—*** ——I ö 19939* 44 3 II für die Kvangelischr HHNH᷑-˙. ncpU-mI7IIIUUUκ˙1᷑˙:̊i IIIIIIl 2..——.—.—. im Großherzogkum Bessen. HIf᷑·˙᷑1řh•EIEEIEIIIIITIUl CSIuHH½˙s8 l HIIIII II WIIIIII G 2 Darmstadt 1882. G. Jonghaus'sche Hofbuchhandlung, V Verlag. L. C. Wittich'sche Hofbuchdruckerei in Darmstadt. — Inhalk. Der Tag des Herrn Am Morgen 1—3 Zum Anfang des Gottes⸗ dienstes. 4—10 Zum Schlusse des Golles dienstes 11—14 Advent. Weihnachten. „Jahreswechsel.. Darstellung und erscheinung Jesu Christi Passion Begräbnis Jesu 73-75 Estern: Himmelfahrt Pfingsten Trinitatisfest . Allgemeine Lob⸗ und Dank⸗ lieder Nr. 1 14 15— 30 31— 45 46— 52 53—57 58- 75 76—- 92 93—105 106—122 ö 123—127 3 111 — 1 FDEEE — ..—— Dune unuz mnnem — 0 — Inhalt.— Nr. XII. Kirche und Gnadenmittel 148—210 Kirche 148—176 Kirchweihe.. 165-166 Ausbreitung derkeirche (Missionslieder).. 167-176 Gnadenmittel.177-210 Wort Gottes177—183 Sakramente 184— 210 Heilige Taufe.. 184—187 Confirmation.. 188—-194 Das h. Abendmahl 195—210 Vor und während der Feier.. 195—-—206 Nach der Feier. 207-210 „ XIII. Wützergeburt und Heiligung 211—360 5 Buße 211—-230 5 Glaube und nechffer 6 5 tigung 231—242* Heiligung.. 243—360 ebe chrift 243—267 Liebe 268—290 Gebet. 291—-303 Allgemeine Fürbitte. 304—305 Friede und Freude. 306-324 Vertrauen 325—360 XIV. Lieder für besondere Zeiten, Stände und Verhaktaf 361—435 Jahreszeiten.. 361—364 Hrühlinngð̃ꝶꝓUl?ĩrTü351 Sommer.. 302 Herbstt303 Winter 364 Morgen 365—379 Mittag3380- 385 Vor Tische.. 380—382 Nach Tischhe... 383—385 IV aunn unn — Juhalt.— Nr. Abend 386—401 Für Kinder. 401 Am Schlusse der Wwoche 402—403 Beru 404—407 Ehe und Haus hand. 408—415 Obrigkeit 416 Predigtattt ö4»417 Allgemeine Not.. 418—420 Krieg und Frieden.. 421—-423 Mißwachs und Dn 42⁴ Ernte 42⁵5—427 Wetterlieder... 428—429 Reiise 4 Krankheit. 431—432 Am Geburtstage 433 Im Alter 43⁴4—435 XV. 205 letzten Dinge. 430500 436—-476 Cterbelieder..436—457 Begräbnislieder.. 458—466 Beim Tode von Eltern 467—468 Beim Tode von Ehe⸗ gatten. 469—471 Beim Tode von Kin⸗ dern 472—476 Gericht und Ewigkeit 477—500 Anhang. Gebete zur häuslichen Andacht. Gottesdienstordnung für den Geburtstag Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs. . Tuununn. num —— 3838 Iiinel 8 Zinununnunum unn dctter Am WMlorgen. 2. Auf, laß die Welt Mel. Seraphinen ꝛe. (Daß ich der Tugend Höh.) 1 3² chwertes Herz, leg ab die Sor⸗ gen; erhebe dich, ge⸗ beugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen hat erlaubt, da Gott zu ruhen hat be⸗ fohlen und selbst die Ruhe eingeweiht; auf, auf, die ihm geräubte Zeit in seinem Dienste einzuholen. Mein Jesu, dem die aus deinem Sinne,‚ stille stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tem-⸗ pel gehn, ihm zu be— zahlen deine Pflichten und zur Vermehrung seines Ruhms die Werke deines Priester⸗ tums in tiefster An⸗ dacht zu verrichten. 3. Mein Gott! ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein ....., I1. ⁷ dein irdisch Werk muß Iuum= —5 ..— — 8 0 + 2 41 In Zumm 7 — Der Tag des Berrn.— Winken acht; wie kann Herd ich dir gefällig dienen, Herd, hier ist dein hier ist dein wenn mich dein Geist Feuer, die Fülle deiner nicht tüchtig macht? Herrlichkeit, dein Hei⸗ Wie werde ich in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz? Wie bet ich, wenn er nicht das Herz durch seine Gnade mir erneuet? 4. Kann meineHarfe lieblich klingen, wenn sie dein Finger nicht be⸗ rührt? Kann ich die finstre Nacht durch— dringen, wenn mich dein Licht nicht auf⸗ wärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, wenn deine Flamm nicht in mich fährt und mich in dei⸗ ner Lieb verzehrt und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer zu seinem Tempel einge⸗ ligtum, dein Stuhl der Gnade; dein Licht und Recht, das Him⸗ melsbrot, des Geistes Frucht und dein Gebot erfüllen diese Bundes⸗ lade. 6. In deinem Haus will ich mir bauen die Hütte, bis ich scheid einmal. Indessen gieb mir, dich zu schauen, o Lebenslicht, den Gna⸗ denstrahl! So feir ich recht den Tag der Son⸗ nen, so hab ich meine Ruh in dirz ach, habe du dein Werk in mir! Vollführe, was du hast begonnen! 7. Wenn sich des Le⸗ bensWerktag enden,so ruh, von allem Frohn⸗ dienst los, mein Geist in Gottes Vaterhän-⸗ S ———— 2 ———28———————2——* —— A 2——————.2——————— umm 6 unnnnum pmin 4 2 ieee A — Der Tag des Berrn.— den, meinLeib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder thut, als dich zu lieben, dich zu loben. Chr. Wegleiter, 4 1706. Mel. Gott des Himmels ꝛc. 26 roßer Gott von alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf ge— führt: heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf. 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden; denn sie sind desHerrenfest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir denWegzum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch anGott ge⸗ denkt und von Herzen betet, singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner, als Gott loben? Was ist süßer, als sein Wort? Da das Herz, zu Gott erhoben, offen sieht des Himmels Pfort! Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht'. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird ge⸗ schehn, daß wir dich im Himmel sehn. Casp. Neumann, 4 1715. ö 0 i³ — SS —RRHRRe.— 3 uunnun — Der Tag des Berrn.— Mel. Meinen Jesum laß 4. Laß mich heut RHatrit undallezeit heilig, hei⸗ 3 gLicht vom Licht, lig, heilig singen und erleuchte mich mich in die Ewigkeit bei dem neuen Tages- mit des Geistes Flü⸗ lichte; Gnadensonne, geln schwingen; gieb zeige dich meinem mir einen Vorschmack muntern Angesichte; ein, wie es mag im ö wohne mir mit Glanze Himmel sein. ö bei, daß mein Sabbat 5. Ruh in mir und fröhlich sei. ich in dir, bau ein Pa⸗ 2. Brunnquell aller radies im Herzen, of⸗ Seligkeit, laß mir dei⸗ fenbare dich doch mir, 0 ne Ströme fließen; sende meiner Andacht mache Mund und Her) Kerzen immer neues berot, deiner Gnadezu Feuer zu, o du Liebes⸗ Wort mit Segen ein, 6. Dieser Tag sei dir laß es hundertfrüch⸗ geweiht; weg mit allen tig sein. 111 Eitelkeiten! Ich will 5 Zündeselbst das deiner Herrlichkeit nn Lippen ligett set einen Tempel zube⸗ mir Wetsheit, Licht reiten, nichts sonst ö 14 wollen, nichts sonst und Bahn, daß kein thun, als in deiner Irrtum mich betrü⸗ ö get und kein fremdes Liebe ruhn. Feuer brennt, welches V. Schmosci I. ün. dein Altar nicht kennt. ö. 4 üm. D ain rrere eeoanerr iu 8———9... rrtn a ⁰ AED— — Der Dag des Berrn.— Kum Anfang des Gotkesdienstes. Herzen deiner Gläu⸗ bigen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe, der du durch Mannigfaltig-⸗ keit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammelt hast zur Einigkeit des Glaubens. Hallelu⸗ jah! Hallelujah! Alte Kirche. 5 ²⁰¹ Jesu Christ, dich zu uns wend, den heilgen Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad er uns regier und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit dasHerzzurAn⸗ 6 Eomm, heiliger dacht fein; den Glau⸗ Geist, erfüll die ben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: hei⸗ lig, heilig ist Gott der Herr lund schauen dich von Angesicht in ew⸗ ger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Herzog Wilhelm II. von Weimar, 4 1662. seiebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzu⸗ hören; lenke Sinnen und Begier auf die — ⁰⁵ 506 — Der Tag des Berrn.— süßen Himmelslehren, mich in den Himmel daß die Herzen von der weist und an Gott ge⸗ Erden ganz zu dir ge- denken heißt; darum zogen werden. komm ich, dir zu die⸗ 2. Unser Wissen und nen; richte du michsel⸗ Verstand ist mit Fin⸗ ber zu, daß ich deinen sternis verhüllet, wo Willen thu. nicht deines Gestes 2. Stille selbst an Hand uns mit hellem diesem Morgen den Licht erfüllet; Gutes verwirrten Lauf der denken, thun und dich- Welt, der uns hier ge⸗ ten mußt du selbst in fangen hält; brich die uns verrichten. Nacht der eitlen Sor⸗ 3. O du Glanz der gen, daß ich heut, von Herrlichkeit, Licht vom allem frei, dir allein Licht, aus Gott gebo- ergeben sei. ren, mach uns alle⸗ 3. Kröne mich mit samt bereit, öffne deinen Gaben, zieh Herzen, Mund und mich an mit deiner Ohren; unser Bitten, Kraft, die den neuen Flehn und Singen laß, Menschen schafft; ach, Herr Jesu, wohl ge⸗ was Freude werd ich lingen. haben, wenn das Herz Tob. Clausnitzer, 4 1684. in 25 Brust sucht Mel. oll ich am Herren seine Lust. Sünder machen 2 48. Laß die Pre⸗ (Sollt ich meinem Gott ꝛc.) digt wohlgelingen, steh 7 5 ersch ist einTag auch deinemWorte bei, ö Y erschienen, der daß es in mir kräftig; — FFFTTTTTTTT 6 unn umunnt el e⸗ m ie⸗ mimmmnum 7 4 2 Der Tag des Verrn. sei. Unser Beten, un⸗ ser Singen, und was sonst noch wird ge⸗ than, siehe du mit Gnaden an. C. Neumann, 1 1715. Mel. Gott des Himmels ꝛe. Nhut mir auf die führt in Gottes Haus mich ein; ach wie wird an diesem“ Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes An-— gesicht; hier 45 lauter 2 und Licht. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, da ist lau⸗ ter Himmel hier. Zeuch in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, schöne Pforte, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Be— ten dir ein lieblich Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herz zu Dir empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Saatkorn in mich fällt; gieb mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorge— stellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht ge— deihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Klein⸗ od mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so 0 * ö — Der Tag des Berrn.— will ich hören, und dein Wille werd erfüllt! Nichts laß meine An⸗ dacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not! B. Schmolck, 4 1737. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛc. Q Herr, vor deinem 95 Angesicht hat die Andacht uns ver⸗ sammelt; ach, verwirf die Bitten nicht, die dein Volk dir, Höchster, stammelt! Hör auf unsre schwachen Lieder und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, viele gute Früchte bringen, und mit göttlicher Ge⸗ walt tief in unsre See⸗ len dringen. Laß es unsern Sinn erneuen und dasHerz mitTrost erfreuen! 3. Dein Gebot mach uns bekannt, und hilf selbst es treulich üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Chri⸗ stum, herzlich lieben, daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheide! Dan. Schiebeler, 4 1771. Mel. O Durchbrecher aller Bande ꝛc. (O du Liebe meiner Liebe.) 10 wie freun wir uns derStun⸗ de, da wir dir, Herr Jesu, nahn, um aus deinem heilgenMunde Lebensworte zu em⸗ pfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein; schreibe selbst das Wort des Lebens tief in unsre Herzen ein. 8 — — numm AU AH IWM. n 8K— **— RRDS— 4 8 83 2 nunnn. F Uumun * — Der CTag des Berrn.— 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen: großer wirhöre rede du; sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr uns, wie wir selig werden; lehr uns, wie wir unsre Zeit, diese kurze Zeit auf Erden, nützen für die Ewig— keit. 3. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; laß es mit lebendgem Triebe in uns wirken fort und fort; hilf uns, daß wir treu be⸗ wahren, was wir in das Herz gefaßt, und laß andre auch erfah⸗ ren, daß du Lebens— worte hast. K. J. Ph. Spitta, + 1859. Xum Schlusse des Gokkeodienstes. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛc. 114 nsern Ausgang segne Gott, un⸗ sern Eingang gleicher⸗ maßen; segne unser täglich Brot, segne un⸗ ser Thun. und Lassen, segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. Hartm. Schenck, 4+ 1681. Mel. Unser Herrscher, unser König ꝛc. 12 Fater, dir sei —— EPreis gesun⸗ gen, daß du uns so wohl gelehrt, daß dein Werk an uns gelun⸗ gen, daß wir jetzt dein Wort gehört; laß die Lehr den Glauben stärken, mach uns reich an guten Werken! 9 — ...— — Der Tag des Berrn.— 2. Jesu, dein Wort daß er thätig sei im ist sehr süße, habe Dank für diese Lehr! Lenke nur auch unsre Füße, lehrest du, Werke! 2. Uns, o Vater, was wir daß wir wandeln dir thun und glauben sol⸗ zur Ehr; laß uns dei⸗ nen Trost erquicken, bis wir deinen Thron erblicken! 3. Heilger Geist, schreib alle Worte nun in unsre Herzen ein, daß man stets an allem Orte deren eingedenk mag sein, daß wir täg⸗ lich Früchte bringen und im Himmel Amen singen! Mich. Wiedemann, 4 1719. Mel. Liebster Jesu, wir ꝛc. 13 wwir danen dir, daß du uns dein Wort gegeben; hilf uns ferner, daß auch wir nach demselben heilig leben; gieb dem Glauben solcheStärke, len; schenk uns deine Kraft dazu, gieb zum Wissen auch das Wol⸗ len und zum Wollen das Vollbringen, so wird alles wohl ge— lingen. 3. Gieb uns, eh wir gehn nach haus, dei⸗ nen väterlichen Segen, breite deine Hände aus, leite uns auf dei⸗ nen Wegen, laß uns hier im Segen gehen, dort gesegnet aufer— stehen! Joh. Ad.Haßlocher, + 17²6. Mel. Christus, der ist mein ꝛc. 1 4 A* sei mit dei⸗ Mner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns fortan nicht schade des bösen Feindes List. Ute umunn In 4* 0 V e 14 „ 2 „ c. I 1 u G S E ER W V — Per Tag des Berrn.— 7 2. Ach sei mit deiner 3. Ach heilger Geist, Liebe, Gott Vater, um behalte Gemeinschaft uns her; denn wenn allezeit mit unserm Zuns die nicht bliebe, Geist und walte nun fiel uns die Welt zu und in Ewigkeit! schwer. EC‚. B. Garve, 4 1841. —.— ö E 5 0 17 975 —H „ w ( 6 20 4 —5.—08 mum— ZIlltttttitittiummiim IIin S.OOEE nimms⸗ 15 Macht hoch die 4 Thür, die Thor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zu— gleich, der Heil und Le— ben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanft— mütigkeit ist sein Ge⸗ fährt, sein Königskron — — ist Heiligkeit, sein Scepter ist Barmher— zigkeit; all unsre Not zu End er bringt, der— halben jauchzt, mit Freuden singt: gelo— bet sei mein Gott, mein Heiland, groß von That! 3.O wohl demLand, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat; wohl allen Her— zen insgemein, da die— ser König ziehet ein! Er ist die rechte Freuden⸗ sonn, bringt mit sich lauter Freud und uummnmn — Et d —1 x; Ftttcttetl . ä.——— Atuunt H Ilng iunununnunmm uinn 0 Immumun 1 Ieeem .—883 SSSeeRR . ν 2 3 5 j——ͤ inunn Anent. Wonn. Gelobet sei Mel. Nun komm, der Heiden mein Gott, mein Trö⸗ ster früh und spat! 4. Macht hoch die Thür, die Thore weit, das Herz zum Tempel macht bereit; die Pal⸗ men der Gottseligkeit streuthin mitAndacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll That, voll Gnad! ö 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, des Herzens Thür dir offen ist; ach, zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit; dem Namendein, oHerr, sei ewig Preis und Ehr! G. Weißel, 1 1635. Sohn, Heiland ꝛc. 16 Gett sei Dank durch alle Welt, der sein Wort be⸗ ständig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesen-⸗ det hat. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie einst prophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Ja— cobs Heil und Davids; Wunderbar, Rat, Kraft und Held hat sich treulich ein— gestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, dir Ho— sianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehren-⸗ 13 —— ** 4 7 * ummnun — Aduent.— könig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sündenlust! 6. Und wie du voll Sanftmut kamst, jedes Armen dich annahmst, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste mei⸗ nen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, daß im Glauben ich fortan treu dir bleibe zugethan; 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegen— gehn und vor dir ge— recht bestehn! H. Held, + um 1660. Mel. Von Gott will ich ꝛe. 17 Hit Ernst, o Menschenkin-⸗ der, das Herz in euch das Heil der Sünder, der wunderstarkeHeld, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben ver⸗ sprochen hat zu geben, bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht eben jedenPfad, die Thale rings er⸗ höhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, macht ge—⸗ rad! 3. Ein Herz, das De⸗ mut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu grunde geht; ein Herz, das richtig ist und fol⸗ get Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. bestellt! Bald wird V. Iin unm immn 0 ͥDiIDII EEEEETEEe — —— unumm — — — Advent. 4. Ach, mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hi⸗ nein, mach es zu deiner Krippen; so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. V. Thilo, 4 1662. Mel. Aus meines Herzens Grunde ꝛc.(Schwingt, heilige Gedanken.) 18. ihr Wl Reichsgenos— sen, der König kommt heran; empfahet un⸗ verdrossen den großen Wundermann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mitheiliger Be⸗ gier! 2. Auf, ihr betrüb⸗ ten Herzen, der König ist nicht fern. Hinweg all Angst und Schmer⸗ zen! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen; er will euch Hilf erweisen, ja däm— pfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der alles hat be— dacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begeh— ren, das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst, noch Pein, noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Wt 1 — — + 1 Bte 05 — Aduent.— Gnaden läßt seine Kin⸗ der sein. 5. Auf, auf, mit schnellen Schritten den König eilt zu sehn! Er kommt in unsre Mit⸗ ten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken die, so er herz⸗ lich liebt, mit köstli⸗ chen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wol— len loben dich freudig hier und dort. 7. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du eilst den Sündern nach; drum wolln wir ins— Uummn. gemein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. J. Rist, 4 1667. Mel. Aus meines Herzens Grunde ꝛc.(Schwingt, heilige Gedanken.) un jauchzet all, 19 ihr Frommen, in dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit; zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu ver—⸗ heeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohenHimmelsthrone ist ihm sein Reich be⸗ stellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Lei⸗ unmununm ——.. — Aduent.— 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt die⸗ sen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führtz sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bö— sen Zeit, die ihr an al⸗ len Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klin⸗ gen, dem König lobzu⸗ singen, der euer höch⸗ stes Gut! 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, und euer Leid und Weinen ver— wandeln ganz in Freud; er ists, der hel⸗ fen kann. Macht eure ermuntern Lampen fertig und seid stets sein gewär⸗ tig! Er ist schon auf der Bahn. M. Schirmer, 4 1673. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 20(Wies oll ich dich empfangen, und wie begegn'ich dir, o aller Welt Verlan⸗ gen, o meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fa⸗ ckel bei, damit, was dich ergötze, bewußt und kund mir sei. 2. Dein Zion streut dirPalmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinemRamen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du un⸗ terlassen zu meinem 17 88 DD Wuunnm — Aduent.— Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich ge⸗ nommen, da Fried und Frende lacht, bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh ge⸗ 1438 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdscher R eichtum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als dein n Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großer Jammers⸗ last, die kein Mund aus kann sagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hoch— betrübtes Heer, bei welchem Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht all⸗ 217. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag undNacht, wie ihr ihn wollet zie— hen mit eures Armes Macht; er kommt, er könmit mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb 34 ᷓ.* 3 . — Aduent.— und Huld. Er kommt, er kommt denSündern zumTrost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern ver-⸗ bleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien—05 Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zer⸗ streuen in einem Au⸗ genblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List der Feinde viel zu wenig zum Wider⸗ stande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm fiucht; mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach domm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum Licht, zur ewgen Wonne in deinen Freudensaal! P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 21(Warum willst du draußen stehen, du Gesegneter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, wohl⸗ gefallen, du mein Stern, du mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit. Hilf, o Heiland, mei⸗ nem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 2. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr, als ein Stäub⸗ lein arhter Erde hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht g9e⸗ reue? — 19 ummmummmf .— ——— 0 2—2 7 2— 2 uimnn — Advent.— um 3. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröh⸗ lich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir er⸗ quicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo kommt und zeucht er ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt undSeele, klag ihm, was dich drück und quäle! 5. Alles dient zu dei⸗ nem frommen, auch was bös und schädlich scheint, weil dich Chri⸗ unnunn meint. Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt da⸗ bei, daß du mit denEn⸗ geln droben ihn dort ewig werdest loben. P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Ach, was soll ich Sünder ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht trauen.) 22 Nxumst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säu⸗ mest nicht, weil du weißt, was uns ge— bricht. O du starker Trost im Leiden, Jesu, meines Herzens Thür steht dir offen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Welthei⸗ land, Gottes Sohn! Meine Sinnen spüren schon deinen gnaden⸗ stus angenommen und vollen Segen und die es treulich mit dir Wunder deiner Kraft, 20 —7 8 mmmmt unnunn — Aduent.— welche Frucht und Le⸗ ben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; denn zu lieben dich, meinLicht, steht in mei⸗ ner Kraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens d Grund innigpreisefür die Güte, die du mir, o Seelengast, lebens⸗ lang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung mei⸗ ner Schuld, mich zu dir sein hoch erhaben! Dann so will ich für und für Hosianna sin⸗ gen dir. E. Ch. Homburg, 4 1681. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag ꝛc. — Zun kommt das 23 2 neue Kirchen-⸗ jahr, deß freut sich alle Christenschar. Dein König kommt, drum freue dich, du wertes Zion, ewiglich. Halle⸗ lujah! 2. Wir hören noch das Gnadenwort, das Wort vom Heiland immerfort, das uns en Weg zum Leben weist; Gott, sei für solche Gnad gepreist. Hallelujah! 3. Gott! was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stärkt und mehrt, das bringe Frucht, auf daß wir dir lobsingen dankbar für und für. Hallelujah! Dr. Johann Olearius, + 1684. munmm 2 — DD* — 2 5 innnn — Aduent.— Meinen Jesum laß ich nicht ꝛc. Mel. 24 Zosianna! Da⸗ vids Sohn kommt in Zion einge⸗ zogenz ach, bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen; streuet Palmen, ma⸗ chet Bahn, daß er Ein⸗ zug halten kann! 2. Hosianna, sei ge⸗ grüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon ge⸗ rüst, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu Unsern Thoren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Frie— defürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Al⸗ les, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach, so laß uns unverdros⸗ sen deinem Scepter dienstbar sein; herrsche du in uns allein! 5. Hosianna, komme bald, die Verheißung zu erfüllen; sollte gleich die Knechtsgestalt dei⸗ ne Majestät verhüllen, o, so kennet Zion schon Gottes und auch Da⸗ vids Sohn. 6. Hosianna, steh uns bei! O Herr, hilf, laß wohlgelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen! Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna, nah und fern! Eile bei uns einzugehen! Du Ge—⸗ segneter des Herrn, 9 E —— 0 munnur 2 SSRSEE 2 —.* els * 2· umnunn Fimunmm WUUU — Aduent.— warum willst draußen stehen? Ho⸗ sianna, bist du da? Ja, du kommst; Halle⸗ lujah! B. Schmolck, + 1737. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht ꝛe. LQieh, dein Kö— 25⁵ 8 nig kommt zu dir! Seele, das sind frohe Worte. Sprich: mein König, komm zu mir, sieh, ich öffne dir die Pforte, zeuch mit deiner Sanftmut ein! Was du findest, das ist dein. 2. Komm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasser⸗ bade; komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gna⸗ de! Du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. du 3. Komm und räume alles aus, was du has⸗ sest, was mich reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat entweihet. Mache selbst mit deinem Blut alles wieder rein und gut! 4. Komm in deinem Abendmahl, das du uns zum Heil gegeben, daß wir schon im Er⸗ denthal mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Le⸗ ben sei in dir! 5. Komm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: komm, Herr Jesu, rufen mag. Phl. L. Hiller, 4 1769. 23 7.— S— 23 — Aduent.— Mel. Aus meines Herzens Grunde ꝛc.(Schwingt heilige Gedanken.) 26 ROam uhr Frommen! Er hält, was er verspricht. Der Heilandist gekommen, der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, hat uns zum Heil und Leben selbst seinen Sohn ge—⸗ geben; durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlöst, o welche Liebe hat uns der Herr erzeigt, mit welchem Vatertriebe sein Herz zu uns geneigt! Von seiner HDimmel Thron kommt, Rettung vom Verderben uns Sün⸗ dern zu erwerben, sein eingeborner Sohn. 3. Er kommt zu uns auf Erden in tiefer Niedrigkeit, nimmt auf sich die Beschwer⸗ den von unsrer Pilger⸗ zeit, enthält sich sei⸗ ner Macht, verleugnet Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden sein großes Werk voll⸗ bracht. 4. Er hats voll⸗ bracht: obringet Gott euren Lobgesang! Er— löste Menschen, singet dem Mittler ewig Dank! Wo niemand helfen kann, da hilfter aus Erbarmen, wird Licht und Trost uns Armen: o nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, ver—⸗ wirf uns, Jesu, nicht! Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zu⸗ versicht. Gieb unsren Seelen Ruh; hilf jeden Reiz zu Sünden uns glücklich überwinden; gib Mut und Kraft —.— DRR Alittumummiununnu unmmm —. unnnun 4 — Aent. 6. Dich wollen wir erheben Her und in Cmigkeit, wo uns ein bessres Leben vor dei— nem Thron erfreut. 2. Willkommen, Friedefürst und Held, Rat, V ater⸗ Kraft und Heil der Welt, will⸗ ouunen hier auf Er⸗ Dann sind wir ewig dein, und nichts wird in Fleisch und uns mehr Ichbez dann werden unsre Seelen vollkommen selig sein. S. Diterich, 4 1797. Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. (Mein ganzer Geist.) 27 Her Heiland kommt, lob⸗ singet ihm, demHerrn, dem alle Seraphim das Heilig, Heilig sin⸗ gen! Er kommt, der eingeborne Sohn, und steigt von seines Him⸗ mels Thron, der Welt das Heil zu bringen. Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung h finden; höchstes We⸗ sen, durch dich werden wir genesen. den! Du kleidest dich Blut, und wirst Mensch willst der Welt zu gut selbst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, kommst uns Armen: voll Erbarmen nun? entgegen, wandelst 113. Fluch in Segen. 3. Du bringst uns= Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Se-⸗ ligkeit; sei hoch dafür gepriefen! d OHerr, wie viel zu schwach sind wir, die Treue zu ver⸗ gelten dir, die du an uns Ausen dir, da wir im 2 O kommt das Leben. O was kannst du Größ- res geben! Von Verder⸗ ben müßten sterben, Unnunm G S * — Iduent.— 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, ge⸗ beugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit, vor dir zu wandeln, und dir und unsrem Nächsten treu, aufrich— tig, ohne Heuchelei, zu denken und zu han⸗ deln. Zu dir flehn wir: hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen und des Flei⸗ sches Lust bezwingen. 5. Laß uns zu un⸗ serm ewgenHeil an dir im wahren Glauben Teil durch deinenGeist erlangen; auch wenn wir leiden, auf dich sehn, im Guten immer weiter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den Frommen ewig kom— men, dich erheben und indeinemReiche leben. S. Diterich, 4 1797. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz ꝛc.(Wie groß ist des Allmächtgen Güte.) 28(Qas wär ich ohne dich gewesen? Was würd ich ohne dich nicht sein? Zu Furcht und Ang⸗ sten auserlesen, ständ ich in weiter Welt al⸗ lein. Nichts wüßt ich sicher, das ich liebte, die Zukunft wär ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem thät ich meine Sorgekund? 2. Einsam verzehrt von Lieb und Sehnen, erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thrä— nen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Ge⸗ tümmel und hoff⸗ nungslosen Gram zu haus; wer hielte ohne Freund im Himmel, Iumnen nunmmen — unnmmemn ee:— Cereeeeeeen —— e— L NNXN Uunnunn W8r—6 Aduent. wer hielte da auf Er⸗ den aus? 3. Hat Christus sich nir kund gegeben, und bin ich seiner erst ge⸗ wiß, wie schnell ver⸗ zehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finster⸗ nis! Durch ihn erhalt ich tausend Gaben, durch ihn bin ich ja Gottes Kind, gewiß, ihn unter uns zu ha⸗ den, wo zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden her⸗ ein; str eckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an. Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgethan. 5. Das Herz, des Die eines Lebens reichste Quelle, ein böses Wesen wohnte drin; und Wards in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Ein eisern Band hielt an der Erde die bebenden Gefang—⸗ nen fest; Furcht vor des Todes Richter⸗ schwerte verschlangder Hesitong Überrest. . Da r ein Hei land, ein X Zefreier, Rein Menschensohn voll Lieb und Macht und 6 hat ein allbelebend Feuer in unserm In⸗ nern angefacht. Nun sahn wir erst den Him⸗ mel offen als unser wahres Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Noch steht 7. in wundersamem Glanze der heilige Geliebte Uittt 7 Muent.— 1 hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue, wei⸗ nen wir. Ein jeder Mensch ist uns will— Wunen, der seine Hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradies ses reift. Novalis(Fr. v. Har⸗ denberg), 1 1801. Mel. Wachet auf, ruft uns ꝛc. (Herr, wir singen deiner.) 29 Herr wir sin⸗ gen deiner Ehre, erbarm dich un—⸗ ser und erhöre, nimm gnädig unser Loblied an! Herr, wir danken voll Entzücken; wo ist ein Gott, der so beglü⸗ cken, so lieben und so segnen kann? Der Gott, den wir erhöhn, er, dessen Heil wir sehn, ist die Liebe; schon vor der Zeit, in Ewigkeit war Gott die Liebe, wird sie sein. 2. Um zu dir uns zu erheben, hauchst du in unsre Brust das Le⸗ ben und schenkest uns der Erde Glück; um zu dir uns zu erheben, entziehst du unsrer Brust das Leben und schenkest uns des Him-— mels Glück. Du giebst das Leben, Gott! Du sendest uns den Tod nur zum Segen, bist liebevoll; nur unser Wohl, nicht unser Elend schaffest du. 3. Als wir, von der Sünde Plagen gequält, in unserm Elend lagen und Nacht des Todes uns um⸗ fing, fern von deiner Wahrheit Pfade, da war es, Gott, als deine Gnade erbarmend vor uns überging. Da rief der Liebe Blick ins unin 28 ⁰ 1 8—— RR . unnm der Sünde, von ihrer Nacht sind wir er⸗ wacht, erwacht, um Gottes Licht zu sehn. 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder! ZurErde stieg sein Sohn hernie— der, ward Mensch und starb der Sünder Tod. Christus hat den Tod bezwungen; ein neues Lied werd ihm gesun— gen! Uns segnet und begnadigt Gott. Wir sind mit ihm versöhnt; ihr Lobgesänge, tönt, tönt zum Himmel! Er-⸗ schallt schon hier! Einst knieen wir an seinem Thron und beten an. J. J. Eschenburg. 4 1829. Mel. Ach Jesu, meiner Seelen Freude ꝛc. 30 Hein König kommt in mütig auf der Eslin — Aduent.— Leben uns zurück; von Füllen; empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Frie— denspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen; so ists dem Herren angenehm. 2. O mächtger Herr⸗ scher ohne Heere, ge— waltger Kämpfer ohne Speere, o Friedens-— fürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren; doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden; doch aller ErdenReiche werden dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach — nt in den vier Orten der niedern Hüllen, sanft⸗ ö macht dir Bahn. Welt hinaus und amnmnu 8——&ι* unuunn — Aduent.— 4. Und wo du kom⸗ mest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von gro⸗ ßer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer ver— stört! Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuern deinen Frieden, da— gegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völ⸗ ker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in dei— nes großen Vaters Haus. Fr. Rückert, 2 1866. inm um rr 92er r enn„ 4II. UMeihnachken. 31 K. ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart,‚ als uns die Alten sun⸗ gen, von Jesse kam die Art, und hat ein Blümlein bracht mit— wohl zu der halben Nacht. 2. DasRöslein, das ich meine, davon Je⸗ saias sagt, hat uns ge⸗ bracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren, wohl zu der halben Nacht. Aus dem 16.Jahrh. Ein Kinderlied auf die Weihnachten vom Kindlein Jesu. (Vom HDimmel kam der.) da hoch, in komm ich her, ich bring ten im kalten Winter,‚ euch gute neue Mär; der guten Mär bring ich so viel, davon ich singn und sagen will. 2. Euch ist ein Kind— lein heut geborn, von einer Jungfrau aus⸗ erkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr numummunmmunnunn Zzunmummumumumumum nummunm — Weihnachten.— Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not; er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden ma⸗ chen rein. 4. Er bringt euch alleSeligkeit, die Gott, der Vater, hat bereit, daß ihr in seinemHim⸗ melreich mit uns sollt leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht: die Krippen, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Deß laßt uns alle fröhlich sein und mit denHirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit sei⸗ chrt lieben Sohn ver⸗ ehrt. 7. Sei uns willkom⸗ men, edler Gast, den Sünder nicht ver⸗ Schöpfer aller Ding, schmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir? 8. Ach, Herr, du wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, der in dem Schoß des Vaters saß! 9. Und wär die Welt vielmal so weit, mit Edelstein und Gold be⸗ reit', so wäre sie doch viel zu klein, um eine Wiege dir zu sein. 10. Der Sammet und die Seiden dein, das müssen Heu und Windeln sein, worin du, König, groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmel⸗ reich. 11. Das hat also ge⸗ fallen dir, die Wahr⸗ heit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, — —2 —— J+. — Weihnachten.— Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft gel Schar. Halloluteh. 12.„Ach, du herz⸗ lieber Jesu mein, mach noch thut. dir ein Bette sanft und rein, zu ruhn in mei⸗ nes Herzens Schrein, daß ich nimmer ver⸗ gesse dein; 13. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu sprin⸗ gen, singen immer frei zu Ehren dir, o Got⸗ tessohn, mit Herzens⸗ lust den süßen Ton. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchhanehrone der uns schenkt seinen ein—⸗ gen Sohn; deß freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. Luther, 4 1546. 336 Y Jamn seist du, Jesu Christ, daß duMens ch gebor en bist von einer Jung— uummmn frau, das ist wahr; deß freuet sich der En⸗ 2. Des ewgen Va⸗ ters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut ver⸗ kleidet sich das ewge Gut. Hallelujah! 3. Den aller Welt⸗ kreis nie beschloß, der liegt in Mariens Schoß; er ist ein Kind⸗ lein worden klein, der alle Ding erhält al⸗ lein. Hallelujah! 4. Das ewge Licht geht da herein, giebt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Halle⸗ lujah! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt W —— mumunn nen — Weihnachien.— uns aus dem Jam⸗ merthal, macht Erben uns in seinem Saal. Hallelujah! 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und uns im Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich, Halle— lujah! 7 Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an; deß freu sich alle Christen— heit und dank ihm deß Herr, das mag ein in Ewigkeit. lujah! Luther, iRen + 1546. zugleichinseinem höch— sten Thron, der heut schleußt auf sein Him— melreich und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 3. Der Herr begiebt sich der Gewalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. 4.Er wechselt mit uns wunderbar, nimmt Fleisch an, wird uns gleich und beut uns Gottes Hlarheit dar in seines Vaters Reich. 5. Er wird ein Knecht und ich ein Wechsel sein! Wie könnte doch sein fr eundlicher das liebe 6 öhristlindlem! 6. Heut schleußt er wieder auf die Thür zum schönenParadeis; der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis! N. Hermann, 4 1561 ——— SPSP———— unumun — E — V — 2 R³ù — Weihnachten.— 35 I bein H springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft jauchzt und ruft: Christus ist ge⸗ boren! 2. Heute geht aus seiner Kammer Got— tes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute; Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns giebt, was er liebt über alle Maßen? Gott giebt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. ö 4. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lip⸗ pen: lasset fahren, lie⸗ ben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 5. Ei, so kommet ohn Verweilen, stellt euch ein, groß und klein, laßt uns zu ihm eilen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahrenFreuden. Faßt? ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich fühlt be⸗ schwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmer-⸗ zen, sei getrost: hier wird gefunden, der in ne.üüsüüäääüänitütt.:— 35 2⁷ unun EN DDiiiiiiiieeeeeeeeeeeeee sSSSSiisssidSrSNSSN— — Werihnachten.— 7 Eil machet heil auch Wit Erschienen ist der die tiefsten Wunden. Hiüt Tus e. 8. Die ihr arm seid 36(ivsingen dir⸗ und elende, kommt Immanuel, 0 herbei,füllet freieures du Lebensfürst und nmi; sind alle guten Gaben 0. lan g gewünschter ‚ ö GlaubensHändel Hier Gnadenquell, daß du, und das Gold, dran ihr sollt eure Herzen laben. 9. Süßes Heil! laß dich umfangen, laß Hs mich dir, meine Zier, Du bist meines Lebens Leben, nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 10. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir leben hier und mit dir heimfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud, ohne Zeit dort im an-⸗ dern Leben. P. Gerhardt, 4 1676. FV. unverrückt anhangen! aus Zion käm und unsre Bande von uns Gast, dich nunmehr ⸗ eingestellet hast. Hal⸗⸗ lelujah! 2. Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat ge- hofft so lange Jahr der 3 Väter und Propheten Schar. Hallelujah! 3. Ach, daß der Herr; ——3———————— nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde dein Volk fröh⸗ lich sein. Hallelujah! 4. Nun, du bist hier, da liegest du, hältst ins dem Kripplein deine Ruh, bist klein und + R +5 1 machst doch alles groß,, f 36 Iutnir 10 Aun DD — Weihnachten.— bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Hallelujah! 5. Du kehrst in fremde Hausung ein und sind doch alle Him⸗ mel dein; dn liegst an einer Menschenbrust und bist doch aller En⸗ gel Lust. Hallelujah! 6. Du bist der Ur⸗ sprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; du bist der größte Menschen-⸗ freund, doch sind dir so viel Mens 155 feind. Hallelujah! 7. Ich aber, dein ge⸗ ringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, 9000 nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Hallelujah! 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider und was es kann, wirst du in Gnaden näßmen an. Hallelujah! 9. Darum hab ich so guten Mut, du wirst auch halten mich für gut; o Jesu Christ, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Halle⸗ lujah! 10. Und binich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, so kommst du doch deswegen her, daß sich 7 der Sünder zu dir kehr. Hallelujah! 11. So faß ich dich nun ohne Scheu; du machst mich Jammers Augst und Not. Halle⸗ lujah! 12. Du bist mein sein mein armes Herz. Haupt, hinwiederum A 37 alles frei; du trägst die Schuld, er⸗ würgst den Tod, ver⸗ kehrst in Freud all uummf⸗ DD ² minum V — Weihnachten.— bin ich dein Glied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Hallelujah! 13. Ich will dein Hallelujah hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinemEhrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Hallelujah! P. Gerhardt, 1 1676. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc.(Es ist das Heil.) 37 I5 steh an dei⸗ Su ö ner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben! Ich stehe, bring und schenke dir, was geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren; eh ich noch war ans Licht ge⸗ bracht, da hat dein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht, du wur⸗ dest meine Sonne, die Sonne, die mir zuge⸗ Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strah— len! 4. Ich sehe dich mit bracht Licht, Leben, 7 du mir hast gegeben. Freuden an und kann Nimm hin, es ist mein nicht satt mich sehen, Geist und Sinn, Herz, und weil ich nun nicht Seel und Mut, nimm weiter kann, so preis alles hin, und laß dirs ich, was geschehen. O wohlgefallen! daß mein Sinn einAb⸗ 2. Da ich noch nicht grund wär und meine 6 38 munnu — Weihnachten.— Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte H mich deine Wohnung fassen!. 5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint und keinen Trost kann a finden, da ruft mirs zuz ich bin dein Freund, 15 und für in meinem erzen tragen. So laß sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden! 8. Zwar sollt ich denken, wie gering ich ein Tülger deiner Sün⸗ den; was trauerst du, 0 Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden. 2 Du fragest nicht ů der dich gerne siehet. nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestel It, an unsrerStatt zu leiden; suchst meiner Seele Trost und Freud durch dein selbsteignes Her⸗ zeleid; das will ich dir ßen Gottes Freund— 497 wehren. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versa⸗ gen: daß ich dich möge 38 dich bewirten werde; du bist ein Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde; doch bist du ein so lieber Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, P. Gerhardt, 4 1676. Mel. O, daß ich tausend ꝛc. (Wer nur den lieben Gott, Nr. 2.) Oies ist die lichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine! Dunkelheit, und dieses ——— N Uumunn Nacht, da mir erschienen des gro⸗= 7 r — Weihnachten.— Welt-⸗ und Himmels⸗ licht weicht hundert— tausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuch⸗ ten, meine Seele, ver⸗ säume nicht den Gna⸗ denschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des To⸗ des Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Selig⸗ keit. Wenn Sonne, Mond und Stern ver—⸗ gehen dereinst am Ende dieser Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen die⸗ sen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachts— sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weih—⸗ nachtswonne und lehre mich die Weih— nachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weih— nachtsglanzes voll. K. F. Nachtenhöfer, 4 1685. Mel. Lobe den Herren ꝛe. 39 Rauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören! Singet dem Herren, dem Hei— land der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da, Gott will so freundlich und nah zu den Ver⸗ lornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr —— + 0 — 2— *— 40 2 A v 2 V Zunnn 2 2 — uumn — DDSE SIIII——— D AS * 2 — Weihnachten.— Himmel, frohlocket, noch wollen gedenken? ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder,‚ die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wun⸗ der, wie tief sich der Höchste geneiget! Se-— het die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und til⸗ get die Sünd; alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Flei⸗ sche! wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner Fimnum inn Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe mir schenken; sollt nicht mein Sinn in⸗ nigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe ver— binde, du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Imma⸗ nuel, werd auch in mir nun geboren; komm doch, mein Heiland, und laß mich nichtlän-— ger verloren! Wohne in mir, mache ganz eins mich mit dir, in dir zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß D——— ummf⸗ Autnumununununuunmmnnnunm — Wrihnuchinn.— WI doch einzig nach deinem Gefallen nun leben; gieb mir auch bald, Jesu, die Kindes⸗ gestalt, völlig mich dir zu ergeben! G. Terstegen, 4 1769. Mel. Vom Himmel hoch ꝛe. 40 Disistger dag, ö den Gott ge- komm, im Buche steht macht, sein werd in al⸗ preise, was durch Je⸗ sum Christ imHimmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt; bis daß die Zeit erfüllet ward, da fandte Gottvon sei⸗ nem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht stillz er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unend— lich ist. 4. Damit der Sün⸗ der Gnad erhält, er⸗ niedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit Teil, erscheinst im Fleif ch zu unsermheil. (Vom Himmel kam der.) 5. DeinKönig,Zion, kommt zu dir:„Ich von mir; Gott, deinen ler Welt gedacht; ihn Willen thu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Frie-⸗ defürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Hei⸗ land, bet ich an! 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, ver⸗ einest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Binder r ü‚ 4²2 7 x ö ö x 4 0 45 1 1 5 + 4 = 8 V 5 .——22.Z———.— ....——— — Weihnachten.— hier, und Gottes Kin⸗ der werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Va⸗ ters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Ge—⸗ burt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt ge⸗ dacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, + 1769. Mel. Kommt her zu ꝛe. 41 Brich an, du schönes Mor⸗ genlicht! Das ist der alte Morgen nicht, der täglich wiederkehret; es ist ein Leuchten aus der Fern, es ist ein Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein König aller Welt, von Ewigkeit zum Heil be—⸗ stellt, ein zartes Kind geboren; der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt und schon verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gottes⸗ zeit der Freiheit und der Liebe; wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach lan⸗ gem Streit in Frie-⸗ denswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfan⸗ EDD..— 43 unnẽ 2 5 Auimn — Weihnachten.— unmnnn 70 gen; wir alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, wel⸗ cher sorgt und sinnt? Hier in der Hrippo liegt ein Kind mit lä⸗ chelnder Geberde. Wir preisen dich, du Ster⸗ nenheld! Willkom— men, Heiland aller Welt! Willkommen auf der Erde! M. v. Schenkendorf, 4 1817. Mel. Lobe den Herren ꝛe. 42 Khre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren! Laßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren, sein uns zu freun und durch ihn selig zu sein; Christen, wir sind nicht ver⸗ loren. 2. Schatten ändai ö 0 nn Dunkel bedeckten den Erdkreis; es irrten Völker umher, wie die Herden, verlass en vom Hirten. Jesus erschien, Nächte verschwanden durch ihn, dieauch den Weisen verwirrten. ö 3. Menschen, beru⸗ fen, durch Liebe die Gottheit zu ehren, folgten der Zwietracht und haßten sich vor den Altären. Jesus erschien, und es ward Friede durch ihn; sin⸗ get es laut ihm zu Ehren! 4. Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben hat er durch ihn, den Geliebten, uns al⸗ len gegeben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel herab, einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Aussicht! Aunummiß e + Iuiln ———4—9———— 1* — ad numunnun 899* —— IRN IXI— ———— nunnn — Weihnachten.— der Höhe, Retter, dich umhüllt, und führet preisen, wenn dort ich uns mit sanfter Hand, verherrlicht dich sehe! Danket schon hier, Christen, o dankt ihm mit mir: Ehre sei Gott in der Höhe! A. H. Niemeyer, + 1827. Mel. Herr Gott, dich loben alle wir ꝛc.(Ich komme vor dein Angesicht.) 4 3 Epon zu Gott, mein Lobge⸗ sangl Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag ist da; lobsinget ihm: Hallelujah! 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns das Lebenslicht gebracht; nun leuchtet uns ein milder Strahl wie Morgenrot im dunklen Thal. 3. Er kam, des Va⸗ ters Ebenbild, von schlichtem Pilgerkleid ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront, hat unter uns, ein Mensch, gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur Himmelsbahn uns, seine Brüder, auch hinan, und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem der Engel Lied er⸗ klang, der hohe Freu-⸗ dentag ist daz ihr Chri⸗ sten, singt Hallelujah! F. A. Krummacher, 4 1845. Mel. Valet will ich dir ꝛe. 44 Maumds 83 2——————— 4⁵ E N ππρm — Weihnachten.— Zeiten, der neue Tag bricht an; das Licht der Ewigkeiten tritt auf die Siegesbahn; zur Mitternacht ver⸗ schwiegen hat es sich eingestellt; die Engel Gottes fliegen und rufens in die Welt. 2. Hier liegts im Mutterschoße und ist noch schwach und klein; nur zu geringem Lose scheint es bestimmt zu sein, als sollt es sich verlieren in tiefer Dunkelheit, und doch soll es regieren die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor die—⸗ sem Lichte der Erde Glanz vergehn, vor diesem Angesichte die Sonne finster stehn. Sein still verborgnes Wesen hat eine solche Macht, daß Kranke drin genesen und To⸗ tes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen, die Müden in dem Schein; es ladet voll Erbarmen die Schwachen zu sich ein: die Stolzen nur er⸗ quicken sich nicht ansei⸗ nem Strahl; nur den verkehrten Blicken ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden als deine Kinder stehn, bis wir dereinst in Frieden den höhern Aufgang sehn. O Jesu, Stern der Gnade, des Vaters Glanz und Zier, o leuchtauf uns repfade, damit sie gehn zu dir! Chr. R. Puchta, 1 1858. Mel. Aus meines Herzens ꝛc. (Schwingt, 2 Gedanken.) HDer heilge 45⁵ 9Chris ist lammen, der teure? Gottessohn; deß freun sich alle Frommen am= Unmununun ——————.—— A—/ —— —— — LiI E“ 2—:— unununun unnmm — Weihnachten.— höchsten Himmels— thron; auch was auf Erden ist, soll preisen hoch und loben mit al-⸗ len Engeln droben den lieben heilgen Christ. 2. Das Licht ist auf⸗ gegangen, die lange Nacht ist hin; die Sün⸗ de liegt gefangen, er⸗ löst ist Herz und Sinn. Die Sündenangst ist weg, der Glaube geht zum Himmel nun aus dem Weltgetümmel auf einem sichernSteg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder ver-⸗ waist und vaterlos. —..— Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gna⸗ denschoß; er will, daß alle, rein von ihren alten Schulden, ver-⸗ trauend seinen Hul⸗ den, gehn in den Him⸗ mel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Seelen fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Christ ist da; er ruft so freundlich drein mit süßen Lie— besworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! E. M. Arndt, 1 1860. — tten W. Nahreswechnel. Mel. Herr Jesu Christ, dich ꝛc. Nas alte Jahr 460 vergangen ist; wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du in Not uns und Ge⸗ fahr behütet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn des Vaters in dem höch— sten Thron: du wollst dein arme Christen-⸗ heit bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, der Seelen höchsten Trost und Hort; vor Irrlehr und Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei! 4. Hilf, daß wir? fliehn die Sünden⸗-⸗ bahn und fromm zu werden fangen an. Der Sünd im alten nicht gedenk, ein gna⸗ denreich neu Jahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben stetiglich, in dir einst sterben seliglich, und darnach fröhlich auferstehn und mit S——— D···ᷓ̃̃.ĩͥᷣͥ mq 48 W ninunmz ——: Finmminnnunnununumm 0 2.— H¹½hς IIii — 2 23 E R—. 7 S H S— Auinum — Jahreswechsel.— dir in den Himmel gehn. 6. Zu loben und zu preisen dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Na⸗ mens Lob und Ehr. Von J. Steuerlein und J. Tapp, um 1620. Mel. Herr, ich habe miß⸗ gehandelt ꝛc. 47 asgenen hilf, das neue Jahr geht an; laß es neue Kräfte bringen, daß aufs neu ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben wol— geben. 2. Meiner Hände Werk undThaten, mei⸗ ner Zunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen umum steh mir zur Seiten. den Himmel dringen. lest du aus Gnaden fort. Neue Kraft laß mich erfüllen, zu ver— richten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten, kehr ich heim, 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr; hilf, daß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr. Laß mein Bitten, Flehn und Singen zu dir in 5. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, laß bereun mich meine Sünd;ʒ hilf, daß sie mir nimmerschade und ich bald Verzeihung find, Herr, in dir; denn du, mein Leben, kannst 3 nun — 2— — Jahreswechsel.— die Sünd allein ver⸗ geben. 6. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, sieh, wie sehr ich mich betrübe, ja voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben, sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen, Jesu, bleibe stets bei mir; Jesu, zähme mir die Sinnen, Jesu, sei nur mein Be⸗ gier; Jesu, sei mir in Gedanken, Jesu, lasse nie mich wauen. 9. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr; trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freu-⸗ dig will ich dich um— fassen, wenn ich soll die Welt Honh 0 Joh. Rist, 1667. Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herren ꝛc. (Wach auf, mein Herz.) 48 Dun laßt uns gehn und tre⸗ ren mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum an⸗ dern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf — — uunun 72 uuun wahret werden: 4. Also auch minder wenn Not und Trüb⸗ sal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 5. Ach, Hüter unsers Lebens,fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue, die alle NRorgen neue; Lob sei den star⸗ ken Händen, die alles Herzleid wenden! 7. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in un⸗ serm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden! 8. Gieb uns und al⸗ len denen, die sich von Herzen sehnen nach dir — Jahresuuechsel.— —.. — V. scheinen! 10. Sei der Verlass⸗ nen Vater, der Irren⸗ den Berater, der Un⸗ versorgten Gabe, der Armen Gut und Habel 11. Hilf gnädig al⸗ len Kranken, gieb fröh— liche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwer⸗ mut quälen! D 12. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe! 13. Das alles wollst du geben, o unsres Le⸗ bens Leben, uns und 25 Auhrewehert. derChrist tenschare zum selgen neuen Jahre. P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 49 7 bermals ein Jahr ver⸗ foßen⸗ mähes zu der Ewigkeit! Wie ein Pfeil wird abgeschos⸗ sen, so vergehet meine Zeit, o Jehova Ze⸗ baoth! Unveränderli⸗ cher Gott! Ach, was soll, was soll ich brin⸗ gen, deiner Langmut Dank zu singen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesen! Ich versink in Angst und Not; denn mein Beten, Singen, Lesen, ach, das ist so träg und tot. Heilig! Heilig! Heili— ger! Großer Seraphi⸗ nen⸗Herr! Wehe mir! ich muß vergehen; denn wer kann vor dir bestehen? 3. Aber du bist auch sanftmütig, o getreues Vaterherz! In dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des To⸗ des Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand eingezeichnet als ein Pfand, das du ewig willst bewahren vor des bösen Feindes Scharen? 4. Auf, mein Herz, gieb dich nun wieder ganz dem Friedens⸗ fürsten dar! Opfre dem des Dankes Lie⸗ der welcherkrönetTag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das zum Ziel dich führen kann, wo du durch ein selig Sterben wirst die Himmelskronererben. 5. Soll ich denn in dieser Hütten mich ein Zeit lang plagen noch,? j—— ⸗c—.(— ³——— 52 — Zumun 1 3 1 4 F ö x um — unun — Jahreswechsel.— so wirst du mich über⸗ schütten mit Geduld, das weiß ich doch. Trag auf deinem Her⸗ zen mich, Jesu Christe, dir will ich heut von neuem mich verschrei⸗ ben, dir auf ewig treu zu bleiben. 6. An dem Abend und dem Morgen, Gott, mein Rat, be— suche michz laß der Hei⸗ den Nahrungssorgen nimmer scheiden mich und dich; prüf mich je⸗ den Augenblick, gieb, daß ich mein Haus be⸗ schick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell vergehe. J. Neander, 4 1680. Mel. Herzlich thut mich ver⸗ langen ꝛe. durch Angst und Pein, durch Hoffnung und durch Klagen, durch Sorgen groß undklein bin ich, Gott Lob, ge—⸗ drungenz dies Jahr ist nun dahin; dir, Gott, sei Lob gesungen! Be⸗ wegt ist Herz und Sinn. 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein Trost und Hort; dich laß ich ferner wal⸗ ten; Herr, führ mich fort und fort. 3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gieb, daß ich nichts ver⸗ (Besiehl du deine Wege.) übe, was irgend wider 50 Durch Trauern dich; dir ist mein Will und durch ergeben, ja, er ist nicht Plagen, durch Not, mehr mein, dieweil — D—— — Jahreswechsel.— mein ganzes Leben dein Eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch thun. Soll mich die Armut drücken? Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen? Ja, Herr, be⸗ fiehl du mir! Soll ich Verachtung tragen? Ach, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben? Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben? — 8 DDR auf mich neu ergossen, mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden, dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer, 1699. Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. 8 1(Pelus soll die 21e Losung sein, da ein neues Jahr er⸗ schienen; Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen ehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in der Ge—⸗ meinde schallen, und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache sei⸗ nes Namens Ruhm unser Herz zum Hei⸗ ligtum. * Uumem ö iummm 3* — Jahreswechsel.— 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Se—- ligkeit. 4. Unsre Wege wol-⸗ len wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen, und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 6. Jesus, aller Bür⸗ ger Heil, unserm Ort ein Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, bleib uns Losung fort und fort! B. Schmolck, 4 1737. Mel. Es ist das Heil ꝛe. 3 Fott ruft der 52 6 Sonn und schafft den Mond,‚ das Jahr darnach zu tei⸗ len; er schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen; er ordnet Jahre, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank erteilen! 2. Herr, der da ist und der da war! Von dankerfüllten Zungen sei dir für das ver⸗ —— uunum Iunum— That, die uns durch Glieder; gieb Glück zu dich gelungen. jeder guten That, und 3. Laß auch dies laß dich, Gott, mit Jahr gesegnet sein, das Heil und Rat auf un⸗ du uns neu gegeben, sern Fürsten nieder, verleih uns Kraft— 5. Daß Weisheit die Kraft ist dein—„in und Gerechtigkeit auf deiner Furcht zu leben! seinem Stuhle throne, Du schützest uns, und daß Tugend und Zu⸗ du vermehrst derMen⸗ friedenheit in unserm schen Glück, wenn sie Lande wohne, daß zuerst nach deinem Treu und Liebe bei Reiche streben. uns sei. Dies, lieber 4. Hilf deinemVolke Vater, dies verleih väterlich in diesem in Christo, deinem mrde Werta en dich Sohne! me der Verlassnen di. und der bedrangten Bi e ee hrüt uu 3.- 2 I —— V. Darskellung und Krscheinung Aean Chriski. Mel. A erde Licht, 53 + du Stadt der Heiden, und du, Salem, werde Licht; schaue, welch ein Glanz mit Freuden über dei⸗ nem Haupt anbricht! Gott hat derer nicht vergessen, die im Fin— stern sind gesessen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres zu vergleichen, welches Unser Herrscher ꝛc. alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach, wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann; unsre Augen und Ge⸗ berden hingen einzig an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns 57 Fiunumtünn ilin ——————— unmmne nichtz Klein und Große mußten sorgen, je⸗ dem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz unssolltegeben. 5. Aber wie hervor⸗ gegangen ist der Auf⸗ gang aus der Höh, ha⸗ ben wir das Licht em⸗ pfangen, welches so viel nah und Weh aus der Welt Uineg⸗ getrieben, daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der 1. 6 Glaubens⸗ bahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hastf so wohl gethan und uns diesen Schatz geschenket, der zu dei⸗ nem Reich uns lenket. 7. Gieb, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch der Liebe Glau⸗ benswerke folgen in — Dargtellung und Eham Jesu einen. 18— Unmurmumummnunnun Ger ehigkei, und dher⸗ nach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen müß erfüllen meinGe⸗ müt in aller Not; dein Erscheinen müsse stil⸗ len meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und i im Wei⸗ nen müsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kro—⸗ nen in der schönsten Klarheit wohnen. Joh. Rist, 4+ 1667. Mel. Valet will ich ꝛe. 54 Dd Jesu, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb! Wir kom⸗ in Wonne, ein helles men jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb in diesen deinen Tempel und 10—0 mit Begier, nach Si⸗ meons Exempel, dich, Gottes Sohn, allhier. 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungs⸗ wort; vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen tra⸗ ge, wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz Licht in Pein, in Schre⸗ cken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnaden⸗ schein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Banden ein Befreier, ein Stern in Todes⸗ qual. — Darstellung und Erscheinung Aesn Chriski.— 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst, wie Simeon, ein jeder Christ kann sin⸗ gen den schönen Schwanenton: mir werden nun mit Frie⸗ den die Augen zuge⸗ drückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, dräut er auch noch so laut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen duzuns scheiden keine Schmer⸗ zen, kein Angst, kein Tod dazu. Joh. Franck, 4 1677. Mel. Lobt Gott. ihr Christen allzugleich ꝛc. 55 Aund auf M und säume ummunm nicht! Es bricht das * ummmm 2—! Licht herfürz der Wun⸗ derstern giebt dir Be⸗ richt, der Held sei vor der Thür. 2. Geh aus von dei⸗ nem Vaterland, zu su⸗ chen solchen Herrn; laß deine Augen sein gewandt auf diesen Morgenstern! 3. Gieb acht auf die⸗ aufgegangen ist; er führet dich zum Kind hinein, das heißet Jesu Christ. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, der alle Feinde schlägt; er ist das teure Got— teslamm, das unsre Sünde trägt. 5. Drum mache dich st behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du diesKind⸗ lein hast. 6. Halt dich im sen hellen Schein, der Glauben an dasWort, das fest ist und gewiß; das führet dich zum Lichte fort aus aller Finsternis. 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz in tiefste Demut ein und laß dein Herz erleuch— ten ganz von solcheur ¶ Freudenschein. 8. Gieb dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geist und Leib und Seel und singe mit der Engel Schar:„Hier ist Immanuel!“ 9. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo Heer⸗ zum Leben geht; Pio ist des Paradieses ö zfort, die wieder offen steht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird alle Pein; es wirderfreuetHerz und Sinn; denn Gott ist wieder dein. — Dargtellung und Erscheinnng Jesn Christi.— 2— —— — Darstellung und Erscheinung Aesn Christi.— 11. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorher gekannt: den stillen Ruh- und Friedenssteg zum ew-⸗ gen Vaterland. M. Müller, 4 1704. Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. * 6 Hgu großer 0e Wunderstern, der aus Jakob ist er⸗ schienen, meine Seele will so gern dir an deinem Feste dienen; nimm doch, nimm doch gnädig an, was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die denselben zu dir drin⸗ gen; Herzund Lippen sollen stets ihn als Opfer vor dich brin⸗ gen. Wenn ich bete, nimm es auf, und sprich Ja und Amen drauf! 4. Nimm die Myr⸗ rhen bittrer Reu; ach, mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. E. Neumeister, 1 1756. Mel. Kommt her zu mir ꝛe. 5%Her Ke liebste Gabe; laß es die Welt, dem, der für auch bewährt und rein dich sich dargestellt, in dem Trübsalsfeuer nun dich auch darzu⸗ sein! stellen! Er ist das 3. Nimm den Weih⸗ Licht, drum sei gewiß, rauch des Gebets, laß er wird auch deine = 2c— nunmimmunnn — Darstellung und Erscheinung Jesu Christi.— Finsternis durch sei⸗ nen Glanz erhellen. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel sein! Er selbst macht dich von Sünden rein und hat Lust hier zu wohnen. Doch, finstres Herz, auf, werde Licht! Denn Jesus wohnt in Her— zen nicht, die noch der Lüste schonen. 3. Wer dich begeh— ret, Gottes Sohn, vom Geist erweckt, wie Si— meon, zu seinem Heil zu haben, Gott fürch— tet, sich der Welt ent— wöhnt, aus ihr sich nach dem Himmel sehnt, der opfert rechte Gaben. 4. Wer auf die Treue Gottes baut, imGlau— ben seinen Heiland schaut, der kann im Frieden fahren. Der Heiland hält, was er verspricht, er wird sich ihm in seinem Licht dort herrlich offen— baren. 5. Herr, mache mich gerecht und rein, Herr, laß mich stets voll Glaubens sein, mich stets im Geiste leben, bis du auch mich, wenn dirs gefällt, im Frie— den wirst aus dieser Welt zu deiner Wonn erheben. Nach Laurenti(1722) von J. A. Schlegel, 4 1793. lunnun unmnunum unmmmm .— Ziumunuumn .. I N.— ———————— 5 Nummmiunt—8 uununuunur VI. Eassion. 58 Lamm Got⸗ achtet; all Sünd hast tes unschul- du getragen, sonst dig, am Stamm des müßten wir verzagen; Kreuzes geschlachtet, erbarm dich unser, allzeit erfunden gedul⸗ o Jesu! dig, wiewohl du warest 3. O Lamm Got⸗ verachtet; all Sünd tes unschuldig, am o Jesu! wohl du warest ver⸗ 2. O Lamm Got⸗ achtet; all Sünd hast tes unschuldig, am du getragen, sonst Stamm des Kreuzes müßten wir verzagen; geschlachtet, allzeit er⸗ gieb deinen Frieden, funden geduldig, wie⸗ o Jesu! wohl du warest ver⸗ Unmmuumunumumumunnunumuummysmummunumumunnummummummimumunmumm hast du getragen, sonst Stamm des Kreuzes müßten wir verzagen; geschlachtet, allzeit er⸗ erbarm dich unser, funden geduldig, wie⸗ Iε N. v. Hof, 1 1541. 5 — 8..—— F* quelle ꝛc.(Freu dich sehr, Mel. Wie nach einer Wasser⸗ o meine Seele.) deine Qual und bittrer Tod geben mir zu al⸗ len Stunden Trost in Leibs- und Seelennot; fällt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein, die verlei— det meinem Herzen, mit der Sünde je zu scherzen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. „Setzet der Versucher mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen: bald muß er von dan⸗ nen weichen. ä——— 1 ͥ. — mein Herz verführen ö é 59(Peu, deine tie⸗ fen Wunden, 3. Will die Welt bringet — VPassion.— auf die breite Sün⸗ denbahn, wo so viele sich verlieren, alsdann schau ich emsig an dei⸗ ner Marter Zentner⸗ last, die du ausgestan⸗ den hast; so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket, mir dein sich senket, schöpf ich Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich all mein Hoffen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, Trost mir, Schutz und Heil; deine 6⁴ Leiden Hilfe schafft; wenn meinHerz hinein neue Lebenskraft. Dei⸗ nes Trostes Süßigkeit wendet mir das bittre — iumummmununnn⸗ S..— 8 — Passion.— Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütig⸗ keit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich; wer vertraut auf deine Wunden, der hat selig überwunden. J. Heermann, 1647. 60 Heu, was D su, was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld? In was für Missetha⸗ ten bist du geraten? 2. Du wirst gegei⸗ ßelt und mit Dorn ge⸗ krönet, ins Angesicht geschlagen und ver— höhnet, du wirst mit Essig und mit Gall ge⸗ tränket, ans Kreuz ge⸗ henket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Pla⸗ gen? Ach, meine Sün⸗ den haben dich geschla⸗ gen; ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunder⸗ barlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld be⸗ zahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohnalle Maße, die die dich gebracht auf diese Marterstraße; ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden! 6. Ach, großer Kö⸗ nig, groß zu allen Zeiten, wie kann ich; gnugsam solche Treu 10. Dann werd ich ausbreiten? Kein dir zu Ehren alles wa⸗ Menschenherz vermag gen, kein Kreuz mehr es auszudenken, was achten, keine Schmach dir zu schenken. und Plagen, nichts 7. Ich kanns mit von Verfolgung, meinen Sinnen nicht nichts von Todes⸗ erreichen, womit doch schmerzen nehmen zu dein Erbarmen zu ver⸗ Herzen. gleichen; wie kann ich 11. Dies alles, obs dir denn deine Liebes⸗ für schlecht zwar ist zu thaten im Werk er- schätzen, wirst du es statten? doch nicht gar bei seite 8. Doch ist noch et⸗ setzen, in Gnaden wirst was, das dir ange⸗ du dies von mir an⸗ nehme: wenn ich des nehmen, mich nicht be⸗ und zih andahe schämen. und zähme, daß sie aufs neue nicht mein 10 bird vor denem Sertet JIe or dei Aten Sündemn mit Throne auf meinem IINhen Haupte stehn die Eh⸗ 9. Weil aber es renkrone, da will ich nicht steht in eignen dir ů 17 Kua eiggen dir, wenn alles wird Kräften, fest die Be⸗ wohl klingen, Lob und gierden an das Kreuz singe zu heften, so gieb mir Dank singen. deinen Geist, der mich J. Heermann, regiere, zum Guten + 1647. führe. munnun 22.— D2 22 555335. S8² Imummumm mmum — Passion.— mun An un PPPPPIFIFIFIFIFIFTFTFTFTFTTTIT.ITTT απ E mun -— —* 61 Der 110 Liebe, meine Lieb ist — Passion.— Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) Jesus Christ! Weg, ihr argen Sündentriebe, Welt und Fleisch mit eurer List! Eure Lieb ist nicht von Gott, eure Lieb ist gar der Tod. Deramkłreuzist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befremdets dich, daß ich mich im Glau⸗ ben übe? Jesr us gab sich selbst für mich. So wd er mein Friede⸗ schild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, * weil ich mich im Glau⸗ ben übe. ö 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, Kreuz meine du besiegst mich nicht. Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! iun Sohne Sürü tes Sohn? Spräch ich seinem Blut 59— Hohn? Der am Kreuz ist meine viebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Not, wie hart und groß, Hunger, Blöße, Gei elhiebe, nichts macht mich von Jesus los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Komm, Zod, komm, mein be⸗ ster Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein 3 67 umunm + WUUι +— Passion.— da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glau-⸗ ben übe. 1668. enn mich 62 mein Sün⸗ den kränken, o mein Herr Jesu Christ, so laß mich wohl be— denken, wie du gestor⸗ ben bist und alle meine Sündenlast am Stamm des heilgen Kreuzes auf dich ge— nommen hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wenn mans betrachtet recht! Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; selbst seinen eingen Sohn hat Gott Jesus mir vereint. Da, Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen, jetzt und mein Leben lang, für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angst⸗ geschrei, für dein un⸗ schuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden für mich verlornen die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 2 FII ⸗7tꝰ ʒ¶ * ummmnf ummmm — al Zunnum WWVI* ö I..— —— U+ — Passion.— 6. Mein Kreuz und men, daß ich dich ewig meine Plagen, sollts schau. auch sein Schmach und Just. Gesenius, 4 1673. Spott, hilf mir gedul⸗ dig tragen; gieb, o Mel. Hanuenden michver. —90—6 Herr und Gott. BBefiehl Iu deine Wege.) daß ich verleugne diese Welt und treu dem 63 0„Biut in ut un Beispiel folge, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an an⸗ dern üben, was du an mir gethan, und mei⸗ nen Nächsten lieben, gern dienen jeder—⸗ mann ohn Eigennutz und Heuchelschein, und, wie du mir er⸗ wiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und deß versichern mich: weil ich auf dein Ver⸗ dienst nur trau, du werdest mich anneh— Wunden, voll Schmerz und voller Hohn; o Haupt, zum Spott ge⸗ bunden mit einer Dor⸗ nenkron; o Haupt, sonst schön gekrönet mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst verhöhnet, gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Ange⸗ sichte, davor das Reich der Welt erschrickt und — UE—.— 69 —0 — VPa Ainn.— 3. Nun, was du, Herr, erduldet, ist al⸗ les meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn ver— dienet hat; gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad! Erkenne mich, mein Hüter, mein Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan; dein Wort hat mich gelabet mit süßer Gnadenkost, dein Geist hat mich Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen, verachte dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, Hirte, nimm mich an! begabet mit reichem mich doch nicht; von alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. ö 6. Es dient zu mei⸗ nen Freuden und; kommt mir herzlich wohl, wenn ich in dei⸗ nem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach, möcht ich, o mein Le— ben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl 8 geschähe mir! 4 7. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da; dus so gut gemeint. Ach, gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. P 8. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann her⸗⸗ 45 V E. 70 „ +3 ö ö ö +s umm unun für; wenn mir am al⸗ lerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein. 9. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in gen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut istüberfüllt; aus seinem edeln Her⸗ zen vor unerschöpften Schmerzen ein Seuf—⸗ zer nach dem andern deiner Kreuzesnot; da quillt. will ich nach dir bli-⸗ 3. Wer hat dich so cken, da will ich glau— geschlagen, mein Heil, bensvoll dich fest an und dich mit Plagen mein Herz drücken. so übel zugericht? Du Wer so stirbt, stirbt wohl. ten weißt du nicht. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) Sünden, die sich wie 640 Welt sich hier Körnlein finden des dein Leben Sandes an dem Meer, am Stamm des Kreu⸗ die haben dir erreget! der bist ja nicht ein Sün⸗ der, wie wir und unsre P. Gerhardt, 4 1676. Kinder, von Übeltha⸗ 4. Ich, ich und meine zes schweben, dein Heil das E lend, das dich? sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren läßt willig sich be⸗ schläget, und deiner Martern ganzes Heer. 5. Du setzest dich zum schweren mit Schlä—⸗ Bürgen, ja lässest dich 71 EDSDH — Passion.— —— ———— 6 III— ů — Passion. erwürgen für mich und ein Siegel der und meine Schuld; mir lässest du dich krö⸗ nen mit Dornen, die dich höhnen, und lei⸗ dest alles mit Geduld. 6. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stun⸗ den dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen all⸗ zeit an deinen Dienst und Ehr. 7. Nun,ich kann nicht viel geben in diesem armenLeben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld Lieb und unverfälsch⸗ ten Treu. 9. Ich will darin er⸗ blicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bos⸗ heit thut. 10. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem ab⸗ sagen, was meinem Fleisch gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thrä⸗ nen, die für mich wein⸗ test du, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände be⸗ 1 nm imn 2 12 — Passion.— gleiten zu der ewgen mein Kind, und nimm Ruh. dich an der Kinder, die P. Gerhardt, + 1676. RatStrapm Danten⸗ el. An Wasserflüssen ꝛe. net Straf und Ruten; WEin Tämuenn gehr die Straf ist schwer, 6 5 Tin Lämmlein der Zorn ist groß, du geht und kannst und sollst sie trägt die Schuld der machen los durch Welt und ihrer Kin⸗ Sterben und durch der, es geht und träget Bluten. in Geduld die Sünden 3. Ja, Vater, ja, von aller Sünder; es geht Herzensgrund, leg dahin, wird matt und auf; ich wills gern X..„ ee krank, ergiebt sich auf tragen! Mein Wol⸗ + die Würgebank, ver-len hängt an deinem zicht aufalle Freuden; Mund, mein Wirken es nimmt auf sich ist dein Sagen. O Schmach, Hohn und Wunderlieb, o Liebes— Spott, Angst, Wun⸗ macht, du kannst, was ö den, Striemen, Kreuz nie ein Mensch gedacht, Aund Tod und fpricht: Gott seinen Sohn ab⸗ ich wills gern leiden. dringenzo Liebe, Liebe,( 2. Das Lämmlein du bist stark, du stre⸗ —12*ͤ* ist der große Freund ckest den in Grab und und Heiland unsrer Sarg, vor dem die ——— „Seelen; den, den hat Felsen springen. Gott zum Sünden⸗ 4. Mein Lebetage feind und Sühner wol- will ich dich aus mei⸗ len wählen: geh hin,‚ nem Sinn nicht lassen; 73—+ +7 dich will ich stets gleich wie du mich, mit Lie⸗ besarmen fassen; du sollst sein meines Her⸗ zens Licht, und wenn mir auch mein Herz zerbricht,‚ sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein bhöchster Ruhm/ hier⸗ mit zu deinem Eigen⸗ tum beständiglich ver⸗ ner Lieblichkeit bei Nacht und Tage sin⸗ gen, mich selbst auch FIISIISIS— gen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für 4 und für in Dankbar⸗ keit ergießen, undwas du mir zu gut gethan, das will ich stets,so tief ich kann, in mein Ge⸗ dächtnis schließen. P. Gerhardt, 4 1676. 5— Pussian.— 66 Pesu, meines Lebens Le⸗ des Tod, der du dich +schreiben. 5. Ich will von dei⸗ Dank dafür. dir zu aller Zeit zum Freudenopfer brin⸗ Mel. Alle Menschen müssen sterben ꝛc. ben, Jesu, meines To⸗ für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verder⸗ ben, nur daß ich nicht möchte sterben: tau⸗ send, tausendmal sei dir, liebster Jesu, 2. Du, ach du hast ausgestanden Läster⸗ reden, Spott und Hohn, hast getragen Strickund Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armenzu er⸗ retten von den schwe⸗ ren Sündenketten; tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, 97 dafür. 3. Willig ließest du dich schlagen, mich zu lösen von der Pein, ununun — m˙D—!ιͤᷓü— 12— ů tHrXBR — — Passion.— ließest fälschlich dich Ehren mir gedeihen; anklagen, daß ich tausend, tausendmal könnte sicher sein; daß sei dir, liebster Jesu, ich möchte Ron son uu dafür. prangen, hast du son⸗ 6.Nun, ich danke dir der Trost gehangen; von Herzen, Jesu, für tausend, tausendmal gesamte Not, für die sei dir, liebster Jesu, Wunden, für die Dank dafür. Schmerzen, für den 4. Du hast dich in herben, bittern Tod; Not versenket, wur⸗ für dein Zittern, für dest, ach, für meine dein Zagen, deine tau⸗ Schuld mit dem To⸗- sendfachen Plagen, für deskelch getränket, lit- dein Ach und tiefePein test alles mit Geduld; will ich ewig dankbar daß ich würde freige⸗ sein. geben, gabst du hin C. Chr. Homburg, 1681. — Dadiet Aömal bieh* ausend, tausendmal u Liebe mei⸗ sei dir, liebster Jesu, 67 ner Liebe, du Dank dafür. erwünschte Seligkeit,‚ F 5 S * — 5. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod ver⸗ süßet; es kommt alles mir zu gut; dein Verlassensein, dein Schreien muß zu die du dich aus höch⸗ stem Triebe in das jammervolle Leid dei⸗ nes Leidens, mir zu gute, als ein Opfer eingestellt und bezahlt mit deinem Blute alle Missethat der Welt. + Sn Iinmnn unum — 7⁵ .——— ummn. 4 — Passion.— 2. Liebe, die mit heißen Thränen an dem Oelberg sich be⸗ trübt; Liebe, die mit Dötlich Kenr aeliebt hörlich fest geliebt; Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, den Fluch der Welt zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit star⸗ kem Herzen Schmach und Lästerung gehört; Liebe, die in Angst und Schmerzen bis zum Zod blieb unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, da der Atem geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, da sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben und ein im⸗ merwährend Gut an dem Kreuzesholz er⸗ worben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du ver⸗ wundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh. 5. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab ge⸗ senket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du ge⸗ storben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben; nimm mich ewig lie⸗ bend an! A. Drese, 1 1701. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. (Wer nur den lieben Gott, 1.71.0 N 68 E ist voll⸗ bracht! Er ist verschieden, mein Jesus schließt die Augen zu; der Friede⸗ unun unnnnnn iunnu .. Lcccccccccce— .— * — Passion.— fürst entschlät im Frieden, die Lebens⸗ sonne geht zur Ruh und sinkt in stille To⸗ desnacht. O großes Wort: es ist voll⸗ bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen, das ewge Wort muß sprachlos sein; das Herz der Treue' wird gebrochen, den Fels des Heils umschließt ein Stein, die höchste Kraft ist schmacht. Wort: bracht! O wahres es ist voll⸗ 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: des Soh⸗ nes Blut erlangt Ge⸗ hör; am Kreuz hats Frieden uns gemacht. nun ver⸗ süßes Wort: es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen zieht mich zu deinem Grabe hin; dich wün⸗ schen Engel zu um⸗ fangen: ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht. O tröstlich Wort: es bracht! besstein; ich gemacht. wort: es bracht! Sal. Frank, 7 ist voll⸗ (Wer nur 9. W Gott, 00 Hann ist voll⸗ 5. Es ist vollbracht!! Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Gra⸗= die Engel sind allhie zugegen; schlummre sanft wie Jakob ein; die Himmelspfort ist auf: O Lebens⸗ 1725. 77 —74 so geliebt; drum willst Vaterherz ist treu ge⸗ du, daß mein Herz voll sinnt. Ich halte mich Reu meinAnfang zum getrost an dich und — Passion.— beten, mein treuer 4. Zur Erde beugst Jesu, nimm mich mit; du deine Glieder, fällst laß michan deine Seite nieder auf dein Ange-⸗ treten, ich weiche von sicht; so sinkt die stille dir keinen Schritt; ich Demut nieder; drum will an dir, mein Leh- rühm ich Asch und rer, sehn, wie mein Staub mich nicht; 1ch Gebet soll recht ge- bieg und beuge mich schehn. mit dir vor meinem 2. Du gehst mit Zit⸗Gott in Demut hier. tern und mit Zagen 5. Du betest zu dem und bist bis in denTod lieben Vater und ru⸗ betrübt; ach, dies soll fest:„Abba!“ wie ein mir ans Herze schla- Kind; dein Vater ist gen, daß ich die Sünde auch mein Berater, sein Gebete sei. rufe:„Abba, höre 3. Du reißt dich von mich!“ der Jünger Seiten, du 6. Du greifst voll suchst die stille Ein- Zuversicht und Liebe samkeit; so muß auch dem Vater tief ins ich mich wohl bereiten treue Herz und rufst und fliehen, was mein aus stärkstem Her⸗ Herz zerstreut. Zieh zenstriebe:„O Vater, mich von aller Welt Vater!“ himmel⸗ allein, daß nur wir wärts. Ach, Glaub zwei beisammen sein. und Liebe sind mir unn nummm 0 sssssss ununum 113—7 — Passion.— not, sonst ist doch all auf ernstlich Beten mein Beten tot. freudevoll den gleichen 7. Geduldig Lamm, Segen ernten soll. wie hältst du stille und im Gebete dreimal an! Dabei ist auch für mich dein Wille, daß ich soll thun, wie du gethan. Gott hilft nicht stets aufs erstemal; drum fleh und ruf ich ohne Zahl 8. Dein Wille senkt 10. Drum, Jesu, hilf mir stets so beten, wie mich dein heilig Vor⸗ bild lehrt; so kann ich frei zum Vater treten und werde stets von ihm erhört; so bet ich mich zum Himmel ein und will dir ewig sich in den Willen des allerbesten Vaters ein; in ihm muß auch mein Herz sich stillen, wo⸗ fern ich will erhöret sein; drum bet ich in Gelassenheit: mein Gott will, gescheh allzeit!“ 9. Du, Herr, erlan⸗ gest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herrlichkeit; dankbar sein. J. Mentzer, 4 1734. Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig ꝛc.(Gott im Himmel und auf Erden.) „Was 70 + hier, mein Geist, ein we⸗ nig und schau an dies Wunder groß, wie dein Herr und Ehren⸗ könig hängtamKreuze bleich und bloß, den mir geschehen, daß ich zur angenehmen Zeit u,) sein Lieben hat getrie⸗ und so wirds auch mit ben zu dir aus des Vaters Schoß. 2. Wie dich Jesus e Iun V 25 — um — Passian.— liebt von Herzen, stirbst du mir zu gut? kannst du hier am Soll dein Feind erlö— Kreuze sehn; schau, wie set werden durch dein bittre Lodesschmerzen eigen Herzensblut? ihm durch Leib und Ich muß schweigen Seele gehn, Fluch und und mich beugen für Schrecken ihn bedecken; dies unverdiente Gut. höre doch sein K Klag⸗ 6. Seel und Leben, getön! Leib und Glieder, alles 3. Dies sind meiner giebst du für mich hin; Sünden Früchte, die, sollt ich dir nicht schen⸗ mein Heiland, ängst- ken wieder alles, was gen dich; dieser Leiden ich hab und bin? Ich schwer Gewich te zöge bin deine ganz alleine, sonst zum Aharund dir verschreib ich Herz müch⸗ diese Nöten, die und Sinn. dich töten, sollt ich 7. Zeuch durch dei⸗ fühlen ewiglich. nes Todes Kräfte mich 4. Doch du hast für in deinen Tod hinein; mich besieget Sünde, laß mein Fleisch und Tod und Höllenmacht, sein Geschäfte, Herr, Gottes ewgem Recht mit dir gekreuzigt sein, genüget, seinen Willen daß mein Wille sanft ganz vollbracht, durch und stille und die Liebe dein Sterben michzum werde rein. Erben deines Lebens 8. Laß in allen dort gemacht. Leidenswegen deine 5. Ach, ich Sünden- Leiden stärken mich, kind auf Erden! Jesu, daß mein Leiden mir zum Segen mag ge⸗ deihen stetiglich, daß ks liebe dich. 9. Wenn mich schre⸗ cken' meine Sünden, wenn mich böse Lust anficht, ich nicht Kraft den, wollst du mich verlassen nicht. Laß 7 dein Sterben mir er⸗ 60 werben Trost im Tod Jund im Gericht. Geist in deine Hand; Leidensstand bei dir wohne, in der Krone land. G. Terstegen, 4 1769. Mel. Herzliebster Jesu ꝛc. err, stärke 71 5 mich, dein mein Herze auch im Schmerze ohne Wan⸗ noch Gnad kann fin⸗- 10. Jesu, nun will ich ergeben meinen laß mich dir alleine ke leben, bis ich nach dem T dich beschau im Vater⸗ Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die Schuld des Bösen uns zu erlösen! 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns aufErden und biszum: Tod am Kreuz gehor⸗ sam werden, an unsrer statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. voll hochheiliges Voll⸗ dich bewog, von aller 3. Welch wunder⸗ U— 2 V. — Passian.— bringen! Mein Geist Fluch der Sünde. 4». Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bö⸗ sen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt er⸗ lösen; dies kann mein Geist mit Schrecken kann nicht in seine Tiefe dringen. Mein Herz erbebt; ich seh! und ich empfinde den 81 4 iuumummin ur.——— DDREEE DE— — Passion.— und Entzücken am auch von mir gepriesen Kreuz erblicken. für das Erbarmen, 5. Es schlägt den das du mir bewiesen. Stolz und mein Ver— Du hast, mein Hei⸗ dienst darnieder; es land, auch für mich stürzt mich tief und es dein Leben dahin ge— erhebt mich wieder, geben. lehrt mich mein Glück, 9. Du liebtest mich; macht mich aus Got- ich will dich wieder tes Feinde zu Gottes lieben und stets mit Freunde. Ennn deinen Wil-⸗ 6. O Herr, mein len üben. O gieb du, Heil, an dessen Blut Herr, zu diesem heil⸗ ich glaube, ich liege gen Werke mir Kraft hier vor dir gebückt und Stärke. im Staube, verliere Chr. F. Gellert, 4 1769. mich mit dankendem Gemůü in deine Güte te 11 Mel. O Traurigkeit ꝛc. 7. Das größt in(So schlummerst du.) Gott ist: Gnad und 72. Kreuz er— Lieb erweisen. Uns( blaßt, der kommt es zu, sie de⸗ Marter Last, der To⸗ mutsvoll zu preisen, desqualen müde, fin⸗ zu sehn, wie hoch, det mein Erlöser erst wenn Gott uns Gnad in dem Grabe Friede. erzeiget, die Gnade 2. Ein heilger steiget.„Schmerz durchdringt 8. So sei denn ewig mein Herz, und, Herr, —— 8²2 — 1 — — Iun —————————— An nusinunn — Passian.— Nur an meine Brust weisen. sterben wolltest du Todes Banden. 4. Du hasts gethan, * luuuumimm uumum was kann ich sagen? mir einst seine Tiefen kann ich tief gebeuget. 7. Allmächtig rief schlagen. er, der sie erstar min— 3. Du schützest mich. Toten, sie erstanden. und über dich gehn Leicht entschwingt der aller Trübsal Wetter; Lebensfürst sich des für mich, einziger Er⸗ 8. Das finstre Thal retter! 795 will ich einmal durch⸗ wandeln ohne Grauen; +. Az, denn durch dich, Erlö dich bet ich an, du Kö⸗ ser, ists mür 2— Weg 3 7 Gs nig deréErlösten! Dein zum Schauen 00 will ich im Tode mich 5 5 U 60 will ich im Tode i0 9. Ich preise dich, d Een. getrö⸗ erforsche mich und eu. n siehe, wie ichs meine; 5,Ls ist vollhracht! ja, du siehst es, wenn riefst du mit Macht; ich still meinen Dank du zeigst, daß du dein dir weine.( Leben, mein Versöh⸗ 10. Vergeß ich dein, ner, göttlich frei ha⸗ so werde mein inéwig⸗ best hingegeben. keit vergessen. Herr, 6. Hochheilge That! ich will,so lang ich bin, Des Höchsten Rat will deine Lieb ermessen. ich in Demut preisen; Chr. F. Neander, mein Erlöser wird 1 1802. P ů 4 umummummnnn mummmm un O Dr ann 1 munummmummmn — Pas gion.— Begrübn Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛe. 73 Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast in deinem Grab gehalten hast, gieb, daß wir in dir ruhen all und unser Leben dir gefall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du erkauft mit dei⸗ nem Blut, und führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm, ge— tötet an des Kreuzes Stamm; laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. G. Werner, 1 1643. is Meon. (So schlummerst du.) 7 4 0 Traurigkeit, o Herzeleid! Ist das nicht zu bekla⸗ gen? Gott des Vaters einger Sohn wird ins Grab getragen. 2. O große Not, der Herr liegt tot! Am Kreuzist er gestorben, hat dadurch das Him⸗ melreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Misse— that warest ganz ver⸗ nichtet. 4. Dein Bräutigam, hie mit Blut beflossen, welches er ganz mil—-⸗ diglich hat für dich vergossen. das Gotteslamm,‚liegt —— nit 0⁰ — Passion.— 5. O selig ist zu 3. Ach, du bist aller Frist, der dieses kalt, mein Hort und recht bedenket, wie der Halt! Das macht dein Herr der Herrlichkeit heißes Lieben, das wird ins Grab ver- dich in das kalte senket. Grab mir zu gut ge— 6. O Jesu, du mein trieben. Hilf und Ruh, ich bitte 4. Doch Preis sei J. Rist, 4 1667. dem Grab erstehen. Mel. O Traurigkeit ꝛc. (So schlummerst du.) 7 To ruhest du, mein gläubig Herz 75⁵ Domeine Ruh, vor der Gruft er- in deiner Grabes- schrecken? höhle und erweckst 6. Sie wird mir durch deinen Tod sein ein Kämmerlein, meine tote Seele. da ich im Frieden 2. Man senkt dich liege, weil ich nun ein nach vieler Pein, durch deinen Tod du meines Lebens Tod und Grab be— Leben! Dich hat jetzt siege. ein Felsengrab, Fels 7. Nein, nichts ver⸗ des Heils, umgeben. dirbt, der Leib nur eeeιlrννανι 8⁵ dich mit Thränen: dir! Du konntest hier hilf, daß ich mich bis nicht die Verwesung ins Grab nach dir sehen; bald ließ dich möge sehnen! des Vaters Macht aus 5. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder aufer⸗ wecken; sollte denn? V * — Passion.— stirbt; doch wird er meine Seele senken ——— auferstehen und in und an deinen bit⸗ ganz verklärter Zier tern Tod bis zum aus dem Grabe gehen. Tod gedenken. 58 665 8. Indes will ich, S. Frank, + 1725. mein Jesu, dich in f. umnn aad ö H51* 14 7 d 0 x st ö s u 7.. ü 2 E.8 mteinunmunn uu Ee SS... in** en.‚ NN 5 t⸗ Snu 6 m 4 25. VII. Bkeyn.( Thrist ist er- froh sein, Christ will 7 0 4 76 Gflanden von unser Trost sein. Hal⸗ + 7 der Marter alle. Deß lelujah! Vor 1300. 7 solln wir alle froh x‚ sein, Christ will unser 77 Gbrist lag in Trost sein. Halle-⸗ Todesban⸗ lujah! den, für unsre Sünd 2. Wär er nicht er⸗ gegeben; der ist wieder standen, die Welt, die erstanden und hat uns wär vergangen; seit bracht das Leben; deß: daß er erstanden ist, wir sollen fröhlich sein, so lobn wir den Gott loben und ihm Herren Jesum Christ. dankbar sein und sin— Hallelujah! gen: Hallelujah, Hal— 3. Hallelujah, Hal- lelujah! lelujah, Hallelujah! 2. Den Tod niemand Deß solln wir alle bezwingen konnt bei* Hinu nun 4 mn— ů——0 unsre Sünd, kein Un⸗ schuld war zu finden. Osterlamm, Davon kam der Tod wir sollen leben, das sobald und nahm auch ist uns an des Kreu⸗ über uns Gewalt;sein zes Stamm aus heißer Reich hielt uns ge⸗ Lieb gegeben. Deß fangen. Hallelujah! Blut zeichnet unsre 3. Jesus Christus, Thür, das hält der Gottes Sohn, an un-Glaub dem Tode für; ser statt ist kommen nicht rührn kann uns und hat die Sünde der Würger. Halle⸗ abgethan, damit dem lujah! Tod genommen all sein Recht und sein Ge⸗ walt; da bleibet nichts denn Tods gestalt, den Stachl hat er ver⸗ loren. Hallelujah! 4. Es war ein wun⸗ derlicher Krieg, da Tod 6. So feiern wir das hohe Fest mit Her⸗ zensfreud undWonne, das uns der Herr er⸗ scheinen läßt; er sel⸗ ber ist die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanzerleuchtet unsre R..— und Leben rungen; Herzen ganz; der Sünd das Leben, das behielt Nacht ist vergangen. den Sieg, es hat den Hallelujah! Luther, Tod verschlungen. Die + 1546. Schrift uns die Kunde Mel. Heut triumphieret ꝛe. bringt, wie da sein Tod 76 8 Ii Morgens, den Tod bezwingt; ein da die Sonn U *— WUU* WUUUUUπd 258—2———.— +* N 4 umn E Sꝗ SS7rf /-- EO/ Ilin — 0 aaad SI = — Ostern.— aufgeht, mein Heiland Christus Hallelujah, Hallelu-⸗ jah! Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wie— derbracht. Hallelu— jah, Hallelujah! 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang hält meinen Heiland Todeszwang. Halle— lujah, Hallelujah! Am durchs Grab er dringt, mit dritten Tag Ehren seine Siegsfahn schwingt. Hallelujah, Hallelujah! 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz ge⸗ fangen hält. Hallelu⸗ jah, Hallelujahl Drauf folgt der Sabbat in dem Grab, allda ich Hallelujah, lujah! 4. In kurzem wach Halle— aufersteht. ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf. Hallelujah, Hal⸗ lelujah! Ich wach auf durch des Her⸗ ren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Hallelujah, Hallelujah! 5. O Wunder groß, o starker Held, wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Hallelujah, Hal⸗ lelujah! Kein Angst⸗ stein liegt soschwer auf mir, er wälzt ihn von des Hallelujah, lujah! 6. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Halle! Hallelujah! Wenn mir gleich alle Ruh und Frieden hab. lujah, Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Hallelujah, Hallelujah! Di....— 89 Herzens Thür. Halle- et.....— —— 8&ι&. — Ostern.— 7. Er nährt, erso großer Held, Herr schützt, er tröstet mich; Jesu, dankt dir alle sterb ich, so nimmt er Welt. Hallelujah, mich zu sich. Halle⸗ Hallelujah! Dort lujah, Hallelujah! Wo wollen wir mit grö⸗ er jetzt lebt, da muß ich ßerm Fleiß erheben hin, weil seines Leibes deinen Ruhm und Glied ich bin. Halle- Preis. Hallelujah, lujah, Hallelujah! Hallelujah! 8. Durch seiner Auf⸗ erstehung Kraft komm ich zur Engel-Brü⸗ derschaft. Hallelujah,(Sollt ich meinem Gott Dichmn Goidver⸗ nicht singen r) bin ich mit Gott ver⸗ sz asset uns den söhnt, mit Gnad und 79 X Heunen prei⸗ ewgem Heil gekrönt. sen, o ihr Christen Hallelujah, Halle- überall! Kommet,laßt lujah! uns Dank erweisen 9. Mein Herz darf unserm Gott mit fro⸗ nicht entsetzen sich: hem Schall! Jauchzet: Gott und die Engel frei von Todesbanden lieben mich. Hallelu⸗ ist der Held aus Judas jah, Hallelujah! Die Stamm; der zu uns Freude, die mir ist be vom Himmel kam, Je⸗ reit, vertreibet Furcht sus Christus, ist er⸗ und Traurigkeit. Hal⸗ standen! Nun ist aus lelujah, Hallelujah! der lange Streitzfreue Joh. Heermann, 1 1647. 10. Für diesen Trost, dich, o Christenheit! ununnunn Imunnun 2 3* 0 Fummum 90 ...——5 unmn x‚ uunnmmumn — Ostern.— 2. Christus hat nun überwunden des ergrimmten Todes Macht; der im Tode lag gebunden, hat das Leben neu gebracht und die Finsternis be⸗ zwungen. Die Ver⸗ wesung schaute nicht, der des Todes Ketten bricht; nun zum Him-⸗ melsthron gedrungen, giebt er uns ein frei Geleit; freue dich, o Christenheit! 3. War er gleich am Kreuz gestorben, war er gleich ins Grab ge—⸗ legt: dennoch blieb er unverdorben. Als die Erde ward erregt, hat der Lebensfürst erho⸗ ben sein verklärtes Angesicht, stirbet nun nicht. und nimmer nie Ewig werden wir ihn loben; Harf und Psal⸗ ter, seid bereit! Freue dich, o Christenheit! Wonne 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken? Hölle, wo ist dein Triumph? Tod, du kannst kein Graun er⸗ wecken, deine Pfeile sind jetzt stumpf. Chri-⸗ stus ist dein Gift ge⸗ wesen; er, der starke Gottesheld, hat dir deinen Trotz gefällt, und wir Menschen sind genesen. Nun vom schweren Joch befreit, freue dich, o Christen⸗ heit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen nach dem Herrn und seinem Heil; auch wir werden dann empfan⸗ gen unser teurerworb⸗ nes Teil. Er geht auf in unsern Herzenz laßt uns mit ihm aufer⸗ stehn, mit ihm ein zum Himmel gehn, wo er stillet alle Schmerzen. wird dann 91 3 — Ostern.— alles Leid; freue dich, aus dem Grab hervor, o Christenheit! der ganzen Welt zur 6. MeinenLeib wird Wonne. man begraben, doch er 2. Steh aus dem schläft auf ewig nicht; neues Leben wird er haben, schön verklärt in Glanz und Licht. Das Verwesliche muß sterben, irdisch wird es ausgesät, bis es himmlisch einst er⸗ steht, um das Reich des Herrn zu erben, ihn zu schauen allezeit. Freue dich, o Christenheit! Nach Joh. Rist, 4 1667. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc.(Es ist das Heil.) 50CH Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegangen! Er⸗ muntre deinen Geist und Sinn, den Hei⸗ land zu empfangen, der heute durch des ö Todes Thor gebrochen Christ bei Kreuz und Grab der Sünden auf und such ein neues Le⸗ ben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, undtracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Him⸗ mels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein — κ—— 5—3 ummmz E t N, u ei 45 d 8 in n, n in 1 4* —— 0 uminum — 9141491— Pein in Frend und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus windern, überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebun— den der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues gehst und Gott im Glauben dienest. 6. Ach, mein Herr Jesu, der du bist vom Tode auferstanden, bewahr uns vor des Feindes List, xett uns Gottestindern, und ewig in der Herxlich⸗ keit von allen Über⸗ die über⸗ wunden dein Blut! Herr Jesu, gieb uns Kraft und Mut, daß wir auch über⸗ winden! L. Laurenti, T 1722. