——7—1— 2 ——————— ———.— Kirchengesangbuch für den Ausgabe mit Noten. — Berausgegeben vom Ronsistorium zu Cassel unter Mitwirkung des Gesamt⸗Synodal⸗Ausschusses. Cassel, 1920. Waisenhaus-Buchdruckerei. *D—————— 4 C E — 3 ö ö * —2 4 S.— — 1.— Ordnung des Hauptgottesdienstes an gewöhulichen Sonnkagen.“) —————— Gemeinde: Komm, heiliger Geist oder ein anderes passendes Eingangslied. Pfarrer: Eingangsspruch. 5 32635 19 jetzt und im⸗mer⸗dar, und von E⸗wig⸗ *0 T Diesell be gilt im wesentlichen auch für den Gottes dienst an Fest⸗ und Feiertagen. —— dich —— bar⸗ me Chri⸗ste, er Herr, er rm⸗ dich Pfarrer: Gnadenverkündigung mit„Ehre sei Gott in der Höhe“. Gemeinde: —— und n in lzschen ein wohl Mer [Statt dessen kaun an Festtagen der Chor mit dem großen„Gloria“ eintreten.) 171.W4 121. + i Pfurrer: Der Herr sei mit euch. Gemeinde: 2 .——— SPSPSPIPIPIPIII........ Und mit dei-nem Gei ⸗ste. Pfarrer: Gebet. Gemeinde: ⸗„ men. A? men. pwüfn Saunelen Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren; oder: Ehre sei dir, o Herr; oder: Lob sei dir, o Christe. Gemeinde: S.ee—— ä lu⸗jass— Hal ⸗le⸗ lu⸗ ja! (In der Passionszeit und am Bußtag: Amen.) Pfarrer: Glaubensbekenntnis. Gemeinde: A⸗men, A⸗men, W= men.v) Dieses dreimalige„Amen“ ist auch nach dem Segen der Abendmahlsfeier zu nehmen. Gemeinde: Hauptlied. Pfarrer: Predigt.“) Das allgemeine Kirchen⸗ gebet usw. Gemeinde: Schlußvers. Pfarrer: Gebet, wo es üblich ist. Segen. Gemeinde: A— A⸗men, A⸗men, A⸗ men. *) Nach Schluß der Predigt und vor dem Kanzel⸗ gebet kann ein Liedvers gesungen werden. SDrucd und Verlag deb rrformittten Woifenhaufeß zu Cassel. 2 Ii Verzeichnis der Lieder R. Hieder zum Anfang und Schluß Hottesdienstes 8. Lieder für die gestzeiten de⸗ Kirchenjahres J. Adventk II. Weihnachten III. Neujahr. IV. Epiphanias. V. Passionszeit VI. Ostern VII. Himmelfahrt VIII. Pfingsten IX. Trinitatis X. Kleine Feste C. Cieder von der christlichen Kirche J. Bitte und Trost der Kirche II. Ausbreitung der Kirche III. Kirchweih u. Einführung ben Pfarrern D. Lieder von den Hnadenmitteln I. Wort Gottes II. Taufe und Konfirmalion III. Abendmahl Inhalt. S. VXVI Nr. 1—14 15—139 15—8 23—43 44—52 53—56 57—81 82—104 165—117 118—130 131—134 135—139 140— 169 140—15 15 2 157.— 165 166—169 17⁰0⁰¹ 17⁰017⁵ 176—185 —————— E. Lieder von den Gaben und Wirkungen des heiligen Heistes. NVr. 202—418 I. Buße und Bekehrung 202—225 II. Glaube und Rechtferligung.. 226—243 HI. ODei ili ligung—— ᷣ 1. Wandel im Licht 244266 2. L Liebe 3 GKenß 5. Vertrauen auf Got.„288 4¹8 A. Gebetslieder 88—82 A. Binr 2 b. Lob und Dank.299—318 ö 0. Lieder für besondere Zeiten ö änd• 319—-372 319—333 ‚ 2. Tischlieder. 834—337 3. Abendlieder. 338—352 ö 4. Ehe und Hausstand.⸗ 353—361 ö 5. Obrigteitr&5d 36²2—365 ö 6. Landesnot, Krieg und Friede„386—3698 7. Wetter und Ernte. ⸗ 270—372 B. Kreuz⸗ und Trostliedr⸗ 373—418 5. Lieder von den letzten ZBingen 4¹9—464 ö I. Sterben und Begräbnis 9. 51 I. un kunft Christi, Au dersehunn, Gericht ö ind ewiges Leben„ w452—464 ö G. Anhang geistlicher Lieder 1—43 ö Verzeichnis der en und Episteln. Seite 854 ö Verzeichnis der Liederbichter 2 866—87 V 2 2 2 ** + Verzeichnis der Lieder. 7774 2* RE s der Tieder Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott, in Gnaden von uns wend. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, vom Himmel sieh darein. Ach Gott, wie manches Herzeleid Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein Ach mein Jesu, sieh, ich trete. Ach sagt mir nicht von Gold und Schatzen Ach wie flüchtig, ach wie nichtig. Ach wundergroßer Siegesheld. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben. Alles ist an Gottes n Also hat Gott die W gen. zelt geliebt Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Herz, mit Freuden Auf Christi Himmelfahrt allein Auf diesen Tag bedenken wir. Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott und nicht auf meinen Rat Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not Auf mein Herz! Ein froher Tag Aus Gnaden soll ich selig werden Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Bedenke, Mensch, das Ende Befiehl du deine Wege. Begrabt den Leib in seine Gruft Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bescher uns, Herr, das täglich Brot Bis hieher hat mich Gott gebracht. Verzeichnis der Lieder. Christ, der du bist der helle Lag. Christe, du Be istand deiner freuigemeine Christe, du Lamm Gottes Christ ist erstanden von der Marter' alle. Christ lag in Todes Banden** Christ unser Herr zum Jordan tam hristus der ist mein Leben Das alte Jahr zun zu En 96. Das Jahr geht still zu End Das ist ein teuer wertes Wori Das Leben welkt wie Gras Das liebe neue Jahr geht an Das boalte Gott, der helfen kann Das walt Gott Vater und Gott Sohn Dein König kommt in niedern Hüllen. Dein Wort, o Herr, ist milder Tau Dennoch b leib ich stets an dir. Der am Kreuz ist meine Liebe Der beste Freund ist in dem 3 5 Der du in Todesnächten Der du uns als Vater liebest Der du zum l erschlenen Der Glaub isi eine Zuversicht. Der heilge Christ ist kommen Der Herr, der allerenden. Der Herr ist meine Zuversicht: Der Hölle Pforten sind zerstört Der lieben und Pracht Der Mond is gen Der Pilger aus der Ferne Der Sabbat ist vergangen Der Tag, der ist so freudenr Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe Des Morgens, wenn ich früh aufsteh Dich, mein Jesu, laß ich nicht. Dlie Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen. Die güldne Sonune voll Frend und Wonne! Die helle Sonn leucht jet herfür Die Herrlichkeit der Erden 15— Nacht ist vor der Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ Dies ist der Tag, den Gott Achlent Dies ist die Nacht, da mir erschienen. Die wir uns allhier beisammen sinden Dir, dir Jehovah, will ich singen Verzeichnis der Lieder. Du bist zwar mein und bleibest mein. Du Herr der Seraphinen Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ Du meine Seele, inge Durch Adams Fall 35 ganz verderbt. Durch Trauern und durch Plagen. Du weinest vor Jerusalem. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein Eine Herde und ein Hirrt. Einen guten Kampf hab ich Einer ist König, Immanuel sieget. Einer ists, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir vor allem andern. Ein seste Burg ist unser Gott. Ein Jahr der Sterblichkeit Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Ein neuer Tag, ein neues Leben Ein reines Herz, Herr, schaff in mir Eins ist not!l Ach Herr, dies eine Erhalt uns deine Lehre Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Erhöhter Jesu, Gottes Sohn. Ermuntert euch, ihr Frommen.. Ermuntre dich, mein schwacher Geist Erneure mich, o ewges Licht Erschienen ist der herrlich Tag Es ist das Heil uns kommen her Es ist ein Ros entsprungen ist genüug! Mein matter Sinn genug! So nimm, Herr, meinen Geist st gewißlich an der Zeit 3 ist noch eine Ruh vorhanden s ist vollbracht! Er ist verschieden s wolle Gott uns gnädig sein Ewge Liebe, mein Gemüte. Fang dein Werk mit Jesu an. sreu dich sehr, o meine Seele. Fröhlich soll mein Herze springen Frühmorgens, da die Sonn aufgeht 11 fort, fahre fort, Zion, fahre fort. Zeduld ist euch von nöten Geh aus, mein Herz, und suche Frend Geht nun hin und grabt mein Grab. Geist vom Vater und vom Sohne VIII der Gelobet s Hel Gott 5 Sott der wi Gott des Himn fährt au Uund der ib einen milden getreu onn tag kommt herb e Stund ist kommen ahr 4 Got tlob, di Gottlob, ein Gottlob, nun ist erschollen.. Gott f Dank durch alle Welt Gott Vater, aller Dinge Gru Gott wills machen, daß Großer Gott von alten Großer Gott, wir lobe Großer Mittler, der zur Rechten. Sabe deine. am Herrn. 2* Halleluja! Jaue Hallelu ja, Jc Halleluja, Tod und Hi Hallelu ja, und Ehr Halleluja, x org Halt im Gedächtnis Jes Harre, meine Heiland, dein Men henliebe— Heilig, heilig, heilig ist der Herre Herr, dein herzlie ches Berlangen r, dein Wort, die edle Gabe „der du mir das Leben. „der du v du hast fi alle Sünd „du hast in deinem Reick Herr, du wollst uns vollbereit ten. Herr, es ist von meinem Leben Lieder Erden. e bet! Er löste Wen öll harre des Herrn 5 * Seele, was ver aagst du doch 12** Zebaoth. 2555 hast dein Land. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott!. Herr Gott, dich loben wir, regier, Herr Herr, höre, Herr, erhöre Herr, ich habe mißgehandellt EN Se N aller Gnaden, wir kommen: 194 err Jesu Christ, mein höchstes Guutrtrt. 272 Serr Jesn Christ, wahr Mensch und Gjortt. 430 Herr Jesu, deine Anugst uud Hein 6² Herr Jesu, deiner Glieder Ruhm 23.142 Herr Jesu, dir sei Preis und Dank.. 19⁵ Herr Jesu, Gnadensonne 247 Herr Jesu, Licht der Heidenn 4952 180 Herr, öffne mir die Herzenstürnrr 7 Herr, sei gelobet, dan du hast.. 200 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken* 6³ Herr, unser Got t, laß nicht zu schand den werden. 149 ö Herr, wie du wilis, ⁰ schics mit mir 292 Oerr, win eben Mier vor dir 177 Herzlich lieb hab ich d dich, err 273 Herzlich tut mich verl angen. 43431 ö Herz liebster Zesu, was hast du verbr edochend... 6⁴ Herz und Herz vereint z.* A. 18 Heut triumphieret Gotte— 92 Hilf⸗ Herr Jesu, laß Lellagen 50 Hilf uns, SOerr, in allen Hingen 1568 Himmelan geht unsre Bahn P248 Hin nach oben möcht ich ziehe:... 19 Hinunter ist der Sonne Scheiiin 22 3345 Hirte deiner Schafe. 346 Ver rzeichnis der Lieder. Herr Jesu Christ, dein teures Blut 61 Herr Jesu Christ, d die sch zu uus wend 6 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnguell aller Gnaden, sieh 18 208 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell Hier liege ich zu deinen Füßen 204 ů Sils⸗ Helfer, hilf in Angst und Not!l Du kannst es tun 389 4 Hilf, He Ifer, Ihilf in An gst und Not, erbarm dich mein 388 schster, denk ich an die GJüte. S 209 Höchster Gott, Dir danken wir. 8 chster Trö ster, lomm hernieder 1 Hosianna, Davit Sohu. 14 Hüter, wird die Nas cht der Sünden 3327/ Hze, auser wählt Geschlech 303 t Gott in allen Lauden 40— 93 anchzet, ihr Bimmel, frohlocket ihr 6 ngel. 33* 36 Ich armer Men sch, ich armer Süänder:210 Ich hete an die Macht der Liebe.. A. 20 Ich bin ein Gast auf Erden e 42 Ich bin getauft auf deinen Nan zaeu.,,..178 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Ich 2— an dein Ge Ich freue mich der frohen Zeit Ich freue mich, mein Gott, in dir Ich geh zu beinem Grabe Ich habe Lust zu scheiden Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ich hab in guten Stunden Ich bab mich Gott ergeben. Ich hab von tocne, Herr, deinen Thron erblickt. Ich heb mein Augen sehnli ch auf Ich lomm e, Herr, und suche die Ich laß dich nicht, du mußt me n Eapsidieihen Ich burie vich Und singe Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Ich singe dir mit Herz und Mund Ich steh an deiner Krippe hier Ich sterbe täglich, und mein Leben. und mein Haus, wir sind bereit Ich weiß, an wen ich g lanbe* Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält! Ich will dich lieben, meine Stärke ch Win streben nach dem Leben Ich will von meiner Missetat. Je größer Kreuz, je ni 90 Himmel Jehovah, Herr und Jerusalem, du hochgebe aure Stadi Jesu, deine Passiaan Jesu, deine klefen Wunden Jesu, der du meine Seele Jesu, der du wollen büßen Jesu, frommer Menschenherden Jesu, geh voran** Jesu, großer Wundertern— Jesu, hilf siegen, du Hürsted des Lebens. Jesu, komm voch selbst zu mir Jesu, meine Freude Jesu, meiner Sgeele Leben Jesu, meines Lebens Leben Jesu, sieh mich an in Gnaden Jesus Christus herrscht als König Jesus Christus, unser Heiland Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus lebt, mit ihm auch AIch. Jesus, meine Zuversichht Jesus nimmt die Sünder an. en?/ S'?ede?n??s —2998— A. 22 Verzeichnis der Lieder. Jesus soll die Losung sein Ihr armen Sünder, kommt zuhauf Ihr Christen, rühmt, erhebt und preiset. Ihr Eltern, gute Nacht* Ihr Waisen, weinet nicht In allen meinen Taten In Christi Wunden schlaf ich ein In dich hab ich gehoffet, Herr In Gottes Namen fang ich an Ist Gott für mich, so trete. Komm, du wertes Lösegeld. Komm, heilger Geist, o Schöpfer du Komm, heilger Geist, erfüll die Herzen Komm, heiliger Geist, Herre Gott Komm, o komm, du Geist des Lebens. Kommt, Kinder, laßt uns gehen. Kommt, laßt euch den Herren lehren. König, dem kein König gleichet König Jesu, streite, siege Basset die Kindlein kommen zu mir Lasset mich voll Freuden sprechen Lasset uns mit Jesu ziehen. Laß mich dein sein und bleiben Laßt mich gehn, laßt mich gehn. Laßt uns doch Christo dankbar sein Licht, das in die Well gekommen Licht vom Licht, erleuchte mich Liehe, die du mich zum Bilde Liebster Jenu, hier sind wir Liebster Jesu, wir sind hier Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren Lobe den Herren, o meine Seele. Lobet den Herren, alle Heiden Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich Mache dich, mein Geist, bereit Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Man lobt dich in der Stille Meinen Heiland im Herzen.— Meinen Jesum laß ich nicht Mein erst Gefühl sei Preis und Dank Meine Seele senket sich 2— Meline Seel ist stille** Meine Sorgen, Angst und Plagen der Lieder. Mein Freund ist mein, und ich bin sein Mein ganzer Geist, Gott, wird eutzi ickt Mein Gott, ich klopf an deine Pforte Mein Gott, ich weiß woh 3 ich sterbe Mein Heiland nimenit die Sün der an Mein Herz, gib dich zufrieden Mein Leben ist ein Vi 1Igrir ar Mein lieber Gott, gedenke Mein schönste Zier und K eele, dir das t Erbarmung widerfahren. nach⸗ spricht Christus, unser Held Ernst, 0 See uE 0 Mit ten wir im Morgenglanz der Nimm von uns, Her du treuer Gott. Run bitten wir den heiligen Nun danket alle Gott. Nun danket all und br inget Ehr Nun freut euch, lieben Christen gmein Nun jauchzet, all ihr Fror Nun kommt das neue 2 nirchenjahr Nun lasset uns Gott diret Nun laßt uns Herr⸗ Nun Nun Nun preiset Ale Go Nun ruhen alle Wälder Nun schlaf, mein liebes Kinde lein Nun sich der Tag geendet hat. Zarmherzie dleit. Nun singet und seid froh Nun, so bleibt es sest dadbe w- eöfürstt euer brennte 2 auferstandr ier Sie daß doch bald dei O e O daß ich tausend Zungen e O du allersüßte Freude** O du fröhliche, o du selige*** O du Liebe meiner Liebde O Durchbrecher aller Bande O Ewigkeit, du Donnerworrt O Frliedensfürft Davids Stam. * 0— 18 frommer und getreuer Gorrt O Gott, des gnaͤdenvoller Rat WEEEE* 7174 7 S GGSOSOSe Gott, du frommer Gott Gottes Sohn, Herr Jesu C Gott, von dem wir alles haber großer Gott, du reines Wesen Haupt voll Blut und L Wunden heilger Geist, kehr bei uns eein eilger Geist, laß uns dein Wort lige Oratfanres erhalt uns unsre Horigteit zeilige Dreifa ltigkeit, o hochgelobte Einigkeit, Herr, vor dem sich Erd und Himmel beuget hilf, Ehriste, Gottes Sohn Jesu Chrsste, wahres at ů Zesu Christ, mein schönstes Lich Jesu, du mein Bräutigam Jesu, Herr der Herrlichkeit. Jesu, Jesu, Gottes Sohn meine Wonne „süßes Licht Vönio aller Ehren. König, dessen Majestät' 2 Lamm Gottes, unschuldig selig Haus, wo man dich aufgenommen Istern, Ostern, Frühlingswehen. 2 süßer Star d, o selig Leben O Tag, so schwarz und trübe. Tod, wo ist dein Stachel nun Traur rigteit, o o Herzeleid. Vater der B armherzigkeit Vaterherz, o Licht, o Leben ——— ich muß dich lassen Welt, sieh hier dein Leben Minge recht, wenn Gottes Gnade Rüstet euch, ihr Christenleute. Schaffe in mir, Antt ein reines Herz Schaffet, schaffet, M kenschenkinder Schlage, Jesu, an mein Herz. Schuruche dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Mailen Schönster Herr Jesu, Herrscher aller nennten Schut e die Deinen, die nach dir sich nenne Schwi ing dich auf zu deinem Gott Seelenbrär itigam, Jesn, Gottes Lamm Seele, geh auf Golgatha Seele, sei zufrieden. Seele, was ermüdst du dich fröhlich alles weit getreu bis an das Gott getren, halt sein — K U u, Ehr dem höch Siegesfürste e, Ghrenk Sieh, dein König kon mi zu dir Sieh, hier bin ich, So jemand spri 12 + So ist die Woche nun Hechiose Sollt es gleich bisweilen sche Sollt ich meinem Gott nicht singen So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht d ü Speis uns, Vater, deine Kinder Straf mich nicht in deinem Zorn Such, wer da win, ein ander Zie Sünder, willst du sicher sein Teures Wort aus Gottes Munde Treuer Treuer Wachter Jrirael Tröstet, tröstet, meine Lieben Tut m ir auf die schöne Pforte unsern Ausgang segne Gott. Unsre müden Augenlide ðü/ Unter Lilien jener Freuden** Unumschränkte Liebe, gönne blöden Augen. Balet will ich dir geben Vater, kröne du mit Segen 8 Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden, gnädi iglich 28 Verzage nicht, du Häuflein klein Bor n Him mel hoch, d da komm Ich her Vom Himmel kam der Engel Schar Von des Himmels Thrn Von Gott will ich nicht lassen. Vor G'richt, Herr Zesu, steh ich hie Wach auf, du Geis Wach auf, mein 8 Verz zeichnis der Lieder. Nr. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 463 Bär Gott nicht mit uns diese Zeiit. 163 zarum betrübst du dich. mein Herzz 4i-009 arum sollt ich mich denn grämeeen 4 zrum willst du draußen stehbhen 2⁷ du vor tausend JZahren nn. 32 Gott tut, das ist. wohlgetan 41 Was Gott zufammenfügt ö Was m. Acht ihr, daß ihr welnet A. 33 Was mein Gott tolll, ich gewei allzeiitt 442 Was wär ich ohne dich gewesen. A. 34 Weicht, ihr Verge, fallt, ihr Vügel 24 Weil ich Jesu Schäflein bin. 5 Wenn alle untreu Werdeen A. 36 Wenn ich ihn nur hanen.——..A. 57 Wenn ich, o Schöpfer deine Macht. 6315 Wenn kleine Himmelserben,„ 4650 Wenn meine Sünd mich kränken 80 Wenn mein Stündlein vorhanden istt 443 Wenn wir in höchsten Nöten seinn 239.418 Werde Licht, du Stadt der Heiden 56 Werde munter, mein Gemüte 551 Wer Gott vertraut, hat wohlgebaut Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruahuhh 2685 Wer nur den lieben Gott läßt walten 35 410 Wer sind die vor Gottes Thronne 46064 Wer weiß, wie nahe mir ant Ende 444 Wie bist du mir so innig gut.. 58 Wie fleucht dahin der Menschen Zeit 445 Wie Gott mich führt, so will ich gehn*116 Wie Lönn. des Allmächtgen Güte316 Wie könnt ich ruhig schlarfsrrieun A. 39 Wie lieblich ists hienieden /A. 40 Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ. 6300 Wie ol ie leuchtet der Morgensteen 286 Wie soll ich dich empfangen 28 Wie treu, mein guter Hirte. 22 Wie wird mir dann, mein Heikand, sein 446 Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen* 287 Willkommen, Held im Streite* 10² Wir Christenleut habn jetzund Freud. 42 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist. 81 Wir danken dir, Herr Zesu Christ, daß du gen Himmel fahren bist. 11 Wir danken dir, Herr Seln cyrist⸗ daß du vom rod erstanden bist. danken ‚ Wir singen dir Wo fir idet di. Wo Gott der He r Wohl auf, Wohl e*. ⸗Wo ist* Wollt i** Womit— Wort n 28 Wo so** Wo so** Wo wi Zeuch ein zu deinen Toren 13⁰ Zeuch uns nach dir, so laufen wir Bieh hin, mein Kindd 45⁵¹1 Zieht in Fried Pfade 165 Zion, gib 5⁵ Zion klagt nd Schmerz 156 Zu deinen Füß ge ich, mein Jesur ů 118 Zu Bethlehem geboren ist uns ein Kindelel un. A. 3. +4 . Lieder zum Aufang und Schluß ö ö des Gottesdienstes. ö 4A. Eigene Melodie. Vorreformatorisch— ö—4⁰—....—.—....— Komm,„heiz⸗ ger Geist, er⸗füll die Deraen 2 7 XI in Ein 553—— keit des Glaubens. Halle-lu⸗ 2 Anfang und d Schluß des Gottesdienstes. 1⁰ Eigene Melodie. Beisheim, Organist in Hersfeld, dei⸗ner.—.0 lier Hen Lie der du durch Mannig⸗ 2u.———— E———————....— ————..— faltigkeit der Zu ngen die Völ⸗ ⸗ker der gan⸗z zen EEEEEEE Welt ver⸗ sammelthastiniagkel des Glauben⸗ ——— Hal⸗le⸗lu⸗ a, Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. Alte Kirch 2. Eigene Melodie. Oder: Wunderbarer König. 17 ——————— SS.II. 95— IDDRDDS 1. ist ge⸗gen⸗wär⸗tig, las⸗set uns Gott ist in der Mit⸗ten, al⸗les in 1 12.— — nnig⸗ 180 n —* It er e r, 7 2 ö 2.—.. ö n Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten. Ichwei⸗ge und sich in⸗nigst 11 ihm beu⸗ge. —.—.— er Fr, r,, v e r v. L l. 2.— . 1 1 —— S Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au⸗gen VN — — 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebücket dienen. Heilig, heilig, heilig! ingen ihm zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. err, vernimm Unsre Stimm, Da auch wir Geringen Unser Opfer bringen. 3. Wir sentsagen willig Allen Eitelkeiten, Aller Erdenlust und Freuden. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, Möcht ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen; Möcht ich wie die Engel * 1* **. Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest alles; Laß dein schönes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halten, Laß mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen. 6. Mache mich voll Einfalt, Innig, abgeschieden, Sanfte und in stillem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schauen mag im Geist und Wahrheit, „Laß mein Herz Überwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben. 7. Herr, komm in mir wohnen, Laß mein Geist auf Erden Dir ein Heiligtum noch werden; Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, ö Daß ich stets dich lieb und ehre; Wo ich geh, Sitz und steh, ö Laß mich dich erblicken Und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. — Anfang und Schluß des Gottesdienstes. —* Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. N. Herman. 1560. nntag kommt her-bei, die ———————— 4.— Wo⸗che wird nun wie-der neu. Heut hat mez 1— — 1.— Gott das Licht ge⸗m 1 5 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ Vom Tod für mich erstanden ist Und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja. 3. Das ist der rechte Sonnentag, Da man sich nicht gnug freuen mag, Da wir mit Gott versöhnet sind, Daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, Führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort; Laß mich hier leben heiliglich Und dir lobsingen ewiglich. Halleluja. Johann Olearius, 1611—1684. — Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Mel.: Gott des Himmels und der Erden. 7 en, des⸗ sen des⸗sen Treu auf al⸗ en, mich von 2. — 1 — Hand die Welt re⸗giert, ö n Ju⸗ gend auf ge⸗führt, heu⸗te weckt des — RE Ta⸗ges Lauf mich zu lau⸗ter An⸗dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, Denn sie sind des Herren Fest, Das mit so viel Trost verbunden, Da mein Gott mich ruhen läßt Und durch seinen ben Geist Mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, Der mir Zeit zum Guten schenkt; Das sind unsre besten Sorgen, Wenn der Mensch an Gott gedenkt Und von Herzen bet und singt, Daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen, Was ist süßer als sein Wort, ů Da wir sammeln wie die Bienen Und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht Also nach dem Himmel tracht. et— — 2. + Anfang und Schluß des Gottesdienste 5. O mein Gott, sprich selber Am Denn wir sind dein Eigentum. ö Alles preise deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis es künftig wird geschehn, Daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648 Vorige Velodie. 1. Halleluja, schöner Morgen, Schöner als man denken mag! Heute fühl ich keine Sorgen, Denn das ist ein lieber Tag, Der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid. 5. Ach wie schmeck ich Gottes Recht als einen Morgentau, 25 Die mich führt aus meiner Hütte Zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund Edlen Schatz und Gold im Mund. 5 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte Deun hab ich sonst zu tun; enn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich Als nur Gotteswerk für mich. —————— En und Schluß des Golt tes dienstes. 6 5. Wie soll ich mich heute schmücken, 2 aß ich Gott gefallen mag?. osus wird das Kleid mir schicken, 83 98 ich ihm zu Ehren trag, zein Blut und Gerechtigkeit das schönste Sonntagskleid. 6. Ich will in der Zionsstille eute voller Arbeit sein, Penn da sammle ich die Fülle zon den höchsten Schätzen ein, 1 Wenn mein Jesus meinen Geist 14 itdem Wort des Lebens speist. 1 Herr, ermuntre meine Sinnen 45 bereite selbst die Brust,* iß mich Lehr und Trost gewinnen, 45 ö ib zu deinem Manna Lust, Daß mir deines Wortes Hall ö gecht tief in mein Herze fall.— 8. Segne deiner K W Lehren,* Iffne selber ihren Mund, ch mit uallen, die dich hören, te deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier bet und singt, olches in dein Herze dringt. 9. Gib, daß ich den Tag beschließe, 3 zie er angefangen ist; 4 ö egne, pflanze und begieße, 2 ö er du Herr des Sabbats bist, ö Bis ich einst auf jenen Tag 2 2 ö zwig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1701-1762. De Anfang und S5 Schluß des Gottes dienstes. 9 Eigene Melodie. 1651 2. Tu auf den M 105 zum Lobe dein, Bereit das Herz zur Andacht fein, Den Glauben mehr, stärk den Verstand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt, 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! Und schauen dich von Angesicht In ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem Thron; Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II., Herzog v. E 7), 1598-1662. 7 Borige Melodie.— Oder: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1. Herr, öffne mir die Herzenstür, Zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, Laß mich dein Wort bewahren rein, Laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort Dewegt ves Herzens Grund, Dein Wort macht Leib und Seel gesund, 10 Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Dein Wort ist, das mein Herz erfreut, Dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heitaen Geist in einem Thron, · Der heiligen Dre ieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit. Johann Olearius, 1611—1684. 8. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. * daß du 77 13 Höch⸗ ster Gott, di iüdan⸗Kenst i oilf uns in⸗nig bit⸗ten wir von ———4.— 4— — E— 8— ED H.— — 7 4 MW 1 Uns dein Wort ge⸗ge-ben, hei⸗lig da⸗ gib dem Glau⸗ 3. lach le- hben Ich 1 ben, .— — 1— 2 2.... 5 + 12——2—— sol⸗che Stär⸗ke, daß er tä⸗tig sei im Wer⸗ke. 2. Uns, o Vater, lehrest du, Was wir tun und glauben sollen; Schenk uns deine Kraft dazu, Gib zum Wi sen uns das Wollen Und zum Wollen d das Vollbringen, So wird alles wohl gelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus, „Deinen väterlichen Segen, Hreite deine Hände aus, Leite uns auf deir ien Wegen, Laß uns hier im Segen gehen, Dort gesegnet ar ferstehen. Johann Adam Haßloche r, 1645—1726. ö Anfang und Schluß des Gottesdienstes Mel. oyzlict ö 9. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. S aß michdensen und blei⸗ ben, D0 treu⸗er (bön dir laß michn nichts trei⸗ben, halt mich bei H. 6— . Z—— DiDiiE SEEEESS Giott und Herr, 3 u dei⸗ ner Lehr, Herr, laß mich nur nicht ——— ů—..—..—.—.—.—.—.—.—..—.—— —— wan⸗ken, gib mir Be⸗stän⸗dig⸗keit; —————————— N enm AET— *——./. e Lmn ö — will ich dir dan⸗ken in al⸗le inn Nikolau⸗ 8 Selnecker, 1532-1592 . 10. Mel.: Jesus 8, meine Zuversich. J. Crüger. 1656. —2.— —— ̃ * 1 Licht vom Licht, er⸗ W⸗leuch⸗ be e mich bei dem * Gna den⸗son⸗ ne, zei ⸗ge dich: nei⸗nem ö ——————.—— .. DDI‚e. — E— nnen⸗en Ta⸗ges⸗lich⸗te; mun⸗tern An⸗ge⸗sich⸗te, . woh⸗ne mir mit EE——— GI ze bei daß mein S Sab⸗ bat fröh⸗ lih 55 IIHNV 7 NI Gattesi Anfang und Schluß des Gottest De 2. Brunnquell aller Seligkeit, Laß mir deine Ströme fließen, Mache Mund und Herz bereit, deiner Gnade eßen. streu das L 9— geni H ‚ t mit Segen ein, üchtig sein. nde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, mir Weisheit, Licht und Bahn, Daß kein Irrtum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, Welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, heilig, heilig! singen, Und mich in die Tigeln Mit des Geistes Flügeln schwingen. Gib mir einen Vorschmack ein, Wi ie es wird im Himmel sein. Ruh in mir und ich in dir, Een ein Paradies ins Herze. Dftenbare dich doch mir Und gieß meiner Andachtskerze immer neue Nahrung zu, O du Liebesflamme du. Dieser Tag sei dir geweiht, eg mit allen Eitelkeiten! 0 will deiner Herrlichkeit inen Tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst tun Als in Deiner Liebe ruhn. 7. Du bist mehr als Salomon, Laß mich deine Weisheit hören; Ich will deinen Gnadenthron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis mir deine Sonne lacht Und den schönsten Sonntag macht Benjamin Schmolck, 1672 177. I 1I ***7* ? Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Eigene Melodie. R. Ahle. 1664. —— ——— 1 en⸗re. Je⸗su, wir sind hier, dich und len-ke Sin⸗nen und Be⸗gier auf die E 5 von der Er⸗den ganz z 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, Mach uns allesamt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren; Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohlgelingen. Tobias Clausnitzer, 1618-1684. el: Erhalt uns, Herr. aß uns 14 Anfang und Schluß des hö⸗ren heut und im⸗mer⸗ fort, daß sich i in Hoff⸗nung reich-lich mehr. — 2. Erleuchte uns, du wahres Licht, Ent zeuch uns deine Gnade nicht, All unser Tun also regier, Daß wir Gott preisen für und für. Unbekannt, 1646. 13 Mel.: Unser Herrscher, unser König. ö⸗ne Pfor⸗te, füh⸗ret ach wie wird an D56 e⸗sem Or⸗ te mei⸗ne mich in Zi⸗ an ein, See⸗le fröh⸗ lich sein! E An⸗ge⸗ sicht, hier ist! lauzter T rost und d Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, Komme du nun auch 4 mir; Wo du Wohnung hast genommen, Da ist lauter Himmel Her. Hier ist Got⸗tes —— 50 und Schluß des Gottesdienstes. 15 doch in mein Herz hinein, deinen Tempel sein. ß in Furcht mich vor dich treten, Herrt— Leib, Seel und Geist, Daß inein Singen und mein Beten Ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, Zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Samkorn auf mich fällt, Gib mir Licht in dem Verstande, Und was mir wird vorgestellt, —6 meinem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, Laß dein teures Kleinod mir Nimmer aus dem Herzen rauben, Halte stets dein Wort mir für, Daß es mir zum Leitstern dient Und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd erfüllt, Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt; Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not. 7. Offne mir. die grünen Auen, Daß dein Lamm sich weiden kann, Lasse mir dein Manna tauen, Zeige mir die rechte Bahn Hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem E rensaal. B- Imin Schmolck, 1672—1737. Advent. 14 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier —7 R. 5— —.— I— ů———— —— 8—..— 0—— Un⸗sern Au Egang seg⸗ ⸗ne G. un⸗sern— seg ne un⸗ ser— lich Brot, seg-ne ——„—— 7½ ———6 ö————....— 4.— 0.—— 1*—2 Ein⸗gang Rleischer⸗ maspen, er= ar segzne uns mit un ⸗ser Tun und Las⸗sen, egene uns mit 4———— W—88 sel-gem Ster-ben und mach uns zu Hartmann Schenk, 1634-1681. B. Lieder für die Festzeiten des ö Kirchenjahres. I. Advent. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. Auf, auf, ihr Reichs⸗ ge-nos ⸗sen! der 4—7882—6 un⸗ ver⸗-dri U sen den + — 8 E— 2———.—2 *————7— Ihr Christen geht: ö I 0 ꝗ O0 — 0 Kö⸗nig kommt her an; gro⸗ßen Wun-der⸗man Advent. —— für, laßt uns vor al⸗len Din⸗gen ihm Ho⸗ i⸗ SE— an⸗ na sin⸗ gen mit hei⸗li⸗ger Be⸗gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist gar nah; Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da; Seht, wie so mancher Ort Hoch tröstlich ist zu nennen, Da wir ihn 43 können In Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ähr Vielgeplagten! Dir König ist nicht fern; Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern; Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hilf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 4. Frisch auf, ihr Hochbetrübten! Der König kommt mit Macht; An uns, sein Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht; Nun wird kein Angst noch Pein Noch Zorn hinfür uns schaden, Dietoeil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 5. So lauft mit schnellen Schritten, Den König zu besehn, Dieweil er kommt geritten Stark, herrlich, sanft und schön. Advent. RNumn tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. O König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 7. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach; Drum wolln wir all in ein Die Stimmen hoch erschwingen, ö Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Johann Rist, 1607-1667. ——— Eigene Melodie. 1. Dein Kö⸗nig kommt ir in nie⸗ dern Hül⸗ len, Advent. X. 1 + W— —*.—..—.— ——.———— 2 + 2——.— ‚ 5——— fad mit grü-nen Hal-men. So ist's dem 4 2 —.*— er⸗ren an⸗ge-nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, Gewaltger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren, Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch alle Erdenreiche werden Dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fesseln Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der Finsternis erliegen Und lösch der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, 20 Advent. Vereint als Brüder wieder Wohuen In deines großen Vaters Han⸗ Friedrich Rückert, 17881866. 17. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen. 2— — *—2. 1. Gott-lob, ein neu⸗es Kir⸗=chen-jahr macht des ew⸗gen Got⸗— of-fen⸗bar; und 1665 2— =— 12—.9—— uns die gro⸗ße Treue e nun will er aufs neu⸗e schwornen den ein⸗zig fel⸗ ten Hütt bens⸗ — den al-ten hoch-be⸗ ——.— + + 2. 0 1. —— 5 grund, durch sei⸗ nen Geist uns leh-ren. 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm ö Dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priestertum Muß Dank zum Opfer bringen. ö Gelobt sei Gott, der durch sein Wort Die Christenheit und diesen Ort Zu seinem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld Des Gottes aller Gnaden; Des alten Menschen alte Schuld, ö Die wir auf uns geladen, ö Nimmt unsern eignen Ruhm dahin, Denn sie bewies den alten Sinn Noch stets mit neuen Sünden. Huld Advent. 21 4. Ach Herr, gib uns den neuen Geist Und mach uns durch die Güte, Die sich an uns aufs neu erweist, Erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, Der dir allein gefallen kann In seinem ganzen Leben. 5. Hierzu nd uns, Herr, dein Wort Samt Tauf und Abendmahle, So wandern wir mit Freuden fort In diesem finstern Tale. Herr, segne dieses Kirchenjahr, Laß Kirche, Schul, Tauf und Altar Uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist Zu reiner Lehr und Leben, Dein Wort, das Gottes Weide heißt, Der Herde rein zu geben. Laß alle Hörer Täter sein, Damit kein heuchlerischer Schein Des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir Das Kirchenjahr auf Erden; Dabei befehlen wir es dir, Wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; Kommt aber einst die Ewigkeit, Dann wird sie triumphieren. Heinrich Cornelius Hecker, 1699—1743. 18. Eigene Melodie. 171¹⁴4. RS—— — —— 2.— Advent. ——.— —— d.————— der sein Wort be⸗ ständig hält und der Sün nder 4—— 2——.— 0 ‚ ö—....——— 1— 1—.—.— 65— II rost und Rat zu uns her-ge-sen-det hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Und was sie geprophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Der wohl zweigestammte Held Hat sich treulich eingestellt. ö 4. Sei willkommen, o mein Heil, * Hosianna, o mein Teil, Richte du auch eine Bahn —5 in meinem Herzen an. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, 6s gehöret dir allein; Mach es, wie du gerne tust, Rein von allem Sündenwust. 6. Und gleichwie dein Zukunft war Voller Sanftmut, ohn Gefahr, Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin Und des Satans schlaue List Sich zu hoch vor mir berniißt 8. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Angste frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugetan; —— Advent. 9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, Präch tig wiederkommen wirst, Ich dir mög entgegen gehn Und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, um 1650. 19. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 5 on ein⸗ge⸗zo⸗gen. Typoin=— 5 tau⸗send Eh⸗ren⸗bo⸗gen, reu⸗et Pal⸗men, ma⸗ chet Bahn daß er Ein⸗ zug halz Zten kann. ö 2. Hosianna, sei gegrüßt, ö Komm, wir gehen dir entgegen; ö Unser Herz ist schon gerüst, dr Will sich dir zu Füßen legen, ö Zeuch zu unsern Toren ein; ö Du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite, Alles, was du schaffen wirst, Das ist unsre Sieges Deine Rechte bleibt erhöht, — dein Reich allein besteht. Hosianna, lieber Gast, Wir sind deine Reichsgenossen, Die du dir erwählet hast; Ach, 9 laß uns unverdrossen Deinem Zepter dienstbar sein; Herrsche du in uns allein. 5. Hosianna, komme bald, Die Verheißung zu erfüllen; Wollte gleich die Knechtsgestalt Deine Majestät verhüllen, Ei, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna, steh uns bei; O Herr, hilf, laß wohlgelingen, Daß wir ohne Heuchelei Dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, Der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna, laß uns hier An den Olberg dich begleiten, Bis wir einstens für und für Dir ein Psalmenlied bereiten; Dort ist unser Satsphage: Hosianna in der Höh! 8. Hosianna, nah und fern, Eile, bei uns einzugehen, Du Gesegneter des Herrn, Warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst. Halleluja. Benjamin Schmolck, 1672-1737. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1 Komm, du wer⸗tes Lö⸗se⸗— 7 des⸗ sen komm, o Hei⸗land al-⸗ler Welt, Tor und 4 —. + H ö L——— ——..—————‚‚.... ³—..— ———— 1—.—.——— +* ho⸗he komm, wir war⸗ten mit Be-gier. 2. Zeuch auch in mein Herz hinein, O du großer Ehrenkönig, Laß mich deine Wohnung sein. Bin ich armer Mensch zu wenig, Ei, so soll mein Reichtum sein, Wenn du bei mir ziehest ein. 3. Nimm mein Hosianna an Mit den Sieges⸗Palmenzweigen; So viel ich nur immer kann, Will ich Ehre dir erzeigen Und im Glauben dein Verdienst Mir zueignen zum Gewinst. 4. Hosianna, Davids Sohn, Ach Herr, hilf, laß wohlgelingen, Laß dein Zepter, Reich und Kron Uns viel Heil und Segen bringen, Daß in Ewigkeit besteh: Hosianna in der Höh! Johann Gottfried Olearius, 1635—1711. 7.— 21. Eigene Melodie. 17⁰4. SSSSSSSIIIEE— . EDD..— 5. 7— 40. 1.—.—— — Macht hoch die Tür, die Tor macht . ‚..—— . Wrun—.——— ꝛ— ———I.— weit, es kommt der Herr der Herr⸗lich⸗keit, ein 41.— 26 — — V —— — — 2 H R —. — V * — — — — — 2 + * — 9 — —— .— Kö 6⸗ 6 1—— E————— — 1 Welt zu⸗gleich, der 633 und Le-ben ö— 4..—— 55 5 mit sich bringtz der⸗ bal⸗ ben zauch di mit Freu-den singt: Ge⸗lo-bet mein Schöp⸗fer reich von Rat. Er ist 8 gerecht, ein Helfer wert, 14 Sanftnntit it ist 5 sein Gefährt, Sein Königskron is Heiligkeit, ö Sein Zepter ist Barmherzigkeit; All unser Not zu End er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat. 3. O wohl dem Land,‚, o wohl der Stadt, ö So diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein. ö 94— ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat. tadt, Advent. 27 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, Eur Herz zum Tempel zubereit; Die Zweiglein der Gottseligkeit Steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; Su kommt der König auch zu euch, Ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, Voll Rat, voll Tat, voll Gnad. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Meins Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnaden ein, Dein Freundlichkeit auch uns er rschein. Dein heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr. 5 Weissel, 1590—1635. 22. Mel.: Von Gott will 2 nicht lassen. 10 Mit Erust, 25. W8 Ischen⸗ kin⸗der, das bald wird das Heil der Sün⸗ der, der Herz in euch be⸗stellt, wun⸗der-star-ke Held, d lein der Welt 27 Licht und Le⸗ ben ver⸗ ——H. 5 2.————.—— 0—..—.— ————— spro⸗chen hat zu ge-ben, bei al-len keh-ren ein. * 85—3 UU Advent. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, ö Laßt alles, was er haßt; Macht alle Bahnen recht, ö Die Tal laß sein erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demüt liebet, ö Bei Gott am höchsten steht; ö Ein Herz, das Hochmut übet, Mit Angst zugrunde geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4 4. Ach mache du mich Armen ö V In dieser Gnadenzeit ö I Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. 4 Zeuch in mein Herz hinein Vom Stall und von der Krippen, 4 So werden Herz und Lippen Dir ewig dankbar sein. V. 1—3 Valentin Thilo, 1607—1662. 3—— 23. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. I 1 SEE——.— i nunen Men Er ien darnr bid rer r IAIR 1 un jauch⸗zet all ihr From⸗men, zu weil un⸗ser Heil ist kom⸗men, der ———.——.— ů 5.— L*— S— 5. S.iii‚. ———— die ⸗ser Gna⸗den. hene u Herr der Herr⸗lich⸗keit, zwar uh⸗ne stol⸗ze 0 Prächt, doch 0 tig zu ver⸗hee⸗ren und ——— —— gänz⸗lich zu zer⸗ sto„ren des Teu⸗fels E + I . I— T— 4— I Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt; Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt; Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen 12 rn hat vollbracht 3. 50v sen König der Erden, Nehmt 910 sen König an, Wollt ihr beraten werden Und gehn die rechte Bahn, Die zu dem Himmel jührt; Sonst, wo ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Des Herren Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemut, Laßt eure Lieder klingen, Dem Könige zu singen, Der ist eur höchstes Gut. Advent. 5. 2—5 wird nun bald erscheinen 25 In seiner Herrlichkeit Und alles Leid und Weinen—— Verwandeln ganz in Freud. 8 45 Er ist, der helfen kann;— Halt eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig,— Er ist schon auf der Bahn. Michael Schmer 1606—1673. 24 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. — ů N. Herman. 1560. ——— rrer I — k as neu⸗e Kir⸗ chen⸗ —.——— 1 H2— —/——— ic al-le Chris⸗ ten⸗ Aeharz bein ———— n. 4., 2 7 5 Kö⸗—— kommt, drum freu-e dich, du wer⸗-tes V FN , en.; * 77——— 4545.„— ö e-wig-lich. Hal⸗le 2• 5. 2. Wir hören noch das Enadenwort ö 4 Dom Anfang immer wieder fort, M Das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja V 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, ö Die unsern Glauben stets vermehrt, Laß in uns bleiben, daß wir dir ö Lob und Preis sagen für und für. 6 Halleluja. Johann Olearius, 1611—1684. Advent. ö 25. Mel.: Wie schön leuchtet der Morg euitern. Ph. Nikolai.(2) 1599. ——————— ———— O Frie⸗dens fürst aus Da⸗ 143—56 Dank sei dir, 0 Im⸗ ma⸗nu⸗ Stamm, o mei⸗ner See⸗len Bräu⸗ti⸗ gam, du 5553.5 12 uns. 45665 Leib und Seel mein Trost w mein Heil, mein Le⸗ bent Heil— 70 will ich— dir 62..55 —., — 166.—.——— 4501.———— 0— Heil mir. 656 665 Ler⸗ bent—6 mit — Freu⸗den:. H0⸗ sizan⸗ na, Ho⸗-si⸗ an na. 2. Ich selbst bin nun von Freuden voll Und weiß nicht, was ich schenken soll Dem auserwählten König. —5 teurer Jesu, nimm doch hin Mich selbst und was ich hab und bin; rt Ach freilich ist es wenig. 7 Schließ mich in dich. Nichts auf Erden, nicht Beschwerden, Keine Leiden Sollen mich je von dir scheiden. Advyent. ö 3. Bleib, höchstes Gut, du Himmelszier * Mein Leitstern stets, o bleib bei mir, Du Hoffnung der Verzagten. Du Lebensgquell, erquicke mich, Du süßes Manna, schenke dich ö Zum Troste den Geplagten. Laß nicht dein Licht Hier auf Erden dunkel werden, Laß den Deinen Hier dein Wort noch ferner scheine Philipp von Zesen, 1619—1689. Mel.: Oder: Meinen Jesum laß ich nicht. Dennoch bleib ich stets an dir. 17¹5. —1 Sieh, dein Kö⸗nig 32———0 dir, See⸗le, 9 —..——— Mein Kö-nig komm zu mir, sieh⸗ ich ————————— 9 55. fro⸗ 55 Wor⸗te; 1 Hff ne dir die Pfor⸗te, zeuch mit dei-ner V +.—————.—————— ————— 2———— 51.. d 252 Honn, ich Uin den Gigentumt Schon seit deinem Wasserbade; ö Komm, dein Evangelium 84 * Werde mir ein Wort der Gnade; Du schickst ja dein Wort voran, ö— Daß mein König kommen kann.— Komm und räume alles ans, Was du hassest, was mich reuet; Komm und reinige dein Haus, 8 Das die Sünde hat entweihet. 5 — Advent. 33 Bien Mache selbst mit deinem Blut ö Alles wieder rein und 75 ö 4. Komm in deinem Abendmahl, ö Das du uns zum Heil gegeben, Daß wir schon im Erdental Mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, Und mein Leben sei in dir. 5. Komm und bring den Tröster mit, Deinen Geist, der dich verkläret, Der mich im Gebet vertritt Und des Königs Willen lehret, 1715. Daß ich bis auf jenen Tag: — Komm, Herr Jesu! rufen mag. Philipp Friedrich Hiller, 16991769. 27. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. —.—————————— ů—.— *—*————— DDRDIIT—— ———— Wa⸗rum willst du drau⸗ßen ste⸗ hen, Laß dir, bei mir ein-zu-ge-hen, 24 SSSDI—— N — EE, ennn v.n ö .... 32so—— 58 Hoerrn? in! du Ge⸗seg⸗ne⸗ter des Herrn? 5 il wohl ge-fal-len, du mein Stern! Du mein ————.———.——.— ö —————.——————...——— Je⸗su, mei⸗ne Freud, Helfer in der rech-ten —.——————...— Zeit, hilf, 23——— 50.„ +4 EEI ... Advent. 2. Meine Wunden sind der Jammer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Gesetzes starker Hammer Mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Also tief ins Herze schläge Daß sich all mein Blut Daenel 3. Dazu kommt des Teufels Lügen, Der mir alle Gnad absagt, Als müßt ich nun ewig liegen In der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, So zermartert und zerfrißt Mich mein eigenes Gewissen Mit— 35— Schlangenbissen. 4. Will ich denn mein Elend lindern Und erleichtern meine Pein Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich vollends ef hinein: Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär; Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; Hab ich Reichtum, was ists mehr Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu Christ; Dein Erfreuen ist die Weide, Da man sich recht fröhlich ißt. rn Advent. 835 Leuchte mir, o Freudenlicht, Ehe mir mein Herze bricht, Laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken. 7. Freu dich, Herz, du bist erhöret, Jetzo zeucht er bei dir ein; Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu, Gib dich ganz zu seiner Ruh, Offne dein Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle. 8. Was du Böses hast begangen, Das ist alles abgeschafft. Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 9. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Christus angenommen Und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, Ists gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den Engeln droben Ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 1607—1676. 28. Mel.: Valet will ich dir geben. — M. Teschner. 1615. +—. SDSIISI ES...—— SSSSII—— 1. Wie 105 ich dich em-pfangen und o al⸗I er Welt Ver⸗langen, o 3*⁷ — ö‚ mei⸗ner See⸗len Zier? .— P ö , Len, dn de l* 1———. 1. 1———— se⸗tze mir selbst die Fak⸗kel bei, da-mit, was I** .—— 5 + 0 Piixꝑ. 0 AW ⏑— dich er⸗gö-⸗tze, mir kund und wissend sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen ö Ermuntern meinen Sinn. ö Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stund in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdscher Reichtum tut. Advent. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammers Last, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, Du herzbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerze Sich häuft je mehr und mehr; Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die 4 an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. 38 Weihnachten. Er Kommt, er kommt ein König, Dem wahrlich alle Feind Auf Erden viel zu wenig Zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, 1607—1676. II. Weihnachten. 29. Mel.: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. N. Herman. 1554. — DEEE T V V 4. W. 10 hat Gott die Welt e⸗ 21. ö er aus em Trieb den ein⸗ge⸗ borenen ö E ö Sohn u uns gibt; wie— er uns so lieb, wie hat er uns so lieb! 2. Was sein erbarmungsvoller Rat Veschloß von Ewigkeit, Die große wundervolle Tat Vollführt er in der Zeit; Volljührt er in der Zeit. Weihnachten. 39 3. Er, unser Heil und höchstes Gut, Der alle segnen kann, Nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, Doch Oße Sünde an; Doch ohne Sünde an. 4. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst Mir Rat und Kraft und Held, Mein Vater und mein Friedefürst, Der Heiland aller Welt; Der Heiland aller Welt. 5. Was mir zum Seligsein gebricht, Das, Herr, erwirbst du mir: 676. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, Das 55 ich nur in dir; Das hab ich nur in dir. 6. Dein Mangel wird mein Überfluß, Dein Leiden stillt mein Leid, — Dein Niedrigsein schafft mir Genuß — Der 15fien Hertlichtei. — Der höchsten Herrlichkeit. 7. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn In dieser Freudenzeit; Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron, Echeb ihn, Christenheit; Erheb ihn, Christenheit. Heinrich Cornelius Hecker, 1699—1743. 30. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. ——.— —— N 1 . 1 +— — 1H 1 2— —8*———.—— ———.— 4— Der heil⸗ge Christ ist kom⸗men, der 0 I I des freun sich al ⸗le From-men am D.—1—.—— EPEIE II TEI 21*.—— 1*— teu⸗re Got⸗tes⸗sohn; 0 höch⸗sten Him⸗mels⸗thron, auch was auf Er⸗den Weihnachten. I ........*— ist, soll prei⸗sen hoch und lo⸗ben N— ö —————— —5—————————— —————————.— En-geln dro⸗ben den lie⸗ben heil-gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Die lange Nacht ist hin; Die Sünde ist gefangen, Erlöset ist der Sinn, Die Sündenangst ist weg, Der Glaube geht zum Himmel Nun aus dem Weltgetümmel Auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder Verwaist und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder In seinen Gnadenschoß. Er will, daß alle rein Von ihren alten Schulden, Vertrauend seinen Hulden, Gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, Ihr Seelen fern und nah; Der euch den Vater weiset, Der heilge Christ ist da. Er ruft euch insgemein Mit süßen Liebesworten: „Geöffnet sind die Pforten, Ihr Kinder, kommt herein!“ Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. ——— 1. Dies ist der Tag, den Ge Weihnachten. 41 655½—5—— werd in al⸗ler Welt gedacht; ihn prei⸗se, was durch — 9 ö 2—————— PSPPPIPIFIPFTTITITITITIIIIT — 1— 2..— ö 1 Je⸗-sum Christ im Him-mel und auf Er-dem ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still, Er betet an, und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, Erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: „Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern“. Gelobt sei, der da kommt im Herrn. 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott Messias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut. 2 Weihnachten. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, ö Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 32. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738, 2„Hr n ur 3—..—— e dien en a n ————— 34 Dies ist die Nacht, da mir er⸗schie⸗nen 0 das Kind, dem al=le En⸗gel die-nen, d 1.——. *. des gro-⸗ßen Got⸗tes Freund-lich-keit; —— 1— J. 2 75———.— .—— unn.— 1 3—3—— —... els-licht weicht — 5— IV ö 1— — ö————— 1.——— hun⸗-dert-tau⸗send Son⸗-nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein; Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Kreuzes Nacht. Weihnachten. 43 3. In diesem Lichte kannst du schen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht schon in gar kurzer Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens⸗- und dein Liebeslicht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst; Dein Licht sei meine Weihnachtswonne Und lehre mich die Weihnachtskunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624—1685. 33. Eigene Melodie. J. Schop. 1641. — 2— 0H *—* +.———— 1. 0 G unun⸗ 1e dich, mein l cher ein Kind, das E-⸗ wig ⸗„ ter Geist, und tra⸗ ge groß Ver⸗ lan⸗ gen, heißt, mit Freu⸗den zu 23 gen. ———.— ———— +——— ⸗. Dies ist die Nacht, da-rin es kam und mensch⸗lich Weihnachten. s.— + 42.—— 25— .- V.— We sen an sich nahm, da-durch die Welt mit EIIIIITIII-..— 3 —- Treu⸗en als sei-ne Braut zu frei-en. 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, Du König aller Ehren, ö Willkommen, Jesu, Gottes Lamm, Ich will dein Lob vermehren; Ich will dir all mein Leben lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O großer Gott, wie konnt es sein. Dein Himmelreich zu lassen, Zu kommen in die Welt hinein, Da nichts, denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Freudenpracht, Ja dein erwünschtes Leben 34 Für solche Feind hingeben? 4 4. O großes Werk, o Wundernacht, 6 Dergleichen nie gefunden,— Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden;— Du hast gebracht den starken Mann, Der Feur und Wolken zwingen kann, die Vor dem die Himmel zittern ö Und alle Berg erschüttern. ö 5. O liebes Kind, o süßer Knab, H5 Holdselig von Gebärden,— Mein Bruder, den ich lieber hab Als alle Schätz auf Erden,— Weihnachten. 4⁵ emm, Heiland, in mein 99 hinein, Komm eilend, laß die Krippe sein, Komm, komm, ich will bei Zeiten Die Stätte dir bereiten. 6. Sag an, mein Herzensbräutigam, Mein Hoffnung, Freud und Leben, Mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, Was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, Ja alles, was Mensch ist und heißt; Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, Sei dir von mir gesungen, Daß du mein Bruder worden bist Und hast die Welt bezwungen; Hilf, daß ich deine Gütigkeit Stets preis' in dieser Gnadenzeit Und mög hernach dort oben In Ewigkeit dich loben. Joh. Rist, 1607—1667. 34 Eigene Melodie, . oder: Melodie des Liedes Nr. 121. 1789. —4.—— —— ———— die⸗ ser Zeit, 90 vor Freud al⸗le En⸗ agel sin⸗gen. ni, D 2 ů—— —. 2 2—— le 2. — hört, wie 95 vol⸗ Aenhd⸗ ren al e 1— H —.— Luft lau⸗ 218 Kaft⸗ Chri⸗stus is ge⸗bo ⸗ Ren! Weihnachten. 2. Heute geht aus seiner Kauemer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute; Gottes Kind, Das verbindt 9535 mit unserm Blute. Sollt uns Gott nun können hassen, Der uns gibt, Was er liebt Über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem Thron Seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, Der sein Reich Und zugleich Sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, Der jetzt kömmt, Von uns nimmt, Was uns will betrüben? 5. Er nimmt auf sich, was auf Erden Wir getan, Gibt sich an, Unser Lamm zu werden, Unser Lamm, das für uns stirbet Und bei Gott Für den Tod Heil und Fried erwirbet. 6. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Weihnachten. Lasset fahren, lieben Brüder, Was euch quält, Was euch fehlt, Ich bring alles wieder. 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen; Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt mit großen Haufen; Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet. 8. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Tür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 9. Wer sich findt beschwert im Herzen, Wer empfindt Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost, hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 10. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände. — sind alle guten Gaben nd das Gold, Da ihr sollt Euer Herz mit laben. Weihnachten. 11. Süßes Heil, laß dich umfangen 70 Laß mich dir, 0 Meine Zier, Dnneie anhangen. 00 Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. 7 12. Meine Schuld kann mich nicht drücken Ich bin gar Rein und klar 3 Aller meiner Sünden. Dein du hast—4 35 Meine Last 1.43 All auf deinem Rücken: ö Kein Fleck ist an mir zu finden, ö 13. Ich bin rein um deinetwillen; Du gibst gnug G ihr und Schmuck, Rie drin einzuhüllen. Ich) will dich ins Herze schließen; O mein Ruhm, Edle Blum, Laß dich recht genießen! . 14. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ö ö Ich will dir ö ö Leben hier, Dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schweben Voller Freud, Ohne Zeit, Dort im andern Leben. Paul Gerhard‘ 1607-1676. Weihnachten. 49 35. Eigene Melodie. 1524. 0 ö —.—— III 25 E 41———— + n X.— + m — + — 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗sus Christ, daß du ..TIIIII Mensch ge-bo⸗-ren bist von ei-ner Jung⸗frau, 4.—.——— 44 EE E 2—. 9——— das ist wahr, des freu⸗et sich der En⸗gel Schar. ö—1 360 +—4 +. +—+4 .—..—— II Hal ⸗le⸗lu⸗ja. 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe findt; In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das ewig Gut. Halleluja. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Der liegt in Marien Schoß, Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Halleluja. 4. Das ewig Licht geht da herein, Gibt der Welt ein neuen Schein; Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hier ward Und führt uns aus dem Jammertal, Macht Erben uns in seinem Saal. Halleluja. Weihnach ten. 6. Er ist auf Erden Wimen arm, Daß er unser sich erbarm Und in dem Hinnnel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. Hallel Wia. 7. Das hat er alles uns getan, Sein groß Lieb zu zeigen an, Des freu sich alle Christenheit Und dank ihm des in Ewigkeit. Halle — all luja. Dr. Martin Luther, 1483—1516. 36. Mel.: Lobe den Herren, den mächtigen—.—1 1665. 47 0— . —————*— 1. Jauchzet, ihr Him⸗mel, froh-lok-ket ihr sin⸗get dem Her-⸗ ren, 64236 Hei⸗ land de I . —.4 —— I——— En⸗gel in Chö-ren, Men⸗schen, zu Eh- ren; Gott will so freund⸗ lih und nah 1— den Ver 49— ů *— — — ——4 lor- nen sich keh-ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden, Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun Friede und Freud[werden. Wird uns verkündiget heut; Freuet euch, Hirten und Herden. Weihnachten. 