und Treu Jedes dir verbunden sei! Mich. Hahn 1758—1819. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 178⁴. 48 —ꝝ* ——— AIII. 7 Q0 0 80 O wie freun wir uns der Stun-de, da wir um aus dei- nem heil'⸗gen Mun- de Le⸗bens⸗ EE EE dir, Herr Je-su, gahn, wor⸗te zu emp⸗fahn! Q Laß uns heu-te nicht ver⸗ SSE ᷣi XX. H— gesbens 5⁵³ rer dei: nes Wor⸗tes sein, schrei⸗be selbst das 70 Sonntag und Gottesdienst. O ů——— + + 1. —— Wort des Le-bens tief in un- sre Her- zen ein! 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, 3. Nun so lege Licht und Liebe, Großer Meister, rede du; Kraft und Feuer auf dein Wort; Sieh, wir hören deiner süßen Laß es mit lebend'gem Triebe Rede heilsbegierig zu; In uns wirken fort und fort; Lehr uns, wie wir selig werden, Hilf uns, daß wir treu bewahren, Lehr uns, wie wir unsre Zeit, Was wir in das Herz gefaßt, Diese kurze Zeit auf Erden, Und laß andre auch erfahren, Nützen für die Ewigkeit! Daß du Lebensworte hast! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. Mel. Sieh, hier bin ich. 1738. —.— DD‚.‚‚— N 1— + 12— — Sieh uns fer-tig, ge-gen-wär⸗tig, an⸗ zu⸗ Dir zur Eh⸗re, uns zur Leh⸗re sind wir 9——*————— *———————. 5... — be⸗ ten, Herr, vor dir! all Derssonbanel⸗ bier. Herr, er-schei⸗ne! Groß und 15.— IIN —..........— ———.——— A.— Klei-ne, dei⸗ ner Gna- de har ren wir. 2. Hohe Stille, Segensfülle Deine Hallen Soll durch⸗ Weht um uns an diesem Ort. schallen, Was zerstreuet Und entzweiet, Herr, Herr, dein lebendig Bleib' aus diesen Mauern fort; Wort. O— Sonntag und Gottesdienst. 71 3. Sieh uns fertig, Gegen⸗ Offen deine Himmelstür! wärtig, Laß uns brennen Und er⸗ Anzubeten, Herr, vor dir! kennen: Brich die Wolke, Zeig dem Ja fürwahr, der Herr ist hier! Volke Karl Gerok 1815—1890. Mel. Heut— ꝛc. Nik. Hermann. 1560. 50 265. ,. 0α Eine bat⸗ ten wir von Her⸗ zen gern und ..,. —4 wol⸗len un⸗ sern lie- ben Herrn recht in⸗ nig drum an⸗ + 4 +4 ————.— 211. 1— —.— 1.—— 3.————— —.ͤͤͤ— 2——.——.—.—.9 2—.———— —. . fle⸗hen: ach lie- ber Gott, in dei- nem Haus laß —2.— 1— , en de e EEE EEEE uns ge- seg- net ein und aus als dei- ne Q —*— 1 ... 11 II EE Kin⸗der ge⸗ hen! 2. Es ist doch nirgends in der 3. Hier legen wir den Wan⸗ Welt derstab um unser Herz so wohl bestellt Und allen Staub der Erde ab Als hier, wo wir erscheinen, Und alle Mühn und Sorgen; Den schönen Gottesdienst zu Wir halten miteinander Rast schaun Und laden uns bei dir zu Und an dem Wort uns zu erbaun, Gast Womit du dienst den Deinen. Und fühlen uns geborgen. I Sonntag und Gottesdienst. ö O 4. Da wird das Herz so freu⸗ 5. Ach komm und sei uns Burg denvoll und Hort Und weiß nicht, wie es danken Und laß von deinem lautern Wort soll; Uns nichts auf Erden treiben, Da beten wir und singen, Und segne gnädig unsern Gang, Um dir mit aller Engel Heer Damit wir unser Leben lang Demütig Lob und Preis und Ehr Bei deinem Haus verbleiben! Als Opfer darzubringen. Julius Sturm 1816—1896. 2. Zum Schluß des Gottesdienstes. —— eigener Melodie. Christ. Ea. 1763. 1784. ᷓ§ ID 23. —.—.—.— 900 Die Gna⸗ de un⸗ sers 2— Ze: su ....... sti und die Lie be Got ⸗ tes und die 4 88 4 *————— P. V meinschaft des heil'gen Gei- stes sei mit uns al⸗-len, dr D—— 4— –⏑— ————2— I mit uns al⸗- len. A-men. 2. Kor. 13, 13. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. Q — 52.—. Q 0 0 V ö Laß dein mich sein und bleieben, du treu er von dir laß nichts mich trei⸗ben, halt mich bei ——— E Sonntag und Gottesdienst. 73 — —.— —.————————— 0 2—.—— 8 dei⸗ner Lehr; Herr, laß mich nur nicht wan- ken, gib — —..— nmun. .. mir Be⸗stän⸗dig⸗ keit; da⸗ für will ich dir dan⸗ —— V 7 I D + II n— 4 H— II E..— 1 1 I +—50—— 7—1 I 6i* E + 9 ken in al⸗ le E⸗wig ⸗ keit! Nik. Selnecker 1530—1592. — Liebster Jesu. Joh. Rud. Ahle. 1664. S + Un⸗ sern Aus-gang seg- ne, Gott, un- sern seg⸗ ne un⸗ täg⸗ lich Brot, seg⸗ ne — 4 r. 653—.—5— Ein⸗ gang glei ch. cher⸗ ma-ßen, un ⸗ ser Tun und Las- sen, seg ⸗ ne uns mit D lerdentSenden und mach uns zu Him⸗mels⸗ er ⸗ben! Hartmann Schenk 1634—1681. 54—6 Liebster Jesu. Joh. Rud. Ahle. 1664. ,—.... 0 Höch⸗ ster Gott, wir dan⸗ken di r„, daß du Gib uns Gna-de, daß auch wir nach dem⸗ uns dein Wort ge 4 ge ben. sel ⸗ben hei⸗ lig le ⸗ ben; gib dem Glauben 22—4 IDDEEEEE sol-che Stär⸗ ke, daß er tä-tig sei durch Wer-ke! 2. Uns, o Vater, lehrest du, 3. Gib uns, eh' wir gehn nach Was wir tun und glauben sollen. Haus, Schenk uns deine Kraft dazu, Deinen väterlichen Segen, Gib zum Wissen auch dasWollen Breite deine Hände aus, Und zum Wollen das Voll⸗ Leite uns auf deinen Wegen, bringen, Laß uns hier im Segen gehen, So wird alles wohl gelingen! Dort gesegnet auferstehen! Joh. Adam Haßlocher 1645— 1726. 4 W60 schön leucht't uns ꝛe. ü Nicolai? 1598. 55 ö —— un ⸗ ser Ctt, dich lo- ben dir sei un⸗ sre Le-bens⸗ ö 2***E—— —.— 4— 1 wir, Herr un ⸗ser Gott, wir dan-ken dir die zeit, die uns noch ü- brig ge⸗ weiht zu ——1 uns kämp⸗ fen —.— 42— 3 er die⸗ ser Stun⸗ e. ei⸗ nem ew'-gen Bun ⸗de. Hilf —G—— ,. 1—— nrt 22 S.—. —— bis zum Ster⸗ben, daß als Er- ben zu den Hö-hen 26—— 1 III h——.—. 23. einst wir sie⸗ gend auf-wärts ge- hen! Joh. Christ. Herm. iin inte 1768-1834. Mel. iehl Dnrn. Gott Joh. Heinr. 440 178⁵. 5 6 1 SSDSISSIIIIII + — Laßt uns nun mit Je- su zie-⸗hen durch das In des Lebens Kampf und Mü= hen strahlt der + ͤ. ů.—½. „—— ——... H, dunk⸗le Tal der Zeit! Stern der E-wig⸗keit. Laßt uns hier im Glauben — BPPDPPP iN V wandeln, Je. 62 Lieb in un⸗ srer Brust! Es sei un; sre —..— —— er.. 8.ã 55 7+*—————— E—.—..——— 2—— bach⸗ ste Lust, Gott zu fürchten, recht zu Lun 0⸗ Ba⸗ Zzu * I 7 —...., hilf uns, gib uns Kraft, Herr, auf un- srer Pil-ger-schaft! [i Sonntag und Gottesdienst.— ů Oder: t—— uns den Herren ꝛe. Joh. Schop. 1641. ů. .—..— . an L. n uns nun mit Je⸗ su zie⸗ hen durch das In des Le⸗bens Kampf und Mühen strahlt der Iiii —— dunt: le Tal der Zeit! Stern der E-wig ⸗keit. Laßt uns hier im —2——5— —2.— 2=2.—————*— —— 2—— + E Le— —* Glau⸗ben wan⸗deln, Je⸗ su Lieb in un: srer Q—— *.2———— + DEEEEEEE Brust! Es sei un⸗sre höch-ste Lust, Gott zu 16—5 ½⁷m— 5 S.‚‚.— fürch⸗ten, recht zu han⸗deln. Da- zu hilf uns, iD —.1 gib uns Kraft, Herr, auf un- srer Pil⸗ger-schaft! Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. H— Advent. ö 77 IV. Advent. Nach eigener Melodie. 1704. 57f77— —4.——— 11 .I———— α Macht hoch die Tür, die To ⸗ re .——.—.——.—— Nb—1—3————.——— *—————— WD..— weit! Es kommt der Herr der Herr-lich- keit, ein —— 2——— * FV—— 0 *——... 1—1. 0 al ⸗ ler Kön- nig-reich', ein Hei⸗land S ler Welt zu⸗gleich, der Heil und Le⸗ ben —2— 3 +..2 +*+* 1 .—. K. + +* mit sich bringt; der-hal⸗ben jauchzt, mit Freu ⸗den 2 + +————— EEE EEE.E E 2—=.—.— singt: Gge⸗- lo⸗ bet sei mein Gott mein 9— . ö 2 2 + II 22—— 75— 1ID:. I L Schöp⸗-fer reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer Seinꝰ Königskron ist Heiligkeit, wert, Sein Szepter ist Barmherzigkeit, Sanftmütigkeit ist sein Gefäͤhrt, All unsre Not zum End er bringt; — Advent. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat! 3. O wohl dem Lande, wohl der Stadt, Die diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Wo dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tore weit! Das Herz zum Tempel macht bereit; Die Zweige der Gottseligkeit Streut hin mit Andacht, Lust und Freud, So kommt der König auch zu euch, Bringt Heil und Leben mit zu⸗ gleich. Gelobet sei mein Gott Voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Des Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnade ein, In Freundlichkeit auch uns er⸗ schein! Dein heil'ger Geist uns führ' und leit' Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—1635. Mel. Zeuch ein ꝛc. Joh. Crüger. 1653. SS 0—0 Mit Ernst, o Menschen- kin- der, das Bald wird das Heil der Sün-der, der ,.e,( 4.— E EEEEE..— Herz in euch be wun⸗der⸗-star- ke stellt! Held, den Gott aus Gnad al⸗ ö— Advent. 1———..— 5—— ....—. hat zu ge⸗ ben, bei al- len keh⸗-ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Ein Herz, das richtig ist Den Weg dem großen Gast, Und folget Gottes Leiten, Macht seine Steige richtig, Das kann sich recht bereiten, Laßt 095 was er Rend Zu dem kommt Jesus Christ. e ö De Taler al echehe Der Enad win Macht niedrig, was hach stehet, Aus Gelte und Erba Was kumm ist, macht gerad!: I at, Len uoit Herr Jesu, selbst bereit! 3. Ein Herz, das Demut übet, Zeuch in mein Herz hinein, Bei Gott am höchsten steht; Mach es zu deiner Krippe, Ein Herz, das Hochmut liebet, So werden Herz und Lippe Mit Angst zu Grunde geht; Dir ewig dankbar sein! Valentin Thilo 1607—- 1652. Duimoebri Ar. 600. II Joh. Crüger. 1653. 59 Ae E IRRDE Auf, auf, ihr Reichsge⸗ nos- sen, der Emp⸗-fangt ihn un-ver-dros-sen, den ..—..—————.—— a nnn. 5— SRiEEE —2 ö⸗nigk t 3 an!; 2— 15 Wunder in Jr Chriesten,geht her⸗ *+.—.— ů 2——— 5 iE EiE *————— 14— für, laßt uns vor al- len Din-gen ihm Ho ⸗= si⸗ E Advent. E ——— —.———————— I an⸗ na sin⸗ gen mit hei⸗ li⸗ ger Be: gier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist gar nah; Hinweg allAngst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort n ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf undWort! 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern! Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hilf erweisen, Besiegen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Unter⸗ tanen, Der König ist gerecht! Laßt uns die Weg' ihm bahnen, Macht sie zum Einzug recht! Fürwahr, er meint es gut, Drum lasset uns die Plagen, Die er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Mut! 5. Frisch auf, ihr Hochbe⸗ trübten, Der König kommt mit Macht! An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Nun wird nicht Angst noch Pein Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnellen Schritten, Den König selbst zu sehn! Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann! 7. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. Ja, König hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 8. Nun Herr, du gibst uns ö reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach, Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach. Wir wollen dir allein Die Stimmen hoch erschwingen, Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Joh. Nist 1607—1667. Advent. 81 Mel. Aus meines Herzens Grunde; oder wie bei Nr. 59. Weltlich? 1598. 4 5 6—— 1 I EEEEEE 23 n e,. r, 0 0 Nun jauch-zet all, ihr From⸗ weil un ⸗ ser Heil ge⸗ kom: 4 ——.—.—.— I + I— — 12.— 1— n enn u3. n SSSISISIII...I men, in die ⸗ser Gna⸗ den- zeit, war men, der Herr der Herr-lich ⸗ keit; * oh ⸗- ne stol ⸗ ze 4 ö 21.— n— —..— DDD‚—— S SPSITIT.CIIII..I Pracht, doch mäch-tig, zu ver⸗ —...—— SSSIS........... ↄ— — 2————.— hee ⸗ren und gänz⸗-lich zu zer ⸗ stö⸗ SPIIIIII..I..II...... ————.... 2— 4———————— Iren des Teu-fels Reich und Macht! 2. Kein Szepter, keine Krone Sucht er in dieser Welt, Auf hohem Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So geht die rechte Bahn, Die führt zum Himmelslicht! Sonst, wenn ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Trifft euch sein Strafgericht. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid: Seid dennoch wohlgemut! Laßt eure Lieder klingen, 82 ö Advent. Q Dem König zu lobsingen, Verwandeln wird in Freud. Er ist das höchste Gut! Er ist's, der helfen kann; Macht eure Lampen fertig, 3. Er wird nun bald erscheinen Seid seiner stets gewärtig, In seiner Herrlichkeit, Er ist schon auf der Bahn! Der euer Leid und Weinen Mich. Schirmer 1606—1673. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. Q V I A.—.———jßꝛt— 0l a l, AHrt e Ws, ———.—.— +H 00. Wie soll ich dich emp-fan- gen und wie be⸗ o al⸗-ler Welt Ver-lan-gen, o mei⸗ner *—. T +— 2——— DIE I IITI 88—8——.——1— egn' ich dir—— See 0 Sier? O Je⸗ su, Je⸗ su, se ⸗tze dein H.— 22——.——.— nn Fuötn.r rt,—————— — 1—.....———.— “ gött-lich Licht mir bei, da⸗mit, was dich er⸗ gs⸗ 9 1— 1— en, vnn:n 2—.——— +—— L* tze, mir kund, o Hei⸗land, seil 2. Dein Zion streut dir Palmen 3. Was hast du unterlassen Und grüne Zweige hin, Zum Trost mir und zur Freud? Und ich will dir in Psalmen Als Leib und Seele saßen Ermuntern meinen Sinn. In ihrem größten Leid, Mein Herze soll dir grünen Als mir das Reich genommen, In stetem Lob und Preis Wo Fried und Freude lacht, Und deinem Namen dienen, Bist du, mein Heil, gekommen So gut es kann und weiß. Und hast mich froh gemacht. E Advent. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom Himmelszelt Als dein getreues Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das nimm dir recht zu Herzen, Du hochbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr! Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier! 7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind' und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! Paul Gerhardt 1607-1676. 84 ö Advent.— Nach eigener Melodie. 1693-. 6²— SPPPII 00 0 Gott sei Dank durch al le Welt, der sein 2— 2 I ů E., SDSPSDSPSSSS —..— 5 Wort be⸗ stän-dig hält und der Sün-der a X. 1—— + 7—I *5 +— L.I 4——2— —E.2.—.—— I..——— 2— L 1..— 41 Trost und Rat zu uns her- ge- sen-det hat! 2. Was der alten Väter char Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, 1 Jungfrau ohn, Gottes Sohn, der starke Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn Dir zu meinem Herzen an! . Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es gehöret dir allein; Mach es, wie du gerne tust, Rein von aller Sündenlust! 6. Und wie deine Ankunft war Voller Sanftmut immerdar, Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und 8 ist Sich gar hoch und kühn ver⸗ mißt! 8. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürst Prächtig wieder kommen wirst, Freudig dir entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn! Heinrich Held 1620—1659. Advent. L Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Schulz? 1785. 2— 9.⁰ 63—2—..—.— I +. + I— 1 *—— — 0 0 0 1 —— I Er kommt, er kommt; geht ihm ent ⸗ ge⸗ er bringt euch Le⸗ben, Heil und Se⸗ TTT— 1 EEEEE E —-— gen! Der Hei⸗land al ⸗ler Welt er ⸗scheint, der gen. Ehrt ihn, der Menschen größ⸗ten Freund, ———————— Hine man, ——— das Ge-setz für uns er- füllt und ster-bend 9⁴ ö —— WW.D...——..— —2 1 E—51— II * 2. Er kommt, der Glanz von jenem Wesen, Das ewig und unsichtbar ist; Aus seinenTaten kann man lesen, Daß er die Menschen nicht vergißt; Durch seine Niedrigkeit erhebt Gott alles, was im Staube lebt. 3. Er kommt, der Freund ver⸗ lorner Sünder, Als Friedefürst, Kraft, Rat und ö Der einst als Todesüberwinder Erlöste durch sein Blut die Welt. Lobsinget ihm! Er heißt und ist Der treue Mittler Jesus Christ. 4. Empfanget ihn, schenkt eure erzen Ihm, eurem großen König, gern! Die hier die Gnadenzeit ver⸗ scherzen, Sehn ihn einst dort als ihren Herrn, Wo er als ernster Richter spricht: Weicht, weicht von mir, ich kenn“ euch nicht! 5. Mein Heiland, komm, mein Herz steht offen, Zieh, sanftmutsvoller König, ein! Was außer dir die Menschen hoffen, 80 Advent. ö— Ist Eitelkeit und leerer Schein; Komm, meine Hoffnung fest zu Dein Reich nur schenkt Ge⸗ gründen, rechtigkeit Die dein Verdienst dem Und göttliche Zufriedenheit. Glauben gibt! Mein größtes Glück, mein letztes 6. Laß deine Liebe mich emp⸗ Wort finden, Sei: Jesus ist mein Fels und Mit der du diese Welt geliebt! Hort. Joh. Friedr. Mudre 1756—1810. ů zn Joh. Adam Hiller? —— Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780—1787. SS* 00 Was wär' ich oh- ne dich—2 we ⸗=sen, Zu Furcht und Ang⸗-sten aus er-le⸗ sen 1 — +— H—:—— E n.— ——— und oh- ne dich was würd' ich sein? ständ' ich in wei-ter Welt al⸗lein. W ich si⸗ cher, was ich lieb⸗te, die Zu⸗kunft wär' ein SESEEEEEEEE dunk⸗ler Schlund, und wenn mein Herz sich tief be⸗trüb⸗ te, E SSSEE wem tät' ich mei⸗ ne Sor-⸗ ge kund 2 Advent. Od er: Mel. Die Tugend wird ꝛe. Si ——— 211.——— 7* Was wär' ich oh-ne dich ge ⸗ we=sen, und Zu Furcht und 9— aus er ⸗öle-sen ständꝰ A 455— — DRE ———3.—. oh ⸗ ne dich was würd' ich sein? ich in wei⸗ ter Welt al- lein. Nichts wüßt' ich 5.... 2—4.——— 2.0 . zcher, was ich lieb-te, die Zu⸗kunft wär' ein mn 4 + —— r e vin rirn, u. Har,. 2————— S. dunk⸗ ler Schlund, und wenn mein Herz sich tief be: trüb=⸗te, —————— 8.———— 5— n—.————— —.— 2— 23—.— I1EI II —.——.——— I wem tät' ich mei⸗ ne Sor⸗ge kund? 2. Doch du hast dich mir kund⸗ 3. Das Leben ward zum gegeben, Liebesbunde, Und deiner bin ich nun gewiß; Du wandeltest in lichtes Leben Die bodenlose Finsternis. Wohl dem, dem du sein Heil geworden! DasSchicksal ist verklärt für ihn; Durch dich muß ihm an allen Orten Ein Paradies, o Heiland, blühn. Du wecktest Lieb und Himmels⸗ lust; Ein heilend Kraut wächst jeder Wunde, Und freudig klopft des Dulders Brust. Für alle deine tausend Gaben Bleib' ich dein demutsvolles Kind, +* Advent. I Gewiß, dich unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur versammelt sind. 4. Du kamst, ein Heiland, ein Befreier, Ein Menschensohn voll Lieb und acht, Und hast ein allbelebend Feuer In unserm Innern angefacht. Nun sehn wir erst den Himmel offen Als unser altes Vaterland Und können froh im Glauben hoffen Nach Friedr. v Mel. Was sorgst du ängstlich ꝛc. Und fühlen uns mit Gott ver⸗ wandt. 5. Noch schwebt in wunder⸗ samem Glanze Dein Licht und Vorbild vor uns ier. Gerührt von deinem Dornen⸗ kranze Und deiner Treue danken wir. Ein jeder Mensch ist uns will⸗ kommen, Der deine Hand mit uns ergreift Und, in dein Herz mit aufge⸗ nommen, Zur Frucht des Paradieses reift. on Hardenberg(Novalis) 1772—1801. Franz Vollrath Buttstett m 1785. 2*—4 ——.—ʒß7—— .—. ——. =— Dein Kö⸗-nig kommt in nie⸗ dern Hül ⸗len, —— —39 sanft⸗mü⸗tig auf der — II.— —— E —I—..— Es'⸗-lin Fül⸗len; emp⸗ fang ihn froh, Je-ru⸗sa⸗ ——— —... E Frie⸗dens ⸗pal⸗ men, lem! Trag ihm ent⸗ge⸗ gen be⸗streu den Pfad mit grü⸗nen Hal- men, 2. O mächt'ger Herrscher ohne Du kommst, auf den empörten eere, Gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer acht, Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren; Doch du A ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch alle Erdenreiche werden Dem, das du gründest, unter⸗ tan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest her⸗ gezogen, Da ebnen si ch des Meeres Wogen, Es schweigt der Ldrott⸗ von dir bedroht. so ist's dem ren an⸗ ge⸗nehm! Her⸗ Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer ver⸗ stört! Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der Finsternis er⸗ liegen Und lösch der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, Vereint als Brüder wieder wohnen In deines großen Vaters Haus! Friedr. Rückert 1788—1866. Advent. Mel. Freu dich sehr ꝛce. 1554. 9. 2—— des Zu-kunft einst er⸗ du bist un ter uns ge- tre= ten, Tau⸗ sen de in 3⁵ Chri-stus und Im ⸗ ma⸗- nu C *.—.— e. ,..— nun soll kei⸗ner hilf-los kla⸗gen, kei⸗- ner 0 V— ö 11 IIF.I‚IFttt.t........ EAF 2„.— — hoff-nungs-los ver⸗ za- gen. 2. Aber der derWelt erschienen, Grüßet mit holdsel'gem Worte; Wie vom Vater er gesandt, Doch man weist ihn schnöde fort. Wandelt mitten unter ihnen Wer nicht fühlt, was ihm ge⸗ Vielen fremd und unbekannt; bricht, Unbeachtet läßt man ihn Dem gefällt der Helfer nicht; Seinen Weg vorüberziehn; Wer nicht in sein Herz will gehen, Ruft: er, will man ihn nicht hören, Läßt den Heiland draußen stehen. Läßt in Sünde sich nicht stören. 4. Kennt ihr ihn, der uns 3u 3. Und er klopft an manche retten — ö Pforte, Von dem Thron des Vaters kam Suchet Eingang hier und dort, Und, damit wir Frieden hätten, E Advent.—— Unsre Strafe auf sich nahm? Du sollst von uns aufgenommen, Lebt ihr als sein Eigentum E aufgenommen sein! Ihm zur Freude und zum Ruhm? Sieh, zum Einzug öffnen wir Seid auch ihr schon angeschrieben Freudig unsre Herzen dir; Unter denen, die ihn lieben? Komm, o komm, darin zu wohnen, 5. Hosianna, sei willkommen, Ja als König drin zu thronen! Heiland, kehre bei uns ein, Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛe. 1665. 1668. H* —E2 2— IN—— — 1 2.—..—83—— A;———— 2 7— 1— —.‚——4— 1 2 =—— 0 Kö⸗ nig der Kö- ni⸗ ge, sei uns im Nicht bei den En⸗geln er-⸗schei⸗nest du, Stau⸗be will- kom-men! nicht bei den From ⸗ men; 9 — 1* 4 I 4 2 e——.——. 2— n n. 4———9—.— wo du auf nie⸗dri-ger Spur huldreich den 0 2*—— DPDPDPDPDDPIE‚ ee——.— ———.—— Ein-zug ge- nom-men. 2. Heil uns, das Leben will 3. Seliger Anblick, wie mild arm und in Sanftmut er⸗—auf den irdischen Auen scheinen; Läßt der Beherrscher der Herrlichkeit will mit dem Elend himmlischen Heere sich sich liebend vereinen. schauen! Ehre sei dir! Seht, er empfäht Anders, Herr, würden ja wir Liebevoll Gruß und Gebet Ewiglich nimmer die Deinen. Aller, die kindlich ihm trauen. ö 92 ö Advent. U 4. Komm zu den Deinen, o 6. Pflanze die Palmen des Herr, die dich innig be⸗ Glaubens im Grunde der gehren! Seelen, Feinde noch triffst du genug, die Wo mit den Blüten sich reifende das Herz uns beschweren; Früchte vermählen; Aber dein Blick Frieden und Ruh, Scheucht sie allmächtig zurück. Siegende Hoffnung dazu Hilf uns, du König der Ehren! Laß dem Gemüte nicht fehlen! 3. Hebe dein Antlitz auf deine 7. Komm, Hosianna! So tönt versöhnte Gemeinde, dir's von Orten zu Orten. Treibe hinweg die Verblendung, Komm, Hosianna! Begrüß uns vernichte die Feinde, mit gnädigen Worten! Bis wir befreit, Dort nach dem Lauf Ganz dir zum Dienste bereit, Tu uns in Herrlichkeit auf, Unserm Erlöser und Freunde! Jesu, die himmlischen Pforten! Alb. Knapp 1798—1864. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 1665. 1668. x 68 22— 63 N— — ö EEE 0 Auf, ihr Po-sau⸗ nen, das Na⸗hen des der al⸗lent⸗ hal⸗ben aufs neu⸗ e sein ö ————— EAS ——— 2— SDSDPDPII.IIII..I..... Kö⸗nigs ver ⸗ kün ⸗ det,; Feu⸗ er ent ⸗ zün ⸗ det! Je⸗ sus ist da, SSSSSEEE—— ———— 2. 1I— un ⸗sre Er ⸗lö- sung ist nah, Dun⸗kel und I 4 H— Advent. 93 é 2. Zion, Verkünderin, steige Zärtlich und warm hinan auf die Höhen! Trägt er die Lämmer im Arm, Laß, o Jerusalem, mächtig dein Treu wird die Schwachen er Rufen ergehen! leiten! Bring es ans Licht, 5. Nichts ist zu ferne der treuen Ruf es und fürchte dich nicht:; * erbarmenden Liebe Kommt, euern König zu sehen! Daß es den Hirten zu 2 Hhen⸗ 3. Denn der Herr Herr kommt zu retten nicht triebe; gewaltig herniederge⸗ Was sich verlor, fahren, Hebt er voll Mitleid empor, Jesus wird herrschen und Gnade Daß es im Tode nicht bliebe. Bei—— Hem 6. Bar ihr der E die Tore dem König der Ehren Die unvergüngliche Kron, Möge doch niemand dem Retter Um ihn frohlockende Scharen. den Eingang verwehren! 4. Jauchzet und rühmet und Selige Ruh, prediget's unter den Heiden, Liebe und Freude dazu Daß er als liebender Hirte die Will er den Herzen bescheren. Herde wird weiden; Georg Friedr. Kayser 1817-1857. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 00 2.— 2— 2 H.—. IIII 2.——. IS— ⁰½ Auf und ma⸗che dich be- reit, denn dein tu ihm auf die To⸗ re weit, um ihn . 14 *——— I—.—— — 2— 4———. 1 EZII 7³ 2.—— IS—II Se— —32.— 3.—.9 I 2. 1 II +** 1I— + U—— It Kön⸗ nig kommt ge⸗ gan- gen; wür⸗dig zu emp⸗- fan⸗ eb⸗ ne freu ⸗dig 94 ö Advent. U ö 2. Denke, wie er für dich stritt Bett ihn sanft in deinem Herzen; Und den Frieden dir erworben, Gib mit demutsvollem Sinn Wie er Schmach und Schmerzen Dich ihm ganz zu eigen hin! litt Hn n Und am Kreuz für dich gestorben, +. Laß ihn Audn on dannen Wie er ging zum Vater ein, alt ihn fest für alle eiten — Daß du könntest selig sein! Schlne liebend dich Ion ihn 3. Nimm ihn auf, den hohen Und laß nichts von ihm dich scheiden! Zünd ihm an der Andacht Kerzen; Denn mit ihm kannst du allein Gönn ihm eine stille Rast, Glücklich hier, dort selig sein. Julius Sturm 1816—1896. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 7⁰0———— SS— 00ρ*— Willst du noch län⸗ger drau⸗ßen stehn, Ge⸗ n + *— 1——— Fr..——. —DD‚.‚.....‚I‚‚‚.‚...——. — seg ne⸗ ter des Herrn? Ich füh⸗ le dei⸗ nen —— +——— II— SSS IIDS SE A⸗ tem wehn und weiß, du bist nicht fern. 2. Die Pforten sind weit auf⸗ Herr Jesu, komm, kehr ein bei mir, getan Wohn in mir, du allein! Für dich, du werter Gast. — in 4. Schließ aus die Welt, Sieh meine Niedrigkeit nicht an— schließ alles aus, Und halte bei mir Rast! Was mich von dir noch trennt, 3. Mein brennend Herz ver Und mach mein Herz zum Gottes⸗ langt nach dir, haus Um ganz sich dir zu weihn. Bis an mein selig End! Jul. Sturm 1816—-1896. 8 Weihnachten. —— V. Weihnachten. Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1524. I 2 Fa ————.— ...—„ A .‚ D 0 0 Ge- lo-bet seist du, Je-su Christ, daß du 0 42———.— 21. EI +—— B... 2—— 0— Mensch ge- borren bist von ei- ner Jungfrau, das ist wahr, des *— 2—— 1 I‚I——.— ..SSI........III.I.ITIII... 1 49— 4—— ö freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal-le-lu⸗ ja! 2. Des ew'gen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe find't, In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das ew'ge Gut. Halleluja! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Der liegt in Mariens Schoß, Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding' erhält allein. Halleluja! 4. Das ew'ge Licht geht da herein, Gibt der Welt ein'n neuenSchein, Es leucht't wohl mitten in der Nacht Und uns zuLichtesKindernmacht. Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hie ward Und führt uns aus dem Jam⸗ mertal, Macht Erben uns in seinem Saal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen arm,. Daß er unser sich erbarm' Und uns im Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan, Sein' groß' Lieb zu zeigen an; Des freu' sich alle Christenheit Und dank' ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Martin Luther 1483—1546. 96 Weihnachten. ö U— Nach eigener Melodie. Joh. Schop? 1641. *X N .————— 72—.4— D .———— Er⸗mun⸗tre dich, mein schwa⸗cher ein gött⸗ li Kind, das Je-sus ———...——— P + äA e ——.— 0—.—.—.—.—H— ů—— Geist, und tra⸗- ge groß Ver-lan ⸗ heißt, mit Freu-den zu emp⸗-fan ⸗ gen! — —2—.—————— I — L— I*— 2 1I....— Dies ist die Nacht, da ⸗ rin es kam Q.— 4 .— DDEDEDDDDe ‚.‚......—. 8.——.— —.————.— I—— 45..1—.— und menschlich We sen an sich Inahm, daß es mit Lieb und Treu⸗ e— S......... ö Welt er ⸗ freu-e. 2. Willkommen, Held aus Da⸗ Daß du, da wir verloren, vids Stamm, Für uns bist Mensch geboren. Du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes 3. O Gottes Sohn, wie konnt' Lamm! es sein, Ich will dein Lob vermehren, Dein Himmelreich zu lassen, Ich will dir all mein Leben lang Zu kommen in die Welt herein, Von Herzen sagenPreis undDank, Da nichts dennNeid und Hassen? — Weihnachten. E Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Himmels⸗ pracht, Ja selbst dein teures Leben Für solche Feinde geben? 4. O großes Werk, o Wun⸗ dernacht, Dergleichen nie gefunden! Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden; Du hast gebracht den Gottes⸗ mann, Der Sturm und Wolken zwingen kann, Vor dem die Felsen splittern Und alle Himmel zittern. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, Holdselig von Gebärden, Mein Bruder, den ich lieber hab' Als alles Gut auf Erden: Dich schließ' ich in mein Herz hinein, O laß es deine Wohnung sein, Warum sollt' ich mich ꝛc. Komm, komm, ich will beizeiten Die Herberg dir bereiten! 6. Mein Heiland, der vom Himmel kam Zur Freud mir und zum Leben, Du edler Zweig aus Davids Stamm, Was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, Ja alles, was Mensch ist und heißt; Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, Sei dir von mir gesungen, Daß du mein Bruder worden bist Und hast die Welt bezwungen. Gil daß ich deine Gütigkeit Stets preis' in dieser Gnadenzeit Und mög' hernach dort oben In Ewigkeit dich loben! Joh. Nist 1607—1667. Joh. Georg Ebeling. 1666. —.— 73———— SSSS—— 900 V Fröh⸗ lich soll mein Her⸗ze sprin⸗gen — ...——— —I. 1—.— .. 1 1 II ö die⸗ser Zeit, da vor Freud al-le En⸗gel sin⸗gen. ö Evang. Gesangbuch. 2 —— Weihnachten. 1+——— 2 4 ———.— 40. 2— SSS... *— Hört, hört, wie mit vol-len Chö-ren al-le Luft +——.——4—1— *. 43.—————— — 8— + G— +Z— E—— laut es ruft: Chri⸗stus ist ge ⸗ bo- ren! ö 2. Heute geht aus seiner 5. Die ihr schwebt in großen Kammer Leiden, Gottes Held, Sehet, hier Der die Welt Ist die Tür Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch zu gute, Gottes Kind, Das verbind't Sich mit unserm Blute. 3. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält! Was euch fehlt, Bring' ich alles wieder. 4. Ei so kommt und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet! Zu den wahren Freuden! Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. . Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Wer empfind't Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost! Hier wird gefunden, Der in Eil Maͤchet heil Auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, ö Füllet frei Eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, 1 Dran ihr sollt Eure Herzen laben. U Weihnachten. 8. Süßes Heil, laß dich um. 9. Ich will dich mit Fleiß be⸗ fangen, wahren, Laß mich dir, ö Ich will dir Meine Zier, Leben hier Unverrückt anhangen! Und mit dir heimfahren; Du bist meines Lebens Leben; Mit dir will ich endlich schweben Nun kann ich Voller Freud, Mich durch dich Ohne Zeit, Wohl zufrieden geben. Dort im andern Leben. ö‚ Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Du, des sich ꝛc.; oder: Vom Himmel hoch ꝛc.) 178⁴. —2——— 74———‚‚—— * 1—2—.——„— ——.— I—— 1 —οεα ö Wir sin⸗gen dir, Im⸗ ma⸗ nu⸗el, du dred— *—.—.—..— 2*— ..————— 2 S————8————.— 994 +———.——. 1 —3—— Le⸗ bensfürst und Gna⸗den⸗quell, du Himmels-licht und ——. 1.——.— ů———.——.—. .———— 2 2—— 4 Mor⸗gen⸗stern, du Sohn der Jungfrau, Herr der Q. — 18 4—.—5 E SiꝑIE— —2———. inen. L VHerrn. Hal ⸗le⸗ lu⸗ ja! ) Die zweite Melodie(ohne„Halleluja“ am Schluß) s. bei Nr. 77. 2. Wir singen dir mit deinem 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Hat manches Herz nach dir ge⸗ K, ö wacht, Daß du, o lang ersehnter Gast, Auf dich gehofft so lange Jahr' Dich nunmehr eingestellet hast. Der Väter und Propheten Schar. (Halleluja!)(Halleluja!) 4* Weihnachten. — 4. Nun bist du hier, da liegest d U, Hältst in der Krippe deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. (Halleluja!) 5. Du bist der Ursprung aller Freud Und duldest so viel Herzeleid, Bist aller Heiden Trost und Licht, Suchst selber Trost und findst ihn nicht. (Halleluja!) 6. Ich aber, dein geringster necht, Ich sag' es frei und meinꝰ es recht: Ich liebe dich,— doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. (Halleluja!) 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. (Halleluja!l) 8. Bin ich gleich schwach und sündenvoll, Hab' ich gelebt nicht, wie ich soll: Ei kommst du doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr'. (Hallelujal) 9. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum Bin ich dein Glied und Eigen⸗ tum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Stets dienen dir, wie dir's be⸗ liebt. (Hallelujal) 10. Ich will dein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Zeit und Zahl. (Hallelujal) Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. 75 V. 2——— 2.—8— PP 0 0 0 Dies ist die Nacht, da mir er-schie⸗ das Kind, dem al⸗le En⸗ gel die⸗ ö Weihnachten. —.— *—.—.—.— — DSE T2 —— . 2— nen des gro- ßen Got nen, bringt Licht in tes Freundlich⸗ keit; mei⸗ ne Dun⸗kel-heit, + L 1 +I.—. *7 +L 4 1 E 2.— * * 1— — — — H— die⸗ses Welt⸗ und Him⸗mels- licht weicht wahr⸗lich — tau⸗ send Son⸗ nen 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnaden⸗ schein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern? vergehen Vielleicht in einer kurzen Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein. Kasp. Friedr. Nachtenhöfer 1624—1685. nicht. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebes⸗ licht! Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen diesen Schein, So darfst du Rem mehr dunkel ein. 5. Drum Jesu, schöne Weih⸗ nachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst; Dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne Und lehre mich die hohe Kunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll! Weihnachten. — Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛe. 1665. 1668. — 7⁰— ——— 00 0 Jauch⸗zet, ihr Him⸗mel, froh lo⸗ cket, ihr Sin⸗get dem Herren, dem Hei⸗land der ————— ‚e — S——— E..— Menschen, zu Eh ⸗ren! 2 Dr⸗ 9⁴— ö ..———..————.t—— — 1— 1—..— 1 1 —.———.——— Een= Gott will so freundlich und nah zu den Ver⸗ ——— —— I lornen sich 2. Jauchzet, ihr Himmel, fro⸗ lockt, alle Völker der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud Wird uns verkündiget heut; Freuet euch, Hirten und Herden! 3. Gott ist im Fleische! Wer kann dies Geheimnis ver⸗ stehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, Freunde des Kindes zu sein, Die ihr zum Vater wollt gehen! keh ⸗ 4. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge⸗ denken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken. Sollt' nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 5. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Du, dem ich wieder mein Herz in der Liebe verbinde, Du sollst es sein, ö Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde. E Weihnachten. 105 6. Treuer Immanuel, werd 7. Menschenfreund Jesu, dich auch in mir nun geboren! lieb' ich, dich will ich erheben; Komm doch, mein Heiland, denn Laß mich doch einzig nach deinem ohne dich bin ich verloren; Gefallen nur streben! Wohne in mir, Herr, nimm mich hin, Mache ganz eins mich mit dir, Gib mir, in kindlichem Sinn Der du mich liebend erkoren! Ewiglich dir nur zu leben! Gerh. Tersteegen 1697—1769. men Vom Himmel ü 2c. 1539. 2— 77 EE 5....... 0 0 0 Dies ist der Tag, den Gott g Semactz sein 4 H. —— 955 werd' in al⸗ 140 Welt ge⸗ dacht, ihn prei⸗ se, was Lurch 1 — Je-sum Christ im Him-mel und auf Er- Den ist! 2. Die Völker haben dein ge- 4. Herr, der du Mensch ge⸗ harrt, boren wirst, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Immanuel und Friedefürst, Da sandte Gott von seinem Auf den die Väter hoffend sahn, . Iii 5 Thron Dich Gott, mein Heiland, bet' Das Heil der Welt, dich, seinen ich an. Sohn. 5. Du, unser Heil und höchstes 3. Wenn ich dies Wunder Gut, fassen will, Vereinest dich mit Fleisch und So steht mein Geist vor Ehrfurcht Blut, still; Wirst unser Freund und Bruder Er betet an 91 er ermißt, hier, Daß Gottes Lieb unendlich ist. Und Gottes Kinder werden wir. 1⁰⁴ Weihnachten. — 6. Durch eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 7. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Hern, ein neues ied! 8. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; Sein werd' in aller Welt gedacht, Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist! Christ. Fürchtegott Gellert 17151769. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 1665. 1668. 7 N— .=‚.——— α 0 Eh⸗ re sei Gott in der Hö-he, der Lase⸗set uns sin⸗gen, ihr Brü⸗der, er 2— ⸗ E, d., L en n Vu Hen, m.— 81 Herr ist ge ⸗ bo ⸗ ren! sein uns zu freun hat uns er ⸗ ko ⸗ ren, DISSISS.— —.——.—— +..—.—.—— 14.— 7—— ¹bSES und durch ihn se⸗ lig zu sein! Chri⸗ sten, wir 1— A H I 4 4 —— Lnatnnnin, uer deun sind nicht ver lo⸗ 2. Schatten und Dunkel be⸗ deckten den Erdkreis, es irrten Völker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten. Jesus erschien, Nächte verschwanden durch ihn, Die auch den Weisen verwirrten. ren. 3. Menschen, berufen durch Liebe die Gottheit zu ehren, Folgten der Zwietracht und haßten sich vor den Altären. Jesus erschien, Und es ward Friede durch ihn; Singet es laut ihm zu Ehren! — Weihnachten. 10⁵⁷ 4. Gnade und Wahrheit ent⸗ keimten des GöttlichenTritten, Trost und Erquickung trug er in der Weinenden Hütten. Er selbst, ihr Freund, Hatte gleich ihnen geweint, Selber gekämpft und gelitten. 5. Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben Hat er durch ihn, den Geliebten, uns allen gegeben. Mel. Heut singt ꝛe. Bis in das Grab Stieg er vom Himmel herab, Uns in den Himmel zu heben. 6. Selige Aussicht, wenn dann meinen Retter ich sehe, Ihn mit denScharen Vollendete ewig erhöhe! Danket schon hier, Selige Brüder, mit mir: Ehre sei Gott in der Höhe! Aug. Herm. Niemeyer 1754—1828. Nik. Hermann. 1560. 70 —.——————.— 2 4—— ę — EDUSS 2. Es ist ein König, aller Welt Von Ewigkeit zum Heil bestellt, Brich an, du schö⸗nes Mor-gen-licht! Das 9— 2— 2—————— 2 DD üist der al ⸗ te Mor-gen nicht, der täg⸗lich wie-der⸗ D ² dEmr= n Enn. e— + 1 N— 2——.——— —— 7 +7 7 keh ⸗ret; ein Licht von dem, der e-wig wacht, durch⸗ 7·⁷1 4—— .— ö 1..——— ö +———II— N . n ar n—4— bricht die lan⸗ ge fin ⸗stre Nacht, ein Tag, der Q ö — 5 ruriu. —————— e⸗ wig wäh=ret. Ein zartes Kind geboren. Er hat mit seiner Liebesmacht 106 Weihnachten. + Den Fluch gelöst und wieder⸗ 4. Wer ist nun, der noch sorgt bracht und sinnt? Das Reich, das war verloren. Geboren ist uns heut ein Kind, 3. Nun ist der Himmel nimmer Das aller Heil soll werden. weit,‚ Willkommen, du ersehnter Held, Der Lieb und Freiheit sel'ge Zeit Du Licht und Trost der ganzen Ist mit ihm aufgegangen; ‚ Welt, ö Ein ewig festes Liebesband Willkommen uns auf Erden! ö Hält fortanjedes Haus undLand, Nach 1 83— 151. ori Hält alle Welt umfangen. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1539. 80 27—— ESI SSISSSSSSI ⁰ Em ⸗por zu Gott, mein Lob⸗ ge⸗ sang! Er, =—5 e en: n n.. 142 e 2— 2—— —5 dem das Lied der En⸗gel klang, der ho-he Freu- den⸗ Q 4 ——. H ——5— H . 2—. ö 4 ** II— tag ist da; lob-sin-get ihm, Hal-leU⸗ lu ja! 2. Vom Himmel kam in Und führet uns mit sanfter Hand, dunkler Nacht, Ein treuer Hirt, ins Vaterland. Der uns des Lebens Licht ge⸗ 4. Er, der jetzt bei dem Vater bracht; thront, ö Nun leuchtet uns ein milder Hat unter uns ein Mensch ge⸗ Wie Morgenrot im dunkeln Tal. Damit auch wir ihm werden 3. Er kam, des Vaters Eben⸗ gleich bild, Auf Erden und im Himmelreich. Von schlichtem Pilgerkleid um 3. Einst führet er zur Him⸗ hüllt, melsbahn O Weihnachten. 107 Uns, seine Brüder, auch hinan 6. Empor zu Gott, mein Lob⸗ Und wandelt unser Pilger⸗ esang! kleid Er, dem der Engel Lied erklang, In Sternenglanz und Herrlich- Der hohe Freudentag ist da; keit. Ihr Christen, singt Halleluja! Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. — Zeuch ein ꝛe. Joh. Crüger. 1653. SI DDD 0 0 0 Der heil'⸗ge Christ ist kom⸗men, der des freun sich al-le——— men am SP....—— —E teu⸗- re Got⸗ tes ⸗ sohn; — Him-mels-thron. Auch was auf Er den —2—3— 2 4 — ist, so sen und lo⸗ ben mit al=len H—4 Pil En⸗ geln dro- ben den lie⸗ ben heil'-gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Verwaist und vaterlos, Die lange Nacht ist hin; Gott rufet selbst die Sünder Die Sünde liegt gefangen, In seinen Gnadenschoß. Erlöst ist Herz und Sinn, Er will, daß alle rein Die Sündenangst ist weg; Von ihrem alten Schaden, Der Glaube geht zum Himmel Vertrauend seinen Gnaden, Nun aus dem Weltgetümmel Gehn in den Himmel ein. Auf einem sichern Steg. 4. Drum freut euch hoch und 3. Nun sind nicht mehr die preiset, Kinder Ihr Seelen fern und nah! 108 Weihnachten. 1 Der euch den Vater weiset, Mit süßen Liebesworten: Der heil'ge Christ ist da. Geöffnet sind die Pforten, Er ruft euch insgemein Ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt 1769-1860. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 8² 2*½ 1— 25 2.·.—3— 1——3——ẽ—— 2——„—— 22 ————209——— 1— ————— RERARSSSSSS 0 0* Er=füllt sind Stund' und Zei⸗ten, der neu ⸗e das Licht der E-⸗wig-kei⸗ ten tritt auf die ————— 5—— ———— — 1.— XEI E—— Tag bricht an; 0.— ihn ů Sie⸗ges⸗ bahn. Zur Mit⸗ ter-nacht ver⸗schwie⸗gen hat —. Z.— PEieee S..... es sich ein⸗ ge⸗stellt, die En⸗ gel Got=tes flie⸗ 15— S. ö —.——.—. * e gen und ru⸗fen's in die Welt. 2. Hier liegt's im Mutterschoße Die Sonne finster stehn. Und ist noch schwach und klein; Sein still verborgnes Wesen Nur zu geringem Lose Hat eine solche Macht, Scheint es bestimmt zu sein, Daß Kranke drin genesen Als sollt' es sich verlieren Und Totes neu erwacht. In tiefer Dunkelheit, 4. Es freuen sich die Armen, Und doch soll es regieren Die Müden in dem Schein; Die Welt in Herrlichkeit. Es ladet voll Erbarmen 3. Es muß vor diesem Lichte Die Schwachen zu sich ein; Der Erde Glanz vergehn, Die Stolzen nur erquicken Vor diesem Angesichte Sich nicht an seinem Strahl, 1 Epiphanien: Jesu Lehramt u. Wandel auf Erden. 109 Nur den verkehrten Blicken Ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden Als deine Kinder stehn, Bis wir dereinst im Frieden VI. Epiphanien: Jesu Den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, Des Vaters Glanz und Zier, O leucht auf unsre Pfade, Damit sie gehn zu dir! Heinr. Puchta 1808—- 1858. Lehramt und Wandel auf Erden. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. .— 3——.— DD.— 00 0 — See⸗le, auf und säu⸗me nicht! Es 1 —— —— —— .—— . ———— —— 2 bricht das Licht her⸗ G für; der Wun⸗der⸗stern gibt — ITI —I—— + H² r ..— dir Be⸗richt, 2. Geh aus von deinem Vater⸗ land, Zu suchen solchen Herrn; Laß deine Augen sein gewandt Auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein, Der aufgegangen ist; Er führet dich zum Kind hinein, Das heißet Jesus Christ! der Held sei vor der Tür. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, Der alle Feinde schlägt; Er ist das teure Gotteslamm, Das unsre Sünde trägt. 5. Drum mache dich behende auf, Befreit von aller Last, Und laß nicht ab von deinemauf, Bis du dies Kindlein hast! 11⁰0 Epiphanien. — 6. Halt dich im Glauben an das Wort, Das fest ist und gewiß, Das führet dich zum Lichte fort Aus aller Finsternis! 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz In tiefste Demut ein Und laß dein Herz erleuchten ganz Von solchem Freudenschein! 8. Bring willig dich zum Opfer ar, Dich selbst mit Leib und Seel, Und singe mit der Engel Schar: Hier ist Immanuel! Mel. rrr 9. Hier ist das Ziel, hier 150 der Ort, Wo man zum Leben geht, Hier ist des Paradieses Pfort, Die wieder offen steht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin, Zur Lust wird alle Pein, Es wird erfreuet Herz und Sinn, Denn Gott ist wieder dein. 11. Der zeigt dir einen andern Weg, Als du vorher gekannt, Den stillenRuh⸗ undFriedenssteg Zum ew'gen Vaterland. Mich. Müller 1673—1704. Adam Drese um 1690. 1698. 4—. Wer ist 988 wie 8 ——— sü⸗ Ruht Un⸗ter vie⸗ ln Aaus⸗ er· bo⸗ E Le⸗ ben 9 AR—U———4 3—2—— H N ,trx;. de⸗ rer, die ver-lo- ren, und ihr Licht da ⸗ zu, *——— EESE — Je⸗- su, sü⸗ ße Ruh! 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket, Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! —— Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 11¹ 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket Zur erfüllten Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt Hast du mächtig überwunden Und ein ewig Heil erfunden Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Szepter will ich küssen, Mit Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Du mein höchster Ruhm! 7. Zieh mich ganz in dich, Daß die Liebe mich Ganz durchdringe und erneue, Mich von aller Last befreie, Die noch drücket mich; Zieh mich ganz in dich! 8. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Sorn und Stolz sich rege! Joh. Anast. Freylinghausen 1670—1739. Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 9. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn! 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, ö Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des HerzensSchifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut! 13. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn! Epiphanien. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. ö———— 85 ii 22.. 0004ʃ 4% Je ⸗su, gro- ßer Wun⸗der-stern, der aus Hꝝ 4——— SSP...........—T 4. + 2—— it uilu. Edn. 2.——— .. 1 1—H 11 1———.— 4 *.— Ja⸗ kob ist er⸗ schie nen, mei- ne See⸗le E— ö E— 11—... 12 2— II.——I———I——.—.—...——8— I —. 42———.——.—— will so gern dir an dei⸗nem Fe-⸗ste die⸗ 1— — II 1 EI..q— + 2. —— 4— +—Z————— LSSI —9 E. 4 nen; nimm doch, nimm do nä-⸗dig an was ich 5 I 7 6 3 AID n DR Ar⸗ mer schen⸗-ken kann! 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, Wie ich's von dir selber habe Und damit beschenket bin,— So ist dir's die liebste Gabe; Laß es auch bewährt und rein In dem Trübsalsfeuer sein! 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, Laß denselben zu dir dringen, Herz und Lippen sollen stets Ihn als Opfer vor dich bringen! Wenn ich bete, nimm es auf Und sprich Ja und Amen drauf! 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu! Ach, mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, Daß ich Trost und Gnade finde Und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister 1671—1755. Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. ¹³ Mel. Schmücke dich ꝛe. Joh. Crüger. 1649. die PPPPIT Hei-⸗ land, dei⸗ ne Menschen⸗lie⸗ — EEEEEEE be dein treu⸗es Herz be⸗ wo⸗ gen, —— 47 ö SSSS. dei⸗ner Trie ⸗de, ab⸗ge⸗ zo ⸗ gen, die Quel⸗-le zu uns her⸗ war dich dich mit — —.— 00—.—.—. — —— ——— ——..... 6 Schwachheit ü⸗ber⸗de⸗ cket, dich vom Kreuz ins I ru. Grab ge⸗-stre=cket. O der wun⸗der- ba ren 4 6 —.— I.——.— ———————————— —————— E Trie ⸗ be dei-ner treu-en Menschen-lie-be! 2. Über seine Feinde weinen, Jedermann mit Hilf erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienst verzehren, Für die Welt sein Leben lassen: Wer mag solche Lieb erfassen! 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen; O wie pflegtest du zu eilen, Das Erbetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, Kinder an dein Herz zu drücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Täglich liebreich zu sich locken! Das, o Herr, war deine Weise, Das war täglich deine Speise. Epiphanien. — 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Er⸗ barmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar teures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Da du in der Sünder Händen, Alle Leiden zu vollenden Und den Segen zu erwerben, Als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündigen Geschlechte, In ihr warst du, gleich den Tauben, Ohne Falsch; und Treu und Glauben, Mit der Klugheit stets gepaaret, Hast du bis zum Tod bewahret. 8. Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Seinen Fluch hast du gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen; Rein'ge meines Herzens Triebe, Heil'ge sie durch deine Liebe! Joh. Jak. Rambach 1693—1735. 2 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 87 TT DIID LE +* 2— 2 Pi 1 aer 23— L...—...—— 0 0 O sü-⸗ße ⸗ster der Na⸗men all, die O du, der Him- mel Wi⸗ der⸗schall, dem —4 2. E.— W2——.—— +———————— . 2—— II—— Men:schen⸗zun⸗gen nennen! tau⸗ send Her-zen bren-nen! O Je⸗-sus, Je⸗= sus 0 ö — * * 4 — 7 ιι· 1. .——.——5 — 1S..——— —.———1. 2—..— 2——..—— +* 4—. 4 Chri⸗stus. wie beugt tief ge⸗ nug 2 ich un⸗ ser Knie vor ————— O Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 1 . S. dir, o mein Er ⸗Blö⸗ ser? 2. O du, der ewig uns befreit Voll Gottesweisheit, Licht aus Von Todesnot und Schmerzen: Wer, Heiland und Erretter, freut Sich deiner nicht von Herzen? Dein Nam ist Hilfe, Heil und Huld, Vor dir verschwindet Tod und Schuld Wer ist wie du ein Retter? 3. Erlöser Jesu, einger Sohn Des Vaters aller Wesen, Zum König auf Jehovas Thron Von Anbeginn erlesen, Nach eigener Melodie. Licht, Voll Kraft, die warm zum Her⸗ zen spricht, Voll reinster Gottesliebe! 4. Hoch über alle Namen geht Dein Name, Weltregierer, Du Hoherpriester und Prophet, Du aller Seelen Führer! Dein ist die Tiefe, dein die Höh, O König aller Könige, Dein alles, Jesus Christus! Joh. Kasp. Lavater 1741—1801. Konr. Kocher. 1823. 88 DDD — E.— — 0 0 0 Wer⸗= de Dir geht V +. 2 8— L V Licht, du Volk der auf ein Glanz der Hei⸗ Freu⸗ +*————— 7. T DEE 2 U den, wer- de Licht, Je ru: sa: lem! den vom ge⸗ rin- gen Beth⸗le⸗ hem; — —.——— + 1— ͤ— CI — er, das ESESSE —*—— Acht und Heil der Welt, Chri⸗ stus —.— hat sich ein ge⸗ 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsternis auf ihnen; Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach, von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrtums finstre Wolke überschattet noch dein Land; über Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. 4. Ach verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Kommt und werdet Gottes Kinder, Betet euren König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Machteuch auf und werdet Licht! 5. Nun wir eilen mit Ver⸗ langen, Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; Mel. Gott des Himmels ꝛe. stellt. Zeig uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub umfasset dich. 6. Auf des Lebens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort; Gib uns Mut zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, Nie verzagend stille stehn! 7. In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht; Ach in unsern Kümmernissen, Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut! 8. Wandern wir im finstern Tale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! Joh. Friedr. Mudre 1756—18ʃ0. Heinr. Albert. 1642. 1 0 0 0 hört's und prüft des QrH 8 EEEE—— * 1—3—. 0 SIIII— ö Hört das Wort voll Ernst und Lie ⸗ be, Trie⸗ be Her- zens E Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. ö 117 65 IEEEe & DEDEEEE EEEEEEE.— +—⸗ das zu euch der Hei⸗land spricht; bei des Wor ⸗tes hel⸗lem Licht! Was der 94 ů .... T T T TTTT—————— —'——.—— ————.—— IZ..e.— 1 7—— + Mund des Herrn ge⸗ beut, das ist eu ⸗ re FA 1 4 4 „d e L 2r. Se⸗ lig ⸗ keit. 2. Nicht aus Sinais Ge⸗ 5.„Selig sind, die sanften wittern Mutes Donnert hier des Herrn Gebot, Und in Demut milde sind! Daß die Herzen bang erzittern, Sie erfreuen sich des Gutes, Weil es Zorn und Strafe droht; Das kein Trotz und Streit ge⸗ Seligpreisend tut sein Mund winnt.“ Euch den Sinn des Vaters kund: Durch der Sanftmut stille Macht 3.„Selig sind die geistlich Wird das Schwerste leicht voll⸗ A bracht. rmen, Denn das Himmelreich ist ihr!“ 6.„Selig sind, die hier mit Ihnen öffnet voll Erbarmen Schmachten Gott der ew'gen Gnade Tür, Dürsten nach Gerechtigkeit, Da wird ohne Maß gewährt, Die nach Gottes Reiche trachten, Was ihr sehnend Herz begehrt. Nicht nach Gütern dieser Zeit! Selig sind/ die veid Wo der Born des Lebens quillt, 4.½ Selig Linesrden Wird ihr Seelendurst gestillt.“ Auf des Lebens schmaler Bahn! 7.„Selig sind, die voll Er⸗ Ihre Traurigkeit wird schwinden, barmen Reicher Trost wird sie umfahn;“ Auf der Brüder Leiden sehn Denn sie wirkt zur Seligkeit Und den Schwachen, Kranken, Reue, welche nie gereut. Armen 11⁸ Epiphanien. E Freudig eilen beizustehn! Noch vor Gottes Thron erfreut Einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen Herzen, Die nicht Sünd und Welt um⸗ strickt, Die mit schnöder Lust nicht scherzen, Weil nur Heil'ges sie entzückt! Einst im reinen Himmelslicht Schaln sie Gottes Angesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden bringen, Schuld und Kränkung über⸗ sehn, Feindeshaß mit Huld bezwingen, Für Verfolger segnend flehn! Trifft sie auch der Menschen Spott, Seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Ge⸗ rechte Dulden Kreuz, Verfolgung, Schmach, Als des Herrn getreue Knechte Bis zum Tod ihm folgen nach! Groß ist dort vor Gottes Thron Seiner überwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde, Laßt der Wahrheit Früchte sehn, Daß durch euch verherrlicht werde Euer Vater in den Höhn!“ Ob der Erdball untergeht, Sein Gebot, sein Wort besteht. Bernh. Garve 1763—1841. Mel. Herzliebster Jesu. Joh. Crüger. 1640. —— 90 HE—4 4.—— E E— .. 2+—1.—— E— 4 .—½——— 2 2 DEE—1..9— I 0 0 0 10—— Du bist der Weg, die Wahrheit und das 2—— 2 H—4 1 4— 1 O d. + ñ—.— 1— Le⸗ ben, da zrauf h ast du uns, Herr, dein Wort ge⸗ — — U Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 19 wal⸗-len, daß wir nicht fal-len! 2. Du bist der Weg! Wenn Du bleibst der Morgenstern in deine Hand uns leitet, unserm Herzen So stehn wir fest, wenn unser In Nacht und Schmerzen. Fuß auch gleitet. Erhalt uns stets, o Hirt voll 4. Du bist das Leben! Ewig Huld und Gnade, himmlisch Leben ö Auf rechtem Pfade! Wirst du, o Lebensfürst, den . Deinen geben. 3. Du bist die Wahrheit! O hilf, daß wir zum Himmel Gehn wir gleich im hingelangen, Dunkeln, Darnach verlangen! Doch muß dein himmlisch Licht ů Friedr. Adolf Krummacher uns freundlich funkeln; 1767—1845. . ꝛc. Melchior Frank? 1663. 9 0 REEEE ————4 4.——— 0 0 42 0 4— Ich fol⸗ ge dir, mein Füh⸗rer, Die Welt er ⸗ wählt in ih: rem *— T S — auf der Bahn, da du wiich führst zum Ziel. blin⸗den Wahn sich fal- scher Füh⸗rer . H .. E. viel. Ich blei⸗ be dir er ⸗ ge⸗ ben, nur e⸗ wig 120 Epiphanien. U ö ö* +———..—— ö—.—— aer——.——*— dir ge⸗ weiht, dir folg' ich nach im Le⸗ .— 7 II— SSEEE E E— * S.DEEEE‚...5—4 1— ben, dir nach in E-⸗wig⸗ kett. 2. Ich folge dir, Prophet, der nie mich trügt, Nie ohne Trost mich läßt; Ich weiß, daß nie dein heilig Wort mir lügt, Es steht wie Felsen fest. Wenn alles wird vergehen, In Feuersglut zerstäubt, Wird fest dein Wort bestehen, Und deine Gnade bleibt. 3. Ich folge dir, mein Hoher⸗ priester, nach Zu deinem Kreuzesstamm, Wo dir das Herz in treuer Liebe brach, Unschuldig Opferlamm! Als du am Kreuz geendet, Da ward ich Gottes Kind, Da wurden die vollendet, Die dir geheiligt sind. —— Valet will ich dir Durin 4. Ich folge dir, mein König, dem wie Gott Hier alles untertan. Die Welt vergeht, zu Schanden wird der Spott, Verschwinden muß der Wahn. Welch Heil ist mir bereitet, Wenn mich dein Geist regiert, Auf ebner Bahn mich leitet Und zu dem Himmel führt! 5. Ich folge dir, mein Hirt, durch Kampf und Qual, Mich lenkt dein Hirtenstab. Du leitest mich einst auch durchs Todestal, Nicht furchtbar ist das Grab, Der Eingang ist's zur Höhe, Zu dir, Herr Jesu Christ, Wo man in deiner Nähe Der armen Welt vergißt. Karl August Döring 1783—1844. üttectii⸗ Teschner. 1614. ——— ————— wer Nus ir ⸗ dischem Ge⸗ tüm⸗mel, wo Glück und ist mein Weg zum Him⸗mel, da⸗ hin die — ö Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 121 —— ů—— 56—0 en lei⸗ tet un⸗ ser Surshen wenn — — 6 es das Ziel ver⸗gißt? Wer führt durch Tod zum Le 9 6 7 +— 2. * — I . ö— + ——9 +4— ben? Der Weg heißt Je- sus Christ. 2. Wenn Irrtum uns befangen, 3. Wer schenkt in Not und Kein Strahl die Nacht durch⸗ ö Leiden, bricht, Wenn bang das Herz verzagt, Wie können wir gelangen Die Hoffnung ew'ger Freu⸗ Zum wahren Lebenslicht? den, Getrost, es strömt die Klarheit Daß einst der Morgen tagt? Von Gottes ew'gem Thron, Wer stillt der Seele Beben, Denn Christus ist die Wahr⸗ Wer gibt im Tode Ruh? heit, Heil! Christus ist das Leben, Der eingeborne Sohn. Führt uns dem Vater zu. Christoph K. Jul. Asschenfeldt 1792—1856. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 9— SSSSI Den Blickem⸗-por und hal⸗te still die 2— ů D 4Ä 13.9— +. 4— ——— Hän⸗-de zum Ge⸗ bet; laß ruhn dein Au=ge auf dem Stern, der hell 2. Das ist der rechte Morgen⸗ stern, Ihm weicht die dunkle Nacht; Er führt herauf den Tag des ö Herrn, Den Tag, den Gott gemacht. 3. Den Blick zurück nach Beth⸗ lehem In ferne graue Zeit, Wo in der niedern Krippe lag Der Herr der Herrlichkeit! 4. Den Blick hinauf nach Golgatha, Wo an des Kreuzes Stamm Die Welt mit ihrem Gott ver⸗ söhnt Das letzte Opferlamm! 5. Den Blick ins Herz und frage dich, Mel. O daß ich tausend ꝛc. im O-sten steht! Ob drinnen aufgestellt Die Krippe mit demChristuskind, Dem Herren aller Welt! 6. Frag, ob das Kreuz dabei nicht fehlt Mit seinem blut'gen Schein! Für Bethlehem und Golgatha Muß Raum im Herzen sein. 7. Und dann hinaus in alle Welt! Und wo noch weilt die Nacht, Verkünde du als Morgenstern Den Tag, den Gott gemacht! 8. Gründ überall ein Beth⸗ lehem, Wo man die Krippe sieht, Und überall ein Golgatha, Wo man am Kreuze kniet Julius Sturm 1816—1896. 1.—E— Wüͤ: sten gen; das Licht, Herr Je⸗ 2——4 00 0 Die Fin⸗ster ⸗ nis hielt uns ge⸗ fan⸗ da ist ein Licht uns auf-ge⸗ gan⸗ 4 ....................——* 2 ——————.— gen, durch ö⸗ de irr⸗ ten wir, su, kam von dir. Nun II‚ i — Passion: Leiden und Tod Jesu. 12³ — muß die Nacht um uns ver ⸗gehn: wir ha⸗ ben 2. Er leitet uns auf lichte Bahnen, Und wenn wir freudig ihm ver⸗ traun, Erwacht in uns ein sel'ges Ahnen Von ewig grünen Friedensaun, Wo du uns wirst entgegengehn: Wir haben deinen Stern gesehn. 3. Der Stern, der über unserm Pfade Helleuchtend zieht in stiller Pracht, Es ist die Botschaft deiner Gnade, Die arme Sünder selig macht. Wir können nicht verloren gehn: Wir haben deinen Stern gesehn. —.— Sturm 1816—1896. VII. Passion: Leiden und Tod Jesu. Christus der ist mein Leben. Melchior Bulpius? 1609. — — Wir sin⸗ gen und ver⸗ kün ⸗ den dein 2— visurt: SE + 124*— HW— ö—.— ———.— 12— Lob, Herr Je⸗ su Christ, der du für un- sre H— 123 H 1 N i. 4 L r —1* 1—11 — 2* 9—..—* Sün⸗den am Kreuz ge⸗ stor-ben bist. 124 Passion.— 2. O neige dich uns Armen, Wie solches die Propheten Du gnadenreicher Gott, Zuvor uns angezeigt. Dich unser zu erbarmen Duuch dewren bittern Tod! 5. Nun danken wir von Herzen Dir heut und allezeit, 3. Ach wer ermißt die Schmerzen Denn von der Hölle Schmerzen Und wägt der n. Last, Sind wir durch dich befreit. Die du aus freiem Herzen +i 2 6. Für uns hast du gelitten n uten So blutig und so bleich 4. Du hast in Todesnöten Und uns am Kreuz erstritten Für uns dein Haupt geneigt, Dein sel'ges Himmelreich. Nach einem Lied aus dem 14. Jahrhundert von Julius Sturm 1816—1896. 4—4* eigener Melodie. 1542. 1557. .— DIURR WD— V ODmm Got⸗ tes, un f stets ge⸗ fun⸗ den ge — — * dig am dul-dig, wie⸗ * Fa —. ————— V Stamm des Kreu⸗zes ge⸗schlach⸗tet, wohl du wur⸗-dest ver⸗ ach ⸗ tet; ——— all Sünd hast ——— D du ge⸗ ⸗ gen, sonst müß⸗ ten wir ver za⸗ 2————— — Leiden und Tod Jesu. 125 2. O Lamm Gottes, unschuldig Wiewohl du wurdest verachtet; Am Stamm des Kreuzes ge⸗ All Sünd hast du getragen, — schlachtet, Sonst müßten wir verzagen: Stets gefunden geduldig, Gib deinen Frieden, o Jesu! Nik. von Hof? oder Joach. Slüter? 1529. 74—— Melodie. Joh. 2— 1640. 974R ..——— 0 0 Herz ⸗lieb⸗ster Je⸗ su, was hast du ver⸗ ——— 2—5 —.———— enni. bro⸗chen, daß man ein solch scharf Ur⸗ teil dir ge⸗ 5 ꝗ— 2 SE T— — WIS——..—— 6— spro⸗chen? Was ist die Schuld, in was für Mis⸗se⸗ 5.— .....— 0H... ö ta: ten bist du ge⸗ ra: ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Ich, o Herr Jesu, habe das ver⸗ Dorn gekrönet, schuldet, Ins Angesicht geschlagen und Was du erduldet! verhöhnet,.— Du wirst mit Essig und mit Gall. Wie wunderbarlich ist doch getränket, diese Strafe! Ans Kreuz gehenket. Der gute 2.— leidet für die chafe; 3. Was 2 9 Wiagen Die Schuld bezahlt der Hert selbst, der Gerechte, Ach, meine esblagen3 dich Für seine Knechte. 12⁶ Passion. 5. O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße, Die dich gebracht auf diese Mar⸗ terstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden! 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann genug ich solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 7. Doch ist noch etwas, das du wirst annehmen: Ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, Daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 8. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Fest die Begierden an das Kreuz So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe! 9. Dann werd' ich deine Gnad und Huld betrachten, Aus Lieb zu dir die Welt für nichts mehr achten, Bemühen werd' ich mich, Herr, deinen Willen Stets zu erfüllen. 10. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen; Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehm' ich zu Herzen. 11. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne Auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, Dann will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Loblieder singen. zu heften, Joh. Heermann 1585—1647. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 15⁵⁴ *— . + xI— X 2—4 99 S——4—— —. 4—— 1. — 2—1—2.—.— 0 0 Je 5 su, ge⸗ ben mir zu dei ne tie⸗fen Wun den, al⸗- len Stun- den I —— Leiden und Tod Jesu. 12⁷ . dei ⸗ ne Qual und Trost und Kraft in bitt ⸗ rer je Tod der Not. Fällt mir 5—— eK. I—— 4—— 2.. D et⸗ was Ar⸗ges—— denk ich 25 an dei⸗ ne Pein, ——ᷓ—— — * die er⸗ laubt nicht meinem Her-zen, mit der 2——— 2357„ —— I— 2 ...,.—— Sün ⸗den ⸗ lust zu 2. Will sich je in Lüsten weiden Mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk' ich an dein Leiden; Bald wird alles wieder gut. Kommt der Feind und setzet mir Daan zu, halt' ich ihm für Deine Gnad und Gnadenzeichen; Bald muß der Versucher weichen. 3. Ja für alles, was mich kränket, Geben deine Wunden Kraft; Wenn meinHerz darein sich senket, Schöpf' ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendet mir das bittre Leid, Weil du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz' ich all mein Hoffen, scher ⸗ zen. Du bist meine Zuversicht, Dein Tod hat den Tod getroffen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet mir Trost, Schutz und Heil; ö Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 5. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunngquell aller Gütigkeit, So empfind'ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, Kein Feind kann verletzen mich. Wer vertraut auf deine Wunden, Der hat selig überwunden. Joh. Heermann 1585—1647. 12 Passion. 0 Mel. Herr Christ ꝛc. Altdeutsch. 1524. .———————— , 1 I 1..— 00 0 Wenn mich die Sünden krän⸗ken, o mein Herr so laß mich wohl be-den⸗ken, wie du ge⸗ SSIS—. I—17 x ..P. ‚........... ASet D——— le mei⸗ ne Sün⸗den⸗last am stor⸗ben bist 2—..——..— + 1——.——— e —— E 1..— Eeen Stamm des heil'⸗gen 2. O Wunder ohne Maßen, Wer es betrachtet recht: Es hat sich martern lassen Der Herr für seinen Knecht! Selbst seinen eignen Sohn hat Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; Die Schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi teures Blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Höllen Qual und Glut. 4. Drum sag' ich dir von Herzen Jetzt und mein Leben lang Für deine Pein und Schmerzen, O Jesu, Lob und Dank, —— Kreu-zes auf dich genommen hast! Für deine Angst und bittre Not, Für dein unschuldig Sterben, Dein Lieben bis zum Tod. 5. Herr, laß dein bittres Leiden Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier, Daß mir nie komme aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin! 6. Mein Kreuz und meine Plagen, Und wär's auch Schmach und Spott, Hilf mir geduldig tragen; Gib, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese Welt Und treu dem Beispiel folge, Das du mir vorgestellt! Leiden und Tod Jesu. 1 7. Laß mich an andern üben, 8. Laß endlich deine Wunden Was du an mir getan, Mich trösten kräftiglich Und meinen Nächsten lieben, In meinen letzten Stunden Gern dienen jedermann Und das versichern mich: Ohn' Eigennutz und Heuchel-⸗ Weil ich auf dein Verdienst nur ein trau', Und, wie du mir erwiesen, Du werdest mich annehmen, Aus reiner Lieb allein! Daß ich dich ewig schau'! Justus Gesenius 1601—1673. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 1525. 100 W......— 2 1— RIA 0πποπα Ein Lamm geht hin und trägt die es geht und trä-⸗ get in Ge⸗ /—.—— F IETAS.—— —— Rütereh S V Schuld der Welt und ih-=örer Kin ⸗ der; 8 duld die Sün-⸗-den al-ler Sün ⸗ der; enkrer. SSSES SSSSS TTTITT 3 geht da- hin, wird matt und krank, er-gibt sich auf die — * I ........ T —— + ..... I. 1. V La, —4 Wür⸗ge⸗ bank, ent⸗ zieht sich al⸗- len Freu⸗den; es —— .. —— 1—————————— . E— SSSE.. n nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, 2—— ———.——— —— 1———— nnn, — 14 5—— 211.. +——— Strie⸗men, Kreuz und Dod und sprichtIch Cvang. Gesangbuch. 7 13³⁰ Passion. ,— ———— will's gern lei: den. 2. Das Lamm, es ist der große Freund Und Heiland unsrer Seelen. Ihn, ihn hat Gott zum Sünden⸗ feind Und Sühner wollen wählen: „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die von Anfang an Verdienet Straf und Ruten; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und 01 sie machen Durch Sterben durch Bluten!“ 3.„Ja, Vater, ja von Her⸗ zensgrund, Leg auf, ich will's gern tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen!“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abdringen! O Liebe, Liebe, du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen! 4. Mein ganzes Leben will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen; Dich will ich stets, gleichwie du mich, Mit Liebesarmen fassen; Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz im Tode bricht, Sollst du mein Herze bleiben; Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, ö Hiermit zu deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieb⸗ lichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen. Es soll mein Lebensquell sich dir Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen, Und was du mir zu gut getan, Das will ich stets, so tief ich kann, ö In mein Gedächtnis schließen. Paul Gerhardt 1607—1676. H Leiden und Tod Jesu. 131 Wel. Serich tut mich a. Weltlich.,601. 1015. abter. ————————— I1IS τ ο O Haupt voll Blut und Wun⸗ den, voll o Haupt, zum Spott ge⸗-bun⸗-den mit 1535 2— — + SS....—.— EE— Schmerz und vol-ler Hohn, ei ⸗ ner Dor⸗-nen⸗ kron, o Haupt, sonst schön ge⸗ ö +——— e dun.——— * DD‚n‚‚‚.— I— ..— 2 2.—— 4 4—* krö= net mit höch ⸗ster Ehr und Zier, jetzt a-ber +.— f1 4 4..—•½½e— 8—— ö— 4 —.———— 4 1+* frech ver⸗-höh-net, 2. Du edles Angesichte, Davor sonst alle Welt Erschrickt und wird zunichte, Wie bist du so entstellt, Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst keinLicht mehr gleichet, So schändlich zugericht't? 3. Nun, was du, Herr, er⸗ duldet, Ist alles meine Last; Ich hab' es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau her, hier steh' ich Armer, ge — ⸗ grü⸗ßet seist du mir! Der Zorn verdienet hat; Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts getan; Dein Mund hat mich gelabet Mit süßer Gnadenkost, Dein Geist hat mich begabet Mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht! 5* —1³² Passion. E Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht; Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich einst erkalte, Und wird dein Haupt erblassen In dir mein Ende sei! Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden Und tut mir herzlich wohl, Wenn ich mich in dein Leiden, Mein Heil, versenken soll. Ach möcht' ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deine Todesschmerzen, Da du's so gut gemeint; Ach gib, daß ich mich halte Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 8.Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür! Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Angsten Kraft deiner Angst und Pein! 9. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Mich in der letzten Not! Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken; Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt 1607-1676. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. —42*72—2—— EHg lSSS II— — O Welt, sieh hier dein Le⸗ ben am al——* 1* —. II dene,— 7 S Di‚3.— ,—1. i Stamm des Kreu⸗zes schwe⸗ ben, dein Heil sinkt in den —.— 4— 2 4—.—— 1 Tod! Der gro ⸗ ße Fürst der Eh ren läßt wil⸗lig — Leiden und Tod Jesu. 13³ Q + —— + 1 L.— —..——— ————— + WWöNIN , den. N sich be⸗ schwe- ren 2. mit Schlä⸗gen, Hohn und V V e 5 2 I. —— gro⸗ ßem Spott. 2. Tritt her und schau die Plagen, Die er am Kreuz muß tragen, Bis sie der Tod ihm stillt! Aus seinem edeln Herzen Vor unerhörten Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer ist's, der dich ge⸗ schlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So zugerichtet hat? Du bist ja nicht ein Sünder Wie wir und unsre Kinder Und weißt von keiner Missetat. 4. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und deiner Martern großes Heer. 5. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verleihst du mir den Segen, Dein Leiden muß mein Labsal sein. 6. Wie bin ich dir verbunden All Augenblick und Stunden Zur höchsten Dankbarkeit! Was Leib und Seel vermögen, Das bring' ich dir entgegen, Zu deinem Dienst und Ruhm bereit. 7. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich will's vor Augen haben, Mich stets daran erlaben, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Derieb und unverfälschtenTreu. 9. Ich will daran erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken —1³⁴ Passion. LI Mit stillem sanftem Mut, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen Ans Kreuz und widersagen Den Lüsten dieser Welt; Was deine Augen hassen, nn. Freu dich sehr ꝛe. Das will ich fliehn und lassen Und gerne tun, was dir gefällt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. 1554. HE Sei mir tau- send-mal ge- grü⸗ Eet, -— i. : su, der du selbst ge⸗ bü-ßet 9 987 4 E— der mich je und das, wo- mit ich je ge=liebt, dich be⸗ trübt! Auch wie — E— PIT V ist mir doch so wohl, wenn ich knien und lie⸗gen soll I 4 — .———5—. —.— EDEDDEREDED.— ö + an dem Kreu⸗ze, da du stir-best mei⸗ ne See⸗le wir Leiden und Tod Jesu. 15⁵ 2. Schreibe deine blut'gen Wunden Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein! Du bist doch mein schönstes Gut, Drin mein ganzes Herze ruht; Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst ges nießen! Mel. Schwing dich auf ꝛe. 3. Dich, dich will ich ewig halten, Gib mir, daß ich's ewig kann; Schaue meiner Hände Falten Und mich Armen freundlich an; Schau vom hohen Kreuzesstamm Auf mich nieder, Gotteslamm! Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich tilge deine Sünden! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger. 1653. 4+ 4 A.* VE — II ů— —.— H 2— ** ——— 0 0 ‚ 2 — Je⸗ su, mei⸗ner See-le Licht, Freu⸗de mei⸗nes Le⸗bens Zu ⸗ver-sicht fließt aus. EIEEEEEEE.. SPP.. I.I. mei⸗ ner Freu⸗-den, A. 4 5 ů ů ö e de dei⸗ nem Lei: den! Nimm den Dank in Gna⸗den an —— . n. ů— SE , für die To⸗des⸗ schmer-zen, ob ich gleich ihn . . da rl anni A + .XI.—— 1 1—— * 2... 4— 1 2. Ich erwäg' es oft und viel, Was dich angetrieben, Sünder ohne Maß und Ziel Bis zum Tod zu lieben, brin⸗gen kann nur aus schwachem Her-zen! Daß du Angst, Gewalt und Not, Schläg' und Hohn in Banden, Lästerung und Kreuz und Tod Willig ausgestanden. 13⁶ Passion. 3. War es unsre Würdigkeit? Nur des Vaters Güte, Deine Herzensfreundlichkeit Und dein treu Gemüte Hat den Segen uns gebracht, Daß kein Mensch verzaget, Wenn der Sünden Meng und Macht Am Gewissen naget. 4. O du wunderbarer Rat, Den man nie ergründet; O der unerhörten Tat, Die man nirgends findet! Was der Mensch, der Sünde Knecht, Trotzig hat verbrochen, Büßt der Herr, der doch gerechtͥ— Wir sind freigesprochen. 5. Herr, dein Friede sei mit mir, Und auf mein Gewissen, Wenn es zaget, laß von dir Trost und Freude fließen! E Trost ergießt in jedes Herz Sich aus deinem Herzen, Und den bängsten Seelenschmerz Heilen deine Schmerzen. 6. Gib, sobald mein Herz er⸗ „ chrickt über Straf und Sünde, Daß ich durch dein Wort erquickt Bald Vergebung finde! Sieh, ich fall' in ernster Reu Mit wahrhaft'ger Buße, Mit Begier nach bessrer Treu, Jesu, dir zu Fuße, 7. Ich will, weil ich mit dir frei Werd' im Himmel erben, Herr, in deinen Armen treu Leben und auch sterben, Bis man fröhlich sagen wird Nach den Todesbanden: Sieh, dein König und dein Hirt, Jesus ist vorhanden! Heinrich Held 1620-1659. Nach eigener Melodie. Wolfg. Weßnitzer. 1661. 105„ET. 2 4—7——— H DPSPDPPIPSPI. 3.13— V.—.— —.— Je⸗ su, mei⸗ nes Le⸗bens Le ⸗ ben, der du dich für mich ge⸗ ge⸗ ben H in ö + + I 23 ——1—0 2 +—.—— 1.— 1 + 1 1 L 2— Je: su, mei ⸗ nes To⸗des Tod, in das in die tief ste See⸗ len ⸗ not, E Leiden und Tod Jesu. 137 ö N 334.— I 2...——..—.5—.—.—— *„——0——— *—— ü—D———.——. äu ⸗ßer ⸗ ste Ver ⸗der-ben, nur daß ich nicht 22 +*——— ——DEEEE.. iEE EEE möch=te ster-ben, tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei 9 2 10 1———— +— 2—————.——.— t.. r,,.,. — 2—.— FWDD.—1 dir, lieb⸗ster Je⸗ su, Dank da ⸗ für! 2. Du, ach du hast ausge⸗ standen Lästerreden, Spott und Hohn, Und du gingst in schweren Banden, Du gerechter Gottessohn, Nur mich Armen zu erretten Von den argen Sündenketten. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 3. Wunden ließest du dir schlagen, Angst und Pein erlittest du, Um zu heilen meine Plagen, Um zu setzen mich in Ruh. Ach, du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen; Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 4. Du hast dich mit Schmach bedecket, Hast gelitten mit Geduld, Gar den herben Tod ge⸗ schmecket, Um zu büßen meine Schuld; Daß ich würde freigegeben, Gabst du hin dein teures Leben. Tausend-, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 5. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not, Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Pla⸗ gen, Für die Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein! Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 13⁸ Passion.—O 507—⁵ nur den lieben Gott ꝛ2. Georg Neumark. 1657. 106—— 4 ——— ů 8 Er ist ver ⸗-schie⸗den, der Frie⸗de-fürst schläft ganz mit Frie⸗den, —— + L E—. .— + + ———.—.————— — mein Je-sus schließt die Au- gen zu; die Le⸗bens⸗-son- ne geht zur W und sinkt in ——.— DD +——.— 4 — stil⸗ le To- des- nacht. O gro-ßes Wort: Es .. üist voll=bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hat's Denn Gnade hör' ich mir ver⸗ gesprochen. künden Das Lebenswort muß sprachlos Durch Jesu Blut vom Kreuze her; sein, Getilget ist der Hölle Macht. Das Herz der Treue wird ge- O tröstlich Wort: Es ist voll⸗ brochen, bracht! Den Fels des Hal Zeenschließt 4. Es ist volbracht! Ich wil 4 mich legen Ber Ktast vchste Zur Ruh in meines 0 Ee Grab; wables 99. 1 aln i Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab; 3. Es ist vollbracht, und meine Die Himmelspfort ist aufge⸗ Sünden macht. Verdammen nun mein Herz nicht O selig Wort: Es ist vollbracht! mehr; Salomo Frank 1659—1725. Leiden und Tod Jesu. — E3 ö Mel. Wer nur den—— Gott ꝛc. 1515— Neumark. 1657. 4 SS —2 laß mich an Du ge⸗hest in den Gar⸗ten beten, dei ⸗ ne Sei⸗ te tre⸗ten, mein treu⸗ster ich wei=che von dir Je⸗ su, nimm mich mit; kei ⸗nen Schritt! Ich will an H— 23— +— 4— .PP.. P— I—— dir, mein Leh⸗ rer, —.F— 2 sehn, 23 wie mein Ge t soll ESSE recht ge ⸗schehn. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen Und bist bis in den Tod betrübt. Ach, dies soll mir ans Herze schlagen, Daß ich die Sünde so geliebt. Drum willst du, daß ein Herz voll Reu Mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißest dich von allen Leuten, Du suchst die stille Einsamkeit; So muß auch ich mich wohl bereiten Und fliehen, was mein Herz zerstreut. Laß mich von aller Welt allein Und nur mit dir beisammen sein! 4. Du kniest und wirfst dich hin zur Erden, Fällst nieder auf dein Angesicht. So muß die Demut sich ge⸗ bärden; Drum rühm'ich Asch und Staub mich nicht, Ich lieg' und beuge mich mit dir Vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du greifst voll Zuversicht und Liebe Dem Vater tief ins treue Herz Und 72912 aus attedem Herzens⸗ trie — Passion. „Mein Vater, Vater“ himmel⸗ wärts. Ach, Glaub undiebe sind mir not, Sonst ist mein Leben kalt und tot. 6. Geduldig Lamm, wie hältst du stille, Hältst im Gebete dreimal an! Es ist dein heilig guter Wille, Ich soll so tun, wie du getan. Gott hilft nicht Mar aufs erste al, Drum fleh' und ruf'ich ohne Zahl. 7. Dein Wille senkt sich in den Willen Des allerbesten Vaters ein; In ihm muß auch mein Herz sich stillen, Wofern ich will erhöret sein. Drum bet' ich in Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh' Und da dich alle Martern pressen, Sorgst du für 77 mit höchster ü Mein Beten bleibet ohne Frucht, Wenn es des Nächsten Heil nicht sucht. 9. Du, Herr, erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herr⸗ lichkeit; Und so wird's auch mit mir ge⸗ schehen, Daß ich zur angenehmen Zeit Auf ernstlich Beten freudenvoll Den gleichen Segen ernten soll. 10. Mein Jesu, hilf mir so zu beten, Wie mich dein heilig Vorbild lehrt! So kann ich frei zum Vater treten allzeit. Und werde stets von ihm erhört, 8. Obgleich die Jünger dein So bet' ich mich zum Himmel ein vergessen, Und will dir ewig dankbar sein. Gedenkst du doch getreu an sie, Joh. Mentzer 1658—1734. 533 eigener Melodie. 1745. 1784. 083 AI 00 0 0 O du Lie⸗be mei⸗ner Lie⸗ be, du er⸗ die du dich aus höchstem Trie-be in das Q ——— .,—.— Se⸗lig⸗keit, Leid wünsch⸗te jam⸗-mervol=le dei- nes Lei-dens mir zu — + Leiden und Tod Jesu. 141 ——— H—.— A ,, 4—— —.— gu⸗ te als ein Op-fer ein⸗ge-stellt und bezahlt mit — 56——..—.— em=mm Enrier.,=mmmaan nn Sid ai:I dn sn 27—————.—.—4 dei⸗nem Blu⸗ te al le Mis⸗- se-tat der Welt! 2. Liebe, die mit blut' gen Tränen An dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich treu geliebt; Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Gern die Last des Kreuzes trägt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen Allen Spott und Hohn gehört; Liebe, die voll Angst und Schmerzen Blieb im Tode unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, Da der Atem geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt! 4 1— nur den lieben Gott ꝛc. 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach wie tröstet mich dein Blut! Ach wie dank' ich deinen Wunden, Schmerzensreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh'! 5. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach wie dank' ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann! Die du mir das Heil erworben, Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. Georg Neumark. 1657. 100 SDDDDDE + 0 0 0 0 Gottlob! der 2500 ist nun ge- bahrnet, auf ihn ge⸗stützt, von ihm er-mah-net Passion. — 7— 18 5 — mein Je⸗ sus ———— SEE ge⸗ het selbst vor⸗ an; 5 be⸗ tret' ich freu⸗dig sei ⸗ ne Bahn. Er ru⸗fet — 2—2. 2*——+ II— 1 1— —.. 25————.— 0 V sel ber: Fol- ge mir! Ich folg', o zie⸗he II II II I ..I..... II +1 mich nach dir! 2. Wie willig gibst du hin dein Leben! Du gehst mit Freuden in denTod, Da siehet man kein Widerstreben, Du scheuest nicht die größte Not; * Du siehst vor dir das Blutgericht Und weichest doch, o Heiland, V nicht. 3. Wir gehn, so sprichst du auf dem Wege, Es drängt dich niemand mit Gewalt; Es warten auf dich Schmach und Schläge, Und doch sprichst du: Ich komme bald ald. Dein Sterblied ist eindobgesang, Dein Gang zum Tod ein Sieges⸗ gang. 4. So ich nun will dein Jünger heißen, Muß ich in deinen Spuren gehn Und mich nicht lassen von dir reißen, Wenn Not und Trübsal gleich entstehn. Wer sich nicht selbst verleugnen kann, Den siehst du nicht als Jünger an. 5. Nimmst du das Kreuz auf deinen Rücken, So rufst du mir auch: Folge nach! Ich will mich auch darunter bücken, Ich achte künftig keine Schmach; Es wird dein Leiden, Kreuz und Pein Mir dennoch lauter Ehre sein. 6. Wie sollt' ich mich auf ; Rosen weiden, Da deine Stirne Dornen trägt? Leiden und Tod Jesu. 14³ Ein Glied muß mit dem Haupte Zu leiden, was du mir be⸗ leiden, stimmt!— Wie schwer auch Trübsal auf Weil ich mir das zum Troste uns schlägt. merke, Der Herr erduldet solche Pein, Daß alles Kreuz ein Ende Der Knecht wird ja nicht besser nimmt. sein. 7. So will ich leiden,—gib mir Stärke, Die Dornenkrone hab' ich hier, Die Siegeskrone dort bei dir. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668 —4 ꝗ— 6— —. 51— 0 00 See ⸗le, geh nach Gol⸗ ga⸗ tha, na⸗ he —.———.— —.—— dich zu Je ⸗ su Kreu ⸗ ze und be⸗ den ke, XX. —— +V was dich da für ein Trieb zur Bu: 5e rei⸗ 0 SSS.‚III.. E.... SSIIIIIIIIIIIIIII.... ——* I*— +* ze! Nur ein har⸗ tes Herz wie Stein kann hier sein. Wie das Blut in Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen! Ach der übergroßen Not: Jesus sinket in den Tod! un empe- find=lich 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild Zwischen Erd und Himmel hangen, 1⁴⁴½ Passion. — 3. O Lamm Gottes ohne uld, Alles das hab' ich verschuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet! Daß ich nicht verloren bin, Gibst du dich am Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe; Schaue von des Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe! Dein für mich verblutend Herz Setzt mich in den tiefsten Schmerz. 5. Ach, was— ich tun für di Ich will dir mein— ergeben. Nach eigener Melodie. Herr, laß mich beständiglich Unter deinem Kreuze leben! Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. 6. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen: Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen, Führ in allem Kreuze mich, Wie du willst, nur seliglich! 7. Endlich, laß mich meine Not Auch geduldig überwinden! Nirgends sonst soll mich der Tod Als an deinem Kreuze finden. Wer sich dies zur Zuflucht macht, Spricht getrost: Es ist vollbracht! Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. Georg Söhnlin. 1836. IIII IIII. Weg, ihr Ahnn Der am Kreuz ist mei⸗- ne Lie⸗ be, ar⸗ gen Sün⸗den⸗ trie ⸗be, 1— 55 e.—— mei: ne Lieb ist Je⸗ · sus Christ. 6659. mit eu⸗ rer Rst! Eu= re Lieb ist n. nicht von Gott, eu: re Lieb ist gar der Tod. —— Leiden und Tod Jesu. 14⁵ — ——. Der am Kreuz ist mei: ne Lie⸗ 2 mich im Glau⸗ben 2. Der am Kreuz ist meine Liebe; Frevler, was befremdet dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; So ist er mein Friedensschild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn, Trät' ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sündenangst, nun schweige du! Gott zeigt seine Liebestriebe Und schenkt meinem Herzen Ruh, * 1 —.—.—. be. Verfasser unsicher(Joh. Greding? 1676—1748). Denn es floß ja mir zu gut Seines Sohnes teures Blut. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nichts macht mich von Jesu los, Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine ö Liebe; Nun ist auch der Tod mein Freund. Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, Wird mein Jesus mir vereint; Daf da Seet ich Gottes Lamm, Meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 146 Passion. O ö Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer. 1661. — I—— 13.— + + II2 HEHEEEEE.. 4 ö;——60———— e n vn di.— — Mitt⸗ler, al le Kraft der Wor=te, vor der off- nen To-des⸗pfor ⸗te, P LEeE—— j— 4..) D 4117½ * 2— 1— 1 +4— 1 II——— die du sprachst in ho- her Pein tie mei soll auch mir zum Se⸗ gen sein, Inen ö + + 2.—1— ̃—ä— Trost, wenn ich einst schei-de, mei⸗ner See⸗le ——4 2 Lust und Wei⸗de. Nun ich so ge= rü stet ar —.———.—5———— 2 ů.—4.——5 + I 4 + I III ⁵———.————4 —.— +* EII— * +. n L— 7 +—— 1 0—0 1——IIT.—— L bin, kann ich froh zum Him-mel ziehn. 2.„Vater,“ batest du,„laß An dem blut'gen Kreuze, du diesen„Großer Friedenswiederbringer, Ihren blinden Frevel nach!“ Deine arme Mutter zu. Edle Langmut, sei gepriesen! Gib, daß die, so ich verlasse, Ich auch will nicht eigne Rach Treue Liebe auch umfasse, Wider meinen Nächsten hegen Und in deiner Lieb und Treu Und mir selbst den Weg verlegen. Eins des andern Zuflucht sei! 5 Zesu, deine reiche Huld 4.„Heute“— welch ein tröst⸗ Tilge mein' und seine Schuld! lich Heute!— 3. Liebreich wiesest du dem„Heute,“ sprachst du,„soll gewiß Jünger Deine Seele nach dem Streite Leiden und Tod Jesu. Sein mit mir im Paradies!“ Dieses lasse wie dem Schächer So auch mir, o Todesrächer, Bricht der Augen matter Schein, Meiner Seele Leitstern sein! 5.„Ach, warum bin ich ver⸗ lassen, O mein Gott, mein Gott, von dir?“ Jesu, wie ist dies zu fassen? Klagst du so, wie geht's dann mir? Durch dein Klagen, durch dein Ringen Willst du meine Seele bringen, Trotz der Sünden Scheidewand, In des Himmels Ruhestand. 6. Aber„welch ein heißes Dürsten“ Klagt der ausgedörrte Mund Meines reichen Lebensfürsten Noch in der Vollendungsstund! Mir bei meiner Lippen Lechzen Und bei meiner Seele Achzen, Wenn kein Trost sonst in derWelt, Bleibt zum Labsal dies bestellt. 7. Nun, nun ist das Heil er⸗ worben, Mel. Herzliebster Jesu. Denn du sagst:„Es ist voll⸗ bracht!“ Jesu, eh' du noch gestorben, Leuchtet schon die Siegesmacht. Laß nun immerhin geschehen, Was an Schmerzen auszu⸗ stehen; Du, Vollender, bist in mir Und vollendet ich in dir! 8.„Vater,“ rufst du,„ich befehle Deinen Händen meinen Geist.“ Scheidet einst auch meine Seele, So vertritt mich allermeist! Wenn der letzte Zug vorhanden, Lös mich aus des Todes Banden, Nimm, Herr, deines Pilgrims wahr, Stelle mich dem Vater dar! 9. Jesu, deine hohen Worte Fühl' ich froh in meiner Brust. Ja, zum schönen Freudenorte, Dessen Trost mir nun bewußt, Will ich mich mit dir erheben, Dort bei dir, o Heiland, leben. Zu der Sel'gen frohem Chor Heb, o Retter, mich empor! Nach Joh. Albrecht Bengel 1687-1752. Joh. Crüger. 1640. —j —— II; Ah 5 N— 2—* ee n. —2——.—. E.— 1.— 00 0 0 — Herr, stär⸗ke mich, dein Lei-den zu be⸗ 1⁴⁷ SST————— .—* SAWI.. I—— FF 7 14.— 1———— + S—.—.—. Bö ⸗sen uns zu er ⸗ lö=⸗ sen! 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden Und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ horsam werden, An unsrer Statt gemartert und zerschlagen Die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hoch⸗ heiliges Geschäfte! Sinn' ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, Mein Herz erbebt; ich sehꝰ und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kannmein Geist mitSchrek—⸗ ken und Entzücken Am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, Es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder, Lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde Zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Gemüte In deine Güte. 7. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, Dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, Daß ich getreu in dem Beruf der Liebe Mich christlich übe! E ö Leiden und Tod Jesu. 14⁹ 8. Das Gute tun, das Böse Du hast mein Heil, da du für fliehn und meiden, mich gestorben, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein Am Kreuz erworben. heilig Leiden. bi Kann ich zugleich das Böse mir! 1: So bin ich denn schon selig erlauben S n 200 ite, ubcht o wird mir nichts, nichts meine Und an dich glauben? Krone rauben; 9. Unendlich Glück! Du littest So werd' ich dort, von Herrlich⸗ uns zu gute, ů keit umgeben, Ich bin versöhnt mit deinem Einst ewig leben. teuern Blute. Chr. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 1.— Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 99 79917——7 114 PDPSPPIII —IrEE 00 α Laß mir die Fei⸗ er dei- ner Lei⸗den, Sie lehre mich die Sün⸗de mei- den 9 65 5.DDDDEDED — + o mein Er=lö ⸗=ser, hei⸗ lig sein! und dir mein gan⸗-zes Le⸗ ben weihn, dir, des⸗ sen . i: dusch z 99 27 2.— 8 Herz fir mich 110 .. 1 + EII SSSSSIIIII...... 9—.3 7—1 1 II.——— * ster⸗bend schlug, und der so ru- hig und entschlos⸗sen AAH ———.—. + auch mei⸗ ner Sün⸗de Stra⸗ fe trug. ster⸗bend schlug, und der so 15⁰0 Passion. O ö Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰04. ——— N V..— 1——.—————4.—5— SAIEE El—2—2—.—1 IIIX 25— 2 23————.v —. 21.U— 2. V. ‚ Laß mir die Fei⸗ er dei⸗ ner Lei⸗den, 0 Sie leh⸗-re mich die Sün-de mei⸗den und 2 — 2—— TLI—— SSEEr. SSPSPSESEESESEE EEEEEEE— mein Er-lö⸗ ser, hei⸗-lig sein! din dest sen dir mein gan⸗zes Le-ben weihn, Q—— ———E.— . n EEEEEE .——25..— W+3‚‚ 2— S————1 EIESEE Blut für mich ge⸗flos-sen, des Herz für mich noch . 4 4 2— —— H+..— SSE 8.—.——— S.... L ru hig und ent⸗schlos⸗sen 5——— SSSISISSI.IIII.. * DDDEE‚e Se — auch mei⸗ner Sün⸗de Stra⸗fe trug. 2. Ja, in den stillsten meiner Stunden Will ich nach deinem Kreuze sehn Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tief gerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, Womit dein Herz die Welt um⸗ ö aßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich gelitten hast! 3. Mir sollen diese Feierzeiten Der größten Liebe heilig sein; Still soll dein Kreuz mich stets begleiten Und jede meiner Stunden weihn, Dein Leiden sei mein höchster egen, Dein Tod mein seligster Gewinn. Mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, Daß ich durch dich erlöset bin. 14. — Leiden und Tod Jesu. 15¹ 4. Bleibt mir zu allen Zeiten Nach euch will ich voll Andacht teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! schauen, Wo mein Erlöser litt und starb, Auf ihn allein will ich ver⸗ trauen, Der mir die Seligkeit erwarb. Christoph Georg Ludw. Meister 1738—1811. 2. eigener Melodie. Justin Heinr. Knecht. 1793. Il5..............383 α ö Sch Oerreer hueneeerdr *——. 7 ben! O mei⸗ ne See⸗le, sag ihm frommen Dank! ben, wie mäch⸗tig ihn die Men-schen-⸗-lie- be 4— 21 — ö +—*.— — L — drang! Wo ist einFreund, der je was er ge: tan, der — so wie er 2. Wie dunkel waren jene Stunden, O Herr, und welche Lasten drück⸗ ten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden, für Sün ⸗der ster⸗ ben kann? Und ach, es floß zum Trost und Heil für mich Und ruft noch heute mir ermun⸗ ternd zu, Daß du mich liebst, du treuer Heiland du! 15²½ Passion. —— 3. So sollt' es sein, du mußtest leiden, Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund, Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Frie⸗ densbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt, So fest steht es, daß er mich herz⸗ lich liebt. 4. Dein bin ich nun und Gottes rbe Ich seh' getrost ins Baterherz hin⸗ ein; Wenn ich nun leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein; Wenn Sonne, Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod; Bestätigt ist nun deine Lehre, Ich baue fest darauf in jederNot. Unschuldig littest du, doch Preis und Ruhm ö Ist auch im Kampf der Unschuld igentum. 6. O Herr, dein Vorbild soll mich lehren, Die Unschuld sei das schönste Ehrenkleid; Gern will ich deine Stimme hören Und willig tun, was mir dein Wort gebeut; Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu,— Wer hat es mehr um mich ver⸗ dient als du? 7. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den die treue Liebe bringt! Noch heißern Dank will ich dir sagen, Wenn dich mein Geist im Engel⸗ chor besingt; Dann stimmen alle Sel'gen fröh⸗ lich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Timoth. Hermes 1738—1821. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. 4 4 —+ 16 0 + 2———— + E —. 40—— W Ich sen⸗ke mich in 90 0 0 dei⸗ ne Wunden, wenn in der Bu ße Trau⸗er⸗stun⸗den Leiden und Tod Jesu. 15³ — —.——.———. am un,..n2 n=— .—— 1——.— ich sen⸗ ke mich in die Sün⸗de mir Ver⸗damm:nis droht; dei⸗ nen Tod, ich schau⸗e DiSEEEEEE doeie ne Schmerzen an und weiß, du hast ge⸗ — 2— nug ge ⸗ tan. 2. All Weh will ich in dich Mit dir wird Nacht zum Mor⸗ versenken, genschein, Will teilen deine bittre Not Und hier an keine Rosen denken, Wo dir der Acker Dornen bot; Ich sprech' auf meiner Kreuzes⸗ ahn: Das hat manGottes Sohn getan. 3. Flößt die verbotne Lust dem Herzen hr Gift mit süßen Reizen ein, o geh'ich ein in deine Schmerzen Und töte sie durch deine Pein; Seh' ich dein Dürsten, deine Schmach, So scheu' ich, was dein Herz dir brach. 4. Will keine Sonne mehr mir scheinen, Und schweb'ich in Verlassenheit, So denk' ich, wie die Schar der Deinen, Wie Gott selbst dich verließ im Streit; Bei dir ist kein Verlassensein. 5. Will einst des Todes Pfeil mich schrecken, Und macht mir bang des Grabes Nacht, So hoff' ich ihn mit dir zu schmecken, Der mir Unsterblichkeit gebracht. Wer mit dir stirbt, der lebt zu⸗ gleich, Sein Sterben wird zum Himmel⸗ reich. 6. So will ich die Gemein⸗ schaft üben, Aus deren Leid mir Freude grünt; Könnt' auch die Marter mich betrüben, Durch die du Segen mir ver⸗ dient? Ich geh' in deine Leiden ein; Mit dir vereint heißt selig sein. Joh. Friedr. von Mever 1772— 1849. ö 17⁴4 Passion. O Mel. Herr und Altster ꝛc. Weltlich. 1784. EI —————‚.‚. 12— 0 0 Ei⸗ nes wünsch'ich mir vor al-lem se ⸗ lig läßt's im Trä⸗nen ⸗tal sich SE an dein, ei ne Spei⸗ se früh und spät; wan- dern, wenn dies Ei⸗ ne mit uns geht: un dersrüdt auhe ei⸗ nen Mann 5 schan: en, der mit 345— dS ⸗des⸗grau-en auf sen Ant⸗=litz —— .e nie⸗ der sank und den Kelch des Va⸗ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen 3. Ja, mein Jesu, laß mich stehen, nicht vergessen Wie er als ein stilles Lamm Meine Schuld und deine Dort so blutig und so bleich zu Huld! sehen, Als ich in der Finsternis ge⸗ Hängend an des Kreuzes sessen, Stamm, Trugest du mit mir Geduld; Wie er dürstend rang um meine Hattest längst nach deinemSchaf Seele, getrachtet, Daß sie ihm zu seinem Lohn Eh' es auf des Hirten Ruf ge⸗ nicht fehle, achtet, Und dann auch an mich gedacht, Und mit teuerm Lösegeld Als er rief: Es ist vollbracht! Mich erkauft von dieser Welt. —. Leiden und Tod Jesu. 4. Ich bin dein! Sprich du dar⸗ Mit dir alles tun und alles lassen, auf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mel. 25 ist gewißlich an der—— In dir leben und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp 1798—1864. 