Ws. e l, hiieeheren m Eh. mier, ge. rsrr ale, Gacsesa ÆUn MV V sour Deutsches evangelisches Gesangbuch für die Schutzgebiete und das Ausland Herausgegeben vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß (lE Berlin 1915 Ernst Siegfried Mittler und Sohn Königliche Hofbuchhandlung Kochstraße 6821 Alle Rechte aus dem Gesetze vom 19. Juni 1901 sind vorbehalten. Die Namen der Urheber dieses Gesangbuches sind zur Eintragung OnvBibl. SGiessen in die beim Stadtrat zu Leipzig geführte Eintragsrolle angemeldet. Das Kir Adve Weih Jahr Cpip Pass Oste Him Pfin Trir Die Kir Die Som Tauf 9 Das Das chr Buße Glar Heili Liebe Vertt Lob Haué Fam Natu Vate Tod, Ge Das Rn Moe Wei Jah Oste Him Inhalt Nr. Zahl der S Das Kirchenjahr Wider Seir Aodentt 1—9 9 Weihnachteen 10—2ʃ 12 10 Wahreswechsees 22. 26 5 22 Spidhania 7227 52 26 Rassin̊̊ 4. 55 22 34 Dsterrtrtt 56—67 12 55 Winmelsahrtt 68—74 0 67 Pfngsten 758384 10 74 Srimtanisz 33739359 88 4 86 Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche. 89—114 26 90 Sonntag und Gottes dienst 115—128 14 114 Taufe und Konfirmatin 129—132 4 123 Das heilige Abendmah!! 138—139 7 126 Das christliche Leben Buße 40147 8 133 Glaube und mechtfetigung 148158 11 140 Heiligung 124 36 15²2 Liede zu Jeünn 195—208 14 194 Vertrauen auf Gott. 889 24 33 209 Lob und Dank. 51 20 246 Hausstand und Beruf: ordenmn 78236827 12 268 Wia i 25 281 Abeud 276—289 14 281 Familie und Berunf 290-296 0 292 RNaturleden* 297 300 BPoterland 8288503 6 301 Tod, Gericht und ewiges Leben 304—342 39 306 Anhang Das Kirchenjahr Adven 343 1 346 Weihnachtn 844 352 9 347 Dahreswechole 353 1 354 OSste 354—356 3 35⁵ Himmelsahrttt 857 1 358 Inhalt Zahl der 8 Nr. Lieder Seite Die Kirche und die Gnadenmittel Kirche... 358—359 2 359 Das christliche Leben Heiligung(Gebet) 360 1 361 Liebe zu Jesu äPPPPP 6 362 Bertrauen auf Gott. 3 3 368 Lob und Dank. 2 370 Morgen DE 372 1 372— Abend 3 373— Familie und Berufflll v 376 1 375 0 Denturtede 3 376 Y Darterlmo 3 380 Tod, Gericht und ewiges Leben 383—387 5 382— komm Alphabetisches Verzeichnis der Meelsdien 3133328 Liederbichter 393954 Kö Lieder. er 0 Das Kirchenjahr 390 Advent 362 —5 Halle 1704 37 2 —** 2„——— 80 S— 6375 △ W2— Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es 380 .—.———— 5 382 ö.I..... + ö kommt der Herr der Herr-lich-keit, ein Kö-nig al ⸗ler 2 DJD‚‚.J——.J—... ͤä SSSIIA 38⁰ + ö 00 9 Kö-nig-reich, ein Hei⸗land al—ler Welt zugleich, der 304— ů FEE Heil und Leben mit sich bringt; der-hal⸗ben jauchzt, mit ů ö — 9————— Freu-den singt: Ge⸗lo-bet sei mein Gott, mein 7³———— SSPSSSSSSSSII.I Schöp⸗fer reich von Rat. 2 2 Er ist gerecht, ein Helfer wert, O wohl dem Land, o wohl derStadt, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, so diesen König bei sich hat! sein Königskron ist Heiligkeit, Wohl allen Herzen insgemein, sein Zepter ist Barmherzigkeit; da dieser König ziehet ein! all unsre Not zum End er bringt, Er ist die rechte Freudensonn, derhalben jauchzt, mit Freuden bringt mit sich lauter Freud und singt: Wonn. Gelobet sei mein Gott, Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat. mein Tröster früh und spat. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 1 Advent — 4 5 Macht hoch die Tür, die Tor macht Komm, o mein Heiland Jesu weit, Cuhrist, Eur Herz zum Tempel zubereit't; meins Herzens Tür dir offen ist; die Zweiglein der Gottseligkeit ach zeuch mit deiner Gnade ein, steckt auf mit Andacht, Lust und dein Freundlichkeit auch uns er⸗ Freud; ein. so kommt der König auch zu euch, Dein heilger Geist uns führ und leit ja Heil und Leben mit zugleich. den Weg zur ewgen Seligkeit. Gelobet sei mein Gott, Dem Namen dein, o Herr, voll Rat, voll Tat, voll Gnad. sei ewig Preis und Ehr. Georg Weissel, 1590—1635. 2 Mel.: Ach was soll ich Sünder machen Altdorf 1653. , ö TE— ö .— Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja du kommst und 0 E E ö ** 2 0— 0 ö—.— ö— ——— I::Ez/ 9————.— o du star ⸗ker Trost im Lei⸗den, Je⸗su, mei⸗nes EEE. + Her⸗zens Tür steht dir of ⸗fen, komm zu mir. 9 2 3 Ja du bist bereits zugegen, Adle mich durch deine Liebe, du Weltheiland, Jungfraunsohn; Jesu, nimm mein Flehen hin, meine Sinne spüren schon schaffe, daß mein Geist und Sinn deinen gnadenvollen Segen, sich in deinem Lieben übe; deines Geistes Wunderkraft, sonst zu lieben dich, mein Licht, welche Frucht und Leben schafft. steht in meinen Kräften nicht. Jesu, rege Iqu, öffne daß dich u innig preis⸗ die du mir lebenslang Horf 1653. — mmst und bricht; — mei⸗ nes — u nir. Liebe, jen hin, und Sinn übe, nein Liht, n nicht Advent 3 4 Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. — h Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich für und für Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. 3 Mel.: Aus meines Herzens Grunde(Nr. 2638) 5 — 4 e, d en d La,.— 5 5— D—— E ö e Nun jauchzet all, ihr From-men, zu die-ser Gnaden⸗ weil un⸗ser Heil ist kom-men, der Herr der Herrlich— 4— ö +— ——‚*——* +— .—.— PI PIE 2.. zeit, Pr · keit zwar oh ⸗ne stol ze Pracht, doch 4 ö 1— f 14—— IIIIII DE mäch⸗tig, zu ver⸗hee⸗ren und gänz⸗-lich zu zer⸗ 94 E +* ———* + 2 +— E— 2 22— V———.— +—— stö ren des Teu-fels Reich und Macht. 2 Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3 Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 1* 4 Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid: seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist euer höchstes Gut. Advent 5 Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ist's, der helfen kann: halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606 1673. 4 Mel.: Aus meines Herzens Grunde(Nr. 263) 1 Auf, auf, ihr Reichsgenossen, eur König kommt heran! Empfahet unverdrossen den großen Wundermann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. 2 Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3 Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4 Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 0 Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein' Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 6 So lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. Der König die, so er! mit köstlich als der sich durch seine J, König, wir alle w dich freudit Dein Zion und grüne nd ich wi ermunter Min 9 in stetem ind deinen so gut ez! Was hal au meinem als Leib n M ihrem Armen, 5 nen ich. acht, ren; ren, bten, acht; n, 9—.— ch Pein haden, naden chritten, x chön. N, 7 Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. Advent 5 8 Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist, 1607—1667. 2 Auch nach der Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) Johann Crüger, Berlin 1653. — E +— DDE Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir, o al-ler Welt Verlangen, o mei-ner See⸗len Zier? — + 2—. —. — 0 — 3ᷓF—5 0 —.— e⸗su, Je-su, set ⸗ze mir selbst die Fackel bei, da— + EIII Ii 2 21 2 2 2 729 mit, was dich er-göt-ze, mir kund und wissend sei. 2 Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3 Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4 Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, womit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6 Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. . Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. Mel.: Von Gott will Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein. Advent 8 Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9 Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick: er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10 Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, 1607—1676. 6 ich nicht lassen(Nr. 213) 2 Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht: die Täler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. Ein Herz, bei Gott: ein Herz, mit Angst ein Herz, ind folge das kann u dem k Uns der höchster ind was Weffült Zions Irobs der woh hat sich recken n d: Zuͤndern Heil, sindern il. Schreien ik? reuen in König, 0 richte, hm flucht, Lichte sucht. 0 Sonne, Wonne 6071570. Advent 3 Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. — 4 Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo, 1607—1662. 7 Mel.: Nun komm, der Heiden Heiland 15. Jahrhundert, Erfurt 1524. 2—— ——— ——— — EIISISSDSIS.SEIE..... — Gott sei Dankdurch al-le Welt, der sein Wort be— —— * ö„ ‚..—— —— I—— stän-dig hält und der Sün-der Trost und Rat zu uns her ge 2 Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3 Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 66— 3——— ꝗ—— Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. — Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von allem Sündenwust. 6 Und wie deine Ankunft war, voller Sanftmut ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit. 0 Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. Advent 8 Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller Angsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan; 9 Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mag entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, 1620—1659. 8 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) 1 Hosianna! Davids Sohn kommt in Zion eingezogen. Auf, bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen; streuet Palmen, machet Bahn, daß er Einzug halten kann. 2 Hosianna! Sei gegrüßt. Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, 1161 du sollst uns willkommen sein. 3 Hosianna! Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4 Hosianna! Lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast. Ach, so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 5 Hosianna! Steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6 Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja du kommst, Hallelujah! Benjamin Schmolck, 1672-1737. itzwei, U ssen, ssen in, ingen, ringen. an, Advent 9 9 Christian Gregor, Herrnhut 1784. — ‚IIII Dein Kö-nig kommt in nie-dern Hül-len, ihn 1. trägt der lastbarn Es-lin Füllen; empfang ihn froh, Je-ru-sa⸗ 4 SPS.I...I..I... 5 ö 4 lem! Trag ihm ent-ge⸗gen Friedens-pal-men, be— * streu den Pfad mit grünen Halmen. So ist's dem Herren an⸗ge⸗nehm. 2 O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Thronesperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3 Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden, dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaͤubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4 Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht; du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd—50 Tod. 8 O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6 O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rücert, 1788—1866. Weihnachten Weihnachten 10 Vorreformatorisch. Wittenberg 15²2⁴4. —— + Ge· lo-bet seist du, Jesu Christ, daß du Mensch ge— I.II bo-ren bist von ei-ner Jungfrau, das ist wahr, des ö I freu-et sich der En-gel Schar. Hal- 2 Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippe findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. 0 Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, ver alle Ding erhält allein. Hallelujah. 4 Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah. ö— x Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erben in seim Saal. Hallelujah. 6 Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Hallelujah. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. Erste Strophe vorreformatorisch(1370), die andern von Martin Luther, 1483-1546. Euch ist von eine ein Kind das soll Es ist!! der will er willee von aller Er biing die Gott daß ihr sollt lebe •o mer dieHrip a fnde as alle Des und mi zu sehn, mit sein tvon Art, e ward mmertal, im Saal. n arm, — reich n gleich. jetan, an. tenheit wigkeit. isch(170v 1— 3 Weihnachten 11 11 1539. 4—. 1 2 V.— ER—— EEEE Vom Himmel hoch da kommich her, ich bring euch gu⸗ te ———— ————..— neu⸗e Mär, der gu ⸗ten Märbringich so viel, da— 4 F F,, de.— x——. — SEEE von ich singn und 2 Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3 Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4 Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. So merket nun das Zeichen recht: die Krippen, Windelein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6 Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. sa- gen will. — 7 Sei mir willkommen, edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 8 Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 9 Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 10 Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein; darauf du König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmel⸗ reich. 11 Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 12 Weihnachten 12 Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 13 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn, des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. „Ein Kinderlied auf 7 Weihnacht Christi 1535.“ artin Luther, 1483—1546. 12 Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her(Nr. 11) 1539. Vom Himmel kam der En-gel Schar, erschien den Hir⸗ ten — 2 — *— +* + V +. V of-fen-bar; sie sag ten ihn'n: Ein Kindlein zart, das 4 AIDEEIEEEE —1 liegt dort in der 2 Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3 Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge Gut. Krip-pen hart, Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5 Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht. Es mögen viel euch fechten an, dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. — 6 Zuletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther, 1483-1546. 55%%„ 5 Er komm und wird egt do m einem r iuher wird nied und nimr der Schö öchsten ron, Sohn, Schar Jahr. 1535.“ 1546. 1539. Hir⸗len nd und Todꝰ NGott. ie Höͤl, Gesell. N nicht, ersicht. N an, en kann. 31⁵0 Weihnachten 13 13 Nikolaus Herman, 1554. 0 e e Lin, an e. d,,, ˙2ùD— 2— 2 ö— Lobt Gott, ihr Chri⸗sten, all ⸗ zu-⸗ gleich, in 0 22— sei⸗-nem höch-sten Thron, der heut schleußt auf sein 0— — 2— ——— Him-mel-reich und schenkt uns sei⸗nen Sohn, und 0— ö ö. 2 schenkt uns sei nen Sohn. 2 4 Er kommt aus seines Vaters Er wird ein Knecht und ich ein Schoß Herr; und wird ein Kindlein klein, das mag ein Wechsel sein! er liegt dort elend, nackt und bloß Wie könnt es doch sein freundlicher, in einem Krippelein. das Herzejesulein? 3 5 Er äußert sich all seiner Gwalt Heut schleußt er wieder auf die Tür wird niedrig und gering zum schönen Paradeis: und nimmt an sich eins Knechts der Cherub steht nicht mehr Gestalt, dafür, der Schöpfer aller Ding. Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman, 1561. Weihnachten 14 Andreas Hammerschmid, Freiberg 1646. —.— —, Freu-et euch, ihr Chri-sten al-le, freu⸗e sich, wer e—.—— —3 2 im⸗mer kann: Gott hat viel an uns ge⸗tan. Freu⸗et euch mit —— I. d,, n n.—. gro⸗ßem Schal-le, daß er uns so hoch ge⸗acht't, —.—— j— sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude ü⸗ber Freude: IPIIIIE..T Chri-stus weh-ret al-lem Lei⸗-de. Won⸗ne, Won⸗ne —— .... ü⸗ber Won⸗ne: Chri-stus ist die Gna--demn- son-ne. 2 3 Siehe, siehe, meine Seele, Jesu, wie soll ich dir danken? wie dein Heiland kommt zu dir, Ich bekenne, daß von dir brennt in Liebe für und für, meine Seligkeit herrühr: daß er in der Krippen Höhle so laß mich von dir nicht wanken; harte lieget dir zugut, nimm mich dir zu eigen hin, dich zu lösen durch sein Blut. so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. Christus ist die Gnadensonne. Jsu, nim ferner auch schenke, wa zu etguicke gib der gaf das verh sich mit wanken⸗ hin, Zinn eude: eide. zonne: sonne. Weihnachten 15 4 Jesu, nimm dich deiner Glieder Frieden und ein selges Jahr. ferner auch in Gnaden an; Freude, Freude über Freude: schenke, was man bitten kann, Christus wehret allem Leide. zu erquicken deine Brüder; Wonne, Wonne über Wonne: gib der ganzen Christenschar Christus ist die Gnadensonne. Christian Keimann, 1607—1662. 18 Auch nach der Mel: Warum sollt ich mich denn grämen(Nr. 222) Johann Crüger, Berlin 1656. — ——2 2——— Fröh-lich soll mein Her ze sprin gen die⸗-ser * I Zeit, da vor Freud al le En-gel sin-gen. Hört, —— r r hört, wie mit vol len Chö- ren al ⸗le —— ö ö [E— neterieer er en + — Luft lau ⸗te ruft: Chri⸗stus ist ge⸗bo-ren! 2 3 Heute geht aus seiner Kammer Sollt uns Gott nun können hassen, Gottes Held, der uns gibt, der die Welt was er liebt reißt aus allem Jammer. über alle Maßen? Gott wird Mensch dir, Mensch, Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Gottes Kind lzugute, seinen Sohn das verbindt aus dem Thron sich mit unserm Blute. seiner Macht und Ehren. 16 Weihnachten 4 Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht der jetzt kömmt, llieben, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5 Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahrn, o liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 6 Ei, so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. — 1 Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8 Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergift'ten Wunden. 9 Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10 Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 11 Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 1607-1676. Sünd und Zod und 2 wir, die u werfen all Sehet, wa Seinen S Dieser kar aus dem L Seine Set . Neb ud: uns, die 3u besuche Deutsch. t im Herzen, d elende, de. Gaben umfangen, ns Leben; bewahren 0 schweben n. 160%½-lblb Weihnachten 17 16 Vorreformatorisch 15. Jahrh. 0 — ö Kommt und laßt uns Chri-stum eh-ren, Herz und + d 2 ISSISSS — Sin ⸗ nen zu ihm keh⸗ren: sin-get fröh⸗lich, laßt euch IIII Ii 7 E hö⸗ren, wer ⸗tes 9 Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen: wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 5 Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4 Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. Volk der Chri ⸗sten-heit. 5 Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. 6 O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein! 70 Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt, 1607—1676. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 2 Weihnachten 17⁷ Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her(Nr. 11) ohne„Hallelujah“ oder Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 59) mit„Hallelujah“ Wir singen dir, Immanuel, du Lebensfürst und Gnadenquell, du Himmelsblum und Morgenstern, du Jungfraunsohn, Herr aller Herrn. (Hallelujah.) 2 Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. (Hallelujah.) 2 Von Anfang, da die Welt ge— macht, hat so manch Herz nach dir ge— wacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. (Hallelujah.) 4 „Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ (Hallelujah.) Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. (Hallelujah.) 6 Du bist der Ursprung aller Freud und duldest soviel Herzeleid, bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. (Hallelujah.) 70 Du bist der süße Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind, Herodes Heer hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. (Hallelujah.) 8 Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. (Hallelujah.) 9 Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. (Hallelujah.) 10 Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen er, daß sich der Sünder zu dir kehr. (Hallelujah.) 80 faß ich d du machs mid Du trägst de verkehrstin Fr Hallelufal Dis ist di des großen ö das Kind, de bnngt Licht und dieses E weicht hunde Luz dich erl Dersäume nit der Hlanz i straͤkt sich in er steibet w der Sünde 10 In diesem! as Licht d wenn Som er Freud leid, nd Lict, indst ihn nicht. enfreund, Menschen feind, ür Greul, ls lauter Heil. X Knecht, es lecht: so viel, will. Kraft ist klein, vider sein 0 was es fann, hmen an. Sünden voll, e ich solf deswegen Weihnachten 19 11 12 So faß ich dich nun ohne Scheu, Du bist mein Haupt, hinwiederum du machst mich alles Jammers frei. bin ich dein Glied und Eigentum Du trägst den Zorn, du würgst und will, soviel dein Geist mir den Tod, gibt, verkehrstin Freud all Angstund Not. stets dienen dir, wie dir's beliebt. (Hallelujah.)(Hallelujah.) 13 Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. (Hallelujah.) Paul Gerhardt, 1607—1676. 18 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Dies ist die Nacht, da mir er⸗ schienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt-und Himmelslicht weicht hunderttaͤusend Sonnen nicht. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3 In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 4 Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebes⸗ licht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. — 5 Drum Jesu, schöne Weihnachts— sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624- 1685. 2* Weihnachten 19 Rel.: Vom Himmel hoch da komm ich her(Nr. 11) 1 Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. 9 Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4 Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Mensch— heit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. — Dein König, Zion, kommt zu dir. „Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6 Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 7 Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8 Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt?ꝰ 9 Jauchzt, Himmel, die ihr ihn er⸗ fuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 10 Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 171⁵—1759. 20 Mel.: Aus meines Herzens Grunde(Nr. 263) Der heilge Christ ist kommen, der süße Gottessohn, des freun sich alle Frommen am höchsten Himmelsthron. Auch was auf Erden ist, muß preisen hoch und loben mit allen Engeln droben den lieben heilgen Christ. 0 Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. Verwaiset nicht meht Gott rufet in seinen 6 er will, daf von ihren vertrauend gehn in de Mun wird von Epig ein zartes er Rufe am ganze vaspiet ren wirst, Urst, end sahn, ich an. hstes Gut, und Blut, ruder hier, rden wir. die Welt, ie erhält. wenn der schütt, ße sittꝰ hr ihn er⸗ fuhrt, Geburt; te sieht, neues Lied. tt gemacht, t gedacht; sum Christ rden ist. ott Gellert, V, gen, eg, en ucken Steg. Weihnachten 21 3 4 Verwaiset sind die Kinder Drum freuet euch und preiset, nicht mehr und vaterlos, ihr Kindlein fern und nah. Gott rufet selbst die Sünder Der euch den Vater weiset, in seinen Gnadenschoß; der heilge Christ, ist da. er will, daß alle rein Er ruft so freundlich drein von ihren alten Schulden, mit süßen Liebesworten: vertrauend seinen Hulden,„Geöffnet sind die Pforten, gehn in den Himmel ein. ihr Kinder, kommt herein!“ Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 21 Mel.: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 1530. 9— IWSIFII—5— SSSS...—— 5 Brich an, du schönes Morgen-licht! Das ist der al⸗te —— x Ha. ...— 245. x— + Morgen nicht, der täg⸗lich wie ⸗ der ⸗keh⸗ret; — — .= x—— n es ist ein Leuchten aus der Fern, es ist ein Schimmer, 0 2— — 5— ist ein Stern, von dem ich längst ge ⸗hö ⸗ret. 2 3 Nun wird ein König, aller Welt Der Himmel ist jetzt nimmer weit, von Ewigkeit zum Heil bestellt, es naht die selge Gotteszeit ein zartes Kind geboren; der Freiheit und der Liebe. der Teufel hat sein altes Recht Wohlauf, du frohe Christenheit, am ganzen menschlichen Geschlecht daß jeder sich nach langem Streit verspielt schon und verloren. in Friedenswerken übe! Weihnachten 4 5 Ein ewig festes Liebesband Werist noch, welcher sorgtund sinnt? hält jedes Haus und jedes Land Hier in der Krippe liegt ein Kind und alle Welt umfangen; mit lächelnder Gebärde. wir alle sind ein heilger Stamm, Wir grüßen dich, du Sternenheld, der Löwe spielet mit dem Lamm, willkommen, Heiland aller Welt, das Kind am Nest der Schlangen. willkommen auf der Erde! Max v. Schenkendorf, 1783—1817. Jahreswechsel A. Jahresschluß: 22. 26. Aus 14 die 4. Strophe. Loblieder wie 86. Allein Gott. 245. Nun danket alle Gott. 247. Man lobt dich. 257. Womit soll ich. Vertrauens⸗ lieder wie 218. Befiehl du. 237. Die Gnade sei. Ewigkeitslieder wie 183. Mein Leben ist. 301. Herr, höre, Herr, erhöre. 305. Mitten wir im Leben sind.— B. Neujahr: 205. Jesu geh voran. 22 Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her(Nr. 11) 1 4 Das alte Jahr vergangen ist. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn Wir danken dir, Herr Jesu Christ, und fromm zu werden fangen an; daß du uns in so viel Gefahr der alten Sünden nicht gedenk, behütet hast auch dieses Jahr. ein gnadenreich Neujahr uns schenk. 2 5 Wir bitten dich, den ewgen Sohn Hilf christlich leben, seliglich des Vaters in dem höchsten Thron, zu sterben und hernach fröhlich du wollst deine arme Christenheit am jüngsten Tage aufzustehn, bewahren ferner allezeit. mit dir in Himmel einzugehn. 3 6 Entzieh uns nicht dein heilsam Zu danken und zu loben dich — Wort, mit allen Engeln ewiglich: das ist der Seelen Trost und Hort; o Jesu, unsern Glauben mehr vor falscher Lehr, Abgötterei zu deines Namens Lob und behüt uns, Herr, und steh uns bei. Ehr. Strophe 1. 2.: 1568; Strophe 3—6: Erfurt 1588. Hi Ichr wan Vas ich! das gesche wenn ich wollest du gh ich au komm ich! Lah dies f mich berer hil, daß und ich b Hert, beid lannst die Riste mi nimm. o weil ich und voll Stärke M daß nich, 0 sinntꝰ ein Kind nenheld, er Welt, el 3—1817. Ilein Gott. Zertrauens⸗ Nein Leben nde Bahn mgen an; gedenk, ms schenk. glich fröhlich istehn, ugehn. ich: n mehr Lob und Ehr. rfurt 1566 Jahreswechsel 23 Mel.: Unser Herrscher, unser König Bremen 1680. 0 —..———— Hilf, Herr Je-su, laß ge⸗-lin⸗gen, hilf, das neu-e laß es neu e Kräf-te brin-gen, daß aufs neu ich — ———.—.—.— 0 0 II ö 2 ö— ———— Jahr geht an Neu-⸗ es Glück und neu⸗es Le-⸗ ben wandeln kann. 0 ö 4—— 2 n ö wol⸗-lest du aus Gna-den ge=ben. 2 Was ich denke, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten. 3 Laß dies sein ein Jahr der Gnade, mich bereuen meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, und ich bald Verzeihung find, Herr, bei dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 4 Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, und voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5 Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 6 Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zäume mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lasse nie mich wanken! 7 Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr. Trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1607—1667. Jahreswechsel 24 Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren(Nr. 244) 1 Nun laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben. 2 Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 2 Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4 Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: — 5 Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6 Ach Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. — 7 Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue: Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 8 Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9 Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10 Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 11 Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12 Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13 Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14 Und endlich, was das Meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 1⁵ Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607-1676. Feüus so da ein Fsu N denen zu die in se und auf Jesu N soll bei und so der nac machef unser K Unsre? nun in Geht u Das 3 nun sei In Go lgg ich und w was E die Tr die W.ũ Warun o hur Warn wo w So m unden der er du ar Jahreswechsel 25 25 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) 1 Jesus soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen gehn. 2 Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3 Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 4 Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zur Freude werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 5 Jesus, aller Völker Heil, unserm Land ein Gnadenzeichen, unsres Ortes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 1672—1787. 26 Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) 1 Das Jahr geht still zu Ende, nun sei auch still, mein Herz. In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Tränen, die geflossen, die Wunden brennend heiß. 9 Warum es soviel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Herz, warum? Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4 Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und wissens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 26 Jahreswechsel 5 6— O das ist sichres Gehen Hilf du uns durch die Zeiten durch diese Erdenzeit; und mache fest das Herz, nur immer vorwärts sehen geh selber uns zur Seiten mit selger Freudigkeit; und führ uns heimatwärts. wird uns durch Grabeshügel Und ist es uns hienieden der klare Blick verbaut: so öde, so allein, Herr, gib der Seele Flügel, o laß in deinem Frieden daß sie hinüberschaut. uns hier schon selig sein. Eleonore Fürstin Reuß, 1835-1903. Epiphanias Weihnachtslieder, z. B. 14. Freut euch. 15. Fröhlich soll. 304. Mit Fried und Freud. 27 Frankfurt a/ M. 1599. + I , TTH 5 0 E E Wie schön leuch- tet der Mor-gen stern voll Du Sohn Da- vids aus Ja ⸗kobs Stamm, mein — ö X—2.— — 5— —— —.— — +—— Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die sü⸗ße Wur⸗-zel Jesse! Kö⸗nig und mein Bräuti⸗gam, hast mir mein Herz be⸗sessen: 2v ...,.. lieb-lich, freundlich, schön und herr-lich, groß und ehr'lich, — *—— 2 5 ö ö ů..=2 ö ———— 2— reich an Ga-ben, hoch und sehr präch-tig er- ha-ben. 4— 909 Ci meit waht 6 ein hod Men§ dein sü ist laut Jsu, Nsu, Hosian Himmi das w deiner Geuß du leu die Fl daß ic an de in fri In di laß m ohn 2 sich v Lieb daß d Von4 wenn mich und Freud. M 1599. —.—.— ern voll mm, mein Epiphanias 9 Ei meine Perl, du werte Kron, wahr Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner Königl Mein Herz heißt dich ein Himmels⸗ blum; dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3 Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du leuchtend Kleinod, edler Stein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Aufhören sich vermehren Lieb und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4 Von Gott kommt mir ein Freuden⸗ licht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. —1 5 Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Eia, eia, Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben: ewig soll mein Herz ihn loben. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Ehren und Gefallen. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. . Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolat, 1556—1608. Epiphanias 28 Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) Leipzig 1615. + O Kös⸗nig al⸗ler Eh 6—„— ö de r ren, Herr Je-su, Davids Sohn, dein Reich soll e⸗wig wäh-ren, im Him-mel ist dein Thron; — 0 —— ——d—— hilf daß all⸗-hier auf Er-den den Menschen weit und —H.— —— — 2 n 2 —— l 0 2* 2 Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland; die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, praͤngst nicht auf einem Rosse, trägst keine güldne Kron, sitzst nicht im festen Schlosse; hier hast du Spott und Hohn. 4 Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güte triumphieret und dein Gerechtigkeit. ö +1 breit dein Reich bekannt mög wer-den zur See-len Se-lig-keit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5 Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Not. 6 Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, 1557—1622. FE I R Erfülle die in auch d in ihte Und w von dii und i laß sie zig 1615. schützen Hewalt, , Harmen, ch auf, rmen wehren, Tod, ren; Epiphanias 29 29 Mel.: Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht Nürnberg 1676. 4*...———— 22 . 33—— E.. 2 30 a. Nrkh O Je⸗su Chri-ste, wah—res Licht, er⸗leuch⸗te, 4 ů ———. ö, +———— die dich ken nen nicht, und brin ge sie zu 735— 1— d, ,re, a ni irnurr, d,. ů9 +. dei⸗ner Herd, daß ih re Seel auch se-lig werd. 2 4 Erfülle mit dem Gnadenschein, Den Tauben öffne das Gehör, die in Irrtum verführet sein, die Stummen richtig reden auch die, so heimlich noch ficht lehr, an die nicht bekennen wollen frei, in ihrem Sinn ein falscher Wahn. was ihres Herzens Glaube sei. 3 5 Und was sich sonst verlaufen hat Erleuchte, die da sind verblendt, von dir, das suche du mit Gnad bring her, die sich von uns ge— und ihr verwundt Gewissen trennt, heil, versammle, die zerstreuet gehn, laß sie am Himmel haben teil. mach feste, die im Zweifel stehn. 6 So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1585-1647. E Epiphanias 30 Mel.: Unser Herrscher, unser König(Nr. 28) 1 Werde licht, du Stadt der Heiden, und du Salem werde licht; Schaue, welch ein Glanz mit Freuden über deinem Haupt anbricht. Gott hat derer nicht vergessen, die im Finstern sind gesessen. 9 Dunkelheit die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres zu vergleichen, welches alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 2 5 Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben semen Glanz uns sollte geben. 4 Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. — 5 Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß. Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. 6 Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl getan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. — . Dein Erscheinung müß erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 8 Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607—1667. FI Du wir 0 Hert, dahin d durch d vergönn daß mo auf Gl wie hie Sei un ein hell 0 nicht mken ahn. danken, m chenket, lenket. füllen . stillen Tod. Weinen einen. hen jelt, hen, stellf nen wohnen. -100. Epiphanias 31 31 Luk. 2, 25—32 Vorreformatorisch Mel.: Lob Gon getrost mit Singen 15 Jahrhundert. 433— — ö ö ö ö 2 ——5 2— 2———.— 9 Herr Je⸗-su, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb, wir kommen jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb SS * ö in die-sen dei-nen Tem—pel und su-chen mit Be— — IIR 2 S gier nach Si⸗me⸗ons E⸗xem-pel dich gro⸗ßen ——.—5 SPSPS SP‚PIISPIPI.I...I..IIIIIIIII‚I.I.3 V— övů Gott al hier. 9 Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort, vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis. 3 Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual. 4 Herr, laß auch uns gelingen, daß letzt wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. — Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6 Hier blickst du zwar die Deinen oft streng und strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich nicht erkennen kann; dort aber wird's geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck, 1618—1677. 32 Epiphanias 32 Matth. 2, 11 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) Jesu, großer Wunderstern, der aus Jakob ist erschienen, meine Seele will so gern dir an deinem Feste dienen. Nimm doch, nimm doch gnädig an, was ich Armer schenken kann. 2 Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. 3 Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4 Nimm die Myrrhen bittrer Reu; ach mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister, 1671-1756. 33 Mel.: Einer ist König, Immanuel sieget(Nr. 106) 1 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; Aund O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählets den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden! 2 Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen ent⸗ zwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun springen die Bande! Fsus bricht! sprenge Jesus Himmi Dieser öfnet Denkt Nsus Iqus Süind Sünd stirbt Abgr —— Vesus Gebets, jen; lets, egen. auf drauf. er Reu; Sünde. treu, e finde n kann: ran. 117⁵⁵ ngen die jande, zen ent⸗ zwei. aunmehr nden; r machet frei, inde und hande; ingen die gande! Epiphanias 38 3 Jesus ist kommen, der starke Er⸗ löser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Er⸗ löser! 4 Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt. Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald. Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5 Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden, Sünden der ganzen Welt trägt dieses Lamm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 6 Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden, eilet, ach eilet zum Gnaden— panier. Schwöret die Treue mit Herzen und Händen, sprechet: wir leben und sterben bei dir. Herzensfreund, gürte mit Wahr⸗ heit die Lenden. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! — Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden, komme, wen dürstet, und trinke, wer will. Holet für euren verderblichen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll. Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! 8 Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben. Hochgelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Ursprung des Segens gegeben; dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. Selig, die ihm sich beständig er⸗ geben. Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1778. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 3 84 Passion Passion X. Vorpassion(von Septuagesimä an) und erste Passionssonntage(zu Passions⸗ eschichten aus der Zeit vor der Kreuzigung Jesu) 35, 37, 41, 44, 48, 49, 50, 53, 55. Rulch 45,5: Erkenne mich.— Für Gethsemane: 55. Auch 172,7.— B. Zu Betrachtungen über das Leiden des gekreuzigten Herrn: die übrigen Lieder.— O. Karfreitag nachm: 40. 43. 52. 34 J Braunschweig 1542. — Ealnn 5— 2 +— E + 3— O Lamm Got-tes, un- schul⸗- dig am all⸗zeit fun⸗-den ge ⸗ dul-dig, wie ö ᷣ 2 ,, vn ——— Stamm des Kreu-zes ge⸗schlach⸗tet, 3 wohl du wa-rest ver-ach- tet; an Sünd hast + ů du ge⸗ tra⸗ gen, sonst müß⸗ ten wir ver⸗ —— ö SSI.I.I........I... III...T.. V.— +„ za ⸗-gen. Er-barm dich un⸗ser, o . Je⸗sul * 2 2 3 O Lamm Gottes, unschuldig O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm desKreuzes geschlachtet, am Stamm desKreuzes geschlachtet, allzeit funden geduldig, allzeit funden geduldig, wiewohl du warest verachtet; wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu! Gib uns dein Frieden, o Jesu! Niederdeutsch, Rostock 1531. assions⸗ 3, 55. htungen rfreitag Passion 3⁵5 II Eisleben 1598. 2 I.— 11. 1 — O Lamm Got ⸗tes, un⸗schul dig am al zeit fun den 9e dul dig, wie; 0 ö— ů ö 1*——3— E—— .. rar s, ue Stamm des Kreu-zes ge-schlach-tet, Si wohl du wa- rest ver- ach-tet; a Sünd haft 5—.— ö ö ö e, *.—— du ge⸗ tra gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗ E ö ö PI——— + za gen. Er-barm dich un ser, o Je⸗ sul 35 Vorreformatorisch, bei — Mel.: Christus, der uns selig macht Michael Weiße, 1531. .— 2..————.. 2* ainn ——— 2—. O hilf, Chri-ste, Gottes Sohn, durch dein bit-ter V EEA —— Lei den, daß wir dir stets un: ter: tan V 6. re. H=SSDI —————— all Un-tu-gend mei—den, dei⸗nen Tod und sein Ur-sach 6 VV. n frucht⸗bar-lich be⸗ den- ken; dafür, wie-wohl ö * 27 ö ö ö . arm und schwach, dir Dank-⸗ op=⸗fer schen ⸗ ken. Michael Weiße, 1531. 2 36 Passion 36 (Agnus dei) Braunschweiger Kirchenordnung 1528. ö ö ö ö — 2 L Chri-ste, du Lamm Got-tes, der du trägst die — 2 — ö * +*— — E ö Sünd der Welt, er ⸗barm dich un„ser. 55555 3 ö SD.— II— ————————— gib uns deinen Friede... men. 2 3 Christe, du Lamm Gottes, Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser. gib uns deinen Frieden. Amen. Wittenberger Kirchenordnung 1533. 37 Mel.: O Fesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig 1625. +— I ——— II Wir dan-ken dir, Herr Je-su Christ, daß du für t ö 4272 ö ö — REEE n —— uns ge⸗-fstor-ben bist und hast uns durch dein e,,, 237 teu⸗res Blut ge-macht vor Gott ge-recht und gut, Und bi ducch d erlös v und tri Passion 37⁷ 2 3 Und bitten dich, wahr Mensch und Behüt uns auch vor Sünd und Gott, Schand durch deine heilgen Wunden rot, und reich uns dein allmächtge Hand, erlös uns von dem ewgen Tod daß wir im Kreuz geduldig sein, und tröst uns in der letzten Not. uns trösten deiner schweren Pein, 4 Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, 1600. 38 — LE.——5 Johann Crüger, Berlin 1640. E Herz-lieb⸗ster Je⸗-su, was hast du ver⸗ — ꝙ5* SPSISSS SI..‚‚I‚I‚..I..... brochen, daß man ein solchscharf Ur⸗teil hat ge⸗ 56— —.—.— 5 DIEDE. —— 4— sprochen? Was ist die Schuld, in was für Mis ⸗se⸗ , ꝙ—5 . DIDISt..... — +— 2 + taten bist du ge ra⸗ten? Du wirst gegeißelt und mit Dorn Was ist doch wohl die Ursach gekrönet, solcher Plagen? ins Angesicht geschlagen und ver⸗ Ach, meine Sünden haben dich hö net, geschlagen! du wirst mit Essig und mit Gall Ich, mein Herr Jesu, habe dies getränket, verschuldet, ans Kreuz gehenket. was du erduldet. 38 Passion 4 Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. — Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt, der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, der Herr gefangen. 6 O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Mar⸗ terstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 2 . Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 8 Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ taten im Werk erstatten? 9 Doch ist noch etwas, das dir an— genehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10 Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11 Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 12 Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. Dies a wirst di in Gna mich n RN iebes⸗ ten r an⸗ ne: zämpf me, nicht den eignen ten, Kreuz ten, mich ere, Huld ten, ür gar ten, Herr, llen alles gen, keine gen, ts von zen Passion 3⁰ 13 2 14 Dies alles, ob's für schlecht zwar Wenn dort, Herr Jesu, wird vor ist zu schätzen, deinem Throne wirst du es doch nicht gar beiseite auf meinem Haupte stehn die setzen, Ehrenkrone, in Gnaden wirst du dies von mir da will ich dir, wenn alles wird annehmen, mich nicht beschämen. L 39 Mel.: Der am Kreuz ist meine Liebe wohl klingen, ob und Dank singen. Johann Heermann, 1585.—1647, Frankfurt a. M. 1738. SSISSISI +. ö Je⸗su, dei⸗ne tie ⸗fen Wun⸗den, dei⸗ne Qual und ge⸗ben mir zu al-⸗len Stun⸗den Trost in Leibs⸗und 0 „——.— +—— 2 2—— + ——————— an fällt mir et ⸗was Ar,»ges ein, V 5 x ö ů——— ——————— denk ich bald an dei ne Pein, die ver⸗lei-det 0 E*2 .—U———— mei⸗ nem Her- zen, mit der Sün-de je zu scher-zen. 2 3 Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Sündenbahn, da nichts ist als Jubilieren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 40 Passion 4 5 Ja für alles, was mich kränket, Auf dich setz ich mein Vertrauen, geben deine Wunden Kraft; du bist meine Zuversicht; wenn mein Herz hinein sich dein Tod hat den Tod zer— senket, hauen, krieg ich neuen Lebenssaft. daß er mich kann töten nicht. Deines Trostes Süßigkeit Daß an dir ich habe teil, wendt in mir das bittre Leid, bringet mir Trost, Schutz und Heil; der du mir das Heil erworben, deine Gnade wird mir geben da du für mich bist gestorben. Auferstehung, Licht und Leben. Hab ich dich in meinem Herzen, ö du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. O Wu Ich verberge mich in dich; wer es kein Feind kann verletzen mich. s hat Wer sich birgt in deine Wunden, ö der He der hat glücklich überwunden. es hat Johann Heermann, 1585—1647. ö für mi ö gegebe 40 Was der S Mel.; Nun lasset uns den Leib begraben(Nr. 306. 5 1 2 bezahl Der du, Herr Jesu, Ruh und Verleih, o Herr, uns Stärk und daß i ö Rast Mut, der in deinem Grab gehalten hast, die du erkauft mit deinem Blut, gib, daß wir in dir ruhen all, und führ uns in des Himmels Licht Drum und unser Leben dir gefall. zu deines Vaters Angesicht. jeht u für ‚6 3 1* 1 0 é für d Wir danken dir, o Gottes Lamm, für d getötet an des Kreuzes Stamm. für Laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. Herr Georg Werner, 1589—1643. mich trauen, d zer⸗ uen, cht. d Heil, ben eben. 1647• irk und Mut, Blut, Is Licht t. 10⁴³ Passion 41 41 Vorreformatorisch. Leipzig 1545. ——— Auch nach der Mel.: Herr Christ, der einig Gottssohn(Nr. 167) ——,— ö—.——— ——.——— Wenn mei⸗ne Sünd mich kränken, o mein Herr Je-⸗-su so laß mich wohl be- den-ken, wie du ge— stor⸗ben CLEIV + + V —— 2* ... — Christ, 30 „ bist und al le mei⸗ne Schuldenlast am Stamm des SSSDSSSS S.. heil gen Kreu zes 2 O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seine Knecht, es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4 Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5 Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden auf dich ge⸗ nom men hast. die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6 Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 0 Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8 Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601—1678. 42 Passion 42 Wolfgang Weßnitzer, Celle 1661. 44 LEVE —— +*——. 21 ö 22 ö Je su, mei-nes Lebens Le-ben, Je⸗ su, mei · nes der du dich für mich ge- ge-ben in die tief⸗ ste S—.——— .. des Tod, S* er 65 See⸗lenkot, in das äu„ßer-ste Ver⸗der-ben, I 53„Ha nur daß ich nicht möch te sterben. Tau-send-, tau-send⸗ 4 CE —*. Aü 2 2 mial ser dir, lieb ster Je su, 2 Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh; ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. Dank da-⸗für. 4 Man hat dich sehr hart ver— höhnet, Strick und dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet: was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. Du hast Wollene hei geschlagen, zu befreien mich von Pein, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich möchte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. Du hast hast gel gat den unn zu k daß ich hast du Tausend liebster Deine meinen dein To es komn 5 5 Gokte An K hat da uns ai OWM nur d hat d da di wares Os 0 0 le 1661. Passion 43 6 Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 70 Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8 Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für die gesamte Not: für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681. 43 16²8. — x—.— 22— Ist ö 7 O Trau⸗rig-keit! O Her⸗-ze-leid! art ver⸗ öhnet, f belegt, krönet: gte rgötzen, zen. dir, . chlagen, in, agen, N/ prangen, hangen i dir, ür. — + +— 2 + * das nicht zu be⸗ kla⸗gen? Gott des Va ters v 2— — —— — + 2 O große Not! Gottssohn liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 32 — O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4 O süßer Mund, o Glaubensgrund, ei„nig Kind wird ins Grab ge ⸗ tras gen. wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. O selig ist zu aller Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab gesenket. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Johann Rist, 97— 1667 44 Passion — Mel.: An Wasserflüssen Babylon Straßburg 1525. Ri E..——5 2— 3 S E Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der es geht und trä-get in Ge-»duld die du .— 55.— undwen ö—E—— solst 00 Welt und ih—rer Kin-der, es eht da hin, wird ih wil Sün⸗den al ⸗ ler Sünder; 0 Hunt d, e. E ů beständi —— matt und krank, er-gibt sich auf die Wür-⸗ge-bank, ent⸗ 2 ö 1 e a, in. bei Na —*—*⁰— mich set sa get al-len Freu-den; es nimmt auf sich Schmach, zum 5 0 ů Meit IE 8— und de Hohn und Spott, Angst, Wunden, Strie-men, Kreuz und 0 0 N.—..— nd w ö das K., 1 n ö E— el Tod und spricht: Ich wills gern len den. 2 3 Erweit Das Lämmlein ist der große Freund„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, dDu so und Heiland meiner Seelen, leg auf, ich will dirs tragen; der S den, den hat Gottzum Sündenfeind mein Wollen hängt an deinem als H und Sühner wollen wählen. Mund, We „Geh hin, mein Kind, und nimm mein Wirken ist dein Sagen.“ dich an O Wunderlieb, o Liebesmacht, und der Kinder, die ich ausgetan du kannst, was nie kein Mensch ich h zur Straf und Zornesruten; ö gedacht, Meir die Straf ist schwer, der Zorn ist Gott seinen Sohn abzwingen. ö groß, Liebe, Liebe, du bist stark, iid du kannst und sollst sie machen los du streckest den in Grab und Sarg, aus durch Sterben und durch Bluten.“ vor dem die Felsen springen. ö Passion 4⁵ 4 7 9155. Mein Lebetage will ich dich Das soll und will ich mir zu nutz aus meinem Sinn nicht lassen, zu allen Zeiten machen; . dich will ich stets, gleich wie du im Streite soll es sein mein — mich, Schutz, der mit Liebesarmen fassen; in Traurigkeit mein Lachen, die du sollst sein meines Herzens in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, Licht, und wenn mir nichts mehrs chmecken — und wenn mein Herzin Stücke bricht, will, sollst du mein Herze bleiben; soll mich dies Manna speisen; ich will mich dir, mein höchster im Durst solls sein mein Wasser⸗ „ wird Ruhm, quell, hiermit zu deinem Eigentum in Einsamkeit mein Sprachgesell —30— beständiglich verschreiben. zu Haus und auch auf Reisen. ent⸗ 5 8 Ich will von deiner Lieblichkeit Was schadet mir des Todes Gift? — dei Nacht und Tage singen, Dein Blut das ist mein Leben. — mich selbst auch dir nach Möglichkeit Wenn mich der Sonnen Hitze trifft, ichmach, zum Freudenopfer bringen. so kann mirs Schatten geben; Mein Bach des Lebens I sich setzt mir der Wehmut Schmerzen ir zu, Lin. und deinem Namen für und für so find ich bei dir meine Ruh, in Dankbarkeit ergießen; wie auf dem Bett ein Kranker; und was du mir zu gut getan, und wenn des Kreuzes Ungestüm das will ich stets, so tief ich kann, mein Schifflein treibet um und um, in mein Gedächtnis schließen. so bist du dann mein Anker. den. 6 9 Erweitre dich, mein Herzensschrein, Wenn endlich ich soll treten ein du sollst ein Schathaus werden in deines Reiches Freuden, Lad der Schätze, die viel größer sein so soll dies Blut mein Purpur sein, Heen als Himmel, Meer und Erden. ich will mich darein kleiden; n. Weg mit den Schätzen dieser es soll sein meines Hauptes api Welt Kron, —— 0 und allem, was der Welt gefällt, in welcher ich will vor den eond h ich hab ein Bessres funden. Thron Meu Mein großer Schatz, Herr Jesu des höchsten Vaters gehen, dach, Christ, und dir, dem er mich anvertraut, ngen ist dieses, was geflossen ist als eine wohlgeschmückte Braut 9910 aus deines Leibes Wunden. an deiner Seite stehen. nd Varg⸗ Paul Gerhardt, 1607—1676. 46 Passion 45⁵ Wenn ie Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) o scheid 5 wenn id O Haupt voll Blut und Wunden, Erkenne mich, mein Hüter, 0 n voll Schmerz und voller Hohn, mein Hirte, nimm mich an. m o Haupt, zum Spott gebunden Von dir, Quell aller Güter, W mit einer Dornenkron, ist mir viel Guts getan; 3 o Haupt, sonst schön gezieret dein Mund hat mich gelabet i mit höchster Ehr und Zier, mit Milch und süßer Kost, jetzt aber hoch schimpfieret: dein Geist hat mich begabet gegrüßet seist du mir! mit mancher Himmlslust. 2 6 Du edles Angesichte, Ich will hier bei dir stehen, Wel davor sonst schrickt und scheut verachte mich doch nicht; am Sto das große Weltgewichte, von dir will ich nicht gehen, den d wie bist du so bespeit, wenn dir dein Herze bricht, Der gr wie bist du so erbleichet! wenn dein Haupt wird erblassen läßt w Wer hat dein Augenlicht, im letzten Todesstoß, unt Se dem sonst kein Licht nicht gleichet, alsdann will ich dich fassen so schändlich zugericht? in meinen Arm und Schoß. Tritte 3 7 sein L Die Farbe deiner Wangen, Es dient zu meinen Freuden des der roten Lippen Pracht und tut mir herzlich wohl, aus se ist hin und ganz vergangen; wenn ich in deinem Leiden, vor u des blassen Todes Macht mein Heil, mich finden soll. ein Sei hat alles hingenommen, Ach möcht ich, o mein Leben, hat alles hingerafft, an deinem Kreuze hier Ver! und daher bist du kommen mein Leben von mir geben, mein von deines Leibes Kraft. wie wohl geschähe mir! 10 1 4 8 W wie n Nun, was du, Herr, erduldet, Ich danke dir von Herzen, von ist alles meine Last; o Jesu, liebster Freund, ich hab es selbst verschuldet, für deine Todesschmerzen, I was du getragen hast. da dus so gut gemeint. die Schau her, hier steh ich Armer, Ach gib, daß ich mich halte des der Zorn verdienet hat, zu dir und deiner Treu, del gib mir, o mein Erbarmer, und wenn ich nun erkalte, das den Anblick deiner Gnad. in dir mein Ende sei. und en, hen, ht, erblassen sen oh. Uden V en, oll. eben, en, Passion 47 9 Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten, kraft deiner Angst und Pein. 10 Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, 1607—1676. 46 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2 Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3 Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4 Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6 Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Lab⸗ sal sein. 0 Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 48 Passion 9 12 Nun, ich kann nicht viel geben Ich will daraus studieren, in diesem armen Leben, wie ich mein Herz soll zieren eins aber will ich tun: mit stillem, sanftem Mut, es soll dein Tod und Leiden, und wie ich die soll lieben, bis Leib und Seele scheiden, die mich doch sehr betrüben mir stets in meinem Herzen ruhn. mit Werken, so die Bosheit tut. 10 13 Ich wills vor Augen setzen, Wenn böse Zungen stechen, mich stets daran ergötzen, mir Glimpf und Namen brechen, ich sei auch wo ich sei; so will ich zähmen mich; es soll mir sein ein Spiegel das Unrecht will ich dulden, der Unschuld und ein Siegel dem Nächsten seine Schulden der Lieb und unverfälschten Treu. verzeihen gern und williglich. 11 14 Wie heftig unsre Sünden Ich will ans Kreuz mich schlagen den frommen Gott entzünden, mit dir und dem absagen, wie Rach und Eifer gehn, was meinem Fleisch gelüst; wie grausam seine Ruten, was deine Augen hassen, wie zornig seine Fluten, das will ich fliehn und lassen, will ich aus diesem Leiden sehn. so viel mir immer möglich ist. 15 Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 16071675. 47 Mel.: Der am Kreuz ist meine Liebe(Nr. 39) 1 2 Sei mir tausendmal gegrüßet, Heile mich, o Heil der Seelen, der mich je und je geliebt, wo ich krank und traurig bin; Jesu, der du selbst gebüßet nimm die Schmerzen, die mich quälen, das, womit ich dich betrübt. und den ganzen Schaden hin, Ach, wie ist mir doch so wohl, den mir Adams Fall gebracht wenn ich knien und liegen soll und ich selber mir gemacht. an dem Kreuze, da du stirbest Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, und um meine Seele wirbest. wird sich all mein Jammer setzen. Schteibe mir, He daß sie bei mir Du bi da meir Laß mi— deiner Hetr J ist mei das st mein K Dein dein! macht und z +1676. elen, bin; hquälen, hin, racht t. netzen, sehen. Passion 49 3 4 Schreibe deine blutgen Wunden Diese Füße will ich halten, mir, Herr, in das Herz hinein, auf das best ich immer kann. daß sie mögen alle Stunden Schaue meiner Hände Falten bei mir unvergessen sein. und mich selber freundlich an Du bist doch mein liebstes von dem hohen Kreuzesbaum Gut, und gib meiner Bitte Raum. da mein ganzes Herze ruht. Sprich: Laß all dein Trauern Laß mich hier zu deinen Füßen schwinden, deiner Lieb und Gunst genießen. ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 48 Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 37) 3 Herr Jesu Christ, dein teures Blut O Jesu Christe, Gottes Sohn, ist meiner Seele höchstes Gut: mein Trost, mein Heil, mein das stärkt, das labt, das macht Gnadenthron: allein, dein teures Blut, dein Lebenssaft mein Herz von allen Sünden rein. gibt mir stets neue Lebenskraft. 2 4 Dein Blut, mein Schmuck, mein Herr Jesu, in der letzten Not, Ehrenkleid, wenn mich schreckt Teufel, Höll dein Unschuld und Gerechtigkeit und Tod, macht, daß ich kann vor Gott so laß ja dies mein Labsal sein: bestehn dein Blut macht mich von Sünden und zu der Himmelsfreud eingehn. rein. Johann Olearius, 1611—1684. 49 Mel.: Christus, der uns selig macht(Nr. 35) 1 2 Jesu, deine Passion Meine Seele sehen mach will ich jetzt bedenken; deine Angst und Bande, wollest mir vom Himmelsthron deine Schläge, deine Schmach, Geist und Andacht schenken. deine Kreuzesschande, In dem Bilde jetzt erschein, deine Geißel, Dornenkron, Jesu, meinem Herzen, Speer⸗ und Nägelwunden, wie du, unser Heil zu sein, deinen Tod, o Gottes Sohn, littest alle Schmerzen. der mich dir verbunden. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 4 50 ** Doch laß mich ja nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach sein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4 Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leiden? Passion 5 Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Passion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6 Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen, — bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken, 1626—1681. 50 Auch nach der Mel. bei Nr. 108 Nürnberg 1684. ———.——; d 2— 7 — 35 n be mei⸗ ner Lie ⸗be, 5 die du dich aus höch-stem Trie-be . + du er⸗wünsch⸗te Se⸗lig ⸗ keit 5 nes in das jam-mer⸗ vol le Leid dei⸗nes 5— .—2— + ö 4—2..— 1 *————— Lei⸗dens mir zu gu-te als ein ++ — — 5— . ein ⸗ge⸗ stellt und be- zahlt mit dei⸗ nem —— öů II IIII—————— * Blu ⸗te al ⸗le Mis⸗se ⸗tat der Welt. Lebe, d an dem Liebe, maufhe Liebe, Gottes den sor hat dei Niebe, alle S Liebe,d noch d Liebe, als sid Liebe, als sie Liebe, nich; Lebe, mich; Soer 0 me in de und Mein Man nach du dich Fel e will nem Passion 51 — Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Slberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt; den sonst niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 3 Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt; 4 Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld * Mel.: O Traurigkeit(Nr. 43) So ruhest du, o meine Ruh, in deiner Grabeshöhle und erweckst durch deinen Tod meine tote Seele. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 2 55 O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken: sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5 Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in der letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! 6 Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seele Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 1629—1679. 4 Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5 Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck, 1659—1725. 4* 52 Passion Mel.: Es sind doch selig alle die Straßburg 1525. 2—.——. 2.——— 1——.—— ů Ich grü ⸗ße dich am Kreu-zes-stamm, du Huur Hier hängst du zwar in lau ⸗ ter Not und. * ö f ů ö mich in 90 d hoch-ge⸗lob-tes Got-tes-lamm, mit an⸗dachts-⸗ 0 bist ge-hor-sam bis zum Tod, ver-gehst in mo iu „„„ D 2—.— 2————— vol⸗lem Her-zen. ö ö Veeint tansend Schwerzen; doch sieht mein Glau-be wohl an •— nd bi . 2— E.——2 S..I ———— ermg—p ED an un dir, daß Got⸗tes Ma⸗je-stät und Zier in die⸗sem ö —*—.—.——.—— 53 —.—.————— — Lei be woh„ ne, und daß du hier sof welch 5— ö— 9.—...——— Simn wür⸗dig seist, daß man dich Herr und Kö-⸗nig min 5—— SDSPSPSSSISIIIISIISIIIIIIIIIII heißt, als auf dem Eh ⸗ ren ⸗thro ⸗ne. 2 Ach Jesu, deine höchste Treu Got Ich folge dir durch Tod und Leid, macht, daß mir nichts unmöglich o Herzog meiner Seligkeit, sei, Gal nichts soll mich von dir trennen. da du für mich gestorben; ö Du gehst den engen Weg voran; ich scheue nicht den bittern Tod dies dein Kreuzestod macht offne Bahn und bin gewiß in aller Not: den Seelen, die dich kennen. Wer glaubt, ist unverdorben. am Valentin Ernst Löscher, 1673 1749. Treu nmöglich sei, 2 mn Tod Rot: xkben. 37⁴9. Passion 53 53 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 38) 1 — — Herr, stärke mich, dein Leiden zu Es schlägt den Stolz und mein bedenken, Verdienst danieder, mich in das Meer der Liebe zu es beugt mich tief und es erhebt versenken, mich wieder, die dich bewog, von aller Schuld entsündigt mich, macht mich aus des Bösen uns zu erlösen. 2 Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ horsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: 3 welch wundervoll hochheiliges Ge⸗ schäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine räfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4 Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6 O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Ge⸗ müte in deine Güte. . Seh ich dein Kreuz den Klugen „ dieser Erden ein AÄrgernis und eine Torheit werden: so seis doch mir, trotz alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 8 Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken. Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. ———— ꝑ—— t;iĩ¼ꝛ¶ꝛͥ T P Pas sion 54 Mel.: Herr und Altster deiner Kreuzgemeine Autr 4740 94 ö—. ö .—..—..—— 65 Die wir uns all-hier bei-sam-men fin-den, uns auf dei ne Mar-ter zu ver-bin-den, +2 . I ———— 2—— 20 ) dir auf schla- gen un-sre Hän-de ein, e⸗wig treu zu sein; und zum Zei⸗chen, ů .— ne dei⸗nem Her⸗zen si nehm und schö-ne, sa—gge A-men an ⸗-ge⸗ 4 ö é — ö „— öPPPPPP und zu-gleich: Frie- de, Frie-de sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 17271752. Mel.: Herr und Altster deiner Kreuzgemeine(Nr. 54) 1 2 Eines wünsch ich mir vor allem Ewig soll er mir vor Augen andern, eine Speise früh und spät; selig läßts im Tränental sich wandern, wenn dies Eine mit uns geht: unverrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blutgem Schweiß und Todesgrauen auf sein Antlitz niedersank und den Kelch des Vaters trank. stehen, wie er als ein stilles Lamm, dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht! I, mei meine S Al ich i twugest d hattost l eh es aul und mit mich erk Hier d derrnhut m 1740 ei⸗chen, D —— zen Augen sehen, nm, leich zu sehen, Stamm; u meine Zeele, hn nicht fehle, geah, achtl Passion 5⁵ ö 3 4 Ja, mein Jesu, laß mich nicht Ich bin dein!