51 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. Gott wird ein Kind, Träget und hebet die Sünd; Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische; wer kann dies Ge⸗ heimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu 1510. Gehet hinein,(sehen; Macht euch dem Kinde gemein, Die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe mir Sollt nicht mein Sinn schenken; Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herze in Liebe Du sollst es sein, verbinde, Den ich erwähle allein; Ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir — nun geboren; Komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin Wohne in mir, sich verloren; nden Mach mich ganz eines mit dir, ö n, Der du mich liebend erkoren. nun 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb ich, dich n. ö will ich erheben; Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur streben; 4*³ Weihnachten. Gib mir doch bald 00 Völlige Kindesgestalt, 5 Um dir allein nur zu leben! . Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 14 37 4 Eigene Melodie. J. S. Bach. 1706 0—— 2 ö— 6 SSISIIIIIET e, i 1 0 steh an dei⸗ner Krip⸗pe hier, o ich ste⸗he, bring und schen⸗ke dir, was 11 .—— , e —1————.— I 1. 1 * Je⸗su, du mein Leͤben, Nimm hin, es ist mein du mir hast ge⸗ ge⸗ben. 2—3— —.— 1—H+ I.. —.————— 2— 1Z.—— ö— Geist und Sinn; Herz, Seel und Mut, nimm IN ,. — D.——— EREIEEEE ——. 17... 5½„ en 1.— SSE 4.—...— — F.———H— al⸗les hin und laß dirs wohl-ge⸗fal⸗len. 2. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, Da hat dein Herze schon bedacht, Wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht, Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht 3⁰ 19 Leben, Freud und Wonne. Sonne, die das werte Licht Des Glaubens in mir zugericht, Wie schön sind deine Strahlen! Weihnachten. 53 4. Ich sehe dich mit Freuden an Und kann mich nicht satt sehen, Und weil ich nun nicht weiter kann, Bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte fassen! 5. Du fragest nicht nach Lust der Welt, Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt, An unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seelen Trost und Freud Durch dein selbsteignes Herzeleid; Das will ich dir nicht wehren. 6. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für In, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, Komm, komm und lege bei mir ein Dich und all deine Freuden. 7. Zwar sollt ich denken, wie gering Ich dich bewirten werde; Du bist der Schöpfer aller Ding, Ich bin nur Staub und Erde; Doch bist du so ein lieber Gast, Daß du noch nie verschmähet hast Den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt, 1607—1676. 2 Eigene Melodie. 38. N. Herman. 1554. ——— SSSEEEEI— —.—— +1. Lobt Gott, ihr Chri⸗sten, al⸗le gleich in 4 * 2 6 5 EE *0 2—————— — 1 4.——.—.—.——— sei⸗nem höch-sten Thron, der heut auf-schleußt sein ö 2 2 2 —88 060—— ö— 5.————.——— IRE ——.—— Him-mel-reich und schenkt uns sei-nen I 2. ——————= ,.i,dn⸗ 1I————— 41 Sohn, und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß Und wird ein Kindlein klein, ö Er liegt dort elend, nackt und bloß 3 In einem Krippelein,. In einem Krippelein. 15 3. Er äußert sich all seiner G'walt, Wird niedrig und gering Und nimmt an sich eins Knechts Gestalt— Der Schöpfer aller Ding, Der Schöpfer aller Ding. m 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ö Nimmt von ihr seine Speis, An dem die Engel sehn ihr Lust, 1.— Denn er ist Davids Reis,— Denn er ist Davids Reis, un 5. Das seinem Stamm entsprießen sollt— In dieser letzten Zeit, 1 Durch welchen Gott aufrichten wollt Sein Reich, die Christenheit, t Sein Reich, die Christenheit. 6. Er wechselt mit uns wunderlich, 46 Fleisch und Blut nimmt er an 4.— Und gibt uns in des Vaters Reich 4.* Die klare Gottheit dran,— Die klare Gottheit dran. sollt 55 —— Weihnachten. Er wird ein Knecht und ich ein 22— — mag ein Wechsel sein. Wie könnte wohl noch freundlicher Der treue Jesus sein, Der treue Jesus sein! 8. Heut schleußt er wieder auf die Tür Zum schönen Paradeis; Der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis, Gott sei Lob, Ehr und Preis. Nikolaus Herman, 4 1561. 39. Eigene Melodie. Mel. a. d. 14. Jahrh. Bei Klug. 1535. — —.—.— 1. Nun sin⸗ let und seid froh,“ kr Ranchetal: E I und diagt so: Uhsers 20 zens Won⸗ ———* —...— Du bist NA und O————— du bist A und O. Die Dreiviertelnote arin für die übrigen Verse. Weihnachten. 2. Sohn Gottes in der Höh, Nach dir ist mir so weh, Tröst mir mein Gemüte, O Kindlein zart und rein, Und durch deine Güte, O liebster Jesu mein, Zeuch mich hin nach dir, Zeuch mich hin nach dir. 3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn tilgt unsre Schuld. Da wir ganz verdorben Durch Sünd und Eitelkeit, Hat er uns erworben Die ewge Himmelsfreud; Eia, wärn wir da, Eia, wärn wir da! 4. Wo ist der Freudenort? Ach, nirgend mehr denn dort, Da die Engel singen Dem lieben Jesu mein Und die Psalmen klingen Im Himmel hell und rein. Eia, wärn wir da, Eia, wärn wir da! Nach dem Lateinischen In dulci jubilo. Eigene Melodie. 1539. — +& 1——2 — W x— ö 2 6—.—— Weihnachten. 57 —.—— Mär bring ich so viel, da-von ich singn und —.— H— 2— — 7 gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein, Das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, Der will euch führn aus aller Not, Er will eur Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippe, Windelein so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: Was liegt doch in der Krippe drin? Wer mag das schöne Kindlein sein? Es ist der liebe Heiland mein. 8. Sei uns willkommen, edler Gast, Den Sünder nicht verschmähet hast Und kommst ins Elend her zu mir; Wie soll ich immer danken dir? 58 Weihnachten. 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, Wie bist du worden so gering; Auf dürrem Gras liegt Jesus Christ, Er, der der Herr vom Himmel ist. 10. Und wär die Welt vielmal so weit Von Edelstein und Gold bereit, So wär sie doch dir viel zu klein, Zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein Das ist grob Heu und Windelein, Darauf du König groß und reich Her prangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, Die Wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Vor dir nichts gilt, nichts hilft, noch tut. 13. Ach du herzlieber Jesu mein, Mach dir ein Bette sanft und rein, Zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß nimmer ich vergesse dein. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn. Des freuen sich der Engel Schar Und singen uns solch neues Jahr. Dr. Martin Luther. ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi, 15 5. 41. Mel.: Vom Himmel hoch. 1539. . —— 1. Vom Him⸗mel kam der En⸗gel DDDDDRRRRRRRRS 10 — 2——— 2 ——....T —— ten ———.— sag-ten ————..... schien den Hir- of-fen-bar; sie Hseit Ur. Weihnachten. 59 . e ihn'n: Ein Kind⸗lein zart das V —.—.— 4—.—.———.— ...—— 15015 Krip⸗pen hart, 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, Wie Micha das verkündet hat; Es ist der Herre Jesus Christ, Der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn eur Fleisch und Blut; Eur Bruder ist das ewig Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott; Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; Es mögen euch viel fechten an, Dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. Martin Luther, 1483—-1546. J. Crüger. 1656. ———— —.———.— ID—————— leut habn jetz-und Freud, —— —8 m vinur., win d,eeer. Em. EE=—.——.—..—.—— weil uns zu Trost ist Chri⸗stus Mensch ge⸗ bo⸗ Weihnachten. —— 2—*— —————— SSSSI. ren, hat uns er⸗löst; wer sich des tröst ———. —. S.......... +4 und glaubet fest, soll nicht wer⸗den ver⸗lo⸗ren. 2. Ein Wunder⸗Freud! Gott selbst wird heut Ein wahrer Mensch von Maria geboren. Ein Jungfrau zart Sein Mutter ward, Von Gott dem Herren selbst dazu erkoren. 3. Die Sünd macht Leid; Christus bringt Freud, ————— 2—— Weil er zu uns in diese Welt ist kommen. Mit uns ist Gott Nun in der Not. Wer ist, der jetzt uns Christen kann ver⸗ 4. Drum sag ich Dank[dammen? Mit dem Gesang Christo dem Herrn, der uns zu gut Mensch Daß wir durch ihn Pvorden⸗ Nun all los sein Der Sündenlast und unträglichen Bürden. 5. Halleluja, Gelobt sei Gott! Singen wir all aus unsers Herzens Grunde; Denn Gott hat heut Gemacht solch Freud, Der wir vergessen solln zu keiner Stunde. Kaspar Füger, 1592. el.: Erschienen ist der herrlich Tag. 43.—— N. Herman. 1560. „ 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma- nu el, du 9 G H PE — 97 ten. Weihnachten. 61 — ßꝛ᷑ü—— —.———— ————8—— Le⸗bens⸗fürst und Gna⸗den⸗quell, du Him⸗mels⸗ blum und Mor⸗gen⸗-stern, du Jung⸗fraun . Sohn, Herr al⸗ler Herrn. Hal ⸗le ⸗ lu⸗jã. 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o längst gewünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht; Dich hat gehofft so lange Jahr Der Väter und Propheten Schar. Halleluja. 4. Vor andern hat dein hoch begehrt Der Hirt und König deiner Herd, Der Mann, der dir so wohl gefiel, Wenn er dir sang auf Saitenspiel. Halleluja. 5. Ach daß der Herr aus Zion käm Und unsre Bande von uns nähm, Ach daß die Hilfe bräch herein, So würde Jakob fröhlich sein. Halleluja. 6. Nun du bist hier, da liegest du, Hältst in dem Kripplein deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja. 7. Du kehrst in fremder Hausung ein, Und sind doch alle Himmel dein; Du liegst an deiner Mutter Brust Und bist doch aller Engel Lust. Haleluja. 6² Neujahr. 8. Du bist der süße Menschenfreund, ö Doch sind dir so viel Menschen feind; Herodis Heer hält dich für Greul Und bist doch nichts als lauter Heil. Hallelujg 9. Ich aber, dein geringer Knecht, 4. Ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. Halleluja. 10. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja. 11. Bin ich gleich Sünd und Schulden voll, Hab ich gelebt nicht, wie ich soll, 4 Ei kommst du doch deswegen her,* Daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja. 12. So faß ich dich nun ohne Scheu, 7 Du machst mich alles Jammers frei, ö Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, Verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja 13. Du bist mein Haupt, hinwiederum Bin ich dein Glied und Eigentum X Und will, so viel dein Geist mir gibt, ö Stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja. 14. Ich will dein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Solls schallen ohne Zeit und Zahl: Halleluja. Paul Gerhardt, 1607 1676. ö 44 III. Neujahr.* 35 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 15²3. — ————.—— Neujahr. r—— — durch sei ne gro⸗ße Gü Leluje be⸗wahrt Herz und Ge⸗mü X.——. in;——————— E mich er⸗freut, bis hie⸗her mir ge⸗ hol ⸗fen. Ja. 2. Hab Lob, hab Ehr, hab Preis und Dank ll, Für die bisherge Treue, Die du, o Gott, mir lebenslang Bewiesen täglich neue; ja. In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Groß's an mir getan, Bis hieher mir geholfen. d, 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, eluj. Hilf mir zu allen Stunden, Hilf mir an all und jedem Ort, Hilf mir durch Jesu Wunden, Damit ich sag bis in den Tod: Iuja. Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, Er hilft, wie er geholfen. ö Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt, 16 37—1706. eluja. RB 1676. 45 Eigene Melodie. 30 M. Prätorius. 1609. 4—— 15²³. — 1. Da — iD 224 ————.—.— acht n so 2. Wir bitten dich ewigen Sohn F Des Vaters in dem höchsten Thron, Du wollst dein arme Christenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, 35 Das ist der Seelen höchster Hort; 6 4 Vor falscher Lehr, Abgötterei. Behüt uns, Herr, und steh uns bei. ö 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn Und fromm zu werden fangen an, Kein'r Sünd im alten Jahr gedenk, Ein gnadenreich Neujahr uns schenk: 5. Christlich zu leben, tählich Zu sterben und hernach fröh ich Am jüngsten Tage aufzustehn, Mit dir in Himmel einzugehn; ö 6. Zu danken und zu loben dich Mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr. Johann Steuerlein, 1546—1613. Nach andern: Jakob Tapp, um 1620. 46. Miel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. —2— SII 1 Das Jahr geht still zu En⸗de, nun sei auch In Got⸗tes treu⸗e Hän⸗de leg ich nun Wortz Bahn Neujahr. 6⁵ — I4—.— 0——— 4 ,——.—— still, mein Herz. 87 „ und Schmerz, und was dies Jahr um⸗ ——— — schlos⸗sen, was Gott der Herr nur weiß, die T Tränen, ————— ———.——.—— 3 E——.—— n. ——— die ge-flos⸗sen, die Wunden brennend heiß. 2. Warum es so viel Leiden, So kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, Wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen Und mancher Mund nun— Der erst noch hold gesprochen— Du armes rdeht warum? 3. Daß nicht vergessen werde, Was man so gern vergißt: Daß diese arme Erde Nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, Die wir auf ihn getauft, In Zions 191ünih Hallen Ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen 5 Tränensaat' ins Feld, Dort werden wir uns freuen Im selgen Himmelszelt; Wir sehnen uns hienieden Dorthin ins Vaterhaus Und wissens, die geschieden, Die ruhen dort schon aus. Neujahr. 5. O das ist sichres Gehen Durch diese Erdenzeit: Nur immer vorwärts sehen Mit selger Freudigkeit; Wird uns durch Grabeshügel Der klare Blick verbaut: Herr, gib der Seele Flügel, Daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten Und mache fest das Herz, Geh selber uns zur Seiten Und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden So öde, so allein, O laß in deinem Frieden Uns hier schon selig sein. Eleonore, Fürstin Reuß, 1835—1903. 4 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. . 15²⁸. 45 nen lie ⸗be Kent⸗ Jahrgeht a an, 5655 sreut sich je⸗-der⸗mann, E———.——.—. das al⸗te hat ein En-de; er⸗hebt sein Herz und—— zu un⸗serm 3,..F—.——— 2. 1—————————.—— —— ö 1—— Gott im Himmelsthron, dankt ihm und sei⸗nem 12=———. 1 DD.—/ ———— 2 2— 3.— lie⸗ben Sohn, auch Gott dem heil⸗gen Gei⸗ te SI DPD.SSSEE.EE. Neujahr. 67 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht das bekannt Uns, die wir warn verloren. Im selgen, lieben Gotteswort Geschrieben ists an manchem Ort Und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sakrament Wir habn in unserm Lande, Fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande. Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, Hält Kirch und Schul in guter Hut, Auch aller Christen Häuser. 4. Das danken wir dem lieben Herrn Und freun uns solcher Güte. Er woll den Feinden steurn und wehrn Und uns hinfort behüten. Er geb ein selig neues Jahr Und helf uns zu der Engel Schar, Da wolln wir ihn schön preifen! Cyriarus Schneegaß, 1546—1597. 1. Wurch Trau⸗ern und dur r Not, duech Angst und Pein, Sor⸗gen groß und klein bin ich gott⸗ 5² 48. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L.. 1601. —.— +——.— SFI———— —— durch Hoff-nung und du I S E —.— 0 Pla⸗gen, durch 9Kla⸗-gen, durch 2. ?ss c — 68 Neujahr. —.— e re nrniniin u. u b—. 2 2.—.— lob ge-drun⸗gen, dies Jahr ist hin⸗ge-legt; dir, .— e EiiEEEEEEEEEEEEEEEEE Gott, sei Lob ge-sun⸗gen, mein Herze wird er-regt. 2. Der du mich hast erbauet, In dir besteht mein Heil; Dir ist mein Glück vertrauet, Du bist und bleibst mein Teil. ö Du hast mich wohl erhalten, ö Du bist mein fester Trost; Dich laß ich ferner walten, Wenn mich die Not anstoßt. 3. Mein Gott, o meine Liebe, Was du willst, will auch ich; Gib, daß ich nichts verübe, Was irgend wider dich. Dir ist mein Will ergeben, Ja, er ist nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, Und, Herr, ich wills auch tun. Soll mich die Armut drücken, Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, Ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen, Ach ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben, Mein Heiland, wie du willt. Neujahr. 69 Soll ich denn Krankheit leiden, Ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden, Herr, dein Will ist auch mein. 6. Soll ich zum Himmel dringen, Gar gern, o Gott, mein Licht. Soll mich die Höll berschlingen? Ach, dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet Der tiefen Hölle Glut; Du aber bist versühnet 72 deines Sohnes Blut. Heut ist das Jahr beschlossen; Hert, deine Gnade sei Heut auf mich neu ergossen, Mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, So werd ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden; Dein Wort verspricht es mir. Gottfried Wilhelm Sacer, 1635—1699. 49 Mel.: O Gott, du frommer Gott. 0 1693. SSSITTT 1.(Ein 1 der Sterb⸗ lich⸗ keit, der ist 3ber-mal da⸗ hin mit kur⸗zen Le⸗bens⸗ ata⸗ iin 30 ner 33 und Pla⸗ge und Wiezderum ein Ei Teil von uns⸗rer Pil⸗=ger⸗s schaft nunmehr zu⸗ Neujahr. — ͤ————2 + 32—— — — rück⸗ge⸗legt durch Got⸗tes 2. Herr, deine Güte machts, Die niemals uns zu lieben Ermüdet noch vergißt, Daß wir noch übrig blieben. Nimm unsers Herzens Dank In Gnaden von uns an Für das, was du an uns In diesem Jahr getan. 3. Wir schließen uns aufs neu In dein so treues Sorgen, In dein Erbarmen ein; Da sind wir wohl geborgen, Da ist das feste Schloß Vor aller Feinde Trutz, Da findet allezeit Dein Volk in Nöten Schutz. 4. Gib mit dem neuen Jahr Uns neue Stärk im Glauben, Laß uns den alten Grund Der Wahrheit niemand rauben. Erneure Herz und Sinn, Und das geschenkte Licht Des ewig wahren Worts Erlösche bei uns nicht. 5. Entzünde neue Lieb Und Sanftmut in uns allen, Und soll uns dieses Jahr Auch neue Not befallen, So stärke die Geduld Und mache deine Treu, O Vater, über uns Mit jedem Tage neu. — II — Neujahr. 71 6. Gib, daß wir mehr und mehr Den alten Menschen töten; Verleih an Seel und Leib, Was jedem ist von nöten, Und laß uns, Herr, mit dem, Was deine Weisheit tut, Stets wohl zufrieden sein; Du machst doch alles gut. 7. Wem du das Ziel bestimmt, In diesem Jahr zu scheiden, Den wollst du, treuer Gott, In Gnaden vollbereiten. Laß ihn im Glauben hier Beschließen seinen Lauf Und nimm in deine Hand Die Seele gnädig auf! Henriette Katharine v. Gersdorf, 1648—-1726. 50. Mel.: Werde Licht, du Stadt der Heiden. 1738. 23— 25——— E—‚...TIII—.. 22 I————. ——— 2 2 — iar⸗ Hilf, Herr Je⸗ su, laß ge⸗lin⸗gen, hilf, das laß es neu⸗e Kräf⸗te brin⸗gen, 15 aufs 1 ——— — 2 + — 1 3—.—..—.—..— neu⸗e Jahr geht an; ö neu ich wan⸗-deln kann. Neu⸗es Glück und D —— 5——4 — 3„..— SꝗSRIPIꝗPRPRTRRS— neu⸗ 62 Le⸗ben wol⸗ ⸗lest du aus Gna⸗den ge⸗ben. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, Gib mir Buße für die Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade, Sondern bald Verzeihung find, Neufahr. Herr, in dir; nur du, mein Leben, Kannst die Sünd allein vergeben. 3. Tröste mich mit deiner Liebe, Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Weil ich mich so sehr betrübe, Ja voll Angst und Zagen bin; Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sund und Tod nicht töten. 4. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei, Und ich christlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhier auf Erden Fromm und selig möge werden. 5. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Händen, Halte bei mir in Gefahr; Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1607—1667. 51. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. —— * öIESEEEE.... SSSS —— in —— ng sein, 2985987 1 ö Je⸗sus soll die Losu „Je⸗su Na⸗-me soll al-lein de-nen . 335 ů——.—.——.— G—— ——— neu⸗es Jahr er⸗schienen; zum Pa⸗nie⸗re die⸗nen, —— 5————. ...——— ö Winen Bun⸗de stehn und auf sei⸗nem We⸗ge gehn. Neujahr. 73 2. Jesu Name, Jesu Wort Soll in seinem Zion schallen; Und so oft wir nach dem Ort, Da sein Name thronet, wallen, Mache seines Namens Ruhm Unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil Wollen wir im Glauben ehren:; Also wird es uns zu teil, Wird sich täglich bei uns mehren; Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir Nun in Jesu Namen gehen; Geht uns dieser Leitstern für, So wird alles wohl bestehen Und durch seinen Gnadenschein Alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid Soll sein Name uns versüßen; So wird alle Bitterkeit Uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, Welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck, 1672.—1737. 52. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. *—.— EEEEEEE......... ·..—.— 1. Nun laßt uns ehn und tre⸗ten mit 4 4 1 4 + ———————— —.————— 7655 Sin⸗gen und mit Be⸗ten zum Herrn, der un⸗serm —.—.—.—.—. ..—— Neujahr. — 4—.— 4 Le-ben bis hie⸗ her Kraft ge⸗ge⸗ ben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern; Wir leben und gedeihen Vom 3. Dur Dur alten zu dem neuen; Durch so viel Angst und Plagen, Zittern und durch Zagen, Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden, 5. Läßt Also auch und nicht minder Gott ihm seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, ö In seinem Schoße sitzen. ö 6. Ach Hüter unsres Lebens, Fürwahr es ist vergebens ö Mit unserm Tun und Machen, Wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, ö Die alle Morgen neue. Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde. sen, Epiphanias. 75 10. Schleuß zu die Jammerpforten Und laß an allen Orten Auf so viel Blutvergießen Die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen; Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Voter, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, 550 uns mit deinem Geiste, er uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, O meines Lebens Leben, Mir und der Christen Schare Zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607-1670. IV. Epiphanias. 3. Mel.: Gott des Himmels und der Erden. H. Albert. 1642. 15 —.— ———— — 3—.— 1 Gott der Ju⸗den, Gott der Hei⸗den, Sa⸗ba sieht den Stern mit Freu⸗den, Epiphanias. — * E. 3— 655 — 28.8 127 49. Votl⸗ ber Heil und Licht!= der von dir am! H—-melspricht. Sem und Ja⸗-phet 2. Wir gesellen uns zu denen, Die vom Morgenlande sind. Unser Fragen, unser Sehnen Ist nach dir, du großes Kind. Unsre Kniee beugen sich, Unser Arm umfasse dich. 3. Nimm die aufgetanen Schätze, Schatz, der unser Herz erfreut. Deine Mildigkeit ersetze Unsrer Hände Dürftigkeit. Reichtum suchen wir bei dir, Lauter Armut bringen wir. 4. Nimm für Gold und andre Gaben Glaube, Lieb und Hoffnung an; Laß dich einen Weihrauch laben, Den die Andacht geben kann. Und als Myrrhen bringen wir Die Geduld und Buße dir. 5. Diese Opfer nimm in Gnaden Von ergebnen Herzen an Und laß keinen Feind uns schaden, Der dich nicht vertragen kann; Wenn Herodis Schwert gewetzt, So behalt uns unverletzt. 6. Nun, wir gehn von deiner Krippen: Laß mit Segen uns von dir. Stid uns Bahn durch Dorn und Klippen, Still der Feinde Mordbegier; —.— I————9 4—— v 0. n—— 1 kommt von fern, dich zu sehn, o Ja⸗kobs⸗stern. ben Epiphanias. 7⁰ Mach 1 uns selbst den Weg bekannt, Der uns führt ins Vaterland. Benjamin Schmolck, 1672—-1737. 2 54. Mel.: Meinen Jesum laß ich 6520 1715. 663 en r ö ö e—— Je⸗-su, gro⸗ßer Wun⸗ der⸗ stern, 920 aus mei⸗ne See⸗le will so gern dir an — S II Ja⸗kob ist er⸗schie⸗nen ö dei⸗nem Fe⸗ 1 die⸗nen. Nimm doch, nimm doch — 2— L.— P.....—3 gnä⸗dig an, was ich Ar⸗mer schen-ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, Wie ichs von dir selber habe Und damit beschenket bm So ist dirs die liebste Gabe; Laß es auch bewährt und rein In dem Trübsalsofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, Laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, Ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf Und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; Ach mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, Daß ich Trost und Gnade finde Und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an! Erdmann Neumeister, 1671—1756. Epiphanias. 55. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. —— 1 I 2 J———— —— 2—.—*— 1.—— I.— — ——2— 44 E— di ———— hilf, daß all⸗hier auf I 6——8——— ·——.— + II ze⸗su, Da⸗vids Sohn, Him⸗mel ist dein Thron; ———— ——— I 2———— —— 4 L DISI .——.—* 1—— Er⸗den den Menschen weit und breit dein Reich be⸗ + + 4— —— +—.—— — 2—.— * V H— — kannt mag wer⸗den zur ew⸗gen Se⸗lig⸗keit. 2. Von deinem Reiche zeugen Die Leut aus Morgenland, Die Knie sie vor dir beugen, Dieweil sie dich erkannt. Der Stern auf dich hinweiset, ö Dazu das göttlich Wort; Drum man dich billig preiset, —+ II V Daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, Wie uns die Schrift vermeldt, Doch achtest du gar wenig Vergänglich Gut und Geld, Aalt uez nicht auf hohem Rosse Trägst keine güldne Kron, Sitzt nicht in festem Schlosse; Hier hast du Spott und Hohn. SGOTUITUH E ü Epiphanias. 79 4. Doch bist du schön gezieret, Dein Glanz erstreckt sich weit, Dein Güt allzeit regieret Und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen Durch dein Macht und Gewalt, Daß sie im Frieden sitzen, Die Bösen stürzen bald. ö 5. Du wollst dich mein erbarmen, In dein Reich nimm mich auf, Dein Güte schenk mir Armen Und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, Dem Teufel, Sünd und Tod, Daß sie mich nicht versehren; Rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden Dein Wort, den schönen Stern, Halt falsche Lehr und Sünden Von meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne Und mit der Christenheit Dich meinen König nenne Jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, 1557—1622. 56. Eigene Melodie. HQ 4 ö——.——— SSS... — 1 2 + 1— I Nahan⸗ Licht, du Stadt der Hei⸗den, und du Ischau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗den ü⸗ber —— 3—— i a⸗lem, wer⸗de Licht; aD dei⸗nem Haupt an⸗bricht. Gott hat de⸗rer Epiphanias. 2———.— ö l .— I * I8 II nicht ver-ge 2. Dunkelheit die mußte weichen, Als dies Licht kam in die Welt, Dem kein andres ist zu gleichen, Wel ches alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, Dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach wie waren wir verblendet, Ehe noch dies Licht brach an. Ja, da hatte sich gewendet Schier vom Himmel jedermann; Unsre Augen und Gebärden Hafteten nur an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen, Seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, Jedem fehlt' es an dem Licht, Das zum rechten Himmelsleben Seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen Ist der Aufgang aus der Höh, Haben wir das Licht empfangen, Welches so viel Angst und Weh Aus der 153—— hinweggetrieben, Daß nichts Dunkles übrig blieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken In der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, Daß du hast so wohl getan Und uns diesen Schatz geschenket, Der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, Daß wir dir zu jeder Zeit es⸗ sen, die im Fin⸗stern sind ge⸗-ses⸗sen. s HERR kun — — + 838 +41 — — üken irke, Passionszeit. 81 Durch des Glaubens Liebeswerke Folgen in Gerechtigkeit Und hernach im Freudenleben Heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinung müß erfüllen Mein Gemüt in aller Not; Dein Erscheinung müsse stillen Meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen Müsse mir dein Licht erscheinen. 9. Jesu, laß mich endlich gehen Freudig aus der bösen Welt,‚, Dein so helles Licht zu sehen, Das mir dort schon ist bestellt, Wo wir sollen unter Kronen In der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607—1667. V. Passionszeit. 57. Eigene Melodie. 1528. 9.— V. 1— 2—3 DE—.— ———* — 12——— — — Vers 1 u. 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du 6251.. SPSSSSSI I IIIIIIIIIIIIIII trägst die Sünd der Welt, erbarm dich un⸗ser! ——4 1—.— ——— 1. — 1 1— Vers 3. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du ——— 0353—5.————— E — — — 4— +.* 3nn nunn — +— J.— I trägst die Sünd der Welt, gib uns dei⸗nen Passionsze eit. —.—. N—.— ů .——— ——— PPPPIrrfttæ.ts.c. C.——5.—.— ——.—.— Frie⸗den. A*„ men. Alte Kirche. 58. Mel.: Jesu, deine tiefen Wunden. 1609. —— 9 ů 12— am Kreuz ist mei⸗ne Lie⸗be O daß ers doch e⸗wig blie⸗-be, ———.— und sonst ni chts i in die-ser Welt. der mir jetzt so wohl, ge⸗=fällt! Nun mein Der ah Kreuz ist mei⸗ne Lie⸗be. ö 2. Zwar es ist mir unverborgen Was die Lieb oft nach sich zieht: Schmach, Berfol gung, Not und Sorgen, Kreuz und Armut bringt sie mit. Ja, wenn er, mein Heiland, will, Ist kein bittrer Tod zu viel. Doch es komme noch so trübe, Der am Kreuz ist meine Liebe. 5 Passionszeit. 83 —— 3. Lieber wähl ich solge Wlage ta Und der Liebe schweren nd, Als ohn ihn die besten Tage en. Und der Ehren eitlen Tand. irche. Heißt mich immer wunderlich, Spotte man auch über mich, 1699 Daß ich, was er haßt, nicht übe, — am Kreuz ist meine Liebe. — Aber wißt ihr meine Stärke —.‚— und was mich so mutig macht, be Daß mein Herz des Fleisches Werke be, Und des Satans Grimm verlacht? — Jesu Lieb ist mir gewiß, — Seine Lieb ist stark und süß! — Was ist, das mich noch betrübe? mein Der am Kreuz ist meine Liebe. 5. Diese Liebe lohnet endlich, Führt zu ihm ins Vaterhaus, Ist zur letzten Zeit erkenntlich Und teilt Kränz und Kronen aus. Ach, ach wollte Gott, daß doch Alle Welt dereinst sich noch Dieses in das Herz einschriebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Johann Ernst Greding, 1676—1748. Mel.: An Wasserflüssen Babylon. 152²⁵. V 2.———— D en, Ein Läwrpilein geh ht und trägt die Schuld es geyt und trä⸗ 94 in Ge⸗duld e. n.n n der Welt und ih⸗ 8r Kin⸗der; die Sün⸗den al⸗ler Sün⸗der;'5 geht do⸗ 8⁴ Passionszeit. ö + SD— 11. EE — I E.. i L— IEII SI...———. * 1— 4—..—— 1—1— hin, wird matt und krank, er⸗gibt sich auf die 1— — 2 14 + J—— — D— — 2 + 3—5 Wür⸗ge⸗bank, ver⸗zeiht sich al⸗ler Freu⸗den; es D — — +* + nim⸗met an Schmach, Hohn und Spott, ........— ——.———— q—IFIF— ——.——— Angst, Wunden, Strie-men, Kreuz und Tod und ů— — ee=e —.—.— 2——— spricht: Ich wills gern leee ⸗ ⸗den. * Oder: ——— —————...— 7—.—— ö und spricht: Ich wills gern lei-den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund Und Heiland meiner Seelen; Den, den hat Gott zum Sündenfeind Und Sühner wollen wählen: ö „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die ich ausgetan Zu Straf und Zornesruten; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los Durch Sterben und durch Bluten.“ —9*9909EI — VIIRA? ———e 589 2 IE-/— ISIIIAIIA —+. Passionszeit. 85⁵ — 3.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, Leg auf, ich will dirs tragen; die Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen.“ 42 O Wunderlieb, o Liebesmacht, — Du kannst, was nie kein Mensch gedacht, es Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, —. Du streckest den in Grab und Sarg, —— Vor dem die Felsen springen. ʒtt, 4. Mein Lebetage will ich dich —1 Aus meinem Sinn nicht lassen; —.— Dich will ich stets gleich wie du mich Mit Liebesarmen fassen. — Du sollst sein meines Herzens Licht, und Und wenn mein Herz in Stücke bricht, Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigentum en. Beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit — Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen; Mein Bach des Lebens soll sich dir eund Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen; Und was du mir zu gut getan, Das will ich stets, so tief ich kann, h an In mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden Der Schätze, die viel größer sein Als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt Und allem, was der Welt gefällt, Sollst du mein Herze bleiben. 86 Passionszeit. Ich hab ein Beßres funden; 6⁰ Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, Ist dieses, was geflossen ist—— Aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu nutz Zu allen Zeiten machen; Im Streite soll es sein mein Schutz, In„Traurigkeit mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenspiel, u Und wenn mir nichts mehr schmecken will Soll mich dies Manna speisen; ö— Im Durst solls sein mein Wasserquell, 5 In Einsamkeit mein Sprachgesell, I Zu Haus und auch auf Reisen.—— 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, So kann mirs Schatten geben; Setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, D So find ich bei dir meine Ruh, D Als auf dem Bett ein Kranker. 41 Und wenn des Kreuzes Ungestüm Mein Schifflein treibet um und um,— So bist du dann mein Anker. 9. Wann endlich ich soll treten ein* In deines Reiches Freuden, So soll dies Blut mein Purpur sein, 32 J.0 will mich darein kleiden. 4 Es soll sein meines Hauptes Kron, In welcher ich will vor den Thron Des höchsten Vaters gehen** Und dir, dem er mich anvertraut, 9 Als eine wohlgeschmückte Braut An deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, 1607-1675. Passionszeit. 87 60 Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. 2———.—— .————— 4 mein Je⸗sus schließt die Au-⸗gen zu; will die Le⸗bens⸗ son ⸗ ne geht zur Ruh ...——.—.——— ———————————— und sinkt in stil⸗ le To⸗des⸗ nacht IDEEEEE o gro⸗ßes Wort: Es ist voll-bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen; , Das ewge Wort muß sprachlos sein, Das Herz der Treue wird gebrochen, Den Fels des Heils umfaßt ein Stein; Die höchste Kraft ist nun verschmacht, O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, Verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: Des Sohnes Blut erlangt Gehör; Am Kreuz hats Frieden uns gemacht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen Zieht mich zu deinem Grabe hin, dich wünschen Engel zu umfangen, Ruh auch in meinem Herzen drin, Wo dir die Liebe Raum gemacht; O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 1676. 88 Passionszeit. 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh auf Christi Grabesstein; Die Engel sind allhier zugegen, Ich schlummre sanft mit Jakob ein, Die Himmelspfort ist aufgemacht, O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo Franck, 1659-1735 61. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. ⁰ — DDi DD———1— 1. Herr Je⸗su Christ, dein teu⸗res 1.——..— E—— 4 Z—————— ——- Blut ist mei⸗ner See⸗le höchstes Gut, 2—.—2— 2—.—— 2 2— — rn. das stärkt, das labt, das macht al- lein dr Err Hr v ————— 2———— L.— 4 I mein Herz von al-len Sün-den rein. 2. Dein Blut mein Schmuck, mein Ehrenkleid, Dein Unschuld und Gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott bestehn Und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, Dein teures Blut, dein Lebenssaft Gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, Wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, So laß ja dies mein Labsal sein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. Johann Olearius, 1611—1684. 4⁰ * Passionszeit. 89 Mel.: Herr Jesu Christ, du höchstes Gut. Oder: Wenn mein Stündlein vorhanden ist. 1594. ————— ääSPISIIII Fir Raß Je ⸗=su, dei ⸗ne Angst und Pein Jlaß mir vor Au⸗gen all⸗zeit sein, daß die Sün⸗de zu ver⸗-mei⸗den. Laß ———— 5 ͤ tä; 2—— *————.— — mich an dei-ne gro⸗ße Not und dei⸗nen V 2—.—..5.57— 1— 1——.— ——— r SSx?x ——.———— W 68⁴. Mich wirst hinkünftig bringen, 2. Die Wunden alle, die du hast, Hab ich dir helfen schlagen, Auch meine große Sündenlast Dir aufgelegt zu tragen; Ach liebster Heiland, schone mein, Laß diese Schuld vergessen sein, Laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du hast verlassen deinen Thron, Bist in das Elend gangen, Ertrugest Schläge, Spott und Hohn, Mußtest am Kreuze hangen, Auf daß du für uns schafftest Rat Und unsre schwere Missetat Bei Gott versöhnen möchtest. 4. Drum will ich jetzt aus Dankbarkeit Von Herzen dir lobsingen, Und wenn du zu der Seligkeit 9⁰ Passionszeit. So will ich daselbst noch viel mehr Zusamt dem ganzen Himmelsheer Dich ewig dafür loben. 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein Und dein betrübtes Leiden Laß meine letzte Zuflucht sein, Wenn ich von bier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod Fein sanft beschließe meine Not Und selig sterbe. Amen. Unbekannt, 1674. 63. Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. J. Crüger. 1640. (Nr. 64.) 1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, Mich in das Meer der Liebe zu versenken, Die dich bewog, von aller Schuld des Bösen Uns zu erlösen. 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns ö auf Erden Und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, An unsrer Statt gemartert und zerschlagen Die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäftel Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, Mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Am Kreuz erblicken.[Entzücken 1674. 16⁴⁰0. nken, „ ösen )uns den erden, »n häfte! 10 de zösen; lösen. und ken Passionszeit. 91 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; Es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, Lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Zu Gottes Freunde.[Feinde 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Gemüte In deine Güte. 7. So sei denn ewig auch von mir gepriesen Für das Erbarmen, das du mir erwiesen, Da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben Dahingegeben. 8. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben Und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte Stets neue Kräfte. 34 Eigene Melodie. 6 6 J. Crüger. 1640. iie. IDSDSDSSSSEEeEEEE—— 4. Herz⸗liebster Je⸗su, was hast du ver— ———————— ——* —————— 92 Passionszeit. 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; Du wirs Ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich geschlagen. Ich, ach Herr Jefu, habe dies verschuldet, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, Für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden. 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten Im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme: Wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, Daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden Mit alten Sünden. 9. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Fest die Begierden an das Kreuz zu heften, So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. t mit Essig und mit Gall getränket, ö V 6 „ Passionszeit. 10. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen, net, Kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch iket ö lagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. en? 11. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, Wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; In Gnaden wirst du dies von mir annehmen, afe! Mich nicht beschämen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne ö Auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. hen 01865 Heermann, 1585-1647. 8 en 65. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 5 ne MEEEE en I——V——.— 2D...— 1. 5—— dan⸗ke dir für dein⸗nen Tod, Herr die du in dei⸗ner 3——— ten Not' em⸗ ö E—— . Je=su, und die Schmtttene zen,— pfandst in dei-nem Her ⸗zen. Laß die Ver⸗ — DWWIJJ——..—.—.—.——— 110„ DꝑPꝑIꝑIIIIIttItItItxITtTTtTxTtxtt. TæTæTCTCTRTRTRTRTx sen———.— 5—.— dien⸗ste sol⸗cher Pein ein Lab-sal mei⸗ner ——— e K —— + —— ——. — 1 —— Seelle sein, wenn mir Dith An⸗ gen bre⸗chen. Passionszeit. 2. Ich danke dir für deine Huld, Die du mir hast erzeiget, ö Da du mit Zahlung meiner Schuld.* Dein Haupt zu mir geneiget. Ach neig dich auch zu mir, mein Gott, Wenn ich gerat in Todesnot, Damit ich Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst Aus ihrem Leibe scheiden, Auf daß an mir nicht sei umsonst Dein teuer wertes Leiden; Nimm sie hinauf zur selben Frist, Wo du ihr liebster Jesus bist, Und laß mich ewig leben. Johann Scheffler(Angelus), 16241677. * 66. Mel.: Christus, der uns selig macht. 1531. —.—.— 2, 1. Je⸗su, dei⸗ne Pas⸗si⸗on will ich jetzt be⸗ 11 IIIPIIII. —————— den-ken, wol-lest mir vom Himmelsthron 2.—.— e een d. r in. ———23 Geist und An-dacht schen-Ken. In dem Bil-de ren fn,. ö — I— E.—.—.— = jetzt er⸗schein, Je⸗su, mei-nem Her-zen, wie du, Passionszeit. 9⁵ .— enn de 5 77 2 9— un⸗ser Heil zu sein, lit⸗test al⸗le Schmer-zen. vott, 2. Gib, daß ich recht sehen mag Deine Angst und Bande, ö Dein Verspeien, Schläg und Schmach, Deine Kreuzesschande, ö Deine Geißel, Dornenkron, Speer- und Nägelwunden, Deinen Tod, o Gottessohn, In den Marterstunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein Deine Marter sehen, 7 Laß mich au die Ursach fein Und die Frucht verstehen. Ach, die Ursach war auch ich, 531. Ich und meine Sünde; Diese hat gemartert dich, — Daß ich Gnade finde. — 4. Jesu, lehr bedenken mich be⸗ Dies mit Buß und Reue; Hilf, daß ich mit Sünden dich 3 ö Martre nicht aufs neue. 2 Sollt ich dazu haben Lust 50 Und nicht wollen meiden, on Was mein Heiland büßen mußt —— Mit so großen Leiden? 25—. 5. Wenn mir meine Sünde will Machen heiß die Hölle, 36 Jesu, mein Gewissen still, Dich ins Mittel stelle. —— Dich und deine Passion . Laß mich gläubig fassen. Liebet mich sein lieber Sohn, du, Wie kann Gott mich hassen? 96 Paf sionszeit. 5.— Gib auch, Jesu, daß ch gern Dir das Kreuz nachtrage, ö Daß 5 Demut von dir lern Und Geduld in Rlge⸗ Daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen— Bessern Dank 100 dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund v. Birken, 1626—168ʃ1. 67. Eigene Melodie. 1609. 1 Je⸗su, dei⸗ne tie⸗ fen Sdunden⸗ ge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den +.————————— n Knt. I— ‚. T—— *——— F— 2+—.—— 1—.—— dei⸗ ne Qual und bitt⸗ rer Tod I Trost in Leibs- und See-⸗len⸗not. 2 den ich bald an ö nem Her-zen, — —— mit der Sün⸗de je zu scher⸗ zen. 2. Will sich denn in Lüsten weiden Mein verderbte⸗ Fleisch und Blut, So gedenk ich an dein Leiden, Bald wird alles wieder gut. Passionszeit. 97 Kommt der Satan und setzt mir Heftig zu, halt ich ihm für Deine Gnad und Gnadenzeichen, Bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen Auf die breite Sündenbahn, Da nichts ist als Jubilieren, Alsdann schau ich emsig an Deiner Marter Zentnerlast, Die du ausgestanden hast; So kann ich in Andacht bleiben, Alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket, Geben deine Wunden Kraft; Wenn mein Herz hinein sich senket, Schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendt in mir das bittre Leid, Der du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen, Du bist meine Zuversicht; Dein Tod hat den Tod zerhauen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet mir Trost, Schutz und Heil; Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, Du Brunn aller Gütigkeit, So empfind ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich; Kein Feind kann verletzen mich. Wer sich legt in deine Wunden, Der hat glücklich überwunden. Johann Heermann, 1585—1647. 7 98 Passionszeit. 68. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. ——— W. Weßnitzer. 166l. 0 + WEE IIIFFI — I 5 1 2 727— 1 Je ⸗ su, der du wol⸗len bü⸗ßen durch dein teu⸗res Blut⸗ver⸗gie⸗FBen, e, ä...—————— für die Sün⸗den al⸗ler Welt IN Hnf⸗ der du dich hast dar⸗ge⸗stellt als ein O⸗pfer — 6 EREEEEEE 2557—————— für die Sün⸗der, die ver⸗lor-nen A⸗dams⸗ I DD‚ñ‚—————————. 2 IZ.. 2 2— 2.— 1—— 2— 1.— kin⸗der: ach laß dei-ne To-des⸗pein xII. ——. ö +— 1.—2— +—9*—— 153..—— nicht an mir ver⸗lo⸗ren sein. 2. Rette mich durch deine Plagen, Wenn mich meine Sünde plagt; Laß, ach laß mich nicht verzagen, ö Weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle, Wenn ich Drangsalshitze fühle: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 3. Mache mich durch deine Bande Von des Satans Banden frei; Hilf, daß dein erlittne Schande Meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden Laß mich nicht zuschanden werden: 5 Passionszeit. Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, Liebster Jesu, mir das Wort, Wenn mich Sünden überzeugen Und verklagen fort und fort, Wenn mein bös Gewissen schreiet Und mir mit Verdammnis dräuet: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freudenrosen brechen, Liebster Jesu, meine Zier, Von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir, Kröne mich mit Huld und Gnade, Daß kein Sündendorn mir schade: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 6. Ach laß deine tiefen Wunden Frische Lebensbrunnen sein, Wenn mir alle Kraft verschwunden, Wenn ich schmacht in Seelenpein; Senk in Abgrund deiner Gnaden Alle Schuld, die mich beladen: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 7. Ach zerbrich des Eifers Rute, Ach erzeige Gnad und Huld. Tilge doch mit deinem Blute Meine schwere Sündenschuld; Laß mich in der Angst der Sünden Ruh in deiner Seite finden: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 100⁰ Passionszeit. 8. Hilf, daß mir dein Dürsten nütze, Das am Kreuze dich geplagt; Wenn ich gecheiß wenn ich schwitze, Wenn mich meine Sünde jagt, Laß 35 deinen Durst genießen, Laß mir Lebensströme fließen: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 9. Jesu, komm mich zu befreien Durch dein lautes Angstgeschrei; Wenn viel tausend Sünden schreien, Stehe doch mir Armen bei; Wenn mir Wort und Sprach entfallen, Laß mich sanft von hinnen wallen: Laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. Unbekannt, 1607. Eigene Melodie. W. Weßnitzer. 166t. ———5———— 122— de-su, mei-nes Le-bens Le— beh⸗ der 20 655 für 52 ge⸗ ge-ben ů Je⸗su, mei⸗nes To⸗ des Tod, in die tief⸗-ste 6577 ⸗len-not, —— ö——— — 5——.——...—.... *1* 2 22—— 29èõ—.— ste Ver⸗—— ben, nur daß ich nicht moch⸗te nn——— in das äu⸗ ̃er⸗ ö — Ee 2 1 n, Passionszeit. 101 —— 2— 1—. I 5—*—— 1 4 nenn————— lieb⸗ster Je-su, Dank da⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, Du gerechter Gottessohn, Nur mich Armen zu erretten Von des Teufels Sündenketten. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden ließest du dir schlagen, Ohnemaßen littest du, Um zu heilen meine Plagen, Um zu setzen mich in Ruh Ach du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, Dich mit großem Schimpf belegt, Gar mit Dornen dich gekrönet; Was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, Mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, Mich zu lösen von der Pein, Fälschlich lassen dich anklagen, Daß ich könnte sicher sein; Daß ich möchte trostreich prangen, Hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 10² Passtonszeit. 6. Du hast dich in Not gestecket, —— gelitten mit Geduld, ar den herben Tod geschmecket, Um zu büßen meine Schuld; ö Daß ich würde losgezählet, ö Hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, ranfendunul sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hagt gebüßet Meinen Stolz und Übermut, Dein Tod meinen Tod versüßet; Es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien Muß zu Ehren mir I5ser vit Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Jesu, für gesamte Not, Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben, bittern Tod; Für dein Zittern, für dein Zagen, Für dein tausendfaches Plagen, Für dein Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. —08 Wel.: Herzlich lieb hab ich dich o Herr. I5In. ere, 2 SSSSIEEEEEEE.— .— ** 1 h uns doch Chri⸗-sto dankbar sein, daß „Auch laßt uns sein der Sün⸗de feind und 1 2 1— +*— ——————— e,, r — er für uns in gro⸗ße Pein sich wil⸗lig weil Gott nunmehr un⸗ser Freund, nach sei⸗nem Passionszeit. 103 a 15—.— hin ⸗ge⸗ ge⸗ ben. Wil⸗len le⸗ ben, die Lieb er-zei⸗gen ———— ö ö ———.— DD—————.—1 2—.——— je⸗dermann, wie Chri⸗stus selbst an uns 5 tan. 5——.—— ... E—— O Men⸗ Wescrnd be⸗tracht es recht, wie ——.———— 2..——= Got⸗tes Zorn die Sün⸗ enchn a Je⸗ su — Christ, mein Herr und Gott, mein Hert und Gott, von Sün⸗den schrecke mich dein Tod. 71. Eigene Melodie. 1684. I ——*—— + —.— E....——— . O du Lie⸗ be mei⸗ner Die⸗ be, die du dich aus höch-stem Trie-be E—————— SSSSSS. n czr wünsch⸗ te 3 Zlig⸗keit, dei ⸗nes in das jam⸗mer⸗vol⸗le Leid 239 104 Passionszeit. Lei-dens mir zu gu⸗te als ein O=pfer ein⸗ge⸗stellt und be-zahlt mit dei⸗ner v.—.— Blu-te al⸗-le Mis⸗se-⸗tat der Welt; 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen An dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen Ju des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Treu die Last des Kreuzes trägt; 3. Liebe, die mit starkem Herzen Alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die mit Angst und Schmerzen Nicht der strengste Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, Als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen Mich zuletzt in höchster Huld Ihrem Vater überlassen, Die selbst starb und für mich bat, Daß mich nicht der Zorn sollt faͤssen Weil mich ihr Verdienst vertrat; + Passionszeit. 10⁵ 5. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuzesholz erworben, Ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, Du verwundte Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh! 6. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann, Und der Seelen Heil erworben, Nimm mich ewig liebend an. Elisabeth v. Senitz, 1629—1679. 2. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. 0 V I I + 1 — 1————.— S. SSSPIPIPIIIII.I.....— + 1.] O Haupt voll Blut und Wün⸗den, voll o Haupt, zum Spott ge-bun-den mit E ———— ..........——.— — ö— Schmerz und vol-ler Hohn, ei ⸗ ner Dor-nen⸗ ö kron! o ..—————— Haupt, sonst schön ge krö⸗net mit höch-ster Passionszeit. ———— tr. ö ö——— 25— ————UI—.— ö Ehr und Zier, jetzt a-ber höchst ver⸗ ö ———1———— 534.——.——— 1.——————————————— —.— höh-net: ge-grü-⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, Davor sonst schrickt und scheut Das große Weltgewichte, Wie bist du so bespeit, Wie bist du so erbleichet, Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schändlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, Der roten Lippen Pracht Ist hin und ganz vergangen; Des blassen Todes Macht Hat alles hingenommen, Hat alles hingerafft, Und daher bist du kommen Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine Last; Ich hab es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau 585 hier steh ich Armer, Der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, ö Den Anblick deiner Gnad. ö 5. Erkenne mich, mein Hüter, ö Mein Hirte, nimm mich an; Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts getan; 4*.. Passionszeit. 10⁷ Dein Mund hat mich gelabet Mit Milch und süßer Kost, Dein Geist hat mich begabet Mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht, Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden, Mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich nun erkalte, In dir mein Ende sei. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Angsten Kraft deiner Angst und Pein. 108 Passionszeit. 10. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn dein Bil de In deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, 1607-1676. 75. Mel.: Christus, der uns selig macht. 1531. —.5.——————.————— e.,,i in,—..———— —2———— 2——. 1. 2— O hilf, Chri⸗ ste, Got⸗tes Sohn, durch 6. I — —.—— q— 1— bit⸗ter Lei⸗ den, 0 wir dir stets un⸗ ter⸗ tqn, E— ——— II * all Un⸗tu⸗gend mei-⸗den, deinen Tod und ö— farE —. sein Ur-sach—— bar⸗ 3— be-den ⸗ ken, rerer wn.——.— , irn. da⸗für, wie ⸗-wohl arm und schwäch, 1————. x—.—. ö H—.—..—. *.————— 1— *— dir Dank⸗op⸗fer schen- ken. Michael Weiße, 1540. Passionszeit. 109 74⁴. Eigene Melodie. 1598. 0Q .—.. II—— 27 —.—— 0.————— — 1 12 Lamm Got⸗-tes, un⸗schul-dig am all-zeit er-fun-den g'dul-dig, wie⸗ ———— 1—.——— —. SSSSE.. Stamm des Kreuzes ge⸗schlach-tet, 0 wohl du wurdest ver⸗ach⸗tet: all Sünd hast II ———————— + ——.— ED.— —**—— 1———————— *— du ge⸗tra- gen, sonst müß-ten wir ver-za-gen. D e ᷑n rin=ei Erbarm dich un-ser, o Je-su, Je-su! 2. O Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit erfunden g'duldig, Wiewohl du wurdest verachtet; All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit erfunden g'duldig, Wiewohl du wurdest verachtet; All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein Frieden, o Jesu, Jesu! Nikolaus Decius, 4 1541. Passionszeit. 75. Eigene Melodie. 162³. HQ.+ einknin: a.,..,. V——————.—.— ISSe akeit, 0 9————— 8— —— La. ei⸗ 0 Kind Wird ins Grab ge ⸗ tra⸗ gen. 2. O große Not, der Herr ist tot, Am Kreuz ist er gestorben, Hat dadurch das Himmelreich Uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd Hat dieses angerichtet, Da du durch die Missetat Warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, Liegt hier mit Blut beflossen, Welches er ganz mildiglich Hat— dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund, Wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, Muß dich ja beklagen. 6. O selig ist zu jeder Frist, Der dieses recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab versenket. 7. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, Ich bitte dich mit Tränen: Hilf daß ich se bis ins Grab Lach dir möge sehnen. Johann Rist, 1607.—1667. 1667. Passionszeit. 111 76 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. — ö ö—.— ö———5 IDDDEEE 1. O Welt, sieh hier dein Le-ben am ———. ů——— ————— ö ——— — Stamm des Kreu⸗zes schwe-ben, dein ———————— Znrer,xen Heil sinkt in den Tod. Der gro⸗ße Fürst der — +— ö ———2.——————. 4—— I 3 H- Eh⸗ren läßt willlig sich be⸗schwe⸗ren mit i Schlä-gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, Sein Leib ist ganz mit Schweiße Des Blutes überfüllt; Aus seinem edlen Herzen Vor unerschöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder Wie wir und unsre Kinder, Von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und das betrübte Marterheer. 11² Passionszeit. 5. Ich bins, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden in der Höll; Die Geißeln und die Banden Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verehrst du mir den Segen, Dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, Ja lässest dich gar würgen Für mich und meine Schuld; Mir lässest du dich krönen Mit Dornen, die dich höhnen, Und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden All Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr; Was Leib und Seel vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb und unverfälschten Treu. Passionszeit. 113 11. Ans Kreuz will ich mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was dir, Herr, nicht gefällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Gefiel es auch der ganzen Welt. 12. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 77. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. — ů 1—— EEIEEE. + 1.—.— See⸗ 8e, geh auf G Gol⸗ ga⸗ tha/ setz dich und be⸗ den⸗ ke, was dich da 3— ein un⸗ ter Je⸗su Kreu⸗ze Trieb zur Bu⸗ße rei⸗ ze; ——— V emp⸗find⸗lich sein, o so bist du mehr als Stein. 2. Hins doch das Jammerbild Zwischen Erd und Himmel hangen, Wie das Blut mit Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen. Ach der übergroßen Not, Es ist ja mein Jesus tot! willst du un⸗ ———— D2722212). Passionszeit. 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das ů10 ich verschuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, Gibst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe. Schaue von des Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe. Dein im Blute wallend Herz Setzet mich in tausend Schmerz. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr Diese Plagen dir vergelten, Du verbindest mich zu sehr; Alle Güter, tausend Welten, Alles wäre noch kein Dank Nur für deinen Gallentrank. 6. Nun, ich weiß noch was für dich: Ich will dir mein Herze geben; Dieses soll beständiglich Unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. 7. Laß dein Herz mir offen stehn, Offne deiner Wunden Türe; Da hinein will ich stets gehn, Wenn ich Kreuz und Not verspüre, Wie ein Hirsch nach Wasser dürst, Bis du mich erquicken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen; Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen. Führ in allem Kreuze mich Wunderlich und seliglich. Passionszeit. 11⁵ 9. Endlich laß mich meine Not Auch geduldig überwinden. Nirgend sonst wird mich der Tod Als in deinen Wunden finden. Wer sich hier sein Bette macht, Spricht zuletzt: Es ist vollbracht! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 78. Mel.: Jesu, deine tiefen Wunden. 1699. Oder: Freu dich sehr, o meine Seele. — E— ö—— 0 — 7 2⁴ 2 1 ö Sei mir tau⸗send⸗mal ge⸗ grü⸗ t, Je⸗— der du selbst ge-bü-ßet 1 2—..—. 1. 12.—— Z d 9 3. ich: der mich je und je ge⸗ ließt, das, wo⸗ Güti ich dich be⸗ trübt. Ach wie ist mir —— ö f Le,——.— E— doch so wohl, wann ich knien und lie⸗ gen foll E.— r.—— ——————— an dem Gren⸗ 536, da du stir⸗best und um mei-ne .—— —4 13* L L—— ö— 2——— See⸗le wir-⸗-best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich krank und traurig bin Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden hin, 8* 116 Passtonszeit. Den mir Adams Fall gebracht Und ich selber mir gemacht; Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, Wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, Da mein ganzes Herze ruht; Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten Auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten Und mich selber freundlich an Von des hohen Kreuzes Baum Und gib meiner Bitte Raum, ů Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 79. Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid. 1628. —0— E ar, e. x..t / +2——.—.——— 1 1. So ru⸗-hest du, 0 meiene Ruh, é 2—— in dei⸗ner Gra⸗bes-höh- le und er⸗ ö— ———— D öDPDSDSPIPIPISI TIIII weckst durch dei-nen Tod m ei⸗ne to⸗te Seecle. „EA Passionszeit. 117 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben. Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken; Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich auf Rosen liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen Und in ganz verklärter Zier Aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis ins Grab gedenken. Salomo Franck, 1659—1725. 80. Mel.: Herr Christ, der einig Gotts Sohn. 1524. ———— v n a 9 2 73.85 E—.— —.—..—0 6—— so laß mich wohl be⸗ den⸗ken, —D.—— ——————„de, o mein Herr Je⸗s wie du ge⸗stor⸗ben 118 Passionszeit. —— EA 2——.——— .—————.——— mei⸗ne Schul-den⸗last am Stamm des heil⸗gen & — —.