für die Evangelische Kirche im V S2 6 Großherzogtum Bessen. V Darmstadt. G. Jonghaus'sche Hofbuchhandlung, Verlag. 1907. Gesangbuch für die Evangelische Kirche Im Großherzogtum Hessen. V ö Darmstadt. G. Jonghaus'sche Hofbuchhandlung, Verlag. A 1907. — Nr. I. Der Tag des Herrnn 1— 14 Am Morgen 1— 3 2 0 Anfang des Gottesdienstes. 4—10 um Schlusse des Gottesdienstes.. 11—14 II. Apventttitti 15— 30 1I1. Weihnachteen t7Äm 31— 45 IV. Jahreswechsel 46—52 u. 402 V. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 53— 57 VI. Passion · 58— 75 Begräbnis Jesiu 73—75 VII. Osteerrrrr v 76— 92 MII. Himmelfahrrrt 93—105 I. Pfingsteeeen 106—121 Schlußlied der Weihnacht⸗, Oster⸗ und Pfüngstzeitt 122 X. Trinitatisfesste 123.—127 XI. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder... 128147 XII. Kirche und Gnadenmittl 148—210 KirchGed 148—176 Hirchweihh 165—166 Ausbreit.d.Kirche(Missionslieder) 167—176 Gnadennüttel 177—21⁰ Wort Gottes 177—183 Sarramente 18⁴4—210 Romr Taufe 184—187 Onfirmatioeon 188—194 Das heilige Abendmahl... 195—-210 Vor und während der Feier 195—-206 Nach der Feier 207—210⁰ XIII. Wiedergeburt und Heiligung.. 211—360 Buße 211.23³⁰ Glaube und Rechtfertigung. 231—242 Heiligung 243—360 Siehe Christi 243—267 Lieklen 268-290 Gebet 291—303 Allgemeine Fürbitte 304—305 Berden und Freuee 306—324 ertrauen 325—360 IV XIV. Lieder für besondere Zeiten, Stände und Werhältnisef 3 Jahreszeiien 361—364 Frühlinng 361 Sommerr 362 Herbste 363³ Winter 364 Morgen 365—379 Mittag 380—385 Vor Tische 380—382 Nach Tischhhe 383—385 Aberr ũ3 386—401 Fuür Kinder 40¹ Am Schlusse der Woche 402—403 Beruvꝛd 404—407 Ehe und Hausstadddd 408—415 Dorigteett 416 Predigtamͤett 417 Allgemeine Nott 418—420 Krieg und Frieden 421—423 Mißwachs und Teuerung... 424 Ernie 425—427 Wetterlieder 428—429 Reiseae ñv—: 430 Krantheit 431—432 Am Geburtstagge. 433 m Atterr 434—435 H—70 Dinggee SPPPPPP 436—476 Sterhilieder 437—457 Begrähnislieder 458—466 Beim Tode von Eltern... 467—468 Beim Tode von Ehegatten... 469—471 Beim Tode von Kindern... 472—476 Gericht und Ewigkeit. 477—500 436—500 Anhang geistlicher Lieder für Jugendgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde S. 429 (Nr. 501—572). Liturgische Gesänge S. 495. Gottesdienstordnungen S. 502. Gebete zur häuslichen Andacht S. 509. Verzeichnis der Lieder S. 537. Wnn VIU —43⁵5 —500 und 429 I. Der Tag des Berrn. Am Morgen. I. (mel. Mmein Jesu, dem die Seraphinen.) E N 1 + 22...‚‚.‚— 1 EE + 3.* 1 x Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen; er 05=be dich, ge⸗ Es kommt der an⸗ge⸗neh⸗me Morgen, da Gott zu ru⸗ hen + N* 1I4 5— E— E. 2.—.—.——. +— pt! 4 da Gott zu ruhen hat be⸗foh⸗len und —— — selbst die Ru⸗ he ein⸗geweiht. Auf, auf! die ihm ge⸗raub⸗te , n In Frn en nen, Hnnin in Heim, Feenn Sn, E Run 1. ———————.————— i. Zeit in sei⸗ nem Dien⸗ste ein⸗zu⸗ ho ⸗ len. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß stille stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Vermehrung seines Ruhms die Werke deines Priestertums in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott! ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein Winken acht; wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie werde ich in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz? Wie bet ich, wenn er nicht das Herz durch seine Gnade mir erneuet? 4. Kann meine Harfe lieblich klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich die finstre Nacht durchdringen, wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden wenn deine Flamm nicht in mich fährt und mich in deiner Lieb verzehrt und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer zu seinem Tempel eingeweiht: hier ist dein Herd, hier ist dein Feuer, die Fülle deiner * Nr. 2 Der Tag des Herrn. 2 Herrlichkeit, dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade; dein Licht und echt, das Himmelsbrot, des Geistes Frucht und dein Gebot erfüllen diese Bundeslade. 6. In deinem Haus will ich mir bauen die Hütte, bis ich scheid einmal. Indessen gib mir, dich zu schauen, o Lebenslicht, den Gnadenstrahl! So feir ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Ruh in dir; ach, habe du dein Werk in mir! Vollführe, was du hast begonnen! 7. Wenn sich des Lebens Werktag enden, so ruh, von allem Frondienst los, mein Geist in Gottes Vaterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder tut, als dich zu lieben, dich zu loben. Chr. Wegleiter, 4 1706. 2. (mel. Unser Herrscher, unser Rönig.) 2 — ö 2 —57——.—— 2—5.—.—.. 2——.. 7 I Fᷓ*— —3* 1. Usen Gott von al⸗ten Se= en des⸗sen 4——5 die des⸗ sen Treu auf al⸗-len Sei⸗ten mich von Ju⸗gend —— EEEEEE— SPSPSPSPSPISISISISISISI PIPIAIAIAIAIAIIAIIIIIII Welt re⸗giert, auf ge⸗führt: Heu ⸗te weckt des Ta⸗ ges Lauf A L.* 11 4 4. N +.. Hi ů——. 1— E ee. mich zu lau⸗ter An⸗dacht auf. 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir 0 zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen betet, singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner, als Gott loben? Was ist süßer, als sein Wort? Da das Herz, zu Gott erhoben, offen sieht des Himmels Pfort! Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigen⸗ tum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kasp. Neumann, 1 1715. — —— ee: 21 4..———— 3 Der Tag des Herrn. Nr. 3, 4 3. (mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Nr. 2.) 7——2 EIE 4 3 I EEEEEEE 1 Licht vom Licht, er leuch-te mich bei dem neu⸗en Gna⸗den⸗son⸗ ne, zei⸗ge dich mei⸗nem muntern Fel N Eür + SSSS. II I ERE 25 Ta⸗ges⸗lich⸗te; An⸗ge⸗sich te; woh⸗ ne mir mit Glan⸗ze bei, daß mein Sab⸗ bat fröh ⸗lich sei. 2. Brunnguell aller Seligkeit, laß mir deine Ströme fließen; mache Mund und Herz bereit, deiner Gnade zu genießen; streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget; sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig, heilig, heilig singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen; gib mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies im Herzen, offenbare dich doch mir, sende meiner Andacht Kerzen immer neues Feuer zu, o du Liebesflamme du! 6. Dieser Tag sei dir geweiht; weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, als in deiner Liebe ruhn. B. Schmolck, 1 1737. Zum Anufang des Gottesdienstes. 4. .S. Komm, hei=li⸗ger Geist, er⸗füll die Herzen deiner Gläubi⸗gen —— —— 4— 1 1— + — 2*T und entzünd in ih⸗nen das Feu⸗er dei⸗ner gött⸗li⸗chen Lie ⸗be, 1* Nr. 5, 6 Der Tag des Herrn. 4 1 1 +—— S3,. 3— der du durch Mannig ⸗fal⸗tig⸗keit der Zungen die Völ⸗ker —.—.—.—.—————.— — Eaneed Eheats vien een Herzun,, Sa ———n— Welt 19.— Lamn des Glaubens. 02 H U Hal⸗ lu-—3 Hal⸗ le⸗ lu⸗ ja! Alte Kirche. 1. Herr Zeh Christ, dich zu uns wend, den heilgen Geist du zu uns send; — 9 ö.—.—...— H — 3—.—— VNS.e—— mit Hilf und Gnad er uns reg regier und uns den Weg zur Wahrbeitf ühr. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein; den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohlbekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in Einem Thronz der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! 1651. Lieb⸗ster Je ⸗su, wir sind hier, dich aund dein Wort len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ gier auf die sü⸗ßen 1= an⸗ zu⸗ hö⸗ ren ö Him⸗mels leh⸗—5 daß die Her-zen von der Er ⸗den ganz zu dir ge⸗ zo⸗gen wer-den. Iü.. Der Tag des Herrn. Nr. 7, 8 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohlgelingen. Tob. Clausnitzer, 4 1684. 7. (mMel. Ach, was soll ich Sünder machen.) A 22 E. E+— EF— EEEE LV 60 2..—— II 1 1. Herr, es ist ein Tag er⸗schie⸗nen, der mich in den 7 FA 4 E5 E 2— e Buur u. —ẽ⁰—— + H 2 +— V 2. + 24 +—.— ‚—2——— Him⸗mel weist und an Gott ge⸗den⸗ken heißt; darum komm ich, 5 Ir u n v. dn. 50— 950 SSSSISSIIII.—. E.——— dir zu die⸗nen; rich⸗te du mich sel⸗ber zu, — 1 SPSPSPSPISISSII........... —————— daß ich dei⸗nen Wil⸗len tu. 2. Stille selbst an diesem Morgen den verwirrten Lauf der Welt, der uns hier gefangen hält; brich die Nacht der eitlen Sorgen, daß ich heut, von allem frei, dir allein ergeben sei. 3. Kröne mich mit deinen Gaben, zieh mich an mit deiner Kraft, die den neuen Menschen schafft. Ach, was Freude werd ich haben, wenn das Herz in meiner Brust sucht am Herren seine Lust. 4. Laß die Predigt wohlgelingen, steh auch deinem Worte bei, daß es in mir kräftig sei. Unser Beten, unser Singen, und was sonst noch wird getan, siehe du mit Gnaden an! K. Neumann, 1 1715. 8. (mel. Gott des simmels und der Erden.) ——.5———— 2 2——— i dn der i De. S EE—————4 E-S— 1. Tut mir auf die schö⸗ne Pfor ⸗te, führt in Got ⸗tes hach, wie wird an die⸗sem Orte mei ⸗ne See⸗le Ard9 110 sein Hier ist Got⸗tes An„gesicht; hier ist lau ⸗ ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zeuch in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten dir ein lieblich Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herz zu dir empor! 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Saatkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, und, was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt! Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not! B. Schmolck, 1 1737. Mel. Nr. 6. 9. 1. Herr, vor deinem Angesicht hat die Andacht uns versammelt; ach, verwirf die Bitten nicht, die dein Volk dir, Höchster, stammelt! Hör auf unsre schwachen Lieder und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, viele gute Früchte bringen und mit göttlicher Gewalt tief in unsre Herzen dringen. Laß es unsern Sinn erneuen und das Herz mit Trost erfreuen! 3. Dein Gebot mach uns bekannt und hilf selbst es treulich üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben, daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheide! Dan. Schiebeler, 1771. —5 7 Der Tag des Herrn. Nr. 10— 12 10. nel. O Durchbrecher aller Bande.) 4 PEIHH 1 82——2— D. EE EEEEEEE 1 O wie freun wir uns der Stunde, da wir dir, Herr Jesu, nah 15 »um aus dei⸗nem heilgen Munde Lebenswor⸗te zu enriahnt — Q——9 4 EHS5————— SSISSSISI... Laß uns heute nicht ver⸗gebens Hö⸗rer dei⸗ nes Wortes sein; 4 J....— I 2+—— LSIL— —— schreibe selbst das Wort des Lebens tief in uns⸗re Herzen ein. 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen; großer Meister, rede du; sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr uns, wie wir selig werden; lehr uns, wie wir unsre Zeit, diese kurze Zeit auf Erden, nützen für die Ewigkeit. 3. Nun, so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; laß es mit lebendgem Triebe in uns wirken fort und fort; hilf uns, daß wir treu bewahren, was wir in das Herz gefaßt, und laß andre auch erfahren, daß du Lebensworte hast. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. Zum Schlusse des Gottesdienstes. Mel. Nr. 6. I1. Unsern et segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen; Eiae unser täglich Brot, segne unser Tun und Lassen, segne uns mit elgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. 12 Hartm. Schenk, 4 1681. 2 (Mel. Seuch mich, zeuch mich mit den Armen. Gder wie Nr. 2: Unser Herrscher, unser Rönig.) — A .. 1 Va⸗ter, dir sei Preis ge⸗sungen, daß du uns so wohl ahnnt⸗ Idaß dein Werkan uns ge⸗lungen, daß wir jetzt dein Wort gehört; Q +— —5.———5 iiiEEEEEEEEEEEEEE ———— i. laß die Lehr den Glauben stärken, mach uns reich an guten Werken! + Nr. 13—15 Advent. 8 2. Jesu, dein Wort ist sehr süße, habe Dank für diese Lehr! Lenke nur auch unsre Füße, daß wir wandeln dir zur Ehr; laß uns deinen Trost erquicken, bis wir deinen Thron erblicken. 3. Heilger Geist, schreib alle Worte nun in unsre Herzen ein, daß man stets an allem Orte deren eingedenk mag sein, daß wir täglich Früchte bringen und im Himmel Amen singen! Mich. Wiedemann, 1719. Mel. Nr. 6. 13. 1. hint an Gott, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben; hilf uns ferner, daß auch wir nach demselben heilig leben; gib dem Glauben solche Stärke, daß er tätig sei im Werke! 2. Uns, o Vater, lehrest du, was wir tun und glauben sollen; schenk uns deine Kraft dazu, gib zum Wissen auch das Wollen und zum Wollen das Vollbringen, so wird alles wohlgelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus, deinen väterlichen Segen, breite deine ud aus, leite uns auf deinen Wegen; laß uns hier im Segen gehen, dort gesegnet auferstehen! Joh. Ad. Haßlocher, 1726. 14. (Mel. Christus, der ist mein Ceben.) — E I— 5— 1. Ach sei mit deiner Gna⸗de bei uns, Herr Jesu Christ, daß 20—.——.——— . 0 rrm.— I bV—.—— I——— uns fort⸗an nicht scha⸗ de des bö⸗sen Fein⸗des List. 2. Ach sei mit deiner Liebe, Gott Vater, um uns her; denn wenn uns die nicht bliebe, fiel uns die Welt zu schwer. 3. Ach heilger Geist, behalte Gemeinschaft allezeit mit unserm Geist und walte nun und in Ewigkeit! II. Hdvent. 15. 2. 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Es kommt der Herr der 0——————‚— SSIIIIIIII T 7Herr ⸗lich⸗keit, ein Koͤ⸗nig al ⸗ler. Kö ⸗nigreich, ein C. B. Garve, 4 1841. — * 9 Advent. Nr. 16 9—— I 7 wiin n. —6—..LI. Hei⸗land al ⸗ler Welt zu⸗gleich, der Heil und Le⸗ ben Ee———— EEE EEEEEEEEEEEEEE — L I 1.— 1.—t.——.— 1* 1.— mit sich bringt; der⸗halben jauchzt, mit Freu⸗den singt: Ge⸗ lo⸗bet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat; wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tore weit, das Herz zum Tempel macht bereit; die Palmen der Gottseligkeit streut hin mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, des Herzens Tür dir offen ist; ach, zeuch mit deiner Gnade ein, dein Len Den por auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit! Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! G. Weißel, 1 1635. 16. (Mel. nun komm, der Heiden Heiland.) — — DEEμJ— — 7—04..— S..........I.I.. I 3 een—————— H⁵. er wrr. 25—.————.. und der Sünder Trost und Rat zu uns her⸗ge⸗sen⸗det hat. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie einst prophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, akobs Heil und Davids Sohn, Wunderbar, Rat, Kraft und Held hat sich kreulich eingestellt. Nr. 17, 18 Advent. 10 4. Sei willkommen, o mein Heil, dir Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an! Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust! 6. Und wie du voll Sanftmut kamst, jedes Armen dich an⸗ nahmst, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, daß im Glauben ich fortan treu dir bleibe zugetan; Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn! H. Held, 4 1659. 17. AMel. von Gott will ich nicht lassen.) en eene,, S S..I..IIII.I.II.IIIIIIII.... 1. Mit Ernst, o Menschen⸗kin⸗der, das Herz in euch bestellt! V Bald wird das Heil der Sün⸗der, der wun⸗derstar⸗ke Held, ——— 1——— 4— 2 4 N SSS... ————— den Gott aus Gnad al⸗lein der Welt zum Licht und Leben ver⸗ 4 V —————— 1........—.— ** ů 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem 61 cbet Gast, macht 0 Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht eben jeden Pfad, ie Tale rings erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein, mach es zu deiner Krippen; so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. V. Thilo, 4 1662. 18. (Mel. Aus meines Herzens Grunde.) —— I E.. .S.SI I. + ö ů— XI Auf, auf, ihr Reichs⸗ge⸗ nos ⸗ sen! der Kö⸗nig em ⸗pfa⸗ het un⸗ver⸗dros⸗ sen den gro⸗ßen 11 Advent. Nr. 19 *— — Ihr Christen, geht her ⸗für, laßt uns vor — kommt her ⸗ an; Wun⸗der⸗ mann. —.— 1—* D—— 1.—— d waure,t vvurl La,—.—— — ——2——— 2—D‚.i— + al⸗len Din ⸗gen ihm Ho⸗si⸗ an ⸗ na sin ⸗ gen mit E 5———+— EIH EEEEEEEEE—— — hei ⸗li⸗ger Be ⸗ gier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist nicht fern. Hin⸗ weg all Angst und Schmerzen! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch. Er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der alles hat bedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr Hochbetrübten! Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten,. er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein, noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 5. Auf, auf, mit schnellen Schritten den König eilt zu sehn! Er kommt in unsre Mitten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köst⸗ lichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 7. Nun, Het du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du eilst den Sündern nach; drum wolln wir insgemein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. J. Rist, 1 1667. Mel. Nr. 18. 19. 1. Nun jauchzet all, ihr Frommen, in dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit; zwar Ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht. Nr. 20 Advent. 12 2. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Marent verhü ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und ajestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, 93 dennoch wohlgemut, laßt eure Lie er klingen, dem König Lob zu singen, der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und euer Leid und Weinen verwandeln ganz in Freud; er ists, der helfen kann. Macht eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig! Er ist schon auf der Bahn. M. Schirmer, 1 16783. 20. (Mel. valet will ich dir geben.) 4 iiEEEEEEEEE + I 1 1—.— E.. 1 Bie soll ich dich empfangen, und wie be⸗gegn ich dir, o al ⸗ler Welt Verlangen, o mei⸗ner See⸗le Zier? 25 EAE.: 2 Td.— ääRAARRRiieiieEeEeieeee˖etetr LVI L O Je⸗su, Je⸗su, se⸗tze mir selbst die Fackel bei, da⸗ E I——— —— 205 Hl. 2— N— mit, was dich er ⸗ gö⸗ tze, be⸗wußt und kund mir sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdscher Reichtum tut. 2 —— ar 4—9—9+——— —— —————— — 47 13 Advent. Nr. 21 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als dein getreues Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großer Jammerslast, die kein Mund aus kann sagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei welchem Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid un⸗ verzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List der Feinde viel zu wenig zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm ucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. ich komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum Licht, zur ewgen Wonne in deinen Freudensaal! 21. (mel. wie nach einer Wasserquelle). 9 P. Gerhardt, 1 1676. EH—————— EEEEEEEEEEEEE —9 1(Labdie willst du draußen ste⸗hen, du Geseg⸗ne⸗ ter Dem Serrz Laß dir, bei mir ein⸗zu⸗ge⸗hen, wohlge⸗fal⸗len, du mein Stern, 0 1 4 LL—..— 1—.— ..S...I......... II IIIIII 2— E 4— du, mein Je⸗su, mei⸗ne Freud, Hel⸗fer in der rech⸗ten Zeit! 9— 7 1..—5.— Hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 2. In der Welt ist alles nichtig; nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr, als ein Stäublein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht gereue? Nr. 22 Advent. 14 3. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo kommt und zeucht er ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle! 5. Alles dient zu deinem Frommen, auch was bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. P. Gerhardt, 1 1676. 22. (mel. Ach, was soll ich Sünder machen.) I 4— E+ 2 +— 22245— n r. en, d AL I— 1. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und Q— 1+ 4 4——.— +— 1— 2.—5 ———...———— ö EREE D. säumest nicht, weil du weißt, was uns gebricht. O du starker EZ2Z.—.————————...—. 2—4— „e—....—.— EU ESDIEDE‚. e——8 14 12I........ 4 CTrost im Lei⸗den, Je⸗ su, mei⸗ nes Her⸗zens Tür EH + 1 1 II , steht dir of⸗fen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Gottes Sohn! Meine Sinnen spüren schon deinen gnadenvollen Segen und die Wunder deiner Kraft, welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; denn zu lieben dich, mein Licht, steht in meiner Kraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Ge⸗ duld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben! Dann so will ich für und für Hosianna singen dir. E. Ch. Homburg, 1 1681. *34 15 Advent. Nr. 23, 24 23. mel. Erschienen ist der herrlich Cag.) E 3—.— 5. EHRAEEE—.—.— 1.....— 60 5 + I...——.— 1+.—— 1. Nun kommt das neube Kir⸗chenjahr, des freut sich al⸗ le E t——— + EEEE EEEEEE EE —. — Chri⸗stenschar. Dein Kö⸗nig kommt, drum freu e dich, du 9——.—* N — + 1.........—— SSSEEEEEEEEEEE wer⸗ tes Zi⸗on, e⸗wig⸗lich. Hal-le⸗ lu⸗ja! 2. Wir hören noch das Gnadenwort, das Wort vom Heiland immerfort, das uns den Weg zum Leben weist; Gott, sei für solche Gnad gepreist. Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stärkt und mehrt, das bringe Frucht, auf daß wir dir lobsingen dankbar für und für. Halleluja! Johann Olearius, 4 1684. 24. AMel. meinen Zesum laß ich nicht. Nr. 2.) ————— 1— SSISISISISIII. 1 Ho⸗si⸗an⸗ na! Da ⸗vids Sohn kommt in Zi⸗ on —665 ach, be⸗rei⸗tet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗send S+... 4—. +.—— 2 47—...—...—....— e.— u 5 ein ⸗ge⸗ zo ⸗ gen; ö Eh⸗ren⸗bo⸗— streu ⸗et Pal⸗men, ma ⸗chet Bahn, EEE EEEE EH* EEEE daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann! 2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein! 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach, so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein; herrsche du in uns allein! Nr. 25, 26 Advent. 16 5. Hosianna, komme bald, die W. perhn zu erfüllen! Sollte gleich die Knechtsgestalt deine Majestät verhüllen, o, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Eehne d. steh uns bei! O Herr, hilf, laß wohlgelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna, nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! B. Schmolck, 1787. Mel. Nr. 24. 25. 1. Sieh, dein König kommt zu dir! Seele, das sind frohe Worte. Sprich: mein König, komm zu mir, sieh, ich öffne dir die Pforte, zeuch mit deiner Sanftmut ein! Was du findest, das ist dein. Komm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasserbade; komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade! Du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. 3. Komm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat entweihet. Mache selbst mit deinem Blut alles wieder rein und gut! 4. Komm in deinem Abendmahl, das du uns zum Heil ge⸗ geben, daß wir schon im Erdental mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir! 5. Komm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: komm, Herr Jesu! rufen mag. Ph. Fr. Hiller, 4 1769. 26. Amel. Aus meines Herzens Grunde.) — 25 18 S E.. ++ EE.. — 1 Er⸗ hebt den Herrn, ihr From men! Er halt, was [Der Hei⸗land ist ge ⸗ kom ⸗men, der Völ ⸗ker er ver⸗spricht. 50 „Tost und Licht 66%½ der uns nicht ver ⸗stößt, hat uns zum 5 Heil und Le⸗ ben selbst sei⸗nen Sohn ge ge.e ben; durch ——4 +— I ERE + ihn sind wir er 2—s.— .i. ‚ —8.——9—9———— E CE ——— 17 Advent. Nr. 27 2. Erlöst! O welche Liebe hat uns der Herr erzeigt, mit welchem Vatertriebe sein Herz zu uns geneigt! Von seiner Himmel Thron kommt, Rettung vom Verderben uns Sündern zu erwerben, sein eingeborner Sohn. 3. Er kommt zu uns auf Erden in tiefer Niedrigkeit, nimmt auf sich die Beschwerden von unsrer Pilgerzeit, enthält sich seiner Macht, verleugnet Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden sein großes Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht; o bringet Gott euren Lobgesang! Er⸗ löste Hahürn⸗ singet dem Mittler ewig Dank! Wo niemand helfen kann, da hilft er aus Erbarmen, wird Licht und Trost uns Armen: o nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, verwirf uns, Jesu, nicht! Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuversicht. Gib unsren Seelen Ruh; hilf jeden Reiz zu Sünden uns glücklich überwinden; gib Mut und Kraft dazu! 6. Dich wollen wir erheben hier und in Ewigkeit, wo uns ein bessres Leben vor deinem Thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, und nichts wird uns mehr fehlen, dann werden unsre Seelen voll⸗ kommen selig sein. S. Diterich, 4 1797. 27. (mel. wie schön leuchtet der Morgenstern.) E——..— EITTITRTIIRRRDII A. Der Hei⸗land kommt, lob⸗sin⸗get ihm, dem Herrn, dem Er kommt, der ein ⸗ge⸗bor⸗ne Sohn, und steigt von „ 4 u*. ————— 1 7 L ,.... 3 al le Se⸗ra⸗phim das Hei⸗lig, Hei ⸗lig sin⸗gen! sei ⸗nes Himmels Thron, der Welt das Heil zu brin⸗gen. REEEEE SSIIRSR Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung finden; 2 I———— N —..... 8——— höch-stes We⸗sen, durch dich wer⸗den wir ge⸗ne⸗sen. „2. Willkommen, Friedefürst und Held, Rat, Vater, Kraft und Heil der Welt, willkommen hier auf Erden! Du kleidest dich in Fleisch und Blut, wirst Mensch und willst der Welt zu gut selbst unser Bruder werden. Ja du, Iuer kommst uns Armen voll Er⸗ barmen nun entgegen, wandelst unsern Fluch in Segen. * 2 + + 1 68 Nr. 2 Advent. 18 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; sei hoch dafür gepriesen! O Herr, wie viel zu schwach sind wir, die Treue zu vergelten dir, die du an uns bewiesen! Von dir, da wir im Verderben müßten sterben, kommt das Leben. O was kannst du Größres geben! ö 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit, vor dir zu wandeln, und dir und unsrem Nächsten treu, aufrichtig, ohne Heuchelei, zu denken und zu handeln. Zu dir flehn wir: hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen und des Fleisches Lust bezwingen. 5. Laß uns zu unserm ewgen Heil an dir im wahren Glauben Teil durch deinen Geist erlangen; auch wenn wir leiden, auf dich sehn, im Guten immer weiter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den Frommen ewig kommen, dich erheben und in deinem Reiche leben. S. Diterich, 4 1797. 28. (mMel. Die Cugend wird durchs Rreuz geübet.) Was wär ich oh- ne dich ge⸗we⸗ sen? Was würd ich Zu Furcht und Ang⸗-sten aus ⸗er⸗ le⸗sen, ständ ich in S oh⸗ne dich nicht sein 2N wei⸗ter Welt al⸗lein. Nohts wüßt ich sicher, das ich liebte; SSSS — die Zukunft wär ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich 1*.—— H AT—.. N .—.—. de.. *— 1 1 2 1——‚—. tief be⸗trüb⸗te, wem tät ich mei⸗ ne Sor⸗ge kund? 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen, erschien mir nächt⸗ lich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus; wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus?. 3. Hat Christus sich mir kundgegeben, und bin ich seiner erst gewiß, wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis! — 19 Advent. Nr. 29 Durch ihn erhalt ich tausend Gaben, durch ihn bin ich ja Gottes Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, wo zwei auch nur ver⸗ sammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein; streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an. Die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Lebens reichste Quelle, ein böses Wesen wohnte drin; und wards in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Ein eisern Band hielt an der Erde die bebenden Ge⸗ fangnen fest; Furcht vor des Todes Richterschwerte verschlang der Hoffnung Überrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschensohn voll Lieb und Macht und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser wahres Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Noch steht in wundersamem Glanze der heilige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue, weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der seine Hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieses reift. Novalis(Fr. v. Hardenberg), 4 1801. 29. (mel. wachet auf, ruft uns die Stimme.) 9 inn un n un dn nr u:. end.,. 1 err, wir sin gen dei⸗ ner Eh⸗ re, erbarm dich un⸗ser err, wir dan⸗ken voll Ent⸗zü⸗cken; wo ist ein Gott, der D2*.. 2——— 2 1———— 42 — 4 nn Lr. 2——— und er⸗ hö⸗ re, nimm gnädig un⸗ser Loblied an! so be⸗glü⸗cken, so lie⸗ben und so seg⸗nen kann? EV 5— 4— 2—.—— ‚ii 3—*——— Der Gott, den wir er hoͤhn, er, des sen Heil wir sehn, — 2* Nr. 30a Advent. 20 Q iiii,. ist die Lie be; schon vor der Zeit, in E⸗wig ⸗keit Q —.— I + 22 L war Gott die Lie⸗be, wird sie sein. 2. Um zu dir uns zu erheben, hauchst du in unsre Brust das Leben und schenkest uns der Erde Glück; um zu dir uns zu erheben, entziehst du unsrer Brust das Leben und schenkest uns des d wur Glück. Du gibst das Leben, Gott! Du sendest uns den Tod nur zum Segen, bist liebevoll; nur unser Wohl, nicht unser Elend schaffest du. 3. Als wir, von der Sünde Plagen gequält, in unserm Elend lagen und Nacht des Todes uns umfing, fern von deiner Wahrheit Pfade, da war es, Gott, als deine Gnade erbarmend vor uns über⸗ ging. Da rief der Liebe Blick ins Leben uns zurück; von der Sünde, von ihrer Nacht sind wir erwacht, erwacht, um Gottes Licht zu sehn. 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder! Zur Erde stieg sein Sohn hernieder, ward Mensch und starb der Sünder Tod. Christus hat den Tod bezwungen; ein neues Lied werd ihm gesungen! Uns segnet und begnadigt Gott. Wir sind mit ihm versöhnt; ihr Lobgesänge, tönt, tönt zum Himmel! Erschallt schon hier! Einst knieen wir an seinem Thron und beten an. J. J. Eschenburg, 4 1829. 30a. —.—......... ....... 1. Dein Kö⸗nigkommt in nie ⸗dern Hüllen sanftmü ⸗tig auf der 65.. EI Es⸗lin Füllen; empfang ihn froh, Je⸗ru⸗ sa⸗lem! Trag b. I...* —— DEDESSSSEE— ihm ent⸗ge⸗ gen Frie⸗dens pal⸗men, bestreu den Pfad mit PPPPPIIITTTTIITIIT *—— grü⸗nen Halmen; so ists dem Her⸗ ren an⸗ ge⸗nehm. ++lD 21 Advent. Nr. 30b 30b. 14— L X.. SSIEE b——.— 1——4 +— ö 1. Deln Kö⸗nig kommt in nie-dern Hül⸗len sanft⸗mü⸗tig —4—— 4 4 0 * 42— + ang ihn froh, Je⸗ ru-sa⸗lem! 2 2 E —— — V. — 2 — — — 2—— 5 H5/ 2 . F 117½ ö 13.— 2 9 TZ.V E. 2 I 1* EEE d, Mli Hint 44..—— H—.—2—.—— H — grü-nen Halmen; so ists dem Her-ren an-⸗ ge⸗nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren; doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden; doch aller Erden Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört! Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuern deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finster⸗ nis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Fr. Rückert, 4 1866. Nr. 31, 32 Weihnachten. 22 I1II. Weihnachten. 31. a 4 4 SPSPSISSSSS ——* Es ist ein Ros entsprungen aus ei⸗ner Wur-⸗zel zart, Hals uns die Al⸗ten sun⸗gen, von Jes⸗se kam die Art, Q .IIS‚ 1— n 2 win ö ‚ und hat ein Blümlein bracht mit-ten im kal⸗ten Win⸗ —.—— 2—— ter, wohl zu der Haäl⸗ ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren, wohl zu der halben Nacht. Aus dem 16. Jahrhundert. 32. Ein Kinderlied auf die Weihnachten vom Kindlein Jesu. i 1.„Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gu⸗te i,/ In ee e inn ir. neu e Mär; der gu ⸗ten Mär bring ich so viel, da⸗ ⁰ E 4—— 4 HSSI.III......... — E 1I1— von ich sinan und sa⸗ gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not; er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott, der Vater, hat be⸗ reit, daß ihr in seinem Himmelreich mit uns sollt leben allzugleich. LDx at . — R 23 Weihnachten. Nr. 33 5. So merket nun das Zeichen recht: die Krippen, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle Haß sein und mit den Hirten gehn verchn zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt! 7. Sei uns willkommen, edler Gast, den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir? 8. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du daliegst auf dürrem Gras, der in dem Schoß des Vaters saß! 9. Und wär die Welt vielmal so weit, mit Edelstein und Gold bereit, so wäre sie doch viel zu klein, um eine Wiege dir zu sein. Der Sammet und die Seiden dein, das müssen Heu und Windeln sein, worin du, König, groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 12. Ach, du herzlieber Jesu mein, mach dir ein Bette sanft und rein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein; 13. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei zu Ehren dir, o Gottessohn, mit Herzenslust den süßen Ton. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn; des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. Luther, 4 1546. —DD—.— Er Eaerexxr 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ, daß du Mensch ge⸗ +— + n. H re, ne evdn. Ve Enr,v 1—* bo⸗ ren bist von ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr; des —— Br errrern nent re H tHtHtHkK‚t˖. TZ. VLZ freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal ⸗le⸗lu ⸗jal 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Halleluja! Nr. 34 Weihnachten. 24 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Mariens Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Halleluja! 4. Das ewge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammertal, macht Erben uns in seinem Saal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und uns im Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Luther, 1 1546. 34. SPSPPIIIII 1. Lobt Gott, ihr Christen all-zu-gleich, in sei-nem höch⸗sten E—— Thron, der heut schleußt auf sein Him⸗mel⸗reich und schenkt uns seinen 622.——————— N —.— +*— 57—— 1 ́—— Sohn und schenkt uns sei- nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß„ in einem Krippelein. 3. Der Herr begibt sich der Gewalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts Gestalt,„: der Schöpfer aller Ding. 71 4. Er wechselt mit uns wunderbar, nimmt Fleisch an, wird uns gleich und beut uns Gottes Klarheit dar:: in seines Vaters Reich.: 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnte doch sein freundlicher 51 das liebe Christkindlein!:: 6. ßt schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür,‚.1 Gott sei Lob, Ehr und Preis!:, N. Herman, 7 1561. III AW 1— 60—.——— E—————————— 1. Fröh⸗lich soll mein Herze sprin⸗gen die⸗ser Zeit, D‚ñ——..—— +—— e, e, L, eIstet,e, e, A,;itt.d. Er da vor Freud al⸗le Engel sin⸗gen. Hört, hört, wie mit .—5 n r. . 2 vol⸗len Chö⸗ren al-le Luft jauchzt und ruft: Christus SSSSSSeeeeeIl 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute; Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: lasset fahren, lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 5. Ei, so kommet ohn Verweilen, stellt euch ein, groß und klein, laßt uns zu ihm eilen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben und das Gold, dran ihr sollt eure Herzen laben. 9. Süßes Heil! laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben, nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 10. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir leben hier, und mit dir heimfahren; mit dir will ich endlich schweben, voller Freud, ohne Zeit dort im andern Leben. P. Gerhardt, 1 1676. Weihnachten. 26 36. (mel. Erschienen ist der herrlich Cag. Oder unter Weglassung des„Halleluja“ wie Nr. 32: Vvom Himmel hoch.) Q— 2.—0 ren v ——— E. 1 2 2.— 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗ nu⸗el, du Le⸗bensfürst und EV. 2.—— 1 , e n, d.. Gna⸗den⸗quell, daß du, o lang ge⸗wünsch⸗ ter Gast, dich ....... ERAN. SS........ nun⸗mehr ein ge⸗ stel⸗let hast.(Hal⸗le ⸗lu⸗ sü) 2. Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und ropheten Schar.(Hallelujal) 3.„Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde dein Volk fröhlich sein.“(Hallelujal 4. Nun, du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die elt und kommst doch bloß.(Hallelujal) 5. Du kehrst in fremde Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein; du liegst an einer Menschenbrust und bist doch aller Engel Lust.(Hallelujal) 6. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herze⸗ leid; du bist der größte Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind.(Ich aber 0 7. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will.(Halleluja 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an.(Hallelujal)) 9. Darum hab ich so guten Mut, du wirst auch halten mich für gut; o Jesu Christ, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin.(Hallelujal) 10. Und bin ich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, so kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr.(Hallelujal) 11. So faß ich dich nun ohne Scheu: du machst mich alles Jammers frei; du trägst die Schuld, erwürgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not.(Hallelujal) SS V 27 Weihnachten. Nr. 37 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, soviel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt.(Hallelujal) 13. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. (Hallelujal) P. Gerhardt, 4 1676. 37. (mel. nun freut euch, lieben Christen gmein. Gder wie Nr. 270: Es ist gewißlich an der Seit.) Q N 4...*—.—*—— — NI— ũ—.— 19.. 4J.—— +— 2.— 665..— 7—. 2—.—...—.— 2=— 175 2 +— 21.—— Ich steh an dei⸗ner Krip⸗pe hier, o Je⸗su, du mein Ich ste⸗he, bring und schen⸗ke dir, was du mir hast ge⸗ E—— S ö EEE * *2. ö;; 0 9 Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, er ᷑. r 1——iI 2.— H Seel und Mut, nimm alles hin und laß dirs wohlge⸗fal⸗len! 2. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren; eh ich noch war ans Licht gebracht, da hat dein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 4. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen, und weil ich nun nicht weiter kann, so preis ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint und keinen Trost kann finden, da ruft mirs zu: ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden; was trauerst du, o Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden. 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden; suchst meiner Seele Trost und Freud durch dein selbsteignes Herze⸗ leid; das will ich dir nicht wehren. Nr. 38 Weihnachten. 28 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht ver⸗ sagen: daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden! 8. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; du bist ein Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde; doch bist du ein so lieber Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. P. Gerhardt, 1 1676. 38. II O daß ich tausend Sungen hätte.) 2....— EEEEEEEE —. 1. Dies ist die Nacht, da mir er-schienen des großen Gottes Q— Das Kind, dem al-le En⸗gel dienen, bringt Licht in meine ——— 8.— SSI.I.I....... Freundlich⸗keit umktl 0 heit und die⸗ses Welt- und Himmelslicht weicht .— et Hun Sarst. rr. H .............—— 2.— 1—— J. hun⸗dert⸗tau⸗send Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnaden⸗ schein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Selig⸗ keit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen dereinst am Ende dieser 10 wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. F. Nachtenhöfer, 4 1685. 29 Weihnachten. Nr. 39, 40 39. (mel. Lobe den Herren, den mächtigen Röͤnig) g 10— 123..——. iSEEEEEEEEEEEEE 1 üetden ren froh⸗lo⸗cket, ihr En⸗gel, in Chö⸗ren! Sin⸗get dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Eh⸗ ren! *— ———— Rn I2?J I — 1—.— I . Se⸗het doch da, Gott will so freundlich und nah 1..—. +7 4..——— +22 III 2—.——— A 9— 2—59 1— 41— ++* ů zu den Ver⸗lor⸗nen sich keh ⸗ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste geneiget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und tilget die Sünd; alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische! wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe, mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen daxin und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde, du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; komm doch, mein Heiland, und— mich nicht länger verloren! Wohne in mir, mache ganz eins mich mit dir, in dir zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben! Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, völlig mich dir zu ergeben! G. Tersteegen, 1 1769. Mel. Nr. 32. 40. 1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Nr. 41 Weihnachten. 30 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward, da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb un⸗ endlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch zu unserm Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir.„Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedens⸗ fürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet ich an! ö 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt! ů 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn ersuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, 4 1769. 41. (Mel. Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn.) — 6— ö——— ö———.—.— ——— I H 5———=.... 1. Brich an, du schönes Morgenlicht! Das ist der al⸗-te u 4 + + +* J PI N—* II— 1 ...————— + Mor⸗gen nicht, der täg⸗lich wie der⸗keh⸗ ret; — 4 —3— + + 4— 4 + EE— SSSEEE E TT DSE.— E 2 es ist ein Leuch⸗ten aus der Fern, es ist ein 31 Weihnachten. Nr. 42, 43 CH.———.— N Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst ge-hö ⸗ret. 2. Nun wird ein König aller Welt, von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren; der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt und schon verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gottes⸗ zeit der Freiheit und der Liebe; wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen; wir alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde. Wir preisen dich, du Sternen⸗ held! Willkommen, Heiland, aller Welt! Willkommen auf der Erde! r M. v. Schenkendorf, 1 1817. 2 Mel. Nr. 39. 42. 1. Ehre sei Gott in der Höhe! der Herr ist geboren! Laßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren, sein uns zu freun n und durch ihn selig zu sein; Christen, wir sind nicht verloren! n 2. Schatten und Dunkel bedeckten den Erdkreis; es irrten Völker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten. Jesus erschien, Nächte r verschwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten. d 3. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren, folgten ö der Zwietracht und haßten sich vor den Altären. Jesus erschien, und es ward Friede durch ihn; singet es laut ihm zu Ehren! 4. Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben hat er durch ihn, den Geliebten, uns allen gegeben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel herab, einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Aussicht! Wie werd ich im Lichte der Höhe, Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehe! Danket schon hier, Christen, d9 dankt ihm mit mir: Ehre sei Gott in der Höhe! A. H. Niemeyer, 4 1827. 43. (mel. Serr Gott, dich loben alle wir. Gder wie Nr. 32: vom Himmel hoch.) E 42.— x E.e 45—3 ö S S S............——— 25 La 1. Em-por zu Gott, mein Lob⸗ge⸗sang! Er, dem das Nr. 44 Weihnachten. 32 3* 1—3——..————‚.———ñ—. — 0— +—.— +7 422 SS EeEE EEE 2 Lied der En⸗gel klang, der ho⸗he Freu⸗den⸗tag ist da; 9⁴ X 2⁰⁵—— **8—= 3 III.I——— I I———————— S.SSS.... lob⸗sin⸗get ihm: Hal⸗le⸗lu⸗ ja! 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns das Lebens⸗ licht gebracht; nun leuchtet uns ein milder Strahl wie Morgenrot im dunklen Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, von schlichtem Pilgerkleid umhüllt und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront, hat unter uns, ein Mensch, gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur Himmelsbahn uns, seine Brüder, auch hinan und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem der Engel Lied erklang, der hohe Freudentag ist da; ihr Christen, singt Halleluja! F. A. Krummacher, 1 1845. * (Mel. valel will ich dir geben.) H— .———.——— 05 ———.——.— 5 e L— — ldas Licht sind Stund und Zei⸗ten, der neu ⸗e Tag bricht an; das Licht der E⸗ wig⸗kei⸗ten tritt auf die Sie⸗ges⸗bahn. 4—.—— —4.—.—*—.— 4 + LI—.—.— DEEEEEEEEEEEEE Zur Mit⸗ter⸗nacht ver⸗schwie⸗gen hat es sich ein⸗gestellt; die SEEEEET— H SISIS.. I SISSSISISISII I II........ 255— 3——3 E— En⸗gel Got⸗tes flie⸗gen und ru⸗fens in die Welt. 2. Hier liegts im Mutterschoße und ist noch schwach und klein; nur zu geringem Lose scheint es bestimmt zu sein, als sollt es sich verlieren in tiefer Dunkelheit, und doch soll es regieren die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte der Erde Glanz vergehn, vor diesem Angesichte die Sonne finster stehn. Sein still verborgnes 2 II 38 Weihnachten. Nr. 45 Wesen hat eine solche Macht, daß Kranke drin genesen und Totes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen, die Müden in dem Schein; es ladet voll Erbarmen die Schwachen zu sich ein. Die Stolzen nur erquicken sich nicht an seinem Strahl; nur den verkehrten Blicken ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden als deine Kinder stehn, bis wir dereinst in Frieden den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, des Vaters Glanz und Zier, o leucht auf unsre Pfade, damit sie gehn zu dir. Chr. R. Puchta, 4 1858. 45. (mel. Aus meines Herzens Grunde.) . S—— 1 E+ 22 1 Der heil⸗ge Christ ist kom ⸗ men, der teu ⸗ re Ides freun sich al ⸗ le From⸗ men am höch ⸗sten D ö Ommnelt ren. Auch was auf Er⸗den ist, soll prei⸗sen I ff hoch und lo⸗ben mit al ⸗len En⸗ geln dro ben den —— 1———.— ESEEEEE— 5½⁰⁰— lie⸗ben heil⸗gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde liegt gefangen, erlöst ist Herz und Sinn. Die Sünden⸗ angst ist weg, der Glaube geht zum Himmel nun aus dem Welt⸗ getümmel auf einem sichern Steg. Nun sind nicht mehr die Kinder verwaist und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß, er will, daß alle, rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Seelen fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Christ, ist da; er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! E. M. Arndt, 4 1860. Nr. 46, 47 Jahreswechsel. ö 3⁴4 IU. Jahreswechsel. (Auch Lied Nr. 402.) 46. (mel. Ferr Jesu Christ, dich zu uns wend.) Q S.SSI.........I.E 1. Das al⸗te Jahr vergangen ist; wir dan⸗ken dir, Herr Jesu Christ, Q — j daß du in Not uns und Gefahr be⸗ hütet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn des Vaters in dem Ae Thron: du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, der Seelen höchsten Trost und Hort; vor Irrlehr und Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei! ů 4. Hilf, daß wir fliehn die Sündenbahn und fromm zu werden fangen an; der Sünd im alten nicht gedenk, ein gnaden⸗ reich neu Jahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben stetiglich, in dir einst sterben seliglich und danach fröhlich auferstehn und mit dir in den Himmel gehn, 6. Zu loben und zu preisen dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. 1588. 47. (Mel. Ferr, ich habe mißgehandelt. Oder wie Nr. 58: Unser Herrscher, unser Rönig.) nrhr penee in.ne in, n nenne, i EA S I +* 2 2 Je⸗ su, laß ge⸗ lin ⸗gen, hilf, das laß es neu⸗e Kräf⸗te brin⸗ gen, daß aufs iiiiEEE 44. + neu⸗e Jahr geht an; nen ich wan⸗deln kann. Neu⸗es Glück und neu ⸗es Le⸗ 6—— N EEEEEEEEEEEE 7ben, wol-lest du aus Gnaden ge⸗ben. ——.......22:7227⸗:⸗7222:.— 35 Jahreswechsel. Nr. 48 2. Meiner Hände Werk und Taten, meiner Zunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort. Neue Kraft laß mich erfüllen, zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Lenn bei mir sein; 6⁰ ich aus, wollst du mich leiten, kehr ich heim, steh mir zur eiten. 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr; hilf, daß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr. Laß mein Bitten, Flehn und Singen zu dir in den Himmel dringen. 5. Laß dies W. ein Jahr der Gnade, laß bereun mich meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, und ich bald Ver⸗ zeihung find, Herr, in dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 6. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, sieh, wie sehr ich mich betrübe, ja voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heili sei, und ich christlich könne leben, sonder Trug und Heuchelei, daß i noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen, Jesu, bleibe stets bei mir; Jesu, +— mir die Sinnen, Jesu, sei nur mein Begier; Jesu, sei mir in Gedanken, Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr: trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist, 4 1667. 48. (Mel. nun laßt uns Gott, dem Perren.) SDꝑD‚IꝑI I II IITTITIIII. ö 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Singen und mit Be⸗ten ——— 1—— 4 — V* L— I I zum Herrn, der unserm Le⸗ben bis hierher Kraft ge⸗ge⸗ben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 3* Nr. 49 Jahreswechsel. 36 5. Ach, Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden! 7. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib uns und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 9. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 10. Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 12. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 13. Das alles wollst du geben, o unsres Lebens Leben, uns und der Christenschare zum selgen neuen Jahre! P. Gerhardt, 1676. 49. (mel. wie nach einer wasserquelle.) ——t;t.— I — pPpPI— —— 1 A⸗bermals ein Jahr ver⸗flos⸗sen nä⸗her zu der E⸗wig⸗keit! Wie ein Pfeil wird ab⸗ ge⸗schos⸗sen, so ver⸗ ge⸗het mei⸗ne Zeit, S o Je⸗ho⸗vah Ze⸗ba⸗oth! un⸗ver⸗ än⸗der⸗li⸗cher Gott! — —— Ach, was soll, was soll ich bringen, deiner Langmut Dank zu sin⸗gen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesen! Ich versink in Angst und Not; denn mein Beten, Singen, Lesen, ach, das ist so träg und tot. Heilig! Heilig! Heiliger! Großer aunheleheneun Wehe mir! ich muß vergehen; denn wer kann vor dir bestehen? 3. Aber du bist auch sanftmütig, o getreues Vaterherz! In dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des Todes Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand eingezeichnet als ein Pfand, das du ewig willst bewahren vor des bösen Feindes Scharen? 37 Jahreswechsel. Nr. 50 4. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder ganz dem Friedens⸗ fürsten dar! Opfre dem des Dankes Lieder, welcher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das zum Ziel dich uron Berh wo du durch ein selig Sterben wirst die Himmelskron ererben. 5. Soll ich denn in dieser Hütten mich ein Zeitlang plagen noch, so wirst du mich überschütten mit Geduld, das weiß ich doch. Trag auf deinem Herzen mich, Jesu Christe, dir will ich heut von neuem mich verschreiben, dir auf ewig treu zu bleiben. 6. An dem Abend und dem Morgen, Gott, mein Rat, besuche mich! Laß der Heiden Nahrungssorgen nimmer scheiden mich und dich! Prüf mich jeden Augenblick, gib, daß ich mein Haus beschick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell vergehe. J. Neander, 4 1680. 50. (mel. Herzlich tut mich verlangen.) .——.—.— äSISIIIIIFI I I III———— ur Trau-ern und durch Ma⸗gen, durch Not, durch Udurch Hoff-nung und durch Kla-gen, durch Sor-gen 1 8222 FRn — Angst und Pein, groß und klein P bin ich, gott⸗lob, ge⸗ drun⸗gen. 9 4 u— .——— E..—.— DDD‚‚.....— 65 Dies Jahr ist nun da-hin: dir, Gott, sei Lob ge⸗sun⸗gen! ö —— H 7— H 1— H ——..—.——— Be⸗wegt ist Herz und Sinn. 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein Trost und Hort; dich laß ich ferner walten; Herr, führ mich fort und fort. 3. ein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich; dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu sein. — 8 Nr. 51 Jahreswechsel. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch tun. Soll mich die Armut drücken? Ich will dabei—„ Soll mich Verfolgung plagen? Ja, Herr, befiehl du mir! Soll ich Ver⸗ achtung tragen? Ach, ich gehorch auch hier. 5.„Soll ich verlassen leben? Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben? Mein wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden? Ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden? Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnade sei heut auf mich neu ergossen, mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden, dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer, 4 1699. 51. (Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Nr. 2.) ..— 4——— A..— EEEEE—..—.— 1 soll die Lo-sung sein, da ein neu ⸗es Je⸗ su Na⸗me soll al⸗-lein de- nen zum Pa⸗ 4* 4—. + R.— H —————— SSDꝑIꝑI‚IPITITTTtTtT!'T!.tTT.T.T.T.T.TTII‚‚.. 35 Jahr er ⸗schie⸗ nen; nie⸗re die⸗nen, die in sei⸗ nem Bun⸗de stehn —0——— *—..— 1 N I ——— .—————————— und auf sei⸗ nen We⸗gen gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in der Gemeinde schallen, und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zuteil, wird sich 46 bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. ö 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. ö ö 39 Jahreswechsel. Nr. 52 6. Jesus, aller Bürger Heil, unserm Ort ein Gnadenzeichen, unsres Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, bleib uns Losung fort und fort. B. Schmolck, 1737. 52. (Mel. Es ist das Heil uns kommen her.) 4 I RVI —. EEEE....— + 22 ꝗI + LDL 43——.—. schafft es, daß man si ⸗cher wohnt, und m——..—— N.PP. E.—. E de *. Jahr da⸗ nach zu tei ⸗len; er heißt die Zei⸗ten ei ⸗len; er ord⸗net Jah ⸗re, e e en, re ne ner Huid Hirnrrmene H.EEE *X—4. 11— I. Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, ⁴ V. 1 I 27⁵ 4 11 +.* I n N I I LVI. +— I—.—.. + II 0 Preis und Dank er„len! 2. Herr, der da ist und der da war! Von dankerfüllten Zungen 5 dir—10 das verflossne Jahr ein heilig Lied gesungen, für Leben, ohlfahrt, Trost und Rat, für Fried und Ruh, für jede Tat, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein, das du uns neu gegeben, verleih uns Kraft— die Kraft ist dein—, in deiner Furcht zu leben! Du schützest uns, und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. ö 4. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder, erbarme der Verlassnen dich und der bedrängten Glieder; gib Glück zu jeder 2— Tat, und laß dich, Gott, mit Heil und Rat auf unsern Fürsten nieder: 5. Daß Weisheit und Gerechtigkeit auf seinem Stuhle throne, daß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohne, daß Treu und Liebe bei uns sei, dies, lieber Vater, dies verleih in Christo, deinem Sohne! Chr. F. Gellert, 4 1769. Nr. 53 Darstellung und Erscheinung 40 V. Darstellung und Erscheinung Selu Chrilti. 53. (mel. Unser Herrscher, unser Rönig.) E 1—„. 2. EEE—3 e, nr Berrer Birr. 2 +——.————..— E +—.——1.—..—— 3 +* 1 Ibner licht, du Stadt der Hei-den, und du, Sa⸗lem, Ischau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗den ü⸗ ber dei⸗nem F 4 4 + EEE 4N N. II——— 2 wer ⸗de Licht; Haupt an⸗bricht! * Gott hat de⸗rer nicht ver ⸗gese⸗ sen, LDEV—— I SS 2 + Eu D..——..— I + die im Fin ⸗stern sind ge⸗ses⸗sen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres zu vergleichen, welches alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach, wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann; unsre Augen und Gebärden hingen einzig an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht, Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubens⸗ bahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohlgetan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch der Liebe Glaubenswerke folgen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen muß erfüllen mein Gemüt in aller Not; dein Erscheinen müsse stillen meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Joh. Rist, 4 1667. GHI 41 Jesu Christi. Nr. 54, 55 54. (Mel. valet will ich dir geben.) Zi.—*+4 6 I.. + 2—— 1.— EEE 1— 1 EWietemme Licht der Hei⸗den, der Frommen Schatz und Lieb! ir kommen jetzt mit Freuden durch dei⸗nes Gei⸗stes Trieb ——— H———— —— SII —* 1— 1.————1. in die⸗sen dei⸗nen Tem⸗pel und suchen mit Be⸗gier, nach —— A N E— 4..—— II 4 ISS I EIEIEE e. L. 32 r e, 2 DS‚. Si⸗me⸗ons E⸗xem⸗pel, dich, Got⸗tes Sohn, all-hier. 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; vergönnst noch heut⸗ zutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Banden ein Befreier, ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: mir werden nun mit Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hinieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, dräut er auch noch so laut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. Joh. Franck, 4 1677. * (ntel. Cobt Gott, ihr Christen allzugleich.) ,——————.— IIIT I. Auf, See⸗le, auf und säu⸗me nicht! Es bricht das Licht her⸗ EE 3—— öe 12——. ..—. n E— 2 dee d,, für, der Wunderstern gibt dir Be⸗richt, der Held sei vor der —.—.— I ———— Tür, der Held sei vor der Tür. Nr. 56 Darstellung und Erscheinung 42 2. Geh aus von deinem Vaterland, zu suchen solchen Herrn, laß deine Augen sein gewandt auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen 933 Schein, der aufgegangen ist; er führet dich zum Kind hinein, das heißet Jesus Christ. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, der alle Feinde schlägt; er ist das teure Gotteslamm, das unsre Sünden trägt. 5. Drum mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du dies Kindlein hast. 6. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß; das führet dich zum Lichte fort aus aller Finsternis. 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz in tiefste Demut ein, und laß dein Herz erleuchten ganz von solchem Freudenschein! 8. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geist und Leib und Seel und singe mit der Engel Schar: hier ist Immanuel! 9. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieses Pfort, die wieder offensteht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird alle Pein; es wird erfreuet Herz und Sinn, denn Gott ist wieder dein; 11. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorher gekannt: den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg zum ewgen Vaterland. M. Müller, 4 1704. 56. (mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Nr. 2.) 9. FE. 1—— X.— + + ͤ— 1 Je⸗ su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗stern, der aus Ja⸗kob mei⸗ ne See⸗le will so gern dir an dei⸗nem ◻ + 43. 2 2————— n. ist er⸗schie⸗nen, Fe⸗ste die⸗ nen; A.. ͤ EEEI x nimm doch, nimm doch gnaͤ⸗dig an, was ich Ar⸗ mer schen⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe, und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Trübsalsfeuer sein! 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß denselben zu dir dringen; Herz und Lippen sollen stets ihn als Opfer vor dich bringen; wenn ich bete, nimm es auf, und sprich Ja und Amen drauf! — 43 Jesu Christi. Nr. 57 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; 15 mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. E. Neumeister, 1 1756. 57. (Mel. Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn.) 8 5*——— 3.— d vnin mairerir,̃ niirttir.m rj:ier. —.—=———————— 1. Wohlauf, mein Herz, ver⸗laß die Welt, dem, der für dich sich —H——————— ‚ů 80 ‚ 2 G—.—.— dar⸗ge⸗stellt, nun dich auch dar zu⸗stel ⸗len! —— * + + TFE4 1— H,;, H, Fisr K.sve, ———* 1 IL Er ist das Licht, drum sei ge- wiß, er wird auch H„—— GE 7 5——— E 20——..———.— dei-ne Finster⸗nis durch sei⸗ nen Glanz er-hel⸗len. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel sein! Er selbst macht dich von Sünden rein und hat Lust, hier zu wohnen. Doch, finstres Herz, auf, werde Licht! Denn Jesus wohnt in Herzen nicht, die noch der Lüste schonen. 3. Wer dich begehret, Gottes Sohn, vom Geist erweckt, wie Simeon, zu seinem Heil zu haben, Gott fürchtet, sich der Welt ent⸗ wöhnt, aus ihr sich nach dem Himmel sehnt, der opfert rechte Gaben. 4. Wer auf die Treue Gottes baut, im Glauben seinen Heiland schaut, der kann in Frieden fahren. Der Heiland hält, was er ver⸗ spricht, er wird sich ihm in seinem Licht dort herrlich offenbaren. 5. Herr, mache mich gerecht und rein, Herr, laß mich stets voll Glaubens sein, mich stets im Geiste leben, bis du auch mich, wenn dirs gefällt, im Frieden wirst aus dieser Welt zu deiner Wonn erheben. Nach Laurenti(1722) von J. A. Schlegel, 4 1798. Nr. 58, 59 Passion. 44 VI. Dalsion. 58. 1— ö— + .————.— EE—— * 2 + E— 1. O Lamm Got ⸗tes, un⸗schul⸗ dig am Stamm des — EU Z Klirin,— + 4 zes geschlach⸗ set, all⸗zeit er⸗fun-den ge⸗dul⸗dig, —0—— — +.2—— wie⸗ wohl du wa⸗ rest ver⸗ ach tef all hast du III ge ⸗tra⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗-za⸗ gen; —— — —— — 11 RDEEA l er⸗barm dich un⸗ser, o Je ⸗su! 2. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; erbarm dich unser, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; gib deinen Frieden, o Jesu! N. v. Hof, 4 1541. 59. 3110 wie nach einer Wasserquelle.) — Je⸗su, dei⸗ne tiefen Wunden, dei⸗ne Qual und bitt-rer Tod ge⸗ben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗und Seelen-not; VF——50 0 . IIII I fällt mir et⸗was Arges ein, denk ich bald an dei⸗ne Pein; —.2 + 45 Passion. Nr. 60 SSSSS die verleidet meinem Herzen, mit der Sünde je zu scher-zen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. Setzet der Versucher mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen: bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt nm Herz verführen auf die breite Sünden⸗ bahn, wo so viele sich verlieren, alsdann—7 ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast; so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket, mir dein Leiden Hilfe schafft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpf ich neue Lebenskraft. Deines Trostes Süßigkeit wendet mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich all mein Hoffen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod getroffen, daß. er mich kann töten nicht. Da ich an dir habe teil, bringet Trost mir, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir—1 Auf ferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen, auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich; wer ver⸗ traut auf deine Wunden, der hat selig überwund n. 60 J. Heermann, 1 1647. * — * 1. Herzliebster Je⸗su, was hast du ver⸗bro⸗chen, daß man ein IIIIIIII solch scharf Urteil hat ge⸗spro⸗chen? Was ist die! Schuld? In EH e. was für Mis⸗se ⸗ta⸗ fen bist du ge⸗ ra⸗ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. Nr. 61 Passion. 46 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. ö 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße; ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 6. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es aus⸗ zudenken, was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ taten im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden mit alten Sünden. 9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 10. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 11. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen, in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. J. Heermann, 1 1647. 61. (mel. wie nach einer wWasserquelle.) 5——— 7 1 4* 2. +— + +4 4 + +—— 1————..—.— EE.— 4.—. 2 1. 5 Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie e, mei ⸗ne Lieb ist Weg, ihr ar⸗gen Sün⸗den-trie⸗ be, Welt und Fleisch mit SSSSS..— „sus Christ!— ö 4er Autn Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott, eu⸗re Lieb .— ö AÆ ö I—. SSS S — ist gar der Tod. Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie⸗be, n/ thannn 47 Passion. Nr. 62 EA E EEEE—— weil ich mich im Glauben ü⸗ be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befremdets dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mein Friedeschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht. Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Ge⸗ richt! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Not, wie hart und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesus los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Komm, Tod, komm, mein bester Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint. Da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6 2 1668. SSSSIIIII..... 3—— mich mein Sünden kränken, o mein Herr Je⸗su Christ, so laß mich wohl be⸗denken, wie du ge⸗stor⸗ben bist —*— EZE— ESE—.— 1—— Nund al-le meiene Sün-den⸗last am Stamm des heil⸗gen ——h‚i———.—— ————‚i‚‚‚‚ee‚‚eeeeete IB 1——4— ILI Kreu⸗zes auf dich ge⸗ nom-⸗men hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wenn mans betrachtet recht! Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; selbst seinen in 5. hat Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch 186 00 Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. Nr. 63 Passion. 48 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine nd 210 Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wieviel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und treu dem Beispiel folge, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Just. Gesenius, 4 1678. 63 (nel. Berzlich tut mich verlangen.) — 5 1 4———— AASDSSSII— H— 1 0 Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll Schmerz und o Haupt, zum Spott ge⸗ bun ⸗den mit ei ⸗ ner ., — HAAEE. —...——. Durzen Hohn; kron; o Haupt, sonst schön ge⸗krö⸗ net — I e,———— SSSSeee E EE.. —. I..—— 1 ———1 mit höchster Ehr und Zier, jetzt a⸗ber höchst ver⸗höh⸗ net, EEEEE———— S ge⸗ grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor das Reich der Welt erschrickt und wird zunichte, wie bist du so entstellt, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schänd⸗ lich zugericht? (H. — 49 Passion. Nr. 64 3. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau 90 hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den An⸗ blick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Wort hat mich gelabet mit süßer Gnadenkost, dein Geist hat mich begabet mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. lch, möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach, gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am aller⸗ bängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein. 9. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot; da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. P. Gerhardt, 4 1676. 64. Unel. O Welt, ich muß dich lassen.) ö—..— HEEA .S. S.. S......I I. O Welt, sieh hier dein Le⸗ben am Stamm des Kreuzes — ERe— IiE 3. 5 schwe⸗ben, dein Heil sinkt in den Tod! Der gro⸗ße Fürft SISISIIIIIIIIII‚ D—2 —5 der Eh⸗ren läßt wil ⸗lig sich be⸗schwe⸗ren 4 4 1 I 4 II — SSSS S— H RI 1 24442——— I V mit Schlä-gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. Nr. 65 Passion. 50⁰ 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer 1⸗ dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und deiner Martern ganzes Heer. 5. Du setzest dich zum Bürgen, ja Aron dich erwürgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 6. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 7. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will darin erblicken, wie ich mein Hen soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem ab⸗ sagen, was meinem Fleisch gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die für mich weintest du, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 1 1676. 65. (Mel. An wasserflüssen Babylon.) —9 1 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und es geht und trä⸗ get in Ge⸗ duld die Sün⸗den 0. Cansder es geht da⸗hin, wird matt und krank, FTII 51 Passion. Nr. 65 iEEEEEEEEEE er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank, ver⸗zicht auf S..... TTTTTII ——————— al E Freu⸗den; es nimmt auf sich Schmach, Hohn 1 4 1————.— — 75 +— 2 438— ö— und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und oder: 551s EANS.DAIIATI f— 1—— IIS spricht: ich wills gern lein„den. un 3N— 22. 2 L H SS..I..II.II... 122 1.—. ILI spricht: ich wills gern lei-den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland unsrer Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen:„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die von Anfang an verdienet Straf und Ruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, leg auf, ich wills gern tragen! Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abdringen; o Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen, du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mir auch mein Herz zerbricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. P. Gerhardt, 1 1676. 4* Dj*.9ʃ 1 + Le⸗bens Le⸗ben, Je ⸗su, mei ⸗nes mich ge⸗ ge⸗ ben in die tief⸗ ste 27 x 4*— 2.—— SSPSISISISISII. To⸗des Tod, A See⸗len⸗not, in das au ßer⸗ste Ver⸗der ⸗ben, 9⁰—. E +— 212——2— SPS‚.‚IE‚P‚III I I IPIPIPIFIFI FFIÄꝗC— —12.—*——*—— nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben; tau⸗send⸗, tau⸗send⸗ EEEE E 97 2 ů—.—————— mal sei dir, lieb⸗ster Je ⸗su, Dank da ⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn hast getragen Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mi Armen zu erretten von den schweren Sündenketten; tausend⸗, tausend⸗ mal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Willig ließest du dich schlagen, mich zu lösen von der Pein, ließest fälschlich dich anklagen, daß ich könnte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen; tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Du hast dich in Not versenket, wurdest, ach, für meine Schuld mit dem Todeskelch getränket, littest alles mit Geduld; daß ich würde freigegeben, gabst du hin dein teures Leben; tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zu gut; dein Ver⸗ lassensein, dein Schreien muß zu Ehren mir gedeihen; tausend⸗, tausend⸗ mal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 6. Nun, ich danke dir von. Jesu, für gesamte Not, für die Wunden, für die Schmerzen, ür den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, deine tausendfachen Plagen, für dein Ach und tiese Bein will ich ewig dankbar sein. C. Chr. Homburg, 1 1681. 53 Passion. Nr. 67, 68 67 al 3* —.——6 5—** 1 O du Lie⸗be mei⸗ner Lie⸗be, du er⸗wünsch⸗te die du dich aus höchstem Trie-be in das jam⸗-mer⸗ ———— Se⸗lig⸗keit; ö polle Leid dei⸗nes Leidens mir zu gu ⸗te, EEEEEEEE L2 E als ein O⸗pfer ein⸗ge⸗stellt und be⸗zahlt mit dei⸗nem LZ..——— 2—————— 7 II IIEE.. Blu⸗te al⸗le Mis⸗se ⸗ tat der Welt. 2. Liebe, die mit heißen Tränen an dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen unaufhörlich fest geliebt; Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, den Fluch der Welt zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen Schmach und Lästerung gehört; Liebe, die in Angst und Schmerzen bis zum Tod blieb unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, da der Abend geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, da sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh. 5. Liebe, die sich totgekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben; nimm mich ewig liebend an! E. von Senitz 4 1679. — 68. (Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende.) 2 + [Es ist vollbracht! Er ist ver⸗sschie⸗den, mein der Frie⸗ de⸗fürst ent⸗schläft im Frie⸗den, die Passion. ....I————*—— . 11.———— —0——— .....— Je ⸗ sus schließt die Au⸗gen zu: Le⸗ bens 5 son ne geht zur Ruh und sinkt in EHEEE H—— 1 D .SISISIIIII stil⸗le To⸗des⸗nacht. O gro⸗ßes Wort: es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen, das ewge Wort muß sprachlos sein; das Herz der Treue wird gebrochen, den Fels des Heils umschließt ein Stein; die höchste Kraft ist nun verschmacht. O wahres Wort: es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: des Sohnes Blut erlangt Gehör; am Kreuz hats Frieden uns gemacht. O süßes Wort: es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen zieht mich zu deinem Grabe hin; dich wünschen—.— zu umfangen: ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht. O tröstlich Wort: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhier zugegen, ich schlummre sanft wie Jakob ein; die Himmelspfort ist aufgemacht. O Lebenswort: es ist vollbracht! Sal. Frank, 4 1725. 69. nel. nach einer Prüfung kurzer Cage.) ——— ———— 0——— 1 iß ge⸗hest in den Garten be⸗öten, mein treu⸗er Ulaß mich an dei⸗ne Sei⸗te tre⸗ ten, ich wei⸗che ——— + A..— E— EE Je⸗su, nimm mich mit;; ö von dir kei⸗nen Schritt; ich will an dir, mein Lehrer, —— 5 E ö—— H sehn, wie mein Ge⸗bet soll recht ge⸗schehn. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen und bist bis in den Tod betrübt; ach, dies soll mir ans Herze schlagen, daß ich die Sünde so geliebt; drum willst du, daß mein Herz voll Reu mein Anfang zum Gebete sei⸗ 55 Passion. Nr. 70 3. Du reißt dich von der 99 W00 Seiten, du suchst die stille Einsamkeit; so muß auch ich mich wohl bereiten und fliehen, was mein Herz zerstreut. Zieh mich von aller Welt allein, daß nur wir zwei beisammen sein. 4. Zur Erde beugst du deine Glieder, fällst nieder auf dein Angesicht; so sinkt die stille Demut nieder; drum rühm ich Asch und Staub mich nicht; ich bieg und beuge mich mit dir vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du betest zu dem lieben Vater und rufest:„Abba!“ wie ein Kind; dein Vater ist auch mein Berater, sein Vaterherz ist treu gesinnt. Ich halte mich getrost an dich und rufe:„Abba, höre mich!“ 6. Du greifst voll Zuversicht und Liebe dem Vater tief ins treue Herz und rufst aus stärkstem Herzenstriebe:„O Vater, Vater!“ himmelwärts. Ach, Glaub und Liebe sind mir not, sonst ist doch all mein Beten tot. 7. Geduldig Lamm, wie hältst du stille und im Gebete dreimal an! Dabei ist auch für mich dein Wille, daß ich sih tun, wie du getan. Gott hilft nicht stets aufs erstemal; drum fleh und ruf ich ohne Zahl. 8. Deine Wille senkt 2 in den Willen des allerbesten Vaters ein; in ihm muß auch mein Herz sich stillen, wofern ich will erhöret ein; drum bet ich in Gelassenheit:„Was mein Gott will, ge⸗ cheh allzeit.“ 9. Du, Herr, erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg Leben, Herrlichkeit; und 10 wirds auch mit mir geschehen, daß i zur angenehmen Zeit auf ernstlich Beten freudevoll den gleichen Segen ernten soll. 10. Drum, Jesu, f mir stets so beten, wie mich dein heilig Vorbild lehrt; so kann ich frei zum Vater treten und werde stets von ihm erhört; so bet ich mich zum Himmel ein und will dir ewig dank⸗ bar sein. J. Mentzer, 1 1784. 70. (nel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig.) — 2 I VH ——— SDqDqDiii 1. Ru⸗he hier, mein Geist, ein we⸗ nig und schau an dies I+ 1— SP.ꝑPSPIISI.I.IPIꝑII.I.I.I. I I I I Wun ⸗der gro wie dein Herr und Eh⸗ren ⸗kö⸗ni 9 56 — +—/ 2.— HR ** hängt am Kreu⸗ze bleich und bloß, den sein Lie ⸗ben I1— 8 5—*———.—— EE EE hat ge⸗trie⸗-ben zu dir aus des Va⸗ters Schoß. ö 2. Wie dich Jesus liebt von Herzen, kannst du 2810 am Kreuze sehn; schau, wie bittre Todesschmerzen ihm durch Leib und Seele gehn, Fluch und Schrecken ihn bedecken; höre doch sein Klaggetön! 3. Dies sind meiner Sünden Früchte, die, mein Heiland, ängstgen dich; dieser Leiden schwer Gewichte zöge sonst zum Abgrund mich; diese Nöten, die dich töten, sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und Höllen⸗ macht, Gottes ewgem Recht genüget, seinen Willen ganz vollbracht, durch dein Sterben mich zum Erben deines Lebens dort gemacht. 5. Ach, ich Sündenkind auf Erden! Jesu, stirbst du mir zu ut? Soll dein Feind erlöset werden durch dein eigen Herzensblut? Sch muß schweigen und mich beugen für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder, alles gibst du für mich in; sollt ich dir nicht schenken wieder alles, was ich hab und bin? ch bin deine ganz alleine, dir verschreib ich Herz und Sinn. 7. Zeuch durch deines Todes Kräfte mich in deinen Tod hinein; laß mein Wiste und sein Geschafte, Herr, mit dir gekreuzigt sein, daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. 8. Laß in allen Leidenswegen deine Leiden stärken mich, daß mein Leiden mir zum Segen mag gedeihen stetiglich, daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. 9. Wenn mich schrecken meine Sünden, wenn mich böse Lust anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, wollst du mich ver⸗ lassen nicht! Laß dein Sterben mir erwerben Trost im Tod und im Gericht! 10. Jesu, nun will ich ergeben meinen Geist in deine Hand; laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne, in der Krone dich beschau im Vaterland. G. Tersteegen, 1 1769. 71. (mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen.) Q..5—+ FH——.ꝛj— anr. SSSISSISS.S.II.......... 1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu be⸗den⸗ken, mich in das 97 Passion. Nr. 72 Meer der Lie⸗be zu ver⸗senken, die dich be⸗wog, von ——.2 S SS.I.I..I.....I.I.I.. al⸗ler Schuld des Bö⸗ sen uns zu er ⸗lö⸗ sen! 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Vollbringen! Mein Geist kann nicht in seine Tiefe dringen. Mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen; dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst danieder; es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen. Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 8. So 930 denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir bewiesen. Du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahingegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib du, Herr, zu diesem heilgen Werke mir Kraft und Stärke. Chr. F. Gellert, 1769. Mel. Nr. 74. 72. 1. Am Kreuz erblaßt, der Marter Last, der Todesqualen müde, findet mein Erlöser erst in dem Grabe Friede. 2. Ein heilger Schmerz durchdringt mein Herz, und, Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tiefgebeuget schlagen. 3. Du schützest mich, und über dich gehn aller Trübsal Wetter; sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 4. Du hasts getan, dich bet ich an, du König der Erlösten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Bersöhner, göttlich frei habest hingegeben. Nr. 73, 74 Passion. 58 6. Hochheilge Tat! Des Höchsten Rat will ich in Demut preisen; mein Erloͤser wird mir einst seine Tiefen weisen. 7. Allmächtig rief er, der entschlief, den Toten: sie erstanden Leicht entschwingt der Lebensfürst sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ists mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich, erforsche mich und siehe, wie ichs meine; ja, du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. wil 0 ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so lang ich bin, deine Lieb ermessen. Chr. F. Neander, 1 1802. Begräbnis Jesu. 73. (Nel. nun laßt uns den Leib begraben.) — 4...— BEee v MrH e n 12 n. 14.——5..‚‚.‚SI—0— IISSIII..... I 1. Der du, Herr Je⸗su, Ruh und Rast in deinem Grab ge⸗ n E.n., iintin Eeri en .— —— 4.——— hal⸗ten hast, gib, daß wir in dir ru⸗hen all und + 4+ 1I.— + 14 ——— 41 —P—.——————————— un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o—2 uns Stärk und Mut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm, getötet an des Kreuzes Stamm; laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. G. Werner, 1 1648. 74. 1. O Trau⸗rig ⸗keit, o Her⸗ze⸗leid! Ist ISSSEEEEEEEEE das nicht zu be⸗kla⸗gen? Gott des Vaters ein⸗ger Sohn * 59 Ostern. Nr. 75, 76 1. 4—8 N 2....— wird ins Grab ge⸗ tra⸗gen. 2. O große Not, der Herr liegt tot! Am Kreuz ist er ge⸗ storben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hie mit Blut be⸗ flossen, welches er ganz mildiglich hat für dich vergossen. 5. O selig ist zu aller Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab versenket. 6. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen! J. Rist, 4 1667. Mel. Nr. 74. 75.— 1. So ruhest du, o meine Ruh, in deiner Grabeshöhle und erweckst durch deinen Tod meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach, du bist kalt, mein Hort und Halt! Das macht dein heißes Lieben, das dich in das kalte Grab mir zu gut getrieben. 4. Doch Preis sei dir! Du konntest hier nicht die Verwesung sehen; bald ließ dich des Vaters Macht aus dem Grab erstehen. 5. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 6. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich im Frieden liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 7. Nein, nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 8. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis zum Tod gedenken. S. Frank, 1 1725. VII. Oitern. 76. EY— 12—5—.——.— —2——.—— 1——— E— 1. Christ ist er⸗stan⸗den von der Mar⸗ter al ⸗le. EV..—.— S S.................‚——.— 7 0 Des solln wir al ⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. Ostern. Hal ⸗le⸗lu⸗ ja! Wär er nicht er ⸗stan ⸗den, D.V— 1—— 34— N N 211. +— I + —..—.—5. IISIAIIIII— die—— die wär ver⸗gan⸗gen; seit daß er er⸗standen ist, .d, IIII 7 2— 00— lobn wir den Herrn Je⸗sum Christ. Hal⸗le⸗lu⸗ja! T —3 1 Habs⸗ s lu⸗ ja, Hal⸗le⸗———.— 2—5— e ja! — ..— 4—— EEEe„. ** 2— Des solln wir al⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. FH—— N 1.— 5 4E II Hal⸗le ⸗lu⸗-ja! 12. Jahrhundert. 77⁷7. —.— +—— +— SSSISSI... 71.(Christ lag in To⸗ des⸗ban⸗den, für un ⸗sre Sünd ge⸗ der ist wie⸗der er⸗stan ⸗den und hat uns bracht das PꝑP..ꝑꝑꝑꝑ.................. E——.I————..—— — q— e ben des wir sol⸗len fröhlich sein, Gott lo⸗ben und ihm 7 — 7 EEEE E E DIxN T. +— 2 2 4+—— 2—. I. + + 1 ——v I.—.—*—..—— 1 dank⸗bar sein und sin⸗gen: Hal⸗le⸗ lu ja, —ν 1. II 1..—2— 1 —0— H— ES—. I... Hal le lu-ja! —— *— Iiin W Au 61 Ostern. Nr. 78 2. Den Tod niemand bezwingen konnt bei allen Menschen⸗ kindern; das machte alles unsre Sünd, kein Ridenn war zu finden. Davon kam der Tod sobald und nahm auch über uns Gewalt; sein Reich hielt uns gefangen. Halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unsrer Statt ist kommen und hat die Sünde abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibet nichts denn Tods gestalt, den Stachl hat er verloren. erlcchhr 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben, das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift uns die Kunde bringt, wie da sein Tod den Tod bezwingt; ein Spott der Tod ist worden. Halleluja! 5. Hier ist das rechte Osterlamm, davon wir sollen leben; das ist uns an des Kreuzes Stamm aus heißer Lieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tode für; nicht rührn kann uns der Würger. Halleluja! 6. So feiern wir das hohe Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr erscheinen läßt; er selber ist die Sonne, der durch seiner Gnade Glanz erleuchtet unsre Herzen ganz; der Sünd Nacht ist vergangen. Halleluja! Luther, 4 1546. 78. (mel. Heut triumphieret Gottes Sohn.) 4—.2 Len arnr. u3.. Dam, E Lin. —S DD.DDe..—..————————....— — 7—.— + 1 775——— 1. Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein Hei⸗land FAHEFF T 7* v Eimre wa. ———.3 N +7 + 2—— 4— X........—.— EEE 22 X.———.— Chri⸗stus auf ⸗ er⸗steht. Hal⸗le⸗lu ⸗ ja, Hal⸗ EEEEEEEEEEEEE — 1..— 1.C. I 4* 4.— le ⸗lu⸗ja! Ver⸗trie⸗ben ist der Sün⸗den Nacht, Licht, 9— D rae am 24———.— . Heil und Le⸗ben wie⸗der⸗bracht. Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗ — HM ——— N —— X1 12 LI I le⸗ lu ⸗ja! Nr. 79 Ostern. 6²2 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang hält meinen Heiland Todeszwang. Halleluja, Halleluja! Am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Halleluja, Halleluja! 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält. Halleluja, Halleluja! Drauf folgt der Sabbat in dem Grab, allda ich Ruh und Nahren hab. Drerdan Halleluja! 4. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf. Halleluja, Halleluja! Ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja, Halleluja! 5. O Wunder groß, o starker Held, wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Halleluja, Halleluja! Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja, Halleluja! 6. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Halleluja, Halleluja! Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja, Halleluja! 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Halleluja, ned ich 5 Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Halleluja, Halleluja! 8. Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich zur Engel Brüder⸗ schaft. Halleluja, Halleluja! Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, mit Gnad und ewgem Heil gekrönt. Halleluja, Halleluja! 9. Mein Herz darf nicht entsetzen sich: Gott und die Engel lieben mich. Halleluja, Halleluja! Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja, Halleluja! 10. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. deinen u Halleluja! Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja, Halleluja! Joh. Heermann, 1 1647. 79. +4.—..—— 3.—— SPSPSPSPSPSSIIIE 2. 1 Las⸗set uns den Her⸗ren prei⸗sen, o ihr Kom⸗met, laßt uns Dank er⸗wei⸗sen un⸗serm iiEEE i⸗ 2 ⸗ 60 auh R⸗en Schall Jauchzet: frei von To-⸗des⸗ 25—...— 122.. Sa.. 1— ...........———— ban-den ist der Held aus Ju⸗das Stamm. Der zu ——* 63 Ostern. Nr. 80 EH— 7—— ———2 6 1 + 1 .— uns vom Him⸗mel kam, Je⸗sus Chri⸗stus, ist er⸗ 5SDD.DD‚i—— ED SSS stan⸗çken! Nun ist aus der lan ⸗ge Streit, freu⸗e 2 + 1 V dich, o Chri⸗sten⸗heit! 2. Christus hat nun überwunden des ergrimmten Todes Macht; der im Tode lag gebunden, hat das Leben neu gebracht und die Finsternis bezwungen. Die melshron schaute nicht, der des Todes Ketten bricht; nun zum Luuitenn ron gedrungen, gibt er uns ein frei Geleit; freue dich, o Christenheit! War er gleich am Kreuz gestorben, war er gleich ins Grab gelegt: dennoch blieb er unverdorben. Als die Erde ward erregt, hat der Lebensfürst erhoben sein verklärtes Angesicht, stirbet nun und nimmer nicht. Ewig werden wir ihn loben; Harf und Psalter, seid bereit! Freue dich, o Christenheit! 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken? Hölle, wo ist dein Triumph? Tod, du kannst kein Graun erwecken, deine Pfeile sind jetzt stumpf. Christus ist dein Gift gewesen; er, der starke Gottes⸗ held, hat dir deinen Trotz gefällt, und wir Menschen sind genesen. Nun, vom schweren Joch befreit, freue dich, o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen nach dem Herrn und seinem Heil; auch wir werden dann empfangen unser teur erworbnes Teil. Er geht auf in unsern Herzen; laßt uns mit ihm auferstehn, mit ihm ein zum Himmel gehn, wo er stillet alle Schmerzen. Wonne wird dann alles Leid; freue dich, o Christenheit! 6. Meinen Leib wird man begraben, doch er schläft auf ewig nicht; neues Leben wird er haben, bich verklärt im Glanz und Licht. Das Verwesliche muß sterben, irdisch wird es ausgesät, bis es himmlisch einst ersteht, um das Reich des Herrn zu erben, ihn zu schauen allezeit. Freue dich, o Christenheit! 80. (Mel. nun freut euch, lieben Christen.) ——.—2——— L . r r Ant.- v nin t in Ind Lir.n, e. —— V— II..— II 2.. ½ 1 r⸗ auf, meln Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf⸗ge⸗ Er⸗munt⸗re deie⸗nen Geist und Sinn, den Hei⸗land zu em⸗ Nach Joh. Rist, 4 1667. Ostern. 64 Q. N N— S.. + e— gen! Panegen⸗ der heu⸗te durch des To⸗des Tor ge⸗ M brochen aus dem Grab hervor, der ganzen Welt zur Won⸗ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist und tracht nach dem, was droben, damit dein Bal zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuz und Pein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 6. Ach, mein Herr Jesu, der du bist vom Tode auferstanden, bewahr uns vor des Feindes List, rett uns aus Todesbanden, damit wir alle insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 7. Sei, Herr, gelobt in alln Ubern von allen Gotteskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Uberwindern, die überwunden durch dein Blut! Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. L. Laurenti. 4 1722. 81. (Mel. valet will ich dir geben.) Q— II—— IE— H —— 2——.— 244——— 1————— 1.— 1—————. — Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be, du gro⸗Fer O ⸗sterfürst, 1. uel ich die Hoffnung ha⸗be, daß du mir zei⸗gen wirst, —— 65 Ostern. Nr. 82 wie man kann fröh⸗lich ster ⸗ben und fröhlich auf⸗er⸗stehn, auch E—————— I R , e e L virr in Er, t, er t H D——————.—.—.———— ‚— 25 mit des Him⸗mels Er⸗ben ins Land des Le⸗bens 5 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du scht ve die Augen zu, so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht: ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel, und du wirst dennoch frei; auch meines Grabes Riegel bricht deine Hand entzwei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5. Du 55. d0 in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher* 2— uuch Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not; ich will mein Lager machen in deine liebe Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. B. Schmolck, 1787. 82. (Mel. Christus, der ist mein Ceben.) H 4.— — * 17 7 1 1. Will⸗kom⸗men, Held im Strei⸗te, aus dei⸗nes Gra⸗bes *——— Kluft! Wir tri⸗umphieren heu ⸗te um dei⸗ne lee⸗re Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: mit uns ist unser Gott. 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied, du trittst selbst in die Mitten und bringst den Osterfried. * Nr. 83 Ostern. 66 4. Ach, teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus! Wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz und unsern Weg uns bahne vom Grabe himmelwärts! 6. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun! Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir. Was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auferstehn! 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Stachel ist nun stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon Triumph! B. Schmolck, 1 1737. 83. (mel. Jesu, meines Lebens Leben. Nr. 1.) Q 4 4———.4..— I+ EADEe.— 1— 1.— 2.—.5.——.— ERES....‚.—.—5.— 12...—.— ..E...— 91 Zwei der Jün⸗ger gehn mit Seh⸗nen ü⸗ber Feld nach ih re Au⸗gen sind voll Trä⸗-nen, ih⸗re See ⸗len —I. 94 JZ.. N 1 H¶ 4— E——— ————....— Em⸗ ma⸗ us; voll Ver⸗druß: Pman hört ih ⸗re Kla⸗ ge⸗wor tez . N. 22.——ꝗZ⁊7— ö EEEEEER E r.x +◻ 2—.— 4 — doch es ist von ih⸗ rem Or⸗-te un⸗ser Je⸗sus nach, sie bejammern voller Schmerzen ihre Not und Ungemach. — r., n au. ven uun, aum h nn Lu i—— E— e. de Feurmme.,t; tt. ö aar nicht weit und ver⸗treibt die Trau-rig⸗keit. ö 2. Ach, es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Rummer Manches wandert ganz alleine, daß es nur zur Gnüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. Oft schon hab ichs auch empfunden, Jesus läßt mich nie allein; Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er—07 als nah und mit seiner Hilfe da. 4. mir; kommt die Welt, mich anzufeinden, ach, so sei du auch allhier! De Wot m von allen Freunden, bleibe ferner noch bei 67 Ostern. Nr. 84 Wenn mich Trübsalswetter schrecken, wollst du kräftig mich bedecken; komm, in meinem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet, 5 i so ruf mir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich fester gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt! 6. Tröst auch andre, die voll Jammer einsam durch die Fluren gehn oder in der stillen Kammer tiefbekümmert zu dir flehn. Wenn sie von der Welt sich trennen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: liebes Kind, was trauerst du? 7. Hilf, wenn es will Abend werden und der Lebenstag sich neigt, wenn dem dunklen Aug auf Erden nirgends sich ein Helfer zeigt; bleib alsdann in unsrer Mitten, wie dich deine Jünger bitten, bis du sie getröstet hast; bleibe, bleibe, teurer Gast! J. Neunherz, 1 1737. 84. 66666 Jesus, meine Suversicht.) T.V 1 1... +—4 H IIIEEEEEE 1 Jesus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo sind nun deine Schre⸗en 2 Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auf⸗er⸗we⸗cken. A SIE ER· FI..— 0 Er verklärt mich in sein Licht; dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Emein 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben; reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt selbst mir Kraft und Licht; dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Chr. F. Gellert, 1 1769. 5* Nr. 85 Ostern. 68 85. (mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht.) ..S I IRE REREEEAAE—...—— * 0 I. Er⸗ inn⸗re dich, mein Geist, er⸗freut des ho⸗ hen RI=—— +. 1I—— 1 — 4—.———————— R Tags der Herr⸗lich⸗keit; halt im Ge⸗dächt⸗ nis Je⸗sum —— I..E.... eeEEEE —.. ——2——+ H XVX — Christ, der von dem Tod er⸗stan⸗den ist! 2. Entbrenn in Lieb und Dank für ihn, als ob er heute dir erschien und spräche: Friede sei mit dir!— So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Schau über dich und bet ihn an; er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint und ist dein König und dein Freund. 4. Mein de weh ist für mich erhöht; was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht? 5. Vor seinem Thron, in seinem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig selig sein: ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der du in dem Himmel thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst, und du erfüllest mein Vertraun, dich in der Herrlichkeit zu schaun. 7. 90 soll, wenn du, o Lebensfürst, in Wolken wiederkommen ver beyr lärt aus meinem Grabe gehn und froh zu deiner Rechten tehn. 8. Mit deiner heilgen Engel Schar soll ich dich loben immer⸗ dar! Mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit. 9. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin! Gib Kraft, daß ich in Lieb. und Treu mich stets zu deinem Bild erneu! 10. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war! Sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit! 11. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft; er ists, der alles in uns schafft. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist! Chr. F. Gellert, 1 1769. Hant III DS—— 69 Ostern. Nr. 86 86. (Mel. Lasset uns den Herren preisen.) 0 n E— +——. — jů U⸗ber⸗win⸗der, nimm die Palmen, die dein das mit fro⸗hen O⸗ster⸗psalmen den er⸗ EHDE- 50..——— 6 IIEEEEEEEEEEE Volk dir heu ⸗te bringt, kämpf⸗ten Sieg be⸗singt. Wo ist nun der Fein⸗de A 3 44 JZ...— L I E—4 + ö — TI + E.———— · ESSSEEEEEEEEEEEE Po⸗chen und der Würger Mord⸗ge⸗schrei, da des 4—.— 5 S.I. —.— 4—— + To⸗des Nacht vor⸗bei und sein Stachel ist zer⸗ 4 12— Fa E brochen? Tod und Höl⸗le lie⸗ gen da: Gott sei 9— Sant, Hal-le-Iu- jal 2. Stecke nun dein Siegeszeichen aus der dunklen Gruft empor! Was kann deinem Ruhme gleichen? Held und König, tritt hervor! Laß dir tausend Engel dienen; denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen; Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt! Deinen Frieden gib uns allen! O so jauchzet Herz und Mut, weil das Los uns wundergut und aufs lieblichste gefallen; denn der Olzweig grünet da: Gott sei Dank, Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl ins Herze gehn; gib Erleuchtung deinen Knechten, daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre du den Lauf, rufe mächtig: wachet auf! Denn die Schatten sind vergangen, und der helle Tag ist da: Gott sei Dank, Halleluja! ů Nr. 87 0 Ostern. 70 5. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil du denen, die dir trauen, schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glauben ein; o so kann der Tod nicht töten, denn die Hoffnung blühet da: Gott sei Dank, Halleluja! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Sarg und Grüften weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, o so streift das kühle Grab nur, was sterblich heißt, uns ab, und der Staub ist unver⸗ loren; unser Hirte hütet da: Gott sei Dank, Halleluja! 7. Rufe die zerfallnen Glieder endlich aus der dunklen Nacht; wenn der Deinen Äsche wieder in verklärtem Glanz erwacht, dann wirst du die Krone geben, dann wird unsre volle Brust, Herr, mit engelgleicher Lust ewig deinen Sieg erheben, und wir sprechen auch allda: Gott sei Dank, Halleluja! Chr. L. Taddel, 4 1775. Mel. Nr. 86. 87. 1. Größter Morgen, der die Erde nach der tiefsten Nacht belebt, der sie nach dem Wort: es werde! nochmals aus dem Nichts erhebt! Nach der Nacht voll düstrer Sorgen, da man angst⸗ und kummer⸗ voll ohne Jesum leben soll, bringt der allerschönste Morgen Jesum aus des Todes Tor, Jesum, unser Licht, hervor. 