— sprich du darauf vergessen, ein Amen, meine Schuld und deine Huld. treuster Jesu, du bist mein! Als ich in der Finsternis gesessen, Drücke deinen süßen Jesusnamen trugest du mit mir Geduld; brennend in mein Herz hinein. hattest längst nach deinem Schaf Mit dir alles tun und alles lassen, getrachtet, in dir leben und in dir erblassen: eh es auf des Hirten Ruf geachtet, das sei bis zur letzten Stund und mit teurem Lösegeld unser Wandel, unser Bund. mich erkauft von dieser Welt. Albert Knapp, 1798—1864. Ostern Hier der Liederbestand für die Zeit bis Pfingsten, oder doch bis Himmelfahrt 56 13. Jahrhundert. 0 ö E— —— 4— ö .———.— 3551 2* 1 Christ ist er⸗stan-den von der Marter alle; des H— .— ö— solln wir al⸗le froh sein. Christ will un⸗ser Trost sein. Hal⸗ 1½½— 2—— 65 —— ——5 f se⸗lu-jah. 2 Wär er nicht er⸗stan⸗den, so wär die Welt ver⸗ 2 DIRE IISIIISIEEE— gangen; seit daß er er stan⸗den ist, so lobn wir den Va⸗ ter . e, e,. PIFPTFNT + N 32— . vn ö Je⸗su Christ. Hal H le-lu-jah. 3 Hal⸗-le-lu-jah, Hal⸗ SISSSSSE ——— ö 35 55 le⸗lu- jah, Hal⸗-le- Iu-jah! Des solln wir al-le froh —.— —S—————— 3.——— — sein, Christ will un ser Trost sein. Halffe lu⸗jah. 13. Jahrhundert. Ostern 87 Wittenberg 1524. 0 ö — Christ lag in To⸗des ⸗ ban ⸗ den, für der ist wie der er ⸗stan den und H +* ö ů ö— ö — 22.— un ⸗sre Sünd ge⸗ ge⸗ben; ö hat uns bracht das Le-ben; den wir soh; Len 0 1—— ö— 2———. 4 fröh⸗lich sein, Gott lo-ben und ihm dank-bar sein und 0 —— 5 9 Den Tod niemand bezwingen konnt bei allen Menschenkindern; das machte alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm sich über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich gefangen. Hallelujah. —— Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünde abgetan; damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibet nichts denn Todsgestalt, den Stachel hat er verloren. Hallelujah. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben, das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. sin ⸗gen: Hal ⸗le ⸗lu jah. Hal⸗le ⸗lu-jah. Die Schrift hat verkündet das, wie da ein Tod den andern fraß, ein Spott der Tod ist worden. Hallelujah. So feiern wir das hohe Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herre scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnade Glanz erleuchtet unsre Herzen ganz; der Sünd Nacht ist vergangen. Hallelujah. 6 Wir essen und wir leben wohl zum süßen Brot geladen, der alte Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus selbst die Kost will sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben. Hallelujah. Martin Luther, 14831546. 5 Des A d noe eistant H0l Ostern 57%f% WMMAAI Melchior Vulpius, 1609. ö für +*—— Ge⸗„lobt sei Gott im höch,- sten Thron I * +— + 2—— — 2 U 4.— samt sei-nem ein-ge⸗ bor-nen Sohn, der für uns IIEI — — ⁰◻ 4— . 2— nund— ů ö 7— ö——„— —* hat ge ⸗— nug ge tan. Hal⸗le lu⸗ 1ah. 4 ö sih RWIDDDDSDI-= ——— t das, +— 509 in fraß, Hal le ⸗lu⸗ jah,— Hal⸗le⸗lu jah. WMN orden. M 2 4 Des Morgens früh am dritten Tag, Er ist erstanden von dem Tod, Fest da noch der Stein am Graͤbe lag, hat überwunden alle Not; Zonne, erstand er frei ohn alle Klag. kommt, seht, wo er gelegen hat. zen läßt. ½ Hallelujah ½ Hallelujah Glanz 3 5 anz; Der Engel sprach: Fürchtet euch Nun bitten wir dich, Jesu angen. nicht; Christ, denn ich weiß wohl, was euch weil du vom Tod erstanden gebricht. bist, wohl Ihr sucht Jesum und find'tihn nicht. verleihe was uns selig ist. Hallelujah ½ ½ Hallelujah Il Gnaden. ö 6 will sein Damit von Sünden wir befreit, ein dem Namen dein gebenedeit m leben. frei mögen singen allezeit. ½ Hallelujah ½2 Michael Weiße, 1534. 3150. 59 Nikolaus Herman, Wittenberg 1560. 1— *—.—..——3—— Er⸗schie nen ist der herr-lich Tag, dran 2 2 ö ö ů ö e L i. 2 sich nie-mand gnug freu-en mag: Christ un- ser 0 + 2 ö s 2 —— Herr heut tri um-phiert, all sein Feind 2——.———.— ö e +. er gge⸗ fame gen führt. Ha⸗ le lu ⸗ah 2 4 Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Hölle, Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Hallelujah. 3 Sein Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Herr, zerstöret ist nun all sein Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Hallelujah. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst danieder lag. Hallelujah. — Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Hallelujah fein und loben dich, Herr Jesu Christ, zu Trost du uns erstanden bist. Hallelujah. Nikolaus Herman, 1561. Wir dar daß du undhast und un Hallelu Frühn mein! Vetri Lcht, Hallel Bem versh läßt! aufge Hall Mh bleil am mitt Hall Ostern 59 60 Mel.: Erschlenen ist der herrlich Tag(Nr. 59) 1 2 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Wir bitten dich durch deine Gnad: daß du vom Tod erstanden bist nimm von uns unsre Missetat und hast dem Tod zerstört sein Macht und hilf uns durch die Güte dein, und uns das Leben wiederbracht. daß wir dein treue Diener sein. Hallelujah. Hallelujah. dran 3 Gott Vater in dem höchsten Thron, —— samt seinem eingebornen Sohn, —— dem heilgen Geist in gleicher Weis — in Ewigkeit sei Lob und Preis. 10 Hallelujah. 30 Thomas Hartmann, um 1604. — 61 Neind Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 59) — 4 Frühmorgens, da die Sonn auf⸗ Jetzt ist der Tag, da mich die Welt —.—. geht, mit Schmach am Kreuz gefangen mein Heiland Christus aufersteht; hält, Vertrieben ist der Sünden Nacht, drauf folgt der Sabbat in dem ah. Licht, Heil und Leben wiederbracht. Grab, Hallelujah. darin ich Ruh und Frieden hab. 2 Hallelujah. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not 5 reatut, verschlossen, gleich als wär ich tot, In kurzem wach ich fröhlich auf, vor, läßt du mir früh die Gnadensonn mein Ostertag ist schon im Lauf, n Tag, aufgehn, nach Trauern 2 und ich wach auf durch des Herren L lag.. Stimm, Hallelusaß. 3 veracht den Tod mit seinem Grimm. Nicht mehr denn nur drei Tage lang Hallelujah. ich sein bleibt mein Heiland ins Todes 6 ö Zwang, Am Kreuz läßt Christus öffentlich Chrit, am dritten Tag durchs Grab er vor allem Volle töten sich 1 bist dringt, da er durchs Todes Kerker bricht, P50l mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Hallelujah. läßt er's die Menschen sehen nicht. Hallelujah. 7 Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt; was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Hallelujah. 8 Hier ist noch nicht ganz kund ge— macht, was er aus seinem Grab gebracht, der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Hallelujah. 9 Der jüngste Tag wirds zeigen an, was er für Taten hat getan, wie er der Schlangen Kopf zer⸗ knickt, Die Höll zerstört, den Tod erdrückt. Hallelujah. 10 Da werd ich Christi Herrlichkeit anschauen ewig voller Freud, ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllen Pein gestürzet seind. Hallelujah. 11 O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Hallelujah. Ostern 12 Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, mein Heiland greift allmächtig drein, führt mich heraus mit seiner Hand: wer mich will halten, rzin zu chand. Hallelujah. 13 Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt 0. gnug, daß ich Christum bei urbab Hallelujah. 14 Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu ich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Hallelujah. 15 Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit't, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Hallelujah. 16 Für diesen Trost, o großer eld, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelujah. Johann Heermann, 1585—1647. O Tod, Wo ist d Was kan wie grab Gott sei: 0 herrli durch I We sttä Da Chti Mi List und den Wsie! 0 sige der Kof LAbendi den Fe Rabrich hägt w Mahts: den stn olls li der Pein, llmächtig drein, er Hand: wird zu chand. betrübt? herzlich liebt. zelt stürb ab, i mir hab. stet mich; mich zu lich hin eibes bin. ehen sich en mich; bereitt, aurigkeit. großer Held, le Welt. Rößem Fleiß nd Preis. 365—10 Ostern 61 6² Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein(Nr. 148) 1 O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! 2 Wie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang, und dennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht: der Kopf ist ihr zertreten. 3 Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; alls liegt da überwunden. 4 Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hoͤlle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 0 Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. 6 Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 7 Da ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8 O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! (Nach Georg Weissel, 1590—1635.) Justus Gesenius, 1601—1678. 62 Ostern 63 Johann Crüger, 1649. 2 Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh er's vermeint und denket ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. — 5—— é ö— ———————.— Auf, auf, mein Herz, mit Freu-den, nimm wie kommt nach gro ßem Lei-den nun — ———— 2—— ö —— E——— * 2 wahr, was heut ge⸗ Mein Hei-land ein so gro-ßes Licht! 5 ů ö ö — 2——— —— war ge ⸗legt da, wo man uns hin— & ů [E V⁊— I— ——.—. +—.—— trägt, wenn von uns un ser — dn 355 II V M Geist gen Him ⸗ mel ist ge-reist. 3 Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel: nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. Die We mit ihtei se zirnt all Arbe Die Trü mein He das Ung die Nac I han an Chri wo meit da nimn Er reiße durch W er reiße ich bin Wach a die Sot Ernun den He der her Rebroch det Sich 6 undd sl vollfi undel gen Ind der g ger, 1649. nimm nun ei⸗land Ostern 63 4 Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 6 Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an Not und Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. . Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 1617. 6⁴4 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her(Nr. 149) 1 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegangen. Ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu empfangen, der heute durch des Todes Tür gebrochen aus dem Grab herfür, der ganzen Welt zur Wonne. 2 Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3 Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4 Quält dich ein schwerer Sorgen— stein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 6⁴ Ostern — Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 6 Es hat der Löw aus Judas Stamm heut siegreich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7 Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du auf⸗ stehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8 Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 9 Ach mein Herr Jesu, der du bist von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10 Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 1660—I1722. 6⁵ Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) 1 Ich geh zu deinem Grabe, du großer Osterfürst, weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zeigen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, auch mit des Himmels Erben ins Land des Lebens gehn. 2 Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. Du schlä daß iche on diesen u drück 60 soll wenn me ich werdt der mir Dein G. och bril wenn mi 0 bin ii Du wir der auch de werd der nich Willom aus dein Mit tri Im deir Derde nd he Wir ah Mi un de schallt Du tw nd hl Dau kein Rot, wachen er Welt Sheld; den. r du bist Lacht und List anden, gemein n ein, eben. Zeit 55 ichkeit dein Blut: straft und Mut, den. 1560—17²a² „ rde, cht scheut, legen, vermehtt, jen Ostern 65 3 Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4 Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5 Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6 O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft,; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 1672—1787. 66 Mel.: Christus, der ist mein Leben(Nr. 314) 1 Willkommen, Held im Streite, aus deines Grabes Kluft! Wir triumphieren heute um deine leere Gruft. 2 Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 3 In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied. Du trittst in unsre Mitten und bringst den Osterfried. 4 Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus. Wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5 Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, den Lebensweg uns bahne vom Grabe himmelwärts. 6 Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 5 SSSS.S.......... 66 Ostern — . Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8 Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 9 Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 6⁷7 Mel.: Jesus, meine Zuversicht(Nr. 327) 1 Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht: dies ist meine Zuversicht. 2 Jesus lebt! Ihm ist das Reich uͤber alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht: dies ist meine Zuversicht. 3 Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4 Jesus lebt! Sein Heil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben, reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht: dies ist meine Zuversicht. 5 Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht: dies ist meine Zuversicht. 6 Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1759. IV Himmelfahrt 67 hlich 0 Himmelfahrt Vorreformatorisch. 15. Jahrhundert. . ö F e S S SIISI.—— —— 7 3— 1 Christ fuhr gen Him-—mel. Was sandt er uns her⸗ H 2ee B— III— — R nie ⸗ der? Den Trö⸗ster, den hei-li ⸗gen Geist, zu st mein; 4 ö 3 Leben, E x— ů— 0 en nicht: Trost der ar-men Chri-sten-heit. Hal-le-lu-jah. . -U iiESEE wiß, scheiden, 2 Hal ⸗le lu⸗ jah, Hal⸗ le lu ⸗ jah, Hal⸗ nis, eiden. 0 Pfich. I.III...... RRRR 2— le ⸗ lu ⸗ jah. Des solln wir al ⸗le froh anot———.. Kben,* m spriht sein, Christ will un⸗ser Trost sein. Halele-lu- jah. 15. Jahrhundert. 50 68 Himmelfahrt 69 Mit Weglassung des doppelten Hallelujah auch nach der Mel.: Allein Gott in der Höh sei Ehr(Nr. 86) 15³7⁷. . 22—— V Auf die sen Tag be⸗den ken wir, daß und dan ken Gott aus höch-ster Bgier mit 0 2— + SISꝗDꝗD.....= Christ gen Him-mel gfah—ren, Bitt, er woll be⸗ wah ⸗ ren 0 2—7 . — Sün-der hier auf Erd, die wir von we⸗gen SII—— + Iis I man-cher Gfährd ohn ihn kein Hoff-nung ha V7 5—.—.— ö ů — IID‚.i‚ 2 + — ben. Hal⸗le lu⸗ jah. Hal ⸗le⸗ lu ⸗jah. * 2 3 Drum sei Gott Lob, der Weg ist Wer nicht folgt und sein Willen gmacht, tut, uns steht der Himmel offen. dem ists nicht ernst zum Herren; Christus schließt auf mit großer denn Gott wird auch vor Fleisch Pracht, und Blut vorhin wars alls verschlossen. sein Himmelreich versperren. Wers glaubt, des Herz ist freuden⸗ Am Glauben liegts. Wird der sein voll, echt, dabei er sich doch rüsten soll, wird auch gewiß das Leben recht dem Herren nachzufolgen. zu Gott im Himmel gerichtet. Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Himmelfahrt 69 4 5 Solch Himmelfahrt fängt in uns Dann wird der Tag erst freuden⸗ an, reich, bis wir den Vater finden wenn uns Gott zu ihm nehmen und fliehen stets die weltlich Bahn, und seinem Sohn wird machen tun uns zu Gottes Kindern; gleich, die sehn hinauf, er sieht herab, als wir denn jetzt bekennen. an Treu und Lieb geht ihn'n Da wird sich finden Freud und Mut nichts ab, zu ewger Zeit beim höchsten Gut. bis sie zusammenkommen. Gott woll, daß wirs erleben. Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Johann Zwick, 1496—-1542. 70 Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit Wittenberg 1535. ö ö I— e, e.... n, a 5 Auf Chri-sti Him-mel-fahrt al⸗lein ich und al-len Zwei⸗fel, Angst und Pein hier— 24—— SS....... mei ne Nach-fahrt grün⸗de Denn weil das mit stets ü⸗ber ⸗win⸗-de. 24 1722 + ............... 40—— Haupt im Him- mel ist, wird sei ne Glie- der .— 40 1 Je⸗sus Christ zur rech-ten Zeit nach-ho-len. 2 3 Weil er gezogen himmelan Ach Herr, laß diese Gnade mich und große Gab empfangen, von deiner Auffahrt spüren, mein Herz auch nur im Himmel daß mit dem wahren Glauben ich kann, mag meine Nachfahrt zieren sonst nirgends, Ruh erlangen, und dann einmal, wann dirs denn wo mein Schatz gekommen hin, gefällt, da ist hinfort mein Herz und Sinn, mit Freuden scheiden aus der Welt. nach ihm mich stets verlanget. Herr, höre doch mein Flehen! Nach Josua Wegelin, 1604—1640. 70 Himmelfahrt 2— Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27) 1 Ach wundergroßer Siegesheld, du Sündenträger aller Welt, heut hast du dich gesetzet zur Rechten deines Vaters Kraft, der Feinde Schar gebracht zur Haft, bis auf den Tod verletzet; mächtig, prächtig triumphierest, jubilierest; Tod und Leben, dir ist alles untergeben. 2 — Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben; weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Glorie bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. 3 Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder, ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4 Zieh, Jesu, uns, zieh uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Tun und Wandel sein, wo Zucht und Demut tritt herein, all üppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5 Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist, auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6 Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen. Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm doch, hilf noch, dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. Zue Herr uns wir und vom nach dir, und für ten. del sein, t herein, Rleiden, inden, den. dSchatz, er Platz, . ob en it, und List, a nagen, quälen elen. denthron, Havids Sohn, gen. 165 Blut wollen Ende hände. 505—160. Himmelfahrt 72 71 Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Mel.: Ach Gott und Herr(Nr. 143) Freiberg 1655. ö — 2* Zeuch uns nach dir, so kom⸗ men wir — 2—— ———5—6555 2 3——.— mit herz- li-chem Ver⸗lan gen hin, —.* 2———————* ——& 22 da du bist, Herr Je su 7 ꝛ 5 ö ö + SSSSS Christ, aus die ser Welt ge ⸗ gan-gen. 2 3 Zeuch uns nach dir, Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ so folgen wir uns deine Himmelsstege; dir nach in deinen Himmel, wir irrn sonst leicht daß uns nicht mehr und sind verscheucht allhier beschwer vom rechten Lebenswege. das böse Weltgetümmel. 4 Friedrich Funcke, 1642-1699. Himmelfahrt 73 Mel.: Alle Menschen müssen sterben Christoph Anton, 1651. Gro⸗ßer Mitt-ler, der zur Rechten sei· nes 92 und die Schar von sei-⸗nen Knechten in dem Reich der 1 E. +* — 4— 2—— 2 + 222—— 2 I + + 2——. Va ⸗ters sitzt Gna⸗den schützt, den auf dem er⸗hab⸗-nen Thro⸗ne ———.— in der kö-nig-li⸗chen Kro⸗ ne al-les Heer der 23—.——— K. +. ö E⸗wig-keit mit ver⸗ 2 Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht; da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 2 Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4 Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; hüll⸗tem Ant-litz scheut. du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5 Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6 Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach, 1693-1785. Siegesft höchstoer olle Hin u bist sollt ich und mei wenn m deine& und mei da der weil m Weit ut deine K und mi alle Hi srudig schau, uf au in. sen, iesen Ruhm. rtteten, beten; ot, her Zod. 1³⁵ Himmelfahrt ö 73 74 Mel.: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 73) 1 Siegesfürst und Ehrenkönig, höchstverklärte Majestät, alle Himmel sind zu wenig, du bist drüber hoch erhöht; sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensaug betracht deine Glorie, deine Macht? 2 Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3 Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen; schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hosianna dir. 4 Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5 Geist und Kraft nun überfließen, drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende weit und breit bis zum Weltende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. 6 Du kannst alles allerorten nun erfülln und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron. 7 Deine Auffahrt bringt mir eben Gott und Himmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben als vor deinen Augen da, fremd der Welt, der Zeit und Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in den Himmel schon versetzt, da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 1697—1769 74 Pfingsten Pfingsten 7⁵5 0— 15. Jahrhundert. Erfurt 1524. Komm, hei ⸗li⸗ger Geist, Herre Gott! Er⸗ ————— füll mit dei-ner Gna-den Gut dei-ner Gläubigen Herz, — — 5— ö* 8 ö Mut und Sinn, dein brün-stig Lieb ent⸗ —— ——————— zünd in ihn'n. O Herr, durch dei-nes Lichtes Glast zu — — X H.—ꝛß.— —— dem Glauben ver⸗-⸗sam-melt hast das Volk aus al-ler FH— +—— V1. — 7 Da. 15 Welt Zun ⸗ gen. Das sei dir, Herr, zu —— 5 I———— +—. Han — Lob ge⸗ sun⸗- 2 Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht ver⸗ Hallelujah, Hallelujah.[trauen. gen. zweite u Hal⸗le-lu-jah, Hal⸗le-lu-⸗jah. 3 Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deim Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hallelujah. Erste Strophe vorreformatorisch, nd dritte von Martin Luther, 1483— 1546. F R I Rf Du we⸗ lehr un dad wi der unt ahhtiele Pfingsten 76 Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. irfurt 1521 2 en,,. 2—.... 2. 0 2— tl Er⸗ Nun bit⸗ten wir den hei⸗ li- gen Geist um den 0—.— ,n Ta, nar, ninP hn Hen rech ten Glau-ben al⸗ler-meist, daß er uns be⸗ H ent⸗*—* hü⸗te an un⸗serm En-de, wenn wir heim⸗fahrn —— 72 ö ö On s“ — aus die⸗sem E⸗len-de. Ky ⸗ ri-e⸗leis. 2 3 al Ar Du wertes Licht, gib uns deinen Du süße Lieb, schenk uns deine Schein, Gunst, —. lehr uns Jesum Christ kennen laß uns empfinden der Liebe allein, Brunst, zu daß wir an ihm bleiben, dem daß wir uns von Herzen einander treuen Heiland, lieben der uns bracht hat zum rechten und im Frieden auf einem Sinn Vaterland. bleiben. lu⸗jah. Kyrieleis. Kyrieleis. 4 ßer inn Du höchster Tröster in aller Not, ubrhn hilf, daß wir nicht fürchten Ran idig bleiben, noch Tod, —1¹ daß in uns die Sinne nicht gar A e verzagen, Vlödigtel wenn der Feind wird das Leben h ringen, verklagen. Idit dringen. Kyrieleis. . Martin Luther, 1483—1546. torhh 545.—3 (Strophe 1 aus dem 13. Jahrhundert.) Pfingsten 77 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27) 1 O heilger Geist, kehr bei uns ein und laß uns deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssonne. Du Himmelslicht, laß deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten; zu dir kommen wir getreten. 9 Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3 Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auch leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4 Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 0 O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. Du süßer in unsre und schen daß unser dem Näch nd sich! gein Neil kein Stre dich betti Fied un Odu al 0 f all der du r mbesuch Geist! det durl ohn Auf höde, hö Du bsst die ein aun ic geb ich Ich eig 3 mein wiht selbst Du wi . l ang nichts laß de Gotte und y mich 6 daß wit und für, müssen. ssen, schauen zu bauen lamkaftt tterschaft n, nem Schuß Trutz n. wir wiedet wfinden, den. benshort, üßes Work nen, immermehr ichen Leht nen. e, t lonnen nd nennen. 6 Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. Pfingsten Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, 16506—1673. 78 O du allersüßste Freude, o du allerschönstes Licht, der du uns in Lieb und Leide unbesuchet lässest nicht; Geist des Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und halten wirst ohn Aufhören alle Dinge, höre, höre, was ich singe. 2 Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3 Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. Mel.: Werde munter mein Gemüte(Nr. 279) 4 Du bist weise, voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund; nun du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei, drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5 Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommen Herzens, sanften Muts, bleibst im Lieben unbeweget, tust uns Bösen alles Guts; ach verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 6 Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt, bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 78 Pfingsten 7 Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß mein Gott sich meiner freue. 8 Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 79 0 Berlin 1658. SS———— Zeuch ein zu dei⸗nen To -ren, sei mei⸗nes Herzens Gast, der du, da ich ge⸗bo-ren, mich neu ge⸗bo⸗ren hast, 0— + + + EDEEE—— *— o hoch-ge-lieb-ter Geist des Va⸗ters und des Soh-nes, mit 9 , di vriiin nnt in ——*—— 2 Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. bei⸗den gleiches Thro⸗nes, mit bei-den gleich ge⸗preist. 3 Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und ringet, bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann. Du bist e vom Trar Ruluuchest mit deine ch ja, u hast du n mir aufge un gild Du bist ein Freu wilst nie Jom, Der Fei wilst, de sch wied die volle Du, He die gan, hnmst 4 wie dir 0 gib! Iu Friel verknüp was fit mich eben. n Stab; ein Leben n Grab. steh, geh Freuden weiden. 1607-1676 rim 1658. henes, mit ge⸗ press. leahret, oll, et, ohl; an, ringet, get, Pfingsten 4 Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. — — Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind. 6 Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 7 Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 8 Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 9 Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt. 10 Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 11 Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns hier mit uns wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt, 1607—1676. Pfingsten 8⁰0 Cöln 1623. H4—.— + F 2 + ů 23— IIEEI———. O hei ⸗li⸗ger Geist, o hei-li-ger Gott, du 24—.—.— SSEEEE Trö⸗ster wert in er Not, du bist ge⸗ IE 4.— EEEE...... sandt vons Himmels Thron von Gott dem Va-ter und dem 4 ö CU— + +* N 4 4 — * 2— +— E— Sohn. O hei-li-ger Geist, o hei ⸗-li- ger Gott! 2 O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, danach zu lieben allesamt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3 O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4 O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5 O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6 VN O heiliger Geist, o heiliger Gott, 6 verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Altenburg 1651. öln 1623. H ist ge⸗ ind dem L Gottl ger Gott, n gättlich Wort; nen schon, Sohn. iger Gott! ger Gotl, nelspfort itterlich glich. e Gottl hurg 1651. Pfngsten 81 81 Meiningen 1693. 4 ——e.— — Komm, o komm, du Geist des Le-bens, dei ⸗ ne Kraft sei nicht ver ⸗ ge⸗bens, 2 RRRRRRR 12 2— 35*——— wah- rer Gott von E-wig-keit, ö ö sie er⸗füll uns je⸗der ⸗zeit; wird heist ants 4 Licht und Schein in dem dun- keln Her-zen sein. 2 Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nicht beginnen, als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 3 Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 4 Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 5 Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? O so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 6 O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 6 8² Pfingsten — Herr, bewahr auch unsern Glauben, Wenn wir endlich sollen sterben, daß kein Teufel, Tod noch Spott so versichre uns je mehr uns desselben mag berauben, als des Himmelreiches Erben du bist unser Schutz und Gott; jener Herrlichkeit und Ehr, sagt das Fleisch gleich immer nein, die uns unser Gott erkiest laß dein Wort gewisser sein. und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, 1620-1659. 82 Mel.: Wort des höchsten Mundes Kaspar Bachofen, 1733. 2— 4 LCLE 2 S Äelurrrerlr * —— 4 Schmückt das Fest mit Mai-en, las⸗set Blu⸗men denn der Geist der Gna-den hat sich ein-ge— +E ö— 2 S— ö —— öämeE streu⸗en, zün⸗det Op⸗fer an; la⸗ den, ma⸗chet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so * + H— ——.——.— wird sein Schein euch mit Licht und Heil er-fül- 2 4 ö 2——— 2— len und den Kum ⸗mer stil ⸗len. 2 3 Tröster der Betrübten, Laß die Zungen brennen, Siegel der Geliebten, wenn wir Jesum nennen, Geist voll Rat und Tat, führ den Geist empor, starker Gottesfinger, gib uns Kraft, zu beten Friedensüberbringer, und vor Gott zu treten, Licht auf unserm Pfad: sprich du selbst uns vor. gib uns Kraft und Lebenssaft, Gib uns Mut, du höchstes Gut, laß uns deine teuren Gaben tröst uns kräftiglich von oben zur Genüge laben. bei der Feinde Toben. Güldne schütte auf das lasse 8 die das wo deii und ve— hundert lah ihn Schlag über u wahre lah dei auch b. dämpfe laß un icht u ind de Gib zu Bolle führ u wohn en sterben, 1620—1659. chofen, 173. Pfingsten 83 4 Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5 Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut, laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6 Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus, wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7 Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8 Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt, dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 1673-1737. 83 Mel.: O Durchbrecher aller Bande(Nr. 169) 2 1 Geist des Glaubens, Geist der Rüste du mit deinen Gaben Stärke, des Gehorsams und der Zucht, Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller Himmelsfrucht; Geist, der einst der heilgen Männer, Kön'ge und Prophetenschar, der Apostel und Bekenner Trieb und Kraft und Zeugnis war. auch uns schwache Kinder aus, Kraft und Glaubensmut zu haben, Eifer für des Herren Haus; eine Welt mit ihren Schätzen, Menschengunst und gute Zeit, Leib und Leben dran zu setzen in dem großen, heilgen Streit. 6* 8⁴ 3 Gib uns Abrahams gewisse, feste Glaubenszuversicht, die durch alle Hindernisse, alle Zweifel siegend bricht, die nicht bloß dem Gnaden⸗ bunde trauet froh und unbewegt, auch das Liebste jede Stunde Gott zu Füßen niederlegt. 4 Gib uns Moses brünstges Beten um Erbarmung und Geduld, wenn durch freches Übertreten unser Volk häuft Schuld auf Schuld. Laß uns nicht mit kaltem Herzen unter den Verdorbnen stehn, nein, mit Moses heilgen Schmerzen für sie seufzen, weinen, flehn. 5 Gib uns Davids Mut, zu streiten mit den Feinden Israels, sein Vertraun in Leidenszeiten auf den Herren, seinen Fels; Feindeslieb und Freundestreue, seinen königlichen Geist und ein Herz, das voller Reue Gottes Gnade sucht und preist. Pfingsten ö 6 Gib Elias heilge Strenge, wenn den Götzen dieser Zeit die verführte blinde Menge Tempel und Altäre weiht; daß wir nie vor ihnen beugen Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, sondern fest als deine Zeugen dastehn, wenn auch ganz allein. 7 Gib uns der Apostel hohen, ungebeugten Zeugenmut, aller Welt trotz Spott und Drohen zu verkünden Christi Blut. Laß die Wahrheit uns bekennen, die uns froh und frei gemacht; gib, daß wirs nicht lassen können, habe du die Übermacht. 8 Schenk gleich Stephanus uns Frieden mitten in der Angst der Welt, wenn das Los, das uns beschieden, in den schwersten Kampf uns stellt. In dem rasenden Getümmel schenk uns Glaubensheiterkeit, öffn im Sterben uns den Himmel, zeig uns Jesu Herrlichkeit. 9 Geist des Glaubens, Geist der Stärke, des Gehorsams und der Zucht, Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller Himmelsfrucht; Geist, du Geist der heilgen Männer, Kön'ge und Prophetenschar, der Apostel und Bekenner, auch bei uns werd offenbar. Philipp Spitta, 18011859. O bomn und keh Herbreit Nerbann Oieß ar uht Ii jeg Ian He O, cgent lnm; nd m ö Oib u und gl Wsch der er lar sch fre a it W Au m HOaedull indem von al nge, ö et ZKit tenge ö eiht, beugen nicht zum Schein, Zeugen mz allein. und Drohen Blut. 3 bekennen, i gemacht; ssen können. der Welt, s hescheden. wf uns stelt. 3 uümmel heiterkeit den Himme) ichkeit Pfingsten 85 84 — Mel.: Lob Gott getrost mit Singen(Nr. 31) 1 4 O komm, du Geist der Wahrheit Es gilt ein frei Geständnis und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, daß jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann. 2 O du, den unser größter Regent uns zugesagt, komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit. 3 Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu, und mußt uns ganz befreien von aller Menschenscheu. in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium. 5 Fern in der Heiden Lande erschallt dein kräftig Wort, sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen sie in das Reich herein; ach, soll es uns genommen, für uns verschlossen sein? 6 O wahrlich wir verdienen solch strenges Strafgericht; uns ist das Licht erschienen, allein wir glauben nicht. Ach, lasset uns gebeugter um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuchter des Wortes lasse stehn. Du heilger Geist, bereite ein Zimaltfas nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, daß wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund. Philipp Spitta, 1801— 1859. 86 Trinitatis Trinitatis 132. Mein Schöpfer. Trinitarische Strophen, wie 245, 3. 258, 8. 85 15. Jahrhundert. Wittenberg 1524. 72 D ů — + + E 2 —— 2———— 2. 555 Wir glau-ben all an ei- nen Gott, Schöp-fer 0 ◻ + 2— +I.. + DRD— Himmels und der Er⸗den, der sich zum Va⸗ter ge⸗ben hat, CE ————=— ..———ßß——— ——3— daß wir sei- ne Kin⸗der wer⸗den. Er will uns all⸗-zeit er⸗ —⁵ —= ö , F.. ——— nähren, Leib und Seel auch wohl be-wah-ren; al-lem Un⸗fall 0 — 2 SSSSS................ h1 m H.* I+D — will er weh⸗ ren, kein Leid soll uns wi-der⸗fah⸗ren; 2 7—.—— ma ö 244½41 E 7 2 EEE 1 —— +2 27⁵ er sor ⸗ get für uns, hütt und wacht, ——— 148—— * D, 4. + D— + 7 hüt't und wacht, es steht al les in sei⸗ner Macht. ist ein wahrer Mensch geboren Wir glauben—. an Jesum Christ, durch den heilgen Geist im Glauben, seinen Sohn und unsern Herren, für uns, die wir warn verloren, der ewig bei dem Vater ist, am Kreuz gestorben gleicher Gott von Macht und Ehren,„5: und vom Tod: von Maria, der Jungfrauen, wieder auferstanden dur Gott. Wi gla Gott m e alle und mit die gan Uir lo sir de oah dr Rhierf Han srteg Lohl Trinitatis 87 3 hält in einem Sinn gar eben; Wir glauben an den heilgen Geist, hier all Sünd vergeben werden, — Gott mit Vater und dem Sohne, das Fleisch soll auch wieder leben; der aller Blöden Tröster heißt nach diesem Elend Werg 1521 und mit Gaben zieret schöne, ist bereit: die ganz Christenheit auf Erden uns ein Leben in Ewigkeit. — Martin Luther, 1483—1546. chöpfe V* Vorreformatorisch. Leipzig 1539. 4 SS.. II.. ben hat, Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für sei ne dar⸗um daß nun und nimmermehr uns rüh ren kann kein — 4 255. — IIEIEIEEEE e H. 2————.— lllzeit er⸗ Ssade⸗ ein Wohl-ge⸗falln Gott an uns hat, nun ist groß ———.—————.—. SSSSSIPIIII wagcht, Macht geboten m Glauben, n verloten, urch Gott. Fried ohn Un-ter⸗laß, all Fehd hat nun ein En„de. 2 3 Wir loben, preisn, anbeten dich; O Jesu Christ, Sohn eingeborn für deine Ehr wir danken, deines himmlischen Vaters, daß du, Gott Vater, ewiglich Versöhner der'r, die warn verlorn, regierst ohn alles Wanken. du Stiller unsers Haders; Ganz ungemeßn ist deine Macht, Lamm Gottes, heilger Herr und fort gschieht, was dein Will hat Gott, bedacht. nimm an die Bitt von unsrer Not, Wohl uns des feinen Herren! erbarm dich unser aller. 4 O heilger Geist, du höchstes Gut, du allerheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Mart'r und bittern Tod; abwend all unsern Jammer und Not; darauf wir uns verlassen. Nikolaus Deeius, 1541. 88 Trinitatis 8⁷7 Mel.: Nun danket alle Gott(Nr. 245) 55 1 3 Gelobet sei der Herr, Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Gott, mein Trost, mein Leben. mein Schöpfer, der mir hat des Vaters werter Geist, mein Leib und Seel gegeben, den mir der Sohn gegeben, mein Vater, der mich schützt der mir mein Herz erquickt, von Mutterleibe an, der mir gibt neue Kraft, der alle Augenblick der mir in aller Not viel Guts an mir getan. Rat, Trost und Hilfe schafft. 2 4 Gelobet sei der Herr, Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, mein Gott, der ewig lebet, des Vaters liebster Sohn, den alles lobet, was der sich für mich gegeben, in allen Lüften schwebet; der mich erlöset hat gelobet sei der Herr, ö mit seinem teuren Blut, des Name heilig heißt, Airg der mir im Glauben schenkt Gott Vater, Gott der Sohn Hotte das allerhöchste Gut. und Gott der heilge Geist.— imdu der m 5 hat er Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engel Schar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius, 1611—1684. mein Leben, st, geben, uickt, ift, schafft. II05 — — Trinitatis Darmstadt 1699. 6——.— TTTTT Wir glau-ben all an ei-nen Gott, Va⸗ter, Sohn und 6 CE 5— ö 155 heil-gen Geist, an den Her ren Ze ba oth, — +—.———.I—2 + den die Schar der En gel preist, der durch sei ne — ö ö — ᷣꝑ ꝑS. gro ße Kraft al les wir ket, tut und schafft. 2 8 Wir glauben auch an Jesum Christ, Wir glauben an den heilgen Geist, Gottes und Marien Sohn, der von beiden gehet aus, der vom Himmel kommen ist der uns Trost und Beistand leist und uns führt ins Himmels Thron, wider alle Furcht und Graus. der uns durch sein Blut und Tod Heilige Dreifaltigkeit, hat erlöst aus aller Not. sei gepreist zu aller Zeit. Tobias Clausnitzer, 1618—1684. 9⁰ Die Kirche Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche 89 Erfurt 1524. LV E 2— ......... ii ++ * Ach Gott, vom Himmel sieh dar⸗ ein und laß dich des er⸗ Wie we nig sind der Heilgen dein, ver⸗las⸗sen sind wir 0 — + 1— 2 3444.• . 5 ar ⸗men. ö 44 „ Ar men⸗ Dein Wort man läßt nicht ha-ben wahr, der Hii UU Ii Glaub ist auch ver-loschen gar bei al-len Menschen-kin-dern. 2 Sie lehren eitel falsche List, was eigner Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3 Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotzl wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns sollt meistern? 4 Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5 Das Silber, durchs Feuer siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6 Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther, 1483-1546. Die Kirche 91 littel 9⁰ Wittenberg 1529. E Ein fe⸗ste Burg ist un-ser Gott, ein gu⸗ te Wehr und Er hilft uns frei aus al-ler Not, die uns jetzt hat be⸗ 0 23— re DI— h des er⸗—— 2 i. ö sind vir Waf fen. Der alt bö se Feind mit Ernst ers jetzt .——— ö 89.4.. ů— vahr, der ten ö ö ů ö „ meint; groß Macht und viel List sein grau-sam Rüstung rfurt 1524. — i— kin⸗dern. ist, auf Erd ist nicht seins- glei—= chen. IHauf den 2 3 Plan, Mit unsrer Macht ist nichts getan, Und wenn die Welt voll Teufel wär reifen an wir sind gar bald verloren; und wollt uns gar verschlingen, Armen. es streit't für uns der rechte Mann, so fürchten wir uns nicht so sehr, den Gott hat selbst erkoren. es soll uns doch gelingen. rsiebenmal Fragst du, wer der ist? Der Fürst dieser Welt, funden; Er heißt Jesus Christ, wie saur er sich stellt, warten soll der Herr Zebaoth, tut er uns doch nicht; en. und ist kein andrer Gott, das macht, er ist gericht't: währetsein, das Feld muß er behalten. ein Wörtlein kann ihn fällen. rlannt und Schein„ je Lande. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein'n Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan pahren ren mit seinem Geist und Gaben. lechte Nehmen sie den Leib, hlen sein, Gut, Ehr, Kind und Weib: flechte laß fahren dahin, mmher findt sie habens kein'n Gewinn, sind das Reich muß uns doch bleiben. en. Martin Luther, 1483—1546. 14533—150 92 Die Kirche 91 Wittenberg 1543. 4. + — + ö 2—— U.—.— —8 II— Er⸗halt uns, Herr, bei dei- nem Wort und steu⸗re 2 —— + + dei ⸗ner Fein de Mord, die Je⸗sum Christum, 4 — + —— ————. dei⸗nen Sohn, wol-len stür-zen von dei⸗nem Thron. 2 3 Beweis dein Macht, Herr Jesu Gott heilger Geist, du Tröster wert, Christ, gib dei'm Volk ein'rlei Sinn auf der du Herr aller Herren bist, Erd; beschirm dein arme Christenheit, steh bei uns in der letzten Not, daß sie dich lob in Ewigkeit. gleit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther, 1483-1546. Straßburg 1525. Es wol⸗le Gott uns gnä⸗-dig sein und sei⸗nen Se⸗gen sein Ant-litz uns mit hel⸗lem Schein erleucht zum ew⸗gen 0 E—.—.— ID——.———— —————— Le 5 en daß wir er ⸗ken⸗nen sei⸗ ne Werk und 9 ij.. ö—„....— .— 22 2 9— .— 2.— ISIE———. — + kannt den Hei⸗den wer⸗den und sie zu Gott be⸗ keh—ren. Wär 0 s wär wir die vera die Die Kirche 93 06 2 3 So danken, Gott, und loben Es danke, Gott, und lobe dich — dich das Volk in guten Taten; die Heiden überalle das Land bringt Frucht und x und alle Welt, die freue sich bessert sich, und sing mit großem Schalle, dein Wort ist wohlgeraten. — daß du auf Erden Richter bist Uns segne Vater und der Sohn, — und läßt die Sünd nicht walten; und segne Gott der heilge Geist, — dein Wort die Hut und Weide ist, dem alle Welt die Ehre tu, Christum, die alles Volk erhalten, vor ihm sich fürchte allermeist. in rechter Bahn zu wallen. Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther, 1483—1546. überg 1548. — em Thton. röster wert, 93 Sinn auf Erdy hten Not, Mel.: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält(Nr. 95) dem Tod. oder: Es ist das Heil uns kommen her(Nr. 149) 1483—1540 1 2 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, Auf uns so zornig ist ihr Sinn; bburg 55 so soll Israel sagen, wo Gott hätt das zugeben, wär Gott nicht mit uns diese Zeit, verschlungen hätten sie uns hin — wir hätten müß'n verzagen, mit ganzem Leib und Leben; die so ein armes Häuflein sind, wir wärn, als die ein Flut er⸗ en Se⸗gen veracht von so viel Menschen⸗ ö säuft umewegen kind, und über die groß Wasser läuft ö die an uns setzen alle. und mit Gewalt verschwemmet. 3 Werk und Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei und wir sind frei: dStürlbe des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. — Martin Luther, 1483—1546. Die Kirche 9⁴ +* 4 2 2 2 2— .— Herr, nun selbst den Wa-gen halt, bald ab-seit geht —— ———.. sonst 0 Fahrt, das brächt— dem i der 94 SI......T + 4 E 6 .—.—.—. 3.——— —— 22— dich ver⸗ acht so fre vent=lich. 2 3 Gott, erhöh deins Namens Ehr, Hilf, daß alle Bitterkeit wehr und straf der Bösen Grimm, scheid, o Herr, und alte Treu weck die Schaf mit deiner Stimm, wiederkehr und werde neu, die dich liebhaben inniglich. daß wir ewig lobsingen dir. Huldreich Zwingli, 1484—15831. 9⁵ 1535. 0 x ö ö ꝑPSIISII Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn un⸗sre Fein⸗de toben, und er nicht unsrer Sach zufällt im Himmel hoch dort o⸗ben, E er Se V.——— E wo er Is⸗-ra-els Schutz nicht ist und sel-ber bricht der 0 E SI IIII P—— + 1 Fein⸗de List, so ists mit uns ver⸗lo=ren. 2 3 Was Menschenkraft und Witz anfäht, Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, soll billig uns nicht schrecken; die gänzlich sind verlassen. er sitzet an der höchsten Stäte, Der Gnaden Tür steht nimmer zu, der wird ihrn Rat aufdecken. Vernunft kann das nicht fassen, Wenn sies aufs klügste greifen an, sie spricht:„Es ist nun alls verlorn“, so geht doch Gott ein andre Bahn; da doch das Kreuz hat neugeborn, es steht in seinen Händen. die deine Hilf erwarten. Die dazu ihr A hilfn Vernv aufs! da du ürich 1529. — seit geht part, der eit lte Treu neu, n dit. 1194—1531. 1565. — de toben, ort o⸗ben, —— —.— bricht det Die Kirche 9⁵ 4 Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist dir wohlbekannt, hilf nur, daß wir nicht wanken; Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 5 Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet in rechter Lieb des Glaubens dein bis an das End beständig sein. Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 1493—1555. 96 Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(Nr. 91) 1 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 2 In dieser schwern betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End. 3 Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar sicher, W— 8 alt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an allem Ort. 4 Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Mut und Einigkeit, Geduld. — 0 Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh, viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6 Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch, und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 0 Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8 Dein Wort ist unsres Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts andres suchen mehr. Gib, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Himmelssaal. Nikolaus Selnecker. 1530—1592. Die Kirche ö Mel.: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn(Nr. 21) 0 1 2 V Verzage nicht, du Häuflein klein, Tröste dich nur, daß deine Sach obschon die Feinde willens sein, ist Gottes, dem befiehl die Rach und suchen deinen Untergang, Er wird durch einen Gideon, davon dir wird recht angst und bang: den er wohl weiß, dir helfen schon, ö dich gänzlich zu verstören und laß es ihn nur walten. V ö es wird nicht lange währen. dich und sein Wort erhalten. 3 So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Welt, Teufel und Höllenpfort und, was dem tut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen. ö Michael Altenburg, 1584 1640. 98 6 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 38) ö 1 sie müssen Wehr und Waffen Herr, unser Gott, laß nicht zu niederlegen, schanden werden kein Glied mehr regen. die, so in ihren Nöten und Be⸗ ö ö 4 ö hwerd ö bei Tag und Nuht an 1— Wir haben niemand, dem wir uns Güte hoffen— vertrauen, und zu dir rufen. vergebens ists, auf e auen; 2 it dir wir wollen Taten: Mache zu schanden alle, die dich und empfen, hassen, die Feinde dämpfen. ö die sich allein auf ihre Macht ver⸗—98 lassen. Il Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Du bist der Held, der sie kann N Armen, untertreten Il laß dichs erbarmen. und das bedrängte kleine Häuflein ö 3 retten. und schaff uns Beitand wider Wir traun auf— in unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden Hilf, Helfer! Amen. sie bald Freunde, Johann Heermann, 1535—1647. deine Sach l die Rach valten. Gideon, elfen schon, khalten. 1504—1640. nd Waffen derlegen, . jem wir uns hertrauen, Jenschenhilfe bauen; Taten tun lämpfen, er sie kam ntertreten ne Häuflein retten. wir schrein Namen: „ 1535—104 Die Kirche 9⁷ 99 Mel.: Da Christus geboren war Vorreformatorisch. Nürnberg 1544. ....— 2— — BE—— Treuer Wäch⸗ter Is-ra⸗el, des sich freuet mei⸗ne 2—5 1 2 45 5 55— Seel, der du weißt um al⸗les Leid dei⸗ner ar⸗men 00 ꝑPPSPI Chri⸗sten⸗heit, öo du Wäch⸗ter, der du nicht schläfst noch EEEEE schlummerst, zu uns richt 2 Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr; hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. ir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3 Hoherpriester, Jesu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut. 4 Sitzest nun ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt; dein hilf⸗rei⸗ches An⸗ge⸗sicht. 5 Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt, als gings mit der Welt zu End. 6 Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie anschau. 7 Treuer Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit. Trotz dem, der uns tu ein Leidl Gottes Straf ist ihm bereit. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 6 9 8 Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm, laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9 Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft: deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zu schand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. Die Kirche 10 Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zer⸗ bricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. —— Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlange hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gib uns Frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Heermann, 1585—1647. 100 Mel.: Christus, der ist mein Leben(Nr. 314) 1 Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List. 2 Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3 Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4 Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 5 Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt. 6 Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. Josua Stegmanu, 1588—1632. und Mann, an kann, ichwert zer⸗ bricht, zunicht, berbrennt erzen wendt, nt ein End. fürst, at zerknirscht nen Tod, ied bei Gott, diglichl freuen sich, ich. 1. 5835—1. m Segen Herr, Vermögen neht. Die Kirche 99 101 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 38) * 5 ö ö ö 1.————jñ Chri⸗-ste, du Bei-stand dei ner Kreuz⸗ge⸗ ner, 9——.— x n n,. 14 1.— 2— 1— X——— + mei⸗ne, ei ⸗le, mit Hilf und Ret-tung uns er⸗ ——̊ꝑ 85—.— ö ——5 f 5—.ED ů—1— * 2 2 E E—— +* 2 scheizne. Steu re den Fein-⸗den; ih re Blut-ge⸗ 3 7 Hμ— ————— + EEEEE rich⸗te ma⸗ che zu ⸗nich ⸗te. 2 3 Streite doch selber für uns arme Frieden bei Kirch und Schulen Kinder, uns beschere, wehre dem Teufel, seine Macht Frieden zugleich der Obrigkeit ge⸗ verhinder; währe. alles, was kämpfet gegen deine Frieden dem Herzen, Frieden dem Glieder, Gewissen stürze danieder. gib zu genießen. 4 Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Appelles von Löwenstern, 1594.—1648 7* 10⁰ Die Kirche Mel.: Zion klagt mit Angst und Schmerzen 1640. 4 F . i.. Zi ⸗on, gib dich nur zu-frie-den, Gott ist du bist nicht von ihm ge-schie- den, er hat H—..———— , B,,„ K ch bei dir d„ ö noch bei dir dar ⸗in, ů eionen Pa⸗ ter siin Wenn er straft, so liebt er auch; DEEI 53 — 7 2 AID———* dies ist sein be⸗lieb⸗ter Brauch: Zi on, ler- ne dies be⸗ H——.— E den⸗ken; war- um willst du dich so krän-ken? 2 4 Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen ach und weh, schweigt dein Heiland still dazu, gleichwie in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3 Berge, Felsen möchten weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn: dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod: Zion, du kannst doch nicht wanken aus den wohlgefaßten Schranken. Müssen schon allhier die Tränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen schon das beste Lied dir sein, muß dein Purpur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5 Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid; ei du wirst doch nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, daß der Herr dir solches tut: Zion, Gott wird dich schon stärken, auf den Herren mußt du merken. Ireue Id d Iib di derdii Hür di bt et Zion, Wal Die Kirche 10¹ — 6 7 Freue dich, es kommt das Ende O ihr Engel, Himmelserben, 191 und der Abend schon herbei; freuet euch mit Zion hier; — gib dich nur in Gottes Hände, denn die jetzt hat wollen sterben, = der dich nun will machen frei. soll nun leben für und für Für die Trübsal, Spott und Hohn und sich freuen ohne Zahl „Gott ist gibt er dir die Freudenkron: in dem schönen Himmelssaal: „ er hat Zion, du wirst wieder lachen, Zion, wer will dich nun scheiden drum so laß die Welt nur machen. von dem Lamm und ewgenFreuden? Joachim Pauli, 1636—1703. bt er auch; 103 Halle 1704. + 0 9—850 ö 2 2— ö— ne dies be⸗ 8⁸dö ö ö ö 33 35 Fah re fort, fah re fort, Zi-on, fahre fort im Licht, 231—— V ö — SS....IEEEEEE....— lrän ·klenꝰ 5—— mache dei⸗nen Leuchter hel⸗le, laß die er=ste Lie-benicht, 6.— ö IIIEESEE— semn,——————— das Stöhnen dit sein, n das Blut und Gut: icht grauen, t vertrauen. Ichmach und su-che stets die Le⸗bens⸗-quel-le; Zi⸗on, drin⸗-ge ö— j D— ö durch die en-ge Pfort, fah re fort, fah re fort! 2 3 Leide dich, leide dich, Folge nicht, folge nicht, Zion, leide ohne Scheu Zion, folge nicht der Welt, Trübsal, Angst mit Spott und die dich suchet groß zu machen; Hohne; achte nichts ihr Gut und Geld, sei bis in den Tod getreu, nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen; siehe auf die Lebenskrone; Zion, wenn sie dir viel Lust ver⸗ Zion, fühlest du der Schlange Stich, spricht, leide dich, leide dich! folge nicht, folge nicht! 10² Die Kirche 4 Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten, tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beide, das, was krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 2 Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott; stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchel⸗ schein dringe ein, dringe ein! 10⁴ Mel.: Dir, dir, Jehovah, will ich singen(Rr. 170) Wach auf, du Geist der ersten Zeugen, die auf der Maur als treue Wächter stehn, die Tag und Nächte nimmer schweigen, und die getrost dem Feind ent⸗ gegengehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2 O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn. Ach ⸗Herr, gib doch in deine Ernte 6 Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braͤut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! . Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß doch ja nicht lau dich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlasse, was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß, halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1670—I745. viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3 *— Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzu⸗ lehn. Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 80 gi de in l eil Ind b. Obleit den 9 ür, raft, rennet, chaft, ich kennet; gegebne Tür ür! , ich finden. t herbei; inten; dampf und ö Strauß, 1670—1745. euer Arbet stehn. siehe doc darein: Zahl der hte llein. mit klarn Worten sen Mund gelegt. Die Kirche 4 0 So gib dein Wort mit großen O bessre Zions wüste Stege Scharen, und, was dein Wort im Laufe die in der Kraft Evangelisten hindern kann, ö sein; das räum, ach räum aus jedem laß eilend Hilf uns widerfahren Wege; und brich in Satans Reich mit vertilg, o Herr, den falschen Macht hinein. Glaubenswahn O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ und mach uns bald von jedem kreis Mietling frei, dein Reich bald aus zu deines daß Kirch und Schul ein Garten Namens Preis. Gottes sei. 5 8 Ach daß die Hilf aus Zion käme! Laß jede hoh und niedre O daß dein Geist, so wie dein Schule Wort verspricht, die Werkstatt deines guten Geistes dein Volk aus dem Gefängnis sein, nähme! ja sitze du nur auf dem Stuhle O würd es doch nur bald vor und präge dich der Jugend selber Abend licht! ein, Ach reiß, o Herr, den Himmel daß treuer Lehrer viel und Beter bald entzwei sein, und komm herab zur Hilf und die für die ganze Kirche flehn und mach uns frei. schrein. 6 9 Ach laß dein Wort recht schnelle Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, S 3˙ laufen; da ich vor dir nur Staub und Asche es sei kein Ort ohn dessen Glanz bin. 20 und Schein. Du als der Brunngquell aller Güte Ach führe bald dadurch mit Haufen gibst selber mir etwas von deinem der Heiden Füll zu allen Toren ein. Sinn, Ja wecke doch auch Israel bald daß mich der Menschen Elend — auf jammern kann; und also segne deines Wortes drum bitt ich, Herr; o nimm mein Lauf. Bitten an. 10 Du wirst wohl wissen recht zu richten, der du ja aller Welt ihr Richter bist. Laß nur dein Wort den Streit hier schlichten, wenn deine Lieb in uns im Zweifel ist, und treib uns ferner, dich nur anzuflehn. Es wird doch endlich noch viel mehr geschehn. Karl Heinrich von Bogatzty, 1690—1774. Die Kirche 10⁵ Mel.: Mein Jesu, dem die Seraphinen Halle 1704. íᷓPPP— Dein Wort, o Herr, bringt uns zu ⸗sam⸗-men, daß es läßt an uns die sel⸗ gen Flam- men des S 438 E . 2—2 wir in der der Linie shn Wir werden durch das Wort der ehn. Glaubens und der Lie⸗bes 4 SSISIIIIIIIII.. 4 Gnaden auch zur Ge-mein-schaft je⸗ner Schar, die bei dem + —— — + 2 Nur Menschen, die von Gott ge⸗ boren, die unter Einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunderliebe sehn. Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist: das ist, was ihre Seele speist, nur das kann sie vollkommen laben. 3 Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; Herrn be⸗stän⸗dig war, ge⸗lockt und kräf⸗tig ein⸗ge⸗la⸗den. sein Wort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort; das ists, was wir mit einem Wort die heilige Gemeinde nennen. 4 Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu, das Herze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durchdringet 4 eele. D ein stehe nacht f sabalde Oie fal ud sie sie woll herheil Halle 1704. u, daß H 5 Wortder bei dem 0 la⸗den. pir kennen, Ort; nem Wort ꝛennen. die Rinder der Abba chreit; d die Sünder 1; it dem Ole Freude qu 115 Ruh, Leib und Seele. 5 Die eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins ver⸗ messen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft derHeilgen nicht das Kleinste missen. Johann 106 Die Kirche 10⁵ 6 Sie wallen mit vereinten Herzen durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und ö Fuß bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773. Cöthen 1733. 2 E. .. ESESEE EEEEA st. Kö⸗nig, Im⸗ma⸗ nu⸗ el Zi⸗ on hin-ge⸗gen, sei in nig ver⸗ gnü-⸗get, Ei⸗ Wr ist sie⸗get; ——;—:F——— — 22.— la⸗be be⸗bet, ihr Fein-de, und ge-bet die dein Her⸗ ze ö Flucht. mit himm⸗li⸗ scher Frucht; j——2 —.. I — II Le⸗ben, un⸗end⸗li ⸗-chen Frie⸗den, D 4.—.— I‚ z Freu⸗de die Fül⸗le ha 2 Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott: Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen, reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; ewig muß unsere Seele genesen in dem holdseligsten, lieblichen Wesen. t er uns be⸗schie-den. 3 Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen: Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 106 Die Kirche * 4 6 ö ö Zion, wie lange hast du nun ge. Streitet nur unverzagt, seht auf weinet? die Krone, Auf und erhebe dein sinkendes die euch der König des Himmels V. Haupt! anbeut; Siehe, die Sonne der Freuden selber Jehova wird Siegern zum erscheinet Lohne: V tausendmal heller, als du es ge- wahrlich, dies Kleinod, verlohnt glaubt. sich den Streit; Jesus, der lebet; die Liebe streitet nur unverzagt, seht auf regieret, die Krone, N die zu den Quellen des Lebens selber Jehova wird Siegern zum dich führet. Lohne. . x 5 0 Laufet nicht hin und her, eilet zur Droben am Stuhle des Lamms ö Quelle; wird man sehen Jesus, der bittet: Kommt alle zu mirl eine gewaltige, siegende Schar Sehet, wie lieblich, wie lauter deine unendliche Hoheit erhöhen; II und helle alles, was Odem hat, ruft: Er fließen die Ströme des Lebens ist's gar! allhier. Sehet, wie Kronen und Throne Trinket, ihr Lieben, und werdet hinfallen; erquicket; höret, wie donnernde Stimmen hier ist Erlösung für alles, was erschallen: drücket. ů 8 Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre, . Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. Alles, was in mir ist, lobe den Herren! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773. Nsu, dl Haupte! egne m wolsten demnes slücke n Ich, dei Onade, deinen uo sie Mter a ie du O wie die dit o wie Du we wemn Hie sic IW u ich ve und v wünsc stärke Leite seht auf Krone, Himmels anbeut; egern zum Lohne: „verlohnt Streit; seht auf Krone, iegern zum Lohne. es Lamms an sehen e Schat it erhöhen; ruft: Er ts gar! nd Throne infallen; Stimmen schallen: Ehre, 1903—175• Die Kirche 10⁷ Mel.: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228) Jesu, der du bist alleine Haupt und König der Gemeine, segne mich, dein armes Glied; wollst mir neuen Einfluß geben deines Geistes, dir zu leben; stärke mich durch deine Güt. 2 Ach, dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3 O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie mich's oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4 Ich umfasse, die dir dienen; ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, Leite sie in deinem Licht. — Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. 6 Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. — Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8 Ach, du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein. 9 Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammenkommen und, von allen Flecken rein, da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Die Kirche 108 Mel.: O du Liebe meiner Liebe Herrnhag um 1740. *——.——.—.— ner durz ere ꝑ 31*—j Herz und Herz ver⸗eint zu ⸗-sam-men sucht in Got⸗tes Las⸗set eu⸗ re Lie-bes-flammen lo-⸗dern auf den 4 +—— — 2—*— + er Lant 94 Er das Haupt, wir sei ne Glie⸗der, 48— S F᷑T* 2 ——.— er. . er das Licht und wir der Schein, er der Mei⸗ster, —. Sä,— 8 93— 5 +———— wir die Brü⸗ der, er ist un ⸗ser, wir sind sein. 2 4 Kommt, ach kommt, ihr Gnaden- Hallelujah, welche Höhen, kinder, und erneuert euern Bund, schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu aus Herzensgrund; und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3 Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag tut. welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 5 Ach du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja verbinde in der Wahrheit, der du selbst die Wahrheit bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ist. Aabe, ho haß man o mal migen E Hunde a h ein nir, als shen ar 9 um 1740. hen, Gnad, ze sehen, t; heister, und ist, eister, bist „vereine har, meine, Die Kirche 6 0 Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: 109 Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: wir, als die von einem Stamme, also wird die Welt erkennen, stehen auch sür einen Mann. daß wir deine Jünger sein. 25 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. 