— ů ö — ——— ö———————— ——— ö Kreu-⸗zes auf dich ge-nom-men hast. 2. O Wunder ohnemaßen, Wer es betrachtet recht: Es hat sich martern lassen Der Herr für seinen Knecht, Es hat sich selbst der wahre Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, Die Schuld ist allzumal Ha durch Christi teures Blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen Jetzt und mein Leben lang Für deine Pein und Schmerzen, O Jesu, Lob und Dank, Für deine Not und Angstgeschrei, Für dein unschuldig Sterben, Für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier, Daß mir nie komme aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. Passionszeit. 119 6. Mein Kreuz und meine Plagen, Sollts auch sein Schmach und Spott, Hilf mir geduldig tragen. Gib, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese Welt Und folge dem Exempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, Was du an mir getan, Und meinen Rächsten lieben, Gern dienen jedermann Ohn Eigennutz und Heuchelschein Und, wie du mir erwiesen, Aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden Mich trösten kräftiglich In meinen letzten Stunden Und des versichern mich, Weil ich auf dein Verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 16011673. 81 Mel.: Nun laßt uns den Leib begraben. Wittenberg. 1544. ———————U————— — Christ, daß du für uns ge⸗stor⸗ben bist n—.— — und hast uns durch dein teu⸗res Bfut ge⸗ 120⁰ Ostern. ö— macht vor Gott ge⸗ recht und gut. 2. Und bitten 131 1. wahr Mensch und Gott, Durch deine heilgen Wunden rot, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not. 1 4— V. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, Reich uns dein allmächtige Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sein, Uns trösten deiner schweren Pein, 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, Daß du uns wirst verlassen nicht, Sondern ganz treulich bei uns stehn, Daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, 4 1600. VI. Ostern. 8². Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. e. ö— * E 7 2——. ..— 1——.. — 2 den nimm wahr, was heut ge⸗ schichtl den nun ein so gro⸗ 42—05—. 1—— 4— 5——— 25. Mein Hei⸗land war ge⸗legt da, wo man — N*— E D Auns hin⸗trägt, wenn von uns un ⸗-ser Ostern. 421 + D EEEEE ........... 2 668— Geist gen Him⸗mel ist ge⸗ reist. 2. Er war ins Grab gesenket, Der Feind trieb groß Geschrei. Eh ers vermeint und denket, Ist Christus wieder frei Und ruft Viktoria! Schwingt fröhlich hier und da Sein Fähnlein als ein Held, Der Feld und Mut behält. 3 Das ist mir anzuschauen Ein rechtes Freudenspiel; Nun soll mir nicht mehr grauen Vor allem, was mir will Entnehmen meinen Mut Zusamt dem edlen Gut, So mir durch Jesum Christ Aus Lieb erworben ist. 4. Die Höll und ihre Rotten, Die krümmen mir kein Haar, Der Sünden kann ich spotten, Bleib allzeit ohn Gefahr; Der Tod mit seiner Macht Wird nichts bei mir geacht, Er bleibt ein totes Bild, Und wär er noch so wild. 5. Die Welt ist mir ein Lachen Mit ihrem großen Zorn; ö Sie zürnt und kann nichts machen, All Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht Mein Herz und Angesicht; Das Unglück ist mein Glück, Die Nacht mein Sonnenblick. 14½ Ostern. Ich hang und bleib auch hangen A m Christo als ein Glied; Wo mein Haupt durch ist gangen, Da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, Durch Welt, durch Sünd und Not, Er rorbet durch die Höll; 5 bin stets sein G jesell. Er dringt zum.—5 der Ehren, Ich folg ihm immer nach Und darf mich gar nicht kehr An einig Ungemach; ö Es tobe, was da kann, Mein Haupt nimmt sich mein an, Mein Heiland ist mein Schild, Der alles Toben stillt. 8. Er bringt mich an die Pforten, Die in den Wumeh führt, Daran mit güldnen Worten Der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, Wird hier auch mit gekrönt; Wer dort mit sterben geht, Wird hier auch mit erhöht Paul Gerhardt, 1607—1676. Mel.: Dennoch bleib ich stets an dir. — e.—..——— 1* Aufgnein Herz! Ein fro⸗her Tag har die (Chri⸗-stus, der im Gra⸗be lag, ist im ——0, E; 4— 5 der Furcht ver⸗trie⸗ben. To⸗de nicht ge⸗-blie-ben. O wie hoch sind D—2— Ostern. 123 — ö 5——— ö— ——— L.—.—. wir ge⸗tröst! Je⸗sus hat die Welt er⸗löst 2. Er ist Gottes ewger Sohn, Ewig sei er auch gepriesen; Seiner Feinde Schar zum Hohn ö Hat er sichtbar es bewiesen. n/ Er erfüllet durch die Tat, Was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schulden sind zwar groß, Doch wir dürfen nicht verzagen; Gott läßt unsern Bürgen los, Der sie büßend hat getragen. Jesus ist mit Preid gekrönt, Und wir sind mit Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünden Sold; Nun ist Christus unser Leben, Der für unsre Schuld nicht Gold, Nein, at selber hingegeben. 2— 31—..—— * Er hat aus des Grabes Nacht Neues Leben mitgebracht. ö 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? 1676. Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier ist Gott, der Hilfe schafft, Hier ist Jesus, der kann retten, Wenngleich unser Fleisch und Bein 2— Wird in Staub verwandelt sein. *2—— 6. Herr, dies glaub ich dir zum Ruhm, hat die Und mein Trost ist nicht vergebens; ist im Denn ich bin dein Eigentum, — Du die Quelle meines Lebens. — Hoch erfreuet sing ich dir ch sind Jetzt und ewig Dank dafür. Kaspar Neumann, 1648—1715. 5 Ch/ 8⁵ .65 i ha 3 fri sit E— 8= S b D — 3.— 2 0——— 2— + V— +Tre—8& +—5— V— ö— * ++——— 975— 0 3—— N e 5 PE*——— NE FEENA 8. If n R +— 3 1 8= V— II 65*— AI K e EHNIS E I1III 2= .— I...—.———— ———— 2 2———— Z. TCE ö 2* i 3 EF—— 15 + ů — +0— II8— HAENE— 0 II. — 0——.— III 2.——— I— A+— IBN— V 2— S ET 25 — 5 4 65 70 A 2 5— 0 4. 6 5 8 e s 2 E . S8— A E + 2 FFO I 2 IIII——— V 2 6 O. YV IIIE g 2 D D—— 4 V — f— VH.—.——— N EI S eE 4417 ESIITIII———— 0 V᷑e ———————. ö Di —.—.————*—4⁴⁷m. 2 + iN„ FENI S 0 8 NI IIUEHEAEIUAAAE 2— 53 SHH 2 V + DO N SSe Rs INAI B N= ⁴ 8852„ F I———.— ISN 2 5 N IIXI S Ostern. 12⁵ —.— 1 SS —. 4————— Christ will un⸗ser Trost sein. Hal⸗le-lu-⸗ja. —— Alte Kirche. 8⁵. Eigene Melodie. 1524. ....III ————.—. 1(Christ lag in To⸗des Ban⸗ den für der ist wie⸗der er⸗stan ⸗den und — ** +..— ⸗sre Sünd ge Hen hat⸗ 2255. das ben; —5 des wir sol⸗len .——4 2——ʒ — + 2 2.—— ...—— fröh⸗lich sein, Gotklo⸗ Wemuitd dankbar sein und V rèraareo enrn —————————*— H E— E— 1——— sin⸗gen: Hal⸗le⸗lu⸗⸗, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. 2. Den Tod niemand zwingen konnt Bei allen Menschenkindern: Das macht alles unsre Sünd, Kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald Und nahm über uns Gewalt, Hielt uns in seim Reich gefangen. Halleluja. 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, An unser Statt ist kommen Und hat die Sünde abgetan, Damit dem Tod genommen 0 Die kleinen Noten gelten für den 6. Vers. 126 Ostern. All sein Recht und sein Gewalt, Da bleibt nichts denn Tods Gestalt, Den Stachel hat er verloren. Halleluja. 4. Es war ein wunderlicher Krieg, Da Tod und Leben rungen; Das Leben das behielt den Sieg, Es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, Wie ein Tod den andern fraß, Ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja. 5. Hier ist das rechte Osterlamm, Das hat uns Heil erworben; Das ist an des Kreuzes Stamm In heißer Lieb gestorben; Des Blut zeichnet unsre Tür; Das hält der Glaub dem Tod für; Der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja. 6. So feiern wir das hohe Fest Mit Herzens Freud und Wonne, Das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, Der durch seiner Gnaden Glanz Erleuchtet unsre Herzen ganz. Der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja. 7. Wir essen und leben wohl, Zum süßen Brot geladen; Der alt Sauerteig nicht soll Sein bei dem Wort der Gnaden. Christus selbst die Kost will sein Und speisen die Seel allein; Der Glaub will keins andern leben. Halleluja. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 224.½ rrD H..——.——— Ostern. 12⁷ 86. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. .S........... 2 23——— Der Höl⸗le Pfor⸗ten sind zer⸗stört, 1./ des Sa⸗tans Reich ist ganz ver-heert, 59..— d d, 2— der Tod iß nun ver⸗schlun⸗gen, Lob sei dir, Gott, ge⸗ 55—.—— E—. 4—.— — 1— . 2—.———— —.——.— Ei ist die Himmelsbahn uns wieder auf⸗-ge-schlos⸗sen. 2. Was uns des ersten Adams Schuld Im Paradies verloren, Das und noch mehr hat Christi Huld Uns wiederum erkoren. Der starke Held aus Davids Stamm Hat seines Vaters Zornesflamm Gelöscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür Mit großer Macht gebrochen Und stecket auf das Heils-Panier, Gleichwie er hat gesprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit Uns wieder Fried und Freudigkeit, Ja alle Himmelsschätze. 4. Drum lasset uns in Fröhlichkeit Herz und Gemüt erheben, Weil uns ist diese Euadenzeit Vom Himmel wieder geben. 12⁸ Ostern. Wir haben Christi Reich und Macht; Er ist hinweg, der Tag und Nacht Vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, Liegt in dem Staub der Erden; Der vormals starke Seelentod Hat müssen kraftlos werden. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugnis obgesiegt Und uns zum Heil erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit Wie Christus auferstehen Und mit ihm in die Herrlichkeit Und Himmelsfreud eingehen; Denn wo das Haupt geblieben ist, Da müssen auch, wie Paulus schließt, Die andern Glieder wohnen. Michael Schirmer, 1606—1673. 87. Eigene Melodie. N. Herman. 1500 — * I— SS.. 1 E 12— I 1— = dr ann irntnen.—.—. 1.—— H. E I—E.—— ö 55, ö un⸗ser Herr, heut tri⸗ um⸗phiert, all sei⸗ne * —.—. Feind ge⸗fan⸗gen führt. Hal⸗le⸗lu⸗ja. 8 — Ostern. 129 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, Die Höll, all Jammer, Angst und Not Hat überwunden Jesus Christ, Der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her, Weil ihn besiegt des Lebens Herr; 59155 ist nun all seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, ö All's, was betrübet war zuvor, Das freut sich heut an diesem Tag, Da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja. 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, 4933 Singen das Halleluja fein Und loben dich, Herr Jesu Christ; „ 1500, Zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja. Nikolaus Herman, 4 1561. dran 88. Vorige Melodie. . N. Herman. 1560. hriß 1. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht; Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. i⸗ne Halleluja. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not Verschlossen, gleich als wär ich tot, ö Läßt du mir früh die Gnadensonn ö Aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn. ö Halleluja. 00 130⁰ Ostern. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt in Todes Zwang; Am dritten Tag durchs Grab er dringt, Als Sieger seine Fahne schwingt. Halleluja. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt Mit Schmach am Kreuz gefangen hält, Drauf folgt der Sabbat in dem Grab, Darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, Mein Ostertag ist schon im Lauf: Ich wach auf durch des Herren Stimm, Veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja. 6. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja. 7. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, Mein Heiland greift allmächtig drein, Führt mich heraus mit seiner Hand, Wer mich will halten, wird zu schand. Halleluja. 8. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er Auer herzlich liebt; Wenn mir 10 0 alle Welt stürb ab, Guug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja. t9 Ostern. 131 9. Er nährt, er schützt, er tröstet mich, Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil ich ein Glied seins Leibes bin. Halleluja. 10. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja. 11. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt; Dort wollen wir mit größerm Fleiß Erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja. Johann Heermann, 1585—1647. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. — X——* 0 —. 1 Hal ⸗le⸗lu⸗ja, jauchzt ihr Chö=re, Er, der Held, zer ⸗-riß die Ban⸗den S eeernut iurn U——.————— singt Je⸗su Chri⸗sto Preis und Eh⸗re, es To⸗des und ist auf-er⸗stan⸗den, 4. 2 —— ———.— — 0 3 1— wie groß, wie hei⸗lig ist sein Tag! er, der für uns im Gra⸗be lag. 9* —— x———— — ——.— ö =—.— Sein ist Ge⸗walt und Macht. Preis ihm, er ů ED.—.— —— ů————...— 4.— ö 2 —— — hats vollbr cht. Hal⸗le⸗lu⸗ja, er hats vollbracht, —— —— —. —. 2—.— ö———— ——————— —— 6 0 er, der die Macht des To⸗des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, Hat mächtig Satans Reich bezwungen, Von Todesketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder Sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, Entschlafen, Christe, dir, Ruhn im Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, Du wirst ihn herrlich auferwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Halleluja, Tod und Gericht Erschreckt uns nicht, Denn Jesus, unser Mittler, lebt. IXX JZ. ecken, Ostern. 133 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsres Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen. Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk, 1734—1814. 90. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 599. Q 1 — ů ———.— 6666.——.— 1. Hal⸗ le⸗lu⸗ ja, Je⸗ sus le⸗bet! Hoͤrts, be⸗trüb⸗te Sün⸗der, ge⸗bet ů ö V 2—.— ——— ———..— 8—.—— Er⸗ össte Men⸗schen, kommt, er⸗he⸗bet der Freude Raum, denn Je⸗-sus le⸗-bet, E— ö— ꝑPSPSSPSPSISISSISIIISIIIIII des Welt⸗er⸗lö⸗sers Ma⸗ je⸗stät. Gott hat— aus dem Staub er⸗ höht. — E—..— * A. —— 2 0 O See⸗le, dein G. fang er⸗schal-le ihm 4——— L zum Dand ihm zur Eh⸗re. Dich, gro⸗ßer Held E + 1 2 * N — — — *. E erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jesu Junge„ wehrt dem Leide, Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstritt. Seid ihr gleich des, Grabes Kinder, Er ist des Todes Überwinder, Er herrscht, der 22 euch starb und litt. Was wollt ihr traurig sein? Getrost könnt ihr euch freun. Jesus lebet In Ewigkeit; Zu aller Zeit Ist er zur Hilfe uns bereit. 3. Nun verzagt auch nicht, Verbrecher, Gott ist euch nun kein strenger Rächer, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch 3.— Todes überwinder Ist er dem reuerfüllten Sünder 22 Vater der Barmherzigkeit. Er nimmt ihn liebreich auf, Mit Kraft zum Glaubenslauf Ihn zu segnen. Preis sei der Huld, Die unsre Schuld Vert tilgt und trägt uns mit Geduld. 4. Tod, wo 1 nun deine Schrecken“ Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben tt. cken? Ostern. 13⁵ Sich aus des Todes Staub 25— ben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt. Alles lebet, Sowie verneut Zur Frühlingszeit Sich alles regt und alles freut. 5. O Erstandner, welch ein Segen Erwartet uns, wenn wir auf Wegen Einhergehn, die dein Fuß betrat. Unerforschte Seligkeiten, Die ewig währen, sind die Beuten, Die uns dein Sieg erkämpfet hat. Einst sind sie unser Teil, Einst krönet uns das Heil Deines Lebens. Gelobt sei Gott, Auch noch im Tod Ist er und bleibet unser Gott. Christoph—90 Sturm, 1740—1786. 91 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. *— 288 J. Crüger. 1656. 4. Hal⸗ le⸗lu lebtt Gruft und Kluft „le sind he⸗ zu vnn⸗ gen i n⸗durch⸗ge⸗ drun⸗ gen. ö— — Geht Hicht wahr nach Gol ⸗ Wabü Tod und 5 —— der Hel —. Ostern. sus lebt, Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Halleluja, seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet; Wischet eure Tränen ab, Weil die helle Sonne scheinet. Euer Heiland ist nicht da; Jesus lebt, Halleluja. 3. Halleluja, suchet 41—. Den Lebendgen bei den Toten, Glaubet aber dem Bericht Der verklärten Osterboten; Diese wissen, was geschah: Jesus lebt, Halleluja. 4. Halleluja, dieses Wort Soll mich wiederum beleben, Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben; Gnug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja. 5. Halleluja, er wird mir Leben in dem Tode geben. Also sterb ich freudig hier, Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja. Benjamin Schmolck, 1672—1737. ö ö—— 92. Eigene Melodie. Gesius. 160l. 4—. 1 SSPSISIIIIII.ITT +— 1 LI en E..—— 1. Heut tri⸗um⸗phie⸗ret Got⸗tes Sohn, der D inn, e IIIIIII —..——— — EEEEEE von dem Tod er⸗stan⸗den schon, Hal⸗le⸗lu⸗ SSSE ja, Hal⸗le⸗ lu⸗ ja, mit gro⸗ßer Pracht und — N sreeeen dei;e; nerre, 4.—————1 Herr-lich- keit, des dank'n wir ihm in Y e den d er P r.—...—. * 22— E.— 1 e 12 E⸗wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Dem Teufel hat er seine Macht erstört, verheert mit großer Kraft, alleluja, Halleluja, Wie pflegt zu tun ein starker Held, Der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja. 3. O lieber Herre Jesu Christ, Der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja, Führ uns durch dein Barmherzigkeit Mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Not; Wer glaubet und hält dein Gebot, Dar uja, Halleluja, er Welt ist er ein Hohn und Spott, Muß leiden oft ein schnöden Tod. Halleluja, Halleluja. 5. Nun kann kein Feind uns schaden mehr, Ob er gleich wütet noch so sehr; Halleluja, Halleluja. F————— MII E Lan- 138 Ostern. Er liegt im Staub, der arge e Feind, Und wir nun Gottes Kinder seind. Halleluja, Halleluja. 6. Dafür wir danken allzugleich Und sehnen uns ins Himmelreich. Halleluja, Halleluja, Es ist am End, Gott helf uns all, So singen wir mit großem Schall: Halleluja, Halleluja. 7. Gott Vater in dem höchsten Samt seinem eingebornen Sohn, Halleluia, Halleluja, Dem heilgen Geist in gleicher Weis In Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja, Halleluja. Basilins Förtsch, 16m. * Thron el.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 164². ——— ö ö Janch⸗ zet Golt in al⸗len Lan⸗ den, 0 Denn der Herr ist auf⸗er⸗ stan=den, er⸗losie Schar! 5ge⸗ tö⸗tet war. ———— har durch seiene Macht das Er⸗lö⸗ sungswerk vol⸗ bracht, wel⸗ches er auf sich ge⸗nom⸗men, DV — da er in das Fleich ge⸗kom⸗men. Ostern. 139 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Not; Alle Schuld, die mich beladen, Ist bezahlt durch Christi Tod; Das Gesetz hat er erfüllt, Also Fluch und Zorn gestillt Und mir durch sein Wiederleben Die Gerechtigkeit gegeben. ron 3. Hölle, wo sind deine Banden? Strick und Ketten sind entzwei; Da mein Jesus auferstanden, Bin ich vom Gefängnis frei, Und wie seine Höllenfahrt + 1610 Im Triumph vollzogen ward, ö So ist seinen Reichsgenossen Nun der Himmel aufgeschlossen. 4. Tod, du kannst an mir nichts haben, Muß ich gleich zu Grabe gehn; Die mit Jesu sind begraben, Werden mit ihm auferstehn. Sterhen ist nun mein Gewinn, —— Also fahr ich freudig hin, sus Da der Trost vor Augen schwebet: —.— Jesus, mein Erlöser, lebet. — 5. Jesus, mein Erlöser, lebet, k voll⸗ Welches ich gewißlich weiß; —.— Gebet, ihr Erlösten, gebet — Seinem Namen Dank und Preis, Singet, singt Halleluja, ö Rufet, ruft: Der Sieg ist da! 4 Singt und ruft in allen Landen: — Heut ist Christus auferstanden! Erdmann Neumeister, 1671—1756, Ostern. 94. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1 3 HQ V— + — ö üe nn— I————— X————— +— 1 Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be, du weil ich die Hoff-nung ha-be, daß 2 ů I....2 5 n in en +—+ ö ö— FF—— wie man kann fröh⸗lich gro⸗ßer O⸗ster⸗fürst, — du mir zei⸗gen wirst, —8 5 —.— ster⸗ben und fröh⸗lich auf-er⸗stehn, auch mit des N 1.. 1. 1— I EDEEEE ——..—...— 2 4—.—. Him⸗mels Er⸗ben ins Land des Le-bens gehn. 2. Du liegest in der Erde ö Und hast sie eingeweiht, Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut, Auch in den Staub zu legen, Was Asch und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh An diesem Orte habe; Du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. Ostern. 14¹ 4. Dein Grab war wohl versiegelt, Doch brichst du es entzwei; Wenn 2 der Tod verriegelt, So bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt; Da werd ich den erblicken, Der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, Wo lauter Glanz um dich; Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen In deine liebe Gruft, Da werd ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Olberg zeigen, Wo man gen Himmel fährt, Da will ich fröhlich steigen, Bis daß ich eingekehrt In Salems Friedenshäuser, Da heißts: Viktoria! Da trägt man Siegesreiser; Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck, 1672—1737. E—...—.:..—' /... —— 95. Eigene Melodie. 1535. II an. *—.—.— +. Je⸗sus Chri⸗ stus, un⸗ser Hei⸗ Tan„der den 0 mr————.— P Tod ü⸗ ber⸗ wand, ist auf⸗ er⸗ stan⸗ den, die Sd —.— V.— ů—.— 3J.* 1.— 2 . L— 2—.— uut— n L fuhrt er ge⸗fan⸗gen. Er⸗barm dich un⸗serl 2. Der ohne Sünde war geborn, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns versöhnet, Daß uns Gott sein Huld gönnet. Erbarm dich unser! 3. Tod, Sünd, Teufel, Leben und Gnad Alles in Händen⸗ er hat. Er kann erretten Alle, die zu ihm treten. Erbarm dich unser! Dr. Martin Luther, 1483.—1546. 96. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. Q*————— ree, Lurerul Harnte. 1.8.——.— —— L E— ———. V 1 Je⸗-sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, 00 Gr, er le bt' und wird auch mich von den — ———— D sind nun dei⸗ne Schrek⸗ Ken? r heulart af To⸗ten auf⸗er⸗wek⸗ken. Er ver⸗klärt mich 1535.— 129—.—.——— — Z, n eee, — in sein Licht; dies ist mei⸗ne Zu-ver-⸗sicht. er der 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich — Über alle Welt gegeben; — Mit ihm werd auch ich zugleich Sünd Ewig herrschen, ewig leben. — Gott erfüllt, was er verspricht; — Dies ist meine Zuversicht. —5 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, Lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine Zuversicht. nad 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein; —— Sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; Dies ist meine Zuversicht. — 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsternis, — Keine Herrlichkeit, kein Leiden. —— Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; —.— Dies ist meine Zuversicht. „wo 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod den Mir der Eingang in das Leben. — Welchen Trost in Todesnot 2— Wird es meiner Seele geben, — Wenn sie gläubig zu ihm spricht: mich Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Ostern. 97. Eigene Melodie. Z. Crüger. 1688 Q —*———————— ISDSSESSESSSSSEE V*— 1.— Je⸗fus, mei⸗ne Zu⸗vêr⸗ sicht und mein die⸗ses weiß ich, sollt ich———— + ů 4 E. ů 4 .— Hei⸗land, ist im Le⸗ben; —.— zu⸗frie⸗den ge⸗ben, ö— IJ——— E min ö 1.— was die lan⸗ge 14.* ö To⸗des⸗ anacht mir auch für Ge⸗dan⸗ken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, Ich werd auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt, Varum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch 20 Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihm gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh ich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, Werd in seiner Liebe brennen, ind Ostern. 14⁵ Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgetan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd ich auferstehen; Hier geh ich natürlich ein, Dort, da werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder, Gebt nicht statt der Traurigkeit, Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wann die letzt Posaun erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, Lacht des Todes und der Höllen, Denn ihr sollt euch durch die Luft Eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette v. Brandenburg(2, 1627—1667. 98. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1 3 O auf⸗er⸗stand⸗ner Sie⸗ges fürst, heut bringst du Frie-de, da du wirst 10 — —— ꝑ———— du Le⸗ben al⸗ler Le 1—— 1——— mn⸗sre Not Tod, jetzt bist du aufzer⸗ ——————————— EIEEEEEEE ö stan⸗-den und frei von To⸗des⸗ban⸗den. 2. Die Last und unsrer Sünden Schuld Ließ dich in Fesseln fallen, Du gabest dich aus großer Huld Ans Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei Von Sklaverei, Darinnen wir gefangen, Weil du hervorgegangen. 3. Nun geht uns fröhlich wieder auf Die rechte Gnadensonne; Die erst erstarb in ihrem Lauf, Gibt Strahlen neuer Wonne. Jetzt ist die Seel Mit Freudenöl Von dir gesalbet worden Und steht im neuen Orden. ö 4. Die Kraft von deiner Majestät Bricht selbst durch Grab und Steine, Dein Sieg ists, der uns mit erhöht Zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, Der Hölle Glut Hat alle Macht verloren, Und wir sind neu geboren. Ostern. 14⁷ 5. O daß wir diesen teuren Sieg Lebendig möchten kennen Und unser Herz bei diesem Krieg Im Glauben möchte brennen; Denn anders nicht * Kann dieses Licht If⸗er⸗ Uns in das Leben führen, — Wo wir nicht Glauben spüren. 0 6. So brich denn selbst durch unser Herz, den. O Jesu, Fürst der Ehren, Und laß vorher die Glaubenskerz Sich in uns Schwachen mehren, Daß wir in dir Die offne Tür Zur ewgen Ruhe finden Und auferstehn von Sünden. ö 7. Erscheine uns mit deiner Güt Wenn wir in Buße weinen, uf Und laß uns deinen teuren Fried Zum ersten Anblick scheinen, So können wir, O Held, mit dir Die rechten Ostern feiern Und uns in dir erneuern. 5 8. Laß uns das wahre Auferstehn Von Herzensgrund erfahren Und aus des Todes Grabe gehn, Daß wir den Schatz bewahren, Das teure Pfand, Das deine Hand Zum Siegen uns gegeben; So gehn wir ein zum Leben. Justus Henning Böhmer, 1674—1749. — 10² 148 Ostern. Es ist das Heil uns kommen her. kann uns je —.— .— sei gedankt, der uns den Sieg so herr⸗lich hatnas + DD———.———. n die⸗sem Krieg durch Je⸗sum Christ ge⸗ge-ben. 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, Da Christus mit ihr kämpfte; Mit List und Macht sie auf ihn drang, Jedennoch er sie dämpfte; ö Ob sie ihn in die Fersen sticht, So sieget sie doch darum nicht, ö Der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfür, Den Feind nimmt er gefangen, Zerbricht der Höllen Schloß und Tür, Trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf Den starken Held kann halten auf, Er ist der Überwinder. 4. Des Herren Rechte die behält Den Sieg und ist erhöhet, Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegen stehet ———* Ostern. 149 Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd Durch Christi Sieg gedämpfet sind, Ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jesus Christ, Und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, Stehn wir 1— auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, Im Tod und Grabe der nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu Mit Christo auferstehet, Ist dort vom andern Tode frei, Derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht Und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut, Der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit Im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, Bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun, Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat in diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. Justus Gesenius, 1601-1673. 100. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 3 —4 DI 10l fröh⸗lich al⸗les weit und breit weil heut der Herr der Herr r ne was vor-⸗ mals war ver ⸗-lo⸗ re den Gott selbst aus⸗er⸗ ko v PDPPIII......... —.—. S ů zum Sün⸗den⸗büͤ⸗ßer, der sein Blut am Kreuz ver⸗ V D E 5. 5 4 — gos⸗sen uns zu gut, vom Tod ist auf⸗er⸗stan⸗den. 2. Wie schön hast du durch deine Macht, Du wilder Feind des Lebens, Den Lebensfürsten umgebracht! Dein Stachel ist vergebens ö Durch ihn geschossen, schnöder Feind, Du hättest wahrlich wohl gemeint, Er würd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er trägt sein Haupt empor, Ist mächtig durchgedrungen Durch deine Bande, durch dein Tor, Ja hat im Sieg verschlungen Dich selbst, daß wer an ihn nur gläubt Von dir jetzt ein Gespötte treibt Und spricht: Wo ist dein Stachel? 4. Denn deine Macht, die ist dahin Und keinen Schaden bringet Dem, der sich stets mit Herz und Sinn Zu diesem Fürsten schwinget, 6— IH eHE— npor, Ostern. 151 Der fröhlich spricht:„Ich leb, und ihr Sollt mit mir leben für und für, Weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr, Ihr dürfet ihn nicht scheuen. Ich bin sein Siegsfürst und sein Herr, Des sollt ihr euch erfreuen; Dazu so bin ich euer Haupt, Drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, Als Glieder mit mir leben. 6. Der Höllen Sieg, der ist auch mein, Ich habe sie zerstöret; Es darf nicht fürchten ihre Pein, Wer mich und mein Wort höret. Und weil des Teufels Macht und List Gedämpft, sein Kopf zertreten ist, Mag er ihm auch nicht schaden.“ 7. Nun Gott sei Dank, der uns den Sieg Durch Jesum hat gegeben Und uns den Frieden für den Krieg Und für den Tod das Leben Erworben, der die Sünd und Tod, Welt, Teufel, Höll und was in Not Uns stürzet, überwunden! Paul Gerhardt, 1607—1676. 101¹. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 1523. Q * SE —— 33241— —— —— ů 4 — 2———— 1 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist Er⸗mun⸗tre dei⸗ nen Geist und 4 ö ee, ent rteun a, dnn, en ui int. a. ——.——— 2——4— 1———*— 9—4— 2— hin, die Sonn ist auf⸗ge⸗gan⸗gen! der Sinn, den Hei⸗land zu em⸗pfan⸗gen, 222)7. urmmm mi———— I 15² Ostern. 8 Welt zur Won⸗n 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 5. Gehs mit Maria Magdalen Und Salome zum Grabe, Die früh dahin aus Liebe gehn Mit ihrer Salbungsgabe, So wirst du sehn, daß Jesus Christ Vom Tod heut auferstanden ist Und nicht im Grab zu finden. IS 9...—— ..————.—.— SSS S——— heu⸗te durch des To⸗des Tür ge⸗brochen aus dem N — 1 E. —7 ————.*8 —25&— Ostern. 1⁵³ 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm Heut siegreich überwunden, Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil gefunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden; Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du aufstehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod Noch gar der Hölle Rachen; Denn Jesus lebt, es hat kein Not, Er ist noch bei den Schwachen Und den Geringen in der Welt Als ein gekrönter Siegesheld; Drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist Von Toten auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, Daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 1660—1722. Ostern. 10²2 Eigene Melodie. * J. G. Herzog. 1889. rr. d ö r ²— 3535 1. Will⸗kom⸗men, Held im Stre aus — SPITT —— enrr dei⸗Mes 18 98 dei⸗nes Gra⸗bes Kluft, wir tri⸗um⸗phie⸗ren — IITITITITT ö— , Ki e de 1. 1..—— 11 0 heu⸗te um dei⸗ne lee⸗re Gruft. 2. Hier ist der alten Schlange Der harte Kopf, zerknirscht, Und uns ist nicht mehr bange Bei dir, o Siegesfürst. 3. Der Feind wird schaugetragen Und heißt nunmehr ein Spott; Wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 4. In der Gerecht en Hütten Schallt schon das Siegeslied. Du trittst selbst in die Mitten Und bringst den Osterfried. 5. Ach teile doch die Beute Bei deinen Gliedern aus. Wir alle kommen heute Deswegen in dein Haus. 6. Schwing deine Siegesfahnen Auch über unser Herz Und zeig uns einst die Bahnen 70 Grabe himmelwärts. Laß unser aller Sünden 97 Grab verscharret sein, Uns einen Schatz hier finden, Der ewig kann erfreun. I TTUU SHATI SSE ö Ostern. 1⁵⁵ 8. Wir sind mit dir gestorben, So leben wir mit dir; Was uns dein Tod erworben, Das stell uns täglich für. 9. Wir wollen hier ganz fröhlich Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dorten selig Mit dir auch auferstehn. 10. Der Tod kann uns nicht schaden, Sein Pfeil ist nunmehr stumpf; Wir stehn bei Gott in Gnaden Und rufen schon Triumph. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 103 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 7 N. Herman. 1560. 9.— —..— —————— DRDE.——— T SISDSDSSSSSEE ———————— du vom Tod er⸗stan⸗den bist und hast dem .———————— I.IF —— D‚.————— ——— Tod zer ⸗stört sein Mächt und uns das * d. er E. — L Le⸗ ben wie⸗der⸗bracht. Hal ⸗-le-lu⸗ja. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad: Nimm von uns unsre Missetat Und hilf uns durch die Güte dein, Daß wir dein treue Diener sein. Halleluja. ö 156 Ostern. 3. Gott Bater in dem höchsten Thron. Samt seinem eingebornen e Dem heilgen Geist in gleicher Weis In Ewigkeit sei Lob und Preis ö Halleluja. Thomas Hartmann, 1548-1000 90— Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. löch. ——.I—— — ——— HESIS 1. Wo willst du hin, weils A-bend ist, o ,. lieb⸗ster Pilgrim, Je⸗su Christ? Komm, laßunh s * I .—— —.— ————.—— 2 — . so gluck⸗ se⸗ lig sein und kehr in mei⸗nem +. ů— I— 4 4 Her⸗ hen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, Dieweil es ist so gut gemeint; Du weißt, daß du zu aller Frist Ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, Die Nacht sich schon von ferne zeigt; Drum wollest du, o wahres Licht, Mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn Zum Himmel sicher finden kann, Damit die dunkle Sündennacht Mich nicht verführt noch irre macht. — Iß mith — —— el Himmelfahrt. 15⁷ 5. Besonders aus der letzten Not Hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest; Ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Unbekannt. VII. Himmelfahrt. 105. Mel: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. ö 4——— ——..— 2.—— dxxx —.——.——— * 9⁰ IAANN.— 19 5— 301 1 ö Ach wun⸗der⸗gro⸗ßer Sie⸗ges⸗held, zur Rech-ten dei⸗nes Va⸗ters Kraft, 35 e en —————.— du Sün⸗den ⸗trä⸗ger al ⸗ ler Welt, der Fein ⸗de Schar ge-bracht zur Haft, de HITee—— heut hast du dich ge⸗se⸗tzet.17 bis auf den Tod ver⸗le⸗tzet; mäch⸗tig, * 1—— 1 ——— ———.— ö————— .,, n,— — r —... — im., Le⸗ben ist, Herr Christ, dir un⸗ter⸗ge⸗ben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben, Weil du den Segen wiederbracht, Mit Majestät und großer Macht Zur Glorie bist erhoben. ö + 15⁸ Himmelfahrt. Singet, klinget, Rühmt und ehret den, so fähret Auf gen Himmel Mit Posaunen und Getümmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir Sind Glieder, ja es kommt von dir Auf uns Licht, Trost und Leben; Heil, Fried und Freude, Stärk und Krafs, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wẽj Wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge Mein Gemüte, mein Geblüte, Daß es preise, Dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dit, Hilf, daß wir forthin für und für Nach deinem Reiche trachten; Laß unser Tun und Wandel sein, Wo Zucht und Demut tritt herein, All Üppigkeit verachten. Unart, Hoffart Laß uns meiden, christlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz. Sei unser Ruhm und fester Platz, Darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist: Auf Erden wohnet Trug und List, Es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, Die da quälen Stündlich aͤrme Christenseelen. 1— dit, ath Himmelfahrt. 159 63 Herr Jesu, komm, du Euaderthron, Du Siegesfürst, Held, Davidssohn, Lomm, stille das Verlangen. Du, du bist allen uns zu gut, 9 Jesu, durch dein teures Blut Ins Heiligtum gegangen. Komm schier, hilf mir; Dann so sollen, dann so wollen Wir ohn Ende Fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. 106. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. ——————— 6 SSSII 2—* 1 2 8 Chri⸗ fli Him⸗mel⸗ fahrt al⸗lein ich und al⸗len Zwei⸗fel, Angst und Pein hier⸗ Q SII* ———.. —— rn* —7 mei⸗ne Nachfahrt grün⸗=de mit stets ü⸗ber⸗win⸗de —* E2— ————3——8— F— ) Haupt im Him⸗mel ist, wird — 3— 3 — — — — — — — — Je⸗sus Christ zur rech⸗ten Zeit nach-ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; 160 Himmelfahrt. Denn wo mein Schatz gekommen hin Da ist auch stets mein Herz und Sinn, Nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mag meine Nachfahrt zieren Und dann einmal, wenn dirs gefällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mein Flehen. Nach Josua Wegelin, 1604—1640. 5 107. Eigene Melodie. n 35. ; rre en—.— daß Christ gen Himm'l ge⸗fah-ren, 5 I be⸗ H⸗—4 uns mit Bitt, er wo be-⸗wah⸗ren 0 23—— ar⸗-me Sün⸗der hier auf Erd, DSIEI—— mnr we⸗gen man⸗cher G'fährd ohn ihn kein Hoffnüung 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist g'macht, Uns steht der Himmel offen; Christus schließt auf mit großer Pracht, Vorhin war all's verschlossen. —— ha-ben. Hal⸗le H END —927 E SES Ser SHODO SSE Himmelfahrt. 16¹ Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, u, Dabei er sich doch rüsten soll, Dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja. 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut, Dem ists nicht ernst zum Herren; Denn der wird auch vor Fleisch und Blut , Sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's, wird der sein recht, Wird auch gewiß das Leben recht, 540. Zu Gott im Himmel gerichtet. Halleluja, Halleluja. 7. 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, — Wenn wir den Vater finden — Und fliehen stets die weltlich Bahn, Tun uns zu Gottes Kindern; jer Die sehn hinauf, der Vater h'rab, + An Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, — Bis sie zusammen kommen. Halleluja, Halleluja. 1.. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, Wenn Gott uns zu ihm nehmen Und seinem Sohn wird machen gleich, Als wir denn jetzt bekennen. on Da wird sich finden Freud und Mut — Zu ewger Zeit beim höchsten Gut. 4— Gott woll, daß wirs erleben. Halleluja, Halleluja. — L.mn 162 Himmelfahrt. ———— DRRR.——.— be⸗bet, ihr Feinde, un Flucht. la-be dein Her⸗ze mit himmlischer Frucht: —* 1—— —— e 5. Freude die Fül⸗le hat er uns be⸗schie⸗den. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, Trauet mit Freuden dem ewigen Gott; Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen, Reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; Ewig muß unsere Seele genesen In dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, Schlage die Rute des Vaters nicht aus; Bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß. Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen; Jesus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet?! Auf, und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet Tausendmal heller als du es geglaubt. Jesus der lebet, die Liebe regieret, Die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle Fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket, Hier ist Erlösung für alles, was drücket. Himmelfahrt. 163 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Die euch der König des Himmels anbeut; Selbst er, Jehova, wird Siegern zum Lohne; Wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Selber Jehova wird Siegern zum Lohne. 7. Droben in Salem, da, da wird man sehen Eine gewaltige, siegende Schar Deine unendliche Hoheit erhöhen; Alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen, Höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Venn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt. Amen, die Liebe wird wahrlich erhören, Alles, was in mir ist, lobe den Herren Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. zu Josbach in Oberhessen 1693, gest. zu Halle 1773. 109. Mel.: n Him tüm⸗ t Freu⸗den dem 11⁷ 71——.— 164 Himmelfahrt. I——— *—.— 8.. Kö⸗ ni ⸗ge der Hei ⸗den, 931 Her⸗ ren 2. Der Herr wird aufgenommen, Der ganze Himmel lacht; Um ihn gehn alle Frommen, Die er hat freigemacht. Es holen Jesum ein Die lautern Cherubinen, Den hellen Seraphinen Muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, Die unser Haupt erhöht; Wir wissen zur Genüge, Wie man zum Himmel geht. Der Heiland geht voran, Will uns zurück nicht lassen, Er zeiget uns die Straßen, Er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, Der Herr macht selbst uns Platz; Wir gehen von der Erden Dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf, Wo Jesus hingegangen, Dahin sei das Verlangen, Dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns her Himmel dringen Mit herzlicher Begier, Laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, t Ri Himmelfahrt. 30 280 du Gottes Sohn, Dich Weg, dich Wahrheit, Leben, Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt; Dein Tand kann nicht ergötzen. Weißt du, was 6 gefällt? Der Herr ist unser Preis, Der Herr ist unsre Freude Und köstliches Geschmeide; Zu ihm geht unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen, Wann kommt die liebe Zeit, Daß wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Daß wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer, 1635—1699. 110 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. 0 E x—————— — 33. SS. 2————— +—— 1 Gott fährt auf! Was soll ich kla-gen? Che⸗ ru⸗bi ⸗ nen fal⸗len nie⸗der, ö ů en: r en Mein Kö⸗nig fährt im Sie⸗ges⸗wa⸗gen und Se⸗ra⸗-phi⸗nen brin⸗gen Lie⸗der, 2 166 Him melfa hrt. hoch ü⸗ber al ⸗le iel hin und al⸗le Him⸗mel prei⸗sen ihn. Lob⸗s sugt lob⸗ t iget Gott Je⸗ho⸗va Ze⸗ba-oth, ———. 2——— 5— ö————— Hal⸗le⸗lu⸗ ja, 4 Thron bersitzt, — —.—. +7————..— . BI 35 des Zep⸗ter durch den Him⸗mel 2. Gott fährt auf! Des Olbergs Höhen, Die War I seinen Kampf gesehen Sind zum Triumphplatz eingewe iht. Hier stand er vor dem Gerichte, Hier bebt' er unter dem Gewicht Der Schrecknisse der Ewigkeit. „Heil ihm, er hat gesiegt, Sünd, Tod und Hölle liegt 0 n zu Füßen. Wie scheidet er So hoch und hehr, Nun rühret ihn kein Feind nicht mehr. 3. Gott fährt auf! O T Lag der Freudenl Wie herrlich enden sich die Leiden, Die er als Mittler für uns trug. Golgatha, du sahst ihn bluten; Himmelfahrt. 167 Wie rauschten da des Zornes Fluten, — Und niemand rief: Es ist genug. — Nun ist der Zorn gestillt Und das Gesetz erfüllt, Halleluja, M. Er hats vollbracht; 5 Durch seine Macht — Ist uns der Himmel zugedacht. 4. Die Erlösung ist versiegelt, Der Höllen Tore sind verriegelt, Des Himmels Pforten aufgetan. Dorther läßt er Segen strömen, Daß alle Gnad um Gnade nehmen Und seines Geistes Trost empfahn. Nun dringt des Glaubens Lauf . Zum Himmel froh hinauf, — Halleluja, Ih. Sein Licht un hen Sein Licht und Wort Wirkt immerfort, Und er empfängt die Sieger dort. 5. Schau herab, Gott, und erscheine, Befestge, gründe die Gemeine, Die hier noch um ihr Kleinod ringt. Rufe, sammle und bekehre Die Völker bis zum fernsten Meere, Daß alle Welt dich preist und singt: Heilig ist unser Gott Jehova Zebaoth, Preis und Ehre denl Und Herrlichkeit Sei ihm geweiht Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Christian Gottlieb Göz, 1746.—1803. Himmelfahrt. 111. Mel.: Jesu, meines Lebens Lebeu, Oder: Alle Menschen müssen sterben. W. Weßnitzer. 1661. Gro⸗ßer r Mitt⸗ ler, der zur Rech ten und die Sch ar von sei⸗ nen Knechet ten sei⸗nes gro⸗en Va⸗ ters sitz in dem Reich der S 2 dem er⸗ hab⸗ nen Thro-⸗ne in der 2—.——0——— mit ver⸗ hüll ⸗t tem Ant ⸗litz scheut: 2. Dein Geschäft auf dieser Erden Und dein Opfer ist vollbracht; Pas vollendet sollte werden, Das ist gänzlich ausgemacht; Da du bist für uns gestorben, Ist uns Gnad und Heil erworben, Und dein siegreich 2 luferstehn Läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun istn dieses dein Geschäfte In dem obern Heiligtum, 5 erworbnen 1 Segenskräfte Durch dein Evangelium Himmelfahrt. 169 2———— Allen denen mitzuteilen, Die zum Thron der Gnade eilen; RNun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen Trägest du auf deiner Brust, Und an den gerechten Samen Denkest du mit vieler Lust; Du vertrittst, die an dich gläuben, Daß sie dir vereinigt bleiben, Bittest in des Vaters Haus Ihnen eine Wohnung aus. 5. 28 Poelt no du auch der Armen, Die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir vor Erbarmen Über ihrem Elend bricht; Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach Werken lohne, Daß er ändre ihren Sinn, Ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, Da die Sünden aller Welt Dir auf deinen Schultern lagen, Hast du dich vor Gott gestellt, Bald mit Seufzen, bald mit Weinen Für die Sünder zu erscheinen; O mit welcher Niedrigkeit Batest du zur selben Zeit. 7. Aber nun wird deine Bitte Von der Allmacht unterstützt, Da in der vollkommnen Hütte Die verklärte Menschheit sitzt; Nun kannst du des Satans Klagen Majestätisch niederschlagen, Und nun macht dein redend Blut Unsre böse Sache gut. ——π——————99——.—.——‚.—— Himmelfahrt. —— Die Verdienste deiner Leiden st du deinem Vater dar U Ind vertritts nunmehr mit Freuden Deine. teur erlöste Se char, Daß er möge Kraft und Leben Deinem Volk auf Erden geben Und die Seelen zu dir ziehn, Die noch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, Daß du in dem Heiligtum So viel Treu an uns bewiesen; Dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, Wenn wir zu dem Vater beten; Sprich für uns in letzter Not, Wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach, 1693—1735, 112 Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. + ———— 2 j;* ⸗0).— —. ö 2.......— (Herr 2 255 ei⸗ner Glie⸗der Ruhm, 5 —— ster⸗ tum, — 3 ö — du star⸗kes Haupt der Schu vaschen, 5 kannst all⸗zeit se⸗lig ma⸗ chen; —5.— De—..—— ——————— ö.... —.—— bist, der das Ge⸗bet—‚— und der des Glau⸗ ⸗bens Wunsch ge⸗ we ährt, so⸗ 7— 82— ꝰe 7—— 707270 d. 17³3⁵. Or. Ruh m„ bald wir zu dir kom ⸗men. 2. Uns muß durch deine Himmelfahr Der Himmel offen stehen. Du hast den Weg geoffenbart, Wie wir zum Vater gehen. Der Glaube weiß und ist gewiß, Du habest uns im Paradies Die Stätte zubereitet. 3. Geht unser Haupt zum Himmel ein So werden auch die Glieder Gewiß nicht ausgeschlossen sein, Du bringst sie alle wieder; Sie werden da sein, wo du bist, Und dich verklärt, Herr Jesu Christ, Dir ähnlich, ewig schauen. 4. Zeuch uns dir nach, so Laß uns ein himmlisch Wesen In Worten, Werken und Begier Von jetzund an erlesen. Zeuch unser Herz dem Himmel zu, Daß unser Wandel, Schatz und Ruh Nur sei bei dir dort oben. 5. Was droben ist, laß künftighin Uns unablässig suchen; Was eitel ist, das laß uns fliehn, Was sündlich ist, verfluchen. Weg, Welt, dein Lust⸗ und Freudenschein Ist viel zu elend, viel zu klein Für himmlische Gemüter. 6. O Kleinod, das im Himmel strahlt, Ich will nach dir nur laufen; O Perle, die die Welt nicht zahlt, Dich will ich an mich kaufen; — laufen wir; Himmelfahrt. —.— Erbteil voll Zufriedenheit, O Himmel voller S Seligkeit, Sei mein aus Jesu Gnaden. 7. Wann fahr ich auf aus dieser Not! Wann komm ich, Heilserstatter, Zu deinem und zu meinem Gott, 3u dein⸗ und meinem Vater? Wann komm ich zu dir, höchstes Licht Wann seh ich einst dein Angesicht? Komm bald, o Jesu! Amen. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. 0 113. Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 17³⁸⁵ ——— 2—.— *.————. SD SS— 1* I. Je⸗sus Chri⸗stus her oscht als Kö⸗nig; 22— 9 + 0 l⸗les wird il ym un⸗ter⸗tä⸗nig, al⸗les un 6. Gott zu Fuß. Al⸗ 18 O⸗ge soll bezker n⸗ne 42.———— Je⸗ sus sei der Herr zu nen⸗ nen, nr, er—— e dün n 2— dem man Eh⸗re ge⸗ ben muß. 2. Nur in ihm— o Wundergaben!— Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Himmelfahrt. 173 Hörts, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. Note 3. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, Sagt, ihr Armen, ihm die Not; Er kann alle Wunden heilen, Lich Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 4. Jauchzt ihm, Menge heilger Knechte, 1769. Rühmt, vollendete Gerechte Und du Schar, die Palmen trägt, Und ihr Märtrer mit der Krone 17³³M Und du Chor vor seinem Throne, — Der die Gottesharfen schlägt. „5. Ich auch auf den tiefsten Stufen, nign Ich will glauben, reden, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig; t ihm Ehret, liebet, lobet ihn. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. nen 114. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. S. Crüger. 1640. —.—. uhm kein Mund er⸗rei⸗chet, 11„ kensch das Zep⸗ ter füh⸗ret, dem das Himmelse ahr 1. Thro⸗ ne ö schen scheuen, Mensche Aohn dein mühng Dräuen. 3. In des Gnadenreiches Grenzen Sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treue Seelen Dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs He pter deines Mundes Nach dem Recht des G na 15 nbr undes Sich von dir reg Und wie du recht hassen. 4. In dem deiner Kann man stets dich loben Tiere, V 2 V Dein lutlitz schauen, Die dich unermüdet preisen Und dir Ehr und Dienst erweisen. Fuß dir fal⸗ Hin 1. / der Gaben, Welche Haine Bürger haben. 595 beschützest deine Freunde, Du bez wingest deine Feinde. 6. Herrse che auch in meinem Herzen über 3ru, Furcht, Lust und Schmerzen, Laß mich deinen S Schutz genießen, Laß mich dich im Glauben küsser Ehren, fürchten, loben, lieben Und mich im e üben, Hier mit ringen, dulden, streiten, Dort mit herrschen dir zur Seiten. it An er W der Ge Fesehe 1 2 14 Johann Jakob Rambach, 1693—1735. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. Oder: Alle Menschen müssen sterben. W. Weßnitzer. 1661. sind zu Wüwe⸗ mit, ——.— A. Sallrihn 3 Sollt ich nicht zu len und mein Herz vor Freu⸗ —.— S——— ö— ——— SPIPII.......... wal⸗len, wenn mein Glau⸗bens⸗aug be⸗tracht ——— V—3——————— 4 ⸗ nD.——— 0—— 2——0—— dei⸗ ne Herr⸗-lich-keit und Macht? 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, Seh ich dich zur Rechten da, Seh ich, wie der Engel Scharen Alle rufen Gloria, Sollt ich nicht zu Fuße fallen Und mein Herz vor Freude wallen, Da der Himmel jubiliert, Weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, Deine Klarheit sich ergeußt Und mit neuem Glanz und Wonne Alle Himmelsgeister speist; Prächtig wirst du aufgenommen, Freudig heißt man dich willkommen; Schau, ich armes Kindlein hier Ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken Da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, Da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, Nicht vor Welt und Teufel grauen, Nur in Jesu Namen mich 4 Beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen; Drum wirk in mir kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. ine, inken, Him: melfah t. Aus Mon das Zepter sende Weit und breit bis zur Welt Ende. Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan. 6. Du kannst alles aller Orten Nun erfülln 155 nahe sein; Meines armen Herzens Pforten Stell ich offen: Komm t Komm, du Wher aller Ehr en, Du mußt auch bei mir einkehren; Ewig in mir leb und wohn Als in deinem Himmel(sthron. Gerhard 0 1697—1769. 116. Mel. Erschtenen ist! der herrlich Tag. N. 2—— 1560. ———————— —.— 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗su Christ, daß IIISSSSEEE e dr L.——— ◻—— 2—— 1.— du gen Him⸗mel fah⸗ren bist; o 3 ftit eree rrrid. —33—..—.———— Gott, Im-ma⸗nu⸗ el, stärk uns an Veih, stärk uns an Seel. Hal⸗le 2. Nun freut sich ale Christenheit Und jubiliert ohn alles 1136 hott Lob und Dank im höchsten Thron, Unser Bruder ist Gottes Sohn Halleluja. 12 5 Himmelfahrt. 3. Gen Himmel aufgefahren hoch, Ist er doch allzeit bei uns noch; Sein Macht und Reich unendlich ist, Wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Halleluja. 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut Und hat in ihm nur frischen Mut. Welt, wie du willst, wer fragt nach dire Halt Christo steht unser Begier. Halleluja. 5. Er ist der Herr und unser Trost, Der uns durch sein Blut hat erlöst; Das G'fängnis er gefangen hat, Daß uns der bittre Tod nicht schad. Halleluja. 6. Wir freuen uns aus Herzensgrund Und singen fröhlich mit dem Mund: Der unser Bruder, Fleisch und Blut, Ist unser allerhöchstes Gut. Halleluja. 7. Durch ihn der Himmel unser ist. Hilf uns, o Bruder Jesu Christ, Daß wir nur fest trauen auf dich Und durch dich leben ewiglich. Halleluja. 8. Amen, Amen, Herr Jesu Christ, Der du gen Himmel fahren bist, Behalt uns, Herr, bei reiner Lehr, Des Teufels Trug und Listen wehr. Halleluja. 9. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit Zum Weltgericht in Herrlichkeit; Führ uns aus diesem Jammertal In deinen ewgen Himmelssaal. Halleluja. Himmelfahrt. 179 10. Amen singen wir noch einmal, Wir sehnen uns ins Himmels Saal, Da wir mit allen Engeln dein Das Amen wollen singen fein. Halleluja. 4—— Unbekannt, 1611. 117. Mel.: Ach Gott und Herr. DDIEEEE 1. Zeuch uns nach dir, so lau⸗fer —— ——. ESS.. EE.— ——.——— mit herz⸗li⸗chem Ver⸗lan⸗gen hin, da du bist, 2. Zeuch uns nach dir In Liebsbegier, Ach reiß uns doch von hinnen, So dürfen wir Nicht länger hier Den Kummerfaden spinnen. 3. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ ö Uns deine Himmelsstege; Wir irrn sonst leicht, Sind abgeneigt Vom rechten Lebenswege. 4. Zeuch uns nach dir, Zeit So folgen wir ö Dir nach in deinen Himmel, Daß uns nicht mehr Allhier beschwer Das böse Weltgetümmel. Pfingsf sten. 5. Zeu ch uns nach dir Nur für und für ö Und gib, daß wir nachfahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten S Friedrich Fabr VIII. Pfingsten. 11* Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. —7 treu⸗er G und dei⸗ nen Geist 1. Its⸗vo ja um ihn uns bit⸗ten heißt,——— 52 vol — fleh ich vor dir: Vast ter, send ih nar — —————— —— 2———— daß er mei ⸗nen Geist er ⸗ neu= e IV cc —4 X — — —— —. —— — ———.——. 2————— ö— 2 4.— ( 2—— und ihn dir zum Tem⸗pel wer⸗ he. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen ö Leben, Kraft und rn. 14 Und mein Herz bleibt dir entrissen 14 Und dem Dienst der Welt geweiht, Pfingsten. 181 Wenn er nicht durch seine Kraft Die Gesinnung in mir schafft, Daß ich dir mich ganz ergebe Und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit echter Treu Meinen Gott und Herrn dich nennen, Stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler ehre Und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle heilger Güter, Hochgelobter Gottesgeist, Der du menschliche Gemüter Besserst und mit Trost erfreust, Nach dir, Herr, verlangt auch mich, Ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Preise Heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Über alles möge lieben, Daß ich mit getrostem Mut Seiner Vaterhuld mich freu Und mit wahrer Kindestreu Stets vor seinen Augen wandle Und rechtschaffen denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Sinn, Daß ich Lieb und Sanftmut übe Und mirs rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein Friedensband Knüpfen kann, wenn meine Hand Zur Erleichtrung der Beschwerden Kann dem Nächsten nützlich werden. 182 Pfingsten. RJ—————— 7. Gib mir wahre Selbsterkenntnis, Daß ich meine Fehler seh Und durch demutsvoll Bekenntnis Gott um die Vergebung fleh. Mache täglich Ernst und Treu, Sie zu bessern, in mir neu. Zu dem Heiligungsgeschäfte Gib mir immer neue Kräfte.— 8. Wenn der Anblick meiner Sünden— Mein Gewissen niederschlägt; Wenn sich in mir Zweifel finden, Die mit Angst mein Herze hegt; Wenn mein Aug in Nöten weint, Und Gott nicht zu hören scheint, O, dann laß es meiner Seelen Nicht an Trost und Stärkung fehlen. 9. Was sich Gutes in mir findet, Ist dein Gnadenwerk in mir. Selbst den Trieb hast du entzündet, Daß mich, Herr, verlangt nach dir. O, so setze durch dein Wort Deine Gnadenwirkung fort, Bis sie durch ein selig Ende Herrlich sich an mir vollende. Casseler Gesangbuch v. 1770. 08—— 1.] Geist vom Va⸗ter und vom Soh⸗ne, und von un⸗sers Got⸗tes Thro⸗ne —.— Trö⸗-ster bist hilf⸗reich auf uns Schwa⸗che siehst, ste⸗ he du den Pfingsten. 18³3 ———.. ———————.—.— mir mäch⸗tig bei, daß ich Gott er⸗ge⸗ben sei, —————— —————— o so wird mein Herz auf Er⸗ den ..— ——————— 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit mit mir sein, Wenn 20 bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn Auf mein wahres Wohlsein hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen, Werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, Daß ich über alles treu Meinen Gott und Vater liebe, Daß mir nichts so wichtig sei, Als in seiner Huld zu stehn. Seinen Namen zu erhöhn, Seinen Willen zu vollbringen, Müsse mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, wenn wo zur Sünde Mein Gemüt versuchet wird, Daß sie mich nicht überwinde. Hab ich irgend mich verirrt, O, so strafe selbst mein Herz, Daß ich unter Reu und Schmerz Mich vor Gott darnieder beuge Und mein Herz zur Beßrung neige. 14 VI 4* +* 4 Pfingsten. 5. Reize mich mit Flehn und Beten Wenn mir Hilfe nötig ist, 5 M Zu dem Gnadenstuhl zu treten. Gib, daß ich auf Jesum Christ Als auf meinen Mittler schau Und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlangen Von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden Stets mit deinem Troste bei, Daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gib mir ein gelassen Herz. Laß mich selbst im Todesschmerz Bis zum frohen Überwinden Deines Trostes Kraft empfinden. Casseler Gesangbuch v. 1770. 120 Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. * 1.] Gott, gib ei⸗nen mil⸗den Re⸗gen, Va ⸗ter, gib vom Hine⸗mel Se⸗gen — 42 e ——————4— denn mein Herz ist dürr wie Salid;:, A 7 laß des du dein dur⸗stig Land; 5 des ———.— —.—.—————— D heil⸗gen Gei⸗stes Gab Üsber mich von o⸗ben ab 2—.—...—— DSDSDSDSSSSTI—..—— 51————— 9—.— wie die star⸗ken Strö⸗ me flie-ßen Pfingsten. —.— N DPDPDDPPDPP ——— und mein gan⸗zes Herz durch-gie-ßen. 2. Kann ein Vater hier im Leben, Der doch bös ist von Natur, Seinen lieben Kindern geben Nichts als gute Gaben nur: Solltest du denn, der du heißt Guter Vater, deinen Geist Mir nicht geben und mich laben Mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen Zu dem Vater, sende mir Deinen Geist, den mit Verlangen Ich erwarte, Herr, von dir. Laß den Tröster ewiglich Bei mir sein und lehren mich, In der Wahrheit fest zu stehen Und auf dich im Glaͤuben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, Kehre bei mir Armen ein Und sei tausendmal willkommen, Laß mich deinen Tempel sein. Säubre du nur selbst das Haus Meines Herzens, wirf hinaus Alles, was mich hier kann scheiden Von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, Mache mich neu, rein und schön; Laß mich wahre Liebe haben Und in deiner Gnade stehn. Gib mir einen starken Mut, Heilige mein Fleisch und Blut, Lehre mich, vor Gott hintreten Und im Geist und Wahrheit beten. 