1535. — 1 II8 n. . ο Du schaust wohl Chri⸗sti Lei⸗den an und das hat der Herr für mich ge- tan, daß 9 E: P I denkst in dei⸗ nem Sin⸗ne ich bei Gott ge⸗ win⸗ ne durch sei ne gro e ße S..DDi‚i‚............ ————.———— 7Gnad und Huld Erslaß für mei⸗ ne Sün; denschuld, die —.—. +*— E———4 — + 2— II ———— 224—— mich zu Bo⸗-den drü cket. 2. Doch hast du auch daran 3. Da wo dein Schatz ist, sei gedacht, Daß dir sein bittres Sterben Nur dann allein hat Heil ge⸗ bracht Und Rettung vom Verderben, Wenn du mit ihm, der für dich stritt Und bittern Tod am Kreuz erlitt, Der Welt bist abgestorben? dein Herz! O sieh, voll Blut und Wunden Hängt Gottes Sohn in Qual, und Schmerz Ans Marterholz gebunden! So geh mit deinem Herzen ein In deines Herren Angst und Pein Und stirb, wie er gestorben! 155 56 Passion. ö 4. Ja, streite mit ihm, wie er 5. Ein ew'ger Friede folgt dem stritt, Streit, Und teile seine Wunden, Dem Tod ein ew'ges Leben, Und leide mit ihm, wie er litt, Und ewige Gerechtigkeit Bis du nach bangen Stunden Wird dir dein Heiland geben, Darfst rufen mit ihm durch die Der freundlich ruft: Mein Leid⸗ Nacht genoß, Von seinem Kreuz: Es ist voll Das Blut, das ich für dich vergoß, bracht! Tilgt alle deine Sünden! Dann erst bist du gerettet. Julius Sturm 1816—1896. Jesu Grablegung. Nach eigener Melodie. 162⁸. I—.—3—.—.—— 2— dn. HEE 0⁰ππαμ⏑— Er— O Trau-rig⸗keit, o Her⸗ze⸗ leid! Ist . I.—— SEEI.. DDDEADDDI.——.— —— nicht zu be ⸗ kla⸗ gen? Gott des Va ters 0 S V. Lae————..— es nig Kind wird ins Grab ge ⸗ tra⸗gen. 2. O große Not, 4. O selig ist Der Herr liegt tot! Zu aller Frist, Am Kreuz ist er gestorben, Der dieses recht bedenket, Hat dadurch das Himmelreich Wie der Herr der Herrlichkeit Uns aus Lieb erworben. Wird ins Grab gesenket! 3. O Menschenkind, 5. O Jesu, du Nur deine Sünd Mein' Hilf und Ruh, 54 dieses angerichtet, Ich bitte dich mit Tränen: a du durch die Missetat Hilf, daß ich mich bis ins Grab Warest ganz vernichtet! Nach dir möge sehnen! Joh. Rist 1607—1667. ö— Leiden und Tod Jesu. x 157 Mel. O Traurigkeit. 1628. 120 1—— r 6 , 2—— —.— So ru⸗——— o mei⸗ ne 5. in + ———— —* 1 dei⸗ nes Gra⸗ bes Höh⸗ Wuntd er⸗ weckst durh 94 —— . S ö ESEEE.— dei⸗nen Tod mei⸗ ne to⸗ te See=le. 2. Man senkt dich ein Weil ich nun durch deinen Tod Nach vieler Pein, Tod und Grab besiege. Du meines Lebens Leben;. ö Dich hat jetzt ein Felsengrab, ů—ú Leid unt surtt, erdirbt, Fels des nen Doch werd ich auferstehen 3. O Lebensfürst, Und mit dir, o Herr, verklärt N weiß, du wirst Ein zum Himmel gehen. ich wieder auferwecken;——.— Sollte denn mein gläubig Herz Memn Jein, dich ich, Vor der Gruft erschrecken? In mein Seele senken 4. Sie wird mir sein Und an deinen bittern Tod Ein Kämmerlein, Bis zum Tod gedenken. Da ich in Frieden liege, Salomo Franck 1659—1725. Mel. ihhn Unern,n Gott Joh. Heinr. Böhner? 1785. A E—— * — A⸗ men, dei⸗ nes Grarbes Frie⸗ ü wird auch wenn wir von der Wallfahrt mü⸗ de ruhn, um —— 138 Passion.— 22— enrer——— n ne, x.— un⸗ ser Grab durchwehn, fro⸗ her auf- zu- stehn. B ste⸗hung, der des Gra⸗bes Sie⸗gel brach, zieh durch Grab und A⸗men, Fürst der Auf-er⸗ Tod uns nach zu der Hei⸗li-gen Er- höhung, wo dem I Wamm, das uns ver- söhnt, al⸗ler Him-mel Lob-lied tönt! HOder: ö Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. Q— 7 SS——.— * In—— I N men, dei⸗ nes Gra⸗bes Frie-de wird auch wenn wir von der Wallfahrt mü⸗-de ruhn, um V——— 4 E DE—....... 90 un⸗ ser Grab durch-wehn ö 7 2 fro⸗-her auf- zu-stehn. A⸗ men, Fürst der Auf⸗ er ⸗ ste⸗hung, der des Gra⸗bes Sie⸗gel * brach, zieh durch Grab und Tod uns nach——2 der 00 00 Hei li⸗-gen Er- hö⸗-hung, wo dem Lamm, das Ei uns ver-söhnt, al-ler Him⸗mel Lob ⸗-lied tönt! 2 Großer Erstling deiner Ja, wir werden auferstehen, Brüder, Weil du auferstanden bist, Ja, du ziehest uns nach dir; Werden dich, Herr Jesu Christ, Du, das Haupt, ziehst deine Einst in deiner Klarheit sehen. Glieder; Unsre Herzen harren dein; Weil du lebst, so leben wir. Amen, ewig sind wir dein! Bernh. Garve 1763—1841. Mel. O Traurigkeit. 16²⁸. 122—5*———— — T —————.— 0 0 0 0 V— 7 ö Nun gingst auch du zur Sab⸗bats⸗ruh ins In— 1 2—.— ꝑ..I.I.I..I..I.III..I... ——————————. stil⸗-le Grab hin- ü- ber; dei- ne Ar-beit 9 ..——+— .—.—.—. ist ge⸗ tan, all dein Leid vor„ ber. 16⁰ Ostern. E 2. Nichts kränkt dich mehr, Fried ist umher; Dein Herz hat ausgeschlagen, Das im heißen Kampf für uns Unsre Sünd getragen. 3. O Erdengruft, Du dunkle Kluft, Wie heilig und voll Segen Wurdest du, seit Gottes Sohn Hat im Grab gelegen! 4. Wie selig ruhn Die Toten nun, Die in dem Herrn verschieden! All ihr Werk folgt ihnen nach, Ja, sie ruhn im Frieden. 5. O Sabbatsruh, Durch welche du Uns jede Ruh erworben, Wo du wie ein Saatkorn lagst In der Erd erstorben! 6. Herr, führe du Zur Sabbatsruh Die tiefbetrübten Seelen, Die um ihre Sündenlast Sich in Reue quälen! 7. Laß deiner Herd, O Heiland wert, Bald ihren Sabbat Loainen, Wo sie allem Kampf und Leid Ewig ist entnommen! Viktor Friedr. von Strauß 1809—1899. VIII. Ostern. Mel. Du, des sich ꝛc. 178⁴. 123— S. S....——.—DZ‚.‚‚‚ ———— da die Sonn auf-geht, mein — X—. — Sün⸗ den Nacht, Licht, Heil und Le⸗ ben wiez der⸗ Oste rn. 1 —— — brächt. Hal le= Inja! 2. O Wunder groß, o starker Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Halleluja! 3. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Mel. Mein Herzens-Jesu. —— O Er⸗-mun tre Und stürb' gleich alle Welt mit ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab'. Halleluja! ö 4. Für diesen Trost, o großer ld eld, Heer Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß Erheben deinen Ruhm undpreis. Halleluja! Joh. Heermann 1585—1647. Peter Sohrl(en). 1668. E Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die dich, mein Geist und Sinn, den gan⸗ zen Welt zur Evang. Gesangbuch. Won⸗ ne! ..... enr: dse 1⁵² Ostern. O 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein hrist, Der geistlich auferstanden! 3. Vergiß nun, was dahinten Ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben! Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach dem Himmels⸗ zelt, Wo Jesus ist zu finden! 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzes⸗ pein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden! 5. Wohlauf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden! Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du auf⸗ stehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 6. Ach mein Herr Jesu, der du bi Vom Tode auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! 7. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut! Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut u I Daß wir auch überwinden! Laurentius Laurenti 1660—1722. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 128 ö——. 1——— 0— Q00 0 V +=.D.—————————— PPPPPIIFITITIII *— 15* Zwei der Jün⸗ger gehn mit Seh⸗nen ä=ber ih re Au⸗gen sind voll Trä⸗nen, ih=re 48 Früiins= Ostern 1 0—4 7E2——.— d/ ,B——— 2————— 04.— ——832.— 12.———.—* VK. Feld nach Em⸗-ma⸗ us, Seelen voll Ver⸗druß, 9 .—. d h IEI ——5 —. n rsir—— wor=te; doch e ist von ih rem Or-⸗te schon der 4 7 —4 E — + ů—.— PPPFIFIIIIIIIIIITTTTT ᷓDPPDD.— Mei⸗ster gar nicht weit und ver⸗treibt die Traurig ⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Ihre Not und Ungemach. Mancher wandert gar alleine, Daß er zur Genüge weine; Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, Nimmt er liebend daran teil, Er bemerket die Gebrechen, Spendet Trost und bringet Heil. Denn er kann uns nicht ver⸗ säumen, Wie wir glaubenslos oft träumen, Er hat alles im Gesicht, Seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, Wenn ich meiner Eitelkeit Und der Sünde nachgehangen. O der unglücksel'gen Zeit, Die ich Armer so verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht Und das Schäflein wieder⸗ bracht. 3. Oft schon hab' ich's auch empfunden, Jesus läßt mich nicht allein, Jesus stellt zur rechten Stunden Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hilfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, Bleibe ferner noch bei mir; Kommt die Welt mich anzu⸗ feinden, Ach so sei du auch allhier! 6* 16⁴4 Ostern. E Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm in meinem Geist zu ruhn; Was du willst, das will ich tun! 7. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet Und daß ich der Deine bin! Laß dein Wort mich fester gründen, Laß es auch mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 8. Tröst auch andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn ** Mel. Jesus, meine Zuversicht. Oder in der stillen Kammer Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, Sprich dann ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 9. Hilf, wenn es will Abend werden Und der Lebenstag sich neigt, Wenn dem dunkeln Aug auf Erden Nirgends sich ein Helfer zeigt; Bleib alsdann in unsrer Mitten, Wie dich deine Jünger bitten, Bis du sie getröstet hast: Bleibe, bleibe, teurer Gast! Joh. Neunherz 1653—1737. Joh. Crüger? 1653. 1656. 120 25— 0..— —F4 + IIIN ——.——.——— oona Hal⸗le-lu⸗ ja! Je⸗ sus lebt, Tod und To⸗ ten⸗gruft und Er⸗ de bebt, da der e— 1—— II—————————— B IIITTI——— —————— Höl ⸗le sind be- zwun gen, Geht nicht mehr nach Held hin-durch⸗ge- drun- gen. Gol⸗ga 4 tha: Je sus lebt, Hal-le⸗ lu⸗ ja! „ *—.——— . — Ostern. 167 2. Halleluja! Seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet! Wischet eure Tränen ab, Weil die helle Sonne scheinet; Euer Heiland ist nicht da: Jesus lebt, Halleluja! 3. Halleluja! Suchet nicht Den Lebend'gen bei den Toten, Glaͤubet freudig dem Bericht Der verklärten Osterboten! Diese wissen, was geschah: Jesus lebt, Halleluja! Mel. Valet will ich dir geben. 4. Halleluja! Dieses Wort Soll mich wiederum beleben. Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben, G'nug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja! 5. Halleluja! Er wird mir Leben in dem Tode geben. Also sterb' ich freudig hier, Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja! Benj. Schmolck 1672—1737. Melchior Teschner. 1614. 2⁷ E—.————.—— —————————— 00 0 0 * Ich geh' zu dei-nem Gra be, du gro⸗ ßer weil ich die Hoffnung ha- be, daß du mir 2.— + ————75 ..— SSII.— ——— EEE O:ster⸗fürst, zei⸗ gen wirst, —.—— wie man kann fröh⸗lich ster⸗ ben und auf ⸗er-stehn und mit des Himmels Er-⸗ + II * fröh ⸗lich —.— i—.— 0———.— ben ins 2. Du liegest in der Erde Und hast sie eingeweiht, — Land des Le⸗bens gehn. Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut 166 Ostern.— ö Auch in den Staub zu legen, Was Asch und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Du ruhest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh An diesem Orte habe, Drückst mir die Augen zu; So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht, Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl ver⸗ siegelt, Doch brichst du es entzwei. Wenn mich der Tod verriegelt, So bin ich dennoch frei; Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt, Mel. Christus der ist mein Leben. Da werd' ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, Wo lauter Glanz um dich, Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod, Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not! Ich will mein Lager machen In deine liebe Gruft, Da werd' ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. Benj. Schmolck 1672—1737. Melchior Vulpius? 1609. ö —* — 27 Will⸗kom⸗men, Held im Strei ⸗ te, aus 4 2— +— 25— + 7 .— e.——— ...... dei⸗ nes Gra⸗ bes Kluft! Wir tri ⸗ um ⸗phie⸗ ren 7 2 Wii— ... 5,—— 1 + . ö ä— heu ⸗-te um 2. In der Gerechten Hütten Schallt schon das Siegeslied, dei⸗ ne lee⸗re Gruft. Du trittst in unsre Mitten Und bringst den Osterfried'. 9 U Ostern. 17 3. Der Feind ist schon ge⸗ 6. Wir sind mit dir gestorben, schlagen So leben wir mit dir; Und ist nunmehr ein Spott; Was uns dein Tod erworben, Wir aber können sagen: Das stell uns täglich für! Mit uns ist unser Gott. 7. Wir wollen hier ganz fröhlich 4. Ach teile doch die Beute Mit dir zu Grabe gehn, Bei deinen Gliedern aus! Wenn wir dereinst nur selig Wir alle kommen heute Mit dir auch auferstehn. Deswegen in dein Haus. 8. Der Tod kann uns nicht 5. Laß unser aller Sünden schaden, Mit dir begraben sein, Sein Stachel ist nun stumpf; Uns einen Schatz hier finden, Wir sind bei Gott in Gnaden Der ewig kann erfreun! Und rufen schon: Triumph! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. Joh. Heinr. Böhner? 1785. Q + 1 129. DIDED 0 12 ö ö U⸗ber⸗win⸗der, nimm die Pal⸗men, die dein das mit fro⸗-hen O-ster-psal-men den er⸗ ——.—.——.—.— BSI , r.t + Zi⸗ on heu ⸗te bringt, kämpf⸗ten Sieg be⸗singt! Wo ist nun der Fein⸗de Po:chen und der Würger Mordꝰge ⸗schrei, da des To⸗des ——— 4+ 4 *..... ‚.— SDSIS‚SSI.I............ ..— — Nacht vor⸗-bei und sein Stachel ist zer⸗brochen? Tod und ————— 168 Ostern. E RD ——.—.—. Teu: fel lie⸗ gen da: Gott sei Dank, Hal⸗le⸗ lu-jja! O der: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. ö Joh. Schop. 1641. PPIIIIIIITITITTITITTIII.. N —4———— Ei—.—— —— U⸗ber-win-der, nimm die Palmen, die dein das mit fro⸗ 4 O ⸗ster-psalmen den er⸗ IIEE Zi 3 on heu=te bringt, ö kämpf⸗ten Sieg be-singt! Wo ist ——————.— Fein ⸗de Po⸗chen und der Wür⸗ger Mord-ge⸗ —— 3 4 —.———.——.——— — schrei, da des To⸗ des N 8. 3bei und sein Q.—5 V.—*— .... Sta⸗ chel ist zer⸗bro⸗ chen? Tod und Teu ⸗fel SDSDPRPDPI lie⸗gen da: Gott sei Dank, Hal-le⸗lu-ja! nun der 2. Laß nun deine Siegeszeichen Was kann deiner Krone gleichen? Glänzen aus dem Grab empor! Held und König, tritt hervor! — Ostern. Laß dir tausend Engel dienen; Denn nach harter Leidenszeit Ist dein Tag der Herrlichkeit, Höchste Majestät, erschienen! Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer Fürst, die Beute Deiner armen 21 mit, Die in froher Sehnsucht heute Vor den Thron der Gnade tritt! Deinen Frieden gib uns allen, O so jauchzet Herz und Mut, Weil das Los so wundergut Und aufs lieblichste gefallen; Denn der Olzweig grünet da: Gott sei Dank, Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, Deinen Strahl zum Herzen gehn; Gib Erleuchtung deinen Knech⸗ ten, Daß sie geistlich auferstehn! Hält der Schlaf uns noch ge⸗ angen, O so fördre selbst den Lauf; Rufe mächtig: Wachet auf! Denn die Schatten sind ver⸗ gangen Und der helle Tag ist da: Gott sei Dank, Halleluja! 3. Tilg in uns des Todes Grauen, Wenn die letzte Stunde schlägt, Weil uns in des Himmels Auen Ist die Krone beigelegt! Laß uns in den höchsten Nöten, Mitten in der Todespein, Voll des Glaubenstrostes sein! O so kann der Tod nicht töten, Denn die Hoffnung blühet da: Gott sei Dank, Halleluja! 6. Zeige, wenn der blöde ummer Über Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft erscheint! Sind wir sterblich hier geboren, O so nimmt das kühle Grab Nichts als nur was irdisch ab, Und der Staub ist unverloren. Unser Hirte hütet da: Gott sei Dank, Halleluja! 7. Wecke die erstorbnen Glie⸗ der Endlich aus der dunkeln Nacht, Daß des Geistes Hülle wieder In verklärtem Glanz erwacht! Dann wirst du die Krone geben, Während wir aus voller Brust, Herr, in engelgleicher Lust Ewig deinen Sieg erheben. Selig sprechen wir allda: Gott sei Dank, Halleluja! Christ. Ludw. Taddel 1706—1775. 169 17⁰ Ostern. E Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1539. 4—— 6 130 2—.—.——.—— zrr miir. nut, Sder. u.— SP.... 00 0 0 Er⸗ inn- re dich, mein Geist, er⸗freut des Fa— 23„— ö f6—— IDDDiDiIiIeeeei‚i‚ii‚t‚‚‚.‚......................— —.——— E 1— ö 0 0 ho hen Tags der Herr-lich⸗keit, halt im Gerdächt-nis ——..———— PPPP.—— ** * Je⸗sum Christ, der von dem Tod er= stan-den ist! 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien' Und spräche: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da ist und der da war; Sein Name sei gebenedeit Von nun an bis in Ewigkeit! 4. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, Wenn sie mein Geist mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn er⸗ reicht? 5. Vor seinem Thron in seinem Reich Unsterblich, heilig, Engeln gleich Und ewig, ewig selig sein: Ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der du in den Him⸗ meln thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst, Und du erfüllest mein Vertraun, Dich in der Herrlichkeit zu schaun! 7. Ich soll, wenn du, o Lebens⸗ r Einst in den Wolken kommen wirst, Erweckt aus meinem Grabe gehn Und rein zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heil'gen Engel Schar Soll ich dich loben immerdar, Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit. 9. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, E Ostern. ö 17r Was ich, mein Heil, dir schuldig Sein ist das Reich, sein ist die bin, Kraft. Damit ich mich in Lieb und Treu Halt im S Jesum Zu deinem Bilde stets erneu'! Christ, V. 10. Er ist's, der alles in uns Der von dem Tod erstanden* schafft, 35 Christ. Fürchtegott Gellert 1715-1769. Mel. Jesus, meine 2½4 Joh. Crüger? 1653. 1656. Q —X. 18 I WMIE +I AZ;— 0 τ sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo de. ⸗sus lebt und wird auch mich von den — X — sind nun dei- ne Schreccken? Er 3 ten auf: er we⸗ cken. To SSSEEEEEEEEEE in sein Licht, dies ist mei⸗ ne Zu- ver⸗ sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein, über alle Welt gegeben; Sein sei auch mein ganzes Leben. Mit ihm werd' ich auch zugleich Reines Herzens will ich sein* ö Ewig herrschen, ewig leben. Und den Lüsten widerstreben. ö Gott erfüllt, was er verspricht, Er verläßt den Schwachen nichtt. ö Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. N 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, 8. Jesus lebt; ich bin gewiß. Lästert ihn und Gottes Ehre. Nichts soll mich vonFesu scheiden, Gnade hat er zugesagt, Keine Macht der Finsternis, Daß der Sünder sich bekehre. Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Gott verstößt in Christo nicht, Er gibt Kraft zu jeder Pflicht, Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. ver⸗klärt mich —17² Ostern. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod Wird er meiner Seele geben, Mir der Eingangi in das Leben. Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Welchen Trost in Todesnot Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 13² A 6 +— E4 EEEEEE 2IR 201 Froh-lockt dem Herrn, bringt Lob und Der gro ⸗ ße Sie ⸗ger ü⸗ber⸗ 2 —4 ral—— D...— Dank ihm, der des To⸗ des Macht be⸗zwang und wand; Nacht war um ihn, und sie verschwand in ENE— E„ — E. uns vom Staub er-höh⸗te! hel⸗le Mor-gen- rö ⸗ te. Ber lit, 8. bes 9⁰ * V 2—— +* 1 — ,e; stol⸗ze Spöt⸗ter, un⸗serm Ret- ter Preis und Eh⸗re! 5— 1I—r 15— II ᷓDiEE EE EE 2* 1————— Glaubt an ihn und sei⸗ ne Leh; re! 2. Heil uns, des Heilands Er hat den Tempel neu gebaut, Grab ist leer! Den blinde Wut zerbrochen. Fest stehet wie ein Fels im Meer Mächtig, Prächtig Das Wort, das er gesprochen. Ist der Sieger, O selig, wer sich ihm vertraut! Gottes Krieger, —½ Oftem. Hii Auferstanden O dann empfängst du mein Und macht seinen Feind zu Gebein Schanden. In deiner Schattenhülle. 3. Leer ist die Gruft, die ihn Freude, Freude! ungas⸗ Meine Glieder Sei mir gegrüßt, mein künftig Werden wieder rab, Auferstehen, ů Du Wohnung ernster Stille! Meinen Heiland werd' ich sehen. Nur wenig Tage werden's sein, Dan. Schiebeler 1741—1771. Mel. Snun en in Gott Joh. Heinr. Böhner? 1785. Q V— 1 I. IIE. XL.—— +——. . Auf⸗er⸗stan⸗den, aufer⸗stan⸗den ist der Seht, wie hat nach Schmach und Banden Gott mit 9000 0 +—— 1==... err, der uns ver-söhnt. W ihn—— Dort auf sei ⸗-nes Va⸗ters 2 D—— Thro⸗ne, ü⸗ ceed erhöht, herrscht er nun in — nz ⸗stät. Fal⸗let nie-der vor demSoh⸗ne, der uns YA e einst zu zu sich er-hebt! Hal⸗le- lu- ja, Je⸗ sus lebt! 17⁴⁰ Ostern. E O der: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. * 4 5 I 1 HA— IIDISDD‚I‚DSSe‚‚‚—— EEEEEE + Auf⸗-er-stan⸗den, auf⸗ er ⸗-stan⸗den ist der Seht, wie hat Wan Banden Gott mit ——0 zi der uns ver⸗ Eh- ren ihn ge⸗krönt! Dort auf E —— —— Va⸗ ters Throrne, i ed Tod er⸗ ——5 22 2 —.————— —— I höht, herrscht er nun in Ma-je-=stät. Sal⸗ Aert I —4 *V +—— +— R—— 1—.—— — E—4————+— 6 13 0 4.— nie⸗der vor dem Soh⸗ne, der uns einst zu — 22— SSSII E 2* sich er⸗⸗ hebt! Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, Je: sus lebt! 2. Singt dem Herrn! Er ist Wer kann ihm noch widerstreben? erstanden, Mächtig steigt der Held empor, Da er starb auf Golgatha. Im Triumph bricht er hervor. Rühmt es laut in allen Landen: Seht, des Abgrunds Pforten Was sein Mund verhieß, geschah! beben, Ostern. 17³ Da ihr Sieger sich erhebt! Halleluja, Jesus lebt! ö 3. Uns vom Tode zu befreien, Sank er in des Grabes Nacht; Uns zum Leben zu erneuen, Steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen, Deine Schrecken sind gedämpft, Deine Herrschaft ist bekämpft, Und das Leben ist errungen. Ob man unsern Leib begräbt: Halleluja, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu erheben, Ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, Im Gedächtnis Jesum Christ, Der vom Tod erstanden ist! Unvergänglich sind die Freuden Des, der nach dem Himmel strebt. Halleluja, Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder, Er sei euer Lobgesang! Bringt dem Todesüberwinder Ewig Ehre, Preis und Dank! Rühmt es in Versuchungs⸗ stunden, Wenn euch Sünd und Elend droht, Rühmt es in der Todesnot: Unser Herr hat überwunden, Dann ist Sterben uns Gewinn! Der uns einst zu sich erhebt; Haltet unter Lust und Leiden Halleluja, Jesus lebt! Nach Joh. Friedr. Danneil 61740-17 570 Christoph Christian Sturm. 740—1786. Mel. Wachet auf ꝛc. — 17 Phil. Nicolai? 1598. —— 3⁴ 00 0 9 2 +————. —3———————.— SS..— *— Lobt den Höchsten, Je-sus le⸗ bet! Er⸗ Hört's, be⸗ trüb⸗te Sünder, ge⸗ bet der 2 2 2—— = .—.— +e—..—— 1** — S—.———.— H * lö-ste Menschen, auf, er ⸗he Freu⸗de Raum, denn Je-⸗ sus le bet des Welt⸗er⸗ bet; Gott hat ihn SDSSNIRIAIEE ——— II RID *—— lö⸗sers Ma⸗ je-stat! aus dem Staub er l O See ⸗le, dein Ge⸗ höl Ostern. ¹ W.—— SP PIPI IFIFIFIIIIIII———— “‚‚‚ sang er ⸗ schal⸗le ihm zum Dank, ihm zur Q 4— + 2—— * —.—— A 4 I..— ———4 + E — —2 ——. — —— ů—— Eh 2l Dich, gro⸗ ßer Held, er-hebt die Welt, weil Q .— I II.—.. 2. Viin ö— SSDSSSISI.I......... dei ne Hand den Sieg be 2. Jesu Jünger, wehrt dem eide, Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstritt! Ob auch ihr dem Tod erlieget, Er hat für euch den Tod besieget; Er herrscht, der für euch starb und litt. Was wollt ihr traurig sein? Ihr könnt getrost euch freun. Jesus lebet Von Ewigkeit Zu Ewigkeit, Derselbe gestern und auch heut. 3. Nun verzagt auch nicht, Verbrecher! Gott ist euch nun kein strenger Rächer, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Überwinder Ist er dem reuevollen Sünder — àhält. Ein Vater der Barmherzigkeit. Er nimmt ihn liebreich auf, Mit Kraft zum Glaubenslauf Ihn zu segnen. Preis sei der Huld, ö Die mit Geduld Uns trägt und tilget unsre Schuld! 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in. der Gruft, Einst wird er zum bessern Leben Sich aus des Todes Staub er⸗ heben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt. Alles lebet, Sowie erneut — Zur Frühlingszeit Sich alles regt und alles freut. 3. Auferstandner, welch ein egen Erwartet uns, wenn wir auf Wegen Einhergehn, die dein Fuß betrat! Unnennbare Seligkeiten, Ostern. —— Die ewig währen, sind die Beuten, Die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald sind sie unser Teil, Bald krönet uns das Heil Deines Lebens. Halleluja! Der Herr ist nah, Bald ist der Tag des Sieges da. Christoph Christian Sturm 1740—1786. Mel. Wachet auf ꝛc. 35 Phil. Nicolai? 1598. —— —— 00 0 0 — Hal 3le⸗ Er, lu⸗ jaJauchzt, ihrChö⸗re, singt der Held, ist von den Ban⸗den des 2—. 1116— —— D.. +. 2——— .————3—— 25 Je · su Chri⸗ sto Preis und Eh re, wie groß und To ⸗des sieg ⸗reich auf-er⸗stan⸗ den, er, der für A ISDIDIISITIIT *——— I 1— — ö—. 4 4—.——..— PPPPF I— H.—————„——.—— V— herr⸗lich ist sein Tag! uns im Gra⸗ be ———⁵—7 4 II— ———————. —— ö—— . 2—— Macht. Preis ihm, er hat's voll⸗bracht! Hal-le⸗ S.......... — en Inn n, e 2— ——— D.——— lu⸗ja! Er hat's voll⸗bracht, er, der die Macht des 17⁸ Ostern. A .......... ——.—1 —* 66—— To⸗des und des Gra⸗-bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, Hat mächtig Grab und Tod bezwungen, Von ihren Schrecken uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder Sind nun mit ihm versöhnte Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, Entschlafen, Christus, dir, Ruhn in Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ew'gen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, Du wirst ihn herrlich auf⸗ erwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist IIt. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Mel. Nun danket all und bringet ꝛe. Dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Halleluja! Tod und Gericht Erschreckt uns nicht, Denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734—18ʃ14. Joh. Crüger. 1656. 3⁰ 12—— — *—24 0 Ich sag' es * 22— SSDSDSS— V. 2— je ⸗dem, daß er lebt und Ostern. 1²⁸ Q 4 22.— AW—— ů———.—.— iiDi‚i‚i‚IEIE.IE........I.... EIII *—— 1— Fb—.— — Mit⸗te schwebt und e- wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt Und wer nur hört auf seinen Rat, Es seinem Freunde gleich, Kommt auch ins Vaterhaus. Daß bald an allen Orten tagt 6. Nun weine keiner mehr Das neue Himmelreich. allhie, 3. Jetzt scheint die Welt dem Wenn eins die Augen schließt, neuen Sinn Vom Wiedersehn spät oder früh Erst wie ein Vaterland, Wird dieser Schmerz versüßt. Ein neues Leben nimmt man hin 7. Es kann zu jeder guten Tat Entzückt aus seiner Hand. Ein jeder frischer glühn, 4. Hinunter in das tiefe Meer Denn herrlich wird ihm diese Saat Versank des Todes Graun, In schönern Fluren blühn. Und jeder kann nun leicht und hehr 8. Er lebt und wird nun bei In seine Zukunft schaun. II uns sein, 5. Der dunkle Weg, den er Wenn alles uns verläßt, betrat, Und so soll dieser Tag uns sein Geht in den Himmel aus, Ein Welterlösungsfest! Friedr. von Hardenberg(Novalis) 177²2—1801. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer. 1661. 13⁷ d rrern war nn rr n,.— n.en dr Je⸗ su, To-⸗- des-ü-ber-⸗ win-der, der du einst als Herr und Kö-nig . ů—— SEDS auf⸗ er⸗ stand⸗ner Sie⸗ges ⸗ fürst, 7. al=ler Welt er ⸗ schei-nen wirst! Leib⸗lich Himmelfahrt. — E 9 2—4—..— enm en, um, mu.———.———.— n. Hun n n ineen iimr den r.. n r 2 14— 4.——.—.— bist dui uns ge⸗ nom⸗men, doch du willst im ö + 1 —.— +—.——...—..— —...—.—. —1——.— Gei⸗ ste kom-men, Le⸗ ben spendend al⸗ler⸗ * II + 1j U — wärts in ein 2. Herr, mit vielen tausend Brüdern Fleh' ich nun bei Tag und Nacht: Komm, o komm, laß uns er⸗ fahren Deine Liebe, deine Macht! Komm, vom lauen trägen Wesen Uns allmächtig zu erlösen; Nimm hinweg, was uns be— schwert Und was dir den Zugang wehrt! 3. Tratst du einst zu deinen Jüngern Durch verschlossne Türen ein, Sollten dann die Menschenherzen je⸗ des Menschen Htz. Dir zu fest verschlossen sein? Siehe, wie sie sich ermüden, Ohne Leben, ohne Frieden! Komm, die Riegel brich entzwei, Mach lebendig, froh und frei! 4. Mache los von Satans Banden, Froh und stark in dir allein! Ach die Blinden und die Toten Führ ins Licht und Leben ein, Daß sich alle dir ergeben, Dir zu sterben, dir zu leben! Jesu, kommst du, bist du nah? Amen, ja! Halleluja! Verfasser unbekannt. IX. Himmelfahrt. Mel. Du, des sich ꝛe. 178⁴. 8. 5—..q....— Ir 13——.—‚ *—.—* 0 0 0 06 Wir freu⸗ en 9, Herr Je-su Christ, daß ˙ Himmelfahrt. 18¹ du von Gott er⸗ hö-het bist. Im⸗-ma⸗ nu⸗ el, du SSSS EE ho⸗ hes Haupt, stärk nun dein Volk, das an dich glaubt! Hal-le-lu-ja! 2. Nun freut sich alle Christen⸗ eit Und singet dir befreit von Leid: Gott Lob und Dank im höchsten hron, Denn unser Freund ist Gottes ohn! Halleluja! 3. Nun thronet er im Himmel o Und ist doch bei uns allzeit noch. Sein' Macht und Gnad unend⸗ lich ist, Er ist der Herr zu aller Frist. Halleluja! 4. Er ist der Sieger, dessen d an Welt, Sündund Hölle überwand. Trotz', wer da will, was liegt daran? Der Herr ist's, der ihn stürzen kann. Hallelujal D II *———. 5. Wohl dem, des Herz in Christo ruht Und der in ihm hat frischen Mut! Was frag' ich dann, o Welt, nach dir? Nach Christo nur verlangen wir. Halleluja! 6. Wir freuen uns aus Her⸗ zensgrund Und singen dir mit frohem Mund; Du Bruder, unser Fleisch und Blut, Bist unser Heil und höchstes Gut. Halleluja! 7. Durch dich der Himmel unser ist; Hilf uns, o Heiland Jesu Christ, Daß wir vertrauen fest auf dich Und durch dich leben ewiglich! Halleluja! 8. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit! * 18² Himmelfahrt. H Komm doch in deiner Herrlichkeit, In deinen ew'gen Freudensaal! Führ uns aus diesem Jammertal Halleluja! Verfasser unbekannt; 1611. Mel. Ermuntre dich. Joh. Schop? 1641. EIDIEEE e d E=—.— 0 Du Le⸗bens⸗ fürst, Herr Je ⸗ su 2—— Him-mel, da dein Va ⸗ ter 22 V. Christ, der du bist auf⸗ ge⸗ nom ⸗ men ist und die 2 ⸗mein der—4 nin, — en e. wie soll ich dei ⸗nen gro⸗ nbi Sih ..— den du er⸗ Warhst—— ää Krieg, 0 IPDPDEE star ⸗ker Held, recht prei-sen, dir Ehr ge⸗ 5——..—— +. =.... n nug er ⸗ wei ⸗ sen? 2. Du hast die Höll und Du hast gesieget weit und breit; Sündennot Wie werd' ich 1100 Herrlich⸗ Mit starker Kraft bezwungen, Hast über Teufel, Welt und Tod O Herr, in diesem Leben Den Sieg am Kreuz errungen, Recht würdiglich erheben? — Himmelfahrt. 183 3. Du hast durch deine Himmelfahrt Die Straße uns bereitet; Du hast den Weg uns offenbart, Der uns zum Vater leitet; Und weil denn du, HerrJesuChrist, Nun stets in deiner Wonne bist, So werden ja die Frommen Dahin zu dir auch kommen. 4. Hilf, daß 0. suchen unsern Schat Nicht hier in diesem Leben! Leit uns dorthin, wo du den Platz Willst Gottes Kindern geben! Ach laß uns streben fest und wohl Nach dem, walf künftig werden soll, Laß uns dein Heil ergründen Und deine Wohnung finden! 5. Zieh uns nach dir, so folgen wir, Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Gib uns des Glaubens Flügel! Hilf, daß wir sicher fliehn von hier Auf deinen Friedenshügel! Mein Gott, wann fahr' ich doch dahin, Woselbst ich ewig fröhlich bin? Wann werd' ich vor dir stehen, Dein Angesicht zu sehen? 6. Wann soll ich hin ins Paradies Zu dir, Herr Jesu, kommen? Wann labt mich Himmelsspeise Uß, Wann werd' ich aufgenommen? Mein Heiland, komm und nimm mich an Auf daß ich* janchzen kann Mit aufgehobnen Händen: Preis dir an allen Enden! Joh. Rist 1607—1667. Phil. Nicolai? 1598. 9 5 +— EEER— — ———...—— ————— — Ach wun⸗der-gro- ßer Sie ⸗ges⸗ zur Rech⸗ ten Got tes in der 94 EI— E —2 held, du Sün:den⸗ trä⸗ ger al-ler Welt, heut Kraft, 1—9 dei⸗— den—.— ver: schafft, den ast du dich ge Feind zum Tod ver⸗ le⸗ ie— get. Mäch ⸗tig, präch tig 18⁴4 Himmelfahrt. O x EN— .—...———.— 4. 21 +..———— ů—— L 2... 2*. 2 + + 5 A, tri⸗ umphierst du und re⸗ gierst du. Tod und Le⸗ ben 9⁰ — ů—. IE Ze, n nin.,.— + 2— 1 5— al ⸗ les ist Dir 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben, Weil du den Segen wiederbracht, Mit Majestät und großer Pracht Zur Freude bist erhoben. Singet, Klinget, Rühmt und ehret Den, der fähret Auf zum Throne, Zu empfahn die Himmelskrone! 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir Sind deine Glieder, nur von dir Kommt auf uns Heil und Leben; Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns durch dich gegeben. Neige, Beuge Mein Gemüte, Ew'ge Güte, Dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen! 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, 1— 3 un ⸗ ter⸗ ge- ben. Hilf, daß wir fortan für und für Nach deinem Reiche trachten! Laß unsern aasen, himmlisch ein, Laß uns demütig, züchtig, rein All Üppigkeit verachten! Unart, Hoffart ilf uns meiden, hristlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden! 5. Sei, Jesu, unser Schutz und ort Und gründ uns auf dein göttlich Wort, So sind wir nie verlassen! Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnt viel Trug und 9 ist Und Feinde, die uns hassen! Lügen, Trügen, Angst und Klagen, Ach sie nagen, Ach sie quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm vom Gnadenthron, — Himmelfahrt. 185 Du Siegesfürst, Held, Davids Dafür Soll dir ohn, Komm, stille das Verlangen! Du bist uns allen ja zu gut Von uns allen Preis erschallen; Nimm am Ende, Durch dein vergossnes teuresBlut Herr, uns auf in deine Hände! Ins Heiligtum gegangen. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. Ernst Christ. Homburg 1605—1681. 1539. — X..—.. 0 Auf Chri⸗ fi Him⸗ mel⸗ fahrt al⸗lein ich und al⸗ 10 Zwei⸗ fel, Angst und 9—00 hier⸗ +.—— ———.. Z, ,. mei⸗ ne Nach⸗ fahrt grän ⸗ de mit sters ü ber⸗-win de; denn weil das —0 4.—.— W n— ———— a upt im—— mel ist, wird sei ⸗ ne Glie⸗der — PP Je ⸗sus Sont zur a. ten Zeit nach⸗ho⸗ 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; Denn wo mein Schatz gekommen hin, Dahin steht auch mein Herz und uin, Nach ihm mich stets verlanget. len. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem 20— Glauben Mög' meine Rachfaht zieren Und dann einmal, wenn's dir gefällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt: Herr, höre doch mein Flehen! Nach Josua Wegelin 1604-1640. 186 Himmelfahrt. O Mel. Ach Gott und Herr. 1625. 1655. 4—— +— DI 06 Zieh uns nach 9⸗ so ei- len wir mit —.—.— +— 36665—— 2—. IRDPRDIDDRD‚ herz-li⸗chem Ver⸗ lan⸗ gen 5 da du bist, Herr + . 2.— 23.—.— 1 2. 2—2 —2—— XII Je⸗- su Christ, aus die-ser Welt 20 gan⸗gen! 2. Zieh uns nach dir, Daß uns nicht mehr Herr Christ, und führ Allhier beschwer' Uns deine Himmelsstege! Das böse Weltgetümmel! Sied agehen 4. Zieh uns nach dir Vom rechten Lebenswege Nur für und für A: Und gib, daß wir nachfahren 3. Zieh uns nach dir, Dir in dein Reich, So folgen wir Und mach uns gleich Dir nach in deinen Himmel, Den auserwählten Scharen! Friedr. Funcke 1642—1699. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfg. Weßnitzer. 1661. 143— SEENDED——.——— H ———.——.— DDD‚D 2.—.——————— 2——— 000 0 Se⸗;ges fürst 1 Eh⸗ ren ⸗kö⸗nig, le Him-mel sind zu we- nig, 2— *IE—— ö 1—4——— 4——.———— ——..n d— —* tar 1 + 118—— du bist dreü Himmelfahrt. VE — — gläu⸗ big, Herr, be⸗ 20 + 2 + —* VV Z5 0 e Seh' ich dich zur Rechten da, Hör' ich, wie der Engel Scharen Rufen froh Halleluja: Sollt' ich nicht zu Fuß dir fallen Und mein Herz vorFreude wallen, Da der Himmel jubiliert Und mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Him⸗ melssonne, Leuchtet deine Herrlichkeit, Die mit neuem Glanz und Wonne Sel'ge Geister hoch erfreut. Prächtig wirst du aufgenommen, Jauchzend heißt man dich will⸗ kommen; Schau, dein Kind im Staube ö hier Ruft auch Hosianna dir! 4. Sollt' ich deinen Kelch nicht trinken, —.——— H —..————.—— HAH SSSDSDIIHDRDRDeleeee tracht' dei- ne Ho⸗heit, dei- ne Macht? 2. Seh' ich dich gen Himmel Da ich deine Klarheit seh'? fahren, Sollte jetzt mein Mut noch sinken, Da ich deine Macht versteh'? Meinem König will ich trauen, Vor dem Feind soll mir nicht grauen, Nur in Jesu Namen mich Beugen will ich ewiglich. 5. Herr, dein reicher Geist „ ergieße Über uns sich kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Szepter wende Alles sich von End zu Ende; Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan! 6. Nun erfüllst du allerorten Alles durch dein Nahesein; Heiland, meines Herzens Pforten Stell' ich offen, komm herein! 188 x Himmelfahrt. 8 Komm, du König aller Ehren, Ewig in mir leb und wohn Komm, bei mir auch einzukehren; Als in deinem Himmelsthron! Gerh. Tersteegen 1697—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 173³⁸. 144 4 ö DS DD. e Je⸗sus Chri⸗stus herrscht als Kö⸗ nig, 93 *——— SSSSE...— —6—.2.—* 1———— al-les ist ihm un⸗ ter-tä- nig, al-les legt ihm 2*——. SSSEE —.———.———— Gott zu Fuß. Je-de Zun⸗ge soll be ken⸗ nen, 32—— —————— ———1————. +— *+ Je⸗sus sei der Herr zu nen-⸗nen, dem man Eh-re 16 ge⸗ ben muß.* 2. Gleicher Macht und gleicher Die Erlösung durch sein Blut. Ehren Hört's, das Leben ist erschienen, Thront er unter lichten Chören Und ein ewiges Versühnen lber allen Cherubim. Kommt in Jesu uns zu gut. In der Welt und Himmel Enden Hat er alles in den Händen, Die be ö gnadigte Gemeine Denn der Vater gab es ihm. Hat auch ihn zu ihrem Haupt. 3. Nur in ihm— o Wunder⸗ Er hat sie mit Blut erkaufet, gaben!— Für das Himmelreich getaufet, Können wir Erlösung haben, Und sie lebet, weil sie glaubt. 4. Aber dieses nicht alleine; — Himmelfahrt. 18 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; Sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum chämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Es soll sein. Willst du erben? Du wirst's sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste ehen: 9 Willst du Jesum? Er ist dein. 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit darnieder, Und das Leiden geht zuvor. Nichts kann sie von Jesu scheiden, Und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Über alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, Wo sie ihren König grüßt. 9. Jauchz ihm, Menge heil'ger nechte, Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schar, die Palmen trägt, Und ihr Märt'rer mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig, Nur Geduld! Es folgenFreuden, Ehret, liebet, lobet ihn! Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Friedr. Hiller 1699-1769. Phil Nicolai? 1598. — 145 — 0 0 0 seit Hal—4— du vom 2. 4 —ᷣ38* +—.—.— EEEEEEEE „lu ⸗ ja! Wie lieb=lich ew'⸗ gen Zi⸗ on — ———.— stehn hoch ü⸗ ber uns die Him⸗mels⸗höhn, seit le⸗ ben- dig Wort und dort aus-sen⸗dest dein —— 1 In Himmelfahrt. .—3—+—— EE J——.. 10— * du im Himmel si- tzest dei⸗ne Her⸗ de schü⸗tzest! Fröh ⸗lich, se= lig 8 1 + E I d m.— 2———— 1... L— schaut der Glau⸗be von dem Stau⸗be auf zum Soh⸗ ne: —— I m e r fin:, ir.. AI Mei⸗ ne Hei mat ist am Thro-ne. 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl; Was ist ihr tausendfacher Strahl, Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, Das dir vom holden Angesicht Ausgeht mit ew'ger Wonne. Spende, Sende Deine hellen Lebensquellen Reichlich nieder, Großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, Ich weiß, daß dort ein Auge wacht, Das einst um uns geweinet, Das einst für uns im Todebrach; Es ist dein Aug, es bleibet wach, Bis neu die Sonne scheinet. O wer Nunmehr Nimmer klagte, Nimmer zagte, Da du wachest Und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durchLand und Meer, Ein Himmel neigt sich drüber her, Dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, Da wallt man si 30 früh und spä Vor Feindeslist Schaden. Keiner Deiner Auserwählten Geistbeseelten Bleibt verlassen Treu will ihn dein Arm um⸗ fassen. ù Pfingsten. 191¹ 3. Wir fliehn zu dir mit allem 6. O sel'ger König Jesu Christ, Schmerz,/ Wie wundervoll und heilig ist, Zu dir, wenn sich das arme Herz Was uns in dir geschenket! Abhärmt in bittrer Reue. In dir, der Gottes Kinder schirmt, Du brichst nicht das zerstoßne Bleibt unser Anker, wenn es Rohr, stürmt, Und wenn der Docht sein Ol Auf ewig eingesenket! verlor, Hier, hier Sind wir So tränkst du ihn aufs neue. Festgebunden; Im Licht Soll nicht Unsre Stunden Eine fehlen Fliehn in Eile; Von den Seelen, Dann hinauf zum ew'gen Die zum Leben Heile! Dir dein Vater übergeben. Alb. Knapp 1798—1864. X. Pfingsten. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. ernae, EEEE—— 2—.— +— 2 i' —.— O heil'⸗ger Geist, kehr bei uns Du Him⸗-mels-licht, laß dei- nen 2.—.—— r,,. n 1—— ein und laß uns dei⸗ne Wohnung sein; o Schein bei uns und in uns kräf⸗tig sein zu — —— SSI. I‚..‚ komm, du Her⸗zens-son-ne! ne, Won⸗ ste ⸗ter Freud und Won⸗=ne! Son ⸗ ne, Won ⸗ne, 1⁷ Pfingsten. ———.—— 0 ů 2335—.— —— P.I I TTTT himmslisch Le⸗ ben willst du ge⸗ben, wenn wir be⸗ ten; V ö zu Ddir kom⸗ men 2. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fließt, Die sich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren! Höre, Lehre, Daß von hinnen Herz und Sinnen Wir erheben Dir zum Lob und uns zum Leben! 3. Sei stets bei uns mit deinem Rat Und führ uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen! Schaue, Baue, Was zerrissen Und beflissen Dich zu schauen Und auf deinen Trost zu bauen! 4. Laß uns stets deine Gottes⸗ kraft EE DDĩEeee‚.—— —4—.——————— wir ge tre ⸗ ten. Empfinden und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit freudigen Gebärden! Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! 5. O starker Fels und Lebens⸗ hort, Laß doch dein himmlisch süßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr Von deiner weisheitsreichen Lehr Und reinen Liebe trennen! Sende, Spende Deine Güte Ins Gemüte, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen! 6. Du süßer Himmelstau, geuß di In unsre Seelen kräftiglich Pfingsten. 193 E Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebes⸗ treu Und sich darinnen übe! Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe; Fried und Liebe Soll hier schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns hinfort sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Und seine toten Werke! Rühre, Führe Unser Sinnen Und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden! Mich. Schirmer 1606—1673. O du Mel. Freu dich sehr ꝛc. 1554. 2—— 4————2——— 224. E 2— 1— V al ⸗ler ⸗ süß⸗ste Freu- de, Geist, der du in Lieb und Lei ⸗ de 4 0 du un-bes- sucht uns 4— 2— 5——2 SSS al ⸗ler ⸗ schön⸗stes Licht, läse- sest nicht, Geist des — 2+— 2.. SIII — =.— 20 2 4 .....— ———————.— 33 Höch-sten, höchster Fürst, der du hältst und hal-ten wirst Evang Gesangbuch. . 55— IDSDSDSSDD‚e eeee e...— —— 1.—— + un⸗ auf-hör-lich al ⸗ le Din ⸗-ge: hö- re, —2 7 55. II SIII... 7 22—.2 E 20——1 hö⸗ re, was ich sin ⸗ gel! —1 19⁴4 Pfingsten. EI 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich, o Tröster, habe, Geb' ich alles Wünschen dran. Ach erhör mich, komm zu mir, Wohn in meinem Herzen hier, Das du dir, als ich geboren, Selbst zum Tempel auserkoren! 3. Du wirst wie ein milder Regen Ausgegossen von dem Thron, Bringst uns nichts als lauter Segen Von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verteilst nach deinem Willen, Meine ganze Seel erfüllen! 4. Du bist weise, voll Ver⸗ standes, Das Geheimste ist dir kund, Hast gezählt den Staub des Sandes Und durchschaut des Meeres Grund. Nun so kennst du auch gewiß Meines Herzens Finsternis; Drum gib Weisheit und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen! 3. Du bist heilig und zu finden, Wo man rein und heilig ist, Fliehst hingegen Schand und Sünden, Weil du lauter Reinheit bist. Mache mich, o Gnadengquell, Rein und züchtig, keusch und hell; Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehesti 6. Deine Huld hat keine Schranken, Du bist fromm und sanften uts, Bleibst im Lieben ohne Wanken, Tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch Diesen edeln Sinn und Brauch, Daß ich Freund'undFeinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe! 7. O mein Hort, ich bin zu⸗ frieden, Wenn du nur nicht weichst von mir; Bleib' ich von dir ungeschieden, Bin ich stets getrost in dir. Laß mich sein dein Eigentum, Ich versprech' hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Wohl mir, wenn nur du mich stärkest Und mir treulich stehest bei! Bas mein Helfer, wo du merkest, aß mir Hilfe nötig sei; Brich des Fleisches bösen Sinn, Nimm den alten Willen hin, Daß er sich in dir erneue, Und mein Gott sich meiner freue! 9. Sei mein Retter, führ mich eben; ———2 — Pfingsten. 19⁷ Wenn ich sinke, sei mein Stab; Wenn ich sterbe, sei mein Leben; Wenn ich liege, sei mein Grab! Wenn ich wieder aufersteh', O so hilf mir, daß ich geh' Hin, wo du in ew'gen Freuden Wirst die Auserwählten weiden! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger. 1653. 0 eigener 15716 SSS 00 0 0 Zeuch ein der du, zu dei⸗nen To:ren, sei da ich ge⸗ bo ⸗ren, mich D ——.— mei⸗ nes Her Zens Gast, neu⸗ 2 3bo⸗ ren hast, o hoch ⸗ge- lob=ter . DEE— N. Galt des Va⸗ ters und des Soh⸗ nes, mit bei⸗ den Q 5—— —— .——— e glei-chen Thro⸗nes, mit 2. Zeuch ein und laß empfinden Mich deine hohe Kraft, bei⸗ den gleich ge-preist! Es steiget himmelan Und hört nicht auf mit Flehen, Die Kraft, die uns von Sünden Bis der die Hilf läßt sehen, Hilf und Errettung schafft! Entsünd' ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin! 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll. Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist derFreuden, Das Trauern willst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal —* du mit süßen Worten ir aufgetan die Pforten Zum goldnen Freudensaal! — 1 RPIIII.... ——— ——— —— .—— 19 Pfingsten. H— 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Rachsucht, Haß und Neid. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß in Liebesflammen Sich wieder tu' zusammen, Was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie es dir wohlgefällt. So gib doch deine Gnad, Mit Fried' und Liebesbanden Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat! 7. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Fürsten Thron, Verleih uns gute Zeiten, Schmück, als mit einer Kron, Mel. Gott des Himmels ꝛc. Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land! 8. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt! 9. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn; Und sollen wir es geben Der Hand des Todes hin, Und kommt der letzte Streit, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Die ew'ge Seligkeit! Paul Gerhardt 1607—1676. Heinr. Albert. 1642. 149 D.— .& 0 0 0*V V. Komm, o komm, du dei ⸗ne Kraft sei —— Geist des Le⸗ Iend nicht ver ⸗ ge⸗-bens, 1 .—..— 2——— wah⸗ rer Gott von sie er= füll' uns E⸗ wig ⸗keit;——.* je ⸗ der-zeit! So wird WMX IEEEEEE Geist und Licht und Schein in den dun⸗ keln H Pfingsten. 197 D———. III... —— 1— 799 5den sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß nichts andres wir beginnen, Als was nur dein Wille sucht! Dein' Erkenntnis werde groß Und mach' uns von Irrtum los. 3. Zeig uns, Herr, die rechten tege Zu der wahren Wohlfahrt an; Räume fürder aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann! Wirke Reu durch deine Gnad, Wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß dein Zeugnis uns emp⸗ finden, Daß wir Gottes Kinder sind, Die allein auf ihn sich gründen, Wenn sich Not und Drangsal find't! Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit; Seufze in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit! So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird um Trost dem Herzen bange, Daß es ruft voll Traurigkeit: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! O so wende unser Leid, Sprich der Seele tröstlich zu Und gib Mut, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser neuer Geist, Fördre in uns deine Werke; Und wennSatan Macht beweist, Schenk uns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg! 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denselben möge rauben; Sei du unser Schutz, o Gott! Sagt das Fleisch gleich immer nein, Laß dein Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr Als des Himmelreiches Erben Jener Herrlichkeit und Ehr, Die Gott gibt durch JesumChrist, Und die unaussprechlich ist! Heinr. Held 1620-1659. 198 Pfingsten. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. H9 150.—— —.————— 2— 1 —3 00 0 0 Geist vom Va ter und vom Soh⸗ne, Geist, der schen-ke du vom Himmels⸗thro⸗ ne mei⸗ nem Heil und Le-ben schafft, dei ⸗ne Kraft Her⸗- zen ³ und er-fül ⸗le mein Ge⸗ + EI * mü⸗ 16 daß der Reichtum dei- ner Gü⸗ te und die 5— II—.— *———— Stär=ke 2. Komm erleuchte meine Sinne, Komm, durchstrahle den Ver⸗ stand, Daß die Finsternis zerrinne Und nicht nehme überhand! Offne meiner Seele Augen, Daß sie zu erkennen taugen Deines Wortes tiefen Grund, Das uns lehret Christi Mund! 3. Niemand ohne dich verspüret Reiner Gottesliebe Kraft; Wen nicht deine Gnade rühret, Den täuscht eitle Leidenschaft. Komm, ach komm, mein Herz entzünde, dei⸗ner Hand an mir Schwachem werd'er⸗kannt! Daß ich tief in mir empfinde Stets der Liebe heiße Glut, Die allein in Jesu ruht! 4. Gib mir Kraft zu wider⸗ stehen, Wenn sich regt die böse Lust, Laß es nimmermehr geschehen, Daß sie si siegt i in meiner Brust! Steh mir in dem Kampf zur Seiten, Hilf mir ritterlich bestreiten Diesen Feind, der in mir wohnt Und mit Tod und Hölle lohnt! 5. Du bist heilig, laß mich werden O Pfingsten. ö 199 Rein und heilig immer mehr! Meinem Heiland folgen nach Töt die Triebe, die auf Erden Und zu meines Herren Freuden Widerstreben deiner Ehr! Gehen durch viel Ungemach: Laß mich in dem neuen Leben Leite mich durch deine Güte, Wachsen und nur dahin streben, Daß mein Geist und mein Ge⸗ Daß die Seel nach Gottes Bild müte Sich erneu', von dir erfüllt! Lobe dich in süßem Ton 6. Endlich wenn ich soll durchs Samt dem Vater und dem Sohn! Leiden Gottfried Hoffmann 1658—1712. . Warum sollt' ich m zc. 10 Georg Ebeling. 1666. 5I G———.————— 0⁰ 0 0 0 ster Trö: ster, komm her⸗ nie ⸗ derz *— +— ii Geist des Herrn, sei nicht fern, sal⸗ be Je⸗ su Glie⸗der! 1 4 —— + SI Er, der nie sein Wort ge⸗ · chen, Je⸗ sus hat + S 3. 1— 2.—— dei⸗ nen Rat sei⸗ nem Volt ver ⸗ spro⸗chen. 2. Geist der Weisheit, gib uns Und sprich ja, allen Wenn wir gläubig beten! Durch dein Licht Unterricht, 3. Hilf den Kampf des Glau⸗ Wie wir Gott gefallen! bens kämpfen, eehr uns freudig vor ihn treten, Gib uns Mut, Sei uns nah Fleisch und Biut, 2⁰⁰ Pfingsten. Sünd und Welt zu dämpfen! Froh die Bahn Laß uns Trübsal, Kreuz und Deines Worts zu gehen! Angst und R. 5. Sei in Schwachheit unsre Schmerz und Tod Stütze, * t b5 ö Nicht von Jesu scheiden! Mach uns bten 4. Hilf uns nach dem Besten In der Prüfungshitze! streben; Führ, wenn Gott uns nach dem Schenk uns Kraft, Leide Tugendhaft Sterben heißt, Und gerecht zu leben! Unsern Geist Gib, daß wir nicht stille stehen; In des Himmels Freude! Treib uns an, Ehrenfried Liebich 1713—1750, Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 1651. 152 IAI—.—— —— 22— 2—.—— 2——— D—.—————— * O Got⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist, der — 0 — ——— ——..——.—.—./ ———e———— uns den Weg zum Him⸗mel weist, der uns die ö 1— D—— dunk⸗le Er ⸗den⸗nacht durch sei⸗ ne Lich: ter N 62 II I — —.—. . 3VP‚. hel-le macht; 2. Du Hauch, der durch das 3. Komm, leuchte mit dem Weltall weht Gnadenschein Als Gottes stille Majestät, Hell in die weite Welt hinein; Du aller Lichter reinstes Licht, Komm, mach uns in der Finster⸗ Erleucht uns Herzund Angesicht! nis — Pfingsten. 2⁰¹ Des lichten Hiraraelwegs ge⸗ wiß! 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht, Die Wahn und Sünde trübe macht; Ach, hier ist alles Not und Tod, Geht uns nicht auf das Morgen⸗ Der uns wie Kinder beten heißt, Der uns wie Kinder glauben heißt, O komm, o komm, du heil'ger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, Komm, stille Kraft, die nimmer rot; ruht; 5. Das Morgenrot der bessern Komm, gieße deinen Gnaden⸗ Welt, 0 schein Das wie ein Strahl vom Him⸗ In Seele, Sinn und Herz mir mel fällt, ein! 0 Als Gottes W Lust und Gottes 8. Dann töanol⸗ ich wie ein ** Kind des Lichts hendran. Im Glanze deines Angesichts Schon meinen kurzen Erdenlauf 6. O Gottes Geist und Christi Stets himmelein und himmel⸗ Geist, auf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. — 1 sei Dank ꝛe. 1693. 55 25„ .... 2—. 00 0 0 Ges vom Va⸗ ter und aant Sehteen⸗r he 6 d.—ũ.—— PITT W2.— dir mein 33 zum Thron, sheu⸗ke⸗ ke dich r mir — 1 — . — *— * * — — o wie einst der Jün⸗ ger⸗schar! 2⁰² Pfingsten. E 2. Geist der Wahrheit, leite mich! Eigne Leitung täuschet sich, Da sie leicht des Wegs verfehlt Und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir Meinen Glauben für und für, Der mich Christo einverleibt Und durch Liebe Früchte treibt! 4. Geist der Andacht, schenke mir Salbung, Inbrunst, Glut von dir; Laß mein Bitten innig, rein Und vor Gott erhörlich sein! 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht, Wenn mich Welt und Fleisch versucht, O dann unterstütze mich, Daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr Und erquicke innerlich Durch den Frieden Gottes mich! 7. Geist der Hoffnung, führe du Mich dem Himmelserbe zu; Laß mein Herz sich deiner freun Und in Hoffnung selig sein! Ign. Heinr. Karl von Wessenberg 177⁴4—180. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Weulict. 001. 1613. 154 — 0 0 0 .. . O komm, du Geist der Waͤhr-heit, und 40 ver ⸗-brei te Licht und Klar⸗heit, ver⸗ + 2 —v—— — — — SSSPI ——— keh re bei uns ein, ban⸗ ne Trug und *— Schein, gieß aus dein hei⸗ lig I— 6 2 ——IFIr‚ —. Feu ⸗er, rühr Herz und Lip-pen an, daß jeg-li⸗ Q—— — L — Pfingsten. 2⁰³ 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, Komm zu uns, werter Tröster, Und mach uns unverzagt; Gib uns in dieser schlaffen Und glaubensarmen Zeit Die scharfgeschliffnen Waffen Der ersten Christenheit! 3. Unglaub und Torheit brüsten Sich frecher jetzt als je; Darum mußt du uns rüsten Mit Waffen aus der Höh, Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu, Und mußt uns ganz befreien Von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis — dieser unsrer Zeit, Ein offenes Bekenntnis Bei allem Widerstreit, Mel. Freu dich sehr ꝛc. Trotz aller Feinde Toben, Trotz allem Heidentum Zu preisen und zu loben Das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande Erschallt dein kräftig Wort; Sie werfen Satans Bande Und ihre Götzen fort, Von allen Seiten kommen Sie in das Reich herein. Ach, soll es uns genommen, Für uns verschlossen sein? 6. Du heil'ger Geist, bereite Ein Pfingstfest nah und fern, Mit deiner Kraft begleite Das Zeugnis von dem Herrn! O öffne du die Herzen Der Welt und uns den Mund, Daß wir inFreud und Schmerzen Das Heil ihr machen kund! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. 55 + 9000 0 Komm, o heil'⸗ger Geist, her ⸗nie⸗ der, leucht mit heil'⸗gen Flammen wie- der, 4* 4 — .—————— komm, der Pfing-sten schen ⸗ke Kraft und Tag ist heut, Fried' und Freud! Und gleich⸗ 2⁰⁴ Pfingsten. ö— ö SSS—. wie in Flur und Wald neu⸗en Le⸗bens J Ju bel schallt, N .L. —— — *— 1—. 5* 1* I 4 2„ 7 ——— „so werd' mit neu⸗ en Zun-gen neu es 4 E 4 4 + +.——— x—— — 3.— Lied dem Herrn ge-sun 2. Komm und walle durch die Herzen, Die gar finster, tot und kalt, Voll von Trotz und Furcht und Schmerzen, Ohne Trost und ohne Halt; Rausch hinein mit Gottesmacht, Die vertreibet alle Nacht, Und laß leuchten deine Sonne Voller Klarheit, Trost und Wonne! 3. Komm, erfülle du die Hütten, Wandle sie zum Gotteshaus, Sammle stets zu Dank und Bitten Alle, die gehn ein und aus, Halt sie eins in Freud und Leid Und versöhn, was sich entzweit; Fördre auch das Werk der Härde, Und die Trübsal gnädig wende! 4. Komm und rausche durch die Lande, Zeig das Kreuz als höchsten ort; Und daß starker Treue Bande Fest nun ruhn in Gottes Wort, Mache Fürst und Völker gleich, Treu zu bauen Gottes Reich Und in Kriegs- und Friedens⸗ tagen Sein Panier voranzutragen! 5. Rausche durch die ganze Erde Bis zum letzten Sünderzelt, Ruf hinein das neue Werde In das bleiche Totenfeld! Schaffe, daß doch balde wird Eine Herde und ein Hirt, Und dann unter Friedenspalmen Alle jauchzen Freudenpsalmen! Wilh. Kritzinger 1816—1890. Dreieinigkeit. 207 XI. Dreieinigkeit. Nach, eigener Melodie. Altkirchlich. 1539. —1—— 150 22 I.—— 00 0 Al-lein Gott in der Höh sei Ehr und da-rum daß nun und nim⸗-mer⸗mehr uns 4 2* . 2 4——.—..—.—. + 3 Dank für sei ⸗ ne Gna⸗ de ‚ 5—.— rüh⸗ren kann kein Scha⸗ det Ein Wohl⸗ge⸗ .PPP...I.... —— e— *———- EEEE EERE— ———— S. i 2. Wir beten an und loben Und rettet, was verloren; dich, Lamm Gottes, heil' ger Herr und Wir bringen Ehr und danken, Gott, Daß du, Gott Vater, ewiglich Nimm an die Bitt in unsrer Regierst ohn' alles Wanken. Not, Ganz ohne Maß ist deine Macht, Erbarm dich unser aller! Allzeit geschieht, was du bedacht; n Wohl uns des starken Herren! 4. O heil'ger at du höchstes u I 3. O JesuChriste, Gottes Sohn, Mit deinem Heil uns tröste! Für uns ein Mensch geboren, Vor Satans Macht nimm uns Der uns vertritt vor Gottes Thron in Hut, 2⁰⁶ Dreieinigkeit. ö— Die Jesus Christ erlöste Wend allen Jammer ab und Durch Marter groß und bittern Not! Tod; Darauf wir uns verlassen. Nik. von Hof? oder Joach. Slüter? 1529. Nun danket alle Gott. Joh. Crüger. 1640. 57 9 7—— ö A SDID 4 RDD‚D—...—.— —..—.——..— 23— 0 0 0 Ge ⸗lo⸗ bet sei der Herr, mein Gott, mein mein Schöpfer, wel⸗cher mir hat Leib und Sal gee 2—5 mein Va⸗ter, der mich schützt von — 4 + 3 4— + .—...— EN 4.3 EESEEEEE EEE.— Mut⸗ter⸗ lei ⸗ be an, der je-den Au⸗gen-blick viel 7— ́———T. II 25— 1 5. II —— Gu⸗ tes mir ge ⸗ tan. 2. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Leben, Des Vaters werter Geist, Des Vaters liebster Sohn, Den mir der Sohn gegeben, Der sich für mich gegeben, Der mir das Herz erquickt, Der mich erlöset hat Der mir gibt neue Kraft, Mit seinem teuern Blut, Der mir in aller Not Der mir im Glauben schenkt Rat, Trost und Hilfe schafft. Das allerhüchste Gut. 4. Gelobet sei der Herr, 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, V Dreieinigkeit. 207 ö Den alles lobt und preist, Des Name heilig heißt, ö Was ist und lebt und webet; Der ein' ge wahre Gott, Gelobet sei der Herr, Gott Vater, Sohn und Geist. + Joh. Olearius 1611—1684. I Wer Wie soon leuchtt uns ar voit Riralait 150 5 E e* IEEINA 0— V — Hal-le⸗ lu⸗ ja! Lob, Preis und von E⸗- wig⸗ keit zu E⸗wig⸗ ‚ —— 2251. S —— 12 Ehr sei un⸗ serm Gott je mehr und mehr für keit 5 in uns al⸗-len ihm be ⸗reit Dank, —1 IE——— 5— 4 + 4 al le sei⸗ ne Wer⸗ ke; 3— 4.— 4* Kraft und Stär⸗ 25 Klin⸗get, sin get: 4—— ö ö—.— ö 1. ů + — ,—— II +. 123—418 I..*— — Golt ist hei⸗ lig, hei=lig, hei⸗ lig; Preis und Eh-re sei dem Herrn der Him⸗mels ⸗hee⸗ re! 2——490 Preis, Ehr und Der uns mit seinem Blut erkauft, Macht In dessen Tod wir sind getauft, Sei auch dem Gotteslamm ge⸗- Dem wir sind zugezählet. bracht, Heilig, Selig In dem wir sind erwählet, Ist die Freundschaft 2⁰0 Dreieinigkeit. — Und Gemeinschaft, Die wir haben Und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heil' ger Geist Sei ewiglich von uns gepreist, Durch den wir neu geboren, Der uns mit Glauben hat geziert Uns dem Erlöser zugeführt, Zur Herrlichkeit erkoren. Heil uns, Heil uns! Da ist Freude, Seelenweide, Himmlisch Manna Und ein ewig Hosianna. Mel. Valet will ich dir geben. 4. Halleluja! Lob, Preis und r Sei unserm Gott je mehr und mehr Und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmel Schar Und singet nun und immerdar Mit Freuden Amen, Amen! Klinget, Singet: Gott ist heilig, Heilig, heilig; Preis und Ehre Sei dem Herrn der Himmels⸗ heere! Barth. Crasselius? 1667—1724. Melchior Teschner. 1614. 159 ——— ã75 2— 3.. 2. V. S 0 0 8 ö Ich glau-be, daß mit Lie-⸗be ein Gott mich daß, wenn sein Kind ich blie- be, mein Glückwär' EEEEEEEE . HUUUI———rUI—— — trügt und hält, fest ⸗ge⸗ stellt, daß, was ich Gu⸗-tes ha⸗- be und —0. 4 +4 4 V———. —5 DI JI.— — 2....SS..........— was er zu⸗ ge-dacht, ist sei- ne mil-de Ga⸗ 6—— REEEEEEE— ...— 0 2——— be, die fromm und se lig macht. O Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 209 2. Ich glaube, daß von oben 3. Ich glaube, daß ins Helle Ein Heiland freundlich kam, Ein klarer Stern mich weist, Der hoch mein Herz erhoben, Daß frisch aus reiner Quelle Die Sünde von mir nahm, Mich tränkt der heil'ge Geist, Mein Licht, mein Seelenleben, Der stets mich aus der Höhe Mein Führer himmelan, Mit Himmelskraft umschwebt, Der sich für mich gegeben Und wenn ich schlafen gehe, Und aufwärts brach die Bahn. Die Seel zum Himmel hebt. Joh. Friedr. Möller 1789—1861. XII. Kirche und Gemeinschaft der wüü 1 Aus tiefer Not. I 0 0 0 Ach Gorrvom Hinrn mel sieh da- rein und Wie we⸗ nig sun der Heil'gen dein, ver⸗ 9 4—— -——.——.——.— ———.— laß dich es er ⸗ bar ⸗men! las⸗ sen sind wir Ar⸗ men; dein Wort will ——.— ö é — H.—— ů—— —————— 5—.‚wm man nicht ha-ben wahr, der Glaub ist auch er⸗ S lo⸗schen gar bei so o.viel Men⸗ schen⸗ kin ⸗ dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, Ihr Herz nicht eines Sinnes ist, Was eigner Witz erfindet; In Gottes Wort gegründet. 21⁰ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. E Der wählet dies, der andre das, Sie trennen uns ohn' alles Maß Und gleißen schön von außen. 3. Gott woll' ausrotten alle Lehr', Die falschen Schein uns lehren, Dazu ihr' Zung hochmütig sehr Spricht: Trotz, wer will uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, Was wir gesetzt, gilt allgemein; Wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, Die Armen sind verstöret, Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Ich hab' ihr' Klag erhöret, Mein heilsam Wort soll auf den Plan, Nach eigener Melodie. 8 Getrost und frisch sie greifen an Und sein die Kraft der Armen. 5. Durchs Feuer siebenmal bewährt Wird Silber echt erfunden; An Gottes Wort man das erfährt Desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, Da wird erkannt sein' Kraft und Schein Und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, be⸗ wahren rein Vor dieser Zeit Geschlechte; Und laß uns dir befohlen sein, Daß uns hier nichts anfechte! Der gottlos Haufe da sich findẽt, Wo diese losen Leute sind In deinem Volk erhaben. Martin Luther 1483—1546. Martin Luther. 1527 05) **— ———*e —— — +— — —— + 10l—.— C +2 —2*...—2 Ein' fe⸗ ste B er hilft uns frei aus a urg ist un ⸗ ser Gott, ein' 1 ler Not, die gu⸗ te Wehr und Waf⸗ uns jetzt hat be⸗ trof⸗ —— fen, Der alt' ö Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 21¹ 4 4——————————— Aceid mit Ernst er's jetzt meint, groß' Macht und viel rn,ren n ..— ‚ 7 +—.— — 23— 2 S.— +— List sein' grau⸗sam Rüstung ist; auf Erd ist •——7 7 II H —* 12— ;——. nichts seins gleis⸗ chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts Der Fürst dieser Welt, getan, Wie sau'r er sich stellt, Wir sind gar bald verloren; Tut er uns doch nichts; Es streit't für uns der rechte Das macht, er ist gericht't, Re Ein Wörtlein kann ihn fällen. Den Gott hat selbst erkoren. du, wer der ist 4. Das—6 10 1— lassen 3. Emn. Und kein' Dank dazu haben; und ist kein andrer Gott Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Das Feld muß er behalten. Nehmen sie den Leib, 3. Und wenn die Welt voll Gut, Ehr, Kind und Weib: Teufel wär' Laß fahren dahin, Und wollt' uns gar verschlingen, Sie haben's kein' Gewinn; So fürchten wir uns nicht so sehr, Das Reich muß uns doch Es soll uns doch gelingen. 8. bleiben! Martin Luther 1483- 1546. Nach eigener Melodie. Altkirchlich. 1543. 162 + +— h A nn—.— ů—.— —... n ö— X᷑. 1+— U—— 1—— Er⸗ 67— ö ö 22———— —+* 0— ö— +——.— dei-nen Sohn, stür-zen wol⸗len von dei⸗nem Thron! ö 2. Beweis dein' 1 Wget Herr 3. Gott heil'ger Geist, du Jesu Christ, Tröster wert, Der du Herr aller Herren bist, Gib Eintracht deinem Volk auf Beschirm dein' arme Christen⸗ Erd, heit Steh bei uns in der letzten Not, Daß sie dich lob' in Ewigkeit! Leit uns ins Leben aus dem Tod! Martin Luther 1483-1546. — Es ist das Heil ꝛc. 1 610 1524. 1523. 163 SAR.—. 90— Wo Gott der Herr tcht be uns hält, wenn wo er 1195— un- srer Sach zu- fällt im 9⁰ E. — Ii un ⸗ sre Fein⸗ de to ⸗ ben, Him⸗mel hoch dort 59 ⸗ben, er Knch Soa nicht ist und sel⸗ ber bricht der Fein⸗de List,—5 — 3 nrthiinnnrni, emrr.. — 7 1.. I * L)Z—6 II 2 r ist's mit uns ver ⸗ lo ⸗ ren. ö— Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 213 2. Was Menschenkraft und zwitz anfäht, Soll billig uns nicht schrecken. Der Herr sitzt an der höchsten Stätt, Wird ihren Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügste greifen an, Geht Gott doch eine andre Bahn, Es steht in seinen Händen. 3. Sie drohen uns voll Grau⸗ samkeit Und wollen uns verschlingen; Lob, Dank und Preis sei Gott allzeit, Er läßt es nicht gelingen. Der Feinde Strick zerreißet er Und stürzet ihre falsche Lehr, Sie werden's Gott nicht wehren. 4. Ach lieber Gott, wie tröstest d u Die gänzlich sind verlassen! Der Gnaden Tür steht nimmer zu; Vernunft kann das nicht fassen, Mel. Heut singt ꝛe. Sie meint, daß alles sei verlor'n, Da doch das Kreuz hat neu⸗ gebor'n, Die deiner Hilfe warten. 5. Die Feinde sind in deiner ö Hand, Dazu all ihr' Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohl-⸗ bekannt; Hilf nur, daß wir nicht wanken! Wenn Menschenwitz dein Wort anficht, Aufs Künft'ge will vertrauen nicht, Da wirst du selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; Dein Licht auch bei uns helle werd', Das Herz uns werd' entzündet, In rechterLieb des Glaubens dein Bis an das Ende treu zu sein; Die Welt laß immer murren! Justus Jonas 1493—1555. Nik. Hermann. 1560. 10⁴ ne —— 0 A ———. 1 ον Ver-za ⸗ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗ +—— 2— 2.——.— +.— —ñ———DIDIDI—.——— 2— —*————— schon die Fein-de wil⸗lens sein, dich gänz-lich zu ver⸗ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. —— 9 + 1——— + r H ————9— 1I..—.——. ——** stö ⸗ ren, und su⸗chen dei⸗ nen Un ter⸗gang, da⸗ H—.—— V 1— 1 5 1— I 1 2 .eAHADDD‚‚D———— hvon dir wird recht angst und bang; es wird nicht A 1 n F,„ar 2.—— lan⸗ge wäh⸗ ren! 2. Des tröst dich nur, daß 3. So wahr Gott Gott ist und deine Sach sein Wort, Ist Gottes; dem befiehl die Muß Teufel, Welt und Höllen⸗ Ra pfort Und laß du ihn nur walten! Und was dem tut anhangen, Er wird durch einen Gideon, Endlich werden zu Schand und Den er wohl weiß, dir helfen Spott. schon, Gott ist mit uns und wir mit Gott Dich und sein Wort erhalten. Den Sieg woll'n wir erlangen. Mich. Altenburg 1584—1640. Nach eigener Melodie. 17⁰4. 9 ö 6—4.——.——..——.—— 7e———— ů ů . 0 Fah⸗re fort, fah-re fort, Zi⸗ on, 0 ——— 355 ů 5 SSIIIII...... ——————————— fah ⸗re fort im Licht, ma⸗che dei- nen Leuch-ter 0. ii.—.2..— HUT 2— +..—— ———4—— hel⸗le, laß die er ⸗ste Ne⸗ be nicht, su=che Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2¹⁵ .——— SDieEei.ereeE V K* stets die Le⸗bens⸗quel⸗le! Zi⸗ on, drin⸗ge durch die ·w E.— .— + + en ⸗ge Pfort, fah-re fort, fahre fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest 221 Schlange tich, Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Wenn sie dich sucht groß zu machen, Achte nichts ihr Gut und Geld, Nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! Zion, wenn sie dir viel Lust ver⸗ spricht, Folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten; Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, beides, was da gut und chlecht, Prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern tot, Sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Kraft statt in den Schein Dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, Weil die Bruderliebe brennet! Zeige, was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet! Zion, durch die dir gegebne Tür Brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus! Zion, halte deine Treu, Laß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei, Auf, verlasse was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmidt 1669—1745. 216 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. ö— ö —— O du Liebe ꝛe. 1745. ——— 166⁰ H* E Herz und Herz ver eint zu⸗sammen sucht in las⸗ set eu ⸗ re Lie-besflammen lo-dern 4.— —— II n. wir E.nmn m 4. Got⸗ tes Her-zen Ruh, auf den Hei⸗land zu! Er das Haupt, wir sei-ne 3 IEE— — er wir der Schein, er der Meikster, —— ——— SSPSPSIIIIIIIT 2 + wir die Brü⸗der, er ist un⸗-ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Denkt doch, wie es ihn betrübet, Gotteskinder, Wenn ihr selbst euch Eintrag tuti Und erneuert euern Bund! Schwöret unserm Ilberwinder 4. O du treusterFreund, vereine Leeund Teen don Hzeusguuni Deine dir geweihte Schar, Und wenn eurer Liebeskette Daß sie es so herzlich meine, Festigkeit und Stärke fehlt, Wie's dein letzter Wille war, O so flehet um die Wette, Und daß, wie du eins mit ihnen, 5 8 Also sie auch eines sei'n, 5 5 2 h Re—— Sich in wahrer Liebe dienen Legt es unter euch, ihr Und einander gern erfreun. Glieder, Auf so treues Lieben an, 5. Friedefürst, laß deinen Daß ein jeder für die Brüder Frieden Auch das Leben lassen kann! Stets in unsrer Mitte ruhn, So hat uns der Herr geliebet, Unser Tagewerk hienieden So vergoß er dort sein Blut; All in einem Geist zu tun! — Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 217 Denn wie kann die Last auf Wir, als die von einem Erden Stamme, Und des Glaubens Ritterschaft Stehen auch für einen Mann! Besser uns versüßet werden— ů 7. Laß uns so vereinigt werden Als durch deiner Liebe Kraft! Wie du mit dem Vater bist, 6. Liebe, hast du es geboten, Bis schon hier auf dieser Erden Daß man Liebe üben soll, Kein getrenntes Glied mehr ist, O so mache doch die toten Und allein von deinem Brennen Trägen Geister lebensvoll! Nehme unser Licht den Schein: Zünde an die Liebesflamme, Also wird die Welt erkennen, Daß ein jeder sehen kann: Daß wir deine Jünger sei'n! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. Mel. Dir, dir, Jehova ꝛc. 1690. 1704. 07D ——. 0 0 0 K — Wach auf, du Geist der er- sten Zeu⸗gen, die Tag und Näch⸗te nim-mer schweigen 2 2 2—** N——————— 5* 2. + V 2—„ 2..— HE ‚‚‚——— 2—3—.—..— XX. I1 F....— 7+—IJ—n —* 70. der Wäch⸗ ter, die auf Zi⸗- ons Mau⸗ern stehn, und die ge⸗-trost dem Feind ent ⸗-ge-gen⸗gehn, 0— + . Vꝗ—.——— ja de⸗ren Schall die gan ze aan Æ ......— 77* alzler Völ⸗ker Scha⸗-ren zu dir beingt! 2. O daß dein Feuer bald O möcht' es doch in alle Lande entbrennte, gehn; 218 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Gib zu der Ernte doch die Hände, Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: Die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein! 3. Dein Sohn hat ja mit kla⸗ ren Worten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Mit tiefster Inbrunst dich, Herr, anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. Herr, gib dein Wort mit großen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sei'n! Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein! O breite, Herr, auf weitemErden⸗ kreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, sowie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nahme; O würd' es doch nur bald vor Abend Licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei Und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen; Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll zu allen Toren ein; Ja wecke doch auch Israel bald auf Und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege; Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räume bald aus jedem Wege Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn! Von Mietlingen mach deine Herde frei, Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei! 8. Laß jede hoh' und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Geistes sein! Ja sitze du nur auf dem Stuhle — é Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2¹ Und präge dich der Jugend Du wirst der Menschheit Jam⸗ selber ein, mer wenden, Daß treue Lehrer viel und Beter So dunkel jetzt dein Weg, ei'n, Heil'ger, ist. Die kräftig für die Kirche stehen Drum hört der Glaub nie auf ein! zu dir zu flehn; 9. Du wirst dein herrlich Werk Du tust noch über Bitten und vollenden, Verstehn! Der du der Welten Heil und Karl Heinrich 774 Kiü Richter bist; Rn de 1 Zeuch ein ꝛe. Joh. Crüger. 1653. 168 2—.———.j———. — 00 00 Kammt, Kin⸗ dir, laßt uns ge⸗ hen, der Es ist ge⸗fähr⸗lich ste hen in Q 4 *— .— + +— 35— ED A:bend kommt her ⸗ bei!——— die ⸗ser Wü este 2nei. Kommt, stär⸗ket eu= ern Q — 6 2—.—— —.—— Limnennn vi.— Mut, zur E⸗wig⸗ keit zu Waünddrn, von ei⸗ ner * ————3 I., Nm Ff„ssst——..— 3.—, VS&ðS ͥ Kraft zur an dern; es ist das En⸗ de gut'! 2. Es soll uns nicht gereuen Mit ganzer Wendung richte Der schmale Pilgerpfad; Fest nach Jerusalem! Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. 3. Geht's der Natur entgegen, Kommt, folgt und trauet dem; So geht's gerade doch. Ein jeder sein Gesichte Die Fleisch und Sinne pflegen, 22⁰ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. E Sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur Und was euch sonst will binden, Laßt gar euch selbst dahinten, Es geht durchs Sterben nur! 4. Schmückt euer Herz aufs este, Weit mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus! Gemach bringt Ungemach; Ein Pilger muß sich schicken, Sich dulden und sich bücken Den kurzen Pilgertag. 5. Ist gleich der Weg sehr enge, So einsam, krumm und schlecht, Der Dornen in der Menge Und manches Kreuze trägt: Es ist doch nur ein Weg; Laß sein, wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 6. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauern Tritt! Er will uns machen Mut, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir haben's gut! 7. Sollt' wo ein Schwacher fallen, So greif' der Stärkre zu; Man trag', man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn! 8. Kommt, laßt uns munter wandern, Der Weg kürzt immer ab; Ein Tag der folgt dem andern, Bald fällt das Fleisch ins Grab! Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Vor allen Dingen freier Gewandt zum ew'gen Gut! 9. Es wird nicht lang mehr währen: Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen; Wie wohl, wie wohl wird's tun! 10. Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl Wagens wert, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten; Es soll nur Jesus sein! Gerhard Tersteegen 1097—1769. — Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 221 Mel. Herr und Altster ꝛc. Weltlich. 1784. Q —+...— 1— 12—— 169 I + 1.———4 2+.2.— v—— r. I 0 œα Die wir uns all-hier bei⸗-sam- men uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ Q 1— —5— EE E. FArET— 2—4 DE.—.———..—— I— 4 2ER. fin„ den, schla- gen un-sre Hän⸗de ein, bin ⸗ den, dir auf e⸗ wig treu zu sein. —.————— + SSS I S+— 12.— W4. 4— /...I..— 1 +I— I L Und zum Zei⸗— 1 daß dies Lob⸗ ge⸗ tö⸗ ne dei⸗nem —..........— 5·Deeee 2*———1.—*—...I—0——— Her-zen an-ge⸗nehm und schö⸗ ne, sa ⸗ge A⸗ men ——.— 4 E——— LLI—44 S——————.— F——4 2..— 2..— 2—— *—...— 1 8383.— 15— 1.—.— und zu ⸗ gleich: Frie⸗ de, Frie⸗ de sei mit euch! Christ. Renat. Graf von Zinzendorf 1727—1752. — Ein' feste Burg. Martin Luther. 1527(2). 7 0 00 0 Wenn Chri⸗ stus sei-ne Kir ⸗che schützt, so er, der zur Rech-ten Got-tes sitzt, hat ——..—F—— ——. Mach die Höl⸗ 0 wü en, ist mit Hil⸗fe Macht, ihr zu:bie · ten. 22² Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. ö—O ö 5 2 + 2——.—5—.—. ———— 4.— 2 nah, wenn er spricht, steht's da. Er schützt sei⸗nen H—.——. —.— 2Z.—— ————— I*vi ö—— Ruhm und hält sein Hei-lig ⸗ tum; mag doch die =—— H 2 d, emen rI S Höl-le wa n ten! 2. Gott siehet wider seinen Gelobt sei Jesus Christ! Thron Wer sein Jünger ist, Die Völker sich empören, Sein Wort gläubig hält, Denn den Gesalbten, seinen Dem kann die ganze Welt Sohn, Die Seligkeit nicht rauben. Oen Wolen ser nicht ehren. 4. Auf, Christen, die ihr ihm Sie schämen sich des Worts, vertraut — I Des Heilands, des Horts, Laßt euch kein Drohn erschrecken! Sein Kreuz ist ihr Spott Doch ihrer lachet Gott; Der Gott, der— Himmel * 2 2 U IL Sie mögen sich empören! Wird uns gewiß bedecken. 3. Der Frevler mag die Wahr⸗ Der Herr, der starke Gott, heit schmähn, Hält auf sein Gebot, Uns kann er sie nicht rcauben. Gibt Geduld in Not Der Unchrist mag ihr widerstehn, Und Kraft und Mut im Tod; Wir halten fest am Glauben. Was will uns da erschrecken? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 17³⁸. IAE pi,. ree, Iu n 00 0 0 Gro⸗ßer Hir ⸗te dei- ner Her⸗den 5 —— V I l — Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 223 2 ů—— ISISSISIꝑEEIEEIEIE de in dem Him⸗mel und auf Er-⸗den, treu⸗er Hei⸗land SI.iꝑ——— PPIIIIIIIIIIIT Je⸗ su Christ, laß in die⸗sen letz- ten Zei⸗ ten —*7 E D———E—— SSISIII.......... ————.—— V 4 sich dein Reich noch meht ver⸗breisten, als bis⸗her ge⸗ L , wi. XXZ sche-hen ist! 2. Laß es sich zu deinen Ehren Kräftiglich in uns vermehren; Breit es, Herr, von Haus zu Haus Unter Freunden und Verwandten, Breite es in allen Landen, Unter allen Völkern aus! 3. Gib dazu von Jahr zu Jahren Viel Evangelistenscharen, Treue Lehrer ohne Fehl, Die im Glauben, Wort undLeben Gründlich, kindlich dir ergeben, Heiliger in Israel! 4. Flöße früh der zarten Jugend Jede Kenntnis, jede Tugend Nur durch dein' Erkenntnis ein; Gib ihr Leben, nicht nur Wissen, Und behalt von Argernissen Lehrer mit den Schülern rein! 5. Laß dein Wort die Sichern schrecken Und die geistlich Toten wecken, Stürz die Selbstgerechtigkeit, Mach die geistlich Blinden sehend, Mach die geistlich Lahmen gehend, Mach dir selbst den Weg bereit! 6. Schenke den Erwachten Gnade, Nicht zu ruhen, bis ihr Schade Recht entdeckt und schmerzhaft ist Zieh sie dann zu dir, dem Sohne, 2²⁴ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. O Daß vor deinem Gnadenthrone Sie sich laben, Jesu Christ! 7. Welchen ihre Schuld ver⸗ geben, Die laß stets im lauden leben, Der viel Geistesfrüchte bringt; Laß sie niemals stille stehen, Treibe sie stets fortzugehen, Bis ihr Geist die Kron erringt! 8. Die am Ende sich befinden, Denen hilf selbst überwinden, Zeig dem Glauben jenen Lohn, , Es ist das Heil ꝛc. Den du denen aufgehoben, Die nach wohlbestandnen Proben Siegreich stehn vor deinem Thron! 9. Herr, so sammle deine Glieder, Dann erscheine gnädig wieder Als der ewig gute Hirt, Da aus so viel tausend Herden Eine Gottesherde werden Und um dich sich scharen wird! Joh. Jak. von Moser 1701—1785. Altdeutsch. 1524. 1523. 7² ..— 0 0 0 Die Wen⸗ de dei⸗ nes Kreu⸗zes drehnden du a ber, Mitt-ler, Got⸗ tes Sohn, kannst 21.—.— e —. 2— — —— — Reich, Herr, zu zer · stö ⸗ ren; Dein Thron be- ste het ih⸗ rem Tro⸗tze weh-ren. +* 4———————— * e⸗ wig⸗lich, ver⸗geb⸗ lich wird sich wi-der dich die IF.I.I..t.....TT IAA** FEIE E .e. gan- ze Höl-le waff ⸗ nen. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, Kein Werk von Meuschentin ö dern, — Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 22⁵ Drum konnt' auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar Und wird selbst durch der Feinde ar Zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Weit wollst du deine Herr⸗ schaft noch In deiner Welt verbreiten Und unter deinem sanften Joch Zum Heil die Völker leiten! Vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang Bring' alle Welt dir Preis und Dank Und glaub' an deinen Namen! 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, Die frevelnd sich empören, Laß deiner Gnade Wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himmel schaun Und unerschüttert im Vertraun Auf deine Zukunft warten! Mel. Nun danket alle Gott. 5. Uns, deine Christen, wollest d u Fest in der Wahrheit gründen, Daß wir für unsre Seelen Ruh In deiner Gnade finden! Mach unsers Glaubens uns gewiß, Vor Irrtum und vor Finsternis Bewahr uns, weil wir leben! 6. Dein Geist führ' uns auf ebner Bahn Und heil'ge unsern Willen, So wird dein Volk, dir untertan, Gern dein Gesetz erfüllen, Bis du erscheinest zum Gericht Und dann vor deinem Angesicht Die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen Und freun des großen Tages sich/ Da du wirst wiederkommen. Dann werden sie, o Gottes Sohn, Den längst verheißnen Gnaden⸗ lohn, Dein Himmelreich ererben. Balthasar Münter 1735—1793. Joh. Crüger. 1649. ö 0 +— —1—.— ö———+* 22.—+—— 3 ⁷. ö 55 —. 4 0 0 0 0 Nun dan⸗ket der wie⸗ der⸗ Evang. Gesangbuch. al le Gott und ge bet her ge⸗ stellt der Bi⸗ bel 8 2²⁰ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. E II 4 E üihm die Eh rei ⸗ ne Leh? re, + 6, der sei-ner Knech⸗te Mut ge⸗ F. . + — Vrü⸗ hat mit Kraft und ge⸗ gen ů— 5 le Welt der 2 —— TL 1 1 S— 2. Du Ewiggnädiger, Wir hoffen mit Vertrauen, Du werdest ferner noch Die Mauern Zions bauen, Und was begonnen ward, So fördern fort und fort, Daß endlich alle Welt Sich weid' am reinen Wort! 3. Mit Gnaden schau herab Auf unsern Landesvater; Laß auch die Kirche sehn Kir⸗ 9 Sieg ver= schafft! Laß über seinem Haus Stets walten deine Hand Und segne, Herr, durth ihn Das ganze Vaterland! 4. Erhalt dies Heiligtum Und in ihm reine Lehre, Auf daß auch stets bei uns Dein Himmelreich sich mehre, Und jeder würdig sei, Schließt, sich sein Lauf allhier, Das ew'ge Freudenfest In ihm den Freund und Rater; Zu feiern dort bei dir! *. Wachet auf ꝛc. Fürchtegott Christ. Fulda 1768—1817. —— Nicolai? 1508. 17⁴ .—.— . — Got⸗ tes Stadt steht fest ge⸗grün⸗det auf I steht sie und wird ste⸗ hen, man ———.—— SSSE ..— heil'⸗gen Ber⸗ gen; es ver⸗bün ⸗ det sich wi⸗- der wird an ihr mit Stau⸗nen se⸗ hen, wer hier die H Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 227 1 — + IZ.ñ— 22—4 ——— SSDSDSS REEE.. — 25 27 ie die gan⸗ ze Welt.— Hut und Wa⸗che hält. Der Hü⸗ ter Is=ra⸗ ——— 5 een,, e n E, a— . en ——**. 65——. els ist ih ⸗ res Hei⸗ les Fels. Hal · le⸗ , lu⸗ jal Lob⸗ Aungt und wrecht: Wohl dem Ge⸗schlecht, das uu —— Ur 4 4 I D — in ihr hat das Bür⸗ger ⸗ recht! 2. Zions Tore liebt vor allen Sonst unter keinem Volk man Der Herr mit gnäd'gem Wohl⸗ hört. gefallen, Gottes Wort ist deine Wahr⸗ Macht ihre Riegel stark und fest, heit Segnet, die darinnen wohnen, Du hast den Geist und hast die Weiß überschwenglich dem zu Klarheit, lohnen, Die alle Finsternis zerstört; Der ihn nur tun und walten läßt. Da hört man fort und fort Wie groß ist seine Huld, Das teuerwerte Wort Wie trägt er mit Geduld Ew'ger Gnade. All die Seinen! Wie lieblich tönt, O Gottesstadt, Was hier versöhnt Du reiche Stadt, Und dort mit ew'gem Leben Die solchen Herrn und König hat! krönt! 3. Große heil'ge Dinge werden 4. Auch die nichts davon ver⸗ In dir gepredigt, wie auf Erden nommen, 3* 2²8 Ausbreitung des Evangeliums. — Die fernsten Völker werden kommen Und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt ge⸗ schehn. Wo ist der Gottessohn, Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Zeit, Wo weit und breit Erscheint der Herr in Herrlich⸗ k eit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, Wie Gott sein Zion mächtig bauen Und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin Für die Heiden; Es kommt ihr Tag, Sie werden wach, Und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker wer⸗ den, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie am Reigen, Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir; In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, Von aller Not Erlöst nur einer: Zions Gott. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. XIII. Ausbreitung des Evangeliums. Mel. Es ist genug. Joh. Nud. Ahle. 1662. 17⁵ —.— — Q0 0 0 Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht der Platz ist da, wo je- der si⸗ tzen O é Ausbreitung des Evangeliums. é 22 ö——. .——.—— 20 SPSISIIII D.isrr————— voll, sein Tisch ist noch zu leer; soll: bringt sei ⸗ne Gä⸗ ste her! Geht, nö tigt 2.——— 2 ö— SSDPPIIIII I IIIIII sie von al len Stra⸗ ßen, der Herr hat viel be— .SII EI SSSPSSISSI‚— rei ⸗ ten las-sen: da ist noch Raum! 2. Es ist noch Zeit! Die Liebe 3. Doch ist es Zeit! Die Stun⸗ rufet noch; den folgen schnell, Noch gehen Diener aus Es geht auf Mitternacht, Zu Stadt und Land, sie laden Bald schlägt es voll, von ferne heute noch schimmert's hell: Ins große Rettungshaus. Ihr Jungfrauen erwacht! Noch ist die Türe nicht ver⸗ Der Bräutigam erscheint von schlossen, weitem; Für Kind und Greis noch nicht Auf, auf,‚ die Lampen zu bereiten, verflossen Auf, es ist Zeit! Die Rettungszeit. Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. 372 Joh. iller? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 81780. 80. 17⁰ EEEEEEEEEE EEEEE EEE 0⁰ 0 0 O daß doch bald dein Feu- er brenn⸗te, und bald die gan- ze Welt er⸗kenn=te, 4 ů —— 1 Bis ————— +—I—..‚— .——. du un aussprech⸗lich Lie⸗ben-der,—7t— daß du bist Kö⸗ nig, Gott und Herr! O möch⸗ten 2³⁰ Ausbreitung des Evangeliums. O .—.... 44 1——— — sei ne Him⸗ mels-fun⸗ken ent⸗zün⸗den je⸗ des 4 1—— 2—. —WMW8. r———. .. 2—1 1— 1— 1 — te Herz, die Durst'gen ma⸗ chen freu⸗ de⸗trun⸗ ken +————— 1— I SEEEEEEEEEERE 623 und hei⸗ len al⸗ len Sün⸗den⸗schmerz! Oder: Wel. Die——1— wird ꝛc. 1704. SSDSSS 8 daß doch bald dein Feu ⸗ er brenn⸗te, du und bald die gan⸗-ze Welt er ⸗ kenn: te, daß E—.—.—. un⸗ aus isprech-lich Lies ben⸗ der du bist Kö⸗ nig, Gott und Herr! O möch ⸗ten Q 4 N —— D.ᷓĩPDF‚DR‚r‚—.— 4 SEEEEEE sei⸗ ne Himmels⸗-fun- ken ent⸗zün⸗den je ⸗des —— E DSDDSD te Herz, die Durst'gen n fel de⸗ trun⸗ken . und hei⸗len 2. Zwar brennet es mit heller Flamme Schon hier und dort, in Ost und West, Dir, dem am Laun erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfdaf und Freu⸗ denfest. Doch wecke, läutre und vereine Des ganzen ChristenvolkesSch ar Und mach in deinem Gnaden⸗ scheine Dein Heil noch jedem offenbar! 3. Du unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächt'ger starker Gottes⸗ hauch, Dein Feuermeer ström' nicht vergebens; Ach zünd in unsern Herzen auch! al len .61 schön leucht't uns ꝛc. Sün ⸗den⸗schmerz! Schmelz alles, was sich trennt, zusammen Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heil'gen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus! 4. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Doch bald die ganze weite Welt Und zeig dich jedem Völker⸗ stamme Als Heiland, Friedefürst und eld! Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle, die auf Erden wohnen, Knien vor dem Thron des Lammes hin. Joh. Ludw. Fricker 1729—- 1766. Phil. lüt 1598. 7⁷ E—..— d. — Vom Auf-⸗gang bis zum Nie⸗ der⸗ Un- zähl- bar sind die Scha=ren 474 4—.——— 2. SSTTTT. 2 gang er-⸗ sHal⸗ let dir de⸗ Lob⸗ ge⸗ sang er⸗ schon, die ger⸗ ne dir vor dei- nem Thron ein ret ⸗te⸗ ter Ge⸗ rech ten. 385 wür⸗ dig Lob⸗lied bräch ten. Prei ir, 9 . ö Je=⸗su! —5 +4.— ———.—————.—— HOie n. 65 4 noch wer⸗ den mehr auf E r⸗den dir lob⸗sin⸗ gen, ꝝ ii= V Preis und Ruhm und Dank dir 7 56 2. Wie groß, wie angebetet ist Den Deinen dann erscheinen! Dein Nam, o Heiland Jesu Ewig müsse hrist, Dir zur Ehre Wie herrlich bei den Deinen! Ihrer Chöre Doch führst du uns zu deiner Lob erschallen, Ruh, Durch die Himmel widerhallen. O wie weit herrlicher wirst du Joh. Andr. Cramer 1723—1788. — O du Liebe meiner Liebe. 1745. —.— I78 III.. a⁰πο Va⸗ter, dei-⸗ nes Gei⸗stes Werhen durch die läßt uns schon von fer- ne se⸗hen dei- nes N V ——— dert re, L gan⸗ ze Chri⸗sten⸗ heit 4 Herr⸗-lich⸗ keit; ᷓ spen⸗det durch die gan⸗ze wei⸗te Welt, mil⸗li o⸗ nen⸗ denn dein Wort wird aus⸗ ge⸗ 2• ö— F .II..... 2—+ 2 ir. weis ver⸗sen⸗det auf das gro⸗ße A⸗cker⸗ feld * 2. Dieser Samen wird bald Steige, Sonne, bald empor, blühen Weicht nun, all ihr bangen Allenthalben hoch und hehr, Sorgen, Denn Evangelisten ziehen Tagverkünder, tritt hervor! Über Inseln, Land und Meer, Seht, der Berge Spitzen glühen Um die Saaten zu begießen. Schon im ew'gen Morgenlicht, Geist der Pfingsten, komm herab, Und die Frühlingsblumen Laß uns Lebensströme fließen blühen: Bis zum Grabe tief hinab! Brüder alle, sorget nicht! 3. Sei gegrüßt, du ew'ger Joh. Heinr. Jung, gen. Stilling Morgen! 1740—1817. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. + + 1 + +...——— +* ο½ 170 4I...I— ERE ⁰ Ei⸗ ne Her-de und ein Hirt! Wie wird wenn sein Tag er⸗- schei-nen wird! Freu⸗e ,. ESE E·— —— dann dir sein, o Er-⸗de, j dich, du klei⸗ ne Her-de, mach dich auf und SSE 2—. wer⸗ de Licht: Je-sus hält, was er ver⸗ spricht! WIBI ———— * 2. Hüter, ist der Tag noch Und die Herrlichkeit des Herrn fern? Nahet dammernd sich denHeiden, Schon ergrünt es auf den Blinde Pilger flehn um Licht: Weiden, Jesus hält, was er verspricht. 2³⁴ Ausbreitung des Evangeliums. E 3. Komm, o 996 getreuer Hirt Daß die Nacht zum Tage werde! Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht! 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle, Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. —.— Valet will ich dir Wüiü 5. Gräber harren aufgetan. Rauscht, verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn; Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedr. Ad. Krummacher 1767—1845. Melchior Teschner. 1614. 180 2.—— —.— 00 00 0 Der du in To⸗ des ma elen erkämpft das und dich als den Ge- rech-ten zum Bür-gen Q 14 4— — . * 1.— Heil der Welt er du den Feind be- zwun⸗gen, den dar⸗ ge: stellt, der d 8 5 gen, 1Im2.2222 4 ... e=d,A, — Him⸗mel auf- ge-⸗ tan: dir stim-men un- sre Zun⸗ TE— V. + 1 + II — 12——.—. 1 + II Dπνι1è— + + 4—4+ Ausbreitung des Evangeliums. 235 2. Im Himmel und auf Erden 4. So ziehen deine Flammen Ist alle Macht nun dein, Wie Sonnen um die Welt, Bis alle Völker werden Getrenntes fließt zusammen, Zu deinen Füßen sein, Das Dunkle wird erhellt; Bis die von Süd und Norden, Und wo dein Name schallet, Bis die von Ost und West Du König Jesu Christ, Sind deine Gäste worden Ein selig Häuflein wallet Bei deinem Hochzeitsfest. Dahin, wo Friede ist. 3. Noch werden sie geladen, 5. So sammle deine Herden Noch gehn die Boten aus, Dir aus der Völker Zahl, Um mit dem Ruf der Gnaden Daß viele selig werden Zu füllen dir dein Haus. Und ziehn zum Abendmahl! Es ist kein Preis zu teuer, Schließ auf die hohen Pforten, Es ist kein Weg zu schwer, Es strömt dein Volk heran; Zu streun dein Lebensfeuer Wo's noch nicht Tag geworden, Ins weite Völkermeer. Da zünd ein Feuer an! Christ. Gottlob Barth 1799—1862. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. — 4 , v i — 9080 0 c57— ‚ Der du zum Heil er- schie⸗nen der al-ler⸗ und von den Che⸗ ru⸗- bi-nen zu Sündern II L ——*—+8— +—— ISSSS 54½7..—.‚——.——— —— * ärm ⸗sten Welt ö ö 0 Verr dich ge selt, den sie mit fre⸗chem Stol-ze ver⸗ —.—— ——.— —. 2 ö—+—————..— an. Vhöhnt für sei⸗ ne Huld, als du am Mar⸗ter⸗ hol⸗ 28—— ————..— + LI ,n t ritiertnreermi, mirkrrnn ————1 El + + ze ver ⸗ söhn⸗test ih ⸗re Schuld: 23⁶ Ausbreitung des Evangeliums. E 2. Damit wir Kinder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürden Und bautest uns ein Haus. Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, Wo heiß die Sonne glüht, Wie deinen andern Schafen Zuliebe dich gemüht, Und selbst den öden Norden, Den ew'ges Eis bedrückt, Zu deines Himmels Pforten Erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Mel. Wachet auf ꝛc. Zu deinen Füßen liegt, Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angeficht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten Nach deinem Angesicht! Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Brunnguell sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 7. So sprich dein göttlich Werde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn, Daß, wo man Götzen frönet, Vor toten Bildern kniet, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht! 8. Wir rufen, du willst höͤren; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sind's noch nicht! O du, der's uns versprochen, Werd aller Heiden Licht! Albert Knapp 1798—1864. Phil. Nicolai? 1598. N I82 0 0 0 0 Q 1— arire. ESEEE E — Ei- ner ist's, an dem wir han⸗ gen, der Un⸗ sre Lei⸗- ber, un⸗sre Her⸗zen ge⸗ O Ausbreitung des Evangeliums. 2³⁷ 2* 2 2Z— + +*——— S..——————.3—— für uns in den Tod ge ⸗-gan⸗-gen und uns er⸗ hö⸗ ren dir, o Mannder Schmerzen; in dei:⸗ ner 4 RRRRRRRR *——————— SPDPPꝑPPP PIII—— . 2—— kauft mit sei- nem Blut. Lie ⸗be ruht sich's Nimm uns zum Ei⸗gen⸗ gut. 8 — ů ᷓ— H— SCé...— — t r. d—— — E. 4. tum, be ⸗ rei-te dir zum Ruhm dei-ne 0 42555 e ar 1 —, Axen ————— 4 RR Kin⸗-der, ver- birg uns nicht das Gna⸗den ⸗licht von * II SSPI. 2 2·— 4.— 1 —* dei⸗nem heil'⸗gen An⸗ ge 2. Nicht wir haben dich er⸗ wählet, Du selbst hast unsre Zahl ge⸗ zählet Nach deinem ew'gen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, Und keiner ist zum Werke tüchtig, Der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, Denn Armut ist Gewinn Für den Himmel; — :* sicht! Wer in sich schwach, Folgt, Herr, dir nach Und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, Drum sende treue Zeugen aus; Send auch uns hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen 2³⁸ Ausbreitung des Evangeliums. — Zum Mahl in deines Vaters Haus! Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes! Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, Die noch im Todesschatten wohnen, Von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtaͤusenden ist ihnen Kein Evangelium erschienen, Kein gnadenreicher Morgen⸗ stern. Glanz der Gerechtigkeit, Geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, Zieh uns voran Und mach uns Bahn, Gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ew'ges Heil er⸗ funden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Mel. O Gott, du frommer Gott. Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, Es richtet und durchbohrt Geist und Seele; Dein Joch ist süß, Dein Geist gewiß, Und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge Beginnest du still und geringe; Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten, Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, Wächst endlich ohne Schein Doch zum Baume, Weil du, Herr Christ, ö Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1798-1864. 1693. N 183 E—— + ——. 0 0 0 Herr von En⸗geln hoch⸗ge- lobt, Je⸗su, du zu dei⸗ nes ver⸗ ehrt von re⸗ gierst Va⸗ters Rech⸗ ten, dei⸗ nen Knech⸗ten. Du hast für al ⸗le Welt am Q 4— +4 +4——— +=— 111 EEEEEE ——.—————4.——— Kreuz ge- nug ge-⸗tan; nimm dich nun al⸗-ler Welt in 1 5— 1 V* 1 + ——— ih⸗ rem E⸗lend an! 2. Dein Evangelium Gib allem Volk auf Erden, Laß jedes Menschenherz Dadurch erleuchtet werden! In Nord, in Ost, in West Und in des Mittags Land Werd' hoch dein Ruhm erhöht, Dein Name recht bekannt. 3. Auf Erden sei kein Knie, Das sich vor dir nicht beuge, Und keine Kreatur, Die sich vor dir nicht neige; Kein Mund, der nicht bekenn', Daß Jesus unser Herr, Heiland und König sei Zu seines Vaters Ehr. 4. Komm, froher TTag, o komm, Der unsre Sehnsucht stillet Und das Verheißungswort Im ganzen Sinn erfüllet: Es ist das Reich, die Macht, Die Herrlichkeit und Kraft Auf ewig unserm Gott Und seinem Christ verschafft. 5. Mit Herrlichkeit wird er In Ewigkeit regieren, Doch in der Majestät Ein Friedensszepter führen. Ihr Völker, jauchzt ihm zu, Preis' jedes, wie es soll, Die ganze Erde sei Nur seiner Ehre voll! 6. Ehr sei dem höchsten Gott, Dem Sohne gleich dem Vater, Dem heil'gen guten Geist, Der Gläubigen Berater! Die auserwählte Schar, Der Himmel weit und breit Preist dich, dreiein'ger Gott, In alle Ewigkeit. Ver fasser unbekannt. 24⁰ Ausbreitung des Evangeliums. O ö 5551 Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. *—J7 ö 1847 4—..—— 2—— DDD‚Eee Wa⸗chet auf, er⸗hebt die Bli⸗cke! Laut Seht, ge⸗kom⸗men ist die Stun⸗de, die 8* *— ö ——— +——.— —0————. I mah⸗nen uns die Welt⸗ge Kschirncke. drän⸗ get uns ver⸗ eint zu schöznem Bun ⸗-de, zu tun, was —.—— DD — I II—..——1 ———— 8——32———41.—6 7 . hart der Brü⸗der Not. uns der Herr ge bot. Laßt nicht die Hän⸗de — I +I— ziirer————— IEEE — U—.....———. D— 2— ruhn, auf, laßt uns Gu⸗ tes tun al ⸗len iii —3———— Men⸗schen im rech⸗ten Geist, doch wie es heißt: an . V. + I 1.— 1— LI IA. E LI 22—— C 1 V*— Glaubens⸗brü⸗dern al ⸗ler ⸗ meist! 2. Wachet auf, schaut an das Und ihrer Glaubenstreu ver⸗ Gute, dankt! Das ihr der Väter Mut und Aufund tilgt die alten Schulden! Blute Wie lange soll sich noch gedulden O Ausbreitung des Evangeliums. 241 ö Das Schifflein, das im Sturme Reift die Frucht doch schwankt? Im Sonnenglanz: Eilt ihm zur Hilf herbei! Der Erntekranz Es rudert froh und frei, Wiegt auf die Mühe voll und Wenn ihm Liebe ganz. Die Segel schwellt Hin durch die Welt; 4. Wachet 0 0 Zeit zum Gott ist es, der das Steuer hält. achen —— Soll alle Glieder munter 3. Wachet auf! In allen machen, Landen Und keines trete scheu hintan! Erheben sich, vom Tod erstan⸗ Leidet eins, so leiden alle; en, Drum wachet, daß nicht eines Die Zeugen frischer Glaubens⸗ falle, macht. Und stehet freudig Mann für Werdet müde nicht im Werke, Mann! Der Gott des Rechts ist unsre So streitet wacker fort Stärke, Und haltet fest am Wort! Und seinem Lichte weicht die och vom Himmel Nacht! trahlt uns das Licht, Drum wirkt, so lang es Tag, Es trüget nicht; So heiß er glühen mag! Der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rud. Hagenbach 1801—1874. Mel. Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. Q— 4 ——.— 185 3 2————— 7..—.— n ndinm, ninn—————— 90 0 0 Kö- nig Je-su, strei⸗te, sie ge, daß Blick auf dei⸗ ne Friedens⸗ bo⸗ ten, laß ———[——— I— PIISI..... al ⸗les bald dir un- ter-lie ⸗ge, was lebt und we⸗ hen dei⸗ nen Le-⸗-bens-o⸗ dem durchs gan⸗ze 2⁴² Wort Gottes.—O 99.755 — II. ü— —— O 3 +—1 1—USE.—— 8—— + 1 1701 webt in die⸗ser Welt! à. 5 r⸗ hö- re un- ser wei⸗ te To⸗ ten feld! Er ⸗h 4 4 —— + 2—.———— ö—.—— ö — =*. Flehn und laß es bald ge- schehn! A⸗- men, , * A⸗ men. So Tüh⸗ men wir und jauch⸗ zen dir ein 4— ö + II SSISII................ 2*—— 2 II 2— al ⸗-le⸗-lu⸗ja für und ür. 4—— f Verfasser unbekannt. XIV. Wort Gottes. 16 Herr Jesu b 1651. 2 4—. 186 8 α u Herr, öff⸗ ne mir die Her⸗ zens⸗ h, 00 2—.——— ö ö— dein Wort mein 0—— mich— — Wrr 9 be awanete ren bein, laß Mich dein Kind und Wort Gottes. Er ⸗be sein! 2. Dein Wort bewegt des Her⸗ 3. Ehr sei dem Vater und dem zens Grund, ohn, Dein Wort macht Leib und Seel Dem heil'gen Geist in einem gesund, Thron, Dein Wort ist, was mein Herz Der heiligen Dreieinigkeit erfteut, Sei Lob und Preis in Ewig⸗ Dein Wort gibt Trost und keit! Seligkeit. Joh. Olearius 1611—1684. Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 9 I. * 2— H. /—.— S3..ü——....—. 3—5— 2..——— ö 2 .iie 12 ö + Treu⸗ster Mei⸗ster, dei⸗ 0 0 0 Q + V(ꝝ‚— L +.—— P... FTTFFFTT..... ————.——..— D rech⸗te Himmelspfor- te, dei- ne Leh⸗ren sind der Pfad, IL II IX ——— der uns führt zur Got=tes=stadt. 2. O wie selig, wer dich höret, 4. Hilf mir mich im Lieben Wer von dir will sein gelehret, üben Wer zu jeder Zeit und Stund Und Gott über alles lieben, ö; Schaut auf deinen treuen Mund! Meinen Nächsten gleichwie mich 3. Sprich doch ein in meiner Laß mich lieben inniglich! Seele, 5. Lehr mich heilige Gebärden, Gib ihr Weisung und Befehle, Lehr sie halten bis zum Tod Deiner Liebe sanft Gebot! Laß mir deine Demut werden, Gieß mir deine Sanftmut ein Laß mich klug in Einfalt sein! Wort Gottes. E 6. Also werd' ich mich ver⸗ Also werd' ich in der Zeit binden Schon gelehrt zur Ewigkeit. Ganz mit dir und Ruhe Joh. Scheffler(Angelus Silesius) finden, 162⁴41677. 4—— Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1644. .————— 8 0 ö Wohl dem, der J Je⸗sum lie⸗ 94 und des⸗ sen Dies Licht glänzt un⸗ ge⸗ trü- bet zum Trolrhn Q V e d e 3——— Him⸗ mels⸗wort! im⸗ mer⸗ fort. Wo Je⸗ sus sich O. fin=det, da ö ——‚..—.—.—.—.— ——.—III.—— —.—‚j 12———————— ste⸗ het al⸗- les wohl; wer sich auf Je⸗-sum grün⸗ .——— 7— 4—.—— —— ööefemn + —— —— + ———.——..— det, der le⸗ bet 2. Suchst du, vom Ziel ver⸗ irret, Die wahre Lebenspfort, r dich die Welt verwirret: Nomm, hier ist Gottes Wort! Das wird dir deutlich weisen Die rechte Lebensbahn, Auf welcher du mußt reisen, Wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, Ja wirst du fort und fort IE se⸗ gens-voll. In Kreuz und Not geübet: Komm, hier ist Gottes Wort! Das wird dich schon erquicken, Daß, wenn gleich Höll und Welt Dich wollten unterdrücken, Du doch behältst das Feld. ö 4. Wirst du gleich auch ge⸗ führet Zum bangen finstern Ort, Wo sonst der Tod regieret: Komm, hier ist Gottes Wort! — Wort Gottes. 2⁴⁵ Dies ist der Stab und Stecken, Mit diesem kannst du dich Vor Furcht und Todesschrecken Beschützen mächtiglich. 5. Hilf, Jesu, daß ich liebe Dein seligmachend Wort Und stets darin mich übe; Hilf, liebster Seelenhort, Daß ich's in meinem Herzen Bewahr' durch deine Huld, Damit in Kreuz und Schmerzen Es Frucht trag' in Geduld! Anna Sophie Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt 1638—1683. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. N 2 ————4 0— 4 SSSISI Teu⸗-res Wort aus dich al⸗lein habꝰ ich zum Grun de Got-tes Mun-de, + das mir lau mei⸗ ner Se — 2 lig ⸗ keit ge-legt. Se⸗ gen trägt,—* treff ich al ⸗ les an, was zu Gott mich ee 2, ů————. 11 t.—————t rir nrd. Vud, Han. SIP‚.II 1 —— I füh ze ren kann. 2. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß meinGeist hier recht erwägt, Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt! 3. Was ich lese, laß mich merken; Was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 4. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach deiner Richtschnur gehn! 24⁰ Wort Gottes.— Was ich hier zum Grunde lege, In der Folge Jesu sein, Müsse wie ein Felsen stehn, Drücke drauf 25 Gnaden⸗ Daß mein Geist auch Rat und siegel, Tat Schließ den Schaß im Herzen In den größten Nöten hat. ein, 5. Laß dein Wort mir einen Daß ich fest im Glauben steh, Spiegel Bis ich dort zum Schauen geh'! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Jesu, meine Liebe. 171⁵. 190 1SI 4.. 90ρ Wort des höch⸗sten Mun ⸗des, Bo ⸗te Bald, da wir ge⸗—.— len, ri⸗— SDSDSDSSIISII sei⸗ nes Bun- des, du warst nie-mals snmtn. Gott er-schal⸗— E van⸗ ge⸗ li⸗ 90 . ei ⸗ ne Kraft, die Glau⸗ben schafft, ei ⸗ ne Botschaft, SPSPPP die zum Ran; ben er uns hat ge- ge⸗ Den. 2. Was dein Wohlgefallen Alles ein in Jesu Namen Vor der Zeit uns allen Und ist Ja und Amen. Fest bestimmet hat, Was die Opferschatten Vorgebildet hatten, Das vollführt dein Rat. 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Alle Straf und Schuld. Was die Schrift Verspricht, das Jesus ist gestorben, trifft Jesus hat erworben Wort — Gottes. Alle Gnad und Huld. Auch ist dies Fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. O erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünde Toten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund; Leeblich sind die Füße Und die Lehren süße, Teuer ist der Bund. Aller Welt Wird vorgestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß man sich bekehre. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug; Kommt zu dessen Gnaden, Der für euch beladen Alle Schmerzen trug! Jesu Blut Stärkt euern Mut; Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet; Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Evangelisch sein. Auch will ich Nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke, Stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden, Hilf denn, daß mein Leiden Evangelisch sei; Laß auch mich Einmal auf dich Als ein Kind, mit dir zu erben, Evangelisch sterben! ů Heinr. Kornelius Hecker 1699—1743. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 174⁵. —— Herr, dein Wort, die ed le Ga- be, die ⸗sen denn ich zieh' es al⸗ ler Ha- be und dem AD—.——— PPIITT 2⁴⁸ Wort Gottes. H .— gel⸗ ten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nichtum +— 2.————1— 2——— 7̃— tau⸗send Wel⸗ ten, a⸗ ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja! Ja und Amen, Laß mich eifrig sein beflissen, Herr, du wollest auf mich sehn, Dir zu dienen früh und spat, Daß ich mög' in deinem Namen Und mich stets zu deinen Füßen Fest bei deinem Worte stehn! Sitzen, wie Maria tat! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. Mel. 2 Gott und Herr. 1625. 1655. 199 LE 2——..* 9 1———————. 2 0 0 0 Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll AIIDT‚.— E L* Lnur Le d—..— DDEDDIT——. 4.—— 0 mei- ne See⸗ le trau- en. Ich wand⸗- le hier, mein 26 2 6— 2.——1 ———.————— SGott, vor dir im Glauben, nicht im Schau'en. 2. Dein Wort ist wahr; Dein Wort die Wahrheit lehrte? Laß immerdar Gott, ohne sie Mich seine Kräfte schmecken, Verständ' ich nie, Laß keinen Spott, Wie ich dich würdig ehrte. O Herr und Gott 4. Dein Wort erklärt Mich von dem Glauben schrecken! Der Seele Wert, 3. Wo hätt' ich Licht, Unsterblichkeit und Leben; Wofern mich nicht Zur Ewigkeit E Wort Gottes. 24⁰ Ist diese Zeit 7. Mich zu erneun, Von dir mir übergeben. Mich dir zu weihn, 5. Den ew'gen Rat, Ist meines Heils Geschäfte; Die Missetat Durch meine Müh Der Sünder zu versühnen, Vermag ich's nie Den kennt' ich nicht, Dein Wort gibt mir die Kräfte. Wär' mir dies Licht 8. Herr Nicht durch dein Wort erschienen. Laß In died Aen, 6. Nun darf mein Herz Denn du hast es gegeben; In Reu und Schmerz Es sei mein Teil, Der Sünden nicht verzagen; Es sei mein Heil Nein, du verzeihst, Und Kraft zum ew'gen Leben! Lehrst meinen Geist Christ. Fürchtegott Gellert Ein gläubig Abba sagen. 1715—1769. Mel. Gott sei Dank ꝛe. 1693. i 5IITI— —mr‚‚‚. — Wal⸗te, wal⸗te nah und fern, all⸗ ge⸗ U 5 3 2— PPPPII I T wal- tig Wort des Herrn, wo nur sei- ner 2—5 75H7t.—7—————— + ISEEEe * All-macht Ruf Menschen für den Him-mel schuf! 2. Wort vom Vater, der die Der der Erde schwere Schuld Welt Durch des heil'gen Todes Tat Schuf und in den Armen hält Ewig weggenommen hat; Und aus seinem Schoß herab i Seinen Sohn zum Heil ihr gab; 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, 3. Wort von des Erlösers Der den Weg zum Himmel Huld, weist 25⁰ Wort Gottes. O Und durch seine heil'ge Kraft Weithin wogt das weiße Feld, Wollen und Vollbringen schafft; Klein ist noch der Schnitter Zahl, 5. Wort des Lebens, stark und Viel der Garben überall. rein Alle Völker harren dein: 7. Herr der Aut.⸗ groß und gut Walte fort, bis aus der Nacht Wirk Wé zum Werke Lust und Mut, Alle Welt zum Tag erwacht! Laß die Völker allzumal 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Schauen deines Lichtes Strahl! Jonath. Friedr. Bahnmaier 1774—1841. 2H Herr Jesu Christ ꝛr. 1651. AEEEE 00⁰ Nun geh uns auf, du— stern. du 2 — H— ————— —2.—.—.—..——.— se ⸗lig⸗ ma:chend Wort des Herrn, du Pfand des — I EE——— Heils, das uns im Sohn der Va ater gab von . .—.—— sei nem Thron! 2. Du Wort der Wahrheit, Uns an mit tiefem Reueschmerz, lautrer Guell, Daß unser Flehn und Seufzen 1 1 1 E — Mach unsre dunkeln Augen hell, sei: Daß wir die Wege Gottes sehn Gott steh' uns armen Sündern Und in der Welt nicht irre gehn! bei! 3. Du Wort der Buße, füll 4. Du Wort der Gnade, das Herz tröstend Wort, — Die heilige Taufe. 27¹ O bring uns Botschaft fort und 6. So geh uns auf, du ö fort Gottesglanz, Von ihm, der für uns litt und starb Durchdring* am verklär uns Und uns Gerechtigkeit erwarb! 5. Du Wort des Glaubens, Du Wort, das noch in Kraft besteht gib uns Kraft—7 Daß wirx, der Eitelkeit entrafft, Wenn Erd 4.—— 7 unter⸗ In gnädig dargebotnen Heil Ergreifen unser ew'ges Teil! Julius Sturm 1816—1890. XV. Die heilige Taufe. — Jesu ꝛc. Joh. 47— Ahle. 1664. —— 5 W. 0⁰0 0 Debene ster Je⸗ su, wir sind hier, dei⸗nem Die- ses Kindlein kommt zu dir, weil du K—.— EE. I ......— —.———— Wor⸗te nach- zu⸗* den Be⸗—. ge⸗ e dir sich na⸗ hen, Heil und Se⸗ 10— zu emp⸗fa: hen. ——43 * S —. 2. Darum eilen wir zu dir; 3. Hirte, nimm dein Schäf⸗ Nimm das Pfand von unsern lein an; Armen, Haupt, mach es zu deinem Tritt mit deinem Glanz herfür Gliede; Und erzeige dein Erbarmen, Himmelslicht, zeig mr. die Daß es dein Kind hier auf Erden Ba Und im Himmel möge werden! Friedefürst, o schenk ihm Friede x 25²2 Die heilige Taufe. ilf, daß wederLeid nochFreuden Führ die Bitten himmelwärts s von deiner Liebe scheiden! 4. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Und erfülle das Verlangen! Ja, den Namen, den wir geben, Schreib ins Lebensbuch zum Leben! Beni. Schmolck 1672—1737. Mel. O daß ich tausend ꝛe. 1738. 4 I90 RSII —.——.—— 1—.‚— 4+— Ich bin ge⸗tauft auf ich bin ge⸗ zählt zu dei- nen Na⸗ dei⸗ nem Sa⸗ men, zum Volk, das dir Geist, Ich gen⸗ hei⸗ligt heißt. Chri-stum bin in ein⸗geů⸗ senkt, ich bin mit deer, er ei, PP..... r. —F7— —5 1=22 1—.—— sei⸗ nem Geist be⸗ schenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt; Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir ge⸗ währt; Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Liebe, Gehorsam zugesagt und Treu; Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei. Hingegen sagt' ich bis ins Grab Der Sünd und ihren Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite — öů — Die heilige Taufe. 25³ Bleibt dieser Bund wohl feste stehn. Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn; Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, Wenn ich hab' einen Fall getan! 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer in; Erwecke mich zu neuer Treue Und nimm Besitz von meinem Sinn! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß meinen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heil'ger Ge ist; Halt mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein 1110.7 sterben eißt! So leb' ich dir, so sterb' ich dir, So lob' ich dich dort für und für. Joh. Jak. Nambach 1693—1735. Georg Neumark. 1657. +— I e— — Barmeher⸗ zi⸗ ger, laß dei⸗ ner Gna⸗ 9 das wir im heil'-gen Was⸗ ser⸗ ba⸗ de ENi—.—** 2———.— 5 —.—..—. SSEEE jetzt die⸗ses Kind emp-foh-len sein, 2 ful⸗le nach dei⸗nes Sohns Be- fehl dir weihn; s rin., kii nrnmn 8.— was dein Wort ver-⸗ heißt, an ihm, Gott WVa⸗ ter, ——— E 1. 1 LI n N Geist! 2⁵⁴ Konfirmation.—O ö 2. Regiere nun das ganze Sei du mit ihm in Glück und Not; Leben Ach führ es selbst auf rechter Auch dieses Kindes, treuer Gott! Bahn, Dir sei und bleib' es stets ergeben, Nimm es zuletzt mit Ehren an! Aus dem Baseler Gesangbuch. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 198.———— 2. 00 0 0 Nun si nd die e Kind⸗-lein Gott ge-weiht, fest ISS steht der Gna⸗ den⸗ bund; nun wer⸗de Glaub und ⸗:̊ ———— EET— 5 keit in ih: rem Le- ben kund! 2. O Gott, bewahre du ihr Herz, 3. Und ist ihr Lauf einst wohl Steh ihnen mächtig bei, vollbracht, Daß all ihr Wandel himmel⸗ So führe deine Hand wärts Getrost sie durch des Todes Nacht Zu dir gerichtet sei! Ins sel'ge Vaterland! Friedr. Aug. Köthe 1781—1850. XVI. Konfirmation. Mel. O Ewigkeit ꝛc.(Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1655. ö WEWDSDDT——— ........‚...‚..3 ů2——— 1.— ö —.—.—(Gemeinde.) Er- hör, o Gott, das hei=ße gib ih⸗ nen, Va⸗ ter, Sohn und ö — Konfirmation. 25⁵ ² n + 4— —.— 1—.—.— III— —————.——.* 2—2—— ——— 2— —.2 Flehn der Kin⸗ der, die hier vor dir h stehn, blick Geist, den Se- gen, den dein Wort ver⸗ heißt, denn 9 ——..— e— Tannl + I +— ii.* 2— V— 2 1I=— 1— G——— —— 88 gnä⸗dig auf sie nie⸗ der; Steh ih-nen bei mit Mund Des Glaubens und der Treue Bund; Laß uns das Ziel erringen, Daß alle, die vereint hier Und treu am Glauben halten, Auf Christi hohes Vorbild sehn Und fest in unsrer Hoffnung stehn, Nicht in der Lieb erkalten. Zu dem Gelübde, Vater, sprich Dein Ja und Amen gnädiglich! sie sind Je⸗-su Glie- deri 4—ᷣ —.—.—..———.—— =D.————. N dei⸗ ner Kraft, die Wol⸗len und Voll⸗brin⸗gen schafft! (Konfirmanden.) Schenk ihnen Kraft und Freu⸗ 2. Wir wollen unsern Bund digkeit, erneun, Das Böse zu bezwingen! Mit Herz und Leben dir uns Auch wir erneun mit Herz und weihn ehn, Auch dort vereint dein Antlitz (Gemeinde.) sehn ; Nach Elieser Gottlieb Küster O mache bereit⸗ Kampf 1732—1799. I Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. Altkirchlich. 1539. 3.—— 6 2...——.———. Die hier vor dei- nem Ant-litz stehn, sind Blick, wenn ver⸗ eint wir für sie flehn, er⸗ 20⁰ 90 0 0 276 Konfirmation. ö O S —.—— 4——.— ——...EIEI πẽ— —.— Je su Chri ⸗sti Glie ⸗ der. Gib ih ⸗nen 2 7 bar⸗mend auf sie nie ⸗ der! * 4—.— ESESE E Va ⸗ter, Sohn und Geist, das Gu⸗ te, was dein — IEII—.— ESSSEEE E Wort ver⸗ heißt, im Le⸗ ben und im Ster- ben! 2. Sie kennen, Vater, deinen 4. Lacht ihnen bei dem edeln Sohn Lauf Und seine heil'gen Lehren. Die falsche Welt entgegen, Ist Freude, Gott, vor deinem Hilf dann den schwachen Herzen Thron, auf; Wenn Sünder sich bekehren, Und wenn sich Lüste regen, Wie groß soll unsre Freude sein, Laß sie hinauf auf Jesum sehn, Wenn junge Seelen dir sich Die Welt mit ihrer Lust ver⸗ weihn, schmähn, Dir treulich anzuhangen! Beharren bis ans Ende! 3. O laß sie niemals zum 5. Den wicht'gen Lohn der Gericht Ewigkeit, Dein heilig Mahl empfahen! Die Herrlichkeit dort oben, Laß sie mit gläub'ger Zuver⸗ Zeig ihnen, die auf alle Zeit sicht Jetzt Treue dir geloben! Sich dem Altare nahen! Der Blick müss' ihnen Kraft Es stärke sie in aller Not, verleihn; Es reize sie, des Heilands Tod Herr, segne sie, denn sie sindden; Zu preisen durch ihr Leben. Erhalte sie im Glauben! Theod. Gottlieb von Hippel 1741—1796. Konfirmation. 257 ——— Christus der ist mein Leben. Relchior r 1609. 200—.——— L rn — Wir flehn um dei⸗ ne Gna- de, nichts 6• sind wir oh ⸗ ne dich; führ uns auf dei⸗ nem Q—4 6007————— —1———.—.—. ö———— 1—1 1 1.—4 II ——— +— Pfa⸗-de und hilf uns mäch⸗-tig ⸗= lich! 2. Wir flehn um deine Wahr⸗ 4. Wir flehn um deine Stärke, heit Du weißt, wie schwach wir sind; In unsers Lebens Nacht; Zu jedem guten Werke Durch dich nur wird uns Klarheit Stärk jedes schwache Kind! In unsern Geist gebracht. 5. Wir flehn um deinen Segen 3. Wir flehn um deinenFrieden Zum Bund an diesem Tag, In dieser Welt voll Angst; Daß treu auf allen Wegen Uns sei das Heil beschieden, Dir jeder folgen mag. Das du am Kreuz errangst. Karl Aug. Döring 1783—1844. Mel. Adam Drese, um 1690. 1698. 20² 43— E— —4— 3 0 α Von des Himmels Thran 15 de, Got⸗ tes ..— 2 +* N—— . e, Le —..— +.— 8 122 45 dei⸗ nen Geist, den Geist der Stär⸗ke; gib uns —— Kraft zum heil'⸗gen Wer⸗ke, dir uns ganz zu weihn, Evang. Gesangbuch. 9 258 Konfirmation. 65—.—. . S— II e: wig dein zu sein! 2. Mach uns selbst bereit, 4. Wenn wir betend nahn, Gib uns Freudigkeit, Segen zu empfahn, Unsern Glauben zu bekennen Wollest du auf unsre Bitten Und dich unsern Herrn zu nennen, Uns mit Gnade überschütten; Dessen teures Blut Licht und Kraft und Ruh Floß auch uns zu gut! Ströme dann uns zu! 3. Richte Herz und Sinn 5. Gib auch, daß dein Geist, Zu dem Himmel hin, Wie dein Wort verheißt, Daß wir unsern Bund erneuern Unauflöslich uns vereine Und gerührt vor dir beteuern, Mit der gläubigen Gemeine, Deine Bahn zu gehn, Bis wir dort dich sehn Weltlust zu verschmähn! In den Himmelshöhn! Samuel Marot 1770—1865. r O du Liebe 1—— Liebe. 174⁵. DEEEEEE d 0 a Bei dir, Je⸗ su, will ich blei⸗ben, stets in nichts soll mich von dir ver⸗trei- ben, dei=ne 6—— I— e dei⸗ nem Dien ⸗ste stehn; We⸗ge will ich gehn. Du bist mei⸗nes Le⸗ bens E—4— n.. ———— 1235— DE ...—. Le⸗ ben, mei⸗ ner See⸗ le Trieb und Kraft, wie der Weinstock — Konfirmation. — —4 — . sei⸗- nen Re⸗- ben 2. Könnt' ich's irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnadengaben Für mich Armen hat bereit? Könnt' ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesu Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus tat, mir tut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen teuern Blut? Sollt' ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt' ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 75 O du Liebe meiner Liebe. zuströmt Kraft und Le⸗bens: saft. 4. Ja, Herr Dialt bei dir b' ich So in Freude wie 10 Leid; Bei dir bleib' ich, dir verschreib⸗ ich Mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig⸗ Der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, Bleib, auch wenn mein Tag sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht herniedersteigt! Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde schwache Haupt; Sprich dann: Kind, hier geht's zu Ende, Doch dort lebet, wer hier glaubt! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. 04655 + 00 0 0 Bleibt bei dem, der eu-ret-wil⸗len auf die der, um eu-ern Schmerz zu stil⸗len, tau⸗send 9* 260 — Konfirmation. I —— ö TI —— ů⁊ —..—— Er ⸗de nie- der⸗ kam, Schmerzen auf sich nahm! 0 —4—— IE.—.————— Bleibt bei dem, der ein⸗ zig + ———— auch zer ⸗stäu: bet, 2. Alles schwindet; Herzen brechen, Denen ihr euch hier ergabt, Und der Mund hört auf zu sprechen, Der euch oft mit Trost gelabt, Und der Arm, der euch zum Stabe Und zum Schilde ward, erstarrt, Und das Auge schläft im Grabe, Das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt; das Ird'sche findet In dem Irdischen sein Grab, Alle Lust der Welt verschwinbet, Und das Herz stirbt selbst ihr ab. * Mel. Wachet auf ꝛc. 0— X. — .. V sie⸗gend ü⸗ berm Stau⸗be steht! Ird'sches Wesen muß verwesen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Ird'sche Fessel muß sich lösen, Ird'sche Blüte muß verblühn. 4. Doch der Herr steht überm taube Alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, Hoffe, lieb und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet, und der geben kann, was bleibt, Der, wenn ihr euch ihm ver⸗ schreibet, Euch ins Buch des Lebens schreibt! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—-1859. Phil. Nicolal? 1598. I 1—.— SSS— + (Gemeinde) Bor dir, To⸗des⸗ü⸗ ber⸗ win der, stehn Freu-dig gehn sie dir ent ⸗ge⸗ gen, weil O— Konfirmation. 2⁵1 Q. 72 ru———.—.——— 6 —— 2.————.—— die⸗ se teur⸗ er ⸗ lö⸗ sten Kin⸗ der, ihr Lob-ge⸗ du der Lie- be reich⸗-sten Se-⸗- gen den Kin: der⸗ IW1 2*2 —— sang sei dir ge-bracht! Dei see⸗ len zu⸗- ge dacht. ein in ce srebe sir * e dn, u— ————..— 1.— 5.5 8.. L Et.— 2—— hier im Ju- gend-schmuck vor dir knien und — 7 0 0 DD——.————. be⸗ Sten. er, sie fi nd deir, laß ih re Reihn dir — II *—.— —— 2 2—— 10—2— . N—.—— an dein Herz ge=le⸗ 94t sein! (Konfirmanden.) Nach den Gaben, 2. Friedefürst, ich ward erkoren Die du mir heut Am ersten Tag, als ich geboren, Zur Seligkeit Zu deinem sel'gen Gnadenkind; Durch dein Erbarmen hast Du gabst mir des Himmels erneut. Gaben, 3. Laß dich halten und um⸗ Weil wir nichts Gutes eigen fassen, haben Ich will dich ewig nicht verlassen, Und ohne dich verloren sind. Verlaß auch du mich ewig nicht! O Jesu, meine Ruh, Schütze mich vor Welt und Ich greife freudig zu Sünde 262 Das heilige Abendmahl. Und offenbare deinem Kinde Wenn meine Seele von dir geht; Dein gnadenvolles Angesicht, Darum gib mir Licht und Stärke Auf daß ich Tag für Tag Und Glaubensmut zum guten In dir mich freuen mag Werke, Still und heilig, ZumRingen, Wachen und Gebet, Und mich dein Mund Bis ich den Pilgerstand Zu jeder Stund Im ew'gen Vaterland Erinnre an den Liebesbund! Siegreich ende, (Gemeinde und Konfirmanden.).Gottes Sohm 5 4. O du Hirt erkaufter Seelen, Mir reichst von deinem Gnaden⸗ Ich muß des rechten Wegs ver⸗ thron! fehlen, Albert Knapp 1798—1864. XVII. Das—.— Abendmahl. Nach eigener Melodie. 155 111. 1. 7 nach ut— Y 43—9 2—— 200 7— +.—.—.—— —.— Hei⸗=lig, hei lig, hei-lig ist der 9 ö — + 24 1——*—155— SISESEIIIEEIEIEIIII — I.—.— Y7*——1—.— Herr Ze⸗ ba⸗ oth; al⸗ le Lan ⸗ de sind IE— sei= ner Eh=re voll. Ho-si ⸗ an- na in der 7 —4.——. — i. * Hö⸗ hel& Ge⸗lo- bet sei, der da kommt im Na⸗ — Das heilige Abendmahl. 263 ö I —.——— UIII DDE—..—.—.— 1 men des Herrn! Ho⸗si-an⸗ na in der Hö- he! Jesaja 6, 3. Matth. 21, 9. —— eigener a⸗n 1528. 207 2. Ba S—..——..— 0000 Chri⸗ ste, du Lamm Got⸗tes, der du wü. trägst die Sünd der Welt: er⸗barm dich un⸗ ser! b— ——— I E . 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗ tes, der du trägst die Sünd der +.— 4 4 4 4 +. D— ö—— 5.— 1. DII— 9— 2— ISISISISSIII P‚‚‚..‚.— 4„— 1— * EU 2—8* Welt: er⸗barm dich un-⸗ser! 3. Chri⸗ste, du Lamm —+ 2+—————— HN ö— 3..— n M. SS 2 2 2 mien. dei⸗nen Frie⸗den! A Alte Kirche. ——kf......44—4———— 264 Das heilige Abendmahl. — 1— ist gewißlich an der—— 1535. 208 ... 0⁰οο Du Le⸗ bens⸗ brot, Herr Je-su Christ, kann der nach dem Him-mel hung⸗-rig ist und ———— 2.—..——. S P IIIIIFISPIPIPIPIPIITIIIII... .......—.—.— 2 dich ein Sün⸗-der ha- ben, 145—— wiu sich an dir la- ben: so bitt ich dich de: 4——1 2—6 4 2— + DD e 2 mü⸗ tig=-lich, du wol⸗ lest so de⸗rei⸗ ten mich, daß e —52 „„ ich recht wür⸗dig 2. Auf grüner Aue wollest du, Herr, diesen Tag mich leiten, Den frischen Wassern führen zu, Den Tisch für mich bereiten. Weil ich bin sündig, schwach und krank, So laß mich deinen Gnadentrank Aus deinem Becher trinken! 3. Zwar bin ich deiner Gnad nicht wert, Als der ich jetzt erscheine Mit Sünden allzuviel beschwert, Die schmerzlich ich beweine. In solcher Trübsal tröste mich, wer⸗ de. Herr Jesu, daß du gnädiglich Der Sünder dich erbarmest! 4. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken! Dein Blut, das mir vergossen ist, Woll' auch mich Schwachen tränken. Ich bleib' in dir, du bleibst in mir, Du öffnest mir des Himmels Tür, Auch mich dort aufzunehmen. Joh. Nist 1607—1667. [ Das heilige Abendmahl. 2⁰⁵ —— eigener Melodie. Joh. Crüger. 1649. 200—.. EE EDS ⁰ u Schmü: cke dch, lie be See= le, komm ans hel ⸗le Licht ge- gan-⸗ gen. 2— 4 ö„ n— E — 1 H.—— ———— laß die dunk-le Sün ⸗den⸗ höh⸗ le; Dennt der fan ⸗ ge herr- lich an zu pran gen! — + Herr voll Heil und Gna⸗ den will dich jetzt zu 56 EAF + — 4.400— Ga⸗ ste la⸗ den; der den Him:mel kann ver⸗ ——— ö ————3 wal-ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, 3. Mag ein köstlich Gut auf Deinem Heiland froh entgegen, Erden Der mit süßen Gnadenworten Sonst um Geld erkaufet wer⸗ Klopft an deines Herzens en, Psorten! Du, o Herr, für deine Gaben Säume nicht, ihm aufzu⸗ Willst nicht Erdenschätze haben; schließen, Und in allen Bergesgründen Wirf dich hin zu seinen Füßen! Könnt' ich ja kein Kleinod Sprich: O Herr, laß dich um⸗ finden, fassen, Das bei diesem heil'gen Mahle, Von dir willich nicht mehr lassen! Herr, dein Manna dir bezahle. x 260 Das heilige Abendmahl. O— 4. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; Ach wie pfleg' ich oft mit Tränen Mich nach diesem Mahl zu sehnen; Ach wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebens⸗ fürsten, Daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl' ich jetzt mein Herz um⸗ fangen. Das Geheimnis dieser Speise, Ihre unerforschte Weise Machet, daß ich staunend merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Der dies Wunder kann er⸗ gründen? 6. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, den ich mir erwähle, Lebensquell und Licht der Seele, Hier fall' ich zu deinen Füßen; Laß mich würdiglich genießen Diese deine Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise! 7. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen, Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Oder mir vielleicht zum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Franck 1618-1677. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. A0 ⁰ 4 4** — rnn r nin: +—— EE ο α Halt im Ge-dächt⸗ nis Je- sum Christ, o vom Him⸗-melsthron ge⸗kom-men ist, dein é E Das heilige Abendmahl. 267 4—— DH PIII.I I +—TT—T———— ———.—— — + See⸗ le, der auf Er- den Bru⸗ der hier zu wer⸗den! Ver-giß nicht, daß er — —.— 1 6 ...* 2——1 tuu= 1 *— dir zu gut hat an⸗ ge⸗nommenFleisch und Blut; dank ———— SSSII ——1 Lie ⸗ be! ihm für die⸗ se 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der für dich hat gelitten Und dir, da er gestorben ist, Am Kreuz das Heil erstritten! Er hat besiegt Sünd, Höll und Tod Und dich erlöst aus aller Not; Dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod erstandenist, Befreit von Not und Plage! Bedenke, daß er Fried' gemacht, Das Leben wieder hat gebracht; Dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, Die Stätt dir zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und sehen seine Herrlichkeit; Dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der einst wird wiederkommen Und sich, was tot und lebend ist, Zu richten vorgenommen! O denke, daß du da bestehst Und mit ihm in sein Reich ein⸗ ehst, Ihm ewiglich zu danken! 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Mit wahrem Glauben fassen Und nie, was du an mir getan, Mög' aus dem Herzen lassen, Daß dessen ich in aller Not Mich trösten mög' und durch den Tod Zu dir ins Leben dringen! Cyriakus Günther 1650—1704. 268 Das heilige Abendmahl.— An Wasserflüssen Babylon. 152⁵. AI. E———.—* 0 u Ich dememe Herr, und che Gott, mein Er⸗—3— ⸗ mer, würd ⸗ge * iE 1 — dich müh-se lig und be ⸗ la⸗ den; —— des 960 dei ner Gna den! Ich 4 H—.— 2——.—.—— 0.—— 2——— DD—— 20 2—— lie⸗ ge hier vor S und des D.—— XI Menschen Sohn, mich dei⸗ ner 0 ge⸗ trö⸗ 15 ich . ——— füh⸗le mei⸗ ner Sün⸗ den Müh, ich su⸗ che 1 ö 6— . 1— —— 4— 12— 1.2. —— Ruh und fihtnsde sie im Glau-ben ——— + + EN 10 L 1* * D D.... der Er ⸗ lö: sten. 2. Dich bet' ich zuversichtlich Und wir sind Gottes Kinder. an, Ich denk' an deines Leidens 91 Du bist das Heil der Sünder; acht Du hast den Schuldbrief ab⸗ Und an dein Wort: Es ist voll⸗ getan, bracht. —4 Das heilige Abendmahl. 26 Du hast mein Heil erworben, Du hast für mich dich dargestellt; Gott hat mit sich versöhnt die Welt, Da du für sie gestorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden Und läßt an seinem Tische hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, Die Sünd ist dir vergeben; Du bist in meinen Tod getauft, Und du wirst dem, der dich er⸗ kauft, Von ganzem Herzen leben!“ 4.„Dein ist das Glück der Seligkeit; Bewahr es hier im Glauben i dich ꝛc. Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen! Ich helfe dir, ich stärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, Ich will es treu erfüllen Und bitte dich durch deinen Tod Um Kraft für meinen Willen. Laß mich von nun an willig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Joh. Crüger. 1649. 1———. ———.— S——— ———.— Komm, meinHerz, in Je⸗ su stil⸗ le hier dein sehn⸗lich Dür ⸗sten Lei⸗ den —.— E strömt auch dir ein Quell der Freu⸗ den; an dem Mahl des Le⸗-bens⸗für=sten! Daß ich SIIII S——. ö x tiiiii————— klei ⸗ de, das ist 2. Zwar hab' ich ihn alle Tage, Wenn ich nach ihm Sehnsucht ö trage; Er ist auf der Himmelsreise Täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, Und ich mag nichts andres wissen, Als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen Auch sein Abendmahl empfan⸗ gen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; Nimmer will ich's nun ver⸗ schweigen, Daß ich einen Heiland habe, Der am Kreuz und in dem Grabe, Wie sein Wort mir sagt und schreibet, Mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd' ich oft so müde, Bleibt mein Alles bis zum Grabe, D ei= nen Hei⸗land ha⸗ be, mich in sei nem ö I.50. —.—— 1 ů · ö—.—1—— DDDEEEEE Hei⸗le la⸗ be und in sein Ver⸗dienst mich + 1— 5—„— SSSSSSS.. — 20 ⁊60 5 mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗ de. Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver⸗ wunden, Wenn mir dieses Licht ver⸗ schwunden, Daß ich einen Heiland habe, Der mit seinem Hirtenstabe Sanft und mild und voll Ver⸗ eben 9 Mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, Ich in Sünden schon Geborner! Was wollt'ich vom Troste wissen, Wäre dies mir weggerissen, Daß ich einen Heiland habe, Dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär' es nie geboren, Als dies teure Wort verloren! 6. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, Daß du mir aus treuem Triebe, Da das Mißtraun mich ver⸗ giftet, Das heilige Abendmahl. 27¹ Solch ein Denkmal selbst ge⸗ stiftet: Daß ich einen Heiland habe, Der den Gang zum Kreuz und Grabe, Ja den Schritt in Todes Rachen Hern getan, mich los zu machen. 7. Heil' ges Brot, sei mir ge⸗ segnet, Weil mir der in dir begegnet, Der mit seinen Todeswunden Die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, Der erblaßt und tot im Grabe Auch für meine Schuld gelegen, Will ich schmecken und erwägen. 8. Heil' ger Kelch, sei mir ge⸗ segnet, Weil mir der mit dir begegnet, Dessen Blut mich lässet finden Die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, Der die arme Seele labe, Muß nicht dies mein Dürsten stillen Und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, Meines Jammers zu vergessen; A3 90 0 0 Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668 Er gebietet mir zu trinken Und in Freude zu versinken, Daß ich einen Heiland habe, Der sich selbst zur Opfergabe, Ja zur Nahrung und zum Leben Mir aus freier Hand gegeben. 10. Gott, was brauch' ich mehr zu wissen, Ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil er⸗ messen, Werd' ich das nur nie vergessen, Daß ich einen Heiland habe? Ich bin frei von Tod und Grabe Wenn mich Sünd und Hölle schrecken, So wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen, Oder wird mir etwas fehlen, Oder wird die Kraft zerrinnen, So will ich mich nur besinnen, Daß ich einen Heiland habe, Der vom Kripplein bis zum Grabe, Bis zum Thron, wo man ihn ehret, Mir, dem Sünder, zugehöret. SDSDSS Die ihr Chri⸗sti Jün⸗ger seid, al ihr mit⸗ er ⸗lö⸗- sten Brü der, sei⸗ nem Q— W 1— I 1 4——— ————— Dienst ge⸗ weiht, al⸗ le sei⸗ nes Lei⸗ bes Glie⸗ 4. I 1 9. 2* 1— —2..— 117. 2——0——9 —— PDii — der, kommt, Ver⸗söhn= te, kommt, er ⸗neut eu: ern II 1 EE Bund der Se⸗ lig⸗ 2. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er selbst sich für sie gibt! 3. Die mit voller Zuversicht Deines Heils, o Herr, sich freuen, Laß sie stets in diesem Licht Wandeln, ewig dir sich weihen! Laß ihr Herz vom Stolze rein, Voll von deiner Demut sein! „4. Tröste, die in Traurigkeit Uber ihre Seelen wachen; —— du, Herr der Herrlichkeit! Herr, sie glauben, hilf den ö chwachen! keit! Die gebeugt von ferne stehn, Können unerhört nicht flehn. 5. Hoherpriester, ja du bist Dort für sie auch eingegangen. Sprich sie los, Herr Jesu Christ, x Wenn sie nun dein Mahl ö empfangen ö Laß sie fühlen, ins Gericht Kommen sie nun, Mittler, nicht! 6. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er selbst sich für sie gibt! Friedr. Gottlieb Klopstock 1724—1803. Das heilige Abendmahl. 27³ Mel.—— auf ꝛc. Phil.—1 1598. A4 E.... 23— Her, du wollst uns vor⸗be⸗ rei⸗ ten zu Heil und Le- ben zu emp⸗fa⸗ hen, laß 2 4 .—— ———— dei⸗ nes Mah⸗ les Se⸗ lig ⸗-kei⸗ten, sei mit: ten uns, o Herr, dir wür⸗dig na⸗ hen und sprich uns ꝓIIIIIIE — ů I—— ...———4 n Ee R i ii‚‚‚‚..‚‚‚ e ———— ää un⸗ ter uns, o Gott!—— 0 los von Sünd und Tod! Wir sind, Je= su, n——— —ZSI— r 898 dein, 665 laß uns e⸗ wig sein! 90 a si⸗ — an⸗ na, An: be⸗ tung dir! Einst fei⸗ ern wir das * ..— ..— — gro⸗ ße A-bendmahl bei dir. Friedr. Gottlieb Klopstock 1724— 1803. Mel. Der am Kreuz ꝛc. Joh. Georg Söhnlin. 1836. —— 9J .—. — — ö„„HHẽF 1 + 125— SSIIISIIII... n— —.. Vol⸗ler Ehrfurcht, doch mit Freu⸗ dẽn und ge⸗ den-ke an dein Lei-den I EEE ———— 1 1..— 12 18 tomm' ich, Herr, auf dein Ge⸗ bot — itt⸗ler, der und an dei⸗ nen Mar⸗ ter-tod. M du IIR—— EESEEEE — für mich starbst, mir ein e-wig Heil er-warbst, — 4 —9.————.— 5 ——— ö 4.———.. —5H—. zanm. min iiiii, Fimunnin nn:e ach möcht ich mich wür ⸗dig na ⸗ hen und das ünn— 3—.—— —.—.— I +—.— 9*3*—— 2„ d. di— WRC——.— Le⸗ ben hier emp ⸗ fa: hen! 2. Laß mich vor dein Antlitz Mittler, im Vertraun auf dich! kommen, Ach, es lenke meinen Willen, Dein Gedächtnis zu erneun, Dein Gesetz, Herr, zu erfüllen! Laß mi ut mit deinen 0⸗ romenen 4. Diesen Vorsatz, den ich Deines Todes Zeuge sein! 1 habe, Herr, ich schau nach Golgatha, Mich nicht wieder zu entweihn, Wo die Welt dich sterben sah, Laß ihn, Jesu, bis zum Grabe Sehe dich in deinem Blute: Stark in meiner Seele sein! Herr, du littest mir zu gute. Vor der drohenden Gefahr 2•.4 ö Schütze du mich immerdar, 3. Möcht' ich, Jesu, nicht Gib mir, daß ich Scheu emp⸗ * ente finde ich zu deinem Kreuze nahn! Vor der bösen Macht der Sünde! Möcht' ich dieses Mahl des Lebens ö 5. Wenn ich in der Irre Nicht mir zum Gericht empfahn! wandle, Ach, es gründ' und stärke mich, Geh du mir, Erbarmer, nach; H Das heilige Abendmahl. 275 ö Zeig mir, wie ich unrecht handle; Daß du so barmherzig bist; Stärke mich, denn ich bin Laß mich nur nicht wieder schwach, wanken, Und ertrage mit Geduld Mein Erretter Jesu Christ! Meine Schwachheit, meine Hilf mir, daß ich dir getreu Schuld! Und mein Vorsatz standhaft sei, Sage: Du sollst Gnade finden; Jede Sünd und ihre Freuden Ich, ich tilge deine Sünden! Bis an meinen Tod zu meiden! 6. Dir will ich es ewig danken, Balthasar Münter 1735—1793. Mel. Schmücke dich ꝛe. Joh. Crüger. 1649. A0.——— ½ 44.——‚— ——..——1— E ————— 1—— 00 0 0 Je=su, Freund der Menschen⸗kin⸗ der, der zur Sühnung un-srer Schul⸗den IN ESE EE + s——.———— Hei-land der ver⸗ lor-nen Sün-der, Kreu-zesschmach hat wol-len dul-den: wer kann 4— — 2—— ö——— IES EE —— fas⸗ sen das Er ⸗bar-men, das du trä- gest + HAl—4— +11...————— —————— mit uns Ar⸗ men? In der Schar er ⸗lö-ster . — Sm Brü ⸗ der fall' ich dan⸗kend vor dir nie⸗ der. — X V. 276 Das heilige Abendmahl.— ö 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schulden willst du decken, Mich befrein von Furcht und chrecken, Willst ein ewig sel' ges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen; Du, der Weinstock, gibst den Reben Mut und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche gute Frucht zu bringen Und durchFFrömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 4. Nun so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz ge⸗ weihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu dich betrüben. 5. Doch ich kenne meine Schwãäche; Schwer ist, was ich dir verspreche: Werd' ich dir auch Glauben halten Und im Guten nie erkalten? O steh du mir bei und stärke Mich zu jedem guten Werke! Hilf, daß ich die Lust zur Sünde Durch dich kräftig überwinde! 6. Gib, daß ich und alle Christen Uns auf deine Zukunft rüsten, Daß, wenn heut der Tag schon käme, Keinen, Herr, dein Blick be⸗ schäme! Schaff ein neues Herz den Sündern, Mache sie zu Gottes Kindern, Die dir leben, leiden, sterben, Deine Herrlichkeit zu erben! 7. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, Daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Eind die welche Freuden ö ind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Her⸗ ** zen, Ewig ihm für seine Schmer⸗ zen! Joh. Kasp. Lavater 1741—1801. Das heilige Abendmahl. 277 7 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. A⸗ EEEE —— 1 Wir hen uns, o Gottes im Mochtahl dei ⸗nen Leib, dein Sohn, von Dant durchdeun: en dei⸗ nem Thron; du Blut; dies komm' auf e ⸗ wig uns zu gut und . WV 1—. II ö‚— 4* — ———N——+ +—..— 1 L . I.— + 4 H1 hast uns nun ge⸗ ge⸗ ben stärk' in uns dein Le-ben. A⸗ men, A⸗ men. . — ——4—— — 6 1 I.— +— 1— + ——4 +*——.—* 2. S.D.IDe 2— Wel che Freu⸗ den nach Dn Lei⸗ den war⸗ten dro⸗ En, 2 22 ö wo wir dich ohn' En- de lo⸗ ben! Joh. Leonh. Walz 1749—1817. 42 daü nur den üt Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. Du hast ein e⸗ wi⸗ ges Er- bar⸗men, Du stehst vor dem mit off⸗ nen Ar⸗ men, 2 I—— V25 1 1. ——— SIIIIII o Herr, durch Wort und Tod be⸗ währt; z; der dei⸗ ne Stim⸗me glau⸗bend hört, und ziehst ihn Das heilige Abendmahl. Lie⸗ be ———... 11 Herz. 2. O Jesu, deine Stimme klinget So freundlich und so sanft auch mir. Ich höre deinen Ruf, er dringet Und treibt mein ganzes Herz zu dir. Ermutigt, Herr, durch dein Gebot Komm' ich zu feiern deinen Tod. 3. Du hast im Drange deiner Liebe Gestiftet dieses heil'ge Mahl, Daß dein Gedächtnis bei uns bliebe In dieses Lebens dunkelm Tal. Du sprichst bei deinem Brot und Wein: Mein Leib und Blut soll euer sein! 4. Ich fühl', o Jesu, deine ähe, Ich fühle deines Geistes Licht. Es tagt in mir; es ist, als sähe Ich dich, o Herr, von Angesicht, Wie du am Holz des Kreuzes starbst Und mir die Seligkeit erwarbst. an dein 3. Ich höre dich am Glberg klagen, Ich höre, wie man dich verhöhnt; Ich seh' das Kreuz von dir ge⸗ tragen, Ich seh' mit Dornen dich gekrönt; Ich sehe dich,— mir bebt das Herz, 4 O Herr, am Kreuz im höchsten Schmerz. 6. Was du in diesem Schmerz erduldet, Es war ein Opfer auch für mich; Und alles, was mein Herz ver⸗ schuldet, Ist ausgetilgt, o Herr, durch dich. Du sichertest mir durch dein Blut Vergebung und das höchste Gut. 7. Dich will ich lieben, o mein Leben; Dir will ich folgen, o mein Licht; Dir will ich ganz mein Herz er⸗ geben, Bis hoffend es im Tode bricht; Dann halt' ich in des Himmels aal Mit dir, o Herr, dein Abendmahl. Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. ——5— DD 6 — in der Bu⸗ ße Schmerz mit sanf⸗ ter O Das heilige Abendmahl. é 27⁰ Mel. Herzlich tut mich verlangen. Wi 60 1615 Haßler. RH S..—. F E —=“———————ri————— 00 0 0 Wie könnt' ich sein ver ⸗ges⸗ sen, der Kann ich die Lieb er-mes⸗ sen, da⸗ * D mein noch nie ver⸗ gaß?— durch mein Herz ge nas 2Ich lag in bit ⸗tern 35 DSRIRIT———— —...—— D.DD..—— 9—.—* 1 +* + 1 L 2 II +* 4 4 ˖:- 1 —..— E 14 1* 1—4. —— I Zrerenn,.D‚ + ————.—— aus dem Her⸗- zen ihm neu⸗e Lieb und Treu. 2. Wie sollt' ich ihn nicht Daß mich kein Feind verwunde lieben, Im Lauf zum Heimatland. Der mir so hold sich zeigt? Wie mals in baend 5 4. Er gibt zum heil' gen Pfande Der sich so zu mir neigt? Mir seinen Leib, sein Blut, Er, der ans Kreuz erhoben Hebt mich aus Sand Getragen meine Schmach, Ruft er mir nicht von oben: Fült mich mit Himmelsmut; Komm, folge du mir nach? Will selber i in mir thronen r— Mit heil'gem Gnadenschein: 3. Ihn will ich ewig lieben, Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, Der mir aus Todesnacht U 5 Von meinem Schmerz getrieben, t Unsterblichkeit gebracht; 5. Bei Freuden und bei Der noch zur letzten Stunde Schmerzen Mir reicht die treue Hand, Durchleuchte mich dein Bild, ö 280 Das heilige Abendmahl. ö O Wie du, o Herz der Herzen, Mein Dulden weih' ich dir; Geblutet hast so mild! Laß mir die Heimat offen Mein Lieben und mein Hoffen, Und dein Herz für und für! Gottlob Christ. Kern 1792—1835. 50 Wie wohl ist mir ꝛc. 17⁰4. +———3.— 22⁰ EEEE— —..—.— J— I..— 1 2—.— u Dein Wort hast du uns, Herr, ge⸗ ge⸗ er ⸗leuch⸗tet, hei⸗-ligt un⸗ ser Le⸗ ———— Q— V TE.i—— F. V 5 E + 0 25———— ———————— ben, das aus der ew' gen Weis-heit quillt, dein ben und un⸗sern Durst und Hun⸗ger stillt; 2.—— — 1 + 1— 2.—.—.——..— —IIBII— 191.— N Gna⸗den-mähl ist uns be⸗ rei ⸗tet, und uns, die e 38— —..— HE— 12——— I— —. I ——.——— ar⸗ men Gä: ste, lei 1 1 1=——— *——4—..— 1—.——— — ꝗ2W....——I.————4— .*.— n—1———.————— +————— * Frie⸗dens⸗wort. O laß es uͤns zum Heil ge= rei⸗ 9——— E= 13..— 1———. e dn r-n—.— —..————— innn, Lan. ö 4 2..———— chen, daß wir von dir, von dir nicht wei⸗ chen, daß 9⁰4 N **—— n L ——————— —— 3.—— 1 11 — 1 dein wir blei⸗ben hier und dort! Buße. 281 Erbarmen Wird uns bei deinem Mahl zu teil! Du selbst umschlingst mit ö Liebesarmen Uns Sünder und bringst Trost ö 2. Gott, welche Gnade, welch und Heil. Du kommst, um stets bei uns zu bleiben, All Angst und Zagen zu ver⸗ tteeiben, In deiner Gnad uns zu erneun; Wir sind von unsrer Schuld ö gereinigt Und selig nun mit dir vereinigt, Wir dürfen uns nun deiner freun. * 2 XVIII. Nach eigener Melodie. 3. O eile, eil uns zu bekleiden Mit deinem reinen Festgewand! Nun soll uns nichts von dir mehr scheiden Und nichts entreißen deiner Hand. Wir stehen auf vom Schlaf der ünden, Wir wollen deinen Tod ver⸗ künden In neuer Lieb und Seligkeit; Du hast dich selbst uns hin⸗ gegeben, So sei nun unser Herz und Leben Auf ewig einzig dir geweiht! Friedr. Aug. Köthe 1781—- 1850. Buße. f Aus tie⸗ fer Dein gnã⸗dig Not schrei' ich zu dir, Herr Ohr neig her zu mir, laß, 12 I——— II Gott, er ⸗ hör mein Fle⸗ hen! was ich bitt', ge ⸗ sche⸗ hen! Denn so du E„— —————— SSSIIIFII— willst das se⸗ hen an, was Sünd und Un recht 282 Buße. 2 Q u ³ 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad allein, Die Sünden zu vergeben; Es ist ja unser Tun nicht rein Auch in dem besten Leben. Vor dir sich niemand rühmen kann, Drum muß dich fürchten jeder⸗ mann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mir verheißt sein wertes Wort. Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. *— ist ge- tan, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ 1 ist gewißlich an der Zeit. ö 1 1— I WEIEE ben? 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So tu' das Volk von rechter Att, Das aus dem Geist geboren ward, Und harre seines Gottes. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein' Hand zu helfen hat kein iel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Er, der sein Volk erlösen wird Von seinen Sünden allen. Martin Luther 1483—1546. 15³5. H— *—— — Herr Je-su Christ, du höch- stes Gut, du sieh doch, wie ich in mei⸗ nem Mut mit * 5*.—R— Schmer⸗zen bin be⸗ Brunnquell al ler Gna ⸗den, la⸗ den und in mir hab' der + Buße. 283 —— *———— PFfFfFIFfFfIFfffft.. t.... T T TæTœP'P'P'TPTDTRTRHQLçꝛ D— 7—ũ——.—.— Pfei ⸗le viel, die im Ge-wis⸗sen oh- ne Ziel mich 54 2—wᷓ. Fnn.,, S — II— ar⸗ men Sün⸗der pla⸗- gen! 2. Erbarm dich mein in solcher 5. So komm' ich jetzt zu dit ast, Nimm sie von meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Kreuz mit Todesschmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh' Und ewiglich verzage! 3. Fürwahr, kommt alles mir zu Sinn, Was ich jemals begangen, So fällt mir aller Mut dahin, Ich bin mit Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müßte ganz verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Jedoch dein heilsam Wort das macht Mit seinem süßen Klingen, Daß mir das Herze wieder lacht Und froh beginnt zu singen, Weil Gnade uns dein Wort verheißt Für die, die mit zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, kommen. allhie In meiner Not geschritten Und will dich mit gebeugtemKnie Von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab' gesündigt! 6. Vergib mir doch, o Hert mein Gott, Um deines Namens willen! Du wollst in mir die große Not Der Übertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden geb' Und dir hinfort zu Ehren leb'ꝰ Mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, Heil mich durch deine Wunden, Daß dich mein Herz noch dank⸗ bar preist In meiner letzten Stunden, Und führ mich einst, wenn dir's gefällt, ö Im rechten Glauben aus der Welt Zu deinen Auserwählten! Barth. Ringwald 1530—1598. I 1625. 1033 2⁵⁴ Buße. Nach.—— Melodie. Han Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind — 4— 1—.— Z— 1— U 2— +— —— — 2— ——..— mei⸗ ne vie⸗-len Sün-den! Niemand ist hier als EE .. ö ——.——— . Hel⸗ fer mir in 2. Lief ich gleich weit Zu solcher Zeit Bis an des Erdreichs Enden, Um los zu sein Des Elends mein, Würd' ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir fliehꝰ ich; Erbarme dich, Ob ich's wohl nicht verdienet! Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht, Dein Sohn hat mich versühnet! 4. Soll's ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünde folgen müssen, die ⸗ser Welt zu sin= den, So fahr hier fort, Nur schone dort, Laß mich nicht ewig büßen! 5. Hab, Herr, Geduld, Vergiß der Schuld, ö Schaff ein gehorsam Herze, Daß ich mein Heil, Mein bestes Teil, ö Durch Murren nicht verscherze! 6. Verfahr mit mir, Wie's dünket dir, Ich will es gerne leiden; Nur wollst du mich Nicht ewiglich Von deiner Liebe scheiden! Mart. Rutilius 1550—16ʃ8. 0 0 X. Je⸗ su, der du mei⸗ ne See⸗le Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 224——— RINN SSSI——— IEEEE 8—. L L..——.— dir er⸗ der du starbst, daß mir nicht feh⸗ le Trost in 9.4 ö EEEEE EEH*—. E —— 1————————— —————.—.. warbst durch dei: nen Tod, ů mei⸗ner Sün⸗den⸗ not, der du mich der Angst ent⸗ 9 ö Uü7E II*— + + +— * H 7*— + 4—— 1 —.— e— 4—— 12——.———... ris⸗ sen und mein Heil mich l—.— sen wise⸗ sen durch dein La E. 5—.— L 2. Du mit herzlichem Ver⸗ langen Suchtest die verlorne Herd, Als sie kläglich irrgegangen, Sich dem Abgrund zugekehrt; Du, des Satans Uberwinder, Rufst die tiefbetrübten Sünder So zur Buße für und für, Daß ich kommen muß zu dir. 3. Ach, ich bin ein Kind der Sünde; Ach, ich irre weit und breit; Was ich leider an mir finde, Ist nur Ungerechtigkeit. Daß ich oft dein Wort verachtet, Oft nach Bösem hab' getrachtet, Deinen Willen nicht getan, Klagt mich mein Gewissen an. 4. Jesu, du hast weggenommen Meine Schulden durch dein Blut; teu er⸗wer⸗tes Wort: se und blei⸗be du mein Hort! Laß es, o Erlöser, kommen Meiner Seele nun zu gut! Du, gemartert und zerschlagen, Hast die Sünd am Kreuz ge⸗ tragen; Sprich mich, o mein Heiland, rei, Daß ich ganz dein eigen seit 5. Du 20 meine Schmerzen, Du erkennest meine Pein; Nichts ist tröstlich meinem Herzen Als dein herber Tod allein. Dies mein Herz, von Leid bedrücket, Aber durch dein Blut erquicket, Das am Kreuz vergossen ist, Geb' ich dir, Herr Jesu Christ! . Herr, ich glaube, hilf mit Schwachen, 28⁰⁶ Buße.—I Laß mich ja verzagen nicht! Deiner Güte will ich trauen, Du, du kannst mich stärker Bis ich fröhlich werde schauen ö machen, Dich, Herr Jesu, nach dem Wenn mich Sünd und Tod Streit Naanficht. In der sel'gen Ewigkeit. Joh. Rist 1607—1667. Aus tiefer Not. 152²4. 1— +. ——..—.——.—— 25 SSSS οποα O Va⸗ ter der Barm⸗her⸗zig⸗ keit, ich ver⸗stoß den nicht, der zu dir schreit in .— *———... DII—.————— fal⸗le dir zu Fu ⸗ ße; wah⸗ rer Reu und Bu ⸗ßel! W 4— ——— + I—— ————.— — gan- gen wi-der dich, ver- zeih mir al-les 9⁰ ö —— 1———.— . vr*— gnä⸗dig-lich durch dei⸗ ne gro⸗ ße G ⸗ tel 2. Durch deiner Allmacht Daß ich mit dir all meine Werk Wundertat Anfange und vollende! Nimm von mir, was mich ö ö quälet, 3. O Jesu, laß dein teures Durch deine Weisheit schaffe Blut, ö ö at, Dein Leiden und dein Sterben Wo es an Rat mir fehlet; Mir kommen kräftiglich zu gut, Gib Willen mir und Kraft und Daß ich nicht muß verderben! Stärk, Bitt du den Vater, daß er mir — Buße. 28⁷ Nicht möge lohnen nach Gebühr, Wie ich es hab' verschuldet! 4. O heil'ger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich der Sünden Lust anficht, Laß mich von dir nicht wanken! Verleih, daß nun und nimmer⸗ mehr ö Begier nach InEe Geld und ö r In meinem Herzen herrsche! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des bösen Feindes i ist Durch Christi Sieg mög' dämp⸗ en, Auf daß mir Krankheit, Angst und Not Und dann der letzte Feind, der 0 Nur sei die Tür zum Leben! David Denicke 1603-1680. Georg Neumark. 1657. 2²⁰ + 3— 2————— 0a a Ich ar⸗merMensch,ich ar⸗mer Sün⸗der ach Gott, mein Gott, ver⸗fahr ge⸗ lin⸗der .„— L,,E,. an. nii i .—— 1—— steh' hier vor Got ⸗tes An-⸗ge⸗sicht;* und geh nicht mit mir ins Gezricht! Er⸗bar⸗me —22 ..—— F S 1—— dich, er⸗-bar ⸗me dich, Gott, mein Er-bar⸗mer, — V.———HN 265—3 II. ö— ————————— V 7— li ⸗ ber mich! 0 0 0 28⁸ Buße. E 2. Wie ist mir doch so angst und bange, Herr, wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad er⸗ lange, Fed armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Ach höre doch mein seufzend chreien, Du allertreustes Vaterherz! Wollst alle Sünden mir ver⸗ zeihen Und lindern meiner Seele Schmerz! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab' ver⸗ schuldet, lohne Und handle nicht nach meiner Sünd! O treuer Vater, schone, schone, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Erkenn mich wieder für dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd' ich leben; Sprich, daß ich armer Sünder ör': Ich habe dir die Sünd vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. Georg Neumark. 1657. — 2 27 23.—7 NA BSSPS.S.II..II Wir lie⸗gen hier zu dei⸗nen Fü⸗ßen, und füh⸗ len lei⸗ der im Ge⸗wis:⸗sen, —— 0 nm in H 7— *———— —— ach Herr von gro⸗- ßer Güt und Treu, sei. wie sehr dein Zorn ent⸗- bren⸗net Das Maß der Buße. 28 9 12. 21 + ITIIĩJ— IIII— DPPPPI.— Sün⸗ den ist er=füllt; ach weh uns, wenn du 2—5 ++— ꝗ.SPSPS.II....... +—; stra ⸗ fen willt! 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, Und die Verheißung zeugt davon, Du willst der Sünder Tod ja nicht; Ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, Und unser Herz ist ganz zer⸗ knirscht; Es tröstet uns allein der Glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Ach ja, du hast ein Vaterherz; So siehe doch auf unsern Schmerz! 4. Das teure Blut von deinem Sohne Ruft für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone Und denke noch der alten Zeit, Evang. Gesangbuch. Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zu⸗ geneigt! 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn! Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried' im Land und im Gewissen, Gib Sonnenschein zur rechten Zeit, Laß Lieb und Treu sich stetig küssen Und fördre die Gerechtigkeit, Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut! 7. So wollen wir dir Opfer bringen, Dein eigen sein mit Leib und Seel; 10 290 Buße. ö— Es soll dein Lob gen Himmel Stimm' in die Lieder Zions ein dringen, DerHerr soll mein Gottewig sein! Und dein erlöstes Israel Benj. Schmolck 1672—1737, Mel.—— nur den— Gott ꝛe. 34—— Neumark. 1657, 200 —— Herr, der nt in der 91 he woh⸗ nest, Herr, der du rich-test und be-loh⸗ nest, 2—.—.—.——.— j———.— ich lie⸗ge tief ge⸗ beugt vor dir; wie schwer liegt mei ne Schuld auf mir Wie hoch und . anst ist dein Ge⸗ Hinn wie tief der Ab⸗ grund eir,n, = mei ⸗ ner Not! 2. Aus meinerNot, aus meiner Wenn er auch 611 unsträflich Tiefe Ruf' ich zu dir, zu dir allein. Dein Auge, das 185 fehlen Wenn ich zu einem andern riefe, kann, Es würde doch vergeblich sein. Trifft überall noch Fehler an, Mein Flehen steigt zu dir berf 4. Und ach, mir wird die Welt Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! zu enge, 3. Herr, 2. 0 165 Gerichte Wenn des Gesetzes Donner schlägt Der du hendlich heilig bist, Und bei der übertretung Menge Herr, wer wird dann vor dir Sich ängstlich mein Gewissen bestehen, regt, E Bu Das dich als einen Richter scheut, Der Rechnung heischt und Strafe dräut. 5. In deiner Hand steht Tod und Leben, Du bist es, den man fürchten muß Doch Herr, du kannst und willst vergeben Aus deiner Gnade Überfluß. Dein Wort, das Wort des Lebens, spricht, Du willst den Tod des Sünders nicht. 6. Es heißt mich auf das Opfer schauen, Das, Herr, vor deinem Throne gilt; Es heißt mich auf den Felsen bauen, Aus dem der Strom der Gnade quillt, Die alles tilget, was mich quält, Die alles schenket, was mir fehlt. 7. Dein guter Geist will mich erfreuen Mel. Freu dich sehr ꝛc. N ße. 2⁹¹ Und sich mein Herz zum Tempel weihn; Ich soll den Richter nicht mehr scheuen, Aus Gnaden frei und selig sein. O Wort, das durch die Seele dringt Und Licht in finstre Tiefen bringt! 8. Ich hoff' auf dich, du Kraft der Schwachen, Auf dich, du Licht in Finsternis, Auf dich, mein Hüter, du wirst wachen, Mein Heil, du kommst und hilfst gewiß. Sei angstvoll meine Trauernacht, Von dir wird Hilf und Trost gebracht. 9. O Vater, nimm für dein Erbarmen, O Lamm, für dein Versöhnungs⸗ ut, O Geist, du Trost der geistlich Armen, ö Für deiner Gaben reiches Gut Von Herz und Lippen Dank und Ruhm, Und mich zu deinem Eigentum! Paul Gottlieb Werlhof 1699—1767. 15⁵⁴4. 12 2⁰ 0 0 0 0 o so —.N— .—..—..—. SS ꝑ ꝑ ꝑ.—— V Höch⸗=ster, denk' ich wird mein ganz Ge-⸗ mü⸗ te — an die Gü⸗ te, 10² die du mir bis: her er ⸗ zeigt, O wie hab' ich sie entweiht! Ach, zur Ungerechtigkeit Und zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden orgen über mir, o Vater, neu; Von wie manchen schweren Sorgen Machte sie das Herz mir frei! Was mir nützte, gabst du mir; Aber ach, wie dankt' ich dir? O wie hab' ich so vermessen zu der tief-sten Scham ge-beugt, —— —.—— . T dich ge⸗ring ge-schäßt, Lein Ge⸗ bot himt⸗ an⸗ ge; setzt +— AEEEEEEEEEEE E —.——————. D..—— 2— und dich, der du mich ge⸗ lie⸗bet, doch so — ö 2* S ́=..— I rdx.r. oft und schwer be⸗ 4 bet. 2. Alle meine Seelenkräfte, Deines Wohltuns Zweck ver⸗ Meine Glieder sind ja dein, gessen! Und sie sollten zum Geschäfte 4. Bei dem hellen Licht der Deines Dienstes fertig sein. naden 3 Sollt' ich ja die Sünde fliehn Und von meinem Seelenschaden Frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich Oft zur Buße; aber ich Floh vor ihrem sanften Locken, Suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab' ich ge⸗ sündigt, Gott, mein Vater, ohne Scheu; Dir hab' ich oft aufgekündigt Meine schuld'ge Kindestreu. Ach vergib, was ich getan, Nimm mich doch erbarmend an, O Buße. 2⁵³ dühre mich vom Sündenpfade Ach das laß auch mich ge— Schnell zurück durch deine nießen! Gnade! ö ö 7. Stärke selbst in meiner 6. Dir ergeb' ich mich aufs Seele neue; Den Entschluß, mich dir zu Gib, daß mein gebeugter Geist weihn! Deiner Vaterhuld sich freue, Gib, daß keine Kraft mir fehle, Die dein tröstend Wort verheißt! Folgsam deinem Wort zu sein! Was dein Sohn auch mir Stehe mir stets mächtig bei, erwarb, Daß mein Herz dir heilig sei Da er für die Sünder starb, Dich zu lieben, dir zu leben, Fried' und Freude im Gewissen, Sei mein herzliches Bestreben! Joh. Sam. Diterich 1721—1797. 23.7 ich habe mißgehandelt. Joh. Crüger. 1649. 230.. 7——.—— — 12—. 4.—.— Herr, an dir hab' ich ge- sün⸗ digt, fühl' ich, daß dein Wort ver- kün=digt IRI 3———4— ——. 2— 213—18 4—.—...— und vor dei⸗ nem An- ge⸗ sicht ein ver⸗ gel⸗ ten⸗ des Ge⸗richt; und was kann vor +*————— 4 — dei⸗nen Schrecken, Rich-ter al⸗ ler Welt, mich de⸗cken? 2. Kann ich deinem Arm ent-WStürzt' ich in die Tiefe nieder, fliehen? Deine Rechte hält mich wieder. Du bist allenthalben nah. Führ' ich, dir mich zu entziehen, 3. Herr, ich flieh' in deine Himmelan, so bist du da. Hände, 29⁴4 Buße. E Außer dir ist keine Ruh. Dein Erbarmen hat kein Ende; Wer ist gnädiger als du? Du bist Gott und kannst ver⸗ geben; Ach vergib und laß mich leben! 4. Groß sind meine Sünden⸗ schulden, Ihre Last ist mir zu schwer. Ja wenn, länger mich zu dulden, Deine Langmut müde wär', Müßt' ich, würdest du nur winken, In des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu er⸗ klären, Reichet Reue noch nicht zu; Und zerflöss' mein Herz ingZähren, Fänd' ich darum doch nicht Ruh. Nach eigener Melodie. Können eines Sünders Tränen Dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Herr, mein Heiland, dein Erbarmen, Dein für mich vergossnes Blut Und dein Tod erlöst mich Armen, Heilet mich und gibt mir Mut. Dein Verdienst ist's, was mich decket, Wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden, Schaff ein reines Herz in mir, Laß bei dir mich Ruhe finden, Zieh mich immer mehr zu dir! Dankbar will ich mich bestreben, Mein Erlöser, dir zu leben! Christoph Fr. Neander 1724—1802. Joh. Georg Frech. 1843. sin-ke * 0 Keh-re wie- der, keh⸗re reu ig wie⸗- der, bit- tend nie⸗ der der du dich ver-lo- ren hast, 65— AIE ö— PPDDE Wie du bist, so vor dem Herrn mit dei-ner Last! +I— I Z.,e, e, —.—.—————— darfst du kom-men und wirst gnä-dig auf-ge⸗nommen. —— 4J.— *——— 82—..—. ——— D Sieh, der Herr kommt dir ent⸗ ge gen, und sein heil'⸗ges 4 .... II...— 42 rr nn duin r.. da Mn, — 1————..— 3.55—* 4* Wort ver-spricht dir Ver-ge-bung, Heil und Se⸗ gen; 94— W.—. E 6—.2—— I lhun——1 4 IL keh re wie ⸗-der, 2. Kehre aus der Welt Zer⸗ streuung In die Einsamkeit zurück, Wo in geistiger Erneuung Deiner harrt ein neues Glück, Wo sich bald die Stürme legen, Die das Herz so wild bewegen, Wo des heil'gen GeistesMahnen Du mit stillem Beben hörst Und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst! 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz Beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen Dir mit ausgestreckten Armen Winket von dem Kreuzesstammel Kehre wieder, fürchte nicht, Daß der Gnäd'ge dich verdamme, Dem sein Herz vor Liebe bricht! zau- dre nicht! —— 0 4. Kehre wieder, neues Leben Trink in seiner Liebeshuld! Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Große Langmut und Geduld; Faß ein Herz zu seinem Herzen! Er hat Trost für alle Schmerzen, Er kann alle Wunden heilen, Macht von allem Aussatz rein; Darum kehre ohne Weilen Zu ihm um und bei ihm ein! 5. Kehre wieder, endlich kehre In der Liebe Heimat ein, In die Fülle aus der Leere, In das Wesen aus dem Schein, Aus der Lüge in die Wahrheit, Aus dem Dunkel in die Klarheit, Aus dem Tode in das Leben, Aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, Nimm auch heute— kehre gleich! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. Buße. tel. Sieh, hier bin ich. 1738⁸. — DSDRDRDSSSSe SEEEE -ο-cα Gott der Gnaden, schwer be- la- den neigt sich Un⸗ sre Her-zen sind voll Schmerzen, Staub und —— * un⸗ser Haupt vor dir. Hab Er ⸗bar-men mit uns Asch ist un⸗ sre Zier. 1.. H——— I S. ꝑ ꝑ I * 1j1—— Eee . 11** Ar⸗men! Aus der Tie= fe ru⸗ fen wir. 2. Wir verzagen, Denn wir Vor dem Schwerte Bebt die tragen Herde, Auf uns aller Sünden Last, Aller Qualen Volle Schalen, Die du ausgegossen hast. HabErbarmen Mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wenn du richtest, Wenn du sichtest, Geht das Zittern vor dir her; Wenn uns decken Deine Schrecken, Dann ist keine Rettung mehr. HabErbarmen Mit uns Armen! Deine Hand ist uns zu schwer. 4. Herbe Strafe Trifft die Schafe, Deren Ohr nicht Folge gab; Die nicht hielt dem Hirtenstab. HabErbarmen Mit uns Armen, Führ uns nicht zum Tod hinab! 5. Wir bekennen, Herr, wir nennen Laut vor dir die Missetat; Es ist keiner Hier ein Reiner, Jeder erntet böse Saat. Sieh mnfil Mit uns Armen; ieh auf ihn, der für uns bat! 6. Hör uns rufen An den Stufen Deines hohen Gnadenthrons; Tilg in Hulden Unsre Schulden In dem Blut des Menschen⸗ sohns! — Gnade u. Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. 297 HabéErbarmen Mit uns Armen, Sprich uns los des Sünden⸗ lohns! 7. Herr, verzeihe! Jesu, leihe Uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, Wenn vom Sohne Das Erbarmen zu dir fleht! HabErbarmen Mit uns Armen, Wenn der Mittler vor dir steht! 8. Jesu, rette, Brich die Kette Unsrer Finsternis entzwei, Daß der Glaube Tief imStaube Unser Trost und Zuflucht sei! HabErbarmen Mit uns Armen, Jesu, mach uns wieder frei! 9. Du mußt siegen, Wir erliegen, Du bist frei, wir sind in Haft; Du alleine Bist der Reine, Wir sind schwach, dein ist die Kraft. HabErbarmen Mit uns Armen, Denk an deine Pilgrimschaft! 10. Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht! Heinr. Puchta 1808- 1858. XIX. Gnade und Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1524. 1523. — BIEE Es ist das Heil uns kommen her von die Wer⸗ ke 5 fen nim⸗mer⸗-mehr, sie . d. .X. Gnad und lau⸗ ter Gü⸗ mö⸗ gen nicht be- hü⸗ te; ten. Linnn n Sehin 2⁰⁸ Gnade und Erlösung.— 9⁰⁴ 4— 42— Ei — 4—...—.——1 2—. Chri⸗stum an, der hat 20 ⸗nug für uns ge⸗= tan, er ö ...———.—— III—* I + 7117 * S‚‚ ist der Mitt⸗ ler wor ⸗ den. 2. Gerecht vor Gott sind die allein, Die dieses Glaubens leben; Dann wird des Glaubens heller chein Durch Werke kund sich geben. Der Glaub ist Danan mit Gott Und aus der Nächstenlieb sieht man, Daß du aus Gott geboren. 3. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit. Was Gottes Wort zusaget, Das wird geschehen uns zurfFreud, Wenn Gott es auch vertaget. Er weiß wohl, wann's am besten ist, Und braucht an uns kein' arge List; Des sollen wir ihm trauen. 4. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Um dieser Wohltat willen Gott Vater, 86. und heil' gem Geist; Der woll' mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat ZuEhren seiner Macht und Gnad, Daß heilig werd' sein Name. 5. Dein Reich, Herr, komm', dein Will aufErd G'scheh' wie imHimmelsthrone; Das täglich Brot auch heut uns werd'; Gott, unsrer Schuld verschone, Wie wir den Schuldnern tun nach Pflicht, Auch führ uns in Versuchung nicht; Lös uns vom Übel! Amen. Paul Speratus 1484—155ʃ. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 4 4 — 34... 900 0 0 Such',wer da mein Herz al⸗ will, ein an-der Ziel, die lein be-dacht soll sein auf Se⸗ lig⸗ keit zu Chri⸗stum sich zu grün⸗den. fin⸗: den: Sein Wort ist wahr, sein 06 ö 7— Werk ist klar, san heil'-ger Mund hatktrastund Grund, all E . N + LI IS/.·. ————— Feind' zu ü⸗ ber ⸗ win⸗ den. 2. Such', wer da will, Not- 4. Mein's Herzens Kron, Mein' helfer viel, Die uns doch nichts erworben: Hier ist der Mann, Der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil Durch ihn zu teil, Uns macht gerecht Der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, Laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret; Er ist der Herr Und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund Von Herzensgrund, Sucht ihn allein, Denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret! Freudensonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht Von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben; Bleib du meinPreis, Dein Wort mich speis'; Bleib du mein Ehr, Dein Wort mich lehr' An dich stets fest zu glauben! 5. Wend von mir nicht Dein Angesi icht, Laß mich im Kreuz nicht zagen, Weich nicht von mir, Mein' höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud Nach diesem Leid, Hilf, daß ich mag Nach dieser Kla Dir ewig dort Lob sagen! Georg Weissel 1590—1635. 3⁰⁰ Gnade und Erlösung.— ů—.— Valet will ich dir——.— Melchior Teschner. 1614. 235 ½.———————.—.—.— ———.——..— 0 0 0 0„ 4 Is Gott für mich, so tre⸗-te gleich al⸗les So oft ich ruf' und be=te, weicht al⸗les 9 —5—. I hu⸗ 0 9—8 ich 210 Sntdinhnde und bin ge⸗ liebt bei Gott, was kann mir tun der Ven. + + I 1—— H 1 2. H 1 de und Wi⸗der- sa⸗- cher Rott? 2. Nun weiß und glaub' ich Ist nichts auf dieser Erd; feste, Was Christus mir gegeben, Ich rühm's auch ohne Scheu, Das ist der Liebe wert. Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, 4. Nichts, nichts kann mich Und daß in allen Fällen———5 verdammen, Er mir zur Rechten steh' Ich fürchte kein Gericht, Und dämpfe Sturm und Wellen, Die Höll und ihre Flammen und was mir bringet Weh. Beängstigen mich nicht. Kein Urteil mich erschrecket, 3. Der Grund, worauf ich Kein Unheil mich betrübt, grände, Da mich mein Heiland decket, Ist Christus und sein Blut; Das machet, daß ich finde Der ewig treu mich liebt. Das ewig wahre Gut. 5. Sein Geist wohnt mir im An mir und meinem Leben Herzen, — Glaube und Rechtfertigung. 3⁰¹ Regieret meinen Sinn, Vertreibet Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab' erbauet Die neue Friedensstadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Durchseufz' ich auch hienieden Mit Tränen manche Zeit, Mein Jesus schenkt mir Frieden, Versüßet alles Leid. 8. Kein Engel, keine Freuden, Nicht Thron noch Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Nicht Angst, nicht Herzeleid, Noch was man sonst kann nennen, Es sei klein oder groß, Nichts soll von dir mich trennen Aus deinem Arm und Schoß. 9. MeinHerze geht in Sprüngen Und kann nicht traͤurig sein, Ist voller Freud und Siugen, Sieht lauter Sonnenschein: Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 1607—-1676. Nach— Melodie. 175⁴. 177⁷ rnere, ne, + 4 1. 7 I—.—2.—. XX*— 1I..* 1 47 1...— — 0 0 0 0— Ru⸗ he ist das be- ste Gut, Stil- le und ein gu⸗ ter Mut D— 9 6 1———.— 4.——3 B n e. *——.———— 1—— das man ha⸗ ben kann; Idie sus che stei ⸗get him⸗mel an; n Gnade und Erlösung. — DDT‚— = 2—.— 22507—.———..— du! Hier und dort ist kei⸗ ne Ruh als bei — —8.....—— Gott ihm=le 2. Ruhe suchet jedes Ding, Allermeist ein Christ; Du, mein Herz, nach Ruhe ring, Wo du immer bist, O suche Ruh! In dir selber wohnt sie nicht; Such in Gott, was dir gebricht: Gott ist die Ruh! 3. Ruhe gibt dir nicht die Welt, Ihre Freud und Pracht; Ruhe gibt nicht Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht; Keins reichet zu. Wenn du recht bekümmert bist, Suchst du das, was droben ist: Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron Zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, Dringe ein zur Gottesstadt: Gott ist die Ruh. 5. Ruhe beut er allen an, Die beladen sind zu: Gott ist die Ruh! Arm' und Reiche, kommt heran, Mann und Weib und Kind, Ihr findet Ruh! Traget ihr des Leides viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel: Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben er, Der nur Jesum hält; Jesus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt; Sein Geist bringt Ruh. Gib im Glauben Herz und Sim Seinem Geist zu eigen hin: Gott ist die Ruh! 7. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; Alle Last, die er auflegt, Ist ja lieblich doch Und schaffet Ruh. Folge deinem Heiland gern, Dann ist nie dein Friede fern: Gott ist die Ruh! 8. Ach du Gott der wahren Ruh, Gib auch Ruhe mir; — Glaube und Rechtfertigung. 303 Was ich denke, red' und tu', Schließt sich dann mein Auge zu, Streb'ꝰ nach Ruh in dir; So führ Leib und Seel zur Ruh: Gib Ruh dem Geist! Gott ist die Ruh! Joh. Kaspar Schade 1666—1698. —.—— eigener Melodie. 1704. 3 E—— O900 Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich stei- ge aus der Schwermuts-höh⸗ PIIII T ——*—— E ——PP le, wenn ich in dei⸗ ner Lie⸗ be ruh'! Da le und ei=⸗ le dei⸗nen Ar⸗men zu. 4.— i v ere,e, e ———.. +* V. W I.— 16— die Nacht des Trau⸗-erns schei⸗ den, wenn mit so an⸗ ge⸗ vehem men Freu⸗ den die Lie be strahlt aus E. R + 12 ,-V 22657 ö.— — 2—.—..—— Eꝰ E. +—— SEE 2— dei⸗ ner Brust. Hier ist mein Him emel schon 6 Er⸗ ———.——— —— den; wer woll⸗te nicht ver⸗ gnü⸗ get wer⸗den, der . +——— H ——...— + II— — 1* I +*. 5 in dir su⸗ chet Ruh und Lust) Gnade und Erlösung. U◻ 2. Die Welt mag meine Feindin heißen, Es sei also, ich trau' ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen Bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht, Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich die Last der Sünden drücken, Fällt auf mich des Gesetzes Weh, Sehꝰ ich heran die Strafe rücken, So steig' ich gläubig in die Höh Und flieh' in deine heil'gen Wunden; Da hab' ich schon den Ort ge⸗ funden, Wo mich kein Fluch mehr treffen kann. Tritt alles wider mich zusam⸗ men: Du bist mein Heil! Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wiüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich, Du gibst mir aus den Wolken Speise ö Und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und egen; Genug, wenn ich dich bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zier Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut ů In dir, der du verlässest keinen, O allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, Wenn aus Gefahr und Un⸗ gewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildnis scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn' 2675 ö auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, O Glaube und Rechtfertigung. 30⁰5³ é Weil du,—— Gott, vergnügest Weg Welt mit allen Schmeiche⸗ leien! Laß solche Ruhi in dem Gemüte Nichts kann als Jesus mich Nach deiner unumschränkten erfreuen; Güte O reicher Trost: Mein Freund Des Himmels süben Vorschmack ist mein! sein! Wolfg. Christoph Deßler 1660—1722. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. 23— —— EEEESEE *— 2 0 0 Weicht, ihr Ber⸗-ge, fallt, ihr Hu⸗ gel, Got⸗tes Gna-de hat dies Sie ⸗gel, e e— brecht, ihr Fel⸗ sen, al ⸗ le ein! sie will un ⸗ ver ⸗ än⸗ dert sein. Laß die 223——— 2 .—— Welt in Trüm⸗mer gehn, Got⸗ tes Gna⸗- de 2 ... wird be⸗ stehn. 2. Gott hat mir ein Wort 3. Seine Gnade soll nicht versprochen, weichen, Gott hat einen Bund gemacht, Wenn gleich alles bricht und fällt; Der wird nimmermehr gebrochen, Sie wird ihren Zweck erreichen, Bis er alles hat vollbracht. Der mein Herz zufrieden stellt. Er, die Wahrheit, trüget nicht; Gott ist fromm und gut und treu, Es geschieht, was er verspricht. Sei die Welt voll Heuchelei. Gnade und Erlösung. E 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Ver⸗ sprechen: So fällt aller Zweifel hin, Als wär' er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Mag sein Antlitz sich ver⸗ ellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn die Weltsich auch empört. Ihre Liebe mag erkalten, Achtet doch mein Gott mich wert; Und wenn Sturm und Donner brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Er⸗ barmer, So hat er sich selbst genannt. Das ist Trost, so werd' ich Armer Immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, Daß er mir was Leides tu'. 8. Nun so soll mein ganz Vertrauen Ewig fest auf ihm beruhn. Auf ihn will ich Felsen bauen; Was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch sein Bund bleibt ewig stehn. Benj. Schmolck 1672—-1737 A——.——5 ——.— EE doch dies Trostwort al Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. D‚. 1 2³—— . L—— —.— Je⸗ sus nimmt die Sün⸗der an: sa⸗ get —— 4 von der len, wel⸗che E ů—— . rech⸗ ten Bahn auf ver⸗ kehr⸗ten Weg ver ⸗ fal⸗ len! ier ist, was sie 4 + IT..— 1—.—.4.—.—— EXEE I. I. I * SDSꝗSDSS‚‚II‚‚ nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, Doch hat er in seinem Worte Treulich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn einSSchaf verlorem ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch und er Macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an! 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Ich bin nun getrosten Muts; Wenn der Sünde Last mich drücket, Werd'ich doch kraft deines Bluts Mit dem reichen Trost erquicket, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an. Mich auch hat er angenommen, Mir den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Schulz? 1785. F SEDD 1—————¹ι. 24⁰ IIRE. —— n. 4.—— 3⁰08 Gnade und Erlösung.— ——— 4————.— SSIIIII IIIIIIIT *—.—.— den, der mei⸗nen An ker e⸗ wig hält; den? Da lag er vor der Zeit der Welt, EE 1—— DDDDIDTRTIRRDe —————.————.————4.—— 7 . 25 Grund, der un⸗ be- weg⸗lich steht, wenn Erd und der —— II —— — U 4 — 2*—4 I...* I Him⸗mel un ⸗ ter ⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das heißt die Wunden recht Das alles Denken übersteigt, verbinden, Da Gott mit offnen Liebesarmen Da findet kein Verdammen statt, Sich zu uns armen Sündern Weil Christi Blut beständig neigt, schreit: Dem stets das Herz vor Mitleid Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! bricht, n Wir kommen oder kommen nicht. Darein. 3 2—— 5— gläh I 3. Wir sollen nicht verloren Dem will ich mich getrost ver⸗ werden, traun Gott will, uns soll geholfen sein; Und, wenn mich meine Sünden Deswegen kam der Sohn auf kränken, Erden Nur gleich nach Gottes Herzen Und nahm hernach den Himmel schaun: ein, Da findet sich zu aller Zeit Deswegen klopft er für und für Unendliche Barmherzigkeit. T*„ So stark an unsers Herzens Tür. Wird alles andre mir 4. O Abgrund, welcher alle entrissen, Sünden Was Seel und Leib erquicken Durch Christi Tod verschlungen ann, hat! Darf ich von keinemTroste wissen — Glaube und Rechtfertigung. 3⁰0 Und nimmt kein Mensch sich meiner an, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, Ja häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Worüber sich meinGeist zerstreut, So hoff' ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Die ich zu tun beflissen bin, Viel Unvollkommenheit be⸗ merken, So fällt wohl alles Rühmen hin; — Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Doch ist auch hier der Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst das Herz mir stillen, Damit es das nur nicht vergißt: Dann steht es fest in Lieb undLeid⸗ Gegründet auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. Dann sing' ich einstens hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe 1688—1758. Karl Friedr. Schulz? 1785. 2414 00 80 0 Ich weiß von ich weiß von an: dern Grun⸗ an-⸗ dern Bun⸗ kei⸗ nem kei⸗ nem .———— EE n—— D de, als den der Glaub in Chri⸗sto hat; als de, von kei- nem an-dern Weg und Rat, E daß man elend, arm und bloß sch legt in — —— I. L 1 — Chri sti — 1 0 Arm und Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland Sonst dringt ein sichres Wesen kommen Und eil' ihm immer besser zu; Ich bin auch von ihm auf⸗ ö genommen Und find' an seinem Herzen Ruh. Er ist mein Kleinod und mein Teil, Und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib' in Christo nun erfunden Und bin in ihm gerecht und rein; Ich traue fest auf seine Wunden, Da kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an, Daher mich nichts verdammen kann. 4. Ich fühle noch in mir die ünde, Doch schaden kann sie mir nicht mehr, Weil ich in Christo mich befinde; Wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, Mel. Christus der ist mein Leben. ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben Im Glauben und in Christi Kraft; Der alte Mensch muß täglich sterben, Der mir noch immer Unruh schafft. Dies aber macht mich arm und klein Und lehrt mich stets nach Hilfe schrein. 6. O Jesu, laß mich in dir bleiben, O Jesu, bleibe du in mir; Laß deinen guten Geist mich treiben, Daß ich im Glauben folge dir! Laß mich nur fromm und wach⸗ sam sein, So reißet nichts den Grund mir ein! Karl Heinr. v. Bogatzky 1690—1774. Melchior Vulpius? 1609. 24² S 000 0 0 Die Gna⸗ de sei mit al· len, E Glaube und Rechtfertigung. 50 ö..—.— 1— ö—. 1—.—...—.—. 6 .————— 2—...———— Gna⸗ de un- sers Herrn, des Herrn, dem wir hier 5 — — 20 1— —— —.—60 2.Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns gar kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu; Und wenn uns je will grauen, So bleibt der Herr doch treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! Nach eigener Melodie; oder O daß ich tausend Zungen hätte. wal- len und sehn sein Kommen ——4 +..—.— gern. 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 6. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 7. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, Die Gnade sei mit mir! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. aus der Schweiz? 1819. 243 0 0 0 80 ——— —————— Deeee Mir ist Er das zähl' ich „bar⸗mung wi: der⸗ zu dem Wun ⸗ der⸗ ——ß7— fah⸗ren, ba⸗ ren, mein stol⸗-zes Er-bar-mung, de⸗ ren ich Herz hat's nie nicht wert; be⸗ gehrt. 9 ů ö—.———...I‚.‚.. .———— 9——„—— 5 SISSIII DEE Nun weiß ich das und bin er ⸗ freut und Q— .=22——. ——.——..........—.—————— ———.—— IISS—j 5. rüh⸗ me die Barm⸗ her ⸗ zig ⸗keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet Und soll bei Gott in Gnaden sein Gott hat mich mit sich selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum ge⸗ schicht's? Erbarmung ist's und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt, Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 2⁴⁴ Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Schulz? 1785. 4. Dies lass' ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig Rühmen ein; Auf dies Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Not, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir Und führe durch den Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir; Da bin ich ewig hoch erfreut Und rühme die Barmherzigkeit! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. e—— iEiEEEEEEE 9009 09 Aus Gna⸗den soll ich Was willst du se ⸗lig blöd ge⸗ wer⸗ dich so bär⸗ ae un— 6 n en Lmnen ne Fin t, L *— D——I——..— 1.—. den! Hennglaubstdws o⸗ der gfanbstdn's nicht? den? Ist's Wahrrheit, Was die Schrift ver⸗ spricht, so 7— Dii muß auch die ⸗-ses Wahr⸗heit sein: aus Gna⸗den 4———— H iDEEE en ist der Him⸗mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch ö erschienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil gebracht Und uns aus uaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, So schwer du immer bist beladen, So schwer dein Herz dich auch verklagt: Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. Was nötigt' ihn dein Freund zu werden? Sprich, wes 25 zu rühmen Gab er sich t zum Opfer dar Und nahm dein Heil in Gnaden wahr? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in H. Worte preist, Worauf all unser Glaube ruht, Ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, Denk nicht: wohlan, ich greife zul Wahr ist's, Gott ruft verlorne Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; 3¹⁴4 Gnade und Erlösung. Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Wer noch auf Gnade sünd'gen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, Tret' ab von aller Heuchelei. Nur wenn der Sünder sich be⸗ kehret, Dann lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündetun scheint sie gering, Dem Glauben ist's ein Wunder⸗ ding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen Das Herz des Vaters aufgetan, Mel. O daß ich tausend Wenn's unter Angst und heißen chmerzen eichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm' ich oftmals Stär⸗ kung her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär'? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben! Ich glaube, darum ist mir wohl, Ich weiß mein sündliches Ver— derben, Doch den auch, der mich heilen oll. Mein Geist ist froh, mein Herze lacht Weilmich die Gnade selig macht, Christian Ludw. Scheidt 1709—176l. ꝛc. 1738. *—— 90 0 0 Gott, !— e x. dei ne Gnad ist Dein ist's die Sün⸗den un ser Le⸗ zu ver ⸗ ge⸗ PPSSII ben, sie schafft uns Heil und 227——7 ruh. Dem ben, und wil-lig Q ist dein Herz da ⸗ zu. tief:; ge sal les nen Ge⸗ schlecht schenkst du zum Glaube und Rechtfertigung. 3¹⁷ 43* + + —.—.——— —*. Him⸗mel neu⸗ es Recht. 2. Uns, uns Verlorne zu er⸗ retten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. OGott, wie hast du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die niemand g'nug erheben kann. Nun nimmst du jede wahre Reue um Christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir be⸗ kehrt Und gläubig seinen Mittler ehrt! 4. Du rettest ihn von allen Plagen, Die dem Gewissen furchtbar sind Er kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind; 5 Mein Jesus ist's, der für mich litt Und mich noch jetzt bei Gott vertritt. 5. O Herr, wie cuhig ist die Seele, Die ganz sich deiner Gnade freut! Sei's auch, daß irdisch Glück ihr ehle, Nie fehlt ihr doch Zufrieden⸗ heit. Denn überwiegt dein Heil nicht weit Die Welt und ihre Herrlichkeit? 6. O laß mich dies im Glau⸗ ben fassen Und, Vater, mich voll Zuversicht Auf deine Treue stets verlassen; Wenn alles wankt, wanlt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt, Sein Heil steht unbeweglich fest! 7. Lobsingend will ich dich er⸗ heben, Mich ewig deiner Gnade freun Und deinem Dienst mein ganzes Leben In kindlichem Gehorsam weihn. Herr, du vergabst mir meine Schuld; Nie, nie vergess' ich diese Huld. Joh. Sam. Diterich 1721—1797. 3¹⁶ Gnade und Erlösung. —— Mel. O Ewigkeit ꝛc. (Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1653. —.——— 240 — 4— 23— —2— 2.—. 0 6 S ——..———————— Ich schä-me mich des Heilands Gott, welch ein teu⸗ res wer stes ꝗꝗSSISIIIRJJ‚D‚—I————.—— PPE. ů — nicht, vor dem voll fro ⸗ her hier dein Kind, dein Wort: ich Zu⸗ ver⸗sicht mein Er⸗ be dort, wie 994 I ————— Knie sich dankbar beu⸗ get. mir dein Geist be⸗ zeu⸗get, ich soll durch Je⸗sum De —— Chri⸗stum rein, durch ihn 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, Die in der sel'gen Wissenschaft Von dem Erlöser lieget, Die alle Kenntnis dieser Welt, Und was sie Reizendes enthält, Unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höch⸗ ster Ruhm Ist Jesu Evangelium. 3. Auf ewig ist's mein bestes eil In keinem andern ist mir Heil Und Kraft zum ew'gen Leben, ,,. —— —————— ge recht und se- lig sein! Vergebung meiner Sünden⸗ schuld, Der Beifall Gottes, seine Huld Und Seelenruh gegeben. Ich steh' im Glauben, bin ein Christ, An dem nun nichts verd ammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barm⸗ ö herzigkeit, Mit himmlischer Zufriedenheit Lohnt Gott mir schon hienie⸗ den; Ich bete voller Zuversicht, E Glaube und Rechtfertigung. 317 Mich schreckt kein Tod und kein Nicht Leiden, nicht Gefahren. ——. Gericht, Durch den ich alles hier vermag, MeinGeist fühlt Gottes Frieden. Mein Gott wird bis auf jenen Gott, ewig ist mein Herz nun dein Tag Und ewig deine Gnade mein. Mein Erbteil mir bewahren. 3. Ich weiß, worauf mein Ja du, der mich berief, bist treu; Glaube ruht; Hilf, daß ich's auch im Glauben Nichts raubt mir meinen Trost sei! und Mut, Friedr. Wilh. Loder 1757—1823. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. Q I H.˙.˙. W— — 2—— W......— +— *———0 2——— 1—— 12 2—— +— * 000 0 Ich weiß, an wen ich glau⸗be, ich weiß, was wenn al ⸗les hier im Stau⸗ be wie Rauch und —.— in dr,— — 2——4———— —————3—.. Staub desweh ich weiß, was e⸗ wig blei⸗ bet, wo 5 7 +i + 4 4 4 —————— — DDD al⸗ les wankt und fällt, wo Wahn die Wei⸗sen trei⸗ —— DDDD—— 4 4 +—— ——— 4———— bet und Trug die Klu⸗gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, Es sind des Heilands Worte, Ich weiß, was nie verläßt; Die Worte fest und klar; Auf ew'gem Grund gemauert An diesem Felsenhorte Steht diese Schutzwehr fest. Halt' ich unwandelbar. 318 Gnade und Erlösung. E 3. Auch kenn' ich wohl den eister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heil'gen dienen,— Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wanken, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort; Mel. Valet will ich dir geben. 5. Er, den man blutbedecket Am Abend einst begrub; Er, der von Gott erwecket Sich aus dem Staub erhub; Der meine Schuld versöhnet, Der seinen Geist mir schenkt, Der mich mit Gnade krönet Und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit zu Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt, Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Melchior Teschner. 1614. 2⁴ 4 00 0 0 935— Von Gna⸗de will ich le- ben, auf Gna-de auf Gna⸗de mich er ⸗ge⸗ben bis zu dem 9 r dzrn mmr. ...... 1 — ——.— — ster-ben auch, letz⸗ten Hauch. +— Der Quell all mei⸗ner Freu⸗ de, all 2 Q 4 4* 4. 4— er. S 4——— mei⸗nes Tro⸗stes Grund, die Kraft in je⸗dem Lei⸗ — Heiligung und christlicher Wandel. 19 dr, ,rr. ——... — +.— de bleibt Got- tes Gna⸗den ⸗ bund. 2. Wohl hat auf allen Wegen Dem kommt doch gar nichts Viel Lieb und Freundlichkeit, gleich; Viel tausendfachen Segen Das ist der Gaben beste, Mein Gott für mich bereit; Macht auch den Armsten reich. ; 4. Wie müßt'ich doch verzagen, Erkenn' ich seine Güt, Ir; S, Wo fänd' ich Kraft und Licht, Dort oben Sonn und Sterne,; Hier unten Baum und Blüt Wie könnt ich selbst michtragen, Trüg' mich die Gnade nicht! 3. Ich weiß, was sie verkünden, Der Gnad allein ergeben Hab' meine Lust daran. Stimmt alle mit mir ein: Doch daß in meinen Sünden Von Gnade will ich leben, Ich Gnade finden kann, Durch Gnade selig sein! Das ist das Allergrößte, Julie von Hausmann 1825—1901. XX. Heiligung und christlicher Wandel. 1. Früchte des Glaubens. 86.—5 ist gewißlich an der Zeit. 1⁵3⁵. 92— 249 REE n. v—— r eK. d 0 α α Laß, Va⸗ter, dei- nen gu⸗ten Geist all⸗ zu tun, was dein Ge-bot mich heißt znichts AE— x 2 33——.— Pp————— ——.—— 5 zeit mein Herz re⸗- gie⸗ ren, soll mich mehr ver⸗ füh⸗ ren. Hilf mir der Sün⸗de 32⁰ Heiligung und christlicher Wandel.—I++ +— Miüt—. wi=der⸗stehn und nicht von dei⸗ nem We⸗ge gehn zur +—41—— .SSSII..I... 4—.— —5——— I— IX Rech⸗ten o ⸗der Lin⸗ken! 2. Regt sich oft bösedust in mir, Dir dienen ohne Furcht und Weil ich auf Erden lebe, Zwang 65 4 fange damit 6.0 In willigem Gehorsam! leich anfangs widerstrebe, II aß ich ja vergesse nicht 4. Gott 1510. 18.20 ie Todesstunde, das Gericht, Laß reichlich mich empft ; pfinden! Den Himmel und die Hölle! O Jesu Christe, steh mir bei, 3. Gib, daß ich denke jederzeit Daß ich kann überwinden! An diese letzten Dinge Hilf, heil'ger Geist, in diesem Und dadurch alle Sündenfreud Krieg, Aus meinem Herzen bringe, Auf daß ich freudig einen Sieg Damit ich mög mein Leben lang Erhalte nach dem andern! ö David Denicke 1603—1680. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. ᷓ ö 135 rr 250* SSI..— 2—2.**————— + H⁰0π0αρ⏑—5; Mein Gott, das Herz ich brin⸗ge dir als —0 44 N —.— I mnd. S..‚...—— SIEEIEE—..—— Ga⸗ be und Ge-„⸗schenk; du for-derst sol⸗ ches 20..— II —5.—.——— ......— ja von mir, des bin ich ein ⸗ ge- denk. E Früchte des Glaubens. 2¹ 2. Gib mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, Das ist mir lieb und wert, Du findest anders keine Ruh Im Himmel und auf Erd! 3. Nun, du mein Vater, nimm es an, Mein Herz, veracht es nicht; Ich geb's, so gut ich's geben kann, Neig mir dein Angesicht! 4. O rein'ge du, Herr Jesu hrist, Mich durch dein teures Blut! Ich glaub', daß du gekreuzigt bist Der Welt und mir zu gut. 5. Gott heil'ger Geist, nimm du auch mich In die Gemeinschaft ein, Ergieß um Jesu willen dich Tief in mein Herz hinein! 6. Dein göttlich Licht gieß in mich aus Und Glut der reinen Lieb, Lösch Finsternis, Haß, Falschheit aus, Schenk mir stets deinen Trieb! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. 7. Hilf, daß ich sei von Herzen treu Im Glauben meinem Gott, Daß mich nie wieder mache scheu Der Welt List, Macht und Spott! 8. Hilf, daß ich sei von Herzen est In Hoffnung und Geduld, Daß, wenn nur du mich nicht verläßt, Mich tröste deine Huld! 9. Hilf, daß ich sei von Herzen rein; Mein Wandel tue kund, Daß ich dich liebe nicht zum Schein, Vielmehr von Herzensgrund! 10. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein Mein Herz hier in der Zeit; Ja laß es deine Wohnung sein Auch in der Ewigkeit! Joh. Kaspar Schade 1666—1698. Georg Neumark. 1657. . 