109 Mel.: Errett mich, o mein lieber Herre Lyon 1547. — Q 2—— —— O daß doch bald dein Feu⸗er brenn⸗te, du un⸗aus⸗ N + und bald die gan⸗ze Welt er⸗ 12 II —— ö V kenn⸗-te, daß du bist Kö- nig. Gott und Herr! 2 4 Zwar brennt es schon in heller Verzehre Stolz und Eigenliebe Flamme und sondre ab, was unrein ist, jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West und mehre jener Flamme dir, dem für uns erwürgten Lamme, Triebe, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. die nur auf dich gerichtet ist. — 3 5 Und noch entzünden Himmels- Erwecke, läutre und vereine funken des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnaden⸗ so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken scheine und heilen Sünd und Höllenschmerz. dein Heil noch jedem offenbar. 110 Die 6 Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht ver— gebens, ach zünd in unsern Herzen auch. 7 Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. Kirche 8 Beleb, erleucht, erwärm, ent⸗ flamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held. 9 Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. In J. A. Kannes„Auserlesenen christlichen Liedern.“ Erlangen 1818. 1 10 Mel.: Jesus, meine Zuversicht(Nr. 327) 1 Eine Herde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag erscheinen wird. Freue dich, du kleine Herde, mach dich auf und werde licht. Jesus hält, was er verspricht. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden, blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht. 3 Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die RNacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht. Jesus hält, was er verspricht. 4 Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. 0 Gräber harren aufgetan: rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine, Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6 O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht!l Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 17671845. värm, ent⸗ flamme weite Well ölerstamme st und Held. Millionen nien, hen wohnen, hes Lammes hin. langen 1618. Rebel flieht Helle, Wüste kniel nsquelle, ulicht. erspricht. an: ebeine, ngel Vahn, n, erscheine e Lichtl eerspricht rlichkeit ie Sonne und breit Fried un Wonne! verde Lichl Ferspricht. 17⁰⁷ 15⁰ — + I 7 *— * 2 Die Kirche 111 Mel.: Triumphiere, Gottes Stadt Halle 1704. Auch nach der Mel.: Nun komm der Heiden Heiland(Nr. 7) +—,— —.— +* RTRT — Wal⸗te, wal⸗ te nah und fern, all-ge⸗wal⸗ tig —4 CEU Wort des Herrn, wo nur sei-ner All-macht Ru 4 SZE. Men⸗schen für den Him--mel schuf. 2 5 Wort vom Vater, der die Welt Wort des Lebens, stark und rein, schuf und in den Armen hält alle Völker harren dein: und der Sünder Trost und Rat walte fort, bis aus der Nacht zu uns hergesendet hat; alle Welt zum Tag erwacht. 3 6 Wort von des Erlösers Huld. Auf zur Ernt in alle Welt! der der Erde schwere Schuld Weithin wogt das reife Feld; durch des heilgen Todes Tat klein ist noch der Schnitter Zahl, ewig weggenommen hat; viel der Garben überall. 4 7 Kräftig Wort von Gottes Geist, Herr der Ernte, groß und gut, der den Weg zum Himmel weist weck zum Werke Lust und Mut, und durch seine heilge Kraft laß die Völker allzumal Wollen und Vollbringen schafft; schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774— 1841. Die Kirche 11² Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) 1 Der du zum Heil erschienen der allerärmsten Welt und von den Cherubinen zu Sündern dich gesellt, den sie mit frechem Stolze verhöhnt für seine Huld, als du am dürren Holze versöhntest ihre Schuld: 2 2 Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3 Im schönen Hochzeitskleide von allen Flecken rein führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4 Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 5 Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunnguell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 6 So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Götzen frönet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert Knapp. 1798— 1864. cer i der für und un uuste L gehören dein Mnm hekeite hene K Letbirg has Gr oon dei Raht u 0 selb nuch de msre K nd kei der nich Dum Dem A slr den ber M sagt, ind rät OHen ebm dum f Send 0 dil ft um M Uohl! Hauft m Rei Da Il wil hat, Deu e werden, rden n, -Lbol Die Kirche 113 113 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Nr. 311) 1 Einer ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen und uns erkauft mit seinem Blut; unsre Leiber, unsre Herzen gehören dir, oMann der Schmerzen, in deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite dir zum Ruhm deine Kinder. Verbirg uns nicht das Gnadenlicht von deinem heilgen Angesicht. 2 Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat; unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3 O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4 Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern. Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zieh uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. 5 Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6 Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dirꝰ Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume. weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798-1864 Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 8 Die Kirche 114 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Nr. 311) Zieht in Frieden eure Pfade. Mit euch des großen Gottes Gnade und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, gehts unter Sonnenschein und Stürmen Sonntag und getrost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn. Er sei euch nimmer fern spät und frühe. Vergeßt uns nicht in seinem Licht, und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Knak, 1806—1878. Gottesdienst 115 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her(Nr. 149) 1 Wir Menschen sind zu dem, o Gott, was geistlich ist, untüchtig; dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig, wir wissens und verstehens nicht, wo uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiset. 2 Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein Will und deine Rechte. Zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3 Für solches Heil sei, Herr, gepreist; laß uns dabei verbleiben und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 4 Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft und reichlich bei uns wohne. 5 Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6 Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. Achhi deme unde in un niel 5 bewal in fei Laß den 2 gib, in Al kottee hilfev Ind! ö und Nacht. im Herrn. in Angesicht. 1905—195 pötter Hauf abwende ihnen drauf ein Ende. onner Kraft, us haftt wohne. x d das Herf echt fassen, Freud un Schmerz t lassen, nur allein Titer sein bringen. Sonntag und Gottesdienst 115⁵5 . Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8 Laß uns, solang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden; gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen. 116 9 Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen; erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10 Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke, 1603—1680. Görlitz 1648. ö ö—5 SSDSD—— Herr Je ⸗su Christ, dich zu uns wend, dein'n + — ů——— heil-gen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er — △ uns re⸗ gier und uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3 Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! Und schauen dich von Angesicht in ewgem Heil und selgem Licht. 4 Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Altenburg 1648. 8* Sonntag und Gottesdienst Herr Je-su Christ, dich zu uns wend, dein'n 4.—...— + , heil⸗gen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er ö— 5— uns re⸗ gier und uns den Weg zur Wahriheit führ. 2 Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3 4 Bis wir singen mit Gottes Heer: Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Heilig, heilig ist Gott der Herr! dem heilgen Geist in einem Thron; Und schauen dich von Angesicht der heiligen Dreieinigkeit in ewgem Heil und selgem Licht. sei Lob und Preis in Ewigkeit. 11⁷7 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 59) 1 3 Gott Lob, der Sonntag kommt Das ist der rechte Sonnentag, herbei, da man sich nicht gnug freuen mag, die Woche wird nun wieder neu. da wir mit Gott versöhnet sind, Heut hat mein Gott das Licht daß nun ein Christ heißt Gottes gemacht, Kind. mein Heil hat mir das Leben Hallelujah. bracht. Hallelujah. Mein Gott, laß mir dein Lebens⸗ 2 wort, Das ist der Tag, da Jesus Christ führ mich zur Himmelsehren⸗ vom Tod für mich erstanden ist pfort; und schenkt mir die Gerechtigkeit, laß mich hier leben heiliglich Trost, Leben, Heil und Seligkeit. und dir lobsingen ewiglich. Hallelujah. Hallelujah. Johann Olearius, 1611-1684. Hert, jeh m laß m lab n AAIRNRET IR lhser sm ⁰ n Ius Hute Rußt dem Sohn, em Thron; eit Cwigkeit. nnentag, reuen mag, öhnet sind, ißt Gottes Kind. ein Lebens wort, melsehren⸗ pfort eliglih glich II-L Sonntag und Gottesdienst 1² Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) 1 2 Herr, öffne mir die Herzenstür, Dein Wort bewegt des Herzens zieh mein Herz durch dein Wort Grund, zu dir, dein Wort macht Leib und Seel laß mich dein Wort bewahren gesund, rei laß mich dein sei n, dein Wort ists, das mein Herz Kind und Erbe n. dein Wort 2 erfreut, gibt Trost und Seligkeit. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkͤeit. Johann Olearius, 1611-1684. 119 Johann Rudolf Ahle, 1664. 2.m ö DA 11½1 —.——.—4 ei — — Liebster Je⸗su, wir sind hier „ dich und dein Wort len⸗ke Sin-nen und Be⸗ gier auf die sü ⸗ßen 2— S. i. 2———— + 65 an⸗zu⸗hören; daß die Her-⸗-zen von der Er-den Himmels⸗leh- ren, 423 ö u ö 2 — + ganz zu dir ge zo ⸗-gen wer-den. 2 Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; öffne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, tun und dichten unser Bitten, Flehn und Singen mußt du selbst in uns verrichten. laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer, 1618-16684. 3 O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, Sonntag und Gottesdienst 12⁰ Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. 119) Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brot, segne unser Tun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenk, 1634-1681. 12¹ Mel.: Gott des Himmels Großer Gott von alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt: heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf. 2 Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. — Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, und der Erden(Nr. 266) wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet und singt, daß es durch die Wolken dringt. 4 Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. — O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648—1715. 12² Mel.: Unser Herrscher, unser König 0 Bremen 1680. TA ö—.—— Tut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te, führt in Got⸗tes ach wie wird an die-sem Or-te meine See ⸗le 3 55.— IIFFF————— E —— Haus mich ein; sräh eUch seint Hier ——— ist Got-tes An- ge- sicht, V — — 2 — hier ist lau-ter Trost und Licht. W bin, Imme d 9 du L ist lo Jich do lad es d aß in Heiliged daß meit ein gefü Heilige seh das Mache! wenn de gib mir ind wa Rräge n laß es sen, erben lserben. 1661. gedenkt singt, dringt. dienen? Bort, Bienen rtꝰ Nacht racht. r Amen, ntum. en, , hehn, sehn. 40W-1115 nen 1600. — —— Hot les Zee ⸗le Sonntag und Gottesdienst 2 Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hinein, laß es deinen Tempel sein. 3 Laß in Furcht mich vor dich treten, heilige du Leib und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilige du Mund und Ohr, zieh das Herze ganz empor. 4 Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt, gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 119 W — Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben, halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6 Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. 7 Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kanm; lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 123 Mel.: Wunderbarer König(Nr. 255) Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitten. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder. 2 Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht i dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3 Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 12⁰ 4 Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5 Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 6 Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten Sonntag und Gottesdienst und der Sonne stille halten: laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 0 Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit; laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8 Herr, komm in mir wohnen, laß mein Herz auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 12⁴ Mel.: O Durchbrecher aller Bande(Nr. 169) oder Mel.: O du Liebe meiner Liebe(Nr. 106) 1 Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun. 2 Hallelujah, Ja und Amenl Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760. * Hallhujah schbner ale Hete füh Dem das de durch Racht das Süßer Rv Lonntag, Hller Tag Hit, in d Zuunde v u vettrei Ich wie ucht als e mich des V. A hat Hen Sch uht nur Fule hab Ium ich Rihe di tom au id an! uset He durh ins Gef hene sut dem Sonntag und Gottesdienst 12⁵ Mel.: Unser Herrscher, unser König(Nr. 122) 1 Hallelujah, schöner Morgen, schöner als man denken mag! Heute fühl ich keine Sorgen, denn das ist ein lieber Tag, der durch seine Lieblichkeit recht das Innerste erfreut. 2 Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Ewigkeit, du vertreibst mir alles Leid. 3 Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4 Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gottes Wort für mich. 0 Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6 Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund, mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet und singt, solches in dein Herze dringt. 7 Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbats bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1701-1762. 12 Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 135) 1 Zeige dich uns ohne Hülle, ström auf uns der Gnade Fülle, daß an diesem Gottestage unser Herz der Welt entsage, daß durch dich, der starb, vom Bösen uns Gefallne zu erlösen, deine glaubende Gemeine mit dem Vater sich vereine. 2 O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbatstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, was die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbat ewig währet! 12² Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was von dort herab ich höre, sinds nicht Überwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbat deiner Treuen. Sonntag und Gottesdienst Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock, 17241808. 12⁷ Mel.: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 326) 1 Das ist eine selge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt und das Herz von Herzensgrunde tief in deine Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, das erfüllet unsre Zeit mit der höchsten Seligkeit. 2 Jesu, deine Gnadenquelle fließt so gern ins Herz hinein, deine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein; und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unaufhörlich schöpfen soll. 3 Nun so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein; in dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen; wie Maria still gesessen, da sie deinen Mund gehört, also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761. 128 Mel.: Ringe recht, wenn Gottes Gnade(Nr. 173) 1 Zions Stille soll sich breiten um mein Sorgen, meine Pein; 2 Ebnen soll sich jede Welle, denn mein König will sich nahn; denn die Stimmen Gottes läuten nur an einer stillen Stelle Frieden, ewgen Frieden ein. legt Gott seinen Anker an. 3 Was gewesen, werde stille; stille, was dereinst wird sein. All mein Wunsch und all mein Wille gehn in Gottes Willen ein. Rudolf Kögel, 1829—1896. Iur Ronfirr Heher. I Ussionslied 20 Gott 06 Rensch, Idiesene lb ihm Imt an de MWer sich i seinem 6 Bater 2 Gott H dich K deinem seiner Zun alte sein Ms er v auf soll IGott mein er Lem er! Ler it, Ulreine in Tuf 0 diese isdi zaGot aadhaft 0 fe 0 dich Taufe und Konfirmation 123 aunde Taufe und Konfirmation ande Zur Konfirmation Loblieder wie 243. Nun lob. 247. Man lobt dich. 252. Bis n Tage hieher. Fesuslieder wie 196. Such wer da will. 200. Ich will dich lieben. Lag Pafsionslieder wie 44, 4 5. Mein Lebetage.. Ich will.. 55. Eines wünsch ich. es wage,— Heiligung: 164: Lasset uns mit Jesu ziehen. IGnaden n 129 er ringen, gen. Mel.: Was mein Gott will, das gescheh allzeit(Nr. 210) V2—1505 Was diese Welt in Armen hält, Sei Gott getreu, halt seinen Bund, muß alles noch vergehen; O Mensch, in deinem Leben. sein liebes Wort bleibt immerfort Leg diesen Stein zum ersten Grund, ohn alles Wanken stehen. sen; bleib ihm allein ergeben. 5 D fi iner T——060 l Denk an den Kauf in deiner Tauf, Sei Gott getreu, der immer sich ue da er sich dir verschrieben ser Bil hei seinem Eid, in Ewigkeit ½ als Vater dich zu lieben. 2 Sund Sei Gott getreu von Jugend auf, Lann laß dich kein Lust noch Leiden mad in deinem ganzen Lebenslauf Mundt von seiner Liebe scheiden. lin. Sein alte Treu wird täglich neu, rgesen, auf sein Wort kannst du bauen. 4 Was er verspricht, das bricht er ehött, nicht, stt 1• drauf sollst du kühnlich trauen. 12³⁰ 3 Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet. Wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Belle, Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, sich nahn kein Teufel kann ihm schaden; telle wo diese Wehr steht um dich her, an. da ist dir wohl geraten. 4 Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. läßt treu und gnädig finden. Streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht. Wär je ein Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder aufzustehen. 6 Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden. Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 7 Wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnaden⸗ lohn im Himmel dir aufsetzen. Da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franck, 1609—1667. Taufe und Konfirmation 13⁰ Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. 119) Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben; dieses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man sie zu dir hin führe, denn das Himmelreich ist ihre. 2 Ja es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3 Darum eilen wir zu dir: nimm das Pfand von unsern Armen; — tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4 Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe— — Nun wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja den Namen, den wir geben schreib ins Lebensbuch zum Leben, Benjamin Schmolck, 1672-I1737. 131 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) oder Mel: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 224 II) 1 Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christum eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt. — Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3 Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4 Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. VHgebe di Hab, Seel Abecke mil m nimms 65 sei in Iernicht,s F Hen he it deine 1us all kaut Schlieh ein scihen I bin Rein 96 herfür nen, uf Erden werden. flein an, n Gliede. die Bahn, Friede, e Rebe umgebe. Herz angen; lwätts zen; ir geben mm Leben, 572-1⁷³ urcht und Liebe, gesagt, em Triebe ewagt; 15 Grab zerken ab. iner Seit te sthn schreit ren gehn Gnaden an/ all gelal Taufe und Konfirmation 12⁵ 5 6 Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Leib, Seel und Herz zum Opfer Gott Vater, Sohn und heilger Geist; hin; halt mich in deines Bundes erwecke mich zu neuer Treue Schranken, und nimm Besitz von meinem Sinn. bis mich dein Wille sterben heißt. Es sei in mir kein Tropfen Blut, So leb ich dir, so sterb ich dir, der nicht, Herr, deinen Willen tut. so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 1693-1735. 13² F. H. Christoph Meyer, 1741. . sei mei⸗nes Le⸗bens ei, Mein Schöpfer, steh mir bei, 134 dein Au⸗ge lei⸗te mich, bis mir mein Au⸗ ge 5 · SSS——.— Licht; 2—— 10 Rricht—— leg ich Herz und Glie-der vor SS..EEE. und wid⸗me mei⸗ ne dir zum Op⸗fer nie-der — ö x ö Kräf ⸗te *— für dich und dein Ge⸗schäf-te. Du 77 —. r.... 22— willst, daß ich der Dei⸗ne sei: mein Schöpfer, steh mir beil! 2 3 Mein Heiland, wasche mich Mein Tröster, gib mir Kraft, mit deinem reinen Blut, wenn sich Versuchung zeigt, das alle Flecken tilgt regiere meinen Geist, und lauter Wunder tut. wenn er zur Welt sich neigt. Schließ mich verirrten Armen Lehr mich den Sohn erkennen, ganz ein in dein Erbarmen, ihn meinen Herren nennen, daß ich von Zorn und Sünde sein Gnadenwort verstehen, hier wahre Freiheit finde. auf seinen Wegen gehen. Ich bin voll Sünden ohne dich: Du bist, der alles Gute schafft: mein Heiland, wasche mich! mein Tröster, gib mir Kraft! 126 Taufe und Konfirmation 4 Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte 0 zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Johann Jakob Rambach, 1693—1735. 133 Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. Das heilige Abendmahl —2 — — — I— — 8* 2— E— + Gott sei ge⸗lo-bet mit sei⸗nem Flei⸗sche und mit sei-nem Blu⸗te; und ge⸗-be⸗ne⸗ dei et, der uns das gib ö 2 — 2—— 2 — ö ö — 2 E sel⸗ber uns, Herr Gott, zu gu ——— spei pei set dn=* 4 27 Ky⸗ri ⸗ e lei⸗son. Herr, durch — +—— dei⸗nen hei⸗li⸗gen Leichnam, der von dei- ner Mut-ter ö ö ö ö + D — ö 4 31— kam, und das hei ⸗li ⸗ge Blut hilf uns, —.—v N— ——— + 2 + 11 r V Herr, aus Der heilge Leichnam ist für uns Herr, dein Lieb so groß dich —— al ⸗ler Not. gegeben Ky ⸗ ri ⸗ e zum Tod, daß wir dadurch leben. daß dein Blut Nicht größre Güte konnte er uns schenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison. daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. lei⸗s zwungen hat, an uns groß Wunder tat und bezahlt unsre Schuld, Hott geb dah wir in lechter Dah uns shrieleiso O Iqu, au meine hu Fteu laß mich Me kam des him nd dies. de uns Hie soll OHem, Heseiset 0 selbst IY lob slr alle sit dein die du Dr da In Un ir dan und hei Di da 5 fi dit dat D0s m , men. ine heißt Geistl 693—1735 hilf uns, Das heilige Abendmahl 3 Gott geb uns allen seiner Gnade Herr, Segen, 12⁷ dein heilger Geist uns nimmer laß, daß wir gehn auf seinen Wegen der uns geb zu halten rechte in rechter Lieb und brüderlicher Treue, aß, daß dein arm Christenheit daß uns die Speis nicht gereue. leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison. Kyrieleison. Martin Luther, 1483—1546. 13⁴ Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren(Nr. 244 1 O Jesu, meine Wonne, du meiner Seele Sonne, du Freundlichster auf Erden, laß mich dir dankbar werden. 2 Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? —5 Wie soll ich dir es danken, O Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4 Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. h Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Tränen. 6 Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7 Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8 Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür mein Herz dich preise. 9 Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10 Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 11 Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 12 Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 1607—1667. Das heilige Abendmah. 135⁵ Johann Crüger, Berlin 1649. 0 22 ö—. ö ö ——.— I—.— +—— E 2 Schmücke dich, o lie be See ⸗le, komm ans hel ⸗le Licht ge⸗ gan⸗gen, 2 ö— 5— 2— 65* 25— 7 ö———— laß die dunk⸗le Sün⸗den ⸗ höh=le, fan ⸗ ge herr-lich an zu pran⸗ gen; —— 2— + 2— 5. denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu — R— ö ———— 2—..—— ö Ga⸗ste la⸗ den; der den Him-mel kann ver⸗ — CE. + 2—.——— ö Iü.—.3 wal ⸗ten, will jetzt Herberg in dir 2 Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten; eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen; sprich: Mein Heil, laß dich um— fassen, von dir kann ich nimmer lassen. hal⸗ten. 3 Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! Heilge“ mimmten Das Ge ind die nachet, Hert, di Mauch der dein Nsu, m Fsu, n Nsu, d Lbensg hier fal laß mic dieser d mit zum Herr J. bu Bri wir kon wie du dein und Ur u esse erlin 1540. hal⸗ten. deiner Güte! nit Träneh zu sehnn u dürstel 1 Ben gereine! Das heilige Abendmahl 4 Heilge Lust und tiefes Bangen, nimmt mein Herze jetzt gefangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zufinden, der dein Allmacht sollt ergründen? 5 Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 129 6 Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. — . Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 1618—1677. 136 Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu dir(Nr. 140 II Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden, wir kommen, deinen Leib und Blut, wie du uns hast geladen, zu deiner Liebe Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken. 2 O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke; schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. 3 Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft eingehn zur Himmelsbürgerschaft und ewig selig werden. Chemnitz 1713. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 9 Das heilige Abendmahl 137 Mel.: An Wasserflüssen Babylon(Nr. 44) 1 Ich komme, Herr, und suche dich, mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würdge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh, ich suche Ruh und finde sie im Glauben der Erlösten. 2 Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist voll⸗ bracht! Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3 So freue dich, mein Herz, in mir, er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4 Dein ist das Glück der Seligkeit, bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen.“ — Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Komm, stoͤmtau Olle hi am dem Daß ich mich in ind in das ist! Iwar he wonn ich ist au liglich! Naß ich hlibt n d ich llb sein Ler ic duc sei Her sch Rimmer dd ich her am wirsein men E I wi we ent Sund! behn m ah ich Nr mit sanst u t nit Vihh ich in vas w „in mit, he hier inden. ich schon, rost, mein Sohn, ben; getauft, n. Seligkei, uben herheit nit dit bleib an mir, ngen. dich, gen mic igen.“ -r erkauft, Das heilige Abendmahl 131 · 138 Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 135) 1 Komm, mein Herz, in Jesu Leiden strömt auch dir ein Quell der Freuden. Stille hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Lebensfürsten. Daß ich einen Heiland habe, mich in seinem Heile labe und in sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 2 Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; nimmer will ichs nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagtund schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4 Ach wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver— ö wunden, wenn mir dieses Lichtentschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 0 O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe. Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6 Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet; daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 7 Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8 Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die matte Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9 Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 9*³ 10 Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sündund Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. Das heilige Abendmahl 11 Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761. 139 Mel.: Aus meines Herzens Grunde(Nr. 263) Kommt her, ihr seid geladen, der Heiland rufet auh, der süße Herr der Gnaden, an Huld und Liebe reich; der Erd und Himmel lenkt, will Gastmahl mit euch halten und wunderbar gestalten, was er in Liebe schenkt. 2 Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Angste weg, kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Lebensweg. Empfangt die Himmelslust, die heilge Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3 Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säumnis; empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab. 4 O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Verwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram. Was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein Herz ist gar durchflossen vom süßen Liebesgeist. 5 Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht. Verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 6 Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn, verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die selge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Zum E W5. M qualen, len, innen, innen, abe, n Grabe, ihn ehret, öret. B-I 0l. n, hmerzen, fleußt, „ flossen Zeele, icht. Seele, Herrn, ru, Hlut, 5 ise zut. 1200.-I Buße Das christliche Leben Buße Zum Buß⸗ und Bettag Lieder vom Gebet(159. 192). halich 211. Wenn wir. 305. Mitten wir im Leben. 216. Hilf, Helfer, hilf. Möglichst nur Wirlieder. 1 1 40 Wittenberg 1524. E 0 — V ————— Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er-hör mein Ru⸗fen. Dein gnädig Oh⸗ren kehr zu mir und meiner Bitt sie öff-ne; SS. 65— denn, so du willst das se⸗ hen an, was Sünd und Un⸗-recht ———5— 5 ——— W——2— ist ge⸗tan: wer kann, Herr, vor dir blei— ben? 4 II. ö ö 6 d 15²⁵. DD—........ Aus tie-fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er-hör mein * Dein gnädig Oh⸗ren kehr zu mir und meiner Bitt sie ö—— ö III——.— Rufen. denn, so du willst das se-hen an, was Sünd und Unrecht öff⸗ne; 4 f ů̃ —.——.——.—— EEEEE 5&..— ist ge⸗ tan: wer kann, Herr, vor dir blei ben? 2 3 Bei dir gilt nichts denn Gnad Darum auf Gott will hoffen ich, und Gunst, auf mein Verdienst nicht bauen; die Sünde zu vergeben, auf ihn mein Herz soll lassen sich es ist doch unser Tun umsonst und seiner Güte trauen, auch in dem besten Leben. die mir zusagt sein wertes Vor dir niemand sich rühmen kann, Wort; des muß dich fürchten jedermann das ist mein Trost und treuer Hort, und deiner Gnade leben. des will ich allzeit harren. 134 Buße 4—5 Und ob es währt bis in die Nacht Ob bei uns ist der Sünden viel, und wieder an den Morgen, bei Gott ist viel mehr Gnade; doch soll mein Herz an Gottes Macht sein Hand zu helfen hat kein Ziel, verzweifeln nicht noch sorgen. wie groß auch sei der Schade. So tu Israel rechter Art, Er ist allein der gute Hirt, der aus dem Geist erzeuget ward, der Israel erlösen wird und seines Gottes harre. aus seinen Sünden allen. Martin Luther, 1483 1546. Wittenberg 1541. —— 2.— I———.—— 5— S.. ————————— Al⸗lein zu dir, Herr Je su Christ, mein — — re, neen Fen— —— 2 Hoff⸗nung steht auf Er— den. Ich weiß, daß .I— — —— S‚IIIIUIe du mein Trö- ster bist, kein Trost mag mir sonst 6— F—— .— — ö wer den. Von An⸗be- ginn ist nichts er⸗ . ,. 2— korn, auf Er-den ist kein Mensch ge-born, der mir aus ö— ö ů—.— FEEEE S— Nö⸗ten hel ⸗fen kann; ich ruf dich 0 12— 5 2—. 1— 2—— — + ö 1 ö zu dem ich mein Ver⸗trau— en han. Mein S und reu derelbe ucch de Ind zei Dah du 0 Werd Herr, h. wes du denJ u Ir sch de mt S ind in ie im mich 0 Erbar nmn Riewe am 5 uf d I me Ind den viel, Inade; ein Ziel, chade. itt, . 83—1546. erg 1541. 0 st, mein l eiß, daß 0 mir sonst — — —2 —— Buße 2 Mein Sünd sind schwer und über— groß und reuen mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich getan, so werd ich los der Sündenlast. Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 13⁵ 3 Gib mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4 Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, daß wir ihm sein hier in der Zeit zum Dienst bereit und folgends in der Ewigkeit. Konrad Hubert, 1507—1577. 14²2 Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu dir(Nr. 140 II) 1 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch, wie ich in meinem Mut mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich armen Sünder drücken. 2 Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3 Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein' Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4 Allein dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Klingen, daß mir das Herze wieder lacht und neu beginnt zu singen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. 136 0 Buße 6 So komm ich denn zu dir allhie O Herr, vergib, vergib mir doch in meiner Angst geschritten um deines Namens willen; und tu dich mit gebeugtem Knie du wollst abtun das schwere Joch, von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, der Sünden Jammer stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb was ich mein Lebtag wider dich und dir hinfort zu Ehren leb auf Erden hab begangen. mit kindlichem Gehorsam. 0 Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich durch deine Wunden, tröst mich durch deinen Tod, zumeist in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Ringwald,‚, 1530-1599. 143 Leipzig 1625 in moll. Freiburg 1655 in dur. ö 2— . e de aninWz.en, .——— 2— Ach Gott und Herr, wie groß und schwer ...— 4 22, H.. 2.———— sind mein be⸗gang-ne Sün-den! Da ist niemand, + —* — der zu dieser Zeit bis an der Erde Enden und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich es do hel⸗fen kann, in die-ser Welt zu fin-den. 2 3 Lief ich gleich weit Zu dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins Gricht, ch nicht wenden. dein Sohn hat mich versühnet. Zulls ja 1 Stra auf Sind oshr h hur schon d laß Wnm vt se schwe wir Hedienet Lehüt v ho Ser Ubarm uit fleh mso! il gebe 0 wüßt ind kön 10, He WNI. Buße ö 4 5 mir doch Solls ja so sein, Gib, Herr, Geduld, en; daß Straf und Pein vergiß der Schuld, ere Joch, auf Sünde folgen müssen, schaff ein gehorsam Herze, len, so fahr hier fort, daß ich nur nicht, eden gb. nur schone dort wies wohl geschicht, ö n leb und laß mich hier wohl büßen. mein Heil murrend verscherze. 1. 6 Handle mit mir, wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; ö nur wollst du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von dir scheiden. Jena 1613. * 30-1500 1* 0 Mel.: Vater unser im Himmelreich(Nr. 159) 1 beweis an uns dein große Gnad ö n moll Rimm von uns, Herr, du treuer und straf uns nicht auf frischer 5 in dun Gott, Tat. —— d schwer niemand, fin ·den. dienet. ersühnet die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid. 2 Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn uns geben wollst nach unserm Tun, so müßt die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3 Ach, Herr Gott, durch die Treue ö dein mit Trost und Rettung uns erschein; Wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4 Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot, die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. — 0 Leit uns mit deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land. Gib uns allzeit dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord, verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Moller, 1547-1606. Buße 14⁵ Hesekiel 33, 11 Mel.: Vater unser im Himmelreich(Nr. 159) 1 So wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich. 2 Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Trost, Heilund Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3 Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4 Wahr ists: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. — 0 Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6 Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern ich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. — . Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 1585.—1647. 146 Mel.: Auf meinen lieben Gott(Nr. 217) 1 Wo soll ich fliehen hin, weil ich beschweret bin mit viel und großen Sünden? Wo soll ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, mein Angst sie nicht wegnähme. 2 2 O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. V, dein naf alle 0 hel iht und mich deinet Mih stet Zuch dei Nagossen Hasch ab Iut Trost nd ihrer lu Meer Wmeine o werd Lin ich d nich hur sich; II Magst Vs ni Siget de nulhe v. Matk n is, Vsus ni Lener uh er hlch asetn her Hsus n indigt hin, ösen Sinn icht schon, abgelohnt t Gott und Tod, ewollt, en sollt; st dir kund, s Stund kehte dih ms ändem sich; d und rot ohl gar ol ne Buß. ort brennes muß. ilf If du mi, mim 3u ü genblich 0d hintütt e sü bereit 1³⁵—101 Nat —. 4 vise fließen. 5 Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken, und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4 Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde und ihrer nicht gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5 Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. Buße 6 Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 0 Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 8 Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann, 1585—1647. 14⁷ Lukas 15, 1—7 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) Jesus nimmt die Sünder an. Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2 Reiner Gnade sind wir wert; doch er hat in seinem Worte idlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte st hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3 Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4 Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 140 Buße Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6 Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in Schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. — Mein Gewissen quält mich nicht, wer will mich bei Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8 Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 1671—1756. Glaube und Rechtfertigung 148 Wittenberg 1524. 7 .— ö — E Nun freuteuch, lieben Christen gmein, und laßt uns fröhlich — daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und Lie⸗be — S I T.I P P T.TI. AAA —— sorin gen, was Gott an uns ge⸗ wen det hat und sin ⸗gen, 0— —— — ö E————— sei ne sü⸗ße Wunder⸗tat 2 Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen. ; gar teur hat ers er⸗-wor⸗ben. 3 Mein guten Werk, die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, es war zum Gutn erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mit blieb, zur Hölle mußt ich sinken. De jamm nuin Ele 1 dacht wollt +Twandt war ließ se r sprac De Zeit scht hin ud sei ind hil Awürg ud laß det S r kam Lon ei sollt Har he gin den 0 mich nicht verklagen! ig spricht ragen, men kann der an. der an, nommen etan, ommen rben kann der an. 167½1—1755 nberg 153. ms fröhlit nd Lie⸗be — hat und wor⸗beln. galten nich. dorben;, tts Gerih storben;„ peifeln ie hen bei m hlieh, inken. Glaube und Rechtfertigung 141 4 Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ sein Bestes kosten. — Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hier zu erbarmen, fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. 6 Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden Von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. . Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8 Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9 zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. Gen Himmel 10 Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letzte. Martin Luther, 1483—1546. Glaube und Rechtfertigung 149 24 Vorreformatorische Ostermelodie. Wittenberg 1523. DA 45.... Es ist das Heil uns kom-men her von die Werk, die hel fen nim-mer⸗-mehr, sie .—. 8 eee,, ,r. Gnad und lau⸗ter Gü⸗ te; 848 mö⸗ gen Kicht be⸗ hü ⸗ ten. Der Glaub sieht Jesum 0 ö FE*2. ———.‚‚= Christum an, der hat gnug für uns 4 SPSISIIFIFI ITT I ITITI TIP—A—I—III‚5 E RIR— all ge⸗tan, er ist der Mittler wor-den. ö 2 4 Was Gott im Gsetz geboten Nicht möglich war, dieselbig Art hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten: vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 3 Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Fleisch verborgen. aus eignen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. H Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. Iud wenn uch den 0 lemne 3 hes Glau cht mel un Tod u hast f Mran ic hun Wor n sags 00 wirst Her glar mselber w er n i ist g diese I Glau her die Ml Gott en Näc is du 5 witd u schl 15 Epe id sii 0 pri iGset ale MWe ls ein Otermelodk. 1525. den. eselbig A. ssen, jet ward/ hn Maßen, Gott hoch rdammt, der Sünde Schand rsüllet fi edorben men Sohl hereim, worden erfüllt, am gefll, . 6 Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaͤubens recht Gestalten. Nicht mehr, denn: Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7 Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8 Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt aus von sich den Schein, so er die Werk nicht lasset: mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 9 Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10 Die Werk, die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben; Glaube und Rechtfertigung 143 denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werk, die sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. —— Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage: wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12 Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein; und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen 3 Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott, Vater, Sohn und heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns angfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14 Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot noch heut uns werd, woll unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus, 1484 1551. Glaube und Rechtfertigung 15⁰ Römer 8 Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich; so oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir tun der Feinde und Widersacher Rott? 2 Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen, und was mir bringet Weh. 3 Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4 Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 5 Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmt mir meinen Mut; die Höll und ihre Flammen löscht meines Heilands Blut. Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 6 Sein Geist wohnt mir im Herzen, regiert mir meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 7 Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 8 Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaͤubet hat. D ist m mi präch vem ich silt doch Mh ich nit Trän Ren Jes huochsüße Die Welt stehst Iin Brer sall trenn ein Hun Ein Arm ein Zor sl mir Ih habe het mein 0o ande D. lag her Gru venn Er ist d D3s alle sind det Nm all Mir Un erdammen, inen Mut mmen Blut. ecket, t, decket Fliebt. im Herzen un, Schmerzen hin, hen haff, Hreien Orte ecken find. 1 Worte, Nunde, t, hrunde nem Geis zu, eiste. ih, jet haubel, 9 Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 10 Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. Glaube und Rechtfertigung 11 Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst und Fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 12 Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607—1676. 151 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält; wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2 Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein, deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4 O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht ver⸗ binden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5 Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 10 146 Glaube und Rechtfertigung 6 8 ö Wird alles andre weggerissen. Muß ich an meinen besten Werken, du veig was Seel und Leib erquicken kann; darinnen ich gewandelt bin, hiast der darf ich von keinem Troste wissen viel Unvollkommenheit bemerken, unn sle und scheine völlig ausgetan, so fällt wohl alles Rühmen hin, Dine R ist die Errettung noch so weit, doch ist auch dieser Trost bereit: und erba mir bleibet die Barmherzigkeit. ich hoffe auf Barmherzigkeit. 0 7 9 Ibwohl! Beginnt das Irdische zu drücken, Es gehe nur nach dessen Willen, b ja häuft sich Kummer und Verdruß, bei dem so viel Erbarmen ist; n n daß ich mich noch in vielen Stücken er wolle selbst mein Herze stillen, 55 mit eitlen Dingen mühen muß, damit es das nur nicht vergißt; werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so stehet es in Lieb und Leid Here, es so hoff ich auf Barmherzigkeit. in, durch und auf Barmherzigkeit. In zu d 10 s der Bei diesem Grunde will ich bleiben,— solange mich die Erde trägt; sch nit das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt; so sing ich einstens hocherfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688-1758. Erbarmt Mel.: Wunderbarer König(Nr. 255) 08 zähl 1 immer herrlicher erhoben. ein sto Unumschränkte Liebe, O wie weit, un we gönne blöden Augen, o wie breit ril die sonst kaum auf Erden taugen, über Berg und Hügel daß sie in die Strahlen streckt sie ihre Flügel. Yhatt deiner Langmut blicken, sol die den Erdkreis wärmend schmücken 3 Hatha srendenreih 11 wir Lim, mrre Ind n was wir sagen können, 2 K mri iHren ist ein Schatten nur zu nennen. Uolan Tag für Tag zu leiden, tbn 2 Tag für Tag zu dulden Wasser, Luft und Erde, so viel Millionen Schulden D0s ja dein ganz Gebiete und dazu ist ein Schauplatz deiner Güte. ohne Ruh rü Deiner Langmut Ehre lieben für das Hassen, 2 wird durch neue Proben Herr, wer kann das fassen? n Werken bin, bemerken, men hin, ost berett igkeit. n Willen, nen ist; tze stillen, t vergißt, d Leid herzigkei. b63-1750 N. 4 Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5 Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, Glaube und Rechtfertigung 147 dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6 König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach, 1693—17835. 15³3 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 2 Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hatmich mit sich selbstversühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3 Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 4 Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5 Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller, 1699-1769. 10³ Glaube und Rechtfertigung 15⁴4 Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein(Nr. 211 1 Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und 81909.— leid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2 Und würd ich durch des Herrn Verdienst auch noch so treu in seinem Dienst, gewönn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, 3 So will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: Da kommtein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär. 4 ö Solang ich noch hienieden bin, so ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad in Jesu Blut bezeugen mit getrostem Mut. 3 Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist und hast für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. 6 Du Ehrenkönig Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist: erbarme dich der ganzen Welt und segne, was sich zu dir hält! Strophe 1 Leipzig 1638. Strophe 2—6 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760. 15⁵ Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Geht hin, ihr gläubigen Gedanken, ins weite Feld der Ewigkeit, erhebt euch über alle Schranken der alten und der neuen Zeit; erwägt, daß Gott die Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. 2 Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3 Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und 4 sein. O Wunderliebe, 41 mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. Uer bin er Krea ie in der ah er m Ich bin an Stau M freili der herzl womit, o ich deit ich bin, hein bini Im sicher ünd ich De fest Her deit aß Erd Res Wo Henn i u Seel 0 salbe Is Gn Rez, 0 Has W 6 N wuß ds 0 en bin, as mein Sinn: Mut. Christ, oren bist alle Welt 0. hris, du bist Belt dir hältl viig 156f 00-150. denthron, rein, ch wähll Welt n zählte bestelkl ntrieb, 3 Lebens schtiebl n Gemit steigt, trom der Güte neigt, nis giht e gelich. esu Blub 6 Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7 Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8 Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, Glaube und Rechtfertigung 149 so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10 Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11 Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an; es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12 Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann, 1707—1791. 156 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Aus Gnaden soll ich selig werden! Herz, glaubst dus, oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd ge— bärden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit sein: Aus Gnaden ist der Himmel dein. 2 Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. Er, der aus Lieb im Fleisch er— schienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 150 Glaube und Rechtfertigung 3 Aus Gnaden! Merk dies Wort: Aus Gnaden! so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4 Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlust. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5 Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort an⸗ preist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6 Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zul Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann, 25 Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich be— kehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8 Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter den Verzweiflungs— schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9 Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761. Sark ist und er! hat zur um mick Min E das ist Seht m sürcht i⸗ Christus Christus Daß m das ist Denn Christu wenn e Christu Daßen das ist Vürd daß id Mu ich w. wenn wie e ih w o g wo I und du sichret zünder, eif auchzul t Adamz Kinder nen Ruh; onicht an, gen kam, ies Won gehötet, elei. sich be⸗ kehret, znade sei, die Gnad gering, mderding m blöde.“ Herzen ufgetan, weiflungs⸗ hmerzen jehr hofeh kann. ürlungher lnkerwär 2- Glaube und Rechtfertigung 151 15/ Mel.: Jesus, meine Zuversicht(Nr. 32²7) 1 Stark ist meines Jesu Hand, und er wird mich ewig fassen, hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt mich nicht; das ist meine Zuversicht. 2 Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen, Christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3 Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4 und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Zuversicht. 5 Mag die Welt im Mißgeschick beben oder ängstlich klagen, ohne Halt ist all ihr Glück; wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 6 Will mein Herr durch strenge Zucht mich nach seinem Bild gestalten, o so will ich ohne Flucht seiner Hand nur stille halten. Dann erschreckt mich kein Gericht; das ist meine Zuversicht. 7 Seiner Hand entreißt mich nichts; sollt ichihn mit Kleinmut schmähen? Mein Erbarmer selbst versprichts; Würd es Nacht vor meinem sollt ich ihm sein Wort verdrehen? Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte Nein, er läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve, 1763—1841. 158 Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) 1 Ich weiß, woran ich glaube, ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube wie Sand und Staub verweht; ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet, und Trug die Klugen prellt. 2 Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer läßt; auf ewgen Grund gemauert, steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 15² Glaube und Rechtfertigung 3 4 Auch kenn ich wohl den Meister, Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ, der mir die Feste baut; er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Engel dienen; ich weiß und kenne ihn. der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchten hier und dort. 5 So weiß ich, was ich glaube; ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht; ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Heiligung 159 Leipzig 1539. ** — —.—.— — +. Va⸗ter un⸗-ser im Himmel⸗-reich, der du uns al⸗le 2—— ö hei⸗ßest gleich Brüder sein und dich ru fen an und 2— ö ö ö ö 21—* willst das Be⸗ ten von uns han, gib, daß nicht — d,rir. rn. ⸗ ee bet allein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund. Heheiligt! Run Wort wir a nach deine hehüt un 0as arm, komm nnd dort e heilg it seinen 3 Sate abrich, é 10 was Rchüt U hor Seud wir Sorg 760—1000. 8lg 1500 2 Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher ehr, das arm, verführet Volk bekehr. 3 Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4 Dein Will gescheh, Herr Gott zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5 Gib uns heut unser täglich Brot und, was man darf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. Heiligung 1538 6 All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 2 Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht; zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Wider⸗ stand, im Glauben fest und wohlgerüst und durch des heilgen Geistes Trost. 8 Von allem Übel uns erlös; es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9 Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wirx ja nicht zweifeln dran, was wir hiermit gebeten han auf dein Wort in dem Namen dein: so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 1483- 1546. Heiligung. du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben, voraus wenn ich muß hier davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. * 3 7 Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß allweg sein, ö damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, V wenn Unglück schlägt herein, ö das mich bald möcht verkehren. von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, du hasts allein in Händen; und wem dus gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett vom Sterben. 5 Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße, du kannst machen daß mirs nicht bringt Gefähr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 15²9. ¶ Wittenberg 1535. 2—.—..—.... anich —— SSSISI.I.I..I.... Wtteuer +* 91—8.* dir le Ich ruf zu dir, Herr Je⸗su Christ, ich bitt, er ⸗ hör mein 10 nich der-leih mir Gnad zu die-ser Frist, laß mich doch nicht ver— 1 N—— 2— — * 2. Den rech-ten Glau⸗ben, Herr, ich mein, den II. 7—. — ö..— S— ů t 4 wol ⸗lest du mir ge⸗ben, dir zu le⸗ ben, dem V ö—— 8* DIDDS *—.———* Nächsten nütz zu sein, dein Wort zu hal-ten e- ben. 4 I 2 4 Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Laß mich kein Lust noch Furcht 0 5 Lzistjs Reinei digse Damit! Nutz wolst herg 1535 — hör mein nichtvet⸗ Zun, iein, den en, dem — ben. ch Furch von dit , gib miz den/ 3umsonf, ben nst, erben. widersheh — —— Heiligung 161 Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) Laß mich dein sein und bleiben, Herr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; du treuer Gott und Herr, von dir laß mich nicht treiben, halt mich bei deiner Lehr. 4 .EU dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Nikolaus Selnecker, 1530—1592. 16² Straßburg 1577. E2 ö 2— △+ 4 E.IIU +—— ¹ — Herz⸗lich lieb hab ich dich, o Herr; ich bitt, wollst sein von Die gan⸗ze Welt er-freut mich nicht, nach Erd und Himmel + — + 65— mir nicht fernmit dei-ner Güt und Gnaden. frag ich nicht, wenn ich dich nur kann ha-ben. Und wenn mir EE ....— gleich mein Herzzer⸗bricht, so bist du — 45 6.üiti⸗ 15 doch mein Zu-ver⸗ —.—3 sicht, mein Teilund mei⸗nes Herzens Trost, der mich durch I SPDP‚PP‚PPIPIPIFIFIIFI I I ITTIT.III I I II— ö 4— 2— sein Blut hat er-löst. Herr Je-su Christ, mein Gott und 4— ö.——.— E SS ET V 2 Es ist ja, Herr, dein Gschenkund Gab mein Leib und Seel und, was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmer⸗-mehr! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 156 3 Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in seim Rüs ein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Heiligung Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 1532-1608. 163 Johann Hermann ** Mel.: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt Schein, 1628. . 5——— 2—— j— Mir nach, spricht Chri⸗stus, un⸗ser Held. mir Ver ⸗leug-net euch, ver laßt die Welt, folgt I ů— nach, ihr Christen al-lel mei⸗nem Ruf und Schal⸗le; nehmt en er Kreuz und 4 74.N 2——¹— 9———*„ Un ge-mach auf euch, folgt mei- nem Wandel nach. 2 Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben: wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3 Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund, der fließt zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4 Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5 Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. H E N 112 Uet seine nid sie o ner sie h hi und sie ii Her nicht mein ni uset u einem 9 ach de Inut l Hanens de mich, dich es Sohn, Gnaden⸗ thron. iglih. 32—1006. n Hermann jein, 1620 ůͥvin d, mir l, folg — reuz und — nach. ilih f en er List den. und Hott nelspfot gehvoran, ite, die Bahn e. still mah stehn, nmn gehn 6 Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. Strophe 4, Zusatz 16 Mel.: Lasset uns de Heiligung 157 2 So laßt uns denn dem lieben Herrn mit unserm Kreuz nachgehen und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen; wer nicht gekämpft, trägt auch N die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, 1624-1677. aus Freylinghausens Gesangbuch,‚ 1704. I n Herren preisen Johann Schop, 1641. — [ 2* ů.... e, r. + 2* Las⸗set uns mit Je⸗su zie-hen, sei⸗nem in der Welt der Welt ent⸗flie⸗hen auf der + V Vor⸗bild fol⸗gen nach, in nen. ö— Bahn, die er uns brach, im⸗mer⸗fort zum Himmel rei⸗sen, N vi, nn ene in drne mi e e. d.,. 5, Hi-. e in. irdisch noch, schon himmlisch sein, glau⸗ben recht und le⸗ben E— 5 ö : Le de, en 8—— EX rein, in der Lieb den Glauben wei⸗sen. Treu⸗er 2——— r n E E EEEEEE — EE e ee n e E L 2 Dĩ‚ Je⸗su, bleib bei mir; ge⸗he vor, ich fol-ge dir. 2 Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich. Tränensaat die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 15 3 Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 16⁵ Heiligung 4 Lasset uns mit Jesu leben, weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 1626—1681. Darmstadt 1698. — 75———— — Sieh, hier bin ich, Eh-ren-kö-nig, le ge mich vor + .......— H——— dei ⸗nen Thron; schwäche Trä⸗nen, kind lich Seh-nen ddere Eae S— bring ich dir, du Men-schen-sohn. Laß dich fin-den, I1. R 2— 2— + +. —9—— laß dich fin⸗den von mir, der 2 Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine nur ich meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin! 3 Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, ich Asch und Ton! die du gibest, den du liebest und der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden, der hat alles, der dich hat! 4 Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit! Joachim Neander, 1650-1680. En reines shlich zud helleibe Wh sie in Au öffn ach komm lib all sub deiner Lh dein⸗ mM dein 5 ben, edergeben bist, Glieder, wir; für, ie Brüder ir. 625—100l stadt 1698. nich vot Heiligung 166 Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) 1 erleuchten mein Herz und Gemüt, Ein reines Herz, Herr, schaff in mir, o Brunnen unerschöpfter Güt. schließ zu der Sünden Tor und Tür; 4 vertreibe sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Herzen ruh. Und mache hann mein Aaleih 2 an Himmelsgut und Segen reich, Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand ach komm und wohne du bei mir, aus deiner milden Gnadenhand. treib all Unreinigkeit hinaus 5 aus deinem Tempel, deinem Haus. Ss will ich deines Namens Ruhm 3 ausbreiten als dein Eigentum Laß deines guten Geistes Licht und dieses achten für Gewinn, und dein hellglänzend Angesicht wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 1654—1716. 16⁷ 15. Jahrhundert. Mel.: Herr Christ, der einig Gottssohn Erfurt 1524. 2 + * IRi LE ++ E. , Herr Je⸗su, Gnaden⸗-son ne, wahr-haf⸗-tes laß Le⸗ben, Licht und Won-ne mein blö⸗ des — 7— IE N 5 1—.— 2— 2 2—.. 427—— 2 *————. Le⸗-bens licht, 1* Auege scht nach dei⸗ner Gnad er ⸗freu ⸗en und ., E— 2— ———— mei⸗nen Geist er ⸗neu- en; mein Gott, ver⸗sag mirs nicht. 