2. Lebt nun auf, ihr stillen Seelen, die in Tränen ihr zerfloßt, die ihr euch in Kummerhöhlen ohne Licht und Kraft verschloßt! Lebt nun auf: er ist erstanden! Er, an den ihr doch geglaubt, ist vom Tode nicht geraubt, nein, er lebt, ist frei von Banden und mit Klar⸗ heit angetan; betet euren König an! 3. Jauchz, o Erde, Himmel, tönet, rühme, neu geschaffne Welt! Gott und Menschheit sind versöhnet! Seht, wie glänzt der große Held, der des Abgrunds und der Höllen und der Himmel Schlüssel führt und, mit Ehr und Schmuck geziert, seine Kirche sicher stellen und nach tiefem Gottesplan ewig selig machen kann! 4. Großer Hirte deiner Schafe, von den Toten ausgeführt, dem, nach ganz erlittner Strafe unsrer Schuld, der Preis gebührt! Nimm ihn von den Millionen derer, die das Grab noch deckt, derer, die dein Ruf schon weckt, derer, die im Himmel wohnen, auch von uns hier unten an, wie dich jeder preisen kann. 5. Hilf uns aus den Fesseln gehen, womit uns die Welt be⸗ strickt; laß uns geistlich auferstehen, allem Sündendienst entrückt! Schenk uns Kraft zum neuen Wesen, 1—— es täglich Ostern sei, dann kommt einst der Tag herbei, da du völlig uns erlösen und zu dir erheben wirst, auferstandner Siegesfürst. J. A. Lehmus, 4 1788. ....A Ü e, en ———— 23—35ʃ37ʃ— — 7¹ Ostern. Nr. 88, 89 Mel. Nr. 86. 88. 1. Auferstanden, auferstanden ist der Herr, der uns versöhnt; seht, wie hat nach Schmach und Banden Gott mit Ehren ihn gekrönt! Dort auf seines Vaters Throne, über Schmerz und Tod erhöht, herrscht er nun in Majestät. Fallet nieder vor dem Sohne, der uns einst zu sich erhebt! Halleluja! Jesus lebt. 2. Singt dem Een La Er ist erstanden, da er starb auf Golgatha; rühmt es laut in allen Landen: was sein Mund verhieß, geschah. Wer kann ihm noch widerstreben? Mächtig steigt der Held empor, im Triumph bricht er hervor. Seht des Abgrunds Pforten beben, da ihr Sieger sich erhebt! Hee Jesus lebt. 3. Uns vom Tode zu befreien, sank er in des Grabes Nacht; uns zum Leben zu erneuen, steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen; deine Schrecken sind gedämpft, deine Herrschaft ist bekämpft, und das Leben ist errungen; ob man unsern Leib begräbt, Halleluja! Jesus lebt. 4. Aus dem Grab uns zu erheben, ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, dann ist Sterben uns Gewinn. Haltet unter Lust und Leiden im Gedächtnis Jesum Christ, der vom Tod erstanden ist; unvergänglich sind die Freuden des, der nach dem Himmel strebt. Halleluja! Jesus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder! Er sei euer Lobgesang! Bringt dem Todesüberwinder ewig Ehre, Preis und Dank. Rühmt es in Versuchungsstunden, wenn euch Sünd und Elend droht, rühmt es in der Todesnot: unser Herr hat überwunden! Der uns einst zu sich erhebt, Halleluja! Jesus lebt. Nach J. F. Danneil(1 1772) von Chr. Sturm, 1 1786, und C. Lavater, 1 1801. 89. (Mel. Nun danket all und bringet Ehr.) — 4 7— . 4. Ich sag es je-dem, daß er lebt und auf⸗er⸗stan⸗den ist, 4 +.——— + + HN ——.————— ,——— daß er in uns⸗rer Mit⸗te schwebt und e⸗wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt es seinen Freunden gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vater⸗ land; ein neues Leben nimmt man hin entzückt aus seiner Hand. ⁰ Nr. 90 4. Hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun, und jeder kann nun leicht und hehr in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Himmel aus; und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie, wenn eins die Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat ein jeder frischer glühn; denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns ver⸗ läßt, und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Novalis(Fr. von Hardenberg), 4 1801. 90. (Mel. wie schoͤn leuchtet der Morgenstern.) Er—4—..—. ö r nn: 20 Er⸗ höh⸗ter Sie⸗ges⸗fürst und Held! Dir jauch⸗ zet du gehst aus dei- nes Gra⸗bes Tor als wie ein +———— +4 ———— 2* + x——— II — 1 die er ⸗lö⸗ste Welt am Fe⸗ste dei⸗ ner Won⸗ne; Bräu⸗ti⸗gam her⸗vor, schön wie die Mor⸗gen-son⸗ne. ů3— + Ostern. 72 r,; wen, H. nanr. Mach⸗tig, präch⸗tig kommst du heu⸗te aus dem Strei⸗te, . SSIIIIIIIITITITITITITITITITITITITITT TT TTTT kommst mit Se⸗gen uns aus dei⸗ ner Gruft ent⸗ ge⸗gen. 2. Wie majestätisch bauest du am dritten Tage deiner Ruh den Leibestempel wieder! Trotz aller Feinde List und Macht hast du dein hrses Wort vollbracht: ich sterb und lebe wieder. Gehet, sehet: alle Riegel, Band und Siegel sind zerstöret, Jesus lebt und ist verkläret! 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab und blicket glaubensvoll hinab; ist dies die Gruft der Schrecken? Seit Jesus hier geschlummert hat, sind Gräber eine Ruhestatt, die Fried und Hoffnung decken. Zagt nicht! Klagt nicht! Diese Glieder werden wieder sich erheben und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn, gekrönt vor seinem Throne stehn mit himmlischem Entzücken. Dann ist mein Aug von Tränen ν 73 Ostern. Nr. 91 leer, dann schreckt mich Sünd und Tod nicht mehr, nichts kann mich ihm entrücken. Ewig, selig, ohne Mängel, wie die Engel werd ich leben und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker Held, was mich hier noch zurücke ält, daß ich zu dir mich schwinge. O gib mir deinen Geist, dein icht, daß ich, wenn Herz und Auge bricht, vom Tod ins Leben dringe! Mach mich mutig in dem Streite und bereite mich bei Zeiten zum Triumph der Ewigkeiten! Chr. G. Göz, 1 1803. 91. (mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme.) — + +——+—.5*— + r———.....——.— +—. 2— 1. le⸗lu ⸗jal jauchzt, ihr Chö⸗re, singt Je⸗su Chri⸗sto Er, der Held, ist von den Banden des To⸗des sieg⸗reich —....— ̃H I Preis und Eh⸗re! Wie groß und herrlich ist sein Fag! auf⸗er⸗stan⸗den, er, der für uns im Gra⸗be lag. ....—— 22——— 4 Eeeeere‚.ee.. *— ‚— Sein ist Gewalt und Macht. Preis ihm, er hats vollbracht, —..—.— 2—5 e wndn n ne Hal⸗le⸗ lu⸗ ja! Er hats vollbracht, er, der die Macht 0 Z.V 2 N II ——5.—— 9——— H des To-des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, hat mächtig Grab und Tod bezwungen, von ihren Schrecken uns befreit. Wir von Gott gewichne Sünder sind nun mit ihm versöhnte Kinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Christo, dir, ruhn in Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unver⸗ gänglich Leben und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, dem Staube, Nr. 92, 93 Himmelfahrt. 7⁴ der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein. Halleluja! Tod und Gericht erschreckt uns nicht; denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen und alles, alles zu zerstreuen, was uns den Lebensfrieden raubt. Groß ist seines Namens Ehre, und ewig gültig seine Lehre, und ewig selig, wer ihm glaubt. Wir gehn an seiner Hand durch dieses Tränenland hin zum Himmel, und dort erhebt er, der da lebt, uns hoch zu Ehren ewiglich. 5. Tag des Lebens, Tag der Wonne, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunkel bricht! O, was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis verschwinden und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen. Die Todesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. G. Bened. Funk, 4 1814. Mel. Nr. 86. 92. 1. Amen! Deines Grabes Friede wird auch unser Grab durchwehn, wann wir, von der Wallfahrt müde, ruhn, um froher aufzustehn. Amen! Fürst der Auferstehung, der des Todes Siegel brach, zeuch durch Tod und Grab uns nach zu der seligen Erhöhung, wo dem Lamm, das uns versöhnt, aller Himmel Loblied tönt. 2. Preis dem Herrn, wir werden leben; weil du 8 Db Lern bist, muß das Grab uns wiedergeben; Preis und Dank dir, Jesu Christ! Du das Du u und wir die Glieder; weil du lebst, so leben wir. Alle ziehst du nach zu dir, großer Erstling deiner Brüder. Preis und Dank, wir leben hier, leben ewig dort mit dir. B. Garve, 1 1841. VIII. Himmelfahrt. 93. 0—— SDSPSPSPSISISISISIIIITSISSISI... 33 Christ fuhr gen Him-mel; da sandt er uns her nie⸗der 1..2.———.—*.—— . den Tröster, den hei⸗li⸗gen Geist, zu Trost der ar-men Christenheit. E H—— er . I.. Hal⸗le⸗lu⸗jal Hal⸗le ⸗ lu⸗ ja! Hal⸗le ⸗ lu⸗ja! 75⁵ Himmelfahrt. Nr. 94 ,,,... Hal⸗le ⸗ lu⸗ ja! Des solln wir al⸗le froh sein, E +——·̃ Christ will un⸗ser Trost sein. Hal-le⸗-lu⸗ja! Aus dem 14. Jahrhundert. 94. — 2—5— 4 2—— nn... 71./Auf die⸗sen Tag be⸗den⸗ken wir, daß Christus auf⸗ge⸗ und flehn mit herz⸗-li⸗cher Be⸗gier, Gott wol⸗le nun be⸗ SAE.— 23 0————— wehe— uns ar⸗me Sün⸗der hier auf Erd, die DDEEEEEE —.——————— EE ö wir, von Not und Tod beschwert, ohn ihn kein Hoffnung ha⸗ Q—— N + E..AI——— H H* IJ‚eeeleeeeeenl ben. Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja! Hal⸗le⸗lu⸗jal 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht, uns steht der Himmel offen! Christus schleußt auf mit großer Pracht, vorhin konnts nie⸗ mand hoffen. ers glaubt, des olg ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja! Halleluja! 3. Wer nun nicht seinen Willen tut, dem ists nicht Ernst zum Herren; der aber wird vor Fleisch und Blut sein Himmelreich ver⸗ sperren. Am Glauben liegts; so der ist echt, wird auch gewiß das Leben recht zum Himmel sein gerichtet. Halleluja! Halleluja! 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, wenn wir den Vater finden und fliehen stets die breite Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; wir sehn hinauf, Gott sieht herab, an Treu und Lieb geht uns nichts ab, bis wir zusammenkommen. Halleluja! Halleluja! 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn Gott uns zu sich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, den wir hier treu bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut in Ewigkeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja! Halleluja! Joh. Zwick, 1 1542. —.————— Himmelfahrt. 95. AMel. Erschienen ist der herrlich Tag.) 2—7—1——.—— E* 1. Auf, Je⸗su Jünger, freu ⸗et euch! Der Herr fährt auf zu 25———3.—.— ————. —.— I— + 7 4.—— sei⸗ nem Reich. Er tri⸗umphiert; 22 sin ⸗get ihm! Ob⸗ .......... sin⸗get ihm mit lau⸗-ter Stimm! Hal ⸗le ⸗ lu⸗ja! 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht; zerstört hat er des Todes Macht. Er hat die Welt mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. Halleluja! 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlich⸗ keit; Hal Wia dienen selbst die Seraphim; lobsinget ihm mit lauter Stimm! eluja! 4. Sein sind die Völker aller Welt; er herrscht als sieggewohnter Held; er herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. Halleluja! 5. Er schützet seine Christenheit, erhält sie bis in Ewigkeit; er ist ihr Haupt; lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit lauter Stimm! 108 6. Ja, Heiland, wir erheben dich, und unsre Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Majestät, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. Halleluja! 7. Bereitet hast du schon den Ort, wo wir dich schauen fort und fort. Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. Halleluja! 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit stärk uns in unsrer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun. Halleluja! 9. Dann werden wir uns ewig dein, erhöheter Erlöser, freun. Dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligtum. Halleluja! Nach E. Alberus(4 1553) von S. Diterich, 4 1791. 77 Himmelfahrt. Nr. 96, 97 96. (mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein.) 2 +E+. E S..——... au 2 ............ U—— Auf Chriti Him⸗mel'fahrt al⸗lein ich mei ne Nachfahrt Vund al⸗le Zwei⸗fel, Angst und Pein hier⸗mit stets ü⸗ ber⸗ 9 ESEEEEEEE ———..—.. +I.2—.L—I..—* . grün ⸗de Denn weil das Haupt im Him⸗mel ist, wird win ⸗de. E.... 2—.— R.—..— d v dne., i-.. Sa sr. As.r A E— 2.————— S....2.—f——44 ——— sei⸗ne Glieder Jesus Christ zur rech⸗ten Zeit nach⸗ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, dahin steht auch mein Herz und Sinn; nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mög meine Nachfahrt zieren, und dann einmal, wenn dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt; Herr, höre dies mein Flehen! Nach Josua Wegelin(4 1640) von J. Gesenius, 4 1678. 97. (Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern.) E— 2 2 ——.— 2tę J—J—J—J—3.—.——— 0 E——————0— —— 2 1 Ach, wun⸗der⸗gro⸗ ßer Sie⸗ges⸗held, du Sünden⸗ Wur Rech⸗ten Got⸗tes in der Kraft, hast herr⸗lich — 2 227 ——— 0 S—„0‚.——— ee,— —.——— —v—4* 0 E= L———HIH 22 til⸗ger al⸗ler Welt, heut bist du auf⸗ge⸗fah⸗ ren dir den Sieg verschafft trotz al⸗ler Fein⸗de Scha⸗ren; — 4——— E DSSEEEE—...— I—— E——————— — I— + —— mäch⸗tig, präch⸗tig—tri⸗ umphierst du und regierst du; EHrh 7 H;·.— + + EEEEEESEEEEIEIEI —————— ist, Herr Christ, dir un⸗ter⸗ ge⸗ ben. Nr. 98 Himmelfahrt. 78 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben; du hast den Segen wiederbracht und dich mit Majestät und Macht zur Hut und. erhoben. Singet, bringet Jubellieder, fallet nieder, rühmt und ehret den, der auf zum Himmel fähret. 3. Du, Herr, bist unser Haupt, und wir sind deine Glieder; nur von dir kommt auf uns Heil und Leben; Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft, und was dem Herzen Labsal schafft, wird uns durch dich gegeben. Dringe, zwinge, ewge Güte, mein Gemüte, daß es preise, dir Lob, Ehr und Dank erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; hilf, daß wir fort⸗ hin für und für nach deinem Reiche trachten; laß unsern Wandel himmlisch sein, daß wir der Erde eiteln Schein und ÜUppigkeit ver⸗ achten; Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl er⸗ gründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort und gründ uns auf dein göttlich Wort, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List und Feinde, die dich hassen. Lügen, Trügen, Angst und Zagen, ach, sie plagen, ach, sie quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Dafür soll dir von uns allen Preis erschallen; Herr, am Ende nimm uns auf in deine Hände! E. Chr. Homburg, f 1681. * (Mmel. Aus meines Herzens Grunde.) 2—.—— . EEEEEEEEE.e EEEE EEE —— Der Herr fährt auf gen Him ⸗ mel mit fro⸗ hem Vaus die⸗sem Welt⸗ge⸗ tüm ⸗ mel em⸗-por zu Runden Thron Lobsingt, lob-sin⸗ get Gott! Lob— e. fingt, lob⸗singt mit Freu- den dem Kö⸗ni ⸗ge der Hei⸗ ..........——— .——— SSH den, dem Her⸗ren Ze⸗ba ⸗odhl. nn 79 Himmelfahrt. Nr. 99 2. Der Herr wird aufgenommen in seines Himmels Pracht; um ihn stehn alle Frommen, die er hat freigemacht. Es holen Jesum ein die heilgen Cherubinen, den lichten Seraphinen muß er will⸗ kommen sein. 3. Wir wissen nun vom Siege, der unser Haupt erhöht, wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht; der Heiland geht voran, will uns zurück nicht lassen; er zeiget uns die Straßen; er bricht uns sichre Bahn. ö 4. Wir sollen himmlisch werden, der Herr macht selbst uns Platz; wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Hrder macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier; laßt uns einmütig singen: dich, Vaeb suchen wir! Dich, o du Gottes Sohn, dich Weg, dich wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unsers Hauptes Kron! 6. Fahr hin mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt; dein Tand kann nicht ergötzen! Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude und köstliches Geschmeide; zu ihm gilt unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen? Wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du gom daß wir den Heiland grüßen und fallen ihm zu Füßen? Komm, stelle dich doch ein! W. G. Sacer, 1 1699. 99. (Mel. Wie nach einer Wasserquelle.) E— 1 1 4 1— E————5 EEEE— 1— auf Er⸗den muß ich lei-den und bin vol⸗ler Uwa⸗rum willst du von mir schei-den, wa⸗ rum fährst du Q S.V I I 1——— 1 ötititß‚,„,ßH,,haaaeeeeeee 4* die Höht Nimm mich Armen auch mit dir, o⸗der blei⸗ H T.— 1—— 2— 1 Hren,rnie. be doch in mir, daß ich dich und dei-ne Ga⸗ ben 122..— N ereev., ABarW.H. is.. Vin. . 2 LI täg⸗lich mö⸗ ge bei mir ha⸗ben. Nr. 100 Himmelfahrt. 8⁰ 2. Laß dein Herze mir zurücke und nimm meines mit hinauf; wenn ich Seufzer zu dir schicke, tue mir den Himmel auf und, so ich nicht beten kann, rede du den Vater an; denn du sitzt zu seiner Rechten; darum hilf uns, deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinne von der Erde über alles Eitle hin, daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterblich bin, und im im Glauben meine Zeit richte nach der Ewigkeit, bis wir auch zu dir gelangen, wie du bist vorangegangen. 4. Meine Wohnung mache fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegenwärtig bei dir gehen ein und aus. Dahin bringe mich zur Ruh, denn der Weg dahin bist du, und nimm an dem letzten Ende meinen Geist in deine Hände. 5. Komme, wenn es— ist, wieder, wie dein Wort uns hoffen lehrt, und erlöse meine Glieder, die das dunkle Grab beschwert; richtest du dann diese Welt, die dein Wort für Lügen hält, dann nach überstandnem Leide führ uns ein zu deiner Freude. 100 K. Neumann, 1 1715. (Mel. Alle Menschen müssen sterben.) Q E. 4— 1..+ 4*— FH—.——— 1.—— 1——. + 0 2 2 7 4 1 Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten sei⸗nes gro⸗ßen Lund die Schar von sei⸗nen Knechten in dem Reich der V Va⸗ters sitzt ö Gna⸗den schuͤtzt, den auf dem er ⸗hab⸗ nen Thro⸗ne Q S....—.—..— + L 1.+ V7—— 7— in der kö⸗ nig ⸗öli⸗chen Kro⸗ ne al ⸗les Heer der S SII....I...I.I...I. ——1* I— 4+ 4 2 E⸗wig⸗keit mit ver⸗ hüll ⸗tem Ant ⸗litz scheut! 2. Dein Erlösungswerk auf Erden und dein Opfer ist voll⸗ bracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die— gehn. 3. Nun bist du ja Hort und Hüter in des Vaters Heiligtum, die erworbnen Segensgüter durch dein Evangelium allen denen mit⸗ I 81 Himmelfahrt. Nr. 101 zuteilen, die zum Thron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes teure Namen trägst du stets auf deiner Brust, und die gläubig zu dir kamen, sind und bleiben deine Lust. Du vertrittst, die an dich glauben, daß sie nichts dir möge rauben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil das Herz dir voll Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß mein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst vor ihm mit Freuden deine teur erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 2. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod! J. J. Rambach, 4 1735. 101. (Mel. Schmücke dich, o liebe Seele.) ö IU e DIDD—.— H.———— 1 Kö⸗nig, dem kein Kö⸗nig glei⸗chet, des⸗sen Ruhm kein dem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret, der als Mensch das 2—·——— EEEEEE E— —.— — Zep ⸗ter füh⸗ret, dem das Recht ge⸗hört zum Thro⸗ne EEI—.2 4 H— DSIIII3. —.—— — als des Va⸗ters ein-gem Soh- ne, den so viel Voll⸗ 9⁴ —F3— 120— HA — 1 2.......2.. ü.—..—. + I EEII kommen⸗ hei ⸗ten krö⸗nen, zieren und be⸗glei⸗ten! 2. Himmel, Erde, Luft und Meere nebst dem ungezählten Heere der Geschöpfe in den Hen di in den Seen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. Nr. 102 Himmelfahrt. 82 3. In des Gnadenreiches Grenzen Hm man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen! Dir ist niemand zu ver⸗ gleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vollkommenheit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen; laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam uͤben; hier mitringen, dulden, streiten, dort mitherrschen dir zur Seiten. J. J. Rambach, 1 1735. Mel. Nr. 100. 102. 1. Siegesfürst und Ehrenkönig, höchstverklärte Majestät! Alle Himmel pfe: zu wenig, du bist drüber hoch erhöht. Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensaug entzückt deine Herrlichkeit erblickt? 2. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergießt, daß ein Strom von Glanz und Wonne durch die Himmels⸗ geister fließt; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen: schau, dein armes Kind auch hier rufet Hosianna dir. 3. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit eh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? einem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich! 4. Geist und Kraft nun überfließen; drum wirk in uns kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füße alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Zepter wende alles bis zum Weltenende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. 5. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stehen oer⸗ komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron! 6. Dein zum Himmel Sicherheben bringt mir Gott und Himmel nah; lehr mich nur im Geiste leben als vor deinen Augen da; fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen, bei dir ab⸗ geschieden drinnen, in das Himmelreich versetzt, da mich Jesus nur ergötzt. G. Tersteegen, 1 1769. 83 Himmelfahrt. Nr. 103 103. (Mel. Alles ist an Gottes Segen.) .——.——.—.— à⁵SSSEDD.2 dn neme ꝑ., I, veris;u, 1. Je ⸗sus Christus herrscht als Kö-nig, al⸗les wird ihm I e e,„d, n d ir rnte. LD.V— un⸗ter⸗tä⸗nig, al⸗les legt ihm Gott zu Fuß. Je⸗de Zun⸗ge D.— I 2Z—.—8 +2 —.——— EE 2—.—.— + I soll be⸗ken⸗ nen, Je⸗sus sei der Herr zu nen ⸗nen, ——— — — EIX I ——— Eu 1 — +.—..—3 4——H4 dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unum⸗ stößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm— o Wundergaben!— können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts! das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesus uns zu gut. 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen! Willst du Gnade? du sollst nehmen! Willst du leben? es soll sein! Willst du erben? du wirsts sehen! Soll der Wunsch aufs höchste gehen, willst du Jesum? er ist dein! 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Bei danieder, und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein Himmel offen, welcher über alles Ieine über alles Wünschen ist. Die gereinigte Gemeine weiß, daß eine Zeit erscheine, wo sie ihren König grüßt. —9— ————— Nr. 104 Himmelfahrt. 8⁴ 9. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, 21142 vollendete Ge⸗ rechte, und du Schar, die Palmen trägt, und ihr Märtrer mit der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig, ehret, liebet, lobet ihn! Ph. F. Hiller, 4 1769. 104. 96.6 Wie schön leuchtet der Morgenstern.) EHNr—— ö——— L..————*—.— 1 — Hal ⸗le ⸗lu⸗jal Wie lieblich stehn hoch üsber Useit du vom ew⸗ gen Zi⸗on dort aus ⸗sendest 2.. 5 SSSS‚ISII‚I‚IIIIIIIII............. VV 1 2—... +—....— J LI — uns die Himmelshöhn, seit du im Himmel si⸗hest, dein le⸗ ben⸗dig Wort und dei⸗ne Her⸗de schützest! Q* 4 + 3—— 2 Fröh⸗lich, se⸗lig schaut der Glaube von dem Stau⸗be AIII 4 2‚..— ö—.— H ,. n nr,vr. E—— viienri Lart. 2 auf zum Sohne: mei⸗ne Hei⸗mat ist am Thro⸗ne. 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl; was ist ihr tausendfacher Strahl? Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, das dir vom holden Angesicht ausgeht mit ewger Wonne! Spende, sende deine hellen Lebensquellen reichlich nieder, großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, ich weiß, daß dort ein Auge wacht, das einst um uns geweinet, das einst für uns im Tode brach; es ist dein Aug, es bleibet wach, bis neu die Sonne scheinet. O wer nunmehr nimmer klagte, nimmer zagte, seit du wachest und aus Nächten Tage machest! 4. 5 Her wir ziehn durch Land und Meer, ein Himmel neigt sich drüber her, dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, da wallt man sicher früh und spät vor Feindeslist und Schaden. Keiner deiner Auserwählten, Geistbeseelten bleibt verlassen; treu will ihn dein Arm umfassen. 5. ir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zer⸗ ——.+———. Seen 2——— 85⁵ Himmelfahrt. Nr. 105 stoßne Rohr, und wenn der Docht sein Ol verlor, so tränkst du ihn aufs neue. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O selger König Jesu Christ! Wie wundervoll und heilig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile; dann hinauf zum ewgen Heile! A. Knapp, 4 1864. 105. (mel. Cobe den Herren, den mächtigen Rönig.) 9 e, d en r,———— SSISISSISISIII Lamm, das ge⸗=lit⸗ten, und Lö⸗we, der siegreich ge⸗run⸗gen; blu⸗ten-des Opfer und Held, der die Höl⸗le be⸗zwun⸗gen; X e. 2—6——..— + 7 2 —— s KIl A⸗ ber die Him⸗mel ge⸗schwun⸗gen! 2. Du hast in schauriger Tiefe das Höchste vollendet, Gott in die Menschheit gehüllt, daß sein Licht uns nicht blendet. Würdig bist du,— jauchzt dir die Ewigkeit zu,— Preises und Ruhms, der nicht endet. 3. Himmlische Liebe, die Namen der Erde nicht nennen! Fürst deiner Welten, den einst alle Zungen bekennen! Gingest du nicht selbst in der Sünder Gericht, Sünder entlassen zu können? 4. Über des Todes umnachteten, graunvollen Klüften schwangst du die Palme des Sieges in himmlischen Lüften. Wer an dich glaubt, trägt nun, von Hoffnung umlaubt, ewiges Leben aus Grüften. 5. Menschensohn, Heiland, in dem sich das ewge Erbarmen milde zu eigen gegeben den schuldigen Armen! Dir an der Brust darf nun in Leben und Lust jeder Erstarrte erwarmen. 6. Wahl voller Wunder! Der einzige Reine von allen eint sich mit Seelen, die sündig im Staube hier wallen, trägt ihre Schuld, hebt in unendlicher Huld das, was am tiefsten gefallen. 7. Mir auch ist süß überwindend dein Rufen ertönet; Herr, auch mein feindliches Herz hat dein Lieben versöhnet; ja deine Hand, zu dem Verirrten gewandt, hat mich mit Gnade gekrönet. ——————— Nr. 106 Pfingsten. 86 8. Lobe den Herrn, meine Seele! Er hat dir vergeben, heilt dein Gebrechen, legt in dich ein ewiges Leben; Frieden im Streit, Wonnen im irdischen Leid weiß dir dein Heiland zu geben. 9. Hoffnung und Glaube und Liebe, sie tragen auf Flügeln dich in das Land der Verheißung zu ewigen Haamen wo deine Wahl, dort in der Herrlichkeit Strahl, Lieb und Erbarmen besiegeln. 10. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehen; singe, du Welt, die das Werk der Erlösung gesehen! Jauchze, du Heer, dort am kristallenen Meer: Ehre sei Gott in den Höhen! M. Heußer⸗Schweizer, 4 1876. IX. Pfingsten. 106. —4.— Herr Gott, dich loben alle wir.) 9Q . 1. d en———— ee SEEE EI E 4 I 60 1. Komm, heil⸗ger Geist, ö Schö⸗pfer du, sprich dei⸗nen IIIIIII ar⸗men See⸗len zu; er⸗füll mit Gna⸗den, sü⸗ßer Gast, . E SSSSSS die Brust, die du ge⸗schaf⸗fen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt, des allerhöchsten Gottes Pank du Liebesquell du Lebensbronn, du Herzenssalbung, Gnaden⸗ onn! 3. Du siebenfaches Gnadengut, du Hand des Herrn, die Wunder tut, du lösest aller Zungen Band, gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, entflamm das Herz in Liebesbrand, stärk unser schwaches Fleisch und Blut durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib von uns fern hinweg und bring uns auf des Friedens Steg, daß wir, durch deine Hand geführt, vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, und wie den Sohn man n. im Glauben mache uns bekannt, wie du von beiden wirst gesandt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn, und seinem Sohn, dem Lebensstern; dem heilgen Geiste gleicherweis sei jetzt und ewig Lob und Preis! Alte Kirche. 8⁷ Pfingsten. Nr. 107, 108 EAE + E e. EEEEEEEEEEEEEEEEE— .EEE ———2—.— Gna⸗den Gut der Gläu⸗bi⸗gen Herz, Mut und Sinn, dein 222 e +——.— FF 1 1—..9—.—— JD. L.— 4— — H— 2—.. 2 6. L 1— 25— 6 1 1.1. I— brün⸗stig Lieb ent-zünd in ihn! O Herr, durch dei⸗nes 9 1 Le 4 1 1——3 WA 77 2—— + + E 1 7 1. H— Dieee Lich-tes Glast zum Glau⸗ben du ver⸗sam⸗melt hast das .—7— 5—— +%— SDSDIDIIRrRR—— — 2.——+...‚...— WZ..*—— 1 +* 1— 135 Volk aus al⸗ler Welt Zun⸗gen. Das sei dir, Herr, zu + 1* 1 1—— 1 II — 1——„—..———.—.——2 14 LVIINEZ.. II DEER I πμι½π⁰⁰n⁰⁰◻ in + 2— 14 ——— 1.— VI——.1.———1 Lob ge⸗ sun⸗ gen! Hal⸗le⸗lu⸗ja! Hal⸗le⸗lu⸗ jal 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr Gott uns recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder her daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht ver⸗ trauen. Du heniee Halleluja! 3. Du heilige Glut, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deinem Dienst beständig bleibn, die Trübsal uns von dir nicht treibn. Durch deine Kraft uns, Herr, bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja! Halleluja! V. 1 vorreformatorisch; V. 2 u. 3 von Luther, 4 1546. 108. JDJ). L %3. e D‚‚....— EEEEEEEEEEEEEEEE— Z— — 1. Nun bitten wir den hei ⸗li⸗gen Geist um den rech⸗ Nr. 109 Pfingsten. 88 22.— Y 2d Hunt meis emwin r, mie ni at Bit. Bs, Hs,. 7ten Glau⸗ben dl⸗ ler⸗meist, daß er uns be⸗hü⸗te an unserm 1 9—— 4 1— ——.— 1—1. 2.— 1 EEEE „— En⸗de, wenn wir heim⸗fahrn aus diesem E-⸗len⸗de. 5 + —.—— q2.. LH1 Er ⸗barm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Erbarm dich, Herr! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Haunt. einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod; daß in uns die Sinne nimmer verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Erbarm dich, Herr! Luther, 4 1546. V. 1 aus dem 13. Jahrhundert. 109. SISISISISIIII.. 1 Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von Dei⸗ ne Kraft sei nicht ver-gebens, sie er⸗füll uns „ Fmimuiet. in dI....... * + 2 ů —— N—— 217 E— EEEEEEEEE— +—* 16 Rereen so wird Geist und Licht und Schein 2 Q DI ⏑.—— S2....— ½ EE in dem dunk⸗len Her⸗zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nicht beginnen, als nur, was dein Wille sucht. Dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los. 3. Zeig uns, Herr, die rechten Stege zu der wahren Wohlfahrt an, räume alles aus dem Wege, was im Lauf uns hindern kann; wirke Reu durch deine Gnad, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 89 Pfingsten. Nr. 110 4. Laß dein nin uns empfinden, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn was Vaterliebe tut, ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns alle Zeit; so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? Ei, so mach du den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn die Welt uns an sich reißt. Schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Feind, kein Tod, noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort ge⸗ wisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichr uns mehr und mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die Gott gibt durch Jesum Christ, und die unaussprechlich ist. H. Held, 4 1661. I10. (nel. wie schön leuchtet der Morgenstern.) —+— 1— 22.— 2 n,,. S— ö ö 1 O heil⸗ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Du Himmels⸗licht, laß dei-nen Schein bei uns und EESEEEEEEEEEEEEE ———..— dei⸗ne Wohnung sein; o komm, du Her⸗zens⸗son⸗ne! in uns kräftig sein zu ste⸗ter Freud und Wonne! EH ————— — J— + 4 + + 7 Son⸗ne, Won⸗ne, himmelisch Le⸗ben willst du ge⸗ben, EH 7 1.— 4 7 H EAEEEEEEEEE H ⁷—.——.—.— ö* D2 wenn wir be⸗ten; zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ten. 2. Du OQuell, draus alle Wahrheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubens⸗ einigkeit auch andre in der Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. öre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. ö ů Nr. 111 Pfingsten. 90⁰ 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. O laß uns deine Gotteskraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden; auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf Waen daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß doch dein mildes Himmels⸗ wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du milder Himmelstau, senk dich in unsre Seelen kräftig⸗ lich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müß umschweben und durch⸗ dringen unser Leben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsres Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitel⸗ teit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. M. Schirmer, 1 1673. 111. N 2— 4————— = e n n re:. E.—. ö——.. 1 Zeuch ein zu dei⸗nen To⸗ren, sei meines Herzens der du, da ich ge⸗ bo⸗ren, mich neu ge⸗bo⸗ren Gast, o hoch⸗ge⸗lieb⸗ter Geist des Va⸗ters und des .—2‚. Een n m, nun. H n ri, —.——2—.—.—....—.——*. Hund L4* +— ——— u——4* +* Soh⸗nes, mit bei⸗den glei⸗chen Thrones, mit bei⸗den 22—— N — + H HISIEII— 11 gleich ge⸗preist. & — V — I — VV An 9¹ Pfingsten. Nr. 112 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft; entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, es steiget himmelan, es steiget sonder Ende, bis der sich zu uns wende, der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, mit Trauern hältst dus nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal! Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, willst, daß in Liebesflammen sich wieder tu zusammen, was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es Wner in So gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, gib Glück zu diesen Zeiten, E di als mit einer Kron, die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häͤuser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bösen Geist, der teiß sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt. 9. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. P. Gerhardt, 1 1676. I12. E + 4 + 1+——— 4 4 1 I EFRADEEEEEÆEe ..——————3—— 1 O du al ⸗ler⸗süß⸗te Freu⸗de, o du al⸗ler⸗schön⸗stes Licht, [der du uns in Lieb und Lei⸗de un⸗be⸗su⸗chet läs⸗sest nicht, ere ünier— II— 1—2— 2+——..—— Nr. 113 Pfingsten. 92 Q 4 4 4 4 +4 4 J..— j— 4—— 4 ++ EEE I 4 ohn Aufhören al⸗le Din⸗ge, hö⸗re, hö⸗re, was ich sin⸗ge! 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach, ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen ausgegossen von dem Thron, bringst uns nichts als lauter Segen von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und ver⸗ waltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Du bist weis und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinsten Sandes, gründst des tiefsten Meeres Grund; nun, du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und all ich sei, drum gib Weisheit und vor allen, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und redlich ist, fleuchst hingegen Schand und Sünden, hassest Schlangentrug und List. Mache du, o Gnadenquell, meine Seele rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest, gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine Huld hat keine Schranken, du bist fromm und sanften Muts, bleibst im Leben ohne Wanken, tust uns Bösen alles Guts. Ach, verleihe mir doch auch deinen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, so bin ich genug getröst. Laß mich sein dein Eigentum; ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, daß er sich in dir erneue und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, führ mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab; wenn ich wieder aufersteh, o so hilf mir, daß ich geh hin, wo du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. P. Gerhardt, 1 1676. Mel. Nr. 112. 113. 1. Gott, gib einen milden Regen, denn mein Herz ist dürr wie Sand; Vater, gib vom Himmel Segen, tränke du dein dürstend Land! Laß des heilgen Geistes Gab auf mich Armen doch herab wie in starken Strömen fließen und sich in mein Herz ergießen. 93 Pfingsten. Nr. 114 2. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir. Laß den Tröster ewiglich bei mir sein und lehren mich in der Weisheit fest⸗ zustehen und auf dich im Glauben sehen. 3. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen, laß mich deinen Tempel sein. Reinige du selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. 4. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache neu mich, rein und schön; laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn. Gib mir einen starken Mut, heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. 5. So will ich mich dir ergeben; dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelsweisen. M. Kramer, 1 1702. Mel. Nr. 112. I14. 1. Geist vom Vater und vom Sohne, der du unser Tröster bist und von unsres Gottes Throne hilfreich auf uns Schwache siehst: stehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben sei; o so wird mein Herz auf Erden schon ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir sein, wenn ich bange Zweifel hege, deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn auf mein wahres Wohlsein hin; lehrst du mich, was recht ist, wählen, werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über alles treu meinen Gott und Vater liebe, daß mir nichts so wichtig sei, als in seiner Huld zu stehn; seinen Namen zu erhöhn, seinen Willen zu voll⸗ bringen, müsse mir durch dich gelingen. Stärke mich, so oft zur Sünde mein Gemüt versuchet wird, daß sie mich nicht überwinde; hab ich irgend mich verirrt, o so strafe selbst mein Herz, daß ich unter Reu und Schmerz mich vor Gott darüber beuge und mein Herz zur Bessrung neige. 5. Reize mich, mit Flehn und Beten, wenn mir Hilfe nötig ist, zu dem Gnadenstuhl zu treten. Gib, daß ich auf Jesum Christ als auf meinen Mittler schau und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlangen von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gib mir ein, gelassen Herz; laß mich selbst im Todesschmerz bis zum frohen Uberwinden dieses Trostes Kraft empfinden. Nach Gottfr. Hoffmann, 4 1712. — Pfingsten. 9⁴ 11⁵5. Nr. 115 (Mel. Jesu, meine Sreude.) — —2* +—2—.————ę.—t H—— V—— +..— 2122...— 2.....—.38*———8—..‚ + L——— H—.———.—.— — *— II 4— 4.— .— e E* mu +*— — II 2C—..— r 1 1————.— ;züun⸗det O⸗pfer an; machet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein so wird sin Schein 1 —.—.. H SEE.— + H .EN euch mit Licht und Heil er⸗fül⸗len und den Kummer stil⸗Len. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unsrem Pfad, gib uns Kraft zur Pilgrimschaft, laß uns deine teuren Gaben Herz und Seele laben. 3. Laß die Zungen brenne Geist empor; gib uns Kraft zu du selbst uns vor. Gib uns kräftiglich von oben bei der Fei 4. Goldner Himmelsregen, feld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, n, wenn wir Jesum nennen, führ den beten und vor Gott zu treten, sprich Mut, du höchstes Gut, tröst uns nde Toben. schütte deinen Segen auf das Kirchen⸗ wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flamme n über uns zusammen, heilge Liebes⸗ glut; laß dein sanftes Wehen über uns ergehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch mit der Welt nicht ferner ziehen und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus. Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht er⸗ kennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. 0 B. Schmolck, 4 1737. 95⁵ Pfingsten. Nr. 116 116. (Mel. Erquicke mich, du Beil der Sünder.) 1 9 Tie 4 +—4 234 4 1 E. 2...—.— 47 44.— 2— E——————— ***.* 1 4 Gott, o Geist, o Licht des Le⸗bens, das uns im du scheinst und lockst so lang ver⸗ge⸗bens, weil Fin⸗ster⸗ 22— f. 2———.——. H 4 1.n... +%—.— +.*+ XI V. 1 I L 42——.Z...——. J XX +2.— L——......—.. 7700 LI V + To ⸗desschatten scheint, nis dem Lich⸗te feind! O Geist, dem kei⸗ner kann ent⸗ge⸗ EAE ö +*.— H 2.—..— 1 2 + I LI IIII CL..L. + 29 + J.———4— LV. 1 I I. 9— I +.— I I hen, dich laß ich gern mein Her⸗ze se⸗ hen. 2. Entdecke alles und verzehre, was nicht in deinem Lichte rein; wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre, die Wonne folget nach der rr du wirst mich aus dem finstern Alten in Jesu Klarheit um⸗ gestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, das ist dein Werk⸗ du Quell des Lichts! Du mußt von Grund aus mich erneuern, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben; ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund; füll mich mit aller Gottesfülle und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen, in Geist und Wahr⸗ heit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen sei kindlich folgsam deinem Trieb; bewahr mein Herz mit allen Sinnen untadelig in Gottes Lieb. Dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne eröffnet und kristallen⸗ rein aus Gottes und des Lammes Throne nun quillt in stille Herzen 7900 öffne meinen Mund und sinke hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7, Ich laß mich dir und bleib indessen, von allem abgewandt, dir nah; ich will die Welt und mich vergessen und innigst glauben: Gott ist da! O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nie vergebens. G. Tersteegen, 4 1769. Nr. 117 Pfingsten. 96 117. (Mel. Rommt her zu mir, spricht Gottes Sohn.) —.—5 ⁊—..—.— , a e, —.———‚.———— 1. Es saß ein from⸗mes Häuflein dort und woll⸗te nach des ⁰ N=== [.—.—. +—.—— N— 2———.——....——— 1—. Ie— —.——.— Her⸗ren Wort ein⸗mü⸗tig Pfing ⸗ sten hal⸗ten. G3 5 N— N———.—— E* +— + +—*—.— + 4—— E.. E—2—. +.....5‚‚‚....‚.‚— 22.—7— 2—.———.1—— 2 Ach, laß auch jetzt im Chri⸗sten⸗stand, Herr Je⸗su, 9³—— 27 DI 2— 4 I E. X—. H , ee ————— ll dei⸗ner Lie⸗be Band bei frommen Glie⸗ dern wal⸗ten. 2. Schnell fiel hernieder auf das Haus ein starker Wind, der mit Gebraus sich wundersam erhoben. O Gotteshauch, ach, lasse dich bei uns auch spüren kräftiglich und weh uns an von oben! 3. Er füllete die Wohnung ganz, zerteilter Zungen Feuerglanz ließ sich auf jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kirchen ein, laß feurig unsre Lehrer sein, und deine Sprach uns rühren! 4. Sie wurden all des Geistes voll und fingen an zu reden wohl, wie er gab auszusprechen. Erfüll auch uns mit heilger Glut, daß wir des Herzens blöden Mut mit freier Rede brechen! 5. Das Volk von allen Zungen kann, was Gott zum Heil der Welt getan, in seiner Sprache hören. Ach, heb der Zungen Irrsal auf; laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, daß dich die Völker ehren! 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, und wer nicht merkt die Kraft von Gott, spricht leider:„Sie sind trunken!“ Den rechten Freudenwein uns gib, erquick, o Herr, in deiner Lieb, was noch in Angst versunken! 7. Dein Licht treib in des Herzens Haus mit hellen Strahlen gänzlich aus die alten Finsternisse, daß Blindheit, Irrtum, falscher Wahn, und was uns sonst verleiten kann, auf ewig weichen müsse. 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust, was sich noch regt von Sündenlust; erwecke reine Triebe, auf daß wir schmecken wahre Freud, anstatt der schnöden Eitelkeit, in Jesu süßer Liebe. Hier. Annoni, 4 1770. 97 Pfingsten. Nr. 118 118. (Mel. Sröhlich soll mein Kerze springen.) „ Q9. .—+ 1 4 1 1 N H FEAEUEE t—..——.—— /. 3. e, — —. 23 1. Höch- ster Trö⸗ster, komm her⸗nie⸗der; Geist des Herrn, .....I.IIII.......— sei nicht fern, stär⸗ke Chri⸗sti Glie⸗der. Er hat nie sein ...— SAJ——.— ———.—— 2— +— I L.. —.——.. Wort ge⸗bro ⸗chen, Je⸗sus hat deinen Rat sei ⸗nem Volk ver⸗spro⸗chen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Mache unser Heil uns wichtig; wer ist wohl, wie er soll, treu zu handeln tüchtig? 3. Wre wir fallen dir zu Fuße; eins ist not für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das Herz Angst und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden, ruf uns zu: ihr habt Ruh, ihr habt Heil gefunden! Er hat Gnade euch erworben, Jesu Blut machet gut, was die Welt verdorben. 5. Weck uns 2 vom Sündenschlafe, rette doch heute noch die verlornen Schafe. Reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Verstockung sterben. 6. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unter⸗ richt, wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott treten, sei uns nah und sprich: ja! wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, hede und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu eiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugend⸗ haft und gerecht zu leben; gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 9. Sei in Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist in des Himmels Freude. E. Liebich, 4 1780. Nr. 119 Pfingsten. 9—99 119. (mel. wie nach einer Wasserquelle). — —— E————— ö SSPSISISISISISISIIIIPIIIIIIII ö 1 Der du uns als Va⸗ter lie⸗ best, treu⸗er Gott, und dei⸗nen Geist Q de⸗nen, die dich bitten, gi⸗best, ja, uns um ihn bit⸗ten heißt, E—..————. ö—.— ö SSSI IIITITITITITITITITITIII de⸗mutsvoll fleh ich zu dir: Va⸗ter, send ihn auch zu mir, ö —— 22.2 2—...—.—.—. N — 2*——..——— SSPSPSPSPSISIIII daß er meinen Geist er⸗ neu⸗ e und mich dir zum Tempel wei ⸗he. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Frucht⸗ barkeit, und mein Herz bleibt dir entrissen und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebe. 3. Ewge Quelle wahrer Güter, hochgelobter Gottesgeist, der du menschliche Gemüter heiligst und mit Trost erfreust! Nach dir, Herr, verlangt auch mich, ich ergebe mich an dich; mache mich zu Gottes Preise heilig und zum Himmel weise. 4. Fülle mich mit heilgen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, daß ich mit getrostem Mut seiner Vater⸗ huld mich freu und mit wahrer Kindestreu stets vor seinen Augen wandle und rechtschaffen denk und handle. 5. Geist des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb und Sanftmut übe und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann, wenn meine Hand zur Erleichtrung der Beschwerden kann dem Nächsten nützlich werden. 6. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen nieder⸗ schlägt, wenn sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern hegt, wenn mein Aug in Nöten weint und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich, Herr, verlangt nach dir. O so 10 durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. Dav. Bruhn, 1 1782. urt—d1——— 4 ö N .. 2— r— —. ———————— — 2 2— 4 4+—— 99 Pfingsten. Nr. 120, 121 120. (Mel. nun komm, der Heiden Heiland.) — 2—5 4 4 1. Geist vom Va⸗ter und vom Sohn, weihe dir mein Herz zum Thron! . 32——— 6 H EEEEE Schenke dich mir im⸗mer⸗dar, so wie einst der Jün⸗ger Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite mich! Eigne Leitung täuschet sich, da sie leicht des Wegs verfehlt und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir meinen Glauben für und für, der mich Christo einverleibt und durch Liebe Früchte treibt. 4. Geist der Andacht, schenke mir Salbung, Inbrunst, Feur von dir; laß mein Bitten innig rein und vor Gott erhörlich sein. 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht! Wenn mich Welt und Fleisch versucht, o dann unterstütze mich, daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr und erquicke innerlich durch den ee de Gottes mich. 7. Geist der Hoffnung, führe du mich dem Himmelserbe zu; laß mein Herz sich deiner freun und in Hoffnung selig sein. G. J. Tode, 1 1797. 121. (mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht.) 35 1. 5 Got⸗-tes Geist und Chri⸗sti Geist, der uns den 2— EE—Z—— SSEE 7 2.—— ee rnr ni m. Weg zum Him⸗-mel weist, der uns die dunk⸗le Er⸗den⸗ aut——.i‚‚..‚.‚..‚..— RIEEE. EE E L E 1I.. 1 a—— LI 2 nacht durch sei⸗ ne Lich⸗ter hel=le macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht als Gottes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finsternis des lichten Himmels⸗ wegs gewiß. 7* RKa Nr. 122 Schlußlied ꝛc. 100 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach, hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf dein Morgenrot; Das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Rater fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durchblitzt die ranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frieden, Gottes Mut! Komm, stille Kraft, die nimmer ruht, komm, gieße deinen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein. 8. Dann wandl ich, wie ein Kind des Lichts, im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. E. M. Arndt, 4 1860. Schlußlied der Weihnachts⸗, Oster⸗ und Pfingstzeit. 122. 1.5 1. O du fröh⸗li⸗che, o du se⸗li⸗ge, gna⸗den⸗ iEEEEEEEEN brin⸗gen⸗de Weihnachtszeit! Welt ging ver⸗lo ⸗ören, 2* Christ ist ge⸗ bo=ren; freu e, freu⸗e dich, o +. 9 45 4 N —ZS.I.—* II EER 1 L II & —— Chri⸗sten⸗heit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! Hhen ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheit! ö 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! König der Ehren, dich wolln wir hören; freue, freue dich, o Christenheit! 101 Trinitatisfest. Nr. 123 VI. 4. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden; freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen; freue, freue dich, o Christenheit! 6. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, laßt uns ihm leben; freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Christ, unser Meister, heiligt die Geister; freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade; freue, freue dich, o Christenheit! 9. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten; freue, freue dich, o Christenheit! J. Daniel Falk, 4 1826. X. Trinitatisfest. 123. H* ů— 4.— 4 SSSSIIIIII 4 1 ö Al-lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für da-rum, daß nun und nim-mer⸗mehr uns rüh⸗ ren IRSRSIPIITTTT..—.— ne En Scha e x Eein Wohl⸗-ge⸗falln Gott an uns SSSDDSUEUETTESSEE 25 ö hat, nun ist groß Fried ohn Un⸗-ter-laß, all Fehd hat EOHE 2— 22—.— S. *——— — II + nun ein En ⸗ de. 2. Wir beten an und loben dich, wir bringen Ehr und danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken; ganz ohne — Nr. 124 Trinitatisfest. 102 Maß ist deine Macht, allzeit geschieht, was du bedacht: wohl uns des starken Herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, für uns ein Mensch geboren, der uns vertritt vor Gottes Thron und rettet, was verloren; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich 1 aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, die Jesus Christ erlöste durch Marter groß und bittern Tod; wend unsern Jammer ab und Not, darauf wir uns verlassen. N. v. Hof, f 1541. 124. (Mel. nun danket alle Gott.) 9 e. 22—2 1 Ge⸗lo ⸗bet sei der Her mein Gott, mein Licht, mein mein Schö-pfer, der mir Leib und See⸗le hat ge⸗ Lerben, ‚ mein Va⸗ter, der mich schützt von Mutter⸗-lei⸗be ge⸗ben, an, der je⸗den Au⸗gen⸗blick viel Guts an mir ge⸗tan. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt sich selbst, das höchste Gut. ö 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der min mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was durch ihn lebt und webet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist. 5. Dem wir Rar Hei mit Freuden lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig! Iober singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit, gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! J. Olearius, 1 1684. Fr—en 103 Trinitatisfest. Nr. 125, 126 125. (mel. wie schön leuchtet der Morgenstern.) —.— EA 5 SDSPSISIS.I....... 1 Hal ⸗le⸗lu⸗jal Lob, Preis und Ehr sei un⸗serm on E⸗wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit sei in uns S.SS......................————— N..—— 4. ½0⁷—— 1——— Gott je mehr und mehr für al ⸗le sei ⸗ne Wer⸗ke! al⸗len ihm be⸗reit Dank, Weisheit, Kraft und Stär⸗ke! 2—.—— S.SSS.I Klin⸗get, sin⸗get: Gott ist hei⸗lig, hei ⸗lig, hei⸗lig! EHc 21— N SSSIIIII.III..I........—— — 7 2... õ—.——— Preis und Eh⸗ re sei dem Herrn der Himmels⸗hee⸗re. 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gottes⸗ lamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit' besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger Geist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Wad d erkoren. Heil uns, Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. ö 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmels⸗ schar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Gott ist heilig, heilig, heilig! Preis und Ehre sei dem Herrn der Himmelsheere. Darmstadt, 1698. Mel. Nr. 125. 126. 1. Was sreut mich noch, wenn dus nicht bist, Herr Gott, der doch mein Alles ist, mein Trost und meine Wonne? Bist du nicht Schild, wer decket mich? Bist du nicht Licht, wo finde ich im Finstern Nr. 127 Trinitatisfest. 104 eine Sonne? Keine reine, wahre Freude, auch im Leide, auch für Sünden, ist, Herr, außer dir zu finden. 2. Was hris mich noch, wenn dus nicht bist, mein Herr Er⸗ löser, Jesus Christ, mein Friede und mein Leben? Heilst du mich nicht, wo find ich Heil? Bist du nicht mein, wo ist mein Teil? Gibst du nicht, wer wird geben? Meine eine wahre Freude, wahre Weide, wahre Gabe hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist, o Geist, der uns gegeben ist zum Führer der Erlösten? Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn? Führst du mich nicht, wo komm ich hin? Hilfst du nicht, wer will trösten? Meine eine wahre Freude, Trost im Leide, Heil für Schaden ist in dir, o Geist der Gnaden. V. 1 u. 2 von Ph. Fr. Hiller, 4 1769. V. 3 von A. Knapp, 1864. 127. mel. Erschienen ist der herrlich Cag.) 9— II. I —83 II—5—— .———— 4* 4 2.——.——— ——.— 1 4 +—— 1 1. Dank und An⸗be⸗tung brin-gen wir, Herr, un⸗ser Gott und 2 EAHA n nnnrn,, EEEEEE I L V Va⸗ter, dir. Du bist es, der die gan ⸗ze Welt er⸗ n n e en a EEEEEE EEE schaf⸗fen hat und noch er-hält. Hal ⸗le ⸗lu⸗ja! 2. Dank und Anbetung bringen wir, Herr, unser Gott und Heiland, dir. Du littst für uns des Todes Pein, uns vom Ver⸗ derben zu befrein. Halleluja! 3. Gelobet seist du, Geist des Herrn! Wir waren einst von Christo fern; du hast durch deines Wortes Macht auch uns zum Licht und Heil gebracht. Halleluja! J. Chr. Slockhausen, 4 1784. V 1 105 Allgemeine Lob- und Danklieder. Nr. 128 XI. UHllgemeine Hob⸗ und Danklieder. 128. Erster Chor: Zweiter Chor oder Gemeinde: e,..... ⸗6—— I 1 1—.— 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir! Q LZ. anr ur. rnn 1— EIAIE——, Dich, Va⸗ter in E⸗wig⸗keit, ehrt die Welt weit und breit; all En⸗gel und Him⸗mels⸗heer, und was die⸗net dei⸗ner Ehr, E+—— 2—— auch Che⸗ru⸗bim und Se⸗ra⸗phim sin⸗gen im⸗mer mit ho⸗her Stimm: 2— +4 E———— 2—— —— IꝗRSDDSSSSSS ———.— Hei⸗lig ist un⸗ser Gott! Hei-lig ist un⸗ser Gott! Beide Chöre: — 4.—— — 7— 4 2— J 2 j; e e 00 Hei⸗-lig ist un⸗ser Gott! der Her⸗re Ze ba ⸗oth. Erster Chor: Zweiter Chor oder Gemeinde: ———.————— , r —— 2. Dein göttlich Macht u. Herrlichkeit geht über Himmel und Er⸗den weit; der hei⸗li⸗gen zwölf Bo⸗ten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, die teu⸗ren Märt⸗rer all⸗zu⸗mal loben dich, Herr, mit großem Schall; die gan⸗ze wer⸗te Chri⸗sten⸗heit rühmt dich auf Erden al ⸗le⸗zeit; dich, Gott Va⸗ter, im höchstenThron, dei⸗nen rech⸗ten und eingen Sohn, den heil⸗gen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. Nr. 128 Allgemeine Lob⸗ 106 Erster Chor: Zweiter Chor oder Gemeinde: +.— S..— S...........-. 55 125—21 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ew⸗ ger Sohn du bist; S.SS.S............. T IIII........ S— SPIIIIIIIIIIII — du nahmest an, der Welt zu gut, gleich Menschenkindern Fleisch u. Blut; du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum immel bracht; du sitzst zur Rechten Gottes gleich mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich; ein Rich⸗ter du zu⸗künf⸗tig bist al⸗lem, das totund le⸗bend ist. en, dn, Ven nne en, nun mar Ennn üm, ine Amrri.— 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die durch dein teur Blut er⸗ lö ⸗set sein; D. SSSSSSSS.I laß uns im Himmel haben teil mit den Heil⸗gen am ew⸗ gen Heil. E—.—* ů— SSDSSIS S..II.II..III —— Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und seg⸗ne, was dein Erb⸗teil ist; H J..—————.— 24— C—— I——4———— I—— —.———————— ——* wartund pfleg sein zu al⸗ler Zeit, und heb es hoch in E⸗wig⸗keit. 50— E———........ SSSS......— AISDSE 5. Täglich, Herr Gott, wir lo⸗ben dich und dei⸗nen Namen ste⸗tig⸗lich. EEEEEEEEEEENH EEEESE AIEEESEESEEEEEEEEEEE — Be⸗hüt uns heut, o treu ⸗er Gott, vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗tat; sei uns gnädig, o Her⸗re Gott, sei uns gnä⸗dig in al⸗ler Not; zeiguns dei⸗ ne Barm⸗her⸗zig⸗keit, wie uns⸗re Hoffnung zu dir steht; 107 und Danklieder. Nr. 129 Erster Chor: Zweiter Chor—.8 Gemeinde: . TZ.— .—— 2...— auf dich hof⸗fen wir, lieber Herr, in Schan⸗den laß uns nimmer⸗mehr! Beide Chöre: „—— L. I C.— 4 —. 1 4 4* I — SSS—— A men. Alte Kirche(Pe deum) und Luther, 4 1546. 129. E. 4Z— . 1 Uum lob, mein Seel, den Her⸗ren, was in mir sein Wohl⸗tat tut er meh⸗ ren, ver⸗giß es 2..—.——.— . en 1——.— 1. EEEEEEEEEEE 4„— ist, den Na⸗men sein;——— nicht, o Her⸗ze mein; hat dir dein Sünd ver⸗ge⸗ 4— M.— 1 1 1* 1— EE.ñ——— 4 1——* 4 4 , ben, heilt dei⸗ ne Schwachheit roß— er löst dein —.— — D ar⸗mes Le⸗ ben, nimmt dich in.— nen mit +T 2...—. 2 3——.— dio nehershnt ⸗tet ver⸗-jüngt dem Ad⸗ler — I. gleich: der Herr schafft Recht, be⸗ hün⸗tet, die lei⸗den ꝝ EEAESDEEEEEEEEEENN HAD)ee +*— für sein Reich. Nr. 130 Allgemeine Lob⸗ 108 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht, den Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob dem, der fürchtet ihn. So fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein; er kennt uns arme Knechte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, wie Gras und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, 6 ist nimmer da; also der Mensch vergehet, sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit; sie bleibt bei der Gemeine, die, stets in seiner Furcht bereit, will seinen Bund bewahren. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engelscharen, lobt ihn mit uns zugleich und dient dem Herrn der Ehren und breitet aus sein Wort! Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort! Joh. Gramann, 1 1541. 130. Q 2—ꝗ2.—— —..———— S S S. SI I.I.I IIII IS —. 140—— 1.—— 1 1 +1. Nun prei⸗set al le Got⸗tes Barm⸗her⸗zig⸗keit; en—.—.— ISSISISITITITITTT ‚- U* + lob ihn mit Schalle, dank ihm, o Christenheit! Er läßt dich 42—*————— .SSSS.SISSSSIIIIII J— 92——————— freund⸗lich zu sich la-den, freu⸗e dich, Is⸗ra⸗el, L 1— + N— —5 Hne. 2— 2—.— 4—.— 7sei⸗ ner Gna⸗den! freu⸗e dich, Js⸗ra⸗ el, sei⸗ ner Q—..—. — I —— ⁷—.— 1 — 1 II Gna ⸗den! 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt, viel tausend Engel um ihn schweben, 1 Psalter und Harfe ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, „ machet uns ledig von allen Sünden. 2— 109 und Danklieder. Nr. 131,132 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und s späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob ver⸗ mehre, dank ihm, o Christenheit; uns soll hinfort kein Unfall schaden; freue dich, Israel, seiner Gnaden! Matth. A. v. Löwenstern, 1648. 131. 14 Q EAEE 3 —4 Nun danket al⸗le Gott mit Herzen, Mund imd Hän⸗ Den, V der gro⸗ße Dinge tut an uns und al ⸗len En⸗ den, der uns von 95 ter⸗leib und Kindes- bei⸗nen an un⸗ 2**——.———.—....——— SSSSSSEEESEII III * zäͤh⸗lig viel zu gut und noch jetz⸗und ge⸗ tan. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad er⸗ halten 25 und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone, dem ewig höchsten Gott; als es anfänglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. M. Rinckart, 4 1649. 132. 3ä nun lob, mein Seel, den Herren.) I 9 4 2 ++—— 94—4 .— * i— 1. Man lobt dich in der Stil le, du hoch ⸗er⸗ Des Rühmens ist die Fül⸗ le vor dir, du ...— Lrnrr.en n Benrrn er. 2. h n SII. EET E hab⸗ i⸗ons⸗Gott! hab⸗ner Zi⸗on Fr⸗ star⸗ker Ze⸗ba⸗oth! Du bist doch, Herr, auf Er 2—.———3.—— ++.— 4X.— EH den der Frommen Zu-ver ⸗ sicht/ in Trüb⸗sal Nr. 133 Allgemeine Lob— 11⁰ .— 9—. 12—— TDJ.E L 4——.— +—.— L I—47 1 N 4— 1. EEN S.. und Be⸗schwer⸗den läßt du die Dei⸗nen nicht. Drum — n. 1 1—— PIPIIIIIT ————. LXI. 243— D. soll dich stünd⸗lich eh ⸗ören mein Mund vor je-der— E.e ar En nn din ui=,— ., i.— 2 E 4 mann und dei⸗ nen Ruhm ver-meh- ren, so lang er *—— E lal-len kann. 2. Es müsse dein sich freuen, wer deine Macht und Gnade kennt, und deinem Dienst sich weihen, wer dich in Christo Vater nennt. Hoch seist du stets gepriesen; du bists, der Wunder tut, und hast auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. Nun, das ist meine Freude, zu halten fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, so lang ich walle hier. 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt ge⸗ macht; wenn Schwache zu dir kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen allezeit dich, Herr Gott, hier im Leben und dort in Ewigkeit. Joh. Rist, 1667. Mel. Nr. 134. 133. 1. Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust! Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. „Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frgst? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werten Fried in unserm Vaterland? 111 und Danklieder. Nr. 134 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles tun! Du hältst die Wacht an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu⸗ sehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht 915 führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten aen Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt und manchen schweren Unglückslauf zum Segen dir gekehrt? 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. P. Gerhardt, 1 1676. 7— 4— ·——— 1. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, —— 3—— + 2 -., Hen— 22.— U——, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; + Q Nr. 135 Allgemeine Lob⸗ 11²2 4»w. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 4 1676. 135. .S.SSITTIII 1 Lo⸗be den Herren, den mäͤchti⸗gen Kö⸗ nig der Eh⸗ren; Istimme, du See⸗le, mit ein zu den himm⸗lischen Chö⸗ren. ..— 2 1— 6 — e wen. ymn en I. Ie. e Dm. n inn:. ..——.S.. Kom⸗met zu Hauf; Psal⸗ter und Har⸗fe wacht auf, II—— äT laf ⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö⸗ ren. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen; alles, was Odem hat, lobe des Heiligen Namen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht: lob ihn in Ewigkeit! Amen. J. Neander, 4 1680. Q E. X Oeer 113 und Danklieder. Nr. 136, 137 136. E I PSPSPIII I I I I I I I—— E — Dar u et Kö⸗nig, hoft du von uns al⸗len, dei ⸗- ne Va⸗ter ⸗gü⸗te hast du las⸗ 665 i ßen, laß dir un ⸗ser Lob ge 2—— wir 19 dich oft ver .,, + 1— — sart uns dochl Laß die Junde singen, laß die Stimm erumgen! 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Werke, mehr als aller Menschen Werke. Großes Licht der Sonne, lob ihn mit den Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit, zu ehren einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, neie singe deine Glaubens⸗ lieder! Was da Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub danieder. Er ist Gott Zebaoth; er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den 55 von Jesum liebet; der. Y singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergi et. O wohl dir! Glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. J. Neander, 1680. 137. (Mel. Es ist das Heil uns kommen her.) Q. 4——— E— 1.—— 2 j 4* Lob und Ehr dem hoch⸗sten Gut, dem Gott, der al⸗ 8 un⸗der tut, dem Va⸗ter al⸗ ler Gü⸗ te, dem Gott, 5— mein 94—0 mü⸗ mit 3. Trost er⸗füllt, dem Gon, der al⸗ len Hammer siill. Gebt R seinem rei⸗chen Allgemeine Lob⸗ 114 — I N ir.— 38 ETEI— 7— +— 2—.— e at 2——— X V „— un⸗serm Gott die Eh ⸗ re! 2. Es danken dir die 5 Meer in o Herrscher aller Thronen, und die in Lüften, Land und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles hat so wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! ů 4. Ich rief dem Whe in meiner Not: ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir, ach, danket, danket Gott mit mir. Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk ge⸗ schieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß, wie sie die Welt erzeiget, so kommt und hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib, erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott! der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! J. J. Schütz, 1690. 138. (Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr.) —4 Bringt her dem Her⸗ren Lob und Ehr aus freu⸗di⸗ Ein je⸗der Got- tes Ruhm ver-mehr und prei⸗-se 115 und Danklieder. Nr. 139 —.—. 4.—.—. N ⸗mü ⸗ tel her 10 2 10 Ach, lo-bet, lo⸗bet al=le Q. 27. 4 4 + 44 3— SDSISSS SII..I ——————— Gott, der uns be⸗frei⸗ et aus der Not, und dan⸗ket H 4 ———— 4— 1 D———— S II IIII.. sei⸗nem Na ⸗men! 2. Lobt Gott und rühmet allezeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt und dadurch alle Ding erhält; drum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, Leib, Seele, Geist und Leben aus lauter väterlicher Gnad uns allen hat gegeben, der uns durch seine Engel schützt und täglich gibet, was uns nützt; drum danket seinem Namen! 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist gestorben und uns des ewgen Lebens Kron durch seinen Tod erworben, der Tod und Hölle macht zu Spott und uns versöhnt mit unserm Gott; drum danket seinem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben an⸗ gezündet und alles Gute noch verheißt, uns stärket, kräftigt, gründet; der uns erleuchtet durch sein Wort, regiert und heiligt fort und fort; drum danket seinem Namen! 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk, so in uns angefangen, vollführen wird und geben Stärk, das Kleinod zu erlangen, das er hat allen dargestellt und seinen Gläubgen vorbehält; drum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim, ihr Fürsten und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf Erden wohnen! Lobt Gott und preist ihn früh und spat! Ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen! C. Günther, 4 1704. 139. ———— 4 4 + , ern ar in..— — I‚IIiI.—— Lo⸗ be den Herren, ͤö6 mei⸗ ne See⸗le! Ich will ihn Iweil ich noch Stunden auf Er-den zäh-le, will ich lob⸗ 8* Nr. 139 Allgemeine Lob⸗ 116 d. +..— 4.——— ——————— 4——.—.— Iuegen i wn n é Der Leib und Seel ge⸗-ge- ben 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und sinken nieder in den Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden und, was darinnen ist, gemacht; alles muß treulich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden, er ists, der Huen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen nimmt er in Schutz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt siets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist. Halleluja, Halleluja! ö J. D. Herrnschmidt, 1 1723. 117 und Danklieder. Nr. 140 140. 1—(5 daß ich tau⸗send Zungen hät⸗te und ei⸗nen tausend⸗ »so stimmt ich da-mit um die Wet⸗te vom al⸗-ler⸗tiefsten I— 4 J+..— 4. H◻E—— x ö ö 1—.2—* 8 8—— — +— rdnsWundi ein Lob⸗lied nach dem an⸗dern an von Q AI +2 H AI—“— 2222 2— H dem, was Gott an mir ge⸗ tan. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach, wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Dian Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott erzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld! 7. Auch hab ich es mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl niren denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller ni in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend Rann in Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. Nr. 141 Allgemeine Lob⸗ 118 9. Ich will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz be⸗ wegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich verklärt und selig bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halle⸗ luja vor! Joh. Mentzer, 4 1734. 141. (Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Nr. 2.) 7 4—* 1 4—4 +L* —.—.— N—4 1 4——. E. +— 5————.—————j——. ——.— RSS‚..E—— CLI 1 Wo⸗mit soll ich dich wohl lo-ben, mäch- ti-ger Herr 8 Sen⸗de mir da-zu von o-ben dei⸗ nes Gei⸗stes Q.* ů .———* +— ——— 0 2 a wein Cot; denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen X——————.. b I‚“‚....—— 2 dei ⸗ ne Gnad und Lie⸗bes⸗zei⸗chen. Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗ —5— 2.. P— — 2—.— 4— + mal sei dir, gro⸗ßer Kö⸗nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend-, tausend⸗ mal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen und gehäufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen voll Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, ganz sich zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5. Wie ein Vater nimmt und gibet, wies den Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist, und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchte kommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. —* 119 und Danklieder. Nr. 142 6. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausend⸗ mal sei dir, großer König, Dank dafür! 7.—1 tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit; und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausend⸗ mal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen; ach, laß meinen Lebensgang serner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. L. A. Gotter, 4 1735 142. (mel. wunderbarer Rönig. Nr. 2. Oder wie Nr. 166.) 2—5—4—.— SA.—...— E Eriudet n: H en———..— ·bH— E. 4 X.. 1.4 Un⸗um⸗schränkte Qe⸗be, gön⸗ne blö⸗den Au⸗gen, daß sie in die Strahlen dei⸗ner Langmut bli⸗ cken, 2.— 43*.———— /..,———.— e ae, ᷑dn. er, DD 7Ddie sonst kaum auf Er⸗den tau⸗gen, die den Erd-⸗kreis wärmend schmücken, FCHEH ½%½ 1...‚... —— 1 7freuden⸗reich Bö⸗sen und den Dei⸗nen mit der Son⸗ne * und zu⸗gleich 2 4 N — +—* mn I schei nen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schau⸗ platz deiner Güte; deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! ö 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu schonen, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen: Herr, wer kann das fassen? Nr. 143 Allgemeine Lob⸗ 12⁰ 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen; deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch sie kaum weggeleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Joh. Jak. Rambach, 4 1735. Mel. Nr. 137. 143. 1. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege, so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke; der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht. Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar be⸗ reitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen, leitet, der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täg⸗ licher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, 4 1769. 121 und Danklieder. Nr. 144 144. AMA. Die Cugend wird durchs Kreuz geübet.) IJ... ‚— 1 4 + +— 5..— 1 + 1 + +.. +Z..— + EREEEE——— Wie groß ist des All⸗mächt⸗gen Gü⸗te! Ist der ein der mit ver⸗här⸗te⸗ tem Ge⸗mü⸗ te den Dank er⸗ Much, 55 En gesbant⸗ Mein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗mes⸗sen, E—7.— II L 4 +L +——(œ‚— WDWEDEEEEEE EE S SEE E—.——....———.— + ö e. sei e⸗wig mei⸗ne größte Pflicht. Der Herr hat mein noch 1 TI. 223—— +— I SDSSSSIISISIIIIIIIIIIT I.II...————— ———— SEZEH nie ver⸗ges⸗sen, vergiß, mein Herz, auch sei ⸗-ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er. Solang ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. Nr. 145 Allgemeine Lob⸗ 122 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur n. des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des etzten Augenblicks. Chr. F. Gellert, 4 1769. 5 145. IIIIIR— . + ů 2.395 1. Gott ist mein Lied! Er ist der Gott der Stär⸗ke; — EEE 2——— 4*.———— — L. groß ist sein Nam, und groß sind sei⸗ ne Wer⸗ke, IETE— 2—— H EE 2—.—.——ß—[— H .—.— 2..—563—— II V— I.— 2. + 2—. I * und al ⸗le Him⸗mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten, und er ge⸗ beut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl das beste; er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich—3„ ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre; Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein Miac Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers acht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. * V 2 D I Ven Iiii 123 und Danklieder. Nr. 146, 147 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; 9 5 ich mein Halt nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Chr. F. Gellert, 4 1769. 146. A 5 —— +*— —— X.— 1———..— 1. Die Himmel rüh⸗men des E⸗wi⸗gen Eh ⸗re; ihr Q SPSSCSC 2 Schall pflanzt sei⸗nen Na⸗men fort; ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Mee⸗re, vernimm, o Mensch, ihr gött⸗lich Wort. 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne und läuft den Weg gleichwie ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, so die Natur dir aufgestellt. Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzählbare Heere, den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehre! „Mir,“ ruft der Herr,„sollst du vertraun!“ 5.„Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde, an meinen Werken kennst du mich. Ich bins, der ich war und der ich sein werde, dein Gott und Vater ewiglich.“ 6.„Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte und nimm an meiner Gnade teil!“ Chr. F. Gellert, 4 1769. 147. (Mel.& daß ich tausend Sungen hätte.) 9 hin, ihr gläu'bi⸗gen Ge⸗dan⸗ken, ins wei⸗ te Feld der er⸗hebt euch ü⸗ber al⸗le Schranken der al⸗-ten und der Nr. 147 Allgemeine Lob- und Danklieder. D‚——.—. er⸗wägt, daß Gott die Lie⸗be E⸗wig⸗keit; sei 22 4.—3 Z EE—.—.....— g ERN2 2..—2— H bG 2..—.— I1 „ e⸗wig alt und e⸗wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron; in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich shriebl O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens rieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag ein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis n. gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahr⸗ heit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht: da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwach— heit alles schafft. 10. Die Hoffnung Hwurct in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. IXI 125⁵ Kirche und Gnadenmittel. Nr. 148 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich un un 12. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner Cuickt drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. J. G. Herrmann, 1 1791. XII. Kirde und Snadenmittel. Kirche. 148. REEEEEEEE .—II‚.————8— 21 Ein fe⸗ ste Burg ist un⸗ser Gott, ein gu ⸗te Wehr und er hilft uns frei aus al⸗ler Not, die uns jetzt hat be⸗ — IE Wf—.** af ⸗fen; Der alt bö⸗ se Feind, mit Ernst ers jetzt meint; trof ⸗fen. E 4——— EHREEEIII n, rr. iren 1. L.— V2— 1—. groß Macht und viel Sist sein grau⸗-sam Rüstung ist; auf Q 16h— H eee, e d ꝗ ——. Erd ist nicht seins Ia⸗chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst er⸗ koren. Fragst du, wer der ist: er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort, sie sollen lassen stan und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: la I dahin, sie habens kein Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben. Luther, 1 1546. Nr. 149, 150 Kirche u. Gnadenmittel. 126 149. Z 4——5 Er⸗-halt uns, Herr, bei 6———5 und steur der Feinde —..— IITITTTITTTTTTTT—..— FTrug und Mord, die Je⸗sum Christum, dei⸗nen Sohn, wol⸗ II ——* +—.— I Eae +I.*—.—— I I.—— 2.D—— LL — len stür⸗zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, leit uns ins Leben aus dem Tod. Luther, 4 1546. 150. III—— 1 Ach Gott, vom Himmel sieh dar-ein und laß dich des er⸗ wie we⸗nig sind der Heil⸗gen dein, ver⸗las⸗sen sind wir — — men⸗ Dein Wort man läßt icht ha⸗ben wahr, der ISII.. Glaub ist auch ver-loschen gar bei al-len Menschenkin⸗-dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigner Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alles Maß und gleißen schön von außen. . Gott woll ausrotten aller Lehr, die fal schen Schein uns lehren und sich vermessen hoch und sehr:„Trotz demn ders uns will wehren! Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, gilt allgemein; wer ist, der uns soll meistern?“ 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret; EXIXII3 ee 47 N 127 Kirche. Nr. 151, 152 mein—— 6 Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argn Geschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Luther, 4 1546. Mel. Nr. 149. 151. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns aus⸗ löschen nicht. 2. In dieser schwerbetrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständig⸗ 665 daß wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End. 3. Gib Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an allem Ort; gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 4. Den stolzen Geistern wehre doch, die mit Gewalt sich heben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum, so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 6. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts andres suchen mehr. 7. Hilf leben uns in deinem Wort und darauf mutig fahren sort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Himmelssaal. N. Selnecker, 1 1592. 152. (Mel. Christus, der ist mein Leben.) HEin——————...— ꝓSP. IIII —.— 1. Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Je⸗su Christ, daß E 2. ů EH +.— 4 N SS....I.I.....I.II.IIT ITTITI.IIIII — 14 uns hin ⸗fort nicht scha- de des bö-sen Fein-des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, auf daß uns hier und dorte sei Güt und Heil beschert. ‚ Nr. 153, 154 Kirche u. Gnadenmittel. 128 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und all Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, 1 1632. 153. Gustav Adolfs Feldlied. (Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn.) + 14. + +4 LX—+ 12 EWE— ——— 4——..— 1. Eer⸗za„ge nicht, du Häuflein klein, ob⸗schon die Fein⸗de ——.— —— +2...—.**— + + + +— V. H 13 Wn 4— 7 ů ö———— wil⸗lens sein, dich gänz⸗lich zu zer ⸗stö⸗ ren E+ + E— E—. 4..—....—0 J TLi........ 3JZ.— e,. + 2 3 und su⸗chen dei nen Un⸗ter⸗gang, da⸗von dir — CO + 4— +... LEEV 4 1 W.. II I—— wird ganz angst und bang; es wird nicht lang mehr währen. 2. Des tröst dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach, und laß es ihn nur walten; er wird durch einen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort und was dem tut anhangen, endlich werden zu Hohn und Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott; den Sieg wolln wir erlangen. J. Altenburg, 4 1640. 154. (mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen.) 9 —.—— 1 du if gib dich nur zu⸗frie⸗den, Gott ist noch bei dir darin; u bist nicht von ihm ge⸗schie⸗den, er hat ei⸗nen Vatersinn. — —— Rirche. Nr. 155 32 +—— EEEEEEEEEEEEE Wenn er straft, so liebt er auch, dies ist sein ge⸗liebter Brauch. z.— +— ö 4 EEEEEE ‚ Zi ⸗on, ler⸗ne dies be⸗denken; warum willst du dich so kränken? ö 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See: wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh! schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schlafend in der Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen; diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn; t d0ch hat es keine Not in dem Leben und im Tod: Zion, du kannst do nicht wanken aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen deine schönsten Perlen sein; stellt sich Seufzen nur und Stöhnen dir statt schöner Lieder ein; ist der Spott dein täglich Brot und dein Trank die bittre Not: Zion, laß dir doch nicht grauen; du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit viel Qual und Herzeleid, dennoch wirst du nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit; sei getrost und wohlgemut, denn der Herr ists, der es tut; Zion, Gott wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der macht dich von allem frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron; Zion, Gott, dein Schutz, wird wachen und die Welt zu schanden machen. 7. Halleluja! Deine Wonne bricht anjetzt mit Macht herfür; denn die schöne Gnadensonne, Jesus Christus, naht zu dir, gibt dir 14J⁴——. III 1 einen Freudengruß und den rechten Friedenskuß; Zion, wo ist nun n dein Klagen? Jetzt kannst du von Hand fe sagen. 8. Freuet euch, ihr Himmelserben, freuet euch mit Zion hier! lt Die vor Jammer wollten sterben, sollen leben für und für. Dort ist yn nicht mehr Angst und Qual in dem schönen Himmelssaal. ⁰ wer In will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden Joachim Pauli, 4 nach 1674. 155. (mel. valet will ich dir geben.) U 4 V 4 81——.—.— Inenn an..— ö 1 Er halt uns dei⸗ne 151— Herr, in der letz ten Zeit; er-halt dein Reich und meh⸗re dein ed⸗le Christen ⸗heit; Nr. 156 Kirche u. Gnadenmittel. 130 5 er⸗halt stand⸗haf-ten Glau⸗ben, der Hoffnung hellen Strahl; laß E H Kn en, H 4—.———— uns dein Wort nicht rau⸗ben in die⸗sem Jam⸗mer ⸗tal. 2. Erhalt dein Ehr und wehre dem, was dir widerspricht; erleuchte und bekehre, 9 Welt ewges Licht, was dich noch nicht erkennet. Entdecke doch der Welt, der du dein Licht gegönnet, was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet und durch dein Blut erkauft, was du dir hast vertrauet und mit dem Geist getauft. Ob grimme Feinde stürmen zu deiner Kirche Fall, so wollest du sie schirmen als Hort und Felsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, dein wertes Heiligtum, zerbrich, zernicht, verderbe, was wider deinen Ruhm; laß dein Gesetz uns führen, gönn uns dein Himmelsbrot; laß deinen Schmuck uns zieren, heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören dein Wort, das selig macht, den Spiegel deiner Ehren, das Licht in finstrer Nacht; laß diesen Born uns tränken im dürren Tal der Welt; laß diese Stimm uns lenken hinauf zum ewgen Zelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen der Kirche heilig Schiff und laß es nicht zerschellen an Sand und Felsenriff; gib, Herr, daß wir entrinnen der wilden Flut der Zeit, laß uns den Port gewinnen der selgen Ewigkeit. Nach Jos. Stegmann, 1 1632, v. A. Gryphius, 4 1664. 156. — EEEEE „ 2˙„ 1. Löwen, laßt euch wie⸗derfinden, wie im ersten Christentum, e, da Emis v v. E ia.„ mir ir. H F—, H L — 2* 22.·.—.. 2⁊.—— die nichts konnte ü⸗ber⸗winden; seht nur an ihr Märtyr⸗tum: Q + N ——.—24 ĩ—— SPS S.PI.II.. IIIIIII.II I — I...2.— D wie in Lieb sie glüh-ten, wie sie Feu⸗er sprüh⸗ten, Q N 4 d.. EH— EH daß sich vor der Sterbenslust selbst die Höl⸗le fürch'ten mußt. — EE 131 Kirche. Nr. 157 2. In Gefahren unerschrocken und von schnöden Lüsten rein, die zum Eitlen konnten locken, war damals des Herrn Gemein. Ihr Sinn drang zum Himmel; fern aus dem Getümmel war erhoben Herz und Geist, suchte nicht, was zeitlich heißt. ů 3. Ganz großmütig sie verlachten, was die Welt für Vorteil hält; nach dem Reiche Gottes trachten, darauf war ihr Sinn gestellt. Im Unglück glückselig waren sie und fröhlich, fern von Menschen⸗ sklaverei und von ihren Banden frei. 4. O daß ich, wie diese waren, mich befänd auch in dem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren deine starke Helfershand, mein Gott, recht lebendig! Gib, daß ich beständig bis zum Tod durch deine Kraft übe gute Ritterschaft. 5. Gib, daß ich mit Geisteswaffen kämpf in meines Jesu Stärk, und ja niemals mög erschlaffen; daß mir dieses große Werk durch dich mög gelingen, und ich tapfer ringen; daß ich in die Luft nicht streich, sondern bald das Ziel erreich. 6. Es dürft wieder dazu kommen, daß der Feinde tolle Wut zu der Schlachtbank deine Frommen führte und vergöß ihr Blut. Nach gemeiner Sage große Trübsalstage werden kommen uns zu Haus und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein standhaftig! O ihr Brüder, tapfer drauf! Lasset uns doch kecht herzhaftig folgen jener Zeugen Lauf. Steht als Jesu Glieder, wenn der Feind sich wider euren Christen⸗ glauben setzt und das Schlachtschwert auf uns wetzt. 8. Gebt euch in das Leiden wacker! Mit dem Blut der Märtyrer wird getränkt der Kirchenacker, und so treibt er i celi alle Pflanzen sprossen, so damit begossen; o wie trägt er reichlich Frucht, von der Trübsal heimgesucht! 9. Komm, befrucht, o goldner Regen, uns, dein Erb, die dürre Erd, daß wir dir getreu sein mögen und nicht achten Mas und Schwert, als in Liebe trunken und in dir versunken. ach die Kirch an Glauben reich, daß das End dem Anfang gleich. 157. E+ 4— E 3—— ů 40 7— +2.— 1—. 1 — 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort, Zi⸗on, fah⸗re fort im Licht! 4 4 6—..——.—.——..—.———— Mache deinen Leuchter hel⸗le, laß die er⸗ste Lie⸗be nicht, 9* Nr. 158 Kirche u. Gnadenmittel. 132 Q 22 + 4— 4 su⸗che stets die Le⸗bensquelle. Zi⸗on, dringe durch die en⸗ge +4 1 I 1 —.— La ar Manrr.. 10„— II Pfort! Fah⸗re fort, fah⸗ re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne! Sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone. Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, wenn sie dich sucht groß zu machen! chte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen. Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, beides, was da gut und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben. Zion, in die Kraft, statt in den Schein, dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich Adas in Kraft! Weil die Bruderliebe brennet, zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfürl 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß nicht lau und träg dich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei! Auf, verlasse, Euln dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! J. E. Schmidt, 4 1745. 158. mel. O Durchbrecher aller Bande.) e. d dn —— . n..— 2— und Herz ver⸗eint zusammen, sucht in Gottes Herzen Ruh; las-⸗set eu ⸗re Liebesflammen lodern auf den Heiland zu! I. 7 D————..—..— —ZS. 5——— 4———— 1 E*n— —&?&6ꝛ ꝛↄꝓ SæTSS 2 Er das Haupt, wir sei⸗ne Glieder, er das Licht und wir der Schein, ö D..— 1—— H.—+ I er der Mei⸗ster, wir die Brüder, er ist un⸗ser, wir sind sein. 133 Kirche. Nr. 159 2. Kommt, ach Erm ihr Gnadenkinder, und erneuert euern Bund! Schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu von Herzens⸗ grund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt! 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf 10 treues 00„ an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben ssen kann. So hat uns der Herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch Hn Eintrag tut. 4. Halleluja! Welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 5. O du treuster Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wies dein letzter Wille war, und 51 wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Lie dienen 4— 0 gern erfreun. 6. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll! Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 7. La ß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein. Also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. N. L. Graf von Zinzendorf, 4 1760. 159. EEEEEEE Wenn Christus sei⸗ ne Kir⸗che schützt, so mag die Höl⸗ le er, der zur Rechten Got-tes sitzt, hat Macht, 65— zu ge⸗ V E ie en Er ist mit Hil⸗ fe nah; wenn er gebeut, stehts DEEEEEESESESEEEE— da. Er schü⸗tzet seinen Ruhm und hält sein Heilig-tum; mag 3 öRRe!: H —.—...—.—.— doch die Höl⸗le wiu ⸗ ten. Nr. 160 Kirche u. Gnadenmittel. 134 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören, denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott, sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt 0 Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Laahs von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr Herr Zebaoth hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Not und Kraft und Mut im Tod; was will uns denn erschreckenꝰ Chr. F. Gellert, 4 1769. 160. mein Jesu, dem die Seraphinen.) —2.* 4— + 6—.—— 1 Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen, daß wir in der Ge⸗ es läßt an uns die heilgen Flammen des Glaubens u. der E—.— 0 1+——— 22 1—— 2—.. 2 EEI VLier be⸗ sh x‚ Wir werden durch das Wort der Gnaden auch ...— N—* I 2 1——1 22 e. zur Ge⸗meinschaft je⸗ner Schar, die bei dem Herrn ist im⸗mer⸗ e n, vin Kan, mun E. 3— , an nr den, n e dm dar, ge⸗lockt und kräf⸗tig ein- ge⸗la ⸗ den. 2. Nur Menschen, die von Gott geboren, die unter einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunder⸗ liebe sehn; Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem 3— im heilgen Geist, das ist, was ihre Seelen speist: nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, sein Geist das Band, das uns verbindt; die Seelen all, die er gewinnt, sind, was wir heilge Kirche nennen. 135 Kirche. Nr. 161 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott verheißt! Wie flammen da die selgen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus: hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vater liebt und trägt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu; die Herzen schmecken Gottes Ruh, die Kraft durch⸗ dringet Leib und Seele. 6. Die Kinder, so ein Brot gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren missen sie wollen von der Brüderschaft auch das geringste Glied nicht missen. 7. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittern Schmerzen; eins reicht dem andern seine Hand; sie wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß bis zu dem völligen Genuß des großen Guts:„Ich, ich in ihnen.“ J. L. K. Allendorf, 4 1778. (WMel. Nr. 148.) 161. 1. Herr, deine Kirche danket dir; noch wohnt dein Wort im Lande; von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Kommt sie in Gefahr durch der Feinde Schar, dann, o Jesu Christ, besiege Macht und List und herrsch in jedem Lande. 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie, uns, deines Leibes Glieder; hilf deiner Kirch und schütze sie, denn wir sind deine Brüder. Sie, die dir vertraut, hast du selbst erbaut; ach, erhalt sie rein, und die den Bund entweihn, die heilige dir wieder. 3. Eins, Herr, ists, was den Frommen kränkt, daß unter deinen Christen noch mancher deiner nicht gedenkt, beherrscht von seinen Lüsten. Vieler Glaub ist schwach, kalt die Lieb und ach, sie bedenken nicht, es wartet ein Gericht auf träge, sichre Christen. 4. Und du, o Jesu, bist so treu! Ach, daß wir frömmer wären! Mach alle Herzen rein und neu, laß alle sich bekehren. Gib uns Wissenschaft, Glaube, Lieb und Kraft, gib Entschluß und Mut, zu wagen Ehr und Blut zum Preise deiner Lehren. 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord, erhalt uns Ruh und Frieden. Laß uns, gestärket durch dein Wort, im Guten nie er⸗ müden. Mache leicht, was drückt, gib uns, was beglückt. Nach der Prüfungszeit ruf uns zur Seligkeit, zu deines Himmels Freuden. Nr. 162 Kirche u. Gnadenmittel. 136 6. Herr, deine Kirche streitet noch: hilf deiner Kirche siegen! Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch kein dämpfer unterliegen. Hör ihr kindlich Flehn, eil, ihr beizustehn, daß sie standhaft sei, stets deiner Wahrheit treu, hilf deiner Kirche siegen. Nach Borchward, 4 1776, und Cramer, 4 1788. 162. (Mel. Es ist das Heil uns kommen her.) —— 1 Die Fein⸗de dei⸗ nes Kreu⸗zes drohn, dein a⸗ber, Mitt⸗ler, Got⸗tes Sohn, kannst V———. 93.5.— —1....... 22—.——.— —8— Reich, Herr, zu zer⸗stö— ren; du ih⸗ rem Tro te weh⸗ ren. Dein Mron be⸗ste het EIDEE —.—.— ++.. 2——— 9² 4——— e⸗wig⸗lich; ver⸗geb⸗lich wird sich wi⸗ der dich die 2— + N + 5— +—.½⁷.— J.. +—v 4 1——* III Macht der Höl-le rũ sten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Menschenkindern; drum konnt auch keine Macht der Welt, Herr, deinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar und wird selbst durch der Feinde Schar zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten, und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum Niedergang bring alle Welt dir Preis und Dank und glaub an deinen Namen! 4. Auch ae Wunder die dich schmähn, die frevelnd sich empören, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren. Lehr sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüttert im Vertraun auf deine Zukunft warten. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest du fest in der n Mach gründen, daß wir für unsre Seelen Ruh in deiner Gnade finden. ach r 137 Kirche. Nr. 163 unsers Glaubens uns gewiß; vor Irrtum und vor Finsternis bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn und heilge unsern Willen, so wird dein Volk, dir untertan, gern dein Gesetz erfüllen, bis du erscheinest zum Gericht und dann vor deinem Angesicht die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen und freun des großen Tages sich, da du wirst wiederkommen. Dann werden wir, o Menschensohn, den uns verheißnen Gnadenlohn, dein Him melreich, ererben. Balth. Münter, 4 1793. 163. (mel. valet will ich dir geben.) 2— — E— IEE*— IE E... S—4— sa———— 5— CZ.—*—.—— ——22— I+—. 1— 1 ä XII —7 Ne hier⸗her und nicht weiter! Noch lebt der star⸗ke selt.) —, ** IIS S.............. Ihr Fein⸗-de mö⸗ get wü⸗ten, euch schon des Sieges freun; uns V FHEEEEEEEEEEEEEE— 4.———— 7 A* wird der Herr be⸗ hü⸗ ten, euch aus⸗ein-an⸗der streun. 2. Wir stehn auf festem Grunde, wir haben Jesum Christ, der unserm Glaubensbunde ein Fels und Eckstein ist. Wir wandeln in dem Glanze, der von dem Herrn ausgeht, und er ist unsre Schanze, wenn unser Feind aufsteht. 3. Wer will von ihm uns scheiden, der blutend uns erwarb, als er nach schwerem Leiden den Tod am Kreuze starb? Wir bleiben an ihm hangen, in Not und Traurigkeit, gebunden und gefangen, mit Christenfreudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten, erfinden bösen Rat und euch zusammenrotten zu jeder Freveltat: er, Christus, ganz alleine, be⸗ uoge die ihm vertraut, die heilige Gemeine, auf ihn, den Fels, gebaut. 5. Und wenn auch Berge weichen und Hügel sinken ein, die Kirche ohnegleichen wird wohl bewahret sein. Er wohnet bei ihr drinnen und hütet früh und spät; hell glänzen ihre Zinnen, darauf sein Zeichen steht. Cör. A. Bähr 1846. Nr. 164 Kirche u. Gnadenmittel. 138 (Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme.) 9 D.V 2.— — ñ— +— 1 4..—. 4 + .— +——..‚..·22.. 2.— S S............————— 1.( GSot⸗tes Stadt steht fest ge⸗grün⸗det auf heilgen Bergen; Den⸗noch steht sie und wird ste⸗hen; man wird an ihr mit 1 2 ——.— 4 I LI — + 8 +* 4 ZI ———9— 2 1 II ZI 1—*— 2 2..— LI +* + — E .—— es ver⸗bün⸗det sich wi⸗der sie die gan⸗ze Welt. hält I 1 Staunen se⸗ hen, wer hier die Hut und Wache 5. re. — 2—— Der Hü⸗ter Is⸗-ra 1.— ist ih⸗res Hei⸗les Fels I.—— 4——.—5 21 ——„. .————— Hal⸗le⸗lu⸗ ja! Lob⸗singt und sprecht: wohl dem Geschlecht, — J —Z— L N —..——.—— rrtes das in ihr hat das Bür⸗ger⸗vecht! 2. Zions Tore liebt vor allen der Herr mit gnädgem Wohl⸗ gefallen, macht ihre Riegel stark und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, wie trägt er mit Geduld all die Kanig 6 O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und önig hat! 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahr⸗ heit, du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuerwerte Wort ewger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ewgem Leben krönt. 4. Auch die nichts davon vernommen, die fernsten Völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im sür ale saßen, wird auch der Herr noch predgen lassen, was einst ür alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. ———————22 139 Kirchweihe. Nr. 165 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunens wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt ihr Tag, sie werden wach, und JIsrael folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die Mutter aller Völker werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie im Reigen, wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur Einer, Zions Gott. K. J. Ph. Spitta, 1859. Kirchweihe. 165. (Mel. Meinen Zesum laß ich nicht. Nr. 2.) A E———— P.——.—— — E 1 Ach, wie hei⸗lig ist der Ort! Ach, wie 0 ·lig Hier, hier ist des Him-mels Pfort; hier er⸗ hö⸗ ret Q— V SSISIS.SIII....IIIIIIIIIIIIII.... —.70 I— 1 1.. + Gat 66 2— hier er⸗schallt sein teu⸗res Wort; JCQ.— 4 H J+.. +2 +2 2Z.—959 2—414 Eeu + 2.—..—* II EE 1 1 2* 1.——— II — o wie hei⸗lig ist der Ort! 2. Heil war in des Zöllners Haus, weil er Christum auf⸗ genommen, und hier rufet Jesus aus: selig sind, die zu mir kommen! Deren Herzen nimmt er ein, daß sie seine Tempel sein. 3. O welch Heil ist bis hierher diesem Hause widerfahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, der sich uns will offenbaren, woher hätten wir den Geist, der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön sind des Herren Gottesdienste! Laßt uns froh zu ihnen gehn; hier erlangt man zum Gewinste einen Schatz, der ewig währt, den kein Rost und Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast; speis uns gnädig mit dem Worte, das du uns gegeben hast, Jesu, stets an diesem Orte! Laß die Kirche feste stehn, bis die Welt wird untergehn! B. Schmolck 1 1757. Nr. 166, 167 Kirche u. Gnadenmittel. 140 166. Wien. Wie schön leuchtet der Morsenstern.) EHr— ů—.— .—— 42 Gott Va⸗ ter, al ⸗ ler Din⸗ ge Grund, gib dei⸗ nen Wie lieb-lich ist die Stät⸗ te hier! Die Her-zen DSEE Va⸗ ter⸗na⸗men kmnd an die⸗ sem heil⸗gen Or⸗ Te. wal-len auf zu dir; hier ist des Himmels Pfor⸗te. Woh⸗ne, thro⸗ne, hier bei Sündern, als bei 2——— —— E—,. vol⸗ler Klar⸗heit, heil⸗ ge uns in dei⸗ner Wahrheit! 