186 Pfingsten. —ꝛꝛ—— 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu Ehren soll mein Sinn Dem, was himmlisch ist, nachstreben, ö Bis ich werde kommen hin, ö Da mit Vater und dem Sohn ö Dich im höchsten Himmelsthron Ich erheben kann und preisen Mit den süßen Engelweisen. Moritz Kramer, 1646—1702. 121. Mel.: Fröhlich soll mein Herze springen. IJ Crü ger. 1⁰5⁴ der nie sein ————+—9.—————„56.‚= 5—* + . Euen Volk ver⸗spro-chen. dich vergebens. Ach das Serlenwert ist wichtig; 44 Wer ist wohl, ö Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? Rette doch Heute noch Die verlornen Schafe. Reiß die Welt aus dem Verderben, Laß sie nicht Im Gericht Der Verstockung sterben. 4. Geist der Weisheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott treten; Sei uns nah Und sprich ja, Wenn wir gläubig beten. 5. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, Gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod Nicht von Jesu scheiden. 6. Hilf uns nach dem Besten streben, Schenk uns Kraft, Tugendhaft Und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen; Treib uns an, Froh die Bahn Deines Worts zu gehen. 7. Sei in Schwachheit unsre Srütze, Steh uns bei, Mach uns treu In der Prüfungshitze. 18⁸ Pfingsten. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide Sterben heißt, Unsern Geist 510 in die Freude. Ehrenfried Liebich, 1713—178ʃ. 12². Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 1. Ihre Gon⸗ slen, rühmt, er-hebt und preise ö die 4 Gna⸗de, die uns Gott er-weisen oh mit Herz und . acht er den neu ⸗en B ind. mit uns me ů ——— — Er seg⸗ net reich⸗ ö —.— den Geist der Kraft und Kind⸗ schaft 40 ö 40 Se⸗ gen fließt in vol⸗ S — er se hreibt sein Wort in un⸗ sern Sin n. 12² 2. Gesalbet mit dem Ol der Freuden 3 Vollendet Jesus seinen Lauf. Nun herrschet er nach seinem Leiden Und tut uns seine Schätze auf. Pfingsten. 189 Sein Geist, in den Aposteln kräftig, Schmückt ihm ein Volk zu seinem Ruhm, Das nun, in seinem Dienst geschäftig, Ihm danket als sein Eigentum. 3. Auf, auf, ihr Herzen, auf, ihr Zungen, Verkündigt Gottes hohen Ruhm. Sein Name werde stets besungen Von seinem heilgen Eigentum. O daß ein Geist des Lebens wehe Und, was nur Odem hat, erfüll, Daß alle Welt die Wunder sehe, Die Gott in Christo schaffen will. 4. So laßt uns denn die Pfingsten halten Im Geist und nicht im Fleischessinn. Verbleiben wir allzeit im Alten, So ist dies Fest uns kein Gewinn. Wir müssen neu geboren werden, So daß sein Geist auch in uns lebt, Und unser Geist schon hier auf Erden Mit ihm vereint im Himmel schwebt. 5. Ach Jesu, schenk uns armen Sündern Durch deinen Geist Genad und Kraft, Mach uns zu Gottes echten Kindern, Teilhaftig deiner Eigenschaft; Ach zünde deine reine Liebe In unser aller Herzen an Und schaffe, daß mit heilgem Triebe, Was lebt, dich ewig loben kann. Casseler Gesangbuch v. 1770. 123. Mel.: Komm, Gott Schöpfer, heilger Geist. 1524. ........ — ——.—. Pfings⸗ ten. sprich dei-nen ar⸗ men S RDRCRCRCRCRDRTRTRTRRRRRRRRI‚‚I . x——.—— 4— Brust, die 2. Der du der Tröster bist genannt, Des allerhöchsten Gottes Pfand, Du Liebesquell, du Lebensbronn, Du Herzenssalbung, Gnadensonn; .—— du ge⸗ schaf⸗ 3. Du siebenfaches Gnadengut, Du Finger Gotts, der Wunder tut, Du lösest aller Zungen Band, Gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, Entflamm das Herz in Liebesbrand, Stärk unser schwaches Fleisch und Blut Durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib uns von fern hinweh Und bring uns auf des Friedens Steg, Daß wir, durch deine Huld geführt, Vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl Und wie den Sohn man ehren soll, Im Glauben mache uns bekannt, Wie du von beiden wirst gesandt. Altkirchlich, nach Karls des Großen Veni, creator Spiritus“, gegen 800 n. Chr. hr. Pfingsten. 19¹ 12⁴. Eigene Melodie. 15²4. .———— *—— —— E 2— 8 2 e — 61. Komm, hei⸗li⸗ger Geist, Her⸗re Gott, er⸗ ........——— — r, ——.— SFII I I füll mit dei⸗ ner Gna⸗den Gut dei⸗ner Gläub⸗ —.7——— 2 ů ———— 9 gen Herz, Mut und Sinn, dein brün⸗ ig N EN— IAX* 1 SSSPIPIISSIPIIITIIITTTITITTTTITI I. 7 1— 1 +5„—.— Lieb ent⸗zünd in ihn'n. O Herr, durch dei-nes ——— x 1 —— +—.——.—.——— 1—— + ö EEE ö 2 7 Lich⸗tes Glanz zu dem Glau⸗ben ver⸗sam⸗melt ——.— 2—— SDSSII.IVI 4 2 +* E 1 —.———.—0 2——.— E WW...——.—.— 62. 2— 7½— + hast das Volk aus al⸗ler Welt 3 un⸗ gen, das —.——— — 7 2—. 2—— sei dir, Herr, zu Lob ge⸗ sun⸗ gen.——— le⸗lu⸗ d, —— ja, Hal⸗le⸗ lu ⸗ja. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. II Pfingsten. O Herd, behüt vor fremder Lehr. Daß wir nicht Meister suchen mehr Denn Jesum mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deim Dienst beständig bleiben, Die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Dut wir hie ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja. Dr. Martin Luther, 1483—1546, 125. Eigene Melodie. 1693. —— +. — 1. Komm, o komm, 50 Geist des Le⸗bens, dei ne Kraft sei nicht ver-ge⸗ bens 4*.—0— . wah⸗rer Gott von E⸗wig⸗keit, sie er⸗füll uns je⸗der-zeit; — so wird Geist und Licht und S Schein in den dun⸗keln Her-zen sein. 2. Gib in unser Herz m Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Als nur was dein Wille sucht; ist und sein. Pfingsten. 193 Dein Erkenntnis werde groß Und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeig uns selbst die rechten Stege Zu der wahren Wohlfahrt an, Räume alles aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann; Wirke Reu an Sünden statt, Wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugnis haben, Daß wir Gottes Kinder sind, Stärk uns dann mit deinen Gaben, Wenn sich Not und Drangsal findt; Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten. Frei mit aller Freudigkeit, Seufz auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit; So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, Daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? O, so mach uns den Beschluß: Sprich der Seele tröstlich zu Und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke, Wenn des Satans Macht sich weist: Schenk uns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denselben möge rauben; Du bist unser Schutz und Gott; 13 19⁴4 Pfingsten. Sagt das Fleisch gleich immer nein, Laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr Als des Himmelreiches Erben Jener Herrlichkeit und Ehr, Die uns unser Gott erkiest Und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, um 1650. 126. Eigene Melodie. Hei Walter 1523 9 ö ö‚ ö ů— + II ————I———— ——— um den rech⸗ ten Glau⸗ben ab ler-meist, N 111.———— Da er uns be⸗ hü⸗ te an un⸗ serm En⸗ 1 —— H—— + ————— , de,—— wir heim⸗ 1—938 añs die⸗sem E⸗len⸗ +* 1— 1 N — ID— + I +———4 . + 2—1— — de. Herr, er⸗barm dich un-ser! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, Lehr uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten 00 Herr, erbarm dich unser! n S. Pfingsten. 19⁵ 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Laß uns empfinden der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen einander lieben Und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Herr, erbarm dich unser! 4. Du höchster Tröster in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne nimmer 2 verklag Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Herr, erbarm dich unser! Dr. Martin Luther, 1483—1546. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. 1.der du uns in Lieb und Lei⸗ de EEEEEEE ———— ESEE.. ————————————.— Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und hal⸗ten — a. —.— wirst ohn Auf⸗hö⸗ren al⸗le Din⸗ge, hö⸗re, ö—ẽ'———..— — 2—— hͤsre, was ich sin⸗ ge. 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch nur nennen kann; 13¹ 196 Pfingsten. Wenn ich dich erwünsch und habe, Geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir In mein Herze, das du dir, Da ich in die Welt geboren, Selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne Wie ein Regen ausgeschütt, Bringst vom Vater und vom Sohne Nichts als lauter Segen mit. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verwaltst nach deinem Willen, Mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis' und voll Verstandes, Was geheim ist, ist dir kund, Zählst den Staub des kleinen Sandes, Gründst des tiefen Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, Wie verderbt und blind ich sei; Drum gib Weisheit und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, Wo man rein und lauter ist; Fliehst hingegen Schand und Sünden, Weil du lauter Klarheit bist. Mache mich, o Gnadenquell, Durch dein Waschen rein und hell, Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Hirte pfleget, Frommes Herzens, sanftes Muts, Bleibst im Lieben unbeweget, Tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch Diesen edlen Sinn und Brauch, 14—. rr Pfingsten. 197 Daß ich Freund und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, Wenn du mich nur nicht verstößt; Bleib ich von dir ungeschieden, Ei, so bin ich g'nug getröst; ne Laß mich sein dein Eigentum; Ich versprech hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest Und mir treulich stehest bei. Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, Nimm den alten Willen hin, Mach ihn allerdinge neue, Daß mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, halt mich eben, Wenn ich sinke, sei mein Stab; Wenn ich sterbe, sei mein Leben; Wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, Ei, so hilf mir, daß ich geh Hin, da du in ewgen Freuden Wirst dein Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 128. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. ö—— ö O heil⸗g Ir bei ö ö Du Him⸗mels⸗licht, laß dei-nen Schein .— 198 Pfingsten. 725• 2— S E◻ *— —— 2 2.. 2 — ö ö und laß uns dei⸗ne Wohnur ng sein, o komm, bei uns und in uns kräf⸗tig 0 zu ste⸗ LI ö—ꝙ— 1— 21 D.—————— du Her⸗zens⸗son⸗ne; ter Freud und Won⸗ne. — — Son⸗ne, Won⸗-ne, — 1 — e/ rnren Et.,. himm-lisch Le-⸗ben willst du ge⸗ben, wenn wir 77 + IS —————5 * 1——— 2—— be⸗ten; zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fleußt, Die sich in fromme Seelen geußt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, änt Daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat Und führ uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen; Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Wenn wir nun leiden müssen. baue, Was zerrissen und beflissen, Dich zu schäten Und auf deinen Trost zu bauen. Pfingsten. 199 — 4. Laß uns dein edle Balsamkraft — Empfinden und zur Ritterschaft omm. Dadurch gestärket werden, ste⸗ Auf daß wir unter deinem Schutz — Begegnen aller Feinde Trutz — Mit freudigen Gebärden. — Laß dich reichlich =ne, Auf uns nieder, daß wir wieder 4 Trost empfinden, .—. Alles Unglück überwinden. — 5. O starker Fels und Lebenshort, wir Laß uns dein himmelsüßes Wort — In unsern Herzen brennen, — Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitreichen Lehr n. Und reinen Liebe trennen. eußt, Fließe, gieße Deine Güte ins Gemüte, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich In unsre Herzen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu Und sich darinnen übe. tat Kein Neid, kein Streit Dich betrübe. Fried und Liebe Müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit; Sei unsres Geistes Stärke, ö Daß uns forthin sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Und seine toten Werke. Rühre, führe Unser Sinnen Von der Erden Daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, 1606—1673. Pfingsten. Eigene Melodie. J. G. Herzog. 1890. ——— 1. Sohmüct das Fest mit Mai⸗ der Geist der Gna⸗ las⸗set Blu⸗ men streu⸗en, hat sich ein⸗.35 Kum⸗mer 2. Tröster der Betrübten, —.— „älen. Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, Starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, ——— und Beginnen zün⸗ NMü Op ⸗fer la⸗ den, ma⸗chet ihm diß . 673. Pfingsten. 201 Gib uns Kraft Und Lebenssaft, Laß uns deine teuren Gaben Zur Genüge haben. 3. Laß die Zungen brennen, Wenn wir Jesum nennen, Führ den Geist empor; Gib uns Kraft zu beten Und vor Gott zu treten, Sprich du selbst uns vor; Gib uns Mut, Du höchstes Gut, Tröst uns kräftiglich von oben Bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, Schütte deinen Segen Auf das Kirchenfeld; Lasse Ströme fließen, Die das Land begießen, Wo dein Wort hinfällt; Und verleih, Daß es gedeih, Hundertfältig Früchte bringe Und ihm stets gelinge. „5. Schlage deine Flammen Über uns zusammen, Wahre Liebesglut; Laß dein sanftes Wehen Auch bei uns geschehen, Dämpfe Fleisch und Blut; Laß uns doch Am Sündenjoch Nicht mehr wie vor diesem ziehen Und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, —— nm. Pfingsten. Führ uns ein und aus; Wohn in unsrer Seele, Unser Herz erwähle Dir zum eignen Haus; Wertes Pfand, Mach uns bekannt, Wie wir Jesum recht erkennen Und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße, Und durch Finsternisse Sei du unser Licht; Trag nach Zions Hügeln Uns mit Glaubensflügeln Und verlaß uns nicht, Wenn der Tod, Die letzte Not, Mit uns will zu Felde liegen, Daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen Nimmermehr vergessen, Daß wir Gott verwandt; Dem laß uns stets dienen Und im Guten grünen Als ein fruchtbar Land, Bis wir dort, Du werter Hort, Bei den grünen Himmelsmaien Ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 1672—100. 130. Eigene Melodie. Z. Crüger. 188 5 DD —— 1—— 291 Eder⸗ ein zu dei⸗nen To⸗ren, sei der du, da ich ge-⸗bo⸗ren, mih Pfingsten. ö ——— Diq‚DT ————— 5 ..—— EEEE— mei⸗nes Her⸗zens Gast, — H⸗ lieh⸗* neu ge⸗bo⸗ren hast, 0 hoch⸗ge-lieb⸗t II.IT—— 3 32 SSSSS.. 4 5 Geist des Va⸗ters und des Sohnes, mit bei⸗den *—————— 355 SIDISDSE glei⸗ches Thro⸗nes, mit bei⸗den gleich ge⸗preist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben Du hast mich gut gemacht; Der Tod durchdrang mein Leben, Du hast ihn umgebracht Und in der Tauf erstickt Als wie in einer Flute Mit dessen Tod und Blute, ö Der uns im Tod erquickt. ⁰³ 4. Du bist das heilge Ole, Dadurch gesalbet ist zer. 0 Mein Leib und meine Seele .— Dem Herren Jesu Christ — Zum wahren Eigentum, — Zum Priester und Propheten, „ sei Zum König, den in Nöten „ mih Gott schützt im Heiligtum. Pfingsten. 5. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl: Es steigt zum Himmel an, Es steigt und läßt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, Vom Trauern hältst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgetan die Pforten Zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder tun zusammen, Die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt; So gib doch deine Gnad Zu Fried und Liebesbanden, Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure Dem Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneure Die Wohlfahrt deiner Herd; ——..E* 42—2— 2 S 5— 5 SscHer SC EE N Pfingsten. 205 Laß blühen wie zuvor Die Länder, so verheeret, Die Kirchen, so zerstöret Durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsres Fürsten Thron, Steh ihm und uns zur Seiten; Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 1. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter it Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt. 12. Gib Freudigkeit und Stärke Zu stehen in dem Streit, Den Satans Reich und Werke Uns täglich anerbeut; Hilf kämpfen ritterlich, Damit wir überwinden Und ja zum Dienst der Sünden Kein Hie ergebe sich. 13. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wirs sollen geben Ins Todes Hände Hir, enns mit uns hier wird aus, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt, 16071676. Trinitatis. IX. Trinitatis. 13 I. Eigene Melodie. 1539. 9 munt e. wenenne en Ernen Ear unnneen d. e. ...— + E— 2...ß—.—— ——— 1 Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und da⸗rum daß nun und nim⸗mer⸗mehr uns E 115 E— I—.——903 2 2 1——* 1 I— 2 EEEEEEEEEEE Dank für sei⸗ ne Gna ⸗de, rüh⸗ ren kann kein Scha⸗ de; ein Wohl⸗ge⸗ .— —— + 1. öSPRPIPIIIII......... —— * falln Gott an uns hat, nun * ist groß Fried ohn N 4 n⸗ter⸗laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich Für deine Ehr; wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn alles Wanken. anz unermessen ist dein Macht, Fort g'schieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott. Nimm an die Bitt von unsrer Not: Erbarm dich unser aller! Trinitatis. 207 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, Du alrheilsamstor Tröster, 1539. Vors Teufels G'walt fortan behüt, Die Jesus Christ erlöset —. Durch Marter groß und bittern Tod, — Abwend all unsern Jamm'r und Not; und Darauf wir uns verlassen. runs Nikolaus Decius, 1541. 132. Mel.: Nun danket alle Gott. J. Crüger. 1649. l⸗ge⸗ *—.——— 1 Ge⸗lo ⸗bet sei der Herr, mein mein Schö⸗pfer, der mir hat mein d ohn— Gott, mein Licht, mein Le⸗ben, de Leib und Seel ge⸗ ge-ben, mein Va⸗ter, ä.. der mich schützt von Mut⸗ter⸗lei⸗be an, der — IDE ——— dacht al⸗le Au⸗gen⸗blick viel Guts an mir ge⸗tan. ö 2. Gelobet sei der Herr, 11 Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Des Vaters liebster Sohn, Der sich für mich gegeben, Der mich erlöset hat Bott, Mit seinem teuren Blut, Der mir im Glauben schenkt Das allerhöchste Gut. AVIIIHMM t...:tesa⸗ihs. *** 1 208 Trinitatis. — 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Leben, Des Vaters werter Geist, Den mir der Sohn gegeben, Der mir mein Herz erquickt, Der mir gibt neue Kraft, Der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, Den alles rühmt und lobt, Was in den Lüften schwebet. Gelobet sei der Herr, Des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn Und Gott der werte Geist, 5. Dem wir das Heilig jetzt Mit Freuden lassen klingen Und mit der Engelschar Das Heilig, Heilig! singen, Den herzlich lobt und preist Die ganze Christenheit: Gelobet sei mein Gott In alle Ewigkeit. Johann Olearius, 1611—1684. 1 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 33. Ph. Nikolai.(2) 150. 2 05 An n .— 2 +— EEEEEEE SSSS— 2— 1555—5 +. 1 Hal⸗le⸗lu⸗sa, Lob, Preis und Ehr von E-wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit ö 2 — 2 f—.— ö — sei un⸗serm Gott je mehr und mehr sei in uns al ⸗-len ihm be⸗reit Trinitatis. 2009 3————————— EDDSDEEE für al ⸗ le sei ⸗ne Wer⸗ke; Dank, Weisheit, Kraft und Stär⸗ke. Klin⸗get, 2. Halleluja, Preis, Ehr und Macht Sei auch dem Gotteslamm gebracht, In dem wir sind erwählet, Das uns mit seinem Blut erkauft, Damit besprenget und getauft Und sich mit uns vermählet. Heilig, selig Ist die Freundschaft und Gemeinschaft, Die wir haben Und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja, Gott heilger Geist, Sei ewiglich von uns gepreist, Durch den wir neu geboren, Der uns mit Glauben ausgeziert, Dem Bräutigam uns zugeführt, Den Hochzeitstag erkoren. Heil uns, Heil uns; Da ist Freude, da ist Weide, Da ist Manna Und ein ewig Hosianna. 4. Halleluja, Lob, Preis und Ehr Sei unserm Gott je mehr und mehr Und seinem großen Namen. 1⁴ Trinitatis. Stimmt an mit aller Himmel Schar Und singet nun und immerdar Mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Heilig, 6 hoch und herrlich, Heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! Bartholomäus Crasselius(2), 1677—1724. 134. Eigene Melodie. 1524. —— I——— nn ie. ———— 1. Wir glau⸗ben all an ei⸗nen Gott, —.———— ——.— ü* Schöpfer Himmels und der Ei⸗=den, der sich zum .——— ö —m — ———— ö Were 2——— — 0 +* —— wer⸗den. Er mih uns all⸗zeit er-näh⸗ren, — —. —— 7 ——— Leib und Seel an wohl be⸗ wah⸗ ren; al lelem Nach Uns ö 1724. wi⸗der⸗fah-ren; er sor — —————— EX S........——— al⸗les in sei⸗ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von Macht und Ehren, Von Maria der Jungfrauen Itt ein wahrer Mensch geboren Durch den heilgen Geist im Glauben; Für uns, die wir warn verloren, Am Kreuz gestorben und vom Tod, und vom Wieder auferstanden durch Gott. Tod 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröster heißt Und mit Gaben zieret schöne, Die ganz Christenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben; Hie all Sünd vergeben werden, Das Fleisch soll auch wieder leben; Rach diesem Elend ist bereit, ist bereit Uns ein Leben in Ewigkeit. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 21² Kleine Feste. X. Kleine Feste. ö a. Darstellung Jesu im Tempel. 23 Mel.: Valet will ich dir geben. 135. Teschner. 1635 9————— ö F—„—.—— —————— wir kom⸗men jetzt mit Freuden durch .— ů—.. 3. ö ö r—. ö n v u. en— ů— Frommen Schatz und Lieb 27— 240e ei⸗ dei⸗ nes Gei⸗stes Trieb in die⸗sen dei⸗nen x . öw—— —— S* Tempel und su⸗chen mit Be⸗gier nach Si⸗me⸗ 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Dahin du dich verbunden Durch dein Verheißungswort, Vergönnst noch heutzutage, Daß man dich gleicherweis Auf Glaubensarmen trage, Wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, In Schrecken unsre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Glut und Feuer, In Not ein Freudenstrahl, Kleine Feste. 21³ In Krankheit ein Befreier, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß einst wie Simeon 16. Ein jeder Christ kann singen —. Den schönen Schwanenton: —.— Mir werden nun mit Frieden —— Mein Augen zugedrückt, der Nachdem ich schon hienieden durch Den Heiland hab erblickt. — 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, — Mein Jesu, dich geschaut; Kein Feind kann dich mir rauben, 26½ Wie heftig er auch dräut. — Ich wohn in deinem Herzen —. Und in dem meinen du; —— Uns scheiden keine Schmerzen, I Kein Angst, kein Tod dazu. — 6. Hier blickst du zwar die Deinen ——— Oft fremd und strafend an, 00 So daß vor Angst und Weinen Ich dich nicht sehen kann; Dort aber wirds geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht. Johann Franck, 1618—1677. Eigene Melodie. 152²4. 2 +— J ö 22—1———.——.— 2 2 ö 15—.8 ů * E ——— — — 1 tit Fried und Freud ich fahr da-hin in 15—,——..—— —————3——— 2 H .‚ EE E 5 X Got⸗tes Wil⸗le; ge⸗trost ist mir mein Herz und —— 214 Kleine Feste. —————. Sinn, sanft und stil le; wie Gott mir der hei⸗ 3588 hat, der Tod if st mein Schlaf wor-den. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, Der treue Heiland, Den du mich, Herr, hast sehen lan Und g'macht bekannt, Daß er sei das Leben Und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt Mit großen Gnaden, Zu seinem Reich die ganze Welt Heißen laden Durch dein teuer heilsam Wort, An allem Ort erschollen. Er ist das Heil und selig Licht Für die Heiden, Zu erleuchten, die dich kennen nicht, Und 3u weiden. Er ist deins Volks Israel Preis, Ehre, Freud und Wonne. Dr. Martin Luther, 1483—1546. b. Johannistag. —— Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1⁵⁵ Q— —.—==—————— —————— 4 ——* — 1 Trö⸗stet, trö⸗stet mei⸗ne Lie⸗ben, „Trö=⸗stet, die sich jetzt be-trü-ben Kleine Feste. 21⁵ ö⸗stet mein Volk, spricht mein Gott. I— ———. ö— IIIFFF—— ——————— ru⸗sa⸗lem wohl dran, re-det sie gar freund⸗ ——— ———— — ee L L ů——‚....—. — 2—.—— ih⸗re Rit⸗ter⸗schaft ich wen⸗ de. 2. Ich vergeb all ihre Sünden, Ich tilg ihre Missetat, Ich will nicht mehr sehn noch finden, Was die Straf erwecket hat; Sie hat ja zwiefältig Leid Schon empfangen, ihre Freud Soll sich täglich neu vermehren Und ihr Leid in Freud verkehren. 3. Eine Stimme läßt sich hören In der Wüste weit und breit, Alle Menschen zu bekehren: Macht dem Herrn den Weg bereit, Machet Gott ein ebne Bahn; Alle Welt soll heben an, Alle Tale zu erhöhen, Daß die Berge niedrig stehen. 4. Ungleich soll nun eben werden Und, was höckricht, gleich und schlecht, Alle Menschen hier auf Erden Sollen leben schlecht und recht; 216 Kleine Feste. Denn der Herr der Herrlichkeit, Der erscheint zur rechten Zeit, Macht, daß alles Fleisch kann sehen, Wie, was Gott spricht, muß geschehen. Johann Olearius, 1611—1684 c. Michaeli⸗tag. 15 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. ö .— H. Isaak.(7) 1536. 2.60————— S————— ...........— ——.— er Se⸗ra⸗ ..... ———— —— zu Ge⸗bo⸗ n.—...——————. Mund soll dei⸗nen Ruhm er⸗ höhn. 2. Die Fürsten und die Thronen, Die in dem Himmel wohnen, Gibst du zu meiner Wacht. Sie sehn dein Angesichte Im höchst vollkommnen Lichte, Doch nehmen sie auch mich in acht. 3. Ich preise deine Güte Mit dankbarem Gemüte Für diese Wunderschar. Ich rühme deine Rechte Für diese deine Knechte, Die mich beschirmen vor Gefahr. n. 1684 mein 2 — Kleine Feste. 4. Laß ferner mich behüten Vor aller Feinde Wüten Durch diese Himmelswach; Laß sie auf meinen Foegen Die Hand mir unterlegen, So bleib ich frei von Ungemach. 5.„Doch sollen sie nicht weichen, 8⁰ laß mich ihnen gleichen In wahrer Zeiligkeit. Wie sie die Kinder lieben Und wahre Demut üben, So mach auch mich dazu bereit. 6. Sie tun ja deinen Willen; Den laß auch mich erfüllen. Sie leben keusch und rein; O laß mich nichts beflecken, Auch wenn mich Schatten decken, Stets diese reinen Geister scheun. 7. Und endlich, wenn ich scheide, So führe mich zur Freude Auf ihren Armen ein. Da werd ich dich erst loben Und in dem Himmel droben Dir und den Engeln ähnlich sein. Schmolck, 1672— —— 139. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1737. — —V in nnen. Die⸗ du hast in dei⸗nem Re 1—5 gro⸗ße 4 1 sen bin ich E denn mei in —— 4 — I ———.— Scha-ren vie⸗ 101 En⸗gel. Herz ist vol⸗ler Män⸗gel. Ach wann werdi ich re.—.— 5. ———.———.—.— 2. Mich beschweret Fleisch und Blut; Hilf du, daß ich geistlich werde; Gib mir einen Engelmut, Der sich trenne von der Erde, Daß ich als dein liebes Kind Allzeit himmlisch sei gesinnt. 3. Mache mir dein Wort bekannt Durch des heilgen Geistes Gabe, Daß ich Weisheit und Verstand Wie ein Engel Gottes habe, Bis wir einst in jenem Licht Völlig sehn dein Angesicht. 4. Auch dein Wille soll geschehn Iu dem Himmel und auf Erden; Darum laß uns dahin sehn, Daß wir dir gehorsam werden, Und verleih, daß ich dabei Aller Engel Mitknecht sei. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr, Voll Gefahr ist unser Leben. Sende deiner Engel Schar, Daß sie schützend uns umgeben, Und da, wo wir schlafen ein, Laß sie unsre Wächter sein. 6. Mach es wie mit Lazaro, Wenn ich künftig werde sterben, Und damit ich ebenso Möge Trost und Segen erben, Heiß die Engel mich zur Ruh Tragen nach dem Himmel zu. Kaspar Neumann, 1648—17ʃ5, ——— —4 auch so rein als 95 0 nen En⸗gel sein? sein? dlut; Bitte und Trost der Kirche. 210 C. Jieder von der christlichen Kirche I. Bitte und Trost der Kirche. 14⁴0. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. ———— + e.—— ö— 0———*..— 1. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗su Christ, weil ————— E—.— ee,—..... es nun A⸗bend wor⸗den ist; dein gött⸗lich 2——.—.—— = PPRDEDET rl8. ——— D—— Wort, das hel⸗le Licht, laß ja bei uns aus⸗ lö⸗ schen nicht. 2. In dieser letzt betrübten Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakrament Rein b'halten bis an unser End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, Wir sind gar sicher, träg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall an jedem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, Auf dieser Erd ist keine Ruh, Viel Sekten und groß Schwärmerei Auf einen Haufen kommt herbei. 22⁰ Bitte und Trost der Kirche. — 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit G'walt erheben hoch Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Chriß Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsres Herzens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts anders suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort Und darauf ferner fahren fort Von hinnen aus dem Jammertal Zu dir in deinen Himmelssaal. Nikolaus Selnecker, 1532—4502. 141. Mel.: Christus der ist mein Leben. M. Vulpius. 1609. ETI———— 6—— SSSSSI I. 1. Ach bleib mit dei- ner Gna⸗de bei 5 der ere L,.——.—.— . ren rn ir iirl. 4ñꝛ—7ß7.———— —— — 9———27*2 scha- de des bö-sen Fein⸗des 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Daß uns beid hier und dorte Sei Güt und Heil beschert. 55 uns, Herr Je⸗ — —*———— Ach Gott, vom Him⸗ Wie we⸗nig sind — ————————————* 5 2...— ——— laß dich des er⸗bar⸗men! las⸗sen sind wir ö—55——.— —— läßt nicht ha EDNDNDNDN— lo⸗schen gar bei a 222 Bitte und Trost der Kirche. 2. Sie lehren eitel falsche List, Was eigen Witz erfindet; ö Ihr Herz nicht eines Sinnes ist In Gottes Wort gegründet; Der wählet dies, der andre das Sie trennen uns ohn alle Maß Und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, Die falschen Schein uns lehren, Dazu ihr Zung stolz offenbar Spricht:„Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, Was wir setzen, das gilt gemein; Wer ist, der uns soll meistern?“ 4. Darum spricht Gott:„Ich muß auf sein, Die Armen sind verstöret; Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, Getrost und frisch sie greifen an Und sein die Kraft der Armen.“ 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal Bewährt, wird lauter funden; An Gottes Wort man warten soll Desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, Da wird sein Kraft erkannt und Schein, Und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein Vor diesem argen G'schlechte, Und laß uns dir befohlen sein, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, Wo diese losen Leute sind D In deinem Volk erhaben. 5 — Dr. Martin Luther, 1483—1546. sein, 223 Bitte und Trost der Kirche. 1⁴3 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. J. Crüger. 1640. ———— —— rich⸗te ma⸗che zu nich=te. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, Wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; Alles, was kämpfet wider deine Glieder, Stürze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre. Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen Gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, Also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594—1648. 144. Mel.: Christus der ist mein Leben. M. Vulpius. 1609. N K 77½ *0 5. Gna Bitte und Trost der Kirche. ————— —— ö 2—.—. wal⸗len und sehn sein Kom⸗-men gern. ö 2. Auf dem so schmalen Pfade— Gelingt uns gar kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen,— Man traut ihr ohne Reu, Und wenn uns je will grauen, So bleibt der Herr doch treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, 9⁵ Du kommst; so komme doch!— 5. Damit wir nicht erliegen, 2 Muß Gnade mit uns sein;* Denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt, Der Herr hat eine Gnade, Die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nun durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, Die Gnade sei mit mir. ö Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. ade, Bitte und Trost der Kirche. 22 Eigene Melodie. Luther. 1529. ——.—— 1 4 —III— —— * ...—— alt— bön-se Feind mit Ernsters jetzt meint; rer. 2*——— ———————. groß Macht und viel List sein grausam Rüstungist, 8——.— 7 ——.——— SSS.I...........—.—.— — D——— — auf Erd ist nicht seins-glei ⸗=chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren; Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott, Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. 1⁵ 226 Bitte und Trost der Kirche. Der F Fürst dieser Welt, ö Wie saur er sich stellt, ö Tut er uns doch nicht; ö Das macht, er ist gericht; Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. kehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, Sie habens kein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 1 Mel.: Val ill ir gebe 146. Mel alet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. *—. ö i ———————————— ———— 0——————— —— 1 Er⸗halt uns dei ⸗ne Leh⸗re, Herr, er-halt dein Reich, ver-meh⸗re dein zu der letz⸗ ten Zeit, 35 ed⸗le Chris⸗=ten-heit, Bitte und Trost der Kirche. 227 2. Erhalt dein Ehr und wehre Dem, der dir widerspricht; Erleucht, Herr, und bekehre, Allwissend ewig Licht, Was dich bisher nicht kennet; Entdecke doch der Welt, Der du dich Licht genennet, Was ewig dir gefällt. 3. Erhalt, rar deine Schafe, Der grimme Wolf kommt an; Erweck aus ihrem Schlafe, Die niemand retten kann Als du, o großer Hirte; Leit uns auf gute Weid, Treib, nähr, erfreu, bewirte Uns in der wüsten Heid. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, Dein wertes Heiligtum, Zerreiß, zernicht, verderbe, Was wider deinen Ruhm; Laß dein Gesetz uns führen, Gönn uns dein Himmelsbrot, Laß deinen Schmuck uns zieren, Heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören Dein Wort, das selig macht, Den Spiegel deiner Ehren, Das Licht in dieser Nacht, Daß dieser Brunn uns tränke, Dein Himmelstau uns netz, Uns deine Richtschnur lenke, Dein Honigseim ergötz. 6. Erhalt in Sturm und Wellen Dein Häuflein, laß doch nicht Uns Wind und Wetter fällen, Steur selbst dein Schiff und richt 1⁵² 228 Bitte und Trost der Kirche. Den Lauf, daß wir nicht weichen 38 Vom Ziel der Seligkeit, ö Des Hafens Ruh erreichen In selger Ewigkeit. ö x Adam Gretgen, 4 1660. leu 147. Eigene Melodie. —9—2—1——.——. —..———————.— sel *SSS. 92 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem—— . un ——.——.———— 9— steure deiner Feinde Mord, die Je⸗sum Christum, 245 ö 2 D— He . ———— deinen Sohn, wol⸗len stürzen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren bist, Beschirm dein arme Christenheit, Daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, Gib deim Volk einen Sinn auf Erd; Steh bei uns in der letzten Not, G'leit uns ins Leben aus dem Tod. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 148. Psalm 67. Eigene Melodie. — vol⸗le ö sei ⸗nen Se⸗gen ge* ben; 0 d=kennen 660. leucht zum ew⸗ gen Le⸗ ben, er⸗kenn * +— ö—.—.———H ——, ———— ·— 5½ 0 — sei⸗ne Werk und was ähm lieb auf Er-den, ———— md E 25. und Je⸗sus Chri⸗ stus 5 Heil und Stärk be⸗ kannt den —.——— ö—— d e ——— . Heiden wer-den und sie zu Gott be⸗keh- ren. — 2. So danken, Gott, und loben dich hron. Die Heiden überalle, hrist, Und alle Welt die freue sich Und sing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter bist ö Und läßt die Sünd nicht walten; 4— Dein Wort die Hut und Weide ist, 5 Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich 546. Das Volk in guten Taten; — Das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, Uns segne Gott der heilge Geist, Dem alle Welt die Ehre tu, Vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht Hnn Herzen: Amen! ....—„Martin Luther, 1483-1546. ) Die kleinen Noten üri für den 3. Vers. —— Hnnn..j—. 0 ** 230⁰ Bitte und Trost der Kirche. 149 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du 5 verbrochen. S. Crüger. 1640. . 1. Herr, un⸗ser Gott, laß nicht zu schanden ——— 1—. I —— drin.—— ——— .— wer⸗den die, so in ih⸗ren Nö⸗ten und Be⸗ .—.———————.—. .......... schwer⸗den bei Tag und Nacht auf dei⸗ ane Gü⸗te .————. 4 I— D——.— 4——— 1—— hof⸗ fen und zu dir ru ⸗ fen! 2. Mache zu alle, die dich hassen, Die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, Laß dichs erbarmen; 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; Wenn du ein Wort sprichst, werben sie bald Freunde, Sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, Kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns ver⸗ trauen, Want dün ists, auf Mensc henhilfe bauen; Mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, Die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten Und das bedrängte kleine Hä iuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann, 1585—16. EEEEEE — Bitte und Trost der Kirche. 231 15⁰ Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. * . 1600 6²⁵ 55— SSSS ———.——— inden 1. O Je⸗su Chri⸗ste, wah⸗res Licht, — d e, ————.— 2 1..— + er⸗leuch⸗te, die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge 1 Rü⸗e sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch se⸗lig werd. — 2. Erfüll mit deinem Gnadenschein, Die in Irrtum verführet sein, Auch die, so heimlich noch ficht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn. Issen, 3. Und was sich sonst verlaufen hat n, Von dir, das suche du mit Gnad, ö Und sein verwundt Gewissen heil, einde; Laß sie am Himmel haben teil. 180 4. Den Tauben öffne das Gehör, 8 Die Stummen richtig reden lehr, 50 Die nicht bekennen wollen frei, n Was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, —0 Bring her, die sich von uns getrennt, upfen Versammle, die zerstreuet gehn, Mach feste, die im Zweifel stehn. treten 6. So werden sie mit uns zugleich . ö Auf Erden und im Himmelreich, amen: Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. 464⁷7. Johann Heermann, 1585—16l7. 232 Bitte und Trost der Kirche. 151. Mel.: Herzliebster Jesu, was—3 du ER 160 — ——. 1. 4237=tze die Dei⸗=nẽñ, 10 69 dir sch — ——— nen⸗ nen und dich, o Je⸗su, vor der Welt be⸗ ——— — 35285— — — I —— 1— —. Dn selbitvor — ken⸗nen. Laß d dei⸗ nen Hän⸗=den, wie du selbst ver⸗ ——2—.— n. hei ßen, nichts sie ent⸗rei⸗ Pen. 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden. Mach ihre Siege herrlicher auf Erden. Gib Mut und Weisheit denen, die sie lehren Dein Reich zu mehren. 3. Du hast unch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Führe die Deinen, wie du selbst 94 sprochen, Führe sie endlich aus dem Kampf hienteden Zum ewgen Frieden. 4. Ewig, o Heiland, sei dein Nam erhoben. Ewig fro flockend müsse dich einst loben, O du Beherrscher Hiner schwachen Herde, Himmel und Erde! Casseler Gesangbuch v. 1770. 152. Mel.: Kommt her zu mir, spricht Gottes Soh n. 1530. S — 2 2 ö* 1. Ver⸗za⸗ge nicht, Du Ha äuf⸗ lein klein, E 79 39 2—— 7 08 Gust 15 —— BVitte und Trost der Kirche. 233 —. —— 19— da⸗von dir Un⸗ter⸗gang, bang: es wird nicht Lan ⸗ ge wäh⸗ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach Ist Gottes, dem befiehl die Rach rden. Und laß es ihn nur walten. Er wird durch seinen Gideon, hren, Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. Wort So wahr Gott Gott ist und sein Wort, n. Muß Teufel, Welt und Höllenpfort en, Und was dem tut anhangen, en Endlich werden zu Schand und S Gott ist mit uns und wir mit G oben. Den Sieg wolln wir erlangen. Michael Husente + 1640. Nach Iü ae Jak— 8 ri cius 770. 153. Psalm 124. 1535. Mel.: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält .... 1— V Wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so wär Gott nicht mit uns die-se Zeit, wir 23² Bitte und Trost der Kirche. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; Wo Gott hätt das zugeben, Verschlungen hätten sie uns hin Mit ganzem Leib und Leben; 40 Wir wärn, als die ein Flut ersäuft 00 Und über die groß Wasser läuft, Und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, Ist unsre Seel entgangen. 4 Strick ist entzwei, und wir sind frei; Des Herren Name steht uns bei, Des Gotts Himmels und Erden. Dr. Martin Luther, 1483—1546. x Eigene Melodie. 1535. ö———————— 2.————..—5——— . 4—*————— F—— 2.jß—[%————.— 1. Wo Gott der Herr nicht bei uns N R 0 — — 2— ⁰D RIS gab, —.—— ä llt, wenn un⸗sre Hernsde to⸗ben, alt im Him⸗mel 25441.G4.27 o⸗ ben, 35 EE 4—— — 4.,—— Fein⸗de List, so ssts nit uns ver⸗lo⸗ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, Soll uns billig 134 t schrecken, Er sitzet an der höchsten Stätt, Der wird ihr'n Rat aufdecken. Wenn sies aufs klügste greifen an, So geht doch Gott ein andre Bahn; Es steht in seinen Händen. 3. Sie wüten fast und fahren her Und tun gar hochvermessen; Zu würgen steht all ihr Begehr, Gotts ist bei ihn'n verge essen. Wie Meereswellen einhergehn, Nach Leib und Leben sie uns stehn; Des wird sich Gott erbarmen. 4. Sie stellen uns wie Ketzern nach, Nach unserm Blut sie trachten, Noch rühmen sie sich Christen hoch, Die Gott allein groß achten. 65 Gott, der teure Name dein Muß ihrer Schalkh eit Deckel sein; Du wirst einmal aufwachen. 5. Aufsperren sie den Rachen weit Und wollen uns verschlingen; — Sr d. 236 4 Lob Es 1 Er wird ihr'n Strick zerreißen sehr 0 Und 0* Sie ö 6. Die Bitte und Trost der Kirche. und Dank sei Gott allezeit, vird ihn'n nicht gelingen. stürzen ihre falsche Lehr; ö werdens Gott nicht wehren. ö Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, gänzlich sind verlassen. Gnadentür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen, Sie spricht: Es ist nun all's verlorn, Da doch das Kreuz hat neugeborn, Die deiner Hilfe warten. ö 7. Die Feind sind all in deiner Hand, ů Dazu all ihr Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohlbekannt, 1 Hilf 6 Ve 17 nur, daß wir nicht wanken; rnunft wider den Glauben ficht, Aufs Künftge will sie trauen nicht, Da du wirst selber trösten. 8. Den Himmel und die Erden dein Hast du, Herr Gott, gegründet. WE Laß leuchten deines Lichtes Schein, Das Herz uns werd entzündet 0 J In rechter Lieb des Glaubens dein, Hilf bis ans End beständig sein. 873 N Oe Velt laß immer murren. Justus Jonas, 1493—1555. Mel.: Zion klagt mit Angst und Schmerzen. J. Crüger. 1640. Zi⸗on, gib dich nur zu⸗frie-den, du bist nicht von ihm ge-schie-den; 20— — 665 liel — S— — S ⏑— 1555,, —— ö——.—.—— F er:xn —.——. Gott ist noch bei dir da⸗rin, er hat ei⸗nen Va⸗ter⸗sinn. — ö + — ů 2—5. 1e— ——* 4.———— ů straft, so liebt er auch; dies ist sein be⸗ 5 —— — r pin mie men . ů——.— lieb⸗ter Bräuch; Zi⸗on, ler-ne dies be⸗ ᷑& E E— H ———.——.9—— —.————1 — j⁴ den⸗ken; war-um willst du dich so krän⸗ken? 2. Treiben dich die Meereswellen In der wilden, tiefen See, Wollen sie dich gar zerschellen, Mußt du rufen ach und weh, Schweigt dein Heiland still dazu, Gleich als schliefe er in Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, Diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, Ob sie noch so feste stehn; a die ganze Welt desgleichen Möchte gar auch untergehn; Dennoch hat es keine Not In dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken Aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen Deine schönsten Perlen sein, Dringt dein Seufzen und dein Stöhnen Auch in deine Lieder ein, Muß dein Purpur sein das Blut Und der Mangel Hab und Gut: 238 Bitte und Trost der Kirche.— Zion, laß dir doch nicht grauen, Du kannst deinem Gott vertrauen. 4 0 5. Droht man dir mit Schmach und Banden die Mit dem Tod und Herzeleid; 99 Ei, du wirst doch nicht zu schanden, 1— 6 Denk nur an die Ewigkeit.— Sei nur fröhlich, wohlgemut; sie, Denn der Herr ists, der es tut; Zion, Gott wird dich schon stärken; ö 9565 W Dieses mußt du eben merken. 55 4 ö 6. Freue dich, nun kommt das Ende 5 ö Und der Abend schon herbei;—— Gib dich nur in Gottes Hände, Der dich nun will machen frei. 325 Für die Trübsal, Spott und Hohn Gibt er dir die Freudenkron.—5 Zion, du wirst wieder lachen; He Drum so laß die Welt nur machen. J 7. O ihr Engel, Himmelserben, 32 Freuet euch mit Zion hier; So Denn die jetzt hat wollen sterben, Ka Soll nun leben für und für Jet Und sich freuen ohne Zahl 3 In dem schönen Himmelssaal. Eu Zion, wer will dich nun scheiden 5n Von dem Lamm und ewgen Freuden? 60 Joachim Pauli, nach 1674.—9— 12 Wo ö 100. Eigene Melodie. J. Crüger. 1600. Die ö—— Un + ö 4 ———— Ein Zi⸗on klagt mit Angst und Schmerzen, 80 die er trägt in sei⸗ nem Her⸗zen, Bitte und Trost der Kirche. ————— 4— j5— 2—————— E———.—— Zi⸗on, Got⸗tes wer⸗te Stadt, inden die er sich er⸗wäh⸗let hat: Ach,spricht SP........II......I ——— E——— 2— sie, wie hat mein Gott mich ver⸗las⸗ sen —.—.—— PF I— ———.I D— 5 E——— ö in der Not und läßt mich so har⸗te pressen, 4 ö E ——— ů ö..— — 0 2 2. Der Gott, der mir hat versprochen Seinen Beistand jederzeit, Der läßt sich vergebens suchen Jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn für und für So gar grausam zürnen mir? Kann und will er sich der Armen Jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, Sprach zu ihr des Herren Mund, Zbar bist du jetzt die Betrübte, 644 Seel und Geist ist dir verwundt; Doch stell alles Trauern ein, Wo mag eine Mutter sein, 1610. Die ihr eigen Kind kann hassen Und aus ihrer Sorge lassen? — 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden Einen solchen Muttersinn, Da die Liebe kann verschwinden, So bleib ich doch, wer ich bin. —* mei⸗ner hat er ganz ver⸗ges⸗sen! ̃l 2⁴40 Ausbreitung der Kirche. —————— Meine Treue bleibet Bir,„ Zion, o du meine Zier; Du hast mir mein Herz besessen, I Deiner kann ich nicht vergessen. wu 5. Laß dich nicht den Satan blenden.,. Der sonst nichts als schrecken kann. ö——— Siehe, hier in meinen Händen 1* Hab ich dich geschrieben an. stim⸗ Wie mag es denn an iders sein? Ich muß ja gedenken dei 50 Deine Mauern muß ich bauen Und dich fort und fort anschauen. 6. Du bist mir stets vor den Augen, Du liegst mir auf meinem Schoß Wie die Kindlein, die noch saugen; Meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, Keine Not, Gefahr und Streit, 05 der Satan selbst nicht scheiden. eib getreu in allen Leiden. Johann Heermann, 1585—4647. II. Ausbreitung der Kirche. 18 N Sel N 14 3* obe 157. Mel.: Valet will ich dir—— M. Teschner. 1615, Wund du in T To⸗des⸗nüch⸗ ten er⸗ und dich als den Ge-rech-ten zum ä IE — 1a mpft Heil der Welt Bür-gen dar-ge-stellt, der du den Feind he⸗ 1647. — zwun⸗gen, den Him⸗mel auf⸗ge⸗tan, 4—— ————— ——8 S‚.‚i‚— —0——— 1 stim⸗men uns⸗re Zun⸗gen ein Hal⸗le⸗ lu⸗ja 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, Bis die von Süd und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, Es ist kein Weg zu schwer, Hinauszustreun dein Feuer Weit über Land und Meer. 4. So sammle deine Herden Dir aus der Völker Zahl, Daß viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, Es strömt dein Volk heran; Wo noch nicht Tag geworden, Da zünd dein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 1799—1862. 16 2⁴² Ausbreitung der Kirche. 158 Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 161⁵. ———————— * ĩü———— Der du zum Heil er⸗schie-nen der und von den Che⸗-ru-bi-nen zu 565— 5—— IIN al-ler-ärmsten Welt — Sün⸗dern dich ge-sellt, —— 221855 ——————0 Stol-ze ver-höhnt für sei⸗ne Huld, als du am dür⸗ren Hol-ze ver-söhn-test ih⸗re Schuld: 2. Damit wir Kinder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürden Und bautest uns ein Haus; Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. u am — uld: Ausbreitung der Kirche. 243 4. Drum kann nicht Friede werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Zu deinen Füßen liegt, Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten. Nach deinem Angesicht; Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Borne sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn, Daß, wo man Teufeln fröhnet Und vor den Götzen kniet, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du wirst hören; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, Werd aller Heiden Licht. Albert Knapp, 1798—1864. 16* 2⁴⁴ Ausbreitung der Kirche. 159. Eigene Melodie. P. Ritter. 1792. Wie wird dann dir sein Freu ⸗e dich, du klei⸗ ne Her⸗de, ——.— rr,.. .— 2 mach dich auf und wer⸗De licht; Je⸗ sus 7 7—— ————————.— Si. hält, was er ver⸗-spricht. 16 2. Hüter, ist der Tag noch fern? 355 Schon ergrünt es auf den Weiden, 7—0 Und die Herrlichkeit des Herrn— Nahet dämmernd sich den Heiden, Blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt,—. Daß die Nacht zum Tage werde; 25 Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht;— Jesus hält, was er verspricht. 2 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle, 525 Ihn umleuchtet Morgenlicht;— Jesus hält, was er verspricht. 3* 4 Ausbreitung der Kirche. 24⁵ 160. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 5. Gräber harren aufgetan; Maait verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn; Großer Tag des Herrn erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne Mach dich auf, es werde Licht; Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845. 159 — II EI 04 ⸗ ner ists, an dem wir han⸗gen, ö— ö 1. ö Uns ⸗re Lei-ber, uns⸗ re Her⸗zen 4.— 2.———— — ů ö—.—. DSPDISDS‚I‚I‚ISII..... der für uns in den Tod ge⸗ gan⸗gen, ge⸗ hö- ren dir, o Mann der Schmerzen, 4 Rae 2. ů———— ———.„.— ö————— und uns er⸗kauft mit sei⸗ Hem BII sut. in dei⸗ner Lie⸗be ruht sichs gut. 2⁴46 Ausbreitung der Kirche. ——————————.— 2. Nicht wir haben dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet Nach deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, Und keiner ist zum Werke tüchtig, Der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn; Denn Armut ist Gewinn Für den Himmel. Wer in sich schwach, Folgt, Herr, dir nach Und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, Drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen Zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes. Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, Die noch im Todesschatten wohnen, Von deinem Himmelreiche fern. Ausbreitung der Kirche. 2⁴7 ——— — Seit Jahrtausenden ist ihnen — Kein Evangelium erschienen, niit Kein gnadenreicher Morgenstern. * Glanz der Gerechtigkeit, Komm, Herr Jesu, — Zeuch uns voran sicht. Und mach uns Bahn; Gib deine Türen aufgetan. — Geh auf, denn es ist Zeit. 5. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ewges Heil erfunden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, Es richtet und durchbohrt Geist und Seele; Dein Joch ist süß, Dein Geist gewiß, Und offen steht dein Paradies. nig, 6. Heiland, deine größten Dinge Beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten, Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, Wächst endlich ohne Schein Doch zum Baume, Weil du, Herr Christ, Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798—-1864. III EE— 248 Ausbreitun ug der Kirche ö 161. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme.— —— 2—5 0 Sol ö rel 19 6 + * Kö⸗nig Je⸗su, Hrei⸗ te, sie ⸗9 1— ——8 auf dei⸗ · ne Frie⸗ dens⸗ ⸗bo⸗ten., n—.——1 ö ö—— dei les ba ild dir dir un ⸗ter⸗lie⸗ge 1—— n laß we⸗hen dei⸗nen Le⸗be ns⸗o⸗ 90 em—— ö ———— 6 —— e— 8 0 was lebt und ann in—— Welt. durchs gan⸗ze wei⸗te To⸗ ten⸗— fedd. n———— 2 —.— 9 und jauch⸗zen dir ein Hal⸗le⸗lu⸗ja für und fuͤr. Albert Knapp, 1798.—1864. — 162. Mel.: Gott des Himmiels und der Erden. 5. Albert. 1642. 16 2 4.——4 40. 408 10 0 1.5 Licht, 903 in die Welte ge⸗ kom⸗ men, 0„Mor⸗gen⸗ stern, aus Gott ent⸗ ⸗glommen, *0 97 III Ausbreitung der Kirche. 2⁴9 2 —...—. — — 2 Son⸗ne vol⸗ler Glanz und Pracht, 93 Zer i trelb hin⸗weg die al ⸗te Nacht. Zeuch a —.—.—, ——— dei⸗nen Wun⸗der⸗schein bald die gan⸗ze E— Welt hin ⸗ ein. ö 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, Einen recht gepriesnen Lauf, Daß noch manches Knie sich beuget, Sich noch manches Herz tut auf, Eh die Zeit erfüllet ist, Wo du richtest, Jesu Christ. 3. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer, Laufe deinen Heldenpfad, Strahle Tröstung in den Jammer, Der die Welt umdunkelt hat; O erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord, 4. Und erquick auch unsre Seelen, Mach die Augen hell und klar, Daß wir dich zum Lohn erwählen, Vor den Stolzen uns bewahr; Ja, laß deinen Himmelsschein Insers Fußes Leuchte sein. Rudolf Ewald Stier, 1800—1862. — ιπα X FFF hn.n.. — ich Lie-ben die gan⸗ze Welt er⸗ke N ++ 3. Und noch entzünden Himmelsfunken So manches kalte, tote Herz Und machen Durstge freudetrunken Und heilen Sünd und Höllenschmerz, 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, Die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar Und mach in deinem Gnadenscheine Dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächtig starker Gotteshauch, Dein Feuermeer ström nicht vergebens; Ach zünd in unsern Herzen auch! 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heilgen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. 8 — amme Ausbreitung der Kirche. 251 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Doch bald die ganze weite Welt Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle, die auf Erden wohnen, Knien vor den Thron des Lammes hin. Johann Ludwig Fricker, 4 1766. 164 Mel.: Dir, dir Jehova, will ich singen. 1 600. —— ii ee SSS EEEE————— Wach auf, du Geist der er⸗sten die Tag und Näch⸗te nim⸗mer 3 7 ——— Zeu⸗gen, die auf der Maur als treu ⸗ e schwei⸗gan und die ge⸗trost dem Feind ent⸗ =...——————— e 2 ö ö———— *—.—.— 0— * ja de⸗ren Schall die DD— ——— ———.————.—— 1— ö————— Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß dein Feur doch bald entbrennte, O möcht es doch in alle Lande gehn; Ach Herr, gib doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. 25²2 Ausbreitung der Kirche. O Herr der Ernte, siehe doch darein; Die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sein, 298 Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hineih breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu beines Namens Preiz 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht Dein Volk aus dem Gefängnis nähme, O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwe Und komm herab zur Hilf und mach uns frei 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein, Ach führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll in alle Tore ein, Ja wecke doch auch Israel bald auf Und also segne deines Wortes Lauf. 7. O beßre Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum, ach räum aus jedem Wege; Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn Und mach uns bald von jedem Mietling fraß Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes se. 8. Laß jede hoh und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Geistes sein, Ja sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein, in. rten hegt, eschehn haren, hinein cht! ntzwei 8 frei. laufen, Schein, Ausbreitung der Kirche. 25³ Daß treuer Lehrer viel und Beter sein, Die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, Da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du, als der Brunngquell aller Güte, Gibst selber mir etwas von deinem Sinn, Daß mich der Menschen Elend jammern kann; Drum bitt ich, Herr, o nimm mein Bitten an. Karl Heinrich v. Bogatzky, 1690—1774. 16⁵5 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 599. 0 4 Lnnn r. ————.— 8 R (Zieht in Frie⸗den eu⸗ re Pfa⸗de; Wenn euch Je- su Hän⸗de schir⸗men, ————.I...... SI —— mit euch des gro⸗ßen Got⸗tes Gna⸗de gehts un⸗ter Dn nnen⸗schein und Stür-men —— 2 N e—— —. 9. raxme—— und sei ⸗ner heil⸗gen En⸗gel Wacht! ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. IITIIIIITIIITII— SISIPISISI Lebt wohl, lebt wohl im Herrn. Er ö ei euch nim⸗ Z.—— E ————3———— ů — mer fern spät und frü⸗he. Ver⸗geßt uns nicht in seinem Licht, undwennihrfucht fein Angesi cht Gustav Friedrich Ludwig Knak, 1806—1878, Gilh Til Un III. Kirchweih und Einführung von Pfarrern. We D 166. Mel.: Wie schön leuchtet— Morgenstern. ö G1. Ph. Nikolai.(2) 15990. Di * Gott Va⸗ter, 1.— 102 Din⸗ ge Grund Kir Wie lieb⸗ lich ist die Stät⸗ te hier, Ge —— 2* — 9— nen Va⸗ter⸗—55 men kund an die⸗ Se die Her⸗zen wal⸗ len auf zu dir; hier ist sem heil⸗gen Or 2te. M Woh⸗- 2 des Him⸗mels 5—— zoh⸗ne, thro⸗ne No Klar⸗ heit; heil⸗ge uns in dei⸗ner L Wahr⸗ Hei 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit,* Dies Gotteshaus ist dir geweiht, O laß dirs Wohlgefallenk Kirchweih und Einführung ꝛe. 25⁵5 — Hier schalle dein lebendig Wort, — Dein Segen walte fort und fort In diesen Friedenshallen. esich Einheit, Reinheit 18⁷⁸³ Gib den Herzen; Angst und Schmerzen Tilg in Gnaden Und nimm von uns allen Schaden. 3. Gott heilger Geist, du wertes Licht, Wend her dein göttlich Angesicht, Daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus Dich mit allmächtgen Flammen aus, — Mach himmlisch uns auf Erden. —— Lehrer, Hörer, zrund Kinder, Väter, früher, später hier, Gehts zum Sterben; — Hilf uns Jesu Reich ererben. — 4. Dreieinger Gott! Lob, Dank und Preis 1 die⸗ Sei dir vom Kinde bis zum Greis rist Für dies dein Haus gesungen. Du hasts geschenkt und auferbaut, — Dir ists geheiligt und vertraut 2 Mit Herzen, Händen, Zungen. ne Ach hier sind wir Noch in Hütten, Herr, wir bitten: — Stell uns droben — In den Tempel, dich zu loben. ler Albert Knapp, 1798—1864. —..— — 167. Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du 6577 verbrochen. J. Crüger. 1640. eit. 9—31* t F———— 2— — 5———.——— 4.——— ö— 1. O Herr, vor dem sich Erd und Himmel 256 Kirchweih und Einführung 2c. —— n. 2 4 beu⸗get, du Got⸗tes⸗sohn, von E⸗wig⸗łkeit ge⸗ — ö———.—*— zeu⸗get, blick auf der i⸗ d * ——— 1H2.— 3—————— Dan⸗kes⸗lie⸗ der huld⸗-reich her-nie-der. 2. Dies Haus, o Herr, ist deinem Dienst geweihet; Hier schmecken deine Gläubgen hocherf freuet Das Blut, den Leib, den du zu unserm Leben Dahingegeben. 3. Hier wird in Luahart. heilgen Wasserbade Die Schuld getilgt, geheilt der Seelenschade; Hier weihen wir, o Todesüberwinder, Dir unfre Kinder. 4. Hier sinden Kranke Heilung, Kraft die Müden, Die Blinden Licht, die Sünder Seelenfrieden; Hier atmen freier bei des Lebens Schmerzen Die wunden Herzen. 5. Des Ewgen Vorhof ist an diesem Orte, Das Heiligtum des Herrn, des Himmels Pforte, Stets offen allen, die dem ewgen Leben Entgegenstreben. 6. Mag bei der E Stürme Wüten alles zittern, Die Kirche steht ein Fels in Ungewittern Und bleibet bei der Hölle wildstem Trutze In Christi Schutze. 7*5 Kirchweih und Einführung 2.. 257 4. Drut freun wir uns der heilgen Tempel⸗ weihe Und bitten: Herr, Allgütiger, verleihe, Daß uns geleite dein mildreicher Segen Auf allen Wegen. 8. Nichts raube uns des Herzens fromme Freude, Oft kehre dieser Tag zurück, oft weide Dein Volk, o Herr, sich an den Himmelsgaben, Die hier uns laben. 9. Lob und Anbetung töne dir, Vater, Dir Gottes Sohn, dir Tröster und Berater! Lehr uns, dein Volk, durch alle En Zkeiten Dein Lob ausbreiten. Alte Kirche. 168. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. —— 5.— 2 —— 0 à . 9 rr, in al⸗len Din⸗gen, 0 wohl 15 fan n⸗gen und voll⸗-brin⸗gen, ö— . ——*——— 1—— un⸗ser Amt und Werk Oh⸗ne — uns— heit, Kraft und Stärk. —.—..——.——— ————— dei⸗ mne 205 ist all un-ser Werk um⸗ ... 2—— sonst; 258 Kirchweih und Einführung ꝛc. 