2 Vergib mir meine Sünden Vertreib aus meiner Seelen und wirf sie hinter dich, den alten Adamssinn laß allen Zorn verschwinden und laß mich dich erwählen, und hilf mir gnädiglich, auf daß ich mich forthin laß deine Friedensgaben zu deinem Dienst ergebe mein armes Herze laben. und dir zu Ehren lebe, Ach Herr, erhöre mich! weil ich erlöset bin. 16⁰ Heiligung 4 Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis durch dein geheiligt Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5 Mit deiner Kraft mich rüste, zu kreuzgen mein Begier und alle bösen Lüste, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 6 Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 2 Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 8 Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. Ludw. Andreas Gotter, 1661—1735. 168 Phil. 2, 12 nzösischer Mel.: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 316) Malter⸗ 15⁵¹ 1 Schaffet, schaffet Menschenkinder, schaffet, eure Seligkeit; bauet nicht wie freche Sünder nur auf gegenwärtge Zeit, sondern schauet über euch, ringet nach dem Himmelreich und bemühet euch auf Erden, wie ihr möget selig werden. 2 Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. Yr. habt ah in en ß ihr uj euch! ud daß ut allein 0 daß au i euch Selig, ssllg, wer ud die e slig, wer Rhter Ch Aget man her den uß zuv Herdet hudern e Rei o biicht Dye ta lhgt ni lut den Heglegt Hlt der hut bei! Heschlih chwicht bei 68 uu na scher w Daut ebe len Stärke, Mut; verke, nd tut; nen 66l-15 anzösischt ller, 1551. e cheheh, n gehen; und tu ein ur sein, in alln . 3 Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelen⸗ schade. 4 Selig, wer im Glauben kämpfet; selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet; selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. — 0 Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6 Mit der Welt sich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle tun und scherzen. Heiligung 161 . Furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederschlagen; er ists, der des Geistes Ol und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8 Und dann schlagt die Sünden⸗ glieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod danieder, bis ihm seine Macht gelegt; was euch ärgert, hauet ab, was euch hindert, senkt ins Grab und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9 Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht, gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10 Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf aus⸗ führ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, 1661—17835. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 11 Heiligung Halle 1704. 24 .** . O Durchbrecher al-ler Ban-de, der du im ⸗-mer bei dem Schaden, Spott und Schande lau-ter Lust und 2 . D SSISISIIIIIII I P PI IT T T T TITITPTIATATDDTRE—— bei uns bist, Him- mel ist, — E — — ner dein Gerich-⸗te 4 ̃ ö — ö ö— 2 d.., eee, r, ,.ame Hin. wi⸗der un⸗-sern A-dams-sinn, bis dein treu-es 0 4— ———.— ö* 5—.—.— 2———.— An⸗ge⸗sich⸗te 2 Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, uns führt aus dem Ker⸗ker hin. dein Herz ist auf uns gericht, uns veracht daß du nichts von dem ver— zu der süßen Ruhestatt. 2 Ach so mußt du uns vollenden, lierest, was er dir geschenket hat, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht, weil des Kreuzes Niedrigkeiten und schnöd gemacht. 4 ö Schau doch aber unsre Ketten, und es aus dem Treiben führest da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, willst und kannst ja anders nicht; ob auch schon der Geist zu Zeiten denn wir sind in deinen Händen, sich auf etwas Bessers schickt. Ih etheb sch einmal ud dülch huchzubre Hegmit M Wich, Vei ul mit e Ug des! henr, zern lle Mach Mletwirf ach des heb uns unf die Oh uns Hoben in Hir verl. fir das n dus soch vor ht uns. sch im 8 er di Ulcher ö 8 Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los ule und durch alle Weltgeschäfte — bdhũqrchzubrechen frei und bloß. — Wegmit Menschenfurcht und Zagen, — weich, Vernunftbedenklichkeit, 1 W fort mit Scheu vor Schmach und ist und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6 Herr, zermalme, brich, vernichte alle Macht der Finsternis, unterwirf sie dem Gerichte, mach des Sieges uns gewiß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, 2255555 — wirf die Schlangenbrut hinaus, laß uns wahre Freiheit finden eu⸗es droben in des Vaters Haus. ů—. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; Heiligung 163 8 Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Aus dem Kerker führ die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinsts mit uns ja gut. 9 Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 10 Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganzvollkommen, nach dem besten Bild gebildt: der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. ler hin. wie dus nötig findst, so tue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet — n dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, n welcher Zeit und Maß gebricht. gemach. Ketlen, beten telleiten, edrück, zu Zeileß schick. 11 Liebe, zeuch uns in dein Sterben; laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nichtsäumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714. Heiligung Halle 1704. Dir, dir, Je ⸗ ho-va, will ich Dir will ich mei- ne Lie-der sin⸗gen, denn brin⸗gen; ach ᷓ—4 E 2 + 2 7 .—— wo ist doch ein sol cher Gott wie du? gib mir dei- nes Gei-stes Kraft da— zu, daß 6— ᷓ„„ 2* 2—.—.——— ich es tu im Na⸗ men Je⸗su Christ, so ö ö .—=———ꝛ wie es dir durch ihn ge⸗fäl ⸗lig ist. 2 3 Zieh mich, o Vater, zu dem Verleih mir, Höchster, solche Sohne, Güte, damit dein Sohn mich wieder zieh so wird gewiß mein Singen recht zu dir; getan; dein Geist in meinem Herzen so klingt es schön in meinem ö wohne Liede, und meine Sinne und Verstand und ich bet dich in Geist und Wahr— regier, heit an; daß ich den Frieden Gottes schmeck so hebt dein Geist mein Herz zu und fühl dir empor, und dir darob im Herzen sing und spiel. daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. Dumm der t Seuf u lehre Ibt Zeu nd ein? aher idh Genn d Hurch dei oblicht anz brü ah mir Richna dalle Vol 2— denn ach 2 H„ daß — 5 so ö‚ is. er, solhe Güte, ingen rach getan in mein Liede, und Wohe heit an. in Hen empor, gin hhem Chor. 4 Denn der kann mich bei dir ver— treten mit Seufzern, die ganz unaus⸗ sprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. — Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich 2— heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. Heiligung 16⁵ 6 Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen ein⸗ gericht und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. . Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe; drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jeder⸗ zeit, die gibst du und tust überschweng⸗ lich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomäus Crasselius, 1667—1724. Heiligung 17¹ Luk. 10, 42; 1. Kor. I, 30. Adam Krieger 1657; zu diesem Liede Halle 1704. „ — E—F d 5 2 Eins ist not! Ach Herr, dies Ei ⸗ne al ⸗les an⸗dre, wies auch schei- ne, —.—.— II 2 — ——————————— leh⸗re mich er-ken-⸗nen doch; it ia nur ein—— schwe⸗ res Joch, dar⸗ 7.— ö ö——.—..——— 5— S. F + un ter das Her-ze sich na-get und pla⸗-get und E — ———.——..—. den-noch kein wah-res Ver gnü⸗gen er ⸗ ja⸗get. Er⸗ 5— rrN lang ich dies Ei ne, das al ⸗les 9 Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur; wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle er— scheinet, da, da ist das beste notwendige Teil, mein ein und mein alles, mein seligstes Heil. H—. ö werd ich mit Ei ⸗nem in al⸗lem 3 er ⸗götzt. Wie dies eine zu genießen sich Maria dort befliß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dies einzig hören, zu was Jesus ihr Heiland sie wollte belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: Io ist lebster laß mid schenke Ob viel 0 will denn de uos ist Aler! in dir Gib m fein in worim und n Achn 0 ha Raht als n Nu, durch Del dadi die b wor Halle 1704. i⸗ ne ei ⸗ne, eßen ißen dies einzi höten, o sie wolle elehren in Jesut versent in Einen eschenl. Heiligung 167 4 7 Also ist auch mein Verlangen, Nun so gib, daß meine Seele liebster Jesu, nur nach dir; auch nach deinem Bild erwacht; laß mich treulich an dir hangen, du bist ja, den ich erwähle, schenke dich zu eigen mir. mir zur Heiligung gemacht. Ob viel auch umkehrten zum Was dienet zum göttlichen Wandel größesten Haufen, und Leben, so will ich dir dennoch in Liebe ist in dir, mein Heiland, mir alles nachlaufen; gegeben; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben entreiße mich aller vergänglichen und Geist; Lust, was ist wohl, das man nicht in dein Leben sei, Jesu, mir einzig Jesu geneußt? bewußt. 5 8 Aller Weisheit höchste Fülle Ja was soll ich mehr verlangen? in dir ja verborgen liegt. Mich umströmt die Gnadenflut; Gib nur, daß sich auch mein Wille du bist einmal eingegangen fein in solche Schranken fügt, in das Heilge durch dein Blut: worinnen die Demut und Einfalt da hast du die ewge Erlösung regieret erfunden, und mich zu der Weisheit, die daß ich nun der höllischen Herr⸗ himmlisch ist, führet. schaft entbunden; Ach wenn ich nur Jesum recht dein Eingang die völlige Freiheit kenne und weiß, mir bringt, so hab ich der Weisheit voll⸗ im kindlichen Geiste das Abba nun kommenen Preis. klingt. 6 2 Nichts kann ich vor Gott ja bringen Volles Gnügen, Fried und Freude als nur dich, mein höchstes Gut; jetzo meine Seel ergötzt, Jesu, es muß mir gelingen weil auf eine frische Weide durch dein heilges, teures Blut. mein Hirt Jesus mich gesetzt. Die höchste Gerechtigkeit ist mir Nichts Süßres kann also mein erworben, Herze erlaben, da du bist am Stamme des Kreuzes wenn ich nur, Jesu, dich immer gestorben; soll haben; die Kleider des Heils ich da habe nichts, nichts ist, das also mich erlangt, innig erquickt, worinnen mein Glaube in Ewig⸗ als wenn ich dich, Jesu, im Glauben keit prangt. erblickt. 168 Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein ein und alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Heiligung 10 und leite mich, Höchster, auf ewigem ege; gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod Sieh, ob ich auf bösem, betrüg- und Jesum gewinne: dies Eine lichem Stege, ist not. Johann Heinrich Schröder, 1667-1699. 17² Mel.: Einer ist König, Immanuel sieget(Nr. 106) 1 Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens; sieh, wie die Finsternis dringet herein; wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens mächtig aufführet, mir schädlich zu sein. Satan, der sinnet auf allerhand Ränke, wie er mich sichte, verstöre und kränke. 2 Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3 Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde und sich mein tiefes Verderben darlegt, hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 4 Jesu, hilf siegen und lege ge— fangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. Au, hilf Nunn sich und mit (ch doch Juh mit shte mie ufewigen Bege; ies Eine ist not. —1000 nn in mir Sünde, Mißguns h regt, Begierden pfinde Verderben“ darlegt, mir selbs erröten Hen mein töten. lege ge⸗ ugen Flischs d gib, 3 Geistes langen, and durh Trieb. götllich Wesen, Leib und zenesen E Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahr⸗ heit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 6 Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfstja und schlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Er— müdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 7 Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet, und ich mein Nichts und Ver⸗ derben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich vor Angst und vor Zagen vergeh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. Heiligung 169 8 Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang, so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! 9 Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben; mach du mich würdig und stetig bereit, daß ich mich nenne des Himmel⸗ reichs Erben, dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben; hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. 10 Jesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden von dieser jammer⸗- und leid⸗ vollen Welt; wenn du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden zu dir mög fahren ins elt. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen; reiche die Hand mir, o Jau, hilf siegen. Joh. Heinr. Schröder, 1667—1699. Heiligung 173 Luk. 13, 24; Phil. 2, 12 Herrnhag um 1740 0 ö x ů é— ——.— Rin-ge recht, wenn Got-tes Gna- de dich nun 0 CE SSSISI.............. I IITIII 5 3„het und be⸗kehrt, daß dein Geist sich 121 ent 7 ö n—. la⸗ de von der Last, die ihn be⸗schwert. 2 + Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3 Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4 Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 0 Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. 6 Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 8 Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg— 9 Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. 10 Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 11 Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht und fürchtet euch; 510 doch alle Tage weiter, is ihr kommt ins Himmelreich. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. Ieren von den henn es aine la nd di amt d öchte uwern Uache unser wache, r no Dem sir di seiner ofe ö n 0 Wal Daß u0 um 1700 feste, du hast; beste, Gast. der Sünd ig Krieg, u Binds, f den Sih rsti Weh, Hul, ustpflege zu gul. uGetümme u nah; am Himma z allda. ihr Sttelt htet eut) weiter, himmeldil 1000— Heiligung 17⁴4 Matthäus 26, 41 Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn Vor 1681. 2— .—* SIII.... 66505— — U— Ma⸗che daß dich nicht die dich, mein Geist, be⸗reit, wa⸗che, fleh und bö⸗ se Zeit un-ver⸗-hofft be⸗ — —— 2 —2——— — 1re 21 denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ber vie le — —I. —3—*— ö 2———— From„ men zur Ver-su-chung kom⸗men. 2 Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3 Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4 Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf umstricke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 3 Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6 Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 17²2 Heiligung — . Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allem machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8 Ja er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9 Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir gläubig bitten. 10 Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Johann Burchard Freystein, 1671-1718. 17⁵ Mel.: Jesus, meine Zuversicht(Nr. 327) 1 Himmelan geht unsre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgrimstand, droben unser Vaterland. 2 Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3 Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre. Das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4 Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. Himmela n die re ich il aig wer Isus ge w ich die x ain E dohi Heiligung 5 6 06 uns schn Himmelan wird mich der Tod Himmelan, ach himmelan! uire in die rechte Heimat führen, Das soll meine Losung bleiben. nen Sohy da ich über alle Not Ich will allen falschen Wahn ewig werde triumphieren. durch die Himmelslust vertreiben. Jesus geht mir selbst voran, Himmelan steht nur mein Sinn, daß ich freudig folgen kann. bis ich in dem Himmel bin. IIN — Benjamin Schmolck, 1672—1737. N nerdar Kol. 3, 3. 4. Halle 1704. I=I————————4— nd Gefaht ö——.—.— Es glän⸗zet der Christen in⸗wen⸗di ges Le⸗ben, ob⸗ ö 9— Was ih⸗nen der Kö⸗nig des Himmels ge- ge-ben, ist en 1 I u.*—*———— W „1 gleich sie von au⸗ ßen die Son⸗ne ver⸗ brannt. I kei⸗ nem als ih ⸗nen nur sel-ber be⸗kannt. 128—— 2— ———— N Was niemand ver--spü⸗ret, was niemand be⸗rüh-ret, hat 2 V— 4=E= ———— r zu, ö 0 ö ö e höre ih re er-leuch⸗-te-ten Sinne ge⸗ zie⸗ ret und t der Ruh 2 6 V ö re. 2— 25—— 35 x—— bewahtt + 5 12185 1 110 sie zu der gött-li chen Wür⸗de ge⸗füh ⸗ret. der Zierat, die Krone, die Jesu ö gefällt, aube Rei Sie scheinen von außen oft arm das Wunder der Zeiten, die hier n ferne, und geringe, sich bereiten, wärts steih ein Schauspiel der Engel, verlacht dem König, der unter den Lilien nd Sterne von der Welt;*8 weidet, 1 llein doch innerlich sind sie voll herrlicher zu dienen, mit heiligem Schmucke nd Schein Dinge, bekleidet. 3 Sonst sind sie wohl Adams natür⸗ liche Kinder und tragen das Bildnis des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie andere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch; in läiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur daß sie die Torheit der Welt⸗ lust verlachen. 4 Doch innerlich sind sie aus gött— lichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mäch— tiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und wonnig—⸗ lich singen; das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 7 Heiligung — — Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 6 Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er einst sich dar in der Herr⸗ lichkeit stellt, so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt; sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Hier übel genennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. I muß lN kicht hstets ih nicht Aum me Wiht Lh is h man E wig und leben immel, d schüze Welt; beiallen ümmel, ben, was gefjllt d bleiben reuden, äußeren Sinnen des innen. hen, wird herden, der Hert stell 5 Fürsten Erden zum Welt; mit ihm hieren, ge Lichte zieren eude gat püren. stell. 0—1l Heiligung 17⁵ 177 Halle 1704. v. C ö I 2 ů Es ko⸗stet viel, ein Christzu sein und nach dem LE.* „ee rte. Eiii e. —.— Sinn des rei⸗nen Gei⸗stes le ben; denn der Na⸗tur geht 2 2 2 3—— 24. + EE V V — ö— + es gar sau ⸗er ein, sich im⸗-mer⸗dar in — „ ö—— —— +—.,e, P.———— 38 Chri-sti Tod zu ge⸗ben; und ist hier —— LE.I .– SS 2. —— * gleich ein Kampfwohl aus-ge-richt, das machts noch nicht. 2 der sich hier stets aufs Himm— Man muß hier stets auf Schlangen lische geleget. gehn, Es hat wohl Müh; die Gnade die leicht ihr Gift in unsre Fersen aber macht, bringen; daß mans nicht acht. da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3 Doch ist es wohl der Mühe wert, daß man mit Ernst die Herrlich— keit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, 4 Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so herrlich sein, verklärt im An⸗ gesichte dieweil uns da die wesentliche Pracht so schöne macht. 176 Heiligung 5 6 Da wird das Kind den Vater Was Gott genießt, genießt es sehn, auch; im Schauen wird es ihn mit Lust was Gott besitzt, wird ihm in empfinden; Gott gegeben, der lautre Strom wird es da ganz der Himmel steht bereit ihm zum durchwehn ebrauch. und es mit Gott zu einem Geist Wie lieblich wird es doch mit verbinden. Jesu leben! Wer weiß, was da im Geiste wird Nichts höher wird an Kraft und geschehn? Würde sein Wer mags verstehn? als Gott allein. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen; was sorgest du, daß dirs an Kraft heen Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds tun! Christian Friedrich Richter, 1676—1711. 178 Mel.: Es kostet viel, ein Christ zu sein(Nr. 177) 1 2 Es ist nicht schwer, ein Christ zu Du darfst ja nur ein Kindlein sein sein, und nach dem Sinn des reinen du darfst ja nur die leichte Liebe Geistes leben; üben. zwar der Natur geht es gar sauer O blöder Geist, schau doch, wie ein, gut ers mein, sich immerdar in Christi Tod zu Das kleinste Kund kann ja die geben; Mutter lieben. doch führt die Gnade selbst zu Drum fürchte dich nur ferner aller Zeit nicht so sehr: den schweren Streit. es ist nicht schwer. Han 1 Wwere de ftor Re Un duum ü 0 hats Hirfer der nu awocke Henn genießt ee auch, ird ihm ij uhnn eit ihm zun n ö doch min u lebenl Kraft und ürde sein , 1676—I71l. in Kindlan ö sün, leichte Aibe üben. doch, m 3 Meill, ann ja di r lieben. nur feme seht: 2 Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; drum übergib ihn willig in den Tod, so hats nicht Not. 4 Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ists getan. 5 Faß nur dein Herze in Ge⸗ duld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Herze stärkest; so wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut zu seiner Zeit. Heiligung 177 6 Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7 So wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 8 Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, in Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn allein auf ihn. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete 12 .... —..— ——. —— ——.— Heiligung 17 Jer. 29, 13. 14 Mürnberg 1684. 2‚3...— , Hier legt mein Sinn sich vor dir nie-der, mein 21————— + E 0 2——— Geist sucht sei-nen Ursprung wieder; laß dein er— L .— * 8 + — 3—2—2 11 ..—— +— —— 2 + 1— 2—— freu⸗end An⸗ge⸗sicht zu mei⸗ ner Ar⸗mut sein ge⸗richt! 2 Schau her, ich fühle mein Ver⸗ derben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein! 3 Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Gelassenheit erfüllen; brich der Natur Gewalt ent— zwei und mache meinen Willen frei. 4 Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5 Ich muß noch mehr auf dieser Erden, durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 6 Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Herz wohl selber reinꝰ Es muß durch dich gewirket sein. 7 Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 8 Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Netzen ziehst. 9 In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht ge— schlagen, Gott führt mich aus dem Kampf ö und Streit in seine Ruh und Sicherheit. Orumm ich dit,! Ich drül dh ich Rch ichte Salle W omn omn berg 150l — der, mein — ein er⸗ ge⸗richti 4* nicht selhs zu raten, Menscheh Taten; selberreins wirket sein dein treus Lieben, geblieben chst mit he selber ful ich ämpft Rguh dämpfel, ersiehst lehen ziht ih frͤhlü sagen Macht 9e schlagen, dem Kani V Strel cherhei. Heiligung 179 10 11 Drum will die Sorge meiner Seelen Wenn ich mit Ernst hieran gedenke ich dir, mein Vater, ganz befehlen; und mich in deinen Abgrund senke, ach drücke tief in meinen Sinn, so werd ich von dir angeblickt, daß ich in dir schon selig bin. und mein Herz wird von dir erquickt. 12 So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. 18⁰ Jes. 21, 11 Mel.: Ach was bin ich, mein Erretter Französischer Psalm 38. Genf 1542. 6—— ö CE+—5 5E— 2———„„ SISISSI.˖DHiI SISISI..I.II Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗-den nicht ver⸗ 669— E.5 — E— 2— ö 5.—3 S n schwin⸗den? Hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? ——— —— 94 —.———— 22 + Aee eeeeeeee.....— +— Wird die Fin⸗ster⸗ nis der Sin-nen bald zer⸗ 4—. + E— — 4N.—— + 2— SISIIEE rin nen, dar⸗ein ich ver-wik-kelt bin? 2 2 3 Möcht ich wie das Rund der Erden Wir sind ja im neuen Bunde, lichte werden; da die Stunde Seelensonne, gehe auf! der Erscheinung kommen ist; Ich bin finster, kalt und trübe; und ich muß mich stets im Schatten komm, o Liebe, so ermatten, komm, beschleunige den Lauf! weil du mir so ferne bist. 12* 18⁰ Heiligung 4 Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. — Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 6 Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein. Wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. — Jesu, gib gesunde Augen,. die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. 18¹ Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme(Nr. 311) 1 Rüstet euch, ihr Christenleute; die Feinde suchen euch zur Beute, ja, Satan selbst hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel! Hosianna! Der Starke fällt durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. 2 Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3 Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken und Christus wird die Welt er⸗ schrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange; und Gottes Sohn hat längstens + uns beigelegt die Ehrenkron. xu, stä a mad 2Vbu e Shaffe i wir vemn un Iffi IEH IIRNE kröt i 0 aul st n Augen cht ein. den Seinen sein. gen, 5 ie Plage, sehen kann 0-II l, iel, vigkeit agen Iahn Totenbaht, Lebenslau ie Toten wecken ie Welt el⸗ schreden, un ahs ö nt höhn renron Heiligung 4 Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut, Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. 182 Mel.: Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 29) 181 Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wilh. Erasmus Arends, 1677—1721. Nürnberg 1676. 75—.———.— e— — Er⸗neu⸗re mich, o ew ges Licht, und laß von V* ö 22— — . deinem An⸗ ge⸗sicht mein Herz und Seel mit 3.— 1 , wie, Es Haene Ee ² dei⸗nem Schein durchleuchtet und er— fül-let sein. 2 3 Ertöt in mir die schnöde Lust, seg aus den alten Sündenwust; ach rüst mich aus Mut, zu streiten wider Fleisg und 4 Auf dich laß meine Sinne gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Angesicht zu Angesicht. Johann Friedrich Ruopp Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, mit Kraft und der dir mit Lust Gehorsam leist't und nichts sonst, als was du willst, will; lut. ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 1708 Heiligung 183 Mel.: O Gott, der du ein Heerfürst bist Lyon 1562. 2 5 x ö— F DD— Mein Le-ben ist ein Pil-grim-stand; ich ö —....—.— rei-se nach dem Va-ter-land, nach dem Je-ru-sa⸗ —— —V.— ———*— + + + 2— 11 ————— lem, das dro-ben Gott selbst als ei ⸗ne fe-ste 9— — S533—„.„— — V——. 2——— Stadt auf Bun-des-blut ge-grün-det werd ich mei-nen Gott stets lo ben. Mein Le⸗ben ist ein — 4⁴⁰ I— + 2..: — — 2 2 Pil-grim⸗stand, ich rei⸗se nach dem Va-ter ⸗land. 2 So schnell ich Land und Sand verlaß, so schnell läuft auch mein Stunden⸗ glas und was vorbei ist, kommt nicht wieder; ich eile zu der Ewigkeit. Herr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3 Kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abdrängen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. Der So det So in und Wind, Rein u 0h al wemmi mir stel Iraele der du ha du Rig nu laß m uu de Rein mit d Lyon 1505 e⸗ru⸗sa- —. —.— x fe⸗ste hat; da n ist ein 90 land. Ingemach en A. uf weichn Rosen Feinde vih, von dan gil men stohen Hüsten geh Ausweg sehn. 4 Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist findt nirgend Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Himmelstür mir stell in Glaub und Hoffnung für. 5 Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast ange⸗ nommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben flieht; ach eile du mit deiner Gnad und Hilf herzu. 1 Seele, was ermüdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich, und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2 Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Heiligung 6 Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß be⸗ schütze. Ich falle stündlich; hilf mir auf, III zieh mich dir nach in meinem Lauf, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. V. Bin ich in diesem fremden Land der blinden Welt schon unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen, dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729. 18⁴4 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) 3 Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4 Fliehe die unselge Pein, die das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal sein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 183 18⁴4 Heiligung 5 Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6 Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren. Darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. — 0 Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen, laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8 Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9 Laß dir Gottes Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 10 Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754. 18⁵ Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen(Nr. 203) 1 O Vaterherz, o Licht, o Leben, o treuer Hirt Immanuel, dir bin ich einmal übergeben, dir, dir gehöret meine Seel; ich will mich nicht mehr selber führen, der Vater soll das Kind regieren: so geh nun mit mir aus und ein und leite mich nach allen Tritten. Ich geh, ach hör, o Herr, mein Bitten, für mich nicht einen Schritt allein. 9 Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. u füht Im Wor usprich D Ang deine sl nich Odd i. allen stet spür Odch i Mdeine miti sch lieb d deir h Or mm la Dum lin, lsn m g 10 l m 5 e 1 6 Strom, mes fließt ind fromm, gießet. Licht, icht. tät schweben; ebet erheben. n Licht, icht. still gelangen, eswill langen. dsein Ach licht. 11531.—H151 aches Ri bringend deinem Rl nen Dingel t und t gar nicht schämen, em nehme, lles sein; llen Sachn nde nachlj 5 Segen en. 222 Heiligung 3 Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen rde nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4 O daß ich auch im Kleinsten merke, auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; denn lauf ich vor, so lauf ich an. Drum mach im Besten mich ge— lassen, nichts ohne dich mir anzumaßen; was du nur tust, ist wohlgetan. 18⁵ 5 Ach mach einmal mich treu undstille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille, sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6 Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; Laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe dadurch Herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1774. 18 Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 135) 1 König, dem kein König gleichet, dessen Ruhm kein Mund er⸗ reichet, dem als Gott das Reich gebühret, der als Mensch das Zepter führet, dem das Recht gehört zum Throne als des Vaters eingem Sohne, den so viel Vollkommenheiten krönen, zieren und begleiten. 2 Himmel, Wasser, Luft und Erde, nebst der ungezählten Herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern, sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 186 Heiligung 2 — In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4 In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. O du König in drei Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6 Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jakob Rambach, 16930-1735. 18⁷ Mel.: Jesu, meine Freude(Nr. 198) 1 Allgenugsam Wesen, das ich hab erlesen mir zum höchsten Gut, du vergnügst alleine völlig, innig, reine Seele, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; wer dir kann im Geist anhangen, darf nichts mehr verlangen. 2 Wem du dich gegeben, kann in Frieden leben, er hat, was er will; wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald er⸗ bleichen und das Beste weichen. 3 Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben: du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, mein Vergnügen in dir hindert, meinen Frieden mindert. Las ger hoben u llls rei er kar geuude, Iz ist ob ich uur wes onage ull iche Reichen, cgleichen Schätze, Gesetze Gaben, jaben; reunde, einde. iem Herpen Lust und chmerzen, 5 genießen je schließen lieben m üben, en, streiten zur Seiten 1500—10 4 Was genannt kann werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann mir geben Freude, Ruh und Leben; eins ist not, nur dul Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten, will ichs doch nicht achten. Heiligung 0 Komm, du selig Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar; meinen Hunger stille, meine Seele fülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 2 — N 188 Dimitri Bortniansky, 1822. ES— I——— — Ich be-te an die Macht der Lie be, die sich in F— ö ö x xů—.— —.—8— 2 —.— Je⸗-su offen bart; ich geb mich hin dem 2 ö—.——— E —3 frei en Triebe, wodurch ich Wurm ge⸗lie ⸗ bet —. 0 2 — 2— ..... .— 5 2 2— + + + 2 — + ward; ich will, an-statt an mich zu den⸗ken, — 2.—..‚— ̃ ——„— 3— 227— S ins Meer der Lie⸗be mich ver⸗sen ken. 2 Wie bist du mir so zart ge— wogen und wie verlangt dein Herz nach mir! 3 Ich fühls, du bists, dich muß ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Durch Liebe sanft und tief gezogen, Gaben, neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; drum folg ich deinen selgen Zügen. 188 Heiligung 4 Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! E O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein. Im Wort, im Werk und allem üen Wesen sei Jesus und. sonst nichts zu lesen. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 189 Mel.: Aus meines Herzens Grunde(Nr. 263) 1 Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Abend kommt herbei; es ist gefährlich stehen in dieser Wüstenei. Kommt, stärket euren Mut, zur Ewigkeit zu wandern, von einer Kraft zur andern; es ist das Ende gut. 2 Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3 Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur. 4 Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens nur zur Not. — Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 6 Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. hummt, ö Vater ushht N fdem uill u locke uh w hummt, nt gehe hu freu diesen Iommt, 8 auf Ege 5 Brül Llt w ogleif Im tta amm pfl Fomnt, ih sede l au i ame bliebe icket ein; Usliebe Präget sei, und allen Wesen hts zu lese „1007—1N00 r wandeln, ich ler; handeln sur schwe. ich tot; 2 n; ur Not. aufs best, h Haus; Gaste us. mach; schicken, bücken sehr enge 0 Menge trägt · Veg: weiter, Heiter Geheh Heiligung — . Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 8 Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand: eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel selbst begleiten als Brüder unsre Reihn. 9 Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu: man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. 190 Mel.: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228) 1 Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß; aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß. 189 10 Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ö ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. I Nur noch ein wenig Mut, N nur noch ein wenig treuer, I von allen Dingen freier, h gewandt zum ewgen Gut. 11 Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 12 Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten: es soll nur Jesus sein. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 2 Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit; alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. 190 Heiligung 3 Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4 Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Chören über allen Cherubim; in der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen, denn der Vater gab es ihm. 5 Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zugut. 6 Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geiste sie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt. — 0 Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die. Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Wunden müssen Wunden heilen, Heilsöl weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8 Eil, es ist nicht Zeit Aum Schämen! Willst du Gnade? Dusollstnehmen. Willst du leben? Das soll sein. Willst du erben? Du wirst sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen, willst du Jesum? Er ist dein. 9 Allen losgekauften Seelen solls an keinem Gute fehlen; denn sie glauben Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Lehren! Möcht doch alle Welt dich hören, süßes Evangelium! 10 Zwar auch Kreuz drückt Chrisi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder und das Leiden geht zuvor; nur Geduld, es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 11 Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und du Siegsvolk in der Krone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 12 Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller, 16991769, Hhalhe E iste E chönste Hat, de Nle Fte ller Re lle Sch umn w Aemer Wes ii her we etg .——. — N Schämen ollstnehmen soll sen. wirst sehen ufs Höchst gehen, ist dein. eelen fehlen; zum Ruhn Lehren! dich höten rückt Chul Glieder arnieder zuvor; en Freuder esu scheide sie empot lger Knecht rechte, almen trag, der Krole nem Thromi schlägtl sten Stfe en, rufen, Irim bin. talz Köng nig: I ö . 1000Z—l Heiligung 191 Mel.: Ringe recht, wenn 1 Heilge Einfalt, Gnadenwunder, tiefste Weisheit, größte Kraft, schönste Zierde, Liebeszunder, Werk, das Gott alleine schafft! 2 Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. Gottes Gnade(Nr. 178) 4 Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. — Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 6 Wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selbst vergißt; wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; — 7 Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg, 1704—1792. 192 Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn(Nr. 174) 1 Betgemeinde, heilge dich mit dem heilgen Ole, Jesu Geist ergieße sich dir in Herz und Seele, laß den Mund alle Stund von Gebet und Flehen heilig übergehen. 2 Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet, und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 3 Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 19² 4 Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht ein Gebet, aus von ihnen allen: wie muß das erschallen! — — O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. Heiligung 6 O so betet alle drauf, betet immer wieder; heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet. 77 Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712—1754. 193 Mel.: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228) 1 Fortgekämpft und fortgerungen, bis zum Lichte durchgedrungen muß es, bange Seele, sein! Durch die tiefsten Dunkelheiten kann dich Jesus hinbegleiten, Mut spricht er den Schwachen ein. 2 Bei der Hand will er dich fassen. Scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht. Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Kraft und Licht. 3 Bald wird dir sein Antlitz funkeln; hoffe, harre, glaub im Dunkeln, nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne wird bald deine Qual. 4 Weg von aller Welt die Blicke, schau nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit. Nur zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 0 Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; wo ist einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 6 Schließ dich ein in deine Kammer, geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz. Kannstdu gleich ihn nichtempfinden, Worte nicht, nicht Tränen finden, klage schweigend deinen Schmerz. huftgti Hhlt wir lubeen Rub, d 1 luube, Hatt, sei Walit Ihen! lunz, hser cht Hllt, Rigei mn g m — 0 Kräftig ist dein tiefes Schweigen, Gott wird sich als Vater zeigen, glaube nur, daß er dich hört; glaub, daß Jesus dich vertreten, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. Heiligung 8 Drum so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Antlitz wagen; komm ich um, so komm ich um! Doch ich werd ihn überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn finden, das ist seiner Gnade Ruhm. Johann Kaspar Lavater, 1741—1801. 194 — Phil. 3, 13. 14; 2. Kor. 5, I ff. Essen 1822. .— ö ö— —.——— Him-mel⸗an, nur him mel-⸗-an soll der Wandel Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge— I. 3.— schehn auf Er-⸗den nicht.-Freu-de wech-selt 94— ZE.*— SSIISEIIIIIEII— 0 hier mit Leid; richt hin-auf zur Herr lich- keit 4 [EN— — DDE.—— ö ———..——*— + 132 dein An ge⸗ sicht, dein An⸗-ge⸗ sicht. 2 Himmelan schwing deinen Geist jeden Morgen auf. Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, unser Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, präg ins Herz mir den Beruf, „ mach mich getreu. ½ 3 Himmelan hat er dein Ziel selbst hinaufgestellt. Sorg nicht, mutlos, nicht zu viel um den Tand der Welt; flieh diesen Sinn. Nur was du dem Himmel lebst, dir von Schätzen dort erstrebst, 1 das ist Gewinn. ½ 4 Himmelan erheb dich gleich, wenn dich Kummer drückt, weil dein Vater, treu und reich, stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts; ) sei himmlisch froh. ½3 Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 13 19⁴ Heiligung 5 Himmelan Wrahlt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sichs gebührt; denke, auch durch Leiden führt ½ die Himmelsbahn. 6 Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach. Folg, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach. ö Er litt und schwieg; halt dich fest an Gott, wie er; statt zu klagen, bete mehr; n erkämpf den Sieg. 0 Himmelan führt seine Hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter gehts ,½ zum Himmel hin. 8 Himmelan führt dich zuletzt selbst die Todesnacht. Seis, daß sie dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht, harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell, nach dem Tod erblickst du schnell ½ des Vaters Haus. 9 Hallelujah! Himmelan steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, Alles preist verklärt und neu ½ in Ewigkeit. 10 Hallelujah singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg. ) Gelobt sei er! Johann Gottfried Schöner, 1749—1818. Liebe zu Jesu 19⁵5 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27) 1 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, mein Bruder und mein Gnaden⸗ thron, mein Schatz, mein Freud und Wonne, du weißt es, daß ich rede wahr; vor dir ist alles sonnenklar und klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen; nichts auf Erden kann und mag mir lieber werden. M ist Wich ich mei MW wet nah ih ich 20 N lch mi Rene leblch 0 wir Lurch af id ich a Rahts Luach Wann aunn chltd Ruug hine de tu Den chaf lfte 60 0 Wemn l Eui sci Had il Hle Liebe zu Jesu 19⁵ — — 5 — wuleht Dies ist mein Schmerz, dies kränket Kein Ohr hat dies jemals gehört, 308d mich, kein Mensch gesehen noch Dend seht daß ich nicht gnug kann lieben dich, gelehrt, wie ich dich lieben wollte. es kanns niemand beschreiben,—* Ich werd von Tag zu Tag entzündt; was denen dort für Herrlichkeit . bal je mehr ich lieb, je mehr ich find, bei dir und von dir ist bereit, du schel daß ich dich lieben sollte. die in der Liebe bleiben. s 5 Von dir Gründlich Ratht laß mir läßt sich deine Güte ins Gemüte nicht erreichen noch vergleichen* 11. lieblich fließen, den Weltschätzen hier so wird sich die Lieb ergießen. das, was uns dort wird ergötzen. haren nahy, 3 6 Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Drum laß ich billig dies allein, 15100 daß ich, soviel ich soll und will, o Jesu, meine Sorge sein, dich allzeit lieben könne. daß ich dich herzlich liebe, ö Nichts auf der ganzen weiten Welt, daß ich in dem, was dir gefällt Pracht, Wollust, Ehre, Freud und und mir dein klares Wort ver⸗ 1* ů Geld, meldt, t wenn ich es recht besinne, aus Liebe mich stets übe Ruh kann mich bis ich ö ö ohn dich endlich x gnugsam laben; ich muß haben werd abscheiden und mit Freuden Wone sig reine Liebe, ö ö zu dir kommen, ö in Eih. die tröst, wenn ich mich betrübe, aller Trübsal ganz entnommen. 4 0 r N-AI Denn wer dich liebt, den liebest du, Da werd ich deine Süßigkeit, schaffst seinem Herzen Fried und die jetzt gerühmt ist weit und Ruh, breit, erfreuest sein Gewissen; in reiner Liebe schmecken es geh ihm wie es woll auf Erd, und sehn dein liebreich Angesicht wenn ihn gleich ganz das Kreuz mit unverwandtem Augenlicht verzehrt, ohn alle Furcht und Schrecken. soll er doch dein genießen. Reichlich denllar Ewig werd ich zonne. selig sein erquicket und geschmücket nach dem Leide große Freude vor dem Throne wird er finden; mit der schönen Himmelskrone. ö x allen, alles Trauern muß verschwinden. Johann Heermann, 1535.1647. ö eber werdel 18* Liebe zu Jesu 196 Mel.: Mein Herzens-Jesu, meine Lust Peter Sohr, Frankfurt 1668. 4 ů U 8 2 2 .. Such, wer da will, ein an-der Ziel, die mein Herz al-lein be-dacht soll sein, auf ...—..... — Se⸗lig⸗-keit zu fin⸗den; R Chri-stum sich zu grün-den; sein Wort ist 44 ö , d —— wahr, sein Werk sind klar, sein heil-ger Mund hat Kraft und Grund, all 2 Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 2 —5 Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret; er ist der Herr, und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzens grund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. .: Feind zu ü⸗ber-win-den. 4 Meins Herzens Kron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis, leib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. 5 Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel, 1590—1635. F INE * Eesun Wal i In ho Ild il lles! hlen Iaß U Hren 0 do Rche Vemn Rine H Liebe zu Jesu heter Sohr, 19⁷7 rankfurt 1668 Johann Uhlich, Wittenberg 1674. Hel, di Mei⸗nen Je⸗sum so er⸗for-dert — ö—— laß ich nicht; weil er sich für mei-ne Pflicht, un-verrückt für in, auf —— 2 2— —————— + — E 2— XXV.—————— 2 b Rr Er ist mei ⸗ nes Bort ist ihn zu le ben ů ⁊ + 3—.— ů ů —.—.—.— ö—— *—.— +—— Le-bens Licht; mei- nen Je-sum laß ich nicht. Mund hat 2 Jesum laß ich nimmer nicht, Ich werd ihn auch lassen nicht, 5 weil ich soll auf Erden leben; wenn ich nun dahin gelanget, win ⸗den. ihm hab ich voll Zuversicht, wo vor seinem Angesicht was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht; tron, mem meinen Jesum laß ich nicht. eudensonn meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht; meinen Jesum laß ich nicht. bleiben; 3 5 ndeinemdich) Laß vergehen das Gesicht, Nicht nach Welt, nach Himmelnicht iben. Hören, Schmecken, Fühlen weichen; meine Seele wünscht und sehnet; „dein Wol laß das letzte Tageslicht Jesum wünscht sie und sein Licht, mich speis, mich auf dieser Welt erreichen; der mich hat mit Gott versöhnet, in Wort nih wenn der Lebensfaden bricht, mich befreiet vom Gericht; leht, meinen Jesum laß ich nicht. meinen Jesum laß ich nicht. gläuben. 6 in Myis Jesum laß ich nicht von mir, ein 8n geh ihm ewig an der Seiten; nicht 10 Christus wird mich für und für Hun i zu der Lebensquelle leiten. Selig, wer mit mir so spricht: ugen Meinen Jesum laß ich nicht.) semHed hder Christian Keimann, 1607—1662. ch dieser Aug agen.. Wahlspruch von Johann Georg, Churfürst zu Sachsen, auf den die Anfangs⸗ l. 00 100⁵ buchstaben in Strophe 6 hinweisen. Liebe zu Jesu 198 Johann Crüger, Berlin 1656. SI. I.————— V Je⸗su, mei⸗ne Freu-de, mei- nes Her-zens ach wie lang, ach lan-ge, ist dem Her-⸗zen 9 SS ö 5e een ,, ir., F,. Zier, Got⸗tes Lamm, mein ban ge und verlangt nach dir! — V ö— 2. ö DDD ————— ö Bräu ⸗ti⸗-gam, au-ßer dir soll mir auf Er⸗ 2⁊— — * de= XV———— + 1 +— den nichts sonst Lie 2 Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Obs mit Macht gleich blitzt und kracht, ⸗bers wer-den. in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4 Weg mit allen Schätzen; obgleich Sünd und Hölle schrecken, du bist mein Ergötzen, Jesus will mich decken. 3 Trotz dem alten Drachen, trotz des Todes Rachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. Hule 5 di Mt g Hule Hbet Immt Hute St se le! Berlin 1656. Her⸗zens Her⸗zen Lamm, mein muß sich scheuen, ll. ihen en, ten, hören l d Tod„ muß licn iden. 5 Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. Liebe zu Jesu 6 Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott. und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—-1677. 199 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 1 Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen, von Pracht und Schönheit dieser Welt; es kann mich ja kein Ding ergötzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 2 Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3 Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4 Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5 Sein Reichtumistnichtzuergründen, sein allerschönstes Angesicht, und was von Schmuck an ihm zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6 Er kann mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. Liebe zu Jesu Und ob ichs zwar solang ich wandre noch muß entbehren, in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler, 1624-1677. Frankfurt a. M. 1738. 325 — Ich will dich lie ⸗ben, mei ne Stär ⸗ke, ich will dich lie-ben mit dem Wer-ke R Ze, K„ ä ich will dich lieben, mei- ne Zier;„I A und im⸗mer⸗wäh-ren-der Be gier. Tehil dch +* n ö S.== lie-ben, schön-stes Licht, bis — Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, solange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, als meinen Bräutigam. 23 — Ach daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh; es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. * mir das Her⸗-ze bricht. 4 Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht. Nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5 Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht ge— bracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. Ghalt udla h m Ilcht Aleuc au so ebe, Hener Hebe lach Uebe Ren sMͤbe ic Hebe iNdr Web hein Ueb ud b edg Mb Nin 6 Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. I, 1024—1071. Liebe zu Jesu 201 10 Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott; ich will dich lieben ohne Lohne auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, 1624-1677. 201 Mel.: Komm, o komm du Geist des Lebens(Nr. 81) rt a M. 1738. 1 —— Liebe, die du mich zum Bilde —— Deiner Gottheit hast gemacht; Liebe, die du mich so milde Stür ie nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2 — Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. ze bricht 3 Liebe, die für mich gelitten ar verblende, und gestorben in der Zeit, nd dich nich Liebe, die mir hat erstritten dir gewerde ewge Lust und Seligkeit: haffne Ach. Liebe, dir ergeb ich mich, dich gesheln! dein zu bleiben ewiglich. und mir gleich wardst ganz und gar: 4 Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist undWort, Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5 Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6 Liebe, die mich ewig liebet und für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. ehn,— 0 Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, re Sonne, hat Licht g. Liebe, die mich wird umstecken bracht; mit dem Laub der Herrlichkeit: nmelswann Liebe, dir ergeb ich mich, frei gemacl, dein zu bleiben ewiglich. dner Mud, ö Johann Scheffler, 1624 1677. ö Str. 4 Halle 1704. gesund. ö 1 Liebe zu Jesu 202 Adam Drese, Arnstadt um 1690. ++ 4—————— 1— 7 R——. 2 E—*2 01—ͥ—Ʒ— 2 U—— 5 See-len-bräu⸗ti-gam, Je⸗su, Got⸗tes Lamm, + U H—.. E E— 7 *— ha-be Dank für dei ne Lie-be, die mich zieht aus 4 + 122——1 — E 3——2——=— W—.—.—— + 2 Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 4 So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 5 Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. reinem Trie-be zu des Kreuzes Stamm, Je⸗-su, Gottes Lamm. 6 Großer Friedefürst, wie hast du gedürst nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürst! Großer Friedefürst. 0 Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib. 8 Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen; weil im Glaͤuben ich nun ergreife dich. 9 Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. Aun hif slhier rit sles dur n in d ni so ri u gekän DeWe se wemnf ein M dir Abish Liebe zu Jesu 10 11 um 1000 Jesu hilf, daß ich Du mein Preis und Ruhm, allhier ritterlich werte Himmelsblum, alles durch dich überwinde in mir soll nun nichts erschallen, und in deinem Sieg empfinde, als was dir nur kann gefallen, Lamm, wie so ritterlich werte Himmelsblum, du gekämpft für mich. du mein Preis und Ruhm. — Adam Drese, 1620—I701. 203 . 5 Halle 1704. in DSSIS 25 0 Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗len, wenn ich in Ich stei- ge aus der Schwermutshöhlen und ei=-le 4.—————— ,. e i,, (.. e,.————— md Leben deizner Lie⸗ be ruh. Da muß die Nacht des Trauerns egeben, dei⸗nen Ar⸗men zu. l 1—.— ö 2 — 2....TT——— 23 G.. E 55 2*5 2231——— 23—— — schei- den, wenn mit so an-ge-neh-men Freuden 0* ich kemne„Be de, e, nennen, ö 46—— X die Lie⸗be strahlt aus dei-ner Brust; hier ist mein l—.— L, DEEEE .. E Himmel schon auf Er-den. Wer woll⸗te nicht ver-gnürget ch lasen ᷓ x II wer⸗-den, der in dir su-chet Ruh und Lust? 2 Hohn, Die Welt mag meine Feindin heißen. du bleibst mein Freund, wenn Es sei also, ich trau ihr nicht, Freundschaft weicht. Glaubes, wenn sie mir gleich will Lieberweisen Der Welt Haß kann mich doch Schuun. bei einem freundlichen Gesicht. nicht fällen, hn. In dir vergnügt sich meine Seele; weil in den stärksten Unglückswellen du bistmein Freund, den icherwähle, mir deine Treu den Anker reicht. 204 3 Will mich des Moses Eifer drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle meinem Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu deinen heilgen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will ver— dammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4 Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen, genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. Liebe zu Jesu 5 Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6 Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich. Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vorschmacksein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche— leien, nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 1660—I1722. 204 Mel.: Seelenbräutigam(Nr. 202) Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruh? Unter vielen auserkoren, Leben derer, die verloren, und ihr Licht dazu; Jesu, süße Ruh. 2 Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. Hlanz de u bist r um Erl und in 1 in der d Hlanz d Hroßer Iod, Si Hast du und ein Lurch do Reines 9 Hoͤchste sönig u hinen; ich will wie Ma höchste; Lß mie lls dein hurch d sets in (lb deir llesche Daner düner sir an dh kein ot dir 1 deit n düster heinen, und Mut keinen, t. es End zittern, gewittern heitꝰ auch mit reuden scheiden keit. eund der Zeelen, naufdich und Tod uälen, gest mich Gemüte ten Güte macksei chmeiche⸗ leien, erfreuen reund ij mein! 1660-7⁴⁴ et, et 2 5 Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4 Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ewges Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held. 2 Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Zepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät. 6 Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. — 7 Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. Liebe zu Jesu 8 Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9 Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10 Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 11 Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12 Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13 Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670—1739 1 RI Jesu, geh voran auf der Lebensbahn, und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland. 2 Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 1 ö so selig, daß Leib und Seele darüber I fröhlich und dankbar wird. 2 voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon gewahren: du kannst dich fühlbar gnug offenbaren, auch ungesehn. Liebe zu Jesu 205 Mel.: Seelenbräutigam(Nr. 202) Wir sehn dein freundliches Angesicht 3 Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4 Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf, 1700—1760. 206 Mel.: Nun bitten wir den heilgen Geist(Nr. 76) 2 5 Ach mein Herr Jesu, dein Nahe- O wer nur immer bei Tag und sein Nacht bringt großen Frieden ins Herz dein zu genießen recht wär be— hinein; dacht; und dein Gnadenanblick macht uns der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4 Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund begegnen ist deine Lust. I gibe alle nd laß! dus Not hn Unte und wen ut deine die la und dein l sehen Is w. wün Fur ind i Ahts! ö He Zuk we 65 Leiden iden; uhe Bege Pflege 70⁰—00 Tag ulh Nocht wär be dacht, Glück f sagen, üßt imme fragen uldig sen ie Schulb erzeihr pfreun u segnen Freund egegnen 5 Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6 Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt; ja die laß uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges In-uns⸗ leben zu sehen sein. Liebe zu Jesu 207 — . Ein herzlich Wesen und Kind⸗ lichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8 So werden wir bis in Himml hinein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9 Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1723-1801. 20⁷ Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet(Nr. 261) 1 Was wär ich ohne dich gewesen, was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Angsten aus⸗ erlesen, stünd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte, die Zukunft wär ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem tät ich meine Sorgen kund? 2 Du kamst, ein Heiland, ein Be⸗ freier, ein Menschensohn, voll Lieb und Macht, und hast ein allbelebend Feuer in unsern Herzen angefacht. Nun sehn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir können glauben, lieben, hoffen und fühlen uns mit Gott ver— wandt. 208 3 O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand ent⸗ gegen und ladet froh sie zu uns ein. Liebe zu Jesu Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772-1801. 208 Mel.: O du Liebe meiner Liebe(Nr. 108) Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2 2 Könnt ichs irgend besser haben als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3 Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4 Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. — Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt und sprich: Kind, hier gehts zu Ende; aber dort lebt, wer hier glaubt. 6 Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem Himmelsmorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Philipp Spitta, 1801.-1859. uns guf Erden, ihn an, mit unz verden, tan. I-100l. bleib ith id; schreib ich gleit. gewärtig, ser Wel, jen fertih, ält. er Erden, gsichneigt id werden ksteigt. Hände he Hauhl 5zu Ende er glaubl eit sehn ten Tod en Wehey enrot. er, trübet, Geist nüber, mat reis 501-100 Vertrauen auf Gott Vertrauen auf Gott 209 Psalm 31 15. Jahrhundert. Straßburg 1560. — 8— In dich hab ich ge⸗ hof-fet, Herr; hilf, daß ich nicht zu Schan⸗-den werd, noch e-⸗ wig-lich zu FF„ V, 2— 2—— Spot ⸗ te. Das bitt ich dich, er⸗hal ⸗te 0 ..—.—.—.———— ———— mich in dir, dem treu⸗ en Got⸗ ⸗tel 2 4 Dein gnädig Ohr neig her zu Du bist mein Stärk, mein Fels, mir, mein Hort, erhör mein Bitt, tu dich her⸗ mein Schild, mein Kraft, sagt mir für, dein Wort, eil, bald mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh; hilf mir in meinen Nöten. 3 Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich gar sehr der Feinde Heer anficht auf beiden Seiten. mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5 Mir hat die Welt trüglich ge⸗ richt mit Lügen und falschem Gedicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, bhüt mich vor falscher Tücke. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 14 210 Vertrauen 6 Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir; nimm mich in deine Hände. O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 21 auf Gott 7 Lob, Preis und Ehr und Herr⸗ lichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen. Adam Reußner, 1496—1575. 0 Paris 1530. ——— SSS.....— —. Was mein Gott will, das gscheh all⸗zeit, sein Will der zu hel⸗fen dem ist er berreit, der an ihn 0———— n H — 2 E.—3—2 + *— it der de ste: Aldebet. e. 2 ute⸗ Er hilft aus ö.— —* ——. Not, der from me Gott, und züch-ti-get mit Ma⸗ AI SSISSIII..II 2 2+ ßen. Wer Gott ver-traut, fest auf ihn baut, den ö 2 ö ISIS SPSISSSS...............— will er nicht ver lasf sen. 2 Gott ist mein Trost, mein Zu⸗ versicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir e will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt und wacht, stets für uns tracht, auf daß uns gar nichts fehlet. Duun w Hinfahrn umeine ull ich Min ar ih Gott in mein Du fror Suͤnd.è hast du 2 it Haß w Asch ar umet ud undit! fl d a De d lleg, mRa hn und Her lichket eist berei, men. Amen. 1405—1515 Baris 15850 Vertrauen 3 Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott; wanns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 211 auf Gott 4 Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. 1554. 211 Französischer Psalter, Lyon 1547. 4 ö E2—— 1 Wenn wir in höchsten No)—⸗ ten sein und . EEE EE E ———.— 2 wis⸗sen nicht, wo aus noch ein und fin den we⸗ der — * +— E— — + 4⁴ Pi 1——0 ö —— + 5 —— Hilf noch Rat, ob wir gleich sor-gen früh und spat, 2 So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3 Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4 Die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. 5 Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6 Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7 Auf daß von Herzen können wir nochmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 1511—1569. 