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 8¹ I5 geh zu dei⸗ nem Grabe, Leben aus Todesbanden, da⸗ mit wir alle insge⸗ mein zum neuen Leben hast erworben. 7. Sei, Herr, gelobt in 42250 Zeit von allen du großer Osterfürst, weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zei⸗ gen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich aufer⸗ stehn, auch mit des Himmels Erben ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie ein⸗ gehen ein, das du uns geweiht, wenn ich be— graben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu — 93 utumung unnunn ud——„ 2D —.— 8 V iue — Ostern.— legen, was Asch und endlich gehe, da ich dich Staub vermehrt, weil finden kann. Dort ist dir doch allerwegen die es sicher wohnen, wo Erde zugehört. lauter Glanz um dich; 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du schließt die Augen zu, so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht: ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel, und du wirst dennoch frei; I auch meines Grabes Riegel bricht deine Hand entzwei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. V 5. Du fährest in die ö Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich 4 ich 82 da warten lauter Kro⸗ nen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letz⸗ ten Notz; ich will mein Lager machen in deine liebe Gruft, da werd schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Christus, der ist mein Leben ꝛc. illkommen, Held, im Streite, aus deines Grabes Kluft! Wir triumphieren heute um deine leere Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen 2——— 94 und 3 — ——4——.————————— — — Ostern.— heißt nunmehr ein Spott; wir aber kön⸗ nen sagen: mit uns ist unser Gott. 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied; du trittst selbst in die Mitten und bringst den Osterfried. 4. Ach, teile doch die Beute bei deinen Glie⸗ dern aus! Wir alle kommen heute des⸗ wegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, und un⸗ sern Weg uns bahne vom Grabe himmel⸗ wärts! 6. Laß unser aller Sünden ins Grab ver⸗ scharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun! 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir. Was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auf⸗ erstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Stachel ist nun stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon Triumph! B. Schmolck, + 1737. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛe.(Alle Menschen ö müssen sterben.) 83 Tei der Jün⸗ ger gehn mit Sehnen über Feld nach Emmaus; ihre Augen sind voll Thränen, ihre Seelen voll Verdruß; man hört ihre Klage⸗ worte; doch es ist von ihrem Orte unser Ainunum — Ostern.— Jesus gar nicht weit bleibe ferner noch bei und vertreibt die mir; kommt die Welt, Traurigkeit. mich anzufeinden, ach, 2. Ach, es gehn noch so sei du auch allhier! manche Herzen ihrem Wenn mich Trübsals⸗ stillen Kummer nach, wetter schrecken, wollst sie bejammern, voller du kräftig mich be⸗ Schmerzen, ihre Not decken; komm in mei⸗ und Ungemach. Man- nem Geist zu ruhn: ches wandert ganz was du willst, das alleine, daß es nur zur will ich thun. ö Gnüge weine; doch 5. Bin ich traurig mein Jesus ist dabei, und betrübet, Herr, so fragt, was man so ruf mir in den Sinn, traurig sei. daß mich deine Seele 3. Oft schon hab liebet und daß ich der ichs auch empfunden, Deine bin! Laß dein Jesus läßt mich nie Wortmich fester grün⸗ allein; Jesus stellt zur den, laß es auch mein rechten Stunden sich Herz entzünden, daß mit seinem Beistand es voller Liebe brennt ein. Wenn ich mich bei und dich immer besser ihm beschwere, gleich kennt! als ob er ferne wäre, 6. Tröst auch andre, o so ist er mehr als die voll Jammer ein⸗ nah und mit seiner sam durch die Fluren Hilfe da. gehn, oder in der stillen 4. Treuster Freund Kammer tiefbeküm⸗ von allen Freunden, mert zu dir flehn! ä 96 A Immnnn uum( — N Zumuum 4¹ ũ œπππ½,π•²—— — — Ostern.— — ö Wenn sie von der Welt mich von den Toten sich trennen, daß sie auferwecken. Er ver⸗ satt sich weinen kön⸗ klärt mich in sein nen, so sprich ihrer Licht; dies ist meine Seele zu: liebes Kind, Zuversicht. was trauerst du? 2. Jesus lebt, ihm 7. Hilf, wenn es ist das Reich über alle will Abend werden Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zu⸗ und der Lebenstag sich Duth gleich ewig herrschen, neigt, wenn dem dun-⸗ keln Aug auf Erden ewig leben. Gott er⸗ nirgends sich ein Hel⸗füllt, was er ver⸗ fer zeigt; bleib als⸗spricht; dies ist meine 4 dann in unsrer Mit⸗ Zuversicht. 7 ten, wie dich deine 3. Jesus lebt, wer Jünger bitten, bis nun u Gott lästert du sie getröstet hast; ihn und Gottes Ehre; hleibe, bleibe, teurer Gnade hat er zugesagt, HGast! Prternen Göntversoßt z, 737. bekehre. ott ver in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. Wel. Jesus, meine Zuver 4. Jesus lebt, sein sicht ze: Heil ist mein; sein sei 8 4 Pesus lebt, mit auch mein ganzes Le ihm auch ich: ben; reines Herzens Tod, wo sind nun will ich sein und den deine Schrecken? Er, Lüsten widerstreben. er lebt und wird auch Er verläßt den Schwa⸗ 5 ——— ——— 0 unmummunummuß ————*——— P......— 97 5 E.—— e. in uuununne 6 + — Ostern.— chen nicht; dies ist Jesum Christ, der meine Zuversicht. von dem Tod erstan⸗ 5. Jesus lebt, ich den ist! bin gewiß, nichts soll. 2. Entbrenn in Lieb — 2 + — —— — BỹB — 2 2 — — — — D —— E — — * — — SSS 85 dich, 5. Vor seinemThron, mein Geist, in seinem Reich, un⸗ erfreut des hohen sterblich, heilig, En⸗ Tags der Herrlichkeit; geln gleich und ewig, halt im Gedächtnis ewig selig sein: ach, 5.——* n EIEEEEEEEE 2 98 Aun U — Ostern.— welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der du in dem Himmel thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst, und du erfüllest mein Ver-⸗ traun, dich in der Herrlichkeit zu schaun. 7. Ich soll, wenn du, o Lebensfürst, in Wolken wieder kom- men wirst, verklärt aus meinem Grabe gehn und froh zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heil-⸗ gen Engel Schar soll ich dich loben immer⸗ dar; mit allen From-⸗ men aller Zeit soll ich mich freun in Ewig— keit. 9. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin! Gieb Kraft, daß ich in Lieb und Treu mich stets zu deinem Bild erneu! 10. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war! Sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit! 11. Sein ist das Reich, sein ist die Kraftz er ists, der alles in uns schafft. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist! Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen?) 86 Ceberwinder, nimm die Palmen, die dein Volk dir heute bringt, das mit frohen Osterpsal⸗ men den erkämpften Sieg besingt. Wo ist nun der Feinde Po⸗ chen und der Würger uimm — munnn Mordgeschrei, da des so jauchzet Herz und Todes Nacht vorbei Mut, weil das Los —— SSSS— 3— und sein Stachel ist uns wundergut und zerbrochen 7 Tod und aufs Hölle liegen da: Gott len; denn der sei Dank, Hallelujah! 2. Stecke nun dein Siegeszeichen aus der dunkeln Gruftempor! Was kann deinem lieblichste gefal⸗ Oel⸗ zweig grünet da: Gott sei Dank, Hallelujah! der Gerechten, Strahl insHerze gehn; 4. Laß, o Sonne deinen Ruhme gleichen? Held gieb Erleuchtung dei⸗ und König, tritt her⸗ vor! Laß dir tausend Engel dienen; denn nach harter Leidens⸗ zeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen; Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Hallelujah! 3. Teile, großer Fürst, die Beute dei⸗ ner armen Herde mit, die in froher Sehn⸗ sucht heute vor den Thron der Gnade tritt! Deinen Frieden gieb uns allen! O nen Knechten, daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre du den Lauf, rufe mächtig: wachet auf! Denn die Schat⸗ ten sind vergangen, und der helle Tag ist da: Gott sei Dank, Hallelujah! 5. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil du denen, die dir trauen, schon die Krone beigelegt. Gieb uns in den höch⸗ 8——. — Ostern.— sten Nöten, gieb uns wirst du die Krone ge⸗ mitten in der Pein ben, dann wird unfre deinen Trost und volle Brust, Herr, mit Glauben ein; o so engelgleicherLust ewig kann der Tod nicht deinen Sieg erheben, t töten; denn die Hoff⸗ und wir sprechen auch nung blühet da: Gott allda: Gott sei Dank, ie sei Dank, Hallelujah! Hallelujah! n= 6. Zeige, wenn der Chr. L Taddel, 4 1775. ** blöde Kummer über 1 Sarg und Grüften Mel. Lasset uns den Herren ie; weint, wie die vreisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ n. 1 Schwachheit nach dem n Eultet ndene 8 6%Schlummer dort in 87 Größter Mor⸗ 0 so F voller Kraft erscheint. gen, der die ,„Sind wir sterblichhier Erde nach der tiefsten et geboren, o so streift Nacht belebt, der sie t⸗ das kühle Grab nur, nach dem Wort:„es⸗ n, was sterblich heißt, werde!“ nochmals⸗ t uns ab, und der Staub aus dem Nichts er⸗ k, ist unverloren; unser hebt! Nach der Nacht Hirte hütet da: Gott voll düstrer Sorgen, sei Dank, Hallelujah! da man angst⸗ und 7. Rufe die zerfall⸗ nen Glieder endlich aus der dunkelnNacht; wenn der Deinen Asche wieder in verklärtem Glanz erwacht, dann kummervoll ohne Je⸗ sum leben soll, bringt der allerschönste Mor— gen Jesum aus des Todes Thor, Jesum, unser Licht, hervor. ....— S.... unnunn — Ostern.— 2. Lebt nun auf, ewig selig machen ihr stillen Seelen, die kann! in Thränen ihr zer⸗ 4. Großer Hirte floßt, die ihr euch in deiner Schafe, von Kummerhöhlen ohne den Toten ausgeführt, Licht und Kraft ver⸗ dem, nach ganz er— schloßt! Lebt nun auf: littner Strafe unsrer er ist erstanden! Er, Schuld, der Preis ge⸗ an den ihr doch ge⸗ bührt! Nimm ihn von glaubt, ist vom Tode den Millionen derer, nicht geraubt, nein, die das Grab noch er lebt, ist frei von deckt, derer, die dein Banden und mitKlar⸗ Rufschon weckt, derer, heit angethan; betet die im Himmel woh⸗ euren König an! nen, auch von uns 3. Jauchz, o Erde, hier unten an, wie dich Himmel, tönet, rühme, jeder preisen kann! neu auud Rier Welt! 5. Hilf uns aus den Gott und Menschheit Fesseln gehen, womit sind versöhnet! Seht, uns die Welt bestrickt; wie glänzt der große laß uns geistlich auf⸗ Held, der des Ab- erstehen, allem Sün⸗ grunds und der Höl⸗ dendienst entrückt! len und der Himmel Schenk uns Kraft zum Schlüssel führt und, neuen Wesen, daß es mit Ehr und Schmuck täglich Ostern sei, geziert, seine Kirche dann kommt einst der sicher stellen und nach Tag herbei, da du tiefem Gottesplan völlig uns erlösen und . 0 0 E—— REEE—— iü.iii* 10² mi F snr n *X * n — Ostern.— zu dir erheben wirst,‚ sein Mund verhieß, auferstandner Sie⸗ geschah. Wer kann gesfürst. ihm noch widerstre— J. A. Lehmus, 4+ 1788. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen 2) 88 Ilaufermander Mauferstanden ist der Herr, der uns versöhnt; seht, wie hat nach Schmach und Banden Gott mit Eh⸗ ren ihn gekrönt! Dort auf seines Vaters Throne, über Schmerz und Tod erhöht, herrscht er nun in Majestät. Fallet nie⸗ der vor dem Sohne, der uns einst zu sich erhebt! Hallelujah! Jesus lebt. 2. Singt dem Herrn! Er ist erstanden, da er starb auf Golga⸗ tha; rühmt es laut in allen Landen: was umunnn ben? Mächtig steigt der Held empor, im Triumphbricht er her⸗ vor. Seht des Ab⸗ grunds Pforten be- ben, da ihr Sieger sich erhebt! Hallelu— jah! Jesus lebt. 3. Uns vom Tode zu befreien, sank er in des Grabes Nacht; uns zum Leben zu erneuen, steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen; deine Schrecken sind ge⸗ dämpft, deine Herr⸗ schaft ist bekämpft, und das Leben ist errungen; ob man unsern Leib begräbt, Hallelujah! Jesus lebt. 4. Aus dem Grab uns zu erheben, ging —...— 103 *— Ostern.— er zu dem Vater hin. Mel. Lobt Gott, ihr Christen Laßt uns ihm zur aulznglkich nr Ehre leben, dann ist 891⁵ sag es jedem, Sterben uns Gewinn.— daß er lebt Haltet unter Lust und und auferstanden ist, Leiden im Gedächtnis daß er in unsrer ö Jesum Christ, dervom Mitte schwebt und Toderstanden ist; un- ewig bei uns ist. vergänglich sind die 2. Ich sag es jedem, Freuden deß, der nach jeder sagt es seinen dem Himmel strebt. Freunden gleich, daß HallelujahlJesus lebt. bald an allen Orten 4 5. Freut euch seiner, tagt das neue Him⸗ 0 Gottes Kinder! Er melreich. ö 0 sei euer Lobgesang! 3. Jetzt scheint die“ Bringt dem Todes⸗Welt dem neuen Sinn überwinder ewigéhre, erst wie ein Vater⸗ Preis und Dank. land; ein neues Leben Rühmt es in Versu- nimmt man hin ent⸗ I chungsstunden, wenn zückt aus seiner Hand. * auch Sünd und Elend 4. Hinunter in das s— 44 Droht, rühmt es in der tiefe Mer versank des ö FTodesnot: unser Herr Todes Graun, und hat überwunden! Der jeder kann nun leicht uns einst zu sicherhebt, und hehr in seine ö„Hallelujahl Jesuslebt. Zukunft schaun. V Nach J. F. Danneil(4 1772) 5. Der dunkle Weg, von Chr. Sturm, 4 1786, den er betrat geht in C. L. ö . Lavater, 1801. den Himmel aus, und Dmhnon Immen 4 104 — 2 ——.————— mumnun 90 4 k 25 2822———————— iumtiumunumunn wer nur hört auf sei⸗ nen Rat, kommt auch ins Vaterhaus. ö 6. Nun weint auch keiner mehr allhie, wenn eins die Augen schließt; vom Wieder— sehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten That ein jeder frischer glühn; denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird — Ostern.— Held! Dir jauchzet die erlöste Welt am Feste deiner Wonne; du gehst aus deines Gra⸗ bes Thor als wie ein Bräutigam hervor, schön wie die Mor-⸗ gensonne. Mächtig, prächtig kommst du heute aus dem Streite, kommst mit Segen uns aus deiner Gruft entgegen. 2. Wie majestätisch bauest du am dritten Tage deiner Ruh den Leibestempel wieder! nun bei uns sein, wenn ö alles uns verläßt, und Macht hast du und so soll dieser Tag dein großes Wort uns sein ein Welt- vollbracht: Ich sterb verjüngungsfest. und lebe wieder. Novalis(F. v. Hardenberg), Gehet, sehet: alle Rie⸗ + 1801. gel, Band und Siegel sind zerstöret, Jesus Mei Geit lebt und ist verkläret! nne 3. Erlöste, kommt Taen Sie⸗ zu diesem Grab und gesfürst und blicket glaubensvoll Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. unnunmmmmnunmun 10⁵ Trotz aller Feinde List! * — Ostern.— hinab; ist dies die noch hier zurücke hält, Gruft der Schrecken? daß ich zu dir mich Seit Jesus hier ge- schwinge. O gieb mir schlummert hat, sind deinen Geist, dein Gräber eine Ruhe- Licht, daß ich, wenn statt, die Fried und Herz und Auge bricht, Hoffnung decken. Zagt vom Tod ins Leben nicht! Klagt nicht! dringe! Mach mich Diese Glieder werden mutig in dem Streite wieder sich erheben und bereite mich bei und das Leben Christi Zeiten zum Triumph leben. der Ewigkeiten! 4. Dann werd ich Chr. G. Göz, 4 1803. ihn im Lichte sehn gekrönt vor seinem Mel. Wachet auf, ruft uns ꝛe. Throne stehn mit(Herr, wir singen deiner.) himmlischem Entzü⸗ 91 5 Waucht, cken. Dann ist mein jauchzt, Aug von Thränen ihr Chöre, singt Jesu leer, dann schrecktmich Christo Preis und Sünd und Tod nicht Ehre! Wie groß und mehr, nichts kannmich herrlich ist sein Tag! ihm entrücken. Ewig, Er, der Held, ist von selig, ohne Mängel, den Banden des To⸗ wie die Engel werd ich des siegreich aufer⸗ leben und ihm Preis standen, er, der für und Ehre geben. uns im Grabe lag. 5. Indes zerstöre, Sein ist Gewalt und ö starker Held, was mich Macht. Preis ihm, 10. 4 α 106 SPerree—rrre—* — r————— æ— —.— — Ostern.— Hallelujah! Er hats vollbracht, er, der die Macht des Todes und des Grabes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, hat mächtig Grab und Tod bezwungen, von ihren Schrecken uns befreit. Wir von Gott gewichne Sünder sind nun mit ihm versöhnte Kinder und Erben seiner Se-⸗ ligkeit. Bald, bald entschlafen wir, ent— schlafen, Christo, dir, ruhn in Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst un⸗ vergänglich Leben und er hats vollbracht! Kraft und Herrlich— keit ihm geben, dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein. Hallelujah! Tod und Gericht erschreckt uns nicht; denn Je⸗ sus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen und alles, alles zu zerstreuen, was uns den Lebens⸗ frieden raubt. Groß ist seines Namens Ehre, und ewig gültig seine Lehre, und ewig selig, wer ihm glaubt. Wir gehn an seiner Hand durch ewiglich. 5. Tag des Lebens, dieses Thränenland hin zum Himmel, und dort erhebt er, der da lebt,‚ uns hoch zu Ehren Tag der Wonne, wie wird uns sein, wenn 5555;,—3 107 5* unmmn — Ostern.— Gottes Sonne durch unsers Grabes Dunkel bricht! O, was wer-⸗ den wir empfinden, wenn Nacht und Fin⸗ sternis verschwinden und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen. Die Todesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. G. Bened. Funk, 1814. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen?) 92 Aue56 Dei⸗ nes Grabes Friede wird auch un⸗ ser Grab durchwehn, wann wir, von der Wallfahrt müde, ruhn, um froher aufzustehn. Amen Fürst der Auf⸗ erstehung, der des Todes Siegel brach, zeuch durch Tod und Grab uns nach zu der seligen Erhöhung, wo dem Lamm, das uns versöhnt, aller Him-— mel Loblied tönt! 2. Preis dem Herrn, wir werden leben; weil du auferstanden bist, muß das Grab uns wieder geben; Preis und Dank dir, Jesu Christ! Du das Haupt und wir die Glieder; weil du lebst, so leben wir. Alle ziehst du nach zu dir, großer Erstling deiner Brüder. Preis und Dank, wir leben hier, leben ewig dort mit dir. B. Garve, 4 1841. umum adr nung — SDSSSEEEEE 93 Gheist fuhr gen 2 Himmel; da sandt er uns hernie— der den Tröster, den heiligen Geist, zu Trost der armen Christen-⸗ heit. Hallelujah! 2. Hallelujah! Hal⸗ lelujah! Hallelujah! Deß solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Hallelujah! Aus dem 14. Jahrhundert. 0 uf diesen Tag — 4 Murdeulen wir, daß Christus aufge— .— 23—— VIII. wunmunumumumm fahren, und flehn mit herzlicher Begier, Gott 4 wolle nun bewahren 60 uns arme Sünder hier auf Erd, die wir,“ von Not und Tod be⸗ schwert, ohn ihn kein ö Hoffnung haben. Hal⸗ lelujah! Hallelujah! 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht, uns steht der Him⸗ mel offen! Christus schleußt auf mit gro⸗ ßer Pracht, vorhin konnts niemand hof⸗ fen. Wers glaubt, de Herz ist freudenvoll, — Wämmekudrt.— dabei er sch doch rü⸗ sten soll, dem Herren nachzufolgen. Halle⸗ lujah! Hallelujah! 3. Wer nun nicht seinen Willen thut, dem ists nicht Ernst zum Herren; der aber wird vor Fleisch und Blut sein men kommen. Halle⸗ lujah! Hallelujah! 5. Dann wird der Tag erst Freudenrerh, Sohn wird treu und Mut in Ewig⸗ keit beim höchsten Gut. wenn Gott uns zu sich nehmen und seinem machen gleich, den wir hier bekennen. Da Hummiel⸗ wird sich finden Freud? reich versperren. Am Glauben liegts, so der A ö Gott woll, daß wirs ist echt, wird auch ge⸗ F SaHeluialrt 0 wiß das Leben recht Salre zum Himmel sein ge⸗ 531 2 ö 445 richtet. Hallelujah! Jut Bwitutsdte. Hallelujah! Mel. Erschienen ist der 4. Solch Himmel⸗ iü ö fahrt fäht in uns an, 95 Mcer, u Jün⸗ wenn wir den Vater 0 ger, freuet finden und fliehen euch! Der Herr fährt stets die breite Bahn, auf zu seinem Reich. ühun uns zu Gottes Er triumphiert; lob⸗ ö Kindern; wir sehn singet ihm! Lobsin⸗ hinauf, Gott sieht get ihm mit lauter herab, an Treu und Stinm! Hallelujah! Lieb geht uns nichts 2. Sein Werk auf ab, bis wir zusam⸗ Erden ist vollbracht; 110 N S SSSS 0 munm — 5— Bimmelkahrt.— “Cü zerstört hat er des 6. Ja, Heiland, wir 3 Todes Macht. Er hat erheben dich, und unsre die Welt mit Gott Herzen freuen sich der versöhnt, und Gott Herrlichkeit und Ma⸗ 95 hat ihn mit Preis ge⸗ jestät, dazu dich Gott, 25 krönt. Hallelujah! dein Gott, erhöht. 1 Hn— über nt Hallelujah! Himmel weit, geht 71 * seine Macht und Herr⸗ s 1. den Ort nn 17 d. schon den Ort, wo wir lichkeit; ihm dienen dich schauen fort und selbst die Seraphim; fort Nach treu voll=⸗ IW.. lobsinget ihm mitlau⸗ brachtem Glaubens⸗ 91 n 99— Halle⸗kauf nimmst du uns 0 7 Mahy:. in den Himmel auf. RN 4. Sein sind die Hallelujah! 2. 5——* jah! 2 her hte Haheg⸗ 8. Dein Eingang in er herrscht als sieg-⸗8. Dein Eingang bereihtier Held; er die Herrlichkeit stärkk herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. Hallelujah! 5. Er schützet seine Christenheit, erhält sie bis in Ewigkeit; er ist n Haupt; lobsinget ihm! uns in unsrer Prü⸗ fungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun. Halle— lujah! 9. Dann werden wir uns ewig dein, er⸗ Lobsinget ihm höheter Erlöser, freun. mit lauter Stimm. Dann singen wir von Hallelujah! deinem Ruhm ein mun IUUUUUUUUUd WUUUldd/ ——.——'''2— q— 2 —..— 111 — n neues Lied im Heilig tum. Hallelujah! Nach E. Alberus(+ 1553) von S. Diterich, 1 1797. Mel. Nun freut euch, lieben zc.(Es ist das Heil uns) Christi 96 AI fahrt allein ich meine Nachfahrt gründe und alle Zweifel, Angst und Pein hiermit stets überwinde. Denn weil das Haupt im Him⸗ mel ist, wird seine ihm mich sehr ver-⸗ langet. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spü⸗ ren, daß mit dem wahren Glauben ich mög meine Nachfahrt zieren, und dann ein-⸗ mal, wenn dirs ge— fällt, mit Freuden scheiden aus der Welt; Herr, höre dies mein Flehen! Nach J Josua en n 1164⁰) von J. Gesenius, 4 1673. Glieder Jesus Christ zur rechten Zeit nach⸗ holen. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gabempfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlan⸗ gen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, dahin steht auch mein ö r und zie nach mununnum Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. (Mein ganzer Geist.) 977 ch, wunder⸗ großer Sie— 40Wi. du Sünden⸗ wuger aller Welt, heut bist du ausatfahren zur Rechten Gottes in der Krast, hast herrlich dir den Sieg verschafft trotz! aller Feinde Scharen; UUUUL 7 4 — Bimmelkahrt.— mächtig, prächtig tri-(zwinge, ewge Güte, umphierst du und re⸗ mein Gemüte, daß es gierst du; Tod und preise, dir Lob, Ehr Leben ist, Herr Christ, und Dank erweise. dir untergeben. 4. Zeuch, Jesu, uns, 2. Dir dienen alle zeuch uns nach dir; Cherubim, viel tau- hilf, daß wir forthin send hohe Seraphim für und für nach dei⸗ dich Siegesfürsten lo⸗ nem Reiche trachten; ben; du hast den Se-⸗ laß unsern Wandel gen wieder bracht und himmlisch sein, daß dich mit Majestät und wir der Erde eiteln Macht zur Herrlich-Schein und Uppig⸗ keit erhoben. Singet, keit verachten; Unart, bringet Jubellieder, Hoffart laß uns mei⸗ fallet nieder, rühmt den, christlich leiden, und ehret den, der auf wohl ergründen, wo zum Himmel fähret. die Znade sei zu finden. 3. Du, Herr, bist 5. Sei, Jesu, unser! unser Haupt, und wir Schirm und Hort und sind deine Glieder; gründ uns auf dein nur von dir kommt göttlich Wort, darauf auf uns Heil und wir uns verlassen. Leben; Trost, Friede, Laß suchen uns, was Freude, Licht und droben ist; auf Erden Kraft, und was dem wohnet Trug und List Herzen Labsal schafft, und Feinde, die dich wird uns durch dich hassen. Lügen, Trü⸗ gegeben. Dringe, gen, Angst und Zagen,* 113 — Bimmelfahrt.— ach, sie plagen, ach, Lobsingt, lobsingt mit sie quälen stündlich Freuden dem Könige arme Christenseelen. der Heiden, dem Her-⸗ 6. Herr Jesu, komm, ren Zebaoth! du Gnadenthron, du 2. Der Herr wird Siegesfürst, Held, aufgenommen in sei⸗ Davids Sohn, komm, nes Himmels Pracht; stille das Verlangen! um ihn stehn alle Du, du bist allen uns Frommen, die er hat dein r o Jesu, durch frei gemacht. Es ho⸗ ein teures Blut ins len Jesum ein die Heiligtum gegangen. heilgen Cherubinen, Dafür soll dir von den lichten Seraphi⸗ uns allen Preis er- nen muß er willkom⸗ schallen; Herr, am men sein. Ende nimm uns auf 3. Wir wissen nun in deine Hände! vom Siege, der unser E. Chr. Homburg, 4 1681. Haupt erhöht; wir wissen zur Genüge, Mel. Aus meines Herzens wie man zum Himmel Grunde ꝛc.(Schwingt, geht; der Heiland geht heilige Gedanken.) voran, will uns zurück 98 Der Herr fährt nicht lassen; er zeiget auf gen Him- uns die Straßen, er mel mit frohem Ju- bricht uns sichre Bahn. belton aus diesem u Weltgetümmel empor lisch werden, der Herr 4. Wir sollen himm⸗ zu seinem Thron. Lob⸗ macht selbst uns Platz; singt, lobsinget Gott! wir gehen von der 114 ..— 4&᷑ò5— ?— — Vimmelkahrt.— 9257 PPPPPPEPECEEE ut Erden dorthin, wo 7. Wann soll es ge unser Schatz. Ihr doch geschehen? Wann r⸗ Herzen, macht euch kommt die liebe Zeit, auf! Wo Jesus hin— gegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier; laßt uns einmütig singen: dich, Jesus, suchen wir! Dich, o du Got⸗ tes Sohn, dich Weg, dich wahres Leben, dem alle Macht ge— geben, dich, unsers Hauptes Kron! 6. Fahr hin mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt; dein Tand kann nicht ergötzen! Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude und köstliches daß wir ihn werden sehen in seiner Herr⸗ lichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, daß wir den Heiland grüßen und fallen ihm zu Füßen? Komm, stelle dich doch ein! G. W. Sacer, 4 1699. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 99 5˙ auf Er⸗ Nden muß ich leiden und bin voller Angst und Weh; wa⸗ rum willst du von mir scheiden, warum fährst du in die Höh?? Nimm mich Armen auch mit dir, oder bleibe doch in mir, daß ich dich und deine „Geschmeide; zu ihm Gaben täglich möge gilt unsre Reis'. bei mir haben. II Immmmmunmnmuunitzümamur— —.——*+ 115 — 4 umm — ZBl Z, Cꝗ.. un 2. Laß dein Herze mir zurücke und nimm meines mit hinauf; wenn ich Seufzer zu dir schicke, thue mir den Himmel auf und,‚ so ich nicht beten kann, rede du den Vater an; denn du sitzt zu seiner Rechten; darum hilf uns, deinen Knechten. umunne C * ö 43 von der alles Eitle hin, daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterblich bin, und im Glauben meine mumm du bist gangen. vorange⸗- 4. Meine Wohnung mache fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegen— wärtig bei dir gehen ein und aus. Dahin — ninmnilubrt— 3. Zeuch die Sinne Erde über Zeit richte nach der Ewigkeit, bis wir auch zu dir gelangen, wie bringe mich zu Ruh, denn der Weg dahin bist du, und nimm an dem letzten Ende meinen Geist in deine Hände. 5. Komme, wenn es Zeit ist, wieder, wie dein Wort uns hoffen lehrt, und erlöse meine Glieder, die das dunkle Grab beschwert; rich— test du dann diese Welt, die dein Wort für Lügen hält, dann nach überstandnem Leide führ uns ein zu deiner Freude. C. Neumann, 4 1715. Mel. Jesu, meines Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 1006 roßer Mitt⸗ Lebens Yler, der zur Rechten seines großen Vaters sitzt und die! Schar von 5 in dem iüüz, MIUUUU IUUd IIUUUUUUνd 16 seinen * des Vaters Heiligtum, ter ihrer schone, daß die erworbnen Se- er nicht nach Werken( gensgüter durch dein lohne, daß er ändre Evangelium allen de— ihren Sinn, darauf nen mitzuteilen, die zielt dein Bitten hin. zum Thron der Gna⸗ 6. Die Verdienste den eilen; nun wird deiner Leiden stellest unn 22 ̃ID— II Himmelkahrt — Vimmelkahrt.— h, der Gnaden schützt, uns durch deine Hand in den auf dem erhabnen Heil und Segen zu⸗ im Throne in der könig⸗ ö gewandt.— de lichen Krone alles 4. Deines Volkes ne Heer der Ewigkeit mit teure Namen trägst verhülltem Antlitz du stets auf deiner es schen. Brust, und die gläu⸗ hie 2. Dein Erlösungs⸗ big zu dir kamen, sind en werk auf Erden und und bleiben deineLust. ne: dein Opfer ist voll⸗ Du vertrittst, die an kle bracht; was vollendet dich glauben, daß sie ch⸗ sollte werden, ist ge⸗ nichts dir möge rau⸗ ese schehn durch deine ben, bittest in des rt 2 Macht. Da du bist Vaters Haus ihnen un für uns gestorben, ist eine Wohnung aus. m ⸗ uns Gnad und Heil 5. Doch vergißt du in erworben, und dein auch der Armen, die §( siegreich Auferstehn der Welt noch dienen, 15. 2 läßt uns in die Frei⸗ nicht, weil das Herz⸗ ¶ heit gehn. dir vor Erbarmen ens 6. Nun bist du ja über ihrem Elend hen Hort und Hüter in bricht; daß dein Va⸗ 4———...... IIIIFIIxxxx.. 117 — ——. —— aumnunn — Vimmelkahrt.— du dem Vater dar und vertrittst vor ihm mit Freuden deine teur deinem Volk auf Er⸗ den geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freund⸗ schaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Ver— dienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod! J. J. Rambach, 4 1735 ꝛc. erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben Mel..Seels dich, o liebe gleichet, dessen Ruhm kein Mund erreichet, dem als Gott das 4%0 eich gebühret, der als Mensch das Scepter führet, dem das Recht gehört zum Throne als des Vaters ein— gem Sohne, den so viel Vollkommenhei— ten krönen, zieren und begleiten! 2. Himmel, Erde, Luft und Meere nebst dem ungezähltenHeere der Geschöpfe in den Feldern, in den Seeen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigen— tum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, 1 mächtig Dräuen. 3. In des Gnaden-⸗ reiches Grenzen sieht man dich am schönsten König, dem glänzen, wo viel tau-⸗ 101K kein König send treue Seelen 40. umnt 2———.—.3 I e d imm U 2— ist Niemand zu ver⸗ — Vimmelfahrt.— zu ihrem Haupt er⸗ deine Bürger haben; wählen, die durchs du beschützest deine Scepter deines Mun-Freunde, du bezwin⸗ des, nach dem Recht gest deine Feinde. des Gnadenbundes, 6. Herrsche auch in sich von dir regieren meinem Herzen über lassen und wie du Zorn, Lust, Furcht das Unrecht hassen. und Schmerzen; laß 4. In dem Reiche mich deinen Schutz deiner Ehren kann genießen, gläubig dich man stets dich loben ins Herze schließen, hören von dem himm- ehren, fürchten, loben, lischen Geschlechte, von lieben und mich im der Menge deiner Gehorsam üben; hier Knechte, die dort ohne mitringen, dulden, Furcht und Grauen streiten, dort mitherr⸗ dein verklärtes Antlitz schen dir zu Seiten. schauen, die dich un⸗ J. J. Rambach, I. 1735. ermüdet preisen und dir Ehr und Dienst Mel. Jesu, meines Lebens erweisen. Leben c.(Alle Menschen 5. Herr in allen müssen sterben.) diesen Reichen! Dir iegesfürst 10² 8 und Eh⸗ ED ummmun gleichen an dem Über⸗ renkönig, höchstver⸗ luß der Schätze, an klärte Majestät! Alle der Ordnung der Ge⸗ Himmel sind zu wenig, setze, an Vollkommen- du bist drüber hoch heit der Gaben, welche erhöht. Sollt ich nicht —..——...— 8 119 ·•... mi zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, deine Herrlichkeit er— blickt? 2. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich er⸗ gießt, daß ein Strom von Glanz und Wonne durch die Himmels⸗ geister fließt; präch— tig wirst du aufge⸗ nommen,freudig heißt man men: dich willkom⸗ schau, dein ar— mes Kind auch hier rufet Hosianna dir. 3. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem Kö⸗ nig will ich trauen, nicht vor Welt noch fi grauen, nur E.— in Jesu Namen ih beugen hier und ewig⸗ wenn mein lich. Glaubensaug entzückt 4 Geist und Kraft nunüberfließen;drum wirk in uns kräftig⸗ lich, bis zum Sche⸗ mel deinen Füßen alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Scep— ter wende alles bis zum Weltenende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen unterthan. 5. Du kannst alles aller Orten nun er— fülln und nahe sein; meines armen anen zens Pforten stehen offen, komm heteitt Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir ewig in mir leb und wohn, als in deinem Himmelsthron! 6. Dein zum Himmel sich Erheben einkehren; um mmnunn 120 Zmnunuminmmmmmmuuummmnn. mm — Vimmelkahrt.— bringt mir Gott und Herrschaft dort im Himmel nah; lehr Himmel, hier im irdi— mich nur im Geiste schen Getümmel, ist zu leben als vor deinen seinem Dienst bereit. Augen da; fremd der 3. Gott ist Herr, ——— SSSTr Eun Wururr—— ——.7 Welt, der Zeit, den de r Herr ist Einer, Sinnen, bei dir ab— geschieden drinnen, in das Himmelreich ver⸗ setzt, da mich Jesus nur ergötzt. G. Terstegen, + 1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen ꝛc. 103 esusChristus herrscht als König, alles wird ihm unterthänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Jede Zunge soll be— kennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte die die Thronwacht klagt, halten, geben ihm die Herrlichkeit. und demselben gleichet keiner nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist un⸗ umstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm— o Wundergaben!— können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts! das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zu gut. ö 5. Gebt, ihr Sün⸗ der, ihm die Herzen, ihr Kranken,; ihm numminnn tiummumum 121 6 die Schmerzen, Alle sagt, ihr Armen, ihm *—.— 5 V. — Vimmelkahrt.— die Not. Er kann alle über alles Hoffen, Wundenheilen, Reich-über alles Wünschen tum weiß er auszu- ist. Die gereinigte teilen, Leben schenkt Gemeine weiß, daß er nach dem Tod. eine Zeit erscheine, 6. Eil, es ist nicht wo sie ihren König Zeit zum Schämen! grüßt. Willst du Gnade? du 9. Jauchz ihm, sollst nehmen! Willst Menge heilgerKnechte, du leben? es soll sein! rühmt, vollendete Ge— Willst du erben? du rechte, und du Schar, wirsts sehen! Soll der die Palmen trägt, Wunsch aufs höchste und ihr Märtrer mit gehen, willst du Je- der Krone, und du— sum? er ist dein. Chor vor seinem Throne, der die Got⸗ 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder tesharfen schlät! hier auf kurze Zeit 10. Ich auch auf darnieder, und das der tiefsten Stufen, ich Leiden geht zuvor. will glauben, reden, Nur Geduld! Es fol⸗ rufen, ob ich schon Haupt zieht sie em- sei ihm unterthänig, por WHi ehret, liebet, lobet ihn! 8. Ihnen steht ein ihn! Himmel offen, welcher. Ph. F. Hiller, 4 1769. gen Freuden, nichts noch Pilgrim bin: Jet kann sie von Jesu sus Christus herrscht scheiden, und ihr als König, alles 4 d 4 unmm — Vimmelfahrt.—* Mel. Wie schön leuchtet. der, großes Haupt, Geir auf deine Gliede ̃ I 3. Verhüllt den Erd⸗⸗ 104 ie ah. kreis düstre Nacht, ich Rie lieb⸗ weiß, daß dort ein lich stehn hoch über Auge wacht, das einst uns die Himmels⸗ um uns geweinet, das höhn, seit du im Him⸗ einst für uns im Tode zmel sitzest, seit du vom hrach; es ist dein Aug, ewgen Zion dort aus⸗ es hleibet wach, bis sendest dein lebendig neu die Sonne schei⸗ Inlen dareohlich net. O wer nunmehr schützest! Fröhlich, nimmer k nim⸗ selig schaut der Glaube mer ahie, het du von dem Staube auf wachest und aus Näch⸗ F7 zum Sohne: meine ten Tage machest! 7 Heimat ist am Thronel 4. Wohin wir ziehnh 2. Die Sterne leuch- durch Land und Meer, ten ohne Zahl; was ein Himmel neigt sich ist ihr tausendfacher drüber her, dein Him⸗ Strahl? Was ist der mel voller Gnaden. Glanz der Sonne? Da steigt erhörlich Ein Schatten nur von das Gebet, da wallt jenem Licht, das dir man sicher früh und ö vom holden Angesicht spät vor Feindeslist ausgeht mit ewger und Schaden. Keiner Wonne! Spendessende deiner Auserwählten, deine hellen Lebens-Geistbeseelten bleibt quellen reichlich nie- verlassen; treu will Vein— S 123 FNiunum — Vimmelkahrt.— ihn dein Arm um⸗ fassen. 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zer⸗ stoßne Rohr, undwenn der Docht sein Ol ver⸗ lor, so tränkst du ihn aufs neue. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O selger König Jesu Christ! Wie wundervoll und hei— lig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile; dann hinauf zum ewgen Heile! A. Knapp, 7 1864. Mel. Lobe den Herren ꝛe. 105 Kaaie und Löwe, der sieg- reich gerungen; blu— tendes Opfer und Held, der die Hölle be— zwungen; brechendes Herz, das sich aus irdischem Schmerz über die Himmel ge— schwungen! 2. Du hast in schauriger Tiefe das höchste vollendet, Gott in die Menschheit ge—⸗ hüllt, daß sein Licht uns nicht blendet. Würdig bist du,— jauchzt dir die Ewig⸗ keit zu,— Preises und Ruhms, der nicht endet. 3. Himmlische Liebe, die Namen der Erde ........— 124 — inn uumnmunmm — Vimmelfahrt.— e uum 0 F————.—9 mim nicht nennen! Fürst Wunder! Der einzige deiner Welten, den Reine von allen eint einst alle Zungen be-sich mit Seelen, die kennen! Gingest du sündig im Staube hier nicht selbst in der wallen, trägt ihre Sünder Gericht, Sün⸗ Schuld, hebt in un— der entlassen zu kön⸗ endlicher Huld das, nen? was am tiefsten ge⸗ ö 4. Über des To⸗ fallen. des umnachteten, 7. Mir auch ist graunvollen Klüften süß überwindend dein schwangst du die Rufen ertönet; Herr, Palme des Sieges in auch mein feindliches 5 N& himmlischen Lüften. Herz hat dein Lieben Wer an dich glaubt, versöhnet; ja, deine trägt nun, von Hoff⸗Hand, zu dem Ver- 7 nung umlaubt, ewi- irrten gewandt, hat ges Leben aus Grüf- mich mit Gnade ge⸗⸗ ten. krönet. ö 5. Menschensohn, 8. Lobe den Herrn, „Heiland, in dem sich meine Seele! Er hat das ewge Erbarmen dir vergeben, heilt 7 milde zu eigen gegeben dein Gebrechen, legt ö —— T X * den schuldigen Armen!l in dich ein ewiges Dir an der Brust darf Leben; Frieden im V —.— nun in Leben und Streit, Wonnen im Lust jeder Erstarrte irdischen Leid weiß erwarmen. dir dein Heiland zu 6. Wahl voller geben. ö 4 minmunn unununn 8a————.—.— α 12⁵ — DD= n — Bimmelkahrt.— EE 9. Hoffnung und in des Frühlings be⸗ Glaube und Liebe, sie ginnendem Wehen; 2 tragen auf Flügeln singe, du Welt, die I dich in das Land der das Werk der Erlö⸗ ö Verheißung zu ewigen sung ges ehen! Jauchze, Hügeln, wo deine du Heer dort am Wahl, dort in der krystallenen Meer: Herrlichkeit Strahl,„Chre sei Gott in den Lieb und Erbarmen Höhen!“ besiegeln. M. Heußer⸗Schweizer,, 10. Jauchze, Natur, + 1876. + 0 —..— + 2•— 6 . . ö 3 ö ö 4 un Id IAU Imn. 2— 3.——S.iieieieieeeeeeeeee DR..—— 126 RE 4 ———* mununununnumunnmm Mel. Herr Gott, dich loben alle wir ꝛc.(Ich komme vor dein Angesicht.) 7 Eomm, heil—⸗ 75 106 ger Geist, 9 Schöpfer du, sprich deinen armen Seelen zu; erfüll mit Gna⸗ den, süßer Gast, die Brust, die du ge⸗ schaffen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt, des allerhöchsten Got— tes Pfand, du Lie—- besgquell, du Lebens⸗ bronn, du Herzens⸗ abbung, Gnadensonn! IX. Eüngoken. 3. Du siebenfaches Gnadengut, du Hand des Herrn, die Wun⸗ der thut, du lösest aller Zungen Band, giebst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, entflamm das Herz in Liebesbrand, stärk unser schwaches Fleisch und Blut durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib von uns fern hinweg und bring uns auf des Friedens Steg, — 12⁷ —————— Iin S22 nun uiñ PPPFPFPFPFPFPPTTTTTTSTTTTRT——— + D....—— —2 un In — Pfingsten.— daß wir, durch deine Hand geführt, vom Argen bleiben unbe⸗ rührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, und wie den Sohn man ehren soll; im Glauben mache uns bekannt, wie du von beiden wirst gesandt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn, und seinem Sohn, dem Lebensstern; dem heil⸗ gen Geiste gleicher- weis sei jetzt und ewig Lob und Preis! Alte Kirche. 107 NI Geit ger Geist, Herre Gott, erfüll mit deiner Gnaden Gut der Gläubigen Herz, Mut und Sinn, dein brünstig Lieb entzünd deines Lichtes Glanz zum Glauben du ver⸗ in ihn! O Herr, durch nicht treibn. Durch sammelt hast das Volk aus aller Welt Zungen. Das sei dir, Herr, zu Lob ge⸗ sungen! Hallelujah! Hallelujah! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr Gott uns recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, be⸗ hüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelu⸗ jah! Hallelujah! 3. Du heilige Glut, süßer Trost, nun hilf 10 fröhlich und ge⸗ trost in deinem Dienst beständig bleibn, die Trübsal uns von dir unmmm ..—— 128 RA umunmt 2* Auuut Unnun— 2 * ben. 94. Du höchs 6 Jun bitten u höchster 37 5 108 wir den Tröster in aller Not, sheiligen Geist um den hilf, daß wir nicht f rechten Glauben aller⸗fürchten Schand noch meist, daß er uns be⸗ Tod; daß in uns die hüte an unserm Ende, Sinne nimmer ver— wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Erbarm dich, Herr! zagen, wenn der Feind wird das Leben ver— klagen. Erbarm dich, 2. Du wertes Licht,‚ Herr! gieb uns deinen Luther, 1546. Schein, lehr uns Je⸗ V aus dem 13. Jahrh. sum Christ kennen allein, daß wir an ihm 109 EKemm, o bleiben, dem treuen komm, du Heiland, der uns Geist des Lebens, bracht hat zum rech— wahrer Gott von 2 1————.——— a. 129 — Plngsten.— mummmunt Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit, so wird Geist und Licht und Schein in dem dunkeln Herzen sein. 2. Gieb in unser erz und Sinnen Veisheit, Rat, Ver⸗ stand und Zucht, daß wir andres nicht be— ginnen, als nur, was dein Wille sucht. Dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 8. Zeig uns, Herr, die rechten Stege zu der wahren Wohlfahrt an, räume alles aus dem Wege, was im Lauf uns hindern kann; wirke Reu durch deine Gnad, wenn der Fuß gestrauchelt hat. sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn was Vaterliebe thut, ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns alle Zeit; so wird unsre Bitt erhört und die Zu⸗ versicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft ru⸗ fen muß: ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? Ei, so mach du den Beschluß; sprich der Seele tröst⸗ lich zu und gieb Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der 4. Laß dein Zeugnis Kraft und Stärke, du uns empfinden, daß wir Gottes Kinder gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine — —*. . + 2 — + Nj²*⁴NF+ EE 8 IIUUl ————————.— — Plngsten.— —— Werke, wenn die Welt bei uns ein und laß uns an sich reißt. uns deine Wohnung Schenk uns Waffen sein; o komm, du in dem Krieg und er⸗ Herzenssonne! Du ö. halt in uns den Sieg. Himmelslicht, laß 8. Herr, bewahr deinen Schein bei uns auch unsern Glauben, und in uns kräftig daß kein Feind, kein sein zu steter Freud Tod, noch Spott uns und Wonne! Sonne, denselben möge rau⸗Wonne, himmlisch been: du bist unser Leben willst du ge⸗ „Schutz und Gott. ben, wenn wir beten;; Sagt das Fleisch gleich zu dir kommen wir 1 4 6 üummer nein, laß dein getreten. Wort gewisser sein! 2. Du Quell, draus ö 9. Wenn wir end- alle Wahrheit fließt, liͤch sollen sterben, so die sich in fromme versichtr uns mehr Seelen gießt, laß dei⸗ und mehr, als des nen Trost uns hören, Himmelreiches Erben, daß wir in Glaubens⸗ jener Herrlichkeit und einigkeit auch andre Ehr, die Gott giebt in der Christenheit! durch Jesum Christ dein wahres Zeugnis und die unaussprech⸗ lehren. Höre, lehre, lich ist. H. Held, 4 1661. daß wir können Herz Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. Und Sinnen dir er⸗ (Mein ganzer Geist.) geben, dir zum Lob heilger und uns zum Leben. Geist, kehr. 3. Steh uns stets* 3——.———— 131 IIIIIII unm uummumm — Pfngsten.— bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Be⸗ ständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was dih en und beflissen, u zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. O laß uns deine Gotteskraft empfin⸗ den und zur Ritter⸗ schaft dadurch ge— stärket werden; auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freu⸗ digen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wie— der Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß doch dein mildes Him⸗ melswort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nim⸗ mermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und reiner Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Ge⸗ müte, daß wir können Christum unsern Hei⸗ land nennen. 6. Du milder Him⸗ melstau, senk dich in unsre Seelen kräftig⸗ lich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müß um⸗ schweben und durch⸗ dringen unser Leben. 7. Gieb, daß in reiner Heiligkeit wir K 132 mmumñ ———————— „ßcd SH.E führen unsre Lebens⸗Errettung schafftz ent⸗. hin sei unbewußt die Geiste dir Ehr und Eitelkeit, des Fleisches Dienste leiste, die ich 2 Lust und seine toten dir schuldig bin. Werke. Rühre, führe 3. Du bist ein Geist, unser Sinnen und der lehret, wie man Beginnen von der recht beten soll; dein Erden, daß wir Him-⸗WBeten wird erhöret,—H— melserben werden. dein Singen klinget M. Schirmer, 4 1673. wohl, es steiget him⸗ 6161 der Ende 515 50 sich ů Feuch ein zu der Ende, bis der sich 111 Abemen Tho⸗ zu uns wende, der V ren, sei meines Her- allen helfen kann.—* zens Gast, der du, da 4. Du bist ein ich geboren, mich neu Geist der Freuden, mit geboren hast, o hoch- Trauern hältst dus geliebter Geist des nicht, erleuchtest uns Vaters und des Soh- im Leiden mit deines nes, mit beiden glei⸗WTrostes Licht. Ach ja, schen Thrones, mit wie manchesmal hast beiden gleich gepreist. du mit süßen Worten 2. Zeuch ein, laß mir aufgethan die mich empfinden und Pforten zum güldnen schmecken deine Kraft, Freudensaal! die Kraft, die uns 5. Du bist ein Geist von Sünden Hilf und der Liebe, ein Freund 133 83 Iumium ummem .— .————— der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, willst, daß in Liebesflammen sich wieder thu zusammen, was voller Zwie— tracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt. So gieb doch deine Gnad zu Fried und Liebes-— banden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten, bau un-— sers Fürsten Thron; gieb Glück zu diesen Zeiten; schmück, als mit einer Kron, die Alten mit Verstand, — Hungsten.— Uunn mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottes-— furcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Ge— müter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bö— sen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt. 9. Richt unser gan— zes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen ge— ben ins Todes Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. P. Gerhardt, 4 1676. Werrdrdrerttxxrertrrd 134 Iunnte unn — —* I 2 Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 112 du aller⸗ süßte Freude, o du aller⸗ schönstes Licht, der du uns in Lieb und Leide unbesuchet läs⸗ sest nicht, Geist des Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und halten wirst ohn Aufhören alle Dinge, höre, höre, was ich singe! 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wün⸗ schen dran. Ach, er⸗ gieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel man rein und redlich auserkoren. ist, fleuchst hingegen — Plngsten.— 3. Du wirst als ein milder Regen ausge⸗ gossen von dem Thron, bringst uns nichts als lauter Segen von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und ver⸗ waltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Du bist weis' und unmnmuns⸗ voll Verstandes, was 3 geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinsten Sandes, gründst des tiefsten Meeres Grund; nun, du weißt auch zwei— felsfrei, wie verderbt und blind ich sei; und vor allen, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo drum gieb Weisheit, — un ö — Plingsten.— Schand und Sünden, hassest Schlangentrug und List. Mache du, o Gnadenquell, meine Seele rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest, gieb mir, was du gerne siehest. 6. Deine Huld hat keine Schranken, du bist fromm und sanf⸗ ten Muts, bleibst im Lieben ohne Wanken, thust uns Bösen alles Guts. Ach, verleihe mir doch auch dei— nen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschie— den, so bin ich genug getröst. Laß mich sein dein Eigentum; ich versprech hinwie— derum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Hel— fer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, daß er sich in dir erneue und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, führ mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenm ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab; wenn ich wie— der aufersteh, o so hilf mir, daß ich geh hin, wo du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten wei— den. P. Gerhardt, 4 1676. UUU —— ———:— 136 — 8 aunnmn nunnnn 4 Aunununm Zunnunm 5 nunnnn — 8 Vunnmin E ᷣBS‚........ SSS ........,.NL-3᷑‚) DSS — Pfingsten.— Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 113 Zott, gieb einen mil— vom Himmel Segen, tränke du dein dür-⸗ stend Land! Laß des heilgen Geistes Gab auf mich Armen doch herab wie in starken Strömen fließen und sich in mein Herz er⸗ gießen. 2. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir dei⸗ nen Geist, den mit Verlangen ich er— warte, Herr, von dir. Laß den Tröster ewig⸗ lich bei mir sein und lehren mich, in der Weisheitfest zu stehen und auf dich im Glauben sehen. 3. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausend⸗ mal willkommen, laß mich deinen Tempel sein. Reinige du selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmels-⸗ freuden. 4. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache neu mich, rein und schön; laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn. Gieb mir einen starken Mut, heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. „5. So will ich mich dir ergeben; dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch? uinmmnun ununnum ld 137 umununnunn — Plingsten.— ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn di im höchsten Himmels-⸗ thron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelsweisen. M. Kramer, 4 1702. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 114 Gerundan Sohne, der du unser FTröster bist und von unsres Gottes Throne hilfreich auf uns Schwache siehst: stehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben sei, o so wird mein Herz auf Erden schon ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine ch freun. sein, wenn ich bange Zweifel hege, deine Wahrheit mich er— Lenke kräftig meinen Sinn auf mein wahres Wohlsein hin; lehrst du mich, was recht ist, wählen, werd ich nie mein Heil ver⸗ fehlen.! 3. Heilige des Her⸗ zens Triebe, daß ich über alles treu mei⸗ nen Gott und Vater liebe, daß mir nichts so wichtig sei, als in seiner Huld zu stehn; seinen Namen zu er⸗ höhn, seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich ge— lingen. 4. Stärke mich, so oft zur Sünde mein Gemüt versuchet wird, daß sie mich nicht überwinde; hab ich irgend mich verirrt, oWeisheit mit mir o so strafe selbst mein 138 0 .... ummn . * —* 4 mununnun . S — Pfngsten.— Herz, daß ich unter Reu beuge und mein Herz zur Bessrung neige. 5. Reize mich, mit Flehn und Beten, wenn mir Hilfe nötig ist, zu dem Gnaden- stuhl zu treten. Gieb, daß ich auf Jesum Christ als auf meinen Mittler schau und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlangen von dem Vater zu em⸗ pfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gieb mir ein gelassen Herz; laß mich selbst im Todesschmerz bis zum frohen Uberwin- Herz und Seele laben. 5 den dieses Trostes und Schmerz mich vor Gott darüber Kraft empfinden. Nach Gottf. Hoffmann, + 171². Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. 115 Ichmückt das O Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an, denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen; machet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen. 2. Tröster der Be⸗ trübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That, starker Gottesfinger, Frie-— densüberbringer, Licht auf unsrem Pfad, gieb uns Kraft zur Pilg⸗ rimschaft, laß uns deine teuren Gaben —— I—— 139 — — Yngsten.— 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor; gieb uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gieb uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Him⸗ melsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hin⸗- fällt, und verleih, daß es gedeih; hundert— fältig Frucht zu brin— gen, laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, heilge Lie— besglut; laß dein sanftes Wehen über uns ergehen, dämpfe Fleisch und Blut: laß uns doch am Sün⸗ denjoch mit der Welt nicht ferner ziehen und das Böse fliehen. Gieb zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus. Wertes Pfand, mach uns be— kannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde lie— gen, daß wir fröhlich siegen. + * 2 14⁰ unnmmimnmumn* —* 5 Un Funnimin und verzehre, Hingdten.— 8. Laß uns abier iudessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen, und im Guten grü⸗ nen, als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmels⸗ maien ewig uns er⸗ freuen. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Erquicke mich, du Heil der Sünder ꝛc. 116 Vott, 0 Geist, 0 Licht des Lebens, 1595 uns im Todesschatten larr du scheinst und lockst so lang verge⸗ bens, weil Finsternis dem Lichte feind! O Geist, dem keiner kann entgehen, dich laß ich gern mein Herze sehen. 2. Entdecke alles was nicht in deinem Licht reinz wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre, die Wonne fol⸗ get nach der Pein; du wirst mich aus dem finstren Alten in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, das ist dein Werk, du Quell des Lichts! Du mußt von Grund aus mich er— neuern, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben; ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund; füll mich mit aller Gottes— fülle, und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht mum * .—— ä unnn————— 7 1— Pfngsten.— 2 4 grünen, in Geist und glauben: Gott ist daBa! Wahrheit Gott zu O Gott, o Geist, o3 dienen. Licht des Lebens, man 5. Mein Wirken, harret deiner nie ver⸗ Wollen und Beginnen gebens. sei kindlich folgsam G. Terstegen, 4 1769. mein Herz mit allen Mel. Kommt her zu mir ꝛc. Sinnen on en in 117 Ts saß ein Gottes Lieb. Dein in frommes⸗ mir Beten, Lehren,. Häuflein dort und Kämpfen laß mich auf wollte nach des Her- keine Weise dämpfen. ren Wort einmütig 37 ö ö deinem Trieb; bewahr ö ö 6.O Geist, o Strom, Pfingsten halten, Ach, 6 der uns vom Sohne laß auch jetzt im Chri⸗ eröffnet, und krystal-⸗ stenstand, Herr Jesu,. lenrein aus Gottes deiner Liebe Band bei“ und des Lammes frommen Gliedern Throne nun quillt in walten! stille Herzen ein, ich 2. Schnell fiel her⸗ öffne meinen Mund nieder aus das Haus und sinke hin zu der ein starker Wind, der Quelle, daß ich trinke. mit Gebraus sich wun— 7. Ich laß mich dersam erhoben. O dir und bleib indessen, Gotteshauch, ach/ l asse von allem abgewandt, dich bei uns auch dir nah; ich will die spüren kräftiglich 11 Welt und mich ver- weh uns an von oben! gessen und innigst 3. Er füllete die 3. ——— Hinnn umz Iunmn —— Wohnung ganz, zer— teilter Zungen Feuer— glanz ließ sich auf jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kir— chen ein, laß feurig unsre Lehrer sein, und deine Sprach uns rühren! 4. Sie wurden all des Geistes voll und fingen an zu reden wohl, wie er gab auszusprechen. Erfüll auch uns mit heilger Glut, daß wir des Herzens blöden Mut mit freier Rede bre— chen! 5. Das Volk von allen Zungen kann, was Gott zum Heil der Welt gethan, in seiner Sprache hören. Ach, heb der Zungen si Irrsal auf; laß, Jesu, deinem Wort den — Plngsten.— 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, und wer nicht merkt die Kraft von Gott, spricht leider: „Sie sind trunken!“ Den rechten Freuden— wein uns gieb, er⸗ quick, o Herr, in deiner Lieb, was noch in Angst versunken! 7. Dein Licht treib in des Herzens Haus mit hellen Strahlen gänzlich aus die al— ten Finsternisse, daß Blindheit, Irrtum, falscher Wahn und,‚ was uns sonst ver— leiten kann, auf ewig weichen müsse. 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust, was ich noch regt von Sündenlust; erwecke reine Triebe, auf daß wir schmecken wahre Freud, anstatt der 143 munummmunuumunummmimnunum Uunmun — PYngsten.— munmm schnöden Eitelkeit, in Jesu süßer Liebe. Hieron. Annoni, + 1770. 118 Hiter, Dommt Yster, komm hernieder; Geist des Herrn, sei nicht fern, stärke Eme Glieder. Er hat nie sein Wort gebrochen, Jesus hat deinen Volk versprochen. neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Mache unser Heil uns wichtig; wer ist wohl,‚ treu zu durch dein Licht Un⸗ 3. Herr, wir fallen dir zu Fuße; eins ist wie er soll, handeln tüchtig? not für den Tod: Buße, Rauht Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, und Schmerz, Erlösers Wunden, ruf Mel. Fröhlich soll mein ꝛc. ben, Jesu Rat seinem rette doch heute noch 89 2. Schöpfer unsers 0 gläubig beten. daß das Herz Angst Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des uns zu: ihr habt Ruh, ihr habt Heil gefunden! Er hat Gnade euch erwor— Blut machet gut, was die Welt verdorben. 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe, die verlornen Schafe. 1 Reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Verstockung sterben. 6. Geist der Weis— heit, gieb uns allen terricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott tre— ten, sei uns nah, und sprich: ja! wenn wir 7. Hilf den 4 Wüne Hiuniun unnununnununnnum s ........... des Glaubens käm⸗ Mel. Wie nach einer Wasser⸗ Pfen, gieb uns Mut, auele de, Kre nich sehr, Fleisch und Blut, 11 ů Sünd und Welt zu 119 Der du uns dämpfen. Laß uns E als Vater Trübsal, Kreuz und liebest, treuer Gott, Leiden, Angst und und deinen Geist de⸗ Not, Schmerz und nen, die dich bitten, Tod nicht von Jesu giebest, ja, uns um ö scheiden. 225 ihn bitten heißt, de⸗ ö 8. Hilf uns nach mutsvoll fleh ich zu ö dem Besten streben, dir: Vater, send ihn 64 schenk uns Kraft, tu⸗ auch zu mir, daß er 0 0 gendhaft und gerecht meinen Geist erneue 1 ů 7 zu leben; gieb, daß und mich dir zum 3U 7 wir nie stille stehen, Tempel weihe. 1 trreib uns an, froh die 2. Ohne ihn fehlt Bahn deines Worts meinem Wissen Leben, ů zu gehen. Kraft und Fruchtbar— ö 9. Sei in Schwach- keit; und mein Herz heit unsre Stütze, steh bleibt dir entrissen uns bei, mach uns und dem Dienst der 4 treu in der Prüfungs⸗ Welt geweiht, wenn hitze. Führ, wenn er nicht durch seine Gott uns nach dem Kraft die Gesinnung Leide sterben heißt, in mir schafft, daß uuunsern Geist in des ich dir mich ganz er⸗ Himmels Freude. gebe und zu deiner E. Liebich, 4 1780. Ehre lebe. ——— 8 2 E —*— —2 uunun eI — Plfingsten.— 3. Ewge Quelle wahrer Güter, hoch— gelobter Gottesgeist, der du menschliche Gemüter heiligst und mit Trost erfreust! Nach dir, Herr, ver— langt auch mich, ich ergebe mich an dich; mache mich zu Gottes Preise heilig und zum Himmel weise. 4. Fülle mich mit heilgen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über alles möge lieben; daß ich mit getrostem Mut seiner Vaterhuld mich freu und mit wahrer Kin⸗ destreu stets vor sei⸗ nen Augen wandle und rechtschaffen denk und handle. 5. Geist des Frie⸗ dens und der Liebe, bilde mich nach dei— nem Sinn, daß ich Lieb und Sanftmut übe und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedens-⸗ band knüpfen kann, wenn meine Hand zur Erleichtrung der Beschwerden kann dem Nächsten nützlich wer— den. 6. Wenn der An⸗ blick meiner Sünden mein Gewissen nie⸗ derschlägt, wenn sich in mir Zweifel fin-⸗ den, die mein Herz mit Zittern hegt, wenn mein Aug in Nöten weint und Gott nicht 50 hören scheint: o ann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich, Herr, verlangt nach dir. O so setze —— ——— —— 2“ ummn 6 unumm 2 — Pungsten.— durch dein Wort deine 4. Geist der An⸗ Gnadenwirkung fort, dacht, schenke mir bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. Dav. Bruhn, 4 1782. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland ꝛc. 120 Geist vom Vater und vom Sohn, weihe dir mein Herz zum Thronl Schenke dich mir im— merdar, so wie einst der Jünger Schar! 2. Geist der Wahr⸗ heit, leite mich! Eigne Leitung täuschet sich, da sie leicht des Wegs verfehlt und den Schein für Wahrheit wählt 3. Geist des Lichtes, mehr in mir meinen Glauben für und für, der mich Christo ein— verleibt und durch Salbung, Inbrunst, Feur von dir; laß mein Bitten innig rein und vor Gott erhörlich sein. 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht! venn mich Welt und Fleisch versucht, o dann unterstütze mich, daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Hei⸗ ligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr und erquicke innerlich durch den Frieden Gottes mich. . Geist der Hoff⸗ nung, führe du mich dem Himmelserbe zu; laß mein Herz sich deiner freun und in Hoffnung selig sein! rch G. J. Tode, 1 1797. Liebe Früchte treibt. ö 0 munmmn SSSISI....... T 147 2.— — Pfngsten.— Mel. O Jesu Christ, meins Lebens ꝛc. 121 GottesGeist und Christi Geist, der uns den Weg zum Himmel weist, der uns die dunkle Erdennacht durch seine Lichter helle macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht als Gottes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finster⸗ nis des lichten Him— melswegs gewiß. 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach, hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf dein Morgenrot. „5. Das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durch— blitzt die kranke Men⸗ schenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frieden, Gottes Mut! Komm, stille Kraft, die nimmer ruht, komm, gieße deinen Gnadenschein inSeele, Sinn und Herz mir ein. —— S unn — — Plängsten.— *. —12² 0*⁰ fröh⸗ liche, o du selige, gnadenbrin-⸗ gende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren; freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Weih— nachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu ver⸗ sühnen; freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Weih— Fnnnun 8582 nachtszeit! König der E. M. Arndt, 4 1860. Ehren, dich wolln wir hören; freue, freue dich, o Christenheit! II. 4. O du fröhliche, o du selige, gnaden-⸗ bringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden; freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche, o du selige, gnaden-⸗ bringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungenz freue, freue dich, o Christen-⸗ heit! 6. O du fröhliche, 8. Dann wandl meinen kurzen Erden- ich, wie ein Kind des lauf stets himmelein Lichts, im Glanze dei- und himmelauf. nes Angesichts schon Schluhlied der Meihnacht⸗, Oster⸗ und Efingstzeit. Tr unum uims G * uumem — Schlusslied der Weihnacht-, Oster- und Plngsttzeit.— o du selige, gnaden-⸗ bringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, laßt uns ihm leben; freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche, o du selige, gnaden— bringende Pfingsten— zeit! Christ, unser Meister, heiligt die Geister; freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingsten⸗ zeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade; freue, freue dich, o Christenheit! 9. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingsten⸗ zeit! Uns, die Erlö-⸗ sten, Geist, willst du trösten; freue, freue dich, o Christenheit! J. Daniel Falk, 4 1826. — ununununnunn — unnnung uns x . 93— h * umn 1 ——— 3 Aunn minmunnmmunum⸗ D— 8— .O 265 Nrinikakiskesk. 123 llein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nim⸗ mermehr uns rühren kann ein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir beten an und loben dich, wir bringen Ehr und danken, daß du, Gott Vater, ewiglich re⸗ gierst ohn alles Wan— ken; ganz ohne Maß ist deine Macht, all⸗ zeit geschieht, was du bedacht: wohl uns des starken Herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, für uns ein Mensch geboren, der uns vertritt vor Gottes Thron und rettet, was verloren; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, mit SDSE unms⸗ 4 RE.— Aunnnn iununmnn nummr — Crinitatiskest.— deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, die Jesus Christ erlöste durch Marter groß und bittern Tod, wend unsern Jammer ab und 2980 darauf wir uns ver lassen N. v. Hof, 1541. Mel. Nun danket alle Gott ꝛc. 0 Zelobet sei 12⁴ 6 der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, Schöpfer, der mir Leib und Seele hat gege— ben, mein Vater, der mich schützt von Mut- terleibe an, der jeden Augenblick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich ge— geben, der mich er— löset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt Gut selbst, das höchste 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe mein schafft fft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was durch ihn lebt und webet; gelobet sei der Herr, deß Name hei— lig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und ö Gott der werte Geist. 5. Dem wir Halle⸗ mit Freuden und lujah lassen klingen lummumununnnummnnnummmf Iir„ * — Crinitatislest.— mit der Engelschar das Heilig! Heilig! singen; den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit; gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! J. Olearius, 1684. (Mein ganzer Geist.) Zallelujah! 125⁵ Heob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit sei in uns allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärke! Klinget, sin-⸗ get: Gott ist heilig, heilig, heilig! Preis und Ehre sei dem Herrn der Himmels— heere. 2. Hallelujahl Preis, Ehr und Macht sei auch dem lamm gebracht, in dem wir sind erwäh⸗ let, das uns mit sei⸗ nem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. Hei— lig, selig ist die Freundschaft und Ge-⸗ Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. meinschaft, die wir haben, und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah! Gott uch wo Geist, sei ewig⸗ lich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hoch⸗ zeittag erkoren. Heil uns, Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Ho— sianna! 4. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr sei Ununnus⸗ ———e 8 Gottes- unserm Gott je mehr ö ———0 ununun — Crinitatiskest.— und mehr und sei— nem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und im⸗ Amen, Amen! Klin⸗ get, singet: Gott ist heilig, heilig, heilig! Preis und Ehre sei dem Herrn der Him⸗ melsheere. Vor 1698. Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. (Mein ganzer Geist.) 126(G1 freut mich noch, wenn dus nicht bist, Herr Gott, der doch mein Alles ist, mein Trost und meine Wonne? Bist du nicht Schild, wer decket mich? Bist du nicht Licht, wo finde ich im Herr, außer dir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht nu bist, mein Herr Er⸗ merdar mit Freuden: Finstern eine Sonne? Keine reine, wahre Freude, auch im Leide, auch für Sünden, ist, löser, Jesus Christ, mein Friede und mein Leben? Heilst du mich nicht, wo find ich Heil? Bist du nicht mein, wo ist mein Teil? Giebst du nicht, wer wird geben? Meine eine 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist, o Geist, der uns gegeben ist zum Füh⸗ rer der Erlösten? Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn? Führst du mich nicht, wo komm ich hin? Hilfst du nicht, wer will trösten? Meine eine wahre Freude, wahre Freude, wahre Weide‚ wahre Gabe hab ich,‚, wenn ich Jesum habe. SPSISISI..IIIISSSS DRREEE öSS— unmunm unnnni . + mumunt S... Uclltr 2 unn + 5 —* 5 63 D ununn: V 2 — Grinitatiskest.— sür Schaden ist in dir, o Geist der Gnaden. V. 1 u. 2 von Ph. Fr. Hiller, + 1769. V. 3 von A. Knapp, + 1864. Mel. Erschienen ist der ꝛe. 12. Hank und Anbetung bringen wir, Herr, unser Gott und Va⸗ Trost im Leide, Heil betung bringen wir, Herr, unser Gott und Heiland, dir. Du littst für uns des Todes Pein, uns vom Ver⸗ derben zu befrein. Hallelujah! 3. Gelobet seist du, Geist des Herrn! Wir waren einst von Christo fern; du hast durch deines Wortes ter, dir. Du bist es, Macht auch uns zum 4 der die ganze Welt er Licht und Heil ge⸗ 75 schaffen hat und noch bracht. Hallelujah! + erhält. Hallelujah! J. Christ. Stockhausen.. 2. Dank und An⸗ +1784. —..—8... ö 80 5 ——— St FWn— Suitnrunnunn —... äüä 42 2 Httrt XI. Allgemeine Danklieder. 128 c Hui—— dich loben Dietder in Ewig⸗ all Engel und Him⸗ melsheer, auch Cherubim und Seraphim heilig ist unser Gott! Anunmunummum Lob⸗ und Iui 2. Chor oder Gemeinde: Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! ehrt die Welt weit und breit; und was dienet dei— ner Ehr, singen immer hoher Stimm: heilig ist unser Gott! mit Beide Chöre: Heilig ist unser Gott! der Herre Zebaoth. 3.— unm F uninum — 2 iummunun — — Allgemeine Tob- und Danklieder.— 1. Chor: 2. Dein göttlich Macht und Herr— lichkeit der heiligen Boten Zahl die teuren Märtrer allzumal die ganze werte Chri— stenheit dich, Gott Vater, im höchsten Thron, den heilgen Geist und Tröster wert 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, du nahmest an, der Welt zu gut, zwölf du hast dem Tod zer-— stört sein Macht du sitzst zur Rechten Gottes gleich ein Richter du zu- künftig bist 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, 2. Chor oder Gemeinde: geht über Himmel und Erden weit; und die lieben Pro⸗ pheten all, loben dich, Herr, mit großem Schall; rühmt dich auf Er— den alle Zeit; deinen rechten und eingen Sohn, mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. Gott Vaters ewger Sohn du bist; gleich Menschenkin-⸗ dern Fleisch und Blut; und all Christen zum Himmel bracht; mit aller Ehr ins Vaters Reich; allem, das tot und lebend ist. die durch dein teur Blut erlöset sein; ununnnun unnunn 1 — — Allgemeine Tob⸗ und Danklieder.— 1. Chor: laß uns im Himmel haben Teil Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, wart und pfleg sein zu aller Zeit 5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich Behüt uns heut, o treuer Gott, sei uns gnädig, o Herre Gott, zeig uns deine Barm— herzigkeit, auf dich hoffen wir, lieber Herr, 2. Chor oder Gemeinde: mit den Heilgen am: ewgen Heil. und segne, was dein Erbteil ist; und heb es hoch in? Ewigkeit. und deinen Namen stetiglich. vor aller Sünd und Missethat; sei uns gnädig in aller Not; wie unsre Hoffnung zu dir steht; in Schanden laß uns nimmermehr! Beide Chöre: Amen. Mel. Kommt, kommt, den Herrn 26. 1291 Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein; jein Wohlthat thut Jun lob, mein Luther, + 1546. er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein; hat dir dein Sünd umme vergeben, heilt deine. Sch Wachhend groß, er⸗ löst dein armes Le 3 nimmt dich in 85 3.]ϰíT 0 158 — —8 * Hiinum — Allgemeine Lob- und Panklieder.— seinen Schoß, mit Trost dich überschüt— tet, verjüngt dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leiden für sein Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein hei⸗ lig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es man⸗ gelt an Erbarmung nicht; den Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch er⸗ haben ob dem, der fürchtet ihn. So fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd da⸗ hin. 3. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so mummmm S— Int der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein; er kennt uns arme Knechte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Ge⸗ schlechte, wie Gras und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nim⸗ mer da; also der Mensch vergehet, sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit; sie bleibt bei der Ge⸗ meine, die, stets in seiner Furcht bereit, will seinen Bund be⸗ wahren. Er herrscht im Himmelreich; ihr starken Engelscharen, lobt ihn mit uns zu⸗ gleich, und dient dem Herrn der Ehren und breitet aus sein Wort; mein Seel soll auch unummu 159 * vermehren sein Lob an allem Ort. Joh. Gramann, 1541. 130 Dun preiset ö KLalle Gottes Barmherzigkeit; lob ihn mit Schalle, dank ihm, o Christenheit! Er läßt dich freund— lich zu sich laden, freue dich, Israel, seiner Gnaden! 1½ 2. Der Herr re⸗ gieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tau-— send Engel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre ge— ben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden./ 4. Er giebet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet Früh- und späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. ,. 5. Drum preis und ehre seine Barmher— zigkeit, sein Lob ver—⸗ mehre, dank ihm, o Christenheit; uns soll hinfort kein Unfall schadenz freue dich, Is-⸗ rael, seiner Gnaden!:, M. A. v. Löwenstern, 1 1648. Jun danket 131 e alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut S.NR Uunununn — ᷓ;— ⁰⁰ 160 3.— —— — — Alllgemtine Tob. und Danklitder.— und noch jetzund ge⸗ than. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein im-⸗ mer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Ane Höchen dem ewig höchsten Gott; als es unfumalich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar! M. Rinkart, 1 1649. Nun lob, mein Seel, Mel. den Herren ꝛc (Kommt, kommt, den Herrn.) der Stille, du hoch— erhabner Zions-Gott! Des Rühmens ist die Fülle vor dir, du starker Zebaßth! Du bist doch Herr auf Erden, der Frommen Zuversicht, in Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht. Drum soll dich stünd— lich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm ver⸗ mehren, so lang er lallen kann. 2. Es müsse dein sich freuen, wer deine Macht und Gnade kennt, und deinem Dienst sich weihen, wer dich in Christo Vater nennt. Hoch seist du stets gepriesen; der thut, und hast auch mir erwiesen 132 Wlaan lobt das, was mir nütz dich in und gut. Nun, das 8. — summem ——————— 161 du bists, der Wun⸗( — ist meine Freude, zu halten fest an dir, daß cheid von dir mich scheide, so lang ich walle hier. 3. Herr, du hast dei⸗ nen Namen sehr herr—⸗ lich in der Welt ge—⸗ macht; wenn Schwache zu dir kamen, hast du gar bald an sie ge⸗ dacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir ge⸗ neiget, so will ich für des Heils erheben und preisen allezeit dich, Herr Gott, hier im Leben und dort in Ewigkeit. J. Rist, 4 1667. Mel. Nun danket all und bringet ꝛe. (Lobt Gott, ihr Christen.) 133 Eaur en um und für den Kelch und Mund, meines Herzens Lust! Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns Wer schützt uns vor dem Wind? Wer U Herr, unser Feld mit Tau in Kält und Frost? macht es, daß man DSES Unmemn. um — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Ol und Most zu sei— nen Zeiten findt? 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werten Fried in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun! Du hältst die Wacht an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herz⸗ lich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser mit dem, Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kum⸗ mer sei; kein Zähr⸗ und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohl auf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mutl Dein Gott, der Ur- sprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und 3 —— —— 163 Nso wirst du hier in — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Teil, dein Glanz und Frieden ruhn und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf zen⸗ der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf ver— sorget und ernährt? und manchen schwe— ren Unglückslauf zum Segen dir gekehrt? 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, ewig fröhlich sein. P. Gerhardt, 1676. (Lobt Gott, ihr Christen.) 1 3 4 1 Hun danket all und bringet Chr ihr Men⸗ schen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Him— mel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott unserm höchsten Gut, der seine Wun-⸗ der überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selhstönmHelser stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf er— läßt, die Schuld ver— — —— 2 .—— — Allgemeine Tab- und Danklieder.— giebt und thut uns zeig uns drauf sein ¶ Angesicht dort in der alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf un⸗ serm Vaterland; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, hö bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abschei— den, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und ewgen Ruh. P. Gerhardt, 1 1676. 13 5 Gobe den Herren, den Wahten König der Ehren; stimme, du Seele, mit ein zu den himmlischen Chören. Kommet zu Hauf; Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang ören! 2. Lobe den Herriich der alles so herrlich regieret, der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, — — Allgemeine Tob- und Panklieder.— dich freundlich ge— leitet; in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe ge⸗ regnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen; alles, was Odem hat, lobe des Heiligen Namen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es 10 nicht: lob ihn in Ewigkeit! Amen. J. Neander, + 1680. 136( underba⸗ rer Kö⸗ nig, Herrscher von uns allen, laß dir unn mumm unser Lob gefallen; deine Vatergüte hast du lassen fließen, ob wir schon dich oft verließen; hilf uns noch, stärk uns doch! Laß die Zunge singen, laß die Stimm er⸗ klingen! 2. Himmel, lobe prächtig deines Schö— pfers Werke, mehr als aller Menschen Werke. Großes Licht der Sonne, lob ihn mit den Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit, zu ehren einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singedeine Glau- benslieder! Was da Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott 28* ————— ummmmnm — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Zebaoth; er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, wer den Herren ken— net, wer den Herren Jesum liebet; Halle— lujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm er— giebet. O wohl dir! Glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. J. Neander, 4 1680. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 137 Sei Lob und O Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wun⸗ der thut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt: gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thro— nen, und die in Lüf— ten, Land und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles hat so wohl bedacht; gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen König-— reich ist alles recht, ist alles gleich; gebt unserm Gott die chre Ich rief dem Herrn in meiner Not: ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir;= * R ununnnun AIuittte 0 2 A — Allgemeine Tob- und Manklieder.— ach, danket, danket Gott mit mir; gebt unserm Gott die Ehrel 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschie— den; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her; gebt un⸗ serm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß, wie sie die Welt erzei— get, so kommt und hilft der Überfluß, der Schö⸗ pfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nir— gends findenRuh:gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören; mein ganzes Herz er—⸗ muntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich; gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht be— kennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott! der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht; gebt unserm Gott die Ehre! J. J. Schütz, 4 1690. N 4 168 1 mem — Tob- und Danklieder.— Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. 138 Bringt— dem H ren Lob und Chro aus freudigem Gemüte! Ein jeder Gottes Ruhm vermehr und preise seine Güte! Ach, lobet, lobet alle Gott, der uns be— freiet aus der Not, und danket seinem Namen! 2. Lobt Gott und rühmet allezeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weis— heit, Kraftunds tärke, die er beweist in aller Welt und dadurch alle Ding erhält; drum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, Leib, Seele, Geist und Leben aus lauter väterlicher Gnad uns allen hat gegeben, der uns durch seine Engel schützt 1 täglich giebet, was uns nützt; drum danket seinem Namen! 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist gestorben und uns des ewgenLebensKron durch seinen Tod er— worben, der Tod und Hölle macht zu Spott und uns versöhnt mit unserm Gott; drum danket seinem Namen 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet und alles Gute noch verheißt, uns stärket, kräftigt, gründet; der uns er⸗ leuchtet durch sein Wort, regiert und heiligt fort und fort; drum danket seinem Namen! nummn— V ummun — ninmunm — DD 2 0 2 — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Hunn 2 5 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk, so in uns angefangen, vollführen wird, und geben Stärk, das Kleinod zu erlangen, das er hat allen dar⸗ gestellt und seinen Gläubgen vorbehält; drum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim, ihr Fürsten und ihr Thro⸗ nen! Es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf Erden woh— nen. Lobt Gott und preist ihn früh und spat! Ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen! C. Günther, 4 1704. obe den 139 Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis zum Tod; weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, werde gepriesen früh und spat. Hallelujah, Hallelujah! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und sinken nieder in den Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluiah, Hallelu-⸗ a 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, deß Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glau⸗ ben durch nichts läßt trennen und hofft ge⸗ trost auf JesumChrist. Wer diesen Herrn zum 17⁰ SNIIIIr w=—— urrrmnecee Zuuunun — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Beistand hat, findet am besten Rat und mel und Meer und Erden und, was dar⸗ innen ist, gemacht; alles muß treulich er⸗ füllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Hal⸗ lelujah! 5. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft. jah Die hart Gebundnen macht er frei, und seiner Gnad ist man⸗ cherlei. Hallelujah, Hallelujah! 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tief ge⸗ beuget gehn; wo er kann einige Frommen finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des Frem⸗ den Trutz, Witwen und Waisen nimmt er in Schutz. Halle⸗ lujah, Hallelujah! 7. Aber der Gottes⸗ vergessnen Trittekehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur ma⸗ chen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewig-⸗ lich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hallelu⸗ 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen deß, der so große Wunder thut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe nummuur * ö ö 48 — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil⸗ gen Geist. Hallelu-⸗ jah, Hallelujah! J. D. Herrnschmidt, 4 1723. (Wer nur. 239 Gott, 140 0 Wes tuusend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund, so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Her⸗ zensgrund ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir gethan. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis sieht! wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so Tang es noch im Laufe geht! Ach, wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Ge—⸗ sang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet mun⸗ ter im Geschäfte zu Gottes, meines Her-⸗ ren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herz⸗ inniglich. 4. Ihr grünen Blät⸗ ter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach, alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum unns⸗ — E nrn?———„ nuns⸗ CIII * 8 ummunn + 5 — Allgemeine Tob- und Danklirder.— Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen We⸗ gen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäg⸗ lich gnädige Geduld! 7. Auch hab ich es mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Ge— fahr ward ich dein Trostlicht stets ge—⸗ wahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden 5 0 nummin 883— in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Lei⸗ den nicht triumphie⸗ rend einhergehn? Und fiele auch der Him⸗ mel ein, so will ich doch nicht traurig sein! 9. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regtz ich will dir Freu⸗ denopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 10. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hinzim Him⸗ mel soll es besser wer⸗ den, wenn ich verklärt und selig bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor! Joh. Mentzer, 4 1734. R — Allhgemeine Tob- und Danklieder.— Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 1 41 7⁰ omit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott; denn ich kann mit nichts er⸗ reichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets er⸗ hebe Tag und Nacht; denn von deinen Gna⸗ dengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen und ge⸗ häufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen voll Erbarmen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, ganz sich zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen han⸗ gen. Tausend, tau⸗ sendmal sei dir, gro⸗ ßer König, Dank da⸗ für! 5. Wie ein Vater nimmt und giebet, wie's den Kindern nützlich ist, so hast uunnnun⸗ 4.— — SI a . Rii.. uununnunnun — — Allgemeine Tah. und Panklieder.— du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist, und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zer⸗ rinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7. Fielen tausend mir zu Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgan-⸗ gen. Tausend, tau⸗ sendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit; und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit; und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelun⸗ gen; ach, laß meinen Lebensgang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewig⸗ keiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. L. A. Gotter, 4 1735. um 17⁵ .. ad — Allgemeine Tob- und Danklieder.— Mel. Wunderbarer König ꝛc. —1—42 2 4 Inum⸗ schränkte Liebe, gönne blöden Augen, die sonst kaum auf Erden taugen, daß sie in die Strah⸗ len deiner Langmut blicken, die den Erd⸗ kreis wärmend schmü⸗ cken, und zugleich freudenreich Bösen und den Deinen mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Güte; deiner Lang⸗ mut Chre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit, über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schat⸗ ten nur zu nennen. Tag für Tag zu scho—⸗ nen, Tag für Tag zu dulden so viel Mil-⸗ lionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen: Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergiebest Sünde, hörst der Sün⸗ der Flehen, wenn sie weinend vor dir ste—⸗ hen; deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch sie kaum weg— geleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir Gnade Re statt der nade Recht empfan⸗ gen. Wer zu deinen Füßen sich mit Thrä⸗ nen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein unnn inn ummm —— Imuunum — Allgemeine Tab- und Danklieder.— Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei ge⸗ priesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Seepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. J. J. Rambach, 4 1735. Mel. Es ist das Heil ꝛe. 143(Maumich, 0 Schöpfer, deine Macht, die Weis—⸗ heit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend über⸗ lege, so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich er⸗ heben soll, mein Gott, mein Herr und Vater. unmmmn 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke; der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, munnun e . Iui Munnum — Allgemeine Tob- 2 2 Uiltttunmunemununt: 2 und Panklieder.— bringt meinem Schö- pfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar berei⸗ tet, der Mensch, ein stand, dich zu erken⸗ nen, leitet, der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei ge⸗ preist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz ꝛc.(Wie groß ist des Allmächtgen Güte.) 144 7⁰ ie groß ist des Allmächtgen Güte! Ist der ein Mensch, Geist, den sein Ver⸗ den sie nicht rührt? der mit verhärtetem Gemüte den Dank er⸗ stickt, der ihm ge⸗ bührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver— gessen, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mi wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. um S ⸗ SFII 8 2 ⁰ — Allgemeine Tob- ...——. 42 E* Uaaadddd— V2 und Danklieder.— Wer stärkt den Frie⸗ den im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein 7707 der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, 10 welchem du er—- schaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit um⸗ geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu die— sen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus lei⸗ den, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hö— ren? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wil lle: ich soll voll⸗ kommen sein, wie er. Solang ich dies Ge⸗ bot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon I Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur unmum — 1. 179 Iunnen. .SS — Allgemeine Tab- und Danklieder.— Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Her⸗ zen die Furcht des letzten Augenblicks. Chr. F. Gellert, 4 1769. 145 Gott ist mein Lied! Er ist der Gott der Stärke; groß ist sein Nam, und groß sind seine Werke, und alle Him⸗ mel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten, und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Him⸗ mel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste; er herrscht als Gott, und sei⸗ nes Thrones Veste ist 4. Unendlich reich, ein Meer von Selig⸗ keiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war, im Himmel, Erd und Meere, das ken⸗ net Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er al⸗ lenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat Wahrheit und Gerech- der Seele. Er weiß, tigkeit. wie oft ich Gutes thu 18⁰ nee ..,... ² unn umn — Allgemeine Tab- und Danklieder.— und fehle, und eilt, mir gnädig beizu— stehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre; Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weis⸗ heit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag, und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne dei⸗ nen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine hand mein 910„ hält? 5. Ist Gott mein Schntz, Will Gott mein ihmuchte nach Bim ich nichts na im⸗ mel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Chr. F. Gellert, 4 1769. 1 46 Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre; ihr Schall pflanzt seinen umm uunun —— * 2 181 88.—. Namen fort; ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere, vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort. 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne und läuft den Weg gleich wie ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, so die Natur dir aufgestellt. Ver⸗ kündigt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzählbare eere, den kleinsten Staub fühllos be⸗ schaun? Durch wen ist alles? O gieb ihm die Ehre!„Mir,“ ruft der Herr,„sollst du vertraun!“ 5.„Mein ist die Kraft, mein ist Him-⸗ mel und Erde, an meinen Werken kennst du mich. Ich bins, der ich war und der ich sein werde, dein Gott und Vater ewig— lich.“ „Ich bin dein Schöpfer, bin Weis⸗ heit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte und nimm an meiner Gnade Teil.“ Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. O daß ich tausend ꝛc. (Wer nur den 0 Gott, Nr. 2.) 147 Ge hin, ihr läubigen Gedanken, ins weite Feld der Ewigkeit; mumunun iieemm Uuunt und PDanklieder.— — Allgemeine Tob- —— Ps Aaaaa — Allgemeine Tob- und Danklieder.— erhebt euch über alle Schranken der alten und der neuen Zeit; erwägt, daß Gott die Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht ge⸗ leget, der Himmel war noch nicht ge⸗ macht, so hat Gott schon den Trieb ge— heget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaf⸗ fen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebor⸗ nen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnaden⸗ thron; in dessen Blute sollt ich rein, gehei⸗ liget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Va⸗ terhand, o Gnaden⸗ trieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Ge⸗ müte hinauf zu dieser Quelle steigt, von wel⸗ cher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag ein Zeug⸗ nis giebt: Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreatu⸗ ren seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. .⁷ E — Allgemeine Tob- und Danklieder.— 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmher-— zigkeit, womit, o Schö— pfer aller Dinge, mich deine Liebe stets er— freut; ich bin, o Va⸗ ter, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schat⸗ ten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel unter- gehn, dies der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Lei⸗ den der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Wort Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwach— heit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11. Ach, könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Him-⸗ mel hören, was du, mein Gott, an mir gethan; nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Ge⸗ duld! Es kommt die I usg* DE+ ö 184 ——.— S F — Allgemeine Toh- und Danklieder.— mit frohem Munde keit. schöner preist; drum Fiunumm dich, schönste Liebe, J. G. 1 * 1 1791. unnum els Stunde, da mein eilt mein Herz aus durch dich erlöster dieser Zeit und sehnt Geist im höhern Chor sich nach der Ewig— D unmunumm ö ist nichts gethan, wir umm —— 3 Kirche. 148 Ky feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen; er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind, mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist; auf Erd ist nicht seins Gleichen. 2. Mit unsrer Macht sind gar bald verlo⸗ ren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erko⸗ ren. Fragst du, wer der ist: er heißt Je⸗ sus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld? muß er behalten. 3. Und wenn die ö Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürch⸗ ten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch ³ R auunummnumnummm 2 unnẽ 186 nummu V 8 2 ³ Anmmun Iunmmm — Rirche.— gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Ga⸗ ben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fah⸗ ren dahin, sie habens kein Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben! Luther, + 1546. 149 Her uns, Herr, bei deinem Wort und steur der Feinde Trug und Mord, die Je— sum Christum, deinen Sohn, wollen stürzen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3.Gott heilger Geist, du Tröster wert, gieb deim Volk einerlei Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, leit uns ins Leben aus dem Tod. Luther, 4 1546. 150 Man nr vom Him⸗ mel sieh darein und laß dich deß erbar⸗ men: wie wenig sind der Heilgen dein, ver— lassen sind wir Ar⸗ men. Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub ist auch mmnun 33. —— N * aaad 2——— I..— nunnun — Rirche und Gnadenmittel.— verloschen gar bei al— len Menschenkindern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eig⸗ ner Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sin-⸗ nes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alles Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll aus⸗ rotten aller Lehr, die falschen Schein uns lehren, und sich ver— messen hoch und sehr: Trotz dem, ders uns will wehren! Wir ha⸗ allein, was wir setzen, gilt allgemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: ich muß auf sein, die Armen sind zerstöret; ihr Seufzen ben Recht und Macht L dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag er— höret; mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an, und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur sieben-⸗ mal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desglei— chen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft er⸗ kannt und Schein, und leucht stark in die ande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argn Ge— schlechte; und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, S —.*—— —Rir We.— wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Luther, 4 1546. Mel. Erhalt uns, Herr ꝛe. 151 M und. enr M uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser schwer⸗ betrübten Zeit verleih uns, Herr, Bestän⸗ digkeit, daß wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End. 3. Gieb Glück und 4. Den stolzen Gei⸗ stern wehre doch, die mit Gewalt sich heben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich ver⸗ lassen frei. 6. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts andres suchen mehr. Hilf leben uns in deinem Wort und Kirche wahrer Schutz; dabei? Funumm Heil zu deinem Wort, darauf mutig fah⸗ damit es schall an ren fort von hinnen allem Ort; gieb dei- aus dem Jammerthal ner Kirche Gnad und zu dir in deinen Him⸗ Huld, Fried, Einig- melssaal. keit, Mut und Geduld. N. Selnecker, 4 1592. 189 e DDSE— 7 — D ummum — Rirche und Gnadenmittel.— Mel. Christus, der ist mein Leben ꝛe. 15² Amit deer Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List. bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, auf daß uns hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir 010 nicht. Ach, bleib mit dewon Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und all Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach, bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, i stören, deinen Untergang, da dir wird ganz? daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, 4 1632. Gustav Adolfs Feldlied. Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 153 Wepaszuch⸗ du Häuf⸗ lein klein, obschon die Feinde willens sein, dich gänzlich zu zer— und suchen von angst und bang; es wird nicht lang mehr währen. 2. Deß tröst dich nur, daß deine Wn.* umnung mmmmn : —3— 9—e r— mmim — — um 8 Annunun minnn anunnn * 2 8———— — Rirche.— 4 ist Gottes; dem be— fiehl die Rach, und laß es ihn nur wal— ten; er wird durch einen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und dein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllen— pfort, und was dem thut anhangen, end— lich werden zu Hohn und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott; den Sieg wolln wir erlangen. J. Altenburg, 4 1640. Mel. Zion klagt mit Angst ꝛc. 154 Tidu. gieb dich nur zufrieden, Gott ist noch bei dir darin; du bist nicht von ihm geschieden, er hateinen Vatersinn. Wenn er straft, so liebt er auch, dies ist sein geliebter Brauch; Zion, lerne dies bedenken: warum willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See; wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen: Ach und Weh! schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schlafend in der Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen; diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn; den⸗ noch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus innn nunr⸗ —— .. Zunn 00 Iuunnumm D E — Rirche und Gnadenmittel.— des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen deine schönsten Perlen sein; stellt sich Seuf⸗ zen nur und Stöhnen dir statt schöner Lie⸗ der ein; ist der Spott dein täglich Brot und dein Trank die bittre Not: Zion, laß dir doch nicht grauen; du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit viel Qual und Herzeleid; den⸗ noch wirst du nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit; sei getrost und wohlge— mut, denn der Herr ists, der es thut; Zion, Gott wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon her— bei; gieb dich nur in Gottes Hände, der macht dich von allem frei. Für die Trüb⸗ sal, Spott und Hohn giebt er dir die Freu⸗ denkron; Zion, Gott, dein Schutz, wird wa⸗ chen und die Welt zu schanden machen. 