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, dies Gotteshaus ist dir geweiht, o laß dirs wohlgef allen! Hier schalle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit gib den Herzen; Angst und Schmerzen tilg in Gnaden, heil uns ganz vom Sündenschaden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden. Geuß über uns und dieses Euden dich mit allmächtgen Flammen aus; mach himmlisch uns auf rden. Lehrer, Hörer, Kinder,———— Früher, später gehts zum Sterben; hilf uns Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis sei dir von allen gleicherweis für dies dein Haus gesungen! Du hasts geschenkt und auferbaut, dir ists geheiligt und vertraut mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier sind wir noch in Hütten; Herr, wir bitten: stell uns droben in den Tempel, dich zu loben. A. Knapp, 1 1864. Ausbreitung der Kirche. (Missionslieder.) 167. iiiiEEEE 1. Es Wol⸗ le Gott uns gnä⸗dig 2257 und sei nen Segen sein Antlitz uns mit hel⸗lem Schein erleucht zum ew⸗gen 9 ö—— 2— 6 5 . —.———————— 141 Missionslieder. Nr. 168 9 * 3—————— 4— SD * ge. ben; 3; Werk Le: ben aß wir er⸗ken⸗nen sei⸗ ne Werk und 9——. DEEEEEEEE SSSDSISISISIITTTITIIIII..... + ö ö was ihm lieb auf Er-den, und Je⸗sus Christus Heil und S SPSI...........—————— 9—— — SDSIE‚l———— —...— 2———*.——. Stärk be⸗kannt den Hei⸗den wer ⸗-den und sie zu 9—4 H—.— S.* 1 E I E*— 1 H * L— Gott be⸗keh ⸗ren! 2. So danken dir und loben dich, o Gott, die Völker alle, und alle Welt, die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten. Das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl geraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns 23 Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Luther, 4 1546. 68. (nel. Dir, dir, Jehova, will ich singen.) A„ 4 5 EN EE EE—.—.— EREEEEEEEEEEE — Wach auf, du Geist der er ⸗-sten Zeu⸗gen, der Wächter, die Tag und Näch⸗te nim⸗mer schweigen, und die ge⸗ RN EEEEEE —.—5 2 +2 ad +. 7.. I FF ler——— E +——.— 2I.—2—1— die auf Zi⸗ons Mauern stehn, trost dem Feind ent⸗ge⸗ gen⸗gehn, R X + +.....———. 2...—— FEE EEE HE......— danP.— 1— I —2 ganze Welt durchdringt, und al⸗ler Völker Scharen zu dir bringt. IID Nr. 169 Kirche u. Gnadenmittel. 142 2. O daß doch bald dein Feuer brennte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Gib zu der Ernte doch die Hände! Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder 995 und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzuflehn; drum ör, o Herr, und sprich: es soll geschehn. 4. So gib dein Wort doch großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ kreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach, reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen! Es sei kein Ort ohn diesen Glanz und Schein. Ach, führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn, und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein, ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer wir und Beter sehn, die kräftig vor dem Riß der Kirche stehn. K. H. v. Bogatzky, 4 1774. 169. (mel. O Durchbrecher aller Bande.) SSSISSIIIIITITITITITI PIEIEII.II.. T I I I I I I I— *—.— ö— ä— 1 1 Vater, deines Geistes Wehen durch die gan⸗ze Christenheit läßtuns schon von fer⸗ne se⸗hen dei⸗nes Reiches Herrlichkeit; —— 4%j H 21⁴½ E 2 E.— 1— E RDDDSSSESEEEEEEEEEE& denn dein Wort wird ausge⸗spen⸗det durch die ganze wei⸗te Welt, Q EiEE S SISSI I IIIIIIIIIII mil⸗li⸗o⸗nen⸗weis ver⸗sen⸗det auf das gro⸗ße A⸗ ckerseld. 143 MaDissionslieder. Nr. 170, 171 2. Dieser Samen wird bald blühen allenthalben hoch und hehr; denn Evangelisten ziehen über Inseln, Land und Meer, um die Saaten zu begießen. Geist der Pfingsten, komm herab; laß uns Lebensströme fließen bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen! Steige, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, Tagverkünder, tritt hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ewgen Morgen⸗ licht, und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, sorget nicht! Joh. H. Jung, gen. Stilling, 1817. 170. (mel. nun komm, der Heiden Peiland.) 1—.* 1 Walte, wal⸗te nah und fern, all⸗ge⸗wal⸗tig Wort des Herrn, EHEH———— 2 wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und aus seinem Schoß herab seinen Sohn zum Heil uns gab! 3. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes Tat ewig weggenommen hat! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein. Walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf, zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das weiße Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl! Jonath. F. Bahnmaier, 4 1841. ** (mel. Lasset uns den Perren preisen.) 12= d, ..........— — Komm, o Herr, komm bald, du Treuer! Gib, ach, und ent⸗zünd dein heil⸗ ges Feu⸗ er auf dem + EH— I..—...—*— EEE E E 400 ů 20 6r Anen⸗und. Gro⸗ßes hast du schon be⸗ ........ Nr. 172 Kirche u. Gnadenmittel. 144 Erh + + S.‚— .............— gon⸗ nen, Gro⸗ßes willst du fer⸗ner tun; dei⸗ne E.—.——4* +—— SSSEEE. 4—— 5 Lie⸗be kann nicht ruhn, bfs die gan-ze Welt ge⸗ iiEEEEEEE wonnen, bis ein je⸗des Herz be⸗siegt, Herr, zu — II EFEDD E!—— H II —.7——— II dei⸗ nen Fü⸗ßen liegt. K. A. Döring, 1 1844. 17². (Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Nr. 2.) ni r. 1. lbem ei Her⸗de und ein Hirt! Wie wird dann W wenn sein Tag er⸗schei⸗ nen wird! F Freu⸗e dich, du .SS.... sle⸗ 1 Der ade mach dich auf und wer⸗de Licht! 4 SI..— H E 12—— r en. — Je⸗sus hält, was er ver-spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, du treuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgenlicht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn! Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 145⁵ Missionslieder. Nr. 173, 174 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf; es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. F. A. Krummacher, 1 1845. 173. (Mel. valet will ich dir geben.) DPDSDSDSSS 1 sen du in To-des⸗-näch⸗ten erkämpft das Heil der Welt Lund dich als den Ge⸗rech⸗ten zum Bür⸗gen dar⸗ ge⸗stellt, Q N*— EEEEE 2———...... der du den Feind bezwungen, den Himmel auf⸗ge⸗tan, dir E+———— 1.— N ——— stim⸗men uns⸗ re Zun⸗gen ein Hal⸗le⸗ lu⸗ ja an! 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und West sind deine Gäste worden bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, zu streun dein Lebensfeuer ins weite Völkermeer. ö 4. So ziehen deine Flammen wie Sonnen um die Welt; Ge⸗ trenntes fließt zusammen, das Dunkle wird erhellt, und wo dein Name schallet, du König Jesu Christ, ein selig Häuflein wallet dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Herden dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl! Schleuß auf die hohen Pforten! Es strömt dein Volk heran. Wos noch nicht Tag geworden, da zünd ein Feuer an! Chr. G. Barth, 4 1862. 174. (mel. Gott des Fimmels und der Erden.) 9——— 2•——— E 1. LI 4——— S=.Z2——.. ... Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗men, Son⸗ ne vol=ler Mor⸗genstern, aus Gott entglommen, treib hin-weg die 10 Nr. 175 Kirche u. Gnadenmittel. 146 —— SSSS 551—— 6 Wal Racht. Zeuch in dei⸗ nen Wun⸗der'schein bald die gan ze Welt hi ⸗nein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, einen recht gepriesnen Lauf, daß noch manches Knie sich beuget, sich noch manches Herz tut auf, eh die Zeit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbrochnen Herzen, baue dir Jerusalem und ver⸗ binde unsre Schmerzen, denn so ist dirs angenehm. Herr, tu auf des Wortes Tür, rufe allen: kommt zu mir! 4. Es sei keine Sprach noch Rede, da man nicht die Stimme hört, und kein Land so fern und öde, wo nicht dein Gesetz sie lehrt. daß den hellen Freudenschall siegreich ausgehn überall! 5. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer, laufe deinen Helden⸗ psad; strahle Tröstung in den Jammer, der die Welt umdunkelt hat. O erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord. 6. Komm, erquick auch unsre Seelen; mach die Augen hell und klar, daß wir dich zum Lohn erwählen; vor den Stolzen uns bewahr; ja, laß deinen Himmelsschein unsres Fußes Leuchte sein! R. Stier, 1 1862. 175. (mel. wachet auf, ruft uns die Stimme.) [ N 4 4 N ů——.— N + CE..— 4 LJ.. + 43 S—.——.—UU—..—————— ———— 1 sener ists, an dem wir han⸗gen, der für uns in den Uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗re Her⸗zen ge⸗hö⸗ren dir, o DDDDIDD Q 5. + HZ —.— E x 813 2 ————..—— S ½ m + — — + ———. Tod ge⸗gan⸗gen und uns er⸗kauft mit seinem WRut. — 1 H— Mann der Schmerzen; in dei⸗ner Lie⸗be ruht sichs gut. . 2 — +* — Nimm uns zum Ei⸗gen⸗-tum, be⸗rei ⸗te dir zum Ruhm 147 Missionslieder. Nr. 176 ˙EF DD—* dei⸗ ne Kin⸗der! Ver⸗birg uns nicht das Gna⸗den ⸗licht SII.. + II 44 4 I 1 E— 2— 2 2 1 von dei⸗nem heil⸗gen An⸗ ge⸗sicht! 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat: Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Demut ist Gewinn für den Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig! Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus; send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Gotte Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich ottes. Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zeuch uns voran und mach uns Bahn; gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz solange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort; es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten; auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. A. Knapp, 1 1864. Mel. Nr. 173. 176. 1. Der du zum Heil erschienen der allerärmsten Welt und von den Cherubinen zu Sündern dich gesellt, den sie mit frechem Stolze Sauld; für seine Huld, als du am Marterholze versöhntest ihre uld: + * Nr. 177 Kirche u. Gnadenmittel. 148 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus. Von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein, und welchen nichts verkündigt, chr Dar verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und re dar. 4. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors An⸗ gesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht. Auch sie hast du ge⸗ graben in deinen Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich„Werde!“ Laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Greueln fröhnet und vor den Götzen kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören; wir fassen, was du sprichst. Dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns ver⸗ sprochen, werd aller Heiden Licht! A. Knapp, 4 1864. Gnadenmittel. Wort Gottes. 177. (mel. Wie nach einer Wasserquelle.) 22—. 2.... HN ——— +————.— E IDeeee —......J 1 Re⸗de, liebster Je⸗su, re⸗de; denn dein Kind gibt acht darauf. (Sthr le mich, denn ich bin blö-de, daß ich meines Lebens Lauf dir zu Eh⸗ren se ⸗tze fort. Ach, laß stets dein heilig Wort E E———.—— N in mein Her⸗ze sein verschlossen, dir zu sol⸗gen un⸗ver⸗dros⸗sen. 149 Wort Gottes. Nr. 178 2. Ach, wer wollte dich nicht hören, dich, du liebster Menschen⸗ freund! Sind doch deine Wort und Lehren alle herzlich wohlgemeint. Sie vertreiben alles Leid; aller Freuden Süßigkeit muß vor deinen Worten weichen, nichts ist ihnen zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken, dessen ich mich trösten kann, will der Feind zurück mich schrecken von der schmalen Lebensbahn; ja, sie führen ohne Qual mich selbst durch des Todes Tal, schirmen mich auf allen Wegen, machen auch das Kreuz zum Segen. ö 4. Jesu, dein Wort soll mich laben, deine trosterfüllte Lehr will ich in mein Herze graben; ach, nimm sie doch nimmermehr von mir weg in dieser Feit bis ich in der Ewigkeit werde kommen zu den Ehren, dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein Flehen, liebster Jesu, höre mich! Laß bei dir mich feste stehen, so will ich dich ewiglich preisen mit 1 Herz, Sinn und Mund; ich will dir zu jeder Stund Ehr und Dank in Demut bringen und dein hohes Lob besingen. , Anna Sophie, Landgräfin von Hessen-Darmstadt, 1 1683. 2— 178. (Mel. Unser Ferrscher, unser Rönig.) t. E I———....... e SDSSIIIII I ITITTITITTT T T—— 12.2—..— 7 TLI—— LII— 1 2 Fe/ . Udihal Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, das mir lau⸗ter dich al⸗lein hab ich zum Grun⸗de mei⸗ ner Se⸗lig⸗ 2—— ·DI 4 R E EEE —*— +I I. L 1 1 2 10 92 legt. In dir treff ich al les an, I* N TJ. + 4½ N—.— V +.——..—..——— was zu Gott mich füh⸗ren kann. 2. Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Selig⸗ leit, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir ein Tisch bereit, — der mir lauter Manna schenkt und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze t legt, öffne mir des Himmels Pforte, daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schätze Gottes Hand durch sein Wort ihm zugesandt. 4. Gib dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht schuldig bleibt; mache mir die Augen wacker und, was hier dein Finger schreibt, präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein. Nr. 179, 180 Kirche u. Gnadenmittel. 150 5. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß mich tun; wird dein Wort den Glauben stärken, laß es nicht dabei beruhn, sondern gib, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei. 6. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn; was ich hier zum Grunde lege, müsse wie ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rat und Tat in den größten Nöten hat. 7. Laß dein Wort mir einen Spiegel, Jesu, deines Vorbilds sein; drück darauf dein Gnadensiegel, schließ den Schatz im Herzen ein, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. B. Schmolck, 1 1737. Mel. Nr. 169. 179. 1. Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn! Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat. N. L. Graf v. Zinzendorf, 1760. 180. (mel. Schmücke dich, o liebe Seele.) l* 27——— 4—4 Lnä⸗ 4 4 rr den 1 laoeser W. der sü⸗ßen Leh⸗re, die ich mit Er⸗ gro-ßer Arzt der Menschen⸗kin-der, du E- van⸗ ge⸗ N + S• d, luamt. Mmme.: et 1 4 4— 8 4 2+·.—3 DIDiDiii‚ ‚........— lat der Siuder und Pro-phet des neu⸗en Bun⸗des, x. — 75 EE——.— laß die Wor⸗te dei⸗ nes Mundes, dei ne Stimme .— Z—.— N S.SSSS an die Her⸗ den mir zu Geist und Le⸗ben wer⸗den! — 10⁴½ 151 Wort Gottes. Nr. 18 1 2. Herr, dein Wort ist wie ein Hammer, schlägt und zeigt den Seelenjammer; es erquickt mich wie der Regen, leuchtet mir auf allen Wegen, stärket meines Geistes Kräfte, gibt mir neue Lebenssäfte, ist ein Stab für matte Glieder und ein Schwert dem Feind zuwider. 3. Diesem Worte will ich trauen und darauf beständig schauen; sonst ist doch kein Licht vorhanden, fremde Lehre macht zu schanden; aber dein Gesetz und Gnade leiten mich auf rechtem Pfade. Herr, mein Glauben und mein Lieben hat den Grund: es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten, mit Begierde darauf achten; lehre michs im Geist verstehen, laß es mir zu Herzen gehen; mache, daß ichs fröhlich glaube und kein Zweifel mir es raube, daß ichs mit Gehorsam ehre und sonst keine Stimme höre. 5. Was die Welt bekennt und lehret, was mein Herz erdenkt und ehret, was der böse Geist erdichtet, wird von Gottes Wort ge⸗ richtet. Weg mit euch, ihr falschen Geister! Mir ist gnug an einem Meister. Wißt, daß euch der Fluch verzehret, wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen, die sich uub kein Licht erwählen, als allein das Wort des Lebens! Diese glauben nicht vergebens, weil sie Gottes Rat ergründen und sein Herz im Worte finden. O ein unschätzbares Wissen! Andre Weisheit kann ich missen. 7. Licht und Kraft und Mut und Freude, wahrer Trost im tiefsten Leide, Schutz vor allerlei Gefahren und ein ewiges Bewahren: das sind dieses Wortes Früchte. Alles andre wird zunichte; alles andre muß vergehen; Gottes Wort bleibt ewig stehen. E. G. Woltersdorf, 4 1761. 181. (Mel. Ach Gott und perr.) .SS I.I II I TITITITITIAIITII‚. EERESEEEEEEEEEEEEE 4* Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll mei⸗ne 7¹— +.————4.— ä— J.... J E— + +——0 2— EE——— 358 See⸗le trau⸗en; ich wand⸗le hier, mein Gott, vor 4. EEI 3155.—— 5— N Liin wirure Winm. 2—.—7.———..—— .2.—— ů————.—.1— I V dir im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahr⸗ heit lehrte? Gott, ohne sie verständ ich nie, wie ich dich würdig ehrte. Nr. 182 Kirche u. Gnadenmittel. 152 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; zur Ewigkeit ist diese Fat von dir mir übergeben. ö 5. Den ewgen Rat, die Missetat der Sünder zu versühnen, den kennt ich nicht, wär dies mein Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Ge⸗ schäfte. Durch meine Müh vermag ichs nie; dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort; denn du hast es gegeben. Es sei mein Teil, es sei mein Heil und Kraft zum ewgen Leben! Chr. F. Gellert, 4 1769. 182. (mel was Gott tut, das ist wohlgetan.) * ö —.. 4 +..— ir + V I-M. 4* II +*. EEEEE EEE—...UI.— E———— 24.——— — 1 Dein Wort, o Herr, ist milder Tau für trost⸗bedürftge Seelen; laß kei⸗nem Pflänzchen deiner Au den Himmelsbalsam fehlen. — ——————— 14—— SSISSISISII.IIIII..I.I...I... 2....— x J 1 ————.— 22—2.2.2.— Erquickt durch ihn laß je⸗des blühn und in der Zu⸗kunft 4 E—— N UEEEEEEEEEE ——— 4*—4 ——— Ta⸗ gen dir Frucht und Sa⸗men tra ⸗ gen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Blitz, der Felsen splittert, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschüttert. O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern! 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise; er führt die Toren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. ů 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen Hütten. ö ö ö 5. Auf immer gilt dein Segensbund; dein Wort ist Ja und Amen; nie weich es uns aus Herz und Mund, zu preisen deinen 153 Die heilige Taufe. Nr. 183, 184 Namen. Laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören, und send ein. von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. C. B. Garve, 1841. 183. nα Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.) .SI..I............. ö S..——————é1 1— R 1. Nun geh uns auf, du Morgenstern, du seligmachend Wort des Herrn, ms Hr, Sar 26— N EEEEEEEEEEEEEEEEE du Pfand des Heils, das uns im Sohn der Vater gab von seinem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn, die Herzen sind dir auf⸗ getan; 611 sehnen uns nach deinem Licht und seufzen auf: versäum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, mach unsre dunllen Augen 95 daß wir die Wege Gottes sehn, nicht in der Wahrheit irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reue⸗ schmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Ge⸗ rechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, daß wir, der Eitel⸗ keit entrafft, im gnädig dargebotnen Heil ergreifen unser ewges Teil. So geh uns auf, du Gottesglanz, durchdring uns und ver⸗ klär uns ganz, du Wort, das noch in Kraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht. Julius Sturm, 1896. Die Sakramente. Die heilige Taufe. 184. +—. 2— EI.—— 3.— .PEEEE 030 1 Liebster Je⸗su, wir sind hier, dei⸗nem Wor=te die⸗ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du den Be⸗ +—*X— 1 ..— as.s ässe In ge 0 be daß man sie zu dir hin ⸗wfüh=re; I 2.. FE.:‚e:ee..· I—.—— + denn das Himmel⸗reich ist ih-re. 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort zu unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß dein Kind es hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Wimiark⸗ yn zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe! 5. Nun, wir legen an dein Herz, was von Ierlan ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben! B. Schmolck, 4 1737. Mel. Nr. 184. 185. 1. Nun gottlob! es ist vollbracht und der Bund mit Gott ge⸗ schlossen; was uns rein und selig macht, ist auf dieses Kind geflossen; Jesus hat es eingesegnet und mit Himmelstau beregnet. 2. O du dreimal selig Kind, vom Dreieinigen geliebet, dem der Vater sich verbindt, dem der Sohn das Leben gibet, dem der Geist ist eingeflossen und der Himmel aufgeschlossen! 3. Nun so denk an diesen Bund, weil du einen Odem hegest, daß auf einen festen Grund du stets deinen Glauben legest. Wer sich läßt auf Jesum taufen, muß in Jesu Wegen laufen. Werde fromm und wachse groß, werde deiner Eltern Freude, und dein jetzt erlangtes Los tröste dich in allem Leide; deine Taufe sei die Türe, welche dich zum Himmel führe! B. Schmolck, 4 1737. 186. (nel. 0 daß ich tausend zungen hätte.) 9 5— 2u d d L,.—— iiEEEEESEEEEEEEEEE Barmher⸗-zi⸗ger, laß dei⸗ner Gna⸗de jetzt dieses Kind em⸗ das wir im heil⸗gen Waseser-ba-⸗de nach deines Sohns Be⸗ * —— 2——6..——— — 2ʃ⸗— „ EK————— ——— eeee 155 Konfirmation. Nr. 187, 188 5 8————— EA en, em Wusesünt i. Hsi 7 Ih dir 1 er⸗fül⸗le, was dein Wort ver⸗-heißt, an * 4——..— N REEEEEE——.— EE—ß—— 2—.—...— üihm, Gott Va⸗ter, Sohn und Geist. 2. Regiere nun das ganze Leben auch dieses Kindes, treuer Gott! Dir sei und bleib es stets ergeben; sei du mit ihm in Glück und Not; ach, führ es selbst auf rechter Bahn, nimm es zuletzt in Ehren an! 3. Laß uns die Wohltat recht ermessen, die uns die Taufe zu⸗ gewandt, und nie, o—9 den Bund vergessen, der uns so fest mit dir verband; uns alle stärk zu neuer Treu, daß über uns dein Friede sei! Mel. Nr. 180. 187. 1. O du reicher Herr der Armen, mit welch herzlichem Erbarmen bist du uns zuvorgekommen, hast dich unser angenommen! Wie kamst du mit allem Segen uns erbarmungsvoll entgegen schon an deines Reiches Pforte durch das Wasserbad im Worte. 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich kraftlos, hilflos und gebrechlich, ja, als Fleisch vom Fleisch geboren, sündlich, sterblich und verloren; aber reinigend und heilend, Geist und Leben uns erteilend, schenkest du uns reiche Gnade in der Taufe heilgem Bade. 3. Und wir glauben deinem Worte. Darum bringen wir zur Pforte deines teuren Gnadenreiches dieses Kind; tu an ihm gleiches! Die Verheißung, die zum Leben deinem Volke du gegeben, geht nach deiner Huld nicht minder über deines Volkes Kinder. 4. Sei auch diesem Kinde gnädig, mach es aller Sünde ledig; schenke ihm die reine Seide der Gerechtigkeit zum Kleide; salbe es mit deinem Geiste und ihm alle Hilfe leiste, daß der Segen deiner Hände auf ihm bleibe bis ans Ende. K. J. Ph Spitta. 1 1859. Konfirmation. Mel. Nr. 186. 188. 1. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Und so ist alles Ja und Amen, was mir dein teures Wort verheißt; ich bin in Christum eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Nr. 189 Kirche u. Gnadenmittel. 156 Gert. w mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter eist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab der Sünde schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt; so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. J. J. Rambach, 1 1735. (Gesang der Gemeinde vor der Konfirmation.) 189. (mel. Den die Firten lobten sehre.) 1. Volk des Herrn, bring dein Geschlechte nach dem al ⸗-ten ..— 1——. 7+—.— —— — Licht und Rech e her zum Kö⸗nig al⸗ler Knechte, Q .— + E. + S...............* * sprich: Herr, hie ist dein Ge⸗-schöpf! 2. Dämpfe Fleisch und Blut in ihnen, laß sie nicht der Sünde dienen! Ziehe sie durch dein Versühnen, eh sie sterben, an dein Herz! 3. Kommt, ihr Kinder, die wir haben als viel teure Gottes⸗ gaben, nehmt vom Schatz, dran wir uns laben, den euch zu⸗ gedachten Teil; 4. Einen Teil am Liebesbande mit dem ewgen Vaterlande, aber auch am Kreuzesstande und am Weltverleugnungssinn. 157 Konfirmation. Nr. 190 5. Wollet ihr euch binden lassen? Jesu Kreuz mit Freuden sassen und die falsche Ruhe hassen? Willst du, liebes Kindervolk? 6. Ach, die ewig treue Liebe schenk euch ihre selgen Triebe, daß ein jedes Glauben übe, bis ihr seht, was ihr geglaubt! N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 190. (mel. Es ist das Heil uns kommen her.) 4 + N EII C03— rTTTTTRTRTRT .S.SI...I.I......— 1.—2 1 2.— hier vor dei⸗ nem Ant⸗litz stehn, sind wenn ver⸗eint wir für sie flehn, er⸗ .— EH 45— ISIESS‚.———— + 43** T K Je ⸗su Chri⸗ sti Glie ⸗der. Blick, I; bar⸗mend auf sie nie ⸗ der! Gib ihnen, Va ⸗ter, 2. 26 4⁊————— t— 10 eeen neint.eds, Ex., Ii. Sohn und Geist, das Gu⸗ te, das dein Wort verheißt, im H F— H E 7*— TEE+ 7 2 E——— +* V .— Le⸗ben und im Ster ⸗ ben! 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn und dessen heilge Lehren. Ist Freude, Gott, vor deinem Thron, wenn Sünder sich baehren wie groß ist unsre Freude nun, da diese das Gelübde tun, dir treu⸗ lich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht sich dem Altare nahen! Laß sie in Glaubenszuversicht das Bundesmahl empfahen! Dies stärke 10 5 ben Not; dies reize sie, des Heilands Tod zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei dem Christenlauf der Reiz der Welt ent⸗ gegen,— ihrem schwachen Glauben auf, wenn dann sich Lüste regen! Laß sie hinauf auf Jesum sehn, die Welt mit ihrer Lust verschmähn, beharren bis ans Ende. ö 5. Den wichtgen Lohn der Ewigkeit, die Herrlichkeit dort oben, zeig ihnen, die auf alle Zeit jetzt Treue dir geloben! Der Blick muß ihnen Kraft verleihn! Herr, segne sie, denn sie sind dein: erhalt sie in der Wahrheit! G. v. Hippel, 1 1796. Nr. 191, 192 Kirche u. Gnadenmittel. 158 (Gesang der Konfirmanden vor der Einsegnung.) N— Seelenbräutigam.) 191. — 1 ++— EIIEEEEE 1. Von des i Thron sen⸗de, Got⸗tes Sohn, ————— V— N +————— er n— dei⸗nen Geist, den Geist der Stärke! Gib uns Kraft zum Relgen IITITITITTTTT Wer⸗ke, dir uns ganz zu weihn, e⸗wig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit, gib uns Freudigkeit, unsern Glauben zu bekennen und dih unsern Herrn zu nennen, dessen teures Blut floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, wenn wir unsern Bund erneuern und gerührt vor dir beteuern, deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten! Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauf⸗ löslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn und dein Lob erhöhn. S. Marot, 4 1865. (Gesang der Konfirmanden nach der Einsegnung.) 192. 22—8 O du 35 meiner Liebe. Oder wie An 169: 0 aller Bande.) 15 Bei dir, 10.„su, will ich bleben stets in Hesem nichts soll mich von dir ver ⸗treiben, dei⸗ ne We⸗ge ........ L 9 Rie chn Du bist mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben, ....— meiner See⸗ le Trieb und Kraft, wie der Weinstock sei⸗nen .—4** 2—.2 ö 4. 8 159 Konfirmation. Nr. 193 H AS.DDMEDDn DEEEEEEE Re⸗ben zuströmt Kraft und Le⸗bens⸗saft. 2. Könnt ichs irgend besser haben, als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich, so in Freude, wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden nahe, bis mein Tag sich neigt! Wenn es einst will Abend werden und die Nacht hernieder⸗ steigt, wenn mein Aug wird dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. 193. (mel. Mein Glaub ist meines Cebens Ruh.) Y 7— n a ———— — Ich bin in dir und du in mir!Nichts soll mich, ew⸗ ge 1. Auf Erden, wo nur Sünder sind, nennst du mich freundlich Lie⸗be, dir in die ser Welt ent rei ⸗ßen! und schon dein Kind, o laß michs e⸗ wig hei⸗ßen H EEEE—.—‚— n. 2 treu mit Wan⸗del, Herz und Mund be⸗wah⸗ren dei⸗ nen f 1 ˖—' 2— II Frie⸗ dens bund! Nr. 194 Kirche u. Gnadenmittel. 160 2. Ich bin in dir und du in mir; dreieinger Gott, du hast zu dir mich frühe schon berufen. Was mir, dem Kindlein, war bereit, ergreif ich heut voll Innigkeit an des Altares Stufen und sag: o Liebe, du bist mein, ich will dein Kind auf ewig sein! 3. Ich bin in dir und du in mir; noch wohn ich völlig nicht bei dir, weil ich auf Erden walle; drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, daß mich, was locket, schreckt und irrt, nicht bringe je zu Falle! daß, was ich dir heut versprach, mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und du in mir; komm, Herr, mir deine Tugendzier frühzeitig anzulegen, daß mir des Lebens Glück und Not, ja selbst der letzte Feind, der Tod, nur kommen mög mit Segen! Mit dir will ich durchs Leben gehn, dir leiden, sterben, auferstehn! A. Knapp, 1 1864. (Gesang der Gemeinde nach der Konfirmation.) 194. (mel. wie nach einer Wasserquelle.) EEEEEEEEEEE, e 4 IEEEEEEEE —* 7 1 ewige König unsrer Er⸗den, Je⸗su, dem die gan⸗ze Welt ewig⸗lich muß dienstbar werden, des⸗sen Hand das Zep⸗ter hält, — E——— wir, dein Volk und Eigen⸗tum, wol⸗len dei⸗nes Namens Ruhm Q * mit verdientem Lob er⸗he⸗ben und dir Preis und Ehre ge⸗ ben. 2. Herr, wir danken dir einmütig, daß du dir ein Volk erwählt und auch uns Verlorne gütig deiner Kirche zugezählt; wir sind Christen, wir sind dein, laß uns, was wir heißen, sein und aufrichtig darnach streben, wie wir dir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für deine Gaben, so du in die Kinder legst, die den Bund bestätigt haben, die du in den Armen trägst. Herr, laß ihnen ewig nicht, was ihr Mund allhier verspricht, was sie heut sich vorgenommen, aus dem Sinn und Herzen kommen. 4. Gib, daß sie durch deinen Segen, dir, o Heiland, treu ge⸗ sinnt, bessre Christen werden mögen, als wir leider alle sind. Durch sie sei dein Reich vermehrt, durch U werdest du geehrt, bis wir all in Zions Höhen einst dein Jubelfest begehen. ——— EIEE——— — 161 Nr. 195, 196 Das heilige Abendmahl. (vor und während der Seier.) 195. 23—.. SSSSSSS— Christe, du Lamm Got-tes, der du trägst die Sünd der Welt, 2 Christe, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt, 4—— 1.— , erbarm dich un⸗ser! erbarm dich un⸗ser! 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, IITTT EEEEEEEE der du die Sünd der Welt, gib uns deinen Frie⸗den. ———— II *— i——— 6—. SSSISSSIIII 2*—— men. A⸗men. Alte Kirche. 196. IIIIII 1. pwimr dich, o lie-be See⸗le, laß die dunk⸗le komm ans hel⸗-le Licht ge-gan⸗gen, fan⸗ge herr⸗lich ⁴α II E +„— x—— 5——— ———— Sün⸗den⸗ höh⸗ le/ an zu wrangen; denn der Herr voll Heil und Gnaden e rn will ih iht ieht zu Ga⸗ 35 la⸗den; der den Him⸗mel 4 2— 4 4—— .bhb kann ver⸗wal⸗ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen eile deinem Herrn entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten; eile, 11 Nr. 197 Kirche u. Gnadenmittel. 162 sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen; sprich: o Herr, laß dich umfassen, von dir will ich nimmer lassen! 3. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; ach, wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach deinem Mahl zu surten, ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebens⸗ ürsten, daß mit diesem Brot und Weine sich mein Hruch⸗ mir vereine. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen! Laß mich würdiglich genießen diese deine Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel her⸗ getrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens oder mir wohl gar zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden! Joh. Franck, 1 1677. 9—4.— Es ist gewißlich an der ö;eit.) E. 12 x Wie Je ⸗su Christ, du 2eid u Gut, du Brunnquell al⸗ler eib und Blut, wie du uns hast ge⸗ ————————— J— —½ +—— Gna⸗den! lur Den, zum Prei⸗se dei⸗ ner Herr⸗lich⸗keit und * 4—5—* 4 2 4 4 +* 4 + + — unsrer See⸗len Se⸗lig⸗keit zu es⸗sen und zu trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke! Schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke; hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für von dir nicht wieder treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. Vor 1698. rke! jilf, gen nde eder nels 163 Das heil. Abendmahl. Nr. 198 198. Anel. Wie nach einer Wasserquelle.) EHA.—..————8 —..—— DI.E.— VXVI.————.*— V E Herr, du hast für al⸗le Sün⸗ der ei⸗ nen rei⸗chen wo das Brot der ar⸗men Kin⸗der nach des Va⸗ters E..——.——.——..— E+. IIEEE Tis Lie beschmeck.] Heu⸗te nun bin ich dein Gast, wie du mir ———— + d d e un, e, 0 7be⸗foh⸗len hast: a⸗ ber hilf auch, daß mein Her⸗ze .SI.I.I.I.I.I..... EEEeeeeeeeeee dei⸗ ne Wohl⸗tat nicht ver⸗scher⸗ ze. 2. Räume mir aus dem Gemüte alles Arge völlig aus, daß auch meines Herzens Hütte werde dein geweihtes Haus. Denn ich hoffe nur auf dich, liebster Jesu, liebe mich und laß deinen Tisch auf Erden mir des Himmels Vorschmack werden. 3. Kann der Herr dem Knechte schenken auch sein eigen Fleisch und Blut: ach, so hilf mir recht bedenken, was hier deine Liebe tut, und verleihe, daß ich nicht eß und trinke zum Gericht, was du, Jesu, für mein Leben zur Erlösung hast gegeben. 4. Wirke heilige Gedanken in der Seel, die dir gehört; an meinen Sinn in Schranken, wenn mich Furcht und Zweifel stört. Fühl ich meiner Sünden Not, so erfülle mich dies Brot, dieser Kelch mit neuem Mute; dein Blut floß auch mir zugute. 5. Sind wir doch aus dir geboren, nähr uns auch durch deine Kraft, und weil alles da verloren, wo nicht Nar Hilfe schafft: ach, so laß dein Brot und Wein meines Herzens Labsal sein, daß die Wirkung dieser Speise künftig in der Tat sich weise. 6. Laß mich deine Liebe schmecken und die Güter jener Welt; oder wenn auch Furcht und Schrecken mich zuweilen überfällt, so verschaffe mir dein Blut einen rechten Freudenmut, daß ich meinen Trost im Glauben mir durch niemand lasse rauben. 7. Hilf mir recht ins Herze salen deinen herben, bittern Tod; lasse mich auch niemand hassen, der mit mir genießt dein Brot; nimm mich ganz vollkommen ein, bis ich werde bei dir sein und die Fülle deiner Gaben, meinen Gott und alles haben. K. Neumann, 1 1715. 11* Nr. 199 Kirche u. Gnadenmittel. 164 199. Ael. Erquicke mich, du Heil der Sünder.) ö 2.*83——. + ⁴⁴ + CL—.—.—..— 2 + + +* 1—.— + . 1 Mein Je⸗su, der du vor dem Scheiden in dei-ner uns hast die Früch⸗te dei⸗ ner Lei⸗den in ei⸗nem N TZ.— +* I.—— 4———— — —* L letz-ten Trau⸗er⸗nacht Te⸗sta⸗ment vermacht: — I rri Wm u. rs ne, nreimuneih in muue ter dich, Stif⸗ter die⸗ ser ho⸗hen Gü⸗ter! 2. So oft wir dieses Mahl genießen, wird dein Gedächtnis bei uns neu; man kann aus frischen Proben schließen, wie brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen erneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen ein neues Siegel auf⸗ gedrückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre Handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen, wird nun das Band, das uns vereint; von allem Seelenschmerz genesen, schaun wir in dir den liebsten Freund! Wir fühlen uns in solchen Stunden mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, und dieser Kelch erquickt den Geist; es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt; wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubenswerke. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Gliedern ein; wir müssen all in solchem Stande ein Herz und eine Seele sein; der Geist muß mehr zusammenfließen, da wir ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll, einst herrlich aus dem Staube grünen und un⸗ verweslich werden soll; ja, daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl gelegt! Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist gepflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vor⸗ schmack jener Freuden. es prei⸗sen gläu⸗bi⸗ ge Ge⸗mü⸗ 165 Das heil. Abendmahl. Nr. 200 . 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen! Ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommen loben. J. Jak. Rambach, 4 17835. 200. 60 PHerr, wie du willst, so schicks mit mir.) —ꝝ 4* 4 4 4 + 4 4 1 + 4 +2+— +——=. 4 1 Wie heilig ist die Stätte hier, wo ich voll Andacht ste⸗he! Sie ist des Himmels Pforte mir, die ich nun of⸗fen se⸗he. 5 n,L win ninnn. I— DR.‚‚‚I‚‚I‚IIeI‚e‚ee.ee —— S— O Lebenstor, o Tisch des Herrn! VomHimmel bin ich nicht mehr fern — — und füh„le Got⸗tes N= he. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot, dies teure Gnadenzeichen, vor dem des Herzens Angst und Not und alle Qualen weichen. O Brot, das meine Seele nährt, o Manna, das mir Gott beschert, dich will ich jetzt genießen. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank, der mein Verlangen stillet, der mein Gemüt mit Lob und Dank und heilger Freud erfüllet! O Lebenstrank, o heilges Blut, das einst geflossen mir zu gut, dich will ich jetzt empfangen! 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein, welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein; mit ihm werd ich ver⸗ bunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll, und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein Herz geweiht zu einer heilgen Stätte, damit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Wn der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! 6. Mein Jesu, komm und heile mich, was sündlich ist, vertreibe, damit ich nun und ewiglich dein Tempel I und bleibe. Von dir sei ganz mein Herz erfüllt; Herr, laß dein heilig Ebenbild beständig in mir leuchten!* 7. Nun, du hast himmlisch mich erquickt, du hast dich mir gegeben; in dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stündlich leben. Laß mich, mein Heiland, allezeit von nun an bis in Ewigkeit mit dir vereinigt bleiben! V scher. 1749. Nr. 20 1 Kirche u. Gnadenmittel. 166 201. (el. Schmücke dich, o liebe Seele.) +——..— 1 ...— SIIS— 1 Komm, mein Herz, aus Je⸗su Lei-den strömt auch dir ein Stil⸗le hier dein sehn⸗lich Dür⸗sten aus dem Kelch des F +* N— —— E ö m. E 22— ES..——— Quell der Freuden. Lesbndnie⸗ sten. Daß ich ei⸗ nen Hei⸗land ha⸗ be T 4 4 1 4— EE—— 25— —‚..————.. 122—2—— SI==——— und in sei⸗ nem Heil mich la⸗be und in sein Ver⸗ 9 ..— 1.— ů H 3———.—— ö— 1..— d duit—.—— N 1** II +7 1 2—— 7 dienst mich klei„de, das ist mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗de. 2. Darum will ich mit Verlangen nun sein Abendmahl em⸗ pfangen; hier darf ich mich ihm verbinden, und so werd ichs tief empfinden, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Auht e Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses icht entschwunden: daß ich einen Heiland habe, der mit seinem irtenstabe, sanft und mild und voll Vergeben, mir nichts ist als eil und Leben. 4. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet: daß ich einen an er habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe gern getan, mich zu erretten von des ewgen Todes Ketten. 5. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden! Daß i einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 6. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, der die dürre Seele labe, muß nicht dies mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? An 167 Das heil. Abendmahl. Nr. 202 7. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen; er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst als Opfergabe hat für mich dahin⸗ hegeben, 29l zu Speis und Trank und Leben! ll hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas uhen, 25— wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret! E. G. Woltersdorf, 4 1761. 202. An 50 8055 aa 2 1. 0 bom⸗ 220 Den, und su che dich, müh⸗se⸗lig Gott, mein Er⸗bar ⸗mer, würd⸗ge mich des Wunders S..I.I...I EEETE bei er n⸗ dent Ich lie-ge hier vor dei⸗nem Thron, Sohn Got⸗tes und des Men⸗schen Sohn, mich dei⸗ ner FA 12..ꝗ.————— V zu 9e ·trö⸗ en; 0 suh le mei ⸗ ner Sün⸗ + 1 den Müh; ich su⸗che— und fin⸗ de sie n oder: .—. Glau⸗ben der Er⸗löoö)(Wisten. 31 Q J...— . II EH ⸗ Glau⸗ ben der Er=lo⸗sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. J denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: es ist vollbracht! Nr. 203 Kirche u. Gnadenmittel. 168 Du hast mein Heil verdienet; du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden und läßt in seinem Mahle r dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, ich will es treu er⸗ füllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen; laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen! Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 201. 203. 1. Jesu, Freund der Menschenkinder, Heiland der verlornen Sünder, der zur Sühnung unsrer Schulden Kreuzesschmach hat wollen dulden, wer kann fassen das Erbarmen, das du trägest mit uns Armen! In der Schar erlöster Brüder fall ich dankend vor dir nieder. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll entgegen; in dem Elend meiner Sünden soll bei dir ich Hilse finden; meine Schuld willst du bedecken, mich befrein von Furcht und Schrecken, willst ein ewig selig Leben als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Herr, du kommst, dich mit den Deinen in dem Nachtmahl zu vereinen; du, der Weinstock, gibst den Reben neue Kraft zum neuen Leben. Nun, so steh bei mir und stärke mich zu jedem guten Werke; hilf, daß ich die Lust der Sünde durch dich kräftig überwinde. 4. Nun, so sei der Bund erneuet, unser Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild wolln wir sehen und dir nach, mein Heiland, 952 Schaff ein neues Herz uns Sündern, mache uns zu Gotteskindern, die dir leben, leiden, sterben, deine Herrlichkeit zu erben. 5. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Halleluja, welche Freuden sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Herzen, ewig ihm für seine Schmerzen. K. Lavater, 1 1801. 169 Das heil. Abendmahl. Nr. 204, 205 204. (mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme.) 0 *... +— S—..— d. * 1. Herr, du wollst uns voll⸗be⸗rei⸗ten zu dei⸗nes Mah⸗les Laß uns, Le⸗ ben zu em-pfa-hen, mit glaubens⸗vol⸗lem * RE —.—3 —— II I 4+4— — Se⸗lig⸗ kei⸗ten, sei mit⸗ten un⸗ter uns, o Gott! Her⸗zen na⸗ hen und sprich uns los von Sünd und Tod. WMA; e x ——.————....— *2 I Wir sind, o Je⸗ su, dein; dein laß uns e-wig sein! .2 4—— e d. d. — l-men, A- men! An-be⸗tung dir! Einst fei-ern wir 1— 12 AE..— H * 4.——— I das gro⸗ße A-bendmahl bei dir. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben das Brot, das euch der Herr gegeben; die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ewgen Leben den Kelch des Heils, auch euch gegeben, ererbt, ererbt des Mittlers Reich! Wacht, eure Seele sei bis in den Tod getreu! Amen! Amen! Der Weg ist schmal; klein ist die Zahl, die dort eingeht zum Abendmahl. ö F. G. Klopstock, 4 1803. 205. nel. Herzlich tut mich verlangen.) — —..— 7—— D rln. de. Wie könnt ich sein ver-ges⸗ sen, der mein noch Kann ich 42——.— er-mes-sen, da-durch mein 2— e.— u— 5 lag in bit⸗tern Schmerzen, Nr. 206 Kirche u. Gnadenmittel. 170⁰ — N N— — I·—*—— 5 1— D L ———— er schafft mein Le⸗ben neu, und stets quillt aus dem Her⸗-zen R E I CE... 24— 1 II SSSSSiSee‚e.... ihm neu ⸗e Lieb und Treu! 2. Wie—14 ich ihn nicht lieben, der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn betrüben, der so zu mir sich neigt? Er, der ans Kreuz erhoben, getragen meine Schmach, ruft er mir nicht von oben: komm, folge du mir nach! 3. Ich will ihn ewig lieben, der mir aus Todesnacht, von meinem Schmerz getrieben, Unsterblichkeit gebracht; der noch zur letzten Stunde mir reicht die treue Hand, daß mich kein Feind verwunde im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heilgen Pfande mir seinen Leib, sein Blut, hebt mich aus Nacht und Schande, füllt mich mit Himmelsmut, will selber in mir thronen mit heilgem Gnadenschein. Sollt ich bei ihm nicht wohnen? in ihm nicht selig sein? 5. Bei Freuden und bei Schmerzen durchleuchte mich dein Bild, wie du, o Herz der Herzen, geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, mein Dulden weih ich dir. Laß mir die Heimat offen und dein Herz für und für! Chr. Kern, 1 1835. 206. nel. SHeuch ein zu deinen Coren.) +..2 1.— E..—.—...—— FE S.IIITIJI“—.—. EEEE I— der treu e Herr der Gnaden, an Huld und Lie-be reich; EV m.en en————— 1 SII.IISTSTISISISIEII‚I‚II‚I‚XItt U* u hal⸗ten und wun⸗der⸗bar ge⸗ stal⸗ten, was er in ———.— EF——..— Ie Lie ⸗be schenkt. 171 Das heil. Abendmahl. Nr. 207 2. Kommt her, verzagte Sünder und werft die Angste weg; kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Lebenssteg! Empfangt die Ede Bunf. die heilge Geistesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säumnis; empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Ver⸗ schwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram; was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein Herz ist gar durch⸗ flossen vom süßen Liebesgeist. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht; ver⸗ künde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast ver⸗ zweifeln ließ. ů 6. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn; verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die selge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut. E. M. Arndt, 1 1860. (Nach der Feier des heiligen Abendmahls.) 207. (Mel. Nun laßt uns Gott, dem Perren.) ö CA.——— 1*——— 1. O Je ⸗su, mei⸗ne Wonne, du mei⸗ner See⸗len Son⸗ne, 9 4—.— EERN . ie du Freundlichster auf Erden, laß mich dir dankbar wer-den! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmlische Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen; dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden. 5. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben: dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem Herzen treiben und kräftig in mir bleiben. Nr. 208, 209 Kirche u. Gnadenmittel. 172 7. Laß mich sie ernstlich meiden, laß mich geduldig leiden; laß mich mit Andacht beten, von deinem Weg nie treten. 8. So kann ich nicht verderben, drauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. 208. (Mel. Jesu, meines Cebens Ceben. Nr. 1.) 1 ..... ——— Dan⸗ket, dan-ket Gott mit Freuden, dan-ket ihm mit Joh. Rist, 4 1667. I —4 50 Macht die gro-⸗ßen Se-lig-kei-ten die-ses heil-gen .—.— SPSISIS.II..I.... Naß les Rund, was der Herr für Gna-den schen⸗let, ————— 1.———— Z.. —7 Zm, r en, iee,—9— ö da er selbst uns speist und trän⸗ket; dan⸗-ket ihm vor . N. Rr,, in Wir Eti, Huurutti, D— dem Al⸗tar, daß er uns so freundlich war. 2. Ja, wir preisen Gottes Güte, denn sie währet ewiglich. O wie freut sich das Gemüte, daß der Herr so gnädig sich gegen uns auch jetzt erwiesen! Immerdar sei er gepriesen; groß ist seine Huld und Treu; sie war diesesmal auch neu. 3. Heilig, heilig, heilig werde, Gott, dein Nam uns mehr und mehr; alle Himmel samt der Erde zeugen laut von deiner Ehr. Dir, Herr, singen Seraphinen dreimal heilig, die dir dienen; droben in dem Heiligtum schallet deines Namens Ruhm. 4. Gott der Herr und Vater segne uns in seinem lieben Sohn; und des Vaters Sohn begegne uns von seinem Gnadenthron; und der Herr, der Geist, bereite uns zur Herrlichkeit und leite uns zu seinem Frieden! Ja! Amen! sprecht Halleluja! N. Kayser, f 1800. 209. Unel. O daß ich tausend Hungen hätte.) +2 4———————————— ——.——. 4 Nimm hin den Dank fur dei ne Lie⸗be, er⸗höhter Mittler, Gib, daß ich dich nicht mehr be⸗trü⸗be, der du für mich ge⸗ —797—9——.—ꝛ7— 178 Das heil. Abendmahl. Nr. 210 irnd, Je ⸗su Christ! stor-ben bist; é laß dei-nes Leidens Angst und Pein mir ...———.— H „ e en— EUN——.——.———.— EV 2—— 1—.—— 3.— im⸗mer⸗dar vor Au-gen sein. 2. Im Streite hilf mir überwinden und stärke mich zu jeder Pflicht; bewahre mich vor neuen Sünden, verlaß mich in Versuchung nicht, und dein für mich vergossnes Blut schenk mir im Todes⸗ 2 Mut. Hilf, daß ich deines Leibes Glieder, die heut dein Heil, wie wich. erfreut, von Herzen lieb als meine Brüder, als Erben einer Herrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott, uns speist und tränkt ein Kelch, ein Brot. 4. Wie jetzt, o Herr, in deinem Namen dein Volk vor dir versammelt war, so bring einst wieder uns zusammen, daß wir mit deiner Engelschar, 0 als dein Eigentum, stets preisen deines Namens Ruhm. J. Zollikoser, 4 1788, und J. K. Lavater, 1 1801. 210. . Die Tugend wird 5655 Rreuz geübet.) S.S......... 9.— 4 7— 2 ö Volbracht ist nun die heil- ge Fei-er; ver⸗kün⸗ det O dein Ge⸗dächt-nis sei uns teu⸗er und un⸗ver⸗ E Elt Eittactets,* 2608. lic den 665 Laß nie des Hunniels Vorgefüh⸗le — — — + —— 2 ½ 9.— Kro⸗nen⸗zie le, Herr, dei ne Herr⸗lich-keit uns sehn! J. Ch. Wagner, 1 1825. Nr. 211, 212 17⁴ XIII. Wiedergeburt und Heiligung. Buße. 211. I— 24— 12 183.— ů 1. Schaf⸗ fe in mir, Gott ein rei⸗ nes Here e und 2v e e— VD + 4 ö 2 5—..— ver⸗wirf mich nicht von dei-nem An-⸗- ge⸗ sicht, von Tn. .— 7 E+ ö 2— rr dei⸗nem An⸗ ge⸗ sicht und nimm dei⸗nen hei⸗ i⸗ gen Geist .— Y EHANAHIl nicht von mir. Ps. 51, V. 12, 13. 212. F e E nn—. ren. 7 E ————— L 1.15½01— +— —(Dei tie⸗ fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, 22. dir mein Dein gnä⸗dig Ohr neig her zu mir und mei⸗ner Bitt es E. 551 1————— S......... + fe 5e. denn so du willst das se⸗hen an, was 8².——..— u——— . ii‚ Sünd und Unrecht ist ge⸗tan; wer kann, Herr, vor dir blei⸗ ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben; vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnaden leben. 175⁵ Buße. Nr. 213 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn allein verlassen mich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort; des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu das Volk von rechter Art, das aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gottes harre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnaden; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Luther, 4 1546. 213. Q.* 4 4 + 4—.. 4 SSSSSISISII‚IIIIIIIII....... 3—j6 IEI Al-⸗lein zu dir, Herr Je ⸗ su Christ, mein Hoffnung Vich weiß, daß du mein Trö-ster bist, kein Trost mag 8384. 1 2 ID— steht auf Er ⸗ den; RMNni würsonst wer: en d 6 Von An⸗beginn ist nichts erkorn, ——. 1222.—.— nwn Hin. 2 auf Er⸗den ward kein Mensch ge⸗born, der mir aus Nö⸗ ten HHc +..—..— + — II L— I 1 — A P.— 0 Hel⸗fers⸗mann. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß und reuet mich von erzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und chmerzen und nimm dich mein beim Vater an, der du für mich genug getan, so werd ich los der Sünden Last; mein Glaub erfaßt, was du mir 53 versprochen hast. 3. Ach, stärk durch dein Barmherzigkeit in mir ein recht Ver⸗ trauen, auf daß ich deine Freundlichkeit mög inniglich anschauen; vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Send —.—2—.0*. qAccgnn;;:.. Nr. 214, 215 Wiedergeburt u. Heiligung. 176 mir dein Hilf am letzten End, damit behend des Todes Graun sich ö von mir wend 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christo, seinem Sohn, der uns allzeit behüte, und seinem werten heilgen Geist, der uns sein Hilfe allzeit leist, daß wir ihm wohlgefällig sein hier in der Zeit, und dort hernach in Ewigkeit. V. 1—3 von K. Hubert,&4 1577. 214. (mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.) —.—— P 13..——.— 35.. e, i e ,. I‚“r‚.e—— 1. O frommer und ge⸗treu⸗er Gott, ich hab ge-brochen —— +— I.— AUT‚i —— 1— dein Ge⸗bot und sehr ge-sün-⸗digt wi⸗ der dich! Das E 6—— 4— ů 55 D — ist mir leid und reu⸗et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, nicht Lust hast an des —.Hᷓ1. 0 Tod, so ist dein herzliches Begehr, daß ich mich wieder zu dir kehr. 5 Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu dir komm und bitt durch deines Sohnes Tod: erbarm dich mein in meiner Not! 4. Verschon, o Herr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld, so werd ich arm verlornes Kind ledig und los all meiner Sünd. 5. Ich will, o Herr, nach deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. 1643. 0 4 4* 4*— L +—..————2—Z.— 122 E E—— IHù——õ CIII +————*. L2 I———— —— 1 gang⸗ne Sün⸗den! Da ist niemand, der hel⸗fen dienet. Ach, geh doch nicht, Gott, ins Gericht; dein Sohn 17⁷ Buße. Nr. 216 H9an— V— 1—.— +4 1 4 VD.I ASSA L—— II kann, in die⸗ser Welt zu fin-den. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Erden Enden, und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl* ver⸗ at mich versühnet. 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen büpen. so fahr hie fort und schone dort und laß mich hier wohl üßen. 5. Gib, Herr, Geduld, vergiß die Schuld, schaff ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Teil, durch Murren nicht verscherze. 6. Handle mit mir, wies dünket dir, ich will es gerne leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich von deiner Gnade scheiden. Jena, 1613. Mel. Nr. 212. 216. 1. O Vater der Barmherzigkeit, ich falle dir zu bel verstoß den nicht, der zu dir schreit und tut noch endlich Buße! Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnädiglich durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat in allem, wo mirs fehlet; gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! O Gottes und des Menschen Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, hör auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Reichtum, Lust und Ehr in meinem Herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans 99. und List durch Christi Sieg mag dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Tür zum Leben. Dav. Denicke, 4 1680. 12 Nr.217,218 Wiedergeburt u Heiligung. 178 217. (Mel. Hüter, wird die Nnacht der Sünden.) 7...———..— 2 1. Ach, was bin ich, mein Er⸗ ret⸗ter und Ver⸗tre⸗ter 25 e n E———————.——.— — dem un⸗sicht-ba⸗ ren Licht? Ic ver⸗ ag in meinem —————4 ———..—.—. Wn te; denn das Gu⸗te, das ich wilf das tu ich nicht. 2. Ach, was bin ich, mein Erbarmer? Sieh, ich Armer bin ein schwankes Rohr im Wind; wie ein Weberschifflein schießet, so verfließet meines Lebens Lauf geschwind. 3. Ach, was bin ich, mein Erlöser? Immer böser find ich meiner Seele Stand; drum, mein Helfer, nicht verweile, Jesu, eile, reiche mir die Gnadenhand! 4. Ach, wann wirst du mich erheben zu dem Leben? Komm, ach komm, und hilf mir doch! Demut kann dich bald bewegen, lauter Segen wirst du lassen fließen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze, mir zum Schmerze, ja, es ist mir leid dazu! Höre mich, hör an das Quälen; Arzt der Seelen, schaffe ͤit Herzen Ruh! 6. Gib, daß mir der Tod nicht schade; Herr, gib Gnade, laß mich sein dein liebes Kind! Ein Demütiger und Aiemer; aber Reiner, endlich Ruh und Gnade findt. J. Neander, 1 1680. 2¹8. (Mel. nun sich der Tag geendet hat.) 9 5 PP.IPIPIISISIPIPIIIIITIII Mein Gott, das Herz ich brin⸗ ge als Ga⸗be und Ge⸗ IE schenk; du forderst die⸗ses von mir, des bin ich ein-ge-denk. 2. Gib mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, das ist mir lieb und wert; du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. 179 Buße. Nr. 219 3. Nun, du, mein Vater, nimm es an, mein Herz, veracht es nicht. Ich gebs, so gut ichs geben kann; kehr zu mir dein Gesicht! 4. Zwar ist es voller Sündenlust und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt und wahrer Ranr frut 5. Doch aber steht es nun in Reu, fühlt seinen Übelstand und träget jetzt vor allem Scheu, daran es Lust erst fand. 6. Schenk mir, Herr Christ, nach deiner Huld Gerechtigkeit 2 Heil; nimm von mir meine Sündenschuld und meiner Strafe Teil. 7. O heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft ein; ergieß um Jesu willen dich tief in mein Herz hinein. 8. Dein göttlich Licht ström in mich aus und Glut der reinen Auh tilg Finsternis, Haß, Falschheit aus, schenk mir stets deinen rieb. 9. Hilf, daß ich sei von Herzen treu im Glauben dir, mein Eo daß mich im Guten nicht mach scheu der Welt List, Macht und Ott. 10. Hilf, daß ich sei von Herzen fest in Hoffen und Geduld, daß, wenn auch alles mich verläßt, mich tröste deine Huld. 11. Hilf, daß ich sei von Herzen rein im Lieben und erweis, daß mein Tun nicht sei Heuchelschein, durch Werke dir zum Preis. 12. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein mein Herz hier in der Zeit; ja, laß es deine Wohnung sein auch in der Ewigkeit. Kasp. Schade, 1698. 219. (mel. wer weiß, wie nahe mir mein Ende.) ——— SSSS.I..III 1.8.+ 1 Ich ar- mer Mensch, ich ar-mer Sün-der steh ch Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗ lin»der und s EHEE 5..—— ö 2—. EH—— E. 4 hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗ösicht! geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! Er⸗bar⸗me e iee 757—.— 2 1— SS........— ——.— dich, er⸗bar⸗me dich, Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange, wie kränkt mich meine große Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und Wher mi Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 12* Nr. 220 Wiedergeburt u. Heiligung. 180⁰ 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien und neig zu mir dein Vaterherz; wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Aber i 1.——. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, uͤber mich! 4. Nicht wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder als dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß ich armer Sünder hör: geh hin, die Sünd ist dir vergeben; nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, erhöret bin ich zweifels⸗ frei; weil sich der Trost im Herzen mehret, drum will ich enden Durs Laader 01 weiß ja, du erbarmest dich, Gott, mein Er⸗ armer, über mich! Chr. Titius, 4 1703. 220. (nel. Seuch meinen Geist, triff meine Sinnen.) — HI— en EE, Fie——— 4 4 22377 e. un, 223.51 1. 1+ —.—..—..— +—1—...—2 2 1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie⸗ der, mein Geist sucht EEEEEEE E — 3 e.— d EE EE E.— 1— 1— 2—4 sei⸗nen Ursprung wie⸗der; Herr, dein er ⸗freu⸗end An⸗ge⸗ IIn j—*Z.— I + H EU— AN — 1.—.— 2—— 2D—. sicht auf mei⸗ne Ar-mut gnä⸗dig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben; laß mich in Christi Tode sterben; o möchte doch in seiner Pein die Eigenheit ertötet sein. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen beseet üde; jedoch ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz efreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden; der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben: du bist noch immer treu geblieben. Ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. F 181 Buße. Nr. 221 7. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Neh wich zeht. bis du dir deine Zeit ersiehst und aus der Sünde etz mich ziehs 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle 1. geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen. Ach, drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin! Chr. Fr. Richter, 1 1711. 221. An wasserflüssen Babylon.) 1222 2 12— 2.— e e r 1. O Kö⸗nig, des⸗sen Ma⸗je⸗ stät weit ü⸗ ber dem Erd und Meer zu Dien⸗ste steht, vor dem die IDEEEEEEEE I d .d. — du bist voll wo und Herr⸗lich⸗keit, sehr groß und —— H DSee + wun⸗—— ·tä⸗ tig. Ich Ar„mer, ich ver⸗ 1 S nichts mehr, als daß ich ruf zu dei ⸗ner Ehr: Gott, oder: RII sei mir Sün⸗der gna„digl Gott, . är..:...... . sei mir Sün⸗der gnä⸗dig! Nr. 222 Wiedergeburt u. Heiligung. 182 2. Den steh ich, wie der Zöllner tat, beschämet und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin und, wo ich mich nur wende hin, des Ruhmes vor dir ledig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du reines Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Ge⸗ wissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, der gleichwohl dich noch Vater heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, den Heiland aller Sünder, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind: der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis dir das Herz mitleidig bricht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach, heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig. Und geht es nicht so, wie ich soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es böse oder gut, gib nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todes⸗ bahn, mein Jesu, selbst noch gnädig. Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! V. Löscher, 4 1749. 222. EH 2— 22—————.— din. äi.—— 1. An dir al⸗lein, an dir hab ich ge⸗sün⸗digt und n e Kein. aner arer, n nu, n Vm. rn—— F E EDEN *—— 1—.—.—. e— 5—.——————.‚— EU*Hπμ: 72—3— +....F...... Fluch ver⸗Kkün⸗digt, sieh, Gott, auch mei-nen Jam⸗-mer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine Tränen sind vor dir. Ach, Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen? Wie lang entfernst du dich von mir? 183 Buße. Nr. 223 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich: laß mich dein Ant⸗ litz finden, du Gott der Langmut und Geduld! 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich um deines Sohnes willen; du bist ein Gott, der gern erfreut! 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre du dein heilig Recht mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein Gott, ich bin dein Knecht! 6. Herr, eile, du mein Schutz, mir beizustehen, und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrein, der Herr erhört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. Chr. F. Gellert, 4 1769. 223. (mel. Wie nach einer Wasserquelle.) .. 1———.— + I. 0; 1 Gott, vor des⸗-sen Dnen u=te nur ein rei⸗ner Wandel gilt, Vew⸗ges Licht, aus dessen Lich-te nichts als reinste Klar-heitquillt, laß uns doch zu je- der Zeit deinen Strahl der Hei⸗lig⸗keit Q— 5— H EV—. 4 2——..———— .....—.—.— 24. so durch Herz und Seele dringen, daß auch wir nach Heilgung ringen! 2. Du bist rein im Werk und Wesen und dein unbeflecktes Kleid, das von Ewigkeit gewesen, ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig, aber wir, großer Schöpfer, stehn vor dir, wie in einem Kleid voll Flecken, die wir dir umsonst verstecken. 3. Was dein Geist und Herze sinnet, was dein weiser Wille tut, was dein starker Arm beginnet, ist stets heilig, rein und gut. Und so bleibst du ewiglich, während wir auf Erden dich durch das Böse, das wir üben, stets von Jugend auf betrüben. 4. Herr, du willst, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich sein. Es besteht vor dir kein Sünder, denn du bist vollkommen rein; du bist nur der Frommen Freund, Übeltätern bist du Feind; wer be⸗ harrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 5. Uns von Sünden zu erlösen, gibst du deinen Sohn dahin; o so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn. Gib uns, wie dein Wort verheißt, gib uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. Nr. 224 Wiedergeburt u. Heiligung. 18⁴ 6. Hilf, o Vater, unsern Seelen, glaubensvoll auf dich zu sehn, deinen ewgen Weg zu wählen und ihn ohne Falsch zu gehn, bis wir mit der selgen Schar der Erlösten immerdar Heilig! Heilig! Heilig! singen und die reinsten Opfer bringen! J. Chr. Zimmermann, 1 1783. 224. (Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig.)— H—— — e II E— 4+— 1. Mei⸗ne See⸗le, vol⸗ler Feh ⸗le, su⸗chet in dem 1 2.—*— — 8 +———— EEE Dun ⸗keln Licht:; Je⸗ su, nei ⸗ge dich und zei⸗ ge — 1 9 27— 1— H——— EEIEEEEEE— mir dein tröst⸗lich An⸗„ge⸗ sicht; auf mein Fle⸗ hen 4 +4—— LX. V—.. + — laß dich se⸗ hen, und ver⸗birg dich län⸗ger nicht! 2. Ich empfinde, meine Sünde sei an allem Kummer schuld; ich gestehe dirs und flehe um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, kannst mir geben neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen und mit Schmerzen such ich dich, mein Trost und Heil. Wie so lange ist es bange meiner Seele! Komm in Eil, laß dich nieder, komme wieder, meines Herzens bestes Teil! 4. Richtig wandeln, weise handeln, wollst du künftig mir ver⸗ leihn; gib die Triebe reiner Liebe voller in mein Herz hinein. Welch ein Segen ist zugegen, wenn es heißt: du mein, ich dein! 5. Lehre, leite, vollbereite mich, wie du mich haben willt; gib mir Klarheit, Geist und Wahrheit, daß ich gleich sei deinem Bild; daß man merke, meine Stärke sei in dir und du mein Schild; 6. Bis im Lichte dein Gesichte mir sich droben völlig zeigt, wenn die Deinen nicht mehr weinen und die Klagestimme schweigt. Drum so zeige mir die Steige, da man auf zum Himmel steigt! Magd. Sib. Rieger, 4 1786. „ ——— 185 Buße. Nr. 225, 226 Mel. Nr. 223. 225. 1. Höchster, denk ich an die Güte, die du mir bisher erzeigt, o so wird mein ganz Gemüte zu der tiefsten Scham gebeugt, daß ich dich gering geschätzt, häufig dein Gebot verletzt und dich, der mich so ge⸗ liebet, mit Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig sein; doch ich hab der Eitelkeit unbedachtsam sie geweiht; ja zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machtest du das Herz mir frei! Was mir nützte, gabst du mir; aber ach, wie dankt ich dir? O wie hab ich so io seh deines Wohltuns Zweck vergessen! 4. Bei so hellem Licht der Gnaden sollt ich ja die Sünde fliehn und um Rettung von dem Schaden meiner Seele mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte mich selbst zu verstocken. „Ich erkenne meine Sünden, beuge mich, mein Gott, vor dir; laß mich bei dir Gnade finden, neige, dorz dein Ohr zu mir! Ach, vergib, was ich getan! Nimm mich doch erbarmend an! Führe mich vom Wiereed ich schnell zurück durch deine Gnade! 6. Dir ergeb ich mich aufs neue; gib, daß mein gebeugter Geist deiner Vaterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, als er für die Sünder starb, Fried und Freude im Gewissen, ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weihn; gib, daß mirs an Kraft nicht fehle, folgsam deinem Wort zu sein. Stehe mir stets mächtig bei, mache du mich selbst getreu! Dich zu lieben, dir zu leben, sei mein ernstlichstes Bestreben! Nach Fabricius, 4 1703, von S. Diterich, 4 1797. 226. (nel. Jesu, meines Lebens Ceben. Nr. 1.) 4.—.— H 1— 4 + X..— RSAE —— E 14 2 q——* +— 1 Ich er⸗ he⸗ be mein Ge⸗-mü⸗te sehnsuchtsvoll, mein ich er⸗ken⸗ne dei⸗ ne Gü⸗te, o wie teu⸗ er Hα IIE: 1 1— II—*.—2— 10 II* +—2——.— + 1—. S S....I...I......II I.... I—————— Ait; si würt Gott der Lie⸗be und des Le⸗bens, Nr. 227 Wiedergeburt u. Heiligung. 186 H 4— —————*—— +7— 3— SRIDeiI— SISISPIPII........—— 3—F————— 2—7 dei⸗ ner Huld stür⸗zet ih re eig⸗ne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, zeige deinen Willen mir; daß ich richtig wandeln möge, führe du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein Vertrauen; sicher kann ich auf dich bauen; deine Vatertreue ist ewig, wie du selber bist. 3. Ach, gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht; laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht. Alle Sünden, die uns reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. O so höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben; dir ist seine Seele wert. Gnädig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sündenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt, du verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wenden, über ihre Schuld betrübt, willst du Trost und Rettung senden, wenn ihr Herz sich dir ergibt. Sinde⸗ lateche deine Güte dem geängsteten Gemüte, welchem du die ündenlast liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem An⸗ gesicht! Keine schnöde Lust der Sünden soll mich ferner überwinden. Ach, bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich! K. Lavater, 4 1801. 227. (mel. Es ist gewißlich an der Seit.) 1 3— 35 7 D 35*.—..— —=...·....—— I——.*— 1—— — Wann kommt der—— der Herr⸗lich⸗keit mit seines Reiches Wann kommt der Rich-ter, Freud und Leid, und Bös und Gut zu 4 8. IZ. + + I. + 22— 1 + 2— 2 17 ⁴ IWY bVD Iceiden Er ist nicht fsern, er ist uns nah; in H⁰——— 122...— I.— + EESEEEEE nunserm Her⸗zen ist er da; du kannst ihn nimmer mei⸗den. ...—7 187 Buße. Nr. 228 2. In unserm Herzen spricht sein Spruch; wer mag vor ihm bestehen? Frei aufgeschlagen ist sein Buch mit jeglichem Vergehen. Sein Blick wie Feuerflamme fährt und teilt wie ein zweischneidig Schwert, was keine Augen sehen. 3. Was keines Feindes Mund erzählt, erzählt uns das Ge⸗ wissen; was sich der Heuchler lang verhehlt, wird er sich sagen müssen, wenn Gottes Zeit kommt und ihn schilt, wenn Gottes Zeit kommt und vergilt und läßt den Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit so oft und oft im Leben? Wer muß nicht die Gerechtigkeit anflehn, ihm zu vergeben? und fühlt in seinem Innern noch viel stumme Schuld, ob deren doch er einst wird müssen beben! 5. Du Herzensrichter, auf, erfahr und prüfe, wie wirs meinen! Mach uns die Fehler offenbar; was nützt es, gut zu scheinen? Dem Ausspruch des Gewissens treu und feind sein jeder Heuchelei, dies stellt uns zu den Deinen 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt mit innerstem Be⸗ schämen, die Schuld, die uns im Innern grämt, wer könnt uns die entnehmen? Herr, gib, daß wir der Sünde Schritt und deiner Strafe leisen Tritt, eh sie uns naht, vernehmen! 7. Und wenn die letzte Stunde schlägt, der niemand kann ent— gehen, so gib, Herr, daß wir unbewegt auf unser Innres sehen, daß unser Leben uns dann klar und rein erschein und offenbar auch das geringst Vergehen. 8. Dann sprich in uns, o Richter:„Komm! Dein Lohn ist dir beschieden. Was du getan hast, gut und fromm, dem Dürftigsten hienieden, das hast du deinem Herrn getan, dem Menschensohne. Komm hinan! Genieße Himmelsfrieden!“ J. G. von Herder, 4 1803. Mel. Nr. 224. 228. 1. Gott der Gnaden! Schwer beladen neigt sich unser Haupt vor dir; unsre Duen sind voll Schmerzen, Staub und Asch ist unsre Zier. Hab Erbarmen mit uns Armen! Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen, denn wir tragen auf uns aller Sünden Last, aller Qualen volle Schalen, die du ausgegossen—4 Hab Erbarmen mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wir bekennen, Herr, wir nennen laut vor dir die Missetat; es ist keiner hier ein Reiner, jeder erntet böse Saat. Hab Erbarmen mit uns Armen! Sieh auf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe; Jesu, leihe uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, wenn vom Sohne das Erbarmen zu dir fleht! Hab Er⸗ barmen mit uns Armen, wenn der Mittler vor dir steht! Nr. 229 Wiedergeburt u. Heiligung. 188 5. Jesu, rette! Brich die Kette unsrer Finsternis entzwei, daß der Glaube tief im Staube unser Trost und Zuflucht sei. Hab Er⸗ barmen mit uns Armen; Jesu, mach uns wieder frei! 6. Sei uns gnädig, mach uns ledig, führ uns aus dem finstern Tal! Du kannst lindern und vermindern alle Not und Herzensqual. Hab Erbarmen mit uns Armen; Jesu, hilf noch dieses Mal! 7. Du mußt siegen, wir erliegen; du bist frei, wir sind in Haft, du alleine bist der Reine, wir sind schwach, dein ist die Kraft. Hab Erbarmen mit uns Armen; denk an deine Pilgrimschaft! 8. Wenn du Frieden uns beschieden, fürchten wir die Strafe nicht; dein Versöhnen wird uns krönen mit Gerechtigkeit und Licht; dein Erbarmen hilft uns Armen; du bist unsre Zuversicht! H. Puchta, 4 1858. 229. 2— EE —————————— ——————————.—— * 1 Keh⸗ re wie⸗der, keh⸗ re wie-der, der du dich ver⸗ »Sin⸗ke reu⸗ ig bit-tend nie-der vor dem Herrn mit Q + 5 N I 1— + iEEEEE lo⸗ren Last Wie du bist, so darfst du kommen und wirst dei⸗ner 9 EH+—2— e, e n, Lanr. i. V—— L gnädig auf⸗genommen. Sieh, der Herr kommt dir ent⸗ge⸗gen, 9——..——— 1— WiEEE +*—.——————.— + und sein hei⸗lig Wort verspricht dir Ver⸗gebung, Heil und 4 EA IPHITe ID — E DSE EH . n an i.——....—5— 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Erneuung deiner harrt ein neues Glück; wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen; wo des heilgen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen dir mit ausgestreckten Armen winket von des ö iuiuiiiin . Sn — ꝗ 189 Buße. Nr. 230 Kreuzes Stamme; kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben trink in seiner Liebeshuld; bei dem Herrn ist viel Vergeben, große Langmut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem Herzen; er hat Trost für alle Schmerzen; er kann alle Wunden heilen, macht von allen Flecken rein; darum kehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein. 5. Kehre wieder, endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein; aus der Lüge in die Wahrheit, aus dem Dunkel in die Klarheit, aus dem Tode in das Leben, aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, nimm auch heute; kehre O. I J. Ph. Spitta, 1 1859. Am Bußtage. 230. (Mel. Herzlich lieb 28 ich dich, o Perr.) 1. x Gott, der du uns⸗re Buflucht bist, Herr, un⸗ser Mittler“ Un⸗ end⸗ li⸗cher, ver⸗wirf uns—— Wir kommen vor dein + Je⸗su Christ, Geist Gottes, Geist der Gna dend r An⸗ge⸗sicht, mit Mis⸗se⸗tat be⸗ 5 den./ Nimm Ci— E E von uns unsre Sündenschuld, du Gott der Langmut und Geduld! 9 SSSISIIE Er⸗ hö re gnä⸗dig un ⸗ser Flehn, daß wir dein Heil, Er⸗ ————.—— r. —6—65 520 25—. unser Gott, verbirg uns nicht dein Ange⸗ . sicht und geh mit uns nicht ins Ge⸗richt! Nr. 230 Wiedergeburt u. Heiligung. 190 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unsres Bundes Eid, dein Weg von uns verlassen: o sieh, wir kehren voller Reu zurück zu dir; laß, Herr, aufs neu uns deine Gnade fassen! Sie leit uns auf den ebnen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß Irrtum und Versuchung nie uns auf die Bahn des Lasters zieh. Herr, unser Gott, groß von Geduld, vor neuer Schuld behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Land; laß es, beschirmt von deiner Hand, des Friedens Ruh genießen! Wend ab von uns der Flammen Wut und die Verwüstung wilder Flut, des Krieges Blut⸗ vergießen; sei unser Retter, wenn uns Not des Mangels und der Seuchen droht. Du, Vater, wollest mit uns sein, daß wir uns deines Schutzes freun. Herr, unser Gott, verleih uns Mut! In deiner Hut sind wir, und was du tust, ist gut. 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war; vereine, was ge⸗ trennet war; schenk uns der Eintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geist, und was dein teures Wort verheißt, sei Licht auf unsern Wegen! Laß, Herr, in Lehr und Wandel rein die Diener deines Wortes sein, und bringe zu der Wahrheit Glück zu dir die Irrenden zurück! Herr, unser Gott, breit aus dein Wort an jedem Ort, gib Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regenten lenke du, daß weise sie in sichrer Ruh der Völker Wohlstand heben. Dem Fürsten, der uns schützt und liebt, gib, der in ihm so viel uns gibt, ein frohes, langes Leben. Noch lange sei sein Vaterblick uns, seinen Kindern, Schutz und Glück! O schütt auf ihn und auf sein Haus und seine Räte Segnung aus! Herr, unser Gott, in deiner Hand ist unser Land, beglück es, segne jeden Stand! 6. Vernimm der Leidenden Gebet! Wer in der Not um Rettung fleht, dem hilf aus seinen Nöten; gib Kranken Linderung und Ruh; die Sterbenden erlöse du, erhör ihr letztes Beten! Sei aller Unter⸗ drückten Heil, der Witwen und der Waisen Teil, vereitle der Ver⸗ folger Rat und lehre sie den rechten Pfad. Herr, unser Gott, durch alles Leid der Pilgerzeit führ uns zu deiner Herrlichkeit! 7. Du tust weit mehr, als wir verstehn, kannst mehr gewähren, als wir flehn; laß uns Erhörung finden! O neig auf unser Flehn dein Ohr, heb unser Herz zu dir empor und mach uns rein von Sünden! Laß uns dir nun geheiligt sein, im Leben und im Tode dein! Wir sind durch Christi Blut erlöst; o du, der Sünder nicht verstößt, Herr, unser Gott, erbarme dich, erbarme dich, vergib uns, leit uns väterlich! J. J. Eschenburg, 1820. o 191 Glaube u. Rechtfertigung. Nr. 23 1 Glaube und Rechtfertigung. 231. + 1 Nun freut euch, lie⸗ben Christen gmein, und laßt uns fröh⸗lich daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und Lie⸗be ꝝ N .— N—.— II 4 1 1 — sprin⸗gen, sin⸗ gen, +A 4 ———— 4 ————.. + sei⸗ne sü⸗ße Wundertat; gar teur hat ers er⸗wor-ben. was Gott an uns ge⸗wen⸗-det hat und 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht, es war mit ihn ver⸗ dorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, zum Guten gar erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Es ist Zeit, zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen, und hilf n aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn Gott gern gehorsam ward, er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. In meiner armen Knechtsgestalt ging er einher, um die Gewalt des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich, es soll dir jetzt ge⸗ lingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein; uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Nr. 232 Wiedergeburt u. Heiligung. 192 Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, daß Gottes Reich hier werd gemehrt zu seinem Lob und Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze.““ Luther, 1 1546. 232. (mel. vater unser im Himmelreich.) —.— E—..— ——— e Fer Fn —2 2.— +2— —1— üI +4 2..II I I.. 1. So wahr ich le⸗ be, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des EDID———.—.— EE— 1.— E EAEEEE. EE———— 4 CEV—. +.....— H— 2 + 4500* 2— 1——3 bl 1—— V er von Sünden hal te still, von sei⸗ ner Bosheit keh⸗ re * I . 2—— sich und le⸗ be mit mir e⸗ wig ⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zu⸗ gesaget hat und zwar durch einen teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! ö 3. Doch hüte dich vor Sicherheit; denk nicht:„Es ist noch gute Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wenn ich lebensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl noch er⸗ barmen sich.“ 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit dem Sünder mit Barm⸗ herzigkeit; doch wer auf Gnade mccht hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Un⸗ gnad einst gelohnt. Aum Abschied. —————— 193 Glaube u. Rechtfertigung. Nr. 233 5. Gnad hat dir zugesaget Gott durch Jesu Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund: verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich. Wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ia gar wohl tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Leib und Seel verderben muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heut mich wend zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod entrück, auf daß ich heut und jeder Zeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. J. Heermann, 1 1647. 233. Unel. Wie nach einer Wasserquelle.) .— — Ew⸗ge Lie⸗be, mein Gemü⸗te wa⸗get ei⸗nen küh⸗nen Blick in den Abgrund deiner Gü⸗te! Send ihm ei⸗nen Blick zu⸗ rück, „ E— 1.—— 2 nä ei⸗nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit, der die Fin⸗ster⸗nis zerstreut — 4 4 1 1 4 4 ——— 7 e mein blödes Auge drü⸗cket, wenn es nach dem Lichte bli-cket. Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich erbarmet hast und aus einem freien Triebe den erwünschten Schluß gefaßt, der im Fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld, durch des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freund⸗ lichkeit, der so einer Welt voll Armen Gnade, Trost und Hilse beut! Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu erretten aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt; wer nur an den Mittler gläubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen für den gnadenvollen Schluß, den die Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der Glaub in Demut ehrt, die Vernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief ergründet. ů 6. Liebe, laß mich dahin streben, meines Heils gewiß zu sein, richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß des 13 di 2. Nr. 234 Wiedergeburt u. Heiligung. 19⁴ Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugnis dienen möge, ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen in dem Buch des Lebens stehn; dann so werd ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegengehn. Keine Kreatur wird mich, deinen Liebling, ewiglich deiner Hand entreißen können, noch von deiner Liebe trennen. J. J. Rambach, 4 1735. 234. +— 1— S.—‚.‚—— 2e, nin 39 1. Uein Mensch kein En gel Sünder an, die un⸗ter ih⸗rer — ESEEEEEEEEEEEEEEEEEEE LVL.* I III—H—. Last der Sün⸗den Ret⸗tung fin ⸗den, für de⸗ren Angst und See⸗len⸗ — N JQ.IE.* 1 4 1 4.——2 SE= bH H..—— R * pein die wei⸗te Welt ist selbst zu klein, weil ü⸗ ber LZ.———— 4+ 4— 4—— IIIIIIFIFIFIITIFITITITTITITITIITTITITIT E—2.—— SS 2 sie der Stab ge⸗bro⸗chen, der Him⸗mel ih⸗nen ab⸗ge⸗ Q— [.—.E II vn um nmeer E.— E 7 4..——.——.—. S Hei⸗land nimmt die Sün-der an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden; ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und litt für sie den bittern Tod; nun, da er denn sein eigen Leben für sie als Lösegeld gegeben und seinem Vater gnug getan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. O solltest du sein 227 sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm tränet! Wie streckt es sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Herten Haus, wie sanft stillt er dort Magdalenen den Strom der heißen Reuetränen und denkt nicht, was sie sonst getan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 19⁵ Glaube u. Rechtfertigung. Nr. 235 4. Wie freundlich blickt er Petrum an, so tief der Jünger auch gefallen. Nun, dies hat er nicht nur getan, da er auf Erden mußte wallen; nein, er ist immerdar sich gleich, an Liebe, Treu und Gnaden reich; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugetan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Sünder heißt, wen seine Sündenschuld betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, und der zerschlagne Herzen liebet. Wie, willst du dir im Lichte stehn und ohne Not ver⸗ loren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da, dich zu retten, er erschienen? O nein! verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenngleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch so noch angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir entgegengeht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armer Mensch, heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. Sprich nicht: ich sündigte zu schwer, ich bin zu sehr mit Schuld beladen, für mich ist keine Rettung mehr, mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden. Wofern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst seine Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, ich muß erst noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und tritt zum Gnadenstuhl hinzu; wer seiner Seele Heil verträumet, der hat die Gnadenzeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgetan; heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, holdselger Heiland aller Sünder, erfüll mit D unte Begier auch uns und alle Adams⸗ kinder. Zeig uns bei unserm Seelenschmerz dein aufgeschlossnes Liebesherz; und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: gottlob, auch mich nimmt Jesus an! L. F. F. Lehr, 1 1744. 235. (Mel. Jesus, meine Zuversicht.) 12 TPZD V H —.—.—— EEEEEEE — Jesus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwortallen, welche von der rech⸗ten Bahn auf verkehrten Weg ver⸗fallen. 13* Nr. 236 Wiedergeburt u. Heiligung. 196 1 x Hier ist, was sie ret⸗ ten kann: Je⸗sus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder, Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder; glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so faß ich frohen Mut, auf dich werf ich meine Sünden; dein am Kreuz vergossnes Blut lässet mich Vergebung finden, daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an! Er hat mich auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. E. Neumeister, 4 1756. 236. alnel. O daß ich tausend zungen hätte.) 1— 32 1 Ich ha⸗be nun den Grund gefun-den, der mei⸗nen An⸗ker Wo an⸗ders als in Je⸗ su Wunden? da lag er vor der Q. N 3—.——.— x—.——. 5— eat. da.i, LuunHa-itnEr +. Zeit der Belf der Grund, der un⸗be⸗weg⸗lich steht, wenn E. x——— EDee... EH IEII 2— 1—— I Erd und Him⸗mel un ⸗ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt, des, der mit offnen Liebesarmen sich zu uns armen Sündern neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein; deswegen kam sein Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsres Herzens Tür. ann 197 Glaube u Rechtfertigung. Nr. 237 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden; hier findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barm⸗ herzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich ge⸗ trost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach beriih Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barm⸗ erzigkeit. Wird alles andre mir entrissen, was Seel und Leib er⸗ quicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan; ist die Errettung noch so weit: mir bleibet doch Barm⸗ herzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch hier der Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es dies nur nicht ver⸗ gißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, solange noch mein Herze schlägt; so sing ich einst in Ewigkeit: o Abgrund der Barm⸗ herzigkeit! J. A. Rothe, 4 1758. Mel. Nr. 236. 237. 1. Aus Gnaden soll ich selig werden! Herz, glaubst dus oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd gebärden? Ists Wahr⸗ heit, was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit sein: aus Gnaden ist der Himmel dein! 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort„aus Gnaden“, so oft dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast; was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sprich, wo du was zu rühmen hast! Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Äus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt; was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in Nr. 238 Wiedergeburt u. Heiligung. 198 seinem Worte preist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht:„wohl⸗ an, ich greif auch zu.“ Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch nimmt er nicht zu Gnaden an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei; nur wenn der Sünder sich bekehret, dann lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding! 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter Angst und heißen Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich glaube, darum ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, doch den auch, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Chr. L. Scheidt, 4 1761. Mel. Nr. 236. 238. 1. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Warum? ich war ja Gottes Feind! Erbarmung hats so treu gemeint! 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen, durch meines eilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut und rühme die Barmherzigkeit. Ph. F. Hiller, 1769. —— 199 Glaube u. Rechtfertigung. Nr. 289 239. (mel. wer nur den lieben Gott läßt walten.) — 3 5 d——— 22.——————‚—. 1 19 weiß von kei⸗nem an⸗dern Grun⸗de, als den der ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Bun⸗de, von kei⸗nem Hc 4 + I II— L 4 4 4.—— ES5 SDSSIS... ..— EE EEE 1— 4..4.... — 1 Glaub in Chri⸗ sto hat; an⸗dern Weg und Rat, ................ DDDIIIII— bloß c sich legt in sei⸗ nes Va⸗ters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen und eil ihm immer besser zu; ich bin auch von ihm aufgenommen und finde bei ihm wahre Ruh; er ist mein Kleinod und mein Teil, und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden und bin in ihm gerecht und rein; bleib ich mit ihm nur stets verbunden, so kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an,— wer ist, der mich verdammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in Christo mich befinde; wohl aber beuget sie? mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben im Glauben und in Christi Kraft; der alte Mensch muß täglich sterben, der noch nicht tot am Kreuze haft; dies aber macht mich rein und klein und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. 6. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn, da kann mein Wachs⸗ tum vor sich gehn. 7. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde und will von Christo nimmer 1551 ich bleib im allgemeinen Bunde, in allgemeiner Liebe stehn sein äng an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben, o Jesu, bleibe du in mir; 5 deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glauben folge dir: laß stets mich fromm und wachsam sein, so reißet nichts den Grund mir ein. K. H. v. Bogatzky, 1 1774. als daß man e⸗lend, arm und EE + Nr. 240 Wiedergeburt u. Heiligung. 200 240. (Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.) Ke,— iEEEEEE 1. Ich komme, Deien zu dir; er⸗barmend ru ⸗feft Der Sünden Last ist mir zu schwer: o laß mich nicht vom .— EEER EII 4⁰—— I 1— 4.— LC + 31 2.* 2. PP IIIIIIIIIII du auch mir, den Frie⸗den zu em⸗pfan ⸗gen.: Tro⸗ste leer, laß mich zur Ruh ge⸗⸗lan 9209 Sieh ——————— 5——.——. SSSII an mein tiefge⸗beug⸗tes Herz! Sieh meiner Seele Angst u. Schmerz! .........I.IIIIIII. —— SEF* 4 0 2 n. en v.——.————— Wer trö⸗stet mich, als du al⸗lein? wer ma ⸗chet mich von CWiit onn Edn ne. 5——— E SD———— 1.— 1 2— 1 2 Sün⸗den rein? Herr Je⸗su Christ, mein Trost, mein Licht, mein UET— 2.————— EEEE 7.Trost, mein Licht, ver⸗wirf mein sehnlich Fle⸗hen nicht! 2. Du, du bist meine Zuversicht! Durch dich entflieh ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden. Durch dich kann ich dem Fluch entgehn und mich mit Gott vereinigt sehn, durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil; sein Segen werd auch mir zuteil; er sei auch mir Beruhigung und meines Lebens Heiligung. Herr Jesu Christ, ich hoff auf dich, ich hoff auf dich; in dieser Hoffnung stärke mich! 3. Mein ganzes Leben preise dich! Erlöst, mein Mittler, hast du mich, dein Eigentum zu werden. Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts, nichts einst am Tage des Gerichts, nichts hier auf dieser Erden. Auf dieser Bahn zum Vaterland entzeuch mir niemals deine Hand; zu deinem Dienste stärke mich, und laß mich siegen einst durch dich. Herr Jesu Christ, erhöre mich; einst preis ich dich für deine Gnade ewiglich! Chr. Sturm, 4 1786. — ——————. 201 Glaube u. Rechtfertigung. Nr.24 1, 242 24I. (Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Nr. 1.) 0 L, BenR,——— 1 Du sollst glauben, o du Ar⸗mer; und du zweisfelst? Du sollst be⸗ten zum Er⸗bar⸗mer, und du kannst, du E 2—— 7 2——. 24.——.. ““...—.— en Laen 25* Du sollst un⸗be⸗dingt ver⸗trau⸗ en, TT ————— dort wirst du den Ausgang schau-en. Je⸗su Ausgang e duertnr F n,. 2„ .—33*— 1 ward erst klar, als er auf⸗er⸗-stan-den war. 2. Glaube gibt der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott empor, Glaube bricht des Grabes Siegel, selbst der Ewigkeiten Tor; Glaube geht durch Flamm und Fluten, ließ die Zeugen Jesu bluten und sie überwinden weit, sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft in allem siegen, macht die schwerste Tugend leicht; alles muß zu Füßen liegen, selbst gewohnte Sünde weicht. du auch im Kampf erlagest, schon an Glaubenskraft verzagest, kämpfe stärker, kämpfe mehr, deine Hilfe ist der Herr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren Wunderausgang oft gesehn? siehst du nicht den Unsichtbaren groß durch Taten bei dir stehn? mußt du denn ihn immer sehen? bald des Ewgen Rat verstehen? bald dich seiner Hilfe freun? würde dies dein Bestes sein? 5. Glaube dann noch, wenn zu glauben fast kein Hoffnungs⸗ strahl mehr bleibt; laß dir nichts sein Machtwort rauben: selig, selig ist, wer glaubt! Ach, die ersten dort am Throne glaubten ohne Schaun die Krone, rangen, starben, wankten nie und— empfingen! — Sei wie sie! G. Reiber, 4 1809. 242. AMel. valet will ich dir geben.) — ———4—4 1—— — 1. Shweiß, an wen ich glauebe, ich weiß was fest wewestt wenn al⸗les hier im Staube wie Staub und Rauch verweht; Nr. 243 Wiedergeburt u. Heiligung. 202 ———.— EE EEEEEEEEEEEEE ich weiß, was e⸗wig blei⸗bet, wo alles wankt u. fällt, wo 0 34 ö ———— 1 H SSSS IIc I.ITIII Iæ I IIIIII... . w..— m hii8. m-. Wahn die Wei⸗sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗gen haͤlt. 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgen Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut: es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen! Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort,— die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub; er, der von Gott erwecket, sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld ver⸗ söhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmels⸗ auen mit Kronen einst mein Haupt! E. M. Arndt, 1 1860. Heiligung. Nachfolge Christi. 243. (Mel. wie nach einer Wasserquelle.) — 1 Sei ge⸗treu bis an das En⸗de, daß nicht Mar⸗ter, Udich von dei⸗ nem Je⸗su wen⸗de; sei ihm treu bis 605————— Amseden rab! Adc das Lei den die ⸗ser Zeit ist nicht wert 203 Nachfolge Christi. Nr. 244 2„— 1..——.—— ö SEEEEeꝗ 1+..2— I. 2—.——.—4 Dder Herr⸗lich⸗keit, die dein Je⸗sus dir will ge⸗ ben V 1 I + dort in je⸗ nem Freu⸗den-le ⸗ ben. 2. Sei getreu in deinem Glauben! Laß dir dessen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben, halte treulich deinen Bund, den dein Gott durchs Wasserbad fest mit dir geschlossen hat. Ach, du gingest ja verloren, wenn du treulos ihm Adere 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb am Nächsten übe, wenn er dich auch oft betrübt. Denke, was dein Heiland tat, als er für die Feinde bat! Du mußt, soll dir Gott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach, laß dich nichts von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld größer nur durch Ungeduld; leichter trägt, wer willig träget, was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Traue fest auf Gottes Wort; b0 dich Kreuz und Not betroffen und Gott hilft nicht alsofort:— off auf ihn doch festiglich, sein Herz bricht ihm gegen dich, seine Hilf ist schon Wouhlan, t Hoffnung machet nie zu schanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden, Glauben, Liebe, Hoffnung fest! Ich will treu sein bis zum Scheiden, weil mein Gott mich nicht verläßt. Herr, den meine Seele liebt, dem sie sich im Kreuz ergibt, sieh, ich fasse deine Hände: Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benj. Prätorius, um 1659. * 1 machs mit mir, Gott, nach deiner Güt.) — 1.—.——.—• 1—— 1——— 1.— 2—— 1—4.—.—..—.—.— er. lu spricht Christus, un⸗ser Held, mir nach, ihr Chrissten Uver⸗leug-net euch, ver⸗laßt die Welt, folgt mei⸗ nem Ruf und EE — Scal⸗le; nehmt eu⸗er Kreuz und Un⸗ge⸗mach auf euch, 1* H 1. 4— H .—.— A + III ———— —— folgt mei⸗nem Wan⸗del nach! Nr. 245 Wiedergeburt u. Heiligung. 204 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugend⸗ leben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Hrurte schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein 4 ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte, mein Mund voll Huld und Freundlichkeit, voll Sanftmut und voll auf mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. 400 böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn ehn! 925 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich ver— lieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getrost und gern in allen Leiden stehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler, 4 1677. 245. (mel. Casset uns den Perren preisen.) — 2——. re r. —....—.—— E 1..— 4 . dM⸗ + 1 Las⸗set uns mit Je ⸗su zie⸗hen, sei⸗ nem Win der Welt der Welt ent⸗flie-hen, auf der EH.*=.— ö‚—— x EiEiDDEEE. Bahhn,die fen auns brach im⸗mer⸗fort zum Him⸗-mel .—— E—. EEE EE 25 32⁊—.. e win in E rei⸗sen, ir-⸗disch noch, schon himmlisch sein, glau⸗ ben —* +— 2 2— 1I— H + + 4 — + 12— 4..—.— EEEEEEEE 2— EE + recht und le⸗ben rein, in der Lieb den Glauben ——— 205⁵ Nachfolge Christi. Nr. 246 wei⸗sen! eu⸗ er 8 ⸗su, bleib bei mir; i vor⸗ —— . 1.. 1 Ä——. 1. an, ich fol⸗ge dir! 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leiden folgen Freuden, Armut hier macht droben reich; Tränensaat, die erntet Wonne, Hoffnung tröstet mit Geduld; denn es scheint durch Gottes Huld nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid ich mit dir; dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod rettet uns vom Tod, rettet von der Seel Verderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleif sch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für! 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir; ach, erkenn uns für und für, treuer Freund, als deine Brüder! Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir! Siegmund von Birken, 4 1681. 246. SSSSSSS— 1. Je⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le⸗bens! Sieh, wie die Uwie sie ihr drohen⸗des Heer 23166 ge⸗bens—.— atig 235 Finster⸗nis drin⸗get her⸗ein, A fih vet, mir schäd⸗lich zu seinl./ Schau, wie sie sin net auf . al-ler ⸗-lei Rän⸗ke, daß sie mich sich⸗ te, zer⸗stö⸗re und . E krän=ke. Nr. 247 Wiedergeburt u. Heiligung. 206 2. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen! Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir; hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für! Ach, laß mich bu dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung ienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hof⸗ fart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden em⸗ pfinde, und sich mein tiefes Verderben darlegt. Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß in mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich eindringen ins gött— liche Wesen, so wird der Leib und die Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt, und ich mich so in dein Wollen verhülle, daß sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken! Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ treten, der du versprochen, Fürsprecher zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben; mach du uns würdig und stetig bereit, daß ich mich nenne des Himmelreichs Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! J. H. Schröder, 1699. 247. (Mel. Eins ist not, ach, Ferr, dies Eine.) IIIITITT 1 1 Iu du uns⸗rer Se⸗lig⸗kei⸗ten, zeuch uns in dein a du uns die Stätt be⸗ rei⸗ten und zu dei⸗nes 207 Nachfolge Christi. Nr. 247 6 1 2 10— 5 3—.—.——.. EEEEEEEEEEEE Hei⸗lig⸗tum 10 Namens Ruhm als dei one Er⸗ lö⸗sten sieg⸗prächtig willst führen; laß un⸗se⸗re Bit⸗te dein EH 1—— .. TTIII. Her⸗ze jetzt rühren; wir wollen dem Vat⸗er zum Opfer da⸗ ..................— ——.3——.—.—. stehn und mit dir durch Lei-den zur Herr⸗lich-keit gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen, und du wieder zu ihm hin; Liebe hat uns überwogen, daß an dir hängt Herz und Sinn. Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben dem ganzen natürlichen Seelenverderben; in deinen Tod, Herr, laß verpflanzet uns sein, sonst dringen wir nimmer ins Leben hinein. 3. Fürst des Lebens, komm und eile, führ das Todesurteil aus; brich entzwei des Mörders Pfeile, wirf die Sünde ganz hinaus! Ach, laß sich dein neues, erstandenes Leben in unsern erstorbenen Herzen erheben; erzeig dich verkläret und herrlich noch hier und bringe ein neues Geschöpfe herfür. 4. Kehre die zerstreuten Sinnen aus der Vielheit in das Ein, daß sie wieder Raum gewinnen, nur von dir erfüllt zu sein! Ach, wirf du die Mächte der Finsternis nieder, erneure die Kräfte des Geistes uns wieder, daß er aus der Fülle der Gnade sich nähr und gegen der Gottheit Verächter sich wehr. 5. Lebe denn und lieb und labe in der neuen Kreatur, Lebens⸗ fürst, durch deine Gabe die genesene Natur! Erwecke dein Paradies wieder im Grunde der Seelen und bringe noch näher die Stunde, da du dich in allen den Deinen verklärst und ihnen das ewige Leben gewährst. 6. Gönne uns noch Frist auf Erden, Daen deiner Kraft zu sein, deinem Bilde gleich zu werden, in dem Tod zu nehmen ein des Lebens vollkommene Freiheit und Rechte, als eines vollendeten Heilands Geschlechte! Der Unglaub mag denken: wir bitten zu viel; du hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziel! G. Arnold, 4 1714. Nr. 248 Wiedergeburt u. Heiligung. 208 1 O Durchbrecher al-ler Bande, der du immer bei uns bist, Übei dem Schaden, Spott u. Schande lauter Lust und Himmel ist, — 2— 2„——— EEEEEEEEEEE ü⸗be fer⸗ner dein Ge⸗rich⸗te wi⸗der unsern Adamssinn, 2 14 8—— rr, N PSPꝑꝓ.Pꝓ.........I. I I bis uns dein so treu Ge⸗sich⸗vne füh-ret aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus der Unruh führest zu der selgen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht; ob wir wohl von allen Leuten als gefangen sind geacht, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung der Natur von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, ob auch schon der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte, reiße du das Band entzwei, daß wir, durch die Weltgeschäfte durchgebrochen, stehen frei! Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftbedenklichkeit; fort mit Scheu vor Schmach und Plagen; weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr, zermalme, Herr, zerstöre diese Macht der Finsternis; denn der preist nicht deine Ehre, den sie fort zum Tode riß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, wirf die Lust der Welt hinaus; laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in dieser Zeit; wie dus nötig findest, tue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Er⸗ lösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege; König, brauch dein Regiment, führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End! Ach, die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: zeig doch nur die ersten Stusen der gebrochnen Freiheitsbahn! — 209 Nachfolge Christi. Nr. 249, 250 9. Ach, wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein! Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, in dein heilig Bild verklärt; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß nur uns nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein! G. Arnold, 4 1714. 249. (Mel. Jesu Christ, meins Lebens Cicht.) 5 23——.——— +— IDIDIIEE 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der ꝗ—.. ‚...—. + H— ET .—.——— T B *—— 14—4— Sün⸗de Tor und Tür, ver⸗trei-⸗ be sie und laß nicht AHHEN.. r drrer. E 1..—— DSS— zu, daß sie in mei⸗nem Her⸗zen ruh! 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür; ach, komm und wohne du H0 mir; was unrein ist, das treib hinaus aus deinem Tempel, deinem aus. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend An⸗ Guu erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter üt! 4. Und mache denn mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand: 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum, und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. G. H. Neuß, 1 1716. 250. Q— Straf mich nicht in deinem Sorn.) 330 Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, wa⸗che,fleh und be⸗te daß dich nicht die bö⸗se Zeit un⸗verhofft be⸗tre⸗te; 14 Nr. 25 1 u. v 21⁰ 0— denn es ist Satans List ber vie le From men .—.—. zur Ver⸗suchung äommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es solget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; wache, 0 wird dir sein Licht ewig ferne stehen; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, daß dich nie 5.20 Brüder fällen, die dir Netze stellen. 5. Wach und hab auf dich wohl acht, trau nicht deinem Herzen; leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Gnad Bisnt uhh denn es ist voller List, kann sich selber heucheln und in Hoffart schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herr nur kann dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 7. Doch getrost, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will alle Füll seiner Gunst ausschütten, wenn wir gläubig bitten. 8. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burch. Freystein, 1 1718. 251. 6566) wachet auf, ruft uns die Stimme.) S . Rül stet euch, ihr Christen⸗leu⸗te! Die Fein⸗de su ⸗chen Wapp⸗ net euch mit Got⸗tes Wor⸗te und ämpfet 275 an 1— 1 v. ů —— 7—.m——. —— euch zur Beu⸗te, ja, Satan selbst hat eur besgehrt. je⸗dem Or te, da-mit ihr blei⸗bet un⸗ver„⸗ sehrtl 5. V E + WreNaa 211 Nachfolge Christi. Nr. 252 1 N 2.— E 1— HAEEEE ESSS-— **= .—— Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Im⸗ma⸗nu ⸗eE, C. 4 ——..—., S........————.— Ho⸗si⸗ an na! Der Star⸗ke fällt durch die⸗sen Held, 2 1+—.— x Aeei.ee I + 3——— und wir be-hal-ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen. Wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel: da ist Freude! Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, und das Gericht die Welt wird schrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob! wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus ihnen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut; schaff in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen; so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. W. E. Arends, 1 172ʃ. Mel. Nr. 251. 252. 1. Heilger Jesu, Heilgungsquelle, mehr als Kristall rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heiligkeit! Aller Glanz der Cheru⸗ binen, die Heiligkeit der Seraphinen ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir; ach, bilde mich nach dir, du mein Alles! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich mag heilig sein wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleichermaßen mein Herz und Willen dir gelassen; ach, stille meinen Willen gar! Mach mich dir gleichgesinnt, wie ein gehorsam Kind stille, stille; hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich fein stille sei wie du. 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel aus⸗ stehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen und hast gebetet 14* Nr. 253 Wiedergeburt u. Heiligung. 212 und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich wie du allzeit wach und bete! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Jesu, ach, wie gnäͤdig, wie liebreich bist du und guttätig doch gegen Freund und Feind gesinnt! Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Herr, ach, lehre mich, damit auch hierin ich dir nacharte! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich so gütig sei wie du. 5. Sanfter Jesu, ganz unschuldig ertrugst du alle Schmach geduldig und übtest niemals Rache aus. Wer kann deine Sanftmut messen, bei der du dennoch nie vergessen den Eifer um des Vaters Haus! Mein Heiland ach, verleih mir Sanftmut und dabei guten We 5 Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering; wandeltest einher auf Erden in Demut und in Knechtsgebärden, erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich demütig sei wie du. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir ergeben und deinem heilgen Vorbild gleich; gib, daß mich dein Geist durch⸗ dringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! Hilf mir dazu, daß ich wie du, und wo du bist, einst finde Ruh. Nach dem Holländ. des Jod. v. Lodenstein, von B. Crasselius, f 1724 253. (Mel. wie nach einer Wasserquelle.) 9 2.. 1 1 1 II H— 4 + 1——9— — H—.— E„E —— an— 1 SHa E schaf⸗fet eu⸗re Se⸗lig⸗keit! Bauẽet nicht, wie fre⸗che Sünder, nur auf ge⸗genwärt⸗ge Zeit, * *—— E. +———̊.——t —E...—5 ½9 SZ..I..—.—.—5 I ð6e 2——— S........— 44—— — 1.— L——— son⸗dern schauet ü-ber euch, rin⸗get nach dem Himmelreich FrN. 22.. 213 Nachfolge Christi. Nr. 254 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und nach dessen Neigung gehen, sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, mag es eure schwachen Herzen nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde ist, daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen, daß ihr fehlt zu jeder Frist, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, daß nichts außer seiner Gnade, in euch ist als Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet! Selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet! Selig, wer die Welt ver⸗ schmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem serben. nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget nie ein rechter Sieg. Nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, findet nicht bei Christen statt; an dem Fleisch Gefallen tragen, macht des Geistes Kräfte matt; unter Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich gar nicht an, daß man noch mit frechem Herzen wolle sicher tun und scherzen. Furcht muß herrschen vor dem Richter, dessen Hand das Zepter trägt, der die sichern Bösewichter zur Verdammnis nieder⸗ schlägt. Er ists, der, wies ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt; o so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen! 8. Und zu werden Christi Glieder, die sein reiner Geist bewegt, kämpft den alten Menschen nieder, bis ihm seine Macht gelegt. Was euch hindert, werfet ab; was euch ärgert, senkt ins Grab, und denkt stets an Christi Worte:„dringet durch die enge Pforte!“ 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen meinen Kampf zu Ende—5 Er ver⸗ leihe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. L. A. Gotter, 1 1785. 254. (Mel. Jesus, meine Suversicht.) E————8— DSDSDSDSDSDSSEE.— ——— Him⸗melan geht unsre Bahn; wir find Gäste nur auf Er⸗den, bis wir dort nach Kana⸗an durch die Wüste kommen wer⸗den. Nr. 255 Wiedergeburt u Heiligung. 214 SI.II.I...I. T SDPDPDPDPDSII Hier ist un⸗ser Pilgrimsstand, droben un⸗ser Va⸗-ter-land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Ziel erlesen; ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ur— sprung hin. ö 3. Himmelan! ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre. Das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von serne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne, denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan! Ach, himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. B. Schmolck, 1 1737. 255. (mel. wer nur den lieben Oott läßt walten.) — e rr nn r f 3— 4 22 itte, gaen. L. 212—.— P. Was hin⸗ket ihr be-⸗trog⸗nen See-len noch immer— 5 Fällts euch zu schwer, das zu er⸗wäh⸗len, was euch des ........... ERE E hin auf je⸗ der Seit? ö 14 „I Himmels Ruf an-beute O sehts mit off-nen Au-gen EU. 12....———.—. EEEEE EEE EE an und brecht hin⸗durch auf schma⸗ler Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt, womit euch Gott will ewig lohnen, wenn euer Kampf den Sieg erhält: Gott selbst ists und die Ewigkeit, voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Es gilt hier nur ein ganzes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz; wer Jesus sich nicht recht ergeben, der macht sich selber Müh und Schmerz und träget zum verdienten Lohn hier Unruh, dort die Qual davon. 215 Nachfolge Christi. Nr. 256 4. Wer aber mit Gebet und Ringen auf ewig allem Abschied gibt und Gott, den Herrn von allen Dingen, von Herzen und allein nur liebt, der wird der Krone wert geschätzt und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißt doch die gelegten Schlingen, die euch in diesem schönen Lauf verhindern und zum Säumen bringen, und rafft euch heut von neuem auf! Auf, auf, verlaßt die falsche Ruh! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Die Allmacht stehet euch zur Seiten; die Weisheit hält bei euch die Wach; die Gottheit selber will euch leiten, folgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manchen hat nicht diese Hand schon durchgeführt ins Vaterland! 7. Nur spart es nicht auf andre Zeiten, ihr habt schon ihr viel versäumt; ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten, wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit fliegt pseilgeschwind zur Ewigkeit. 8. Eilt, faßt einander bei den Händen! Seht, wie ist unser Ziel so nah! ie bald wird unser Kampf sich enden; da steht dann unser König da: der führt uns ein zur stillen Ruh und urteilt uns das Kleinod zu. L. F. F. Lehr, 1744. 256. (Mel. Ach, was soll ich Sünder machen.) SISSI.II 1. Auf, ihr Strei⸗ter, durch⸗ge⸗drun⸗gen, auf und folgt dem Heiland nach, der durch Marter, Tod und Schmach sich zum Himmel +.— n..— P auf⸗geschwungen! Ringt ihm nach in sei⸗ ner Kraft; — 1 N H/) I I 2..— 4 II — 7 3—— ——— +..— 1. I er ists, der den Sieg verschafft. 2. Kein Erlöster müsse sagen, ihm gebreche Kraft und Mut zu dem Kampf mit Fleisch und Blut. Alles soll der Jünger wagen, weil der Der die Wunden heilt und den Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke; sind wir arm: der Herr ist reich; wer ist unserm Führer gleich? Unser Gott tut Wunder⸗ werke. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem die Himmel untertan? Nr. 257 Wiedergeburt u. Heiligung. 216 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen. Drum, so dringet mutig ein; schämt euch, träg und feig zu sein! Mag es drohen, mag es stürmen: nur durch Müh, Geduld und Streit führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet, bleibet wacker im Gebet, bis ihr auf der Höhe steht, wo der Sieg die Fahne schwinget! Ist der Erde Werk getan, hebt des Himmels Sabbat an. Nach J. S. Buchka, 4 1752. Mel. Nr. 254. 257. I. Seele, was ermüdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und mun dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebensquelle zu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher; laß dir nichts das Ziel ver⸗ rücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl er⸗ quicken. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist ge⸗ boren, bist erlöst durch Christi Tod und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß er⸗ gießet. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 9. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. J. G Wolf, f 1754. 0 SISIIII... 217 Nachfolge Christi. Nr. 258 258. — 1 In un⸗sers Kö⸗nigs Na⸗men be tre⸗ ten wir die Bahn so vie⸗le von ihm stammen, o schließt euch freu⸗dig an! EE—2— Wir ziehn zum Friedenslan⸗de, ein Herz, ein Leib, ein Geist.Wohl —..—— 2412 H —L. 4 1 +—42.—.. 4— 4— +— 1 H EHEHI — dem, der al ⸗le Ban-de voll Hel-den-mut zer⸗reißt! 2. Der Weg ist ce doch eben und führt zur Seligkeit; die Straße dort daneben ist zwar bequem und breit, doch wer sie geht, muß sterben, an ihrem Ende droht ein ewiges Verderben, Fluch, Zorn und Qual und Tod. 3. Wir folgen deinem Locken, du ewig treuer Freund! Wer könnte sich verstocken? Du hasts so gut gemeint! Wir wandern abgeschieden, und eh es geht zur Rast, trägt jeder still zufrieden sein Kreuz und seine Last. 4. Der große Hirt der Herde geht seinem Volk voran; sein Allmachtswort:„es werde“! bereitet selbst die Bahn; es lähmt er⸗ zürnten Feinden Herz, Zunge, Fuß und Hand, knüpft zwischen frommen Freunden der Liebe Bruderband. 5. So wandeln wir entschlossen dem Himmelsführer nach und dulden unverdrossen und tragen seine Schmach und flehn im finstern Tale: O Jesu, steh uns bei und mach im Hochzeitssaale bald alles, alles neu! 6. Seht, wie die Krone schimmert, die unser Haupt einst schmückt! Und wird der Leib zertrümmert, der Weltenbau zerstückt, erlöschen Sonn und Sterne: kein Pilger werde matt! Dort glänzt uns schon von serne des großen Königs Stadt. 7. Hinan, hinan, ihr Frommen, es koste Schweiß und Blut! Hinan, hinan geklommen mit wahrem Heldenmut! Bald hebt uns unser Sehnen hoch über Tod und Grab; bald trocknet unsre Traͤnen die Hand der Liebe ab. J. L Frickert, 1766 Nr. 259 Wiedergeburt u. Heiligung. 218 259. (nel. Seuch ein zu deinen Coren.) 2 —41— I +.—1 2—.—.—— EEEEEE 1 ö Kommt, Brü⸗der, laßt uns ge⸗hen, der Abend kommt her⸗ es ist ge⸗fäͤhr⸗lich ste-hen in die⸗ser Wü ⸗ste⸗ —.—— — IIERD S + 4... E DEEEEE bei; nei. —— DIIIII IISSISSI. EDEEEEEEEEE wan⸗dern, von ei-ner Kraft zur an-dern, es ist das 2— N——— ————————— ....— + En⸗de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte sest nach Jerusalem. 3. Schmückt euer Herz aufs beste und mehr als Leib und Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Wir gehn ins Ewge ein; mit Gott muß unser Handel, im Himmel unser Wandel und Herz und alles sein. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen; der Vater gehet mit! Er selbst will bei uns stehen in jedem sauern Tritt. Das Aug dahin gekehrt, wo seine Liebe winket und dem, der solgt und sinket, den wahren Ausgang lehrt. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern: wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem fremden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten; die Engel selbst begleiten als Brüder unsre Reihn. 6. Und sollt ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Fried und Ruh. Kommt, schließt euch fester an! Ein jeder sei der kleinste, doch wohl auch gern der reinste auf unsrer Pilgerbahn. 7. Kommt, laßt uns munter wandern; der Weg nimmt immer ab; ein Tag, der folgt dem andern; bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut! Kommt, stär⸗ket eu-ern Mut, zur E⸗ wig⸗keit zu 18 219 Nachfolge Christi. Nr. 260 8. Es wird nicht lang mehr währen; harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus; da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen heim zu dem Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 9. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein! Wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten; es soll nur Jesus sein. G. Tersteegen, 4 1769. 260. mMel. Herzlich tut mich verlangen.) EE—— + ——... ——— 5Ich soll zum Le⸗ben drin⸗-gen, für wel ⸗ches soll nach— Him mel rin-gen, das, das ist üü I SSI— Golt mich schuf, v Sim⸗ wein Be ruslit In ei- ner Welt von Sün⸗den I— ol ich nur ihm mich weihn, sie fliehn, sie ü⸗ ber⸗win-den, * E —— H ———I—..— H& I und dann erst se=lig sein. 2. Und wenn der Pilger Gottes der Sünder Lust verschmäht, wenn er, trotz ihres Spottes, auf seinem Pfade geht: was wird ihm nicht zum Lohne, wenn er die kurze Zeit getreu war! 15 Krone! Welch eine Seligkeit! 3. O Herr, auch mich verlanget, dein treues Kind zu sein, und meine Seele hanget doch nicht an dir allein; ich weiß, ich werde sterben, und liebe doch die Welt; o Herr, welch ein Verderben, das mich gefangen hält! 4. Entsagt hab ich dem Bösen, und doch wird es vollbracht; ach, wer wird mich erlösen aus dieses Todes Nacht! Ich lasse nach zu ringen, und doch ists mein Beruf: ich soll zum Leben dringen, zu welchem Gott mich schuf. 5. Dir seufz ich e dent Erbarmer, dir allein! Du hast es angefangen, das gute Werk ist dein! Vollende, Gott, vollende, was mir dein Wort verheißt; in deine Vaterhände befehl ich meinen Geist. J. A. Cramer, 1788. Nr. 26 1,262 Wiedergeburt u. Heiligung. 22⁰ 261. 9— Jesu, meines Lebens Leben. Nr. 2.) E—— 4..——5— —— +—— +. 1 e— + 2*—LII I* +* 1+.;——4 49—.—— SSS———— + 4 Un⸗ser Wan⸗del ist im Him⸗mel! Köst⸗lich Wort, wie Imir, um⸗ringtvom Welt-ge⸗-tüm⸗mel, Mut und sü ⸗ße H9—— FEE——— 7—— 4—. E E—.— 1—22— IL——.—....2 27. 1 4 + — 6⸗—* 225 Doffuung 31 Je⸗ der Fuß⸗tritt, den ich tu ⸗e, 47½—— 4 een nnenn ,: errEi nn. LX. 4. 2 7 2...— EE — F— brin⸗get mich dem Land der Ru he nä⸗her, im⸗mer E ‚......— ——————.—..— na⸗her zu; Wort, wie hoch er⸗freuest du! 2. Haltets fest, ihr teuren Brüder, haltets fest, dies werte Wort! Nichts schlag eure Felnele nieder, wallet immer mutig fort! Mutig blicket hin zum Ziele; viele schon ergriffens, viele! Wir, so wahr es Gott verhieß, wir ergreifens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger müssen, bleibet wacker, seid nie laß! Stets des hohen Zwecks beflissen, wacht und kämpft ohn Unterlaß! Feinde stehn an euren Wegen, Stürme toben euch entgegen, Nebel, Klüfte, Felsen drohn; faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Auge je gesehen, was kein Ohr gehöret hat, was kein Herz hier zu erflehen je sich unterwunden hat: das, das hat Gott dem bereitet, der hier tapfer kämpft und streitet; drum verlaßt nicht eure Bahn, Jesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im Himmel! Köstlich Wort, wie strömest du mir, umringt vom Weltgetümmel, Mut und Hoffnung zu! Auf, mein Geist, ermüde nimmer; schon seh ich des Zieles Schimmer. Wenig, wenig Schritte noch: und getragen ist mein Joch. J. Ch. Fröbing, 4 1805. 262. (mel. O Ewigkeit, du Donnerwort.) U I. + 2....— + D—* 7 1 7—,.A,Bumn Huas n.—— EG——.———. DEDEEI. 1 Gott, der du Her⸗zens⸗ken⸗ner bist, Herr, dem die Falsch⸗ kein Wort spricht je ein fal⸗scher Mund, das dir, All⸗wis⸗ 0 0 20 A h⸗ * 221 Nachfolge Christi. Nr. 263 H n n n... e e— xDISSDSDSISIIIIEESSISS E..————. + 3—0 65 heit Greu⸗el ist und je⸗ de Lüg Ver ⸗bre⸗chen; sen⸗der, nicht und; du, Hei⸗li⸗ ger, wirsts rä⸗chen! 4..— 7 2 2.——. 1 ESEE — L——. I—.—1— Laß je⸗der⸗zeit mein Ja und Nein, wies Christen ziemt, .I.—.— HA———— EI 2.— I SSSS auf⸗rich-tig sein! 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh, dir in dein heilig Antlitz seh, die Hand zum Himmel hebe, wenn ich zum Henoen feier⸗ lich anrufe, Hocherhabner, dich, durch den ich bin und lebe: dann sei von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn Frevler dich auch da noch schmähn und frech mit Lügen vor dir stehn, dann laß mein Herz erschrecken! Weh dem, der Gott und Gottes Macht zum Siegel seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Herz, schau den Gott mit Zittern an, der Seel und Leib verderben kann. 4. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn mich beim Leiden dieser Zeit kein Trost vom Himmel mehr erfreut, kein Trost mehr, wenn ich sterbe; wenn Gott und Jesus nicht mehr mein: — dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld, kein Fürstentum un keine Welt soll mich so weit verführen; um alle Leiden dieser Zeit will ich doch Gott und Seligkeit mutwillig nicht verlieren! Wie klein mein Glück auch immer sei: nur Gott und reines Herz dabei! 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid aus Furcht vor deiner Heilig⸗ keit die Wahrheit treulich sprechen. Beschwör ich aber Amt und Pflicht, so laß mich auch im kleinsten nicht die teure Zusag brechen! Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein, erhalt mich ewig, ewig dein. * J. K. D. Bickel, 4 1809 263. (mel. Gott des Himmels und der Erden.) 94 4— — E.— I-UE.....— 4—— LI 4— EIEEEE—4 — SDSIPIPIIII........ 2*— 2 1 Hört das Wort voll Ernst und Lie⸗be, das zu euch der börts und prüft des Her⸗zens Trie⸗be bei Nr. 263 Wiedergeburt u. Heiligung. 222 4 E HAA —.——..IIIIII III Heten Lchn) Was der Mund des Herrn ge⸗beut, hel-lem Licht! —— +. I SSSSII II.III.— —3 +—..—4— das it en ie Oe.ig ⸗ keit. 2. Nicht aus Sinais Gewittern donnert hier des Herrn Gebot, daß die Herzen bang erzittern, weil es Zorn und Strafe droht; selig preisend tut sein Mund euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen, denn das Himmelreich ist ihr! Ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ewgen Gnade Tür; da wird ohne Maß gewährt, was ihr sehnend Herz begehrt.“ 4.„Selig sind, die Leid empfinden auf des Lebens schmaler Bahn! Ihre Traurigkeit wird schwinden, reicher Trost wird sie um⸗ fahn; denn sie wirkt zur Seligkeit Reue, welche nie gereut.“ 5.„Selig sind, die sanften Mutes und in Demut milde sind! Sie erfreuen sich des Gutes, das kein Trotz und Streit gewinnt. Durch der Sanftmut stille Macht wird das Schwerste leicht vollbracht.“ 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten dürsten nach Gerechtig⸗ keit, die nach Gottes Reiche trachten, nicht nach Gütern dieser Zeit! Wo der Born des Lebens quillt, wird ihr Seelendurst gestillt.“ 7.„Selig sind, die voll Erbarmen auf der Brüder Leiden sehn und den Schwachen, Kranken, Armen, freudig eilen beizustehn! Noch vor Gottes Thron erfreut einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen Herzen, die nicht Sünd und Welt umstrickt, die mit schnöder Lust nicht scherzen, weil nur Heilges sie entzückt! Einst im reinen Himmelslicht schaun sie Gottes Angesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden bringen, Schuld und Kränkung übersehn, Feindeshaß mit Huld bezwingen, für Verfolger segnend flehn! Trifft sie auch der Menschen Spott, seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Gerechte dulden Kreuz, Verfolgung, Schmach, als des Herrn getreue Knechte bis zum Tod ihm folgen nach! Groß ist dort vor Gottes Thron seiner Überwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde, laßt der Wahrheit Früchte sehn, daß durch euch verherrlicht werde euer Vater in den Höhn. Ob der Erdball untergeht, sein Gebot, sein Wort besteht.“ K. B. Garve, 1 1841. 223 Nachfolge Christi. Nr. 264, 265 264. AMel. Valet will ich dir geben.) II +— us ir⸗di⸗schem Ge⸗-tüm⸗mel, wo nichts das Herzerquickt, A wer zeigt den Weg zum Himmel, da⸗hin die Hoffnung blickt?/ 1 — Wer lei⸗tet un⸗ser Stre⸗ben, wenn es das Ziel vergißt? Wer ——— H VIV — 1 4—— EEE.. ——— 89 S„ führt durch Tod zum Le⸗ben? Der Weg heißt Je⸗sus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht; durch wen wird unsern Seelen ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, die alles uns erhellt, denn Christus ist die Wahrheit, er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden den Himmel aufgetan? Wenn vor dem Tod wir beben, wer gibt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist das Leben, führt uns dem Vater zu. K. J. Aschenfeld, 1 1856. Mel. Nr. 264. 265. 1. Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land; er läßt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein; im Leben und im Sterben sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich auf dem Einen, daß er der Herr ist, ruht; in seiner Wahr⸗ heit Glanze sich sonnet frei und kühn, die wunderbare Pflanze, die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht, und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht; die andern so begegnet, se er das Herz bewegt; die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er ie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, wie er sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land: am Werk der Gnadentriebe durch seines Geistes Stärk, an Glauben, Hoffnung, Liebe, als seiner Gnade Werk. Nr. 266, 267 Wiedergeburt u Heiligung. 224 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben, und halt uns fest dabei; laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn! K. J. Ph. Spitta, 4 1859. 266. —————— HII N A&Æ—..——. EHA e L Saun, ei.e La- H E 9I—...——1——— 45— Fee der eu⸗ret⸗willen auf die Er⸗ N 2—2.————2. 4 2.——44 WIX 5—— 2—.—..—.— I 1 D...J— 1 ESiiiEEEEEEEEEEEEEE Bleibt bei dem, der ein⸗zig blei⸗bet, wenn auch al⸗les un⸗ter⸗geht, — + SS.........—— N ———. Hd, 1—2....— DEII S..........———— der, wenn al⸗les auch zerstäubet, siegend überm Staube steht. 2. Alles schwindet, Herzen brechen, denen ihr euch hier ergabt, und der Mund hört auf zu sprechen, der euch oft mit Trost gelabt, und der Arm, der euch zum Stabe und zum Schilde ward, erstarrt, und das Auge schläft im Grabe, das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt, das Irdsche findet in dem Irdischen sein Grab: alle Lust der Welt verschwindet, und das Herz stirbt selber ab. Ird⸗ sches Wesen muß verwesen, irdsche Flamme muß verglühn, irdsche Fessel muß sich lösen, irdsche Blüte muß verblühn; 4. Doch der Herr steht überm Staube alles Irdischen und spricht: stütze dich auf mich und glaube, hoffe, lieb und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet, und der geben kann, was bleibt, der, wenn ihr euch ihm verschreibet, euch ins Buch des Lebens schreibt. Mel. Nr. 266. 267. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. 1. Volk des Herrn! Du hast hienieden einen langen, schweren Streit; Kämpfe sind dir hier beschieden, Friede in der Ewigkeit. Lege an die rechte Wehre, stehe auf dem ewgen Fels, daß dir Sieg und Heil beschere er, der Heiland Israels! 2. Träumest du von guten Tagen, oder wachst du auf zum Streit? Wiegst du dich in alten Sagen, oder kennst du deine Zeit? Hörest du den Ruf der Wächter: Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn! Aber wehe dem Verächter, denn sein Trost wird untergehn! 3. Volk des Herrn! du hast hienieden einen langen, schweren Streit; nun so suche keinen Frieden in der bösen Zeitlichkeit. Führe deines Gottes Kriege; Jesu Kreuz ist das Panier, unter diesem Zeichen siege! Seine Schmach sei deine Zier! S. Preiswerk, 1 1871. 2—359—„9⁴—„—— 225 Nr. 268 Lie be. EHEEII— +7 d, re— —4—4— + LI 4 + 4..— + 7— EEE.——— 1 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr, ich bitt, wollst sein von I Die gan⸗ze Welt er⸗freut mich nicht, nach Erd und Him⸗mel 1 2 EEIE EEE E· ETEEI H P— + +———— l..... mir nicht fern mit dei⸗ner Hilf und Ga⸗ben! h ich k ben: un frag ich nicht, wenn ich nur dich kann ha en; EV ů 801——.—..+ n d m HanrR 3 n a 21 1 ꝙ EEEEEEEE —— 2I— 22 wenn mir gleich mein Herz zerbricht, bist du doch meine Zu⸗ver⸗sicht, — EO Z2..— 2 —3. +. +. I II!—.— EI. + 1—— I——. 2—2WJ..— SFIJII.‚‚... + J + LXX**—— II——. mein Trost und mei⸗nes Herzens Teil, durch des⸗ sen Wunden V— 222 N EEEEEE— 2—j2 —* 7— + V N. 42 L—4 ich werd heil. Herr Je⸗su Christ, mein Gott u. Herr, mein Gott u. ECH nra Lunti. Him ns H EAEEEE—.—— 1I V Herr, in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab mein Leib und Seel, und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst deine Gnad mir geben! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldig⸗ lich! Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach, Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in h1 0 Schlafkämmer⸗ lein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis zum jüngsten Tage; alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich! Mart. Schalling, 4 1608. 15 Nr. 269 Wiedergeburt u. Heiligung. 226 269. EHrh.———.—6.— S.S.SISISSIIII IIIIII 1. D schön leuch⸗tet der Morgen ⸗stern, voll Gnad und — Du Da ⸗vids Sohn aus Jakobs Stamm, du Got⸗tes⸗ I. + N 2——— 4w— SSISPIPIIII.. ——— +1——— Wahr⸗heit von dem Herrn, aus Ju⸗da auf⸗ge⸗gan⸗gen! sohn und Got⸗teslamm, er⸗füllst mich mit Verlan⸗gen, EH— PPIIIFIFIIFIFIFIITITITITITTIITTITIT IITIITT EH—h UI. lieb⸗lich, freundlich, schön und mächtig, groß und prächtig, —.—=— H EAEDEED˖......—.——.2. H .— reich an Gaben, ü⸗ ber al⸗les hoch er⸗ha⸗ben. 2. O meine Perl, du werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Du, meines Herzens schönste Blum, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du helles Licht und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe; und stärk mich, daß ich ewig bleib an deinem auserwählten Leib ein Glied voll Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Aufhören sich vermehren Lieb und Freude, daß uns selbst der Tod nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn mich die heilgen Augen dein so mildiglich anblicken. O Jesu, du mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich er⸗ quicken! Tröst mich freundlich, hilf mir Armen aus Erbarmen, hilf in Gnaden! Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o mein starker Held, du—5 mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, auf ihn mein Herz mit Freuden schaut, drum mich auch nichts betrübet. Heil mir, Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang und laßt den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen; ich will mit meinem Jesus Christ, der mir mein Ein und Alles ist, in steter Liebe wallen. Singet, Au 227 Liebe. Nr. 270 klinget, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ, daß du der erst und letzte bist, der Anfang und das Ende! Du wirst mich einst zu deinem Preis aufnehmen in dein Paradeis, drauf faß ich deine Hände. Amen, Amen! komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. Pb. Nicolat, 1 1608. 270. (Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.) AA 5. N 4 N 2—4 4 + F e r g. d d 2*— . S.......... II Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig⸗keit zu umein Herz al⸗lein be⸗dacht soll sein, auf Christum sich zu fin ⸗den; grün⸗den. 9⁴—. —————.— nnr— SSSSSIIITIIIIIIIIIIIII heilger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts er⸗ worben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was ver⸗ dorben. Uns wird das Heil durch ihn zuteil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil be⸗ gehret! Er ist der Herr und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein Herzenskron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit ver⸗ treiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich in Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. G. Weißel, 4 1635. 15* Nr. 27 1, 272 Wiedergeburt u. Heiligung. 228 27¹. % J... + I I— 1— L.. 4— 1— 1 Meinen Je⸗sum laß ich nicht; weil er sich für so er⸗for-dert mei⸗ ne Pflicht, un⸗ver⸗rückt nur 2— 1— EEEEEEEIE— mich ge⸗ ge⸗ ben ihm zu le⸗ ben; er ist mei⸗ nes Le⸗bens Licht, C..— + 8 H . mei⸗ nen Je⸗sum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich ewig nicht, weil ich 90 auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben; alles ist auf ihn gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, alle Sinne mir entweichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebens⸗ faden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget; mich erfreut sein Angesicht, meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seel in mir sich sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott ver⸗ söhnet und befreiet vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu den Lebensbächen leiten. Selig, wer mit mir so spricht: meinen Jesum laß ich nicht! Chr. Keymann, 1 1662. 272. (mel. Romm, o komm, du Geist des Lebens.) + ——— 1.— EU.——.— g!gsgsgssm 24 1 Ichu Je⸗sus, nichts als Je⸗-sus soll mein Wunsch sein [Jetzund mach ich ein Ver⸗bünd⸗nis, daß ich will, was A Ke ᷑i Ht .—2 +4 und mein Ziel! Je⸗sus will; denn mein Herz, mit ihm er ⸗füllt, N „* ⁴4 ⁴ 1441 V AILL 229 Liebe. Nr. 273 F.—8 5——2— I ru⸗fet nur: Herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat: Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat; ich bin in dein Blut verhüllt, führe mich, Herr, wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, und ist doch zuwider dir ach, so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir; gib dich mir, mein Jesu, mild; nimm mich dir, Herr, wie du willt. 4. Und vollbringe deinen Willen in und an mir, o mein Gott; deinen Willen laß erfüllen mich im Leben, Freud und Not, sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wie und wo du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, der du dich und viel dazu hast geschenkt und mir erwiesen, daß ich fröhlich singe nu: mir geschehe, Gott, mein Schild, wie du willt, Herr, wie du willt! Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1 1672. 27).— fi Eu——— Ei— — FEI + 2... +— 44..4.. SP......IIIII I——— 1(6 will dich lie⸗ben, mei⸗ ne Stär⸗ke, ich will di ich will dich liesben mit dem Wer⸗ke und im⸗-mer⸗ R — L II—6 1..— wuh⸗ren⸗der Be⸗gier:) ich wil dich li⸗ben, shön⸗es LX ̃—— * 2—.————.—. H ,.— 2....—..— II —.— D Licht, bis mir das Her-ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mir dein Glanz erscheint; ich will mit reiner Liebesflamm dich lieben, Gotteslamm. 3. Ach, daß dich so spät erkannte, du 2. Liebe du; daß ich nicht eher mein dich nannte, du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das Sh. Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab gesehn. Nr. 274, 275 Wiedergeburt u. Heiligung. 230 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder son stehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmels⸗ glanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott, dich lieben auch bei Schmach und Hohne, auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. J. Scheffler, 4 1677. Mel. Nr. 272. 274. 1. Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht; Liebe, die du mich so milde nach dem Fall zurückgebracht; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh denn ich geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit: Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelen⸗ hort; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele litt; Liebe die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir 90050 ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird entrücken aus dem Grab der Sterblich⸗— keit; Liebe, die mich einst wird schmücken mit der Kron der Herrlich⸗ keit; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. J. Scheffler, 4 1677. 275. (mel. ZJesu, meines Lebens Ceben. Nr. 1.) In—.—..——— * II +—.— — +* 1— ù 2.. 2.5. LXV I... 29 + 4—.. I +—. V. +L—— 1 E— — 5 0 Je ⸗sus schwehtmirt in Ge⸗dan⸗ken, Je⸗sus liegt mir von Ubm will ich nim⸗mer wan⸗ ken, weil ich hier im 231 Liebe. Nr. 276 E EI + RE .....*——*.I 0—2* 1—. 2——..—.— 2— stets im Sinn, ö; Le⸗ben Hint. Er ist mei⸗ner Au⸗gen Wei⸗de, E 4—.— 12.— 1 J...— 22 + I 4 4 2—.—=iI E — 3 mei⸗ nes Her⸗zens höch⸗ste Freu-de, mei⸗ ner See⸗le 0 — 4 üschön⸗ste Zier; Je⸗sum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen, wie ein Stern mit goldnem Schein; er vertreibt mir Angst und Schmerzen, er ist mein, und ich bin sein. Drum ergreif ich ihn mit Freuden, wenn ich soll von mür uihn. er ist meines Lebens Licht; Jesum laß ich von mir nicht. 3. Jesum will ich bei mir haben, wenn ich gehe aus und ein; seines Geistes Trost und Gaben ruhn in meines Herzens Schrein, Wenn ich mich zur Ruh begebe oder mich vom Schlaf erhebe, bleibt doch Jesus früh und spat meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Jesum will ich lassen raten, der am besten raten kann; er gesegne meine Taten, die ich fröhlich fange an, daß in seinem teuren Namen alles glücklich sei und Amen; so wird alles werden gut, wenn nur Jesus Hilfe tut. 5. Jesus, meiner Jugend Leiter von des Lebens Anbeginn, wird auch sein mein Trostbereiter, wenn ich alt und kraftlos bin; wenn sich krümmen meine Glieder und die Lebenssonn geht nieder, wenn verdunkelt mein Gesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesus soll in allen Leiden mein getreuer Beistand sein; nichts, nichts soll mich von ihm scheiden; keine Angst und Herzens⸗ pein, keine Trübsal, keine Schmerzen reißen ihn aus meinem Herzen; ob mir gleich das Herze bricht, laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben, Jesu einzig eigen sein und mit Jesu dorten erben: dies ist mein Gewinn allein. Jesu will ich sein und bleiben, nichts, nichts soll mich von ihm treiben; laß ich gleich Gut, Blut und Ehr: Jesum laß ich nimmermehr. Mel. Nr. 275. 276. 1. Jesu, meiner Seele Leben, meines Herzens höchste Freud, dir will ich mich ganz ergeben jetzo und in Ewigkeit; meinen Herrn will ich dich nennen und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein; ich will keines andern sein. Vor 1692. Nr. 277 Wiedergeburt u. Heiligung. 232 2. Deine Güt hat mich umfangen, eh mich noch die Welt empfing; du bist mir schon nachgegangen, als ich noch nach dir nicht ging, und du hast mich aufgenommen, da ich an das Licht gekommen; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Segen regte mir oft mein Gemüt, wenn ich etwa übertreten, daß ich wiederkäm mit Beten; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. 4. Ach, wie oft hat meine Jugend deine Gnadenhand haßt wenn die Frömmigkeit und Tugend war in meinem Sinn verhaßt. Ach, ich wäre längst gestorben ohne dich und längst verdorben! Ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. „Ja, in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht ge⸗ führt; du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert; deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar ernähret; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern 9, 6 6. Irr ich, sucht mich deine Liebe, fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich betrübe, stärkt sie mich in meinem Lauf; bin i arm, sie gibt mir Güter; schlaf ich ein, sie ist mein Hüter; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das mir droben beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt; zu dir, Jesu, in die bnt me daß mich nichts mehr von dir scheide! Ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. 8. Drum, ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum; dir allein ich mich ergebe, du bist meiner Seelen Ruhm, meine Zu⸗ versicht und Freude, meines Herzens Trost im Leide; ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. Ch. Seriver, 4 1693. 2˙⁷. Q————** .....——— EEEEEE EE 1 ist not, ach, Herr, dies Ei ⸗ne l 0 mich er⸗ Al ⸗-les an⸗dre, wies auch scheine, ist ja nur ein 1 2 ö .————— S........I.......—— 38—I 2. 7 7 E 1.•.—.—. kennen doch! 13 ö schwe ⸗res Joch, ba run ⸗ter das Her⸗ze sich na⸗get und pla⸗get und dennoch kein wahres Ver⸗ SSSꝗSꝗꝗSSSSSS..... 233 Liebe Nr. 277 a H E. 1 N 1 I 4. 4——.. +—— gnü⸗gen er ⸗ja⸗get. Er⸗lang ich dies Ei⸗ne, das al⸗les er⸗ —— 2—2—1.— N r,, n., ISS=— — setzt, so werd ich mit ei⸗ nem in al⸗lem er⸗göht. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendigste Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Darum ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur bei dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Wie viele dich auch mit der Menge verlassen, so will ich in Liebe dich dennoch umfassen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, der einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste—— dir ja verborgen liegt; gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Pueis. recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 5. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilig teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; da hab ich die Kleider des Heiles erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 6. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild er⸗ wacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust; dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 7. Ja, was—5 ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut; du hast mir die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun von Tod und Verdammnis entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt; im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 8. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßres kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. Nr. 278 Wiedergeburt u. Heiligung. 234 9. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden noch Tod und Jesum gewinnen; dies Eine ist not. J. H. Schröder, t 1699. 278. 0½½——. + DIJ— n. + +—.—— In—— 27 7. I +—. ....... 2.— 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam, Je⸗su, Got⸗tes Lamm! (Q4— 7 P—— E EVE 23 +— 11 14.—v 4—.2 Ha⸗be Dank für dei⸗ ne Lie⸗be, die für mich aus reinem ——+———— SDIIIIIIIIIIIT᷑E᷑TE ETECT T TTTTCTT V Trie⸗be starb am Kreu⸗zes⸗stamm, Je⸗su, Got⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freund⸗ lich mich anblickest und mit deinem Geist erquickest, macht mich wohl⸗ gemut deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod! Du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch den Kreuzestod, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in mir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir auch gram, Held aus Davids Stamm! 7. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib! 8. Wer der Welt abstirbt, sich mit Ernst bewirbt, dir zu leben und zu trauen, der wird bald mit Freude schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 9. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmer— mehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. ——–κ—.8— 235 Liebe. Nr. 279 10. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und Vertrauen, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 11. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich über⸗ Eurwacher in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft ür mich. 12. Du mein Preis und Ruhm, werte Waan crllen In mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du, mein Preis und Ruhm! A. Drese, 4 1701. 279. (Mel. Es ist das Feil uns khommen her.) 1 4...—.—— N CSSSSRS‚I‚IIRTRiiiiti‚I‚i‚II‚e‚I‚i‚Ii‚i‚ie..e —* L D..X— 1. Halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗ sum Christ, den 4— Thron des Him-mels kom-men ist, dein DDDEE + 65 Hei⸗land, der auf Er ⸗ den vom 1. Bru⸗der da zu wer⸗den; ver⸗ doiß nicht, daß er +* 4 4 4 X 4 I EU + 1. dir zu gut hat an⸗ ge⸗nom⸗men Fleisch und Blut; dank 9 I 8 + 11 — — I ihm für die se Lie ⸗„ be! 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten und dir, da er gestorben ist, am Kreuz das Heil erstritten. Besieget hat er Sünd und Tod und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage; bedenke, daß er Fried gemacht, das Leben wieder hat gebracht; dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidens⸗ zeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe. * Nr. 280, 281 Wiedergeburt u. Heiligung. 236 5. Halt im Gedächtnis ehe Christ, der einst wird wieder⸗ kommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem erzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mag und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriak. Günther, 4 1704. 280. (mel. nun freut euch, lieben Christen gmein.) 2. E.——.— 25— — 4. +.—* +. D. Han*—— EEEEEE **.***** O Lie⸗bes⸗glut, wie soll ich dich mit Lo⸗be wür⸗dig In dei⸗ne Tie⸗fen will ich mich, ö vol⸗le See, ver⸗ — I +. II——... 1— EDDEEEEEEE.— —.—.——. 1—.— + E zie ⸗ren? lie ren. Es flam⸗met Got ⸗tes Herr⸗lich⸗keit, es 0 d* SSSDSDSDSS‚EEEEE 4/ 8—— 1————..—— 1.— I . brennt die gan⸗ze E⸗wig⸗keit: bleibt noch mein Herzer⸗kal ⸗-tet? 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoß genommen. Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen; sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings nur hinein mit allen deinen Sünden; laß dem das Herze sein gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert; gib Herz für Herz zum Opfer. 4. O liebster Vater, nimm es hin! Gib Kraft, um dich zu lieben; Herz und Begierden, Mut und Sinn sei dir hiermit ver⸗ schrieben; brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust als deine Liebe glühen. F. A. Lampe, 4 1729. 281. (Mel. O fröhliche Stunden.) 0 +Z...—. 1+ 18 +——.... H ——..— 2 r Hat Fahif. dri n i. 1— S*...J.J‚.. 22 i EL. H E. E— LEꝰ. H—— 3.I— 1 ** 1. OuUrsprung des Le⸗bens, o e⸗wi⸗ges Licht, da niemand ver⸗ 237 Liebe. Nr. 282 ——— — 2—.— D.D‚I.‚I‚I ‚IEI‚E‚EE... EE.. 4.——— —— + ILI„ ge⸗bens sucht, was ihm ge⸗ bricht! Le⸗ben⸗di ⸗ge Quelle, die XXI. 12.1.— lau⸗ter und hel⸗le sich aus sei⸗ nem hei⸗ li⸗gen Tem⸗pel er⸗ —0— H1 1 2.— H —L...— + N—————22— + +— 9——...—‚ I LV 1——.— LI + 1..—4. I LX. 1 2...—.—. 1—— I LI 4* W— gießt und in die be⸗ gie⸗ri⸗ gen See⸗len ein⸗fließt. 2. Du sprichst: wer uo hin zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme; allhier sind himmlische Gaben, die kräftiglich laben; er trete im Glauben zur Quelle heran; hier ist, was ihn ewig be⸗ seligen kann. 3. Mein Hirt und mein Hüter, ich komme zu dir, gewähre die Güter des Heiles auch mir; du kannst dein Versprechen mir Armen nicht brechen; du siehest, wie elend und dürftig ich bin, drum gib deine Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest Geist, Seele und Mut, und wen du begabest, hat ewiges Gut; wenn man dich genießet, wird alles versüßet; es jauchzet und singet das fröhliche Herz, es weichet zurücke der bittere Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken, wie dein Wort verheißt, laß gänzlich versinken den sehnenden Geist im Meer deiner Liebe, laß heilige Triebe mich immerfort treiben zum Himmlischen hin; es werde mein Herze ganz selig darin. Wenn du auch vom Leiden was schenkest mit ein, so laß mich mit Freuden gehorsam dir sein; denn alle die, welche mittrinken vom Kelche, den du hast getrunken im Leide allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. Drum laß mich auch werden, mein Jesu, erquickt, da, wo deine Herden kein Leiden mehr drückt, wo Freuden die Fülle, wo liebliche Stille, o Wonne und Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. Ch. J. Koitsch, 4 1735. 282. 6i Schmücke dich, o liebe Seele.) Q 2— — 1 die dein dei ⸗ne Menschenlie be war die Quel=le ie dein treu ⸗es Herz be⸗wo⸗gen, dich in un⸗ser Nr. 282 Wiedergeburt u. Heiligung. 238 Q V ö RN— 3—2 EE—— SSSSSE........— EEEAE R—..——.— 2 E*..—3.—.....— + ——— dei⸗ner Trie⸗be, Fleisch ge⸗zo⸗ gen, H⁴ x VEE.———— — II.— dich vom Kreuz ins Grab ge⸗stre cket. O der un-⸗ ge⸗ dich mit Schwachheit ü⸗ber ⸗de⸗det, 17⁷ 2 II 1 5 4———— H 0—14———— E I3 425 +.——— H 2. über seine nen weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du Huf un der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir ge⸗ kommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke an⸗ gesprochen? O wie pflegtest du zu eilen, das Erbetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen sich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, täglich liebreich zu sich locken: das war deines Werkes Weise, Herr, und deine liebste Speise. 56. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Klagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures Leben in den ärgsten Tod gegeben: da du in der Sünder Händen, alle Leiden zu vollenden und den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Herr, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken; du hast das Gesetz erfüllet, seinen Fluch hast du gestillet; laß mich wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild beschirmen; heilge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe. J. J. Rambach, 1 1735. 239 Liebe. Nr. 283 283. (nel. wie wohl ist mir, o Sreund der Seelen.) —H—. ¶n dn n muuiun n. n d Hnit. nin SA——— —45—— 1.—.— 1 1 Lebst du in mir, o hrdln Le⸗ben, so ster⸗be nur, was ein Blick von dir kann mehr mir ge⸗ben, als was der Welt das 9⁴ D.V. SSSSSSSI III beb⸗e 1 O Je ⸗su, du sollst mein ver⸗blei⸗ben, E DEEEEE EEEEE E EU..—.—, K(at, nichts wird mich von der Lie⸗be trei ⸗-ben, die du mir + 4—.— 1 2 2 122.—.— +7—L 1+* 1 4.— 1—D CEV 1 I—...—4— LI L XcV LX. L + 1..—.—— 5*DISISSSS* zu ⸗ge⸗ sa⸗ get hast. O sü⸗ße Won⸗ne, die mich trän⸗ Q— 4 4— TJ.—.— 4— 2...—*—— SSISI.... ITITIIITTITI I——— *.———— 21 ket, wenn sich die Seel in dich ver⸗sen⸗ ket und —.————— EFEEEEEN LXXL.— + D 1—.II dich, 0 See⸗len⸗freund, um⸗faßt. 2. Herz, das in Liebesglut gestorben, ach, laß mein Herz in Flammen stehn; entzünd das Herz, das du erworben und laß darinnen untergehn, was du nicht bist, o mein Vergnügen; laß mich in deiner Liebe siegen, ja, siege du nur selbst in mir: so werd ich fröhlich triumphieren, so wird dein Todessieg mich zieren, so leb und leid und sterb ich dir. 3. Zünd auch in mir die Liebesflammen zum Dienste deiner Glieder an; bind mich und ihre Not zusammen, damit ich mich ver⸗ sichern kann, ich sei also wie du gesinnet, wenn mein Geist die Gestalt gewinnet, die deinem Sinn recht ähnlich ist; so werd ich Freund und Feinde lieben, so wird ihr Kummer mich betrüben, wie du mir vor⸗ gegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Kräfte, damit er wahre Früchte zeigt, mach mich zur Rebe voller Säfte, die sich nach dir, dem Nr. 284, 285 Wiedergeburt u. Heiligung. 240 Weinstock, neigt; du bist der e auf den ich baue, du bist mein Heiland, dem ich traue, du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden finden, so laß die Hilfe nicht verschwinden und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht erlieget und daß dein Kreuz ihr Anker ist; gib, daß sie alle Angst besieget durch dich, der du mein Alles bist. Die Welt mag auf das Eitle bauen, ich aber will auf dich nur schauen, o Jesu, meiner h nicht Licht; ich will dich stets in Lieb umfassen, dich, der du mich nicht wirst verlassen, denn deine Liebe wanket nicht. 6. Willst du mich noch im Leben wissen, so leb ich, weil es dir beliebt; werd ich vom Tode hingerissen, so bin ich gleichfalls nicht betrübt; dein Leben laß stets in mir leben, dein Sterben laß mir Stärke geben, wenn meines Lebens Ziel erscheint. Ich will dir meinen Willen schenken, ich will im Tod und Leben denken, daß du es gut mit mir gemeint. Ph. Balth. Sinold, 4 1742. 284. 4.— nun sich der Tag geendet hat.) Q ꝗ—.— SSSSSS .—42 L 2 1. Der du noch in der letz⸗ten Nacht, eh du für uns er⸗ 2 4 — D H blaßt, den Deinen von der Lie⸗be Macht so schön ge⸗pre⸗digt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar, die sich so leicht entzweit, daß deine letzte Sorge war der Glieder Einigkeit. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 285. 4— Alles ist an Gottes Segen.) a. SJ... 4—* + 1 6 I. 1 1. S.S.... 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben völ⸗lig mei⸗nem 4 4 — IEI—....J 4—.. 4 2 ů SSEEE S.S. S............———= Gott er · ge⸗ben nun wohlan, es ist geschehn; Sünd, ich will von N & 241 Liebe. Nr. 286 FPFPIT e—.—, . LVX—* 14.—. dir nichthö-ren; Welt, ich will mich von dir keh⸗ren, D—* —..—— oh⸗ ne je zu⸗rück⸗zu⸗sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet, hab ich hie und da ver⸗ weilet: endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz 3 geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Na 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das 1 habe; schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe eMn und Nieren; 2 du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. ch scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von nen Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur gefallen, ach, so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten und nicht wissen, noch drauf achten, was sonst draußen mag geschehn; fremd der Welt und ihren Sorgen, will ich hier, in dir verborgen, 3 ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht; ja, ich will mich dir verschreiben, laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. G. Tersteegen, 4 1769. 286. (mel. was Gott tut, das ist wohlgetan.) ——————— 4I——— 4.0f—————— 2. (i in laß ich eutzwöt Arbawtwenn ergeben; du kennst dies Herz, das redlich spricht: nur Einem will ich leben. e, e eEe, ee e d. e, E, e eee. I r. r en d, e, Du, du al ⸗lein, du sollst es sein; du sollst mein Trost auf — e B 2.— H . EAH .———.—— 1..— I II Er den, mein Glückim Him⸗mel wer⸗ den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glauben! Nichts kann mir meine Drand; und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund; die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 16 Nr. 287 Wiedergeburt u. Heiligung. 242 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich allzeit um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Auf dir steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Ich flieh zu dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; nichts soll von dir mich scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht: nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Ge⸗ danken: mein Freund ist mein und ich bin sein; er ist mein Schutz und Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 4 1780. 287. (Mel. Serr, ich habe mißgehandelt.) —.— 4 52 UD 1— IE— DSNEEEEELEEET E. E.. D ‚ H————..— ASEE — Seid barm⸗her⸗zig, Menschen, hö⸗ret, hört das Udas uns Je⸗sus Christus leh⸗ ret: seid barm⸗ al„ 4 4—* EZ.CFZ.I·5 + I———9* 2 LSIů C.5„ + 4 J. 1—„, e.—..— E EEEEEEEEEEE ei ⸗lig ⸗ste Ge⸗bot, ö 25 zig, seids wie Golt;] gebt, so wird aucheuch gerge ** +* FFEdr 2 I 2 N —.— 1. SE ben, was euch not ist, Heil und Le⸗ben. 2. So viel Menschen, so viel Brüder! Ein Gott ists, der uns erschuf. Wir sind alle Christi Glieder; allgemein ist Gottes Ruf. So den Bösen, wie den Seinen läßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu 5 seid barmherzig, so wie er; eilt, den Armen beizustehen; was ihr gebt, empfängt der Herr. Weiß es Gott und dein Gewissen, darfs die linke Hand nicht wissen. 4. Was ihr habt, mit Armern teilen, sehn, was jedem frommt und nützt, des Verlassnen Wunden heilen, schützen den, den niemand schützt, ohne Stolz, von Pflicht gedrungen, heißt: nach Ruhm bei Gott gerungen. 2⁴3 Liebe. Nr. 288 5. Herr, wir geben von dem Deinen, Geber, dem der Dank gebührt! Laß, wenn unsre Brüder weinen, unser Herz nie ungerührt; daß, wenn wir zu dir uns nahen, wir auch Hilf und Trost em⸗ pfahen! 288 Th. G. v. Hippel, 4 1796. * (mMel. wer nur den lieben Gott läßt walten.) EE DJ——‚——.—. 5—— 2 II 1.(65 Va⸗ter dei⸗ner Menschen⸗kin⸗der, der du die und des⸗sen Herz auch ge⸗gen Sün⸗der noch gü⸗ tig EZ.E— und vol Mitled ist] laß mich von gan⸗zem Her⸗ien SISISIIITIII‚I.IIII.I.I..... ii— dein, laß michs mit Val ⸗len Kräf⸗ten sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu sein mich übe, wie du mir selbst die Vorschrift gibst! Was dir gefällt, gefall auch mir; nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilg in mir durch deine Liebe den Hang zur Liebe dieser Welt und gib, daß ich Verleugnung übe, wenn mir was Eitles 905 9efallt Wie sollte ich die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der atur? 4. Laß mich um deiner Liebe willen gern tun, was mir dein Wort gebeut! Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieh auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das tut, was dir, o Gott, mißfällt; drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich beflissen— ö 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rat bestimmt; du führst durch Trübsal den zu Freuden, der seine Last gern auf sich nimmt; und wer sein Leiden weislich nützt, wird machtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, dann wird selbst Sterben mein Gewinn; dann werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Da lieb ich in Vollkommenheit dich, Vater der Barmherzigkeit. Nach B. Schmolck, t 1787, von S. Diterich, 4 1797. 16* Nr. 289, 290 Wiedergeburt u. Heiligung. 244 289. nun sich der Tag geendet hat.) —————I.——4 — 6.—— 4——.—5..—.—5— —— e L—25*————. +1 1. O Christ, wenn Ar⸗me man⸗ches⸗mal vor dei⸗ner Tü⸗re ————.——.— + ä stehn, merk auf, ob nicht in ih-rer Zahl der Herr sei un⸗ge⸗sehn. 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang erschallt zu dir herein, horch auf, ob seiner Stimme Klang nicht möchte drunter sein. 3. O nicht so fest und eng verschließ die Türen und das Herz: ach, wer den Heiland von sich stieß, was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche mild der Liebe Zoll dem Dürftigen hinaus und öffne gern und mitleidsvoll dem Flehenden dein Haus. 5. Denn ehe du dich wirst versehn, wird dein Herr Jesus Christ hinein zu deiner Türe gehn, weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt, der arm erschien vor dir, er⸗ hebt er seine heilge Hand zum Segen für und für; 7. Zum Segen über deinen Tisch und über all dein Gut und über deine Kinder frisch und deinen frohen Mut; um Segen über deine Zeit, die du hienieden gehst und über deine Ewigkeit, wo du dort oben stehst; 9. Dort oben, wo er dann die Tür dir auf mit Freuden tut, wie ihm und seinen Brüdern hier du tatst mit frommem Mut. W. Hey, 14 1854. 290. (mel. Jesu, meines Cebens Leben. Nr. 2.) I ————— F.— wuiii. + 1 — 4 auch wie ein Psal⸗ter klän⸗ ge mei⸗ne Re⸗ de ja wenn mei⸗ ne Zun⸗ge sän ge En⸗geln gleich in 2.— +1. .S...T 2— 1 + fromm und Uuhn) hätt ich kei⸗ne Lieb im Her⸗zen, Him⸗mels⸗höhn: =—.—..————*..— E——.— 4.—.———— EEE ——— ach, so waͤr ich gleich den Er⸗zen, gleich der Schel⸗le, 24⁵ Gebet. Nr. 291 E e,,, IE —————————— 32 5 ESi L. II 1 die er⸗klingt, doch kein Le-ben hat noch bringt. 2. Wenn ich mit Prophetenklarheit schon die Zukunft säh er⸗ füllt; wenn mir kund wär alle Wahrheit, kein Geheimnis mehs ver⸗ hüllt; wenn ich jenen Glauben hätte, der versetzt der Berge Stätte: ach, das alles hilft mir nicht, wenns an Liebe mir gebricht. 3. Wenn ich alle meine Habe teilte den Bedürftgen aus und den Greis am Bettelstabe gastlich führte in mein Haus; wenn ich, Christum zu bekennen, meinen Leib selbst ließe brennen: ach, das alles hilft mir nicht, wenns an Liebe mir gebricht. 4. Liebe, Liebe ist die Krone, die den Baum des Glaubens schmückt, dran man, dank dem Gottessohne, seiner Liebe Früchte pflückt. O welch edle Tugendblüte ziert das liebende Gemüte: Langmut, Freund⸗ lichkeit, Geduld, Demut, Sanftmut, Güt und Huld! 5. Und wie herrlich ist die Liebe! Ewig hört sie nimmer auf; da sonst nichts ist, das da bliebe, das nicht schlösse seinen Lauf. Sprach und Weissagung vergehen, Glaub und Hoffnung wird zum Sehen; alles währet seine Zeit, Liebe bleibt in Ewigkeit. 6. Herr, mein Gott, du bist die Liebe, bist der Liebe Quell allein! Hauche deines Geistes Triebe mir auch tief ins Herz hinein. O daß ich doch in der Liebe bis zum letzten Atem bliebe; Jesu, so bleib ich in dir, und du ewiglich in mir! A. Stöber, 4 1892. Gebet. 291. —— —+—— l + 5, 1. Va⸗ter un⸗ser im Him⸗mel⸗reich, der du uns al⸗le 22, n,.E t. ,... hei⸗ßest gleich Brü-der sein und dich ru-fen an und 2 I 1— III——..— EEEEE willst, daß werd Ge⸗bet ge⸗tan: gib, daß nicht bet al'lein der ———.— + N TTTTTTRTRCRCR— ISS Mund, hilf, daß es geh von Her⸗zensgrund. Nr. 292 Wiedergeburt u. Heiligung. 246 2. Geheiligt werd der Name dein; dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdig⸗ belch behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm verführte Volk ekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit; der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancher⸗ ech 1 Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich; vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich; gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, und wehre allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man braucht zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht; zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glaͤuben fest und wohl gerüst und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, es sei die Bitte wohl⸗ etan; auf dein Wort, in dem Namen dein: so sprechen wir das Amen fein. Luther, 4 1546. 292. SDSISSISSS........— 1 Ich ruf zu dir, Herr Je⸗su Christ, ich bitt, er⸗hör mein Ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist, laß mich doch nicht ver⸗ S SISISISISISISITSTSPIPIPISI‚I‚IüEüIEI‚I‚I‚II‚III‚. 2.—.—..—..—.—..—......‚...., Den rech⸗ten Weg, o Herr, al⸗lein, den n ⸗ 247 Gebet. Nr. 293 F—=.. 2—.—— e——.— eninr, n ————. wol⸗lest du mir ge⸗ ben, dir zu le⸗ ben, dem Q— TJ..— + 4—DDS..— I SSPSISISISISISISIIIIII Näch⸗sten nütz zu sein, nach dei-nem Reich zu stre⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben: daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eignes Tun, sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög ver⸗ geben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, Ehn zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich möcht von dir ehren. 4. Laß mich nicht Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden. Getreusein bis ans End gib mir, du hasts allein in Händen, und wem dus gibst, der hats umsonst; es mag niemand Gerbe noch erwerben durch Werke deine Gnad, die uns erlöst vom terben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! Von deiner Gnad allein ich leb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, wollst du mich nicht verlassen, fest mich fassen, behüten immerdar; ich weiß, du wirsts nicht lassen. J. Agricola, 1566. 293. (mel. In dich hab ich gehoffet.) —2 2———4— e—. öDꝑDRDDD E ——— 14.B.—0 1. Auf dich hab ich ge-hof-fet, Herr, hilf, daß ich nicht zu E.. —32, n, Frwrrabin: n, min 2— 11 1—4 N dich: er- hal⸗te mich dir treu, dir, mei-nem Got ⸗=te. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, tritt du herfür, eil, bald mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh; hilf mir in meinen Nöten. Nr. 294 Wiedergeburt u. Heiligung. 248 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei meine Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich bedräng der Feinde Meng hier und auf allen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Barhet sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht viel Lug und Trug und falsch Gedicht, viel Netz und heimlich Stricke; nimm meiner wahr, Herr, in Gefahr; behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 7. Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit! Lobt Gottes heilgen Namen! Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum! Amen. A. Reißner, f um 1575, 294. 4 Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Le⸗ben und im rdeiben Al⸗lein zu dir steht mein Begier, laß mich, Herr, nicht verderben. —— H——.———.—— de de ee= π HA. 5 L ů HE 2- ——— e E m e,G⸗⸗ denn dein Will ist der be= ⸗ ste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 4 1591. 249 Gebet. Nr. 295, 296 295. (mel. Herzlich tut mich verlangen.) ——— D S..————————— 1 Laß mich dein sein und blei ⸗ ben, du treu⸗ er [Von dir laß mich nichts trei-ben, halt mich bei I DEEEE Gott und Herr! ů dei⸗ner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, —.— ——* 15—. ——— IA. —.— 9 E E—. 28. 44—00 E 2— 9 * * gib mir Be⸗stän⸗-dig-keit; da-für will ich dir dan⸗ken in al ⸗le E⸗wig⸗keit! N. Selnecker, 1 1592. (Oder wie Nr. 300.) 296. 2.—5 2—5 NE. EEEEEEEEEEEEEEEEEE EE — 2—.———— 1 O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell gu⸗ter Ga⸗ben, »Lohn den nichts ist, was ist, von dem wir al⸗les ha⸗ben, E.— 7———— EEEIEEE ge⸗sun-den Leib gib mir, und daß in sol⸗chem Leib ————— N S‚ —— 14——— ein un⸗ver⸗letz- te Seel und rein Ge-wis⸗ sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs tu, so gib, daß es ge⸗ rate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt— reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nach⸗ 75 1 — 5 druck ohn Verdruß. Nr. 297 Wiedergeburt u. Heiligung. 250 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen; gib, daß ich meinen Rar fnd Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten at erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist; willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Sollt ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen 53 dem Leib ein Räum⸗ lein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so woll auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm, erwecke mein Gebein und führ mich schön verklärt in deinen Himmel ein. J. Heermann, 4 1647. 297. (mel. Da Christus geboren war.) 1. Zwei⸗er⸗lei bitt ich von dir, zwei⸗er⸗lei trag ich dir FE—..———— +— DS/ für, dir, der al⸗les reichlich gibt, was uns dient und dir be⸗ H— —— P‚II II....... S—.— EE——..3 liebt; gib mein Bit⸗ten, das du weißt, eh ich sterb und sich mein *EE R SDSDSEDEEDERE DEE.......— Geist aus des Lei⸗bes Ban⸗den reißt. 2. Gib, daß ferne von mir sei Lügen und Abgötterei; Armut, so die Maße bricht, großen Reichtum gib mir nicht; allzuarm und allzureich ist nicht gut, stürzt beides gleich unsre Seel ins Sündenreich. 3. Laß mich aber, o mein Heil, nehmen mein bescheiden Teil und beschere mir zur Not hier mein täglich Bißlein Brot; ein klein 251 Gebet. Nr. 298 wenig, da der Mut und ein gut Gewissen ruht, ist fürwahr ein großes Gut. 4. Sonst wohl möcht im Überfluß ich empfinden Überdruß, dich verleugnen, dir zum Spott fragen: wer ist Herr und Gott? Denn das Herz ist Frechheit voll, weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl, wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß und die Armut wird zu groß, wirds leicht untreu, stiehlt und stellt nach des Nächsten Gut und Geld, tut Gewalt, braucht Ränk und List, ist mit Unrecht ausgerüst, fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Ach, mein Gott, mein Schatz, mein Licht! dieses beides ziemt mir nicht; beides schändet deine Ehr, beides stürzt ins Höllenmeer. Drum so gib mir Hüll und Füll also, wie dein Herze will, nicht zu wenig, nicht zu viel. P. Gerhardt, 4 1676. ..‚..— 2*—— 1. Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren⸗kö⸗nig, le⸗ge mich vor 22———— H., uie, D La 4—————.—— LXLr——— L*— 24— +.— E I dei ⸗-nen Thron; schwa⸗ che Trä⸗ nen, kind⸗lich Seh⸗nen 9 45 S..‚..— H+I — I 1— H—————— 4—..— +— 2— — E 2+2..—.. +. 1. 1—.—.—. Wg E— 4 bring ich dir, du Men⸗schen⸗sohn. Laß dich fin ⸗den, ¹ 4 2 6 +e— 3. e EHN E—*—.—— I 4— 1 20 laß dich fin⸗den, bin ich gleich nur Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn. Dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden; gib dich mir und nimm mich hin! 3. Herr, erhöre, ich begehre nichts als deine freie Gnad, die du gibest, wo du liebest, und man dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, wer dich hat. 4. Hör, wie kläglich, wie beweglich dir die treue Seele singt, wie demütig und wehmütig deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden; denn mein Herze zu dir dringt. ö 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden! Großer Gott, ich bin bereit. J. Neander, 4 1680. Nr. 299 Wiedergeburt u. Heiligung. 252 299. ——4 H N n—— E. +—..— SPSPII.I.II III II —— E—.——— 7 2 **** 2**** 1 Dir, dir, Je⸗ ho⸗va, will ich sin-gen; denn wo ist Dir will ich mei-ne Lie-der brin-gen; ach, gib mir —5 L 2 doch ein sol-cher Gott wie du? dei ⸗-nes Gei⸗stes Kraft da-zu, Re— 4N.— 26— EEE Namen Je⸗su Christ, so wie es dir durch ihn ge⸗fäl⸗lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, dem neiget sich dein gnädger Wille zu, das wird gewiß von dir erhöret, weil ichs im Namen deines Sohnes tu, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe; drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß es, alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 7. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Barthol. Crasselius, 4 1724. NVA 253³ Gebet. Nr. 300, 301 300. on O Gott. du 877..85 Gott. Nr. 2.) 4—— 55—.— SIIIRAT 1— 2 35 1 Ach, Gott, verlaß mich nicht! Reich mir die Gna-den-hän-de; —.— re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll-en-de ——— zu mei⸗ner en sei du mein Le⸗bens⸗licht, mein iner. 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; ach, laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen; gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach, Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzens grunde: ach, Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wenn mich Ver⸗ suchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach, Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Ach, laß dich doch bewegen, ach, Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt; ach, Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben, hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht, hilf mir in Not und Tod; ach, Gott, verlaß mich nicht! S. Frank, 1 1724. 301. (mel. wunderbarer Rönig. Nr. 1.) H ——ti—————— H 1 Gott ist ge-gen⸗wär⸗tig; las⸗set uns an⸗ be⸗ ten Gott ist in der Sa Al⸗les in uns— — und in n. Chehucht vor ihn tre ⸗ ten. und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge. Wer ihn kennt, Nr. 302 Wiedergeburt u. Heiligung. 25⁴ 41—— SSSIIE TRT +..2— wer ihn nennt, schlag die Augen nie⸗der; gebt das Herz ihm wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht in Demut dienen. Heilig, heilig, heilig singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Ge⸗ ringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, dieser Erden Lust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigen⸗ tum ergeben; du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir ge⸗ bührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich, wie die Engel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allen. 5. Geist, der alles füllet, drin wir sind und weben, aller Dinge Grund und Leben! Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, ich senk mich in dich hinunter; ich in dir, du in mir, laß mich ganz verschwinden, dich nur hab und finden. 6. Du durchdringest alles; laß mit deinem Lichte, Herr, be⸗ rühren mein Gesichte; wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, innig abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit; laß mein Herz himmelwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen, laß den Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre; wo ich geh, sitz und steh, laß mich dein gedenken, mich in dich versenken. G. Tersteegen, 4 1769. 302. (Mel. Es ist das Heil uns kommen her.) +* SSPPPIIIIIIIII T I I TIITTITTT V—* J —1.—...41EEs 2 2—— 72— — II 1——— + 1 Gott, dei ⸗ ne Gü ⸗te reicht so weit, so 0 krönst uns mit Barm⸗her ⸗zig ⸗ keit und 9⁰— EF WSEEEE——.—4.—— E————— 42— weit die Wol⸗ken ge⸗ hen; du eilst uns bei ⸗ zu ⸗ste ⸗hen; Henr, 9 meine Burg, mein HIHIHIDRH RNNRnn 25⁵ Gebet. Nr. 303 A.4—* 4 ů ——. E Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn 55 ö —**—— E L +— 2 II 7* ich will vor dir be⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigentum laß mich nur nicht verlieren; mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem An⸗ gesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Chr. F. Gellert, 4 1769. 03. 4— wenn wir in höchsten nöten sein.) 22————— 2— — ö IIe .e—.—.— +1. Be⸗denk ich dei⸗ ne gro⸗ße Treu⸗e, be⸗denk ich — 9 2......—..—.——— 22⁵ —2.—.—..— 7 *— N 2 3 mei⸗ne tie ⸗fe Schuld, dann fühl ich hei ⸗ße Scham und Reu⸗e E 5. N EEIEE EEI ——4 und preis in De⸗mut dei ⸗ ne Huld. 2. Ich bin nur Staub, aus Staub geboren, bin irdisch und verweslich noch, und bin zur Herrlichkeit erkoren, bin himmlisch auch und ewig doch. 3. O Vater, deine große Liebe, wie kann ein Mensch sie hier verstehn? Gib, daß ich mich in Einfalt übe, den Weg, den du mich führst, zu gehn. 4. Gib, daß ich dir nicht widerstrebe, wenn Dornen meinen Ede bm und daß ich dir im Glauben lebe und nicht von dieser e bin. Nr. 304 Wiedergeburt u Heiligung. 256 5. Gib, daß der Erde Eitelkeiten mir unbewußt vorüber⸗ gehn, und daß ich mag zu allen Zeiten auf Jesu Kreuz und Sterben n. 6. Gib, daß ich nimmer möge schwanken, wenn mir der Erde Reichtum blinkt; laß mich von deinem Weg nicht wanken, wo mir am Ziel die Palme winkt. 7. Gib, daß ich dulden mag und hoffen, und gib mir deinen heilgen Geist, und zeige mir den Himmel offen, wenn mir der Tod das Herz zerreißt. L. Hensel t 1876 Allgemeine Fürbitte. 304. (mel. O welt, ich muß dich lassen.) Ere — SSi— 1. Herr, hö- re! Herr, er-hö⸗ re! Breit dei⸗ nes Na⸗mens Q RE EEE ————— Eh⸗ re an al⸗len Or-ten aus! Be- hü⸗ te al⸗ ..— 14—— 2— 4 5 4 S.........I.....————— le Stän⸗-de durch dei- ner All-macht Haͤn⸗de, +.—....BI I—————— be⸗schü ⸗tze Kir⸗che, Land und Haus. 2. Ach, laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz! Bewahr uns vor den Rotten, die deiner Wahrheit spotten, beut allen deinen Feinden Trutz. 2. Gib du getreue Lehrer und unverdrossne Hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und Früchte reichlich ernten ein. 4. Du wollst uns hoch beglücken, mit hellen Gnadenblicken auf unsern Fürsten sehn, ihn schützen auf dem Throne, auf seinem Haupt die Krone in vollem Glanze lassen stehn. 5. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jeder⸗ mann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen; segn uns als dein erwählt Geschlecht. 6. Erhalt in jeder Ehe beim Glücke wie beim Wehe recht⸗ Wugend Frömmigkeit! In Unschuld und in Tugend gedeihe unsre ugend, zu deines Reiches Dienst bereit. 56 ber⸗ ben rde mir nen Tod 25⁷ Allgemeine Fürbitte. Nr. 305 7. O Vater, wend in Gnaden Krieg, Seuche und den Schaden der Elemente ab! Bewahr des Landes Früchte und mache nicht zu nichte, was deine milde Hand uns gab. 8. Gedenke voll Erbarmen der Leidenden und Armen; Verirrte bring herein; die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. Hilf als ein Arzt den Kranken, und die im Glauben wanken, laß nicht zugrunde gehn; die Alten heb und trage, damit sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 10. Die Reisenden beschütze, bleib der Verfolgten Stütze, die Sterbenden geleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions W und Herrlichkeit. 11. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt; wir sprechen gläubig Amen in unsers Jesu Namen, so ist gewiß der Wunsch gewährt! B. Schmolck, 1 1737. 305. (Mel. Alles ist an Gottes Segen.) Q— —— + 1— ———0—— EF EI 1. Je⸗su, der du bist al⸗lei⸗ ne Haupt und Kö⸗nig E 4 ö —1 der Gemeine, seg⸗ne mich, dein armes Glied! Wollst mir neuen II— ⁷— + Eα L.——.—— + 2.— I—. 2 1* 122.—1...—* 1— 2.—..— Ein⸗fluß ge⸗ ben dei⸗ nes Gei⸗stes, dir zu le⸗ ben; E+—.— nn Enrn E. H Eñ——— E*— +. 2 + II .3— stär-ke mich durch dei⸗ ne Güt. 2. Ach, dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft er⸗ quicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich allen tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst zu deiner Pflicht. 7 Nr. 306 Wiedergeburt u. Heiligung. 258 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, ganz allein in dich gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, an ze gern klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Rur will ich sie legen; gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach, besuch zu dieser Stunde ihre Herzen, und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit deinen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 9. Ach, du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, so lang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein; 10. Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammen⸗ lommen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. G. Tersteegen, 1 1769. Friede und Freude. 306. (Mel. Casset uns den perren preisen.) HHA—.—. ‚‚‚ ———, SDSDSSSIIII. . Sollt ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen, sollt ich Denn ich seh in al⸗len Din⸗gen, wie so EEEE —— L ihm nicht fröh⸗lich sein? ů gut ers mit mir mein. Ists doch nichts als lau⸗ ter ——. + +4* N 1 N 2— +7 IJJ‚‚—.j—ii—‚—‚——— + 4„ 7 I. + +4 + +— ö S DDDt,h — + 4 +— I* 11. —.— 1 + DI 2+. 1 En ⸗de hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich 259 Friede und Freude. Nr. 306 EH— I.— +.——— 7— — ü⸗ben. ⸗ les Ding währt sei ⸗ne Zeit, Got⸗tes * SSSSII.I..... ree vn ren e Lieb in E⸗wig ⸗keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch immer wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn; o du Brunnen ohn Ergründen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht: will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht; wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine 31 Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide, in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See: überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, hätte nicht sein Angesicht mich geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. An wie mancher schweren Plage hat er mich vorbeigeführt, daß sie mich mein Lebetage niemals noch bisher berührt; und der Engel, den er sendet, hat das Böse, das der Feind anzurichten war gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz ent⸗ zeucht, ob es wohl bisweilen Sünde tut und von der Bahn abweicht, 17* Nr. 307 Wiedergeburt u. Heiligung. 260 also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafe, seine Schläge, ob es mir gleich bitter scheint, sind, wenn ich es recht erwäge, dennoch Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu sich lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Inter rstenhut seine Maße und muß endlich stille stehn; wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte: wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. P. Gerhardt. f 1676. . +—0 2.* 1 7——I .II.II......I..... I +—.— 1 Je⸗ su, mei-ne Freu-de, mei- nes Herzens Wei⸗de, AAch, wie lang, ach, lan ge ist dem Her-zen ban- ge e. ——————— ů— 2 i⸗ ier! 2.—— und Nrl angd nach 2—— Hab ich dich, wie reich bin ich! ————.— I EN iEEEEEEE *——.. Außer dir soll mir auf Er-den nichts sonst lie-ber werden. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei; laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Wenn die Welt in Trümmer fallt, wenn gleich Sünd und Hölle schrecken: Jesus will mich decken. 3. Trotz des Feindes Lauern, trotz des Todes Schauern, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, geringe halt ich dich und singe in gar sichrer Ruh; Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen; du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust! Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir /—.— 9*9....* E 261 Friede und Freude. Nr. 308 unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Sündenleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Hihr Beteaber Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Joh. Franck, 4 1677. 308. n, arrrn dnr. nneer Rnanreree e dndre r EE——— +1 144 Es glän⸗zet der Christen in-wen-di⸗ ges Le⸗ben, ob⸗ uVwas ih⸗nen der Kö-nig des Himmels ge⸗ ge⸗ben, ist . v. An————.— 2 . IAI 1 gleich sie von au⸗ßen die Sonne verbrannt; keisnem, als ih⸗nen nur sel⸗ber be⸗kannt:„was niemand ver⸗ —, rs n Em— ——.———+0— ————— spüret, was niemand be-rühret, hat ih- re er⸗leuch-te⸗ten EU— 5—.— EE— B 2..—..—.————.— Sin⸗ne ge⸗ zie⸗ret und sie zu der gött-li⸗chen — 1—.——4 —— 2— I —.— 2 4—7 H+—— + 1 I— E Wür ·de ge⸗füh⸗ret. 2. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort; die Engel 11 Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und inniglich singen; das muß dann ganz herrlich und prächtig erklingen. 3. Sie wandeln auf Erden, und leben im Himmel; sie bleiben ohnmächtig, und schützen Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie 36n in die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden, und bleiben in Freuden; sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen, und führen das Leben des Glaubens von innen. III + * . * Nr. 309 Wiedergeburt u Heiligung. 262 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt, so werden sie mit ihm als Sem der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt. ie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als n Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar püren 5. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, dieweil ihr solch göttlichen Samen geneußt; denn das ist des Ewigen göttliches Siegel, zum Zeugnis, daß er euch noch Segen verheißt; ihr sollt noch mit ihnen aufs prächtigste grünen, wenn erst ihr verborgenes Leben erscheinet, wonach sich eur Seufzen mit ihnen vereinet. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde der inneren Welt! Laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Hier übel genennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Chr. Fr. Richter, 1711. —— 309. RIIEEEESEEEEEE — Each wohl ist mir, o Freund der See⸗le, wenn ich in deiner ich stei-ge aus der Schwermutshöhle und ei ⸗le deinen e,Etet + Dsen—— da muß die Nacht des Trauerns scheiden, kEarerErren. wenn mit der Fül⸗le sel⸗ ger Freu⸗den die Lie⸗be ISE. strahlt aus dei-ner 53 ist mein Himmel schon auf Er⸗ 2.— 24.—. e, wer soll ⸗te u uht be⸗se⸗ ligt wer ⸗-»den, der E—— D— 4 E + 4 in dir su⸗chet Ruh und Lust? 4 1 +4 I Hansie 263 Friede und Freude. Nr. 310 2. Die Welt mag meine Feindin heißen; es sei also; ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei einem freund⸗ lichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht mir die Strafe schon im Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu deinen heilgen Wunden, da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann., Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich; du gibst aus Wolken mir die Speise und labest aus den Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen; sie enden sich in Lieb und Segen: genug, wenn ich dich bei mir hab! Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster dwer mir nicht, weil Seele, He und Mut in dir, der du verlässest keinen, in dir, mein liebstes eben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Ren Ain Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfg. Chr. Deßler, 4 1722. 9⁰—. * n. e n i rn rr e. EEEEEEEE 07——.—— ᷣ 4 E. 6 2...— 1 1 Friede, ach Frie⸗de, ach, gött⸗li⸗cher Friede, vom Vater durch Iwelcher der Frommen Herz, Sinn und Gemü⸗te in Christo zum 7— 6 E 4 4—.— S ET E S— 2 8.— Christum im hei⸗li⸗gen Geist, ö e⸗ wi- gen Le-ben auf ⸗⸗ schleußt! Den sollen die Nr. 311 Wiedergeburt u. Heiligung. 264 H. N. ö gläu⸗bi⸗gen Seelen er⸗lan⸗gen, die al-les ver⸗leugnen und 9³—— 1 4——r.— SSISISIIIT.II.. I— V Christo an-han-gen. 2. Richte deswegen, friedliebende Seele, dein Herze im Glauben zu Jesu hinan! Was da ist droben bei Christo, erwähle, verleugne dich selbst und den irdischen Wahn; nimm auf dich das sanfste Joch Christi hienieden, so findest du Ruhe und göttlichen Frieden. 3. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen, die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich. Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu Herzen und siehe, was tut nicht dein Jesus für dich! Am Kreuze dort bringt er dir Frieden zuwege und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Nun, dafür bist du ihm ewig verbunden, du sollst dafür gänzlich sein Eigentum sein; er hat die ewge Erlösung erfunden und schließt in den Bund seines Friedens dich ein; drum siehe, daß du kab 0 gänzlich ergibest und immer beständig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von all seinen Friedensgenossen erfordert er herzliche Liebe und Treu; drum sollst du treulich und tapfer ausstoßen, was Jesus dir zeiget, das wider ihn sei. Welt, Satan und Sünde, die mußt du bestreiten, was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Liebe und übe, was Jesus dich 4255 und was er dir saget, dasselbige tu; hasse und lasse, was sein Wort verwehret, so findes du Frieden und ewige Ruh. Ja, selig, die also sich Jesu ergeben und gläubig und heilig nach seinem Wort leben. 7. Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen, o König des Friedens, ach, zeuch uns nach dir, daß wir den Friedensbund treu⸗ lich bewahren, im Wege des Friedens dir folgen allhier; ach, laß uns doch deinen Geist kräftig regieren und dir nach im Frieden zum Vater hinführen! B. Crasselius, 4 1724. 311. (mel. Unser Herrscher, unser Rönig.) 2 2 * 2+ ů ö 1 5 ihr Ber⸗ ge, fallt, ihr Cesel al ⸗le Fel⸗sen, (Got-tes Gna-de hat das Sie-gel, sie will un⸗ver⸗ 265 Friede und Freude. Nr. 312 9— —5— I 2——— .—— + 2..— EUE—„———.— 122.——— 1 bre⸗chet ein! ö an⸗dert sein. 2—65—5 Welt zu Trümmern gehn, 7 — SGot⸗tes Gna⸗de wird be⸗stehn. 2. Gott hat Gnade mir versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht; es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und faͤllt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm und gut und treu. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu ge⸗ sinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt sich auch empört; ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich wert. Ob die Sonne sich verhüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt; das ist Trost: so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, 2 er mir was Leides tu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm beruhn; Felsen will ich auf ihn bauen, was er saget, will er tun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. B. Schmolck, 1737. 312. Amel. meinen Jesum laß ich nicht. Nr. 2.) —————— SSISSEEEEEEE—— D—— E e— 1 Ha-be dei⸗ ne Lust am Herrn, der dir schen⸗ket so wird dir dein Gna- den⸗stern tau⸗send hol⸗ de Lust und Le Strahlen ge — —..4——ß IIITI— was dein Herz nur wün⸗schen kann. VRMV S E —.— 6 EE 5 —1 — — 6„. — * — — — A — — S — E Nr. 313 Wiedergeburt u. Heiligung. 266 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich verkehret; N& wer das Herz in seiner Brust Gott allein zur Lust gewähret, dieser x trifft in allem an, was das Herz nur wünschen kann. x 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, wenn man ihn durchs Wort erkennet; Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht, der in seiner Liebe ö aan. Lust am Herrn beut alles an, was das Herz nur wünschen ann. 4. Wer nur Lust am Herren hat, hat auch Lust an lülben. ö x Willen und bemüht sich früh und spat, solchen Willen zu erfüllen; und so wird er auch empfahn, was das Herz nur wünschen kann. ö 5. Ist die Lust nicht ohne Last, trag geduldig die Beschwerden; wenn du wohl gelitten hast, wirst du erst recht fröͤhlich werden und ö triffst dort im Himmel an, was dein Herz nur wünschen kann. ö B. Schmolck, 4 1737. —.— Seelenbräutigam.) 313. ů ö —*— + Kurve, + 1. Wer ist wohl wie du Je⸗su, sü⸗ße Ruh? ———.N PFPF F DT +... D.—+ 4 EEE- ERee 20 + 2——— 12..8. 9 14—— —.——4.—.5 Iũ ZI. + 4*. 3.— SSSII.II.I.I.I.II.I T T T I I I I lo⸗ren, und ihr Licht da-zu, Je⸗ su, sü⸗ße Ruh! 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat ö geschmecket, meine Schuld hat zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott! ö 3. Glanz der Herrlichkeit! Du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ewges Heil erfunden, durch das Lösegeld ö deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet! Deinen Zepter will ö ich küssen, wie Maria dir zu Füßen sitzen früh und spät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigentum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigen⸗ tum, allerschönster Ruhm! 267 Friede und Freude. Nr. 314 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich prage, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt' zu dir sortsetze, und die Sünd in ihrem Netze mich nicht halte auf; fördre meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken, habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinet⸗ willen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut! 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. J. A. Freylinghausen. 4 1739. Aue. O du Hüter Israel.) 314. 2 —. i dmwer n, E nirr Kr Herrn ge-zeu⸗get, ihm ge⸗beu-get und von sei⸗ ner —.. 22.—.—5 + 5.—— 1——— 4—1 Flammen⸗macht an⸗-ge⸗sacht; vor des Bräutgams Augen schweben, das ist ih- rer See⸗len Le⸗ben, und sein Nr. 315 Wiedergeburt u. Heiligung. 268 2. Königskronen sind zu bleich für der Gottverlobten Würde; eine Hürde wird zum himmlischen Palast; und die Last, drunter sich die 1. 0 plagen, wird den Kindern leicht zu tragen, die des Kreuzes Kraft gefaßt. 3. Ehe Jesus unser wird, ehe wir uns selbst vergessen und gesessen zu den Füßen unsers Herrn, sind wir fern von der ewgen rne 58. von dem schmalen Lebenspfade, von dem hellen Morgen⸗ tern. 4. Pilgrimschaft zur Ewigkeit bleibet immerdar beschwerlich, ja gesährlich, bis man ringt und dringt zu dir, einge Tür, einge Ur⸗ sach der Vergebung, Gluk der göttlichen Belebung, Jesu, unser Liebs⸗ panier! 5. Zeuch uns hin, erhöhter Freund, zeuch uns an dein Herz der Liebe! Deine Triebe führen mich, du Siegesheld, durch die Welt, daß ich deine Seele bleibe und so lange an dich gläube, bis ich lieb im innern Zelt. 6. Da ist meine Hand und Herz! Du hast deine Seel gewaget, unverzaget, und das alles bloß allein, daß ich dein und du meine heißen könntest. Wenn du nicht von Liebe brenntest, hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin, fahre hin, erlaubte Freude! Meine Weide sei des Herren letztes Mahl vor der Qual, meine Ehre seine Schande, meine Freiheit seine Bande, meine Zier die Ros im Tal. N. L. Graf von Zinzendorf, 4 1760. ge⸗nug⸗sam We sen, das ich hab er-le-sen du vergnügst al- lei-ne n völ⸗lig, in- nig, rei⸗ne A——.————— 1 DEIII + i öch⸗ Ser e Gen 1519 Mu Wer dich hat, ist still und satt: ö ö —½⁷ ö ö 2. Wem du dich gegeben, kann in Frieden leben; er hat, was er will; wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 269 Friede und Freude. Nr. 316 3. Hoͤchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein; was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern und den Frieden mindern. 4. Was genannt kann werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann nur geben Freude, Ruh und Leben, eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten; will ichs doch nicht achten. 5. Komm, du selges Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar! Meinen Hunger stille und mein Herz erfülle mit dir selber gar! Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. G. Tersteegen, 4 1769. 316. Q—.— 22.——..—.—— 122— 2 ( un mei⸗nes Lebens Ruh und führt mich dei⸗nem Ach, gib mir, Herr, Be⸗stän-dig⸗keit, daß die⸗sen Trost der ———. + ö Sierbich zu, o du, an den ich glau⸗-be! Ti terblich-keit nichts meiner See-le rau-be! ief HeE präg es mei⸗nem Her⸗zen ein, welch Glück es ist, ein 45 V H EH FEH 23 + LII — 0 Christ zu sein! 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht zur selgen Ewigkeit ein Recht durch deinen Tod erworben; zum Staube kehrt zurück der Staub, der Geist wird nicht des Todes Raub; du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ! Mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Teil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, mir, der ich jener Herrlichkeit mit Ruh entgegenschaue? Bald ruft mich Gott, und ewiglich belohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue. Nr. 317 Wiedergeburt u. Heiligung. 270 wein Lere verschwindet aller Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch nicht mehr der Sünde schmählich Joch in meinem Lauf auf Erden; mit Freuden üb ich meine Pflicht; doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht, was ich dereinst soll werden. Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld und straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Mittler, aus der Angst, in der ich lag, gerissen! Dir, dir verdank ich meine Ruh; denn meine Wunden heiltest du und stilltest mein Gewissen; und fall ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, daß mich dein Evangelium lehrt glauben, hoffen, lieben. Was mir schon jetzt in dieser Zeit den Vorschmack gibt der Seligkeit, wie soll ich das nicht üben? Gott, präg es meinem Herzen ein, welch Glück es sei, ein Christ zu sein! Balth. Münter, 1 1798. 