25l 00 0 0 23——I—— — ́———— Meinott, weil ich in 0 mei⸗nem Le⸗ben so wol⸗lest du ein Herz mir ge-ben, Evang. Gesangbuch. 11 322 ö Heiligung und christlicher Wandel. O —— 2.32——.—— —. D dich stets vor Au⸗gen ha- ben soll—* das dei⸗ ner Furcht und Lie⸗ be voll; denn bei ⸗des 2 —— SSPSPSPIIIIT 42 4 — muß bei⸗sam⸗men⸗ gehn, soll un-ser Christen⸗ — 2.— MD I—— 5.— 7— 5 i + tum be- stehn. 2. Laß deine Furcht im Tun Laß nur in deiner Furcht mich und Denken leben, Mir aller Weisheit Anfang sein Und immer meine Schritte lenken, Von allem Leichtsinn mich be⸗ frein! Nur wer dich fürchtet in der Tat, Der meidet auch der Torheit Pfad. 3. Gib, daß ich stets zu Herzen nehme, Daß du allgegenwärtig bist, Und das zu tun mich ernstlich schäme, Was, Herr, vor dir ein Greuel ist; Ja, deine Furcht bewahre mich Vor allen Sünden wider dich! 4. Laß mich vor deinem Zorne beben Und wirke wahre Buß in mir, Daß ich die Gnade nicht verlier', Die meiner in der Missetat Mit Langmut oft verschonet hat! 5. Erhalt in mir ein gut Ge⸗ wissen Und hohe Glaubensfreudigkeit, Gib mir bei allen Hindernissen Den Geist, der wahre Kraft verleiht Und in mir einen Mut erweckt, Den keine Menschenfurcht er⸗ schreckt! 6. Hilf, daß ich immer also wandle, Daß deine Furcht mein Leitstern sei, Und nie aus falschem Herzen handle In bloßem Schein undHeuchelei! O Früchte des Glaubens. 3²³ Du siehest in das Herz hinein, 8. In deiner Furcht laß mich Nichts kann vor dir verborgen auch sterben! sein. So fürcht' ich Weden Tod noch 7. Ach gib mir stets mit Furcht Grab und Zittern Und werde die Verheißung erben, Zu schaffen meine Seligkeit! Die mir dein Wort aus Gnaden Laß mich nicht deinen Geist er⸗ gab. Purch uh bittern st Die Gottesfurcht bringt Segen Durch Eigensinn und Sicherheit, nein,lin, Und zeige du die Hölle mir, Ihr Lohn wird groß im Himmel Daß ich den n nicht ver⸗ sein. lier Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Was mein Gott will ꝛc. Weltlich. 1529. 1540. 25² —.— Wer sich auf seis neSchwachheit und wer nicht— tes Kraft be⸗ 2 2—.—— 3——————— stützt, der bleibt in Sin den lie—* nützt, wird sich 2 ⸗wiß be ⸗ trü 2 genz ee,—— Y 1— . en den.G5 und schma⸗len Steg hat er nie I——* onn Ea... an⸗ge⸗ 3tenz er weiß auch— in Got⸗tes — F—.7 D——4— 12— ———.— Licht, was kämp⸗fen sei und 5— ten. 11* 324 Heiligung und christlicher Wandel. — 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, Ist ihrer Bosheit Stärke; Dadurch vermehrt der böse Geist Gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, Richt deinen La u Zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Hand Zerreißt das Band, Womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christentum Heißt von der Sünd uns scheiden, Und bei dem wahren Glaubens⸗ ruhm Muß man die Weltlust meiden. Wenn Christi Geist Die Seel entreißt Aus ihren Todesbanden, So spürt sie Kraft, Die Jesus hafft, Mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, Laß mich gekräftigt werden; Es ist Gerechtigkeit und Stärk Mein bestes Teil auf Erden! Du machst gerecht Uns, dein Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Und willst zugleich uns stärken, Daß wir in dir Des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken, 5. Brich durch, o starker Gottessohn, Damit auch wir durchbrechen; Laß uns vor deinem Gnaden⸗ thron Nicht mehr von Schwachheit sprechen, Wenn deine Hand Das teure Pfan Des Geistes uns gegeben, Dadurch wir frei Von Heuchelei Im Streit stets siegreich leben! 6. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist, Gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen! Gib Kraft, wenn Satans Macht und List Uns schwächen will imKämpfen! Wenn uns die Welt Viel Netze stellt, Gib Kraft, sie zu vernichten; So wird in 05 Ja selbst im d 0 Uns deine Kraft aufrichten! Bernh. Walter Marperger 1682—1746. Joh. Crüger. 1656. —— Geschlecht, 253 — SS L 9889 0 Wie gut ist's von der Sün⸗de frei, wie — Früchte des Glaubens. 325 EE....= —.— DRDR—..——— se lig Chri ⸗sii Knecht! Im Sün⸗dendienst ist 4 — 1 ——DII—— ———.— ——.— —.— Skla⸗ve⸗ rei, 2. Im Sündendienst ist Finsternis, Den Weg erkennt man nicht; Bei Christo ist der Gang ge⸗ wiß, Man wandelt in dem Licht. 3. Im Sündendienst ist Haß und Leid, Man plagt und wird betrübt; In Christi Reich ist Freudig⸗ keit, Man liebt und wird geliebt. 4. Die Sünde gibt den Tod zum Lohn, Das heißt ja schlimm gedient! Das Leben ist in Gottes Sohn, Der uns mit ihm versühnt. in Chri⸗ sto Kin-des- recht. 3. O Heiland, dir nur dien ich gern, Denn du hast mich erkauft; Ich weiß und will sonst keinen Herrn, Auf dich bin ich getauft. 6. Wen du befreist, der ist recht frei, Du schenkst ihm alle Schuld, Und darum dank' ich deiner Treu Und rühme deine Huld. 7. Ich bete an, HerrJesuChrist, Und sage: Ich bin dein! Nimm mich zu dir, denn wo du bist, Soll auch dein Diener sein! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. ew'⸗ges Licht, aus des⸗sen Lich Mel. Der am Kreuz ꝛc. Joh. Georg Söhnlin. 1836. 254 4—— 1—.— i n V H H,. ——65— ——1— —— Gott, vor des⸗sen An- ge⸗-sich te 5 Heiligung und christlicher Wandel. — ———— D 9 nur ein ö rei⸗ ver Wan⸗del gilt; stets die rein- ste Klar-heit quillt: dei⸗ nes Na-mens 7— ů Ff n bESIEE.— i Hei- lig ⸗ keit wer-de stets von uns ge⸗ scheut, 9 PII 4—— 2.———. E laß sie doch uns kräf⸗tig drin- gen, nach der * .—— ö 2..—5—.— EEH *2——...— Hei⸗ li ⸗ gung zu rin ⸗ gẽn! 2. Heilig ist dein ganzesWesen 4. O so laß uns nicht ver⸗ Und kein Böses ist an dir; Ewig bist du so gewesen Und so bleibst du für und für; Was dein Wille wählt und tut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine inder Deinem Bilde ähnlich sei'n. Nie besteht vor dir der Sünder, Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur derFrommenFreund, Übeltätern bist du feind; Wer beharrt in seinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. scherzen, Was du uns noch zugedacht! Schaff in uns stets reine Herzen, Töt in uns der Sünde Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir! Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlösen, Gabst du deinen Sohn dahin; O so reinige vom Bösen Durch ihn unsern ganzen Sinn! Gib uns, wie dein Wort verheißt, Gib uns deinen guten Geist, Daß er unsern Geist regiere Und zu allem Guten führe! — Früchte des Glaubens. 3²⁷ — 6. Keiner sündlichen Begierde Mach uns deinem Bilde gleich! Bleibe unser Herz geweiht; Denn zu deinem Himmelreich Unsers Wandels größte Zierde Wirst du, Herr, nur die erheben, Sei rechtschaffne Heiligkeit. Die im Glauben heilig leben. Joh. Christ. Zimmermann 1702—1783. —Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛc. Herm. Schein. 1628. 55——— REEEEEEEE 0 0 0 0—— Wer Got-tes Wort nicht hält und in sol⸗chem ist die Wahrheit ————..—— 35— SSSS I E 2—— spricht: ich ken⸗ne Gott, der trü⸗ get; Wé nicht, die durch den Glauben sie ⸗get. E Gott, nicht 2. Der Glaube, den sein Wort Sind wir nun Gottes Kinder. erzeugt, Wer solche Hoffnung zu ihm hat, Muß auch die Liebe zeugen; Der flieht den Rat der Sünder, Je höher die Erkenntnis steigt, Folgt Christi Beispiel als ein Je mehr wird diese steigen. Christ, Der Glaub erleuchtet nicht allein, Um rein zu sein, wie er es ist. Er stärkt das Herz und macht es 4. Alsdann bin ich Gott an⸗ rein. genehm, 3. Durch Jesum rein von Wenn ich Gehorsam übe. Missetat Wer die Gebote hält, in dem 328 Heiligung und christlicher Wandel. ö— Ist wahrlich Gottes Liebe; Wer in der Liebe bleibet. Ein täglich tätig Ehristentum, Die Lieb ist's, die die Cherubim Das ist des Glaubens Frucht und Gott zu gehorchen treibet. Ruhm. Gott ist die Lieb, an seinem Heil n Hat ohne Liebe niemand teil. 5. Der bleibt in Gott und Christ. Fürchtegott Gellen Gott in ihm, 17 715—1769. .— ist gewißlich an der Zeit. 153⁵. 25⁷ ᷣIIII EE ꝗ α Nimm hin mein Herz, Gott, nimm es an! Ich ich bring' es dir, so gut ich's kann, so 4 ů DS D/DiSES D‚DEE........——— ————.——8———..———— *— bring' es dir zur Ga⸗be,;; eiß doch, d er⸗ schwach und arm ich's ha-be; ich weiß doch, du ver F3.— D——.— 1 TCT ·D·¶ ¶ ¶ SSI TT 2.——————————.— ——..— Ischmähstes nicht, so viel dem Op⸗fer auch ge⸗bricht, das ich dir wil⸗lig wei⸗ he. 2. Nimm, o mein Heiland, Doch ist dir's auch, o Herr, nimm es hin, bewußt, Du Herz voll ew'ger Liebe! Ich kann's nicht selbst bekehren. Mein Herz ist voller Eigensinn Und voll verkehrter Triebe; 3. Mach du's zu deinem reinen Es hängt an Welt und eitler Haus, Lust; Das dir gefallen könne; — 0 Früchte des Glaubens. 329 Was dir zuwider, reiß heraus, Daß dich und mich nichts trenne! Entsünd'ge mich mit deinem Blut, Gib mir den Geist, dann werd' ich gut, Dann fang' ich an zu leben! 4. Herr, gib— und kost' es immerhin Dem Fleische tausend Schmer⸗ zen— Herr, gib mir einen neuen Sinn, Ein Herz nach deinem Herzen, Ein Herz, das dich mit Freuden ehrt, Das kindlich deine Stimme hört Und deinen Namen fürchtet! 5. Gib mir ein Herz, das dich forthin Mit Vorsatz nie betrübet, Ein Herz, das dich mit lauterm Sinn Aus allen Kräften liebet, Ein Herz, das nur für dich ent⸗ brennt Und keine falsche Liebe kennt, Ein Herz voll Kraftund Glauben! 6. Gib mir ein Herz, das deine Mel. Ach sieh ihn dulden. Wenn es gefehlt, bald spüret, Das keine andre Straße sucht, Als die zum Himmel führet; Ein Herz, das auch in Not und Pein Zu dir die Zuflucht nimmt allein Und auch im Kreuz dich preiset; 7. Ein Herz, das Freundꝰ und Feinde liebt Und nichts haßt als die Sünden Ein Herz, das——— mehr sich übt, Sich stets in dir zu finden; Ein Herz, das immer droben ist, Dort, wo du bist, Herr Jesu Christ, Zu deines Vaters Rechten! 8. Herr, gibst du mir ein solches Herz, Was will ich mehr verlangen? Dann bleib' ich fest in Freud und Schmerz An deiner Liebe hangen; Dann bin ich dein, und du bist mein, Dann werd' ich einst dort oben sein Und selig dich umfangen. Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. Justin Heinr. Knecht. 1793. 25⁷ 23 nn wiah.— SSSS 00 0 0 Laß mich, o Gib selbst das Herr, in al⸗len Din⸗ Wol⸗len und Voll-brin⸗ —5. +— EV..——.— Ee 2 2— —.————..— gen auf dei⸗nen Wil⸗len sehn und dir mich weihn! gen und laß mein Herz dir ganz gex- hei⸗- ligt 2 44 —— + +— 11— e.. S& IIN seinl Nimm mei⸗nen Leib und Geist zum Op- fer hin; dein, ꝗ —— D‚.n —3—63—— —2.———.———— + +* + Herr, ist al-les, was ich hab' und bin! 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke Und laß ihn in derLiebe tätig sein, Daß man an seinen Früchten merke, Er sei kein eitler Traum und falscher Schein! Er stärke mich in meiner Pilgrim⸗ aft Und gebe mir zum Kampfe Sieg und Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, In gut' und bösen Tagen sein vergnügt Und deinem Willen mich ergeben, Der mir zum Besten alles weis⸗ lich fügt! Gib Furcht und Demut, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst! 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen! Einst werd' ich noch, wenn ich den Lauf vollbracht, Im Himmel ewig Dank dir bringen, Dir, der du alles hast so wohl emacht; Dann werd' ich heilig, rein und unentweiht Dein Lob verkündigen in Ewig⸗ keit. Georg Joach. Zollikofer 1730—1788. DSDSDPD———— — Früchte des Glaubens. 331 — Mel. Schwing dich auf ꝛe. Joh. Crüger. 1653. —— —1 —. Sollt' ich jetzt noch, da mir schon dei⸗= ne dich ver⸗ las⸗ sen, Got⸗ tes Sohn, und der S mit den Lü⸗sten die ⸗ser Zeit Güt er ⸗=schie⸗ nen, Sün⸗de die ⸗ nen, —.—.—.—..——. —————————— wie⸗der mich be⸗ fle ⸗cken und nicht mehr die ————— Sü⸗ßig⸗keit dei⸗ ner Lie⸗ be schme⸗cken? 2. Hab ich doch allein bei dir Sie wird mein Vertraun auf dich Meine Ruh gefunden Mir doch lassen müssen. Mittler, heiltest du doch mir 4. Zeigt die Welt ein Heil Alle meine Wunden! wie du? Und ich sollte dein Gebot Bringt sie Kraft den Müden, Wie die Frevler hassen Den Bedrängten Trost und Ruh, Und mein Recht an deinen Tod Sündern Gottes Frieden? Wieder fahren lassen? Gibt sie mir die Zuversicht, 3. Nein, ich bin und bleib' Daß ich trotz dem Grabe Rännich ei G RN. Deiner Ewigkeiten Licht ein Christ, + Halt' auf deine Lehren, Zu erwarten habe? Lasse keine Macht noch Lit 5. Rettet sie mich, wenn vor Mir den Glauben wehren. Gott Fielen tausend ab, nicht ich; Einst die Völker stehen Mag's die Welt verdrießen, Und das Leben und den Tod 3³² Heiligung und christlicher Wandel. U ö Ihm zur Seite sehen, Daß auch ich unfehlbar dort Wenn der Sahla nun zu spät Gnad und Leben finde! Aus dem Schlaf erwachet ö Und der Sptter, der hier schmäht, 7. Nicht 2—— nicht der Glaubt und nicht mehr lachet? Trübsal nicht noch Kreuden 6. O wie töricht, wenn ich mich Sollen mich, mein Herr undGott, Noch verführen ließe, Jemals von dir scheiden. Jesu, da ich schon durch dich Sünde, Welt und Eitelkeit Gottes Huld genieße, Und des Fleisches Triebe, Da ich weiß, auf wessen Wort Alles überwind' ich weit, Ich die Hoffnung gründe, Herr, durch deine Liebe! Balthasar Münter 1735—1793. Mel. Freu dich sehr ꝛe. 15⁵4. . 4 8 N ů—.— N ———— .—————.. 8αο———— Las⸗ set uns im Gei- ste wan- deln L daß in un serm Tun und Han⸗deln 2 * D— ——— ö 2.— ee Eerr, E,——— * wie's dem Volk des Herrn ge-bührt, nie des Flei⸗sches Lust re- giert! Got ⸗tes *— 1— E H Geist sei im⸗mer⸗dar un⸗ser Beistand in Ge⸗-fahr, A N — 2—5:.— 2.—— .— daß in sei⸗ ner Kraft wir sie ⸗gen, wenn das IIII — 5 1— Früchte des Glaubens. 333 rrer———————— I... 4.— Fleisch uns will be⸗- trü⸗ gen. 2. Wo der Geist des Herrn regieret, Bricht das neue Leben an, Und die Gnade Gottes führet Unsern Gang auf rechter Bahn; Mer und Wandel werden rein, Dienen Gott dem Herrn allein, Um je mehr und mehr auf Erden Vor ihm angenehm zu werden. 3. Drum, o Geist der Kraft und Stärke, Zieh in unsre Herzen ein, Laß des sünd'gen Fleisches Werke Richt mehr in uns mächtig sein! Töt in uns die Eitelkeit, Wehre allem Zank und Streit, Hilf uns frei von dem Verderben, Daß das Himmelreich wir erben! 4. Mehre in uns deine Liebe, Die des GlaubensFrüchte bringt, Schenk uns deine heil'genTriebe, Daß all Gotteswerk gelingt! Halte uns in treuer Hut, Gib uns Freudigkeit und Mut, Daß allweg uns sei beschieden Freud in dir und süßer Frieden! 5. Ziere uns in allen Stücken Mit Geduld und Freundlichkeit, Daß zum Helfen und Beglücken Wir im Bruderdienst bereit; Laß uns allen gütig sein Ohne Trug und Heuchelschein; Lehr uns, wenn sie uns betrüben, Sanftmut und Versöhnung üben! 6. Führe uns auf allen Wegen, Daß uns nichts mehr schaden kann, Und so oft sich Lüste regen, Nimm dich unsrer Schwachheit an! Stärke uns durch deine Kraft Zu der rechten Ritterschaft, Als die Christo angehören, Aller bösen Lust zu wehren! 7. Also wird es uns gelingen, Gottes heilig Volk zu sein; Dann wird Wollen und Voll⸗ bringen Immer mehr von Sünden rein. Nicht mehr schreckt uns das ericht, Wenn uns das Gesetz aͤnficht, Weil wir in der Gnade stehen Und des Geistes Wege gehen. Otto Schulze 1823—1884. 33⁴4 Heiligung und christlicher Wandel. ö O 2. Liebe zu Gott und Jesus Christus. Nach 17W— Melodie. Vor 1577. +— ö 200 72————..—— ö——..——. .—3—— + ü Herz=lich lieb hab' ich dich, o Die gan- ze Welt er freut mich ö 1 4—— ö——————— ini. EEEE 7 0 Herr! J bit te, sei von mir nicht fern mit nicht, 15. Erd und Him⸗ mel frag' ich nicht, wenn 4 e—— —— S.—5———.— 5——— dei⸗ ner Gna⸗-de Ga-ben! AxI:* ich nur dich kann ha- ben. Und wenn mir gleich mein — pmbi.. F. 9— S...... + Herz zer⸗bricht, bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht, mein ä Trost und meines Herzens Teil, und bringst r. i nen ———— Tabn mir Heil. Herr Je⸗ su Christ, mein Gott und Herr, mein 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab a Mein Leib und Seel und was ich hab' In diesem armen Leben; Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben! Behüt mich, Herr, vor falscherLehr, Des Satans Macht und Lügen wehr, In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ich's trag' geduldiglich! Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott,/ Tröst meine Seel in Todesnot! 0l 00 Nach eigener Melodie. stern, Stamm, mein Kö⸗nig und Lebe zu Gott und Jesus Christus. — 2——ͤ— ...——. ———i— Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! 2—W—7———————— —— Wie schön leucht't uns der Mor⸗gen⸗ Du Da-vids SSSSEEEEEEE voll Gnad und Wahr-heit 3³⁵ ———iß— 3. Ach Herr, laß deine Enge⸗ lein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schoß tragen, Den Leib in seinem Kämmer⸗ lein Gar sanft ohn' alle Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage! Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud, o Gottessohn, Mein Heiland auf dem Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ,;: erhöre mich,/ Ich will dich preisen ewiglich! Martin Schalling 1532—1608. Phil. Nicolai? 1598. ——.— 7— Sohn aus Ja⸗kobs von dem Herrn aus mein Bräu⸗ti⸗gam, du ——⅛ß—— Ju⸗ da auf⸗ge⸗ gan⸗ hast um⸗ fan⸗ Heiligung und christlicher Wandel. D—————————.— E — gen! lieb⸗-lich, freund⸗lich, gen; ———...——606 — —.——.—.— les hoch er- ha⸗ ben. 2. O meine Perle, werte Kron, Sohn Gottes und Marias Sohn, Du hochgeborner König, Mein Herz ist voll von deinem Ruhm: Dein süßes Evangelium Ist lauter Milch und Honig. Herr, dich Preis' ich, Hosianna! Himmlisch Manna, Das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß tief mir in das Herz hinein, Du Gottesglanz und Himmels⸗ schein, Die Flamme deiner Liebe Und stärk mich, daß ich ewig bleib — Herr, ein Glied an deim Leib In frischem Lebenstriebe! Nach dir Wallt mir Mein Gemüte, Ew'ge Güte, Bis es findet Dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn ich dein holdes Ange⸗ sicht Seh' freundlich auf mich blicken. O Jesu, du mein höchstes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich innerlich erquicken. Nimm mich Freundlich In die Arme, Dih erbarme Dich in Gnaden! Auf dein Wort komm' ich ge⸗ laden. — Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3³⁷ 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir vertraut, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut; Was ist's, das mich betrübet? Preis dir, Heil mir! Himmlisch Leben Wird er geben Mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang Und laßt den süßen abonm Ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem JesusChrist, Der mir mein Ein und Alles ist, —— Wie schön leucht't uns ꝛc. In treuer Liebe wallen. Singet, Klinget, Jubilieret, Triumphieret! Dankt dem Herren, Ihm, dem König aller Ehren! 7. Wie freu' ich 12— Herr Jesu Christ, Daß du der Erst' und Letzte bist, Der Anfang und das Ende! Du wirst mich einst, ich bin's gewiß, Aufnehmen in das Paradies, Froh fass' ich deine Hände. Amen, Amen. Komm, o schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange, Weil ich sehnlich dein verlaͤnge! Phil. Nicolai 1556—1608. Phil. 2—„ 1598. 757—. ... .— —— —.— 5 Je⸗su, su, Got ⸗tes du weißt es, daß ich re⸗; de Fal 4 —— DDDDSEE XY 1 Sohn, mein Bin⸗ der auf dem Him: melsthron, du 6606 vor dir ist al-les son⸗ nen ⸗klar, ja — s mei⸗ ne Freud und Won⸗ne, als die Son⸗ne. kla: rer S=— Herz=lich lieb' ich Heiligung und christlicher Wandel. *—.— .——. — I —— —.— 1.. 2..—..—7 ESDSDSSE mit Ge⸗fal-len dich vor al- lenz nichts auf Er-den T 4 4 + 8 4.—— 113.— SSEIII ———— kann und soll mir lie⸗-ber wer ⸗den. 2.Dies ist mein Schmerz, dies 4. Denn wer dich liebt, den kränket mich, liebest du, Daß ich nicht so kann lieben dich, Schaffst seinem Herzen Fried' Wie ich dich lieben wollte. und Ruh, Mein Herz dich lieber stets ge⸗ winnt; Je mehr ich lieb', je mehr ich findꝰ Wie ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüte Lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen! 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daßich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld Und was man sonst auch nenne, Kann mich Ohn' dich G'nugsam laben; Nur die Gaben Deiner Liebe Trösten, wenn ich mich betrübe. Erfreuest sein Gewissen. Wie's ihm auch gehn mag auf der Erd, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen. Ewig Selig Nach dem Leide Große Freude Wird er finden; AllesTrauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat jemals dies gehört, Kein Menschgesehen noch gelehrt, Es läßt sich nicht beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich Läßt sich Nicht erreichen Noch vergleichen Erdenschätzen, Was uns droben wird ergötzen. — Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3³ 6. Drum lass' ich billig dies allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen hält, Aus Liebe mich stets übe, Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd' ich deine Freund⸗ lichkeit, Die hochgepriesen weit und breit, In reiner Liebe schmecken Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Sein erquicket Und geschmücket Vor dem Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann 1585—1647. Nach eigener Melodie. 1668. 203——— 2—* —2—4————4— III WIT—4———4——.——4 ů I— 1..— ITTI I 0 255——„— Meinen Je⸗-sum lass' ich nicht. Weil er ii 2 PP..... I. I IIIIII * L— I..9 H 1 1 sich für mich ge⸗ ge ben, so er z for ⸗dert .——... —5————3— 2—.—..— 8——. mei⸗ ne Pflicht, ganz von Her-zen ihm zu le⸗ E E—. WEE E———— —.—— Z ben. Er ist mei⸗- nes Le- bens Licht: mei⸗ nen W—. SI. + 7 Je⸗sum lass' ich nicht. 34⁰0 Heiligung und christlicher Wandel. ——/ 2. Je sum lass'ich ewig nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab' ergeben. Alles ist auf ihn gericht't: Meinen Jesum lass' ich nicht. 3. La ß vergehen das Gesicht, Alle Sinne mir entweichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, Wenn ich bin dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget. Mel. Was mein Gott will. Mich erfreut sein Angesicht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seel in mir sich sehnet; Jesum sucht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vomHGericht: Meinen Jesum lassꝰ' ich nicht. 6. Jesum lass'ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für Zu der Lebensquelle leiten. Selig wer mit mir so spricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. Christ. Keymann 1607—1662. (Weltlich. 1529.) 1540. — —— — Hier .— ——I—..— ö 3..— ist mein Herz! Herr, nimm es Hin ⸗ weg, o Welt, aus mei⸗ nem 1— 1191— IIIFDI 4— H—.—.—— 1———— hin, dir hab' ich mich er ⸗ ge ben. Sinn mit dei⸗ nem schnö⸗-den Le ben! Q.*8**. + UE— ar,:e iin. + 4 .SPP................. * 1 ** Dein Tun und Tand hat nicht Be⸗stand, wie man's auch Liebe zu Gott und Jesus Christus. + mag be⸗ gin⸗ nen; demmschwungtats dir sich mit Be⸗ SSSDSDSDSDSSSS ar mein frei⸗ er Geist von hin nen. 2. Gott ist mein allerbestes Gut, Nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt' ich doch mit frohem Mut Nur meinem Gott anhangen! Ach wäre doch Der Sünde Joch Von mir hinweggenommen, Daß ich einmal In seinen aal Des Himmels möchte kommen! 3. Ich sehe doch, daß diese Welt Mit allen ihren Sachen, Was sie von Gütern in sich hält, Nicht kann recht glücklich machen. Es muß geschwind Wie Staub und Wind Die Lust der Welt zerstieben; Nur Gott, mein Licht, Verläßt mich nicht, Ihn will ich ewig lieben. 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir Hinauf gen Himmel schwinge Mit Lieb und wahrer Heils⸗ begier, Und mich in keinem Dinge Erfreue hier Als nur in dit, Gott, meiner Seele Leben! Nur du allein Kannst mich erfreun Und wahren Frieden geben. 5. Drum fahre hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren. Gott ist mein Teil— jeder Frist Der wird mich weßi be⸗ wahren, Daß ich die Pracht Der Welt nicht acht', Vielmehr nur ihn verlange Mit festem Mut, Das höchste Gut, Und ewig an ihm hange. Sebastian Franck 1606— 1668. 3⁴² Heiligung und christlicher Wandel. Nach eigener Melodie. Joh. Crüger. 1649. 1656. SEEEEE —— 0— — Je⸗ su, mei⸗ ne Freu ⸗-de, mei⸗nes ach wie lang, wie lan ⸗ge ist dem . Ee—‚ 2——5. ISSII........ R ——— E.—.—.— de, Je ⸗ su, mei⸗ ne Zier; Her⸗ zens Wei und ver-langt nach dir! Her⸗-zen ban ⸗ ge Du bist mein und ich bin dein, au-ßer dir soll I X. 1 I—.— . * n 5 HINE= mir auf Er- den nichts sonst lie-ber wer-den. 2. Unter deinem Schirmen Gott in sichrer Ruh. * Bin ich vor den Stürmen Gottes Macht Hält mich in II Aller Feinde frei. acht; 44 Laß von Ungewittern Erd und Abgrund mögen zittern, Rings die Welt erzittern, Mich kann nichts erschüttern. Mir steht Jesus bei. 4. W it allen Schätzen! Ob die Welt In Trümmer fällt, D bi eg in Er 10 chätzen Ob gleich Sünd und Hölle Du bist mein Ergötzen, deh nj, .„ E en, Jesus will mich deaken. Will von euch nichts hören, 3. Trotz der Feinde Lauern, Bleibt mir unbewußt! Trotz des Todes Schauern, Trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe: Ich steh' hier und lobe Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. U1 Liebe zu Gott und Jesus Christus. 343 5. Gute Nacht, o Wesen, 6. Weicht, ihr Trauergeister, Das die Welt erlesen, Denn mein Freudenmeister, Mir gefällst du nicht! Jesus tritt herein! Gute Nacht, ihr Sünden, Denen, die Gott lieben, Bleibet weit dahinten, Muß auch ihr Betrüben Kommt nicht mehr ans Licht! Lauter Segen sein. Gute Nacht, Du Stolz und Duld' ich schon Hier Spott Pracht; und Hohn, Dir sei ganz, du Sündenleben, Dennoch bleibst du auch imLeide, Gute Nacht gegeben! Jesu, meine Freude. Joh. Franck 1618-1677. Nach eigener Melodie.“*) 1738. —— 22—————— EREET EETEETEIESIE.. E 2—.— II —.— Ich will dich lie-ben, mei⸗ ne Stär⸗ ich will dich lie-ben mit dem Wer⸗ vuml: u- Rund:— ——..... ke, ich will dich lie⸗ben, mei⸗ ne Zier; 8 ke und im⸗ mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier. Ich will dich 9 ——— —.— E 14 H 27*— I . 282— r r: E—. Mr lie⸗ben, schönstes Licht, bis mir(lim Tod) das Her-ze bricht. *) Das Lied kann, aber dann mit den eingeklammerten Worten, auch nach der Melodie„O daß ich tausend Zungen hätte“ gesungen werden (s. Nr. 9 und 268). 2. Ich will dich lieben, o mein So lange mich dein Glanz be⸗ Leben, scheint. Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben, Gottes⸗ Ich will dich lieben und erheben, lamm, 3⁴⁴ Heiligung und christlicher Wandel. O ö Als meinen(Seelen⸗) Bräuti⸗ Daß du mich froh und frei ge⸗ gam. macht; * Icch danke dir, du süßer Mund, 3. Ach daß ich dich so spät Daß du mich(wieder) machst erkennet, gesund. Du hochgelobte Liebe du, Und dich nicht eher mein ge⸗ 6. Erhalte mich auf deinen nennet, Stegen Du höchstes Gut und wahreRuh! Und laß mich nicht mehr irre Es ist mir leid, ich bin betrübt, gehn! Daß ich dich(erst so) spät geliebt. Laß meinen Fuß auf deinen Wegen öIch lief verirrt und war Nicht straucheln oder stille stehn! „verblendet, Erleuchte Leib und Seele ganz, Ich suchte dich uicht. dich Du(ewig) starker Himmels⸗ nicht; lanz! Ich hatte mich von dir gewendet—— Und liebte nicht das wahre Licht. 7. Ich will dich lieben, meine Nun aber ist's durch dich ge⸗ rone, schehn, Ich will dich lieben, meinen Daß ich dich mir(zum Heil) Gott, ersehn. Auch fern von allem Erdenlohne Und in der allergrößten Not; Ich will dich lieben, schönstes , ö Licht, Daß mir dein Glanz hat Licht Bis mir(im Tod) das Herze gebracht; i bricht. ** 3 Ich danke dir, du Himmels⸗ Zoh. Scheffler Aungelus Silestus) wonne, 162⁴4—1677. 5. Ich danke dir, du wahre 67 Mel. Gott des Himmels 26. Heinr. Albert. 1642. SS Lie be, die du mich zum Bil' de 0 Lie ⸗be, die du mich so mil- de Liebe zu Gott und Jesus Christus. — 2 6— dei ⸗ ner Gott ⸗ heit hast ge- macht, nach dem Fall hast wie- der- bracht: — **——.—— —1.—.— =————— dir er ⸗ geb' ich mich, dein zu blei ⸗ ben 94 SS.I. + 1j—II 1— 7— LI .S..I..... 2 wig: lich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh' ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich ge⸗ litten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die mich hat gebun⸗ den An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herz hat ganz da⸗ hin: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herrlich⸗ keit: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624— 1677. 34⁶ Heiligung und christlicher Wandel. Mel. O daß ich tausend ꝛe. 173⁸. 208 f. 4*— —0 I— r,— 5 uin 38 2.——1— 99 0 0 Von Je ⸗ su Ihm hab' ich will ich nim⸗ mer wan⸗ all mein Heil zu dan⸗ V ken; er ken, der ich durch ihn 2** 4 —. DDRDR—. —— e E. 2.. i liebt mich treu, ich lieb' auch ihn. in Gna⸗den bin; da⸗ * — —— ö 1. 4— e her ihm Mund und Herz ver- spricht: ich las⸗ se III ö 1 2. Ich lass' ihn nicht, ich will ihn halten, Wie es mir auch auf Erden geh'; Ich lasse meinen Jesum walten, Bei welchem ich in Gnaden steh'. Er ist stets meine Zuversicht; Ich lasse meinen Jesum nicht. 3. Er läßt mich nicht; sollt' ich ihn lassen? O nein, mein Jesus bleibet mein. Ich will ihn immer stärker fassen Und schließen in mein Herz hin⸗ ein Das froh und fest im Glauben spricht: Ich lasse meinen Jesum nicht. Je⸗-sum nicht. 4. Mag man mich hie und da vertreiben, Ich weiß noch einen sichern Ort, Da werd' ich fest und standhaft bleiben: Es ist mein Jesus und sein Wort. Sein Glaube ist mir süße Pflicht; Ich lasse meinen Jesum nicht. 5. Bedroht die Welt mir selbst das Leben, Die Welt, die oft Verfolgung üb + Mein Heiland kann mir's wieder geben, Den meine ganze Seele liebt. — Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3⁴⁷ Ihm sterb' ich, wenn mein Auge bricht; Ich lasse meinen Jesum nicht. 6. Die Welt muß endlich auch vergehen Mit aller ihrer Herrlichkeit; Doch wird das Reich des Herrn bestehen, Das für die Frommen ist bereit. Wenn Himmel, Erd und alles bricht, Lass' ich doch meinen Jesum nicht. 7. Ich lass' ihn nicht in jenem Leben, Dort will ich ihm zur Seite stehn, Und ewig, ewig ihm ergeben Werd' ich dort nimmer von ihm gehn. Dort schau' ich einst sein An⸗ esicht Und lasse meinen Jesum nicht. 8. Dort werd' ich ihm mein Loblied singen,‚ Dort selig einst vor seinem Thron Ihm Dank und Preis und Ehre bringen, Ihm, dem Erlöser, Gottes Sohn; Dort steh' ich einsti in seinem Licht Und lasse meinen Jesum nicht. Erasmus Finx 1627—1694. auch wenn r Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Sehulz? 1836. F¹ν I5 209 DDDDDSSEEE 4———— 0000— Ein Wort ist mir ins Herz ge⸗schrie⸗ nich al⸗les will be ⸗ trü⸗ I— ——.—— ben, es gibt mir fro⸗ he. ver ⸗si 1; ben, raubt man mir die ⸗se Freu-de nicht. ů————„ eee. Fans:;e Lr, dt. am Mit.,.n weil ich Je⸗-sum nen⸗nen kann, so schau' ich 5—.— + + II —4—— .— freu ⸗dig him-⸗-mel ⸗ an. 348 Heiligung und christlicher Wandel. 2. In diesem Worte glänzt mein Himmel, Nur dieser Name bringt das Heil. Ach, alles Welt⸗ und Lust⸗ getümmel Trägt Dornen statt der Rosen feil. Hab' ich nur Jesum in der Brust, Bin ich mir keines Grams be⸗ wußt. 3. Mein Herz ist froh bei diesem Worte, In Jesu bin ich hoch entzückt; Dies ist die goldne Lebenspforte, Nach welcher meine Seele blickt; Es quillt ein edler Lebenssaft Aus diesem Namen voller Kraft. Nach eigener Melodie. 9 4. O könnt'ich je was Schönres sagen? Mein Herz und Mund spricht froh dies Wort. Ruf' ich, so hört er meine Klagen, r, meine Burg, mein Schild, mein Hort. Nichts außer ihm ist meine Lust, Nur Jesus wohn' in meiner Brust. 3. Wohlan, es bleibt, was ich gesprochen, Ich nehme Jesum an mein Herz! Es mag die Welt aufs Eitle pochen, Ich schaue freudig himmel⸗ wärts. Indessen bleibt die Losung hier Nur Jesu Name für und für. Beni. Schmolck 1672—1737. Dimitri Bortniansky. 1822. SSDSSSSSS ————— SISSSSSI 00 Ich be⸗te an die Macht der Lie⸗ be, .0 N— 72—— 211— II— — 4——.6..— RD1—— I— ² 4—..— die sich in Je⸗su of ⸗ fen⸗ bart; ich geb' mich 2 I.——. —.—————————.——.— D. D...— —.——. hin dem heil ⸗gen Tries be, mit dem ich selbst ge⸗ —— Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3⁴ 9 4 ———4—1:..—5— SS....II.I......... II lie⸗ bet ward; ich will, an⸗ statt an mich zu den⸗ken, ins Meer der Lie⸗be mich ver⸗sen⸗ 2. Ich fühl's, zum Heil muß ich dich haben, Ich fühl's, ich muß für dich nur ein. Nicht im Geschöpf, nicht in den aben, Mein Leben ist in dir allein; Hier ist die Ruh, hier ist Ver⸗ gnügen, Drum folg' ich deinen sel'gen Zügen. 3. Dein ewig sei mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut! Für dich hast du mir's nur ge⸗ geben, In dir es still und selig ruht. DuHeiland meines tiefenFalles, Für dich ist ewig Herz und alles. 4. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Grunde tief gedrücket ein! Laß deine treue Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen 1697—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1738. 27¹⁰ ö—*—4 V. E— + 4— 2 ⁴½½ C....—— 1 +.——— *—— —— Nun so will ich denn mein Le? ben ——.87 4 ö ö * — völ⸗lig mei⸗ nem Gott er — ů2 n. 1—— 3ge- ben; nun wohl⸗-an, es —o— ist ge⸗-schehn! Sünd, ich will von dir nicht hö⸗ ren; —.— .— EEED—.— Welt, ich will mich von dir keh⸗ ren, oh ⸗-ne je zu⸗ . GS..——— ——1———.— + rück⸗ zu⸗ sehn. 2. Hab' ich sonst mein Herz geteilet, Hab' ich hie und da verweilet, Endlich sei der Schluß gemacht, Meinen Willen ganz zu geben, Meinem Gott allein zu leben, Ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe All mein Liebstes, das ich habe; Schau, ich halte nichts zurück! Schau und prüfe Herz und Nieren Solltest du was Falsches spüren, Nimm es diesen Augenblick! 4. Ich scheu' keine Müh und chmerzen, Gründlich und von ganzem Herzen Will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem Deinen Augen nur gefallen, Ach, so habꝰ ich ewig g'nug. 5. Eines will ich nur betrachten Und nicht wissen noch drauf achten, Was sonst draußen mag ge⸗ schehn: Fremd der Welt und ihren ö Sorgen Will ich hier, in dir verborgen, Als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich er⸗ wählen, Alle Kräfte meiner Seelen Nimm nur ganz in deine Macht! Ja, ich will mich dir verschrei⸗ en, Laß es ewig feste bleiben, Was ich dir hab' zugesagt! Gerh. Tersteegen 1697— 1760. Liebe zu Gott und Jesus Christus. 351 —— schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 22U —.— Wa freut ch.ümn du⸗ 00 Bist du nicht Schild, was de⸗cket ——— DE..—— ———.— 2—.— E EEEET — bist, Herr Gott, der doch mein Al-les ist, mein mich? Bist du nicht Licht, wo fin ⸗de ich im dr dnere ——*——— V. Trost und mei⸗ne Won⸗en(Kei ⸗ ne dei 2 ue Fin⸗stern ei⸗ ne Son⸗ ne? — 2— V+ ............. 1..—.—— L— 22—.8— X. D L* wah⸗re Freu- de, auch im Lei⸗ de, auch für Sün⸗ den, 9 6——— II n. + ö Es—— „Herr, au ⸗ßer dir zu fin ⸗den. 2. Was Rär mich noch, wenn Gibst du nicht, wer wird du's nicht bist, geben? Mein Herr, Erlöser Jesu Christ, Meine Eine Mein Friede und mein Leben? Wahre Freude, Heilst du mich nicht, wo findꝰ Wahre Weide, ich Heil? Wahre Gabe Bist du nicht mein, wo ist mein Hab' ich, wenn ich Jesum Teil? habe. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 37² Heiligung und christlicher Wandel. ö O Mel. Was Gott tut ꝛc. .—— 0* Dich, Je⸗ sum, lass' ich e-wig nicht, dir du kennst dies Herz, das red-lich spricht: nur Q— 44 — + 4 1 7 +* .....—— ——.—.— 1——....—— ——— bleibt mein Herz er ⸗ ge- ben; Du,VDur al lein. 5 ei-nem will ich le-ben! +—.— .—2*.—— 4——24 ————— 4+..—. ———.— S E— sollst es sein, du sollst mein Trost auf Er-den, mein F.II + 25—— —.—.— 4—— + —4 +1 + 2. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Ich halte dich im Glauben; Nichts kann mir meine Zu⸗ versicht Und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund Hat festen Grund; Die deiner sich nicht schämen, Die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht. Aus göttlichem Erbarmen Gingst du für Sünder ins Gericht Glück im Himmel wer⸗ den. Und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit Will ich allzeit Um deines Leidens willen Die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Du stärkest mich von oben; Auf dich steht meine Zuversicht, Wenn meine Feinde toben. Ich flieh' zu dir, Du eilst zu mir; Wenn mich die Feinde hassen, Wirst du mich nicht verlassen. iee + Liebe zu Gott und Jesus Christus. ö 353 5. Dich, Jesun lass' ich ewig nicht, Dich, Gottes größte Gabe; Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, Herr, wenn ich dich nur habe. Ich will der Welt Für Gut und Geld, Wonach die Eiteln laufen, Den Heiland nicht verkaufen. 6. Dich, Jesum, lass' ich ewig icht nicht, Das Kreuz soll uns nicht scheiden; Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, Mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid Währt kurze Zeit, Bald ist es überstanden, Und Ruh ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Nie soll mein Glaube wanken; Und wenn des Leibes Hütte bricht, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. Sterb' ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein Und ich bin sein; Er ist mein Schutz, mein Tröster, Und ich bin sein Erlöster. 8. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Wenn alles wird vergehen, Werd' ich getrost auch im Gericht, Erlöser, auf dich sehen. Sieh brüderlich Vom Throͤn auf mich, Stell mich zu deiner Rechten, Zu deinen treuen Knechten! 9. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Hier will ich dir vertrauen, Dort hoff' ich dich von Angesicht Zu Angesicht zu schauen. Dort werd' ich dein Mich ewig freun Und ewig deinen Namen, Erlöser, preisen! Amen. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Georg Neumark. 1657. 27⁴ S —.— Du Va⸗ter dei- ner Menschen⸗kin⸗der, und des⸗— Herz auch ge-⸗ gen Sün⸗der —5 E ———. * der du die G.. 3be noch gü⸗tig und voll Mit-leid ist, Evang. Gesangbuch. E 2 laß mich von 12 sel bi .— 8——.—— DDSee e 33⁴4 Heiligung und christlicher Wandel.— . gan⸗- zem Her- zen dein, laß mich's mit 4 len +4 Kräf ⸗= ten sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, Da du mich als ein Vater liebst, Und so gesinnt zu sein mich übe, Wie du mir ben igeh Vorschrift ibst! Was dir gefällt, gefall auch mir; Nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilge du durch deine Liebe In mir die Liebe dieser Welt Und gib, daß ich Verleugnung übe Wenn mir das Eitle noch gefällt! Wie sollt' ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deines Namens willen Gern tun, was mir dein Wort ebeut! Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh auf meine Willigkeit Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das tut, was dir, o Gott, miß⸗ fällt. Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, Gefiel' es auch der ganzen Welt! Die kleinste Sünde selbst zu scheun, Laß, Vater, mich behutsam sein! 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, Was mir dein weiser Rat be⸗ stimmt! Auch Trübsal führt zu ew'gen Freuden; Wer ihre Last gern übernimmt. Geduldig und weislich nützt, Wird mächtig von dit unterstüßt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, Dann ist auch Sterben mein Gewinn, FPrrn t. ů Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3³⁴ Dann werd' ich deinen Himmel Da lieb' ich in Vollkommenheit eerben, Dich, Vater der Varmherzig⸗ Wo ich dir ewig nahe bin. keit! Balthasar Münter 1735—1793. 2 Warum sollt' ich.— ꝛc. Joh. Georg Ebeling. 1666. SS —3— Mei⸗ nes Her-⸗zens rein⸗-ste Freu⸗ de . r. * + I 2 ...P.. 37 0— daß ich ihn durch Glauben 1— re, se der zeit p‚PP— *—.———————.— hoch er⸗ freut sei- ne Stimme hö ⸗ re. 2 Baudlich, ruft er alle Als sein Herz Müden Hat kein Herz empfunden. Und erfüllt Darum blickt, wenn seiner Sanft und mild Brüder Ihren Geist mit Frieden; Einer weint, Seine Last ist leicht zu tragen, Unser Freund Er macht Bahn, Mitleidsvoll hernieder. Geht voran Rii n Stärkt uns, wenn wir zagen. 4. Wil das Wweec⸗ 20 7 3. Ja, er kennt die Leidens- O dann pflegt stunden; Er und trägt Größern Schmerz Uns in unsern Schwächen. 12* Heiligung und christlicher Wandel.— Selig, wer in bösen Zeiten, Froh und still In Gefahr Ich durchs Leben wallen! Immerdar Auch der Tod kann mich nicht Sich von ihm läßt leiten! schrecken, Denn du wirst, 5. Jesu, treuster Freund von Lebensfürst, allen, Mich einst auferwecken. Mit dir will Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 3. Der geistliche Kampf. Nach eigener Melodie. Joach. Neander. 1680. 1704. —2—— ͤ ii 1.———— Eins ist not! Ach Herr, dies Ei- ne Al⸗ les an-dre, wie's auch schei⸗ ne, 4 ö 2 0 E. N 1—— ILI J————— + 9 ů———— —AH—.— 2—— GW1E leh⸗re mich er-ken⸗ nen doch! La⸗ ist ja nur ein schwe⸗res Joch, — 1— 4 E — 0—.. 1 2 L 4 2 — 9 ——— den⸗ noch kein wah⸗res Ver⸗gnü⸗gen er⸗ja⸗ get. Er⸗ 944———— — — DDDID‚DE 7 ee. lang' ich dies Ei⸗ ne, das al⸗les er⸗ setzt, so O ö Der geistliche Kampf. 357 9 4 x.—. 2.— arti. eenen., drrrerr 2 i werd' ich mit ei⸗ nem 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur! Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet, Wo alle vollkommene Fülle er⸗ scheinet, Da, da ist das beste notwendigste Teil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie dies Eine zu genießen Sich Maria dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ;— Das Herz ihr entbrannte, nur einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt:— 4. Also ist auch mein Ver⸗ langen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir! in al⸗ lem er-götzt. Ob viele zum größesten Haufen auch fallen, So will ich dir dennoch in Liebe nachwallen; Denn Leben und Geist ist, o Jesu, dein Wort; Was fehlt meiner Seele bei dir, o mein Hort? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demut und Ein⸗ falt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet! Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab' ich der Weisheit voll⸗ kommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heil'ges teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, 3⁵⁸ Heiligung und christlicher Wandel. E Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Da hab' ich die Kleider des Heiles erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergäng⸗ lichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt! 8. Ja, was soll ich mehr ver⸗ langen? Auf mich strömt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen In das Heil'ge durch dein Blut, Da hast du die ew'ge Erlö sung erfunden, Daß ich nun von Tod und Ver⸗ dammnis entbunden DeinEingang die völlige Freiheit mir bringt, In kindlichem Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein! Prüf, erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem betrüg⸗ lichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege! Gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod, Und Jesum gewinne: dies Eine ist not! Joh. Heinr. Schröder 1667—1699. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴5⁵. ů 27⁷ — IS E 5— 00 0 0 O Durchbre⸗cher al- ler Ban⸗de, der du der da Schaden, Spott und Schande uns mit — a.——— ..— ee ——— —+.— + im- mer bei uns bist, Himmels⸗lust ver⸗ süßt: li⸗ be fer⸗ ner dein Ge⸗ Der geistliche Kampf. — — + rie te wi Pire der un⸗ sern A⸗damssinn, bis dein treu⸗ es *.— ——.— AIIS.I —4 37 An⸗ ge⸗ sich te 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und es aus dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Schaue doch auf unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, um Erlösung beten Von der sündigen Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so hart bedrückt, Ob auch schon der Geist der Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. 4. Herr, zermalme, brich, ver⸗ nichte Alle Macht der Finsternis, Rette uns aus dem Gerichte, Mach des Sieges uns gewiß! Heb uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, uns führt aus dem Ker-=⸗ker hin! Laß uns wahre Freiheit finden Droben in des Vaters Haus! 5. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkeit; Was du nötig findest, tue Noch vor unsrer Abschiedszeit! Aber unser Geist, der bindet Dich im Glauben,läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Die dein treuer Mund verspricht. 6. Herrscher, harrsche! Sieger, iege! König, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End! Aus dem Kerker führ die Seelen Durch des neuen Bundes Blut! Laß uns länger nicht so quälen, Denn du meinst's mit uns ja gut! 7. Teuer sind wir ja erworben, Nicht der Menschen Knecht' zu ein. Drum so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz voll⸗ kommen 3²⁰0 Heiligung und christlicher Wandel. E Und verkläret in dein Bild. Führ ins Paradies uns ein! Der hat Gnad um Gnad ge⸗- Doch wohlan, du wirst nicht nommen, säumen, Welchen deine Füll erfüllt. Laß nur uns nicht lässig sein! ö; Wird's doch sein, als ob wir 8. Liebe, zieh uns in dein kmen; Sterben ö; 1— Laß mit dir gekreuzigt sein, Wenn die Greiheit bricht in! Was dein Reich nicht kann er⸗ herein! erben; Gottfried Arnold 1666—1714. Mel. Es kostet viel ꝛc. 17⁰4. I* 4 4 . — + LIA Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und —.—.— ————.——— 28— des rei⸗ nen Gei⸗ ste Sin. zu le⸗ ben. Zwar —5— 4——— +*5——* ——————————. der Na tur geht es gar sau⸗ er ein, sich im⸗-mer⸗ ⁰— 4 dar in Chri⸗ sti Tod zu ge⸗ ben; doch führt die —. 0 — B v. Gna⸗de selbst zu al=ler Zeit den schwe⸗ren Streit. 2. Du darfst ja wie ein Kind Du darfst ja nur die leichte Liebe nur sein, üben. — Der geistliche Kampf. 36¹1 O blöder Geist, schau doch, wie ut er's mein'; Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr: Es ist nicht schwer! 3. Dein Vater fordert nur das Herz, Daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; Der treue Gott macht dir ja keinen chmerz, Die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod, So hat's nicht Not! 4. Wirf nur getrost den Kum⸗ mer hin, Der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget! Erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, WennFurcht und Weh am schwa⸗ chen Herzen naget! Sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ist's getan. 5. Erhalt dein Herz nur in Geduld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest! Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld, So sieh, daß du dich durch die ö Gnade stärkest! Dann gilt dein Fehl und kind⸗ liches Versehn Als nicht geschehn. 6. Laß nur dein Herz im Glaͤuben ruhn, Wenn dich will Nacht und Finsternis bedecken! Dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir tun, Vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du auch von Hilfe keine Spur, So glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, Du wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen. Was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, Drum darfst du nur dem from⸗ men Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ So selig ist! 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? 3⁰² Heiligung und christlicher Wandel. ö O ö Geh ein, mein Herz, genieß die Die Sorg und Last wirf nur süße Ruh, getrost und kühn Im Frieden sollst du vor dem Allein auf ihn! Vater schweben! Christ. Friedr. Richter 1676—1711. Nach eigener Melodie. 17⁰4. 270 65756552, 1655—.— . n 2——— —1— E o= stet viel, ein Christ zu Ein und 0 0 0 + — 7 2. 3 I 4—— — SDSDSDPIPISII V.**— 1—.———— +* +— nach des rei- nen Gei⸗stes Sinn zu le-ben; denn —— 1—.— 1 1 ⁵9 4 — 2 14— 22— der Na⸗ tur geht es gar sau⸗ er ein, sich im-mer⸗ dar in Chri⸗ sti Tod zu ge-ben; und ist hier —.——..—.—...... gleich ein Kampf wohl aus⸗ ge⸗ richt't, das machr snochnicht. 2. Doch 10 0 wohl der Mühe Er hat wohl Müh, die Gnade aber schafft Daß man 15 Elnst die Herrlich- Uns Mut und Kraft. keit erwäget, Die ewiglich ein solcher Mensch 3. Du sollst ein Kind des erfährt, Höchsten sein, Der wahren Himmelssinn im Ein reiner Glanz, ein Licht im Herzen träget. großen Lichte. E Der geistliche Kampf. und rein, So herrlich sein, verklärt im Angesichte, Dieweil da Gottes wesentliche Pracht So schön dich macht! 4. Da wird das Kind den Vater sehn, Im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; ganz durchgehn verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn, Wer mag's verstehn? es auch, Wie wirst du da so stark, so hell Was Gott Des Lebens Strom wird es da Und es mit Gott zu einem Geist 5. Was Gott genießt, genießt besitzt, wird ihm in Gott gegeben; Der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, Wie lieblich wird es dort mit Jesu lebeenn Nichts höher wird an Kraft und Würde sein Als Gott allein. 6. Auf, auf, mein Geist, er⸗ müde nicht, Der Macht der Finsternis dich zu entreißen! Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird sich's doch nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wird's tun! ö Christ. Friedr. Richter 1676—1711. 9* 0 mich nicht ꝛc. 1694(Joh. Rosenmüller 16552). 28⁰0— 32 ( e 2*—.—.—— ö οπο Lirani ö ö Ma ⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, wa⸗ che, daß dich nicht die bö- se Zeit un⸗ver⸗ hofft be⸗ tre⸗ te! 2——.———.. ö 3———4 54.1.—— 4— 3— 2— —2.— I——— I—— 2— Heh und be 556 Denn es ist Sa⸗tans List 3⁰⁶α Heiligung und christlicher Wandel. — 4— H+ H◻17 0 2* SESEEE 0 2. Aber wache erst recht auf * Von dem Sündenschlafe! Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe, 4 Und die Not Samt dem Tod V Möchte dich in Sünden 10⁴ Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; Wache, sonst wird dir sein Licht Ewig ferne stehen! Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, laß des Feindes Li ist Nicht im Schlaf dich finden, Weil's ihm sonst ein Leichtes ist, Dich zu überwinden! Gott läßt zu, Daß auch du, Wenn du sorglos wallest, In Versuchung fallest. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge ü⸗ber vie ⸗le Frommen zur Ver⸗suchung kom⸗men. Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe! Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern! 6. Wache, nimm dein Fleisch in a Trau nicht deinem Herzen; Leicht kann, wer es nicht be⸗ dacht, Gottes Gnad verscherzen! O, es ist Voller List, Kann sich selber heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei, Bete bei dem Wachen! Denn der Herr nur kann dich frei Von dem allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, Soll er etwas geben; Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn O Der geistliche Kampf. 365 Unsern Sinn, Weil uns Angst, Not und Gefahr Welt und Fleisch und Sünden Immer näher treten! Kräftig überwinden. Denn die Zeit Ist nicht weit, 9. Nun so laßt uns immerdar Da uns Gott wird richten Wachen, flehen, beten, Und die Welt vernichten. Joh. Burkhard Freystein 1671—1718. Nach eigener Melodie. 11738. 174⁵. 28 9———. SSSSPSISSSIS— 2..* +* 1 I ½½ 2— 1 1——— ⁰0 0 Rin⸗ ge recht, wenn Got- tes Gna⸗de v. — 4 —4 2— +— —— 2— L + —— 2. J—. recht ent⸗la⸗ de von der Last, die ihn be-⸗schwert! 2. Ringe, denn die Pfort ist Gänzlich von der Welt abziehe; enge Halbe Liebe hält nicht Stich! Und der Lebensweg ist schmal! Hier bleibt alles im Gedränge, 3. Ringe EScheen, Was nicht zielt zum Himmels⸗ Halte damit feurig an, 1 Laß dich keine Zeit gereuen, 3. Kämpfe bis aufs Blut und Wär's auch Tag und Nacht Leben, getan! ring hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, 6. Nimm Anlner Seele Werde weder matt noch weich! Deines Heils mit Zittern wahr! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Hier in dieser Leibeshöhle Und die rechte Liebe dich Schwebst du täglich in Gefahr. 366 Heiligung und christlicher Wandel. — 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 9. Wahre Treu führt mit der ünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wollustpflege, Hält sich selber nichts zu gut. II. Wahre Treu kommt dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 12. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, Kämpfet recht, bezwinget euch! Dringet alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmel⸗ reich! Joh. Jos. Winckler 1670—1722. Wolfg. Weßnitzer. 1661. S82E X RII 0⁰ 0 n0 Wer das Klei⸗nod will er⸗lan⸗ gen, wer die Kro-ne will emp ⸗fan⸗ gen, EEERE —.———..—. jag' ihm nach, so viel er kann; der muß kämp⸗fen als ein Mann, muß sich — 4 .—— a ,P ni i —————.——————— PP auch zu al⸗ len Zei-ten auf das be⸗ ste l ——5———— vor⸗ be⸗ rei⸗ten, al⸗les an⸗-dre las⸗- sen 36⁷ — H. 9 9 — 1 gehn, 2. Treuer Jesu, deine Güte Hält auch mir ein Kleinod für, Das entzückt mich im Gemüte Durch den Reichtum seiner Zier. O wie glänzt die schöne Krone Von dem hohen Ehrenthrone, Die du in der Herrlichkeit Deinen Streitern hast bereit! 3. Mich verlangt von ganzem Herzen, Daß sie mög' mein eigen sein; Ja ich sehne mich mit Schmerzen Nach dem freudevollen Schein. Doch das Ringen macht mir bange, Und der Kampf währt mir zu lange, An der Erde hängt mein Sinn, Bald sinkt meine Kraft dahin. Mel. Der am Kreuz ꝛc. L was ihm kann im — stehn. 4. Drum, mein Jesu, steh mir Armen In so großer Schwachheit bei; Laß dich meine Not erbarmen, Mache mich von allem frei, Was mir will mein Ziel ver⸗ rücken; Laß mich in die Zeit mich schicken, Gib mir Kraft und Freudigkeit, Fördre meinen Lauf und Streit! 5. Es verlohnt sich wohl der Mühe Kämpfen, eh' ich werd' gekrönt; Drum ich mich der Welt entziehe, Die den heil'gen Kampf verhöhnt. Deine treue Gnadenkrone Ist mir überg'nug zum Lohne; Wirst du nur mein Beistand sein, So ist sie in kurzem mein. Joh. Mentzer 1658—1734. Joh. Georg Söhnlin. 1836. bau=et Soafziet, schaf-fet, Menschen nicht wie sich re Sün⸗der 283 SS S.....—— —.— 3kin ⸗ der, ——.. 2*—14* schaf⸗fet eu ⸗re Se=lig⸗keit; nur auf ge⸗ gen⸗wärt'⸗ge Zeit son⸗ dern schau⸗ et 4 Heiligung und christlicher Wandel. — —6.—— si⸗ ber euch, rin ⸗get nach dem Him⸗mel⸗ reich H— ————— +*— E ——. 2—— nd be⸗ mü⸗ het euch auf Er= den, wie ihr ——————— ..E Whicnd ·get se=lig wer ⸗ den! 2. Daß nun dieses mög' ge⸗ Selig wer im Kampf besteht, schehen, So bekämpfet Fleisch und Blut/ Und der Welt zu widerstehen, Rüstet euch mit Kraft und Mut! Gottes Wille soll allein Eures Lebens Richtschnur sein, Mag es eure schwachen Herzen Nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu be⸗ kennen, Daß ihr noch in Sünden seid, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, Daß ihr fehlt zu jeder Zeit, Und daß Gottes Gnadenkraft Nur allein das Gute schafft, Ja daß außer seiner Gnade Nichts euch bleibt als Seelen⸗ schade. 4. Selig wer im Glauben kämpfet, Wer des Fleisches Lüste dämpfet, Selig wer die Welt verschmäht! Unter Cyristi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, Sondern träg und lässig sein, Eure Lüste zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg Nur den Siegern wird die Krone Beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, Hat bei Christen keine Statt; Leichtsinn bei der Welt Gelagen Schwächt den Geist und macht ihn matt. O Der geistliche Kampf. 369 Unter Christi Kreuzesfahn Und gedenket oft der Worte: Geht es wahrlich niemals an, Dringet durch die enge Pforte! Daß man Inu Deetemiad 9. Zittern—— ich vor der ünde Mit der Sünde wollte scherzen. Und dabel auf Jesum sehn, 7. Furcht muß man im Her⸗ Bis ich seinen Beistand finde, zen tragen In der Gnade zu bestehn. Vor dem Herrn, der Leib und Seel Ach mein Heiland, geh doch nicht Kann zur Hölle niederschlagen, Mit mir Armem ins Gericht; Doch auch allen, ohne Fehl, Gib mir deines Geistes Waffen, Weil er ewig uns geliebt, Meine Seligkeit zu schaffen! Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, 10. Amen,—— * ün nn Aideran dent Gott versiegle dies in mir, 8. Und dann zähmet eure Auf daß ich in Jesu Namen Glieder, Meinen Glaubenskampf voll⸗ Drin die Sündenlust sich regt, führ'. Kämpft den alten Menschen Er verleihe Kraft und Stärk nieder, Und regiere selbst das Werk, Bis ihm seine Macht gelegt! Daß ich wache, bete, ringe Was euch ärgert, hauet ab; Und also zum Himmel dringe. Was euch hindert, senkt ins Grab Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. Mel. Freu dich sehr ꝛr. 1554. 284 4 ů—— I — ů 4— + ¹1—.——— I 0 171 — — Nicht der An-fang, nur das En-de Ach ge⸗ treu⸗- er Gott, voll ⸗en ⸗ de *2— —.——.— .———..... krö net die Be⸗ stän⸗ dig-keit.—4 mei⸗ nen Lauf in die ⸗ ser Zeit! Hab' ich 37⁰ Heiligung und christlicher Wandel. E 9 ů— I—— ..PI.I.‚.. * + 1— 1— I + I ein⸗mal dich be⸗kannt, so ver-lei-he mir Bestand, Q inn—— HS IA—...— 4 122..——. daß ich, bis ich einst er⸗ kal ⸗ te, Glau⸗ben A 4 —.—— I JZ—II 1 1—— II — L* 7 I— II —.2. 2—— 1— L I— II und Ge⸗ wis⸗sen hal— te! 2. Du bist treu in allen Dingen, Und dein Wort ist auch getreu; Laß mich dir ein Herze bringen, Das dem deinen ähnlich seil Wanket oft mein Fleisch und Blut Und entfället mir der Mut, So laß doch den rechten Glauben Nicht aus meinemHerzen rauben! 3. Laß mich halten, was ich abe Daß mir nichts die Krone nimmt! Es ist deines Geistes Gabe, Daß mein Glaubensdocht noch glimmt. Mel. Wachet auf ꝛc. + Lösche nicht den Funken aus, Mach ein helles Feuer draus, Laß den Glauben in mir brennen, Dich vor aller Welt bekennen! 4. Jesu, hilf mir an dir hangen, Wie die Reb amWeinstockhängt, Fest im Glauben dich umfangen, Bis mich dort dein Arm umfängt Kommt es auch zur letzten Not, So versiegle durch den Tod, Was ich hier geglaubt auf Erden, Und laß es zum Schauen werden! Beni. Schmolck 1672—1737. Phil. Nicolai? 1598. 285 7—⁵— 3 08 0 0 Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗ te und — Der geistliche Kampf. 37¹⁷ 47 2——1 DDSSSE. ö——.—— P P ꝓ— Fein⸗ de su⸗ chen euch zur Beu ⸗ te, ja Sa tan kämp⸗fet frisch an je⸗dem Or ⸗ te, da-mit ihr EIIEE — H —.——F—— 2—,. 2. +— II I 2 7 felbsthat euch be⸗ gehn.=— elbst hat eu e: gehrt. blei⸗bet un⸗ ver sehrt! Ist euch der Feind zu 4 ne H r,. SSISISISISIIIIIIIIEIIIIII *— 2 schnell, hier ist Im ⸗ ma⸗ nu= el. Ho ⸗-si⸗ ISSDDE —3*——.—.—— na! Der Star⸗ke fällt durch die⸗ sen Held, und an⸗ FR 4* V + ILI +⁴WU— + 2* II *— 2—— I 27 886— wir be⸗ hal⸗ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euern Lüsten, Besieget sie als rechte Christen Und stehet in des Herren Kraft! Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen, Zeigt eures Glaubens Ritter⸗ schaft! Wer hier ermüden will, Der schaue auf das Ziel: Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit, Dann krönet euch die Ewigkeit! 3. Streitet recht die wen' gen Jahre, Eh' ihr kommt auf die Toten⸗ bahre; Kurz, kurz ist unser Lebenslauf! WennGott wird die Toten wecken ö 37² Heiligung und christlicher Wandel. O ö Und vor dem Herrn die Welt erschrecken, So stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt; Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat lange schon Uns beigelegt die Ehrenkron. Die du erkauft mit deinem Blut! Schaff in uns ein neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen: So halten wir 4. Jesu, stärke deine Kinder Getreu an dir Und mach aus ihnenliberwinder, Im Tod und Leben für und für! Wilh. Erasmus Arends 1677—172ʃ. — Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. 280 29———.— E H—.———..—— *——M—..—. I—5.—. n.. 1 24—— See⸗le, was er⸗müdst du dich in den S.S.........II..... ——4—.— 7——.—— Din⸗gen die⸗ser Er- den, die doch bald ver— 2* +—. w.——.——— SDISꝗSPISIIIIII..— und zu Staub und A-sche wer⸗ zeh⸗ ren sich —— ynnn— 4—.—.—.——— den? Su che Je⸗ sum und sein Licht, al⸗-les ID S dn rren an⸗ dre hilft dir nicht! — Der geistliche Kampf. 37³ 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 4. Geh in Einfalt stets einher, Laß dir nicht das Ziel verrücken! Gott wird aus der Liebe Meer Dich, den Kranken, wohl er⸗ quicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! Nach eigener Melodie. CQ 6. Schwinge dich nur oft im „ Geist Über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Unter deinen Füßen stehen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 7. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 8. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben, Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 9. Sei im übrigen ganz still, Du wirst schon zum Ziel ge⸗ langen; Glaͤube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen! Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! Jak. Gabriel Wolf 1684—-1754. 1739. 287⁷ FE —— 1— E..— ö 12 ... —— 00 0 0 4 Ich will stre⸗ben nach dem Le- ben, wo ich Ich will rin⸗gen ein- zu-drin⸗gen, bis daß E 1 — 2 — Hält man mich, so lauf' ich fort; .———. ——— .—.—. 9 . 2.7. + +* 5——— 2 10 1 + + — 3———— durch⸗ ge⸗ drun⸗gen bis 2. Als berufen Zu den Stufen Vor des Lammes Thron Will ich eilen; Das Verweilen Bringt oft um den Lohn; Wer auch läuft und läuft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, Das mag schwinden, Ich will nichts davon. 5. Jesu, richte Mein Gesichte Nur auf jenes Ziel; Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Wenn ich Schwachheit fühl'! 6——.— zum Klei=nod L ist an Gottes Segen. Lockt die Welt, so sprich mir zu; Schmäht sie mich, so tröste duz Deine Gnade Führ' gerade Mich aus ihrem Spiel! 4. Du mußt ziehen, Mein Bemühen Ist zu mangelhaft. Woihr's fehle, Spürt die Seele; Aber du hast Kraft, Weil dein Blut uns Leben bringt Und dein Geist das Herz durch⸗ dringt. Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 1738. 288 en dn 18. ö———..— SSEE 2. 00 0 80 Fort⸗ ge⸗kämpft und fort-ge⸗ run⸗ gen, E Der geistliche Kampf. 1 4 4— . 1—. r bis zum Lich⸗te durch⸗ ge- drun⸗ gen muß es, ban⸗ ge * 4.— ———— 12—3—.— 1—— 2.— Etiee ——— * 2 — +S.—* —...—— 1 x See⸗le, sein! Durch die tie f⸗ sten Dun⸗kel⸗ hei⸗ ten ——— 4 H sülü⸗ XX. fann dich Je⸗-sus hin⸗-ge-lei⸗ ten, Mut spricht er den 9 — . DD‚.iĩñ‚Ii‚I. Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen, Scheinst du gleich von ihm ver⸗ lassen: Glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken: Bald wirst du vollFreude danken, Bald umgibt dich Kraft und Licht! 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln; Hoffe, harre auch im Dunkeln, Nie gereut ihn seine Wahl! Er will dich im Glauben üben, Gott, die Liebe, kann nur lieben: Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke, Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, Nur auf Gott und Ewigkeit! Nur zu deinem Jesus wende Aug und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut! 5. Aus des Jammers wilden Wogen Si dich oft herausgezogen einer Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; Wo ist einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer, Geh und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz! 37⁶ Heiligung und christlicher Wandel. E ö Kannst du gleich ihn nicht Glaube, daß, was er gebeten, empfinden, Gott sein Vater ihm gewährt! Worte nicht noch Tränen finden: bIII Klage schweigend Deinen 8. Drum so verh ägen. I Schmerz! Mich vor Gottes Antlitz wagen, 7. Kräftig ist dein tiefes Flehen, ringen fort und fort. Schweigen, So werd' ich ihn überwinden: Gott wird sich als Vater zeigen; Wer ihn sucht, der wird ihn Glaube nur, daß er dich hört! finden, Glaub, daß Jesus dich vertreten, Wird ihn haben fort und fort. Joh. Kaspar Lavater 1741—180ʃ. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 289 SSSEEEEEE Q0 0 0 V— Auf, auf, mein Geist, be⸗ trach⸗te des Christen Wach auf vomSchlaf, ver⸗ach⸗te der Eis⸗tel⸗ 2— E. H —— ̃.— 10 len Tand! Die Lust der Welt ver⸗ ge⸗ het und ö— .——— 0 en⸗ det sich in Leid; des Chri⸗sten Glück be⸗ ste⸗ +.— SSS *..— EEE het in Zeit und E ⸗wig ⸗ keit. 2—25 Dich stellt zu Gottes Bilde Und rein und fromm wie er! Dein Mittler wieder her; Auf, auf, die Zeit verschwindet Drum sei gerecht und milde Und alles mit der Zeit; — Der geistliche Kampf. 3⁷⁷ Nur dem, der überwindet, Lohnt einst die Ewigkeit! 3. Gebet und Ernst erringen Das Heil der bessern Welt. Auf, alles zu bezwingen, Was dich gefangen hält! O wache! Deine Feinde Verändern die Gestalt: Bald schmeicheln sie als Freunde, Bald brauchen sie Gewalt. 4. Vergleiche dieses Leben Mit dem, was Gottes Geist, Aus Gnaden uns zu geben, In seinem Wort verheißt: Dann wirst du bald erkennen, Es sei doch in der Tat Nur Eitelkeit zu nennen, Was diese Erde hat! 5. Du ringst nach Ruhm und Ehre Und willst bewundert sein, Als ob nichts Höhres wäre: Denk nur an Jesu Pein! Er ist für dich gestorben Und hat zum Eigentum Den Himmel dir erworben: Das sei dein wahrer Ruhm. 6. Was sind des Reichtums Gaben, Die hier der Rost verzehrt? Willst du den Schatz nicht haben, Den Jesus uns gewährt, Wenn wir uns ihm ergeben Und unser Herz ihm weihn, Um ihm getreu zu leben Und uns in ihm zu freun? 7. Was sind des Leibes Freuden, Der Sinne Gaukelspiel? Sie schaffen dir der Leiden, Der Müh und Sorgen viel, Entfernen deine Seele Je mehr und mehr von Gott, Und in des Grabes Höhle Begräbt sie doch der Tod. 8. Gott ist die rechte Quelle, Aus der sich Lust ergießt, Die ewig rein und helle Für fromme Seelen fließt. Dem lohnet kein Vergnügen, Auf den sein Aug nicht blickt; Er bleibt im Staube liegen Und ewig unerquickt. 9. Auf denn, mein Geist, ent⸗ schwinge Dich dieser Sinnlichkeit Und glaube, bete, ringe Nach jener Seligkeit! Die Welt wird einst vergehen Mit dem, was in ihr ist; Doch Gott bleibt ewig stehen, Mit ihm dein Heil, o Christ. 10. Vom Dienst der Eitel⸗ keiten Befreie, Gott, mein Herz! Den heißen Wunsch nach Freu⸗ en 37⁸ Heiligung und christlicher Wandel. é V ö Den lenke himmelwärts! Dem Geist, der ewig ist; Ruh kann die Welt nicht Nur der hat Ruh und Leben, geben Dem du, Gott, alles bist. Nach Christ. Ludw. Edeling 1678—1742, bearbeitet von Friedr. Brauer 1754—1813. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. T SEE—.———.— .. ⁊.—22.+N.—— 1..———0.8 —— ö α Herr, laß mich dei ⸗ne Hei-li⸗ gung durch Du hast die Sin- nes-än-de⸗ rung selbst *— —— — 4—— 1 .S SS I.... ...—11—14. 1 dei⸗ nen Geist er ⸗lan⸗ gen! in mir an⸗ge⸗ fan⸗ gen; ——— 3— e..——— 2 —. A E5—.* I LI 28— — du zu Gott ge ⸗gan⸗gen. 2. Ich kann mich selber vor der Welt Nicht unbefleckt bewahren; Ich kann nicht tun, was dir gefällt, Das hab' ich oft erfahren. Ich will mich übergeben dir: Omach ein neu Geschöpf aus mir In meinen Gnadenjahren! Das Kleinod zu verlieren; Die Sünde lockt mich immerdar Und will mich dir entführen. Herr Jesu, nimm dich meiner an, Erhalt mich auf der Lebensbahn, Nur du wollst mich regieren! 4. Die Kraft von deinem teuern Blut Laß innig mich durchdringen, 3. Ich stehe immer in Gefahr, Dein Leben, o du höchstes Gut, — Der geistliche Kampf. Mir in das Herz zu bringen, Damit dein Geist, der ewig frei, Allein mein innres Leben sei: Dann wird es mir gelingen! 5. Laß mich in deiner Lieb allein Die Lebensnahrung finden, Vertreib aus mir den Lügenschein Der angewohnten Sünden! Nur die Gemeinschaft mit dem Licht Sei meine Lust und süße Pflicht: Dann wird die Knechtschaft schwinden. 6. Lösch alles fremde Feuer aus, Das in mir möchte brennen! Mach mich zu deinem reinen aus, Laß nichts von dir mich trennen! Verbinde dich im Geist mit mir, Damit ich völlig eigen dir Nach dir mich dürfe nennen! 7. Laß mich in deiner Gegen⸗ wart Mit stillem Geiste bleiben; Mach mein Gefühl mir rein und zart, Das Böse wegzutreiben; In dir laß mich stets grünend sein: So führst du mich zum Himmel ein, Mag auch mein Leib zerstäuben! Mich. Hahn 1758—1819. — 7 ler? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 3954790. 1787. 2.. 2 1+.— ö IEDIEDEEDEE... 4.—4.— Tr. I.. 2— .—4—————..——— 1* 1— 2..——.. α Be⸗ hal⸗te mich in dei-ner Pfle⸗ge, daß nicht der Trug der eig-nen We= ge 9⁰ DSSSSESE— „ n In— S TT— +. 2 1.—*1 II L— du, der dem To ⸗de mich ent⸗rückt, Du kentistmneitt mich kaum Er lö-sten neu um:strickt!— 9.—— —— I. 1—4.—.— EE. H.——4.— CEL 1 7..— 244..— 2—.— I+1.X L+ 1—.—. Ta— 249—.„3 E1— 2—i.— 2 I +—— 580 é Heiligung und christlicher Wandel.— EIIIEE —..—— +. 2..—8——. 2——.— 14.0—1 7.—— Kreu⸗ zes⸗flucht; be⸗ hal⸗ 0 mich in deinem Schurtze, — DS.....IIII....— 2—. ih mi.‚ be⸗ halt mich, Herr, in dei- ner Zucht! O der: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰4. ———————.. E 2.0— I 1.*—.—— E 2.—.— 1 + 1— — 5 + XI 7 — . Be⸗ hal⸗ te mich in dei- ner Pfle⸗ ge, du, daß nicht der Trug der eig- nen We⸗ ge mich E der dem To- de mich ent⸗ anne kaum Er ⸗lö- sten neu um: strickt! Du kennst mein Herz in sei⸗ nem Tru⸗tze, du kennst's in sei= ner V +I— III I x — — Kreu⸗zes⸗flucht; be⸗ hal⸗ te mich in dei⸗nem Schurtze, SSSSEEEEEERE be⸗ 3alt mich, Herr, in dei⸗ ner Zucht! Der geistliche Kampf. 381 2. Behalte mich in der Be⸗ 3. Du mußt, was du begannst, reitung vollenden, Des heil'gen Geistes für und für! Aus mir wächst Heil'ges nicht Es würde ohne deine Leitung hervor. Ein unbrauchbarer Baum aus Behalt in deinen Bildnerhänden mir. Mich weiches Wachs, mich Die Keime selbst der Lieb und schwankes Rohr! Güte, Ob mildeLüfte wehn, ob Stürme, Die du mir neu ins Herz gelegt, O laß mich nimmer, nimmer los! Ach, sie verkümmern vor der Behalte mich in deinem Schirme Blüte, Und deiner Liebe treuem Schoß! Wo deine Rechte sie nicht pflegt. Friedr. Ad. Krummacher 1767—1845. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴⁵. 4 4 02 5 21—— + —.— Volk des Herrn, du hast hie-nie⸗den ei⸗nen Kämpfe sind dir hier be⸗schieden, Frie-de 4 14 ISIS PSISI..... 2..— SEHHEE Y — 24 ‚—4 + ; lan⸗ gen schwe⸗ren Streit; in der E-wig⸗-keit. Le⸗ ge an die rech⸗ te 10. II—— —. 2— ed —l 8— *V —— Weh⸗re, ste⸗he auf dem ew'⸗gen Fels, daß dir Sieg und — 1 d,— x., ESEEEE 2 Heil be- sche⸗ re er der Hei⸗land Is ra⸗ els! „ 2. Träumest du von guten Wiegst du dich in alten Sagen, Tagen, Oder kennst du deine Zeit? Oder wachst du auf zum Streit? Hörest du den Ruf der Wächter: 38² ö Heiligung und christlicher Wandel. O ö „Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn; Nun so suche keinen Frieden Aber wehe dem Verächter, In der bösen Zeitlichkeit! Denn sein Trost wird unter⸗ Führe deines Gottes Kriege! gehn“? Jesu Kreuz ist dein Panier; 3. Volk des Herrn, du ha Unter diesem Zeichen siege, hemeden 151 Seine Schmach sei deine Zier! Einen langen schweren Streit. Samuel Preiswerk 1799—187l. Mel, Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 4— N— ———.—.. ev—. 2.— 5 SS SDI.. —.— — —.— Hindurch, hin-durch mit Freu-den! das ENNN——.—— 5 Pse — C E H 1 I— soll die Lo⸗ sung sein; hin- durch durch al⸗ le — - S ů—— D ‚.. ** Lei-den, durch Kreuz und Not und Pein! 2. Hindurch, hindurch mit Und das Gewölke schaurig R Fast bis zur Erde geht: Mit Gottes Helm und Sieg, 6 Durch Leiden und durch Streiten Mir Damten und Gehen. In seinem heil'gen Krieg! Hin, wo auf ew'gen Hügeln 3. Hindurch die öden Strecken Der Tempel Gottes steht! Von unsrer Wanderschaft; Durch Klüfte und durchSchrecken 6. Hindurch, hindurch mit 4775 Freuden Mit seiner Gotteskraft! Selbst durch des Todes Na ct, 4. Und wenn es schwül und Hindurch die letzten Leiden, traurig Bis daß es heißt: Vollbracht! Und trostlos allwärts steht, Ernst Albert Zeller 1804—1877. 441 77/ Der geistliche Kampf. é 385 Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛe. οοe NRicht daß ich es er⸗grif-fen hät=te noch bin ich fern der heil'⸗gen Stät= te, 2——.—H 1.— SPII I I .2—.——— I* und jetzt schon gar voll⸗kom⸗men sei, 2* wo ich von al⸗len Sün⸗den frei; och jag' ich ..——— —.. SE ihm mit al ⸗len Kräf⸗ten als meinem höch-sten 4.— 1— ——— S.............. . EEE—1— I Gu ⸗te nach, wenn auch in mei⸗ nes Laufs Ge⸗schäf⸗ ten — oft die Kraft zu⸗ sam⸗men⸗brach. Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 1704. — 2.—— 1 S +— 21— 2—4— . Nicht daß ich es er⸗grif-fen hät- te und noch bin ich fern der heil'-gen Stät zte, wo 384 Heiligung und christlicher Wandel. E 2————— 1— DEE jetzt schon gar voll⸗kom⸗men sei, ich von al⸗len Sün⸗den frei; 9 E.—. S.E—— ———. Rüä * doch jag' ich ESS.I E —0 E1.— V.—1—.. ihm mit al⸗-len Kräf⸗ ten als mei⸗nem höch⸗ sten — +. 4 ů — E n. 21.——* Gu⸗te nach, wenn auch in mei⸗nes Laufs Ge-schäf⸗ten Q. ———————— I.———.— ——.—.—.——0—.———.—— 60 mir oft die Kraft zu⸗ sam⸗men⸗brach. 2. Ich jag' ihm nach, ob ich's Ob ich es möchte noch er⸗ ergreife, langen,— Weil Jesus Christus mich ergriff, All andres ist nur Tand und Und wenn ich ab vom Ziele Spiel,— schweife, Dem Kleinod, das mir vor⸗ Wie beugt es mich so schrecklich gehalten tief! Als himmlische Berufung ist, Ich will verschmerzen und ver⸗ Und trotze aller Welt Gewalten gessen Und selbst des Satans Trug Das alles, was dahinten ist, und List. Und meinen Tuenen darnach 4. Doch wie ich klüglich mich „ itet i üee, Noch habeich ucht aufd Blat 3. Ich jage nach mit Lust und gekämpft; Bangen Das Feuer, das im Innern Dem einen vorgesteckten Ziel, wütet, E Nachfolge Christi. 38⁵ Ist nicht erloschen, nur gedämpft; Ich kann der Schlange nicht zertreten Den Kopf, das kannst du, Herr, allein; Ich kann verwunden, doch nicht töten, Und meine Siege sind nur Schein. 5. Gib mir den starken Schild des Glaubens Und auf das Haupt den Helm des Heils, Sonst wird kein Ende des Be⸗ raubens Des mir von dir verliehnenTeils; Gib mir das Schwert in meine Rechte, Das Glaubensschwert, das nie⸗ mals fehlt: Dann halt' ich stand in dem Gefechte, Und meine Seele wird gestählt! 6. So nah am Ziel und— unterliegen? Die Kraft zum Kampfe geht mir aus. Herr, führ aufs neue mich zum iegen! Schon winket mir das Vater⸗ haus. Nur wer getreu bis an das Ende Den Streit als wie ein Held besteht, Empfängt in seine Siegerhände Die Krone, die nicht mehr ver⸗ geht. 7. Doch wer auch mit dem kühnsten Wagen Vordringt, daß ihm nicht einer gleicht, Würd' er von dir nicht hin⸗ getragen, Er hätte nie das Ziel erreicht. Du gibst das Wollen und Voll⸗ bringen, Dein ist die Ehre, dein der Preis; So laß es du uns, Herr, gelingen Und schmück uns mit dem Siegespreis! Ernst Alb. Zeller 1804-1877. 4. Nachfolge Christi. Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛe. Herm. Schein. 1628. Evang. Gesangbuch. 205 W 9—— —— Mir nach, sprichtChri-stus un- ser Ver ⸗leug-net euch, ver-laßt die 13 386 Heiligung und christlicher Wandel. O ö + 1—. 2— HSE. d de——.— E — S· ö— Held, mir nach, ihr Chri-sten al-le! Welt, folgt mei⸗nem Ruf und Schal⸗le, nehmt — +—4.— —— —— +—.——.—I——.—. EE eu er Kreuz und Un⸗ge-mach auf euch, folgt + IL II 1 II — Wan-del 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch für Mit heil' gem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mei⸗; nem mir Darf nicht im Finstern schweben; Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll De⸗ mütigkeit, Voll Liebe mein Gemüte, Mein Mund voll Huld und Freundlichkeit, Voll Sanftmut und voll Güte. Mein Geist und Wille, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben: schaut auf ihn! 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, — nach! Zu fliehen und zu meiden Und euer Herz von arger List Zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmels⸗ pfort. 3. Fällt's euch zu schwer, ich geh' voran, Ich steh' euch an der Seite; Ich kämpfe selbst und breche Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer hier sein Heil zu finden meint, Wird's ohne mich verlieren; Wer hier es zu verlieren scheint, E Nachfolge Christi. 3⁸⁷ Den werd' ich dazu führen. Mit unserm Kreuz nachgehen Wer nicht sein Kreuz nimmt in Und wohlgemut, getrost und Geduld, gern Ist mein nicht wert und meiner Bei ihm im Leiden stehen; uld. Denn wer nicht kämpft, trägt 7. So laßt uns denn dem auch die Kron lieben Herrn Des ew'gen Lebens nicht davon! Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Strophe 4 erstmals um 1668. Mel. Sollt' ich meinem Gott Joh. Heinr. Böhner? 1785. nicht singen. 200—. 4———.— ‚ ni n. winr H I Las⸗ set uns mit Je⸗ su zie⸗hen, sei⸗ nem in der Welt der Welt ent⸗ flie⸗hen, auf der T — I. 22—— *—— Vor⸗ bild 1.5 gen nach, Bahn, die er uns brach, im⸗mer⸗fort zum Him⸗ mel E 6 sen, urüeren, glauben recht und Q IV.. SSS. le⸗ben rein, in Lieb den Glauben Weiesen! Tru-rr .— — inh i — 2—— Je, bleib bei mir; geh vor⸗ an, 1 fol⸗ ge dir! 15* 388 Heiligung und christlicher Wandel. Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. 4.—*.— —.— Las-set uns mit Je- su zie-hen, sei⸗ nem in der Welt der Welt ent⸗flie-hen, auf der PFPFIFFIFI Vor⸗bild fol- gen nach, Bahn, die er uns brach, im⸗mer⸗ äfort zum + 1 4 X.——. EI 1 ————— ,. EE Him⸗ mel rei⸗ sen, ir⸗disch noch schon himmlisch ——— S sein, glau⸗ ben recht und le-ben rein, in der 0— E—.—3— SPSSSITTTTT ——— Lieb den Glau- ben wei- sen! Treu⸗ er Je ⸗ su, HN—* E E DEH SERRTT bleib bei mir; geh vor ⸗ an, ich fol-ge dir! 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Hoffnung tröstet mit Geduld, Seinem Vorbild werden gleich! Denn es scheint durch Gottes Nach dem Leide folgen Freuden, Huld Armut hier macht droben reich, Nach dem Regen bald die Tränensaat die erntet Wonne, Sonne. Nachfolge Christi. 389 Jesu, hier leid' ich mit dir, Dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod wehret unserm Tod, Rettet uns von dem Verderben, Von der Seele ew'ger Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Unser Fleisch, ihm sterben ab, So wird er uns aus dem Grab In des Himmels Leben heben! Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir. Ach erkenn uns für und für, Trauter Freund, für deine Brüder! Jesu, dir nur leb' ich hier Und dort ewig auch bei dir! Sigmund von Birken 1626—1681. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 15⁵⁴4. 207 FFFT 4Z—ꝛ;t.— + N IH AE*— 2— + 2— VX.——.———..1.—— 24., 0 0 0 V— Sei ge⸗ treu bis an das En- de, dich von dei- nem Je⸗ su wen⸗ de; 0—— V 1— 4 II I +.— DSS— ö daß nicht Mar⸗ ter, Angst und Not sei ihm treu bis in den Tod! Ach, das at 3— X—— 1 1 1 IEI—.— SOEE 2.. 5 Lei⸗ den die⸗ser Zeit ist nicht wert der Herrlich-keit, .—— DIFIIT— * 4.t——. 1 die dein Je⸗sus dir will ge⸗ ben dort in — 3⁹⁰ Heiligung und christlicher Wandel. 2 + I—— IIE SEE EEE je⸗ nem Freu⸗- den-le 2. Sei getreu in deinem Glauben; Laß dir dessen festen Grund Ja nicht aus dem Herzen rauben, Halte treulich deinen Bund, Welchen in der Taufe Bad Gott mit dir geschlossen hat! Der ist gottlos und verloren, Wer ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe, Und wenn er dich hat betrübt, Denke wie dein Heiland tat, Als er für die Feinde bat! So mußt duVerzeihung schenken, Soll Gott gnädig dein gedenken. 4. Sei getreu in deinemLeiden! Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe Jesu scheiden, Murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld Größer nur durch Ungeduld. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Leichter trägt, wer willig träget, Was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen, Traue fest auf Gottes Wort! Hat dich Kreuz und Not be⸗ troffen, Und Gott hilft nicht allsofort: Hoff auf ihn doch festiglich! kimmermehr vergißt er dich. Seine Hilf ist schon vorhanden— Hoffnung machet nie zu Schan⸗ den. 6. Nun wohlan, so bleib im Leben Glaube, Lieb und Hoffnung fest! Ich will Treu für Treue geben, Weil mein Gott mich nicht ver⸗ läßt. Herr, den meine Seele liebt, Dem sie sich im Kreuz ergibt, Sieh, ich fasse deine Hände: Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benj. Prätorius 1636—1674. Joh. Crüger? 1653. 1656. 298 ——— 1— 2.—.— —4— — —23..——1 S. 2—.. 1— 0 0 0 Him⸗mel⸗an geht un- sre Bahn; wir sind Nachfolge Christi. 3⁰⁵1 272 +— +—4— I———— F— Gä⸗ ste nur auf Er⸗ den 323 3 Wü⸗ste kom⸗men wer⸗ den; ier i n ser — f——— DDEE Pil⸗ger⸗ stand, dro⸗ben un⸗ ser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing dich, Daß mein Herz schon aufwärts mein Geist, steigt Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen! Ein von Gott gelehrter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan, ruft Gott mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre. Wenn ich dieses Wort bewahrt, Halt' ich frohe Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube eigt Mir das schöne Los von ferne, Über Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Glanz und Schein. Gegen jenen 5. Himmelan wird mich der Tod 0 In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan, ja himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eiteln Wahn Durch die Himmelslust ver⸗ treibenz; Himmelan steht nur mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck 1672—-1737. Mel. Unerschaffne Lebenssonne. 170⁵. 2———.— ů—3 —.———.5 +. 9.—.— DID 2—— Auf, ihr Srrei⸗ ter, durch⸗ ge⸗drun⸗ gen, 3⁰²2 Heiligung und christlicher Wandel. E ———— 1—.—— 5 EiE EEEEEEEEEE auf und folgt dem Hei⸗land nach, der durch Mar⸗ter, .— 1——— ———.—— SI— Tod und Schmach sich zum Him⸗-mel auf ⸗geschwungen! 9 2— H— ◻—————— SSSSS Ringt ihm nach in sei⸗ ner Kraft; er ist's, der den ——— — II LI NEV 2 H—44 .* LI + Sieg ver⸗ schafft! 2. Kein Erlöster müsse sagen, Ihm gebreche Kraft und Mut Zu dem Kampf mit Fleisch und Blut; Alles soll der Jünger wagen, Weil der Herr die Wunden heilt Und den SchwachenKrafterteilt. 3. Sind wir schwach, bei ihm ist Stärke; Sind wir arm, der Herr ist reich. Wer ist unserm Führer gleich? Unser Gott tut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen. Drum so dringet mutig ein, Schämt euch, träg und feig zu sein! Mag es drohen, mag es stürmen: Nur durch Müh, Geduld und Streit Führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun so wachet, kämpft und ringet, Bleibet wacker im Gebet, Bis ihr auf der Höhe steht, Wo der Sieg die Fahne schwinget! Ist der Erde Werk getan, Hebt des Himmels Sabbat an. Nach Joh. Sim. Buchka 1705—1752. E achfolge Christi. 3⁰3 Mel. Seelenbräutigam. Adam Drese, um 1690. 1698. —* —*.1— HN N +— SS + 0ꝗ u a Je-su, geh vor- an auf der Les bens⸗ I + N— + ........ *— 1.—.— 23* 2 1 bahn, und wir wol⸗ len nicht ver⸗ wei- len, dir ge⸗ 9.4 ———.——— SSPSPSSIISIIII 573 treu⸗lich nach-zu ⸗ei- len; führ uns an der Hand 4 e 2—8———— 1.— hbis ins Va⸗ ter 2. Soll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen! Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, land! O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! 4. Ordne unsern Gang, Heiland, lebenslang! Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nöt'ge Pflege; Tu uns nach dem Lauf Deine Türe auf! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700-1700. Mel. Ich dank' dir schon ꝛc. Mich. Prätorius? 1610. 30·.2— 1———— HO FPPIIIII *———— EIE O Christ, er ⸗he⸗ be Herz und Heiligung und christlicher Wandel. E H.* .— — J— ——.—.—.. PP—— Sinn! Was hängst du an der Er⸗ den? Hin⸗ * .—.———. SSPIII. ů———.——.— V auf, hin⸗ auf zum Him⸗mel hin! Ein Christ muß — De——— + Jĩ—— ——IID‚II— himm ⸗lisch wer-den. 2. Was bist du in der Welt? 6. Der Christen hohes Ein Gast, Bürgerrecht Ein Fremdling und ein Wandrer. Wenn du kurz hausgehalten hast, So erbt dein Gut ein andrer. 3. Was hat die Welt, was beut sie an? Nur Tand, nur eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, Der schätzt die Welt geringe. 4. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch Den Sinn aufs Niedre lenken? Nur wer an Gott denkt, denket hoch; So müssen Christen denken. 5. Sieh, Christ, nie mutlos unter dich, Wenn dich die Leiden drücken, Sieh gläubig in die Höh und prich: Der Herr wird mich erquicken! Ist dort im Vaterlande; Der Christ, der irdisch denkt, denkt schlecht Und unter seinem Stande. 7. Dort ist das rechte Kanaan, Wo Lebensströme fließen; Blick oft hinauf, der Anblick kann Den Leidenskelch versüßen! 8. Dort oben ist des Friedens Haus, Gott teilt zum Gnadenlohne Den Überwindern Kronen aus; ämpf auch umRuh und Krone! 9. Dort singt der Engelchor im Licht Von Gott und seinen Werken; O Seele, sehnest du dich nicht Dies Loblied zu verstärken? 10. Dort herrscht dein Heiland Jesus Christ, Machfolge Christ. 3⁰½ Der Tilger deiner Sünden; 11. Hilf, Heiland, daß ich für Mit dem, durch den du selig und für bi ist, Den Geist dorthin erhebe, Muß sich dein Herz verbin⸗ Und daß ich jetzt und ewig dir den. Zu Ehren denk und lebe! Ehrenfried Liebich 1713—1780. Mel. Ruhe ist das beste Gut. 17⁵⁴. IEE 1 EE. Him⸗mel ⸗ an, nur him ⸗ mel⸗ an Was die Frommen wün⸗-schen, kann 13 I 47.— S —— 4 415—1— —.—‚————— auf Er ⸗ den soll der Wan⸗del gehn. dort erst ganz ge schehn, —————. 11.—— auf zur Herr=lich=keit dein An⸗ge-sicht! 2. Himmelan schwing deinen Präg ins Herz mir den Beruf, Geist Mach mich getreu! Jeden Morgen auf! Rurz, ach kurz ist, wie du weißt, 3. Himmelan hat er dein Ziel Unser Pilgerlauf. Selbst hinaufgestellt. Fleh täglich neu: Sorg nicht mutlos, nicht zu viel Gott, der mich zum Himmel Um den Tand der Welt! schuf, Flieh diesen Sinn! — 3990 Heiligung und christlicher Wandel. — Nur was du dem Himmel lebst, Dir von Schätzen dort erstrebst, Das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt! Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts; Sei himmlisch froh! 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sich's ge⸗ ö bührt; Denke, auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn! 6. Himmelan ging Jesus hri Mitten durch die Schmach; Folg, weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg; Halt dich fest an Gott wie er, Statt zu klagen bete mehr, Erkämpf den Sieg! 7. Himmelan führt seine Hand Durch die Wüste dich, Ziehet dich im Prüfungsstand Näher hin zu sich Im Himmelssinn; Von der Weltlust freier stets Und mit ihm vertrauter geht's Zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zu⸗ t etz Selbst die Todesnacht. Sei's, daß sie dir sterbend jetzt Kurze Schrecken macht, Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell, Nach demToderblickst du schnell Des Vaters Haus. 9. Halleluja! Himmelan Steig' dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, Und Gott naht zu dir In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. 10. Halleluja singst auch du, Wenn du Jesum siehst, Unter Jubel ein zur Ruh In den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne ů Hr Hilft auch dir zu deinem Sieg: Gelobt sei er! Joh. Gottfr. Schöner 1749—1818. Nachfolge Christi. 3⁰⁷ Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 303.— 4 ———— 5 1—.——— 2——..——E—— —.—.,. +7 Steil und dorenicht ist der Pfad, der uns Se⸗ lig ist, wer ihn be⸗ trat und im — ——.— L — EE zur Voll⸗en- dung lei Na-⸗ men Je-su 2 tet. strei=tet, — se ⸗lig, wer den SSSDSDSSSS Lauf voll= 2. überschwenglich ist der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, Die, der Lust der Welt ent⸗ flohn, Ihrem Heiland ganz sich weihen, Deren Hoffnung unverrückt Nach der Siegeskrone blickt. 3. Den wir lieben und nicht sehn, Der hat uns den Lohn errungen, Von dem Kreuz zu Gottes Höhn Sich vom Staub empor⸗ geschwungen. Sieger in des Todes Nacht, Sprach er selbst: Es ist voll⸗ ö bracht! bringt und nicht kraft⸗los nie⸗ der ⸗ sinkt! 4. Zieh, o Held, uns hin zu dir, Zieh uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier, Droben ist es still und heiter. Hoffnung sieht das Morgenrot Schimmern 9880 Grab und od. 5. Auf denn, Mitgenossen, geht Mutig durch die kurze Wüste; Seht aufJesum, wacht und fleht, Daß Gott selbst zum Kampf euch rüste! Der in Schwachen mächtig ist, Gibt uns Sieg durch Jesum Christ. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 3⁵⁸ Heiligung und christlicher Wandel. — —.— je⸗ dem Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 304 5——2— *— Q0 0 231„ Es kennt der Herr die Sei⸗nen und hat sie die Gro⸗ßen und die Klei⸗nen in ——.— E I SSP.............. 1—.— I.—.—————————— Volk und Land; er läßt sie nicht ver-der⸗ben, er 2—— ——.— d, e;. e S.———.—— —3—.— SI.eeeeeeEEe führt sie aus und ein, im Le⸗ ben und im Ster⸗ — SS— 3. SDIRRRDSDII‚———— 4210 I LI— ben sind sie und blei-ben sein. 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut Und doch dem Unsichtbaren, Als säh' er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und kühn, Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht, Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Die segnet, wie er segnet, Und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen Nachfolge Christi. 399 In jedem Volk und Land: Und halt uns fest dabei, Am Werk der Gnadentriebe Laß nichts die Hoffnung rauben, Durch seines Geistes Stärk, Die Liebe herzlich sei! An Glauben, Hoffnung, Liebe Und wird der Tag erscheinen, Als seiner Gnade Werk. Da dich die Welt wird sehn, 6. So hilf uns, Herr, zum So laß uns als die Deinen Glauben Zu deiner Rechten stehn! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. II Joh. Adam Hiller? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780. 1787. 5 ——.—— 0 Hier Got⸗tes⸗ kin ⸗der und dort Er⸗ ben um die⸗sen Na⸗men laßt uns wer⸗ ben, — 2——.— 22.. b.— als Je⸗ su Chri ⸗sti Ei⸗ gen⸗ tum:; er ist der Gna⸗de Werkund Ruhm ar SSSSE ko⸗ ren, dar:nach das Herz sich Teil, das wir er⸗ 2—.2 4 sehnt und schlägt, bis es aus Got⸗tes Geist ge ⸗bo⸗ ren in sich trägt. Kind⸗schaft Zeug⸗ nis ⁰ο Heiligung und christlicher Wandel. H0 ö Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. R Hier Got⸗ tes⸗kin⸗der und dort Er⸗ ben um die⸗ sen Na⸗men laßt uns wer⸗ ben, S Je⸗ su Chri⸗ sti Ei⸗ gen⸗ tum: ist der Gna-de Werk und Ruhm! Das sei das SD...———.— Teil, das wir er⸗ ko⸗ ren, dar⸗nach das Herz sich — behnundseht dis es aus Got- tes Geist ge ⸗ bo⸗ren E der Kindschaft Zeug- nis in sich träͤgt. 2. Dann ist uns wohl; und Doch nur getrost, es kommt die doch das Beste, Zeit Das Herrlichste ist noch voraus. Da Gottes Kider alles erben Hier sind wir und Im Stande ew' ger Herrlichkeit. Gã Im Himmel Deufe und zu 3. Sie werden als ein heil'ger ame Hier gilt's zu r leiden, In ihr verheißnes Erbe gehn, sterben; Es wird ein neuer, Gottes Name — Nächstenliebe. 14⁰¹ An den verklärten Stirnen stehn. Die hier zu solcher Ehre kamen, Was unter Glauben, Hoffen, Die sind wahrhaftig angesehn. Lieben Die treu hier glauben, hoffen, Der innre Mensch geworden war, lieben, Das ist, wenn alles starb, ge Schreibt Gott ins Buch des blieben Lebens ein; Und wird als Wesen offenbar. Und dort im Himmel ange⸗ 4. Drum freuet euch, wenn schrieben eure Namen Das heißt gut angeschrieben sein. Im Himmel angeschrieben stehn! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—-1859. 5. Nächstenliebe. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. IEEEE SISSESESESEEEE 2.H S —. See ⸗len, laßt uns Gu-tes tun und da⸗ 22——— S S S..— bei nicht mü⸗ de wer ⸗ den! Wenn es Zeit ist, wird man ruhn o wie sanft von den Be⸗- schwer⸗ auch die Ernöte sein. 4⁰² Heiligung und christlicher Wandel. E 2. O daß wir in unsrer Zeit 4. Lehr, o Gott, mich Gutes Auf die Ewigkeit hin lernten! Wer hier kärglich ausgestreut, Wird auch wieder kärglich ernten; Wer hier reichlich Gutes tut, Sammelt dort auch reiches Gut. 3. Nicht nur nach dem Augen⸗ schein Müssen wir das Säen richten; Manches Körnlein scheinet klein, Dennoch wächst es reich an Früchten. Klein gesät und dennoch dicht Fehlet in der Ernte nicht. Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛc. tun Und im Wirken nicht erliegen! Denn die Zeit dazu ist nun, Und sie wird so schnell verfliegen. Wenn man auch Geringes tut, Ist's nur gut, so ist es gut. 3. Stelle mir die Ernte für, Daß ich darf auf Hoffnung säen! Was wir tun und tun es dir, Läßt du nicht umsonst geschehen; Hat man kein Verdienst davon, Gibt die Gnade dennoch Lohn. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Herm. Schein. 1628. ——.— —— ‚ ů——.— A 2.. . + 1 EEE —.— —— 4.—.—— 0 0 0 V— So je⸗mand spricht: Ich lie⸗ be der treibt mit Got=tes Wahrheit s———— SSDSSPIIIIIIIIII Gott, und haßt doch sei ⸗ne Brü: der, Gott Spott und reißt sie ganz dar⸗ nie-der. 4 4 + 4 ᷑.————.— —— ist die Lieb und will, daß ich den Nächzsten SD mich. lie be gleich als — Nächstenliebe. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder! Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Mächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser aller Gut; Ich sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich ö versühnt, Hab' ich dies mehr als sie ver⸗ dient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen; Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier getan, Dem kleinsten auch von diesen, Das sieht er, mein Erlöser, an, Als hätt' ich's ihm erwiesen; Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein Und Gott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist und nicht Gern hilft, wenn Arme flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Wunderbarer König. Joach. Neander. 1680. 00 2 n er.; BIEI Konit ins Reich der Lie⸗ Lernt von eu⸗rem Hei⸗- land eu⸗ re Brü⸗der be, o ihr Got⸗tes⸗ — En: lie ⸗ der, ihr mit Gott ver⸗ ben und euch recht da⸗ söhn⸗ten Sün-der! rin⸗ nen ü⸗ ben! Q 0 0 4 Heiligung und christlicher Wandel. 2 Folgt dem Herrn,traget gern sei⸗ nes Lei⸗ bes Glie⸗ der, * ———5 + TII—. ——.—‚TT‚n— — 2.—.. NRauch die schwachen Brä⸗ der! 2. Sünde zu vergeben, Sünde zu vergessen, Das hat keiner so besessen Als der Freund der Sünder, Der mit eignem Blute, Seinen Feinden selbst zu gute, Voller Huld Alle Schuld Auf sich hat genommen Und getilgt vollkommen. 3. Wirft der Feind der Seelen Zwischen eure Herzen Streit, Verdacht und Kränkungs⸗ schmerzen, O so seid nicht stille; Wartet nicht so lange Bis zum Sonnenuntergange; Tõtet bald Die Gewalt Aller Zwistigkeiten, Die den Fall bereiten! Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. 