7. Hallelujah! Deine Wonne bricht anjetzt mit Macht herfür; denn die schöne Gna⸗ densonne, Jesus Chri⸗ stus, naht zu dir, giebt dir einen Freu⸗ dengruß und den rechten Friedenskuß; Zion, wo ist nun dein Klagen? Jetzt kannst du von Freuden sagen. 8. Freuet euch, ihr Himmelserben, freuet euch mit Zion hier! Die vor Jammer wollten sterben, sollen; ——* 2— 192 H 8 — —„ 6ꝗNNNNN N unn ** SIIII 8* 5 IN ed l in num ..............r — Rirche.— leben für und für. der Welt, der du dein Dort ist nicht mehr Angst und Qual in dem schönen Himmels⸗ saal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ew— gen Freuden? JIoachim Pauli, nach 1674. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 155 Kdoal. uns deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit; erhalt dein Reich und mehre dein edle Christenheit; erhalt standhaften Glauben, der Hoffnung hellen Strahl; laß uns dein Wort nicht rauben in diesem Jammerthal. 2. Erhalt dein Ehr und wehre dem, was dir widerspricht; er⸗ leuchte und bekehre, allwissend ewges Licht, was dich noch nicht erkennet; entdecke doch Licht gegönnet, was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet und durch dein Blut erkauft, was du dir hast ver⸗ trauet und mit dem Geist getauft. Ob grimme Feinde stür— men zu deiner Kirche Fall, so wollest du sie schirmen als Hort und Felsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, dein wertes Heiligtum; zerbrich, zernicht, verderbe, was wider deinen Ruhm; laß dein Gesetz uns führen, gönn uns dein Himmelsbrot; laß deinen Schmuck uns zieren, heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören dein Wort, das selig macht, den Spiegel deiner Ehren, — ununun mumm 4— *RR 2 193 9 R * uumninn 2 2 — Rirche und Gnadenmittel.— das Licht in finstrer Nacht; laß diesen Born uns tränken im dürren Thal der Welt; laß diese Stimm uns lenken hinauf zum ewgen Zelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen der Kirche heilig Schiff und laß es nicht zerschellen an Sand und Felsenriff; gieb, Herr, daß wir entrinnen der wilden Flut der Zeit, laß uns den Port gewin— nen der selgen Ewig— keit. Nach Jos. Stegmann, (+ 163²) von A. Gryphius, 4 1664. 1561 Göwen, laßt euch wie— derfinden, wie im ersten Christentum, die nichts konnte über⸗ winden; seht nur an ihr Märtyrtum, wie in Lieb sie glühten, wie sie Feuer sprüh— ten, daß sich vor der Sterbenslust selbst die Hölle fürchten mußt. 2. In Gefahren un-⸗ erschrocken und von schnöden Lüsten rein, die zum Eitlen konn-⸗ ten locken, war da— mals des Herrn Gemein. Ihr Sinn drang zum Himmel; fern aus dem Getüm⸗ mel war erhoben Herz und Geist, suchtenicht, was zeitlich heißt. 3. Ganz großmütig sie verlachten, was die Welt für Vorteil hält; nach dem Reiche Got⸗ tes trachten, darauf war ihr Sinn gestellt. Im Unglück glückselig waren sie und fröh⸗ lich, fern von Men⸗ schensklaverei und von 79 Banden frei. O daß ich, wie 3 * ulaaaaadd +* FPIIe 2—28 2 — — 2 — S DD E — Rirche.— diese waren, mich be⸗ fänd auch in dem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren deine starke Helfers— hand, mein Gott, recht lebendig! Gieb, daß ich beständig bis zum Tod durch deine Kraft übe gute Rit⸗ terschaft. 5. Gieb, daß ich mit Geisteswaffen kämpf in meines Jesu Stärk, und ja niemals mög erschlaffen; daß mir dieses große Werk durch dich mög ge— lingen, und ich tapfer ringen; daß ich in die Luft nicht streich, son⸗ dern bald das Ziel erreich. 6. Es dürft wieder dazu kommen, daß der Feinde tolle Wut zu der Schlachtbank deine Frommen führte und vergöß ihr Blut. Nach gemeiner Sage große Trübsalstage werden kommen uns zu Haus und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein standhaftig! O ihr Brüder, tapfer drauf! Lasset uns doch recht herzhaftig folgen jener Zeugen Lauf. Steht als Jesu Glieder, wenn der Feind sich wider euren Christenglauben setzt und das Schlacht— schwert auf uns wetzt. 8. Gebt euch in das Leiden wacker! Mit dem Blut der Mär⸗ tyrer wird getränkt der Kirchenacker, und so treibt er um so mehr; alle Pflanzen sprossen, so damit be⸗ gossen; o wie trägt er reichlich Frucht, von der Trübsal heimge— sucht! 1 19⁵ 2. minß 8 e minnun — Rirche und Gnadenmittel.— 9. Komm, befrucht, getreu, siehe auf die o goldner Regen, uns, Lebenskrone. Zion, dein Erb, die dürre fühlest duderSchlange Erd, daß wir dir ge⸗ treu sein mögen und nicht achten Feur und Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge Schwert, als in Liebe nicht, Zion, folge nicht trunken und in dir der Welt, wenn sie versunken; mach die Kirch an Glauben dich sucht groß zu machen. Achte nichts reich, daß das End ihr Gut und Geld, dem Anfang gleich! 1712. 157 55 fort, fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, laß die erste Liebe nicht, suche stets die Lebensquelle. Zion, dringe durch die enge Pfort! Fahre fort, fahre fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne! Sei bis in den Tod nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen. Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nichtl 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beides, was da gut und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich TTRT— e——— 196 SII SSSISI — W 2 EV Zunmmun — Rirche.— mit Geist und Leben, sei nicht, wie die an— dern, tot, sei du gleich den grünen Reben. Zion, in die Kraft, statt in den Schein, dringe ein, dringe ein! Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft! Weil die Bruderliebe brennet, zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu! Laß nicht lau und träg dich finden. U Auf, das Kleinod rückt herbei! Auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halteaus, halte aus! IJ. E. Schmidt, 4 1745. Mel. O du Liebe meiner ꝛc. erz und 158 Herz ver⸗ eint zusammen sucht in Gottes Herzen Ruhz lasset eure Liebesflam— men lodern auf den Heiland zu! Er das Haupt, wir seine Glie⸗ der, er das Licht und wir der Schein, er der Meister, wir die Brüder, er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnaden-⸗ kinder, und erneuert euern Bund! Schwö⸗ ret unserm Überwin⸗ der Lieb und Treu von Herzensgrund! nd wenn eurer Lie— beskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt! 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf numum unmun ir SDRZ— AI V 2 2 lununmm V. Zunnunn S ununum Dix pxᷓP uunnunnn Iununm — Nirche und Gnadenmittel.— so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Le— ben lassen kann. So hat uns der Herr ge— liebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn be— trübet, wenn ihr euch selbst Eintrag thut. 4. Hallelujah! Welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Gei⸗ ster, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist! 5. O du treuster Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herz⸗ lich meine, wies dein letzter Wille war, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wah— rer Liebe dienen und einander gernerfreun. 6. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebens-⸗ voll! Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so ver⸗ einigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein ge⸗ trenntes Glied mehr ist, und allein von dei⸗ nem Brennen nehme unser Licht den Schein. Also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. N. L. v. Zinzendorf, + 1760. mimmenmmmmm 2 minnum muin ⁰ Aunnunt Rüummunumenm — Rirche.— Mel. Ein feste Burg ꝛc. enn Chri⸗ 1⁰ Maus seine Kirche schützt, so mag die Hölle wüten; er, der zur Rechten Got⸗ tes sitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hilfe nah; wenn Er gebeut, aher: da. Er schützet sei⸗ nen Ruhm und hält sein Heiligtum; mag doch die Hölle wü— ten 2.Gott sieht die Für⸗ sten auf dem Thron sich wider ihn empö⸗ ren; denn den Ge⸗ salbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott, sie mögen ren. sich empö⸗ 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähnz uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Selig⸗ keit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns ge⸗ wiß bedecken. Der Herr Herr Zebaoth hält über sein Gebot, giebt uns Geduld in Not und Kraft und Mut im Tod; was will uns denn er⸗ schrecken? Chr. F. Gellert, 4 1769. Aunmunn Hint — + — Rirche und Gnadenmittel.— Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen ꝛc.(Daß dich der Tugend Höh.) 160 Hein Wort, 0o Herr, bringt uns zusammen, daß wir in der Ge⸗ meinschaft stehn; es läßt an uns die heil⸗ gen Flammen des Glaubens und der Liebe sehn. Wir wer⸗ den durch das Wort der Gnaden auch zur Gemeinschaft jener Schar, die bei dem Herrn ist immerdar, gelockt und kräftig eingeladen. 2. Nur Menschen, die von Gott gebo⸗ ren, die unter einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auser— koren, die läßt er Wunderliebe sehn; Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit s dem Sohn im heilgen Zumuun Geist, das ist, was ihre Seelen speist; nur das kann sie voll— kommen laben. 3. Der Glaubens— grund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, sein Geist das Band, das uns verbindt; die Seelen all, die er ge⸗ winnt, sind, was wir heilge Kirche nennen. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geistin seliger Gemeinschaft schwe— ben, genießen das, was Gott verheißt! Wie flammen da die selgen Triebe! Gott schüttet in sein geist⸗ lich Haus die ganze .7 N 200 nun⸗ 8925 — Rirche.— Gnadenfülleaus. Hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vater liebt und trägt die Kin⸗ der und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu; die 95N schmecken Gottes Ruh, die Kraft durchdringet Leib und Seele. 6. Die Kinder, so ein Brot gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins ver⸗ messen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft auch das geringste Glied nicht missen. 7. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Thränenthal ins Vaterland, ver⸗ süßen sich die bit— tern Schmerzen; eins reicht dem andern seine mi sie wol⸗ len sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß bis zu dem völligen Genuß des großen Guts:„Ich, ich in ihnen.“ J. B. K. Allendorf, 4 1773. Mel. Ein feste Burg ꝛe. err, deine 161 5 Kirche danket dir; noch wohnt dein Wort im Lande; von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Kommt sie 20¹ nun — umun * 2 + äe ö* *nene mumemmunn V. 0 ů — Rirche und Gnadenmittel.— in Gefahr durch der 4. Und, du, o Jesu, Feinde Schar, dann, bist so treu! Ach, daß Jesu Christ, besiege wir frömmer wären! ö Macht und List und Mach alle Herzen rein herrschinjedem Lande. und neu, laß alle sich 2. Sei, Herr, mit bekehren. Gieb uns⸗ Min uns! Verlaß uns nie, Wissenschaft, Glaube, uns, deines Leibes Lieb und Kraft, gieb Glieder, hilf deiner Entschluß und Mut, Kirch und schütze sie, zu wagen Ehr und denn wir sind deine Blut zum Preise dei— Brüder. Sie, die dir ner Lehren. vertraut, hast du 5. Entferne Zwie⸗ 4 • selbst erbaut; ach, er- tracht, Krieg und 6 63 shalt sie rein, und die Mord‚erhalt uns Ruh 3 den Bund entweihn, und Frieden. Laß die heilige dir wieder. uns, gestärket durch 3. Eins, Herr, ists, dein Wort, im Guten was den Frommen nie ermüden. Mache kränkt, daß unter leicht, was drückt, deinen Christen noch gieb uns, was be⸗ mancher deiner nicht glückt. Nach der Prü⸗ gedenkt, beherrscht von fungszeit ruf uns zur seinen Lüsten. Vieler Seligkeit, zu deines Glaub ist schwach, kalt Himmels Freuden. die Lieb, und ach, 6. Herr, deine Kirche sie bedenken nicht, es streitet noch: Hilf dei⸗ wartet ein Gericht auf ner Kirche siegen! Wie? träge, sichre Christen. schwer ihr Kampf ist,? 4 R— rge 202 Z * D — Virche.— müsse doch kein Käm-⸗ pfer unterliegen. Hör ihr kindlich Flehn, eil, ihr beizustehn, daß sie standhaft sei, stets deiner Wahrheit treu, hilf deiner Kirche siegen. Nach Borchward, + 1776, und Cramer, 17 78. Mel. Es ist das Heil ꝛc. A ie Feinde 16² deines Kreuzes drohn, dein Reich, Herr, zu zer⸗ stören; du aber, Mitt⸗ ler, Gottes Sohn, kannst ihrem Trotze wehren. Dein Thron bestehet ewiglich; ver—⸗ geblich wird sich wider dich die Macht der Hölle rüsten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Men⸗ schenkindern; drum konntauch keine Macht der Welt, Herr, dei— nen Fortgang hin— dern. Dein Erbe bleibt dir immerdar und wird selbst durch der Feinde Schar zu dei⸗ nem Ruhm sich meh⸗ ren. 3. Du wollest deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten, und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum Nie— dergang bring alle Welt dir Preis und Dank und glaub an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich empö⸗ ren, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren. Lehr sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüttert im Ver⸗ unm⸗ 5899—— Iuun umiemm JTages sich, Himum — Rirche und Gnadenmittel.— traun auf deine Zu— kunft warten. 5. Uns, deine Gläub⸗ gen, wollest du fest in der Wahrheit grün⸗ den, daß wir für unsre Seelen Ruh in deiner Gnade finden. Mach unsers Glaubens uns gewiß; vor Irrtum und vor Finsternis bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn und heilge unsern Willen, so wird dein Volk dir unterthan, gern dein Gesetz er— füllen, bis du er⸗ scheinest zum Gericht und dann vor deinem Angesicht die Men-— schenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen und freun des großen da du wirst wieder kommen. Dann werden wir, o Menschensohn, den uns verheißnen Gna— denlohn, dein Himmel- reich, ererben. Balth. Münter, 4 1793. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 163 Bis hierher Nund nicht weiter! Noch lebt der starke Held, der sich, ein rechter Streiter, für seine Kirche stellt. Ihr Feinde möget wüten, euch schon des Sieges freun: uns wird der Herr be⸗ hüten, euch auseinan⸗ der streun. 2. Wir stehn auf festem Grunde, wir haben Jesum Christ, der unserm Glaubens—- bunde ein Fels und Eckstein ist. Wir wan⸗ deln in dem Glanze, der von dem Herrn 85 2 * * Anumnun „e D — Rirche.— ausgeht, und er ist unsre Schanze, wenn unser Feind aufsteht. Wer will von ihm uns scheiden, der blutend uns erwarb, als er nach schwerem Leiden den Tod am Kreuze starb? Wir bleiben an ihm han⸗ gen, in Not und Trau⸗ rigkeit gebunden und gefangen, mit Chri⸗ stenfreudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten, erfinden bösen Rat und euch zusammenrotten zu jeder Frevelthat: Er, Christus, ganz alleine, beschützt, die ihm ver⸗ traut, die heilige Ge— meine, auf ihn, den Fels, gebaut. 5. Und wenn auch Berge weichen und Hügel sinken ein, die Kirche ohne Gleichen wird wohl bewahret sein. Er wohnet bei ihr drinnen und hütet früh und spät; hell glänzen ihre Zinnen, darauf sein Zeichen steht. Chr. A. Bähr, 4 1846. Mel. Wachet auf, ruft ꝛe. (Herr, wir singen deiner.) 16 4 0 ottes Stadt gegründet auf heilgen Bergen; es verbün⸗ det sich wider sie die ganze Welt. Dennoch steht sie und wird stehen; man wird an ihr mit Staunen sehen, wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels ist ihres Heiles Fels. Hallelujah! Lobsingt und sprecht: wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bürgerrecht. 2. Zions Thore liebt vor allen der Herr steht fest 4 unmnu —— 205 DR—— — Rirche und Gnadenmittel.— mit gnädgem Wohl—- gefallen, macht ihre Riegel stark und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß über— schwenglich dem zu lohnen, der ihn nur thun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen! O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Er⸗ den sonst unter keinem Volk man hört. Got— tes Wort ist deine Wahrheit, du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Fin— sternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuerwerte Wort ewger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ewgem Leben krönt. 4. Auch die nichts davon die fernsten Völker werden kommen und in die Thore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstau⸗ nens wird man schauen, wie Gott sein vernommen,: E — Rirchweihe.— Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. Erhe⸗ bet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt ihr Tag, sie werden wach, und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die Mutter aller Völ⸗ ker werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie im Reigen, wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebens⸗ brunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, das alles Dür⸗ sten stillt. Hallelu-⸗ jah! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur Einer, Zions Gott. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. Kirchweihe. Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. 165 AI. wie hei⸗ lig ist der Ort! Ach, wie selig ist die Stätte! Hier, hier ist des Himmels Pfort; hier erhöret Gott Gebete; hier erschallt sein teures Wort; o wie heilig ist der Ort! 2. Heil war in des Zöllners Haus, weil er Christum aufge⸗ nommen, und hier rufet Jesus aus: selig sind, die zu mir kom⸗ men! Deren Herzen nimmt er ein, daß sie seine Tempel sein. 3. O welch Heil ist bis hierher diesem Hause widerfahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, der sich uns will offenbaren, woher hätten wir den miumni⸗ E unnn — — Rirche und Gnadenmittel.— Geist, der den Weg diesem heilgen Orte. zum Himmel weist? Wie lieblich ist die 4. O wie lieblich, Stätte hier! Die Her⸗ o wie schön sind des zen wallen auf zu dir; Heerren Gottesdienste! hier ist des Him⸗ Laßt uns froh zu mels Pforte. Wohne, ihnen gehn; hier ver-throne hier bei Sün⸗ langt man zum Ge⸗- dern, als bei Kindern, winste einen Schatz, voller Klarheit, heilge der ewig währt, den uns in deiner Wahr⸗ kein Rost noch Raub heit. verzehrt. 2. Sohn Gottes, 5. Bleibe bei uns, Herr der Herrlichkeit,7 6 liebster Gast; speis dies Gotteshaus ist Juns gnädig mit dem dir geweiht, o laß Worte, das du uns dirs wohlgefallen! gegeben hast, Jesu, Hier schalle dein le⸗ stets an diesem Orte! bendig Wort, dein Laß die Kirche feste te Segen walte fort und stehn, bis die Welt fort in diesen Frie⸗ wird untergehn! denshallen. Einheit, B. Schmolck, 4 1737. Reinheit gieb den Herzen; Angst und Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. Schmerzen tilg in (Mein ganzer Geist.) 166 Zott Vater, aller Dinge Grund, gieb deinen Vaternamen kund an Gnaden, heil uns ganz vom Sündenschaden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich I — II 208 54 4 nin 8 8 + 5 unumen — Ausbreitung der Rirche(Missionslitder).— Angesicht, daß wir er⸗ leuchtet werden. Geuß über uns und dieses Haus dich mit all— mächtgen Flammen aus; mach himmlisch uns auf Erden: Leh— rer, Hörer, Kinder, Väter! Früher, später gehts zum Sterben; hilf uns Jesu Reich ererben! 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis sei dir von allen glei⸗ cherweis für dies dein Haus gesungen! Du hasts geschenkt und auferbaut, dir ists ge⸗ mit 5 und Handen mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier sind wir noch in Hüt⸗ ten; Herr, wir bitten: stell uns droben in den Tempel, dich zu loben. A. Knapp, T 1864. Ausbreitung der Kirche. (Missionslieder.) 167 Ts wolle Gott Huns gnädig sein und seinen Segen geben; sein Antlitz uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben, daß wir erken⸗ nen seine Werk, und was ihm lieb auf Erden, und Jesus Christus Heil und Stärk bekannt den Heiden werden und sie zu Gott bekehren. 2. So danken dir und loben dich, o Gott, die Völker alle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht wal⸗ ten; dein Wort die Hut und Weide ist, 3. munmnmmmn ** *— Si ummmn Aununnunn ununn die alles Volk erhal— ten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten. Das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl gera— ten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Her— zen: Amen. Luther, 4 1546. Mel. Dir, dir, Jehovah ꝛe. 2 ach auf, du 168 Geist der ersten Zeugen, der Wächter, die auf Zions Mauern stehn, die Tag und Nächte nimmer schweigen, und die ge— trost dem Feind ent⸗ gegengehn, ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Gieb zu der Ernte doch die Hände! Gieb Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt; o siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: es soll geschehn. . So gieb dein Wort doch großen Aimmng numnun V 0 5 SIIIc— — Ausbreitung der Rirche(Missionslieder.)— Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort ver⸗ spricht, dein aus dem Gefängnis nähme! O würd es den Volk und Scheinz ach, führe bald dadurch mit Hau— fen der Heiden Füll zu allen Thoren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, und also segne deines Wor⸗ tes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege z vertilg, o Herr, falschen Glau⸗ benswahn, und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß doch nur bald vor Kirch und Schul ein Abend Licht! reiß, und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen! Es sei kein Ort ohn dessen Glanz o Herr, den Himmel bald entzwei Ach, Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines gu⸗ ten Geistes sein, ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer wir und Beter sehn, wuinmm 211 nummum Numunm — Rirche und Gnadenmittel.— die kräftig vor dem Riß der Kirche stehn. K. H. v. Bogatzky, 4 1774. Mel. O Durchbrecher ꝛce. (O du Liebe meiner Liebe.) 169 Fater, dei⸗ nes Geistes Wehen durch die ganze Christenheit läßt uns schon von ferne sehen deines Reiches Herr— lichkeit; denn dein Wort wird ausge⸗ spendet durch die ganze weite Welt, millionen-— weis versendet auf das große Ackerfeld. 2. Dieser Samen wird bald blühen allenthalben hoch und hehr; denn Evangeli— sten ziehen über In⸗ seln, Land und Meer, um die Saaten zu begießen; Geist der Pfingsten, komm herab; laß uns Le⸗ bensströme fließen bis zum Grabe tief hinab. Sei gegrüßt, du ewger Morgen! Steige, Sonne, bald empor; weicht nun, all ihr bangen Sor- gen, Tagverkünder, tritt hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ew⸗ gen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, sorget nicht! Joh. J. I 1817. Stilling, Mel. Nun komm, der Heiden Heiland ꝛe. 170 70 alte, walte nah und fern, allgewaltig Wort des Herrn, wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und ununnn unmenn aentnenrare 212 2* +53* d umunn ——— alle Welt! Uuununun — Ausbreitung der Rirche(Missionslieder).— in den Armen hält und aus seinem Schoß herab seinen Sohn zum Heil uns gab. 3. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes That ewig weg— genommen hat. 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Him⸗ mel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Voll⸗ 5 schafft. 5. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein. Walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf, zur Ernt in Weithin wogt das weiße Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. immunn 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen dei— nes Lichtes Strahl. Jonath. F. Bahnmaier, + 1841. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen?) 17¹ Enoe Herr komm bald. du Treuer! Gieb, ach gieb dich allen kund, und ent⸗ zünd dein heilges Feuer auf dem ganzen Erdenrund. Großes hast du schon begon-⸗ nen, Großes willst du ferner thun; deine Lie⸗ bekann nicht ruhn, bis 3 die ganze Welt gewon⸗ nen, bis ein jedes Herz besiegt, Herr, zu deinen Füßen liegt. K. A. Döring, 4 1844. unmnumnu Unmunn ununnuß nunnun ————— — umumuunnum 2 D— 8 — Rirche und Gnadenmittel.— Mel. Großer Gott, wir loben dich ꝛc. (Meinenesum laß ich nicht.) 17² Kin Herde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde, mach dich auf und werde Licht; Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herr⸗ lichkeit des Herrn na⸗ het dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, du treuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie man⸗ ches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrothes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Mor⸗ genlicht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgethan; rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundes⸗ engel Bahn! Großer Tag des Herrn, er⸗ scheine! Jesus ruft: es werde Licht! Jesus hält, was er ver— spricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Er⸗ den weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf; es unmmm unnum uimnmm * 2 41— — 2 + V *— F— nunnum werde Licht! Jesus hält, was er ver— spricht. F. A. Krummacher, 4 1845. Mel. Valet will ich ꝛc. 173 Her du in Todes⸗ nächten erkämpft das Heil der Welt und dich als den Gerech-⸗ ten zum Bürgen dar— gestellt, der du den Feind bezwungen, den Himmel aufgethan, dir stimmen unsre Zungen ein Hallelujah an! 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von s Ost und West sind deine Gäste worden sen deinem Hochzeits-— est. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, zu streun dein Lebens⸗ feuer ins weite Völker⸗ meer. 4. So ziehen deine Flammen wie Sonnen um die Welt; Ge⸗ trenntes fließt zusam⸗ men, das Dunkle wird erhellt; und wo dein Name schallet, du Kö⸗ nig Jesu Christ, ein selig Häuflein wallet dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Herden dir aus der Völker Zahl, daß viele elig werden und ziehn zum Abendmahll Schleuß auf die hohen Pforten! Es strömt dein Volk heran. Wo's nuunununnuem — — Ausbreitung der Rirche(Missinuslieder)— nunmumur R 21⁵ — Rirche und Gnadenmittel.— noch nicht Tag ge— worden, da zünd ein Feuer an! E. G. Barth, + 1862. Mel. Gott des Himmels ꝛc. 1 gekommen, Sonne voller Glanz und Pracht, Morgenstern, aus Gott entglom— men, treib hinweg die alte Nacht. Zeuch in deinen Wunderschein bald die ganze Welt hinein. 2. Gieb dem Wort, das von dir zeuget, einen recht gepriesnen Lauf, daß noch man⸗ ches Knie sich beuget, sich noch ehhr es Herz thut auf, e die Zeit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbroch⸗ binde unsre Schmer—⸗ zen; denn so ist dirs angenehm. Herr, thu auf des Wortes Thür; rufe allen: kommt zu mir! 4. Es sei keine Sprach noch Rede, da man nicht die Stimme hört, und kein Land so fern und öde, wo nicht dein Gesetz sie lehrt. Laß den hellen Freudenschall siegreich ausgehn überall. 5. Geh, du Bräut⸗ gam, aus der Kammer, laufe deinen Helden-⸗ pfadzstrahle Tröstung in den Jammer, der die Welt verdunkelt hat. O erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord. 6. Komm, erquick auch unsre Seelen; nen Herzen, baue dir mach die Augen hell Jerusalem und ver— und klar, daß wir — Uunum * uummn I * 216 ——— —. Sunnun S 428 FN * 2 V ST +S 2 ISttxx —.. — Aushreitung der Rirche(Missionslieder).— dich zum Lohn erwäh⸗ zählet nach deinem ew- len; vor den Stolzen gen Gnadenrat. Unsre uns bewahr; ja, laß Kraft ist schwach und deinen Himmelsschein nichtig, und keiner ist unsres Fußes Leuchte zum Werketüchtig, der sein. R. Stier, 4 1862. nicht von dir die Stärke hat. Drum Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. brich den eignen Sinn; (Herr, wir singen deiner.) denn Demut ist Ge⸗ 175 ELinerists an winn für den Him⸗ 5¹dem wir mel. Wer in sich hangen, der für uns schwach, folgt, Herr, in den Tod gegangen dir nach und trägtmit und uns erkauft mit Ehren deine Schmach. seinem Blut. Unsre 3. O Herr Jesu, Leiber, unsre Herzen Ehrenkönig! Die Ernt gehören dir, o Mann ist groß, der Schnitter der Schmerzen; in dei- wenig, drum sende ner Liebe ruht sichs treue Zeugen aus; send gut. Nimm uns zum auch uns hinaus in Eigentum, bereite dir Gnaden, viel frohe zum Ruhm deine Kin-Gäste einzuladen zum der! Verbirg uns nicht Mahl in deines Va⸗ das Gnadenlicht von ters Haus. Wohl dem, deinem heilgen Ange- den deine Wahl be— sicht! ruft zum Abendmahl 2. Nicht wir haben im Reich Gottes. Da dich erwähletz du selbst ruht der Streit, da hast unsre Zahl ge⸗ währt die Freud heut, iunnm aunn ummmn 7 217 10 iunnnn 2 iunmm — Rirche und Gnadenmittel.— gestern und in Ewig— keit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten woh—⸗ nen, von deinem Himmelreiche fern; seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evange— lium erschienen, kein gnadenreicher Mor⸗ genstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zeuch uns voran und mach uns Bahn; gieb deine Thüren aufge⸗ than! 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort; es rich— tet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge be⸗ ginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten; auf deine Kraft ver-⸗ trauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott ver⸗ trauet ist. A. Knapp, 1 1864. Mel. Valet will ich ꝛe. 176 Derge du iRter⸗ schienen der Haller⸗ ien —* unuß — 8 7*—.—. IE umun —*— Aushreitung der Rirche( Missionslieder).— t ärmsten Welt und von digt dir Preis und n den Cherubinen zu Ehre dar. ö st„SSündern dich gesellt. 4. Drum kann nicht t den sie mit frechem Ruhewerden, bis deine * Stolze verhöhnt für Liebe siegt, bis dieser 16 ö seine Huld, als du Kreis der Erden zu 5 am Marterholze ver⸗ deinen Füßen liegt, bis d söhntest ihre ee 5i im esöhnt 25 1. it wir Kin- die ausgesöhnte We 7 4 Minnn Were dem, der sie dir ge⸗ ö der würden, gingst 564 Angesicht 8 du vom Vater aus, geben, vors Angesich nahmst auf dich unsre gestellt. 6 uns ein Hans. Von rürsten mit Völkern 5. Und siehe, tausend 1U i ohne Licht stehn in 0 Diuva und von Süs der Nacht und dürsten 3 en, von Morgen ohne nach deinem Ange⸗ ch3 Zahl sind Gäste nun sicht Auch ste hast n beschieden zu deinem 3. gegraben innder⸗ . Abendmahi nen Priesterschild, am C ö 3. Im schönen Hoch⸗ Brunnquell sie zu — eitskleide, von allen laben, der dir vom 4. Flecken rein, führst Herzen quillt. 1 + du zu deiner Freude 6. So sprich dein die Völkerscharen ein, göttlich„Werde!“ Laßs und welchen nichts deinen Odem wehn, = verkündigt, kein Heil daß auf der finstern 6 verheißen war, die Erde die Toten auf: bringen nun entsün— erstehn, daß, wo man* : nunuugz — Rirche und Gnadenmittel.— Greueln fröhnet und bewähren, womit du vor den Götzen kniet, Fesseln brichst. Wie ein willig Volk ver⸗ viele sind zerbrochen! söhnet zu deinem Wie viele sinds noch Tempel zieht. nicht! O du, ders 7. Wir rufen, du uns versprochen, werd fassen 4adn—. 7 Heiden Licht! assen, was du sprichst. 4. Dein Wort muß sich Gnadenmikkel. Wort Gottes. 2 hn däre dch Mel. Wie nach ei dich nicht hören, dich, quelle ꝛc.(Fren dich sehr du liebster Menschen⸗ o meine Seele) freund! Sind doch 147 ede, liebster deine Wort und Leh⸗ Jesu, rede, ren alle herzlich wohl⸗ denn dein Kind giebt gemeint. Sie vertrei⸗ acht darauf. Stärke ben alles Leid; aller mich, denn ich bin Freuden Süßigkeit blöde, daß ich meines muß vor deinen Wor⸗ Lebens Lauf dir zu ten weichen, nichts ist Ehren setze fort. Ach, ihnen zu vergleichen. laß stets dein heilig 3. Deine Worte sind Wort in mein Herze mein Stecken, dessen sein verschlossen, dir ich mich trösten kann, zu folgen unver⸗ will der Feind zurück drossen. mich schrecken von der. umms( um V NN — U „ ck ja, sie führen ohne Qual mich selbst durch des Todes Thal, schir⸗ men mich auf allen Wegen, machen auch das Kreuz zum Segen. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben, deine trosterfüllte Lehr will ich in mein Herze graben; ach, nimm sie mir weg in dieser Zeit, bis ich in der Ewig⸗ keit werde kommen Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes ver-⸗ nimm mein Flehen, liebster Jesu, mich! Laß bei dir mich feste stehen, so will ich mit Herz, Sinn und Mund; ich will dir zu jeder Stund Ehr doch nimmermehr von G zu den Ehren, dich, k höre h ———— — Wort Gottes.— schmalen Lebensbahn; bringen und dein hohes Lob besingen. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt, + 1 Mel. Gott des Himmels ꝛc. 178 eures Wort aus Gottes Munde, das mir lau⸗ ter Segen trägt, dich allein hab ich zum runde meiner Se⸗ ligkeit gelegt. In dir treff ich alles an, was zu Gott mich führen ann. 2. Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Selig-⸗ keit, so kannst du mich errlich laben, weil bei dir ein Tisch bereit, ich der mir lauter Manna dich ewiglich preisen schenkt und mit Le⸗ benswasser tränkt. 3. Geist der Gna⸗ den, der im Worte und Dank in Demut Fummun mich an Gottes Herze —————— 221 in minmmnunm — Rirche und Gnadenmiktel.— legt, öffne mir des zum Grunde lege, Himmels Pforte, daß müsse wie ein Felsen mein Geist hier recht stehn, daß mein Geist erwägt, was für auch Rat und That Schätze Gottes Hand in den größten Nöten durch sein Wort ihm hat. zugesandt. 7. Laß dein Wort 4. Gieb dem Samen mir einen Spiegel, einen Acker, der die Jesu, deines Vorbilds Frucht nicht schuldig sein; drück darauf dein bleibt; mache mir die Gnadensiegel, schließ Augen wacker und, den Schatz im Herzen was hier dein Finger ein, daß ich fest im schreibt, präge mei⸗ Glauben steh, bis ich nem Herzen ein, laß dort zum Schauen geh. den Zweifel ferne sein. B. Schmolck, 4 1737. 5. Was ich lese, laß mich merken, was Wel. O Durchbrecher ꝛ. du sagest, laß mich(O du Liebe meiner Liebe.) thun; wird dein Wort 179 5We dein den Glauben stärken, 9 Wort, die laß es nicht dabei be- edle Gabe, diesen ruhn, sondern gieb, Schatz erhalte mir; daß auch dabei ihm denn ich zieh es aller das Leben ähnlich sei. Habe und dem größ⸗ 6. Hilf, daß alle ten Reichtum für. meine Wege nur nach Wenn dein Wortnicht dieser Richtschnur mehr soll gelten, wor⸗ gehn; was ich hier auf soll der Glaube F D... 2 E unm 5 8 3*——————————— 2 8 ann minnunumunmmm⸗ unmn 7 2 + 5— Wari Gottes.— min ruhn? Mir ists nicht Worte deines Mun— um tausend Welten, des, deine Stimme aber um dein Wort an die Herden mir ö zu thun. zu Geist und Leben 2. Hallelujah, Ja werden. und Amen! Herr, du 2. Herr, dein Wort daß ich mög in dei⸗ wollest auf mich sehn, ist wie ein Hammer, schlägt und zeigt den * nem Namen fest bei Seelenjammer; es er⸗ deinem Worte stehn! quickt mich wie der 3 Laß mich eifrig sein Regen, leuchtet mir beflissen, dir zu dienen auf allen Wegen, stär⸗ 1 4 früh und spat und ket meines Geistes N 4 zugleich zu deinen Kräfte, giebt mir neue X Füßen sitzen, wie Ma- Lebenssäfte, ist ein . ria that. Stab für matte Glies N. L. Graf v. Zinzendorf, der und ein Schwert + 1760. dem Feind zuwider. 3. Diesem Worte Mel. Schmücke dich, o liebe will ich trauen und 6. sihauer It don rediger der schauen; sonst ist do — 18⁰ E süßen Lehre, kein Licht vorhanden, + die ich mit Erstaunen fremde Lehre macht — höre, großer Arzt der zu schanden: aber dein 0 Menschenkinder, du Gesetz und Gnade lei⸗ bt Evangelist der Sün⸗ ten mich auf rechtem + der und Prophet des Pfade. Herr, mein neuen Bundes, laß die Glauben und mein Hirrri. umun 2 zunn unuiunnnn⸗ — Rirche und Gnadenmittel.— Lieben hat den Grund: es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten, mit Begierde darauf ach— ten; lehre michs im Geist verstehen, laß es mir zu Herzen gehen; mache, daß ichs fröh⸗ lich glaube, und kein Zweifel mir es raube, daß ichs mit Gehor-— sam ehre und sonst 5. Was die Welt bekennt und lehret, denkt und ehret, was der böse Geist erdich⸗ tet, wird von Gottes Wort gerichtet. Weg mit euch, ihr falschen Geister! Mir ist gnug an einem Meister. Wißt, daß euch der Fluch verzehret, wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen, die sich sonst kein Licht er⸗ wählen, als allein das Wort des Lebens. Diese glauben nicht vergebens, weil sie Gottes Rat ergrün⸗ den und sein Herz im Worte finden. O ein unschätzbares Wissen! Andre Weisheit kann ich missen. 7. Licht und Kraft keine Stimme höre. und Mut und Freude, wahrer Trost im tief⸗ sten Leide, Schutz vor was mein Herz er- allerlei Gesahren und ein ewiges Bewahren: das sind dieses Wor— tes Früchte. Alles andre wird zu nichte; alles andre muß ver⸗ gehen; Gottes Wort bleibt ewig stehen. C. G. Woltersdorf, 4 1761. Mel. Ach Gott und Herr ꝛe. 181 6 Wunmm unummunn ummen N V — — 2 —* — 1 0 I 3 mumnn innm 4 uunnun Iiuen * — Waort Gottes.— auf sein Wort soll meine Seele trauen; ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken; laß keinen Spott, o Herr mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verständ ich nie, wie ich dich würdig ehrte. Dein Wort er⸗ klärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Den ewgen Rat, die Missethat der Sünder zu versühnen, den kennt ich nicht, wär dies mein Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläu⸗ big Abba sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Ge— schäfte. Durch meine Müh vermag ichs nie; dein Wort giebt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort; denn du hast es ge— geben. Es sei mein Teil, es sei mein Heil und Kraft zum ewgen Leben. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Was Gott thut, das ꝛc. 182 ein Wort, 0 Herr, ist ummmß e TRTR 225 DS uuuuununnun milder Tau für trost⸗ 88 — Rirche und Gnadenmittel.— bedürftge Seelen; laß keinem Pflänzchen dei⸗ ner Au den Himmels—- balsam fehlen; er⸗ guickt durch ihn laß jedes blühn und in der Zukunft Tagen dir Frucht und Sa⸗ men tragen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammen⸗ schwert, ein Blitz, der Felsen splittert, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschüttert. O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zer⸗ scheitern und alle Her⸗ zen läutern! 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise; es führt die Thoren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Him⸗ melslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade mein Lab⸗ sal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen Hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund; dein Wort ist Ja und Amen; nie weich es uns aus Herz und Mund, zu preisen deinen Namen. Laß immerfort dein helles Wort in allen Lebens-⸗ zeiten uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen umm N + innen unnn 8.. ö—. Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören, und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. C. B. Garve, 4 1841. Mel. Herr Jesu Christ, dichꝛc. N un geh uns 183 Nrnaf) n Morgenstern, du selig⸗ machend Wort des Herrn, du Pfand des Heils, das uns im Sohn der Vater gab von seinem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn, die Herzen sind dir auf⸗ — Wort Gottes.— Iununmm umumm Quell, mach unsre dunkeln Augen hell, daß wir die Wege Gottes sehn, nicht in der Wahrheit irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reueschmerz, daß un⸗ ser Flehn und Seufzen sei: Gott steh uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Ge⸗ rechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gieb uns Kraft, daß wir, der gethan; wir sehnen Eitelkeit entrafft, im uns nach deinem Licht gnädig dargebotnen und seufzen auf: ver⸗Heil ergreifen unser säum uns nicht! ewges Teil. Du Wort der 7. So geh uns Wahrheit, lautrer auf, du Gottesglanz, um C 3 D uununnun miumemn Snanrrr. durchdring uns und wird von dir nicht verklär uns ganz, du aufgenommen und in Wort, das noch in Gottes Reich nicht Kraft besteht, wenn kommen.— Erd cht. Himmel 3. Darum eilen wir untergeht. zu dir, nimm das Julius Sturm, geb. 1816. Pfand von unsern Armen, tritt mit dei⸗ ö nem Glanz herfür Die Sakramente. und erzeige dein Er⸗ ie heilige T barmen, daß dein Püt i Kind es hier auf Er⸗ Mel. Liebster Jesu, wir ꝛc. den und im Himmel 184 iebster Jesu, möge werden. wir sind 4. Hirte, nimm dein hier, deinem Worte Schäflein an, Haupt, nachzuleben; dieses mach es zu deinem Kindlein kommt zu Gliede, Himmelsweg, dir, weil du den Be⸗ zeig ihm die Bahn, fehl gegeben, daß man Friedefürst, sei du sie zu dir hinführe; sein Friede, Weinstock,, denn das Himmel⸗ hilf, daß diese Rebe reich ist ihre. auch im Glauben dich ³ 2. Ja, es schallet umgebe! Qallermeist dieses Wort 5. Nun, wir legen zu unsern Ohren: wer an dein Herz, was urch Wasser und vom Herzen. ist ge⸗ durch Geist nicht zu⸗ gangen; führ die vor ist neugeboren, Seufzer himmelwärts 8 — unm — Die heilige Tauke.— und erfülle das Ver— langen; ja, den Na⸗ men, den wir geben, schreib ins Lebens-— buch zum Leben! B. Schmolck, 4 1737. Mel. Liebster Jesu, wir ꝛc. 185 un Gott⸗ lob, es ist vollbracht und der Bund mit Gott ge— schlossen; was uns rein und selig macht, ist auf dieses Kind geflossen; Jesus hat es eingesegnet und mit Himmelstau be⸗ regnet. 2. O du dreimal selig Kind, vom Drei⸗ einigen geliebet, dem der Vater sich ver⸗ bindt, dem der Sohn das Leben giebet, dem der Geist ist einge—⸗ flossen und der Him⸗ mel aufgeschlossen! 3. Nun so denk an diesen Bund, weil du einen Odem hegest, daß auf einen festen Grund du stets dei⸗ W. Glauben legest. Wer sich läßt auf Jesum taufen, muß in Jesu Wegen laufen. Werde fromm und wachse groß, werde deiner Eltern Freude, und dein jetzt erlangtes Los tröste dich in allem Leide, deine Taufe sei die Thüre, welche dich zum Himmel führe. B. Schmolck, 1737. Mel. Gott nur 1r lieben Gott ꝛe., 186 Bemert ger, laß deiner Gnade jetzt dieses Kind empfohlen sein, das wir im heil⸗ gen Wasserbade nach deines Sohns Befehl dir weihn; erfülle, SDD:: FENT unmm F umminunmumnunununumunummunm — Rirche und Gnadenmittel.— was dein Wort ver— heißt, an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist! 2. Regiere nun das ganze Leben auch die— ses Kindes, treuer Gott! Dir sei und bleib es stets ergeben; sei du mit ihm in Glück und Not; ach, führ es selbst auf rechter Bahn, nimm es zuletzt in Ehren an! 3. Laß uns die Wohlthat recht er— messen, die uns die Taufe zugewandt, und nie, o Herr, den Bund vergessen, der uns so fest mit dir verband; uns alle stärk zu neuer Treu, daß über uns dein Friede sei! Mel. Schmücke dich, o liebe ꝛc. 18⁷ Armen, mit welch du reicher Herr der ö teuren Gnadenreiches herzlichem Erbarmen bist du uns zuvor— gekommen, hast dich unser angenommen! Wie kamst du allem Segen uns er- barmungsvoll entge— gen schon an deines Reiches Pforte durch das Wasserbad im Worte! 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich kraftlos, hilflos und gebrechlich, ja, als Fleisch vom Fleisch ge⸗ boren, sündlich, sterb— lich und verlorenz aber reinigend und heilend, Geist und Leben uns erteilend, schenkest du uns reiche Gnade in der Taufe heilgem Bade. 3. Und wir glau-⸗ ben deinem Worte. Darum bringen wir zur Pforte deines mummimumm 2859— 6 230 0 mit? * r en 2 * nn Vater, Sohn und heil—⸗ unm̃ ν unm ö — Confirmation.— alles Ja und Amen, Verheißung, die zum Leben deinem Lneen Wort verheißt; ich du gegeben, geht nach bin in Christum ein⸗ deiner Huld nicht gesenkt, ich bin mit minder über deines seinem Geist beschenkt. Volkes Kinder. 2. Du hast zu dei⸗ 4. Sei auch diesem nem Kind und Erben, Kinde gnädig, mach mein lieber Vater, es aller Sünde ledig; mich erklärt; du hast schenke ihm die reine die Frucht von dei— Seide der Gerechtig⸗ nem Sterben, mein keit zum Kleide; salbe treuer Heiland, mir es mit deinem Geiste gewährt; du willst in und ihm alle Hilfe aller Not und Pein, leiste, daß der Segen o guter Geist, mein deiner Hände auf ihm Tröster sein. bleibe bis ans Ende! 3. Doch hab ich dir K. J. Ph. Spitta, 4 1859. auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam? zugesagt; ich hab, o3 aus reinem= Confirmation. Mel. Wer nur den lieben Triebe dein Eigentum Gott 20., Nr. 4. zu sein gewagt; hin⸗ 188 I5 bin ge⸗ gegen sagt ich bis tauft auf ins Grab der Sünde deinen Namen, Gott schnöden Werken ab. 4. Mein err, treuer? Ii F — — Rirche und Gnadenmittel.— Gott, auf deiner Seite ich dir, so sterb ich bleibt dieser Bund dir, so lob ich dich wohl feste stehn; wenn dort für und für. aber ich ihn über⸗ J. J. Rambach, 4 1735. uucht v. 1 laß—. Geumd der, Hemeind nicht verloren gehn; Gesang der Geutennde nimm mich, dein Kind. vor der Et zu Gnaden an, wenn Mel. Auf dem ewgen Felsen Rethan einen Fall stehen 01 gethan. 0 es 5. Ich gebe dir, 189 V Herrn, mein Gott, aufs neue bring dein Geschlechte Leib, Seel und Herz nach dem alten Licht zum Opfer hin; er⸗ und Rechte her zum wecke mich zu neuer König aller Knechte; Treue, und nimm ssrich:„Herr, hie ist Besitz von meinem dein Geschöpf!“ Sinn. Es sei in mir 2. Dämpfe Fleisch kein Tropfen Blut, und Blut in ihnen, der nicht, Herr, dei- laß sie nicht der Sünde nen Willen thut. dienen! Ziehe sie durch 6. Laß diesen Vor⸗ dein Versühnen, eh satz nimmer wanken, sie sterben, an dein Gott Vater, Sohn Herz! und heilger Geist! 3. Kommt, ihr Kin⸗ Halt mich in deines der, die wir haben Bundes Schranken, als viel teure Got⸗ bis mich dein Wille tesgaben, nehmt vom sterben heißt; so leb Schatz, dran wir uns * — N —2——1 Zunnun 1 . — —2—.. — Caonfrmatian.— laben, den euch zu— gedachten Teil! 4. Einen Teil am Liebesbande mit dem ewgen Vaterlande, aber auch am Kreu- zesstande und am Weltverleugnungs— sinn. 5. Wollet ihr euch binden lassen? Jesu Kreuz mit Freuden fassen und die falsche Ruhe hassen? Willst du, liebes Kindervolk? 6. Ach, die ewig treue Liebe schenk euch ihre selgen Triebe, daß ein jedes Glau⸗ ben übe, bis ihr seht, was ihr geglaubt! Graf N. L. v. Zinzendorf, + 1760. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 190 Die hier vor deinem Antlitz stehn, sind Jesu Christi Glieder. Blick, wenn vereint wir für sie flehn, erbarmend auf sie nieder! Gieb ihnen, Vater, Sohn und Geist, das Gute, das dein Wort ver-⸗ heißt, im Leben und im Sterben! 2. Sie kennen, Va⸗ ter, deinen Sohn und dessen heilge Lehren. Ist Freude, Gott, vor deinem Thron, wenn Sünder sich bekehren: wie groß ist unsre Freude nun, da diese das Gelübde thun, dir treulich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht sich dem Altare nahen! Laß sie in Glaubenszuversicht das Bundesmahl em— pfahen! Dies stärke sie in aller Not; dies reize sie, des Heilands Tod zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei 3 * unnun * 233 0 mummn num unn 2 dem Christenlauf der Reiz der Welt ent⸗ gegen,— hilf ihrem schwachen Glauben auf, wenn dann sich Lüste regen! Laß sie hinauf auf Jesum sehn, die Welt mit ihrer Lust verschmähn, beharren bis ans Ende! 5. Den wichtgen Lohn der Ewigkeit, die Herrlichkeit dort oben, zeig ihnen, die auf alle Zeit jetzt Treue dir geloben! Der Blick müß ihnen Kraft ver⸗ leihn! Herr, segne sie, denn sie sind dein; erhalt sie in der Wahr⸗ heit! G. v. Hippel, 4 1796. Gesang der Confirman⸗ den vor der Einsegnung.) — Rirche und Gnadenmittel.— sende, Gottes Sohn, deinen Geist, den Geist der Stärke! Gieb uns Kraft zum heilgen Werke, dir uns ganz zu weihn, ewig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit, gieb uns Freu⸗ digkeit, unsern Glau⸗ ben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, dessen teures Blut floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, wenn wir unsern Bund erneuern und gerührt vor dir be⸗ teuern, deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu em⸗ pfahn, wollest du auf Mel. Seelenbräutigam ꝛc. Unsre Bitten uns mit 191WWASren Gnade überschütten; Licht und Kraft und 80 ——— 234 — EE. 2 32—ι ununm —5—5 2 7 e — —— — Confrmation.— Ruh ströme uns zu. Wort verheißt, un— auflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn und dein Lob erhöhn. S. Marot, 7 1865. (Gesang der Confirman⸗ den nach der Einsegnung) Mel. O du Liebe meiner ꝛe. 192 ei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in dei— nem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben, deine Wege will ich gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt ichs irgend Funmmmun dann besser haben, als bei dir, der allezeit so 5. Gieb auch, daß viel tausend Gnaden⸗ dein Geist, wie dein gaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Him-— mel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus that, mir thut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen, teuern Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich, so in Freude, wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewig— *——— unmumum Iummemn ununn D nunz& num Funmmun — Rirche und Gnadenmittel.— keit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, ri lebend zu dir ã 5. Bleib mir nur auf dieser Erden nahe, bis mein Tag sich neigt. Wenn es einst will Abend werden und die Nacht her— nieder steigt, wenn mein Aug wird dunk— ler, trüber, dann er⸗ leuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort ꝛc.(Der unsre Menschheit an sich nahm.) 193 I5 bin in dir und du in mir! Nichts soll mich, ewge Liebe, dir in dieser Welt entreißen! Auf Erden, wo nur Sünder sind, nennst du mich freund⸗ lich schon dein Kind, o laß michs ewig heißen, und treu mit Wandel, Herz und Mund bewahren dei— nen Friedensbund! 2. Ich bin in dir und du in mir; drei⸗ einger Gott, du hast zu dir mich frühe schon berufen. Was mir, dem Kindlein, war bereit, ergreif ich heut voll Innig— keit an des Altares Stufen und sag: o Liebe, du bist mein, ich will dein Kind auf ewig sein. 3. Ich bin in dir und du in mir; noch wohn ich völlig nicht bei dir, weil ich auf Erden walle; drum führ mich, Jesu, treuer ununn ö ö — ummn 2—— D — Confirmation.— Hirt, daß mich, was locket, schreckt und irrt, nicht bringe je zu Falle. O daß, was ich dir heut ver— sprach, mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und du in mir; komm, Herr, mir deine Tu⸗ gendzier frühzeitig an-⸗ zulegen, daß mir des Lebens Glück und Not, ja selbst der letzte Feind, der Tod, nur kommen mög im Segen. Mit dir will ich durchs Leben gehn, dir leiden, sterben, auferstehn! A. Knapp, 4 1864. (Gesang der Gemeinde nach der Confirmation.) Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 1946 M den, Jesu, dem die ganze Welt ewiglich muß dienstbar wer- den, dessen Hand das Scepter hält, wir, dein Volk und Eigen-⸗ tum, wollen deines Namens Ruhm mit verdientem Lob er— heben und dir Preis und Ehre geben. 2. Herr, wir danken dir einmütig, daß du dir ein Volk erwählt und auch uns Ver⸗ lorne gütig deiner Kirche zugezählt; wir sind Christen, wir sind dein, laß uns, was wir heißen, sein und aufrichtig— darnach streben, wie wir dir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für deine Gaben, so du in die Kinder legst, die den Bund bestä⸗ tigt haben, die du in den Armen trägst. N mnununmmununnnr mummunn + mimmt E. unmumumummm — Rirche und Gnadenmittel.— Herr, laß ihnen ewig nicht, was ihr Mund allhier verspricht, was sie heut sich vorge— nommen, aus dem Sinn und Herzen kommen. 4. Gieb, daß sie durch deinen Segen, dir, o Heiland, treu ges sinnt, bessre Christen werden mögen, als wir leider alle sind. Durch sie sei dein Reich vermehrt, durch sie werdest du geehrt, bis wir all in Zions Höhen einst dein Ju⸗ belfest begehen. Das heilige Abendmahl. (Vor und 11. der eier.) 105 Hn Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! 3.Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gieb uns deinen Frie⸗ den! Amen. Alte Kirche. 196 Lieb 5 Seele, laß die dunkle Sündenhöhle; komm ans helle Licht ge— gangen, fange herr— lich an zu prangen; denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden; der den Him⸗ mel kann verwalten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen 4 ununmmt 28———. * im WIVNN. eile deinem Herrn ent— gegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten; eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen; sprich: o Herr, laß dich umfassen, von dir will ich nimmer lassen. 3. Ach, wie hungert mein Gemüte, Men⸗ schenfreund, nach dei⸗ ner Güte; ach, wie pfleg ich oft mit Thrä— nen mich nach deinem Mahl zu sehnen; ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebens⸗ fürsten, daß mit die— sem Brot und Weine sich mein Heiland mir vereine. — Das heilige Abendmahl.— 4. Jesu, meine Le⸗ benssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, esu, du mein ganz Beginnen, Lebens⸗ quell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich ge— nießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel herge— trieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz un⸗ verdrossen, Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu ge— denken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens, oder mir wohl gar zum Schaden sei; zu deinem Tisch ge— laden; laß mich durch —83 umnunẽ nnnunmmnm ..— ER 2 2 Zununum D — Rirche und Gnadenmittel.— dies Seelenessen deine Gäste sein und wer⸗ Liebe recht ermessen, den dir gepflanzet ein zum ewgen Himmels-⸗ wesen. daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch Joh. Frand, 4 1657. bis ans Ende blei⸗ ben; laß Sünd und Mel. Es ist gewißlich c. Not uns für und für (Schon ist der Tag.) 197 V Jesu YChrist, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden! Wir kom— men, deinen Leib und Blut, wie du uns hast geladen, zum Preise deiner Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken. uns selbst bereit zu diesem hohen Werke! Schenk uns dein schö⸗ nes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke; hilf, daß wir würdge wie du mir befohlen deines Ne Kraft in deines Him⸗ mels quelle ꝛc. von dir nicht wieder treiben, bis wir durch Nachtmahls Bürgerschaft dort ewig selig wer-⸗ den. Vor 1698. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ (Freu dich sehr, o meine Seele.) 198 5 für all 2. O Jesu, mach Sünder einen reichen Tisch gedeckt, wo das Brot der armen Kin-⸗ der nach des Vaters Liebe schmeckt. Heute nun bin ich dein Gast, munununmimn unnmumeum unnun SSSS SDSISESISII — 2—— +⏑ ⏑π — Das heilige Abendmahl.— hast; aber hilf auch, danken in der Seel, daß mein Herze deine die dir gehört; halte Wohlthat nicht ver- meinen Sinn in scherze. Schranken, wenn mich 2. Räume mir aus Furcht und Zweifel dem Gemüte alles stört. Fühl ich mei— Arge völlig aus, daß ner Sünden Not, so auch meines Herzens erfülle mich dies Brot, Hütte werde dein ge— dieser Kelch mit neuem weihtes Haus. Denn Mute; dein Blut floß ich hoffe nur auf dich, auch mir zu gute. liebster Jesu, liebe 5. Sind wir doch mich und laß deinen aus dir geboren, nähr Tisch auf Erden mir uns auch durch deine des Himmels Vor- Kraft; und weil alles schmack werden. da verloren, wo nicht 3. Kann der Herr Jesus Hilfe schafft: dem Knechte schenken ach, so laß dein Brot auch sein eigen Fleisch und Wein meines und Blut: ach, so hilf Herzens Labsal sein, mir recht bedenken, daß die Wirkung die⸗ was hier deine Liebe ser Speise künftig in thut, und verleihe, der That sich weise. daß ich nicht eß und 6. Laß mich deine trinke zum Gericht, Liebe schmecken und was du, Jesu, für die Güter jener Welt; mein Leben zur Er⸗ oder wenn auch Furcht lösung hast gegeben. und Schrecken mich 4. Wirke heilige Ge⸗ zuweilen überfällt, so —:': D 85 ———.—— — Kirche und Gnadenmittel.— verschaffe mir dein Blut einen rechten Freudenmut, daß ich meinen Trost im Glauben mir durch niemand lasse rauben. 7. Hilf mir recht ins Herze fassen dei⸗ nen herben, bittern Tod; lasse mich auch niemand hassen, der mit mir genießt dein Brot; nimm mich ganz vollkommen ein, bis ich werde bei dir sein und die Fülle deiner Gaben, meinen Gott und alles haben. K. Neumann, 4 1715. Mel. Erquicke mich, du ꝛe. 100 Mee vor dem Scheiden in deiner letzten Trauer⸗ nacht uns hast die Früchte deiner Leiden Auuumnn Hunmnun in einem Testament vermacht: es prei— 510 gläubige Gemüter dich, Stifter dieser hohen Güter! 2. So oft wir die⸗ ses Mahl genießen, wird dein Gedächtnis bei uns neu; man kann aus frischen Proben schließen, wie brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen erneuern sich in unsern Herzen. Es wird dem zitternden Gewissen ein neues Siegel auf— gedrückt, daß unser Schuldbrief sei zer⸗ rissen, daß unsre Handschrift sei zer— stückt, daß wir Ver⸗ gebung unsrer Sün⸗ den in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen, wird nun das Band, das uns vereint; von minunnntz nummmn S — . ö mumum Vuumum * — ů ö allem Seelenschmerz D — Das heilige Abendmahl.— genesen schaun wir in dir den liebsten Freund; wir fühlen uns in solchen Stun⸗ den mit dir zu einem Geist verbunden. wahre Nahrung ge— ben, und dieser Kelch erquickt den Geist; es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich ge⸗ neußt; wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubenswerke. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Glie— dern 1500 wir müssen all in solchem Stande ein Herz und eine Seele sein; der Geist muß mehr zusammen⸗ fließen, da wir ein Fleisch und Blut ge— nießen. 5. Dies Brot kann s 7. Dein Leib muß uns zum miost die⸗ nen, daß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll, einst herrlich aus dem Staube grünen und unverweslich werden oll; ja, daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl gelegt! Da wir dich selbst zur Speise ha⸗ ben, wie wohl ist unser Geist gepflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis Hesligen Ein solcher hoher Lie⸗ besschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm ge⸗ schäftig sein. Wird unmunmm 243 —747 Z Iliim —2——...—. — Rirche und Gnadenmittel.— unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommen lo— ben. J. J. Rambach, + 1735. Mel. Herr, wie du willst ꝛc. (Schon ist der Tag.) 200 QWie mt di Stätte hier, 199 10 voll Andacht stehe! Sie ist des Himmels Pforte mir, die nun ich offen sehe. O Le⸗ bensthor, o Tisch des Herrn! Vom Himmel bin ich nicht mehr fern und fühle Gottes Nähe. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot, dies teure Gnadenzeichen, vor dem des Herzens Angst und Not und alle Qualen weichen. O Brot, das meine Seele nährt,o Manna, das mir Gott beschert, dich will ich jetzt ge— nießen. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank, der mein Verlangen stillet, der mein Ge⸗ müt mit Lob und Dank und heilger Freud erfüllet! O Le⸗ benstrank, o heilges Blut, das einst ge⸗ flossen mir zu gut, dich will ich jetzt em⸗ pfangen! 4. Welch unaus⸗ sprechlich Glück ist mein, welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein; mit ihm werd ich verbunden. Wie ist mein Herz so 4½ denvoll, daß ich Jesu leben soll Aund er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein Herz geweiht zu: einer heilgen Stätte, IIilt ——* unuf⸗ ——— —— —& eR— * 9 * nuimm — Das geilige Ahendmahl.— damit der Herr der bis in Ewigkeit mit Geallen de 17— dir vereinigt bleiben! hätte! V. Löscher, den 20 mein Herz er Ort, an welchem Mel. Schmütee dich, o li Jesus Göad und fort Sear e. 4 aus Gnaden Woh— 0 i nung machte! 201 K Herz, Aus 6. Mein Jesu, omm Jesu Leiden strömt und heile wich was auch der n Suel sündlich ist, vertreibe. der Freuden. Stille damit ich nun und Oier dein sehnlich Dür⸗ ewiglich dein Tempel sten aus dem Kelch sei und bleibe. Von des. Lebensfürsten. dir sei ganz mein Daß ich einen Hei⸗ Herz erfüllt; Herr, land habe und in sei⸗ laß dein heilig Eben nem Heil mich labe bild beständig in mir und in sein Verdienst leuchten! mich kleide, das ist mei⸗ 7. Nun, du hast 112 Duron wil ich 7. Nun, di 2. Darum will i himmlisch mich er⸗ mit Verlangen nun quickt, du hast dich sein Abendmahl em⸗ mir gegeben; in dir, pfangen; hier darf ich der mich so hoch be- mich ihm verbinden, glückt, will ich nun und so werd ichs tief stündlich leben. Laß empfinden, daß ich mich, mein Heiland, einen Heiland habe, allezeit von nun an der am Kreuz und in mummmn — Rirche und Gnadenmittel.— dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver— wunden, wenn mir diesesLichtentschwun— den: daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe, sanft und mild und voll Vergeben, mir nichts ist, als Heil und Leben. 4. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Miß- traun mich vergiftet, selbst gestiftet: daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe gern gethan, mich zu er— solch ein Denkmal retten von des ewgen C Todes Ketten. 5. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, der mit seinen Todes⸗ wunden die Erlösung mir erfunden! Daß⸗ ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und 3, erwägen. 60 6. Heilger Kelch, sei T I mir gesegnet, weil mir ö der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung ö aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, der die dürre Seelee labe, muß nicht dies mein Dürsten stillen ö und mein Herz mit Wonne füllen? 7. Er gebietet Yir zu essen, meines Jame? mers zu vergessen; er .SR 8=:I. r eer e rrsr — E Runmum F* — Das heilige Abendmahl.— gebietet mir zu trinken und in Freude zu ver-⸗ würdge mich des sinken, daß ich einen Wunders deiner Gna⸗ Heiland habe, der sich den! Ich liege hier selbst als Opfergabe vor deinem Thron, hat für mich dahin⸗ Sohn Gottes und des gegeben, mir zu Speis Menschen Sohn, mich und Trank und Leben! deiner zu getrösten; 8. Will hinfort mich ich fühle meiner Sün— etwas guälen, oder den Müh; ich suche wird mir etwas feh⸗- Ruh und finde sie im len, oder wird die Glauben der Erlösten. Kraft zerrinnen, so 2. Dich bet ich zu⸗ will ich mich nur be⸗ versichtlich an, du bist sinnen, daß ich einen das Heil der Sünder, Heiland habe, der vom du hast die Hand⸗ Kripplein bis zum schrift abgethan, und Grabe, bis zum Thron, wir sind Gottes Kin⸗ wo man ihn ehret, der. Ich denk an dei— mir, dem Sünder, zu⸗ nes Leidens Macht gehöret! und an dein Wort: E. G. Woltersdorf, 4 1761. es ist vollbracht! Du hast mein Heil ver⸗ Mel. An Wasserflüssen ꝛc. dienet; du hast für (Ein Lämmlein geht.) mich dich dargestellt; 202 I komme, Gott war in dir und Herr, hat die Welt in dir und suche dich, müh⸗- mit uns versühnet. selig und beladen; 3. So freue dich, Gott, mein Erbarmer, mumunun Fumumun ————————1— 247 E ³ 2 — nunummn Bummmmi — Rirche und Gnadenmittel.— mein Herz, in mir! Er tilget deine Sün⸗ den und läßt in sei⸗ nem Mahle hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rau⸗ ben. Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der lingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, ich will es treu er⸗ füllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu prei⸗ sen; laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen! Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele ꝛc. 203(Pes u, Freund der Men⸗ schenkinder, Heiland der verlornen Sün⸗ der, m zur Süh⸗ nung unsrer Schulden Kreuzesschmach hat iunmunmmm unmmmm * 248 Sieg ge⸗ umminun — Das heilige Abendmahl.— wollen dulden, wer kann fassen das Er⸗ barmen, das du trä⸗ gest mit uns Armen! In der Schar erlöster Brüder fall ich dan—⸗ kend vor dir nieder. H Ja, auch mir strömt Heil und Se⸗ gen, Herr, aus deiner Füll entgegen; in dem Elend meiner Sünden soll bei dir ich Hilfe finden; meine Schuld willst du bedecken, mich befrein von Furcht und Schrecken, willst ein ewig selig Leben als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Herr, du kommst, dich mit den Deinen in dem Nachtmahl zu vereinen; du, der schaun und ewig Weinstock, giebst den ehren? Reben neue Kraft zum welche Freuden sind neuen Leben. Nun, die Früchte deiner so steh bei mir und Leiden! Danket, dan stärke mich zu jedem ket, fromme Herzen, guten Werke; hilf, daß ich die Lust der Sünde durch dich kräf— tig überwinde. 4. Nun so sei der Bund erneuet, unser i0 dir ganz ge⸗ weihet! Auf dein Vor⸗ bild wolln wir sehen und dir nach, mein Heiland, gehen. Schaff ein neues Herz uns Sündern, mache uns zu Gotteskindern, die dir leben, leiden, sterben, deine Herr— lichkeit zu erben. 5. Großes Abend⸗ mahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich Hallelujah, iunnn 422 249 ————— Iunmm⸗ + AIUUU minmnun * —3 — Rirche und Gnadenmittel.— ewig ihm für seine Schmerzen. K. Lavater, 4 1801. Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. (Herr, du wollst sie vor⸗ bereiten.) 204 5 w du wollst uns vollbereiten zu deines Mahles Selig⸗ keiten, sei mitten unter uns, o Gott! Laß uns, Leben zu em⸗ pfahen, mit glaubens-⸗ vollen Herzen nahen, und sprich uns los von Sünd und Tod. Wir sind, o Jesu, dein; dein laß uns ewig sein! Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir das Df Abendmahl bei ir. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben das Brot, das euch der Herr gegeben; die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trintt zum ewgen Le⸗ ben den Kelch des Heils, auch euch ge— geben, ererbt, ererbt des Mittlers Reich! Wacht, eure Seele sei bis in den Tod ge— treu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; klein ist die Zahl, die dort eingeht zum Abendmahl. F. G. Klopstock, T 1803. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. (Befiehl du deine Wege.) 200 Wäg vergessen, der mein noch nie vergaß? Kann ich die Lieb er— messen, dadurch mein Herz genas? Ich lag in bittern Schmerzen, er schafft mein Leben neu, und stets quillt aus dem Herzen ihm neue Lieb und Wn 2 * ummun⸗ 2 DRD mut, — — Das heilige Abendmahl.— 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben, der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn be⸗ trüben, der so zu mir sich neigt? Er, der ans Kreuz erhoben, getra— gen meine Schmach, ruft er mir nicht von oben: konm, folge du mir nach! 3. Ich will ihn ewig lieben, der mir aus Todesnacht, von mei— nem Schmerz getrie— ben, Unsterblichkeit gebracht; der noch zur letzten Stunde mir reicht die treue Hand, daß mich kein Feind verwunde im Lauf zum Heimatland. 4. Er giebt zum heilgen Pfande mir seinen Leib, sein Blut, hebt mich aus Nacht und Schande, füllt mich mit Himmels— will selber in mir thronen mit heilgem Gnadenschein. Sollt ich bei ihm nicht wohnen? in ihm nicht selig sein? 5. Bei Freuden und bei Schmerzen durch— leuchte mich dein Bild, wie du, o Herz der Herzen, geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, mein Dulden weih ich dir. Laß mir die Hei— mat offen und dein Herz für und für! Chr. Kern, 4 1835. Mel. Zeuch ein zu deinen ꝛc. 206 K. e f geladen; der Oeiland rufet euch, der treue Herr der Euaden, an Huld und Liebe reich; der Erd und Himmel lenkt, will Gastmahl mit euch halten und wunderbar ääümi — umme Uad e. — Rirche und Guadenmittel.— was er in Liebe schenkt. 2. Kommt her, ver— zagte Sünder, und werft die Angste weg; kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Le⸗ benssteg! Empfangt die Himmelslust, die heilge Geistesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3. Kommt her, be— trübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu ver— mählen, der wunder⸗ bar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säum⸗ nis; empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Verschwun⸗ den sind die Schmer-⸗ zen, getröstet ist der Gram; was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein Herz ist gar durchflossen vom sü— ßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennachtz ver— künde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 6. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn; verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunder— born im Blut, selge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir giebt das höchste Gut. E. M. Arndt, 4 1860. die 2.—3 2 252 ö ö munnunn SS——————— Humun ald — Uuumummm unn — Das heilige Abendmahl.— den Ursprung meiner (Nach der Feier des hei⸗ Freuden. ligen Abendmahls. ö‚ 5. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblie⸗ 6 ö ben; dir dank ich 2070 Jesu, meine für dein Sterben, das Wonne, du mich dein Reich läßt —— Il ch onne, erben. u Freundlichster auf t j antoet riuuch dir die Sinderdi, dankbar werden! noch in mir finde, aus 2. Wie kann ich meinem Herzen trei⸗ gnugsam schätzen dies ben und kräftig in himmlische Ergötzen mir bleiben. und diese teuren Ga⸗ 7. Laß mich sie ernst⸗ ben, die uns gestär— lic ů. )meiden, laß mich ket haben? geduldig leiden; laß 3. Wie soll ich dirs mich mit Andacht verdanken, o Herr, beten, von deinem n Bernicheträn⸗ Weg nie treten. fiverset und geträn⸗8. So kann ich nicht ket, ja 9171 dich mir verderben, drauf will geschenket? ich selig sterben und Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herren ꝛc(Wach auf, mein Herz.) 4. Ich lobe dich von freudig auferstehen, o Schme für alle deine Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist, 4 1667. chmerzen; dir dank ich für dein Leiden, 2— RI. — Reirche und Gnadenmittel.— Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛe.(Alle Menschen müssen sterben.) 208 Hantet, dan⸗ ket Gott mit Freuden, danket ihm mit Herz und Mund! Macht die großen Seligkeiten dieses heilgen Mah⸗ les kund, was der Herr für Gnaden schenket, da er selbst uns speist und trän⸗ ket; danket ihm vor dem Altar, daß er uns so freundlich war. 2. Ja, wir preisen Gottes Güte, denn sie währet ewiglich. O wie freut sich das Ge⸗ müte, daß der Herr so gnädig sich gegen uns auch jetzt erwie⸗ sen! Immerdar sei se gepriesen, groß ist seine Huld und Treu; sie war diesesmal auch neu. 3. Heilig, heilig, heilig werde, Gott, dein Nam uns mehr und mehr; alle Him-⸗ mel sammt der Erde zengen laut von dei— ner Ehr. Dir, Herr, singen Seraphinen dreimal heilig, die dir dienen; droben in dem Heiligtum schal-— let deines Namens 396010 Gott, der Herr und Vater, segne uns in seinem lieben Sohn; und des Vaters Sohn begegne uns von sei— nem Gnadenthron; und der Herr, der Geist, bereite uns zur Herrlichkeit und leite uns zu seinem Frie— den! Ja! Amen! sprecht Hallelujah! N. Kaiser, 1800. DR.— 25⁴ Huunummnn ummin — unmummmnnminnun — nunun Mel. O daß ich tausend ꝛc. (Wer nur den lieben Gott, Nr. 2.) 0 imm hin 209 Aden Dank für deine Liebe, er— höhter Mittler, Jesu Christ! Gieb, daß ich trübe, der du für mich gestorben bist; laß deines Leidens Angst und Pein mir im⸗ merdar vor Augen sein. 2. Im Streite hilf mir überwinden und stärke mich zu jeder Pflicht; bewahre mich vor neuen Sünden, verlaß mich in Ver-— suchung nicht, und — Das heilige Abendmahl.— dich nicht mehr be⸗ wie mich, erfreut, von Herzen lieb, als meine Brüder, als Erben einerterrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott, uns speist und tränkt ein Kelch, ein Brot. 4„“. Wie jetzt, o Herr, in deinem Namen dein Volk vor dir versam⸗ melt war, so bring einst wieder uns zu⸗ sammen, daß wir mit deiner Engelschar, anbetend als dein Eigentum, stets prei⸗ sen deines Namens Ruhm. J. C. Lavater, + 1801. dein für mich ver⸗ gossnes Blut schenk mir im Todeskampfe Mut. 3. Hilf, daß ich deines Leibes Glieder, die heut dein Heil, un Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz ꝛc.(Wie groß ist des Allmächtgen Güte.) 210 V nun die heilge Feier; ver⸗ G. J. Zollikofer, 41788, und kündigt ward von uns —. 25 5 Zultitttum Ii. — Rirche und Gnadenmiktel.— dein Tod. O dein Ge⸗ vergehn; laß würdig dächtnis sei uns teuer einst am Kronenziele, und unvergeßlich dein Herr, deine Herrlich— Gebot! Laß nie des keit uns sehn! Himmels Vorgefühle J. Ch. Wagner, in uns erkalten und 1 1825. Hü ö — Iun Zunmmn 2 4 + 2 4 Anmmmn MIUAL — *V- llld 98 — V Hunitz 6 um EDEEE umminn Wiltrtetwwttrtctrtrttd ——— uimñ — I 2 SEE I unnin XIII. Tiedergeburk und Heiligung. Buhe. mir einen neuen, ge⸗ ner Bitt es öffne; wissen Geist.. Ver⸗ denn so du willst das wirf mich nicht 1 sehen an, was Sünd von deinem Ange- und Unrecht ist ge— sicht m und nimm than: wer kann, Herr, deinen heiligen Geist vor dir bleiben? nicht von mir. 2. Bei dir gilt Ps. 51, V. 12, 13. nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu (Schon ist der Tag.) vergeben; es ist doch unser Thun umsonst 212 Aaot iei auch in dem besten ich zu dir, Herr Gott, Leben; vor dir nie⸗ Umumnn 5.......§ÜK-ägk—— DA.....—— 257 ninnunmmimn mummn nunt ö ein Dein gnädig Ohr neig reines Herze und gieb her zu mir und mei⸗ A Sen Lernenehrn —— — Wiedergehurt und Beiligung.— mand sich rühmen Gott ist viel mehr kann; deß muß dich Gnaden; sein Hand fürchten jedermann zu helfen hat kein und deiner Gnaden Ziel, wie groß auch leben. sei der Schaden. Er 3. Darum auf Gott ist allein der gute will hoffen ich, auf Hirt, der Israel er⸗ mein Verdienst nicht lösen wird aus seinen bauen; auf ihn allein Sünden allen. verlassen mich und Luther, 4 1546. seiner Güte trauen, die mir zusagt sein 23 Hert Jan wertes Wort; das ist Herr Jesu mein Trost und treuer Christ, mein Hoff⸗ Hort; deß will ich nung steht auf Er⸗ allzeit harren. den! Ich weiß, daß du 4. Und ob es währt mein Tröster bist, bis in die Nacht und kein Trost mag mir wieder an den Mor⸗ sonst werden. Von gen, doch soll mein Anbeginn ist nichts Herz an Gottes Macht erkorn, auf Erden war verzweifeln nicht noch kein Mensch geborn, sorgen. So thu das der mir aus Nöten Volk von rechter Art, helfen kann: dich ruf das aus dem Geist ich an, du bist der erzeuget ward und rechte Helfersmann. seines Gottes harre. 2. Mein Sünd ist 5. Ob bei uns ist schwer und übergroß der Sünden viel, bei und reuet mich von umn ummnuum IDS umunn iunmmn — Busse.— Herzen; derselben und Jesu Christo, mach mich frei und seinem Sohn, der uns los durch deinen Tod allzeit behüte, und und Schmerzen, und seinem werten heilgen nimm dich mein beim Geist, der uns sein Vater an, der du für Hilfe allzeit leist, daß mich genug gethan, wir ihm wohlgefällig so werd ich los der sein hier in der Zeit Sünden Last; mein und dort hernach in Glaub erfaßt, was Ewigkeit. du mir, Herr, ver⸗ C. Huber, 4 1577, oder sprochen hast. Joh. Schneesing, 4 1567. 3. Ach, stärk durch dein Barmherzigkeit Mel. Erhalt uns. Herr ꝛe. in mir ein recht Ver⸗ frommer trauen, auf daß ih 214 und ge⸗ deine Freundlichkeit treuer Gott, ich hab mög inniglich an- gebrochen dein Gebot schauen, vor allen und sehr gesündigt Dingen lieben dich wider dich! Das ist und meinen Nächsten mir leid und reuet gleich als mich; send mich. mir dein Hilf am 2. Weil aber du, letzten End, damit be- o gnädger Gott, nicht hend des TodesGraun Lust hast an des sich von mir wend. Sünders Tod, so ist 4. Ehr sei Gott in dein herzliches Be⸗ dem höchsten Thron, gehr, daß ich mich dem Vater aller Güte, wieder zu dir kehr. Am mmnnn. Fummn * ö ummf — T. — Wiedergehurt und Briligung.— 3. Auf dies Wort, der helfen kann, in 1 a Vater en an dieser Welt zu finden. ich armer Sünder zu 2. Lief i dir komm und bitt weit 201 Heit durch deines Sohnes bis an der Erden Tod: erbarm dich Enden und wollt los mein in meiner Not! sein des Elends mein, 4. Verschon, o Herr, würd ich es doch nicht Dr alln zu⸗ wenden. ecken alle meine 3. Zu dir flieh ich, Schuld, so werd ich verstoß mich nicht, arm verlornes Kind wie ichs wohl hab ledig und los all verdienet! Ach, geh meiner Sünd. doch nicht, Gott, ins 5. Ich will, o Herr, Gericht; dein Sohn nach deinem Wort hat mich versühnet. mich bessern, leben 4. Solls ja so sein, fromm hinfort, damit daß Straf und Pein ich mög nach dieser auf Sünde folgen Zeit gelangen zu der müssen, so fahr hie Seligkeit. fort und schone dort, B. Ringwald(2), 4 1598. und laß mich hier wohl büßen. ach Gott und 5. Gieb, Herr 21⁵5 Herr, wie Geduld, vergiß die groß und schwer sind Schuld, schaff ein ge⸗ mein begangne Sün⸗ horsam Herze, daß ich den! Da ist niemand, mein Heil, mein bestes 260 .— Busse.— Teil, durch Murren fehlet; gieb Willen, nicht verscherze. Mittel, Kraft und 6, Handle mit mir, Stärk, daß ich mit wie's dünket dir, ich dir all meine Werk „ will es gerne leiden; anfange und vollende.. nur wollst du mich 3. O Jesu Christe, 3 nicht ewiglich von dei⸗ der du hast am Kreuze ner Gnade scheiden! für mich Armen ge⸗ M. Rutilius, 4 1618. tragen aller Sünden Last, wollst meiner „ 29001 H5 und des M.— „ on ist der Tag. ottes und des Men⸗ 9 7 Bater der schen Sohn, erbarm 9 3. 6 216 Barmher⸗ dich mein und mein 5 5 zigkeit, ich falle dir verschon, hör auf mein n5 zu Fuße; verstoß den kläglich Rufen! ö nicht, der zu dir 4. O heilger Geist, Uer n rr be Ln, endli uße! as** ich begangen wider wenn mich die Sün-⸗ dich, verzeih mir alles denlust anficht, laß gnädiglich durch deine mich von dir nicht- + große Güte. wanken; verleih, daß 8 24 2. 9951 Detle 35—— 5 u Allmacht Wunderthat mehr egierd nach 1„ nimm von mir, was Reichtum, Lust und * mich quälet; durch Ehr in meinem Her⸗ 4 deine Weisheit schaffe zen herrsche! ö 0 Rat in allem, wo mirs 5. Und wenn mein 5 Iun nm Uiminm — Wiedergehurt und Beiligung.— Stündlein kommen ist, so hilf mir treu⸗ lich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mag dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. Dav. Denicke, + 1680. Mel. Hüter, wird die Nacht der Sünden ꝛc. 21.. bin l ich, mein Erretter und Vertre⸗ ter bei dem unsicht— baren Licht? Ich ver⸗ zag in meinem Mute; denn das Gute, das ich will, das thu ich nicht. 2. Ach, was bin ich, mein Erbarmer? Sieh, ich Armer bin Weberschifflein schie⸗ ßet, so verfließet mei⸗ nes Lebens Lauf ge— schwind. 3. Ach, was bin ich, mein Erlöser? Im⸗ mer böser find ich meiner Seele Stand; drum, mein Helfer, nicht verweile, Jesu, eile, reiche mir die Gnadenhand! 4. Ach, wann wirst du mich erheben zu dem Leben? Komm, ach komm, und hilf mir doch! Demut kann dich bald bewe—⸗ gen, lauter Segen wirst du lassen flie⸗ ßen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze, mir zum Schmerze, ja, es ist mir leid Höre mich, hör an das Quälen; dazu! Arzt der ein schwankes Rohr Seelen, schaffe mei⸗ im Wind; wie ein nem Herzen Ruh! S.. 8 ..— 2 26 .... ummnm nunnußz Ziunnum Ziummmn inunmm minunnn miumnin — Busse.— C 6. Gieb, daß mir nicht. Ich gebs, so der Tod nicht schade; gut ichs geben kann;( Herr, gieb Gnade, laß kehr zu mir dein G? mich sein dein liebes sicht! ö Kind! Ein Demütiger 4. Zwar ist es vol⸗ und Kleiner, aber ler Sündenlust und Reiner, endlich Ruh voller Eitelkeit, des ö und Gnade findt. Guten aber unbe⸗ J. Neander, 1 1680. wußt und wahrer Frömmigkeit. Mel. Nun sich der Tag ꝛc. 5. Doch aber steht⸗ So fliehen unsre Tage.) es nun in Reu, fühlt seinen Übelstand und 37 218 Wein Gott, das Herz träget jetzt vor allem eerrrrr ich bringe dir als Gabe und Geschenk. Du forderst dieses ja von mir, deß bin ich eingedenk. 2. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, das ist mir lieb und wert; du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. Scheu, daran es Lust erst fand. 6. Schenk mir, Herr Christ, Huld, Gerechtigkeit und Heil; nimm von mir meine Sünden—- schuld und meiner Strafe Teil. 7. O heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft nach deiner ⸗ en 3. Nun du, mein ein; ergieß um Jesu Vater, nimm es an, willen dich tief in mein Herz, veracht es mein Herz hinein. munnun Fmimumm ..——— 263 R Tarii üni 8. Dein Licht ström in mich aus und Glut der reinen Lieb; tilg Fin⸗ sternis, Haß, Falsch⸗ heit aus; schenk mir stets deinen Trieb. 9. Hilf, daß ich sei von Herzen 205 im Glauben dir, mein Gott, daß mich im Guten nicht mach scheu der Welt List, Macht und Spott. 10. Hilf, daß ichf ei von Herzen fest in Hoffen und Geduld, daß, wenn auch alles mich verläßt, mich tröste deine Huld. 11. Hilf, daß ich sei von Herzen rein im Lieben, und erweis, daß mein Thun nicht sei Heuchelschein, durch Werke dir zum Preis. 12. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein mein Herz hier in — m Waligung.— göttlich der Zeit; ja, laß es deine Wohnung sein auch in der Ewigkeit. Kasp. Schade, 4 1698. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. (Wer nur 911 903 Gott, ch armer 2¹ 15 Mensch, ich armer Sünder seh hier vor Gottes An⸗ gesicht! Ach Gott, ach Gott, verfahr gelin⸗ der und geh nicht mit mir ins Gericht! Er⸗ barme dich, erbarme dich, Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange, wie kränkt mich meine große Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! ununnmn — WllL EIK I IN .— uimn Waaadth nunnuntg 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien und neig zu mir dein Va⸗ terherz; wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz. Er⸗ barme dich, erbarme dich, Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne, und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder als dein Kind! Er⸗ barme dich, erbarme dich, Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß ich armer Sünder hör: geh hin, die Sünd ist dir vergeben; nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, — Bussk.— winumunn unmminn dinn mein Erbarmer, über mich! „6. Ich zweifle nicht, 10 bin erhöret, er⸗ höret bin ich zweifels— frei; weil sich der Trost im Herzen meh—⸗ ret, drum will ich enden mein Geschrei. Ich weiß ja, du er⸗ barmest dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! N. Chr. Titius, 4 1703. 6 220 5²⁰⁷ legt 9mein Sinn sich vor dir nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; Herr, dein erfreuend Angesicht auf meine Armut gnädig richt. 2. Schau her, ich ⸗ fühle mein Verder-⸗ ben; laß mich in Christi Tode sterben; in 0 erbarme dich, Gott, o möchte doch 265 12 — Wiedergeburt und Beiligung.ͥ— seiner Pein die Eigen⸗ heit ertötet sein! 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe; jedoch ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz be— freit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Er⸗ den durch deinen Geist geheiligt werden; der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweg⸗ lich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Thaten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lie⸗ ben; du bist noch immer treu geblieben. Ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Re— gung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und aus der Sünde Netz mich ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sa⸗ gen: Gott hat der Hölle Macht geschla⸗ gen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen. Ach, drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin! Chr. Fr. Richter, 1 1711. uunm D Iit DSeE ee Gü Z — Busse.— Mel. An Wasserflüssen ꝛc. (Ein Lämmlein geht.) 221 König, dessen Majestät weit über alles steiget, dem Erd und Meer zu Dienste steht, vor dem die Welt sich neiget, der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herrlich— keit, sehr groß und wunderthätig. Ich rmer, ich vermag nichts mehr, als daß Gott, sei mir Sün⸗ der gnädig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner that, beschämet und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil i voller Fehler bin und, wo ich mich nur wende hin, des Ruhmes vor ich ruf zu deiner Ehr: ch Heiland aller Sünder, dir ledig, so schlag ich nieder mein Ge⸗ sicht vor dir, du rei— nes Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissenz drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch, weil du winkst, so; bet ich mit ganz zer— knirschtem, bangem Geist, der gleichwohl dich noch Vater heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, den der für die Welt ge⸗ nug gethan, durch den wir Gottes Kinder im fuunun —2— 267 — Iunnunm 15 Gnade; mir geh es — Wiedergehurt und Beiligung.— gläubigen Vertrauen sind: der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja gutthätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis dir das Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir er— geben. Ach, heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe thätig. Und geht es nicht so, wie ich soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner böse oder gut, gieb nur, daß schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Herz mitleidig bricht: Jesu, selbst noch gnä— dig. Und wenn ich es nicht nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! V. Löscher, 4 1749. 222 A dir al⸗ lein, an dir hab ich gesündigt und übel oft an dir gethan. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt, sieh, Gott, auch meinen Jammer an. 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine Thränen sind t, — — Busse.— mein Gott, wie lange soll ich sorgen? Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich; laß mich dein Antlitz finden, du Gott der Langmut und Geduld! 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich um dei⸗ nes Sohnes willen; du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre du dein heilig Recht mich täglich thun nach dei⸗ nem Wohlgefallen; du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile, du mein Schutz, mir bei— zustehen, und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrein, der Herr erhört mein Flehen und nimmt sich meiner Seelen an. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) — Jott, vor 2³25 6 dessen Angesichte nur ein reiner Wandel gilt, ewges Licht, aus des—⸗ sen Lichte nichts als reinste Klarheit quillt, laß uns doch zu jeder Zeit deinen Strahl der Heiligkeit so durch Herz und Seele drin⸗ gen, daß auch wir nach Heilgung ringen! Du bist rein in Werk und Wesen, und dein unbeflecktes Kleid, das von Ewig⸗ uun umm V — — Wiedergeburt und Beiligung.— 1— —* keit gewesen, ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig, aber wir, großer Schöpfer, stehn vor dir, wie in einem Kleid voll Flecken, die wir dir umsonst ver⸗ stecken. 3. Was dein Geist und Herze sinnet, was dein weiser Wille thut, was dein starker Arm beginnet, ist stets hei⸗ lig, rein und gut. Und so bleibst du ewiglich, während wir auf Erden dich durch das Böse, das wir üben, stets von Ju—⸗ gend auf betrüben. 4. Herr, du willst, daß deine Kinder dei⸗ nem Bilde ähnlich sein. Es besteht vor dir kein Sünder, denn du bist vollkommen rein; du bist nur der Frommen Freund, übelthätern bist du Feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 5. Uns von Sün⸗ den zu erlösen, giebst du deinen Sohn da⸗ hin; o so reinige vom Bösen durch ihn un⸗ sern ganzen Sinn. Gieb uns, wie dein Wort verheißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. 6. Hilf, o Vater, unsern Seelen, glau— bensvoll auf dich zu sehn, deinen ewgen Weg zu wählen und ihn ohne Falsch zu gehn, bis wir mit der selgen Schar der Er— lösten immerdar Hei— lig! Heilig! Heilig! singen und die rein-⸗ sten Opfer bringen. J. C. Zimmermann, T 1783. 3 N ———....— — Hunn 6 22——::,: 2* ...........*—5 SEN Ununn ummz. 2 — Busse.— unmm unmm ———— rrn ————— * 0— ——.. èxX— KXK 4*— . unum Mel. Sieh, hier bin ich ꝛc. (Gott im Himmel und auf Erden.) eine Seele, 224— voller Fehle, suchet in dem Dunkeln Licht; Jesu, neige dich und zeige mir dein tröstlich An⸗ gesicht; auf mein Fle⸗ hen laß dich sehen, und verbirg dich län— ger nicht. 2. Ich empfinde, meine Sünde sei an allem Kummer schuld; ich gestehe dirs und flehe um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, kannst mir geben neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen und mit Schmerzen such ich dich, mein Trost und Heil. Wie d so lange ist es bange meiner Seele!l Komm in Eil, laß dich nie—⸗ der, komme wieder, meines Herzens bestes Teil. 4. Richtig wandeln, weise handeln, wollst du künftig mir ver⸗ leihn; gieb die Triebe reiner Liebe voller in mein Herz hinein. Welch ein Segen ist zugegen, wenn es heißt: du mein, ich dein! 5. Lehre, leite, voll⸗ bereite mich, wie du mich haben willt; gieb mir Klarheit, Geist und Wahrheit, daß ich gleich sei deinem Bild; daß man merke, meine Stärke sei in dir, und du mein Schild. 6. Bis im Lichte dein Gesichte mir sich roben völlig zeigt, wenn die Deinen nicht mehr weinen und die Klagestimme schweigt. Ium iuimnun — 27¹ muunnn — Wiedergehurt und Beiligung.— Drum so zeige mir die Steige, da man auf zum Himmel steigt! Magd. Sib. Rieger, 4 1786. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 22 5 Heich an die Güte, die du mir bis⸗ her erzeigt, o so wird mein ganz Gemüte zu der tiefsten Scham gebeugt, daß ich dich gering geschätzt, häufig dein Gebot verletzt und dich, der mich so geliebet, mit Ver⸗ gehungen betrübet. 2. Alle meine See⸗ lenkräfte, meine Glie⸗ der sind ja dein, und sie sollten zum Ge⸗ schäfte deines Dienstes fertig sein; doch hab ich der Eitelkeit unbe⸗ dachtsam sie geweiht; ja, zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machtest du das Herz mir frei! Was mir nützte, gabst du mir; aber, ach, wie dankt ich dir? O wie hab ich so vermessen dei⸗ nes Wohlthuns Zweck vergessen! 4. Bei so hellem Licht der Gnaden sollt ich ja die Sünde fliehn und um Rettung von dem Schaden meiner Seele mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor Richtt miche Locken, suchte mich selbst zu verstocken. 5. Ich erkenne meine Fummnum — 272 Iunnnn — Wiedergeburt und Beiligung.— ich richtig wandeln Wohl dem, der zu möge, führe du mich seiner Pflicht um⸗ selbst zu dir. Gott, kehrt; du verwirfst du siehest mein Ver- ihn nicht. trauen; sicher kann 5. Allen, die zu dir ich auf dich bauen; sich wenden, über ihre deine Vatertreue I betrübt, willst ewig, wie du selber bist. du Trost und Ret⸗ 3. Ach, gedenke, tung senden, wenn ihr Herr, der Sünden Herz sich dir ergiebt. nunnunummunume 4 — meiner Jugendjahre nicht; laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Ge⸗ richt. Alle Sünden, die uns reuen, willst haßt du, Vater, ja ver⸗ zeihen. O so höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben; dir ist seine Seele wert. Gnädig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sün⸗ denwege machst du sein Gewissen rege. Freude schenket deine Güte dem geängsteten Gemüte, welchem du die Sündenlast lieb⸗ reich abgenommen ast. 6. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem An⸗ gesicht! Keine schnöde Lust der Sünden soll mich ferner überwin⸗ den. Ach, bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich! K. Lavater, 1 1801. unnumn —— eꝗ. n inmm Zunmnn Mel. (Schon ist der Tag.) der Herrlichkeit mit seines Reiches Freu⸗ den? Wann kommt der Richter, Freud und Leid, und Bös und Gut zu scheiden? Er ist nicht fern; er ist uns nah; in un⸗ serm Herzen ist er da; du kannst ihn nim⸗ mer meiden. 2. In unserm Herzen spricht sein Spruch; wer mag vor ihm be— stehen? Frei aufge— schlagen ist sein Buͤch mit jeglichem Ver-— gehen. Sein Blick wie Feuerflamme fährt und theilt, wie ein zweischneidig Schwert, Es ist gewißlich ꝛc. erzählt uns das Ge⸗ wissen; was sich der 227 Haunkommt Heuchler lang ver⸗ der Herr hehlt, wird er sich sagen müssen, wenn Gottes Zeit kommt und ihn schilt, wenn Gottes Zeit kommt und vergilt und läßt den Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit so oft und oft im Leben? Wer muß nicht die Gerechtigkeit anflehn, ihm zu vergeben? und fühlt in seinem In⸗ nern noch viel stumme Schuld, ob deren doch er einst wird müssen beben! 5. Du Herzens⸗ richter, auf, erfahr und prüfe, wie wirs meinen! Mach uns was keine Augen die Fehler offenbar; sehen. was nützt es, gut zu 3. Was keines Fein- scheinen? Dem Aus⸗ des Mund erzählt, spruch des Gewissens ———————. 2 75 12* mumum Iuliiuun — Wiedergeburt und Beiligung.— treu und feind sein jeder Heuchelei, dies stellt uns zu den Deinen. 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt mit innerstem Be⸗ schämen, die Schuld, die uns im Innern grämt, wer könnt uns die entnehmen? Herr, gieb, daß wir der Sünde Schritt und deiner Strafe leisen Tritt, eh sie uns naht, vernehmen! 7. Und wenn die letzte Stunde schlägt, der niemand kann ent⸗ gehen, so gieb, Herr, daß wir unbewegt auf unser Innres sehen, daß unser Leben uns dann klar und rein erschein, und offenbar auch das geringst Ver— gehen. „Komm! Dein Lohn ist dir beschieden. Was du gethan hast, gut und fromm, dem Dürftigsten hienieden, das hast du deinem Herrn gethan, dem Menschensohne; komm hinan! Genieße Him-⸗ melsfrieden!“ J. G. v. Herder, 1803. Mel. Sieh, hier bin ich ꝛe. (Gott im Himmel und auf Efeott 0 er 2² 8 Gnaden! Schwer beladen neigt sich unser Haupt vor dir; unsre Herzen sind voll Schmerzen, Staub und Asch ist unsre Zier. Hab Er⸗ barmen mit uns Ar⸗ men! Aus der Tiefe rusen wir. 2. Wir verzagen, denn wir tragen auf 8. Dann sprich uns aller Sünden in uns, o Richter: Last, aller Qualen — 4. 276 + ——— iunnn — ale XX. GNnrer f um — ummnu PFF——— unnnummn — Busse.— volle Schalen, die du ausgegossen hast. Hab Erbarmen mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wir bekennen, Herr, wir nennen laut vor dir die Missethat; es ist keiner hier ein Reiner, jeder erntet böse Saat. Hab Er⸗ barmen mit uns Ar⸗ men! Sieh auf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe; Jesu, leihe uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, wenn vom Sohne das Er— barmen zu dir fleht! Hab Erbarmen mit uns Armen, wenn der Mittler vor dir steht! 5. Jesu, rette! Brich die Kette unsrer Finsternis entzwei, Iummmm Funnnnn daß der Glaube tief im Staubeunser Trost und Zuflucht sei. Hab Erbarmen mit uns Armen, Jesu, mach uns wieder frei! 6. Sei uns gnädig, mach uns ledig, führ uns aus dem finstern Thal! Du kannst lin⸗ dern und vermindern alle Not und Herzens⸗ qual. Hab Erbarmen mit uns Armen; Jesu, hilf noch diesesmal!? 7. Du mußt siegen, wir erliegen, du bist frei, wir sind in Haft; du alleine bist der Reine, wir sind schwach, dein ist die! Kraft. Hab Erbarmen mit uns Armen; denk an deine Pilgrim— schaft. 8. Wenn du Frie—⸗ den fürchten wir die Strafe nicht; dein Versöhnen wird uns krönen mit Gerechtigkeit und Uumnununnunmumz 5 unmmimm—8 — uns beschieden, Watrttt — 2—.—— Inunnn umnnn D — Wiedergeburt und Beiligung.— Licht; dein Erbarmen hilft den Armen; du bist unsre Zuversicht! H. Puchta, 4 1858. 229 Lehre wie⸗ der, kehre wieder, der du dich verloren hast! Sinke reuig bittend nieder vor dem Herrn mit deiner Last! Wie du bist, so darfst du kom— men und wirst gnädig aufgenommen. Sieh, der Herr kommt dir entgegen, und sein heilig Wort verspricht dir Vergebung, Heil und Segen; kehre wie— der, zaudre nicht! 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Er— neuung deiner harrt ein neues Glück, wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen; wo des heilgen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz beut Vergebung dei⸗ nem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz; sieh auf den, der voll Erbarmen dir mit ausgestreckten Armen winket von des Kreu-⸗ zes Stamme: kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben trink in seiner Liebeshuld; bei dem Herrn ist viel Vergeben, große Lang⸗ mut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem ummmmt: + unnm — — * 278 —.—— Muimn ——— ñ— 0 ———————————2347—2——.— muin unummis⸗ — —— Munn unmn — — Busse. — Herzen; er hat Trost für alle Schmerzen; er kann alle Wunden heilen, macht von allen Flecken rein; darum kehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein. 5. Kehre wieder, endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein; aus der Lüge in die Wé zahr⸗ heit, aus dem Dunkel in die Klarheit, aus dem Tode in das Le⸗ ben, aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, nimm guch heute: kehr e gleich! Ph. Spitta, 4 1859. Am Bußtage. Mel. Herzlich lieb hab ich ꝛc. 230 6 ott, 2 du unsre Zu⸗ flucht bist, Herr, unser Mittler, Jesu Christ, Geist Gottes, Geist der Gnaden! Unend⸗ licher, verwirf uns nicht! Wir kommen vor dein Angesicht, mit Missethat bela-⸗ den. Nimm von uns unsre Sündenschuld, du Gott der Langmut und Geduld! Erhöre gnädig unser Flehn, daß wir dein Heil, Erbarmer, sehn. Herr, unser Gott, verbirg uns nicht dein Ange-⸗ sicht, und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unsers Bundes Eid, dein Weg von uns verlassen: o sieh, wir kehren voller zurück zu dir; laß, Herr, aufs neu uns deine Gnade fassen! 2 RA Uumummm —5 Reu: Ummmn unn —.. unmmn U Uummummim — Wiedergehurt und Beiligung.— Sie leit uns auf den ebnen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß Irrtum und Versuchung nie uns auf die Bahn des Lasters zieh. Herr, unser Gott, groß von Geduld, vor neuer Schuld behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Land; laß es, beschirmt von dei-⸗ ner Hand, des Frie— dens Ruh genießen! Wend ab von uns der Flammen Wut und die Verwüstung wilder Flut, des Krie⸗ ges Blutvergießen; sei unser Retter, wenn uns Not des Man⸗ gels und der Seuchen droht. Du, Vater, wollest mit uns sein, daß wir uns deines Schutzes freun. Herr, unser Gott, verleih uns Mut! In deiner Hut sind wir, und was du thust, ist gut. 4. Gieb Frieden, wo sonst Zwietracht war; vereine, was getrennet war; schenk uns der Eintracht Se⸗ gen! Uns leite, Gott, dein guter Geist, und was dein teures Wort verheißt, sei Licht auf unsern Wegen! Laß, Herr, in Lehr und Wandel rein die Die-⸗ ner deines Wortes sein, und bringe zu der Wahrheit Glück zu dir die Irrenden zurück! Herr, unser Gott, breit aus dein Wort an jedem Ort, gieb Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regen-⸗ ten lenke du, daß weise sie in sichrer Ruh der Völker Wohlstand heben. Dem Fürsten, — 280 IRRE —— zS I 25—— 4 2..S..IIaseee ————I‚EInn nn — Busse.— er der uns schützt und 2 lehre sie den rech⸗ d liebt, gieb, der in ihm ten Pfad. Herr, unser „ so viel uns giebt, ein Gott, durch alles Leid n, frohes, langes Leben. der Pilgerzeit führ V Noch lange sei sein uns zu deiner Herr⸗ 8 Vaterblick uns, seinen lichkeit! ö k Kindern, Schutz und 7. Du thust weit 5 Glück! O schütt auf mehr, als wir ver— ihn und auf sein stehn, kannst mehr V Haus und seine Räte gewähren, als wir t Segnung aus! Herr, flehn! Laß uns Er⸗ f unser Gott, in deiner hörung finden! O Hand ist unser Land, neig auf unser Flehn 8 beglück es, segne jeden dein Ohr, heb unser Stand! Herz zu dir empor * 6. Vernimm der und mach uns rein u Leidenden Gebet! Wer von Sünden! Laß in der Not um Ret⸗ uns dir nun gehei⸗ 0 tung fleht, dem hilf ligt sein, im Leben 1 aus seinen Nöten; und im Tode dein! n gieb Kranken Lin- Wir sind durch Christi derung und Ruh; die Blut erlöst: o du, . Sterbenden erlöse du, der Sünder nicht ver⸗ erhör ihr letztes Be- stößt, Herr, unser . ten! Sei aller Unter⸗WGott, erbarme dich, 5 drückten Heil, der erbarme dich, vergieb Wittwen und der uns, leit uns väter⸗ 0 Waisen Teil, vereitle lich! „ der Verfolger Rat J. J. Eschenburg, 4 1820. ö ⁰⁰ Fummmm munnnnuͤũ unmmmß EET 28¹ Aun immer ti es war kein Guts am unnun unmun — Wiedergeburt und Reiligung.— Glaube und Rechkferkigung. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 231 un freut “e euch, lie— ben Christen gmein, und laßt uns fröh⸗ lich springen, daß wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat und seine süße Wunder⸗ that; gar teur hat ers erworben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verlo— ren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war gebo— ren; ich fiel auch tiefer drein, Leben mein, die Sünd hatt mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht, es war mit ihn' verdor⸗ ben; der frei Will haßte Gotts Gericht, zum Guten gar er⸗ storben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barm-⸗ herzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu sei⸗ nem lieben Sohn: es ist Zeit, zu erbarmen; fahr hin, meins Her—⸗ zens werte Kron, und? unnunmnm —.———————— ESI! 282 um 22.....22m79.—1—f————w04—..—— —— —.