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten, Wo wir dein bedürftig sein; Brich der Hölle Macht und Pforten Und gib deinem Häufelein, Deiner armen Christenheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, Aller Trübsal und Gefahr; Laß uns keine Drangsal töten, Nimm doch unser also wahr, Daß Kreuz, Elend und Verdruß Uns zum Besten dienen muß. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 4. Hilf uns, Herr, aus allem Leide In der letzten Todesnot, Laß uns fahren hin mit Freude Und durch deinen bittern Tod Kommen in das Paradeis, Uns zur Freude, dir zum Preis. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 5. Hilf uns, Herr, in letzten Zügen, Hilf nach unsrer Zuversicht, Laß uns ritterlich obsieg Und zu schanden werde O Herr Jesu, deine Leist uns Hilfe und Beista Daß wir nach vollbrachtem Ringen Lob und Dank dir ewig singen. Martin Rinckart, 1586- 1649. 9. 5517 3 Kirchweih und Einführung 2c. 259 169 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 35 Ph. Nikolai.(2) 1599. du Kö⸗nig dei⸗ner Chri⸗ re⸗gierst sie, wie es—3 te dei⸗ner sie se ⸗lig Von dir sind wir 1ꝛ———. die du seg⸗nen willst und trö⸗-sten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, Nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, Die es zum Himmel führen, Und die voll Effen, Geist und Kraft, Voll Glaube, Liebe, Wissenschaft Das Herz der Sünder ühren Treue Hirten Laß den Seelen niemals fehlen Und die Herden Mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesa indt; Herr, segne seine Werke. Die Seelen, die sich ihm vertraun, 17²³ 26⁰ Kirchweih und E inführung 2c. Durch Lehr und Leben zu erbaun, Gib n ihm und Stärke. Lehr ihn, hilf ihm Tun und leiden, dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu mae chen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun, Nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer Laß in wen schaft und Gemeinschaft Feste stehen Und D1 Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, Laß unsern Lehrer, Bua. Freund Uns dir entgegen führen. Du hast die Seelen all gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, Reich die Hände, daß am Ende Hirt und Herde Treu von dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Du kommst im Namen unsers Herrn, In Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ uns Zum ewgen Vate rland. Gott mit dir, Amen, Amen Mit dir gehn wir Durch die Leiden dieser Zeiten Zu dem Leben, Das uns unser Gott will geben. Zohann Daniel Karl Bickel, 1737—1800. int, 7 Wort Gottes. 261 D. Zieder von den Gnadenmilteln. I. Wort Gottes. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 170. e st wohlg 165 1 Dein Wort, o Herr, ist mil⸗d — la Pflan-ze dei —.——— =dürft⸗ge See⸗len; den Him⸗mels⸗bal⸗sam feh⸗len; d. EEE..— —.— —.—— nder Zukunft V 5, —— SSI. Ta⸗gen dir Frucht und Sa⸗men tra⸗ gen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, Ein Keil, der Felsen spaltet, Ein Feuer, das im Herzen zehrt Und Mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort Noch fort und fort Der Sünde Macht zerscheitern Und alle Herzen läutern. 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern Für unsre Pilgerreise; Es führt auch Toren hin zum Herrn Und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht Verlösch uns nicht — guickt durch ihn laß je⸗de blühn und i 7 eds,s=⸗———— Mein La Bis zu den ö 5. Nun Zu dir, der Wo wen det' FAstpi i festem Sir — —. 5 +* 3 2 anders hin? Herr, du hast sworte. Noch hör in: Komm, du ent Das rief mir Ein Wart des von Out zu Ort deinen Lehren, dein Lebenswort h Zr Eil. Karl Bernhard Garve, 1763—1841. Wort Gottes. Mel.: Ach Gott und Herr. Ich wandle hier, SXLI — mein G ö ott, Vor dir im Glau⸗ben, nicht im + untdad Mich ch seihe Kräfte schmecken; Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Mich von 5.n. Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, Wofern mich nicht Dein W Gott, ohne sie Verstünd ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. 04 Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; Zur Ewigkeit Ist diese Zeit Von dir mir übergeben. 5. Dein ewgen Rat, Die Missetat Dein Wort ist wahr; Wort die Wahrheit lehrte? Der Sünder zu versühnen, 26⁴4 Wort Gottes. Den kennt ich nicht, Wär mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihst, Lehrft meinen Geist Ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte Durch meine Müh Vermag ichs nie; Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort; Denn du hasts uns gegeben. Es sei mein Teil, Es sei mir Heil Und Kraft zum ewgen Leben. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 172. Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 1684. —.—.———— .——— —— 3. Herr, dein Wort, die ed 24 0 Ga⸗be, denn ich zieh es al⸗ler Ha-be die⸗sen 1Sch at er⸗hal⸗ te mir; und dem größ⸗ten Reich-tum f Wenn dei be ruhn? 9 —..—.— Wel⸗ten, a⸗ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, Daß ich mög in deinem Namen Fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700— 1760. 173 Mel.: Gott des Himmels und der Erden. 94. doch 2—— — 2. Will ich einen Vorschmack haben, 2 Welcher nach dem Himmel schmeckt, der So kannst du mich herrlich laben, Wort Gottes. Weil bei dir ein Tisch gedeckt, Der mir lauter Manna schenkt Und mit Lebensw wasser tränkt. 3. Du mein Paradies auf Erden, Schließ mich stets im Glauben ein; Laß 90210 täglich klüger werden, Daß dein heller Gnadenschein Mir bis in die Seole dringt Und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geist der Gnade, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne 4 des Hine mels P forte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Was für S ätze Gottes Hand Durch sein Wort ihm zugesandt. 5. Lasse mich in diesen Schranken Sonder eitle Sorge n sein. Schließe mich mit den Gedanken In ein stilles W sen ein, Daß die Welt mich gar nicht stört, Wenn mein Herz dich reden hört. 6. Gib dem Same orn einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt; ů die u wacker, hier dein Fii 9e n neinem den Zweifel ferne Was ich lese, laß mich merken, 8 du sagest, laß mich tun. — schreibt, —8 2 —2 —. aß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei. 8. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtscht nur gehn. Was ich hier zu Grunde lege, ——— d dein 1 Wort den Glauben stärken, en, Wort Gottes. Müsse wie ein Felsen stehn, Daß mein Geist auch Rat und Tat In den größten Nöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel In der Folge Jesu sein. Drücke drauf ein Gnadensiegel, Schließ den Schatz im Herzen ein, Daß ich fest im Glauben steh, Bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 174. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. Ren⸗schen sind Wil⸗ —N4 Ge⸗ tig; WM. Rit⸗fanre 505—2— Wir wis⸗sens EE geist⸗lich ist, un⸗tück viel zu hoch und wich⸗tig. e d n ht, uns dein gö tt⸗lic 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, Daß durch sie würde wohlbekannt Dein heilger Will und Rechte. Zum letzten ist dein lieber Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Selbst kommen, uns zu lehren. 268 Wort Gottes. 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, Laß uns dabei verbleiben Und gib uns deinen heilgen Geist, Daß wir dem Worte gläuben, Dasselb annehmen jederzeit Mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud Als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf Uns nicht vom Wort abwende; Denn ihr Gespött samt ihnen drauf Mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, Daß deine Lehre in uns haft, Auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz, Daß wir das Wort recht fassen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Es aus der Acht nicht lassen, Daß wir nicht Hörer nur allein Des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort Vom Teufel hingenommen; In Fels und Steinen kann das Wort Die Wurzel nicht bekommen; Der Same, so in Dornen fällt, Von Sorg und Wollust dieser Welt Verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich Dem guten, fruchtbarn Lande Und sein an guten Werken reich In unserm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld In feinem, gutem Herzen. erz zich Wort Gottes. 269 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Den Weg der Sünder meiden; Gib, daß wir halten fest an dir In Anfechtung und Leiden; Rott aus die Dornen allzumal, Hilf uns die Weltsorg überall Und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein Die Leuchte unsern Füßen, Erhalt es bei uns klar und rein; Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, Daß wir im Leben und im Tod Beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr Dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort Laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke, 1603—-1680. 17⁵. Mel.: Jesu, meine Freude. J. Crüger. 1656. ———.— Wort des höch-sten Mun In⸗ge! Bald, da wir ge⸗fal⸗len, lie⸗ßest — 270 Wort Gottes. 2——3.——— 4..— Ei⸗ne Kraft, die Glau⸗ben s die zum Le-⸗ben uns von dir ge⸗ge-ber Wé Wohlgefallen uns allen et hat, Schatten orgebi 2 Das Was die ht, das —8 2 die Und 2 Al 5. Ues Aute Gnade in gei ist Alle Enad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: bt in Preis und E schte Lehre. die Lel hren süße, st der Bund. Durch Daß mar trifft — 3890 —— IIInnsee —— 5. Kommt, zerknirschte Herzen, — Die in bittern Schmerzen 1. Das Gesetz zerschlug, tschafß Kommt zu dessen Gnaden, — Der für euch beladen — Alle Schmerzen trug. — Jesu Blut stärkt euren Mut. ben. Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet, Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen rift Evangelisch sein; Auch will ich nun würdiglich Dieser Kraft, die mir gegeben, Evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke; Stehe du mir bei. Nichts kann uns nun scheiden, Hilf, daß auch mein Leiden Evangelisch sei. Auch laß mich einstmals auf dich, Als ein Kind mit dir zu erben, Evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker, 1699—1743. II. Taufe(und Konfirmation). Eigene Melodie. ———— * 2.— —————————..——— ——60——ßꝛ——.— ü——— 1 Christ un ⸗-ser Herr zum Jor⸗dan von Sankt Jo-hann die Tau ⸗fe — 3 WiI Wa — nahm, sein Amt nun Iun fül-len; —— ———0—.— 5— E 55—.—.———— 4 50 wollt e er Jad, zu wa⸗schn uns von Sün .—————— bit⸗tern Tod duͤrch sein selbst B den; es galt ein neu⸗es Le⸗⸗=ben. 2. So hört und merket alle wohl, Was Gott heißt selbst die Taufe, 250 was ein Christe glauben soll, Zu meiden Ketzerhaufen. Gott spricht und will, daß Wasser sei Doch nicht allein sch lecht Wasser, Sein heilig Wort ist auch dabei' Mit reichem Geist oh e Der ist allhier der Täufer. 3. Solchs hat er Ime beweiset klar Mit Bildern und mit Worten; ar Vaters Stimm man offenbar Daselbst am Jordan hörte. Er an de Das ist mein lieber Sohn, An dem ich hab Gefallen, Den will ich euch befo hlen han, 2 GV³ u — 0 den ben. Daß ihr ihn höret alle Und solget seinen Lehre Zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Jüngern heißt der Herre Christ: Geht hin, all Welt zu lehren, Daß sie verlorn in Sünden ist, Sich soll zur Buße kehren. Wer gläubet und sich taufen läßt, Soll dadurch selig werden, Ein neugeborner Mensch er heißt, Der nicht mehr könne sterben, Das Himmelreich soll erben. 6. Wer nicht gläubt dieser großen Gnad, Der bleibt in seinen Sünden Und ist verdammt zum ewgen Tod Tief in der Höllen Grunde. Richts hilft sein eigne Heiligkeit, All sein Tun ist verloren, Die Erbsünd machts zur Nichtigkeit, Darin er ist geboren, Er mag sich selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Wasser sieht, Wie Menschen Wasser gießen, Der Glaub im Geist die Kraft versteht Des Blutes Jesu Christi, Und ist vor ihm ein rote Flut, Von Christi Blut gefärbet, Die allen Schaden heilen tut, 18 I — hier auf Er⸗den und im Himmel möge Taufe. Bon Adam her Eitbre 9 Auch von uns selbst g Dr 4— M Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 9— ST—.—— Kind auf un⸗sern Ar⸗men a zei ⸗ge dein Er-bar⸗-men, SIT .——— 2...+ 2. Wasch es, o Herr Jesu, rein Durch dein Blut von seinen Sünder Laß es deinen Geist erneun Und mit dir genau verbinden. Da wir ihm den Namen geben, Schreib es in dein Buch zum Leben. 3. Hirte, nimm dies Schäflei Haupt, mach es zu dem en Gliede; Lehrer, zig ihm deine Bahn; Friedefürst, sei du sein Friede; König, laß es deinen Willen Künftig immer treu erfüllen. 4. Laß uns alle in der Welt Als rechtschaffne Christen leben, Endlich auch, wenn dirs gefällt, Christlich unsern Geist aufge „ Und im Himmel zu den Frommen, Zu den wahren Christen kommen. Casseler Gesangbuch v. 1770, üther, 1483—1546, Herr, wir ste⸗ hen hier dor dir; laß dies wer⸗-den. —5 2 —.— —4 —6 IIS —— 28 6²8 —— — * — — Taufe. 27⁵ 178⁸ Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt 2 walten. G. Neumark. 1657. — Je sch bin ge⸗tauft auf dei⸗nen Na⸗ men, 2 ich bin ge⸗zählt zu dei⸗ ⸗nem Sa⸗men, Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geif An Io Volk, das dir ge⸗ hei⸗ligt hei bt Ich bin in Chri⸗stum ein⸗ge⸗ senkt, ich bin w mit sei ⸗nem Geis be⸗schenkt 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; Ich habe mich aus reinem Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt; Hingegen sagt ich bis ins Grab Des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn; Benn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn; Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, Wenn ich hab einen Fall getan. 18⁷ Taufe 277 e— 153—— H —————.——————ñ— —.— 03——..———— Kind ge⸗bo⸗ ren; drum sie mein ei⸗gen sein. 2. Der Herr gar freundlich küsset Und herzt die Kindelein, üisse, Federgt mit Worten 60 5e, Der Himmel ihr soll sein, Dieweil sein teures Blut, Das aus sein heilgen Wunden Am Kreuze⸗ sstamm geronnen, Auch ihnen kommt zu gut. 3. Drum nach Christi Verlangen Bringet die Kindlein her, Damit sie Gnad erlangen, Niemand es ihnen wehr. Führet sie Christo zu; Er will ich ihr erbarmen, Legt sie n seine Arme, Darin sie finden Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, Ihr Seele Gott gefällt; Denn sie sind Gottes Erben, Lassen die schnöde Welt, Sind frei aller Gefahr Und dürfen hier nicht leiden. Sie loben Gott mit Freuden Dort bei der Engel Schar. Kornelius Becker, 1561—41604. — 8 Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. ——————— —— —— 1. Ider ⸗set mich völl Freu⸗=den spre⸗chen: der bei Wonsch⸗ ⸗li⸗chen Ge⸗bre⸗chen — I 2* 7 4 ů ů 1 . 4* 4 Iu 63 8 Taufe. Ich bin ein ge⸗ tauf⸗ter Cl den⸗noch ein Kind Got⸗tes — —— Schatz be⸗si⸗tze, der mir al⸗ les 5 eil ge⸗ racht und mich e⸗ wig se⸗ lig macht. 18 2. Keine Sünde macht mir bange: Ich bin ein getaufter Christ! Denn 10 weiß gewiß, so lange Dieser Trost im Herzen ist, Kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, Weil das teure? Wasserba d Mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: 2 Ich bin ein getaufter Christ! ö Und damit kann ich dich schlagen, O'0 7 675— Ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, + Ist dir alle Macht genommen, C Und von deiner Tyrannei Machet Gottes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Christ! Denn das bringet mich zum Erbe, Das im Himmel droben ist. Taufe. 279 Lieg ich gleich im Todesstaube, So versichert mir der Glaube, Daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wiederschafft. Nun so soll ein solcher Segen Mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, Schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, Soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ Der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeisten 1671—1756. 181 Mel.: Liebster Jesu, wir sind h ö* R. Ahle. 1664. + —.—————.——* Aobester 231 hier sind wir, dei⸗ nem nden,——4—5 Kindlein kommt zu dir, weil du Wor⸗ nach⸗-zu 3 daß man sie zu den Be⸗fehl ge 2 Chri⸗ to führe, denn das Himi mel⸗reich ist ih 2. Ja, es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: e:„Wer durch Wasser und durch Geist Nicht 19801 ist neugeboren, Wird von dir nicht aufgenommen Und in Gottes Reich nicht kommen.“ 280⁰ Konsirmation. ö 8. wir 13 ö Nimi von 1 4 Tritt mit deine m Glanz ste zeige dein Er rm w Daß es dein Kind hier Erden Und im Himmel möge we— RN 4. Wasch es, Jesu, dure Blut 2 70 V det rbten Plecker 0 Von den angeerbten F u, Und zugleich mit dieser Flut 40 3 ES Verdienst bedecke M3 55 Schenk ihm deiner Unschuld S Ti ö Daß es ganz in dich sich kleide. 5. Hirte, nimm dein S Haupt, mach es zu deinem ö Himmelsweg, zeig ihm die Friedefürst, schenk ihm den Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glauben dich umgebe. 6. Nun, wir Haurt an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Fͤͤhr die Seufzer himmelwärts Und erfülle das Verlang zen; Ja, den Ne Bimir. ne wir geben, Schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, 1672- 4737. Konfirmation. 104. Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 1684. 1. Bei dir, Je⸗su, will ich blei⸗Den, „nichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben, Kouf firmation. en; u dei 4 nen guf dei⸗ nen W n Ut . Trieb und Kraft, 3 Re⸗ ben zu⸗ strömt Kraft und Le⸗ bens⸗faft. 2. Könnt ichs irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnad engaben Für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesu Christ, Dem im Hi immel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, 17³⁰7 Der, was Jesus tat, mir tut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? 1651. Sollt ich ihm nicht 1 schwö zren, — Treue bis in Tod und Grab? —. 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich —— S• in Freude wie in Leid; ben, Bei dir bleib ich, dir verschreib ich ben, Mich in Zeit und Ewigkeit. 82 Konfirmation. Es Wi inks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, sich lebend zu dir hält. Bleib mir nah auf dieser Erden, Bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht hernieder steigt. Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde, schwache Haupt, Sprich dann: Kind, hier gehts zu Ende, Aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, Wann mir Grauen macht der Tod Als das kühle, scharfe Wehen Vor des Himmels Morgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, Dann erleuchte meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh hinüber, Wie man nach der Heimat reist Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 183. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 4 W. Weßnitzer. 1661. — +—— ö ö 26 + 0— ö 2.—5 8 0—— 4 6— 1.] Je⸗su, mei⸗ in. See⸗le Le⸗ben, Nes dir will ich mich ganz er⸗ge-ben je⸗tzo 0 — 3, ů—4 7 8— 4—.— 4 —5 1 ö 2.— Her-zens höch-ste Freud, und in E⸗wig⸗keit. Mei-nen Gott will x 2 +2— ich dich nen- nen und vor al⸗-ler Welt be⸗ — 8 Konfirmation. aß 46. dein bin und du mein, en,——.— H igt, 4———1.— ich will kei⸗nes an e derh sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen, Als mich erst die Welt empfing; Ende, 318 bin ich schon angel Wige n, Als an St ich h ging; hen, Dein Schoß hat mich aufgenommen, Da ich erst ans Licht gekommen; Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern se zui⸗ 3. WHer 22 sucht mich d eine Liebe: Fall ich, hilfet sie mir auf; Ist es, 5a5 ich mich betrübe, Tröst sie mich in meinem Lauf; 1859. Bin ich arm, sie gibt mir Güter; Schlaf ich ein, sie ist mein Hüter: Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern sein. — 4. Ja in meinem ganzen Leber ö Hat mich stets dein Licht geführt; I Du hast, was ich hab, gegeben, je0 Du hast meinen Lauf regiert; — Deine Güt, die täglich währet, — Hat mich immerdar ernähret: —. Ich bin dein, und du bist mein, t will Ich will keines andern sein. 5. Dein Geist zeiget mir das Erbe, Das im Himmel beigelegt; Ich weiß, wenn ich heute sterbe, Wo man meine Seel hinträgt: ö 4 4 I 4 n . x * 34 Konfirmation. 56. —.— V 2 2. zuversicht in ißigkeit i bin dein und ) will keines dei⸗nem Le ⸗ ben l⸗lein er⸗gen- ben. ver-schrie-ben onfir mati on. 28⁵5 2. Sei Gott getreu, laß Teit ine 6 Rot Des Kreuzes dich abkehren; Ist er dein Vater und dein Gott, Was willst du mehr begehren? Dies zöchste Gut Macht rechten Mut: Kann seine Huld dir werden, Nichts besser ist, Mein lieber Christ, Im Himmel und auf Erden. 3. Sei Gott getreu von Jugend auf, Laß dich nicht Lust noch Leiden 1603 In deinem ganzen Lebenslauf Von seiner Vebe scheiden. Sein alte Treu —— 1580. Wird täglich neu, — Sein Wort steht nicht auf Schrauben; —— Was er verspricht, Das bricht er nicht, Zund, Das sollst du kühnlich glauben. runh 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, — Darin er dich gesetzet; —— Wenn er dich hält mit seiner Hand, ö Wer ist, der dich verletzet? enk an Wer seine Gnad — Zur D hat, .— Kein Teufel kann ihm schaden; —88 Wen dies Panier dit Beschützet hier, Dem bleibet wohl geraten. —— 5. Sei Gott getreu, sein liebes Wort 9⸗101 Standhaftig zu bekennen, ö Steh fest darauf an allem Ort, — Laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt In Armen hält, Konfirmation. les noch vergehen; 18⁵ NV* S Wort fort . 0 Un nd gnädig fi! 0 er ihm nur ritterlich,— er dich den Sünden—— zider Pflicht Sohr Den Zügel nicht. Wär ja der Fall geschehen,— So sei bereit,— Durch Buß beizeit gib Nur wieder aufzustehen. Gott getreu bis in den Tod 0 8* O,— Und laß dich nichts abwenden. 336 Er wird und kann in aller Not San Dir treuen Beistand senden, Ur— käm auch gleich Das Höllenreich Mit aller Macht gedrungen, Wollt auf dich zu, So glaube du, Du bleibest unbezwungen. — t du Gott also bleiben treu, sich dir ereis dein lieber Bater dir hat verheißen, Und eine Kron Zum Gnadenlohn Im Himmel dir ar Da wirst du dich Dann ewiglich In seiner Treu ergötzen. Michael ifsetzen; Franck, 1609—4667. ich od , 667, Konfirmation. 287 8 Mel.: Seelenbräutigam. 185⁵. Mel.: Seelenbräutigam — 1. Von des Himmels Thron sen⸗de, Got⸗ ———— R —ĩDIDEI gib uns Kraft zum heil⸗gen Wer⸗ke, dir uns FN —— ganz zu weihn, 2. Mach uns selbst bereit, Gib uns Freudigkeit, Unsern Glauben zu bekennen Und dich unsern Herrn zu nennen, Dessen teures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, Wenn wir unsern Bund erneuern Und gerührt vor dir beteuern, Deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Wollest du auf unsre Bitten Uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. 288 A bend mahl. Gib auch, daß dein Ge ist Wie dein Wort verheißt, Unauflöslich uns vereine Mit der glubigen Gemeine, Bis wir dort dich„sehn Und dein Lob erhöhn. Samuel Marot, 1770—1865, III. Abendniahl. Eigene Melodie (Nach einer Melodie bei S. Bach)) Her⸗ re Be th! Al⸗le —————— 1—.— E.—— —.—.— Eh⸗re voll. Ho⸗si⸗an⸗na +—.— ö 1————* 2— be de r da kommt im Na⸗men des * ——— ö— T.—— ——6— *— 18 4„ Eigene Melodie. G. Winer. 168. Schaf⸗ fe in mir, Gott, ein rei⸗nes 8 Herz; und —— — VS IEIII 1865. I Abendmahl. 289 e * Geist. Ver⸗ An⸗ge⸗sicht, von deinem An⸗ge⸗sicht, und ——— ů 4 8„—— N —.—.—, n Hanahmnon n 188. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 171¹⁵. 1 6 Dich u me 1J su, Laß ich mcht Dn kannst 0 Du bit mei⸗ ne Zu⸗ ver⸗ sicht, du al⸗ 2—— See⸗ 20 recht er⸗quik⸗ken. lein kannst mich be⸗glük⸗ken. sollst al⸗lein mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗de sein. 2. e. mag das Gesetze noch Mich verklagen und verfluchen; Weiß es mein Gewissen d doch, Wo ich soll den Segen suchen. Jesus macht durch seine Huld Mich gerecht von aller Schuld. 3 Ach, was hab ich für ein Gut, Was für Schätze Lann ich zeigen! 10 290 Abendmahl. Meines 1515 Fleisch und Blut Ist und bleibet nun mein eigen; Heil und Leben und was sein, Ist mut ihm auch alles mein. 4. Kann die Liebe höher gehn, Läßt sie sich wohl tiefer finden? Wan die Treue fester stehn Oder näher sich verbinden, Als da dieser, der uns liebt, Uns sich selbst zum Pfande gibt? 5. Dicune, Seel und Geist, in mir, Lodre, Herz, in vollen Flammen, Halt mit feuriger Begier Mich und Jesum stets zusammen, Daß ich ewig gegen ihn Mög in heißer Liebe glühn. 6. Erd und Himmel fahre hin, Leib und Seele mag verschmachten; Kein Verlust und kein Gewinn Ist doch gegen das; zu achten, Daß mein Jesus in mir bleibt Und mich seine Liebe treibt. 7. Jesus ist des Herzens Teil, Jesus ist mir Trost und Leben, Jesus ist der Seele Heil, 3 kann mir alles geben. rum, was in mir lebt, das spricht: Dich,‚ mein Jesu, laß ich nicht! Casseler Gesangbuch v. 1770. ewißlich an der Zeit. 1535. 0 Le⸗hensbrot, Herr Je⸗su Christ, mag der nach dem Him⸗mel hungrig ist und Ab endmahl. —2————————ßtßt.t7———J—J—J—J— ———.— 2 ———— ee— —.——.—1— dich ein Sün⸗der ha⸗ben, 115½ dir will la⸗ ben, so bitt ich rei⸗ten mich, daß ich recht wür⸗ dig wer⸗ de. 2. Auf Arieper Aue wollest du, Herr, diesen Tag mich leiten, Den Dusch f Wassern führen zu, Den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar sündlich, matt und krank, Doch laß mich einen Gnadentrank Aus deinem Becher schmecken. 3. Du gnadenreiches Himmelsbrot, Du wollest mir verleihen, Daß ich in meiner Seelennot Zu dir mag kindlich schreien; Des Glaubens Kleid bedecke mich, Auf daß ich möge würdiglich 54 deiner Tafel sitzen. Tilg allen Haß und Bitterkeit, 9 Herr, aus meinem Herzen, Laß mich die Sünd in dieser Zeit Bereuen ja mit Sanerpen Du hingeopfert Osterlamm, Du meiner Seele Bräutigam, 35 mich dich recht genießen. Zwar bin ich deiner Gunst nicht wert, As der ich jetzt erscheine 10³ 292 Abendmahl. ö Mit Sünden allzuviel beschwert, ö ö 6. Ich bin ein Mensch ganz voller S Laß deine Hand mich heilen; Erleuchte mich, denn ich bin blind, Du kannst mir Gnad erteilen; 6685 15 Ich bin verdammt, erbarme dich; 1—6 50 Ich bin verloren, suche mich lt Und hilf aus lauter Gnaden. 7. Mein Bräutigam, komm her zu mir Und wohn in meiner Seele, Daß sie dich liebe für und für Und sich mit dir vermähle. Ach laß doch deine Süßigkeit Für meine Seele sein bereit Und stille ihren Jammer. 8. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken; O Blut, das du vergossen bist,‚ Komm eilig, mich zu tränken. Ich bleib in dir, du bleibst in mir, 10 Drum wirst du, goldne Himmelstür, Mih AY V Fang P3 Mich dort auch auferwecken. 30 Johann Rist, 1607—1667. 0 ů— 0——— ö ö ö 190. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 41 ö ö— *.— 8 — 1 —33 1 865461 17 I%% HDalt im Gacht= nis vom Thron des Him⸗mels k Sünd, lir Abendmahl. 293 1 U 0 st, dein zu wer⸗den. EE dir zu gut hat ———— 7.— i an⸗ge⸗nom⸗mien Fleisch die se Fie be. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der für dich hat gelitten, Ja gar am Kreuz gestorben ist Und dadurch hat itten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod Und dich erlöst aus aller Not; Dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod erstanden ist, Befreit von Not und Plage; Bedenke, daß er Fried gemacht, Sein Unschuld Leben wiederbracht; Dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefaͤhren ist, Die Stätt dir zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und sehen seine Herrlichkeit; Dank ihm für diese Liebe. 294 Abendmahl. 5. Halt im Gedächtnis Wesnen Christ Der einst wird wiederkommen Und sich⸗ was tot und lebend ist, Zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst Ind mit re in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Mit wahrem Glauben fassen Und nie, was du an mir getan, Mög aus dem Herzen 53—— Daß dessen ich in aller Not Mich trösten mög und durch den Tod Zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, 1650—1704. 191. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Crüger. 1649. Herr, dein Herslisches DPev⸗ Lan-gen mit den Dei⸗nen dich zu le⸗tzen —— 8 — da du in den Tod ge⸗gan⸗ ger n und mahl ein⸗ zu⸗ 1945— dringt auch — —.— ein⸗ ge⸗ la⸗ veu denn auch ich bin un⸗te .—.—. IIIIIN =len dir nicht aus dem Sinn ent-fal⸗len. 2. Mich verlangt nach dieser Speise, Eh ich noch von hinnen reise; lich verlangt nach diesem Tränken, un Eh man mich ins Grab wird senken; Denn, ist Jesu Leib und Leben, Ist sein Blut mir eingegeben, Wird mein Leib im Auferstehen Seinem Leibe ähnlich sehen. 5 3. Ich hab— du stillst mein Verlangen— . Jesu Leib und Blut empfangen; 17⁰⁴ Nun hat mich sein Tod durchdrungen Und selbst meinen Tod verschlungen, Nun hat er sein ewges Leben Mir in seinem Blut gegeben, Nun entschlaf ich voll Vertrauen, Jesum bald verklärt zu schauen. Christoph Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—1784. 1551. . Sün⸗der nach des ——— ——.— D———— bin ich dein Gast, wie du mir be-⸗foh⸗len hast; Lie-be schmeckt. 296 Abendm ahl. T 1 — ö nicht mit dei⸗ner Wohl⸗tat scher⸗ ze. 2. Räume, bitt 100 mein Gemüte 2 Rein von allem Argen aus, Daß auch meines Herzens Hütte 3 Werde! dein geweihtes 18 henn ich hoffe nur Liebster Jesu, segne m 10 laß deinen Tis Mir de 8 Himmels 3. Kann der Herr d Auch sein eigen Fle Ach, so hi lf mir 1 684 werden. schenken EV Was hier deine M Und verleihe, Eß und trinke Was du, 0 V Zur Erlöf D 4. Daß ich 5 Und——3 mein Ur Wenn das Fleisch d M Bis ich fühle meii Und mich sel 4—— nach den Bro Welches allen Hunger stillet 103 Und mein Herz mit Gott erfü Met. 5. Denke doch, du Fürst des Lebens, Denee⸗ daß du Jesus heißt; V Denke, daß du nicht vergebens 1 Für die Welt gestorben seist. A ** lbendmahl. Drunmt erhöre, was ich hitt, Teile mir dich selber mit Und laß heut in mein Gewissen Blut aus deinen Wunden fließen. 6. Sind wir doch aus dir geboren, Nähr uns auch durch deine Kraft; Und weil alles da verloren, Wo nicht Jesus Hilfe schafft, Ach, so laß dein Brot und Wein Meines Herzens Manna sein, Daß die Wirkung dieser Speise Künftig in der Tat sich weise. 7. Laß mich deine Liebe schmecken Und die Güter jener Welt; Oder wenn auch Furcht und Schrecken Mich nr. überfällt, So versche asse mir dein Blut Einen rechten Freudenmut, Daß ich meinen Trost im Glauben Mir durch niemand lasse rauben. 8. Hilf in recht ins Herze fassen Deinen herben, bi ittern Tod; Laß mich 0 100 niemanden hassen, Der mit mir genießt dein Brot. Nimm mich ganz vollkommen ein, Bis ich werde bei dir sein Und die Fülle deiner Gaben, Meinen Gott und alles ha tben. Kaspar Neumann, 1648—1715. 193. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. —— 4.. —————— Herr, du wollst uns Poil⸗a⸗ ker⸗ ben Laß uns, Le⸗ ben zu em⸗pfa-hen, .— zu dei⸗ nes Mah les Seh⸗ Ra⸗ mit glau⸗bens⸗vol-lem Her zen —— + ö 2. —.—.————.—— ö ö—..———7 4——5 97—— 2 ö sei mit⸗ ten un⸗ter uns, o Gott! ö und sprich uns los von Sünd und Tod. ö 50 E ö——— .————— ir sind, o Je⸗su, dein, dein laß um ö———— ö— — 5—.— ö—0——— *„ A⸗men, A⸗-men. 2 0 15 .— 1400. Ein stseiern wir dadaro⸗ ße A⸗bend⸗mahl bei di Friedrich Gottlieb Klopstock, 17241890. 19 194. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1505 77j7. 7————— 1 PI 1 ½3 1. Herr Je⸗su Christ, du höch-stes Gut, du R 70 wir kommen, dei⸗ nen Lei ib und Bli ut, wi Brunnquell 45½35 ler Gna⸗ den/ du uns hast ge⸗-la⸗ den, .————— ————— II Hei dir 4—1800. 15³5 zut, 0 lut, wie ei⸗ner Ee⸗len NRN 1 Abendmahl. 299 Se⸗lig⸗keit zu Les⸗ sen und zu trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit Zu diesem hohen Werke; Schenk uns dein schönes Ehrenkleid Durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein Und werden dir gepflanzet ein Zum ewgen Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir Auch bis ans Ende bleiben; Laß Sünd und Not uns für und für Nicht wieder von dir treiben, Bis wir durch deines Nachtmahls Kraft In deines Himmels Bürgerschaft Dort ewig selig werden. Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1598. 195. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. —*. ——————.— 1 Herr 5 su, dir sei Preis und Dant im Wolindadeimn vein Leib und B Slut .—.— für die⸗ se See⸗len⸗ speis und Trank, da⸗mit lommt uns wahr-haf-tig wohl zu gut und uns⸗ * H Iꝗ 223 uns be⸗ga⸗bet; re Her⸗-zen la⸗ bet, daß wir in dir 30⁰ Abendmahl. und nach al⸗lem ö +——— V— —— N ů 17———.— + ö ö—.— — le⸗ben; sol⸗che es wol⸗lest du uns ge⸗ben. 2. Du kehrest, o Immanuel, Ja selber ein in unsre Seel = ö da machen; ö x s Herz verleih, H Atlieb ledig sei V Sachen; Sinnen und Beginnen, 196 wir trachten, Irdsche zu verachten.* 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein wertes Nachtmahl zum Gericht; 1 Ein jeder recht bedenke, Daß daon diesem Lebensbrot ö ben stillen unsre Not, 34908 Helils uns tränke, Zu dir kommen von der Erden. 5⸗ Ha 96E 4. O daß Seligkeit ten möck eit—. ff ertrauen,— en Jamn nertal Mer imels Se al,— schauen, Abendmahl. Bei ihm laben Und ganz voll Genüge haben. 5. Das gib du uns von deinem O Jesu Christe, Gottes Sohn, Gibs durch dein bitter Leiden. Dasselbe, weil wir leben hier, Laß uns betrachten für und für Und alles Böse meiden. Amen, Amen: Hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen Alle Sünden, Hilf uns fröhlich überwinden. Vers 1, 3 u. 4 von Bernhard v. Derschow, 1591—1639. Vers 2 u. 5 Zusätze des hannov. Gesangb. von 1657. 106. Mel.: An Wasse 5— müh⸗ 16 5 421 und be⸗ Lae Den ds Wunders dei⸗ner Gna⸗den. Ich lie⸗ge x ů —...— nicht—.—..— 12—.— Ich kom-me, Herr, und ft 56037 1 nein Er⸗ bar⸗ mer, w Sohn Got⸗tes and des —— —— i.——.——.— ich dei⸗ner zu ge⸗trö⸗sten. 0 D. 7—2——.— 4——⁰ ich su⸗che Ruh und fin-de sie im Ick PFPFPFPFPFIIIIttrTTTFT᷑T᷑QHc&ͤe'T—— Un , Wi Glau-ben der Er ⸗— + Oder: Fe +—. Un DS—— Un r d. im Glau⸗-ben der Er ⸗lö ⸗-sten. Me 2. Dich bet ich zuversichtlich an, 90 Du bist das Heil der Sünder; 55 Du hast die Handschrift abgetan,—. Und wir sind Gottes Kinder. M Ich denk an deines Leidens Macht Und an dein Wort:„Es ist vollbracht! T Du hast mein Heil verdienet; 19 Du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt In dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, Er tilget deine Sünden Und läßt an seinem Tische hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, Die Schuld ist dir vergeben, Du bist in meinen Tod getauft Und du wirst dem, der dich erkauft, Von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit, Bewahr es hier im Glauben Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben. 0 ohn, Abendmah. 303 Sieh, ich vereine mich writ dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, 8 Hatre du; e bringen. helfe dir, ich stärke dich, und durch die Qebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Heil ist dein Gebot; Ich will es treu erfüllen Und bitte dich durch deinen Tod Um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 107. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 162⁵ + 4 ů 9 750 2——.———— 4 2 2—— 2.—. 1. Je⸗. 185 mein Bräu⸗ ti⸗gam, 2— 2 2. Ich domm zu 20 Abendmahl, Lerderbt durch manchen Sündenfall, 30⁴ Abendmahl. Ich bin krank, unrein, arm n blos: Herr, mein 2——5 mich nicht verstoß! de nn du bist das Licht, r, dem nichts gebricht, un der. Heiligkeit, ich dich, 955 2—5 mich; Wé ch Uche — * — — — — * — — — 2 Reie htum verke 2—5 sche steur und wehr, ich 30 5 wahre Himmelsbrot, vahrer Mensch und Gott, Eher nehm, 4e Hatet din genehm. aus 410 191 Tusendi me u deiner Ehr. 8. ist für Seel und Leib; Was„fern von mir treib, Komm in mein Herz, 110 mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch veines Mahles Kraft Das U Bös in mir werd abgeschafft, Erlassen alle Sündenschuld, Erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, Die ir und unsichtbar seind, Den guten Vorsatz, den ich führ, ich deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Le ben, Sitten, Sinn und Pflich Nach deinem heilgen Wé illen richt; Pflich Abendmahl. 30⁵ Ach 15 Iwich meine Tag in Ruh Und Frieden bringen Hhrisclich zu, 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, d dir in Himmel nehmen wirst, Daß ich bei dir dort ewiglich An demer Tafel freue mich. Johann Heermann, 1585—1647. 198. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. „ mei⸗ ne Won⸗ ne, du mei⸗ ner I 0 0 TQ0H 0 —. E— Er⸗den, laß mich din dank⸗bar wer⸗den. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dies himmlische Ergötzen Und diese teuren Gaben, 31 uns gestärket haben? Wie soll ichs dir H O Heur, daß du mich Kranken Hespeiset und getränket, 22. 170 dich mir gesch jenket? Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden, Dir dank ich für dein Sehnen Und heißvergossne Tränen. 20 Abendmahl. 6. Dir dank ich für dein Lieben Das standhe 1 ist geblieben, * dank ich für dein Sterben, Das mich n Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte Dein übergroße Güte: Dies teure Pfand der Gnaden Tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, Daß du mir zugemessen Die kräftge Himme ls Sspei Wofür mein Herz dich Preh 9. Du wollest ja die S Die ich noch in mir finde, Aus meinem Fleische treiben Und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von Sünden und vermählet . dir, mein liebstes Leben; Was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß mich mit Andacht beten Und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben Drauf will ich selig sterben Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 16071667. 199. Eigene Melodie. J. Crüger. II E—28—— 30.5 3..*—— 225 0—.—— 0—.—. Schmük⸗ke dich, h lie be See⸗ I komm ans hel⸗-le Licht ge-gan-gen, 2— 55 Abendr nahl. 307 x laß die dunk-⸗ Ie S Sün⸗ Dehet höh⸗le fan⸗ ge herr⸗—— an zu pran⸗ 10 Ga⸗ Zste Wde der 15555 Hiut⸗=mel kann r ver — e— —„*—„*„* wal⸗ten, will jetzt Her-berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen. Deinem Bräutigam entgegen, 255 mit süßen Gnadent vorten Klopft an deines Herzens Pforten; Eile, sie ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu. Füßen, Sprich: Mein Heil, laß dich umfassen, Von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfre und, nach deiner Güte; Ach wie pfleg ich oft mit Tränen Mich nach dieser Kost zu sehnen; Ach wie i mich zu dürsten Nach dem Trank des Lenbensfürsten; Wünsche stets, daß mein Gebeine Sich durch Gott mit Gott vereine. 4. Beides, Freude und auch Bangen, Nimmt mein Herze jetzt gefangen. 20²* ELLU 308 Abendmahl. Das Geheimnis dieser Speise Und die unerforschte Weise Machet, daß ich früh ver Herr, die Größe deiner W Ist auch wohl ein Mensch merke, rke. zu finden, Der dein Allmacht kann ergründen? Y 5. Nein, Vernunft die muß hier weichen, Kann dies Wunder nicht erreichen, Daß dies Brot nie wird verzehret, Ob es gleich viel Tausend nähret, Und daß mit dem Saft der Reben Uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten! 6. Jesu, meine Lebenssonne, esu, meine Freud und Wonne, esu, du mein ganz Beginnen, ebensquell und Licht der Sinnen, Hier fall ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise Mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Oder mir vielleicht zum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, 9— 5 — ichen, Abendmahl. Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 1618—1677. 200. Eigene Melodie. 15²4. ————— 2 — 59—3—.——. 6———*—.‚—— + Sset sei ge„lo⸗bet, daß du hast dein 2665 un⸗sern Glau⸗ ben. Dei⸗ne Himmels⸗ N ö ů— 4 —— Le⸗ben für Ri Sün⸗ der hin⸗ge⸗ ge ben. spei⸗se hei⸗ 5 uns dir zum Prei⸗se, X. — .—— 2——..— 77—— du Ver⸗söh⸗ ner Gok„tes! 201. Mel.: O daß ich tauf send Zungen hätte. 1738. Q 7f—————— 5 1en 3665 1 41——— Hier lie⸗ge ich zu dei⸗ Fü⸗ßen Laß neu⸗e Gna⸗de auf mich——— ßen, ö ——————————— mit Dank und Lob, Ge-bet und Flehn. mein Hei⸗land, laß es 1——— ge⸗ schehn, A⸗ Pendenahl ge„seg⸗net sei. David Bruhn, 1727—1782. 0 2————— 25——— . 4 und Herd, wie groß und schwer „ ö— —— ———— Sün⸗den! Da ö—. ö=fen kann, in ö 2.. elt 7 5— 20 10 Zu dieser Zeit— ö Bis an der Welt ihr Ende ö wollt los sein Kreuzes mein, b N Würd ich 1. doch nicht wen 3. Zu dir flieh ich, Verstoß mich nicht, zie ichs wohl hab verdienet; Ach Gott, zürn nicht, Dar nicht ins G' richt; Dein So 3 Wé hu hat mich versi ihnet. ja so sein und Pein folgen müssen, XIIIIIIIII ingen B 6 Buße und Bek elehrung. 311 So Fahr hier fort, Nur schone dort Und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, Vergib die Schuld, Schenk ein gehorsam Herze, Daß ich nur nicht, Wies oft geschicht, Mein Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir, Wies dünket dir, dein Gnad will ichs leiden; Wollst mich nur nicht Dort ewialich Von deiner Liebe scheiden. Martin Rutilius, 1550—1618. 203. Eigene Melodie. 1541. mein Hoff⸗nung steht auf Er⸗ kein Trost mag mir sonst wer ⸗ Von An⸗ be⸗ ginn— michts er⸗torn, auf Er⸗ den 31² Buße und Bekehrung. —..—— ten l muz ich ruf dich an, ich mein Ver⸗tran 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß Und reuet mich von Herzen; Derselben mach mich frei und los Durch deinen Tod und Schmerzen; Und zeig mich deinem Vater an, Daß du hast g'nug für mich getan, So werd ich los der Sünden Last. Herr, halt mir fest, Wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach dein'r Barmherzigkeit Den wahren Christenglauben, Auf daß ich deine Süßigkeit Mög inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, Damit behend Des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, Dem Vater aller Güte, Und Jesu Christ, seim lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und Gott, dem werten heilgen Geist Der uns sein Hilfe allzeit leist Damit wir ihm gefällig sein Hier in der Zeit Und folgends in der Ewigkeit. Johann Schneesing, 4 1507. hel-fen ke I 5 eit ron, 507. Buße und Bekehrung. 381³ Pfalm 130. Elgene Melodie. 152⁴. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir, He V dein gnä⸗—. Oh ren rehn Zu mir und 37 Gott, er⸗hör mein RIl mei⸗ner Bitt sie 5 1 A ——— 1.—— sst ge⸗t an, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad und Gunst, Die Sünde zu vergeben; Es ist doch unser Tun umsonst A in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort; Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und 90 es währt bis in die Nacht Und wieder an den Abrgen Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. 314 Buße und Bekehrung. So tu Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen. Dr. Martin Luther, 1483 1540. 5 Eigene Melodie. 1535. —— 2Z—— 2 2——— —————— A⸗dams Fall ist ganz ver⸗ +7 vift ist auch auf uns ge⸗ —————— derbt mensch-lich Na-tur und We⸗ sen; erbt, wir konn⸗ten nicht ge⸗ne⸗ sen DPDPDDE— ö———— ö 4—. 1—.—.— 2 ohn Got-tes Trost, der uns er⸗löst hat von dem — ö N —5————9— — 0—.— ED— gro⸗ßen Scha-den, seit-dem die Schlang 2 TiV 40 * zu la⸗den. Leil denn die Schlang Eva hat bracht, Daß sie ist abgefallen E⸗va be⸗zwang, den Zorn auf sich . — *+ Er Buße und Bekehrung. 31⁵ Von Gottes Wort, das sie veracht, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den Tod, So war es not, Daß uns auch Gott sollt geben Sein lieben Sohn Den Gnadenthron, In dem wir möchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam all verhöhnet, 1510. Also hat uns ein fremde Huld In Christo all versöhnet; 1535. Und wie wir all — Durch Adams Fall Sind ewgen Tods gestorben, Also hat Gott Durch Christi Tod Erneut, was war verdorben. 4. So er uns seinen Sohn geschenkt, Da wir ihm feind noch waren, Der für uns ist ans Kreuz gehenkt, Gestorben, aufgefahren, Dadurch wir sein Von Tod und Pein Erlöst, so wir vertrauen Auf diesen Hort, — Des Vaters Wort, — Wem wollt vorm Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, chlang. Die Wahrheit und das Leben, —. Des Vaters Rat und ewges Wort, . Den er uns hat gegeben Zu einem Schutz, den. Daß wir mit Trutz acht, An ihn fest sollen glauben; Darum uns bald * 3¹ Bu ße und Bekehrung. Kein Macht noch G'walt Aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Mensch 125 gottlos und verflucht, Sein Heil ist auch no Der Trost bei ei wem Menschen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Deun wer sich will Ein ander Ziel Ohn diesen Tröster stecken, Den Was gar bald Des Teufe 18 G'walt Mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft auf Gott und ihm vertraut, Wird nimmermehr zu schan den; Denn wer auf diesen Felsen baut, Hat Hilfe stets zu Handen; Hab ich doch nie Im Unglück hie 5——1 Menschen sehen fallen, Der sich ver läßt Auf Gott ttes Trost; Er hilft sein Gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig Wort aus meinem Mund, So wird mich nicht Heschin imen Mein Sünd und Schuld, Denn in dein Huld Setz ich all mein Vertrauen; Wer sich nur fest Darauf verläßt, Der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein Füßen ist dein heilges Wort Ein Licht, das leuchtet ferne, Die Leuchte die den Weg weist fort; So dieser Morgensterne E — raut, * 55%5* Buße und Bekehrung. 317 In uns aufgeht, Sobald versteht Der Batten die hohen Gaben, Die Gottes Geist Denen verheißt, Die Hoffnung darein haben. Lazarus Spengler, 1479—1534. 206. Mel.: Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 1541. —— ————— 2—.— ö 4— TDu 0 vor Je ⸗ru⸗sa⸗lem, be⸗zeugst, es sei dir an ⸗ ge⸗nehm, — e,... ——— ESEIIT Herr Je⸗su, hei⸗ße Zäh ⸗ ren, wenn Sün⸗der sich be⸗keh-ren. Wenn ich ——.————.— . vor dir mit Buß er⸗schein und ü⸗ber mei⸗ne — 2—.———— —— Fautn ann e. ———.— Sün⸗den wein, so wäschst du ab aus lauter Gnad 10 — S—.—— .......— 1 die Mis⸗se⸗— so mich Hisher ge⸗quä⸗let hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt Von wegen meiner Sünde, Zu deinen Tränen ich mich wend, Da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; Wer damit Reine Sünde netzt, Den blickt Gott an mit Gütigkeit EELLIU 3¹8 Buße und Bekehrung. Zu jeder Zeit 11 Und sein betrübtes Herz erfreut.— 3. Hier muß ich auch im Tränenhaus 0 Vor großer Angst oft weinen, Der Welt aushalten manchen Strauß, Sie martert stets die Deinen. 207 Auf allen Seiten, wo sie kann, Fängt sie mit mir zu hadern an; Dies tröstet mich zu aller Frist: V Herr Jesu Christ, In Not du auch gewesen bist. 4. Du zählest alle Tränen mein, Ich weiß, sie sind gezählet, 35 Und ob sie nicht zu zählen sein,—— Dennoch dir keine fehlet. ja So oft sie vor dir regen sich, der So oft sie auch bewegen dich, Daß du dich mein erbarmen mußt.— Dir ist bewußt Mein Kreuz, drum hilfst du mir mit Lust. 19 5. Wer jetzund säet Tränen aus, Hält in Geduld Gott stille, Wird fröhlich sein in deinem Haus, Da Freude ist die Fülle, Ja solche Freude, die kein Mann Mit seiner Zung aussprechen kann, Und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreuz und Leid Wird werden dort zu lauter Freud. 6. Für diese Tränen dank ich dir, 3. Daß du die Freudenkrone, Herr Herr Christ, dadurch erworben mir Dar Bei dir im Himmelsthrone. Ach Wenn du mich holen wirst hinauf 80 Zu deiner Auserwählten Hauf, Dein 8 Buße und Bekehrung. 319 Dann will ich recht lobsingen dir, O höchste Zier, Für deine Tränen für und für. Johann Heermann, 1585—1647. 207. Eigene Melodie. — 1. Herr, ich ha⸗be miß⸗ge⸗han-delt, ich bin nicht den Weg ge-wan-delt 5 r ——.—,. K ee, wollt ich gern aus Schrek-ken mich vor dei⸗nem 1—— 2 3—— — 2..—*— —.—— Zorn ver⸗stek-ken. 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein; Wollt ich über See gleich ziehen, Stieg ich in die Gruft hinein, Hätt ich Flügel gleich den Winden, Gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur bekennen: Herr, ich habe mißgetan, Darf mich nicht dein Kind mehr nennen, Ach nimm mich zu Gnaden an; Laß die Menge meiner Sünden Deinen Zorn nicht gar entzünden. 32⁰ Buße und Bekehrung. 4 Fonnt T. n Woeen den Sand gleich zählen Au 7 in dem 9 Dennoch 5(fehlen, Daß er Sünden He er, Daß er tein Gebrochen Sollte 1 echen. 5. Aber, le Wunden Und dein teuer Machen meine Löschen meiner Si Drum will ich, Mich in deine W 6. Dir will Wirf sie in die tiefe Wasche mich von meiner Mache mich so weiß als Schnee; Laß dein guten Geist mich treiben, Einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck, 1618—16 ich Die Eigene Melodie. Chr hrist du höch-stes Gut, wie ich in mei⸗nem Mut —.— 1 du Brunn⸗quell al⸗ ler Gna⸗dan, mit Schmer zen bin be=la⸗ den I in mir hab der P isb ———.—— wis⸗ sen ohne Ziel mich ar⸗men Su inder — ——.— — — 167⁷⁷. 1594. Buße und Bekehrung. 321 2. Erbarm dich mein in solcher Last, Nimm sie aus meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Holz mit Todesschmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh Noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, Was ich mein Tag begangen, So fällt mir auf das Herz ein Stein, Und bin mit Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müßte stracks verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht Mit seinem süßen Singen, Daß mir das Herze wieder lacht, Als wenns beginnt zu springen, Dieweil es alle Gnad verheißt Denen, die mit zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn Wie ich zuvor geklaget, Auch ein betrübter Sünder bin, Den sein Gewissen naget, Und gerne möcht im Blute dein Von Sünden abgewaschen sein, Wie David und Manasse, 6. So komm ich auch zu dir allhie iner Angs 5 In meiner Angst geschritten Und tu dich mit gebeugtem Knie Von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, Was ich mein Lebtag wider dich— Auf Erden hab begangen. + 2¹ 322 Buße und Beke kehrung. 7. O Herr, vergib, vergib mirs doch Um dee⸗ Namens willen Und zu in mir das schwere Joch ö Der X übertretung stillen, ö Daß sich mein Herz zufrieden geb Und dir hinfort zu Ehren leb ö Mit kindlichem Gehorsam. 8. Stärk mich mit deinem Freudengeist, ö Heil mich mit deinen Wunden, Tröst mich mit deinem Todesschweiß 70 In meiner letzten Stunden 65 Und nimm mich einst, wenn dirs gefä Im rechten Glauben rn der Welt Zu deinen Auserwählte dinna, 1530—1508. ö ö 209. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. — ů—— rE,—½ ——— 2—*————— — 1 6H Höch⸗ster, denk ich an die Gü⸗te, 9 9 so wird mein ganz Ge⸗mü⸗te —— ö—I—— 0 .—.—.—.—.——. ö die du mir bis ⸗her er⸗zeigt, daß ich *0* zu der tief⸗sten Scham ge⸗beugt, 5 ———— 5 + E ö ö—— dich ge⸗ ring gesschätzt, dein Ge⸗bot hint⸗ an⸗ 0 E SPIIIITIITITTIT. T E *4 ge⸗setzt und dich, der du mich ge⸗lie⸗bet, W 4 H 450½% ri, ——————I— mit Ver⸗ge⸗ hun⸗gen be⸗ trü⸗ bet. ö Buße und Bekehrung. 393 2. Alle meine Seelenkräfte, Meine Glieder sind ja dein, Und sie sollten zum Geschäfte Deines Dienstes fertig sein. O wie hab ich sie entweiht! Ach zur Ungerechtigkeit Und zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen Über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen Machtest du mein Herze frei. Was mir nützte, gabst du mir. Aber 0 wie dankt ich dir? O wie hab ich so vermessen Deines Wohltuns Zweck vergessen. 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden Sollt ich ja die Sünde fliehn Und um Rettung von dem Schaden Meiner Seele 196 bemühn. Deine Güte lockte mich Oft zur Buße, aber ich Floh vor ihrem sanften Locken, Suchte mich selbst zu verstocken. 5. Ach, an dir hab ich gesündigt, Gott, mein Vater, zürne nicht. Dir hab ich oft au gekündigt Meine schuldge Kindespflicht. Ach vergib, was ich getan, Nimm mich noch erbarmend an, Führe mich vom Sündenpfade Schnell zurück durch deine Gnade. 6. Dir ergeb ich mich aufs neue. Gib, daß mein beschwerter Geist Deiner Vaterhuld sich freue, Die dein tröstend Wort verheißt. 2¹² 32⁴4 Buße und Bekehrung. Was dein Sohn auch mir erwarb, Da er für die Sünde starb, Fried und Freude im Gewissen, Ach das laß auch mich genießen. 7. Stärke selbst in meiner Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn. Gib, daß keine Kraft mir fehle, Folgsam deinem Wort zu sein. Stehe mir stets mächtig bei, Mache du mich selbst recht treu, Dich zu lieben, dir zu leben. Ewig will ich dich erheben. Casseler Gesangbuch v. 1770. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. E— SPSSSIITSSISIIIIII 0 E 1 *————.8—— nt ⁰—.— 1 Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗der „Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗lin⸗d er ʒ———55ꝑ56—/)i————‚——2——9.————H¶1————— 2.— ————— — 1 1— 1 steh hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗sicht: und geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! .r, s s d e.. Er-bar-me dich, er⸗bar⸗me dich, & E. 2—4———— ...... —————.——03.——2—56..—EeEe‚.— Ieetee2 — EDRRED Gott, mein Er⸗-bar-mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner großen Sünd; Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind. 117 1 Buße und Bekehrung. 832⁵ Erbarme dich, erbarme dich,‚ Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien, Du allerliebstes Vaterherz; Wollst alle Sünden mir verzeihen Und lindern meines Herzens Schmerz; Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich ů verschuldet, lohne Und hande nicht nach meiner Sünd; O treuer Vater, schone, schone, Erkenn mich wöcder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, Sprich, daß der arme Sünder hör: „Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr.“ Erbarme 105 erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin ich zweifelsfrei, Well sich der Trost im Herzen mehret; Drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tietze, 1641—1703. 9 211. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. ——.— — SSS— ö 281 E Ich will bon mei⸗ner Mis⸗se⸗ta Du wolllest selbst mir Hilf und Ra khie⸗ * ————— S...I...... 15———— —.—— Her⸗ren mich be-keh- ren. 4. zu, o Gott, be⸗sche⸗ren und dei⸗nes ——————————— in uns schafft, aus Gna⸗den mir ge⸗wäh⸗re 2. Ein Mensch kann von Natur doch nicht Sein Elend selbst empfinden; Er ist ohn deines Wortes Licht Blind, taub und tot in Sünden, Verkehrt ist Will, Verstand und Tun; Des großen Jammers wollst du nun, O Vater, mich entbinden. 3. Klopf durch Erkenntnis bei mir an Und führ mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir getan; Du kannst mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Beschwer Laß über meine Wangen her Viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewand Den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, Die hat mich überladen Mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, Du machst, daß mir noch keine Not Bis hieher konnte schaden. 5. Du hast in Christo mich erwählt Tief aus der Hölle Fluten, So daß es niemals mir gefehlt 55„%6„6 Buße und Bekehrung. 3²2⁷ An irgend einem Guten; Und daß ich ja dein eigen sei, Hast du mich auch aus bloßer Treu Gestäupt mit Vaterruten. 6. Bisher hab ich in Sicherheit Gar unbesorgt geschlafen, Gesagt:„Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen; Er fähret nicht mit unsrer Schuld So strenge fort, es hat Geduld Der Hirt mit seinen Schafen.“ 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, Mein Herz will mir zerspringen; Ich sehe deines Donners Macht, Dein Feuer auf mich dringen; Du regest wider mich zugleich Des Todes und der Hölle Reich, Die wollen mich verschlingen. 8. Wo bleib ich denn in solcher Not? Nichts helfen Tor und Riegel. Wo flieh ich hin? Du Morgenrot, Erteil mir deine Flügel; Verbirg mich wo, du fernes Meer, Stürzt hoch herab, fallt aus mich her, Ihr Klippen, Türm und Hügel. 9. Ach, nur umsonst! und könnt ich gleich Bis in den Himmel steigen, Hönnt ich mich auch hinab ins Reich Der tiefsten Hölle beugen, So würde mich doch deine Hand Da finden und von meiner Schand Und großen Sünde zeugen. 10. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein, Ich flieh zu deinen Wunden! Laß mich da eingeschlossen sein Und bleiben alle Stunden. —32 Buße und Bekehrung. ö Dir 1 ist ja, o du Gotteslamm, All meine Schuld am Kreuzesstamm Zu tragen aufgebunden. 11. Dies stell du deinem Vater für, Daß er sein Herze lenke, 8 Daß er sich gnädig kehr zu mir, E Nicht meiner Sünden denke F Und wegen dieser Straf und Last, 2 Die du auf dich genommen hast, A Ins Meer sie alle senke. 6 Luise Henriette, Kurfürstin v. Brandenburg()) A 16271667. 1315 8 2¹². Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. —————— ———————————— ——0 0 ö Je⸗ su, der du mei⸗ne See⸗le 8 aus des Teu-fels fin-strer Höh-le ö ., ea, r, nr f. —— I—————— 7 hast durch det⸗nen bit-tern Tod kräf⸗tig⸗ 8 räf-tig⸗ und der schwe-ren Sün⸗den⸗=not 8 ——6 e.— 12...—.— 0 und mie ich sol⸗ches ö SMI an⸗ge⸗ neh⸗ mes Wo ᷣ Buße und Bekehrung. 2. Treulich hast du ja gesuchet Die verlornen Schäfelein, Die sonst würden ganz verfluchet Laufen in die Höll hinein; Ja, du Satansüberwinder Hast die hochbetrübten Sünder So gerufen zu der Buß, Daß ich billig kommen muß. 3. Ach, ich bin ein Kind der Sünden; Ach, ich irre weit und breit! Es ist nichts an mir zu finden Als nur Ungerechtigkeit; All mein Dichten, all mein Heißet unsern Gott verachten; Böslich leb ich ganz und gar Und sehr gottlos immerdar. 4. Herr, ich muß es ja bekennen, Daß nichts Gutes wohnt in mir; Das zwar, was wir Wollen nennen, Halt ich meiner Seele für; Aber Fleisch und Blut zu zwingen Und das Gute zu vollbringen, Folget gar nicht, wie es soll; 271 ich nicht will, tu ich wohl. Aber, Herr, ich kann nicht wissen, Wie viel meiner Fehler sein; Mein Gemüt ist ganz zerrissen Durch der Sünden Schmerz und Pein, Und mein Herz ist matt von Sorgen; Ach vergib mir, was verborgen, Rechne nicht die Missetat, Die dich, Herr, erzürnet hat. 6. Je zu, du hast weg n Meine S durch dem Blut; Laß es, o Erlöser, kommen Meiner' Seligkeit zu gut; . Trachten 329 330 Buße und Bekehr rung. d Dieweil du so z erschlagen ast die Sünd am Krenz getragen, Hsprich mich Lenten frei, ch ganz dein eigen sei. + LSarz. ich vor Gericht soll treten 1— 92 —H — 2 — n nicht entfl iehen kann, h, 0 wollest du mich retten Ind dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es wehren Daß ich nicht den Fluch darf hören: 4— „Ihr zu meiner linken Hand Seid von mir noch nie erkannt!“ 8 est meine Schmerzen, enn est meine e Pein; ist nic hts in meinem Herzen 5 dein herber Tod allein. Dies mein Herz, von Leid bedränget 90 mit deinem Blut bespr senget, 5 am Kreuz vergossen ist, Beb ich dir, Herr Jesu Christ. 9. 2 un ich weiß, du wirst mir stillen 4 Gewissen, das mich plagt; Es wird deine Treu erfü lle Was du selber hast gesagt, Daß auf dieser weiten Erden iner je verloren werden, Sondern ewig leben soll, Wenn er nur ist glaubensv 10. Herr, ich glaube, L Dn mich ja verzagen nicht „du kannst 1 stärker anich. Weun mich Sünd und Tod anfich Deiner Güte will ich trauen, Bis ich fröhlich werde schauen Dich, Herr Jesu, nach dem Streit In der süßen Ewigkeit. D —8— — mir Schr vach en, Johaun Rist, 1607—1667. 