4. Bleibt nicht eigensinnig Auf dem eignen Rechte, Werdet gern der andern Knechte! Denn die süße Liebe Deckt der Sünden Menge, Duldet ohne Maß der Länge. Liebt euch sehr, Liebet mehr, Nährt das Liebesfeuer Alle Tage treuer! 5. Abba, lieber Vater, Sohn und Geist der Gnaden, Heile allen unsern Schaden! Talschheit, Schein und Tücke, Stolz und Eigenliebe Kreuzige durch deine Triebe! Höll und Welt Sind gefällt, Wenn wir dich nur kennen Und in Liebe brennen. Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. Konr. Kocher. 1823. N das uns 300 — —.. Seid barm⸗her⸗ zig, Men⸗ schen! Hö Je⸗ sus Chri ⸗stus lh· ⁵— SI 1 — Nächstenliebe. ret, hört das hei ret: Seid barm-her —.— 835——.—.— 5—.— Gebt, so wird n 9900 ge ge- ben einst am —6 1 eee e= waan— Thro⸗ ne Heil ad Le⸗ bent 2. So viel Menschen, so viel Mag's im stillen auch geschehen, Brüder! Wird's doch Gottes Auge sehen. Ein Gott ist es, der uns schuf; 4. Herr, wir geben von dem Wir sind alle Christt Glieder Lchen So den Bösen wie den Seinen Laß, wenn unsre Brͤder weinen, Läßt der Herr die Sonne scheinen. Nie die Herzen ungerührt; 3. Gottes Bild in euch zu sehen, Lehr uns selbst dein Gut ver⸗ Seid barmherzig so wie er! walten, Eilt, dem Armen beizustehen! Um hier klüglich hauszuhalten! Was ihr gebt, empfängt der Herr. Theod. Gottl. von Hippel 1741—1796. zig so wie Mel. O du Liebe meiner Liebe. ö 174⁵. —— 4— 3 10—2———.— 50ο4 Menschenfreund, nach deinem Bil-de bil=de Dei⸗ne Sanftmut, dei ne Mil-⸗de sei mein —⁵——3 —.—. n sich mein gan⸗ zer Sinn! 1 köst⸗lich⸗ster Ge⸗winn. Un⸗wert wär ich dich zu 406 Heiligung und christlicher Wandel. II 4 — ken⸗nen, liebt' ich nicht wie du ge⸗liebt, un⸗wert mich nach dir zu nen⸗nen, Folgte Wohltun deiner Spur, Da du segnend Gutes tatest In der Hütte, auf der Flur, An dem Lager kranker Brüder; Wo du je nur hingeblickt, Kehrte Freud und Hoffnung wieder, Und der Dulder ward erquickt. 3. O du Menschlichster von allen, Keinen hast du je verschmäht; Wer verirrt war, wer gefallen, Wer um Trost zu dir gefleht, Hat für alle seine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung, Heil und Trost ge⸗ funden, Hilfe, die er nirgends fand. 4. Drum, wenn mich mein Bruder kränket, Denk' ich: Jesus litt noch mehr. Ob er Böses von mir denket, Sanfter will ich sein wie er. Ob er Kummer mir bereitet, Irrt vielleicht nur sein Verstand wenn ich an-dre schwer be⸗ trübt', 2. Jesu, wo du liebend nahtest, 4— .— Weil er strauchelt, weil er gleitet, Braucht er öfter meine Hand. 5. Nimmer soll mein Herz ermüden, Dem Bedrängten beizustehn! Es gewährt so hohen Frieden, Seinen Schmerz gestillt zu sehn. Wer um Dank und Lohn nur ringet, Hat dahin der Erde Lohn; Wen die Liebe einzig dringet, Fühlt in ihr den Himmel schon. 6. Zwar so manche Träne fließet Dem, der edle Saat gestreut, Wenn der Hoffnung Feld nicht sprießet Oder wenig Frucht ihm beut; Aber wer beim Säen weinet, Freut doch einst sich, wär's auch pät; Denn in ew'ger Frucht erscheinet, Was die Liebe ausgesät. August Herm. Niemeyer 1754—1828. *— huu + — Nächstenliebe. Mel. Valet will ich dir geben. Nicht Op⸗fer und nicht Ga ben, auch Ruhm und noch was sonst Menschen ha⸗ ben, Melchior Teschner. 1614. be: freit unõ Eh-re nicht, vom Ge⸗richt. 1 2. Sie gibt uns Kraft und Leben, Reißt jeden Bann entzwei, Lehrt helfen, trösten, geben, Macht von der Lüge frei. Sie muß uns heilig machen Und los von Sündenlust, Zum Beten und zum Wachen Bewegen unsre Brust. 3. Sie ist die höchste Zierde, Des Christentumes Kern, Sie gilt als schönste Würde Und Krone vor dem Herrn. Was hilft's, mit Engelzungen Wohlreden ohne Herz? ist von E-⸗wig⸗ keit; was au ßer ihr uns trei bet, ver- schwindet mit der Nur Je⸗ su Lie⸗ be blei⸗bet, sie Wen Liebe nicht durchdrungen, Der ist ein totes Erz. 4. Geheimnisvolle Lehren Und starker Glaubenssinn Stehn nicht bei Gott in Ehren. Wenn Liebe nicht darin. Der treibt nur arm Geschwätze. Wer kalt und liebeleer Der größten Weisheit Schätze Darleget um sich her. 5. Der Vater ist die Liebe. Der Sohn ist Lieb allein, Des heil'gen Geistes Triebe Sind Liebe, heiß und rein. l Heiligung und christlicher Wandel. H Das ist die Lebensquelle Vom Vater und vom Sohn: Mel. Zeuch ein ꝛe. Mach unsre Seelen helle, Du Strom von Gottes Thron! Johannes Rothen 1797—1876. Joh. Crüger. 1653. 0 uns einFreund ver ———6 DE —— gist Hei⸗ land Je⸗-su Christ; —— enn uns die Fein⸗ de krän⸗ ken, und dann laß uns dein ge ⸗ den⸗ ken, sei du uns Schirm und n. Schutz, daß nicht in uns Geist der 2. Das Herz ist leicht erschüttert, Und wogend wallt das Blut, Der Sinn ist leicht verbittert, Und trotzig ist der Mut; Schnell reißt der Zorn uns fort, Und aus empörtem Grunde Drängt nach dem stolzen Munde Sich grollend Wort um Wort. 3. Ach Herr, laß vor uns stehen Dein bleiches blut'ges Haupt, Wenn der Verleumder Schmähen Uns frech die Ehre raubt! Ra⸗ che und Wie blickest du so mild Und betest noch im Sterben Für die, so dich verderben, Und deckst sie als ein Schild! 4. Zieh ein, du Fürst der Liebe, Zieh ein in unsre Brust Und heil'ge unsre Triebe Und tilg die böse Lust, Daß wir, wie Gott es will, Gern unserm Feind vergeben Und in der Liebe leben Geduldig, sanft und still! Julius Sturm 1816—1896. O Nächstenliebe. 4⁰ Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. — zIz; + 2——— 1—1— — SIIII +— 22.—— 2 2—— Heil'⸗ge Lie⸗ be, die du mich bis zum 5D— IDIZI.IJs SSDSSSI ——* 1* To⸗de treu ge⸗ lie ⸗ bet, senk in mei⸗ne 22— ö 29.—.— EEEEEE * D, d m Seezle dich, daß sie ganz sich dir er= gi⸗ 2 EEE I D. —.—— 1 4.— 1.— ———— —..—— L det und in dei-⸗ ner Le⸗bens⸗kraft Lie ⸗ be 4 E ů sinnt und Lie⸗ be schäfft! ů 2. Laß mich täglich auf dich 4. Drum laß deinerLiebe Kraft, sehn Liebster Jesu, mich durchdringen, Und in dir das Herz erneuern, Sie, die alles kann und schafft, Fest und treu dir nachzugehn Alles Wollen und Vollbringen, Und dem bösen Feind zu steuern, Daß ich deinem Vorbild gleich Daß ich so, wie du getan, Sei an Liebeswerken reich! . ö Meine Brüder lieben kann! 5. Laß mich, weil ich hier 3. Das ist ja dein neu Gebot, noch bin, Das den Deinen du gegeben, Meiner Liebesschuld gedenken, Daß wir treu bis in den Tod Daß ich möge Herz und Sinn Liebend füreinander leben Nur auf dieses Eine lenken, Und in Herzenseinigkeit Wie ich komme da hinan, Fest beharren allezeit. Daß ich nichts als lieben kann! 4¹⁰ Heiligung und christlicher Wandel. ö— ö 5. Soll's dann einst zum Und kein Tod wird mich mehr Sterben gehn, schrecken. Wird mich deine Liebe decken; Du führst mich zum Leben ein, 2205 wird dein Himmel stehn, In der Liebe dein zu sein. Otto Schulze 1823—1884. 6. Gottvertrauen,— und Trost. Nach eigener Melodie.(Weltlich. 1529.) 1540. —— 314 WH— 2—,—— ——...— — Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗ zu hel⸗fen dem ne. er be⸗ E + 4 zeit; sein Will der ist det be reit, der an ihn glau⸗ bet ste. Er hilft aus Not, der from⸗me Gott und züch⸗ ti⸗ N———.——.—— — H— ö—. SS.— —— get mit Ma⸗ ßen. Wer Gott ver⸗ traut, fest auf ihn . +—55 —————UA .......I. I II —* baut, den will er nicht ver⸗ las 2 sen. 2. Gott ist mein Trost, mein“ Was mein Gott will, daß mir Zuversicht, ge schicht, Mein' Hoffnung und meinLeben; Will ich nicht widerstreben. — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 411 Sein Wort ist wahr, Daß all Du frommer Gott, Sünd, Höll. mein Haar und Tod Er selber hat gezählet; Hast du mir überwunden! Er hütet, wacht Und hat wohl 4. No ch eins, Herr, will ich acht, Auf daß uns gar nichts fehlet. Du wirst Aurswucht Hagen 3. Und muß ich scheiden aus Wenn mich der böse Geist an⸗ der Welt, ficht, Gebeut es Gottes Wille, Laß mich, Herr, nicht verzagen; zu meinem Gott, wenn's ihm Hilf mir und wehr, Ach Gott gefällt, mein Herr, Will ich ihm halten stille. Zu Ehren deinem Namen! Mein' arme Seel Ich Gott Wer das begehrt, Dem wird's befehl' gewährt: In meiner letzten Stunden: Drauf sprech' ich fröhlich Amen. Albrecht Herzog von Preußen 1490—1568. Mel. Zeuch ein ꝛc. Joh. Crüger. 1653. 15⁵ S SDSDSDSDSSDSESESEEE..... 9⁰0 Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn führt mich auf rech⸗ ter Stra⸗ ßen, sonst Q II 1 ——————.— .———.— 2— er läßt nicht von mir, ging' ich in der Irr. 9—— Er reicht mir sei=ne + +——————.— ———— Hand; den A-bend und den Mor⸗gen will er mich SSD. wohl ver ⸗ sor ⸗ gen, wo ich auch sei im Land. 4¹ Heiligung und christlicher Wandel. — 2. Auf ihn will ich vertrauen Darin man sein gedenkt! In meiner schweren Zeit, E6 kann mir nimmer grauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt: Mein Leib, mein Seel', mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er mach's, wie's ihm gefällt. 3. Es kann ihm nichts gefallen, Als was mir nützlich ist; Gut meint er's mit uns allen Und schenkt uns Jesum Christ Den eingebornen Sohn, Durch den uns wird bescheret, Was Leib und Seel ernähret: Lobt ihn im Himmelsthron! 7. Lobt ihn mit Herz und unde, Die er uns beide schenkt! Wie selig ist die Stunde, Denn sonst ist alle Zeit Verloren hier auf Erden: Wir sollen selig werden In Zeit und Ewigkeit. 5. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Ist aller Freuden voll, Die, weil ich Christum kenne Und meinen Herrn ihn nenne, Mir widerfahren soll. 6. Das ist des Vaters Wille, Der uns geschaffen hat; Sein Sohn gibt uns die Fülle Der Wahrheit und der Gnad; Auch Gott der heil' ge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet! Drum sei er hoch gepreist! Ludw. Helmbold 1532—1593. 59.0 eigener Melodie. Jak. Regnart? Weltlich 1574. 1605. 1627. *i Lr — ů Auf mei⸗ nen ————— —.— lie⸗ben Gott trau' ich in 4 ——— D —— I kann mich all⸗zeit ret ⸗ten aus * 125 Trüb:sal, Angst und Nö⸗ ten, mein Un⸗glück kann er ——— Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 122...——3 4 ..—— ——————— 2 wen-den, es steht in 2. Ob mich die Sünd anficht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm hab' ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben, Dem hab' ich mich ergeben. Ich sterb' heut oder morgen, Die Seel wird er versorgen. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. sei⸗ nen Hän-den. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so willig bist Für mich am Kreuz gestorben, Du hast mir Heil erworben, Uns allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. 5. Amen zu aller Stund Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ohn' Ende preisen. Amen. Sigismund Weingärtner um 1600. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. — LV In Q 8 DSSDSEEPEESESS — 2— 1 al-len mei⸗ nen Ta⸗ten lass' — +2—*— ESE ——— .————————— ich den Höch⸗sten ra⸗ ten, der al- les kann und ————— I— S. hat; er muß zu al⸗len Dinagen, soll's an- ders Heiligung und christlicher Wandel. SSSSSSSSI wohl ge⸗ lin-gen, uns sel⸗ ber ge ⸗ ben Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe Mit aller Ungeduld; Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stell's in seine Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts ge⸗ schehen, Als was er hat ersehen, Und was mir heilsam ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm von mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem llbel schützt. Tolg' ich des Herrn Gesetzen, o wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg oder zieh' ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was für Not vorhanden, So tröstet mich sein heilig Wort. ———— 6. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängnis gehn. Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Mit Gott will ich ihn über⸗ stehn. 7. Ihm hab'ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut. Es sei heut oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 8. Indes wird er den Meinen Mit Segen auch erscheinen, Ihr Schutz wie meiner sein, Wird beiderseits gewähren, Worinnen unsre Zähren Und Bitten kommen überein. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming 1609—1640. — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. IS e DP. P 58 Be⸗fiehl du dei- ne We⸗ ge, und der al-ler- treu⸗sten Pfle-ge des, iii* + I————.——.— 4—— was dein Her⸗ ze kränkt, der den Him⸗ mel lenkt! Der Wol⸗ken, Luft und — — — 7—. +2 1 D‚.— Win⸗den gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch . —— We ge fin ⸗ den, da 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott sich gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein ew'ge Treu und Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht; ——— dein Fuß ge-hen kann. Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg' hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dir's nicht. Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht, Dein Werk kann niemand hindern, Dein' Arbeit wird nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. Heiligung und christlicher Wandel. O 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn. Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud! 7. Auf, auf, gib deinem ö Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile it seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben Und sollt'st du für und für In Angst und Nöten schweben, Als fragt' er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wirst du Hilfe finden, Da du's am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der reue,‚ Du trägst den Sieg davon; Drum rühme laut und freue Dich deiner Ehrenkron! Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende Mit aller unsrer Not! Stärk unsre Füß' und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen fein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein! Paul Gerhardt 1607-1676. 24 Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ö 4¹ 4908 166 mein Gott will ꝛe.(Weltlich. 1529.) 1540. WIX SISIII J HI Ich hab' in Got⸗tes Herz und Was bös- se scheint, ist mie Ge⸗ 4.— X Z— ö— ů +.——— * 1 S Sinn Wüngenner Hr Sian er⸗ ge ben. winn, der Tod selbst ist mein Le ben. IEIII............. SISISIEESEIEEEEEE Der al-les lenkt, auch mein ge- denkt, hat mich zu IIDIE sich ge ⸗ zo⸗ gen; und ob er—.— und Kreuz auf⸗ i—. 2 legt, bleibt er mir doch ge ⸗ wo 5 gen. 2. Das kann mir fehlen 3. Es ist ja Weisheit und nimmermehr, Verstand Mein Vater muß mich lieben. Bei ihm ohn' alle Maßen; Drückt mich das Kreuz auch Zeit, Ort und Stund ist ihm noch so sehr, bekannt, So will er mich nur üben Zu tun und auch zu lassen. Und mein Gemüt In seiner Güt Er weiß, wann Freud, Er weiß, Gewöhnen festzustehen. wann Leid Halt' ich dann stand, Weiß Uns, seinen Kindern, diene; seine Hand Und was er tut, Ist alles gut, Mich wieder zu erhöhen. Ob's noch so traurig schiene. Evang. Gesangbuch. 418 Heiligung und christlicher Wandel. O 4. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, Zuletzt wird's dich erfreuen. Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, Die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden; All Angst und Qual Wird auf einmal Gleichwie ein Dampf ver⸗ schwinden! 5. Das Feld bei lauter Sonnenschein Kann keine Früchte tragen; Auch Menschenwohl kann nicht gedeihn Bei lauter guten Tagen. Und bist du krank, Muß bittrer Trank Dir neue Kräfte bringen: So muß ein Herz Durch Angst und Schmerz Zu seinem Heile dringen. 6. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir Getrost in deine Hände! Nimm mich und mach es so mit mir Nach eigener Melodie. Bis an mein selig Ende, Wie du wohl weißt, Daß meinem Geist Dadurch sein Heil entstehe, Und deine Ehr Je mehr und mehr Sich auch an mir erhöhe! 7. Willst du mir geben Sonnenschein, So nehm' ich's an mit Freuden; Soll's aber Kreuz und Trübsal sein, Will ich's geduldig leiden. Soll mir allhier Des Lebens Tür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst Und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 8. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen, Wohlan, so geh' ich Bahn und teg⸗ Den deine Augen weisen! Du bist mein Hirt, Der alles wird Zu solchem Ende kehren, Daß ich einmal In deinemSaal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger. 1653. ..„ —2—— A. 0 0 0 N. Schwing dich auf zu dei⸗ nem Gott, du be⸗ Flieh zu ihm in Angstund Not, daß kein — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ¹9 — ů +I—14.ꝗ 21 ——— H—— —— 3—.— E—.— n.—. arE e daon n 1 , soll dir dei nen Glau- ben und das Heil, das I— H——.— —.—— Z.........—5 —— 2—.—— Je⸗ sus Christ dir er⸗ wor⸗ ben, rau-ben. 2. Stürme Welt und stürme Wie des bösen Feindes Bund Tod! Auch dagegen wüte. Wer ist, der mir schade? Ewig, ewig muß bestehn, Deckt mich doch in meiner Not Was Gott aufgerichtet, Gott mit seiner Gnade, Aber schmählich wird vergehn, Der Gott, der mir seinen Sohn Was die Welt erdichtet. Hat geschenkt aus Liebe,. Ich bin Gottes, Gott ist Daß ich selbst 95—⁰ 0 und mein: 5 ; Wer ist, der uns scheide? Rich doch nicht berabe Dringt die Prüfung auch herein 3. Meine Seele lebt in mir Mit dem bittern Leide, Durch die süßen Lehren, Laß sie kommen, kommt sie doch Die die Christen mit Begier Von geliebten Händen, Und mit Segen hören. Und er wacht im Himmel noch, —4 eröffnet früh und spat Der das Leid wird wenden. ir in seinem Worte*; Durch des Geistes reiche Gnad Mit* Eormenagendin Seine Himmelspforte. Wer hier zeitlich wohl geweint, 4. Ja, auf diesen heil' gen Darf nicht ewig klagen; Grund Keines Leides mehr bewußt Bau' ich mein Gemüte, Hat er dort im Garten 14* 22⁰ Heiligung und christlicher Wandel. O Seines Gottes ew'ge Lust 8. Nun, so laß, o Christen⸗ Endlich zu erwarten. herz, 7. Gottes Kinder säen zwar Alle eiteln Sorgen! Traͤurig und mit Tränen, Schaue mutig himmelwärts, Doch es kommt ein Freudenjahr Auf die Nacht folgt Morgen! Und stillt all ihr Sehnen. Stärke dich je mehr und mehr, Ja, es kommt die Erntezeit, Gib dem großen Namen Wo sie Garben bringen, Deines Gottes Preis und Ehr: Da wird all ihr Gram und Leid Er wird helfen! Amen. Lauter Freud und Singen. Paul Gerhardt 1607.—1676. Nach eigener Melodie. Joh. Georg Ebeling. 1666. ö Q 3IDIISSIRE SISSDSDSSESDSE EE ⁰⁰ Wa⸗ rum sollt' ich mich denn grä⸗ men? Hꝝ 3— 4 4. N. I II— 4 IDDD SSEE SEEEE EE 2 Hab' ich doch Chri⸗stum noch, wer will mir den neh⸗ men? E EE ö 4727.,—5 E. —..—— 4 2.—.———.— 114 Wer will mir den Him-mel rau- ben, den mir schon 1514 1 . L f. ——— 17 2. I LN— ——— I.DDE— Got⸗tes Sohn bei⸗ge-legt im Glau- ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel Ich will ihn und Leben Dennoch fröhlich ehren. Ist nicht mein, ö Gott allein 3. Schickt er mir ein Kreuz Ist es, der's gegeben. zu tragen, Will er's wieder zu sich kehren, Dringt herein Nehm' er's hin, Angst und Pein, — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 42¹⁷ Sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten Können mir Nichts mehr hier Tun als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod auf⸗ reiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch der Tod nicht töten, Sondern reißt Unsern Geist Aus viel tausend Nöten, Schließt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in bess ern Schätzen 30 mein Herz Auf den Schmerz Ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden: Was die Welt In sich hält, Muß im Nu verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edeln Gaben, Da mein Hirt Christus wird Mich ohn' Ende laben. 10. Herr mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein,—.— Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. — 422 Heiligung und christlicher Wandel. 11. Du bist mein, weil ich Laß mich, laß mich hingelangen, dich fasse Wo du mich Und dich nicht, Und ich dich O mein Licht, Ewig werd' umfangen! Aus dem Herzen lasse. Paul Gerhardt 1607-1670. 5519 Unerschaffne Lebenssonne. 1765⁵. IE RSRSRWERE——— 0⁰0 0 Seal ich mei⸗ nem Gott nicht trau⸗ en, FA. X. I. .————— D wuich liebt so vã⸗ ter ⸗lich, der so herz⸗ Aich Q — H— ö 365. 1 4— —.——— 1—. ‚J———...— 5————— sorgt für n ich auf den Fels nicht bau⸗en, Q SS.E— — der mir e⸗ wig blei⸗ ber sest, Ider die Sei⸗ nen nicht ver⸗läßt? 2. Er weiß alles, was mich 3. Der die Vögel all ernähret, drücket, Der die Blumen, Laub und Mein Anliegen, meine Not, Gras Er steht bei mir bis zum Tod, Kleidet schön ohn' Unterlaß, Er weiß, was mein Herzerquicket; Alles Gute uns bescheret, Seine Lieb und Vaͤtertreu Sollte der verlassen mich? Ist mit jedem Morgen neu. Nein, ich trau' ihm sicherlich. — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4²³ 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, Wenn ich die Gerechtigkeit Christi mir zur Seligkeit Mehr als Gold undSilber achte, Segnet Gott mir früh und spat Wort und Werke, Rat und Tat. 5. Nun so sorg' ich nicht für morgen; Alles, was zukünftig ist, Irtt mich nicht, ich bin ein Christ. Nach eigener Melodie. Meinen Gott nur lass' ich sorgen, Denn es ist für jede Zeit Seine Hilfe schon bereit. 6. Gott sei Lob, der mich er⸗ freuet, Daß ich glaube festiglich: Gott mein Vater sorgt für mich! Preis ihm, der den Trost erneuet, Daß ich weiß, Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich! Joh. Olearius 1611—1684. Georg Neumark. 1657. — 2— 4 +* 4 12 EI N SSDSDSDSS.... + Wer nur den den wird er lie-ben Gott läßt wal⸗ten wun-der- bar er- hal⸗ten und hof⸗ fet aũf ihn in al⸗ler Not und Traurig ⸗ keit. .... EEE BRIPIEIEIEEEEEEEE al ⸗« le: zeit, Wer Gott dem 2S— 5 ⁵, n 4—. 2——— Al ⸗ler⸗ höch-sten traut, der hat auf kei⸗ nen 2—5 2 H—4 II S 4— Sand ge⸗ baut. 2. Was helfen uns die schwe⸗ Was hilft es, daß wir alle Morgen ö ren Sorgen? Beseufzen unser Ungemach? Was hilft uns unser Weh und Ach? Wir machen unser Kreuz undLeid Nur größer durch dieTraurigkeit. 42⁴ ö Heiligung und christlicher Wandel. E 3. Drum halte nur ein wenig stille Und warte in dir selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille Und sein allweiser Rat es fügt! Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwählt, Der weiß am besten, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, was uns nützlich ei; Wenn er uns nur hat treu er⸗ funden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts ge⸗ ö schehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß ihm der im Schoße sitze, Den hier die Welt als glücklich preist. Die Zukunft ändert oft sehr viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe achen Und seiner Allmacht gilt es ö gleich, Den Reichen klein und arm zů machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des Himmels reichem egen, So wird er täglich bei dir neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht! Georg Neumark 1621—1681. Nach eigener Melodie. 1836. Q N —— +D 324———— 1..— —. —.; —. Sollt' es gleich bis⸗wei- len schei⸗nen, als ob ——— ö. autrei r„ WxwW‚ĩRSRSĩSD‚P‚ꝑPꝑPꝑPSISISSS.. ö ö Gott ver⸗ ließ' die Sei⸗ nen, o so glaubꝰ und weiß ich dies: Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4²⁵ 4 1 +. — *————— 3— noch ge- wiß. Gott hilft end-lich 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel; Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich ge⸗ ö trösten, Wenn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Will mir Satan bange machen, Ich kann seine Macht verlachen; Drückt mich schwer des Kreuzes ö Joch, Gott mein Vater lebet noch. 6. Laß die Welt nur immer neiden, Will sie mich nicht länger leiden, ö Ei so frag' ich nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; Ist der Himmel mein Ge⸗ winn, Geb' ich alles andre hin. 8. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, Frag' ich nicht nach andrer Gabe; Legt man mich gleich in das Grab, G'nug Herr, wenn ich dich nur hab'! Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. Nach eigener Melodie. 1738. H. I— .';;;t—:.ͤ +—.— w—4— ö 2— V 9 8 0 Al⸗-les ist an Got: tes Se⸗ gen .— an sei⸗ner ge⸗ le: gen, ü⸗ ber al ⸗les W. Geld und—— Wer Gott sein Hef⸗ fen 257—.— — ꝓWW HSE +— 1.—.—— der be- hält ganz un⸗ ver⸗ le-tzet ei ⸗ nen frei en + 4 4 ᷓi IX Hel-den- mut. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet Und noch leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich umSachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind. Ich begehr' nach dem zu ringen, Was allein kannFrieden bringen, Den man in der Welt nicht find't. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab' ihm nichts vorzu⸗ schreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, um 1676. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Nach eigener Melodie. 2—— +X ‚ —. + —— ++ 1I.— Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗ tan; es Wie er fängt mei⸗ ne Sa⸗chen an, will der,,. bleibt ge recht sein. na ah Emghab⸗ten Mil: Ke.uin dnt M * se 2*——————è— in der Not mich wohl weiß zu er= hal- ten; drum SSDSDSDSIS........— S= lass' ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Sein Wort kann ja nicht trügen. Er führet mich auf rechter Bahn; So lass' ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduldz Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Er wird mich wohl bedenken. Mein Arzt, der alles heilen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Anstatt Arznei; Gott ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Gnade trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann. Ihm will ich mich ergeben In Freud und Leid; Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — s Heiligung und christlicher Wandel. — Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. Mel. Ringe recht ꝛc. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum lass' ich ihn nur walten. Sam. Rodigast 1649—1708. 1738. 1745. F. 1 HR — aii e ů + E S V Gott will's ma⸗ chen, daß die Sa zchen — 9—— 4. —— 1 + 2 ———.—— ge⸗ hen, wie es heil⸗-sam ist. Laß die Wel-len 2 4 1— ——..— AH.2———.——....— 0— ——.———..————— hö- her schwellen, wenn du nur bei Je-su bist! 2. Wer sich kränket, Weil er 4. Im Verweilen Und im denket, Eilen Jesus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen Nur sich plagen, Denn der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter! Gott dein Wächter Schläfet ja und schlummert nicht. Zu den Höhen Aufzusehen Wäre deines Glaubens Pflicht. Bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen Bitter scheinen, Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, Daß das Beste über dich beschlossen seil Wenn dein Wille Nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ö 4²⁹ 6. Willst du wanken In Ge⸗ Und dein Grämen Zu be⸗ danken, schämen, Faß dich in Gelassenheit! Wird es unversehens sein. Laß den sorgen, Der auch 9. Nun so trage Deine Plage morgen Fein getrost und mit Geduld! Herr ist über Leid und Freud! Wer das Leiden Will vermeiden, 7. Gottes Hände Sind ohn' Häufet seine Sündenschuld. Ende, 10. Aber denen, Die mit Sein Vermögen hat kein Ziel. Tränen Ist's beschwerlich, Scheint's Nehmen ihres Jesu Joch, gefährlich: Wird die Krone Vor demThrone Deinem Gott ist nichts zu Ihres Heilands werden noch. 3415 11. Amen, Amen! In dem 8. Wenn die Stunden Sich Namen gefunden, Meines Jesu halt' ich still, Bricht die Hilf mit Macht Es geschehe Und ergehe, herein; Wie und wann und was er will. Joh. Dan. Herrnschmidt 1675-1723. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. +— ... —————— E 00 n Ach wenn ich dich, mein Gott, nur ha⸗ nichts ist, was mei⸗ ne See⸗ le la⸗ SSS I........ SSIS..........—.— be, frag' ich nach Erd und Him⸗mel nicht; be, als du, mein Gott, mein Trost und Licht! / Rühmt 4³⁰ Heiligung und christlicher Wandel. I ——.— 2—.—..—— 0——.—.— D 1— Q mir kein Trost be⸗- wußt. 2. Soll Leib und Seele mir Was meine Seele wünschen verschmachten, kann, Ich hoffe doch getrost auf dich; Auch fürcht' ich mich gar keines Nichts will ich alle Plage achten, Falles; An dir allein erquick' ich mich; Liebst du mich nur, was ficht Regt sich auch alles wider mich, mich an? Es bleibt dabei, ich liebe dich. Drum spricht mein Herz: Du 3. Hab' ich nur dich, so hab' bist mein Teil ——— ich—.— In dir ist meiner Seele Heil! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Zeuch ein ꝛc. Joh. Crüger. 1653. Q*——— 320—.—— SEEEEEEE Hοοοα An Gott will ich ge- den- ken, denn Wenn mich die Sor-gen krän⸗ ken, so 2 V ———. er ge⸗denkt an mich. hebt mein Her ⸗ze sich zu mei⸗nem Gott em⸗ Q 2.—ß *—4..— 2 ID.iSE 5——— por; bald wei⸗chen al⸗ le Schmerzen, denn 6 stellt + ——I————.————4 +— S mei⸗ nem Her-zen nichts als Ver⸗ gnü⸗ gen vor. I. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³¹ 2. Denk' ich an seine Liebe, Wie werd' ich doch entzückt, Daß, wenn es noch so trübe, Mir gleich die Sonne blickt! Daß er sein Kind sollt' hassen, Daß er mich sollt' verlassen, Das kann unmöglich sein. 5. Drum will an Gott ich Die alle Morgen neu, Da kommt mir immer ein: Er hat sich hoch verbunden, Er denkt mein alle Stunden, Wie könnt' ich traurig sein! 3. Denk' ich an seine Güte, denken; Die Welt mag immerhin Den Sinn aufs Eitle lenken, Hier ist ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein Im Herzen und im Munde, So kann mir keine Stunde Allhier zu lange sein. 6. An Gott will ich gedenken, So lang ich denken kann. Wird man ins Grab mich senken, So geh' ich zwar die Bahn, Da mein die Welt vergißt; Doch glaub' ich dieses feste: Gott denket mein aufs beste, Wo kein Vergessen ist. Benj. Schmolck 1672—1737. So freut sich mein Gemüte Bei solcher Vatertreu. Die Last werf' ich auf ihn, So wird die Arbeit süße, Auch wenn ich Schweiß vergieße; Denn Gott ist mein Gewinn. 4. Denk' ich an sein Erbarmen, Er schenket mit sein Kind; O Gnade für mich Armen! Heißt das nicht treu gesinnt? Gott ist in Christo mein; 330 Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. D —— Je grö⸗ßer Kreuz, je nä- her Himmel. dei Sünden⸗ lust und Welt⸗ge⸗ tümmel Gott; Tod. 9 Wer oh⸗ne Kreuz, ist oh ⸗ ne vergißt man Höl⸗ le, Fluch und se⸗lig Heiligung und christlicher Wandel. EE——.— .7 IIIITTI— ö der Mensch ge- schätzt, is — den Gott in Kreuz und ... . Trüb ⸗sal setzt! 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen. Gott prüft uns an dem Probe⸗ stein; Die Gärten wandeln sich in Wüsten, Fällt nicht ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuer⸗ herd, Ein Ehrist in mancher Not be⸗ währt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube. Die Palme wächset bei der Last; Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, Wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Der Wind bläst nur die Flam⸗ men auf; Und scheinet gleich der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, Gleichwie das l im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete. Da fleht man gern um Trost und Licht; Wenn um dasSchiff kein Sturm⸗ wind wehte, So seufzte man um Rettung nicht. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär'? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen. Vom Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüste lang ge⸗ gangen, Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet es nicht Ruh, So fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben. — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³³ Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Ver⸗ derben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das stille Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, Die Gottes Gnad uns beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der Überwinder Scheitel trägt. Mel. Jesu, meine Liebe. Ach, dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter, laß mit dein Kreuze Je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein solches Herz mir ein, Das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt! Benj. Schmolck 1672—1737. 17¹⁵. + EE 0 See= le, sei zu ⸗ Treib aus dei⸗ nem den! Was dir zen Un ⸗ ge⸗ frie Her⸗ — SiiSSEEEEEEE — 1 Gott be- schie- den, duld und Schmer⸗zen, al⸗les fri⸗ schen das ist fas⸗ se gut. Mut! * Wenn dich Not rings⸗um be droht, und kein Glück will 2 —83..—.— —.]..— freundlich la chen: wohl wird 5 Gott doch ma EHen 4³⁴ Heiligung und christlicher Wandel. 1 2. Bringt der Feinde Menge Alles ins Gedränge, Was die Wahrheit liebt; Will man dir den Glauben Aus dem Herzen rauben: Werde nicht betrübt! Naht zu dir Viel Elend hier, Droht der Bosheit offner Rachen: Wohl wird's Gott doch machen. 3. Scheint der Himmel trübe, Stirbt der Menschen Liebe Ganz für dich dahin, Stören Mißgeschicke Fast all Augenblicke Deinen Geist und Sinn: Nur Geduld! Des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen: Wohl wird's Gott doch machen. 4. Ungeduld und Grämen Kann das Leid nicht nehmen, Nein, es mehrt den Schmerz. Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet; Drum Geduld, mein Herz! Wirf, mein Sinn, Die Sorgen hin! Drücket gleich die Last den Schwachen: Wohl wird's Gott doch machen. 5. Auf die Wasserwogen Folgt ein Regenbogen, Und die Sonne blickt. So wird auf das Weinen Lauter Freud erscheinen, Die das Herz erquickt. Laß es sein, Wenn Angst und Pei Pein Mit dir schlafen, mit dir wachen: Wohl wird's Gott doch machen. 6. Kronen sollen tragen, Die des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten Und Gott lassen walten Das macht recht vergnügt. Drum, mein Herz, Beschließ im chmerz Alles Unglück zu verlachen: Wohl wird's Gott doch machen. 7. Nun so soll's verbleiben, Ich will nie mich sträuben Folgsam Gott zu sein. Beides, Tod und Leben Sei ihm hingegeben: Ich bin sein, er mein Denn mein Ziel Ist, wie Gott will. Drum sag' ich in allen Sachen: Wohl wird Gott es machen. Benj. Schmolck 1672—1737. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³⁷ Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. Joh. Georg Ebeling. 1666. 4——.—. 0— ———— —4.——46— + α ùν ei: frie⸗- den, mein Ge⸗ mü⸗ 9 H 9——...— DRDIID— —*—.—.——.—— E——. Gott ist gut, was er tut, ist auch vol⸗ler Gü⸗ te. 9 r 5 ——.————— —.—.——1..——H—1——— —————* Schau⸗e sei⸗ ne gro⸗ßen Ta- ten! Was die Welt 2— XV.. EI I—IIL SIISII..IIIIIII.II....I.. 9² Zaleunn 1 2— II in sich hält, ist ihm wohl ge ⸗ ra- ten. 2. Beides, Erd und Himmel preisen Seine Macht, Tag und Nacht Müssen sie beweisen, Sonn und Stern' sind Gottes Zeugen; Was sich regt Und bewegt, Kann von ihm nicht schweigen. 3. Schau die Werke seiner Hände! Mensch und Tier Sagen dir, Daß sein Ruhm ohn' Ende; Auch der Wurm in seiner Blöße, Gras und Laub, Selbst der Staub Zeugt von Gottes Größe. 4. Was auf Bergen und in Gründen, In der Höh, In der See Oder sonst zu finden, Rühmet seines SchöpfersStärke, Daß man hier Nach Gebühr Seine Weisheit merke. 5. Wie muß ich sein Lob er⸗ heben, Wie so gar Wunderbar Gab er mir mein Leben! 4³⁵ Heiligung und christlicher Wandel. E Seel und Leib ist sein Geschenke; Ist es nicht Meine Pflicht, Daß ich dran gedenke? 6. Er hat seine Huld vermehret, Da er hier Jesum mir Als ein Pfand bescheret Und durch ihn auf meinem Pfade Mich beglückt Und erquickt; Heißet das nicht Gnade? 7. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht Nimmt in acht, Das zeigt jeder Morgen; Ja kein Augenblick verschwindet, Der mir nicht, Gott mein Licht, Deine Huld verkündet. 8. Sandt' er mir des Kreuzes Plagen, War die Last Kaum gefaßt, So half er mir tragen; War nicht mehr Geduld vor⸗ handen, Seine Kraft 4 Wer nur den— Gott ꝛc. Da geschafft, Daß ich's überstanden. 9. Nun mein Herz, das hat ů schon lange Gott getan; Denke dran, Will dir werden bange! Dein Gott wird dich nicht ver⸗ lassen; Sran dem Herrn; Er hilft gern, Er wird dich nicht hassen! 10. Der viel tausend Millionen Noch erhält, Die die Welt Um mich her bewohnen; Der den Himmel unterstützet, Weiß, was dir Auch hinfür Schadet oder nützet. 11. Drum ergib dich seinem ö Willen! Heiße gut, Was er tut, Einst wird sich's enthüllen! Denn Gott weiß in allen Sachen, Groß an Rat, Stark von Tat, Alles wohl zu machen. Benj. Schmolck 1672—-1787. Gütt⸗ Neumark. 1657. 33/NFN SSETRRRRTRT —0 000 0 Es Ich bin bei Hal⸗ lem inin stil⸗le, ist des lie- ben Got⸗tes Wil⸗le, — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 43³⁷ l naere d er v ns azni„ — der mir auf mei⸗nem Her- zen liegt. sei⸗ ner Zeit ver⸗ gnügt; der mich zu t denn die ⸗=ser —— 24 4 Enm. — .E —.— inn——— —— Trost ist mir be kannt: es än- dert's mei⸗ nes ———H — ö Got ⸗ tes Hand. 2. Er kann es tun, drum will ich hoffen; Er will es tun, so trau' ich drauf. Sein Vaterherz steht immer offen, Und er nimmt meine Seufzer auf. Sein Wort ist mir ein sichres fand: Da stärkt mich meines Gottes and. 3. Es kann nicht jeder Wunsch gelingen, Den man sich etwa ausgedacht. Man sieht, wer's mit Gewalt will zwingen, Daß der nur Übel ärger macht. Doch was mir fehlt, ist Gott bekannt: Es hilft mir meines Gottes Hand. 4. Die rechte Stunde wird schon kommen, Wo seine Hilfe mich erfreut. Ich weiß, daß endlich doch den Frommen Der Wunsch des Herzens wohl gedeiht. So hält mein Glaube festen Stand: Mich segnet meines Gottes Hand. 5. Will's Gott, so stellet sich schon morgen Der Segen meiner Hoffnung ein, Und wird von allen meinen Sorgen Kein Stäubchen ferner übrig sein. So hab' ich ein gelobtes Land: Es krönt mich meines Gottes Hand. 6. Geduld! will ich indessen sprechen; Geduld! wenn sich's noch will verziehn; 4³⁸ Heiligung und christlicher Wandel. ö E Geduld! die Zeit wird Rosen Dabei verharr' ich unverwandt brechen, Bald ändert's meines Gottes Die mir aus Gottes Liebe blühn. Hand. Erdmann Neumeister 1671—1750. ö ö Mel. Was Gott tut ꝛc. 1693. 334 2— 2..„. 9447 SIIE 1—.——.— 2 ——— 0 0 800 12——— ö ö ö Auf Gott und nicht auf mei⸗ nen Rat will und dem, der mich er-schaf-fen hat, mit + *.—.—.— ich mein Glück nur bau⸗ en gan⸗zer See⸗le trau en. Er, der die Welt all 2———— E 71——.— mäch⸗tig hält, wird mich in mei⸗ nen Ta⸗gen als — ö * f —.— — 4N.—————.— DE— Gott und Va⸗ ter tra⸗ gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Und hätte, was ich bitte, Wie viel mir nützen würde, Mir gnädig, eh' ich's bat, ge⸗ Bestimmte meine Lebenszeit, währt, Mein Glück und meine Bürde. Wenn's seine Weisheit litte; Was zagt mein Herz? Er sorgt für mich Ist auch ein Schmerz, Stets väterlich. Der zu des Glaubens Ehre Nicht was ich mir ersehe, Nicht zu besiegen wäre? Sein Wille der geschehe. 3. Gott kennet, was mein Herz 4. Ist nicht ein ungestörtes begehrt, Glück — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 43⁰0 Weit schwerer oft zu tragen Wer Gottes Rat Als selbst das widrige Geschick, Vor Augen hat, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft Läßt Gott es keinem fehlen; lich Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herr⸗ keit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit! glücklich macht, Wie bald ist's überwunden! Gesundheit, Ehre, Glück und Er hilft uns gern! Pracht Seid fröhlich, ihr Gerechten, Sind nicht das Heil der Seelen. Der Herr hilft seinen Knechten! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Hofft auf den Herrn, Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. Q— 4—————4—.—5.— 335 2..rr. Hdtn — EIINU ů Der Herr ist mei⸗ ne Zu ⸗ver⸗ sicht, mein Dem fehlt es nie an Trost und Licht, der —— 0 Le SE— Rbe ster Trost im Le ben. Er ist mein Gott, au sich an ihn er⸗ ge⸗ ben.——.— hi * stil⸗ le; mir Heiligung und christlicher Wandel. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche zu dir schaun, Sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat Und stark von Tat, Mit gnadenvollen Händen Wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt/ Verlassen sehen müssen; Du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, Doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz Wird frei von Schmerz, Der Sünder eitles Dichten Wird einst dein Rat zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Des Toren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte selbst im Tod Ruh und Erquickung findet. Wenn jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn Sünder zittern, Ein Fels in Ungewittern. 7. Wirf nicht den Trost der Hoffnung hin, Den dir der Glaube reichet! Weh dem, der zu der Welt will fliehn Und von dem Höchsten weichet! Dein Heiland starb, Und er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her Auch Trübsalswetter stürmen! Flieh nur zu Gott, gewiß wird er Mit starkem Arm dich schirmen! Die Zeit der Qual, Der Tränen Zahl Zählt er, er wägt die Schmerzen Und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuver⸗ sicht, Auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, Wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich Nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen Und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl' ich mich, Mein Wohlsein und mein Leben; Mein hoffend Auge blickt auf di Ich, Dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott Und einst im Tod Der Fels, auf den ich traue, Bis ich dein Antlitz schaue! Christoph Christ. Sturm 17⁴0—1786, ö H Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 9 4 * I —— 4— hi X* 7 72———— 1— L 16 1 EIXI ** ö Ine— 00 Gott, mein Trost und mein Vertrau⸗en, e⸗ wig dei⸗ ne Hil-⸗- fe werd' ich schauen, seh' ich 1 2 H n Muii ö 4 3.—. + meiz ne Zu⸗ ver⸗sicht, e ii sonst auch nir⸗gends Licht; auch auf rau⸗hen dun⸗keln „ + 2—4 —— — * ——— 1 U. 2————— *.— II 2.——4.— + II*—.— E——)ꝗ“⸗ũ:——— L..— E E 28— 2.——— 2—..——.— 1* 7 We⸗ gen findꝰ ich Freu⸗de, find' ich e⸗ gen. Dei⸗ner —. +— DSSEE EEEEEE E- ——— 13—— 154.— 2—.—.—.— Füh⸗rung folg' ich still; wie du willst, nicht wie ich will. 2. Seit der Jugend ersten Du kannst stärken und erquicken. Jahren Deiner Führung folg' ich still; Hast du treulich mich geführt. Wie du willst, nicht wie ich will. Owie oft hab' ich erfahren, 4. Führe mich, Herr, wie du Wie dein Vaterherz gerührt denkest, Hilfe mir und Rettung sandte, Daß ich vor dir wandeln soll! Wenn mein Flehn zu dir sich Wenn nur du mein Schicksal ö wandte! lenkest, Deiner Führung folg' ich still, O so geht's mir ewig wohl; Wie du willst, nicht wie ich will. Steh' ich nur bei dir in Gnaden, 3. Alles sei dir übergeben; Welcher Feind kann dann mir Was du tust, ist wohlgetan. ischaden: Es sei Sterben oder Leben, Deiner Führung folg' ich still; Dankbar nehm' ich alles an. Wie du willst, nicht wie ich will. Mag die Last auch schwer mich“. Muß ich manchen Schmerz drücken, empfinden, 4⁴² Heiligung und christlicher Wandel. Fühl' ich oft, wie schwer es sei, Sich durch Leiden durchzu⸗ winden, Weiß ich doch, mein Gott ist treu. Jede Last hilfst du mir tragen, Und ich sollte trostlos zagen? Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 6. Bin ich niedrig hier auf Erden, Trifft mich unverdienter Hohn, Hoff' ich doch erhöht zu werden, Ewiger, vor deinem Thron. Mögen denn mich Menschen hassen, Du, du wirst mich nicht ver⸗ lassen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 7. Nicht den Ruhm, den Menschen geben, Nicht der Sinne Lust, nicht Geld Such' ich; nur ein frommes Leben Sei mein Reichtum auf der Welt. Meine Lust sei, dich zu schauen, Und meinStolz, dir zu vertrauen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 8. Ich empfehl' mich deinen Händen, Vater, voll Zufriedenheit. Jede Klage wird sich enden, Jeder Schmerz wird Seligkeit. Kann ich von des Himmels Höhen Einst mein Schicksal übersehen, O dann sprech' ich tiefgerührt: Selig hast du mich geführt! Nach Elisabeth Eleonore von Sachsen⸗Meiningen 1658—1729, von Friedr. Brauer 1754—1813. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. — N 2 r. 1— ....— * DEAI——— 1 — Hof=fe, Herz, nur mit Ge⸗ duld, end⸗ lich Gott dein Va⸗ter ist voll Huld, kind⸗lich PP —— D wird der Tag an bre⸗chen! spre⸗ chen; darfst du zu ihm .—.— auf dein gläu- bi⸗ — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4⁴³ —— S............. ——..—— 2. +— EEE————..— ges Ver⸗ traun wird er gnä⸗dig nie⸗der⸗schaun. 2. Wolken kommen, Wolken Er ist gütig und erquickt gehn; Jedes Herz, das Kummer delickt. Bau auf deines Gottes Gnade! ö Zu der Freude Sonnenhöhn 4. Faß im Glauben kühnen Führen stürmisch dunkle Pfade,** Mut/ Doch ein treues Auge wacht; Kraft wird dir dein Helfer Zittre nicht in Sturm und Nacht! senden; Mit der Hand, die Wunder tut, 3. Ankre du auf Felsengrund, Wird er deine Leiden enden! Schwinge dich zu Gottes Herzen, Er ist lauter Lieb und Huld; Mach ihm deine Leiden kund, Hoffe, Herz, nur mit Geduld! Sag ihm deine tiefsten Siegfried Aug. Mahlmann Schmerzen! 177¹11826. Mel. Es ist genug. Joh. Nud. Ahle. 1662. E EE— 0 0⁰0 Gott ist mein Licht! Ver ⸗ za ⸗ ge Die Son-ne sinkt, die Nacht bringt —. PPIII T ——————— re nicht, mein Herz, in ban⸗ ger dunk⸗ler Zeit! Furcht und Schmerz, mein Licht strahlt al⸗le SS........ zeit; es schimmert an dem Tag der Freu⸗den, esb —— Heiligung und christlicher Wandel.— ö ⁊————— SSSSSSSEESEEEIEEEEEEI —————,—.— leuch-tet in der Nacht der 2. Gott ist mein Heil! OSeele, fürchte nichts! Dein Helfer ist getreu; Er läßt dich nicht, sein Vater⸗ wort verspricht's, Er steht dir mächtig bei. Er will dich bis ins Alter tragen, Rein wahres Gut dir je versagen: Gott ist mein Heil! 3. Sein ist die Kraft! Er spricht's, und es geschieht, Gebeut, und es steht da; Und wenn mein Blick noch keine Hoffnung sieht, Ist schon die Rettung nah. Wo schwache Menschen nichts vermögen, Da kommt Gott stärkend uns entgegen: Sein ist die Kraft! 4. Sein ist das Reich! Er herrscht im Weltgebiet Mit Weisheit, Huld und Macht. Die Sterne gehn, der Strom der Zeiten flieht, Von seinem Blick bewacht, Und alles lenket er im stillen Lei⸗den: Gott ist mein Licht! 5. Gott ist mein Schild, mein Schirm in der Gefahr, Die er nur wenden kann! Er deckt mein Haupt, und ohn' ihn fällt kein Haar, Er nimmt sich aller an. Ob Tausende, die mit mir wallen, Zur Rechten oder Linken fallen: Gott ist mein Schild! 6. Gott ist mein Lohn! Drum geh' ich unverzagt Die Bahn, die er mir zeigt. Der Gang ist schwer, er wird mit Gott gewagt, Der dort die Palme reicht. Froh will ich wachen, kämpfen, ringen, Durch Gnade stark den Feind bezwingen: Gott ist mein Lohn! 7. Gott ist mein Preis! Er sei mein Lobgesang, Er, des ich ewig bin! Der Herr ist groß, und seines Ruhmes Klang Tönt durch das Weltall hin. Zum Ziel nach seinem heil'gen Ich stimme mit den Erdgebornen Ins hohe Lied der Auserkornen: Gott ist mein Preis! Johy. Heinr. Karl Hengstenberg 1770—1834. — Willen: Sein ist das Reich! —— — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4⁴⁵ —— Mel. Mein Herzens⸗Jesu. Peter Sohr(en). 1668. z39—— 2— + 2 +—— IIIIIIII TT —.—.8—— ⁰0 0 0 Ich steh' in mei⸗ nes Her⸗ ren Hand und nicht Er⸗ den-⸗not, nicht Er-den⸗tand soll DDIEDIIEEISEIIEEEEEee.———— **— 12—...—.... 2 2—— 1— 1— II—*„ 2 L2—.. will drin ste⸗ hen blei⸗ben, mich da⸗ raus ver⸗ trei⸗ben; 1—.——4— ——.———.—.—— —.— 1.—.9.— 245——.— 7—1—9 14—.—.—— —0—— * ö gan- ze Welt, wer sich an ihm, und wen er hält, wird und wenn zer⸗fällt die 2 2 + 2 8.— + I— —3——— II I— wohl⸗be- hal⸗- ten blei⸗- ben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Und wer von ihm behütet ruht, Hort, Ist sicher allerwegen. Und Wunder sollen schauen Die sich auf sein Wahwraee 4. Ja, wenn's am schlimmsten mit mir steht, Freu' ich mich seiner Pflege; Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, Ist gut ge⸗ Wort Verlassen und ihm trauen. Er hat's gesagt, Und darauf wagt Mein Herz es froh und unverzagt Und läßt sich gar nicht grauen. ——8 meint, 3. Und was mtn Er ist doch nimmermehr mein machen will, Feind * N alles mir gelegen. und gibt nur Liebesschläge. Ich halte ihm im Glauben silil schläg Und hoff' auf seinen Segen; 5. Und meines Glaubens Denn was er tut, Ist immer gut, Unterpfand 4⁴⁶ Heiligung und christlicher Wandel. I Ist, was er selbst verheißen, Was er verspricht, Das bricht Daß nichts mich seiner starken er nicht, Hand Er bleibet meine Zuversicht, Soll je und je entreißen. Ich will ihn ewig preisen. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 001013 Haßler. 34⁰ EEE 0 0 0 Ich will in Gott mich fas⸗ sen und dann bin ich nicht ver-laf⸗ sen in E II EV*——— SSSSS —— vnnnen 1 K. .— 2 stil ⸗le, stil ⸗ le sein;. herb⸗ ster Not und Pein, dann geht auf meienem 9— ö 2— ——— e + .— ü———.——— Pfa⸗ de, wie dun⸗-kel er auch wär', ein Bo= te 2— 122 W——3—.—— 25— sei ner Gna⸗ de, ein En⸗ gel vor mir her. I N 1 2. Er trägt in seinen Hän⸗ 3. Zur Rechten und zur Linken ö den Mag der Versucher nahn, Ein wunderhelles Licht, Mich lockt sein schmeichelnd Mir süßen Trost zu spenden Winken Und reine Zuversicht. Nicht hin auf seine Bahn; Von solchem Licht geleitet Wie fänd' ich dorten Frieden, Fühl' ich die Furcht gebannt, Hätt' ich mich falschgesinnt Denn über mich gebreitet Von Gottes Huld geschieden, Ist Gottes Vaterhand. Ein ungehorsam Kindꝛ — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4. Mein Herz will ich bewahren Dem, der es treulich liebt, Auch wenn er mit Gefahren Zur Prüfung mich umgibt. Er will die Kraft mir stärken, Sie kommt von ihm allein; In Worten und in Werken Soll ich sein Zeuge sein. Julius Hammer 1810—1862. 477 ist gewißlich an der Zeit. 15³⁵. *—.— 1— 6 R— SSSE 00 O kla⸗ ge nicht, wenn dir dein Gott ein Sei's Krankheit, Man⸗gel, Gram und Spott, vom 3 I——— F=—— ⸗t⸗; + 1.— 5— + + 4 + +I—.— 1——— 1 Kreuz will auf⸗ er ⸗le⸗ gen! Kreu⸗ ze kommt der Se⸗ gen, wernn du be'e enend —2——— 2— 2—.— 2 15.——— dei⸗ ne Schuld es trägst in gläu⸗bi⸗ ger Ge⸗ duld und 9⁰ 2 + II =SPII......I.. 5—— 2—..— fest auf Christum bau est. 2. Macht auch das Kreuz dem Fleische bang, Mein Christ, laß dich's nicht reuen! Des alten Menschen Todesgang Ist Lebensweg dem neuen; Erst wenn der starre Trotz erliegt, Und sich das Fleisch dem Kreuze ügt, Beginnt das wahre Leben. 3. Du gehst vor Gottes An⸗ gesicht Und stehst in seinem Segen, Und deines Fußes Leuchte ist Sein Wort auf allen Wegen.“ Du hältst an ihm, der dich nicht äßt An deinem Herrn und Heiland e Im Leben und im Sterben. 44 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö— 4. Und himmelan, nur Bis Gott sich dir in Gnaden neigt himmelan Und dir durch Jesum Christum Ist all dein Lauf gewendet, reicht Bis er am Ziele deiner Bahn An Kreuzes Statt die Krone. In Herrlichkeit sich endet, Julius Sturm 1816—1896. XXI. Für besondere Zeiten und Verhältnisse. J. Am Morgen. Nach eigener Melodie. Weltlich? 1598. 4.——.—.8 —F82*— 2——— **..——.—.— andan Aus mei⸗ nes Her⸗ zens Grun⸗ in die⸗ser Mor- gen- stun⸗ .......— S — de sag' ich dir Lob und Dank de und all mein Le- ben lang; — e.,—I——— 4 ö——— +.— IIDDI EE 2——..— Gott auf dei⸗ nem Thron, dich will ich e⸗ wig ——*— . 5. ... eh ⸗ ren, laß mich dein Lob ver ⸗ meh⸗ 2— 65——.— —.— 244— II S——.—.——. 3.— — SJ — Am Morgen. 4⁴ 2. Dank dir, daß du aus Gnaden In der vergangnen Nacht Mich vor Gefahr und Schaden Behütet und bewacht! Demütig bitt' ich dich, Wollst mir die Sünd vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab' erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen Tag Vor Feindes List und Wüten, Vor Sünden und vor Schmach, Vor Feu'r und Wassersnot, Vor Armut und vor Schanden, Vor Krankheit und vor Banden, Vor bösem schnellem Tod. 4. Die Seele, Leib und Leben, Gut, Ehre, Weib und Kind Will ich dir übergeben, Dazu mein Hausgesind; Was deine Huld mir gab, Die Eltern und Verwandten, Die Freunde und Bekannten Und alles, was ich hab'. 5. Gott will ich lassen raten, Der alle Ding' vermag; Er segne meine Taten Auch an dem heut'gen Tag. Ihm hab' ich heimgestellt Leib, Seele, Gut und Leben Und was er mir gegeben; Er mach's, wie's ihm gefällt. 6. Drauf sprech' ich fröhlich Amen Und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen Mein Beten gnädig an. Drum streck' ich aus die Hand, Greif an das Werk mit Freuden, Das Gott mir wollt' bescheiden In meinem Amt und Stand. Verfasser unbekannt; 1592. Nach eigener Melodie. Heinr. Albert. 1642. H*— 2—— I 2—— V 343 3—————41 EEEE οἀποορ Gott des Him⸗mels und der Er- den, der uns Tag und Nacht läßt wer⸗den, —1 — 1—.4 —————— .— — Sonn und Mond uns Evang. Gesangbuch. Va⸗ter, Sohn und heil'- ger Geist, schei⸗ nen des 2 sen 17 heißt, 4⁵⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse.—O ö rrt SSiqEE t er: hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß dich finden Und dein Herz mir offen stehn, Da allein ja Hilf und Rat Ist für meine Missetat! 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht! Nach eigener Melodie. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem ort, Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort! Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr, mein Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg' von mir wende Und mich halt' in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu!l Heinr. Albert 1604—1651. Joh. Georg Ebeling. 1666. —4 344— —.—— — —.—— E———..— .......— ⁰⁰ Die gold⸗ ne voll Freud und Son ⸗ ne Am Morgen. 451 —— 4— EEEIEE...... +* ö ö hr.— Won ⸗- ne bringt un-sern Gren-zen mit ih⸗ rem DD .—.—.— Glän⸗ zen ein herz⸗ er ⸗ qui⸗ ne de ieb⸗liche li⸗ ches Licht. . J.. d Laa munin e—— + 1——.——.—— — E Mein Haupt und Glie⸗der die la- gen dar- nie-der, 2* L n Kit— ·—— 2—. 9— 2—— ..— EDiI——— a⸗ ber nun steh' ich, bin mun⸗ter und fröh=lich, Q *.— + L SISISISIIEIE IE **— D————. 1 schau⸗ den Him⸗mel mit mei⸗nem Ge- sicht. 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles das sei Gott zum Opfer geweiht! Die besten Güter Sind unsre Gemüter; Lieder der Frommen, Von Herzen gekommen, Das ist ein Opfer, dran er sich erfreut. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück abwehren 1350 4⁵² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — Sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, So ist er zugegen, Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn' alles Wanken; Seine Gedanken, ö Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 6. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Aus deinen Augen sein ferne verbannt! Sonst Herr, regiere, Mich lenke und führe, Mel. Nun laßt uns Gott ꝛc. Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand! 7. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, Und soll von Plagen Ich auch was tragen, Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, Was schädlich und nichtig Meinem Gebeine, Das weißt du alleine, Hast niemals zu sehr die Deinen betrübt. 8. Trübsal und Zähren Nicht ewig währen, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten; Dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. Nik. Selnecker? 1587. 34⁵ — 4.— I. 00 0 0 Wach auf, mein Herz, und sin⸗ ge dem Am Morgen. 45³3 21 AI— 4 SSPSPSPSPSPSSIIII.I......— —— Schöp⸗fer al ⸗ler Din⸗ ge, dem Ge⸗-ber al⸗ ler —— 1 ö iiSSEEEEE Gü⸗ ter, dem 2. Heut, als die dunkeln Schatten Mich ganz umgeben hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Kind, lieg im Frieden, Ich will dich treu behüten; Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen! 4. Dein Wort, Herr, ist ge⸗ schehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: Hier bring' ich meine Gaben Und leg' in Demut nieder Vor dir Gebet und Lieder. treu⸗ en Men⸗schen⸗ Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. — hü ⸗ ter! 6. Die wirst du nicht ver⸗ schmähen, Du kannst ins Herz mir sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk wollst du voll⸗ enden Und deinen Engel senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinenTTaten, Hilf selbst das Beste raten, Den Anfang, Mitt und Ende, Ach Herr, zum Besten wende! 9. Herr, segne meine Tritte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! Paul Gerhardt 1607-1676. Georg Neumark. 1657. 34⁰ 90 0 0 0 MeinGott, nun nun wa=chen R e ist es al le wie⸗der Morgen, mei⸗ ne Sor⸗gen 5 I ———————————.—.—. —— 2.—— aus, der Schlaf da ⸗ hin, ich se 2 he wie⸗ der, 2. Ich bin noch immer auf der Erde, Wo jeder Tag sein Elend hat, Wo ich zwar immer älter werde, Doch nimmer rein von Missetat. Ich kenn', o Gott, dein heilig Recht ech Und bin doch kein getreuer Knecht. 3. Vergib mir, Vater, alle Sünden, Die ich von Kindheit auf getan, Laß früh vor dir mich Gnade finden Und nimm mein reuig Bitten an! Ist deine Gnade nur mein Teil, So fehlt mir nichts zu meinem Heil. 4. Hilf du in allen Sachen raten, Denn wo wär' ich mir selbst genug? Bewahre mich vor Missetaten, Vor böser Menschen List und Trug! Laß mich den Tag wohl wenden an Und Gutes schaffen, wo ich kann! 5. Behüte mir Leib, Seel und Leben, Verwandte, Freunde, Hab und ut! Willst du mir Kreuz zu tragen geben, So gib dabei auch Trost und ut; Und willst du Freuden mir ver⸗ ö leihn, So laß sie mir zum Segen sein! 6. Du gabst mir Kraft, jetzt ö aufzustehen, Dein Aufsehn ist's, das mich erhält. — Am Morgen. 45⁵⁵ Ich weiß nicht, wie mir's heut Schließ mich in deine Obhut wird gehen, ein, Doch schick es, esel wie dir's So bin ich tot und lebend dein! gefällt! Kaspar Neumann 1648—1715. —Mel. O Gott, du frommer Gott. 1690. ——.— nn: nt 34⁷ 5 e dn 3. Ii—— —9 L + 7 1—. SII.. a0τ O Je⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗ gan- gen, mich um- fan- gen; EDDDR——.— Schla⸗fe auf⸗ ge⸗weckt und hat sich, Herr, nach dir ver⸗ lan⸗gend aus⸗- ge⸗= streckt. nun ist, was an mir ist, vom 2. Was soll ich dir denn nun, Daß sie nur dich erwähle O Herr, für Opfer schenken? In deiner Liebe Kraft; Ich will mich ganz und gar Da hast du meinen Geist, In deine Gnade senken Darinnen wollst du dich Mit Leib, mit Seel und Geist Verklären allermeist! Heut diesen ganzen Tag: 4. Hier sei denn auch mein Leib Das soll mein Opfer sein, Zum Tempel dir ergeben; Weil ich sonst nichts vermag. Wähl ihn zur Wohnung dir, 3. Drum siehe da, mein Herr, O allerliebstes Leben! Da hast du meine Seele, Ach wohn, ach bleib in mir, Sie sei dein Eigentum, Beweg und rege mich, S— 45⁶ Für besondere Zeiten und Verhältnisse.— So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich! 5. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Kleid mit der Demut mich Und mit der Sanftmut an, So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angetan! 6. Gib, daß mir diesen Tag Stets vor den Augen schwebe, Daß dein' Allgegenwart Mich wie die Luft umgebe, —— dank' dir schon ꝛe. Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Herr, zu aller Stund! 7. Ach segne, was ich tu', Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh' Zu deines Namens Ruhm, Und daß ich unverrückt Verbleib' dein Eigentum! Joachim Lange 1670—1744. Mich. Prätorius? 16ʃ10, — 6 49 4* 2.— Mein erst Ge⸗ fühl sei i⸗ und E 3— O —2 Dant: err⸗ 3e br Gott, o See el Der +. mei ⸗ ne See 37. 2. Mich selbst zu schützen ohne Wer schafft die Nacht der acht Und Ruhe für die Müden? acht, Lag ich und schlief in Frieden. Wwarnnnn 11 — Am Abend. 4⁵⁷ 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Kreis Und schützt mich vor Gef ahren? 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tags erfreue! 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen! 2. Am Mel. Freu dich sehr ꝛe. 6. Nimm meines Lebens gnädig r wahr, Auf dich hofft meine Seeleʒ Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! 7. Gib mir ein Herz voll Zu⸗ versicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig tue; 8. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Lauf mitFreudi Aeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Abend. 340— 00 0 0 — Wer⸗de munter, mein Ge mü⸗ te, daß ihr prei⸗ set Got⸗tes Gü ⸗ te, I——....— und ihr Sin⸗ ne, geht her⸗ geht her⸗ für, da er die er hat ge⸗- tan an mir, n. S.......... en mich den gan⸗zen Tag vor so man cher schweren Plag I 2— 1 47 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö— 9 — ů. e rr B r W + durch sein gna⸗-den-rei⸗ ches Wal⸗ten hat be⸗ Q—— .— 1— II +—— ..7———.——1—.— ——————— 2 3. schir⸗met und er⸗ hal ⸗ ten! 2. Lob und Dank sei dir ge⸗ sungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir heut mein Werk ge⸗ lungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Manches Unheil auch vertrieben, Daß ich unversehrt geblieben! 3. Dieser Tag ist nun ver⸗ gangen, Und das Dunkel bricht herein; Hin ist nun der Sonne Prangen Und ihr freudenreicher Schein. Stehe mir, o Vater, bei, Daß mein Licht stets bei dir sei; Laß es hell im Herzen werden, Ist auch tiefe Nacht auf Erden! 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Missetat, Die mein armes Herz beladen Und dich sehr erzürnet hat! Des Versuchers List und Tück Treib durch deine Macht zurück! Gott, du kannst allein mich retten, Strafe nicht mein lbertreten! 5. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, Stell' ich mich doch wieder ein; Denn dein Sohn hat ausge⸗ glichen Meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets noch in mir finde. 6. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, allhier In der Dunkelheit bei mir, Daß kein Unfall mich betrübe; Tröste mich mit deiner Liebe! 7. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte süße Ruh! Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu! — Um Abend. 4⁵⁰ Leib und Seele, Mut und Blut, Jesu, den ich stets verehre, Weib und Kinder, Hab und Gut, Bleibe ja mein Schutz und Rat! Freunde, Feinde, Hausgenossen Und mein Hort, du werter Geist, Sei'n in deinen Schutz ge⸗ Der du Freund und Tröster heißt: schlossen. Höre doch mein sehnlich Flehen! 8. O du großer Gott, erhöre, Amen, ja es soll geschehen. Was dein Kind gebeten hat! Joh. Rist 1607—1667. Isaakꝰ ich. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Heinr. I150ö. 0 αα Nun ru⸗ hen al⸗ le Wäl⸗der, Vieh, — — D— Menschen, Städt' und Fel⸗ der, es schläft die gan ⸗ze —— ————.—ꝛß7—ꝛ7— Welt; ihr a⸗ ber, mei⸗ne Sin⸗-nen, auf, auf, ihr —.———————— sollt be ⸗ gin⸗ nen, was en ⸗ erm Schöp=⸗fer wohl⸗ ge ⸗ fällt! 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Gar hell in meinem Herzen Die Nacht hat dich vertrieben, scheint. Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein' andre Sonne, 3. Der Tag ist nun vergangen, Mein Jesus, meine Wonne, Die goldnen Sternlein prangen 4⁰⁰ —— Für besondere Zeiten und Verhältnisse. é Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammer⸗ tal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh' ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das Kleid der Ehr und Herr⸗ lichkeit. 5. Das Haupt, die Füß' und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei! 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Ruhe ihr begehrt! Nach eigener Melodie. Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Augen stehn ver⸗ rossen, Im Nu sind sie geschlossen; Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, So laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr! Gott lass euch ruhig schlafen, Stell' euch die mächtgen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt 1607—1676. ..— N * — ö— ů +.—— + *.—. 8—.— . 2— Der Tag ist hin, mein Je⸗ su, bei mir Joh. Heinr. Lützel. 1858. ö ö —— ———..—.— —.— ——— blei ⸗be; o See⸗len-licht, der Sün⸗ den Nacht ver⸗ —— trei⸗ —— keit, er⸗ Ruch⸗ te mich, 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen Nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht verstehꝰ;; Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 5. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; Das weißt du wohl, du Herzens⸗ kündiger, Ich strauchle noch wie ein Un⸗ mündiger. 4. Vergib es, Herr! Mir sagt es mein Gewissen, Der Sünde Lust hat mich von dir gerissenz Mel. Herr 01.0. ꝛc. 5² 51 90 0 0 —..— be; geh auf in mir,„Glanzder Ge⸗ rech⸗tig⸗ ach Herr, denn es Es ist mir leid, ich stell' mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein und ich bin dein! 3. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte, Bewahre mich durch deine große acht, Wenn Belial nach meiner Seele tracht't! 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich lass' ich nicht, mein Fels — der Tag ist hin! Joachim Neander 1650—1680. 46²2 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 0 5—ꝛ—— 1—— =S...——— ö SS 65 T‚‚.‚‚.2— ieb⸗ ster Pil-ger Je-su hrist? Komm, laß mich ö— ....................— YV. so glück ⸗-se⸗ lig sein und kehr in mei⸗ nem Her⸗zen ein! 2. Laß dich erbitten, liebster 4. Erleuchte mich, daß ich die Freund, ahn Dieweil es ist so gut gemeint; Zum Himmel sicher finden kann, Du weißt, daß du zu aller Frist Damit die dunkle Sündennacht Ein herzenslieber Gast mir bist! Mich nicht verführt noch irre 3. Es hat der Tag sich sehr macht! geneigt, 5. Vor allem in der letzten Not Die Nacht sich schon von ferne Hilf mir durch einen sanften Tod! zeigt; Herr Jesu, bleib; ich halt' dich Drum wollest du, o wahres fest, Licht, Ich weiß, daß du mich nicht Mich Armen ja verlassen nicht. verläßt! Verfasser unbekannt: 1674. Mel. Freu dich sehr oc. 155⁵4. 353——— —— 0 0 0 0—— Herr, es ist von mei⸗nem Le-ben Leh re mich nun Achtung ge-ben, wie ⸗ der ⸗ um ein Tag da⸗ hin. ob ich fromm ge ⸗ we-sen bin; Am Abend. —— -.—— EEEE mir auch sel⸗ber an, und hilf jetzt in WNa⸗ bend ma 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat; Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und vom Morgen bis zur Stund Pfleget Herze, Hand und Mund Mannigfach und oft zu fehlen, Daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld; Ich bin freilich schwer beladen, Doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu, So will ich noch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß derSchlaf nicht sündlich seiz Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh mir bei! Lösche Licht und Feuer aus so ich was nicht recht ge⸗ tan, S....... len Sa⸗ chen gu ten — 3chen! Und bewahre sonst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück müsse weinen! 5. Steure den gottlosenLeuten, Die im Finstern Böses tun! Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat Und verhindere die Tat; Wend auch allen andern Schrecken, Den die Bosheit kann erwecken! 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, Der auch in der finstern Nacht Über seiner Herde wacht. Darum hilf uns, deinen Schafen, Daß wir alle sicher schlafen! 7. Laß mich dann gesund er⸗ wachen, ö —— —.—— — —.—.——— ———.— —.........— ⁰⁷⁴ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö O 25555 es rechte 3 Zeit wird sein, Heut bestimmet meinen Tod, Daß ich ferner meine Sachen So befehl' ich dir am Ende Richte dir zu Ehren ein! Leib und Seel in deine Hände. Oder hast du, lieber Gott, Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. Mein Herzens⸗Jesu. Peter Sohrlen). 1668. 33854 ST* 0 0 Gott⸗ WWentees ein Schritt zur E⸗ wig⸗keit ist ö Zu dir im Fortgang die⸗ser Zeit mein SEEEEE a⸗ Naberzuialsvon mals voll-en⸗ det! +— Herz sich sehn⸗ lich wen⸗det, 0 Auel, da⸗ raus mein — . ner 8. le Le- ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag Ach komm, bevor mein Herz und Jahr, wird kalt Und wird mir allzu lange, Und sich's zum Sterben schicke! Bis es erscheine, daß ich gar, Komm doch in deiner Herrlich⸗ O Leben, dich umfange, keit, Damit, was sterblich ist an mir, Schau her, die Lampe steht Verschlungen werde ganz in dir/ bereit, Und ich unsterblich werde. 3.Odaß du selber kämest bald! 4. Doch sei dir ganz anheim⸗ AIch zähl' die Augenblicke. gestellt Die Lenden sind umgürtet! — Am Abend. — Die rechte Zeit und Stunde, Wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, Wenn ich mit Herz und Munde Dich kommen heiße und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm' entgegen. 5. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann Von deiner Liebe trennen, Und daß ich frei vor jedermann Dich meinen Freund darf nennen, Und daß du dort, o Lebensfürst, Dich ganz mit mir vereinen wirst Und mir dein Erbe schenken. 6. Drum preis' ich dich in Dankbarkeit, Daß heut der Lauf geendet, Und daß dadurch von dieser Zeit Ein neuer Schritt vollendet. Ach führe du mich weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben! 7. Wenn auch die Hände lässig sind Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Und meine Kniee wanken, So biet mir deine Hand ge⸗ schwind Und halt mich in den Schranken Des Glaubens, daß in dir mein Herz Sich stärke, und ich himmelwärts Ohn' Unterlaß aufsteige! 8. Geh, Seele, frisch im Glauben dran Und sei nur unerschrocken, Laß dich nicht von der rechten Bahn Die Lust der Welt ablocken! So dir derLauf zu langsam dünkt, So eil, wie sich ein Adler schwingt, Mit Flügeln heil'ger Liebe! 9. O Jesu, meine Seele ist Zu dir schon aufgeflogen; Du hast, weil du voll Liebe bist, Mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund ö und Zeit: Ich bin schon in der Awigkeit, Weil ich in Jesu lebe! Aug. Herm. Francke 1663—1727. Heinr. 1596. 188. 1598 355 5——..—— E Q 0 0 Der Sab-bat ist ver⸗ gan⸗ gen, ich +. 1—9⁷ ——— — —.—— —.—. * ha · be mein Ver⸗-lan⸗ gen nach Her⸗ eneüsch er⸗ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O ——— — — EA füllt. Gott hat mich un⸗ ter: wei set, mit 755 bens — 0—.——— + 4* ö H— D= 1—. + ..— brot ge⸗ spei⸗ set und mei ⸗ ner 4— II ͤ 1—— 223—..—— Durst ge-stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen, Drum leg' ich ohne Schmerzen Auch meinen Leib zur Ruh; Denn allen Sündenschaden Deckt Jesus nun in Gnaden Mit seiner treuen Liebe zu. 3. O du dreieinig Wesen, Mein Geist ist schon genesen, Weil ich dein Tempel bin! Ich habe Licht vom Lichte, Dein leuchtend Angesichte Treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen Mel. Jesu, meine Freude. Und eine Sonne machen Auch mitten in der Nacht, Bis bei den Cherubinen Ein Sonntag ist erschienen, Der alle Nacht zu Schanden macht. v. Ich schlafe ganz vergnüget, Denn wo mein Herze lieget, Da ist der Engel Heer; Mich stört kein Weltgetümmel, Es träumt mir nur vom Him⸗ mel: Ach wer doch nur bald droben wär'! Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. Crüger. 1649. 1656. 1 —4 — — 1 4.—.—. 0 9 8 80 Hir⸗ te dei⸗ ner Scha ⸗fe, dei⸗ ne Wun⸗der⸗mil ⸗de ——— — der von dien: te Am Abend. 4⁵⁷ E EEE kei⸗ nem Schla e et⸗ was wis⸗sen mag, mir zum Schil ⸗ de den ver⸗-gang⸗nen Tag. 2.—————————— —.——1..—— n PPPIIIIFIIITTTTTTTTTæTTTT Sei die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von IIIFII.t.t........... TTT ESiDDEEEEEEE dei⸗ nen Scha-ren um und um be-wah ⸗ren! 2. Decke mich von oben Ferne von uns sein! Vor der Feinde Toben Sei du Schloß und Riegel, Mit der Vaterhuld; Unter deine Flügel Ein versöhnt Gewissen Nimm dein Küchlein ein; Sei mein Ruhekissen, Deck uns zu MitSchutz undRuh, Drum vergib die Schuld! So wird uns kein Grauen wecken Jesus Christ Mein Mittler ist, Noch der Feind uns schrecken! Er hat das, was ich verschuldet; ö 7½— 5. Wie, wenn ich mein Bette Williglich erduldet. Heut zum Grabe hätte? 3. Laß auch meine Lieben Wie bald rot, bald tot! Keine Not betrüben, Drum hast du beschlossen, Sie sind mein und dein! Daß mein Ziel verflossen, Schließ uns mit Erbarmen Kommt die Todesnot, In den Vaterarmen So will ich Nicht wider dich; Wohlgeborgen ein! Eter ich Jesum nur gefunden, Du bei mir Und ich bei dir, terb' ich alle Stunden. Also sind wir ungeschieden, 9. ich tue und ich schlaf in Frieden. In deguhrer Muhe 4. Komm, verschließ die Meine Augen zu! Kammer Seele, Leib und Leben Und laß allen Jammer Hab' ich dir ergeben, 468S Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö— Treuer Hüter du! Und erlebe ich den Morgen, Gute Nacht, Nimm mich in Wirst du weiter sorgen! acht; Beni. Schmolck 1672—1737. 15 e e lichHeinre Ssaat? Welllih. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Heinr 1556. 1505. 4* TA IAL . 4— N I—. x 357 2—3K70—4— 2.—.—— — ů 2.————————..— SE —.— 0 0 0 0 Herr, der du mir das Le- ben bis , — SSSI 6. ra———— endie sen Tag ge- ge- ben, dich bet' ich kind⸗lich E *— S..—— an. Ich bin viel zu ge⸗ rin ⸗ ge der Treu⸗e, ꝝ— 225 1 ö ö— ——.—.. — die ich du heut an 0——— N 11 2 4— 2„, E nn rin 0 mir ge⸗ 2. Mit dankendem Gemüte Nach deines Worts? efehlen Freu' ich mich deiner Güte, Einher im Leben gehn, Ich freue mich in dir. Auf deine Güte hoffen, Du gibst mir Kraft und Stärke, Im Geist den Himmel offen Gedeihn zu meinem Werke, Und dort den Preis des Glau⸗ Und schaffst ein reines Herz in mir. bens sehn! 3. Gott, welche Ruh der. Ich weiß, an wen ich glaube, Seelen, Und nahe mich im Staube⸗ öů K ö Am Abend. 4⁰⁰ Zu dir, mein Gott, mein Heil. Eil' ich der Ruh entgegen, Ich bin der Schuld entladen, Dein Name sei gepreist! Ich bin bei dir in Gnaden, Mein Leben und mein Ende Und in dem Himmel ist mein Ist dein; in deine Hände Teil. Befehl' ich, Vater, meinen Geist. 5. Bedeckt mit deinem Segen Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Heinr. Isaak? Weltlich. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1536. 1598. I — — — stil ⸗le Nacht komt wie⸗ der und mit ihr Schlaf und 3* II —. —2 X — 1 1 1 DDlie? — — — Tags Ge⸗ schäf-te und drückt die mü⸗ den 2 — H— ——.—.— Au ⸗gen zu. 2. Noch wach' ich und erzähle 3. Von ihm kommt jede Gabe. Mit tiefgerührter Seele, Das Leben, das ich habe, Was Gott an mir getan. Die Ruhe dieser Nacht. Mit dankendem Gemüte Er ist der Quell der Güter, Lobsing' ich seiner Güte; Er ist mein treuer Hüter, Er hört mein frommes Loblied Der, wenn ich schlummre, für an. mich wacht. 4²⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 4. Er läßt es finster werden Stehn lauter Wunderwerke Und hüllt den Kreis der Erden In stille Dunkelheit; Doch auch in dunkler Stille Wohnt Gott mit seiner Fülle Und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Aus unermessner Ferne 1440 Führt er jetzt Mond und Sterne Am Firmament herauf; Sie leuchten ihm zur Ehre Hoch über Erd und Meere, Und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wenn der Morgen grauet, Groß, wenn der Abend tauet, Groß in der stillen Nacht, Im Sonnenschein und Sturme, Am Menschen und am Wurme, Groß zeigst du, Vater, deine 1 Macht! 7. Voll Majestät und Stärke In deiner Schöpfung da. Wie kann ich dir's vergelten? Du, Gott so vieler Welten, Warst auch mir Armem heute nah. 8. Gott, groß von Macht und Treue, Jetzt, da ich dein mich freue, Wird mir die Nacht zum Licht. Leg' ich die müden Glieder In deinem Namen nieder, So wachest du, ich sorge nicht. 9. Soll jetzt der Schlaf zum Leben Mir neue Kräfte geben, So schlaf' ich fröhlich ein; Soll er mein Leben enden, So wirst du mich vollenden Und auch mein Gott im Tode sein. Joh. Zach. Junkheim 1729—1790. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 2 4—.— ——.—8—— 359————— SEE — 2.— 0 0 0 0— So flie⸗hen un⸗ sre Ta⸗ ge hin, auch — er 323 1—— DIDDDDDDD.— ————— 15—.—— 2—7 4——— die⸗ ser ist nicht mehr; die Nacht, der Mü-den 2.57— ö WRDRDDRDRDRRSSRRRRDDDDe *.———— S—— Trö⸗ ste⸗ rin, eilt wie-der zu uns her. Am Abend. 4⁹¹ 2. Herr, du nur bleibest, wie du bist, Du schläfst und schlummerst nicht; Die Finsternis, die uns um⸗ chließt, Ist deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb' ich voll Ver⸗ traun Mich auch in dieser Nacht; Und wovor sollte mir denn graun? Mich schützt ja deine Macht. 4. Hab' ich an deiner Gnade nur Noch teil, mein Herr und Gott, So fürcht' ich keine Kreatur Und scheue nicht den Tod. 5. Zwar ich erkenne meine Schuld, Mit Reue fühl' ich sie; Doch, mein Erlöser, deine Huld, Wie trostvoll ist mir die! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin Und weiß, wie sicher ich Im Schatten deiner Flügel bin; Du wachest über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir! Herr Jesu, du allein Sei mein Gedanke; weihe dir Mein Herz zum Tempel ein! 8. Ist dies vielleicht die letzte Nacht In meiner Prüfungszeit, So führe mich durch deine Macht Zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, Dein bin ich auch im Tod; Du, mein Erretter, bist bei mir Und hilfst aus aller Not. Christoph Friedr. Neander 1724—1802. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Weltlich. 651 Leo Haßler. 60 1601. 1613. 300 2—.—* f —0 1— 2.—— 2. e,— 1 ——————1——— 0 0 0—— 333— ö Wirf ab des Ta⸗ges La- sten, der nun, See⸗le, sollst du ra⸗ sten dort, — 9———.—— .. —.—.—— .— 11——— il A⸗- bend kommt; stil le aus bendken 2 an dei: nes Va⸗ters wo die Ru⸗ he frommt; Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö O 4²² 4— 1—* SSSPSI ů. D Her-zen sollst du, ent⸗le⸗ digt nun der Sor-⸗gen, a +.—— 7——..—————— ö—— SC..I— Mühn und Schmerzen, recht sanft und se ⸗ lig ruhn! 2. Dort ist dir Rast beschieden Nach mühevoller Zeit, Dort findest du den Frieden Nach unruhvollem Streit; Dort schläfst du frei von Sorgen, Von seinem Arm bedeckt, Bis dich der junge Morgen Zu neuer Arbeit weckt. 3. Die Rast gibt neue Kräfte, Die Kraft gibt neuen Mut, Daß man des Tags Geschäfte Mit neuer Freude tut. Gern wirst du sie vollbringen Und fühlst dich nicht beschwert, Und Gott läßt dir gelingen, Was seinen Ruhm vermehrt. 4. Mit ihm beginn den Morgen, Vor ihn trag deine Last, Auf ihn wirf deine Sorgen, Bei ihm such deine Rast! So fließet leicht dein Leben Dem klaren Himmel zu, Wo dir dein Gott wird geben Die ewig sel'ge Ruh. Julius Sturm 1816—1896, 3. Jahreswechsel. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 1651. ——72—— —.—— — Das al-te ————— Jahr ver⸗-gan⸗gen ist; wir Jahreswechsel. 4⁷³ ——..— 25 ů 42——.——.——— —————..— Not uns und Ge- fahr so gnä-dig hast be⸗ — H +— E E schützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ew'ger Sohn Des Vaters auf dem höchsten Thron, Wollst deine arme Christenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heil⸗ sam Wort, Das ist der Seelen höchster Hort; Vor Irrlehr und Abgötterei Behüt uns, Herr, und steh uns bei! 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn Und fromm zu werden fangen an! Der alten Sünde nicht gedenk, Ein gnadenreich Neujahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben, seliglich Einst sterben und hernach fröhlich Am jüngsten Tage auferstehn, Mit dir zum Himmel einzugehn, 6. Zu danken und zu loben dich Mit allen Engeln ewiglich! O Jesu, unsern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr! Joh. Steuerlein 1546—1613. Licht, du Volk ꝛc. Konr. Kocher. 1823. 36²————— —.4..—— —1.—2——..2—.—.— — Hilf, Her Je⸗ su, laß ge⸗ lin⸗ laß es neu e Kräf: te brin ⸗ 2 l 4——— RDD‚———— SSSE 11— + gen, hilf, das neu e Jahr geht an, gen, daß aufs neu ich wan⸗deln kann! Neu ⸗es Glück und neu⸗ es Le⸗ ben wol-lest —.—.——— DIDDD. ————47F6———..—..*—— du aus Gna-den ge-ben. 2. Meiner Hände Werk und 5. Tröste mich mit deiner Taten,— Liebe, Meiner Zunge Red und Wort Nimm, o Herr, mein Flehen Können nur durch dich geraten hin; Und ganz glücklich gehen fort. Wenn ich mich auch sehr be⸗ Neue Kraft laß mich erfüllen, trübe Zu verrichten deinen Willen! 3. Was ich denke, was ich mache, Das gescheh' in dir allein; Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Wollest du, Herr, bei mir sein. Geh' ich aus, wollst du mich leiten, Komm' ich heim, so steh zur Seiten! 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, Laß bereun mich meine Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade Und ich bald Verzeihung find' Niemand sonst als du, mein Leben, Kann die Sünde mir vergeben. Und voll Angst und Zagen bin, Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd und Tod nicht töten! 6. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei Und ich christlich könne leben, Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhier auf Erden Fromm und selig möge werden! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Hän⸗ en, Halte bei mir in Gefahr! Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist 16071667. U ö Jahreswechsel. 4¹⁵ laßt uns Gott ꝛe. Nik. Selnecker? 1587. 363——.———.—— 5 4.—— e, iie, ae, 00 ù Nun laßt uns gehn und tre⸗ ten mit — PSPP.II...... — ö 321—.—— EEE SDPDPP PPIIIIII.. Sin⸗gen und mit Be- ten zum Herrn, der un⸗serm 6⁰½ ö ——— e—— Le⸗ ben bis hier⸗ her Kraft 3e. ge=ben! 2. Wir gehn dahin und Mit unserm Tun und Machen, wandern Wo nicht dein' Augen wachen! Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen: 3. Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Not und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder Läßt Gott uns, seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, Fürwahr, es ist vergebens 7. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnaquell unsrer Freuden! 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde! 10. Schließ zu des Jammers Pforten Und laß an allen Orten, Wo Krieg und Blutvergießen, Die Friedensströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen 476 4 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O ö Zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen! 12. Sei der Verlassnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe! 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen! Mel. Jesus, meine Zuversicht. 14. Und endlich, was das Meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe! 15. Das alles wollst du geben, O meines Lebens Leben, Mir und der Christenschare Zum sel'gen neuen Jahre! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger? 1653. 1656. Q — 22 nin. —.— EI—— .—— ...... 41• 1 in men. 2. Jesu Name, Jesu Wort Soll in den Gemeinden schallen, * Und so oft wir nach dem Ort, ö Der nach ihm genannt ist, wallen, Mache deines Namens Ruhm Unser Herz zum Heiligtum. α Je⸗sus soll die Lo ⸗sung sein, da ein Je- su Na⸗me soll al-lein de⸗ nen H ——————.—— 2—————.———32— SISE E neu ⸗ es Jahr er- schie- nen,—*— zum Pa⸗ nie⸗ re die⸗ nen, die in sei⸗nem — 4—— —.———. + ————————.—— PPP Bun; de stehn und auf sei⸗nem We⸗ ge gehn. 3. Unsre Wege wollen wir Nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, So wird alles wohl bestehen Und durch seinen Gnaden⸗ schein Alles voller Segen sein. ö— é Jahreswechsel. 477 4.8. Alle Sorgen, alles Leid Uns zum Segen werden müssen. Soll sein Name uns versüßen, Jesu Nam ist Sonn und Schild, So wird alle Bitterkeit Welcher allen Kummer stillt. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. 9——R5— 1539. 365———— 0⁰0 0 0 Gas ruft der Sonn und schafft den Mond, das er 4.8 daß man si⸗ cher wohnt, und 4 .—..— SE— Jahr dar⸗ nach zu tei ⸗ lenz heißt die Zei ten ei⸗ len; er ord. met G—.—, 36.— 2.—————.— Jah⸗: re, 1ff und— 9 1 auf, loß. uns ihm, Aihm, den —— +— i Gott de Macht, Ruhm, Vreis und Dank er⸗ tei ⸗ len! 2. Herr, der da ist und der da Das du uns neu gegeben! war, Verleih uns Kraft,— die Kraft Von dankerfüllten Zungen ist dein,— Sei dir für das verflossne Jahr In deiner Furcht zu leben! Ein heilig Lied gesungen, Du schützest uns und du ver⸗ Für Leben, Wohlfahrt, Trost mehrst und Rat, Der Menschen Glück, wenn sie Für Fried' und Ruh, für jedeTat, zuerst Die uns durch dich gelungen! Nach deinem Rieiche streben. 3. Laß auch dies Jahr gesegner 4. Hilf deinem Volke väterlich sein, In diesem Jahre wieder! Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 14 — Erbarme der Verlassnen dich In seinem Herzen throne, Und der bedrängten Glieder! Daß Tugend und Zufriedenheit Gib Glück zu jeder guten Tat In unserm Lande wohne, Und laß dich, Gott, mein Heil Daß Treu und Liebe bei uns und Rat, sei: Auf unsern Fürsten nieder; Dies⸗ lieber Vater, dies verleih 5. Daß Weisheit und Ge⸗ In Ehrifto, deinem Sohne! rechtigkeit Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. —7 n 51 Adam Hiller? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780. 1787. —.—.— 0 0 Ein neu⸗es Jahr ist an ge-fan⸗ gen, Herr, je⸗ der bli⸗cket voll Ver⸗lan⸗:gen laß es ein Jahr der Gna⸗ sein! in die se künft'⸗ge Zeit hin: ein. ——.—.— S ———— fin den und er ⸗ fah⸗ren, was sei⸗ ner See⸗ le Laß k. aun je⸗den 0—0 +.— E 2—05 + H—* SSEEEE... — I 1 0—*—— dient und fromt! 8 Heil uns, wenn in al⸗len Jah⸗ren 2—. S Srras i. ———— +—— dein Reich unss im⸗ mer nä⸗ her kommt! — Jahreswechsel. 47⁰h Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 170⁴. 2 4.——.———1— ᷑, Fdar nd,e, —* E1——— uili . IäII r Ein neu⸗ es Jahr ist an⸗ geu⸗ fan=gen, laß Herr, je⸗ der bli⸗cket voll Ver⸗ lan⸗ gen in 4 8 + 7 7 2 2— ö E 8.——— —*———* es ein Jahr der Gna-de sein die fünfp⸗ hin e ei Laß je ⸗ den ie⸗se künft'⸗ge Zeit hin=- ein. — —— 1— 8—— — 660 1m—.—— —.—.————.—.———.— 12—5— fin⸗ den und er⸗-fah⸗ren, was sei⸗ ner See⸗le 9 1.— 1— +—— e in rs. 32 ann, nin, nmuumt n. XX 2.—.— 2.— 2——.—— Z—.—..2 2 +——2—.9— 2——1—1 —0—** dient undfroin t! O Heil uns, wenn in al-len Jah⸗ren Q ——, Hl——I SSSSI.... IIEI ————————.— 22—.—— dein Reich uss im- mer nä-her kommt! 2. Die Tage fliehn und Du führst heraus die Zahl der tauchen nieder, Die Jahre WAHa wie ein Rauch. Du sprichst: Ih Menschen, kommet wieder, Und nimmst sie weg mit einem Hauch. Sterne, Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Was du gebeutst, das kommt von ferne, Und deine Hand macht alles neu. . O laß auch uns ein Neues hören 4⁵⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit, Ein neues Wort von alter Treue, Die täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herzerfreue, So oft es seine Kraft erneut! 4. Hilf, Gott, mit deinem Gnadengeiste, Daß dieses angefangne Jahr In deinemReich ein Bessres leiste, Als der Gewinn des alten war! Erwecke du den Trieb der Seelen, Der ein erneutes Herz begehrt, Und laß es nicht an Früchten fehlen, Wenn sich der alte Mensch be⸗ kehrt! 5. Laß deinen Namen neu erschallen, So weit dein Reich dieErde deckt; Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt! Du hast den heil'gen Christus⸗ namen Zum Gnadenthrone hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt! 6. Laß Trost und Frieden neu verkünden Den Herzen, die zerschlagen sind, Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind! Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, Auf dem wir Tag für Tag erneuen Den festgeschlossnen Gnaden⸗ bund! Heinr. Puchta 1808-1858. 1651. 367 —— Bü. DDDDDE Q 0„— — Ein Jahr geht hin, das an⸗-dre kommt; nur .——— IDD— PPPPIII...TT .I..... ei⸗ nes bleibt und steht auch fest, und ei⸗ nes — Jahreswechsel. 48¹ ——. —.— bleibt, das ei⸗ wig frommt: Gott, 21. die Sei⸗-nen II II RN II —..—— nie ver⸗ läßt; 2. Gott, der die Seinen nie verläßt, Sie hebt und hält, sie hegt und pflegt Und doppelt fest ans Herz sie preßt, Wenn seine Vaterhand sie schlägt. 3. Das Jahr wird alt, das Jahr wird neu, Mel. Liebster Jesu ꝛe. Gott aber ist stets neu und alt, Neu in der Lieb, alt in der Treu. Laßt uns auch leben dergestalt! 4. Laßt uns auch leben der⸗ gestalt: So werden stets jahraus jahrein Und grau und alt und todeskalt Wir Gottes und er unser sein! Wilh. Wackernagel 1806— 1869. Joh. Rud. Ahle. 1664. 30 i ⁰ ⁰ Nun gott⸗lob, wir ste⸗ hen hier wie⸗ der Leib und Seel emp⸗feh- len wir, Gott, in 5—— 1—..———— —.— 2Z.—5481— 1I—I——— PSPSPIPPIIIIIII E— an des Jah⸗ res En ⸗ de; mag's zum Kampf und dei ne Va ⸗ ter⸗- hän ⸗ dez 9⁵3 pf Q 4——— 1 SISS —— Zrnn.——— D ——— 7— Ster⸗ben ge-⸗hen, du wirst tröstend bei uns hen. ö Evana. Gesangbuch. 16 ö 482 x Für besondere Zeiten und Verhältnisse.— 2. Ruhet wohl, die ihr von Und dann gehn wir auch zum hier Frieden; Unter Tränen seid geschieden! Gott wird uns in jenem Leben Kurze Zeit noch kämpfen wir, Einst einander wieder geben. Verfasser unbekannt. 4. Ernte⸗ und Dankfest. ö Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738⁸. 369——— 15— ————....—.—.——. .——————— .— ö 2—.— + 0 c O Gott, von dem wir al- les ha⸗ du a⸗ ber tei⸗- lest dei⸗ ne Ga⸗ E ben, die Welt ist ein so gro⸗ßes Haus, ben recht wie ein Va⸗ ter drin⸗ nen aus; dein Q* + + — 4 +L +. L— ,, S tirs. NRSRRSRRSiiiEE Se⸗gen macht uns al- le reich, ach lie-ber —— Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen Sein Brot empfängt aus deiner 0 alle Tilhhe Hand. Die heut bei dir zu Tische gehn? 3. D d Doch soll die Nahrung keinem E ee en ö fehlen, Und endlich auch die Frucht Denn du weißt allem vorzustehn enießt; —— 9 Und schaffest, daß ein jedez Der Wind, der durch die Felder wehet, Land — Ernte- und Dankfest. 483 Die Wolke, die das Land begießt, Des Himmels CEta der Sonne Strahl Sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Men⸗ schen Speise, Der Acker reichet ihm sein Brot. Es mehret sich vielfält' gerweise, Was anfangs schien, als wär' es tot, Bis in der Ernte jung und alt Erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun Herr, dies laß uns recht bedenken! Der Wunder ist hier gar so viel. So viel als du kann niemand schenken, Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Denn immer wird uns mehr beschert, Als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen, Was uns dein Segen träget ein; Ein jeder Bissen, den wir essen, Soll deines— Denkmal ein, Und Herz und Mund soll lebens⸗ ang Für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. 3——— SEEEE oοο;+uè¼n Was Gott tut, das ist wohl-ge- tan, so Wenn man nichtreichlich ern⸗ ten kann, liebt +2—.— 15—.—— Ah 1 ZEIII—4⁴.—— .— E 39)5qw::℔'˖:: IIII. L—5— 1Ile ö— den⸗ ten Got⸗tes Kin⸗der. er uns doch nicht min- der. Er zieht das Herz nur 0 394— S................ ◻— Ee-?——.—— — C 3.—.——* 2— 1— ** 2.s ö‚ him⸗melwärts, wenn er uns läßt auf Er⸗ den ein —— 2— I SSII........... —* x +——* II Ziel der Pla⸗gen wer⸗-den. 16* 484 Für besondere Zeiten und Verhältnisse.— 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Im Nehmen und im Geben Sind wir bei ihm stets wohl daran Und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt, Und seine Hände müssen Wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er zeigt uns oft den Segen, Und ehe man ihn ernten kann, Muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein Der Schatz will sein, So nimmt er andre Güter Zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohigetan. Es geh' nach seinem Willen; Und läßt sich's auch zum Mangel an, Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. So weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld Nicht viel enthält, Man kann bei wenig Gaben Satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Das Feld mag traurig stehen, Wir gehn getrost auf seiner Bahn Und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben; Wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, So wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, Wo Milch und Honig fließen, Er, unser Gott, Weiß, was uns not, Und wird es gern uns geben: Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Beni. Schmolck 1672—1737. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. 37⁴ R——4—— ——— — 0 Wir al ⸗le, Gott und Va: ter, brin-gen und un-sre fro⸗ hen Her-zen sin⸗ gen —— * dir Preis und Dank im Hei⸗ lig⸗ tum, von dei⸗ nes Na⸗mens ho⸗hem Ruhm. Ge⸗ krönt hast O é Ernte⸗ und Dankfest. 48⁵ HE n——— ————e W,———.—.—. v. 1157 —— 1— +—1. +1——4 du mit dei-⸗ ner Mil⸗ de rings um uns her das 3 4+4 1—..— ESISIISISIEIIIIIIIIIIIIIIIII *—6— +1——.— 1——. gan⸗ ze Land; dein Se⸗ gen sibmtauf ie Ge-fil- de 94 15 2 25 n Lur——— *— dir.. aus dei-ner rei⸗chen Va⸗ ter- hand. Oder: ö —— Die Tugend wird ꝛc. 1704. —.— nxmr in ia v mi dn Erdttinm.:.. ———.—. ue* I Wir al⸗ le, Gott und Va⸗- ter, brin- gen dir und un- sre fro-hen Her- zen sin-gen von EE wn Preis und Dank im Hei⸗ lig⸗tum 1 6 dei- nes Namens ho-hem Ruhm. Ge⸗ krönt hast 7.— 4 —— du mit dei⸗ ner Mil⸗de rings um uns her das 2——.— 2 2——.——— .——————.— gan⸗ ze Land; dein Se⸗ gen srämt auf die Ge⸗ fil⸗-de 486 Für besondere Zeiten und Verhältnisse.—O er dn=ni e. Ee— 7 2.——D aus dei⸗- ner rei chen Va ter⸗ hand. 2. Du schenktest Sonnenschein und Regen Für jede Frucht zu rechter Zeit Und gabst Gedeihen, Kraft und Segen Dem Samen, den wir aus⸗ gestreut. Für Millionen deiner Kinder Reicht deiner Gaben Fülle hin; Du nährst den Frommen und den Sünder Mit ewig treuem Vatersinn. 3. Du gibst, uns liebreich zu versorgen, Mehr, als wir bitten und ver⸗ stehn, Du wachst am Abend und am Morgen Und hörest unser gläubig Flehn. Selbst unsern Undank, unsre Sünden Vergibst du, der die Liebe ist; Wir schmecken täglich und empfinden, Wie gütig, Herr, du allen bist. 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, Die weiter als die Wolken reicht? Wer dürfte undankbar vergessen Die Treue, die nie von uns weicht? Wir wollen deiner stets gedenken, Des Wohltun uns begnadigt hat, Das Herz nach deinem Reiche lenken, Dich preisen 220 durch fromme t. 5. Was du uns gabst, wohl anzuwenden, Verleih uns Weisheit und Ver⸗ stand! Bewahr uns, daß wir nicht ver⸗ schwenden Die reichen Gaben deiner Hand! Du willst, wir sollen froh ge⸗ nießen Und dankbar im Genusse sein; Gib, daß mit ruhigem Gewissen Wir deiner Güte stets uns freun! 6. Auch für den Armen kam dein Segen In solcher Füll auf uns herab; Wir wollen liebreich seiner pflegen Von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns allen, Frohlocke laut und bete an, Daß du nach deinem Wohl⸗ gefallen So Großes hast an uns getan. Christ. Georg Ludw. Meister 1738—1811. — Ernte⸗ und Danffest. 