—4— ———— 2——2—e2 Innn —— zunnun umm — Glauhe und Rechtkertigung. ͥ— sei das Heil dem Ar-— men, und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben! 6. Der Sohn Gott gern gehorsam ward, er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. In meiner armenłKnechts⸗ gestalt ging er einher, um die Gewalt des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir: halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein; uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rau⸗ ben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Unschuld trägt Sünde dein, da bist du selig worden. dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und Reich hier werd ge— mehrt zu seinem Lob und Ehren; und hüt miummunnnnun Tod verschlingt das Leben mein, mein die. lehren, daß Gottes. 9. Gen Himmel zu Ummn dich in Trübnis trö sten soll und lehren 2 2 V — Wiedergehurt und Beiligung.— dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zuletzte. Luther, 4 1546. —— ummim Mel. Vater unser ꝛc.(Gott, Vater, an Erbarmen.) Jo wahr ich 232 Bicbespricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sün⸗ ders Tod, vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort be— denk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat und zwar durch einen teu⸗ ren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: es ist noch gute Zeit; ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wenn ich lebens⸗ müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl noch erbarmen sich. 4. Wahr ist es, Gott ist stets be— reit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sün⸗ digt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad einst ge— lohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott durch Jesu Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund: 333 EEEET ** RD verborgen ist Todes Stund. morgen kommt, kann ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja gar wohl tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Leib und Seel verderben muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heut mich wend zu dir und Buße thu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod entrück, auf daß ich heut und jeder Zeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. J. Heermann, 1 1647. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle 1c.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 233 müte waget — Glauhe und 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh Rechtkertigung.— des kühnen Blick in den Abgrund deiner Gütel Send ihm einen Blick zurück, einen Blick voll 15 Heiterkeit, der die Fin⸗ ändern sich. Wer heut sternis zerstreut, die mein blödes Auge drücket, wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich erbarmet hast und aus einem freien Triebe den erwünsch⸗ ten Schluß gefaßt, der im Fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld, durch des eignen Sohnes Ster⸗ ben Gnad und Frei⸗ heit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlich⸗ keit, der so einer Welt voll Armen Gnade, rwge Liebe, Trost und Hilfe beut! mein Ge- Liebe, die den Sohn einen nicht schont, der in 42 —— 285 Uuiunuu ummm minnun ummunmmnmemmmmmm — Wirdergeburt und Beiligung.— ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu er⸗ retten aus den schwe— ren S 5 ndenketten. 4. Doch du hast, 0 weise Liebe, eine Ordnung auch be— stimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt; wer nur an den Mitt⸗ ler gläubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen für den gnadenvollen Schluß, den die Schar ver⸗ klärter Zungen rüh⸗ men und bewundern muß, den der Glaub in Demut ehrt, die Vernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie 11. en Tief ergründet. 3. Liebe, laß mich dahin streben, meines Heils gewiß zu sein; richte selbst mein gan⸗ zes Leben so nach dei⸗ nem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugnis die—⸗ nen möge, ich sei auf dem Lee 7. Laß mich mei⸗ nen Namen schauen in dem Buch des Le⸗ bens stehn; dann so werd ich ohne Grauen selbst dem Tod ent— gegen gehn. Keine Kreatur wird mich, deinen Liebling, ewig— lich deiner Hand ent⸗ reißen können, noch von deiner Liebe trennen. J. J. Rambach, 1735. (Ich eile meiner Heimat.) 234 Wand nimmt die Sünder unnn mummm S· 286 unum EE Allittunn uumumm r 2. 0 D 8 — Glanbe und Rechtfertigung.— an; die unter ihrer Last der Sünden kein Mensch, kein Engel h trösten kann, die nir⸗ gend Ruh und Ret— tung finden, für deren Angst und Seelenpein die weite Welt ist selbst zu klein, weil über sie der Stab ge⸗ brochen, der Himmel ihnen abgesprochen, die sehn die Freistatt aufgethan: mein Hei⸗ land nimmt die Sün⸗ der an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden; ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und litt für sie den bittern Tod; nun, da er denn sein eigen Leben für sie als Lösegeld gege⸗ ben und seinem Va⸗ ter gnug gethan, so eißts: er nimmt die Sünder an.. 3. O solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thränet! Wie streckt es sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäi Haus, wie sanft stillt er dort Magdalenen den Strom der heißen Reuethränen sonst gethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freundlich blickt er Petrum an,? so tief der Jünger auch gefallen. Nun, dies hat er nicht nur gethan, da er auf Er⸗ den mußte wallen; ——— 287 und; denkt nicht, was sie? * & nunmum 95— unter den den Si reich zugethan. wer schuld betrübet, dem, der keinen von —. DV— DSE— 72 iumm „Wiedergehurt und Beiligung. E Eint er ist immerdar sich gleich an Liebe, Treu und Gnade reich, und wie er Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freu— ündern lieb⸗ Mein Heiland nimmt die Fiänder an., So komme denn, Sünder heißt, seine Sünden-⸗ zu wen sich weist und der zer⸗ schlagne Herzen liebet. willst du dir im Lichte stehn und ohne Willst du der Sünde länger dienen, da, dich zu retten, er erschie⸗ nen? n? O nein, ver⸗ laß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. ½ 6. Komm nur uunmuumunmununnunnununinnunn E— Not verloren gehn“ selig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenn gleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch so noch angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit vie⸗ lem Flehen sich brün⸗ stig nach dir umge⸗ sehen! So komm denn, armer Mensch, heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an. ½ 7. Sprich nicht: ich sündigte zu schwer, ich bin zu sehr mit Schuld beladen, für mich ist keine Rettung mehr, mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden. Wofern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm die Hände ——— 43 t T Aen. — Glaube und Rechtkertigung.— binden, und du sollst seine Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. ½ 8. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, ich muß erst noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schlie—⸗ ßen. Nein, weil er ruft, so höre du und tritt zum Gnaden— stuhl hinzu; wer sei⸗ ner Seele Heil ver⸗ träumet, der hat die Gnadenzeit versäu⸗ met, ihm wird her— nach nicht aufgethan; heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, holdselger Heiland aller Sünder, erfüll mummm mit sehnender Begier auch uns und alle Adams⸗Kinder. Zeig uns bei unserm See⸗ lenschmerz dein auf— geschlossnes Liebes⸗ herz, und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jesus an. ½ L. F. F. Lehr, + 1744. Mel. Jesus, meine Zuver⸗ sicht ꝛc. 235. e. der an! Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, doch — D 289 13 ununum — ummn * RI mnnem Fiummmmn — Wiedergehurt und Beiligung.— hat er in seinem Worte eidlich sich dazu er— klärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier böllig aufgethan: Je-⸗ sus nimmt die Sün⸗ der an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treu⸗ lich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sün⸗ der, Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kin⸗ derz glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und be— kenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung fin⸗ den, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so faß ich frohen Mut, auf dich werf ich meine Sün⸗ den; dein am Kreuz vergossnes Blut lässet mich Vergebung fin⸗ den, daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an! Er hat mich auch angenom— men und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. E. Neumeister, 4 1756. Mel. O daß ich tausend ꝛc. (Wer nur den lieben Gott, Nr. 2.) 236 ch habe nun AHunimm. den Grund —.— Glaube und Rechtkertigung.ͥ— 2 gefunden, der meinen 4. O Abgrund, 0 nker ewig hält; wo welcher alle Sünden 6 anders, als in Jesu durch Christi Tod ver⸗ Wunden? Da lag er schlungen hat! Das vor der Zeit der Welt, heißt die Wunde recht der Grund, der un⸗ verbinden; hier findet beweglich steht, wenn kein Verdammen statt, Erd und Himmel weil Christi Blut be⸗ et untergeht. ständig schreit: Barm⸗ 2. Es ist das ewige herzigkeit, Barmher⸗ 0 Erbarmen, das alles zigkeit! 0 8 Denken übersteigt, deß, 5. Darein will ich 1. 50 der mit offnen Lie⸗ mich gläubig senken, 6 ie U 6 besarmen sich zu uns dem will ich mich ges —. armen Sündern neigt, trost vertraun und, demallemal das Herze wenn mich meine l bricht, wir kommen Sünden kränken, nur h oder kommen nicht. bald nach Gottes Her⸗ 1 3. Wir sollen nicht zen schaun; da findet st verloren werden, Gott sich zu aller Zeit un⸗ . will, uns soll gehol⸗ endliche Barmherzig⸗ fen sein; deswegen keit. 0 kam sein Sohn auf 6. Wird alles andre ö Erden und nahm her- mir entrissen, was nach den Himmel ein; Seel und Leib er⸗ deswegen klopft er quicken kann; darf ich 1 für und für so stark von keinem Troste an unsers Herzens wissen und scheine —4 Thür. völlig ansgethan; ist 1——— a . — Wiedergehurt und Beiligung.— die Errettung noch so weit: mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Muß ich an mei— nen besten Werken, darinnen ich gewan— delt bin, viel Unvoll-— kommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch hier der Trost bereit; ich hoffe auf N 8. Es gehe mir nach desse en Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es dies nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, thun und trei⸗ ben, fo lange noch 10 f Herze schlägt; so sing ich einst in der Barn o Abgrund der Barmherzigkeit! J. A. Rothe, 4 1758. Mel. O daß ich tausend ꝛe. (Wer nur——— 29 Gott, 237 Ais Gna⸗ den soll ich selig werden! Herz, glaubst dus oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd geberden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit sein: aus Gnaden ist der Him⸗ mel dein! 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gowuun daß uns sein Tod ummnmen 292 nimunnumminunn 5 — — — — — EE 8 . — Glaube und Rechikertigung.— das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort„aus Gnaden“, so oft dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Ver⸗ nunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast; was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sprich, wo du was zu rühmen hast! Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden hel⸗ fen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt; was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Worte preist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: „wohlan, ich greif auch zu“. Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden 900 verheißnen Ruh; och nimmt er nicht zu Gnaden an, der; noch auf Gnade sünd— gen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort ge— höret, tret ab von aller Heuchelei; nur wenn der Sünder sich bekehret, dann lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad ge⸗ V* —: unnunmm mummun 293 e. —— ³ DU F —— ++Æι mmnnunun — Wiedergeburt und Beiligung.— dem Glauben ein Wunder— ring, ists ding! 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgethan, wenns unter Angst und heißen Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich glaube, darum ist mir wohl; ich kenn mein sünd⸗ liches Verderben, doch den auch, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Chr. L. Scheidt, 4 1761. Mel. O daß ich tausend ꝛe. (Wer nur den lieben Gott, Nr. 2.) 258W He widerfahren, Erbar— mung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin er⸗ freut und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Warum? ich war ja Gottes Feind! Erbarmung hats so treu gemeint! 3. Das muß ich dir, mein Gott, be⸗ kennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich ummnut unmu —.. —— nunmmn I — Glauhe und Rechtkertigung.ͥ— mumunm fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barm⸗ herzigkeit. 4. Dies laß ich kein ö Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf die⸗ ses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbar⸗ men, nimm dein Er⸗ barmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen, durch lands Tod zu dir; da mumnummmn 1⁰ freut und rühme die Barmherzigkeit. meines Hei⸗ bin ich ewig hoch er⸗Christo nun erfunden Ph. F. Hiller, 4 1769. mit ihm nur stets Mel. Wer nur den lieben Gott, Nr. 4. 239 I weiß von keinem an⸗ dern Grunde, als den der Glaub in Christo hat; ich weiß von keinem andern Bunde, von keinem andern Weg und Rat, als daß man elend, arm und bloß sich legt in seines Vaters Schoß. 2. Ich bin zu mei⸗ nem Heiland kommen und eil ihm immer besser zu; ich bin auch von ihm aufgenom⸗ men und finde bei ihm wahre Ruh; er ist mein Kleinod und mein Teil, und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. bleib in und bin in ihm gerecht und rein; bleib ich 5 7 10 0 5 aunn mumm 0 40⁰.— EERRNE— 5 D 295 2 * 2 Aummen FP.. 3n — Wiedergeburt und Reiligung.— verbunden, so kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an,— wer ist, der mich verdam— men kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in Christo mich befinde; wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts ge— ring und klein, sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben im Glauben und in Christi Kraft; der alte Mensch muß täglich sterben, der noch nicht tot am Kreuze haft; dies aber macht mich rein und klein und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. 6. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn, da kann mein Wachstum vor sich gehn. 7. Ich bleib im tief⸗ sten Demutsgrunde und will von Christo nimmer gehn; ich bleib im allgemeinen Bunde, in allgemei⸗ ner Liebe stehn und hang an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben, o Jesu, bleibe du in mir; laß deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glauben folge dir; laß stets mich fromm und wachsam sein, so; 7 2. mnmmun 1 mimmme 4 uimun 3 Zunnun — Glaube und Rechtkertigung.ͥ— Onduerdent o erieh den Er rund mir ein. i K. H. v. Bogatzty. 4 1774. richt, dem schweren Lohn der Sünden. Mel. Herzlich lieb ꝛc. Durch dich kann ich 240 I5 komme, dem Fluch entgehn Friedens- und mich mit Gott fürst, zu dir; erbar⸗ vereinigt sehn, durch mend rufest du auch dich 42 Dun.Wer⸗ empnen Dereir donen Blzene empfangen. Der Sün- lornen Heil; Se⸗ dm Last 77 mir h(Taulder auch 1 zu schwer: o laß mich Teil; er sei auch mir micht vom Troste leer, Beruhigung und mei⸗ laß mich zur Ruh ge⸗ nes Lebens Heiligung. langen. Sieh an mein Herr Jesu Christ, ich Oied miunr Saite Iuph n S Sieh meiner Seele ‚e mich, als Hesftnreng stärke 5T2. er tröstet mich, als 3. Mein ganzes Le⸗ du Gpmn er üem 125 preise von Sünden löst, mein Mittler, rein? Herdh Jesu hast du mich, dein Christ, Lichr Trost, Dumicheu zu Ramuig mein Licht, mein Bin ich nur dein, so Trost, mein Licht, fehlt mirni ts, nichts Dihen wichntn.Genhi, ne Hie ehen nicht! Gerichts, 2. Du, du bist meine auf dieser Erden. Auf 4 ummi 6 * ιι½ Iumm — — Wiedergehurt und Beiligung.— dieser Bahn zum Va⸗ terland entzeuch mir niemals deine Hand; zu mich siegen einst durch dich. Herr Jesu Christ, erhöre mich; einst preis ich dich für deine Gnade ewiglich. Chr. Sturm, 4 1786. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 241 Ou sollst glauben, o du Armer, und du broalft zweifle nicht; u sollst beten zum Erbarmer, und du kannst, du kannst es nicht. Du sollst un⸗k bedingt vertrauen, dort wirst du den Ausgang schauen. Jesu Ausgang ward erst klar, als er auf— erstanden war. 2. Glaube giebt deinem Dienste stärke mich, und laß der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott empor, Glaube bricht des Grabes Siegel, selbst der Ewigkeiten Thor; Glaube geht durch Flamm und Fluten, ließ die Zeu⸗ gen Jesu bluten und sie überwinden weit, sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft in allem siegen, macht die schwerste Tugend leicht; alles muß zu Füßen liegen, selbst ge⸗ wohnte Sünde weicht. Ob du auch im Kampf erlagest, schon an Glaubenskraft ver⸗ zagest, kämpfe stärker, ämpfe mehr, deine Hilfe ist der Herr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren Wunderausgang oft gesehn? siehst du nicht den Unsichtbaren groß durch Thaten bei dir 2 umummz innnmn — Glauhe und Krchikertigung.— stehn? mußt du denn wie Staub und Rauch ihn immer bald des Ewgen Rat verstehen? bald dich seiner Hilfe freun? würde dies dein Bestes sein? 5. Glaube dann noch, wenn zu glau⸗ ben fast kein Hoff⸗ nungsstrahh mehr bleibt; laß dir nichts sein Machtwort rau⸗ ben:„Selig, selig ist, wer glaubt!“ Ach, die Ersten dort am Throne glaubten ohne Schaun die Krone, rangen, starben, wank⸗ ten nie, und— em-⸗ sehen? verweht; ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgen Grund ge—⸗ mauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar: an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der pfingen!— Sei, wie mir die Feste baut, sie! G. Reiber, 1 1809. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 242 I5 weiß, an wen ich glaube, ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen! Ich weiß und kenne ihn. um 299 unmm V eredtredt Al. — Wiedergeburt und Beiligung.— 2% 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der snimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort,— die Leuchte der Ge⸗ danken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecketam Abend einst begrub; er, der, von Gott erwecket, sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld ver⸗ Nachfolge Christi. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 243 Tei getreu Obis an das Ende, daß nicht Marter, Angst und Not dich von deinem söhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erden⸗ staube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mirim Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Him⸗ melsauen mit Kronen einst mein Haupt. E. M. Arndt, 1 1860. Hriligung. Jesu wende; sei ihm treu bis in den Tod! Ach, das Leiden dieser Zeit ist nicht wert der Herrlichkeit, die dein Jesus dir will geben dort in jenem Freu⸗ denleben. 2. Sei getreu in dei⸗ ummm 2 8 E 300 DPDSDSDSSSSSSS..— — Nachkolge Christi.— nem Glauben! Laß dir Ach! Denn du machest dessen festen Grund ja deine Schuld größer nicht aus dem Herzen nur durch Ungeduld; + — 1 ium mn ö rauben, halte treulich deinen Bund, den dein Gott durchs Wasser— bad fest mit dir ge⸗ schlossen hat. Ach, du gingest ja verloren, wenn du treulos ihm geschworen! 3. Sei getreu in dei⸗ ner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb am Nächsten übe, wenn er dich auch oft betrübt. Denke, was dein Heiland that, als er für die Feinde bat! Du mußt, soll dir Gott verge— ben, auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach, laß dich nichts von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und leichter trägt, wer willig träget, was sein Gott ihm aufer-⸗ leget. 5. Sei getreu in dei⸗ nem Hoffen! Traue fest auf Gottes Wort; hat dich Kreuz und Not betroffen und Gott hilft nicht allso⸗ fort:— hoff auf ihn doch festiglich, sein Herz bricht ihm gegen dich, seine Hilf ist schon vorhanden, Hoff⸗ nung machet nie zu schanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden, Glau⸗ ben, Liebe, Hoffnung fest! Ich will treu sein bis zum Scheiden, weil mein Gott mich nicht verläßt. Herr, den meine Seele liebt, dem sie sich im Kreuz 301 musf — Wirdergeburt und Heiligung.— ergiebt, sieh, ich fassee 3. Mein Herz ist deine Hände: hilf mir voll Demütigkeit, voll Ende! Nach Benj. Prätorius, um 1659. Mel. Machs mit mir ꝛe. (Auf, Christenmensch.) 244 Win nach, spricht Christus, unser Held, mir nach, ihr Chri— sten alle; verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt mei⸗ nem Wandel nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. — ö End sein bis zum Liebe mein Gemüte, mein Mund voll Huld und Freundlichkeit, voll Sanftmut und voll Güte mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott erge⸗ ben, schaut auf ihn. 4». Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag Amemn 0 ..NR DA S stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn! 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlie— ren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit D gehen und wohlge— mut, getrost und gern in allen Leiden stehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler, 4 1677. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen?) 245 K Leib und Seel nach⸗ d ziehen, seinem Vor⸗ bild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen, auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum Himmel reisen, irdisch noch, schon himmlisch sein, glauben recht und leben rein, in der Lieb den Glauben weisen! Treuer Jesu, bleib bei mir; geh voran, ich folge ir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werdengleich! Nach dem Leiden fol⸗ gen Freuden, Armut hier macht droben reich; Thränensaat, die erntet Wonne, Hoffnung tröstet mit Geduld; denn es scheint durch Gottes Huld nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid ich mit dir; Sunnmnur 303 4 5— nachkolge Christi.— uun Uun EE —*.. — Wirdergeburt und Beiligung.— dort teil deine Freud mit mir! Lasset uns mit di Jesu sterben! Sein Tod rettet uns vom Tod, rettet von der Seel Verderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Fanerbis heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wieder⸗ geben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir; ach, erkenn uns für und für, treuer Freund, als deine Brüder! Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei ir. Siegmund v. Birken, + 1681. Mel. Großer Prophete ꝛe. 246 Mfe 22. siegen, d Fürste des Lebens! Sieh, wie die Finster⸗ nis dringet herein, wie sie ihr drohendes Heer nicht vergebens mächtig aufsuühret, mir schädlich zu sein! Schau, wie sie sinnet auf allerlei Ränke, daß sie mich sichte, verstöre und kränke. 2. Jesu, hilf siegen; ach, wer muß nicht klagen! Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir; hilf, wenn die Sünden der Ju⸗ gend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für! Ach, laß mich schmecken mmun ——* 304 uin . 8..—.—. mim . — nachkolge Christi.— dein kräftig Versüh—⸗ nen und dies zu mei⸗ ner Demütigung die⸗ nen. 3. Jesu, hilf sie⸗ gen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Miß⸗ gunst sich regt, wenn ich die Last der Be⸗ gierden empfinde, und sich mein tiefes Ver⸗ derben darlegt. Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gieb, daß in mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwin— gend durch heiligen Trieb. Laß mich ein⸗ dringen ins göttliche 5 Wesen, so wird der Leib und die Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt, und ich mich so in dein Wollen verhülle, daß sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken! Wenn sich die Kräfte der Lügen auf⸗ blähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen undprüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Be⸗ 1 V* uunun — Iumf. Z 30⁵ wenns zum Sterben; mach — Wirdergeburt und Beiligung.— ten; Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein! Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du ver⸗ sprochen, Fürsprecher zu sein. Wenn mich die Nacht mit Er⸗ müdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwin⸗ det, und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein ver⸗ schüchtertes Reh; ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen, nun kommt du uns würdig und stetig bereit, daß ich dir gezogen, und du mich nenne des Him⸗ melreichs Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! J. H. Schröder, 4 1699. Mel. Eins ist not ꝛc. 247 Hren keiten, zeuch uns in 3 dein Heiligtum, da du uns die Stätt be⸗ reiten und zu deines Namens Ruhm als deine Erlösten sieg⸗ prächtig willst führen! Laß unsere Bitte dein Herze jetzt rühren; wir wollen dem Vater zum Opfer dastehn und mit dir durch Leiden zur Herrlich⸗ keit gehn. 2. Er hat uns zu uunnt muünmmimmmm9⁸mm — 2—. E58.———.— 2 *— 1 306 uimmnn uim * Zunnun wieder zu ihm hin; Liebe hat uns über⸗ wogen, daß an dir hängt Herz und Sinn. Nun wollen wir gerne mit dir auch abster⸗ ben dem ganzen natür⸗ lichen Seelenverder⸗ ben; in deinen Tod, Herr, laß verpflanzet uns sein, sonst drin⸗ gen wir nimmer ins Leben hinein. 3. Fürst des Lebens, komm und eile, führ das Todesurteil aus; brichentzwei des Mör⸗ ders Pfeile, wirf die Sünde ganz hinaus! Ach, laß sich dein neues, erstandenes Le⸗ ben in unsern erstor⸗ benen Herzen erhe⸗ ben; erzeig dich ver⸗ kläret und herrlich noch hier und bringe ein neues Geschöpfe herfür. 4. Kehre die zer⸗ — Rachkalge Christi.— streuten Sinnen aus der Vielheit in das Ein, daß sie wieder Raum gewinnen, nur von dir erfüllt zu sein! Ach, wirf du die Mächte der Finsternis nieder, erneure die Kräfte des Geistes uns wieder, daß er aus der Fülle der Gnade sich nähr und gegen der Gottheit Verächter sich wehr. 5. Lebe denn und lieb und labe in der neuen Kreatur, Le⸗ bensfürst, durch deine Gabe die genesene Natur! Erwecke dein Paradies wieder im Grunde der Seelen und bringe noch näher die Stunde, da du dich in allen den Deinen verklärst und ihnen das ewige Le⸗ —0 gewährst. 6. Gönne uns noch Ummmuß DR Iunmmn i....— 307 x — Wiedergehurt und Beiligung.— Frist auf Erden, Zeu⸗WGesichte führet aus gen deiner Kraft zu dem Kerker hin. sein, deinem Bilde 2. Ists doch deines gleich zu werden, in Vaters Wille, daß du dem Tod zu nehmen endest dieses Werk; ein des Lebens voll⸗ hierzu wohnt in dir kommene Freiheit und die Fülle aller Weis⸗ Rechte, als eines voll- heit, Lieb und Stärk, endeten Heilands Ge⸗ daß du nichts von schlechte! Der Un⸗ dem verlierest, was glaub mag denken: er dir geschenket hat, wir bitten zu viel; und es aus der Un⸗ du hörst unsre Bitten, ruh führest zu der thust über ihr Ziel! 905Ach m 714.„Ach, so mußt du pl Ohir 30 uns vollenden, willst und kannst ja anders Dunch in. denn 96 Drn urch- in deinen Händen, 248 brecher dein Herz ist auf uns aller Bande, der du gericht, ob wir wohl immer bei uns bist, von allen Leuten als bei dem Schaden, gefangen sind geacht, Spott und Schande weil des Kreuzes Nie— lauter Lust und Him- drigkeiten uns der mel ist, übe ferner Welt zum Spott ge⸗ dein Gerichte wider macht. unsern Adamssinn, 4. Schau doch aber bis uns dein so treu unsre Ketten, da wir iminn ununnummmmnummmmmmmnnnmmummennniniunniiien nn * E*———————... 7— — TEN 5 *—*— minunmn mumumm⸗ A — nachkolge Christi.— mit der Kreatur seuf⸗ Heb uns aus dem zen, ringen, schreien, Staub der Sünden, beten um Erlösung wirf die Lust der der Natur von dem Welt hinaus; laß uns Dienst der Eitelkeiten, wahre Freiheit finden, der uns noch so hart Freiheit in des Va⸗ bedrückt, ob auch schon ters Haus! der Geist in Zeiten 7. Wir verlangen sich auf etwas Beßres Rins Ruhe für das schickt. Fleisch in dieser Zeit; 5. Ach, erheb die wie dus nötig findest, matten Kräfte, reiße thue noch vor unsrer du das Band entzwei, Abschiedszeit; aber daß wir, durch die unser Geist, der bin⸗ Weltgeschäfte durch⸗ det dich im Glauben, gebrochen, stehen frei! läßt dich nicht, bis Weg mit Menschen- er die Erlösung findet, furcht und Zagen, die dein treuer Mund weich, Vernunftbe⸗ verspricht. denklichkeit; fort mit 8. Herrscher, herr⸗ Scheu vor Schmach sche, Sieger, siege; und Plagen; weg des König, brauch dein Fleisches Zärtlichkeit! Regiment, führe dei⸗ 6. Herr, zermalme, nes Reiches Kriege, Herr, zerstöre diese mach der Sklaverei ein Macht der Finsternis; End! Ach, die Last denn der preist nicht treibt uns zu rufen, deine Ehre, den sie alle flehen wir dich fort zum Tode riß. an: zeig doch nur die —. — Uuumin minumunn ummmm 2* ** — Wiedergeburt und Beiligung.— ersten Stufen der ge⸗G träumen, wenn die brochnen Freiheits⸗ Freiheit bricht herein. bahn! G. Arnold, 4 1714. 9. Ach, wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein! Drum, so wahr du bist ge⸗ storben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, in dein heilig Bild verklärt; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß nur uns nicht lässig sein; werden wir doch als wie uns hellglänzend Mel. O Jesu C Lebens 249⁷8 reines Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sünde Thor und Thür, vertreibe sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Herzen ruh! 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür; ach, komm und wohne du bei mir; was unrein ist, das treib inaus aus deinem empel, deinem Haus! 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein Ange⸗ hrist, meins 2c. sicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpf⸗ ter Güt! 4. Und mache denn RPI.....TRLR 310 unnunn * . — Nachkalge Christi.— mein Herz zugleich an Sündenschlafe; denn Himmelsgut und Se⸗ es folget sonst darauf gen reich; gieb Weis⸗ eine lange Strafe, und heit, Stärke, Rat, Ver⸗ die Not sammt dem stand aus deiner mil⸗ Tod möchte dich in den Gnadenhand: Sünden unvermutet 5. So will ich dei- finden. nes Namens Ruhm 3. Wache auf, sonst ausbreiten als 30 Hlarh du nicht Christi Eigentum und dieses wenn ich nur dir er⸗ Licht ewig ferne stehen; geben bin. denn Gott will für G. H. Neuß, 4 1716. die Füll seiner Gna⸗ dengaben offne Augen Mel. Straf mich nicht ꝛc. haben. (Mache dich, mein Geist.) 4. Wache, daß dich 250 Hlaacht dich, nicht die Welt durch 4 mein Gewalt bezwinge, Geist, bereit, wache, oder, wenn sie sich fleh und bete, daß dich verstellt, wieder an nicht die böse Zeit sich bringe; wach und unverhofft betrete; sieh, daß dich nie denn es ist Satans falsche Brüder fällen,? List über viele From- die dir Netze stellen. men zur Versuchung 5. Wach, und hab kommen. auf dich wohl acht, 2. Aber wache erst trau nicht deinem Her⸗ recht auf von dem zen; leicht kann, wer Klarheit sehen; wache, achten für Gewinn, sonst wird dir sein — 2 unu munmunmummuümmm6mmmmmmmmpm.. V umm ummmum VHunmmmn —.— + — Wiedergehurt und Beiligung.— es nicht bewacht, Got⸗ tes Gnad verscherzen; denn es ist voller List kann sich selber heu⸗ cheln und in Hoffart schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herr nur kann dich frei von dem allem machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig blei⸗ best und sein Werk nicht treibest. 7. Doch getrost, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet an— flehen; denn er will alle Füll seiner Gunst ausschütten, wenn wir gläubig bitten. 8. Drum so laßt uns immerdar wa— chen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. B. Freystein, + 1720. Mel. Wachet auf, ruft ꝛe. (Herr, wir singen deiner.) WIK R — stenleute! Die Feinde suchen euch zur Beute; ja, Satan selbst hat eur begehrt. Wapp⸗ net euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet un⸗ versehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel; Ho⸗ sianna! Der Starke fällt durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Chri⸗ Ununn unnunnum ummnnunnunnun IIdĩ˙ũa..——— ͥI 312 + 8—..3.. —— + 3 67 0 umummm O E + — — nachkolge Christi.— des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lah⸗ men. Wo ist des Glau—⸗ bens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel: da ist Freudel Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krö— net euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Toten-⸗ bahre; kurz, kurz ist munummunmnnn unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, und das Gericht die Welt wird schrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind ver— söhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns llnt sten, und stehet in beigelegt die Ehren-⸗ kron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus ihnen überwinder, die du erkauft mit dei⸗= nem Blut; schaff in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, da⸗ durch die Liebe fleußt in die Herzen; so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. W. C. Arends, 4 1721. Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. (Herr, wir singen deiner.) A Zeilger Jesu, 252 Boenlgungs⸗ quelle, mehr als Kry⸗ stall rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heilig-⸗ keit! Aller Glanz der unmumunum unmmumm aumm ee mimmumununumummnm UU SSꝗS A*— 313 * + — Wiedergehurt und Beiligung.— bild bist du mir; ach, lich bilde mich nach dir, des Nachts lagst du du mein alles! Hilf, vor Gott mit Flehen 2. Stiller Jesu, wie gehorsam war, also——. mach auch gleicher⸗ dir gleichgesinnt, wie sinnt! ein gehorsam Kind 3 stille, stillez hilf, Jesu, Aegen du auch mir dazu, fallen 3. Wacher Jesu, in ich ohne Schlummer, in Hilf, Amuunun ununnun Cherubinen, die Hei⸗ großer Arbeit, Müh ligkeit der Seraphinen und Kummer bist du⸗ ist gegen dich nur gewesen Tag und Dunkelheit. Ein Vor⸗Nacht; mußtest täg— Jesu, du auch mir und hast gebetet und dazu, daß ich mag gewacht. Gieb mir heilig sein wie du. auch Wachsamkeit, daß ich wie 51 allzeit wach dein Wille dem Willen bm. auchn Wit dann⸗ deines Vaters stille daß ick stets s0 und bis zum Tod daß ich stets wachsam maßen mein Herz und 1i6 4— Hist da⸗ ünd Willen dir gelassen; mtihätt 590 u un ach, stille meinen Wil⸗ it hudn Wner len gar! Mach mich Freund und Feind ge⸗ scheinet allen, dein 2496. glei bar si daß ich fein stille sei gleich undankbar sind. ö Mein Herr, ach, lehre wie du. mich, damit auch hier⸗ viel ausstehen, SS·... 2 e du.* Gütger Jesu, 7 — Deine Sonne muß auf alle „ob sie dir dir nacharte!“ Jesu, du auch: V ie —— E— 2— . Uuumunmmnemm — Nachkulge Christi.— mir dazu, daß ich so keinem Ding. Herr, gütig sei wie du. Risch ah 10 Wn 1er Jesu mich auch je mehr— nd withud lre trugst du alleschmach Wund an 38 aß i 9d geduldig und übtest müti sei Wie du niemals Rache aus. Wer kann deine Sanft- 7. 75 Jesu, mut messen, bei der liebstes Leben, mach . in allem dir du dennoch nie ver—⸗ gessen den Eifer um ergeben und deinem des Vaters Haus! heilgen Vorbildgleichr Mein Heiland, ach gieb, daß mich dein verleih mir Sanft⸗ Geist durchdringe, daß dabei ich viel Glaubens⸗ mut und dabei guten 1. bri Eifer! Hilf, Jesu, du luchlig 8 Vei⸗ auch mir dazu, daß u Reich. Ach, uch 11 bW 33 mich ganz ön Dir, be⸗ ¶ 7 . halt mich für und 6. Hoher Jesu, für, treuer Heiland! Ehrenkönig, du such⸗Hilf mir dazu, daß test deine Ehre wenig ich wie du, und wo und wurdest niedrig du bist, einst finde und gering; wandel⸗ Ruh. ö test einher auf Erden in Demut und in Nach dem Holländ. des Jod. v. Lodenstei Knechtsgeberden, er⸗ie. hobst dich selbst in Iinmnmen unnnunum unumum nunmmmn e ..— 2. 2 * 2 Ium — Wiedergehurt und Beiligung.— Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 253 Tchaffet, Oschaffet, Menschenkinder, schaf⸗ fet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie freche Sünder, nur auf ge⸗ genwärtge Zeit, son⸗ dern schauet über euch, ringet nach dem Him⸗ melreich, und bemühet euch auf Erden, wie n möget selig wer— en 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und nach dessen Neigung gehen, sondern was Gott will und thut, das muß ewig und allein 3. Ihr habt Ursach zu bekenuen, daß in euch noch Sünde ist, daß ihr Fleisch von und daß Gottes Gna⸗ denkraft nur allein das Gute schafft, daß nichts außer seiner Gnade in euch ist, als Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet! Selig, wer im Kampf besteht und die Sün⸗ den in sich dämpfet! Selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frie⸗ den nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mitChristo eures Lebens Richt- sterb schnur sein, mag es eure schwachen Herzen nun erfreuen oder schmerzen. erben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, son-⸗ dern träg und lässig sein, eure Neigung zu Fleisch zu nennen, daß; ihr fehlt zu jeder Frist, Iad 1 uumi⸗ 2 — — Nachkalge Christi.— bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget nie ein rechter Sieg. Nur den Siegern wird die Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, findet nicht bei Chri⸗ sten statt; an dem Fleisch Gefallen tra⸗ Kräfte matt; unter Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich gar nicht an, daß man noch mit frechem Her⸗ zen wolle sicher thun und scherzen. 7. Furcht muß herr⸗ schen vor dem Rich⸗ Skepter trägt, der die sichern Bösewichter zur Verdammnis nie⸗ derschlägt. Er ists, der, wies ihm beliebt, Krone beigelegt zum Wollen und Voll⸗ bringen giebt; o so laß uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzu⸗ flehen! 8. Und, zu werden Christi Glieder, die sein reiner Geist be⸗ wegt, kämpft den al⸗ ten Menschen nieder, bis ihm seine Macht gelegt. Was euch hin⸗ gen, macht des Geistes euch'ärgert, senkt ins dert, werfet ab; was Grab; und denkt stets an Christi Worte: „dringet durch die enge Pforte!“ 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, ter, dessen Hand das bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gieb mir deines Geistes Waffen, 2 unm EREE 2 317⁷ — Wiedergeburt und Beiligung.— meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es ge⸗ schehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen meinenKampf zu Ende führ. Er verleihe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Him— mel dringe. L. A. Gotter, 4 1735. Mel. Wi meine Zuver— sicht ꝛc immelan 2⁵⁴4 Haeht an unsre Bahn; wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan durch die Wüste kom⸗ n werden. Hier ist unser Pilgrimsstand, droben unser Vater—⸗ land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Ziel erle— sen; ein von Gott er— leuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan, ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die — nun + * — nunnn unmmmt S 318 See T̈E3 fin. 4 48 2 .. * un — NRachkolge Christi.— rechte Heimat führen, offnen Augen an, und da ich über alle Not brecht hindurch auf ewig werde trium- schmaler Bahn. phieren. Jesus geht 2. Bedenkt, es sind mir selbst voran, daß nicht Kaiserkronen, ich freudig folgen nicht Reichtum, Ehr kann. und Lust der Welt, 6. Himmelan! Ach, womit euch Gott will himmelan! Das soll ewig lohnen, wenn meine Losung bleiben. euer Kampf den Sieg Ich will allen eitlen erhält: Gott selbst Wahn durch die Him⸗ ists und die Ewigkeit, melslust vertreiben. voll Lust und Ruh, Himmelan steht nur voll Seligkeit. mein Sinn, bis ich in 3. Es gilt hier nur dem Himmel bin. ein ganzes Leben, Gott B. Schmolck, 4 1737. krönet kein geteiltes Herz; wer Jesu sich Mel. Wer nur den lieben nicht recht ergeben, Gott ꝛc. der macht sich selber * as hinket Müh und Schmerz 25⁵ ihr be⸗ und träget zum ver⸗ trognen Seelen noch dienten Lohn hier immerhin auf jeder Unruh, dort die Qual Seit? Fällts euch zu davon. schwer, das zu er⸗ 4. Wer aber mit wählen, was euch des Gebet und Ringen Himmels Ruf an⸗ auf ewig allem Ab⸗ beut? O sehts mit schied giebt und Gott, ——— RU Æ 31 unnuns —2 — miunem — Wiedergeburt und Beiligung.— den Herrn, von allen Dingen, von Herzen und allein nur liebt, der wird der Krone wert geschätzt und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißt doch die gelegten Schlingen, die euch in diesem schönen Lauf verhin— dern und zum Säu⸗— men bringen, und rafft euch heut von neuem auf! Auf, auf, verlaßt die falsche Ruh! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Die Allmacht stehet euch zur Seiten, die Weisheit hält bei euch die Wach; die Gottheit selber will euch leiten, folgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manchen hat nicht diese Hand schon durchgeführt ins Vaterland! 7. Nur spart es nicht auf andre Zei— ten, ihr habt schon jetzo viel versäumt; ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten, wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gna— denzeit fliegt pfeilge— schwind zur Ewigkeit. 8. Eilt, faßt ein⸗ ander bei den Hän⸗ den! Seht, wie st unser Ziel so nah! Wie bald wird unser Kampf sich enden; da steht dann unser Kö— nig da: der führt uns ein zur stillen Ruh und urteilt uns das Kleinod zu. L. F. F. Lehr, 4 1744. Mel. Ach, was soll ich Sünder zꝛc.(Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht trauen.) 256 ASueer — 5 F durchgedrungen, auf uimnmummmmumunununnummmem Hnunun unmunnns Ia — ö = — Nachkolge Christi.— und folgt dem Hei⸗ land nach, der durch Marter, Tod und Schmach sich zum Himmel aufgeschwun⸗ gen! Ringt ihm nach in seiner Kraft; er ists, der den Sieg verschafft. 2. Kein Erlöster müsse sagen, ihm ge⸗ breche Kraft und Mut zu dem Kampf mit Fleisch und Blut. Alles soll der Jünger wagen, weil der Herr die Wunden heilt und dem Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke; sind wir arm: der Herr ist reich? wer ist unserm Führer gleich? Unser Gott thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem die Himmel unterthan? 4. Ja, Gott kann und will uns schir⸗ men. Drum, so drin⸗ get mutig ein; schämt euch, träg und feig u sein! Mag es rohen, mag es stür⸗ men: nur durch Müh, Geduld und Streit führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet, bleibet wacker im Ge⸗ bet, bis ihr auf der Höhe steht, wo der Sieg die Fahne schwinget! Ist der Erde Werk gethan, hebt des Himmels Sabbat an. Nach J. S. Buchka, 4 1752. Mel. Jesus, meine Zuver⸗ sicht ꝛc. 257 B5 was Oermüdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch nummun mununummemnnnn unnn — mnnum 2 Iin. ³ — Wiedergeburt und Heiligung.— bald verzehren sich und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf— schwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebens-⸗ quelle zu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel ver— rücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist ge⸗ boren, bist erlöst durch Christi Tod und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmels⸗ höhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lam-— mes fließet und auf die, so keusch und umunun: uimm ——3 4 — nachkolge Christi.— 4. 3„ 60 er fromm, sich in rei-Namen betreten wir chem Maß ergießet. die Bahn. So viele= he Suche Jesum und von ihm stammen, o t; sein Licht; alles andre schließt euch freudig ir hilft dir nicht. an! Wir ziehn zum 8. Laß dir seine Friedenslande, ein R G Majestät immerdar Herz, ein Leib, ein d8d vor Augen schweben; Geist. Wohl dem. laß mit brünstigem der alle Bande voll ch Gebet sich dein Herz Heldenmut zerreißt! u zu ihm erheben. Suche 2. Der Weg ist n.„Jesum und sein Licht; schmal, doch eben, und D*alles andre hilft dir führt zur Seligkeit; re% S nicht. die Straße dort da⸗ 0 ů 9. Sei im übrigen neben ist zwar be⸗ ch ganz still, du wirst quem und breit; doch st schon zum Ziel ge-⸗ wer sie geht, muß⸗ 5 langen; glaube, daß sterben, an ihreménde ch sein Liebeswill stillen droht ein ewiges Ver⸗ it werde dein Verlangen. derben, Fluch, Zorn et Drum such Jesum und Qual und Tod. m und sein Licht; alles 3. Wir folgen dei⸗ 2 andre hilft dir nicht. nem Locken, du ewig t. J. G. Wolf, 4 1751. treuer Freund! Wer m könnte sich verstocken?- er Mel. Valet will ich dir Du hasts so gut ge⸗ ö geben ꝛe. sabgesch Wen Aundich na unsers abgeschieden, und e d 258 I Königs es geht zur Rast,= unmun unn —0— TTT—— ZD PPFPFIFIFIFITITITITITTTTTTTTTT 323 14* 6 ummn 2 Iuunum RD — Wiedergeburt und Beiligung.ͥ— trägt jeder still zu⸗ frieden sein Kreuz und seine Last. 4. Der große Hirt der Herde geht seinem Volk voran; sein Allmachtswort„es werde!“ bereitet selbst die Bahn; es lähmt erzürnten Feinden Herz, Zunge, Fuß und Hand, knüpft zwischen frommen Freunden der Liebe Bruderband. 5. So wandeln wir entschlossen dem Him-— melsführer nach und dulden unverdrossen und tragen seine Schmach und flehn im finstern Thale: O Jesu, steh uns bei und mach im Hoch— zeitsaale bald alles, alles neu! 6. Seht, wie die Krone schimmert, die unser Haupt einst schmückt! Und wird der Leib zertrümmert, der Weltenbau zer⸗ stückt, erlöschen Sonn und Sterne: kein Pilger werde matt! Dort glänzt uns schon von ferne des großen Königs Stadt. 7. Hinan, hinan, ihr Frommen, es koste Schweiß und Blut! Hinan, hinan geklom⸗ men, mit wahrem Heldenmut! Bald hebt uns unser Seh— nen hoch über Tod und Grab; bald trock⸗ net unsre Thränen die Hand der Liebe ab. J. L. Frickert, + 1766. Mel. Zeuch ein zu deinen ꝛc. A gommt, 259 Brüder, laßt uns gehen, der Abend kommt herbei; es ist gefährlich stehen in dieser Wüstenei. Kommt, stärket euern 4, nunmmn —— immmin 7 7 — Nnachkolge Christi.— Mut, zur Ewigkeit zu selbst will bei uns wandern, von einer stehen in jedem sauern Kraft zur andern, es Tritt. Das Aug da⸗ ist das Ende gut. hin gekehrt, wo seine 2. Es soll uns nicht Liebe winket und dem, gereuen der schmale der folgt und sinket, Pilgerpfad; wir ken⸗ den wahren Ausgang nen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit gan⸗ zer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3. Schmückt euer Kommt, und kindlich sein, uns auf Herz aufs beste, mehr als Leib und Haus; wir sind hier fremde Gäste un ziehen bald hinaus. Wir gehn ins Ewge ein; mit Gott muß unser Handel, im Himmel unser Wan⸗ d begleiten als Brüder del und Herz und allen, man pflanze alles sein. Fried und Ruh. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen; der Vater gehet mit! Er lehrt. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern; wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in die⸗ sem fremden Land. laßt uns dem Weg nicht strei⸗ ten; die Engel selbst unsre Reihn. 6. Und sollt ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe Kommt, schließt euch fester an! Ein jeder sei der Kleinste, doch Zunnnum Sꝓ............ NV.————— Aunmen — Wiedergeburt und Beiligung.— wohl auch gern der Reinste auf unsrer Pilgerbahn. 7. Kommt, laßt uns munter wandern; der Weg nimmt immer ab; ein Tag, der folgt dem andern; bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen; harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus; da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen heim zu dem Vater kommen; wie wohl, ist wohl Wagens wert, und gründlich dem ab— sagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein! Wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten; es soll nur Jesus sein. G. Terstegen, 4 1769. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. (Befiehl du deine Wege.) 260 I5 soll zum Leben drin⸗ gen, für welches Gott mich schuf, soll nach dem Himmel ringen, das, das ist mein Beruf! In einer Welt von Sünden soll ich nur ihm mich weihn, sie fliehn, sie über— winden, und dann erst selig sein. 2. Und wenn der wie wohl wird's thun. Pilger Gottes der 9. Drauf wollen Sünder Lust ver⸗ wirs denn wagen, es schmäht, wenn er, ————— 326 DEE f. Ullithn neeeeeYa‚e x‚ 1 uun umun — Nachkolge Christi.— trotz ihres Spottes, welchem Gott mich auf seinem Pfade geht; schuf. was wird ihm nicht 5. Dir seufz ich an⸗ zum Lohne, wenn er zuhangen! Erbarmer, die kurze Zeit getreu dir allein! Du hast war! Welche Krone! es angefangen, das Welch eine Seligkeit! gute ů0 ist dein! 0 Herr, auch ende was wur den mich verlanget, dein Wort verheißt; in treues Kind zu sein, deine Vaterhände be⸗ und meine Seele han⸗ ö 4. ö fehl ich meinen Geist. get doch nicht an dir 3 A. Er 790 allein; ich weiß, ich A et werde sterben, und Mel. Jesu, meines Lebens 14* zc. liebe doch die Welt; ebenasen ferben). e o Herr, welch ein 41 75. Verderben, das mich 261 G del neim hänt rr. gefangen hält! Himmel! Köstlich 4. Entsagt hab ich Wort, wie strömest dem Bösen, und doch du mir, umringt vom wird es vollbracht; Weltgetümmel; Mut ach, wer wird mich und süße Hoffnung erlösen aus dieses zu! Jeder Fußtritt, Todes Nacht! Ich den ich thue, bringet lasse nach zu ringen, mich dem Land der nun und doch ists mein Ruhe näher, immer näher zu. Wort, wie; Leben dringen, zu hoch erfreuest du! Beruf: ich soll zum Iunnunnmn 2— IIFFITTITFTFTFTRłCłCłCłäHäRTRTRTRC 5 327⁷ — — Wiedergehurt und Beiligung.— 2. Haltet's fest, ihr teuren Brüder, hal⸗ tet's fest, dies werte Wort! Nichts schlag eure Hoffnung nieder, wallet immer mutig fort! Mutig blicket hin zum Ziele; viele schon ergriffens, viele! Wir, so wahr es Gott verhieß, wir ergrei— fens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger müssen, blei— bet wacker, seid nie laß! Stets des hohen Zwecks beflissen, wacht und kämpft ohn Un⸗ terlaß! Feinde stehn an euren Wegen, Stürmetoben euchent⸗ gegen, Nebel, Klüfte, Felsen drohn; faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Auge je gesehen, was kein Ohr gehöret hat, was kein Herz hier zu er— iunmum flehen je sich unter— wunden hat: das, das hat Gott dem berei— tet, der hier tapfer kämpft und streitet; drum verlaßt nicht eure Bahn, Jesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im Himmel! Köstlich Wort, wie strömest du mir, umringt vom Weltgetümmel, Mut und süße Hoffnung zu! Auf, mein Geist, ermüde nimmer; schon seh ich des Zieles Schimmer. Wenig, wenig Schritte noch: und getragen ist mein Joch. J. Ch. Fröbing, 1805. Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. (Der unsre Menschheit.) ott, der du 262 Herzens- kenner bist, Herr, dem die Falschheit Greuel —. E 0 7 uummim 0 1——— 10—0 Aimunum ö—— 83 uununn — Nachkolge Christi.— ö — ist und jede Lüg Ver⸗ der Gott und Gottes 4 brechen: kein Wort Macht zum Siegel ei⸗ spricht je ein falscher seiner Bosheit macht, fer Mund, das dir, All⸗ sie vor der Welt zu ⸗ '-ũO—oQuG) wissender, nicht kund; decken! Herz, schau den ch du, Heiliger, wirsts Gott mit Zittern an, us rächen! Laß jederzeit der Seel und Leib m. mein Ja und Nein, verderben kann.( ist ö wies Christen ziemt‚ 4. Gott, wenn du ich aufrichtig sein! nicht mein Gott mehr est 2. Und wenn ich bist, dein Sohn nicht— m schwörend vor dir steh, mehr mein Heiland ut dir in dein, heilig ist, dein HDimmel nicht 3 ng 9 6 Antlitz:seh, die Hand mein Erbe; wenn ⸗ st, zum Himmel hebe, mich beim Leiden die⸗ V on wenn ich zum Zeugen ser Zeit kein Trost '3 feierlich anrufe, Hoch- vom Himmel mehr ö erhabner, dich, durch erfreut, kein Trost 9. ö den ich bin und lebe: mehr, wenn ich sterbe;? in dann sei von Trug wenn Gott und Jesus( und Heuchelei mein nicht mehr mein:— 95 Herz und meine Zunge dann besser, nie ge⸗⸗ frei! boren sein!( 4 8 3. Wenn Frevler 5. Nein, Ehre nicht, W„„ dich auch da——— Gut und Geld., u schmähn und frech mit kein Fürstentum und Lügen vor dir stehn, keine Welt soll mich m. dann laß mein Herz so weit verführen; el erschrecken! Weh dem, um alle Leiden dieser 0 uumun uummunummmnm unmmm ummunß 8——— — H S 8————— mumnnn Fuun Zeit will ich doch Gott und Seligkeit mut⸗ willig nicht verlieren! Wie klein mein Glück auch immer sei: nur Gott und reines Herz dabei. 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid aus Furcht vor deiner Hei⸗ ligkeit die Wahrheit treulich sprechen. Be— schwör ich aber Amt und Pflicht, so laß mich auch im kleinsten k nicht die teure Zusag brechen! Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein, erhalt mich ewig, ewig dein! J. K. D. Bickel, 4 1809. Mel. Gott des Himmels ꝛe. 263 HWort 0l Ernst und Liebe, das zu euch der Heiland spricht, hörts und prüft des Herzens uunnun — Wiedergeburt und Beiligung.— Triebe bei des Wor⸗ tes hellem Licht! Was der Mund des Herrn gebeut, das ist eure Seligkeit. 2. Nicht aus Sinais Gewittern donnert hier des Herrn Ge— bot, daß die Herzen bang erzittern, weil es Zorn und Strafe droht; selig preisend thut sein Mund euch den Sinn des Vaters und: 3.„Selig sind die geistlich Armen, denn das Himmelreich ist ihr! Ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ewgen Gnade Thür; da wird ohne Maß gewährt, was ihr seh⸗ nend Herz begehrt.“ 4.„Selig sind, die Leid empfinden auf des Lebens schmaler Bahn! Ihre Traurig—-— SSSE keit wird schwinden, umummmmmmuß 3——.—.——— i—ů—äꝝ2 ᷑r + auinn I 28H — NRachkolge Christi.— x reicher Trost wird sie Kranken, Armen freu⸗ s. umfahn; denn sie dig eilen beizustehn! n wirkt zur Seligkeit Noch vor Gottes re Reue, welche nie ge⸗Thron erfreut einst reut.“ auch sie Barmherzig⸗ s. 5.„Selig sind, die keit.“ rt sanften Mutes und 8.„Selig sind die 2. in Demut milde sind! reinen Herzen, die H Sie erfreuen sich des nicht Sünd und Welt iEi Gutes, das kein Trotz umstrickt, die mit 1e und Streit gewinnt. schnöder Lust nicht= d. Duᷣurch der Sanftmut scherzen, weil nur ch 4 stille Macht wird das Heilges sie entzückt! 6 Schwerste leicht voll⸗(Einst im reinen Him-— 5 Vs bracht. melslicht schaun sie Y ie 6.„Selig sind, die Gottes Angesicht.“ ö mun. hier mit Schmachten 9.„Selig sind, st dirsten nach Gerech- die Frieden bringen, l tigkeit, die nach Gottes Schuld und Kränkung: Eer?T¶ Reiche trachten, nicht übersehn, Feindeshaß nach Gütern dieser mit Huld bezwingen, geit! Wo der Born für Verfolger segnend 9 des Lebens quillt, flehn! Trifft sie auch wird ihr Seelendurst der Menschen Spott, gestillt. seine Kinder nennt sie .„Selig sind, die Gott.“ voll Erbarmen auf 10.„Selig sind, die der Brüder Leiden sehn als Gerechte dulden und den Schwachen, Kreuz, Verfolgung, 4 mim Imn 2.——— 331 Uuuun —3.— Schmach, als des Ziel vergißt? Wer Herrn getreue Knechte bis zum Tod ihm folgen nach! Groß ist dort vor Gottes Thron seiner Über-⸗ winder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde, laßt der Wahrheit Früchte sehn, daß durch euch verherr— licht werde euer Vater in den Höhn. Ob der Erdball unter⸗ geht, sein Gebot, sein Wort besteht!“ K. L. Garve, 1841. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 264 5 irdi⸗ schem Getümmel, wo nichts das Herz erquickt, wer zeigt den Weg zum Himmel, dahin die Hoffnung blickt? Wer leitet unser — Wiedergehurt und Heiligung.— führt durch Tod zum Leben? Der Weg heißt Jesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht; durch wen wird unsern Seelen ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klar— heit, die alles uns erhellt; denn Christus ist die Wahrheit, er ist das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier schon Freuden, die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, wer giebt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist das Leben, führt uns Streben, wenn es das dem Vater zu. K. J. Aschenfeld, 4 1856. ᷓ 3*— —————— — D— 33² ————2 ———————— umn innn — 2 — N miummm *— Nachkolge Christi.—— ůer Mel. Valet will ich dir ꝛc. Einen, daß er der ö -m 26 5 R kennt der Herr ist, ruht; in sei g Herr die ner Wahrheit Glanze ö„Seinen und hat sie sich sonnet frei undz ir; sdstets gekannt, die kühn die wunderbare in. Großen und die Klei⸗ Pflanze, die immer⸗ ch nen in jedem Volk dar ist grün. en: gaund Land; er läßt 4. Er kennt sie n⸗ es sie nicht verderben, der Liebe, die seiner ̈y⁵un?p er führt sie aus und Liebe Frucht, und die ein; im Leben und mit lauterm Triebe? 5 im Sterben sind sie ihm zu gefallen sucht;; 18 und bleiben sein. die andern so begeg⸗ 4 , 2. Er kennet seine net, wie er das Herz er 7 Scharen am Glau⸗ bewegt; die segnet, J ben, der nicht schaut wie er segnet, und 18 und doch dem Un⸗ trägt, wie er sie trägt. n, sichtbaren, als säh er 5. So kennt der⸗ n?= ihn, vertraut; der Herr die Seinen, wie et aus dem Wort 9 sie stets gekannt, n zzeuget und durch das die Großen und die 2 Wort sich nährt und Kleinen in jedem d vor dem Wort sich Volk und Land: am beuget und mit dem Werk der Gnaden⸗ oWort sich wehrt. triebe durch seines 3. Er kennt sie als Geistes Stärk, an 8 die Seinen an ihrer Glauben, Hoff⸗ Hoffnung Mut, nung, Liebe, als⸗ 6. Rdie fröhlich auf dem seiner Gnade Werk. 1 ...—— 333 ö iumm .... mummum. 26 euretwillen auf die uumum — 2 unn — Wiedergeburt und Beiligung.— 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben, ste und halt uns fest da⸗ bei; laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, so laß uns als die Deinen zu Rechten stehn! K. J. Ph. Spitta, 4 1859. Mel. O Durchbrecher ꝛe. (O du Liebe meiner Liebe.) leibt bei dem, der Erde nieder kam, der, um euren Schmerz zu stillen, tausend Schmerzen auf sich nahm! Bleibt bei dem, der einzig blei— bet, wenn auch alles untergeht, der, wenn alles auch zerstäubet, siegend überm Staube ht. 2. Alles schwindet, Herzen brechen, denen ihr euch hier ergabt, und der Mund hört auf zu sprechen, der euch oft mit Trost gelabt, und der Arm, die der euch zum Stabe deiner und zum Schilde ward, erstarrt, und das Auge schläft im Grabe, das euch sorg— sam einst bewahrt. 3. Alles stirbt, das Irdsche findet in dem Irdischen sein Grab; alle Lust der Welt verschwindet und das Herz stirbt selber ab. Irdsches Wesen muß verwesen, irdsche Flamme muß ver⸗ glühn, irdsche Fessel muß sich lösen, irdsche Blüte muß verblühn. 4. Doch der Herr steht überm Staube ö 33⁴4 1 + 70 0 Unnn — Nachkolge Christi.— alles Irdischen und von guten Tagen, spricht: stütze e wachst du auf auf mich und glaube, zum Streit? Wiegst hoffe, lieb und fürchte du dich in alten Sa⸗ nicht! Darum bleibt gen, oder kennst du deine Zeit? Hörest bei dem, der bleibet, und der geben kann, du den Ruf der Wäch⸗ was bleibt, der, wenn ter;„Glaubet ihr, so ihr euch ihm verschrei⸗ bleibt ihr stehn! Aber bet, euch ins Buch wehe dem Verächter, des Lebens schreibt. denn sein Trost wird K. J. Ph. Spitta, 4 1859. untergehn!“ 3. Volk des Herrn! Mel. O Durchbrecher ꝛc. du hast hienieden (O du Liebe meiner Liebe.) einen langen, schweren 2511 Folk des Streit; nun, so suche 267 V Herrn! keinen Frieden in du hast hienieden der bösen Zeitlichkeit. einen langen, schweren Kricn deines Gottes Streit; Kämpfe sind Kriege; Jesu Kreuz dir hier beschieden, ist das Panier, unter Friede in der Ewig⸗ diesem Zeichen siege eit. Lege an die rechte Seine Schmach sei Wehre, stehe auf dem deine Zier! S. Preiswerk, 4 1871. Liebe. ewgen Fels, daß dir Sieg und Heil be⸗ schere er, der Heiland uimmunmr: Israels! erzlich lieb 2. Träumest du 268 5 hab ich munem unmn uunmum ——— 335 —.— inne SDREE — Wiedergehurt und Beiligung.ͥ— dich, o Herr, ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit deiner Hilf und Gaben! Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd und Himmel frag ich nicht, wenn ich nur dich kann haben, und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, bist du doch meine Zuversicht, mein Trost und mei— nes Herzens Teil, durch dessen Wunden ich werd heil. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab mein Leib und Seel, und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst deine Gnad mir 90 ben! Behüt vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglichl Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß einst die Engel dein am letzten End die Seele mein in Abra- hams Schoß tragen, den Leib in seinem Kämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis zum jüngsten Tage; als⸗ dann vom Tod er— wecke mich, daß meine Augen sehen dich in mich, Herr, zu aller Freud, o Gottes⸗ sohn, mein Lan ——— 7 * un —* —— 8 imum 7 D 2— —2 umumuũ Aunmmmm — Tiebe.— und mein Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Mart. Schalling, 4 1608. (Mein ganzer Geist.) 2600 d voll in mein Herz hinein, der Morgenstern, Gnad und Wahrheit von dem Herrn, aus Juda aufgegangen! Du Davids Sohn, aus Jakobs Stamm, du Gottessohn und Gotteslamm, erfüllst mich mit Verlangen, lieblich, freundlich, schön und mächtig, groß und prächtig, reich an Gaben, über alles hoch erhaben. 2. O meine Perl, du werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, ein hochgebor⸗ ner König! Du mei⸗ nes Herzens schönste Blum, dein süßes Evangelium ist lau⸗ ter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosiannal Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht ver⸗ gessen. 3. Geuß sehr tief du helles Licht und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe, und stärk mich, daß ich ewig bleib an deinem auserwählten Leib ein Glied voll Lebenstriebe. In dir laß mir, ohn Auf⸗ hören, sich vermehren Lieb und Freude, daß uns selbst der Tod nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden— schein, wenn mich die heilgen Augen dein so mildiglich anblicken.à numm unmureum uuumum 6 — Wiedergeburt und Beiligung.— Unnmate FV 5 O Jesu, du mein klang, und laßt den trautes Gut, dein süßesten Gesang ganz d ö ö Wort, dein Geist, dein freudenreich erschal⸗ 3 . Leib und Blut mich len; ich will mit innerlich erquicken! meinem Jesus Christ, ö Tröst mich freundlich, der mir mein Ein hilf mir Armen aus und Alles ist, in steter Erbarmen, hilf in Liebe wallen. Sin⸗ Gnaden! Auf dein get, klinget, jubilieret, Wort komm ich ge- triumphieret, dankt ö laden. dem Herren; groß ist 5. Gott Vater, o der König der Ehren. mein starker Held,—1 7. Wie freu ich mich⸗ hast mich ewig vor 15— der Welt in deinem Herr Jesu Christ, daß du der erst und letzte Soan dal mieh dein hist, der Anfang und flbit Wenunt, uuf das Ende! Du wirst mich einst zu deinem ihn mein Herz mit Preis aufnehmen in Freuden schaut, drum dein Paradeis; drauf müheaue) nichts oi faß ich deine Fände. ö ö rübet. Heil mir, Heil DD ů Amen, Amen, komm, mir! Himmlisch Le⸗ du schöne Freuden- ben wird er geben +* ö mir dort oben; ewig krone, bleib nicht soll mein Herz ihn lange; deiner wartt ö loben. ich mit Verlangen. ö. 6. Spielt unserm Ph. Nikolai, 1608. Miien Gott mit Saiten⸗ Summuumn unun„ 8 2—.————— 2 2— —— rn— — Tiebe.— .Vnrmir. n Mel. Es ist gewißlich et. Er ist der Herr n3 der ꝛc.(Schon uderrgd) gehret. Er ist der. Henn.— I. und keiner mehr, der it 270 9 wer euch das Heil gewäh⸗ i. da will, ret. Sucht ihn all 5 eeinͤ ander Ziel, die Se⸗Stund von Herzens⸗ lligkeit zu finden; mein grund, sucht ihn al⸗ er Herzallein bedacht sol lein; denn wohl wird 1. sein, auf Christum sich sein dem, der ihn herz⸗ „ zu gründen. Sein lich ehret. Wort ist wahr, sein 4. Mein Herzens⸗ Werk ist klar; sein kron, mein Freuden⸗ Kraft und Grund, all Wenen bl iben; Aaß 0 110. Jesu, bleiben; laß Feind zu überwinden. mich doch nicht von cß 2. Such, wer da deinem Licht durch + Ddie ihr das Heil be⸗ mein Leiden tragen;* .... 339 d will, Nothelfer viel, Eitelkeit vertreiben; die uns doch nichts bleib du mein Preis, Tm. erworben; hier ist der dein Wort mich speis;: in Mann, der helfen bleib du mein Ehr, uf; kann, bei dem nie dein Wort mich lehr, je.. was verdorben. Uns an dich stets fest zu n,, wird das Heil durch gläuben. ¶ iihn zu Teil; uns 5. Wend von mir ht T macht gerecht der treue nicht dein Angesicht, t Knecht, der für uns laß mich in Kreuz ist gestorben. nicht zagen; weich 3 3. Ach, sucht doch nicht von mir, mein 8.( den, laßt alles stehn, höchste Zier, hilf mir . hilf mir zur Freud das letzte Tageslicht- nach diesem Leid, hilf. mich auf dieser Wett daß ich mag nach erreichen; wenn der dieser Klag dir ewig Lebensfaden bricht, dort Lob sagen. meinen Jesum laß ich; G. Weißel, 4 1635. nicht. ö ö 4. Ich werd ihn 271 HMlefum Je⸗ auch lassen nicht, wenn 4 sum laß ich nun dahin gelan⸗ ich nicht; weil er get, wo vor seinem sich für mich gegeben, Angesicht meiner Vä⸗ so erfordert meine ter Glaube pranget; Pflicht, unverrückt mich erfreut sein An⸗ nur ihm zu leben; gesicht, meinen Jesum er ist meines Lebens laß ich nicht. Licht, meinen Jesum 5. Nicht nach Welt, laß ich nicht. nach Himmel nicht 2. Jesum laß ich meine Seel in mir ewig nicht, weil ich sich sehnet; Jesum soll auf Erden leben; wünscht sie und sein ihm hab ich voll Zu- Licht, der mich hat versicht, was ich bin mit Gott versöhnet und hab, ergeben; und befreiet vom Ge⸗ alles ist auf ihn ge- richt; meinen Jesum richt, meinen Jesum laß ich nicht. laß ich nicht. 6. Jesum laß ich 3. Laß vergehen nicht von mir, geh das Gesicht, alle sSinne ihm ewig an der mir entweichen; laß Seiten; Christus läßt — Wiedergeburt und Beiligung.— — =*— I— RR . ———4 ——— 2 S Humunmmnn 7 2—— icht zelt der cht, ich! ihn enn an⸗ sem Vä⸗ het; An⸗ um elt, icht mir um sein ummumm unn 2 RRD mumem mich für und für zu den Lebensbächen leiten. Selig, wer mit mir so spricht: meinen Jesum laß ich nichtl Ehr. Keymann, 1662. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens ꝛc. esus, Je⸗ 27² Asus,nichts als Jesus soll mein Wunsch sein und mein Ziel! Jetzund mach ich ein Verbündnis, daß ich will, was Jesus will; denn mein Herz, mit ihm erfüllt, rufet nur: Herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat: Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat; ich bin in dein Blut verhüllt, führe mich, Herr, wie du Jesu mild; mich dir, Herr, wie willt. 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, und ist doch zuwider dir, ach, so nimm es bald zurücke, Jesu, gieb, was nützet mir; gieb dich mir, mein nimm du willt. 4. Und vollbringe deinen Willen in und an mir, o mein Gott; deinen Willen laß er⸗ füllen mich im Leben, Freud und Not, ster⸗ ben als dein Eben⸗ bild, Herr, wann, wie und wo du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, der du dich und viel dazu hast geschenkt und mir erwiesen, daß ich fröh⸗ lich singe nu: mir ge⸗ schehe, Gott, mein Schild, wie du willt, Herr, wie du willt! Lud. Elisabeth, Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolst., 11672. ů0 ummmi I umunn ummmn * 0 mirr S... — Wiedergehurt und Beiligung.— SE.DE..— + iuumnmumununnmnnnmem Il 273 I5 will dich trübt, daß ich so spät lieben, geliebt. meine Stärke, ich will! 4. Ich lief verirrt dich lieben, meine und war verblendet, Zier; ich will dich ich suchte dich und lieben mit dem Werke fand dich nicht; ich und immerwährender hatte mich von dir Begier; ich will dich gewendet und liebte lieben, schönstes Licht, das geschaffne Licht; bis mir das Herze nun aber ists durch bricht. dich geschehn, daß ich 2. Ich will dich dich hab gesehn. lieben, o mein Leben, 5. Ich danke dir, als meinen allerbesten du wahre Sonne, daß Freund; ich will dich mir dein Glanz hat lieben und erheben, so Licht gebracht; ich lange mir dein Glanz danke dir, du Him⸗ erscheint; ich will mit melswonne, daß du reiner Liebesflamm mich froh und frei dich lieben, Gottes⸗W gemacht; ich danke dir, lamm. du güldner Mund, 3. Ach, daß ich dich daß du mich machst so spät erkannte, du gesund. hochgelobte Liebe du; 6. Erhalte mich auf daß ich nicht eher deinen Stegen, und mein dich nannte, du laß mich nicht mehr höchstes Gut und irre gehn; laß meinen wahre Ruh! Es ist Fuß in deinen Wegen mir leid, ich bin be- nicht straucheln oder —— 342 SSIIIIII 1— Tiebe.— 4———— ö — it stille stehn; erleucht ich geschaffen war; mir Leib und Seele Liebe, die du Mensch rt ganz, du starker Him⸗ geboren und mir gleich t..„ melsglanz. ö wardst ganz und gar; 7. Ich will dich Liebe, dir ergeb ich ch; lieben, meine Krone, mich, dein zu bleiben iE ich will dich lieben, ewiglich. ö tct meinen Gott, dich lie 3. Liebe, die für 4 ben auch bei Schmach mich gelitten und ge⸗⸗ ch uund Hohne, auch in storben in der Zeit; 0 der allergrößten Not; Liebe, die mir hat er⸗ ch ich will dich lieben, stritten ewge Lust und 0 schönstes Licht, bis Seligkeit; Liebe, dir 6 mir das Herze bricht. ergeb ich mich, dein 6 7 3. Scheffler, 4 1671. zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du —— . S ch MWiel. Komm o komm, du Kraft und Leben, Licht Iu Geist des Lebens ꝛc. und Wahrheit, Geist ei 27 4 sgiebe, die und Wort; Liebe, die ir 7 du mich sich ganz ergeben mir jum Bilde deiner zum Heil und Seelen⸗ st. Gottheit hast gemacht; hort; Liebe, dir ergeb st Liebe, die du mich so ich mich, dein zu blei⸗ uf milde nach dem Fall ben ewiglich ud Direre gebracht; Liebe, 5. Liebe, die mich hr Ddir ergeb ich mich, dein hat gebunden an ihr en zu bleiben ewiglich. Joch mit Leib und en 2. Liebe, die nTnn Liebe, die mich 1— Smich erkoren, eh denn überwunden und mein minn 9 PPPPPTPTPTPTPTPTPTPTCTRTRT 343 Amunmmn — 2 —— — + —————— 8 Herz hat ganz dahin; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele litt; Liebe, die das Lös⸗ geld giebet und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird entrücken aus dem Grab der Sterb⸗ lichkeit; Liebe, die mich einst wird schmücken mit der Kron der Herrlichkeit; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. J. Scheffler, 4 1677. Mel. Jesu, der du meine Seele ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) D danken, Jesus liegt mir stets im Sinn, von ihm will ich nim⸗ mer wanken, weil ich hier im Leben bin. Er ist meiner Augen Weide, meines Her⸗ zens höchste Freude, meiner Seele schönste Zier; Jesum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen, wie ein Stern mit gold⸗ nem Schein; er ver⸗ treibt mir Angst und Schmerzen, er ist mein und ich bin sein. Drum ergreif ich ihn mit Freuden, wenn ich soll von hinnen scheiden; er ist meines Lebens Licht; Jesum laß ich von mir nicht. 3. Jesum will ich bei mir haben, wenn ich gehe aus und ein; seines Geistes Trost und Gaben ruhn in meines Herzens? SS— — Wiedergeburt und Beiligung.ͥ— ——— 8**9. 8èLè¶¶..e.e... er E EE EH in nin 2 mumn 3 — 88 —— .— Tiebe.— Schrein. Wenn ich sicht; meinen Jesum mich zur Ruh begebe, erhebe, bleibt Jesus früh und spat meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Jesum will ich lassen raten, der am besten raten kann; er gesegne meine Thaten, die ich fröhlich fange an, daß in seinem teuren Namen alles glücklich sei und Amen; so wird alles werden gut, wenn nur Jesus Hilfe thut. Jesus, meiner Jugend Leiter von des Lebens Anbeginn, wird auch sein mein Trostbereiter, wenn ich alt und kraftlos bin; wenn sich krüm⸗ men meine Glieder und die Lebenssonn geht nieder, wenn verdunkelt mein Ge⸗ oder mich vom Schlaf doch laß ich nicht! 6. Jesus soll in allem Leiden mein ge⸗ treuer Beistand sein; nichts, nichts soll mich von ihm scheiden; keine Angst und Herzens⸗ pein, keine Trübsal, keine Schmerzen rei⸗ ßen ihn aus meinem Herzen; ob mir gleich das Herze bricht, laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben, Jesu einzig eigen sein und mit Jesu dorten erben: dies ist mein Gewinn allein. Jesu will ich sein und bleiben, nichts, nichts soll mich von ihm trei⸗ ben; laß ich gleich Jesum laß ich nim⸗ mermehr. Vor 1692. Fuumun Gut, Blut und Ehr: ö imunn Ainnnunne Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 3. Auf der Kind⸗ heit wilden Wegen folgte mir stets deine FJesu, meiner Güt; deines Geistes 276 Seele Le⸗ Trieb und Segen regte ben, meines Herzens höchste Freud, dir will ich mich ganz ergeben, jetzo und in 2 Ewigkeit; meinen Herrn will ich dich nennen und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein; ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen, eh mich noch die Welt empfing; du bist mir schon nachgegangen, als ich noch nach dir nicht ging; und du hast mich aufgenom⸗ men, da ich an das Licht gekommen; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. mir oft mein Gemüt, wenn ich etwa über—⸗ treten, daß ich wie— derkäm mit Beten; ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. 4. Ach, wie oft hat meine Jugend deine Gnadenhand gefaßt, wenn die Frömmig- haßt. Ach, ich sein. stets dein Licht ge⸗ führt; du hast, was ich keit und Tugend war in meinem Sinn ver⸗ wäre längst gestorben ohne dich, und längst ver⸗ dorben! Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern 5. Ja, in meinem ganzen Leben hat mich iirr. ———ht— 346 + *2 T — 8 8 munmm Iumug umnmõ + 2 S — 8 8 Aune innnun TU‚——— mumemm II mummm — Tiebe.— hab, gegeben, du hast dir scheide! Ich bin meinen Lauf regiert; dein, und du bist deine Güt, die täglich mein; ich will keines währet, hat mich im⸗ andern sein. merdar ernähret; ich 8. Drum ich sterbe bin dein, und du bist oder lebe, bleib ich mein; ich will keines doch dein Eigentum; andern sein. dir allein ich mich 6. Irr ich, sucht ergebe, du bist meiner mich deine Liebe; fall Seelen Ruhm, meine ich, hilfet sie mir auf; Zuversicht und Freude, ist es, daß ich mich meines Herzens Trost betrübe, stärkt sie mich im Leide; ich bin dein, in meinem Lauf; bin und du bist mein; ich ich arm, sie giebt mir will keines andern Güter; schlaf ich ein,‚ sein. Ch. Seriver, 4 1693. sie ist mein Hüter; ich bin dein, und du 277 A i st bist mein; ich will not, ach keines andern sein. Herr, dies eine lehre 7. Dein Geist zeiget mich erkennen doch! mir das Erbe, das Alles andre, wies mir droben beige⸗ auch scheine, ist ja legt; ich weiß, wenn nur ein schweres Joch, ich heute sterbe, wo darunter das Herze man meine Seel hin sich naget und plaget trägt: zu dir, Jesu, und dennoch kein wah⸗ in die Freude, Lan aa Vergnügen er⸗ mich nichts mehr von jaget. Erlang ich dies nunnm 2. 2 immn minn 3⁴⁷7 15* aeen wummimun nummem 6 A Ba, uumumm —2 —— dir hangen, dich zu Wie viele dich auch mit der Menge ver⸗ lassen, so will ich in res Blut. Die höchste Liebe dich dennoch umfassen; denn dein — Wiedergehurt und Beiligung.— eine, das alles ersetzt, so werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Mensch⸗ heit in einem ver⸗ einet, wo alle voll— kommene Fülle er⸗ scheinet, da, da ist das beste, notwen— digste Teil, mein ein und mein alles, mein seligstes Heil. 3. Darum ist auch mein Verlangen, lieb⸗ ster Jesu, nur bei dir; laß mich treulich an schenke eigen mir. Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, der einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt; gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkom-⸗ menen Preis. 5. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilig teu⸗ Gerechtigkeit ist mir erworben, da du? BPRII.,,— 34⁸ unnunummunumm munnun Inuumun Zunmm — Tiebe.— Kreuzes gestorben; da hab ich die Klei⸗ der des Heiles er— langt, worinnen mein dein dammnis entbunden; Eingang die Glaube in Ewigkeit völlige Freiheit mir prangt. 6. Nun so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Was dien ng gemacht. as dienet zum gött⸗ lichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller Lust; dein Leben sei, Jesu, mir einzig be— wußt. 7. Ja, was soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gna⸗ denflut; du bist ein—⸗ mal eingegangen in das Heilge durch dein Blut; du hast mir vergänglichen bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 8. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Jesus mich laben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, blickt. ein und alles sein; prüf, erfahre, wie ichs mimmunun uim unn Hirt gesetzt. Nichts Süßres kann 3 also mein Herze er⸗⸗ 4 * Jesu, im Glauben er⸗ 9. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein mumnum um .. umnun — Wiedergeburt und Beiligung.— meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem' betrüg⸗ lichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; laß Schmach mich nicht achten, nicht Lei⸗ den noch Tod' und Jesum gewinnen; dies eine ist not. J. H. Schröder, 4 1699. 278 Dtgam tigam, Jesu, Gottes Lamm! Habe Dank für deine Liebe, die für mich aus reinem Triebe starb am Kreuzes— stamm, Jesu, Gottes Lamm! 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und mit deinem Geist er⸗ quickest, macht mich wohlgemut deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod! Du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch den Kreuzestod, wah— rer Mensch und Gott. 4. Meines Glau— bens Licht laß ver⸗ löschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glau—⸗ bens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in mir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebes⸗ flamm mich ernähre, und verwehre, daß Mr.& +⁊²x —————& iee 5 — Imm — 1664645— die Welt mich nicht und Hohn, dort die versehre, ob si mir auch gram, Held aus Hoffen Davids Stamm! 7. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen, und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gieb 8. Wer der Welt abstirbt, sich mit Ernst bewirbt, dir zu leben und zu trauen, der wird bald mit Freude schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 9. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will sen Lon⸗ mehr dich lassen, son⸗ dern gläubig dich umfassen, weil im Ruritens. ich nun er⸗ greife d 10.Hierdurch Spott Ehrenkron; hier im und Ver⸗ trauen, dort im Ha⸗ ben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 11. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich über⸗ winde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du ge— kämpft für mich. 12. Du mein Preis und Ruhm, Himmelsblum! In mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du, mein Preis und Ruhm! A. Drese, 4 1701. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 279 D'N 11 mummummmg werte3 umm PᷓPᷓPᷓᷓD——————— 351 ün — Wiedergehurt und Beiligung.— Jesum Christ, den Heiland, der auf Er⸗ den vom Thron des Himmels kommen ist, dein Bruder da zu werden; vergiß nicht, daß er dir zu gut hat angenommen Fleisch und Blut; dank ihm für diese Liebe! 2. Halt im Gedächt-— nis Jesum Christ, der für dich hat gelitten und dir, da er ge—⸗ storben ist, am Kreuz das Heil erstritten. Besieget hat er Sünd und Tod und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächt— nis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod er—⸗ standen ist, befreit von Not und Plage; bedenke, daß er Fried gemacht, das Leben wieder hat gebracht; dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächt⸗ nis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufge⸗ fahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben alle⸗ zeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächt⸗ nis Jesum Christ, der einst wird wieder⸗ kommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich ein⸗ gehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, gieb, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen, und nie, was du an mir gethan, minmnunnunn mmm N — ²D Aimumun —— .2 ununm mumun unn — Tiebe.— mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mag und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriak. Günther, 4 1704. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc.(Es ist das Heil uns.) Liebesglut, 28⁰ wie soll ich dich mit Lobe wür— dig zieren? In deine Tiefen will ich mich, o volle See, verlieren. Es flammet Gottes Herrlichkeit, es brennt die ganze Ewigkeit: bleibt noch mein Herz erkaltet? 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus sei— nem Schoß genom— men! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herab gekommen; sein Mangel, Knecht-— schaft, Kreuz und Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grü— beln, glaub allein! Kannst du dies Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings nur hinein mit allen dei⸗ nen Sünden; laß dem das Herze sein ge— währt, der dir dein Herz hat ausgeleert; gieb Herz für Herz zum Opfer. 4. O liebster Vater, nimm es hin! Gieb Kraft, um dich zu lieben; Herz und Be⸗ gierden, Mut und Sinn sei dir hiermit verschrieben; brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust, als deine Liebe glühen. F. A. Lampe, 4 1729. unmmnf i unm unuummmminnnnn = X ——— unn nmnunmm umm — Wiedergeburt und Beiligung.— Mel. Ofröhliche Stunden ꝛc. 281 Ursprung des Lebens, o ewiges Licht, da niemand vergebens sucht, was ihm ge— bricht! Lebendige Quelle, die lauter und helle sich aus seinem heiligen Tem-⸗ pel ergießt und in die begierigen Seelen einfließt. 2. Du sprichst: wer begehret zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme; allhier sind himm⸗ lische Gaben, die kräf⸗ tiglich laben; er trete im Glauben zur Quelle heran; hier ist, was ihn ewig be—⸗ seligen kann. 3. Mein Hirt und meinHüter, ichkomme immerfort treib zu dir, gewähre die zumHimmlischen hin; Versprechen mir Ar⸗ men nicht brechen; du siehest, wie elend und dürftig ich bin, drum gieb deine Ga⸗ ben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest Geist, Seele und Mut, und wen du begabest, hat ewi— ges Gut; wenn man dich genießet, wird alles versüßet; es jauchzet und singet das fröhliche Herz, es weichet zurücke der bittere Schmerz. 5. Drum gieb mir zu trinken, wie dein Wort verheißt, laß gänzlich versinken den sehnenden. Geist im Meer deiner Liebe, laß heiligeTriebe mich treiben Güter des Heiles auch es werde mein Herze mir; du kannst dein ganz selig darin. unm ummnmmm —.—56f,—„ vom Leiden, laß mich mit Freu⸗ den gehorsam dir sein; denn alle die, welche mittrinken vom Kelche, den du hast getrunken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden, mein Jesu, erquickt, da wo deine Herden kein Lei⸗ den mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo Wonne undFauch—⸗ zen, wo Herrlichkeit Leben wird ewig be— lohnt. Ch. J. Koitsch, 4 1735. Mel. Schmücke dich ꝛc. 282 Meusher⸗ 6. Wenn du auch deiner Triebe, die dein en, was treues Herz bewogen, schenkest mit ein, so dich in unser Fleisch wohnt, wo heiliges gezogen, dich mit Schwachheit über— decket, dich vom Kreuz ins Grab gestrecket: o der ungemeinen Triebe deiner treuen Menschenliebe! 2. Über seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lah— men, Armen als väterlich erbar— men, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst ver⸗ zehren, sterben für die ärgsten Sünder, schenkinder! 3. O du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, liebe war die Quelle der gebeugt zu dir Füllmiununnnnunnuunn ——.—.—.— umunß mehr das ist Lieb, o Men⸗ .— Waald — — Wiedergeburt und Beiligung.— gekommen? O wie ist dein Hiß gebrochen, wenn dich Kranke an-⸗ gesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Erbetne mitzu- teilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen sich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst ver⸗ stocken, täglich lieb— reich zu sich locken: das war deines Wer⸗ kes Weise, Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanft— mut und Geduld zu let üben, ohne Schelten Drohen, Klagen and— rer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begeg⸗ nen, für die Läste⸗ rung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mör⸗ der zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätz— bar teures Leben in den ärgsten Tod ge⸗ geben; da du in der Sünder Händen, alle Leiden zu vollenden, und den Segen zu er⸗ werben, als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Herr, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken; du hast das Gesetz erfüllet, seinen Fluch hast du gestil⸗ et; laß mich wider dessen Stürmen dei— ner Liebe Schild be— schirmen; heilge mei— nes Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe. J. J. Rambach, 4 1735. num Hordaa. uununnnn uunenn inum · — EERREN V — u. rr M . Sunnunn Mel. Wie wohl ist mir, o Freund ꝛc. 283 Lehst du in mir, o wahres Leben, so sterbe nur, was du nicht bist; ein Blick von dir kann mehr mir geben, als was der Welt das Liebste ist. O Jesu, du sollst mein verblei⸗ ben, nichts wird mich von der Liebe treiben, die du mir zugesaget ast. O süße Wonne, ie mich tränket, wenn sich die Seel in dich versenket und dich, o Seelenfreund, um-⸗ faßt! 2. Herz, das in Liebesglut gestorben, ach, laß mein Herz in Flammen stehn; entzünd das Herz, das du erworben, und laß darinnen untergehn, was du nicht bist, o mein Vergnügen; laß mich in deiner Liebe siegen, ja, siege du nur selbst in mir; so werd ich fröhlich triumphieren, so wird dein Todessieg mich zieren, so leb und leid und sterb ich dir. 3. Zünd auch in mir die Liebesflam— men zum Dienste dei⸗ ner Glieder an; bind mich und ihre Not zusammen, damit ich mich versichern kann, ich sei also wie du gesinnet, wenn mein Geist die Gestalt ge⸗ winnet, die deinem Sinn recht ähnlich ist; so werd ich Freund und Feinde lieben, so wird ihr Kummer mich betrüben, wie du mir vorgegangen bist. 4. Gieb mir des Glaubens Licht und nummunt unmmuuf unun — Wiedergehurt und Beiligung.ͥ— fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstun-⸗ lllttiimm Kräfte, damiter wahre Früchte zeigt; mach mich zur Rebe voller Säfte, die sich nach dir, dem Weinstock, neigt; du bist der Fels, auf den ich baue, du bist mein Heiland, dem ich traue, du bist des Glaubens den finden, so laß die Hilfe nicht verschwin— den, und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht er— lieget, und daß dein Kreuz ihr Anker ist; gieb, daß sie alle Angft besieget durch dich, der du mein alles bist. Die Welt mag auf das Eitle bauen, ich aber will auf dich nur schauen, o Jesu, meiner Hoff⸗ nung Licht; ich will dich stets in Lieb um⸗ fassen, dich, der du mich nicht wirst ver⸗ lassen, denn deine 64— wanket nicht. Willst du mich 100 im Leben wissen, so leb ich, weil es dir beliebt; werd ich vom Tode hingerissen, so bin ich gleichfalls nicht betrübt; dein Leben laß stets in mir leben, dein Ster-— ben laß mir Stärke eben, wenn meines Lebens Ziel erscheint. Ich will dir meinen Willen schenken, ich will im Tod und Le— ben denken, daß du es gut mit mir gemeint. Ph. Balth. Sinold, 4 1742. Mel. Nun sich der Tag ꝛc. (So fliehen unsre Tage.) 2841 Hadle ten Nacht, eh du für 2. * ummum E RPRSRSST 2 P——— — Tiebe.— uns erblaßt, den Dei⸗ nen von der Liebe Macht so schön ge⸗ predigt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar, die sich so leicht entzweit, daß deine letzte Sorgewar: der Glieder Einigkeit. Graf N. L. v. Zinzendorf, + 1760. 285 un so will ich denn mein Leben völlig meinem Gott ergeben; nun wohlan, es ist geschehn! Sünd, ich will von dir nicht hören; Welt, ich will mich von dir kehren, ohne je zurück zu sehn. . Hab ich sonst mein Herz geteilet, hab ich hie und da verweilet: endlich sei der Schluß gemacht, Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das ich habe; schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe Herz und Nie⸗ ren; solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur gefallen, ach, so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten, und nicht wissen, noch drauf achten, was sonst draußen mag geschehn: fremd der meinen Willen ganz Welt und ihren Sor⸗ FV Aunnn * —.— 2 359 unmn in A ³ ununmit munnun ich du kennst dies Herz, das redlich —.——— — Wirderrhun und Beiligung.— gen will ich hier, in dir verborgen, als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht; ja, ich will mich dir ver⸗ schreiben; laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. G. Terstegen, 4 1769. Mel. Was Gott thut ꝛc. 286 Dich 150 iich ewig nicht; dir bleibt mein Herz ergeben; spricht: nur Einem will ich leben. Du, du allein, du sollst es sein; du sollst mein Trost auf Erden, mein Glück im Himmel werden. 2. Dich Jesum laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glau⸗ ben! Nichts kann mir meine Zuversicht und en Gnade rauben. Der Glaubensbund bai festen Grund; die deiner sich nicht schä⸗ men, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich Jesum laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büß- test für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich allzeit um deines Leidens willen die Pflicht der Treu er—⸗ füllen. 4. Dich Jesum laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Auf dir Bant meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Ich flieh zu —— 4.—————————————— 360 ht, ide zu Uinmmmmg dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich Jesum laß ich ewig nicht; nichts soll von dir mich scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstan-⸗ den, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich Jesum laß soll wanken; und wenn des bricht, sterb ich mit dem Gedanken: Freund ist mein und ich ewig nicht; nie mein Glaube Leibes Hütte ich bin sein; er ist mein Schutz und Trö⸗ ster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 4 1780. gebt, mein Mel. Herr, ich habe miß⸗ gehandelt ꝛc. 287 Se Menschen, höret, hört das heiligste Gebot, das uns Jesus Chri⸗ stus lehret: seid barm⸗ herzig, seids wie Gott; gebt, so wird auch euch gegeben, was euch not ist, Heil und Leben. 2. So viel Men⸗ schen, so viel Brüder! Ein Gott ists, der uns erschuf. Wir sind alle Christi Glieder; allgemein ist Gottes Ruf. So den Bösen, wie den Seinen, läßt der Herr die Sonne? scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu sehen, seid barmherzig, so wie er; eilt den Armen? beizustehen; was ihr empfängt der; — Mnmunt ummmm — Wiedergehurt und Beiligung.— Herr. Weiß es Gott und dein Gewissen, darfs die linke Hand nicht wissen. 4. Was ihr habt, mit Armern teilen, sehn, was jedem frommt und nützt, des Verlassnen Wun⸗ den heilen, schützen den, den niemand schützt, ohne Stolz, von Pflicht gedrun⸗ gen, heißt: nach Ruhm bei Gott ge⸗ rungen. 5. Herr, wir ge⸗ ben von dem Deinen, Geber, dem der Dank gebührt! Laß, wenn umser Brüder weinen, unser Herz nie un⸗ gerührt; wir zu dir uns nahen, wir auch Hilf Trost empfahen! daß, wenn und Th. G. v. Hippel, + 1796 1905 ite— lieben Mel. Ou Vater 288 D5 deiner Mensch enkinder, der du die Liebe selber bist, und dessen Herz auch gegen Sünder noch gütig und voll Mitleid ist, laß mich von ganzem Herzen dein, laß michs mit allen Kräften sein! 2. Gieb, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu sein mich übe, wie du mir selbst die Vorschrift giebst! Was dir ge⸗ fällt, gefall auch mir; nichts scheide mich, mein Gott, von dir 3. Vertilg in mir durch deine Liebe den Hang zur Liebe die— ser Welt, und gieb, daß ich Verleugnung —— 2.—.—;— 362 SSIIII.. Alunn 5 „ DRD Be —Liehe. übe, wenn mir was Eitles noch gefällt. Wie sollte ich die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe willen dein Wort gebeut! Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieh auf meine Wil— ligkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt; drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich beflissen sein. 6. Aus Liebe laß gern thun, was mir mich alles leiden, was mir dein weiser Rat bestimmt; du führst durch Trübsal den zu Freuden, der seine Last gern auf sich nimmt; und wer sein Leiden weislich nützt, wird mächtig von dir Unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, dann wird selbst Sterben mein Gewinn; dann werd ich deinen Him-⸗ mel erben, wo ich dir ewig nahe bin. lieb ich in Vollkom⸗ menheit dich, Vater der Barmherzigkeit. Nach B. Schmolck, 4 1737, von S. Diterich, 4 1797. Mel. Nun sich der Tag ꝛe. (So fliehen unsre Tage.) 289 Oe wenn Arme manchesmal vor dei— ner Thüre stehn, merk Uumunnn ummmum— Sumumummn uinnunnm und unn — Wiedergehurt und Beiligung.— auf, ob nicht in ihrer Zahl der Herr sei ungesehn. 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang erschallt zu dir herein, horch auf, ob seiner „Stimme Klang nicht mwoöchte drunter sein. 3. O nicht so fest eng verschließ die Thüren und das Herz; ach, wer den Heiland von sich stieß, was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche mild der Liebe Zoll dem Diürftigen hinaus, und öffne gern und mliüitleidsvoll dem Fle⸗ henden dein Haus. 5. Denn ehe du dich wirst versehn, wird dein Herr Jesus Christ hinein zu dei⸗ ner Thüre gehn, weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt, der arm erschien vor dir, er⸗ hebt er seine heilge Hand zum Segen für! und für. 7. Zum Segen über deinen Tisch und über all dein Gut, und über deine Kinder frisch und deinen fro— hen Mut; 8. Zum Segen über doine Zeit, die du hienieden gehst, und über deine Ewigkeit, wo du dort oben stehst: 9. Dort oben, wo er dann die Thür dir auf mit Freuden thut, wie ihm und seinen Brüdern hier du thatst mit frommem Mut. W. Hey, 1854. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 290 7⁰0 enn auch wie ein NA — 364 Fe Eν& — 25 3 SSI I ISS ununununununmmnmumunnummnmasse —— I S.—— f6 unummnunenunntnunnumuunuumnnnunnmmunn umimn mummunmnunnumummmumnunnum *=— Vi— 2 E iebe. 7 . H Palter klänge meine in mein Haus; wenn= . Rede fromm und ich, Christum zu be⸗ r schön; ja, wenn meine kennen, meinen Leib Zunge sänge Engeln selbst ließe brennen: gleich 0 Himmels⸗ höhn: hätt ich keine Lieb 20 Herzen, ach, so wär ich gleich den Erzen, gleich der Schelle, die erklingt, doch kein Leben hat ach, das alles hilft mir nicht, wenns an Liebe mir gebricht. 4. Liebe, Liebe ist die Krone, die den Baum des Glaubens schmückt, dran man, 0 noch bringt. Dank dem Gottes⸗ 0 2. Wenn ich mit Pro⸗ sohne, seiner Liebe 0 phetenklarheit ee een ee I O 7 eit, 7 die Zukunft säh er⸗ welch edle Tugend⸗ Hen füllt; wenn mir kund blüte ziert das lie⸗⸗ wär alle Wahrheit, bende Gemüte: Lang⸗ W kein Geheimnis mehr mut, Freundlichkeit, dir verhüllt; wenn ich Geduld;, Demut, ut, jenen Glauben hätte, Sanftmut, Güt und len der versetzt der Berge Huld! 3 stst Stätte: ach, das alles 5. Und wie herr⸗ ut. hilft mir nicht, wenns lich ist die Liebe!!! 854. an Liebe mir gebricht. Ewig hört sie nimmer= bens 3. Wenn ich alle auf; da sonst nichts chen meine Habe teilte den ist, das da bliebe, Bedürftgen aus, und das nicht schlösse sei⸗ uch den Greis am Bettel⸗ nen Lauf. Sprach ein N stabe gastlich führte und n ver⸗ 5,.——— E——— 365 umm umminnunn Hauche deines Geistes 201 Vun dur daß werd Gebet ge— than: gieb, daß nicht — — Wiedergeburt und Beiligung.— gehen, Glaub und Hoffnung wird zum Sehen; alles währet seine Zeit, Liebe bleibt in Ewigkeit. 6. Herr, mein Gott, du bist die Liebe, bist der Liebe Quell allein! Triebe mir auch tief ins Herz hinein. daß ich doch in der Liebe bis zum letzten Atem bliebe; Jesu, so bleib ich in dir, und du ewiglich in mir! A. Stöber, geb. 1810. Gebet. (Gott, Vater, an Erbarmen.) melreich, der du uns alle heißest gleich Brü⸗ der sein und dich ru⸗ fen an und willst, O Herr, bet allein der Mund, hilf, daß es geh von Herzens Grund. 2. Geheiligt werd der Name dein; dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich; behüt uns, vor falscher Lehr, das arm ver— führte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit; der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Sa⸗ tans Zorn und groß Gewalt zerbrich; vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will ge⸗ scheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich; gieb uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam ⸗ n Iumn uuumm — Gebet.— , sein in Lieb und Geist anficht; zur ⸗ n Leid, und wehre allem linken und zur rech⸗ Fleisch und Blut, das ten Hand hilf uns d: wider deinen Willen thun starken Wider⸗ L thut. stand, im Glauben If 5. Gieb uns heut fest und wohl gerüst, ir unser täglich Brot, und durch des heilgen H. und was man braucht Geistes Trost. ĩens; zur Leibesnot; behüt 8. Von allem übel 5,.. uns vor Unfried und uns erlös, es sind die ern Streit, vor Seuchen Zeit und Tage bös; 2 und vor teurer Zeit, erlös uns von dem daß wir in gutem ewgen Tod, und tröst in 6 Frieden stehn, der uns in der letzten 0 it Sorg und Geizes Not; bescher uns auch in müßig gehn. ein selig End, nimm⸗ ge 6. All unsre Schuld unsre Seel in deine hei vergieb uns, Herr, Händ. en daß sie uns nicht be⸗ 9. Amen, das ist, a⸗ trübe mehr, wie wir es werde wahr! Stärk oß Nauch unsern Schuldi- unsern Glauben im or gern ihr Schuld und merdar, auf daß wir lt. Fehl vergeben gern; ja nicht zweifeln dran, ge⸗ zu dienen mach uns es sei die Bitte wohl tt, Qaͤll bereit in rechter gethanzauf dein Wort,‚ en Lieb und Einigkeit. in dem Namen dein:: 7. Führ uns, Herr, so sprechen wir das in in Versuchung nicht, Amen fein. im: wenn uns der böse Luther, 4 1546. 367 Ri ö ö N 1 2Z..—...7.— 1 n F — Wiedergehurt und Beiligung.— „Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Weg, o Heerr, allein, den wol⸗ lest du mir geben, dir zu leben, dem Nächsten nütz zu sein, nach dei— F 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst mi wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gieb daneben; vor⸗ aus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen Qund nicht bauen auf Qall mein eignes Thun, sonst wirds mich ewig reuen. ö 7. 3. Verleih, daß ich 2 Herzensgrund aus nem Reich zu streben. es mir den Feinden mög ver⸗ geben; verzeih mir auch zu dieser Stund., schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß all— weg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Un⸗ glück geht daher, das mich möcht von dir kehren. D 4. Laß mich nicht% Lust noch Furcht von 0 dir in dieser Welt abwendenz Getreusein“ bis ans End gieb mir, du hasts allein in Händen, und wem du's giebst, der hats umsonst; es mag nie⸗ mand ererben noch erwerben durch Werke! deine Gnad, die uns erlöst vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf‚, o Herr Christ, dem Schwachen! Von dei- ummumummmunnummn uann 0 ——— um * umn 2 * uuumn — unmum lich zu Spotte. * mich dir treu, meinem Gotte. du herfür, eil, 3 mich zu erretten. In Daüe falscher Tücke. vu — — Gebet.— ner Gnad allein ich leb, du kannst mich stär⸗ ker machen. Gefahr, wollst du mich nicht verlassen, fest mich fassen, be— hüten immerdar; ich weiß, du wirsts nicht lassen. P. Speratus, oder J. Agricola, + 1551, 6 In dich hab ich ze. (Ich freue mich, mein Gott.) 2030 MI hab ich gehoffet, Herr, hilf, daß ich nicht zu schan⸗ den werd, noch ewig— Das erhalte dir, bitt ich dich: 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, er⸗ hör mein Bitt, tritt bald Kommt nun Anfechtung und Schirmer, Angst und Weh ich lieg und steh; hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und steh mir bei, sei meine Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich bedräng der Feinde Meng hier und (2). + 1566. auf allen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt mein? oft zugericht viel Lug und Trug und falsch Gedicht, viel Netz und heimlich Stricke; nimm meiner wahr,‚, Herr, in Gefahr; be⸗ 369 mimunnunummmn uunnumumunui 9 6 —— 2888 munmnum 2— — ummunt Herr, — Wiedergehurt und Beiligung.— meinen nur in deiner Huld, 6. Geist befehl ich dir; sonst wie du willst; mein Gott, mein Gott, gieb mir Geduld, denn weich nicht von mir, dein Will ist der beste. nimm mich in deine O wahrer Treu Herr, und deinem Worte; behüt mich, Herr, vor fal⸗ scher R——30 gieb 2 mir hier und dorte, Sohn und was dient zu meiner Hände! Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 7. Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit sei Vater, Geist bereit! Lobt Gottes heilgen Na⸗ men! Die göttlich haft durch Christum! Amen. A. Reißner, 4 um 1575 (Schon ist der Tag.) Jerr, wie 29⁴ 5 du willst, so schicks mit mir im Leben und im Ster⸗ ben! Allein zu dir steht mein Begier, laß mich, Herr, nicht ver⸗ derben. Erhalt mich 2. Zucht, Ehr und verleih mir, ieb zu Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in 5. ö meinem ganzen Leben. Kraft mach uns sieg⸗ Jesum 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gieb mir durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 1 1591. 