317. (nel. Nun bitten wir den heiligen Geist.) 4— IL 7— — BDD‚‚I‚I‚I.II8.. Eme H—.—— Z————.— =. 22—— 1. Ach, mein Herr Je⸗su, dein Na⸗ he⸗sein bringt gro⸗Fen 9 4—— DSISISISI‚I............... Frie⸗den ins Herz hinein, und dein Gna-den⸗an⸗blick macht uns so 5 +A SLIIT 2 1 N 2 +— + +— 1 1 —— —— — se⸗lig, daß Leib und See⸗le dar-ü⸗ber fröh=lich *. 4 12 S S......... und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht; aber unsre Seele kanns schon gewahren, du kannst ihr fühlbar dich offenbaren, auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht! Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und seine Seele müßt immer fragen: wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, trösten, stillen, erfreun und segnen und unsrer Seel als Freund begegnen, ist deine Lust. —— Ai Sir — 271 Friede und Freude. Nr. 318 5. Ach, gib an deinem kostbaren 9 uns alle Tage voll⸗ kommenen Teil, und laß unsre Seelen sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner heiligen Todsgestalt; ja, laß sie uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges Inunsleben zu spüren sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Tröstung aus deinen Todeswunden erhalt uns Frieden zu allen Stunden, bei Freud und Leid. 8. So werden wir in Himmel hinein in dir vergnügt wie die Kinder sein. Muß gleich unser Aug sich noch manchmal netzen, wenn sich das Herz nur an dir ergötzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die soviel Treue an uns gewandt, daß wir, daran denkend, beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Chr. Gregor, 4 1801. 318. . ........... T 1.— 1. Wenn ich ihn nur ha- be, wenn er mein nur ist, —.— wenn mein Herz bis hin zum Gra ⸗-be sei⸗ ne Treu⸗e . 1— 10— EEE EEEE nie ver⸗gißt; weiß ich nichts von Lei-de, füh ⸗le nichts als H 1— 1——— —.—.— 6——— 7—...—— II An⸗dacht, Lieb und Freu⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treu gesinnt nur meinem Herrn, lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, schlaf ich fröhlich ein; ewig wird zu süßer Labe seines Herzens Flut mir sein, die mit sanftem Zwingen alles wird erreichen und durchdringen. 4. Wenn ich ihn nur habe, hab ich auch die Welt, weil des immels arm in Gabe meinen Blick nach oben hält; hingesenkt im chauen, kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. 2 Nr. 319 Wiedergeburt u Heiligung. 272 5. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es faͤllt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Langst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wieder. Novalis(Fr. v. Hardenberg). t 1801. Mel. Nr. 315. 319. 1. Wie getrost und heiter, Herr, mein Licht und Leiter, machst du meinen Geist! Der du, die dir trauen, sührst zu grünen Auen und so gern erfreust! Niemals wird bei dir, o Hirt und Beruhiger der Seelen, mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rat ergeben, freu ich mich zu leben; was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, rüstest mich mit Mut. Wenn die Welt erbebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrecken, willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir schauen; mein Er⸗ löser lebt; ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Arm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz erschüttern; was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde; doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich. Sink ich oft noch nieder, du erhebst mich wieder, du begnadigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld; nie entziehst du deinem Knechte der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne und ihn Vater nenne und mich ewig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe, dank ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweist und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Leben für mich hingegeben, daß in meiner Not ich nicht hilflos bliebe, groß ist deine Liebe, stärker als der Tod! Herr, und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen, dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, dies sei mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! Was die Welt vergnüget, o mein Heil, das gnüget meiner Seele nicht. Hab ich dich, wie gern will ich das, wonach die Heiden trachten, reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufrieden⸗ heit? Sind nicht auch die Ehren, die die Welt betören, Traum und Eitelkeit? Du erfreust des Menschen Geist; Herr, du willst, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden, und was hoff ich dort? Unbegrenzte Zeiten voller Seligkeiten hoff ich auf dein Wort. Sie sind mein durch dich allein. Bleib ich dir getreu im Glauben, wer kann sie mir rauben? W Di 273 Friede und Freude. Nr. 320 10. Voll von deiner Güte, frohlockt mein Gemüte, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich so beherzt und froh einst durchs Tal des Todes dringen, dort dein Lob zu singen. Chr. F. Neander, 1 1802. 320. (Mel Schmücke dich. o liebe Seele.) 94 E 4— SPSPSPSISISISISI.IPITI!———— ö 1 Vom Geräusch der Welt ge⸗schie⸗den, schmeck ich des Er⸗ und die Freude, schon auf Er⸗den, Gott, mit dir ver⸗ FHEHHs———.— 2— SSIIIII.... II....... E 2 ö 2* Ant— wer⸗den. se ⸗he die⸗se Welt der Sün⸗den ö—— 5—————— a n 4— 1 I 1 —3— 1 +2 + + 723—— 1—*—— 1 un⸗-ter mei⸗nen Fü⸗ßen schwinden und das Glück von 0 SAEE—..—— 5 je⸗nem Le ⸗ ben den ent⸗zück⸗ ten Geist um⸗ge⸗ben. 2. Was ist aller Reiz von Lüsten über sie erhabnen Christen? Was der Glanz der eiteln Gem der⸗ Was des Lebens kurze Leiden, wenn sie deinen Lohn erblicken, der sie ewig wird beglücken, und des Kranzes Wert empfinden, den dort Engel für sie winden? 3. Nun mag Trübsal auf mich 5.2 W. Gottes Trost wird mich beschirmen. Kurz sind dieses Lebens Pfade; ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes stillen 5 hem will ich Gottes h verehren, unter keiner Plage sinken und den Kelch der Leiden trinken. 4. Du hast selbst der Menschen Plagen, Heiland, voll Geduld ertragen, mit dem schwersten Tod gestritten, tausendfaches Leid er⸗ litten! Laß mich deine Kraft beleben, wenn die matten Hems beben! Hilf mir wachen, kämpfen, siegen! Friede lohnet nach den Kriegen. J. J. Eschenburg, 4 1820. 18 Nr.321,322 Wiedergeburt u. Heiligung. 274 321. (mel. Meinen Jesum latz ich nicht. Nr. 2.) H. C. ̃ 1 Mei⸗nen Frie⸗den geb ich euch! Al-so hat der Auf, mein Herz, die Sor⸗gen fleuch! Er wird aus der —————.— EEEEEEE ö Wat eh dei-e.) Sei de masl und un⸗verg, A +2 9*———— H en n. i Seerere —..— glau⸗be, was er zu⸗ ge⸗sagt. 2. Herr, du hältst, was du versprichst, gibst noch immer deinen Resiede wenn du in die Herzen brichst mit dem Wahrheitsglanz ienieden. Kehre eilig bei mir ein, laß in dir mich selig sein! 3. Güter, die die Erde gibt, sind nur mangelhafte Gaben; ewig, Herr, wird, wer dich liebt, in dir volle Gnüge haben. Schütte auf mein ganzes 9wer deine Gnadenfülle aus! 4. Ohne dich vermag ich nichts; eignes Ringen ist vergebens; du allein, o Quell des Lichts, bist der Grund des neuen Lebens. Rühre mich mit deiner Kraft, die den neuen Menschen schafft! 5. Führe du mein Glaubensschiff durch die sturmbewegten Wellen, daß es nicht am Felsenriff harter Zweifel mög zerschellen! Wenn ichs nicht mehr lenken kann, so sei du der Steuermann. 6. Rette mich in jenen Port, wo die Erdenstürme schweigen und vor dir, o Gnadenhort, alle Seligen sich neigen! Dann in deines Vaters Haus werf ich meinen Anker aus. Chr. A. Bähr, 1 1846. 322. (Mel. valet will ich dir geben.) A— —.... SSS.........I.. 11—..— 12 14 H Je⸗su, mei⸗ne Son⸗ne, vor der die Nacht entfleucht, o Je⸗su, mei⸗ ne Won⸗ne, die al=le Not verscheucht! N— N V 1.— 2——.— E 1. Im Her⸗zen klingt mir taͤg⸗lich der ei⸗ ne hel ⸗le Ton: wie FSNNIOEN——42 23——— * 27⁵ Friede und Freude. Nr. 323 ZSZ.—— 4 5—.—— —.—= 0, hast du so un-säg⸗-lich ge-liebt, o Got⸗tes Sohn 2. Es faßt mich so ein tiefes, ein himmlisches Gefühl; es ist mir stets, als rief es: hier ist dein einzig Ziel! Ja, wenn mir gar nichts bliebe, ich gäb mit frohem Sinn um Jesu Christi Liebe auch noch das Letzte hin. 3. Um diese Perle wäre mir alles andre feil, selbst Hab und Gut und Ehre, mein ganzes Erdenteil. Wie gerne will ich meiden das alles froh und still, wenns von dem Herrn mich scheiden und ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben, von dir, mein Herr, getrennt; du bist mein einzig Leben und Lebenselement. Ich kenne gar kein Sterben, seitdem ich leb in dir; denn was mich konnt verderben, die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von Leiden, denn alles Kreuz und Leid kann mich von dir nicht scheiden, du Born der Seligkeit; ja, wenn ich dich nur habe, dann gilt mir alles gleich, ich bin am Bettel⸗ stabe noch wie ein König reich. 6. Ich bin schon hier auf Erden so selig und so leicht, und was wird dort erst werden, wo alle Schwachheit weicht! Das macht ein selig Sterben, daß ich als Gnadenlohn ein Königreich soll erben und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es recht meinen Sinnen ein; o lieber Herr, so leg es mir tief ins Herz hinein, daß ohne deine Liebe ich ganz verloren wär und ohne Hoffnung triebe auf wüstem Meer umher; 8. Doch daß du mich allmählich zum Hafen hast gebracht und mich so überselig aus Gnaden hast gemacht, daß ich vor nichts er⸗ schrecke, was andern schrecklich ist, weil ich es seh und schmecke, wie du mein Heiland bist. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. 323. (Mel. Ferzlich tut mich verlangen.) —— 2.— ——1 — 1. Ein Wohl-stand oh⸗ j e⸗ glei⸗chen ist ein ⸗ es wie er bei kei ⸗nem Rei⸗ chen von die ⸗ser .— IZ.—— 4 II..——3——— S S......I... I..... I I IIEIII —.——— 1 1 Chri⸗sten Stand, n kann auch nieme=ben Welt be⸗ e unht.) Den kann auch niemand rau-ben, 18* Nr. 324 Wiedergeburt u. Heiligung. 276 2—— N N* ————* IL. — 2— ISIIII.. II EI wie feind⸗lich er ge⸗sinnt; ein Christ ist durch den Glau⸗ben 2.— N — I L des reich-sten Va⸗ ters Kind. 2. Er kann mit Freuden kommen vor Gottes Angesicht; da wird er angenommen, und niemand widerspricht. Was alles ihn betroffen, seis Freude oder Leid: ihm steht der Zugang offen zum Vater allezeit. 3. Er kann in großen Scharen als Diener um sich sehn, die einst ihm Herren waren und nun zu Diensten stehn. Er ist umringt von ihnen den ganzen Lebenstag; denn ihm muß alles dienen, was ihm begegnen mag. 4. Und geht einmal auf Erden die Kindeszeit zu End, er weiß, was ihm muß werden nach Christi Testament: ein Erbteil in dem reichen, geliebten Vaterland. Solch Wohlstand ohnegleichen ist eines Christen Stand. K. J. Ph. Spitta, 4 1859 324. (Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade.) E. 6———— i n EE——1— 22.——.——4 +1. Herz, mein Herz, nicht in der Wei⸗te, in der Nã⸗he wohnt das Q 4 ——.— +.——V 4 S........— Glück! Glaube, lie-be, hof⸗fe, lei- de und kehr in dich Q —.4 A selbst zu⸗rück! 2. Wüchsen über Nacht dir Flügel, schneller als der Sonne Strahl, trügst doch über Berg und Hügel rastlos deiner Sehnsucht Qual 3. Denn die Welt kann dir nicht bieten das, wonach du heiß verlangst; denn die Welt hat keinen Frieden, hat nur Streit und Not und Angst. 4. Ewig wechselnd ist ihr Streben, ewig wechselnd ist ihr Ziel; was ihr heute Rast gegeben, morgen ists der Winde Spiel. 5. Drum, mein Herz, nicht in der Weite, in der Nähe such das Glück! Glaube, liebe, hoffe, leide und kehr in dich selbst zurück! J. Sturm, f 1896. ö ö 277 Nr. 325, 326 Vertrauen. 325. EHr* + + 2—— DSDDEEie.e..= 1. Was mein Gott will, ge⸗scheh all⸗Zeit, ein Will ist zu hel⸗-fen dem er ist be⸗ reit, der an ihn — Z.... ..—. DD————— EEEEEEEEEEE 7 71 +* stets der be fe. Er hilft aus Not, der from⸗me Gott, glau⸗bet fe ⸗ — 4 4 —————— I.—— SSSSTSTSTSSSS... er züchtiget mit Ma⸗ßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, * ́—v—. CEE-*— 1— .e.. — den will er nicht ver ⸗las ⸗ sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschieht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr; denn all mein Haar er selber hat gezählet. Er schützt und wacht, nimmt uns in acht, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Nun muß ich Sünder von der Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott, wenns ihm gefällt, ich will ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden; du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen; hilf und auch wehr, ach Gott, mein Herr, zu ehren deinen Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. Markgraf Albrecht von Brandenburg(7, 4 1557. 326. I————.— EEEEEEEE 1. Wa⸗rum be⸗trübst du dich, mein Herz, be⸗ I iiiEEEEE küm⸗merst dich und tränu- gest Schmerz nur um das zeitlich Wiedergeburt u. Heiligung. 278 ———— + e, Kan.,. —.—.——— Gut? Vertrau du dei⸗nem Herrn und Gott, der al⸗le Ding er⸗ e00——.—.— LI schaf-fen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß gar wohl, was dir gebricht; Himmel und Erd ist sein; er ist mein Vater und mein Gott, der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, dein Kind du nimmer⸗ mehr vergißt, du väterliches Herz. Ich bin nur Erd und weiß ohn dich auf Erden keinen Trost für mich. 4. Der bich trotzt auf zeitlich Gut, ich trau auf dich mit festem Mut, ob ich gleich werd veracht; ich weiß und glaube festig⸗ lich, wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Du bist, o Gott, so reich noch heut, als du es warst von Ewigkeit, zu dir steht mein Vertraun; mach reich an meiner Seele mich, so gnügt mir hier und ewiglich. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr; das Ewige mir nur ge⸗ währ, das du erworben hast durch deinen herben, bittern Tod; das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 7. Denn alles, was auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nichts zur Seligkeit. ö 8. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß solches kund mir worden ist durch dein göttliches Wort; verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht, daß du hast alles wohlgemacht; ich bitt demütig dich, du wollst von deinem Angesicht mich ewiglich verstoßen nicht. Hans Sachs(7, 4 1576. 327. (Mel. Mag ich Unglück nicht widerstahn.) 5 —2 rr; d dn.„ Eu. EEEEEEEEEEEEEEEE N—*— 7— Ich weiß, daß mein Er ⸗lö⸗ser lebt: was wi⸗derstrebt JOhn mei⸗nen Gott krümmt sie fürwahr mir nicht ein Haar, H..—5— EE..ee.. Se..——— *.— I2*9——J— +———— IE 2 0 i,. 41— i meinen u- ben? 44—5 die Welt denn meinem Glau⸗b Führt mich sein er woll es denn er ⸗ lau-ben. *„ 279 Vertrauen. Nr. 328 — A—5 Z.SZE-Vioii EEE — ..E* A Nur daß ichs mög er⸗ tra⸗ gen. 2. Ich weiß, daß mein Herr Jesus Christ viel größer ist als alle Macht der Erden. O liebe Seel, was zagest du? Gib dich zur Ruh! Es kann bald besser werden. Aus aller Not hilft dir dein Ien das ist gewiß; trau fest auf dies! Im Glauben muß mans fassen. 3. Von Herzen, Herr, vertrau ich dir; bleib stets bei mir, du König aller Ehren! Mein Hoffen steht zu dir allein; laß ferne sein, was mich von dir möcht kehren, daß ich dein Wort, du treuer Hort, bekenne frei, ohn alle Scheu, auch in den größten Nöten. 4. Ich weiß, daß du mein Deler bist, o Jesu Christ, drum laß ich mir nicht grauen. Mein Helfer ist des Höchsten Sohn auf Gottes Thron; auf den will ich fest bauen. Lebt er doch noch im Himmel hoch! Er wird mich wohl, wenns werden soll, nach meinem Leid ergötzen. K. Bienemann, T 1591. 328. 9—IIIJ————— — 2——— Von Gott will ich nicht lassen, denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rech-ter Straßen, sonst ging ich in der Irr; —H— —. v Huen.. Es E un 2— .I...... TI 2 8—— + 1—— 42. * er reicht mir sei⸗ne Hand, den A-bend wie den Mor⸗gen will N 4 EEAESEEEEEEEEEN+ S S........I. I..... 22. er mich wohl ver⸗sor-gen, wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue und Wohltat all verkehrt, wird bald an mir aufs neue die Huld des Herrn bewährt; er hilft aus aller Not, befreit von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; so kann mir garnicht grauen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott, dem Herrn, ergeben, er machs, wies ihm gefällt. Nr. 329 Wiedergeburt u. Heiligung. 280⁰0 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist; er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, den ein⸗ gebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seele nähret; lobt ihn im Himmelsthron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, die er uns beide schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; sonst ist all unsre Zeit 54—— hier auf Erden; wir sollen selig werden und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ichs auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, die, aller Freuden voll, dieweil ich Christum kenne und mich von ihm nicht trenne, mein Erbteil werden soll. 7. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn gibt uns die Fülle der Wahrheit und der Gnad; auch Gott, der heilge Geist, im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet; drum sei er hoch gepreist! L. Helmbold, 4 1598. 329. —.* 4 X 4 LI, Era 4—* Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in Angst und Not; er —.— — 22422.—.—7. n SSSSE.... + + kann mich all⸗zeit ret⸗ten aus Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗ ten; mein 4.— 4 F.EEENA 2—— 2———... 2 V— I Unglück kann er wen⸗den; es steht in sei⸗ nen Hän⸗den. 2. Ob mich die Sünd ansicht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem will ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch beschieden den ewgen Himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich; hilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine Hände, daß selig ich abscheide zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund. Du wollest ham uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ohn Ende preisen. Amen. F. Beurhaus, 1609. ........... 281 Vertrauen. Nr. 330 330. (Mel. O welt, ich muß dich lassen.) 22...——— + + 1. 1 EEEEEEEEEE 1. In al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den Höchsten 22 E— e e— ZS. 4S.ñ—...——. 2 1h,*.ꝛ—)—*...— ‚——————— ra⸗ten, der al ⸗les kann und hat; er muß zu al⸗ A CMV +.—* N.— —.——.——— +2— EA—.—p.——————— len Din⸗gen, solls an-ders wohl ⸗ge⸗ lin ⸗gen, 12—— 1 H —— H. . selbst ge⸗ben Se⸗gen, Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er ausersehen, und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkiest. 4., Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durch⸗ streichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwacheit und in Banden, und was mir stößt zu⸗ handen, so tröstet mich sein göttlich Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will mit Gott ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine, und traue dem alleine, der dich geschaffen Hen Es Hehi wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. P. Fleming, 4 1640. Nr. 331 Wiedergeburt u. Heiligung. 282 331. EEE + 142. 41— EE ——— 1. Gib dich zu-frieden und sei stil⸗-te in dem Got⸗te in ihm ruht al-ler Freu⸗den Fül⸗le, ohn ihn mühst du EE SSSSISIII 5———.—— e.—— di 921 bene er ist dein Quell und dei-ne — +L 2— Son⸗ne, scheint täg⸗lich hell zu dei- ner Won-ne. + —————— EEESAE E= Gib dich zu-frie- den. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Schmerte wo er steht, tut dir kein Schaden auch die Pein des größten chmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja, auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen; er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem kannst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen; halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten dich umringen, sollst du doch nicht unter⸗ liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat die Hand voll aller Gaben, davon sich Land und See muß laben. Gib dich zufrieden. ———— I.I 283 Vertrauen. Nr. 332 8. Sprich nicht: ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden. 10. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden; was lebt und webet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, dann wird sichs enden. Gib dich zufrieden. 11. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibes und vom Bösen; es wird einmal der Tod herdringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 12. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden heimgefahren, sich auch nun in Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen. Gib dich zufrieden. P. Gerhardt, 4 1676. 3 3 2. 8 ............ I IITII 7 1. Wa⸗rum sollt ich mich denn grä⸗men? Hab ich doch +I 4 — 23— 4——— +. SSSISSSSISII..... I II...... 1I—— I— 7 — + Q— N— LZ.V 1— 7——..— 42———.— ö — DD‚Erñ——3— SSS........... Himmel rau-ben, den mir schon Got-tes Sohn bei⸗ge⸗ 22 1 E 1 LI E—...— —j— LI — legt im Glau⸗ benꝰ 2. Arm und bloß kam ich ins Leben, da es mir, Herr, von dir ward zuerst gegeben. Arm und bloß werd ich hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich 6 nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und übt mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 7. Kann ja doch kein Tod uns töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schleußt das Tor der bittern Leiden und macht ahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß wie Rauch verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; 11. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd umfangen. P. Gerhardt, 1 1676. 333. ane. Herzlich tut mich verlangen.) C 1— — 4 IEEEEEEEE 1 Be-fiehl du dei-ne We ⸗ge, und was dein Iuder al ⸗ler ⸗-treu⸗-sten Pfle⸗ ge des, der den 0.—— LV——19 I + 4— + 4 1 1 SSDSPSSPSISISISIII I I I I I— —.—... + Diupii lenkt: der Wolken, Luft und Win⸗den 0.— N— E—— S......... SAA.—*—.—— 7 gibt We⸗ge, Lauf und Bahn, der wird auch We⸗ge fin⸗den, LI—.— N— .......... H—— da dein Fuß ge⸗ hen kann. Nr. 333 Wiedergeburt u. Heiligung. 28⁴ ***— 285⁵ Vertrauen. Nr. 333 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs 11 wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk so bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen: es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlts dir nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; was er sich vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß agteg was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten; er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an Wdus Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Nöten schweben, als fragt er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wirst du Hilfe finden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron! Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freuden⸗ psalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hande und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. P. Gerhardt 4 1676. Nr. 334 Wiedergeburt u. Heiligung. 286 334. (Mel. Da Christus geboren war.) RDEEE — 1. Auf den Ne-bel folgt die Sonn, auf das Trauern Freud und Q + EN ILI Wonn, auf die shwe⸗re bitt⸗re Pen stelt sichTrostund Labfal ein. Mei⸗ne See⸗le, die zu⸗vor sank bis zu des Todes DPIIIII.I.......... I— Tor, steigt nun bis zum Him-melschor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn, noch mit Schimpf zurücke⸗ gehn, der sich ihm zu eigen schenkt und ihn in sein Herze senkt; wer auf Gott sein Hoffnung setzt, fsindet endlich und zuletzt, was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommts nicht heute, wie man will, sei man nur ein wenig still; ist doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt; wenn die kommt, kommt unsre Bitt und die Freude reichlich mit. 4. Als ich furchtsam und verzagt mich mit schwerem Gram geplagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen krank gemacht, als mir aller Mut entfiel, tratst, mein Gott, du selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Maß und Ziel. 5. Nun, so lang ich in der Welt haben werde Haus und Zelt, soll mir dieser Wunderschein stets vor meinen Augen sein; ich will all mein Leben lang meinem Gott mit Lobgesang hierfür bringen Preis und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz, den des ewgen Vaters Herz mir schon jetzo zugezählt oder künftig auserwählt, will ich hier in diesem Lauf meines Lebens allzuhauf frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not, ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grab hinein und doch allzeit fröhlich Paun Wem der Stärkste bei will stehn, wen der Höchste will erhöhn, kann nicht ganz zu grunde gehn. P. Gerhardt, 41676. 0 III 287 Vertrauen. Nr. 335 335. (Mel. valet will ich dir geben.) SISIIIII.. Gott für mich, so tre'⸗te gleich al⸗les wiüder mich; so oft ich ruf und be⸗te, weicht al⸗les hin⸗ter sich. SSSII —14.—— Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was Q L— +—— 18 H ů—ιι¹—————— H —. kann mir tun der Fein-de und Wi⸗-der⸗sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Hleni und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, drauf ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Christus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht; wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 6. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwachheit findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 7. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm und uh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat; 8. Da ist mein Teil, mein Erbe mir prächtig zugericht; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch durh hier seuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. Nr. 336 Wiedergeburt u. Heiligung. 288 9. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; nicht Feur und Schwert der Frechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 10. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 11. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein; die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. P. Gerhardt, 4 1676. 336. 4— 44..—— IIIII , a,. v 2 ..—— 1 Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗ trüb-te Wa⸗rum liegst du, Gott zum Spott, in der Schwermuts⸗ SSPSPSSISSSSIITTTI. höh⸗le: Wertst du nicht des Fein ⸗des List? Er will H..5 — 22 3 durch sein Kämp⸗fen dei⸗nen Trost, den Je⸗sus Cörist 5 20 4 —I PT LI LI — IE —— ů...— 1G22.* E L*——— A V. —— H. dir er ⸗⸗wor⸗ben, dämpfen. 2. Stürme, Feind und Welt und Tod, was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seinen Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst geschenkt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich dort nicht betrübe.— 0 3. Spreche alle Welt, es sei Gott mir nicht gewogen; weiß ich doch, er bleibt getreu, hat mich nie betrogen. Wär er gnädig nicht gesinnt, würd er seine Gaben, die mein eigen worden sind, wohl behalten haben.* 4. Was ist unterm Himmelszelt, was im tiefen Meere, was ist Gutes in der Welt, das nicht mir gut wäre? Wem erglänzt das Sternenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 289 Vertrauen. Nr. 337 5. Meine Seele lebt in mir 6 die heilgen Lehren, so die Christen mit Begier alle Tage hören. Gott eröffnet früh und spat meinen Geist und Sinne, daß sie seines Geistes Gnad freudig werden inne. 6. Nun, auf diesen heilgen Grund bau ich mein Gemüte, sehe, wie der Feind zur Stund zwar dawider wüte; gleichwohl muß er lassen stehn, was Gott aufgerichtet, aber schmählich muß vergehn, was er selber dichtet. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt auch schweres Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen; schnell zerbricht des Kreuzes Joch, wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne sieher und Ruten. Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen; wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat voll⸗ kommne Lust dort in Christi Garten, dem sein Leiden ist bewußt, endlich zu erwarten. 10. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben binden, da wird all ihr Gram und Leid ewiglich verschwinden. 11. Ei, so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen; wirf sie Wen hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr; gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen! Amen. P. Gerhardt, 4 1676. 337. (mel. von Gott will ich nicht lassen.) +———.2..2—. —. n E . Ge⸗duld ist euch von nöten, wenn Sorge, Gram basden LHund was euch mehr will töten, euch schneidet in das Herz. N 4 4* J+..... 1 3;r.———..— 2 ++ e H +— + O aus ⸗er⸗wähl⸗ te Schar! Soll euch kein Tod je tö⸗ten, ist **— e. EH— euch Ge⸗duld von nö⸗ ten; das ist ge⸗ wiß⸗lich wahr. 19 Nr. 338 Wiedergeburt u. Heiligung. 290 2. Geduld ist Gottes Gabe und seines Geistes Gut; er schenkt sie uns zum Stabe, sobald er in uns ruht. Der edle, werte Gast erlöst uns von dem Zagen und hilft uns treulich tragen die größte Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glauben und hängt an Gottes Wort; das läßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort; das ist ihr hoher Wall, da hält sie sich verborgen, läßt Gott, den Vater, sorgen und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld ist wohl zufrieden mit Gottes weisem Rat, läßt sich nicht leicht ermüden durch Aufschub seiner Gnad, hält frisch und Wehren aus, läßt sich getrost beschweren und denkt: wer wills ihm wehren? Ist er doch Herr im Haus. 5. Geduld dient Gott zu Ehren und läßt sich nimmermehr von seiner Liebe kehren; und schlüg er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, die heilge Hand zu loben, spricht: Gott, der hoch erhoben, hat alles wohlgemacht. 6. Geduld macht große Freude, bringt aus dem Himmelsthron ein schönes Halsgeschmeide, dem Haupt ein edle Kron, ist wie ein schönes Licht, davon, wer an ihr hanget, mit Gottes Hilf erlaͤnget ein fröhlich Angesicht. 7. Geduld ist mein Verlangen und meines Herzens Lust, nach der ich oft gegangen: das ist mir wohl bewußt. Herr, voller Gnad und Huld! Ach, gib mir und gewähre mein Bitten, ich begehre nichts anders als Geduld. ö ö 8. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft und viel aus dieser Leibeshütte zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, so gib durch deine Hände auch ein geduldig Ende, so hab ich alles gnug. P. Gerhardt, 1 1676. 338. SSSSISISIIIIIIIIAIIIIIIcIIA 1. Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ ner + N 2— Gnad ge⸗ lesgen, ü⸗ber al⸗les Geld und Gut. Wer auf Gott sein 4* ö 4——ꝛtt; 2 AH I* 2——..— EFAEEEEEEEEρ 2.—— 1——— Hoff⸗nung se⸗tzet, der be⸗hält ganz un⸗ ver⸗ le⸗het 4.— + N ii EH — 2— ei ⸗ nen srei⸗en Hel⸗den⸗mut. 90 nkt ast bte tes as er, ich nd m on ht, les on in get ich ad 918 ser 10, les * A 291 Vertrauen. Nr. 339 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderbar geführet und noch leitet und regieret, wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr, nach dem zu ringen, was den Frieden pflegt zu bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es 0 alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, ich bin bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Vor 1676. 339. .—5 N Eun.————— SISDSDS EEEEEE 5 1 x Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten und hoffet den wird er wun⸗der⸗bar er⸗hal⸗ten in al⸗ler E.—.— Irn ars= +— S.......—— E—.— auf ihn al-le⸗zeit, K. Not und Trau⸗rig⸗keit. Wer Gott, dem Al⸗ler⸗-höch⸗sten, -HE ——— E* .— traut, der hat auf kei-⸗ nen Sand ge-baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei. Wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 19* Nr. 340 Wiedergeburt u. Heiligung. 292 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott ver⸗ lassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er werden bei dir neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. 3 G. Neumark, 1 1681. H⁰— EE 8— 1 + LI +.— 2..4 — 9 2 2.—— 2 + 1. I— 1. Sollt es gleich bis⸗wei⸗len scheinen, als ver⸗ lie ⸗ße + 21 4.....— 5 Drira Earn 2——— —2.— +—— 1.—. CLI—— 1 +.+... +. 1 1. 1——— Gott die Sei⸗nen, o so glaub und weiß ich dies: 9⁰ HI. 1 + 1 I E— Gott hilst end⸗lich doch ge⸗wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wanns nötig ist. 3. Wie oft Väter nicht gleich geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel; er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am aller⸗ größten, er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen,— ich kann seine Macht Ebrt no drückt mich schwer des Kreuzes Joch,— Gott, mein Vater, ebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken, mag auf mein Verderben denken, wer mir ohne Ursach feind! Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden! Will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts danach; Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der 5.5 bleiben; ist der Himmel mein Gewinn, geb ich alles andre hin. 9. Herr, kann ich nur dich umfassen, will ich alles andre lassen; legt man mich dereinst ins Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Ch. Titius, 4 1703. —3—.——— 293 Vertrauen. Nr.341 (mel. Zesu, meine Sreude.) 341. EE—** 244—.——— EEIEEEEEEEEEEEEEE ——. S DR—— 1 Je⸗sus ist mein Le⸗ben, dem ich mich er ⸗ge⸗ ben er ist mei⸗ ne Son⸗ ne, mei⸗ ne Freud und Won⸗ne IZ.. +2 9 II 4 EEEEE& L 1—..——— fest bis in den 291.3— 7— in der größ⸗ten Not. Leid ich gleich in sei⸗nem Reich, Q 4—— 42 EÆDDEEEEEEEE EHA 2 DEEEEEEEEEEE V——— — so werd ich mit ihm re⸗gie⸗ren und dort tri⸗umphie⸗ren. 2. Die mit Jesu leiden, werden mit ihm weiden in dem Sternen⸗ zelt; die mit Jesu sterben, werden mit ihm erben, wo ihr Reich bestellt. Ihre Kron und Siegeslohn sind, wo Gott die Engel loben, sicher aufgehoben. 3. Die mit Tränen säen, wenn die Winde wehen, die der Feind erweckt, werden dort mit Freuden ernten nach dem Leiden, wo kein Gn mehr schreckt. Nach der Müh, die sie allhie dulden, wird sie ott ergötzen mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen, die ihr euch mit Quälen bringet durch die Welt, die ihr öfters weinet, wenn kein Trost erscheinet, wenn euch Kreuz befällt, denket doch bei diesem Joch an die Kron in jenem Leben, die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sünden kränken, lasset uns bedenken Gottes Gnadenrat! Jesus hat erduldet, was wir hier ver chuldet; er gibt Gnad um Gnad. Kämpfen wir mit ihm allhier, so wird er uns helfen kämpfen und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr Herzen, bei des Kreuzes Schmerzen, treu bis in den Tod! Jesus wird euch trösten, wenn er die Erlösten führt aus aller Not. Auf das Leid folgt Fried und Freud; Gott wird lassen nach dem Weinen euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke uns zum guten Werke, hilf uns durch die Welt! Komm, du Herr der Ehren, aler Lert zu kehren nach dem Himmelszelt. Sei uns Schutz und starker Trutz, jetzt im Leben, dort im Sterben, daß wir alles erben. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. Nr. 342 Wiedergeburt u. Heiligung. 294 Y 342. (Mel. wie nach einer Wasserquelle.) ö 22——— ö + EAEEEEEEEEEE EEEE ö 8. m—.. ö ei ne Sor⸗gen, Angst und Pla-gen lau ⸗fen mit der ö les Seuf⸗zen, al⸗-les Kla⸗gen, das der Herr al⸗ —4— SSSSUU Zeit zu End; lei ene kennt é wird gott⸗lob nicht e⸗wig sein; nach dem Re⸗ —— .—————... P‚—23833.— gen wird ein Schein von viel tau-send Son⸗-nen⸗bli⸗cken 2. EÆ E...* EI S....... II.I.I——— 2 7—.I.— 2. +— mei⸗ nen mat⸗ ten Geist er ⸗qui⸗cken. 2. Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist be⸗ setzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut be⸗ netzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin ohne Streit. Die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 4. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphieret. 5. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt: seine Freund und Hochzeitsgäste werden nach dem Streit beglückt. Israel behält den Sieg nach geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, wenn man nicht hat überwunden. 6. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich! Gott wird dich gewiß erretten, das Gewitter leget sich; nach dem Blitz und Donnerschlag, folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. I 147 ⏑Rx Ii 295 Vertrauen. Nr. 343 343. I. Zu Gott in dem FKimmel droben.) SESE 1. Soll ich denn mich ch täg⸗ lich kranten, ängst⸗lich an das ——— ——— S. Künftge den⸗ken? Soll ich abends nie mit Ruh mei⸗ ne —.— W-en gen schließen zu? Soll es im⸗mer vor mir ste⸗ hen: P. wie wirds einst noch mir er-ge⸗hen? Da die Sor⸗ge I.....2 +— 4 J ... mich nur quält, und doch ih- res Ziels ver⸗fehlt? 2. Gott, der mich bisher erhalten, höret nimmer auf zu walten; oder sollt er jetzt allein seines Waltens müde sein? Wohl, ich will das Sorgen lassen und zu ihm Vertrauen fassen; wie er mich auch führen will, meine Seele bleibe still. 3. Wies auch in der Welt mir gehet, er ists, der allein ver⸗ stehet, was mir heilsam ist und gut, oder was mir Schaden tut. Laß ich ihn für mich nur wählen, wird kein wahres 355 mir fehlen; aber eigner Will und Rat wählt oft einen falschen Pfad 4. Bleib ich stehn auf niedern Stufen, will ich in das Herz mir rufen, daß ich, vieler Sorgen frei, vor dem Sturz gesichert sei. Doch, wenn Gott mich wollt erheben, will ich ihm nicht widerstreben; er wird mir die Kraft verleihn, im Beruf getreu zu sein. 5. Will die Armut meiner Hütten er mit Segen überschütten, so verleih er nur zugleich, daß die Seele werde reich. Doch ist Armut mir beschieden, bin ich auch damit zufrieden; denn auf diese arme Zeit folgt die reiche Ewigkeit. 6. Wird mir Gott Gesundheit geben, will ich eifrig danach streben, daß ich fördre mehr und mehr meines Gottes Ruhm und Ehr. Aber auch in Krankheitstagen möge Gottes Geist mir sagen, daß solch herbe Arzenei mir zum Heile nötig sei. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen, mit des Lebens Not isich quälen, kommt doch auch wohl mancher Tag, daß mein Herz sich Nr. 344 Wiedergeburt u. Heiligung. 296 freuen mag. Aber käm ich bald hinüber, wär mir solches desto lieber, weil ich käm aus aller Not hin zu meinem Herrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben, Freud und Trübsal, Tod und Leben; es geschehe, was sein Rat über mich beschlossen hat. Ich will mich nicht länger kränken, sondern dies allein bedenken, daß nach Gottes Gnadenschluß Christen alles frommen muß. Ph. Jak. Spener, 1 1705. 344. E HE—..— 2. ——— 12 + I L I e en* I —.....—. I +. 2—— 2 2—.—— 2 3. 13.J——.— — Laote Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan, es bleibt ge⸗ recht sein wie er fängt mei⸗ne Sa⸗chen an, will ich ihm hal⸗ ten Q N FHAEEEE *————— 22.— Wil⸗le; Er ist mein Gott, der in der Not mich 4 ů 3 2. E—. b H E. It E. H. 43—8— — + wohl weiß zu er- hal⸗ten; drum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er kann ja nimmer trügen, er führet mich auf rechter Bahn; so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld, er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen 25as 9 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er wird mich wohl be⸗ denken; er, als mein Arzt, der helfen kann, wird mir nicht Gift ein⸗ schenken für Arzenei, Gott ist getreu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich Gei ergeben in Freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kelch gleich chmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht chrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. S. Rodigast, 1 1708. 297 Vertrauen. Nr. 345, 346 345. (Mel. Alles ist an Gottes Segen.) Q* 4 I 4 4 4 H+ L n. ——.—.—.—.—— + ö 1. Wun⸗der⸗ an⸗fang, herr⸗lichs En⸗de, wo die wun⸗der⸗ Q⁰ Q. —* + —. H——...——— 4————+ + wei⸗sen Hände Gottes führen ein und aus! Wunderweislich 22 SII‚˖.c‚‚——— ee nne Annermn r I.-Im nr. Emnn e m,ni Hidnn. LXI. 1—— 1.— 2 2— ist sein Ra⸗ten, wun⸗der⸗reich sind sei⸗ ne Ta⸗ten, 1 8 ++.ñ—. E r EEEE— 4.—*.—— und du sprichst: wo wills hin⸗ aus? 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das Ende gut gemeinet; Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist wie in Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß; so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Enier mag ersinnen, wo man Hilfe kann gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind; nicht für das Verborgne taugen ihre halbgebrochnen Augen, weil sie allzublöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er läßt, was er angefangen, so zum Ende stets gelangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum laß dir doch nimmer grauen, lerne deinem Gott ver⸗ trauen, sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 7. Deinem Glauben wirds nicht fehlen; du wirst noch der Welt erzählen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlichs End! H. A. Stockfleth, 4 1708. 346. — +—0— 6— EEE 1. Gott lebet noch! Selle, was wenagstdudoch Der ail Keaft und en—+ e. TE AS— E * 2 +7 2 EL..——.—. EEZE. 24 IIX Ie 883 aus Er⸗barmen al ⸗le Hilf auf Erden tut,— starken Armen ma⸗chet al⸗les wohl und gut; Gott kann bes⸗ser als wir denken, al⸗le Not zum be⸗sten len⸗ken. See⸗le, so be⸗ a.———— ——— S— HN ...IIISTSIIIII. — den⸗ke doch: lebt doch un⸗ser Herr⸗gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufriedenstellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser er h noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstigt wallen auf der harten Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott will nach dem Jammer⸗ leben Fried und Freud und Himmel geben. Drum, o Seel, bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. Joh. Fr. Zihn, 4 1719. 299 Vertrauen. Nr. 347, 348 4.— 2—.—— +— in 32—1—— leg Joch auf Joch, ich hof⸗fe doc, auch wenn es Eeen — 985 55 wolltest du mich tö⸗ ten. 16.— wie du willst, mit virinmi,. 2 mir: ich weische nicht von dir; ver⸗ stel- le dein Ge⸗ ——1—— B e. sicht: du Hilf in al⸗len Nö⸗ ten, ich laß dich -A xn Huxt ..— nicht, ich laß dich nichtl 2. Ich laß dich nicht! Sollt ich den Segen lassen? Mein Jesu, nein, du bleibest mein, dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Nachte Lauf geht mir der Segen auf von dir, dem Segenslicht: sollt ich den Segen lassen? Ich laß dich nicht, ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben! Mich reißt das Grab von dir nicht ab, der du dich hast für mich in Tod gegeben. Du starbst aus Liebe mir; ich sag in Liebe dir, auch wenn das Herz zerbricht: mein Gott, mein Herr, mein Leben, ich laß dich nicht, ich laß dich nicht! W. Ch. Deßler, 4 1722. 348. t. meinen Jesum latz ich nicht. Nr. 2.) SI IPIII.I...... ;;A‚A‚A.IAE8I3 4 Mei⸗ne See⸗le sen⸗ket sich hin in Got⸗tes Vund er⸗-war⸗ tet ru⸗ hig⸗li sei⸗ ner We⸗ge Nr. 349 Wiedergeburt u. Heiligung. 300 SSII. +—— ö——— Ziel n Du⸗de liegt fein stil ⸗le, arm und bloß — H — + ——— in des lieb ⸗sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Seele nur kann kränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu: meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht; denn sie weiß von keinen Nöten, uch an Gottes Angesicht auch alsdann, wenn er will töten. Wo ich Fleisch und Blut beklagt, wird der Freudengeist verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt ge⸗ bunden; also hab ich allen Spott, alle S merzen überwunden, bin gleichwie ein stilles Meer voll von Gottes Preis und Ehr. J. J. Winkler, 4 1722. 349. 12 Hn d s—22——....——.. E————— u 22 +.—+ —8 —————— 1. Gott wills machen, daß die Sa⸗chen ge⸗hen, wie es heilsam 2——2—821 +— 1.——— —5 L.—. I—.—.. + V2— L. 2———..—. +.—. D.... üist; laß die Wel⸗len ringsum schwellen, wenn du nur bei — 30 Je⸗ su bist! 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter! Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlummert nicht; zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 00 301 Vertrauen. Nr. 350 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei; wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit; laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes hhent sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel; ists beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 9. Drum wohl denen, die sich sehnen nach der stillen Willens⸗ ruh! Auf das Wollen fällt dem Sollen bald auch das Vollbringen zu. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld! Wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen, die mit Tränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 12. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. J. D. Herrnschmidt, 4 1723. 16 b⸗ Jesu, meine Sreude.) 350. r, — 33— 1 See⸗le, sei zu⸗frieden! Was dir Gott be⸗schie⸗den, treib aus deinem Herzen Un⸗ge⸗duld und Schmerzen, IIDDIPD‚DID‚eE SSe e DEEEEE fas ⸗ se frischen Mut. 1— in täglich Brot, 2 E, Ha v. Lan EHN EEEEEEE mußt du weinen mehr als la⸗chen: Gott wirds doch wohl machen. 2. Scheint der Himmel trübe, und der Menschen Liebe stirbt dir ganz dahin; kommt das Mißgeschicke fast all Augenblicke und quält deinen Sinn: nur Geduld! Des Himmels Huld sieht auf alle deine Sachen: Gott wirds doch wohl machen. 3. Ungeduld und Grämen kann nichts von uns nehmen, macht nur größern Schmerz. Wer sich widersetzet, wird nur mehr verletzet; drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn die Sorgen hin! Drücket gleich die Last die Schwachen: Gott wirds doch wohl machen. 4. Auf die Wasserwogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne blickt; so muß auf das Weinen lauter Freude scheinen, die das Herz erquickt. Laß es sein, wenn Angst und Pein mit dir schlafen, mit dir wachen: Gott wirds doch wohl machen. 2 Nr. 351 Wiedergeburt u. Heiligung. 302 5. Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt; fröhlich auszuhalten und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, für, stets zu beten und zu wachen: Gott wirds doch wohl machen. 6. Also soll es bleiben! Ich will mich verschreiben, Gott getreu zu sein; beides, Tod und Leben, bleibe ihm ergeben, ich bin sein, er mein; denn mein Ziel ist: wie Gott will! Drum sag ich in allen Sachen: Gott wirds doch wohl machen. B. Schmolck, 4 1737. 351. (mel. nach einer prüfung kurzer Tage. Oder wie Nr. 339: wer nur den lieben Gott läßt walten.) Q L.— +— +——.— SHHN 1 CE———* 4—0—.— +—..—.—.— 2 ——————.— RH 2 Je grö⸗ßer Kreuz, je nä⸗her Him- mel; wer oh⸗-ne Idenn bei dem eit⸗len Welt⸗ge⸗tüm⸗ mel ver⸗gißt man HÆ—— 81EE EE.———5—— — D Kreuz, ist oh ⸗ ne Gott, 5 Höl⸗le, Fluch und Tod. é O se⸗lig ist der Mann ge⸗ 4 ö—— n — 2 4.— 7. schätzt, den Gott in Kreuz und Trüb⸗sal setzt! 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen; Gott prüft uns mit dem Probestein. Wie mancher Garten muß gleich Wüsten, weil ohne Tränenregen, sein! Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube; die Palm erstarket durch die Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube erst, wenn du sie gekeltert hast; und wie die Perl in Salzesflut, so wächst im Kreuz der Glaubensmut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe; der Sturm facht nur die Flammen auf; scheint auch der Himmel noch so trübe, so lacht doch bald die Sonne drauf, und gleichwie Ol das Feuer nährt, wird Liebesglut durch Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; sie strömen aus dem Herzen fort. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Port. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn Kreuz ihm serngeblieben wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach 303 Vertrauen. Nr. 352 Kanaan. Die Seele findet hier nicht Ruh, drum eilt sie Zions Hütten zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod, denn man entgehet dem Verderben; es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das unsre Gräber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gott den Seinen beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel ——— 16 dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter! laß mir dein Kreuze je länger desto lieber sein; daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. B. Schmolck, 1 1737. 352. (Mel. was Gott tut, das ist wohlgetan.) 4. +—.— 29—— 2—..—. H 1 Gostl ebt!l Wie kann ich traurig sein, als wär kein Gott zu fin⸗den? Er weiß ja wohl von meiner Pein, die ich hier muß empfinden; Huu 14— ........— er kennt mein Herz und meinen Schmerz, so darf ich nicht ver⸗ +A + N L◻D I +..5—. LL 4 I ——— +— +— U/ J + I——. ++.=— * +—1.—— 1 II LV za ⸗ gen und ihm nur al⸗ les kla⸗ gen. 2. Gott hört! Wenn niemand hören will: wie 5. ich lange sorgen, mein Seufzen dringe nicht zum Ziel und bleibe Gott ver⸗ borgen? Schrei ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, so schallt das Amen wieder. 3. Goit sieht! Wie klaget denn mein Herz, als säh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offen⸗ bar erscheinen; kein Tränlein fällt, so er nicht zählt und sich vor Augen setzet, bis er uns drauf ergötzet. ö 4. Gott führtl So geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt bald hier, bald dort will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich, doch selig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren. Nr. 353 Wiedergeburt u. Heiligung. 304 5. Gott gibt! Und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben; was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich Hungers sterben; er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das; Gott hört, ich wills ihm sagen; Gott sieht, er setzt den Tränen Maß; Gott führt, ich darf nicht klagen; Gott gibt und liebt. Nur unbetrübt! Er wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Nr. 352. 353. 1. Gott ist mein Gott, er sorgt für mich, was soll ich mich denn grämen? Will er doch alle Last auf sich von meinen Schultern nehmen. Wenn noch so schwer mein Kreuz auch wär, es soll mich nicht erdrücken; er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich bei allen Ungewittern, auch wenn der Hölle Pforten sich mit aller Macht erbittern; ist sein Luwrct⸗ nur über mir, so kann ihr blinder Schrecken mir keine Furcht erwecken. 3. Gott ist mein Licht, er leitet mich 1 allen meinen Wegen und führet mich ganz wunderlich bei Sonnenschein und Regen; sein Wort geht mir als Leitstern für und leuchtet meinen Füßen bei allen Finsternissen. 4. Gott ist mein Fels, er träget mich; laßt alle Berge sinken, so steh ich unveränderlich und werde nicht ertrinken; obgleich die bew mit aller Wut an meinen Anker schläget; doch werd ich nicht eweget. 5. Gott ist mein Teil, er säͤttigt mich; mir wird kein Gutes fehlen; was sollte denn mein Tatet sich mit vielen Sorgen quälen?ꝰ Wer Gott nur hat, ist in der Tat der reichste Mensch auf Erden, ihm muß der Cott nt werden. 6. Gott ist mein Heil, er segnet mich: ich soll in Christo leben; mein——. hat aus Liebe sich für mich in Tod gegeben. So siel mein Los in Gottes Schoß; wer kann bei diesem Glauben mir Gott und Himmel rauben? 7. Gott ist mein Hirt, er weidet mich auf reinen, grünen Auen, und seiner treuen Hut kann ich mich ohne Furcht vertrauen. Zeigt mich— da sich auch Gefahr, er gehet mir zur Seiten, sein Auge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und dort, im Himmel und auf Erden; es soll mir auch mein Gott hinfort noch immer lieber werden, bis ich dorthin gelanget bin, wo ich, mit Gott verbunden, das höchste Gut gefunden. B. Schmolck, 1 1787. —8888 fN „ 305 Vertrauen. Nr. 354, 355 354. (mel. Alles ist an Gottes Segen.) .I— 4.——— SSDSISIIIIIIIIITTII I II I I III 4 8 1 1. Herr, mein Licht, mein Heil, mein Le⸗ben, wie kann ich dich E—.— 1—1.—.— 0 e. ———— + +—...————.—..—2Z. 2 + + 4*2=.....2.—. 4. 2. Z+S.+..C..——— 1. 2—. 2—.2..— 1.—.—..— gnug er⸗he⸗ben? Was für Lieder stimm ich an? Was soll ich für Q N 4 CEL 5 ͤ 4 EE, ar...— ö.—— — 4 H. 14 N 42..— ——.—.—.— Dank er⸗wei⸗sen? Wie soll ich das Gu⸗te prei⸗sen, .— 2——— ET EV———.— E.— so du, Herr, an mir ge⸗tan? 2. Zwar du hattest mich gebeuget, aber auch dabei gezeiget wie du seist mit Hilfe nah. In der Nacht warst du verborgen, do kam bald ein froher Morgen, da ich, Herr, dein Antlitz sah. 3. Also hast du mich geführet, wie ichs tausendmal verspüret, selbst von meiner Jugend an, mit Gedukd und Liebesarmen, mit viel Gnade und Erbarmen, daß ichs nicht verdanken kann. 4. Dich recht lieben, heißt dich loben, dich recht loben, führt nach oben, wo du ewig wirst verklärt. O so laß denn alle Sinnen, Reden, Schweigen und Beginnen nach dem Himmel sein gekehrt. 5. Hier will ich dir fest vertrauen und auf deine Gnade schauen, wenn des Kreuzes Last mich drückt. Ich will in der Stille hoften bis mein Glaub dich angetroffen und dein Antlitz mich erquickt 6. Willst du mit der Hilf verziehen, eine Zeitlang von mir fliehen? Herr, ich bin ein sündger Knecht! Willst du strafen, willst 16 rrech. Willst du züchtgen, willst du plagen? Herr, du bleibest tets gerecht. 7. Nun, so stärke mir den Glauben; laß mir nichts denselben rauben, keine Weltlust, keine Pein. Deine Liebe laß mich schmecken, deine Gnade mich erwecken, immer dankbar dir zu sein. J. G. Wolf, 1 1754. Mel. Nr. 352. 355. 1. Auf Gott und nicht auf meinen Rat will ich mein Glücke bauen und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig haͤlt, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 20 Nr. 356 Wiedergeburt u. Heiligung. 306 2. Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich, nicht, was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe!l! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem jehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie ver⸗ schwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists über⸗ wunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten; der Herr hilft seinen Knechten. Chr. F. Gellert, 1 1769. Mel. Nr. 352. 356. 1. Der Herr ist meine Zuversicht, mein bester Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Heil und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist mein Gott; auf sein Gebot wird meine Seele stille; mir gnügt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke; die Augen, die auf dich nur schaun, sehn deine Wunder⸗ werke. Herr, groß von Rat und stark von Tat, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten wird einst dein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott; der Toren Trost ver⸗ Wenn ie wenn der Gerechte in der Not Hilf und Erbarmung findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn Sünder zittern, ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Ien er hin, die dir dein Glaube reichet. Weh denen, die zu Menschen fliehn; weh dem, der von Gott weichet! Dein n. starb; ja, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. ———— 2 307 Vertrauen. Nr. 357 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Wetterwolken sammeln; Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Tränen Zahl zählt er, er wägt die Schmerzen und wälzt sie weg vom Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht; auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl ich mich, mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben; sei du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. Ch. Sturm, 1 1786. Mel. Nr. 354. 357. 1. Fortgekämpft und fortgerungen, bis zum Lichte durchgedrungen muß es, bange Seele, sein. Durch die tiefsten Dunkelheiten kann dich Jesus hinbegleiten; Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen; scheinst du gleich von ihm 7. glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe sonder — Lic: bald wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln: hoffe, harre, glaub im Dunkeln! Nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauben Ouan Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne wird bald deine ual. 4. Weg von aller Welt die Blicke! Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit; nur zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft heraus⸗ gezogen seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; wo ist einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer, geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz; kannst du gleich ihn nicht empfinden, Worte nicht, nicht Tränen finden, klag ihm schweigend deinen Schmerz! 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen. Gott wird sich als Vater zeigen; glaube nur, daß er dich hört! Glaub, daß Jesus dich ver⸗ treten, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum, so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Antlitz wagen, der ringen fort und fort; ja, ich werde überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn finden, wird ihn haben hier und dort. J. K. Lavater, 4 1801. 20* Nr. 358, 359 Wiedergeburt u. Heiligung. 308 358. (mel. wie nach einer wasserquelle.) — 4.—.— + I I —LEo— 2..— 4+.....—— +SI. EHA 1 5 der Herr einst die Gefangnen ih⸗rer Bande le- dig macht, o dann schwinden die vergangnen Leiden wie ein Traum der Nacht. Q N N EHEE PI— 2...—. 30————— 2 IA * 1 LI 2 L. Dann wird un⸗ ser Herz sich freun, un⸗ser Mund voll Dan⸗kes sein; *———3— 1 + 22 N * V—..——.—. 24— N IAe——p— + jauchzend werden wir er⸗he⸗ben ihn, der Freiheit uns ge⸗ge⸗ ben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, gib uns einen Vaterblick; aus der Fremde ruf die Knechte in die Heimat bald zurück! Ach, der Pfad ist steil und weit! Kürze unsre Prüfungszeit; führ uns, wenn wir treu gestritten, in des Friedens stille Hütten. 3. Ernten werden wir mit Freuden, was wir weinend aus⸗ gesät; jenseits reift die Frucht der Leiden und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, er, er selbst ist unser Lohn; die ihm lebten, die ihm starben, bringen jauchzend ihre Garben. ö S. G. Bürde, 1 1831. 359. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht.) 9.* L*..—4— A24+.— I.——+„EI iEEEEEE 1. Der Himmel hängt voll Wol⸗ken schwer, ich seh das EHAU 1— 2—..———3 EH EISI.SSE. — +. L 4.— IL. 1 blau⸗e Zelt kaum mehr; doch ü⸗ ber Wol⸗ken hell und —..— e ——— + + 1— EHUI R———]— — klar nehm ich ein freundlich Au-ge wahr! n I 309 Vertrauen. Nr. 360 2. Es tobt der Sturm mit wilder Macht, sie wird so dunkel oft, die Nacht; doch wenn auch meine Seele bebt, sie weiß, daß dort mein Heiland lebt! 3. Sie zöge gar zu gern hinaus ins große, weite Vaterhaus, doch hält in seiner Kraft sie still, bis er, bis er sie lösen will. 4. Die Erd ist mir ein morsches Boot, das unter mir zu sinken droht; ich steh, nach oben hingewandt, mit einem Fuß auf seinem Rand. 5. Gebeutst du, Herr, mit einem Blick, 5 schleudr ichs hinter mich zurück und schwinge mich an deiner Hand hinauf, hinauf und jauchze: Land! 6. Ich ginge gern, so gern zu dir! Doch wenn du mich noch länger hier in Sturm und dunklen Nächten läßt, so halt du meine Seele fest, ů 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu, zu deiner Ehre wacker sei, bis du mir rufst: nun ist mirs recht, nun kannst du kommen, treuer Knecht! H. Möwes, 4 1834. Mel. Nr. 358. 360. 1. O mein Herz, gib dich zufrieden! O verzage nicht so bald! Was dein Gott dir hat beschieden, nimmt dir keiner Welt Gewalt. Keiner hindert, was er will, harre nur, vertraue still; geh des Wegs, den er dich sendet; er begann und er vollendet. 2. Hüllt er h in Dunkelheiten, so lobsing ihm aus der Nacht; sieh, er wird dir Licht bereiten, wo dus nimmermehr gedacht. Häuft sich Not und Sorg umher, wird die Last dir allzuschwer, faßt er plötzlich deine Hände und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feindlich, rottete sich wider dich: dank ihm! O, der e ist freundlich, seine Huld währt ewiglich. Sind auch Trauer, Angst und Leid seines Segens dunkles Kleid: dank ihm! Er schickt seinen Segen auf geheimnisvollen Wegen. 4. Endlich wird dein Morgen grauen; kennst du nicht sein Morgenrot? Darfst du zagend rückwärts schauen, wenn dich Glut und Sturm bedroht? Denn auch Feuerflamm und Wind Boten seines Willens sind; und kanns nur ein Wunder wenden: auch ein Wunder kann er senden! 5. O 0 laß denn alles Bangen! Wirke frisch, halt mutig aus! Was mit ihm du angefangen, führet er mit dir hinaus. Und ob alles widersteht: in Vertraun und in Gebet bleib am Werke deiner Hände, so führt ers zum schönsten Ende. V. v. Strauß, 1 1899. Nr. 361 Lieder für besond. Zeiten. 310 XIV. liieder für belondere Zeiten, Sfande und Verhältnilie. Jahreszeiten. Frühling. 36ʃ1. (Mel. Lobe den Herren, den mächtigen Ronig.) 0— . I EEEEEAN 4— 2.4+—.— +————— SDIS + + T 2..7—.3. 2. —— L 7 2 Hör ich euch wie⸗der, ihr Tö⸗ne des Frühlings, er⸗klin⸗gen, ju⸗beln-de Stimmen des Preises sich himmelwarts schwingen? 1 9 D 1 I... 2 EAEEEEEEEE 7—. d——— x d F——.— 33—— S...—3 2— 41 Tief in der Brust regt sich die seh-nen-de Lust, ———— ᷑ dnen— . P....——— mit euch ein Lob⸗lied zu sin ⸗ gen. 2. Soll mich die Amsel und soll mich die Lerche beschaͤmen? Sang ist ihr Leben und freudiges Lob ohne Grämen. Schweigest nur du, Seele, berufen dazu, Gnade um Gnade zu nehmen? 3. Ist nicht dein Frühling, der himmlische, dir auch erschienen? Sahst du die Auen der Hoffnung in ihm nicht ergrünen, der bis ins Grab stieg aus dem Himmel herab, all deinen Jammer zu sühnen? 4. König des Himmels und Freund einer sündigen Seele, jeder Gedanke und jede Empfindung erzähle, was du mir bist, aus dir ein Lebensstrom fließt, daß ich mich nimmermehr quäle. 5. Laß mich dich loben! Ich weinte dir lange nur Klagen, wähnte dich hart, wenn aus Liebe du Wunden geschlagen, habe die Hand ewiger Güte verkannt, irre von Sorgen und Zagen. 6. Doch wie der Winter von starrenden schneeigen Höhen spurlos zerrinnt, wenn sie Lüfte des Frühlings umwehen, also ent⸗ fliehn, gibst du dem Herzen dich hin, all seine starrenden Wehen. 7. Gib mir die Harfe und laß mich die himmlischen Lieder fernher vernehmen! Sie hallen im Tränental wieder. Engelgesang und der Erlöseten Dank schwebe hinauf und hernieder! —2——+—— FNn 0 311 Jahreszeiten. Nr. 362 8. Schön ist die Schöpfung, die, ewiges Wort, du gegründet; wundervoll hast du die Berge und Täler geründet; Frühlinges Eudet hat, wie der Tag und die Nacht, längst deinen Namen ver⸗— ündet 9. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehen! Singe, du Welt, die das Werk der Erlösung gesehen! Jauchze, du Heer, dort am kristallenen Meer: Ehre sei Gott in den Höhen! Meta Heußer⸗Schweizer, 4 1876. Sommer. 362. 710 +— E—r2 IB + +— Eee.—— e.— 34 Geh aus, mein Herz, und su ⸗che Freud in die⸗ser lie⸗ben DSDSDSSE Sommer⸗zeit an deines Gottes Ga-ben; 92 860607 der schönen Garten Zier und sie-he, wie sie mir und dir sich aus⸗geschmücket 34 ENRDen i 63 ha⸗ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; die Blümlein auf dem Wiesen⸗ plan, die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sch in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte IWdere ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg⸗ Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Gals das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiese ras gesprungen. 5. Die unverdrossne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hier und da sich edle Pamosbeißt des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stark und Kraft in seinem schwachen Reise. Nr. 363 Lieder für besond. Zeiten. 312 6. Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 7. Ich selber kann und mag nicht ruhn; des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön, und läßt dus uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden: was will doch wohl nach murd dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden! 9. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim aus einem Mund mit heller Stimm ihr Ren singen! 10. O wär ich da, o stünd ich schon, ab; ieber Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 11. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen; mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 12. Hilf nur und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer 2285 Gnad in meiner Seele fruh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 13. Mach in mir deinem Geiste Raum, laß mich als einen guten Baum am Lebenswasser grünen; so will ich dir und deiner Ehr allein und keinem andern mehr hier und dort ewig dienen. P. Gerhardt, 1 1676. Herb st. 363. (mel. Kommt her zu mir, spricht Hottes Sohn. Oder wie Nr. 362.) PH ASSSS .DDs I. Des Jahres schöner Schmuckentweicht, die Flur wird kahl, der 0.— JDJ.D N LII I—...—— I+...* 4—.—. I 7—* 55 1 4 r er nr—— 223—.—. 8 Wald er ⸗-bleicht, der Vög⸗lein Lie ⸗⸗ der schwei⸗gen. —— ö— C 7* + I I II III 4 II——— PIIIIIIIPIIIII TTI.—— . Ihr Got⸗ tes ⸗kin-der, schweiget nicht und laßt hin⸗ 313 Jahreszeiten. Nr. 364 — 5——— I— H auf zum ew⸗gen Licht des Her⸗-zens O ⸗ pfer stei⸗gen! 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn; wir greifen zu, wir holen ein, wir sammeln seinen Segen. Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß an deiner Liebe Ruhm und Preis mit Herzensfreude legen. 3. Was Gottes Hand für uns gemacht, das ist nun alles ein⸗ gebracht, hat Dach und Raum gefunden. So sammle dir zur aundem. o Seele, was dein Herr dir beut, für deine Kreuzes⸗ tunden. 4. Denn wie die Felder öde stehn, die Nebel kalt darüber wehn und Reif entfärbt die Matten: so endet alle Lust der Welt, des Lebens Glanz und Kraft zerfällt; schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Wald erkracht, der Wandrer eilt, um noch vor Nacht zu flüchten aus den Wettern. O Jesu, sei uns Dach und Turm, wenn oft des Lebens rauher Sturm uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub und mischt sich wieder mit dem Staub, von dannen es gekommen. Ach, Mensch, sei no so hoch und wert: du mußt hinunter in die Erd, davon du bist genommen! 7. Doch wie der Landmann seine Saat ausstreuet, eh der Winter naht, um künftig Frucht zu sehen: so, treuer Vater, deckest du auch unsern Leib mit Erde zu, daß er soll auferstehen. 8. Indes, wie über Land und Meer der Störche Zug, der Schwalben Heer der Sonn entgegenstreben: so laß zu dir die Seele fliehn, zu deinem Paradiese ziehn, an deiner Sonne leben! V. v. Strauß, 1 1899. Winter. 364. 5(mel. Gott sei Dank durch alle Welt.) 1 25 1. Gro⸗ßer Schöp⸗fer, Herr der Welt, des⸗sen Hand die ...,.,... HH 7Himmel halt Zu der Sonne sprichst du: lauf ge⸗ 9e Q un⸗ter, ge⸗he auf! Nr. 365 Lieder für besond. Zeiten. 314 2. Deine Macht und Herrlichkeit leuchtet auch zur Winterszeit in der wolkenvollen Luft, in den Flocken, in dem Duft. 3. Alles ruht; auf dein Geheiß wird der Wasserstrom zu Eis. Du gibst, was der Landmann bat, deckst und wärmest seine Saat. 4. Der des Sperlings nicht vergißt, sorgt noch mehr für dich, o Christ! Gott sei dir in Hitz und Frost Freude, Zuversicht und Trost. 5. Bleibe du, mein Herz, nur warm! Ist ein Bruder nackt und arm, brich ihm liebevoll dein Brot, lindre freundlich seine Not. 6. Nach des Winters kalter Nacht lebet alles, alles lacht; Bäume, Wiesen, Wälder blühn, und die dürre Welt wird grün. 7. Also blüht nach kurzer Zeit aus dem Staub Unsterblichkeit; neu und umgeschaffen einst sind wir, wenn du, 51 erscheinst. Eile, Freudentag, heran, dem kein Winter folgen kann! Sonne, die nie untergeht, sei gelobet und erhöht! J. K. Lavater, f 1801. Morgen. 365. 75 +— 2.— + 1—— Aus mei⸗ nes Her-zens Grun⸗ in die ⸗ser Mor⸗gen-stun-de und all mein —— zar.. Wn Fenn intn SSS 9en lang, Herr Gott, auf dei⸗ nem Thron, 22 Q UIEE T. .SSSSIII zu Lob dir, Preis und Eh⸗ ren durch Ehristum, un= sern Q .............. S S......... T Her ⸗ren, dein ein-ge⸗ bor⸗nen Sohn; 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Not, Gefahr und Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütig⸗ lich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Satans List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 315 ů Morgen. Nr. 366 4. Mein Leib und Seel, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind sei dir, Herr, übergeben, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, die Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten und alles, was ich hab. 5. Gott will ich lassen raten, der alle Ding vermag; er segne meine Taten auch an dem heutgen Tag. Ihm hab ich heimgestellt Leib, Seele, Gut und Leben, und was er sonst gegeben; ex machs, wies ihm gefällt. 6. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen mein Flehen gnädig an. Nun streck ich aus die Hand, greif an mein Werk mit Freuden, das Gott mir will bescheiden in meinem Amt und Stand. 16. Jahrhundert. 366. SSIIII 1 Gott des Him-mels und der Er-den, Va⸗ ter, Sohn und der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns Wei⸗ven he, des⸗ sen star ke Hand die Welt —.—.—— I?—— SSSS.... und, was drin- nen ist, er-hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht und bei aller meiner Schuld mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o, Herr Jesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, da alleine 6 1 und Rat ist für meine Missetat. ů 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort! Nirgends, als von dir allein, kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Ver⸗ stand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! Nr. 367, 368 Lieder für besond. Zeiten. 316 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht; der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu! H. Albert, 1 1651. 367. (Mel. Herr ZJesu Christ, dich zu uns wend.) ——— SSPSS II +. Die Nacht nunmehr vergan⸗gen ist; wir danken dir, Herr Jesu Christ, .——.——— HN SSPSPSPSSISIII TTTTIII daß du uns frei von alaer Plag ge⸗sund läßt se⸗hen jeden Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl, leucht uns in diesem alerentn beschirm uns täglich und auch heut, bewahr uns ferner allezeit. ö 3. Daneben gib uns Fried und Ruh und, was uns nötig 90 9.20 durch deine starke Gnadenhand beschütze uns und un ser and. 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih, ein gut Gewissen stets verleih; gib, daß wir deines Namens Ehr ausbreiten immer mehr und mehr; 5. Und wenn es dir, o Herr, gefällt, uns abzufordern aus der Welt, so gib ein selig Ende hier, daß wir dort ewig sind bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich, hör unsre Bitten gnädiglich; durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Not. Vor 1664. 368. — N 1.— 4 1 EEEEEEEEEEEEEEEE 71. Die güldne Son⸗ne, voll Freud und Won⸗ne, bringt unsern FA 4 4 ——½⁰³ᷣ—4——— IIX 1..*—.— I.. Gren⸗zen mit ih⸗rem Glänzen ein herz-er⸗quickendes, EI D. +—4 + ———— — 4— Z.... +2———.. *—..———.——.. —.— +—— E. 2.. lieb⸗lisches Licht. Mein Haupt und Glieder, die la⸗gen dar⸗ Q + 2—9 C.. HNI 24 +. 1—.— 4——— —L5—— 2—...—..—..——.—— S.S S.SI.IIITIIITI nieder a⸗ber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den 317 Morgen. Nr. 368 Q C..L N 4.— 1 HN T 2 1. +4— SIn ——KH—„ +.———52 V—. H — 1—.— 2H—— I 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren, und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wenn sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles das sei Gott zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter; vor ihn zu treten mit Singen und Beten, das ist ein Opfer, dran er sich ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren, sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er auf⸗ gehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben mein ganzes Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, der Finsternis Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke, laß mich auf deinen Geboten bestehn. Laß mich mit Freuden, ohn alles Neiden, sehen den Segen, den du wirst legen in meines Nächsten und Mitbruders Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu grunde, sobald die Lüfte des Todes drein wehn. Alles in allen muß brechen und fallen; Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Willen hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die töd⸗ lichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone! Laß meine Schulden in Gnad und Hulden von deinen Augen sein ferne gewandt! Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste, Gott ist das Süßte und Aller⸗ gewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals einen zu sehr noch betrübt. Nr. 369, 370 Lieder für besond. Zeiten. 318 12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeres⸗ brausen und Windessausen leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille darf ich erwarten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. 369. (Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herren.) P. Gerhardt, 4 1676. I 1. Wach auf, mein Herz, und sin-ge dem Schöpfer al⸗ ler Din⸗ge, au—— AH SPDPPPIPIIIIITIITITTTIT.T..T.... — dem Ge⸗ber al-ler Gü⸗ter, dem treuen Menschen⸗hüter. 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umfangen hatten, bedecktest du mich Armen, o Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst: mein Kind, nun liege, kein Schrecken dich be⸗ siege; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen; von Not blieb ich befreiet, dein enr hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: hier bring ich meine Gaben und opfere dir wieder mein Herz und meine Lieder; 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Handen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende, ach, Herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. P. Gerhardt, 1 1676. 370. (mel. O Ferr, dein Ohren zu mir kehre.) EEEEEEEEEEEEE 1. 5 al⸗ler⸗höch⸗ster Men⸗schen⸗hü⸗ter, du un⸗be⸗greiflich C— I—I 1— —...........IIIIII....... — 1.——— 2——4 großes Gut, ich will dir opfern Herz und Mut; stimmt an mit 319 Morgen. Nr. 371 3. Li,e. ——————Ii—.—————.— 4*—— mir, ge⸗denkt der Gü⸗ter, all ihr Ge⸗mü⸗ter! 2. Herr, deiner Kraft ichs nur zuschreibe, daß ich noch Odem schöpfen kann; ach, nimm dich meiner gnädig an, du Vaterherz, mich nicht vertreibe, heut bei mir bleibe! 3. Israels Gott, da ist mein Wille, der sich dir willig unter⸗ gibt, dich über alles gerne liebt; das ist mein Wunsch in früher Stille, o Gnadenfülle! 4. Dein Angesicht mich heilig leite, dein Auge kräftig auf mich seh; ich reise, sitz, geh oder steh, mich zu der Ewigkeit begleite; Herr, mich bereite! 5. Laß Seel und Leib, so du gegeben, stets sein in deiner Furcht bereit, als Glieder der Gerechtigkeit bis in den Tod dir sein ergeben, o Seelenleben! 6. Gesegne mich auf meinen Wegen, mein Tun und Lassen lenke du; in Unruh bleibe meine Ruh, bis ich zuletzt mich werde legen in Fried und Segen. Joach. Neander, 1 1680. 371. 9⁰⁴ 1 Ichrn uns de der Ewigkeit, Licht vom unerschöpften Lich⸗te, Isschick uns die⸗se Morgenzeit dei⸗ne Strahlen zu Gesichte 45 dni en—3— 1 N 2.. — und vertreib durch dei⸗ ne Macht uns⸗re Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte und er⸗ weck uns Herz und Mut bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Ach, du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne, führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, wo die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Chr. Knorr v. Rosenroth, 4 1689. Nr. 372, 373 Lieder für besond. Zeiten. 32⁰ 372. Hüter, wird die nacht der Sünden.) * N EASEE 4—— 2— 1 +. 5. D. V.——— 1. See⸗le, du mußt munter wer⸗den, denn der Erden ID. nh IIII— +.— SSDSDSDSD‚D‚IEi blickt her⸗vror ein neu⸗er Tag; komm, dem Schöpfer dieser A—— 4.— +4* N iiiiiEEEEEEE REEEEEEEEE— Strahlen zu be-zahlen, was dein schwacher Trieb vermag. 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen von den Sternen, deren Gold der Sonne weicht, so laß auch vor Gott zerrinnen, was den Sinnen hier im Finstern schöne deucht. „Schau, wie das, was Odem ziehet, sich bemühet um der Sonne holdes Licht, wie sich, was nur Wachstum spüret, freudig rühret, wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß dich auch fertig finden, anzuzünden deinen Weihrauch, weil die Nacht, da dich Gott vor Unglücksstürmen wollen schirmen, ist so glücklich hingebracht. Bitte, daß er dir Gedeihen mag verleihen, wenn du auf was Gutes zielst, aber daß er dich mag stören und bekehren, wenn du böse Regung fühlst. ö 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen, laß ihn sorgen, der es wie die Sonne macht, welche freundlich pflegt die Höhen anzusehen und auch in die Täler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen ist zugegen und erkennet, was du tust; daß er auch verborgne Flecken kann entdecken und die tiefste Sündenlust. 8. Wir sind an den Lauf der Stunden festgebunden, der ent⸗ führt, was eitel heißt, und der dein Gefäß, o Seele, nach der Höhle eines Sterbgewölbes reißt. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden nicht ein Leiden sondern sanftes Schlafen sei, und daß ich mit Lust und Wonne seh die Sonne, wenn des Todes Nacht vorbei. F. R. L. v. Canitz, 4 1699. Mel. Nr. 372. 373. 1. Hüter, wird die Nacht der Sünden nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen bald zerrinnen, darein ich verhüllet bin? 321 Morgen. Nr.374 2. Möcht ich wie das Rund der Erden lichte werden! Seelen⸗ sonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beeile deinen Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, weil du kommen; aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch er— scheinen, der nach Licht und Rechte tracht. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Ach, daß länger meine Seele sich nicht quäle, zünd dein Feuer in mir an! Laß mich finstres Kind der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus 42 die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klar⸗ heit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an! Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 374. (mel. Wer nur den lieben Sott läßt walten.) —.— 1. Mein Gott, nun ist es wieder Mor⸗gen, die Nacht voll⸗ nun wa⸗chen al-le mei⸗ne Sor-gen auf ein⸗-mal n dnee 4Z.——.— —..————— 2 Ri en-det ih- ren Lauf; 6* wie⸗der mit mir auf.) Die Ruh ist aus, der Schlaf da⸗ E 4— 5— re Animi in mine mus:i d-d; dimar — hin; ich se ⸗- he wie-der, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde und niemals rein von Misse⸗ tat. O Gott, der täglich mich ernährt, wär ich doch deiner Gnad auch wert! 21 Nr. 375 Lieder für besond. Zeiten. 322 3. Du siehst am Morgen mich aufstehen, regier mich auch in dieser Welt; ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, mach alles so, wie dirs gefällt; schließ mich in deine Vorsicht ein, dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergib mir, Vater, meine Sünden, die ich bei Tag und Nacht beging, und laß mich vor dir Gnade finden, erhöre, was ich bet und sing; denn wenn ich nur bei dir wohl steh, so acht ich gar nicht, wie es geh. Hilf du in allen Sachen raten, denn ich bin selber mir nicht klug; behuͤte mich vor Missetaten, vor böser Menschen List und Trug; laß mich den Tag wohl legen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Hab und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre tut; hilf, daß ich alles wohl verricht! Du wirst es tun, ich zweifle nicht. K. Neumann, 1 1715. 375. (mel. wie nach einer Wasserquelle.) al + 1—— 4 +— 1 Gott, du Licht, das e⸗wig bleibet, das ohn al⸗len Wechsel ist, das die Finsternis ver⸗trei⸗bet, der du bleibest, wie du bist, SSDSDSDSDSDSSiE. + ich ver⸗las⸗se mei⸗ne Ruh; ru⸗fe: wer⸗de Licht! mir zu, E 2— e e EEEEEEEEEEEEEEE daß ich, der ich Nacht und Erde, durch dein Licht verkläret wer-de. 2. Wecke, da der Leib geschlafen, auch die Seele geistlich auf gib ihr deines Lichtes Waffen, richt und leite ihren Lauf; laß mich sein des Lichtes Kind, hilf mir, da ich geistlich blind, Jesu, daß ich wieder sehe und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, was die arme Seele stillt; ach, erneure und verkläre stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke, fördre mich in meiner Pflicht; bleibe meiner Schwachheit Stärke, meines Lebens Kraft und Licht; laß mein Lebensziel allein deines Namens Ehre sein; hilf, daß ich stets wahre Liebe gegen meinen Nächsten übe. —9—9—.—..—.—..2—.—— 323 Morgen. Nr. 376,377 5. Führ mich einst zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller als der Sonnenschein, schön, unsterblich, engelrein, laß sie sein mit dir vereinet, „wenn mein letzter Tag erscheinet. Sal. Franck, 1725. 376. (mel. Den die Firten lobten sehre.) EEEEEE 1. Früh am Morgen Je⸗sus ge⸗het und vor al⸗-len C—— N— — +—..——..—— +* — + 3—.—.. Tü⸗ren ste⸗het, klo⸗pfet an, wo man ge⸗fle⸗het: TZ. 1—. + T LL DDEDDSDIS +2—.— 1— —...— Lh He d II L——I.CJ—...J. IL L komm, Herr Je ⸗su, un ⸗ser Gast! 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grünen Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll Paschehent Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. G. Stip, 1 1882. 377. (Mel. O Gott, du frommer Gott. Nr. 2.) 1 — L 1—* 8 2 1 O Je⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist die Nacht am.ungen: IUnun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu e mich um⸗fan⸗gen; 1 ö x— 4 nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf⸗ ge⸗weckt und — — hat sich, Herr, nach dir ver⸗lan⸗gend aus⸗ge⸗streckt. 21 Nr. 378 Lieder für besond. Zeiten. 324 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnade senken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit und Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Donot mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt und köstlich angetan. 4. Gib, daß mir diesen Tag stets vor den daß schwebe, daß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgebe, auf daß mein ganzes Tun durch Herz durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund! 5. Ach, segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. J. Lange, 1744. 378. (Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn.) E. 5———— dn— . 2.——— 1. Mein erst Ge⸗fühl sei Preis und Dank; er⸗ heb ihn, — —— mei-ne See le! Der— hört del⸗:nen Lob-ge-sang; lob⸗f lab⸗sug ihm, mei ⸗ ne See⸗ Iel 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Müden⸗ Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die üden 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, n sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele, sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll uversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 32⁵ Mittag. Nr. 379, 380 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf in Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Chr. F. Gellert, 4 1769 Mel. Nr. 375. 379. 1. Wenn ich einst von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh und, erlöst von allem Kummer, jenen schönren Morgen seh: o dann wach ich anders auf. Schon am Ziel ist dann mein Lauf; Träume sind des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen! 2. Hilf, daß keiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, einst mich im Gericht verklage, daß ich frevelnd ihn entweiht. Auch noch heute wacht ich auf; Dank sei dir! Zu dir hinauf führ mich jeder meiner Tage, jede Freude, jede Plage; 3. Daß ich froh gen Himmel sehe, wenn mein letzter Tag er⸗ scheint. Wenn zum dunklen Tal ich gehe, von den Meinigen beweint lindre dann des Todes Pein, laß mich stark und freudig sein, daß i sie zum Himmel weise und dich, Herr des Todes, preise. F. G. Klopstock, 4 1808. Mittag. Vor Tische. 380. (mel. O Jesu Christ, meins Cebens Licht.) 944— 1 1.—.—*——— 1241..——— 5 d n. 1. Ge⸗segn uns, Herr, die Ga⸗ben dein, die Speis laß 306.—— 1——3D.—. .—.—. 2 de dnnrr e. 9*—..— 7——E 3—— 4.— uns⸗re Nah⸗rung sein; hilf, daß da⸗durch er⸗ qui⸗cket Haut R d un n n Buumen Een ere dan ,:, n. werd der dürft⸗ge Leib auf die⸗ ser Erd! 2. Doch dieses zeitlich Brot allein kann uns nicht gnug zum Leben sein; dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herr und Gott, hilf endlich auch aus aller Not: so preisen wir dein Gütigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. Vor 1562. Nr. 381, 382 Lieder für besond. Zeiten. 326 2* 6 381. 9—— Schmücke dich, o liebe Seele.) A EEEE— 1535„——..— ——8 2—..—————..„. Speis, o Gott, uns dei⸗ne Kin⸗der, trö-ste die be⸗ sprich den Se⸗gen zu den Ga-ben, die wir je ⸗bo N S ů— DEDE D.eee.... ELaI J ISIEIX—— +. 2—..— I... 2— I—— auibten Sünder 21 170 daß sie uns zu die-sem Le⸗ben vor uns ha⸗ben ———————— EN —— 5 .—.2— Stär⸗ke, Kraft und Nah⸗rung ge⸗ ben, bis wir end⸗li 9 921 1 11 ED— + + II EE— ⁵¹⁵— +. mit den From⸗-men zu dem Himmelsmah⸗le kom⸗-men. 382 J. Heermann, 1 1647. * 585(mel. Zesu, als du erstlich kamest.) Herr, wir kommen zu dem Es⸗sen; laß uns dei⸗ner 4 n. LX.—. 18 die Seelen, die wirdirhe auedenhn steh uns bei in —.— +—........ E SP.......... T————— al⸗ler Not;——6 uns, daß wir nach der Erden dei⸗ ne Gastim I LI SSS.SSIIIIe E DNN— Him⸗mel wer⸗den. — 32⁷ Mittag. Nr. 383, 384 Nach Tische. 383. (mel. nun lobt und dankt Gott allzusammen.) ————————— —4.— x.—..— Wir danken Gott für sei⸗ne Ga⸗ben, die wir von ihm emp⸗ SSS fangen ha⸗ den, wir bitten 460 lieben Herrn, 8 I EN 1———ẗìi6 + EEEEEEEEE 4— ferner sie beschern und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt 9⁰ IIIIITTIIIIII........ .————— lieber Gott, 5575 uns ge⸗ben nach —.———4— EH. ee. die⸗ser Welt das ew⸗ge Le⸗ ben. Vor 1588. 384. (mel. Da Christus geboren war.) — 25..— 916655 6 i der uns liebt, der uns, was uns gut ist, — E—.— 5 aibt gab auch jetzt uns Speis u. Trank; lobt ihn, sagt ihm fro⸗hen Runte a. de„. Ban, d Lre w.. murnan Hne Mr E i a nin ninnen iner i. 25 unren 2.— 65—..— +.—8——..— Dank. Al⸗ler Segen kommt vom Herrn; dankt ihm und gehorcht ihm 9 2— 4— HI. III 4 E—. +L E +— V VI S I. gern, liebt ihn, freu zet euch des Herrn! Nr.385—387 Lieder für besond. Zeiten. 328 385. —.— Gott sei Dank durch alle Welt.) e Gu⸗ter Ge⸗ber, Dank sei dir; du belebst, drum leben wir; Frnn in wern derterrrn. — I.e du gibst Speise uns und Trank, dir sei ewig Lob und Dank! J. K. Lavater, 4 1801. Abend. 386. (Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.) 2 27 ———— SPSPSSISIIIII T ——6 Hin⸗ unter ist der 6 S die finstre Nacht bricht SSIPI.II.IT stark her⸗ein; leucht uns, Herr Christ, du wah· res Licht, laß II—.—— .........—— —— uns im Fin⸗stern straucheln nicht. 2. Dank sei dir, daß du uns den Tag vor Schaden, Angst und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und väterlicher Güt. ö 3. Womit wir heut erzürnet dich, das, Herr, verzeih uns gnädig⸗ lich An— es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns in Fried und Ruh 4. Die Engel dein zur Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüt uns diese Nacht, o Gott! N. Herman, 1 1561 387. (mel. In dich hab ich gehoffet, Herr.) ——.. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Er⸗ den du, Herr 250 329 Abend. Nr. 388 1 dr. 1— 1I—. Je su Christ, dich will ich las⸗sen wal⸗ten und al⸗le⸗ =.—......—— iiiEEE zeit in Lieb und Leid in mei⸗nem Herz be⸗ hal ⸗ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, kein Ding auf Erd so fest besteht: das muß ich frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein; dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach, schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir; es will nun Abend werden. Laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. 388 Aus dem 16. Jahrhundert. * an, derner ——————— 1. Werde munter, mein Gemü⸗te, und ihr Sinne geht herfür, daß ihr preiset Got-tes Güte, die er hat ge- tan an mir, en ren, m.d ar— .S.......I.I. I....— I..————— da er mich den gan-zen Tag vor so mancher schweren Plag —————————— n.:nr. durch sein gna-den-rei⸗ches Walten hat be⸗schirmet und er⸗ Q—— b 5r.n—.— hal⸗ten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feinde weggetrieben, daß ich unversehrt geblieben. 3. Herr, ich bin von dir gewichen, doch ich stell mich wieder ein; denn dein Sohn hat ausgeglichen meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich täglich in mir finde. Nr. 389 Lieder für besond. Zeiten. 330 4. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel hier; daß kein Unfall mich betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. „5. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sein in deinen Schutz geschlossen. Ach, bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall; laß mich Krankheit nicht aufwecken, halte fern des Krieges Schall; wend ab Feur und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll geschehen! Joh. Rist, 4 1667. 389. (mel. 0 welt, ich muß dich lassen.) Q 1. Nun ru⸗hen al⸗le Wäl⸗der, Vieh, Menschen, Staͤdt und —. T.—————.— + + — e, v d. ne, E, Fel⸗der, es schläft die gan-ze Welt; ihr a⸗ber, mei⸗ +—— 2 .SS........I....IIIII....... II L I +1———— ne Sin⸗-nen, auf, auf, ihr sollt be- gin-nen, E SZI‚I..J— ö—..—— iIiPPiRi—— + was eu⸗rem Schöpfer wohl⸗ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint! 3. Der Tag ist nun vergangen; die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. Der Leib, der eilt zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 331 Abend. Nr. 390 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei; Herz, iien dich, du sollst werden vom Elend 4.* Erden und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will mich der Feind verschlingen, so laß die Englein 0 euch dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güld⸗ nen Waffen ums Bett und seiner Helden Schar. P. Gerhardt, t 1676. 390. 9N4 d re a r. eem Fi SSSI +—* NI* 1 +* II ***—*—**— 1. Der Tag mit seinem Lich⸗te fleucht hin und wird zu⸗nich⸗te, die . L mnn. n /SD. EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE LVI.— 1 E J—. Nacht kommt an⸗ge⸗gan⸗gen, mit Ru⸗he zu um⸗fan⸗gen den EE— 5 4.— 2.— E EE E EEEEE= —...——.* 40 mat⸗ten Er⸗den⸗kreis. Der Tag, der ist ge⸗en-det; mein .S................ FE Z....... 2—. L. 2—.—— E——.— —2 Herz zu dir sich wen⸗det, der Tag und Nacht ge⸗schaf⸗fen zum 9 E 1—. A 4 Z....‚.n —...— 2 I e Lnn ne.— E Ban. dl Lanrd L n 2 *—.———2—.—..—2.— 2 Wa⸗chen und zum Schla⸗fen, will sin⸗-gen dei⸗nen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter! Erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen viel mehr, als ich kann zählen, hat heute Guts getan. All Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit er sein Gemüte und unerschöpfte Güte mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirten Freude, ein Schäflein auf der Weide, sich unter seiner Treue ohn alle Furcht und Scheue ergötzet in dem Nr. 391 Lieder für besond. Zeiten. 332 Feld und sich mit Blumen füllet, den Durst mit Quellen stillet, so hat mich heut geführet, mit manchem Gut gezieret der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen, ich aber hab ohn Maßen mich nicht gescheut, mit Sünden und Unrecht zu entzünden das treue Vaterherz. Ach, Vater, laß nicht brennen den Eifer, noch mich trennen von deiner Hand und Seiten; mein Tun und Überschreiten erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten und laß mein Übertreten zur Rechten und zur Linken ins Meeres Tiefe sinken und ewig unter— gehn. Laß aber, laß hingegen sich deine Engel legen um mich mit ihren Waffen; mit dir will ich entschlafen, mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder mein Haupt und Augenlider, will ruhen ohne Sorgen, bis daß der güldne Morgen mich wieder munter macht. Dein Flügel wird mich decken, so wird mich nicht erschrecken der Feind mit tausend Listen, der mich und alle Christen verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe, ich sitz auch oder gehe, so bleib ich dir ergeben, und du bist auch mein Leben, das ist ein 69000 Wort. Was ich beginn und mache, ich schlaf ein oder wache, wohn ich, als wie im Schlosse, in deinem Arm und Schoße, bin selig hier und dort. P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Nr. 394. 391. 1. Unsre müden Augenlider schließen sich jetzt schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder grüßen schon die Abendruh; denn die dunkle, finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht nun versenkt im tiefen Meere und entflammt der Sterne Heere. 2. Ach, bedenk, eh du gehst schlafen, du o meines Leibes Gast, ob du den, der dich erschaffen, heute nicht erzürnet hast; tu, ach, tu beizeiten Buß, geh und falle ihm zu Fuß und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverhohlen, daß ich diesen Tag ver⸗ bracht anders, als du mir befohlen; ja, ich habe nicht bedacht des Berufes schmalen Steg, deinen vorgeschriebnen Weg, sondern dich, mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Ach, Herr, laß mich Gnad erlangen, gib mir nicht ver— dienten Lohn, laß mich deine Huld umfangen, sieh an deinen lieben Sohn, der für mich genug getan; Vater nimm den Bürgen an! Dieser hat für mich erduldet, was ich Sünder hab verschuldet. 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken; in dir schlaf ich sanft und wohl; gib mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenröt angehet und die Sonn am Himmel stehet. 22 22 333 Abend. Nr. 392, 393 6. Vater droben in der Whe dessen Nam uns teuer wert, dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns beschert, und vergib uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld; laß uns nicht Versuchung töten, hilf uns, Herr, aus allen Nöten. Joh. Franck, i 1677. 392. (Mel. 0 höchster Gott, o unser lieber Serre.) 56—55 —.—vß7«——— H—2 .— —.— 1. Der Tag ist hin, mein Je⸗su, bei mir blei⸗be! O Seelen⸗ —————— + ——.——5j H + iimi Hun 2—2.— ————.————— licht, der Sünden Nacht ver⸗trei-be; geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ Q CE.V. ————— R S... 1 rech⸗tig-keit, er-leuch-te mich, o Herr, denn es ist Zeit! 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, wenn alles wohlgelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; das weißt du wohl, o Herzenskündiger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib mir, Herr! Es sagt mir mein Gewissen: der Sünde Lust hat mich von dir gerissen; es ist mir leid, ich stell mich wieder ein; hier ist mein Herz, ich dein, Herr, und du mein! Mein Herr und Gott, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen: ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn; dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin! J. Neander, 4 1680. 393. 2— SIHMRITI—— 12— ISDDEExxx 1 7.— 2—— 1 1. Nun sich der Tag ge⸗en⸗det hat und kei⸗ne Sonn mehr EV 4 A——..i..— + S scheint, schlaͤft alles, was von Ar⸗beit matt, und was zuvor geweint. Nr. 394 Lieder für besond. Zeiten. 334 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis dich nicht umfaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht, und schirme du mich gnädiglich mit deiner Engel Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch deines lieben Sohnes Huld hat gnug für mich getan. 5. Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin, hemmt nicht der Andacht Lauf! Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, Herr, zum Himmel ein zur auserwählten Zahl. .Und also leb und sterb ich dir, du Herr Gott Zebaoth; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. J. F. Hertzog, 4 1699. 394. (mel. werde munter, mein Gemüte.) en Bin, v. DDIAIiiDiee— PJ——— ee 22— EU— DDDDDDD Herr, es ist von meinem Leben wie⸗der⸗um ein Tag da⸗hin; leh⸗re mich nun Achtung geben, ob ich fromm ge⸗we⸗sen bin; — ——*..— E..—.— 4 4 3—. 74 2—— ů Ladi. dn— 9 7 +.—— —..———— 2* N K + ——7— 4 zei⸗ge mir auch sel-ber an, so ich was nicht recht ge⸗tan, L. 0 4* 8—.— 1 2.. N 4 EH EEEEEEEEEE EH 2——.— und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen gu⸗ten Fei⸗ er⸗ abend E—9 LCV. I 1— 333 II machen. 2. Freilich wirst du manches finden, das dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu; so will künftig deinen Willen ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, und dein Engel steh mir bei. Lösche 335 Abend. Nr. 395 Licht und Feuer aus und bewahre selbst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht; darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kasp. Neumann, 1 1715. 395. mel. Ach, was soll ich Sünder machen.) ——.— E E + F. 2* 1 TI—.—.. 72— L +— J D* 2 2—E +— 2. LV 1 2„ 2.—.——12—.— 111 I— *. Wire. ö 1. Ach, mein Je⸗su, sieh, ich tre⸗te, da der Tag nun⸗ IEI 1 I EUENE—..— 7——— +— D. ö e. nashu n nin nn nmin nin. 4 — mehr sich neigt und die Finster⸗ nis sich zeigt, hin zu deinem .... TTI E 4—— er Thron und be⸗te: nei⸗ ge du zu dei⸗nem Sinn H —.— + 1 II 2.