48⁰⁷ Mel. O du Liebe meiner Liebe. 174⁴⁵. 37²— 257———.RRr . v— nin. 2.—6H— 2 0 0 00 Herr, die Er⸗de ist ge-seg-net von dem Güt und Mil-de hat ge⸗ reg⸗ net, dein Ge⸗ — I—4 F(Z EEIII 1——4— V 2—4—II + e S.—.—— 2—. 1.* Bi——.—*— Wohl-tun dei⸗- ner Hand; Auf den Hü⸗geln, in den schenk be⸗deckt das Land. .....——— EEEEESEEEEE d Gründen ist dein Se⸗gen aus⸗ ge⸗streut; un⸗ser Warzten *.—— 5—.— ö.—— 222 L. Ei 2. 2——23 —— +1.—., ist ge⸗ krö⸗ net, 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund; Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt, Deine Hilfe, Gab und Spende Machet alle froh und satt. 3. Gnãädig hast du ausgegossen Deines Uberflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, Nießest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, un⸗ sre Her-zen sind er-freut. Und das Gut steht unversehret, Und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du getan. Unser Wissen und Gemüte Klagt uns vieler Sünden an. Ach gib, daß auch das Gefilde Für dich rühre unser Herz, Daß der Reichtum deiner Milde Uns bewege himmelwärts! 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes Wort. 458³ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O Was wir wirken und vollenden, Dann wirst du die Ernte senden Sei gesät in deinen Schoß, Unaussprechlich reich und groß. Heinr. Puchta 1808—1858. . Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen. 10 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 9 HEii 12— E 3.....— iEEEE —.— O Je- su, Herr der Herr⸗ lich⸗ du siehst auf die er-lö=ste 9⁰— 117 SSDPDPPPIIIIIIIIIITII 39— keit, du Kö⸗nig dei ner Chri⸗sten⸗ heit, du Welt, re⸗ gierst sie, wie es dir ge⸗ fällt, sorgst, H —*—. ———————.— V— Hir⸗te dei⸗ ner Her-de, Von dir daß sie se-⸗lig wer-de. sind wir 2Z* —— EE IITT 7 21½1 LI 4+— EDDDi 47—.— auch er⸗ wäh⸗let, zu⸗ge- zäh- let den Er- lö⸗sten, 0 1.— S.... DDDDDIii DD‚.‚—— 7——— I.——— II die du seg= nen willst und trö: sten. 2. O wohl dem Volke, das Die es zum Himmel führen, du liebst, Und die in deines Geistes Kraft Nach deinem Sinn ihm Hirten Aus göttlich tiefer Wissenschaft gibst, Das Herz der Sünder rühren! O Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen. 4⁸⁶ Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Daß die Herden Mit den Hirten selig werden! 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns ges andt; Herr, segne seine Werke! Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun, Durch Lehr und Leben zu er⸗ baun, Gib Weisheit ihm und Stärke! Lehr ihn, Hilf ihm Tun und leiden, Dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen! 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun; Nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe! Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, Laß ihn als unsern Seelenfreund Uns dir entgegenführen! Du gibst ihm heut i in seine Hand Die Seelen als ein teures Pfand, Laß keine ihn verlieren! Deine Hilfe, Herr, uns sende, Daß am Ende Hirt und Herde Treu vor dir erfunden werde! Joh. Dan. Karl Bickel 1737-1809. ——4 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. — 5 74. ——— X— — Gott Va ⸗ ter, ⸗ler Din ge Wie lieb⸗ lich ist die Stät⸗ te 94 ö.— 72—=——— er Grund, gib hier, die dei⸗ nen Va⸗ ter ⸗- na⸗-men kund an Her-zen wal- len auf zu dir, hier Für besondere Zeiten und Verhältnisse. —/ ——.———.——— .. die⸗sem heil'⸗gen Or⸗ 671 ist des Himmels Pfor⸗te! SE—.— ++.—.— PIIIIIIITTTIfTT L 7 1I.——.9 hier bei Sün⸗dern als bei Kin-dern vol-ler Klarheit, H —— heil'⸗ uns in 2. Sohn Kn Herr der Herrlichkeit, Dies Gotteshaus ist dir geweiht, O laß dir's wohl gefallen! Hier schalle dein lebendig Wort, Dein Segen walte fort und fort In diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit Gib den Herzen, Angst und Schmerzen Tilg in Gnaden Und nimm von uns allen Schaden! 3. O heil'ger Geist, du wertes Licht, Wend her dein göttlich Angesicht, Daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus Dich mit allmächt'gen Flammen aus, dei ⸗ ner Wahr⸗ R⸗heit! Mach himmlisch uns auf Erden, Lehrer, Hörer, Kinder, Väter! Früher, später Geht's zum Sterben: Hilf uns Jesu Reich ererben! 4. Dreiein'ger Gott, Lob, Dank und Preis Sei dir vom Kinde bis zum Greis Für dies dein Haus gesungen! Du hast's geschenkt und auf⸗ gebaut, Dir ist's geheiligt und vertraut Mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier Sind wir Noch in Hütten; err, wir bitten: tell uns droben In den Tempel, dich zu loben! Albert Knapp 1798—1864. O Krieg und Frieden. 401 6. Krieg und Frieden. Mel. Aus tiefer Not. 15²2⁴. S * S 1.——— 00 ⁰0⁰ Herr, der du vor⸗ mals hast dein Land mit und hast dein Volk aus Fein⸗des Hand er⸗ Gna⸗den an⸗- ge ⸗ bli⸗ cket; lö⸗set und er ⸗ qui⸗ cket, ——.————.— —.—— 1.———.— ——— EEFD ö die be⸗ Sünd und Mis⸗-se⸗- tat, es zu ·vor ,———.— iiEEE EE — gangen hat, hast vä⸗ ter⸗ lich ver⸗ zie ⸗ hen; 2. Herr, der du deines Eifers Ach gieß von deines Himmels Glut Haus, Zuvor oft abgewendet Herr, deine Güt und Segen aus Und nach der en Gut Auf uns und unsre Häuser! Der Lieb und Huld gesendet: 4 Ach treuer Gott, du unser il 4. Ach daß e doch das Nimm weg und hebe auf in Eil Was uns so schwer jetzt kränket! Das aurde son n Iden u, 3. Willst du, o Vater, uns Wo Christen wohnen, werden! denn nicht Ach daß uns Gott doch sagte zu Nun einmal wieder laben, Des Krieges Schluß, der Waffen Und sollen wir an deinem Licht Ruh Nicht wieder Freude haben? Und alles Unglücks Ende! 492 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 5. Ach daß doch diese böse Zeit Bald wiche guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht ganz und gar verzagen! Doch Gottes Hilfe ist nicht weit, Und seine Gnade ist bereit All denen, die ihn fürchten. 6. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Not Nach Wunsch und also enden, Daß seine Ehr in unserm Land Und überall recht werd' erkannt, Ja stetig bei uns wohne. 7. Die Güt und Treue werden schön Mel. Nun danket alle Gott. Einander grüßen müssen, Das Recht wird durch die Lande gehn Und wird den Frieden küssen, Die Treue wird mit Lust und Freud Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. 8. Der Herr wird uns viel Gutes tun, Das Land wird Früchte geben, Und die in seinem Schoße ruhn, Die werden davon leben; Gerechtigkeit wird bei uns stehn Und stets in vollem Schwange gehn Zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt 1607— 1676. Joh. Crüger. 1649. ——— . EE— Herr Gott, dich lo- ben wir, wir prei⸗sen wir rüh⸗men dei- ne Macht mit freu- di⸗ dei⸗ ne Gü⸗ te, gem Ge⸗ mü⸗ te;. stei- get un-ser Lied bis +——4 —— + 1I Lo IIn—— SSSS I.——..**— an des Himmels Tür und tönt mit lau-temSchall: Herr — Kaiser und Landesfürst. 1³ , ,,,, ·ne.—— Gott, dich lo⸗- ben wir! 2. Herr Gott, dich loben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des goldnen Friedens Zier; Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in herben Jahren Des Krieges harte Last Und viele Not erfahren; Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben! Krön uns mit deinem Heil! Erfülle für und für, O Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir! Joh. Franck 1618—-1677. 7. Kaiser und Landesfürst. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. 377—3 10————— ..——.———— +————— ——— Va⸗ter, krö⸗ ne du mit Se⸗ gen führ durch ihn auf sei- nen We⸗gen 1— II— 4——.——— .———— SSIIIIII un⸗ sern Für ⸗ sten und sein Haus, Dei⸗ ei: ner herr⸗lich dei- nen Rat-schluß aus! 44 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — de E. Schutz, dei-nen Fein-den Kir⸗che sei er SS biet' er Truß. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, Reich ihm deines Geistes Schwert, Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt; Mach ihm lleicht die schwere Last, Die du auferlegt ihm hast! 3. Sammle um den Thron die Treuen, Die mit Rat und frommemFFlehn Allein Gott in der Höh ꝛc. Fest in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn; Baue um den Fürstenthron Eine Burg, o Gottes Sohn! 4. Breite, Herr, dein Reich auf Erden Auch in unserm Lande aus, Daß wir deine Bürger werden, Ziehen in dein Vaterhaus! Frieden und Gerechtigkeit Gib uns jetzt und allezeit! Nach Wilh. Hülsemann 1781—1865. 1539. 5——— Aann Enn Haupthaft du dem Volk ge⸗ sandt nd in Gna-⸗den un⸗ ser Va⸗ter-land ge⸗ EIDEERRRE= trotz der Fein de To ⸗ ben eint und hoch er ho Mit Frie⸗den ben. 7 hast du uns be ——.—. ——.—.—, E 5—2..———— iint:ar— Z.. 1— Hüüt Kai⸗ ser uns be⸗ Ehe-⸗ und Hausstand. 275 — 4.——.— I —.—..———. stellt zur Wacht zu dei⸗ nes Na⸗mens Eh ⸗ re. 2. Wir danken dir mit Herz Ihm leuchten uns zum Segen, und Mund, Und salbe ihn mit deinem Geist, Du Retter aus Gefahren, Daß er sich kräftiglich erweist Und flehn aus Gund Seele Zu deines Namens Ehre! rund, 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, Ein Feuer anzuzünden, glei Den Kaiser und das deutsche Daß wir im Frieden und im Rei Du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner Wisd Warten est auf dein Wort uns gründen, Zu deines Namens Chre. Ein frommes Volk, 938 dir 3. Verwirf, Gott, unser Flehen vertraut nicht, Und dir zum Tempel sich erbaut Laß auf des Kaisers Wegen Zu deines Namens Ehre! Dein huldvoll heilig Angesicht Julius Sturm 1816—1896. 8. Ehe⸗ und Hausstand. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 379 10— 2.———— ———4——.— — —.— Wie schön ist's doch, Herr Je⸗ su Wie neigt sich freund⸗lich dei ⸗ ne 9.—..——— HDEE E-— —— ..P..... Christ, im Stan⸗-de, da dein Se⸗gen ist, im Gab und al⸗ les Gut so mild her⸗ ab aus * WEr 22— — 3 e E —.—— und dein Wal⸗ ten gläu⸗ big hal⸗ ten treu e See⸗len, — die in 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn Und Hand in Hand durchs Leben gehn Im Bunde reiner Treue, Da blüht das Glück von Jahr zu Jahr, Da sieht man, wie der Engel ar Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerschlagen, Kann zernagen, Was Gott gibet DemPaar, das in ihm sich liebet. 3. Seid gutes Muts! Nicht ö Menschenhand Hat aufgerichtet solchen Stand, Gott ist es, unser Vater; Der hat uns je und je geliebt Und bleibt, wenn Sorge uns betrübt, Ein⸗tracht sich ver 1 — 1 Der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang Aller Sachen, Die zu machen Wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man Leides voll Die Tränen lässet fließen; Indessen wer sich in Geduld Ergibt, des Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Wage, Trage Nur ein wenig, Unser König Wird behende Machen, daß die Angst sich wende! — Ehe⸗ und Hausstand. 497 5. Wohlan, mein König, tritt Wir wollen singen besterweis herzu, Gib Rat im Kreuz, in Nöten uh In Angsten Trost und Freude! Und danken alle beide, Bis wir Bei dir, Deinen Willen Zu erfüllen, Des sollst du haben Ruhm und Deinen Namen Preis, Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt 1607—1676. Wolfg. Weßnitzer. 1661. Q 4— EEY J.— 1——H +—..—.———— EEEEE EE 4—.— IAII‚ zie ⁰⁰ ⁰ Mach, Herr,ein Herz aus den zwei=eñ gie ße Se⸗-gen und Ge-dei⸗ hen 4 E...— .— SSSSSI.—.—.— durch der Lie ⸗ be fe⸗ stes Band, Laß sie auf den neu ⸗ er ⸗ wähl⸗ten Stand! SSFFII I. EEEEEE 4 ů ö alt bei⸗ sam⸗-men wer-den und viel Gu⸗tes — +—— .— + +. 10— L 1*—— —..— 3 1 L 1 1——— sehn auf Er- den, steh bei ih⸗ nen in der 9 a H.— 1.— n HI E EE E 1 L. +— L 1 5. 2.— Not und sei e⸗ wig un⸗ ser Gott! Kaspar Neumann 1648— 1715. 498 Für besondere Zeiten und Verhältnisse.— Mel. Freu dich sehr ꝛe. 1554. . 0 V—— Sor⸗ ge, Herr, für un- sre Kin⸗ der, Sind sie büü⸗ vor dir auch Sün—— ———— sor ⸗ ge fir i0 ihr Wah res Heil! ha⸗ ben sie an dir doch teil. Sie sind n in der Tau⸗fe schon dir 946 und ütt x HI 9———————— ——————.———. da⸗ rum ei: te dei⸗ ne Gna⸗- de sie auf ——— ꝗSISIIIIIII..... ih⸗ rem Lebens⸗pfa ⸗ de. 2. Der du sie bisher erhalten Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Bei so manchem Unglücksfall, Halte sie auf rechter Bahn! Wollest über ihnen walten Regt in ihrer eignen Brust Immerdar und überall; Sich mit Macht die böse Lust, Bricht Gefahr für sie herein, Gib dann, daß sie mutig kämpfen Wollst du ihr Beschützer sein; Und den Reiz der Sünde Wenn in Not sie zu dir flehen, dämpfen! ö ů Laß sie deine Hilfe sehen! 4. Herr, erhalte deinem Reiche 3. Dringt auf sie von allen Unsre Kinder stets getreu! Seiten O daß keines von dir weiche Der Verführer Schar heran, Und dereinst verloren sei! x + Ehe⸗ und Hausstand. 4⁰⁸ Weck in ihnen frommen Sinn, Dir sich gänzlich zu ergeben Lenk ihr Streben darauf hin, Und zur Ehre dir zu leben! Nach Ludw. Heinr. Schlosser 1663—1723. 666 schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 382 9 F 6———— a e — 1— 1 1— 0 0 0* Von dir, du Gott der Ei⸗nig⸗ O seg⸗- ne jetzt von dei⸗ nen ...—..—.— — —— e. ee 1 I.— 45 keit, ward einst der E- hes- bund ge-weiht, von Höhn, die hier vor dei- nem Ant⸗ litz stehn, um 4 ö ö ö d n e —I.sñ——+I.—— —— 2.1.——.—— dir kommt auch der Se⸗gen. Hand in Hand zu le⸗- gen! Laß sie, Va s ter, .— V. 1— 4—— ++ — EI XII TP 1——— I x 1;— 7. L*. *— 19—.— 2. dir er⸗ge- ben, ei⸗ nig le-ben, treu sich lie⸗ ben CI und in dei ⸗-nem Wort sich ü ⸗ ben! 2. Gott, der du selbst geknüpft Laß Untreu nie den Bund ent⸗ 25.———— 0* re—— 233 ihr Band, weihn, Laß sie durch Eintracht Hand Den sie dir heut beschwören! in Hand Immer Laß sie Ihr Eheglück stets mehren! Dir ergeben Laß ihre Liebe lauter sein, Friedlich leben, e/ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. E Einig handeln, Fromm und heilig vor dir wandeln! 3. Nimm sie in deine Vaterhut, Haltihren Sinn bei frohem Mut, Ihr Herz dem Himmel offen, Und lehre sie sich deiner freun, Ein Herz und eine Seele sein Im Glauben, Lieben, Hoffen! Laß sie, Vater, Dir ergeben, Glücklich leben, Freudig sterben Und vereint den Himmel erben! Nach Georg Ernst Waldau 1745—18ʃ7. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. 15 1598. —————— Sch und mein Haus wir sind be⸗ Du sollst der Herr im Hau-= se ... 3 DRADSDEEE———— — reit, dir, Hert, die gan⸗ ze Le⸗ bens⸗ zeit mit sein, gib dei⸗ nen Se-⸗ gen nur da- rein, daß ———— ——— r Di Leib und Seel zu die nen. Ei wir dir wil⸗lig die nen! ⸗ ne klei⸗ ne I x——— I——— v,— 0.—— 415 from-me rei ⸗ne Haus⸗ ge⸗mei⸗ ne mach aus al-len! — Ehe⸗ und Hausstand. 5⁰i 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort An unser aller Seelen; Er leucht' uns wie das Sonnen⸗ licht, Damit's am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche Gleiche Seelenspeise Auch zur Reise Durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben! 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit Voll Demut, sanft und linde! Liebe Ube Jede Seele; Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet ein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte! Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun Mit kindlichem Gemüte, Selig, Fröhlich, Selbst mit Schmerzen In dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns ird'sches Glück ins Haus, So schließ den Stolz, die Welt⸗ lust aus, Des Reichtums böse Gäste! Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär', So fehlte uns das Beste: Jene Schöne Tiefe stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regiere; Der ist's, der alles wohl bestellt, Der gute Zucht und Ordnung hält, Der alles liebreich ziere. Sende, Spende Ihn uns allen, Bis wir wallen Heim und oben Dich in deinem Hause loben! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 5⁰² ö Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O Nach eigener Melodie. 1542. 1844. 8 —.— e⸗ lig Haus, wo man dich auf-⸗ ge⸗ 9 wo un-ter al- len Gä⸗sten, die da E———— LN—.———— — 2————.—————. —.2— 1—— nom⸗-men, du wah⸗rer See⸗ len⸗freund, Herr Je- su kom-men, du der ge⸗fei-ert-ste und lieb ⸗ste V + I +*— l— LL 1—— 5——5 2—. + A 1 I 1—..—.—— S.— 1—.———‚.——— ri Hin, wo al ⸗=ler Her-zen dir ent⸗ge- gen⸗ I 9—— = E.. V* L 1 LI LI II——5 LI 7 ————————.— schla⸗gen und al⸗=ler Au⸗ gen freu- dig auf dich 44 13... 1 +.— ö—.——.—. PPP......IIII TT 4..— 2* sehn, wo al⸗ 443 er Lip⸗ pen dein Ge-bot er⸗ i.—— SSESEEEE..— *—— ö—1...— fra⸗ gen, und al le dei- nes Winks ge⸗ 31 I II — +S.e . j— I * N .—n—n s41 wär- tig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann Als beide eines Heils gewürdigt, In deiner Liebe eines Geistes und Weib in einer, sind, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Beruf. 5⁰³ Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt, Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland du! 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn, Als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu! ö 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wun⸗ den heilest Und aller Arzt und aller Tröster It, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet, Ins große freies chöne Vaterhaus! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 9. Beruf. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. 385— 0 0 Mit Je⸗su fang' ich an, was ich nur im⸗ mer tu', EI—— mit Je: su wohin ich — 5⁰⁴4 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. —3 .— öW‚RamRr SIe —*3‚——e will ich en⸗ den; soll mich mag wen⸗den, mei⸗ner Au⸗ gen Ziel nur 2.— II————5—— 2 SS —— ů +—1.—1.*— ein⸗zig Je⸗sus sein; in meinem Her=zen nichts als a 2———— D‚.— —— 1—.————— — Je- sus wohn' al- lein. 2. Mit Jesu wach' ich auf, Mit Jesu geh' ich schlafen; Nur Jesus einzig kann Der Seele Ruh verschaffen. Mit Jesu geh' ich auch Ganz freudig in mein Grab; Nichts kann mir schädlich sein, Wenn ich nur Jesum hab'. 3. Herr Jesu, führe mich, So lang ich leb' auf Erden; Laß mich nie ohne dich Durch mich geführet werden! Mel. Du, des sich ꝛc. 380 Führ' ich mich ohne dich, So werd' ich bald verführt; Wo du mich führest selbst, Tu' ich, was mir gebührt. 4. Ich opfre dir ganz auf Mein Herz, all mein Beginnen, Mein ganzes Ich, mein Tun, Mein Lassen, alle Sinnen. Ich will gehorsam sein In Lieb und auch in Leid, So lang du mich noch hier Willst haben in der Zeit. Nach Joh. Heermann 1585—1647. 178⁴ 00 0 0 Das wal⸗te Gott, der hel-fen kann! Mit * E— —————— 1 Goti fang⸗ ich die Ar⸗beit an, mit Gott nur geht es Beruf. 5⁰⁵s 4 PPIPII.....I..— 72—.... ist auch dies mein glück⸗ lich fort; drum er: stes 4 1 4.......— ——.— —— xrnνen Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk. Mein Herz sucht Gottes An⸗ gesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht gibet, da ge⸗ bricht's; Gott gibt und tut mir alles Guts, Drum sprech' ich nun auch gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür. Auf sein Wort werf' ich aus mein Netz Und sag' in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk auf Gott gewagt, Er wird mir gnädig stehen bei; Drum dies 6 meine Losung ei: Das walte Gott! 6. Er kann mich segnen früh und spat, Bis all mein Tun ein Ende hat. Er gibt und nimmt, macht's wie er will; Drum sprech' ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 7. Tu' ich mein Werk mit Gottes Rat, Der mir beistehet früh und spat, Dann alles wohl geraten muß; Drum sprech' ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Joh. Betichius 1650—1722. ö 706 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O ö Mel. Freu dich sehr ꝛc. 15⁵4. Herr, es sei mein Tun und Lass-sen Füh⸗re mich auf rech- ter Stra⸗ ßen, 2 23——.— . dir al ⸗lein ganz heim ⸗ge⸗ stellt. eh e mach's mit mir, wie dir's ge⸗ fällt; 4 33 12.— I + DD.ꝑ‚‚‚... EEEE EEE E den ge⸗rin⸗ gen Fleiß, leh⸗-re mich, was ich nicht weiß, 1—.— Q ů— ů—.——— ———————— 3— —2 122.—2 + zei ⸗ ge mir, was ich nicht se ⸗ he, lei⸗ te x — ů—.——.— ů — C—— 1 mich, wo- hin ich ge⸗ 2. Wirst du deinen Schutz Wie sie wohl geraten kann. gewähren, Segne, Gottes Sohn, auch du; Fang' ich gern die Arbeit an; Heil'ger Geist, sprich Ja dazul Denn du, Vater, wirst mich Herr, in deinem großen Namen lehren, Heb' ich an und schließe: Amen. Verfasser unbekannt. 10. Im Alter. 15 Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. —— 388 N S ......I. 0 0 0 0 V* 66 ö Ver⸗wirf mich nicht im Al⸗ ter, ver⸗ é — Im Alter. 507 SSEE ——— laß mich nicht, mein Gott! Bist du nur mein Er⸗ SDSDSEE hal⸗ ter, so werd' ich nie zu Spott. 2. Wie oft hab' ich erfahren, Mir in dem Herzen schallen: Der Vater sei getreu; Ich will dir gnädig sein! Ach mach in alten Jahren 6. Wenn mich die Glieder Mir dieses täglich neu! schmerzen, 3. Wenn ich Berufsgeschäfte So bleibe du mein Teil Von außen schwächlich tu', Und mach mich an dem Herzen Leg deines Geistes Kräfte Durch Christi Wunden heil! Dem innern Menschen zu! 7. Sind Stimm und Zunge 4. Wenn dem Verstand, den So schaffe du, daß ic Augen Im Glauben stärker rede: Die Schärfe nun gebricht, Mein eiland spricht für mich! Daß sie nicht viel mehr taugen, inni Hündannhe 92 10 .— 20„ Sei Jesus noch mein Licht. Als zu dem Grabe reif, Will mein Gehör verfallen, Gib, daß ich so das Leben, So laß dies Wort allein Das ewig ist, ergreif'! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 2 Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Beinr. J408S. ——..— 8 E ö Gott hat in mei⸗ nen Ta⸗ gen mich 0 0 0 0 —— —— ů—e 25 vä⸗ ter⸗ lich ge⸗ tra ⸗ gen von mei⸗ ner Ju⸗ gend Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 1— ———— ——— ——— —.—*.—— auf; ich sah auf mei⸗nen We⸗ gen des Höchesten ————— ——.———— ů—Uꝓ.—— ——.————————— Huld und Se- gen, er lenk ⸗te mei⸗ nes i———— —————— Lauf. 2. Sein Weg war oft ver⸗ 5. Er wird mir schwachem borgen; Alten, Doch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf ver⸗ gebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Wußt' ich mir nicht zu raten, So tat Gott große Taten Und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein“: Dies hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. Was er verheißen, halten, Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stun⸗ den, Dann hab' ich überwunden, Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche große Freuden Sind nach dem letzten Leiden VorGottes Thron für mich bereit 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt; An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich demVater hatversöhnt. Jak. Friedr. Feddersen 1736—1788. ——ñj— 1.—. De Krankheit und Genesung. 50 II. Krankheit und Genesung. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. SH0 SS So wahr der Al-ler- höch-ste le-bet, des Herz zer knirscht vor ihm er ⸗be-bet 1 4* 3— 42— — 13.— I— IEE ——. 4— will er den Tod des Sünders nicht, und sich sein ei⸗ gen Ur⸗teil spricht. Er züch⸗tigt eee De. 1 ..SSI..I..I.I.. E—.— 1. 5 uns zu sei⸗ ner Eh=⸗re und un⸗ serm Heil mit Va⸗ ter⸗ treu nur, daß man sich zu ihm be⸗ keh⸗re, 4 2— —F— IR E ——— rernen — V zum bes⸗ sern Le- ben tüch⸗ tig sei. 98 Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰⁴. ..—.—— vvitH.. 9——— E 2..— So wahr der Al=ler-höch- ste le⸗ bet, will des Herz zerknirscht vor ihm er ⸗ be⸗ bet und 51⁰0 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 1—1 — E er den Tod des Sün⸗ders nicht. Urteil spricht. sich sein ei ⸗ gen Er züch=tigt 2 —.......... sei⸗ ner Eh⸗ re ** uns zu und un- serm Heil mit ——5 — 22 .D ———— Azter: treu nur, daß man sich zu ihm be⸗ — — — — zum bes⸗sern 2. Liebreicher Gott! Ich selber sehe Dein wahres Wort an mir erfüllt; Wenn ich mit Reu um Gnade flehe, Wird meiner Seele Angst ge⸗ stillt. Da meine Werke nichts ver⸗ dienen, Bleibt deiner Gnade ganz der Preis; Die ist so herrlich mir erschienen, Daß ich es nicht zu sagen weiß. 3. Ich sah die Welt und alles schwinden, Und meine Kräfte starben schon, Le ben tüch⸗tig sei. Ich fühlte tief die Macht der Sünden Und sah schon deinen Richter⸗ thron: Da rührte dich mein ängstlich Sehnen, Mein Jammer brach dein Vater⸗ herz, Es galten für mich Jesu Tränen, Und mich erbat sein Blut und Schmerz. 4. Bald kam dein großer Trost hernieder, Der führte mich vom Tod herauf Und stärkte mich vollkommen wieder Zu einem neuen Lebenslauf. — Krankheit und Genesung. Du sprachest freundlich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnaden⸗ wort: Nun gehe hin, mein Kind, im Frieden, Doch sündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten enge Erweckte dieses Heil in mir! Mein Herz ward für den Dank zu enge Und brannt' und wallte nur von dir. Wie, Herr, vergelt' ich dir die Tage, Die deine Huld mir nun gewährt, Und wo sich meine Pein und Plage In Ruhe, Kraft und Ruhm verkehrt? 6. Ich weihe, was ich von dir habe, 00 0 9————— ——ij—— liegt mir oft im Sinn; ich Mel. Christus der ist mein Leben. —.— Wie Si⸗me⸗ on ver⸗ schie⸗ Mein Herz dir ganz zum Opfer ein; Es wird ja, Schöpfer, deine Gabe In deinen Augen teuer sein. Nun weiß ich, was es heiße: leben, Da ich, was sterben sei, erfuhr; Nun wird mir stets im Sinne schweben, Was ich dir in der Prüfung schwur. 7. Es ist genug, daß ich vor⸗ zeiten Nach meines Fleisches Lüsten ging Und an den flücht'gen Eitelkeiten Mehr als an dir, o Vater, hing. Ich bin ja darum nur genesen, Daß ich die Seele bessern kann; Drum fang' ich, Herr, ein ander esen Mit deiner Gnade Beistand an. Joh. Jak. Spreng 1699—1768. Melchior Vulpius? 1609. den, das — 11— —63—..——. DEEE.—..——— füh⸗ re gern im Frie-den aus die⸗ sem Le⸗ ben hin. 3¹² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. E 2. Ach laß mir meine Bitte, Mein treuer Gott, geschehn, Laß mich aus dieser Hütte In deine Wohnung gehn! 3. Dein Wort ist uns geschehen, An diesem nehm' ich teil: Wer Jesum werde sehen, Der sehe Gottes Heil. 4. Ich seh' ihn nicht mit Augen, Doch an der Augen Statt Kann mir mein Glaube taugen, Der ihn zum Heiland hat. 5. Ich hab' ihn nicht in Armen Wie jener Fromme da; Doch ist er voll Erbarmen Auch meinem Herzen nah. 6. MeinHerz hat ihn gefunden, Es rühmt: Mein Freund ist mein, Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Auch in den letzten Stunden Ist meine Seele sein. 7. Ich kenn' ihn als mein Leben, Er wird mir nach dem Tod Bei sich ein Leben geben, Dem nie der Tod mehr droht. 8. Mein Glaͤube darf ihn fassen, Sein Geist gibt Kraft dazu; Er wird auch mich nicht lassen, Er führt mich ein zur Ruh. 9. Wenn Aug und Arm er⸗ kalten, Hängt sich mein Herz an ihn; Wer Jesum nur kann halten, Der fährt im Frieden hin. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. 302 EEEE 3—.—— 7 00 0 0 Ich hab' in gu ten Stun⸗den des Q Le⸗ bens Glück emp⸗fun⸗ Q ——— .— den und Freu⸗den oh- ne — V.——* S— I Zahl: so —+ will ich denn ge- las- sen mich auch im 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Sollt' ich, beschwert mit Schul⸗ en Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! ö O Krankheit und Genesung. 513 ..—— IIIPPII... —......— 2 Lei⸗den fase⸗ sen; welch Le⸗ ben hat nicht sei ne Qual? Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein! 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Dich durch Geduld verehren, Im Glauben zu dir flehn. Ich will den Tod bedenken: Der Herr wird alles lenken, Und was mir gut ist, wird ge⸗ Jetzt hat mein Geist noch Kräfte, schehn. Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. ö Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1738. 39 3—ᷓ—,—.—.—— FTi— 2— 4— 2 IH E* +— 1 2.— 1·4————— ꝗꝗ End-lich bricht der hei ⸗ ße Tie:gel, Evang. Gesangbuch. 17 Eir 51⁴4 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. + 6 4 I—2—05 2———— —— E—5——4* C ———.—— und der Glaub empfängt sein Sie⸗ gel, gleich dem Gold i 1. 3 1 4 V 1 54 2— ꝗI9IISS‚I‚E.—.— *—.—— 4— ů—— +* Glut be-währt; zu des Himmels höchsten Freu⸗den —— ů ö—— 4 +4. 2 d n Mriim in; minn— 5 ** wer⸗ den nur durch tie fe Lei⸗ den Got⸗ tes Lieb⸗ lin⸗ 4 4 2 —— 2. ge ver ⸗klärt. 2. Unter Leiden prägt der Meister In die Herzen, in die Geister Sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, Will er auch des künft' gen Schöpfer Auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder Endlich zum Gehorsam wieder, Macht sie Christo untertan, Daß er die zerbrochnen Kräfte Zu dem Heiligungsgeschäfte Sanft und still erneuern kann. 4. Leiden stimmt des Herzens Saiten Für den Psalm der Ewigkeiten, Lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, Wo die sel'gen Palmenträger Mit demChor derHarfenschläger Preisend vor dem Throne stehn. 5. Leiden fördert unsreSchritte, Leiden weiht die Leibeshütte Zu dem Schlaf in kühler Gruft; Es gleicht einem frohen Boten Jenes Frühlings, der die Toten Zum Empfang des Lebens ruft. 6. Leiden macht im Glauben gründlich, Macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, Droben bist du eine Würde, Die nicht jedem widerfährt. 7. Wenn auch die gesunden Kräfte Zu des guten Herrn Geschäfte E Krankheit und Genesung. 515 Wurden willig sonst geweiht, Bricht der Geist durch jede Hülle, O so ist's für sie kein Schade, Und der Vorhang reißt entzwei. Daß sie ihres Führers Gnade Wer ermisset dann hienieden, Läutert in der Prüfungszeit. Welch ein Meer von Gottes⸗ frieden 3 H8—— Droben ihm bereitet sei! Schmerzen Dringt das Herz zu seinem Herzen 10 ö „Jesu, laß zu jenen Höhen Immer liebender hinan, Heller stets hinauf uns sehen, Und um eins nur fleht es sehnlich: Bis die letzte Stunde schlägt Nache deinemTodmich ähnlich, Da auch ns nach euendiingen Daß ich mit dir leben kann! Heim zu dir auf lichten 9. Endlich mit der Seufzer Schwingen Fülle Eine Schar der Engel trägt! Nach Karl Friedr. Harttmann 1743—1815. Mel. Schwing dich auf ꝛc. Joh. Crüger. 1653. 309 4 H—— SIIII—.— u ꝗ Herr, ei ein gan⸗ zer Lei⸗-dens-tag ist nun Ach, wie viel der Mensch ver⸗ mag, das hab' — 2— 5—.—— S SS.S.SI..II.I...... ——11 ů 2.„ * r 7 ih eunp⸗un den. Wie ge⸗brechlich ist die Kraft, 2— ö i—— H—.———— EI S 49— wie ver⸗ 3891 der Glau⸗ be Wenn der Herr nicht — 2—5 1 —2— II +—— — EI—— —. D———— Hil⸗-fe schafft, lie-gen wir im Stau⸗be. 17² 3⁸ Für besondere Zeiten und Verhältnisse.— 2. Ach, wie könnt' ich diese Nacht Ohne dich bestehen? Ohne deine Huld und Macht Müßt' ich ganz vergehen. Trübe fällt der Abend ein, Stille wird's auf Erden; Doch in diesem Kämmerlein Wird's so still nicht werden. 3. Jedes Auge tut sich zu, Alles sucht den Schlummer; Doch hier ist noch keine Ruh, Denn es wacht der Kummer. O so komm und bleibe hier Bei dem armen Kranken; Liebster Jesu, schenke mir Tröstliche Gedanken! 4. Zieh empor das matte Herz Aus der finstern Höhle, Salbe diesen Leib voll Schmerz Mit dem Lebensöle! Herr, du kannst die Furcht und Pein In der Seele stillen, Laß mich ganz ergeben sein In des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht Wachen muß und weinen, Herr, du bist's, der bei mir wacht, Du wirst mir erscheinen, Du wirst in der Dunkelheit Freundlich mit mir sprechen, Sollte gleich vor Traurigkeit Mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin, Lieg' ich dir in Händen; Wo mein Auge siehet hin, Wird's zu dir sich wenden. Mein Gebet bestärke du, Laß es nicht ermatten, Laß mich finden sanfte Ruh Unter deinem Schatten! Heinr. Puchta 1808-1858. Mel. Herr Jesu Christ ꝛe. 1651. ꝝQ 305%/% 000 — O lie⸗ber Hei⸗land Je⸗ su Christ, der HQ—— — S.3‚..—ꝛ 4.——„ —.—.——.. ——.—...—‚.IDIII‚‚er du am Kreuz ge⸗stor⸗ben bist, geü⸗ lit ⸗ten Q 4 4 4 —— 1 II——— ..— ö— .SSSSSSS hast die schwe are Pein, da ⸗ mit ich mö⸗ ge — Tod und Ewigkeit. 1² +——1 — X 2. Erbarm dich mein in meinem chmerz, Gib Glauben und Geduld ins Herz, 3. Hilf mir von deines Him⸗ mels Höh, Daß ich in allem Kampf besteh', Und schließt einmal mein Leben Gib mir in dir nur frohen Mut, hier Dann ist es auch im Leiden gut! So nimm mich gnäbig aufzu dirl Ernst Fink 1806— 1863. XXII. Tod und Ewigkeit. 1. Vom Sterben. 177 Es ist gewißlich an der——⁵ 6—— 4 1— Wenn mein Stündlein vor⸗ han⸗ den ist, zu ge- leit du mich, Herr Je⸗ su Christ, mit S I 2— —IJ————..——— 1.—.— fahren mei⸗ ne Straeße, Hilf mich nicht ver ⸗-las- se! —— I * ö 15³5⁵. ——— Die Seel an mei⸗ nem 4—— ———.— ——.— — EXXI letz⸗ 5 End be⸗fehl' ich in dei⸗ ne Händ', du wollst sie mir be⸗ wah⸗ren! 5⁸ Tod und 2. Die Sünde wird mich kränken sehr Und mein Gewissen nagen, Denn ihr ist viel wie Sand am Meer, Doch will ich nicht verzagen, Will denken, Herr, an deinen Tod; Herr Jesu, in der letzten Not Wird noch dein Blut mich trösten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Des tröst' ich mich von Herzen; Von dir ich ungeschieden bleib' Nach eigener Melodie. Ewigkeit. In Todesnot und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich dir, Ein ewig Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstan⸗ den bist, Werdẽ ich im Grab nicht bleiben Mein Trost, Herr, deine Auf⸗ fahrt ist, Kann Todesfurcht vertreiben. Denn wo du bist, da komm' ich hin, Daß ich stets bei dir lebꝰ und bin: Drum fahr' ich hin mit Freuden. Nik. Herman 1480—156ʃ. Melchior Teschner. 1614. *— 4— E. —.... —————...—— 111.— +*. x 17 000 0„ N va⸗let will ich dir ge⸗ ben, du ar⸗ge dein sünd⸗lich bö⸗ ses Le- ben durchaus mir I EiEExxxxx —.— SSDPDSDSDSDDDSDSDSDSDSDSDSDSDSDSISIESSEE.............. V. +.——————— — fal⸗ sche Welt; nicht ge⸗ fällt. Im Him-mel ist gut woh⸗nen, hin⸗ 4* 4 4* + .— . 14—3 4.——.— auf steht mein Be⸗ gier; da wird Gott e- wig loh⸗ H* 4 V- 1 II * 2 Er.. nen dem, der ihm dient all ** =· 2 7 — Vom Sterben. 3¹⁹ 2. Rat mir nach deinem Herzen, OJesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon; Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut, Laß selig mich abscheiden, Gib mir dein ewig Gut! 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Baauf. all Zeit und Stunde, rauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zum Trost in meiner Not, Wie du dich, Herr, so milde Geblutet hast zu Tod! Nach eigener Melodie. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden Bei dir vor allem Leid, Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit! Der ist hier wohl gewesen, Wer erbt das Himmelslos, Und ewig ist genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib mich in deiner Milde Ins Buch des Lebens ein, Laß mich nach deinem Bilde Ein Glied von jenen sein, Die in dem Himmel droben Dir leben froh und frei, So will ich ewig loben, Wie treu dein Herze sei! Valerius Herberger 1562—1627. Melchior Vulpius? 1609. —.— 4 +Ff .— Chri⸗stus der — ist mein Le ben, und + — —— +—— — 1. ge⸗ ben, mit 2. Mit Freud fahr' ich von hinnen Zu Christ, dem Bruder mein, ——.. Frie⸗den fahr' ich —. hin. Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. 520 Tod und Ewigkeit. E 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heil'gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Ich kaum mehr atmen kann Und kann kein Wort mehr .— Nimm, Herr, mein Seufzen an! 5. WennSinne und Gedanken Zergehn als wie ein Licht, Mel. Schwing dich auf ꝛc. Das hin und her muß wanken, Wenn ihm das Gl gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille Laß mich, Herr, schlafen ein, Wie es dein Rat und Wille, Wenn kommt mein Stündelein! 7. Laß mich gleich einem Reben Anhangen dir allzeit Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud! Verfasser unbekannt; 1608. Joh. Crüger. 1653. V— — Ei⸗ nen gu⸗ ten Kampf hab' ich auf der denn mein Gott hat gnä-dig-lich all mein 4 N .—.., ———‚—ID —— à* +* Welt ge⸗käm⸗pfet, Leid ge⸗- däm⸗pfet, daß ich mei- nen Le-bens⸗lauf ů 1—— * se⸗ lig nun voll en ⸗- det und die See ⸗le 0— ů V. I I EII 5—* 2 L— him⸗mel⸗ auf Gott demHerrn ge ⸗ sen-det. 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt An des Himmels Throne; Forthin ist der Herr mein Licht, Dem ich hier vertrauet, ö E Vom Sterben. 521 Meines Gottes Angesicht 4. Gute Nacht, ihr meine Meine Seele schauet. Freund', 3. Dieser eiteln schnöden Welt Alle meine Lieben! Kümmerliches Leben Alle, die ihr um mich weint, Mir nun länger nicht gefällt; Laßt euch nicht betrüben Ich hab' mich ergeben Diesen Schritt, den ich nun tu' Meinem Jesu, da ich bin In die Erde nieder! Jetzt in lauter Freuden, Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Denn sein Tod ist mein Gewinn Kommt doch morgen wieder! Und mein Trost sein Leiden. Heinr. Albert 1604—1651. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. * 4— 400— ure euer H S 00 0 0—— 547 Ich bin ein Gast auf Er- den und hab' hier der Him⸗mel soll mir wer⸗ den, da ist mein 1 Frr T M d—— 4.—.—. Z..— 2 D.. DPD II— 4——— 46 2. 5. ö fei⸗ nen Stand; Va⸗ter⸗land. Hier reis' ich bis zum Gra⸗be; dort — — +* A. V. 1 I 72 d dnarnn, nin.i, Ae 4— in der ew'⸗gen Ruh ist Got-tes Gna⸗den ⸗ga⸗ Q V 12—.— +L II 2— 1 I N 1 II —.. +. 1 1 I V..— 1 I I 1 + II * 1 4— L be, die schließt all Ar-beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen Hab' ich so manchen Morgen, Von meiner Jugend an So manche liebe Nacht Denn Müh und Not gewesen? Mit Kummer und mit Sorgen So lang ich denken kann, Des Herzens zugebracht. 52²2 Tod und Ewigkeit. . 3. Mich hat auf meinen Wegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir oft Angst erweckt. Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ich's gleich nicht verschuld't, Hab' ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenn's fehlt an gutem Rat: Sie zogen hin und wieder, Ihr Kreuz war schwer und groß, Bis daß der Tod sie nieder Legt' in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben? ier gilt es Müh und Streit. s muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt, Doch denk' ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn alle Maße Mein Vater trösten wird. Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält Und alles hebt und leget, Wie es ihm wohlgefällt. 8. Dorthin steht mein Ver⸗ langen, Da wollt' ich gerne hin; Die Welt bin ich durchgangen, Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find' ich Freud, Die meinem Geist gefalle, Das meist' ist Herzeleid. 9. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit andern leuchten soll. 10. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast; Da will ich herrlich singen Von deinem großen Tun Und frei von eiteln Dingen 7. Die Heimat ist dort oben, In meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 1607—1676. Wo aller Engel Schar Vom Sterben. was da Nach eigener Melodie. 168⁷7. 40/— ———..— EI HE.=.= —————‚..———.——— 0 0 0 0 Al⸗le Menschen müs⸗sen ster⸗ben, al=les — 2—14— DSEE E=R ———.—. — —— 2—.—..—..— —— Fleisch ver⸗ geht wie Heu; an⸗ ders wer- den neu. Die⸗ser Leib der muß ver⸗ — —— ....... SPIIII T E.. ** we⸗ sen, wenn er an⸗ders soll ge⸗ ne⸗ sen zu der —4. gro⸗ ßen Herrlich teit, die den Frommen ist be=reit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden Hab' ich schon mein Heil ge⸗ funden, Und mein Trost in Todesnot Ist mir meines Heilands Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr' ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freuden⸗ leben, Wo viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz um⸗ geben, Dienen Gott vor seinem Thron, Wo die Schar der Engel singet, Und das hohe Lied erklinget: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist 5. Wo die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen 52⁴4 Tod und Ewigkeit. — Sitzet der Apostel Zahl; Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Wo dem Herrn, der uns versöhnt, Ewig Halleluja tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach wie helle glänzest du, Und welch lieblich Lobgetöne Hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Endlich gehet auf die Sonne, Endlich gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag! 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit, Und ich werde jetzt geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus 1624—1679. Georg Neumark. 1657. 2⁴— 40² 900 0 . 74.——— EV 2———————— SEEEEEE Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En⸗ de! wie plötz⸗lich, ach, und wie be⸗ hen- de —2—.— ——2 1 I ð+—— II . Lr a: SSEEEE i 2 ö— 8. Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; kann kommen mei- ne To⸗ des⸗ not! Mein Gott, ich E SS. ———— ö —.. ‚.. EEI — bitt' durch Chri⸗sti Blut, mach's nur mit mei⸗ nem m, TI 5— S Cunfde gut! 2. Es kann vor Nacht leicht Als es am frühen Morgen war; So lang ich lebe hier auf Erden, anders werden, —— Vom Sterben. 52⁵ Leb' ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt' durch Christi lut Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken Und, wenn ich einstens sterben muß, Die Seel in Jesu Wunden senken Und ja nicht sparen meine Buß! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus ö bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi lut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienste Christi zu, Darauf ich mich fest gläubig gründe, Das gibt mir die erwüns chte Ruhl Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Du hast zu dir mich hin⸗ gezogen Schon längst in 212 heil'gen auf; In Jesu bist du mir gewogen, Hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich hab' auch oft mit süßer Freude Sein Abendmahl empfangen hier. Das ist mein Trost, wenn ich einst scheide: Ich bleib' in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 9. So komm' mein End heut oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; 520 ö Tod und Ewigkeit. U Ich bin und bleib' in deinen Und sterb' ohn' alle Kümmernis. Sorgen, Es gehe, wie mein Gott es füget Mit Jesu Gnaden schön ge⸗ Ich glaub' 1— H es ganz schmückt. wiß: Mein Gott, ich bitt' durch Christi Durch deine Gnad und Christi Blu Blut Mach's nur mit meinem Ende Machst du's mit meinem Ende gut! gut. 10. Ich leb' indes in Gott Amilie Juliane Gräfin zu Schwarz⸗ vergnüget burg⸗Rudolstadt 1637—1706. —— eigener Melodie. Joh. Rud. Ahle. 1662. 405 0 4.⁰ ist ge⸗ nug. 06 nimm, Herr, Lös auf das Band, das schon all⸗ ———— mei⸗ nen Geist zu Zi ⸗ ons Gei⸗stern hin! mäh⸗lich reißt; be⸗ frei ⸗ e mei⸗ nen 1 2 AI IXI —— vir.. b— 2. 4.— Sinn, der sich nach sei nem Gor⸗ te seh-net, 9—8 9 x W.——— 5 — täg⸗lich klagt und nächtlich stöh⸗net: 1— ist ge⸗ nug. 2. Es ist genug des Kreuzes, Ich netze manche N acht das mir fast Die harte Lagerstatt mit Tränen; Den Rücken wund gemacht. Wie lang, wie lang muß ich Wie schwer, o Gott, wie hart ist mich sehnen: diese Last! Es ist genug! Vom Sterben. 4. Es ist genug. Herr, wenn mein Jesus will, es dir gefällt, Er kennet ja mein Herz. So spanne mich doch aus! Ich harre sein und halt' indessen Mein Jesus kommt: Nun gute still, Nacht, o Welt, Bis er mir allen Schmerz, Ich fahr' ins Himmelshaus; Den meine sieche Brust getragen, Ich fahre sicher hin in Frieden, Hinweg wird nehmen und mir Mein großer Jammer bleibt sagen: hienieden. Es ist genug. Es ist genug. Franz Joachim Bur meister 1633(²)—1672. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. 2—.3— —— Auf mei⸗nen Je⸗sum will ich ster⸗ben der mich zu Got⸗ tes Kind und Er⸗ ben 3. Es ist genug, wenn nur —— ge⸗ trost mit Fried und Freu⸗dig⸗keit** durch sein un⸗ schul dig Blut ge⸗ weiht. Mein Je⸗ sus 9—.—.——— ————— ist mein Trost al⸗ lein, auf Je=sum schlaf' ich =—— DDII..... —.—————— se; lig ein. 2. Auf meinen Jesum will ich Ich darf ja doch den Himmel sterben; erben, ö Brich immerhin, mein Herze, An Jesum hält mein Glaube brich! * ———.——.—ꝛ—44— 528 Tod und Ewigkeit. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 5. Auf meinen Jesum will ich sterben; Er bleibt, wenn alles mich ver⸗ läßt. Er starb, das Leben zu erwerben, An ihm hält sich mein Glaube fest. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 4. Auf meinen Jesum will ich sterben; Kan Jesu, nimm die Seele hin! dann ich mit dir den Himmel erben, So ist das Sterben mein Ge⸗ winn. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. . Auf meinen Jesum will ich sterben, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Wenn mir vergeht der Augen Licht, Wenn Mund und Lippen sich entfärben, Und wenn mir auch mein Herze bricht. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 6. Auf meinen Jesum will ich sterben. Mit Leib und Seele bin ich dein, Herr Jesu, laß mich nicht ver⸗ derben, Ach laß mich ewig selig sein! Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 7. Auf meinen Jesum will ich sterben. Hilf, Jesu, in der letzten Not, Laß mich das beste Teil erwerben, Versüße mir den bittern Tod! Du bist mein höchster Trost allein, Auf dich nur schlaf' ich selig ein. Nach Salomo Franck 1659—1725. Georg Neumark. 1657. 405 00 0 0 ——.————— +. in. 8. le⸗ bend—— Die Zeit geht Vom Sterben. 5 9 — + ͤ— .S.———— D.— hin, der Tod kommt her; ach wer nur im- mer .— fer⸗ tig wär'! 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab; der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. Des Todes aus bleibt nicht Mein Leib ist—— zerbrchlich Haus. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommt auch oft unangemeld't Und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ew'ges Unglück oder Glück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren! Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir un⸗ bekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag! 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war. Den einenFuß hab' ich aufErden, Den andern auf der Totenbahr; Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich ein Raub des Grabes bin. 6. Ein einz'ger Schlag kann alles enden, Und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vater⸗ händen Und schließ in—.—— Tod mich Daß, wenn der i zu Boden fäll Die Seel an Jesu—— sich hält! 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, Wenn mich der Tod von hinnen reißt; Drum bet' ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl' ich meinen Geist! Und schließen meine Lippen sich, So bitte Jesu Blut für mich. 5⁰ Tod und Ewigkeit. O 8. Kann ich nicht segnen mehr 9. Dringt mir der letzte Stoß die Meinen, zum Herzen, So segne du sie mehr als ich, So schließe mir den Himmel auf, Und wenn sie bittre Tränen Verkürze mir des Todes weinen, Schmerzen O Tröster, so erbarme dich Und hole mich zu dir hinauf: Und lasse der Verlassnen Schrein So wird meinAbschied ohnepein, Durch deinen Geist erhörlich sein! Mein Ende sanft und selig sein! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. ütee Neumark. 1657. Q.—— HEEEEE E. MeinGott„ich weiß wohl, daß ich sr be; und fin-de hier kein sol⸗ches—— be, — ———— EE ich bin ein Mensch, der bald 1— geht, Dumzei ae das e-wig in der Welt be⸗ steht. zer 2g + +— 1 H . D.—. V———.— m EenEu, an e.-.. r Mi. —.—.— 1——H 2..—. r. + 1 mir in Gna⸗den an, wie ich recht se-lig 8.— —2— II Ei —— * ster ben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, Drum mache mich nur stets bereit wann ich sterbe; Hier in der Zeit zur Ewigkeit! Kein Augenblick geht sicher hin, Wie bald zerbricht doch eine 3. Mein Gott, ich weiß nicht, Scherbe, wie ich sterbe, Die Blume kann auch leicht Dieweil der Tod viel Wege verblühn: hãlt; Vom Sterben. 531 Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein andrer aus der ö Welt. Doch wie du willst, gib nur dabei, Daß einst mein Ende selig sei! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe Und welcher Sand mein Grab bedeckt; Doch wenn ich dieses nur ererbe, Daß deine Hand mich auferweckt, So senke man ins Grab mich ein, Die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! Denn bin ich nur dein Kind und Erbe Und hab' ich Jesum nur bei mir, So gilt mir's gleich und geht mir wohl, Wann, wie und wo ich ster⸗ ben soll. Benj. Schmolck 1672—1737. der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 407 4 4— E.T.—.....—— 4 1..9 I— 1 α Herr, mei⸗ ne Lei⸗bes⸗hlüt ⸗ te sinkt —— I———— — SE TTEET +— 7 EEE——— VI nach und nach zu Grab; ge⸗ wäh ⸗=⸗re mir die 9 5— + I 7 5——.—— EI ———56 1— 22• L V— Bit⸗te und brich sie stil ⸗le ab! 2. Gib mir ein ruhig Ende, Der Augen matten Schein Und die gefalt'ten Hände Laß sanft entseelet sein! 3. Laß meine Atemzüge Am End zu schwer nicht sein Und gib, daß ich so liege, Als schlummerte ich ein! 4. Doch es gescheh' dein Wille; Ich scheide leicht dahin, In Kämpfen oder stille, Wenn ich nur selig bin. 5. Ich werde auferstehen, Da geht's zum Himmel ein; Ich werde Jesum sehen, Er wird mir gnädig sein. Phil. Friedr. Hiller 1699— 1769. 532 Tod und Ewigkeit. ELaiN —5. Jesum lass' ich nicht. 1668. 408 IIIIIIIIII A Hai ne Le-⸗bens⸗ deit Deechese stundlch ........ eil' ich zu dem Gra 20 und wie we⸗ nig 2—.——.— * ist's viel⸗ leicht, das 1 ich noch zu —+ ben——3 ——————.— be! Denk, o Mensch, an dei- nen Tod, säu⸗-me * +. I II — nicht, denn eins ist 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun, Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Solch ein Herz, von Gott erneut, Ist im Tod voll Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herzerwirbst, Fürchte Gott und bet und wache! Sorge nicht, wie früh du stirhstz Deine Zeit ist Gottes Sache! Lern nicht nur den Tod nicht scheun, Lern auch seiner dich erfreun! 5. überwind ihn durch Ver⸗ traun! Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun, Er erweckt mich aus dem Staube! Vom Sterben. 3³³ Er, der rief: Es ist vollbracht, Nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken; Mel. Herzlich tut mich verlangen. Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. . 409 E 00 0 0 DDD— Was macht ihr, daß ihr Im ini. wir ver⸗ 0 + —.—.— und und wei-net ei ⸗ net + ö 1 .———.—..—.— +7— Het mir das Herz? DasBand,das uns ver⸗ blei⸗ben'ss al⸗ ler ⸗ wärts. a 4—2— PP.... 2.——38.* 2——.— 52.S—— bin⸗ det löst we⸗ der Zeit noch Srt; was in dem f 4— YJ SS SS‚IIIIFIrI — S..—.—.— Herrn si sich fin ⸗ det, das währt in ihm auch fort. ö 2. Man reicht sich wohl die 3. Man spricht:„Ich hier, du ö Hände, dorten, Du ziehest und ich bleib',“ Als sollt's geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch. 35³⁴ Tod und Ewigkeit.——4 4. Was sollen wir nun weinen 5. So sei denn diese Stunde Und gar so traurig sehn? Nicht schwerem Trennungsleid, Wir kennen ja den Einen, Nein, einem neuen Bunde Mit dem wir alle gehn, Mit unserm Herrn geweiht! In einer Hut und Pflege, Wenn wir uns ihn erkoren Geführt von einer Hand, Zu unserm höchsten Gut, Auf einem sichern Wege, Sind wir uns nicht verloren, Ins eine Vaterland. Wie weh auch Scheiden tut. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 2. Bei Beerdigungen. Mel. Wohlauf, wohlan ꝛc. 18⁴4. 4 0—.———— Se— I—2————— —— 8 2.—.—.— 2——2— + 00 00 Wie fliegt da⸗ hin der Menschen Zeit, wie * 5— 4— DDD * ei⸗ let man.— E· wig⸗keit! Wie we⸗ nig' den⸗ ken .———.— 2.———4 12—.— an die Stund von Hezdensgrund, wie süweigthe — *— 40 5—— + von der trä ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie Und nicht besteht, ein Traum, Wie täglich ihr vor Augen seht. Gleich einem leichten Wasser⸗ IEEDEE schaum; 3. Nur du, mein Gott, du Im Augenblick es bald vergeht bleibest mir, + Bei Beerdigungen. 535 Lust, Ehr und 2057. in dem 6. Wie wird mir sein, wenn od? O Mensch, du läufst dem Und bald vor deinem Throne Schatten zu, steh'! Bedenk es du! Du unterdessen lehre mich, Sonst kommst du nicht zur Daß stetig ich Was du mir bist, ich traue dir. 5. Weg Eitelkeit, der Tocen Laß Berg und Hügel fallen hin: Lust! Mir ist's Gewinn, Mir ist das höchste Gut bewußt; Wenn ich allein bei Jesu bin. Das such' ich nur, das bleibet mir. 4. Was hilft die Walt in Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! O mein Begier, letzter Not, ich dich seh wahren Ruh. Mit klugem Herzen suche dich! Joachim Neander 1650—1680. Mel. Es ist genug. Joh. Rud. Ahle. 1662. 00 α α Zeuch hin, mein Kind, denn Gott selbst for dert ü D......I Ich lei⸗ de zwar, dein Tod be- trü⸗ bet dich aus die⸗ ser ar gen Welt! mich; doch weil es Gott ge fällt,„ 4 SSISII..... E... 2...— —— —— lass' ich al⸗ les Kla⸗ gen und will mit stil⸗ lem —..——.——— H— ————.— IN Gei⸗ste sa⸗ gen: Zeuch hin, mein Kind! 536 Tod und Ewigkeit. 11 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir Jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen; Was dieser will, das muß ge⸗ schehen: Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, RKein Schmerz mehr, der uns plagt. HBier missen wir in Angsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben: Zeuch hin, mein Kind! 41² Mel. Was Gott tut ꝛc. 89 0 0 0 Was Gott tut,‚ Bald sieht er 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh' dich das Un⸗ gemach Heimsucht in dieser Welt. Wer lange lebt, steht lang im eide; Wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude: Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn Dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist ent⸗ bunden, Du hast im Herren überwunden: Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. 1690. —.—.— SSEEEEEEE das ist wohl⸗ ge⸗ tan; er uns in Gna⸗den an, bald 2—— 4 gibt und nimt auch wie⸗ der. beu⸗get er uns nie⸗ der. Er schenkt auf Freud bald i Beerdigungen. 0 +— 1 . 2 + + + 9 ——— SESiꝑ‚EꝑꝑE bitt⸗res Leid); wo Wie⸗gen- lie⸗- der klin- gen, muß ———.—— 5..—* 1. J.P 2..— L — E. man zu Gra⸗ be sin ⸗gen. 2. Doch was Gott tut, ist wohlgetan; Wer will die Weisheit meistern? Ruft er, mein Kind, dich himmelan Zu Zions reinen Geistern, Und will mein Herz Bei seinem Schmerz In tausend Stücke brechen, Wer darf da widersprechen? 3. Gott tut's, drum ist es wohlgetan; Er macht es bald vollkommen, Da er es von der Dornenbahn In seinen Schoß genommen. Was Gott gefällt, Muß in der Welt Nicht allzulange weinen: Er rettet gern die Seinen. 4. Tut's Gott, so ist es wohl⸗ etan. Die Welt kann leicht verführen, Dort aber trifft es Rosen an, Daran kein Dorn zu spüren. In Gottes Hand Ist dieses Pfand Ganz sicher aufgehoben, Wenn hier auch Stürme toben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Ich will mich drein ergeben. Dort in dem schönen Kanaan Blüht dir das wahre Leben. Zeuch hin, mein Kind, Wo Sonnen sind, Die niemals untergehen Und stets im Glanze stehen! 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Das Herz des Christen glaubet, Daß er uns wieder geben kann, Was uns der Tod geraubet. Wie freu' ich mich, Mein Kind, auf dich! Dort wollen wir uns küssen, Wo Freudenströme fließen. 7. Gott tut es, so ist's wohlgetan. Du sammelst meine Tränen, Ich aber schaue himmelan Mit Seufzen und mit Sehnen: Ach daß ich dort l Bei dir, mein Hort, ö Mein Kind bald möchte sehen! Ach ja, es wird geschehen! Benj. Schmolck 1672—1737. 5³⁸ ö Tod und Ewigkeit. O ö 2 Mel. O Welt, ich muß dich lassen.— 1939. 1535 IE , 0 0 0 0 Wenn klei⸗ ne Him⸗mels⸗ er⸗ben in ——.— 4.—— — 2 ö.— S..IIIII.. ih ⸗ rer Un⸗ schuld ster-ben, so büßt man sie nicht —— EIHEN— PIIT* —.———.——1— 4.—— — ein; sie wer⸗ den nur dort o- ben vom Va⸗ter + SIIISE— lo ⸗ ren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe Im Angstgefühl der Sünden Zu ihrem Christenlaufe Das Sterben schwer empfin⸗ Für Christum eingeweiht den— Und noch bei Gott in aden Davor bewahrt ein früher Tod. Mas sollt es ihnen n 4. O wohl auch diesem Kinde Wenn er sie nun zu sich gebeut? Es stirbt nicht n geschwindel 3. Der Unschuld Glück ver⸗ Zeuch hin, du liebes Kind! scherzen, Du gehest ja nur schlafen Stets kämpfen mit den Und bleibest bei den Schafen, ö Schmerzen, Die ewig unsers Jesu sind. Mit so viel Seelennot, Joh. Andr. Rothe 1688—1758. ◻— Bei Beerdigungen. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 33⁵ 1651. A Q J.2 H 0⁰0⁰ Nun brin⸗gen 5ai 1.— ah.. 5.— 1— 1 wir den Leib zur Ruh und — — — —————— .——— N de ⸗cken ihn mit Er⸗ de den Leib, der zu, 4 — — —— —— 1 . nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Er — 2 de wer⸗den muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, Nicht immer der Verwesung Raub; Er wird, wenn Christus einst erscheint, Mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; Schau hier, was unser Leben ist! Nach Sorge, Furcht und mancher Not Kommt endlich 2355 zuletzt der 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit, Aufs Sterben folgt die Ewigkeit; Wie wir die Zeit hier angewandt, So folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. Es währen Reichtum, Ehr und Glück, Wie wir selbst, einen Augenblick; So währt auch Kreuz und Traurigkeit, Wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen 1* In allem, was du denkst und tust, Bedenke, daß du sterben mußt! 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, Soll jeder zu dem Vater flehn: 5⁴⁰ Tod und Ewigkeit. é U Ich bitt', o Gott, durch Christi 9. Wenn unserLaufvollendetist, ö Blut, So sei uns nah, Herr Jesu Christ, Mach's einst mit meinem Ende Mach uns das Sterben zum gut! Gewinn, 8. Laßt alle Sünden uns Zieh unsre Seele zu dir hin! bereun, 10. Und wenn du einst, du Vor unserm Gott uns kindlich Lebensfürst, scheun! Die Gräber mächtig öffnen wirst, Wir sind hier immer in Gefahr; Dann laß uns fröhlich auferstehn Nehm' jeder seiner Seele wahr! Und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich 1713—1780. en Jesum lass' ich nicht. 1668. Q—.— ö————— 415 EEEEEE 7 14.—— 15.—6 6 65 ... Geht nun hin und grabt mein Grab, denni 9 — WiiiEEE SSPSSESEESSSEEE— bin des Wanderns mü ⸗ de! Von der Er⸗ de .—..EET. scheids ich ab, denn mir ruft des Himmels Frie⸗ —D—. de, denn mir ruft die sü ⸗ße Ruh von den 6 I2.——.——— ö SSSI * —— + EE——— En⸗geln dro⸗ ben dũ. 2. Geht nun hin und grabt Meinen Lauf hab' ich vollendet, mein Grab! Lege nun den Wanderstab Bei Beerdigungen. 5⁴4¹ ö hin, wo alles Ird'sche endet, Lege selbst mich nun hinein In das Bette ohne Pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunkeln Tale machen? Denn wie mächtig stolz und hoch Wir auch stellen unsre Sachen, Muß es doch wie Sand zergehn, Wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, Laß mich nun inFrieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Deine Freuden selbst sind Leiden, Deine Schönheit Unbestand, Eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, Fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis' in weite Ferne, Reise hin zu jenem Glanz, Worin ihr erbleichet ganz. 6. Die ihr nun in Trauer geht, Fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Weint nicht ob dem eiteln Schein, Droben nur kann ewig sein! 7. Weinet nicht, daß nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, Daß ich aus dem Irrtum will, Aus den Schatten, aus den Schemen, Aus dem Eiteln, aus dem Nichts Hin ins Land des ew'gen Lichts! 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, MeinenHeiland, hab'ich funden, Und ich habe auch mein Teil An den warmenHerzenswunden, Woraus einst sein heil'ges Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube Hellempor die Hoffnung schwebt; Und des Himmels Held, der Glaube, Und die ew'ge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Nach eigener Melodie. 18⁴⁴. Fa—*——— 4 4* 4 4— 7— 4 IIEEE SSEE— ο I. Wohlauf, wohl⸗an zum letz⸗ ten Gang! Kurz 4 X. I +—— 9 H—— HVe ‚——1.—— —*——.—.— 233— der Weg, die Ruh ist lang; Gott füh⸗ret ein, Gott 542 ö Tod und Ewigkeit. ö— —.— S —.—.——— —.—. D— +— ͤ— ö— — füh ⸗ͤret aus: wohl ⸗ an, hin⸗aus! Zum Blei⸗ben — ——— —.—.—— E war nicht 2. Du Herberg in der Wander⸗ zeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid; Jetzt schließe, Welt,— das Haus ist du,— Die Türe zu! Dein Gast geht in die ewꝰge Ruh 3. Geht in ein bessres Schlaf⸗ gemach, Die Freunde folgen segnend nach. Hab gute Nacht, der Tag war schwül Im Erdgewühl! Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl! 4. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbat ein, Der nach des Werktags kurzerFrist Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist! II. 5. O selig, wer das Heil er⸗ wirbt, Daß er imHerrn, inChristo stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die⸗ ses Haus. Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hat! 6. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; Denk an dein Heil Und wähl in Gott das beste Teill 7. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und chmerz: Schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz! 8. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, Ch' dich der Tod an Tote reiht! Sie rufen: Gestern war's an mir, Heut ist's an dir; Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 9. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, ö ii 111iI 1*4.— — Bei Beerdigungen. E ———ß7— Aus Wieg und Bett in Sarg und Grab: Wann, wie und wo, ist Gott bewußt; Schlag an die Brust, Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 10. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangen⸗ rot; Im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 11. Ach banges Herz im Leichental, Wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Gräbernacht Das Leben hat ansicht gebracht. 12. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmel offen sehn. 13. Wohl dem, der sich mit ihm vertraut, Schon hier die ew'gen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. III. 14. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hier schließt die Wall⸗ fahrt sich. Ihr Schlummernden im Frie⸗ densreich, Gönnt allzugleich Auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch! 15. Viel Gräber sind an diesem Ort, Viel Wohnungen im Himmel dort; Bereitet ist die Stätte schon Am Gnadenthron, Bereitet ihm(ihr) durch Gottes Sohn. 16. Sein ist das Reich mit Allgewalt; Er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Christ. Friedr. Heinr. Sachse 1785— 1860. 36⁴⁴ Tod und Ewigkeit. 2—— Christus der ist mein Leben. Melchior BVulpius? 1600. —2 Dr *—*DIESE.— —.. Am Gra⸗be stehn wir stil le und ———.. 5 B. ———— 40...—. sä⸗en Trä⸗ nen⸗ saat: des lie⸗ ben Pil⸗ gers —— ◻— + IC.— SSSSS.— — + 1.—5 ü———.—— Hül⸗le, der aus⸗ 2. Er ist nun angekommen, Wir pilgern noch dahin; Er ist nun angenommen, Der Tod war ihm Gewinn. 3. Er schaut nun, was wir glauben, Er hat nun, was uns fehlt; Ihm kann der Feind nichts rauben, Der uns versucht und quält. 4. Ihn hat nun als den Seinen Der Herr dem Leid entrückt, 3. Auferstehung, 4 ge⸗ pil⸗gert hat. Und während wir hier weinen, Ist er so hoch beglückt. 5. Er trägt die Lebenskrone Und hebt die Palm empor Und singt vor Gottes Throne Ein Lied im höhern Chor. 6. Wir armen Pilger gehen Hier noch im Tal umher, Bis wir ihn wiedersehen Und selig sind wie er. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1850. Gericht, Ewigkeit. Phil. Nicolai? 1598. —— 2—— ——ñ—4 7 SSII I Nach eigener Melodie. Q 418 ——.2 4— 2ιπ— Wa⸗chet auflruft uns die Stim⸗me der Mit ⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun⸗de, sie ———— en — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁴⁵ —.— 4 *...—— 541 Wäch⸗ter schr hoch— denn Zin ⸗ ne, wach auf, du ru⸗fen uns mit hel⸗lem Mun-⸗-de: Wo seid ihr .—5 RERT Harrd n ae..——— —— H D.*—— 0— +I——— 21.—5.— S.— 3——— Stadt Je⸗ ru⸗ sa ⸗ lem! Wohl klu⸗gen Jungfrau Wohl⸗ auf, der Bräut' gam ID—— SSPIIIIIII.IIII *—.— kömmt! Steht auf, die Lam⸗pen nehmt! Hab⸗ le⸗ Q—+— V +—— + +. + +—.4 , de, fa f e,.. —————4 lu⸗ Jal Machteuch be⸗ reit zu der Hoch⸗ zeit Ihr ———.— H AE*— 1 I .—.——. 1—4 II — 2—— müs⸗set ihm ent⸗ge⸗gen ⸗ gehn. 2.Zion hört die Wächter singen, Hosianna! Das Herz will ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahr⸗ heit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Evang. Gesangbuch. Wir folgen all Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen- und mit Engel⸗ zungen, Mit Harfen⸗ und mit Zimbelton. Von zwölf Perlen sind die Tore An deiner Stadt, wir stehn im Chore 7⁵⁰ DerEngel hoch um deinenThron. 18 x 74⁰ Tod und Ewigkeit. E Kein Aug hat je gesehn, Drum jauchzen wir Kein Ohr hat je gehört Und singen dir Solche Freude. Das Halleluja für und für. e Philipp Nicolai 1556—1606. ö 1 Nach eigener Melodie. Melchior Frank? 1663. — +. 419. —.——.——..—.— — — Je ⸗ru⸗ sa⸗ lem, du hoch-ge⸗ Mein seh⸗nend Herz so groß Ver⸗ EEAE.— *— 1.j— 22——— E bau⸗te Stadt, wollt' Gott, ich wär' in dir! lan⸗-gen hat und ist nicht mehr bei ——— 2 4 4—— 4 E.——— 0 42——— SSS * I 2 mir: weit ü⸗ ber Berg und Ta-le, weit ü-ber I 4 ——— 22— — UU—: Flur und Feld schwingt es sich ü-⸗- ber al/ ⸗ AW.— + II GWSSRSRD..— +....— H le und eilt aus die · ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel In Gottes treue Hände schönre Stund, Zum auserwählten Pfand, Wann bist du endlich hier, Daß sie mit Heil anlände Da ich mit Lust, mit freiem In jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun ge⸗ grüßet mir, Freudenmund Die Seele geb' von mir —. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 54⁷ Tu auf die Gnadenpfort! Wie manche Zeit hat mich ver⸗ langt nach dir, Wie sehnt' ich oft mich fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben Das Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch eine edle Schar Kommt dort gezogen schon! Was in der Welt von Aus⸗ erwählten war, Trägt nun die Ehrenkron, Die Jesus mir entgegen Vom Himmel hat gesandt, Da ich auf fernen Wegen Noch war im Tränenland. 5. Propheten groß und Pa⸗ triarchen hoch, Nach eigener Melodie. Auch Christen insgemein, Die weiland trugen ihres Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau' ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich an⸗ gelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis: Das Halleluja singet Man dort in Heiligkeit, Das Hosianna klinget In alle Ewigkeit. Joh. Matthäus Meyfart 1590—1642. 2— —— . 4 I ö SP. —— — Freu dich sehr, o mei⸗ ne See ⸗ le, Chri⸗-stus, dem ich mich be⸗- feh-le, EEE —— qñ—— und ver⸗giß der Not und Qual“ Aus d ist mein Licht im fin⸗stern Tal. Aus der — +.————— ö‚— SSSPSISSISSSISISIII. 3 soll ich fah⸗ren in die Freud, Trüb⸗sal, aus dem Leid 18* Tod und Ewigkeit. E⸗ wig- keit auch wäh- ret. 2. Tag und Nacht warst du ö mein Hoffen, Und ich rief zu dir, mein Gott, Weil mich stets viel Kreuz be⸗ —F4 troffen, Daß du hälfest aus der Not. Wie sich sehnt einWandersmann Nach dem Ziel auf seiner Bahn, Sehnt sich auch mein Herz im Leide Nach des Himmels ew'ger Freude. 3. Denn gleichwie um Rosen stehen Scharf und spitzig Dornen gar, Also auch die Christen gehen Unter Angst und in Gefahr. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden Unsre Wallfahrt voll Beschwer⸗ den. 4. Wenn der Morgenröte chimmer Leuchtet und derSchlaf entfleucht, Bleibt doch Sorg und Kummer immer Und die Not, die hier nicht weicht. Unter Tränen in der Not Essen wir hier unser Brot. Hört die Sonne auf zu scheinen, Währt das Klagen noch und Weinen. 5. O du schönster aller Sterne, Der du ewiglich aufgehst, Du, mein Heiland, sei nicht ferne, Denn dein Blut hat mich erlöst! Hilf, daß ich mit Fried' und Freud Komm' zu meiner Seligkeit! Ach mein freundlich Licht, ver⸗ lasse Mich nicht auf des Todes Straße! 6. Ob mir schon die Augen brechen, Das Gehör mir ganz vergeht, Meine Zung nicht mehr kann sprechen Und mein Blut mir stille steht, Bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmelspfortz 17 2 H Auferstehung, Gericht, Ewigkeit.— Du wirst selig mich regieren Christus, dem ich mich befehle, Und den Weg zum Himmel Führt mich durch das finstre Tal. führen.—— Freud und Herrlichkeit 7. Freu dich sehr, o meine oll ich sehn in Ewigkeit, 5 0 ele Mit den Engeln jubilieren, Und vergiß der Not und Qual! Ewig, ewig triumphieren. Verfasser unbekannt, vor 1620; Bearbeitung von Gust. Friedr. Nik. Sonntag 1788—1858. Nach eigener Melodie. 17⁴⁴. IIE— ), e e. *— 8— 0π O wie se- lig seid ihr doch, ihr 94 2— 10—— ‚II—— PITI From-men, die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ ——.— IH=— zrn derern zi—— ———————— kom⸗men! Ihr seid ent-gan- gen al: ler 3 9 9 1 —— ö— PI 24* I.— 1— 14 S,—— 2* 1——.— IV—— —— Not, die uns noch hält ge ⸗ fan-gen. 2. Muß man hier doch wie im Sicher und befreit von allem Kerker leben, Jammer; Wo Gefahr und Schrecken uns Kein Kreuz und Leiden umschweben; Störet euch in euern Himmels⸗ Was wir hier kennen, freuden. Ist nur Müh und Herzeleid zu 4. Christus trocknet alle eure nennen. Tränen; 3. Ihr hingegen ruht in eurer Ihr habt schon, wornach wir uns Kammer, erst sehnen; EII Tod und Ewigkeit. O ö Euch wird gesungen, Länger mühevoll das Leben Was in keines Ohr allhier ge⸗ treiben? drungen. 6. Komm, o Christus, löse unsre Bande, 5. Ach, wer wollte denn nicht Führ uns zu dem wahren Vater⸗ gerne sterben lande! Und den Himmel für die Welt Bei dir, o Sonne, ererben? Ist der frommen Seelen Freud Wer wollt' hier bleiben, und Wonne. Simon Dach 1605—1659. —.4.— wie selig ꝛc. 1744. 422 HEi irer——— +—— ——— 4. DRDĩJIJ‚‚. +— 81 ——— O wie mögen wir doch un: ser .. ——— 29 4 n. Le: ben so der Welt und ih e⸗rer Lust er⸗ IISI PꝑPꝑPꝑP.....—— * ge⸗ ben, und uns selbst schei-den von der Fν————— II— EE 2 n i XX..— 2 +*——4——— 254 5—.—. Frommen Ruh und tau-send Freu- den? 2. Müssen wir nicht auch nach 3. Wenn die Welt ihr Ende kurzen Jahren nun genommen, Zu den Toten in die Grube Und der Richter wird vom Him⸗ fahren? mel kommen, Es wird geschehen, Der wird entdecken Daß ein jeder seinen Lohn wird Alles, was wir meinten zu ver⸗ sehen. stecken. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 4. O was wird er für ein Urteil fällen, Wenn er unser Tun wird vor sich stellen, Wenn er wird finden, Wie wir hier gelebt in schweren Sünden! 5. O Herr Christus, wollest meiner schonen Und mir Sünder nach Verdienst nicht lohnen! Ich will verlassen Alle Welt und ihre Lüste hassen. 6. Forthin will ich leben dir zu Ehren, Nimmer mich von deinem Worte kehren; Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 55¹ Dein will ich bleiben, Keine Welt soll mehr von dir mich treiben. 7. Deine Gnadentür steht allen offen, Die auf dich in diesem Leben hoffen; Doch die verderben, Welche ohne dich, o Heiland, sterben. 8. Wohl dem Herzen, das in deinen Wunden Seinen Trost und Frieden hat gefunden! Dein Kreuz und Leiden Führet michzu wahren Himmels⸗ freuden. Heinr. Albert 1604- 1651. Heinr. 1556. 1558. 9 11 ——— 423— —— c Die Herr- lich⸗ keit der Er⸗ den muß 7—————.———. .e 2 +. 12—* +— SEIEIE...— Staub und A: sche wer⸗ den, kein Fels, kein Erz bleibt Q 4——— — T T.— P I I TTTTTTTTTT *—..—.— 14 4 360 stehn. Was uns hier kann er ⸗ gö- tzen, was wir für Q 1——— .— I 1 +—4 1 5 7.—— I.— IE E 1 ö wig schä- tzen, wird als ein leich; ter 382 ö Tod und Ewigkeit. ——— II 7—— 1 =ꝗP. Traum ver ⸗ gehn. 2. Was sind doch alle Sachen, Die uns so trotzig machen, Als Tand und Nichtigkeit? Was ist des Menschen Leben, Das stets umher muß schweben Als wie ein Traumbild dieser Zeit? 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn. Sobald der Geist gewichen Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was man hier getan. 4. Es hilft nicht Kunst noch issen, Wir werden hingerissen All ohne Unterscheid. Was nützt der Güter Menge? Wem hier die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 5. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen Und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nichts nützen, Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 6. Wie eine Rose blühet, Wenn man die Sonne siehet Begrüßen diese Welt, Doch eh' der Tag sich neiget, Eh' sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns ab⸗ fällt: 7. So wachsen wir auf Erden Und denken groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh' wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Auf, Herz, wach und be⸗ denke, Daß dieser Welt Geschenke Nur kurze Zeit sind dein! Was du zuvor genossen, Ist wie ein Strom verflossen; Was künftig,— wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Welt und Ehre, Der Menschen Gunst und Lehre; Ruf Gottes Gnade an, Der ewig Vater bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der ewig selig machen kann! 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Der hat recht fest gebauet; Und ob er hier gleich fällt, 241 e nn — 42223ESll? ⁰⁵ Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. ⁵³ Wird er doch dort bestehen Und nimmermehr vergehen, Nach eigener Melodie. Weil ihn die Allmacht selbst erhält. Andreas Gryphius 1616—1664. Joh. Crüger? 1653. 1656. 8 ——— so do Je⸗ sus, mei⸗ ne Zu ⸗ver⸗ sicht und mein die ses weiß ich, sollt' ich nicht da-⸗ rum 4——————— ,, Er Hne= din—— a,. nen,. ö Hei- land, ist im mich zu ⸗frie- den Le ge ben, — ben; was die lan⸗ ge To⸗ des ⸗ nacht mir auch für Ge IZ.ISS E SISISISSSS 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Ich werd'auch das Leben schauen, M dan⸗-ken macht? Das gesteh' ich, doch wird er ich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. 5. Dann wird ein verklärter Leib Mich in jener Welt umgeben; Allzeit bei dem Herrn ich bleib', Schau' ihn dort im bessern Leben. Froh und selig dort werd' ich Bei ihm wohnen ewiglich. 6. Dann mit meiner Augen Licht Werd' ich meinen Heiland kennen, Sehen dort sein Angesicht Und in seiner Liebe brennen; 3³⁴4 Tod und Ewigkeit. + Nur was Schwachheit heißen Zur Verwesung sink' ich ein, kann, Unverweslich werd' ich sein. Wird von mir sein abgetan. 8. Wohl dem, der den Geist 7. Was hier kränkelt, seufzt erhebt und fleht, Von den Lüsten dieser Erden Wird dort frisch und herrlich Und schon hier dem Heiland lebt, gehen; Dort mit ihm vereint zu werden! Irdisch werd' ich ausgesät, Schicket da das Herz hinein, Himmlisch werd' ich auferstehen; Wo ihr ewig wünscht zu sein! Verfasser unbekannt; Trostlied der Kurfürstin Luise Henriette von Brandenburg 1627—1667. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 42⁵5 . 0οοο Du, o schö⸗ nes Welt⸗ ge⸗ bäu⸗ de, magst ge⸗ ist doch dei⸗ ne eit-le Freu-⸗de stets mit ..=—— . * + 7 2 fal⸗len, wem du willt; lau⸗ ter Angst um⸗hüllt. De⸗nen, die den Himmel —0—3— —.—.—5.—.—.— 3 ——.5.— E——1.— 142— 2. L — 1 sen, will ich ih-re las⸗sen; mich ver⸗ i—.. langt nach dir al⸗ lein, lie⸗ 908 Herr und Heiland mein! 2. Müde, die der ArbeitMenge Daß sie nach so vielen Lasten Und der heiße Strahl beschwert, Könnten sanft und süße rasten. Wünschen, daß des Tages Länge Mein Wunsch ist, bei dir zu sein, Werde durch die Nacht verzehrt, Lieber Herr und Heiland mein! nn G 14 Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 3⁵ 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, Ihren Handel 10 bestellen, und da Sturm und Not bestehn; Ich will auf des Glaubens Schwingen Aufwärts in den Himmel dringen, Ewig da bei dir zu sein, Lieber Herr und Heiland mein! 4. Tausendmal pfleg' ich zu agen Und noch tausendmal dazu Würd' ich doch ins Grab ge— tragen, O so käm' ich ja zur Ruh, Und mein bestes Teil das würde, Frei von dieses Leibes Bürde, Dort im Himmel bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! 5. Komm, oTod, des Schlafes Bruder, Komm und führe mich nur fort! Löse meines Schiffleins Ruder, Mel. Valet will ich dir geben. Bringe mich zum sichern Port! Mag, wer immer will, dich scheuen, Mich vielmehr kannst du er⸗ freuen, Denn durch dich komm' ich hinein Zu dem lieben Heiland mein. 6. Ach daß ich des Leibes Bande Heute noch verlassen müßt', Käme zum gelobten Lande, Wo das Haus des Friedens ist! Da wollt' ich in heil'gen Chören Mit den Engeln dich verehren, Rühmen deinen Gnadenschein Lieber Herr und Heiland mein! 7. Doch weil ich die Friedens⸗ auen Und den goldnen Himmelssaal Jetzt nicht kann nach Wünschen schauen, Sondern muß im Tränental Noch im Prüfungskampfe leben, Soll mein Geist sich doch erheben, Unterdessen bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! Joh. Franck 1618—-1677 Melchior Teschner. 1614. 00 0 0 420 r,—.——..——.— Er⸗mun:tert euch, ihr Frommen, zeigt eu⸗ rer Der A⸗bend ist ge- kom-men, die fin: stre 55 Tod und Ewigkeit. E 2—— rrirnn.=Kir. SEE Lam⸗ pen Schein! Nacht bricht ein, Q es hat sich auf⸗ge ⸗ ma⸗chet der * ů EEE —.—— ‚.— — 4 dnnn in n— ö SꝗSISISIIIIIIITII... Bräu⸗ti⸗gam mit Pracht: auf, be- tet, kämpft und wa⸗ I chet, bald 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Ol Und seid des Herrn gewärtig, Bereitet Leib und Seel! Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, Begegnet ihm in Reihen Und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräut'gam ist nicht weit! Mel= Gott des Himmels ꝛc. ist es Mit⸗ ter⸗ nacht! 4. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 5. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf, Geh auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit: Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit! Laurentius Laurenti 1660—1722. Heinr. Albert. 1642. 00 0 0 427 3„— 2———.— —4.—.I—— ö — O Je⸗ ru⸗ sa ⸗ lem, du schö⸗ne, und der En-gel Lob-ge tö ⸗ ne eeeeerrr* H —49—1 — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. x 55⁷ 1 4 4 ETI EEE EEEE E EE. E EE. V ö da man Gott be-stän- dig ehrt „Hei- lig, hei ⸗ lig, hei-lig“ hört: K e nen rev. F n vn—— komm' ich doch ein- mal hin zu dei ⸗ ner — 4————I FI— 1— I SSSS RBür ⸗ ger Zahl? 2. Muß ich nicht in Pilger Wo dein Lebenswasser quillt, hütten Das den Durst auf ewig stillt! Unter strengem Kampf und Streit, Da so mancher Christ gelitten, Führen meine Lebenszeit, Da oft wird die beste Kraft Durch die Tränen weggerafft? 3. Ach, wie wünsch' ich dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Friedensauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht! 4. Komm doch, führe mich mit Freuden Aus der Fremde hartem Stand, Hol mich heim nach vielem Leiden In das rechte Vaterland, 5. O der auserwählten Stätte Voller Wonne, voller Zier! Ach daß ich doch Flügel hätte, Mich zu schwingen bald von hier Nach der neuerbauten Stadt, Welche Gott zur Sonne hat! 6. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Da mich Sturm und Wellen treiben Durch so mancherlei Beschwer, Ach so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein! 7. Alsdann werd' ich nicht ertrinken, Christus ist mein Arm und Schild, Und sein Schifflein kann nicht sinken, 37⁸ Tod und Ewigkeit. V Wär' das Meer auch noch so Obgleich Mast undSegel bricht, wild; Läßt doch Gott die Seinen nicht! Nach Friedr. Konr. Hiller 1662—1725. j Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 9—— V 2 +I 42d SISSIIIIIIIIIIII..... — m r. 0 0 O wie fröhlich, o wie se- lig wer⸗den Dro⸗ben ern⸗ten wir un- zäh⸗lig un= sre —.— — — wir im Him-mel sein! Freu⸗den n. 796 Hier noch gehn wir hin und 1 H.—2 —.—.—.—. 2.—8—— 4SSITHTIII...— * —— 0„ 4*—*— 2 wei⸗ nen; dort wird uns die Son⸗ne schei- nen, dort ist 9 V. * 30 ñ—— i.iin ö S.. 4I.S— 21122— kei ⸗ne Trauzer-nacht, die uns Gram und Kummer macht. 2. Es ist doch ja dieses Leben In den Freudenort zu gehn, Nur ein jammervolles Tun, Wo das Kreuz in Siegespalmen, Und die Not, die uns umgeben, Unser Klagelied in Psalmen, Lässet uns gar selten ruhn. Unser Leid in Lust sich kehrt, Von demAbend bis zum Morgen Und die Wonne ewig währt! Kämpfen wir mit lauterSorgen, Und die überhäufte Not 4. Da wird unser Aug erblicken, Was ganz unvergleichlich ist, Endet sich erst mit dem Tod. Ewig sich an dem erquicken, 3. Ach, wer sollte sich nicht. Was aus Gottes Liebe fließt; sehnen, Da wird unser Ohr nur hören, Bald in Zion dort zu stehn Was die Freude kann ver⸗ Und aus diesem Tal der Tränen mehren; — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 3⁵ Da empfindet unser Herz Lauter Wonne ohne Schmerz. 5. Dort in welcher hohen chöne Wird die Klarheit Gottes sein! Wie wird dort das Lobgetöne Seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen Bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, Heller als die Sonne sein! 6. Ach, wann werd' ich dahin kommen, Daß ich Gottes Antlitz schau'! Wann werd' ich dort auf⸗ genommen Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. In dem schönen Himmelsbau, Welchem nichts auf Erden gleichet, Dessen Glanz die Sonne weichet, Dessen wundervolle Pracht Alles Gold zu Schanden macht! 7. Mich durchdringt ein heiß Verlangen; O du großer Lebensfürst, Laß mich bald dahin gelangen, Wo du mich recht trösten wirst! Aber laß auch hier auf Erden Jetzt mein Herz schon himmlisch werden, Bis mein Los in jener Welt Auf das allerschönste fällt! Beni. Schmolck 1672—1737. Joh. Crüger. 1656. —.— *— 6 Der Herr bricht ein um Mitter⸗ nacht, jetzt —— ů ...— 5— —.———— + ist noch al ⸗ les still. Wohl dem, der sich nun d 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; Er kommt, wenn niemand nach ihm fragt Noch es für möglich hält. ö— 5—— S fer ⸗tig macht und ihm be⸗ geg⸗ne 3. Wer wacht und hält sich stets bereit Als ein getreuer Knecht, Daß er in jener Rechnungszeit Vor Gott bestehe recht? Tod und Ewigkeit. 4. Wer gibt sein Pfund auf Wucher hin Und nützet jeden Tag, Daß ermit himmlischem Gewinn Vor Jesum treten mag? 5. So wache denn, mein Herz ö und Sinn, Und schlummre nun nicht mehr! Blick täglich auf sein Kommen in, Als ob es heute wär'! 6. Der Tag des Urteils nahet 7 Der Herr kommt zum Gericht. Mel. Was Gott tut ꝛc. —— Du, meine Seele, schicke dich, Steh und verzage nicht! 7. Dein Teil und Heil ist schön und groß; Steh auf, du hast es Macht, Geh hin, nimm und genieß dein Los, Das Gott dir zugedacht! 8. Der Herr bricht ein um Mitternacht, Jetzt ist noch alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! Johann Christoph Rube 1665.—1746. 1690 43⁰ 0 0 ——— 1 ö——.—— SSDS...—.—.— —— — Wir war⸗ ten dein, o Got⸗ tes Sohn, und wir wis ⸗sen dich auf dei⸗nem Thron und ———— lie⸗ ben dein Er⸗ 0 schei nen; nen⸗nen uns die Dei⸗nen. Wer an dich glaubt, er⸗ hebt sein Haupt und — —————— kommst uns ja zum Se⸗ gen. — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 35⁰1 2. Wir warten deiner mit Geduld In unsern Leidenstagen, Wir trösten uns, daß du die Schuld Für uns am Kreuz getragen; So können wir Nun gern mit dir Uns auch zum Kreuz bequemen, Bis du es weg wirst nehmen. 3. Wir warten dein, du hast uns ja Das Herz schon hingenommen. Du bist uns zwar im Geiste nah, Doch sollst du sichtbar kommen, Da willst uns du Bei dir auch Ruh, Bei dir auch Freude geben, Bei dir ein herrlich Leben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, Die Zeit ist bald vergangen; Wir freuen uns schon über dies Mit kindlichem Verlangen. Was wird geschehn, Wenn wir dich sehn, Wenn du uns heim wirst bringen, Wenn wir dir ewig singen! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. Wie wohl ist mir ꝛe.— 43H 9 0⁰ο Es ist noch ei ne Ruh vor han⸗ Du seuf⸗zest hier in dei⸗ nen Ban⸗ ᷑. 9 4.9—.— d. den; auf, mü⸗ des Herz den, und dei⸗ ne l —..—.. Son⸗ und wer⸗ de ne Licht! schei⸗ net nicht. Sieh +V 6 ——— 1 2 — s nem Stuh⸗ ae wei⸗den, wirf hin die Last und 5⁵² Tod und Ewigkeit. H9.—.— —————.— + 3.— .....— ö——.—. 2—..—..—.—.————..— 2.———— 11—. + L L der hei⸗ düü:en⸗ * +I 14.—* det bald, bald der sau=re Lauf voll 3en dann 4 .— I—.— . I 1 155 1 2 2. 2⁊—.+.— .* I + 2 1— G + I **— 1 1— I 2. Die Ruhe hat Gott aus⸗ erkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzu⸗ kommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt, Eilt, cilt aus euern Kummer⸗ höhlen, Geht nicht mehr seufzend und gebückt! gehst du ein zu dei⸗ner Ruh. Ihr habt desTagesLast getragen, Dafür läßt euch der Heiland agen: Ich selbst will eure Nuhstatt sein! Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ObSunde, Welt und Hölle toben, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wanders⸗ mann? Wenn jener nur ein Lager haben Und sanft auf solchem ruhen kann, Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunkergötzen, Wie sind sie beide so erfreut! Doch dies sind kurze Ruhe⸗ stunden, Es ist noch eine Ruh erfunden, Die währt in alle Ewigkeit. — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 3⁵³ 5. Da wird man Freuden⸗ garben bringen, Denn unsre Tränensaat ist aus; O welch ein Jubel wird erklingen Und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehr erreichen, Wir werden unsern König sehn; Er wird beim Brunnquell uns erfrischen, Die Tränen von den Augen wischen; Wer weiß, was sonst noch wird geschehn! 6. Da ruhen wir und sind im Frieden m—— Straf mich nicht ꝛr. Und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Legt euch dem Schonn in den Schoß! Ach Flügel her, wir müssen eilen Und uns nicht länger hier ver⸗ weilen, Dort wartet schon die frohe Schar Empor, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren, Auf, gürte dich zum Trium⸗ phieren, Auf, auf, es kommt das Ruhe⸗ jahr! Joh. Sigism. Kunth 1700—1779. 1694(Joh. Rosenmüller 16557). —— — . —...— 5 nii 2 Christ, sei acht⸗- sam, sei Nah ist Tod und E-wig-keit, nah dir 771 be=reit, kämp⸗ fe, Lohn und Ra che. Hör, Gott spricht, säu⸗me EE —.....— 5 bet und wa ⸗che! nicht 2——— sermen Ruf zu hö⸗ ren und dich zu be- keh⸗ ren! 64 Tod und Ewigkeit. O Dich nichts dann Stärken kann, Keine deiner Freuden: Was wirst du dann leiden! 2. Noch tönt nicht zum Welt⸗ gericht Der Posaune Stimme, Noch bebt dieser Erdball nicht Aberald, 66311 5. Ach, wie bang um Trost Hör, erschallt und Ruh Gottes Ruf: Zur Erden An des Grabes Stufen, Sollst du wieder werden! dah dem Untergang wirst du ö Dann vergebens rufen: Rette, Gott, Mich vom Tod! Höre, Vater, Richter, 3. Kommt nun, ehe du's ge⸗ dacht, Unter Sünd und Freuden Deines Lebens letzte Nacht: Schöpfer und Vernichter! Was wirst du dann leiden, Wenn dein Herz, 6. Noch, noch wandelst du, Von dem Schmerz o Christ, Deiner Schuld zerrissen, Auf des Lebens Pfade; Wird verzagen müssen! Nah zu deiner Rettung ist Dir des Ew'gen Gnade. 4. Wenn vor deinemAntlitz sich Eil ihr zu, Jede Sünd enthüllet, Daß du Ruh Wenn dann jede, jede dich Für dein Herz empfindest Ganz mit Graun erfüllet, Und Vergebung findest. Christoph Christ. Sturm 1740—1786. Nach eigener Melodie. Jos. Schmittbauer. 1787. — 433— ö — 1—.— Auf er ⸗stehn, ja auf⸗ er⸗ sahn wirst .——.— 4 ———... .—.—. ö 7½ du, mein Staub, nach kur-zer Ruhʒ un⸗sterb⸗lich Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 565 ————.—— ——2——— i Le; ben Wud der dich schuf dir ge:ben. Hal⸗ 4 ⁵.—.— 34 les⸗ lu ⸗za! 2. Wieder aufzublühn werd' 4. Wie den Träumenden wird ich gesät; dann uns sein, Der Herr der Ernte geht Mit Jesu gehn wir ein Und sammelt Garben Zu seinen Freuden; Uns ein, uns, die wir starben. Der müden Pilger Leiden Halleluja! Sind dann nicht mehr. 3. Tag des Danks, derFreuden⸗. Ach, ins Allerheiligste führt tränen Tag, mi Du meines Gottes Tag! Mein Mittler dann, lebt' ich Wienn ich im Grabe Im Heiligtume Genug geschlummert habe, Zu seines Namens Ruhme. Erweckst du mich. Halleluja! Friedr. Gottlieb Klopstock 1724—1803. Mel. Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. Q οοα— Se⸗lig sind des Himmels Er-ben, die Nach den letz-ten Au-gen⸗-bli⸗ cken des ——— +*————— To⸗ten, die im Her⸗ren ster ⸗ ben, zur Auf: er⸗ To⸗desschlummers folgt Ent⸗zü ⸗cken, folgt Won⸗= ne Tod und Ewigkeit. E —— 2 * 4 A.—.—— .————— + 3.— 14..— 2 —— 2 H.i,*— —— ste⸗hung ein ⸗ge⸗ weiht! der Un: sterb⸗ lich keit; —.—..—— SIS IIFIIFIFIIIIIITIII. ——— 9—— ie los von der Er-⸗ de Müh. Ho ⸗si⸗ V 4* ö RIRRTRDDD— —.—.——4..—.—....———.— =*— an⸗ na! Vor Got⸗tes Thron zu sei- nem Sohn be⸗ +* I IIIIIIII... a. n, E.—— 4 20—— glei⸗ten ih ⸗ re Wer⸗ ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig ewigEhre Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab, Wischt unsre Tränen ab, Alle Tränen. Er hat's vollbracht; Nicht Tag, nicht Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdannz er ist uns Sonne, Der Sohn, die Veen des errn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du, Heil, uns auf⸗ gegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr, Das Alte ist nicht mehr. Halleluja! Er sank hinab, Doch von dem Grab Erstand er, und wir folgen ihm. Friedr. Gottl. Klopstock 1724—1803. Wenn der Herr einst die Ge-fang-nen o dann schwinden die ver⸗gang-nen + ih⸗ rer Ban⸗de le⸗ dig macht, Lei ⸗den wie ein Traum der Nacht; dann wird ——— x— 5———2——————— 2— un ⸗ser Herz sich freun, un⸗ ser Mund voll Lachens sein; 4 4—— enndn win: iumnt Minitamar— iiiiiiei eeeeeee jauchzend wer- den wir er ⸗he-⸗ ben den, der ————————F .......... —I‚I‚.———— — — Frei⸗heit uns ge⸗ ge ben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, 3. Ernten werden wir nmit Richt auf uns den Vaterblick, Freuden, Rufe die zerstreuten Knechte Was wir weinend ausgesät; In das Vaterhaus zurück! Jenseits reift die Frucht der Ach, der Pfad ist steil und Leiden, weit; Und des Sieges Palme weht. Kürze unsre Pilgerzeit, Unser Gott auf seinem Thron, Führ uns, wenn wir treu ge⸗ Er, er selbst ist unser Lohn; itten, Die ihm lebten, die ihm starben, In des Friedens stille Hütten! Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. Tod und Ewigkeit. * Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. — 430 ———— S..— ονρ*.—, Wie wird's im ew'⸗ gen Frühling Da sieht man kei- nes Win⸗ters H—.— W SSSISISS‚S‚I ee ———— V sein, wo Le-⸗bens-lüf ⸗-te mild und rein durch Spur, da prangt von Blü-ten E⸗ dens Flur, die .. III = DPq‚I‚Di Got⸗tes Gar⸗ten we- hen! e: li erd' i nim⸗mer⸗mehr ver ⸗ge- hen. S 3. werd ich E SD...... I... T—— n, m. u-.e. üi 2—.— dei⸗ ne Au- en ein:stens schau⸗en, neu e Er⸗ de 5 2*— 2—.— 9⁰ ö SDSDSS wenn ich 2. Zwar schuf auch hier des Vaters Macht Die Welt in ungemessner Pracht, Daß sie sein Lob verkünde. Doch bleibt im Land der Sterb lichkeit Von Leid und Gram kein Herz befreit, Das ist der Fluch der Sünde. Keine Reine Wahre Wonne dort er — wer ⸗ Schaut die Sonne Nun hienieden, Mit derUnschuld floh derFrieden. wa=chen de! 3. Doch wenn von JesuMacht besiegt Der letzte Feind zu Füßen liegt, Auf ewig überwunden, Und er mit seines Wortes Kraft Von neuem Erd und Himmel schafft, Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 369 Dann ist das Leid verschwunden. Dort wechseln nn und Nächte Droben Loben nicht, Sel'ge Geister VonGottes Stuhl strahlt ewẽ es Dann den Meister, Licht Der sie wählte Und leuchtet all den Seinen. Und zu seinem Volke zählte. Jesus Christus, . ̃;; Gnad und Wahrheit, ee e 2 Wirst du geben: Wind dann uns ucht uhr 4—— Nur bei dir ist wahres Leben! scheinen; Joh. Christ. Wilh. Aug. Hopfensack 5 1801—1874. —— Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Joh. 1551797. Hiller? 43 Lr. e 90α Ich weiß, daß mein Er ⸗lö⸗ ser le⸗bet, Wenn Le⸗ben, Lieb und Rhumhdr bet, 2 1—* 1— —* E 2—. i* ö—— 2—2 1— 1—.—— 4—— und daß er e⸗ wig Treu⸗e hält. was un⸗ ser war inStaub zer⸗-fällt, .— Ster⸗ne uns schunmern und lau⸗ ter To⸗des⸗ wenn kei ⸗ ne —0 42— VE 2 .. hau: che wehn, dantt wird er ü- ber al-lenTrümmern .= der letz⸗-te auf dem Stau⸗be stehn. 37⁰ Tod und Ewigkeit. Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰0⁴. 4 3 1.—— + 6— 1— 2——4.—.—— HEX LI—.— 2... H +..—.I 1+. ** 1..—..— 2—— +—1 E Ich weiß, daß mein Er⸗-lö⸗ ser le-bet, und Wenn Le⸗ ben, Lieb und Licht ent-schwe-bet, was ꝗ ...— E. RHD.. Ka ꝗD.DDDD‚DD‚‚ ——p— daß er e⸗ wig Treu⸗e hält. un⸗ ser war in Staub zer=fällt, ⸗dd ,.. * Ster= ne mehr uns schimmern und lau- ter To ⸗des⸗ wenn kei⸗ ne + +O+—— 3. SSSSPS‚I‚IIII!Itt!t........ 0 323— 2..— ee v,. bart c. wehn, dann wird er ü- ber al-lenTrümmern * — E—— 2„ — der letz⸗ te auf dem Stau⸗-be stehn. 2. Wir gehn dahin in harten Er hat die Macht den Bann zu Fesseln, lösen: Bei jedem Schritte rings beengt, Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Umschlungen von der Sünde Nesseln, 3. Und daß er lebt und liebt Die bis ins Heiligtum sich und waltet, drängt. Das macht die dunkeln Nächte Der Herr, der Bisen mit dem hell; Bösen Und ob dies rn im Tod er⸗ Im heißen Kampfe einst gebebt, kaltet, — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. E 11 ö Sein Herz bleibt alles Lebens Jahrhunderte der Erdenzeit! ö Quell. Ein Fels der Hoffnung ist ge⸗ Das bange Menschenrätsel: funden, terben, Ein Retter für die Ewigkeit. Es wird verklärt von seinem Es ringt sich kühn empor der Licht; Glaube, Der Sünde Sold wird ew'ges Von ew'ger Lebensluft um⸗ Erben, weht: Wenn er, der letzte, lebt und Ich weiß, daß über allem spricht. Staube 4. So rinnt dahin, ihr kurzen Der letzte mein Erlöser steht. Stunden, Meta Heußer 1797—184. SDEEeEEEe SSSSSSSSSSSSSESEEEEESEEESE Anhang. I. Lieder besonders für Jugendgottesdienste und 353 Christfeiern.) 1. Lob und Dank. Nach.— Melodie. 1863. e d ö 43 —— 2— τ½α Lobt, ihr Kin-der, un- sern Herrn, Q +. 4— —.——2 AIIRE ö ,, r,——— un ⸗ sers Her- zens Morgen=stern! Prei⸗set Je⸗sum, 5— H 7—— ———————— DDDDEEDEDEEEEEEEEEEEE/ — un ⸗ sre Son⸗ne, al-ler Frommen Trost und *) Diese Lieder, welche einen Anhang zum Gesangbuch bilden, enthalten auch die früher als Anhang II dort gestandenen und ebenso zahlreiche neue, ů zugleich für den Gottesdienst der Erwachsenen geeignete, wie Nr. 445, 448. 453, 456, 457, 470, 474, 477, 482, 486, 487, 492, 493, 494, 495, 498, 499, 500, 502, 504, 507, 509, 510, 512, 515, 516, 517, 519, 521, 529, 530, 532 und bei 537 Ziff. 7, 9, 11 und 19. — Lob und Dank. 573 d e Bm, Mrn ner H rntnerxN I 2— 1 Won⸗ne! Lobt, ihr Kin-der, un ⸗ sern Herrn, un sers Her⸗ zens Mor⸗gen ⸗stern! 