29— S S + — Buße und Bekehrung. 331 2¹3 Mel.: Rommt her zu mir, spricht Gottes — Sohn. 1530. ——— —++— — 2———— war⸗men Sün⸗ der, kommt zu⸗hau un⸗der E 6665.63—5—— —— n— — E TN — ——— 1— (C — —— ———.— Sh ere ken⸗ nen ih ⸗⸗ren Scha⸗ den⸗ Es heißt:„Er nimmt die Sünder an!“ D komm, dein Jesus will und kann Dich retten und umarmen. Komm weinend, komm in wahrer Buß Und fall im Glauben ihm zu Fuß: Er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, Ans in der Irr 5 0 Dems in der Irr an Hilf gebricht, Er sucht es mit Verlangen; Er lässet neun und neunzig stehn chen, Und sie gar in der Wüste gehn, Das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Chrisß Das Schäflein, das verloren ist, Bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, Und flieh in Jesu Wundenhöhl; Noch sind die E. 667. 332 Buße und Bekehrung. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß! 4 Ich komm mühselig, nackt und bloß: Ach laß mich Gnade finden! Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; Ach nimm mich auf, weil ich verwirrt Im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir Gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren Zu deiner Herde, nimm mich an N * Und mach mich frei von Fluch und Bann; U 1 Dies ist mein Herzbegehren. D 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, Sei du mein treuer Hirt allein Im Leben und im Sterben; Laß mich vom eitlen Weltgesind Ausgehn und mich als Gottes Kind 43 Um dich, mein Heil, bewerben. 8. Ich will von nun an sagen ab Der Sündenlust bis in mein Grab Und in dem neuen Leben In Heiligkeit, Gerechtigkeit Dir dienen noch die kurze Zeit, Die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti, 1660—1722. 7070 SSS Der —n * 1. O from⸗-mer un d.—.— —————— ch hab ge⸗bro⸗chen dein Ge-bot und sehr Buße und Bekehrung. 333 . 74—— und reu et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, Naicht hast Gefalln an meinem Tod 1;(Und ist dein herzliches Begehrn, Daß ich mich soll zu dir bekehrn: ö 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, Ich armer Sünder zu dir komm Und bitte dich durch Christi Tod Und seine heilgen Wunden rot; 4. Ich bitte dich durch Jesum Christ, Der mir zu gut Mensch worden ist: Laß deine Gnad und Gütigkeit ö Mehr gelten denn Gerechtigkeit. ö 5. Verschon, o Herr, laß deine Huld Zudecken alle meine Schuld; N So werd ich arm, verloren Kind Ledig und los all meiner Sünd. 7²² 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort Mich bessern, leben fromm hinfort, Damit ich mög nach dieser Zeit, 588 Gelangen zu der Seligkeit. 5 Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1598. 2¹⁵. Mel.: An Wasserflüssen Babylon. 1525. —E.— nan, ö O Kö⸗nig, des⸗sen dem Erd und Meer zu Diensten steht, 1I11 334 Buße und Bekehrung. ———— .——— E.— ö——— weit ü⸗ber al ⸗les stei⸗get,. 7** er Me vor dem die Welt sich nei⸗get, der Him⸗mel ———————— EE dein t und Herr⸗lich — —— tig; ich ar⸗mer Mensch ver-mag nichts mehr, 1.— */ ———.—* ———— 2.—— ö „ I 4..0 gnä ⸗⸗ ⸗dig. —2 * Oder: Gott, sei mir Sün⸗der gnä⸗dig. 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, Beschämet und von ferne; Ich suche deine Hilf und Gnad, O Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin Und Sünde meinen ganzen Sinn Zum Guten macht untätig, So schlag ich nieder mein Gesicht 55557*60*0 Buße und Bekehrung. 835 Vor dir, du reines Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig. 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, Durchängsten mein Gewissen; Drum schlag ich reuig an die Brust Und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, Daß ich noch wandle auf der Erd; Doch weil du winkst, so bet ich Mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, Der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig. 4. Mein Vater, schaue Jesum an, Den Gnadenthron der Sünder, Der für die Welt genug getan, Durch den wir Gottes Kinder Im gläubigen Vertrauen find, Der ists, bei dem ich Ruhe find, Sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, Bis Gottes Herz mitleidig bricht: Gott, sei mir Sünder gnädig. 5. Regiere du mein Herz und Sinn In diesem ganzen Leben; Du bist mein Gott, und was ich bin, Bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, Laß meinen Glauben immerdar Sein durch die Liebe tätig; Und will es nicht fort, wie es soll, So ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig. 6. Mein Leben und mein Sterben ruht Allein auf deiner Gnade; Mir geh es gleich bös oder gut, Gib nur, daß es nicht schade. 1141 336 Buße und Bekehrung. Kommt dann das letzte Stündlein an, 6 So sei mir auf der Todesbahn, Mein Jesu, selbst beirätig; Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, 6 So nimm den letzten Seufzer an: e Gott, sei mir Sünder gnädig. Valentin Ernst Löscher, 1673—1740. 8 9 216 Mel.: Herr, wie du willst, so schicks mit 8 5 mir. 15²⁵. 0 V 2 — à5 1 O Va⸗ter der Barm⸗her⸗-zig⸗keit, ich R ver-⸗stoß den nicht, der zu dir schreit und 2 S.II..I..I.I.II..I .——— fal RII 2 fal⸗le dir zu Fu⸗ße;—.——.* tut noch end-lich Bu⸗ße. Was ich be⸗ 5 I ————.5— DIJ—— — W——5 2 14 2 en wi⸗der dich, ver-zeih mir al-les 2 ö ———— —— V gnä⸗-dig⸗lich durch dei- ne gro⸗ße Gü⸗ ⸗= te. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat Nimm von mir, was mich quälet;** Durch deine Weisheit schaffe Rat, ö Worinnen mirs sonst fehlet; Gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk— Anfange und vollende.— 3. O Jesu Christe, der du hast—— Am Kreuze für mich Armen mei 1749. Buße und Bekehrung. 3887 Hateen aller Sünden Last, Wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, Erbarm dich mein und mein verschon; Sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Dein Todespein und Sterben Mir kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht müß verderben. Bitt du den Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Gebühr, Wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich die Sündenlust anficht, Laß mich von dir nicht wanken. Verleih, daß nun und 15 b Eh Begierd nach Wollust, Geld und Eh In meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich Daß ich des Satans Trutz und List 0 Christi Sieg mög dämpfen, Auf daß mir Krankheit, Angst und No und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Tür zum Leben. David Denicke, 1603—-1680. 217, Mel.: Christus, der uns selig mach. 1531. ——.—————— — bn d imni. 2 1 Herz, rüh ⸗ ö I 1.—— n— 29915 6.——.—.— n, dami taus der Sünder Schmer; 22 338 Buße und Bekehrung. hei⸗ße Trä⸗nen flie ⸗ßen. Blik⸗ke 5•5. wie —. D——— E Suean.—.— . n. stets ge-den⸗ke dran und doch nicht ver-za⸗ ge. 2. Weck mich durch den Glockenschall Aus dem Schlaf der Sünden, s für meiner Schulden Fall Mich Erbarmung finden Und nimm mich zu Gnaden auf, Meinen Glauben stärke, Daß mein ganzer Lebenslauf Sei voll Tugendwerke. Dein Blut sei mein Lebenssaft Und mein Trost im Leiden, Meiner Seele Stärk und Kraft, So sterb ich mit Freuden: In der Stunde letzter Not Wollst du mein gedenken Und ein selig End im Tod Mir, o Jesu, schenken. Veit Ludwig Megander, 1709 0 218. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. 22 dere, .——— 2 N ————.— 1. So wahr ich le⸗-be, spricht dein Gott, mir Buße und Bekehrung. 339 e e, Bunin r e SDIDD — ů— 2——.—— —.——— ist nicht lieb des Sün⸗ders Tod, viel-mehr ist —.. 2 25, n n ne —— DRI— in n. —— dies mein Wunsch und Will, daß er von Sünden ——— H+— ——— 4— SSEE—.——8— hal 210 still, von sei⸗ner Bos⸗heit kehare ——.— —.— ä — DDRHDPT— 4 E——— 2 2.— —— sich und le⸗be mit mir e⸗wig ⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, Verzweifle nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Die Gott dir zugesaget hat Und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem sein Sünd ist leid. 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, Denk nicht: Es ist noch lange Zeit, Ich will erst fröhlich sein auf Erd, Und wenn ich lebensmüde werd, Alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist zwar stets bereit Dem Sünder mit Barmherzigkeit; Doch wer auf Gnade sündigt hin, Fährt fort in seinem bösen Sinn Und seiner Seelen selbst nicht schont, Dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott Von megen Christi Blut und Tod; Doch sagen hat er nicht gewollt, 22⁷ 3⁴0 Buße und Bekehrung. Ob du bis morgen leben sollt; Daß du mußt sterben, ist dir kund, Verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, Eh morgen kommt, kanns ändern sich; Wer heut ist frisch, gesund und rot, Ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, Dein Leib und Seel dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich noch heute komm zu dir Und Buße tu den Augenblick, Eh mich der schnelle Tod hinrück, Auf daß ich heut und jederzeit Zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 1585—1647. Pfalm 6. Eigene Melodie. 1694. —— 2 — — SII 1 Straf mich nicht in dei⸗nem Zorn, Ach laß mich nicht sein ver-lorn, V 2 2— 21 ——.— 2—— D....— gro⸗ßer Gott, ver⸗scho⸗ne! nach Ver⸗dienst nicht loh⸗ne. —.— E ——. 1—0 üüDUDOIrrr ————— *—*—„IEV.— dich ent⸗zündt, lösch ab in der . Lnn— .————————.— dei ⸗ nes Grim-mes Flam-me. Buße und Bekehrung. 2. Zeig mir deine Vaterhuld, Stärk mit Trost mich Kranken; Ach Herr, hab mit mir Geduld, Mein Gebeine wanken; Heil die, Seel Mit dem Ol Deiner großen Gnaden, Wend ab allen Schaden. 3. Herr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein Der verdammten Seelen, Daß ich dir Für und für Dort an jenem Tage, Höchster Gott, lobsage. 4. Ach sieh mein Gebeine an, Wie sie all erstarren; ö Meine Seele har nicht kann Deiner Hilfe harren. Ich verschmacht; Tag und Nacht . Muß mein Lager fließen Von den Tränengüssen. + 5. Ach ich bin so müd und matt — Von den schweren Plagen; Mein Herz ist der Seufzer satt, nd Die nach Hilfe fragen. Wie so lang HW Machst du bang ö Meiner armen Seele In der Schwermutshöhle! 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier Vor sein Antlitz treten. 118 342 Buße und Bekehrung. Teufel weich, Hölle fleuch! Was mich vor gekränket, Hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis Hier und auch dort oben, Wie auch Christo gleicherweis, Der allzeit zu loben; Heilger Geist, Sei gepreist, Hoch gerühmt, geehret, Daß du mich erhöret. Johann Georg Albinus, 1624—1679. 220 Mel.: Meine Seele, willst du ruhn. 20 F. Fünite 1686. — e i ö t. * 1. Sün⸗der, willst du si⸗cher sein und be⸗ 4 6 565755 — — I 77 ů ue — ů 2—.— 8.... S— e— —* —— 22— +— — ‚——. ... . hö⸗rest. Auf! Gott ru⸗fet dich zu sich; 2.— II— ISISISSSSSII.— ö—.— ei le und er⸗ret ⸗te dich! 2. Eile! Sodom lehret dich, Wie der Herr so fürchterlich * Buße und Bekehrung. 3⁴3 Auf verstockte Sünder blitzet; Such ein Zoar, das dich schützet. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile und errette dich! 3. Denke, daß es Schaden bringt, Wenn dein schnödes Fleisch dich zwingt, Nur nach seiner Lust zu leben, Weil ihm stets wird Frist gegeben. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile und errette dich! 4. Die Verstörer deiner Ruh, Deine Sünden nehmen zu. 70. Dein Gewissen wird beschweret Und der Strafe Maß vermehret. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; 86. Eile und errette dich! . 5. Deines Herzens Härtigkeit —.— Wächst und steiget mit der Zeit. be⸗ Sünden, die dich jetzt noch schrecken, — Wirst du bald mit Lust vollstrecken. Auf! Gott rufet dich zu sich; 6. Was du Böses an dir hast, — Wird sonst wie ein alter Ast; * Dessen Krümmen gleich zu ziehen, me Wird man sich umsonst bemühen. Auf! Gott üust dich noch zu sich; Eile und errette dich! — Eile und errette dich! ö 7. Eile, denn es kommt der Tod, U9W— Und wie groß wird dann die Not, ö Wenn man aus der Welt soll gehen — Und vor Gott nicht kann bestehen! —— Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile und errette dich! 8. Brauch, ach brauch die Gnadenzeit; Denn es kommt die Ewigkeit 3⁴⁴ Buße und Bekehrung. Wie ein starker Strom geflossen, 0.— Der durch Damm und Deich geschossen. E Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Blut Eile und errette dich! 9. Suche, wo du weise bist,—— Was von dir versäumet ist, 1— Schleunig wieder einzubringen weil Und mit Eifer durchzudringen.—— Auf! Gott ruft dich noch zu sich;.9— Eile und errette dich! ö 10. Vater der Barmherzigkeit, wah Gib doch, daß die Gnadenzeit—— Nicht von mir versäumet werde;— Führ mich selbst zu deiner Herde. dan! Vater, ach ich bitte dich, Eile und errette mich! Casseler Gesangbuch v. 1770. 22² 55 221¹. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 15⁵⁷⁷.* .— 1. — IAI ů ≅— Ar,—— **—.— Dĩ—IJ—— 2——.— ESDDD‚DeI— . 3 (Vor G'richt, Herr Je Ju, steh ich hie, ich Mein gro ⸗ße Sünd und Mis⸗se lat nih 20 E — ö I..— ö 125 EEEEEEE — beug in De⸗mut mei⸗ne Knie und seuf⸗zz läu ver⸗klagt und ver⸗dam⸗met hat; doch will ich —.————— Pauchi t ů 23— ——— 2 SII 2 an mit Weh⸗kla⸗gen: nicht ver-za⸗ gen. Herr Je⸗su Christ, dein en. Buße und Bekehrung. 38⁴⁵ bm.——— 14 —4 Ant lut al⸗lein macht mich von al⸗len Sün⸗den rein, weil ich fest t glau⸗be und da⸗bei im Her⸗zen ha⸗ be 5 ———. TPE ö ———.—2 ——— wahre Reu. Herr Je⸗ 4 des . zii enenr dank ich dir, ich will mich bes⸗sern, hilf du mir! Unbekannt, 1629. 9 Mel.: Zeuch ein zu beinen Toren. 222. J. Crüger. 1653. —.— ..... u⸗ter Hir⸗te, gehst r⸗irr⸗te, der . 3, ———— du dem Sün⸗der nach, e⸗lend, krank und schwach —— in sein Bir⸗derben EEEE läuft, wo dei⸗ne 6%5 den Ar⸗men nicht seleber T ans 1513—m bar⸗men, eh er ver⸗finkt, er=greift. 2. Wie tröstlich ist die Stimme, Die alle Sünder lockt; * 346 Buße und Bekehrung. Ach sprächest du im Grimme: „Weicht, die ihr euch verstockt, Weicht, Sünder, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen!“ Wer wollt es Unrecht nennen? Wer bist du? Wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen, Und merken wir nicht draͤuf, Ob wir ihn schon vernommen, So suchst du selbst uns auf. Dein Herz, o Heiland brennt, Daß doch das Schaf zur Herde Zurückgeführet werde, Davon es sich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sünder Den Gnadenruf nicht an, So bist du viel gelinder, Als man es denken kann. Sein Ziel verlängerst du, Er kann noch Gnade hoffen, Der Zugang steht ihm offen, Er eile nur herzu. 5. Liebhaber unsrer Seelen, Mein Hirt, mein treuster Freund! Was sollt ich es verhehlen, Wie wohl du es gemeint? Ich war auf meiner Flucht Ein Raub der schnödsten Lüste; Doch du hast in der Wüste Mich huldreich aufgesucht. 6. Dein Wort schallt noch im Herzen, Das mich zur Buße rief, Als ich zu deinen Schmerzen Den Weg zur Hölle lief. Du aber brachtest mich Von diesem breiten Wege DIA — men, r rzen, Buße und Bekehrung. 8⁴⁷ Durch Kreuz zum wahren Stege. Mein Hirt, ich preise dich. 7. Ach daß ich deiner Liebe Nur immer folgsam wär, Nicht oft zurücke bliebe, An Lieb und Eifer leer, Nicht wie viel du getan, Mir oft entfallen ließe, Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann. 8. Nun, Jesu, ich beklage Den blöden Unverstand Und daß ich meine Tage So übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht; Mich reut und schmerzt mein Schade, Verwandle deine Gnade Nicht in ein Zorngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, Gabst du dein Leben dar, Daß so dein Eifer suche, Was ganz verloren war. Ja Nam und Tat erweist, Daß du, Herr, nicht vergebens Das rechte Brot des Lebens, Der Sünder Heiland seist. 10. Das laß mich herzlich gläuben, Doch gib mir selber Kraft, Dem Heile treu zu bleiben, Das mir dein Tod geschafft, Und wie ich glaubensvoll Aus deinem Überflusse Zum wirklichen Genusse Stets Gnade schöpfen soll. 11. Doch sollt ich mich aufs neue, Ich schwach Geschöpf, vergehn, „%„„„0 4 ö 348 Buße und Bekehrung. So laß mir deine Treue, Ja, 40 Mein Hirte, nie entstehn; Drum Erweck und führe mich,* Daß nichts von dir mich wende; Schrei So preis ich sonder Ende Schau Als meinen Hirten dich. Ind d Casseler Gesangbuch v. Iu Da 40 Dein 29² Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt 5. 223. walten. hicht Daß! Von d Ach Unden . Gesun 53. N arh Herr von gro⸗er Güt und Treu, Ind x wie sehr dein Zorn ent-bren⸗net sei. Krö EEeeRn ———— 7. Das Maß der Sün-⸗den ist er⸗füllt; und! V 81 n Erne neren Irn. s ⁰0 ii ——————— 5 ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt Der 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn. 990 Dein Wort heißt immer Ja und Amen, 224. Dein Eidschwur zeuget selbst davon.—ᷣ „Du willst der Sünder Tod ja nicht; Ach geh nicht mit uns ins Gericht..— 3. Wir liegen vor dir in dem Staube, Und unser Herz ist ganz zerknirscht;—.— Nur tröstet uns allein der Glaube,—.— Daß du dich noch erbarmen wirst. schwe I v. IMA t Irk. 1657 Ja, Drum Buße und Bekehrung. du hast noch ein Vaterherz, sieh doch jetzt auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne Der Herr soll mein Gott ewig sein. Schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone Ind denke noch der alten Zeit, Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zugeneigt. 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe hücht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los. 6. Gib Fried im Land und im Gewissen, HGesunde Luft, wohlfeile Zeit, Laß Lieb und Treu sich stetig küssen, Und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut. 7. So wollen wir dir Opfer bringen Und deine sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Und dein erlöstes Israel Stimm in die Lieder Zious ein: Benjamin Schmolck, 1672—1737. Mel.: Auf meinen lieben Gott. 1605. — —ĩ——— ä 1. Wo soll ich flie⸗hen hin, weil ich be⸗ —.——.—————— ret bin mit vie⸗len gro⸗ßen ** 470 35⁵0 Buße und Bekehrung. kann ich Ret⸗tung fin⸗den? Wenn al⸗le Welt! her⸗ —III.— ö ———— ————————— . kä⸗me, mein Ang 2. O Jesu voller Gnad, Auf dein Gebot und Rat Kommt mein betrübt Gemüte ö Zu deiner großen Güte: ö zaß du auf mein Gewissen Ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, Werf alle meine Sünd, So viel ihr in mir stecken Und mich so heftig schrecken, In deine tiefen Wunden, Da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, Vergossen mir zu gut, ö Mi Ib all meine Sünde, ö Mit Trost mein Herz verbinde, Der Schuld nicht mehr gedenke, Ins Meer sie tief versenke. 5. Du bist der, der mich tröst, Weil du mich selbst erlöst; Was ich gesündigt habe, Hast du versenkt im Grabe; 2² Da hast du es verschlossen,‚ 225 Da wirds auch bleiben müssen.—.— 6. Ist meine Sünde groß, 6* So werd ich ihr doch los, 30 Wenn ich dein Blut auffasse* Und mich darauf verlasse. Buße und Bekehrung. 3⁵¹ Wer sich zu dir nur findet, All Angst ihm bald verschwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 8. Und wenn des Satans Heer Mir ganz entgegen wär, Darf ich doch nicht verzagen, Mit dir kann ich sie schlagen; Dein 45. 44— ich nur zeigen, So muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Durmn allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich, Jetzt kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben; Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 10. Führ auch mein Herz und Sinn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich und dich kann scheiden, Und ich an Daimenn Leibe Ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann, 1585—164ʃ7. 25. Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 1524. ——53 ..I..... 1. Wo soll ich hin, wer hil⸗fet mir, wer Zu nie⸗-mand, Herr, als nur zu dir will füh⸗ret mich ch mich frei . —. —.—— nest das, so h n⸗ den! 2. Herr, meine Sünden ängsten mich, Der Todesleib mich plaget. O Lebens⸗Gott, erbarme dich, Vergib mir, was mich naget! Du weißt es wohl, was mir gebricht; Eure— war ver⸗fluc Ich weiß es auch und sag es nicht. Hilf, Jesu, dem Betrübten! 3. Du sprichst zu mir: Verzage nicht! Du rufst: Ich bin das Leben Drum ist mein Herz auf dich gericht; Du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn, In Not als Herzog vor mir gehn. Hilf, Jesu, dem Zerknirschten! 4. Bist du der Arzt, der Kranke trägt, Auf dich will ich mich legen. Bist du der Hirt, der Schwache pflegt, * ticke mich mit Segen. 9bin gefährlich krank und schwe Heil und verbind, hör an die Klag, Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen! 5. Ich tue nicht, Herr, was ich soll; Wie kann ich doch bestehen? Ergi I· V H Glaube und Rechtfertigung. 35⁵3 Dies ängstigt mich, das weißt du wohl; Wie wird es endlich gehen? Elender ich, wer wird mich doch Erlösen von des Todes Joch? Ich danke Gott durch Christum. Joachim Neander, 1650—1680. S II. Glaube und Rechtfertigung. 2²6. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. Q EEET ö...— —.8 2 3„. 2——— . 0 den ————— us Gna⸗den soll ich se-lig wer⸗den! Was willst du dich so blöd n, 2—4 E.—— Ists Wahr⸗heit, was die Schrift ver⸗spricht, 23.r e er * E— ö heit sein: Aus — π—6662—2—2—.——.—2—2—2—2——„— ——3———.— Gna-⸗den ist der Him-mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil gebracht Und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort:„Aus oft dich deine Sünde plagt,[Gnaden“, schwer du immer bist beladen, oft dich dein Gewissen nagt; —————..— 35⁵⁴ Glaube und Rechtfertigung. Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Vestes wollt Und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in seinem Wort anpreist, Worauf all unser Glaube ruht, Ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, Denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Wer noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, Tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, So lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündgen scheint die Gnad gering; Dem Glauhen ists ein nn. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen Das Herz des Vaters sarr an, Wenns unter Angst und heißen Schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; Ich fühle nichts, doch mir ist wohl; Ich kenn mein sündliches Verderben, Doch auch den, der mich heilen soll; eẽ 7 SHI den ben, — 4, 3⁵⁵ Glaube und Rechtfertigung. Mein Geist ist froh, mein Herze lacht, Weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; Ich schwinge meine Glaubensfahn Und geh getrost, trotz allem Zweifel, Durchs rote Meer nach Kanaan; Ich—— was Jesu Wort verspricht, Ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761. 227. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 9——— IESS. 98— i—.. 1 Der Glaub ist ei ⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht zu der blo-⸗ße Beifall tut es nicht, es ——. iienn Got⸗ tes Gnad und Gü⸗te; durch⸗aus zu muß Herz und Ge⸗-mü⸗te — N 1— enne en, — Gott ge⸗rich-tet sein und grün⸗-den sich auf r r, Wr amr—— . ihn al⸗lein ohn Wan⸗ken und ohn Zwei⸗fel. 2. Wer sein Herz also stärkt und steift In völligem Vertrauen Und Jesum Christum recht ergreift, Auf sein Verdienst zu bauen, Der hat des Glaubens rechte Art Und kann zur seligen Hinfahrt Sich schicken ohne Grauen. 356 Glaube und Rechtfertigung. 3. Dies aber ist kein Menschenwerk, Der Glaub kommt von dem Herren: Drum bitt, daß er in dir ihn stärk Und täglich woll vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein, Die guten Werke, an dir sein; —4W—0 00 dein Glaube eitel. 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, Des Glonhene sich zu renen Und böse Werk doch nehmen an, Die Christen nicht geziemen. Wer das tut, der soll wissen frei, Sein Glaube sei nur Heuchelei Und werd zur Höll ihn bringen. 5. Drum lasse sich ein frommer Chrif Mit Ernst sein angelegen, Daß er aufrichtig jeder Frist Sich halt in Gottes Wegen, Daß sein Glaub ohne Heuchelei Vor Gott dem Herrn rechtschaffen sei Und vor dem Nächsten leuchte. Unbekannt 1714. 0 228. Eigene Melodie. 1704. öIRSRSSSR G b..——.—— ———— 1 Eins ist r0t 41 Herr, dies ei⸗ne al⸗les n⸗dre, wies auch schei— ne, sRI GH 123 2— 1. ———.p——4 . EE **— leh⸗re mich er⸗ken⸗nen doch; ist ja nur ein schweres Joch, da— ———jß 2.. 75751•˖—è—íg VIA 2. / 37 ²? ² Glaube und Rechtfertigung. 35⁷ S FFFIFI. run⸗ter das Her⸗ze sich na⸗get und pla⸗get und ————— e en —————————— SSI.——— lang ich dies ei⸗ne, das al⸗les er 3685 t——..— werd ich mit ei-nem in al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden, Suchs bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur, Wo Gott und die Menschheit in einem Wo alle vollkommene Fülle erscheinet,[vereinet, Da, da ist das beste, notwendigste Teil, Mein ein und mein alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen Auf des einigen Genieß, Da sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ; Ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. 35 Glaube und Rechtfertigung. Ob viel auch umkehren zum größesten Haufen, So will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt! 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demut und Einfalt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Scele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergänglichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen In das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung erfunden, Daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. EE EC„ SE LIII den, hen; ugt, Glaube und Rechtfertigung. 359 9. Volles Gnügen, Fried und Freude Jetzo meine Seel ergötzt, Weil auf eine frische Weide Mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, Als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, Als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein ein und alles sein; Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; Gib, daß ich hier alles nur achte für Spott Und Jesum gewinne, dies eine ist not! Johann Heinrich Schröder, 1666—1699. Eigene Melodie. 1523. XX + 5—— (Es ist das Heil uns kom⸗men her die Werk, die hel⸗fen nim⸗mer⸗mehr, ——.————.— S E von Gnad und lau-ter Gü⸗te, Der ö er sie mö⸗gen nicht be-hü⸗ ten. DDD ,—— Glaub sieht Je-sum Christum an, der hat ge⸗ e Ee n dr vrnerr d.. ————.—,— 4—— —— e— Pene nug für uns ge⸗tan, er ist der Mitt⸗ler wor⸗den. 360 Glaube und Rechtfertigung. 2. Was Gott uns im Gesetz gebot, ö Da man es nicht konnt halten, Erhob sich Zorn und große Not ö Vor Gott so mannigfalten. ö Vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, Vom G'setz erfordert allermeist, Es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein G'setz drum geben, Als ob wir möchten selber frei Nach seinem Willen leben; Und ist doch nur ein Spiegel zart, Der uns zeigt an die sündge Art, In unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbe Art Aus 0‚ Kraft zu lassen, Wiewohl es oft versuchet ward, Doch mehrt sich Sünd ohnmaßen. Denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, Und jedem Fleisch der Sünde Schand Allzeit war angeboren. 5. Doch mußt das G''setz erfüllet sein, Sonst wärn wir all verloren; Drum schickt Gott seinen Sohn herein, Der selber Mensch geboren; Der hat es ganz für uns erfüllt, Damit seins Vaters Zorn gestillt, Der über uns ging alle. 6. Und weil es nun erfüllet ist Durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein frommer Christ Des Glaubens recht Gestalten. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet. mimt, 7 Glaube und Rechtfertigung. 361 7. Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen; Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, Das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, Dem ist die Seligkeit erkauft, Daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, Der diesen Glauben fasset, Der Glaub gibt aus von ihm den Schein, So er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, Dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, Bist du aus Gott geboren. 9. Die Sünde, durchs Gesetz erkannt, Schlägt das Gewissen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand Und stärkt den Sünder wieder Und spricht: Komm nur zum Kreuz herzu, Im G'setz ist weder Rast noch Ruh Mit allen seinen Werken. 10. Die Werk gewißlich kommen her Aus einem rechten Glauben, Denn das nicht rechter Glaube wär, Dem man die Werk wollt rauben; Doch macht allein der Glaub gerecht, Die Werke sind des Nächsten Knecht, Dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit, Was Gottes Wort zusage; Wann das geschehen soll zur Freud, Setzt Gott nicht feste Tage. Er weiß wohl, wenns am besten ist, Und braucht an uns kein arge List, Das solln wir ihm vertrauen. 862 Glaube und Rechtfertigung. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, Laß dich es nicht erschrecken, Denn wo er ist am besten mit, Da will ers nicht entdecken; Sein Wort laß dir gewisser sein, Und ob dein Herz spräch lauter„nein“, So laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat Zu Ehren seiner Majestät, Daß heilig werd sein Name; 4. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd G'scheh wie im Himmelsthrone, Das täglich Brot noch heut uns werd, Wollst unsrer Schuld verschonen, Als wir auch unsern Schuldgern tun, Laß uns nicht in Versuchung stehn, Lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus, 1484—1554. 230. Mel.: ——. 1.] Ew⸗ge Lie⸗be, mein Ge⸗ mü ⸗te 20 lb Gü⸗te; —— ö— ——.———— ö Haa voll Hei⸗ter⸗keit, der die Fin⸗ster⸗nis zer⸗streut, EE Glaube und Rechtfertigung. 863 nach dem Lich⸗te blik ⸗ ket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, Daß du dich erbarmet hast Und aus freiem edlen Triebe Den allweisen Rat gefaßt, Der verdammniswerten Welt Durch ein teures Lösegeld, Ed Durch des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O, ein Ratschluß voll Erbarmen, Voller Huld und Freundlichkeit, Welcher uns hilflosen Armen Bnade, Trost und Hilfe beut. Liebe, die des Sohns nicht schont, 1594. Der in ihrem Schoße wohnt, Um die Sünder zu erretten Aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, Eine Ordnung auch bestimmt, Daß sich jeder darin übe, Der am Segen Anteil nimmt; Wer nur an den Mittler gläubt Und ihm treu ergeben bleibt, Der soll nicht verloren gehen, Sondern Heil und Leben sehen. Da du keinen zum Verderben eis — Ohne Grund verdammet hast, — Tragen Sünder, wenn sie sterben, treut, Ihrer eignen Bosheit Last. EEE ——.— 1. Ich freu e mich, mein Gott, in dir Glaube und Rechtfertigung. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, Der hat Fluch und Tod zum Lohn, Sein mutwillig Widerstreben Schließt ihn aus vom Heil und Leben. 6. Ewig sei mit Dank besungen, Was dein Rat beschlossen hat. Mit uns preisen Engelzungen Diesen weisen heilgen Rat, Den der Glaub in Demut ehrt, Die Vernunft erstaunend hört; Wo der Engel Tiefen findet, Die er niemals ganz ergründet. 7. Liebe, laß mich dahin streben, Meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben So nach deinem Willen ein, Daß des Glaubens Frucht und Kraft, Den dein Geist in mir geschafft, Mir zum Zeugnis dienen möge, Ich sei auf dem rechten Wege. 8. Laß mich hier schon mit Vertrauen Meinem Heil entgegen sehn; Alsdann werd ich ohne Grauen Selbst dem Tod entgegen gehn; Keine Kreatur wird mich, Den du liebest, ewiglich Deiner Hand entreißen können, Noch von deiner Liebe trennen. Casseler Gesangbuch v. 1770. Mel.: Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun. 173⁰. — kraft, auen Glaube und Rechtfertigung. 36⁵5 W ——6——.— — E 1 ———— ꝗ—III.—.— E und bin ge⸗trost, wenn ich dich hier zu e— —. ⸗n e ... 2—.—. —— 2 8 meinem Teil er⸗wäh⸗le. Du, Herr, bist mein, und 2 ö 3n. VD Er. ich bin dein; was man-gelt mei⸗ner See-le? 2. Du hast mich von der Welt erwählt Und deinen Kindern zugezählt; Mag mich die Welt doch hassen. Du liebst mein Wohl, Wirst gnadenvoll Mich nimmermehr verlassen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, Vergibst in Christo mir die Schuld, Wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir Teil An seinem Heil; Dies tröstet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, Der es aufs beste mit mir meint, Wo find ich deinesgleichen? Du stehst mir bei Und bleibst mir treu, Wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, Mein Fels und Heil; drum frag ich nicht Nach Himmel und nach Erde. Herr, ohne dich Ist nichts für mich, Das mir erfreulich werde. — —1 366 Glaube und Rechtfertigung. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, Darauf mein wahres Wohl beruht; In dir leb ich zufrieden. So dort als hier, Herr, bleiben wir In Liebe ungeschieden. Du segnest mich, wenn man mir flucht Und wer hier mein Verderben sucht, Dem wirds doch nicht gelingen. Mit deiner Treu Stehst du mir bei, Daß ich kann fröhlich singen. 8. Du läßt mirs ewig wohl ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, Du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich Dann ewiglich Mein ganzes Herze weiden. 9. Noch hats kein menschlich Ohr gehört, Was uns dein Himmel einst gewährt; Doch seh ichs schon im Glauben. Vollkommnes Heil Ist da mein Teil, Das wird mir niemand rauben. Salomon Liscow, 1640—1689. 232 Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt —— walten. G. Neumark. 1657. fun-den, * Je- su Wun⸗den? ————— —— I—— —4—— der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig hält; Da lag er vor der Zeit der Welt, EE 2 — — —— —.— T= 9—— ————— der Grund, der un-be-⸗weg ⸗lich 7 7 2 +. steht, 2 ——— ——.......... flucht! wenn Erd und Him⸗mel un ⸗ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Es sind die offnen Liebesarme Des, der sich zu dem Sünder neigt; Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein; Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein, hört, Deswegen klopft er für und für So stark an unsres Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, Da findet kein Verdammen statt, 1689. Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! . 165. 5. Darein will ich mich gläubig senken, — Dem will ich mich getrost vertraun, AUrnd wenn mich meine Sünden kränken, 90 Nur bald nach Gottes Herze schaun; dend Da findet sich zu aller Zeit denUnnendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, — Was Seel und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgetan, 868 Glaube und Rechtfertigung. Ist die Errettung noch so weit, Mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es das nur nicht vergißt: So stehet es in Lieb und Leid In, durch und auf Barmherzigkeit. 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt. Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688—1758. 3 Mal.: Valet will ich dir geben. 2—— M. Teschner. 16ʃ5. ————————.—— weiß, was fest be⸗steht, a ne; i. Staub und Rauch ver⸗weht; ich weiß, was e⸗wig ᷓBZIPꝑPꝑP‚P‚I‚IꝑIIIxxe es wankt und fällt, wo Wahn die ——————.— n, Glaube und Rechtfertigung. 369 — ———.—— Wei⸗sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Auf ewgen Grund gemauert, Steht diese Schutzwehr fest: Es sind des Heilands Worte, Die Worte fest und klar; An diesem Felsenhorte Halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heilgen dienen,— Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wanken, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket Am Abend einst begrub; Er, der von Gott erwecket, Sich aus dem Grab erhub; Der meine Schuld versöhnet, Der seinen Geist mir schenkt, 4 Der mich mit Gnade krönet Und ewig mein gedenkt. 2⁴ „142„„„6 37⁰ Glaube und Recht tfertigung. 6. Drum weiß ich, was ich Alaube⸗ Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt, Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 234. Mel.: Mein Herzens Jesu, meine Lust. P. Sohr. 1668. 1—— 325 23—57.— — 2— 3 2.— ö 1 Ich weiß, an wen mein Glaub sich Als Bür⸗ger ei ⸗ner bes⸗sern 60. DEDEIEIII... — 7—.—I hält; kein Feind soll mir ihn rau⸗ben! Welt leb ich hier nur im Glau-ben. —.——.— —— EI— — E* 1—— 2 E— 6 . Dort 3 ich, was ich hier 91 glaubt. Wer ———.—— 2———————— — Je⸗su Hän⸗den. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit; Lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit,— Erwünschter Lohn des Krieges! V E?᷑ꝰ Glaube und Rechtfertigung. 37¹ Der du für mich den Tod geschmeckt, Durch deinen Schild werd ich bedeckt; Was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr, du bist mein ganzer Ruhm, n Mein Trost in diesem Leben, l In jener Welt mein Eigentum; Du hast dich mir gegeben. ö Von fern lacht mir mein Kleinod zu, Drum eile ich ihm freudig zu; Du reichst mir meine Krone. 4. Herr, lenke meines Geistes Blick Von dieser Welt Getümmel ö Auf dich, auf meiner Seele Glück, Auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit Vergeht und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sei mein Wandel. 5. Jetzt, da mich dieser Leib beschwert, Ist mir noch nicht erschienen, Was jene bessre Welt gewährt, Wo wir Gott heilig dienen. W Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint ö Und mein Erlösungstag erscheint, ö Dann werd ichs froh empfinden. ö 6. Im Dunkeln seh ich hier mein Heil; Dort ist mein Antlitz heiter. Hier ist die Sünde noch mein Teil; Dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Wert mir noch verhüllt; Dort wird er sichtbar, wenn dein Bild Mich, Gott, vollkommen schmücket. 7. Zu diesem Glück bin ich erkauft, O Herr, durch deine Leiden. Auf deinen Tod bin ich getauft; Wer will mich von dir scheiden? 24 ö . Glaube und Rechtfertigung. Du zeichnest mich in deine Hand; Herr, du bist mir, ich dir bekannt. Mein sind des Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! Empfinde sie, o Seele. Vom Tand der Erde unentweiht, Erhebe Gott, o Seele. Der Erde glänzend Nichts vergeht, Nur des Gerechten Ruhm besteht Durch alle Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, 1740—1786. 235. Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. 3 4—— Ar—.—— —..—— 2 0 4 7. 3— 1 Je⸗ su, sieh mich an in Gna⸗den, Laß dichs jam⸗mern, hilf dem Scha⸗-den. ö . 2.— E. sieh mein E⸗ lend, mei⸗ne Not. S. ich,ber bringt wir sonst den Tod. Soll⸗test ö 4 2— Tse 0 —— ö e...—.. e. .— du Er⸗lö⸗ ser her ßen und mich nicht dem . RAR——.—.— Tod Amewe⸗San Wie dein Nam ist auch bin — ö————... Ruhm, das er⸗fährt dein Ei⸗ gen⸗tum. 2. Gottes ewiges Erbarmen, Das in dir sich zu uns lenkt, — Glaube und Rechtfertigung. 373 Hat dich eingen Sohn den Armen Und auch mir zum Trost geschenkt. Ach wie hoch bedarf ich deiner! Jesu, so gedenk auch meiner; Denk an mich, sprich nur ein Wort, O so weicht mein Jammer fort. 3. Alle Worte deiner Lippen, Alle Taten deiner Hand, Ja dein Leben von der Krippen, 86. Bis man dich am Olberg band, Dein für uns geschmecktes Leiden, Dein am Kreuz so schmerzlich Scheiden Ist, so hat es Gott versehn, Zu der Sünder Heil geschehn. 4. Wenn die Hände sich nur regten, War die Hilfe schon bereit; Wenn die Lippen sich bewegten, Schallte lauter Seligkeit; Ach, sie hießen zu dir kommen Nicht die Heilgen, Starken, Frommen; Nur den Sündern riefen sie, Die voll Arbeit, Angst und Müh. 5. Jesu, sollt ichs denn nicht wagen? Sollt ich denn zu dir nicht fliehn? Sollt ich darum ganz verzagen, Weil ich so verdorben bin? 4—5 Nie verstießest du den Armen; — Meiner wirst du dich erbarmen, ein Weil doch deine Gnad und Huld — Größer ist als meine Schuld. 35. 6. Wo die Sünde mit Beschwerden — Also mächtig worden ist, Da laß mir auch kundbar werden, Wozu du geschenket bist. Reiß mich los aus Satans Stricken, Brich der Hölle Band in Stücken. 87⁴ Glaube und Rechtfertigung. Nimm mein ganzes Herz und Sinn, Leib und Seel und alles hin. 7. Mach mich dir auf ewig eigen, Lehr mich, wie es dir beliebt. ehr mich meiden, leiden, schweigen, Folgen, wie dein Rat mich übt. Ach so still mein ängstlich Quälen, Daß ich mit erfreuter Seelen Dich hier preise in der Zeit Und dort in der Ewigkeit! Casseler Gesangbuch v. 1770. 236 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. — 2——— ...... 5 +—.— 1 Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an, sa⸗get wel⸗che von der rech-ten Bahn auf ver⸗ —55 ů ö—.— 0— +1— —= doch dies Trost⸗wort al⸗len, kehr-ten Weg ver⸗-fal⸗len. —2—..——— +—— + I Hier ist, was sie ö +*△ ö 4.—— 15 2 2 2— ———.—2 2— nnur. immmt en e— E I ret⸗ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert; Doch hat er in seinem Worte Eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte. Glaube und Rechtfertigung. 37⁵ Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; Ob die Sünden blutrot wären, Müssen sie kraft deines Bluts Dennoch sich in schneeweiß kehren, Da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen zaget nicht, Wer will mich vor Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, Hat die Schulden abgetragen, Daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, Mich hat er auch angenommen Und den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 1671—1756. Glaube und Rechtfertigung. 22 Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 16ʃ5. HQ N — 7 0——— 9——..— V⸗—*— 1. Ist Gott für mich, so tre⸗. so oft ich ruf und be t⸗— I— 1——4— Hab ich da Häudt zum al⸗les wi⸗der mich; al⸗les hin⸗ ter sich. was Freund de und bin Heliebt ei Gott, tun der Fein⸗de und„Wieder⸗ sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, Ich rühms auch ohne Scheu, Daß Gott, der Hechs und Beste, ö Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut, Das machet, daß ich finde Das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, Mein Glanz und helles Licht; Glaube und Rechtfertigung. 37⁷ Wenn der nicht in mir wäre, So dürft und könnt ich nicht Vor Gottes Augen stehen Und vor dem strengen Sitz; Ich müßte stracks vergehen Wie Wachs in Feuershitz. 5. Mein Jesus hat gelöschet, Was mit sich führt den Tod, Der ists, der rein mich wäschet, Macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmut, Darf kein Gerichte sch heuen, Wie sonst ein Sünder tut. Nichts, nichts kann mich verdammen, Nichts nimmet mir mein Herz: Die Höll und ihre Flammen, Die sind mir nur ein Scherz. Kein Urteil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft' mir das——0 schreien Aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schwachheit findt, So seufzt und spricht er Worte, Die unaussprechlich sind Mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, 37⁸ Glaube und Rechtfertigung. Der an des Herzens Grunde Ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geist Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab erbauet Ein edle, neue Stadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht; Wenn ich gleich fall und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten Mit Tränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Leuchten Durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, Den Satan fleucht und haßt, Der wird verfolgt und findet Ein harte, schwere Last Zu leiden und zu tragen, Gerät in Hohn und Spott; Das Kreuz und alle Plagen, Die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, Doch bin ich unverzagt, Dich will ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben Und alles, was ich hab, An dir will ich fest kleben Und nimmer lassen ab. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, Du stehst mir ewiglich; Glaube und Rechtfertigung. 379 Kein Brennen, Hauen, Stechen 10 Soll trennen mich und dich; iste Kein Hunger und kein Dürsten, Kein Armut, keine Pein, Kein Zorn des großen Fürsten Soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein Angst und Fährlichkeit; Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der keines soll mich lenken Aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ, Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607—1676. 238. Eigene Melodie. 174⁴4. e 1. Mein Hei⸗ land nimmt die Sünder an, kein Mensch, kein En⸗gel trösten kann, DDEEEEEEE E—— die un⸗ter ih⸗rer Last der Sün-den die nir⸗gend Ruh und Ret⸗tung fin⸗den; Glaube und Re chtfer tigung.— E— 5—— Mei ————————— 2 4. den'n 365 6 wei⸗te Welt zu klein, die In ——— Das DDD .———2——3 sich und Gott ein Greu⸗ el sein; den'n Mo⸗ses Et ö 5.— urn u de 85 Hu In schon den Stab ge⸗bro⸗chen und sie der 8 Wir — ö E 2— 4N.—— 8 Mei ——— 5. —— zu⸗ge⸗spro⸗chen, wird die⸗se Frei⸗statt ar sge⸗ Wie Son Als ——3 W Lunt Mein Hei⸗land nimmt die Sün⸗der an. 5 Mo 2. Sein mehr als mrütterliches Herz 25 Trieb ihn von seinem Thron auf Erden; ö Un Iün drang der Sünder Weh und Schmerz, Mei An ihrer Statt ein Fluch zu werden. 320 Er senkte sich in ihre Not O0 Und schmeckte den verdienten 2 od; Nw Nun, da er denn sein eigen Leben' Da Zur teuren Zahlung hingegeben Und seinem Vater g gnug getan, Ge 1. heißts: Er nimmt die Sünder an. Un Nun ist sein aufgetaner Schoß 6e Ein sichres Schloß gejagter Seelen; Da Er spricht sie von dem Urteil los M Ind tilget bald ihr ängstlich O Que lälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer Ins unergründlich tiefe Meer Von seinem reinen Blut versenket; D Der Geist, der ihnen wird geschenket, 1 07 Glaube und Rechtfertigung. 881 Schwingt über sie die Gnadenfahn: Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin In seinen blutbeflossnen Armen; Das neiget dann den Vatersinn Zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, Ia alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen übergeben, Und selbst die Tür zum ewgen Leben Wird ihnen fröhlich aufgetan: Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O, solltest du sein Herze sehn, Wie sichs nach armen Sündern sehnet, Sowohl wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr Auge vor ihm tränet. Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, Wie eilt er in Zachäus Haus! Wie sanft stillt er der Magdalenen Den milden Fluß erpreßter Tränen Und denkt nicht, was sie sonst getan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrum an, Ob er gleich noch so tief gefallen! Nun, dies hat er nicht nur getan, Da er auf Erden mußte wallen, Nein, er ist immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu; Und wie er unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugetan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sünder heißt Und wen sein Sündengreul betrübet, azu dem, der keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begibet. 382 Glaube und Rechtfertigung. Wie, willst du dir im Lichte stehn Und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, Da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt; Komm nur, so gut du weißt zu kommen. Wenn gleich die Last dich niederdrückt, Du wirst auch seufzend angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht; Wie lang hat er mit vielem Flehen Sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Herz, heran; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht:„Ich habs zu grob gemacht, Ich hab die Güter seiner Gnaden So lang und schändlich umgebracht, Er hat mich oft umsonst geladen.“ Wenn du es jetzt nur redlich meinst Und deinen Fall mit Ernst beweinst, So soll ihm nichts die Hände binden, Und du sollst jetzt noch Gnade finden; Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit, Ich muß erst diese Lust genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gnadenpforte schließen.“ Nein, weil er ruft, so höre du Und greif mit beiden Händen zu. Wer seiner Seele Heil verträumet, Der hat die Gnadenzeit versäumet; Ihm wird hernach nicht aufgetan, Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. acht, eit, —.—.— E Glaube und Rechtfertigung. 883 1. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, Holdselig süßer Freund der Sünder; Erfüll mit sehnender Begier Auch uns und alle Adamskinder; Zeig uns bei unserm Seelenschmerz Dein aufgeschloßnes Liebesherz; Und wenn wir unser Elend sehen, So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Leopold Franz Friedrich Lehr, 17091744. 239. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. 2. + ö Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗ der⸗fah⸗ren, das zähl ich zu dem Wun⸗der⸗ba=ren, 5 Er⸗bar⸗mung, de- ren ich nicht wert; W. mein stol⸗zes Herz hats nie be⸗gehrt. ö n.— N 4 PU Dr— —.— Run weiß ich das und bin er freut und n. 2——— 2 ——. —— ———— rüh⸗me die Barm⸗ her-zig ⸗keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet ind foll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein, Wo kam dies her? Warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 4 38⁴ Glaube und Rechtfertigung. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig Rühmen sein; Auf dies Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet ich auch allein, Auf dieses duld ich in der Not, Auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir, Und führe einst im Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir. Da bin ich ewig recht erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1760. N 4. 240. Eigene Melodie. 1523. ——— 2—.— „ 2„ 1 Nun freut euch, lie⸗ben Christen gmein, und daß wir ges⸗trost und all in ein mit laßt uns fröh⸗lich sprin ⸗gen, Lust und Lie⸗be sin ⸗ gen,—3 SIS E— Gott an uns ge⸗wen⸗det hat und sei⸗ne sü⸗ße 27 ——— ⁰.I 95— IIIIIIi Glaube und Rechtfertigung. men,—.—— ö———5———— ů ..—./i — 1 Wun⸗der⸗tat; gar teur hat ers er-wor-ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, ben Im Tod war ich verloren, 5 Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war kein Guts am Leben mein, Die Sünd hatt' mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht, Es war mit ihn'n verdorben; Der frei Will haßte Gotts Gericht, Zum Guten gar erstorben; Die Angst mich zu verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir blieb, 1769. Zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend übermaßen; Er dacht an sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen; Er wandt zu mir das Vaterherz 9. und Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, mit Er ließ sein Bestes kosten. — 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: 12 Es ist Zeit zu erbarmen, Fahr hin, meins Herzens werte Kron, Und sei das Heil dem Armen as Und hilf ihm aus der Sünden Not, — Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben.“ ö ö 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward; 5e Er kam zu mir auf Erden, 25 386 Glaube und Rechtfertigung. Von einer Jungfrau rein und zart; Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt' er sein Gewalt, Er ging in meiner armen G''stalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein, Ind du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Wergieen wird er mir mein Blut, .—0 mein Leben rauben, Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein, Da bist 2 selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich von diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll Und lehren mich erkennen wahl Und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, Das sollst du tun und lehren, Daß Gottes Reich hier werd gemehrt Zu Lob und seinen Ehren; Und hüt dich vor der Menschen Satz, Davon verdirbt der edle Schatz; Das laß ich dir zur Letze. Dr. Martin Luther, 1483—1540. DIII C LIIIIIIII atz, 3—1546. Glaube und Rechtfertigung. 38⁷ 241. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. ——————— —.....— 2 0 6 O Got⸗tes Sohn, Herr Je⸗ su nicht je⸗-der-man- nes 1— es ͤeirree — Christ, daß man recht kön⸗ue Ihansheu, ist, noch 4——— zu e Z—— brum hilf du mir hon o⸗ben her den wohen —.— II —5— 2,... Glauben mir gewähr, und daß ich drin be⸗har⸗re. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den Vater kenne, Daß ich, o Christe Jesu, dich Den Sohn des Höchsten nenne, Daß ich auch ehr den heilgen Geist, Zugleich gelobet und gepreist In dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil Die wahr Erkenntnis finden, Wie der nur an dir habe teil, Dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mir führt Du bist der Weg, der mich recht führt, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, Es wohl zu Herzen fasse; Daß sich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienst verlasse; 34 388 und Die ligung. Daß zur Gere chtigkeit mir wer d, Wenn ich von Sünden bin beschwert, Dein Kreuztod zugerechnet 5. De n Glauben, Herr, laß trösten sich 5 Bluts, so du vergosser n, uf daß in deinen V Bleib allzeit eingeschlossen Und durch den Gl auben auch die Welt Und was dieselb am höchsten hält, Allzeit für Schaden achte. 6. Wär auch mein Glaub wie Senfkorn klein Und daß man ihn kaum merke, Wollst du doch in 230 mächtic Daß deine G nad mich)stärk E Die das zerknickte Rohr nicht bricht, Das glimmend Docht auch vollends nicht Auslöschet in dem S Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig Den Glauben zu behalten, Ein gut Gewissen auch dabei, Und daß ich so mög walten, Daß ich sei lauter jederzeit, Ohn Anstoß, mit. tigkeit Erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Guanden wohn in mir, Laß ihn sich in mir stärken, Daß er sei fruchtbar für und für Und reich in guten Werken, Daß er sei tätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld sich üb, Dem Nächsten treu zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft Daß vollends bei dem Ende ch üb die gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende — ich t rn klein 1 mir, Glaube und Rechtfertigung. 389 In meiner letzten Stund und Not, Des Glaubens End durch deinen Tod, Die Seligkeit, erlange. 10. Herr Jesu, der du angezündt Das Fünklein in mir Schwachen, Was sich vom Glauben in mir findt, Du wollst es stärker machen; Was du gefangen an, vollführ Bis an das End, daß dort bei dir Auf Glauben folgt das Schauen. David Denicke, 1603—1680. 2⁴². Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 1523. 0 ———.—. 8.——.— 7— EWI.— 2—— 2— —— 1 ein wer da will, ein an-der Ziel, die sein, auf ——— Feind zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, Die uns doch nichts erworben; Hier ist der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. II bre⸗chet, al⸗le Fel⸗sen, ein! 390 Glaube und Rechtfertigung. Uns wird das Heil durch ihn zu teil,, Uns macht gerecht der Rtre Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, Die ihr d das Heil begehret; Er ist der Herr und Währ mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Oen von Herzensgrund, Sucht ihn allein, denn wohl wird sein Dem, der ihn herzl ich ehret. 4. Meins Herzens Kron und Freudensonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben; Laß mich doch nicht von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein P 0 dein Wort mich speis; Bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, An dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen. Weich nicht von mir, mein höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen Hilf mir zur Freud nach dief em Leid, Zilf, daß ich mag nach dieser Klag Dort ewig dir lobsagen. Georg Weissel, 1590—1635, Mel.: Unser Herrscher, unser König. 1680, ————— scht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, 60't⸗ tes Gna⸗de hat das Sie-gel: .*— 6 2.— 4 — — — — 6 sie mil un Laßt di Welt sie will un⸗ver⸗än⸗dert sein. 51 e Glaube und Rechtfertigung. 391 D ö ———————————1 —— T.—— Trümmern gehn, Got⸗tés Gna⸗de wird be⸗stehn. 1 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, Bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, Was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sondern ihren Zweck erreichen, Bis sie mich zufriedenstellt. Gott ist fromm und gut und treu, Ob die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen; So fällt aller Zweifel hin, Als wär er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, Wenn die Welt gleich Lärmen macht; Ihre Liebe mag erkalten, Ich bin bei ihm wert geacht, Und wenn Höll und Abgrund brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, So hat er sich selbst genennt; — 5 25— ich Armer von ihm Licht n armen läßt 5 Leides in. bleibt 91 ganz Vertrauen 3u, W——1 Wasgehn eibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 1672—1737. III. Heiligung 1. Wandel im Licht. 2⁴4. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Her-zen 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, I ae du bei mir, Treib all Unreinigkeit hingus 25 Aus deinem Tempel ind Wohnhaus. Ach komm und wohr e —2 en Wandel im Licht. 393 Laß deines guten Geistes Licht Und dein hellglänz 25 Angesicht Erleuchten mein Herz und Gemüt, O Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache dann mei n Herz zugleich An Himmelse gut und Gib Weisheit, Stärke Aus deiner milden Gu 5. So will ich deines Namens Ruhm Ausbreiten als dein Eigentum Und dieses achten für Gewinn, Wenn ich nur dir ergeben 420. Heinrich Georg Neuß, 1654—1716. lat, Verstand Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. me in — 991—.—— dunch⸗ leuch⸗=tet und er ⸗ fül ⸗ Klet sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, Feg aus den alten Sündenwust; Ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, Zu streiten wider Fleisch und Blut. er Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, Der dir mit Lust Gehorsam leist 394 Wandel im Licht. Und nichts sonst, als 1 was du will Ac Herr, 5ih ihm mein Herz er Laß sie ach an, vas droher n, steh, Bis ich dich schau, o ewges Licht, Von Angesicht zu Angesicht Johann Friedrich Ruopp, 1708. 246. Eigene Melodie. 1704. ———. e——5 8———— 1920—.——.— 665 3on, fah Hrε — 5 fort im Licht, ma⸗ che dei⸗ nen enh⸗ ter r hel⸗K, ——————.— D‚e——+ laß die er⸗ ste Lie⸗be nicht, su⸗che stets die —5 ⸗bens⸗quel⸗ 16; DID——.—. en⸗ge Pfort, fah⸗re fort, fah⸗-re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Schen Trübsal, Angst mit Spott und Hohne; Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskrone; Zion, fühlest du der Schlange Stich, Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Die dich suchet groß zu machen, Achte nicht ihr Gut und Geld; Nimm nicht an das Bild des Drachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, Folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, ——.— prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden—0 Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beides, das was krumm und schlecht, Prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott; Stärke dich mit Geist und Leben; Sei nicht wie die andern tot, Sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchelf chein Dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Mon⸗ brich herfür in Kraft, Weil die 2 ruderliebe brennet, Zeige, was des in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür Brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, Laß dich)ja nicht laulich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei; Auf, verlasse was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1669—1745. 6 Wé ande el im Licht. 2. 7 Mel.: Herr Christ der einig Gotts Sohn. Gna⸗den-son⸗ ne, „Licht und Won⸗ne want haf⸗t tes mein blö-des 2 —.—.———————.—— ——————. Gnad er⸗freu⸗ en und mei⸗nen Geiste er⸗neu⸗en; ISPISIII...III..II‚IFIII.I.............—.—.— .—————.——.— mein Gott, ver⸗sag mirs nicht 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; 20. Laß allen Zorn verschwinden Und hilf mir gnädiglich, ö Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben, Ach Herr, erhöre mich. 14 3. Vertreib aus meiner Seelen * Den alten Adamssinn, Rirs laß mich die herwählen, daß ich mich forthin Zu deinem Dienst ergebe 4 Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis ö In mir, mein Seelenhort, * Fi Wandel im Licht. Und öffne mein Verständnis Durch dein heiliges Kalä Damit ich an dich gläube Und in der Wahrheit bleibe Zu Trutz der Höllenpfort. 5. Mit deiner Kraft mich rüste, Zu kreuzgen mein Begier Und alle bösen Lüste, Auf daß ich für und für Der Sündenwelt absterbe Und nach dem Fleisch verderbe, Hingegen leb in dir. Ach zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Mut; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist schafft und tut; Hingegen all mein Sinnen, Mein Lassen und Beginnen Ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelenschaden Und mach mich täglich neu; Gib, daß ich deinen Willen Stets suche zu erfüllen Und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter, 1661⸗ 1735. Wandel im Licht. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. 1 5 geht un⸗sre Bal hn, wir ind bis wir dort in Ka-na⸗ an durch d die — 222 1 ͤ.—.———— Gä⸗ste nur auf Er⸗den, hier ist un⸗ser Wü⸗ste kom⸗men wer⸗den; Pil⸗g grim⸗ Raud; dro⸗ ben umeser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing dich, mein 4 Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn 35 Kehrt in seinen Ursprung hin. 13 Himmelan! ruft er mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre; Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, Wenn er mir die Tafel decket, Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammertal Folgt des Lammes Hochzeitsmahl. 5. Himmelan! mein Glaube zeigt Mir das schöne Los von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt Wandel im Licht. 249. Über Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel Zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der T In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde triumphieren; Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn 44 Durch die Himmelslust vertreiben. 440 Himmelan steht nur mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672— od 1737. Eigene Melodie. 4. x Ich ruf zu dir, Herr Je⸗ su Christ, ich ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ ser Frist, laß ——————— ö rnr erre bitt, er⸗hör mein Rla⸗gen; mich doch nicht ver- za⸗ gen; ——— Glau⸗ u Herr, ge⸗ben, dir zu le⸗ ich mein,„den wol⸗ älest du mir ben, dem Näch⸗ sten nütz zu —.— — ——.— 6 1——. — —.—— ....... sein, dein Wort zu hal-ten e-ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Du kannst es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott; Die Hoffnung gib daneben, ö Voraus wenn ich muß hie davon, Daß ich dir mög vertrauen Und nicht bauen Auf all mein eigen Tun, Sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund Den Feinden mög vergeben; Verzeih mir auch zu dieser Stund, Schaff mir ein neues Leben; Dein Wort mein Speis laß allweg sein, Damit mein Seel zu nähren, Mich zu wehren, Wenn Unglück geht daher, Das mich bald mög abkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir In dieser Welt abwenden; Getreu sein bis ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; Und wem dus gibst, der hats umsonst Es mag niemand erwerben Noch ererben Durch Werke deine Gunst, Die uns errett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; Hilf, o Herr Christ, dem Schwachen. An deiner Gnad allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. 5 L. L JILI. * S CV dir Wandel im Licht. 40¹ Kommt nun Anfechtung her, so wehr, Daß sie mich nicht umstoße; Du kannst machen, Daß mirs nicht bringt Gefahr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola, 1492—1566. — 250. Eigene Melodie. 1698. —2————— ——56 +—.— A..D‚.‚‚‚‚‚— ——— 2—66——— 6 —„**— 5 i 1 1018 ft hilf siegen, du Für ste des Iwie sie ihr höl⸗li —2 rr ... E 2— + Le⸗bens, sieh, wie die Fin⸗ster⸗nis drin⸗get her⸗ *—— 22 2· e⸗bens mäch⸗tig auf⸗füh⸗ret, mir schäd⸗lich zu 9 5 ——4 ———— 2 266½,——.— ‚‚..————— 1 7 — — 2—0 ED 2. Jesu, hilf siegen, der du mich erkaufet, Rette, wenn Fleisch und Blut, Satan und Welt Mich zu berücken ganz grimmig anlaufet Oder auch schmeichelnd sich listig verstellt. Wüten die Feinde von außen und innen, Laß mir, Herr, niemals die Hilfe zerrinnen. 3. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! 26 402 Wandel im Licht. Hilf, wenn die Sünden der Jug end Mich nagen, Die mein Ger wissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen Und dies zu meiner Demütigung dienen. 4. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt. Wenn ich die Last der Begierden empfinde Und sich mein tiefes Verderben darlegt, So hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten Und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 5. Jesu, hilf siegen und lege gefangen In mir die Lüste des Fleisches und gib, Daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, Aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb; Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, So wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 6. Jesu, hilf siegen! Wer mag sonst bestehen Wider den listigen, tückischen Feind? Wer mag doch dessen Versuchung entgehen, Der wie ein Engel des Lichtes erscheint? Ach Herr, wo du weichst, so muß ich ja irren, Wenn mich der Schlange List sucht zu verwirren. 7. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; Wenn sich die Kräfte der Lügen n Und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, Laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister Lehre mich Hült ien und prüfen die Geister. 3. Desu, 4 If stegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein; Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, Der du versprochen, mein sprech zu sein; Wenn mich die“ Lacht 4— Ermüdung will decker Wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 9. Jesu, hils siegen, enn alles verschwindet Und ich mein Nie hts und Verderben nur seh, Wandel im Licht. 403 Wenn kein Bermögen zu beten sich findet, Wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, Ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen Dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 10. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, Daß ich das Zeichen des Sieges erlang; So will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. n d. wird dein Name da werden gepriesen, Wo du, o Held, dich— mächtig erwiesen. 11. Jes su, hilf siegen! Wenns nun kommt zum Sterben, Mach du mich würdig und stetig bereit, Daß ich könn nennen mich recht deinen Erben Dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, Hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. Johann Heinrich Schröder, 1666—1699. E⸗wig⸗kei zu wan⸗dern, von ei⸗ner 404 Wa ndel im Licht. gehts Ratur 18 an doch. n Sinn e pflegen, entgegen, Und was euch ist will binden; Laßt gar ‚st dahinten, hs Sterben nur. muß wie Pilger wandeln ö F und wahrlich leer; Viel sammeln, halten, handeln Macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot, Wir reisen abg eschieden, Mit wenigem zufrieden; Wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer 2— a beste, Sonst weder h H 5⁰0 einsan u, Der Dorner Und manches Wandel im Licht. Es ist doch nur ein Weg; Laß sein, wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauren Tritt. Er will uns machen N Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir habens gut. 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, So greif der Stärkre zu; Man trag, man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn. 9. Kommt, laßt uns munter wandern, Der Weg kürzt immer ab; Ein Tag der folgt dem andern, Bald fällt das Fleisch ins Grab. ö Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ewgen Gut. 10. Es wird nicht lang mehr währen, Halt noch ein wenig aus; Es wird nicht lang mehr währen, Dann kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wirds tun! I— IEEEEE Wandel im Lich ht. 11. Drauf wollen wirs denn wagen Es ist wohl wagenst 1— Und gr ündlich dem Was aufhält und be Welt, du bist uns gehn dl Jesi Leiten Hin in die eiten, Es soll nur sei Gerhard Tersteegen, 1697—1769. —* Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551 die 4 aßt euch den Her⸗ren ů + 1 id, die 2 Ha é-mu⸗-he Selig sin 1„die Dend haben Und sind al lzeit“ arm im Geist, tühmen sich gar keiner Gaben, 6 Gott werd allein gepreist, Wandel im Licht. 40 Hanken dem auch für und für; enn das Himmelreich ist ihr. Ca wird dort zu Ehren setzen, Die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selin sind, die Leide tragen, Da sich göttlich Trauern findt, Die beseufzen und beklagen Ihr und andrer Leute Sünd; Die deshalben traurig gehn, Oft vor Gott mit Tränen stehn; Diese sollen noch auf Erden Und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen Herzen, Da man Sanftmut spüren kann, Welche Hohn und Trotz verschmerzen, Weichen gerne jedermann; Die nicht suchen eigne Rach Und befehlen Gott die Sach; Diese will der Herr so schütze Daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die seh—— streben Nach Gerechtigkeit und T 2 Daß an ihrem Tun und Leben Kein Gewalt noch Unrecht sei; Die da lieben gleich und rech t, Sind aufrichtig, fromm und sch hlecht, Geiz, Betrug und Unrecht hassen, Die wird Gott satt werden lassen. 6. Een sind, die aus Erbarmen Sich annehmen fremder Not, Sind mitleidig mit den Armen, Bitten treulich für sie Gott; Die behilflich sind mit Rat, Auch womöglich mit der Tat, Werden wieder Hilf empfangen Und Barmherzigkeit erlangen. 408 Wandel im Licht 7. Selig sind, die funden werde en Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Gebärden Lieben Zucht und icht gefel Diese, welchen nicht gefällt Die unreine Lust der Welt, Sondern sie mit Ernst vermeiden, Werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Frieden machen Und drauf sehn ohn Unterlaß, Daß man mög in allen Sachen Fliehen Hader, Streit und da Die da stiften Fried und Rri Raten allerseits dazu, Sich auch Friedens selbst befleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach,d Perfolg zung, Angst und Pein, Da sie es doch nicht verschulden Und gerecht befunden sein; Ob des Kreuzes gleich ist viel, Setzet Gott doch Maß und Ziel, Und hernach wird ers belohnen Ewig mit der Ehrenkronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten Meinen la hier auf Erd, Daß ich solcher Seligkeiten Doch aus Gnaden fähig werd. —— daß ich mich acht gering, Meine Klag ft vor dich bring, mitmiit auch an Feinden übe, Berec eit stets liebe; 11. Daß ich Armen helf und diene, Im mer hab ein reines Herz, Die in Unfried stehn, versühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. 5 5 0 Y/ E Wandel im Licht. 409 Vater, hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn Und durch deines Geistes Stärke Mich befleiße rechter Werke. Unbekannt 1680, 253. Mel.: Lasset uns den Herren preisen. J. Schop. 1641. 1 uns ů Fe su zie⸗hen, in der Welt der Welt ent⸗flie⸗ hen, F. 1ꝛ——— E..— seisnem Vor⸗bild fol⸗gen brach auf der Bahn, die er uns brach ———— äl, fort zum Hun⸗-mel rei⸗sen, ir⸗disch noch, schon im⸗mer⸗ Hinmlisch sein, 17 8 au⸗ben recht und le⸗ben rein, in der Lieb den Glau⸗ben wei⸗sen. Treu⸗er 2.—————2 Je⸗su, 26 bei mir; geh vor⸗an, ich fol⸗ge Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild Werden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich, DSRSRSRSRSRSDSISISSe Wa ndel i im Lich ht. Tränensaat die erntet Lachen, Gen tröstet mit Geduld; skann leichtlich Gottes Huld Aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, Dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben; Sein Tod uns vom andern Tod Rettet und vom Seelverderben, Von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Unser Fleisch, ihm sterben ab, So wird e er uns aus dem Grab In das Hi immelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben; Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wiedergeben; Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir; Ach erkenn uns für und für, Trauter Feund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, Dorten ewig auch bei dir. Sigismund v. Birken, 1626 daß dich nicht die bö⸗ Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 1 Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗reit 7 1681. 1694. —— IIIIIIIIIII 681. FRN Wandel im Licht. 41¹ ö— 2——— Sa⸗tans List ü⸗ ber vie ⸗le From⸗-men zur Ver⸗su⸗ chung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe, Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe; Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht Unser Herr erleuchten; Wache, sonsten wird dein Licht Dir noch ferne deuchten; Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List Nicht im Schlaf mag finden, Weils ihm sonst ein leichtes ist, Dich zu überwinden; Und Gott gibt, Die er liebt, 41² Wandel im Licht. Oft in seine Strafen, Wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe. Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, Für dein Fleisch und Herze, Damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; Denn es ist Voller List Und kann sich bald heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen, Denn der Herre muß dich frei Von dem allen machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, Wenn er was soll geben; Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon Alles glücklich gehen, Wandel im Licht. 4¹1³ Wenn wir ihn durch seinen Sohn Im Gebet anflehen; Denn er will Uns mit Füll Seiner Gunst beschütten, Wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die Angst, Not und Gefahr Immer näher, treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Johann 25———5 Freystein, 1671—1720. —1 Mel.: O Gott, der du ein Heerfürst bist. 1562. ere Hr——— *—3—3— Men Le⸗ben ist ein Rl⸗ grim⸗stand; ich ——4 ——.——— SSESS— 6 lem, 663——— 190 Gott Auit als ei⸗ ne —— . 4 r un,——.—.—.7 Hut ———..——.——2 — fe⸗ Stadt auf Bun⸗des⸗blut ge⸗grün⸗ det IID hat; da werd ich mei⸗nen Gott stets lo⸗ — 35 355 4¹4 Wandel im Licht. ben. Mein 22 75 ich l⸗grim⸗stand, rei ⸗se nach dem Va⸗ter⸗ land⸗ 2. So schnell ich Land d und Sand verlaß, Läufteꝛ neines Lebens Stundenglas, Und was vorbei ist, kommt nicht wieder; Ich eile zu der Ewigkeit. Herr Je u, mach mich nur bereit, Eröffne meine Augenlider, Daß ich, was zeitlich ist, veracht Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ung emach; Der Lebensweg hat auch sein Ach! Man wandelt nicht auf Weichen Rosen; Der Steg ist eng, der Feinde viel, Die mich abreißen von dem Ziel; Ich muß mich oft in Dornen n Ich muß durch dürre Wüsten gehr —. kann selbst keinen Ausweg sehn. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, Der Sonne, die ihr Gnadenlicht u unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen st türmen auf mich zu, Mein matter Geist findt nirgends Ruh; Doch alle Müh'ei ist schon bezahlet, Wenn ich das güldne Himn nelstor Mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, Der du ein Rilg rim worden bist, Da du mein Fleisch hast angenommer Zeig mir im Worte deine Tritt, Wandel im Licht. 4¹⁵ Laß mie—5 einem Leden Sdd hritt Zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleucht; ach eile du Und fleug mit Gnad und Hilf herzu. Durch deinen Geist mich heilig leit, Gib in Geduld B Bestä indigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß⸗ beschütze. D0 falle stündlich, hilf mir auf, Zeuch mich, damit ich dir nachlauf, Sei mir ein Schirm in Tri übsalshi tze. Laß deinen süßen Gnadenschein In Finsternis nie ferne sein. F. V zenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, or Durst nach dir verschmachten will, So laß mich dich zum Labsal finden; Und'n wenn ich s die Augen zu, So bring mich zu der stolzen Ruh, Da Streit und alle Müh verschwinden; Laß mich da sein in Abrams Schoß Dein din und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem Pilgerland Der blinden Welt gleich unbekannt, Dort sind die Freunde, die mich kennen, Dort werd ich mit der Himmelsschar Dir jauchzend dienen immerdar Und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang, Hier in der V Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729. 56. Mel.: Machs mit mir, Gott, Glit. II ——— Mir nach, spricht Chri⸗stus ver⸗leug ⸗ 416 Wandel im Licht. ————..—.— —.—.—————— Held, mir nach, ihr C hr⸗ten 1.4 193 mehmnt Welt, folgt mei⸗nem 415 und Schalle; .— 4— RRE 15— E———.——— ——327 W und Un⸗ge-mach auf euch, folgt ———— H—— ——.—— —— mei⸗ nem Wan ⸗del nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit k 21 em Tugendleben; Wer zu mir kommt und solget mir, Darf n icht im Finf stern schweben; Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, Voll Liebe Wan Gemüte; Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit Von Sanftmut und von Güte; Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu W Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts zu aita, ich geh voran, Ich steh euch an Seite Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bi alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, Wenn er den Feldherrn sieht angehn. 14 der d lau⸗t Wandel im Licht. 41⁷ — 6. Wer seine Seel zu finden meint, Wird sie ohn mich verlieren; ehmt Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. —— Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, — Ist mein nicht wert und meiner Zier. lt 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit unserm Kreuz nachgehen —— Und wohlgemut, getrost und gern —— In allen Leiden stehen; Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. für Johann 3690(Angelus), 1624—1677. Eigene Melodie. 1704. S;.;.;.;.... EITII DDIDDSDRDIDIDI. *SSSS— 1. S Durch„bre⸗cher al ⸗ler Ban⸗de, Ibei dem Schaden, Spott und Schan⸗ de ö—45— der du im⸗mer bei uns bist, , lau⸗ter Lust und Him⸗mel ist: ü ⸗be fer⸗ner d, —..—.—— dein Ge⸗rich-te wi⸗der un⸗sern A⸗ dams⸗ nn, —5 NW „ 1e 15* bis uns 9833 10 treu Ee⸗ sich te füh⸗ret aus iiß Ker-ker hin. Wandel im Licht. 2. Ists doch deines Vaters Wille, u endest dieses Werk;: Hierzu wohnt in dir die Fülle lller nin. Lieb und Stärk, Was er dir geschenket hat, Und es von dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. Willst und kannst ja anders nicht; Denn wir sind in deinen Händen, Dein Herz ist auf uns gericht, Ob wir wohl vor allen Leuten Als gefangen sind geacht, Weil des Kreuzes Niedrigke iten Uns veracht und schnöd Hamacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, ringen, schreien, beten Um Ertösung. von Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so harte drückt, Ungeacht der Geist in Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, Sich einmal——— reißen los We ligeschäfte ehen bloß. d dure 2 urchgeb 1oe 4 569 mit ch +2 ort mit Sc eu eg des Fl sches Zartlid keit. talme, brich, zerstöre 5 Mach der Finsernis, Denn der preist nicht deine 2* Den sie fort zum Tode riß 860 * 2 0 Daß du nichts von dem verlierest, Ach, so mußt du uns vollenden, 0 und Zagen, 1 Wit/ Wandel im Licht. 419 Heb uns aus dem Staub der Sü inden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, Laß uns wahr„Freiheit finden In des ewgen Vaters Haus 7. Wir Walautde en keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkeit; Wie dus nötig findst, so tue Noe h vor unsrer Abschiedszeit; Aber unser b0 der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, Lönig, K dein Regiment; Führe deines Re iches Kriege, Mach der Sklaverei ein E nd; Laß doch aus der Grub die Seelen ö Durch des neuen at des Blut; 4 Laß uns länger nicht so quälen, ö Denn du mein ists mit uns ja gut. VT 9. Haben wir uns selbs st gefangen In L Lust und Gefälligk keit, ö Ach 9, so laß uns nicht stets hangen In dem Tod der Eitelkeit; ö Denn die Last treibt uns zu rufen, Alle schweien wir dich an: 2 Zeig doch nur die ersten Stufen Der Leh 29116 en Freiheitsbahn. 10. Ach wie teur sind wir erworben, Nicht der Menschen Knecht zu sein. gen, In so wahr du bist gestorben, Nußt du uns auch machen rein, Rein und frei— ganz vollkommen Nach dem besten Bild gebildt; ö Der hat Gnad um Gue ad genommen, 0 Wer aus deiner Füll sich füllt. 27* 420⁰ Wandel im Licht. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Wo wir nur nicht lässig sein; Werden wir doch als wie träumen, Wann die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714. 258. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. L Len O gro⸗ Her Gott zur ste⸗ten Wo— Eun ig aus⸗er⸗ 2 der du die rei⸗nen Her⸗ zen dir ach sch haff ei ein rei⸗nes Herz in mir, 5005 E ein Herz, das von det ar gen W;é elt 222—— — — sich rein und un ⸗ be⸗fleckt er-hält. 2. Vor allem mache mein Gemüte Durch ungefärbte Buße rein Und laß 6„, Herr, durch deine Güte In Christi Blut gewasche n sein; Dann mache mich zur Reinigkeit Des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich nach deinem Geiste, Der mein getreuer Beistand sei n, Und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir aus Gnaden bei Und gib mir einen solchen Geist, Der neu, gewiß und willig heißt. 4. Doch weil ich meine Schwachheit merke, Mein Vater, so verwirf mich nicht Und stoß mich wegen meiner Werke Ja nicht von deinem Angesicht. 14. Laß mich hier in der Gnade stehn Und dort in deinen Himmel gehn. 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, 657. Ja nun und nimmermehr von mir — Und leite mich durch seine Triebe, 1 Durch seinen Beistand für und für. , Auch führe du mich durch die Zeit Hin zu der reinen Ewigkeit. Johann Olearius, 1611—1684. 259. Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. . —. DSI — r, ——— sü⸗ßer Stand, o se⸗l ö wenn —.— sich ein Herz 6 ——.— — 11.—— wah-ren Ein⸗falt quillt, — —————— —.—.— e—— ich der Geisten Chri-sti Bil-de II— . in Licht und Recht hat auf⸗g fal⸗ schr Hö⸗ hen bricht. 2. Was andern Odn und lieblich scheinet, Ist solchem Herzen 8 kinderspiel; Was mancher für unschuldig meinet, Ist solchem Hevzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen, Hier heißts: Rührt kein Unreines an. Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, Es sei denn alles abgetan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, Als die im Blute Christi liegt; Die reine himmli Begierde Hohl solche Torhe eit schon besiegt; An einem reinen Gotte Skinde Glänzt Gottes Name schön und rein: Wie könnt es denn vom eitlen Winde 96 Welt noch eingenommen sein? Von Sorgen, Not und allen Plagen, Duut die Welt sich selbst anficht, Vom Waid, damit sich andre tragen, Weiß C hristi Sinn und Einfalt nicht; Den Sck hatz, den f sie im Herzen heget, Bel hält sie wider allen Nei d; F. jemand, der Lust dazu träget, Das macht ihr lauter Herzensfreud. ö x höne 8 Bild, ein Herz zu schauen, Das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr Teuendi Jungfraͤuen, Harrt nur, bis euch die Nacht berückt — Wandel im Licht. 423 Ihr laßt das Ol den Lampen fehlen, Ein fal lscher Schein trügt euren Sinn; Sucht doch was X Beßres für die Seelen Und 91. der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen — Den Sinn der lautern Einfalt ein; Reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, Der Welt ihr Wesen, Tand und S Der alten Schlange Bild und Zeichen Trag ich nicht me hr, drum laß mich nur Der Einfalt Zier und Schmuck erreichen: Das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. 260. Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. —.——————— O Va⸗ter⸗herz, o L o Le⸗l 0 ber ge-ben, dir 1. dir bin ich ein⸗mal ü * — treu⸗er Hi rt, Im⸗n na⸗ nu⸗el, dir ge⸗ 364 ret Leib und Seel. ——‚ 4—.— ein und lei⸗te mich auf al⸗len Trit⸗ten; ich 42⁴ Wandel im Licht. 4 D —2———— SPI———*.— —— mich nicht ei-nen Schritt al-lein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; Drum sei in groß und kleinen Dingen Mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, Ich mag dich ja zu allem nehmen, Du willst mir selber alles sein; So sollst du denn in allen Sae hen Den Anfang und das Ende machen, Dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du leitest mich, ich kann nicht gleiten; Dein Wort muß ewig feste stehn; Du sprichst, dein Auge soll mich leiten, Dein Angesicht soll vor mir 4902 Ja deine Güt und dein Erbarmen Soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, Bei allem gläubig zu dir flehe Und stets auf deinen Wink nur sehe, So spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Fen merke Auf deine Weisheit, Güt und Treu, Damit ich mich im Glauben stärke, Dich lieb und lob und ruhig Und deine Weisheit lasse walten, Stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; Denn lauf ich vor, so lauf ich an. Drut Nicht Was Wandel im Licht. 42⁵ ———ß7—ꝛ—————— Drum mach im Besten mich gelassen, Nichts ohne dich mir anzumaßen; Was du mir tust, ist wohlgetan. — 5. Ach mach einmal mich treu und stille, Daß ich dir immer folgen kann. Rur dein, nur dein vollkommner Wille Sei für mich Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, Ja laß mir nichts am Herzen hangen Als deines großen Namens Ruhm; Der sei allein mein Ziel auf Erden; Ach laß mirs nie verrücket werden, Denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Ich sehne mich, nur dir zu leben, Der du mein Herr und Bräutgam bist. Was dir sich nicht will ganz ergeben Und was nicht deines Willens ist, n; Das strafe bald in dem Gewissen; Laß Blut und Wasser auf mich fließen Und tilge, was nicht lauter heißt. Laß nur dein Lob zur Lust mir werden Und dann das Heil der armen Herden Nach einer reinen Lieb im Geist. 7. So lob und lieb ich in der Stille Und ruh als Kind in deinem Schoß. Das Schäflein trinkt aus deiner Fülle, Die Braut ist aller Sorgen bloß; Sie sorget nur allein, in allem Dir, ihrem Bräutgam, zu gefallen, Sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; Was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, O reiner Glanz der Ewigkeit. Karl Heinrich v. Bogatzky, 1690—1774. RR.— Wand del im Lich t Eigene Melodie. 7⁴5. —— 3 Ha —— Re es Gna⸗de dichumn Rü —.———. E. N —— ö Bl ⸗het und be⸗keh Fl — 1—— 2——— ————.—— S* 90 aede von der Last, 916 ihn be⸗schwert. S inge, denn B Pfort ist enge, Läbesswen ist schn B Hier bleibt alles im Gedränge, R Was nicht zielt zum Himmel Sfaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring hinein in Gottes Reich; S Will der Satan widerstreben, V Werde weder matt noch weich. 8 4. Ringe, daß dein Eifer glühe ö Und die erste Liebe dich 8 Von der ganzen Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich. 8 5. Ringe mit Gebet und Schreien, ö Ha Ite damit feurig an, Laß dich 5— Zeit rr Wärs auch Tag und Nacht getan. 6. Hast 235 dann die Perl errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse hast bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu tun. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, Deines Heils mit Zittern wahr; Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 1515* 5* 6„„6* ä Wandel im Licht. 4²2⁷ 8. Halt ja deine Krone feste, Halte männlich, was du hast. Recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitelkeit; Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe Träg⸗ und Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht; Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 11. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wollustpflege, Hält sich selber nichts zu gut. 13. Wahre Treu kommt dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 14. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, Streitet recht und fürchtet euch; Geht doch alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. 15. Denkt bei jedem Augenblicke, Obs vielleicht der letzte sei; Bringt die Lampen ins Geschicke, Holt stets neues Ol herbei. 16. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 42 Wandel im Licht 17. Eile, wo du dich Evetten Und nicht mitverderben willt; Mach dich los von allen Ketten, Flieh als ein gejagtes Wild. 18. Lauf der Welt doch aus den Händen, Dring ins stille Zoar ein; Eile, daß du mögst vollenden, ö— Mache dich von allem rein.* 19. Laß dir nichts am Herzen kleben, Fleuch vor dem verborgnen Bar in, Such in Gott geheim zu leben, Daß dich nichts beflecken kann. 20. Eile, zähle Tag und W Bis dein Bräutgam kommt und winkt, Und wenn du nun überwunden, Dich zum Schauen Gottes bringt. 21. Eile, lauf ihm doch entgegen, Sprich:„Mein Licht, ich bin bereit, Nun mein Hüttlein abzulegen; Mich dürst nach der E wigte it.“ Johann Joseph Winckler, 1670—1722. 262 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. — 1599. euch, ihr Chri-sten⸗leu⸗te, anet euch mit Got⸗tes Wor⸗te —5—*X.——.—.——.—— ——— die Fein⸗de su achen euch zur Beu⸗ te, und käm⸗pfet frisch n je⸗dem Or ⸗te, Wandel im Licht. 429 2—————— ißꝛꝛßꝛß'— ö a⸗ ö 1 inden, da⸗mit ihr blei⸗bet un⸗ver⸗ sehrt. ———— an-na! Der Star⸗ke fällt S....e.e‚...—————.— —— 36*——* 3 durch die⸗sen Held, und wir be⸗hal⸗ +*+ —— ten mit das 2. Reinigt euch von euren Lüsten; 17²². Besieget sie, die ihr seid Christen, Und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen. .— Wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, Der schaue auf das Ziel; Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit; So krönet euch die Ewigkeit. —. 3. Streitet recht die wenig Jahre, te, Eh ihr kommt auf die Totenbahre; le, Kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wen. Gott wird die Toten wecken, Und( Thristus wird die Welt erschrorken So stehen wir mit Freuden auf. ö Gottlob, wir sind versöhnt. Daß uns 5 die Welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und CE Hat längstens scht Uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder Und mache die zu Überwindern, Die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen; So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends, 1721. — —‚ — 232 V 7 430 Wa ndel im Licht. —4 263—— 3——— 0. Mel.:—.—7 2— sehr, o meine Seele. 1551. 99— ö—————.——— ———— haf⸗fet, schaf⸗fet, Men⸗schen⸗ kin⸗ bau⸗et nicht, wie fre⸗ che Sün-⸗der, .— schaf-fet eu⸗ re Se⸗lig⸗keit; 9657= dern Wauf ge⸗gen⸗wärt⸗ge Zeit, son ⸗de .... ———— —— — 8 5 2„ Ha, —— en, mel⸗reich wie 2. Daß nun dieses mög geschehen, Müßt ihr nicht nach Fleif Und desselben Neigung gehen, Sondern was Gott will und tut, Das muß einzig und allein Eures Lebens Richtschnur sein, Es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. g3. Ihr habt Ursach zu bekennen, Daß in euch noch Sünde steckt, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, Daß euch lauter Elend deckt, Und daß Gottes Gnadenkraft 1721. Nur allein das Gute schafft, Ja daß außer seiner Gnade In euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet; Selig, wer im Kampf besteht Und die Sünden in sich dämpfet; Selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, — Sondern träg und lässig sein, —4— ö ö —.— Eure Neigung zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. IIR 432 Wandel im Licht. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg; Wahren Siegern wird die Krone Nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen Hat bei Christen keine Statt; Fleischlich reden, tun und lachen Schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach, bei Christi Kreuzesfahn Geht es wahrlich niemals an, Daß man noch mit frechem Herzen Sicher wolle tun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen, Denn er kann mit Leib und Seel Uns zur Hölle niederschläagen; Er ist, der des Geistes Ol Und, nach dem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, Ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, Welche Adam in euch regt, In den Kreuzestod darnieder, Bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Händ und Füße ab; Was euch ärgert, senkt ins Grab Und denkt immer an die Worte: „Dringet durch die enge Pforte!“ 9. Zittern will ich vor der Sünde Und dabei auf Jesum sehn, Bis ich seinen Beistand finde, In der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht Mit mir Armen ins Gericht, Hib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen. ragen, der, Wandel im Licht. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, Auf daß ich in Jesu Namen So den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735. E 264 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. — J. Crüger. 1656. ————.——— —— D——— SS— 1 See⸗le, was er⸗müdst du dich in den die doch bald ver⸗zeh-ren sich und zu SSS— ...—.—.— Din⸗gen die⸗ser Er⸗den, Su Staub und A⸗sche wersden e—.———— E—1 und sein Licht, al⸗les an⸗dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen; Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil zum Lebensquell hinzu, Da kannst du sie reichlich haben. 28 7 che Je⸗sum 43⁴ Wandel im Licht. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, So das finstre meie gebieret, Laß nur den dein Labsal sein, Der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken, Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Weißt du nicht, daß diese Welt Ein ganz ander Wesen heget, Als dem Höchsten wohlgefällt Und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. ů „S. Schwinge dich fein oft im Geist Über alle Himmelshöhen; Laß, was dich zur Erde reißt, Weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet. Wandel im Licht. 135 Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 10. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben; Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 11. Sei im übrigen 91·8 still, Du wirst schon zum Ziel gelangen; Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen; Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754 265. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 6 Sei ge⸗treu bis an das En⸗ de, 1. lei⸗dest du— har⸗te Stän⸗de, — ů ö 12ꝰ— 1.— I——6— 5j——. +— ———..—— dauzre re d⸗lich aus den Streit, end⸗-lich is der Sieg be⸗ xeit. — ů————— — 2———— E——— Lei⸗den die⸗ser 4—— ist nicht wert der Herr⸗ ——.——— ö ö— ————.———— p— Ach, das ———.— lich⸗keit, die dein Je⸗sus dir will e ben RRRR D Wandel im Licht. 2. Sei getreu in deinem Glauben; Lasse dir den festen Grund Niemals aus dem Herzen rauben, Halte den Gewisse nsbund, Der geschlossen in der Tauf, Sag ihn Gott nicht wieder auf. Der ist gottlos und verloren, Wer ihm treulos 15 geschwöoren 3. Sei getreu in deiner Lieb e Gegen Gott, der dich n. An dem Näch sten Gutes übe, Ob er dich gleich hat betrübt. Aern wie dein Heiland tat, ls er für die Feinde bat; 80 mußt du verzeih en eben, Soll Gott anders dir vergeben 4. Sei getreu in deinem Leiden; Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe 5 scheiden, Murre nicht in Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach, sie häufet nur die Schuld. Der trägt leichter, der das träget Mit Geduld, was Gott aufleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen; Hilft Gott gleich nicht, wie du willt: Er hat bald ein Mittel troffen, Daß dein Wünschen wird erfüllt. Denke, wie er manche Zeit Dir zu helfen war bereit, Obschon du dein Ohr verstopfet, Wenn er bei dir angeklopfet. 6. Drum getreu, getreu aushalten Mußt du deinem lieben Gott, Ihn mußt du nur lassen walten, Wenn du nicht willst haben Spott. 3 ö STTU —— —4 2„* RI G 15** Wandel im Licht. Rufe nur, er ist schon hier, Sein Herz bricht ihm gegen dir; Rufe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung machet nicht zu schanden. Benjamin Prätorius, nach 1668. 266 Mel.: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. J. H. Schein. 1628. ** DPPE—.—...— ö 0— ö—.. XI 22—‚ 1—— +—.— 1. So je⸗mand spricht: Ich lie ⸗be der treibt mit Got⸗tes Wahr⸗heit 1— 5 + 2—— + ——— 2———.— .—. 2.. 1 ö————— Gott, und haßt doch sei⸗ ne Brü⸗der, Gott Spott und reißt sie ganz dar⸗nie-der. 0—.— EA— ——,———..— —— 12.—— ist die Liet und will, daß ich — H— den Näch⸗sten ö ö ö — lie be gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder, Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, ——3 Nächster ist sein Kind wie ich. Ein Heil ist unser aller Gut; 80 sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So hoch erkaufen lassen? —* 438 Liebe zu Jes u. Daß Gott mich schuf und mi 100 rsühnt, Hab ich dies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen; Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du 5. Was ich den Frommen hier getan, liebst? 155 kleinsten auch von diesen, Das sieht er, mein Erlöser, an, Als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein Und Gott in Brüdern nicht e rfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist, der Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 2. Ciebe zu Jes 267. Mel.: Nun bitten wir den he Vorreformatorise en 1 55810 gro⸗Pen u Fritzd der nicht * u. ligen Geist ligen Geist. ins He erz hin⸗ ErI 41 D— PIIIIIII. —.———0 21—2— ⸗den⸗an⸗blick macht uns so Z—.—. —.— 2.—— se ⸗lig, b und See⸗le dar⸗ü⸗b — v e — IRIRI —. —— fröh⸗lich und dank⸗bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht Voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, Aber Unsre Seele kanns schon gewahren, Du kannst dich fühlbar gnug offenbaren Auch ungesehn. 3. O, wer nur immer bei Tag und Nacht Dein zu genießen recht wär bedacht, Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, Und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, Uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, Heilen, stilln und trösten, erfreun und segnen Und unfrer Seele als Freund begegnen Ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil Uns alle Tage vollkommnern Teil, Und laß unsre Seele sich immer schicken, Aus Not und Liebe nach dir zu blicken Ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald Mit deiner blutgen Todsgestalt; Ja, die laß uns immer vor Augen schweben Und dein wahrhaftiges Inunsleben Zu sehen sein. 11227777 44⁰ Liebe zu Jesu. 7. Ein herzlich Wesen 2 8 Lendlihter Sei unsre Zierde zu aller 3 Und die Blutbesprengung ae deinen Wunden Erhalt uns solche zu allen Stunden Bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel'nein Mit dir vergnügt wie die Kindlein sein; Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen, Wenn sich das Herz nur an dir stets letzen Und stillen kann. 9. Du reick H. uns deine durchgrabne Hand, Die so viel Treue an uns gewandt, Daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, Und unser Auge muß übergehen Vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1723—1801. 268. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. .—— RI—— 1. 165 sagt mir nicht von Gold und S Schätzen, es Tüun mich ja kein Ding 606 gö⸗tzen, I von Pracht 57 Schön-heit Re⸗ ser Welt; was mir die Welt vor Au⸗gen stellt. ö 2.— Ein je⸗der lie⸗be, was er wi ill; 75 10 2 V SIIN * +— + lie⸗ be Fe⸗ iunn, der mein Ziel. —0‚——— II nden Liebe zu Jesu. 441 2. Er ist alleine meine Freude, Mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild An dem ich meine Augen weide Und sinde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, Des Fleisches Schönheit dauert nicht; Die Zeit kann alles das verwüsten, Was Menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, Sein Reich vergeht nicht mit der Zeit; Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, Sein allerschönstes Angesicht, Und was von Schmuck um ihn zu finden, Verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über all's erheben Und seiner Klarheit machen gleich; Er kann mir so viel Schätze geben, Daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, So lang ich wandre in der Zeit, So wird er mirs doch wohl gewähren Im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, Und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler(Angelus), 1624-1677. 4⁴² Liebe zu Je su. 269 Mel.: Machs mit mir, Gott, Uach deiner 0*— Güt. J. H. Schein. 1628. ist ein teu⸗er wer⸗tes Wort, ein 3 Je⸗sus ist der Sün⸗ der Hort und Wort, sehr 1Ineb 3 zu hßeren, will die Ar⸗-men leh⸗-ren. Das ist ein teu⸗er wer⸗tes Wort, daß Je⸗sus ist der Sün⸗der— 2. Mein Jesus nimmt die Kranken an, Er heilet allen Schaden; Er i Ga bei jedermann, Der ihn zu sich geladen. Das ist ein ener wertes Wort, Daß 955 s ist der Sünder Hort. 2. in Jesus ist ein treuer Hirt, Er suche verloren, Er holt zurücke, was erf ihrt,‚ Ist uns zum Heil gebore Das ist ein teuer 9591185 Zort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 4. Lob sei dir, Jesu, Gottes Sohn, Du 2 st die Schul d getragen, Du Osterlamm, du Gnadenthr ron, Du Freistatt, wenn wir zagen! Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 5. Ach gih mir daß ich diese Gnad Und meine Schuld erkenne, W n, d Liebe zu Jesu—4 13 Daß ich, dein Schäflein, früh und spat Nach dir vor Liebe brenne, Er füll an mir das werte Daß Jesus ist der Sünder Heinrich Georg Neuß, 1654—1716. 270. Mel.: Dennoch bleib ich stets an dir. 1719. — ö ö—— + —.—— 10*—2 29 * 1. 12 dei —.— He errn, bei dem jih Hgern, dir auch — —— 4———ů Herrn 1 Frend und Le⸗ben, Seien was Rie net, ge⸗ ben. . 12⁴⁴ ů——4——6—— —————5—— ö — 4.———— Lald an, w schen kann. Lahd 30 Aant die eitl W Die in Weinen sich Partehrer, Glaube, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, Findet stets auf seiner Bahn, 5 das Herz nur wünsch⸗ en kann. 3r. Lust an Gott erfüllt mit Licht, Wenn man Gott im Worte kennet; Lust an Gott stärkt uns zur Pflich Wenn man in der Liebe brennet. Solche Lust beut alles an, Was das Herz nur wünschen kann. Wer die Lust am Herren hat, Hat auch Lust an seinem Willen, Suchet ihn durch Wort und Tat Unverdrossen zu erfüllen, 5 4„ 4⁴⁴4 Liebe zu Jesu. Und so trifft er alles an, Was das Herz nur wünschen kann. 5. Laedeen du auch nicht ohne Last, Trag geduldig die Beschwerden; Wenn du wohl gelitten h hast, Wird dir ewge Freude werden, Und du triffst im Himmel an, Was dein Herz nur wünschen kann. Casseler Gesangbuch v. 1770. 2 Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele, 271. J. 1—.——4 101 —— 1 Hei⸗ land, dei⸗ ne Men⸗ schen⸗ alie⸗ be die dein treu⸗es Herz be⸗ worgen, war die Quel⸗ Je al ⸗ler Trie⸗be, dich mi dich in un⸗ser Fleisch ge⸗zo⸗ gen, dich mit —— Sch wach heit keber⸗ ⸗dek⸗ket, t, dich vom Kreuz ins Sriesbe dei⸗ner treu⸗en Men⸗schen⸗lie⸗=be! 2. über seine Feinde weinen, Jedermann mit Hils erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, T Der Betrübten 5 Klagen 1 hörens Sich in andrer Dienst verzehren, Sterben für die ärgsten Sünder, Das ist Lieb, o Menschenkinder. 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? 770 O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke ungesprachen; ö O wie pflegtest du zu eilen, 1640. Das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, Zu den Kleinen sich zu bücken, Die nei ssenden zu lehren, Die Verführten zu beichrei Sünder, die sich selb st berstocken, Täglich liebreich zu sich locken, War mit Schwächung deiner Kräfte it Dein ger vöhnliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, —.— Da du für die ärmsten Armen —.— Dein unschätzbart teures Leben —— In den ärgsten Tod gegeben, 3 17 Da du in der Sünder Orden 2325. Aller Schmerzen Ziel geworden — Und, den Segen zu erwerben, ⸗nen Als ein Fluch hast wollen sterben. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Schlager ö Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 446 Liebe zu Jesu. 7. Demut war bei Spott und Hoöhne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte, Diese war, gleichwie die Tauben, Ohne Falsch, voll Treu und Glauben, Mit Gerechtigkeit gepaaret, Durch Vorsichtigkeit bewahret. 8. Komm, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken, . A Du hast das Gesetz erfüllet Und desselben Fluch gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Herzens Triebe, Salbe sie mit deiner Liebe. Johann Jakob Rambach, 1693—1735. 272. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 1571. 1 Herr Je⸗su Christ, mein höchstes Gut, mein Ich blei⸗be den⸗noch stets 13 dir, so —.i— —— See⸗len⸗schatz, mein Her⸗zens⸗mut und al⸗ler ist auch nichts, das dich von mir und un⸗ sre de; du machst mir Den Liebe zu Jesu. 4⁴⁷ e e ältst! 43 bei m ei⸗ner —— 2—————4 rech⸗ten Bund re⸗ und fihe st den Le-bens⸗ EE—— —————.— 2.——. — 1 1— 1 + Herr Je⸗su Christ du bist mein Licht/e In bi—.— bist mein Licht, ich fol⸗ge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, Der anders nichts beschlossen hat, Als was mir Segen bringet; Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, So weiß ich dennoch, daß durch dich Der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn Nümmst du mich dort mit Ehren an, Wo mich vor deinem Thron erfreut Die ann der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, Ach voll Begier, ach voll Begier Wünscht ich mich heute noch bei dir. 3. Mein alles ist auf dich gericht; 90 ich nur dich, so frag ich nicht Nach Himmel und nach Erden; Denn wär der Himmel ohne dich, 448 Liebe zu Jesu. So könnte keine Lust für mich 6 In tausend Himmeln werden. Du Wärst du nicht schon auf Erden mein, Und Möcht ich auch nicht auf Erden sein; Ic Denn auch die ganze weite Welt auf Hat nichts, das mir wie du gefällt. In Herr Jesu Christ, 9 Wo du nicht bist, wo du nicht bist, Im Ist nichts, was mir erfreulich ist. Vis 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, Ach Durch Marter, durch Gewalt und Tod Her. Auch Seel und Leib verschmachten: Ich Dies alles wird, wenns auch noch mehr, Kon Ja gar als wie die Hölle wär, Mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil 27² Und meines Herzens Trost und Teil, So wird und muß durch dich allein VV. Auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, Ich hoffe fest, ich hoffe fest, 1 Daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht und auf der Welt— Dir nicht beständig Glauben hält, 23 Muß freilich wohl verderben 0 Und kann, weil er die Lust und Pracht Hi Des Fleisches hier zum Himmel macht, Den Himmel dort nicht erben. Wer dir nicht folgt und ärgerlich E 0 In Sünden lebet wider dich Und denket auch der Buße nicht, Den bringst du um durch dein Gericht; Herr Jesu Christ, Du bist dabei, du bist dabei Dem, der dir treu ist, ewig treu. Liebe zu Jesu. 449 6. Drum halt ich mich getrost zu dir, Du aber hältst dich auch zu mir, Und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht Auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, In Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein Im Herzen mir und Munde sein, Vis ich dich kann mit Augen sehn; , Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, Ich warte drauf, ich warte drauf, Komm, komm, mein Heiland, nimm mich auf! Erdmann Neumeister, 1671—1756. 273. Eigene Melodie. 1 Die aun⸗ze Wel ich dich, Die gan⸗ze Welt er⸗freut mich nicht, nach *———— bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei⸗ner Himm'l und Er⸗de frag ich nicht, wennich dich ———.8—— Güt und Gna nur kann ha ben; und R Liebe zu Jesu. E, — 2——. —4 7— Zu⸗ver⸗-sicht, mein Teil und mei-nes Her-zens ——————— ir u..—.—— E—— A Trost, der mich durch sein Blut hat er=löst. + ö E ů——. e n.. Herr Je⸗su Christ, mein Gott und Herr, mein N S D‚SqD‚‚............ —— e*—*—.— I Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehrl 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab Mein Leib und Seel und was ich hab In diesem armen Leben; Damit ichs brauch zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Tröst mir mein Seel in Todesnot. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schoß tragen, Den Leib in seim Schlafkämmerlein Gar sanft ohn einge Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erweke mich, Daß meine Augen sehen dich XI Liebe zu Jesu. 451 In aller Freud, o Gottes Sohn, —— Mein Heiland und mein Gnadenthron! — Herr, Jesu Christ, zens Erhöre mich, erhöre mich, Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 1532—168. ————7 8 4 5. 274. Eigene Melodie. 17³8⁸. — D—— ö——— .—...— —„Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Stär⸗ke, — 1.ich' will dich lie⸗ben mit dem Wer⸗ke nehrl—.—.————— EE iiEE ich will dich lie⸗ben mei⸗ne Zier, gunl die und im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz bescheint. Gott, Ich will dich lieben, Gottes Lamm, ö Als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Schönheit du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh; Es ist mir leid und bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, Ich suchte dich und fand dich nicht; 29 i 45² Liebe zu Jesu. Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht; Nun aber ists durch dich geschehn, Daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du güldner Mund, Daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleucht mir Leib und Seele ganz, Du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Ich will dich lieben ohne Lohne Auch in der allergrößten Not, ö Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler(Angelus), 16241677. 27⁵. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. ö W. Weßnitzer. 166l. en—— XI—* Je⸗su, from⸗mer Men⸗schen⸗her⸗den Jlaß mich auch dein Schäf-lein wer-den, —.———— ———..... 35.—————— gu⸗ ter und ge⸗treu⸗er Hirt, das dein Stab und Stim⸗ne führt. ii Liebe zu Jesu. — — — laß mich wie⸗der lie⸗ben dich. 2. Herden ihre Hirten lieben, Und ein Hirt liebt seine Herd; Laß uns auch so Liebe üben, Du im Himmel, ich auf Erd. ö Schallet deine Lieb hernieder, Soll dir meine schallen wieder; Wenn du rufst: Ich liebe dich! Ruft mein Herz: Dich liebe ich! 3. Schafe ihren Hirten kennen, Dem sie auch sind wohlbekannt; . Laß mich auch für dich entbrennen, Wie du bist für mich entbrannt. Als des Höllenwolfes Rachen Eine Beut aus mir wollt machen, Riefest du: Ich kenne dich; Ich auch rief: Dich kenne ich. 4. Herden ihre Hirten hören, Folgen ihrer Stimm allein; Hirten auch zur Herd sich kehren, 32—— Wenn sie rusen groß und klein; —.— Wenn du rufest, laß mich eilen, 2— Wenn du dräuest, nicht verweilen, Laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. ——————..——.—.— hin⸗ge⸗ge⸗ben, und du gabst es auch für mich, 45⁴ Liebe zu Jesu. 5. Höre, Jesu, und erhöre Meine, deines Schäfleins, Stimm; Mich auch zu dir schreien lehre, Wenn sich naht des Wolfes Grimm; Laß mein Schreien dir gefallen, Deinen Trost hernieder schallen; Wenn ich hete, höre mich, Jesu, sprich: Ich höre dich! 6. Höre, Jesu, und erhöre, Wenn ich ruf, anklopf und schrei, Jesu, dich von mir nicht kehre, Steh mir bald in Gnaden bei. Ja, du hörst; in deinem Namen Ist ja alles Ja und Amen. Nun, ich glaub und fühle schon Deinen Trost, o Gottessohn. Unbekannt 1675. — de, mei⸗nes — *——* 0—. mir auf Er⸗den nichts sonst Lie⸗bers wer⸗den. Liebe zu Jesu. 4⁵⁵ 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen ö Aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, Laß die Welt erschüttern, Mir steht Jesus bei. Ob es itzt gleich kracht und blitzt, Ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu; Tobe, Welt, und springe, Ich steh hier und singe In gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, 5. Erd und Abgrund muß sich scheuen, 4 Ob sie noch so dräuen. 656. 4. Weg mit allen Schätzen, —.— Du bist mein Ergötzen, 4.— Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren,* nes Ich mag euch nicht hören, 4 dem Bleibt mir unbewußt. Elend, Not, gereuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, 5 Nicht von Jesu scheiden. 5 5. Gute Nacht, o Wesen, Das die Welt erlesen, — Mir gefällst du nicht. ö Gute Nacht, ihr Sünden, soll Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; — Dir sei ganz, du Lasterleben, en Gute Nacht gegeben. Liebe zu Jesu. 6. Weicht, ihr Trauengeister, Denn mein Freudenmeister Jesus tritt herein. Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—1677. Mel.: Komm, o komm, du Geist des 27⁷. Lebens. 16938. ———— —.— 2—4 —.— —— Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus jetz⸗ und mach ich ein Ver-bünd:-mis, .—— DDDDꝑDꝑ‚I‚ttItIttt.... 0 122.— soll mein Wunsch sein und mein Ziel; 225 ich will, was Je- sus will; 25. 2—.—.—.——. denn mein Herz, mit ihm er⸗füllt, 0. —.—————.— —6. ———— nur: Herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und spat: Jesus ist es, dem ich Hat Was er mir gegeben hat Ich bin in dein Blut verhüllt, Führe mich, Herr, wie du willt. F. Liebe zu Jesu. 4⁵⁷ 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, Und ist doch zuwider dir, Ach, so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir. Gib dich mir, Herr Jesu, mild; Nimm mich dir, Herr, wie du willt; 4. Und vollbringe deinen Willen In, durch und an mir, mein Gott. Deinen Willen laß erfüllen Mich im Leben, Freud und Not, Sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, — Daß du dich und viel dazu — E Hast geschenkt und mir erwiesen, n, 67⁷. — Daß ich fröhlich singe nu. sus Es geschehe mir, mein Schild, nis, Wie du willt, Herr, wie du willt. — Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 1640—1672. ; Mel.: Komm, o komm, du Geist des 278. Lebens. ö 1693. —.—. l⸗de dei-ner Fall hast wie⸗der⸗bracht, R—————— SSSSSSI.— geb ich mich, dein zu blei⸗ben e⸗wig⸗lich. 5*57*0 4⁵⁸ Liebe zu Jesu. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh als ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ewge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich hingegeben Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herze hat dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet Die für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5 Johann Scheffler(Angelus), 1621—1677, ᷓE Mei⸗nen so 2²— — Meinen Jesum laß i Wenn ich nun dahin 2 9. Eigene Melodie. Je⸗sum laß er⸗for-dert mei⸗ne Pflicht, klet⸗ten⸗ SE sich für mich ge⸗ge-ben, E weis an ihm zu kle⸗ben. ————————————— ——.—..— Le⸗bens Licht: Mei⸗nen Je⸗s 2. Zesum laß ich nim Weil ich soll auf Erden Ihm hab ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab, ergeben; Alles ist auf ihn gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Caß vergehen d i ö Hören, Schmecken, Fu Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Liebe zu Jesu. —.— ch nicht. 4. ZIch werd ihn auch lasse gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget, Mich erfreut sein Angesicht: Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich freiet vom Gericht!: Meinen Jesum laß ich nicht. —N uvm laß ich nicht. mer nicht, leben; as Gesicht, hlen weichen; ist mei⸗ nes n nicht, 460 Liebe zu Jesu. 6. ZJesum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für Zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht.) —— Christian Keymann, 1607—1662. *) Anmerkung. Die großgedruckten Buchstaben in Str. 6 bedeuten:„Johann Georg, Churfürst zu Sachsen“, der mit dem Worte verschied: Meinen Jesum laß ich nicht. 280. Mel.: Ach Gott und Herr. 1655. Q 4—— + ö x *—⁴—— DDDD— ESSSSI......... ———— DD ihm hab ich mich er⸗ge-ben; in Freud und Leid EEEEEEEEEEEEE ———— 2 1*—— H bin ich be⸗reit dir, Je⸗su, stets zu le⸗ben. 2. Ich glaub an dich, An dir bleib ich Und will dich auch nicht lassen, Bis du mich wirst, Du Lebensfürst, Mit deiner Gnad umfassen. 3. Dein ganz Verdienst Ist mein Gewinst, Dein Höllenangst und Sterben Hat mich versöhnt, Ja gar gekrönt Zu einem Himmelserben. 4. Die Kreuzeslast, Die du hier hast Liebe zu Jesu. Für mich auf dich genommen, Macht mich befreit Von allem Leid, Das sonst auf mich gekommen. 5. Für ulich hast du Dich aus der Ruh In diese Welt gegeben, Ja gar in Tod Und Höllennot, Damit ich möchte leben. 6. Nun werd ich gleich In deinem Reich Den frohen Engeln werden Und sicher sein Von aller Pein, Von allen Lastbeschwerden. 7. Trotz sei dem Tod Und aller Not; Von dir kann mich nichts wenden, Weil ich forthin Verwahret bin In deiner Seit und Händen. 8. Trotz f ei nunmehr Des Teufels Heer; Denn du, du hast gebunden Die alte Schlang, Die auf mich drang, Mich tödlich zu verwunden. 9. Trotz sei der Höll Weil mein Gesell Sie gänzlich hat zerstöret. Der Höllen Macht Und dunkle Nacht Ist nun ganz umgeke 10. Trotz aller Welt; Hier ist der Held, n 462 Li ebe 3u Jesu. Der 92— mich ist gestorben, Dadurch er hat Die güldne Stadt Des Himmels mir erworben. 11. Herr Jesu Christ, Allein du bist Mein———— Schatz auf Erden; Ach laß mich nicht, Mein Lebenslicht, Von dir geschieden werden. Denn du bist mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben In Glück und Freud. In Kreuz und Leid, Im Sterben und im Leben. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen⸗Darmstabt, 1638—1683. 281. Mel.: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. 