— 2 4 + I ...... +—.. auch mein Herz und Sin⸗nen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit; auch die allerlängste Zeit rauscht vorüber wie die Winde, fließt dahin als wie ein Fluß mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Aber, Jesu, sieh, ich Armer nehme mich doch nicht in acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer; o wie mancher Tag geht hin, daß ich kalt und träge bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen; du ach i und schützest mich Tag und Nacht so gnaͤdiglich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar sei. Nr. 396 Lieder für besond. Zeiten. 336 5. Nun, ich komme mit Verlangen, o mein Herzensfreund, zu dir: neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergangen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, die du mir noch gönnen willt; von dir sei mein Herz erfüllt, so wird mich nichts können quälen; denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. L. Joh. Schlicht, 4 1723. (mel. Jesu, meine Sreude.) 396. 6*— E—— ————.—. D Hir⸗te dei⸗ner Scha⸗fse, der von kei- nem Schla-fe dei⸗ne Treu und Mil-de dien-te mir zum Schil-de .— et⸗was wis-⸗sen mag, den ver⸗gang⸗nen Tag; sei die Nacht auch auf der Wacht —2—5 N E.I 1 2.—. I I +— 1 II * I+— + EEE ——.— S und laß mich von deinen Scharen um und um be-wah⸗ren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vater⸗ huld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen, drum vergib die Schuld! Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben; sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen wohl⸗ geborgen ein. Du bei mir und ich bei dir; also sind wir un— geschieden, und ich schlaf in Frieden. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein; deck uns zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch, hast du beschlossen, daß mein Ziel ver⸗ flossen, kommt die Todesnot, so will ich nichts wider dich. Gerne, weil ich dich gefunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan! ich tue in vergnügter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, treuer Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. B. Schmolck, 4 1737. AE III 337 Abend. Nr. 397, 398 397. (Mel. Ferzlich tut mich verlangen.) .. 4— EREESEEEEEEEE 1 Herr, es ge⸗scheh dein Wil le! Der Kör ⸗per es fal Hlen in der Stil ⸗le die mü⸗ den Q. D.......— L. 1—2— 4+....—42 4 1.— EEE— LX. I.1— 1 V— 1 a gen Ruh, Ver⸗gib der Schwachheit Sünden, — ver⸗schon mit Zorn und Straf; laß mich be⸗rei⸗tet fin⸗den 0. EV N—— +.*— I—— 4 LI 5 zum To⸗de wie zum Schlaf. 2. Dein Heil hab ich am Rei in Frieden fahr ich hin, weil ich beim Auferstehen in deinem Reiche bin. Wohl dem, der bis ans Ende sich als ein Christ erweist! Mein Gott, in deine Hände befehl ich meinen Geist. J. F. v. Cronegk, 1758. 398. el. O Welt, ich muß dich lassen.) 2⁵ SSSSSSSSEEEE..... 5 1. Nun sich der Tag ge⸗en⸗det, mein Herz zu dir sich 60 25—————— E— 2— wen⸗det und dan⸗ket in-nig⸗lich; dein hol⸗ des An⸗ — a—— +— 1— ge⸗sich⸗te zum 6 gen auf mich rich ⸗te, —— i. er·leuch te und ent⸗zün-de mich. 22 Nr. 399, 400 Lieder für besond. Zeiten. 338 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte und alle finstren Kräfte ver⸗ treibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebest und rufst zu dir empor, daß du allein den Frieden mir geben kannst hienieden, das stelle früh und spät mir vor. 4. Ein Tag, der sagts dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. G. Tersteegen, 1 1769 Mel. Nr. 398. 399. 1. Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich kindlich an. Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir getan. 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. 6 weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Chr. F. Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 398. 400. 1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und hold, als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein! 339 Am Schlusse der Woche. Nr. 401, 402 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unfer Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch. Für Kinder M. Claudius, 1 1815. * E. 1— —— 1. Müde bin ich, geh zur Ruh, 22———— e Auglein E 1———— e * Va⸗ter, laß die Augen dein ü-ber meinem Bette sein! 2. Hab ich unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an! Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle M enschen, groß und klein, sollen 10 0 len sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, n ugen schließe zu; laß den Mond am Himmel stehn und die stitb e Welt besehn. Luise Hensel, 4 1876. Am Schlusse der Woche. 40 * 1 10 Du Lebensbrot, Ferr Jesu Christ. Oder wie Nr. 270: Es ist gewißlich an der Heit.) —.85— I 4. 1— Gott Lob, 22 Schrit hu—9 CE⸗—— keit ist a-ber⸗ zu dir im Fort⸗gang die ⸗ser Zeit mein Herz sich E 2. 2 R.—* —————. 2—. 2— 4———.— EU—t— mals voll⸗en⸗det; ů sehn-lich wen⸗ det, SSISSSSSISISISIIII........... flicht und al⸗le Gna⸗de sich er⸗gießt zu mei⸗ ner o Ouell, dar⸗aus mein 66 ben See⸗le Le⸗ ben. 22* Nr. 403 Lieder für besond. Stände. 34⁴0 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr und wird mir fast zu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Herz und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, wenn ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen, und daß du dort, o Lebensfürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich die Woch“) geendet, und also auch von dieser Zeit ein neuer Schritt vollendet, und freudig schreit ich weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine Hände lässig sind und meine Kniee beben, so biet mir deine Hand geschwind, mich wieder zu erheben; erfüll mit laß a steice mein Herz, damit ich freudig himmelwärts ohn Unter⸗ aß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was Jn Stund und Zeit! Ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in esu lebe. A. H. Francke, 4 1727. 5 das Jahr. 403. (Mel. valet will ich dir geben.) 4 440— 4 H 135 IJ—.— +— 2 1 Hem Wo⸗che geht zu En⸗de, nicht a⸗ber Awener wei denn wo ich mich hinwen⸗de, da ist sie im⸗mer neu. LV + 4— PIPIPIRPIPIPIIITIIIIIRRRT 341 Beruf. Nr. 404 2. Du gnädigster Erhalter von allem, was ich bin, hör meines Mundes Psalter und nimm mein Opfer hin. Unzählbar sind die Gaben, die du geschenket mir, und was ich nur kann haben, ist alles ja von dir. 3. Die ganze Woche zeuget von deiner Gütigkeit, die du zu mir geneiget, getreu zu jeder Zeit. Auf meines Lebens Pfade im 51 4. Augenblick die Wunder deiner Gnade im Unglück wie im Glück. 4. Allein mein Herze bebet, wenn es zurücke denkt, wie übel ich gelebet und dich, mein Gott, gekränkt; drum 2 ich: Herr, er⸗ barme, erbarm dich über mich! Ich fall dir in die Arme: ach, schone gnädiglich! 5. Mein Glaube heißt mich hoffen, es sei durch Christi Blut ein neuer Bund getroffen und alles wieder gut; drum will ich dir geloben, auf ewig treu zu sein; dein guter Geist von oben wird mir die Kraft verleihn. 6. Ich bin dein Kind aufs neue; drum gib, daß diese Nacht mich auch dein Schutz erfreue, der alles sicher macht. Ich werde gleichsam sterben; der Schlaf ist wie ein Tod; doch kann ich nicht verderben: du lebst in mir, mein Gott. 7. Soll das in diesem Leben die letzte Woche sein, will ich nicht widerstreben, nein, mich im Geiste freun auf jenen Feierabend, den Christi Tod gemacht, und diese Hoffnung habend sprech ich nun: gute Nacht! B. Schmolck, 4 1787. Beruf. 404. (mel. welt, ich muß dich lassen.) E— I...— 4.—8 — I. Du sollst in al-len Sa-chen mit Gott den An-fang E. 4 D + L—+4 + EEE 2—.— 2——— ma⸗chen aus treu⸗er Schuld und Pflicht. Wem hast du Dank 22—S.— ö —..... — DD zu ge⸗ ben, als ihm, für Heil und Le⸗ben? WW————— I ——.— Von dir, o Mensch, ent⸗springt es nicht. Nr. 405 Lieder für besond. Stände. 342 2. Was will dein kaltes Sinnen, du Staub der Zeit, beginnen, legt er nicht Hilfe bei? Der Mensch mit seinem Dichten weiß wenig auszurichten, das wahrhaft gut zu heißen sei. 3. Drum sei nicht zu verwegen auf des Berufes Stegen und bilde dir nicht ein, als könntest du Vertrauen auf deine Kräfte bauen; denn sie sind Gottes und nicht dein. 4. Wo Gottes Hand sich reget, den Grund zur Arbeit leget, da zieht der Segen ein; verkehrt er sein Gesichte, so wird ein Werk zunichte, wie trefflich auch die Meister sein. 5. Schlag an die Himmelspforten mit starken Glaubensworten, da bitte Beistand aus. Daher wird Segen fließen und reichlich sich ergießen auf dich und auf dein ganzes Haus. 405. Alnel. O Durchbrecher aller Bande.) —.— a wun H EE v Hiii: D en d n Binn Künl P....—4 EE 2—— EHAEEEEEEEEE ꝗ Je⸗su, komm, sei ein⸗ge⸗be⸗ten. Meine Hände leg ich an; wollest mir zur Sei⸗te tre⸗ten, daß mein Tun sei wohlgetan. N + 1 A + I..———.— IE—4.— 12— SSS.......... E SISSSESSE‚De 4— Auf dein Wort, zi A. Tscherning, 4 1659. — ⏑ 0 — * * — —— S V 2 — — . 2 — — — — * — — * — S* — — — — — — — + —2* EAEED ———— DEEIl * ei⸗nen gu⸗ten Zug be⸗sche⸗re, laß es vol⸗ler Se⸗gen sein. 2. Ohne dich macht nichts mein Machen, nichts kann alle meine Kunst; ohne dich in allen Sachen alle Müh ist ganz umsonst. Ach, du mußt mit Hand anlegen, meine Hand ist viel zu schwach. Nun so komm mit Hilf und Segen, meine Ohnmacht mächtig mach! 3. Gerne will ich tun das Meine, will es tun auf dein Ge⸗ heiß: tu auch du dabei das Deine und beglücke meinen Fleiß. Laß mich und mein Haus erfreuen einen reichen, guten Zug; doch sollt es nicht gleich gedeihen, hab ich dich, hab ich genug. 4. Zwar, wie sollt es mir nicht glücken, da du selbst Mithelfer bist? Ach, du kannst und willst erquicken, wenn man fromm und gläubig ist. Ist nur Gott, so ist daneben alles andre auch im Haus; du wirst segnen, du wirst geben, der du allen teilest aus. 5. Ich verseh mich deiner Gnaden, ob ich keines Segens wert; wirst du mir mein Netz beladen, sollst du sein mit Dank verehrt; gibst du, will ich wiedergeben; ja, ein Teil davon soll dein, dein, o Gott, und auch daneben meines armen Nächsten sein. S. v. Birken, 4 1681. —— 343 Beruf. Nr. 406 406. (Mel. Es ist das Heil uns kommen her.) LZE III— 1S.... XIX 1 In Got⸗tes Na⸗ men fang ich an, was Gott wird al ⸗-les wohl⸗ge⸗ tan und S.I....... —. 15 2—4—— mir zu tun ge⸗büh-ret; mit ö glück⸗lich aus ⸗ge⸗füh ⸗ret. Was man in Got ⸗tes —* 8— Li n vn m.—— +——— EEEEEEE EEEE 1*—= I— V.—.4 Namen tut, ist al⸗-lent-hal-ben recht und gut und ⁰ +◻EEE— 1 LI .————— —————.———— EH. — V 5* V muß uns auch ge-dei ⸗ hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, das Gute zu voll⸗ bringen, er gibt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen, daß uns ein reicher Zug entsteht und Gottes Gab in Fülle geht, daß wir zur Gnüge haben. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er krönet sie mit Gnaden; der bösen Welt Haß, Neid und Hohn kann hren gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihren Weg und Stand und füllet sie mit Freuden. 4. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken. Gib dein Gedeihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich tu, erfahre deinen Segen. 5. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden, auf daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinem Nächsten diene. 6. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir; die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit und gib, daß ich zur Abendzeit erwünschten Lohn empfange! S. Liscow, t 1698. Nr. 407 Lieder für besond. Stände. 344 407. l Erschienen ist der herrlich Tag.) —&———H.— +1 1—— 1. Das walte Gott, der hel-wfen kann! Mit Gott fang ich die A ..——39—.— SEEEEEE E 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht; drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht gibet, da gebrichts: Gott gibt und tut mir alles Guts; drum sprech ich nun auch gutes Muts: das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist; drum sprech ich auch zu jeder Frist: das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnügets mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch aus Herzensgrund: das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei; drum dies auch meine Losung sei: das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will; drum sprech ich auch fein in der Still: das walte Gott! 9. Gott sieht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch tut er mir Guts; drum sprech ich auch: das walte Gott! 10. Nichts glücket ohne Gottes Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaͤubensvoll; das walte Gott! 345⁵ Ehe und Hausstand. Nr. 408 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid; laß hassen, wers nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freuden an: das walte Gott! 12. Tu ich dann was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: das walte Gott! J. Betichius, 1 1722. Ehe und Hausstand. 408. (mel. Nicht so traurig, nicht so sehr.) EHr 23u E, 5— d,,., 1 Voller Wunder, voller Kunst, voll von hoher Weisheit Iweif, voller Hul⸗de, Gnad u. Gunst, Lab⸗sal bei des Lebens Schweiß, —— ö———— EiiEEEEEEEEE EEEEEEEE ——.— +4—3 4. ꝗ voller Wun⸗der, sag ich noch, ist der keuschen Lie⸗be Joch. 2. Die sich nach dem Angesicht niemals je zuvor gekannt, auch sonst im geringsten nicht mit Gedanken zugewandt, derer Herzen, derer Hand knüpft Gott in ein Liebesband. 3. Dieser Vater zieht sein Kind, jener seins dagegen auf, beide treibt ihr sondrer Wind, ihre sondre Bahn und Lauf; aber wenn die Zeit nun dar, wirds ein wohlgeratnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn, dort ein edle Tochter zu; eines ist des andern Kron, eines ist des andern Ruh, eines ist des andern Licht, wissens aber beide nicht. 5. Bis solang es dem beliebt, der die Welt im Schoße hält und zur rechten Stunde gibt jedem, was ihm wohlgefällt: da erscheint im Werk und Tat der so tief verborgne Rat. 6. Jeder findet, jeder nimmt, was der Höchst ihm ausersehn; was im Himmel ist bestimmt, pflegt auf Erden zu geschehn, und was dann nun so geschicht, das ist sehr wohl ausgericht. 7. Gfters denkt man: das und dies hätte können besser sein; aber wie die Finsternis nicht erreicht den Sonnenschein, also geht auch Menschensinn hinter Gottes Weisheit hin. 8. Laß zusammen, was Gott fügt; der weiß, wies am besten sei; unser Denken fehlt und trügt, sein Gedank ist mangelfrei; Gottes Werk hat festen Fuß, wenn sonst alles fallen muß. 9. Siehe frommen Kindern zu, die im heilgen Stande stehn, wie so wohl Gott ihnen tu, wie so schön er lasse gehn alle Taten ihrer Händ auf ein gutes, selges End. 1 Nr. 409 Lieder für besond. Stände. 346 10. Ihrer Tugend werter Ruhm steht in steter voller Blüt; wenn sonst aller Liebe Blum als ein Schatten sich verzieht, und wenn aufhört alle Treu, ist doch ihre Treue neu. 11. Ihre Lieb ist immer frisch und verjüngt sich fort und fort; Liebe zieret ihren Tisch und versüßet alle Wort; Liebe gibt dem Herzen Rast in der Müh und Sorgenlast. 12. Gehts nicht allzeit, wie es soll, ist doch diese Liebe still, hält sich in dem Kreuze wohl, denkt, es sei des Herren Will, und versichert sich mit Freud einer künftig bessern Zeit. 13. Unterdessen geht und fleußt Gottes reicher Segensbach, speist die Leiber, tränkt den Geist, stärtt des Hauses Grund und Dach, und was klein, gering und bloß, macht er mächtig, viel und groß. 14. Endlich, wenn nun ganz vollbracht, was Gott hier in dieser Welt frommen Kindern zugedacht, nimmt er sie ins Himmelszelt und drückt sie mit großer Lust selbst an seinen Mund und Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst, voll von hoher Weisheit Preis, voller Wunder, voller Kunst, Labsal bei des Lebens Schweiß, voller Wunder, sag ich noch, bleibt der keuschen Liebe Joch. P. Gerhardt, 4 1676. 409. (mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern.) — N— 4 .2. 2——— 93——..— E S—.——* 2.—.— 1 9 Wie schön ists doch, Herr Je⸗su Christ, im Stan⸗de, Wie steigt und neigt sich deisne Gab und al-les 2—*————— HN EiiEEEEE EEEE VV.—— II I———— II da dein Se⸗gen ist, im Stan⸗de heil⸗ger E⸗he! Gut so mild her⸗ ab aus dei⸗ner Heil⸗gen Hö⸗he, —.— n, me i:, erᷣn dien nnntn en muns n:. ———.———.— +— +— + EH äꝑꝑPIII TTT wenn sich an dich flei⸗ßig hal⸗ten Jung und Al⸗ten, 2.——.———— N ED. Ꝙ———————‚IA die im Or⸗den ei⸗- nes Le-bens ei-⸗nig wor-den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohlverstehn und Hand in Hand durchs Leben gehn im Bunde reiner Treue, da blüht das Glück von Jahr zu Jahr, da sieht man, wie der Engel Schar im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 347 Ehe und Hausstand. Nr. 410 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich, das Weib gleicht einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Rehnne die da leben. Wohl dir, o Zier, Manneswonne, Hausessonne, Ehrenkrone! Gott denkt dein auf seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhand hat aufgerichtet solchen Stand: es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet fließen; doch wer sich still und in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Zage, trage nur ein wenig! Unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein König, nah herzu! Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen! P. Gerhardt, 4 1676. 410. (mel. Wwerde munter, mein Gemüte.) .—————— — 2 2 E5—,. t 1 Sorge doch für meine Kinder, Vater, nimm dich ih⸗ rer an; ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zu-ge⸗tan, E aamimhn—.— 0 D— 1 RSISSDEee‚eeeIT——— *——— ö— und du hast sie in der Tauf vä-ter-lich ge-nom-men auf, e.——— Ar mu,h, vr ö— ——0—— 7—5——— +—060 7 + 9————.——.—— daß sie, wenn sie soll-ten ster-ben, wä⸗ren dei- nes Rei⸗ches EH j.— +S. + 1 HAUENNAI Er-ben. 2. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätt in Angst und Not gestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. Nr. 411 Lieder für besond. Stände. 348 3. Sollt ich nicht für solche Güte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem Gemüte solchen Glücks⸗ und Segensschein rühmen und vor jedermann deine Wohltat zeigen an, ach, so müßt ich ganz vermessen Gottes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln andre große Schätze, suchen in der Welt ihr Heil, daß sie Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Der du sie bisher erhalten, wollest stets ihr Schützer sein, wollst in Gnaden ihrer walten, bricht Gefahr für sie herein. Regt in ihrer eignen Brust sich mit Macht die böse Lust: gib dann, daß sie mutig kämpfen und den Reiz der Sünde dämpfen. 6. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß 8 ihre Lebensjahr in der Gnade bringen zu, bis du sie, wie mich, zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 7. Können sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt, was zu deiner Ehre geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 8. Gönne mir die große 99106 daß einst an dem jüngsten Tag nach so vielem Kreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret; ewig sei dein Nam geehret! L. H. Schlosser, 4 1723. (mel. Seelenbräutigam.) 411. Q +* + SS I IIFIFIFIFIFIF.IIFTTTT..T..... 16——..—.— V I—.— 1. Je⸗su, geh vor⸗an auf der Le-bensbahn, ——3 V. ve r Imn ——— UEEEE.... und wir wol⸗len nicht ver⸗wei⸗len, dir ge⸗treu⸗lich nachzu⸗ Q 1 +—*— I. H. i M.DRDRRS— HH—.4——2—— n.—. ei⸗len; führ uns an der Hand bis ins Va⸗ter⸗land. 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein sremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 349 Ehe und Hausstand. Nr. 4 12,413 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. N. L. Gras v. Zinzendors, t 1760. 412. (mel. 0 Jesu Christ, meins Lebens Licht.) CWiuA. nEn nen n. nnes un- r,„dare n e e EREDDESISS..——.—— .————.—. 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je ⸗sus Christ al⸗lein das H EENI 1—— H+—— 2 d na n, Sdim n:e d d. — 1—— I.— LO——— 1.—. All in al ⸗lem ist! Ja, wenn er nicht dar⸗ in⸗nen Q.— 4 4 4 4* 4.4*.—...‚r IX SSSS.IIIIIII 28— 14 1 wär, so stünd es öd und wüst und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib und Kind im rechten Glauben einig sind, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist, noch heißt. 4. Wohl, wenn der Herzen fromm Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort, als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im aͤußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art im Glauben seine Pflicht bewahrt. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück, so bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht, die Eltern werden hocherfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Wenn alles Volk vom Herren wich, so dienen wir ihm ewiglich. Ch. K. L. v. Pseil, 1 1784. Mel. Nr. 409. 413. 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit, dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; gib deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Nr. 414 Lieder für besond. Stände. 350 Eine kleine, fromme, reine Hausgemeine mach aus allen. Dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets sort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns wie das Sonnen⸗ licht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, demütig, sanft und linde. Liebe übe jede Seele; keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte; selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste; denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist, als nur dein Geist regiere; daß er, der alles wohl bestellt und gute Zucht und Ordnung hält, uns alles lieblich ziere. Sende, spende ihn uns allen, bis wir wallen heim und droben dich in deinem Hause loben. K. J. Ph. Spitta, 4 1859. In H —H—— . Ewennen ee. 7 1 O se ⸗lig Haus, wo man dich auf-ge⸗ nommen, Ewo un⸗ter al len Gä⸗sten, die da kommen, 4—53 4——— +VI.— N* EE J +——— 2 — L 2.— H 2.——. 24....—.— IIDI —— 2———— du wah⸗rer See⸗lenfreund, Herr Je⸗su Christ! du der ge⸗fei⸗ert⸗ste und liebste bist; wo al⸗ler AEEEEEE 1—— 38 Her⸗zen dir ent⸗ge⸗genschla-gen und al ler Au⸗gen 351 Vor d. Trauung. Nach d. Trauung. Nr. 415 TE + N +**— EIN 1 + +— 1 4 N— +. 4 4 2Z2— ——.... AEEE +—— ——— —.—.— freudig auf dich sehn; wo al⸗ler Lip⸗ pen dein Ge⸗bot er⸗ SSS.. I. III 9 12 SSSSe fra⸗gen und al-le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗tig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten, wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland, du! ö 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen, froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. ö J. Ph. Spitta, 1 1859. Mel. Nr. 409. 415. Vor der Trauung. Von dir, du Gott der Einigkeit, ward einst der Ehebund geweiht; von dir kommt auch der Segen. O segn auch jetzt von deinen Höhn, die hier vor deinem Antlitz stehn, um Hand in Hand zu legen. Laß sie, Vater, dir ergeben, einig leben, treu sich lieben und in deinem Wort sich üben. Nach der Trauung. Nimm sie in deine Vaterhut, halt ihren Sinn bei frohem Mut, ihr Herz dem Himmel offen, und lehre sie, sich deiner freun, ein Da und eine Seele sein im Glauben, Lieben, Hoffen! Laß sie, ater, dir ergeben, glücklich leben, freudig sterben und vereint den Himmel erben! G. E. Waldau, 1 1817. Nr. 416 Lieder für besond. Stände. 352 Obrigkeit. 416. (Mel. Aus meines werzens Grunde.) —0— lt. 2 55 13= 1— n— 1 1„ho⸗ va, Herr und Kö ⸗ nig der Kö- ni⸗ dir sind wir un ⸗öter tä ⸗ nig, du herr⸗schest iiEEEEEEE ge und Herrn, nah nund fern; du Herr im Him-mels⸗zelt, laß un⸗ter dei⸗ nem Lei⸗ ten be ⸗stehn die Ob⸗rig⸗kei⸗ ———— EII 5 n ee, L.—— .. 75 +——— II ten, zu herrschen in der Welt. 2. Es zeugen deine Knechte, daß keine Obrigkeit als nur durch deine Rechte und deine Macht gebeut. Du hast sie hoch geschätzt; a ihr zuwider lebet, der trotzt und widerstrebet dem, was du hast gesetzt. 3. Du Gott der Ordnung, lehre mich selbst durch deinen Geist, daß ich die Obern ehre, wie uns dein Wort es heißt. Sie tragen ja dein Bild; gib, daß ich Demut übe und sie mit Ehrfurcht liebe, so wird dein Wort erfüllt. 4. Verleihe deine Güte und sende Recht und Licht; gib ihnen ins Gemüte viel Weisheit zum Gericht. Du herrschest selbst im Land; das Herz der Obrigkeiten kannst du wie Bäche leiten; es steht in deiner Hand. 5. Gib, daß durch ihr Regieren wir mit Zufriedenheit ein ruhig Leben führen in wahrer Frömmigkeit. Laß sie die Pfleger sein der gläubigen Gemeinde und als getreue Freunde ihr heilge Sorg⸗ falt weihn. 6. Die uns allhier regieren, Herr, die regiere du; laß deinen Geist sie führen, dein Rat sprech ihnen zu. Herr Gott, du segnest gern; o, walte du hienieden, gib deinem Volke Frieden durch Jesum, unsern Herrn. Nach Ph. Frd. Hiller, 4 1769, + 353 Nr. 417,418 Predigtamt. Mel. Nr. 409. 417. 1. O Jesu, Herr der Reht an du König deiner Christenheit, du Hirte deiner Herde, du siehst auf die erlöste Welt, regierst sie, wie es dir gefällt, sorgst, daß sie selig werde. Von dir sind wir 1105 erwählet, zugezählet den Erlösten, die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, die es zum Himmel führen, und die voll Eifer, Geist und Kraft, voll Glauben, Liebe, Wissenschaft das Herz der Sünder rühren. Treue Hirten laß den Seelen niemals fehlen, daß die Herden mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun, durch Lehr und Leben zu erbaun, gib 928. hr ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm tun und leiten, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn; laß ihn sein Amt mit Freuden tun; nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein I das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer laß in Paehen und Gemeinschaft feste stehen und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund, uns dir entgegenführen. Du gibst ihm unter seine Hand die Seelen als ein teures Pfand; laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, beut die Hände, daß am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. ů 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn! Wir heißen dich will⸗ kommen gern in Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ewgen Vaterland. Gokt mit dir! Amen! Amen! Mit dir gehn wir durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. J. D. K. Vickel, t 1809. Allgemeine Not. 418. itw. — L 71. Wenn wir in höch⸗sten N5 ⸗ ten sein und wis⸗ sen 9⁰— 1 4.—*. SSISESEE E 5.— nicht, wo aus noch ein, und fin⸗den we⸗der Hilf noch Rat, 23 +.. — H 2 Nr. 419 Lieder für 350 Verhältnisse. 354 EH 4* I—— SE— ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen ins⸗ gemein anrufen dich, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und bitten um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich f Namen des Herrn Jesu Christ, der unser Heil und Mitt⸗ ler ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all Gesah Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und efahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß, sprich uns davon in Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; 7— Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. P. Eber, 4 1569. (Mel. Da Christus geboren war.) J.—9* E—..— EEEEEEE 26 Treu⸗er Wächter—³ ra⸗el, des sich freu⸗et Leib und Te— 4 4 ——3 —. ˖. H. Seel, der du ken⸗nest al⸗les Leid dei⸗ner ar⸗men Christen⸗ 2—358—— 0 e derdunichtshlafstnochschlummerst zu uns vin H an ich d jetzt dein hilf⸗reich An⸗-ge⸗ si 1— 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall! 2 wird der Trübsal mehr: hilf, ach hilf, schütz deine Ehr! Ach, wir Armen, wir vergehn, Trost wir nicht vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst 358 QMIIIX — ———— v. * wuiin e ——.— 355 Allgemeine Not. Nr. 420 3. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm hast erkauft zum Eigentum. Dein Er⸗ barmen hat kein End, deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt. 4. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hülfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; eine Mauer ch uns bau, daß dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie an⸗ au. 5. Höchster Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, Gott um uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit! Trotz dem, der uns tut ein Leid; Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Du, des Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller dich w Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herrn ich nenn. 7. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt, der der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer Friedensfürst, der der Schlange Kopf zer⸗ knirscht und durch seinen Kreuzestod Frieden wiederbracht bei Gott, gib uns Frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich und dich preisen ewiglich. J. Heermann, 4 1647. 420. (nel. Herzlich tut mich ver langen.) 4 — 1 2 ——— 1—— EV——— 1——— ——.— In tie⸗sen Ang⸗sten schrei⸗en wir dich, Er⸗bar⸗mer, an, dich, der al⸗lein be⸗frei⸗en, al⸗-lein er⸗hö⸗ren bmhh 9—— 2—.— ö 4 Hast du denn ganz ver⸗bor⸗gen dein Va⸗ter- an⸗ ge⸗sicht? SSSSSSS......... I— Hꝗ ———— 2. Die Not von so viel Seiten beraubt uns aller Ruh; wir sehn dem Sturm der Zeiten mit bangem Herzen zu. Die Hilfe im Gedränge, eoseh das Auge tränt, verzieht sich in die Länge und ist noch nicht ersehnt. 23* Nr.421,422 Lieder für besond. Verhältnisse. 356 3. Wir fallen, müd im Herzen, nachts auf die Lagerstatt und träumen, was mit Schmerzen uns tags gefoltert hat; erwachen wir, so beben wir vor der neuen Last. Wie qualvoll ist dies Lebeni Herr, wir erliegen fast! 4. Willst du noch länger schweigen zu unserm Kummerstand, nicht uns Verlassnen zeigen die Allmacht deiner Hand? Laß endlich dich bewegen! Errett uns, dir zum Ruhm! Kehr doch den Fluch in Segen, das Leid in Freuden um! 5. Verdienten wir als Sünder die Rut, ach, so vergib; hab uns und unsre Kinder in Christo dennoch lieb! Gib uns, daß wir dich ehren, den Sinn, der dir gefällt! Komm, komm, uns zu erhören, Erbarmer aller Welt! J G. Schöner, 4 1818. Krieg und Frieden. 421. —.— —— Ver⸗leih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten; ü e.nrert —.— n m, vn. n e— 8 0 1 W. C 5 ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte strei⸗ten, E. 12— I ——— LI denn du, un⸗ ser Gott,* lei ⸗ne. Luther, 4 1546. 422. (mel. Nun lob, mein Seel, den Herren.) 1(baß ⸗lob, nun ist er-schol- len das ed„le daß nun⸗mehr ru⸗ hen sol„len die Spieß und . 3 V. Fri Fried⸗ und Freu⸗den⸗wort, ů 10. Schwerter und ihr Mord! Wohlauf! und nimm nun wie 1 ——. 2. ö S.—————.*—.— der dein Sai⸗ten⸗spiel her ⸗vor. Daulschl and, 357 Krieg und Frieden. Nr. 423 . + + 4 4 41———— e e en e e*—— SSS I T 0 und sing Lie ⸗der im ho⸗hen, vol⸗len Chor; er⸗ + 4 +. 4 inn evin— 2— 2—— *—————— L,;ʒ:, —7 be E. 1.— 1 4—— ö dein Ge⸗ mü⸗ te zu dei⸗ nem Gott und 2 .2 Q 2—3„. S... E. I——————.— ERAAT. 2 12— 1.—2—./ n 165 e, d win D.....‚..—.. 1—. S..... E1— 4..— * sprich: Herr, dei⸗ ne Gnad und Gü-te bleibt den-noch —...—‚....—— ——.*. ILI SDSS....... e⸗ wig ⸗lich! 2. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenker all unser Glück und Heil; wer dich be⸗ trübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. „Ach, laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh, als das letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende⸗ naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in Fried und ewger Ruh. P. Gerhardt, 1648. 423. (Mel. Nun danket alle Gott.) — dee v ——— 1 Herr Gott, dich lo⸗ben wir, wir preisen dei⸗ne We wir rüh⸗men dei⸗ne Macht mit herz⸗li⸗chem Ge⸗mü⸗te; —.— I——.—————* 1 Ua E+ 24*.—————..—. 70 E— Z.—..——.—— ———— 4 2 L. tönt mit gro⸗ßem Schall: Herr Gott, dich lo⸗ ben wir! Nr. 424 Lieder für besond. Verhältnisse. 358 2. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Rriedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren; jetzt Hert unser Mund mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh! Herr Gott, wir danken dir! 4. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vater⸗ hand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan; Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, o Vater, unsern Wunsch; Herr Gott, wir danken dir! Joh. Franck, 1648. Mißwachs und Teurung. 24 * —.—65 Zesu, hilf siegen, du Sürste des Lebens.) E 4 iĩ‚.— .——— Christen er⸗war⸗ten in al⸗ler⸗lei en Je⸗sum mit mit⸗ten in Stürmen und to⸗ben⸗den Wel⸗len sind sie ge⸗ ....... sei⸗ner all⸗mäch⸗ti⸗gen Hand; 3 10 die Nach bau-et auf l⸗ si s and. Wenn sie die Näch⸗te der Trübsal be⸗ de⸗cken, kann doch ihr Grau⸗en fe we⸗ nig er⸗ 50 schre⸗cken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken, drohet und uker ihr blinkendes Schwert, lassen doch Christen die Häupter nicht inken, denen sich Jesus im Herzen verklärt. Wüten die Feinde mit Tan und Toben, schaun doch die Christen voll Trostes nach en 359 Ernte. Nr. 425 3. Geben die Felder den Samen nicht wieder, bringen die Gärten und Auen nichts ein, schlagen die an bon. die Früchte da⸗ nieder, brennen die Berge von hitzigem Schein: kann doch ihr Herze den Frieden erhalten, weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängstlichem Sorgen Kräfte, Gesundheit und Kürze der Zeit, da doch im Rate des Höchsten verborgen, wann und wo jedem sein Ende bereit. Sind es nicht alles unnötige Schmerzen, die ihr euch machet, ihr törichten Herzen? 5. Zweifel und Schmerzen verderben die Frommen; Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott; Seele, verlangst du zur Ruhe zu kommen, hoffe geduldig in Jammer und Not! Ob auch die göttliche Hilfe verborgen, traue dem Höchsten und meide die Sorgen! 6. Gutes und alle erbetenen Gaben folgen dir, bis man dich leget ins Grab, ja du wirst selber den WDerde 1 noch haben; ei, warum sagst du den Sorgen nicht ab? erde doch in dir recht ruhig und stille! Das ist des Vaters, des ewigen, Wille. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude, himmlische Güter, un⸗ denkliches Heil werden dir dort auf der ewigen Weide unter den Menschen und Engeln zu teil, wenn einst in Herrlichkeit Christus wird kommen und zu sich sammeln die Herde der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset in den Ohnmächtigen mächtige Kraft; dann wird alleine sein Name gepreiset, wenn er den Zagenden Freudigkeit schafft. Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue, wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Ch. L. Edeling. t 1742. Ernte. 425. (mel. O daß ich tausend Zungen hätte.) SSIIIIIIITTT ö O Gott, von dem wir al ⸗les ha⸗ ben, die Welt ist ein sehr du a⸗ber tei⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben recht wie ein Va⸗ter Drüh nen Has⸗ Dein Se⸗gen macht uns al⸗-le reich; ach, g.. 2 35—...— EXE lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? Nr. 426 Lieder für besond Verhältnisse. 36⁰ 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch darf die Notdurft keinem fehlen, denn du weiß! allen vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot empfängt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot, es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken? Der Wunder sind hier gar zu viel. Soviel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens üeen f und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. K. Neumann, 1 1715. 426. (Mel. Seuch mich, zeuch mich mit den Armen. Oder wie Nr. 311: Unser Herrscher, unser Rönig.) —..——.——— n nt i, d n EEEE EEEE T die⸗ser ganzen Welt! Laß den Mund voll Lobes werden, da man dir zu Fü-ßen fällt, ‚Zĩ‚ͤuͤ.4 + n.,. für den reichen Ern⸗te⸗se⸗gen Dank und Op⸗fer dar⸗zu⸗le⸗gen. 2. Vater, du hast aus Erbarmen uns Unwürdige genährt, du hast Reichen, du hast Armen milder Gaben viel gewährt. Sei gelobt und hochgepriesen, daß du soviel Guts erwiesen. 3. Du hast Sonnenschein und Regen uns zu rechter Zeit ge⸗ schickt, und so hat man allerwegen Auen voller Korn erblickt; Berg und Täler, Tiefen, 57 sahen wir im Segen stehen. 4. Ach, wer ist, der solche Güte dir genug verdanken kann? Nimm ein dankbares Gemüte für die große Wohltat an! Alle Felder sollen schallen: du machst satt mit Wohlgefallen. 5. Lehr uns auch wohl anzuwenden, was uns deine Huld ge⸗ währt; nie zur Sünd es zu verschwenden, daß es nicht der Fluch verzehrt. Bleiben wir in alten Sünden, kann der Segen leicht ver⸗ schwinden. 361 Ernte. Nr. 427 6. Schenk uns auch zufriedne Herzen, Stolz und Geiz laß serne sein; laß den Undank nichts verscherzen, streu das Samkorn 0105 ein, daß wir jetzt und künftig haben, auch die Dürftigen zu laben. 7. Laß dein Wort auch Früchte bringen, daß man reichlich ernten kann, so wird man hier jährlich singen, wie du uns so wohl⸗ getan. Gib uns nach dem Tränensamen Freudenernt im Himmel. Amen. B. Schmolck, 4 1737. 427. mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan.) —.—. 12—.— e=. — Weunmaunnichtre ist wohlge⸗tan! So den⸗ken Gottes Kinder. Wenn man nicht reichlich ernten kann, liebt er uns doch nicht minder. — 8 — — 2 1— 4 —— I 4— LE LI E5 + +2— F CEE.X.——.—— TJ. 1 ENL.—.—.— I........ I +—— Er⸗-den ein Ziel der Pla-gen wer-den. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung legen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Es geh nach seinem Willen, und läßt sichs auch zum Mangel an, so weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld nicht viel enthält, man kann bei wenig Gaben satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan! Das Feld mag traurig stehen; wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebenskraft, es nennt uns Gottes Erben; wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan! So wollen wir stets schließen; ist gleich bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen: er, unser Gott, weiß, was uns not, und wird es gern uns geben; kommt, laßt uns ihn erheben! B. Schmolck, 1 1787. Nr. 428,429 Lieder für besond. Verhältnisse. 362 Wetterlieder. 428. (nel. wo Gott, der Serr, nicht bei uns hält.) ————————. in h. dor 5—.— 1————1 EI / Golt, der du das Fir ma⸗ment mit Wol'ken heißt sich der du in⸗glei⸗chen kannst be⸗hend das Son⸗nen⸗licht er⸗ AHuc— E 12 l. n, d Fete, re, BxRat EE——— 99 aen halt doch mit vie⸗lem Re⸗gen ein, und AHr Z.—ü— n un Eunn Er, H + —— ;gib uns wieder Sonnenschein, daß un⸗ser Land sich freu ⸗e. 2. Die Felder trauern weit und breit, die Früchte leiden Schaden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Nässe sind beladen; dein Segen, Herr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missetat und ganz verkehrtes Leben, so deinen Zorn entzündet hat, daß wir in Nöten schweben. Wir müssen zeigen unsre Schuld; weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der Himmel weinen. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast versprochen, und wohne uns in Gnaden bei, die wir dich kindlich suchen. Wie hält so hart sich diese Zeit dein Herz und sanfte Freundlichkeit? Du bist ja unser Vater! 5. Gib uns von deinem Himmelssaal dein klares Licht und Sonne, und laß uns wieder überall empfinden Freud und Wonne, daß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im Himmel und auf Erden. M. Schirmer, 4 1673. 429. (Mel. Auf meinen lieben Gott.) ·. ¹r + H—..—.— D..— SISS SPSISI III II.II 1. Ein Welr ter seiege 1 I 1. Ein Wet⸗ter stei⸗get auf: mein Herz, zu Gott hinauf! Fall Q e Hiuu Miume 8. EEE en Vune M; nn H. SSS II ITTTTTI findlich ihm zu Fu⸗ße durch wahre Reu und Bu⸗ße, da⸗ 363 Reise. Nr. 430 9⁰ 14 . IE mitgleich dei⸗ ne Sün⸗den durch Chri⸗sti Tod entschwinden. 2. Herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm, ich bitt um dein Erbarmen, sieh Christum in mir Armen, um dessen⸗ willen schone, mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi teures Blut mach mir ein Herz und Mut, das sich nicht knechtisch scheue, vielmehr auf deine Treue in allem kindlich traue und auf dein Helfen baue. 4 Ich will mit dem, was mein, dir ganz gelassen sein; dein Flügel wird uns decken, verjagen allen Schrecken und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! Verlaß uns nicht; bleib unsre Zuversicht und laß dein Baterlieben auch jetzt an uns sich üben, so wolln wir, weil wir leben, dir Preis und Ehre geben. Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1 1706. Ne Us. 430. (Mel. O welt, ich muß dich lassen.) — ö .2—.5——— — EEEIE.. E.—*— c.———. PFIII..— . Ich zieh in fer⸗ne Lan⸗de, zu nü⸗tzen ei⸗nem Stande, ö DSEE SSSSI..... 25 * ——— was gut und recht ist, sas⸗sen, zu dienen treulich seiner Welt. 2. Gott wird zu diesen Reisen gewünschten ben. en weisen, wohl helfen hin und her; Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben, und was in Demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch seinen Schutz, den frommen, bin ich so⸗ weit gekommen, und weiß doch selber sast nicht wie. 4. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein göttlich Wort. 5. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen: ich will mit Gott ihn überstehn. Nr. 431, 432 Lieder für besond. Verhältnisse. 364 6. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 7. Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu: so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruͤh. 8. Indes wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein; wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten mögen insgemein. 9. So sei nun, Seele, seine, und traue dem alleine, der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. P. Fleming, 4 1640. Krankheit. Mel. Nr. 430. 431. 1. Ich hab in guten Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl; so will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Oual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn; dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden er— kennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren; im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken, der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Chr. F. Gellert, 4 1769. 432 * (Mel. Schwing dich auf zu deinem Gott.) 3.— 4——.— 3— ——.—.——p 1 Herr!lCin gan⸗zer Lei⸗ dens⸗tag ist nun U⸗ ber⸗ Ach, wie⸗viel der Mensch ver⸗mag, das hab ich emp⸗ 2— 2— 365 Am Geburtstage. Nr. 433 +.——4 222——— ———.— ..SDSDSDS‚S.E de Funs den. Wie ge⸗brech⸗lich ist die Kraft, wie ver⸗ —*— äKBtH„⸗'!!l!l—.— E + zagt der Glau-be! Wenn der Herr nicht Hil-⸗fe schafft, lie gen wir im Stau⸗be. 2. Ach, wie könnt ich diese Nacht ohne dich bestehen? Ohne deine Huld und Macht müßt ich ganz vergehen. Trübe fällt der Abend ein, stille wirds auf Erden; doch in diesem Kämmerlein wirds so still nicht werden. 3. Jedes Auge tut sich zu, alles sucht den Schlummer; doch hier ist noch keine Ruh, denn es wacht der Kummer. O so komm und bleibe hier bei dem armen Kranken; liebster Jesu, schenke mir tröstliche Gedanken. 4. 8590 empor das matte Herz aus der finstern Höhle; salbe diesen Leib voll Schmerz mit dem Lebensöle! Herr, du kannst die Furcht und Pein in der Seele stillen. Laß mich ganz ergeben sein in des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht wachen muß und weinen: Herr, du bists, der bei mir wacht, du wirst mir erscheinen. Du 25. in der Dunkelheit freundlich mit mir sprechen, sollte gleich vor Traurig⸗ keit mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin, lieg ich dir in Händen; wo mein Auge siehet hin, wirds zu dir sich wenden. Mein Gebet bestärke du, laß es nicht ermatten; laß mich finden sanfte Ruh unter deinem Schatten. H. Puchta, 1 1858. Am Geburtstage. Mel. Nr. 430. 433. 1. Dir dank ich für mein Leben, Gott, der du mirs gegeben, ich danke dir dafür. Du hast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gednen, durch deine Güte bin ich hier. 2. Herr, hast mich bereitet, mich väterlich geleitet bis diesen uugerblik Du gabst mir. Tage und wandtest auch die Plage zu meiner Seele wahrem Glück. Nr. 434 Lieder für besond. Verhältnisse 366 3. Ich bin nicht wert der Treue, der ich mich täglich freue, der Huld, die mich bewacht. Damit ich, Staub und Erde, auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du kanntest schon mein Sehnen und zähltest meine Tränen, eh ich bereitet war; noch konnt ich dich nicht denken, zu dir das Herz nicht lenken, da wogst du schon mein Teil mir dar. 5. Für alle meine Sünden, Herr, ließest du mich finden in Christo Gnad und Huld. O Höchster, welch Erbarmen! Du nahmest an mich Armen und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dies, Vater, dank ich dir. Daß du mein Leben fristest, mit deiner Kraft mich rüstest, dies alles, Vater, dank ich dir. 7. Was noch in diesem Leben mir frommt, wirst du mir geben. Du gibsts, ich hoff auf dich. Ja, Vater, ich befehle dir kindlich Leib und Seele; Herr, segne und behüte mich! Nach Chr. F. Gellert, 4 1769 Im Alter. 434. (Mel. Jesu, meines Lebens Leben Nr. 1.) 1 143—. 4 ½305—48 +—4—...— +4 E— 2....‚. . e H n a e b qĩD—————. Höch⸗ster Hel⸗fer, sei nicht ser⸗ne! Mein Be⸗schir⸗mer, V hilf mir, daß ich tu und ler⸗ne, was dein heil- ger 0 9 9 +I 4 ereene, ¶.nti, Sereret,. B er,„re mests E—.————.—.„ 201 1en 235 Lei=te mich nach dei-ner Gü⸗ te EV 4—. 2.— 1—— ‚ 2 +...—— 22 +2.—...—. SZ........2.—. — 2 I 2...— 1 + 1—56 24 DE.—. M E. L— —m. und er⸗leuch-te mein Ge-mü⸗te; laß mir dei⸗ne FAEg 5 N 2.5 ee a e EPR , n. Va⸗ ter⸗-treu al le Mor⸗gen wer⸗den neu. 2. Halte mich, o mein Erhalter! O mein Führer, weiche nicht; führe mich in meinem Alter, wenn mir Lebenskraft gebricht. Gib, daß ich recht christlich lebe und stets nach dem Himmel strebe; hilf mir durch, wenn Qual und Schmerz bricht mein halb zerbrochnes Herz. 3. Stoß mich nicht von deiner Seiten, wenn sich Angst und Ohnmacht häuft, wenn die schwachen Tritte gleiten und man nach 367 Im Alter. Nr. 435 dem Stabe greift; sasse du mich bei dem Arme, o mein Heiland, und umarme mich auch in der letzten Not, bis erfolgt ein selger Tod. 4. Herrscher über Tod und Leben, höchster Tröster, tritt herbei! Wenn ich soll den Geist aufgeben, so vernimm mein Angstgeschrei; wenn mein Auge wird erblinden und die Lebensgeister schwinden, o so sei du selbst mein Licht, daß ich seh dein Angesicht. 5. Meine Seele soll erheben dich, o Herr der Herrlichkeit, dort in jenem Freudenleben, wenn ich nach vollbrachtem Streit dir mein Danklied werde bringen und vor deinem Throne singen, daß du mich so wohl bedacht und zum Himmel hast gebracht. Zach. Hensel, 4 vor 1736. Mel. Nr. 430. 435. I. Gott hat in meinen Tagen mich väterlich getragen von meiner Jugend auf; ich sah auf meinen Wegen des Höchsten Huld und Segen; er lenkte meines Lebens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; doch wie der helle Morgen aus dunklen Nächten bricht, so hab ich stets— 1 der Weg, den Gott mich führet, bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens, so kam der Herr des Lebens und half und machte Bahn; wußt ich mir nicht zu raten, so tat Gott große Taten und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen will ich dich heben, tragen und dein Erretter sein“: dies hat mir Gott versprochen, der nie sein Wort gebrochen; ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, was er verheißen, halten; denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, er gibt mir Trost und Friede und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden, dann hab ich überwunden; ich bin vom Ziel nicht weit. O welche großen Freuden sind nach dem letzten Leiden vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre sro“ und stille, bis meines Gottes Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende sink ich in Jesu ände, der mich dem Vater hat versöhnt. 0 J. F. Feddersen, 4 1788. Nr. 436, 437 368 XV. Die letzten Dinge. Tod. Sterbelieder. 436. ....II....... S.SDSPSPSPSPIPI II I IIII 1. Wenn mein Stündlein vor⸗han⸗den ist, und ich soll fahrn mein 9.....——...——.— .III.I EE — 2.— Straße, geleit du mich, Herr Je⸗su Christ, mit Hilf mich nicht ver⸗ 4 4 ‚..— 1.—...— 4———.— 4..‚‚‚‚..‚..—— ..—.— + ö 0 las⸗sel Mein Seel an mei ⸗nem letz· ten End be ⸗fehl ich dir in E RE—————— E DDIDDDi iDii i H L 6—— 4.—.—.— — C—— 5 ö dei⸗ ne Händ, du wollst sie mir be⸗wah⸗ren! 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr und mein Gewissen nagen; denn ihr ist viel, wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen; will denken in der letzten Not, Herr Jesu Christ, an deinen Tod, der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen! Von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewig Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, kann Todesfurcht ver⸗ treiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. N. Herman, 1 1561. 437. (Mel. vater unser im Himmelreich.) Er—.— ů 5B.....— +— ⁊..— SPSISISISISSISSIISSISISISII IIAIII E 1. Herr Christe, wahrer Mensch und Gott der du littst Marter, 9 + N 4 9 E—— I 1* q ‚‚‚——j5— EE—4 7 ½— L Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end⸗lich starbst und —— — ——— 369 Sterbelieder. Nr. 438 — 42——.——— 1———— 4 in Eent en, en a ...... IIIIIII +I 1— I.L. SS +* 2—4.—. I 2— 2—2——— 4— LL. — 1— 1— 2 0—— dein, du wollst mir Sünder gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt und mir all mensch⸗ lich Hilf zerrinnt: so komm, Herr Christe, mir behend zur Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkuͤrz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leibe trennt; dann nimm sie, Herr, 2 e Händ! Der Leib hab in der Erde Ruh, bis naht der jüngste ag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, in dem Gericht mein Für⸗ sprech sei, und meiner Sünd nicht mehr gedenk; aus Gnaden mir das— schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort; das trau i—— 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht, den Tod auch ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Vielmehr will ich mit starker Rech ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich 2ch Herr leben ewiglich.“ Dazu 25 uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, vergib all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, aufs Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich. P. Eber, 4 1569. 438. H N I....— SI T—FPITPTFTFT TT—FF— EHAS EEEED *—* 71*— 1. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ge⸗stellt: er machs mit mir, —.—— N 2E 44———— SSSSE wies ihm ge⸗faͤlltt Lang o-der kurz sei mei⸗ne Zeit, ich bin 9. 24 Nr. 439 Die letzten Dinge. 37⁰ Q.—— din, K t EH=—— be⸗reit zu al⸗lem, was mein Herr ge⸗beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel; es sind gezählt all Härlein mein, groß oder klein, fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall: des Bleibens ist nur kurze Zeit, voll Müh und Leid, und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir frisch, gesund und stark, schon morgen liegen wir im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin; wohl aus den Augen, aus dem Sinn! Die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 6. Das macht die Sünd, du treuer Gott, dadurch kam uns der bittre Tod, der reißt dahin all Menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, von welchem Stand sie sind. 7. Doch ob mich schon mein Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der Tod mich nimmer scheidt; leb oder sterb ich, bin ich sein; er ist allein der einge Trost und Helfer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in aller Not und Traurig⸗ keit; ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd aufer⸗ stehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht werd ich dann schaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 11. Amen, mein lieber, frommer Gott, bescher uns einen selgen Tod; hilf, daß wir deinen Engeln gleich in deinem Reich mit dir dann leben allzugleich. Nach J. Leon, 4 um 1507. 439. E 4.—. ö EEE 1. Chri⸗stus, der ist mein Le⸗ben und Sterben mein Ge⸗ 3.—..=—— i 371 ö Sterbelieder. Nr. 440 2. Mit Freud fahr ich von dannen, zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. Wenn meine Kräfte brechen, ich kaum mehr atmen kann, und kann kein Wort mehr sprechen, nimm, Herr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her muß wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein, wie es dein Rat und Wille, wenn kommt mein Stündelein. 7. Laß mich gleich einem Reben anhangen dir allzeit und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. Vor 1608. 440. (mel. wie nach einer wasserquelle.) + Eweilduwhri o mei⸗ ne See 2 und ver⸗giß all Tuntal) weil dich Christus nun, dein Her⸗re, ruft aus die⸗sem Jammertal. ++—————— 4⁴——— —..........3— .——.—..‚..— 43Z—85 + 6 Aus der Trübsal, Angst und Leid sollst du fah-ren in die Freud, — 1.— + 1—— EEEEee die kein Ohr hat je ge⸗hö⸗ret, die in E-wigkeit auch wäh⸗ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünscht, mein Leben hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter einer Dornenschar, also auch die Christen gehen stets in Angsten und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voll von Beschwerden. 4. Wenn die Morgenröt aufgehet und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umstehet, Müh sich findt an allem End; unsre Tränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hört doch nicht auf Klag und Weinen. 5. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich auf⸗ gehst, sei du jetzt von mir nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög hinfahren aus der Zeit; ach, sei du mir Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse! 24* Nr. 441 Die letzten Dinge. 372 6. Ob mir schon die Augen brechen, ob mir das Gehör ver⸗ schwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nichts besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Irenen du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel ühren. 7. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammer⸗ tal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren und auf ewig triumphieren. K. v. Warnberg, 1 vor 1620. 441. —.— 45 4 j Len nrne — 2.——.———— 4 4 1 Ewen 10 tut mich ver⸗lan- gen nach ei ⸗nem weil ich hier bin um ⸗fan gen mit Trüb ⸗sal + n n, Farr. 19—„ L— I 3... 2— 4 1—.———4 err i e Haeh. — sel⸗gen End, Ich hab Lust, ab— 5 und E⸗ lend. h hab Lust, ab⸗zu⸗schei⸗ den E.— 135 +———.—.3 SSe..—— * S 2— 0*—. von die⸗ser ar⸗gen Welt, sehn mich nach ew-gen Freuden; E II — + 4 II I +—. I ....... o Je ⸗su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset von Sünde, Tod und Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell; warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich kann bauen, bin ich ein selig Kind. 3. Wenngleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin: des freu ich mich gar eben; Sterben ist mein Gewin. 4. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wiederkehrt, doch auferweckt wird werden durch Christum, schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in ewger Freud und Wonne; was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, zu leben länger hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Gut und all ihr Zier: doch ich das gar nicht ——— * — 373 Sterbelieder. Nr. 442 achte, es währt nur kurze Zeit; nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, für mich und sie zum Leide; doch tröstet meinen Mut, daß wir in größern Freuden zusammenkommen schon, wo nichts uns mehr wird scheiden, dort an des Himmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen betrübte Waiselein, dern Not mich über Maßen jammert im Herzen mein, will ich doch gerne sterben und trauen meinem Gott; er läßt sie nicht verderben, er hilft aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott, der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein! Beständig bleibt im Glauben! Wir werdn in kurzer Zeit einander wiederschauen dort in der Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein; gib mir ein selig Ende, send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, als du dich hingegeben für meine Sündenlast. 10. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist! Hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Chr. Knoll, 4 162ʃ. 442. Ba let will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ge, fal⸗sche Welt; E Inm Himmel ist gut wohnen, hin⸗auf steht mein Begier, da II 1 —.— ————————...— H* 2—.— DSISIDISES wird Gott herr⸗lich loh- nen dem, der ihm dient all-hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Sollt ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abscheiden, schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein sunkelt all Zeit und Stunde; drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde, zum Trost in meiner Not, wie du dich, Herr, so milde geblutet hast zu Tod. Nr. 443, 444 Die letzten Dinge. 37⁴ 4. Herr, meinen Namen schreibe ins Buch des Lebens ein; laß mich an deinem Leibe ein Glied mit jenen sein, die in dem Himmel grünen und vor dir leben frei; so will ich ewig rühmen, daß treu dein Herze sei. Valerius Herberger, 4 1627. E—3—— I*³— ä...... EE—————— ů. +% N„ ö 1. mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, hilf mir in mei⸗nem 1 Ver⸗sag mir nicht, was ich dich bitt: wenn mei-ne Seel will *———— 65 SiD‚D‚DiD‚iEi.‚‚.‚‚.‚... 0 Lei⸗den! so nimm sie, Herr, in dei- ne Händ!'sist al⸗ schei⸗den, 9 L. 4 LI +* 1 1 I .I 1 4 .— — les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, du läßt mich nicht ver⸗ derben; ach, du bist doch von mir nicht fern, ob ich gleich hie muß sterben und lassen meine lieben Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel sich zu dir schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not und Mühe überall. 4. Der Tod, die Hölle, Welt und Sünd mir können nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden; dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn nun traurig sein, weil ich kann wohl bestehen, geschmückt mit Christi Unschuld rein zu meinem Gotte gehen? Gehab dich wohl, du schnöde Welt! Bei Gott zu leben mir gefällt. J. H. Schein, 4 1630. Mel. Nr. 441. 444. ö 1. Ich hab mich Gott ergeben, dem liebsten Vater mein; hier ist kein Immerleben, es muß geschieden sein. Der Tod kann mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da muß ich gehen ein und mich nicht mehr beladen, weil ich wegfertig bin; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. — — Sterbelieder. Nr. 445 3. Ach, selge Freud und Wonne hält mir der Herr bereit, da Christus ist die Sonne der ewgen Seligkeit. Was kann mir doch nun schaͤden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Was Christus euch beschieden, laßt nicht aus eurem Sinn; in Gottes Gnad und Frieden fahrt dann auch ihr dahin. J. Siegfried, 1 1637. V. 1 v. J. Leon, 4 1597. 445. (mel. 0 welt, ich muß dich lassen.) .— H— m xnsrdsro Heiera,, S,. 1. Die Herr⸗lich⸗keit der Er⸗den muß Rauch und A?sche Q * LZ3—.—— ——;..— +*. +. V11. +— 1.1 9— ————5.— 2 2—3 2 + 4— E.— 20. 10.— —+— E „wig schä⸗ tzen, LAL PIPI.I. + TTITITTT.....— EEESESEEEEEESSSESEEI + er ⸗gö ⸗tzen, was wir für 2 wird als ein leich⸗-ter Traum vergehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen; wir werden Hem her der morgen, dieser heut. Was nützt der Güter Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt; was Menschen hier besitzen, kann vor dem Tod nicht schützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, die nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne, da keine Macht noch Krone kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen kein Zepter dich befreien, kein Purpur, Gold noch Edelstein. Nr. 446 Die letzten Dinge. 376 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht; drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 8. Wach auf, Herz, und bedenke, daß dieser Zeit Geschenke den Augenblick nur dein, was du zuvor genossen, ist als ein Strom verflossen; was künftig,— wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Menschenlehre, auf Weltgunst, Macht und Ehre, und fleh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nimmer⸗ mehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. A. Gryphius, 4 1664. 446. e Gerzlich tut mich verlangen.) E 1—.2. E.. +———— P 2 E D—8—— In Christo will ich ster⸗ben, wenns meinem Gott gefällt; hier ist nichts zu er⸗wer⸗ben in die⸗ser ar⸗gen Welt. ————‚..— ann E neret.. *— 2—— Es ist ein e⸗lend Le⸗ben in die ⸗ser schnö⸗den Zeit; .. I.I....— + E2— E..= dort wird ein bess⸗res ge⸗ben Gott in der E⸗ wig⸗keit. 2. Mit Christo will ich scheiden von dieser Erdenqual, der wird mich selber leiten durchs finstre Todestal; drum laß ich mir nicht grauen vor diesem Augenblick; bald werd ich ewig schauen mein einzig wahres Glück. 3. 81 Christo will ich fahren in das gelobte Land, der wird mich wohl bewahren in seiner starken Hand. Trotz sei dem Feind geboten, daß er mich reiß heraus; dort will ich seiner spotten im schönen Friedenshaus. 4. Bei Christo will ich bleiben in alle Ewigkeit und ohn Auf⸗ hören treiben sein Lob mit höchster Freud; mit Jauchzen und mit Singen will ich ihm dankbar sein; nun laß mirs, Herr, gelingen zu deinem Preis allein. P. Frank, 4 1675. —4 + ———— 377 Sterbelieder. Nr. 447 Mel. Nr. 446. 447. 1. Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier muß ich Unruh haben, hier reis ich ab und zu, dort wird mein Gott mich laben in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an, als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat. Sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 4. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben in dieser Zeitlichkeit? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird. 6. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen kräget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 7. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin; je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel, ach, komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach ein selig Ende mit meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. ö 10. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll, gleich als die helle Sonne, nächst andern leuchten soll. Nr. 448 Die letzten Dinge. 378 11. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und, frei von schnöden Dingen, in meinem Erbteil ruhn. P. Gerhardt, t 1676. — —— 1.—. 4Z— H, ar n 5 2— EE 2. 22.7 7*Z.—.—. 2.—........—.. 1 Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En⸗de! Hin ach, wie ge⸗schwin-de und be⸗ hen de kann —* N 1 ——— ‚—————— 2—— 4 E*. SSI. I II... 257*. 1 5 eht die Zeit, her kommt der Tod; 4 om⸗men mei ⸗ ne To⸗ des⸗not! Mein Gott, ich EHEr N E 1N EN EEEE 1 bitt durch Christi Blut: machs nur mit mei-nem En-de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; dieweil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Tods⸗ gefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Tod versenken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Herr, mach süße mir den Himmel und bitter mir die Lust der Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darauf ich mich festgläubig gründe, dies gibt mir die ersehnte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: o, mein Herr und Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 0 2 ——— 379 Sterbelieder. Nr. 449 8. Ich habe Jesum angezogen schon laͤngst in meiner heilgen Tauf; du bist mir daher auch gewogen, hast mich zum Kind ge— nommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen; ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Gnaden schön geschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis; mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut! Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 4 1706. 4197 — 42299.— —8— Ach, was ist doch uns⸗re Zeit? Flüchtig⸗keit, Nebel, Rauch und FA +— 4 ̃— E H———— 1 +——— +—.—..— TJIE 7 V.. I +————.—— 1.——— Mind und Schatten: Menschen können nicht be⸗stehn; sie vergehn D22...— 3— e E rn S iE d 1 wie die Blumen auf den Matten. Un ⸗ser Le⸗ben fleucht be⸗hen⸗de: 127.—— 1 ‚...n 1 1 I.— Mensch, be⸗ den⸗ke doch das En⸗de! 2. Menschen sind zerbrechlich Glas, nichtig Gras, Blumen, die nicht lange stehen; ach, wie bald wird ihre Kraft hingerafft, wenn die Todeslüfte wehen. Unser Leben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 3. Jugend, die den Rosen gleicht, die verbleicht; ihre Schönheit muß verschwinden; es vergeht durch Todesmacht alle Pracht, die wir an den Menschen finden. Unser Leben fleucht behende: Mensch, be⸗ denke doch das Ende! Q Nr. 450 Die letzten Dinge. 380 4. Menschen sind der Zeiten Spiel und ein Ziel, drauf die Todespfeile fliegen; die wie schlanke Zedern stehn, groß und schön, müssen durch den Tod erliegen. Unser Leben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 5. Ach, der Tod ist dir gewiß, drum vergiß alles Eitle dieser Erden; lenke dich zur Ewigkeit jederzeit, willst du dort unsterblich werden. Unser Leben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 6. Schwinge dein Gemüt und Herz himmelwärts, wo nicht Tod, nicht Not, nicht Leiden; denk an das, was ewig ist, lieber Christ, soll dich einst der Himmel weiden. Unser Leben fleucht be⸗ hende: Mensch, bedenke doch das Ende! Sal. Franck, 4 1725. 450. (Mel. 0 Gott, der du ein Heerfürst bist.) + ö I ESEEEEEEEAEEEEEE 07 1— 2 183 E TZISISII.EI I 1. Mein Le⸗ben ist ein Pilg⸗rim⸗stand; ich rei-se nach dem FE + + + . H... 2——..— Va⸗ter⸗land, nach dem Je ⸗ru-sa⸗ lem dort o⸗-ben, wo * DIIII———.—..— ..S...... ei⸗ne ew⸗ ge Ru⸗he⸗statt Gott sel⸗ber mir ge⸗grün⸗det * hat; da werd ich oh- ne End ihn lo-ben. Mein EEEEEE ———— ö ————.— 4 Leben ist ein Pilgrimstand; ich rei⸗se nach dem Va⸗ter⸗land. 2. Wie Schatten vor der Sonne fliehn, so flieht mein Leben schnell dahin, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, mach mich nur bereit und öffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die ihr Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet. Wind, Regen stürmen ——+⁰M„K&Xw-..H——— ccI 381 Sterbelieder. Nr. 451 auf mich zu, mein matter Geist findt nirgends Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Himmelstür mir stell im festen Glauben für. 4». Du treuer Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleucht; ach, eile du, und fleuch mit Gnad und Hilf herzu. 5. Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Be⸗ ständigkeit; vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf und richte zu dir meinen Lauf; sei mir ein Schirm in Trübsalshitze; laß deinen milden Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. 6. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und schließ ich meine Augen zu, so bring mich zu der Siegesruh, wo Streit und alle Müh verschwinden, und wo ich kann, von Sünden rein, dein Freund und Hausgenosse sein. 7. Bin ich denn hier, im fremden Land, der blinden Welt gleich unbekannt: dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, ach, bleib nicht lang! Hier in der Fremde wird mir bang. F. A. Lampe, 1 1729. Mel. Nr. 448. 451. 1. Ich sterbe täglich, und mein Leben eilt immerfort zum Grabe hin. Wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her: ach, wer nur immer sertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten; er kommet oft un⸗ angemeldt und fordert uns ins Reich der Toten; wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewig Unglück oder Glück hängt nur an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist willst geben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Ech hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr; ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. . Nr. 452 Die letzten Dinge. 38922 5. Ein einzger Schlag kann alles enden und Fall und Tod beisammen sein; doch schlage nur mit Vaterhänden und schließ in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. ö 6. Kann ich die Meinen nicht mehr Gean so segne du sie ö ö mehr als ich; wenn lauter Tränen um mich regnen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlassnen Schrein durch deinen Trost ö erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den ö Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. B. Schmolck, 4 1737. 452. (Mel. wer nur den lieben Gott läßt walten.) EHEE du.t—— EEEEEEEEEEEE .—— + 4 ö—.— ——(K O ich weiß wohl, daßich ster⸗be, ich bin ein und fin⸗-de hier kein sol⸗ches Er⸗be, das un-ver⸗ EHEr— I I..E‚..— +L— 3 niie, i,i vr, — 2235— I —. Mensch, der bald ver⸗geht, än⸗der⸗lich be⸗steht, x drum zei ge mir in Gna⸗den ö S Si iSiSiiiiiiiii‚iiEIEE‚I‚I‚I‚I..I‚I‚I..‚I IIDqii ii= ö an, wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, kein Augen⸗ ö blick geht sicher hin; wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie kann die Blume schnell verblühn! Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält; dem einen wird das Scheiden herbe, ein andrer sanft in Schlummer fällt. Doch, wie du willst, gib nur dabei, daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welche Erde ö mich einst deckt; doch wenn ich nur den Trost erwerbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt, so nehm ich jede Stelle ein; die Erd ist allent⸗ halben dein. ö 5. Nun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, auf daß ich dort mit Christo erbe; hab ich nur den im Glaͤuben hier, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. B. Schmolck, 4 1787. 383 Sterbelieder. Nr. 453, 454 453. (mel. 0 du Liebe meiner Liebe.) —5— 2 —...——*...‚.‚‚.‚— SI.SIIIIIIII. 1 Iuass kei ⸗ner lebt ihm sel⸗ber, kei⸗ner stirbt ihm swas wir le ⸗ben, was wir ster⸗ben, kommt, o Herr, al⸗ TUn selr ber 5 III—. 20 Z———— sel⸗ber hier; leiwvon dir. Du mußt hel⸗fen, tra⸗gen, he⸗ben, —5**˙ 4 05 EEE—.— 2.— 2—— 4—— du bist un-ser be⸗stes Teil, bleibst im To⸗de, bleibst im EH 1.— H+ IS.—— — 1 V 4 +—.. 1....U Le⸗ben un⸗ser Trost und un-ser Heil. 2. Glauben, schauen,— leben, sterben, gilt mit dir uns alles gleich; wenn wir nur mit Christo erben, macht der Tod uns ewig reich. Dann erst fängt des Christen Leben und das rechte Wohlsein an, wenn er sich zu dir erheben und dein Antlitz schauen kann. Nun, es scheiden oder bleiben unsre Lieben oder wir: Jesu, dir uns einverleiben, das sei unsre Sorge hier! Selig, wer ent⸗ schläft in Frieden, selig wir, die noch nicht tot! Sind die Leiber auch geschieden, sind die Geister doch in Gott. 4. Heil und Wahrheit, Kraft und Stärke gibt Jehova mehr und mehr. Alle seine Weg und Werke sind voll Herrlichkeit und Ehr. Singet ihm, ihr Gotteskinder, der uns liebt am Kreuzesstamm! Bringet Ruhm, ihr Uterwinder Gott, dem Vater, und dem Lamm! Ph. H. Weissensee, 1 1767. 454. (Mel. ZJesus, meine Zuversicht.) 9 . +. 1. 43 —..II————— ———1—— 14————4——... V 901——— 1 Meine Le⸗bens⸗zeit verstreicht, stündlich eilich zu dem Grabe, und wie we⸗nig ists vielleicht, das ich nochzu le⸗ben ha⸗be! Q. EV 12..— 2— Vaiiuer, iir 44..— EEE SS.. 4 I. Nr. 455 Die letzten Dinge. 38⁴ 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, nichts wird dich im Tod erfreun; diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugnis gibt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, gibt im Tode Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott und bet und wache; sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern nicht, nur den Tod nicht scheun, lern auch seiner dich erfreun. 5. Überwind ihn durch Vertraun, sprich: ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd ihn schaun, denn er weckt mich aus dem Staube; er, der rief: es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein ver⸗ senken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich stets bedenken; lehre du mich jeden Tag, daß ich weiser werden mag. Chr. F. Gellert, 4 1769. 455. (Mel. Erhalt uns, Ferr, bei deinem Wort.) EE——.—..————— E&., 1. Wie si⸗cher lebt der Mensch, der Staub! Sein Le⸗ben ist ein 7* 24+ 65— 4—— 4 — fal⸗lend Laub, und den⸗noch schmeichelt er sich gern, der +J.... 4— LI ——— 1..—..‚— 4— Tag des To⸗des sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt de! Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk in Glück und Not im Herzen oft an meinen Tod; der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu tun, was uns der Herr Deil. und unsres Lebens kleinster Teil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht; da bringt Gott alles an das Licht und macht, was hier verborgen war, den Rat des Herzens, offenbar. +ᷓ mn 385 Sterbelieder. Nr. 456 6. Drum, da dein Tod dir täglich draut, so sei doch wacker tat U prüf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe ätig ist. 7. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folgt und sich vom Bösen kehrt, ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt, dies ist es, was vor Gott nur gilt. 8. Gib, Herr, daß ich mit jedem Tag vor dir mein Herz erforschen mag, ob Liebe, Demut, Fried und Treu die Frucht des Geistes in mir sei; 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meiner Schwachheit widersteh und einstens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: es ist vollbracht! 456 Chr. F. Gellert, 4 1769. X (Mel. herzlich tut mich verlangen.) D——— 4— +. —— ——.—— 1 + 1. se auf der Er ⸗ de wal ⸗len, die Sterb ⸗li⸗ sie blü⸗ hen auf und fal»len, des To⸗ des ——— 1 2 2*—— +. II 42—. X.— 1 UE—— en, sind Staub; —* sh rer Raub. Ver⸗bor⸗gen ist die Stun⸗de, Q 4 N SSDSDISISIII...T.T...ꝑA........ ——.—— II da Got⸗tes Stimme rüft; doch je de, je ⸗ de Stun⸗de ů 22..—.2...— * XII bringtnä⸗ her uns der Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn, zu der verstockte Sünder verzweiflungsvoll sich nahn, wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, vor dir, Gott, seinem Retter, erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen dein Will einst mir gebeut; wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit; wenn meine Kräfte beben und schon das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in dieser Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst; und wenn des Kampfes Ende gewaltiger mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erlöset hast. 2⁵ Nr. 457, 458 Die letzten Dinge. 386 5. Des Himmels Wonn und Freuden ermißt kein sterblich D00 o Trost für kurze Leiden, für kurzen Todesschmerz! Dem odesüberwinder sei ewig Preis und Dank; Preis ihm, der für uns Sünder den Kelch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Himmel weihn, die aufgelöst zu werden, mit heilger Furcht sich freun! Bereit, es Gott zu geben, wenn er, ihr Herr, gebeut, gehn sie getrost durchs Leben hin zur Unsterblichkeit. G. Bened. Funck, 1 1814. 457. (Mel. Christus, der ist mein Leben.) +—.— 42—.—— — N 4 LEI +— 2...3.—.— + + +— X. D. + 2—.—— +.—....— +—.— 22 7765 E 1...2 2— 2 1—— 1. Ich weiß, an wen ich glau⸗be, und daß mein Heiland 46 4 + de.t=—, Hirir, g EHUUII—..——I J.2.e V* 21 lebt, der aus dem To⸗des⸗stau⸗be den Geist zu sich er⸗hebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange, wenn alles wankt und weicht, der, wenn dem Herzen bange, die Retterhand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue, und, wenn mein Auge bricht, daß ich 2 ewig schaue, ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen so tröstend und so mild, und mein unendlich Sehnen wird nur durch ihn gestillt. 5. Ich weiß, beim Auferstehen, wenn ich verkläret bin, werd ich mit Jesu gehen durch Ewigkeiten hin. Vers 1-4 von A. H. Niemeyer, 4 1828. Vers 5 von A. Knapp. 1864. Begräbnislieder. 458. (Mel. Schwing dich auf zu deinem Gott.) EH 14— +.—— H 1.— — N 1 Ei⸗nen gu⸗-ten Kampf hab ich auf der Welt ge⸗ denn Gott hat mir gnä⸗ dig⸗lich all mein Leid ge⸗ 1.II + + 1. 3 — dn. Ir in„ D— *. Dnnede, x daß ich mei⸗ nes Le bens Lauf se lig⸗ 387 Begräbnislieder. Nr. 459 +— H+ +.——— 4. EEIEEIEIEIE IEIIIEII— —— +1— 1 J...—*— 1 lich voll⸗en»det und die See⸗le him-mel⸗ auf E 3 dr dn H H —=H. Chri⸗ sto zu ⸗-ge⸗ sen-det. 2. Forthin ist mir beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt vor des Himmels Throne; forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet: meines Gottes Angesicht meine Seele schauet. 3. Diese gar verderbte Welt ist, was meinem Leben nunmehr gänzlich nicht gefällt; drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden; denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Schritt, den ich nun tu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, lommt doch morgen wieder. H. Albert, 4 1651. 459. S S.... 2— L + A 2 1 27. 2—8 22..——5.— 0 ö —— m L......... S... I.... Ein⸗sam⸗keit! Ru⸗het, bis das End er⸗schei⸗ne, da der Herr euch Q EEEEEEEE EEEEEEEEEEEE * ů. ö zu der Freud rufen wird aus eu⸗ren Grüf⸗ten zu den frei⸗en 4—.— 1 .........— Him-mels⸗lüf⸗ten. 2. Nur getrost, ihr werdet leben, weil das Leben, euer Hort, die Verheißung hat gegeben durch sein teuer wertes Wort: die in seinem Namen sterben, sollen nicht im Tod verderben. 3. Und wie sollt im Grabe bleiben, der ein Tempel Gottes war, den der Herr ließ einverleiben seiner auserwählten Schar, die er selbst mit seinem Sterben hat gemacht zu Himmelserben? 25* Nr. 460, 461 Die letzten Dinge. 388 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glieder sind. Muß der Leib im Grab erkalten, da man nichts als Asche findt: wenn des Herren Hauch drein bläset, grünet neu, was hier verweset. 5. Jesus wird, wie er erstanden, auch die Seinen einst mit Macht führen aus des Todes Banden, führen aus des Grabes Nacht zu dem ewgen Himmelsfrieden, den er seinem Volk beschieden. 6. Ruhet wohl, ihr Totenbeine, in des Grabes Dunkelheit! Ruhet, bis der Herr erscheine an dem Ende dieser Zeit! Da sollt ihr mit neuem Leben herrlich ihm entgegenschweben. F. K. Hiller, 4 1726. 460. (nel. ZJesus, meine öuversicht.) — II— Ln. EEEEEEE — wenn wir die Verstorbnen hier auf den To⸗des ⸗a⸗cker bringen. SSDIPI.. I II. TII I I. I I I I..—.— EEE EEEEEEEEEE 1 Heu⸗te mir und morgen dir! So hört man die Glocken sier) Aus den Gräbern rufts her⸗für: heu⸗te mir und mor⸗gen dir! 2. Heute rot und morgen tot! Unser Leben eilt auf Flügeln, und wir habens täglich not, daß wir uns an andern spiegeln; wie bald ruft des Herrn Gebot: heute rot und morgen tot! 3. Mensch, es ist der alte Bund, und der Tod zählt keine Jahre; bist du heute noch gesund, denk an deine Totendahre. jedem kommt die letzte Stund; Mensch, das ist der alte Bund. 4. Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! Ich will sterben, eh ich sterbe; so wird mir die letzte Not, wenn sie kommt, doch nicht so herbe. Rüste mich dazu, mein Gott! Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! 5. Selig, wer in Christo stirbt! denn ihm wird der Tod zum Leben; wer das Leben hier erwirbt, dem nur wird es dort gegeben. Wer nicht lebet, der verdirbt; selig, wer in Christo stirbt! B. Schmola, f 1781. 461. (Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht.) 9⁰ ö EHE—.——22.— Fe* 3—— 3. d, . 2 n D n n.—.— —.———4—— —. Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort durch man⸗nig⸗ Vund kom-men in den Frie⸗dens⸗port und ruhn in 389 Begräbnislieder. Nr. 462 — — +* + 5—.— +—— t L— +..2.—*.— EEN 4 2—.—41.—.—.— +——.—— falt:gen Jam-mer Gott nimmt sie nach dem Lauf in ih ⸗rer Kam⸗mer. 9½ + 2........——.— — UUte——————. —— DSS S sei⸗nen Ar⸗men auf; das Wei⸗zen⸗korn wird in sein Beet SEESEEEE ———— SS— *— 4 LE L 1 IX auf Hoff⸗nung reicher Frucht ge⸗sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sein eure Schritte, du allbereits befreiter Geist, du jetzt verlassne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Morgenstern; euch Glieder deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offenbarung; in⸗ dessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß: in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! N. L. Graf von Zinzendorf, 4 1760. 462. el. Jesu, komm doch selbst zu mir.) +.—2—.— +, e S.SIS.SIIII. IIIII... 1. Al⸗ler Glaͤub⸗gen Sam⸗melplatz ist da, wo ihr — 14——— 2— S.—.———— —.20.—....— 1.—.——— 1 Herz und Schatz, wo ihr Hei⸗land Je⸗sus Christ und ihr + LI Le⸗ben hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und der uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Doch der Herr kann nichts versehn; und wenn es nun doch mhn hat man nichts dabei zu tun, als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da, 5 uns reilich innig nah; doch, o Liebe, wir sind dein, und du willst uns alles sein. Nach N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760, und Chr. Gregor, 1 1801. Nr. 463 Die letzten Dinge. 390 463. (Mel. nun laßt uns den Leib begraben.) —— 1...... D 2— . En nent— 1. Nun brin⸗gen wir den Leib zur Ruh und de⸗cken ihn mit —. E—.—— Er⸗de zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu 84— .————— nn, ne nn en enn L..—5.— 1 Staub und Er⸗de wer-den muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, nicht immer der Verwesung Raub; er wird, wenn Christus einst erscheint, mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier Mensch, hier lerne, was du bist, lern hier, was unser Leben ist: nach Sorge, Furcht und mancher Not kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit; auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier angewandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit, wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du denkst und tust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, soll jeder zu dem Vater flehn: ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun, vor unserm Gott uns kind⸗ lich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm jeder seine Seele wahr! 9. Wenn unser Lauf vollendet ist, so sei uns nah, Herr Jesu dir hu Mach uns das Sterben zum Gewinn: zieh unsre Seelen zu ir hin! 10. Und wenn du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig oͤffnen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenf. Liebich, 1780. x * —.— 391 Begräbnislieder. Nr. 464, 465 464. Q. 1 1.——%—...——— 1. Auf⸗erstehn, ja, auf⸗er⸗stehn wirst du, mein Staub, nach kurzer 1 6,, d I 65 e E SSSDSSSISS E TTTTIIII...... * I 4 12— X.*. I——.—.. Ruh! Unsterblichs Le⸗ ben wird, der dich schuf, dir ge⸗ben! Hal⸗ le⸗lu⸗ja! 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät! Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben! Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag! du meines Gottes Tag!—9—— ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich! 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein; mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden! Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Ruhme. Halleluja! F. G. Klopstock, 4 1803. Mel. Nr. 460. 465. 1. Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns müde; von der Erde scheid ich ab, denn mir ruft des Himmels Friede, denn mir ruft die süße Ruh von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet; lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunkeln Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden selber Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne. Im au wohl mit eurer Pracht; denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr verschwindet ganz. Nr. 466 Die letzten Dinge. 392 6. Die ihr nun in Trauern geht, sahret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben niederweht, tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eiteln, aus dem Nichts hin ins Land des ew⸗ gen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Heiland, hab ich junden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein heilges Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erden⸗ staube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube, und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! E. M. Arndt, 1 1860. 466. A. (mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt.) ——.„*— + N 42257 4 I 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an, zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der Weg, 55* I+——=II....... 5— WiiE—..——— die Ruh ist lang. Gott füh⸗ret ein, Gott führet aus: wohl⸗an r, u, in vn nre ᷣie: n v. nmrn.n. mimnn n—— hin⸗aus! Kein Blei⸗ben ist im den⸗haus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid! Schleuß nur getrost die Pforte zu! Was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erd⸗ gewühl: hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph, der Herr macht gute Bahn: sein Kreuz voran, — das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 4 — Ii ne l 393 Begräbnislieder. Nr. 466 b 6. O selig, wer das Heil erwirbt, daß er im Herrn, in Christo stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil, und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit, eh dich der Tod an Tote reiht; sie rufen: gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab! Wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:„Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!“ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier die ew⸗ gen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. 0 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein!— hier schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlummernden im Friedensreich, gönnt allzugleich auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im immel dort: bereitet ist die Stätte schon am Gnadenthron, bereitet ihm(ihr) durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein! Amen, dein laß uns ewig sein! Chr. Fr. H. Sachse, 1860. Nr. 467, 468 Die letzten Dinge. 39⁴ Beim Tode der Eltern. 467. (Mel. Herr, ich habe mißgehandelt.) 1 Va⸗ter, hier im Er⸗den ⸗scho ße ruhst du bald wird auch mit grü⸗-nem Moo⸗se sich dein Hil s Orabumzhn Stürme wer⸗den drü⸗ber flie⸗ — 2— 44—..—— iii H+ * E eeEE...— gen, Schnee auf dei-nem Bet⸗te lie-gen. 2. Doch in unsern treuen Herzen wird dein Geist, dein Bild, dein Wort unter tiefen Liebesschmerzen unvergänglich leben fort, wie du liebend uns umfangen und in Frieden hingegangen. 3. O wie heilig ist dies Bette, wo der Herr dich hingelegt! O wie teuer diese Stätte, die nun dein Gebeine hegt, das im ewgen Osterwehen himmlisch klar soll auferstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe deiner Wallfahrt Leiden aus, bis der Hirte seine Schafe sammelt in des Vaters Haus! Sanft sei dir der letzte Schlummer, dein Erwachen ohne Kummer! 5. Jesus Christus, Herr der Toten! der du nichts von dem verlierst, was dein Vater dir geboten, daß dus zur Vollendung führst: dieses Vaters Geist und Ende legen wir in deine Hände! 6. Komm, in unser Herz zu geben deiner Wahrheit hellen Schein, daß, wenn sich die Toten heben, unser Vater ohne Pein spreche bei des Herrn Erscheinen: sieh, hier bin ich und die Meinen! A. Knapp, 1 1864. 468. (Mel. Wie nach einer Wasserquelle.) IE.IAI..—.— +. 4 II—— E= L Dnrnn n. 2—— nunn. + +— .——— 2 +* 4+3———.— * ö wei⸗ßem 1. Ein ⸗ge⸗sargt zum letz⸗ten Schlummer, blaß, 5(schwarzen) oh ⸗ ne Schmerzen, oh⸗ ne Kum⸗mer, seh ich dich mit 395⁵ Beim Tode von Ehegatten. Nr. 469 —.3 an 8 viel⸗ge⸗treu⸗e Mut⸗ter du! Je⸗tzo trägt — 2 + L.— 223...— bis zur Auf⸗-er⸗stehungs⸗stun ⸗de. 2. Auge, das mit Lieb und Sehnen oft die Seinen angeblickt, segnend, mit viel r plh Tränen haben wir dich zugedeckt. Nie auf dieser Erde mehr blickst du zärtlich auf uns her; doch zu Wieder⸗ sehens Grüßen wirst du heller dich erschließen. 3. Hand, die treulich uns geleitet, die uns nichts als Liebe gab, Freud und Trost um uns verbreitet, ruhe nun im stillen Grab! Un⸗ ermüdet war dein Fleiß, und dein Tagewerk war heiß. Wenn die Toten auferstehen, wird in dir die Palme wehen. 4. Edler Mund, zum Reinen, Großen und zu Lieb und mildem Wort freundlich, lieblich aufgeschlossen, nimmer tönest du hinfort; aber was die Lippe sprach, tönt in unserm Herzen nach, bis du, wenn die Gräber springen, Gott wirst Halleluja singen. 5. hen das ohne Falsch geschlagen, das in Liebe nie geruht, das uns sterbend noch getragen, ruhe sanft in Gottes Hut! Weinend, dankend rufen wir: ewger Segen folge dir! Wenn die Grüfte sich bewegen, schlage wieder uns entgegen! 6. Dann wird froh die Träne fließen, wie sie jetzt in Trauer fließt; froh wird dich dein Kind begrüßen, das dich heut in Tränen grüßt; dann, dann wird der schwere Stein weg von deinem Grabe sein. Christus war im Tod dein Leben; ewig darfst du vor ihm schweben. A. Knapp, t 1864. Beim Tode von Ehegatten. 469. (Mel. nach einer prüfung kurzer CTage.) + — I 4 4— 1— 4 P.I.. F F I F F———— SES.E.——. 1 der unet Her⸗ze, sei zu⸗frie ⸗den, ob dich schon der Himmel bleibt dir doch be⸗schie den, den dir dein Nr. 470 Die letzten Dinge. 396 Q 4—. L.—— I.— * 2———.—1 I 0—.——.— 52 .... E * 1 8 schwe⸗rer Kum⸗mer plagt; Je⸗ sus zu⸗ ge⸗ sagt; .— 2. E 5 1..—— 2—.I Pein kann dir, mein Herz, im We⸗ge sein. 2. Zwar schwimmest du in heißen Tränen, das ist der Witwen täglich Brot; du quälest dich mit bangem Sehnen, denn dein Ge⸗ liebter ist ja tot. Ists möglich, wenn das Herz entzwei, daß noch der Mensch lebendig sei? 3. Die Krone fiel von deinem Hei pan der Baum starb, so dir Schatten gab; die Sonne, die kein Nebel raubte, geht unter und sinkt in ihr Grab. O welch ein Schmerz, welch eine Nacht, in welche dich der Tod gebracht! 4. Die armen Waisen stehn verlassen, wie Schäflein, wenn der Hirte fehlt; ihr 9—— weiß sich nicht zu fassen, indem es sieht, was deines quält; ihr fragend Wort, ihr Schmerzensblick ruft dir, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes Herze, und klage Gott dein schweres Leid; er ist auch in dem größten Schmerze mit seiner Hilf und Trost bereit; er ists, der, was dich jetzt erfüllt, er ists, der deinen Jammer stillt. 6. Drum halte ein mit deinen Tränen, versinke nicht in ihrem Meer; es bringt kein Klagen und kein Sehnen dir, was du wünschest, wieder her; doch wirst du, glaub, es wird geschehn, einst, den du liebest, wiedersehn. 7. Da wird kein Tod die Herzen scheiden, kein Kummer um das Lager stehn; da werdet ihr in tausend Freuden auf Salems schönen Höhen gehn und, heller als der Sterne Schein, Mann, Weib und Kinder ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte, dein Jesus sorget selbst für dich; er 9 0 der frommen Witwen Bitte, sein treues Herz erbarmet sich, er ist und bleibet allezeit auch dir mit Hilf und Trost bereit. G. B. Scharff, 4 1744. 470. mel. Wenn mein Stündlein vorhanden ist.) E——— 1——2 kein Kum⸗mer, kei⸗ ne Not und 4 — — 2 2—. —— 1— (N Frr 397 Beim Tode von Ehegatten. Nr. 470 Q 8 schließen, dieweil der Tod von meiner Seit so eilends hat ge⸗ 145.—— ,. D—— ‚ ů —— r—— +„ 7 3 ris⸗sen mein treues Herz, der Tugend Schein; des muß ich jetzt be⸗ +.— ů———— NA +— Her ö———7 rau⸗bet sein. er kann mein E⸗ lend wen⸗den? 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit gedenk in meinem Herzen, die sie mir hat zu jeder Zeit, in Freud und auch in Schmerzen, erwiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben 12— die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und red es ohne Scheu: die best ist doch getraute Treu; der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert jetzund durch meine Seele, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in solchem Kreuz mein Tröster bist, muß ich vor Leid verzagen. 5. O treugeliebtes selig Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst wollt wenden; ich will betrachten deinen Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud und Wonne. 6. Kein Angst, kein Trübsal, Weh und Not kann dich jetzund De.ert im Himmel will der fromme Gott mit Liebe dich ergöͤtzen. Die Seele schaut mit Lust und Freud den Herrn in seiner Herrlichkeit mit allen Auserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben, ich aber komm hinauf zu dir; da werd ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn und Lust, die deine Seele täglich kost, drauf ich mich herzlich freue. 8. O wie mit großer Freudigkeit wolln wir einander kennen; da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach, welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd umfangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte führen, erwarten in Geduld die 8 wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes steh bei mir und mich durch seinen Geist regier zu seines Namens Ehren. ö Joh. Heermann, 1 1647. Nr. 471, 472 Die letzten Dinge. 398 471. 71(mel. Sieh, hier———— EEN— 5 HH+ x DEREEEEEEEEEEEEEEEE —— 24 4 I.... 4— 1. Geh Kummer, teu⸗res, gott⸗ver⸗ EVDIn I— ..r 3. trau⸗-tes Herz! Nun ists stil ⸗ e, dei⸗ ne Hül ⸗le 77—. H arS Fi.. WDD‚RIT———— L3 2 + schlaft hier aus den letz⸗ ten 369½ 2— 5 Lie⸗ be, RII wenn auch trü⸗ be, schaut durch Trä⸗nen him⸗ mel⸗wärts. 2. Geh zur Ruhe, tu, o tue friedevoll die Augen zu! Viel⸗ geliebte, Vielgeübte, deines Gatten Wonne du! All die Deinen, die hier weinen, gönnen doch dir deine Ruh! 3. Schlafe, schlafe! Seine Schafe kennt auch hier der treue Hirt. O hier schwindet, was da bindet, was die Seelen quält und irrt! Dies Verwesen anen Genesen, das dich ewig freuen wird. 4. Jauchzend stehen, wiedersehen wird dich unsre Liebe dann, deren Zähre Gott zur Ehre bitter, doch im Glauben rann. Dann beim Krönen wird ertönen, was die ewge Liebe kann. 5. Herr, umfasse uns und lasse leuchten hell dein Angesicht; stets behüte deine Güte dieses Grab mit Freudenlicht! Laß dich loben hier und droben; denn die Liebe stirbet nicht! A. Knapp, 1 1864. Beim Tode von Kindern. 472. A. Ermuntre dich, mein Geist.) ——, ᷣn neet au nb-, 165 Bu bist zwar mein und blei⸗best mein; wer will mirs Doch 9955 du nicht nur mein al⸗ lein; der Herr von — arier, i n mu.,. an⸗ders sa ⸗ gen? ew⸗ gen 20 3. gen, der hat das mei⸗ste Recht an 399 Beim Tode von Kindern. Nr. 473 5 4— 2—.—.— ut irrn n 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und erwählen; ich wollte sagen: bleib bei mir; du sollst sein meines Hauses Zier; an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut; Gott aber meints noch besser; groß ist die Lieb in meinem Mut; in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr,— Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, daraus die Jungen und Alten sind entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn ge⸗ geben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: willkommen, liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Ach dürft ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib also! Ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und uh; da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, will ich mit andern auch bald hinüberwandern. P. Gerhardt, 4 1676. 473. (mel. vater unser im Himmelreich.) „ dnn vern ervrrerre DIDD E 4. E——....— 1— 1— 14— 1 Nr. 474 Die letzten Dinge. 400 2——...—.——— SZ...‚. ö— —4—..t...— 9—— deinem engen Käm⸗mer⸗lein! Schlaf, bis der To⸗ten Schar er⸗ EHr +— U e E.—— 22 2+ 2. I —*.— wacht, schlaf sanft! Viel tau⸗send gu⸗te Nacht! 2. Wohl dir, du schlossest früh den Lauf in diesem armen Fremdlingsland; die Seele eilte himmelauf, zu ruhen in des Herren Hand. Schlaf, bis der Toten Schar erwacht, schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 3. Dich hat noch nie die Welt betrübt mit ihrer falschen Sünden⸗ lust; nun hast du, was dir Wonne gibt, du ruhst an deines Jesu butein achht bis alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 4. Dich hat des Vaters Herz versorgt, du lebst in e chn ͤ‚ Himmelshaus; hier hat er deinen Leib geborgt der Erd, daß sie ihn geb heraus, wenn wieder alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 5. Ihr Engel, stehet um die Gruft, bewahret freundlich dies Gebein, bis dermaleinst die Stimme ruft: komm her, mein Kind, ach, komm herein!— Nun schlaf, bis alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 6. Geh hin! Ich folge dieser Bahn, die Seligkeit mit dir zu sehn; da werd ich, neu dir zugetan, erfreut vor meinem Heiland stehn. Wohl mir, wenn ich, dir gleich gemacht, der Welt darf geben gute Nacht! S. Bornmeister, 4 1688. 474. (Mel. Herzlich tut mich verlangen.) 9 ů d. —+,*— SSDSDSSSSSSII.... —3——..—.— 1 So hab ich ob⸗ge⸗sie⸗ get, mein Lauf ist nun vollbracht; ich bin gar wohl vergnü⸗get und sag euch gu⸗te Nacht! 4 4. 7— — X—— Im ——— —..—....— 1——.. ——— e + ———*— + —* 0 4 . Was wollt ihr euch be⸗trü⸗ben? Stehts doch sehr gut um mich. ———35F5— 12 N H 4 EX. NUπππ1 AJ der wie wil 401 Beim Tode von Kindern. Nr. 475 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen, fahrt immer, immer hin! Ich freue mich von Herzen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden in meines Schöpfers Hand; mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Erden wallen in irrtumsvoller Zeit, vermögen kaum zu lallen von froher Ewigkeit. Viel besser wohlgestorben, als in der Welt gelebt; die Schwachheit ist verdorben, worinnen ich geschwebt. 