2. Rufet und bekennt es frei, Liebt er doch geringe Gaben. Daß er unser Retter sei, Er ist groß und hält doch wert, Daß die Menschheit er vom Bösen Was da klein ist auf der Erd. Als ein Heiland will erlösen! Rufet und bekennt es frei, 4. Alles nimmt er freundlich 1 an Daß er unser Retter sei! Was ihm wird zulieb getan. 3. Er ist groß und hält doch Drum läßt er der Kinder Lallen wert, Und ihr Flehn sich wohlgefallen. Was da klein ist auf der Erd. Alles nimmt er freundlich an, Über alles hoch erhaben Was ihm wird zulieb getan. Johann Scheffler(Angelus Silesius) 1624— 1677. 15 eigener Melodie. 40 0 0 0 Für al ⸗ le Gü ⸗ te sei ge⸗ Q— SSSISSISSSSSSEEE. preist Gott Va⸗: ter, Sahn und heil⸗Her Geist! Ihr — 1.— H x—.— 22* 4 1 ,— E.— —.......D..‚.—3——— bin ich zu ge⸗ rin ge. Ver⸗-nimm den —5¹⁵⁴ Anhang. H .——.—. I ——.—.2.——.—.——— Dank, 25 Lob⸗ ge- sang, den ich dir kind — 29814 96 2. Du An dich meiner herzlich an, Hast Großes heut an mir getan, Mir mein Gebet gewähret, Whei väterlich Mein Haus und mich Beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk, Der Geist, mit dem ich dein gedenk', Ein ruhiges Gemüte; Nach eigener Melodie. Q Was ich vermag Bis diesen Tag, Ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht; Vergib mir meine Sünden! Und kommt mein Tod, Mein Herr und Gott, So laß mich Gnade finden! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Karl Friedrich Schulz. 1810. ——— 44⁰ —.—..— 90 0 0 — Dan⸗ ket dem Herrn! Wir dänien dem *+* ᷓ. + — Herrn; denn er ist freund⸗lich, und sei⸗ ne Gü⸗te —..— wäh⸗ ret e wig⸗ l , V 1*—— 1*** +* sie wäh⸗ret e⸗ wig⸗ lich, — Lob und Dank. 357 .......... —————.—. V.— + 1 II lich, sie wäh⸗ret 881 2. Lobet den Herrn! Ja lobe den Herrn Auch meine Seele, Vergiß es nie, was er dir Guts getan, Was er dir Guts getan 3. Sein ist die Macht. Allmächtig ist Gott; Sein Tun ist weise, Und seine Huld ist jeden Morgen neu, Ist jeden Morgen neu. V* * ** öů 7 lich. 4. Groß ist der Herr. Ja groß ist der Herr, Sein Nam ist heilig, Und alle Welt ist seiner Ehre voll, ) Ist seiner Ehre voll. 5. Singet dem Herrn! Wir lobsingen ihm Mit frohen Chören, Und er vernimmt auch unsern Lobgesang, 2) Auch unsern Lobgesang.:3 Karl Fr. Wilh. Herrosé 1754—1821. Nach eigener Melodie. Luise Reichardt 1779—1826. 44IEEE , n mn anm. mii rn .—* ö———..— ù½ ꝗ Ich will Gott den Her- ren lo⸗ Q 5 N 4 E.——4— * —......— — — ben durch mein gan⸗ zes Le⸗ ben lang; gern in 576 Anhang.— ö 2. Seiner Engel Jubel Doch ich weiß, daß auch das schallen Lallen Wunderbar von Welt zu Welt; Eines Kinds ihm wohlgefällt. Nach eigener Melodie. Hans Georg Nägeli 1773—1830. 4 42— 2——.— .——.——.———.— Lobt froh den Herrn, ihr ju⸗gend⸗ * 29 + 22•19—— 437 *—XI II—.———1.———— I— L—+ RI.—2.— FWIDDIDSSeeee-‚.E/ — +*— 2435.———1 2— li⸗ Hen Chö⸗ rel Er hön⸗ ret gern ein Lied zu ——— seie ner Eh⸗ re. Lobt—5 den Herrn, lobt froh den Hern! 2. Es schall' empor 4. Wir stammeln hier, Zu seinem Heiligtume Doch hörst du unser Lallen Aus unserm Chor Zum Preise dir Ein Lied zu seinem Ruhme! Mit Vaterwohlgefallen. Lobt froh den Herrn, 2 jauchzen wir, Lobt froh den Herrn! Dir singen wir! 3. Vom Preise voll 3. Einst kommt die Zeit, Laß unser Herz dir singen! Wo wir auf tausend Weisen, Das Loblied soll O Seligkeit, Zu deinem Throne dringen. Dich, unsern Vater, preisen Lobt froh den Herrn, Von Ewigkeit Lobt froh den Herrn! Zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. W Melodie. —— HSRSSRTIT . Onan Jauchzt un⸗ serm Gott, dem Va⸗ter ü-ber — Lob und Dank. 377 N 4 4 = v e, ——————— al ⸗le, daß weit von Ost und West sein Ruhm er⸗ 3„ 4 SPIPIPIPPFPTFTFTTFTIPISPIIII....— 5.—————.——. schal⸗-le; denn durch sein Wal⸗ten ent⸗ stan⸗ den A* 4— ünnen. wi:xd. den Lnnn n.—— + ö. 2— nn nr, V— L— W 6Wꝗ.. . en Ee. wir, zu le⸗ben für und für, zu lesben für und V. E E E EEEE * für in Lie⸗ be 2. Schaͤut froh empor! Das Lichtmeer, dort die Sonne— Gott schuf sie ja der ganzen Welt zur Wonne, Die ihr entströmet durch alle Zeit, ½ Und was am Himmelszelt Der Nächte Dunkelheit erhellt. Nach eigener Melodie. se⸗ lig dort und hier. 3. Ja singet froh Im Himmel und auf Erden, Die ihr durch Gott sollt froh und selig werden! Es schalle mächtig die Welt entlang Hell lauter Jubelklang Des großen Vaters Preisgesang. 44¹⁷ — 2—35 r +—1 ——5*——..——....— ee‚‚‚ —0——— ——— 0 0 0 Un; ser Gott ist lau⸗ ter Lie ⸗be, e.—— N 5SSIEEEEEEEEEE 2——3..—— —— 2— 1 4.—. Menschen, komt und be-tet an! Evang. Gesangbuch. Stimmet 19 Anhang. ————— —1— — ihm aus rei⸗nem Trie ⸗ be eu ⸗er Lob⸗ —— — 4—. H———————— 2— II —.— 1— — lied freu⸗dig an! 2. Ist's auch schwach und 3. Droben in de Engel Chöre unvollkommen, Stimmen wir einst alle ein: Wenn der Wille nur ist gut;„Lob, Anbetung, Preis und Droben wird es besser kommen; Ehre!“ Darum habt nur guten Mut! Welche Wonne wird das sein! 2. Bitte und Fürbitte. Nach eigener Melodie. Altniederländ. Volksweise. Um 1600. 4*——.— 4⁴⁵ —.. ⁰½ α*) Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, der so 44 X ,=.... ———* 14— mäch⸗ tig, ge⸗wal⸗ tig und hei⸗ lig die Kir⸗ che re⸗ ————— 4 N—*X SSSEEE +—.— 1— + giert, der rich⸗ tend und ret⸗ tend, wun⸗ der⸗bar und 3 1 5 aprächt ag aus Nö⸗ten und Ver⸗folgung sie hulbreich ge⸗ 41 ) Der ursprüngliche Text ist auf Seite 661 abgedruckt. 1 Bitte und Fürbitte. 1 Schluß der 3. Strophe.— H II—K II iS E — 1 11 führt. O Herr, steh uns bei! 2. Wohl sinnen und spinnen 3. Wir trauen und bauen Noch Unheil die Feinde, Auf den, der die Seinen Berücken mit Tücken, In Stürmen beschirmen Die feige und schwach. Will gnädig und treu. Doch sicher zum Siege Allmächtiger Helfer, Führet die Gemeinde Wollest uns erscheinen DerHeiland, und durch Kämpfen Im Dräuen der Gefahren. Bleibt stark sie und wach. 7 O Herr, steh uns bei! 7. Nach den Altniederländischen Volksliedern des Adrianus Valerius. 1626. A Melodie. Andreas Barner 1835—1910. 44⁰—. —— Dbna Lie⸗ber Va⸗ter hoch im Himmel, merk auf 51 —.——— SSE dei⸗ ner Kin⸗ der Flehn! Laß uns heut und al ⸗le P— 2. Unsre Sonn ist deine Gnade, O so gib aus deiner Fülle, Und dein Wort der Himmels⸗ Gibuns, Herr, von deinem Licht! tau, ů 4. Mög dein Geist uns stets Der uns nähret und erquicket regieren, Gleich der Blume auf der Au. Lehre uns gehorsam sein! 3. Alles hast du ja in Händen Führe uns auf deinen Wegen, Und du weißt, was uns gebricht; Herr, in deinen Himmel ein! Agnes Franz 1794—1840. ⁵⁰ Anhang. O Nach eigener Melodie.⸗ Hans Georg Nägeli 1773-1836. 1——.— 447— ö——.— SSTTT —.— Lehr mich be⸗ ten, Gott der Herr⸗lich⸗ 22——————— —————.——— e. keit, kind⸗ lich vor dich tre ten, wie dein J Wort ge- beut! 2. Deinem Bilde ähnlich soll Schenk mir deinen Frieden, ich sein. wohne selbst in mir! Lehr mich sanft und milde, fromm .. 4. Meine Seele preist und und heilig sein! lobet dich; 3. Nimm die Sünde, nimm die Wenn ich zu dir bete, so erhörst Schuld von mir; du mich. Nach Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Nach eigener Melodie. Friedrich Silcher 1789— 1860. + 0.— 448 P. —— 2— 1 4 So nimm denn mei? ne Hän-de und bis an mein se⸗ lig En⸗de und SSEEE * Hi hl Ich mag al- lein nicht ge⸗ ö + D — 1— HQ V ———.—— 2—..—.———— 2 5———— 12 hen, nicht ei⸗ nen Schritt; wo du Wiclt gehn und ISCERDD — é Sonntag und Gottesdienst. 581 ++ — + 6. 121——— 2——.—— ste⸗ hen, da nimm mich mit! 2. In dein Erbarmen 3. Wenn ich auch gleich nichts ö hülle fühle Mein schwaches Herz Von deiner Macht, Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz! Laß ruhn zu deinen Füßen Dein armes Kind! Es will die Augen schließen Und glauben blind. 3. Sonntag und Gottesdienst. Mel. Wie fröhlich bin ich aufgewacht. Du führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich! Julie von Hausmann 1825—1901. Nach F. W. Sering. 9 E 44 65r e d uint n νο Der 22—555 kommt mit lei⸗ sem Tritt und ———.————.. P I bringt viel Freud und Se⸗gen mit. Sei uns willkommen, I —————..——— Tag des Herrn, wir 2. Wie freundlich hat uns Gott bedacht, Daß er den Sonntag hat ge⸗ macht, ssehn dich al⸗ le herz⸗ lich gern! Zu ruhen von der Hände Werk, ö Daß Leib und Seel sich wieder stärk'. 58² Anhang. 3. Von innen und von auße rein Soll jedes Kind am Sonntag sein Von Lärm und wildem Spiele fern, So hat's der Herr des Sonntags gern. Nach eigener Melodie. n 4. Drum, lieber Sonntag, sehnen wir Die ganze Woche uns nach dir. Sei uns willkommen, Tag des Herrn, Wir sehn dich alle herzlich gern! J. R. Weber. Gottlieb David Gackstatter um 1827, 450 548 5. SSSDSSPPI DIIIIIT 0 0 0 0 So fei ⸗er-lich und stil ⸗le als 590— Ee D.eeee.e.— V.. heute nah und fern sei's auch in mei⸗nem 277.— 12—.—.—— WSEEEEE 7 6——— J II Her-zen am schö⸗ nen Tag des Herrn. 2. Es tönen hell die Glocken, Wer nähme Gnad und Liebe Sie tönen nah und fern Und wollen alle laden Ins hohe Haus des Herrn. 3. O solchem freud'gen Rufe Wer folgte dem nicht gern? Nicht gern von seinem Herrn? 4. Und sieh, der Glaube leitet Wie einst der Weisen Stern Das Herz auf sicherm Pfade Hinauf zu seinem Herrn. Christian August Gebauer 1792—1852, Nach eigener Melodie. Christian Gregor. 1784. . H* V 1 II 1I 451 I...—*—.————.—— ö 2* ö*.*— + — Seg⸗ne und be⸗ hü ⸗te uns durch Erscheinung des Heilands. 3 en—.———— + ö IPIPII ———.——..—— d ei⸗ ne Gü ⸗ te, Herr, er--heb dein An-ge-sicht ü⸗ber uns und gib uns Licht! 2. Schenk uns deinen Frieden 3. Amen, Amen, Amen. Jeden Tag hienieden, Ehre sei dem Namen Gib uns deinen guten Geist, Jesu Christi unsers Herrn; Der uns stets zu Christus weist! Denn er segnet uns so gern. Johannes Evangelista Goßner 1773-1858. 4. Erscheinung des Heilands. Nach eigener Melodie. Aus England. X* X 2 H.— ö 45² DIIIIIIIIII..... —————— 2 aaa Horch, es klop⸗fet für und für! S...— 3—3—..———.—. 0— 0 45 Wer steht draußen vor der Tür? O ein Gast ist's son⸗der⸗ 4 7 ö ö 22—. 2— 7 ö———— I*——.—— +* ——*— V gleichen, den die Re⸗ be zu dir trieb. Ach, mein 1— —.—..——N—— EE N——— +— ů —. V Herz,laß dich er⸗weichen, tu ihm auf und hab ihn lieb! „ 5⁸⁴α Anhang. 2. Horch, es Hlopfet stets aufs neu! Wer mag warten so voll Treuꝛ O dein Herr ist's hoch erhaben; Welch ein Flück ist's sein zu sein! Sieh, er kommt mit Himmels⸗ gaben, Tu ihm auf und laß ihn ein! 3. Horch, es klopfet, hör es doch! Immer steht er draußen noch. O dein Heiland ist's voll Gnaden, Der da klopft an deiner Tür, will dich zur Hochzeit laden, Tu ihm auf, er schenkt sich dir! Ernst Gebhardt. 21 eigener Melodie. Tonfast aus dem 15. Jahrhundert. nsatz von Michael Prätorius. üi — D—— * 2 — 0 0 Es ist ein' Ros' ent⸗ sprun⸗ gen wie uns die Al-ten sun= gen, H E 2—.— ———— ———.————.———. aus ei ⸗ ner Wur⸗zel zart; ö von Jes⸗se kam die Art, nd hat ein ... Blümlein brache mit ⸗ten im kal⸗ten Win=ter . 4* S ö II i. wohl zu der 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaias sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ew'gem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. hal ⸗ben Nacht. 3. Das Blümelein so kleine Das duftet uns so süß; Mit seinem hellen Scheine Vertreibt's die Finsternis. Wahr'r Mensch und wahrerGott Hilft uns aus allem Leide, Rettet von Sünd und Tod. 1 ů ¹ Erscheinung des Heilands. 585 4. O Jesu, bis zum Scheiden In deines Vaters Reich, Aus diesem Jammertal Da wir dich ewig loben; Laß deine Hilf uns g'leiten O Gott, das uns verleih! Hin in den Freudensaal Aus dem 15. Jahrhundert. Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1535. Q ++—— IL 454 56—————..... 4—41. 3..—.—— 00 0 0 Nun sin⸗ get und seid froh, jauchzt —— 1—.——2— 1.ũ— 7—— S...II..IFI....—.———— —.— 4——. al ⸗le und singt so: Un- sers Her⸗zens 4* 1 E—— —.— IEEe— EDESEEEEEEEEEEEEEE Won⸗-ne liegt in der Krip- pe bloß und Q 4 E/ +—.—— 2— EEEEIEEIEIEIEIEIEEEEE.E. X V. leuch⸗tet als die Son⸗-ne in sei⸗ ner Mut=ter *.— 1 1 14—— 4+* v. ö ů H—— —— A. Schoß. Zu bist A und O, 9 — I— N. II — SS...... du bist A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, 3. Groß ist des Vaters Huld, Nach dir ist mir so weh! Der Sohn tilgt unsre Schuld. Tröst mir mein Gemüte, Wir wär'n all' verdorben O Kind voll Mildigkeit, Durch Sünd und Eitelkeit, Durch alle deine Güte, So hat er uns erworben Du Fürst der Herrlichkeit! Die ew'ge Himmelsfreud. Zeuch mich hin nach dir!:::, Wären wir doch da!:, 58 Anhang. E 4. Wo ist der Freuden Ort? Nirgends mehr denn dort, Wo die Engel singen Das Heilig allzumal, Nach eigener Melodie. Und wo die Psalmen klingen Im hohen Himmelssaal. Wären wir doch da! 1 Aus dem Mittelalter. 1530. —2— 4 4 455 22 2.— SS ——5——— 0 0 Vom Him⸗mel hoch da komm' ich her, ich 2 2 ů 4. ö ö 4. N—. 7. +—* x‚ 3.— .— bring' euch gu⸗te neu e Mär; der gu⸗ ten Mär bring' Q. +— ——.——— + AIE SSSI..I....T 888——— 2 22. 2 ich so viel, da⸗ 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindlein, jetzt noch zart und fein, Das soll eur' Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott; Der will euch führ'n aus aller Not, Er will eu'r Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringteuch alleSeligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't, von ich sing'n und sa⸗ 35 gen will. Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt ewig leben allzugleich. 5. Des laßt uns alle fröhlich ein Und mit den Hirten gehn hinein Zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 6. Sei mir willkommen, edler ast! Den Sünder nicht verschmähet a Und kommst ins Elend her zu mir: Wie soll ich immer danken dir? Erscheinung des Heilands. 35³⁷ 7. Lob, Ehr n Gott im höch⸗ sten Thron, Der uns n ein' gen Des freuet sich der Engel Schar Und singt uns solch ein neues Jahr. Martin Luther 1483—1546. Nikolaus Herman. 1554. 456 0⁰ Nach eigener Melodie. ————— ————.— + KLobt Gott, ihr Chri⸗sten all⸗zu⸗ Sleirn in ————.... 2 n sei⸗ nem höch⸗ sten Thron, der heut schließt auf sein i Him⸗ mel⸗reich und schenkt—1 4 7 nen dn e und —————..—6——— sei⸗ nen Sohn! 2.Er kommt aus seinesVaters Und nimmt an 15 ein's Knechts oß Gestalt, Und wird ein Kindlein klein; Der Schöpfer aller Ding.:, Er liegt dort elend, nackt und biß 4. Heut schiche er wieder auf In einem Krippelein.:) 7 e Tür 3. Er äußert sich all seiner Zum schönen Paradeis, G'walt, DerCherub steht nicht mehr dafür. Wird niedrig und gering Gott sei Lob, Ehr und Preis!:, Nikolaus Herman 1480—1561. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 00 0 0 schenkt uns E Ich steh' an dei- ner Krip⸗ pe hier, ich kom⸗ me, bringꝰ und schen⸗ ke dir, was Anhang. du mir hast ge⸗ EEEEEE ö ö .......... Geist und Sinn/ Herz/ Seel und Mut, nimm al⸗les hin und laß dir's wohl⸗ge⸗ fal⸗-len! 2. Da ich noch nicht geboren Noch nach des Leibes Freuden; war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh' ich dich kannt', erkoren. Eh' ich durch deine Hand ge⸗ macht, Da hast du schon bei dir bedacht, Wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefster Todes⸗ nacht, Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud' und Wonne. 25 O Sonne, die das werte Licht Des Glaubens in mir zugericht't, Wie schön sind deine Strahlen! 1. Du fragest nicht nach Lust der Welt Du hast dich bei uns einge⸗ stellt An unsrer Statt zu leiden. Suchst meiner Seele Herrlich⸗ keit Durch dein selbsteignes Herze⸗ eid, Das will ich dir nicht wehren. 5. Eins aber, hoff' ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein ein Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden! Paul Gerhardt 1607—1676. Erscheinung des Heilands. 58⁸ —— Nach eigener Melodie. Georg Friedrich Händel 1685—1759. — 458 2 INII—12———— SSSI F.½½ 3—.— 00 0 0 Toch- ter Zi⸗ on, freu à— 1— n uvin 1———— PP III TTTT dich, jauch ⸗ ze laut, Je⸗ ru sa⸗ —2——* 3— NII PPꝓPF I—— ————————, Frie de⸗ fürst. Toch⸗= te Zi ⸗ on, .— •te,.—4 DIIH‚D‚‚iR‚‚e‚.—— — 2— 1.— I——+ freu e dich, jauch e HEr— 12—. H EEEE ——.— 2—.— än 4—6 laut, Je⸗ ru sa-lem! 2. Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich; Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! 3. Hosianna, Davids Sohn, Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du, des ew'gen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, Sei gegrüßet, König mild! Heinrich Ranke. 1820. Nach eigener Melodie. Portugiesische Weise. me —.— 450% 0 0 0 0 Her⸗ bei, o ihr 22—..7 fröh⸗ lich — 1665 E=— —.————IIIIIT— tri um⸗ phie⸗—.— o kom⸗met, o kom⸗-met nach Mädchen. ——..———————— m SR—— Beth hem! Se⸗ het das Kindklein —.— R. uns zum Heil ge-⸗ bo- ren—— las⸗-set uns an⸗ Rnaben. Alle. o las-set uns an- be⸗ ten, o las=set ..... uns an- be-ten den Kö nig, den Herrn! Alle.) O lasset uns anbeten, 2. Kommt, fi zget dem Herren,(Knaben.) O lasset uns anbeten, O ihr Engelchöre!(Alle.) O lasset uns anbeten Frohlocket, ESelieen ihr Den König, den Herrn! eligen d4rta. nalet (Mädchen.) Ehre sei Gott im Him⸗ übersetzt aus adeste fideles. Deutsch von Heinrich Ranke mel und auf Erden! 2 um 1820— ⁰0 Anhang.— — Erscheinung des Heilands. 591 Nach eigener Melodie.—.40 8 geistliche Volksweise sanctissima). 46⁰ SSDSDSS Lä so od O du fröh⸗li ⸗ che, o du * P E SS D./— se⸗ li⸗ ge gna⸗den- brin⸗gen⸗de Weihnachts⸗ zeit! Welt ging ver⸗ lo ⸗ ren, Christ —3— —5———— 82—..—————— ————————..‚————— ist ge⸗ bo ⸗ ren; freu ⸗ e, freu e —.————.————————— d r,—— dich, o Chri⸗sten ⸗ heit! 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O du selige O du selige Gnadenbringende Weihnachts⸗ Gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! zeit! Christ ist erschienen, 2)½ König der Ehren, Uns zu versühnen; Dich woll'n wir hören; Freue, freue dich, o Christen⸗ Freue, freue dich, o Christen⸗ heit! heit!:/ Johann Daniel Falk 1768—1826. Nach eigener Melodie. Aus Thüringen. 1810. E 0 ꝗQ Am Weihnachts baum die Lich⸗ ter ⁰ — —.— bren⸗nen. ———— S— 2.— spräch' er: Anhang. —D..— „Wollt in ————— . — mir er ⸗ ken⸗nen ge⸗ i treu⸗er Hoffnung stil⸗ 2. Die Kinder stehn mit hellen licken, Das Auge lacht, es lacht das erz. O fröhlich seliges Entzücken! Die Eltern schauen himmel⸗ wärts. 3. Zwei Engel sind herein⸗ getreten, Kein Auge hat sie kommen sehn, Sie gehn zum Weihnachtstisch und beten Und wenden wieder sich und gehn. 4.„Gesegnet seid ihr alten Leute, Gesegnet seist du kleine Schar! 4⁰² 0 0 Nach eigener Melodie. les Bild!“ Wir bringen Gottes Segen heute em braunen wie dem weißen Haar. 5. Zu guten Menschen, die sich lieben, Schickt uns der Herr als Boten aus, Und seid ihr treu und fromm ö geblieben, Wir treten wieder in dies Haus.“ 6. Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen, Unsichtbar jedes Menschen Blick Sind sie gegangen wie ge⸗ ommen, Doch Gottes Segen blieb zurück. Gustav Hermann Kletke. Volksweise. 1842. ö Der Christbaum ist der schön⸗ ste Baum, den wir 0 er⸗ den ken⸗ nen. Im Gar ⸗ten klein, im + ö— —0—.————*— 53. 38 E 2— eng⸗sten Raum wie lieblich blüht der Wun- der⸗ baum, wenn i. II ——— II bren 2. Denn sieh, in dieser Wun⸗ dernacht Ist einst der Herr geboren, Der Heiland, der uns selig macht. Hätt' er den Würacß. nicht ge⸗ bracht, Wär' alle Welt verloren,: Verloren. 3. Doch nun ist Freud und Seligkeit, ben⸗ nen, ja Ist jede Nacht voll Kerzen, Auch dir, mein Kind, ist das nen. Dein Jesus schenkt dir alles heut, 2) Gern wohnt er dir im Herzen,:, Im Herzen. 4. O laß ihn ein, es ist kein Traum! Er wählt dein Herz zum Garten, Will pflanzen in dem engen Raum Den allersch önsten Wunderbaum 2 Und seiner treulich warten,: Ja warten. Johannes Karl. 1842. Franz Gruber. 1818. bereit't: 463 Nach eigener Melodie. 0 00 0 Q.— E ——8—72— —3 d—— —.————— Stil⸗le Nacht, heil'⸗ge Nacht! Al⸗les schläft, — II —— +I II —.— Kind, bei dem himm-li⸗schen Kind. 2.Stille Nacht, heil'geRacht! 3.Stille Nacht, heil'ge Nacht! Hirten erst kundgemacht Gottes Sohn, o wie lacht Durch der Engel Halleluja, Lieb aus deinem göttlichen Mund, Tönt es laut von fern und Da uns schlägt die rettende nah: Stund, 23 Christ, der Retter ist da.,: ½ Christ, in deiner Geburt! 25 Joseph Mohr 17921848. Nach eigener Melodie. Johann Abraham Peter Schulz. 1794. 464 2 TI* I* 1—* V S ÆI. —.2——1———— *.„ Arrir — Ihr Kin-der⸗lein, kommet, o kom-⸗mei doch zur Krip⸗pe her kommet in Beth⸗le⸗hems —5 . .7 —— — —.—..— —++ —**X I —.—— Stal und seht, was in die-ser hoch-hei li⸗gen —5 + ISSII R ENN — DIT— v. —— 1 Nacht der Va⸗ter im Himmel für Freu⸗de uns macht! Erscheinung des Heilands. 3⁹ 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, Seht hier bei des Lichtleins hell⸗ glänzendem Strahl In reinlichen Windeln das himmlische Kind Viel schöner und holder, als Engel es sind! 3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh; Die redlichen Hirten knien betend davor, Hoch oben W jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, Erhebet die Händchen und danket wie sie; Nach eigener Melodie. Stimmt freudig, ihr Kinder,— wer wollt' sich nicht freun?— Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. Was geben wir Kinder, was schenken wir dir, Du bestes und liebstes der Kin⸗ der, dafür? Nichts willst du von Schätzen und Freuden der Welt, Ein Herz nur voll Unschuld allein dir gefällt. 6. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin Wir geben sie froh dir in kind⸗ lichem Sinn. O mache sie heilig und selig wie deins Und mach sie auf ewig mit deinem in eins! Christoph von Schmid 1768— 1854. Choralbuch der Brüdergemeine. X. Q *— —*— —5 2——— —*— 2 1 *— — —— 5 *** 0 0 0 Kom⸗met, ihr Kin⸗ der, mit foöͤh⸗ R⸗—— —5— I.— l— 2——— 2 j* 7— De--‚..— +——1 22 2 Her- zen, kom⸗met und ei⸗ let nach Beth⸗ le—— .——.......— EEIEEEEEEEEEEEEEE Feld, las⸗set da⸗ hin⸗ten die Sor⸗gen und Schmerzen, das lieb⸗lich⸗ste Wun⸗der der Welt! I.. ui 3 S 217— set die freu⸗ di ge Kund euch er ⸗ zäh-len: E Si —..— + T—. — Je⸗sus ist kom⸗men, der Hei⸗land der See⸗len! - 2. Gebt euch dem Heiland nun 3. Ja, wir ergeben uns dir gänzlich zu eigen, heut aufs neue, Präget sein Bild in die Herzen Jesus, du liebest die Kinder so euch ein; ehr. Er kann den Weg nur den Stärk unsern Glauben, erhalte richtigen zeigen, die Treue, Der in den Himmel uns führet Daß wir dich lieben je mehr hinein! und je mehr, Blicket nach ihm als dem retten- Bis wir im seligen Himmel den Sterne: dort oben, Jesus ist kommen, o folget ihm Liebster Herr Jesu, dich ewiglich gerne! loben! ö Brüdergemeine. Nach eigener Melodie. Nach einer Paderborner Weise. —.——— HEEE ⁰ u Ihr Hir⸗ ten, er wacht, seid mun⸗= ter und ., den e,.D‚RRRI SSSS.... lacht! Die En⸗ gel sich schwingen vom Him⸗ U◻ Erscheinung des Heilands. 39⁷ mel und sin ⸗ gen: Die Freu⸗de ist da, der + DI— E 6 △ ee,.x——.— 2 4.. IE —————563 II — Hei⸗land ist nah. 2. Ihr Hirten geschwind, 3. Sie hörten das Wort Kommt, singet dem Kind, Und eilten schon fort, Blast in die Schalmeien, Sie kamen in Haufen 0 Wch zu el5. And gnd 1 da an uf, suchet im Fe nd fanden da a Den Heiland der Welt! Den Heiland im Stall. Verfasser unbekannt. Nach eigener Melodie. Altböhmische Volksweise. +——.— ———— IIE Kom⸗met, ihr Hir-ten, ihr Män:⸗ner kom⸗met, das lieb- li ⸗che Kind⸗lein 40⁷ S...........— III ——F 7 IDRI—.— ——— — n en hne der Her in ben XXV 07 I X*X *X —— 47 in 0—— SSSS————— 1. ge⸗ bo⸗ ren, den Gott zum Hei⸗land euch hat er⸗ 4 N*SIDDDNA SSSSSSE —7„ ko⸗ ren: Fürch⸗ tet euch nicht! ö ö ⁵⁸ Anhang. 2. Lasset uns sehen in Bethle⸗ hems Stall, Was uns verheißen der himm⸗ lische Schall; Was wir dort finden, lasset uns künden, Lasset uns preisen in frommen Weisen! Halleluja! Nach eigener Melodie. 3. Wahrlich, die Engel ver⸗ kündigen heut Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud: Nun soll es werden Friede auf Erden, Den Menschen allen ein Wohl— gefallen. Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Volkslied, Joh. Christ. Heinr. Rinck 1770—18ʃ. —X 2. 4⁰⁸ EE—— 42— —————..— 2. Kehrt mit seinem Segen Ein in jedes Haus, Geht auf allen Wegen Mit uns ein und aus; + ö ů 00 0 Al-⸗-le Jah- re wie- der kommt das SSIIIII.II.II.TT. I.II—————— NI— 1 EE——— E I 1. — 2.—.— +— Chri⸗stus ⸗ kind auf die Er⸗ de nie ⸗ der, —.— I* II IAb——.———8 — D wo wir Menschen sindz 3. Ist auch mir zur Seite Still und unerkannt, Daß es treu mich leite An der lieben Hand. Wilhelm Hey 1789—185l. 696 Vom Himmel——0 c. 1530. 4690% SS— 0 Du lie⸗ ber heil'⸗ger from⸗-mer Christ, der E 1 Erscheinung des Heilands. 999 ö +—— e He 340 ö ö—— SI. I——*— ö D für uns Kin- der kom⸗men ist, da⸗ mit wir sol⸗-len ö 4 4 4 4 +— 1 e. I 21.. ö—4 —.—*—*—— 1— G— 2.——— 7 121— 4—— 1.3—.9—1 weis' und rein und rech⸗ ö 2. Du Licht, vom lieben Gott esandt In unser dunkles Erdenland, Du Himmelskind und Himmels⸗ schein, Damit wir sollen himmlisch sein! 3. Du lieber heil'ger frommer ö Christ, Weil heute dein Geburtstag ist, Drum ist auf Erden weit und breit Bei allen Kindern frohe Zeit. 111 1 E1 2 —— te Kin- der Got=tes sein! 4. O segne mich, ich bin noch klein, O mache mir das Herze rein, O bade mir die Seele hell In deinem reichen Himmels⸗ quell! 5. Daß ich wie Engel Gottes ei In Demut und in Liebe treu, Daß ich dein bleibe für und für, Du heil'ger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt 1769-1860. Nach eigener Melodie. Leonhard Schröter. 1587. 4F— ö nent— *—.———— ö 0⁰ Freut euch, ihr lie⸗ ben Chri⸗ sten, freut 4—.— eee, ——r‚.—.4..———— euch von Her⸗zen sehr! Euch ist ge⸗ bo⸗ ren Q—— DSDSDIDIRDiiieeEEEe—— S Chri- stus, recht gu⸗ te neu=e Mär. Es 0⁰0 Anhang. U ———ß——— 35— DDDDEE ———.— D——— sin⸗gen uns die En- gel aus Got⸗tes ho- hem EEEEE EE 1— 0 Thron, gar lieb⸗ lich tun sin⸗ 2 H— N— — wahr ein' sü ßen Ton. Ton. 2. Also tun sie nun singen: Es ist euch dargegeben, Das Kindlein ist euch hold, Dadurch ihr sollet han Es ist des Vaters Wille,) Des Vaters Gunst undSegen, Der hat's also gewollt. Sein' Gnad ist aufgetan.:) Aus der Liedersammlung von Gottfried Freiherr von Tucher 1813—1877. ü 4620 Melodie. Volksweise. Vor 1826. 47¹⁰⁴F7 n N— ——90[ Sü⸗ßer die Glo⸗cken nie klin⸗gen — I V V DE als zu der Weihnachts⸗ zeit; 8 ist, als ob SSPSRSRRRRRRRET En⸗ge⸗ lein sin gen wie- der von Frie⸗ den und E.—... Freud, wie sie ge⸗ sun⸗ gen in se⸗ li⸗ VIIII 41 4 „ — Erscheinung des Heilands. 60¹ ——. ger Nacht. Glo⸗den mit hei⸗- li⸗ gem Klang, N* II —....——.— ——..——— klin⸗ get die Er⸗ de ent⸗ lang! 2.Owenn die Glocken erklingen, 3. Klinget mit lieblichem Schnell sie das Christkindlein— Schalle hört, Über die Meere noch weit, Tut sich vom Himmel dann Daß sich erfreuen doch alle schwingen, Seliger Weihnachtszeit, Eilet hernieder zur Erd, 2): Alle aufjauchzen mit einem Segnet den Vater, die Mutter, Gesang. das Kind.:, Glocken mit heiligem Klang, Glocken mit heiligem Klang, Klinget die Erde entlang! Klinget die Erde entlang! Wilhelm Kritzinger 1816—1890. — Mel. Ostern ist heut. Johann Peter Schück. Q 47² V*— I.— + I—. —— LI—.———— E SSSI— 00 0 0 Weihnacht ist heut, wir sind er ⸗ freut, Q E—.——.— 3 der—. Je⸗ sus Christ zur Welt ge⸗ bo⸗ren ist, 2— ——————— Ndaß der 1— Je⸗ sus Christ zur Welt ge⸗ 3bo- ren ist. 2. Hörst du den Klang, 27 Betend die Hirten knien, Den Engelsang? Weil unser Heil erschien.:: 60² Anhang. ö— ö 3. Komme auch du 4. Weihe dein Herz Voll Dank herzu; In Freud und Schmerz ) Dir auch wird ew'ges Heil,„1 Zu Jesu Krippelein, Friede und Gnad zuteil.: So wirst du selig sein.: Johann Peter Schück 1811—-1892. 4 0 der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. a 8.— 1 I.— 2—.— 473 e., 83 EEE—.— Am Him⸗-mel ist ge- stan- den mit SSISITTTTTT———.— SFSPIPIPIIIIIT 1 ei ⸗ nem Mal ein Stern, zu kün- den al-len ⁴ 2 E . Y e—— Lan⸗den den neu⸗ge- bor-nen Herrn. 2. Drei Männer nach ihm Da sind sie eingegangen fragen Mit Gold und Spezerein Wohl in Jerusalem 8 Drei Mänter ziehn 9 hu Zagen 4. Und weinen fast aus Reue Vigieorden Behnhen. Celben Sealf und Dans 3. Drei Männer vollVerlangen Dem König groß an Huld. Stehn vor'ner Türe klein; Abel Burckhard 1805—1862. Mel. Erhalt uns, Herr. Altkirchlich. 1543. 474 25 4. 12 2— Æ— ů—.——— SSSSSIS.II.. 33 n. 0 Herr Je-su Christ, dein teu⸗res Blut ist — Passion und Ostern. 60³ 9——+—— 2— 1—4——HII 2— L— 2..—— —.— 21— — 2—.. — mei- ner See- le höch-stes Gut; das stärkt, das labt, das I 4 2— 1 e L EI PPII.I.IIIIIR 2— macht al⸗lein mein Herz von al-len Sün⸗den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, 3. Herr Jesu, in der letztenNot, mein Ehrenkleid, Wenn mich schreckt Teufel, Höll Dein' Unschuld und Gerechtigkeit und Tod, Macht, daß ich kann vor Gott So laß ja dies mein Labsal sein: bestehn Dein Blut macht mich von Und zu der Himmelsfreud ein⸗ Sünden rein! gehn. Johann Olearius 1611—1684. 255. ist an Gottes Segen. 1738. 5 0ο ù Un⸗ter tau⸗ send fro⸗ hen Stun-⸗den, ——— — 2 die im Le⸗ ben ich ge-fun⸗ den, blieb nur ei ⸗ ne mir ge⸗ treu, ei⸗ ne, wo in tau⸗- send Schmerzen 60⁴ é Anhang.—I — stor⸗ ben sei. V 2. Wenn sie JesuLiebe wüßten, Liebten alle nur den Einen, Alle Menschen würden Christen, Würden ewig ihn nur meinen, Ließen alles andre stehn, Ewig ihm zur Seite stehn. ö Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772-180ʃ. Mach eigener Melodie. Emilie Zumsteeg 17961857. 470 E 4— Am Gl-berg weiß ich ei ⸗ ne Stät⸗ te, ent⸗ E le-gen vom Ge⸗räusch der Welt; der Kis⸗dron 2—.— rauscht im tie⸗fen Bet-te, der Gl⸗baum brei⸗tet n 8.———.————62—.——— 272—.— ——.—.— ö sein Ge⸗ zelt. Dort blickt man nicht von stol⸗ zen * R‚.‚.—.— 4*———.2 War⸗ten hin⸗aus auf Flu⸗ ren, Wald und See; den * ———— V ————.——————— stil-len Hof um⸗gibt ein Gar⸗ten, sein Na⸗ me ——88 x V Passion und Ostern. 60⁵ * II.I........... —————‚...3 ist Geth⸗ se⸗ ma ⸗ ne. 2. Dort lag der heiligste der Beter In dunkler Nacht auf seinen Knien, Dort hat das Kind der frommen Väter Zu Gott gerufen und geschrien. Dort wurden Seufzer ausge⸗ stoßen In großer Angst und Seelennot, Von der gebeugten Stirne flossen Die schweren Tropfen blutigrot. 3. O Herr, du hast auch meinen Frieden Gesucht in jener finstern Nacht; Du hast, von allen abgeschie⸗ den, Für mich gebetet und gewacht. Wie sollt' ich nicht daran ge⸗ denken Und allerorten, wo ich geh', Die Blicke meiner Augen lenken Hinüber nach Gethsemane? Heinrich Puchta 1808— 1858. Nach eigener Melodie. Um 1050. 477⁷*—— DIT— — 2 ꝗ Christ ist er ⸗ stan-den von der *2— 2.—— D‚.eee. ISE.. 4* 12*5q30..— ** Mar⸗ter al-lez; des soll'n wir al le froh sein, — I. + 5— .... DDD —.R——*.— Christ will un⸗ser Trost sein. Herr, er⸗barm dich! H ——— 4 *——I———— ,—.—— 2. Wär' er nicht er⸗ stan⸗ den, die Welt die wär' ver⸗ Fal —* 5— 1—3 — 1 iii‚E *——— gan ⸗ gen; seit daß er er-stan- den ist, so 2—**— 5— .—..—.——.—... —— 1.— 22—— —* lob'n wir den Va⸗ter Je-su Christ. Herr, er-barm a 4 ———.——98 n DIII . ö— dich:. Hal le lu 3ja, Hal⸗-le⸗ ——— ö ö 3 .PPPP lu a,., Hal le. lu ja! Des soll'n wir 23 0 555.—— 3— —— 21— SSDSSR———————— al⸗ le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. 9* III . IL 2 IL — 22——.25————. II V— Herr, er-barm dich! Um 1200. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 17³8. a— 478 SIRRSIIIAI‚.‚‚‚.‚.‚‚.— “——.——.— *—‚‚DITD‚‚‚D‚‚‚‚— u O⸗stern, O⸗ stern, Früh⸗lings⸗we⸗hen! — Ei—.———— E + 4 +— —. +—.— 2 1—.——— — 2 Ostern, O⸗ stern, Auf⸗ er-ste⸗- hen aus der tie=⸗fen 54111 IRRIeWW-WFF „AI SSIII —O Passion und Ostern. 6o⸗ L—— 2 8 +=.———.—— Gra-bes⸗nacht! Blu-men sol⸗ 96 fröh⸗ lich blä⸗ hen, . SSS SSI— Her-zen sol- len heim⸗lich glü⸗hen; denn der Hei⸗ land ———— ———.— +4—— 21———L— üist er-wacht. 2. Trotz euch, höllische Ge⸗ 3. Der im Grabe lag gebunden, walten! Hat den Satan überwunden, Hättet ihn wohl gern behalten, Und der lange Kerker bricht. Der euch in denAbgrund zwang? Frühling spielet auf der Erden, Mochtet ihr das Leben binden? Frühling soll's im Herzen werden, Aus des Todes düstern Gründen Herrschen soll das ew'ge Licht. Dringt hinan sein ew'ger Gang. Max von Schenkendorf 1783—1817. Mel. O sanctissima. Sizilianische Volksweise. 47⁰ E I O du fröh ⸗li ⸗ che, o du IIII.... Nie ge gna⸗ den⸗ bin gen⸗—— e⸗ — 655—.—.—— 2 zeit! Welt lag in Ban⸗ den,—1 2—— * 2—————5 E ö 2..——— W.——— ninnw Hrd Hitiim,-mii ni, Linn ——————— 1.———— ist er ⸗ stan ⸗ den. Freu ⸗e, freu⸗ e 6os Anhang. O — 4 DSSE.— I—‚ dich, öo Chri- sten-heit! 2. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende Osterzeit! 2) Tod ist bezwungen, Leben errungen. Freue, freue dich, o Christen⸗ heit! 7/ 3. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende Osterzeit! ): Kraft ist gegeben, Laßt ihm uns leben! Freue, freue dich, o Christen⸗ heit Nach Johann Daniel Falk 1768— 1826. Nach eigener Melodie. Johann Peter Schück. 2— 1I.— + 2. —* 1111—————**— E— O⸗ stern ist heut, wir sind er ⸗ freut, V I + ‚— I X— —— 5——.. ◻U—— 4.— LDSIIS.. 2. nnt.—1—. 7 6 Q.— —.— 1 + +——0— 4 1 I ö CSSS‚‚—. DDD a*—— 40** 2. Schaue doch her, Das Grab ist leer; ) Leben und Sieg ist da, Singet Halleluja!:, daß der Herr Je=sus Christ heut auf- er ⸗stan⸗ den ist. 3. Und gehst auch du Zur Grabesruh, 2: Führt dich der Heiland aus In deines Vaters Haus.:, Johann Peter Schück 1811—1892. 5— 1 — Himmelfahrt und Pfingsten. e 6. Himmelfahrt und Pfingsten. Nach eigener Melodie. Friedrich Ernst Feska. 1822. 480 . 00 0 0 In die Fer⸗ne möcht' ich zie⸗ hen weit von —* — r L 2———— — mei⸗ner Hei⸗ mat Haus. Wo die Ber-ges⸗spit⸗zen — — f 6— f—.— ä——.. ————— 2— —.—7 1.— glü⸗hen, wo die frem⸗den Blu⸗men blü⸗ hen, ruh⸗ te EEDD—— mei⸗ ne See⸗le aus. 2. Hätt' ich Schwingen, hätt' ich Flügel, oer ich auf zu meinem Stern. ber Meere, Täler, Hügel, Sonder Schranke, sonder Zügel Folgt' ich immer meinem Herrn. 3. Ach, das war ein schöner egen, Wenn er mit den Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen Seinen Trost, sein Wort empfing. 4. Ander Los ward uns be⸗ reitet: Wie auch blühet rings das Land, Evang. Gesangbuch. Wie sich rings die Ferne breitet— Der uns rufet, der uns leitet, Unser treuer Freund entschwand. 5. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; nn will er wiederkommen, eine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur. 6. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn. All mein Denken, Sehnen, Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb' ich meinem Freunde hin. Max von Schenkendorf 1783—1817. 20 61⁰0 Anhang. O Mel. Ringe recht ꝛc. 1738. 1745. 4 2;;.;.;.;.;.....æ.&cT IS..... —— 32— οπαρ Geist vom Va⸗ ter, tau e, tau⸗ ᷣi EPIPIET S 7Se⸗gen auf die dür ⸗re Flur, daß dein Lie-bes⸗ — ö + wir⸗ken prei⸗se die er⸗ quick- te Kre⸗ a ⸗ tur! 2. Geist des Lebens, wehe, wehe 4. Geistesflamme, zünde, zünde Ubers weite Totenfeld, Heller hier dein Feuer an, Weck die Seelen aus dem Daß es deiner Jünger Herzen Schlafe, Wärmen, heil'gen, läutern kann! . 2— Die der Tod gebunden hält! 5. Jesus Christus, höre, höre 3. Geist des Lichtes, leuchte, Sprich dein Amen, wenn wir leuchte, flehn; Wo es finster ist und Nacht, Send einmal in unsre Lande Daß die Finsternis bald weiche Ein gewalt'ges Geisteswehn! Und die Nacht zum Tag erwacht! Verfasser unbekannt. me Oanctissim. Suilanisge geistliche Volksweise. — 4 483=..— 14— O dn* li ⸗che, o du * zeit! Christ un⸗ser Mei ⸗ ster hei⸗ U1 Himmelfahrt und Pfingsten.—— 611¹ 5...————— 2—1—.—— ligt die Gei. ster. Freu⸗. freu e .SS......I......... iiiiE 22 ² dich, o Chri⸗- sten-⸗heit! 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O du selige O du selige Gnadenbringende Pfingstenzeit! Gnadenbringende Pfingstenzeit! 1 Führ, Geist der Gnade, 2): Uns, die Erlösten, Uns deine Pfade! Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christen⸗ Freue, freue dich, o Christen⸗ heit: Heit Nach Johann Daniel Falk 1768—1826. Mel. Ostern ist heut. Johann Peter Schück. 484—. L. 20 + 2 4...—. S........ EEEE —— 000 0 Pfing⸗sten ist heut, wir sind er ⸗ freut + EEEE S————+—————..—.— *; ü⸗ber den heil'⸗gen Geit, Le un ⸗ser Trö⸗ster heißt, — SEEE.—. * L—4. +. 7—— 14 2.— 1.H— 22 3.— dber den heil'⸗gen Geist, der un⸗ ser Trö⸗ ster heißt. 2. So will er dir 3. Drum bete gern Auch für und für Und oft zum Herrn, Lehrer und Tröster sein, 771 Der dich j ja beten heißt: Zu Gottes Kind dich weihn.): Gib mir den heil'gen Geist!: Johann Peter Schück 1811—1892. 207 912 Anhang./ 7. Ausbreitung des Evangeliums. Nach eigener Melodie. Georg Friedrich Händel S5ü *— α α Von Grönlands eis'⸗gen Ber⸗ gen, von IRIII..— fil ⸗ den, aus dür⸗rem Würsten⸗sand, von vie- len N/———.. fer⸗ nen In:seln, aus manchem Palmwald dicht er⸗ . 3„ E— 1. 2 av... IIIIT tönt der Hei⸗den Bit-te um neu⸗ en Glaubens Licht. 2. Und wir, die wir emp⸗ 3. Weht, weht, ihr lust'gen fangen Winde, Den Glauben von dem Herrn, Sein Wort von Land zu Land, Wir bringen ihn den Heiden, Tragt es, ihr leichten Wellen, Den Brüdern ja so gern. Bis zu dem fernsten Strand, Erlösung ist erfunden Daß alle laut bekennen, Für alle fern und nah. Daß er allein der Herr, O sagt's den armen Heiden, Und alle Knie sich beugen Daß ein Messias da! Zu unsers Gottes Ehr! Nach Reginald Heber 1783-1825. —H Ausbreitung des Evangeliums. 1³ Nach eigener Melodie. Michael Haydn 1737-1806. —— 4—. 7—— 0 0 0 2— Die Sach ist dein, Herr J I su Christ, die und weil es dei- ne Sa⸗che ist, kann E Sach, an der wir stehn, lein das sie nicht un-ter ⸗-gehn. es fruchtbar — 5..——.....—— .—.—— Wei⸗zen⸗- korn, be⸗ vor sproßt zum Licht em⸗por, Q b——..— 2——.5.. Er⸗de Schoß zu⸗vor vom eig nen We:sen los, durch .—...—..—— Ster⸗ben los, vom rri. nen We⸗ sen los. muß ster⸗ben in der 2. Du gingst, o Jesu, unser Samt deiner Sach zum Licht Haupt, empor, Durch Leiden himmelan, Zum Licht empor, Und führest jeden, der da glaubt, Durch Nacht zum Licht empor! Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzu⸗ 3. Du starbest selbst als gleich Weizenkorn Zum Teil am Leiden und am Und sankest in das Grab. Reich; Belebe denn, o Lebensborn, Führ uns durch deines Todes Tor Die Welt, die Gott dir gab! 61⁴4 Anhang. E Send Boten aus in jedes Land, Auch wir stehn dir zum Dienst Daß bald dein Name werd' bereit bekannt, In Kampf und Streit, Dein Name voller Seligkeit! Zum Dienst in Kampf undStreit. Strophe 1 und 3 von Felician Zaremba 1794-1874. Strophe 2 von Samuel Preiswerk 1799—1871. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1539. 0—4—— 487 S..... ————.— DDRRTĩ‚T——— 0⁰ Wir dan⸗ ken dir, Herr Je-⸗ su Christ, daß *— e +——— E—.— du der mächt'ge Kö⸗nig bist, durch des⸗sen Gna-⸗de ——— 1— ——, P * alle- zeit des Her-zens Trost uns ist be⸗ reit. 2. Wie trostlos gehn die Hei⸗ 3. Hilf du, daß sie erkennen dich den hin Und deiner Herrschaft beugen sich, In ihrem ganz verstockten Sinn Daß dankbar sie mit uns zugleich Und beten ihre Götzen an! Sich freun in deinem Gnaden⸗ Doch keiner ist, der helfen kann. reich! Reinhold Grundemann geb. 1836. Mel. Ein Gärtner geht im Garten. 488.— α Ich weiß von vie⸗ len Kind⸗lein im EE EE er ⸗ nen Hei⸗ den ⸗äland, die ha? ben ih⸗ re Wort Gottes. Hän- de zum Hei- land nie ge⸗ wandt. 2. Die armen Heidenkinder Die liegen mir im Sinn; Wer weist zum Freund der Sünder Mit treuem Wort sie hin? 3. Sie lernen keine Sprüchlein, Sie lernen kein Gebet; Sie haben keine Büchlein, Darin vom Heiland steht. 4. Kein Christtag ist bei ihnen Und auch kein Osterfest, Wo Gott sie danken können Als kleine Himmelsgäst'! 5. O Herr, laß deine Gnade Bei ihnen kehren ein, Ein Licht auf ihrem Pfade Laß deine Worte sein! 6. O Jesu, sende Lehrer Hinaus mit deinem Wort; Gib ihnen will'ge Hörer An jedem Heidenort! Verfasser unbekannt. 8. Wort Gottes. Nach eigener Melodie. Johann Friedrich Reichardt. 1790. +.2 0————— +— SSSEE 2——7 0u Im⸗mer muß ich wie⸗der le⸗sen in dem Q* N* 2————— N 1 124 ů— 22 + WSSSDESEIEIEIEEIEIEIEEIEIEEEEEEFFFFF— V— I——.1.— al⸗-ten heil'⸗gen Buch, wie er ist so sanft ge⸗ —2— 5— 2...——. IE— II 1—.——ß—.———. +— II EV 5————.— an II —.—————.—— I we⸗ sen, oh- ne List und oh-ne Trug; 2. Wie er ließ die Kindlein kommen, Wie er hold sie angeblickt Und sie in den Arm genommen 61 Anhang. — Und sie an das Herz ge⸗ drückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Kinder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. Nach eigener Melodie. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, Les' und weine mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798—1877. 9. Konfirmation. Christian Palmer. 1863. — S EE — Nach eigener Melodie. 0 0 Je⸗ su, dir leb' ich, Je⸗ su, dir II 1— 5— +..J.... II E E E F r. * sterb' ich, Je⸗ su, dein bin ich im Le⸗ ben —— Nach Str. 2. E EE *———— H——————— und im Tod. A⸗ men. 2. O sei uns gnädig, Führ uns, o Jesu, Sei uns barmherzig, In deine Seligkeit! Amen. 1666. Thommen. 1745. 401 ——— —4—..— 00 80 0 1 T—— IN—.—.———.— Nun so bleibt es fest da⸗bei, daß ich E Konfirmation. 617 E.— ,re, e. 1 Je ei⸗ gen sei. Welt und Sün⸗ de, 4 * 132— 2— ů ———————.—— 2——* 7.— fah-ret hin, nur nach Je-su steht mein Sinn. 2. Jesus ist mein höchstes Gut, 3. Herr, ich hang' allein an dir. Denn er gab sein teures Blut Nimm nur alles selbst von mir, Auch für mich verlornes Kind, Was dir nicht gefällig ist, Daß mein Glaube Gnade find. Weil du doch mein alles bist! Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Mel. Es ist genug. Joh. Rud. Ahle. 1662. 49———— D. ii,o. Arn: Lem ine ꝗ Hier ist mein Herz! Mein Gott, ich geb' es „Nimm es der Welt, mein Kind, und gib es 2 1 SDSPSPISSI II. +V** +* dir, dir, der es gnä⸗dig schuf. mir!“ dies ist an mich dein Ruf.»ie i .—„.—.—.—. 4 X.— Op⸗fer mei⸗ ner 2be, ich weih' es dir aus ....... ——— frei em Trie⸗ be, hier ist mein Herz. 6¹⁸ Anhang. —— 2. Hier ist mein Herz! Onimm es gnädig an, Ob ihm gleich viel gebricht! Ich geb' es dir, so gut ich's geben kann, Verschmäh die Gabe nicht! Es ist mit böser Lust beflecket, Mit Sünd erfüllt, mit Schuld bedecket Mein sündig Herz. —7 5 Wachet auf. — Hier ist mein Herz! Es sucht in Christo Heil, Es naht zum Kreuze hin Und spricht:„O Herr, du bist mein Gut und Teil, Dein Tod ist mein Gewinn.“ Es hat in des Erlösers Wunden Trost, Ruh und Seligkeit ge⸗ funden Mein gläubig Herz. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Phil. Nicolai? 1598. 4 — B — ——5— BAxhrt im Frie⸗den eu re Pfa-de! Mit Wenn euch Je ⸗-su 4.—5 schir⸗men, geht's sei⸗ ·ner · trost und euch des 8 ßen Got-tes Gna⸗-de und un ⸗ter Son- nen⸗schein und Stür⸗men 2 heibsgen En⸗ 10. Wacht! — froh b Tag und Nacht.Lebt wohl, lebt wohl im 1 — — ů 2—5* 12135 X spät und 17 + — +* —— fern Wiss Jesuslieder. 4 ů ö I. II SSSTII 5.— II L wenn ihr sucht sein An-ge- sicht! Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. 10. Jesuslieder. ö Nach eigener Melodie. Giovanni Gigcomo da Gastoldi. 1591. 494•= de.. +—— ο α ⁰ In dir ist Freu- de in al⸗lem EEEEEEE Lei- de, o du mein sü⸗ßer— Je ⸗= sus Christ. —— 2 .—.——.—— ee * Hil⸗ fest von Schan⸗ den, ret⸗ test von Bäan⸗ den: ⁴ 22— 7 2*—— wer dir ver ⸗ trau- et, hat wohl ge⸗ bau⸗et, *—— 4.—.———3 P.......I....... —*— DDIIDEEEED wird e⸗ wig blei- ben. Hal-le⸗- lu ⸗ ja! 2. Durch dich wir haben Mit hellem Schalle danken dir himmlische Gaben, alle Der du mein wahrer Heiland Zu dieser Stunde. Halleluja! bist. Drum wir dich ehren, dein Lob 3. Du hast's in Händen, kannst vermehren, alles wenden, 62⁰ Anhang. 1 Wie nun auch heißen mag die Not. Lieben und loben dein' Macht dort oben Wir jubilieren und triumphieren, MitHerz und Munde. Halleluja! Johann Lindemann 1580—-1630. Nach eigener Melodie. Schlesische Volksweise. 1842. —— 1+— 1 495 II E e d 0 0 0 0 Schön⸗ster Herr Je- su, Herrscher Q 2—.—————— 2 2—.— S FP];];]']p]s;ssPssPTPT ———.— ů——— al ⸗ler En ⸗ den, Got-tes und Ma-⸗ 9 + ů S—83 EEEEE —— — ri en Sohn, dich will ich lie ⸗ ben, SSIIIII.II.I TT.T—— 2*———..—...— dich will ich eh- ren, du mei⸗nes Her⸗zens —— M.. + II — M II SSSII — Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder, Schöner sind die Felder In der schönen Frühlingszeit. Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, Schöner leucht't der Monde, Und die Sternlein allzumal. Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner Als alle Eng'l im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, Schöner sind die Menschen In der frischen Jugendzeit. Sie müssen sterben, Müssen verderben; Doch Jesus lebt in Ewigkeit. U Jesuslieder. 621 . Alle die Schönheit Keiner soll werden Himmels und der Erden Lieber auf Erden Ist nur gegen ihn ein Schein. Als nur der schönste Jesus mein. 1077. Nach eigener Melodie. Volksweise. 17. Jahrhundert. —— 2— 400 IDIRR 9* 7———— 0000 Fang dein Werkmit Je⸗su an, Je=sus Je⸗sum ruf zum Beistand an, Je=sus I n ö e. * d 935 hat's in Hän⸗den, wird's wohl en-den! FA* 4— 1533——..—— 0— DDEDEEEeEEEEEe —2———.————1.——— auf, geh mit Je⸗-su schla⸗ fen, führ mit Je⸗su ————...— ————.. dei⸗ nen Lauf, las⸗se Je⸗ sum schaf- fen! 2. Morgens soll der Anfang Also angefangen, sein O dann hat es keine Not, Jesum anzubeten, Wirst den Zweck erlangen. Daß er woll' dein Helfer sein Es wird folgen Glück und Heil Stets in allen Nöten. Hier in diesem Leben; Morgens, abends und bei Nacht Endlich wird dir Gott dein Teil Will er stehn zur r Auch im Himmel geben. Wenn desSatansList und Macht 0 9 ů Dich sucht zu bestreiten. 4. u L Sach 73 3. Wenn denn deine Sach mit Sei dir übergeben, Gott Es nach deinem Willen mach 622 Anhang. Auch im Tod und Leben! Laß es doch sein wohlgetan! All mein Werk greif' ich jetzt an, Darauf sprech' ich: Amen. Herr, in deinem Namen; Verfasser unbekannt. Um 1720. Nach eigener Melodie. C. Straube. 1784. Q— V—4— 497 J—.—;—.—.—— 2 61——4— ——— 0 0 0 Weil ich Je⸗su Schäflein bin, freu' ich ꝗꝗSDPDSDRDR 4 4* 4 I]„;, S—— EDRRDR—...— 22————.— 1 4—— mich nur im⸗-mer⸗hin ü *— ——5—— ö ESS — J der mich wohl weiß zu be⸗ wir⸗ten, der mich lie=bet, ů V +L —. 2.285 V.—— 7 I 0 0 *—..— der mich kennt 2. Unter seinem sanften Stab Geh' ich ein und aus und hab' Unaussprechlich süße Weide, Daß ich keinen Mangel leide. Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunnquell hin. 4098 Nach eigener Melodie. und bei mei⸗nem Na⸗men nennt. 3. Sollt' ich denn nicht fröh⸗ lich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werden Engel heim mich tragen In des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja mein Glück ist groß. Luise von Hayn 1724—1782. William Crost. 1708. — 00 3 ö——. S.D v nnr 2.— F——— * 1111—— Wenn Chri⸗stus der Herr zum Menschen si EI — Jesuslieder. 62³ .————— FI 1—**———— 65 12. —.— SSESEEN——8— neigt, wenn er sich als Hort dem Fle-hen⸗ den + ö V. i. 1— + —3 e e n. 2—..— DDII—— 2 2* zeigt: mag schwinden das Le- ben, mag na⸗hen der — 1.———18 2.— 4 Tod, wir kön⸗nen nicht sin⸗ken, denn Hel⸗fer ist Gott. 2. Nicht Menschen vertraut 3. Drum nahet dem Thron 2 — + I — —. 1 —2 Den lastenden Schmerz, Des Heilands der Welt Zum Himmel empor Mit heiliger Glut! Erhebet das Herz! Er stärkt und erhält, Dort wohnet die Weisheit, Er ging einst hienieden Die Güte, die Huld, In Menschengestalt, Dort thronet die Gnade Er bracht' uns den Frieden Für unsere Schuld. Durch Gottes Gewalt. Nikolaus Kaiser 1734—1800. Nach eigener Melodie. Heinrich Karl Breidenstein. 1825. + ——2——*— I— 4 + 490—— ***.——————————— C0 0 0 Wenn ich ihn nur ha ⸗ be, wenn er —4 Jo—— I—— νάιε——1..——.‚.—-.ð———— ir Hu üun —IE. 2.——.— 12—..—..J..— 7— XX. 3 1— 1— +. 2 +2—„ 15— mein nur ist; wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ 6²⁴ Anhang. x— 94— ö ö ꝗSSPSS* E —.— nichts von Lei⸗ de, füh⸗le nichts als An⸗dacht —— —4— ——— Lieb und Freu ⸗ de. 2. Wenn ich ihn nur habe, 3. Wo ich ihn nur habe, Lass' ich alles gern, Ist mein Vaterland, Folg' an meinem Wanderstabe Und es fällt mir jede Gabe Treugesinnt nur meinem Herrn, Wie ein Erbteil in die Hand. Lasse still die andern Längst vermißte Brüder Breite lichte volle Straßen Find' ich nun in seinen Jüngern wandern. wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. Mel. Immer muß ich ꝛc. Johann Friedrich Reichardt. 1790. ————— HADDDRES R. SSSSEEEEEE α Habt ihr denn noch nie er-fahren, wie er Q N N* SSSSSSSS DWEDDDDDe 7 9—— 9 ist so treu und gut, wie er seit viel tau-⸗send 9 2—.— 18 + 4— IE 5*—. I.—.— ᷣDSISISIE Jah⸗ ren al⸗len We⸗sen Lie⸗ bes tut? 2. Liebend hat er ausgesehen 3. Segnend in der Menschen Manches lange Jahr nach euch; Mitte Wollet endlich ihn verstehen, Ist er jeder Seele nah; Menschen, kommt in Gottes Zu gewähren ihre Bitte, Reich! Steht er immer freundlich da. — Jesuslieder. 6rꝰ berg nehmen, Kehret bei dem Heiland ein; Nach eigener Melodie. 4. Kommt und laßt uns Her⸗ Da wird Sehnen bald und Grämen, Welt und Schmerz vergangen sein! Max von Schenkendorf 1783—1817. — H— 2 ö— b be 00 5 7 2..—— —* 0 0 0 Ein Gärt⸗ner geht im Gar-ten, wo — 2—- 5 e n Eime, ã 4 —— 4——— 7— WRRND———— 5 tau⸗ send Blu⸗men blühn, und al=le treu zu ————— +—— P......I..I. I—T ..— 2———.. 2 war⸗-ten ist ein- zig sein Be⸗ mühn. 2. Der gönnt er sanften Regen Und jener Sonnenschein. Das nenn' ich treues Pflegen, Da müssen sie gedeihn. 3. In liebenden Gedanken Sieht man sie fröhlich blühn; Sie möchten mit den Ranken Den Gärtner gern umziehn. 4. Und wenn ihr Tag ge⸗ kommen, Legt er sie an sein Herz, Und zu den sel'gen Frommen Trägt er sie himmelwärts Nach eigener Melodie. 5. Zu seinem Paradiese, Zu seiner schönen Welt, Die nimmermehr wie diese In Staub und Asche fällt. 6. Hier muß das Herz verglühen, Das Weizenkorn verdirbt; Dort oben gilt ein Blühen, Das nimmermehͤr erstirbt. 7. Du Gärtner, treu und milde, O laß uns fromm und fein Zum himmlischen Gefilde, Zum ew'gen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf 1783—1817. 1819. 50 1 E 626 ö Anhang. O ö E. AIiin 4———— + P—.—.—.— 27— 4——2——— lie ⸗ben ⸗ de Herz des mäch⸗tig dir 2——5——.— NI +—— II ernt —.——— IL 40—— hel⸗fen⸗ den Je sus! 2. Wenn Kummer dich quält, 5. Er schützt dich und wacht, Wenn alles dir fehlt, Drum laß dich die Nacht So flehe zu deinem Erbarmer! Des Leidens und Todes nicht 3. Er leichtert die Last schrecken; Voll Mitleid und faßt 6. Hab ihn zum Gewinn, Und hebt sie mit mächtigen Das Leben fließt hin Händen. Zum Ziel deiner ewigen Ruhe! 4. Mild ist er und weich, 7. So leide jetzt gern; Sein Segen macht reich, Beim freundlichen Herrn Sein Wort gibt dir himmlischen Erquicken dich Ströme der Frieden. Wonne. Verfasser unbekannt. 1818. 44 Melodie. Friedrich Silcher. 1824. X Har S ———.——— —— Mein Hei⸗land ist mein Steu⸗er ⸗ treff' ich auf Er⸗-den kei ⸗ nen 4.4— EESSEEE ——.—— 4 mann, so groß an Macht und Treu an, er steht mir im ⸗ mer bei. 4 Jesuslieder.—— 236 49 — 9——— er selbst ge- baut so was ser⸗ 8—— I SSI dicht und fest, mit Wind und Meer ist er ver⸗ 2 + ————....—— traut, sein Arm mich nie ver-läßt, sem II I —.—— II II Arm mich nie ver- läßt. 2. Oft läßt er wohl geraume 3. Will doch mein Glaube eit sinken dann, Mich ziehn durch Sturm und So wandelt er daher, Nacht, Gebietet als ein Felsenmann Doch hat er meine Sicherheit Dem Sturme und dem Meer. Schon vor dem Sturm bedacht.„Hier bin ich,“ ruft er,„fürcht Er steuert selber her und hin dich nicht, Und lenkt der Winde Lauf, Und glaub und liebe nur! Den Landungsplatz hat er im—5 bleibe in der Nacht dein Licht Sinn Auch ohne helle Spur.“ Und führt mich sicher drauf.: Aus Knapps Liederschaz. Nach eigener Melodie. Luise Reichardt. 1807. EHID ⁰0 Wie mit grim'gem Un⸗ver⸗stand Wel⸗ len Anhang. v, Mnn. enen m nnErr rartHis SSPSPIPIITITITIIIIIII 1.—— sschn be⸗ we⸗ gen! Nirgends Rettung, nirgends Land — —— Ei⸗ ner ist, der nn e. SSSIDE‚..— in der Nacht, ei-ner ist, der uns be⸗ wacht: +2 u .———.— * 4————— Christ Ky-ri e, du wan- delst auf der See. 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, Wo dann Rettung finden? Keine Hilf ist als beim Herrn, Er ist unser Morgenstern: Christ Kyrie, erschein uns auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir Sicher durch die Wellen, Lassen, großer Schöpfer, dir Nach eigener Melodie. Unsern Dank erschallen; Loben dich mit Herz und Mund, Loben dich zu jeder Stund: Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See. 4. Einst in meiner letzten Not Laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well⸗ auf Welle trinken, Reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Gnadenhand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Johann Daniel Falk 1768-1826. Friedrich Silcher. 1846. 505 0 0 Wen Je sus liebt, wen Je⸗ sus liebt, der . NI&XIXI — Jesuslieder. ² — fann al⸗lein recht fröhlich 2.:) Im Himmel hoch Auf Gottes Thron Liebt Gottes Sohn Die Seinen noch. 3., Und gibt und schenkt, Der Gaben viel 695 eigener Melodie. be Ohn' Maß und Ziel Und sorgt und denkt; 4.:,: Und liebt auch mich, Gibt auf mich acht. Drum Tag und Nacht So froh bin ich. Wilhelm Hey 1789—-1854. Friedrich Silcher 1789—1860. sein und nie trübt. G. —— 0 0 0 0 G60 bin flein, mein oere 3 is — 5⁴— E + + 5———— —rs———— rein, soll nie⸗ mand drin woh ⸗ nen als 1 4 .——.3 III 6 Je⸗ sus al ⸗ lein. A⸗ men. Verfasser unbekannt. Nach eigener Melodie. Johann Peter Schück. ⁰⁷. .———65 42——— ‚ nu. nnenan..—.——.— 00 α Je- sus ist der gu-te Hir=te, der mich — 6 ů— E.. l—— 7—.— 7. gu⸗te We⸗ ge führt, der da su⸗ chet das Ver⸗ 63⁰0 ——— Anhang. ů—. —.— —— — — 2—.—— ꝗi‚——— Je ⸗ sus irr ⸗ te, der mich nie ver-lassen wird. .— 1 n. 7 2— DDDD ist der gu⸗te Hirt, 2. Liebend zeigt in seinem Worte Er der Wahrheit lichten Steg, Durch der Demut enge Pforte Führt er auf den schmalen Weg. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. 3. Glauben, Hoffnung, Treue, Liebe Wirkt der Herr, der alles schafft, Und er stärkt die frommen Triebe, der mich gu⸗te We⸗ge führt, Gibt zur Ubung Lust und Kraft. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. 4. Folg' ich stets auf meinem fade Seiner treuen Führung hier, Offnet dort mir seine Gnade Unverdient die Himmelstür. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. Johann Peter Schück 1811—1892. Mel. Der Christbaum ist der ꝛr. Volksweise. 1842. 508— 355 C PSIIIIT —.—————— 000 0 V— 465 2 2447*( 7 Was hätt' ich, hätt' ich Je-sum nicht auf 8 ——— I—* SSPDPPPPPIIIII.II.... I J— 1—— ö e⸗ wig mir er ⸗ ko-ren? Nur flücht'⸗ge Freu⸗de, 2——*— WSSE IDDRDIRIII ——.——————.DTJ————— K V— ew'genSchmerz,ach oh⸗ ne Je-sum, ar⸗mes Herz, hätt'st eeN Jesuslieder. 6³¹ ö— Wii du dich selbst ve r⸗ lo- ren, hätt'st du dich selbst ver⸗ lo ⸗ ren, ver ⸗ lo 2. Was könnte mir die ganze Welt Für meinen Jesum geben? Und wär' die ganze Welt auch mein, Nein, sollt' ich ohne Jesum sein, Da wollt' ich auch nicht leben,: nicht leben. ren. 3. Nun aber, da ich Jesum hab', O welch ein reiches Leben! Ist Erde doch und Himmel sein, Drum ist auch alles, alles mein, Weil er sich mir gegeben, gegeben. Adolf Moraht 1805—-1884. Nach eigener Melodie. Johann Peter Schück. 500 4 92* ————— 0— 5———.— 00 α Nur mit Je⸗su will ich Pil⸗ger Fa 4 X .ꝰ II +—I—** V* 2 ..... 1. n den L 59—...————..——— n*—— wan⸗ dern, nur mit ihm geh' froh ich ein und 2 VX N 1* 2—29— *—.2—— RD...——— x———.— 2 +— V——— 2* ů* 1——— 7 4 aus; Weg und Ziel find' ich bei kei- nem —8.—* Vꝰ* 8—* + ˙— DPI.FIDRIFIPIPIPRIRIPTIFITI....—7.—.....—.8. SSPPPI—.——— 4 an⸗dern, er al ⸗ lein bringt Heil in Herz und — Haus, 2. Berg und Tal und Feld und Wald und Meere Froh durchwall' ich sie an seiner and; Wenn der Herr nicht mein Be⸗ gleiter wäre, „,1 Fänd' ich nie das wahre Vaterland.:, 3. Er ist Schutz, wenn ich mich niederlege, Er mein Hort, wenn früh ich stehe auf, Er mein Rater an dem Scheide⸗ wege 3) Und mein Trost bei rauhem Pilgerlauf.:, er al- lein bringt Heil in Herz und Haus, 4. Bei dem Herrn willich stetz inkehr halten, Er sei Speis und Trank und Freude mir; Seine Gnade will ich lassen walten, „) Ihm befehl' ich Leib und Seele hier,: 5. Bis es Abend wird für mich hienieden Und er ruft zur 9 gen Heimat Bis mit ihm ich gehe ein zum Frieden, Bis sein 2„ Himmelsgas ch bin. 2 Johann Peter n 1811—1802. II. Christlicher Wandel. 17 Christus der ist mein Leben. üitü h 1609. 510 ö ...— 2 Wie lieb⸗ lich ist's i 5 nie⸗ 7 wenn 8 4 4 4 4 +—————.— 2 iDPFPFR Brü⸗ der tren ge⸗-⸗sinnt ůe ů IIIt 3*** — —( Christlicher Wandel. 633 ————.1 E K e rr —3—— 5 Frie⸗den ver: traut bei⸗sam⸗men sind. 6 2. Wie Tau vom Himmel Was Knecht ist, wird befreiet, nieder Und rein, was Flecken hat. Auf Gottes Berge fließt, Also auf treue Brüder Der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet Durch sie die heil'ge Stadt: 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; Dann wird nur eine Herde Und nur ein Hirte sein. Friedrich Gottlob Wetzel 1779—1819. Mel. Weil ich Jesu Schäflein bin. C. Straube. 1784. Q , ne 26—.—————.—.— 00 0 0 Tu nichts Bö⸗ses, tu es nicht! Weißt du: öe, ̃nier rie riennnn. Naeh. ber n. n — 0 t⸗tes An- ge⸗sicht schaut vom Himmel auf die Sei⸗nen, —0 ... 4 ————————.—.. auf die Gro⸗ Pen, auf die Fleinen; und r e — 2—3—38— ...—..—. vor ihm Licht, da⸗rum tu das se Rchrn 2. Sind auch Vater, Mutter weit, Er ist bei dir allezeit; Daß du ja kein Unrecht übest Und sein Vaterherz betrübest! Ach, das würde dich gereun, Darum laß das Böse sein! Wilhelm Hey 1789 1854. r ö Anhang. E 12. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Nach eigener Melodie. Julius Grobe 1807-1877, S 3. —2—.——————— RISE— 4 37 ö o Mit dem Herrn fang al-les an! ...— D —.—— e. ——... E.— Kind⸗lich mußt du ihm ver ⸗trau⸗ en, darfst auf Q ..,.i dn n, n,r va. 7 E12 21 21— eig ne Kraft nicht bau⸗en; De⸗ mut schützt vor 4 I I.1 III * — 4 + *— — + ———..— stol-zem Wahn. Mit dem Herrn fang al-les —* — 4=2——— ** ER ——— SSDSSSSIIIIIII —.—*— ³ an, mit dem Herrn fang al-les an! 2. Mit dem Herrn fang alles an! 3. Mit demHerrn fang alles an Die sich ihn zum Führer wählen, Mut wird dir dein Helfer senden: Können nie das Ziel verfehlen Froh wirst du den Wert voll⸗ ö Sie nur gehn auf sichrer Bahn. enden, Mit dem Heun fang alles Denn es ist in Gott getan. an!: Mit dem Herrn fang alles ankx; Christian Christoph Hohlfeld 1776—1849. Nach eigener Melodie. Friedrich Silcher 1789—1860. Q 503 32—.—— .— —— 0 0 0 Aus dem Him⸗mel fer ⸗ne, wo die / 7 v DEE SSIl Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 6³5 ——— , rn enn iin Eng⸗lein sind, schaut doch Gott so ger ⸗ ne — — 3 5 1, ——— 2. her auf je⸗ des Kind; ů 2. Höret seine Bitte Hilft an allen Enden Treu bei Tag und Nacht, Ihm aus Angst und Not. Laberki 0 macht: Schritte 4. Sagt's den Kindern allen, Daß ein Vater ist, 3. Gibt mit Vaterhänden Dem sie wohlgefallen, Ihm sein täglich Brot, Der sie nie vergißt! Wilhelm Hey 1789—1854. Mel. Wie fröhlich bin ich 814—— 00 0 Mein Va⸗ter, der im Himmel wohit, als V — 4 23——— S— 7. Kö⸗ nig alr ler En⸗ gel thront, det ist mir nah bei — 22——*— 2 V— I—...———4 2—L— 2—.—————2— 2..2...———— +*—— 4 2.——— 1—— 125 IX * Tag und Nacht und gibt auf mei⸗ ne Schrit⸗te acht. 2. Er nährt den Sperling auf 3. Von meinem Haupte fällt. dem Dach kein Haar, Und macht zur was die Vöglein Mein Vater sieht es immer⸗ dar, Er schmückt mit Buumen Wald Und wo ich auch verborgen und Flur wär', Und sorgt für alle Auraen In meine Seele si chauet er. ö 636 Anhang. ö O x 4. Geschrieben—— in seiner 5. O Vater mein, wie gut bist h; Mein Name, eh' ich ihn gekannt. Gib, daß ich niemals Böses tu! An seiner Hand geh' ich einher, Mach mich den lieben Englein Und er ist Gott, was will ich gleich mehrꝛ In deinem schönen Himmelreich! H. Bohm. — Gärtner geht im Garten. 5⁰⁵. 3. 4000 0 Es zieht ein stil⸗ler En⸗gel durch ——— 4— V-5 e Züäii We les Er⸗ den ⸗Wlard; zum Trost für Er-den⸗ H 95 2.—.—.. Z—.—.. — män⸗gel hat ihn der Herr ge-sandt. 2. In seinem Blick ist Frieden Und redet so erfreulich Und milde sanfte Huld: Von einer schönern Zeit. Dem Encen Denduldi n/ 4. Denn willst du ganz ver⸗ zagen, 3. Er führt dich immer treu⸗ Hat er doch guten Mut; li Er hilft das Kreuz dir tragen Durch alles Erdenleid Und macht noch alles gut. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1850. —— eigener Melodie. Cäsar Malan. 1827. 5I—— ISESS — Har re, mei⸗ ne Seerz le, le, har=re des ——9 4.—ꝗ1—4.— H Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 63⁷ * 3— I— —.— 1 1 Herrn; al ⸗les ihm be⸗ feh⸗ F, hilft er er doch so .—.—.— gern! Sei un⸗ver⸗-zagt, bald der Mor⸗gen —.— ——————.— tagt, und ein neu⸗ er Früh⸗ling folgt dem Win⸗ter — e, In al-len Stür⸗men, in al⸗ ler H Not wird er dich be⸗ · Pcewren,der treu e Gott! 2. Harre, meine Seele, Größer als der Helfer Harre des Herrn; Ist die Not ja nicht. Alles ihm befehle, Twige Treue, Hilft er doch so gern! Retter in Not, Wenn alles bricht, Rett auch unsre Seele, Gott verläßt uns nicht. Du treuer Gott! Friedrich Räder 1815 187². Nach eigener Melodie. Nach Lowell Mason 1792—1872. 51⁷ 5——. — 00 α α ä? her, mein Gott, zu dir, nä⸗ her zu Drückt mich auch Kummer hier, dro⸗ het man 638 Anhang. E 9—— —— II 2—— +— DDD——.. ·.—..— II.———* dir! mir, * soll doch trotz Kreuz und Pein dies mei⸗= ne Q V. 5 Lo⸗ sung sein: ————— ö ————.—.— SSDSDSPSSSSTTTTTIII III nän⸗ her, mein Gott, zu dir, nä⸗ her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort Nacht auch herein, Find' ich zum Ruheort Nur einen Stein, Ist selbst im Traume hier Mein Sehnen für und für: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn Aufwärts gar steil, Führt sie doch himmelan Zu meinem Heil. Engel so licht und schön Winken aus sel'gen Höhn. Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Nach eigener Melodie. 4. Ist dann die Nacht vorbei, Leuchtet die Sonn, Weih' ich mich dir aufs neu Vor deinem Thron, Baue mein Bethel dir Und jauchz' mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt Dein Weg allhier, Wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir! Schließt dann mein Pilgerlauf, Schwing' ich mich freudig auf Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Nach Sara F. Adams 1805—1848. Volksweise. 58 2..— 2.— ö S E 0 0 0 0 Ei⸗ nen gold⸗nen Wan= der⸗ stab ich in Aus dem Him⸗ mel ist er her, nach dem O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 6³⁸ DSS Him⸗ met wei aser 0 Die⸗ ser Stab, seht, ist mein ö ———..D.R ———.——..— Glaube, hält mich auf⸗ recht hier im Stau⸗be. Trennt auch DD D‚ie SEEE EEEEE Leib un See⸗le sich, auf ihn trau' und bau⸗e sch. 2. Und ein Engel freundlich 3. Und am Himmel hell und mild, rein Meines Gottes Ebenbild, Steht ein Sternlein, das ist mein; Wohnt in meiner Seele stil, Winkt und lächelt mir zur Lust, Lenket mich, wie Gott es will. Füllt mit Wonne meine Brust. Dieser Engel ist die Lie be; Dieses Sternlein ist das Hoffen, O daß sie die erste bliebe! Sieht von fern den Himmel offen, Sie macht uns zu Brüdern gleich, Führet die, die ihm vertraun, Führet uns zu Gottes Reich. Zu des Himmels sel'gen Aun. Johann Baptist Berger 1888. 23•H— d Melodie. Bernhard Klein 1793-1832. Q *— S— SSE *—1 14— 4———— 0u u ù Der Herr ist mein Hirt; mir wird nichts E—.— 4.8. 5 4. man⸗geln, er wei ⸗ det mich auf ei⸗ ner + 5 2—— ——5—— grü⸗nen Au. Der Herr ist mein Hirt; 64⁰ Anhang. ö— — ö — me 4—— 4——..—.— mir wird 1516 man⸗ geln, mir wird nichts man⸗ 66 9—.— IL E aaen, nichts man- geln. 2. Der Herr ist mein Licht; 4. Der Herr ist mein Hort; Ich kann nicht irren. Ihm will ich trauen. Er führet mich zum klaren Er leitet mich auf guter rechter frischen Quell. Bahn. Der Herr ist mein Licht; Der Herr ist mein Hort; 2, Ich kann nicht irren,,) Ihm will ich trauen,, Nicht irren. Ihm trauen. 3. Der Herr ist mein Schild; 5. Der Herr ist mein Gott; Mich wird nichts schrecken. Ihn will ich ehren. Er schützet mich mit seinem Nur Lieb und Treu gibt seine starken Arm. milde Hand. Der Herr ist mein Schild; Der Herr ist mein Gott; 2) Mich wird nichts schrecken‚)::, Ihn will ich ehren, 1 Nichts schrecken. Ihn ehren. Georg Metzger geb. 1844. Mel. Weißt du, wie— Sternlein. 5²⁰* E 4 ⁰ο Weißt du, wer dich W nig lie⸗ 0 mehr,— wer dich im⸗mer treu um⸗ gi ⸗ bet auf des ich nur sa⸗ gen kann Le ⸗ bens dunk-ler Bahn Weißtde rer die — ö Morgen⸗- und Abendlieder. 64¹ —..— 9 ————— 3—— S ————— gab das Le ⸗ ben, teu⸗ ern El ⸗tern dich ge⸗ +5 + ———8 2.—— E L— 2. E =ben? Wer dir, was du hast, ge⸗ schentt, und wer — . 1 1 FESiPPPEE ———————— 11 stets an dich ge- denkt? 2. Weißt du, wer für dich 3. Lieb ihn auch, weil er dich gestorben liebet; Auf dem Berge Golgatha Dank ihm, daß er dich so liebt; Und den Himmel dir erworben, Bitte, wenn du ihn betrübet, Als sein Opfertod geschah? Daß er alles dir vergibt! Ja, du weißt es, und du kennest Dann wirst du nach diesen Den, des Schäflein du dich Tagen nennest, Von den Engeln sanft getragen Deinen Hirten Jesus Christ, In den Himmel zu ihm gehn, Dessen Eigentum du bist. Deinen lieben Heiland sehn. Verfasser unbekannt. 13. Morgen⸗ und Abendlieder. 2 eigener Melodie. 1704. 2 ni Mor⸗ gen⸗glanz der E-wig⸗keit, Licht vom schick uns die- se Mor⸗gen⸗zeit dei ne 21 — Evang. Gesanghuch. un⸗ er⸗ ¹Un0n 6 ch ⸗ te, 686 Strahlen zu ch te und ebtleübung 4 n ö— n n. ——— dei- ne Macht un-sre Nacht! 2. Deiner Güte Morgentau Gib, daß auch am jüngsten Tage Fall' auf unser matt Gewissen; Unser Leib verklärt ersteh' Laß die dürre Lebensau Und entfernt von aller Plage Lauter süßen Trost genießen Sich auf jener Freudenbahn Und erquick uns, deine Schar, Freuen kann! —2 ..— Immerdat 5. Leucht uns selbst in jene 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Welt, Unsre kalten Werke töte, Du verklärte Gnadensonne, Und erweck uns Herz und Mut Führ uns durch das Tränenfeld Bei erstandner Morgenröte, In das Land der süßen Wonne, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Da die Lust, die uns erhöht, Recht aufstehn! Nie vergeht! 4. A Christian Knorr von Rosenrot Ach, du Aufgang aus der hristis 1635.1689. senroth Höh, Nach 28 Melodie. Nach 55 W. Sering. *3* + — 22— ER————‚— ο Wie fröh⸗lich bin ich auf⸗gewacht, wie F X — 2—....—. +— —— —— ——.— 27 EIIEE ö—— 0 hab' ich ge-schla⸗-fen sanft die Nacht! Hab Dank im Him⸗mel, du Va⸗ ter mein, daß du hast wol- len l . ——— bei mir sein. 2. Behüte mich auch diesen O schütze mich vor Sünd und Tag, Schuld, Daß mir keinLeid geschehen mag, Du Gott der Gnade und Geduld! Verfasser unbekannt. Nach, eigener Melodie. Hans Georg Nägeli. 1815. .—I— ISEEE A‚./—. 00 Gold⸗ne A-bend-son-ne, wie bist * H——6———.. + SS 1**—— 1* * — .——— Glanz ich sehn. 2. Willst nun, Sonne, fliehen 4. Und die Hände heben * * — I +II N II Mit dem goldnen Strahl, Zum Gebet sich all, ö Nach dem Meere ziehen Die Gebete schweben— Über Berg und Tal. Auf zum Glockenschall. V 3. Abendglocken klingen 5. Seht, sie ist geschieden, Von der Türme Dach Läßt uns in der Nacht; Mit gewalt'gen Schwingen Doch wir sind im Frieden, Dir den Abschied nach. Der im Himmel wacht.* 21⁷ 644 Anhang. O 6.½ Du, o Gott der Wunder, 7. Wollest auf uns senken, Der im Himmel wohnt, Herr, dein ew'ges Licht, Gehest nicht so unter Daß zu dir wir lenken Wie die Sonn, der Mond. Unser Angesicht! Strophe 1 von Anna Barbara Urner geb. Welti. 1788. Strophe 2—7 von Christian Gottlob Barth 1799- 1862. Wel. O Welt, ich muß dich lasen. Veinr. Igral Weitlig. 32⁴6 4— TT Z—.— 0 0 0 Der Mond ist auf- ge- gan⸗gen, die 5—.——. .. nxrr. gold⸗nen Stern⸗lein pran- gen am Him-mel hell und 2.— —— + SSSDSS EE klar.——CI.5——3 schwei⸗get, und aus den .45 + .SDSPSSDSSSI..... Wie⸗sen stei⸗ get der wei ⸗ße Ne⸗- bel 4 4 + II— WM .————. wun ⸗der ⸗ bar. 2. Wie ist die Welt so stille 3. Seht ihr den Mond dort Und in der Dämmrung Hülle stehen? So traulich und so hold Er ist nur halb zu sehen Als eine stille Kammer, Und ist doch rund und schön. Wo ihr des Tages Jammer So sind wohl manche Sachen, Verschlafen und vergessen Die wir getrost belachen, sollt! Weil unsre Augen sie nicht sehn. Morgen- und E Abendlieder. 6⁴⁵ 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, Auf 2— 0 Vergänglichs trauen, Nicht Eitelkeit uns freun; Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich o. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt weht der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig f schlafen Und unsern kranken Nachbar sein! auch! ů Ratthias Claudins 1740—1815. x.. eigener Melodie. Karl Gotthelf Gläser. 1821. — v nden iEre SS Es geht durch al ⸗le Lan⸗- de ein 4—.——. —...I——.—.———— ——— 2— 6— 22...——— 2— L 1— 1—— En⸗gel still um- her; kein Au ⸗ge kann ihn —.— F.. 15 se⸗ hen, doch al⸗ les sie⸗ het er. Der er gen⸗ sandt. 2. Er geht von Haus zu Hause, 3. Und geht das Kind zurRuhe, Und wo ein gutes Kind Der Engel weichet nicht; Bei Vater oder Mutter Er hütet treu sein Bettchen Im Kämmerlein sich find't, Bis an das Morgenlicht. Da wohnt er gern und bleibet da Er weckt es auf mit stillem Kuß Und ist dem Kinde immer nah. Zur Arbeit und zum Frohgenuß. Karl Ludwig Theodor Lieth, um 1820. Mel. So nimm denn meine Hände. Friedrich Silcher. 1842. ꝝ 4 *2 R 0⁰ Wie könnt' ich ru-hig schla-fen in wenn ich, o Gott und Va⸗ter, nicht e 4—.. ů ů SSSS T T.æe T T..C n,. dunk⸗ ler Nacht, dein ge⸗ dacht: Es hat des Ta⸗-ges Trei; —— SZ—.—— — —— 1——— ben mein Herz zer-streut; bei dir, bei dir ist ⁰ ESSS DEO——— 5 ů— 5—S II Frie⸗ den und Se ⸗ lig ⸗ keit. 2. O decke meine Mängel mit Gib mir, um was ich flehe: ein deiner Huld, reines Herz, Du bist ja, Gott, die Liebe und Das dir voll Freuden diene in die Geduld. Glück und Schmerz! — Morgen⸗- und Abendlieder. 6⁷ 3. Auch hilf, daß ich vergebe, So schlaf' ich ohne Bangen in ö wie du vergibst, Frieden ein Und meinen Bruder liebe, wie Und träume süß und stille und du mich liebst; denke dein! Agnes Franz 1794—1840. Na ä Melodie. Friedrich Silcher. 1842. Q 527———. 5.———‚ —.———— 2/ Mei⸗nen Hei- land im Her ⸗ zen, da * , Kerere, SISIIII ——4 1.*3..—...— schla' sich so süß, da träum' ich so se 5.— SISSISIISII— lig vom Para dirs, daränn ich so se lig vom Pa ⸗: ra: dies. 2. Meinen Heilandi im Auge,:) Die Sünde entweichet vor Da schreckt mich kein Feind, Gott dem Herrn. Er bleibet dem betenden 4. Drum will ich ihn halten Kind vereint.: est fest und getren; 3. Meinen Heiland im Sinne, Mein Vater im Himmel, Bleibt Böses mir fern, o steh mir bei!:, Agnes Franz 1794—1840. Nach eigener Melodie. J. G. Witthauer 1785—1842. 9⁰ ——. 00 0 0 Ma⸗de bin ich, geh' zur Ruh, — bürese wei⸗ mei⸗ ne ue Hargen zu; Va: ter, laß die Q* ISEE Au⸗ gen dein ü⸗ ber meiznem Bet⸗te sein! 2. Hab' ich unrecht heut getan, Alle Menschen, groß und klein, Sieh es, lieber Gott, nicht an! Sollen dir befohlen sein. Deine Gnad und Christi Blut ů 4. Kranken Herzen sende Ruh, Macht ja allen Schaden gut. Rasse Augen schliße zu, 3. Alle, die mir sind verwandt, Laß an deinem ew'gen Heil Gott, laß ruhn in deiner Hand; Uns im Himmel haben teil! Luise Hensel 1798—1876. 14. Ewiges Leben. — 57 eigener Melodie. Karl Friedrich Voigtländer. 1853. 320 4 G2 4 D—. n Un ⸗ter Li⸗lien je ⸗ ner Freu⸗den SSSS ————% en Lne. 2.—.— sollst du wer zden, See ⸗le, schwin ·ge e———— III————5— dich em ⸗ por! Wie 53 Ad⸗— 75 2— —.——————.— SSDSSDSS TTIII... flieg be r hen⸗ de, Je ⸗ su Hän:de — Ewiges Leben. 6⁴⁸ —..——————— öff ⸗ nen schon das Per- len-tor! 2. Laßt mich gehen, laßt mich Träumend führen laufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton! 3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder Meines Schiffleins, laß mich ein In den sichern Friedenshafen Zu den Schafen Und der Furcht entrücket sein! 4. O wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen Mel. Nun preiset alle. Und machst uns auf einmal frei. 5. Du hast Sünd und Straf getragen, Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel wird zu Schanden, Frei von Banden Werd' ich fröhlich auferstehn. 6. Gottes Lamm, dich will ich oben Hier und droben Mit der herzlichsten Begier; Du hast dich zum ew'gen Leben Mir gegeben: Hole, Heiland, mich zu dir! Johann Konrad Allendorf 1693—1773. Matthäus Apelles v. in⸗ 16⁴⁴. —— 53⁰ , 7 ,. 0 8 0 Ich— von fer ⸗ ne, 3 dei⸗nen e— Tihron er Keblick und hät⸗ te ger⸗ ne mein Herz vor⸗ ————— 4 — aus⸗ ge⸗ er und hät⸗ te gern mein mü⸗ des Le⸗ben, Schöpfer der Gei⸗ster, dir hin⸗-ge⸗ ge⸗ 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn: Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt' ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heut an auf ewig wohnen!:, 3. Nur ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heil'ger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt, Noch immer nicht ganz mit dir vereinigt., Nach eigener Melodie. ben. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt, Ich will mich noch imLeiden üben „ Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn' Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen goldnen Gassen : Lebenslang nicht aus den Augen lassen.: Johann Timotheus Hermes 1738⁸—1821 Irisch, nach Henry Bishop. 1825. ———— ½ Wo fin ⸗det die See-le die Hei— —5 4 I——4—.——— .—..—.— mat, die Ruh? Wer deckt sie mit schüt-zen-den Q— 1— Hn—=E— 133— 4—.— ö n.—2— . Fit⸗ti⸗chen zu? Ach, bie ⸗tet die Welt kei⸗ne U Ewiges Leben. 6d RPSDPDPIPIPTPTFTTTFTTTIFITIIIIIII.... 5—.—.—. V—ͤ—— ‚ —2— +.—.—.———— Frei- statt uns an, wo Sün de nicht herrschen, nicht 8—.—.————.—— an ⸗ fech⸗-ten kann? Nein, nein, nein, nein, —— 7 5— 2—— —2—.—.——43——1—.—.—. ——1— hier ist sie nicht; die Hei⸗ mat der See⸗ le ist —....— —.———.—. —. dro ⸗ ben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die 3. Wie selig die Ruhe bei Heimat zu sehn, Jesu im Licht! Die Heimat derSeele, so herrlich, Tod, Sünde und Schmerzen die so schön! kennt man dort nicht; Jerusalem droben, von Golde Das Rauschen der Harfen, der erbaut, liebliche Klang Ist dieses die Heimat der Seele, Bewillkommt die Seele mit der Braut? süßem Gesang. Ja, ja, Ruh, Ruh, Za, ja, Ruh, Ruh, Dieses allein Himmlische Ruh Kann Ruhplatz und Heimat der Im Schoße des Mittlers, ich eile Seele nur sein. dir zu. Ludwig Jörgens 1792—1838. Nach eigener Melodie. Karl Friedrich Voigtländer. 1853. SE 3 Laßtmich gehn, laßt mich gehn, daß ich 67² x Anhang. — —.— D 2— +—r————3 Je⸗-sum mö⸗ge sehn! Mei⸗ ne Seel ist voll Ver⸗ +— 5.— nnrn——63—— U— H / 1— r rv i 4——— lan⸗gen ihn auf e-wig zu um⸗fan⸗ gen und vor 0—...——....HNH.— — 320 sei⸗ nem Thron zu stehn. 2., Süßes Licht, 2, Sonne, die durch Wolken bricht! Owann werd'ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau' dein holdes Angesicht? .2,: Ach wie schön 1. Ist der Engel Lobgetön! Hätt' ich Flügel, hätt'ich Flügel, Flög' ich über Tal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn. 4., Wie wird's sein,:, Wenn ich zieh' in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kann's nicht fassen, Was das wird für Wonne sein. 5. ½ Paradies,. Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav 7 2180187 7. Knat . Naturlieder. Nach eigener—.—.— 533 ustin Harder. 1852. 00 80 0 E...—,— S... 2——.— 7 n weeud su ⸗ che Freud in ——* X ..........—.— ..DEEEED/ —&= die⸗ser lie⸗ben Som- mer⸗ zeit an dei nes E ——+————.—.—— ——— SD F.———— Got- tes Ga ⸗ben; schau an der schö⸗nen Gär⸗ ten N er ————— nn I—.— Zier und sie⸗ he, wie sie mir und dir sich —.—.—. DEIEIEEEEESEEEIEEEEEFEEE 305 7——.— SN 47⁷. aus⸗ ge⸗ schmü⸗: cket ha⸗ ben, sich aus- ge⸗ —— ———— — 2. schmü⸗cket ha⸗ben! 2. Die Bäume stehen voller Die hochbegabte Nachtigall Laub, Ergötzt und füllt mit ihrem Das Erdreich decket seinen Staub Schall Mit einem grünen Kleide; 2 Berg, Hügel, Tal und Narzissus und die Tulipan Felder. Die ziehen sich viel schöner an Iñ Er 4— 1 Als Salomonis Seide.: 4. Die annen— Völt 3. Die Lerche schwingt sich in Der Storch baut und bewohnt die Luft, sein Haus, Das Täublein fliegt aus seiner Das Schwälblein speist ihr Kluft Jungen; Und macht sich in die Wälder. Der schnelle Hirsch, das leichte Reh 6ãe Anhang. —— Ist froh und kommt aus seiner 0 Ins tiefe Gras gesprungen., 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand Und malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrten, Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz vom Lust⸗ geschrei „ DerSchaf' und ihrer Hirten.:,: 6. Die unverdrossne Bienen⸗ schar Sucht hin und her, sucht hier und da Ihr' edle Honigspeise; Des süßen Weinstocks starker ö Saft Kriegt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt, Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große Güte Des, der so überflüssig labt Und mit so manchem Gut begabt 1 Das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk' ich, bist du hier o schön Und läßt du's uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmels⸗ zelt „: Und güldnen Schlosse werden! ½1 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird dort in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdrossnem Mund und Stimm „: Ihr Halleluja singen!: 11. O wär' ich da, o stünd' ich schon, Liebreicher Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen, So wollt' ich nach der Engel Weis' Erhöhen deines Namens Preis ) Mit tausend schönen Psalmen! Paul Gerhardt 1607—1676. Naturlieder. Nach eigener Melodie. Was nah ist —— —.—— SS und was fer⸗ ne, von SSS— ,n. 2——— + —. „———. 2——53 Gott komt al ⸗ les her, ———..—. D——— +——5 SDE ————— Ster ⸗ ne, das 2. Von ihm sind Büsch' und Blätter Und Korn und Obst, von ihm Das schöne Frühlingswetter Und Schnee und Ungestüm. 3. Er läßt die Sonn aufgehen, Er stellt des Mondes Lauf, Er läßt die Winde wehen Und tut die Wolken auf. 4. Er schenkt uns so viel Freude, Er macht uns frisch und rot; Er gibt dem Vieh die Weide Und seinen Menschen Brot. 5. Wir pflügen und wir streuen Den Samen auf das Land, Weißt du, wie viel Wol⸗ken ge der Strohhalm und die ——— Sandkorn und das Meer. Doch Wachstum und Gedeihen Steht in des Himmels Hand. 6. Der tut mit leisem Wehen Sich mild und heimlich auf Und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. 7. Er sendet Tau und Regen Und Sonn⸗ und Mondenschein Und wickelt seinen Segen Gar zart und künstlich ein 8. Und bringt ihn dann behende In unser Feld und Brot; Es geht durch unsre Hände, Kommt aber her von Gott. Maithias Claudius 1740—1815. Nach eigener Melodie. Volksweise. x 35 —— FP———1 ——.‚— Weißt du, wie viel Sternlein ste hen an dem hen weit⸗hin * 4 5 f 2 2 Bzber alg⸗ulr Aun Weit Wne er e 2———— 0 I—.— 925 0 Vb*. 2—+—5——. 7 * 7—.7 — 2—7 V 1 +— sie ge: zäh ⸗ let, daß ihm auch nicht ei-nes II——— 2—.—*—.——.3 feh let an der gan-zen gro⸗ßen Zahl, an der HA 4—— *.— WSSDDDIREESISSEESSSSE— ——— gan- zen gro⸗ ßen Zahl. 2. Weißt du, wie viel Mück⸗ 3. Weißt du, wie viel Kinder lein spielen frühe In der heißen Sonnenglut, Stehn aus ihren Bettlein auf, Wie viel Fischlein auch sich Daß sie ohne Sorg und Mühe kühlen Fröhlich sind im Tageslauf? In der hellen Wasserflut? Gott im Himmel hat an allen Gott der Herrrief sie mit Namen, Seine Lust, sein Wohlgefallen, Daß sie all ins Leben kamen,:, Kennt auch dich und hat dich 1 Daß sie nun so fröhlich lieb.:/: sind. Wilhelm Hey 1789-1854. Mel. Morgen muß ich fort. Friedrich Silcher. 1829. 530 E&SEN—.— ——*—.*⁰ 2—... * 4.—..—..—.—0— 4—4.——7— ⁰ οn Seht die Li⸗ lien auf dem Feld, U— Naturlieder. 6⁵⁷ e———...—— wie sie wach-„sen, blü⸗—— Sagt, wer bet sie — d hin⸗ aent o0 ne Sorg und Mü⸗henꝰ Wer hat sie 5 schän gemacht, tiiü E EE..——.— BI —— sol⸗ch Her Deacht, herr⸗ lich oh⸗-ne⸗ 4— chen, U +2.*i il H SSPSIPIII....... + herr ⸗lich oh⸗ ne⸗ Slei⸗ chen? 2. Gott der Herr rief euch 3. Auf, mein Herz, sei unver⸗ hervor, zagt, Daß die Erd ihr schmücket, Wirf auf ihn die Se, ö Schwingt des Menschen Herz Der nach trüber Winternacht empor, Ruft den Frühlingsmorgen! Niedrer Sorg entrücket; Der die Blumen nicht ver⸗ Lehrt es gläubig aufwärts gißt, schaun, Mein getreuer Vater ist. Ewig, ewig Gott vertraun, 2) Lob ihn, meine Seele!:, Blühn als Himmelsblume.:, Wilhelm Greef 1809—1875. s ö Anhang. EI 537. 16. Ordnung für den Jugendgottesdienst. 1. Eingangslied. 2. Geistlicher: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gelobet sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum.(Oder ein anderer Spruch.) So spricht der Herr: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. ö 1 — 1 SSE Zu uns kom⸗me, Herr, dein Reich. 4. Geistlicher: Kurzes freies Gebet. 5. Kinder: 1 6.—6 PPIFII * Schaf⸗ se in mir, Gott, ein rei⸗ nes Her⸗ze *—. ö‚* I— H 125— ..—.. 4 und gib mir ei⸗nen neu⸗en ge⸗wis⸗ sen Geist! O Ordnung für den Jugendgottesdienst. 65³⁰ ...... Ver⸗wirf mich nicht, ver⸗wirf mich nicht von 94 — 2.—* nt nnt..—*——— nrn. dei-nem An⸗ge⸗sicht, von dei⸗nem An⸗ ge⸗sicht E EAA S und nimm dei⸗nen hei-li⸗ gen Geist nicht von mir! 6. Geistlicher: Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten.(Oder ein anderer Gnadenspruch.) Ehre sei Gott in der Höhe! 7. Kinder: 1 74 — 1.— +—— 22.——% Eh-re sei Gott in der 8 She Q—* 3 .. 1 HV 1 1 SSS. —2.— 1 und Iter e auf Er⸗ den und den Menschen ein —.—.— 2—— N —.——.——— E Wohl⸗ge-fal-len. A-men, A-men, A ⸗ men. 8. Geistlicher: Der Herr sei mit euch. Lasset uns beten:(Freies Gebet.) 66⁰ Anhang. H0 9. Kinder: F———*— .. mmH rr/v.x 390 5 A⸗men, A⸗men, A⸗ men. Oder: A⸗men, A⸗-men, A⸗ men. 10. Geistlicher: Verlesung des Bibelabschnitts. Darauf: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.(Oder ein anderer Spruch.) Halleluja! 11. Kinder: — 9 2— FPA.— ——.——1———. . Malzle⸗lus⸗ ja, Hal⸗le uun: n Hal⸗ le⸗ (12. Gruppenunterweisung. 13. Kinder: Gesang.] 14. Geistlicher: Katechese.(Ansprache.) 15. Kinder: Gesang. 16. Geistlicher: Gebet und Unser Vater. 17. Kinder: Gesang. 18. Geistlicher: Segen. H Ordnung für den Jugendgottesdienst. 60 19. Kinder: 2—— 7.2— II H———— SDSEEie — i A men Oder: 11 . 2———— . ee nm n wun. 2— ——4 ö 1— 2 A 2 · 2 ———— 4 ů ——4 II ——3 V —..—.—— 2 2 2 men. Wo keine Gruppenunterweisung stattfindet, fällt Nr. 12 u. 15 weg. Zweiter(ursprünglicher) Lert zu Lied Nr. 445. 1. Wir treten zum Beten 2. Im Streite zur Seite ist vor Gott den Gerechten, Gott uns gestanden; Er waltet und haltet ein Er wollte, es sollte das Recht strenges Gericht. siegreich sein. Er läßt von den Schlechten Da ward, kaum begonnen, die die Guten nicht knechten; Schlacht schon gewonnen. Sein Name sei gelobt, er Du Gott warst ja mit uns; vergißt unser nicht. der Sieg, er war dein. 3. Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, Und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei, Daß deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde, Dein Name sei gelobet; o Herr, mach uns frei! Nach einem niederländischen Volkslied. II. Gebete. 4. Morgen⸗ und Abendgebete für jeden Tag der Woche. Sonntag Morgen. Herr unser Gott und Vater! Im Namen Jesu Christi, deines lieben Sohnes, treten wir in dieser Morgenstunde vor dein An⸗ gesicht und sagen dir Lob und Dank für den Ruhetag, den du uns nach deiner Gnade abermals hast anbrechen lassen. O laß diesen heiligen Tag für uns einen reich gesegneten Teil unserer Wallfahrt werden, damit wir heute dem vorgesteckten Ziele der Seligkeit näher kommen! Siehe, wir wollen mit Ehrfurcht und Andacht dein seligmachendes Wort hören und zu Herzen fassen, damit wir das Tagewerk der neuen Woche morgen mit ge— sammeltem Gemüte antreten können. Gib du, himmlischer Vater, zu dem Wollen auch das Vollbringen nach deinem Wohlgefallen! Rede selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes, der seligsten Hoff— nung! Verleihe allen, die heute dein Wort verkündigen, höten und lesen, den Beistand deines heiligen Geistes und laß dich auch an denen nicht unbezeugt, die dein teures Evangelium noch geringachten! Hilf, daß die Schlafenden erweckt, die Trägen ermuntert, die Schwachen gestärkt, die Angefochtenen getröstet werden! Bewahre uns vor Gleichgültigkeit, vor Leichtsinn und vor allen Sünden, durch welche dein Tag entheiligt wird! Schenke uns im Glauben an deinen Sohn den Frieden, welchen die Welt nicht geben kann! Erbarme dich aller Mühseligen und Beladenen, aller Kranken und Sterbenden! Sei du ihre Stütze, erscheine ihnen mit Trost und Hilfe und führe all ihre Gebete. 6⁵ Leiden zu einem erwünschten und seligen Ende! Erquicke uns unter der Mühe und Arbeit dieser Zeit mit der Hoffnung auf den Frieden der Ewigkeit! Und wenn du uns dereinst abrufst von unserm irdischen Tagewerk, so laß uns zu der himmlischen Ruhe deines Volkes eingehen durch Jesus Christus unsern Herrn und Erlöser! Amen. Psalm 84. Sonntag Abend. Es ist ein köstliches Ding, dir, Herr, danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen! So kommen wir denn auch jetzt zu dir, um dir von Herzen zu danken für alle leiblichen und geistlichen Segnungen, womit du uns heute wieder be⸗ gnadigt hast. Du hast unsre heilsbegierigen Seelen gespeist mit dem Brote des Lebens, du hast unsre Herzen mit Kraft und Trost erfüllt. Dein heiliger Name sei dafür gepriesen! Wir können dir nicht genug danken für die vielen Erweise deiner Liebe und Barmherzigkeit. Nimm unser schwaches Lob in Gnaden auf! Vergib uns, o barmherziger Gott, um Jesu Christi willen alle Ubertretungen und Versäumnisse des heutigen Tages! Herr, wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler! Laß uns nun, deiner Vaterliebe aufs neue versichert, mit versöhntem Gewissen und im Frieden deiner Gemeinschaft diesen Tag beschließen! Nimm uns und alle deine Kinder in dieser Nacht in deine gnädige Obhut, behüte uns und einem jeglichen Haus und Hof, Hab und Gut! Höre das Seufzen der Kranken und Elenden, erlöse alle Sterbenden, die um ein seliges Ende flehen! Laß über uns und unsern Brüdern dein Angesicht leuchten und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit um Jesu Christi unseres Heilandes willen! Amen. Montag Morgen. Himmlischer Vater! Wir preisen dich, daß du uns aber⸗ mals aus der Dunkelheit der Nacht zum hellen Tageslicht hast é 664 Anhang. ◻+ kommen lassen. Hilf uns nun im Licht deiner heiligen Gebote wandeln nach deinem Wohlgefallen! Laß uns unser irdisches Tagewerk heute und die ganze Woche hindurch unter deinem gnädigen Beistand und Segen vollführen! Du Gott der Liebe und des Friedens, bewahre uns vor allen Versündigungen gegen deinen Willen und erhalte uns beständig in deiner Gemein⸗ schaft, damit wir dein seien und bleiben und in dir allezeit Kraft, Trost und Frieden haben! Laß es uns, wenn es dein heiliger Wille ist, schon hienieden wohl ergehen und noch mehr einst in dem himmlischen Vaterland, in das du uns nach diesem Leben einführen wollest durch deinen lieben Sohn Jesus Christus! Nimm uns und unsere Lieben auch am heutigen Tag in deinen allmächtigen Schutz, wache über unsern Leib und unsere Seele und gib uns als unser treuer Gott und Vater alles, was uns gut und heilsam ist für diese Zeit und für die Ewigkeit, um deiner Güte und Barmherzigkeit willen! Amen, Montag Abend. Barmherziger Gott! Wir danken dir, daß du auch heute dich an uns erwiesen hast als unsern rechten Vater, der seine Kinder nicht verläßt. Preis und Dank sei dir gebracht für alle deine Gnadenwohltaten! Hilf uns dich dafür ehren mit dem Wort und Wandel und vergib uns, wo wir wider dich ge⸗ sündigt haben! Laß auf allen, die zu herrschen und zu befehlen oder zu dienen und zu gehorchen haben, den Geist der Weisheit und Zucht ruhen, daß sie mit ihrem Tun und Lassen deinen Namen verherrlichen! Laß alle Familien, Eltern und Kinder, Herrschaften und Dienstboten dir empfohlen sein! Entferne überall den Geist der Zwietracht, Verleumdung und Bosheit und laß deine Liebe als die helle Sonne alle Herzen erwärmen und erleuchten! Laß uns nicht weichen von deinen heiligen Geboten, weder zur Rechten noch zur Linken! Weiche aber auch du, o getreuer Gott, nicht von uns mit deinem allmäch⸗ tigen Gnadenschutz, halte in dieser Nacht deine Hand über uns, behüte uns vor allen Gefahren Leibes und der Seele und gib uns deinen Frieden in Christus Jesus unserm Herrn! Amen, rt — ö Gebete. 6/ Dienstag Morgen. Allgütiger Gott und Vater, der du aus der Finsternis den Morgen bereitest und die Sonne dem Tage zum Licht gibst, wir preisen dich dafür, daß du uns einen neuen Gnadentag hast anbrechen lassen. Ach Herr, laß mit dem Tageslicht auch dein Erbarmen neu über uns aufgehen! Versichere uns der Vergebung unserer Sünden, gib uns neuen Mut und Trost, neue Kraft, neue Freudigkeit, neues Leben! Walte über uns mit deiner Gnade, wende alles Herzeleid von uns ab und er⸗ freue uns nach deiner Güte! Wenn aber nach deinem heiligen Willen die Nacht des Leidens uns umgeben soll, dann sei du unser Licht und stärke uns in dem Glauben, daß denen, die dich lieben, alle Dinge müssen zum besten dienen! Du bist getreu und wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Laß uns in deinem Lichte wandeln und bringe uns einst dahin, wo wir mit allen selig Vollendeten deine Gnade rühmen und preisen werden von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Dienstag Abend. Lieber himmlischer Vater, du Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! Wir kommen an diesem Abend und suchen dein Antlitz; wir rufen dich an, du wollest uns erhören. Sei uns gnädig, Gott, sei uns gnädig, denn auf dich traut unsere Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel haben wir Zu⸗ flucht, bis alles Leid dieser Zeit und aller Kampf vorübergeht! Hilf uns aus aller Trübsal und Anfechtung und befreie uns von allem, was uns Angst und Not, Schmerzen des Leibes oder der Seele bereitet! Umgürte uns mit dem Schwerte des Geistes und laß uns nie entfallen den Schild des Glaubens! Erbarme dich über alle betrübten Seelen und verherrliche deine Hilfe an allen Traurigen, Kranken, Verlassenen, Verfolgten und Notleidenden! Bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Schaden und Unglück! Bleibe bei uns mit deinem allmäch⸗ tigen Gnadenschutz und laß uns deine Hilfe widerfahren, wie du es verheißen hast! Amen. 666 Anhang. I Mittwoch Morgen. Großer Gott, du bist das A und das O, der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel aller Dinge. Durch deinen Willen haben alle Menschen ihr Wesen, und deine Gnade und die Gemeinschaft mit dir ist ihr Friede, ihre Freude und Selig⸗ keit. So ziehe denn uns und die Unsrigen, ja alle Menschen immer mehr zu dir! Hast du durch deinen lieben Sohn das gute Werk in uns angefangen, o so vollführe es auch bis an seinen großen Tag! Hilf, daß uns niemand aus seiner treuen Hirtenhand reiße! Gedenke unserer Sünden nicht, o Gott; gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen! Deine Gnade müsse unser Trost sein auf unserer Pilgerschaft. Wir sehen hinauf; siehe, o himmlischer Vater, gnädig auf uns herab und laß uns an Treue und Liebe nichts mangeln, bis wir zu dir in den Himmel kommen! Mache uns durch deinen Geist tüchtig, diesen Tag und unsere ganze Lebenszeit wohl zuzu⸗ bringen, und nimm uns am Ende unserer Wallfahrt auf in die Wohnungen des Friedens durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Mittwoch Abend. Barmherziger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi und durch ihn auch unser Vater! Siehe von deiner heiligen Höhe gnädig auf uns herab, auf die Unsrigen in der Nähe und Ferne, auf alle deine Kinder, ja auf alle Menschen! Vergib uns alles Böse, segne und bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Übel, das uns zustoßen könnte! Herr unser Gott, du Allmächtiger und Alleinweiser, du hast den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin ist, gemacht. Mache auch aus uns etwas zum Lobe deiner Gnade! Laß uns Pflanzen der Gerechtigkeit dir zum Preise werden, damit du dein Wohlgefallen an uns haben könnest! Erhöre uns um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen! Amen. PDE —O Gebete. 66² Donnerstag Morgen. Heiliger und gerechter Gott, der du in das Verborgene siehst, und vor dessen Auge niemand bestehen kann, wir beugen uns vor dir und preisen deinen heiligen Namen, daß du bis auf diesen Morgen uns gnädig behütet und uns nicht verstoßen hast von deinem Angesicht. O Herr, höre nicht auf uns zu ragen in Langmut und Geduld! Mache dein Wort jetzt in der Gnadenzeit zu einem zweischneidigen Schwert in uns, daß es ein Richter sei der Gedanken und Sinne des Herzens! lbe dein innerliches Gnadengericht an uns, zeige uns auch das Kleinste, das du wider uns hast! Erfülle uns mit dem Geiste der Demut, Sanftmut und Liebe! Hilf uns zur vollkommenen Freiheit der Kinder Gottes, damit wir in dir Leben und volle Genüge finden mögen! Segne uns auch den heutigen Tag, sei uns nahe mit deinem allmächtigen Schutz und Frieden, laß dir uns und alle die Unsern herzlich empfohlen sein und gib uns, was wir bedürfen für Zeit und Ewigkeit, um unsers Herrn und Heilandes willen! Amen. Donnerstag Abend. Getreuer Gott und Herr! Wie hinfällig und vergänglich sind wir Menschen! Wie kurz und mühselig ist unser Leben! Wie mannigfaltig und gefährlich sind die Versuchungen, die uns begegnen! Doch das ist unser Trost, daß du dein Volk nicht verstoßen und dein Erbe nicht verlassen wirst. Wir bitten dich herzlich: Sei uns gnädig und hilf uns! Wir haben außer dir keinen Trost und keinen Helfer. Siehe in Gnaden auf uns, deine Kinder! Ach, es ist noch so viel Jammer und Elend in der Welt! Erleichtere du die Lasten, unter welchen so viele seufzen! Trockne die Tränen der Witwen und Waisen, nimm dich in Gnaden an der Unmündigen, der Armen, Kranken und Hoch⸗ betagten! Sei allen angefochtenen Seelen ein Fels des Glau⸗ bens! Höre die Seufzer der Sterbenden und bereite ihnen ein seliges Ende! Erbarme dich unser aller, o Gott, um Jesu Christi willen und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit! Amen. 4 7 568 Anhang.