14*⁷ Vertrauen auf Gott 212 Mel.: Was mein Gott will, das gscheh allzeit(Nr. 210) 1 Wer Gott vertraut, hat wohlgebaut im Himmel und wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden. Darum auf dich all Hoffnung ich ganz festiglich will setzen, Herr Jesu Christ, mein hi du ist in Todesnot und Schmerzen. auf Erden; 3 2 Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt danieder; und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 1 von Joachim Magdeburg, 1525—1583. Str. 2 und 3: 1597. Lenn sic n Woh findt Iin Mad r hilft ett vor aum Kettt ud wen luf ihn 213 Erfurt 1572. ö 0. SS... Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn führt mich auf rech-⸗-ter Stra⸗ßen, sonst SSE.— ö d er, a. x. △◻ 2— er läßt nicht von mir, ö 17. ainn ieh in. der Irr⸗ Er reicht mir sei ⸗ne ů ö 2 ö —, d—.— Hand; den A-⸗bend und den Mor⸗ gen tut — DE.. 1——.— er mich wohl ver⸗sor⸗ gen, wo ich auch sei im Land. meinet 33 dann wende Im sei Min Leil Gott shaf lann an wa mein hanlt u in eing c ih 1 Leil Alt ihn 0 ihr h der h it arn m an 0 uir l ble hem Teufl sehr / esu Chris, eder; b um mich Gnaden, nz und gu schaden. nd 3: 150. 2 V Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3 Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4 Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins Himmels Thron. 5 Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; denn sonst verdirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden. Wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. Vertrauen auf Gott 6 MWI Auch wenn die Welt vergehet ö mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht. N Wir werden nach dem Tod* tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 0 Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren,* von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ö ein Kind und Erb des Herren; + daran muß uns nicht irren des Teufels listge Art. 8 Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll, die ohne alles Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9 Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. V Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold, 1532—1598. Vertrauen auf Gott 214 Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu dir(Nr. 140 II) Straßburg 1525. + ö —.———— SISSSSEEEEEEE....— Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Le⸗ben und im al⸗lein zu dir steht mein Begier, laß mich, Herr, nicht ver⸗ .— ö E„ L.= 8 Zhachen Er⸗halt mich nur in dei⸗ ner Huld, sonst wie du willst; gib Ea— — 2— + V TN — II EE mir Ge⸗duld, denn dein Will ist der be— ste. 2 3 Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Soll ich einmal nach deinem Rat Herr, von dieser Welt abscheiden, und Lieb zu deinem Worte; verleih mir, Herr, nur deine Gnad, behüt mich, Herr, vor falscher Lehr daß es gescheh mit Freuden. und gib mir hier und dorte, Mein Leib und Seel befehl ich was dient zu meiner Seligkeit; dir; wend ab all Ungerechtigkeit o Herr, ein selig End gib mir in meinem ganzen Leben. durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 1540—1591. 21⁵ Mel.: Vater unser im Himmelreich(Nr. 159) 1 2 Ach Gott, wie manches Herzeleid Wo soll ich mich denn wenden hin? begegnet mir zu dieser Zeit; Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn; der schmale Weg ist trübsalvoll, bei dir mein Herz Trost, Hilf und den ich zum Himmel wandeln soll. Rat Wie schwerlich lässet Fleisch und allzeit gewiß gefunden hat. Blut Niemand jemals verlassen ist, sich zwingen zu dem ewgen Gut! der hat getraut auf Jesum Christ. Msu, me mnie süß 6 kann ein süße in Elen Oemn süße Ob mit 0 weißt Uennich bas ewi Den bir uns kar gein be henn nu W we Rein W Du bist der ewi 05 Aubarm 0 bi noh T. inem Ral den, ine Gnad, uden. befehl ih dit; ib mir Mnen. 540—100 neineim. Hilf ud 5 Nat hal. sen if, 3 Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost der linderts fein. 4 Ob mir gleich Leib und Seel ver⸗ schmacht, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? 5 Kein bessre Treu auf Erden ist denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt; dein Wahrheit bleib mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. Vertrauen auf Gott 21⁵ 6 Wennich mein Hoffnungstell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7 Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. 8 Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt; erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 1547—1606. 216 Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein(Nr. 21¹ 2 4H enden hin! 1 Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not, Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr; erbarm dich mein, du treuer Gott! wennich dich hab, was will ich mehr? Ich bin ja doch dein liebes Kind, Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, trotz Teufel, Welt und aller Sünd. du mein Gott und Erlöser bist. 3 Des freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. ö ö Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! Martin Moller, 1547—1606. Vertrauen auf Gott 21⁷ Nürnberg 1574. — IIII ii XI —— Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott 4 161—.——— Not; der kann mich all-zeit 4 E. —* E 2 .ꝓ......I...I......I... Trüb⸗sal, Angst und Nö=ten, mein Un⸗glück + ö—— kann er 2 Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3 Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem hab ich mich ergeben, ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. wen⸗den, steht alls in sei⸗ nen Hän⸗den. 4 O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch beschieden den ewgen Himmelsfrieden. 5 Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. Nürnberg 1607. Vertrauen auf Gott 2¹8⁸ Pfalm 37, 5 — Auch nach der Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) 1603. berg 1574 4 ,e,, W ngst und......—— Befiehl du dei- ne We⸗ge und, was dein Her-⸗-ze I der al⸗ler-treu⸗sten Pfle- ge des, der den Him⸗mel 0 , ihsi.e ine — kantt Der Wol-ken, Luft und Win-den gibt —. —— Alls ——— 96555—.... „ glück 2* 2 We⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch We ge 0 SSSSSEE— 2—7 fin ⸗ den, da dein Fuß ge⸗ hen kann. en. ö 2 4 ö Dem Herren mußt du trauen, Weg hast du allerwegen, wenn dirs soll wohlergehn; an Mitteln fehlt dirs nicht; rist auf sein Werk mußt du schauen, dein Tun ist lauter Segen, wenn dein Werk soll bestehn. dein Gang ist lauter Licht; torben, Mit Sorgen und mit Grämen dein Werk kann niemand hindern, orben, und mit sebsteigner Pein dein Arbeit darf nicht ruhn, en läßt Gott sich gar nichts nehmen, wenn du, was deinen Kindern eden. es muß erbeten sein. ersprießlich ist, willst tun. 3 5 Dein ewge Treu und Gnade, Und ob gleich alle Teufel o Vater, weiß und sieht, hier wollten widerstehn, grund: was gut sei oder schade so wird doch ohne Zweifel eiten, dem sterblichen Geblüt; Gott nicht zurücke gehn; geten, und was du dann erlesen, was er sich vorgenommen, amen das treibst du, starker Held, und was er haben will, U. und bringst zu Stand und Wesen, das muß doch endlich kommen was deinem Rat gefällt. zu seinem Zweck und Ziel. uberg 100. —— 218 6 Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. — 0 Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8 Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. Vertrauen auf Gott 9 Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach dir. 10 Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11 Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12 Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsfre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, 1607-1676. 169 EIR ist Mhefärt Wo er stt luch die Rra, Rauch b di Me di schn scht rbet ft Hfn 0 dir. r Treue, on eschreie n; e Palmin psalmen vandt. lblb Vertrauen auf Gott 219 Jakob Hintze, 1670. F ö————— IEIIE— Gib dich zu ⸗frie-den und sei stil ⸗le in ihm ruht al-ler Freu-den Fül-le, 2 1— 2— ——4 4—— 3 in dem Got⸗ te dei⸗ nes Le⸗bens; ohn ihn mühst du dich ver⸗ge⸗-bens; e — 2—— —.—.——— we ——— ö— Quell und dei ⸗ne Son-ne, scheint täg-lich — QD— n,, hell zu dei⸗ner Won-ne. Gib dich zu⸗ frie⸗den. 2 Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten 4 Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden Schmerzens; und zu deinem Besten schauen. Kreuz, Angst und Not kann er bald Er weiß dein Leid und heimlich wenden, Grämen, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. auch weiß er Zeit dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden. 5 Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden. 220 Vertrauen auf Gott 6 Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch be— schweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. 7 Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden. 8 Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird viel mehr dich Eingen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden. 9 Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden. 10 Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden. 11 Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden. 12 Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden. 13 Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden. ist ei 0ms Wird! Mses Le Gawirde und aus dich Whb Win He Mis bös her Tod W bin N, der 5 Hir od er g und Kr Hlibt d N. D. kal Hein V Wiel Venn will nd m il ein AWwöhr was lange kommen: angst und bange, Frommen faßt man ewisser esto süße „was die Rotten dichten; ch spotten, cht richten. und deiner Sachen, er Mensch, nachen? wohl das ö Seine, nd wollt. und reine sollt? mte sagen on keinen Hlagen? cht anden werden, leiden hermeiden. lägt unst Lenden ichsendar Vertrauen 14 Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. auf Gott 221 15⁵ Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden. Paul Gerhardt, 1607-1676. 220 Mel.: Was mein Gott will, 1 Ich hab in Gottes Herz und Sinn mein Herz und Sinn ergeben; was böse scheint, ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben. Ich bin ein Sohn des, der den Thron des Himmels aufgezogen, ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleibt doch sein Herz gewogen. 2 Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen. Halt ich dann stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3 Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stundist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen. das gscheh allzeit(Nr. 210) Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4 Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret; hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5 Fürwahr, der dich geschaffen hat und sich zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. S———— 222 Vertrauen auf Gott 6 Wies Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 0 Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Heil entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 8 Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9 Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607-1676. 221 Johann Crüger, Berlin 1653. Je ⸗sus Christ dir * 223 2250 2—* E ö——.—.—. ö Schwing dich auf zu deinem Gott, du be trüb⸗ War- um liegst du, Gottzum Spott, in derchmemmu 2* 7 2 166566.5 2— + ö 2 See⸗le. Ist höh⸗le? Merkst du nicht des Sa ⸗tans List? — Er will durch sein Kämpfen dei ⸗nen Trost, den — 4* IDD.... + 3 er⸗wor⸗ben, dämp ⸗fen. Shüttl sih Vas el nacst: N dir Ind ich Meines in den hab ic mir ahing. Ohristi as ist meiner heng i mir hristi ein R ein X datin als in D8s ke brächt ind 6 Ctürr Was! Dett Hott der sebst W nich 0 W ver Drn Iut 2 mmenschn. Schüttle deinen Kopf und sprich: dreuden. Flieh, du alte Schlange! nglück sin. Was erneust du deinen Stich, al. machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden , meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. hen. weisen. meiner Missetaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. en ö 4 Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, 190—1l0 sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloß, Berlin 155. das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 5 6 r. Stürme, Teufel, und du Tod, 60 was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn muns Atz selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. — 6 Irost, de Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: Vertrauen auf Gott 3 Hab ich was nicht recht getan, 30 ist mirs leid von Herzen; Todes Vin, dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen, nund Stez das ist der bezahlte Lohn 2²3 laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 0 Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8 Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; sondern hat vollkommne Lust dort in Gottes Garten, der wohl um sein Leid gewußt, endlich zu erwarten. 9 Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 10 Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr. Gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, 1607—1676. Vertrauen 222 auf Gott Johann Georg Ebeling, 1666. SSDSSSIS 0 E H— Warum sollt ich mich denn grämen? Hab ich doch Christum noch; 1———2..— — 2.— DID —— wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rau⸗ 2——.—.— S—. —— 0 ö— ö* ben, den mir schon Gottes Sohn bei⸗ge-legt im Glauben? 2 Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3 Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4 Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5 Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt; sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6 Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 0 Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. Iann un⸗ ldern! Wsem E Ius viel Ihlließt d nd mad man Ichn zu Idda wi ih mein suf den huglich Hür ist Ios die u scheh muh im Aln sin aine He Hller S Wummer eling, 1560 — istumnoch — mel rau⸗ Glauben? Iten Tagen rftmit Mas n. Rotten n. e lachen; Vertrauen 8 Kann uns doch kein Tod nichttöten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 9 Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10 Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter: auf Gott 225 dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 11 Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 12 Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607-1676. 223 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 In allen meinen Taten laß ich den Höchsten raten, der alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, mir selber geben Rat und Tat. 9 Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. 3 Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest. 4 Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 15 2²2 Vertrauen auf Gott 5 Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 6 Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zuhanden, so tröstet mich allzeit sein Wort. 7 Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. 8 Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9 So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. Auf der Reise. 10 Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, an den er mich bestellt. Sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 11 Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch, Herr Christe, bei dir und du bei mir. Der Helfer in Gefahren, der kann mich doch bewahren, wie dorten, ebenso auch hier. 12 Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her; Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 13 Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie. Durch seinen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. 14 Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15 Indes wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein; wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. Paul Fleming, 1609—1640. e, RAusen fassen, Welt. st, Crriste 2 en, wahren, h hier. sen weisen, het; Leben, er geben h begeht ue, heue, sie. N frommeh kommen nicht niů , emütẽ z, preisen Weisen en Nuh Vertrauen auf Gott 227⁷ 22⁴4 IJ Georg Neumark, 1657. * SEE .——. S. T Wer nur den lie-ben Gott läßt wal⸗ ten und hof-fet den wird er wunder-bar er-⸗ hal⸗-ten in al ⸗ler ö 2— I Wer Gott, dem Al ⸗ler⸗ V 5D 2 2 auf ihn al ⸗le ⸗zeit, Not und Trau⸗-rig=keit. — —.„—.——— ö 2 2 +— +—* 2— 2— * +— +—. höchsten, traut, der hat auf kei-⸗nen Sand ge-baut. II Hamburg 1690. SS....—— + Wer nur den lie⸗-ben Gott läßt wal⸗ten und hof⸗fet den wird er wunder⸗ bar er-hal-⸗ten in al⸗ler 36355550 auf ihn al ⸗le⸗ zeit, ers Not und Trau⸗rig=keit. War Wart, dem I er 2 ——* UA 2— —— wr Han.. dn, n ———.—— höchsten, traut, der hat auf keinen Sand ge⸗-baut. 2 5 3 Was helfen uns die schweren Man halte nur ein wenig stille Sorgen, und sei doch in sich selbst vergnügt, was hilft uns unser Weh und Ach? wie unsers Gottes Gnadenwille, Was hilft es, daß wir alle Morgen wie sein Allwissenheit es fügt; beseufzen unser Ungemach? Gott, der uns sich hat auserwählt, Wir machen unser Kreuz und Leid der weiß auch sehr wohl, was uns nur größer durch die Traurigkeit. fehlt 15² 228 4 Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns ver⸗ sehn, und lässet uns viel Guts geschehn. — Denk nicht in deiner Drangsals⸗ hitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. Vertrauen auf Gott 6 Es sind ja Gott sehr leichte Sachen und ist dem Höchsten alles gleich,‚ den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7 Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—1681. 1657. ———— I* Sollt es gleich bis-wei⸗len scheinen, als wenn Gott ver⸗ + ö.—..—— E. ließ die Sei⸗nen, o so glaub und weiß ich dies: FE Gott hilft end- lich doch 2 Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. ⁵ 10— 5— ge ⸗ wiß! 3 Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel; er gibt, wem und wann er will. Euner Iyum d Hisst g Nehr a R di ul sie 0 f Hoth is Uunde 0 die Hotes Aunde der d du Ile 1 Iu u de a Rice chte Sachn alles gleih, d arn zu machen, und reich indermann, türzen kam auf Gottes Wegen, getteu els reichen Segen, erden neu. uversicht äßt er nich lb2l-I3ul. mGottve bich dies: bald gebnn sreben W aß und Ril ann et wu 4 Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5 Laß die Welt nur immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts danach, Gott ist Richter meiner Sach. Vertrauen auf Gott 6 Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; wenn ich nur den Himmel krieg, hab ich alles zur Genüg. — 0 Ach Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe. Legt man mich gleich in das Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tittus 1641—1708. 2²26 Mel.: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228) 1 Wunderanfang, herrlich Ende, wo die wunderweisen Hände Gottes führen ein und aus. Wunderweislich ist sein Raten, wunderherrlich seine Taten, und du sprichst: Wo wills hinaus? 9 Denke doch, es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit. Ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet; Friede folget nach dem Streit. 3 Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß. So auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4 Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. — Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 6 Du wirst seinen Ruhm erzählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Arnold Stockfleth, 1643—1708. Vertrauen auf Gott 2²⁷ Severus Gastorius, 1681. 9 ö — 1H— Was Gott tut, das ist wohl- ge- tan, es wie er fängt mei- ne Sa⸗chen an, will 94 — +. rn, bleibt ge⸗recht sein Wil-le; 5 ö ich ihm hal ⸗ten stil ⸗ le. Eelchit iren 12 ö— H—— 2 + 2 2 0 Gott, der in der Not mich wohl weiß zu er-hal— 4 ....... 2. ten, drum laß ich ihn nur wal-ten. 9 Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3 Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4 Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid: es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5 Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6 Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649—1708. 231 Vertrauen auf Gott 228 Frankfurt a. M. 1738. RRREEE — I N lorius, 1661. Al⸗les ist an Got-tes Se-gen und an sei-ner MNN Gnad ge le⸗gen ü⸗-ber al-les Geld und Gut.* ............. Wer auf Gott sein Hoffnung setzet, der be-hält ganz — E — ö —.— SSSS Anrnn. 2 —2— 7 un⸗ver=letzet ei⸗ nen frei⸗ en Hel-den⸗-mut. 2 4 Der mich hat bisher ernähret Hoffnung kann das Herz erquicken;* und mir manches Glück bescheret, was ich wünsche, wird sich schicken, „ ist und bleibet ewig mein; so es anders Gott gefällt. inet. der mich wunderlich geführet Meine Seele, Leib und Leben W und noch leitet und regieret, hab ich seiner Gnad ergeben Ahemnen wird forthin mein Helfer sein. und ihm alles heimgestellt. 0 schmechn ö inem Wahl 3 5 cht schrerel Viele mühen sich um Sachen, Er weiß schon nach seinem Willen die nur Sorg und Unruh machen mein Verlangen zu erfüllen, ö und ganz unbeständig sind; es hat alles seine Zeit. Herzen; ich begehr nach dem zu ringen, Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; nerzen. was Genügen pflegt zu bringen, wie Gott will, so muß es bleiben; und man jetzt gar selten findt. wann Gott will, bin ich bereit. wohlgetal, 6 3— Soll ich hier noch länger leben, 11800 will ich ihm nicht widerstreben, tatben, ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, ö ö alles Irdische vergehet ten; 1 und faͤhrt wie ein Strom dahin. ö wa 0 ö Nürnberg 1676. N 10⁰⁰ * Bahl Vertrauen auf Gott 229 Hannover 1648. 2 ö— — 2.————— —. 1 ö— E Ach Gott, verlaß mich nicht Gib mir die Gnaden-hän-de; ach füh⸗re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll-en-de 0 ö —— —— zu meiner Se glig- keit. Sei du mein Le-bens icht, 0 —— E mein Stab, mein Hort, mein Schutz. Ach Gott, ver-laß mich nicht! 9 Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen. Gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft. Ach Gott, verlaß mich nicht! 3 Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde. Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir. Ach Gott, verlaß mich nicht! —— ö—* ———. 2. . 2515 4 Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch bewegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt. Ach Gott, verlaß mich nicht! — 5 Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht; hilf mir in Not und Tod. Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 1659—1725. Vertrauen auf Gott 230 233 Stuttgart 1744. mober 1648. ö ö—— EEe .— ö — Li 5n. ö ö ö— So führst du doch recht se-lig, Herr, die hãn de; Wie könn⸗test du es bö-se mit uns Len⸗de — f— N5 2.3 25 II Deinen, ja se-lig und doch meistens wunder lich. meinen, da dei-ne Treunicht kann verleug⸗nen sich? bens⸗licht, xX —8———— 25565• 2˙²= 22 2 Die We⸗ge sind oft krumm und doch ge-rad, dar— mich nichtl nichtl vegen, ö segen nts, licht, lt. nichtl nichtl u. ott, 0 leben Tod. nichtl „159·-5 22 0 — — — ö ö 5—.—ê 2 + auf du läßt die Kin⸗der zu dir gehn; da 2522 — III — — pflegt es wun-der- 99——— ö 5—.— ö ö 6 selt-sam aus-zu⸗ sehn; doch Z, en,. EEE tri ⸗ um-phiert zu- Dein Geist hängt nie an mensch— lichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Des Zweifels Knoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nach dem es dir gefällt. letzt dein ho- her 9 — Rat. Du reißest wohl die stärksten Band was sich entgegensetzt, muß sinken entzwei; hin; ein Wort bricht oft den aller— härtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 23⁴ 3 Was unsre Klugheit will zu— sammenfügen, teilt dein Verstand in Ost und Westen aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du ver⸗ knüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch getan; niemand will dies Zeugnis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Ab⸗ sicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? — Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen; du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. wem aber Vertrauen auf Gott Die besten Werke bringen dir kein Lob; sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei; wer Augen hat, sieht sie, doch nie so frei; die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6 o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand; man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sei bewandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu: wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. Du kennst, — Also gehst du nicht die gemeinen Wege; dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehst, was sich umHhemen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast; wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, der wird am End ein andres oft gewahr. Mi u Mir Mei luit mim Heh ngen dir kein Lob; Blinde gehl vorbei; sie, doch ni so frei; u, der Sinn zu grob. „ wohl das e Wesen, der Sinnen werstand; t an unsrer mablesen, e Kinder so bewandt. und hälth rägest sie und zeigef luttertteu: daß etwat deine sei, in Schäflei e und je ie gemeinen Wege; en öffentlig gesehn, ich im Herzel rege, heit mit uz ilst gehn gst du bol lugen dar in deinn inne haft deinen RÜ gefaßt, in andtes W gewaht „* 8 So zieh mich denn hinein in deinen Willen, und trag und heg und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen; dein Geist die Furcht und Lüste überwind. Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir. Ich brenne nur nach dir in Liebs⸗ begier. Wie oft erquickt mich deiner Klar⸗ heit Schein! Vertrauen auf Gott 9 Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der Ge⸗ meinschaft sich; die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold, 1666—1714. 231 Mel.: Jesu, meine Freude(Nr. 198) 1 Meine Seel ist stille zu Gott, dessen Wille mir zu helfen steht; mein Herz ist vergnüget mit dem, wies Gott füget, nimm an, wie es geht. Geht es nur zum Himmel zu, und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2 Meine Seele hanget an dir, und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein. Von der Welt Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3 Nein, ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4 Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 236 Vertrauen auf Gott 5 6 V Meine Seele senket Amen, es geschiehet; ‚ alles, was sie kränket, wer zu Jesu fliehet, AWNW tief in Jesu Brust. wird es recht erfahrn, ö ö Sie wird stark durch Hoffen; wie Gott seinen Kindern was sie je betroffen, pflegt das Kreuz zu mindern träget sie mit Lust; und das Glück zu sparn fasset sich bis zu End; ganz männiglich alsdann sich wendt ö ö durch Geduld und Glauben feste; das zuerst so bittre Leiden, ö am End kommt das Beste. und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade, 1666-1698. + 232 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197) 1 4 Meine Seele senket sich Meine Seele grämt sich nicht, V hin in Gottes Herz und Hände liebt hingegen Gott im Leiden; und erwartet ruhiglich Kummer, der das Herze bricht, I seiner Wege Ziel und Ende, trifft und ängstet nur die Heiden; liegt fein stille, nackt und bloß wer Gott in dem Schoße liegt; in des liebsten Vaters Schoß. bleibt in aller Not vergnügt. I 2 5 Meine Seele murret nicht, Meine Seele klaget nicht, ist mit allem wohl zufrieden; denn sie weiß von keinen Nöten, was der eigne Wille spricht, hängt an Gottes Angesicht ö ist zum Tode schon beschieden; auch alsdann, wenn er will töten: was die Ungeduld erregt, wo sich Fleisch und Blut beklagt, ist in Christi Grab gelegt. wird das Freudenlicht verjagt. 3 6 Meine Seele sorget nicht, Meine Seel ist still zu Gott, i will vielmehr an nichts gedenken, und die Zunge bleibt gebunden. was gleich spitzen Dornen sticht Also hab ich allen Spott, und den Frieden nur kann kränken. alle Marter überwunden, ö Sorgen kommt dem Schöpfer zu, bin gleichwie ein stilles Meer, N meine Seele sucht nur Ruh. voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. Iö Mit oh Il Si lahißt Og Ho vgröf Hattpt deen ern mindern arn eiden, uden. 1606—1600 ich nicht, m Leiden, erze brich, die Heiden choße legt, rgnügt. , 10 Mih esicht will tölen hlut beklagt verjagt u Got t gebunden pott, en, 5 Miel, und E. Id-l Vertrauen auf Gott 233 Mel: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 224 II) Je größer Kreuz, je näher Himmel; wer ohne Kreuz, ist ohne Gott. Bei Sündenlust und Welt⸗ getümmel vergißt man Hölle, Fluch und Tod. O selig ist der Mensch geschätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal setzt. 2 Je größer Kreuz, je bessre Christen; Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten, fällt nie ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3 Je größer Kreuz, je stärker Glaube; die Palme wächset bei der Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. 4 Je größer Kreuz, je größer Liebe; der Wind bläst nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer tut. — h Je größer Kreuz, je mehr Gebete; geriebne Kräuter riechen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturm⸗ wind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 6 Je größer Kreuz, je mehr Ver⸗ langen; im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüste oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. 27 Je größer Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 8 Je größer Kreuz, je schöner Krone, die Gottes Gnad uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. 9 Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Lieb und Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck, 1672—17837. Vertrauen auf Gott 234 Mel.: Ringe recht, wenn Gottes Gnade(Nr. 173) 1 Gott wills machen, daß die Sachen gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen sich verstellen; wenn du nur bei Jesu bist. 2 Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3 Du Verächter, Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 4 Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5 Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille, nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6 Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 7 Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. 8 Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt. Alle Taten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. 9 Wann die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 10 Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld. Wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. N da mü das Is Bl Msen! den gut Uhnr de Mit n il n füngt. hängt. acht herei, sein. Gedulb. ub Vertrauen 11 Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 12 Aber denen, die mit Tränen küssen ihres Jesu Joch, auf Gott wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 13 Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723. 235 Mel.: Mein Herzens-⸗Jesu, meine Lust(Nr. 196) 1 Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn alles Eigenwählen; geschieht, was er mir ausersehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit und folge willig Schritt für Schritt in kindlichem Vertrauen. 2 Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3 Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ gnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4 Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft Hed wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5 Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6 Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Sein Antlitz lässet Gott nicht sehn, zuletzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat. Dies sei mein Glaubensanker. Lambert Gedicke, 1683—1735. Vertrauen auf Gott 236 Mel.: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 316) 1 Meine Sorgen, Angst und Plagen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, alles Klagen, das der Herr alleine kennt, wird gottlob! nicht ewig sein. Nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnenblicken meinen matten Geist erquicken. 2 Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3 Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. 4 Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit. Die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. — — Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphieret. 6 Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt; seine Freund und Hochzeitsgäste werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg nach geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. — Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewiß erretten; das Gewitter leget sich, nach dem Blitz und Donnerschlag folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. J. A. Freylinghausens Gesangbuch, Halle 1705. den Sternen esetzt; ht entferner, t benetz Cwigkeit hin sonde Streit. ern wohnen, onen. e Frommey wheit sehn Vertrauen auf Gott 237 Mel.: Christus, der ist mein Leben(Nr. 314) Melchior Vulpius, 1609. —— 5——2— ö 2 36 — 01 3 4 ö Die Gna⸗- de sei mit al ⸗-len, die — 6—— *. 2. 2 X Iauu 5 ö, s, ů Gna-de un-sers Herrn, des Herrn, dem wir hier — N 2— 2— 145 gekommen stehn Stuhl ulh Thron, enkron zgezieret, mphieret. et feste errückt; * reit beglücth, ieg f und Krieh efunden, lewunde 7 ö— 0 sehn sein Kom⸗-men gern. wal⸗len und 2 Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3 Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: der Herr ist treu. 4 Die Gnade, die den Alten ihr Weh half überstehn, wird uns ja auch erhalten, die wir in unserm flehn. 5 Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst, so komme doch! 6 Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein; denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 7 So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 8 Bald ist es überwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die größten Taten tut. 9 Herr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller, w1699—1769. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 16 Vertrauen auf Gott 238 Elberfeld 1805. Schmerz, in herz ist vol⸗ler Red-lich-keit. gut und bö⸗ser Zeit. 0 SS...... —— ö Gott ist ge⸗treu! Sein Herz, sein Va⸗ter- Gott ist ge⸗ treu bei Wohl⸗sein und bei D‚. ö— ——.— IIIJ— +*— ö— Weicht, Ber⸗ge, 0 weicht! Fallt hin, ihr Hü⸗gel! Mein Glaubens⸗ 2 2 2—* grund hat die ⸗ses Sie⸗gel: 2 Gott ist getreu! Er tut, was er verheißt, er hält, was er verspricht; wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu! 3 Gott ist getreu! Er handelt väterlich, und was er tut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, — Gott ist ge ⸗ treul die Rute meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ leiter, der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu! 4 Gott ist getreu! Er gibt der bösen Welt sein eingebornes Kind. Der Heiligste bezahlt das Lösegeld, für die, die Sünder sind. Gott macht den liebsten Sohn zum Bürgen, er läßt ihn martern und erwürgen. Gott ist getreu! Holt ist Nein V. saht für Zen W. Ein Zwe is, daß ö Et reini A lüßt! Hott ist Hott ist Ouin gö bt sort sieht venn m Asteutei Das mi Mein G Halt ist Haf Got M ich Ind der gan der micht Md m 5 00 — — t, Ber⸗ge, —— laubens⸗ treul Himmeh leiter, zum gull Streiter. 5 Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seelenwohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu! 6 Gott ist getreu! Sein göttlich treuer Blick gibt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dankbar macht. Was mir zu schwer ist, hilft er tragen. Mein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ist getreu! Vertrauen auf Gott 7 Gott ist getreul Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 8 Gott ist getreu! Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine frohe Pflicht, solang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben. Laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich, 1713—1780. 239 Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan(Nr. 227) 1 2 Auf Gott und nicht auf meinen Rat Er sah von aller Ewigkeit, will ich mein Glücke bauen und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäres 16² 244 Vertrauen 3 Gott kennet, was mein Herz be⸗ gehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4 Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. auf Gott 5 An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6 Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten, der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 2⁴⁰ Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 Ich hab in guten Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl; so will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual? 9 + Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, 3 Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4 Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, das doch zu meinem Besten dient? dein Wort mir Trost und Leben sein. Uemn him ich vas sch Nuch a Hertrau hu, Hel M sie Ind wi lcht 6 al mi Und w Die gan Wer sit Uird n r ist Ind K N fi Hellasß Er ha Ind de Hlin Id l. aft glücklith macht, fehlen; Eund Prach der Seelen ewissen süßen. Herrlichketh. chwunden! dieser Zel“ undenl rechten, Knechten. 1. 15—I100 geben, ein Leben Herrn. vertrauen schen baleh rrettest gan ö finden, nden — 0 Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. Vertrauen auf Gott 2⁴⁵ 6 Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glaͤuben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken: der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769. 241 Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit(Nr. 70) 1 Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben; nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben. Und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihn und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben. 2 Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig ort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. 3 Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4 Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt nur Liebesschläge. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen, daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. Lob und Dank Lob und Dank 2⁴2 Wittenberg(1529) 1585 1 I 0 —+ *— 1— Herr Gott, dich lo⸗ben wir, Herr Gott, wir dan-ken dir; dich, Vaster in E⸗wigskeit, ehrt die Welt weit und breit; all En⸗gel und Him⸗ mels Heer, und was die net dei⸗ner Ehr, E... auch Che⸗ru⸗bim und Se⸗ raphim sin-gen immer mit hoher Stimm: 1* 2 2 Hei⸗-lig ist un-ser Gott! Hei-lig ist un-ser Gott! I und II +— + 1 .—— ii‚i‚i Hei⸗lig ist un-ser Gott, der Her-re Ze⸗-ba-oth! I 2 II 7—..—— SSPSPSPISPSSSSSSSI E .— 2 v Dein göttlich Macht und Herrlich⸗keit geht ü⸗ber Himmlund Er⸗den weit der hei ⸗li⸗gen zwölf Bo⸗ten Zahl, und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, die teu⸗ren Märtrer all⸗ zu⸗mal loben dich, Herr, mit großem Schall; die gan⸗ze wer⸗te Christen⸗heit rühmt dich auf Er⸗den al⸗le⸗ zeit dich, Gott Va ⸗ter im höchsten Thron, dei⸗nen rech⸗ten und eingen Sohn, den heil⸗gen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 1 3 II D N —2 4Z———. Du König der Ehren, Je⸗su Christ, Gott Vaters ewger Sohn du bist: (580 1550 an⸗ken dir Lob und Dank 2⁴7 — S. F /J. 7— DEDSZSZ.‚‚‚ der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht, du hast dem Tod zerstört sein Macht du sitzst zur Rechten Got⸗tes gleich ein Rich-ter du zu⸗künf⸗tig bist 1I 4 2— zu erlösen das menschlich Geschlecht; und all Christen zum Himmel bracht; mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich; al-les, das tot und le⸗bend ist. II — +1— — 4 —..— Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deim teurn Blut er⸗lö⸗set sein; 4.———————— ....——..— nẽ. laß uns im Himmel ha-ben teil — mit den Hei⸗li-gen in ewgem Heil. N 4 —„ deinnett e lobt undehn Zohn Hi ö und seg⸗ne, was dein Erbteil ist, E Hilf deinem Volk, Herr Je⸗su Christ, — N N N 2— wart und pfleg ihr zu al ⸗ler Zeit und heb sie hoch in E-wig⸗keit. 1 5 II 4 5 Täglich, Herr Gott, wirlo⸗ben dich und ehrn dein Namen ste⸗tig⸗lich. — 5 — 42.22„ *— E ——— + 8—22 Be⸗hüt uns heut, o treu⸗er Gott, sei uns gnä-dig o Her⸗re Gott, zeig uns dei⸗ ne Barmherzig ⸗keit, vor al-Ier Sünd und Misse⸗tat; sei uns gnä⸗dig in al⸗ler Not; wie un ⸗fre Hoffnung zu dir steht; UaRR —.. 22....—— ——83 ——— +— auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Herr, in Schanden laß uns nimmermehr. * — I und II E 4——. AI mien. Martin Luther, 1483—1546. Lob und Dank 2⁴3 Augsburg 1540. .. + 2 Nun lob, mein Seel, den Her-ren, was in mir ist, den meh⸗ren, ver⸗giß es nicht, o Sein Wohltat tut er [U ++ — ——— —.— ———— IIII E + Na⸗men sein. Her⸗ze mein.——— dein Sünd ver ge⸗ ben und FN + — ů 2— 2— ů —— 5 ENV heilt dein Schwachheit groß, er ⸗rett dein ar⸗ mes Le⸗ben, nimmt dich in sei⸗nen Schoß, mit er H ————— errr, ZEEEEDEEIEEAEEE + H eichem Trost be⸗ —— .— ......I..r —3— ———.——— — schüttet, verjüngt dem Ad⸗ler gleich; der Herrschafft Recht, be⸗ V H ri i. arttedn, E 3. 22 hü⸗tet, die lei⸗den in seim Reich. 2 Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht; sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Mensch vergehet, sein End, das ist ihm nah. Das uler hlesel ll er geburg 1540 Lob und Dank 2⁴9 4 Die Gottesgnad alleine Ihr starken Engel, waltet steht fest und bleibt in Ewigkeit seins Lobs und dient zugleich bei seiner lieben Gmeine, dem großen Herrn zu Ehren die steht in seiner Furcht bereit, und treibt sein heilges Wort. die seinen Bund behalten. Mein Seel soll auch vermehren Er herrscht im Himmelreich. sein Lob an allem Ort. Johann Gramann, 1487—1541. 2⁴4 Leipzig 1587. A ö * — +— + +* 2 2—— 2 2 — 2 Nun laßt uns Gott dem Her⸗ren Dank 1t⁰.— 2 2 2 ar ⸗mes 5 sagen und ihn eh Hren für al le sei⸗ ne — Aammnr.— m Trost be⸗ + ö. +. ö Ga⸗ ben, die wir emp-fan⸗gen ha-ben. men delein, Armen, fürchten vo hemächte nur Suub, schlecht, d Laub; t veheh gehe, n nah. 5 Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 2 Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren tut er nie etwas sparen. 3 Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden. 4 Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 6 Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben; im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7 Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Große mit den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen 8 Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, u preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold, 1532—1598. Lob und Dank 7 2⁴5 Jiohann Crüger, Berlin 1647.— ů W ö———— ———— V——— Nun dan⸗ket al ⸗le Gott mit Herzen, Mund und Händen, der gro ße Din⸗ge tut an uns und al-len En⸗den, D= 66rr ——— der uns von Mutter-leib und Kindes bei-nen an un⸗ H ö zäh-lig viel zu⸗gut und noch jetzund ge= tan. I 2 3 Der ewigreiche Gott Lob, Ehr und Preis sei Gott, woll uns bei unserm Leben dem Vater und dem Sohne ein immer fröhlich Herz und dem, der beiden gleich und edlen Frieden geben im höchsten Himmelsthrone, und uns in seiner Gnad dem dreieinigen Gott, als der ursprünglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. 24 Martin Rinckart, 1586—1649. Matthäus Apelles von Löwenstern, Breslau 1644. erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. —..—— Nun prei⸗set alle Got⸗tes Barmher-zig⸗keit! Lob ihn mit 0 .SSSSSS..... L Schal-⸗le, wer⸗te-ste Chri-sten⸗heit! Er läßt dich freundlich Ii * 0 17 + iDiSSDSSEEEEEE— VI* ů 0 zu sich la⸗den: freu⸗e dich, Is ra-el, sei⸗ner nen in drry e Fe, L,er.rie n — 2— 2 Gna⸗den. Freuze dich, Is rael, sei- ner Gna-den. 9 h es bor! 18 x er in läht Drn Mein 0 lar G Oon de Hel Berlin 109. — dHänden, n En⸗den, —— n an un⸗ X. sei Gotz, Sohne gleich sthrone, , war wird u. 506-110 Breslau 14. = Lob ihn ni — ch fudlh = sei Gna deh. 2 Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend Engel um ihn schweben, 2n½ Psalter und Harfen ihm Ehre ö geben. 3 Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, ) machet uns ledig von allen Sünden. Lob und Dank 4 Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, : füllet uns alle mit seinem Segen. — 0 Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden: ) freue dich, Israel, seiner Gnaden. 2 Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594-1648. 2⁴⁷ Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren(Nr. 243) 1 Man lobt dich in der Stille, du hocherhabner Zions-Gott; des Rühmens ist die Fülle vor dir, o Herr Gott Zebaoth. Du bist doch, Herr, auf Erden der Frommen Zuversicht, in Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht. Drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm vermehren, solang er lallen kann. 2 Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Israel! Sein Name sei gepriesen, der große Wunder tut, und der auch mir erwiesen, das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, solang ich lebe hier. 3 Herr, du hast deinen Namen so herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 1607—1667. Lob und Dank 2⁴8 Mel.: Lob Gott getrost mit Singen(Nr. 31) oder Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) 1 Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd. 2 Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 3 Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzählge Herde im großen wilden Meer. 4 Hier sind die treuen Sinnen, die niemand unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. Er weiß viel tausend Weisen zu retten aus dem Tod, er nährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungersnot, macht schöne, rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6 Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 0 Ach ich bin viel zu wenig zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, 1607—1676. 0 sin Herr,! ih sing as M Ih we Ind en Raraus nil H Wef suf di 008 u lllein Her! hoch i Her Rit L Hern Let Her Lob und Dank 2⁴9 Mel.: Nun danket all und bringet Ehr(Nr. 250) 1 8 Ei Ich singe dir mit Herz und Mund, Du nährest uns von Jahr zu Jahr, a 6ä 2205 Herr, meines Herzens Lust; bleibst immer fromm und treu Rt ich sing und mach auf Erden kund, und stehst uns, wenn wir in Gefahr 1—0 was mir von dir bewußt. geraten, treulich bei. mit Freuden, 2 9 geschcht, Ich weiß, daß du der 0 0 Du strafst uns Sünder mit Ge⸗ 1h leiden, na duld h und ewge Ouelle bist, und schlägst nicht allzusehr, daraus uns allen früh und spat ja endlich nimmst du unsre Schuld* viel Heil und Gutes fließt. und wirfst sie in das Meer. II Weisen 3 10 Lod, Was sind wir doch? Was haben wir Wenn unser Herze seufzt und schreit, Speisen auf dieser ganzen Erd, wirst du gar leicht erweicht +* not, das uns, o Vater, nicht von dir und gibst uns, was uns hoch erfreut 053 allein gegeben werd? und dir zur Ehr gereicht. 0* 4 14* 5 Wer hat das schöne Himmelszelt Du zählst, wie oft ein Christe wein, hoch über uns gesetzt? und was sein Kummer sei; Ver ist es, der uns unser Feld kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, Blinden, mit Tau und Regen netzt? du hebst und legst es bei. I , 5 12 befinden, Wer wärmet uns in Kält und Frost? Du füllst des Lebens Mangel aus t. Wer schützt uns vor dem Wind? mit dem, was ewig steht, men. Wer macht es, daß man Ol und und führst uns in des Himmels seind, Most Haus, kommen, zu seinen Zeiten findt? wenn uns die Erd entgeht. Freund. 6 13 Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wohlauf, mein Herze, sing und spring Wer hält mit seiner Hand und habe guten Mut! den güldnen, werten, edlen Fried Dein Gott, der Ursprung aller Ding, in unserm Vaterland? ist selbst und bleibt dein Gut. 0 14 Ach Herr, mein Gott, das kommt Erist dein Schatz, dein Erb und Teil, von dir, dein Glanz und Freudenlicht, du, du mußt alles tun; dein Schirm und Schild, dein du hältst die Wach an unsrer Tür Hilf und Heil, uund läßt uns sicher ruhn. schafft Rat und läßt dich nicht. 25⁵⁴ 15 Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16 Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manches schweren Waate au hat er zurückgekehrt! Lob und Dank 17 Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18 Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein; so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607—1676. 250 Johann Crüger, Berlin 1647. 0 ö 5 n d r. — 2 + 22— * E„ 7 Nun dan-⸗ket all und brin-get Ehr, ihr IXIX AAI DDi— Men⸗schen in der Welt, dem, des⸗sen Lob der * En⸗gel Heer im Him-mel stets ver- 2 Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3 Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 4 Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts. .——— meldt. 5 Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6 Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand. 7 Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. Colang seet; und we Rubleib Follt LCollt! Dam nie so ννμπνκ½π A do se Dns ol die in Ales Hottes Mie e ibet; Iho h luch! sobo was versehn iht geschehn e erner tun rein; frieden ruhn n „1607—1670. Berlin 1617. 8 Solange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil, Lob und Dank 9 Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und wenn wir scheiden von der Erd, und zeig uns drauf sein Angesicht verbleib er unser Teil. dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607-1676. 25¹ Mel.: Lasset uns den Herren preisen(Nr. 164) 1 Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2 Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4 Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5 Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6 Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält, Tier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 256 — 7 Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8 Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zugut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9 Seine Strafen, seine Pseind ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke Lob und Dank⸗ und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10 Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11 Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607—1676. 25²2 Mel.: Allein Gott in der Höh sei Ehr(Nr. 86) 1 2 Bis hierher hat mich Gott gebracht Hab Lob und Ehre, Preis und Dank durch seine große Güte, für die bisherge Treue, bis hierher hat er Tag und Nacht die du, o Gott, mir lebenslang bewahrt Herz und Gemüte, bis hierher hat er mich geleit, bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen. bewiesen täglich neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen. Hiffer ss mi Als mi is mi Sei L hen V hem E Rem 6 ut sei hen G Hebt! 3 da Hen in‚ dei N pr N al Hebt: Ms 05 w uüb use au b se Hbt In 106 D Idü nöden Wel, n hält, ihm lenke ine Zeit, keit. hr und lase Sinne gehn: ne Maße le stehn. msgeschneie, mer ein; der Pein, erfreuet. eine Zeit, Rkeit. el noch Ende findt, Hände ein Kind, ade geben, zen Leben, ser Zeit geit. ot, 160-Ibld is unddal eue, lebenblug Lob und Dank 25⁷ Hilf fernerweit, mein treuster Hort, damit ich sag bis in den Tod: hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden, Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 1637—1706. 253 Mel.: Mein Herzens-Jesu, meine Lust(Nr. 196) 1 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre! 2 Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3 Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4 Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir. Gebt unserm Gott die Ehre! Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6 Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 17 258 Lob und 8 Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen machtzu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! Danl 9 So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640—1690. 254 Stralsund 1665. 94 0 0— I ö f UU—. 5 3— Lo⸗be den Her-ren, den mäch-ti-gen. Kösnig der mei⸗ne ge⸗lie⸗be⸗ te See⸗le, das ist mein Be⸗ * ö 5— N——7 rr 1 I— 12— f* 2— 2.—— Ch ö Eh ⸗ren, 791 geh⸗ren; kom-met zu⸗ hauf, Psal-ter und *—.—..—— 9—— 22——— 2— Har⸗fe wacht auf, las ⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö- ren. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3 Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4 Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5 Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen. Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen. Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht; lobende, schließe mit Amen. Joachim Neander, 1650—1680. . Mesch Springen, Pflicht ich singen: vohl bedacht ht gemacht. die Ehrel 6, 1540—100 Stralsund 1068. 2 .. — Kö⸗nig der ist mein V. I⸗ter und der deinen Har gesegne. el mit Stronig be geregnei 9e kann, begegnet. was in nit f den Namen. hat, lobe l uns Samen Lob und Dank 255 V* ö Bremen 1680. FE ö ö —— + ö PF——— Wun⸗der⸗ba⸗-rer Kö-⸗ nig, Herr-scher von uns ö Dei ⸗ne Va⸗ter ⸗ gü⸗ te hast du las⸗ sen LIS—.— ö —5 .III«“ allen, laß dir un ser Lob ge fal ⸗len. flie⸗ßen, ob wir schon dich oft ver-⸗lie-ßen. 4⁰—— + + d, E— n. Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die Zun--ge 4 ... sin gen, laß die Stim⸗ me klin ⸗gen. 2 Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Werke mehr als aller Menschen Stärke. Großes Licht der Sonne, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren 2 O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder; was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub danieder. Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 4 Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. ö Joachim Neander, 1650—1680. —7 einen solchen Herren. Lob und Dank 256 Frankfurt a. M. 1738. 2 + — O daß ich tau-send Zun- gen hät⸗te und so stimmt ich da—»mit um die Wet te vom 4————ß7— WSSAT — in, Kit. V ei„nen tau⸗-send-fa⸗chen Mund, ö* al ⸗ler-tief-sten Her⸗ zens⸗grund ein Lob ⸗lied 5—.—.—..— *—————— nach dem andern an 2 O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht; o daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht; ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3 Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis; mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4 Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 5 Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6 Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gottꝰ Wer schützet mich auf meinen Wegenꝰ Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 7 Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal 11——— daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets ge⸗ wahr. Mie de Dief licht Ind 0wi rt a. M. I30. Lob ⸗lied — 30 Hi —.*V nir ge⸗kan, as ein Leben sich hat, zehilfen geben n ist zu mat, zu erhöͤhn, nich stehn mit Segei Auhn Gohl uf meinen Wahn Bott Zebaohh Sündenschib Beduld. Lebelggt Mal gepün vielet Pla sen Geich llcht ses=. 15 wahr Lob und Dank ö 8 9 Wie sollt ich nun nicht voller Ich will von deiner Güte singen, Freuden solange sich die Zunge regt; in deinem steten Lobe stehn? ich will dir Freudenopfer bringen, Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden solange sich mein Herz bewegt; nicht triumphierend einhergehn? ja wenn der Mund wird kraftlos Und fiele auch der Himmel ein, sein, so will ich doch nicht traurig sein. so stimm ich noch mit Seufzen ein. 10 Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor. Johann Mentzer, 1658—1734. 257 Mel.: Jesu, meines Lebens Leben(Nr. 42) oder Mel.: Alle Menschen müssen sterben(Nr. 783) 1 3 Womit soll ich dich wohl loben, Denk ich, wie ich dich verlassen, mächtiger Herr Zebaoth? wie ich häufte Schuld auf Schuld, Sende mir dazu von oben so möcht ich vor Scham erblassen deines Geistes Kraft, mein Gott! vor der Langmut und Geduld, Denn ich kann mit nichts erreichen womit du, o Gott, mich Armen deine Gnad und Liebeszeichen. hast getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! großer König, Dank dafür! 2 4 Herr, entzünde mein Gemüte, Ach ja, wenn ich überlege, daß ich deine Wundermacht, mit was Lieb und Gütigkeit deine Gnade, Treu und Güte du durch so viel Wunderwege stets erhebe Tag und Nacht; mich geführt die Lebenszeit, denn von deinen Gnadengüssen so weiß ich kein Ziel zu finden, Leib und Seele zeugen müssen. noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! großer König, Dank dafür! — — O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesühnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6 Ja, Herr, lauter Gnad und Wahr⸗ heit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8 Wie ein Vater nimmt und gibet, nach dems Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! Lob und Dank 9 Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 10 Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 11 Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 12 Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 1661—1785. lersflügeln en Hügeln ich zerrinnen, ich innen, sei dir, dafürl ur Seiten mal meht, begleiten es Heer, nich drangen, entgangen. sei dit, dafür! keiget itigkeit, geneiget, cheit eist der Gnaden, ingeladen. lsei dir, dafür! zesungen, tis, Lob u Danl, elun en. Ns Gang su Leiten igleiten; r und fin it. 1021-15 Lob und 258 Dank 263 Ansbach 1665. 2 ,, 4.— ö——————.— Lo⸗be den Her⸗ren, o mei ne See ⸗lel weil ich noch Stun-den auf Er- den zäh ⸗le, I —— ö* Ich will ihn lo will ich lob ⸗sin-⸗ ben bis in Tod; gen mei⸗nem Gott. Der Leib und 2 ————.9 ö — 2 Seel ge⸗ ge⸗ben hat, wer⸗de ge-⸗prie⸗-sen H....— SD SSSSPSSS SSS.... früh und spat. Hal ⸗le 2 Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Hallelujah, Hallelujah. 3 Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Hallelujah, Hallelujah. lu⸗jah, Hal-le⸗lu⸗jah. 4 Dieser hat Himmel, Meer und die Erden, und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah, Hallelujah. 5 Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist mancherlei. Hallelujah, Hallelujah. 264 Lob und Dank 6 0 Sehende Augen gibt er den Blinden, Aber der Gottesvergessenen Tritte erhebt, die tief gebeuget gehn; kehrt er mit starker Hand zurück, wo er kann einige Fromme finden, daß sie nur machen verkehrte Schritte die läßt er seine Liebe sehn. und fallen selbst in ihren Strick. Sein Aufsichtist des Fremden Trutz, Der Herr ist König ewiglich; Witwen und Waisen hält er Schutz. Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah, Hallelujah. 8 Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geistl Hallelujah, Hallelujah. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723. 259 Pfalm 139 Stegfried Christoph Stbtzer, 1 17⁵⁵³ 7. 2* + ——————— Gott ist mein Lied; er ist der Gott der Stär⸗ + ———— 2 2— — ke, hehr ist sein Nam, und groß sind sei ne 4 7.„* ———. + 2 —— IIieeee + Wer ⸗ke, und al le Him-mel sein Ge- biet. 2 3 Er will und sprichts, Licht ist sein Kleid, so sind und leben Welten; und seine Wahl das Beste. und er gebeut, so fallen durch sein Er herrscht als Gott, und seines Schelten Thrones Feste die Himmel wieder in ihr Nichts. ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Mendli Me ahn An hen al é ** ö Ds ist i Hin W ken ö ssd ew Er ist! ustze 0 bu p ist e all wei WW el K ⁰0 Lob und Dank N 4 1⁰ senen Tit Unendlich reich, Nichts, nichts ist mein, ö and Zurül, ein Meer von Seligkeiten, das Gott nicht angehöre. heteSchtith ohn Anfang Gott und Gott in Herr, immerdar soll deines Namens hren Smidk ewgen Zeiten! Ehre, N rEünin Herr aller Welt, wer ist dir gleich? dein Lob in meinem Munde sein. ö r dich, ; 5 11 Wl Was ist und war Wer kann die Pracht im Himmel, Erd und Meere, von deinen Wundern fassen? das kennet Gott, und seiner Werke Ein jeder Staub, den du hast V Heere werden lassen, sind ewig vor ihm offenbar. verkündigt seines Schöpfers Macht. 6 12* Er ist um mich, Der kleinste Halm schafft, daß ich sicher ruhe; ist deiner Weisheit Spiegel. n er schafft, was ich vor oder nach- Du Luft und Meer, ihr Auen, I. mals tue, Tal und Hügel, und er erforschet mich und dich. ihr seid sein Loblied und sein Psalm. un eu. 4 13 Er ist dir nah, Du tränkst das Land, —— du sitzest oder gehest, führst uns auf grüne Weiden, Dob du ans Meer, ob du gen und Nacht und Tag und Korn der E. Himmel flöhest, und Wein und Freuden so ist er allenthalben da. empfangen wir aus deiner Hand. = 5 14 0 Er kennt mein Flehn Kein Sperling fällt, sei„ne und allen Rat der Seele; Herr, ohne deinen Willen; er weiß, wie oft ich Gutes tu sollt ich mein Herz nicht mit dem und fehle, Troste stillen, ů und eilt, mir gnädig beizustehn. daß deine Hand mein Leben hält? 9 1⁵ Er wog mir dar, Ist Gott mein Schutz, was er mir geben wollte; will Gott mein Retter werden, schrieb auf sein Buch, wie lang so frag ich nichts nach Himmel Beste. ich leben sollte, und nach Erden ö Ind sel? Nda ich noch unbereitet war. und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—-1769. Lob und Dank 260 Mel.: Mein Herzens-Jesu, meine Lust(Nr. 196) Peter Sohr, Frankfurt 1668. 2 * 3— Wenn ich, o Schöpfer, dei ne Macht, die die Lie⸗be, die für al le wacht, an⸗ H ö H— —*— +—* 2 2——— Weis⸗heit dei ner We⸗ge, 9 be⸗tend ü⸗ber ⸗le ⸗ge: so weiß ih E.I1U — 75 2 ̃— — —.—5 — von Be-wundrung voll nicht, wie ich dich er— I 25————...— —— 34.— ben soll, 2 Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel prächtig ausgeschmückt preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Herr der Sterne? 3 Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Machtund Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4 Dich predigt Sonnenschein und Sturm, mein Gott, mein Herr und Va-ter! dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5 Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet: der Mensch, der Schöpfung Ruhm. und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. heter Sohr, ankfurt 1668. Va ⸗terl am Meen der geringl Wurm, pfer Eh um in seing Pracht, , hat 60. gemacht pfer Ehte ib, den eih Han et, Hst, den sch Versand 1. II „ und Prh Beweis Gtohe.. Lob und Dank 267 6 Erheb ihn ewig, o mein Geist, und alle Welt fürcht ihren Herrn erhebe seinen Namen; und hoff auf ihn und dien ihm Gott unser Vater sei gepreist gern. und alle Welt sag Amen, Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 17151769. 