2.—.—— DE....... + 2.— 5— Gehet.— ö Mel. Herzlich thut mich ꝛc. mir 3 hühret. (Beftehl du deine üüin wo m 1 aß mich fehl in meinem Stande — 29⁵ Ldein sein führet; gieb, das ichs? und bleiben, du treuer thue bald, zu der Zeit, Gott und Herr; von da ich soll, und wenn 13 dir laß mich nichts ichs thu, so gieb, daß 1 Laderd 3 52—5 1 es gerathe wohl. 22* deiner Lehr; Herr, laß 3 Hilf daß ich ve % uuch uur nich mane gke wont ichkamn +* ken, gieb mir Bestän⸗ bestehen, laß kein un⸗ al digteit; dafür will ich nützes Wort aus mei b Nir Danten in alle nem Munde gehen: 0 Ewigkeit! nem Munde gehen; 4 n + 4.— und wenn in meinem N. Selnecker, 1 1592. ud ich reden Een U und muß, so gieb den nüZü 296 srommer zen Kraft and 0—— FP.*— Gott, du Brunnquell dn W 8— guter Gaben, ohn den n. nichts ist, was ist, 4. Findt sich Ge I54 von dem wir alles fährlichkeit, so laß haben, gesunden Leib mich nicht verzagen, b: gzieb mir, und daß in gieb einen Heldenmut, m: oolchem Leib ein un⸗ das Kreuz hilf selber bverletzte Seel und rein tragen; gieb, daß ich „Gewissen bleib. meinen Feind mit 2T 2. Gieb, daß ich Sanftmut überwind 0 thu mit Fleiß, was und, wenn ich Rat —* pιιιναιππìì½⅜⁷t. 2 unmum uuumunmm — Wiedergeburt und Beiligung.— bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft le— ben, so weit es christ— lich ist; willst du mir etwas geben an Reich— tum, Gut und Geld, so gieb auch dies da— bei, daß von unrech— tem Gut nichts unter⸗ menget sei. 6. Soll ich auf die— ser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen, so gieb Ge— duld; vor Sünd und Schanden mich be— wahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an mei⸗ nem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freu⸗ den; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Dng er Grab, auf daß er seine R uh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so woll auch deine Hand zu meinem Grab aus⸗ strecken; laß hören deine Stimm, erwecke mein Gebein und führ mich schön verklärt in deinen Himmel ein. J. Heermann, 1 1647. Mel. Da Christus geboren ꝛce. (Um Erbarmen flehen wir.) 297 Awitt ich bitt ich von dir, zweierlei trag ich dir für, dir, der alles reichlich giebt, was uns dient und dir beliebt; gieb mein Bitten, das du weißt, eh ich sterb und sich numum ũ˙sãiiqãũα˙n Rinnum ummmm e 2 2 —— * minum; ——— *2 M. 2 3— — 2——. 10 er t, 1d in 31t, ich nnnunf⸗ ͥr U 8 — Gebet.— mein Geist aus des Leibes Banden reißt. 2. Gieb, daß ferne von mir sei Lügen und Abgötterei; Ar- mut, so die Maße bricht, großen Reich⸗ tum gieb mir nicht; allzu arm und allzu reich ist nicht gut, unsre Seel ins Sün⸗ denreich. 3. Laß mich aber, o mein Heil, nehmen mein bescheiden Teil und beschere mir zur Not hier mein täglich Bißlein Brot zeinklein wenig, da der Mut und ein gut Gewissen ruht, ist fürwahr ein großes Gut. 4. Sonst wohl möcht im Überfluß ich em⸗ pfinden Überdruß, dich verleugnen, dir zum Spott fragen: wer Aumuun ist Herr stürzt beides gleich und Gott? Denn das Herz ist Frechheit voll, weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl, wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß und die Armut wird zu groß, wirds leicht untreu, stiehlt und stellt nach des Nächsten Gut und Geld, thut Gewalt, braucht Ränk und List, ist mit Unrecht aus⸗ 3 gerüst, fragt gar nicht, 3“ 190. christlich ist. 6. Ach, mein Gott, mein Schatz, mein Licht! Dieses beides ziemt mir nicht; bei⸗ des schändet deine Ehr, beides stürzt ins Höllenmeer; drum so gieb mir Hüll und Füll also, wie dein Herze will, nicht zu wenig, nicht zu viel. P. Gerhardt, 4 1676. 373 nunune deinem Sinn. alleine ich nur meine, dein Ken eh Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden; gieb dich mir und nimm mich hin! E begehre — e Mel. Gott im Himmel ꝛe. 29 ieh, hier 298 8 bin ich, Ehrenkönig, lege mich vor deinen Thron; schwache Thränen, kindlich Sehnen bring ich vir, du Menschen— sohn. Laß dich finden, laß dich finden, bin ich—— nur Asch und Thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach 3. Herr, erhöre, ich nichts als deine freie Gnad, die du giebest, wo du liebest, und man dich liebt in der Haß Laß 4n iiin laß * 5 mununn Walldd 8 und Beiligung.— Dich dich finden; der hat alles, wer dich hat. mütig deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden; denn mein Herze zu dir dringt. 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich fin⸗ den! Großer Gott, ich bin ade J. Neander, 4 1680. 0 ir, dir à 7 207— 2991 Dir, hovah, will ich singen; dent wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder e 374 4. Hör, wie kläg⸗ lich, wie beweglich dir die treue Seele singt,‚ wie demütig und weh⸗ —ꝛ EU 9. — —— +: SSIIIII. unuumununnum — Gebet.— bringen; ach, gieb mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, dem neiget sich dein gnädger Wille zu, das wird gewiß von dir erhöret, weil ichs im Namen deines Sohnes thu, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und= nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe; drum bin ich voller — unnummn 37⁵ uumumn Trost und drendiakit und weiß es, alle ö gute Gabe, die ich von dir verlanget jeder⸗ * zeit, die giebst du und thust überschwenglich mehr, als ich verstehe,‚ 50n und begehr. J. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß Seligkeit! . Barthol. Crasselius, 4 1724. Mel. O O Gott, du frommer ꝛe. 300 Md mich nicht! Reich mir die Gnadenh ände; ach, führe mich, dein nd daß ich den Lauf unummmmnnnunnn Anumnnnn 2³ du mir schenkest s jolche —— Whnn und Beiligung.— vollende zu meiner Seligteit; sei du mein L Lebenslicht, mein Stab, mein Hort, mein Schutz; ach, Gott, verlaß mich? nicht! 2. Ach, Gott, ver⸗ laß mich nicht Re⸗ giere du mein Wallen; ach, laß mich nimmer⸗ mehr in Sünd und Schande fallen; gieb mir den guten Geist, gieb Glaubens⸗ Zuver⸗ sei meine Stärk und Kraft; ach, Gott, sicht, 385 mich nicht. Ach, Gott, ver⸗ laß ich ich Ich ruf ů grunde: ach, Höchster, aus Herzens⸗ uunununnuunnn Il stärke mich in jeder bösen und meine Seel an⸗ ficht, so weiche nicht von mir; ach, Go t verlaß mich nicht! Stunde; wenn mich Versuchungylagt ö / 2 SS lasset — Gebet.— 4. Ach, Gott, ver⸗ laß mich nicht! Ach, laß dich doch bewegen, ach, Vater, kröne doch ihn treten. Gott ist in der Mitten! Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm mit reichem: Himmels- beuge. Wer ihn Inut, segen die Werke mei⸗ meiner Pflicht 2. Zu thun, was dir gefällt: ach, Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach, Gott, ver—⸗ laß mich nicht! bleibe dir hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu un wir Geringen unsre sehn dein Angesicht, hilf mir in Not und Tod; ach, Gott, ver⸗ laß mich nicht! S. Frank, 1724. Mel. Wunderbarer König ꝛc. 301 Ghenwär 10— uns anbeten und in Ehrfurcht vor Ich ergeben, wer ihn nennt, schlag nes Amts, die 5095%7 die Augen nieder; wärtig, dem die Che— rubinen Tag und Nacht in Demut die— nen. Heilig, heilig, heilig, singen ihm zur Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch Opfer bringen. 3. Wir uumun gebt das Herz ihm wieder! D* 2. Gott ist gegen⸗= entsagen willig allen Eitelkei— ten, dieser Erden Lust und Freuden; daliegt Chre aller Engel hohe unser Wille, Seele, 30 Leib und Leben, dir zum Eigentum erge⸗ ben; du allein sollst es sein, unser Gott SSIII und und Herre, dir ge— —405 die Ehre. 4. Majestätisch We⸗ sen möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst er— weisen! Möcht ich, wie die Engel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtg sehen! Laß mich dir für und für trachten zu ge— fallen, liebster Gott, in allen. 5. Geist, der alles füllet, drin wir sind weben, aller Dinge Grund und Le⸗ ben! Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, ich senk mich in dich hinunter; ich in dir, du in mir, laß mich ganz ver⸗ schwinden, dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles; laß mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte; wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so still und froh deine Strahlen Has en und dich wirken lassen. 7. Mache mich ein⸗ fältig, innig abge⸗ schieden, sanft und still in deinem Frie— den; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahr⸗ heit; laß mein Herz Adler ihmen wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen, laß den Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre; wo ich geh, sitz 2 — Gebet.—. und steh, laß mich 3. Ich bitte nicht dein gedenken, mich um Ehr und Ruhm, r in dich versenken. so sehr sie Menschen + G. Terstegen, 4 1769. rühren; des guten Na⸗ d WMel. Es ist das Heil ꝛe. mens Eigentum laß gLmR 302 Zott, deine mich nur nicht ver⸗ SwmA Güte reicht lieren; mein wahrer so weit, so weit die Ruhm sei meine Wolken gehen; du Pflicht, der Ruhm ltrönst uns mit Barm⸗ vor deinem Angesicht d herzigkeit und eilst und frommer Freunde uns beizustehen. Herr, Liebe. ö 2 N meine Burg, mein 4. So bitt ich dich, le 7 Fels, mein Hort, ver⸗ mein Herr und Gott, — V nimm mein Flehn, auch nicht um langes 7 merk auf mein Wort; Leben. Im Glücke denn ich will vor dir Demut, Mut in Not‚, in beten. das wollest du mir d 2. Ich bitte nichtum geben. In deiner * Überfluß und Schätze Hand steht meine Zeit, in dieser Erden; laß mir, laß du mich nur en so viel ich haben muß, Barmherzigkeit vor Nr nach deiner Gnade dir im Tode finden. ch werden. Gieb mir Cyr. F. Gellert, 4 1769. du nur Weisheit und in Verstand, dich, Gott, Mel. Wenn wir in höchsten 10 0 Pudau 905 Nöten 5 9900. nd andt, und mich selbst edenk ich sitz zu erkennen. 303 5 deine *— — n ben lebe von dieser Erde bin. ——**—— Vũ* — wieenhan an Neligung.—— große Treue, 10 Erde Eitelkeiten mir ich meine tiefe Schuld dann fühl ich heiße Scham und Reue und preis in Demut deine Huld. 2. Ich bin nur Staub, aus „unbewußt Staub geboren, bin irdisch und verweslich noch, 3. O Vater, verstehn? Gieb, daß ich mich in Einfalt übe, den Weg, den du . mich führst, zu gehn. 4. Gieb, daß ich und bin zur Herr⸗ lichkeit geboren, bin himmlisch auch und ewig doch. Weg . deine große Liebe, wie kann ein Mensch sie hier dir nicht widerstrebe, wenn Dornen meinen Pfad umziehn, und daß ich dir im Glau-⸗ und 5. Gieb, daß der nicht vorüber-⸗ gehn, und daß ich mag zu allen Zeiten auf Jesu Kreuz und Sterben sehn. 6. Gieb, daß ich nimmer möge schwan⸗ ken, wenn Erde Reichtum blinkt; laß mich von deinem nicht wanken,! wo mir am Ziel die! daß ich Palme winkt. 7. Gieb, dulden mag und hof⸗ mir der fen, und gieb mir deinen heilgen Geist, und zeige mir den Himmel offen, wenn mir der Tod das Herz zerreißt. L. Hensel, 4 1876. Allgemeine Fürbitte. Mel. O Welt, ich muß ꝛe. (In allen meinen Thaten.) 304 Bbar ö ö— ä— 380 — Uunn=* In 7c. n.) ei unnnmm 7——————— 92 + * Algemrine Fürbitte.— Ore Breit deines Namens Ehre an allen Orten aus! Behüte alle Stände durch deiner Allmachts Hände, beschützeKirche, Land und Haus. 2. Ach, laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schal⸗ len, z unfrer Seelen Nutz! Bewahr uns vor den chrheit die deiner Wahrheit spot⸗ ten, beut allen dei⸗ nen Feinden Trutz. 3. Gieb du getreue Lehrer und unver⸗s drossne Hörer, die beide Thäter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und Früchte reichlich ern⸗ ten ein. 4. Du wollst uns hoch beglücken, mit hellen Gnadenblicken auf unsern Fürsten in Gnaden Seuche und den Scha- den der Elemente ab! Bewahr des Landes und mache nicht zu nichte, was sehn, ihn 10, auf uf dem Throne, auf sei⸗ nem Haupt die Krone vollem Glanze las⸗ en stehn. 5. Laß alle, die re⸗ gieren, ihr Amt ge⸗ treulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Bunde küssen; segn uns als dein erwählt Geschlecht. 6. Erhalt in jeder Ehe beim Glücke wie beim Wehe recht— schaffne Frömmigkeit; in Unschuld und in Tugend gedeihe unsfre Jugend, zu —— 1—.—2 Dienst bereit. O Vater, Früchte deines wend Krieg, ———— 4. beschütze, bleib den Verfolgten Stütze, 2. Ach, dein Lebens⸗ unmmn — Wiedergehurt und Beiligung.— deine milde Hand uns 11. Nun, Herr, du gab. wirst erfüllen, was 8. Gedenke voll Er- wir nach deinem Wil⸗ barmen der Leidenden len in Demut jetzt und Armen; Verirrte begehrt; wir sprechen bring herein; die gläubig Amen in Witwen und die unsers Jesu Namen, Waisen wollst du mit so ist gewiß der Troste speisen, wenn Wunsch gewährt! sie zu dir um Hilfe B. Schmolck, 4 1737. schrein. 9 ilf alꝰ ein Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. 5 Arzt den Kranken, esu, der du und die im Glauben 305 bist alleine wanken, laß nicht zu Haupt und König der Grunde gehn; die Gemeine, segne mich, Alten heb und trage, dein armes Glied! damit sie ihre Plage Wollst mir neuen geduldig mögen über⸗Einfluß geben deines stehn. Geistes, dir zu leben; 10. Die Reisenden stärke mich durch deine Güt. die Sterbenden geleit geist durchdringe, mit deinen Engel⸗ Gnade, Kraft und scharen, daß sie in Segen bringe deinen Frieden fahren zu Gliedern allzumal, Zions Freud und wo sie hier zerstreuet Herrlichkeit. FPFPFPFPFPFPFTFTFTFTPTE TET TETETETETETETRETRTRTRTR ⁰⁸ unununr⸗ U20 SR wohnen unter allen 3 uumuummuummmm .— munn Amn n 4 BS V Wt — Allgemeine Fürbitte.— Nationen, die du ken⸗ naest überall. Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köst— lich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. allein in dich wandt. 3. O wie lieb ich, 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich ver— einge mich mit ihnen,‚ und vor deinem An⸗ gesicht wünsch ich allen tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst zu dei⸗ ner Pflicht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden klei— ner und von allen 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abge— schieden, klein und stille, sanft, einfältig wie dein Wille, und wie du sie gern willst! sehn. * du kennst sie wohl. 8. Ach, besuch zu dieser Stunde ihre Herzen, und im Grunde sie mit deinen Sonderlich ge⸗3 denke deren, die es,? Herr, von mir begeh⸗ ren, daß ich für sie! beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen;; gieb du jedem solchen“ Segen, wie es not; erfreu in dir allein; zeuch Liebes⸗ Schlacken reiner, ganz zügen ihre Lust und —5——— SꝗFꝗPDPIII‚III————————— 2———— D Iuunnen. — Wiedergeburt und Reiligung.— ummnnun ganz Vergnügen we⸗Gott nicht 9. Ach, du hast uns fröhlich sein? nimmermehr allein. die in seinem men kommen und, von allen Flecken rein, sein Gefieder 4 dort vor deinem seine Jungen Throne stehen, uns in also hat auch sein. G. Terstegen, 1 1769. gab und das diese Stunde Mol. Lasset uns Nel. set uns den Her⸗ ren preisen ꝛc.(Sollt ich Alles Ding meinem Gott nicht singen 2) seine Zeit, 306 Suenen sentlich in dich hinein. sollt ich ihm nicht teur erworben, da du ich seh in allen Din⸗ bist am Kreuz gestor⸗ gen, wie so gut ers ben; denke, Jesu, wir mit mir mein. Ists sind dein! Halt uns doch nichts als lauter fest, so lang wir leben Lieben, das sein treues und in dieser Wüste Herze regt, das ohn schweben; laß uns Ende hebt und trägt, 10. Bis wir einst sich üben. Alles Ding A mit allen Frommen währt seine Zeit, Got⸗ 6 dort bei dir zusame tes, Licd in Ewigkeit. + 2. Wie ein Adler Ddir, dich in uns sehen, wieder mich des Höch⸗ ewig eins in dir zu sten Arm gedeckt, also⸗ bald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen Friede und Frende. das ich hab und noch Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist singen, Denn Dienst über streckt, immer I Leben, treibe. währt Gottes unumun —...e..*. — ummun ihm nicht zu teuer, nein, er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn; o du Brun⸗ nen ohn Ergründen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch be⸗ fleißt, deines Grun⸗ des Tiefe finden? Alles Ding seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, giebt er mir in sei⸗ nem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz er⸗ fülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zer⸗ bricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht; wenn mein Können, mein Ver— mögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen bei— zulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Got⸗ tes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Ge— treide; in den Grün⸗ den, in der Höh, in den Büschen, in der Leibe Not! U 10 — Friede und Frende.— — Wiedergeburt und Beiligung.— See, überall ist meine wendet. Alles Ding Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Got⸗ währt seine Zeit, Got⸗ tes Lieb in Ewigkeit. tes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater 7. Wenn ich schlafe, seinem Kinde niemals wacht sein Sorgen ganz sein Herz ent⸗ und ermuntert mein zeucht, ob es wohl Gemüt, daß ich alle bisweilen Sünde thut liebe Morgen schaue und von der Bahn neue Lieb und Güt. abweicht, also hält Wäre nicht mein Gott auch mein Verbrechen gewesen, hätte nicht mir mein frommer sein Angesicht mich Gott zu gut, will geleitet, wär ich nicht mein Fehlen mit der aus so mancher Angst Rut und nicht mit genesen. Alles Ding dem Schwerte rächen. währt seine Zeit, Got⸗ Alles Ding währt tes Lieb in Ewigkeit. seine Zeit, Gottes Lieb 8. An wie mancher in Ewigkeit. schweren Plage hat 10. Seine Strafe, er mich vorbeigeführt, seine Schläge, ob es daß sie mich mein Le⸗ mir gleich bitter betage niemals noch scheint, sind, wenn ich bisher berührt; und es recht erwäge, den⸗ der Engel, den er noch Zeichen, daß mein sendet, hat das Böse, Freund, der mich lie⸗ das der Feind anzu⸗ bet, mein gedenke und richten war gemeint, mich von der schnöden in die Ferne wegge⸗ Welt, die uns hart nunnun .. 386 r rrrrr FEP : gefangen hält, durch das Kreuze zu sich lenke. Alles Ding — Friede und Frende.— aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in mei— währt seine Zeit, Got- nem ganzen Leben, tes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Chri⸗ stenkreuz hat seine Maße und muß end-⸗ lich stille stehn; wenn der Winter ausge⸗ schneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers er— warten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn we⸗ der Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte: wollst mir Gnade geben, dich aus bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. P. Gerhardt. 1676. 307 Mesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier! Ach, wie lang, ach, lange ist dem Herzen bange, und verlangt 3 Hab ich nach dir! dich, wie reich bin ich! Außer dir soll mir auf Erden nichts sonst lieber werden. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller; Feinde frei; laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Wenn die Welt in Trümmer 8 65—2——— ö unmumm — ZFunnnum mich decken. 3. Trotz des Fein⸗ des Lauern, trotz des Todes Schauern, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, geringe halt ich dich und singe in gar sichrer Ruh; Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen; du bist mein Lust! Weg, Ehren, ich nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, 5. Gute Nacht, o Ergötzen, Jesu, meine dennoch ble ihr eiteln auch im Leide, Jesu, mag euch meine Freude. nicht von Jesu scheiden. ben, Wesen, das die Welt brannt; — Wiedergeburt und Beiligung.— fällt, wenn gleich erlesen, mir gefällst Sünd und Hölle du nicht; gute Nacht, schrecken: Jesus will ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht; gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Sündenleben, gute Nacht gegeben! 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lie⸗ ben, muß auch ihr Be⸗ trüben lauter Freude sein; duld ich schon hier Spott und Hohn, bleibst du Joh. Franck, 4 1677. 308 Mder Ch sten inwendiges Le⸗ obgleich sie von außen die Sonne ver⸗ was ihnen ummmemmmnn IIIIII—— 388 * II iununnn — Friede und Freude.— der König des Him-⸗ mels gegeben, ist kei⸗ nem, als ihnen nur selber, bekannt; was niemand verspüret, was niemand berüh— ret, hat ihre erleuch—⸗ teten Sinne gezieret und sie zu der gött⸗ lichen Würde geführet. 2. Denn innerlich sind sie von göttli⸗ chem Stamme, gebo⸗ ren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort; die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und inniglich singen; das muß denn ganz herr⸗ lich und prächtig er⸗ klingen. 3. Sie wandeln auf Erden, und leben ben ohnmächtig, und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie haben, die Arm-— sten, was ihnen ge⸗ fällt. Sie stehen in Leiden, und bleiben in Freuden; sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen, und führen das Leben des Glau⸗ bens von innen. 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offen⸗ bar werden, wenn er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt, so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden auch herrlich erschei⸗ nen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude im Himmel; sie blei⸗ gar offenbar spüren. unmunnnin —— REE..———— 389 munmm 2³½2 JJ— 2— G 2* SS—..... i nunmunn — Wiedergehurt und Beiligung.ͥ— 5. Frohlocke, du lebet, dort öffentlich Erde, und jauchzet, mit ihm im Himmel ihr Hügel, dieweil ihr geschwebet. solch göttlichen Sa⸗ Chr. F. Richter, 4 1711. 90n 0D800 denn 1 as ist des Ewigen ie wo göttliches Siegel, zum 309 ist mir, Zeugnis, daß er euch o Freund der Seele, noch Segen verheißt; wenn ich in deiner ihr sollt noch mit Liebe ruh; ich steige ihnen aufs prächtigste aus der Schwermuts⸗ grünen, wenn erst ihr höhle und eile dei⸗ verborgenes Leben er⸗ nen Armen zu; da scheinet, wonach sich muß die Nacht des eur Seufzen mit ihnen Trauerns scheiden, vereinet. wenn mit der Fülle 6. O Jesu, ver⸗ selger Freuden die borgenes Leben der Liebe strahlt aus dei⸗ „Seeelen, du heimliche ner Brust. Hier ist Zierde der inneren mein Himmel schon Welt! Laß deinen ver⸗ auf Erden; wer sollte borgenen Weg uns nicht beseligt werden, erwählen, wenn gleich der in dir suchet Ruh uns die Schmach dei⸗ und Lust? P naes Kreuzes entstellt. 2. Die Welt mag „Hier übel genennet meine Feindin heißen: und ewig erkennet, es sei also! ich trau— hier heimlich mit ihr nicht, wenn sie Christo im Vater ge- mir gleich will Lieb 88.— 2—— minnun tterd ——2 + 3 36 9 S A&—— uunmun — Friede und Freude.— erweisen bei einem Heil, wer will ver-⸗ freundlichen Gesicht. dammen? Die Liebe In dir vergnügt sich nimmt sich meiner an. meine Seele, du bist 4. Lenkst du durch mein Freund, den ich Wüsten meine Reise, erwähle, du bleibst ich folg und lehne mein Freund, wenn mich auf dich; du Freundschaft weicht; giebst aus Wolken der Welt Haß kann mir die Speise und mich doch nicht fällen‚, labest aus den Felsen weil in den stärksten mich. Ich traue dei— Unglückswellen mir nen Wunderwegen, sie deine Treu den Anker enden sich in Lieb und reicht. Segen; genug, wenn 3. Will mich der ich dich bei mir hab! Sünde Last erdrücken, Ich weiß, wen du blitzt auf mich des willst herrlich zieren Gesetzes Weh, droht und über Sonn und ⸗ mir die Strafe schon im Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu dei—⸗ nen heilgen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zu⸗ sammen, du bist mein Sterne führen, den; führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster schei⸗ nen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du ver⸗ lässest keinen, in dir,, mein liebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, munum ununun 391 Funmum 2.————— — Wiedergeburt und Beiligung.— D————————————————— e e ee wenn aus Gefahr und riede, ach, Ungewittern er an. 310 IIriebe ach. geht in die Sicherheit? göttlicher Friede, vom Mein Licht, so will Vater durch Christum ich auch mit Freuden im heiligen Geist, wel⸗ aus dieser finstern cher der Frommen Wildnis scheiden zu Herz, Sinn und Ge⸗ deiner Ruh der Ewig- müte in Christo zum keit. ewigen Leben auf⸗ 6. Wie ist mir dann, schleußt! Den sollen o Freund der Seelen, die gläubigen Seelen so wohl, wenn ich erlangen, die alles ver⸗ mich lehn auf dich! leugnen und Christo Mich kann Welt, Not anhangen. und Tod nicht quä⸗ 2. Richte deswegen, len, weil du, mein friedliebende Seele, Gott, vergnügest mich. dein Herze im Glau⸗ Laß solche Ruh in dem ben zu Jesu hinan! Gemüte nach deiner Was da ist droben unumschränkten Güte bei Christo, erwähle, des Himmels süßen verleugne dich selbst Vorschmack sein. Weg, und den irdischen Welt, mit allen Wahn; nimm auf Schmeicheleiem Richts dich das sanfte Joch kann, als Jesus, mich Christi hienieden, so erfreuen; o reicher findest du Ruhe und Trost: mein Freund göttlichen Frieden. ist mein! 3. Nahm doch der Wolfg. Chr. Deßler, 1722. Mittler des Friedens 392 — SR viel Schmerzen, die drum sollst du treu⸗ — Priede und Freude.— Sünder mit Gott zu versöhnen, Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu Her-⸗ zen, und siehe, was thut nicht dein Jesus für dich! Am Kreuze dort bringt er dir Frieden zuwege und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Nun, dafür bist du ihm ewig verbun⸗ den, du sollst dafür gänzlich sein Eigen-⸗ tum sein; er hat die ewge Erlösung erfun-⸗ den und schließt in den Bund seines Frie⸗ dens dich ein; drum siehe, daß du dich ihm gänzlich ergiebest und immer beständig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von all seinen Friedensgenos⸗ liche Liebe und Treu; auf sich. f lich und tapfer aus⸗ toßen, was Jesus dir zeiget, das wider ihn sei. Welt, Satan und Sünde, die mußt du bestreiten, was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Liebe und übe, was Jesus dich lehret, und was er dir saget, dasselbige thu; hasse und lasse, was sein Wort verwehret, so findest du Frieden und ewige Ruh. Ja, selig, die also sich Jesu ergeben und gläubig und heilig nach sei⸗ nem Wort leben. 7. Jesu, du Herzog der Friedensheerscha⸗ ren, o König des sen erfordert er herz⸗ wir den Friedens, ach, zeuch uns nach dir, daß Friedens⸗ bund treulich bewah⸗ ren, im Wege des⸗ 3 888 EE V 2* unmmm: AU — Wiedergehurt und Beiligung.— Friedens dir folgen 3. Seine Gnade soll allhier; ach, laß uns nicht weichen, wenn doch deinen Geist kräf⸗ gleich alles bricht und tig regieren und dir fällt, sondern ihren nach im Frieden zum Zweck erreichen, bis sie Vater hin führen! mich zufrieden stellt. B. Crasselius, 4 1724. Ist die Welt voll Heu⸗ chelei, Gott ist fromm Mel. Gott des Himmels ꝛe. und gut und treu. 311 M, ihr 4. Will die Welt Berge, den Frieden brechen, fallt, ihr Hügel, alle hat sie lauter Krieg Felsen, brechet ein! im Sinn, Gott hält Gottes Gnade hat das immer ein Verspre⸗ Siegel, sie will un⸗chen; so fällt aller verändert sein; laßt Zweifel hin, als wär die Welt zu Trüm⸗ er nicht: immerdar, mern gehn, Gottes was er ist und was Gnade wird bestehn. er war. 2. Gott hat Gnade 5. Laßt sein Antlitz mir versprochen, Gott sich verstellen, ist sein hat einen Bund ge⸗ Herz doch treu ge⸗ macht, der wird nim⸗ sinnt und bezeugt in mermehr gebrochen, allen Fällen, daß ich bis er alles hat voll sein geliebtes Kind, bracht; er, die Wahr⸗ dem er beide Hände heit, trüget nicht; es reicht, wenn auch geschieht, was er ver⸗ Grund und Boden spricht. weicht. ——— TE muin 394 ν—* — unnum —— 7 ummmmumummmmm — Friede und Freude.— mit mir halten, wenn die Welt sich auch em⸗ pört; ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich wert; ob die Sonne sich verhüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt; das ist Trost: so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt; sein Erbar⸗ men läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm be—⸗ ruhn; Felsen will ich auf ihn bauen, was er saget, will er thun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. B. Schmolck, 4 1737. 6. Er will Friede Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. 312 5⁰ deine Lust am Herrn, der dir schen— ket Lust und Leben, so wird dir dein Gna— denstern tausend holde Strahlen geben; denn er beut dir treulich an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich verkehret; wer das Herz in sei⸗ ner Brust Gott allein zur Lust gewähret, dieser trifft in allem an, was das Herz nur wünschen kann. 3. Lust an Gott er⸗ füllt mit Licht, wenn man ihn durchs Wort? erkennet; Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht, der in seiner Liebe brennet; Lust am Herrn beut alles 17⁷ un unnmununnue: unnunuß 39⁵ N Wi F IIIIIIIITTITITITTTTTTTRTRTR — Wiedergeburt und Heiligung.ͥ— an, was des Herz nur Leben derer,‚ die ver— wünschen kann. loren, und ihr Licht 4. Wer nur Lust dazu, Jesu, süße Ruh! am Herren hat, hat 2. Leben, das den auch Lust an seinem Tod, mich aus aller Willen und bemüht Not zu erlösen, hat sich früh und spat, geschmecket, meine solchen Willen zu er⸗ Schuld hat zugedecket füllen; und so wird und mich aus der Not er auch empfahn, was hat geführt zu Gott! das Herz nur wün⸗ 3. Glanz der Herr⸗ schen kann. lichkeit! Du bist vor 5. Ist die Lust der Zeit zum Erlöser nicht ohne Last, trag uns geschenket und in geduldig die Beschwer⸗ unser Fleisch versenket den; wenn du wohl in der Füll der Zeit, gelitten hast, wirst Glanz der Herrlichkeit! du erst recht fröhlich 4. Großer Sieges⸗ werden und triffst held! Tod, Sünd, dort im Himmel an, Höll und Welt hast was dein Herz nur du mächtig überwun⸗ wünschen kann. den und ein ewges B. Schmolck, 4 1737. Heil erfunden durch das Lösegeld deines Mel. Seelenbräutigam ꝛc. Bluts, o Held! 313 Mer istwohl. 5.Höchste Majestät, wie du, König und Prophet; Jesu, süße Ruh? Für Deinen Scepter will uns alle auserkoren, ich küssen, wie Maria? uimmnõ n— — Friede und Freude.— dir zu Füßen sitzen früh und spät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigen-⸗ tum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigentum, allers schönster Ruhm! 7. Deiner Sanft⸗ mut Schild, deiner Demut Bild mir an⸗ lege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze und die Sünd in ihrem Netze mich nicht halte auf; fördre meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög und beten, freu⸗ dig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gieb! 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Her⸗ zens Schifflein decken,: wollst du deine Hand: ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Helden⸗ mut, der da Gut und Blut gern um dei— netwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gieb mir, höch⸗ stes Gut, durch dein teures Blut! 13. Solls zum Ster⸗ ben gehn, wollst du 397 V unnnnn —— Uununnunumnnum: 2 — 2..... ⁸ Mel. O du Hüter Jorael ꝛc. Bunummn bei mir stehn, mich drunter sich die Helden durchs Todesthal be⸗ plagen, wird den Kin⸗ gleiten und zur Herr⸗ dern leicht zu tragen, lichkeit bereiten, daß die des Kreuzes Kraft ich einst mag sehn gefaßt. mich zur Rechten 3. Ehe Jesus unser stehn. wird, ehe wir uns V. A. BI.39. vergessen und gesessen zu den Füßen unsers Herrn, sind ö isten s d wir fern von der 3 314 Görist en tlic ewgen Bundesgnade, 97 ein göttlich von dem schmalen Volk, aus dem Geist Lebenspfade, von dem des Herrn gezeuget, WoI ö ihm gebeuget und von hellen Morgenstern. seiner Flammenmacht 4. Pilgrimschaft anwiannt vor 973 zur Ewigkeit bleibet Bräutgams Augen immerdar beschwer⸗ schweben, das ist ihrer lich, ja gefährlich, bis Seelen Leben, und man ringt und dringt sein Blut ist ihre zu dir, einge Thür, Pracht. einge Ursach der Ver⸗ 2. Königskronen gebung, Alut der sind zu bleich für göttlichen Belebung, der Gottverlobten Jesu, unser Liebs⸗ Würde; eine Hürde panier! wird zum himmlischen 5. Zeuch uns hin, Palast; und die Last, erhöhter Freund‚ zeuch * +meine Freiheit seine Vae. — Friede und Freude.— uns an dein Herz der Liebe! Deine Triebe führen mich, du Sie⸗ gesheld, durch die Welt, daß ich deine Seele bleibe und so lange an dich gläube, bis ich lieb im innern Zelt. 6. Da ist meine Hand und Herz! Du hast deine Seel ge— waget, unverzaget, und das alles bloß allein, daß ich dein und du meine heißen könntest; wenn du nicht von Liebe brenn⸗ test, hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kro-⸗ nen, fahret hin, fahre hin, erlaubte Freude! Meine Weide sei des Herren letztes Mahl vor der Qual, meine Ehre seine Schande, Bist Bande, meine Zier die Ros im Thal. N. L. Graf v. Zinzendorf, + 1760. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. — llgenugsam 3¹⁵ M. Wesen, das ich hab erlesen mir zum höchsten Gut, du vergnügst alleine völlig, innig, reine, Seele, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; wer dir kann im Geist an⸗ hangen, darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben, kann in Frie⸗ den leben; er hat, was er will; wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still.. und innig nah, muß das Schönste bald erblei⸗ chen und das Beste du da weichen. unmnumnun — Wiedergehurt und Beiligung.— 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Ge⸗ müter, Trost in aller Pein; was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du ver⸗ gnügst allein. Was ich mehr als dich be⸗ gehr, kann mein Se⸗ ligsein nur hindern und den Frieden min⸗ dern. 4. Was genannt kann werden dro⸗ ben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann nur geben Freude, Ruh und Le⸗ ben, eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel ver⸗ schmachten: will ichs doch nicht achten. 5. Komm, du selges Wesen, das ich mir er⸗ lesen, werd mir offen⸗ bar! Meinen Hunger stille, und mein Herz erfülle mit dir selber gar! Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig! geben. G. Terstegen, 4 1769. Mel. O Ewigkeit, du ꝛe. (Der unsre Menschheit.) 316 Hein Glaub e ist meines Lebens Ruh und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach, gieb mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube! Tief präg es mei⸗ nem Herzen ein, welch Glück es ist, ein Christ zu sein! 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht ein zur selgen Ewigkeit Recht durch dei⸗ nen Tod erworben; 47 — ν—..— 4⁰⁰ nenn DE· Ha. — Friede und Freude.— zum Staube kehrt erquickt er mich, weil zurück der Staub, der Geist wird nicht des Todes Raub; du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Er⸗ löster bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ! Mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmerzen dieses Le— bens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens; Gott sel⸗ ber mißt mein Teil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, mir, der ich jener Herrlichkeit mit Ruh entgegen schaue? Bald ruft mich Gott und ewiglich belohnet und ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwin⸗ det aller Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch nicht mehr der Sünde schmählich Joch in meinem Lauf auf Erden; mit Freuden üb ich meine Pflicht; doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht, werden. Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld und straft mich nicht nach mei— ner Schuld. für mich bezwangst, du hast mich, Mittler, aus der Angst, in der ich lag, gerissen! Dir, dir verdank ich meine Ruh; denn meine Wunden heiltest du was ich dereinst soll! 6. Der du den Tod 401¹ I——.— 2 3— 3— und stilltest mein Ge- uns so selig, daß Leib wissen; und fall ich und Seele darüber noch in meinem Lauf, fröhlich und dankbar so richtest du mich wird. wieder auf. 2. Wir sehn dein 7. Dank sei dir, freundliches Angesicht Vater, Dank und voll Huld und Gnade Ruhm, daß mich wohl leiblich nicht; dein Evangelium lehrt aber unsre Seelekanns glauben, hoffen, lie- schon gewahren, du ben; was mir schon kannst ihr fühlbar jetzt in dieser Zeit den dich offenbaren, auch Vorschmack giebt der ungesehn. Seligkeit, wie soll ich 3. O, wer nur das nicht üben? Gott, immer bei Tag und präg es meinem Her⸗ Nacht dein zu genießen zen ein, welch Glück recht wär bedacht! es sei, ein Christ zu Der hätt ohne Ende sein! von Glück zu sagen, Balth. Münter, 41793. und seine Seele müßt immer fragen: wer Mel. Nun bitten wir den ist wie du? ö heiligen ꝛc. 4. Barmherzig, gnä⸗ 317 ch, mein dig, geduldig sein, Fl Herr Jesu, uns täglich reichlich dein Nahesein bringt die Schuld verzeihn, großen Frieden ins heilen, trösten, stillen, Herz hinein, und dein erfreun und segnen Gnadenanblick macht und unsrer Seel als ——————— 40² imitntitin& 2 6 2—3 2— 3———— I — unmum um — Friede und Freunde.— umm — 4 Freund begegnen, ist deine Lust. in Himmel hinein in 8. So werden wir⸗ 5. Ach, gieb an dei- dir vergnügt wie die nem kostbaren Heil uns alle Tage voll— kommen Teil, laß unsre Seelen sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner heili⸗ gen Todsgestalt; ja, laß sie uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges Inunsleben zu spüren sein. 7. Ein herzlich We⸗ sen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Tröstung aus deinen Todeswunden erhalt uns Frieden zu allen Stunden, bei Freud und Leid. inmumunminnunnunmmummmmmnnunni und noch einmal netzen, Kinder sein. Muß gleich unser Aug sich wenn sich das Herz nur an dir ergötzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel. Treue an uns ge⸗ 4 wandt, daß wir, daran F denkend, beschämt da⸗ stehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Chr. Gregor, 1801. enn ich 318 ihn nur habe, wenn er mein nur ist, wenn mein Herz bis hin zum Grabe seine Treue nie vergißt: weiß ich⸗ nichts von Leide, fühle ———— 403 —— S.—— — Wierdergeburt und Reiligung. ͥ— nichts, als Andacht, 5. Wo ich ihn nur Lieb und Freude. habe, ist mein Vater⸗ 2. Wenn ich ihn land, und es fällt nur habe, laß ich mir jede Gabe wie alles gern, folg an ein Erbteil in die meinem Wanderstabe Hand. Längst ver⸗ treu gesinnt nur mei⸗ mißte Brüder find ich nem Herrn, lasse still nun in seinen Jüngern die andern breite, wieder. lichte, volle Straßen Novalis(Fr. v. Hardenberg), wandern. + 1801. 3. Wenn ich ihn nur habe, schlaf ich— Jesu, meine Freude ꝛe. fröhlich ein; ewig ie getrost wird zu süßer Labe 319 Mund heiter, seines Herzens Flut Herr, mein Licht und mir sein, die mit sanf⸗ Leiter, machst du mei⸗ tem Zwingen alles nen Geist! Der du, wird erreichen und die dir trauen, führst durchdringen. zu grünen Auen und 4. Wenn ich ihn nur so gern erfreust! Nie⸗ habe, hab ich auch die mals wird bei dir, Welt, weil des Him⸗ o Hirt und Beruhiger mels schönste Gabe dar Seelen, mir Er— meinen Blick nach quickung fehlen. oben hält; hingesenkt 2. Deinem Rat er⸗ im Schauen kann mir geben, freu ich mich vor dem Irdischen zu leben; was du 40⁴ meine — Friede und Freude.— vermag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, rüstest mich mit Mut. Wenn die Welt er⸗ bebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrecken, willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir schauen; mein Erlöser lebt; ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Arm er— hebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz er— schüttern: was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde; doch ich über⸗ winde sie, mein Hort, durch dich. Sink ich oft noch nieder, du erhebst mich wieder, du begnadigst mich. Deine Huld tilgt Schuld; nie entziehst du deinem Knechte der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott er⸗ kenne und ihn Vater nenne und mich ewig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe, dank ich dir allein. auf deinem Leben für mich hin— gegeben, daß in mei⸗ ner Not ich nicht hilf⸗ los bliebe, groß ist deine Liebe, stärker als der Tod! Herr, und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen, dir mein Herz weihen? 7. Würdig dir zu leben, dies sei mein Bestreben, meine Lust unnummmeuem uunn Daß dein Geist mich unter⸗ weist und mich führt Pfade, das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und nicht 65 — α 3 Zunmmunn —————— DI.— 55 — Wiedergehurt und Beiligung.— und Pflicht! Was die Welt vergnüget, o mein Heil, das gnüget meiner Seele nicht. Hab ich dich, wie gern will ich das, wonach die Heiden trachten, reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, die die Welt bethören, Traum und Eitelkeit? Du erfreust des Men⸗ schen Geist; Herr, du dir getreu im Glau⸗ ben, wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte frohlockt mein Gemüte, Gott, mein un⸗ Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich so beherzt und froh einst durchs Thal des Todes drin⸗ gen, dort dein Lob zu singen. Chr. Fr. Neander, + 1802. willst, die dich ver⸗ Mel. Schmücke dich, o liebe ehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden, und was hoff ich dort? Unbegrenzte Zeiten voller Seligkeiten hoff Seele ꝛc. 320 N. der Welt geschieden, schmeck ich des Er⸗ lösers Frieden und die Freude schon auf Erden, Gott, mit dir sun S=— ich auf dein Wort. vereint zu werden, Sie sind mein durch sehe diese Welt der dich allein. Bleib ich Sünden unter meinen; amane ST 406 — Füßen schwinden und das Glück von jenem Leben den entzückten Geist umgeben. 2. Was ist aller Reiz von Lüsten über sie erhabnen Christen? Was der Glanz der eiteln Freuden? Was des Lebens kurze Lei— den? Wenn sie deinen Lohn erblicken, der sie ewig wird beglücken und des Kranzes Wert empfinden, den dort Engel für sie winden? 3. Nun mag Trüb⸗ sal auf mich stürmen! Gottes Trost wird mich beschirmen. Kurz sind dieses Lebens Pfade; ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes stillen Zähren will ich Gottes Rat verehren, unter keiner Plage sinken und den Kelch der Leiden trinken. 4. Du hast selbst der Menschen Plagen, Heiland, voll Geduld ertragen, mit dem schwersten Tod ge—⸗ stritten, tausendfaches Leid erlitten! Laß mich deine Kraft be— leben, wenn die mat— ten Hände beben! Hilf mir wachen, kämpfen, siegen; Friede lohnet nach den Kriegen. J. J. Eschenburg, 4+ 1820. Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. 321 Wdenaebih den geb ich euch! Also hat der Herr verheißen. Auf, mein Herz, die Sorgen fleuch! Er wird aus der Angst dich reißen. Sei getrost und un⸗ verzagt, glaube, was er zugesagt. 2. Herr, du hältst, was du versprichst,; „ 0 — Friede und Freude.—. 4 * 07 8 * en — 8 umtuntunun munum 8 — Wiedergehurt und Beiligung.— giebst noch immer dei⸗ am Felsenriff harter nen Frieden, wenn du Zweifel mög zerschel⸗ in die Herzen brichst len! Wenn ichs nicht mit dem Wahrheits-⸗ mehr lenken kann, so glanz hienieden! Kehre sei du der Steuer⸗ eilig bei mir ein, laß mann. in dir mich selig sein! 6. Rette mich in 3. Güter, die die jenen Port, wo die Erde giebt, sind nur Erdenstürme schwei⸗ mangelhafte Gaben; gen und vor dir, o ewig, Herr, wird, wer Gnadenhort, alle Se⸗ dich liebt, in dir volle ligen sich neigen! Gnüge haben. Schütte Dann in deines Va⸗ auf mein ganzes ters Haus werf ich Haus deine Gnaden- meinen Anker aus. fülle aus! Cbhr. A. Bähr, 14 1844. 4. Ohne dich ver⸗ Rume ich nichts; eignes Mel. Valet 1 ich dir ꝛc. ingen ist vergebens; Jesu, meine du allein, o Quell des 32² Sonne, vor Lichts, bist der Grund der die Nacht ent⸗ des neuen Lebens. fleucht, o Jesu, meine Rühre mich mit deiner Wonne, die alle Not Kraft, die den neuen verscheucht! Im Her⸗ Menschen schafft. zen klingt mir täglich 5. Führe du mein der eine helle Ton: Glaubensschiff durch wie hast du so unsäg⸗ die sturmbewegten lich geliebt, o Gottes Wellen, daß es nicht Sohn! —— DS—————* ununmm — SDSDSqSqSqSqeeeeeSeꝗeeeeeeeee e‚ꝗ‚ꝗ‚ꝗ‚‚eee—--x Aa— E 46 408 ö —8— Inun ä—3—— 21 — Friede und Freude.— 2. Es faßt mich so ben, seitdem ich leb ein tiefes, ein himm⸗ in dir; denn was lisches Gefühl; es ist mich konnt verderben, mir stets, als rief es: die Sünde, nahmst hier ist dein einzig du mir. Ziel! Ja, wenn mir 5. Ich weiß nichts gar nichts bliebe, ich mehr von Leiden, denn gäb mit frohem Sinn alles Kreuz und Leid um Jesu Christi Liebe kann mich von dir auch noch das Letzte nicht scheiden, du Born hin. der Seligkeit; ja, wenn 3. Um diese Perle ich dich nur habe, dann wäre mir alles andre gilt mir alles gleich, feil, selbst Hab und ich bin am Bettel-⸗ Gut und Ehre, mein stabe noch wie ein ganzes Erdenteil. Wie gerne will ich meiden das alles froh und still, wenns von dem Herrn mich scheiden und ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben, von dir, mein Herr, ge⸗ trennt; du bist mein einzig Leben und Lebenselement. Ich kenne gar kein Ster⸗ König reich. hier auf Erden so selig Das macht ein selig Sterben, daß ich als Gnadenlohn ein Kö— nigreich soll erben und eine ewge Kron. 6. Ich bin schon und so leicht; und was wird dort erst⸗ werden, wo alle ⸗ Schwachheit weicht!— 80 409 * — Wiedergehurt und Beiligung.— meinen Sinnen ein; o lieber Herr, so leg es mir tief ins Herz Liebe ich ganz ver⸗ loren wär und ohne Hoffnung triebe auf wüstem Meer umher. Doch daß du mich allmählich zum Hafen hast gebracht und mich so überselig aus Gnaden hast ge⸗ macht, daß ich vor nichts erschrecke, was andern schrecklich ist, weil ich es seh und schmecke, wie du mein Heiland bist! K. J. Ph. Spitta, 1859. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. (Befiehl du deine Wege.) 923 Wmand ohnegleichen ist eines Christen Stand, wie er bei keinem Reichen von dieser Welt be⸗ hinein, daß ohne deine kannt. Den kann auch niemand rauben, wie feindlich er gesinnt; ein Christ ist durch den Glauben des reich⸗ sten Vaters Kind. 2. Er kann mit Freuden kommen vor Gottes Angesicht; da wird er angenommen, und niemand wider⸗ spricht. Was alles ihn betroffen, seis Freude oder Leid: ihm steht der Zugang offen zum Vater alle⸗ zeit. 3. Er kann in gro⸗ ßen Scharen als Die⸗ ner um sich sehn, die einst ihm Herren waren und nun zu Dienste stehn. Er ist umringt von ihnen den ganzen Lebens⸗ tag; denn ihm muß alles dienen, was ihm begegnen mag. 4». Und geht einmal unumnun unnnumummmmn —* 0* DREE E—— — 8 ununumun Iunmunn 1— Vertrauen.— Ich auf Erden die Kin⸗ das, wonach du heiß vie deszeit zu End, er verlangst, denn die It; weiß, was ihm muß Welt hat keinen Frie⸗ rch werden nach Christi den, hat nur Streit ch⸗ Testament: ein Erb⸗ und Not und Angst. teil in dem reichen, 4. Ewig wechselnd nit geliebten Vaterland. ist ihr Streben, ewig hor Solch Wohlstand ohne⸗ wechselnd ist ihr Rar da gleichen ist eines Chri- was ihr heute Rast en, sten Stand. gegeben, morgen ists er⸗ K. J. Ph. Spitta, 4 1859. der Winde Spiel. les 5. Drum, mein eis Mel. Ringe recht, wenn ꝛc. Herz, nicht in der 0 id: 4 324 H³— mein Weite, in der Nähe 3 mg Herz, nicht such das Glück! 7 le⸗ in der Weite, in der Glaube, liebe, hoffe, Nähe wohnt das leide, und kehr in dich ro⸗ Glück! Glaube, liebe, selbst zurück. ie⸗ hoffe, leide, und kehr J. Sturm, geb. 1816. die in dich selbst zurück. ren 2. Wüchsen über Vertrauen. 1 hnel 185 Flügel, ist chneller als dersSonne as mein ien Strahl, trügst doch 325(GGottwil, ns⸗ über Berg und Hügel gescheh allzeit, sein uß rastlos deiner Sehn⸗ Will ist stets der beste; hm sucht Qual. zu helfen dem er ist 3. Denn die Welt bereit, der an ihn nal kann dir nicht bieten glaubet feste. Er hilft; W— aaa ummmm — Wiedergehurt und Beiligung.— aus Not, der fromme Stunden; du from⸗ Gott, er züchtiget mit mer Gott, Sünd, Höll Maßen. vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuver⸗ sicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, das mir geschieht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet. Er schützt und wacht, nimmt uns in acht, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Nun muß ich Sünder von der Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott, wenns ihm ge⸗ fällt; ich will ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Wer Gott und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen; hilf und auch wehr, ach Gott, mein Herr, zu ehren deinen Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. Markgraf Albrecht v. Bran⸗ denburg(2), 4+ 1557. arum be⸗ 326 + trübst du dich, mein Herz, be— kümmerst dich und trägest Schmerz nur um das zeitlich Gut? Vertrau du deinem Herrn und Gott, der 412 mummumem j — Vertrauen.— alle Ding erschaffen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß gar wohl, was dir Himmel und Erd ist sein; er ist mein Va⸗ ter und mein Gott, der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, dein Kind du nim⸗ mermehr vergißt, du väterliches Herz. Ich bin nur Erd und weiß ohn dich auf Erden keinen Trost für mich. 4. Der Reiche trotzt auf zeitlich Gut, ich trau auf dich mit festem Mut, ob ich gleich werd veracht; ich weiß und glaube festiglich, wer dir ver— traut, dem mangelts nicht. 5. Du bist, o Gott, gebricht; s so reich noch heut, als du es warst von Ewig⸗ keit, zu dir steht mein Vertraun; mach reich an meiner Seele mich, so gnügt mir hier und ewiglich. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr; das Ewige mir nur ge⸗ währ, das du erwor— ben hast durch deinen herben, bittern Tod; das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 7. Denn alles, was auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nichts zur Seligkeit. 8. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß solches kund mir wor⸗ den ist durch dein göttliches Wort; ver⸗ leih mir auch Be⸗ I 1 —3— 2 FFFPPFPfP;P;P;PTPTPTPTPTT.—IIIII— 5.—*——— unumummmtunnummnumumnn e x — Wiedergehurt und Beiligung.— ständigkeit zu meiner mein Herr Jesus Seelen Seligkeit. Christ viel größer ist 9. Lob, Ehr und als alle Macht der Preis sei dir gebracht, Erden. O liebe Seel, daß du hast alles was zagest du? Gieb wohlgemacht; ich bitt dich zur Ruh! Es demütig dich, du wollst kann bald besser wer⸗ von deinem Angesicht den. Aus aller Not mich ewiglich ver⸗ hilft dir dein Gott, stoßen nicht. das ist gewiß; trau 9. Sachs, 4 1576. fest auf dies! Im Glauben muß mans Mel. Mag ich Unglück ꝛc. fassen. ch weiß, daß 3. Von Herzen, Herr, 327 I mein Er⸗ vertrau ich dir; bleib löser lebt; was wider⸗ stets bei mir, du Kö⸗ strebt die Welt denn nig aller Ehren! Mein meinem Glauben? Hoffen steht zu dir Ohn meinen Gott allein; laß ferne sein, krümmt sie fürwahr was mich von dir mir nicht ein Haar, möcht kehren, daß ich er woll es denn er⸗ dein Wort, du treuer lauben. Führt mich Hort, bekenne frei, sein Rat auf rauhem ohn alle Scheu, auch Pfad durch dies e Welt: in den größten Nöten. wie's ihm gefällt! 4. Ich weiß, daß Nur daß ichs mög du mein Heiland bist, ertragen. o Jesu Christ, drum 2. Ich weiß, daß laß ich mir nicht immnmummn immm — D ummmim. I unmim — Vertrauen.— x —.—————— grauen. Mein Helfer des Herrn bewährt; ist des Höchsten Sohn er hilft aus aller Not, auf Gottes Thron; befreit von Sünd und auf den will ich fest Schanden, von Ketten bauen. Lebt er doch und von Banden, und noch im Himmel hoch! wenns auch wär der ⸗ Er wird mich wohl, Tod. wenns werden soll, 3. Auf ihn will ich nach meinem Leid er- vertrauen in meiner Straßen, sonst ging ich in der Irr; er götzen. schweren Zeit; so kann K. Bienemann, 4 1591. mir gar nicht grauen, 5 er wendet alles Leid. 328. Ihm sei es heimge⸗ —— will ich stellt; mein Leib, mein 0 nicht lassen, denn er Seel, mein Leben sei F5 läßt nicht von mir, Gott, dem Herrn, führt mich auf rechter ergeben, er machs, wie's ihm gefällt. Es kann ihm reicht mir seine Hand, nichts gefallen, denn den Abend wie den was mir nützlich ist; Morgen will er mich er meints gut mit wohl versorgen, wo uns allen, schenkt uns ich auch sei im Land. den Herren Christ, den Wenn sich der eingebornen Sohn; Menschen Treue und durch ihn er uns be— Wohlthat all verkehrt, scheret, was Leib und wird bald an mir Seele nähret; lobt ihn⸗ aufs neue die Huld im Himmelsthron! umun von ihm nicht trenne, mein Erbteil werden V 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, die er uns beide schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; sonst ist all unsre Zeit verlo⸗ ren hier auf Erden; wir sollen selig wer⸗ den und sein in Ewig⸗ keit. 6. Darum, ob ich schon dulde hier Wi⸗ derwärtigkeit, wie ichs auch wohl verschulde, kommt doch die Ewig⸗ im Glauben uns re⸗ gieret, zum Reich der Himmel führet; drum sei er hoch gepreist! L. Helmbold, 1598. 329 Aut meinen WUlieben Gott trau ich in Angst und Not; er kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöten; mein Unglück kann er wenden: es steht in seinen Händen. 2. Ob mich die keit, die, aller Freuden Sünd anficht, will ich voll, dieweil ich Chri⸗ stum kenne und mich oll. 7. Das ist des Va⸗ Tod ters Wille, der uns Lehen.. geschaffen hat; sein 3. Ob mich der Tod Gott, der heilge Geist, verzagen nicht; auf Christum will i bauen und ihm allein vertrauen; ihm will ich mich ergeben im Sohn giebt uns die nimmt hin, ist Ster⸗ Fülle der Wahrheit und der Gnad; auch ben mein Leben; dem will ich ——— EI — — Witrdergeburt und Reiligung.ͥ— minnm⸗ und auch im mein Gewinn, und Christus ist mein ——.— ———2— —— 416 * 2— + nmunmm⸗ sterb heut oder mor-⸗ m= gen, mein Seel wird PEer versorgen. 98. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du en geduldig bist für mich ott am Kreuz gestorben, nd hast mir das Heil ich erworben, uns allen 1 auch beschieden den n ewgen Himmelsfrie— den: 5. Erhöre gnädig 925 — ——— — Pertranen.— mich ergeben. Ich ohn ununun mmmmmnm Amen. F. Beurhaus, 5 1609. Mel. O Welt, ich muß dich lassen ꝛc.(In allen meinen Thaten.) 5. nallen 330 I meinen Thaten laß ich den Höchsten raten, der alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, selbst geben Segen, Rat und That. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich gunst. 3. Es kann was er ausersehen, und was mir selig ist. die mich, mein Trost, das ich bitt ich dich; hilf mir 100 am letzten Ende, nimm auf mich in deine Hände, ich daß selig ich abscheide vill zur ewgen Himmels⸗ im freude. im 6. Amen zu aller . Stund sprech ich aus Lod Herzensgrund. Du ter⸗ wollest selbst uns lei⸗ nn, ten, Herr Christ, zu lein allen Zeiten, auf daß ich wir deinen Namen dne 4 lunnuminnummunn ——— 417 Ende preisen. stells in seine Vater— ö mir nichts geschehen, als: — Wiedergeburt und Briligung. ͥ— irunrnrimiirndi— 10 mir beliebet, das hab göttlich Wort. Schuld. Er wird auf die rechte Zeit. stracks das Urteil Seele, s haben noch Geduld. geschaffen hat! späte nieder, erwach dein Vater in Banden, und was 418 minnunnnrnumunn⸗ Ich nehm es, wie ers mir stößt zu handen, giebet; was ihm von so tröstet mich sein ich willig auch er⸗ 7. Hat er es denn kiest. beschlossen, so will ich 4. Ich traue seiner unverdrossen an mein Gnaden, die mich vor Verhängnis gehn; kein alllem Schaden, vor Unfall unter allen allem übel schützt. wird je zu hart mir Leb ich nach seinen fallen, ich will mit Sätzen, so wird mich Gott ihn überstehn. nichts verletzen, nichts 8. Ihm hab ich *fehlen, was mir ewig mich ergeben, zu ster⸗ nützt. ben und zu leben, 5. Er wolle mei- sobald er mir gebeut; ner Sünden in Gna⸗ es sei heut oder mor⸗ den mich entbinden, gen, dafür laß ich ihn durchstreichen meine sorgen; er weiß allein mein Verbrechen nicht 9. So sei nun, Urtei eine und traue sprechen und mit mir dem alleine, der dich 6. Leg ich mich gehe, wie es gehe, „ ich frühe wieder, lieg Höhe, der weiß zu oder zieh ich fort, in allen Sachen Rat. Schwachheit und in P. Flemming, 1 1640.— 0 unnum 1 Uimmn Iunmunmunummnummynnn 5 SSN/-— .— Uun . Auunun — Pertranen.— 331 Gieb dich zu⸗ und kennet aus der Yfrieden und Höhe der betrübten sei stille in dem Gotte Herzen Sorgen; er deines Lebens; in ihm zählt den Lauf der ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens; er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne; gieb dich zu⸗ frieden. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens; wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja, auch den Tod hat er in Händen; gieb dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist heißen Thränen und faßt zu Hauf all un⸗ ser Sehnen; gieb dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Er⸗ den, dessen Treue du darfst trauen, als⸗ dann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu be— nehmen; gieb dich zu⸗ frieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stil— les Klagen, und was du keinem darfst er⸗ zählen, magst du Gott ihm wahrlich nicht gar kühnlich sagen; verborgen; er sieht er ist nicht fern, steht 419 18* r. ummm ö I l — Wierdergehurt und Beiligung.ͥ— in der Mitten, hört sehe keine Mittel; wo bald und gern der ich such, ist nichts Armen Bitten; gieb zum besten; denn das dich zufrieden. ist Gottes Ehrentitel: 6. Laß dich dein helfen, wenn die Not Elend nicht bezwin⸗- am größten. Wenn gen; halt an Gott, ich und du ihn nicht so wirst du siegen; mehr spüren, tritt er ob alle Fluten dich herzu, uns wohl zu umringen, sollst du führen; gieb dich zu⸗ doch nicht unterliegen; frieden. denn wenn du wirst 9. Bleibt gleich die zu hoch beschweret, Hilf in etwas lange, hat Gott, dein Fürst, wird sie dennoch end⸗ dich schon erhöret; lich kommen; macht gieb dich zufrieden. dir das Harren angst 7. Was sorgst du und bange, glaube für dein armes Leben, mir, es ist dein From⸗ wie dus halten wollst men. Was langsam und nähren? Der dir schleicht, faßt man das Leben hat gege- gewisser, und was ben, wird auch Un⸗ verzeucht, ist desto terhalt bescheren. Er süßer; gieb dich zu⸗ hat die Hand voll frieden. aller Gaben, davon 10. Es kann und sich Land und See mag nicht anders wer⸗ muß laben; gieb dich den: alle Menschen zufrieden. müssen leiden; was 8. Sprich nicht: ich lebt und webet auf ¹ ——&⁊— 2— ³ nd er⸗ hen as uf nu umumnã 5 ä.....—————————— — Vertrauen.— der Erden, kann das Unglück nicht ver— meiden. Des Kreuzes Stab schlägt Grab, dann wird sichs enden; gieb dich zu— frieden. 11. Es ist ein Ruhe⸗ tag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Ban⸗ den dieses Leibes und vom Bösen; es wird einmal der Tod her⸗ dringen und aus der Qual uns sämmtlich bringen; gieb dich zu— frieden. 12. Er wird uns bringen zu den Scha⸗ ren der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden heim⸗ ö gefahren, sich auch nun in Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, ägt unsre Lenden bis in das den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden. P. Gerhardt, 1676. 2 arum sollt 33² + ich mich denn grämen? Hab sich doch Christum noch, wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beige— legt im Glauben? 2. Arm und bloß kam ich ins Leben, da es mir, Herr, von dir ward zuerst gegeben. Arm und bloß werd ich hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers S..—— S 35 421 ttctetrtet — Wiedergehurt und Beiligung.— wieder zu sich kehren, der Mut dennoch gut nehm ers hin, ich will und fein stille bleiben. ihn dennoch fröhlich 7. Kann ja doch ehren. kein Tod uns töten, ein Kreuz zu tragen, Geist aus viel tausend dringt herein Angst Nöten, schleußt das und Pein, sollt ich Thor der bittern Lei⸗ drum verzägen? Der den und macht Bahn, da man kann gehn es schickt, der wird es* 4 wenden z er weiß wohl, zu Himmelsfreuden. wie er soll all mein Allda will in Unglück enden. süßen Schätzen ich 5. Gott hat mich Sehn Henn Arf on bei guten Tagen oft... Sier dein eigoht; jollt ich keht uucht Gut zu findenz aihr Aih erun u. we deat u gen? Fromm ist Gott hält, muß wie Rauc und übt mit Maßen verschwinden. sein Gericht, kann 9. Was sind dieses gar werlaßhen. 951110 Auler 8 mni. 3 x Hand voller San 6. Granenie und 1919050 195 Gemi ohne Grauen soll ein ter. Dort, dort sin Christ, wo er ist, stets die edlen Gaben, da sich lassen schauen; mein Hirt Christus wollt ihn auch der wird mich ohn Ende Tod aufreiben, soll laben. Sun uummunnen lumununnummnum mn. + .—————— 42² 4. Schickt er mir sondern reißt unsern ——..—— —. C Uinnn SIIIIIIff........ —————— 7 Zuununn 3 — Vertrauen.— dein, niemand kann den, da dein uns scheiden. Ich bin gehen kann. dein, weil du dein Tod gegeben. weil ich dich fasse und Werk soll dich nicht, o mein Mit Sorgen und mit Licht, aus dem Her⸗ Grämen und mit zen lasse. Laß mich, selbsteigner Pein läßt dich ewig werd um- beten sein. fangen. 3. Dein ewge Treu P. Gerhardt, 4 1676. und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was Mel. Herzlich thut mich ꝛ. gut sei oder schade Gefiehl du deine Wege.) dem sterblichen Ge⸗ ne dann erlesen, Wege, und was dein treibst du, lertreusten Pflege deß, Stand ö der den Himmel lenkt; was deinem Rat ge— der Wolken, Luft und fällt. mummnt ummmnn umnn uunumumnunnunmmum efiehl blüt; und was du 333 5 du deine dann das starker Herze kränkt, der al⸗ Held, und bringst zum und Wesen, laß mich hingelangen, Gott sich gar nichts wo du mich und ich nehmen: es muß er⸗ 10. Herr, mein Hirt, Winden giebt Wege, Brunn aller Freuden, Lauf und Bahn, der du bist mein, ich bin wird auch Wege fin⸗ Fuß 2. Dem Herren Leben und dein Blut mußt du trauen, wenn mir zu gut in den dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt 11. Du bist mein, du schauen, wenn dein bestehn. unm + Rimt 6 Aunnumununmunmmunmiunmumumum — ....———— numm — Wirdergehurt und Beiligung.— 4. Weg hast du großen Gnaden rücken; allerwegen, an Mit- erwarte nur die Zeit, teln fehlts dir nicht; so wirst du schon er⸗ dein Thun ist lauter blicken die Sonn der Segen, dein Gang ist schönsten Freud. lauter Licht; dein 7. Auf, auf, gieb Werk kann niemand deinem Schmerze und hindern, dein Arbeit Sorgen gute Nacht; darf nicht ruhn, wenn laß fahren, was das du, was deinen Kin⸗ Herze betrübt und dern ersprießlich ist, traurig macht; bist willst thun. du doch nicht Regente, 5. Und ob gleich der alles führen soll: alle Teufel hier woll⸗ Gott sitzt im Regi⸗ ten widerstehn, so mente und führet al⸗ wird doch ohne Zwei- les wohl. fel Gott nicht zurücke 8. Ihn, ihn laß gehn; was er sich vor⸗ thun und walten; er genommen und was ist ein weiser Fürst er haben will, das und wird sich so ver⸗ muß doch endlich kom⸗ halten, daß du dich men zu seinem Zweck wundern wirst, wenn und Ziel. er, wie ihm gebühret, 6. Hoff, o du mit wunderbarem Rat arme Seele, hoff und das Werk hinaus ge⸗ sei unverzagt! Gott führet, das dich be⸗ wird dich aus der kümmert hat. Höhle, da dich der 9. Er wird zwar à———— SSSSPS Iutin Aunum Kummer plagt, mit eine Weile mit seinem I ö W — Vertrauen.— n; Trost verziehn und denpsalmen dem, der it, thun an seinem Teile,‚ dein Leid gewandt. 2— als hätt in seinem 12. Mach End, o er Sinn er deiner sich Herr, mach Ende mit ö begeben und solltst du aller unfrer Not: eb; für und für in Angst stärk unsre Füß und ⸗ nd und Nöten schweben,. Hände, und laß bis t;:; aals fragt er nichts in den Tod uns all⸗ as nach dir; zeit deiner Pflege und nd 10. Wirds aber Treu empfohlen sein, ist sich befinden, daß du so gehen unsre Wege te, ihm treu verbleibst, gewiß zum Himmel ll: s so wirst du Hilfe ö ein. gi⸗ finden, da dus am P. Gerhardt, 4 1676. 0 al⸗ mindsten gläubst; er V ö wird dein Herze lösen Mel. Da Christus geboren ꝛc. aß von— 90 ü Liren(Um Erbarmen flehen wir.) er: Last, die du zu keinem uf den rst Bösen bisher getra. 334 A Nebel er⸗ gen hast. folgt die Sonn, auf ich 11. Wohl dir, du das Trauern Freud un Kind der Treue, du und Wonn, auf die et, hast und trägst davon schwere, bittre Pein tat mit Ruhm und Dank⸗ stellt sich Trost und ge⸗ geschreie den Sieg und Labsal ein. Meine be⸗ Ehrenkron! Gott giebt Seele, die zuvor sank ö Ddir selbst die Palmen bis zu des Todes ö bar in deine rechte Hand, Thor, steigt nun bis em und du singst Freu⸗ zum Himmelschor. Znmmmm I I munmmmummmnunmmummimmmummuns —.8 2 2.—.—ß—..•——— .—— ä——2— 42⁵ 44 ö Ainmmununummimmiununmmunmunmnnmmmemee 5— Wirdergehurt und Beiligung.— 2. Gott läßt keinen macht, als mir aller traurig stehn, noch Mut entfiel, tratst, mit Schimpf zurücke mein Gott, du selbst gehn, der sich ihm zu ins Spiel, gabst dem eigen schenkt und ihn Unfall Maß und Ziel. in sein Herze senkt; 5. Nun. so lang ich wer auf Gott sein in der Welt haben Hoffnung setzt, findet werde Haus und Zelt, endlich und zuletzt, soll mir dieser Wun⸗ was ihm Leib und derschein stets vor Seel ergötzt. meinen Augen sein; 3. Kommts nicht ich will all mein Le⸗ heute, wie man will, ben lang meinem Gott sei man nur ein wenig mit Lobgesang hier⸗ still: ist doch morgen für bringen Preis auch ein Tag, da die und Dank. Wohlfahrt kommen 6. Allen Jammer, mag. Gottes Zeit allen Schmerz, den hält ihren Schritt; des ewgen Vaters Herz wenn die kommt, mir schon jetzo zuge⸗ kommt unsre Bitt zählt oder künftig und die Freude reich⸗ auserwählt, will ich lich mit. hier in diesem Lauf 4. Als ich furcht⸗ meines Lebens allzu⸗ sam und verzagt mich hauf frisch und freu⸗ mit schwerem Gram dig nehmen auf. geplagt, als ichmanche 7. Ich will gehn liebe Nacht mich mit in Angst und Not, 426 Wachen krank ge⸗- ich will gehn bis in 2—...—— E*ELA& 3 ö S —5 —.ꝛ———————————————————9.7..—————— —— —. R iiäit — Verirauen.— den Tod, ich will und daß in allen gehn ins Grab hinein,‚ Fällen er mirzur Rech⸗ und doch allzeit fröh- ten steh und dämpfe lich sein. Wem der Sturm und Wellen, Stärkste bei will stehn, und was mir bringet wen der Höchste will Weh. erhöhn, kann nicht 3. Der Grund, drauf ganz zu grunde gehn. ich mich gründe, ist P. Gerhardt, 41676. Christus und sein Blut; das machet, daß Mel. Valet will ich dir ꝛc. ich finde das ewge 335 Ist Gott für wahre Gut. An mir mich, so und meinem Leben trete gleich alles wider ist nichts auf dieser mich; so oft ich ruf Erd; was Christus und bete, weicht alles mir gegeben, das ist S IIII—2.25——— 2 — Wiedergehurt und Beiligung.ͥ— mir im Herzen, regie⸗er hab erbauet ein ret meinen Sinn, ver⸗edle neue Stadt, da treibt mir Sorg und Aug und Herzeschauet, Schmerzen, nimmt was es geglaubet hat. allen Kummer hin, 8. Da ist mein Teil, giebt Segen und Ge⸗ mein Erbe mir präch⸗ deihen dem, was zugericht; wenn in mir schafft, hilft ich gleich fall und mir das Abba schreien sterbe, fällt doch mein aus aller meiner Himmel nicht. Muß Kraft. ich auch gleich hier 6. Und wenn an feuchten mit Thränen meinem Orte sich meine Zeit, mein Furcht und Schwach⸗ Jesus und sein Leuch⸗ heit findt, so seufzt ten durchsüßet alles und spricht er Worte, Leid. die unaussprechlich 9. Die Welt, die sind mir zwar und mag zerbrechen, du meinem Munde, Gott stehst mir ewiglich; aber wohl bewußt, nicht Feur und der an des Herzens Schwert der Frechen Grunde ersiehet seine soll trennen mich und Lust. dich; kein Hunger und 7. Sein Geist spricht kein Dürsten, kein meinem Geiste manch Armut, keine Pein, süßes Trostwort zu, kein Zorn der großen wie Gott dem Hilfe Fürsten soll mir ein leiste, der bei ihm Hindrung sein. suchet Ruh, und wie 10. Kein Engel, uimm ume SSSS...— SIISSSSSee..EEEI..— — 6 x Fiuun zel,“ 40 umn amm ummm U ö— Vertrauen.— . keine Freuden, kein 4 Thron, kein Herrlich⸗ keit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann er⸗ denken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 11. Mein Herze geht in Sprüngen und 0 kann nicht traurig 6 sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein; die Sonne, die mir Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. P. Gerhardt, + 1676. 336 Sowing dich Q auf zu dei⸗ nem Gott, du be⸗ trübte Seele!l Warum lachet, ist mein Herr d munms liegst du Gott zum Spott in der Schwer⸗ mutshöhle? Merkst⸗ du nicht des Feindes List? Er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den Jesus⸗ Christ dir erworben, dämpfen. 2. Stürme, Feind und Welt und Tod, was könnt ihr mir ⸗ schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seinen Gna— den, der Gott, der 3 mir seinen Sohn selbst geschenkt aus Liebe, aß der ewge Spott und Hohn mich dort⸗ nicht betrübe. ö 3. Spreche alleWelt, es sei mir Gott nicht gewogen; weiß ich doch, er bleibt getreu, 8 mich nie betrogen. Lär er gnädig nicht: gesinnt, würd er seine Gaben, die mein eigen umun unn 2 420 munnnn⸗ unnnun — Wiedergehurt und Beiligung.— worden sind, wohl be- er lassen stehn, was halten haben. Gottaufgerichtet, aber 4. Was ist unterm schmählich muß ver⸗ Himmelszelt, was im gehn, was er selber tiefen Meere, was ist dichtet. Gutes in der Welt, 7. Ich bin Gottes, das nicht mir gut Gott ist mein; wer wäre? Wem erglänzt ist, der uns scheide? das Sternenlicht? Dringt auch schweres Wozu ist gegeben Luft Kreuz herein mit dem und Wasser? Dient bittern Leide: laß es es nicht mir und mei- dringen, kommt es nem Leben? doch von geliebten 5. Meine Seele lebt Händen; schnell zer⸗ in mir durch die heil-⸗ bricht des Kreuzes gen Lehren, so die Joch, wenn es Gott Christen mit Begier will wenden. alle Tage hören. Gott 8. Kinder, die der eröffnet früh und spat Vater soll ziehn zu meinen Geist und allem Guten, die ge⸗ Sinne, daß sie seines deihen selten wohl Geistes Gnad freudig ohne Zucht und Ruten. werden inne. Bin ich denn nun 6. Nun, auf diesen Gottes Kind, warum heilgen Grund bau ich will ich fliehen, wenn mein Gemüte, sehe, er mich von meiner wie der Feind zur Sünd will zum Guten Stund zwar dawider ziehen? wüte; gleichwohl muß 9. Es ist herzlich S P—— AMnr S I— ———*———.—.— FH7 —.—— minnnun — Vertrauen.— gut gemeint mit der deines Gottes Preis Christen Plagen; wer und Ehr! Er wird hier zeitlich wohl ge⸗ helfen! Amen. klagen dio 220 chat P. Gerhardt, 4 1676. agen, sondern hat WoOhrtint 000—1 Mel. Von Fehud ꝛe. in Christi Garten, Jedu ist 1— 27 Rndlech ist 357 6* von⸗ ewu endlich zu nöten, wenn Sorge, erwarten. ů Gram und Schmerz 10. Gottes Kinder und, was euch mehr ünd irar wil in da euch——7. und mi ränen, det in das Herz. O aber endlich Leiret userwehlte Sr ö das Jahr, wonach sie Soll euch kein Tod sich sehnen; denn es je töten, ist euch Ge⸗ kommt die Erntezeit, duld vonnöten; das 0 sie al 1.— ist gewißlich wahr. a wird all ihr Gram 2. Geduld ist Got⸗ und Leid ewiglich ver⸗ tes Gabe und seines! schwinden. Geistes Gut; er schenkt 11. Ei so faß, o sie uns zum Stabe, Schmertenz alle deine Dar eoie in uns Gast merzen; wirf sie Der edle werte Gast laß oe⸗ Irosten Ker⸗ Zuce und Dult dem aß des Trostes Ker⸗Zagen und hilft uns zen dich entzunden Keulich tragen die mehr und mehr; gieb größte Bürd und dem großen Namen Last. mann ummum * —.——————— SAnee ————————————————Włπ 2*D— ö ( ö 2 Uununf . .— S.... TT das ist ihr hoher Wall, — Wiedergehurt und Beiligung.ͥ— 3. Geduld kommt Hand zu loben, spricht: aus dem Glauben Gott, der hoch erho⸗ und hängt an Gottes ben, hat alles wohl-⸗ Wort; das läßt sie gemacht. sich nicht rauben, das 6. Geduld macht ist ihr Heil und Hort; große Freude, bringt aus dem Himmels⸗ da hält sie sich ver⸗ thron ein schönes borgen, läßt Gott, den Halsges chmeide, dem Vater, sorgen und Haupt ein edle Kron, fürchtet keinen Fall. ist wie ein schönes 4. Geduld ist wohl Licht, davon, wer an zufrieden mit Gottes ihr hanget, mit Gottes weisem Rat, läßt sich Hilf erlanget ein fröh⸗ nicht leicht ermüden lich Angesicht. durrch Aufschub seiner. 7. Geduld ist mein Gnad, hält frisch und Verlangen und mei⸗ fröhlich aus, läßt sich nes Herzens Lust, nach umunnn Finunnn getrost beschweren und der ich oft gegangen. denkt: wer wills ihm Das ist mir wohl be⸗ wehren? Ist er doch wußt. Herr, voller Herr im Haus. Gnad und Huld! Ach, 5. Geduld dient gieb mir und gewähre Gott zu Ehren und mein Bitten, ich be⸗ läßt sich nimmermehr gehre nichts anders, von seiner Liebe keh—⸗ als Geduld. ren; und 140 1 er 8. Geduld ist meine noch so sehr, so ist sie Bitte, die ich sehr oft doch bedacht, die heilge und viel aus dieser C-22 E —————— — — S.— 432 ........——.—9 2 ———— ⁰ x— Vertranen.* t: Leibeshütte zu dir, um Sachen, die nur ⸗⸗« sHerr, schicken will. Sorg und Unruh l. KKommt dann der letzte machen und ganz un⸗ Zug, so gieb durch beständig sind;; ich t? deine Hände auch ein begehr, nach dem zu N gt: geduldig Ende, so hab ringen, was den Frie⸗ 0 ich alles gnug. den pflegt zu bringen, s P. Gerhardt, 4 1676. und man jetzt gar !m selten findt. N n., 338 lles ist an 4. Hoffnung kann 4 es ö Gottes das Herz erquickenz; m. Segen und an seiner was ich wünsche, wird es Gnad gelegen, über sich schicken, so es an⸗ 3„ h⸗=26 alles Geld und Gut. ders Gott gefällt. Wer auf Gott sein Meine Seele, Leib und 7 in!(Hoffnung setzet, der Leben hab ich seiner 1 ei behält ganz unver⸗Gnad ergeben und D 90 ich letzet einen freien Hel- ihm alles heimgestellt. n. denmut. 5. Er weiß schon 0 e⸗ 2. Der mich hat nach seinem Willen ler bisher ernähret und mein Verlangen zu ch, so manches Glück be⸗ erfüllen; es hat alles re scheret, ist und bleibet seine Zeit. Ich hab be⸗ ewig mein; der mich ihm nichts vorzu⸗ rs, wunderbar geführet schreiben; wie Gott x und noch leitet und will, so muß es blei⸗ regieret, wird hinfort ben; wann Gott will, mein Helfer sein. ich bin bereit. 3. Viele mühen sich 6. Soll ich länger nunn — Wiedergeburt und Beiligung.— allhier leben, will ich Morgen beseufzen un⸗ ihm nicht widerstre, ser Ungemach? Wir ben; ich verlasse mich machen unser Kreuz auf ihn. Ist 0 ar Leid nur größer nichts, das lang be⸗ durch die Traurigkeit. stehet, alles Irdische 3. Man halte nur vergehet und fährt ein wenig stille und wie ein Strom dahin. sei doch in sich selbst Vor 1676. Geite⸗ wie unsers Gottes Gnadenwille, (Wer nur den lieben Gott, wie sein Allwissenheit Nr. 1.) es fügt. Gott, der 339(Wer nur uns ihm hat auser⸗ den lie- wählt, der weiß auch ben Gott läßt walten sehr wohl, was uns und hoffet auf ihn fehlt. allezeit, den wird er 4. Er kennt die wunderbar erhalten rechten Freudenstun⸗ in aller Not und den, er weiß wohl, Traurigkeit. Wer wann es nützlich sei; Gott, dem Allerhöch- wenn er uns nur hat sten, traut, der hat treu erfunden und auf keinen Sand ge- merket keine Heuchelei, aut. ö so kommt Gott, eh 2. Was helfen uns wirs uns versehn, und die schweren Sorgen? lässet uns viel Guts Was hilft uns unser geschehn. Weh und Ach? Was 5. Denk nicht in hilft es, daß wir alle deiner Drangsalshitze,‚ DISS.......— —.HSIn.-..... EE— ... 7 — Vertrauen.— 7 1 daß du von Gott ver⸗WGott setzt, den ver⸗ uz lassen seist, und daß läßt er nicht.— er ihm der im Schoße G. Neumark, 4 1681. tIem Elhur speist: die ut s tem Glücke speist; die Do Ees⸗ 10 JFolgezeit verändert 340 gleich 'st: viel und setzet jegli⸗ bisweilen scheinen als 18 zchem sein Ziel. meworfpeal ubund 8e ind nen, o so glaub un ö 1 ö 6. Cs sind 10 Gott weiß ich dies: Gott⸗ Ei sehr leichte Sachen hilft endlich doch ge⸗ er und 11 ich, don Rier wiß ee e, alles gleich, den Rei⸗ o. e, 7 ich 4 schen klein und arm„. Hilfe, die er 6 ns zu machen, den Armen aufgeschoben, hat er n deich: drum nicht aufgeho-⸗ * +aber groß und reich; ben. Hilft er nicht zu die Gott ist der rechte n. Hull. Dhilf r n?: Wundermann, der leder Frist, hilft er V 3 rhs bald doch, wanns nötig ist. / · bald erhöhn, bald N 9 eiy; stürzen kann. Wie oft Väter at 2 21. nicht gleich geben, wo⸗x ud 7. Sing, bet und nach ihre Kinder stre⸗ lei, geh auf Gottes We⸗ ben, so hält Gott auch eh gen, verricht das Maß und Ziel; er nd„Deine nur getreu und giebt, wem und wann U18 trau des Himmels er will. rreichem Segen, so 4. Seiner kann ich in wird er werden bei mich getrösten, wenn! tze, dir neu; denn welcher die Not am aller⸗ seine Zuversicht auf größten; er ist gegen 4 e— 4 43⁵ munum. — Witrdergeburt und Beiligung.— mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen,— ich kann seine Macht verlachen; drückt mich schwer des Kreuzes Joch,— Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken, mag auf mein Ver⸗ derben denken, wer mir ohne Ursach feind! Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden! Will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts da⸗ nach; Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich Gewinn, geb ich alles andre hin. 9. Herr, kann ich nur dich umfassen, will ich alles andre lassen; legt man mich dereinst ins Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Ch. Titius, 4 1703. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. 341 esus ist mein Le⸗ ben, dem ich mich er⸗ geben fest bis in den Tod; er ist meine Sonne, meine Freud und Wonne in der größten Not. Leid ich gleich in seinem Reich, so werd ich mit ihm regieren und dort triumphieren. 2. Die mit Jesu nnmnun— IPIIIIIII uinnm —— 2525———— —————83———— — 7*½ gleich von sich trei- leiden, werden mit ben, muß mir doch ihm weiden in dem der Himmel bleiben; Sternenzelt; die mit ist der Himmel mein Jesu sterben, werden S F Funnunn mit ihm erben, wo ihr Reich bestellt. Ihre Kron und Sie— geslohn sind, wo Gott die Engel loben, sicher aufgehoben. 3. Die mit Thrä⸗ nen säen, wenn die Winde wehen, die der Feind erweckt, werden dort mit Freuden ern-⸗ ten nach dem Leiden, wo kein Feind mehr schreckt. Nach der Müh, die sie allhie dulden, wird sie Gott ergötzen mit des Him— mels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen, die ihr euch mit Quälen bringet durch die Welt, die ihr öfters weinet, wenn kein Trost er⸗ scheinet, wenn euch Kreuz befällt, denket doch bei diesem Joch an die Kron in jenem — Vertranen.— Leben, die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sün⸗ den kränken, lasset uns bedenken Gottes Gnadenrat! Jesus hat erduldet, was wir hier verschuldet; er giebt Gnad um Gnad. Kämpfen wir mit ihm allhier, so wird er uns helfen kämpfen und die Sünde däm⸗ pfen. 6. Seid getreu, ihr Herzen, bei des Kreu— zes Schmerzen, treu bis in den Tod! Je⸗ sus wird euch trösten, wenn er die Erlösten führt aus aller Not. Auf das Leid folgt Fried und Freud; Gott wird lassen nach dem Weinen euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke uns zum guten Werke, hilf uns durch Fnmm 43 — +— Wierkedurt und Reiligung.— die Welt! Komm, du Herr der Ehren, unser Herz zu kehren nach dem Himmelszelt. Sei uns Schutz und star⸗ ker Trutz, jetzt im Leben, dort im Ster⸗ ben, daß wir alles Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 342 Wlaen Sor⸗ gen, Angst und Plagen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, alles Klagen, das der Herr alleine kennt, wird Gottlob nicht ewig sein; nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnen⸗ blicken meinen matten Geist erquicken. 2. Meine Saat, die ⸗ gesäet, wird zur 2 S—2Jʃ RE D minnmn Freude wachsen aus; wenn die Dornen ab⸗ gemähet, so trägt man die Frucht nach haus; wenn ein Wet⸗ ter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Käm⸗ erben. pfen, nach dem Strei⸗ Freylinghausens Gesang⸗ ten kommen die Er⸗ buch, 1704. quickungszeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist be⸗ setzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut be— netzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin ohne Streit; die in Salems Mauern wohnen, zei⸗ gen ihre Dornen⸗ kronen. 4. Es sind wahr⸗ lich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trüb— sal her Häitäe mnunm D 15 5 umnunm V ö un ummz E 6 darum siehet man sie den Abend folgt der stehn vor des Lam⸗ Morgen, und die mes Stuhl und Freude nach den Sor⸗ Thron, prangend in gen. der Ehrenkron und Freylinghausens Gesang⸗ mit Palmen ausge⸗ buch, 1704. zieret, weil sie glück⸗ lich triumphieret. Mel. Zu Gott in dem Him⸗ 5. Gottes Ordnung Qben ee. stehet feste und bleibt 343 Smich denn ewig unverrückt: seine 2 mich täg⸗ Freund und Hoch⸗ lich kränken, ängst⸗ zeitsgäste werden nach lich an das Künftge dem Streit beglückt; denken? Soll ich Brael behält den abends nie mit Ruh Sieg nach geführtem meine Augen schließen Kampf und Krieg; zu? Soll es immer nicht hatüberwunden. Soraet à Da—5 222— Katten, 125— n Duh hree Zils Seel, und dulde dich! verfehlt? Gott wird dich gewiß 2. Gott, der mich erretten, das Gewitter bisher erhalten, höret leget sich; nach dem nimmer auf zu wal⸗ Blitz und Donner⸗ ten z oder sollt er jetzt schlag folgt ein an⸗ allein seines Waltens genehmer Tag; auf müde sein? Wohl, 2 mnunm Kanaan wird nicht vor mir stehen: wie gefunden, wenn man wirds einst noch mir! II e A¹⁰nun — Wiedergeburt und Beiligung.— ich will das Sorgen wird mir die Kraft lassen und zu ihm verleihn, im Beruf Vertrauen fassen; wie getreu zu sein. er mich auch führen 5. Will die Armut will, meine Seele meiner Hütten er mit bleibe still. Segen überschütten, 3. Wies auch in so verleih er nur zu⸗ der Welt mir gehet, gleich, daß die Seele er ists, der allein ver⸗ werde reich. Doch ist stehet, was mir heil- Armut mir beschieden, sam ist und gut, oder bin ich auch damit was mir Schaden zufrieden; denn auf 1 thut. Laß ich ihn diese arme Zeit folgt für mich nur wählen, die reiche Ewigkeit. wird kein wahres Gut 6. Wird mir Gott mir fehlen; aber eig⸗ Gesundheit geben, will ner Will und Rat ich eifrig darnach wählt oft einen fal⸗ streben, daß ich fördre schen Pfad. mehr und mehr mei⸗ 4. Bleib ich stehn nes Gottes Ruhm auf niedern Stufen, und Ehr. Aber auch will ich in das Herz in Krankheitstagen mir rufen, daß ich, möge Gottes Geist vieler Sorgen frei, mir sagen, daß solch vor dem Sturz ge⸗ herbe Arzenei mir zum sichert sei. Doch, wenn Heile nötig sei. Gott mich wollt er⸗ 7. Soll ich noch heben, will ich ihm viel Jahre zählen, mit nicht widerstrebenz er des Lebens Not mich 1— 4 Sun Wauld ununununnunumm 8 SDE— 4⁴⁰ 198———.3 en unum —. .— Annmunenn — Vertrauen.— unm quälen, kommt doch auch wohl mancher bleibt mimmemn ummmn ble⸗ gerecht sein Wille; wie er fängt Tag, daß mein Herz meine Sachen an, will sich freuen mag. Aber ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl käm ich bald hinüber, wär mir solches desto lieber, weil ich käm aus aller Not hin zu meinem Herrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben, Freud und Trübsal, Tod und Leben; es ge— schehe, was sein Rat über mich beschlossen hat. Ich will mich nicht länger kränken, sondern dies allein bedenken, daß nach Gottes Gnadenschluß Christen alles from— men muß. Ph. Jak. Spener, 4 1705. as Gott thut, das 34⁴4 ist wohl gethan, es weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut,‚, das ist wohl gethan, er kann ja nimmer trügen, er führet mich! auf rechter Bahn; so; laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld, er wird mein Unglück wen— den; es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken; er, als mein Arzt, der helfen kann, wird mir nicht Gift einschenken für Arze⸗ nei; Gott ist getreu; drum will ich auf ihn;! uunnunun 2 V unnunununnn öxPiPPꝑᷓü....* — Wiedergehurt und Beiligung.— bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm er— geben in Freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich er⸗ scheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohl gethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach mei⸗ nem Wahn, laß ich mich doch nicht schre⸗ cken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Her-⸗ zen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan; dabei will ich ver— bleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen hal⸗ ten; drum laß ich ihn nur walten. S. Rodigast, + 1708. Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. 3 45 60 under⸗ anfang, herrlichs Ende, wo die wunderweisen Hände Gottes führen aus und ein! Wunder—- weislich ist sein Ra⸗ ten, wunderreich sind seine Thaten, und du sprichst: wo wills hinaus? 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das Ende. nuumm⸗ —.—.—.—.—.. * +* E 442 — SE H&NN& Voeee ** PSIIIIIIIITRTRT DE TT EDD — Vertrauen.— 3. Gottes Weg ist gut gemeinet; Friede stets gelangen, daß folget nach demStreit. es wunderherrlich sei.. 6. Drum laß dir wie in Flüssen und doch nimmer grauen, D— in großen Wasser-lerne deinem Gott— güssen, und du spürst vertrauen, sei getrost nicht seinen Fuß; so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verbor⸗ gen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen mag ersinnen, wo man Hilfe kann ge—⸗ winnen, die Vernunft ist hier zu blind; nicht für das Ver-⸗ borgne taugen ihre und gutes Muts. Er, fürwahr, er wird es führen, daß du wirst! am Ende spüren, wie er dir thut lauter Guts. 7. Deinem Glau— ben wirds nicht feh⸗ len; du wirst noch? erzählen, was die blinde Welt der Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz ver-⸗ halbgebrochnenAugen, weil sie allzu blöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und An⸗ fang geben frei. Er läßt, was er ange⸗ süßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herr— lichs End! H. A. Stockfleth, 4 176s. 346 G²κε3 Seele, was verzagst 44³ fangen, so zum Ende du doch? Gott ist nunnun — Wiedergehurt und HBeiligung.— gut, der aus Erbar⸗ men alle Hilf auf Erden thut, der mit Kraft und starken Armen machet alles wohl und gut; Gott kann besser, als wir denken, alle Not zum besten lenken. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr-Gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat er⸗ schaffen, sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den From— men weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr⸗ Gott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr-Gott noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz be⸗ laden, nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nim⸗ mer. Seele, so be⸗ denke doch: lebt doch unser Herr-Gott noch. 5. Gott lebet noch! 3 imumn fe — R — 44⁴4 II S Seele, was verzagst du doch? Wenn dich S deine Sünden kränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm zu Gott, er wird ver⸗ senken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr⸗ D Gott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfass en l und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größ— ten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr-Gott noch. 7. Gott lebet noch! eele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstigt wal— len auf der harten melan; Gott will und Himmel geben. rum, o Seel, be— Hilf in allen Nöten; eg Joch auf Joch, ich hoffe doch, auch wenn es scheint, als wolltest dich zu führen him⸗ du mich töten. Machs,: wie du willst, mit 1 — Vertrauen.— Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen,‚ nach dem Jammer⸗ leben Fried und Freud denke doch: lebt doch unser Herr⸗Gott noch! Joh. Fr. Zihn, + 1719.5 347 Luc I — —2 —REE G ⸗—* ad —ᷣͤᷣ ͤ unn — Wirdergeburt und Beiligung.— dich iht ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht! Sollt ich den Segen lassen? Mein Jesu, nein, du blei⸗ best mein, dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Nächte Lauf geht mir der Segen auf von dir, dem Segenslicht: sollt ich den Segen lassen? Ich laß dich nicht, 0 laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben! Mich reißt das Grab von dir nicht ab, der du„dDich hast für mich Gr in Tod gegeben. Du starbst aus Liebe mir; ich sag in Liebe dir, auch wenn das Herz zerbricht: mein Gott, mein Herr, mein Le⸗ ben, ich laß dich nicht, ich laß dich nicht! W. Chr. Deßler, + 1722. Mel. Meinen Jesum laß ꝛc. 3 345 Hasreet sich hin in Gottes Herz und Hände und erwartet ruhiglich sei— ner Wege Ziel und Ende, liegt fein stille, arm und bloß in des liebsten VatersSchoß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zu— frieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi ab gelegt. 3. Meine Seele sor-⸗ get nicht, will viel⸗ mehr an nichts ge— denken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur . a. uumm unns -Eahn 4 I11 ¹ — Fiuuunm ————— — Vertrauen.— kann kränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu; meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seelekla⸗ get nicht; denn sie weiß von keinen Nö⸗ ten, hängt an Gottes Angesicht auch als— dann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird der Freudengeist verjagt. ö 6. Meine Seel— still zu Gott, und die Zunge bleibt ge— bunden; also hab ich allen Spott, alle Schmerzen überwun— den, bin gleich wie ein stilles Meer voll von Gottes Preis und Ehr. J. J. Winkler, 4 1722. Mel. Ringe recht, wenn ꝛe. ott wills 349 6 machen, daß die Sachen gehen, wie es heilsam ist; laß die Wellen rings-⸗ um schwellen, wenn du nur bei Jesu bist! 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter! Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlum— mert nicht; zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubens-⸗ pflicht. 4. Im Verweilen Iuummunmmummnn —— D II umn — Wiedergeburt und Beiligung.— und im Eilen bleibt er stets ein Vater⸗ herz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei; wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wan⸗ ken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit; laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel z ists beschwerlich, scheints gefährlich, dei⸗ nem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stun⸗ den sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu be⸗ schämen, wird es un⸗ versehens sein. 9. Drum wohl de— nen, die sich sehnen nach der stillen Wil-⸗ lensruh! Auf das Wollen fällt dem Sol⸗ len bald auch das Vollbringen zu. 10. Nun so trage deine Plage fein ge— trost und mit Geduldl Wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Hei— lands werden noch. 12. Amen, Amen! In dem Namen mei⸗ nes Jesu halt ich still; es geschehe und er— gehe, wie und wann und was er will. J. D. Herrnschmidt, 1 1723. R..... — Vertranen.— — DEDM Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. 350 86ufrie. wid den! Was dir Gott beschieden, das ist alles gut; treib aus deinem Herzen Unge— duld und Schmerzen, fasse frischen Mut. Ist die Not dein täg⸗ lich Brot, mußt du weinen mehr als la⸗ chen: Gott wirds doch wohl machen. 2. Scheint der Him⸗ mel trübe und der Menschen Liebe stirbt dir ganz dahinzkommt das Mißgeschicke fast all Augenblicke und quält deinen Sinn: nur Geduld, des Him⸗ mels Huld sieht auf alle deine Sachen: Gott wirds doch wohl machen. macht nur größern Schmerz. Wer sich widersetzet, wird nur mehr verletzet; drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn die Sorgen hin! Drücket gleich die Last die Schwachen: Gott wirds doch wohl ma⸗ chen. 4. Auf die Wasser-⸗ wogen folgt ein Re- genbogen, und die Sonne blickt; so muß auf das Weinen lau⸗ ter Freude scheinen, die das Herz erquickt. Laß es sein, wenn Angst und Pein mit dir schlafen, mit dir wachen: Gott wirds— doch wohl machen. 5. Kronen sollen tragen, die des Kreu— zes Plagen in Geduld besiegt; fröhlich aus— 3. Ungeduld und Grämen kann nichts zuhalten und Gott von uns nehmen, lassen walten, das E — munnnn — — Wiedergehurt und Beiligung.— macht recht vergnügt; drum nimm dir, o Seele, für, stets zu beten und zu wachen: Fluch und Tod. O selig ist der Mann geschätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal Gott wirds doch wohl setzt. machen. 6. Also soll es bleiben! Ich will mich verschreiben, Gott ge— treu zu sein; beides, Tod und Leben, bleibe ihm ergeben, ich bin sein, er mein; denn mein Ziel ist: wie Gott will! Drum sag ich in allen Sachen: Gott wirds doch wohl machen. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Wer 2700 den lieben Gott ꝛc., Nr. 1. 351 e größer Kreuz, je näher Himmel; wer ohne Kreuz, ist ohne Gott, denn bei dem eitlen⸗ Weltgetümmel vergißt man Hölle, je größre Liebe; der; 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen; Gott prüft uns mit dem Probestein. Wie mancher Garten muß gleich Wüsten, weil ohne Thränenregen, sein! Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube; die Palm erstarket durch die Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube erst, wenn du sie gekeltert hast; und wie die Perl in Salzesflut, so wächst im Kreuz der Glau⸗ bensmut. 4. Je größer Kreuz, — uummm —— 450⁰ .— — A2—2——————FtYixf.— PIA& WA- ·.·.—— — Vertrauen.— Sturm facht nur die Flammen auf; scheint auch der Himmel noch so trübe, so lacht doch bald die Sonne drauf, und gleich wie Ol das Feuer nährt, wird Lie⸗ besglut durch Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete, sie strömen aus dem Herzen fort; wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Port. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn Kreuz ihm fern-⸗ geblieben wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Thale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft ge— gangen, der sehnet sich nach Kanaan. Die Seele findet hier nicht Ruh, drum eilt sie Zions Hütten zu. 7. Je größer Kreuz, jelieber Sterben; man freut sich recht auf sei⸗ nen Tod, denn man entgehet dem Verder⸗ ben; es stirbt auf ein⸗ mal alle Not. Das Kreuz, das unsre Grä— ber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gott den Seinen bei⸗ gelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt; ach, dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter! laß mir dein Kreuze je länger desto lieber sein; daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das 4⁵¹ unmin Lawen SSSSIIIIIIII unmun — Wiedergehurt und Beiligung. ͥ— Glaube, Liebe, Hoff⸗ nung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Was Gott thut, das ꝛc. 352 ott lebt! Wie kann ich traurig sein, als wär kein Gott zu finden? Er weiß ja wohl von meiner Pein, die ich hier muß em⸗ pfinden; er kennt mein Herz und meinen Schmerz, so darf ich nicht verzagen und ihm nur alles klagen. 2. Gott hört! Wenn niemand hören will: wie soll ich lange sorgen, mein Seufzen dringe nicht zum Ziel und bleibe Gott ver⸗ borgen? Schrei ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, so schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz, als säh er nicht mein Weinen! Vor ihm muß auch der tiefste Drr ai ganz offen⸗ bar erscheinen; kein Thränlein fällt, so er nicht zählt und sich vor Augen setzet, bis er uns drauf ergötzet. 4. Gott führt! So geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt bald hier, bald dort will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich, doch selig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott giebt! Und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht ver⸗ derben; was hilft mir denn mein steter hun un 2————ͤů———————————9————82 Frr“ SS&‚‚ X ⁰⏑ee cr rl —rnn— — — VDertrauen.— Harm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, doch werden wir ge— speiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das; Gott hört, ich wills ihm sagen; Gott sieht, er setzt den Thränen Maß; Gott führt, ich darf nicht klagen; Gott giebt und liebt, nur un⸗ betrübt! Er wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. B. Schmolck, + 1737. Mel. Was Gott thut, das ꝛc. 2 ott ist mein 353 6 Gott, er sorgt für mich, was soll ich mich denn grämen? Will er doch alle Last auf sich von meinen Schul—- tern nehmen. Wenn noch so schwer mein Kreuz auch wär, es⸗ soll mich nicht er— drücken; er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich bei allen Unge—⸗ wittern, auch wenn der Hölle Pforten sich! mit aller Macht er⸗ bittern; ist sein Panier nur über mir, so kann ihr blinder Schrecken mir keine Furcht er⸗ wecken. 3. Gott ist mein Licht, er leitet mich auf allen meinen We⸗ gen und führet mich ganz wunderlich bei Sonnenschein und Re—⸗ gen; sein Wort geht mir als Leitstern für und leuchtet meinen Füßen bei allen Fin⸗ sternissen. 4. Gott ist mein 4 umm S zunnmuum geben. A — Wiedergeburt und Beiligung.ͥ— Fels, er träget mich; laßt alle Berge sinken, so steh ich unver⸗ änderlich und werde nicht ertrinken; ob—⸗ gleich die Flut mit aller Wut an meinen Anker schläget: doch werd ich nicht be— weget. Teil, er sättigt mich; mir wird kein Gutes fehlen; was sollte denn mein Herze sich mit vielen Sorgen quälen? Wer Gott nur hat, ist in der That der reichste Mensch auf Erden, ihm muß der Himmel werden. 6. Gott ist mein Heil, er segnet mich; ich soll in Christo leben; mein Heiland hat aus Liebe sich für mich in Tod ge⸗ So fiel mein Los in Gottes Schoß; wer kann bei diesem Glauben mir Gott und Himmel rau⸗ ben? 7. Gott ist mein Hirt, er weidet mich auf reinen, grünen Auen, und seiner treuen Hut kann ich 5. Gott ist mein 8 mich ohne Furcht ver⸗ trauen; zeigt hier und da sich auch Ge⸗ fahr, er gehet mir zur Seiten, sein Auge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und dort, im Himmel und auf Erden; es soll mir auch mein Gott hin⸗ fort noch immer lieber werden, bis ich dort— hin gelanget bin, wo ich, mit Gott verbun⸗ den, das höchste Gut gefunden. B. Schmolck, 4 1737. ter DPDi —„— ⏑„——--„„......„——„* 14.............. 8—* 8 Zummmn umn — Vertrauen.— Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. 354 V mein Licht, mein Heil, mein Leben, wie kann ich dich gnug erheben? Was für Lieder stimm ich an? erweisen? Wie soll ich das Gute preisen, so du, Herr, an mir gethan? 2. Zwar du hattest mich gebeuget, aber auch verdanken kann. recht loben, „so laß denn alle Sinnen, Reden, Schweigen und Be- mel sein gekehrt. 5. Hier will ich dir! fest vertrauen und auf barmen, daß ichs nicht 4. Dich recht lieben, heißt dich loben, dich führt nach oben, wo du ewig wirst verklärt. Was soll ich für Dank O ginnen nach dem Him⸗ dabei gezeiget,‚ deine Gnade schauen, wie du seist mit Hilfe wenn des Kreuzes Last* nah. In der Laent mich drückt; ich will warst du verborgen, doch kam bald ein froher Morgen, da 100 Herr, dein Antlitz ah. 3. Also hast du mich geführet, wie ichs tausendmal verspüret, selbst von meiner Ju⸗ gend an, mit Geduld und Liebesarmen, mit viel Gnade und Er⸗ unmunmnr in der Stille hoffen, bis mein Glaub dich angetroffen und dein Antlitz mich erquickt. 6. Willst du mit der Hilf verziehen, eine Zeit lang von mir fliehen? Herr, ich bin ein sündger Knecht. Willst du stra? fen, willst du schla“ gen? Willst du zücht— . ummm 4⁵5⁵ U F 2.— —— — Wiedergehurt und Beiligung.— gen, willst du plagen? Herr, du bleibest stets gerecht. 7. Nun, so stärke mir den Glauben; laß mir nichts den— selben rauben, keine Weltlust, keine Pein. Deine Liebe laß mich schmecken, deine Gnade mich erwecken, immer dankbar dir zu sein. J. G. Wolf, 4 1754. Mel. Was Gott thut, das ꝛc 355 Mu mh auf meinen Rat will ich mein Glücke bauen Wund dem, der mich mit erschaffen hat, ganzer Seele trauen. Er, der die Welt all⸗ mächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, be— stimmte meine Le⸗ benszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich; nicht, was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein un⸗ gestörtes Glück weit schwerer oft zu tra⸗ gen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir kla⸗ gen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und D 45⁵6 —2 rl Ery E ro rt,, re ehalerer — NSEN — 3— Vertranen.—— — n Habe verläßt mich Mel. Was Gott thut, das ꝛc.= doch im Grabe. er Herr ist 5. An dem, was 356 Huenean wahrhaft glücklich versicht, mein bester macht, läßt Gott es Trost im Leben. Dem keinem fehlen; Ge⸗ fehlt es nie an Heil sundheit, Ehre, Glück und Licht, der sich und Pracht sind nicht dem Herrn ergeben. das Glück der Seelen. Gott ist mein Gott; Wer Gottes Rat vor auf sein Gebot wird Augen hat, dem wird meine Seele stille; ein gut Gewissen die mir gnügt des Vaters Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie ver⸗ schwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn; er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerech— ten; der Herr hilft seinen Knechten. Chr. F. Gellert, 4 1769. Trübsal auch ver⸗ Wille. süßen. 