— Freitag Morgen. Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen! Wir danken dir für deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Von Herzen bitten wir dich, o großer treuer Gott, verleihe uns deinen heiligen Geist, daß wir in dir bleiben und in dir völlige Hoffnung haben mögen, wenn auch ein Tag unseres Lebens nach dem andern dahinflieht. Ach, es ist ja alles eitel. Alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Du allein bleibst immerdar, und nur in dir haben wir das ewige Leben. Laß uns das täglich be⸗ denken und erfülle uns mit herzlicher Zuversicht zu dir und mit unerschütterlichem Vertrauen auf deine Allmacht und Güte! Dir befehlen wir unsere Wege, du wirst es wohl machen. Herr unser Gott, laß unser Flehen vor dich kommen und ver⸗ wirf uns nicht von deinem Angesicht! Erzeige an uns für und für deine Gnade und Barmherzigkeit! Segne unsere Obrigkeit, unser geliebtes Fürstenhaus, unsern Kaiser und unser ganzes deutsches Vaterland! Gib uns fruchtbare Zeiten vom Himmel und laß uns in stillem Frieden dir dienen! Walte mit deinem Segen über Kirchen und Schulen! Nimm dich nach deiner Treue der Kinder an und laß sie wachsen an Alter, Weisheit und Gnade bei dir und den Menschen! So hilf uns, o Gott, in allen Dingen und stärke uns zu einem gottseligen Wandel auch an dem heutigen Tag! Offenbare heute und allezeit deine Treue an uns durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Freitag Abend. Herr, wir rufen zu dir, eile zu uns, vernimm unsre Stimme, wenn wir zu dir flehen! Siehe uns um Christi willen in Gna⸗ den an! Wir preisen dich von ganzer Seele für alle Treue und Barmherzigkeit, die du uns heute abermals erwiesen hast. Du, Herr, bist groß von Rat und mächtig von Tat. Du zählest die Sterne und nennest sie alle mit Namen; du heilest, die zerbrochenen Herzens sind, und linderst ihre Schmerzen. Sei uns gnädig, o Herr, um deiner Barmherzigkeit willen! Tröste E Gebete. 6 uns in aller Trübsal, erleichtere unsere Sorgen und Mühen, laß uns und allen, die dich suchen, dein Gnadenantlitz leuchten! Herr, wir rufen zu dir, vernimm unser Flehen; bewahre uns vor jeglichem Unheil, vor Krankheiten, vor Mißwachs und teurer Zeit, vor Feuers⸗ und Wassersnot und vor einem bösen schnellen Tod! Wo du nicht das Haus behütest, da wacht der Wächter umsonst. Darum bleibe bei uns mit deinem all⸗ mächtigen Schutz und Segen und laß uns erfahren, daß du der Gott bist, an welchem niemand zu Schanden wird, der auf dich traut! Erhöre unser Bitten um Jesu Christi unseres Hei⸗ landes willen! Amen. Samstag Morgen. Herr unser Gott, du unser ewiger Trost und unsre Zuflucht für und für! Wir beugen uns vor deiner Herrlichkeit und preisen deine ewige Gnade, die du uns in dieser ganzen Woche erwiesen hast. In Freude und Leid willst du nur unser Heil und unsre Seligkeit. Ehre und Ruhm sei deinem großen hei⸗ ligen Namen! Entziehe uns auch fernerhin deinen Beistand nicht! Deine Macht allein ist es ja, die uns beschirmt und uns bewahren kann zur Seligkeit. Hilf uns, o Gott, daß wir dir, unserm Herrn, mit Treue und Gehorsam dienen und ernstlich ringen nach der Krone des Lebens! Regiere uns mit dem Szepter deiner Gerechtigkeit; weihe unsre Seelen zu deinem Tempel, darin du wohnen könnest als König der Gnade und des Friedens! Sei auch heute mit uns und mit allen, die deinen heiligen Namen anrufen; verleihe uns einen gesegneten Schluß der Woche und gib uns zu allem guten Vornehmen das rechte Gelingen nach deinem Wohlgefallen! Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen! Amen. Samstag Abend. Allgütiger Gott und Vater! Ehe wir uns zum Schlummer niederlegen, kommen wir noch vor deinen Gnadenthron und bitten dich: nimm das arme Lob unsrer Lippen in Gnaden ⁷7⁰ Anhang. an und verwirf nicht das Flehen deiner Kinder! Wir danken dir von Herzen, daß du in Jesus Christus uns dein Vater⸗ antlitz zugewendet und dein Vaterherz aufgeschlossen hast. Hilf uns deinen heiligen Namen preisen mit Wort und Tat! Laß alles, was uns widerfährt, es sei Freude oder Leid, dazu dienen, daß dein Reich zu uns komme! Du bist der Alleinweise, der am besten weiß, was uns gut und heilsam ist; darum be⸗ fehlen wir dir getrost unsre Wege und sprechen in kindlichem Vertrauen: dein Wille, o Vater, geschehe. Segne die Arbeit unsrer Hände und laß es uns nicht fehlen am täglichen Brot! Gib uns einen genügsamen Sinn und ein dankbares Herz und bewahre uns vor kleingläubigem Sorgen! Sprich uns los von aller Schuld unsers bisherigen Lebens und vergib uns ins⸗ besondere die Versäumnisse und Übertretungen der ganzen zu Ende gehenden Woche wie die des heutigen Tages! Bewahre uns, o Herr, in jeder Versuchung und erlöse uns aus aller Not! Du kannst es ja, denn dein ist das Reich und die Krast und die Herrlichkeit. Großer Gott! Unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon; Tag um Tag und Woche um Woche eilt vorüber; du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Darum bist und bleibst du auch unsre Zuflucht für und für. Dir übergeben wir uns für diese Nacht und für die ganze noch kommende Zeit unsers Lebens. Führe uns alle an deiner Vaterhand durch Glauben und Liebe zum seligen Ziel unsrer himmlischen Berufung und nimm uns endlich auf zu dir in die ewige Freude und Seligkeit durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Dr. M. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben wohlgefalle. Denn — Gebete. 7¹ ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. Dr. M. Luthers Abendsegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir ver⸗ geben all meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein hei⸗ liger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. 2. Festgebete. Advent und Weihnachten. Preis, Ehre und Dank sei dir, allmächtiger Gott, barm⸗ herziger Vater, der du dich unser so gnädig angenommen und aus großer Liebe deinen eingebornen Sohn gesendet hast, uns deine Herrlichkeit zu offenbaren und dein Volk selig zu machen von seinen Sünden! O hilf uns dies Wunder deiner Liebe mit demütigem Herzen betrachten und erwecke uns zu treuer Gegen⸗ liebe, du Gott unsers Heils! Du hast Großes an uns getan, des sind wir fröhlich.— So ziehe nun ein, Herr unser Hei⸗ land, in unsre Herzen, die nach dir verlangen, und erfülle uns mit allen Gaben deiner himmlischen Güte! Regiere uns mit deinem Geiste, laß in unserm ganzen Hause deine Liebe walten, nimm uns, unsre Kinder und unser Hausgesinde in deine hei⸗ lige Zucht, heile uns und alle Menschen durch deine Gnade vom Elend der Sünde! Verleihe uns, treuer Herr und Erlöser, Trost in allem Leid, Hilfe in jeder Not, Kraft in den Ver⸗ suchungen dieser argen Welt und selige Hoffnung im letzten 672 Anhang.— Kampf! Unsre Seele erhebt dich und unser Geist freut sich deiner. Sei und bleibe du unsers Herzens höchstes Gut und unser ewiges Teil! Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, Du sollst von uns aufgenommen, erzlich aufgenommen sein! Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig unsre Herzen dir; Komm, o komm, darin zu wohnen, Ja als König drin zu thronen! Amen. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Ehe das Jahr zu Ende geht, kommen wir vor den Thron deiner Gnade und sagen dir von Herzen Lob und Dank für alle väterliche Liebe und Treue, für alle Wohltaten an Leib und Seele, die du uns in den vergangenen Tagen erwiesen hast. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns ge⸗ tan. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr geschätzt, sondern mit Gedanken, Worten und Werken vielfach wider dich in diesem Jahre gesündigt haben. Ach Herr, unser Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Erneuere uns im Geiste unseres Gemüts und hilf uns den neuen Menschen anziehen, der nach dir geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit!— Unsere Zeit vergeht, verlaß uns nicht und entzieh uns deine Gnade nicht! Umgib mit deinem Schutz und Segen Obrigkeiten und Untertanen, Prediger und Gemeinden, Lehrer und Schüler, Eltern und Kinder, Frohe und Traurige, Gesunde und Kranke, Lebende und Sterbende! Herr, bleibe bei uns, denn es ist Abend geworden und der Tag hat sich geneigt. — Gebere. 67³ Behüte uns vor allem lbel, behüte unsere Seele! Herr, behüte unsern Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. Psalm 121. Neujahr. Herr Gott, himmlischer Vater! Bei dem Beginn dieses neuen Jahres unserer Wallfahrt kommen wir mit Danken vor dein Angesicht und rühmen deinen herrlichen Namen. Leben und Wohltat hast du an uns getan, und dein Aufsehen hat unsern Odem bewahrt. Wir danken dir für den Reichtum deiner Güte, die du täglich an uns bewiesen hast. Deiner gnadenreichen Obhut befehlen wir uns und die Unsrigen auch für den neuen Abschnitt unsrer Pilgerschaft, den wir heute an⸗ meten. Laß deine Treue wie bisher so auch fernerhin über uns walten und gib, daß wir reichlich erfahren, wie wohl du an denen tust, die auf deine Güte hoffen! Befiehl deinen Engeln, daß sie sich um uns her lagern und unsere und unserer Kinder Wächter und Hüter seien in jeglicher Gefahr! Verleih uns in immer reicherem Maße die Gabe deines heiligen Geistes, damit wir die kurzen Tage unserer Wallfahrt wohl anwenden und gewisse Tritte tun auf unserer Lebensbahn! Sei du unser Licht und unsre Kraft auf allen unsern Wegen! Schenke uns Gesundheit und Segen zu den Werken unseres Berufs und hilf uns denselben treulich ausrichten, wie es dir wohlgefällt! Laß uns unser täglich Brot unter deinem Schirm mit Dank⸗ sagung genießen, und wenn Kreuz und Leiden uns befällt, so entziehe uns nicht den Trost deiner Gnade und Hilfe! Hast du aber in deinem Rate beschlossen in diesem Jahre uns ab⸗ zufordern aus dieser prüfungsvollen Zeit, so gedenke unserer Sünden nicht, o Gott, sondern hilf uns in Gnaden aus zu deinem himmlischen Reiche, damit wir dort mit allen Erlösten vor dir leben und ewig deiner seligen Gemeinschaft uns freuen mögen durch Jesus Christus unsern Herrn! O höre, Vater, unser Flehn! O laß uns allen wohlgeschehn Evang. Gesangbuch. 22 ö 67⁴4 Anhang. ö—— Und wohne bei uns immerdar Bis zu dem ew'gen neuen Jahr! Das werde wahr. Amen. Psalm 90. Gründonnerstag und Karfreitag. Herr Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht und beten dich in tiefer Demut an. Du hast den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O gib uns heute recht zu erkennen den unerforsch⸗ lichen Reichtum deiner ewigen Liebe, daß unser Mund voll werde von deinem Lob, und wir einstimmen in das große Halleluja, das die Seligen dir im Himmel darbringen! Herr Jesu, du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, was können wir dir zum Dankopfer geben für deine Liebe als den Leib, den du dir geheiligt, und die Seele, die du dir er⸗ worben hast! Nimm uns hin zu deinem Eigentum! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. Laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unsern Sieg und ewigen Frieden werden! Gib, o Herr, daß das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedensbotschaft werde bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit rühmen dürfen! O Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, erbarme dich über uns alle und gib uns deinen Frieden! Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Mich in der letzten Not! Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken; Wer so stirbt, der stirbt wohl. Amen. O Gebete. 6²³ Ostern und Himmelfahrt. Heiliger lebendiger Gott! Mit Rühmen und Frohlocken treten wir heute vor dein Angesicht und danken dir, daß du deinen Sohn, unsern Herrn, mit Preis und Ehre gekrönt und durch ihn Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hast. Mit getrostem Glauben halten wir uns nun an das Wort unsers Erlösers:„Ich lebe, und ihr sollt auch leben“, und:„Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ Wir bitten dich von Herzen: erleuchte und heilige uns durch die Kraft deines heiligen Geistes, damit wir den guten Kampf des Glaubens kämpfen, der Sünde täglich absterben und ernstlich trachten nach dem, was droben ist! Gib, daß wir in Anfech⸗ tung, Kreuz und Leiden uns Jesu Christi, unseres Siegesfürsten, getrösten können und in ihm deines Friedens teilhaftig bleiben! Erhalte uns in lebendiger Gemeinschaft mit ihm, unserm himmlischen Haupte, und nimm uns, wenn wir unsern Lauf im Glauben und in der Heiligung durch deine Gnade voll⸗ endet haben, auf in die himmlische Seligkeit und Freude, wo⸗ hin Jesus unser Heiland uns vorangegangen ist! Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Amen. Pfingsten und Trinitatisfest. Sei hochgelobet, gnädiger Gott, Vater unseres Herrn Jesn Christi, daß du uns nicht nur geschaffen und erlöst, sondern 22 676 Anhang. ö O ö auch den verheißenen Tröster in die Welt gesendet und ihn uns als das Pfand unseres himmlischen Erbes gegeben hast! Gieße ihn immer reichlicher über uns aus, richte dein König⸗ reich auf in unseren Herzen, führe uns aus der Finsternis zum Licht, aus der Knechtschaft der Sünde zu der herrlichen Freiheit deiner Kinder! Stärke und erfreue uns durch diesen himmlischen Tröster und laß ihn unsern Führer und Beistand sein in dieser Pilgerzeit! Schenke uns durch ihn die Gnade, daß wir mit immer freudigerem Herzen rufen: Abba, lieber Vater! Laß das helle Licht deines Geistes aufgehen auch über die Menge derer, die noch in Finsternis und Schatten des Todes sitzen! Heilige die ganze Christenheit und mache sie zu einem wahrhaften Ab⸗ bilde deines unsichtbaren Reiches! Tilge aus alle Spaltung und Zwietracht, daß wir rechtschaffen seien in der Liebe und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus! — Gott, unser Vater, erbarme dich unser und erfreue uns mit deiner Liebe! Herr Jesu, du Sohn Gottes, erbarme dich unser und mache uns gerecht und selig durch deine Gnade! O heili⸗ ger Geist, erbarme dich unser, heilige und tröste uns durch deine Gemeinschaft! Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Psalm 96. Reformationsfest. Gelobet seist du, Herr unser Gott, du Gott unserer Väter! Dir gebührt Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank; dein ist das Reich, und in deiner Hand steht Kraft und Macht. Du bist freundlich, deine Gnade währet ewiglich und deine Wahrheit für und für. Wir gedenken heute all der Treue und Barmherzigkeit, die du unsern Vätern erzeigt, all der wunderbaren Hilfe, wodurch du dich seit mehr als drei Jahr⸗ hunderten an unsrer Kirche unter allen Stürmen und Gefahren bis auf diese Stunde verherrlicht hast. Wir bitten dich, bleibe fort und fort der Schild und Schutz deiner Kirche, decke sie mit deinen Fittichen und laß ihre Zuversicht sein unter deinen Flü⸗ geln! Bewahre, o barmherziger Gott, unsre teuere evangelische ö O— Gebete. 67²⁷ ö Kirche vor aller Zerrüttung und Trennung; halte ferne den Geist der Zwietracht, damit der Glaube nicht Not leide und die Liebe nicht erkalte! Steure dem Unglauben, dem Aber⸗ glauben und der Gleichgültigkeit und vernichte alle Keime des Hasses und der Unduldsamkeit zwischen uns und unsern Mit⸗ christen, welche unserer Kirche nicht angehören! Vater des Lichtes und der Liebe, gieße deinen Geist aus über deine Kinder aller⸗ orten, damit die Zeit herbeikomme, wo auf der ganzen Erde eine Herde unter einem Hirten sein wird, welcher ist dein Sohn Jesus Christus, hochgelobt in Ewigkeit! Amen. Ernte- und Dankfest. Allmächtiger Gott, Vater aller Gnade! Wir bringen dir heute unsern demütigen Dank dar für die Liebe, womit du auch in diesem Jahre deine milde Hand aufgetan und alles, was lebet, mit Wohlgefallen gesättigt hast. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich ge⸗ ordnet, und die Erde ist voll deiner Güter! Ja deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Herr, was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Kind, daß du dich seiner an⸗ nimmst! Vergib uns, o Vater, unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Leichtsinn, der deiner Gebote vergißt, vor der Trägheit, die deine Gnade versäumt, vor der Unmäßigkeit, die deine Güter mißbraucht, vor dem Geiz, der Herz und Hand dem Bruder verschließt! Bewahre uns in Gnaden vor Mangel und Teuerung und laß uns deinen Segen in Frieden und guter Gesundheit genießen! Erfreue nach dem Reichtum deiner Liebe auch die Herzen aller Armen, Verlassenen und Betrübten und laß sie innewerden, daß keines von dir vergessen sei! Hilf uns durch deine Gnade, daß wir nicht auf das Fleisch säen, son⸗ dern auf den Geist, damit wir vom Geist einst das ewige Leben ernten durch Jesus Christus unsern Herrn. Amen. Psalm 145. eis Anhang. H Buß⸗ und Bettag. Aus der Tiefe unsres Herzens rufen wir, Gott, zu dir. Herr, höre uns, merke auf die Stimme unseres Flehens! So du willst Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Gehe nicht mit uns ins Gericht, barmherziger Gott, um Jesu Christi willen! Verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Unsre Seele dürstet nach deiner Gnade, unsre Hände strecken sich aus nach deiner Hilfe. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist! Herr unser Gott, laß diesen Tag unsrer gemeinsamen Demütigung vor dir an unser aller Seelen gesegnet sein! Schaffe in uns ein reines Herz und gib uns einen neuen gewissen Geist! O Jesu, erbarme dich über uns und gib uns deinen Frieden! x Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht. Amen. Psalm 51. 130. 3. Gebete zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Vor der Beichte. Heiliger und gerechter Gott! Du kennst mein Herz, und mein Leben ist dir nicht verborgen. Ich demütige mich vor dir im Gefühl meiner Sünde und Schuld. Vater, ich bin nicht wert, daß ich dein Kind heiße. Siehe meine Reue gnädig an, und wirke du selbst in mir einen solchen Abscheu gegen alles Böse, daß ich die Sünde ernstlich fliehe und mich ganmz mit Seele und Leib dir heilige! Vergib mir, o Gott, meine z Gebete. 679 Sünden um meines Herrn und Heilandes willen, vergib mir alle Undankbarkeit und Untreue, jede Versündigung gegen dein Gebot der Nächstenliebe! Mit gebeugtem Heizen klage ich mich vor dir an. Laß mich Freude und Erquickung hören in dem erbarmungsvollen Worte: Sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben! Aus tiefer Not rufe ich zu dir, o Gott, erhör mein Flehen! Meine Sünden gehen mir über mein Haupt, sie sind mir zu schwer geworden. Sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzig⸗ ö keit! Schaffe du selbst in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist! Erhöre mein Flehen durch meinen Herrn Jesus Christus, welchem sei Ehre in Ewigkeit! Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein; Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! ö Amen. 2. Vor der Abendmahlsfeier. Getreuer Gott und Vater! Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, der für uns seinen Leid dahingegeben, für uns sein Blut vergossen hat, bitte ich dich herzlich: gib mir erleuchtete Augen des Verständnisses, daß ich erkennen möge den Reichtum des heiligen Mahles, in welchem du mir alle himmlischen Güter spendest, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit! Erfülle mich mit deinem Geiste, damit ich als würdiger Gast an deinem Tische erscheine! Hilf mir alle erlittene Kränkung und Feindschaft von Herzen vergeben und vergessen und gegen alle meine Mitmenschen versöhnlich sein, wie ich selbst der Versöhnung bedarf! Laß mich reichen Trost und Frieden in ö meinem Herzen empfinden; und wie du auf Erden unsre hun⸗ gernden und dürstenden Seelen nährst zum ewigen Leben, so ö laß uns einst droben dein himmlisches Abendmahl feiern und satt werden aus deiner himmlischen Gnadenfülle! Amen. 80 Anhang. U— 3. Während der Abendmahlsfeier. Liebreicher Gott, du Quelle alles Heils und Lebens! Laß die Feier des heiligen Abendmahls, die wir jetzt im Namen Jesu unsers Herrn und Erlösers begehen, mir und allen, die es heute empfangen, insbesondere den Angefochtenen und Be⸗ kümmerten zum Segen gereichen, damit wir Ruhe und Er⸗ quickung finden für unsre Seelen und gestärkt werden im Glauben, in der Gottseligkeit und in der frohen Hoffnung des ewigen Lebens! O Gott, sei mitten unter uns und segne uns! Herr Jesu, erbarme dich meiner und gib mir deinen Frieden! Amen. Oder: Lob, Preis und Dank sei dir, Herr Jesu, für deine unaus⸗ sprechliche Liebe! Du bist das wahrhaftige Brot, das vom Himmel kommt und der Welt das Leben gibt. Laß mich die Heiligungskraft und den Segen der seligen Vereinigung mit dir in reichem Maße an meinem innern Menschen erfahren! Gib, daß ich an deinem Tische gestärkt und erquickt werde mit dem Trost der Vergebung meiner Sünden und mit der Hoff⸗ nung des ewigen Lebens! Mache mir den Genuß deines Leibes und Blutes zu einem Unterpfand des großen Abendmahls, welches du einst in deinem himmlischen Reiche mit den Deinigen feiern wirst! Amen. 4. Nach Empfang des heiligen Abendmahls. Barmherziger Gott und Vater! Lob und Preis sei deinem heiligen Namen für die unaussprechliche Güte, welche du mir durch die Gabe des heiligen Abendmahls erwiesen, für den Trost und die Stärkung, die du mir dadurch verliehen hast! Stehe mir nun bei, getreuer Gott, daß deine Gnade mir ge⸗ reichen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, damit ich hinfort viele Früchte der Gerechtig⸗ keit bringe! Mache mich fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und hilf mir anhalten am Gebet, damit ich Sünde, Not und Tod durch deine Kraft überwinde und endlich dahin — Gebete. 68 gelange, wo ich mit allen Seligen und Vollendeten dein himmlisches Abendmahl feiern möge! Erhöre mein Gebet um meines Herrn und Erlösers willen! Amen. Psalm 103. 4. Gebete für besondere Zeiten und Umstände. 1. Für die Gewächse der Erde. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du durch deine göttliche Kraft alles erschaffen hast und sättigest, was da lebet und webet, nach deinem Wohlgefallen, wir bitten dich demütig, du wollest unsere Felder mit deinem Segen krönen und alles, was wir zur Nahrung und Notdurft gebrauchen, unter deinem Schutz und Schirm gnädig gedeihen lassen und erhalten. Wende jede Gefahr von unsern Fluren gnädig ab, behüte sie vor Frost und Dürre, vor anhaltender Nässe, vor Hagelschlag und verheerenden Gewittern, und verleih uns deinen Segen, damit durch deine Güte das Gewächs unsers Landes gedeihe und reife, wir dasselbe mit Freuden können einsammeln und dich als unsern gnädigen Gott und Vater preisen durch Jesus Christus unsern Herrn! Amen. ö 2. Bei einem Gewitter. Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich, du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich. Du wölbest es oben mit Wasser, du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes. Du machest die Winde zu deinen Boten und die Feuerflammen zu deinen Dienern. Du hast das Erd⸗ reich gegründet auf seinen Boden, daß es bleibet immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleide, und Wasser stehen über den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin. Deine Blitze leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich sieht es und erschrickt. Aber wer unter deinem Schirm, du Höchster, sitzet und unter — 2 V 4 b82 Anhang.— deinem Schatten, o Allmächtiger, bleibet, der spricht getrost und unverzagt: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Halte die zuckenden Blitze in deiner allmächtigen Hand, steure dem Sturm und Unwetter und behüte unsre Häuser und Felder, daß sie nicht Schaden leiden! Laß deine Wetter gnädig an uns vorüberziehen, so wollen wir dir mit Freuden die Opfer unsers Lobes und Dankes darbringen, der du unser treuer Gott und Vater bist von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 3. In Kreuz und Leiden. Ewiger, barmherziger Gott und Vater! Zu dir nehmen wir unsre Zuflucht in unsrer Not. Höre auf unser Flehen und verwirf uns nicht von deinem Angesicht! Wir hoffen auf dich, denn bei dir ist Gnade und viel Vergebung. Lindre du die Leiden, mit denen du uns heimgesucht hast! Tröste, stärke, errette, hilf uns nach deiner Barmherzigkeit! Wohl müssen denen, die dich lieben, alle Dinge zum besten dienen. Doch du kennst unser schwaches, trotziges und verzagtes Herz. O hilf uns, daß wir nicht verderben! Entziehe uns nicht des Glaubens Trost! Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit unsre Seele, Gott, zu dir. Dir befehlen wir alle unsre Wege. Du wirst uns nicht ewig in Unruhe lassen, du wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Auf dich harren wir, Herr; mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! Amen. Psalm 28. 39. 73. 126. 146. 4. In Kriegsnot. Starker und treuer Gott, groß von Rat und mächtig von Tat! Schaue gnädig hernieder auf uns, deine Kinder, die unter den Gefahren, Unruhen und Schrecken des Kriegs zu dir ihre Zuflucht nehmen. Du bist der König von alters her, der alle Hilfe schafft. Deinem allmächtigen Schutz befehlen wir uns und alle die Unsrigen, unser Fürstenhaus, unsern Kaiser und das ganze deutsche Vaterland. Laß deine Güte und Treue O Gebete. 6s3 uns allewege behüten! Ziehe aus in deiner Kraft mit unserem Heere! Stärke den Mut und den Arm unsrer Brüder und Söhne und hilf ihnen zum Sieg über die Feinde! Sollen sie auf dem Felde der Ehre fallen, so schließe ihnen deinen Himmel auf! Sei allen Bedrängten nahe mit Trost und Errettung! Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen, der Ver⸗ wundeten, der Sterbenden! Nimm der Verirrten und Ver⸗ lassenen dich väterlich an! Heile die Wunden, die der Krieg geschlagen hat und noch immer schlägt, und laß auch aus dieser Tränensaat eine Freudenernte reifen für Zeit und Ewig⸗ keit! Gib, daß wir aus der Unruhe und dem Streit hienieden mit immer herzlicherem Verlangen hinaufblicken in das Land des ewigen Friedens! Laß leuchten, o Gott, dein Antlitz über uns und gib uns Frieden allenthalben und auf allerlei Weise, um Jesu Christi unseres Friedensfürsten willen! Amen. ö Psalm 46. 62. 88. ö 5. Bei herrschender Seuche. Herr, erbarme dich unser! Wir sind Asche und Staub, hin⸗ fällige sündige sterbliche Menschen; aber du bist der All⸗ mächtige und Allerbarmende. An dir haben wir einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. So bitten wir dich denn: Hilf uns in der verderblichen Plage, die uns getroffen hat! Wenn es deiner Weisheit gefällt, so gebiete dem Engel des Todes, daß er an unsern Hütten vorübergehe! Wo du es anders beschlossen hast, da sei nahe mit deinem Trost und deiner Hilfe! Mindere und erleichtere jede Not durch deinen gnädigen Beistand, sei der Arzt der Kranken, erquicke die bekümmerten und gebeugten Seelen, die Schmachtenden und Sterbenden mit dem Troste deiner Gnade und mit dem seligen Frieden, den uns unser Herr und Heiland erworben hat! j Erwecke unser aller Herzen zu selbstverleugnender aufopfernder Liebe und zu Werken der Barmherzigkeit! Lehre uns in der ö ernsten Zeit, in der wir leben, wohl bedenken, was zu unserm x Frieden dient! Du hast uns verwundet, du kannst uns auch ö heilen. Nimm dich, o Herr, der Verlassenen, der Witwen und 684 Anhang.—— ö Waisen väterlich an! In deine Hände befehlen wir unsern Leib und unsre Seele. Handle mit uns nach deinem heiligen Willen, nur sei und bleibe unser gnädiger Gott im Leben und im Sterben, durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Psalm 91. In Krankheit. Allgemein. Gnädiger und allmächtiger Gott! Im Namen meines Herrn und Heilandes schaue ich zu dir auf von meinem Kranken⸗ lager. Du hast mich bisher am Leben erhalten, wofür ich dir von Herzen Lob und Dank sage. O laß dich auch fernerhin an mir nicht unbezeugt! Sei du mein Arzt und Helfer! Meinen Leib und meine Seele befehle ich in deine Hände. Laß es mich erfahren, daß du meine Kraft seist und meines Lebens Licht! Bewahre mich vor Murren und Ungeduld! Hilf mir von meinen Schmerzen! Stärke meinen Glauben, richte auf den sinkenden Mut, wenn Verzagtheit und Kleinglauben sich meiner bemächtigen wollen! Alle meine Sorgen werfe ich auf dich, du wirst es wohl mit mir machen. Erhöre mein Gebet um Jesu Christi willen! Amen. ö Psalm 42. Barmherziger Gott, gnädiger Vater! Mein Leben steht in deiner Hand. In meinem schweren Leiden suche ich dein An⸗ gesicht, o laß dich von mir finden! Wo Menschen nicht helfen können, da kannst du, Allmächtiger, noch helfen mit deiner starken Hand. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. ans Ende! O Gott, versuche mich nicht über Vermögen, lege mir nicht mehr auf, als ich tragen kann! Du kennst ja mein schwaches sündhaftes Herz. Sei mir nahe mit deinem Trost und Frieden bei Tag und bei Nacht! Befreie mich von eiteln Sorgen und lenke meinen Sinn beständig hin auf das Eine, Fäüü — Gebete. E was not tut! Meine Seele ist stille zu dir, mein Gott, der mir hilft. Großer Gott, lieber himmlischer Vater, erbarme dich meiner! Herr Jesu, hilf mir in Zeit und Ewigkeit! Amen. Oder: Auf dich, Herr, hofft meine bange Seele; ach laß mich nicht zu Schanden werden! Siehe an meinen Jammer und mein Elend und hilf mir aus meinen Nöten! Ich habe ja keinen Retter außer dir. An dich halte ich mich im Glauben; ver⸗ laß mich nicht! Siehe, um Trost ist mir so bange; o stehe mir bei und erquicke mich nach deiner Barmherzigkeit! Wenn ich versinken will, sei du mein Stab; wenn es Nacht um mich wird, sei du mein Licht! Herr, Herr, ich hoffe auf dein Heil. Mag alles Irdische mir schwinden, so bleibst doch du meines Herzens Trost und mein Teil. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist! Heiliger Vater! Wenn du mit mir rechten willst, kann ich dir auf tausend nicht eines antworten. O ver⸗ gib mir alle Sünden um Jesu Christi meines Heilandes willen! Soll hier meine Wallfahrt zu Ende gehen, so schreibe meinen Namen ins Buch des Lebens ein! Herr, dein Wille ö geschehe. Willst du mich noch länger am Leben erhalten, so sei es zu deiner Ehre! Willst du mich abrufen, so beschere mit ö einen sanften Tod und ein seliges Ende und führe mich in. deinen Himmel ein durch Jesus Christus meinen Herrn! Amen. ö Für Sterbende. ö Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln; er ö weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen ö Wasser; er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Gutes und Barmherzig⸗ teit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Amen. ö 686 Anhang. Oder: Herr, mein Gott, erbarme dich meiner! Herr Jesu, mein Heiland, erbarme dich meiner und hilf mir aus zu deinem ewigen Reiche! Ach Herr, wie so lange! Hilf mir und erlöse mich nach deiner unergründlichen Barmherzigkeit! Amen. Oder: Herr, Herr, sei du mit mir! Verlaß mich nicht in meiner letzten Not! Stärke meinen Glauben, erhalte mir deinen Frie⸗ den, führe mich an deiner Hand, wenn mir die Sinne schwin⸗ den; begleite mich durchs dunkle Tal zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat! Erhöre, ach erhöre mich und vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen! Amen. Oder: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Amen. Unser Vater. Unser Vater in dem Himmel. Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schulden, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herr⸗ lichkeit in Ewigkeit. Amen. Der Segen. Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen. — ů Gebete. 6. Tischgebete. Vor dem Essen. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Speise, Vater, deine Kinder Stärke, Kraft und Nahrun Tröste die betrübten Sünder; ö ö geben, 90 Sprich den Segen zu den Gaben, Bis wir endlich mit denFrommen Die wir jetzt hier vor uns haben, Zu dem Himmelsmahle kommen! Daß sie uns zu diesem Leben Amen. Joh. Heermann 1585—647. Oder: Herr, wir kommen zu dem Die wir dir jetzt anbefehlen, Essen, Steh uns bei in aller Not; Laß uns deiner nicht vergessen, Hilf uns, daß wir nach der Erden Denn du bist das Lebensbrot; Deine Gãäst' im Himmel werden! Speis die Leiber, stärk die Seelen, Amen. x ö Rach dem Essen. Wir danken Gott für seine Daß wir satt werden hier und Gaben, dort. ö Die wir von ihm empfangen Ach lieber Gott, du wollst uns ö haben; geben Wir bitten unsern lieben Herrn, Nach dieser Welt das ew'ge 4 Er woll' auch ferner sie bescher'n Leben! 4 Und speisen uns mit seinemWort, Amen. Oder: ö Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. ö 1. Danke dem Herren, o Seele, Liebet den Gütigen sehr, dem Ursprung der Güter, Singet ihm dankende Lieder! Der uns erquicket die Leiber und 10 2. Lebenswort Jesu, komm, speise stärkt die Gemüter! Gebet ihm Ehr, die schmachtenden Seelen, ssN Anhang. O Laß hier auf Erden uns nimmer Und zu dem himmlischen Mahle das Nötige fehlen; recht würdig bereiten; Gib nur, daß wir Bleib uns hier nah, Innig stets dürsten nach dir, Bis wir dich ewig allda Ewig zum Heil dich erwählen! Schmecken und schauen in 3. Gütigster Hirte, du wollest ö uns stärk iten. uns stärken und le Gerhard Tersteegen 1697—1769. 7. Schulgebete. Zum Anfang. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. J. Mein Gott, mein Vater und Dich, meinen Herrn, erkennen mein Hort, wohl! Zu dir ruf' ich, nimm auf mein 3. O heil'ger Geist, gib Kraft Wort! „ d Stärk Laß lernen mich, was heilsam ist, V 955— ist! Vollbring in mir dein göttlich Daß ich dich lob' zu jeder Frist! Werk erk, 2. Steh du mir bei, Herr Jesu Den Glauben und die Lieb Christ, ö vermehr Der du der rechte Lehrer bist; In mir zu deines Namens Ehr! Lehranich vor allem, was ich soll, Amen. Oder: Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Komm, du Herr des ew'gen Nimm des treuen Lehrers Lebens, wahr, Tritt in unsern Kreis herein! Segne deiner Kinder Schar, Hilf und laß uns nicht ver So wird alles wohl gedeihen, gebens Und dein Herz sich unser freuen! Deines Wortes Schüler sein! Amen. — é Gebete. Zum Schluß. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Herr, dein Licht, dein Schutz, Leit uns selbst auf allen Wegen, dein Segen, Daß dein Friede mit uns sei! Deine Gnade steh' uns bei! Amen. 68D Oder: Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Herr Jesu, nimm uns völlig 2. Den Eigenwillen brich ent⸗ in, zwei, Gib uns den sel'gen Kinder⸗ Mach uns von Trotz und Tücke sinn, frei! Daß wir in deinem Willen Regier uns selbst mit deiner ruhn Hand Und nicht nach unserm Willen Und trag uns bis ins Vaterland! Amen. tun! EEE III. Verzeichnis der Liederdichter. Adams, Sara, geb. Fuller, geb. zu Great⸗Harlow(Essex) 1805, in London 1848. 517. Albert, Heinrich, geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, + 167¹ als Organist am Dom in Königsberg. 343. 399. 422. Albinus, Johann Georg, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißen⸗ fels, 1 1679 als Pfarrer in Naumburg. 401. Albrecht, Herzog von Preußen, geb. 1490 zu Ansbach, seit 1511 Hochmeister des Deutsch⸗Ordens, 1322 auf dem Reichs⸗ tag zu Nürnberg für die Reformation gewonnen, verwandelt 1525 das preußische Ordensland in ein weltliches Herzogtum, + 1768. 314. Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geb. 1693 in Josbach bei Marburg, als lutherischer Hofpfarrer in Cöthen(Anhalt) Herausgeber der Cöthnischen Lieder, + 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle. 529. Altenburg, Michael, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, 4 1640 als Pastor in Erfurt. Das Lied Nr. 164 soll er„zu sein und anderer Christen Trost“ im 3ojährigen Krieg und mit beson⸗ derer Beziehung auf die Losung der evangelischen Armee bei der Leipziger Schlacht(1631)„Gott mit uns!“„verfertigt“ haben. Gustav Adolf ließ es in der vor der Lützener Schlacht gehaltenen Betstunde singen; es wurde deshalb„Gustav Adolfs Feldliedlein“ genannt. Ambrosius, 340—397, Bischof von Mailand. Der ihm zu⸗ geschriebene„Ambrosianische Lobgesang“(„Te Deum lau⸗ damus“ Dich, Gott, loben wir) ist wahrscheinlich nur eine von ihm herrührende lateinische Bearbeitung eines morgenländischen Hymnus. 1 E Verzeichnis der Liederdichter. Rrenos, Wilhelm Erasmus, geb. 1677 in Langenstein b. Halber⸗ stadt, + 1721 als Pastor in Halberstadt. 255. Arnoͤt, Ernst Moritz, geb. 1769 auf Rügen, 4 1860 als Pro⸗ fessor der Geschichte in Bonn, berühmt als Vaterlandsfreund, Dichter und Schriftsteller zur Zeit der Befreiungskriege. 35. 81. 152. 247. 415. 447. 469. Arnold, Gottfried, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Speners, Professor der Geschichte in Gießen, 1 1714 als Pastor in Perleberg(Provinz Brandenburg). 277. Asschenfeloͤt, Christoph Karl Julius, Oberkonsistorialrat und Propst in Flensburg, 1792—1856. 92. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, geb. 1774 in Oberstenfeld (Württ.), Professor der Theologie in Tübingen, dann Dekan in Kirchheim u. T., T in Owen 1841. 193. Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als unermüdlicher Missions-⸗ und Jugendschriftsteller tätig in Calw, + 1862. 180. 523. Bengel, Johann Albrecht, geb. 1687 in Winnenden, 1 1752 in Stuttgart als Konsistorialrat und Prälat von Alpirsbach; Hauptvertreter des württemberg. Pietismus seiner Zeit. 112. Berger, Johann Baptist, 1888. 518. betichius, Johann, geb. 1680 zu Steckby(Anhalt), 1 als Diakonus in Zerbst 1722. 386. Bickel, Johann Daniel Karl, geb. 1737 in Altweilnau in Nassau, f als Konsistorialrat und Superintendent in Mosbach bei Wiesbaden 1809. 373. Bienemann(Melissander), Kaspar, geb. 1540 in Nürnberg, Erzieher am Hofe Herzogs Johann Wilhelm zu Weimar, + 1501m als Generalsuperintendent in Altenburg. 2. Sirken, Sigmund von, Betulius genannt, geb. 1626 zu Wild⸗ stein bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher an verschiedenen Höfen, von Fer⸗ dinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, T 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 256. Bogatzky, Karl Heinrich von, geb. 1690 zu Jankowe(Nieder⸗ schlesien), studierte Theologie, seit 1746 als Privatmann im 69 Verzeichnis der Liederdichter.— Waisenhaus zu Halle a. d. S., als dessen Wohltäter 4 1774, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften. 167. 241. Bohm, H., unbekannt. 514. Brauer, Friedrich, Großh. badischer Staatsrat und Kirchen⸗ ratsdirektor, 1754— 1813. 289. 336. Ouchka, Johann Simon, geb. 1705 zu Arzberg bei Bayreuth, als Ronrektor und Prediger in Hof 1752. 299. Surckhard, Abel, geb. zu Basel 1805, schweizerischer Dichter. Seine Kinderlieder von Friedrich Spitta herausgegeben. + 1882 in Basel. 473. Bürde, Samuel Gottlieb, geb. 1753 in Breslau, Kanzlei⸗ direktor daselbst, 1831 als Kammerdirektor in Berlin. 33. 275. 303. 435. Burmeister, Franz Joachim, Pastor in Lüneburg, 1633() bis 1672. 403. Claudius, Matthias, geb. 1740 in Reinfeld bei Lübeck, war Oberlandeskommissär in Darmstadt, lebte später in Wands⸗ bek bei Hamburg und starb 1815 in Hamburg im Hause seines Schwiegersohnes, des Buchhändlers Friedrich Perthes; Herausgeber des Wandsbeker Boten. 524. 534. Clausnitzer, Tobias, geb. 1619(1618) zu Thum bei Annaberg, zu Ende des 30jährigen Krieges schwedischer Feldprediger, hielt auf Wrangels Befehl die westfälische Friedenspredigt zu Weiden(Oberpfalz) und starb 1684 als 1. Pfarrer und kurpfälzischer Kirchenrat daselbst. 40. Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt im Erz⸗ gebirge, angesehener Kanzelredner, Pfarrer in Kröllwitz, Quedlinburg, Kopenhagen und Lübeck, zuletzt Professor in Kiel und 4 1788 als Kanzler daselbst. 177. Crasselius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wermsdorf bei Glauchau, Schüler August Hermann Franckes, + 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 12. 158(in Anlehnung an M. Rinkart). Dach, Simon, geb. 1605 in Memel, f als Professor der Dicht⸗ kunst in Königsberg 1659. 421. Ddanneil, Johann Friedrich, 1719—1772, Konsistorialrat und Pfarrer in seiner Vaterstadt Quedlinburg. 133. E ö Verzeichnis der Liederdichter. 63 denicke, David, geb. 1603 in Zittau, 4 1680 als Konsistorial⸗ rat in Hannover. Mit Justus Gesenius gab er das— nach⸗ mals so einflußreiche— Gesangbuch von 1646 heraus, in welchem zum erstenmal grundsätzlich und planmäßig ältere 10 nach neuerem Geschmacke umgedichtet erscheinen. 22⁵. 9 deßler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Nürnberg, Kon⸗ rektor der Schule zum heiligen Geist daselbst, viel kränklich, + 1722. 257. diterich, Johann Samuel, 1721-1797, ein Berliner, Ober⸗ konsistorialrat und Pastor zu St. Marien daselbst, war der eigentliche Führer der Gesangbuchstürmer und hat durch seine willkürlichen und weitgehenden Anderungen viele ältere Lieder verschlechtert. 229. 245. döring, Karl August, geb. 1783 zu Markt⸗Alvensleben im Magdeburgischen, lutherischer Pfarrer in Elberfeld, eifriger Förderer der inneren Mission, 4 1844. 91. 201. Edeling, Christ. Ludwig, geb. 1678 zu Löbejün bei Halle a. d. S., Zinzendorfs Hofmeister bis 1711, 1als Oberpfarrer zu Schwanebeck bei Halberstadt 1742. 289. Falk, Johannes Daniel, 1768— 1826, geb. zu Danzig, stiftete 1813 als Legationsrat zu Weimar die„Gesellschaft der Freunde in der Not“ zum Zweck der Heranbildung verlassener Kinder und gründete hiezu die Schulanstalt, welche noch jetzt 5— Namen„Falksches Institut“ besteht. 460. 470. 483. 504. Feoͤdersen, Jakob Friedrich, 1736— 1788, Propst in Altona. 389. Fink, Ernst, geb. 1806, erster evangelischer Hausgeistlicher der 1837—42 erbauten badischen Heil- und Pflegeanstalt Illenau, 4 1863 daselbst. 395. zinx, Erasmus, genannt Franzisci, 1627— 1694, Privat⸗ gelehrter und Schriftsteller in Nürnberg. 268. Fleming, Paul, geb. 1009 zu Hartenstein an der Mulde, nahm 1633 teil an einer 6 Jahre dauernden Gesandtschaft nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied Nr. 317 dichtete, und starb infolge der Anstrengungen dieser Reise kurz nachher(1640) als Dr. med. in Hamburg. I— 694 Verzeichnis der Liederdichter.— Franck, Johann, geb. 1618 zu Guben(Lausitz), 4 1677 als Bürgermeister seiner Vaterstadt, nächst Gerhardt der bedeu⸗ tendste Kirchenliederdichter seiner Zeit. 209. 255. 376. 435. Franck, Salomo, Konsistorialsekretär in seiner Vaterstadt Wei⸗ mar, 1679—- 1725. 26. 106. 120. 404. Franck, Sebastian, geb. 1606, +4 1668 als Diakonus in Schweinfurt. 264(7). Francke, August Hermann, geb. 1663 zu Lübeck, Professor und Pfarrer zu Halle a. d. S., Begründer des weltberlhmten Waisenhauses und der mit diesem verbundenen Anstalten („Franckesche Stiftungen“), Hauptvertreter der von Spener ins Leben gerufenen sog. pietistischen Bewegung zur Neu⸗ belebung der Kirche, + 1727. 354. Franz, Agnes, 1794—1843, aus Schlesien, wirkte segensteich im Dienst der inneren Mission, Vorsteherin einer Armen⸗ schule in Breslau. 446. 526. 527. Freylinghausen, Johann Anastasius, geb. 1670 zu Ganders⸗ heim(Braunschweig), Schüler, Schwiegersohn und Nach⸗ folger Franckes in Halle. + 1739. 84. Freystein, Johann Burkhard, geb. 1671 zu Weißenfels, 4 1718 als Hof- und Justizrat in Dresden. 280. Fricker, Johann Ludwig, geb. 1729 zu Stuttgart, 4 1766 als Pfarrer zu Dettingen bei Urach. 176. Sulda, Fürchtegott Christian, Prediger zu Halle a. d. S., 1768 bis 1817. 173. Funcke, Friedrich, geb. 1642 zu Nossen, Kantor in Perleberg und Lüneburg, T 1699 als Pastor in Römstedt bei Lüne= burg. 142. Funk, Gottfried Benedikt, 1734—1814, Konsistorialrat und Direktor des Domgymnasiums in Magdeburg. 135. Garve, Bernhard, geb. 1763 in Jeinsen bei Hannover, 4 1841 als Prediger der Brüdergemeine in Herrnhut. 34. 89. 121. Gebauer, Christian August, geb. 1792 zu Knobelsdorf(Sach⸗ sen), Lehrer an der Fürstenschule in Meißen, Professor in Bonn, später in Mannheim, 1852 f in Tübingen. 450 Bebharot, Ernst, unbekannt. 452. eEt Verzeichnis der Liederdichter. Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Hainichen(Sach⸗ sen), 4 1769 als Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig, hat durch die Einfachheit, Wärme und Frömmigkeit seiner 74 geistlichen Lieder unter seinen Zeit⸗ genossen und bis heute großen Segen gestiftet. 16. 17. 31. 77. 113. 130. 131. 170. 192. 211. 255. 307. 334. 348. 357. 365. 392. 408. 439. Gerhardt, Paul, 1607— 1676, von Gräfenhainichen bei Witten⸗ berg, nach langem Warten Propst in Mittenwalde, 1657 bis 1667 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er wegen öffentlicher Bekämpfung der reformierten Lehre aufgeben mußte, 1609 Archidiakonus in Lübben(Lausitz); der größte Kirchenliederdichter früherer Zeit(123 Lieder). 3. 4. 5. 61. 73. 74. 100. 101. 102. 103. 147. 148. 235. 318. 319. 320. 321. 344. 345. 350. 363. 375. 379. 400. 457. 533. Gerok, Karl, 1815—1890, geb. in Vaihingen a. d. E., Ober⸗ hofprediger und Prälat in Stuttgart bis zu seinem Tode, gefeierter neuerer Liederdichter. 49. Gesenius, Justus, geb. 1601 zu Esbeck(Hannover), T 1673 als Generalsuperintendent in Hannover. Vgl. Denicke. 99. Geßner, Georg, 1758—1843, Pfarrer am Waisenhaus, dann am Fraumünster und endlich am Großmünster in Zürich, Schwiegersohn Joh. Kaspar Lavaters. 442. Gittermann, Johann Christian Hermann, 1768— 1834, Predi⸗ ger in Emden. 55. 56. 2ʃ8. Goßner, Johann Cvangelista, geb. 1773 in Hausen bei Günz⸗ burg, kath. Religionslehrer in Düsseldorf, trat 1826 zur evang. Kirche über, Pfarrer in Berlin, Begründer der Goßnerschen Heidenmission und mancher Werke der inneren Mission. 451. Gotter, Ludwig Andreas, 1661— 1735, Hof⸗- und Assistenzrat in seiner Vaterstadt Gotha. 10. 27. 283. Greding, Johann Ernst, 1676—1748, 4 als Pfarrer zu Alt⸗ heim bei Dieburg. 111(7). Greef, Wilhelm, geb. 1809 zu Kettwig a. d. Ruhr, Organist in Mörs, Komponist geistlicher Lieder, 1875. 536. Grundemann, Reinhold, geb. 1836 in Bärwalde, seit 1869 Pfarrer in Mörz(Mark Brandenburg), Herausgeber des allg. Missionsatlas. 187. ö 696 x Verzeichnis der Liederdichter. ◻ Sryphius, Andreas, 1616—1664, 4 als Syndikus in seiner Vaterstadt Glogau, verpflanzte das geschichtliche Schauspiel auf den deutschen Boden und war der hervorragendste Dichter seines Jahrhunderts in Deutschland. 223. Sünther, Cyriakus, 1650—1704, Lehrer am Gymnasium in Gotha. 210. hagenbach, Karl Rudolf, 1801—1874, Professor der Theo⸗ logie in seiner Geburtsstadt Basel. 184. hahn, Johann Michael, 1758 1819, geb. zu Altdorf bei Böb⸗ lingen, lebte später in Sindlingen bei Herrenberg; ein Bauer, der durch seine Schriften und erbaulichen Vorträge in„Stunden“ großen Einfluß und Anhang gewann(Michelianer). 47. 200. hammer, Julius, 1810—1862, Schriftsteller in Leipzig und Dresden. 340. hardenberg, Friedrich von, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 im Mansfeldischen, 4 1801 als Bergassessor zu Weißenfels, durch den Ernst und die religiöse Innigkeit seiner „geistlichen Lieder“ bekannt. 64. 136. 475. 409. Harttmann, Karl Friedrich, geb. 1743 zu Adelberg(Württ.), Professor auf der Solitude und an der Karlsakademie, Dekan in Lauffen a. N. bis 1812, 4 1815 in Tübingen, 303. haßlocher, Johann Adam, geb. 1645 zu Speier, später Pfarrer daselbst, nach Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat in Weilburg(Nassau) bis zu seinem Tode 1726. 54. hausmann, Julie von, geb. 1825 in Mitau(Ostseeprovinzen), 249. an der St. Annenschule in Petersburg, 4 1901. hayn, Henriette Marie Luise von, geb. 1724 in Idstein in Nassau, Pflegerin in der Brüdergemeine zuletzt in Herrnhut, wo sie 1782 starb. 497. heber, Reginald, geb. 1783, Bischof des von der anglikanischen Kirche 1816 gegründeten Bistums Kalkutta, 4 zu Tanjore (Südindien) 1826. 485. hecker, Heinrich Kornelius, geb. 1699 in Hamburg, 1743 als Pfarrer in Meuselwitz bei Altenburg. 190. heermann, Johann, geb. 1585 zu Raudten im Fürstentum Verzeichnis der Liederdichter. 607 Wohlau, 1611—-1634 Pastor zu Köben im Fürstentum Glogau, erduldete viel Kreuz, mußte wegen Krankheit sein Amt aufgeben und starb 1647 zu Lissa in Polen. 24. B. 97. 98. 123. 262. 385. Anhang II S. 687. held, Heinrich, geb. 1620 zu Guhrau in Schlesien, nach wechsel⸗ vollem Leben Advokat in Fraustadt, seit 1657 Stadtsekretär zu Stettin, 1658 Kämmerer und Ratsherr in Altdamm, + 1659 zu Stettin. 62. 104. 149. helmbold, Ludwig, 1532— 1598, Superintendent in seiner Heimat Mühlhausen in Thüringen. 315. hengstenberg, Johann Heinrich Karl, geb. 1770 zu Ergste (Westfalen), 1834 als Pfarrer zu Wetter a. d. Ruhr. 338. hensel, Luise, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin in der Mark Brandenburg, Tochter eines evangelischen Pfarrers, war Er⸗ zieherin und Krankenpflegerin, trat 1818 aus innerer Uber⸗ zeugung heimlich zur katholischen Kirche über und starb 1876 in einem Kloster in Paderborn. 489. 528. herberger, Valerius, 1762— 1627, 4 als Pfarrer am Kripp⸗ lein Christi in seiner Vaterstadt Fraustadt in Posen, Ver⸗ fasser mehrerer weitverbreiteter Erbauungsschriften. Das Lied Nr. 307 dichtete H. während der Pest, welche 2000 Menschen in Fraustadt hinraffte. Die Anfangsbuchstaben der Strophen geben seinen Vornamen Valerius, und außerdem dachte er bei dem Anfangswort der 1. Strophe an das Vale(Lebe⸗ wohl), welches er der Welt damals täglich zurief. herman, Nikolaus, geb. 1480 zu Altdorf, Kantor zu Joa⸗ chimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Matthesius, dessen Predigten ihn oft zu seinen Liedern anregten, + 186! in hohem Alter. 396. 456. hermes, Johann Timotheus, geb. 1738 zu Pelznick bei Star⸗ gard(Pommern), f1821 als Oberkonsistorialrat und Professor der Theologie in Breslau. 115. 530. herrnschmidt, Johann Daniel, geb. 1675 zu Bopfingen (Württ.), 4 1723 als Professor der Theologie in Halle und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen. 11. 327. herrosé, Karl Friedrich Wilhelm, 1784— 1821. 4ʃ0. hessen-Darmstaoͤt, Anna Sophie Landgräfin von, geb. 1658 8 ö Verzeichnis der Liederdichter. 1 zu Marburg, Pröpstin des Stiftes in Quedlinburg, 4 1683 als Abtissin desselben. 188. ö heußer⸗Schweiger, Meta, 1797—1876, Frau des Arztes Friedrich Heußer zu Hirzel(Zürich). 37. 437. hey, Wilhelm, geb. 1789 in Leina im Gothaischen, Pfarrers⸗ sohn, Hofprediger in Gotha, bekannter Fabeldichter, 4 1854. 468. 505. 511. 513. 535. hiller, Friedrich Konrad, 1662—1726, war 30 Jahre lang Kanzleiadvokat in seinem Geburtsort Stuttgart. 427. hiller, Philipp Friedrich, 1699— 1769, geb. zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er aber bald seine Stimme verlor und dem Amte entsagen mußte, der fruchtbarste Liederdichter Württembergs, Verfasser des weit⸗ verbreiteten„Geistlichen Liederkästleins zum Lobe Gottes ꝛc. und zahlreicher anderer Erbauungsschriften. 15. 144. 22. 243. 253. 272. 287. 306. 388. 391. 407. 430. hippel, Theodor Gottlieb von, 1741—1796, zuletzt Bürger⸗ meister und Polizeidirektor in Königsberg. 200. 309. Hof, Nikolaus von?(oder Slüter, Joachim 2), 1329. Beide Lieder Nr. 96 und Nr. 156 sind Übertragungen lateinischer Gesänge und ursprünglich niederdeutsch abgefaßt. hoffmann, Gottfried, geb. 1658 zu Plagwitz bei Löwenberg 150 Sailsien, 1 171²2 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. hohlfelo, Christian Christoph, geb. 1776 in Dresden, wo er 1849 als Rechtskonsulent starb. 512. homburg, Ernst Christoph, geb. 1605 zu Mihla in Sachsen⸗ Weimar, 4 1681 als Rechtskonsulent und Gerichtsaktuar in Naumburg. 105. 140. hopfensack, Johann Christian Wilhelm August, 1801—1874, Gymnasialoberlehrer in Cleve, von 1857 an im Ruhestand. 436. hülsemann, Wilhelm, geb. 1781 zu Soest, 1865 als Pfarrer 10 Elsey in Westfalen und Superintendent der Synode Iser⸗ ohn. 377. Jonas, Justus(eigentlich Jodokus Koch), 1493—15 55, eifriger Mitarbeiter Luthers in Wittenberg, später Ephorus in Halle und zuletzt Superintendent in Eisfeld(Koburg). 163. — Verzeichnis der Liederdichter. 699 Jörgens, Ludwig, geb. 1792 in Gütersloh, studierte Theologie, war zweimal in Nordamerika, dazwischen(1830) im Wupper⸗ tal; sein Leben endete 1838 zu Hermann in Missouri in betrübender Weise. 531. Jung, Johann Heinrich, genannt Stilling, ein Nassauer, 1740 bis 1817, armen Ursprungs, zuerst Kohlenbrenner und Schneider, dann Hauslehrer und Mediziner, als Arzt in Elberfeld berühmt durch Augenoperationen, Professor in Heidelberg und Marburg, als Geh. Hofrat in Karlsruhe; populärer Schriftsteller. 178. Junkheim, Johann Zacharias, 1729— 1790, Konsistorialrat in Ansbach, gab mit Uz das Ansbacher Gesangbuch heraus. 258. Raiser, Nikolaus, geb. zu Redwitz 1734, Rektor daselbst und Prediger in Torgau, später in Hof, 4 1800 als Inspektor an seinem Geburtsort. 498. Rarl, Johannes, 1842. 462. Rahlch. Georg Friedrich, 1817—1857, Diakonus in Gerns⸗ ach. 68. Rern, Gottlob Christian, 1792—1835, geb. zu Söhnstetten bei Heidenheim auf der Alb, Professor am niederen Seminar in Schöntal, T als Pfarrer in Dürrmenz⸗Mühlacker. 2ʃ9. Reymann, Christian, 1607- 1662, Rektor in Zittau. Das Lied Nr. 263 ist auf die letzten Worte des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen gedichtet, der am 8. Oktober 1656 mit dem Bekenntnis verschied:„Meinen Jesum lass' ich nicht.“ Die Anfangsworte der 5 ersten Strophen bilden diesen Spruch; und wenn man in der letzten Strophe die fett gedruckten Anfangsbuchstaben der 5 ersten Zeilen, das Schlußwort der 5. Zeile und die ganze 6. Zeile zusammen⸗ liest, so ergibt sich folgendes: Johann Georg Churfürst zu Sachsen spricht:„Meinen Jesum lass' ich nicht.“ Kletke, Gustav Hermann, unbekannt. 461. Klopstock, Friedrich Gottlieb, 1724—1803, aus Quedlinburg, lebte lange in Kopenhagen und anderen Orten, so 1776 in Karlsruhe, und starb als dänischer Legationsrat in Ham⸗ burg. 213. 214. 433. 434. ö 20⁰0 Verzeichnis der Liederdichter.— Knak, Gustav Friedrich Ludwig, geb. 1806 in Berlin, Pfarrer zu Wusterwitz, dann 27 Jahre an der Bethlehemskirche in Berlin(Nachfolger Goßners), 4 1878. 493. 532. Knapp, Albert, 1798—1864, geb. in Tübingen, Stadtpfarrer in Stuttgart, einer der begabtesten und beliebtesten geistlichen Dichter der Neuzeit, Herausgeber des„Liederschatzes“, einer großen Sammlung von Kirchenliedern. 67. 117. 143. 181. 182. 205. 374. Knorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 in Altraudten (Fürstentum Wohlau, Schlesien), Sohn eines Geistlichen, Kanzleidirektor des Pfalzgrafen Christian August von Sulz⸗ bach(Oberpfalz), 4 1689. 521. Röthe, Friedrich August, 1781-1850, geb. in Llibben, Pro⸗ fessor der Theologie in Jena, dann Oberpfarrer in Altstädt (Sachsen⸗Weimar). 198. 220. Krause, Jonathan, 1701—1762, geb. zu Hirschberg in Schlesien, starb als Superintendent in Liegnitz. 44. Kritzinger, Wilhelm, geb. 1816, Direktor des Lehrerinnen⸗ seminars in Droyssig(dei Zeitz), als Schulrat 1890. 155. 471. Krummacher, Friedrich Adolf, geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, Professor der Theologie in Duisburg, Prediger in Krefeld und ettwig, Konsistorialrat in Bernburg, Pastor IZu St. Ansgari) in Bremen, wo er 1845 im Ruhestand starb; Verfasser christlicher Jugend⸗ und Volksschriften(bes. Parabeln). 80. 90. 179. 251. Runth, Johann Sigismund, 1700—1775, geb. in Liegnitz, starb als Superintendent in Baruth(Sachsen). 431. Küster, Elieser Gottlieb, 1732—1799, Generalsuperintendent in Braunschweig. 199. Lange, Joachim, 1670— 1744, geb. zu Gardelegen(Preußen), Franckes Freund, als Professor der Theologie in Halle a. S. 347. Laurenti, Laurentius(eigentlich Lorenz Lorenzen), 1660— 1722, aus Husum, 1 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen. 124. 426. JLavater, Johann Kaspar, 1741—1801, Prediger in seiner Vaterstadt Zürich, ebenso vielseitig und beredt wie von musterhaft christlichem Wandel. 87. 216. 289. — Verzeichnis der Liederdichter. 701 rLiebich, Ehrenfried, 1713— 1780, geb. zu Probsthain bei Liegnitz, n anfangs Müller, dann eifriger und gelehrter Theolog, starb als Pfarerr von Lomnitz und Erdmannsdorf(Schlesien). r 19. 151. 273. 301. 414. 492. n Lieth, Karl Ludwig Theodor, um 1820. 525. rLindemann, Johann, soll aus der Familie der Mutter Martin Luthers stammen, 1580— 1630 Kantor in Gotha. 494. Loder, Friedrich Wilhelm, 1757— 1823, aus Regensburg, starb als Hof- und Konsistorialrat in Ohrdruf(Gotha). 246. „Luther, Martin, 1483— 1546, der deutsche Reformator, geb. und gest. zu Eisleben, Professor der Theologie in Witten⸗ berg, Vater und Meister des deutschen Kirchengesangs, schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Verdeutschung alter t lateinischer Hymnen, Umarbeitung vorhandener Gesänge und Bearbeitung von Bibelstellen. 71. 160. 161. 162. 221. 455. ö mahlmann, Siegfried August, 1771— 1826, geb. in Leipzig, seit 1798 daselbst als Literat, zuletzt Direktor der ökonomi⸗ schen Sozietät. 337. mRarot, Samuel, 1770- 1865, aus Magdeburg, Mitarbeiter an dem Berliner Gesangbuch von 1829, 4 als Oberkonsi⸗ storialrat und Prediger an der Neuen Kirche zu Berlin. 202. Marberger, Bernhard Walter, geb. 1682 zu Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, T 1746 als Oberhofprediger(und Nachfolger Speners) in Dresden nach schweren Leiden und angefeinder wegen seiner versöhnlichen Stellung zu den damals allgemein bekämpften Pietisten. 252. Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738— 1811, aus Halle, Pastor und theologischer Professor am Gymnasium in Bre⸗ men. 114. 371. mentzer, Johann, 1658— 1734, mit der Zinzendorfschen Familie 94107 n +als Pfarrer in Kemnitz(Oberlausitz). 9. 107. Metzger, Georg, geb. 1844 zu Nonnenweier, seit 1868 Lehrer in Freiburg i. Br. 519. meyer, Johann Friedrich von, 1772—1849, aus Frankfurt a. M., 4 als Bürgermeister seiner Vaterstadt und Bundes⸗ tagsgesandter der(damaligen) 4 freien Reichsstädte, aus 702 Verzeichnis der Liederdichter. Neigung theologischen Studien zugewandt und Verfasser einer bekannten Bibelübersetzung. 20. 116. Meyfart, Johann Matthäus, geb. 1390 in Jena, 1 1642 als Professor der Theologie in Erfurt. 419. ö Mohr, Joseph, 1792—1848, geb. zu Salzburg, dichtete das Lied 463 als katholischer Koadjutor zu Oberndorf a. d. Salzach, gest. als Vikar zu Wagrein bei St. Johann (Salzkammergut). Möller, Johann Friedrich, 1789—1861, zuletzt General⸗ superintendent in Magdeburg. 159. ö Moraht, Adolf, geb. 1805 in Hamburg, seit 1846 Pfarrer in Mölln, 4 1884. 508. Moser, Johann Jakob von, 1701—1785, Regierungsrat in Stuttgart, berühmter Professor des Staatsrechts in Tübingen, Professor zu Frankfurt a. O., dann Landschaftskonsulent in Stuttgart, wegen seiner freimütigen Verteidigung der Rechte der Landschaft gegen Herzog Karl 3 Jahre Staatsgefangener auf dem Hohentwiel, nach seiner Loslassung für unschuldig erklärt und hochgeachtet bis zum Tode. 171. mudre, Johann Friedrich, 1736—1810, Gellerts Schüler, Pfarrer in Mittelsaida bei Freiberg(Sachsen). 63. 88. Müller, Michael, geb. 1673 zu Blankenburg am Harz, 4 1704 als Hofmeister auf Schaubeck bei Kleinbottwar(Württ.). 83. münter, Balthasar, geb. 1735 in Lübeck, 4 1793 als deut⸗ scher Prediger in Kopenhagen. 172. 215. 258. 274. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, 1624— 1685, aus Halle a. d. S., Pastor in Koburg. 75. Neander, Christoph Friedrich, 1724— 1802, Pfarrer und Propst zu Grenzhof in Kurland, Herausgeber eines Gesangbuchs für die Kirche dieser Provinz. 230. 359. Neander, Joachim, 1650— 1680, Prediger in seiner Vaterstadt Bremen, wegen seines Lobpreises der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt. 6. 7. 41. 351. 410. Ueumann, Kaspar, 1648— 1715,„ in seiner Vaterstadt Breslau als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen. 346. 353. 36U. 380. 1— O Verzeichnis der Liederdichter. 703 er Neumark, Georg, geb. 1621 in Langensalza, 4 1681 als Sekretär, Bibliothekar und Hofpoet des Herzogs Wilhelm II. in Weimar. 323. neumeister, Erdmann, 1671—1756, aus lichteritz bei Weißen⸗ fels a. d. S., Hauptpastor in Hamburg. 30. 85. 239. 333. Neunherz, Johann, 1653 1737, geb. zu Waltersdorf(Schlesien), Oberpfarrer in Hirschberg. 125. Nicolai, Philipp, 1556— 1608, ein Hauptkämpfer gegen„Pa⸗ pisten“ und„Calvinisten“, allezeit streitfertig, zuletzt Pastor in Unna(Westfalen) und seit 1601 in Hamburg. 261. 418. Rniemeyer, August Hermann, 1754— 1828, geb. zu Halle a. d. S., Urenkel von August Hermann Francke, Professor, Kanzler der Universität und Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. 78. 310. Olearius(Ölschläger), Johann, 1611— 1684, geb. zu Halle a. S., Generalsuperintendent daselbst, und nachher in Weißenfels. 157. 186. 322. 474. pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736— 1809, geb. zu Kolmar im Elsaß, als Fabeldichter bekannt, seit seinem 21. Jahre ganz erblindet, 4 als Präsident des Konsistoriums in seiner Vaterstadt. 46. prätorius, Benjamin, aus Weißenfels, 1636— 1674, 4 als Pastor in Großlissa bei Delitzsch. 257. preiswerk, Samuel, 1799— 1871, geb. in Rümlingen(Basel⸗ land), Pfarrer und Hochschullehrer der hebräischen Sprache in Basel. 292. 486. puchta, Heinrich, 1808— 1858, geb. in Cadolzburg(Bayern), Professor der Theologie und Religionslehrer am Lyzeum in Speier, 4 als Pfarrer in Augsburg. 82. 232. 366. 372. 304. 476. Räder, Friedrich, geb. 1815 in Elberfeld, 4 1872 daselbst als Kaufmann. 516. Rambach, Johann Jakob, 1693—- 1735, aus Halle, erlernte zuerst bei seinem Vater das Tischlerhandwerk, studierte noch unter A. H. Francke, Professor der Theologie daselbst, T als Superintendent und Professor in Gießen. 13. 86. 196. Ranke, Heinrich, geb. zu Wiehe in der Provinz Sachsen 1798, + 1876 als Oberkonsistorialrat in München. 458. 459. 7⁰⁴4 Verzeichnis der Liederdichter. D0 Richter, Christian Friedrich, 1676—1711, aus Sorau, Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des 233.2796 in Halle, dem er überhaupt sich völlig widmete. 278. 279. Ringwald, Bartholomäus, 1330— 1598, aus Frankfurt a. O., starb als Pfarrer zu Langfeld bei Sonnenburg in der Neu⸗ mark. 222. Rinkart, Martin, 1586— 1649, seit 1617 Archidiakonus in seiner Vaterstadt Eilenburg, erlebte hier das ganze Elend des 30jährigen Krieges, half in einem Jahre 4480 an der Pest Gestorbene beerdigen, geriet unter dem Druck der Zeiten tief in Schulden, dichtete aber gleichwohl und schuf 1630 oder 1631 das 1636 als„Tischlied nach dem Essen“ erstmals veröffentlichte Danklied: 2. Rist, Johann, geb. 1607 zu Ottensen, 1 1667 als Pastor zu Wedel(Holstein), Stifter einer dichterischen Gesellschaft, des „Elbschwanenordens“, welcher aber bald wieder einging. 59. 72. 119. 139. 208. 224. 349. 302. Rodigast, Samuel, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, + 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin, mit Spener befreundet. 326. Rothe, Johann Andreas, 1688—1758, zuerst Zinzendorfs Patronatspfarrer in Berthelsdorf, konnte sich aber in die Herrnhuter Art auf die Dauer nicht finden und starb als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau. 240. 413. Rothen, Johannes, 1797—1876, Schüler des Inspektors Zeller in Beuggen, dann in Basel. 311. Rube, Johann Christoph, geb. 1665, Amtmann zu Burg⸗ Gemünden(Oberhessen), wo er 1746 starb. 429. Rückert, Friedrich, 1788— 1866, geb. in Schweinfurt, Professor in Erlangen und Berlin, starb auf seinem Gute zu Neuses bei Koburg; hervorragender Kenner des Morgenlandes, als Dichter ausgezeichnet durch Formvollendung und Vielseitigkeit. 65. Rutilius, Johann Martin, 1350— 1618, 4 als Archidiakonus in Weimar. 233. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, 1785— 1860, Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. 416. ö O Verzeichnis der Liederdichter. 20⁵7 S— ⏑ Sachsen⸗Weimar, Wilhelm II., Herzog von, 1398 1662, geb. in Altenburg, in Weimar, angeblicher Verfasser des Liedes 30. Schade, Johann Kaspar, 1666— 1698, geb. in Kühndorf bei Meiningen, Gesinnungsgenosse Franckes und Speners, als Diakonus in Berlin. 336. 550. Schalling, Martin, geb. 1532 in Straßburg, T 1608 als Prediger in Nürnberg. 250. Scheffler, Johann, 1624—1677, geb. zu Breslau, seit 164 Leibarzt des Herzogs Sylvius Nimrod von Württemberg zu Ols, wurde 1653 katholisch und nahm bei seiner Firmung den Namen Angelus an(daher Angelus Silesius d. h. der Schlesier genannt), trat später in ein Minoritenkloster, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs von Breslau und starb im jesuitischen Matthiaskloster daselbst. 187. 266. 267. 295. 438. Scheidt, Christian Ludwig, 1709—1761, geb. zu Waldenburg im Hohenloheschen, + als Hofrat und Bibliothekar in annover. 244. Schenk, Hartmann, geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 4 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön. 53. Schenk v. Schenkendorf, Friedrich Ferdinand Gottfried Max Aausmr geb. 1783 zu Tilsit, verheiratete sich 1812 in „Karlsruhe, Kämpfer und Sänger der Befreiungskriege 1813/15, 4 1817 als Regierungsrat in Koblenz. 79. 478. 481. 500. 501. Schiebeler, Daniel, 1741—1771, Kanonikus am Domkapitel amburg. 45. 132. Schirmer, Michael, geb. 1606 in Leipzig, Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin, 4 1673, nannte sich seiner vielen Leiden wegen den deutschen Hiob. 60. 146. Schlosser, Ludwig Heinrich, 16603— 1723, geb. in Darmstadt, +als Prediger in Frankfurt a. M. 381. Schmiod, Christoph von, geb. 1768 zu Dinkelsbühl in Mittel⸗ franken, katholischer Jugendschriftsteller, 41854 als Dom⸗ kapitular in Augsburg. 464. Schmidt, Johann Eusebius, 1670—1745, geb. in Hohenfelden bei Erfurt, als Pastor zu Siebleben bei Gotha. 165. Evang. Gesangbuch. 23 7⁰⁶ Verzeichnis der Liederdichter. + Schmolck, Benjamin, 1672—1737, geb. zu Brauchitschdorf (Schles.), Pfarrer und Inspektor in Schweidnitz; einer der 105. 110.125. geistlichen Dichter(1200 Lieder). 28. 29. 23. 09. 110. 126. 127. 128. 189. 195. 227. 238. 251. 269. 284. 298. 338. 329. 330. 331. 332. 355. 356. 364. 370. 405. 406. 412. 428. Schöner, Johann Gottfried, 1749— 1818, aus Rügheim bei Würzburg, 1 als Pfarrer in Nürnberg. 302. Schröder, Johann Heinrich, 1667— 1699, geb. zu Springe bei Hannover, Schüler A. H. Franckes, Pastor zu Meseberg im Magdeburgischen. 276. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 17391791, geb. in Obersontheim(Württ.), Organist und Musikdirektor an ver⸗ schiedenen Orten, war zehn Jahre auf dem Hohenasperg ge⸗ fangen, als Hofpoet und Theaterdirektor in Stuttgart. 32. Schück, Johann Peter, geb. in Dühren(Baden) 1811, + 1892 als Pfarrer in Hoffenheim. 472. 480. 484. 507. 509. Schulze, Otto, 1823— 1884, Pastor zu Derenburg(Provinz Sachsen). Bo. 313. Schütz, Johann Jakob, 1640— 1690, zuerst mit Spener be⸗ freundet, Rechtskonsulent und Reichsrat in Frankfurt a. M., seiner Vaterstadt. 8. ö Schwarzburg⸗Rudolstadt, Amilie Juliane Gräfin zu, 1637 bis 1706, Gemaͤhlin des Grafen Albrecht Anton, geb. Gräfin von Barby. 402. Selnecker, Nikolaus, 1530—1892, geb. zu Hersbruck bei Nürn⸗ berg, Schüler Melanchthons, Pastor und Professor der Theologie ö in Leipzig, Mitarbeiter an der Konkordienformel. 21. 52. Senitz, Elisabeth von, 1629—1679, geb. zu Rankau in Schlesien, einige Zeit Hoffräulein zu Brieg, später zu Ols, zuletzt in ernster Zurückgezogenheit nur Andachtsübungen und der geistlichen Dichtkunst lebend. 108. Sonntag, Gustav Friedrich Nikolaus, 17881858, geb. zu Kandern, Diakonus und Stadtpfarrer zu Mlllheim, nach Harlet Hebels Tod 1826 Kirchen⸗ und Ministerialrat in arlsruhe, fing früihe an in alemannischer und hochdeutscher Mundart zu dichten und war der Verfasser des bisherigen Verzeichnis der Liederdichter. 707 Gesangbuchs, welches er für die Generalsynode von 1834 bearbeitete und nach den Beschlüssen derselben fertigstellte. 420. Speratus(eigentlich von Spretten), Paul, 1484—1551, geb. zu Rötlen bei Ellwangen, frühe der Reformation zugetan, an mehreren Orten verfolgt, zuletzt von Luther dem Herzog Albrecht von Preußen empfohlen, als dessen Hofprediger und dann Bischof von Pomesanien er der Reformator Preußens wurde und zu Marienwerder starb. Er war der erste, welcher dem Rufe Luthers folgend Lieder für die evan⸗ gelische Kirche dichtete(15724). 233. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801—1889, geb. in Han⸗ nover, 4 als Superintendent zu Burgdorf, hervorragender und vielgelesener geistlicher Dichter des vorigen Jahrhunderts („Psalter und Harfe“). 36. 48. 66. 154. 174. 203. 204. 231. 304. 305. 339. 383. 384. 409. 417. 515. Spreng, Johann Jakob, 1699— 1768, Pfarrer am Waisen⸗ haus und Professor in seiner Vaterstadt Basel. 3090. Stegmann, Josua, 1588— 1632, geb. zu Sülzfeld bei Mei⸗ ningen, 1 als Professor der Theologie in Rinteln. 23. Steuerlein, Johann, 1546—1613, geb. zu Schmalkalden, Stadtschultheiß in Meiningen. 361. Strauß und Torney, Viktor Friedrich von, 1809— 1899, geb. zu Bückeburg, Archivrat daselbst, dann Geheimerat und Bundestagsbevollmächtigter, zuletzt im Ruhestand in Dres⸗ den. 122. Sturm, Christoph Christian, 1740—1786, Hauptpastor in Hamburg. 133. 134. 335. 432. ö Sturm, D. Julius, 1816—1896, Pfarrer und Geh. Kirchenrat in seiner Vaterstadt Köstritz(Reuß j. L.), mit Spitta der bedeutendste und fruchtbarste Dichter geistlicher Lieder im vorigen Jahrhundert, + am 2. Mai 1896 in Heipzig 38. 50. 69. 70. 93. 94. 95. 118. 194. 312. 341. 360. 378. Tadoͤel, Christian Ludwig, 1706— 1775, 4 als Kanzleidirektor in seiner Vaterstadt Rostock. 129. Tersteegen, Gerhard, 1697— 1769, aus Mörs bei Krefeld, Bandmacher zu Mülheim an der Ruhr, einflußreicher christ⸗ 708 ö Verzeichnis der Liederdichter. U x licher Schriftsteller und eifriger Pfleger der Erbauung in Privatgemeinschaften. 14. 76. 143. 168. 270. 271. Anh. II S. 687. Thilo, Valentin, 1607— 1662, Professor der Beredsamkeit in seiner Vaterstadt Königsberg. 58. Tietze(Titius), Christoph, 1541—1703, aus Schlesien, als Pfarrer in Hersbruck bei Nürnberg. 226. 324. Tucher, Gottlieb Freiherr von, geb. 1813, Oberappellations⸗ gerichtsrat in Nürnberg, T 1877 in München, Kenner und Freund alter Kirchenlieder. 470. Urner, Barbara, geb. Welti, 1788. 523. valerius, Adrianus, 4 vor 1626 als Schöffe zu Veere in Zeeland; er gab eine Geschichte des Krieges der Nieder⸗ lande gegen Spanien heraus, die er mit Liedern seiner Zeit illustrierte. 445. Wackernagel, Wilhelm, geb. 1806 in Berlin, 4 1869 als Professor der deutschen Sprache und Literatur am Päda⸗ gogium zu Basel. 367. waloͤau, Georg Ernst, 1745— 1817, Antistes in Nürnberg. 382. walz, Johann Leonhard, geb. 1749 in Lörrach, bearbeitete 1787 ein neues badisches Gesangbuch, 4 1817 als Ober⸗ hofprediger in Karlsruhe. 217. Weber, J. R., unbekannt. 449. wegelin, Josua, 1604— 1640, aus Augsburg, 4 als Pfarrer in Preßburg. 141. Wegleiter, Chrstoph, geb. 1659 in Nürnberg, 1706 als Professor der Eiatsmum und Prediger in Altdorf(Bayern). 42. Weingärtner, Sigismund, angeblich um 1600 Prediger in oder bei Heilbronn. 316. 1590—1635, 4 als Prediger in Königsberg. Werlhof, Paul Gottlieb, 1699— 1767, Hofmedikus in Han⸗ nover. 228. wWessenberg, Ignaz Heinrich Karl Freiherr von, 1774—1860, geb. zu Dresden, katholischer Domherr und Generalvikar, zuletzt Bistumsverweser in Konstanz, aber vom Papste nicht bestätigt, seit Aufhebung des Bistums(1827) Privatmann, Schriftsteller und Wohltäter daselbst. 153. UE Verzeichnis der Liederdichter. 709 Wetzel, Friedrich Gottlob, geb. 1779 in Bautzen, Schriftsteller und Zeitungsredakteur, 4 1819 zu Bamberg in den gedrück⸗ testen Verhältnissen. Seine Bibliothek war eine Bibel und ein Gesangbuch. 510. Winckler, Johann Joseph, 1670— 1722, geb. zu Lucka in Sachsen⸗Altenburg, ein Freund Speners, Konsistorialrat und Domprediger in Magdeburg. 281. Wolf, Jakob Gabriel, geb. 1684 in Greifswald, + 1754 als Hofrat und Professor der Rechte in Halle a. d. S. 386. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725— 1761, geb. zu Friedrichs⸗ felde bei Berlin, Prediger in Bunzlau, Mitbegründer und Leiter des dortigen Waisenhauses, starb frühe infolge von Überarbeitung. 175. 212. 256. 308. 4091. Zaremba, Felieian Graf von, geb. 1794 zu Zaroyin in Litauen, Missionar, 4 1874 im Basler Missionshaus, wo er 76 Jahre lang tätig war. 486. Zeller, Ernst Albert, 1804- 1877, geb. zu Heilbronn, lang⸗ jähriger Direktor der württembergischen Heil- und Pflege⸗ anstalt Winnental bei Winnenden. 293. 294. Zimmermann, Johann Christian, 1702— 1783, 4 als Propst zu Ulzen in Hannover. 18. 254. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von, 1700— 1760, geb. zu Dresden, Gründer von Herrnhut und Stifter der Brüder⸗ gemeine(1727), verbrachte nach vielen Reisen die beiden letzten Lebensjahre ruhig in Herrnhut, wo er auch starb, verfaßte zahlreiche Schriften und dichtete bis ins Alter Über 2000 Lieder. 166. 191. 300. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, zweiter Sohn des vorigen, 1727—-1752, geb. in Herrnhut, in London, treuer Gehilfe seines Vaters. 169. Zollikofer, Georg Joachim, 1730—1788, geb. in St. Gallen Prediger der reformierten Gemeinde in Leipzig. 37. Unbekannte Verfasser haben die Lieder: 137. 138(angeblich von Selnecker). 183. 185. 197. 207. 325. 342. 352. 368. 387. 398. 424. 441. 443. 444. 453. 454. 465. 466. 467 477. 482. 488. 490. 495. 496. 502. 503. 506. 520. 522. Lieder⸗Verzeichnis. Nch bleib bei uns, Herr Jesu Christ Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr, wie groß Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, vom Himmel sieh darein Ach sieh ihn dulden, bluten, sterben Ach wenn ich dich, mein Gott, nur habbe Ach wundergroßer Sieges⸗ Held Alle Jahre wieder Allein Gott in der Höh sei Ehr. Menschen sterben Alles ist an Gottes Segen Amen, deines GrabesFriede Am Grabe stehn wir stille Am Himmel ist gestanden Am Olberg weiß ich eine Stätte Am Weihnachtsbaum die Lichter Anbetungswürd'ger Gott An Gott will ich gedenken Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Geist, be⸗ trachte Auf Christi Himmelfahrt allein Auferstanden, auferstanden Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Auf Gott und nicht auf meinen Rat Auf, ihr Posaunen, das Naben un Iar Auf, ihr Streiter, durch⸗ gedrungen Auf meinen Jesum will ich sterben Auf meinen lieben Gott Auf, Seele, auf und säume nicht. Auf und mache dich bereit Aus dem Himmel ferne. Aus Gnaden soll ich selig werdven 7 .2 Nr. 13 329 589 289 141 .—3 4³ 334 68 299 40⁴ 316 83 69 713 24⁴4 Aus irdischem Getümmel 92 ö ö ö ö ö I Lieder⸗Verzeichnis. ö 711 Nr. Nr. Aus meines Herzens Der am Kreuz ist meine Liebe 111 Grunde„ 342 Der Christbaum ist der Aus tiefer Not schrei' ich schönste Baum.462 zu dir n. 221 Der du in Todesnächten 180 Der du trugst die Schmer⸗ Barmherziger, laß deine zen aller 37 Gnadde 197. Der du zum Heil erschienen 181 Befiehl du deine Wege 318 Der heil'ge Christ ist 7. mich in deiner kommen 81 Pflege.. 291 Der Herr bricht ein um Bei dir Jesu, will ich Mitternacht 4²⁰ bleiben 203 Der Herr ist meine Zuver⸗ Beschwertes Herz, leg ab sicht 335 die Sorgpen 42 Der Herr ist mein getreuer Bleibt bei dem, der euret⸗ Hirt 20 willen wenn. 204 Der Wont ist mein Hirt 319 Brich an, du 9 19—5. Der Mond ist aufgegangen 724 genlicht. 79 Der Sabbat ist vergangen 355 Der Sonntag kommt mit Christe, du Lamm Gottes, leisem Tritt 4⁴⁰ der du trägst 207 Der Tag ist hin, mein Jesu, Christ ist erstanden... 477 bei mir bleibe 351 Christ, sei achtsam, sei bereit 432 Dich, Jesum, lass' ich ewig Christus der ist mein Leben 3968 nichit 273 Die Feinde deines Kreuzes Danket dem Herrn. 440 drohnsͤ 17² 33 alte Jahr vergangen Die Finsternis hielt uns 361 gefangen 81 Das walte Gott, der hel⸗ Die Gnade sei mit allen 242 sen kann 3 386 Die Gnade unsers Herrn Dein König kommt in Jesu Christi. 4⁰⁰51 niedern Hüllen.... 65 Die goldne Sonne, voll Dein Wort hast du uns, Freuud 344 Herr, gegeben.. 220 Die Herrlichkeit der Erden 4²23 Den Blick Dnen und* Die hier vor deinem 110— Rüun 93 Ystehn 200 —7¹⁴ Lieder⸗Verzeichnis. O Nr. Dis ihr Christi Jünger seid 23 Ehre sei Gott in der Höhe Die Sach ist dein, Herr und Friede 737 Jesu Chrisst 486 Eine Herde und ein Hirt 179 Dies ist der Tag, den Gott Einen goldnen Wanderstab 718 gemachkk 77 Einen guten Kampf hab' ich 399 Dies ist die Nacht, da mir Einer ist's, an dem wir erschienren 75 hangen 182 Die Sonne sinket nieder. 358 Eines wünsch' ich mir vor Die wir uns allhier bei⸗ allem andern..I17 sammen finden... 169 Ein' feste Burg ist unser Dir, dir, Jehova, will ich Gott 161 ingen. 12 einGärmergehrim Garten 701 Du bist das Licht von Gott Ein Haupt hast du dem gesendaer 38 Volk gesandt. 378 bist der Weg, die Ein Jahr geht hin, das Wahrheiit 90 andre kommt 036T Du, des Zukunft einst er⸗ Ein Lamm geht hin und flehten H6. 56 trägt die Schuld. 100 Du gehest in den Garten Ein neues Jahr ist ange⸗ beten... 107 fangen 366 Du hast ein ewiges Er⸗ Eins hätten wir von Her⸗ barmen 218zen gern.. 30 Du Herr Jesu Eins it not! Ach Herr, AII 208 dies Eine276 Du berren, Herr Jesu Ein Wort ist mir ins Herz 139geschrieb”een. 269 Du lieber heil' ger frommer Empor zu Gott, mein Lob⸗ Ebriit 4 gesanng 80 Du, o schönes Weltgebäude 423 Endlich bricht der heiße Du schaust wohl Christi Tiegel 393 Leiden( annn 118Erfüllt sind Stund' und Du Vater deiner Men⸗ Geiten. 82 schenkinder 274 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 26. 16² Ehre sei Gott in der Höhe! Erhör, o Gott, das heiße Der Herr in. 78 Flehn 19 O Lieder⸗Verzeichnis. 71³ ö‚; Nr. Nr. Erinnre dich, mein Geist, Fröhlich soll mein Herze erfreiut 1300 springen 73 Er kommt, er kommt; geht Frohlockt dem Herrn, bringt ihm entgegen 63 Lob und Dank 132 Ermuntert euch, ihr From⸗ Früh morgens, da die men ·· 426 Sonn aufgeht 123 Ermuntre dich, mein Für alle Güte sei gepreist 439 schwacher Geist 72 Es geht durch alle Lande 725 Geh aus, mein Herz 533 Es ist das Heil uns kom⸗ Geht nun hin und grabt men her 233 mein Grab 415 Es ist ein Ros' entsprungen 433 Geist vom Vater, taue, taue 182 Es ist genug. So nimm, Geist vom Vater und vom Herr, meinen Geist.. 403 Sohne, Geist, der Heil 150 Es ist nicht schwer ein Geist vom Vater und vom Christ zu sein. 278 Sohne, weihe dir 153 Es ist noch eine Ruh vor⸗ Gelobet sei der Herr, mein handeen 431 Gott2. 157 Es ist noch Raum! Sein Gelobet seist du, Jesu Christ 71 Haus ist noch nicht voll 175 Getreuer Gott, wie viel Es ist vollbracht! Er ist Geduld. 18 verschieden 100 Gib deinen Frieden uns, Es kennt der Herr die Seinen 304 0 Herrr. 34 Es kostet viel, ein Christ Gib Frieden, Her, id zu sen: 279 Frieden. 35 Es zieht ein stiller Engel 515 Goldne Abendsonne 723 Gott, deine Gnad ist unser Fahre fort, fahre fort, Zion 105 Leben 247 3aug dein Werk mit Jesu Gott, deine Güte reicht so 190 weit 31 Fortgerämpft und fortge⸗ Gott der Gnaden, schwer ungen ½288 beladen. 232 Fren 14 sehr, o meine Gott des Himmels und Seere 420 der Erden 343 Freut euch, ihr lieben Gottes Stadt steht fest Christen 470 gegründer 17⁴4 Lieder⸗Verzeichnis. * Nr. Gott hat in meinen Tagen 389 Gott ist gegenwärtig. Gott ist getreu. Sein Herz, sein Vaterherz Gott ist mein Hort, und auf sein Wort. Gott ist mein Licht! Ver⸗ zage nicht, mein Herz. Gottlob! der Weg ist nun gebahnet Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit Gott, mein Trost und mein Vertrauen Gott ruft der Sonn und schafft den Mond Gott sei Dank durch alle n Gott Vater, aller Dinge Grund Gott Vater in dem Him⸗ mel, sprich Gott, vor dessen Angesichte Gott will's machen, daß die Sachen Großer Gott, wir loben dich Großer Hirte deiner Herden habt ihr denn noch nie erfahren R Halleluja! jauchzt, ihr Chöre Halleluja! Jesus lebt. Halleluja! Lob, Preis und Eht Halleluja, schöner Morgen Hallelujal Wie lieblich stehn 14 700 1357 126 dn Harre, meine Seele. Heiland, deine Menschen⸗ liebe. Heil'ge Liebe, die du mich Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth Herbei, o ihr Glaub'gen Herr, an dir hab' ich ge⸗ sündintt Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du in der Höhe wohnest. Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast dein Land Herr, die Erde ist gesegnet Herr, du erforschest mich. Herr, du wollst uns vor⸗ bereiten. Herr, ein ganzer Leidenstag Herr, es ist von meinem Leben Herr, es sei mein Tun und Lassen Herr Gott, dich loben wir, wir preisen Herr höre, Herr erhöre Herr Jesu Christ, dein teures Blut. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Herr JesuChrist, du höchstes Gut. 210 5 16 86 313 206 477 230 191 228 357 375 214 E Lieder⸗Verzeichnis. —— Herr Jesu, du regierst. Herr, laß mich deine Hei⸗ ligung Herr, meine Herr, öffne mir die Her⸗ zenstür Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken. Herr unser Gott, dich loben wir Herr, vor deinem Angesicht Herr, wie du willst, so schick's mit mirr Herzlich lieb hab' ich dich Herzliebster Jesu, was hast du verbroche Herz und Herz vereint zu⸗ sammen Hier Gotteskinder und dort Erben Hier ist mein Herz! Herr, nimm es hin Hier ist mein Herz! Mein Gott. Hilf, Herr Jesu, laß ge⸗ lingen Himmelan Bahn Himmelan, nur himmelan Hindurch, hindurch mit Freuden Hirte deiner Schafe Höchster, denk' ich an die ** 8 Höchster Gott, wir danken di. Nr. 183 290 407 186 113 77 47 22 260 97 166 307 Höchster Tröster, komm her⸗ nieder 3ʃ*R Horch, es klopfet Hört das Wort voll Ernst und Liebe Hüter Israels, behüte Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr Engel. Jauchzt unserm Gott Ich armer Mensch, ich armer Sünder Ich bete an die Macht der Liebe Ich bin bei allem Kum⸗ mer stillle Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin klein, mein Herz Ich folge dir, mein Führer Ich geh' zu deinem Grabe Ich glaube, daß mit Liebe Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab' in Gottes Herz und Sinn Ich hab' in guten Stunden Ich hab' von ferne, Herr, deinen Thrron Ich komme, Herr, und suche dieee Ich sag' es jedem, daß er lebt ** —́SàAü— „ — —⁸ Lieder⸗Verzeichnis. E Ich schäme mich des Hei⸗ lands nicccht Ich senke mich in deine Wunden Ich singe dir mit Herz und Mund ————— ....„„ hier. Ich Min in meines Herren Ich—— täglich, und mein Leben Ich und mein Haus, wir sind bereitt. Ich weiß, an wen ich glaube.. Ich weiß, daß mein Er⸗ löser lebet Ich weiß von andern Grunde. 0 aunnn von vielen Kind⸗ keinem 7 will dich lieben, meine Stärke ch will Gott den Herren ch will in Gott mich fassen Ich will streben nach dem Leben Je größer Kreuz, je näher Himmel Jehova, Jehova, Jehova. Jerusalem, du hochgebaute Stadt Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du meine Seele Jesu, dir leb' ich. „„— „„ „„„„ Nr. 339 107 383 4110 98 224 490 Jesu, Freund der Men⸗ schenkinder Jesu, geh voran auf der Lebensbahn Jesu, großer Wunderstern Jesu, meine Freude. Jesu, meiner Seele Licht Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als Königg Jesu, Seclensreund der Deinen Jesus ist der gute Hirte. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht. Jesus nimmt die Sünder an Jesus soll die Losung sein Jesu, Todesüberwinder Ihr Surder erwacht Ihr Kinderlein, kommet Immer muß ich wieder lesen In allen meinen Taten In die Ferne möcht' ich ziehen In dir ist Freude in allem Leide:.. Ist Gott für mich/ so tete — Rehre wieder, kehre wieder, der du dich Kommet, ihr Hirten, ihr Männer Kommet, ihr Kinder, mit fröͤhlichem Herzen Komm, mein Herdri in Iis Leiden. 231 1 Lieder⸗Verzeichnis.— Nr. Yr. Komm, o heil'ger Geist, Lobe eur Renlg der Ehren hernieder 155 tigen König der Ehren 6 Komm, o komm, du Geist Lobe den Herren, o meine des Lebens 149 Seele 11 Kommt ins Reich der Liebe 308 Lobt den Höchsten, Jesus Kommt, Kinder, laßt uns lebet 134 gehen · 168 Lobt froh den Herrn..442 Kunig der Könige, sei uns Lobt Gott, ihr Christen im Staube willkommen 67 allzugleicch 476 König Jesu, streite, siege 185 Lobt, ihr Kinder, unsern Herrn 4³38 Laß dein mich sein und bleiben 52 Mache dich, mein Geist, Lasset uns im Geiste bereit 280 wandeln 259 Mach, Herr, ein Herz aus Lasset uns mit Jesu ziehen 2960 den zweien 380 Laß mich, o Herr, in allen Macht hoch die Tür, die Dingen 257 Tote weit 57 Laß mir die Feier deiner Meine Lebenszeit verstreicht 408 Leiden114 Meinen Heiland im Herzen 327 Laßt mich gehn.. 332 Meinen Jesum lass' ich Laßt uns nun mit Jesu nich i 263 ziehen 7 Mein erst Gefühl sei Preis Laß, Vater, deinen guten und Dankk 348 Geist. 249 Meines Herzens reinste Lehr mich beten, Gott. 4147 CFreudde 7; Liebe, die du mich zum Mein Gott, das Herz ich Bilde 267 bringee 25⁰ Lieber Vater hoch im Mein Gott, ich weiß wohl, Himmeel 446 daß ich sterbe An. 106 Liebster Jesu, wir sind hier, Mein Gott, nun ist es deinem Worte nachzu⸗ wieder Morgen. 346 leben 193 Mein Gott, weil ich in Liebster Jesu, wir st nd hier meinem Leben251 dich und dein Wort an⸗ Mein Heiland ist mein zuhören. 40 Steuermann. 9. 01 71⁸ Lieder⸗Verzeichnis. — Nr. Mein lieber Gott, gedenke meiner Mein Vater, der im Him⸗ mel wohnt Menschenfreund, nach dei⸗ nem Bilde Mir ist Erbarmung wider⸗ fahren · Mir nach, spricht Christus 19 7 Held * I Mir Ernst, o Menschen⸗ kinder Mit Jesu fang' ich an Mittler, alle Kraft der Worte Morgenglanz der Ewigkeit Müde bin ich, geh' zur Ru)hhhh Näher, mein Gott, zu dir Nicht daß ich es ergriffen hättte Nicht pfer und nicht Gaben Nimm hin mein Herz, Gott, nimm es an. Nun bringen wir den Leib zur Ruh Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund Nun danket alle Gott und gebet imm. . 284 311 Nun danket all und bringet Ehrt. Nun geh uns auf, du Morgensterrn... Nun gingst auch du zur Sabbatsru Nun gottlob, wir stehen hier Nun jauchzet all, Frommen Nun laßt uns gehn und treten Nun ruhen alle Wälder. Nun sind die Kindlein Gott geweiht Nun singet und seid froh Nun so bleibt es fest dabei Nun so will ich denn mein Leben. Nur mit Jesu will ich. CSom erhebe Herz und Sinn O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte O du allersüßste Freude O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Oster⸗ zeit O— fröhliche, o du selige gnadenbringende Pfing⸗ stenzer O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weih⸗ nachtszeeert ...—3* SI ihr 47 ◻ Lieder⸗Verzeichnis. 719 Nr. Nr. O du Liebe meiner Liebe. 108 O wie freun wir uns der O Durchbrecher allerBande 277 Stunde 48 O Gott, du frommer Gott. 24 O wie fröhlich, o wie selig 428 O Gottes Geist und Christi O wie mögen wir doch unser Geist 152 Leben. 42² O Gott, von dem wir alles O wie selig seid ihr 2359— haben* 369 ihr Frommen O Haupt voll Blut und Wunden:. 101 Pfingsten ist heut... 484 O heil'ger Geist, kehr bei uns ein. 146 Ringe recht, wenn Gottes O Jerusalem, du schöne 427 Gnade 281 O Jesu Christ, du wahres Ruhe ist das beste Gut. 236 Licht 25 Rüstet euch, ihr Christen⸗ O Jesu, Herr der Herrlich⸗ leurte 287 keit. 37 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 262 Schaffe in mir, Gott 537 O Jesu, süßes Licht... 347 Schaffet, schaffet, Men⸗ O klage nicht, wenn dir dein schenkinder 283 Gat 341 Schmücke dich, o liebe Seele 209 O komm, du Geist derWahr⸗ Schönster Herr Jesu..49 heit. 154 Schwing dich auf zu dei⸗ O Lamm Gottes, unschul⸗ nem Goritt 320 dig. 96. Seele, geh nach Golgatha 110 Olieber Heiland JesuChrist 393 Seelen, laßt uns Gutes O selig Haus, wo man dich tununununn 306 aufgenommen.. 384 Seele, sei zufrieden..331 Ostern ist heut.. 480 Seele, was ermüdst du dich 286 Ostern, Ostern, Frühlings⸗ Segne und behüte.. 451 wehen 478 Seht die Lilien auf dem O süßester der Namen all 87 Felld. 736 O Traurigkeit, o Herzeleid 119Seid barmherzig, Men⸗ O Vater der Barmherzig⸗ schen! Höret. 309 keit, ich falle dir... 225 Sei getreu bis an das Ende 207 O Welt, sieh hier dein Sei Lob und Ehr dem Leben. 102 höchsten Gut 8 7²2⁰ Lieder⸗Verzeichnis. Sei mir tausendmal ge⸗ grüßer. Sei zufrieden, mein Ge⸗ müte Selig sind des Vimmale rben Siegesfürst und Ehren⸗ könig Sieh, he bin ich, Ehren⸗ künig: Sieh uns fertig, gegen⸗ wärtig Singet Gott, denn Gott ist Liebe So feierlich und stille. So fliehen unsre Tage hin So jemand spricht: Ich liebe Gotrtt.. Sollt' es gleich bisweilen scheinen Sollt' ich jetzt noch, da mir schonn Sollt' ich meinem Gott nicht singen Sollt ich meinem Gott nicht trauen. So nimm denn meine Hände. Sorge, Herr, 3 unsre Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr der Allerhöchste lebet .... Pfa Stille Nacht, heil ge Nacht 258 Unter 322 — Nr. Such', wer da will, ein ander Ziel üßer die Glocken nie klingen 197 332 434 Teures Wort aus Gottes Munde ... 690—— 143 41 Worte 4 Eucht. Tut mir auf die schöne 15 Pforte —79— Aberwinder, nimm die EPalmen 307 Unser Gott ist lauter Liebe Unsern wudene segne 324 Gott.— Unter Lilien j jener Freuden tausend frohen Stunden Urquell aller Seligkeiten. * valet will ich dir geben. Vater, deines Geistes Wehen. n Vater, kröne du mit Segen Vater, lieber Vater, höre Verwirf mich nicht im Alter.. Verzage nicht, du Häuf⸗ lein klein. Volk des Herrn, du hast hienieden 448 381 12⁰ 390 303 463 458 187 167 —— Lieder⸗Verzeichnis. Voller Ehrfurcht, doch mit Freuden Vom Aufgang bis zum Niedergang Vom Himmel hoch da tommꝰ/. Von des Himmels Thron Von dir, du Gott der Einigkeit Von Gnade will ich leben Von Gott will ich nicht lassen. 4 Von Grönlands en Bergen. Von Jesu will ich nim⸗ mer wanken Vor dir, Todesüberwinder Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin Wach auf, mein Herz, und sunge Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf! ruft uns die Stimme Walte, walte nah und fern Warum follt ich denn grämen Was freut mich noch/ wenn du's Was Gott tut, wohlgetan; er gibt. Evang Gesangbuch. mich das ist 12 184 Was Gott tut, das ist wohlgetan; es bleibt gerecht. 4.. Was Gott tut, das ist wohlgetan, so denken. Was hätt' ich, hätt' ich Jesum nicht.. Was macht ihr, daß ihr weinet Was mein Gott will, ge⸗ scheh' allzeit. Was nah ist und was ferne Was wär' ich ohne dich gewesen. Weicht, ihr Berge, haun ihr Hügel. Weihnacht ist heut. Weil ich Jesu Scaflen bin. Weißt du, wer dich innig liebet Weißt du, wie viel Stern⸗ lein. 5 Wen Jesus liebt. Wenn Christus der Herr. Wenn Christus seine Kirche schützt Wenn der Herr einst die Gefangnen Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. Wenn kleine Himmels- erben Wenn mein Stünd lein vorhanden ist 21 7² Lieder⸗Verzeichnis. E Wenn mich die Sünden kränken. Wenn uns die Feinde kränken Wer das Kleinod will er⸗ langen. Werde Licht, du Volk der Heiden Werde munter, mein Ge⸗ müte. Wer Gottes Wort nicht hält und spricht. Wer ist wohl wie du. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sich auf seine Schwach⸗ heit stützt Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Wie fliegt dahin der Men⸗ schen Zeit Wie fröhlich bin ich auf⸗ gewacht Wie groß ist des All⸗ mächt'gen Güte Wie gut ist's, von der Sünde frei. Wie könnt' ich schlafen Wie könnt' ich sein ver⸗ gessen., Wie lieblich ist's hienieden Wie mit grimm'gem Un⸗ verstand Wie 1 ist's doch, Herr Jesu Christ •˙.—————— ————— „ 3- I Nr. 99 312 282 88 34 6255 84 323 252 402 110 322 ö Wie schön leucht't uns der Morgenstern Wie Simeon verschieden. Wie soll ich dich emp⸗ sangen Wie wird's im ew'gen Frühling sein. Wie wohl ist mir, o Freund der Seele Willkommen, Held Streite Willst du noch länger draußen stehn. Wir alle, Gott und Vater, bringen Wir danken dir, Herr Jesu Christ Wirf ab des Tages Lasten Wir flehn um deine Gnade Wir freuen uns, Herr Jesu Christ. Wirf Sorgen und Schmerz Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir nahen uns, o Gottes Sohn Wir singen dir, Immanuel Wir singen und verkünden Wir treten zum Beten Wir warten dein, o Gottes Sohhn 25. Wo findet die Seele Wo Gott der Herr 1. bei uns hält 181 Wohlauf, letzten Gang 2* , wohlan zum Nr. 116 ——4 Lieder⸗Verzeichnis. 723 Nr. Nr. Wohl dem, der Jesum Seuch ein zu deinen Toren 148 liekee 188 Zeuch hin, mein Kind, Womit soll ich dich wohl denn Gott selbst forden loben 10 dich 411 Wort des höchsten Mun⸗ Zieh uns nach dir, 0 des 190eilen wir 142 Wo willst du hin, weil⸗ 5 Zieht im Frieden. 493 Aben ist 352 Zwei der Jünger R2 mit Wunderbarer König 71 Sehnen.. 125 —* * — 8 0