261 Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet Halle 1704. 4 +** —————— ——— Wie groß ist des Allmächt-gen Gü⸗te! Ist der ein der mit ver⸗-här⸗te-tem Ge⸗ mü⸗te den Dank er⸗ 778., ————.—— + +2 Mensch, den sie nicht rührt,—— 0 „sict der ihr ge-bührte 4 2 ö ö . zu er⸗ mes ⸗sen, sei e⸗-wig mei⸗ne größ=te + ö Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver- ges-sen; 4— ———— ver ⸗giß, mein Herz, auch sei„ner nicht. 2 3 II. TTN — Wer hat mich wunderbar bereitet? Schau, o mein Geist, in jenes Der Gott, der meiner nicht bedarf. Leben, Ber hat mit Langmut mich geleitet? zu welchem du erschaffen bist, Er, dessen Rat ich oft verwarf. wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Ber stärkt den Frieden im Ge⸗ Gott ewig sehn wirst, wie er ist. wissen? Du hast ein Recht zu diesen Ver gibt dem Geiste neue Kraft? Freuden, Ver läßt mich so viel Glück ge⸗ durch Gottes Güte sind sie dein. nießen? Sieh, darum mußte Christus leiden, Ysss nicht sein Arm, der alles schafft? damit du könntest selig sein. 268 Lob und Dank 4 Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? stell ich sein Bildnis in mir her. Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ Lebt seine Lieb in meiner Seele, schrieben, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, 5 Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er. Solang ich dies Gebot erfülle, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Rächsten gleich als mich. 6 O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Hausstand und Beruf Morgen 262 Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) und ob ich schon aus Schwachheit fehle,‚ herrscht doch in mir die Sünde nicht. Linin 1 Die helle Sonn leucht jetzt herfür, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir; Gott Lob, der uns in dieser Nacht behütet vor des Teufels Macht. 2 Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt, laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein, Daß unser Herz im Ghorsam leb, deim Wort und Willn nicht wider x streb; V daß wir dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an. ö Du w 4 uih Laß unser Werk geraten wohl, n was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Flei un 5 gereich zu deim Lob, Ehr und i Preis. i K Nikolaus Herman, 1 1561. dies ist sen Bille: sein wie er bot erüll, in mir her neiner Seel, jeder Pflich Schwachhei fehle, eSündenich bt, V15—H22 Ghorsan 0 n nicht wön streh, 2 Augen heben an, Hausstand und Beruf 269 263 Hamburg 1598. . Grun⸗de sag ich dir Lob und Aus meines Her⸗zens in die⸗ser Mor⸗-gen⸗-stun ⸗ de, da-⸗-zu mein Le⸗ben 4— ö 2—* =P. e ——— 2286 9Gott, in dei ⸗ nem Thron, dir 4 11 ◻— 2—— E——— zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch Christum un ⸗sern I +—— ö 4„ —&—— —..— —— —.—=— ———— Her- ren, dein ein ⸗ ge⸗ bor⸗ nen Sohn, 2 Und daß du mich aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3 Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4 Mein Leib und meine Seele, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind als dein Geschenk und Gab; mein Eltern und Verwandten, Gefreundte und Bekannten und alles, was ich hab. 5 Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammertal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und mich nicht bring zu Fall. 270 6 Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er sonst gegeben; er machs, wies ihm gefällt. Hausstand und Beruf 7 Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden in meim Beruf und Stand. 264 Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) 1 Das walt Gott Vater und Gott Sohn, Gott heilger Geist im Himmels— thron. Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht; wenns Licht anbricht, man vor dir steht. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter Andacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm: Dein Ohren neig, mein Red ver⸗ nimm. 3 Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig hast behüt, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 4 Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein meine Wächter und Gefährten sein. Bremen 1589. 5 Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6 Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem Nutz und meinem Nächsten tue Guts. 73 Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Übel abgewandt, mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 8 Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und 5 leid, tritt zwischen mich und meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind. 9 Mein Aus- und Eingang heut bewahr, daß mir nichts Übels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm, 1557—1622. Amen wan, zusan 2 mein Hand. imen mit Freuden cheiden Stand. Vremen 159 b und Sell regiet n Gaben zie uf rechter Bahn, vollbringen“ kann. ꝛein Werk un Pfict Tag vernih meinem en tue Gub vor Sund un Schund abgewand, nnichtbeshn nicht vesch. d al d und Haß dmeinegen ö schtbat seh „ n. 15 Laet led, VI 2 öS,. Hausstand und Beruf 265 Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) des heilgen Geistes Glanz und O heilige Dreifaltigkeit, Schein o hochgelobte Einigkeit, erleucht meins finstern Herzens o Vater, Sohn und heilger Geist, Schrein. heut diesen Tag mir Beistand leist. 4 9 Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, ö Ehr o mein Erlöser, hilf mir frei, Mein Seel, Leib, 2.— o Tröster wert, weich nicht von daß mir kein Böses widerfahr, Hi au mich der Zalcn nicht H5— mein Herz mit werten Gaben zier. noch mich in Schand und Schaden 5 setz. Herr, segne und behüte mich, 3 erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Des Vaters Huld mich heut anblick, Herr, heb auf mich dein Angesicht des Sohnes Weisheit mich erquick, und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm, 1557—1622. 266 Heinrich Albert, 1642. +* ů„ ö ö ——= SE— 2 2 Gott des Him-mels und der Er-den, Va ⸗ter, der es Tag und Nacht läßt wer-den, Sonn und II. E. 7.. .5 Sohn und heil⸗-ger Geist, Mond uns scheinen heißt, des⸗sen star⸗ke Hand die 4 + ö — 8— 5 V— Welt, und was drin nen ist, er⸗hält: 2 3 Gott, ich danke dir von Herzen, Laß die Nacht auch meiner daß du mich in dieser Nacht Sünden vor Gefahr, Angst, Not und jetzt mit dieser Nacht vergehn; Schmerzen o Herr Jesu, laß mich finden hast behütet und bewacht, deine Wunden offen stehn, daß des bösen Feindes List da alleine Hilf und Rat mein nicht mächtig worden ist. ist für meine Missetat. Hausstand und Beruf 6 4 Hilf, daß ich mit diessem Morgen Meinen Leib und meine Seele geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 2 samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7 Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604—1651. 67 Johann Georg Ebeling, Berlin 1666. 2 — 556 K r. — Die güldne Son ne voll Freudund Won-ne rie ĩ— SSI— bringt unsern Gren⸗zen mit ih-rem Glän-zen ein herz⸗er⸗ j—— I—————— 10 qui-cken des, lieb⸗-li⸗ches Licht. Mein Haupt und 77 —— 2 ————— + Glieder, die la⸗gen da⸗nie-der, a⸗ber nun I.... ꝗꝗ ..—— ———— steh ich, bin mun-ter und fröh⸗»lich, schau⸗e den ů ————.——— Him mel mit mei„ nem Ge ⸗sicht. Lin! 0 U sein und un Ne sei ud w Im vamn om hi us di Laset Iem Hitter Vas nu lls de b ndeu Imibe Ind 2 mwel bend d f. hen uli se Vamn e ist oan if in ö leine Seele nd Verstand befehle and. nein Ehr und Ruhm, in Eigentum. ir sende, es Macht, on mir wende iter Acht, h zur Ruh imel zu. 1., 1K04-15l . Berlin 1665 2 Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4 Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5 Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich er⸗ gehn. Hausstand und Beruf Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. Laster und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6 Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. . Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8 Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 18 274 Hausstand 2 Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt. Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10 Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. und Beruf 11 Willst du mich kränken, Der u mit Galle tränken, d er und soll von Plagen dies ich auch was tragen, I al wohlan so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig,(bet was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine,—— hast niemals keinen zu sehr noch 1ũ5 betrübt. 12 Id H Kreuz und Elende, 3 das nimmt ein Ende; 10 6 nach Meeres Brausen und Windes Sausen lbet leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle IX und selige Stille usen hab ich zu warten uit u im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken gericht. en Paul Gerhardt, 1607—1676. 268 Johann Crüger, Berlin 1653. 94 ö ů * ——— E— dab —— 2—— Raß —ẽ·——. 8 Mser Lo ⸗bet den Her⸗ren al ⸗le, die ihn scht 24 ö —..—— — rnn d dn D— ö iwid —.—.— SDD eh-ren, laßt uns mit Freu-den sei- nem Na-men bbet —4 ů ů 7 ̃ 1———.—.— E. ——— x.— sin⸗gen und Preis und Dank zu sei- nem Al=tar 24 ö — ö 2* ö — + 2 . ö 250 re brin gen: Lo bet den Her ⸗ r n! dires beliebt. wünschts Gesiht. anlen gerich 1. 150—1.0 Berlin 155. 9 — Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Herren! 2 —— Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können, und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir zu danken seinem Segen: Lobet den Herren! 4 Daß Feuerflammen uns nicht allzusammen mit unsern Häusern unversehns gefressen, das machts, daß wir in seinem Schoß gesessen: Lobet den Herren! 5 Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetast und grausamlich verletzet, dawider hat sein Engel sich gesetzet: Lobet den Herren! Hausstand und Beruf 6 O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach laß doch ferner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben: Lobet den Herren! — 7 Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen: Lobet den Herren! 8 Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen; lehr uns verrichten heilige Ge— schäfte, und wo wir schwach sind, da gib du uns Kräfte: Lobet den Herren! 9 Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden: Lobet den Herren! 10 Herr, du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekehren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den Herren! Paul Gerhardt, 1607-1676. 18* %;—.— Hausstand und Beruf 269 Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren(Nr. 244) Leipzig 1587. . ö ö E.SU — 2 2——.—.— 2 — Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge dem ů f m 5 2 DDS——— Schöp⸗fer al⸗ler Din ge, n dem Ge-ber al-ler ++ TD - Gü⸗ter, dem from-men Men-schen-hü-ter. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3 Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4 Dein Wort, das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. — Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 6 Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen; denn du weißt, daß zur Gabe ich ja nichts Bessres habe. — . So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8 Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum besten wende. 9 Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, 1607—1676. Hausstand und Beruf 270 Reipzig 155, —— Johann Rudolf Ahle, Mühlhausen 1662. —— ohann Rudo ühlhausen FVE——.— N 2 DEDREEE — Mor⸗gen⸗glanz der E⸗wig ⸗keit, Licht vom un-er⸗ —— schick uns die se Mor⸗gen-zeit dei ne Strahlen t al-Aer* 8 35——3 —— ö schipf⸗en di und ver- treib dur hü⸗ter zu Ge⸗ sich ⸗te 0 4 ihni—. j x verschmäheh 22 esehen; +— 40— zur Gabe dei ne Macht un: sre Nacht. habe. 2 4 enden Deiner Güte Morgentau Ach du Aufgang aus der Höh, fall auf unser matt Gewissen; gib, daß auch am jüngsten Tage senden —— laß die dürre Lebensau unser Leib verklärt ersteh 1 lauter süßen Trost genießen und, entfernt von aller Plage, nage. und erquick uns, deine Schar, sich auf jener Freudenbahn immerdar. freuen kann. ien Taten, e raten 3 5 und Ends Gib, daß deiner Liebe Glut Leucht uns selbst in jene Welt, en wende unsre kalten Werke töte, du verklärte Gnadensonne; und erweck uns Herz und Mut führ uns durch das Tränenfeld bei erstandner Morgenröte, in das Land der süßen Wonne, eschütt, daß wir, eh wir gar vergehn, da die Lust, die uns erhöht, ütte, recht aufstehn. nie vergeht. Speist Christian Knorr von Rosenroth, 1636—1689. ‚ reise. d. EUN- dt, J Hausstand und Beruf 27¹ Mel.: Die Wollust dieser Welt Fritzsch, Auch nach der Mel.: O Gott, du frommer Gott(Nr. 290) 1679. 7. TA —. 2—— i—— O Je ⸗su, sü-ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗ 2 ————.—.—. SSS.— —— räir m gan ⸗gen; nun hat dein Gnadenglanz aufs neu e mich um⸗ ———.—.————I—— fan⸗gen; nun ist, wasz an mir ist, vom Schlafe aufge— 0 2———— I..— ‚.————.— ———— weckt und hat nun in Be»gier zu dir sich aus-ge⸗streckt. 2 Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 2 5 Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele; sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft. Da hast du meinen Geist; darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4 Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach, allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5 Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. Min Jis mit Weis nit Keuse Huch deit uuch mit Hur allem 0 bin ich ind köstli Laoß mir stets vor lah dein mlch wie Jang de Rsus he Nsum r Nsus w Steh mi geh mit ühr mit lassee Ji Morgens Nsum daß er! stets in Uorgene vil er wenn de lih suc Lenn d aß die t wird chützen Frihsch 1079 ——ᷣ acht vet⸗ e⸗streck. Leib n, Haus, nir, Leib et muc 6 Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angetan. 0 Laß mir dich diesen Tag stets vor den Augen schweben, laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, Hausstand und Beruf 279 auf daß mein ganzes Tun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8 Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 1670—1744. 272 Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott(Nr. 221) 1 Fang dein Werk mit Jesu an, Jesus hats in Händen; Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wirds wohl enden. Steh mit Jesu morgens auf, geh mit Jesu schlafen, führ mit Jesu deinen Lauf, lasse Jesum schaffen. 2 Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3 Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4 Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5 Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf Amen. Waldenburg in Schlesien, um 1784 Hausstand und Beruf 273 Mel.: Ich dank dir schon durch deinen Sohn Aus dem Böhmischen, 1595. 4 ö ö ö ö ů ö x ᷓ—5 —60— aut. EE— 0 S...— Mein erst Ge-fühl sei Preis und Dank; er⸗ 44 ů ů 1.9 + b v vae dttinah.ar.L. + E heb ihn, mei ⸗ne See⸗le! Der Herr hört dei⸗nen 4 .— SPS..I.III.IFIITIIIIIIIIII.— + Lob⸗-ge⸗sang; lob-sing ihm, mei ⸗ne See=le! 2 Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3 Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4 Du bistes, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 5 Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 6 Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 0 Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 8 Gib mir ein Herz voll Zu⸗ versicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 9 Daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe; gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 10 Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 11 Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1759. Uir dank hie wir v. ind bitte woll un Speis u köste die hrich dei de wir hnunter hie finstr luaht un laß uns Mir dan vor Sch uuch de dus Gn chen, 1505 ct dei⸗nen lel ädigwaht, eele; Befahr, hle. U⸗ versicht uhe, ine Pfich ler Knechl. ebe; 2 ö betzufe cheue Hohlergehn ; Lebensz „„ Wadbi hließe 5 Hausstand und Beruf Mittag 27⁴ Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(Nr. 116) 1 2 Wir danken Gott für seine Gabn, Und speisen uns mit seinem Wort, die wir von ihm empfangen habn, daß wir satt werden hier und dort. und bitten unsern lieben Herrn, Ach lieber Herr, du wollst uns gebn er woll uns hinfort mehr beschern, nach dieser Zeit das ewge Lebn. 15³7. 27⁵ Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 135) Speis uns, Vater, deine Kinder; daß sie uns zu diesem Leben tröste die betrübten Sünder; Stärke, Kraft und Nahrung geben, sprich den Segen zu den Gaben, bis wir endlich mit den Frommen die wir jetzo vor uns haben, zu der Himmelsmahlzeit kommen. Joh. Heermann, 1584—1647. Abend 276 Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(Nr. 91) 1 Hinunter ist der Sonne Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht. 2 Wir danken, daß du uns den Tag vor Schaden, Gfahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und väterlicher Güt. 3 Womit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und ö Ruh. 4 Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuers⸗ not behüte uns, o lieber Gott. Nikolaus Herman, 1561. Hausstand und Beruf 277 Dan Lieb Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen(Nr. 38) in Ding 3 Ius muß Die Nacht ist kommen, drin wir Laß uns einschlafen mit guten wum soll ruhen sollen Gedanken, niht Mnr Gott walts 2 Frommen nach fröhlich aufwachen und von dir on deine seim Wohlgefallen, nicht wanken, daß wir uns legen, in seim laß uns in Züchten unser un Gleit und Segen und Dichten Dein Wo der Ruh zu zu deim Preis richten. nnd hält 4 im Tod! Treib, Herr, von uns fern die Pfleg auch der Kranken durch unreinen Geister; deinen Geliebten, halt die Nachtwach gern, sei selbst: hilf den Gefangnen, tröste die unser Schutzherr, Betrübten, schirm beid, Leib und Seel, unter pfleg auch der Kinder, sei selbst 5 deine Flügel, ihr Vormünder, send uns dein Engel. des Feinds Neid hinder. 0 Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset;—— frist unser Leben, wollst die Sünd vergeben, erlös uns. Amen. Petrus Herbert, 4 1571. 278 N Mel.: Mit meinem Gott geh ich zur Ruh Nürnberg 1581. *..——..—— ů 2———— ö ö—— ö— — ..—. 0 Mein—— Zier— und Kleinod bist auf Er-den ——— ů — V U „Herr Je⸗ ⸗ su Christ; dich will ich ꝗ ö ö 00 I ö ga las⸗sen wal ⸗ten und al⸗le-⸗zeit in Lieb und Leid mir . 1 du —— ů 2ů.j— +. +. N + U◻ —n . e ah d in mei⸗nem Her⸗zen hal⸗„ten. hu. M t guten danken, von dir wanken, ser Tun Dichten durch eliebten, öste die trübten, „sei selht münder, . ert,. uberg 158l. —.—— 2—3 —.— Er⸗den Hausstand und Beruf 2 Du bist nun mein, Dein Lieb und Treu vor allem geht, und ich bin dein, kein Ding auf Erd so fest besteht, dir hab ich mich ergeben. das muß ich frei bekennen; d icht T ö; richt Augst uucht 920 Der Tag nimmt ab. Ach— 0 ů* 24 3.* 5 von deiner Lieb mich trennen. Herr Jesu Christ, bleib du dei mir, 3 es will nun Abend werden; Dein Wort ist wahr und trüget nicht laß doch dein Licht und hält gewiß, was es verspricht, auslöschen nicht im Tod und auch im Leben. bei uns allhier auf Erden. Leipzig 1597. 279 Johann Schop, Hamburg 1642. 7. 2—.—— Wer-de munter, mein Ge-mü⸗te, und, ihr Sin-ne, daß ihr prei-set Got-tes Gü-te, die er hat ge— 0——— 2——— geht her⸗für, da er mich den gan-zen Tag tan an mir, 2—— . III— 1——— vor so mancher schwe-ren Plag hat be- hü-tet 0 —— n. ö ö und in Gna- den ab-ge-wen-det al len Scha-den. 2 3 Lob und Dank sei dir gesungen, Bin ich gleich von dir gewichen, Vater der Barmherzigkeit, stell ich mich doch wieder ein, daß mir ist mein Werk gelungen, hat uns doch dein Sohn verglichen daß du mich vor allem Leid durch sein Angst und Todespein. und vor Sünden mancher Art Ich verleugne nicht die Schuld, so getreulich hast bewahrt, aber deine Gnad und Huld auch die Feind hinweggetrieben, ist viel größer als die Sünde, daß ich unbeschädigt blieben. die ich stets in mir befinde. 284 Hausstand und Beruf 4 O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkelt schier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5 Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. 6 Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur- und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. — 0 O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; Leib und Seele, Mut und Blut, und mein Hort, du werter Geist, Weib und Kinder, Hab und Gut, der du Freund und Tröster heißt, Freunde, Feind und Hausgenossen höre doch mein sehnlich Flehen. sein in deinen Schutz geschlossen. Amen, ja das soll geschehen. Johann Rist, 1607—1667. 28⁰0 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 4 Nun ruhen alle Wälder, Der Leib eilt nun zur Ruhe, Vieh, Menschen, Städt und Felder, legt ab das Kleid und Schuhe, es schläft die ganze Welt; das Bild der Sterblichkeit; ihr aber, meine Sinnen, die zieh ich aus, dagegen auf, auf, ihr sollt beginnen, wird Christus mir anlegen was eurem Schöpfer wohlgefällt. den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 2 5 Wo bist du Sonne blieben? Das Haupt, die Füß und Hände Die Nacht hat dich vertrieben, sind froh, daß nun zum Ende die Nacht, des Tages Feind. die Arbeit kommen sei. Fahr hin, ein andre Sonne, Herz, freu dich, du sollst werden mein Jesus, meine Wonne, vom Elend dieser Erden gar hell in meinem Herzen scheint. und von der Sünden Arbeit frei. 3 6 Der Tag ist nun vergangen, Nun geht, ihr matten Glieder, die güldnen Sternlein prangen geht hin und legt euch nieder, am blauen Himmelssaal; der Betten ihr begehrt. also werd ich auch stehen, Es kommen Stund und Zeiten, wann mich wird heißen gehen da man euch wird bereiten mein Gott aus diesem Jammertal. zur Ruh ein Bettlein in der Erd. Min Al in Mu Do bleib Wumm si sei gut f au Aug Hreit au Fsu, und nim Vr hel d geb Is mach doch no stlint! Re ewg Rlin I min S aufwecke, Schall; sersnot, Tod; en sterben, verderben. jöre, hat; ehre, Schrecken 1, und Rat, rter Geist, jster heih, Flehen. hehen. 1507—H158. Ruhe, d Schuh, keit; en gen hertlichei und Hnde n Ende werde . Arbeit fre. Glieder Rnieder d Helu, eiten der d und gebet eure Strahlen, Hausstand und Beruf 285 7 Will Satan mich verschlingen, Mein Augen stehn verdrossen, so laß die Engel singen: im Nu sind sie geschlossen. Dies Kind soll unverletzet sein. Wo bleibt dann Leib und Seel? 9 Nimm sie zu deinen Gnaden, Auch euch, ihr meine Lieben sei Au für allen Schaden, soll heute nicht betrüben du Aug und Wächter Israel. fein Unfall noch Gefahr. 8 Gott laß euch selig schlafen, Breit aus die Flügel beide, stell euch die güldnen Waffen o Jesu, meine Freude, ums Bett und seiner Engel und nimm dein Küchlein ein! Schar. Paul Gerhardt, 1607—-1676. 281 1730. E—— + Der lie-ben Son⸗ne Licht und Pracht hat nun den die Welt hat sich zur Ruh ge-macht, tu, Seel, was 4 „— uimr u: er — ssch 4 bih 105 tritt an die Him-mels- 94 3 CLV DI tür und bring ein Lied her⸗für; laß dei- ne Au-gen, 4 ö —— 2—— Herz und Sinn auf Jesum sein ge-rich-tet hin. 2 3 Ihr hellen Sterne leuchtet wohl Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; ihr macht die Nacht des Lichtes voll: in meinem Herzen ist kein Fried, doch noch zu tausend Malen bis ich es zu dir bringe. scheint heller in mein Herz Ich bringe, was ich kann, die ewge Himmelskerz, ach nimm es gnädig an. mein Jesus, meiner Seele Ruhm, Es ist doch herzlich gut gemeint, mein Schatz, mein Schutz, mein o Jesu, meiner Seelen Freund. Eigentum. 286 Hausstand 4 Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. — So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, und Beruf daß ich mit lautem Schall möcht rufen überall: Ach Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 6 Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlafe sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jesu, Jesu, gute Nacht. Christian Seriver, 15291693. 282 0 Dresden 1667. XV Nun sich der Tag ge ⸗ en⸗ det hat, und —— ö * ö—.——.— ö— V V kei ne Sonn mehr scheint, schläft al-les, was sich + V. . ab ⸗ge-⸗matt und 2 Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 2 7 Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schutz von deiner Wacht. .——.— + — V.— 22— — was zu-vor ge- weint. 4 Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; ach, aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich getan. H Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. Weicht, uo ihr h ich baue Hott eine Dauf tu d schla Mrin Got wer woll Lb, 5 lr sei! Lach dei asg hur ein Restünd hall st mein, leibe dein. ch zur Ruh ttlle; ft euch zu, Zille ein: n echt wohl gemacht. Nacht. 1620—1505 sden 1bb7. weint. er Sündel Schuld, an, es Huld M. ürgen, ericht, ren semn 6 Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 70 Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollt doch traurig sein? 283 Hausstand und Beruf 8 Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich in den Himmel ein zur auserwählten Zahl. 9 Und also leb und sterb ich dir, o Herr Gott Zebaoth, im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog, 16471699. Französischer Psalter, Genf 1542. — 6—— —+—— T— + X—— 1— L +—.— 5I......— — 555735 ö. Der Tag ist hin, mein Je⸗ su, bei mir —— —— E— 1. blei-be; o See⸗len-licht, der Sün-den Nacht ver— ö Ie + lu ö— trei⸗be, geh auf in mir, Glanz der Ge⸗rech⸗ 0 ES 1 —.——.————. ——;—3 2 EEE 2 2— tig⸗keit, er-leuch⸗te mich, 2 Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3 Nur eines ist, das mich empfind— lich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. ö ach Herr, denn es ist Zeit. Das weißt du wohl, o Herzens— kündiger, ich strauchle noch wie ein Un— mündiger. 4 Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 288 Hausstand und Beruf — 6 Israels Schutz, mein Hüter und Du schlummerst nicht, wenn matte mein Hirte, Glieder schlafen; zu meinem Trost dein sieghaft ach laß die Seel im Schlaf auch Schwert umgürte, Gutes schaffen; bewahre mich durch deine große o Lebenssonn, erquicke meinen Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander, 1650—1680. 28⁴ Luk. 24, 29 Mel.: Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 29) Wo willst du hin, weils Abend ist, o liebster Pilgrim, Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig sein und kehr in meinem Herzen ein. 2 Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 5 Vornehmlich aus 3 Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4 Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt, noch irre macht. der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Plönisches Gesangbuch, 1674. 285 Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) So ist die Woche nun geschlossen, doch, treuer Gott, dein Herze nicht; wie sich dein Segensquell ergossen, so bin ich noch der Zuversicht, daß er sich weiterhin ergießt und unerschöpflich auf mich fließt. 2 Ich preise dich mit Hand und Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch JesumChrist mein Dank ein süßer Weihrauch ist. hat mich as liebe 0 gabst udem is in deinet Ind dar Nur ein ach dur gedenke weil mi⸗ mein J auf ewi Dein S hu brick da duk daß er, licht ste abs ein Der S ich hab lach Hott hit He 3 6 wenn matt. Hat mich bei meinen Wochentagen Mein Glaube hält an diesem schlafen; das liebe Kreuz auch mit besucht, Segen, Schlaf auh. so gabst du auch die Kraft zu und will also den Wochenschluß schaffen; tragen; vergnügt und froh zurückelegen, ö meinen. zudem ist es voll Heil und Frucht da der Trost mich erquicken muß, Sinn. in deiner Liebe, Herr, zu mir, daß ich ja soll in Christo dein ein Felz. und darum dank ich auch dafür. und schon in Horffnung selig sein.* ishin 4 7 1150—1000 Nur etwas bitt ich über alles,X Doch da mein Leben zugenommen, ach du versagst mir solches nicht: so bin ich auch der Ewigkeit gedenke keines Sündenfalles, um eine Woche näher kommen ö weil mich mein Jesus aufgericht, und warte nun der letzten Zeit, mein Jesus, der die Missetat da du die Stunde hast bestimmt, auf ewig schon gebüßet hat. die mich zu dir in Himmel nimmt. ehr geneig, 5— 8 V semne eist. Dein Schwur ist ja noch nie ge⸗ Und wenn ich morgen früh aufs +* ahres Lich, 50 brochen, neue. sen nicht. du brichst ihn nicht in Ewigkeit, den Sonntag wiedersehen kann, 0 da du dem Sünder hast ver⸗ so blickt die Sonne deiner Treue V 1„ Naln sprochen, mich auch mit neuen Gnaden an; . die Vafn daß er, wenn ihm die Sünde leid, ach ja, da teilt dein Wort und inden ka. nicht sterben, sondern gnadenvoll Haus Snn. als ein Gerechter leben soll. den allerbesten Segen aus. hi Hausstand und Beruf 289 9 So will ich das im voraus preisen, ö was du mir künftge Woche gibst; du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1671—1756. 286 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 2 Der Sabbat ist vergangen; Gott ruht durchs Wort im Herzen; hand und ich habe mein Verlangen drum leg ich ohne Schmerzen 4 nach Herzenswunsch erfüllt. auch meinen Leib zur Ruh; nenbm Gott hat mich unterweiset, denn allen Sündenschaden V ir Hucheh ommit Lebensbrot gespeiset deckt Jesus nun in Gnaden Jesumund meiner Seelen Durst gestillt. mit seinem Purpurmantel zu. ö ehauchl Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 19 ö 290 Hausstand und Beruf 3 O du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin; ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternisse hin. 4 Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zu Schanden macht. 5 Ich schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; es träumt mir nur vom Himmel. Ach wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 28⁷7 Mel.: Jesu, meine Freude(Nr. 198) 1 Hirte deiner Schafe, der von keinem Schlafe etwas wissen mag, deine Wundergüte war mein Schild und Hütte den vergangnen Tag; sei die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von deinen Scharen um und um bewahren. 2 Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen 20 mein Ruhekissen; rum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3 Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; chließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir; also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4 Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. Die, we Heut zum Die balt Doch ha Nah mei Ummt d 0 willei ab ich serb ich Jun sic mein H. Ind dan HRein hol zun Se leuchte c schl in deine ind St e fleis⸗ Ind alle Nertreibe Her, d 6 dies lich bet ch bin Ta nir wachen hen 0 ct, en ienen, inden macht „ 1672—17⁷/ en in; mmen bei dir; ieden, ieden. Kammer ter Riegel, ein. mnd Rah auen welel schroden — Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die Todesnot, so will ich nicht wider dich; hab ich Jesum nur gefunden, sterb ich alle Stunden. Hausstand und Beruf 6 Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter dul Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erlebe ich den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 1672—I787. 288 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 Nun sich der Tag geendet, mein Herz sich zu dir wendet und danket inniglich; dein holdes Angesichte zum Segen auf mich richte, erleuchte und entzünde mich. 2 Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. 3 Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebest und rufst zu dir hinein, daß du vergnügst alleine so wes sentlich, f so reine, laß früh 1—5 spät mir wichtig sein. 4 Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen, 1697-1769. 289 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen Mr. 307) 1 Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich kindlich an; ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir getan. 2 Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir; du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. 19* 292 Hausstand und Beruf 4 Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. auf deine Güte hoffen, Ich bin der Schuld entladen, im Geist den Himmel offen ich bin bei dir in Gnaden, und dort den Preis des Grei. und in dem Himmel ist mein Teil. sehn 3 Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, — — Bedeckt mit deinem Segen, eil ich der Ruh entgegen, dein Name sei gepreist. Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Familie und Beruf A. Zum Berufsleben s. die Morgenlieder.— B. Zur Trauung: Loblieder wie 252. Bis hieher. 245. Nun danket alle Gott. Vertrauenslieder wie 218. Be⸗ fiehl du. 223. In allen. 228. Alles— an. 239. Auf Gott und nicht. 205. Jesu, geh voran. 290 Auch nach der Mel.: Ach Gott, verlaß mich nicht(Nr. 229) Meiningen 1693. b, daf vas mir vgzu mi meine Hb, daß der! ind wen Rch es Hilf, da vomit i. 2 E ö ö O Gott, du from-mer Gott, du Brunnquell gu-ter ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al-les 0 ů 5 D..2 ö— —. DD..ee. ñ—.=.—.— 39 Hen⸗ ge⸗ sun- den Leib gib mir, und ͤ 7 daß in sol chem Leib ein un ⸗ver⸗-letz te 2— ö f 2—— 2 Seel und rein Ge⸗ wis-sen bleib. lah kein aus mei und wer ich reder 0 gib d ind Na Aindt si 0 laße b eine has Kre Hib, da mit Sa nd, we buch gu glaube, taube Heil. entladen, naden, st mein Teil „ 1715—1759. oblieder wie vie 218. Be⸗ t. 285. Jesu, 9 imingen 183 2 Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3 Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4 Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, 0 einen Heldenmut, as Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. Familie und Beruf 5 Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6 Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. — Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. Johann Heermann, 1585—1647. Familie und Beruf 291 Mel.: In dich hab ich gehoffet, Herr(Nr. 209) 1 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen; was du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen. 2 Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. 3 Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 4 Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 5 Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. 6 Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht im Werk und Tat verüben. 7 Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zerrinnen. 8 Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. 9 Ist ja der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 10 Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapferm Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 11 Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. Du bist vas ich! Hast du 60Fhilf vohl h⸗ Wie sch in Sta im Sta Wie stei und all aus de wenn f an dich slißig eines Benn und u im Ba a geh da sich m Hin ine Ein A ann den P der J am Ast Das N de sei mich nicht rüben. jilf zu Glück treib zutüc nen. pflegt von ihm selbst n. mache leich, nmöglich deucht, Ende, ngen hast r Hände. was schwer tiefe Mer t ihn gru zwingen din der EI ringen. ist gar wil, it ehet, wig dun Geist neͤstehet Familie und Beruf 12 Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 29⁵ 13 Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, 1607—1676. 292 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27) 1 Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ, im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehel Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus deiner heilgen Höhe, wenn sich an dich fleißig halten Jung und Alten, die im Orden eines Lebens einig worden. 2 Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt zusammengehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3 Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannes Sonne, Hauses Wonne, Ehrenkrone! Gott denkt dein bei seinem Throne. 4 Dich, dich hat er ihm auserkorn, daß aus dir ward herausgeborn das Volk, das sein Reich bauet; sein Wunderwerk geht immer fort, und seines Mundes starkes Wort macht, daß dein Auge schauet schöne Söhne, Töchter züchtig, die fein tüchtig nähn und spinnen und mit Kunst die Zeit gewinnen. 5 Seid gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. Das walte Gott! 6 Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet schießen; jedennoch wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig; unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. Familie und Beruf 7 Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen besterweis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 1607-1676. 293 1 Das walte Gott, der helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an, mit Gott nur geht es glücklich fort, drum ist dies auch mein erstes Wort: Das walte Gott! 2 All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert von Gott Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freuden spricht: 3 So Gottnicht hilft, so kannich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich auch nun gutes Muts: Das walte Gott! 4 Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein e und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag(Nr. 59) 5 Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6 Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzens⸗ Das walte Gott! Wd 7 Trifft mich ein Unglück; unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8 Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! Hott ste Udgibtr nach seir u eren Oas wa Ohn ihn sichts hi RitGott och ich Das wa Vohl ei sllein de un wen hie elend Familie und Beruf 297 9 11 H5 heru] Gott steht mir bei in aller Not Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, Wten Ruh und gibt mir auch mein täglich Brot, so acht ich keiner Feinde Neid, Freude. nach seinem alten Vaterbrauch laß hassen, wers nicht lassen Ruhm ud tut er mir Guts; drum sprech ich kann; Pireis auch: ich stimme doch mit Freuden an: terweis Das walte Gott! Das walte Gott! 10 12 Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; Tu ich mein Werk mit Gottes Rat, Ren nichts hilft Verstand, Witz oder der mir beistehet früh und spat, Allen ö Kunst: dann alles wohl geraten muß; Anen mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, drum sprech ich nochmals zum daß ich kann sagen glaubensvoll: Beschluß: ö ů Das walte Gott! Das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722. 294 nt dem End Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein(Nr. 211) oder Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort(Nr. 91) ttes Händ; llch is, 1 n lieder Frit Wohl einem Haus, da Jesus Christ Wohl, wenn im äußerlichen Stand allein das All in allem ist. mit fleißiger, geschickter Hand Ja wenn er nicht darinnen wär, ein jegliches nach seiner Art, Segen i wie elend wärs, wie arm und leer! was ihm vertraut ist, treu bewahrt! 1 und Tru.,— 3 er Stund Wohl, wenn sich Mann und Weib Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, on Herzes. und Kind und wenn sie Kind und Kindes⸗ gund: in einem Glaubenssinn verbindt, kind zu dienen ihrem Herrn und Gott versäumen nicht am ewgen Glück; nach seinem Willen und Gebot. dann bleibet ihrer keins zurück. unperagl 3 7 mit Gol Wohl, wenn ein solches Haus Wohl solchem Haus, denn es ge⸗ gewag der Welt deiht. tehen be, ein Vorbild vor die Augen stellt, Die Eltern werden hoch erfreut, Losung sh daß ohne Gottesdienst im Geist und ihren Kindern sieht mans an, das äußre Werk nichts ist und heißt. wie Gott die Seinen segnen kann. 4 8 ih undsu Wohl, wenn das Räuchwerk im So mach ich denn zu dieser Stund Ende hal ö Gebet samt meinem Hause diesen Bund: mactz mnbeständig in die Höhe geht, Wenn alles Volk vom Herrn er wil und man nichts treibet fort und fort abwich, uindersil. als Gottes Werk, als Gottes Wort! doch dienen wir ihm ewiglich. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712—1784. Familie und Beruf 295 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 27) 1 Ich und mein Haus, wir sind bereit, dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein, gib deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Eine kleine, fromme, reine Hausgemeine mach aus allen; dir nur soll sie wohlgefallen. 2 Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3 Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit voll Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele: keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4 Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 5 Gibst du uns irdisch Glückins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste. Denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6 Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist als nur dein Geist regiere. Der ists, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles lieblich ziere. Sende, spende ö ihn uns allen, bis wir wallen heim und oben dich in deinem Hause loben. Philipp Spitta, 1801—1859. NE sE i E Man re als sollt und ble im innit an si man sich und ble 1 dem Nan sp du sich nd ist en Gli ündet sein allein . ächte Graun schaun te, demHerzen ns lassen uns fassen ückins Haus die Weltlus aus, Gäste. N Demutler Beltlust wä, este: le. Schäßen ersehzen. ir allermeij andter G regiete. wohl besel rdnung Hih e. nit walen und oben x‚ loben. , 101-191 Familie und Beruf 296 94 5 U W/ 0———.— . Was macht ihr, daß ihr weinet, und brechet mir mein ö + U 1..8 —...—..—.—...——— — ö 2 2*— Herz? Im Herrn sind wir ver⸗ ei ⸗net und s V P— blei-bens al ler-wärts. Das Band, das uns ver⸗ 4——.—— x U EEEE V 1 05 7 bin ⸗ det, löst we ⸗ der Zeit noch Ort; was ö 4 E... H——.— in dem Herrn sich fin-det, das währt in ihm auch — 2— TPII—————— V— fort, das währt in ihm auch fort. 2 Man spricht vom Scheide— Man reicht sich wohl die Hände, wege als sollts geschieden sein, und grüßt sich einmal noch und bleibt doch ohne Ende und geht auf einem Wege im innigsten Verein.: in gleicher Richtung doch. ½2 Man sieht sich an, als sähe man sich zum letztenmal, und bleibt in gleicher Nähe dem Herrn doch überall. 3 Man spricht: Ich hier, du dorten, du ziehest, und ich bleib; und ist doch allerorten ein Glied an einem Leib. Was sollen wir nun weinen und so gar traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn. In einer Hut und Pflege, geführt von einer Hand, auf einem sichern Wege , ins eine Vaterland. 300 Naturleben 5 So sei denn diese Stunde Wenn wir uns ihn erkoren nicht schwerem Trennungsleid zu unserm höchsten Gut, nein, einem neuen Bunde sind wir uns nicht verloren, mit unserm Herrn geweiht. mm wie weh auch Scheiden tut. ½ Philipp Spitta, 1801—1859. Naturleben Zur Ernte besonders die Loblieder: 245. Nun danket. 246. Nun preiset. 249. Ich singe dir. 250. Nun danket all Rue 9105 Sei Lob und Ehr. 259. Gott ist mein Lied. 297 Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 2241) oder Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 256) 4 O Gott, von dem wir alles haben, Und also wächst des Menschen die Welt ist ein sehr großes Haus, Speise, du aber teilest deine Gaben der Acker selbst wird ihm zum Brot; recht wie ein Vater drinnen aus. es mehret sich vielfältgerweise, Dein Segen macht uns alle was anfangs schien, als wär es tot, reich; bis in der Ernte jung und alt ach lieber Gott, wer ist dir gleich? erlanget seinen Unterhalt. 2 5 Wer kann die Menschen alle zählen, Nun, Herr, was soll man erst die heut bei dir zu Tische gehn? bedenken? Doch muß die Notdurft keinem Der Wunder hier ist gar zu viel. fehlen, So viel als du kann niemand denn du weißt allem vorzustehn schenken, und schaffest, daß ein jedes Land und dein Erbarmen hat kein Ziel; sein Brot bekommt aus deiner denn immer wird uns mehrbeschert, Hand. als wir zusammen alle wert. 3 6 Du machst, daß man auf Hoffnung Wir wollens auch keinmal ver⸗ äet gessen, und endlich auch die Frucht genießt. was uns den Segen träget ein. Der Wind, der durch die Felder Ein jeder Bissen, den wir essen, wehet, soll deines Namens Denkmal sein, die Wolke, so das Land begießt, und Herz und Mund soll lebens⸗ des Himmels Tau, der Sonne lang Strahl für unsre Nahrung sagen Dank— sind deine Diener allzumal Kaspar Neumann, 1648—1715. Hotlob, s edle ß nun Ne Spit Vohlau hein Sa Deutt n hohe Khebe Ddeine Hetr, ‚0 hlibt d Mr hal bbschw aul ste frec sin kkoren hut, kloren, eiden tut.; „1801—1859 set. 249. Ich 259. Gott i Menschen Speise, n zum Brot, tgerweise à wär es tol und alt halt. hedenken? gar zu hiel“ 77 schenken, ahhnl nehrbeshel le wert. man es imal ve“ gessen träget ein. n wit asen 4 enknal sin l lebens lang sagen Damh 55-. Vaterland Vaterland 298 Nürnberg 1531. 4 e— e * ö. .. Ver-leih uns Frie-den gnä-dig-lich, Herr Gott, zu 24 E22* N SSS.. IEEE e 4 E+ un⸗sern Zei-ten! Es ist doch ja kein an-drer nicht, der I 2—3 ..... 1 für uns könnte strei⸗ten, denn du unser Gott al-lei⸗-ne. Martin Luther, 1483—1546. 299 Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren(Nr. 243) 1 Gottlob, nun ist erschollen das edle Fried⸗- und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o Deutschland, und sing Lieder im hohen, vollen Chor, Erhebe dein Gemüte zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte bleibt dennoch ewiglich. 2 Wir haben nichts verdienet als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3 Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Bei⸗uns⸗wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. 30² Vaterland 4 Das drückt uns niemand besser in unsre Seel und Herz hinein als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen Felder mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste Heid, ihr Gräber voller Leichen und blutgem Heldenschweiß der Helden, derengleichen auf Erden man nicht weiß. — 5 ier trübe deine Sinnen, o Mensch und laß den Tränenbach aus beiden Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das hast du nicht geacht, nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dingen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6 Ach laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 300 Mel.: Nun danket alle Gott(Nr. 245) 1 Herr Gott, dich loben wir; regier, Herr, unsre Stimmen, laß deines Geistes Glut in unsern Herzen glimmen. Komm, komm, o edle Flamm, ach komm zu uns allhier, so singen wir mit Lust: Herr Gott, dich loben wir. 2 Herr Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herzlichem Gemüte. Es steiget unser Lied bis an die Himmelstür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3 Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4 Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh, Herr Gott, wir danken dir. har Go Rah du Eglld, ebroche Der St oarum x nit Her herr G hert G bß du ktdoch i nicht ga 6 hat Ins dei ht wi⸗ herr G herr G haß du den fro —— 2 E — — + icht det dfen Dingen ihn, ingen un. vecken, harte Wel, hrecken ich überfälll. iebet, 1ts; bet, ben: u, leben Ruh. „107/—1605 n wir aden, den, 6 Zier; Bolk: 1 wit. u wir, ahren Joch erfahten. Nund Ruh, en dir 5 Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen. Der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6 Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. 7 Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den frommen Fürstenstamm Vaterland und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8 Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle nach Begier, o Vater, unsern Wunsch: Herr Gott, wir danken dir. 9 Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen, Zimbelschall, Posaunen, Geigen, Flöten; und was nur Odem hat, lobsinge nach Gebühr: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Johann Franck, 16181677. 301 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 1 Herr, höre, Herr, erhöre, breit deines Namens Ehre an allen Orten aus; behüte alle Stände durch deiner Allmacht Hände, schütz Kirche, Obrigkeit und Haus. 2 Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz, bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, biet allen deinen Feinden Trutz. 3 Gib du getreue Lehrer und unverdrossne Hörer, 22 beide Täter sein; Pflanzen und Begießen laß den(Gedeihen fl fließen und ernte reiche Früchte ein. 4 Gib unserm Kaiser Glücke, laß deine Gnadenblicke auf unsre Lande gehn, schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone in segensvollem Glanze stehn. 30⁴4 Vaterland 5 Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, und segne beide, Herr und Knecht. 6 Wend ab in allen Gnaden so Feur⸗ als Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab; bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab. 7 Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind ermüden, verleih gesunde Luft; laß keine teuren Zeiten auf unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft. 8 Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 9 Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10 Komm als ein Arzt der Kranken und, die im Glauben wanken, laß nicht zugrunde gehn. Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 11 Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Ruh und Herrlichkeit. 12 Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unsres Jesu Namen, so ist all unser Flehn gewährt. Bensamin Schmolck, 1672—1737. 30² Mel.: Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 316) 1 Vater, kröne du mit Segen unsern Fürsten und sein Haus, 2 Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert, führ durch ihn auf deinen Wegen daß Gerechtigkeit und Milde herrlich deinen Ratschluß aus. Deiner Kirche sei er Schutz, deinen Feinden biet er Trutz. ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei du dem Gesalbten gnädig, Sei in Jesu du ihm gnädig, segne, segne unsern König. schütze, segne unsern König. Zamml. ie mit sst in sr des Daue u eine Bu Kei duti lite, se Rähte die das bß es Uebe b In der hast du u erhii sehne, Dieses nach de Einhar and tto in Gna Reint niit Fri hen Kaf dein Hir dar u Ret flh 0 wol Hetr all den Rai dein Jater, rater, deihn. gend d TZugend, ihrer freun. der Kranken ben wanken, gehn. trage, age stehn. u Stütze, the, eit aren, fahren Herrlichkei t erfüllen, m Willen hrt. as Amen nen, n gewähth Id..2-a. Vaterland 3 Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Fürstenthron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnädig, leite, segne unsern König. 4 Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig, segne, segne unsern König. 30⁵ — — H Gib uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig, segne, segne unsern König. 6 Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gib uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig, segne, segne unsern König. Dieses Lied kann unter Weglassung der beiden Te⸗628.2 jeder Strophe auch nach der Melodie:„Gott des Himmels und der Erden“( r. 266) gesungen werden. Melchior Wilhelm Hülsemann, 1781—1865. 303 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her(Nr. 149) 1 Ein Haupt hast du dem Volkgesandt und trotz der Feinde Toben in Gnaden unser Vaterland geeint und hoch erhoben; mit Frieden hast du uns bedacht, den Kaiser uns bestellt zur Wacht zu deines Namens Ehre. 2 Wir danken dir mit Herzund Mund, du Retter aus Gefahren, und flehn aus tiefster Seele Grund, du wollest uns bewahren, Herr aller Herren, dem keiner gleich, den Kaiser und das Deutsche Reich zu deines Namens Ehre. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 3 Verwirf, Gott, unser Flehen nicht. Laß auf des Kaisers Wegen dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen, und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4 Ach komm, wie zu der Väter Zeit, ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen, ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre. J. Sturm, 1816-1896 20 306 Tod, Gericht und ewiges Leben Tod, Gericht und ewiges Leben Beim Tode von Kindern: 322, 333, 335 304 Wittenberg 1524. S. Hi, Hrrerrrnnvidn — 2 ö ö ö ö‚ Mit Fried und Freud ich fahr da- hin in *2.——— —.——.1. 7— — Wr ö Gotts Wil- le; ge⸗trost ist mir mein Herz und V ö—— ö d———— ———..—.——.—— ——— Sinn, sanft und stil-le; wie Gott mir ver⸗hei-ßen 9 ö— X— H„—— 8—————333I. — hat, der Tod ist mein Schlaf wor— den. 2 8 Das macht Christus, wahr Gottes Den hast du allen vorgestellt Sohn, mit groß Gnaden; der treu Heiland, zu seinem Reich die ganze Welt den du mich, Herr, hast sehen lan heißen laden und gmacht bekannt, durch dein teuer heilsam Wort, daß er sei das Leben mein an allem Ort erschollen. und Heil in Not und Sterben. 4 Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Martin Luther, 1483—1546. Ifff ff ff: Mitte ins d Ver! kei u Das ö C 10 imsre Leben Tod, Gericht und ewiges Leben 307 30⁵ 15. Jahrhundert. Wittenberg 1524. H LE— IISIIIIIIII... Mit⸗ten wir im Le⸗ben sind mit dem Tod um⸗ tlenberg 1534. 0. ö —. ö a e 2— E a‚a nn— ö fan ⸗gen. Wen suchn wir, der Hil⸗fe tu, daß wir Gnad er⸗— in in 9 r,.— 2 .—— 8 7 Herz und 11- lan ⸗ gen? Das bist du, Herr, al ⸗lei ⸗ ne. Uns 0 ö .. 2, reu⸗et un⸗sre Mis⸗se-tat, die dich, Herr, er-zür-net hat. 2— ö—. +—— ů e,... li⸗ Hei⸗li⸗ger Her⸗re Gott, hei⸗ ger starker Gott, hei⸗li-ger barm⸗ E . her⸗zi⸗ger Hei-land, du e-wi⸗ger Gott, laß uns nicht ver⸗ 105———.— ö 14 XV +— 2———— sin ken in des bit-tern To⸗des Not. Ky-rie e⸗lei⸗son. 2 Mitten in dem Tod anficht Heiliger Herre Gott, uns der Hölle Rachen. heiliger starker Gott, Wer will uns aus solcher Not heiliger barmherziger Heiland, frei und ledig machen? du ewiger Gott, Das tust du, Herr, alleine. laß uns nicht verzagen Es jammert dein Barmherzigkeit vor der tiefen Hölle Glut. unsre Sünd und großes Leid. Kyrie eleison. 20⁷ 8.— —..——— 308 Tod, Gericht und ewiges Leben 3 Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Str. 1: 15. Jahrhundert. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrie eleison. Str. 2, 3: Martin Luther, 1483—1545. 306 Wittenberg 1544. + + V l 128 —— ö ———2 ———— Nun las-set uns den Leib be⸗grabn und daran kei⸗nen Zwei ⸗fel habn: i werd am jüng»sten ——...... 2.— ö Tag aufstehn und un⸗ver⸗ weslich her⸗vor-gehn. 2 Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zu Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3 Sein Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4 Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu einm selgen End. Er hat getragen Christi Joch, er ist gestorbn und lebet noch. 5 Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklärn und ewge Freude ihm gewährn. 6 Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger Freud und Wonn er leuchten wie die helle Sonn. 0 Nun lassen wir ihn fein schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicher⸗ weis. Des helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels Gwalt und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. Michael Weiße, 4 1534. Men der T 8 Seerbe ln das E mitßr , „ r Heiland, len aubens Trost her, 1483—1545. zittenberg 1544 — Tod, Gericht und ewiges Leben 309 307 * 15. Jahrhundert. Nürnberg. ,, nn m mrür niin d.. . E ö ö I O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich 9 ö ⁵. x ö ö ö —— ö— 5 fahr da-hin mein Stra- ßen ins ew ge Va- ter— ⁴ ů——— ö. ö H land. Mein Geistwill ich auf- ge- ben, da-zu mein Leib und und daran ——5— * SP‚P.III— jüng esten Le⸗-ben set⸗-zen in Got-tes gnäd ge Hand. ö II. —** ꝗWꝗWW—, — Le,,, S..... vor⸗gehn.— e 5 ö Edverllm O Welt, ich muß dich las-sen, ich fahr da- hin mein wir ö ihm gewähm nast gewen, ganz genest, eud und Wonn helle Som. 1 fein schlafn mite Sile it allem Jlcß uHuns gleihe Wels. 13,unser Zut Blut haterl und Ehral Wiiße.f V. S............... Stra⸗ßen ins ew ⸗ ge Va⸗ ter ⸗land. Mein 9. ö ö ů —— Geist will ich auf-ge-ben, da ⸗-zu mein Leib und —.— ö n e,, Le⸗-ben set ⸗ zen in Got-tes gnäd⸗ge Hand. 2 3 Mein Zeit ist nun vollendet, Auf Gott steht mein Vertrauen, der Tod das Leben endet, sein Antlitz will ich schauen Sterben ist mein Gewinn; wahrlich durch Jesum Christ, lein Bleiben ist auf Erden; der für mich ist gestorben, das Ewge muß mir werden, des Vaters Huld erworben, mit Fried und Freud ich fahr dahin. mein Mittler er auch worden ist. .— —— 4 Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Glauben gut. 8 Wir sind unnütze Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 6 Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit; hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, die Seele sich vom Leibe scheidt. Tod, Gericht und ewiges Leben 7 Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren; im Glauben sei du auch nicht schwach. Die Zeit ist schon vorhanden: hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig geben dran. 9 Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen. Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Nürnberg 1555. 308 Frankfurt a/ M. 1569. D. —. Wenn mein Stündlein vor-handen i ů st und soll hinfahrn mein —8 — ——— 2 * 2* Straße, so gleit du mich, Herr Je⸗su Christ, mit Hilf mich nicht ver— AR 5—— las⸗se. Mein Seel an meinem letz-ten End befehl ich dir in .... 0 E— DID —*——— dei⸗ ne Händ, du wollst sie mir be⸗wah-ren. Min E mein 6 Henn il doch w Adenke Her J die wes Ih bin des trö bon di in Tod wenn i⸗ ein ew mit de Herr! der do sr m und n ich bit du wo Venn Ind r wenn indey wenn ind hinnen. innen, hernach; ehren begehren; auch nicht 2ͤ Horhanden: md Schanden die Bahn Wachen; schen jeben dran. am Ende: wendel Begehr. id Schmerzen, d zu Herzen jett hier nicht mehr. Murnberg 1555 furt aM B hinfahrn men mich nicht. ——— E hl ich di 10 Tod, Gericht und ewiges Leben 2 Mein Sünd mich werden hn ehr, mein Gwissen wird mich nagen; denn ihr sind viel wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen; gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten. 3 Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 311 4 Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dei Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. 5 So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn, der wird die Himmelstür auftun, mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman, 4 1561. Str. 5: 1575. 309 — Vater unser im Himmelreich(Nr. 159) Herr Jesu Chiit wahr Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld er⸗ warbst: ich bitt durchs bittre Leiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. 2 Wenn ich nun komm in Sterbens⸗ not und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 2 Wenn mein Verstand sich nicht 065 und mir all menschlich Hilf zer— rinnt: so komm, Herr Christe, mir behend zu Hut an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Todes Qual. 4 Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib ab— wendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ; der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 312 Tod, Gericht und ewiges Leben 5 0 Ein fröhlich Aufstehn mir verleih, Sondern ich will mit starker Hand h hilf am jüngsten Gricht mein Fürsprech ihn reißen aus des Todes Band sei und zu mir nehmen in mein Iin Ku und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Reich; aus Gnaden mir das Leben schenk, da soll er dann mit mir zugleich(m Te wie du hast zugesaget mir in Freuden leben ewiglich. mein ft in deinem Wort, das trau ich dir: Dazu hilf uns ja gnädiglich! llles, 6 8 Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, Ach Herr, vergib all unsre Schuld; wer mein Wort hält und glaubt an hilf, daß wir warten mit Geduld, mich, bis unser Stündlein kommt der wird nicht kommen ins Gericht herbei; und den Tod ewig schmecken nicht; auch unser Glaub stets wacker sei und ob er gleich hier zeitlich stirbt, deim Wort zu trauen festiglich, ht hl mit nichten er drum gar verdirbt; bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, 1511—1569. Hald k 31 0 st alle Vorreformatorisch. Bei J. Rhau, Wetter in Hessen 1589. Heut ft ind lie V* 6‚e‚seeeR TTTTTTITTTTT TT 00 E 2** Ich hab mein Sach Gott heimge-stellt, er machs mit vohle ö ů——— 3— 5 die We 2—00—.———.———.———— jng o luch H mir, wies ihm ge⸗fällt. Sollt ich all-hier noch län-ger lebn, ohn 5IAISIIIA —.—— 0 Wi⸗der⸗strebn seim Wil-len tu ich mich er-gebn. 2 3 Mein Zeit und Stund ist, wann Es ist allhier ein Jammertal, Gott will; Angst, Not und Trübsal über— ich schreib ihm nicht vor Maß und all; Ziel. des Bleibens ist ein kleine Zeit Es sind gezählt die Haare mein, voll Müh und Leid, beid, 9250 und klein; und wers bedenkt, ist stets im fällt keines ohn den Willen sein. Streit. starker Hand Todes Band in mein Reich; mir zugleich viglich. nädiglich! unsre Schuld; mit Geduld, kommt herbei; ets wacker sei n festglich, seliglich. er, 1511—1500 in Hessen 1559. er machs mi — ger lebn, ohn Ner; gehn ammertal absl i. all; lleine D0i ö „ stets I Strei. Tod, Gericht und ewiges Leben 4 Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut, fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist. 5 Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 6 Man trägt eins nach dem 0 in/ wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 7 Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal; auch wir allhier kein Bleiben sehn, wir müssen gehn, gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8 Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Tod; der nimmt hinweg all Menschen⸗ kind, wie er sie findt, fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 9 Ich hab hier wenig guter Tag, mein täglich Brot ist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich hin in Frieden ziehn; Tod schadt mir nicht, ist mein Gewinn. 10 Mein lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. Johann Leon, 1 1597. Tod, Gericht und ewiges Leben 311 Frankfurt a /M. 1599. 2 ——3 ö ö —— FFTTTTTTT TC—————— +. Wa⸗chet auf, ruft uns die Stim-me der Mit⸗ter-nacht heißt die se Stun-de, sie 0 2 DDDi. D e. *PIII 2 Wäch-ter sehr hoch auf der Zin ne, wach auf, du Stadt Je⸗ ru-fen uns mit hel-lem Mun⸗de: Wo seid ihr klu-gen H—— iS——.