4. Zum Schmucke bringt mir Kränze, damit mein Sarg noch prangt; aus jenem Himmelslenze hat meine Seel erlangt die ewig grüne Krone; die werte Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so bedacht. 5. Noch netzet ihr die Wangen, ihr Eltern, über mir; euch hat das Leid umfangen, das Herze bricht euch schier. Des Vaters treue Liebe sieht sehnlich in mein Grab, die Mutter stehet trübe und kehrt die Augen ab. 6. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit; Gott will mich zu sich ziehen, drum werfet hin das Leid und sprecht: Gott — gegeben, Gott hats zu nehmen Macht; er nimmts zum ewgen eben; er hat es wohlgemacht! G. W. Sacer, 4 1699. 47⁵5. (Mel. Es ist genug, so nimm, Ferr.) 9 ö „, Hamrn na ùnet d Hn——.—5 E EEEEEEEE 1 6.50 hin, mein Kind! Gott sel⸗ber fordert dich aus die⸗ ser UIIch lei⸗de zwar, dein Tod be⸗trü⸗bet mich; doch weil es 8 H.. 4 N I— + + 24 — 1I 3„ 5⁴——.....— 35— v + Gon ge⸗ ⁵ po un ⸗ter-Iaß ich al⸗les Kla-gen EH. dn dit, Hun 47j.— — und will mit stil⸗lem Gei⸗ste sa⸗gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn; die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir, nun wieder fortzuziehn. 51989 7 Gott hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! 26 Nr. 476 Die letzten Dinge. 402 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, kein Schmerz, der Seelen plagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt; du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide, wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist; nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden, du hast durch Jesum überwunden. Zeuch hin, mein Kind! G. Hoffmann, 1 1712. 476. (Mel. 0 welt, ich muß dich lassen.) *—— 1. XID...... 4— SSSSCSCCIII.I.I.................* 1. Wenn klei⸗ ne Him⸗mels⸗er⸗ ben in ih⸗rer Un?⸗schuld —.——— S e, ster⸗ben, so büßt man sie nicht ein; sie wer⸗den nur Ta J..——— 2.—. n, u, Sin r——— 4 45 dort o ⸗ben vom Va ⸗ter auf ⸗ ge⸗ ho⸗ ben, ———— 13 da⸗ mit sie un⸗ver⸗lo-ren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht; sie sind bei Gott in Gnaden; was soll es ihnen schaden, wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kinde; es stirbt nicht zu geschwinde. hin, du liebes Kind! ser oi fnn. nur schlafen und bleibest ei den Schafen, die ewig unsers ind A. Ro the, 1 1758. 2 IIin Iiil ——— 403 Nr. 477 Gericht und Ewigkeit. 477. I.(Strophe 1, 2, 7, 8, 13, 14.) ö 2...— + 1—.—2— M— 5———— 1— 4—————*—— 7— 1. An dem Zorntag, an dem ho ⸗hen, stürzt die Welt in Feu⸗ I 9 5 4 1 4 II +S....— 1+2 J— 4 I 4 II Z... +— IE I 1*—. SSSSS/ISS. er⸗lo⸗hen, wie Pro⸗phe⸗ten⸗schwü⸗re dro⸗hen. 2. Welch ein Graun wird sein zur Stunde, wenn der Richter kommt und Kunde nimmt von allem bis zum Grunde! ö 7. Ach, wie werd ich Armer stehen? wen zum Anwalt mir er⸗ flehen, wenn Gerechte schier vergehen? König voll erhabner Schrecken! Gnade nur deckt unsre Flecken,— Gnade, Gnade laß mich decken! 13. Du, der schuldfrei sprach Marien und dem Schächer noch verziehen, hast auch Hoffnung mir verliehen. Mein Gebet gilt nicht so teuer, aber laß mich, o du Treuer, nicht vergehn im ewgen Feuer! II.(Strophe 3, 4, 9, 10, 15, 16.) 9— I —. 7 H———— 3. Die Po⸗saun im Wun⸗der⸗to⸗ne dröhnt durch Grüfte je⸗ r 4.—— 2 E— ASAꝗEDIEEE— der Zo⸗ne, sam⸗melt al le vor dem Thro⸗ne. 4. Erd und Tod wird schaun mit Beben alle Kreatur sich heben, Antwort vor Gericht zu geben. 9. Jesu, milder Heiland, siehe, wie ich Ziel war deiner Mühe, daß ich jenem Zorn entfliehe! 10. Hast dich matt um mich geschritten, hast am Kreuze mich erstritten; das sei nicht umsonst gelitten. 15. Zu den Schafen mich geleite, von den Böcken in die Weite stelle mich zur rechten Seite. Wenn Verworsfne sich entfärben, die du hinsprichst ins Ver⸗ derben, rufe mich mit deinen Erben. 26* Nr. 477 Die letzten Dinge. 40⁴ III.(Strophe 5, 6, 11, 12, 17.) H———— 5 r„ L.H. 2. 5. Und ein Buch wird auf⸗ge⸗schla⸗gen, drin steht al⸗les ein⸗ + H.— 1 .SSIIIIIIIIIIIITTt.. +.————3.——— 2——.— ge⸗tra⸗ gen, des die Welt ist an-zu⸗kla ⸗ gen. 6. Wenn der Richter also sitzet, wird, was dunkel war, durch⸗ blitzet, vor der Rache nichts beschützet. 11. Richter mit der heilgen Wage, tilge wider mich die Klage vor dem großen Rachetage. 12. Sieh, ich seufze schuldbeladen, schamrot über schweren Schaden! Hör mein Flehen, Gott in Gnaden! 17. Tief im Staub ring ich die Hände; zum zerknirschten Geist dich wende; Herr, verwalte du mein Ende! IV.(Strophe 18.) Q 1+.2+ 2 9E 2—— ——— 2r 2 o, s Eu,-ossw, 8. Tag voll Traͤ⸗nen und voll Grau⸗en, Gott die Kre⸗a⸗tur 4— EFHEs 5, Luu. eeeE.. —0.————.— 2 wird schau⸗ en aus dem Gra⸗be sich er⸗he⸗ben. Schenkuns, 9 2 + IL DD.——————— SSIIIIIIEE‚ Herr, das ew⸗ ge Le⸗ben! V.(Schluß.) ———.— ————— I.. Frommer Je⸗su, Hei⸗land du, al⸗len schenk die ew⸗ge Ruh! 9⁰.——— ID. N I —.— I T II A⸗ men Nach dem Lateinischen(dièes irae) des Thomas von Celano (um 1255) von A, Knapp, 1 1864. eeee e t Iulii! i A 4 — 1.40 405 Gericht und Ewigkeit. Nr. 478 478. SISISIIII 2 Mit⸗ten wir im Le⸗ben sind mit dem Tod um⸗ Wer ist, der uns Hil⸗fe tu, daß wir Gnad er⸗ . — R. II— 1.—.. ———..———.....——— SSS.SIIIIII. +—. fan„ gen. san⸗ gen? Das bist du, Herr, al⸗lei ne. Uns + ....... reu⸗et uns⸗re Mis⸗se ⸗tat, die dich, Herr, er⸗züͤr⸗net hat. a LE I 1**— ————————— ... IIII....... — 2*... *— Hei ⸗li⸗ ger Her⸗re Gott, hei ⸗li⸗ger, star⸗ker Gott, r————— 125— a. auu nimn, nd 23——.. *— + JZ.—.—— hei ⸗li⸗ger, barm⸗her ⸗zi⸗ ger Hei⸗ land, du e⸗ . + 1 LV— 4 1 LI 1 + —. SSI wi⸗ger Gott, laß uns nicht ver⸗sin„»ken in des bittern I 9.5 mü 14 LL—.— J+.. 1—.—.— H——4—.— CV... J. 1 8..— E 11 n W r, +.iSJ‚3 + 41— 4„ To⸗des Not! Er⸗barm dich un⸗ser! 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut! Erbarm dich unser! 3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben. Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Nr. 479 Die letzten Dinge. 406 Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm⸗ herziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! Erbarm dich unser! V. 1 vorreformatorisch nach dem lateinischen Lied des Notker von St. Gallen, 912. V. 2 u. 3 von Luther, 4 1546. 479. F—————.—.— E————————————] TT Wa⸗chet auf! ruft uns die Stimme der Wäch⸗ter sehr hoch Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗ se Stunde; sie ru ⸗fen uns mit — 2 ....——8——.—.—8 H— ——————————.—.—.— *——— auf der Zin⸗ne, wach auf, du Stadt Je⸗ru⸗ sa⸗lem! hel⸗lem Mun⸗de:„Wo seid ihr klu⸗gen Jungfrau en? I 9* 4 1. 1 1 ,. i.. H Him.: Mi-u— drrnrxrrin, Wohl⸗auf, der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! + ELV +Z—— 4 +——— S S S......I........———— Hal⸗le⸗ lu⸗ ja! Macht euch be⸗reit zu der Hoch⸗zeit; .—— EI E—.—— E. +2——— L 5. ILI. ihr müs⸗set ihm ent⸗ge⸗ gen⸗gehn. 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz will ihr vor Freude springen, sie wachet und steht eilend auf. 090 Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Wal dub Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr und Preis sei dir gesungen mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gesehn, kein Ohr hat je gehört solche Freude; drum jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. Ph. Nicolai, 4 1608. — —— 407 Gericht und Ewigkeit. Nr. 480 8 480.—5 ö SSSIIIII 1 — Je ru⸗ sa⸗ lem, du hoch⸗ge⸗bau⸗te Stadt, wollt Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat und 2 4 EEEEEE . 7 I Gott, ich war in dir! ‚ weit ü⸗ber Berg und Ta⸗le, weit ist nicht mehr bei mir, —0 4—— EFE SPSP‚IPIPIPIPIPIIISIIIIIII* ———— üiber bla⸗ches Feld schwingtes sich ü⸗ber al ⸗ le und IIIEIEE 14.—— 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann bist du endlich hier, da ich mit Lust und freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir hat Gott gegeben das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war von ferne in meinem Tränenland. 5. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen ins⸗ gemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis; das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit: 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chören ohne Fren daß von dem Schall und lieblichen Getön sich regt der reudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, als von Anfang gesungen das selge Himmelsheer. J. M. Meyfayt, 1642. Nr. 481, 482 Die letzten Dinge. 408 481. kei⸗ner Lust in der Welt ge⸗wußt! 2. Sei mir hoch gegrüßt; dich such ich vor allen, weil ich öd und wüst in der Welt muß wallen und von Kreuz und Pein nie befreit kann sein.——. 3. Deinetwegen bloß trag ich dies mein Leiden, diesen— stoß willig und mit Freuden; du versüßest mir alles Bittre hier. 4. Trüg mein armes Herz nicht nach dir Verlangen, o, in meinem Schmerz wär ich längst vergangen; du bist, einzig du, nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, du kennst vorhin alles, was mich kränket, und woran mein Sinn Tag und Nacht gedenket; niemand weiß um mich, als nur du und ich. 6. O wie werd ich mich dort an dir erquicken! Du wirst mich, und ich werde dich erblicken, ewig herrlich, reich und den Engeln gleich. 7. Schöner Himmelssaal, Vaterland der Frommen, Ende meiner Qual, heiß mich zu dir kommen! Denn ich wünsch allein bald bei dir zu sein. S. Dach, 1 1659. 482. —28.—5 4 =——— +——— +—.— — S S PIPPIPIPIASPSISII.II....I.... Tod zu Gott ge⸗kom⸗men! Ihr seid ent⸗gan⸗gen SPSSSSS........... ——— al ler Not, die uns noch haͤlt ge⸗fan ⸗gen. 1. üiinnn ———— ðꝛ——2—— 409 Gericht und Ewigkeit. Nr. 483 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von Fuend Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen; ihr habt das schon, wonach wir uns sehnen; euch wird gesungen, was in keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt erwerben? Wer wollt hier bleiben, sich vom Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Herr, uns aus dem Joch zu spannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. S. Dach, 4 1659. 483. a N =—— — e e e, ..—.—4 +4..—..— + + —.. I 2—.— 1 Je⸗sus, mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht und mein Heiland, ist im 1011 dieses weiß ich, sollt ich nicht darum mich zu⸗frieden ge-ben, H IZ.—— 3— W— X + was die lan⸗ge To⸗des⸗nacht mir auch für Ge⸗dan⸗ken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn sch zichtz Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach ich zieht 5 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm ver⸗ bunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden. Dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird meiner Augen Licht diesen meinen Heiland kennen, und ich selbst, ich zweifle nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. 6. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, seine Glieder; gebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. ö Nr. 484 Die letzten Dinge. 410 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon 01 ergebt, dem ihr dort vereint sollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg(2), 4 1667, 484. 4 LAELEE—1— SSSCEIIITIIIIIIII.I........ ———..—.— XV.e — — 7 O Es⸗wigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das dur 1. D An— O E⸗wig⸗keit, Zeit oh ne Zeit, ich weiß vor gro⸗ H EE— 2—— EHEE. 10.—— „— öSl* die See⸗ le bohrt, o An⸗fang son⸗der En ⸗de! ßer Trau⸗rig⸗keit nicht, wo ich mich hin⸗wen⸗de; 20. 4 4 4 IAE.* 15.—— b E. 25 27——*. 4— L.——— mein ganz erschrock⸗nes Herz er bebt, wenn mir dies Wort 2— H 3 + 4.——.— 35 1 5— V.— +—I— +. im Sin=ne schwebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der⸗ Zeit nicht fällt, nicht endlich muß vergehen. Nur die unselge Ewigkeit ist ohne Maße, Ziel und Zeit, bleibt unverändert stehen; ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang! Hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum, wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Cuncke Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die wigkeit. 4. Ach, Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du den bösen Knecht so hart mit ewgen Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu erzen, bedenk es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind! 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf, ermuntre dich, verlornes 9 1 und bessre bald dein Leben! Wach 0h es ist 11 hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß doch, wie er sterben mag! n ä — II l 2—* 41¹ Gericht und Ewigkeit. Nr. 485, 486 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich Mih vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Joh. Rist, 4 1667. Mel. Nr. 484. 485. 1. O Ewigkeit, du Freuden wort, das mich erquicket fort. und fort, o Anfang huchte Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß vor Leben urnd lichkeit nichts mehr vom Weltelende, das uns in diesem Leben quält, weil ich die Ewigkeit erwählt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; allein die selge Ewigkeit bleibt ohne Jahre, Ziel und Zeit, bleibt unverändert stehen; ja, wie das Wort des Herren spricht: sie welket und vergehet nicht. 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dies aufhöret; drum, wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit, die ewig nichts zerstöret, so acht ich alles Leiden kaum als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausend, tausend Jahr und werden des nicht müde; sie haben mehr als Sonnenlicht, sie sehen Gottes Angesicht, sie haben goldnen Frieden, wo Christus gibt, wie er verheißt, das Manna, so die Engel speist. 5. Ach, wie verlanget 21 nach dir mein mattes Herze mit Begier, du überselig Leben! Ach, bringe mich, mein Gott, dahin, wonach jetzt Seele, Mut und Sinn mit allen Kräften streben. Der Gan. Welt vergeß ich ganz und sehn mich nach des Himmels anz. 6. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn, bis ich dort ewig bei dir bin. Nach K. Heunisch, 1 1690. 486. (Mel. Jesu, meines Cebens Ceben. Nr. 1.) 0— à 2ne Serrr 5 + B +.— +— I L— +.— Faere + I 2—.— J.. 2 +. 4.;—— +.— q— I +—— 1— 1 Al⸗le Menschen müs⸗sen ster-ben, al ⸗les Fleisch ver⸗ was da le⸗bet, muß ver-der⸗ben, soll es anders — 5 ö—..— 5—‚—;i.— 2n 1.— EEE S 2. 4 E + —2 0 geht wie Heu; ö Lel ö · we · sen werden neu. Die ⸗ser Leib,der muß ve sen, Nr. 487 Die letzten Dinge. 41²2 .— —.— VG.—I—. + 2— 2— 2 Z.— 4 +—— +——.— D‚S‚S‚ꝑ‚SiS‚i‚S‚i‚i‚i‚i‚i‚i‚ieiee‚.— wenn er an⸗ders soll ge⸗ ne⸗sen zu der gro⸗ßen — + —.——II‚‚..— ——D‚..— EII — G——— Herr⸗lich-keit, die den Frommen ist be»reit. 2. Drum, so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott be⸗ liebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 3. Christus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das Heil erworben, drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal; wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der Apostel Zahl; wo in soviel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, wo dem Herrn, der uns versöhnt, ewig Halleluja tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. J. G. Albinus, 4 1679. 487. (Mel.: Ich hab mein Sach Golt heimgestellt.) IRE + x 1. Wie fleucht daꝓ-hin der Men⸗schen Zeit, wie ei⸗ let man . P PI IP‚IPI PIPIIIIIIIII.I...T 4H S—.— zur E⸗wig⸗keit! Wie we⸗nig den⸗ken an die Stund von Her⸗ F—π 413 Gericht und Ewigkeit. Nr. 488 E 4 4.— 4 4———.—— ⁴H„.—** 4 4— +.— EL EEESEEEEE zens⸗grund, wie schweigt da-von der trä⸗ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum, ein Augenblick, der schnell vergeht und nicht besteht, wie ihr dies täglich vor euch seht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ists Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn! Gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not? Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu! Das merke du; du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Toren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir, so dort, wie hier; Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh? Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. J. Neander, 4 1680. 488. (Mel. Herzlich tut mich verlangen.) —— + + FEEEEEEEEE 5 + 4. +— 4/—. —— 0— lnn, 2 1(5 den-ke, Mensch, das En ⸗ de, be ⸗ den ⸗ke Der Tod kommt oft be⸗ hen ⸗ de; der heu ⸗te 1 2 E— d e— VIIIIE. T. TTT TTT II— LV. IIX +. 1— 41— dei⸗nen Tod! frisch und rot, kann mor⸗gen und ge⸗schwin⸗der e en— — 4—2—— A— ö— hin⸗weg⸗ge⸗stor⸗ben sein; drum bil⸗de dir, o Sün⸗der, 2—— IL. ů——.— 13 I ein taäg⸗-lich Ster⸗ben ein. Nr. 489 Die letzten Dinge. 414 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht; kein Mensch ist ausgenommen, dort muß ein jeder nahn und wird den Lohn bekommen, nachdem er hier getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Hölle Angst und Leid, daß dich die Welt nicht blende mit ihrer Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich, schmerzlich Schreien; ach, Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke doch die Zeit, daß dich ja nichts abwende von jener Herrlichkeit, womit vor Gottes betele die Seele wird gepflegt; dort ist die Lebenskrone den Frommen eigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten letzte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereikt. Laß mich den Tod be⸗ trachten und deinen Richterthron, laß mich auch nicht verachten der Hölle Sündenlohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf meinen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß ich im Himmelslichte zu wohnen würdig sei. Sam. Liscov(2), t 1689. 489. (mel. Erquicke mich, du Heil der Sünder.) w 2——————.— J........ Z I + 9§“«⅕≅ꝰ́ꝰ~œ'n7——2——— +—— J...E 0 LI— I—...ñ—..—— ◻+—.— 2—..—.—— ———.— 1 Ich ru⸗he nun in Got⸗tes Ar⸗men, mein Leib schläft die Lie⸗be läs⸗set mich er⸗war⸗men bei e⸗wig EA.——.‚——— 2— 2 HNUE . 12..9.2—— —— Werder⸗ Kirchen Spen Dorthatt ich we⸗nig Ru⸗he⸗ stun⸗ Q 4 4* I—— 4 4 II —— n e 21 n EI + +H J 2.— D L— + 2— 10.——— VIII 2. Hier hab ich alles zu genießen, worauf mein Glaube sich gefreut; der Lebensquell läßt auf mich 1— en die Ströme seiner Seligkeit. Mein Freudenmeer ist Gottes Seele stille. ülle; bei dem ist meine 41⁵ Gericht und Ewigkeit. Nr. 490 3. Mein matter Leib schläft in der Erden, er schlaft, bis ihn mein Freund erweckt. Die Asche wird zur Sonne werden, ob sie gleich finstre Nacht jetzt deckt; er wird mit Freuden auferstehen, mit mir vereint zur Hopdeit gehen. 4. Da wird das Lamm mich ewig weiden auf Auen selger Sicherheit; da ist das Himmelsbrot der Freuden in Ewigkeit für mich bereit; das hab ich schon von Gott empfangen mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, die ihr jetzo Tränen speiset, denkt an des Himmels Freudenmahl; ob ihr noch durch die Wüste reiset, Gott bringt euch in den Ehrensaal; da werdet ihr mit Freuden sehen, wie wohl mir durch den Tod geschehen. Vor 1694. 490. (Mel. valet will ich dir geben.) 9— 1.—. n E LI. b I.—.— L I ** „ Fr· mum· tert euch, ihr Frommen! Zeigt eu ⸗ rer Lam⸗pen Schein; der A⸗bend ist ge⸗kom⸗men, die finst⸗ re Nacht bricht ein; — es hat sich auf⸗ge⸗ma⸗chet der Bräͤu⸗ti⸗gam mit Pracht. Auf, + ‚‚‚ii EA be-tet, kämpft und wa⸗chet! Bald ist es Mit⸗ter ⸗nacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet fie mit Ol und seid des Herrn gewärtig; bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah. Begegnet ihm in Reihen und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen; drum schlafet nicht mehr ein! Man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. Nr. 491 Die letzten Dinge. 416 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier quillt der Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen; hier ist der Freudensaal, da wir uns niederlassen zum ewgen Hochzeitsmahl. 9. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. L. Laurenti, 4 1722. 491. (Mel. Unser Herrscher, unser König. Oder wie Nr. 366.) 2. 7.— 4. FEF.* 1— + C J S....— N——.—* + 12.—— LVXL——. 2—— 1 2 1— . + + 42—0 sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne, was ist das für ä⸗get ei ⸗ ne Kro⸗ne, glän⸗zet gleich den II 2.— 2— 4— —.—.2 ů ů P + ²² CSDIDIII‚I‚I‚I——.————. H—..——. 2— ö Sieret Barz Hal le⸗lu⸗ja sin gen all, Q lo⸗ben Gott mit ho⸗hem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen, wie ein Sieger in der Hand, wenn er seinen Feind erschlagen, hingestrecket in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat erzeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide göttlicher Gerechtigkeit, an⸗ getan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gekämpfet für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut gedämpfet, folgend nicht dem Sünderheer; die erlanget auf den Krieg durch des Herren Arm den Sieg. 417 Gericht und Ewigkeit. Nr. 492 5. Es sind die, so durchgedrungen durch viel Trübsal, Angst und Not, im Gebet auch oft gerungen mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 7.. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus; mein Gebet zu dir ich wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: treibe, Herr, die Feinde weit! 8. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht daniederliegen, wenn ein Sturm mich überfällt; sühre mich aus aller Not, Herr, mein Fu mein treuer Gott! 9. Daß mein Teil sei bei den rommen, welche, Herr, dir aͤhnlich sind und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott! 10. O, wie groß wird sein die Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leuchte wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Th. Schenck, 1 1727. 492. (Mel. ZJesu, meines Lebens Leben. UNr. 1.) 0 LJ. ———— N I öä D 2—ꝛ—— 2. I. I. X.—— L JZ.....* +I + I.— —— 22* 1—— 1— 1 1 1 O wie fröh⸗lich, o wie se⸗lig wer⸗den wir im Dro⸗ben ern⸗ten wir un⸗zäh⸗ lig uns⸗re Freu⸗den⸗ II + J.. H*— —— V J H. 2 Z.——.—— 4 I—. +.— II— I..V +* + — II—— Him⸗mel seinl Y gar⸗ben ein. Ge⸗hen wir hier hin und wei⸗nen, F T E.— — EEE V. dor-ten wird die Son⸗ne schei⸗nen; dort ist Tag und 8..— 3 ‚ kei ne Nacht, dort, wo man nach Trä⸗nen lacht. Ach, wer wollte sich nicht sehnen, dort in Zion bald zu stehn und aus diesem Tal der Tränen an den Freudenort zu gehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt! 27 Nr. 493 Die letzten Dinge. 418 3. O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird uns das Lobgetöne seiner Engelschar erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 4. Ach, wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmels⸗ bau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen, o du großer Lebensfürst! Laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herz recht himmlisch werden, bis mein Los auf jener Welt auf das allerhöchste fällt. B. Schmolck, 4 1737. 493. EEEEEEEEEEEE 1 Nach ei⸗ ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta ⸗ ge er⸗war⸗tet Dort, dort ver⸗wan⸗delt sich die Kla-ge in gött⸗li⸗ — H— +....—.— I 1 f —2...—— E—.— ZJ..........— 2— 56 S.. IPIPIIIIIII........ —.— 8 die E⸗wig ⸗keit! 2— Iursuer den heit. Hier übt die Tugend ih ⸗ren U9 ö———— Fleiß, und je ⸗ne Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen selgen Augenblick, doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt, bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. ö 4. Hier, wo die Tugend oftmals leidet, das Laster oftmals glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und des Bekümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier An ichs nur, dort werd ichs finden; dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Wert empfinden, den unaus⸗ sprechlich großen Wert; den Gott der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 77 — 6—— 419 Gericht und Ewigkeit. Nr. 494 6. Da wird des Vaters heilger Wille mein Will und meine Wohlfahrt sein und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart, ein Heilig, Heilig, Heilig! singen dem Lamme, das erwürget ward, und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen mich ihnen gleich und heilig sehn, das nie gestörte Glück erfahren, stets fromm mit Frommen umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu millionen Malen noch segnen, daß er ihn mir wies; da find ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben, vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir; denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Glück erfreun, der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen diese Herrlichkeit, die offenbar an uns soll werden von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh! Chr. Fr. Gellert, 4 1769. 494. (nel. zu dir erhebt sich mein Gemüte.) 2 TDD iEEEEEE Die See⸗le ruht in Je⸗su Ar⸗men, der Leib schläft nun kann sich Herz an Herz er⸗war⸗men; die Ruh ist +——.— . —..——.— sanft im Er=den⸗schoß: die sie nach we⸗nig Kampfes⸗ un⸗aussprech⸗lich groß,(Gott hat die Trä⸗nen ab-⸗ ge⸗ 27* V— Q Nr. 494 Die letzten Dinge. 42⁰ 9 2 2—— 23—1— 4—. DE..— stun ⸗-den bei ih-rem hol-den Freund ge⸗fun⸗-den; wi⸗schet, ihr Geist wird durch und durch er-frin-schet, H H. — 5%. + H ————‚TI— — +.— L—.—‚—.— sie schwimmt im stil ⸗len Frie-densmeer. des Her-ren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen, ihr Schmerz und Seufzen ist dahin; sie ist zur Freudenkrone kommen, sie steht als Braut und Königin im Golde ewger Herrlichkeiten dem großen König an der Seiten; sie sieht sein klares Angesicht. Sein freudenvolles, lieblich Wesen macht sie nun durch und durch genesen; sie ist ein Licht im großen Licht. 3. Sie jauchzt dem Sterblichen entgegen: ja, ja, nun ist mir ewig wohl! Ich bin durch meines Mittlers Segen des Lebens, Lichts und Freuden voll! Mein schönes Erbteil ist mir worden; vie tausend aus der Selgen Orten bewundern jauchzend meine Pracht Man kann in allen Himmeschören gleichwie mit Donnerstimmen' hören: der Herr hat alles wohlgemacht. 4. Ja wohlgemacht durchs ganze Leben, recht wohl in meiner Todespein! Sein mütterliches Tragen, Heben bracht mich heraus, hindurch, hinein! Heraus aus dieser Erden Lüsten, hindurch durch die Versuchungswüsten, hinein ins schöne Kanaan. Da darf ich auf den grünen Auen den Helden, der mich führte, schauen, der große Ding an mir getan. 5. Nun kann das Kind den Vater sehen, es fühlt den sanften Liebestrieb; nun kann es Jesu Wort verstehen: er selbst, der Vater, hat mich lieb! Ein unergründlich Meer des Guten, ein Abgrund ewger Segensfluten entdeckt sich dem verklärten Geist; er schauet Gott von Angesichte und weiß, was Gottes Erb im Lichte und ein Mit⸗ erbe Christi heißt. 6. Der matte Leib ruht in der Erden, er schläft, bis Christus ihn erweckt; dann wird der Staub zur Sonne werden, den jetzt die finstre Gruft bedeckt; dann werden wir mit allen Frommen, wer weiß, wie bald, zusammenkommen und bei dem Herrn sein allezeit; dann werden wir ihn ewig sehen. Wie wohl, wie wohl wird uns geschehen! Herr Jesu, komm, mach uns bereit! J. L. K. Allendorf, 4 1773. 7 ů 2*..... 421 Gericht und Ewigkeit. Nr. 495, 496 Mel. Nr. 494. 495. 1. Es ist noch eine Ruh vorhanden; auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu! Bald ist der heiße Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vollendet; so gehst du ein zu deiner Ruh! Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er ruft, er locket weit und breit: ihr müden Seelen und ihr Frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr müde und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: ich selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Hölle toben, seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen, denn muser Tränen⸗ saat aus. O, welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, es wird kein Tod uns mehr erreichen, wir werden den Erlöser sehn; die Träne wird vom Aug er wischen, sein Lebensstrom wird uns er⸗ frischen. Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst, noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen; der Herr ist seinem Volke nah. Er selbst will über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen, der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden und leben ewig sorgen⸗ los. Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden! Legt euch dem Heiland in den. Schoß! Ach, Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, Ruf mein Geist, zum Jubilieren; auf, gürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! J. S. Kunth, 1 1779. 496. (Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern.) n, 2— 12—— 44.—— Vwo' Geist, o Gott, wird ganz ent⸗zückt, wenn er hin⸗ wo dei⸗ne mil⸗de Va ⸗ter⸗hand aus neu⸗en Nr. 496 Die letzten Dinge. 422 SISI...? auf gen Him⸗mel blickt, da-hin dein Rat uns lei⸗tet; Wundern wird er⸗kannt, die du da⸗selbst ver-brei⸗tet. AHHr 3..mN 81 mrmrm u Baa IE Mäch⸗tig fühl ich mich er-ho-ben, dich zu lo⸗ben, 2.———— nrenen, wee, + der zum Le⸗ben, das dort ist, mich will er-he⸗ ben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herr⸗ lichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar zum fröhlichen Empfinden; doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben; dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; dort wischest du die Tränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; denn du, o Herr, machst alles neu, das Alte ist vergangen; hinfort sind dort von gerechten Gottesknechten keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsres Gottes Heiligtum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn; hier schaut man sie nicht mehr von fern, hier wird sie neu besungen. Völlig gibt sich, sie zu trösten, den Erlösten zu erkennen der, den sie schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie, auf ewig frei von aller Müh, und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust und ihre tausendfache Lust kein feindliches Gemüte; kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint! Die Frommen, die ich hier beweint, die find ich ewig wieder. Dort sammelt deine Vater⸗ hand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd ich, frei von Mängeln, selbst mit Engeln Freundschaft pflegen; o ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, der mich geliebt? Wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen, da werd ich dich, Herr Jesu Christ, so menschenfreundlich als du bist, auch mit Ent⸗ zücken sehen; da wird, mein Hirt, von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. a 423 Gericht und Ewigkeit. Nr. 497 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vor⸗ behält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herr⸗ lichkeit, du hast die Stätt auch mir bereit; hilf sie mir auch ererben! Laß mich eifrig danach streben und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. J. S. Diterich, 4 1797(nach Ahasverus Fritsch, 1 1701.) 497. (Mel. Es ist gewißlich an der Seit.) —.—— N 2. — I— 2 Schon ist der Tag von Gott be⸗stimmt, da, wer auf Er-⸗den sein Los aus Gottes Hän⸗den nimmt, nach⸗dem er hier ge⸗ 4 I‚‚‚ IE e Kue ——— II E 55 v fen. a 1——— ——— ⸗delt bonsdet Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn; er 1 iiDDEEEE kommt, und Wollen sind sein Thron, der Er⸗de Kreis zu rich⸗ten. 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit versammeln sich die Scharen, die seit dem ersten Tag der Hur der Erde Bürger waren, nur dem Allwissenden bekannt, unzählbar, wie des Meeres Sand; hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt der Wahrheit unter⸗ liegen. Hier, wo das Recht die Wage hält, wird keine Sünde siegen. Hier ist zur Buße nicht mehr Frist, hier gilt nicht mehr Betrug und List, hier gilt kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der Himmel schweigt, und alle Völker hören erwartungsvoll und tief gebeugt: kommt, erbt das Reich der Ehren! So spricht er zu der frommen Schar; zu der, die ihm nicht folgfam war: hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn: stürzt über uns zu⸗ sammen, ihr Welten, fallt, daß wir vergehn, die wir uns selbst ver⸗ dammen! Die Frommen aber stehn im Licht des Friedens, und ihr Angesicht strahlt seliges Entzücken. 6. Frohlockend ziehn sie in das Reich, das Gott für sie bereitet, wo er sie, seinen Engeln gleich, von Licht zu Lichte leitet. Das Stück⸗ werk wird Vollkommenheit; kein Kummer, keine Traurigkeit stört ihre selgen Freuden. — N 1 2. L S....I.I.II.II.II..— Nr. 498 Die letzten Dinge. 42⁴ 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernst be⸗ denken! Es stärke mich mit Zuversicht, so oft mich Leiden kränken! Es reize mich, gewissenhaft und, eingedenk der echenschaft, nach deinem Wort zu wandeln. S. Diterich, 4 1797. 498. (Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme.) 9 EÆE A——+———.— + —— ů—ꝑ 1 2. —————.——— 0NWVI 1 6i lig sind des Him⸗mels Er⸗ben, die To⸗ten, die im Nach den letz-ten Au⸗gen⸗bli⸗cken des Todesschlummers 1 1 22 —6— 44..— 4 II 4 ——.—— H ö öSDDP.IIII.IIIII..——.— —— Her⸗ren ster⸗ben, zur Auf⸗er⸗ste⸗hung ein ⸗ge⸗ weiht! folgt Ent⸗zü⸗cken, folgt Wonne und Un⸗sterb⸗lich— keit! ——— 2..2.....—j. N 2Z.—. 7—4 —————— I.X..— 4— SISISISISISII.IIII.I..IIII.— —0 E amr Im Frie⸗den ru⸗hen sie, frei von der Er⸗de Mih, 4——— DE. Eeere 2—————4—. 1 —.—— 111.———— A 1+.—1 Ho ⸗-si ⸗ an ⸗ na! Vor Got⸗tes Thron zu sei⸗nem Sohn I. 4 + 185 l. I.—* 1 be⸗glei⸗ten ih re Wer⸗ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab, wischt unsre Tränen ab, alle Tränen! Er hats vollbracht! Nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil, uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr; das Alte ist nicht mehr. P.aen 10 Er sank hinab, wie wir ins Grab; er ging zu Gott, wir folgen ihm. F. G. Klopstock, 1803. 224 x 42⁵ Gericht und Ewigkeit. Nr. 499, 500 499. (mel. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit.) O.*—. .+..—..—...—324.—. + 4—.—.— 2—.4. 2ee, r I u L de r. 1. Ich hab von fer⸗ne, Herr, dei⸗nen Thron er⸗blickt, T—* 4 R. E.— 4.—— I——.— 5—— .—— und hät⸗te ger⸗ ne mein Herz vor⸗aus⸗geschickt und hät⸗te .. N 4 W.* gern mein mü⸗des Le⸗ben, Schöp-⸗fer der Gei⸗ster, dir SSSI.II............. —en e, hin ge⸗ ge-⸗ben! Schöp-fer der Gei⸗ster, dir hin ⸗ge⸗ — E—— IE EA— ge ⸗öben! 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig; drum ist dein Licht so schön! Könnt ich an diesen hellen Thronen„½1 doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt; ich bin noch nicht genug gereinigt, : noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Er⸗ müden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gassen 2: lebenslang nicht aus den Augen lassen. J. Timoth. Hermes, 1 1821. 4f. x I 5 4 e.. 5 A. 4.. H——.————— Wir werden bei dem Herrn sein al⸗le⸗zeitl Du Tief⸗dun⸗kel ist die ern ⸗ste E⸗wig ⸗keit,— doch — Nr. 500 Die letzten Dinge. 426 ——5 —·. Hei⸗mat⸗land in fremden Pil⸗ger⸗ta⸗len! J wie durch Nacht⸗ge-wölk des Mon⸗des Strahlen, halanztder Ver AHrb—.——ñꝛß;7— ³— + ,..,.,. hei⸗ßung Licht durch To⸗des-leid: wir wer-den bei dem Herrn sein al ⸗le⸗ zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht die Seele aus von ihrer Irrfahrt Schmerzen. Der langen Sehnsucht Ziel, das höchste Gut, der Herzen Heimat ist in seinem Herzen; er ging voran, die Stätte steht bereit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 3.. Bei ihm versammelt! Seinem Salem geht die Wallfahrt zu. Wie oft in guten Stunden, wenn seiner Nähe Odem uns um⸗ weht, hat es sein Volk vor ihm vereint empfunden; das ist die Fülle aller Seligkeit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 4. Hier trennt die Welt; was heut sich liebend fand, sehnt morgen sich nach Blick und Wort vergebens; es drängt sich zwischen Seelen Meer und Land, und starrer noch das Machtgebot des Lebens. Der Himmel sammelt, was die Welt zerstreut; wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 5. Und waren wir hier jemals ganz vereint? Ach, nur das Reine eint sich mit dem Reinen! Die Schuld, die täglich noch das Herz beweint, sie scheidet es von den geliebten Seinen. Der Fürst des Friedens tilgt, was uns entzweit; wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht von alter Sinnver— wirrung schweren Banden; die Sprache, die e in Kind des Hauses spricht, wird von dem andern Kinde nicht verstanden. Das Wort 105 löst der Rede Streit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 7. Du Gotteswort, dem froh der Glaube traut, wohl magst du allen Erdenjammer stillen, das finstre Tal, vor dem der Seele graut, mit Morgenrot und heilgem Frieden füllen! O Heimatlicht aus dunkler Ewigkeit: wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta Heußer⸗Schweizer, 4 1876. 11 5„8—2 427⁷ Hab acht auf mich. S T V Hab acht auf mich in al-ler Not, o gro⸗ßer wann Sa⸗tans Wut, die Höl-len⸗rott, den Ra⸗chen 2 en.—.— Gott, Herr al⸗ler Her⸗ren, ge⸗gen mich auf-sper- ren, —3.—— 1 2..— 1 DiEEEEEEEEEEEE zu ver⸗schlin⸗gen und in die höch-ste Not zu brin-gen, wann sie mich su⸗chen so bitt ich dich herz⸗in- nig- lich, mein Va⸗ter, —.— I..— i so hab acht auf mich. 2. Hab acht auf mich; wann mich die Sünd will von dem höchsten Gut abwenden, so halte mich, Herr, als dein Kind mit deinen treuen Vaterhänden; bleib du mir stets in dem Gedanken, laß mich von deinem Wort nicht wanken; wann Sünden in mir regen sich, mein Vater, so hab acht auf mich. 3. Hab acht auf mich, wanns gehet wohl, wann mir die Glückessonn will scheinen, die meine Seel macht freudenvoll, daß sie nichts wissen mag von Weinen, daß ich dem blinden Glück nicht traue, vielmehr auf deine Güte schaue, weil oft das Glücksrad wendet sich: mein Vater, so hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich und steh mir bei, wann mir das Unglück braust entgegen, daß ich nicht zu verzaget sei und weichen mög von deinen Wegen, die mir zu wandeln sind befohlen; und wann mir auch des Kreuzes Kohlen mein Herze brennen bitterlich, mein Vater, so hab acht auf mich. Hab acht auf mich. 428 5. Hab acht auf mich, wann ich gesund, wann ich empfinde keine Schmerzen, wann keine Klag in meinem Mund, noch Trauern ist in meinem Herzen; damit ich bei gesundem Leibe dir dankbar und gehorsam bleibe; auf daß ich nie vergesse dich, mein Vater, so hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wann ich krank, wann die Gesund⸗ heit will verschwinden, daß ich geduldig und mit Dank annehme die Arznei der Sünden; laß mich nicht ungeduldig werden und denke, daß ich Staub und Erden; auch wann die Schmerzen mehren sich, mein Vater, so hab acht auf mich. 7. Hab endlich dann 1805 acht auf mich, wann ich der Welt Balet soll geben, daß ich im Glauben halte dich, bis ich komm in ein ander Leben, da mir das frohe Glaubensende erteilen werden deine Hände; daß ich bei dir leb ewiglich, mein Vater, so hab acht auf mich. 8. Ach, laß mich doch nicht aus der Acht, wann uns dein jüngster Tag erscheinet, der Tag, da vor Gericht wird bracht auch das, so man hier nicht gemeinet; laß mich zu deiner Rechten stehn und zu des Lammes Hochzeit gehn; mein Jesu, dann hab acht auf mich, so will ich ewig preisen dich. H. L. Schlosser, 4 1723. ——— 429 Nr. 501 Anhang geistlicher Kieder für Jugendgoftesdienite und für freie Ver⸗ sammlungen der Semeinde. (Erläuternde Bemerkungen über die Melodien befinden sich auf S. 493.) I. Die Festzeiten. Adyent. 501. mel. Erwacht vom fühen Schlummer.) Sriedr. Rarl Ludwig Scholinus, 1 1816. al 4* I E——.— 2— .. mr u—.——...—.—— PPPPPPP 1. Die Ta⸗ge sind so dun⸗kel, die Näch⸗te lang und * ö kalt; doch ü⸗bet Sternge⸗fun⸗kel noch ü⸗ber uns Ge⸗ Hine nni Smrii J——— —.——— — walt. 2. Er war einmal erschienen in ferner, selger Zeit; da waren ihm zu dienen die Weisen gleich bereit. 3. Der Lenz ist fortgezogen, der Sommer ist entflohn: doch fließen warme Wogen, doch klingt ein Liebeston. 4. Es rinnt aus Jesu Herzen, es spricht aus Jesu Mund ein Quell der Lust und Schmerzen, wie damals noch zur Stund. 5. Wir wollen nach dir blicken, du Licht, das ewig brennt; wir wollen uns beschicken zum seligen Advent. ů Max von Schenkendorf, 4 1817. Nr. 502, 503 Advent. 130 13 502. Q LZ.V 4 D + Andernach, 1608. 1. Es kommt ein Schiff ge⸗ la⸗ ⸗ den bis 4—— 2 D. 5. H I +2—.—— 4. 2—— A FrfNR an den höch-sten Bord, trägt Got⸗tes Sohn voll 9⁰ ö— ——....... E rn 4 E——— 613 2 7———— +— —— x ö Gna ⸗ den, des Va⸗ters e⸗ wig Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe, trägt eine teure Last; das Segel ist die Liebe, der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden, da ist das Schiff am Land. Das Wort soll Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gesandt. 4. Zu Bethlehem geboren im Stall ein Kindelein gibt sich für uns verloren; gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, muß vorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel; 6. Darnach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn, das Leben zu ererben, wie an ihm ist geschehn. Nach Johannes Tauler, 4 1361. 503. Unel. Seht, er kommt mit Preis gekrönt.) Georg Sriedrich ändel, 4 1759. x ö 0 131 Weihnachten. Nr. 504 —65 SII ö— Schluß. 10 27—— 4 T.——.— 7 4 SEE3—.—— SS jauch ⸗ ⸗ ze laut, Je ⸗ ru ⸗ sa ⸗ lem! x—————— —.— ED————9——.————4—— * 5— 4⁰09—.—— 33 7——— EEET— —— Siehg- dein W nig kommt zu dir; —.—— iiiSEEEEEEE EEE 3..— 5— ja er kommt der Irie de — N———————— if —2— —— —8———? fürst.(wiederholung der beiden ersten Seilen bis„Schluß'“.) 2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! 3. A Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, du des ewgen Vaters Kind. Hosianza, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Friedrich Heinrich Ranke 4 1876. Weihnachten. 504. (Oder wie Nr. 528 Abend wird es wieder.) Christian Heinrich Rinck, 4 1846. . ů 2—————.——S.... 2—..—— —. SISIS I I.I — E 1—— 6 5 1—. 2——— + 7 1. Al⸗le Jahre wie ⸗ der tommt das Christuskind Nr. 505 Weihnachten. 43² —.— ö— D VE 7 +7 x*— auf die Er⸗de nie ⸗ der, wo wir Menschen sind. 2. Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus, geht auf allen Wegen mit uns ein und aus. 3. Ist auch mir zur Seite still und unerkannt, daß es treu mich leite an der lieben Hand. Wilhelm Hey, 4 1854. 505. weise aus dem 15. Jahrhundert. ů——— Niart— ů. — 1 Der Tag der ist so freu⸗den⸗reich, zu lo⸗ben Got⸗tes daß Christus von dem Him-mel⸗reich auf Er⸗den zu uns iii Na⸗men, üst dio J.r ö ö lom⸗ Wen) Groß ist die De⸗mut, Huld und Gnad, die CLI 2 +—: +I 1 EPIIIIIIIFIꝑIFIFIIFIII RRRRRRRT 5 x x— 4.—— 2 2—4— Gott vom Him⸗mel bei uns tat: ein Knecht ist er hier — rr in. Mn iu r M u. 4 n ů——— wor⸗den, in all'm, doch ohn Sünd, uns gleich, daß wir e⸗wig I. 2— L I XII EF—...—.— S LV. 2 1 I In; 4...——. IXI 2* wer⸗den reich; trug uns⸗re Sün⸗-den ⸗ bür-de. 2. Ein Kindelein so löbelich ist uns geboren heute, von einer Jungfrau säuberlich zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, so wärn wir allzumal verlorn: das Heil ist. aller. O du süßer Jesu Christ, der du Mensch ge⸗ boren bist, ehüt uns vor der Hölle. 15. Jahrhundert. 1— n —.— 433 Weihnachten. Nr. 506, 507 506. Gottlob Siegert, 4 1868. ——— +4 —ES.....‚. +L—— I. Du lie⸗ber, heil-ger, from-mer Christ, der für uns 7———.. E——— Kin⸗der kom⸗men 665 da ⸗ mit Nit sol ⸗len ————— 0— .e EEEEEE — weiß und rein und rech⸗te Kin ⸗der eer, ö EIl Got⸗tes sein; 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erden⸗ lich'ein Himmelskind und Himmelsschein, damit wir sollen himm⸗ lisch sein: 3. Du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburts⸗ 32 ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe eit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein, o bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell; 5. Daß ich wie Engel Gottes sei in Demut und in Liebe treu; daß ich dein bleibe für und für, du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt, 4 1860. 507. John Reading, 1760. 1. Her⸗bei, o ihr Gläu-bi⸗gen, fröhlich tri-um⸗phierend, o A 28 Nr. 507 Weihnachten. 434 4 N Beth ⸗le⸗hem 1—.— DEEEEDSEEEEEE ² EEEEEEE& 22 —9 5 22—— 7 V kom⸗met, öo kom-met nach Beth⸗le„ hem! Se⸗het das — ů ——.— L—*.—.—.— in Hiei Ern.—.— .. 2——— * 50„ 7 1—3. be⸗ten den Kö nig. 2. O König der Ehren, du Herrscher der Heerscharen, ver⸗ schmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß, du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren. 1 O, lasset uns anbeten, II o lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den König. 3. Kommt, singet dem Herren, o singt ihm Engelchöre! Froh⸗ locket, frohlocket, ihr Seligen: Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! 1 O lasset uns anbeten, II o lasset uns anbeten, A o lasset uns anbeten den König. 4. O dir, der du heute bist Mensch für uns geboren, o Jesu, ei Ehre und Preis und Ruhm, dir fleischgewordnes Wort des ewgen aters. 1 O lasset uns anbeten, Uo lasset uns anbeten, A o lasset uns anbeten den König. Nach Adeste fldeles, deutsch von Friedrich Heinrich Ranke, 1876. iiinn n „ f et , n et 43⁵ Weihnachten. Nr. 508, 509 508. J. Abr. peter Schulz, 1 1800. 5 1.—(Jur Kin⸗der⸗lein kom⸗met, o kom⸗met doch Zur Krip⸗pe her kom⸗met in Beth⸗le⸗hems DSS.SI..... I II DSEE Stal,] und seh, was in die ser hoch hei li⸗gen EEE—.—.— II.II.I E—.———8————— Nacht der Va-ter im Him⸗mel für Freu⸗de uns macht. 2. lIl O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl in reinlichen Windeln das himm⸗ lische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 3. A Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh; die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. IU U1 O beugt wie die Hirten anbetend die Knie; erhebet die Händlein und danket wie sie; stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. 5. O nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie deins und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 4 1854. 509. Görlitz, 1599. IFFFFTTTTT T T T T TTT ————5—.Ls 2— ..... EEEEES ..... — 1. U In Beth ⸗le⸗ hem ein Kin ⸗de- lein uns 28˙ n——— Eorn. rn.—.— 3»———5 ö‚..e— 75— 2—.—— 423 E— neu ge⸗ bo⸗ ren ist, von Da⸗vids Stamm ein ö + e Lin mnb.. .,. 7 *„—— Jung⸗frau rein, Ma⸗rie sein Mut-ter ist. 2. U Wie elend ist dein Krippelein, o großer König und Herr, und rühmen doch die Engelein dein göttlich Macht und Ehr. 3. A Du machst aus mir ein Kindelein dem lieben Vater dein und läßt mich auch ein Erbe sein an allen Gütern dein. 4. 1 So kommst du nun, o Herre mein, aus großer Gütigkeit und willst mein Licht, mein Leben sein, mein ls⸗ und Seligkeit. 5. I Mein Herz regier, die Seele mein laß dir befohlen sein, daß ich mit allen Engelein dir möge singen fein: 6. A Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, auf Erd Fried allezeit, den Menschen sei recht Freud und Wonn, Amen, in Ewigkeit. (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) 1609. jItrtrTTTTGTQHœTGõÿhé SSS 2. kom⸗ met das lieb⸗-li-che Kind-lein zu schaun. 9 8 8 EI———— b ,, N Chri⸗stus, der Herr, ist heu ⸗te ge⸗bo⸗ren, den Gott zum Heiland 437 Weihnachten. Nr. 511 1 9 N Xxæ• I 2 SSS.— IE— e.,——— n — euch hat er ko-ren. Fürch-tet euch nicht! 2. H Lasset uns sehen in Bethlehems Stall, was uns ver⸗ heißen der himmlische Schall; was wir dort finden, lasset uns künden, lasset uns preisen in frommen Weisen. Halleluja! 3. A Wahrlich, die Engel verkündigen heut Bethlehems Hirten⸗ volk gar große Freud: Nun soll es werden Friede auf Erden, den Menschen allen ein Wohlgefallen. Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Weihnachtslied. 511. (mel. Den die Hirten lobten sehre.) Vorreformatorische Weise. D——.— D—2— ——— 3 x. 2 5 1. I Kommt und laßt uns Christ- um eh- ren, Herz und — — 2.—.2———— ö SPSSSISIIISSIIee..— +— 2—— hö⸗ren, wer tes Volk der Chri-sten-heit. 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen: wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin! 3. A Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben! Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. 1 Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 5. II Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Ver⸗ Wiih⸗ bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Hölle eich. Nr. 512 Weihnachten. 138 6. A4O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein. 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt, 4 1676. Nr. 511 kann auch mit Nr. 512 im 2.1— 1— I. 511 5,1. II: V. 2, A: 512, V. 1.— I: 511 V. 3, II: V. 4, A: 512 V. 2.— I: 511 V. 5 B. 6, A: 512 V. 3.— I u. LI: 511 B. 7, A: 513 B. 4. 55 512. ö (Mel. In dulei jubilo.) Vorreformatorische Weise. x , IE 1. 1Nun sin⸗get und seid froh jauchzt al le und n —— EE— 4 N N 00— .— * —— so: Weden 159 in der Krip⸗pe blos unnd leuch⸗tet wie die Son-ne in sei⸗ner 2 7 1 0. wx EHν———— 2—— 2.—— ö. + Mut⸗-ter Schoß. Du bist A und O! Du bist A und 439 Weihnachten. Nr. 513 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüte, o Kind voll Mildigkeit; durch alle deine Güte, du Fürst der Herrlichkeit,:: zeuch mich hin nach dir. 3. II Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld, wir warn all verdorben durch unsre Missetat, so hat er uns erworben himmlische Freud und Gnad. Waren wir doch da!: 4. A Dir schallt Halleluja, jetzt hier und einstens da, wo die Engel singen das 4— allzumal, und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. Wären wir doch dal: Nach In dulei jubilo(5. Jahrhundert), 1648. 513. Sranz Gruber, 1818. e —— 7* 25 127— — nur das trau⸗te, hoch⸗hei⸗ li⸗ge Paar. einsam wacht(Hol⸗ der Kna⸗be im lok⸗ ki⸗ gen Haar, —QH— N N Hr n. schlaf in himm⸗li⸗ 0 Ruh, schlaf in himm⸗li⸗scher Q I. 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund 4hn durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da! 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aue deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt.: (Erläuterung Nr. 3 S. 403) Joseph Mohr, 4 1848, Nr. 514 Weihnachten. 440 A. 1638. FFFFTTTT 59—————— ed Aü ä 1. Zu Beth⸗le⸗hem ge⸗bo⸗ ren iü uns ein Kin⸗de⸗ .... in das hab ich 3—— er⸗ko⸗-ren, sein ei⸗gen will ich SS IITRE sein. Ei ⸗a, Ei ⸗a, sein ei⸗ gen will ich sein oder Sriedrich Mergner, 4 1891. B.(Bei dieser Melodie fallen die eingeklammerten Sätze im Liede weg.) 5. 2 1. Zu Beth⸗le⸗hem ge⸗ bo⸗ren 1— uns ein Kin⸗de⸗ — 2..—— ö 12 lein.— das hab ich aus-er-ko-ren, sein DDDID‚DDRDR‚—— 0 E —————.— Fünäüü“—— —. ei gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab.(Eia, eia, und alles, was ich hab.) i —44⁴¹ Passion. Nr. 515 3. O Kindelein, von Herzen will ich dich lieben sehr, in Freu⸗ den und in Schmerzen je länger und je mehr.(Eia, eia, je länger und je 4 4. Laß mich von dir nicht scheiden, knüpf zu, knüpf zu das Band der Liebe zwischen beiden; nimm hin mein Herz zum Pfand. Eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand.) Kölner Psalter, 1638. Passion. 515. volksweise. 1. Als Je⸗ sus von sei ⸗ner Mut-ter ging, und die .—. — e,—3-·—= 12 22— gro ⸗ße, hei ⸗li⸗ ge Woch an⸗ fing, da ..... R +N— hat te Ma⸗ri ⸗a viel Her⸗ ze er sie HEH—+—4—.— 1 14.— .SSS.I‚I‚II‚IIII.I‚IITII. I‚II... 3———= 0½. n — frag te den Sohn mit Trau ⸗ rig ⸗keit: 2.„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am hei⸗ ligen Sonntag sein?“ U„Am Sonntag werd ich ein König sein, da wird—68 mir Kleider und Palmen streun.“ 1„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Montag sein?“„Am Montag bin ich ein Wandersmann, der nirgend ein Obdach finden kann. Nr. 516 Passion. 442 4. 1„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Dienstag sein?“„Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet, verkünde, wie Himmel und Erde vergeht!“ 5. 1„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Mittwoch sein?“ U„Am Mittwoch bin ich gar arm und gering, verkauft um dreißig Silberling.“ 6. 1„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Donnerstag sein?“ Am Donnerstag bin ich im Speise⸗ saal das Opferlamm bei dem Abendmahl.“ 7. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Freitag sein?“ U„Ach Mutter, liebste Mutter mein, könnt dir der Freitag verborgen sein!“ 8. Am Freitag, liebste Mutter mein, dann werd ich ans Kreuz genagelt sein. Drei Nägel, die gehn mir durch Händ und Füß; verzage nicht, Mutter, das End ist süß.“ 9. 1„Ach Sohn, du liebster Jesus mein, was wirst du am heiligen Samstag sein?“ U„Am Samstag bin ich ein Weizenkorn, das in der Erde wird neugeborn.“ 10. A„Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein, dann werd ich vom Tod erstanden sein; dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand, dann siehst du mich wieder im Glorienstand.“ (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) Westfälisches Volkslied. 516 * (mel. err und Altster deiner Rreuzgemeine.) Christian Gregor, Brüderchoralbuch, 1784. 27 n ri 2 2——3 S + Die wir uns all⸗hier bei⸗sam-men fin ⸗ den, uns auf dei- ne Mar⸗ter zu ver⸗ bin ⸗ den, ——..—.— EESEESESEEEEE *. ö schla⸗gen uns⸗ re Hän⸗de ein, Und zum Zei⸗chen, dir auf e⸗wig tren zu sein. dei nem Her⸗zen VSS ii— 443 Passion. Nr. 517, 518 daß dies Lob⸗ge⸗tö⸗ ne sa ⸗ö ge: A⸗men! an⸗ ge⸗ nehm und schö⸗ne, 5— x 25————.‚‚....— E.—— N S.SS.... + 1 und zu⸗gleich: Friede Frie-de sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf, 4 1752. 517. (Mel. Ferr und Altster deiner Rreuzgemeine Nr. 516.) 1. Eines wünsch ich mir vor allem andern, eine Speise früh und spät;— läßts im Tränental sich wandern, wenn dies Eine mit uns geht: unverrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blut⸗ gem Schweiß und Todesgrauen auf sein Antlitz niedersank und den Kelch des Vaters trank. ö 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein 1⁷ laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Welt Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein; sprich du darauf ein Amen! Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp, 4 1864. 518. Nel. Christus, der uns selig macht.) Böhmische Brüder, 1531. E—2—7* ũ—V'94 4 4 I. 2.....‚‚‚‚ EHETEE...— O hilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein bit⸗ter Lei⸗ den, — ö —07 0 I . Nr. 519 Ostern. 444 . ö—— — ‚.‚..———.————.— + L.————...—. 4— *— +%— 2 daß wir, dir stets un⸗ter-tan, all Un⸗tu-gend mei- den; FA N— .— wn, rn, EDE + deinen Tod und sein Ur-sach frucht⸗bar⸗lich beden ⸗ken; Q EAE +———— E EEH +=— e dafür, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dankop⸗fer schen-ken. Aus: Christus, der uns selig macht.(Böhmische Brüder) Michael Weiße, 4 1542, Oster n. 519. Johann Crüger, 4 1662. E—. 6.; 1———— ——— 8— E 4—.—— 203 N n Lon auf, mein Herz, mit Freu⸗den nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗em Lei- den nun ein so 919— 912 dagtt) Mein Hei⸗land war ge⸗legt — + 2 E ri E + ů 22 3— 333———* da, wo man uns hin⸗trägt, wenn von uns un„ ser Geist zum Him--mel ist ge⸗reist. * LvLI 445⁵ Ostern. Nr. 520 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft: Vik⸗ toria! schwingt fröhlich hie und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, das mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht; das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not; er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 6. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 4 1676. 520. 14. Jahrhundert. I.—.. S 1. Er⸗stan⸗den ist der heil-ge Christ, Hal⸗le- lu⸗ . ** — ja, Hal⸗le ⸗ lu⸗ja, der al⸗ler Welt ein Trö⸗ ster **———.— ,e, ee n, ist. Hal ⸗ le 2 E lu ja. 2. Es gingen drei heilige Fraun, Halleluja des Morgens frühe hin im Taun“. 5 Halleluja im Morgentau. Nr. 521 Ostern. 446 3. Sie suchten den Herrn Jesum Christ, Halleluja 3½ der von dem Tod erstanden ist. Halleluja 4. 1„Ach Engel, lieber Engel fein, Halleluja wo find ich denn den Herren mein?“ Halleluja 5. 1 Er ist erstanden aus dem Grab 1 Halleluja heut an dem heilgen Ostertag. 5 Halleluja: 6. 1Zeig uns den Herren Jesum Christ, 31 Halleluja: der von dem Tod erstanden ist.“ Halleluja 7. I1„So tret't heran und seht die Statt, 1 Halleluja da unser Herr gelegen hat.“ Halleluja. 8.„Der Herr ist hin, er ist nicht da!:1 Halleluja 5: Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh.“ 1 Halleluja 9. I1„Seht an das Tuch, darin er lag, Halleluja ge⸗ wickelt bis am dritten Tag.“:1 Halleluja 10. 1„Wir sehens wohl zu dieser Frist, Halleluja uns den Herren Jesum Christ!“:1 Halleluja 11. 1„Ihr sollt nach Galiläa gehn, Halleluja 1 da werdet ihr den Heiland sehn.“: Halleluja 12.„Habt Dank, ihr lieben Engel fein, Halleluja wolln wir alle fröhlich sein.“ 5½ Halleluja 13. 1 Geht hin, sagt das Sankt Petrus an Halleluja 152 und seinen Jüngern lobesam.“: Halleluja 25: weis 25: nun 14. 1 Nun singet all zu dieser Frist: 5 Halleluja Er⸗ standen ist der heilge Christ! 1 Halleluja 15. A Des solln wir alle fröhlich sein, Halleluja und Christ soll unser Tröster sein.:1 Halleluja: (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) 16. Jahrhundert. 1. Ge⸗lobt sei Gott im höch-sten Thron samt sei⸗nem 22 Er ,—..— ——*—— 1———————— ein ⸗ ge⸗bor ⸗nen Sohn, der für uns hat ge⸗ AARI IꝗFPPe 9999————— 447 Ostern. Nr. 522 —— nug ge⸗tan. Hal⸗le⸗lu ⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ l HEEHE + + N I 1——— —.. ja Hal ⸗-le ⸗ lu⸗ja. 2. Des Morgens früh am dritten Tag, da noch der Stein am Grabe lag, erstand er frei ohn alle Klag..3 Halleluja 3. 1 Der Engel sprach:„Fürchtet euch nicht; denn ich weiß wohl, was euch gebricht. Ihr sucht Jesum und findt ihn nicht.“ : Halleluja 4.„Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not, versöhnet Sünd und Missetat.“ 3 Halleluja 5. A Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod er⸗ standen bist; verleih, was seliglich uns ist,: Halleluja 6. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit srei mögen singen allezeit Halleluja Göhmische Brüder) Michael Weiße, 4 1542. 522. (Mel. O heiliger Geist, o heiliger Gott.) Röln, 1623. 44 Q + FHIER N—— ————‚....— V————— 119 2— 1. O herr⸗li⸗cher Tag, o fröh⸗li⸗che Zeit, da . Je⸗ sus lebt ohn al-„les Leid! Er ist er⸗ 22..——— HEDII——. 1* 1 E — —— 2—„ HE+ —— SE — 1[ — x stan⸗den von dem Tod, wir sind er⸗ löst aus Nr. 523 Ostern. 448 154 49t—, 2————n ——.—. M.— ——— 22*.‚.——.— 482 1 al-ler Not. O herr⸗li⸗cher Tag, o fröh⸗li⸗che Zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da wir von Sünden sind befreit! Getilget ist nun unsre Schuld, wir sind gerecht aus Gottes Huld. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Der Tod ist überwunden heut; es darf uns nicht mehr vor ihm graun, wir sind erfüllet mit Vertraun. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut; des Herren Sieg hat uns erlöst, uns neues Leben eingeflößt. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Erhalt uns, Jesus, diese Freud, zu sagen hier zu aller Stund und dort einmal mit selgem Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyriakus Günther 4 1704. 523. Volksweise, 1819. 1. Oestern, O⸗stern, Früh⸗lings⸗we⸗hen, O⸗stern, O⸗stern, b Ae 1..— N— 22—. 3.— 47——— PPPPPP Auf⸗er ⸗ste-hen aus der tie fen Gra-bes- nacht, Blu-men sol⸗len Her-⸗zen sol⸗len aus der tie⸗fen Gra-bes-nacht! fröh ⸗ lich blü-hen, x‚ hein ⸗Blich glü⸗ hen denn der Hei⸗-land 7 „ 449 Ostern. Nr. 524 ist er⸗wacht! 2. I Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern be⸗ halten, 1 der euch in den Abgrund zwang, Konntet ihr das Leben Gancn⸗ Aus des Todes düstern Gründen dringt hinan sein ewger ang. 3. 1 Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan über⸗ wunden,:1 und der lange Kerker bricht;:: Frühling spielet auf — Erden, Frühling solls im Herzen werden, herrschen soll das ewge icht. 4. 4 Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, seit im Grabe Jesus lag.: Jahre, Monde, Tage, Stunden, Zeit und Raum, wie schnell verschwunden! Und es scheint ein ewger ag. Max von Schenkendorf, 4 1817. 524. Bartholomäus Helder, 4 1635. 9⁰*—— N F D EE.—E EV*.—— 2.—.Z......‚ 1— 2—.—— 2———— +———— 7. 7 7 182 1. Tri-umph, Tri ⸗W umph! Es kommt mit Pracht — V N 4* ——.—*—.— LI. TTTTTR— ᷓPRPSPRPRPPSII e +2 17 der Sie⸗ges⸗fürst heut aus der Schlacht. Wer sei⸗nes —4—— N— E TSSSEEe Rei-ches Un-ter-tan, der schau⸗e sein A 29 Nr. 525 Himnielfahrt. 450 2. 1 Vor Freuden Tal und Wald erklingt; die Erde frische Blumen bringt; ihr schöner Schmuck zu dieser Frist zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. 3. U1 Die Sonne sich aufs schönste schmückt und wieder durch das Blaue blickt, die vor im schwarzen Trauerkleid beschaut den blutgen Todesstreit. 4. 1 Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt, sich mutig als ein Löwe zeigt; kein harter Fels ihn hält und zwingt; Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. ö 5. II d Jesu, wahrer Siegesfürst, wir glauben, daß du schenken wirst den Frieden uns, den du gebracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. 6. A Triumph, Triumph! dich ehren wir und wollen durch dich kämpfen hier, daß wir als Reichsgenossen dort dir folgen durch die Siegespfort. Benjamin Prätorius, 1 1674. Himmelfahrt. 525. melchior Sranck, 4 1639. IA Zenm n. Ee—.— 1. Gen Him⸗mel auf⸗ge ⸗ fah=ren ist, Hal⸗le⸗lu⸗ 4——.— IEI EEI .— L +..— L. + 1 1— en e—— n — 2— f b 7— E * ja, der Eh⸗ren ⸗kö⸗-nig Je⸗sus Christ. Hal⸗ 2— EAF .—— —— le lu ja. 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand, Halleluja, herrscht über Himmel, Meer und Land. Halleluja. 3. Nun ist erfüllt, was gschrieben ist, Halleluja, im Psalter von dem Herren Christ. Halleluja. 4. Drum jauchzen wir mit großem Schall, Halleluja, dem Herren Christ zum Wohlgefalln: Hallelnja. 16. Jahrhundert. 24..— SS““ S 451 Ostern. Pfingsten. Nr. 526, 527 Mel. Ach Gott und Herr.) 526. Leipzig, 1625. EHHEE— 5———— iS DSDiiSE i‚........... — . 1. Zeuch uns nach dir, so lau⸗fen wir mit H + +— I E 8— 7 4 2 erz⸗li⸗ chem Ver ö 2———2„ + 1 1 ..— 2——— + — ö 3 6 45— ñ— Je⸗su Christ, aus die⸗ser Welt ge⸗ gan⸗ gen. 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ uns deine Himmels⸗ stege; wir irren leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Him⸗ mel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke, 4 1699. Pfingsten. 527. Röln, 1623. 1 33.——— 1. O hei⸗ 4 Geist, o hei⸗ Hce Gott, du . 6.—1— 4.— + 2— E— * 23 0 sandt vom Him⸗mels⸗thron von Gott, dem Va⸗ ter 29* Nr. 528 Das christliche Leben. 4⁵² und dem Sohn, o hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott. 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben allesamt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmels⸗ pfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang, o heiliger Geist, o heiliger Gott. Altenburg, 1651. II. Das chriltliche Heben. (Siehe auch die Lieder Nr. 501, 516, 517, 526.) 528. Christian Heinrich Rinck, 4 1846. „. 1*— 1. A⸗bend wird es wie⸗der: ü⸗ ber Wald und Feld —.—.——— x säu⸗selt Frie⸗de nie„der, und es ruht die Welt. 2. Nur der Bach ergießet sich am Felsen dort, und er braust und fließet immer⸗, immerfort. 3. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, keine Glocke klinget ihm ein Rastlied zu. 4. So in deinem Streben bist mein Herz auch du: Gott nur kann dir geben wahre Abendruh. ů Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 4 1874. Die 4 können auch fortbleiben. — 453 Das christliche Leben. Nr. 529,530 529. Sriedrich Silcher, 4 1860. 3 3 EE 1. Aus dem Him-mel fer ne, wo die Eng⸗lein sind, 0—5 Züst SPII.II.III I I.— PP S.I ö ü in 59 schaut doch Gott so ger- ne her auf je-des Kind. 2. Höret seine Bitte treu bei Tag und Nacht, nimmts bei jedem Schritte väterlich in acht. 3. Gibt mit Vaterhänden ihm sein täglich Brot, hilft an allen Enden ihm aus Angst und Not. ö 4. Sagts den Kindern allen, daß ein Vater ist, dem sie wohl⸗ gefallen, der sie nie vergißt. Wilhelm Hey, 4 1851. 530. Volksweise. —5———— 2 —*—.——.—.—* +—4 + 1—2— ꝗ I S — ꝗ * 6 1. Blei⸗be bei uns, o Herr* der Tag sich SISIS.II............. —9*** 2—— 5 DS W— e neigt und die Nacht auf⸗steigt, blei⸗be bei uns, Herr! 2. Sei uns gnädig, o Herr Jesu! Ach wie quält die Schuld ohne deine Huld, sei uns gnädig, Herr! 3. Troöst im Leid uns, o Herr Jesu! Weil des Kreuzes Last uns erdrücket fast, tröst im Leid uns, Herr! 4. Gib uns Frieden, o Herr Jesu! Schon so lang, so lang macht die Welt uns bang, gib uns Frieden, Herr! 5. Nimm uns zu dir, o Herr Jesu, für dein Abendmahl mache voll die Zahl, nimm uns zu dir, Herr! 6. So behüt uns, o Herr Jesu, guter Hirte du, schenke selge Ruh, o behüt uns, Herr! Wilhelm Baur, 4 1897 Nr. 53 1, 532 Das 237 Leben. 454 —6665 rnn —.— ———3 1— EA 2 „ 1. Das Le⸗ 6 Emi wie 00 wie Blu⸗men 6 der Flur, s —— 13——5—— 2.—————— FR bald de Wind da⸗rü⸗ber weht, ver⸗schwin⸗det ih⸗ re Spur. 2. Wer gestern frisch und froh, heut ruft der Tod ihn ab, und was uns lieb und teuer war, wir senken es ins Grab. 3. Doch Gottes Gnade bleibt dem Frommen ewig stehn. Wer seinen Bund von Herzen hält, wird nimmermehr vergehn. Schottisches Volkslied, V. 2 v. Ludwig Hallwachs, 1 1903. ——— 1819. 2½ EE LIE, 1 Der be⸗ ste Freund ist in dem Him⸗mel, 00 Reun bei dem fal-schen Welt ⸗ge⸗ tüm⸗ mel ist * E=.— E Er⸗den sind die Freun⸗de rar; ů Red⸗lich⸗keit oft in Ge ⸗fahr. Drum hab ichs EH ö a,. DEEE S.....*—. im⸗mer so ge⸗meint: Mein Je⸗ sus ist der V. 0 be ⸗ ste Freund. * — 4 4⁵⁵ Das christliche Leben. Nr. 533 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde; mein Jesus stehet selsenfest. Wenn ich mich ganz verlassen finde, mich seine Freund⸗ schaft doch nicht läßt. In Freud und Schmerz ers redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten und sagt für meine Schul⸗ Fre nt er hat mir niemals was verneint: Mein Jesus ist der beste reund. 4. Behalte, Welt, dir deine Freunde, sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1 1737. I 4— V—— E5 H,, H 5. *—— still. Wohl dem, der nun sich fer=tig macht und ———.2.—.——— ihm be⸗geg⸗ nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt und einen Tag gestellt; er kommt, wenn niemand nach ihm fragt, noch es für möglich hält. 3. 1 Wie liegt die Welt so blind und tot! Sie schläft in Sicherheit und meint, des großen Tages Not sei noch so fern und weit. 4. U Wer waltet als ein frommer Knecht im Hause so getreu, daß, wenn der Herr kommt, er gerecht und nicht zu strafen sei? 5. 1H Sind eure Lampen rein und voll? Brennt euer Glaubens⸗ licht, wenn nun der Aufbruch werden soll, daß uns kein Ol gebricht? 6. A Sei immer wach, mein Lom und Sinn, und schlummre ja nicht mehr! Blick täglich auf sein Kommen hin, als ob es heute wär. Nr. 534 Das christliche Leben. 456 7. Der Tag des Urteils nahet sich, der Herr kommt zum Ge⸗ richt; du, meine Seele, schicke dich, steh und verzage nicht! 8. 1 Dein Teil und Heil ist schön und groß, auf, auf, du hast es Macht; ergreif im Glauben jenes Los, das Gott dir zugedacht. 9. A O übergroße Seligkeit nach abgelegter Last, wobei dich, Seele, nicht gereut, daß du gestritten hast! 10. Der Herr bricht ein um Mitternacht; jetzt ist noch alles still. Wohl dem, der nun sich fertig macht und ihm begegnen will! Johann Christoph Rube, 4 1746. 534. Sriedrich Mergner, 1 1891. F—.—. V 327...,. Bimr. He, H.. I— 4 9.— q‚‚‚i‚iD‚Diie—.— DPDPPPP 1. Der Mai ⸗e, der Mai ⸗e bringt uns der Blüm ⸗lein .—*——.—. 2.— CV.* 1— + I um* 1 I+. + . ——..— 3 SSE viel; ich trag ein frei Ge⸗ mün⸗ te, Gott weiß wohl, H—— Haii 1 I 41 XI. 4—.— II 2—. I E— V——— Ee 4. + —8 23 wem ichs will, Gott weiß wohl, wem ichs will: 2. Ich wills Christo, dem Herren, der unser Heiland ist, er trägt das Kreuz für unsre Sünd,: ja wie man von ihm liest. 3. Den Tod hat er bezwungen, die Pen gerissen ein, die Sünd hat er verschlungen, geholfen aus der Pein. 4. Er will die nicht verlassen, die an ihn glauben fein; das hat er uns versprochen, denn wir sein Kinder sein. 5. Drum, wer ihm traut zu Ehren, den läßt er nimmermehr; demselben unserm Herren, 1 dem sei Lob, Preis und Ehr.: Jakob Klieber, um 1530, nach einem Mailied. (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) 4 ———— 5——— 118 S S EV *.— ——— *.—.— 45⁷ Das christliche Leben. Nr. 535 535. J. Sriedrich Reichardt, 4 1814. 1. Der Mensch hat nichts so ei=gen, so wohl steht ihm nichts ö — S.+... x 12———33 +—.— PFIF.I—— X—4 2*— ——..—— 4———.m 1 — —— —— 4 2—8* 1155 ——— II—— — ů I. 1 hal⸗ten kann, wenn er mit sei⸗ nes glei- chen soll 9⁰ EE 2 5 e.— i 2 e e E. 2 E*. um Ein M E. ue—— —*— tre⸗ ten in ein Band, ver ⸗spricht sich nicht zu NESSEEN SISSISIIIIII——.— 2 F2 wei ⸗chen mit Her⸗zen, Mund und Hand. 2. Die Red ist uns gegeben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Menschen sein; wir sollen uns be⸗ fragen und sehn auf guten Rat, das Leid einander klagen, das uns betreten hat. 3. Was kann die Freude machen, die Einsamkeit verhehlt? Das gibt ein doppelt Lachen, was Freunden wird erzählt; der kann des Leids sich wehren, der es von Herzen sagt; der muß sich selbst verzehren, der insgeheim sich nagt. Nr. 536 Das christliche Leben. 458 4. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bunds⸗ gesellen verlach ich Pein und Not, geh auf den Grund der Höllen und 5. had, ich hu 0 sch bührt, d h hab, ich habe Herzen so treu, wie sichs gebührt, die Heuchelei und Scherzen nie wissentlich berührt! Ich bin auch ihnen wieder von Grund der Seelen hold; ich lieb euch mehr, ihr Brüder, als alles Erdengold. 536. Lob der Musika. Arnold Mendelssohn, 1905. 4 8 e en. en Simon Dach, 1659. viel gut Ge⸗sang da lau'⸗ tet wohl, viel gut Ge⸗ — EI 2— 959. ET CE.IY 88*)“ꝭʒꝰ³ 22..—LII EUNE— SAAe I.—— IL. + III — 7* 2— sang da lau ⸗tet wohl. 2. Voran die liebe Nachtigall macht alles fröhlich überall mit ihrem lieblichen Gesang,: des muß sie haben immer Dank; Viel mehr der liebe Herre Gott, der sie also geschaffen hat, zu sein die rechte Sängerin,: der Musika ein Meisterin; 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht, seins Lobes sie nichts müde macht; den ehrt und lobt auch mein Gesang und sagt ihm einen ewgen Dank. Martin Luther, 1 1546. ———.— H n ———.— 459 Das christliche Leben. Nr. 53 7, 538 537. Christian Gregor, 1763. Q. 4—2 E 422— 4— 7 7—— E + + 433 Die Gna⸗de un⸗sers Herrn Je⸗su Chri⸗ i E ä— 2 1—. i 6. Lie⸗ Gat 1E und die Ge- mein⸗ —— N IL 0 ⁊ĩ—. 2. 48.— schaft des heil⸗gen Gei⸗ i sei mit uns al-len, EH N + ½—*. LE I 3.—————n 0 mit uns al⸗len! A- men. 2. Korinther 13, 13. 538. Bei ü itt üt 1550. E— 1. Die Nacht ist kom⸗ 4.. drin wir ru⸗ 0 sol ⸗-len; Q —35——— zu 4 men nach 400 Wohl⸗ 65 zi ben . 9900 wir uns le ⸗gen in seim Gleit 35 Se⸗ gen Nr. 539 Das christliche Leben. 460 Snn enerner., b Di der Ruh zu pfle ⸗ gen. 2. Fern von uns treibe, Herr, unreine Geister; halt die Nacht⸗ wache, unser Schutz und Meister; schirm Leib und Seele unter deinen Flügeln, send uns dein Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken. Laß uns mit Züchten unser Tun und Dichten zu deim Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten. Pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, Feindes Neid hinder! 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zu⸗ komme, dein Will werd beweiset; frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns! Amen. (Böhmische Brüder.) Peter Herbert, 4 1571. 539. (Mel. wie lieblich sind die Wohnung dein.) Joh. Hermann Schein, 4 1630. A.(Sei dieser Melodie fallen die eingeklammerten Sätze im Liede weg.) 1. Die Sach ist dein, Herr Je⸗ su Christ, die Sach, an 9 4————— 4H e E der wir stehn, und weil es 10 63. ist, kann E+ ů re unn.—— 2 4 sie nicht un⸗ 351508— Al⸗lein das 46868 n a. 4 59 Z 2— vor es frucht⸗ bar b zum Licht em⸗por, muß 46 .j—4 en 461 Das christliche Leben. Nr. 539 49...———4———— SDIIEEE——..— — ster⸗ben in der Er⸗de Schoß zu-vor vom eig⸗nen I.I.I —2.——— 2Z. 2 F· 2— We⸗sen los oder Y. H———— E E— 2 7 1 Iund Sach ist dein, Herr Je⸗ su Christ, die lund weil es dei ne Sa ⸗che ist, kann EETEEA II + 7 ̃— — PNIDNWW.————— * Sach, an der wir stehn, Al ⸗lein das Wei⸗zan sie nicht un⸗⸗ter⸗gehn! es frucht-bar sproßt zum . den W.in d, —8——— 4 5 +— 7. korn, be⸗vor Wa ster-ben in der Er-⸗de Schoß Licht em⸗por, —— im Ster⸗ben los, vom eig⸗ nen We⸗sen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, durch Leiden himmelan und führest jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich zum Teil am Leiden und am Reich. Führ uns durch deines Todes Tor samt deiner Sach zum Licht empor!(Zum Licht empor, durch Nacht zum Licht emporh) Nr. 540 Das christliche Leben. 46² 3. Du starbest selbst als Weizenkorn und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, die Welt, die Gott dir gab; send Boten aus in jedes Land, daß bald dein Name werd bekannt, dein Name voller Seligkeit; auch wir stehn dir zum Dienst bereit.(In Kampf und Streit, zum Dienst in Kampf und Streit.) ö Samuel Preiswerk, 4 1871, V. 3 von Felician Zaremba, 1 1874. —.———.—— SPSPSISPSSISII III. T SIIITTITI 97—— + 1/ gro-ßen Gott. Heut wetzt er das Mes⸗ser, es — schneidt schon viel bes⸗ser, bald wird er drein⸗schnei⸗den, wir 7—•(V. 6 /) DDDDER — 2—. Wiiseens nur lei-den. Hüt dich, schöns Blü ⸗ me ⸗lein! 2. Was heut noch grün und frisch da steht, wird morgen weg⸗ gemäht: die edlen Narzissen, die himmlischen Schlüssel, die schön Hya⸗ zinthen, die türkischen Winden: Hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezählt da unter die Sichel fällt: rot Rosen, weiß Lilien, euch wird er austilgen; und ihr Kaiserkronen, er wird euch nicht schonen: Hüt dich, schöns Blümelein! 463 Das christliche Leben. Nr. 541 4. So viel Maßlieb und Rosmarin schwellt unter der Sichel hin; Vergißmeinnit, du mußt auch mit, und du Tausendschön, man läßt dich nit stehn: Hüt dich, schöns Blümelein! 5. Er macht so gar kein Unterschied, geht alles in einem Schritt; der stolz Rittersporn und Blumen im Korn, sie liegen beisammen, man weiß kaum den Namen: Hüt dich, schöns Blümelein! 6. Trutz, Tod! komm her, ich fürcht dich nit, trutz, komm und tu ein Schnitt! Wenn er mich verletzet, so werd ich versetzet in himm⸗ lischen Garten, darauf will ich warten: Freu dich, schöns Blümelein! (Erläuterung Nr. 3 S. 498.) Regensburg, 1637. 541. 2.—. arEernin E.—H . I 1. Für dich sei ganz mein Herz und Le⸗ben, mein sü⸗ßer ** 1 1 ö—— .‚IS.S‚IiS‚I‚I‚iI Gott, und all mein Gut; für dich hast du mirs nur ge⸗ +* PfFf ——————.——iß—— ..—.—53—.——x ö Fä, ig ruht. Her⸗ D. Bortniansky, 4 1825. EV—— + 1 I DS EEEEE ——&DE.—..—.—.—.— 2 ·—— e⸗ wig Herz und al les. 2. Ich liebt und lebte recht im Zwange, wie ich mir lebte ohne dich. Ich wollte dich nicht, ach so lange; doch liebtest du und such⸗ Nr. 542 Das christliche Leben. 464 test mich, mich böses Kind aus bösem Samen, im hohen, holden Jesusnamen. 3. Deins Vaterherzens tiefste Triebe in diesem Namen zeigen sich; ein Brunn der Freude, Fried und Liebe quillt nun so nah, so mildiglich. Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte! Sein Herz alsbald dich lieben müßte. 4. Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesu offenbart; ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward; ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. 5. Wie bist du mir so zart gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, neigl sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. 6. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Platz der ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, drum folg ich deinen selgen Zügen. 7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt! Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! ** * 8. O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerhard Tersteegen, 4 1769. 542. Wien, um 1774. E——..—————— EFE.—.—— 7 4 SISI.I............. + 1 421 7 0 1 15 1 Ipdr dwe Gott, wir lo ⸗ ben dich; Herr, wir »vor dir neigt die Er ⸗ de sich und be⸗ —2——* 4 4— —72.——.———.———— E prei⸗sen dei ⸗ne Stär⸗ke; wun⸗dert dei ne Wer⸗ke; wie du warst vor 465⁵ Das christliche Leben. Nr. 543 ee e, DDIDPDDRDRDI I I RTT— 305 SSSSSSII —* ‚. al„ler Zeit, so bleibst düũ in E⸗ wigkeit 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Kriegesheere; starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. II Der Apostel heilger Chor, der Propheten große Menge schickt zu deinem Thron empor neue Lob⸗ und Dankgesänge, der Blut⸗ zeugen große Schar lobt und preist dich immerdar. 5. A Auf dem ganzen Erdenkreis loben Große und auch Kleine dich, Gott Vater; dir zum Preis singt die heilige Gemeine; sie ver⸗ ehrt auf seinem Thron deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, welcher uns mit seinen Lehren und mit Troste kräftig speist, der, o König aller Ehren, der mit dir, Herr Jesu Christ, und dem Vater ewig ist. 7. 1 Steh, Herr, deinen Dienern bei, welche dich mit Demut bitten, die dein Blut dort machte frei, als du für uns hast gelitten. Nimm uns nach vollbrachtem Lauf zu dir in den Himmel auf. 8. II Sieh dein Volk in Gnaden an; hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht verderbe; wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit. 9. A Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß wir von Sünden heut und von Unfall sein, befreit. 10. Herr, erbarm, erbarme dich! Über uns, Herr, sei dein Segen! Deine Güte zeige sich, Herr, auf allen unsern Wegen. Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein! Wien, um 1774, nach dem Te deum laudamus(siehe Gesangbuch Nr. 128). 543. Cäsar Malan, 1827. R...———.— EVE— 2 + 2 48——. E2 2— 2+.—.—23—..ñß—— 3—.—— — 4 31. 1. Har⸗re, mei⸗ne See⸗le, har re des Herrn! A„30 Nr. 544 Das christliche Leben. 466 ——— 1— ——..———— 14.—— SDEEEE E EEE E. 5 Al-les ihm be⸗feh-le, hilft er doch so gern. 1(I, dann A Sei un⸗ver⸗zagt, bald der Mor⸗gen tagt, —— 4....——— 4— . und ein neu⸗er Früh⸗-ling folgt dem Win⸗ter nach. en 2—— In al⸗len Stür-men, in al⸗ler Not — 2 DIT— 66—.—. n B + ö 30 x wird er dich be⸗schir⸗men, der treu e Gott. 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.(, dann H en Wenn alles bricht: Gott ver⸗ läßt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht.: Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Friedrich Räder, 4 1872. volksweise, 15. Jahrhundert. 9——— S..... EAEE I + ö— 1 ‚ 7 1. Herr, nun selbst den Wa⸗gen halt, bald ab⸗ wW D— 7 467 Das christliche Leben. Nr. 545 ——— SSSISIIIIII seit geht sonst die Fahrt, das 4 7 Freud dem Wi⸗ der⸗ 9 4ð———— „ E.——2—.— ——5 66—— 7*— 7.—— part, der dich ver⸗acht so fre*.. vent⸗ & oder: —.— lich. fre⸗ vent=lichl 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr; wehr und straf der Bösen Grimm, weck die Schaf mit deiner Stimm, die dich lieb haben inniglich! 3. Hilf, daß alle Bitterkeit scheid, o Herr, und alte Treu wiederkehr und werde neu, daß wir ewig lobsingen dir! Huldreich Zwingli, 4 1531. 545. ö Oberhessische volksweise, 19. Jahrhundert. —. ——— S.—.— —3 4 2— +2 2„— x / 1. Herz, laß dein Sor⸗gen sein, Sor⸗gen schafft EHUAI HIH EEEEEEE—— EE—.— V T 2 2. 2——.—93. A EEEEE x +7* 7 Gott, den Herrn, sein Ois ist dir nicht fern, 30* Nr. 546 Das christliche Leben. 468 4—45 1................. . 3—.— 132 7 1 I + ö 00 Gott schlum-mert nicht, Gott schlum-mert nicht. 2. Sieh doch die Lilien an, wer hat sie angetan mit solcher Zier? Gott webt zu aller Zeit ihnen das Feierkleid, webt es auch dir.: 3. Nimm doch der Vöglein wahr, die aller Sorgen bar, so fröhlich sind. Gott nährt sie spät und früh, bist du nicht mehr, denn sie? 1 nicht Gottes Kind? 4. Gottes Kind, hörst du nicht, wie so vernehmlich spricht dein Jesus Christ: Herz, laß dein Sorgen sein, trachte nach dem allein, 2: was droben ist. Julius Sturm, 4 1896. 546. weise eines deutschen Sommerliedes, 1545. — 22—.4.—.— x I 1 + 2 — —.. 1. Herz⸗lich tut mich er ⸗ freu— en die 2.——.———— 42—— .SI...... 2.2—.——— —..——.—.—— 6 FR lie be Som- mer ⸗zeit, wenn Gott wird 4 05——— ö—— + —t..n— iEEEE x 75.— Ki x ◻᷑+ 1 schön ver- neu en al-⸗-les zur E⸗ wig⸗ keit. Den Him-mel und die Er ⸗ de wird 1 „ Ilin — 469 Das christliche Leben. Nr. 547 AHr 20 EE Pꝓ...... F I— S 2— IH* 7 Gott neu schaf fen gar, all Kre⸗ a Etur soll — 2— II——1— 1—.—— SSSSII....I.I..II.I.II III. wer ⸗ den ganz herr⸗lich, schön und klar. 2. Kein Zunge kann erreichen die ewge Schönheit groß; man kanns mit nichts vergleichen, die Wort sind viel zu bloß: drum müssen wir das sparen bis an den jüngsten Tag; dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag. „Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Pa⸗ Ooberre allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl. 4. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis: da wird sein Freud und onne, in rechter Lieb und Treu, aus Gottes Schatz und Bronne und täglich werden neu. 5. Herr Gott, durch deine Güte führ mich auf rechter Bahn! Herr Christ, mich wohl behüte, sonst möcht ich irre gahn: halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud. Johann Walther, 4 1570, nach einem Sommerlied. 547. (mel. wie schön leuchtet der Morgenstern.) Bei Philipp Nicolai, 1599. 189.‚ 2——..——.—.— SS 2— XEI 4*—.—...—.— P 1 15 ste⸗-hen wir von nah und fern in ei⸗ nem O Je⸗su, sel ⸗ge Ma⸗je⸗stät, ge⸗kreu-zigt Geist vor ei⸗ nem Herrn ver ⸗ eint zu Dank und einst und nun er⸗höht, tritt ein in un⸗ sre . e ö —. 0 19 Stimm an, nimm an un ⸗sre Lie⸗der, die wir wie⸗ der vor dich brin⸗gen, dei⸗ner 0 * IIII Lie ⸗ be Tun zu sin ⸗gen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden er⸗ wächst dein Bund, und öffnet Herz und Hand und Mund, für Gottes Heil zu zeugen; deinen reinen Lebenssamen, deinen Namen durch die Weiten aller Länder auszubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, und alle Völker werden dir einst noch zu Füßen fallen; du weckst sie aus der Todes⸗ ruh, und führst schon Erstlinge herzu zu Salems heilgen Hallen; spendest, sendest Licht und Segen allerwegen deinen Freunden, herrschest unter deinen Feinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohlauf, mit Macht um⸗ gürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich die Völker um dich drängen! Alsdann wird man fröhlich singen, Palmen schwingen, wenn man schauet, wie Jehova Zion bauet. Albert Knapp, 1 1864. 548. 17²⁴. H* 8* 2—— EE + F— ,/ 1 trau auf Gott! In al-ler Not auf 630 mein lie be Gottl Bis in den Tod auf die ⸗se SSS II 471 Das christliche Leben. Nr. 549 20———. 2——— 9 20 5 L. 27 Je⸗su, dir sterb ich. + 06 8 tot und ben ⸗dig. 2. Das Heil allein kann sicher sein in meines Jesu Wunden; in deinem Tod, o liebster Gott, das Leben wird gefunden. Jesu, dir leb ich; Jesu, dir sterb ich. Dein bin ich tot und lebendig. 3. Ein sehnend Herz in Reu und Schmerz soll nimmermehr verzagen! Mit rechter Reu, von Sünden frei, darf ich zu Jesu sagen: Jesu, dir leb ich; Jesu, dir sterb ich. Dein bin ich tot und lebendig. 4. Fort, fort, o Welt; was dir gefällt, das macht mich jetzt verdrossen; in Gott allein mein Ruh soll sein, ich hab es fest be⸗ Iendi Jesu, dir leb ich; Jesu, dir sterb ich. Dein bin ich tot und lebendig. 5. Am letzten End in deine Händ will ich mein Seel auf⸗ geben! O Jesu mein, ganz bin ich dein, schenk mir das ewge Leben! Jesu, dir leb ich; Jesu, dir sterb ich. Dein bin ich tot und lebendig. Duderstädter Gesangbuch,‚ 1724. 549. Bei J. Georg PBille, 1739. tli-II 1 uun n 90 nach 0 Le⸗ben, wo ich se⸗lig bin; 1 Ich will rin⸗gen ein⸗-zu-drin⸗gen, bis daß ichs ge⸗ winn. T Haͤlt man mich, so lauf ich fort; bin ich matt, so Nr. 550 Das christliche Leben. 472 ruft das Wort: Fort⸗ge⸗ run⸗gen, durch⸗ge⸗drun⸗gen — 22 V 5 1 —08— H————. 4— E—. 2— bis zum Klei⸗nod hin! 2. Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron will ich eilen, das Verweilen bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, das mag schwinden; ich will nichts davon. 3. Jesu, richte mein Gesichte nur auf jenes Ziel; lenk die Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl. Vockt die Welt, so sprich mir zu, schmäht sie mich, so tröste du; deine Gnade führ gerade mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen; mein Bemühen ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, fühlt die Seele; aber du hast Kraft, weil dein Wort ein Leben bringt, und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wirds tönen bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft. Philipp Friedrich Hiller, 4 1769. 550. rrnin. 4 DR‚‚‚ EHE— Ba— E—.—. e Hr,— 1. Im Him⸗mel, im Him⸗mel ist Freu⸗de so viel; — c—.—..— xů 4......... L I.—— 0 42— L E — ö da tan⸗-zen die Eng⸗lein und ha⸗ben ihr Spiel. 2. Sie singen, sie springen und loben ihrn Gott,:: der Himmel und Erde erschaffen hat.: 3. Dort oben, dort oben vor der himmlischen Tür,: da steht ein arm Seele und weinet so sehr. Se 473 Das christliche Leben. Nr. 551 4.„Arm Seele, arm Seele, was stehest du hier?: Wenn ich dich anschaue, so weinest du mir.“ Wie sollt ich nicht weinen, du gütiger Gott: Ich hab übertreten die zehen Gebotl':; 6.„Hast du übertreten die zehen Gebot: Fall nieder auf die Knie und bete zu Gott! 7. Bet immer, bet immer und allzeit mit Fleiß, so wird dir Gott schenken die himmlische Freud.“ 8. Die himmlische Freud ist ein wunderschöne Stadt, ba Friede und Freude kein Ende mehr hat. (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) Volkslied. 551. (Oder wie Nr. 349: Ringe recht, wenn Gottes Gnade.) J. Sriedrich Reichardt, 4 1814. ——5** TZ.————.—— 1.83 S& 4.— —..—..—— 2— 2 +2—— 2 +2 + in 1. Im⸗mer muß ich wie⸗der le⸗sen in dem al⸗ ten, ———— 2 +E.. .—.— 2225—..2 oh ⸗ ne List und oh-ne Trug. 2. Wie er hieß die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Arm genommen und sie an das Herz gedrückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Armen seine lieben Brüder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam, wie er freundlich ihn bekehrte, ihm den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn, hat die Arme ausgebreitet, alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, und ich lese mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel, 4 1876. Nr. 552, 553 Das christliche Leben. 47⁴ 552. ——.— men 5 E 1 In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei ⸗de, o du ITdurch dich wir ha-ben himm-li-sche Ga⸗ben, 35 du Q N 1————— 2.———7*—..—. —— 5 +— + EEE sü ⸗ßer Je ⸗ su Christ; é Hil-fest von Schan-den, wah⸗rer Hei ⸗land bist. Zu dei⸗ner Gü ⸗te i, ,= d. * + +7 16 x bau⸗et, wird e⸗wig blei ⸗wben, Hal⸗le⸗ ja. Le⸗ben; nichts kann uns schei den. Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Sünde, Welt und Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde, Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben mit Herz und Munde, Halleluja. Johann Lindemann(2), 1 nach 1634. G. Gastoldi, 1591. U 553. Rarl voigtländer, 4 1858. A— Z.. N V. NI.. X„I!kd AEEE EEE—.—2 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Je⸗sum mö⸗ge ——————— ——2— 47⁵ Das christliche Leben. Nr. 554 II V sehn! Mei ⸗ne Seel ist voll Ver⸗lan⸗gen, ihn auf e-wig zu um⸗fan⸗gen und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht,‚ süßes Licht, Sonne, die durch Wolklen bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Friedr. Ludwig Knak, 1 1878. 554. (mel.: Entlaubt ist uns der Walde.) Volksweise, 1532. —.—— 4** n n 2—— . 1.* A 532——— 23— Lob Gott ge⸗ trost mit Sin⸗gen, froh⸗lock, du (Dir soll es nicht miß⸗lin⸗gen, Gott hilft dir 9 14———— qPIPIPIIII.I.I.. I TTTT T crist⸗lich Schar! im⸗mer⸗dar. é Ob du gleich hier mußt tra⸗gen viel Nr. 555 Das christliche Leben. 476 —— 6. E Wi⸗der⸗wär⸗tig- keit, doch sollst du nicht ver⸗ za⸗ gen, dir aus al⸗lem Leid. denn er hilft dir aus al lem Leid. 2. A Kann und mag auch verlassen ein Mutter je ihr Kind und also gar verstoßen, daß es kein Gnad mehr find? Und ob sichs möcht begeben, daß sie so gar abfiel: Gott schwört bei seinem Leben, daß er dich nicht verlassen will. 3. 1 Darum laß dich nicht schrecken, o du christgläubge Schar. Gott wird dir Hilf erwecken und selbst dein nehmen wahr. Hat er dich doch gezeichnet, gegraben in sein Händ. Dein Nam stets vor ihm leuchtet, daß er dir seine Hilfe send. 4. A Es tut ihn nicht gereuen, was er vorlängst gedeut't, sein Kirche zu erneuen in dieser gfährlich Zeit. Er wird herzlich an⸗ schauen dein Jammer und Elend, dich herrlich auferbauen durch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben, der sich aus großer Gnad durch seine milden Gaben uns kundgegeben hat. Er wird uns auch er⸗ halten in Lieb und Einigkeit und unser freundlich walten hie und auch dort in Ewigkeit. Böhmische Brüder) Johann Horn, 1 1547. 555. A. Englische Weise von J. B. Dykes(Forbury). —4* H—.—5 V——— EEE 320 1.—5— mein Gott, zu dir, nä⸗ her zu dir! — EÆÆ. ———— Drückt mich auch Kum-⸗mer hier, dro⸗het man mir, 477 Das christliche Leben. Nr. 555 soll doch trotz Kreuz und Pein dies mei⸗ ne Lo-sung sein: 4.——.—— 5———4—E— *— Nä⸗her, mein Gott, zu dir, nä her zu dir! oder B Englische weise. 4 D. 20— ͤ E 1 Dui ⸗her, mein Gott, zu dir, nä⸗ her zu un, Drückt mich auch Kum-mer hier, dro- het man mir, soll doch trotz Kreuz und Pein dies mei⸗ne Lo-sung sein: —— U— rn: e 0. H S IS U..— * *. + 10 20— Nä⸗her, mein Gott, zu dir, nä⸗her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort Nacht auch herein; find ich zum Ruheort nur einen Stein; ist auch im Traume hier mein Sehnen für und für: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn aufwärts gar steil, führt sie doch himmelan zu meinem Heil. Engel, 1 licht und schön, winken aus selgen Höhn. Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 4. Ist dann die Nacht vorbei, leuchtet die Sonn, weih ich mich dir aufs neu vor deinem Thron, baue mein Bethel dir und jauchz mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! — — 0 Nr. 556 Das christliche Leben. 478 5. Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier, wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir! Schließt dann mein Pilgerlauf, schwing ich mich freudig auf näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! (Nach dem Englischen) Sara F. Adams. 556. (Mel. nach: wenn wir in höchsten nöten sein.) Sranzösischer pfalter, 1542. un⸗aus⸗sprech⸗lich Lie ben⸗der, und bald die gan⸗ze Q UEED 1 N — 2.—. E N 7 Welt er⸗kenn⸗te, daß du bist Kö⸗nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmelsfunken 5 manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd⸗ und Höllen⸗ merz. — 4. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gottes⸗ hauch, dein Feuermeer ström nicht vergebens; ach zünd in unsern Herzen auch. +* 6. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen IN Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters I ganzes Haus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze, set ud 5 15 zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friede⸗ ürst und Held. 8. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Um 1818. 479 Das christliche Leben. Nr. 55 7, 558 557. (Mel. O Jesu Christ, meins LCebens Licht.) 162⁵. 4— 4— IDE—— 1. O Je⸗su Chri⸗ste, wah⸗ res Licht, er-leuch⸗te, I ů + ANNN SDEEIIII. I...— U 0—..— 0.e— e die dich ken ⸗ nen nicht, und brin-ge sie zu II— +——————83— HUfRn dei⸗ner Herd, daß ih⸗re Seel auch se ⸗lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und sein verwundt Gewissen heil; laß sie am Himmel haben teil. ö 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glauben sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns len. versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel tehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmel⸗ reich hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1 1647. Oberhessische weise. 558. —.— 0 1.—— + f— 935— Aaent 1. Sag, was hilft al ⸗le ih⸗ rem Gut und Nr. 559 Das christliche Leben. 480 .— 9 2 ö 4.—. , n, SSDSDSDSIIIIIIIII ———— 2— Geld? Al⸗les ver⸗schwind't ge⸗schwind gleich wie der +1 II H —.——Y —— 2— Rauch im Wind. 2. Was hilft der hohe Thron, das Scepter und die Kron? Scepter und Regiment hat alles bald ein End. 3. Was hilft sein hübsch und fein, schön wie die Röselein? Schönheit vergeht im Grab; die Rosen fallen ab. 4. Was hilft ein goldgelb Haar? Augen kristallenklar? Lippen korallenrot? Alles vergeht im Tod. 5. Was ist das güldne Stück von Gold, Zierd und Geschmück? Gold ist nur rote Erd: die Erd ist nicht viel wert. 6. Fahr hin, o Welt, fahr hin! Bei dir find ich kein Gwinn: das Ewge achtst du nit; hier hast dein Ernt und Schnitt. 7. Fahr hin! leb, wie du willt, hast gnug mit mir gespielt. Die Ewigkeit ist nah: fromms Leben ich anfah. Volkslied, Köln, 1623. 559. Volksweise, Leipzig, 1842. 4 3 DlR 1. Schön⸗ster Herr Je ⸗ su, Herrscher al⸗ler En⸗den, UK. D—— FRFERRR E Got⸗ tes und Ma ⸗-ri⸗ en Sohn, dich will ich SEEE 6 D lie ⸗ben, dich will ich eh-wren, mei ⸗ner 481 Das christliche Leben. Nr. 560 9⁰⁰3 EHhnnt—..—— H 8 a Hi, iiee wuen,— H ——— 11 See ⸗le Freud und Kron. 2. 1 Schön sind die Wälder, schön sind die Felder in der schönen Sederde Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig erz erfreut. 3. U Schön leucht't die Sonne, schön leucht't der Monde und die Sternlein allzumal: 4 Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner als die Engel im Himmelssaal. 4 H U Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen in der frischen Jugendzeit: 4 Sie müssen sterben, müssen verderben: Jesus bleibt in Ewigkeit. (Erläuterung Nr. 3 S. 493.) Volkslied, Münster i. Westf., 1677. 560. (Mel. Wie könnt ich ruhig schlafen.) Sriedrich Silcher, 4 1860. —.— ö I—— tFen —..... 1 So nimm denn mei⸗ne Hän⸗de und führe mich bis an mein se⸗lig En⸗de und e⸗wig ⸗lich. Ich mag al⸗lein nicht ge ⸗when, nicht ei⸗ nen Schritt; wo 1 4 *7— I +——— 21. 1 E 12——. —.2— „anin du wirst gehn und ste⸗ hen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz, und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz; laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind, es will die Augen schließen und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht; so nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Julie von Hausmann, 1 1901. A 31 I 1 WI Nr. 561 Das christliche Leben. 482 561. (nel. wer hier vor Gott will sein gerecht.) Nach Nikolaus Herman, 1 1561. I—.— ö 43—— 5— +*—D—. 4 + JZ..—. + II +*— ID‚‚‚—— öů—— 1. 1 Steht auf, ihr lie ⸗ben Kin⸗der⸗lein, der A...— EHArs 2———— 113— E—.—. I—— Mor⸗gen⸗stern mit hel⸗lem Schein läßt frei sich se⸗ hen , EN—— n B.E— 1 ꝗ᷑—* PCo ————55———— n wie ein Held und leuch⸗tet in die gan ⸗ze Welt. 2. A Willkommen seist du, schöner Stern! Du bringst uns Christum, unsern Herrn, der unser lieber Heiland ist; darum du hoch zu loben bist. 3. 1 Ihr Kinder sollt bei diesem Stern erkennen Christum, unsern Wort⸗ Marien Sohn, den treuen Hort; der leuchtet uns mit seinem Wort. 4. A Gotts Wort, du bist der Morgenstern, wir können dein gar nicht entbehrn, du mußt uns leuchten immerdar, sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. I Willkommen seist du, lieber Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag; leucht uns in unsre Herzen fein mit deinem hellen Himmelsschein! 6. A O Jesu Christ, wir warten dein: dein heilges Wort leucht uns so fein! Am End der Welt bleib nicht lang aus und führ uns in deins Vaters Haus! 7. Du bist die liebe Sonne klar, wer an dich glaubt, der ist fürwahr ein Kind der ewgen Seligkeit, die deinen Christen ist bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich hier zeitlich und dort ewig⸗ lich für deine groß Barmherzigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alberus, geb. um 1500 in der Wetterau, Pfarrer in Sprendlingen i. St., Staden u. a. O., T 1553 in Neu⸗Brandenburg. 483 Das christliche Leben. Nr. 562 562. Rarl voigtländer, 4 1858. 1. Un ⸗ter Li⸗lien je ⸗ner Freu⸗den sollst du 11 2..— 2.— 2 I.. Wie ein Ad⸗ler fleug be⸗hen⸗de; Je ⸗ su Hän⸗de öff ⸗ nen schon das Per-len-tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins; laß mich ein in den sichern Friedenshafen, zu den Schafen, die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Ralle wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen träumend führen und machst uns auf einmal frei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel wird zu Schanden; frei von Banden werd ich fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben; hole mich, o Herr, zu dir! Joh. Ludw. Konrad Allendorf, 4 1773. 31²⁷ Nr. 563, 564 Das christliche Leben. 484 563. Christian Gregor, Brüderchoralbuch, 1784. Q AEESESSSEEE&ÆE E X.—, L. 2 22— RI— +2...—5 L3S3 I 2. — R ö 1 —. · 1. Weil ich Je⸗su Schäf⸗lein bin, freu ich mich nur . ü⸗ber mei⸗ nen gu⸗ten Hir⸗ten, 6 4—— 1300 —JZ. 2 7 0==.—. 7 I.. + 1 der mich wohl weiß zu be⸗wir⸗ten, der mich lie⸗bet, ——0— 1— 7.... J..— 1 + 2— J.. +—. I HD DFESE I der mich kennt und bei mei ⸗nem Na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab geh ich aus und ein und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja mein Glück ist groß! Henriette Marie Luise von Hayn, 1 1782. 