2. Wer wollte dir, 6. Was ist des Herr, nicht vertraun? x Du bist des Schwachen Stärke; die Augen, die auf dich nur schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat und stark von That, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, ver⸗ lassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn mummum umnunummunni . imnnnunn uunmmmm 457 umunn 98 — Wiedergehurt und Neiligung.— ihn Not umgiebt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wirdfrei von Schmerzz; der Sünder eitles Dichten wird einst dein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott; der Thoren Trost ver⸗ schwindet, wenn der Gerechte in der Not Hilf und Erbarmung findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn Sün⸗ der zittern, ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Weh denen, diezu Menschen fliehn; weh dem, der von Gott weichet! Dein Heiland starb; ja, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Wetterwolken sam⸗ meln; Gott hilft, wenn Christen freu⸗ denleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er, er wägt die Schmer⸗ zen und wälzt sie weg vom Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht; auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was mei⸗ nem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl ich mich, mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich er⸗ — ununmnun mm TFFT. A&M„ ten; Mut spricht er — Vertrauen.— geben; sei du uen 3. Bald wird dir Gott und einst im sein Antlitz funkeln; Tod mein Fels, auf hoffe, harre, glaub den ich traue, bis ich im Dunkeln! Nie ge⸗ dein Antlitz schaue. reut ihn seine Wahl. Chr. Sturm, 4 1786. Er will dich im Glau- ben üben; Gott, die Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. Liebe, kann nur lie— 357 1 ben; Wonne wird kämpft bald deine Qual. und fortgerungen, bis zum Lichte durchge— drungen muß es, 4. Weg von aller nicht seiturt Fucht S 179 nicht seitwärts, nicht Durch Wieeheen zurücke, nur auf Gott Dunkelheiten kann und Ewigkeit; nur zu dich Jesus hinbeglei⸗ deinem Jesus wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis den Schwachen ein. 2. Bei der Hand er himmlisch dich er— will er dich fassen; scheinst du gleich von 5. Aus des Jam⸗ freut. ihm verlassen, glaube mers wilden Wogen nur und zweifle nicht! hat dich oft heraus⸗ Bete, kämpfe sonder gezogen seiner All⸗ Wanken: bald wirst macht treue Hand. du voll Freude dan⸗WNie zu kurz ist seine ken, bald umgiebt dich Rechte; wo ist einer Kraft und Licht. seiner Knechte, der ü — ö 5 F Iuunmumummm — Wirdergeburt und Beiligung.— bei ihm nicht Rettung der wird ihn finden, fand? wird ihn haben hier 6. Schließ dich ein und dort. in deine Kammer, geh J. K. Lavater, 1 1801. und schütte deinen Jammer aus in Got⸗ Mel. Wie nach einer Wasser⸗ tes Vaterherz; kannst quelle ꝛc.(Freu dich sehr, du en 251 ie miht o meine Seele.) pfinden, Worte nicht, enn der nicht Thränen finden, 358 4 Herr klag ihm schweigend einst die Gefangnen deinen Schmerz! ihrer Bande ledig 7. Kräftig ist dein tie macht, o dann schwin⸗ fes Schweigen: Gott den die vergangnen wird sich als Vater Leiden, wie ein Traum zeigen; glaube nur, der Nacht. Dann wird daß er dich hört; unser Herz sich freun, glaub, daß Jesus dich unser Mund voll Dan⸗ vertreten, glaube, daß, kes sein; jauchzend was er gebeten, Gott, werden wir erheben sein Vater, ihm ge- ihn, der Freiheit uns währt. gegeben. 8. Drum, so will 2. Herr, erhebe deine ich nicht verzagen, Rechte, gieb uns einen mich vor Gottes Ant-Vaterblick; aus der litz wagen, flehen, Fremde ruf dieKnechte ringen fort und fort; in die Heimat bald ja, ich werde über- zurück! Ach, der Pfad winden; werihn sucht,‚ ist steil und weit! — uunn — ——— E&e˙= IIiln UIulnum uinmunm ———— — Vertrauen.— 5 ‚ Kürze unsre Prü⸗ 2. Es tobt der fungszeit; führ uns, Sturm mit wilder wenn wir treu ge-Macht, sie wird so stritten, in des Frie⸗ dunkel oft, die Nacht; dens stille Hütten. doch wenn auch meine 3. Ernten werden Seele bebt, sie weiß, wir mit Freuden, was daß dort mein Hei⸗ wir weinend ausge- land lebt. I sät; jenseits reift die 3. Sie zöge gar zu Frucht der Leiden und gern hinaus ins große 1 des Sieges Palme weite Vaterhaus; doch 9 weht. Unser Gott auf hält in seiner Kraft 5 seinem Thron, er, er sie still, bis er, bis n 0 selbst ist unser Lohn; er sie lösen will. 6 u s die ihm lebten, die 4. Die Erd ist mir d ö ihm starben, bringen ein morsches Boot, v⁷ jauchzend ihre Garben. das unter mir zu S. G. Bürde, 1831. sinken droht; ich steh, d nach oben hingewandt, „ Me. O gesu Christ, meis mit einem Fuß auf 8 Lebens Licht ꝛc. seinem 515 * er Himmel 5. ebeutst du, ie 359 Dhinvol Herr, mit einem Blick, r. BWVolken schwer, ich seh so schleudr ichs hin⸗ das blaue Zelt kaum ter mich zurück und 0 mehr; doch über Wol⸗schwinge mich an: ken hell und klar nehm deiner Hand hinauf, ich einfreundlich Auge hinauf und jauchze: 1 8 wahr. Land! 4 miummmmn unnumm — D 461 Aummmmm — Wiedergehurt und Beiligung.— 6. Ich ginge gern, so gern zu dir! Doch länger hier in Sturm und dunkeln Nächten läßt, so halt du meine Seele fest: 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu, zu deiner Ehre wacker sei, bis du mir rufst: „Nun ist mirs recht, nun kannst du kom⸗ men, treuer Knecht!“ H. Möwes, 4 1834. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 360 O weinHerß, gieb dich zufrieden! O verzage nicht so bald! Was dein Gott dir hat be⸗ schieden, nimmt dir keiner Welt Gewalt. Keiner hindert, was er will; harre nur, vertraue still; geh des Wegs, den er dich wenn du mich noch sendet; er begann und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten, so lob⸗ sing ihm aus der Nacht; sieh, er wird dir Licht bereiten, wo dus nimmermehr ge⸗ dacht. Häuft sich Not und Sorg umher, wird die Last dir allzu schwer, faßt er plötz⸗ lich deine Hände und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feindlich, rottete sich wider dich: dank ihm! O, der Herr ist freundlich, seine Huld währt ewiglich. Sind auch Trauer, Angst und Leid seines Segens dunkles Kleid: dank ihm! Er schickt seinen Segen auf geheimnis⸗ vollen Wegen. 4. Endlich wird mummnum uunm W———— —— + Zuuimn — Vertrauen.— Morgenrot? Darfst frisch, halt schauen, wenn dich du angefangen, auch ein Wunder kann schönsten Ende. er senden! dein Morgen grauen; 5. O so laß denn kennst du nicht sein alles Bangen! Wirke du zagend rückwärts aus! Was mit ihm Glut und Sturm be- er mit dir hinaus. droht? Denn auch Und ob alles wider⸗ Feuerflamm undWind steht: in Vertraun Boten seines Willens und in Gebet bleib am sind; und kanns nur Werke deiner Hände, ein Wunder wenden: so führt ers zum V. v. Strauß, geb. 1809. mutig führet G uumunmumr uimnunn um ummnummnum — nunununnumumiun⸗ XIV. Lieder für besondere Reiken, Mahreszeiten. Frühling. Amsel und soll mich Mel. Lobe den Herren ꝛc. die Lerche beschämen? 361 5¹⁰ ich euch Sang ist ihrLeben und 9 wieder, ihr freudiges Lob ohne Töne des Frühlings, Grämen. Schweigest erklingen, jubelnde nur du, Seele, be⸗ Stimmen des Prei- rufen dazu, Gnade ses sich himmelwärts um Gnade zu neh⸗ schwingen? Tief in men? ö ö der Brust regt sich 3. Ist nicht dein die sehnende Lust, mit Frühling, der himm⸗ euch ein Loblied nhien dir auch er⸗ singen. numun 2. Soll mich die chienen? Sahst du ö mimunnỹ — E. ———.—63——.——2 2.2...— ——4 1 I 2 6 v V — Jahreszeiten.— nung in ihm nicht spurloszerrinnt, wenn ergrünen, der bis ins sie Lüfte des Früh⸗ Grab stieg aus dem lings umwehen, also Himmel herab, all entfliehn, giebst du deinen Jammer zu dem Herzen dich hin, sühnen? all seine starrenden 4. König des Him⸗ Wehen.—D mels und Freund 7. Gieb mir die einer sündigen Seele, Harfe und laß mich jeder Gedanke und die himmlischen Lieder jede Empfindung er⸗ fernher vernehmen!( zähle, was du mir Sie hallen im Thrä⸗ ——— die Auen der Hoff⸗ den, schneeigen Höhen bist; aus dir ein Le⸗ nenthal wieder. En⸗ . bensstrom fließt, daß gelgesang und der Er⸗ * ich mich nimmermehr löseten Dank schwebe 5 quäle. hinaufund hernieder!“ ä 5. Laß mich dich 8. Schön ist die! un loben! Ich weinte dir Schöpfung, die, ewi⸗ ö lange nur Klagen, ges Wort, du ge—⸗ wähnte dich hart, gründet; wundervoll!“ wenn aus Liebe du hast du die Berge ö Wunden geschlagen, und Thäler geründet; habe die Hand ewiger Frühlinges Pracht Güte verkannt, irre hat, wie der Tag und die Nacht, längst dei⸗ von Sorgen und ů Zagen,. nen Namen verkündet. 6. Doch wie der⸗ 9. Jauchze, Natur, Winter von starren- in des Frühlings Aunnun „ 8 Aunmiinune beginnendem Wehen! Blümlein auf dem Singe, du Welt, die Wiesenplan, die ziehen das Werk der Erlö- sich viel schöner an, sung gesehen! Jauchze, als Salomonis Seide. — Tieder kür besondere Seiten.— du Heer, dort am krystallenen Meer: „Ehre sei Gott in den Höhen!“ Meta Heußer-Schweizer, 1876. Sommer. Mel. Kommt her zu mir ꝛe. 362 Ggae meinHerz, und suche Freud in dieser lieben Som⸗ merzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erd⸗ reich decket Staub mit grünen Kleide; 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbe— gabte Nachtigall er⸗ götzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und be⸗ wohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die unperdrossne seinen Bienenschar fleugt hin einem und her, sucht hier die und da sich REAπA edle ummm unnn — Jahreszeiten.— ———————————— Honigspeise; des sü⸗ ser armen Erden: was ßen Weinstocks starker will doch wohl nach SDπ Saft neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. 6. Der Weizen darüber jauchzet Jung und Alt und rühmt die große Güte deß, und mit so man⸗ chem Gut begabt das menschliche Gemüte. 7. Ich selber kann und mag nicht ruhn; des großen Gottes großes Thun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön, und läßt dus uns so lieblich gehn auf die—⸗ Fum .....T der so überflüssig labt ö bringt täglich dieser Welt dort in ö wächset mit Gewalt; welch dem reichen Him— melszelt und güldnen Schlosse werden! 9. Welch hohe Lust, heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klin⸗ gen, da so viel tausend Seraphim aus einem 87 Mund, mit heller* Stimm, ihr Hallelu⸗V jah singen! x 10. O wär ich da, o stünd ich schon, ach, lieber Gott, vor dei⸗ nem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der? ö Engel Weis erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 11. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch hier trage dieses ...T 467 20* Zununun — Tieder kür besondere Seiken.— Leibes Joch, auch nicht Herbst. gar stille schweigenz Mel. Kommt her zu mir ꝛc. mein Herze soll sich En und fort aaden 363 Der Ooner em und an allem ů uhes Ort zu deinem Lobe Zuns wind kal, der neigen. 112. Hilf nur und Wald erbleicht, der x‚ inen Geist Vöglein Lieder schwei⸗ muil Segen, der Dom gen. Ihr Gotteskin-⸗ Hümmel. fleußt, daß der, schweiget nicht ich dir stetig blüh mund laßt hinauf zum ————5 Sonr⸗ ewgen Licht des Her⸗ mer 0. 19 0 99 501 lues dur meiner Seele früh L. der und spat viel Glau⸗Erde Frucht gedeihn; deestlnd abeden n 13. Mach 1— mur meln seinen Segen. deinem Geiste Einrn Herr Jesu, laß uns uten Buhmt am de⸗ gleichen Fleiß an 0 0 ünen: ner Liebe Ruhm und benswasser grünen; Preis mit Herzens⸗ so will ich dir und freude legen! deiner Ehr allein, und* keinem andern mehr,„3. Was Gottes Di und dort ewig wacht das ist nin ienen. Cerburdt, 1976 alles eingebracht, hat P. Gerhardt, 41676. Dach und Raum ge⸗ — Aununm umumum umunm 7 V. ́ — S 88 — Iultunun — Jahreszeiten.— funden. So sammle dir zur Gnadenzeit, o Seele, was dein Herr dir beut, für deine Kreuzesstunden! 4. Denn wie die Felder öde stehn, die Nebel kalt darüber wehn und Reif ent— färbt die Matten: so endet alle Lust der Welt, des Lebens Glanz und Kraft zer— fällt; schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Wald erkracht, der Wandrer eilt, um noch vor Nacht zu flüchten aus den Wettern. O Jesu, sei uns Dach und Thurm, wenn oft des Lebens rauher Sturm uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub und mischt sich wie— der mit dem Staub, von dannen es ge— kommen. Ach, Mensch, sei noch so hoch und wert: du mußt hin⸗ unter in die Erd, davon du bist ge⸗ nommen! 7. Doch wie der Landmann seine Saat ausstreuet, eh der Winter naht, um künftig Frucht zu zu, daß er soll auf⸗ erstehen. Land und Meer der Störche die Seele fliehn, deinem Paradiese ziehn, an deiner Sonne leben! B. v. Strauß, geb. 1809.5 uinum —.—————̃————u.sũ—'—.————— 2 D 8 469 nunnun sehen: so, treuer Va⸗= ter, deckest du auch? unsern Leib mit Erde 8. Indes, wie über Zug, der? Schwalben Heer der Sonn entgegen stre⸗= ben: so laß zu dir= 83 F ——— 2 —— 3— — Tieder kür hesondere Seiten.— Winter. Mel. Gott sei Dank in aller Welt ꝛc.(Heiland, den uns Gott.) 364 Großer Schö— pfer, Herr der Welt, dessen Hand die Himmel hält! Zu der Sonne sprichst du: lauf, gehe unter, gehe auf! 2. Deine Macht und Herrlichkeit leuchtet auch zur Winterszeit in der wolkenvollen Luft, in den Flocken, in dem Duft. 3. Alles ruht; auf dein Geheiß wird der Wasserstrom zu Eis. Du giebst, was der Landmann bat, deckst und wärmest seine Saat. 4. Der des Sper⸗ lings nicht vergißt, sorgt noch mehr für dich, o Christ! Gott sei dir in Hitz und Frost Freude, Zuver— sicht und Trost. 5. Bleibe du, mein ein Wunnd warm! Ist ein Bruder nackt und arm, brich ihm liebe⸗ voll dein Brot, lindre freundlich seine Not. 6. Nach des Win⸗ ters kalter Nacht lebet alles, alles lacht; Bäume, Wiesen, Wäl⸗ der blühn, und die dürre Weltwird grün. 7. Also blüht nach kurzer Zeit aus dem Staub Unsterblich— keit; neu und umge⸗ ü veunn d. sind wir, wenn du, Herr, er— scheinst. 8. Eile, Freuden-⸗ tag, heran, dem kein Winter folgen kann! Sonne, die nie unter⸗ geht, sei gelobet und erhöht! J. K. Lavater, 4 1801. —*— A miumm —: — Morgen.— Morgen. * Iunnunnmuunnnmnr; (Schwingt, heil. Gedanken.) 365 M meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank in dieser Morgenstunde und all mein Leben lang, Herr Gott, auf deinem Thron, zu Lob dir, Preis und Ehren durch Christum, un⸗ sern Herren, dein ein—⸗ gebornen Sohn; 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Not, Gefahr und Schaden behütet und bewacht. Ich bitt de— mütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Le⸗ dich ich hab erzürnet i 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Sa⸗ tans List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem schnellem Tod. 4. Mein Leib und Seel, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind sei dir, Herr, übergeben, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, die Eltern und Verwandten, Geschwi⸗ ster und Bekannten und alles, was ich hab. 5. Gott will ich lassen raten, der alle Ding vermag; er segne meine Thaten auch an dem heutgen Tag. + 4 Aununm — Tieder kür hesondere Seiten.— stellt Leib, Seele, Gut und Leben, und was er sonst gegeben; er machs, wies ihm ge— fällt. 6. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran: Gott nimmt in Jesu Na⸗ men mein Flehen gnädig an. Nunstreck ich aus die Hand, greif an mein Werk mit Freuden, das Gott mir will be— scheiden in meinem Amt und Stand. Joh. Matthesius(2), 4 1565. 366 Hiumls und der Erden, Va⸗ ter, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen Ihm hab ich heimge⸗ und, was drinnen ist, erhält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und be— wacht und bei aller meiner Schuld mich noch trägst mit Va⸗ terhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geist⸗ lich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag starke Hand die Welt uns erscheint und dein 3 2 ummumm nummunnn 70 — ½—— 2— ³ 472 — DS * S — — Morgen.— Gericht, ich davor er— schrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite mei⸗ nen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort! Nirgends, als von dir allein, kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Ver⸗ stand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht; der auch endlich mich nunummn⸗ din Ruh trage nach em Himmel zu! H. Alberti, 4 1651. Mel. Herr Jesu Christ, dich ꝛe. 367 Die Nacht nunmehr vergangen ist; wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns frei von aller Plag gesund läßt sehen jeden Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl, leucht uns in diesem Erdenthal; beschirm uns täglich und auch heut, bewahr uns ferner allezeit. 3. Daneben gieb uns Fried und Ruh und, was uns nötig ist, dazu; durch deine starke Gnadenhand beschütze uns und unser Land. 4. All Sünd und unmmmmnin — Tieder kür besandere Seiten.— Schwachheit uns ver— zeih, ein gut Gewissen stets verleih; gieb, daß wir deines Na⸗ mens Ehr ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o Herr, gefällt, uns abzufordern aus der Welt, so gieb ein selig Ende hier, daß wir dort ewig sein bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich, hör unsre Bitten gnädig⸗ lich; durch dein Ver⸗ dienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Not. Vor 1664. 368 Di Sonne, voll Freud und Wonne, bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzer⸗ quickendes, liebliches güldne Nunnunnnmn Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder, aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit mei— nem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren, und uns zu lehren, wie sein Ver⸗ mögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wenn sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden ver⸗ gänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles das sei Gott zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter; vor ihn zu treten mit nunn unm minmmemuß 2 — RRS‚“ +* 8² uumm 1 —— — N FI — Morgen.— Singen und Beten, Neiden, sehen den Se⸗ ist ein Opfer, gen, den du wirst das dran er sich ergötzt. legen in meines Näch⸗ 4. Abend und Mor- sten und Mitbruders gen sind seine Sorgen; Haus. Geiziges Bren⸗ segnen und mehren, nen, Unglück unchristliches verwehren, Rennen nach Gut mit sind seine Werke und Sünde, das tilge ge⸗ Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben mein ganzes Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. La— ster und Schande, der d Finsternis Bande, auf deinen Geboten bestehn. schwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches We— sen, was ists gewe⸗ sen? In einer Stunde geht es zu sobald die Lüfte des grunde, Todes drein wehn. Alles in allen muß brechen und fallen; Himmel und Erden, die müssen das wer⸗ en, was sie gewesen de, vor ihrem Bestehn. Fallen und Tücke treib ferne zurücke, laß mich 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort 6. Laß mich mit und Willen hat ewi— 47⁵ 0 ⁵⁰ nunnuf Freuden, ohn alles gen Grund. Sein = .———— num— unnun * Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tötlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergieb und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden von dei⸗ nen Augen sein ferne gewandt! Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe ge⸗ stellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann er⸗ nähren, so laß mich hören allzeit im Her⸗ zen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste, Gott ist das Süßte und Allerge— wißte, aus allen *—— 7 — Tieder kür besondere Seiten.— Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine; hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Mee⸗ resbrausen und Win⸗ dessausen leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille darf ich erwarten im himmlischen Garten; dahin sind meine Ge⸗ danken gericht. P. Gerhardt, 1 1676. e 1 Opfer Himmn — Margen.— Mel. Nun laßt uns Gott ꝛc. (Wach auf, mein Herz.) 26 ach auf, 369 9— m Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Gü⸗ ter, dem treuen Men-⸗ schenhüter. 2. Heut, als die dunkeln Schatten mich ganz umfangen hat⸗ ten, bedecktest du mich Armen, o Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst: mein Kind, nun liege, kein Schrecken dich besiege; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen; von Not blieb ich be⸗ freiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein haben: hier bring ich meine Ga⸗ ben und opfere dir wieder mein Herz und meine Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst du nun vollenden dein ⸗ Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf sei⸗ nen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende, ach, Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. P. Gerhardt, 4 1676. unnunnumunmunuß mummm F.——. umnn I + — Tieder kür besandere Seiten.— 370 0 allerhöch⸗ oder steh, mich zu ster Men⸗ der Ewigkeit begleite; schenhüter, du unbe⸗ Herr, mich bereite! greiflich großes Gut, 5. Laß Seel und ich will dir opfern Leib, so du gegeben, Herzund Mutzstimmt stets sein in deiner an mit mir, gedenkt Furcht bereit, als der Güter, all ihr Ge⸗Glieder der Gerechtig⸗ müter! keit bis in den Tod 2.Herr, deiner Kraft dir sein ergeben, o ichs nur zuschreibe, Seelenleben! daß ich noch Odem 6. Gesegne mich auf schöpfen kann; ach, meinen Wegen, mein nimm dich meiner Thun und Lassen lenke gnädig an, du Vater⸗ du; in Unruh bleibe herz, mich nicht ver-⸗ meine Ruh, bis ich treibe, heut bei mir zuletzt mich werde bleibe! legen in Fried und 3. Israels Gott, da Segen. ist mein Wille, der Joach. Neander, 1680. sich dir willig unter⸗ giebt, dich über alles 371 M der Ewig⸗ gerne liebt; das ist 4 der Ewig⸗ mein Wunschin früher keit, Licht vom uner⸗ Stille, o Gnadenfülle! schöpften Lichte, schick 4. Dein Angesicht uns diese Morgenzeit mich heilig leite, dein deine Strahlen zu Ge⸗ Wel. Oderr dein Ohren rr. sehz ich reise, siz, geh Auge kräftig auf mich sichte, und vertreib uuumnn 478 E ——— RZ 3* 0 Fumn LA Buumumn 1“..— — Morgen.— durch deine Macht führ uns durch das unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau fall auf Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, wo die Lust, unser matt Gewissen; die uns erhöht, nie laß die dürre Lebens- vergeht. au lauter süßen Trost genießen, und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsre kal⸗ ten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Ach, du Aufgang aus der Höh, gieb, daß auch am jüngsten Tage unser Leib ver—⸗ klärt ersteh und, ent— fernt von aller Plage, sich auf jener Freuden-⸗ bahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst Chr. Knorr v. Rosenroth, + 1689. Mel. Hüter, wird die Nacht der Sünden ꝛe. 372 Wuuur munter werden, denn der Erden blickt her⸗ vor ein neuer Tag; komm, dem Schöpfer dieser Strahlen zu bezahlen, was dein schwacher Trieb ver— mag. 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen von den Sternen, deren Gold der weicht; so laß auch vor Gott zerrinnen, was den Sinnen hier 479 Sonne? in jene Welt, du ver⸗im Finstern schöne klärte Gnadensonne, däucht. Aune ununm Gedeihen leihen, wenn du auf Rinn umm W DZ³ — Tieder kür besondere Seiten.— 3. Schau, wie das, was Odem ziehet, sich bemühet um der Sonne holdes Licht; wie sich, was nur Wachstum spüret, freudig rühret, wenn ihr Glanz die Schatten bricht 4. So laß dich auch fertig finden, anzu⸗ zünden deinen Weih—⸗ rauch, weil die Nacht, da dich Gott vor Un-⸗ glücksstürmen wollen schirmen, ist so glück— lich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir mag ver⸗ was Gutes zielst, aber daß er dich mag stören und bekehren, wenn du böse Regung 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen, laß ihn sorgen, der es wie die Sonne fühlst. macht, welche freund⸗ lich pflegt die Höhen anzusehen, und auch in die Thäler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen ist zugegen und erkennet, was du thust; daß er auch verborgne Flecken kann entdecken, und die tiefste Sün⸗ denlust. 8. Wir sind an den Lauf der Stunden festgebunden, der ent— führt, was eitel heißt, und der dein Gefäß, o Seele, nach der Höhle eines Sterb— gewölbes reißt. 9. Drum, so seufz ich, daß mein Schei⸗ den nicht ein Leiden, sondern sanftes Schla⸗ fen sei, und daß ich mit Lust und Wonne seh die Sonne, wenn des Todes Nacht vorbei. F. R. L. v. Canitz, 4 1699. ZDD — Morgen.— 373— 5 die wird Nacht; darum wollst Y die Nacht du mir, dem Deinen, der Sünden nicht ver- auch erscheinen, der schwinden? Hüter, ist nach Licht und Rechte die Nacht schier hin? tracht. Wird die Finsternis 5. Wie kann ich des der Sinnen bald zer⸗Lichtes Werke ohne rinnen, darein ich Stärke in der Finster⸗ verhüllet bin? nis vollziehn? Wie 2. Möcht ich wie kann ich die Liebe das Rund der Erden üben, Demut lieben aber ich bin lauter lichte werden!—— lensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beeile deinen Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erschei— nung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, weil du kommen; und der Nacht Ge⸗ schäfte fliehn? 6. Ach, daß länger meine Seele sich nicht quäle, zünd dein Feuer in mir an! Laß mich finstres Kind der Er⸗ den helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunft⸗ licht kann das Leben mir nicht geben; Je⸗ sus und sein heller Schein. Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke mmmmnnuͤn 481 21 — 1* atd 80 — Lieder kür besondere Seiten.— vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gieb ge⸗ sunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an! Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Chr. F. Richter, 4 1711. Mel. Wer nur den lieben „Nr. 4. Gott, N 37 4 Hlein Gott, nun ist es wieder Morgen, die Nacht vollendet ihren Lauf; nun wa⸗ chen alle meine Sor⸗ gen auf einmal wieder mit mir auf. Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin; ich sehe wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde und niemals rein von Missethat. O Gott, der täglich mich er⸗ nährt, wär ich doch deiner Gnad auch wert! 3. Du siehst am Morgen mich auf—⸗ stehen, regier mich auch in dieser Welt; ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, mach alles so, wie dirs gefällt; schließ mich in deine Vorsicht ein; dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergieb mir, Vater, meine Sün⸗ den, die ich bei Tag und Nacht beging, und laß mich vor dir Gnade finden; er⸗ höre, was ich bet und min 2 Hunm 4 so acht ich gar nicht, 5. Hilf du in allen ich bin selber mir die mich vor Missethaten,‚ vor böser Menschen bast, rufe mich den Tag wohl mir mein Leib und Le— wenn meine Hand das leite Ihre thut; hilf, daß thun, ich zweifle daß nicht. und gehe. 8. C. Neumann, 7 1715. 2— Maorgen.— sing; denn wenn ich Mel. Wie nach einer Wasser⸗ nur bei dir wohl steh, quelle ꝛc.(Freu dich sehr, wie es geh. rt, du 107 3⁰⁵ ch ewig bleibet, das ohn Sachen raten, denn allen Wechsel ist, 995 nicht klug; behüte treibet, der du blei⸗ List und Trug; laß verlasse meine Ruh, ö legen an und Gutes ich N r ich Nacht und Erde, 6 schaffen, wo ich kann. durch dein Licht ver— 6. Behüte mir kläret werde. ben, mein Weib und 5 schlaf —**W eib geschlafen, auch Kind, mein Hab und die Seele geistlich auf, Gut, und laß den gieb ihr deines Lich⸗ Himmel Segen geben, tes Waffen, richt und hem des an laß mich sein des Lichtes! ich——— wohl ver⸗Kind, hilf mir, da ich nicht! Du wirst es geistlich blind, Jesu, und in deinem Lichte o meine Seele.) Finsternis ver⸗ wie du bist, ich :m werde Licht! zu, daß ich, der Wecke, da der ich wieder sehe IIuin Schenke mir, aünntun —— U * Filnun. —. — 2 Herr, und gewähre, was die arme Seele stillt; ach, erneure und verkläre stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke, fördre mich in meiner Pflicht; bleibe meiner Schwachheit Stärke, meines Lebens Kraft und Licht; laß mein Lebensziel allein dei⸗ nes Namens Ehre sein; hilf, daß ich stets wahre Liebe ge⸗ gen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller als der Sonnenschein, schön, Unsterblich, engelrein laß sie sein mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Sal. Franck, 4 1725. Mel. Den die Hirten ꝛe. 8 rüh am 376 Morgen Jesus gehet und vor allen Thüren stehet, klopfet an, wo man geflehet: komm, Herr Jesu, unser Gast! 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten, thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns trei— ben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; —8 15 20 Worgen.— ö ———ꝛ———————...———.—— 4. Weiden uns auf Ich will mich ganz grünen Auen, daß wir und gar in deine deine Fülle schauen Gnade senken mit und auf deinen Reich⸗Leib, mit Seel, mit tum bauen, mit dir Geist, heut diesen W gehen aus und ein. ganzen Tag; das soll 5. Amen, ja, es mein Opfer sein, weil soll geschehen! Jesus ich sonst nichts ver⸗ wird heut mit uns mag. ö gehen, und wir wer—⸗ 3. Mein Jesu, den fröhlich sehen, schmücke mich mit daß er uns nicht läßt Weisheit und mit ö allein. Liebe, mit Keuschheit . und Geduld durch Mel. O Gott, du frommer ꝛc. deines Geistes Triebe; 377 O Hu, süßes auch mit der Demut Licht, nun mich vor allem kleide ö N rreR 2—̃.——— 2 23 .. ist die Nacht vergan⸗ an, so bin ich wohl gen; nun hat dein geschmückt und köst Gnadenglanz aufs lich angethan. neue mich umfangen; 4. Gieb, daß mir mnnnun ist, was an mir diesen Tag stets vor ist, vom Schlafe auf⸗ den Augen schwebe, geweckt und hat sich daß dein Allgegen⸗ Herr, nach dir ver- wart mich wie die langend ausgestreckt. Luft umgebe, auf daß 2. Was soll ich dir mein ganzes Thun denn nun, mein Gott, durch Herz, durch für Opfer schenken? Sinn und Mund dich ö iliumm uunummumummummmmmmmmunnunnummmmmmemmmunnummunnummum Nun ——————— yrrrrr :? S— liuum 35 imnnun — Tieder kür besondere Seiten.— lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund! 5. Ach, segne, was ich thu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unver— rückt verbleib dein Eigentum. J. Lange, 4 1744. Mel. Ich dank dir schon ꝛc. (Mein erst Geschäft.) 378 He erst 4 Gefühl sei Preis und Dank; erheb ihn, meine Seelel Der Herr hört deinen Lobgesang; lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu S schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, ge⸗ lobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Se⸗ gen auf mir ruhn, mich deine Wege wal—⸗ len, und lehre du mich selber thun nach dei— nem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine eele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, * unmnn inunnm̃ 8 D.— 5 unm Lauf; Träume sind kenn und willig thue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht ge— nieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 379 MMUMARen jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh und, erlöst von allem Kummer, jenen schönren Mor⸗ gen seh: o dann wach ich anders auf! Schon am Ziel ist dann mein — Morgen.— das seine Pflicht er⸗ des Pilgers Sorgen, großer Tag, an dei⸗ nem Morgen! 2. Hilf, daß keiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, einst mich im Gericht verklage, daß ich fre⸗ velnd ihn entweiht! Auch noch heute wacht ich auf: Dank sei dir! Zu dir hinauf führ mich jeder meiner Tage, jede Freude, jede Plage. 3. Daß ich froh gen Himmel sehe, wenn mein letzter Tag er⸗ heint, wenn zum dunkeln Thal ich gehe, von den Meinigen be⸗ weint; lindre dann des Todes Pein, laß mich stark und freu⸗ dig sein, daß ich sie zum Himmel weise und dich, Herr des Todes, preise. F. G. Klopstock, 4 1803. unnnm DSEE— — Tieder für besondere Seiten.— 2 Uππd Mlittag. 0 Num 2 Vor Tische. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht ꝛc. 380 Geseon uns, Herr, die Gaben dein, die Speis laß unsre Nahrung sein; hilf, daß da⸗ durch erquicket werd der dürftge Leib auf dieser Erd! ö 2. Doch dieses zeit⸗ lich Brot allein kann uns nicht gnug zum Leben sein; dein gött⸗ lich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gieb uns beides, Herr und Gott, hilf endlich auch aus aller Not: so preisen wir dein Gü⸗ tigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. Vor 1562. mium Mel. Schmücke dich, o liebe Seele ꝛe. 381 Dpeis, o Gott, OQ uns, deine Kinder, tröste die betrübten Sünder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich mit den Frommen zu dem Himmelsmahle kom⸗ men. J. Heermann, 4 1647. Mel. Jesu, als du erstlich ꝛc. 382 5e wir kommen zu dem Essen; laß uns deiner nicht ver⸗ gessen, denn du bist das Himmelsbrot; speis die Leiber, stärk Z³ 48⁸ —FWW*nS&.ctttt 1 ummm 5* —+E 40 0 — ——— —— umm Lr:“—* 8 Sumumm — Mittiag.— die Seelen, die wir dir jetzt anbefehlen, steh uns bei in aller Not; hilf uns, daß wir nach der Erden deine Gäst im Him⸗ mel werden. Nach Tische. Mel. Nun lobt und dankt Gott allzusammen ꝛc. 383 70 ir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm empfangen haben; wir bitten unsern lieben Herrn, er woll auch ferner sie beschern, und spei⸗ sen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort; ach, lieber Gott, du wollst uns gebn nach dieser Welt das ewge Lebn. Vor 1588. (Um Erbarmen flehen wir.) 3 8 4 Ari er Vater, der uns liebt, der uns, was uns gut ist, giebt, gab auch jetzt uns Speis und Trank; lobt ihn, sagt ihm frohen Dank. Aller Segen kommt vom Herrn; dankt 5 und gehorcht ihm gern, liebt ihn, freuet euch des Herrn! Mel. Gott sei Dank in aller Welt ꝛc.(Heiland, den uns Gott.) 385 Guter Geber, Dank sei dir; du belebst, drum leben wir; du giebst Speise uns und Trank, dir sei ewig Lob und Dank! Amen. J. K. Lavater, + 1801. Mel. Da Christus geboren ꝛe. unistz unnun Allld 489 ö 2— iiuun * miununnn Hlllunum — — Tieder kür besondere Seiten.— Abend. Mel. Erhalt uns, Herr ꝛe. 2 inunter ist 386 5 der Son⸗ nen Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, o Herr, du wahres Licht, laß uns im Finern straucheln 192. Dank sei dir, daß du uns den Tag vor Schaden, Angst und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich, das, Herr, verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Die Engel dein zur Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schre⸗ cken, Angst und Feuersnot behüt uns diese Nacht, o Gott. N. Hermann, 1561. Mel. In dich hab ich ꝛe. (Ich freue mich, mein Gott.) 3 87 Mlez r und Zier und Kleinod bist auf Er⸗ den du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit, in Lieb und Leid, in meinem Herz behalten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, kein Ding auf Erd so fest besteht: das muß 0 frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not! RDA 49⁰ * Iuu 7 Zn mnnn — hhh,,. ..INN ne —————— ⏑τ——⏑——— S e 1— 3 numm VH— mnnn Innunn 2 2 — Ahend.— von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein; dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach, schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir; es will nun Abend wer⸗ den; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. Aus dem 16. Jahrhundert. 388 ter, mein Gemüte, und ihr Sinne, geht herfür, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat ge— erde mun-⸗ than an mir, da er mich den ganzen Tag vor so mancher schwe⸗ ren Plag durch sein gnadenreiches Walten hat beschirmet und erhalten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Va⸗ ter der Barmherzig⸗ keit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so ge— treulich hast bewahrt, auch die Feinde weg— getrieben, daß ich un—⸗ versehrt geblieben. 3. Herr, ich bin von dir gewichen, doch ich stell mich wie— der ein; denn dein Sohn hat ausgegli— chen meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer, als die * 491 uunn um⸗ nuunnnung * uuunnum * — Tieder kür besondere Seiten.— Sünde, die ich täglich in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese 12108 und alle Zeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nun⸗ mehr dunkel hier; daß kein Unfall mich be⸗ trübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5, Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Übel laß ver⸗ schwinden, decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kin⸗ der, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sein in deinen Schutz ge— schlossen. 6. Ach, bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Über— fall; laß mich Krank⸗ hal nicht aufwecken, alte fern des Krieges Schall; wend ab Feur un Wassersnot, Pe⸗ stilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. 7. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Trö⸗ ster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll ge⸗ schehen., J. Rist, 4 1667. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 389 Waue Mal —27——.2.... Zununnn ab das Kleid Fuumunn ³ — Abend.— der, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sin-⸗ nen, auf, auf! ihr sollt beginnen, was euerm Schöpfer wohl— gefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich ver— trieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, die güld—⸗ nen Sternlein pran⸗ Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kom— men sei; Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Er⸗ den und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nie— der, der Betten ihr begehrt; es kommen gen am blauen Him⸗Stund und Zeiten, melssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird gehen mein Gott aus be man euch wird bereiten zur Ruh ein heißen Bettlein in der Erd. Augen 7. Mein diesem Jammerthal. stehn verdrossen; im 4. Der eilt zur Ruhe, legt und Leib, der Nu sind sie geschlos— sen, wo bleiht dann Leib und Seel? Nimm ED liiinm 8—8 —„ 6— Uumunumunmmmm — Tieder kür besondere Seiten.— sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Scha⸗ den, du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will mich der Feind verschlingen, so laß die Englein sin⸗ gen: dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall, noch Ge⸗ fahr; Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waf⸗ fen ums Bett und seiner Helden Schar. P. Gerhardt, 4+ 1676. 390 Der Tag mit seinem Lichte fleucht hin und wird zu nichte, die Nacht kommt ange— gangen, mit Ruhe zu umfangen den matten Erdenkreis. Der Tag, der ist geendet, mein Herz zu dir sich wen⸗ det, der Tag und Nacht geschaffen zum Wachen und zum Schlafen, will singen deinen Preis. 2. Wohlauf, wohl⸗ auf, mein Psalter, erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen viel mehr, als ich kann zählen, hat heute Guts gethan. All Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit er sein Gemüte und unerschöpfte Güte mir klar gezeiget an. 3. Gleich wie des Hirten Freude, ein Schäflein auf der Weide, sich unter sei⸗ ner Treue ohn alle Furcht und Scheue ummmunn S =. 5 111 0 — Aunn .—— ner Hand und Seiten; mein Thun und Über⸗ schreiten erweckt mir Reu und Schmerz. ergötzet in dem Feld hingegen sich deine und sich mit Blumen Engel legen um mich füllet, den Durst mit mit ihren Waffen; Quellen stillet, so hat mit dir will ich ent⸗ mich heut geführet, mit manchem Gut ge⸗ zieret der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen, ich aber hab ohn Maßen mich nicht gescheut, mit Sünden und Un⸗ recht zu entzünden das treue Vaterherz. Ach, Vater, laß nicht bren⸗ nen den Eifer, noch mich trennen von dei⸗ 5. Erhöre, Herr, mein Beten, und laß mein Übertreten zur Rechten und zur Lin⸗ ken ins Meeres Tiefe sinken und ewig unter⸗ gehn. Laß aber, laß unununn schlafen, mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder mein Haupt und Augenlider, will ruhen ohne Sorgen, bis daß der güldne Morgen mich wieder munter macht. Dein Flügel wird mich decken, so wird mich nicht erschrecken der Feind mit tausend Listen, der mich und alle Christen verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe, ich sitz auch oder gehe, so bleib ich dir ergeben, und du bist auch mein Leben, das ist ein wahres Wort. Was ich beginn und mache, ich schlaf ein oder ³ wache, wohn ich, als wie im Schlosse, in und Schoße, bin selig hier 2 + E 2 — Tieder kür besondere Seiten.— deinem Arm und dort. P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Werde munter, mein ꝛce. ihn, daß er aus Gna⸗ den dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Hlen. 0 dir ist unverhohlen, daß ich diesen Tag vollbracht anders, als 391(AWzsre müden du mir befohlen; ja, Augenlider schließen sich schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder grüßen schon die Abendruh; denn die dunkle finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht nun versenkt im tiefen Meere und entflammt der Sterne Heere. 2. Ach, bedenk, eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes Gast, ob du den, der dich V erschaffen, heute nicht erzürnet hast; thu, ach thu bei Zeiten Buß, geh und falle ich habe nicht bedacht jetzt des Berufes schmalen Steg, deinen vorge⸗ schriebnen Weg, son⸗ dern dich, mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Ach, Herr, laß mich Gnad erlangen, gieb mir nicht ver⸗ dienten Lohn, laß mich deine Huld um⸗ fangen, sieh an deinen lieben Sohn, der für mich genug gethan; ater, nimm den Bürgen an! Dieser hat für mich erduldet, was ich Sünder hab verschuldet. F ihm zu Fuß und bitt .HNLeEln ER ————.————— —— E Miz Ii — Abend.— 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, in dir schlaf ich sanft und wohl; gieb mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenröt aufgehet und die Sonn am Himmel stehet. 6. Vater droben in der Höhe, dessen Nam uns teuer wert, dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns beschert; und vergieb uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld; laß uns nicht Ver-⸗ suchung töten, hilf uns, Herr, aus allen Nöten. J. Franck, 4 1677. Jesu, bei mir bleibe! —O Seelenlicht, der Sünden Nacht ver⸗ treibe; geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ rechtigkeit, erleuchte mich, o Herr, denn es ist Zeit! 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, wenn alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht ver⸗ steh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; das weißt du wohl, o Herzenskün—-— diger, ich strauchle noch wie ein Unmün⸗ diger. 4. Vergieb mir, 20 er Tag ist Herr! Es sagt mir 392 V hin, mein mein Gewissen: der 3 7 4 I Unmum +. 8 —— 497 2 unmnun als R aunnumunn — szI= 2*³ — Tieder kür besondere Seiten.— Sünde Lust hat mich von dir gerissen; es ist mir leid, ich stell mich wieder ein; hier ist mein Herz; ich dein, Herr, und du mein! 5. Mein Herr und Gott, mein Hüter und mein Hirte, zu mei⸗ nem Trost dein sieg⸗ haft Schwert um⸗ gürte; bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen; ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn; dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin! J. Neander, 1 1680. (So fliehen unsre Tage.) 393 K.0 g. endet hat und Reine Sonn mehr scheint, schläft alles, was von Arbeit matt, und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlum— merst nicht; die Fin⸗ sternis dich nicht um— faßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an michi 1 dieser finstern Nach und schirme du mic gnädiglich mit deiner Engel Macht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch deines lieben Sohnes Huld hat gnug für mich gethan. 5. Drauf thu ich 498 num ummmunn Nunnum * — — Abend.—. meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin, hemmt nicht der Andacht Lauf! Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein in die— sem Jammerthal, so führ mich, Herr, zum Himmel ein zur aus-⸗ erwählten Zahl. 8. Und also leb und sterb ich dir, du Herr Gott Zebaot; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. J. F. Hertzog, + 1699. Mel. Werde munter, mein ꝛc. 394 Haanel nem Leben wiederum ein Tag dahin; lehre mich nun Achtung geben, ob ich fromm gewesen bin; zeige mir auch selber an, so ich was nicht recht gethan, und hilf jetzt in allen Sachen guten Feierabend machen. 2. Freilich wirst du manches finden, das dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Ge⸗ danken, Wort und That, und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, doch ver— gieb mir alle Schuld! Deine große Vater— umnun unummmñ E 33 0 unmmmn — Tieder kür besondere Seiten.— treu werde diesen Abend neu; so will künftig deinen Willen ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, und dein Engel steh mir bei. Lösche Licht und Feuer aus, und bewahre selbst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Un⸗ glück müsse weinen. 5. Steure den gott⸗ losen Leuten, die im Finstern Böses thun; sollte man gleich was bereiten, uns zu scha⸗ den, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann er⸗ wecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du blei⸗ best ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht; darum hilf uns, dei⸗ nen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann ge⸗ sund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet mei⸗ nen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Casp. Neumann, 4 1715. Mel. Ach, was soll ich Sün⸗ der ꝛc.(Sollt ich meinem Gott nicht trauen.) 395 M. — 500 lmt ᷓ — Abend.— ich trete, da der Tag nunmehr sich neigt und die Finsternis sich zeigt, hin zu dei⸗ nem Thron und bete: neige du zu deinem Sinn auch mein Herz und Sinnen hin! 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit; auch die allerlängste Zeit rauscht vorüber wie die Winde, fließt dahin als wie ein Fluß mit dem schnell⸗ sten Wasserguß. 3. Aber, Jesu, sieh, ich Armer nehme mi doch nicht in acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer! O wie mancher Tag geht hin, daß ich kalt und träge bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich schä— men; du erhältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen, o mein Herzensfreund, zu dir: neige du dein Licht zu mir, da der Tag nun⸗ mehr vergangen; sei du selbst mein Son⸗ nenlicht, das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, die du mir noch gönnen willt; von dir sei mein Herz erfüllt, so wird mich nichts kön⸗ nen guälen; denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. Lev. Joh. 3. 0 172 Aunn 28 2—....—..— 2———8 501 1 Iiiin 2 2 Süiuumunen els Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. DD — Tieder kür besondere Seiten.— irte deiner 396 HSchaneder von keinem Schlafe etwas wissen mag, deine Treu und Milde diente mir zum Schilde den vergangnen Tag; sei die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von deinen Scha—⸗ ren um und um be— wahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vater-⸗ huld; ein versöhnt Ge⸗ wissen sei mein Ruhe⸗ kissen, drum vergieb die Schuld! Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief⸗ geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not be— trüben; sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen wohlgeborgen ein. Du bei mir und ich bei dir; also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer, und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein; deck uns zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch, hast du be⸗ schlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die Todesnot, so will ich nichts wider dich. Gerne, weil ich dich —— e 44 22 E anumnn 2 alle Stunden. 6. Nun wohlan! ich thue in vergnüg⸗ ter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir er— geben, treuer Hüter du! Gute Nacht, nimm mich in acht; und erleb ich ja den Mor— gen, wirst du weiter sorgen. B. Schmolck, + 1737. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. (Befiehl du deine Wege.) 397 B es ge⸗ Ascheh dein Wille! Der Körper eilt zur Ruh, es fallen in der Stille die müden Augen zu. Vergieb der Schwach— heit Sünden, verschon mit Zorn und Straf, laß mich bereitet fin⸗ den zum Tode wie zum Schlaf. ich gesehen; in Frie⸗ den fahr ich hin, weil ich beim Auferstehen in deinem Reiche bin. Wohl dem, der bis ans Ende sich als ein Christ erweist! Mein Gott, in deine Hände befehl ich meinen Geist. J. F. v. Cronegk, 1 1758. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) Hun sich der 398 V Tag ge⸗ endet, mein Herz zu dir sich wendet und danket inniglich; dein holdes Angesichte zum Segen auf mich richte, erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte und alle finstern —12 5— Abend.— gefunden, sterb ich 2. Dein Heil hab unmn ETTT Aunnnnn. Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich stets umgiebest, daß du mich herzlich lie— best und rufst zu dir empor, daß du allein den Frieden mir geben kannst hienieden, das stelle früh und spät mir vor. 4. Ein Tag der — Tieder kür besondere Seiten.— viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und sagts dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. G. Terstegen, 4 1769. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 399 5 u du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich kindlich an. Ich bin schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach dei⸗ nes Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hof— fen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich ..̃T.Tł ——— 1 —-+—— * h 2 45 mmm 1 5 BV mummnn — Abend.— bin bei dir in Gna⸗ den, und in dem Him⸗ mel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit dei—⸗ nem Segen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 400 HOer Mond ist auf⸗ gegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schwei— get, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunder—⸗ . 2. Wie ist die Welt in deine Hände befehl ich, Vater, meinen sehen und ist doch Geist. so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kam- mer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu rund und schön. So sind wohl manche Sa⸗ chen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Men-⸗ schenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftge— spinste und suchen viele Künste und kom⸗ men weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs —— mummmmm mumunn ——— * numeum unnunnd 0 N *DA * — Tieder kür hesondere Seiten.— trauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Er-⸗ den wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns neh⸗ men durch einen sanf— ten Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nie— derz kalt ist der Abend⸗ hauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen, und laß uns ruhig schlafen und un— sern kranken Nachbar auch. M. Claudius, 4 1815. Für Kinder. Mel. Jesu, komm, doch ꝛe. 401 Mis bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Auglein zu; Vater, laß die Augen dein über meinem Bette sein! 2. Hab ich Unrecht heut gethan, sieh es, lieber Gott, nicht an! Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Her— zen sende Ruh, nasse Augen schließe zu; laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Louise Hensel, 4 1876. uimum Uum Aitnun 2 8 nunn N 8 Ve unmum muunumumunmumn. — Am Schlusse der Woche.— Am Schlusse der Moche. Mel. Du Lebensbrot ꝛe. (Gott Lob, ein Schritt.) ott Lob, ein 40² GSchritt zur Ewigkeit ist abermals vollendet; zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Herz sich sehn-⸗ lich wendet, o Quell, daraus mein Leben fließt und alle Gnade sich ergießt zu meiner Seele Leben. 2. Ich zähle Stun⸗ den, Tag und Jahr und wird mir fast zu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheim gestellt die rechte Zeit und Stun⸗ de, wie wohl ich weiß, daß dirs gefällt, wenn ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. Ich bin ver⸗ gnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen, und daß du dort, o Lebens⸗ fürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich die Woch ge⸗ X* endet, und also auch von dieser Zeit ein unmm munumun — 507 unnmm 2 —— minnnn 2 ³ miunnn — Tieder kür besandere Seiten.— neuer Schritt voll- endet, und freudig schreit ich weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine Hände lässig sind und meine Kniee beben, so biet mir deine Hand geschwind, mich wie— der zu erheben; erfüll mit deiner Kraft mein Herz, damit ich freu⸗ dig himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu lang—⸗ sam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. Fuuumun 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! Ich bin schon in der Ewig⸗ keit, weil ich in Jesu lebe. A. H. Francke, 4 1727. Mel. Valet will ich dir ꝛe. 403 Die Woche geht zu Ende, nicht aber Got⸗ tes Treu; denn wo ich mich hinwende, da ist sie immer neu. Die Zeit kann wohl verschwinden, nur Gottes Güte nicht; sie läßt sich täglich finden und giebt mir Trost und Licht. 2. Du gnädigster Erhalter von allem, was ich bin, hör mei⸗ nes Mundes Psalter numt unnun — Im Schlusse der Wache.— und nimm mein Opfer heißt mich hoffen, es hin. Unzählbar sind sei durch Christi Blut die Gaben, die du ein neuer Bund ge⸗ „ geschenket mir, und troffen und alles —* was ich nur kann wieder gut; drum 1 haben, ist alles ja will ich dir geloben, von dir. auf ewig treu zu sein; 135 3. Die ganze Woche dein guter Geist von zeuget von deiner Gü⸗ Huaf. die tigkeit, die du zu mir traft verleihn. geneiget, getreu zu 6. Ich bin dein§ jeder Zeit. Auf mei⸗Kind aufs neue; Ines Lebens Pfade drum gieb, daß diese rühmt jeder Augen⸗Nacht mich auch dein blick die Wunder dei⸗ Schutz erfreue, der 3) ner Gnade im Unglück alles sicher macht. wie im Glück. Rerben, d Eclaf 4. Allein mein Herze sterben, der Schla bebet, wenn es zu⸗ ist wie ein Tod; doch ö rücke denkt, wie übel kann ich nicht ver⸗ FEEennKc n ich gelebet und dich, derben: du lebst in mein Gott, gekränkt; mir, mein Gott. drum ruf ich: Herr, 7. Soll das in erbarme, erbarm dich diesem Leben die letzte ö über mich! Ich fall Woche sein, will ich 1 dir in die Armer ach; nicht widerstreben, * schone gnädiglich! nein, mich im Geiste 5. Mein Glaube freun auf jenen Feier⸗ — Tieder kür besondere Stände.— abend, den Christi Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 404 D² sollst in allen Sa⸗ chen mit Gott den Anfang machen aus treuer Schuld und Pflicht. Wem hast du Dank zu geben, als ihm, für Heil und Leben? Von dir, o Mensch, entspringt 65 nicht. 2. Was will dein kaltes Sinnen, du Staub der Zeit, be⸗ ginnen, legt er nicht Hilfe bei? Der Mensch mit seinem Dichten weiß wenig auszu⸗ richten, das wahrhaft gut zu heißen sei. 3. Drum sei nicht Nacht! B. Schmolck, 4 1737. zu verwegen auf des Berufes Stegen und bilde dir nicht ein, als könntest du Ver⸗ trauen auf deine Kräfte bauen; denn sie sind Gottes und nicht dein. 4. Wo Gottes Hand sich reget, den Grund zur Arbeit leget, da zieht der Segen ein; verkehrt er sein Ge⸗ sichte, so wird ein Werk zunichte, wie trefflich auch die Mei— ster sein. 5. Schlag an die Himmelspforten mit starken Glaubenswor⸗ ten, da bitte Beistand aus. Daher wird Segen fließen und 3 unmmumuumm 2 L. 510 sprech ich nun: gute Tod gemacht und diese Hoffnung habend Beruf. ...ee * RNR . —— 889— — Bernk.— reichlich sich ergießen auf dich und auf dein ganzes Haus. A. Tscherning, 4 1659. Mel. O Durchbrecher ꝛc. (O du Liebe meiner Liebe.) 405 Pesu⸗ komm, sei einge⸗ beten! Meine Hände leg ich an; wollest mir zur Seite treten, daß mein Thun sei wohlgethan. Auf dein Wort, zu deiner Ehre, will mein Netz ich senken ein; einen gu⸗ 2. Ohne dich macht nichts mein Machen, nichts kann alle meine Kunst; ohne dich in ten Zug beschere, laß es voller Segen sein. da du allen Sachen alle Müh und Segen, meine Ohnmacht mächtig mach! 3. Gerne will ich thun das Meine, will es thun auf dein Ge⸗ heiß; thu auch du dabei das Deine und beglücke meinen Fleiß. Laß mich und mein Haus erfreuen einen reichen guten Zug; doch sollt es nicht gleich gedeihen, hab ich dich, hab ich ge⸗ nug. 4. Zwar, wie sollt es mir nicht glücken, selbst Mit⸗ helfer bist? Ach, du kannst und willst er⸗ guicken, wenn man fromm und gläubig ist. Ist nur Gott, uumunumminmm: nun so komm mit Hilf Fuinnunm S.—— ist ganz umsonst. Ach, so ist daneben alles du mußt mit Hand andre auch im Haus; anlegen, meine Hand du wirst segnen, du ist viel zu schwach; wirst geben, der du allen teilest aus. uun 511 2 e. 0 Aillimnum ——— uumm — Tieder kür hesondere Stände.— W 5. Ich verseh mich deiner Gnaden, ob ich keines Segens wert; wirst du mir mein Netz beladen, sollst du sein mit Dank ver⸗ ehrt; giebst du, will ich wieder geben, ja, ein Teil davon soll dein, dein, o Gott, und auch daneben meines armen Näch⸗ sten sein. S. von Birken, 4 1681. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 406 En Gottes Namen fang ich an, was mir zu thun gebühret; mit Gott wird alles wohlgethan und glück— lich ausgeführet. Was man in Gottes Na—- men thut, ist allent— halben recht und gut und muß uns auch gedeihen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, das Gute zu voll—-— bringen, er giebt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen, daß uns ein reicher Zug entsteht und Gottes Gab in Fülle geht, daß wir zur gnüge haben. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er krönet sie mit Gnaden; der bö⸗ sen Welt Haß, Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihren Weg und Stand und füllet sie mit Freuden. 4. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken. E — .— Ium RA& — Bernk.— 7 Gieb dein Gedeihen Mel. Erschienen ist der ꝛc. selbst dazu, daß ich in allem, was ich thu, erfahre deinen Segen. 5. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden, auf daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot ge—- horsam sei und mei⸗ nem Nächsten diene. 6. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir; die Werke meiner Hände befehl ich, lieb⸗ ster Heiland dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und gieb, daß ich zur Abendzeit erwünschten Lohn em⸗ pfange! S. Liscow, 4 1698. — 407 05 er helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an, mit Gott nur geht es glücklich fort; drum ist auch dies mein erstes Wort: das walte Gott! 2. All mein Be⸗ ginnen, Thun und Werk erfordert Got⸗ tes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Got⸗ tes Angesicht; drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht giebet, da gebrichts; Gott giebt und thut mir alles Guts; drum sprech ich nun auch gutes Muts: das walte Gott! 4. Will Gott mir= 513 IIIIIIR 2 — Tieder kür hesandere Stände.— etwas geben hier, so auch meine Losung will ich dankbar sein sei: das walte Gott! dafür; auf sein Wort 8. Er kann mich werf ich aus mein segnen früh und spat, Netz und sag in mei⸗ bis all mein Thun ner Arbeit stets: das ein Ende hat; er giebt walte Gott! und nimmt, machts, 5. Anfang und Mitte wie er will; drum samt dem End stell sprech ich auch fein in ich allein in Gottes der Still: das walte Händ; er gebe, was Gott! mir nützlich ist; drum 9. Gott steht mir sprech ich auch zu bei in aller Not und jeder Frist: das walte giebt mir auch mein Gott! käglich Brot; nach 6. Legt Gott mir seinem alten Vater⸗ seinen Segen bei nach brauch thut er mir seiner großen Güt und Guts; drum sprech Treu, so gnügets mir ich auch: das walte zu jeder Stund; drum Gott! sprech ich auch von 10. Nichts glücket Herzensgrund: das ohne Gottes Gunst, walte Gott! nichts hilft Verstand, 7. Trifft mich ein Witz oder Kunst; mit Unglück: unverzagt! Gott gehts fort, ge⸗ Ist doch mein Werk rät auch wohl, daß mit Gott gewagt; ich kann sagen glau⸗ er wird mir gnädig bensvoll: das walte 5stehen bei; drum dies Gott! — 514 8 * 2 — Ehe und Bausstand.— 11. Teilt Gott was was mit Gottes Rat, mit aus Gütigkeit, so der mir beistehet früh acht ich keiner Feinde und spat, dann alles Neid; laß hassen, wers wohl geraten muß; nicht lassen kann, ich drum sprech ich noch⸗ stimme doch mit Freu- mals zum Beschluß: den an: das walte das walte Gott! Gott! ö J. Betichius, 4 1722. 12. Thu ich dann Ehe und Hausstand. Mel. Nicht so traurig ꝛc. derer Herzen, derer 408 Vder, Wun⸗ Hand knüpft Gott in der voller ein Liebesband. Kunst, voll von 13——6 3. Dieser Vater Weisheit Preis, voller zieht sein Kind, jener Hulde, Gnad und seins dagegen auf,‚ Gunst, Labsal bei des beide treibtihr sondrer Lebens Schweiß, vol⸗ Wind, ihre sondre ler Wunder, sag ich Bahn und Lauf; aber noch, ist der keuschen wenn die Zeit nun Liebe Joch. dar, wirds ein wohl⸗ 2. Die sich nach geratnes Paar. dem Angesicht nie⸗ 4. Hier wächst ein mals je on ge⸗ geschickter Sohn, dort kannt, auch sonst im ein edle Tochter zu; geringsten nicht mit eines ist des andern Gedanken zugewandt, Kron, eines ist des Aimm — Tieder kür besondere Stände.— E. V nuummmumimm ist des andern Licht, Menschensinn Welt im Schoße hält sei; unser und zur was ihm wohlgefällt: frei; Gottes und That der so tief sonst alles verborgne Rat. muß. pflegt auf Erden zu geschehn, und was alle Thaten dann nun so geschicht, Händ auf ein das ist sehr wohl aus⸗ selges End. 7. Pfters denkt werter Ruhm man: das und dies andern Ruh, eines schein, also geht auch hinter wissens aber beide Gottes Weisheit hin. nicht. 8. Laß zusammen, 5. Bis solang es was Gott fügt; der dem beliebt, der die weiß, wie's am besten Denken rechten fehlt und trügt, sein Stunde giebt jedem, Gedank ist mangel⸗ Werk da erscheint im Werk hat festen Fuß, wenn fallen 6. Jeder findet, 9. Siehe frommen jeder nimmt, was der Kindern zu, die i Höchst ihm auser- heilgen Stande stehn, sehn; was im Him⸗ wie so wohl Gott mel ist bestimmt, ihnen thu, wie so schön er lasse gehn ie im ihrer gutes gericht. 10. Ihrer Tugend steht in steter voller Blüt; hätte können besser wenn sonst aller Liebe sein; aber wie die Blum als ein Schat— Finsternis nicht er- ten sich verzieht, und reicht den Sonnen- wenn aufhört alle unmum unmm SSS= 0 * — nuntgz EN Iumun — Ehe und Rausstand.— Treu, ist doch ihre Treue neu. 11. Ihre Lieb ist immer frisch und ver⸗ jüngt sich fort und fort; Liebe zieret ihren und versüßet dem Herzen Rast in der Müh und Sor⸗ genlast. allzeit, wie es soll, ist doch diese Liebe still, hält sich in dem Kreuze wohl, denkt, es sei des Herren Will, und ver⸗ sichert sich mit Freud einer künftig bessern Zeit. H13. Unterdessen geht und fleußt Gottes reicher Segensbach, speist die Leiber, tränkt den Geist, stärkt des Hauses Grund und Dach, und was klein, gering und bloß, macht er mächtig, viel und groß. w dieser Welt frommen Kindern nimmt er sie ins Him⸗ melszelt und drückt sie mit großer Lust 12. Gehts nicht 14. Endlich, wenn nun ganz vollbracht, as Gott hier in zugedacht, selbst an seinen Mund nd Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst, voll von hoher Weisheit Preis, voller Wun⸗ der, voller Kunst, Labsal bei des Lebens Schweiß, voller Wun⸗ der, sag ich noch, bleibt der keuschen? Liebe Joch. P. Gerhardt, 1676. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. (Mein ganzer Geist.) 409 Msdach, Herr Jesu Christ, im ——883 2 517 Stande, da dein Se⸗ — Lieder kür hesondere Stände.— einem Baume gleich, gen ist, im Stande an Asten schön, an heilger Ehe! steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus deiner heilgen Höhe, wenn sich an dich fleißig halten Jung und Alten, die im Orden eines Le⸗ bens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl ver— stehn und Hand in Hand durchs Leben gehn im Bunde reiner Treue: da blüht das Glück von Jahr zu Jahr, da sieht man, wie der Engel Schar im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zer⸗— schlagen, kann zernaͤ⸗ gen, was Gott giebet dem Paar, das in Wie Zweigen reich, das Weib gleich Reben, der Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit dn die da leben. Wohl dir, o Zier, Manneswonne, Hausessonne, Ehren⸗ ö einem krone! Gott denkt dein auf seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhand hat aufgerichtet sol⸗ chen Stand: es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt,wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Ra⸗ ter. Anfang, Aus⸗ gang aller Sachen, den seine; die 0 machen wir ge⸗ ten, wird er wohl! 518 ihm sich liebet. und weislich lenken. 3. Der Mann wird 5. Zwar bleibts 4 unmmunnumm 1t 0 2————— D.. 8 * 8.. — Ehe und Bausstand.— nicht aus, es kommt é Mel. Werde munter, mein ꝛc. ja wohl ein Stünd⸗ Torge doch lein, da man Leides 410 8 für meine voll die Thränen lässet Kinder, Vater, nimm fließen; doch wer sich dich ihrer an; ob sie still und in Geduld gleich vor dir sind ergiebt, deß Leid wird Sünder, sind sie dir Gottes Huld in gro⸗ ßen Freuden schließen. Zage, trage nur ein wenig! Unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein König, nah herzu! doch zugethan, und du hast sie in der Tauf väterlich genom⸗ men auf, daß sie, wenn sie sollten ster⸗ ben, wären deines Reiches Erben. 2. Du hast sie bis⸗ her ernähret und so Gieb Rat in Kreuz, manchem Unglücks⸗ in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude! Deß sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen! P. Gerhardt, 4 1676. fall mehr als väter⸗ lich gewehret, der sie hier und überall hätt in Angst und Not ge⸗ stürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 3. Sollt ich nicht für solche Güte im⸗ mer dir verpflichtet sein und mit dank⸗ ——— 519 unmm urn ¹ν Amuum 88. 2 ** *2 DR—.—2 — Tieder kür besondere Stände.— HUctdtxtz barem Gemüte solchen Glücks- und Segens⸗ schein rühmen und vor jedermann deine Wohlthat zeigen an: ach, so müßt ich ganz vermessen Got— tes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln andre große Schätze, suchen in der Welt ihr Heil, daß sie Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in kei⸗ ner Not und in kei⸗ nem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Der du sie bisher erhalten, wollest stets ihr Schützer sein, wollst in Gnaden ihrer wal⸗ ten, bricht Gefahr für sie herein. Regt in ihrer eignen Brust sich mit Macht die böse Lust: gieb dann, daß sie mutig kämpfen und den Reiz der Sünde dämpfen. 6. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der⸗ Gnade bringen zu, bis du sie, wie mich, zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. ö 7. Können sie in diesem Leben hier und. wo es dir gefällt, was zu deiner Ehre geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen fassen.. 8. Gönne mir die große Freude, daß ů 4 + WAaad *——.——.—.— D — Ehe und Bausskand.— einst an dem jüngsten Tag, nach so vielem Schmerz irgend unser Kreuz und Leide, ich Herz, kümmert uns mit Jauchzen sagen ein fremdes Leiden, o mag: liebster Vater, so gieb Geduld zu ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret; ewig sei dein Nam geehret! L. H. Schlosser, 4 1723. Mel. Seelenbräutigam ꝛc. 41I1 O auf der Lebensbahn, und wir wollen nicht verweilen, dir getreu— lich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen nie⸗ mals über Lasten kla⸗ gen; denn durch Trüb⸗ sal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebens⸗ lang; führst du uns durch rauhe Wege, gieb uns auch die nötge Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. Graf N. L. v. Zinzendorf, + 1760. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht ꝛc. —412 70 ohl einem Haus, da Jesus Christ allein das All in allem ist! Ja, wenn er nicht darinnen wär, so stünd es öd und wüst und leer. uuumenn ummms Wlin munuummm — Tieder kür besandere Stände.— 2. Wohl ihm, wenn 6. Wohl, wenn die Mann und Weib und Eltern gläubig sind, Kind im rechten Glau⸗ und wenn sie Kind ben einig sind, zu und Kindeskind ver⸗ dienen ihrem Herrn säumen nicht am und Gott nach seinem ewgen Glück, so blei⸗ Willen und Gebot. bet ihrer keins zurück. 3. Wohl, wenn ein 7. Wohl solchem solches Haus der Welt Haus, denn es ge⸗ ein Vorbild vor die deiht; die Eltern wer⸗ Augen stellt, daß ohne den hoch erfreut, und Gottesdienst im Geist ihren Kindern sieht das äußre Werk nichts mans an, wie Gott ist, noch heißt. rar Seinen segnen 4. Wohl, wenn der kann. ö Herzen fromm Gebet 8. So mach ich denn beständig in die Höhe zu dieser Stund samt geht, und man nichts meinem Hause diesen treibet fort und fort, Bund: Wenn alles als Gottes Werk und Volk vom Herren Gottes Wort. iübmn so— wir 5.,„ Wohl, wenn In eolcb. im äußerlichen Stand 6h. E. L. v. Pfeil, 1 178. mit fleißiger alee Me ute hn keuet j el. ie schön leuchtet ꝛe. Lch seiner Art iun(Mein ganzer Geist.) unun 0 Funmm . icht— Wwölwt seine Pflicht 413 I6 und mein bewahrt. Haus, wir nuunnnm SRTE Fr 0 unmunn sind bereit, dir, Herr, und alle, die mit Seel und Leib Glauben uns der Herr im Hause Liebe allezeit nur soll sie wohlge⸗ nen nennet. 2 2 2 dein kräftig Wort deine Gnade fort und fort an unser die wir uns dir er⸗ fassen. 3. Gieß deinen Frie- irdisch Glück — Ehe und Bausstand.— die ganze Lebenszeit wohnen, aus, im zu dienen. Du sollst binde; laß uns in sein; gieb deinen Se⸗ Dulden, Tragen sein gen nur darein, daß bereit, demütig, sanft wir dir willig dienen. und linde. Liebe übe Eine kleine, fromme, jede Seele; keinem reine Hausgemeine fehle, dran man kennet mach aus allen. Dir den, der sich den Dei⸗ fallen. 4. Laß unser Haus 2. Es wirke durch gegründet sein auf dein guter Geist stets allein und deine große Güte. Auch laß uns aller Seelen; es leucht in der Nächte Graun uns wie das Sonnen⸗ auf deine treue Hilfe licht, damits am rech-schaun mit kindlichem ten Lichte nicht im Gemüte; selig, fröh⸗ Hause möge sehlen. lich, selbst mit Schmer⸗ Reiche gleiche Seelen- zen in dem Herzen speise auch zur Reise dir uns lassen und durch dies Leben uns, dann in Geduld uns geben. 5. Giebst du uns den auf das Haus Haus, so schließ den unmnuns⸗ V drin ver⸗ zum ganz ins unnuum ummmm PPPTPTPTPTSTSTTTTR——— 523 ³ — Tieder kür besondere Stände.— Stolz, die Weltlust selig Haus, aus, des Reichtums 414 0 wo man böse Gäste; denn wenn dich aufgenommen, du das Herz an Demut wahrer Seelenfreund, leer und voll von Herr Jesu Christ! wo eitler Weltlust wär, unter allen Gästen, so fehlte uns das die da kommen, du Beste: jene schöne, der gefeiertste und tiefe, stille Gnaden⸗ liebste bist; wo aller fülle, die mit Schätzen Herzen dir entgegen⸗ einer Welt nicht zu schlagen und aller ersetzen. dich shn wo 15 6. Und endlich flehn dich sehn; wo aller wir alermeist, foaß Lippen dein Gebot er⸗ in dem Haus kein fragen und alle dei⸗ andrer Geist, als nur nes Winks gewärtig dein Geist regiere; stehn. ö daß er, der alles wohl 2. O selig Haus, bestellt undgute Zucht wo Mann und Weib und Ordnung hält, in einer, in deiner uns alles lieblichziere. Liebe eines Geistes Sende, spende ihn uns sind, als heide eines allen, bis wir wallen Heils gewürdigt, kei⸗ heim und droben ner im Glaubens⸗ dich in deinem Hause grunde anders ist loben. krenuhnt beide 910 J. Ph. Spitta, zertrennbar an dir 8 55.— hangen in Lieb und Leid, Gemach und 1 — * * — Ehe und Bausstand.— Ungemach, und nur nen, daß es nach bei dir zu bleiben deinem Willen mag stets verlangen, an geschehn; als deine jedem guten, wie am Diener, deine Haus⸗ bösen Tag! 8 Wasehe ö willig und in Liebe wo man dpie sieben freß ardhredorsto Kleinen mit Händen froh. und. unverdros⸗ des Gebets ans Herz 15. Actte dr 82— dir legt, du Freund zeiden zun n der Kinder; der sie 5. O serrs Zede als die Seinen mit wo du die Freude Uimunmm mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; früh dein Lob mit bis jeder einst sein Freuden stammeln, Tagewerk vollendet, sich deiner freun, du und bis sie endlich lieber Heiland, du! alle ziehen aus dahin, 4. O seli 5 woher der Vater dich wo Kecht und Maad frele, s ane Later⸗ freie, schöne Vater⸗ wesen Wucenanfd haus! wessen Augen auf dich K. J. Ph. Spitta, sehn, bei allem Werk 97 1859 35 in einem Eifer bren⸗ unun inum um ld — Lieder kür besondere Stände.— Vor der Trauung. Nach der Trauung. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 415 Wo dir, du Nimm sie in deine Gott der Vaterhut; halt ihren Einigkeit, ward einst Sinn bei frohem Mut, der Chebund geweiht; ihr Herz dem Himmel von dir kommt auch offen, und lehre sie, der Segen. O segn sich deiner freun, ein auch jetzt von deinen Herz und eine Seele Höhn, die hier vor sein im Glauben, Lie— deinem Antlitz stehn, ben, Hoffen! Laß sie, um Hand in Hand Vater) dir ergeben, zu legen. Laß sie, glücklich leben, freu⸗ Vater, dir ergeben dig sterben und ver⸗ einig leben, treu sich eint den Himmel lieben und in deinem erben! Wort sich üben. G. E. Waldau, 4 1817. Obrigkrit. Mel. Aus meines Herzens thänig, du herrschest Grunde ꝛc.(Schwingt, nah und fern; du heilige Gedanken.) Herr im Himmels⸗ 416(Pehova, Herr zelt, laß unter dei⸗ und König nem Leiten bestehn die der Könige und Herrn, Obrigkeiten, zu herr— dir sind wir unter⸗schen in der Welt. umm⸗ innnnmn mnn unm — 2 —— imummn 2. Es zeugen deine herrschest sel! keine Land; das Herz der Knechte, daß Obrigkeit, als nur durch deine Rechte und deine Macht gebeut. Du hast sie hoch geschätzt; wer ihr zuwider lebet, der trotzt und widerstre⸗ bet dem, was du hast gesetzt. 3. Du Gott der Ordnung, lehre mich selbst durch deinen Geist, daß ich die Obern ehre, wie uns dein Wort es heißt. Sie tragen ja dein Bild; gieb, daß ich Demut übe und sie mit Ehrfurcht liebe, so wird dein Wort erfüllt. 4. Verleihe deine Güte und sende Recht und Licht; gieb ihnen ins Gemüte viel Weis⸗ heit zum Gericht. Du — Obrigkeit.— selbst im Obrigkeiten kannst du wie Bäche leiten; es steht in deiner Hand. 5. Gieb, daß durch ihr Regieren wir mit Zufriedenheit ein ruhig Leben führen in wahrer Frömmig⸗ keit. Laß sie die Pfleger sein der gläubigen Gemeinde und als getreue Freunde ihr heilge Sorgfalt weihn. 6. Die uns allhier regieren, Herr, die regiere du; laß dei⸗ nen Geist sie führen, dein Rat sprech ihnen zu. Herr Gott, du segnest gern; o, walte du hienieden, gieb deinem Volke Frieden durch Jesum, unsern Herrn. Nach Ph. Frd. Hiller, + 1769. unnmunm — 3.—— 527 —— Funuumm Atltitttin — Lieder kür besandere Stände.— Eredigkamt. Mel, Wie schön leuchtet ꝛe. Treue Hirten laß den Eien ne Serlen niemals feh⸗ 417 Jesu, Herr len, daß die Herden der Herr— mit den Hirten selig lichkeit, du König dei- werden. ů ner Christenheit, du 3. Wir nehmen hier Hirte deiner Herde, von deiner Hand den du siehst auf die er⸗ Lehrer, den du uns löste Welt, regierst gesandt; Herr, segne sie, wie es dir gefällt, sein Geschäfte! Die sorgst, daß sie selig Seelen, die sich ihm werde. Von dir sind vertraun, durch Lehr wir auch erwählet, und Leben zu erbaun, zugezählet den Erlö- gieb Weisheit ihm sten, die du segnen und Kräfte. Lehr ihn, willst und trösten. hilf ihm thun und 2. Wohl deinem leiten, dulden, strei⸗ Volk, daß du es liebst, ten, beten, wachen, nach deinem Sinn ihm selig sich und uns zu Hirten giebst, die es machen. zum Himmel führen, 4. Herr, deinen und die voll Eifer, Geist laß auf ihm Geist und Kraft, ruhn; laß ihn sein voll Glauben, Liebe, Amt mit Freuden Wissenschaft das Herz thun; nichts sei, das der Sünder rühren. ihn betrübe! Wenn I + —.7 ——3— .* SIe — Allgemeine Nat.— S N umumnut er uns deine Wahr⸗ heit lehrt, gieb uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer laß in Freund⸗ schaft und Gemein⸗ schaft feste stehen und den Weg zum Him⸗ mel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund uns dir entgegen führen. Du giebst ihm unter seine Hand die See⸗ len als ein teures Jesu, hilf verlieren. sten Nöten sein und wissen nicht, wo aus unnmmun ein das uns unser Gott Pfand; laß keine ihn will geben. Allgemeine Nok. 418 70 enn wir ob wir gleich sorgen in höch- früh und spat: noch ein, und finden wir zusammen ins⸗ weder Hilf noch Rat, gemein anrufen dich, du, beut die Hände, daß am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. 6. Sei uns geseg— net, Knecht des Herrn! Wir heißen dich will—⸗ kommen gern in Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ewgen Vater⸗ land. Gott mit dir! Amen! Amen! Mit dir gehn wir durch die Leiden dieser Zei⸗ ten zu dem Leben, J. D. K. Bickel, 4 1809. 2. So ist dies un⸗ ser Trost allein, daß ummunumimmem rD mumunn Auununn 2— + — Tieder für besundere Verhältuisse.— o treuer Gott, um Rettung aus derAngst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und bitten um Begnadigung und aller Strafen Linde⸗ rung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich im Namen des Herrn Jesu Christ, der unser Heil und Mittler ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trüb⸗ sal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß, sprich uns davon in Gnaden los; steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freu⸗ den danken dir, gehor⸗ sam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. P. Eber, 4 1569. Mel. Da Christus geboren ꝛc. (Um Erbarmen flehen wir.) 419 Rreuer Wächter Israel, deß sich freuet Leib und Seel, der du kennest alles Leid deiner armen Chri⸗ stenheit; o du Wäch⸗ ter, der du nicht schläfst noch schlum— merst, zu uns richt jetzt dein hilfreich An- gesicht! 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall! Täglich wird der ununn D ² .08 Illtiuumiuuminmnnnenn— V ——— Allgemeine Not.— n Trübsal mehr; hilf, 5. Höchster Hort, ach hilf, schütz deine Immanuel, du Be⸗ n Ehr! Ach, wir Ar- schützer meiner Seel, men, wir vergehn, Gott mit uns in aller — Trost wir nicht 3354 Gott um uns⸗ Augen sehn, wo du und in uns Gott,, 1 nicht bei uns wirst Gott für uns zu aller stehn. Zeit! Trotz dem, der 3. Kläglich schreien uns thut ein Leid; . wir zu dir, klopfen Gottes Straf ist ihm an die Gnadenthür, bereit. 10 wir, die du mit höch⸗ 6. Du, des Vaters 0 R stem Ruhm hast er⸗ starker Arm, komm kauft zum Eigentum. und unser dich er⸗ Dein Erbarmen hat barm; laß jetzt sehen t kein End, deines Va- deine Macht, drauf ters Zorn abwend, wir hoffen Tag und D der jetzt wie ein Feuer Nacht; aller Feinde 4—— brennt. Rotten trenn, daß + 4. Jesu, der du dich alle Welt erkenn, t Jesus heißt, als ein aller Herren Herrn 35 Jesus Hilfe leist! dich nenn. t Bilf mit deiner star⸗ 7. Du hist ja der 25 ken Hand, Menschen⸗ Held und Mann, der hilf hat sich gewandt; den Kriegen steuern eine Mauer um uns kann, der da Spieß bau, daß dem Feinde und Schwert zerbricht, davor grau, er mit der die Bogen macht — Zittern sie anschau. zunicht, der die Wagen? ˖ 531 um 6 d — Tieder kür besondere Verhältuisse.— gar verbrennt, der der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer Saplanag der der Schlange Kopf zer— Ben r und durch sei⸗ nen Kreuzestod Frie— den wiederbracht bei Gott, gieb uns Frie— den gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich und dich preisen ewiglich J. Heermann, + 1647. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. (Befiehl du deine Wege.) 420 L᷑. tiefen Angsten schreien wir dich, Er⸗ barmer, an, dich, der allein befreien, allein erhören kann. Hast du denn ganz ver⸗ borgen dein Vater⸗ angesicht? icht? Kommt uns in finstern Sor⸗ gen nicht mehr ein Strahl von Licht? 2. Die Not von so viel Seiten beraubt uns aller Ruh; wir sehn dem Sturm der Zeiten mit bangem Herzen zu. Die Hilfe im Gedränge, wonach das Auge thränt, verzieht sich in die Länge und ist noch nicht ersehnt. 3. Wir fallen, müd im Herzen, nachts auf die Lagerstatt und träumen, was mit Schmerzen uns tags gefoltert hat; erwa⸗ chen wir, so beben wir vor der neuen Last. Wie qualvoll ist dies Leben! Herr, wir erliegen fast! . Willst du noch länger schweigen zu unserm Kummer⸗ stand, nicht uns Ver⸗ lassnen zeigen die —S * unm Ie SeE un“ — 2..ICXI RII 1 2 . auumum E — Rrieg und Frieden.— Allmacht deiner Hand? Laß endlich dich be— wegen! Errett uns dir zum Ruhm! Kehr doch den Fluch in Segen, das Leid in Freuden um! 5. Verdienten wir uns und unsre Kin⸗ der in Christo den⸗ noch lieb! Gieb uns, daß wir dich ehren, den Sinn, der dir ge⸗ fällt! Komm, komm, uns zu erhören, Er⸗ barmer aller Welt! — als Sünder die Rut, ach, so vergieb; hab Erirg und Vrieden. —42¹ Werlan uns und Freudenwort, Frieden daß nunmehr ruhen gnädiglich, Herr Gott, sollen die Spieß und zu unsern Zeiten; es Schwerter und J. G. Schöner, 1818. nicht, der für uns nimm nun wieder könnte streiten, denn dein Saitenspiel her⸗ du, unser Gott, alleine. vor, o Deutschland, Luther, 4 1546. Und sing Lieder im hohen vollen Chor; Mel. Nun lob, mein Seel, erhebe dein Gemüte den Herren ꝛc.(Kommt, zu deinem Gott und kommt, den Herrn.) sprich: Herr, deine — 422 Ge Gnad und Güte bleibt ist erschol⸗ dennoch ewiglich. len das edle Fried⸗ 2. Sei tausendmal Ulilitin ihrà ist ja doch kein andrer Mord! Wohlauf und Vumnun 533 ² um — — „ S unm ummm — Tieder kür besondere Verhältnisse.— willkommen, du teure werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstanddie güldne Freudenkerze mit sei⸗ ner eignen Hand. 3. Ach, laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh, als das letzte Schrecken dich schnell und plötz⸗ lich überfällt. Wer aber Christum lie⸗ bet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in Fried und ewger Ruh. P. Gerhardt, 1676. Mel. Nun danket alle Gott ꝛc. Zerr Gott, 423 5 dich loben wir, wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herz⸗ lichem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des Himmels Thür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir! 2. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Frie⸗ dens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! unim umimnum 2 — * numn IEDO numm H mmms 5 8 uummmm 4 ummmmn — Misswachs und Tenrung.— 3. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren; jetzt rühmet unser Mund mit herz⸗ licher Begier: Gott— lob, wir sind in Ruh! n Gott, wir danken ir! 4. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weg⸗ geraffet. Es hat die Vaterhand uns deine Gnadenthür jetzt wie⸗ der aufgethan; Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, o Vater, unsern Wunsch; Herr Gott, wir danken dir! Joh. Franck, 4 1677. Gihwachs und Peurung. Mel. Großer Prophete, mein Herze ꝛc. 42⁴4 Ghristen er⸗ O warten in allerlei Fällen Jesum mit seiner allmächti⸗ gen Hand; mitten in Stürmen und toben- den Wellen sind sie gebauet auf felsiges Land. Wenn sie die Nächte der Trübsal bedecken, kann doch ihr Grauen sie wenig erschrecken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken, drohet und hauet ihr blin⸗ kendes Schwert, lassen unnunmm ———e———9 ö 2 2 C 2 Iintn — doch Christen die Häupter nicht sinken, denen sich Jesus im Herzen verklärt. Wuͤ⸗ ten die Feinde mit Schnauben und To⸗ ben, schaun doch die Christen voll Trostes nach oben. 3. Geben die Fel⸗ der den Samen nicht wieder, bringen die Gärten und Auen nichts ein, schlagen die Schloßen die Früchte darnieder, brennen die Berge von hitzigem Schein: kann doch ihr Herze den Frieden erhalten, weil es den Schöpfer in allem läßt walten. Kräfte, Höchsten ER inu verborgen, wann und wo jedem — Tieder kür besondere Verhältnisse.— sein Ende bereit. Sind es nicht alles unnö⸗ tige Schmerzen, die ihr euch machet, ihr thörichten Herzen? 5. Zweifel und Schmerzen verderben die Frommen; Glau⸗ ben und Hoffen bringt Ehre bei Gott. Seele, verlangst du zur Ruhe zu kommen, hoffe ge⸗ duldig in Jammer und Not! Ob auch die göttliche Hilfe ver⸗ borgen, traue dem Höchsten und meide die Sorgen! 6. Gutes und alle erbetenen Gaben fol⸗ gen dir, bis man dich 4. Viele verzehren leget ins Grab, ja, in ängstlichen Sorgen du wirst selber den Gesundheit Himmel noch haben; und Kürze der Zeit, ei, warum sagst du da doch im Rate des den Sorgen nicht ab? Werde doch in dir recht ruhig und stille! WRDRNRNR‚‚‚— 536 * unn mun IVIQAI 2 222......——7——————.—2 4* 5 Ail Htunien nnnm Erute.— Das ist des Vaters, 8. Seine allmäch⸗ des ewigen, Wille. tige Stärke beweiset 7. Völlige Wonne, in den Ohnmächtigen verklärete Freude, mächtige Kraft; dann himmlische Güter, un⸗wird alleine sein Name denkliches Heil werden gepreiset, wenn er den dir dort auf der ewi⸗Zagenden Freudigkeit gen Weide unter den schafft. Darum, o Menschen und Engeln Jesu, gieb, daß ich zu teil, wenn einst dir traue, wenn ich in Herrlichkeit Chri- die Hilfe nicht sicht⸗ und sich famaein barlich schaue. und zu sich sammeln L. Edeling, die Herde der From-⸗ + 1 men. Ernke. Mel. O daß ich tausend ꝛc. macht uns alle reich; (Wer nur den lieben Gott, ach, lieber Gott, wer 20 ist dir gleich? 42⁵ Gott, von 2. Wer kann die dem wir Menschen alle zählen, alles haben, die Welt die heut bei dir zu ist ein sehr großes Tische gehn? Doch Haus; du aber iie Kim die Notdurft deine Gaben recht wie keinem fehlen; denn ein Vater drinnen du weißt allen vor⸗ aus. Dein Segen zustehn und schaffest, D E Uinun winnmn 537 ——. Ien ununnn — Tieder für besandere Verhältnisse.— daß ein jedes Land sein Brot empfängt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Die⸗ ner allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot, es meh⸗ ret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget sei⸗ nen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug beden⸗ ken? Der Wunder sind hier gar zu viel. So viel, als du, kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn im⸗ mer wird uns mehr beschert, als wir zu⸗ sammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. C. Neumann, 4 1715. Mel. Unser Herrscher ꝛe. 46 Hü Himmel, Gott auf Erden, Herr⸗ scher dieser Mud Welt! Laß den Mund voll Lobes werden, da man dir zu Füßen fällt, für den reichen Erntesegen Dank und Opfer darzulegen. 538 unununumunnumm 2. 0 Hl SIDIAASDieeeeeeeeeeeee.eeee e.— — II Erute.— 2. Vater, du hast was uns deine Huld aus Erbarmen uns gewährt; nie zur Unwürdige genährt, Sünd es zu ver⸗ du hast Reichen, du schwenden, daß es nicht hast Armen milder der Fluch verzehrt. Gaben viel gewährt. Bleiben wir in alten Sei gelobt und hoch⸗ Sünden, kann der gepriesen, daß du so Segen leicht ver⸗ viel Guts erwiesen. schwinden. 3. Du hast Son⸗ 6. Schenk uns nenschein und Regen auch zufriedne Herzen, uns zu rechter Zeit Stolz und Geiz laß geschickt, und so hat ferne sein; laß den man allerwegen Auen Undank nichts ver⸗ voller Korn erblickt; scherzen, streu das Berg und Thäler, Samkorn wieder ein, Tiefen, Höhen sahen daß wir jetzt und wir im Segen stehen. künftig haben, auch 4. Ach, wer ist, der die Dürftigen zu solche Güte dir ge⸗ laben. nug verdanken kann? 7. Laß dein Wort Nimm ein dankbares auch Früchte bringen, Gemüte für die große daß man reichlich ern⸗ Wohlthat an! Alle ten kann, so wird Felder sollen schallen: man hier jährlich sin⸗ du machst satt mit gen, wie du uns so Wohlgefallen. wohl gethan. Gieb 5. Lehr uns auch auch nach dem Thrä⸗ wohl anzuwenden, nensamen Freuden⸗ Immur* I Filllnn 539 23*⁷ — 33— V adtrad — Tieder kür hesondere Verhältnisse.— ernt Himmel. Amen. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt ꝛc. 427 7⁰0 as Gott thut, das ist Weethan! So denken Gottes Kinder. Wenn man nicht reich— lich ernten kann, liebt er uns doch nicht minder. Er zieht das Herz nur himmel⸗ wärts, wenn er uns läßt auf Erden ein Dn der Plagen wer⸗ 9—2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. im 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung le— gen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Es geh nach seinem Willen, und läßt sichs auch zum Mangel an, so weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld nicht viel ent⸗ hält, man kann bei wenig Gaben satt wer⸗ den und sich laben. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Das Feld mag trau⸗ rig stehen; wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. 4. 5⁴⁰ — Sein Wort SD D Funnum DEIIIIIIIt————*.—t:'———— — 8—³— 2 Auumn mung — Wetterlieder.— verschafftuns Lebens- bei uns kein Kanaan, kraft, es nennt uns wo Milch und Ho— Gottes Erben; wie nig fließen, er, unser können wir verder⸗Gott, weiß, was uns ben? not, und wird es 6. Was Gott thut, gern uns geben; das ist wohlgethan! kommt, laßt uns ihn So wollen wir stets erheben! schließen; ist gleich B. Schmolck, 4 1737. QMetterlieder. Mel. Wo Gort der Herr den, weil sie von vie⸗ nicht bei uns hält ꝛc. ler Feuchtigkeit und 428 O Gott, der Risse znd beladen; . du das dein Segen, Herr, Firmament mit Wol⸗ den du gezeigt uns ken heißt sich decken,. Armen, sich zur Erde der du ingleichen neigt und will fast kannst behend das gar verschwinden. Sonnenlicht erwecken, 3. Das machet unsre halt doch mit vielem Missethat und ganz Regen ein, und gieb verkehrtes Leben, so uns wieder Sonnen⸗ deinen Zorn entzün⸗ schein, daß unser Land det hat, daß wir in sich freue. Nöten schweben. Wir 2. Die Felder trauern müssen zeigen unsre weit und breit, die Schuld; weil wir die Früchte leiden Scha- Buße nicht gewollt, Allum mmnnnm 3* SDS.— Trl n. 541 Iimmemmmn ——.————— 2 Iunnnen Unmunmemennum mun Tlii. —*—2 — Tieder kür besundere Verhültnisse.— so muß der Himmel weinen. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast versprochen, und wohne uns in Gnaden bei, die wir dich kindlich suchen. Wie hält so hart sich diese Zeit dein Herz und sanfte Freund⸗ lichkeit? Du bist ja unser Vater! 5. Gieb uns von deinem Himmelssaal dein klares Licht und Sonne, und laß uns wieder überall em— pfinden Freud und Wonne, daß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im Himmel und auf Erden. M. Schirmer, 4 1673. Mel. Auf meinen lieben Gott ꝛc. 429 Kun Wetter steiget auf: mein Herz, zu Gott hinauf! Fall kindlich ihm zu Fuße durch wahre Reu und Buße, damit gleich deine Sünden durch Christi Tod entschwinden. 2. Herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm, ich bitt um dein Er⸗ barmen, sieh Christum in mir Armen; um dessenwillen schone, mir nicht nach Sün— den lohne. 3. Durch Christi teures Blut mach mir ein Herz und Mut, das sich nicht knechtisch scheue, vielmehr auf deine Treue in allem kindlich traue und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz gelassen sein; dein Flügel wird uns decken, verjagen allen unununun — S⁴ nunn ummumß 8 mmnr — Reise.— Schrecken, und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! Ver⸗ laß uns nicht; bleib unsre Zuversicht, und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben, so wolln wir, weil wir leben, dir Preis und Ehre geben. Aemilie Juliane, Gräfin v. Schwarzburg-⸗Rudolstadt, + 1766. Beilt. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 9 zich i 430 X Lande, zu nützen einem Stande, zu dem mich Gott bestellt; sein Se⸗ gen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 2. Gott wird zu diesen Reisen ge—⸗ wünschten Fortgang Wetter geben, und was in Demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt wischen mich und sie; urch seinen Schutz, den frommen, bin ich so weit gekommen, und weiß doch selber fast nicht wie. 4. Leg ich mich späte nieder, erwach weisen, wohl helfen hin und her; Gesund⸗ heit, Heil und Le⸗ ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in 5 numnnß ben, Zeit, Wind und Banden, und was Inet V da——.... 543 — Tieder kür besundere Verhältnisse.— mir stößt zu handen, so werd ich Gott noch so tröstet mich sein preisen mit manchen göttlich Wort. schönen Weisen da⸗ beschlossen, so will ich Ruh. unverdrossen an mein Verhängnis gehnz kein den Meinen mit Se⸗ Unfall unter allen gen auch erscheinen, wird je zu hart mir ihr Schutz wie mei⸗ fallen: ich will mit ner sein, wird beider⸗ Gott ihn überstehn. seits gewähren, was 6. Ihm hab ich unser Wunsch und mich ergeben, zu ster⸗ Zähren ihn bitten ben und zu leben, mögen insgemein. sobald er mir gebeut; 9. So sei nun, es sei heut oder mor⸗ Seele, seine und traue gen, dafür laß ich ihn dem alleine, der dich sorgen, er weiß allein erschaffen hat! Es die rechte Zeit. gehe, wie es gehe, dein 7. Gefällt es seiner Vater in der Höhe, Güte, und sagt mir der weiß zu allen mein Gemüte nicht Sachen Rat. was Vergeblichs zu: P. Flemming, 4 1640. Erankheit. Mel. OWelt, ich muß dichꝛ. Stunden des Lebens (In allen meinen Thaten.) Glück empfunden und 431 I hab in Freuden ohne Zahl; guten so will ich denn ge⸗ 5. Hat er es denn heim in meiner stillen! 8. Indes wird er 2 Fin S —————— 2 — Rrankheit.— lassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch ver⸗ dient. Sollt ich, be⸗ schwert mit Schulden, kein zeitlich Weh er⸗ dulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn; dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du er⸗ rettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade ver⸗ trau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld ver—⸗ ehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken, der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Schwing dich auf ꝛc. 432 Herrs Ein ganzer nun Jetzt hat mein Geist überwunden. Ach, wie viel der Mensch ver⸗ Leidenstag ist mag, das hab ich Unt: Iumn ummf Soui ustunnim — Tieder kür besondere Verhältnisse.— empfunden. Wie ge⸗ brechlich ist die Kraft, wie verzagt der Glaube! Wenn der Herr nicht Hilfe schafft, liegen wir im Staube. 2. Ach, wie könnt ich diese Nacht ohne dich bestehen? Ohne deine Huld und Macht müßt ich ganz ver- gehen. Trübe fällt der Abend ein, stille wirds auf Erden; doch in diesem Käm⸗ merlein wirds so still nicht werden. 3. Jedes Auge thut sich zu, alles sucht den Schlummer; doch hier ist noch keine Ruh, denn es wacht der Kummer. O so komm und bleibe hier bei dem armen Kran⸗ ken; liebster Jesu, schenke mir tröstliche Gedanken! 4. Zeuch empor das matte Herz aus der finstern Höhle; salbe diesen Leib voll Schmerz mit dem Lebensöle! Herr, du kannst die Furcht und Pein in der Seele stillen. Laß mich ganz ergeben sein in des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht wachen muß und weinen: Herr, du bists, der bei mir wacht, du wirst mir erscheinen. Du wirst in der Dun⸗ kelheit freundlich mit mir sprechen, sollte gleich vor Traurig— keit mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch ge— bettet bin, lieg ich dir in Händen; wo mein Auge siehet hin, wirds zu dir sich wen-⸗ den. Mein Gebet be— 546 minnu unmumm ³——————————3 — Am Geburtstage.— stärke du, laß es nicht unter deinem Schat⸗ ermatten; laß mich ten. finden sanfte Ruh H. Puchta, + 1858. An Geburkskagr. Mel O Welt, ich muß dich ꝛc. der Huld, die mich (In allen meinen Thaten.) bewacht Damit ich 433 Dir dank ich Staub und Erde auf für mein ewig glücklich werde, Leben, Gott, der du hast du schon ewig mirs gegeben, ich mein gedacht. danke dir dafür. Du 4. Du kanntest sch hon hast, von Huld be⸗ mein Sehnen und wogen, mich aus dem zähltest meine Thrä⸗ Nichts gezogen, durch nen, eh ich bereitet deine Güte bin ich hier. war; noch konnt ich 2. Du, Herr, hast dich nicht denken, zu mich bereitet, mich dir das Herz nicht väterlich geleitet bis lenken, da wogst du diesen Augenblick. Du schon mein Teil mir gabst mir frohe Tage dar. Plage zu meiner See⸗ Sünden, Herr, ließest len wahrem Glück. du mich finden in 3. Ich bin nicht Christo Gnad und wert der Treue, der Huld. O Höchster, ich mich täglich freue, welch Erbarmen! Du Funmminn 3.———— 547 Uumun * 2 + Aninn 2 nahmest an mich Ar⸗ men und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest,‚ dies, Vater, dank ich dir. Daß du mein Leben fristest, mit dei⸗ ner Kraft mich rüstest, dies alles, Vater, dank ich dir. 7. Was noch in diesem Leben mir frommt, wirst du mir geben. Du giebsts, ich hoff auf dich. Ja, Vater, ich befehle dir kindlich Leib und Seele; Herr, segne und behüte mich! Nach Chr. F. Gellert, + 1769. Im Alter. Mel. Jesu, meines Lebens deine Vatertreu alle Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) 434 5 r fer, sei nicht ferne! Mein Be⸗ schirmer, steh mir bei; hilf mir, daß ich thu und lerne, was dein Morgen werden neu. 2. Halte mich, o mein Erhalter! O mein Führer, weiche nicht; führe mich in meinem Alter, wenn mir Lebenskraft ge⸗ bricht. Gieb, daß ich heilger Wille sei. Leite recht christlich lebe mich nach deiner Güte und stets nach dem und erleuchte mein Himmel strebe; hilf Gemüte; laß mir mir durch, wenn Qual —— 548 rr e 0 9 e n n h e n lf uu uunse unm 6 7— — Im Alter.— und Schmerz bricht 5. Meine Seele soll mein halb zerbrochnes erheben dich, o Herr erz. der Herrlichkeit, dort 3. Stoß mich nicht in jenem Freuden⸗ von deiner Seiten, leben, wenn ich nach wenn sich Angst und vollbrachtem Streit Ohnmacht häuft,wenn dir mein Danklied die schwachen Tritte werde bringen und gleiten und man nach vor deinem Throne dem Stabe greift; singen, daß du mich fasse du mich bei dem so wohl bedacht und Arme, o mein Hei- zum Himmel hast land, und umarme gebracht. mich auch in der letz⸗ ten Not, bis erfolgt ein selger Tod. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. 4. Herrscher über n allen meinen Thaten.) Tod und Leben, höch⸗ gott hat in ster Tröster, kritther. 435 6 meinen bei! Wenn ich soll Tagen mich väterlich den Geist aufgeben, so getragen von meiner vernimm mein Angst-⸗Jugend auf; ich sah geschrei; wenn mein auf meinen Wegen Auge wird erblinden des Höchsten Huld und die Lebensgeister und Segen: er lenkte schwinden, o so sei meines Lebens Lauf. du selbst mein Licht, 2. Sein Weg war daß ich seh dein An⸗ oft verborgen; doch Zach. Hensel, 4 vor 1736. gesicht. wie der helle Morgen 519 nunnum mumunum E—+ inimm AUumunnnn Iummum 2. 0———.— ENV uum⸗ mumm — Tieder kür besondere Verhältnisse.— aus dunkeln Nächten bricht, so hab ich stets gespüret: der Weg, den Gott mich führet, bringt mich durchs finstre Thal zum Licht. 3. War Menschen-⸗ d3 vergebens, so kam der Herr des Lebens und half und machte Bahn; wußt ich mir nicht zu raten, so that Gott große Thaten und nahm sich meiner an. 4.„Bis zu des Alters Tagen will ich dich heben, tragen und dein Erretter sein“: dies hat mir Gott versprochen, der nie sein Wort gebrochen; ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, was er verheißen, halten; denn er ist Hin ich und treu. Bin ich gleich matt und müde. er giebt mir Trost und Friede und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden, dann hab ich überwunden: ich bin vom Ziel nicht weit. O welche große Freuden sind nach dem letzten Leiden vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille, bis meines Gottes Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende sink ich in Jesu Hände, der mich dem Vater hat versöhnt. J. F. Feddersen, 4 1788. 8. Hnmummmmum. munmm D 11 S e IEEEEE — 555N E XV. Die lehten Dinge. b 2— V. Nod. n + mich kränken sehr und 5 Sterbelieder. mein Gewissen nagen; V 436(Menn mein denn ihr ist viel, wwie 0 Stünd⸗Sand am Meer, doch 8 lein vorhanden ist, will ich nicht ver⸗ h ö und ich soll fahrn ber le will denken in e mein Straße, geleit der letzten Not, Herr r du mich, Herr Jesu Jesu Christ, an dei⸗ E Christ, mit Hilf mich nen Tod, der wird + nicht verlasse! Mein mich wohl erhalten. t Seel an meinem letz 3. Ich bin ein Glied ten End befehl ich dir an deinem Leih, deß in deine Händ, du tröst ich mich von wollst sie mir be⸗ Herzen! Von dir ich wahren! Ungeschieden bleib 2. Mein Sünde wird in Todesnot und ahnm———— a RP 55 RR unumunnn .— S.........— Aittitum 11 — Die letiten Dinge.— Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir: ein ewig Le⸗ ben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein öchster Trost dein Auffahrt ist, kann Todesfurcht vertrei⸗ ben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. N. Hermann, 1 1561. Mel. Vater unser im Him⸗ melreich ꝛc.(Gott, Vater, an Erbarmen.) 