— bten———. ru⸗sa⸗lem 19 1 Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt, steht ö 1* ö—— 0. a—— 10— auf, die Lampen nehmt! Hal⸗le⸗lujah! Macht euch be⸗reit zu der Hoch-zeit; ihr müs⸗ 2 Zion hört die Wächter singen,⸗ das Herz tut ihr vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell,ihr Stern gehtauf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. —— ů . set ihm ent⸗ge-gen-gehn. Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engel⸗ zungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude. Des jaͤuchzen wir und singen dir das Hallelujah für und für. Philipp Nicolat, 1556—1606. IR 0 Rat n 0Nisi Solle hilf n Verkün stärk laß m seh m Nm dein“ unkel Rrauf Ersche I Tr die d lich me de, — sie du Sndt I ihr klu⸗gen lömmt, steht zungen, gimbeln schn sind die Zu pir stehn in Chode deinen Thron. w ö gehört — Tod, Gericht und ewiges Leben 31⁵ Leipzig 1615. 5 l. 0 EE.—.— E +. Va ⸗let will ich dir dein sünd lich bö⸗ses ge⸗ben, du ar⸗ge, fal-sche Le-ben durchaus mir nicht ge— ee *— Welt, fällt Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Be— 0 +DDIDDD.—‚ 3235..8 d 2 — Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut; laß mich selig abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3 In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut zu Tod. gier; da wird Gott herrlich lohnen, dem, der ihm dient allhier. 4 Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmels Schloß; der ist ewig genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 5 Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel fein feste ins schöne Bündelein der, die im Himmel grünen und vor dir leben frei, so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger, 1562-1627. Tod, Gericht und ewiges Leben 313 P Hans Leo Haßler, 1601. XI 8* + 2 4 ͤᷓᷓͤ Herz⸗lich tut mich ver⸗-lan-gen nach ei-nem sel-gen End, weil ich hier bin um-fan-gen mit Trübsal und E⸗ 56 ö ö +.— SSSS.....— lend; ich hab Lust ab-zu⸗schei-den von die-ser ar⸗gen 166 IEEEE ,—— Welt, sehn mich nach ewgen Freuden: o Je⸗-su, komm nur bald! H. ,— ä Herzlich tut mich ver-lan-gen nach einem sel⸗gen End, weil ich hier bin um-fan-gen mit Trübsal und E⸗lend; —.— ö.— SSSSISSIIIII 6 ich hab Lust ab-zu-⸗scheiden von die-ser ar⸗gen Welt, sehn S..II SSI. SSSSS mich nach ew⸗ gen Freuden: o 2 Du hast mich ja erlöset Ich weiß ein besser Leben, von Sünd, Tod, Teufel, Höll; da meine Seel fährt hin; es hat dein Blut gekostet, des freu ich mich gar eben, drauf ich mein Hoffnung stell. Sterben ist mein Gewinn. Warum sollt mir denn grauen 4 vor Hölle, Tod und Sünd? Der Leib zwar in der Erden Weil ich auf dich tu bauen, zum Staube wiederkehrt, bin ich ein selig Kind. doch auferweckt soll werden 3 durch Christum schön verklärt, Wenn gleich süß ist das Leben, wird leuchten als die Sonne der Tod sehr bitter mir, und leben ohne Not will ich mich doch ergeben in Himmels Freud und Wonne: zu slerben willig dir. was schadt mir denn der Tod? Je⸗su, komm nur bald! Ob m länger und m Ehr,e doch i 6s wã das H das bl Heseg ihr V Traue über! Bestär Wirer einand dort i Tod, Gericht und ewiges Leben 5 Ob mich die Welt auch reizet 317 — 7 Nun will ich mich ganz wenden „1ll. —— länger zu bleiben hier zu dir, Herr Christ, allein: und mir auch immer zeiget gib mir ein selig Ende, Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, send mir die Engelein, el⸗gen End, doch ich das gar nicht achte; führ mich ins ewge Leben, nd E⸗ es währt ein kleine Zeit; das du erworben hast, das Himmlisch ich betrachte, da du dich hingegeben das bleibt in Ewigkeit. für meine Sündenlast. 6 8 — 7 Gesegn euch Gott der Herre, Hilf, daß ich gar nicht wanke 297 ihr Vielgeliebten mein. von dir, Herr Jesu Christ, 24. Trauert nicht allzusehre den schwachen Glauben stärke 4— 65 über den Abschied mein. in mir zu aller Frist. Beständig bleibt im Glauben. Hilf ritterlich mir ringen, mmnur ba“ Wir werdn in kurzer Zeit dein Hand mich halt in acht, einander wiederschauen daß ich mög fröhlich singen: —— dort in der Ewigkeit. Gottlob, es ist vollbracht! —— Christoph Knoll, 1563—1650. gen End, 314 Melchior Vulpius, 1609. dE⸗lend;— 2. 5565—.—.— ö 4 r.,.. —.—. 1 Chri⸗stus, der ist mein Le⸗ben, Ster-ben ist mein Ge⸗ n Welt, sehn—.. o EE.. m nur baldl her Erden lehtt, werden n verklärt, ie Sonne 110 Womi n der Lodl 2 Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3 Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4 Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! winn; dem tu ich mich er⸗ge⸗ben, mit Fried fahrich da-hin. 5 Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6 Alsdann fein sanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7 An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. Jena 1609.“ Tod, Gericht und ewiges Leben 31⁵ Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) 3 Ich hab mich Gott ergeben, Ach, selge Freud und Wonne dem liebsten Vater mein; hat mir der Herr bereit, hier ist kein Immerleben, da Christus ist die Sonne, es muß geschieden sein. Leben und Seligkeit. Der Tod kann mir nicht schaden, Was kann mir doch nun schaden, er ist nur mein Gewinn. weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. fahr ich mit Freud dahin. 2 4 Mein Weg geht jetzt vorüber; Gesegn euch Gott, ihr Meinen, o Welt, was acht ich dein? ihr Liebsten allzumal; Der Himmel ist mir lieber, um mich sollt ihr nicht weinen, da trachte ich hinein, ich weiß von keiner Qual. mich nicht zu sehr beladen, Den rechten Port noch heute weil ich wegfertig bin. nehmt fleißig ja in acht, In Gottes Fried und Gnaden in Gottes Fried und Freude fahr ich mit Freud dahin. fahrt mir bald alle nach. Strophe 1: Johann Leon, 1597. Strophe 2—4: Johann Siegfried, 1564-1637. 316 Französischer N Mel.: Wie nach einer Wasserquelle Psalter 1551. DĩP‚I‚‚. Ini dI—..—— 2—— Freu dich sehr, s mei⸗ne See⸗le, und ver⸗giß all weil dich nun Christus, der Her re, ruft aus die sem 5.HN.—— —.——.—- 9— 1— Not und Oual, Aus Trüb sal und gro⸗ßem Leid Jammer⸗tal. 2 ö D.‚ITT—— VY z + sollst du fah-ren in die Freud, die kein Ohr je— FFFF—F——— S—4 ——‚— 1—339————— XV. + mals ge-hö-ret, die in E-wig-keit auch wäh—ret. dug u u den wl n daß er We si nach d 0 hab daß si Denn mter also a durch Wie d und d aso i unser Welt unser Rlaget assen Wir Hauter wenn sndt; nd Wonne ereit, Sonne, . nun schaden, binꝰ nd Gnaden dahin. ihr Meinen, al; cht weinen, Dual. doch heute acht, d Freude nach. mnn Leon, 1597. ied, 1551-159l. Französischer Psalter 1551. er⸗giß all us die⸗sem Tod, Gericht und ewiges Leben 9 Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3 Denn gleich wie die Rosen stehen unter spitzen Dornen gar, also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4 Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 319 0 Wenn die Morgenröt aufgehet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfähet, Müh findt sich an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, das wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, ist nichts denn nur Klag und Weinen. 6 Drum, Herr Christ, du Morgen⸗ sterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehör auch ganz verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 8 Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, der Herre, ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, ewig, ewig triumphieren. Freiberg 1620. Tod, Gericht und ewiges Leben 317 1 Erfurt 1668. IIIIIIIII.EA I— Je⸗ru⸗-sa-⸗lem, du hoch⸗ge-bau⸗te Stadt, wollt Mein sehn-lich Herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat und H————— * PSPSPSP‚S‚Z‚‚‚i‚= + ö At Uich 01957 bei dir! mir; weit ü⸗ ber Berg und 4 ö—2—.—, ö ö , ,, + ů E Ta ⸗le, weit ü⸗ber bla-sches Feld schwingt + 1.— — 1 —— ——.— es sich ü⸗ ber al le und eilt aus die⸗ser Welt. 2 O schöner Tag und noch schönre S viel tund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland. 3 O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach d eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit und mir Gott hat gegebe das Erb der Ewigkeit. ir, n 4 Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Tränenland. 5 Propheten groß und Wuß n och, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. Wenn im sch bon h erfülle der Y Das! man das l ohn 6 Ich b du ha du u du ke weißt, auch! wo, u dasw VDen der n mit 3 VDer wenn undi wenn Zust Erfurt 168 0 Stadt, wolt hat und — Berg und —— — seld schwingt D ie⸗ser Welt. was für en edle Schat schonꝰ war, ron, Herre, t, ferne and. d Vatriarhe 4 hoh mein Joch Pein, schweben, ngeben, hahl. 6 Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Hallelujah reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit. Tod, Gericht und ewiges Leben 321 2 Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642. 318 Mel.: O Gott, der du ein Heerfürst bist(Nr. 183) 1 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht, du hast mich an das Licht gebracht, du unterhältst mir auch das Leben; du kennest meiner Monden Zahl, weißt, wann ich diesem Jammertal auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Vater, mehr als wohl. — 2 Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizu— springen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tust du es, Gott mein Heiland, nicht? Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 5 Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorn— gericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 4 Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach ich aller Macht Rent Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach, 1605—-1659. 21 Tod, Gericht und ewiges Leben 319 Johann Crüger, Berlin 1647. — ..—.——.— ö ö 5 —. EEEE ö—— SSSSSSSEEEEEEEEE * L— O wie se=lig seid ihr doch, ihr Frommen, die A ihr durch den Tod zu Gott ge-kommen! Ihr seid ent⸗ 2 1 +* + 2— —.———— ———.. ——— ; gan⸗gen al-ler Not, die uns noch hält ge-fan-ugen. 2 4 Muß man hier doch wie im Kerker Christus wischet ab euch alle leben, Tränen, da nur Sorge, Furchtund Schrecken habt das schon, wonach wir uns schweben; erst sehnen, was wir hier kennen, euch wird gesungen, ist nur Müh und Herzeleid zu was durch keines Ohr allhier ge— nennen. drungen. 3 5 Ihr hingegen ruht in eurer Ach wer wollte denn nicht gerne Kammer sterben sicher und befreit von allem und den Himmel für die Welt er⸗ Jammer; erben? kein Kreuz und Leiden Wer wollt hier bleiben, ist euch hinderlich in euren sich den Jammer länger lassen Freuden. treiben? 6 Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 1605—1659. In C die m. Christ das i Dami wenn SEEE E Kein das e und die( sie 11 läht aw Berlin 1647. mmen, die In seid ent⸗ Mel.: In Christi Wanden schlaf ich ein, Tod, Gericht und ewiges Leben 323 O Jesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 37) 2 Mit Fried und Freud ich fahr dahin, die machen mich von Sünden rein; Christi Blut und Gerechtigkeit das ist mein Schmuck und Ehren⸗ kleid. Damit ich will vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd ein— gehn. 321 ein Gotteskind ich allzeit bin. Hab Dank, o Tod, du förderst mich; ins ewge Leben wandre ich mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Leipzig 1638. Johann Crüger, Berlin 1653. fan ⸗ gen. euch alle Tränen, nach wir unz rst sehnen, N hr allhier ge. drungen. nicht gerne sterben die Welt er erbenꝰ ben, nger lasse treiben⸗ , 106·100 1— ö + ö 35 O E⸗wig⸗keit, du Don ner⸗wort, o O keit, Zeit oh ⸗ ne Zeit, ich E⸗wig⸗ 4 ö—— Schwert, das durch die See— le bohrt, o An-fang son-der weiß vor gro ßer Trau-rig-keit nicht wo ich mich hin— 24 2— SSPSPIPIPIPIIIPIIIIIIIIIIIIIIIITITTTI T +—— En de! Mei E Li Mein ganz er schrock ⸗nes 4 Z ,,. — Herz er-bebt, daß mir 9 Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben, ja wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist kein Erlösung nicht. —*—— die Zung am Gau⸗-men klebt. O Ewigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 21² 32⁴4 Tod, Gericht und ewiges Leben 4 Wach auf, es ist doch hohe Zeit, 0 Ach Gott, wie bist du so gerecht, es kommt heran die Ewigkeit 20 sa wie strafst du einen bösen Knecht dir deinen Lohn zu geben. so hart im Pfuhl der Schmerzen; Vielleicht ist heut der letzte Tag; Gott auf kurze Sünden dieser Welt wer weiß, wie man noch sterben mag! 15 in Go hast du so lange Pein bestellt. 6 2. G Ach nimm dies wohl zu Herzen, O Ewigkeit, du Donnerwort Ich bi X betracht es oft, o Menschenkind: oSchwert das durch die Seele bohrt— kurz ist die Zeit, der Tod geschwind.„ Ansang sbͤder Eudel—— I 5 O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, in Wach auf, o Mensch, vom Sünden- ich weiß vor großer Traurigkeit ö schlaf; nicht, wo ich mich hinwende. ermuntre dich, verlornes Schaf, Nimm du mich, wenn es dir gefällt, I seh Mil und bessre bald dein Leben! Herr Jesu, in dein Freudenzelt! und d Johann Rist, 1607—1667. will, d im Hin 32²2 Ih so Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher Geist ö 19— 8 — Johann Schop, Lüneburg 1641. Gott x + V 1— —— dich w ——..—— 2— —..—. 235——— 5 und er Du bist zwar mein und blei⸗best mein, wer will mir Doch bist du nicht nur mein al-lein; der Herr von siß ö SDEE ud 5 *——I Dei Ge an⸗ders sa gen? hin 3 gen? der hat das mei⸗ste Recht an kin A ew⸗gen Ta ⸗ gen, + r E bei Go HU½i. DS‚I‚D‚eee————— 2. wen 6 — 38 wird dir, der for⸗-dert und er-hebt von mir dich, o mein 2 ö—.——4.— —1— 2—* — + 5 +* H E 2 2 2 + —— DR— S+ Sohn, mein Wil-le, mein Herz und Wun⸗sches Fül=le. 2 Ach gält es wünschen, wollt ich dich, Ich wollte sagen: Bleib bei mir! du Sternlein meiner Seelen, Du sollst sein meines Hauses Zier, vor allem Weltgut williglich an dir will ich mein Lieben mir wünschen und erwählen. bis in mein Sterben üben. ch hohe Zeit, Ewigkeit geben. L letzte Tag; hsterbenmagf nnerwort, ie Seelebohtt de! ne Zeit, Taurigkit inwende. es dir gefäll, Freudenzell. ist, 1007—1667. auneburg 164l. wer will mit der Herr von Recht ah 5 Fil⸗ Bleib bei m „ auses Hin 2 Hauses 1 Lieben n üben. 3 Tod, Gericht und ewiges Leben So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, 5 Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, da Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 4 Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben! — O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir denken; bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Ver⸗ sehn, bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6 Wie manches junge, fromme Blut wird jämmerlich verführet durch bös Exempel, daß es tut, was Christen nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn, auf Erden nichts als Spott und Hohn; der Vater muß mit Grämen sich seines Kindes schämen. 7 Ein solches darf ja ich nun nicht an meinem Sohn erwarten; der steht vor Gottes Angesicht und geht in Christi Garten, hat Freude, die ihn recht erfreut, und ruht von allem Herzeleid; er sieht und hört die Scharen, die uns allhier bewahren. 8 Ach sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist: ich weiß, ich würde müssen vor Freude Tränen gießen. 9 Nun es sei ja und bleib also, will dich nicht mehr beweinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh: hier leb und bleib nun immerzu; ich will, wills Gott, mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, 1607—1676. .—..———— 2 Tod, Gericht und ewiges Leben 323 Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313) 1 Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand, der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis ich bis zum Grabe, dort in der ewgen Ruh ist Gottes Gnadengabe, die schleußt all Arbeit zu. 2 Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3 Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4 So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. — Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben als solche frommen Leut? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 6 So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. — Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8 Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid. Die He er Trü Ich kon nein H. omm, m meii und wa hurch d Uo ich Isnicht Oenn stret und we has leg and w. scha lh w Id d He und n 0 fäh en d Leid; leben Leutꝰ rungen, gerungen, hinein. un treiben ie Welt, zu bleiben gZelt. Straßen, führt, laßen wird. rt oben, ar er loben, gar räget chält, Rleget, Hgefäll. Verlangen, hin; urchgnngen bin. walle Freud, gefalle leid. 9 Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will; komm, mach ein seligs Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10 Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. Tod, Gericht und ewiges Leben 11 Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nebst andern leuchten soll. 12 Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 1607—1676. 32⁴ Michael Franck, Koburg 1652. 4 ů E2 —.—— v. ů SS....... Ach wie flüchtig, ach wie nich tig ist der Menschen IEX— SIIDEEE 40. Le⸗ben! Wie ein Ne-bel bald ent-ste het und auch wieder e L——— 8———— bald ver ge-het, so ist 2 — un⸗ser Le-⸗ben, se⸗het! 2 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsere Fröhlichkeiten. 328 Tod, Gericht und ewiges Leben 4 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! — Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Prangen! Der im Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. — . 2 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles was wir sehen, das muß fallen und vergehen. Wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, 1609—1667. 32⁵ Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) Die Herrlichkeit der Erden muß Rauch und Asche werden, kein Fels, kein Erz kann stehn. Dies, was uns kann ergötzen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum ver⸗ gehn. 2 Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen, und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3 Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4 Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, kann für den Tod nichts nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5 Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6 Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehens fällt: 0 So wachsen wir auf Erden und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, brichtuns des TodesSturm entzwei. des Wir red indessen Ins vor Drauf! ind, eh der Erd Auf, He daß dief Den Aut Was du stt als und kün 5 0 Mum Heil es buc ga M dar Inn in 1 i und me wie nichtig angen!“ h vermessen gesessen, vergessen. wie nichtig Sachen! r sehen, vergehen. dewig stehen. 1009—100 besitzen, lichts nützen, „ wenn man stirbt. icherzen, ch Schmetzen rgälltꝰ L prangen? tlangen, und Schmach verfälllꝰ et, ne siehet neiget, eiget, chens fill. Erden werden, Zorgen ftei nmen fommen, turmenthwn. Tod, Gericht und ewiges Leben 329 8 10 Wir rechnen Jahr auf Jahre; Verlache Welt und Ehre, indessen wird die Bahre Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre uns vor die Tür gebracht. und geh den Herren an, Drauf müssen wir von hinnen der immer König bleibet, und, eh wir uns besinnen, den keine Zeit vertreibet, der Erde sagen gute Nacht. der einzig selig machen kann— 9 ů 11 Auf, Herz, wach und bedenke, Wohl dem, der auf ihn trauet! daß dieser Zeit Geschenke Er hat recht fest gebauet, den Augenblick nur dein. und ob er hier gleich fällt, Was du zuvor genossen, wird er doch dort bestehen ist als ein Strom verflossen, und nimmermehr vergehen. und künftig, wessen wird es sein? weil ihn die Stärke selbst erhält. 32²6 Andreas Gryphius, 1616—1664. Jakob Hintze, Auch nach der Melodie bei Nr. 73 Berlin 1678. ö—. H. , e K Al„le Men-schen müs-sen ster⸗ben, al-les Fleisch ver⸗ was da le ⸗bet, muß ver⸗-der⸗ben, soll es an-ders —5—. Dii eei — X LL 1 geht wie Heu; die ⸗ser Leib, der muß ver-we⸗sen, wer⸗ den neu; — 8— wenn er an⸗ders soll ge ne⸗sen zu der gro=ßen +2— ö— E ,. wiv Herr-lich-Wkeit, die den From-men ist be=reit. 2 3 Drum so will ich dieses Leben, Jesus ist für mich gestorben, weil es meinem Gott beliebt, und sein Tod ist mein Gewinn. auch ganz willig von mir geben, Er hat mir das Heil erworben; bin darüber nicht betrübt; drum fahr ich mit Freuden hin, denn in meines Jesu Wunden hin aus diesem Weltgetümmel, hab ich nun Erlösung funden, in des großen Gottes Himmel, und mein Trost in Todesnot da ich werde allezeit ist des Herren Jesu Tod. schauen die Dreifaltigkeit. 330 Tod, Gericht und ewiges Leben 4 6 Da wird sein das Freudenleben, O Jerusalem, du schöne, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron: da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig, heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! 25 Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Hallelujah hörn. 32⁷ ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. . Ach ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid und der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652. Berlin 1653. 2 ö — döLe, —. * a. Je sus, mei ne Zu ver-sicht und mein Heiland, die ses weiß ich; sollt ich nicht dar-um mich zu— 9 — S S.— 1s. 20 0— 10 % was die lan ⸗ ge frieden ge ⸗ ben, 0 ö To⸗-des-nacht mir auch für Ge— 2 Jesus, er mein Heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? dan-ken macht? 3 Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. Ich l auch das o6 mich daß i um i Diese wird ich, i werd nur wird Was wird irdise himn hier dort, chöne, est dul bgetöne nfter Ruh! Dund Wonnel Sonne, Tag, nen mag. erblicket it; geschmückt immelskleid hrenkrone, 5 Throne, e an, nen kann. Leipzig 1653 ö Berlin 1bö. mein Heiland, um mich zu⸗ 0 an ⸗ge — ken macht ofnung&. W petbunden, b hand wnden Todesbam men kann. 4 Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. 6 Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, dort, da werd ich geistlich sein. Tod, Gericht und ewiges Leben 7 Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder; gebt nicht statt der Traurigkeit; sterbt ihr,.—— ruft euch wieder, wenn 91 letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 8 Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 9 Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt sollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Praxis pietatis melica, Berlin 1658. 328 Mel.: O Ewigkeit, du 1 O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß vor Herzensfröhlichkeit gar nichts mehr vom Elende, weil mir versüßt die Ewigkeit, was uns betrübet in der Zeit. — Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausend, tausend Jahr und werden des nicht müde; sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Frieden, da Christus gibt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. Donnerwort(Nr. 321) 2 Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, du überselig Leben! Wann werd ich doch einmal dahin danen wo mein schwacher Sinn n pfleget nach zu streben? Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. 4 O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. Kaspar Heunisch, 1620-1690. Tod, Gericht und ewiges Leben 329 Auch nach der Melodie bei Nr. 238 Johann Rudolf Ahle, 1662. 2 ö— ů SSSSE.. n i, E 25 E.——— W + Es ist ge-nug! So nimm Herr, mei⸗nen Geist zu lös auf das Band, das all-ge-mach schon reißt, be— + — TTD * mi + l Zi ons Geistern hin; 65 1 12 sei.I sreitee diesse Sint, der sich nach sei-nem Got-te seh 62.——.——..—5— ö .= net, der täg⸗lich klagt, der nächtlich trä-net. Es ist ge⸗nug! 2 3 Es ist genug des Kreuzes, das Es ist genug, wenn nur mein Es lan mir fast Jesus will, ö den Rücken wund gemacht. er kennet ja mein Herz; ols es Wie schwer, o Gott, wie hart ist ich harre sein und halt indessen denn w diese Last! still, Ich mien manche Nacht bis er mir allen Schmerz, lb ich mein hartes Lager ganz mit Tränen, der in der siechen Brust mir naget, Mei wie lang, wie lange muß ich sehnen? zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug! Es ist genug! Machs 4 Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, Herr so spanne mich doch aus! Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Welt, und, we ich fahr ins Himmels Haus; die Se ich fahre sicher hin in Frieden, ů' 0 mein großer Jammer bleibt danieden. VNei Es ist genug! Franz Joachim Burmeister, 1633—1672. Nachs fAhle, 1562. Geist zu Tod, Gericht und ewiges Leben 330 333 Elberfeld 1805. Bei Wegfall der Wiederholung des„Mein Gott“ auch nach der Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 2241I) Wer weiß, wie na-⸗ he mir mein En-de! Hin geht die n rißt, be Ach wie geschwinde und be-hen-de kann kom-men ö C SSSS......3333 Got⸗te seh⸗ mei 90—— Dtn Mein Gott, mein Gott, ich — 4 — 2.+.—— st ge⸗nug! nur mein esus will erz alt indesn stil, merʒ st mir nageh mir saget: 163%Mlll ** — ö 8.. bitt durch Chri-sti Blut: Machs nur mit meinem En-de gut! 9 Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. ½ Mein Gott, 1 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 3 Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. „ Mein Gott, 1,5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 4 Laß mich beizeit mein Haus be— stellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. : Mein Gott, ,5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 5 Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. ): Mein Gott,:5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6 Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darein ich mich fest gläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh. ½ Mein Gott,:1 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 0 Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott!l ½ Mein Gott, 5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 8 Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf, du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. ) Mein Gott, ½1 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! Tod, Gericht und ewiges Leben 9 Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier, nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ,5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 10 So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. ½ Mein Gott,„5 ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 11 Ich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: ) Mein Gott, 1 aus Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 1637—1706. 331 Mel.: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt(Nr. 310) 1 Wie fleugt dahin der Menschen Zeit, wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenge denken an die Stund von Herzensgrund, wie schweigt hiervon der träge Mund! 2 Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum; es gleicht dem Gras, das heute steht und schnell vergeht, sobald der Wind darüber weht. 2 5 Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ist Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4 Solang ich in der Hütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn, gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. Vas hil Just, Ehr OMensc edenk e hu komn Wer sin Vas ist Fder t Hlanzet Halleluj loben Her sin Welcher Mgetan I best Ias ver 50 sin sind ur des sbeng ucht ge Nie erla Luch d— zegessen, unken hier, htvergessen, er in mir. bitt durch sti Blut: Ende gutl heut oder morgen, Jesu glück, ö nen Sorgen, Sgeschmückt bitt durch sti Blut: u Ende gut! vergnüget ümmernis. jottes füget, ganz gewiß: 5 Gnad risti Blut n Ende gut. 1637.—1700 du bleibet mir traue dis Fallen hih, esu bin. ütte wohn, tes Sohh, eine g sterben nah 5 Was hilft die Welt in letzter Not? Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, bedenk es nu, du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. — Tod, Gericht und ewiges Leben 33⁵5 6 Weg Eitelkeit, der Narren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt, das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh! Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 1650—-1680. 332 Offenb. Joh. 7 Mel.: Komm, o komm, du Geist des Lebens(Nr. 81) 1 Wer sind die vor Gottes Throne? Was ist das für eine Schar? Jeder träget eine Krone, glänzet gleich den Sternen klar; Hallelujah singen all, loben Gott mit hohem Schall. 2 Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit, das veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? — Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut bezwungen, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 4 Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. — Es sind Zeugen eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 6 Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nun stehn sie zu Gottes Ruhm vor dem Stuhl im Heiligtum. 336 Tod, Gericht und ewiges Leben 7 Ach Herr Jesu, meine Hande ich zu dir nun strecke aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit; Treib, o Herr, die Feinde weit. 8 Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht danieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt; führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9 Laß mein Teil sein bei denFrommen, welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen. Hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 10 O wie groß wird sein die Wonne, wenn wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenck, 1656—1727. 333 Mel.: Es ist genug(Nr. 329) Zeuch hin, mein Kind; denn Gott selbst fordert dich aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich; doch weil es Gott gefällt, so unterlaß ich alles Klagen und will mit stillem Geiste sagen: Zeuch hin, mein Kind! 2 Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so ver— ö sehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! 3 Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, kein Schmerz mehr dort uns plagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4 Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh denn das Un⸗ gemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! Ruch hi uf dein Du siehe Ermunt eigt eu Der Al die finst Es hat der Bre uf, bet Habdis Nacht Ind fül und sei bereitet die Wä det Br. begegne und sin Ir klu hebt m mit I uum fre de I de Hol Auf, q Der r wir Rum RMan si Aur sch Deut — nFrommen, Zeuch hin, mein Kind! Die Engel lich sind warten schon sal kommen. auf deinen frommen Geist. herwind Du siehest auch, wie Jesus, Gottes d Tod, Sohn, nem Gott. die Wonne, ermeist hen Ge ö Ermuntert euch ihr Frommen, n zeigt eurer Lampen Schein. Ewigleil Der Abend ist gekommen, die finstre Nacht bricht ein. — Es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht; auf, betet, kämpft und wachet, bald ist es Mitternacht. 2 und i 65. Lampen fertig am Hunmel Und füllet sie mit Ol det u. und seid des Heils gewärtig, ragt; bereitet Leib und Seel; 0 wahrr die Wächter Zions schreien: und Ruh, der Bräutigam ist nah, ntus plat begegnet ihm im Reigen n und singt Hallelujah! schbeben, 3 töhlich lben. Ihr klugen Jungfraun alle, V hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Wir folhu. Die Tür ist aufgeschlossen, alle nach, die Hochzeit ist bereit. ö Auf, auf, ihr Reichsgenossen! enn das lu] Der Bräutgam ist nicht weit. genat 4 uLeide Er wird nicht lang verziehen, langin]] drum schlafet nicht mehr ein; imt bad man sieht die Bäume blühen, 1 der schöne Frühlingsschein D! Tod, Gericht und ewiges Leben dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist ent— bunden, du hast in Jesu überwunden. Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann, 1658—1712. 33⁴ Mel.: Valet will ich dir geben(Nr. 312) verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5 Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freudenstunden” gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6 Die ihr Geduld getragen und mitgestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. — 7 Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 22 Tod, Gericht und ewiges Leben 8 9 Hier ist die Stadt der Freuden, O Jesu, meine Wonne, Jerusalem, der Ort, komm bald und mach dich auf; wo die Erlösten weiden, geh auf, erwünschte Sonne, hier ist die sichre Pfort, und fördre deinen Lauf. hier sind die güldnen Gassen, O Jesu, mach ein Ende hier ist das Hochzeitsmahl, und führ uns aus dem Streit; hier soll sich niederlassen wir heben Haupt und Hände die Braut im Freudensaal. nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 1660—1722. 335 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 307) 2 Wenn kleine Himmelserben Sie sind ja in der Taufe in ihrer Unschuld sterben, zu ihrem Christenlaufe so büßt man sie nicht ein; für Jesum eingeweiht sie werden nur dort oben und noch bei Gott in Gnaden; vom Vater aufgehoben, was sollt es ihnen schaden, dankit sie unverloren sein. daß Jesus sie zu sich entbeut? —. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 1688—1758. 336 Mel.: Der lieben Sonne Licht und Pracht(Nr. 281) 2 Die Christen gehn von Ort zu Ort Wie seid ihr doch so wohl gereist! durch mannigfaltgen Jammer Gelobt sein eure Schritte, und kommen in den Friedensport du friedevoll befreiter Geist, und ruhn in ihrer Kammer. du jetzt verlassne Hütte! Gott nimmt sie nach dem Lauf Du Seele bist beim Herrn, in seine Arme auf; dir glänzt der Morgenstern, das Weizenkorn wird in sein Beet euch Glieder deckt mit sanfter Ruh auf Hoffnung schöner Frucht gesät. der Liebe stiller Schatten zu. Wir frei det grof uddessen in heili Cs ist! auf, mü Du seuf und dei seh auf dort wi witf hi Bald ist bald, ba 0 geht Die Ri die Rul Es hat die Lieb Das G ius die 6 ruft, 9 5 Mrmüt Hersäun u meil Sokom Ne mar hlt, eil Ichtnit H ha le. Sonne, uf. nde üch auf em Streit; d Hände it „ 1600—1722. uGnaden, haden, entbeut? e, 1566—1 wohl Rereit hritte, T Geis ittel Herrn, jenstem, t sanster atten du. 650. WI Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offenbarung, indessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Tod, Gericht und ewiges Leben Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760. 337 Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen(Nr. 203) 1 Es ist noch eine Ruh vorhanden; auf, müdes Herz, und werde licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht: sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu! Bald ist der schwere Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vollendet: so gehst du ein zu deiner Ruh. 2 Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch ge— boren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr müdenSeelen und ihr frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3 So kommet denn, ihr mattenSeelen, die manche Last und Bürde drückt, eilt, eilt aus euren Kummer— höhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein. 4 Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wenn jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 7— Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn; es wird beim Brünnlein uns er— frischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll ge⸗ schehn? 2²⁰ 34⁴0 Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach, Flügel her! Wir müssen eilen 3 Tod, Gericht und ewiges Leben 6 und uns nicht länger hier verweilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren, begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 1700—1779. 38 Altona 1803. 4 x ——3—— x e —— Auf-er-stehn, ja auf er-stehn wirst du, mein +* 5 W SSS·. Staub, nach kur-zer Ruh. Un-sterb⸗lich Le⸗ 24 2*— +——— V + +7 4 + ben wird,‚ der dich schuf, dir ge⸗ben. Hal⸗-le⸗lu-jah. 2 4 Wieder aufzublühn werd ich Wie den Träumenden wirds dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; er müden Pilger Leiden gesät. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben, uns ein, uns ein, die starben. Hallelujah. sind dann nicht mehr. 3 5 Tag des Danks, der Freudentränen Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Ruhme. Hallelujah. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1503. Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. Ich ha Herr, d und hä mein§ und ha Schöpf Das w was id Du bis drum i Könnt! ů dochsch Endli undder als im da der ins hi Rener? luter n die Ein al Mie ei will er auf de er verweilen, frohe Schar. „zum Jubi⸗ lieren, umphieren! 5 Ruhejahr! „Hoo-Ino Altona 1503. — du, mein le⸗lu ⸗jch. wirds dam uns sein. ein Tod, Gericht und ewiges Leben 339 Mel.: Nun preiset alle(Nr. 246) 1 Ich hab von ferne, Herr, deinen Thron erblickt und hätte gerne mein Herz vorausgeschickt und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hin— gegeben. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ewig wohnen. H Ich bin zufrieden, 3 Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir ver— einigt. 4 Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben. daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus Hermes, 1738—1821. 3⁴⁰ Mel.: Alles ist an Gottes Segen(Nr. 228) 7 Endlich bricht der heiße Tiegel, und der Glaub empfängt seinSiegel, als im Feur bewährtes Gold, da der Herr durch tiefe Leiden uns hier zu den hohen Freuden jener Welt bereiten wollt. 2 Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 2 5 Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4 Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 3⁴2 Tod, Gericht und ewiges Leben — Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6 Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 0 Leiden macht das Wort verständlich, Leiden macht in allem gründlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 8 Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kundgemacht, wenn sie mancher Schmerz durch— wühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9 Wenn auch die gesunden Kräfte zu des guten Herrn Geschäfte wurden willig sonst geweiht, o so ists für sie kein Schade, daß sie ihres Führers Gnade läutert in der Prüfungszeit. 10 Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 11 Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei? 12 Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Harttmann, 1743—1815. 341 Mel.: Jesus, meine Zuversicht(Nr. 327) Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns müde; von der Erde scheid ich ab, denn mir ruft des Himmels Friede, denn mir ruft die süße Ruh von den Engeln droben zu. 9 Geht nun hin und grabt mein Grab, meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. Was so in dem Denn w wir auc muß es wenn d Darum laß mic Deine deine 5 deine πιπιινι¹πι⁰π⁰ιι⁰⁰⁷⁰⁰π⁰¹½n eitel W Darum Sonn u fahret Denn eise hi worin Vohl ami Hottf vohla Kein; den Kräfte Geschäfte geweiht, Schade‚ 5 Gnade ngszeit. n Schmerzen Jesu Herzen m; t es sehnlich: mich ähnlich, n kann! Ifzer Fülle jede Hülle, ißt entzwei. hienieden, Gottesfrieden sei? Höhen ns sehen, e schlägt, reuem Ringen n Schwingn el trägt. mn, 1143—05 btmein Grud vollendet, derstab he endet 3 hinein Vein. 3 Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4 Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach! ist hohl, deine Freuden selber Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5 Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr verschwindet ganz. Tod, Gericht und ewiges Leben 34⁴43 6 Die ihr nun in Trauer geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. ** 0 Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8 Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Welt zugut. 9 Weint nicht! Mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube; und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 3⁴2 Mel.: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt(Nr. 310) 4 Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang! Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang. Gott führet ein, Gott führet aus; wohlauf, hinaus! Kein Bleiben ist im Erdenhaus. 2 Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu. Was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 2 5 Tragt ihn fein sanft ins Schlaf⸗ gemach; ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl; hab gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4 Ein Festschmuck ist der Särge Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! Der Herr macht gute Bahn. Sein Kreuz voran, das winkt und deutet himmelan. 5 Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 6 O selig, wer das Heil erwirbt und in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! . Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel und Eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. Tod, Gericht und ewiges Leben 8 Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9 Mit Gott bestell dein Haus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht. Sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Wohnen hier. 10 Vom Freudenmahl zum Reisestab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab. Wann, wie und wo, ist Gott bewußt; schlag an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11 Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm; da blüht zu schön kein Wangenrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12 Ach banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl? Du bists, Herr, der mit Gottes-— macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. Dein T Ver an Dein K dein 9• läßt un Bohld schon h Er sieh und kä und har letten Trittꝰ ichts nimmst du mit. it Lust und Schmerz; da sei dein Hetz Haus beizeit, Tote reiht. vars an mir, kein Wohnen hier. un Reisestab, in Sarg und Grab. Gottbewußt, ö mn, Mensch, du mußtl eich, zu arm, kein Herz warm; Wangentot. der Tod. Leichental ein Lebens strahl? mit Golles macht ich gebuhi Tod,‚, Gericht und ewiges Leben 3⁴⁵ 13 15 Dein Trostwort klingt so hoch und Nun, Tor des Friedens, öffne hehr: dich! Wer an mich glaubt, stirbtnimmer⸗ Hinein! Hier schließt die Wall— mehr! fahrt sich. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf- Ihr Schlafenden im Friedensreich, erstehn, gönnt allzugleich dein Himmelgehn dem Staub ein Räumlein neben läßt uns den Himmel offen sehn. euch! 14 16 Wohl dem, der, Herr, mit dir ver- Viel Gräber hier im Ruheport, traut viel Wohnungen im Himmel schon hier sich ewge Hütten baut! dort. Er sieht das Kleinod in der Fern Bereitet ist die Stätte schon und kämpfet gern am Gnadenthron, und harrt der Zukunft seines Herrn. bereitet uns durch Gottes Sohn. 17 Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein. Amen! Dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785 1860. Anhang Anhang Das Kirchenjahr N Advent 343 sei gesegnet deinem Volk! sei gegrüßet, König mild! Sacharja 9, 9 Georg Friedrich Händel, 1747. +—.——.———.— SSSII.........— 1——. E——.......* + 2 Toch⸗ ter Zi⸗ on, fren dich, —— .— +——* * 2——— —— Hseie. ——— jauch 3e laut, Je ⸗uiu sa leit —— — — 2 —* 2.—.————— 3—— △◻———* 27 Sieh,—— dein Kö⸗nig kommt zu dir; — 5 19————** 2.—* V I + 111 +. 727— SS.— A—*—— sieh, er kommt, der Frie ⸗ de⸗fürst —— —V————.—* 2215.0.— 2. 2 IE Hn— ö————— 3.— XXV—— 2—. = 2 Toch ⸗ter 3 on, freu bDich 0—— ꝗ——— x* . —* ů jauch ze laut, Je⸗ rxusalemil 2 Hosianna, Davids Sohn, Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! sei gegrüßet, König mild! Gründe nun dein ewig Reich, Ewig steht dein Friedensthron, e 4e) V Hosianna in der Höh! du des ewgen Vaters Kind! ö Hosianna, Davids Sohn, Hosianna, Davids Sohn, WW i Sohn nach Töst 0 Kin durch 0 liel 3⁰ Anh ang Weihnachten 344 15. Jahrhundert(1482). —— I 2————2 S. Nun sin-get und seid froh, jauchzt al le und sagt n.. ö ö Händel, 1747 S Ii. ö ö ö ö— ö PxPPPᷓpᷓᷓ — so: Un⸗sers Her-zens Wonne liegt in der Krippe dich,*—— o—— .———— DDIHIITI 136766. V◻ 0—. ² bloß und leuch-tet als die Sonne in sei- ner Mutter a⸗leml—.— e=, n.* äri nn eur nne e= n n— 2 EE dr: Schoß. Du bist A und O, du bist A und O. ö 2 3 Sohn Gottes in der Höh, Groß ist des Vaters Huld, „siri nach dir ist mir so weh. der Sohn tilgt unsre Schuld. de ⸗furs. Tröst mir mein Gemüte, Wir warn all verdorben o Kindlein zart und rein, durch Sünd und Eitelkeit; durch alle deine Güte, so hat er uns erworben o liebstes Jesulein. die ewge Himmelsfreud. dich,: Zeuch mich hin nach dir.: ½ Eia, wärn wir a Wo ist der Freuden Ort? a lem! Ach nirgends mehr denn dort, da die Engel singen Zohn zusamt den Heilgen all, mhl und wo die Psalmen klingen m Kihnn im hohen Himmelssaal. K ½ Eia, wärn wir da. ahn Vorreformatorisch; in seiner jetzigen Fassung: Mit Hannoversches Gesangbuch 1646. mild! Anhang 34⁵ Vorreformatorisch. Cöln 1599. 3 ö—.— 53—58 2 2—— 2— PDPDPPDPPEE ö Es ist ein Ros ent-sprun⸗gen; aus ei-ner Wur⸗ wie uns die Al ten sun-gen, von Jes⸗se kam . —* 2. 2*2 — 35 85 EEE zel zart, und hat ein Blümlein bracht mit- ten im die Art 2 ö 5 S— 2* ö ö— E. kal⸗ten Win⸗ter wohl zu der hal ⸗ ben Nacht. 2 Marie, die reine Magd, Das Röslein, das ich meine, aus Gottes ewgem Rat davon Jesaias sagt, hat sie ein Kind geboren hat uns gebracht alleine wohl zu der halben Nacht. Vorreformatorisch. Cöln 1599. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit(Nr. 70) Ich steh an deiner Krippen hier, Da ich noch nicht geboren war, o Jesu, du mein Leben, da bist du mir geboren ich komme, bring und schenke dir, und hast mich dir zu eigen gar, was du mir hast gegeben. eh ich dich kannt, erkoren. Nimm hin, es ist mein Geist und Eh ich durch deine Hand Sinn, gemacht, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin da hast du schon bei dir bedacht, und laß dirs wohlgefallen. wie du mein wolltest werden. 2 4 Du hast mit deiner Lieb erfüllt Ich lag in tiefster Todesnacht, mein Adern und Geblüte; du warest meine Sonne, dein schöner Glanz, dein süßes Bild die Sonne, die mir zugebracht liegt mir ganz im Gemüte. Licht, Leben, Freud und Wonne. Und wie mag es auch anders sein? O Sonne, die das werte Licht Wie könnt ich dich, du Herze mein, des Glaubens in mir zugericht, aus meinem Herzen lassen? wie schön sind deine Strahlen! I sel ind ka und we o blei O daß und m daß ic Wo n⸗ mit L die M nach Der v schöni dein h. Cöln 1599. —— —— i⸗ner Wu⸗ Vee Kes⸗se kam —— mit⸗ten in — — ben Nacht, agd, Rat boren Nacht. h. Cbln 1599. eboren war, ren zu eigen gat, koren. Hand gemacht, i dir bedachd t werden. Lodesnach, onne, zugebract und Wonnl werte Licht zugeris Stahlen 2 Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, so bleib ich, sinnend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen. 6 Wo nehm ich Weisheit und Ver stand, mit Lobe zu erhöhen die Auglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der güldnen Sterne Schar, dein Äuglein sind viel schöner. 7 O daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach, Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wären recht, dies Kindlein drauf zu legen. 8 Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu! Ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. Anhang 34⁴49 2 Zur Seite will ich hie und dar viel weißer Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras dies Kindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 10 Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herrlichkeit durch Elend und Armseligkeit: das will ich dir nicht wehren. 41 Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden. 12 Zwar soll ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du ein so frommer Gast, daß du noch nicht verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt, 1607—1676. Anhang 3⁴⁷ Sizilianische Volksweise. V7 *— . — ö 33 O du fröh⸗li ⸗che, du se⸗ li⸗ ge, .—————.0 5— 2——.—— L 2. 4——— E— —— ö EE gnaden-brin⸗ gen⸗d de 3 Heit! Welt ging ver— ——..——.— H˙ d V 1ren. Christ ge ⸗ bo ren + 5— E 2 + ö DD——————— freu e, freu e Chri-sten-heit!l 9 3 O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ O du fröhliche, o d. selige, gnaden⸗ Hih o Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu ver- Himmlische Heere jauchzen dir Ehre. freue, freue dich, o Christenheit! Freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Daniel Falk, 1768—1826. bringende Weihnachtszeit! sühnen; 348 J. A. Peter Schulz, 1794. 2 4—3 E 8 ö 5— 2 ED—— 22 .—— an⸗ 2— + I. XV— E— V—— Ihr Kin-der-lein, kommet, o kom-met doch all, 2 5—* 121 0 i E——0—. 2— E— +—* 2 V—— E— * 2 4 Krip⸗-pe her kom- met in le-hems Stall 0.,—— 6 +* V 2 E—— 5* seht, was in die-ser hoch-hei li-gen Nacht * 35— 2——4— 1669 E 2— E 2— 6%0 2—— Va⸗ter im Him-mel Freu-de uns macht. O scht scht hie in reinl viel schi Da liet Naria die red hoch ob Du Lil uns Hir Hamit sweise. 1800. —— —— ———— lige, lt ging ver⸗ 4 2—. ten-heit! selige, gnaden⸗ hnachtszeit! nuchzen dir Chre. Christenheit! Il, U6-105 T Schulz, 150l. ch all, zul 2 O seht in der Krippe im nächt— lichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hell— glänzendem Strahl in reinlichen Windeln das himm— lische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 5 Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh, die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 6 Anhang 351 4 O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Händlein und danket wie sie; stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. h O betet: Du liebes, du göttliches Kind, was leidest du alles für unsere Sünd! Ach hier in der Krippe schon Armut und Not, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie deins und mach sie auf ewig 349 mit deinem in eins. Christoph von Schmid,‚, 1768—-1854. Gottlob Siegert, 1822. 4—— Hi — — 2 + .—— Du lie-ber, heilger, SI * 3888 äit from-mer Christ, der für uns D — Kin⸗der kom ⸗men ist, da⸗ mit wir sol ⸗len 2 Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmels— schein, damit wir sollen himmlisch sein; EXE— ö *. +—, —— E 1.——— 5—.—.—— weiß und rein und rech te Kin ⸗- der Got⸗tes sein; 2 Du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. 352 Anhang 5 O segne mich, ich bin noch klein, Daß ich wie Engel Gottes sei, o mache mir das Herze rein; in Demut und in Liebe treu, o bade mir die Seele hell daß ich dein bleibe für und für: in deinem reichen Himmelsquell. du heilger Christ, das schenke mir. Ernst MSoritz Arndt, 1759 8b0. Ernst Anschütz, 1819. 4 +* — —y Al⸗-le Jah-re wie-der kommt das Chri-stus-kind 4 —— — 0— 1———.— auf die Er⸗-de nie-der, wo wir Men ⸗schen sind. 2 3 Kehrt mit seinem Segen Ist auch mir zur Seite, ein in jedes Haus, still und unerkannt, geht auf allen Wegen daß es treu mich leite mit uns ein und aus. an der lieben Hand. 351 Wilh. Hey, 1789—1854. Franz Gruber, 1813. 0 1 +22 X* 2 14 +— 28— E. —7— 2 Ii Stil le Nacht, hei-li-ge Nacht! Al ⸗les schläft, H —.— IA— ein⸗sam wacht nur das trau⸗te, hoch- hei-li-ge Paar. —.——..—— 5—— — 2—— E— E. E* E + E— E H XV L E——— L * 27 3 0 Holder Kna-be im lo ⸗cki-gen Haar, schlaf in himm⸗li⸗scher 2 2— X 11. V + ö Ruh, schlaf —— in himm⸗li-scher Ruh. Gottes sei, iebe treu, für und für s schenke mir. dt, Voö9-1850. Anschütz, 1510. stus⸗kind —— —— 2 schen sind. ey, 159—1854 Gruber, 1518. — .— Anhang 3⁵3 2 3 Stille Nacht, heilige Nacht! Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht; Gottes Sohn, o wie lacht durch der Engel Hallelujah Lieb aus deinem göttlichen Mund, tönt es laut von ferne und nah: da uns schlägt die rettende Stund, ½ Christ, der Retter, ist da.: Christ, in deiner Geburt. Josef Mohr, 1792-1848. Um 1815. 352 * 4.— E 1— 2— + +2 E 2 *.—* — 7 Her⸗bei, o ihr Gläu-bi-gen, fröh-lich tri-um— 4 +I. 2 2— —— ss: * phierend, o kom-met, o kom-met nach Beth-le- ——è— E—— ., e 0 2—— U E V 7=* hem! Se⸗het das Kindlein, uns zum Heil ge-bo⸗ren! O ——— El Eine E E 2 — 2 las⸗set uns an ⸗be⸗ten, o las⸗set uns an⸗ + E E 4. .— 2* 7 75.2. △◻ * be⸗ten, o las-set uns an be-ten den Kö ⸗ nig! Du König der Ehren, du Herrscher Kommt, singet dem Herren, o singt, der Heerscharen, ihr Engelchöre! du ruhst in der Krippen im Erdental, Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit Ehre sei Gott im Himmel und geboren! auf Erden! O lasset uns anbeten, O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 9 lasset uns anbeten den König! Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 23 4 Anhang Dir, der du bist heute als Mensch für uns geboren, Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm, Dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! Jahreswechsel 353 Bei Gastoldi, 1591. N ESE ½ 2— .— 0 ——.— In dir ist Freu⸗de in al ⸗lem Durch dich wir haben himm-li- sche Lei⸗de, o du Ga-ben, du der 21. ö———. 5— —— SREHHH.2— —— sü Je⸗su Christ! Hil fest von Schan-den, wah— re Heiland bist. Zu dei⸗ ner Gü⸗te XXV— ret-test von Ban-den. Wer dir v steht unser Ge-mü⸗te, an er⸗trau-et, hat wohl ge— dir wir kle-ben im Tod und * E 1— .. 1— X.N IIIIIE— bau et, wird e⸗wig blei-ben, Hal-le-lu--jah. Le-⸗ben; nichts kann uns schei- 2 2 Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, den. Hal⸗le-lu-jah. freuen uns alle zu dieser Stunde. Hallelujah. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben mit Herz und Hallelujah. (1598.) Johann Lindemann(um 1550 bis nach 1634.) Munde. Gastoldi, 1591. —— 2+— ⸗de, o du ben, du der hat wohl ge⸗ im Tod und oben unde. (1596.) 5 uuc Anhang Ostern 354 Vorreformatorisch. 15. Jahrhundert. Ii III 2 2—— TIH V Ii — Er-⸗-stan-den ist der heil ge Christ, Hal-le-lu⸗ 4 CUE + —.— +— 2—— SI.I.I.I.I.I...I.... 3— +. jah, Hal⸗le ⸗ lu⸗ jah, der al ⸗ler Welt ein 94 . — YD—————— 2 2——. Trö⸗ster ist. Hal ⸗le⸗lu⸗ jah, Hal⸗le⸗lu ⸗ jah. 2 6 Es gingn drei heilge Frauen 2 Hallelujah ½ des Morgens früh im Tauen. : Hallelujah 2 3 7 Sie suchten den Herrn Jesum Christ, So tret heran und seht die Statt „: Hallelujah der von dem Tod erstanden ist. Hallelujah 4 Ach Engel, lieber Engel fein, Hallelujah ½ Zeig uns den Herren Jesum Christ, , Hallelujah ½2 der von dem Tod erstanden ist. ) Hallelujah 2 2 „Hallelujah ⸗ da unser Herr gelegen hat. ): Hallelujah 8 Der Herr ist hin, er ist nicht da. Hallelujah 2 wo find ich denn den Herren mein? Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh. Hallelujah 5 2 Hallelujah 9 Er ist erstanden aus dem Grab Seht an das Tuch, darin er lag „ Hallelujah ½ heut an dem heilgen Ostertag. ½ Hallelujah ½7 1 Hallelujah 2 gewickelt bis am dritten Tag. : Hallelujah 23* 356 Anhang 10 Wir sehens wohl zu dieser Frist, Hallelujah ½2 weis uns den Herren Jesum Christ. Hallelujah ½2 —5 Ihr sollt nach Galiläa gehn, ): Hallelujah ½ da werdet ihr den Heiland sehn. ,½ Hallelujah 12 Habt Dank, ihr lieben Engel fein, ): Hallelujah ½ nun wolln wir alle fröhlich sein. , Hallelujah 5 13 Geht hin, sagt das Sankt Petro an ½ Hallelujah und seinen Jüngern lobesan. ,: Hallelujah 14 Nun singet all zu dieser Frist: : Hallelujah Erstanden ist der heilge Christ! ½ Hallelujah 15⁵ Des solln wir alle fröhlich sein, ): Hallelujah und Christ soll unser Tröster sein. ,½ Hallelujah 2 Vorreformatorisch. 15. Jahrhundert. 35⁵ Mel.: O heiliger Geist, o heiliger Gott(Nr. 80) O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da Jesus lebt ohn alles Leid! Er ist erstanden von dem Tod, wir sind erlöst aus aller Not. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 2 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da wir von Sünden sind befreit! Getilget ist nun unsre Schuld, wir sind gerecht aus Gottes Huld. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cöln 1623. 3 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Der Tod ist überwunden heut; es darf uns nicht mehr vor ihm graun, wir sind erfüllet mit Vertraun. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut; des Herren Sieg hat uns erlöst, uns neues Leben eingeflößt. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Erhalt uns, Jesu, diese Freud, zu sagen hier zu aller Stund und dort einmal mit selgem Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyriakus Günther, 1650—1704. Rotz Hättet Iderer Nochte Aus 0 dringt D„ Oer in hat der 0 und Frühli Frühli hensche ankt Petro an lobesan. ieser Frist ilge Christl fröhlich sein, r Hoöster sein. .Jahrhundert. Cöln 1623. fröhliche Zeit! unden heut, nehr vor ihn graun, it Vertraun. sröhliche geit fröhlihe Zei ins erfreut, at uns erlös, in eflößt 0 fübich Zeil her 1000/—»oi Anhang 356 1843. E7 Ostern, Ostern, Früh-lings-we-hen! Ostern, Ostern, 2— 2.— l— +0 — ——— IRI + ste-hen aus der tie fen Gra-bes-nacht, 4—⁴—.— — ö aus der tie fen Gra bes ⸗ nachtl 0 ö 15. Blu-men sol-len fröh-lich blü-hen, Her-zen sol-len 0 — 2— heimlich glü-hen; denn 2 Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern behalten, der euch in den Abgrund zwang?: Mochtet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Gründen dringt hinan sein ewger Gang. 3 Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan überwunden, 23nR und der lange Kerker bricht. Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, herrschen soll das ewge Licht. ,. 4. der Hei-land ist er-„wacht. 4 Alle Schranken sind entriegelt, alle Hoffnung ist versiegelt n Und beflügelt jedes Herz. Und es klagt bei keiner Leiche nimmermehr der kalte, bleiche, gottverlassne Heidenschmerz. — 5 Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, 2) seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monde, Tage, Stunden, Zeit und Raum, wie schnell ver— schwunden, und es scheint ein ewger Tag. Max von Schenkendorf, 1783—1817. Anhang Himmelfahrt 357 Friedrich Ernst Fesca, 1822. ö 0 Hätt ich Schwingen, hättich Flügel, flög ich auf zu meinem Stern, über Meere, Täler, Hügel, sonder Schranke, sonder Zügel folgt ich immer meinem Herrn. 3 Still und selig mit Marien ihm zu Füßen säß ich da, immer möcht ich vor ihm knien, in mich seine Worte ziehen, hätt ihn immer hold und nah. 4 Ach das war ein schöner Segen, wann er mit den Jüngern ging auf den Feldern, auf den Wegen jedes Herz wie Maienregen seinen Trost, sein Wort, empfing. H + DA A N A 1— H— F— In die Fer ne möcht ich zie- hen, weit von ö—— 2— di Haeeen. meines Va⸗ters Haus. Wo die Ber-⸗ges- spit--zen 9— DRI—————— —.—— 2. 2.— glü-hen, wo die frem ⸗den Blu⸗ men 24 ** 2 — 2— — E 4— 2 2——— 2 V E—— V◻— 7*7 x blü ⸗ hen, ru⸗ he mei⸗ ne See⸗le aus. — Ander Los ward uns bereitet. Wie auch blühet rings das Land, wie sich rings die Ferne breitet, der uns rufet, der uns leitet, unser holder Freund verschwand. 6 Aufgehoben, aufgenommen in dem Himmel ist er nur. Herrlich will er wiederkommen, seine Treuen, Stillen, Frommen folgen immer seiner Spur. . Will mich denn zufrieden geben, fassen mich im stillen Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. Zeinen vll ich an den will ich was er Wie li wenn in Ein Hertrat Wie 2 auf G o g *- S Anhang 359 8 9 Seinen Schwestern, seinen Brüdern Einst erklingen andre Stunden, will ich mich in Treue nahn, und das Herz nimmt andern Lauf: 6306. 12 an den Armen, Blöden, Niedern Erd und Heimat ist verschwunden, will ich dankend ihm erwidern, und in seinen selgen Wunden . was er liebend mir getan. löset aller Schmerz sich auf. 10 weit van Meine Seele, gleich der Taube, n die sich birgt im Felsenstein, — wird der Erde nicht zum Raube, —— in den Himmel dringt mein Glaube, meine Lieb und Sehnsucht ein. spit⸗zen Max von Schenkendorf, 1783—1817. u⸗ men Die Kirche und die Gnadenmittel e. aus. ö Kirche 3 bereitet b Dud 358 Feme breite Psalm 133 uns leitet, 0 verschwand Mel.: Christus, der ist mein Leben(Nr. 314) 3 Wie lieblich ists hienieden, Und einstens wird erneuet rh⸗ wenn Brüder treu gesinnt durch sie die heilge Stadt; — Un men in Eintracht und in Frieden was Knecht ist, wird befreiet, 99 n vertraut beisammen sind! und rein, was Flecken hat. en,& Spur. 2— Wie Tau vom Hermon nieder Und alles Volk der Erde frieden geben auf Gottes Berge fließt, geht nun zum Lichte ein; en Sinn; also auch auf die Brüder dann wird nur eine Herde hnen Strebe! der Segen sich ergießt. und nur ein Hirte sein. n Leben 05 W ö Friedrich Gottlieb Wetzel, 1779.—1619. eunde Anhang 359 Karlsruhe 1822. — E 2—— 6—— 2 EEAEE Die Sach ist dein, Herr Je-su Christ, die und weil es dei»ne Sa ⸗che ist, kann ...—. ————— Sach, an der wir stehn, Allein das Wei⸗zen⸗ sie nicht un-ter-gehn. — — + — + 1 E 2—„ E korn, be-vor es fruchtbar sproßt zum Licht empor, wird 25. 0— 0— — 3— 12—————2 ——.— 2 +„FFI‚I—ñ—— IEE————2— IE——— XV E.—— 0— +. ð—. ster-bend in der Er-de Schoß vorher vom eig- nen ö— — ů—+ In 10——½— •——...— +. ññ—— +—3 We⸗sen los; im Sterben los, vom eignen We sen los. 2 Du gingst, o Jesu, unser Haupt, zum Teil am Leiden und am Reich; durch Leiden himmelan führ uns durch deines Todes Tor und führest jeden, der da glaubt, samt deiner Sach zum Licht empor; mit dir die gleiche Bahn. zum Licht empor Wohlan, so führ uns allzugleich durch deines Todes Tor. Samuel Preiswerk, 1799—1871. arlsruhe 1522. Hrist, die ist, kann Anhang Das christliche Leben Heiligung(Gebet) 360 Auch nach der Mel.: Lob Gott getrost mit Singen(Nr. 31) Felix Mendelssohn-Bartholdy, Bonn 1837. 4. SE .—.— H— Ih— N——— + Wei⸗zen⸗ I Es kennt der Herr die Sei-nen und hat sie stets ge— 4 E.2 X —— ö.... △ 2— 2 Großen und die Kleinen, in je-dem Volk und empor, wird kannt, die H.,. 4 u 122 8 n eig ⸗nen ———— — — ◻ 7 HNa UN —— 2 IRIE L 2 0 V—— 2 — + ein; im Le⸗-ben und im Ster-ben sind sie und blei⸗ben sen los 4 + N — 2 1——40 +— 8 2— 1— HALEI .—————— ö 2—— 53 und am Miih ges Todes d m Licht empot. Tor. jerk, 170010. sein; im Le-ben und im Sterben sind sie und bleiben sein. 2 Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt 2½ und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt. 2 — Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich daß er der auf dem Einen, Herr ist, ruht, in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet frei und kühn, ) die wunderbare Pflanze, die immerdar ist grün. 36²2 4 Er kennt sie an der Lieb die seiner Liebe Frucht, ihm zu gefallen sucht; die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt; und die mit lauterm Triebe Anhang — e, So kennt der Herr die Seinen, wie er sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land; am Werk der Gnadentriebe durch seines Geistes Stärk, m die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt. : an Glauben, Hoffnung, Liebe, als seiner Gnade Werk. 5 6 So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei; laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei. Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, , so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn. Philipp Spitta, 1801—1859. Liebe zu Jesu 361 Nach W. A. Mozart, 1842. ——————— ++ 92— Schz.—— Schön⸗ster Herr Je ⸗ su, Herr ⸗scher al ⸗ler H 4 d ꝗ + H V. + H ö— r rirt. En den, Got⸗tes und Ma ri en —— wa en, 1— ————— Sohn, dich will ich lie ben, dich will ich ö ö ———— 2 — eh⸗ ren, du mei-ner See ⸗le Freud und Kron. Schön schöner in der Nsuus Nsus der un Schön schöner und d Fsus Fsus als al die Seinen, nt, Kleinen and; uriebe ö Stärk, ö iung, Liebe, rk. 2 * „ 1601—1559. Nozart, 1042 al⸗ler I en x Anhang 2 Schön sind die Felder, schöner sind die Wälder in der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3 Schön leucht die Sonne, schöner leucht der Monde und die Sternlein allzumal. Jesus leucht schöner, Jesus leucht reiner als alle Engel im Himmelssaal. 363 4 Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen in der frischen Jugendzeit; sie müssen sterben, müssen verderben, doch Jesus lebt in Ewigkeit. 5 Alle die Schönheit Himmels und der Erden ist verfaßt in dir allein. Nichts soll mir werden lieber auf Erden als du, der schönste Jesus mein. Münster 1677. 36²2 1618. 2 F............ 2 mtii Ei r,.,. — 2 Der be⸗ste Freund ist in dem Him-mel, auf denn bei dem fal-schen Welt- ge-⸗ tüm-mel ist SSSSS . 3—————— Er ⸗den sind die Freun⸗de rar; 44 Redelucheit ost in —— — E F XV—— 1— ö* ½⁵⁷½ immer so 2 Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich daniederliege, mich seine Freundschaft doch nicht läßt. Er ists, der mit mir lacht und weint. Mein Jesus ist der beste Freund. gemeint: Mein Je⸗-sus ist der be⸗ste Freund. 3 Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hintenan; doch hier ist es nicht so gemeint. Mein Jesus ist der beste Freund. 364 149 4 RRINN Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten; er sagt für meine Schulden gut; er hat mir niemals was verneint. N Mein Jesus ist der beste Freund. gibet, RMin mein Freund, der mein, und ich A bin sein, Wa 5 ö WAMMI Mein Freund, der mir sein Herze Anhang mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6 Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar. Und hättich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 363 Choralbuch der Brüdergemeinde, 1784. 2 Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide, und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin. 5 5355 5 + r Weil ich Je-su Schäf-lein bin, freu ich mich nur ö 5— eee..... e... im⸗ mer⸗ hin ü⸗ber mei nen gu⸗ ten Hir ⸗ ten, * * — UHHUU——— der mich schön weiß zu be-wir-ten, der mich lie-bet, ———— ö ö—.——— —. der mich kennt und bei mei⸗ nem Na-men nennt. 2 — Sollt ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des Hirten Arm und Schoß. Amen! Ja mein Glück ist groß! Luise v. Hayn, 1724-1782. FEET i Wenn laß ie folgee treu lasse breite ch beständig lebbet, Grab hinein. ichtgemeintꝰ este Freund. ne Freundel wandelbar. ssend Feinde, cht ein Haar. und nimmer Feind: este Freund. . 1572—1757 meinde, 1784. — mich nur en nennt. fröhlich sein leinꝰ jönen Tagen ngetragen und Schoß lück ist groh „ 2-as Anhang Karl Breidenstein, 1825. 4 ö ů ö— 2——1 Wenn ich ihn nur ha-be, wenn er mein nur 4 ů ä‚ e +—— ist, wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗be 4 7.— sei⸗ ne Treu ⸗e —— 5— nie ver-gißt, weiß ich nichts von HE.:——.—. .— 2——— V ö.ñ— „*. Lei⸗-de, füh-le nichts als An-dacht, Lieb und Freude. 2 Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, 3 Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; folg an meinem Wanderstabe und es fällt mir jede Gabe treu gesinnt nur meinem Herrn; wie ein Erbteil in die Hand. lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen Längst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wandern. wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772—1801. 366 Anhang Johann Friedrich Reichardt, 1790. 2— ů 2 0—— — Im⸗mer muß ich wie⸗-der le⸗ sen in dem 9— 5——.—.—— EE— ——— al⸗-ten, heil- gen Buch, wie er ist so sanft ge— ——— —.—————.———.— we ⸗ sen, oh⸗-ne List und oh⸗ ne Trug. 2 Wie er hieß die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Armnt genommen und sie an das Herz gedrückt. 3 Wie er Hilfe und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Armen seine lieben Brüder hieß. 4 Wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam; wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Herzen nahm. Hat die Herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn, hat die Arme ausgebreitet, alle an sein Herz zu ziehn. Immer muß ich wieder lesen, les und weine mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel, 1798-1876. FEH PRNR leichardt, 190. Vor 1850. * — O Je⸗su, mei⸗ne Son-ne, vor der die Nacht ent— in dem 3—— 2365 d E, de .——* ö —.— fleucht, Je: su, mei ⸗ne Won ⸗ ne, die sanft ge N E— e,, HSE — irn Ern.n, al le Not ver-scheucht! Im Her-zen klingt mir le Trug. A— LE. 114— — 35.855— 5 der wehrte, täs lch der ei ne hel le Ton: wie hm kam; bekchte 2..——..— deien nabn iiiiie hast du so un-säg-lich ge⸗⸗liebt, o Got⸗-tes Sohn! t geleitet, ö verliehn, 2 3 breitet, O lieber Herr, so präg es Doch daß du mich allmählich u jehn. recht meinen Sinnen ein; zum Hafen hast gebracht o lieber Herr, so leg es und mich so überselig mir tief ins Herz hinein, aus Gnaden hast gemacht, daß ohne deine Liebe daß ich vor nichts erschrecke, ich ganz verloren wär was andern schrecklich ist, und ohne Hoffnung triebe weil ich es seh und schmecke, auf wüstem Meer umher; wie du mein Heiland bist. sel LS-10 Philipp Spitta, 1801—1859. Anhang Vertrauen auf Gott 36⁷7 Karl Löwe, 1829. 4 + —— XN 2 2—— 2 2— Wie mit grimm ⸗-gem Un ⸗ ver ⸗stand Nir ⸗ gends Ret ⸗ tung, nir ⸗ gends Land ·... — — — *. + E Wel⸗len sich be⸗ we⸗ gen! Ei-ner ists, der vor des Sturmwinds Schlägen! 4 — ——— — in der Nacht, ei ner ists, der uns be⸗-wacht. 4 — 431 —— — —7— — ö ö* 2. —— — Christ Ky⸗-ri e, du wan-delst auf der See! 2 Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo dann Rettung finden? Keine Hilf als bei dem Herrn, er ist unser Morgenstern. Christ Kyrie! Erschein uns auf der See! 4 3 Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen. Lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund. Christ Kyrie, ja, dir gehorcht die See. Einst in meiner letzten Not laß mich nicht versinken; soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Johann Daniel Falk, 1768—1826. Anhang 368 369 César Malan, 1827. — 4 l Löwe, 1859. 1 ö—.— ö. ,,t e.——.—.8. 2 SEE Har⸗re, mei⸗ ne See⸗le, har⸗re des Herrn; stand 4—8—8 ds Land D.— ö——————0 —— E + 4.— 2——— —.—3 △*— EE — al⸗les ihm be-feh-le, hilft er doch so gern! ——0 4 ö sts, der 6—————— E D— 2——— U◻—— —. + —— Sei un⸗ver ⸗zagt, bald der Mor-gen tagt, e⸗waght 2.—.——5 5, V———.— + 1 V N 1 und ein neu-er Früh-ling folgt dem Win ⸗-ter nach. G50 See! der S ö Z.—— R =ꝗSPSP..I..I.I.I.I I I. TF I I I——— ahren wir—+ ö— 7 len, In al len Stür men, in al ler Mot fer, dir * und Mund,= DI.— 2———— tund.— wird er dich be⸗schir men, der treu ⸗ e Gott. See. Il N3-15 Harre, meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. größer ist die Ewige Retter als der Helfer Not ja nicht. Treue, in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Friedrich Räder, 1815—1872. 2⁴4 Friedrich Silcher, 24 ö ů E — 8 So nimm denn mei⸗ne Hän-de und füh⸗re mich bis an mein se-lig En-de und e-wigelich. 24 ů ö ů ů .* IE. nie, a, v di i. — 5 Ich mag al-lein nicht ge hen, nicht ei-nen Schritt; wo ——— ee f, LLs,—.— 2————— du wirst gehn und ste hen, da nimm mich mit. 2 3 In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind. Es will die Augen schließen und glauben blind. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Julie v. Hausmann, 1826—1901. Lob und Dank 370 Wien 1779. 4 —,, f,. E. E————————— Gro ßer Gott, wir lo- ben dich; Herr, wir Bor dir neigt die Er? de sich und be⸗ .— 5—7 55— ö .I...I T S * 5— 8 dei Stär ⸗k prei sen dei ⸗ ne Stär ⸗ke. Wi ie du warst vor wun ⸗dert dei- ne Wer ⸗ke. xü I 212—.—=.——e ů 2 2— .—. E + al⸗ler Zeit, so bleibs t du in E wig keit. Ales, Cheru stimm alle E rufen Heilig Heilig heilig starken Himn sind e alles Silcher, 1842. Schritt; wo +* ö +— h mit. nichts fühle zum Ziele 1. ine Hände nde m, 1526—190l. Wien Iũ. Anhang 2 Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. 3 Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Kriegesheere, starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 37¹1 4 Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht verderbe. Wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit. 0 Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott. 6 Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, deine Güte zeige Herr, dein Segen; sich allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein! 371 Wien 1779. Hans Georg Nägeli, 1815. Herr, wir und be⸗ V— nnssssmsss + 2 2 Lobt froh den Herrn, ihr ju⸗ gend ⸗li ⸗chen * E XV 2—— +— U U◻ — ö—. 5 — Chösre! Er hö:⸗ ret gern ein Lied zu sei ⸗ ner 2 2 2— + ————— —— g Eh⸗re. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 2 3 Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! Vom Preise voll laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll zu deinem Throne dringen. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 24*⁷ 372 Anhang 4 25 Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen, o Seligkeit! dich, unsern Vater, preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Georg Geßner, 1765—1843. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. Morgen 372½ Mel.: Kommt und laßt uns Christum ehren(Nr. 16) V ö 2—— D— + Früh am Mor⸗gen Je sus ge⸗het und vor 0 ö —— ö .—.——.—.—2.—— —.— E E . al len Tü⸗ren ste-het, klopfet an, wo man ge 0 +——. ee. E H, S 2———— fle het: Komm, Herr Je su, un ser Gast! 2 4 Nun so lasset ihn nicht dorten, Weiden uns auf grüner Auen, tut ihm auf des Herzens Pforten daß wir deine Fülle schauen und ruft ihn mit süßen Worten: und auf deinen Reichtum bauen, Eile, Jesu, kehre ein! mit dir gehen aus und ein. 3 5 Wollest täglich bei uns bleiben, Amen, ja es soll geschehen, alle Feinde von uns treiben, Jesus wird heut mit uns gehen, uns ins Buch des Lebens schreiben und wir werden fröhlich sehen, und der gute Hirte sein; daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 1809—1882. sso iss I Wie i und in so trat als eil wo ih verschl Seht Er ist und i 0 sin die w weil! Anhang t, Weisen * J. A. Peter Schulz, Berlin 1790. preisen*——.—— +— E TTTTR*—** SSIIP 1——— Der Mond ist auf-ge-gan-gen, die goldnen Stern⸗lein er, IS5-1013 A 17427 1—.— ————— 4+— 4— 1—— 22....— ——— ö ö pran ⸗gen am Him ⸗mel hell und klar. Der 4 + +* IIIIIIIIFIFIITITITITITITITIfITTT.T.T T 190 ö ö —7 2. 9 23 7 4 ö Wald steht schwarz und schwei-get, und aus den Wie-sen 1 .— + ö ———., e —— 2—7 N und vor stei get der wei ⸗ 5e RNe⸗ bel wun der⸗bar. ö 2 5 — Wie ist die Welt so stille Gott, laß uns dein Heil schauen, und in der Dämmrung Hülle auf nichts Vergänglichs trauen, ö 10 so traulich und so hold, nicht Eitelkeit uns freun; * en als eine stille Kammer, laß uns einfältig werden wo ihr des Tages Jammer und vor dir hier auf Erden — verschlafen und vergessen sollt. wie Kinder fromm undjfröhlich sein. — 3 ser Gastl Seht ihr den Mond dort stehen? Wollst endlich sonder Grämen . Er ist nur halb zu sehen aus dieser Welt uns nehmen und ist doch rund und schön: durch einen sanften Tod; rer l so sind wohl manche Sachen, und wenn du uns genommen, uner—31 die wir getrost belachen, laß uns in Himmel kommen, n uun weil unsre Augen sie nicht sehn. du unser Herr und unser Gott. ichtum ballen, 1 und ein.—— ö 00 Wir stolzen Menschenkinder So legt euch denn, ihr Brüder, sind eitel arme Sünder in Gottes Namen nieder; schehn und wissen gar nicht viel. kalt weht der Abendhauch. ů. gehn Wir spinnen Luftgespinste Verschon uns, Gott, mit Strafen 0 ih sche und suchen viele Künste und laß uns ruhig schlafen hl in und kommen weiter von dem Ziel. und unsern kranken Nachbar auch. ů ißt d 99 34 Matthias Claudius, 1740—1815. Hp, Lob —— „˙%h%hh..—.—— Anhang 37⁴4 Mel.: So nimm denn meine Hände(Nr. 369) 1 Wie könnt ich ruhig schlafen in dunkler Nacht, wenn ich, o Gott und Vater, nicht dein gedacht? Es hat des Tages Treiben mein Herz zerstreut; bei dir, bei dir ist Frieden und Seligkeit. 2 O decke meine Mängel mit deiner Huld; du bist ja, Gott, die Liebe und die Geduld. Gib mir, um was ich flehe, ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. 3 Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergibst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst. So schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz, 1794—1843. 37⁵5 Gesangbuch der Böhmischen Brüder, Nürnberg 15⁴4. 4 ,.e, 2 2 E 2— P ꝑ.ꝑ.ꝑ..ꝑqꝑI................. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie⸗fße bei-de ..EEEEEE— — Aug? lein u Va ⸗ ter, laß die 2—— 2 IISI ——— SI.SPIPIPP PI‚........ Au gen dein ü⸗-ber 2 Hab ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. mei„nem Bet- te sein. 3 Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. Kranken Herzen sende Ruh, naͤsse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 1798-1876. an ch flehe, diene erz. ergebe, liebe, Bangen siille 3. 17041643. ürnberg 1544. — e bei ⸗de Anhang Familie und Beruf 9 85 376 Französischer Psalter, 1547. 5———= PPP..I..I..I...IIIII — ö O sel⸗ig Haus, wo man dich auf-ge-nommen, wo un-ter al len Gä-sten, die da kommen, 6— 22„ 5—————. μ E 2 2— +— + —— E E— du wahrer See lenfreund, Herr Je ⸗su Christ; du der ge⸗fei ⸗ert⸗ste und lieb⸗ste bist; 5 2—— —2—— 0 r*wFͤ,⸗ öordgz§uͤ ö wo al⸗ler Her⸗zen dir ent ⸗ge⸗ gen- schlagen V. ö SISSPSPISSPISSIS......... 2.— 90 und al⸗ler Au⸗ gen freu⸗-dig auf dich sehn; 2 äPPP II wo al⸗-ler Lip-pen dein Ge-⸗bot er-fra-gen ö E und al le deines Winks ge-wär atig stehn. 2 3 O selig Haus, wo Mann und Weib O selig Haus, wo man die lieben in einer, Kleinen, in deiner Liebe eines Geistes sind mit Händen des Gebets ans Herz als beide eines Heils gewürdigt, dir legt, keiner du Freund der Kinder, der sie als im Glaubensgrunde anders ist ge⸗ die Seinen sinnt; mit mehr als Mutterliebe hegt und wo beide unzertrennbar an dir pflegt; hangen wo sie zu deinen Füßen gern sich in Lieb und Leid, Gemach und sammeln Ungemach und horchen deiner süßen Rede zu und nur bei dir zu bleiben stets und lernen früh dein Lob mit verlangen Freuden stammeln, an jedem guten wie am bösen Tag. sich deiner freun, du lieber Heiland du. Anhang 4 5 WN O selig H aus, wo Knecht und O selig Haus, wo du die Freude N Magd dich kennen teilest, und wissend, wessen Augen auf wo man bei keiner Freude dein sie sehn, vergißt; bei allem Werk in einem Eifer o selig Haus, wo du die Wunden brennen, heilest daß es nach deinem Willen mag und aller Arzt und aller Tröster geschehn; bist, MNN als deine Diener, deine Haus- bis jeder einst sein Tagewerk voll— V—1 genossen 19 endet, * in Demut willig und in Liebe frei und bis sie endlich alle ziehen aus ö das Ihre schaffen froh und un⸗ dahin, woher der Vater dich ge— NWAEMMN verdrossen, sendet, AN in kleinen Dingen zeigen große Treu. ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta, 1801—1859. WNN Naturleben 37 Augustin Harder, 1813. ö 2— —.——.———— 17 2 —* + RN Geh aus, mein Herz, und su che Freud in AANN +——* XXV— E 2—— r.— 42V44149 0 +*—*— die⸗ser lie-ben Sommer-„zeit an dei-nes Got-tes 24 83 *— e E—— — 1.— Ga⸗ben; schau an der schö-nen Gär ten Zier und * 2——= fr.. .——— 4——— — sie he, wie sie mir und dir sich aus ge-schmücket +2 N 2— ö— e K,— — ö* 2 2———— ha⸗ ben, sich aus ge⸗ schmük⸗ ket ha ⸗ ben. 2. — 995 6 mit ei —9 die al E& Die L das T und die h ergötz Berg, st frr inst die Freude tillst, Freude dein egfs, die Wunden heilest ller Tröster bist, gewerk voll⸗ endet, e ziehen aus ter dich ge⸗ sendet, e Vaterhaus. „ 1801—1659 Harder, 1818. sreud in Zier und schmückt 2 Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide. 3 Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4 Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen, der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. 5 Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6 Die unverdroßne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise; des sußen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. Anhang — Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 8 Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 2 Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt du uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem festen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden! 10 Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und Stimm ihr Hallelujah singen! 11 O wär ich da, o stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 378 Anhang 12 14 é Doch gleichwohl will ich, weil ichnoch Mach in mir deinem Geiste Raum, Er se hier trage dieses Leibes Joch, daß ich dir werd ein guter Baum, und 6 auch nicht gar stille schweigen; und laß mich Wurzel treiben; und 5 mein Herze soll sich fortt und fort verleihe, daß zu deinem Ruhm gar z an diesem und an allem Ort ich deines Gartens schöne Blum undl zu deinem Lobe neigen. und Pflanze möge bleiben. in un 13 15 es ge Hilf mir und segne meinen Geist Erwähle mich zum Paradeis—6 * mit Segen, der vom Himmel fleußt, und laß mich bis zur letzten Reis daß ich dir stetig blühe; an Leib und Seele grünen; I. so will ich dir und deiner Ehr 22 5 gib, daß der Sommer deiner Gnad n 0 dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! in meiner Seele früh und spat allein und sonsten keinem mehr viel Glaubensfrücht erziehe. hier und dort ewig dienen. ö Paul Gerhardt, 1607—1676. Was von ö 378 Um 1800. der ö—H—.—.1 das *— ö Von ö 2**.— und Wn Wir pflü-gen, und wir streu-en den Samen auf das é erir,—. ö ..II ö Land, doch Wachstum und Ge-dei-hen steht in des Himmels Wie in d ‚u —=—— 1 PPCPPEPEE 0 ö Hand; der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und 05 94— ů 7.EU—3— ——2 SSDSDSISIIIIIIIITITIIIIIIIII.IE + 0*———* un träuft, wenn heim wir ge-hen, Wuchs und Ge⸗dei-hen drauf. 4 ö.. IEEEET DS—.—— 2—35— Der ——J—— und —+ ö ii doch Al-le gu⸗-te Ga⸗-be kommt her von Gott dem Herrn: drum H ö—— 2——————— 17*————. Die ö ö—* und eiste Raum, uter Baum, treiben; m Ruhm höne Blum eiben. aradeis letzten Reis rünen; einer Ehr nem mehr ienen. 100Y—10j6 Um 1600. lich auf und hen drauf 2.— —— — Herrn:drumn ½% t allf ihn Anhang 370 9 Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein und wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: 1 drum dankt ihm, dankt ½ und hofft auf ihn! 3 Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: 1 drum dankt ihm, dankt ½3 und hofft auf ihn! Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er läßt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns soviel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt dem Viehe Weide und seinen Menschen Brot. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: „1 drum dankt ihm, dankt ½ und hofft auf ihn! Nach Matthias Claudius, 1740—1615. 379 Mel.: Der Mond ist aufgegangen(Nr. 378) 1 Wie ruhest du so stille in deiner weißen Hülle, du mütterliches Land! Wo sind des Frühlings Lieder, des Sommers bunt Gefieder und dein beblumtes Festgewand? 2 Du schlummerst nun entkleidet, kein Lamm und Schäflein weidet auf deinen Aun und Höhn. Der Vöglein Lied verstummet, und keine Biene summet: doch bist du auch im Schlummer schön. 3 Die Zweig und Astlein schimmern, und tausend Lichter flimmern, wohin das Auge blickt. Wer hat dein Bett bereitet, die Decke dir gespreitet und dich so schön mit Reif geschmückt? Der gute Vater droben hat dir dein Kleid gewoben, er schläft und schlummert nicht. So schlummre denn in Frieden! Der Vater weckt die Müden zu neuer Kraft und neuem Licht. 5 Bald in des Lenzes Wehen wirst du verjüngt erstehen zum Leben wunderbar. Sein Odem schwebt hernieder: dann, Erde, stehst du wieder mit einem Blumenkranz im Haar. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1645. 380 Anhang Vaterland Wir 38⁰ 00 ö in S ö Niederländische Volksmelodie, vor 1626. will E ö SI 5 de i,, L,; n., rin * 23— Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Ge⸗rechten; er ö I——5—*— — ö 2—. V— VI + wal⸗tet und hal ⸗tet ein stren ges Ge⸗richt. Er 44 —— E △ 30. SDSPSPSDSISIS‚I‚........— ..4. läßt von den Schlechten die Gu- ten nicht knechten, sein 24 ö E.——. 2— 5 2— ů * n e Na⸗me sei ge⸗lobt, er ver⸗gißt un⸗ser nicht. 2 3 Im Streite zur Seite Wir loben dich oben, x ö ist Gott uns gestanden, du Lenker der Schlachten, ö +* er wollte, es sollte und flehen, mögst stehen das Recht siegreich sein: uns fernerhin bei, ö da ward, kaum begonnen, daß deine Gemeinde ů die Schlacht schon gewonnen. nicht Opfer der Feinde. ö Du, Gott, warst ja mit uns, Dein Name sei gelobt; der Sieg, er war dein! o Herr, mach uns frei! We Nach einem niederländeschen Dankgebet. We inbr 381 dem N Mel.: Wir treten zum Beten vor Gott, den Gerechten(Nr. 380) 2 ů Wa ö Wir treten zum Beten Wohl sinnen und spinnen vor Gott, der so mächtig, noch Unheil die Feinde, gewaltig und heilig berücken mit Tücken, We die Kirche regiert, was feige und schwach. We der richtend und rettend, Doch sicher zum Siege von wunderbar und prächtig führet die Gemeinde ö die ö aus Nöten und Verfolgung der Heiland, und durch Kämpfen gibt sie huldreich geführt. bleibt stark sie und wach. und le, vor 1626. echten; er Wir trauen und bauen auf den, der die Seinen in Stürmen beschirmen will gnädig und treu. Anhang 3 Allmächtiger Helfer, wollest uns erscheinen im Dräuen der Gefahren. O Herr, steh uns bei!:• Umdichtung von Nr. 380 auf die Kirche. 38²2 Albert Methfessel, 1813. richt. Er— 2. 2— ö—.—. ...———0—4..in. V— 1— 42—1 14————— i— + Wer ist ein Mann? Wer be⸗ten kann und Gott dem lechten, sein 2.——— — S SI.I..........I..I.I IIIII.. —— e——.—...———..— =E——* ser nicht. Herrn vertraut; wenn al les bricht, er za get nicht. Dem V7—.— .. hten,. ö— n hen— Frommen nim- mer graut, dem Frommen nimmer graut. e. 2 4 ch Kämpfen ach. Wer ist ein Mann? Wer glauben kann inbrünstig, wahr und frei; denn diese Wehr bricht nimmermehr, sie bricht kein Mensch entzwei. 3 Wer ist ein Mann? Wer lieben kann von Herzen fromm und warm; die heilge Glut gibt hohen Mut und stärkt mit Stahl den Arm. Dies ist der Mann, der streiten kann für Weib und liebes Kind; der kalten Brust fehlt Kraft und Lust, und ihre Tat wird Wind. 5 Dies ist der Mann, der sterben kann für Freiheit, Pflicht und Recht; dem frommen Mut deucht alles gut, es geht ihm nimmer schlecht. * 382 Anhang 6 0 Dies ist der Mann, So, deutscher Mann, der sterben kann so, freier Mann, für Gott und Vaterland, mit Gott dem Herrn zum Krieg! er läßt nicht ab Denn Gott allein bis an das Grab kann Helfer sein, mit Herz und Mund und Hand. von Gott kommt Glück und Sieg. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Tod, Gericht und ewiges Leben 383 Karl Voigtländer, Werder 1853. ———— ——— N ———*— Un ⸗ ter Li⸗ lien je ⸗ ner Freuden sollst du 1—— j 2 ꝗ— Tĩ— wei-den, See-⸗le, schwin-ge dich em-por! 0 ..———————— 5 e,———= 42—. IEEENII Als ein Ad ⸗ler flieh be ⸗ hen⸗ de, Je ⸗ su 0 Z——.—.—— ö 2 e,. 5— Hän⸗de öff ⸗ nen schon das Per⸗len-⸗tor. 2 3 Laßt mich gehen, laßt mich laufen Löse, erstgeborner Bruder, zu dem Haufen doch die Ruder derer, die des Lammes Thron meines Schiffleins, laß mich ein nebst dem Chor der Seraphinen in den sichern Friedenshafen schon bedienen zu den Schafen, mit dem reinsten Jubelton. die der Furcht entrücket sein Rahts süßes was! Sollt unden Men, O wi daß n unser Du ke träum und E E Von sie die z truge zum Kriegl k und Sieg. IS1560 eben Berder 1853. — ollst du SWs pfl por! su en ⸗tor. uder, nich ein shafen et se · 383 Anhang 4 6 Nichts soll mir am Herzen kleben, Du hast Sünd und Straf getragen; süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt danieder, meine Glieder werden fröhlich auferstehn. h 0 O wie bald kannst du es machen, Gotteslamm, ich will dich loben daß mit Lachen hier und droben unser Mund erfüllet sei! mit der herzlichsten Begier. Du kannst durch des Todes Türen Du hast dich zum ewgen Leben träumend führen mir gegeben; und machst uns auf einmal frei. hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—17783. 38⁴ Friedrich Burchard Beneken, 1787. SPSPI.I.I I.I I P—3 e, He,=E.,., Wie sie so sanft ruhn, al le die Se=li⸗gen, 2 ö—.— * D* 6——————— 8 beit, die sie in Gott ge-tan, von ih⸗ rer Ar⸗ * ö—— — D. und ih⸗ re Wer ⸗ke sol den ih nen M/ — nach in des e⸗ wi- gen Frie dens Hüt⸗ten. 2 3 Von ihren Augen wischt er die Wenn einst die Stimme wieder Tränen ab, sie auferweckt sie kommen freudig, bringen die des Menschensohnes, die durch die Garben ein, Gräber dringt, die weinend gingen, edlen dann wird, was irdisch und ver⸗ Samen weslich, trugen in Hoffnung, in Lieb und himmlisch und jugendlich auf⸗ Glaͤuben. erstehen. 384 Anhang 4 Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Gott, gebracht Wiese für deine Werke, die du an uns getan: Tod, daß, wie in einem alle sterben, also in einem sie wieder leben. das 9 Samuel David Roller, 1779—1850. 385 Irische Melodie. Tübingen um 1834. E EDE——, ö 2———— Wie Wo fin-det die See-le die Hei-mat, die Ruh, wer —.— doch u ö 5 x ö—. +————— n . deckt sie mit schü tzen den Fit-ti chen zu? Ach W V 6— 5ESIEIBI 6 D.. DiDi wen . GSSEESEEIII V, + bie⸗tet die Welt kei- ne Frei-statt uns an, wo den l —— ö —865—65 ö 5 ö— und ————— 2———— 1 Süm ⸗de nicht herr-schen, nicht an-fech-ten kann? W—. 8 ö — 1— 2 SEEPP Wie! Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, die des e und, —— 2E ö—.—5——..———... V ö ö 22 ö ö ö— uns f 5—8 85355——— f Hei⸗mat der See⸗ le ist dro ⸗ ben im Licht. W nn 2 Verlasset die Erde, die Heimat ist dieses die Heimat der Seele, und zu sehn, der Braut? a 6 die Heimat der Seele, so herrlich, ½ Ja, ja dieses allein 2 so schön! kann Ruhplatz und Heimat der ein Le Jerusalem droben, von Golde erbaut, Seele nur sein. racht er, 1779—1850. ngen um 1834. I —— A ns an, wo ten kann? at der Seele, der Brautꝰ allein 5 Heimat de le nur sein. Anhang 88⁵5 Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! bewillkommt die Seele mit süßem Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang Gesang. „ Ruh, Ruh„ himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Franz Ludwig Jörgens, 1792—1837. 38 Mel.: O selig Haus, wo man dich aufgenommen(Nr. 376) 1 Wie wird uns sein, wenn endlich nach dem schweren, doch nach dem letzten ausgekämpf— ten Streit wir aus der Fremde in die Heimat kehren und einziehn in das Tor der Ewigkeit; wenn wir den letzten Staub von unsern Füßen, den letzten Schweiß vom Angesicht gewischt und in der Nähe sehen und be— grüßen, was oft den Mut im Pilgertal erfrischtl 2 Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lichtes übergossen stehn und, o der Wonne, dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn; wenn wir, durch keinen Makel ausgeschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein, als Himmelsbürger, Gottes Haus⸗ genossen, eintreten dürfen in der Selgen Reihn! 3 Wie wird uns sein, wenn wir mit Beben lauschen dem höhern Chor, der uns ent⸗ gegentönt; wenn goldne Harfen durch den Himmel rauschen das Lob des Lammes, das die Welt versöhnt; wenn weit und breit die heilge Gottesstätte vom Hallelujah der Erlösten schallt, und dort der heilge Weihrauch der Gebete empor zum Thron des Allerhöch— sten wallt! 4 Wie wird uns sein, wenn nun dem Liebeszuge zu dem, der uns den Himmel aufgetan, mit ungehaltnem, sehnsuchtsvollem Fluge die frei gewordne Seele folgen kann; wenn nun vom Aug des Glaubens lichte Hülle wie Nebel vor der Morgensonne fällt, und wir den Sohn in seiner ö Gottesfülle erblicken auf dem Thron als Herrn der Welt! Deutsches evang. Gesangbuch f. d. Schutzgebiete. 2⁵ 2 Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht dastehend an des Gottesthrones Stufen, ihm schauen in sein gnädig Ange— sicht, die Augen sehn, die einst von Tränen flossen um Menschennot und Herzens— härtigkeit, die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit! 6 Wie wird uns sein, wenn durch die Himmelsräume wir Hand in Hand mit Selgen uns ergehn, am Strom des Lebens, wo die Lebensbäume frisch wie am dritten Schöpfungs— tage wehn; da, wo in ewger Jugend nichts veraltet, nicht mehr die Zeit mit scharfem Zahne nagt; da, wo kein Auge bricht, kein Herz erkaltet, kein Leid, kein Schmerz, kein Tod die Seelen plagt! Anhang . Wie wird uns sein, wenn jeder Blick zur Erde, ins dunkle Tal, das uns zu Füßen liegt, und jeder Blick auf jegliche Be— schwerde, die wir, im Glauben wallend, einst besiegt, die Herrlichkeit des Himmels uns verkläret und den Genuß des Friedens selger macht, die Freude würzet und die Liebe nähret zu dem, der herrlich uns hindurch— gebracht! 8 Wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen, kein Ohr gehört, kein Menschen— sinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan— geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzu— kommen, wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert. Philipp Spitta, 1601—1859. Afs fis R Süßes Sonne, o wan daß ich schau d Ach wi st der Hätt id heute n nn jeder Erde, zu Füßen liegt, liche Be⸗ hwerde, hallend, besiegt, imels uns erkläret riedens macht, die Liebe nähret hindurch⸗ ebracht! was kein gesehen, Menschen⸗ mpfand, „witd an schehen, ins gelobte Land. fad hinan⸗ ommen! Schweißes wert, xt anzu⸗ kommen/ stehn, der beschert. 1501-1550 387 Karl Voigtländer, Werder 1853. 2—.— — é—— 122 Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich **— ö 8 HI 2 E — Je⸗sum mö⸗ ge sehn; mei- ne Seel ist voll Ver— 0 r een, d, en. * in lan gen ihn auf wig zu um⸗ 2 S. ——— 2 E L 1 — 7 7 2 ö 1 fan gen und vor sei nem Thron zu stehn. 2 4 Süßes Licht, süßes Licht, o wann werd ich dahin kommen, Wie wirds sein, wie wirds sein, Sonne, die durch Wolken bricht, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht! 3 Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. — Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Unter deinen Lebensbäumen wirds uns sein, als ob wir träumen; bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Knak. 1806-1878. 4——...—— Verzeichnis der Melodien Verzeichnis der Melodien mit den Nummern der Lieder, zu denen sie gehören. Ach Gott und Herr 72, 143. Ach Gott, verlaß mich nicht 229, 290. Ach Gott, vom Himmel sieh darein 89 Ach was bin ich, mein Erretter 180. Ach was soll ich Sünder machen 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig 324. Allein Gott in der Höh sei Ehr 69, 86, 252. Allein zu dir, Herr Jesu Christ 141. Alle Jahre wieder 350. Alle Menschen müssen sterben(gdur, 1651) 73, 74, 257, 326. Alle Menschen müssen sterben(odur, 1678) 127, 326. Alles ist an Gottes Segen 107, 190, 193, 226, 228, 340. An Wasserflüssen Babylon 44, 137. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden 63. Auf diesen Tag bedenken wir 69. Auferstehn, ja auferstehn wirst du 338. Auf meinen lieben Gott 146, 217. Aus meines Herzens Grunde 3, 4, 20, 139, 189, 263. Aus tiefer Not schrei ich zu dir (odur, 1524) 140. Aus tiefer Not schrei ich zu dir (gdur, 1525) 136, 140, 142, 214. Befiehl du deine Wege 218. Christe, du Lamm Gottes 36. Christ fuhr gen Himmel 68. Christ ist erstanden 56. Christ lag in Todesbanden 57. Christus der ist mein Leben 66, 100, 237, 314, 358. Christus, der uns selig macht 35, 49. Da Christus geboren war 99. Dein König kommt in niedern Hüllen 9. Der am Kreuz ist meine Liebe 39, 47. Der beste Freund ist in dem Himmel 362. Der lieben Sonne Licht und Pracht 281, 336. Der Mond ist aufgegangen 373, 379. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe 283. Die güldne Sonne 267. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ 359. Die Tugend wird durchs Kreuz ge⸗ übet 207, 261. Die Wollust dieser Welt 271. Dir, dir, Jehova, will ich singen 104, 170. Du lieber, heilger, frommer Christ 349. Einer ist König, Immanuel sieget 93, 106, 172. Ein feste Burg ist unser Gott 90. Eins ist not, ach Herr, dies eine 171. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 91, 96, 276, 294. Hars dich, mein schwacher Geist 322. Errett mich, o mein lieber Herre 109. Erschienen ist der herrlich Tag 17, 59, 60, 61, 117, 293. Erstanden ist der heilge Christ 354. Es glänzet der Christen inwendiges Leben 176. Es ist das Heil uns kommen her 64, 93, 115, 149, 303. Es ist ein Ros entsprungen! 345. Es ist genug 329, 333. Es ist gewißlich an der Zeit 70, 241, 346. Es kennt der Herr die Seinen 360. Es kostet 177, I Es sind! Es wolle Fahre fo Freuet e Fröhlich Geh aus Freud Gelobet Gelobt s⸗ 58. 124,2 Gott ist Gott ist Gott seig Großer! Harre, Herbei, Herr Cl 41, J Herr G. Herr Je 11651 HerrJest 20 1 Herr, nu Herr u en. Liebe 39, m Himmel ind Pracht 13˙3,370. su, bei mir Jesu Chrit Kreuz ge⸗ 27l. ich singen mer Christ nuel sieget Gott. S eine 17l. inem Wort hacher Geist rHerre 100 ch Tag 17, Chrit35. inwendige⸗ ymmen hei ngen! 345⁵. get 0 Zeinen 0 Verzeichnis der Melodien 389 Es kostet viel, ein Christ zu sein Immer muß ich wieder lesen 365. 17½, 178. Es sind doch selig alle die 52. Es wolle Gott uns Rädte sein 92. Fahre fort 103. Freuet euch, ihr Christen alle 14. Fröhlich ·· springen 15. Geh aus, mein Herz, und suche Freud 37⁷. Gelobet seist du, Jesu Christ 10. sei Gott im höchsten Thron Gib dich zufrieden und sei stille 219. Gott des Himmels und der Erden 121, 266. Gott ist getreu 238, 329. Gott ist mein Lied 259. Gott sei gelobet und gebenedeiet 133. Großer Gott, wir loben dich 370. Harre, meine Seele 368. Herbei, o ihr Gläubigen 352. Herr Christ, der einig Gottssohn 41, 167. Herr Gott, dich loben wir 242. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 116, 118, 166, 262, 264, 265, 274. Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht 29, 182, 284. Herr, nun selbst den Wagen halt 94. Herr und Altster deiner Kreuz⸗ gemeine 54, 55. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 162. Herzlich tut mich verlangen 26, 45, 161, 18, 315, 315, 323. Herzliebster Jesu, was hast du ver⸗ brochen 38, 53, 98, 101, 277. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder 179. Himmelan, nur himmelan 194. Ich bete an die Macht der Liebe 188. Ich dank dir schon durch deinen Sohn 273. Ich hab mein Sach Gott heim— gestellt 310, 331, 342. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 160. Ich will dich lieben, meine Stärke 200. Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all 348. 2015 hab ich gehoffet, Herr 209, In die Ferne möcht ich ziehen 357. In dir ist Freude 353. W du hochgebaute Stadt 317. Jesu, meine Freude 231, 287. Jesu, meines Lebens Leben 42,257. Jesus, meine Zuversicht 67, 110, 157, 175, 327, 341. Romn, heiliger Geist, Herre Gott 5. 187, 198, Komm, o komm, du Lebens 81, 201, 332. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 21, 97. Kommt und laßt uns Christum ehren 16, 372. 721 uns den Herren preisen 164, 51. Laßt mich gehn 387. Liebster Jesu, wir sind hier 119, 120, 130. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren 254. Lobe den Herren, o meine Seele 258. Lobet den Herren, alle, die ihn ehren 268. Lob Gott getrost mit Singen 31, 84, 248, 360. Lobt froh den Herrn 371. 5 Gott, ihr Christen, allzugleich Geist des Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt 163. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit 1. Meinen Jesum laß ich nicht 8, 25, 32, 147, 184, 197, 232. Mein Herzens-⸗Jesu, meine Lust 196, 235, 253, 260. Mein Jesu, dem die Seraphinen 105. Mein Schöpfer, steh mir bei 132. Mit Fried und Freud fahr ich dahin 304. Verzeichnis der Melodien Mit meinem Gott geh ich zur Ruh] O Welt, ich muß dich lassen 46, 278. 223, 240, 280, 286, 288, 289, 301, Mitten wir im Leben sind 305. 307, 325, 335. Morgenglanz der Ewigkeit 270. O wie selig seid ihr doch, ihr Müde bin ich, geh zur Ruh 375. Frommen 319. Nun bitten wir den heiligen Geist Ringe recht, wenn Gottes Gnade 76, 206. 18, 173, 191, 234. Nun danket alle Gott 87, 245, 300. Schmücke dich, o liebe Seele 126, Nun danket all und bringet Ehr 135, 138, 186, 275. 249, 250. Schönster Herr Jesu 361. Nun freut euch, lieben Christen Schwing dich auf zu deinem Gott gmein 62, 148. 221, 272. Nun komm, der Heiden Heiland 7, Seelenbräutigam 202, 204, 205. IX. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 165. Nun lasset, uns den Leib Vegrahn So führst du doch recht selig, Herr, 40, 306. die Deinen 230. Nun laßt uns Gott, dem Herren Sollt es gleich bisweilen scheinen?25. 24, 134, 244, 269. So nimm denn meine Hände 369, Nun lob, mein Seel, den Herren 374. 243, 247, 299. Stille Nacht 351. Nun preiset alle 246, 339. Straf mich nicht in deinem Zorn Nun sich der Tag geendet hat 282. 174, 192. Nun singet und seid froh 344. Tochter Zion 343. O daß ich tausend Zungen hätte Triumphiere, Gottes Stadt 111. 18, 131, 151, 153, 155, 156, 199, Unser Herrscher, unser König 23, 256, 285, 297. 30, 122, 125. O du fröhliche 347. Unter Lilien jener Freuden 383. O du Liebe meiner Liebe(gmoll, Valet will ich dir geben 5, 28, 65, 1684) 50. 112, 150, 158, 248, 312, 334. O du Liebe meiner Liebe(gdur, Vater unser im Himmelreich 144, 1740) 50, 108, 124, 208. 145, 159, 215, 309. O Durchbrecher aller Bande 83, Verleih uns Frieden gnädiglich 298. 124, 169. Vom Himmel hoch da komm ich her O Ewigkeit, du Donnerwort 321, 11, 12, 17, 19, 22. 328. Von Gott will ich nicht lassen 6, 213. Gott, der du ein Heerfürst bist Wachet auf, ruft uns die Stimme O 183, 318. 113, 114, 181, 5I. O Gott, du frommer Gott 271, 290. Warum sollt ich mich denn grämen O heiliger Geist, o heiliger Gott 80. 15, 222. 355. Was Gott tut, das ist wohlgetan O Jesu Christ, meins Lebens Licht 227, 239. 37, 48, 320. Was macht ihr, daß ihr weinet 296. O Jesu, meine Sonne 366. Was mein Gott will, das gscheh O Lamm Gottes, unschuldig 34. allzeit 129, 210, 212, 220. O selig Haus, wo man dich auf⸗ Weil ich Jesu Schäflein bin 363. genommen 376, 386. Wenn ich ihn nur habe 364. Ostern, Ostern, Frühlingswehen Wenn meine Sünd mich kränken 41. 356. Wenn mein Stündlein vorhanden ist O Traurigkeit 43, 51. 308. Venn w 156,2 Verdeen 279. Ver ist Ver nur gmol Ver nur (edur, 330. Ver wei 330. Wie mit Wie nae 236, Wie schä 27,7 Wie sie Albert, Allend ssen 46, 389,30l. doch, iht 5 Gnade eele 126, em Gott 04, 205. önig 165. lig, Herr, einen?25, ände 369, sem Zorn adt 1III. König 25, den 383. 5, W, 65 12, 394. reich 144, nm ich her sen 6, 20. eStimme nn grämen wohlgetan Verzeichnis der Melodien 391 Wenn wir in höchsten Nöten sein Wie soll ich dich empfangen 5. 154, 211, 216, 294. Wie wohl ist mir, o Freund der Werde munter, mein Gemüte 78, Seelen 185, 203, 337. 279. Wir glauben all an einen Gott, Wer ist ein Mann 382. Schöpfer 85. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wir glauben all an einen Gott, gmoll, 1657) 224. Vater 88. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wir pflügen und wir streuen 378. (odur, 4690) 131, 224, 233, 297, Wir treten zum Beten 380, 381. 330. Wo findet die Seele die Heimat, Wer weiß, wie nahe mir mein Ende die Ruh 385. 330. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wie mit grimmgem Unverstand 367. 93, 95. Wie nach einer Wasserquelle 168, Wort des höchsten Mundes 82. 236, 302, 316. Wunderbarer König 123, 152, 255. Wie schön leuchtet der Morgenstern Zeuch ein zu deinen Toren 79. 27, 71, 77, 195, 292, 295. Zion klagt mit Angst und Schmerzen Wie sie so sanft ruhn 384. 102. Verzeichnis der Liederdichter. Albert, Heinrich, 16041651: 266. v. Bogatzty, Karl Heinrich, 1690 Allendorf, Johann Ludw. Konr., 1774: 104. 185. 1693—1773: 33. 105. 106. 383. Burmeister, Franz Joachim, 1633 Altenburg, Michael, 1584—1640:—1672: 329. 97. Claudius, Matthias, 1740—1815: Arends, Wilh. Erasmus, 1677— 373. 378. 1721: 181. Clausnitzer, Tobias, 1618—1684: Arndt, Ernst Moritz, 1769—1860: 88. 119. 20. 139. 158. 341. 349. 382. Crasselius, Bartholomäus, 1667— Arnold, Gottfried, 1666—1714: 1724: 170. 169. 230. Dach, Simon, 1605—1659: 318.319. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, Decius, Nikolaus, 1541: 86. 1774—1841: 111. Denicke, David, 1603—1680: 115. Behm, Martin, 1557—1622: 28. Deßler, Wolfg. Cristoph, 1660— 264. 265. 1722: 203. Betichius, Johann, 1650—1722: Drese, Adam, 1620—1701: 202. 293. Eber, Paul, 1511—1569: 211. Bienemann, Kaspar, 1540—1591::309. 214. Falk, Johannes Daniel, 1768— v. Birten, Sigismund, 1626—1681: 1826: 347.367. 49, 164. Fischer, Christoph, f 1600: 37. 392 Verzeichnis der Liederdichter Fleming, Paul, 1609—1640: 223. 5135 Johann, 1618—-1677: 31. 135. 198. 300. 5 Michael, 1609—1667: 129. Frana, Salomo, 1659—1725: 51.229. Franz, Agnes, 1794—1843: 374. Freylinghausen, JohannAnastasius, 1670—1739: 204. Freystein. Johann Burchard, 1671 —1718: 174. Funcke, Friedrich, 1642—1699: 72 Garve, Karl Bernhard, 1763—1841: 157. Gedicke, Lambert, 1683—1735:235. Gellert, Christian Fürchtegott, 1715 769 19. 53. 67. 137. 239. 240. 259—261. 273. 289. Gerhardt, Paul, 16071676: 5. 15. 16. 17. 24. 44—47. 63. 78. 79. 150. 218—222. 248— 251. 267— 269. 280. 291. 292. 299. 322. 323. 346. 377. Justus, 1601—1673: 41. Geßuer, Georg, 1765—1843: 371. Gotter, Ludwig Andres, 1661— 1735: 167. 168. 257. 87⁴4 Johann, 1487—1541: 43. Gregor, Christian, 1723—1801: 206. 3220.0 Andreas, 1616—1664: 25. Günther, Cyriacus,1650—1704: 355. v. Hardenberg, Friedrich, 1772— 1801: 207. 364. Hartmann, Thomas, um 1604: 60. Harttmann, Karl Friedrich, 1743— 1815: 340. v. 359 Julie, 1826—1901: v. Hapn, Luise, 1724—-1782: 363. Heermann, Johann, 1585—1647: 29. 38. 39. 61. 98. 99. 145. 146. 195. 275. 290. Hey, Wilh., 1789—1854: 350. Held, Heinrich, 1620—1659: 7. 81. Helmbold, Ludwig, 1532—-1598: 213. 244. Hensel, Luise, 1798— 1876: 365. 37⁵ Herberger, Valerius, 1562—1627: 312. Herbert, Petrus, 1571. 277. Herman, Nikolaus, 1561: 13. 59. 262. 276. 308. Hermes, Johann Timotheus, 1738 —1821: 339. Herrmann, Johann Gottfried, 1707 —1791: 155. Herrnschmidt, Johann Daniel, 1675 —1723: 234. 258. Herzog, Johann Friedrich, 1647— 1699: 282. Heunisch, Caspar, 1620—1690: 328. Hiller, Philipp Friedrich, 1699— 1769: 153. 190. 237. Hoffmann, Gottfried, 1658—1712: 333. Homburg, Ernst Christoph, 1605— 1681: 2. 42. 71. Hubert, Konrad, 1507—1577: 141. Hülsemann, Wilhelm, 1781—1865: 302. Ludwig, 1792—1837: 85. Jonas, Justus, 1493—1555: 95. Keimann, Christian, 1607-1662: 14. 197. Klopstock, Friedrich Gottl., 1724— 1803: 126. 338. Knak, Gustav F. L., 1806—1878: 114. 387. Knapp, Albert, 1798—1864: 55. 112. 113. Knoll, Christoph, 1563—1621: 313. Knorr v. Rosenroth, Christian 1636 —1689: 270. Kögel, Rudolf, 1829—1896: 128. 2 Jonathan, 1701—1762: 125. Krummacher, Friedrich Adolf, 1767 —1845: 110. 379. Johann Sigismund, 1700 —1779: 337. Lampe, Friedrich Adolf, 1683— 1729: 183. Lange, Joachim, 1670—1744: 271. —6— Laurent 64. 33 Lavater, 1801: Leon, I Liebichs Lindeme nach 1 Löscher, 1749: v. Löwe 1594— Luther, 12. 5⁷ 140.WJ Magdeb 22. Meutzer, Mehfart —164. Mohr, Moller, 21⁵.. Nachten 16²⁴ Neande 165. Neumar 121. Neuma Neumei 876: 365, 216²7: .277. I: 13. 59. Eeus, 1738 ried, I70/ miel,1675 9. 1647— 1690:328. h, 1699— 8—1712: 0. 1605— 1577: 14l. 818⁰5: 92—1837: 555: 95. 07—1662: 1, 17²⁴ 06—18⁷⁵ 1864: 55. 1621.3183 stian 1600 896: 125 O170² oolf, I0l und, I500 , 168³H½ 44.N Verzeichnis der Liederdichter ö 393 Laurenti, Laurentius, 1660—1722: 64. 334. Lavater, Johann Caspar, 1741— 1801: 193. Leon, Johann, 1 1597: 310. 315. Liebich, Ehrenfried, 1713-1780:238. Lindemann, Joh., um 1550 bis nach 1634: 353. Löscher, Valentin Ernst, 1673— 1749: 52. v. Löwenstern, Matthäus Apelles, 1594—1648: 101. 246. Luther, Martin, 1483—1546: 10— 12. 57. 75. 76. 85. 89—93. 133. 140. 148. 159. 242. 298. 304. 305. 29202— Joachim, 1525—-1583: Menter, Johann, 1658 I734: 256. Meyfart, Johann Matthäus, 1590 —1642: 317. Mohr, Josef, 1792—1848: 351. Moller, Martin, 1547—1606: 144. 215. 216. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, 1624—1685: 18. Neander, Joachim, 1650—1680: 165. 254. 255. 283. 331. Neumann, Kaspar, 1648—1715: 121. 27. Neumark, Georg, 1621—1681: 224. Neumeister, Erdmann, 1671—1756: 32. 147. 285. Neuß, Heinrich Georg, 1654—1716: 166 Nicolai, Philipp, 1556—1608: 27. 311. Olearius, Johann, 1611—1684: 48. 87. 117. 118. Pauli, Joachim, 1636—1708: 102. v. Pfeil, Christoph Karl Ludwig, 1712—1784: 192. 294. Preiswerk, Samuel, 1799—1871: 359. Räder, Friedrich, 1815—1872: 368. Rambach, Johann Jakob, 1693— 1735: 78. 13T. 1332. 152. 186. Reuß, Eleonore, Fürstin, 1835— 1903: 26. Reußner, Adam, 1496—1575: 209. Richter, Christian Friedrich, 1676— 1711: 176—180. Rinckart, Martin, 1586— 1649: 245. Ringwald, Bartholomäus, 1530 1599: 142. Rist, Johann, 1607—1667: 4. 23. 30. 43. 134. 247. 279. 321. 2 2097 Samuel, 1649—1708: Roller, Samuel David, 1850: 384. Rothe, Johann Andreas, 1758: 151. 335. Rückert, Friedrich, 17881866: 9. 18 Johann Friedrich, 1708: 1770— 1688— Eachse, Christian Friedrich Heinrich, 1785—1860: 342. Schade, Johann Ka aspar, 1666— 1698: 231. Schalling, Martin, 1532—1608:162. Scheffler, Johann, 1624—1677: 163. 199—201. Scheidt, Christian Ludwig, 1709— 1761: 156. Scheuck, Heinrich Theobald, 1656— 1727 332. Schenk, 120. v. Schenkendorf, Max, 1783—1817: 21. 356. 357. Schirmer, Michael, 1606—1673: 3. . v. 24900 Christoph, 1768—1854: Hartmann, 1634—1681: Echmidt, Johann Eusebius, 1669— 1745: 103. Schmolck, Benjamin, 1672—1737: 8. 25. 65. 66. 82. 122. 130. 175. 233. 286. 287. 301. 362. Schöner,—643 Gottfried, 1749— 1818: 194. Schröder, Johann Heinrich, 1667— 1699: 171. 172. n Johann Jakob, 1640—1690: v. Schwarzburg⸗Rubolscadt Amilie Juliane, 1637—1706: 252. 330. Seriver, Christian, 1629—1693: 281. — IFF——II—— 39⁴4 Verzeichnis der Liederdichter Selnecker, Nikolaus, 1530—1592: 96. 161. v. Senitz, Elisabeth, 1629—1679: 50. Siegfried, Johann, 1564—1637:315. Gottlieb, Wetzel, Friedrich Gottlieb, 1779— Spangenberg, August 1704—1792: 191. Speratus, Paul, 1484—1551: 149. Spitta, Philipp, 1801—1859: 83. 84. 208. 241. 295. 296. 360. 366. 376. 386. Stegmann, Josua, 1588—1632: 100. Stip, Gerhard, 1809—1882: 372. Stockfleth, Heinrich Arnold, 1643 —1708: 226. Sturm, Julius, 1816—1896: 303. Tersteegen, Gerhard, 1697—1769: 74. 107. 123. 187—189. 288. Thilo, Valentin, 1607—1662: 6. Titius, Christoph, 1641—1703: 225. Wegelin, Josua, 1604 1640: 70. Weiße, Michael, T1534: 35. 58. 306. Weissel, Georg, 1590—1635: 1.196. Werner, Georg, 1589—1643: 40. 1819: 358. Winckler, Johann Josef, 1670— 1722: 173. 232. Wolf, Jakob Gabriel, 1684—1754: 184. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725 I.2/. 138. v. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig, Graf, 1700—1760: 108. 124, 154. 205. 336. v. Zinzendorf, Christian Renatus, Graf, 1727—1752: 54. Zwick, Johannes, 1496—1542: 69. Zwingli, Huldreich, 1484—1531: 94. Lieder unbekannter Dichter. 13. Jahrhundert: 56. 15. Jahrhundert: 68. 354. 1529: 160. 1531: 34. 1533: 36. 1537: 274. um 1554: 210. um 1555: 307. 1568: 22. 1589: 263. 1597: 278. 1599: 345. 1607: 217. 1609: 314. 1613: 143. 1620: 316. vor 1626: 380. 1638: 154. 320. 1646: 344. 1648: 116. 1651(7 1655): 80. 1652: 326. 1653: 327. 1674: 284. 1676: 228. 1677: 361. 1705: 236. 1713: 136. 1734: 272. 1779: 370. 1818: 109. 19. Jahrhundert: 343. 352. 381. Verzeichnis der Lieder. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Ehrit 96 Ach bleib mit deiner Gnade 100 AchGott, wie manches Herzeleid 215 Ach Gott und Herrr 143 Ach Gott, verlaß mich nicht„ 229 Nr. Ach Gott vom Himmel, sieh Darein:: Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 206 Nr. ————————— Ach sagt und e Uch wie Ach wur Alle Ja Allein E Allein z Alle Me Alles ist Allgenu Auf, au Auf, a Freuẽ Auf Chr Auf die Auferste du. Auf Go Rat Auf M Aus 0 werd Aus m Aus tie Befiehl Bei dir Betger Bis hi⸗ brad Brich licht Christ Christ Ma Christ Christe Kre Christe Christi Christs Das Das i Das“ Das w Das Got Dein! Hüll 640: 70. „58. 306. 5.I.196, 43: 40. „7⁰ 1670— —1754: ieb, 17²⁵ Ludwig, 124, 154. Renatus, 1542: 69. 1531:94. 52. 38l. Ach sagt mir nichts von Gold und Schäben Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ach wundergroßer Siegesheld Alle Jahre wieder Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen.. Allgenugsam Wesen Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Herz, mit GFrerdern:: Auf Christi Himmelfahrt allein Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn wirst u Auf Gott und nicht auf meinen Rat Auf meinen lieben Gott.... Aus Gnaden soll ich selig werden Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu dir Befiehl du deine Wege.... Bei dir, Jesu, will ich bleiben Betgemeinde, heilge dich.. Bis hierher hat mich Gott ge— bracht Brich an, du schönes Morgen⸗ licht Das is,ttt Christ fuhr gen Himmel... Christ ist erstanden von der Marter Christ lag in Todesbanden.. Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine Christe, du Lamm Gottes... Christi Blut und Gerechtigkeit Christus, der ist mein Leben. Das alte Jahr vergangen ist Das ist eine selge Stunde. Das Jahr geht still zu Ende Das walte Gott, der helfen kann Das walt Gott Vater und Gott Sohn Dein König kommt in niedern Oulen Verzeichnis der Lieder Nr. Dein Wort, o Herr, bringt uns Zusammen 10⁵ Der beste Freund ist in dem Wünimell 36²2 Der du, Herr Jesu, Ruh und Aaüst 40 Der du zum Heil erschienen 112 Der heilge Christ ist kommen 20 Der lieben Sonne Licht und Nrch 281 Der Mond ist aufgegangen.. 373 Der Sabbat ist vergangen.. 286 Der Tag ist hin, mein Jesu bei mir bleibe 283 Die Christen gehn von Ort zu D 336 Die Gnade sei mit allen... 237 Die güldne Sonne 267 Die helle Sonn leucht jetzt Hersur 262 Die Herrlichkeit der Erden.. 325 Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen 277 Die Sach ist dein, Herr Jesu Shrist 359 Die wir uns allhier beisammen finden · 5⁴4 Dies ist der Tag, den Gott ge— ändcht 19 Dies ist die Nacht, da mir er⸗ schienen 18 Dir, dir, Jehova, will ich singen 170 Du bist zwar mein und blei⸗ best Meiim 32²2 Du lieber, heilger, frommer Shriit 349 Du meine Seele, singge. 248 Eine Herde und ein Hirt... 110 Einer ist König, Immanuel eset 106 Einer ists, an dem wir hangen 113 Eines wünsch ich mir vor allem audern 5⁵ Ein feste Burg ist unser Gott 90 Ein Haupt hast du dem Volk gesandt 303 Ein Lämmlein geht und trägt die Schud 44 396 Ein reines Herz, Herr, schaff in mür Ele Endlich bricht der heiße Tiegel Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Ermuntert euch, ihr Frommen Erneure mich, o ewigs Licht Erschienen ist der herrlich Tag Erstanden ist der heilge Christ Es glänzet der Christen in⸗ wendiges Leben Es ist das Heil uns kommen Es ist ein Ros entsprungen. Es ist genug! So nimm, Herr, meinen Geist. Es ist nicht schwer, ein Christ Verzeichnis Nr. der Lieder Gib dich zufrieden und sei stille 166 Gott des Himmels und der 60 i 178 Es ist noch eine Ruh vor⸗ händen 337 Es kennt der Herr die Seinen Es kostet viel, ein Christ zu sein Es wolle Gott uns gnädig sein Hahre sfort Fang dein Werk mit Jesu an Fortgekämpft und fortge⸗ Tinge Freu dich sehr, o meine Seele? Freuet euch, ihr Christen alle Fröhlich soll mein Herze swringen Früh am Morgen Jesus gehet Frühmorgens, da die Sonn Aisaeht Geh aus, mein Herz, und suche Frend Geht hin, ihr gläubigen Ge⸗ Danten Geht nun hin und grabt mein Gra Geist des Glaubens, Geist der Stöor Gelobet sei der Herr, mein Gott Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Thron 341 83 87 10 Lrdöen Gott ist gegenwärtig....... Gott ist getreu, sein Herz, sein Daterhers Gott ist mein Lied Gott Lob, der Sonntag kommt Herbei Gottlob, nun ist erschollen.. Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und gebene— Deie Gott wills machen, daß die Sache Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir loben dich Großer Mittler, der zur ASchten Hallelujah, schöner Morgen.. Harre, meine Seele Heilge Einfalt, Gnadenwunder Herbei, o ihr Gläubigen.... Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du mir das Leben Herr Gott, dich loben wir, Berr Gott Herr Gott, dich loben wir, Tenier Herr, höre, Herr, erhöre Herr Jesu Christ, dein teures Dlüte Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du... sieh doch Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du... wir kommen. Herr Jesu Christ, wahr Mensch And Cort Herr Jesu, Gnadensonne... Herr Jesu, Licht der Heiden Sal nun selbst den Wagen Hl Herr, ö öffne mir die Herzens⸗ Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken Herr, u schan Herr, mit Herzlic Herzlic Herzlie verb Herz sami Hier l dir Hilf,L Not Hilf, Himm Himm Hinun Hirte Hosiar in Hüter, Sür Ich bet Ich bi Ich b Nan Ich b Ma Mr. tille 219 der 266 125 238 259 . 209 elt 7 . 135 die 2 iten 121 dich 370 zur ö Herr, unser Gott, laß nicht zu⸗ schanden werden Herr, wie du willst, so schicks Aiuitui Herzlich lieb hab ich dich, o Herr Herzlich tut mich verlangen. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen Herz und Herz vereint zu⸗ sammmen Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder Hüter, Süunden Ich bete an die Macht der Liebe Ich bin ein Gast auf Erden. Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Ich geh zu deinem Grabe. Ich grüße dich am Kreuzes⸗ stamm Ich habe nun den Grund ge— funden 5 Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ich hab in guten Stunden.. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ gestellt Ich hab mich Gott ergeben Ich hab von ferne ch komme, Herr, und suche dich ch ruf zu dir, Herr Jesu Christ ch singe dir mit Herz und Mund Ich steh an deiner Krippen hier Ich steh in meines Herren Hand Verzeichnis Nr. 98 151 220 240 310 315 339 137 2⁴9 346 241 der Lieder Ich und mein Haus, wir sind bereit Ich weiß, mein Gott, daß all Rieit n Ich weiß, woran ich glaube. Ich will dich lieben, meine Stärke Ihr Kinderlein, kommet..... Immer muß ich wieder lesen In allen meinen Taten In Christi Wunden schlaf ich ein In dich hab ich gehoffet, Herr In die Ferne möcht ich ziehen In dir ist Freude Ist Gott für mich, so trete Je größer Kreuz, je näher Himmel Jerusalem, Stadt Jesu, deine Passion Jesu, deine tiefen Wunden.. Jesu, der du bist alleine... Jesu, geh voran Jesu, großer Wunderstern... Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens Jesu, meine Freude Jesu, meines Lebens Leben du hochgebaute Jesus Christus herrscht als Kbnig Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht... Jesus nimmt die Sünder an Jesus soll die Losung sein.. König, dem kein König gleichet Komm, heiliger Geist, Herre Gott Komm, mein Herz, in Jesu Leiden Komm, o komm, du Geist des der Heiden Kommt her, ihr seid geladen Kommt, Kinder, laßt uns gehen 317 49 39 107 20⁵ 32 172 198 42 190 33 67 327 147 25 186 ——— ———————— 398 Verzeichnis Kommt und laßt uns Christum Ehre Lasset uns mit Jesu ziehen. Laß mich dein sein und bleiben Laßt mich gehͤn 5 Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jesu, wir sind hier, veiem Liebster Jesu, wir sind hier, Oi Lobe den Herren, den mäch⸗ tigen König der Ehren... Lobe den Herren, o meine SEEE Lobet den Herren alle, die ihn S59ore Sobt froh den Herrn Lobt Gott, ihr Christen, all⸗ lleich Mache dich, mein Geist, bereit Macht hoch die Tür, die Tor macht weittt Man lobt dich in der Stille. Meinen Jesum laß ich nicht. Mein erst Gefühl sei Preis und Dant Meine Seele senket sich..... Meine Seel ist stille...... Meine Sorgen, Angst und Wüage Mein Leben ist ein Pilgrim⸗ staud Mein schönste Zier und Kleinod Best. Mein Schöpfer, steh mir bei Mir ist Erbarmung wider⸗— saohren: Mir nach, spricht Christus, Auser Heid Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr Dahin Mitten wir im Leben sind.. Morgenglanz der Ewigkeit.. Müde bin ich, geh zur Ruh. Nimm von uns Herr Nun bitten wir den heiligen Geist der Lieder Nun danket alle Gott.... Nun danket all und bringet Ehr Nun freut euch, lieben Christen gieü Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun lasset uns den Leib be⸗ Hrabn Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Berren NPun preiset alle Nun ruhen alle Wälder..... Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet, mein Hers Nun singet und seid froh... O daß doch bald dein Feuer Dreünre O daß ich tausend Zungen Hütte du allersüßte Freude..... du fröhliche du Liebe meiner Liebe. Durchbrecher aller Bande. Ewigkeit, du Donnerwort Ewigkeit, du Freudenwort Gott, du frommer Gott. Gott, von dem wir alles 888898880 O Haupt voll Blut und Cii O heilige Dreifaltigkeit..... O heiliger Geist, o heiliger Hott O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit O hilf, Christe, Gottes Sohn O Jesu Christe, wahres Licht 304 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. 30⁵ O Jesu, meine Sonne 270 O Jesu, meine Wonne Jesu, süßes Licht 144 O König aller Ehren... O komm, du Geist der Wahr⸗ Heit O Lam O selig aufge Ostern, weher O Tod, O Trau O Vate O Belt O Belt O wie Fron Ringe Gnat Rüstet Schaffé linde Schmü Schmü Schönf Schwin Gott Seelen Seele, Sei G Bun Sei Lo Gut Sei m Sieges Sieh, So fü Her So is schlo Sollt schei Sollt „sing So ni So ru So w 5 Got Speis Stark Stille Such, Zie Nr. O Lamm Gottes, unschuldig. 34 O selig Haus, wo man dich aufgenommen 376 Ostern, Ostern, Frühlings⸗ wehenn 356 O Tod, wo ist dein Stachel nun 62 O Traurigkeit, o Herzeleid.. 43 O Vaterherz, o Licht, o Leben 185 O Welt, ich muß dich lassen.. 307 O Welt, sieh hier dein Leben 46 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen 319 Ringe recht, wenn Gottes Guaobeee 3 Rüstet euch, ihr Christenleute 181 Schaffet, schaffet, Menschen⸗— kinder Schmücke dich, o liebe Seele 135 Schmückt das Fest mit Maien 82 Schönster Herr Jesu 361 Schwing dich auf zu deinem ott 221 Seelenbräutigammm. 202 Seele, was ermüdst du dich. 184 Sei Gott getreu, halt seinen Bund ũ„ 129 Sei Lob und Ehr dem höchsten CGuttt 253 Sei mir tausendmal gegrüßet 47 Siegesfürst und Ehrenkönig. 74 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 165 So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen 230 So ist die Woche nun ge— schlossen 28⁵5 Sollt es gleich bisweilen scheinen 22⁵ Sollt ich meinem Gott nicht singenn 251 So nimm denn meine Hände 369 So ruhest du, o meine Ruh. 51 So wahr ich lebe, spricht dein Gottti 14⁵ Speis uns, Vater, deine Kinder 27⁵5 Stark ist meines Jesu Hand 157 Stille Nacht 35¹ Such, wer da will, ein ander 105 Verzeichnis der Lieder Tochter Zion, freue dich.... Treuer Wächter Israel..... 99 Tut mir auf die schöne Pforte 122 Unsern Ausgang segne Gott. 120 Unter Lilien jener Freuden„ 383 Unumschränkte Liebe.... 15²2 Valet will ich dir geben.... 312 Vater, kröne du mit Segen 302 Vater unser im Himmelreich 159 Verleih uns Frieden gnädig⸗ ch 298 Verzage nicht, du Häuflein ien 97 Vom Himmel hoch da komm ich her 11 Vom Himmel kam der Engel Sch 12 Von Gott will ich nicht lassen 213 Wach auf, du Geist der ersten Zeusgen 10⁴4 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin 6⁴ Wach auf, mein Herz, und singe 269 Wachet auf, ruft uns die Stimm•me 311 Wär Gott nicht mit uns diese O 93 Walte, walte nah und fern.„111 Warum sollt ich mich denn grämen 222 Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, es bleibbt 227 Was macht ihr, daß ihr weinet 296 Was mein Gott will, das gschey allzeit 210 Was wär ich ohne dich ge— weien 207 Weil ich Jesu Schäflein bin„ 363 Wenn ich ihn nur habe.... 364 Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht 260 Wenn kleine Himmelserben„335 Wenn meine Sünd mich kränten 41¹ Wenn mein Stündlein vor⸗ handen i 308 Wenn wir in höchsten Nöten 211 enr Gedruckt in der Königlichen Hofbuchdruckerei von E. Berlin SW68, Kochstraße 68— I Mittler& Sohn, 400⁰ Verzeichnis der Lieder Nr. Nr. Werde licht, du Stadt der Wir danken dir, Herr Jesu Heiden 30 Christ, daß du vom Tod er⸗ Werde munter, mein Gemüte 279 standen bist.. 60 Wer Gott vertraut, hat wohl Wir danken Gott für seine Hebaut 212 Gahb nn 274 Wer ist ein Mann? Wer beten Wir glauben all an einen Gott, ätki 382 Schöpferr 85 Wer ist wohl wie du.. 204 Wir glauben all an einen Gott, Wer nur den lieben Gott läßt Daäter 88 alten 224 Wir Menschen sind zu dem, o Wer sind die vor Gottes oit 115 Do 332 Wir pflügen, und wir streuen 378 Wer weiß, wie nahe mir mein Wir singen dir, Immanuel. 17 Ende 330 Wir treten zum Beten vor Wie fleugt dahin der Menschen Gott, den Gerechten..... 380⁰ Heit 331 Wir treten zum Beten vor Wie Gott mich führt, so will Gott, der so mächtig..... 381 ichehm 235 Wo findet die Seele die Wie groß ist des Allmächtgen Heimat, die Ruh.. 385 WSiire 261 Wo Gott der Herr nicht bei uns Wie könnt ich ruhig schlafen. 374 hälllt 9⁵ Wie lieblich ists hienieden... 358Wohlauf, wohlan zum letzten Wie mit grimmgem Unver⸗ Gans 34⁴42 and 367 Wohl einem Haus, da Jesus Wie ruhest du so stille...... 509½ Christ 294 Wie schön ists doch, Herr Jesu Womit soll ich dich wohl Shrüit 292 IoDen 257 Wie schön leuchtet der Morgen— Wo soll ich fliehen hin..... 146 ste 27 Wo willst du hin, weils Abend Wie sie so sanft ruhn 38⁴4 ist 284 Wie soll ich dich empfangen. 5 Wunderanfang, herrlich Ende 226 Wie wird uns sein, wenn end⸗ Wunderbarer König.. 25⁵ lich nach dem schweren... 386 Zeige dich uns ohne Hülle.. 126 Wie wohl ist mir, o Freund Zeuch ein zu deinen Toren. 79 Ber Sesten 203 Zeuch hin, mein Kind... 333 Willkommen, Held im Streite 66 Zeuch uns nach dir....... 72 Wir danken dir, Herr Jesu Zieht in Frieden eure Pfade 114 Christ, daß du für uns ge⸗ Zion, gib dich nur zufrieden. 102 storben bir 37 Zions Stille soll sich breiten. 128 —— die hten 5 28⁴ Ende 226 „ 855 Sohn, COlOUur& Grey Control Chart Cyan Green VOIIOW Red Magenta