564. WRRIRIRNRTRTRTRRR‚RTR ,an; nrs. K. e s. de.- e — ů volksweise, 1818. 2 23 25—— — 1—.3—— 1(Weißt du, wie⸗viel Stern⸗lein ste Ahen an dem t du, wie⸗viel Wol⸗ken ge⸗ hen weit ⸗hin Wei 48⁵ Das christliche Leben. Nr. 565 E—* +.—— N— iE— 2 2 2 2 u ber al-Ie Welt; Gott, der Herr, hat si ge⸗ zäh⸗let, daß ihm auch nicht ei- nes feh⸗let an der — ̃ I—3 E 45 n Fin man—1.— T 22— — 4.— gan⸗zen gro⸗ßen Zahl, an der gan⸗zen gro⸗ßen Zahl. 2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnen⸗ glut? wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wassersflut? Gott, der Herr, rief sie mit Namen, daß sie all ins Leben kamen, „ daß sie nun so fröhlich sind.:; 3. Weißt du, wieviel Kinder frühe stehn aus ihrem Bettlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen,:: kennt auch dich und hat dich lieb.; ö Wilhelm Hey, 1 1854. 565. (Mel. Komm, Seele, Jesu Leiden.) Joh. Wolfgang Sranck, 4 um 1690. „—————— I. Wenn al⸗le un⸗treu wer⸗den, so bleib ich dir doch E 5—— 22.——5 . ö 5 e treu, daß Dank⸗bar⸗keit auf Er ⸗ den nicht Nr. 566 Das christliche Leben. 486 aus⸗-ge⸗stor⸗ben sei. Für mich um⸗fing dich + DSIERE * .— ———— 7—*. .5 55— J.—— XII 1 m.* 4 — 2.——2— Lei ⸗den, ver⸗gingst für mich in Schmerz; drum 5 * A 1 2..CI..I—I— — 2 E geb ich dir mit Freu-den auf e⸗wig die⸗ses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel getan, und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden, o lasse nicht von mir; laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 4 1801. 566. Volksweise, um 1813. A.(Bei dieser Melodie fällt die Wiederholung der Schlußzeile weg.) 5— 9 2*—— 0—.————5 36590 N 1. Wer ist ein Mann? Wer be⸗ten kann und Gott, dem EE——.——— +—— EE + I x x Herrn, ver⸗traut; wenn al⸗les bricht, er za⸗get nicht, dem 487⁷ Das christliche Leben. Nr. 566 1— I EH e.— + From-men nim-mer graut. oder B. nach A. Methfessel, T 1869. 1. Wer ist ein Mann? Wer be ⸗ten kann und Gott, dem Herrn, ver-traut; wenn al ⸗les bricht, er za⸗ get nicht, dem From-men nim-mer graut, dem From⸗ men nim-mer graut. 2. Wer ist ein Mann? Wer glauben kann inbrünstig, wahr und frei; denn diese Wehr trügt nimmermehr,:; die bricht kein Mensch entzwei. 3 3. Wer ist ein Mann? Wer lieben kann von Herzen fromm und Rne die heilge Glut gibt hohen Mut 1 und stärkt mit Stahl den Arm.: 4. Dies ist der Mann, der streiten kann für Weib und liebes Wind der kalten Brust fehlt Kraft und Lust,:: und ihre Tat wird ind. 7 5. Dies ist der Mann, der sterben kann für Freiheit, Pflicht ich Ge dem frommen Mut deucht alles gut, 1 es geht ihm nimmer schlecht. 7;: — Nr. 567, 568 Das christliche Leben. 488 6. Dies ist der Mann, der sterben kann für Gott und Vater⸗ land; er läßt nicht ab bis an das Grab 1 mit Herz und Mund und Hand.;: 7. So, deutscher Mann, so, freier Mann, mit Gott, dem Herrn, zum Krieg! Denn Gott allein kann Helfer sein,:: von Gott kommt Glück und Sieg.; Ernst Moritz Arndt, 1813. 567. Sriedrich Silcher, 4 1860. 9—— —4— 4+4—.——.——.— i 1. Wie lieb⸗lich ists hie-nie-den, wenn Brü-der treu ⸗ge⸗ .. —. sinnt in Ein⸗tracht und in Frie-den ver⸗traut bei⸗ SII.IIII.t.. 9—— 2— 1—— 4 sam-men sind. 2. Wie Tau vom Hermon nieder auf Gottes Berge fließt: also auch auf die Brüder der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet durch sie die heilge Stadt; was Knecht ist, wird befreiet und rein, was Flecken hat. Und alles Volk der Erde geht nun zum Lichte ein; dann wird nur eine Herde und nur ein Hirte sein. Friedr. Gottlob Wetzel, 4 1819. Rarl Cöwe, 4 1869. 1.0 aur mit grimm⸗gem Un⸗ver⸗stand Wel⸗len sich be⸗ Nir⸗gends Ret⸗tung, nir⸗gends Land vor des Sturm⸗-winds 489 Das christliche Leben. Nr. 569 ——— ů.———II— Dan de ur ..—.————.—.—.—... 1 kEir 0l we⸗ gen! 1; 25 Schlä⸗gen. u Ei⸗ ner ist's, der in der Nacht, ei⸗ner Q—— 1 I—* N————— ————. ist's, der uns be- wacht: Christ Ky⸗-ri-e, du Q* —— I H ———.—— I.—2.*..—.2 2.*. II —7— F* wan-delst auf der See. 2. 1 Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo dann Rettung finden? Ul Keine Hilf als bei dem Herrn, er ist unser Morgenstern: Christ Kyrie, er⸗ schein uns auf der See! 3. ANach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen. Lobet ihn mit Herz die See.. lobet ihn zu jeder Stund! Christ Kyrie, ja dir gehorcht ie See. 4. Einst in meiner letzten Not laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Nach einem Schifferliede von Johannes Daniel Falk, 4 1826. 569. J. Abr. peter Schulz(2), 4 1800. 1. Wir pflü⸗gen und wir streu⸗en den Sa⸗men auf das G—.....—— + P.......... ö — Z.. 2 — Land, doch Wachs⸗tum und Ge⸗ dei ⸗hen steht Nr. 569 Das christliche Leben. 490 Q + N— SEA——*—* 4.— 1 2— —111—.—. 7— ·— in des Him⸗ mels Hand; der tut mit lei⸗sem 44.—————„ —4 JZ.—.——* ———————————— E— 5 2—— S 2 1— ö We⸗ hen fi mild und heim-lich auf und 9 391 1 E H—4 HA—.— 14.—.— 9 — 74 — 2 0 29960 7 — 1 1 — ü A Al ⸗le gu 33 Ga⸗ kommt at he⸗ von —————5 r Gott, dem Herrn; aan dankt 5 dankt, 200 dant ů0— EOt e 4 H 2 8— dankt und hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau und Regen und Sonn⸗ und Mondenschein und wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein; und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot; es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. 4 Alle gute Gabe kommt—3 von Gott, dem Herrn; 51n drum dankt ihm, dankt:3 und hofft auf ihn! 2.1 Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; ꝛu drum dankt ihm, dankt 3 und hofft auf ihn! 491 Das christliche Leben. Nr. 570 4. II Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf, er läßt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt dem Viehe Weide und seinen Menschen Brot. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn;: drum dankt ihm, dankt: und hofft auf ihn! Matthias Claudius, 4 1815. 570. Niederländische Volksweise, bei Adrianus Valerius, 1626. 9 — IJ.— EEE 1. Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Her⸗ren, ihn — 5——.———— 5—— H— ii — dro⸗ben zu lo-ben mit Herz und Mund: So 4 1 1— I +7 . ———4— 2—.—— +—— ů—-+.— rüh⸗met froh seins lie⸗ben Na⸗mens Eh⸗ren, der — 12— .— 67 1—1 7 7 1 ——— Di ö je ⸗tzo un⸗sern Feind warf auf den Grund. 2. 1 Zu Ehren des Herren wollt, weil ihr lebet, ihm danken ohn Wanken dies Wunder groß. Vor seinem Aug stets rein zu wandeln strebet, tut Recht und sagt von Lug und Trug euch los. 3. 1 Der Böse, Arglose zu Fall zu bringen, schleicht grollend und brüllend, dem Löwen gleich, und suchet, wen er grausam mag verschlingen, wem er versetzen mag den Todesstreich. 4. A Wacht, flehet, bestehet im guten Streite, mit Schande in Bande der Sünd nicht fallt! Dem frommen Volk gibt Gott den Feind zur Beute, und wär auch noch so groß seins Reichs Gewalt! Niederländisches Siegeslied, genau Dus dem Holländischen bei Adrianus Valerius (1626) übertragen von Karl Bu de. Nr. 571 Das christliche Leben. 492 571. Nach einer englischen Weise. S. I.I....II.. 1 10. en 8—. Eainp Mhnr — N*—— I R.— deckt sie mit 1b⸗ 2 15 Fit ⸗ 5 chen zu? Ach an ö — E bie tet die Welt kei⸗ ne Frei ⸗statt uns an, wo x ů—.— .. Eii Sün ⸗de nicht—. schen, nicht 36 fec⸗ 0 kann? Nein, nein, nein, 22956 her 9 95 die 2. Verlasset die Erde, die T zu sehn, die Heimat der Seele, 90 herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde gebaut, ist dieses e Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja 2;: dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 4 eee Vo 493 Das christliche Leben. Nr. 572 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen die kennt man dort nicht. Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang bewillkommt die Seele mit süßem Gesang! 1 Ruh, Ruh, ꝛ1 himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Ludwig Jörgens, 1 1845. 572. 656 wWachet auf, ruft uns die Stimme.) Bei Philipp Nicolai, 1599. E—.— n nenn.. 2.— E ——— + —h—————— Zieht in Frie⸗den eu⸗re Pfa-de! Mit euch des gro-ßen Wenn euch Je⸗su Hän⸗de schir⸗men, gehts un⸗ter Son⸗nen⸗ 1 I 2 .— — Q —..— + iEEEEEEE Got⸗tes Gna-de und sei⸗ner heil⸗gen En⸗gel Wacht! schein und Stür⸗men ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. 4 4 4——— .————. 4.—..—.— eee rem Eer. D— *=. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nim-mer fern, 4 E. + +—— 1 + ———————— E—— E ö‚ spät und frü⸗he! Ver⸗geßt uns nicht in sei⸗nem Licht, Q — I di., und wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗ sicht! Gustav Friedr. Ludwig Knak, 1 1878. Srläuterungen für den Selang der Itieder. 1. Die Zeichen l, U, A sind Andeutungen für etwaigen Tauch der hulamte bezw. UU bedeutet, daß die erste bezw. zweite Gruppe(Chor) oder auch der Gesamk⸗ chor, A, daß wieder alle singen. Beim Fehlen eines Zeichens wird die Strophe von allen(der Gemeinde) gesungen. 2. Die hier beigegebene zweite Stimme 0 nicht verwendbar, wenn ein Lied im vierstimmigen Satze des Anhangs zum Choralbuch begleitet wird. 3. Bei einigen Volksliedern ist die Zahl der Silben nicht in allen Strophen gleich; bei diesen peronr die mit Bogen versehenen Noten je nach der Silbenzahl einer Zeile bald verbunden, bald getrennt raet werden. Ein Anhang—7— Choralbuch zur Begleitung auf Orge x„Harmonium oder Klavier ist bei J. Waitz, Darmstadt, erschienen. 495 Kiturgiiche Selänge. I. Wechselgesänge der Gemeinde für den Haupt⸗ gottesdienst an Sonn⸗ und Feiertagen. Zum Beginn:(Nach: Im Namen des Vaters u. s. w.) 2. Zum Eingangsspruch: 2 a. —— Eh⸗re sei dem Va⸗ 4 1nd dem Soh⸗ne und dem heil⸗ DSRRSRSR‚IRSISI‚IISEEI‚I‚II‚I‚Iee‚Ieeeee. — I——*4 2 1—.— gen Gei⸗ste, wie es war von An⸗fang, jetzt und im-mer⸗dar Fa 0 ,,.. und von E⸗wig⸗ ⸗keit zu E⸗wig⸗ keit. A⸗men. —.——‚—.‚ L. 7Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem hei⸗Ii⸗gen Geist, , V.—* LV. wie—— war von An ⸗fang, jetzt und im⸗mer⸗dar und von E. wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit. A⸗men. b. 496 (Zum Sünden⸗ Liturgische Gesänge. 3. Bitte um Gottes Gnade. bekenntnis.) N 4Z—* 4 4 4 .... Her re Gott, er ⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste er⸗barme dich. ...............—.— —..—.——.——. Her⸗re Gott, er⸗bar⸗me dich. E —————— II hHerr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. 4. Dank für die Erlösung.(Nach der Gnaden⸗ versicherung, schließend mit: Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen.) 2— ESEEEEEE—. 2 Eh⸗re sei Gott in der Hö⸗he! Und auf Ers den Fried ——.—.— Oder: Allein Gott ISEESESEE in der Höh sei Ehr! und den Men schen ein Wohlge fal Aen! [5. Wechselgruß des Geistlichen und der Gemeinde.(Geistlicher: Der Herr sei mit euchl) 2 e— . und mit dei⸗nem Gei ⸗ste.] 6. Zum Gebet. Qe Y. A⸗ men. EV+ 41 1— I I b.———44 9 2—— 4⁰ III BeRn 497 An Sonn⸗ und Feiertagen. [7. Zur Schriftlesung.(Nach dem Evangelium, schließend mit: Lob sei dir, o Jesul) ö, de, Hina e Eh⸗re sei dir, Herrn 8. Zur Schriftlesung.(Nach der Epistel, schließend mit: Lob, Ehr und Preis sei Gott von Ewig⸗ keit zu i E. Hal⸗le⸗lu 9— 5 Hal⸗le⸗lu⸗ja. E.. — Hal⸗le ⸗-lu-ja, Hal⸗le⸗ lr⸗, Hal⸗le⸗ lu ja. c. In der Passionszeit. i A⸗ men. S 308 55 Glaube gesungen: —.—— Wir glau-ben all an Ei ⸗-nen Gott, Schöpfer Himmels 9 E EE 2.. + 4. EHEEE— E 14 — FE.—.. r E und der Er-den, der sich durch Je⸗sum, sei⸗nen Sohn EE E —— Va⸗ter hat ge⸗ge⸗ben. Er will uns all⸗zeit er⸗näh⸗ren, .e,—.— uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ ren durch den heilen Geist 32 V A Liturgische Gesänge. — im Glau ⸗ben; Lan.— soll uns— ren. —— 5—.— —.———— — 7.——— 2 Und ob auch Tod und Höl ⸗le dräut, wir sind des V.* 1 I n nn n meni.ui. H IJ.. in i Hhuul Lah-Lahnu III —— Herrn in E⸗ wig ⸗keit! Nach Luther, 1 1546. 9b. Langenöls, 1742. EHr————— + en Em en a E en———— U— 1————.— 2— Eder glau⸗ben al an Ei⸗nen Gott, Schöpfer Himmels der sich. Je⸗sum, 2 uns zum Va⸗ ter 8* H H d e. I ⁴00 IIIJIJ.... 50 92 ů— den,—9 ben. Er will uns all⸗zeit er⸗ Q 4 4 4 ED 20— 2•.—————*—.. , dr Ber-ri E. H.. ner mr Ae.— FEVNVD— 2.—— 2—3.— 1—.—— L..— L 888—8—.—. Ha L.. L—— 7 heil⸗gen Geist im Glauben; kein Leid soll uns wi⸗der⸗fah⸗ 2* 4 C 2 II 4—X=—— +—5 i. LX 1 2— I. 2——.— 1— — en ren. Und ob auch Tod und Höl⸗le dräut, wir sind des Herrn in e e m E E EEL.— rmrrr. e e Em ne ummnn Hn i. L.. 1..—— E-wig⸗keit! A⸗men, A⸗men, A⸗ men! Nach Luther, 4 1546. du 44..J.— ⁰ mahns V 14 ⁰un NX. 499 Zur Abendmahlsfeier. Oder vom Geistlichen gesprochen und von der Gemeinde Lekräftit———8— E *„ men. Oder wie 11. 10. Nach dem materunser. A ⸗men.] 11. Nach dem Segen. A⸗men, A⸗-men, A⸗men. =—..— S....... A⸗ men, A⸗ men, A men. 9 E . EEEEEEEEEEE 223 A⸗men, A⸗men, A men. II. Wechselgesänge zur Abendmahlsfeier. 1. Schaffe in mir, Gott. Nr. 211.— Christe, du Lamm Gottes. Nr. 195. 2. Nach den Worten: Der—.— 3 mit euch! .2 IXI Und mit dei⸗nem Gei ⸗ ste. 5. Nach d den Worten: Die Herzen in die Höhel EEEEEEEEE Er⸗he⸗ben wir zum Her⸗ren. 32³ (Nr. 503, 504) Liturgische Gesänge. 500 4. Nach den Worten: Lasset uns danksagen unserm Gottl EH E. .——————————— Das ist wür⸗dig und recht. 5. Nach der Danksagung: *. +—*W— W —— 2——— Hei—12— lis hei=lig ist Gott, Der Herr Ze⸗ba⸗oth! II n. iEEEE Al⸗le Lan⸗de sind sei⸗ner Eh⸗re voll.——— 24N— * ö e in der Hö Ge⸗lo⸗ bet sei, der da Wrrn 5 DDDiD Na⸗men des Herrn, Ho⸗fi⸗ an⸗ na in der Hö⸗ hed Jesaia 6,3 Matth. 21,9. FHN=- ISSEFH 2——.. 501 Die in Hessen gebräuchlichen Gottesdienst⸗ ordnungen. (Siehe Liturgische Gesänge S. 495. I. Hauptgottesdienst. ö Form A. (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gebet. (entweder Epistel oder Evangelium). led. Le Predigt. Friede Gottes. ied Kirchengebet(wenn nicht nach der Predigt) Fürbitten. Gebet des Herrn. (Schlußgesang.) Verkündigungen. Segen. Form B. 1. Eingang. (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilligen Geistie), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar (und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder 123,1: Allein Gott in der Höh sei Ehr; oder 5,4; 131,3; ö 136,1; 137,1 0. e. a. Gottesdienstordnungen. 502 2. Gebet und Schriftlesung. P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. Altes Testament. ied des Chores oder der Gemeinde. 2.] Neues Testament. Gemeinde: Halleluja, Halleluja(Halleluja). (In der Passionszeit: Amen.) 3. Lied. (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. 4. Predigt. P. Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 5. Gebet. P. Altarspruch. horgesang. Oder: P. Die Herzen in die Höhe. Gemeinde: Erhehen wir zum Herren. P. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: Das ist würdig und recht.) P. Danksagung. Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Fu Hosianna in der Höhe.)] Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 6. Schluß. Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11: 13,3; 152,4; 291,9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. *— 2— —. 1 —* 503 Gottesdienstordnungen. Form C. 1. Eingang. a) Chorgesang.) ingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemein de: Amen. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heiligen Geistte), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar (und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.(Oder Nr. 5, V. 4; 131, V. 3; 136, V. 1, 137, V. 1 oder ein anderes.) — b) P. Kyrie(Bitte um Gottes Gnade). Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. Oder: Herre Gott, erbarme dich Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich. Oder eine Liedstrophe, 3. B.: 211; 212,1. 3 c) P. Gloria.(Verkündigung der Gnade Gottes.) Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen! Oder Nr. 123,1(oder ein anderes). (Chorgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung. P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. nen) Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: men. 3. Glaubensbekenntnis. P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens: Gemeinde: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernaͤhren, Gottesdienstordnungen. 504 Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und Hölle dräut, Wir sind des Herrn in Ewigkeit. (Amen.) Oder P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). 4. Lied. 5. Predigt. Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder: Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet. P. Altarspruch. horgesang. Oder: (P. Die Herzen in die Höhe. Gemeinde: Erheben wir zum Herren. P. Lasset uns danksagen unferm Gott. Gemeinde: Das ist würdig und recht.) P. Danksagung. Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe.(Gelobed sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.) Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß. Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 13,3, 152,4; 291,9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. —————— 505 Gottesdienstordnungen. Form D. 1. Eingang. a) Cinganesleod ingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilli) gen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder Nr. 5 V. 4; 131 V. 3; 136 V. 1; 137 V. 1 0. e. a. b) P. Sündenbekenntnis. Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. Oder: Herre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich. c) P. Gnadenverkündigung. ö Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen.(Oder Nr. 123, V. I.) (Chorgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung. [P. Der Herr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Geiste.] P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). ö P. Schriftlesung:(1.) Das Evangelium. [P. Lob sei dir, o Jesu! Gemeinde: Ehre sei dir, 1 (ELiedvers, Gemeinde oder Chor.) 2. Die Epistel.) Gemeinde: Halleluja. Halleluja(Halleluja).(In der Passions⸗ zeit: Amen.) Gottesdienstordnungen. 506 3. Glaubensbekenntnis. P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens. Entweder: P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). Oder: Gemeinde: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und Hölle dräut, Wir sind des Herrn in Ewigkeit. (Amen.) 4. Lied. 5. Predigt. Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder echselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet. P. Altarspruch. Uüberdesang⸗ lllgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß. Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 13,3; 152,4; 291,9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. 711717777729.. DIFI 507 Gottesdienstordnungen. II. Ordnung der Feier des heiligen Abendmahls. [Wenn Beichte damit verbunden ist: Chorgesang.) ied der Gemeinde. P. Eingangsspruch. (Gebet. Gemeinde: Amen.) 5. ee (Gemeinde: Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze Nr. 211.) P. Beichte und Gnadenverkündigung. Abendmahlsseier: Gemeinde: Christe, du Lamm Gottes Nr. 195 oder ein anderes Lied. P.(Abendmahlsvermahnung, wenn die Beichte nicht unmittelbar voran⸗ é gegangen ist.) Es folgt entweder: P. Die Herzen in die HHhe! Gemeinde: Erheben wir zum Herren. . Aund 100 danksagen unserm Gott. Gemeinde: Das ist würdig und recht. P. Danksagung. Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr ebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der öhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. osianna in der Höhe.) Oder: P. Danksagung.(Gemeinde: Heilig, heilig, heilig lwie oben.) P.(Gebet.) Gebet des Herrn(vor oder nach den Einsetzungsworten). Einsetzungsworte des heiligen Abendmahls. Austeilung des heiligen Abendmahls (wobei Chor und Gemeinde singen, z. B.: Schmücke dich, o liebe Seele Nr. 196 oder andere Lieder). P. Gebet. Gemeinde: Schlußlied, z. B.: Nr. 158, V. 7. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Gottesdienstordnungen. 508 III. Anordnung des Kindergottesdienstes. Form A. (Kinderchor.) K. Lied. P. Eröffnung. K. Amen. P. Eingangsspruch. K. Wechselgesang, z. B.: Nr. 139. Knaben: V. 1. Mädchen: V. 3. Alle: V. 8(ähnlich Nr. 130, 133, 134, 273, 368, 371). P. Gebet. K. Amen(Amen). P. Schristlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) K. Lied. Unterweisung. K. Lied. P. Gebet. Gebet des Herrn. K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Form B. Eingang: K. Lied. P. Eröffnung und Eingangsspruch. K. Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnee) und dem heilli)gen Geistte), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar(und) von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. Amen. Oder: Nr. 5, V. 4; 6, V. 3 o. e. a. „Bußspruch. K. Nr. 211 oder 249, V. 1. „Gnadenverkündigung. K. Ehre sei Gott in der§ öhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen. Oder: Nr. 123,1; 130,1; 134,1. 2; 249,3. ů [Bekenntnis(entweder die 10 Gebote oder die Seligpreisungen oder das Glaubensbekenntnis.)] P. Gebet. K. Amen(Amen). Hauptlied. P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) Unterweisung und Gesang. Gebet. Gebet des Herrn. K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. — IIIIIInnn Gebete zur häuslichen Andacht. I. Allgemeine Gebete. 1. Psalm 67. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden 901 Heil. Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle ölker. Die Völker freun sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs; es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! Amen. 2. Bitte um die Gabe des Gebets. Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Pi., 280 König und mein Gott, denn ich will vor dir beten. 5, L. 2. Gnädiger, liebreicher Vater! Du hast mir befohlen zu beten, und dein lieber Sohn hat es mich gelehrt; dein heiliger Geist erinnert mich oft in meinem Herzen des Gebets. Ich weiß auch, daß meine vollkommenen Gaben von dir, Vater des Lichtes, kommen müssen, und daß kein wahres, beständiges Gut, keine Hilfe und kein rechter Trost ohne Gebet erlangt werden können. Dennoch bin ich so lässig und träge zum Gebet und rechne mehr auf meine Arbeit und Klug⸗ heit, als auf deine Hilfe und Gnade. Ach, vergib mir diese Sicher⸗ heit und Torheit! Wende von mir die Strafe, womit du den Ver⸗ ächtern deiner Gnade drohest, und gib mir den Geist der Gnade und des Gebets. Laß mich deine tröstliche Verheißung bedenken: daß selig werden soll, wer deinen Namen anruft; daß du ant⸗ worten willst, wenn wir zu dir reden; daß du nahe bist denen, die dich anrufen. Entzünde mein Herz mit inniger Andacht, damit mein Gebet dir angenehm sei. Erfreue mein Gemüt mit dem Lichte deiner Gnade und reinige meine Lippen durch das Feuer deines Geistes. Allgemeine Gebete. 510 Erhöre mein Gebet und laß es dir wohlgefallen, wenn ich meine Hände zu dir aufhebe. Erwecke in mir einen heiligen Durst nach deiner Gnade und laß mich deine Herrlichkeit im Glauben sehen, wenn mein eignes Elend mich niederbeugt und meine Augen mit Tränen füllt.) Ach, Herr, der du die Herzen kennst, du weißt, wie unbeständig menschliche Gemüter sind, viel beweglicher als die Welle vom Winde. Befestige selbst meine Seele und nimm von mir den zerstreuten Sinn, daß ich nicht durch mancherlei Gedanken hin⸗ und herbewegt werde. Führe mich in die Einsamkeit, wo ich die Welt vergesse und du dich mir offenbarst. Entferne alles, was die Liebe zu dir hindert, jegliche Neigung des sündigen Willens und des Unglaubens. Laß mein Gemüt eine Wohnung deines heiligen Geistes Zen daß ich dich an⸗ rufe, dich lobe und dir danke und damit ein eugnis meiner Kind⸗ schaft bei dir empfange. Gib mir den Frieden, der von dir kommt, die Andacht, die dich überall sucht und findet, und die Freude, die nie von mir kann genommen werden. Laß mich mit dir, mein Vater, und mit deinem Sohne, als meinem Herrn und Haupte, durch die Wirkung deines Geistes immer mehr vereinigt werden, und mache mich zu einem lebendigen Gliede der Gemeinde auf Erden und im Himmel, die deinen Willen tut und dich mit gläubiger Zuversicht der Erhörung im Namen Jesu Christi anruft. Lied Nr. 301: Gott ist gegenwärtig. 3. Allgemeine Fürbitte. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Ps. 65, 3. Herr Gott, dreieiniger Gott, du hast in deinem heiligen Worte uns geboten, daß wir für einander beten sollen. Darum unterwinden wir uns, mit dir zu reden und dir unseres Herzens Anliegen vor⸗ zutragen. Du wollest unser Flehen nicht verwerfen, sondern gnädiglich annehmen und erhören. Wir bitten dich, du getreuer Gott und Heiland, für deine Kirche; erhalte, schütze, regiere und führe sie; schenke ihr allezeit treue Hirten und Lehrer und salbe dieselben mit deinem Geiste und segne die Arbeit; wehre allen Feinden, dämpfe alle Irrlehren, bewahre deine Gemeinde vor Argernis und Spaltung und laß die Ehre deines heiligen Namens in der Welt immer mehr ausgebreitet werden. Erleuchte die Irrenden, bekehre die Gottlosen, habe Langmut mit uns armen Hrem⸗eil. den Bußfertigen und züchtige die losen Verächter zu ihrem Heil. Erbarme dich aller Heiden und segne die Boten des Friedens, welche du zu ihnen sendest, daß sie dir ein großes Voll gewinnen und dein Name an allen Enden der Erde geheiligt werde. ffff 5¹¹ Allgemeine Gebete. Segne die christlichen Schulen, alle Lehrer und die liebe Jugend, damit dieselbe aufwachse in wahrhaftiger Gottesfurcht und recht⸗ schaffenem Glauben. Nimm in deine gnädige Obhut alle Anstalten, die zur Förderung deines Reiches und zur Ausbreitung deines Ebeen dienen, und erfülle mit deinem Geiste alle, die daran arbeiten. Beschütze auch, du starker, allmächtiger Gott, unser Regiment und gemeines Wesen und gib allen Fürsten und Obrigkeiten rechte Weisheit und Gottseligkeit. Hilf, daß sie deiner Kirche, des ganzen Vaterlandes und aller Untertanen sich treulich annehmen, und segne ihr Tun reichlich. Insbesondere befehlen wir in deine Gnadenhand den deutschen 1 und unsern Großherzog samt dem ganzen Groß⸗ herzoglichen Hause. Pflanze in die Herzen aller Gewaltigen Gedanken des Friedens; gib allen Räten heilsame Ratschläge; ver⸗ leihe allen Richtern Gerechtigkeit allen Beamten Barmherzigkeit, auf daß bei uns und überall das Böse bestraft, das Gute belohnt, dem Übel gesteuert und, was löblich ist, erhalten und gefördert werde. Sei mit allem Volke, daß es die Obrigkeit liebe, ihre Herrschaft ehre und den Gesetzen folge. Segne einen jeden in seinem Stande und Berufe; walte gnädig über unserer Gemeinde und unserem ganzen Vaterlande. Segne auch den Hausstand und verleihe allen Meung vätern und Hausmüttern Frieden in ihrer Ehe, Glück in ihrer Nahrung und ihrem Gewerbe und Freude an ihren Kindern. Den Kindern gib willigen Gehorsam, kindliche Furcht, rechtschaffene Demut und Ehrerbietung und laß allen Segen ihrer Eltern reichlich an ihnen erfüllt werden. Beschere allen Hausherren und Hausfrauen gute Dienstboten; allem Gesinde aber verleihe herzliche Liebe und Gehorsam, Treue und Redlichkeit. Laß dir, o Herr, alle Menschen befohlen sein und gib einem jeden, was er bedarf. Insbesondere erbarme dich aller Armen und Elenden; tröste alle Traurigen und Betrübten; nimm dich der Kranken an; bekehre alle Übeltäter und erlöse alle unschuldig Gefangenen. Ver⸗ sorge die Witwen und Waisen, trage die Alten, stärke und tröste die Sterbenden. Sei gnädig allen, die uns feind sind, und mache sie uns freundlich gesinnt. Halte in deiner Gnade alle, die sich unserem Gebet befohlen haben, und die du gar wohl kennst.(Insbesondere bitten wir dich für usw. Hier sind etwaige besondere Fürbitten einzuschalten.) Zuletzt aber laß dir, lieber Gott, noch besonders be⸗ sohlen sein alle unsere Angehörigen in der Nähe und in der Ferne: behüte sie vor allem Übel, gib ihnen alles Gute und regiere sie mit deinem heiligen Geiste. Sei mit ihnen und uns allen heute und alle Tage, und hilf uns endlich, wenn unser Stündlein kommt, aus zum ewigen Leben. Amen. Lied Nr. 304: Herr, höre! Herr, erhöre! Morgen⸗ und Abendgebete. 512 4. Luthers Morgensegen. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich er⸗ wache, so rede ich von dir. Ps. 63, 7. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Talem Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch Lehen vor Sünden und allem Übel, auf daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Ich heilt mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein eiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 291: Vater unser im Himmelreich. 5. Euthers Abendsegen. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen. Ps. 119, 55. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag so gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan und dich beleidigt habe, und mich diese Nacht auch so gnädiglich behüten. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 386: Hinunter ist der Sonnen Schein. II. Morgen⸗ und Abendgebete auf die Tage der Woche. 6. Morgengebet am Sonntag. Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4. Vater des Lichts, der du das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute und alle se das wahrhaftige Licht, Jesum Christum, in unsere Herzen und lasse ihn darin leuchten und alle Finsternis vertreiben, damit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch die Sünde in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; darum lehre uns selber durch deinen heiligen Geist aus deinem Worte, n wir uns zu dir bekehren und dir im Glauben gehorsam werden önnen. — WSIiihs Sn 518 Morgen⸗ und Abendgebete. Lieber himmlischer Vater, wir danken dir im Namen Jesu Christi, daß du uns in der vergangnen Nacht vor jedem Unfall so väterlich bewahrt und gesund zu diesem Tag hast kommen lassen. Erwecke uns vom Schlaf der Torheit und Trägheit unserer Herzen zu einem neuen Leben in dir. Vater des Lichts und Geber aller guten und vollkommnen Gaben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres Herzens höchste Freude und Wonne sein. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag entheiligt, und schenke uns sehende Augen, hörende Ohren, verständige Herzen, zu merken, wo es uns fehlt. Pflanze dein Wort selbst in uns, daß es unsere Seelen selig mache. Gib auch allen denen, die hier und an anderen Orten der ganzen Christenheit heute dein Wort verkündigen, die Gabe deines heiligen Geistes, daß sie deine und nicht ihre Worte predigen, und daß sie solches tun mit fröhlichem Auftun ihres Mundes zum Heile derer, die sie hören. Ja komme selbst mit deinem heiligen Geiste zu uns und halte deinen Sabbat und Feiertag in unsern Seelen. Laß unser Herz deinen Tempel sein. Wohne in uns mit deinem Geist, führe uns aus Glauben in Glauben, aus Liebe in Liebe, aus Kraft in Kraft, aus Leben in Leben, aus Licht in Licht bis an das Ende unserer Wall⸗ fahrt; bis wir würdig werden, jene Welt zu erlangen und den ewigen Sabbat mit dem Volke Gottes in den sicheren Wohnungen des Friedens zu feiern; dann wollen wir dich für alle deine Liebe und deine Wohl⸗ taten herzlich lieben, loben und preisen ewiglich, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Lied Nr. 3: Licht vom Licht, erleuchte mich. 7. Abendgebet am Sonntag. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Ps. 92, 2. 3. Gemn allmächtiger Gott und himmlischer Vater, wir danken dir von Grund unserer Herzen für deine Güte und Wohltat, die du uns an diesem heiligen Tage so väterlich erzeigt hast. Insbesondere sagen wir dir Lob und Dank für dein göttliches Wort, welches du uns auch heute hast verkündigen lassen, und bitten dich, du wollest uns solches allezeit rein und lauter erhalten, auch dasselbe immer weiter ausbreiten und deine Kirche mehren und gnädiglich schützen und be— wahren. Wir bitten dich auch, du treuer Gott, als deine lieben Kinder, du wollest uns bei deinem allein seligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsere Herzen mit deinem heiligen Geiste erleuchten, daß wir mögen erkennen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich getan haben, auch die verborgenen Fehler, durch deine Barmherzigkeit A 33 Morgen⸗ und Abendgebete. 514 uns vergeben, und in der kommenden Nacht uns eine christliche Ruhe verleihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Hilf endlich, lieber Vater, daß wir durch deine Gnade ein neues, dir wohlgefälliges Leben anfangen zu unserer Seelen Aen in Christo Jesu, deinem lieben Sohn, unserem einigen Helfer. men. Lied Nr. 151: Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 8. Morgengebet am Montag. Der Herr, unser Gott, sei uns Hanser und fördere das Werk P. 90 Hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. s. 90, 17. O Herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß deshalb deine ewige Liebe und Treue, die uns mit deinem Segen bisher überschüttet hat, auch 93 6 uns abermals aufgehen. Wer.4* wir, o Gott, daß du uns is hierher gebracht hast? Ach, gedenke nicht unserer Sünden, gedenke aber heute unser nach deiner großen Barmherzigkeit und nach deiner Verheißung, daß alle, die an deinen Sohn glauben und nach diesem Glauben leben, nicht sollen verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott unser Heil! Lehre uns heute und die ganze Woche tun nach deinem Wohlgefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Behüte uns vor allem Übel, behüte unsere Seele und unseren Leib, unseren Eingang und Ausgang! Wehre allem Bösen, welches uns das Ziel unseres Christenlaufs verrücken könnte. Laß uns aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, damit alles, was wir tun, in dir getan sei! Gib zu unserer Arbeit dem Leibe Kraft und Gesundheit, dem Gemüte Ruhe und ufriedenheit und erhalte uns den Segen, den du seither uns hast zufließen lassen. Legest du uns eine Last auf, so hilf sie uns auch tragen. Segne auch heute und in dieser Woche alle dir wohlgefällige Arbeit und gib, daß ein jeder sich redlich nähre und mit gutem Gewissen vor dir wandle. Segne, die dich lieben, beide, Große und Kleine, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Lied Nr. 365: Aus meines Herzens Grunde. 9. Abendgebet am Montag. Ich liege und schlafe ganz in Frieden; denn du allein, Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Ps. 4, 9. Ich lobe und preise deinen heiligen Namen, ewiger Gott, daß du mich erhört und mein Gebet nicht verschmäht hast, das ich heute in der Morgenstunde vor dein heiliges Angesicht gebracht habe. Ich preise dich mit Herz und Mund, beides für die erkannten und un⸗ wWe 515 Morgen⸗ und Abendgebete. erkannten Wohltaten, die ich heute wieder von dir empfangen habe. Ich preise dich auch für das Kreuz, welches du mir, als einem Jünger Jesu, täglich auflegst, um meine Seele zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt zur Ruhe, lieber Vater! Ich lege mich in deine Arme, in gläubigem Vertrauen auf deine Gnade. Schließe du mir mit deiner segnenden Vaterhand die Augen zu und bleibe indessen ver⸗ t mit meinem Geiste. Behüte gnädiglich meinen Leib und meine Seele iid as, was du mir gegeben hast. Behüte insbesondere auch alle meine ieben 1ag sie niemand aus deiner Hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt vornehmlich meiner Mit⸗ brüder und Mitschwestern in Christo Jefu.— An dem morgenden Tag aber öffne wieder meine Augen und erfülle meinen Mund aufs neue mit deinem Lobe, damit ich so lange dir zur Ehre lebe, bis mein Abend dieses zeitlichen Lebens herankommt, du meinen Leib ins Grab zur Ruhe legst und mich aufweckst zum großen Freudentag deiner Kinder, da meine Sonne ewiglich nicht untergehen wird, sondern ich immerdar in Wahrheit und Klarheit vor dir leben werde! Amen. Lied Nr. 300: Ach, Gott, verlaß mich nicht. 10. Morgengebet am Dienstag. Bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Güte aus über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen. Ps. 36, 10. 11. O du allmächtiger Gott und Vater des Lichts, der du aus der Finsternis den Morgen machst und die Sonne dem Tage zum Lichte gibst, dir bringe ich das frühe Dankopfer meines Mundes dar, weil du mich das Sonnenlicht wieder hast erblicken und den Tag gesund antreten lassen. Ach, Herr, laß mit dem Tageslicht mir und den Meinen, allen Christen und allen Menschen, meinen Freunden und denen, die mir feind sind, auch deine Gnade neu aufgehen. Gib allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, neues Leben und neue Seligkeit! O Herr Jesu Christe, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnade in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und erfreue dasselbe. Lehre mich denken an dein Gericht, bewahre mich vor den Werken der Finsternis, laß mich in deinem Lichte wandeln, dir folgen und dereinst gelangen zu deiner himmlischen Klarheit um deines Verdienstes willen. Amen. Lied Nr. 373: Hüter, wird die Nacht der Sünden. 11. Abendgebet am Dienstag. Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Ps. 143, 2. Herr, du Hüter Israels, der du weder schläfst noch schlummerst, wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine 33* Morgen⸗ und Abendgebete. 516 Hand decke alles, was da lebet! Schone nach deiner großen Güte derer, die heute wider dich gesündigt haben. Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden, denn es ist uns gesetzt, einmal zu sterben und dann das Gericht!— Gib, daß alle, die heute uneins miteinander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn Indicher lassen. Ach, erbarme dich auch derer, die ohne Andacht und Gebet sich niederlegen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle. welche diesen Tag über müde geworden sind. Den Reisenden annent Not auch in dieser Nacht arbeiten müsee, ll den Reisenden zurecht, die jetzt noch auf der Strabe ell. Schaffe denen ihr Unterkommen, welche heute kein⸗ Gerderge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen Wache selbst über den Kranken, pflege der Kinder und Saliglinge, kürze die Zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei, die heute eine elende Nacht haben werden.— Behüte unsere ganze Gemeinde in dieser Nacht vor Lärm und Aufruhr, vor Not und Gewalt, vor Feuers⸗ und Wassersgefahr, vor Mord und Totschlag, vor allem Schaden und Unglück. Erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus der Finsternis dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht! Amen. Lied Nr. 296: O Gott, du frommer Gott. 12. Morgengebet am Mittwoch. Herr, lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Pf. 143, 10. Lieber himmlischer Vater, durch deine Gnade bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür deinen heiligen Namen. Deine Güte ists, daß wir nicht gar aus sind, deine Barm⸗ herzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. Dir ergebe ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was dir wohlgefällt. Reinige, läutere und bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ sei; denn ich Duchen keine Ehre, als deine Kindschaft, keinen Reichtum, als die Gerechtigkeit Geistes keine Freude, als die gnadenreiche Einwohnung deines heiligen eistes. Für meine leibliche Notdurft wirst du wohl sorgen; bewahre mich aber vor Müßiggang und laß mich arbeiten, weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen und deine Güte über alle deine Geschöpfe. Gedenke deiner Kinder, die dich kennen als lebendige Glieder an ihrem hochgelobten Haupte, Jesu Christo. Meine Beleidiger siehe mit erbarmendem Auge an und vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine 517 Morgen⸗ und Abendgebete. Anverwandten lege ich in deine Liebesarme. Kirchen und Schulen, Obrigkeiten und Untertanen befehle ich dir, mein Gott, wo aber gott⸗ loses Wesen ist, da hilf, daß deine Ehre wieder groß und der Sünde gesteuert werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir schreien. Herr, mein Gott, erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Nr. 111: Zeuch ein zu deinen Toren. 13. Abendgebet am Mittwoch. Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen; merke auf mich und erhöre mich. Ps. 55, 2. 3. Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Ich sage dir Lob und Dank für alles Gute, das du mir in meinem bisherigen Leben erwiesen hast, für allen Segen, mit welchem du mich im Leiblichen wie im Geistlichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den du mich immer wieder hast erfahren lassen, für die Freude, die du mir geschenkt, für den Schutz gegen alle ÜUbel des Leibes und der Seele, den du mir gewährt, und für die Langmut und Geduld, womit du meine Fehler getragen hast. Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan hast, und bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen, und womit ich bis heute und auch diesen Tag deine Gnade mißbraucht habe. Herr, gehe nicht ins Gericht mit mir, laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In deine Hand befehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Vermögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Laß mich morgen wieder fröhlich erwachen, damit ich aufs neue dir die Opfer meines Dankes bringe und meinen Christenlauf zu deinem Preise fortsetze. Und wenn einst die Nacht auch für mich kommt, da niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige Hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Nr. 298: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 14. Morgengebet am Donnerstag. Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor dir beten! Herr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir schicken. Ps. 5, 2—4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du uns bis auf diese Stunde lebendig erhalten hast, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen und preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die du wiederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. Du hast uns sicher ruhen lassen, unseren Leib und alle unsere Kräfte neu erquickt und uns fröhlich gemacht im An⸗ schauen deines freundlichen Lichtes. Du, unser Gott und Herr, er⸗ 1 Morgen⸗- und Abendgebete. 518 forschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken ch, Vater, vergib uns doch um deines Namens willen unsere Über⸗** trelungen! Gedenke der Fürbitte deines Sohnes, unseres gekreuzigten Heilands, und nimm uns wieder zu Gnaden an. Du bist ja unser U Vater; von Ewigkeit her ist das dein Name. Dein heiliger Geist ir regiere uns zu allem Guten. Siehe, o Herr, unseren Leib und unsere S Seele und alles, was uns deine Gnadenhand gegeben hat, befehlen I wir in deine treuen Vaterhände. Sei du unser und aller Menschen, 5 die dich erkennen und fürchten, Licht und Heil. Sei mit uns in all* unserem Tun; gib, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in 0 den du uns gesetzt hast. Ach, Herr, bewahre unsere Zunge und alle ö 9 unsere Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht 3 zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit, um Jesu Christi, n unseres Heilands willen. Amen. 5 Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. vi al 15. Abendgebet am Donnerstag. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Ps. 1/%8. Lieber barmherziger Gott und Vater! Wir kommen vor dein m Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder ‚0 durch deinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. A Wir sind nicht wert aller der Güte und Treue, die du auch heute wieder an uns getan hast. So du, Herr, wolltest Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Aber du bist langmütig und freundlich und lässest dich gnädig finden denen, die dich suchen. Darum bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, welche wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser w Nacht und alle Zeit unseres Lebens vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich beschirmen. Zu dir m steht unsere Hoffnung; denn du bist unser Gott, der Hort, auf den wir 0 bauen. Laß uns heute in Frieden entschlafen und morgen fröhlich d6 zu deinem Preise wieder erwachen. Führe uns durch Nacht zum so Licht, bis endlich der letzte Tag unseres Lebens kommt und ein Tag D anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnädig in die ewigen ö ‚ Hütten. Amen. ki Lied Nr. 396: Hirte deiner Schafe. d 16. Morgengebet am Freitag. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden ö di nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von meiner U Missetat und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. Ps. 51, 3—5.. 519 Morgen⸗ und Abendgebete. Gnädiger und liebreicher Gott! Ich erhebe in dieser Morgen⸗ stunde mein Herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner gött⸗ lichen Majestät, von welchem mir 280 meines Lebens und auch wieder in der vergangenen Nacht so viele Wohltaten zugeflossen sind. Mitten in der Finsternis hast du mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen heiligen Namen; du hast Großes an mir getan, des bin ich fröhlich. Sei, o liebreicher Gott, auch heute mein Beistand, leite mich nach deinem Rat und nimm mich endlich mit Ehren an. Gib mir heute und allezeit ein, was ich reden„ daß ich nichts Übels rede; lehre mich, was ich tun soll, daß ich nichts Böses tue. Laß deines Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken 7 von dir ver⸗ irren wollen. Und da der heutige Tag ein Gedenktag des Leidens und Sterbens meines Herrn und Heilands ist, so stelle sein Kreuz vor meine Augen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle Lust meines Herzens zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an mich und segne mich; laß mich aber auch alles Irdische als ein vergängliches Gut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, sondern nach dem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, erhöre mich; wenn ich ausgehe, 5 begleite mich; wenn ich heimkehre, so weiche nicht von mir. Umgib mich und 20 Meinen mit deinem Schutze, daß wir den Abend fröhlich erleben. men. Lied Nr. 62: Wenn mich mein Sünden kränken. 17. Abendgebet am Freitag. Herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit. Ps. 31, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunderbare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn errettet hast. Also hast du die Welt geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wie sollen wir dich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? Laß dir wohlgefallen das Stammeln unseres Mundes und den kindlichen Dank unseres Herzens. O mache uns würdig, himmlischer Vater, der großen Verheißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen hast, und laß uns immer reichlicher zum Genusse deiner Gnade gelangen. Stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf Ai stärker ihn lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. men. Lied Nr. 387: Mein schönste Zier und Kleinod bist. Morgen⸗ und Abendgebete. 520 18. Morgengebet am Samstag. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ps. 90, 2. Du erhörst Gebet, du getreuer Gott; darum kommt alles Fleisch zu dir. Du machst fröhlich, was da lebt, beides des Morgens und des Abends. Auch in dieser Nacht hast du uns wieder geholfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß einer Woche erleben. O Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Darum danken wir dir für alle deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du den ard Ach, gib doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken und hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise und unser Tun und Lassen dich ehre. Heilige du uns zu O fern, die dir angehören, und die da lebendig, heilig, unsträflich und dir wohlgefällig sind. Mache uns zu neuen Menschen, auf daß wir in dir bleiben und einen Fels des Heils haben mögen, wenn auch eine Woche um die andere dahinflieht. Hilf uns zu einem gesegneten Schlusse dieser Woche; segne uns zu ernstlicher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben, und uns demütigen vor dir. O Herr, wirke du Hult in uns eine wahre Buße an Herz und Sinn. Mache uns den heutigen Tag zu einem stillen Vorsabbat unserer Seelen, damit wir morgen deinen heiligen Sabbattag im rechten Segen feiern mögen. Sei uns gnädig und erfülle an uns deine Verheißung: es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von euch weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Ja, offenbare an uns deine Treue, Vater, Sohn und heiliger Geist. Hilf, o Herr, und laß alles wohlgelingen. Erhebe dein Angesicht über uns und gib uns deinen zeitlichen und ewigen Frieden! Amen. Lied Nr. 375: Gott, du Licht. 19. Abendgebet am Samstag. Herr, lehre mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 5—8. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich! Ich lobe dich täglich und preise auch jetzt, am letzten Abend dieser Woche, deinen heiligen Namen. Denn wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? Du hast ů ö 521 Festgebete. in dieser Woche nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und hast mir Leben und Wohltat erzeigt. Du warst und bist meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Darum danke ich dir von Grund meines Herzens, und wenn du auch mich und die Meinen mit allerlei Leiden dieser Welt heimsuchst, so lobe ich doch deine Güte, die durch Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider dich, meinen Nächsten und mich selbst in dieser Woche be⸗ gangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz durch das Blut deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und wie du aus Gnaden mir meine Sünden erlässest, so neige auch mein Herz, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Ich weiß ja nicht, ob du nicht mit dem Ende dieser Woche und in dieser Nacht mich aus dem zeitlichen Leben abrufst. Darum laß mich weder in der Sünde des Zornes und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Jesu Christo, meinem Heiland, erfunden werden. Herr, du bist unsere Zuflucht für und für! Sei mit mir, mit den Meinen, mit allen Menschen, schütze und schirme sie und laß sie immerdar deine Wege gehen. Bereite uns zum ewigen Sabbat, da nicht Leid noch Geschrei noch Schmerz mehr ist, sondern Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten. Das tue, lieber Vater, um Jesu Christi, deines Sohnes, willen. Amen. Lied Nr. 402: Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit. III. Festgebete. 20. Auf Weihnachten. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Er⸗ löser. Ps. 19, 15. Ewiger und allmächtiger Gott, du hast also die Welt geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn sandtest, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir danken dir dafür von Grund unserer Herzen und loben deine große Barm⸗ herzigkeit, daß uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, dein Sohn Jesus Christus, und unser Fleisch und Blut angenommen, damit er durch sein Leben unser Leben heilige und durch seinen Tod dem Tode die Macht nehme und Leben und unvergängliches Wesen an das Licht bringe durch das Evangelium.— Wir bitten dich herzlich, verleihe uns die Gnade, daß wir dir unser Leben lang danken und von Tag zu Tag mehr erkennen, wie uns dein Sohn gemacht ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und Erlösung, daß wir alles Festgebete. 522 für Schaden achten gegen die überschwengliche Erkenntnis Jesu Christi. Gib, daß wir an ihn, unseren Heiland, aufrichtig glauben, uns ihm gänzlich ergeben, ihm willig dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, und durch ihn deine Kinder und Miterben sein mögen deiner ewigen Herrlichkeit. Ehre sei dir in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. Lied Nr. 38: Ich steh an deiner Krippe hier. 21. Zum Jahreswechsel. Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde ge⸗ gründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden ver⸗ gehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest wie du bist und deine Jahre nehmen kein Ende. Ps. 102, 25—28. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Erden zu Ende gebracht ö und fangen in deinem Namen ein neues an. Ach, Herr und Gott, wie groß ist deine Gnade, die du uns seither erzeigt hast, da wir doch durch unsere Sünden so viel Strafen verdient hätten. Wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Treue.— Wir bitten dich aber auch durch deinen Sohn, unseren Heiland, gehe nicht mit uns ins Gericht und vergilt uns nicht nach aut de Missetat, sondern vergib uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte ö Unreinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu segnen. Gib uns rechten Mut, rechten Glauben und rechte Werke. Nimm von uns alles Herzeleid, und halte ö deine Gnadenhand väterlich über uns.— Getreuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort, herlige alle Lehrer und Prediger; erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute Tat. Segne Väter und Mütter, regiere Kinder und Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Blutvergießen, vor Feuers⸗ und Wassersnot, vor Teuerung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut; gib Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibe Gesundheit. Segne unsere Nahrung und fördere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die Frommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Elenden, errette die Bedrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden, 523 Festgebete. durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unseren Heiland und Erlöser. Amen. Lied Nr. 48: Nun laßt uns gehn und treten. 22. Auf Karfreitag. Der Gerechte muß viel leiden, aber der Herr hilft ihm aus dem allen. Ps. 34, 20. Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer Demut preisen wir deine Gnade, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verschont, Isü ihn für uns alle dahin⸗ gegeben hast zum Opfer und Lösegeld für unsere Sünden.— Herr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht mit unseren Sünden, und um unserer Missetat willen bist du verwundet. O laß es uns nie vergessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir Friede hätten für unsere Seelen. Treuer Heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Versetze uns in die Gemeinschaft deines Lebens, daß von heute an unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und be⸗ graben werde in den Tod, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere Herzen durch die Liebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nachtragen im Glauben und in Geduld. Herr Jesu, wie du Waten deinen Geist befohlen hast in die Hände deines himmlischen Vaters, so befehlen auch wir in festem Vertrauen auf die Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in deine allmächtige Hand.— Laß, Herr, das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedensbotschaft werden bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit rühmen. Denn du, Herr, hast uns erkauft mit deinem Mute; du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 63: O Haupt voll Blut und Wunden. 23. Auf Ostern. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Ps. 150, 6. Wir loben und preisen dich, allbarmherziger Gott, und danken dir von Herzen, daß du deinen Sohn, Jesum Christum, den großen Hirten der Schafe, ausgeführt hast von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, welche er hatte, ehe denn die Welt war. Und Festgebete. 52⁴ dir, du großer Siegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Auferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß wir gewiß werden, du seiest um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir die Frucht und Kraft deiner herrlichen Auferstehung recht an unseren Seelen fühlen und den beständigen Trost empfinden, daß weder Tod noch Hölle uns schrecken können. Erwecde uns durch deinen Geist zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu besiegen und die Werke des Geistes zu vollbringen. Erhalte uns und unseren Nachkommen die Predigt von deiner Auf⸗ erstehung. Sei mit allen, die für dein Reich arbeiten, damit das Reich dieser Welt seine Macht verliere auf Erden. Kehre ein mit dem Segen deiner Auferstehung in alle Häuser und gib, daß in unserem Lande Ehre wohne, Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Komme zu Hilfe deiner be⸗ drängten Kirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer Kraft; gib ihr Sieg gegen ihre Feinde. Tröste mit deiner Oster⸗ botschaft alle betrübten Herzen und errette alle, die in Not und Ge⸗ fahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehung einen seligen Heimgang zu deinem und unserem Vater und gib, daß wir an jenem Tage fröhlich von den Toten auferstehen und mit dir in himmlischer Freude und Herrlichkeit ewig leben mögen. Amen. Lied Nr. 86: Überwinder, nimm die Palmen. 24. Auf Himmelfahrt. Du bist in die Höhe gefahren und hast das Gefängnis gefangen; du hast Gaben empfangen für die Menschen, auch die Abtrünnigen. Gelobet sei der Bir täglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Ps. 68, 19—21. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, ich sage dir von Herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unseren Herrn, welcher auf⸗ erstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzet zu deiner Rechten und vertritt uns. Ich bitte dich, du wollest auch mich er⸗ wecken aus dem Grabe aller Sünden und zu dir hinaufziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlangen habe nach den himmlischen Gütern. Laß meinen Leib auf Erden leben und seines Berufs warten, mein Herz aber, Gedanken und Sinne laß bei dir im Himmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünden und allem Übel, erhalte mich in deiner wahren Erkenntnis, solange ich noch hier auf Erden zu leben habe, bis ich einst ganz zu dir komme, dich von Angesicht zu An⸗ gesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit. Amen. Lied Nr. 96: Auf Christi Himmelfahrt allein. 52⁵ Festgebete. 25. Auf Pfingsten. S in Iui in reines Herg und gib mir einen neuen, end Her u uich aht von deinem Angesicht und nimm gewissen Geist. Verwirf ů 1 ů nu deinen heilie'» Getn nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Seefe, Utd der freudige Geist enthalte mich. Ps. 51, 12—14. O Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest besucht und begabt hast: ach, gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, verschmachteten Herzen aus; erquicke doch dein Erbteil und labe die Elenden. Komm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen so viel⸗ fältigen Gaben, daß wir die großen Taten Gottes, welche durch Jesum Christum geschehen, wahrhaftig erkennen und preisen und mit neuen Zungen dein Wort reden, rühmen und ausbreiten. Komme in deiner Fülle in die Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe, brenne aus alle innerliche Bosheit, samt allen anderen fleischlichen Lüsten und Begierden. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. O du Geist des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanft⸗ mut und Demut, in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. O du Geist der Geduld, gib uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Beständigkeit. O du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen Händen zu Gott erheben und ihn in allen Nöten anrufen. Und da wir nicht wissen, was wir bitten sollen, noch wie es sich gebührt, so vertritt du uns mit unaus⸗ sprechlichem Seufzen. Sei unser Schutz in der Not, unsere Hilfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Komm, du starker Gott, und stärke die Schwachen, lehre die Elenden deinen Weg, hilf den Gefallenen auf, bringe die Irrenden zurecht und erhalte sie bei deiner treuen Hand. Komm, o du ewiges Licht, sei unser Licht im Finstern, unser 50 im Leben, unser Trost im Sterben und führe uns auf ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne mit allen Engeln und Aus⸗ erwählten dort in deinem Reiche am rechten Pfingsttag rühmen und preisen immer und ewiglich. Amen. Lied Nr. 110: O heilger Geist, kehr bei uns ein. 26. Am Bußtage. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So du willst, Derg Sünde zurechnen: Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. 130, 1—3. Christi, unseres Herrn und eilandes, willen. Amen. Lied Nr. 230: Gott, der du unsre Zuflucht bist. IV. Gebete in besonderen Lebenslagen und Verhältnissen. 27. Am Beichttage(Vorbereitung zum heiligen Abendmahh). a) Anleitung zur Selbstprüfung. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 139, 23. 24. Prüfe und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich gesinnt bist,— so wenig frei von Leidenschaften,— so voll von Regungen der bösen Lust,— so unbewacht in Rücksicht auf das, was den Sinnen schmeichelt,— so ergeben vielen eitlen Träumereien,— so sehr geneigt zum Außeren, so nachlässig in Rück⸗ sicht auf das Innere, so schnell aufgelegt zur Freude und Zerstreuung, Gebete in besonderen Lebenslagen. 526 Herr der Welten, Richter der Seelen, Vater in Christo! Heute Sünden, und ein Volk von vielen Tausenden dienstes und der kräftigen Helande deines geliebten Sohnes, Jesu 527 Gebete in besonderen Lebenslagen. — so schwer zu bewegen zur Reue und Zerknirschung,— so bereit zur Gemächlichkeit und Untätigkeit,— so träge zur Verleugnung deiner selbst und zur Tugendübung,— so wenig bereit, das Geringe und Verachtete dir gefallen zu lassen,— so begierig zu haben, so karg im Geben, so hartnäckig im Behalten,— so unvorsichtig im Reden, so unenthaltsam im Schweigen,— so unordentlich im Betragen, so heftig im Handeln,— so unmäßig in Speise und Trank,— so taub gegen Gottes Wort,— so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit, — so munter zu unnützem Geschwätz, so schläfrig zu frommen Be⸗ trachtungen,— so nachlässig im Gebet, so lau im Gottesdienst, so kalt beim Abendmahl,— so bewen zerstreut, so selten ganz gesammelt, — so plötzlich zum Zorn bewegt, so leicht bereit, anderen wehe zu tun, so streng im Tadel, so vorschnell zum Verdammen, so wenig treu den Freunden, so unversöhnlich gegen die Feinde,— so fröhlich im Glück, so verzagt im Unglück,— so voll frommer Ent⸗ schlüsse und so arm an guten Werken.(Die Selbstprüfung kann auch nach den 10 Geboten geschehen.) Der Mensch prüfe sich selbst, und also esse er von diesem Brot und trinke von Aet Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber das Gericht. 1. Kor. 11, 28. 29. b) Sündenbekenntnis. Ich bekenne dir meine Sünde und verhehle dir meine Missetat nicht. Ich sprach ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen; da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. Ps. 32, 5. O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missetat und Sünde, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl ver⸗ dient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Darum bitte ich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu Christi, meines Heilands, willen, du wollest mir meine Sünden verzeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich durch sein Eingeben mein Leben bessere und von Herzen fromm werde. Ach, Gott, sei mir Sünder gnädig! Amen. c) Gebet um Vergebung der Sünden. Die Angst meines Herzens ist groß, führe mich aus meinen Nöten. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Sünden. Ps. 25, 17. 18. Mein Gott und Herr! Meine Seele ist betrübt, mein Herz voll Angst und mein Gewissen voll Traurigkeit um meiner Sünden willen. Sie gehen über mein Haupt und sind mir wie eine schwere Last. Du aber bist voll Gnade. Darum komme ich zu dir und flehe: gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine Barmherzigkeit, die von Gebete in besonderen Lebenslagen. 528 der Welt her gewesen ist. Vergib mir um deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen und die Sünder selig zu machen. Henk bin ich als verlorenes Kind; nimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. Hilf mir meine Sünden herzlich bereuen und deine Verzeihung mit gläubigem Herzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heiligen Geist, daß ich hinfort ein christ⸗ liches und gottseliges Leben führe und dir allezeit diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie es dir wohlgefällig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mohles deines lieben Sohnes gereichen zur Kräftigung meines schwachen Glaubens, zur Besserung meines sündlichen Lebens und zum Pfand meiner ewigen Seligkeit. Und sollte ich wieder straucheln und fallen, dann, Herr, richte mich auf um deines heiligen Namens willen. Hilf, daß mein Leben eine stete Buße 9 0 daß ich mich allezeit nach deinem Wort und Willen richte, bis ich endlich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und keine Sünde mehr begangen wird, wo man dich anschaut und dir dient in voll⸗ kommener Liebe und Freude von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 224: Meine Seele, voller Fehle. 28. Am Abendmahlstag. a) Vor dem Abendmahl. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue. und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Ps. 23, 1—3. Herr Jesus Christus, mein getreuer Hirte und Bischof meiner Seele, du hast gesagt: ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Wnbe ich komme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himmlischen Mahles machen. Bewahre mich vor dem einen, daß ich unwürdig von dem heiligen Brote esse und von dem heiligen Kelche trinke, und damit mir selbst esse und trinke das Gericht. Gib rechte Reue über meine Sünden in mein Herz und festen Glauben an dein heiliges Verdienst zum Trost in meine Seele. Gib mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen Feinden vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitterkeit und Feindseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Nächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, ich komme zu dir mit Sünden beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Unreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selin. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine kranke Seele, heile sie; ein Herz, das Mangel aufer ö in me meine Leben Gott, deinet Nam arme 528 illen, ig zu aden nden eifen. hrist⸗ igkeit enuß gung bens ieder ligen ich h in ünde voll⸗ 529 Gebete in besonderen Lebenslagen. hat an ng Gottseligkeit, Heite d und Gerechtigkeit, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Liebe, deiner Demut und Sanftmut, deiner Geduld und deinem Frieden. Du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Nur in dir habe ich volle Genüge, darum bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, wie du gesagt hast: wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Amen. ö Lied Nr. 202: Ich komme, Herr, und suche dich. b) Vor dem Hintritt zum Tische des Herrn. O Gott, sei mir armem Sünder gnädig; gib deinen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Gewissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. c) Nach dem Abendmahl. Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, 12. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und danke dir für deine unaussprechliche Güte, daß du mich armen, unwürdigen Sünder mit dem Leibe und Blute deines Sohnes Jesu Christi gespeist und getränkt hast. Ach, Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir tust. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß an mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Geduld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, 110 daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnade gefaßt habe, durch deine Kraft nun auch ins Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des Fleisches überwinden möge. Erhalte deine Kirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt aus zu deinem himmlischen Reiche, das du auf⸗ gerichtet hast durch—6— Christum, welchem sei samt dir und dem heiligen Geiste Dank, Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 207: O Jesu, meine Wonne. d) Gebet eines Kranken vor dem Abendmahl. Ich will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen. Ps. 55, 17. Mein Herr und Heiland, der du das Seufzen der Elenden hörst und ein geängstetes und zerschlagenes Herz nicht verachtest, blicke auf mich in meiner Trübsal und Anfechtung in Gnaden herab und er⸗ A 34 Gebete in besonderen Lebenslagen. 530 quicke meine Seele, die nach deiner Erbarmung dürstet, mit himm⸗ lischem Troste. Nahe dich zu mir in deinem heiligen Mahle und stärke mich durch den Genuß deines Leibes und Blutes. Gib mir Kraft, daß auch Krankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Lehre du selbst mich deinen Tod auf rechte Art verkündigen und an dein Leiden und Sterben, deine Marter und Pein und alles gedenken, was du für mich getan und gelitten hast. Ich weiß, daß ich in deinem Mahle dich selbst empfange zur Versöhnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht soll verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Erhalte mich bei diesem beseligenden Glauben und stärke ihn durch deine Kraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast du bestimmt, daß ich abscheiden soll von dieser Erde, so scheide nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Kampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ists aber dein gnädiger Rat⸗ schluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser argen Welt, dann reinige mir Herz und Sinn, daß ich nach deinem Wohlgefallen meine Wege gehe. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Leben und im Sterben. Amen. Lied Nr. 294: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. e) Gebet eines Kranken nach dem Abendmahl. Ich danke dir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Namen. Ps. 52, 11. O du gnädiger und getreuer Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du mich durch dieses heilige Mahl erquickt und ge⸗ stärkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest durch diese himmlische Speise und durch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich demütig unterwerfe und auch unter Kreuz und Trübsal deinen Namen preise. Gib, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christo. Amen. Lied Nr. 295: Laß mich dein sein und bleiben. 29. Gebete in Krankheit. a) Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Ps. 41, 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Krank⸗ heit heimzusuchen. Allmächtiger, der du gesagt hast:„Ich bin der Herr, dein Gott“, zu dir nehme ich meine Don ahle auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen Dingen bitte ich VDVYIr,e E MC„-„.....-.. k⸗ 531 Gebete in besonderen Lebenslagen. ich dich, daß du dich gnädig meiner Seele annehmen, mir um Christi willen meine Sünden vergeben und mir Hoffnung und Glaubens⸗ freudigkeit im Tode schenken wollest. Laß die Krankheit meines Leibes zur Gesundheit meiner Seele gereichen, daß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärke und meine Buße aufrichtig und ernsthaft mache. Sei mir freundlich, mein Gott, in diesem Leiden, und laß die Gebeine, die du zerschlagen hast, wieder Freude und Wonne fühlen; denn ich habe niemand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Not. O mein Vater, du hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen, erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir christliche Geduld und Gelassenheit; läutere meinen Glauben in der Hern der Trübsal und segne den Gebrauch der Arzneimittel zur Wiederherstellung meiner verlorenen Gesundheit. IU du Allmächtiger, bei dir ist kein Ding unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht bereit zum Sterben, noch nicht reif für die Ewig⸗ keit, o so verlängere noch meine Gnadenzeit, daß ich künftig als ein fruchtbarer Baum dir wohlgefällige Früchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich dir heiligen will, wenn du mich wieder aufkommen lässest. Sollte aber in deinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; Herr, dir sterbe ich; Herr, dein bin ich tot und lebendig. Amen. Lied Nr. 293: Auf dich hab ich gehoffet. b) Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Ps. 25, 17. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in. meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Erkenntnis er⸗ leuchten, daß ich in demselben aus der Finsternis dieser Welt und meiner schweren Krankheit zu dir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zur rechten Hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; errette mich aus der Hand des Feindes unserer Seelen, tröste und stärke mich, erhalte mich in deiner Erkenntnis und im festen, starken Vertrauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Ach, Herr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit gläubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich erlöset, du getreuer Gott. Und wenn ich aus Schwachheit und Größe 34³⁷ Gebete in besonderen Lebenslagen. 532 meiner Krankheit solches nicht mehr könnte mit dem Munde reden, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seufzen. Amen. Lied Nr. 439: Christus, der ist mein Leben. c) Morgengebet eines Kranken. Ich komme früh und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ps. 119, 147. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neil ist, sei gelobt und gepriesen, daß du mich armen Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen und deine über mich erneuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach, so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesum Christum das ewige Licht, mit seiner Gnade mir leuchten bis ans Ende, daß i selig einschlafen möge in seiner selig machenden Erkenntnis. Nun, Herr, dein Wille geschehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht verderbe. ein Gott und Vater, erbarme dich über mich! Mein treuer Heiland, Herr Jesu, erbarme dich meiner! O heiliger Geist, du Tröster in aller Not, erbarme dich über mich und gib mir deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. d) Abendgebet eines Kranken. Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Ps. 27, 1. Deinem Namen, mein treuer Gott und Heiland, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß du mir Rhen Tag hast überwinden helfen, und daß deine Kraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner Heimsuchung und seufze zu dir: ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfe! Siehe doch an meinen Jammer und mein Elend, vergib mir alle meine Sünden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfälligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele. Stärke mich im Glauben und in der Geduld also, daß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Gnade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um deines bitteren Ridens und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: Herr, es gescheh dein Wille. e) Gebet der Eltern bei Erkrankungen eines Kindes. Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du B. tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. s. 4, 2. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. Die Freude an unserem lieben Kinde * öö&—... xx 2—3——3— 533 Gebete in besonderen Lebenslagen. ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Augen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser Herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, allmächtiger Helfer, denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Gebiete du, dann wird die Krankheit weichen; laß es dein Wohl⸗ gefallen sein, so werden wir die heißersehnte Freude haben, unser Kind genesen zu sehen. Doch es ist dein Kind, du bist sein Vater, denn du hast es in der heiligen Taufe als dein Kind auf⸗ genommen. So hast du ein größeres Anrecht an es, als wir. Des⸗ halb, dein Wille geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Ge⸗ denkst du es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es auch bewahrst vor den Sünden dieser Welt und es frühe führest zu deinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o Herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber 955 2. uns auch Kraft und Weisheit, es für 11 und dein himmlisches Reich zu erziehen. Endlich, getreuer Gott, laß uns wieder vereinigt werden in dem Himmelreich unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, da, wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr unsere Freude stört, und wo wir in vollkommener Seligkeit dich ewig loben und preisen werden. Amen. Lied Nr. 333: Befiehl du deine Wege. f) Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken. Hilf uns Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für den Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit geschehen, so laß ihn ge⸗ nesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unter⸗ werfen uns mit Demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Helfer, hilf, denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. In deinem heiligen Worte hast du uns ja gesagt: rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: ist es möglich, so laß uns den bittern Kelch der Trennung nicht trinken, gib viel⸗ mehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Ratschluß seine Todes⸗ stunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der Höhe den Scheidenden und uns, die Zurück⸗ bleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hinüberblicken in die ewigen Gebete in besonderen Lebenslagen. 534 Wohnungen, wohin diejenigen, die vor uns sterben, vorangehen und wohin wir ihnen folgen werden. Laß ihn und uns alle feststehen im Glauben an unseren Erlöser und Heiland, der dem Tode die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott tut, das ist wohlgetan. g) Fürbitte der Angehörigen für einen Sterbenden. Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe? Ps. 89, 49. Heiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unseren Mit⸗ erlösten, der mit dem Tode ringt. Erbarme dich seiner in seiner letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir empfehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem ÜUbel und nimm sie auf in deine Hände. Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Not. Du hast seine un⸗ sterbliche Seele erlöst zum ewigen Leben. Rufe den scheidenden Geist in die Heimat zu dir, auf daß er deine Herrlichkeit schaue. Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Kraft diesem Sterbenden, dessen Auge jetzt bricht. Stärke ihn in seinem letzten Kampfe; hilf ihm durchdringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Lied Nr. 453: Unser keiner lebt ihm selber. h) Kurze Sprüche, Sterbenden vorzusprechen. O Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Du hast mich erlöset und wirst mich auch jetzt erlösen, o Herr, du getreuer Gott. Amen. Ach Herr, erlöse mich von allem Übel und hilf mir zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Herr Jesu, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu Hilfe in meiner Todesnot und vor deinem Gerichte. Amen. Herr, ich warte auf dein Heil! Führe mich nach deinem Worte ins rechte Vaterland. Herr Jesu, dir leb ich, Herr Jesu, dir sterb ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst; Herr, dein Wille geschehe. Amen. * st 535 Gebete in besonderen Lebenslagen. 30. Gebet nach dem Verscheiden eines Kranlen. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. 39, 8. Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserem Dahin⸗ geschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gib ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nach⸗ schauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Helfer und Beistand und laß uns deine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und Heiland, geleite die Seele unseres Ent⸗ schlafenen, die du selber durch dein Blut erkauft hast, in die Herrlich⸗ keit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. Lied Nr. 242: Ich weiß, an wen ich glaube. 31. Dankgebet nach erlangter Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst; der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Ps. 103, 1—4. Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhöret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Herzeleid in Herzens⸗ freude verwandelt. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewig⸗ keit. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe. Stricke des Todes umfingen mich, und ich dachte: nun bin ich gar dahin. Aber du hast mein Flehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen hast! Ich will sie verkündigen, so lange ich lebe. Gelobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Getreuer Vater, wende nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sondern vollführe das gute Werk, das du in mir angefangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott; sei nicht fern von mir; eile, mir immerdar beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß ich alle⸗ zeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 137: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. 537 Verzeichnis der Lieder. Verzeichnis der Fieder. Abend wird es wieder. Abermals ein Jahr verfl.. Ach bleib bei uns, Herr. Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott, ich muß in Tr. Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, vom Himmel sieh Ach, mein Herr Jesu.. Ach, mein Jesu, sieh, ich. Ach sei mit deiner Gnade Ach, was bin ich, mein. Ach, was ist doch unsre Dit Ach, wie heilig ist der Ort Ach, wundergroß. Siegesheld Allein Gott in der Höh sei Allein zu dir, Herr Jesu. Alle Jahre wieder kommt. Alle Menschen müssen sterben Aller Gläubgen Sammelpl. Alles ist an Gottes Segen Allgenugsam Wesen. Als Jesus von s. Mutter Amen, deines Grabes. Am Kreuz erblaßt. An dem Zorntag, an. An dir allein, an dir. Auf, auf, mein Herz, mit Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf Christi Himmelfahrt. Auf den Nebel folgt d. S. Auf dich hab ich gehoffet. Auf diesen Tag bedenken wir Auferstanden, auferstanden Auferstehn, ja auferstehn. Auf Gott und nicht aufe. Auf, ihr Streiter, durchgedr. Auf, Jesu Jünger, freuet. Auf meinen lieben Gott. Auf, Seele, auf, und. Aus dem Himmel fernen. Aus Gnaden soll ich.. Aus irdischem Getümmel Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu Barmherziger, laß deiner Bedenke, Mensch, das Ende Bedenk ich deine große Treue Befiehl du deine Wege. Bei dir, Jesu, will ich bleiben Beschwertes Herz, leg ab die Betrübtes Herze, sei zufrieden Bis hierher und nicht weiter Bleibe bei uns, o Herr Jesu Bleibt bei dem, der euretw. Brich an, du schönes Morg. Bringt her dem Herren. Christe, du Lamm Gottes Chrnten erwarten in allerlei Christen sind ein göttl. Volk Christ fuhr gen Himmel. Christ ist erstanden von der Verzeichnis der Lieder. Christ lag in Todesbanden Christus, der ist mein Leben Danket, danket Gott mit. Dank und Anbetung bringen Das alte Jahr vergangen ist Das Leben welkt wie Gras Das walte Gott, der helfen Dein König kommt in.. Dein Wort, o Herr, bringt Dein Wort, o Herr, ist Der am Kreuz ist meine. Der beste Freund ist i. d. Der du, Herr Jesu, Ruh. Der du in Todesnächten. Der du noch in der letzten Der du uns als Vater Der du zum Heil erschienen Der Heiland kommt Der heilge Christ ist kommen Der Herr bricht ein um. Der Herr fährt auf gen H. Der Herr ist meine Zuversicht Der Himmel hängt voll. Der Maie, der Maie bringt Der Mensch hat nichts so Der Mond ist aufgegangen Der Tag d. ist so freudenreich Der Tag ist hin, mein Jesu Der Tag mit seinen Lichte Des Jahres schöner Schmuck Dich, Jesum, laß ich ewig Die auf der Erde wallen. Die beste Zeit im Jahr ist Die Christen gehn von Ort Die Feinde deines Kreuzes Die Gnade unsers Herrn. Die güldneSonne, vollFreud Die Herrlichkeit der Erden Die hier vor deinem Antlitz Die Himmel rühmen des. Die Nacht ist kommen, drin Die Nacht nunmehr verg. Nr. 77 439 Die Sach ist dein, Herr Jesu Die Seele ruht in Jesu. Dies ist der Tag, den Gott Dies ist die Nacht, da mir Die Tage sind so dunkel. Die Woche geht zu Ende. Dir dank ich für mein Leben Dir, dir, Jehovah will ich Die wir uns allhier beis. Du bist zwar mein und. Du gehest in den Garten. Du lieber, heilger, frommer Durch Trauern und durch Du sollst glauben, o du. Du sollst in allen Sachen Du Vater deiner Menschenk. Ehre sei Gott in der Höhe Eine Herde und ein Hirt Einen guten Kampf hab ich Einer ists, an dem wir Eines wünsch ich mir vor Ein feste Burg ist unser Gott Eingesargt zum letzten Schl. (Ein Kindelein so löbelich) Ein Lämmlein gehtund trägt Ein reines Herz, Herr Eins ist not, ach Herr Ein Wetter steiget auf. Ein Wohlstand ohnegleichen Empor zu Gott, mein Lobges. Erfüllt sind Stund u. Zeiten Erhalt uns deine Lehre Erhalt uns, Herr, bei deinem Erhebt den Herrn, ihr From. Erhöhter Siegesfürst u. Held Erinnre dich, mein Geist. Ermuntert euch, ihr From. Erstanden ist d. heilge Christ Es glänzet der Christen Es ist ein Ros entsprungen Es ist ein Schnitter, der. Es ist noch eine Ruh. 539 Es ist vollbracht! Er ist. Es kennt der Herr die Seinen Es kommt ein Schiff geladen Es saß ein frommes Häuflein Es wolle Gott uns gnädig Ewge Liebe, mein Gemüte Fahre fort, fahre fort. Fortgekämpft u. fortgerung. Freu dich sehr, o meine Seele Friede, ach Friede, ach Fröhlich soll mein Herze spr. Früh am Morgen Jesus. Frühmorgens, da die Sonn Für dich sei ganz mein Herz Geduld ist euch von nöten Geh aus, mein Herz u. suche Geht hin, ihr gläub. Ged. Geht nun hin und grabt. Geht zum Schlummer. Geist vom Vater u. v. Sohne Geist vom Vater u. v. Sohn Gelobet sei der Herr.. Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Gen Himmel aufgefahren ist Gesegn uns, Herr, die Gaben Gib dich zufrieden u. sei stille Gott, deine Güte reicht so weit Gott, der du Herzenskenner Gott, der du unsre Zuflucht Gott der Gnaden, schwer. Gott des Himmels u. d. Erden Gott, du Licht, das ewig. Gottes Stadt steht festgegr. Gott, gib einen mild. Regen Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtig Gott ist mein Gott, er sorgt Gott ist mein Hort.. Gott ist mein Lied.. Gott lebet noch! Seele Nr. 68 265⁵ 502 117 167 233 Verzeichnis der Lieder. Gott lebt, wie kann ich Gottlob, ein Schritt Gottlob, nun ist erschollen Gott ruft der Sonn u. schafft Gott sei Dank durch Gott Vater, aller Dinge. Gott, vor dessen Angesichte Gott wills machen, daß Größter Morgen, der die. Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir loben dich Großer König unsrer Erden Großerittler, der z. Rechten Großer Schöpfer, Herr. Guter Geber, Dank sei dir Hab acht auf mich Seite abe deine Lust am Nr. Dalen jauchzt, ihr.. Halleluja! Lob, Preis u. Ehr Halleluja! wie lieblich stehn Halt im Gedächtnis Jesum Harre, meine Seele Heiland, deine Menschenliebe Heilger Jesu, Heilgungsqu. Herbei, o ihr Gläubigen. Herr, auf Erden muß ich. Herr Christe, wahrer Mensch 520 deine Kirche danket dir Herr, dein Wort, die edle Herr, der du mir das Leben Herr, du hast für alle Sünder Herr, du wollst uns vollber. Herr, ein ganzer Leidenstag Herr, es gescheh dein Wille Herr, es ist ein Tag ersch. Herr, es ist von meinem. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir Herr Gott, dich loben wir Herr, höre, Herr, erhöre err im Himmel, Gott err Jesu Christ, dich zu err Jesu, Licht der Heiden err, mein Licht, mein Herr, nun selbst den Wagen Herr, stärke mich, dein err, vor deinem Angesicht err, wie du willst, so Herr, wir kommen zu n wir singen deiner Jesu Christ, du höchstes erz, laß dein Sorgen sein erzlich lieb hab ich dich erzlich tut mich erfreuen erzlich tut mich verlangen erzliebster Jesu, was erz, mein Herz, nicht erzog unsrer Seligkeiten erz und Herz vereint eute mir und morgen dir ier legt mein Sinn sich ier stehen wir von nah und ilf, Herr Jesu, laß gelingen immelan geht unsre Bahn inunter i. d. Sonnen Schein irte deiner Schafe, der öchster, denk ich an die Güte öchster Gott, wir danken öchster Helfer, sei nicht ferne öchster Tröster, komm ör ich euch wieder ört das Wort voll Ernst osianna! Davids Sohn üter, wird die Nacht. Jauchzet, ihr Himmel Ich armer Mensch, i Och bete an d. Machtd. Liebe) Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Ich bin in dir und du in mir J5 erhebe mein Gemüte eh zu deinem Grabe 3 9305 nun den Grund ab in guten Stunden hab mein Sach Gott hab mich Gott ergeben 05 von ferne Herr. omme, Friedensfürst. komme, Herr, und suche laß dich nicht, du Hilf ruf zu dir, Herr Jesu ruhe nun in Gottes. sag es jedem, daß er singe dir mit Herz soll zum Leben dringen ch steh an deiner Krippe Ich sterbe täglich und mein Ich trau auf Gott, in aller Ich und mein Haus, wir Ich weiß, an wen ich glaube Ich weiß an wen ich glaube u. Ich weiß, daß mein Erlöser Ich weiß von keinem andern Ich will dich lieben, meine Ich will streben.. Ich zieh in ferne Lande Je größer Kreuz, je näher Jehovah, Herr und König Jerusalem, du hochgeb. Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du bist alleine. Jesu, Freund der Menschen Jesu, geh voran. Jesu, großer Wunderstern Jesu, hilf siegen, du Fürste komm, sei eingebeten Jesu, meine Freude meiner Seele Leben Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht. Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus ist mein Leben. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Je sus nimmt die Sünder an Jesus schwebt mir in Ged. Jesus soll die Losung sein e SS· S· S SSσ e S* ü— 541 Ihr Kinderlein kommet, o Im Himmel, im Himmel. Immer muß ich wieder lesen In allen meinen Taten In Bethlehem ein Kindelein In Christo will ich sterben In dir ist Freude in allem In Gottes Namen fang ich an In tiefen Aengsten schreien In unsers Königs Namen Ist Gott für mich, so. Kehre wieder, kehre wieder König, dem kein König gl. Kommet ihr Hirten Komm, heiliger Geist, erfüll Komm, heiliger Geist, Herre Komm, heiliger Geist, o Sch. Komm, mein Herz, aus Jesu Komm, o Herr, komm bald Komm, o komm, du Geist Kommst du, kommst du, Licht Kommt, Brüder, laßt uns Kommt her, ihr seid geladen Kommt u. laßt uns Christum Lamm, das gelitten, und. Lasset uns den Herren pr. Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mich dein sein u. bleiben Laßt mich gehng. Lebst du in mir, o wahres Licht, das in die Welt gek. Licht vom Licht, erleuchte. Liebe, die du mich zum Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier Lobe den Herren, den mächt. Lobe den Herren, o meine Lob Gott getrost mit Singen Lobt Gott, ihr Christen. Löwen, laßt euch wieder. Nr. 508 5⁵50 551 Verzeichnis der Lieder. Mache dich, mein Geist. Machs mit mir, Gott nach Macht hoch die Tür Man lobt dich in der Stille Mein erst Gefühl sei Preis Meine Lebenszeit verstreicht Meinen Frieden geb ich euch Meinen Jesum laß ich nicht Meine Seele senket sich. Meine Seele, voller Fehle Meine Sorgen, Angst u. Pl. Mein Geist, o Gott, wird Mein Glaub ist meines Leb. Mein Gott, das Herz Mein Gott, ich weiß wohl Mein Gott, nun ist es Mein Heiland nimmt die Mein Jesu, der du vor Mein Leben ist ein Pilgrimst. Mein schönste Zier und Mir ist Erbarmung widerf. Mir nach, spricht Christus Mit Ernst, o Menschenkind Mitten wir im Leben. Morgenglanz der Ewigkeit Müde bin ich, geh zur Ruh Nach einer Prüfung kurzer (Nach dem Sturme fahren) Näher, mein Gott, zu dir Nimm hin den Dank.. Nun bitten wir den h. Geist Nun bringen wir den Leib Nun danket alle Go)tt Nun danket all u. bringet Ehr Nun freut euch, lieb. Christen Nun geh uns auf, du Morg. Nun gottlob, es ist.. Nun jauchzet all, ihr From. Nun kommt das neue. Nun laßt uns gehn u. treten Nun lob, mein Seel den H. Nun preiset alle Gottes B. Verzeichnis der Lieder. Nun ruhen alle Wälder. Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet, m. Nun singet und seid froh. Nun so will ich denn. O allerhöchster Menschenh. O Christ, wenn Arme.. O daß doch bald dein Feuer O daß ich tausend Zungen O du allersüßte Freude O du fröhliche, o du selige O du Liebe meiner Liebe. O Durchbrecher aller Band. esu, Herr der Herrlichk. esu, meine Sonne. esu, meine Wonne esu, süßes Licht önig, dessen Majestät amm Gottes, unschuldig O Liebesglut, wie soll O mein Herz, gib dich O selig Haus, wo man Ostern, Ostern, Frühlingsw. O Traurigkeit, o Herzeleid O Ursprung des Lebens O Vater der Barmherzigkeit O Welt, sie hier dein Leben — S DeeOe- Nr. 389 393 398 512 28⁵5 370 289 O wie freun wir uns. O wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr doch Prediger der süßen Lehre Rede, liebster Jesu, rede Rüstet euch, ihr Christenleute Ruhe hier, mein Geist.. Ruhet wohl, ihr Totenbeine Sag, was hilft alle Welt Schaffe in mir, Gott.. Schaffet, schaffet, Menschenk. Schmücke dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Schöner Himmelssaal. Schönster Herr Jesu.. Schon ist der Tag von Gott Schwing dich auf zu deinem Seele, du mußt munter w. Seelenbräutigam, Jesu Seele, sei zufrieden. Seele, was ermüdst dun. Seid barmherzig, Menschen Sei getreu bis an das Ende Sei Lob und Ehr dem. Selig sind des Himmels. Siegesfürst und Ehrenkönig Sieh, dein König kommt. Sieh, hier bin ich.. So geh nun hin, dem Grabe So hab ich obgesieget.. Soll ich denn mich täglich Sollt es gleich bisweilen Sollt ich meinem Gott nicht So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Kind. So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht Speis, o Gott, uns, deine Steht auf, ihr l. Kinderlein Stille Nacht, heilige Nacht Such, wer da will, ein 543 Deures Wort aus Gottes Tochter Zion, freue dich. Tut mir auf die schöne. Treuer Wächter Israel Triumph, Triumph. Ueberwinder, nimm die. Unser keiner lebt ihm selber Unsern Ausgang segne Gott Unser Vater, der uns liebt Unser Wandel istim Himmel Unsre müden Augenlider Unter Lilien jener Freuden Unumschränkte Liebe Valet will ich dir geben. Vater deines Geistes Wehen Vater, dir sei Preis gesungen Vater, hier im Erdenschoße Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädigl. Verzage nicht, du Häuflein Volk des Herrn, bring dein Volk des Herrn, du hast Vollbracht ist nun die heilge Voller Wunder, voller. Vom Geräusch der Welte. Vom Himmel hoch, dan. Von des Himmels Thron Von dir, du Gott der Einigk. Von Gott will ich nicht Wach auf, du Geist der Wach auf, mein Herz, die Wach auf, mein Herz, und Wachet auf, ruft uns die Walte, walte nah und fern Wann kommt der Herr Warum betrübst du dich. Warum sollt ich mich denn Warum willst du draußen Was freut mich noch, wenn Was Gott tut, das ist wohlg. Nr. 178 503 34⁴4 Verzeichnis der Lieder. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken. Was hinket ihr betrognen Was mein Gott will. Was wär ich ohne dich Weicht, ihr Berge, fallt Weil ich Jesu Schäflein bin Weißt du wieviel Sternlein Wenn alle untreu werden Wenn auch wie ein Psalter Wenn Christus seine Kirche Wenn der Herr einst die Wenn ich einst von jenem Wenn ich ihn nur habe. Wenn ich, o Schöpfer deine Wenn kleine Himmelserben Wenn mich mein Sünden. Wenn mein Stündlein Wenn wir in höchsten Nöten Werde Licht, du Stadt der Werde munter, mein Gemüte Wer ist ein Mann? Wer ist wohl wie du. Wer nur den lieben Gott Wer sind die vor Gottes. Wer weiß, wie nahe mir. Wie fleucht dahin der. Wie getrost und heiter Wie groß ist des Allmächt. Wie heilig ist die Stätte. Wie lönnt ich sein vergessen Wie lieblich ists hienieden Wie mit grimmgem Unverst. Wie schön ists doch, Herr Wie schön leuchtet der Morg. Wie sicher lebt der Mensch Wie soll ich dich empfangen Wie wohl ist mir, o Freund Willkommen, Held imStreite Wir danken Gott für seine Wir pflügen und wir streuen Wir singen dir, Immanuel Wir treten zum Beten vor Verzeichnis der Lieder. 5⁴⁴4 ö Nr. Nr. Wir werden bei dem Herrn 500 euch ein zu deinen Toren 111 ö Wo findet die Seele die. 571 euch hin, mein Kind.. 475 Wohlauf, mein Herz verlasß 57 Zeuch uns nach dir, so laufen 526 ö Wohlauf, wohlan zum letzten 466 Zieht in Frieden eure Pfade 572 Wohl einem 30 dih won 41² 31 gib dich nur zufrieden 1541 Womit soll ich dich wohl. 141 Zu Bethlehem geboren ist 514 Wunderanfang, herrlichs. 345 Zwei der Jünger gehn. 83 Wunderbarer König.. 136 Zweierlei bitt ich von dir 297 Die Nummern 514 B und 534 sind mit Genehmigung der Hinterbliebenen des Komponisten und der A. Deichertschen Verlagshaͤndlung(G. Böhme) in Leipzig entnommen aus Fr. Mergner,„50 geistliche Lieder für Chor und Einzel⸗ Eerlagst Nr. 570 mit Genehmigung des übersetzers und der Breitkopf& Härtelschen erlagshandlung in Leipzig aus J. Röntgen und K. Budde„XIV Altnieder⸗ ländische Volkslieder“. 9 SSSSE +— 2 —