437 5wah Christe, wahrer Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir des Vaters Huld erwarbst: ich bitt durchs bittre Leiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Ge⸗ sicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Ver⸗ stand sich nichts be— sinnt und mir all menschlich Hilf zer⸗ rinnt: so komm, hund Christe, mir behend zu Hilf an meinem letzten End, und führ mich aus dem Jam— merthal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit Funnnnnun ——— uun 3— umum — Zunnun Ers Anrr, err rrrt ——... unn SII 9 5 — Sterhelieder.— deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leibe trennt; dann nimm sie, Herr, in deine Händ; der Leib hab in der Erde Ruh, bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auf⸗ erstehn verleih, in dem Gericht mein Für⸗ sprech sei, und meiner Sünd nicht mehr ge— denk; aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort; das trau ich dir: 6. Fürwahr, für⸗ wahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kom⸗ men ins Gericht, den Tod auch ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeit⸗ lich stirbt, mit nich⸗ ten er drum gar ver⸗ dirbt. 7. Vielmehr will ich mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich in Freuden leben ewig⸗ lich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, ver⸗ gieb all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt her⸗ bei; auch unser Glaub stets wacker sei, aufs Wort zu trauen festig⸗ lich, bis wir entschla⸗ fen seliglich. P. Eber, 4 1569. (Dein sind wir, Gott.) 5S L heimgestellt; er machs 1 8 umm mit mir, wies ihm Va Vũ. — — Die letzten Dinge.— gefällt! Lang oder kurz sei meine Zeit, ich bin bereit zu allem, was mein Herr ge— beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm vor nicht Maß und Ziel; es sind gezählt all Härlein mein, groß oder klein, fällt keines ohn den Wil⸗ len sein. 3. Es ist allhier ein Jammerthal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist nur kurze Zeit, voll Müh und Leid, und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir ialt gesund und stark, schon morgen liegen wir im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin; wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 6. Das macht die Sünd, du treuer Gott, dadurch kam uns der bittre Tod, der reißt dahin all Menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, von welchem Stand sie sind. 7. Doch ob mich schon mein Sünd an-⸗ ficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein ge⸗ treuer Gott für mich in Tod den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit, von: unmnumumummnnn ³ 5⁵⁴4 — — — V S unnunms ⏑ 4½½ — E NI.. — — ummn —— *“* umun — Sterbelieder.— unumuf 8 ihm der Tod mich nimmer scheidt; leb oder sterb ich, bin ich sein; er ist allein der einge Trost und Hel⸗ fer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in aller Not und Traurigkeit; ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht werd ich dann schaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir be⸗ reit; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 11. Amen, mein lieber frommer Gott, bescher uns einen sel⸗ gen Tod; hilf, daß wir deinen Engeln gleich in deinem Reich mit dir dann leben allzugleich. Nach J. Leon, 4 um 1597. 439 Gbrin der ist mein Leben und Sterben mein Gewinn; dem hab ich mich ergeben, mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr 3J ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not: durch seine heil⸗ gen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, ich kaum mehr atmen kann, und kann kein Wort mehr sprechen, — 3 nn mimmn iunntein — Die letzten Dinge.— nimm, Herr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her muß wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein, wie es dein Rat und Wille, wenn kommt mein Stünde⸗ lein. 7. Laß mich gleich einem Reben anhan⸗ gen dir allzeit, und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. Vor 1608. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ꝛc.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 4 40 reu dich sehr, o meine Seele, und ver⸗ giß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammer⸗ tal. Aus der Trüb⸗ sal, Angst und Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr hat je gehöret, die in Ewigkeit auch währet. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wanders⸗ mann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünscht, mein Leben hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter einer Dornenschar, also auch die Christen gehen stets in Ang⸗ sten und Gefahr. Wie .5DD—.—..— —— ⏑ VS* —— Vò 28— 2 Zumnmm Fmmum * — Sterbelieder.— min die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist all—⸗ hier auf Erden unser Lauf voll von Be⸗ schwerden. 4. Wenn die Mor⸗ genröt aufgehet und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns um⸗ stehet, Müh sich findt an allem End; unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hört doch nicht auf Klag und Weinen. 5. Drum, Herr Christ, du Morgen— sterne, der du ewig— lich aufgehst, sei du ietzt von mir nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried fahren aus der Zeit; ach, sei du mir Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse! 6. Ob mir schon die Augen brechen, ob mir das Gehör verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Ver⸗ stand sich nichts be— sinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Him⸗ melspfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 7. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Chri—⸗ stus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jam-⸗ mertal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, und Freud mög hin- mit den Engeln jubi⸗ in unun —— nunununnmmunnß D.— unnun 2 * — Die leisten Dinge.— lieren und auf ewig triumphieren. K. v. Warnberg. 4 vor 1620. (Befiehl du deine Wege.) 4 41 Beuuth thut mich ver⸗ langen nach einem selgen End, weil ich hier bin umfangen mit Trübsal und Elend. Ich hab Lust abzuscheiden von die⸗ ser argen Welt, sehn mich nach ewgen Freu⸗ den; o Jesu, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset von Sünde, Tod und Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoff— nung stell; warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich kann bauen, bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin: deß freu ich mich gar eben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wieder kehrt, doch auferweckt wird werden durch Chri—- stum, schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in ewger Freud und Wonne; was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, zu leben länger hier, und mir auch immer zei⸗ get Ehr, Gut und all ihr Zier; doch ich das gar nicht achte, es währt nur kurze Zeit; AN ³ 558 unnn mum nummmemm — Sterbelieder.— 2————— —8... 7 Altlt uununmmunumm⸗ 7 nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, für mich und sie zum Leide: doch tröstet meinen Mut, daß wir in größern Freuden zusammen kommen schon, wo nichts uns mehr wird scheiden, dort an des Himmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen betrübte Waiselein, dern Not mich über Maßen jammert im Herzen mein, will ich doch gerne sterben und trauen meinem Gott; er läßt sie nicht ver⸗ derben, er hilft aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu sehre über den Ab⸗ schied mein; beständig bleibt im Glauben! Wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, al⸗ lein; gieb mir ein selig Ende, send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, als du dich hingege-⸗ ben für meine Sün⸗ denlast. 10. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glau⸗ ben stärke in mir zu aller Frist! Hilf rit⸗ terlich mir ringen, dein Hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: Ammm 4 Zununun uin unnmn — Die leisten Dinge.— Gottlob, es ist voll— bracht. Chr. Knoll, 4 1621 will 442 P dr geben, du arge falsche Welt; dein sündlich böses Leben durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut woh—⸗ nen, hinauf steht mein Begier, da wird Gott herrlich lohnen dem, der ihm dient allhier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Sollt ich ja dulden Schmer⸗ zen, hilf mir, Herr Christ, davon; ver-⸗ kürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abs scheiden, schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines Her⸗ zens Grunde dein Nam und Kreuz allein Anunmm funkelt all en und Stunde: drauf kann ich fröhlich sein. Er— schein mir in dem Bilde, zum Trost in meiner Not, wie du dich, Herr, so milde geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe ins Buch des Lebens ein; laß mich an deinem Leibe ein Glied mit jenen sein, die in dem Himmel grünen und vor dir leben frei: so will ich ewig rüh— men, daß treu dein Herze sei. B. Herberger, 4+ 1627. (Auf, Christenmensch.) 443 Mahr mit mir, Gott, nach deiner Güt, hilf mir in meinem Lei⸗ den! Versag mir nicht, was ich dich bitt: wenn meine Seel will mumim⸗ mnm munm . lumn⸗ nunn *. — Sterhelieder.— scheiden, so nimm sie, find, ich tröst mich Herr, in deine Händ; deiner Gnaden; dein 'S ist alles gut, wenn einger Sohn aus Lieb gut das End. und Huld für mich be⸗ 2. Gern will ich zahlt hat alle Schuld. folgen, liebster Herr, 5. Was sollt ich du läßt mich nicht denn nun traurig verderben; ach, du sein, weil ich kann bist doch von mir wohl bestehen, ge⸗ nicht fern, ob ich gleich schmückt mit Christi hie muß sterben und Unschuld rein zu mei⸗ lassen meine lieben nem Gotte gehen? Freund, die's mit mir Gehab dich wohl, du herzlich gut gemeint. schnöde Welt! Bei 3. Ruht doch der Gott zu leben mir Leib sanft in der Erd, gefällt. die Seel sich zu dir J. H. Schein, 4 1630. schwinget, in deiner Hand sie unversehrt Mel. Herzlich thut mich ꝛe. durch Tod ins Leben(Beftehl du chh⸗ Wruch dringet. Hier ist doch ch hab mich nur ein Thränenthal, 4441 Gott er⸗ Angst, Not und Mühe überall. 4. Der Tod, die kein Immerleben, es Hölle, Welt und Sünd muß geschieden sein. mir können nichts Der Tod kann mir mehr schaden; an dir, nicht schaden, er ist ummmnunnumumunmmmmmunnn geben, dem liebsten Vater mein; hier ist; o Herr, ich Rettung nur mein Gewinn; Ii α —— F numun n — Die letsten Diuge.— in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da muß i gehen ein, und mi nicht mehr beladen, weil ich wegfertig bin in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, selge Freud und Wonne hält mir der Herr bereit, da Christus ist die Sonne der ewgen Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, und geh ihr Meinen, ihr Lieb⸗ sten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Was Christus euch beschie— den, laßt nicht aus eurem Sinn; in Got⸗ tes Gnad und Frie— den fahrt dann auch ihr dahin. J. Siegfried, 4 1636. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛe. (In allen meinen Thaten.) 445 Hie Herr⸗ lichkeit der Erden muß Rauch und Asche werden, kein Fels, kein Erz bestehn. Was uns hier mag ergötzen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum ver⸗ ehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich ach— ten, ist nur ein fal⸗ scher Wahn; sobald der Geist unummmmmmuummmumununn — * 2 —2 Mun gewichen? ummumm N—8——2 AVF n n Siunnn * zen mit Herzensangst was du zuvor ge⸗= vergällt? Was ists, nossen, ist als ein= womit wir prangen“ Strom ver flossen; 50————— uminmm FRIII EDU — Sterbelieder. und eb Mund er⸗Wo wirst du Ehr er— blichen, fragt keiner, was man hier gethan. 3. Es Hilft nicht Kunst noch Wissen; wir werden hinge— rissen, der Det dieser heut. Was nützt der Güter Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt; was Men⸗ schen hier besitzen, kann vor dem Tod nicht schützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, die nicht ein heimlich Schmer⸗ langen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne, da keine Macht noch Krone kann unver- gänglich sein? Es mag vom Totenreihen kein Scepter dich be— freien, kein Purpur, Gold noch Edelstein. 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre in⸗ dessen wird die Bahre uns vor die Thür ge— bracht; drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute N 97 8. Wach auf, Herz, unnnun und bedenke, daß die ser Zeit Geschenke den; Augenblick nur dein;: 563 ... E 5— gunnunn * mununm + D — Die letzten Dinge.— was künftig,—wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Menschenlehre, auf Weltgunst, Macht und Ehre, und fleh den Herren an, der im⸗k mer König bleibet, den keine Zeit ver⸗ treibet, der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nimmermehr verge—- hen, weil ihn die Stärke selbst erhält. A. Gryphius, 4 1664. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. (Befiehl du deine Wege.) 446 Iꝑ Christo will ich sterben, wenns mei⸗ nem Gott gefällt: hier ist erwerben in dieser ar⸗ gen Welt. Es ist ein elend Leben in dieser schnöden Zeit; dort wird ein bessres ge⸗ ben Gott in der Ewig⸗ eit. 2. Mit Christo will ich scheiden von dieser Erdenqual, der wird mich selber leiten durchs finstre Todes⸗ tal; drum laß i mir nicht grauen vor diesem Augenblick: bald werd ich ewig schauen mein einzig wahres Glück. 3. Zu Christo will ich fahren in das ge⸗ lobte Land, der wird mich wohl bewahren in seiner starken Hand. Trotz sei dem Feind geboten, daß er mich reiß heraus: dort nichts zu h will ich seiner spotten im schönen Friedens⸗ haus. Iuunmmun. umnmum mn „ umm 6 nunnn Ewigkeit und ohn Aufhören treiben sein Lob mit höchster Freud: mit Jauchzen und mit Singen will ich ihm dankbar sein; nun laß mirs, Herr, gelingen zu deinem Preis allein. P. Frank, 4 1675. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. (Befiehl du deine Wege) 447 keinen Stand; Himmel soll mir wer⸗ den, da ist mein Va⸗ terland. Hier muß ich Unruh haben, hier reis ich ab und zu, dort wird mein Gott mich laben in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen von ummmnin 74.4. Bei Christo will meiner Jugend an, ich bleiben in alle als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich hal⸗ ten, wenns fehlt an gutem Rat. Sie zo⸗ gen hin und wieder, ihr Kreuz war immer Erden und hab hier groß, bis daß der der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 4. Ich habe mich gleiches? ergeben in Glück und Leid; was will ich besser leben in dieser Zeitlichkeit? Es muß ja durchge— drungen, es muß ge⸗ litten sein; wer nicht hat wohl gerungen, Inun 1——7 —2 — 56⁵ llb 2— PFFFTTTTTSTTTSTTTTTTT gangen, daß ichs fast — Die letzten Dinge.— geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben mein Le— ben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in die— sem fremden Zelt; ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt, da mich 0n alle Maße mein Va⸗ ter trösten wird. 6. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den gro⸗ ßen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nach— dems ihm wohlge— fällt. 7. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durch— müde bin; je länger ich hier walle, je wen⸗ ger find ich Freud, die meinem Geist ge— falle; das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel; ach, komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach ein selig Ende mit meiner Wander⸗ schaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemes⸗ sen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehau— chet, so legt man mich ins Grab. un —— unmummunm innumm — — V. Se ee — H 20—— ⏑—— ⏑ Yetttte ³ munumun ununun — Sterbelieder.— 10. Du aber, meine Freude, du meines Le⸗ bens Licht, du zeuchst hin vor dein Ange—- sicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll, gleich als die helle Sonne, nächst andern leuchten soll. 11. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du aus— geschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und, frei von schnöden Dingen, in meinem Erbteil ruhn. P. Gerhardt, 1 1676. (Wer nur den lieben Gott läßt walten, Nr. 1.) 448(6 er weiß, wie nahe Aunumn * 2 3 mir mein Ende! Hin mich, wenn ich scheide, geht die Zeit, her kommt der Tod; ach, wie geschwinde und behende kann kom⸗ men meine Todesnot! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit mei⸗ nem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; dieweil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit mei⸗ nem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End be⸗ denken und, wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Tod versenken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: — * mnunnmen 88 567 0 un Slmin — — ———— machs nur mit mei⸗ das giebt mir die er⸗ nem Ende gut! sehnte Ruh. Mein 4. Laß mich bei Zeit Gott, ich bitt durch mein Haus bestellen, Christi Blut: machs daß ich bereit sei für und für und sage gut! frisch in allen Fällen: 7. Nichts ist, das Herr, wie du willst, mich von Jesu scheide, so schicks mit mir! nichts, es sei Leben Mein Gott, ich bitt oder Tod; ich leg die durch Christi Blut: Hand in seine Seite machs nur mit mei⸗ und sage: o, mein nem Ende gut! Herr und Gott! Mein 5. Ach, Herr, mach Gott, ich bitt durch süße mir den Himmel Christi Blut: machs und bitter mir die nur mit meinem Ende Lust der Welt; gieb, gut! daß mir in dem Welt⸗ 8. Ich habe Jesum getümmel die Ewig⸗ angezogen schon längst keit sei vorgestellt. in meiner heilgen Mein Gott, ich bitt Tauf; du bist mir durch Christi Blut: daher auch gewogen, machs nur mit mei⸗ hast mich zum Kind nem Ende gut! genommen auf. Mein 6. Ach, Vater, deck Gott, ich bitt durch all meine Sünde mit Christi Blut: machs dem Verdienste Jesu nur mit meinem Ende zu, darauf ich mich gut! — Die letsten Dinge.— ö nur mit meinem Ende festgläubig gründe; 9. Ich habe Jesu d nummn 2—. ——— EEDEDMD— — Sterbelieder.— unutz . * Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen; ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder mor⸗ gen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Gnaden schön ge— schmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indeß in dir vergnüget und sterb ohn alle Küm⸗ mernis; mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut! Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg-⸗Rudolstadt, + 1706. ch, was ist 449 Apoch unsre Zeit? Flüchtigkeit, Ne⸗ bel, Rauch und Wind und Schatten; Men-⸗ schen können nicht be⸗ stehn; sie vergehn wie die Blumen auf den Matten. Unser Le⸗ ben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 2. Menschen sind zerbrechlich Glas, nich⸗ tig Gras, Blumen, die nicht lange stehen; ach, wie bald wird ihre Kraft hingerafft, wenn die Todeslüfte wehen. Unser Le⸗ ben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 31 RDRD DIRDRER‚Rii‚I.——I 569 —3 unmuimunnum E Fimm — Die leizten Dinge.— 3. Jugend, die den ben fleucht behende: Rosen gleicht, die ver⸗ bleicht; ihre Schönheit muß verschwinden; es vergeht durch Todes-⸗ macht alle Pracht, die wir an den Men⸗ schen finden. Unser Leben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 4. Menschen sind der Zeiten Spiel, und ein Ziel, drauf die Todespfeile fliegen; die wie schlanke Cedern stehn, groß und schön, müssen durch den Tod erliegen. Unser Le— ben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 5. Ach, der Tod ist Mensch, bedenke doch das Ende! 6. Schwinge dein Gemüt und Herz him⸗ melwärts, wo nicht Tod,‚ nicht Not, nicht Leiden; denk an das, was ewig ist, lieber Christ, soll dich einst der Himmel weiden. Unser Leben fleucht behende: Mensch, be— denke doch das Ende! Sal. Franck, 1 1725. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst ꝛe. in Leben 450 Hlens ein Pilgrimstand z ich reise nach dem Vaterland, nach dem Jerusalem dir gewiß; drum ver⸗ dort oben, wo eine giß alles Eitle die- ewge Ruhestatt Gott ser Erden; lenke dich selber mir gegründet zur Ewigkeit jederzeit, hat; da werd ich ohne willst du dort unsterb⸗ End ihn loben. Mein? lich werden. Unser Le⸗ Leben ist ein Pilgrim m 0 ohne *= ....——— 57⁰ ä* munm + * 8³= nunuumm unmummen — Sterhelieder.— stand; ich reise nach dem Vaterland. 2. Wie Schatten vor der Sonne fliehn, so flieht mein Leben schnell dahin, und was vorbei ist, kommt nicht wieder; ich eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, mach mich nur bereit und öffne meine Au⸗ genlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die ihr Gna⸗ denlicht in unver⸗ fälschte Herzen strah⸗ let. Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist findt nirgends Ruh; 4. Du treuer Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenom⸗ men, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu dei⸗ nem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleucht; ach, eile du, und fleuch mit Gnad und Hilf herzu. 5. Durch deinen Geist mich heilig leit, gieb in Geduld Beständigkeit; Straucheln Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf und richte zu dir meinen Lauf; sei mir ein Schirm doch alle Müh ist schon in Trübsalshitze; laß bezahlet, wenn ich die deinen milden Gna⸗ güldne Himmelsthür denschein in Finster⸗ mir stell im festen nis nie ferne sein. Glauben für. 6. Wenn mir mein unmmum vor= meinen⸗ — — 2 — Mie letste n Diuge.— Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und schließ ich meine Au⸗ gen zu, so bring mich zu der Siegesruh, wo Streit und alle Müh verschwinden, und wo ich kann, von Sünden rein, dein Freund und Hausgenosse sein. 7. Bin ich denn hier, im fremden Land, der blinden Welt gleich unbekannt: dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe bren— nen. Mein Heiland, komm, ach, bleib nicht lang! Hier in der Fremde wird mir Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. (Wer nur den lieben Gott, Nr. 1I.) Rr. 451LIn mein Leben eilt im⸗ merfort zum Grabe hin. Wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her: ach, wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten; er kommet oft unan⸗ gemeldt und fordert uns ins Reich der Toten; wohl dem, der Haus und Herz be⸗ stellt! Denn ewig Un⸗ glück oder Glück hängt nur an einem Augen-⸗ blick. 3. Herr aller Herren, uni 2— umumm ᷣ Hard Wie Wlange du mir Frist willst geben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Glocken⸗ schlag an meinen Ab⸗ schied denken mag. den, als es am Mor⸗ gen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Toten⸗ bahr; ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enden und Fall und Tod bei⸗ sammen sein; doch schlage nur mit Vater— händen und schließ in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. — Stel either— 4. Es kann vor Abend anders wer⸗ Nununur ö 6. Kann E die Meinen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr als ich; wenn lauter Thränen um mich regnen, o Trö⸗ ster, so erbarme dich und lasse der Ver⸗ lassnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Her— zen, so schließe mir den Himmel auf; ver⸗ kürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 452 0 Wlein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein 0016— unummumunmummmnunmsummnnm 0 S — — Die leisten Dinge.— Iltn der bald vergeht, und finde hier kein solches Erbe, das unverän— derlich besteht; drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann bl sterbe, kein Augen-⸗ ick geht sicher hin; wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie kann die Blu⸗ me schnell verblühn! Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält; dem einen wird das Schei⸗ den herbe, ein andrer sanft in Schlummer fällt. Doch wie du willst; gieb nur da⸗ bei, daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welche Erde mich einst deckt; doch wenn ich nur den Trost erwerbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt, so nehm ich jede Stelle ein; die Erd ist allent⸗ halben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, auf daß ich dort mit Christo erbe; hab ich nur* im Glauben hier, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo 10 wie ich sterben soll. B. Schmolck, 4 1737. Mel. O du Liebe meiner ꝛe. 4 536 Ins er keiner lebt ihm selber, keiner stirbt! .— 57⁴4 “— Sorge hier! — Sterhelieder.— ihm selber hier; was wir leben, was wir sterben, kommt, 0 Herr, allein von dir. Du mußt helfen, tra⸗ gen, heben, du bist un⸗ ser bestes Teil, bleibst im Tode, bleibst im anmer unser Trost und unser Heil. 2. Glauben, schauen, — leben, sterben, gilt mit dir uns alles gleich; wenn wir nur mit Christo erben, macht der Tod uns ewig reich. Dann erst fängt des Christen Leben und das rechte Wohlsein 5 wenn er sich zu dir erhe— ben und dein Antlitz schauen kann. 3. Nun, es schei— den oder bleiben unsre Lieben oder wir: Je⸗ su, dir uns einver-⸗ leiben, das sei unsre Selig, wer entschläft in Frie— den, selig wir, die noch nicht tot! Sind die Leiber auch ge— schieden, sind die Gei⸗ ster doch in Gott. 4. Heil und Wahr⸗ heit, Kraft und Stärke giebt Jehovah mehr und mehr. Alle seine Weg und Werke sind voll Herrlichkeit und Ehr. Singet ihm, ihr Gotteskinder, der uns liebt am Kreu⸗ zesstamm!„Bringet Ruhm, ihr Überwin— der, Gott, dem Vater, und dem Lamm! Ph. H. Weissensee, 4 1767. Mel. Jesus,.5 Zuver⸗ sicht 454 Wän Le⸗ benszeit verstreicht, stündlich eil ich zu dem Grabe, und wie wenig ists vielleicht, daß ich noch —6—— miumemunnun 2 2 innnn. — Die leisten Dinge.— zu leben habe! Denk, o Mensch, an deinen Tod, säume nicht; denn eins ist not. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wün⸗ schen wirst, gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Wür⸗ den, die dir Menschen gaben, nichts wird dich im Tod erfreun; diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugnis giebt, wird dir deinen Tod ver⸗ süßen; dieses Herz, von Gott erneut, giebt im Tode Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott und bet und wache; sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern nicht nur den Tod nicht scheun, lern auch seiner dich erfreun. 5. Überwind ihn durch Vertraunsprich: ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd ihn schaun; denn er weckt mich aus dem Staube; er, der rief: es ist voll⸗ bracht! nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein ver⸗ senken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich stets bedenken; lehre du mich jeden Tag, daß ich weiser werden mag. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Erhalt uns, Herr ꝛe. sicher 45⁵ Kebt der * 5 —* i E 576 nunnmmemm unmmm —— EDS &Æ&Æ ——5 H„j„˖/ Ce N nunn um runn serm Heil. 88. — Sterhelieder.— Der Tod rückt Sein Leben ist ein Seelen vor Gericht; Mensch, der Staub! 5. fallend Laub, und da bringt Gott alles dennoch schmeichelt er an das Licht und sich gern, der Tag des macht, was hier ver⸗ Todes sei noch fern. borgen war, den Rat 2. Der Jüngling des Herzens, offenbar. hofft des Greises Ziel, 6. Drum, da dein der Mann noch seiner Tod dir täglich dräut, Jahre viel, der Greis so sei doch wacker zu vielen noch ein und bereit, prüf dei⸗ Jahr, und keiner nen Glauben als ein nimmt den Irrtum Christ, ob er durch wahr. Liebe thätig ist. 3. Sprich nicht: ich 7. Ein Herz, das denk in Glück und Gottes Stimme hört, Not im Herzen oft ihr folgt und sich vom an meinen Tod; der, Bösen kehrt, ein gläu⸗ den der Tod nicht big Herz, von Lieb weiser macht, hat nie erfüllt, dies ist es, mit Ernst an ihn ge- was vor Gott nur dacht. gilt. 4. Wir leben hier 8. Gieb, Herr, daß zur Ewigkeit, zu thun, ich mit jedem Tag was uns der Herr vor dir mein Herz H⁰TC Fried gebeut, und unsres erforschen mag, Lebens kleinster Teil Liebe, Demut,* ist eine Frist zu un⸗ und Treu die Frucht des Geistes in mir sei:: D mummn — Die letzten Dinge.— 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meiner Schwachheit widersteh und ein— stens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: es ist vollbracht! Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. (Befiehl du deine Wege.) 456 Dis auf der Erde wal⸗ len, die Sterblichen, sind Staub; sie blü⸗ hen auf und fallen, des Todes sichrer Raub. Verborgen ist die Stunde, da Got— tes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost gehn Got⸗ tes Kinder die öde dunkle Bahn, zu der verstockte Sünder ver⸗ zweiflungsvoll sich nahn, wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, vor dir, Gott, seinem Retter, erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen, dein Will einst mir gebeut; wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit; wenn meine Kräfte beben und schon das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüber⸗ winder, hilf mir in dieser Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst; und wenn des Kampfes Ende gewal⸗ tiger ku derne nimm mich in deine Hände, den du erlöset hast. 5. Des Himmels Wonn und Freuden ermißt kein sterblich 605 nunumm Igiuun uimnn mnunmumumnunm umnunr — Sterbelieder.— Herz; o Trost für dem Todesstaube den kurze Leiden, für Geist zu sich erhebt. kurzen Todesschmerz! 2. Ich weiß, an ö Dem Todesüberwin⸗ wem ich hange, wenn der sei ewig Preis alles wankt und und Dank; Preis ihm, weicht, der, wenn dem der für uns Sünder Herzen bange, die Ret⸗ den Kelch des Todes terhand mir reicht. ö 2 r. —— trank! 5 0 ö 3. Ich weiß, wem 6., Heil denen, die ich vertraue, und, aauf Erden sich schon wenn mein Auge dem Himmel weihu, bricht, daß ich ihn die aufgelöst zu wer⸗ ewig schaue, ihn selbst 7 5 den mit heilger Furcht von Angesicht. sich freun! Bereit, es 4 Er trockuet alle Gott zu geben, wenn Thränen so tröstend T.... — R er ihr Herr, gebeut, und so mild, und gehn sie getrost durchs mein Unendlich Seh⸗ r Leben hin zur Un⸗ H 9. sterblichkeit nen wird nur durch 455 ihn gestillt. G. Bened. Funck, 4 1814. 5. Ich weiß, beim R Auferstehen, wenn ich „ Mel. Christus, der ist mein verkläret bin, werd Uiü ich mit Jesu gehen 8 457 I weiß, an durch Ewigkeiten hin. ů n wen ich Vers 1—4 von A. H. Nie⸗ h glaube, und daß mein meyer, 1 1828. Vers 5 von 20 Heiland lebt, der aus A. Knapp, 4 1864. S.. unmunmm ETIIIXI. 579 nunmmin H — Die letsten Vinge.— Ainmum mune 2 Begräbnislieder. Mel. Schwing dich auf ꝛc. 4 58 K guten Kampf hab ich auf der Welt ekämpfet; denn Gott at mir gnädiglich all mein Leid gedäm⸗ pfet, daß ich meines Lebens Lauf selig— lich vollendet und die Seele himmelauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt der Gerech⸗ ten Krone, die mir wahre Freud erregt vor des Himmels Throne; forthin mei⸗ nes Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, meines Gottes An⸗ gesicht, meine Seele schauet. 3. Diese gar ver⸗ gefällt; drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden; denn sein Tod ist mein Ge⸗ winn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrü— ben diesen Schritt, den ich nun thu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wieder. H. Alberti, 4 1651. Mel. Herr, ich habe miß⸗ gehandelt ꝛc. 4 59 Rr wohl, Wihr Toten⸗ beine, in der stillen Einsamkeit! Ruhet, derbte Welt ist, was bis das End erscheine, meinem Leben nun⸗ mehr gänzlich nicht da der Herr euch zu der Freud rufen wird W ——————.—.I— 2 ———+——— ———.—5§“o9d———— ö 0 * 1 I ᷓDDSE. — Begräbnislieder.— zu den freien Him⸗ melslüften. ö 2. Nur getrost, ihr werdet leben, weil das Leben, euer Hort, die Verheißung hat gegeben durch sein teuer wertes Wort: die in seinem Namen sterben, sollen nicht im Tod verderben. 3. Und wie sollt im Grabe bleiben, der ein Tempel Gottes war, den der Herr ließ einverleiben sei⸗ ner auserwählten Schar, die er selbst mit seinem Sterben hat gemacht zu Him-⸗ melserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glie⸗ der sind. Muß der Leib im Grab erkal—⸗ ten, da man nichts als Asche findt: wenn aus euern Grüften des Herren Hauch drein bläset, grünet neu, was hier ver— weset. 5. Jesus wird, wie er erstanden, auch die Seinen einst mit Macht führen aus des Todes Banden, führen aus des Gra⸗ bes Nacht zu dem ewgen Himmelsfrie⸗ den, den er seinem Volk beschieden. 6. Ruhet wohl, ihr Totenbeine, in des Grabes Dunkelheit! Ruhet, bis der Herr erscheine an dem Ende dieser Zeit! Da sollt ihr mit neuem Leben herrlich ihm entgegen schweben. F. C. Hiller, 4 1726. Mel. Muh.— Zuver⸗ 400 mir und mor⸗ unnum * 210 SS.......: 2.— in — Die letzten Diuge.— gen dir! So hört man die Glocken klingen, wenn wir die Ver⸗ storbnen hier auf den Todesacker bringen. Aus den Gräbern rufts herfür: heute mir und morgen dir! 2. Heute rot und morgen tot! Unser Leben eilt auf Flü⸗ geln; und wir habens täglich not, daß wir uns an andern spie— geln; wie bald ruft des Herrn Gebot: heute rot und mor⸗ gen tot! 3. Mensch, es ist der alte Bund, und der Tod zählt keine Jahre; bist du heute noch gesund, denk an deine Totenbahre; jedem kommt die letzte Stund: Mensch, das ist der alte Bund. 4. Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! Ich will sterben, eh ich sterbe; so wird mir die letzte Not, wenn sie kommt, doch nicht so herbe. Rüste mich dazu, mein Gottl Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! 5. Selig, wer in Christo stirbt! Denn ihm wird der Tod zum Leben; wer das Leben hier erwirbt, dem nur wird es dort gegeben. Wer nicht lebet, der verdirbt; selig, wer in Christo stirbt! B. Schmolck, 4 1737. Der lieben Sonne Licht und ꝛc. 461 Die Christen gehn von Ort zu Ort durch mannigfaltgen Jam— mer, und kommen in den Friedensport Mel. und ruhn in ihrer — W mmmme Aunnnn + * n — 68767 —— 6 — i ; Innnn —3 ae FAnmunmm — Begrähnislieder.— Kammer. Gott nimmt sie nach dem Lauf in seinen Armen auf; das Weizenkorn wird in sein Beet auf Hoff⸗ nung reicher Frucht gesät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Ge⸗ lobt sein eure Schritte, du allbereits befreiter Geist, du jetzt ver—⸗ laßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Morgenstern; euch Glieder deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offenbarung; indessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß: in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan. N. L. Graf v. Zinzendorf, + 1760. Heiland, den uns Gott ꝛc. Mel. 462 ller Gläub⸗ gen Sam⸗ melplatz ist da, wo ihr Herz und Schatz, wo ihr Heiland Jesus Christ und ihr Leben hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und; der uns noch nützlich wär. Doch der Herr kann nichts versehn; und wenn es nun doch geschehn, hat man nichts dabei zu thun, als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da, nicht hier ummimnum PD— 6 unmmn — Die letsten Dinge.— geht uns freilichi Gurig nah; doch, o Liebe, wir sind dein, und du willst uns alles sein. Nach N. L. Graf v. Zinzen⸗ dorf, 4 1760, und Chr. Gregor, + 1801. Mel. Nun laßt uns den ꝛc. 463 Nun nden wir den Leib zur Ruh und decken ihn mit Erde zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Erde werden muß. ů 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, nicht immer der Verwesung Raub; er wird, wenn Chri⸗ stus einst erscheint, mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist, lern hier, was unser Leben ist: nach Sorge, Furcht und mancher Not kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwin⸗ det unsre Lebenszeit; auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier ange— wandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reich⸗ tum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Trau⸗ rigkeit, wie unser Le⸗ ben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn,‚ ——22.f6969„7———— inmmn Ert“?... eee * inmmn Aunumumiunumummir — Begrähnislieder.— soll jeder zu dem Vater flehn: ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sün⸗ den uns bereun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm jeder seine Seele wahr! 9. Wenn unser Lauf vollendet ist, so sei uns nah, Herr Jesu Christ! Mach uns das Sterben zum Ge⸗ winn; zieh unsre See⸗ len zu dir hin! 10. Und wenn du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig öffnen wirst, dann laß uns fröhlich auf⸗ erstehn und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfr. Liebich, 4 1780. 464 Wurmeh ja, auf⸗ erstehn, wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh! Unsterb⸗ lichs Leben wird, der dich schuf, dir geben! Hallelujah! sät! Ernte geht und sam⸗ melt Garben uns ein, uns ein, die starben! Hallelujah! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag! du meines Got⸗ tes Tag! Wenn ich im Grabe genug ge—⸗ schlummert habe, er⸗ weckst du mich! 4. Wie den Träu⸗ menden wirds dann uns sein; mit Jesu gehn wir ein zu sei⸗ nen Freuden! Der müden Pilger Leiden sind dann nicht 2. Wieder aufzu⸗ blühn, werd ich ge⸗ Der Herr der —.— AUtllunumm. umumun RD — Die leisten Dinge.— 5. Ach,‚ ins Aller⸗ heiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heilig⸗ tume zu deines Na⸗ mens Ruhme. Halle⸗ lujah! F. G. Klopstock, 4 1803. Mel. Shnet meine Zuver⸗ sicht ꝛc. 465 Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wan⸗ derns müde; von der Erde scheid ich ab, denn mir ruft des Himmels Friede, denn mir ruft die süße Ruh von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles det; Irdsche en⸗ lege selbst mich F nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunkeln Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Zeiden schei⸗ den! Deine Hoff⸗ nung, ach, ist hohl, deine Freuden selber Leiden, deine Schön⸗ heit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich Oie in weite Ferne, reise hin zu; munnnn. 586 ——.— ;.5 2535„————————————ͤ T—————— 8 Zuununn N= XEVV/—————3— nunnnnun⸗ . Sunnm — Begrühnislieder.— jenem Glanz, worin ihr verschwindet ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, fah— ret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben niederweht, trö⸗ stet ja des Herrn Ge— meinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will von der Welt den Ab— schied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus dem Schat— ten, aus dem Sche— men, aus dem Eiteln, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, mei⸗ nen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzens⸗ wunden, woraus einst sein heilges Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube hell em-⸗ por die Hoffnung schwebt, und der Him⸗ melsheld, der Glau⸗ nicht, be, und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! E M. Arndt, 4 1860. Mel. Ich hab mein Sach ꝛe. (Dein sind wir, Gott.) A. 466 W wohlan, zum letzten Gang! Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang. Gott führet ein, Gott füh⸗ ret aus: wohlan, hinaus! ben ist im Erdenhaus. ununumun Kein Blei⸗ Z numunnn Funumm — Die letsten Dinge.— 2. Du Herberg in der Wanderzeit, ge— hab dich wohl und laß dein Leid! Schleuß nur getrost die Pforte zu! Was trauerst du? Dein Geist geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafge— mach, ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl: hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph, der Herr macht gute Bahn: sein Kreuz voran,— das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sab⸗ bat ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vor⸗ handen ist. b 6. O selig, wer das Heil erwirbt, daß er im Herrn, in Christo stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die dro⸗ ben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil, und wähl in Gott das beste Teil! 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! 3 l r 1 ** ——— +9 —— ⏑———— luun — Begrähnislieder.— Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit, eh dich der Tod an Tote reiht; sie rufen: gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freuden⸗ mahl zum Wander⸗ stab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab! Wann, wie und wo, ist Gott be⸗ wußt. Schlag an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot: im Fin⸗ stern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichenthal, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräber⸗ nacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:„Wer an mich glaubt, stirbt nim⸗ mermehr!“ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir ver⸗ traut, schon hier die ewgen Hütten baut!“ Er sieht das Kleinod in der Fern kämpfet gern harrt der Zukunft seines Herrn. C. 15. Nun, Thor des Friedens, öffne dich! 589 und und Vnumm — Die letsten Dinge.— Hinein!— hier schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlummern- den im Friedensreich, gönnt allzugleich auch ihm(ihr) ein Räum⸗ lein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im Himmel dort; be— reitet ist die Stätte schon am Gnaden- thron, bereitet ihm (ihr) durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und 15 Ja, Ich komme bald! J a, komm, Herr Jef u, führ uns ein! Wir harren dein; Amen, dein laß uns ewig sein! Chr. Fr. H. Sachse, + 1800. Beim Tode von Eltern. Mel. Herr, ich habe miß⸗ gehandelt ꝛe. ater, hier 467 MimErden: schoße ruhst du lange nun forthin; bald wird auch mit grü— nem Moose sich dein stilles Grab umziehn; Stürme werden drü— ber fliegen, Schnee auf deinem Bette liegen. 2. Doch in unsern treuen Herzen wird dein Geist, dein Bild, dein Wort unter tiefen Liebesschmerzen un⸗ vergänglich leben fort, wie du liebend uns umfangen und in Frieden hingegangen. 3. O wie heilig ist dies Bette, wo der Herr dich hingelegt! O wie teuer diese Stätte, die nun dein munmem — 11 IIn WU„* — 2—.——.——— 2—2—.2 4 HWttcter rr +W T — —— — Beim Taode von Eltern.— Gebeine hegt, das im ewgen Osterwehen himmlisch klar soll auferstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe deiner Wallfahrt Leiden aus, bis der Hirte seine Schafe sammelt in des Vaters Haus! Sanft sei dir der letzte Schlummer, dein Er⸗ wachen ohne Kum— mer! Herr der Toten! Der du nichts von dem verlierst, was dein Vater dir geboten, daß du's zur Vollendung führst: dieses Vaters Geist und Ende legen wir in deine Hände! 6. Komm, in unser Herz zu geben dei⸗ ner Wahrheit hellen Schein, daß, wenn sich die Toten heben, unser Vater ohne Pein spreche bei des Herrn Erscheinen:„Sieh, hier bin ich und die Meinen!“ A. Knapp, 1864. Mel. Wie nach einer Wasser⸗ quelle ze.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 405 Mn ten Schlummer, blaß,? in weißem(s chwar⸗ ů zem) Sterbekleid, ohne 5. Jesus Christus, Schmerzen, ohne Kum-⸗ mer, seh ich dich mit stillem Leid, vielge— treue Mutter du! Jetzo trägt man dich zur Ruh: schlummre süß im kühlen Grunde bis zur Auferstehungs-— stunde! 2. Auge, die Seinen angeblickt, segnend mit viel tau⸗ send Thränen haben wir dich zugedeckt. Nie 591 das mit Lieb und Sehnen oft — 8 die Gräber springen, * 2 Iin — Die letsten Dinge.— auf dieser Erde mehr blickst du zärtlich auf uns her; doch zu Wiedersehens Grüßen wirst du heller dich erschließen. 3. Hand, die treu⸗ lich uns geleitet, die uns nichts als Liebe gab, Freud und Trost um uns verbreitet, ruhe nun im stillen Grab! Unermüdet war dein Fleiß, und dein Tagewerk war heiß. Wenn die Toten auferstehen, wird in dir die Palme wehen. 4. Edler Mund, zum Reinen, Großen, und zu Lieb und mil-⸗ dem Wort freundlich, lieblich aufgeschlossen, nimmer tönest du hin⸗ fort; aber was die Lippe sprach, tönt in unserm Herzen nach, bis du, wenn Gott wirst Hallelujah singen. 5. Herz, das ohne Falsch geschlagen, das in Liebe nie geruht, das uns sterbend noch getragen, ruhe sanft in Gottes Hut! Wei⸗ nend, dankend rufen wir: ewger Segen folge dir! Wenn die Grüfte sich bewegen, schlage wieder uns entgegen! 6. Dann wird froh die Thräne fließen, wie sie jetzt in Trauer fließt; froh wird dich dein Kind begrüßen, das dich heut in Thrä— nen grüßt; dann, dann wird der schwere Stein weg von deinem Grabe sein. Christus war im Tod dein Leben; ewig darfst du vor ihm schweben. A. Knapp, 4 1864. mum 2 wuimmun⸗ mum — unmm unnmmnn —— — Beim Tode nuon Ehegatten.— d Beim Tode von Ehegatten. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten ꝛc., Nr. 1. 469 Zetrübtes Herze, sei zufrieden, ob dich schon schwerer Kum- mer plagt; der Him⸗ mel bleibt dir doch beschieden, den dir dein Jesus zugesagt; kein Kummer, keine Not und Pein kann dir, mein Herz, im Wege sein. 2. Zwar schwimmest du in heißen Thränen, das ist der Wittwen täglich Brot; du quä⸗— lest dich mit bangem Sehnen; denn dein Geliebter ist ja tot; ists möglich, wenn das Herz entzwei, daß noch der Mensch leben⸗ dig sei? 3. Die Krone fiel von deinem Haupte, der Baum starb, so dir Schatten gab; die Sonne, die kein Rebel raubte, geht unter und sinkt in ihr Grab. O welch ein Schmerz, welch eine Nacht, in welche dich der Tod gebracht! 4. Die armen Wai⸗ sen stehn verlassen, wie Schäflein, wenn der Hirte fehlt; ihr Herze weiß sich nicht zu fassen, indem es sieht, was deines quält; ihr fragend Wort, ihr Schmer—- zensblick ruft dir, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes Herze, und klage Gott dein schwe— res Leid; er auch in dem größten Shneree mit seiner Hilf und Trost bereit; 0 S ist er ists, der, was dih 3 imummummnnnnsßz e Uuimmß unun un — 4 ld Aa — Die letzten Dinge.— jetzt erfüllt, er ists, der deinen Jammer stillt. 6. Drum halte ein mit deinen Thränen, versinke nicht in ihrem Meer; es bringt kein Klagen und kein Seh⸗ nen dir, was du wünschest, wieder her; doch wirst du, glaub, es wird geschehn, einst, den du liebest, wieder⸗ sehn. 7. Da wird kein Tod die Herzen schei— den, kein Kummer um das Lager stehn; da werdet ihr in tausend Freuden auf Salems schönen Höhen gehn und, heller als der Sterne Schein, Mann, Weib und Kinder ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte, dein Jesus sorget selbst für dich; er hört der from⸗ men Wittwen Bitte, sein treues Herz er⸗ barmet sich; er ist und bleibet allezeit auch dir mit Hilf und Trost bereit. G. B. Scharff, 4 1744. Mel. Wenn mein Stünd⸗ lein ꝛc. 470 A* Gott, ich muß in Traurigkeit mein Leben nun beschließen, dieweil der Tod von meiner Seit so eilends hat gerissen mein treues Herz, der Tu-⸗ gend Schein; deß muß ich jetzt beraubet sein; wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit gedenk in meinem Herzen, die sie mir hat zu jeder Zeit, in Freud und auch in Schmerzen, unnm miunn num mmummunß . 3.—.——— 594 munumz⸗ 1 —.—— F 8—„—„„ʃi— T DDiiiIII DSSSSSS— Wiarn — Beim Tode uan Ehegatten.— erwiesen ganz bestän⸗ 5. O zreug tenkeee diglich, mein Kreuz selig Herz, zu dir will und Weinen mehret ich mich wenden in sich, vor Angst möcht diesem meinem großen ich vergehen. Schmerz, ob sich mein — 3. Bei wem soll ich Ihwniliherrachten auf dieser Welt recht, deinen Stand, wie schaffne Liebe finden? Gott dir alles Kreu Der meiste Teil nicht gewandt in 6 höchste Glauben hält, die I. uD und Won Treu will gar ver— Fre 3.— schwinden. Ich glaub 6. Kein Mast, kein und red es ohne Trübsal, Weh und Scheu: die best ist Not kann dich jetzund doch getraute Treu, verletzen; im Himmel der muß ich jetzt ent⸗ will der fromme Gott raten. mit Liebe dich ergötzen. diwadt un Iun und deend der geht ein, scharfes Herrn in seinen Herr⸗ Schwert jetzund durch lichkeit mit allen Aus⸗ meine Seele, die ab⸗ 10 zuscheiden oft begehrt erwählten. aus ihres Leibes 7. Du kommst nicht Höhle; wo du nicht, wieder her zu mir in= o Herr Jesu Christ, dies betrübte Leben, in solchem Kreuz mein ich aber komm hinauf Tröster bist, muß 5ich zu dir; da werd ich vor Leid verzagen. mit dir schweben in 22——————— höchster die daint und Lust, die deine Seele täglich kost, drauf ich mich herz—⸗ lich freue. 8. O wie mit großer Freudigkeit wolln wir einander kennen; da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach, welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd umfangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte füh⸗ ren, erwarten in Ge⸗ duld die Zeit, wie Christen will gebüh— ren. Gott alles Tro-⸗ stes, steh bei mir und mich durch seinen Geist regier, zu seines Namens Ehren. J. Heermann, 1647. Mel. Sieh, hier bin ich ꝛe. (Gott im Himmel.) 471 G²859 zum lum⸗ mer ohne Kummer, teures, gottvertrau⸗ tes Herz! Nun ists stille; deine Hülle schläft hier aus den letzten Schmerz, und die Liebe, wenn auch trübe, shimt durch Thränen him⸗ melwärts. 2. Geh zur Ruhe, thu, o thue friedevoll die Augen zu! Viel⸗ geliebte, Vielgeübte, deines Gatten Wonne du! All die Deinen, die hier weinen, gön— nen doch dir deine Ruh! 3. Schlafe, schlafe! Seine Schafe kennt auch hier der treue Hirt. O hier schwin—⸗ det, was da bindet, was die Seelen quält —2— 2 Zununmm unm Aad — Die letzten Dinge.— — D.NDE Ann VVNI r 2? Errs uum ummn 2 87 7—— 2 Wmnunum Ullnteim . E 2 — Beim Tode voan Rindern.— und irrt! Dies Ver- bleibest mein; wer wesen schafft Genesen, will mirs anders das dich ewig freuen sagen? Doch bist du wird. nicht nur mein allein; 4. Jauchzend stehen, der Herr von ewgen wiedersehen wird dich Tagen, der hat das unsre Liebe dann, de- meiste Recht an dir, ren Zähre, Gott zur der fordert und erhebt Ehre, bitter, doch im von mir— dich, o Glauben rann. Dann mein Kind, mein beim Krönen wird Wille, mein Herz ertönen, was die ewge und Wunsches Fülle. Liebe kann. Ach, gält es 5. Herr, umfasse wünschen, wollt ich uns und lasse leuch⸗ dich, du Sternlein ten hell dein Ange- meiner Seelen, vor sicht; stets behüte allem Weltgut ewig— deine Güte dieses lich mir wünschen und Grab mit Freuden- erwählen; ich wollte licht! Laß dich loben sagen:„Bleib bei hier und droben; denn mir; du sollst sein die Liebe stirbet nicht! meines Hauses Zier; A. Knapp, 4 1864. an dir will ich mein Lieben bis in mein Beim Tode von Sterben üben.“ Kindern. 3. So sagt mein Mel. Ermuntre dich, mein ꝛc. Herz und meint es . Qu bist zwar gut; Gottaber meints 47 2 mein und noch besser; groß ist umumun R minn 11 lunmnunun — Die letzten Dinge.— die Lieb in meinem Mut; in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr,— Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, daraus die Jungen und Alten 9—4 entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der gegeben, mir ihn will, Thron solle leben. ach weh, verschwindt! liebes Kind; dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir den-⸗ ken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, daß er nah an feinem im Himmel Ich sprech: mein Licht Gott spricht: willkommen, kein Mangel, kein Ver⸗ sehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nim⸗ mermehr betrübet. ch, dürft ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib also! Ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh: da leb und bleib nur immer zu; wills Gott, will ich mit IIIl 598 . umumm * 8 um Mac — Wam Wnniun nun Hirdemn.— andern drer bald hinüber wandern. P. Gerhardt, 1 1676. Mel. Vater unser ꝛc.(Gott, Vater, an Erbarmen.) 473 8⁰ geh nun O hin, dem Grabe zu, du liebes Kind 1 5 und fein! Geh hin und schlaf in stiller Ruh in deinem engen Käm-⸗ merlein! Schlaf, bis der Toten Schar er⸗ wacht, schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 2. Wohl dir, du schlossest früh den Lauf in diesem armen Fremdlingsland; die Seele eilte himmel— auf, zu ruhen in des Herren Hand. Schlaf, bis der Toten Schar erwacht, schlaf sanft! gute Kind, tausend Nacht! 3. Dich hat 9590 nie die Welt betrübt mit ihrer falschen Sündenlust; nun hast du, was dir Wonne giebt, du ruhst an deines Jesu Brust und schläfst, bis alle Welt erwacht. Schlaf; sanft! Viel tausend gute Nacht! 4. Dich hat des Vaters Herz versorgt, du lebst in Himmelshaus; hier hat er deinen Leib geborgt der Erd, daß; sie ihn geb heraus, wenn wieder alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 5. Ihr Engel, stehet um die Gruft, be⸗ wahret freundlich dies Gebein, bis dermal-⸗ einst die Stimmeruft: „Komm her, mein ach, seinem komm S...— — Die letsten Dinge.— herein!“— Nun schlaf, bis alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! Geh hin! Ich folge dieser Bahn, die Seligkeit mit dir zu sehn; da werd ich, neu dir zugethan, er⸗ freut vor meinem Hei— land stehn. Wohl mir, Fs gemacht, der 0 darf geben gute Nacht! V S. Bornmeister, 4 1688. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. (Befiehl du deine Wege.) 474&. hab ich Qobgesieget, mein Lauf ist nun vollbracht; ich bin gar wohl vergnüget und sag euch gute Nacht! Ihr aber, meine Lie⸗ ben, klagt nicht so ängstiglich. Was wollt EeR=..——— zen, wenn ich, dir gleich Welt Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmer— fahrt immer, immer hin! Ich freue mich von Herzen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freu—⸗ den in meines Schö⸗ pfers Hand; mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Erden wallen in irr⸗ tumsvoller Zeit, ver⸗ mögen kaum zu lallen von froher Ewigkeit. Viel besser wohl ge⸗ storben, als in der Welt gelebt; die Schwachheit ist ver⸗ dorben, worinnen ich geschwebt. 4. Zum Schmucke bringt mir Kränze, damit mein ummi mnn ummmxmn unmmn unmumunmnunummunnnnnmnur E — 60⁰ Sarg ihr euch betrüben? noch prangt; aus⸗ ——— ⏑ e—7i un n N.r. I 1 G Din ununn — Beim Tade van Rindern.— jenem Himmelslenze hat meine Seel er⸗ langt die ewig grüne Krone; die werte Sie-— gespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so be—⸗ dacht. 5. Noch netzet ihr die Wangen, ihr El⸗ tern, über mir; euch hat das Leid um⸗ fangen, das Herze bricht euch schier. Des Vaters treue Liebe sieht sehnlich in mein Grab, die Mutter stehet trübe und kehrt die Augen ab. 6. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit; Gott will mich zu sich ziehen, drum werfet hin das Leid und sprecht: Gott hats gegeben, Gott hats zu nehmen Macht; er nimmts zum ewgen Leben, er hat es wohl gemacht. G. W. Sacer, 1699. Mel. Es ist genug. so nimm, Herr ꝛc.(Es ist genug, Gott ist getreu.) hK h 405 W Kind! Gott selber fordert dich aus die⸗ ser argen Welt; ich leide zwar, dein Tod betrübet mich; doch weil es Gott gefällt, so unterlaß ich alles Klagen und will mit stillem Geiste sa⸗ gen: Zeuch hin, mein Kind! ½ 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn; die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir, nun wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat? es so versehen; was mimm immunmn —. uumz innnnn Hatdt RA — Die letiten Dinge.— erhe will, das muß geschehen; zeuch hin, mein Kind! ½ 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, kein Schmerz, der Seelen plagt; hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröh⸗ lich leben; zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt; du eilest fort, eh dir das Unge⸗ mach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide, wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude; zeuch hin, mein Kind!: ö 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf dei⸗ nen frommen Geist; nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden, du hast durch Jesum überwunden; zeuch hin, mein Kind! 1½ G. Hoffmann, 4 1712. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. (In allen meinen Thaten.) 476 0 enn kleine Him⸗ melserben in ihrer Unschuld sterben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur dort oben vom Vater aufgehoben, damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Je⸗ sum eingeweiht; sie sind bei Gott in uimnn unminn 4 El 2 G G ummn „-- Iuunn ö „* ä ö ů 4 ummu EEE V Hie RD — Gericht und Cuigkeit.— Gnaden; was soll es ihnen schaden, wenn Kind! er 170 über sie ge⸗ beut? 3. O wohl auch die— zeuch hin, du liebes Du gehest ja nur schlafen und blei⸗ best bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sem Kinde; es stirbt sind. nicht zu geschwinde; 51 A. Rothe, 1758. Gericht und Rwigbeit. 4⁵⁰⁷ Adamag an dem hohen, stürzt die Welt in Feuer⸗ lohen, wie Propheten-⸗ schwüre drohen. 2. Welch ein Graun wird sein zur Stunde, wenn der Richter kommt und Kunde nimmt von allem bis zum Grunde! 3. Die Posaun im Wundertone dröhnt durch Grüfte jeder Zone, sammelt alle vor dem Throne. 4. Erd und Tod wird wird schaun mit Be⸗ ben alle Kreatur sich heben, Antwort vor Gericht zu geben. 5. Und ein Buch aufgeschlagen, drin steht alles ein— getragen, deß die Welt ist anzuklagen. 6. Wenn der Rich⸗ ter also sitzet, wird, was dunkel war, durchblitzet, vor der Rache nichts be— schützet. 7. Ach, wie werd ich Armer stehen? wen zum Anwalt mir er- flehen, wenn Gerechte schier vergehen? *U 603 8 Uununnunmunmmmme EV — — unummnun ummumm e Ninitr — Die leisten Dinge.— 8. König voll er-⸗ habner Schrecken! Gnade nur deckt unsre Flecken, Gnade, Gnade laß mich decken! 9. Jesu, milder Heiland, siehe, wie ich Ziel war deiner Mühe, daß ich jenem Zorn entfliehe! 10. Hast dich matt um mich geschritten, hast am Kreuze mich erstrittenz das sei nicht umsonst gelitten. 11. Richter mit der heilgen Wage, tilge wider mich die Klage vor dem großenRache— tage. 12. Sieh, ich seufze schuldbeladen, scham— rot über schweren Schaden! Hör mein Flehen, Gott, in Gna⸗ den! 13. Du, der schuld⸗ frei sprach Marien und dem Schächer noch verziehen, hast auch Hoffnung mir verliehen. 14. Mein Gebet gilt nicht so teuer, aber laß mich, o du Treuer, nicht vergehn im ew- gen Feuer! 15. Zu den Schafen mich geleite, von den Böcken in die Weite stelle mich zur rechten Seite. 16. Wenn Ver⸗ worfne sich entfärben, die du hinsprichst ins Verderben, rufe mich mit deinen Erben. 17. Tief im Staub ring ich die Hände; zum zerknirschten Geist dich wende; Herr, ver⸗ walte du mein Ende! Nach dem Lateinischen(dies irae) des Thomas v. Celano (Tum 1255) von A. Knapp, + 186 604 =Deee SIAIRCNRNAA...........S..eeHKEerensen een D RRNR unnn 864. Illllh D — Gericht und Ewigkeit.— 478 Hliter wir 4im Leben sind mit dem Tod umfangen. Wer ist, der uns Hilfe thu, daß wir Gnad er⸗ langen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, er-⸗ zürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Hei— land, du ewiger Gott, laß uns nicht ver- sinken in des bittern Todes Not! Erbarm dich unser! 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barm⸗ herzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Hei⸗ liger Herre Gott, hei⸗ liger starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut! Erbarm dich unser! 3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben. Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm-⸗ herziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! Erbarm dich unser! Luther, 4+ 1546. — Die leizten Dinge.— (Herr, wir singen deiner.) wird hell, ihr Stern 70 achet auf! geht auf. Nun komm, 479 Mruft uns du werte Kron, Herr die Stimme der Wäch- Jesu, Gottes Sohn! ter sehr hoch auf der Hosianna! Wir fol⸗ Zinne, wach auf, du gen all zum Freuden⸗ Stadt Jerusalem! saal und halten mit Mitternacht heißt diese das Abendmahl. Stundez sie rufen uns 3. Ehr und Preis sei mit hellem Munde: dir gesungen mit Men⸗ wo seid ihr klugen schen⸗ und mit Engel⸗ Jungfrauen? Wohl⸗ zungen, mit Harfen auf, der Bräutgam und mit Cymbeln kömmt! Steht auf, schön. Von zwölf die Lampen nehmt! Perlen sind die Thore Hallelujah! Macht an deiner Stadt; wir euch bereit zu der stehn im Chore der Hochzeit; ihr müsset Engel hoch um deinen ihm entgegengehn. Thron. Kein Aug hat 2. Zion hört die je gesehn, kein Ohr Wächter singen, das hat je gehört solche Herz will ihr vor Freude; drum jauch⸗ Freude springen, sie zen wir und singen wachet und steht eilend dir das Hallelujah auf. Ihr Freund für und für. kommt vom Himmel Ph. Nicolai, + 1608. prächtig, von Gnaden erusalem, stark, von Wahrheit mächtig, ihr Echt 480 6⁰ du hochge⸗ Em. 4—— Im in“r rrnre terN hnn er= —— + ———— inuum — Gerricht und Ewigkeit.— baute Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir. Weit über über Thal und Feld schwingt es die Glau-⸗ bensflügel und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann bist du endlich hier, da ich mit Lust und freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände, zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, Pfort! Wie große Berg und Hügel, weit sei nun gegrüßet mir, Zes thu auf der Gnaden Zeit hat mich ver⸗ ben, ö langt nach dir, eh überall, mit Klarheit ich bin kommen fort aus jenem bösen Le— ben, aus jener Nich-— tigkeit, und mir hat Gott gegeben das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war von ferne i 5. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insge— mein, die weiland trugen dort des Kreu— Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schwe—⸗ in Freiheit umuum in meinem Thränenland. 0 ununnmen En Umim 0 A — Die letsten Dinge.— hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zu— letzt ich angelanget bin im schönen Pa⸗ radeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis; das Hallelujah reine man singt in Heilig⸗ keit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit: 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und lieblichen Getön sich regt der Freudensaal, mit hun⸗ derttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, als von Anfang gesungen das selge Himmelsheer. J. M. Meuyfart, + 1642. 481S Vaterland der From⸗ men, die aus großer Qual dieses Lebens kommen, und von keiner Lust in der Welt gewußt! 2. Sei mir hoch gegrüßt; dich such ich vor allen, weil ich öd und wüst in der Welt muß wallen und von Kreuz und Pein nie befreit kann sein. 3. Deinetwegen bloß trag ich dies mein Leiden, diesen Her⸗ zensstoß willig und mit Freuden; du ver⸗ süßest mir alles Bittre hier. 4. Trüg mein ar⸗ mes Herz nicht nach dir Verlangen, o, in meinem Schmerz wär ich längst vergangen; du bist, einzig du, num Se*=EV ——— — 8 WININRNKN —— I — innn unnmn — Gericht und Aunununn Ewigleit.— nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, du kennst vorhin alles, was mich kränket, und woran mein Sinn Tag und Nacht ge— denket; niemand weiß um mich, als nur du und ich. 6. O wie werd ich mich dort an dir er— quicken! Du wirst mich und ich werde dich erblicken, ewig herrlich, reich und den Engeln gleich. 7. Schöner Him⸗ melssaal, Vaterland der Frommen, Ende meiner Qual, heiß mich zu dir kommen; denn ich wünsch allein bald bei dir zu sein. S. Dach, 4 1659. 482 wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier lennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen; ihr habt das schon, wonach wir uns seh⸗ nen; euch wird ge⸗ sungen, was in kei⸗ nes Ohr allhier ge— drungen. 5. Ach, wer wollte nunnum; munmm numumun ar. ———— ————————.........—.——— Iiem 5 numun — Die letsten Dinge.— denn nicht gerne ster⸗ ben und den Himmel für die Welt erwer⸗ ben? Wer wollt hier bleiben, sich vom Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Herr, uns aus dem Joch zu spannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. S. Dach, 4 1659. 483 Ha und mein Heiland, ist im Leben; dieses weiß ich, sollt ich nicht darum mich zufrieden geben, was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, wa⸗ rum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche wer⸗ den; dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Er⸗ den, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. Dann wird mei⸗ ner Augen Licht die— sen meinen Heiland; * miumnumumumun⸗ —2——————————ß7—————2 D.. ——— ⏑—————— ⏑π— . Is——— — O1— Fmmuum — Gericht und Ewigkeit.— kennen, und ich selbst, ich zweifle nicht, werd in seiner Liebe bren⸗ nen; nur die Schwach-⸗ heit um und an wird von mir sein abge— than. 6. Seid getrost und hocherfreut, Je⸗ sus trägt euch, seine Glieder; gebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus rufteuch wieder, wenn einst die Posaun er⸗ klingt, die auch durch die Gräber dringt. 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Er⸗ den, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr dort vereint sollt werden; schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette, Churfürstin v. Brandenburg, 4 1667. stirbet nicht. (Der unsre Menschheit.) 484 0 feto keit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende; mein ganz erschrocknes Herz er⸗ bebt, wenn mir dies Wort im Sinne schwebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, nicht end⸗ lich muß vergehen; nur die unselge Ewig⸗ keit ist ohne Maße, Ziel und Zeit, bleibt unverändert stehen; ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer — mimum — numununn 0 Runh Aunn Innum E R — Die leisten Dinge.— 3. O Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang! Hier gilt für— wahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein be⸗ tracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. 4. Ach, Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du den bösen Knecht so hart mit ewgen Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu Herzen, bedenk es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sünden⸗ nuinn schlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und bessre bald dein Le— ben! Wach auf, es ist sehr hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben; viel⸗ leicht ist heut der letzte Tag; wer weiß doch, wie er sterben mag! 6. O Ebwigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Joh. Rist, 1 1667. 9.* 2 ³— 612 mun *— U S — Grricht und Ewigkeit.— Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. währ Wâjĩ ö (Der unsre Menschheit.) muir auf Grden gleich ö 485 0 Ewig⸗ ist bang, weiß ich, keit, du daß dies aufhöret; Freudenwort, das drum, wenn ich diese N mich erquicket fort lange Zeit erwäge ö und fort, o Anfang samt der Seligkeit, die sonder Ende! OEwig- ewig nichts zerstöret, C keit, Freud ohne Leid, so acht ich alles Leiden ich weiß vor Her⸗ kaum als einen ängst⸗ zensfröhlichkeit nichts lich bösen Traum. mehr vom Weltelende, 4. Im Himmel lebt 3“ das uns in diesem der Thristen Schar 5, Leben quält, weil ich bei Gott viel tausend, 0 die Ewigkeit erwählt. tausend Jahr und 33 2. Kein Herrlich- werden deß nicht keit ist in der Welt, müde; sie haben mehr N die endlich mit der als Sonnenlicht, sie Zeit nicht fällt und sehen Gottes Ange⸗ gänzlich muß ver⸗- sicht, sie haben gold⸗ gehen; allein die selge nen Frieden, wo Chri⸗ Ewigkeit bleibt ohne stus giebt, wie er Jahre, Ziel und Zeit, verheißt, das Manna, bleibt unverändert so die Engel speist. stehen; ja, wie das 5. Ach, wie ver⸗ Wort des Herren langet doch nach dir spricht: sie welket und mein mattes Herze vergehet nicht. mit Begier, du über⸗ 3. O Ewigkeit, du selig Leben! Ach, 885 munnunmrunnum — Die letsten Dinge.— bringe mich, mein Heu; was da lebet, Gott, dahin, wonach muß verderben, soll jetzt Seele, Mut und es anders werden neu. Fleisch Sinn mit allen Kräf— ganz und sehn mich Glanz. 6. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewig⸗ keit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gieb mir solchen Sinn, bis ich dort ewig bei dir bin. Nach C. Heunisch, 4 1690. Mel. Jesu, meines Lebens träf⸗ Dieser Leib, der muß ten streben. Der schnö⸗ den Welt vergeß ich verwesen, wenn er anders soll genesen 0 zu der großen Herr⸗ nach des Himmels lichkeit, die den From— men ist bereit. 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott be⸗ liebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todes⸗ not ist des Herren Jesu Tod. 3. Christus ist für mich gestorben, und Leben ꝛe.(Alle Menschen sein Tod ist mein Ge⸗ müssen sterben.) winn; er hat mir das 26 lle Men⸗Heil erworben; drum 486 e Men⸗ H schen müssen sterben, alles vergeht wie fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den R — — mumnn. — An — Halh mumnn. — Gericht und Ewigkeit.— schönen Gotteshim- du schöne, ach, wie mel, da ich werde allezeit schauen Got— tes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Him⸗ melsglanz umgeben, dienen Gott vor sei⸗ nem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, hei⸗ lig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriar⸗ chen wohnen, die Pro⸗ pheten allzumal; wo auf ihren Chrenthro⸗ nen sitzet der Apostel Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefah— ren, wo dem Herrn, der uns versöhnt, ewig HOllegian tönt. 6. Jerusalem, 487Qdt helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lob— getöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, letzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzo werd ich schön ge— schmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. J. G. Albinus, 4 1679. Mel. Ich hab mein Sach ꝛc. (Dein sind wir, Gott.) — ——.— Zin IU 11 * — Die letzten Dinge.— Menschen Zeit, wie eilet man zur Ewig⸗ keit! Wie wenig den⸗ ken an die Stund von Herzensgrund, wie schweigt davon der träge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger leerer Wasserschaum; ein Augenblick, der schnell vergeht und nicht be⸗ steht, wie ihr dies täglich vor euch seht. 3. Nur du, Jeho⸗ vah, bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ists Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich ster— ben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not? Lust, Ehr und Reich⸗⸗ tum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu! Das merke du; du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir, so dort, wie hier; Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor dei⸗ nem Throne steh? Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. J. Neander, 4 1680. =. . SS.... Lohn bekommen, nach⸗ Rĩ————. — Gerricht und Ewigleit.— Mel. Herzlich thut mich ꝛc. (Befiehl du deine Wege.) 488 Bedente. Mensch, das Ende, bedenke deinen Tod! Der Tod kommt oft behende; der heute frisch und rot, kann morgen und geschwinder hinweg— gestorben sein; drum bilde dir, o Sünder, ein täglich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht; kein Mensch ist ausgenommen, dort muß ein jeder nahn und wird den dem er hier gethan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Hölle Angst und Leid, daß dich die Welt nicht blende mit ihrer Eitel⸗ keit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich, schmerzlich Schreien; ach, Sün⸗ der, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke doch die Zeit, daß dich ja nichts abvende? von jener Herrlichkeit, womit vor Gottes Throne die Seele wird gepflegt; dort ist die Lebenskrone den: Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten letzte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereit. Laß mich den Tod betrachten und deinen Richterthron, laß mich auch nicht verachten der lohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf mei⸗ Hölle Sünden⸗ 2 s 2 5 —...... — Iuunmemnn numun Annmn mum —3 — NDie letzten Dinge.— nen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß i im Himmelslichte zu wohnen würdig sei. Sam. Liscov(2), 4 1689. Mel. Erquicke mich, du Heil der ꝛc. 489 I5 ruhe nun in Gottes Armen, mein Leib schläft sanft und selig ein; die Liebe lässet mich erwarmen bei ewig gnadenreichem Schein. Dort hatt ich wenig Ruhestunden, hier hab ich sie in Gott gefunden. 2. Hier hab ich alles zu genießen, worauf mein Glaube sich ge—⸗ freut; der Lebens— quell läßt auf mich fließen die Ströme seiner Seligkeit. Mein Freudenmeer ist Got⸗ tes Fülle; bei dem ist meine Seele stille. 3. Mein matter Leib ch schläft in der Erden, er schläft, bis ihn mein Freund erweckt. Die Asche wird zur Sonne werden, ob sie gleich finstre Nacht jetzt deckt; er wird mit Freuden aufer— stehen, mit mir ver-⸗ eint zur Hochzeit gehen. 4. Da wird das Lamm mich ewig wei— den auf Auen selger Sicherheit; da ist das Himmelsbrot der Freuden in Ewigkeit für mich bereit; das hab ich schon von Gott empfangen mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, die ihr jetzo Thränen speiset, denkt an des Him: Iin 1*1 munmmmien —.———— BAummnun — —— — — Grricht und Gwigkeit.— mels Freudenmahl; ob ihr noch durch die Wüste reiset, Gott bringt euch in den Ehrensaal; da werdet ihr mit Freuden sehen, wie wohl mir durch den Tod geschehen. Vor 1694. Mel. Valet will ich dir ꝛc. 490 en ihr Frommen! Zeigt eurer Lampen Schein; der Abend ist ge— kommen, die finstre Nacht bricht ein; es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht. Auf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitter-⸗ nacht. 2. Macht eure Lam⸗ pen fertig und füllet sie mit Öl, und seid des Herrn gewärtig; bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: der Bräu- tigam ist nah. Be⸗ gegnet ihm in Reihen und singt Hallelujah. 3. Ihrklugen Jung-⸗ fraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichs' genossen! Der Bräut-⸗ gam ist nicht weit. Er wird nicht lang verziehen; drum schlafet nicht mehr ein! Man sieht die Bäume blühen, der ichenn Frühlings- schein verheißt Er⸗ Runckmngszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von wei⸗ tem, davor das Dun⸗ kel weicht. 5. Begegnet ihm .— .——— auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Geberden und seid nicht mehr betrübt; es sind die Wonre r ge⸗ kommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit ge⸗ storben seid, sollt nun nach Kreuz und Kla-⸗ gen in Freuden son-⸗ der Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron —— —— mit Jauchzen trium⸗ phieren in eurer Sie— geskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizen-— halmen in Frieden naach dem Streit und nach den Winter⸗ tagen; hier grünen — Mie letsten Dinge.— die Gebein, die dort der Tod erschlagen, hier quillt der Freu⸗ denwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jeru⸗ salem, der Ort, wo die Erlösten weiden; hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen; hier ist der Freudensaal, da wir uns nieder⸗7 lassen zum ewgen 6 Hochzeitsmahl. 9. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungs⸗⸗ zeit. L. Laurenti, + 1722. ummmn 4 Fnmmunn ———— —* 6²⁰ ununnmin I ö 4 3 munnun RSS altet Fiummimn 1 umumumm un — Gericht und Ewigkeit.— Mel. Gott des Himmels ꝛc. Wo sind diese kom⸗ 8 men her? 491 Woor Hok. en Eaesind die, i tes Throne, was ist 95 gekämpfet für das für eine Schar? Ehr haben Fleisch deder träget eine und Blut gedämpfet, Krone, glänzet gleich fol ö —folgend nicht dem den Sternen klar; Si R IHRAiE Sünderheer; die er⸗ Hallelujah singen all, loben Gott mit hohem langet auf den Krieg Schall durch des Herren Arm 2. Wer udndie, üisl 6r snd dir, —„5. Es sind die, so so Palmen tragen, durchgedrungen durch wie ein Sieger in der viel Trübsal, Angst Hand, wenn er sei⸗ und Not, im Gebet en. ingestr nmit dem hochgelobten Sand? Welcher Streit Gott; nun hat dieser und welcher Krieg Kampf ein End, Gott hat erzeuget diesen hat all ihr Leid ge⸗ Sieg? 130 6 Rnde 3. Wer sind die in Es sind die, so reiner Seide göttlicher stets erschienen hier Gerechtigkeit, ange- als Priester vor dem than mit weißem Herrn, Tag und Nacht Kleide, das bestäubet bereit zu dienen, Leib keine Zeit und ver- und Seel 62¹ großen Gottes geopfert nimmermehr? gern; nunmehr stehn uinnun amm W umunnun — Die letften Dinge.— sie all herum vor dem Stuhl im Heilig—⸗ tum. 7. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus; mein Gebet zu dir ich wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: treibe, Herr, die Feinde weit! 8. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich über⸗ fällt; führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9. Daß mein Teil sei bei den From⸗ men, welche, Herr, dir ähnlich sind, und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 10. O wie groß wird sein die Wonne, wenn ich mit der heil—⸗ gen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leuchte wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Th. Schenck, 1 1727. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc.(Alle Menschen müssen sterben.) —492 wie fröh⸗ lich, o wie selig werden wir im Himmel sein! Dro⸗ ben ernten wir un⸗ zählig unsre Freuden⸗ garben ein. Gehen wir hier hin und wei⸗ nen, dorten wird die Sonne scheinen; dort ist Tag und keine unun unmuum — inmnn DIIITTTT .. — — 2A.—44—68986—WKW„.—w—9.989898.9ʃ9.—.S——.—2 *—7+F— Zunnin uunn Nacht, dort, wo man nach Thränen lacht. 2. Ach, wer wollte sich nicht sehnen, dort in Zion bald zu stehn und aus diesem Thal der Thränen an den Freudenort zu gehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Wag lien in 9 almen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt! O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird uns das Lobgetöne seiner Engelschar erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 4. Ach, wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz — Gericht 425 E. schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmels-— bau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen, o du großer Lebens-— fürst! Laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herz 19 75 himmlisch werden, bis mein Los auf jener Welt auf das fällt. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe., Nr. 1. 493 Nüiting kurzer Tage erwartet iununn umm munmmimmmnnm 8 7 aununnn—. i— — Die letsten Dinge.— — uns die Ewigkeit! Dort, dort verwan⸗ delt sich die Klage in göttliche Zufrieden⸗ heit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen selgen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmer-⸗ zen, bald das Ge⸗ räusche dieser Welt, bald kämpft in sei⸗ nem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Un⸗- 4. Hier, wo die Tugend oftmals lei⸗ det, das Laster oft— mals glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und des Be— kümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden; dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Wert empfinden, den unaussprechlich gro⸗ ßen Wert; den Gott der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird des Vaters heilger Wille mein Will und meine Wohlfahrt sein und lieblich Wesen, Heil? mnunununnnn —.. — A————— mumum umunumunnnmmmn I ERRRSSSSe.= 2 A — Gericht und Ewigkeit.— die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, das wun⸗ derbar und heilig nennen, was uner⸗ forschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zu-— sammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig! singen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen ren, Frommen umzugehn. Da wird durch jeden mich ihnen gleich und heilig sehn; das nie gestörte Glück erfah— stets fromm mit Augenblick ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezah— len, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionen malen noch segnen, daß er ihn mir wies; da find ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 3 11. Da ruft, o? möchte Gott es geben, vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Glück erfreun, der? ummunn unnunnmmunnnnum Nunn un * unmimz Alttünn — Die leizten Dinge.— I. Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herr⸗ lichkeit, die offenbar an uns soll werden von Ewigkeit zu Ewig— keit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augen⸗ blick voll Müh! Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Wie wohl ist mir ꝛc. 0 ie Seele —494 ruht in Jesu Armen, der Leib schläft sanft im Erden⸗ schoß; nun kann sich Herz an Herz erwar— men; die Ruh ist un-⸗ aussprechlich groß, die sie nach wenig Kam— pfesstunden bei ihrem holden Freund gefun⸗ den; sie schwimmt im stillen Friedensmeer. Gott hat die Thränen abgewischet, ihr Geist wird durch und durch erfrischet, des Herren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen, ihr Schmerz und Seufzen ist dahin; sie ist zur Freudenkrone kom⸗ men, sie steht als Braut und Königin im Golde ewger Herr⸗ lichkeiten dem großen König an der Seiten; sie sieht sein klares Angesicht! Sein freu⸗ denvolles lieblich We— sen macht sie nun durch und durch ge— nesen; sie ist ein Licht im großen Licht. 3. Sie jauchzt dem Sterblichen entgegen: ja, ja, nun ist mir ewig wohl! Ich bin durch meines Mitt-⸗ lers Segen des Le—⸗ bens, Lichts und Freuden voll! Mein ——— nunumm —3. E 7+.*... 6²⁰ Zununnn d . —— Fumunnmn. ³ iunmnunmmunnnnn — Gericht und Ewigkeit.— schönes Erbteil ist mir Kind den Vater sehen, worden; viel tausend es fühlt den sanften aus der Selgen Orden Liebestrieb; nun kann bewundern jauchzend meine Pracht. Man kann in allen Him⸗ melschören gleichwie mit Donnerstimmen hören: der Herr hat alles wohl gemacht. 4. Ja wohl gemacht durchs ganze Leben, recht wohl in mei⸗ ner Todespein! Sein mütterliches Tragen, Heben bracht mich hindurch,‚ heraus, es Jesu Wort ver⸗ stehen: er selbst, der Vater, hat mich lieb! Ein unergründlich Meer des Guten, ein Abgrund ewger Se⸗ gensfluten entdeckt sich dem verklärten Geist; er schauet Gott von Angesichte und weiß, was Gottes Erb im Lichte und ein Mit-⸗ erbe Christi heißt. 6. Der matte Leib hinein! Heraus aus ruht in der Erden, er dieser Erde Lüsten, schläft, bis Christus hindurch durch Versuchungswüsten, hinein ins schöne Kanaan. die ihn erweckt; dann wird der Staub zur Sonne werden, den Da darf jetzt die finstre Gruft ich auf den grünen bedeckt; dann werden Auen den Helden, der mich führte, schauen, der große Ding an mir gethan. wir mit allen From⸗ men, wer weiß, wie bald, zusammenkom⸗ men 5. Nun kann das Herrn sein allezeit; 4 und bei dem miunummm Ununn —— — Die letsten Dinge.— dann werden wir ihn ewig sehen; wie wohl, wie wohl wird uns geschehen! Herr Jesu, komm, mach uns be⸗ reit! J. B. E. Allendorf, 4 1773. Mel. Wie wohl ist mir ꝛc. 495 Ts ist noch eine Ruh vorhanden; auf, mü⸗ des Herz, und werde Licht! Du seuꝛfzest hier in deinen Ban⸗ den, und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf in die Last und eil erzu! Bald ist der eiße Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vollendet; so Rot du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch ge— boren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr From⸗ men, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblich⸗ keit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euern Kummer⸗ höhlen, geht nicht mehr müde und ge⸗ bückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: ich selbst will eure Ruh⸗ statt sein! Ihr seid 6²⁸ SE umem EEEEEEE&— 2— — — and sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Hölle toben, seid nur getrost und gehet ein. 4. Da wird man Freudengarben brin— gen, denn unsre Thrä⸗ nensaat ist aus; o, welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne wei— chen, es wird kein Tod uns mehr er— reichen, wir werden den Erlöser sehn; die wird vom land in den Schoß! Thräne Aug er wischen, sein Lebensstrom wird uns erfrischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst, noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird Inmnnn — Gericht und Emigkeit.— uns nicht mehr stechen, der Herr ist seinem Volke nah. Er selbst will über ihnen woh⸗ nen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen, der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden und lebenewigsorgen⸗ los. Ach, fasset die⸗ ses Wort, ihr Müden! Legt euch dem Hei⸗ Ach, Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier ver⸗ weilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilie⸗ ren; auf, gürte dich zum Triumphieren!? qWꝗFREPIIISSSSSSS‚e‚‚eeeeeE SS — umn 7 Uinm — Die letsten Dinge.— Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! J. S. Kunth, 4 1779. Mel. Wie schön leuchtet ꝛe. (Mein ganzer Geist.) Hein Geist, 496 W. o Gott, wird ganz entzückt, wenn er hmauf gen Himmel blickt, dahin dein Rat uns leitet; wo deine milde Vater⸗ hand aus neuen Wun⸗ dern wird erkannt, die du daselbst verbreitet. Mächtig fühl ich mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herr⸗ lichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wun⸗ der deiner Güte dar, zum fröhlichen Em⸗ pfinden; doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben; dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; dort wischest du die Thränen ab von dei⸗ ner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; denn du, o Herr, machst alles neu, das Alte ist vergangen; hin— fort sind dort von ge⸗ rechten Gottesknech— ten keine Plagen mehr zur Prüfung zu er⸗ tragen. 4. In unsers Got⸗ tes Heiligtum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlich— keit des Herrn; hier schaut man sie nicht? R minnun U mehr von fern, hier wird sie neu besungen. Völlig giebt sich, sie zu trösten, den Er⸗ lösten zu erkennen der, den sie schon Vater nennen. 5. Vor seinem Ant⸗ litz wandeln sie, auf ewig frei von aller Müh, und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust und ihre tau⸗ sendfache Lust kein feindliches Gemüte; kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe rei⸗ ner Liebe unter See⸗ len, die hinfüro nicht mehr fehlen. Gott, welche Schar ist dort ver⸗ eint! Die Frommen, die ich hier beweint, die find ich ewig wie⸗ der. Dort sammelt deine Vaterhand, die deine Liebe hier ver— — Grricht und Ewigkeit.— band, Herr, alle deine Glieder; ewig werd ich, frei von Män⸗ geln, selbst mit Engeln Freundschaft pflegen; o ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, der mich ge— liebt? Wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen, da werd ich dich, Herr Jesu Christ, so men⸗ schenfreundlich als du bist, auch mit Ent⸗ zücken sehen; da wird, mein Hirt, von den Freuden nichts mich scheiden, die du dro⸗ ben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den From⸗ men vorbehält! Kein Mensch kann sie er⸗ werben. O Jesu, Herr munnnumununnn. Aeim — * ummmim .— 2. 2. ** Atuinm —. DED — Die leizten— 2 der Herrlichkeit, du hast die Stätt auch mir bereit; hilf sie mir auch ererben! Laß mich eifrig dar⸗ nach streben und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. J. S. Diterich, 4 1797 (nach Ahasverus Fritsch, 7+ 1701). Mel. Es ist gewißlich an der Wahrheit unter-⸗ der Zeit ꝛe. 909— ist der Tag.) 497 S Gott bestimmt, da, wer auf Erden wan— delt, sein Los aus Got⸗ tes Händen nimmt, nachdem er hier ge⸗ handelt. Er kommt, er kommt, des Men⸗ schen Sohn; er kommt, und Wolken sind sein Thron, der Erde Kreis zu richten. 2. Hier, an dem Rand der Ewigkeit, versammeln sich die Scharen, die seit dem ersten Tag der Zeit der Erde Bürger wa⸗ ren, nur dem All⸗- wissenden bekannt, unzählbar, wie des Meeres Sand; hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt liegen. Hier, wo das Recht die Wage hält, wird keine Sünde siegen. Hier ist zur Buße nicht mehr Frist, hier gilt nicht mehr Betrug und List; hier gilt kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der Himmel schweigt, und alle Völker hören erwar-⸗ tungsvoll und tief gebeugt: kommt, erbt mummmin ö — 2.— —* iummmm 0 7 S —* umumm— gen Freuden. — Gericht und Ewigkeit.— das Reich der Ehren! So spricht er zu der frommen Schar; zu der, die ihm nicht folgsam war: hinweg, von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn ver⸗ zweifelnd, jammern, flehn: stürzt über uns zusammen, ihr Wel⸗ ten, fallt, daß wir vergehn, die wir uns selbst verdammen! Die Frommen aber stehn im Licht des Friedens, und ihr An⸗ gesicht strahlt seliges Entzücken. 6. Frohlockend ziehn sie in das Reich, das Gott für sie bereitet, wo er sie, seinen Engeln gleich, von Licht zu Lichte leitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit; kein Kummer, keine Trau⸗ rigkeit stört ihre sel—⸗ 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernst bedenken! Es stärke mich mit Zuversicht, so oft mich Leiden kränken! Es reize mich, gewissenhaft und, ein⸗ gedenk der Rechen⸗ schaft, nach deinem Wort zu wandeln. S. Diterich, 4 1797. Mel. Wachet auf, ruft uns ꝛc. (Herr, wir singen deiner Ehre.) 498 See sind Odes Him⸗ mels Erben, die To⸗ ten, die im Herren sterben, zur Aufer⸗ stehung eingeweiht! Rach den letzten Au-⸗ genblicken des Todes-⸗ schlummers folgt Ent⸗ zücken, folgt Wonne und Unsterblichkeit! Im Frieden ruhen sie, frei ae von der Erde? * I limmm nen. — Die letften Dinge.— Müh, Hosianna! Vor Gottes Thron zu sei⸗ nem Sohn begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Über⸗ winder Chöre, bringt Dank‚, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab, wischt unsre Thränen ab, alle Thränen! Er hats vollbracht! Nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, der Sohn, die Herr⸗ lichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir Weisheit, weinend rangen, nun bist du, Heil, uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr; das Alte ist nicht mehr. Halle-⸗ lujah! Er sank hinab, wie wir, ins Grab; er ging zu Gott, wir folgen ihm. F. G. Klopstock, 4 1803. Mel. Nun preiset alle ꝛc. 499 I5 hab von ferne, Herr, deinen Thron er— blickt, und hätte gerne mein Herz vorausge⸗ schickt und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hingegeben! 1½ 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig; drum ist dein Licht so schön! Iummmn ——————— DDDA. 63⁴4 nuummmumununum; uumumm Sd —— ninn — 2 22 R * — Gericht und Ewigkeit.— Könnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heut an ewig wohnen! ½ 3. Nur bin ich sün⸗ dig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt; ich bin noch nicht genug ge— reinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.) 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seit⸗ dem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig s lieben. 5. Ich bin zufrie— den, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Er⸗ müden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gassen Fimunun lebenslang nicht aus den Augen lassen. J. Timoth. Hermes, 1821. 500 7⁰0 ir wer⸗ den bei dem Herrn sein allezeit! Du Hei⸗ matlaut in fremden Pilgerthalen! Tief— dunkel ist die ernste Ewigkeit,— doch wie durch Nachtgewölk des Mondes Strahlen, glänzt der Verheißung Licht durch Todes— leid; wir werden bei dem Herrn sein alle— zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht die Seeleaus vonihrer Irrfahrt Schmerzen. Der langen Sehnsucht: Ziel, das höchste Gut, der Herzen Heimat ist in seinem Herzen; er ging voran, die Stätte steht bereit; ummum umummmmnmn iummun — Die letsten Dinge.— wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 3. Bei ihm ver⸗ sammelt! Seinem Salem geht die Wall⸗ d fahrt zu. Wie oft in guten Stunden, wenn seiner Nähe Odem uns umweht, hat es sein Volk vor ihm vereint empfunden; das ist die Fülle aller Selig⸗ keit: wir werden bei dem Herrn sein alle— zeit! 4. Hier trennt die Welt; was heut sich liebend fand, sehnt morgen sich nach Blick und Wort vergebens; es drängt sich zwischen Seelen Meer und Land, und starrer noch das Machtgebot des Lebens. Der Him⸗ mel sammelt, was die Welt zerstreut; wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 5. Und waren wir hier jemals ganz ver— eint? Ach, nur das Reine eint sich mit em Reinen! Die Schuld, die täglich noch das Herz be— weint, sie scheidet es von den geliebten Seinen. Der Fürst des Friedens tilgt, was uns entzweit; wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht von alter Sinn⸗ verwirrung schweren Banden; die Sprache, die ein Kind des Hauses spricht, wird von dem andern Kinde nicht verstan— den. Das Wort des Vaters löst der Rede Streit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 7. Du Gotteswort, 165 2 unnunum V 636 —— — 7 unuuneumumn 2 2 unn RKR/—. ³ Siminun. unnunn — — Gericht und Ewigkeit.— dem froh der Glaube traut, wohl magst du allen Erdenjammer stillen, das finstre Thal, vor dem der Seele graut, mit Morgenrot und heil— gem Frieden füllen! O Heimatlicht aus dunkler Ewigkeit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta Heußer⸗Schweizer, + 1876. ununumm umumum 7 Militimumemn 2—— S Anhang. Aab acht auf mich Herr, als dein Kind RNin aller Not, o mit deinen treuen großer Gott, Herr Vatershänden; bleib aller Herren, wann du mir stets in den Satans Wut, die Gedanken, laß mich Höllenrott den Rachen von deinem Wort gegen mich aufsper- nicht wanken; wann ren, wann sie mich Sünden in mir regen suchen zu verschlingen sich, mein Vater, so und in die höchste Not hab acht auf mich. zu bringen, so bitt 3. Hab acht auf ich dich herzinniglich, mich, wanns gehet mein Vater, so hab wohl; wann mir die acht auf mich. Glückessonn will schei— 2. Hab acht aun en die meine Seel mich; wann mich die macht freudenvoll, Sünd will von dem daß sie nichts wissen höchsten Gut abwen-mag von Weinen, daß den, so halte mich, ich dem blinden Glück 638 uuumunmmennnn uumunumunnmmi 4 . e AIllll minnn —3——ELLe mim — Anhang.— auf deine Güte schaue, weil oft das Glücks-⸗ rad wendet sich: mein Vater, so hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich und steh mir bei, wann mir das Unglück braust ent— gegen, daß ich nicht zu verzaget sei und weichen mög von dei— nen Wegen, die mir zu wandeln sind be— fohlen; und wann mir auch des Kreuzes Kohlen mein Herze brennen bitterlich, mein Vater, so hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, wann ich ge— sund, wann ich em⸗ pfinde keine Schmer⸗ zen, wann keine Klag in meinem Mund noch Trauern ist in E meinem Herzen; da-⸗ nicht traue, vielmehr l mit ich bei gesundem Leibe dir dankbar und gehorsam bleibe; auf daß ich nie vergesse dich, mein Vater, so hab acht auf mich. Hab acht auf mich, auch wann ich krank, wann die Ge— sundheit will Schmerzen mehren sich, mein Vater, so hab acht auf mich. 7. Hab endlich dann auch acht auf mich, wann ich der Welt Valet soll geben, daß ich im Glauben halte dich, bis ich komm in ein ander Leben, da mir das frohe Glau⸗ 2 ver⸗ schwinden, daß ich ge⸗ duldig und mit Dank annehme die Arznei ⸗ der Sünden; laß mich nicht ungeduldig wer⸗ den und denke, daß ich Staub und Er⸗ den; auch wann die ER unnun⸗. ——.—*—;t—ñ——— RR 36 639 2 * 2 Un. Unimn — Anhang.— net, bensende erteilen wer⸗ auch das, so man den deine Hände; daß hier nicht gemeinet; ich bei dir leb ewig- laß mich zu deiner lich, mein Vater, so Rechten steh hab acht auf mich. Ach, laß mich gehn; mein Jesu, dann doch nicht aus der x Acht, wann uns dein will ich ewig preisen jüngster Tag erschei- dich. der Tag, da vor H. L. Schlosser, 4 1723. Gericht wird bracht n und zu des Lammes Hochzeit ab acht auf mich, so 52— * minmummun ů —— +³⁵ EEEEE—.. 2.—. mimmn 423 — —8. 2 2 S ummiummiminummumm ——.—. M SDEE Zuummmnunmunmm mm —— E NE—— 7 ö ö SSS Hedrterrtzrterde — + A. Abermals ein Jahr verfl. Ach bleib bei uns, Herr Ach bleib mit deiner 6 Ach Gott, ich muß in Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, verlaß mich Ach Gott. vom Himmel Ach, mein Herr Jesu Ach, mein Jesu, sieh, ich Ach sei mit deiner Gnade Ach, was bin ich, mein Ach, was ist doch unsre Ach, wie heilig ist der Ach wundergroßer Sieg. Allein Gott in der Höh Allein zu dir, Herr Jesu Alle Menschen müssen Aller Gläubgen Samm. Alles ist an Gottes S. Allgenugsam Wesen Amen, deines Grabes Am Kreuz erblaßt An dem Zorntag, an An dir allein, an dir Auf, auf, ihr Reichgen. ——*———.— 5„„I Hegisker. 477 Beschwertes Herz, leg ab 1 VFII 8 nn. tdekcttteretttteeerrr Nr. Nr. Auf Christi Himmelfahrt 96 49 Auf den Nebel folgt die 334 151 Auf dich hab ich gehoffet 293 ö 152 Auf diesen Tag bedenken 94 470 Auferstanden, auferst. 88 8 215 Auferstehn, ja auferst. 464* 300 Auf Gott und nicht auf 355 8 V. 150 Auf,ihr Streiter, durchg. 256: 317 Auf, Jesu Jünger, fr. 95; 395 Auf meinen lieben Gott 329 14 Auf, Seele, auf, und 55 é Aus Gnaden soll ich 237 ö 217 449 Aus irdischem Getümm. 264 165 Aus meines Herzens 365 97 Aus tiefer Not schrei 212 213 33. 462 Barmherziger, laß d. 186 338 Bedenke, Mensch, das 488 315 Bedenk ich deine große 303 92 Befiehl du deine Wege 333 72 Bei dir, Jesu, will ich 192 222 Betrübtes Herze, sei zufr. 469 18 Bis hierher und nicht 163 SP.......—————— — 641 * . / — 2 ——* unnn In Register.— Nr. Bleibt bei dem, der 266 Brich an, du schönes 41 Bringt her dem Herren 138 C. Christe, du Lamm G. 195 Christen erwarten in 424 Christen sind ein göttl. Christ fuhr gen Himmel Christ ist erstanden von Christ lag in Todesb. 77 Christus der ist mein D. Danket, danket Gott m. Dank und Anbetung 127 Das alte Jahr verg. Das walte Gott, der Dein König kommt in Dein Wort, o Herr, br. Dein Wort, o Herr, ist Der am Kreuz ist meine 61 Der du, Herr Jesu, Ruh Der du in Todesnächt. Der du noch in der l. 2 Der du uns als Vater Der du zum Heil ersch. 176 Der Heiland kommt 1 Der heilge Christ ist Der Herr fährt auf gen Der Herr ist meine Z. Der Himmel hängt voll: Der Mond ist aufgeg. Der Tag ist hin, mein Der Tag mit seinem Des Jahres schöner S. 363 Dich Jesum laß ich ewig Die auf der Erde w. Die Christen gehn von Die Feinde deines K. Die güldne Sonne, voll! Die Herrlichkeit der E. Die hier vor deinem A. Die Himmel rühmen Die Nacht nunmehr ver. Die Seele ruht in Jesu Dies ist der Tag, den G. Dies ist die Nacht, da Die Woche geht zu E. Dir dank ich für m. L Dir, dir, Jehovah, will Du bist zwar mein und Du gehest in den Garten Durch Trauern und d. Du sollst glauben, o du 2 Du sollst in allen Sach. Du Vater deiner Men. E. Ehre sei Gott in der Eine Herde und ein Einen guten Kampf hab Einer ists, an dem wir Ein feste Burg ist unser Eingesargt zum letzten Ein Lämmlein geht und Ein reines Herz, Herr 244 Eins ist not, ach Herr Ein Wetter steiget auf 429 Ein Wohlstand ohne G.: Empor zu Gott, mein Erfüllt sind Stund und Erhalt uns deine Lehre —** ³ 4 unmmmm 8 — Fnnum ummmn F SI‚I‚I‚I‚e‚ee‚eer —.—— unmun — Raegister.— Erhalt uns, Herr, bei Erhebt den Herrn, ihr Erhöhter Siegesfürst u. Erinnre dich, mein Geist Ermuntert euch, ihr F. Es glänzet der Christen: Es ist ein Ros entspr. Es ist noch eine Ruh Es ist vollbracht! Er Es kennt der Herr die 3saß ein frommes Es wolle Gott uns g. Ewge Liebe, mein Gem. F. Fahre fort, fahre fort Fortgekämpft und fortg.? Freu dich sehr, o meine Friede, ach Friede, ach: Fröhlich soll mein H. Früh sam Morgen Jesus Früh morgens, da die G. Geduld ist euch von Geh aus, mein Herz, u.? Geht hin, ihr gläubigen Geht nun hin und grabt Geh zum Schlummer Geist vom Vater und Geist v. Vater u. v. S. Gelobet sei der Herr Gelobet seist du, Jesu Gesegn uns, Herr, die Gieb dich zufrieden und Gott, deine Güte reicht 33 380⁰ 331 Nr. Gott, der du Herzensk. 262 Gott, der du unsre Z. 230 Gott der Gnaden, schw. 228 Gott des Himmels und 366 Gott, du Licht, das ewig 375 Gottes Stadt steht festg. 164 Gott, gieb einen milden 113 Gott hat in meinen T. 435 Gott ist gegenwärtig 301 Gott ist mein Gott, er 353 Gott ist mein Hort, u. 181 Gott ist mein Lied Gott lebet noch! Seele 346 Gott lebt, wie kann ich 352 Gott Lob, ein Schritt Gott Lob, nun ist ersch. 422 Gott ruft der Sonn u. 52 Gott sei Dank durch 16 Gott Vater, aller Dinge 166 Gott, vor dessen Anges. 223 Gott wills machen, daß 349 Größter Morgen, der 87 Großer Gott von alten 2 Großer König unsrer 194 Großer Mittler, der zur 100 Großer Schöpfer, Herr 364 Guter Geber, Dank sei 385 H. Hab acht auf mich(501) Habe deine Lust am 312 Hallelujah! jauchzt, ihr 91 Hallelujah! Lob, Preis 125 Hallelujah! wie lieblich 104 Halt im Gedächtnis J. 279 Heiland, deine Men⸗ schenliebe 282 * ununm — ' Uuun Nr. Heilger Jesu, Heilgungs. 252 Herr, auf Erden muß ich 99 Herr Christe, wahrer M. 437 Herr, deine Kirche dank. 161 Herr, dein Wort, die 179 Herr, der du mir das 399 Herr, du hast für alle 198 Herr, du wollst uns 204 Herr, ein ganzer Leid. 432 Herr, es gescheh dein 397 Herr, es ist ein Tag 7 Herr, es ist von meinem! Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir Herr. t, dich lober w. 423 Herr, höre, Herr, erh. 304 Herr im Himmel, Gott 426 Herr Jesu Christ, dich Herr Jesu Christ, du Herr Jesu, Licht der H. Herr, mein Licht, mein? Herr, stärke mich, dein Herr, vor deinem Anges. Herr, wie du willst, so Herr, wir kommen zu: Herr, wir singen deiner Herzlich lieb hab ich d.: Herzlich thut mich verl. Herzliebster Jesu, was Herz, mein Herz, nicht; Herzog unsrer Seligk. Herz und Herz vereint 158 Heute mir und morgen 460 Hier legt mein Sinn sich 220 Hilf, Herr Jesu, laß 47 Himmelan geht unsre 254 Hinunter ist der Sonn. 386 Hirte deiner Schafe, d. 396 5 — — —1 — Höchster, denk ich an Höchster Gott, wir d. Höchster Helfer, sei n. Höchster Tröster, komm Hör ich euch wieder Hört das Wort voll E. 2 Hosianna! Davids S. Hüter, wird die Nacht 3 8. Jauchzet, ihr Himmel Ich armer Mensch, ich 2 Ich bin ein Gast auf Ich bin getauft auf d. Ich bin in dir und du Ich erhebe mein Gem. Ich geh zu deinem Gr. Ich habe nun den Grund? Ich hab in guten St. Ich hab mein Sach G. Ich hab mich Gott erg. Ich hab von ferne Ich komme, Friedensf. Ich komme, Herr, und 2 Ich laß dich nicht, du: Ich ruf zu dir, Herr Ich ruhe nun in Gottes Ich sag es jedem, daß Ich steh an deiner Krippe glaube und 292 489 89 Ich singe dir mit Herz 133 Ich soll zum Leben dr. 260 37 Ich sterbe täglich und 451 Ich und mein Haus Ich weiß, an wen ich gl. 242 Ich weiß, an wen ich 4¹3 4⁵⁷ Ich weiß, daß mein Erl. 327 1 ummm E . N umn 4 ummm Amnn — innunm — Register.— Ich weiß von keinem Ich will dich lieben, m. Ich zieh in ferne Lande Je größer Kreuz, je Jehovah, Herr u. Kön. Jerusalem, du hochgeb. Jesu, deine tiefen Wund. Jesu, der du bist allein Jesu, Freund der Men. Jesu, geh voran Jesu, großer Wunderst. Jesu, hilf siegen, du F. Jesu, komm, sei eingeb. Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leb. Jesu, meines Lebens L. Jesus Christus herrscht Jesus, Jesus, nichts als Jesus ist mein Leben Jesus lebt, mit ihm Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünd. Jesus schwebt mir Jesus soll die Losung In allen meinen Thaten? In Christo will ich st. In Gottes Namen fang In tiefen Angsten schr. In unsers Königs N. Ist Gott für mich, so K. Kehre wieder, kehre König, dem kein König Komm, heilig. Geist, erf. Komm, heiliger Geist Komm, heilger Geist, o Nr. 239 273 43⁰ 351 416 480 59 30⁵ 203 411 56 246 40⁵ 307 276 66 103 272 406 42⁰ 258 335⁵5 229 10¹ I 107 106 Komm, mein Herz, aus Komm, o Herr, komm Komm, o komm, du Kommst du, kommst du Kommt, Brüder, laßt Kommt her, ihr seid &. Lamm, das gelitten, u. Lasset uns den Herren Lasset uns mit Jesu z. Lebst du in mir, o w. Licht, das in die Welt Licht vom Licht, erleuchte deinem Liebster Jesu, wir sind Lobe den Herren, den Lobe den Herrn, o m. Lobt Gott, ihr Christen Löwen, laßt euch wieder M. Machs mit mir, Gott Macht hoch die Thür Man lobt dich in der Mein erst Gefühl sei Meine Lebenszeit verstr. Meinen Frieden geb ich Meinen Jesum laß ich Meine Seele, voller F. Laß mich dein sein und? Liebe, die du mich zum? Liebster Jesu, w. s. hier, 1 Mache dich, mein Geist 2 Meine Seele senket sich 3 unnunnun ununmmß — Ii Auntin E — Register.— Nr. Wein Gernene Angst 342 O. Nr. ein Geist, o Gott, w. 496 O allerh öchster Mensch. 370 Mein Glaub ist meines 316 ö O Christ, Wen Arme 289 Mein Gott, das Herz 218O daß ich tausend Z. 140 Mein Gott, ich weiß 452 O du allersüßte Freude 112 Mein Gott, nun ist es 374 O du fröhliche, o du 122 Mein Heiland nimmt 234 du Liebe meiner L. 67 Mein Jesu. der du vor 199 Durchbrecher aller 248 Mein Leben ist ein P. 450 du reicher Herr der 187 Mein schönste Zier und 387 Ewigkeit, du D. 48⁴ Mir ist Erbarmung 238 Ewigkeit, du F. 485 Mir nach, spricht Christ. 244 frommer und getr. 214 Mit Ernst, o Menschenk. 17 Gott, der du das F. 428 Mitten wir im Leben 478 Gott, du frommer 296 Müde 5in d. h W. 37¹ ö ö Hott. und 121 üde bin ich, ge 401¹ ott, o Geist, o L. 116 23 8 Gott, von demehpir 42⁵ O Haupt voll Blut u. 63 N. O heilger Geist, kehr bei 110 O Jesu, Herr der H. 417 Nach einer Prüfung k. 493 Jesu, meine Sonne 322 Rimm hin den Dank 209 O Jesu, meine Wonne 207 En dahe dn den End unz dein Un Nun danket alle Gott 131 E LammGottez, unsch. 58⁸ Run danket all und br. 134 O Liebesglut, wie soll 280 Run— euch,. dn 135 8 felig Haus gieb dich 414 un geh uns auf, du 183 jelig Haus, wo man Nun Gott Lob! Es ist 185 O Traurigkeit, o Herzel. 74 Run jauchzet, all ihr 19 O Ursprung des Lebens 281 Nun kommt das neue 23 O Vater der Barmherz. 216 Run laßt uns gehn und 48 O Welt, sieh hier dein 64 Nun lob, mein Seel 129 O wie freun wir uns 10 Nun preiset alle Gottes 130 O wie sröhlich, o w. s. 492 Nun ruhen alle Wälder 389 O wie selig seid ihr d. 482 Nun sich der Tag geendet 393 ‚* Run sich der Tag g., m. 398— H 58858585 Nun so will ich denn 285 Prediger der süßen L. 1 — 646 — 5 — ¶WNXXM eeeeeeeeeeeeeeeeeee, minnum V R. — Humunnn. —— RN. Rede, liebster Jesu, r. Rüstet euch, ihr Chr. Ruhe hier, mein Geist Ruhet wohl, ihr Toten⸗ beine 5. Schaffe in mir, Gott Schaffet, schaffet, M. Schmücke dich, o liebe Schmückt das Fest mit Schöner Himmelssaal Schon ist der Tag von Schwing dich auf zu Seele, du mußt munter Seelenbräutigam, Jesu Seele, sei zufrieden Seele, was ermüdst du: Seid barmherzig, M. Sei getreu bis an das 2 Sei Lob und Ehr dem Selig sind des Himmels Siegesfürst und Ehrenk. Sieh, dein König kommt Sieh, hier bin ich So geh nun hin, dem So hab ich obgesieget Soll ich denn mich tägl. Sollt es gleich bisweil.! Sollt ich meinem Gott: Sorge doch für meine So ruhest du, o meine So wahr ich lebe, spr. Speis, o Gott, uns Such, wer da will, ein 381 27⁰0 Register.— T. Teures Wort aus Thut mir auf die schöne Treuer Wächter Israel A. Überwinder, nimm die Unser keiner lebt ihm Unsern Ausgang segne Unser Vater, der uns Unser Wandel ist im Unsre müden Augenl. 3 Unumschränkte Liebe V. Valet will ich dir geben Vater, deines Geistes Vater, dir sei Preis Vater, hier im Erdensch. Vater unser im Himm. Verleih uns Frieden Verzage nicht, du Häufl. Volk des Herrn, bring Volk des Herrn, du h. 267 Vollbracht ist nun die: Voller Wunder, voller Vom Geräusch der W. Vom Himmel hoch, da Von des Himmels Thr. Von dir, du Gott der Von Gott will ich nicht 328 W. Wach auf, du Geist der Wach auf, mein Herz, die Wach auf, mein Herz, u. 369 6⁴47 NR .. nunnun nununnn iiumn IIEnn ununummumumm Register.— — Nr. 9 Wachet auf, ruft uns 479. Wer sind die vor Gottes 491 Wer weiß, wie nahe Wie fleucht dahin der 487 Wie getrost und heiter 319 4 Wie groß ist des Allm. 144 Wie heilig ist die Stätte 200 Wie könnt ich sein verg. 205 Wie schön ists doch Wie schön leuchtet der 269 Wie sicher lebt der M. 455 Wie soll ich dich empf. 20 Wie wohl ist mir, o Willkommen, Held im 82 Wir danken Gott für 383 Wir singen dir, Imm. 36 Wir werden bei dem 500 Wohlauf, mein Herz 57 Wohlauf, wohlan zum 466 Wohl einem Haus, da 412 Womit soll ich dich 141 7* Wunderanfang, herrl. 345 Wunderbarer König 136 ö Walte, walte nah und 170 Wann kommt der Herr 227 Warum betrübst du dich 326 Warum sollt ich mich 332 Warum willst du dr. 21 Was freut mich noch 126 Was Gott thut, das ist wohlgethan 3⁴4 Was Gott thut. das ist wohlgethan, so denken 427 Was hinket ihr betrog. 255 Was mein Gott will 325 Was wär ich ohne dich 28 Weicht, ihr Berge, fallt 311 Wenn auch wie ein Ps. 290 Wenn Christus seine 159 Wenn der Herr einst 358 Wenn ich einst von 379 Wenn ich ihn nur habe 318 Wenn ich, o Schöpfer 143 Wenn kleine Himmels⸗ erben 76 Wenn mich m. Sünden 62 Wenn mein Stündlein 436 Wenn wir in höchsten 418 Werde Licht, du Stadt 53 Werde munter, mein G. 388 Wer ist wohl wie du 313 Wer nur den lieben 339 Zeuch ein zu deinen 111 x Zeuch hin, mein Kind 475 Zion, gieb dich nur 154 ö Zwei der Jünger gehn 83 Zweierlei bitt ich von 297 3. X 0 —ᷓ— uum. ? n A unmn Anuu⸗ 52— S Gebele zur härtslichen Andacht. I. Allgemeine Gebekt. 1. Psalm 67. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil. Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker. Das Land giebt sein Gewächs; es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und: alle Welt fürchte ihn! Amen. ů 649 28 E. —* munme * ummnm& * — Allgemeine Gebete.— 2. Witte um die Gabe des Gebets. Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor dir beten. Ps. 5, 1, 2 ö Gnädiger, liebreicher Vater! Du hast mir befohlen zu beten, und dein lieber Sohn hat es mich gelehrt; dein heiliger Geist erinnert mich oft in meinem Herzen des Gebets. Ich weiß auch, daß alle voll⸗ kommenen Gaben von dir, Vater des Lichtes, kommen müssen, und daß kein wahres be⸗ ständiges Gut, keine Hilfe und kein rechter Trost ohne Gebet erlangt werden können. Dennoch bin ich so lässig und träge zum Gebet und rechne mehr auf meine Arbeit und Klugheit, als auf deine Hilfe und Gnade. Ach, vergieb mir diese Sicherheit und Thorheit! Wende von mir die Strafe, womit du den Verächtern deiner Gnade drohest, und gieb mir den Geist der Gnade und des Gebets. Laß mich deine tröstliche Verheißung bedenken: daß selig werden soll, wer deinen Namen anruft; daß du ant⸗ worten willst, wenn wir zu dir reden; daß du nahe bist denen, die dich anrufen. Entzünde mein Herz mit inniger An⸗ dacht, damit mein Gebet dir angenehm sei. mum ——————— 2—— unn. 248.——— w˖-..N——4— um 8 Funminn. — Allgemeine Gebete.— Erfreue mein Gemüt mit dem Lichte deiner Gnade und reinige meine Lippen durch das Feuer deines Geistes. Erhöre mein Gebet und laß es dir wohlgefallen, wenn ich meine Hände zu dir aufhebe. Erwecke in mir einen heiligen Durst nach deiner Gnade und laß mich deine Herrlichkeit im Glauben sehen, wenn mein eignes Elend mich nieder⸗ beugt und meine Augen mit Thränen füllt. Ach, Herr, der du die Herzen kennst, du weißt, wie unbeständig menschliche Ge⸗ müter sind, viel beweglicher als die Welle vom Winde. Befestige selbst meine Seele und nimm von mir den zerstreuten Sinn, daß ich nicht durch mancherlei Gedanken hin⸗ und herhewegt werde. Regiere du das Schifflein meines Herzens mit dem Hauche deines Geistes und bezwinge den Sturm, daß es ruhig in mir werde, um dich ohne Hindernisse anzuschauen und in himmlischer Stille mit dir vereinigt zu bleiben. Führe mich in die Einsamkeit, wo ich die Welt vergesse und du dich mir offenbarst. Er⸗ neure mir Herz und Sinn und Grensche alles, was die Liebe zu dir hindert, jegliche Neigung des sündigen Willens und des Unglaubens. Laß mein Gemüt eine Woh⸗ nung deines heiligen Geistes sein, daß ich dich anrufe, dich lobe und dir danke und . 651 — Allgemeine Gebete.— F 6—. damit ein Zeugnis meiner Kindschaft bei dir empfange. Erfülle mich mit Liebe, Trost und Stärke; gieb mir den Frieden, der von dir kommt, die Andacht, die dich überall sucht und findet, und die Freude, die nie von mir kann genommen werden. Laß mich mit dir, mein Vater, und mit deinem Sohne, als meinem Herrn und Haupte, durch die Wirkung deines Geistes immer mehr ver⸗ einigt werden, und mache mich zu einem lebendigen Gliede der Gemeinde auf Erden ö und im Himmel, die deinen Willen thut und dich mit gläubiger Zuversicht der Er⸗ hörung im Namen Jesu Christi anruft. men. Lied Nr. 301: Gott ist gegenwärtig. 3. Allgemeine Fürbitte. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Ps. 65, 3. Herr Gott, dreieiniger Gott, du hast in deinem heiligen Worte uns geboten, daß wir für einander beten sollen. Darum unterwinden wir uns, mit dir zu reden und dir unseres Herzens Anliegen vorzutragen. Du wollest unser Flehen nicht verwerfen, sondern gnädiglich annehmen und erhören. Wir bitten dich, du getreuer Gott und ů +1 Heiland, für deine Kirche; erhalte, schütze, 2 Aunununun ummn 7 2 2 7 2 ³ ³ unmmum unumummunmnmnm⸗ V — Allgemeine Gebete.— unume . regiere und führe sie; schenke ihr allezeit treue Hirten und Lehrer und salbe die⸗ selben mit deinem Geiste und segne ihre Arbeit; wehre allen Feinden, dämpfe alle Irrlehren, bewahre deine Gemeinde vor Argernis und Spaltung und laß die Ehre deines heiligen Namens in der Welt immer mehr ausgebreitet werden. Erleuchte die Irrenden, bekehre die Gottlosen, habe Lang⸗ mut mit uns armen Sündern, vergieb den Bußfertigen und züchtige die losen Veräch— ter zu ihrem Heil. Erbarme dich aller Heiden und segne 87 arrr ne K& N + ꝗ die Boten des Friedens, welche du zu ihnen sendest, daß sie dir ein großes Volk ge⸗ winnen, und dein Name an allen Enden der Erde geheiligt werde. Segne die christlichen Schulen, alle Lehrer ö und die liebe Jugend, damit dieselbe auf⸗ wachse in wahrhaftiger Gottesfurcht und rechtschaffenem Glauben. Nimm in deine ů gnädige Obhut alle Anstalten, die zur För⸗ derung deines Reiches und zur Ausbreitung deines Evangeliums dienen, und erfülle mit deinem Geiste alle, die daran arbeiten. Beschütze auch, du starker, allmächtiger Gott, unser Regiment und gemeines Wesen und gieb allen Fürsten und Obrigkeiten rechte Weisheit und Gottseligkeit. Hilf, tIctdttdtictrterrtccrtictrctrretictrtcexdecerectrrdedrectctrrrerdectrxrrde unnnn unmmmmm nunnnnun — Allgemeine Gebete.— daß sie deiner Kirche, des ganzen Vater-⸗ landes und aller Unterthanen sich treulich annehmen, und segne ihr Thun reichlich. Insbesondere befehlen wir in deine Gnaden— hand den deutschen Kaiser und unsern Groß⸗ herzog samt dem ganzen Großherzoglichen Hause. Pflanze in die Herzen aller Ge— waltigen Gedanken des Friedens; gieb allen Räten heilsame Ratschläge; verleihe allen Richtern Gerechtigkeit, allen Beamten Barm- herzigkeit, auf daß bei uns und überall das Böse bestraft, das Gute belohnt, dem Übel gesteuert und, was löblich ist, erhalten und gefördert werde. Sei mit allem Volke, daß es die Obrig- keit liebe, ihre Herrschaft ehre und den Gesetzen folge. Segne einen jeden in seinem Stande und Berufe; walte gnädig über unserer Gemeinde und unserem ganzen Vaterlande. Segne auch den Hausstand und verleihe allen Hausvätern und Haus— müttern Frieden in ihrer Ehe, Glück in ihrer Nahrung und ihrem Gewerbe und Freude an ihren Kindern. Den Kindern gieb willigen Gehorsam, kindliche Furcht, rechtschaffene Demut und Ehrerbietung und laß allen Segen ihrer Eltern reichlich an ihnen erfüllt werden. Beschere allen Haus⸗ herren und Hausfrauen gute Dienstboten;: 4 AUUU unnumnm 2— 6⁵⁴ * W Sie unn num mumum 7— +— 2* — Allgemeine Gebete.— allem Gesinde aber verleihe herzliche Liebe und Gehorsam,‚ Treue und Redlichkeit. Laß dir, o Herr, alle Menschen befohlen sein und gieb einem jeden, was er bedarf. Insbesondere erbarme dich aller Armen und Elenden; tröste alle Traurigen und Betrübten; nimm dich der Kranken an; bekehre alle Verbrecher und erlöse alle un⸗ schuldig Gefangenen. Versorge die Witwen und Waisen, trage die Alten, stärke und tröste die Sterbenden. Sei gnädig allen, die uns feind sind, und mache sie uns freundlich Gh unfen Halte in deiner Gnade alle, die sich unserem Gebet befohlen haben und die du gar wohl kennst.(Insbeson⸗ dere bitten wir dich für u. s. w. Hier sind etwaige besondere Fürbitten einzuschalten.) Zuletzt aber laß dir, lieber Gott, noch be⸗ sonders befohlen sein alle unsere Ange- hörigen in der Nähe und in der Ferne; behüte sie vor allem Übel, gieb ihnen alles Gute und regiere sie mit deinem heiligen Geiste. Sei mit ihnen und uns allen heute und alle Tage, und hilf uns endlich, wenn unser Stündlein kommt, aus zum ewigen Leben. Amen. Lied Nr. 304: Herr, höre! Herr, erhöre! nummnummn F*A 40 Huinunnn unuummn ü 1— Allgemeine Gebete.— muntun 4. Luthers Morgensegen. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir. Ps. 63, 7. Das walte Gott Vater, Sohn und hei— liger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch be⸗ shüten vor Sünden und allem übel, auf ⸗ 6 daß dir all mein Thun und Leben gefalle. 5 Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 291: Vater unser im Him⸗ melreich. 5. Kuthers Abendsegen. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen. Ps. 119, 55. Das walte Gott Vater, Sohn und hei⸗ liger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag so gnädiglich uimnunmmummnun unum Zunn 188 2 numimn V I 8. 2 —— 2 ad unuummununum — Margen- und Abendgebete.— muninnz behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht gethan und dich beleidigt habe, und mi diese Nacht auch so gnädiglich behüten. J befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 386: Hinunter ist der Sonnen Schein. dit age der Mache. 6. Morgengebet am Sonntage. Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4. Vater des Lichts, der du das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute und alle Zeit das wahr— haftige Licht, Jesum Christum, in unsere Herzen und lasse ihn darin leuchten und alle Finsternis vertreiben, damit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne ö II. Mlorgen⸗ und Abendgebekr auf + Funmmem Tunnunun unmunnn 6⁵5⁷ nun umm 88 „ Alit uumum 2 Aumununnunmnnnunmmununumunnumunnunnunununumunmn um IIuun ad — Muargen- und Abendgebete.— erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch die Sünde in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; darum lehre uns selber durch deinen heiligen Geist aus deinem Worte, wie wir uns zu dir bekehren und dir im Glauben gehorsam werden können. Lieber himmlischer Vater, wir danken dir im Namen Jesu Christi, daß du uns in der vergangenen Nacht vor jedem Unfall so väterlich bewahrt und gesund zu diesem Tag hast kommen lassen. O getreue Liebe, laß doch mit der ver⸗ gangenen Nacht auch das Gedächtnis unserer Sünden vor deinem Angesicht vergangen sein. Und weil heute der Tag der Aufer— stehung deines Sohnes ist, so erwecke uns vom Schlaf der Thorheit und Trägheit un⸗ serer Herzen zu einem neuen Leben in dir. Vater des Lichts und Geber aller guten und vollkommnen Gaben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres Herzens höchste Freude und Wonne sein.? Lehre uns durch dasselbige den alten Men⸗= schen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist in rechtschaffener Ge⸗ rechtigkeit und Heiligkeit. Gieb uns zu diesem Ende reichlich die Gabe deines hei⸗ ligen Geistes, daß wir schnell und aufmerk⸗ unn minn K. nimz innun FII mu⸗ 6 A 658 8 Iuiumn A mu⸗ 6 4 Iuiumn A — Margen- und Abendgebete.— . sam seien, am heutigen Tage dein köstliches Wort zu hören, langsam aber zu reden allerlei eitle Dinge und faule Geschwätze, die nicht zur Besserung dienen und nicht holdselig sind zu hören. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag ent⸗ heiligt, und schenke uns sehende Augen, hörende Ohren, verständige Herzen, zu mer⸗ ken, wo es uns fehlt. Pflanze dein Wort selbst in uns, daß es unsere Seelen selig mache. Gieb auch allen denen, die hier und an andern Orten der ganzen Christen⸗ heit heute dein Wort verkündigen, die Gabe des heiligen Geistes, daß sie deine und nicht ihre Worte predigen, und daß sie solches thun mit fröhlichem Aufthun ihres Mundes zum Heile derer, die sie hören. Ja komme selbst mit deinem heiligen Geiste zu uns und halte deinen Sabbat und Feiertag in unseren Seelen. Laß unser Herz deinen Tempel sein, in welchem dein Geist durch wahren Glauben das Verdienst deines Sohnes uns zueigne, uns in rechter Liebe gegen dich entzünde, zu dankbarem Gehorsam führe, und wir also einen dir gefälligen Gottesdienst alle Tage verrichten. Fuhre uns aus Glauben in Glauben, aus Liebe in Liebe, aus Kraft in Kraft, aus Leben in Leben, aus Licht in Licht, bis 9( * H 8 — Morgen- und Abendgehete.— an das Ende unserer Wallfahrt, bis wir würdig werden, jene Welt zu erlangen und den ewigen Sabbat mit dem Volke Gottes in den sicheren Wohnungen des Friedens zu feiern; dann wollen wir dich für alle deine Liebe und deine Wohlthaten herzlich lieben, loben und preisen ewiglich, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. Lied Nr. 3: Licht vom Licht, erleuchte mich. 7. Abendgebet am Sonntage. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Pf. 92, 2, 3. Herr, allmächtiger Gott und himmlischer Vater, wir danken dir von Grund unserer Herzen für deine Güte und Wohlthat, die du uns an diesem heiligen Tag so väterlich erzeigt hast. Insbesondere sagen wir dir Lob und Dank für dein göttliches Wort, welches du uns auch heute hast verkünden lassen, und bitten dich, du wollest uns sol⸗ ches allezeit rein und lauter erhalten, auch dasselbe immer weiter ausbreiten und deine Kirche mehren und gnädiglich schützen und munn IItiitinltunt iunnnun Z +* — uimuummun nununm D ummin R — Margen- und Ahendgebete.— bewahren. Wir bitten dich auch, du treuer Gott, als deine lieben Kinder, du wollest uns bei deinem allein seligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsre Herzen mit deinem heiligen Geist er⸗ leuchten, daß wir mögen erkennen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich gethan haben, auch die verborgenen Fehler, durch deine Barmherzigkeit uns vergeben, und in der kommenden Nacht uns eine christliche Ruhe verleihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Hilf endlich, lieber Vater, daß wir durch deine Gnade ein neues, dir wohl⸗ gefälliges Leben anfangen zu unserer Seelen Seligkeit, in Christo Jesu, deinem lieben Sohn, unserem einigen Helfer. Amen. Lied Nr. 151: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Chrift. 8. Morgengebet am Montag. Der Herr, unser Gott, sei uns freund⸗ lich und fördere das Werk unserer Hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. Ps. 90, 17. O Herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit nmnnm umm DRD — Margen- und Abendgebete.— von neuem an. Laß deshalb deine ewige Liebe und Treue, die uns mit deinem Segen bisher überschüttet hat, auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß du uns bis hierher gebracht hast? Wir sind allzumal Sünder und man⸗ geln des Ruhms, den wir an dir haben sollten. Ach, so gedenke denn auch heute unser nach deiner großen Barmherzigkeit und nach deiner Verheißung, daß alle, die an deinen Sohn glauben und nach diesem Glauben leben, nicht sollen verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott unser Heil! Lehre uns heute und die ganze Woche thun nach deinem Wohlgefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Wir wissen nicht, was uns in dieser angefangenen Woche begegnen kann. Ach, behüte uns vor allem üÜbel, behüte unsere Seele und unseren Leib, un⸗ seren Eingang und Ausgang. Wehre allem Bösen, welches uns das Ziel unseres Chri⸗ stenlaufs verrücken könnte. Laß uns auf⸗ sehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, damit alles, was wir thun, in dir gethan sei! Gieb zu unserer Arbeit dem Leibe Kraft und Gesundheit, dem Gemüte Ruhe und Zu— mumm minn Add V 40 ii Iunumun — Morgen- und Ahendgebete.— aumunn friedenheit und erhalte uns den Segen, den du seither uns hast zufließen lassen. Er⸗ nähre, versorge, beschütze uns. Gieb uns Weisheit, unsere Zeit wohl anzuwenden. Legest du uns eine Last auf, so hilf sie uns auch tragen, und laß uns allezeit er⸗ fahren, daß du ein Gott seiest, der uns von allem Übel erlösen will. Sei mit uns und zeige uns dein Heil. Und wie alles auf dich wartet, so segne auch heute und in dieser Woche alle dir wohlgefällige Arbeit und gieb, daß ein jeder sich redlich nähre und mit gutem Gewissen vor dir wandle. Ja, denke an uns und segne uns! Segne, die dich lieben, beide, Große und Kleine! Segne uns je mehr und mehr um deines lieben Sohnes, Jesu Christi, willen. Amen. Lied Nr. 365: Aus meines Herzens Grunde. 9. Abendgebet am Montag. Ich liege und schlafe ganz in Frieden; denn du allein, Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Ps. 4, 9. Ich lobe und preise deinen heiligen Namen, ewiger Gott, daß du mich erhört und mein Gebet nicht verschmäht hast, das ich heute in der Morgenstunde vor dein ——— SS——— *— int R uimmm Aumm * 3 ununn lebe, bis mein Abend dieses zeitlichen Lebens — Maorgen- und Abendgebete.— heiliges Angesicht gebracht habe. Ich preise dich mit Herz und Mund nach dem Maße deiner Gnade, die du mir dazu darreichest, beides für die erkannten und unerkannten Wohlthaten, die ich heute wieder von dir empfangen habe. Ich preise dich auch für das Kreuz, welches du mir, als einem Jünger Jesu, täglich auflegst, um meine Seele von den Lüsten dieser Welt zu ent⸗ wöhnen und zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt zur Ruhe, lieber Vater! Ich lege mich in deine Arme, in gläubigem Vertrauen auf deine Gnade. Schließe du mir mit deiner segnenden Vaterhand die Augen zu und bleibe indessen vereinigt mit meinem Geiste. Behüte gnädiglich meinen Leib und meine Seele und alles, was du mir gegeben hast. Behüte insbesondere auch alle meine Lieben und laß sie niemand aus deiner Hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt, vornehmlich meiner Mitbrüder und Mitschwestern in Christo Jesu, und laß sie auch einer Frucht aus meinem armen Gebet theilhaftig wer— den.— An dem morgenden Tag aber öffne wieder meine Augen und erfülle meinen Mund aufs neue mit deinem Lobe, damit ich so lange dich preise und dir zur Ehre uni munum 3 D 664. mnmun V — Morgen- und Abendgebete.— herankommt, du meinen Leib ins Grab zur Ruhe legst und mich aufweckst zum großen Freudentag deiner Kinder, da meine Sonne ewiglich nicht untergehen wird, son⸗ dern ich immerdar in Wahrheit und Klar⸗ heit vor dir leben werde! Amen. Lied Nr. 300: Ach, Gott, verlaß mich nicht. 10. Morgengebet am Dienstag. Bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Güte aus über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen. Ps. 36, 10, 11. O du allmächtiger Gott und Vater des Finsternis den Morgen machst und die Sonne dem Tage zum Lichte giebst, dir bringe ich das frühe Dankopfer meines Mundes dar, weil du mich das Sonnen- licht nach der Finsternis wieder hast er— blicken und den Tag gesund antreten lassen. Ach, Herr, laß mit dem Tageslicht mir und den Meinen, allen Christen und allen Menschen, meinen Freunden und denen, die mir feind sind, auch deine Gnade neu auf⸗ *Æ A&r 2 Lichts, der du wohnest in einem Lichte, da; niemand zukommen kann, der du aus der Tr mimnum Fnmunm nummmß — Maorgen- und Abendgebete.— gehen. Gieb allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, neues Leben und neue Selig⸗ keit! Laß mein Glück und meine Wohlfahrt hervorbrechen, wie die schöne Morgenröte, und wenn ich in Finsternis und Schatten des Todes wandle, so sei du mein Licht. O Herr Jesu Christe, du Sonne der Ge⸗ rechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnade in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und erfreue dasselbe. Lehre mich denken an dein Gericht, bewahre mich vor den Werken der Finsternis, laß mich in deinem Lichte wan⸗ deln, dir folgen, immer frömmer werden und dereinst gelangen zu deiner himmlischen Klarheit um deines Verdienstes willen! Amen. Lied Nr. 373: Hüter, wird die Nacht der Sünden. 11. Abendgebet am Dienstag. Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Ps. 143, 2. Herr, du Hüter Israels, der du weder schläfst noch schlummerst, gedenke unser und wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine Hand decke alles, was da lebet! Erhöre in dieser Abendzeit, 666 — D—7 uinnn nun — Morgen- und Abendgebete.— o barmherziger Vater, aller frommen Chri⸗ sten Abbaruf. Schone nach deiner großen Güte derer, die heute wider dich gesündigt haben. Laß niemand unter uns deiner Gerichte vergessen und daß wir offenbar: werden müssen vor dem Richterstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibes Leben, es sei gut oder böse. Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden; denn es ist uns gesetzt einmal zu sterben und dann das Gericht!— Gieb, daß alle, die heute uneins mit einander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Ach, erbarme dich auch derer, die ohne Andacht und Gebet sich niederlegen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, welche diesen Tag über müde geworden sind. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Hilf den Reisenden zurecht, die jetzt noch auf der! Straße wallen. Schaffe denen ihr Unter⸗ kommen, welche heute keine Herberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über den Kranken, pflege der Kinder und Säuglinge, kürze die Zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei, die heute eine elende Nacht haben werden.— SS. DR= Uumumm — Maoͤrgen- und Abendgehete.— Behüte unsere ganze Gemeinde in dieser Nacht vor Lärm und Aufruhr, vor Not und Gewalt, vor Feuers- und Wassers— gefahr, vor Mord und Totschlag, vor allem Schaden und Unglück. Hilf, daß alle, die für uns wachen, treulich auf ihrer Hut stehen, und erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus der Finsternis dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht! Amen. Lied Nr. 296: O Gott, du frommer Gott. 12. Morgengebet am Mittwoch. Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Ps. 143, 10. Lieber himmlischer Vater, durch deine Gnade bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür deinen heiligen Namen. Deine Güte ists, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. So laß auch an diesem neuen Morgen und immerdar das rechte göttliche, geist⸗ liche und himmlische Leben, das aus dir mununnn Annmnnun — ie 668 2 aunenn ummmn ...— — Morgen- und Abendgehete.— ist, durch den Geist der Gnade in mir neu werden, damit nicht ich lebe, sondern Chri⸗ stus in mir. Dir ergebe ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was dir wohlgefällt. Reinige, läutere und bewahre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ sei; denn ich begehre keine Ehre, als deine Kind⸗ schaft, keinen Reichtum, als die Gerechtig⸗ keit Christi, keine Freude, als die gnaden⸗ reiche Einwohnung deines heiligen Geistes. Für meine leibliche Notdurft wirst du wohl sorgen; denn du hast gesagt: ich will dich nicht verlassen noch versäumen. Doch bewahre mich vor Müßiggang und laß mich arbeiten, nicht aus Geiz, sondern weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen und deine Güte über alle deine Geschöpfe. Gedenke deiner Kinder, die dich kennen und in der Einigkeit des Geistes verbunden sind, als lebendige Glieder an ihrem hochgelobten Haupte, Jesu Christo. Laß unser aller Gebet ein Gebet sein vor dir durch Christum, in welchem du uns dir selbst angenehm gemacht hast. Sei du eine ewige Vergeltung denen, die mir Liebe be— weisen. Meine Beleidiger siehe mit erbar⸗ mendem Auge an und vergieb ihnen, gleich⸗ 4———— unnunß — Morgen- und Abendgebete.— wie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine Anverwandten lege ich in deine Liebes⸗ arme. Kirchen und Schulen, Obrigkeiten und Unterthanen befehle ich dir, mein Gott. Ach, siehe an das Sündenelend in allen Ständen; mache dich auf und hilf uns, daß deine Ehre gerettet und des gottlosen Wesens ein Ende werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir schreien. Herr, mein Gott, verschmähe mein Gebet nicht, sondern erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Nr. 111: Zeuch ein zu deinen Thoren. 13. Abendgebet am Mittwoch. Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen; merk auf mich und erhöre mich. Ps. 55, 1, 2. Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Ich sage dir Lob und Dank für alles Gute, das du mir in meinem bis⸗ herigen Leben erwiesen hast, für allen Segen, mit welchem du mich im Leiblichen, wie im Geistlichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den du mich immer wieder erfahren, und alle Rettungen, welche du mir ohne mein Verd umunun ienst und Würdigkeit — Maͤrgen- und Abendgebete.— hast zu teil werden lassen. Insbesondere danke ich dir von ganzem Herzen für deine Gnade und Wohlthat, die du mir, o Gott, an dem vergangenen Tage erzeigt, für die Freude, die du mir geschenkt, für den Schutz gegen alle ÜUbel des Leibes und der Seele, den du mir gewährt, und für die Langmut und Geduld, womit du meine Fehler ge— tragen hast. Ich bin zu gering aller Barm⸗ herzigkeit und Treue, die du an mir gethan hast, und bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen und womit ich bis heute und auch diesen Tag deine Gnade mißbraucht habe. Herr, gehe nicht ins Gericht mit mir, sondern erbarme dich mein und laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In deine Hand befehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Ver⸗ mögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Decke mich mit deinem Schilde und bewahre mich vor allem übel und vor aller Gefahr. Laß mich morgen wieder fröhlich erwachen, damit ich aufs neue dir die Opfer meines Dankes bringe und meinen Christenlauf zu deinem Preise fortsetze. Und wenn einst die Nacht auch für mich kommt, da niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige inum E= Illnn — Morgen und Abendgehete.— Hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Nr. 298: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 14. Morgengebet am Donnerstag. Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor dir beten! Herr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir schicken. Ps. 5, 2—4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du uns bis auf diese Stunde lebendig erhalten hast, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen und preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die du wiederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. Du hast uns sicher ruhen lassen, unseren Leib und alle unsere Kräfte neu erquickt und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines freund⸗ lichen Lichtes. Du, unser Gott und Herr, erforschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken; wir aber müssen mit herzlichem Leid bekennen, daß wir nicht also vor dir wandeln, wie sichs gebührt, und des Ruhmes mangeln, den wir vor dir haben sollten. Wir sündigen oft und; Ilin uuu⸗ aall ——: 672 ³ ummim⸗ 4 5— Maorgen- und Ahendgehete.— werden übereilt von unserem eignen Fleisch und Blut. Es ist uns leid, ja es ist uns leid, daß wir dich so oft versuchen. Ach, Vater, vergieb uns doch um deines Namens willen unsere Übertretungen! Gedenke der Fürbitte deines Sohnes, unseres gekreuzig⸗ ten Heilands, und nimm uns wieder zu Gnaden an. Du bist ja unser Vater; von Ewigkeit her ist das dein Name. Dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Siehe, o Herr, unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Gnaden⸗ ihand gegeben hat, befehlen wir in deine 3 7 ö treuen Vaterhände. Sei du unser und aller Menschen, die dich erkennen und fürchten, Licht und Heil. Sei mit uns in all unserem Thun; gieb, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in den du uns gesetzt hast. Laß alles wohl gelingen; laß uns⸗ auch heute unser täglich Brot nach deiner Zusage von deiner Hand mit Danksagung empfangen. Ach, Herr, bewahre unsere unge und alle unsere Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit, um Jesu Christi, unseres Heilandes, willen. Amen. Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. —— —— * 15. Abendgebet am Donnerstag. Behüte mich, wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Ps. 17, 8. Lieber, barmherziger Gott und Vater! Wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch deinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. Wir sind nicht wert aller der Güte und Treue, die du auch heute wieder an uns gethan hast. So du, Herr, wolltest Sünde zu⸗ rechnen, wer wird bestehen? Aber du bist langmütig und freundlich und lässest dich gnädig finden denen, die dich suchen. Darum bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, welche wir in Ge⸗ danken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser Nacht und alle Zeit unseres Lebens vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich beschirmen. Zu dir steht unsre Hoffnung; denn du bist unser Gott, der Hort, auf den wir bauen. Darum laß deine Augen offen stehen über uns und decke uns mit deinem Schilde. Laß uns heute in Frieden entschlafen und morgen fröhlich zu deinem Preise wieder erwachen. — + 72— Uum * 11 — Margen- und Abendgebete.— umm 67⁴4 i 5 45 2 ES L A.s-. D um 2— f Vulint uunnunun — Morgen- und Abendgebete.— Führe uns durch Nacht zum Licht, bis endlich der letzte Tag unseres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnädig in die ewigen Hüt⸗ ten. Amen. Lied Nr. 396: Hirte deiner Schafe. 16. Morgengebet am Freitag. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von meiner Missethat und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. Ps. 51, 3—5. Gnädiger und liebreicher Gott! Ich erhebe in dieser Morgenstunde mein Herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner göttlichen Majestät, von welchem mir Zeit meines Lebens und auch wieder in der der⸗ gangenen Nacht so viele Wohlthaten zuges⸗ flossen sind. Du bist in derselben meine Stärke und meine Burg, mein Schutz und; Schirm gewesen. Mitten in der Finsternis! hast du an mich gedacht und, da mich die dunkeln Schatten umgaben, mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen unummmunnm munum 0 — .—..——— Uunununmumunummnumm iumun Unmununn unnumm — Morgen- und Abendgebete.— heiligen Namen; du hast Großes an mir gethan, deß bin ich fröhlich. Sei, o lieb⸗ reicher Gott, auch heute mein Beistand, leite mich nach deinem Rat und nimm mich endlich mit Ehren an. Gieb mir heute und allezeit, ein, was ich reden soll, daß ich nichts Übles rede; lehre mich, was ich thun soll, daß ich nichts Böses thue, Laß deines Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken sich von dir verirren wollen. Und da der heutige Tag ein Ge⸗ denktag des Leidens und Sterbens meines Herrn und Heilands ist, so stelle sein Kreuz vor meine Augen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle Lust meines Herzens zur Sünde erlösche. Laß mir diesen Freitag einen rechten Freiheits⸗ tag von allem Bösen werden und einen Wegweiser zur herrlichen Freiheit der Kin⸗ der Gottes. Gedenke auch im Leiblichen an mich und segne mich; laß mich aber auch alles Irdische als ein vergängliches Gut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, sondern nach dem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, so erhöre mich; wenn ich ausgehe, so begleite mich; wenn ich heim⸗ kehre, so weiche nicht von mir. Umgieb mich und die Meinen mir deinem Schutze, iunnm ³ 5 unnnumm mmmm ⁰ ummun ⸗ — Maorgen- und Abendgebete.— daß wir den Abend fröhlich erleben. Halte traurige Botschaft fern und laß uns hören Freude und Wonne. Amen. Lied Nr. 62: Wenn mich mein Sünden kränken. 17. Abendgebet am Freitag. Herr, auf dich traue ich; laß mich nim⸗ mermehr zu schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit. Ps. 31, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunderbare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn errettet hast. Also hast du die Welt ge⸗ liebt, daß du deinen Eingebornen dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. O unermeßliche Liebe, du gabst den Sohn dahin, um den Knecht zu erlösen und jeder Gewalt des Bösen zu ent⸗ reißen. Wie sollen wir dich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? Laß dir wohlgefallen das Stammeln unseres Mundes und den kindlichen Dank unseres Herzens. Vernimm in deiner Herr⸗ lichkeit die schwachen Seufzer unserer Seelen, die wir dir darbringen für alle Erbar-— mungen, womit du uns in deinem Sohne, D unserem Heiland, zu Hülfe kamst. Er starb unmumnumem mum ummmunnunmnn un Fumnmunm — — Morgen- und Abendgebete.— für unsere Sünden und stand auf zu unserer Gerechtigkeit und herrschet nun in Ewigkeit zu deiner Rechten und bittet für uns. Du hast ihm alle Macht gegeben, daß in seinem Namen sich unsere Kniee beugen und alle fe. zu bekennen sollen, daß er der Herr ei zu deiner Ehre. Gott, allmächtiger Vater, gelobet sei dein heiliger Name in Ewigkeit! O mache uns würdig, himmlischer Vater, der großen Verheißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen hast, und laß uns immer reichlicher zum Genusse deiner Gnade gelangen. Würdige uns tie⸗ ferer Blicke in das Geheimnis deiner Er⸗ barmungen und zerstreue alle Finsternisse unseres Herzens durch die Strahlen deines ewigen Lichtes. Stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Er⸗ lösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf uns stärker ihn lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. Lied Nr. 387: Mein schönste Zier und Kleinod bist. 18. Morgengebet am Samstag. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden und Iummummiummm. 678 7 + D mimm 3.— ——. auun nununnun : — Maorgen- und Abendgehete.— die Erde und die Welt geschaffen worden, bist 90 195 von Ewigkeit zu Ewigkeit. Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet; denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend der Armen und sein Antlitz vor ihnen nicht verborgen! Ja, du erhörst das Gebet, du getreuer Gott; darum kommt alles Fleisch zu dir. Du machst fröhlich, was da lebt, beides des Morgens und des Abends. Auch in dieser Nacht hast du uns wieder geholfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß einer Woche er⸗ leben. O 7 deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Darum danken wir dir für alle deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Ach, gieb doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken und des Morgens deine Gnade, des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Und hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise und unser Thun und Lassen dich ehre. Heilige du uns zu Opfern, die dir angehören und die da lebendig, heilig, un⸗ sträflich und dir wohlgefällig sind. Dazu erwecke uns alle Morgen; wirke beständig in unseren Herzen durch deinen heiligen Geist und mache uns zu neuen Menschen, uuum 72 munng iutüü — — Morgen- und Abendgehete.— auf daß wir in dir bleiben und einen Fels des Heils haben mögen, wenn auch eine Woche um die andere dahinflieht. Es ist ja alles eitel; alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blume. Das Gras verdorrt, die Blume fällt ab, du allein bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Darum nehmen wir unsere Zuflucht zu dir und bitten dich: sei unser allmächtiger Schutz und leite uns an deiner Hand, daß wir nicht von deinen Wegen abweichen. Hilf uns zu einem gesegneten Schlusse die⸗ ser Woche; segne uns zu ernstlicher Selbst⸗ prüfung, damit wir unsere Gedanken und Werke dieser Woche überschauen und mer⸗ ken, wo wir gefehlt haben, und uns de⸗ mütigen vor dir. O Herr, wirke du selbst in uns eine wahre Buße an Herz und Sinn. Bereite uns zu, daß du unter uns wohnen könnest; mache uns den heutigen Tag zu einem stillen Vorsabbat unserer Seelen, da⸗ mit wir morgen deinen heiligen Sabbattag im rechten Segen feiern mögen. O treuer Vater, schenke uns heute deine Hilfe unter allen Umständen und laß nichts Böses über uns herrschen. Sei uns gnädig und er⸗ fülle an uns deine Verheißung: es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, nummun 2 2 * *— Uttumunm̃ * 2 8 * RD — Morgen- und Ahendgebete.— aber meine Gnade soll nicht von euch wei⸗ chen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Ja, offenbare an uns deine Treue, Vater, Sohn und heiliger Geist. Hilf, o Herr, und laß alles wohlgelingen. Erhebe dein Angesicht über uns und gieb Am deinen zeitlichen und ewigen Frieden! men. Lied Nr. 375: Gott, du Licht. 19. Abendgebet am Samstag. Herr, lehre mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Nun, Herr, weß soll ich 3— trösten? Ich hoffe auf dich. Pf. 39, Danket dem Herrn, denn er ist freund⸗ lich und seine Güte währet ewiglich! Ich lobe dich täglich und preise auch jetzt, am letzten Abend dieser Woche, deinen heiligen Ninunn + Itlitttuin — Murgen- und Ahendgehete.— Hnnunn Namen. Denn wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? Du hast in dieser Woche nicht mit mir gehandelt nach meinen Sün⸗ den und mir nicht vergolten nach meiner Missethat, hast mir Leben und Wohlthat erzeigt und durch dein Aufsehen meinen Odem bewahrt; des Tages bin ich unter deinem Schatten gesessen, und des Nachts durfte ich unter deinem Schirm ruhen. Du warst und bist meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Darum danke ich dir von Grund meines erzens, und wenn du auch mich und die einen mit allerlei Leiden dieser Welt heimsuchst, so lobe ich doch deine Güte, die I—1 Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergieb mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider dich, mei⸗ nen Nächsten und mich selbst in dieser Woche begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz durch das Blut deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und wie du aus Gnaden mir meine Sünden erlässest, so neige auch mein Herz, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Ich weiß ja nicht, ob ummmun 2 du nicht mit dem Ende dieser Woche und 2 T munnn RE — Margen- und Abendgehete.— in dieser Nacht mich aus dem zeitlichen Leben abrufst. Darum laß mich weder in der Sünde des Zornes und der Unversöhn⸗ lichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Jesu Christo, meinem Heiland, erfunden werden. Herr, du bist unsre Zuflucht für und für! Sei mit mir, mit den Meinen, mit allen Men⸗ schen, schütze und schirme sie und laß sie immerdar deine Wege gehen. Durch deine Kraft bereite alle, die nach dir fragen und dein Heil lieb haben, daß ein jeder das Werk, das du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende, es komme heut oder mor⸗ gen, eine Befreiung von dem Dienst des vergänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes in jener Welt sei. Bereite uns zum ewigen Sabbat, da nicht Leid noch Geschrei noch Schmerz mehr ist, sondern Freude in Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten. Das thue, lieber Vater, um Jesu Christi, ö deines Sohnes, willen. Amen. Lied Nr. 402: Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit. ununn I5 . * ununmm 2 — Pesigebete.— III. Meatgebete. 20. Auf Weihnachten. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Er⸗ löser. Ps. 19, 15. Ewiger und allmächtiger Gott, du hast also die Welt geliebt, daß du deinen einge⸗ borenen Sohn sandtest, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir danken dir dafür von Grund unserer Herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, dein Sohn Jesus Christus, und unser Fleisch und Blut angenommen, damit er durch sein Leben unser Leben heilige und durch seinen Tod dem Tode die Macht nähme und Leben und unvergängliches Wesen an das Licht bringe durch das Evangelium.— Wir bitten dich herzlich, verleihe uns die Gnade, daß wir dir unser Leben lang danken und von Tag zu Tag mehr erkennen, wie uns dein Sohn gemacht ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und Waenelt d daß wir alles für Schaden achten gegen die überschweng⸗ liche Erkenntnis Jesu Christi. Gieb, daß ⁴ 1 — Festgehrte.— wir an ihn, unsern Heiland, Lanfrichhs glauben, uns ihm gänzlich ergeben, ihm willig dienen in Heiligkeit und Gerechtig— keit, und durch ihn deine Kinder und Mit⸗ erben sein mögen deiner ewigen Herrlich— keit. Ehre sei dir in der Höhe, Friede auf Amen und den Menschen ein Wohlgefallen! men Lied Nr. 37: Ich steh an deiner Krippe hier. 21. Sum Jahreswechsel. Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten, wie ein Gewand; sie werden verwandelt, wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Ps. 102, 25—- 28. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Erden zu Ende ge⸗ bracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Ach, Herr und Gott, wie groß ist deine Gnade, die du uns seither erzeigt munnumun immn E. + .3. W mumumummun — munum — Feotgebete.— uumum Hin hast, da wir doch durch unsere Sünden so viel Strafen verdient hätten. Wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Treue. Wir bitten dich aber auch durch deinen Sohn, unsern Heiland, gehe nicht mit uns ins Gericht und vergilt uns nicht nach unserer Missethat, sondern vergieb uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte Unreinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus- und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu segnen. Gieb uns rechten Mut, rechten Glauben und rechte Werke. Nimm von uns alles Herzeleid, und weil wir im künf⸗— tigen Jahre, wie in unserer ganzen Lebens⸗ zeit, vor allem deines Schutzes bedürftig sind, so halte deine Gnadenhand väterlich über uns.— Getreuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort, heilige alle Lehrer und Prediger; erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute That. Segne Väter und Mütter, regiere Kinder und Gesinde. Be⸗ wahre uns vor Krieg und Blutvergießen, Ium Huinmnumm Iuume 686 V —. unnnn. ö Wh EI unummmn F— 18 — Fesigebete.— vor Feuers⸗ und Wassersnot, vor Teurung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut; gieb Frieden im Lande, un⸗ seren Herzen Frieden, unserem Leibe Ge⸗ Aiiiitunuumn⸗ sundheit. Segne unsere Nahrung und för⸗ dere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die Frommen, bringe zurecht? die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Wai⸗ sen, versorge die Armen, tröste die Elenden, errette die Bedrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden, durch Jesum Chri⸗ stum, deinen lieben Sohn, unseren Heiland und Erlöser. Amen. Lied Nr. 48: Nun laßt uns gehn und treten. 22. Auf Charfreitag. Der Gerechte muß viel leiden, aber der Herr hilft ihm aus dem allen. Ps. 34, 20. Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer Demut preisen wir deine Gnade, daß du deines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hast zum Opfer und Lösegeld für unsere Sünden.— Herr Jesus Chri⸗ mnmumß E:— 3 68⁷ unnnn Tunun Re 5 11 F * 5— Fesigebete.— stus, du Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht mit unseren Sünden, und um unserer Missethat willen bist du verwundet. O laß es uns nie ver⸗ gessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir Friede hätten für unsere Seelen. Treuer Heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung voll⸗ bracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todes⸗ kampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Ergreife uns mit der Hand deines heiligen Geistes und versetze uns in die Gemeinschaft deines Lebens, daß von heute an unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere Herzen durch die Liebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nachtragen im Glauben und in Geduld. Herr Jesu, wie du selbst deinen Geist be⸗ fohlen hast in die Hände deines himmlischen Vaters, so befehlen auch wir im festen Vertrauen auf die Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in 2—— unnn e ude — Feotgebete.— deine allmächtige Hand.— Laß, Herr, das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedensbotschaft werden bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit rühmen. Denn du, Herr, hast uns erkauft mit deinem Blute; du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewig— keit. Amen. Lied Nr. 63 O Haupt voll Blut und Wunden. 23. Auf Ostern. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Ps. 150, 6 Wir loben und preisen dich, allbarm⸗ herziger Gott, und danken dir von Herzen, daß du deinen Sohn, Jesum Christum, den großen Hirten der Schafe, ausgeführt hast von den Toten und ihm die Herrlich-— keit gegeben, welche er hatte, ehe denn die Welt war. Und dir, du großer Sieges- fürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Auferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß — 7 unmmm min mimmm. numnun — Testgebete.— wir gewiß werden, du seiest um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir die Frucht und Kraft deiner herrlichen Auferstehung recht an unseren Seelen fühlen und den beständigen Trost empfinden, daß weder Tod noch Hölle uns schrecken können. Er⸗ wecke uns durch deinen Geist zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu besiegen und die Werke des Geistes zu vollbringen. Erhalte uns und unseren Nachkommen die Predigt von deiner Auferstehung. Sei mit allen, die für dein Reich arbeiten, damit das Reich dieser Welt seine Macht verliere auf Erden. Kehre ein mit dem Segen deiner Auf⸗ erstehung in alle Häuser und gieb, daß in unserem Lande Ehre wohne, Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Komme zu Hilfe deiner be⸗ drängten Kirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer Kraft; gieb ihr Sieg gegen ihre Feinde. Tröste mit deiner Osterbotschaft alle betrübten Herzen und errette alle, die in Not und Gefahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auf⸗ erstehung einen seligen Heimgang zu deinem und unserem Vater und gieb, daß wir an —888 mnnun un uumimm une Huimin II Huimin ——— ³ — Frotgebete.— jenem Tage fröhlich von den Toten auf⸗ erstehen und mit dir in himmlischer Freude und Herrlichkeit ewig leben mögen. Amen. Lied Nr. 86: Überwinder, nimm die Palmen. 24. Auf Himmelfahrt. Du bist in die Höhe gefahren und hast das Gefängnis gefangen; du hast Gaben empfangen für die Menschen, auch die Ab— trünnigen. Gelobet sei der Herr täglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Ps. 68, 19—21. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, ich sage dir von Herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, sitzet zu deiner Rechten und vertritt uns. wecken aus dem Grabe aller Sünden und zu dir hinauf ziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlangen habe nach den himm-⸗ lischen Gütern. Laß meinen Leib auf Erden HFumem unseren Herren, welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, Ich bitte dich, du wollest auch mich er⸗= — A.. uummm leben und seines Berufes warten, mein — Festgebete.— Herz aber, Gedanken und Sinne laß bei dir im Himmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünden und allem Übel, erhalte mich in deiner wahren Erkenntnis, so lange ich noch hier auf Erden zu leben habe, bis ich einst ganz zu dir komme, dich von Ange-⸗ sicht zu Angesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit. Amen. Lied Nr. 96: Auf Christi Himmel⸗ fahrt allein. 25. Auf Psingsten. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gieb mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Ps. 51, 12—14. O Gott, der du die Herzen deiner Gläu⸗ bigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest be⸗ sucht und begabt hast: ach, gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, ver⸗ schmachteten Herzen aus; erquicke doch dein Erbteil und labe die Elenden. Komm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen so vielfältigen Gaben, daß wir die großen 4 535—1— ³ ö 11 5 Uun uunn Aunnnun immummmunnmm SDa 4 Nuuunnn ——— 3 — Fesigebete.— zummmn Thaten Gottes, welche durch Jesum Chri⸗ stum geschehen, wahrhaftig erkennen und preisen, und mit neuen Zungen dein Wort reden, rühmen und ausbreiten. Komme in deiner Fülle in die Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe, brenne aus alle innerliche Bosheit, samt allen anderen fleischlichen Lüsten und Begierden. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. O du Geist des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit bei einander bleiben und leben. O du Geist der Geduld, gieb uns Geduld in Leidens⸗ zeit und bis ans Ende Beständigkeit. O du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen Händen zu Gott erheben und ihn in allen Nöten an⸗ rufen. Und da wir nicht wissen, was wir bitten sollen, noch wie es sich gebührt, so vertritt du uns mit unaussprechlichem Seufzen. Sei unser Schutz in der Not, unsere Hilfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Komm, du starker Gott, und stärke die Schwachen, lehre die nuumn Zunnnum 693 —eeeeee—m— 3 F 0 — feoigehete.— Elenden deinen Weg, hilf den Gefallenen auf, bringe die Irrenden zurecht und er⸗ ö halte sie bei deiner treuen Hand. Komm, o du ewiges Licht, sei unser Licht im Finstern, unser Heil im Leben, unser Trost x im Sterben und führ uns auf ebner Bahn ö zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne mit allen Engeln und Auserwählten dort in deinem Reiche am rechten Pfingsttag rühmen ö und preisen immer und ewiglich. Amen. ö 1 Lied Nr. 110: O heiliger Geist, kehr 4 0 bei uns ein. 6 26. Am Bußtage. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So du willst, Herr, Sünde zurechnen: Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. 130, 1—3. Herr der Welten, Richter der Seelen, Vater in Christo! Heute bekennen wir dir ö unsere Sünden, und ein Volk von vielen Tausenden bekennt sie dir mit uns. Wir ö sind ja allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten, und 3 555— 8 ⁰⁰ 6 94 munnmemnunnmum 8—2—... — Festgebete.— ———.——— wenn unsere Lippen hiervon schwiegen, so würden unsere Thaten reden. Bei dir, Herr, aber ist Gnade und Erbarmung, darum sinken wir vor dir nieder und bitten dich: Herr, gehe nicht mit uns ins Gericht und vergilt uns nicht nach unserer Misse⸗ that. Barmherzig und gnädig bist du, ge⸗ duldig und von großer Güte, und kein Wechsel des Lichts und der Finsternis ist in dir. O lege das Gefühl davon recht tief in unsere kranken, verwundeten Herzen; laß uns nicht erliegen unter der Last unserer Schuld. Siehe an unsere Trauer und unser Heimweh nach deinem Himmel. Siehe auch an unser Vertrauen auf die Gnade, die du uns angeboten hast in Christo. Um Jesu Christi willen vergieb uns unsere Sünden. Verstoße uns nicht von deinem Angesicht und laß es nicht mit uns gar aus sein, sondern wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, also erbarme dich auch über uns. Siehe an, Herr, unseren Entschluß, der Sünde abzusterben und der Gerechtigkeit zu leben; gründe ihn, stärke ihn, vollbereite ihn, damit der Zustand unserer Seelen und unserer Werke zu deinem Preise und zu unserer Seligkeit erneuert werde. O er— leuchte unsere Herzen, daß wir rechtschaffene, wahre Buße thun, alle wissentlichen, vor⸗ 69⁵ Stnntm ummunum Iunmummg Q— R* unmm i 0 Imn — Gebete in besonderen Tebenslagen.— Dunununun sätzlichen Sünden fliehen und meiden, hin— gegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben und durch deine Gnade dem wohlverdienten Verderben zeitlich und ewiglich entgehen mögen. Erbarme dich deines Christenvolkes und aller Völker, daß sie suchen und finden dein Heil. Weihe uns zu deinen Tempeln. Sei bei uns in all unserer Not und höre auf unser Flehen in unserer Trübsal. Das alles wollest du thun, o treuer und barmherziger Gott, um des teuern Verdienstes und der kräftigen Fürbitte deines geliebten Sohnes, Jesu Christi, unseres Herrn und Heilands, willen. Amen. Lied Nr. 230: Gott, der du unsere Zuflucht bist. IV. Gebete in besonderen Kebenslagen und Merhältnisgen. 27. Am Beichttage(Vorbereitung zum h. Abendmahl). a. Anleitung zur Selbstprüfung. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es ununm ninum und 88 nuv — — en— 7 2 Iunm — Gebete in besonderen Lebenslagen.— meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 139, 23—24. Erforsche und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich ge— sinnt bist,— so wenig frei von Leiden-⸗ schaften,— so voll von Regungen der bösen Lust,— so unbewacht in Rücksicht auf das, was den Sinnen schmeichelt,— so ergeben vielen eitlen Träumereien,— so sehr geneigt zum Äußeren, so nachlässig in Rücksicht auf das Innere,— so schnell aufgelegt zur Freude und Zerstreuung,— so schwer zu bewegen zur Reue und Zerknirschung,— so bereit zur Gemächlichkeit und Unthätig⸗ keit,— so träge zur Verleugnung deiner selbst und zur Tugendübung,— so be— gierig, Neues zu hören und Schönes zu sehen,— so wenig bereit, das Geringe und Verachtete dir gefallen zu lassen,— so be— gierig zu haben, so karg im Geben, so hartnäckig im Behalten, so unvorsichtig im Reden, so unenthaltsam im Schweigen,— so unordentlich im Betragen, so heftig im Handeln,— so unmäßig in Speise und Trank,— so taub gegen Gottes Wort,— so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit,— so munter zu unnützem Ge⸗ schwätz, so schläfrig zu frommen Betrach⸗ Flnmunuueunumnnnunimnunnnnumninenuntümunmunmeinn : nummunmmme FV S — Gehete in besonderen Lebenslagen. ͥ— tungen,— so nachlässig im Gebet, so lau im Gottesdienst, so kalt beim Abendmahl,— so schnell zerstreut, so selten ganz gesam⸗ melt,— so plötzlich zum Zorn bewegt, so leicht bereit, andern wehe zu thun, so streng im Tadel, so vorschnell zum Verdammen,— so wenig treu den Freunden, so unversöhn⸗ lich gegen die Feinde,— so fröhlich im Glück, so verzagt im Unglück,— so voll frommer Entschlüsse und so arm an guten Werken. (Die Selbstprüfung kann auch nach den 10 Geboten geschehen.) Der Mensch prüfe sich selbst und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber das Gericht. 1. Cor. 11, 28, 29. b. Sündenbekenntnis. Ich bekenne dir meine Sünde und ver⸗ hehle dir meine Missethat nicht. Ich sprach: ich will dem Herrn meine Übertretung be⸗ kennen; da vergabst du mir die Missethat meiner Sünde. Ps. 32, 5. O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missethat und mummmn rt ummmß — 2 —* DDIRDR . Uununtninunn; V — Gebete in besonderen Tebenslagen.— munmmn Sünde, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Darum bitte ich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens ö und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu ö Christi, meines Heilands, willen, du wollest mir meine Sünden verzeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich durch sein Eingeben mein Leben bessere und von Herzen fromm werde. Ach, Gott, sei mir Sünder gnädig! Amen. c. Gebet um Vergebung der x Sünden. „„Die Angst meines Herzens ist groß, führe mich aus meinen Nöten. Siehe an* meinen Jammer und Elend und vergieb ö S mir alle meine Sünden. Ps. 25, 17, 18. Mein Gott und Herr! Meine Seele ist betrübt, mein Herz voll Angst und mein ö Gewissen voll Traurigkeit um meiner ö Sünden willen. Sie gehen über mein Haupt ö und sind mir wie eine schwere Last. Du aber bist voll Gnade. Darum komme ich zu dir und flehe: gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine Barmherzig⸗ keit, die von der Welt her gewesen ist. munmmm —— — Gebete in besanderen Tebenslagen.— Vergieb mir um deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen und die Sünder selig zu machen. Hier bin ich als verlorenes Kind; nimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. Hilf mir meine Sünden herzlich bereuen Und deine Verzeihung mit gläubigem Herzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heiligen Geist, daß ich hinfort ein christliches und gottseliges Leben führe und dir allezeit diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie es dir wohlgefällig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mahles deines lieben Sohnes gereichen zur Kräftigung meines schwachen Glaubens, zur Besserung meines sündlichen Lebens und zum Pfand meiner ewigen Seligkeit. Und sollte ich wieder straucheln und fallen, dann, Herr, richte mich auf um deines heiligen Namens willen. Hilf, daß mein Leben eine stete Buße sei, daß ich mich allezeit nach deinem Wort und Willen richte, bis ich endlich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und keine Sünde mehr begangen wird, wo man dich anschaut und dir dient in vollkommener Liebe und Freude von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 224: Meine Seele, voller unm Fehle. 4 70⁰ D unnmm — Gehete in hesonderen Pebenslagen.— uunnnun 28. Am Abendmahlstag. a. Vor dem Abendmahl. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Pf. 23, 1—3. Herr Jesus Christus, mein getreuer Hirte und Bischof meiner Seele, du hast gesagt: ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nim-⸗ mermehr dürsten. Siehe, ich komme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himmlischen Mahles machen. Bewahre mich vor dem Einen, daß ich unwürdig von dem heiligen Brot esse und von dem heiligen Kelche trinke und damit mir selbst esse und trinke das Gericht. Gieb rechte Reue über meine Sünden in mein Herz und festen Glauben an dein heiliges Verdienst zum Trost in meine Seele. Gieb mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen Feinden vergebe, und tilge in mir 701 Finunm E 2 iumm *D — Gehete in besonderen Pebenslagen.— die Wurzel aller Bitterkeit und Feindselig⸗ keit. Pflanze in mein Gemüt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Nächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, ich komme zu dir mit Sün⸗ den beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Unreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selig. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine kranke Seele, heile sie; ein Herz, das 6 Mangel hat an wahrer Gottseligkeit, Hei⸗ 6 6 ligkeit und Gerechtigkeit, erfülle es mit dei⸗ ner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Liebe, deiner Demut und Sanftmut, deiner Ge— duld und deinem Frieden. Du wahrhaf—⸗ tiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Nur in dir habe ich volles Genüge, darum bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, wie du ge⸗ sagt hast: wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Amen. Lied Nr. 202: Ich komme, Herr, und ö suche dich. mmn . 4 II Brüder, zum Wachstum in der Gottselig⸗ — Gebete in besanderen Tebenslagen.— b. Vor dem Hintritt zum Tische des Herrn. O Gott, sei mir armem Sünder gnädig; gieb deinen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stär⸗ ken, mein blödes Gewissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. c. Nach dem Abendmahl. Ich danke dir, Herr, mein Gott, von gauzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, 12. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und danke dir für deine unaussprechliche Güte, daß du mich armen, unwürdigen Sünder mit dem Leibe und Blute deines Sohnes Jesu Christi gespeist und getränkt hast. Ach, Herr, ich bin zu gering aller Barmherzig⸗ keit und Treue, die du an mir thust. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß an mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die SPSPISIIIISISIT — Gebete in besonderen Tebenslagen.— — 33— ummemmn. 7 minun ——————..— keit, zur Geduld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in Hoff⸗ nung, geduldig in Trübsal, laß mich an⸗ halten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnade ge.⸗ faßt habe, durch deine Kraft nun auch ins⸗ Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des Fleisches überwinden möge. Er⸗ halte deine Kirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt aus zu deinem himmlischen Reiche, das du aufgerichtet hast durch Jesum Christum, welchem sei samt dir und dem heiligen Geiste Dank, Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 207: O Jesu, meine Wonne. D RE d. Gebet eines Kranken vor dem Abendmahl. Ich will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen. Ps. 55, 17. Mein Herr und Heiland, der du das Seufzen der Elenden hörst und ein ge— ängstetes und zerschlagenes Herz nicht ver⸗ achtest, blicke auf mich in meiner Trübsal 0 uimmin U — 704 88 Aiuumun 2— —— gefallen meine Wege gehe. Herr, wie du — Gebete in besonderen Tebenslagen.— und Anfechtung in Gnaden herab und er⸗ quicke meine Seele, die nach deiner Erbar- mung dürstet, mit himmlischem Troste. Nahe dich zu mir in deinem heiligen Mahle und stärke mich durch den Genuß deines Leibes und Blutes. Gieb mir Kraft, daß auch Krankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Lehre du selbst mich deinen Tod auf rechte Art verkündigen und an dein Leiden und Sterben, deine Marter und Pein und alles gedenken, was du für mich gethan und ge⸗ litten hast. Ich weiß, daß ich in deinem Mahle dich selbst empfange zur Versöhnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht soll verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Erhalte mich bei diesem beseligenden Glauben und stärke ihn durch deine Kraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast du bestimmt, daß ich abscheiden soll von dieser Erde, so scheide nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Kampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ists aber dein gnädiger Ratschluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser argen Welt, dann reinige mir Herz und Sinn, daß ich nach deinem Wohl⸗ ummemmn. ununn Anunnun Iumum ——— RZ—— 70⁵5 — + Allittt Iiunmetnu — Gebete in besonderen Tebeaslagen.— willst, so schicks mit mir im Leben und im Sterben. Amen. Lied Nr. 294: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. e. Gebet eines Kranken nach dem Abendmahl. Ich danke dir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Namen. Ps. 52, 11. O du gnädiger und getreuer Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du mich durch dieses heilige Mahl erquickt und gestärkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest durch diese himmlische Speise und durch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich demütig unterwerfe und auch unter Kreuz und Trüb⸗ sal deinen Namen preise. Gieb, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christo. Amen. Lied Nr. 295: Laß mich dein sein und bleiben. ium Ainmummn A 706 Add 8—— yanE — Gehete in bezonderen Lehenslagen.— 29. Gebete in Krankheit. A. Herr, sei mir gnädig, heile meine 55.44 denn ich habe an dir gesündigt. 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Krankheit heimzusuchen. Meine Kraft hat mich verlassen, mein Odem ist schwach, meine Heiterkeit dahin; Mattig— keit und Schmerzen haben meine Glieder befallen, und mein natürliches Leben ist dem Grabe nahe. Allmächtiger, der du gesagt hast:„Ich bin der Herr, dein Gott“, zu dir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Ver⸗ trauen. Vor allen Dingen bitte ich dich, daß du dich gnädig meiner Seele anneh-⸗ men, mir um Christi willen meine Sünden vergeben und mir Hoffnung und Glau⸗ bensfreudigkeit im Tode schenken wollest. Laß die Krankheit meines Leibes zur Ge- sundheit meiner Seele gereichen, daß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärke und meine Buße aufrichtiger und ernsthaft mache. Sei mir freundlich, mein Gott, in diesem Leiden, und laß die Gebeine, die du zerschlagen hast, wieder — 560 mumunun Iun DA — Geheie in besonderen Lebenslagen.— Freude und Wonne fühlen; denn ich habe niemand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Not. O mein Vater, du hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen; erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir christliche Geduld und Gelassen— heit; läutere meinen Glauben in der Hitze der Trübsal und segne den Gebrauch der Arzneimittel zur Wiederherstellung meiner verlorenen Gesundheit. Herr, du Allmäch— tiger, bei dir ist kein Ding unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder ge⸗ sund machen. Bin ich noch nicht bereit zum Sterben, noch nicht reif für die Ewigleit, 0o so verlängere noch meine Gnadenzeit. Reiß mich nicht weg aus dem Lande der Lebendigen, sondern stärke mich noch ferner durch deinen Geist, daß ich künftig als ein fruchtbarer Baum dir wohlgefällige Früchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich dir hei⸗ ligen will, wenn du mich wieder aufkom—⸗ men lässest. Sollte aber in deinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Ach, nur selig, welchen Ausgang mm m ununnur Uumum Iummem — Gebete in besonderen Lebeuslagen.— auch die Krankheit nehmen wird: sie mag zum Leben oder zum Tode sein, laß sie nur zu deiner Ehre und zu meinem wahren Besten dienen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; Herr, dir sterbe ich; Herr, dein bin ich tot und lebendig. Amen. Lied Nr. 293: Auf dich hab ich gehoffet. b. Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Ps. 25, 17. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Erkenntnis erleuchten, daß ich in demselben aus der Finsternis dieser Welt und meiner schweren Krankheit zu dir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zur rechten Hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; errette mich aus der Hand des Feindes unserer Seelen, tröste und stärke mich, erhalte mich in deiner Erkenntnis und im festen, starken Vertrauen auf deine große Gnade und 709 unnunumununmununnunnummmm 3.— Suunmrirr 2 RD 4 zininnütitiiütüütüür üri. 2e — Gebete in besonderen Tebenslagen.— unniun Aumun Barmherzigkeit. Ach, Herr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit gläubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich er⸗ löset, du getreuer Gott! Und wenn ich aus Schwachheit und Größe meiner Krank⸗ heit solches nicht mehr könnte mit dem Munde reden, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seufzen. Amen. Lied Nr. 439: Christus, der ist mein Leben. C. Morgengebet eines Kranken. Ich komme frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ps. 119, 17. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neu ist, sei gelobt und geprie— sen, daß du mich armen Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen und deine über mich er— neuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach, so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesum Christum, das ewige Licht, mit seiner Gnade mir ³²en nnr. 710 unnum 7 umm errette mich! Dir befehle ich meinen hin⸗ — Gebete in besanderen Lebenslagen.— leuchten bis ans Ende, daß ich selig ein—⸗ schlafen möge in seiner seligmachenden Er⸗ kenntnis. Nun, Herr, dein Wille geschehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht verderbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich! Mein treuer Hei⸗ land, Herr Jesu, erbarme dich meiner! O heilger Geift, du Tröster in aller Not, erbarme dich über mich und gieb mir deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. d. Abendgebet eines Kranken. Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Ps. 27, 1. Deinem Namen, mein treuer Gott und Heiland, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß du mir diesen Tag hast über⸗ winden helfen, und daß deine Kraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner Heimsuchung und seufze zu dir: ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfe! Siehe doch an meinen Jammer und mein Elend, vergieb mir alle meine Sünden und S....................———— . umm mmummm lumun umun —— — Gebete in besonderen Lebenslagen.— um — fälligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele. Laß meinen Leib ruhen, die Seele aber stets zu dir wachen, damit ich deine herrliche Ankunft mit Verlangen erwarte. Stärke mich im Glauben und in der Ge⸗ duld also, daß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Gnade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Hei⸗ land und Erlöser, um deines bitteren Lei⸗ dens und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: Herr, es gescheh dein Wille. e. Gebet der Eltern bei Erkrankung eines Kindes. Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz er⸗ füllt. Die Freude an unserem lieben Kinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Augen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser Herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, all⸗ mächtiger Helfer; denn bei dir ist kein c umum( 8 unmm : Hummmmm — Gebete in besonderen Lebenslagen.— Ding unmöglich. Gebiete du, dann wird die Krankheit weichen; laß es dein Wohl⸗ gefallen sein, so werden wir die heißersehnte Freude haben, unser Kind genesen zu sehen. Doch es ist dein Kind, du bist sein rechter Vater; denn du hast es geschaffen und in der heiligen Taufe als dein Kind aufge— nommen. So hast du ein größeres Anrecht an es, als wir. Deshalb, dein Wille ge— schehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Vor dir liegt ja alle Zukunft wie ein aufgeschlagenes Buch, 4 und du weißt am besten, was unserem teuren Kinde heilsam ist, Leben oder Ster-— ben. Gedenkst du es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es auch bewahrst vor den Sünden dieser Welt und es frühe führest zu deinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, ö o Herr, wollen wir es von neuem freudig( aus deiner Vaterhand nehmen als leben⸗ digen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber schenke uns auch Kraft“ und Weisheit, es für dich und dein himm lisches Reich zu erziehen. Endlich, getreuer Gott, laß uns wieder vereinigt werden( in dem Himmelreich unseres Herrn und Hihiummunmnnumnmumunnemmnnmumemnumnunmnumemnumunmmmunmimmnunmmmnnnn. 0 DQ····ãĩ D ä.. 713 2 Aunnununmemn IIlitim — Gebete in besonderen Tebenslagen.— Heilandes Jesu Christi, da, wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr unsre Freude stört und wo wir in vollkommener Selig-— Am dich ewig loben und preisen werden. men. Lied Nr. 333: Befiehl du deine Wege. f. Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken. Hilf uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für den Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit, die höher ist, als alle Weisheit dieser Welt, geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit Demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Thränen. Ach, verwandle unsere Angst und Traurigkeit durch Erhörung unseres heißen Gebetes in Freude und Wonne. Hilf, Helfer, hilf; denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. In deinem heiligen Worte hast du uns ja gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: Ist es möglich, so laß uns den min unnn —— E Uunm uin D 2 — V —8 76—³4—4³H—FeccFcSccccf 2 * V W————— uunnun — Gebete in hesonderen Tebenslagen.— bittern Kelch der Trennung nicht trinken, gieb vielmehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Ratschluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der Höhe den Scheidenden und uns, die Zurück⸗ bleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hinüberblicken in die ewigen Wohnungen, wohin diejenigen, die vor uns sterben, vorangehen und wohin wir ihnen folgen werden. Laß ihn und uns alle feststehen im Glauben an unseren Erlöser und Hei— land, der dem Tode die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott thut, das ist wohlgethan. g. Fürbitte der Angehörigen für einen Sterbenden. Wo ist Jemand,‚, der da lebet, und den Tod nicht sehe? Ps. 89, 40. Heiliger, barmherziger Vater, siehe in; = ³ 2 numme — Gebete in hesonderen Tebenslagen.— num minnn dem Tode ringt. Erbarme dich seiner in seiner letzten Angst! Erbarme dich seiner im Gerichte! Wir empfehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast. Erlöse sie von allem Übel und nimm sie auf in deine Hände! Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todes⸗ kämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Not! Du hast seine unsterbliche Seele erlöst zum ewigen Leben. Rufe den schei⸗ 0 denden Geist in die Heimat zu dir, auf daß er deine Herrlichkeit schaue. x Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Kraft diesem Sterbenden, dessen Auge jetzt bricht. Stärke ihn in seinem letztem Kampfe; hilf ihm durch⸗ dringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden! Amen. Lied Nr. 453: Unser keiner lebt ihm selber. h. Kurze Sprüche, Sterbenden vorzusprechen. O Vater, ich befehle meinen Geist in Gnaden an unseren Miterlösten, der mit deine Hände! Du hast mich erlöset und ³ —24——————47F.. 5 2 —+= 8 * tm u — Gebete in besonderen Lebenslagen.— wirst mich auch jetzt erlösen, o Herr, du getreuer Gott! Amen. Ach Herr, erlöse mich von allem Üübel und hilf mir zu deinem himmlischen Reiche! Amen. Herr Jesu, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu Hilfe in meiner Todesnot und vor deinem Gerichte! Amen. Herr, ich warte auf dein Heil! Führe mich nach deinem Wort ins rechte Vater-⸗ land! Amen. Herr Jesu, dir leb ich, Herr Jesu, dir Amen. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünf— tiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. Herr, dein Wille geschehe! Amen. sterb ich; dein bin ich kot und lebendig! 30. Gebet nach dem Verscheiden eines Kranken. Nun, Herr, weß soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Pf. 39, 8. Ue dtitrrdtrrextrrtrexrrrrerdrkrEEEEEP n SDSSiiiiieeeeee‚e—————. 8 ummmm; 14 2— inn V— Ien ium Æαν eec—— —p mummnn Iunum EMi 3225 mununn — Gebete in besonderen Tebenslagen.— Herr, allmächtiger Gott und Vater, ver⸗ leihe unserem Dahingeschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gieb ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Helfer und Beistand und laß uns deine Güte und Gnade reich— lich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und Heiland, geleite die Seele unseres Entschlafenen, die du selber durch dein Blut erkauft hast, in die Herrlichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. Lied Nr. 242: Ich weiß, an wen ich glaube. 31. Dankgebet nach erlangter Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben 000 0 F miunnn mmnnumm num Auumum erlöst; der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Ps. 103, 1—4. Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhöret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Herzeleid in Herzensfreude verwandelt. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele ange⸗ nommen, daß sie nicht verdürbe. Stricke des Todes umfingen mich, und ich dachte: nun bin ich gar dahin. Aber du hast mein Flehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen hast! Ich will sie verkündigen, so lange ich lebe. Ge— lobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewig⸗ lich! Getreuer Vater, wende nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sondern voll— führe das gute Werk, das du in mir ange⸗ fangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich hinfort nicht mehr sündige, damit mir nicht Ärgeres widerfahre, sondern daß ich dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und 719 ————— A1iun Htw + — — Gehete in besonderen Lebenslagen.— 3 ummmmnunumm 4 ———— miunmun SR.. — Gehete in besonderen Tebenslagen.— Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, deinen starken Helden, über mir, daß sie mich auf meiner Lebensreise begleiten und auf den Händen tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott; sei nicht fern von mir; eile, mir immerdar beizustehen, Herr, meine Raltt auf daß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewig— keit. Amen. Lied Nr. 137: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. 32. Gebet in innerer Anfechtung. Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Ge—⸗ setzes nicht. Führe meine Sache und er— löse mich; erquicke mich durch dein Wort! Pf. 119, 153, 154. Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mich in der heiligen Taufe zu deinem Kinde aufgenommen und durch dein Wort geheiligt und bisher in demselben er—⸗ halten hast. Fuummem ummunmm ́́....— 720 munmmmmmmz unmmminn nunum ũiq;ã·a//ðr III — S *: — Gebete in besanderen Tebenslagen.— Weil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen bin und täglich geängstigt werde, so daß ich meine Be— trübnis nicht aussagen noch beschreiben kann, so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke, noch von dir geschieden werde. Mit trau— rigem Herzen stehe ich des Morgens auf, mit betrübtem Geiste esse ich meine Speise, mit Angst lege ich mich nieder und habe keine Ruhe in mir. Ach Gott, siehe an meinen Kummer! Ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen dienen, aber ich ver⸗ mag es nicht; wie stark ich mich wehre und wider das Elend meines Herzens streite, ich bin zu schwach zu diesem großen Kampfe. Darum hilf mir Schwachem, o du starker Gott, und gieb mir deinen heiligen Geist, daß er mich tröste und erfreue in aller meiner Traurigkeit. Ich bin ja dein im Tode und im Leben, und weder Gegen⸗ wärtiges noch Zukünftiges, weder Trübsal noch Angst kann mich scheiden von dir und? deiner Liebe, obgleich ich jetzt in Angst und Kummer schwebe. Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht unerhört lassen, sondern alle Angst aus meinem Herzen nehmen. 721 31 + 0 nnun unnu um Ununmt 9110 0 .———*—5 88— DEEE— 8 nunmin nunun — Gebete in besonderrn Tebenslagen.— Darum will ich dich für deine Güte rühmen, loben, preisen, dir danken und dienen hier und in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 334: Auf den Nebel folgt die Sonn. 33. Gebet in äußerer Armut. Ich bin arm und elend; der Herr aber sorget für mich; du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht! Ps. 40, 18. Allmächtiger, allbarmherziger Gott und Vater, der du die Schicksale der Menschen in deiner Hand trägst und jedem das seine zuteilst nach deinem Wohlgefallen, von dir kommt Armut und Reichtum, Mangel und Überfluß. Ich preise deine Güte für alle deine Gaben und danke dir für alle deine Geschenke, selbst für die in den Augen der Menschen kleinsten und geringsten. Ich danke dir auch für die Armut, die du mir beschieden hast; denn du weißt am besten, was deinen Menschenkindern zum Frieden dient, das große Gut des Reichen, oder die Arbeit, Sorge und Bangigkeit des Armen. Du hast ja Gedanken des Friedens mit mir mitten in meiner Armut und Not; nur mein schwaches Herz will nicht tragen, was du mir auflegtest. Darum bitte ich R — 2 2 umunmm. Aummd 2 8. e 2 2* 722 nunun ⁰⁰⁸ uimunn — — Gerbete in besonderen Tehenslagen.— dich, stärke und tröste mich und laß an mir wahr werden das Wort deiner Ver— heißung: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Erhalte und mehre in mir den tröstlichen Glauben an deine väterliche Güte und Er— barmung und an die Gewißheit, daß denen, die dich lieben, alle Dinge müssen zum besten dienen. Es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde; so mache denn mein Herz fest, im Aufsehen auf dich treu— lich auszuharren in meinem Elend, aber auch treu und fleißig zu wirken und zu arbeiten, daß ich mein bescheiden Teil Speise dahinnehme. Bewahre mich durch deine Kraft vor aller Trägheit, vor aller Untreue, vor allem Verzagen und allem Murren. Lehre mich in Geduld leiden, was ich nach deinem Ratschluß leiden soll, immerdar aber auch auf dich hoffen und dir ver-⸗ trauen. Und da du die Herzen der Men⸗ schen lenkest wie Wasserbäche, so erwecke mir liebreiche Freunde, die sich meiner Not annehmen und als deine Boten an mir Barmherzigkeit thun, wie du sie an ihnen gethan hast.— Gieb mir ein dankbares Herz, daß jede Gabe der Menschen mich bereit mache zum Lobe gegen sie und gegen dich, den Geber aller guten und vollkom— NP 0 unn Tiliunnn— —— SI. 723 nunmmnn unmimnunn 2*———. 2 E* 8 — Gebete in besoanderen Pebenslagen.— menen Gaben.— Vor allem aber stehe mir bei durch deinen heiligen Geist, daß ich mich nicht gegen dich versündige in meiner Armut, und daß meine Not mich nicht errege, deine und der Menschen Gesetze zu übertreten. Laß mir vielmehr mein Elend zur Besserung dienen und lehre mich erkennen, daß, gleich wie Gold durchs Feuer, also werden die, so dir gefallen, durchs Feuer der Trübsal bewährt. Lehre mich, daß Trübsal bringt Geduld, Geduld aber bringt Erfahrung, Erfahrung bringt Hoff— nung, und Hoffnung läßt nicht zu schanden werden.— Ja, Herr, laß mich nicht zu schanden werden; sende den Armen wieder bessere Zeit und gieb meiner Seele die rechte Kraft, auch das ÄArgste zu über— winden und das Feld zu behalten. In deine treue Vaterhand befehle ich mein Leben; du bist der Armen Schutz und Zu— versicht. Amen. Lied Nr. 328: Von Gott will ich nicht lassen. 34. Gebet in allgemeiner Nolt. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben; darum fürchten wir uns 72⁴ * + 2 + 7 Unnumm uunmum FV — Gebete in besanderen Tebenslagen.— nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten ins Meer sänken. Ps. 46, 2, 3. O du Richter alles Fleisches, der du nicht nach dem richtest, was vor Augen ist, sondern das Herz ansiehst, erwecke unsere Herzen, daß wir uns freiwillig richten, damit wir nicht von dir gerichtet werden. Wir wissen und fühlen es, daß wir die große Not, welche du uns gesandt hast, wohl verdient haben durch unsere mannig⸗ faltigen und großen Sünden. Aber dennoch bringen wir unsere Klagen vor dich, weil die dringende Gefahr uns antreibt, vor dir niederzufallen mit Bitten und Flehen. Ach, räche nicht die Untreue und Falschheit des menschlichen Herzens, sondern erwecke uns aus dem Schlafe der Sicherheit, damit wir uns nicht mehr versündigen, und erlöse uns von Schuld und Strafe um deines Sohnes willen! Beweise also an deinen Geschöpfen anstatt des gedrohten Unter⸗ gangs deine große Geduld und Erbarmung, auf daß wir Vertrauen zu dir schöpfen, uns in der Not an dich halten und nach ihr beständig an dir hangen. Hilf uns aus unseren Trübsalen! Ergreife die Deinigen durch deine starken Rechte, reiße sie aus der Gefahr und laß sie deine Kraft à Z Unminn ö 2551 726 3 — Gebete in besonderen Tebenslagen.— und Gnade erfahren! Den Blöden und Schwachen sende Rettung, daß sie im Elend nicht verzagen, und den Trostlosen komme zu Hilfe, daß sie ihre Trübsal überwinden! Segne uns die jetzige Gefahr zur rechten Buße, und leite die Feinde deines Wortes zur Umkehr, daß ihr Gewissen aufwache und sie die Zeit der Gnade recht anwenden. Mache allen fleischlichen Trost zu nichte, hinter welchen sich so viele verstecken möch⸗ ten, und füge es also, daß wir nur auf dich trauen und bauen; denn deiner Hand können wir nicht entfliehen. Verlaß an den heimgesuchten Orten die Deinen nicht und erbarme dich auch derer, die wider dich sind. Und weil so manche dir bisher nur wenig gedient haben und gehorsam waren, so lehre sie auf dein Wort merken, deine Stimme in ihrem Gewissen wahrnehmen und so ihr ewiges Heil suchen.— Ach Herr, laß alle Gnade finden, die im Namen Jesu Christi vor dich kommen. Sei barmherzig gegen dein armes Volk, und schone deiner Geschöpfe, die du gemacht hast. Gieb allen Seelen Buße und Vergebung der Sünden, erhöre diejenigen, welche mit dem Tode ringen, und erzeige dich ihnen gnädig und freundlich! Wir trauen auf dich; denn wir haben einen Gott, der da hilft, einen 8 innumm 8 8 so ihn fürchten. RDi Siumum umutz unmmmn — Gebete in begonderen Tebenslagen.— Herrn, Herrn, der vom Tode errettet. Amen. Lied Nr. 418: Wenn wir in höchsten Nöten sein. 35. Dankgebet für Errettung aus der Not. s. 103. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat! Der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Ver⸗ derben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler. Der Herr schafft Gerechtig— keit und Gericht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mosen wissen lassen, die Kinder Israels sein Thun. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn halten. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, So fern der Morgen ist D— umumm — Gehete in besonderen Tebenslagen.— vom Abend, läßt er unsere übertretungen von uns sein. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Denn er kennet, was für ein Gemächte wir sind; er gedenkt daran, daß wir Staub sind. Der Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blühet wie eine Blume auf dem Felde. Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr. Die Gnade aber des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindes— kind, bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie darnach thun. Der Herr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über alles. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Wortes. Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen thut. Lobet den Herrn, alle: seine Werke an allen Orten seiner Herr⸗= schaft. Lobe den Herrn, meine Seele! Amen. ½˙9 2 Y uummmmn uummeumnunnun nunnnen uimmmnn SEE— —— * 3 —. * *— Aullununuumnunmmimß⸗ Zumuumunmummum Gokkesdienskorduung unn mmunmunununummumununnun für den Geburtskag Sr. Küniglichen Boheit des Grossherzogs von Bensen. Lied der Gemeinde. „Komm, heiliger Geist“, oder ein anderes passendes Eingangslied. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Lasset uns zu dem allheiligen Gott also beten: Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, in tiefer Demut erkennen und bekennen wir vor dir, daß wir durch Gedanken, Worte aad Finmmnn Der Geistliche: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.à unnn unnm V7 unmmm unnn V RD — Gaitesdienstardnung.— und Werke deine heiligen Gebote vielfach übertreten haben. Wir haben dich nicht geliebt von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte, auch nicht unsern Nächsten wie uns selbst, und sind abgewichen von deinen Wegen. Aber un⸗ sere Sünden sind uns von Herzen leid, und mit reuigem Gemüte suchen wir deine Gnade.— Siehe erbarmend auf uns herab, vergieb uns um deines lieben Sohnes, un-⸗ seres Herrn und Heilandes, willen und sende uns deinen heiligen Geist, damit wir allem Bösen von ganzem Herzen entsagen und dir dienen mögen in der Gerechtigkeit, welche dir wohlgefällt. Chor: Amen. Amen. Amen. Der Geistliche: Der allmächtige Gott erbarmt sich über uns und vergiebt uns alle unsere Sünden, so wir Buße thun und glauben an den Namen seines ein-⸗ geborenen Sohnes, der um unserer Sün⸗ den willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket ist. Darum sei gelobet der Herr, der Gott aller Gnade, denn er hat besuchet und erlöset sein Volk, hat uns aufgerichtet einen Fels des Heils und unsere Füße gesetzt auf den Weg des Friedens. Amen. 2 unnunnnu unmm 2 un * — ummmm Iummmememmnm —— — Goitesdienstordnung.— Chor: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war von Anfang, jetzt und immerdar, von Ewigkeit zu Ewigkeit.— Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah. Der Geistliche: Ehre sei Gott in der Höhe! Chor: Und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Der Geistliche: Der Herr sei mit euch! Chor: Und mit deinem Geiste. Der Geistliche: Allmächtiger Gott, der du durch deinen heiligen Geist die ganze Christenheit heiligest und regierest, erhöre unser Gebet und gieb gnädiglich, daß wir dein Wort mit Andacht vernehmen, und alle, die den Namen deines einge—⸗ borenen Sohnes bekennen, in reinem Glauben durch deine Gnade dir dienen, durch Jesum Christum, unseren Heiland und Herrn. Chor: Meine Seele erhebe den Herrn, und mein Geist freue sich Gottes meines Heilands! Der Geistliche: Vernehmet mit Andacht, was geschrieben steht Psalm 21, 2—8: 731 ummmm⸗ — Gaitesdiensgtordnung.— Herr, der König freuet sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe! Du giebst ihm seines Herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund bittet. Denn du überschüttest ihn mit gu⸗ tem Segen, du setzest eine goldue Krone auf sein Haupt. Er bittet dich um das Leben, so giebst du ihm langes Leben im- mer und ewiglich. Er hat große Ehre an deiner Hilfe, du legest Lob und Schmuck auf ihn. Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden deines Antlitzes. Denn der König hoffet auf den Herrn und wird durch die Güte des Höchsten fest bleiben. Chor: Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah. Oder: 1. Petr. 2, 13—17: Seid unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Ober⸗ sten, oder den Hauptleuten, als den Ge⸗ sandten von ihm, zur Rache über die Übel— thäter und zu Lobe der Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten Menschen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. ununn 2 unminn unnunn — Goitesdienstardnung.— Thut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König! Hauptlied der Gemeinde. 1. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann ein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir beten an und loben dich, wir bringen Ehr und danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken; ganz ohne Maß ist deine Macht, allzeit ge⸗ schieht, was du bedacht; wohl uns des starken Herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, für uns ein Mensch geboren, der uns vertritt vor Gottes Thron und rettet, was ver— loren; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! Predigt. V. U. Fr. G. 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, die Jesus Christ Funnunn unununm ummummm ununnumunnun mimmms(e 2 — unmuummmmmnunun⸗ unnnun munnnm ;——— 8 ² umumm. 1 — Gottesdienstordnung.— erlöste durch Marter groß und bittern Tod, wend unsern Jammer ab und Not; darauf wir uns verlassen! Gebet an dem Altar. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, wir stehen vor deinem Angesicht, um deine Gnade zu preisen, die du verherrlicht hast an unserem Großherzoge und seinem ganzen Hause. Nimm heute, wo wir des Tages gedenken, an dem du unseren Landesfürsten das Licht der Welt hast erblicken lassen, die Opfer unseres Dankes für all den Se— gen, womit du ihn kröntest, gnädig an! Unzählige Wohlthaten hast du ihm vom Anfange seines Lebens bis auf diese Stun-⸗ de erwiesen. Du hast deine allmächtige Hand über sein teures Leben gehalten und bist ihm in allen Gefahren nahe gewesen mit deinem himmlischen Schutze. Du hast auf sein Haupt die Krone gesetzt und ihn auf den Thron seiner Väter erhöht. Schütze ihn auch ferner, du treuer Gott. Erleuchte ihn mit deinem Geiste, daß er sich halte in deinen Wegen und seinen Wandel führe in deiner Furcht. Rüste ihn aus mit Weis⸗ heit, Mut und Kraft, daß er sein Volk zu deinem Preise regiere. Laß ihn ein rechter 734 iummm — ⁰⁰⁷ DA — Gottesdienstardnung.— Schutz und Schirm deiner Kirche sein, damit auch durch ihn ihr heiliges Werk gefördert werde. Verbreite die Erweisungen deiner Güte über die Großherzogin, seine Gemahlin, über den Erbgroßherzog, über das ganze Großherzogliche Haus und alle, die ihm anverwandt sind. Gieb unserem Fürsten allezeit treue Diener, die mit Weis⸗ heit, Gerechtigkeit und Liebe ihres Amtes warten, und laß ihre Dienste gesegnet sein. Gieße deinen Geist aus in alle Kirchen und Schulen, in alle Herzen, Familien und Ge— meinden, damit ein lebendiger Glaube und eine thatkräftige Liebe wachse und sich mehre in unserem ganzen Volke. Vereinige Fürst und Volk durch das Band der Liebe und des Friedens. Beschütze unser ganzes deutsches Vaterland und wende gnädig alles ab, was seine Ruhe und seinen Wohlstand stört. Segne den Kaiser und laß wohl ge⸗ lingen, was er zu Deutschlands Ehre und Wohlfahrt unternimmt. Hilf einem jeden in seiner Not, und sei ein Heiland aller Menschen, vorzüglich deiner Gläubigen! Herr unser Gott, dir befehlen wir unseren Großherzog und sein Haus, unser Volk und alle Menschen. Herr, wir bauen auf dich; gelobt sei dein hochheiliger Name! Amen. miummm — Gottesdienstardnung.— Lied der Gemeinde. I. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut und noch jetzund gethan. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edeln Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der bei— den gleich, im höchsten Himmelsthrone, dem ewig höchsten Gott, als es anfänglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar! Ssegen. EE Zunmmumun ummen uunnun DSE— munnaun ö —*———————— ö — 129 H x I n