156. —Q + — 1 O Je⸗ su Christ, mein schönstes Licht/ d der so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus⸗ ————* I—.——— EE— —— du in dei⸗ner See⸗len spre⸗chen kann noch zäh⸗len, gib, daß mein — DD.— Herz dich wie-de⸗ rum mit Lie⸗ben und Ver⸗ ——.—.———..... .—— 3.rnn: minntermn Emn.—— 4..—65————. RRE.—— „5 D SS —57458— D stabt, Liebe zu Jesu. 0 tum nur ein⸗zig an dir han- gen. 2. Gib, daß sonst nichts in meiner Seel Als deine Liebe wohne; Gib, daß ich deine Lieb erwähl Als' meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, Was mich und dich will trennen Und nicht gönnen, N Daß all mein Mut und Sinn WII In deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön Ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese wohnt, kann nichts entstehn, Was meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, Nichts sehen, fühlen, hören, Lieben, ehren, Als deine Lieb und dich, Der du sie kannst vermehren. RN 4. O daß ich dieses hohe Gut Mein ewig möchte nennen; O möchte diese edle Glut In mir ohn Ende brennen! Ach hilf mir wachen Tag und Nacht Und diesen Schatz bewahren Vor den Scharen, Die wider uns mit Macht Aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heiland, du bist mir zulieb In Not und Tod gegangen Und hast am Kreuze wie ein Dieb Und Mörder dagehangen, 464 Liebe zu Jesu. Verhöhnt, verspottet und verwundt. Ach laß mich deine Wunden Alle Stunden— Im tiefsten Herzensgrund D Zur Gegenlieb verwunden. Be 6. Was ists, ach Schönster, das ich nicht An deiner Liebe habe? II Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, Ii Mein Quell, da ich mich labe, M Mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, Mein Kleid vor Gottes Throne, He Meine Krone, LI Mein Schutz in aller Not, D Mein Haus, darin ich wohne. M 7. Ach liebste Lieb, wenn du entweichst, Was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, Ist all mein Gut verloren. 28² So gib, daß ich dich, meinen Gast, Wohl such und bestermaßen + Möge fassen, 2N Und wenn ich dich gefaßt, In Ewigkeit nicht lassen. 8. Du hast mich je und je geliebt—— Und auch nach dir gezogen;* Eh ich noch etwas Guts geübt,— Warst du mir schon gewogen. l Ach laß doch ferner, edler Hort, Mich deine Liebe leiten— Und begleiten, 2 Daß sie mir immerfort meit Beisteh auf allen Seiten. und 9. Laß meinen Stand, darin ich steh,— Herr, deine Liebe zieren,— Und wo ich etwa irre geh,— Alsbald zurechte führen. lieb Liebe zu Jesu. 465 Laß sie mich allzeit guten Rat Und weise Werke lehren, Steuern, wehren Der Sünd und nach der Tat Bald wieder mich bekehren. 10. Laß sie sein meine Freud in Leid, In Schwachheit mein Vermögen, Und wenn ich nach vollbrachter Zeit Mich soll zur Ruhe legen, Alsdann laß Vane Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, Daß ich getrost und frei Mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt, 1607-1676. 282. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. 2——— öDDDeDD—— ————— Eet A—.—— . O Je⸗su, Je⸗su, Got⸗tes Sohn, Du weißt es, daß ich re-de wahr, —..—.3— D——————— ö——— mein Bru⸗der und mein Gna⸗den⸗ thron, vor dir ist al-les son⸗ nen⸗ llar mein Schatz, l mein 3Frend Ind Won⸗nel und kla⸗ rer als die Son-ne: lieb ich mit Ge⸗ fal⸗ len dich vor al⸗ len; nichts⸗ sauf 30 Herrli 466 Liebe zu Jesu. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, Daß ich nicht gnug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte; Ich werd von Tag zu Tag entzündt, Je mehr ich lieb, je mehr ich find,‚ Daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir Deine Güte ins Gemüte Lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, Wenn ich es recht besinne, Kann mich ohn dich Gnugsam laben; ich muß haben Reine Liebe, Die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, Erfreuest sein Gewissen; Es geh ihm, wie es woll, auf Erd, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen. In Glück ewig Nach dem Leide große Freude Wird er finden, Alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, N Kein Mensch gesehen, noch gelehrt, — Liebe zu Jesu. Es kanns niemand beschreiben, —4 Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, n. Die in der Liebe bleiben. lich, Gründlich läßt sich Nicht erreichen noch vergleichen en Weltschätzen Dies, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, O Jesu, meine Freude sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt Und mir dein klares Wort vermeldt, Aus Liebe mich stets übe, Bis ich endlich Werd abscheiden und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen.“ 7. Da werd ich deine Süßigkeit, Die jetzt berühmt ist weit und breit, In reiner Liebe schmecken Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich Sein erquicket und geschmücket Vor deim Throne Mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann, 1585—1647. 0 + 283. Eigene Melodie. A. Drese. 1608. — 9—.—— gam, · Je⸗-su, Got-tes 30* i 468 Liebe zu Jesu. ————— — 5*———.—.——. Lamm, ha⸗be Dank für dei⸗ne Lie⸗be, — ren, nnd. DDPDPDPDPI‚I D.ie eeeieee—. die mich zieht aus rei⸗nem Trie⸗be von der —NES EE Sün⸗den Schlamm, Je⸗su, Got⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut Stärket Mut und Blut. Wenn du freundlich mich anblickest Und an deine Brust mich drückest, Macht mich wohlgemut Deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, Du bist darum Mensch geboren, Zu ersetzen, was verloren, Durch dein Blut so rot, Wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöschen nicht; Salbe mich mit Freudenöle, Daß hinfort in meiner Seele Ja verlösche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für; Deine Liebe will ich ehren Und in dir dein Lob vermehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. Liebe zu Jesu. 469 + 6. Held aus Davids Stamm, — Deine Liebesflamm Mich ernähre und verwehre, e, Daß die Welt mich nicht versehre, —. Ob sie mir gleich gram, —— Held aus Davids Stamm. der 7. Großer Friedefürst, Wie hast du gedürst — Nach der Menschen Heil und Leben — Und dich in den Tod gegeben, mm! Da du riefst:„Mich dürst!“ Großer Friedefürst. 8. Deinen Frieden gib Aus so großer Lieb Uns, den Deinen, die dich kennen Und nach dir sich Christen nennen; Denen du bist lieb, Deinen Frieden gib. 9. Wer der Welt abstirbt, Emsig sich bewirbt Nur um den lebendgen Glauben, Der wird bald empfindlich schauen, Daß niemand verdirbt, Der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du mein ganzes Ich! Ich will nimmermehr dich lassen, Sondern gläubig dich umfassen, Weil im Glauben ich Nun ergreife dich. 11. Hier durch Spott und Hohn, ö Dort die Ehrenkron; Hier im Hoffen und im Glauben, ö Dort im Haben und im Schauen; Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hohn. 470 Liebe zu Jesu. 12. Jesu, hilf, daß ich D Allhier ritterlich D Alles durch dich überwinde Und in deinem Sieg empfinde, G Wie so ritterlich Du gekämpft für mich. 3 13. Du mein Preis und Ruhm,— Werte Saronsblum! I In mir soll nun nichts erschallen, Als was dir nur kann gefallen, Werte Saronsblum,—— Du mein Preis und Ruhm! + Adam Drese, 1620—1701. 3 284 gene Relod 3 2 Eigene Melodie. 0 S —e 225 D 7 1. Sieh, hier bin ich, Eh⸗ ren⸗kö⸗nig, X U — 1— DDDD‚DD‚‚‚‚.... 2 SDSS——— 25 22——. 0 8 le⸗ge mich vor dei- nen Thron; schwa⸗che . 9 E e ö Trä-nen, kind⸗lich Seh II 2——— titütt i⸗ ii 464 Laß dich f E ö 60 39555— +.— H 28 EEEEEEEE fin-den von mir, der ich Asch und Ton.* 2*. 24. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, Lenke mich nach deinem Sinn, Liebe zu Jesu. 47¹ Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gib dich mir und nimm mich hin. 3. Ich begehre nichts, o Herre, Als nur deine freie Gnad, Die du gibest, den du liebest, Und der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Seelenwonne, Unbeflecktes Gotteslamm! In der Höhle meine Seele Suchet dich, o Bräutigam: Laß dich finden, laß dich finden, Starker Held aus Davids Stamm! 5. Hör, wie kläglich, wie beweglich Dir die treue Seele singt; Wie demütig und wehmütig Deines Kindes Stimme klingt: Laß dich finden, laß dich finden, Denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud Sind nur Schmerzen meinem Herzen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit! Joachim Neander, 1650 1680. 285 Mel.: Seelenbräutigam. A. Drese. 1698. . Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗e — PPPPPPPFFFFFF ben de⸗rer, die ver⸗ Le⸗ Licht da-zu, Je⸗ su, sü⸗ße Ruh! 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket In der Füll der Zeit, Slanz der Herrlichkeil! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt, Alle Kraft des großen Drachen Hast du wolln zu 5 machen Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, Lönig und Prophet, Deinen Zepter will ich küssen, Ich will sitzen dir zu Füßen, Wie Maria tät, Höchste Ma jestät Liebe zu Jesu. 473 6. Laß mich deinen Ruhm — Als dein Eigentum ö 3 Durch des Geistes Licht erkennen n, Stets in deiner Liebe brennen —— Als dein Eigentum, — Allerschönster Ruhm! hr 7. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild S Mir anlege, in mich präge, — Daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze, Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht! nn 12.(Eiuen Heldenwul Ein h Der da Gut und Blut Mein Gern um deinetwillen lasse Dein Und des Fleisches Lüste hasse, It. Ie Gib mir, höchstes Gut, Jef —18 dein teures Blut. Hosia Solls zum Sterben gehn, Das 1 bei mir stehn, Dein )durchs Todestal begleiten 0 zur Herrlichkeit bereiten, O du Daß ich einst mag sehn Die Mich zur Rechten stehn. Ach Johann Anast astus Freylinghausen, I 1670—1739, Ansd Eigene VY 9.Nikolai.() 1500. Ein 145 Lelodie. Ph. N 9) Ne Mein Bis Dieschön leuch⸗ det der Mor⸗ gen stem 0 Du Sohn Da⸗t vidsaus3 Ja⸗ Se Wn voll Gnad und Wahr⸗heit v 5 dem In 98 mein Kö nig und mein Bräu⸗ti⸗ gam, Deit 2. die sü⸗ ße Wur⸗zel Jes —.— Sa —— 2 — Wäit A be⸗se Leich an Gab den, hoch und se hrprächtig er⸗ha⸗ ben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron, Hin Wahr Gottes und Marien Sohn, amm, —— Liebe zu Jesu. 47⁵ Ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum; Dein süßes Evangelium It lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna, himmlisch Manna, Das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, O du mein Herr und Gott allein, Die Flamme deiner Liebe. Ach möcht es sein, daß ich durch dich An deinem Leibe ewiglich Ein lebend Gliedmaß bliebe! Nach dir wallt mir Mein Gemüte, ewge Güte, Bis es findet Dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn du mit deinem Angesicht Mich freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich innerlich erquicken. Tröst mich freundlich, Hilf mir Armen mit Erbarmen, Hilf in Gnaden; Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, Er ist mein Freund, ich seine Braut, Kein Unglück mich betrübet. Heil mir, Heil mir, Himmlisch Leben wird er geben 476 Liebe zu Jesu. Mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zwingt die Saiten zu süßem Klang Und laßt den eihe Lobgesang Ganz freudenreich erschallen Dem liebsten Jesu nur allein, Dem wunderschönen Bräutgam mein, Zu Ehren und Gefallen. Singet, springet, Jubilieret, triumphieret, Dankt dem Herren, Groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein Schatz ist das A und O, Der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu seinem Preis Aufnehmen in das Paradeis, Des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, Komm du schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange; Deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nikolai, 1556—1608. Anmerkung. Die Anfangsbuchstaben der 7 Strophen dieses Liedes bedeuten:„Wilhelm Ernst, Graf und Herr zu Waldeck“, dem dies Lied gewedmet war. — 287. Eigene Melodie. 1704. ; N 24— N. ——.———.—— . — 1 ö Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗ „Ich stei⸗ge aus der Schwermut Höh⸗ ——— ee. —. 32———— IID len, wenn ich in dei-ner Lie-be ruh! len und ei⸗le dei⸗nen Ar⸗men zu; Liebe zu Jesu. 477⁷ ———.———.— .——.——.— H da muß die Nacht des Trau⸗erns schei-den, E wenn mit so an⸗ge⸗neh-men Freu⸗den P ——— die Lie-be strahlt aus dei⸗ner Brust. Hier Z.———.—.— ——————— 4— ist mein Him⸗mel schon auf Er-den; wer DiE —————— woll⸗te nicht ver⸗gnü⸗get wer ⸗den, der DV —.————————————————— . F———.— SSSS in dir su⸗schet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen: 1606. Es sei also; ich trau ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen ophen 2. 5 657 22 Bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, — Du bist mein Freund, den ich erwähle; 704. Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. — Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, — Weil in den stärksten Unglückswellen See⸗ Mir deine Treu den Anker reicht. Höh⸗ 3. Will mich des Moses Eifer drücken, — Blitzt auf mich des Gesetzes Weh, Droht Straf und Hölle meinem Rücken, V So steig ich gläubig in die Höh 47⁸ Liebe zu Jesu. Ur n slieh in deiner Sit Wunden, Da hab, ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchf strahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, Ich 1610. und lehne mich auf dich, Du nährest mich mit Himmelsspeise Und labef aus den Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen. Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willst t herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Rut In dir, der du verlässest keinen, O all erliebstes“ Zeben, ruht. Wen kann des Weges End erschrecken, Wenn er aus mördervollen He eilen Gelanget in die Sicherh eit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden us dieser finstern Wildnis scheiden h der Ewigkeit. wohl, wenn ich mich lehn auf 1 h kann Welt, Not und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergi nügest mic h. * ölee Ruh in dem Gemüte iner unumschränkten Güte immels süßen Vorsck mack f Welt mit allen Echmeich llen kat in, als Jesus, mich erfreuen. r Trost, mein 0 und ist mein! Wolfgang( Deßler, 1660—1722 — O reiche Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, ᷓ Hort, 3. Vertranen auf Golt. A. Gebetslieder. a. Bitte. 00— 288. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. .— 1 70 Gott, ver⸗ laß mich nicht! Gib ach füh⸗ re 4—6 dein Ki ind, daß 14.———— mür die Gna⸗ Den hän⸗de, ich den Lauf v. vol⸗len⸗ de zu meiner Se⸗lig⸗ —, Hort, 1,mein Schut utz; Nach Gott, ver⸗ Aaß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht i du uin Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; (len Gib mir den 15— Geist, Aen, Gib Glaubenszuversicht, en, Sei meine Stärk und Kraft; Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, verlaß mich nick Ich ruf aus Herzensgr unde: Ach Höchster, stärke mich Iu jeder 4 hösen Stunde; Wenn mich aaircht) plagt . — Und meine Seel anficht nnnrmirmr DSSSISISISSSSSI 48⁰ Bitte. So weiche 30110 von mir; Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch bewegen, Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke meines Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt; Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben; Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht; %½ Hilf mir in Not und Tod: 1 Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 1659—1755, 289. Eigene Melodie. 1600. 7 2 N +...— e üüütt 6—— ———— 30— Dir will ich mei⸗ne L + wo ist doch ein sol⸗ch gib mir dei⸗nes Gei⸗st r Gott wie du? 8 Kraft da⸗zu, daß ich es * tu im B= nen Je⸗su Christ, so 7 2. Dami Dein wie es dir durch ihn ge⸗fäl⸗lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geist in meinem Herzen wohne Und meine Sinne und Verstand regier, Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im Herzen sing und spiel. g. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Singen recht getan; So klingt es schön in meinem Liede, Und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; 17½5. Der lehret mich recht gläubig beten, Gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, 1600. Daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet Durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mirs die Bitte nicht versagen kann, Die ich nach deinem Willen hah getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Das ist nach deinem Willen eingericht Und wird gewiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe, Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit 31 iirnninirnnrn rer 48² Bitte. Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jederzeit, Die gibst du und tust überschwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomäus Crasselius, 1677—1724. 290 Mel.: Mein Herzens⸗Jesu, meine Lust. 3 P. Sohr. 1668. EN——— E I.—..‚D‚J‚... — 5—* 9— . 1 Gott, dei ⸗ne Gü ͤ⸗ te reicht so ./Du krönst uns mit Barm-her-⸗zig⸗ ————*.— 1—— ——.‚‚.iiZii‚ie—— ——. 35 ö 2———— L weit, so weit die Wol⸗ken ge- hen. keit und eilst, uns bei⸗ zu ⸗ste-hen IDDDR ö—— —.———.—— — 1 2 J— — Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein —.———— E——— —.— —— ů. .—55„ ů 4—— 2—————.— ö — ö. —6 47——— denn ich will vor dir be ⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß Und Schätze dieser Erden. 82* TN IIIIINN X · ö Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. jehr, Gib mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, 11 So sehr sie Menschen rühren. t. Des guten Namens Eigentum , Laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, 24 Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit. Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 291. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. SIIIIII....... —— —— Eh⸗re an al⸗len Or⸗ten dei⸗ner All-macht Hän-de, sch ——„— ——— DDDDDEESEEE.— —— EI—.—— — aus; be⸗ hü⸗te al ⸗le Stän⸗de durch ———5———— — PP———— — 2*—— .—ꝛ— I 31⁷ E— v.* Ob⸗rig⸗keit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner reichlich schallen Zu unsrer Seelen Nutz; Bewahr vor allen Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Beut allen Widersachern Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdroßne Hörer, Die beide Täter sein; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernte reiche Früchte ein. 4. Gib unserm König Glücke, Laß deine Gnadenblicke Auf den Gesalbten gehn, Schütz ihn auf seinem Throne Und lasse seine Krone In segensvollem Glanze stehn. 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Und segne beide, Herrn und Knecht. 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, Treib Sturm und Hagel ab; Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zu nichte, Was deine milde Hand uns gab. 7. Gib Ruhe uns und Friede, ö Mach alle Feinde müde, ö — Bitte. 48⁵ Verleih gesunde Luft; Laß Not und teure Zeiten Nicht übers Land sich breiten, Da man umsonst nach Brote ruft. 8. Die Hungrigen erquicke Und bringe die zurücke, Die sonst verirret gehn. Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hilfe flehn. 9. Sei allen Kindern Vater, Den Müttern sei Berater, Den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend Zur Frömmigkeit und Tugend, Daß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kranken, Und die im Glauben wanken, Laß nicht zu Grunde gehn. Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze Die Reisenden beschütze, Die Sterbenden begleit Mit deinen Engelscharen, Daß sie in Frieden fahren Zu Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem Willen In Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen In unsres Jesus Namen, So ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck, 1672—1757. 486 Bitte. Eigene Melodie. 15²⁵. III— ——————— ——— 1* wie du willst, so schicks mit mir im al ⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß — ꝗDDD—————— , iti. e Hri. ö——— Le⸗ben und im Ster⸗ben; 470 I ·⸗ t mich, Herr, nicht ver⸗der⸗ben. Er⸗-halt mich 1.— — nur in dei⸗ner Huld, sonst wie du willst; gib —T— 5—— *—. mir Ge⸗duld, denn dein Will ist der be⸗⸗=ste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, Da Und Lieb zu deinem Worte; Du Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Bei Und gib mir hier und dorte. 7 Was dient zu meiner Seligkeit; Du Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben. Da 3. Soll ich einmal nach deinem Rat Von dieser Welt abscheiden, V Verleih mir, Herr, nur deine Gnad,—— Daß es gescheh mit Freuden. JIst Mein Leib und Seel befehl ich dir; O Herr, ein selig End gib mir Wj Durch Jesum Christum, Amen. N Kaspar Bienemann(Melissander), 1540—1591. W Bitte. 487 293 Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt 0 walten. n———.— 1 Wac Bott, ich klopf an dei⸗ne Pfor⸗te hal-te mich an dei⸗ne Wor⸗te: ——RDDDD————— ——— 2. 30 2——.4—* mit Seuf⸗zen, Flehn und Bit⸗ten an, „Klopft an, so wird euch auf⸗ge⸗tan!“ ich hier. 2. Wer kann was von sich selber haben, err, Das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, Bei dir ist immer Rat und Tat: Du bist der Brunn, der immer quillt, Du bist das Gut, das immer gilt. g. Drum komm ich auch mit meinem Beten, Das voller Herz und Glauben ist; Der mich heißt freudig vor dich treten, Ist mein Erlöser Jesus Christ, Und der in mir das Abba schreit, Ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit. 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, Was deinem Kinde nötig ist; Nur du kannst mein Verlangen stillen, Weil du die Segensgquelle bist; rmennn. 488 Bitte. Doch gib, o Geber, allermeist, Was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, Laß meine Liebe brünstig sein; Will Satan mir das Kleinod rauben, So halt mit der Versuchung ein, Damit mein schwaches Fleisch und Blut Dem Feinde nichts zu Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, Das weder Welt noch Teufel scheut; Und wenn ja Strafen folgen müssen, So schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut Und mach das Böse wieder gut. 7. Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, Daß es mich gar verschonen soll; Hat doch mein Jesus selbst gelitten, Und also leid ich billig wohl; Doch wird Geduld mir nötig sein, Die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Ich bitte nicht um langes Leben, Nur, daß ich christlich leben mag; Laß mir den Tod vor Augen schweben Und meinen letzten Sterbetag, Damit mein Ausgang aus der Welt Den Eingang in den Himmel hält. 9. O Gott, was will ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß, Du wirst auch alles mir gewähren, Denn Jesus macht den süßen Schluß: Ich soll in seinem Namen schrein, So wird es Ja und Amen sein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. „Un! MN, e 204. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. denn au⸗ßer dir ist nir⸗gends ei⸗ner, —.—— I— —— 2 1 D ht „und sagt mir, du ver-gißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Dein süßes Evangelium, Und mache mir die Himmelslehre Zu Saft und Kraft im Christentum, Daß deine Aussaat wohl gelingt Und tausendfache Früchte bringt. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke du mit Gnaden drauf; Weil ich in Christo vor dich trete, So schleuß dein Vaterherze auf. Doch gib mir nichts als das allein, Was mir kann gut und selig sein. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im Zorne hin; Weil ich wie andre Menschen alle Im Fleische schwach und blöde bin, 490 Bitte. 505.— 1 29 5 Eigene Melodie. 1693. .———— 2—. +——2———— So fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand. 5. Gedenke meiner, wenn ich leide; Wen hab ich sonst als dich allein, Der bei der Menschen Haß und Neide Mein Freund und Tröster könnte sein? Und hab ich dich, so lacht mein Mut, Wenn Welt und Teufel böse tut. 6. Gedenke meiner auch in allem, Woran ich nicht gedenken kann, Und blicke mich mit Wohlgefallen In meinem ganzen Leben an; Denn gibst du mir, was dir gefällt, So ists um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe; Und wenn mich alle Welt vergißt, Versetze mich in jenes Erbe,— Wo du mein Teil und Leben bist; Denn bleibst du nicht im Himmel mein, So wollt ich nie geboren sein. 8. Ich will mich über nichts betrüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen angeschrieben: Orum sieht die Hoffnung bloß auf dich Und denkt im Glauben ungekränkt, Daß Gott im besten meiner denkt. Erdmann Neumeister, 1671—1759. — ᷓSPIPIPIIIII O Gott, du from⸗mer Gott, du ohn den nichts ist, was ist, von dem m⸗ve ———————— ————— Brunn⸗quell gu⸗ter Ga⸗ben, dem wir al⸗les ha⸗ben, e— —D—— Leib gib mir, un⸗ver⸗letz 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ichs tu, so gib, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützlich Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind, Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind. iii Bitte. 5. Laß mich mit jedermann In Fried und Freunds chaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Lindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd Und Schanden mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden; Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei das eeh Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erw ecken, So tu auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm Und meinen Leib weck auf Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Hauf. SEEE Johann Heermann, 1585—1647. 16⁴⁷. 206. Mel.: Gott ist gegenwärtig. Oder: Wunderbarer König. 1719. 1 sünre he in daß sie in die Strahlen dei⸗ner Langmut Au⸗gen, die sonst kaum auf Er⸗den tau⸗ blik⸗ken, die den s wär⸗mend schmük⸗ U —————— und den Dei⸗nen mit der Son⸗ne schei⸗nen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete Ist ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben Immer herrlicher erhoben. „O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel, Streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen Ist ein Schatten nur zu nennen;[können, Tag für Tag zu schonen, Tag für Tag zu dulden So viel Millionen Schulden, Und dazu ohne Ruh Lieben für das Hassen: Herr, wer kann das fassen? e dres. Fe 494 Bitte. 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, Wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder. Tiefen Schmerz fühlt dein Herz, ö Wenn durch ernste Strafen Du mußt Bessrung schaffen. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, Statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, Dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, Und du willst der Armen Gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest Und uns nicht nach Werken lohnest. 0 Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret ö Und mit Ruhm das Zepter führet. „ 21 5— Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben Und die Welt zu lieben. Johann Jakob Ramhach, 1693—1735. 29. Eigene Melodie. 1539. 1. Va⸗ter un-ser im Him⸗mel⸗reich, der ö—.—— 4— — du uns al⸗le hei⸗ * est gleich Brü-der sein — igen, iket, hest et H 9⁰. IN 4 +*————ñ— von uns han: gib, daß nicht bet al⸗lein der 7˙⁰ — Mund, hilf, daß es geh von Her⸗zens⸗grund. 2. Geheiligt werd der Name dein, Dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß auch wir leben heiliglich, Nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, Das arm verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit Und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei Mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt Zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich Auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsam sein in Lieb und Leid; Wehr und steur allem Fleisch und Blut, Das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot, Was man bedarf zur Leibesnot; Behüt uns vor Unfried und Streit, 496 Bitte. Vor Seuchen und vor teurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, Der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, Daß sie uns nicht betrübe mehr, Wie wir auch unsern Schuldigern Ihr Schuld und Fehl vergeben gern; Zu dienen mach uns all bereit In rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht. Wenn uns der böse Feind anficht, Zur linken und zur rechten Hand Hilf uns tun starken Widerstand, Im Glauben fest und wohlgerüst Und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös, Es sind die Zeit und Tage bös; Erlöse uns vom ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not; Bescher uns auch ein selig End, Nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: Es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiermit gebeten han Auf dein Wort in dem Namen dein; So sprechen wir das Amen fein. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 2385. Men d Gott, di Römmer Gotb. 90. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. Gott dein err, nicht. An⸗das 1 fröh. lich brin⸗ ge, 1 8 ö al-le Wele len weil dich Gott —————— freu⸗dig tre⸗ten heißt v r sei⸗ nen Enaden thron. 2. Dein Vater ists, der dir Befohlen hat zu beten. Dein Bruder ists, der dich B ihn getraß heißt treten. Der werte Tröster ists, Der dir die Wort gibt ein, Drum muß auch dein Gebet Gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz, Das dir nichts kann versagen. Sein Mund, sein teures Wort Vertreibt ja alles Zaͤgen. Was dir unmöglich deucht, Kann seine Vaterhand Noch geben, die von dir So viel Not abgewandt. 4. Komm nur, komm freudig her 2—— C hristi⸗ Namen, Sprich:: Lieber Vater, hilf, Ich bin dein Kind, sprich Amen! 30 32 498 Lob und Dank. Ich weiß, es wird geschehn, Du wirst mich lassen nicht, Du wirst, du willst, du kannst Tun, was dein Wort verspricht. Johann Olearius, 1611—1684. b. Lob und Dank. Psualm 146. 299. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. 1. 35—5 Du mei ⸗ ne See⸗le, sin⸗ge, wohl⸗ dem, wel⸗chem al-le Din⸗ge zu — V. E— 1I.— EIIII—.—.— ö auf und sin ⸗ge schön i Dienst und Wil ⸗len stehn. Ich will den IJe—— —————— 2 3—— I.— E—————— 0— 1.—.*——.— I sen Her⸗ren dro⸗ben hier prei⸗sen auf der Erd; ich 5 1 will ihn herz⸗lich lo⸗ben, so⸗lang ich le⸗ben 800 2. Wohl dem, der einzig schauet Nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, Der hat das beste Teil, 684. Lob und Dank. Das höchste Gut erlesen, Den schönsten Schatz geliebt; Sein Herz und ganzes Wesen Bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, Die unerschöpfte Macht; Das weisen die Geschäfte, Die seine Hand gemacht: Der Himmel und die Erde Mit ihrem ganzen Heer Und die unzählge Herde Im großen, wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, Die niemand unrecht tun, All denen Gutes gönnen, Die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, Und was er spricht, geschicht, Und wer Gewalt muß leiden, Den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, Zu retten aus dem Tod. Er nährt und gibet Speisen Zur Zeit der Hungersnot, Macht schöne rote Wangen Oft bei geringem Mahl, Und die da sind gefangen, Die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, Erleuchtet ihr Gesicht, Und die sich schwach befinden, Die stellt er aufgericht. 32⁰ Lob und T Dank. 83— Er liebet alle Frommen, Und die ihm günstig seind, Die finden, wenn sie kommen, An ihm den besten Freund. 2. Ach, ich bin viel zu wenig, Zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr ist aHer König, Ich eine welke Blum; Jedoch weil ich gehöre Gen Zion in sein r Ists billig, daß ich ehre Sein Lob vor aller? Welt. Paul Gerhardt, 1607—1676, 300. Eigene Melodie.“) J. G. Herzog. 1859. —— 215 dHer Gott, wir Io⸗ben dich; Herr, wir Vor dir beugt die Er⸗de sich und⸗ be⸗ prei⸗sen dei⸗ne Stär⸗ ke. Wũ 1.47 Wie I wun⸗dert dei-ne Wer⸗ke. Vie du warst vo —8 DSS— E—RRDD al ⸗ler Zeit, so bleibst du in E⸗wig⸗ keit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, *) Kann auch nach der Melodie:„Eine Herde und ein Hirt“(Lied 159) gesungen werden. 676. ins ein Lob und Dank. 501 Rufen dir in selger Ruh: Heilig, Heilig, Heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Not. Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heilger Chor, Der Propheten große Menge Schickt zu deinem Thron empor Neue Lob⸗ und Dankgesänge; Der Blutzeugen große Schar Lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater; dir zum Preis Singt die Uri au Gemeine. — Sie verehrt auf seinem Thron ö Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste kräftig speist, Der, o König aller Ehren, 0 Der mit dir, Herr Jesu Christ, Und dem Vater ewig ist. 38 7. Herr, erbarm, erbarme dich, Auf uns komme, Herr, dein Segen. Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein; Laß uns nicht verloren sein. ö Unbekannt. 502 Lob und Dank. 301. Eigene Mel Erster Chor. ———ñ———ß7————ß————i—— —— 2——— 0— 2 2—— —— V 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, — 2 0 0— 5—(— 0 E*—— 2—— 45—— dich, Va⸗ter in E⸗wig ⸗keit, E—— .———— 2 2—— — 5 ö——— all En-gel und Him⸗-mels-heer ———— 2 70—— ö ᷣ— — ö———.— auch Che⸗-ru⸗-bim und Se⸗ra⸗phim x —.—.— 11.— — DD— —.——*—— Hei ⸗lig ist un ⸗ ser Gott! Beide Cũ rr Lᷣ 9.——— 2 8 +— .———— Hei ⸗lig ist un ⸗ser Gott, der Erster Chor. —— SSꝗSꝗSISSISSIIIIETI 2Q— 2—— SRSSTT* 2. Dein göt⸗ lich Macht und Herr⸗ lich⸗ keit der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl die teu⸗ren Märt⸗rer all⸗zu⸗mal Die inm. wer⸗te Chri⸗sten⸗heit I dich, Gott ter im höch⸗sten Thron, den hei⸗ Ben Geist und Trö⸗ster wert ———8 Lob und Dank. 503 ꝛne Melodie. Altkirchlich.(Bei Klug. 1529.) Zweiter 999 Herr Gott, wir dan⸗ken dir; —————————. —.—— ehrt die Welt weit und breit; ——— ů— ——.————————— ———— und was die⸗net dei⸗ ner Ehr, 1 sin⸗=gen im⸗mer mit it ho⸗ her Stimm: Hei= lig ist un⸗ser Gott! de Chöre. r Her ⸗re Ze ⸗ ba ⸗oth! Zweiter Chor. geht u ⸗ ber Himm'l und Er⸗den weit; und die lie ⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, lo-ben dich, Herr, mit gro⸗ßem Schall. rühmt dich auf Er- den al⸗le⸗Zzeit; dei⸗nen rech⸗ten und ein⸗gen Sohn, mit rech⸗ tem Dienst sie lobt und ehrt. Lob und Dank. 2 2 5. Du Kö⸗nig der E der I ng⸗frau Leib nich t hast ver se Hmäht, du hast dem Tod zer⸗stört sein Macht du sitzt zur Rech⸗ten Got⸗ tes gleich ein a du zu⸗lünf⸗tig bist 1— —.——.————.— —— 4. Dün hilf uns, Herr, den Die⸗nern dein, —— ————— L laß uns im Him⸗mel—— ⸗ben teil wart und pfleg ihr zu al⸗ler .————————— T *— 0 2 2— 5. Herr Gott, wir lo⸗ ben bich E—— Be⸗hüt uns heut, o treu⸗er Gott, sei uns gnaä⸗ dig o Her⸗re Gott, deig uns dei⸗ne Barm ⸗her⸗ zig ⸗leit, —— ———————.—— auf dich hof-fen wir, lie⸗ber Herr, Lob und Dand⸗ ———— —— ——— ——— +—— —.— d————.———.——.—— — r.—— ,. ö täht, zu'rlö⸗sen das mensch⸗ lich Ge⸗ schlecht; acht und all Chri⸗ sten zum Him⸗-mel bracht; eich mit al ⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich; ist al⸗les, das tot und le-bend ist. —...—5———.—— ———— ——————— die mit deim teurn? und seg⸗ne, das dein Erb⸗—— ist; 9— beb sie 4— in E⸗ —— 4—— —.————.—— *. 2.—.— Nund ehrn dein Na⸗men ste 2 ——— 2— + ————..—5———— 4 vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗tat; sei uns gnä⸗ dig in al ⸗ ler Not: wie un⸗ sre Hoff⸗n 405—.— dir steht; Lob und Dank. Beide Chöre. 9 N R——— 1 —— um A 2 men. Der ambrosianische Lobgesang, verdeutscht durch r. Martin Luther. 302 Mel.: Nun danket all und bringet Ehr. Crüger. 1656. Q *—————— S————— 1. Ich sin⸗ge dir mit Herz und Mund, ö —— 1.——— I.— 2— +E—.— 2— .—.*.—2——.——.—— ——— Herr, mei⸗nes Her⸗zens Lust; ich sing und — ö————. 551. Se— ö mach auf Er⸗den kund, was mir von V ¶— + .. dir be⸗ wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge Quelle bist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Segen fließt. 3. Was sind wir doch? Was heben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? Lob und Dank. 5 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? ö Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? rch Wer hält mit seiner Hand Den güldnen, edlen, werten Fried In unserm Vaterland? 50. 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn. und, 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, — Bleibst immer fromm und treu — Und stehst uns, wenn wir in Gefahr nd Geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld — Und schlägst nicht allzusehr, on Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. —.— 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, — Wirst du gar leicht erweicht Und gibst uns, was uns hoch erfreut iad Und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, Und was sein Kummer sei; Kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, Du heßst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut, 508 Lob und Dank. Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Fr Lenld. dot Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was n du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ern! ährt? Wie manchen schweren Unglückslauf er zurückgekehrt! Er hat noch niemals was versehn Iu Gnem Regiment; Nein, was er tut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du ie in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. Paul ee 1607.—1676. Psalm 33. 303. Mel.: Wachet auf, 112 uns die En 15909. 4 2—.— ‚i‚———— 1 Jauch⸗=ze, aus⸗er⸗wählt Ge⸗schlech⸗te, Las⸗set eu⸗ re Har⸗fen lin gei ——* EEE freut euch des Derrn Herrn, ihr Geneh te, ihr müßt ein neu ⸗ es Lied ihm sin⸗gen; —— Lob und Dank. eil,‚ Heil.— 5 ihr Frommen, preist den Höchsten hoch! so kommt und rühmt und dan⸗ket doch! spie⸗len guͤt. H — hälts ge-wiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lichte, Gerechtigkeit ist sein Gerichte, 676. Die Welt ist seiner Güte voll. Droben schuf er ihm zur Ehre Der lichterfüllten Sterne Heere, Die Sonne, die uns leuchten soll. Es fürchte alle Welt Den Herrn, der sie erhält. Halleluja! Er will, er sprichts, Sogleich geschichts; —.— Gebeut er, wird etwas aus nichts. — 3. Unser Gott herrscht ohne Schranken, ee, Er wendet Völkern die Gedanken, gen; Er macht zu nicht der Heiden Rat. Ewig kann sein Rat nicht wanken, 5¹⁰ Lob und Dank. Er ändert sich nicht in Gedanten Er ist gleich groß an Rat und T Wohl dem Volk, dessen Gott Heißt Herr, Herr Zebaoth; Halleluja! Ja, selig ist, Wen Gott erkiest Und sich zum Erbteil auserliest. 4. O Herr, deine Güte gleichet Dem Himmel, deine Wahrheit reichet So weit, als aller Wolken Heer; Ja, als wie der Berge Höhen Bleibt die Gerechtigkeit stets stehen, Dein Recht wie Tiefen in dem Meer. Eh Meer und Berge sein, Bist du, o Gott, allein. Halleluja! Des Himmels Rund, Der Erden Grund Ward durch den Geist aus deinem Mund. 5. Sende zu mir voller Klarheit, Mein Gott, dein Licht und deine Wahrheit, Daß sie mich leiten, wo ich bin, Und mich bringen zu den Hügeln, Zu deiner Cherubinen Flügeln Und zu dem Stuhl der Gnaden hin. So geh ich da hinein, Um Gottes mich zu freun, Halleluja!— Da, wo Gott wohnt, Da, wo er thront, Der unser wie der Kinder schont. 6. Ach, da will ich dann mit Beten Vor den Altar des Höchsten treten, Zu dem Gott, der die Schuld vergißt, Zu dem Gott, der Schild und Sonne, Lob und Dank. 51¹1 Der meine Freud und meine Wonne Durch Christi großes Opser ist. Ich spiel ein Danklied dir Da auf der Harfe für, Halleluja!— 5 Dir Gott, mein Gott, Herr Zebaoth, Du bist mein Helfer in der Not. Casseler Gesangbuch v. 1770. 304. Eigene Melodie. 1665. EE—..— ů .— SSISIIIIII—— 1 Lo⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ti⸗gen mei⸗ne ge⸗lie⸗be⸗te See⸗le, das — — LEL———— .D DD... nd 1 V.— LI—— 2 Kö⸗nig der Eh-ren, rheit, ist mein Be⸗geh⸗ ren; kom⸗met zu⸗hauf, ——— I— —* 2—— x21—.———3 —.— + 2+24 n H 1—. 12*. K — — * 1 l⸗ter und Har⸗fe wacht auf, las⸗set den Lob ⸗-ge-sang hö- ren. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt; Hast du nicht dieses verspüret? ee 512 Lob und Dank. 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich In wie viel Not geleitet; Hat nicht der gnädige Hott Über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sicht⸗ bar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe Denke daran, gereguet; Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen, Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Er ist dein Licht;[Samen. Seele, vergiß es ja nicht, Lob ihn in Ewigkeit. Amen. Joachim Neander, 1650—1690. 305. Psalm 146. Eigene Melodie. 17¹4. II ————————— Hrer. ——.... Lo⸗be den Her⸗ren, weil ich noch Stun-de SSI *ben bis in Tod; Ich will ihn le, will ich lob-sin 28 fein 5— lich 55 sicht⸗ 55 Liebe iet; obe 1600., Lob und Dank. b. V ** 2— V Hal ⸗le ja, Hal 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hilfe der Gott Jakobs ist; Welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja. 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden Und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, Er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft; Die hart Gebundnen macht er frei, Und seine Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja. 33 ee 514 Lob und Dank. 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt, die tief gebeug et gehn; Wo er kann einige Fromme finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen 28 Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja. 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte Kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich Halleluja, Halleluja. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Des, der so große Wunder tut. Alles, w 1985 Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist. Halleluja, Halleluja. Johann Daniel 1675—1723, Psalm 117 306. Piar 12. Eigene Melodie. E—.—.——— — SE ↄ—TT *———.—.——— 2——— 1. Lo⸗bet den Her⸗ren, al⸗le Hei⸗ den, . 9—— 9855— prei⸗set ihn, al ⸗ le Völ-ker; denn sei⸗ne ..— D — —„ ün n Lob und Dank. 51 C⸗ wig⸗ Keit. Hal⸗ ie⸗ lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja. 2. Ehr sei dem Vater und dem Sohne Und auch 850 heilgen Geiste, Als es im Anfang war und nun Bleibet bis in Ewigkeit, Amen. Halleluja, Halleluja. Casseler Gesangbuch v. 1770, 307. Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren. 1540. 4 ö *——....—. amen EISD n. 1 Man lobt dich in der Sti du des R 3335 mens 3ist die d le vor —4————.— —.——— hoch⸗er⸗ hab⸗ ner a ions⸗gott; 2.— dir o Herr Gott Ze⸗ba⸗ oth. Du bist doch 723.——————— E— —.——.— EE———— 574. Herr au Er⸗ den, der From⸗men Zu⸗ver⸗ —. e e Ha e 5 sicht, 3 Trüb⸗ sal und Be⸗ schwer⸗=den läßt ———.— —— ö— sei⸗ne du die Dei⸗nen nicht. 2.——— —.—— 8 in stünd⸗lich eh⸗ren mein Mund vor je⸗der⸗mann 3³² LIILL 516 Lob und Dank. 2 7 1 E—— —.—— WW und dei⸗nen Ruhm ver-meh-ren, so —— de. ————————— lang er lal ⸗len kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen Von ganzer Seel und jauchzen schnell, Die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Jsrael! Sein Name sei gepriesen, Der große Wunder tut, Und der auch mir erwiesen Das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, Zu hangen fest an dir, Daß nichts mich von dir scheide, So lang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen Sehr herrlich in der Welt gemacht; Denn als die Schwachen kamen, Hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, Nun, wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, So will ich für und für Den Kelch des Heils erheben Und preisen weit und breit Dich hier, mein Gott, im Leben Und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 1607—1667. — SI.I Rn TTVUI —— E 2 = IN —— II U 1667. 11 Lob und Dank. 517 308. Sirach 50, 24—26. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. S— 25———— 1 Nun dan⸗ket al ⸗le Gott mit der gro⸗ße Din⸗ge tut an S..— SSS Her⸗zen, Mund und Hän⸗den, uns und al ⸗ len En⸗den, der uns von — zaͤh⸗lig viel zu gut und noch jetz⸗und ge⸗tan. 2. Der ewigreiche Gott Woll uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Dem dreieinigen Gott, Als der im Anfang war Und ist und bleiben wird Jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 1586—1649, 17** 518 Lob und Dank. 3009 Eigene Melodie. 309. J. Crüger. 1656. —.———.—— . 2—. SSPSPIPiIII‚IIITITI.IIIIII— L 1. Nun Dunt⸗ all und brin⸗get Ehr, ihr Menschen in 8ers We elt, ———.— E Lin E—.——— En⸗gel Heer im Him⸗ mel stets ver⸗meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall 38 9* oße Dinge tut; Der uns von an Fii ch und gesund erhält Und, wo kein Mensch nicht Sich f selbst zum Helfer f 43 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch bleibet Hun es Muts, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt Und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn Und werf all 2 Angst, Furcht, Sorg und Schmerz Ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf seines Volkes Land; Er 6206 Glück zu unserm Tun 3 Heil in allem Stand. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. yt helfen kann, el XX ET T A NI Lob und Dank. 519 8. So lanas dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil Und bleib auch, wann wir von der Erd Abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu Und zeig uns drauf sein Angesicht Dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 310 Psalm 103 2 Eigene Melodie. 1540. 1. Nun lob, mein Seel, den Her⸗ren, was San Wohl tat 32— er ren, ver⸗ deee 5²⁰ Lob und Dank. ———— 4 ö — — der Herr schafft Recht, be⸗hü=ötet, die III IX + & lei ⸗den in seim Reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig Recht und sein Gericht Dazu sein Güt ohnmaßen, Es mangelt an Erbarmung nicht; Den Zorn läßt er wohl fahren, Straft nicht nach unsrer Schuld, Die Gnad tut er nicht sparen, Den Blöden ist er hold; Sein Güt ist hoch erhaben Ob dem, der fürchtet ihn; So fern der Ost vom Abend, Ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen Ob ihren jungen Kindelein, So tut der Herr uns Armen, So wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt uns arme Knechte 665 Und weiß, wir sind nur Staub, ö Ein bald verwelkt Geschlechte, 10 Ein Blum und fallend Laub; 12253 Der Wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da; In Also der Mensch vergehet,— Sein Ende ist ihm nah.— 4. Die Gottesgnad alleine— Steht fest und bleibt in Ewigkeit Bei seiner lieben G'meine, Die steht in seiner Furcht bereit, Lob und Dank. Die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet Seins Lobs und dient zugleich Dem großen Herrn zu Ehren Und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren Sein Lob an allem Ort. Johann Gramann, 1487—1541. Eigene Melodie. M. A. v. Löwenstern. 1644. —.—— Barm⸗ her⸗zig⸗keit. Lob ihn mit Schal⸗le, wer⸗te⸗ ste 9——. — 2—.— E Chn⸗sten⸗heit. Er läßt dich freund⸗lich zu sich ———— —.——— .— Gna⸗den; freu⸗e dich, V Gna ⸗den. „2. Der Herr regieret Über die ganze Welt; 522 Lob und Dank. Was sich nur rühret, Alles zu Fuß ihm fällt; Viel tausend 6 ngel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben; Psalter und Harfe ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, 1r Heiden ———— Lasset das Traueri 423 Zur grünen Weider Stellet euch wi lige ein:— Da läßt er uns sein Wort verkünden,. Machet uns ledig von allen Sünden; Machet uns ledig von allen Sünden. 2 Bis 4. Er gibet Speise Rei ich und überall, So Nach' Vaters Weise Sättigt 27 allzumal; Und Er schaffet früh und späten ů Füllet uns alle mit seinem Se ger an Füllet uns alle mit seinem Sraen Un 5. Drum preis und ehre Zu Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Un Werteste Christenheit. Uns soll hinfort kein Unfall schaden, Be Freue dich, Israel, seiner Gnaden; Ih Freue dich, Israel, seiner Gnaden. Ih Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594—1648, ö Ur 312. Eigene Melodie. 17³8. 6.—.— ö Ur —.— S ————— D 1 O daß ich tau⸗ send Zun⸗ so stimmt ich da⸗mit um D 1738. 5. Ach alles, alles, was ein Leben Lob und Dank. 5²23 —3333——647 ch * sten Her⸗z ————— ein Lob⸗lied nach dem an⸗dern an von — re milire. wn S— 3— dem, was Gott an mir ge ⸗ tan. 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht; Odaß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wäre jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes, meines Herren, Preis; Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir; Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier 648. Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein. —.— Und einen Odem in sich hat, —:— Soll sich mir zum Gehilfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, en Die großen Wunder zu erhöhn, 1e Die allenthalben um mich stehn. 555 i 5 52⁴ Lob und Dank. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unendlich Lob für Seel und Leib; Lob sei dir, mildester Berater, Für allen edlen Zeitvertreib, Den du mir in der ganzen Welt Zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hilfreich hat erwiesen Und mich durch Blut und Todesschmerz Von Satans List und Grausamkeit Zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, O heilger, werter Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, Das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth. Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage Schon so manch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Recht wunderbarlich hast geführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. iiiii Lob und Dank. 52⁵ 2. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, So stimm ich doch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden; VBenn ich bei deinen Engeln bin, Da sing ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 1658 5 — —— — 313. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. 1. Sei Lob und E dem Go dem Va⸗ter al⸗ler Gü tein Ge⸗mů —HH ———.— 1————.— ————.—— sei⸗nem rei⸗chen Trost er⸗füllt, ——— 4—————— — ö——— al⸗len Jam-mer stillt. Gebt den 117 77 Sä55 526 Lob und Dank. 2. Es danken dir die Himmelsheer, O Herrscher aller Thronen; Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Weinen! Da half mein Helfer mir vom Tod Und ließ mir Trost erscheinen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir. Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibet ihre Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermaͤngeln muß, Die alle Welt erzeiget,„ So kommt, so hilft der Überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget Die Vateraugen denen zu, Die nirgends sonsten finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! * 3 Lob und Dank. 527 e——— 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren, Man soll, Gott, deinen Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Die falschen Götzen macht zu Spott, Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! t: 9. So kommet vor sein Angesicht Mit jauchzenvollem Springen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: dir; Gott hat es alles wohlbedacht Und alles, alles recht gemacht; Gebt unserm Gott die Ehre! cht Johann Jakob Schütz, 16401690. 31¹⁴. Mel.: Lasset uns den Herren preisen. J. Schop. 1641. Gott nicht sin⸗gen, al⸗len Din⸗gen, muß, sollt ich ihm nicht dank'bar sein? Ist doch wie so gut ers mit mir mein. H456165615 ääö 528 Lob und Dank. — nichts als lau⸗ter Lie⸗ben, das sein treu⸗es e r e.—.4 .—I——— 4—— Her⸗ze regt, das ohn En⸗de hebt und trägt, —.——.— ä.—— DDDDDD——. die in sei⸗nem Dienst sich ü⸗-ben. Al ⸗les . DD—————. —————— Ding währt sei ⸗ ne Zeit, Got⸗tes — —.— 2 2.—.—— EI ———— 2..— I +— Lieb in E⸗ wig ⸗keit. „2. Wie ein Adler sein Gefieder Über seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm bedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen Feuer Durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deine Tief ergründen können? iii 2411117177 Hat er mir zu Dienst gestell Lob und Dan. 529 Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelspfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not zustehen, Nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Sen mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in E wigkeit. 6. Himmel, Erd und ih 16l Heere Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find zas mich nährt und hält. Tier Kräuter und Getr eide In den 6 den, in der Höh, In den Büschen, in der See, Überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, 9151 2 Lieb in Cbwigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Ur 18 ermuntert mein Gemüt, Daß ich alle liebe Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Lob und Dank. Wäre mein Gott nicht gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage Wird vom Satan hergeführt, Die mich doch mein Lebetage Niemals hat bisher berührt. Gottes Engel, den er sendet Hat das Böse, was der Feind Anzurichten ist gemeint, In die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, 815185 Lieb in Ewigkeit. Wie ein Vater seinem Kinde Sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und aus dem Wege weicht, Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, Ob sie mir gleich bitter seind, Dennoch, wenn ichs recht erwäge, Sind es Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Lob und Dank. 531 11. Das weiß ich fürwahr und lasse Mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein, Also wird auch nach der Pein, Wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gotteés Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe findt, Ei, so heb ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht d Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607—676. 31⁵ Eigene Melodie. — Beisheim. 4 1828. I e en E, en, Lnen L———— ———— ISSE ————+ 9— —————— Wenn ich, o Schöpfer, dei⸗ne Macht, die die Lie⸗be, die für al⸗le wacht, an⸗ re in s ut e n —— so weiß ich —, D von Be⸗wun⸗drung voll nicht, wie ich dich er⸗ 3⁴²⁵ 532 Lob und Dank. III md Va⸗ter! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke: Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht, Wer kleidet sie mit Majestät, Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf, Wer heißt die Himmel regnen, Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere: Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet; Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet; Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen: Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag Amen! — s&E sss I ——* 28— Lob und Dank. Und alle Welt fürcht ihren Herrn Und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 54. .— 2. .—. Wie groß ist des All⸗mächt⸗gen Güs⸗te! der mit ver⸗här⸗te⸗tem Ge⸗mü⸗te — +—‚.——— E den Dank er⸗stickt, der ihr ge⸗bührt? EEEEE.—— .2——6 3. 6,.... Nein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗mes⸗sen, sei e⸗wig ———— ———— mei⸗ ne größ⸗te mein noch nie ver⸗ges⸗sen⸗ ver⸗giß, mein — —— Herz, auch sei-ner nicht 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen, Wer gibt dem Geiste neue Kraft, — 534 Lob und Dank. Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du mit Herrlichkeit umgeben Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, Stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht; Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn; Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. I SDD ille: 69. Lob und Dank. 535 Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. W. Weßnitzer. 1661. S——.— Wo⸗mit soll ich dich wohl lo-ben, mäch⸗ti⸗ger Herr 3e⸗ ba⸗oth? dei⸗nes Gei⸗stes Kraft, mein Gott. Lie⸗-bes⸗ — 60— mal sei dir, gro⸗ßer Kö⸗nig, Dank da⸗für. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht; Denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 3. Denk ich, wie ich dich verlassen Und gehäufet Schuld auf Schuld, So möcht ich vor Scham erblassen Vor der Langmut und Geduld, oeen 55ö Lob und Dank. Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was Lieb und Gütigkeit Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 5. O, wie hast du meine Seele Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich aus der Sündenhöhle Möchte zu den Wunden fliehn, Die mich ausgesöhnet haben Und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 6. Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kamst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Sich ganz zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, Nach dem's Kindern nützlich ist, So hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist Und dich meiner angenommen, Wenns aufs höchste war gekommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 8. Mich hast du auf Adlersflügeln Oft getragen väterlich, In den Tälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich. Schien auch alles zu zerrinnen, Ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 9. Fielen tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel starkes Heer, Daß den Nöten, die mich drangen, Ich jedennoch bin entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 10. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 11. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir bisher gelungen; Ach laß meines Lebens Gang Ferner noch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten; Da will ich, Herr, für und für Ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735. 538 Lob und Dank. 548. Eigene Melodie. 1680. 4 H r dr. d. ——5—3——..P:t D 1. 4 Wun⸗der⸗ba⸗rer Kö⸗nig, Herr⸗scher Dei⸗ne ät ter⸗gü⸗te 00 du —— —.——.—— DEEIEEEEE—..——————— von uns al⸗len, laß dir un⸗ser L⁵ ge⸗ las⸗sen trie⸗fen, ob wir schon von dir weg⸗ 3 fal⸗len. lie-fen. 22——ẽ 7 ———.— ö Zun⸗ge sin⸗gen, laß die Stimm er⸗klin⸗gen. 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten, Mehr als aller Menschen Staaten; Großes Licht der Sonnen, sende deine Strahlen, Die das große Rund bemalen; Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit, zu ehren 22310 solchen Herren! O du meine Seele, singe fröhlich, singe, Sine deine Glaubens lieder; Was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; Wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, Er ist nur zu loben Hier und ewig droben. Hül w uns noch, stärk uns doch; laß die 2 Glau Ewie Ohn. C. R singe, inge; IIIE Morgenlieder. 539 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet; Halleluja singe, welcher Christum nennet, Sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir, Glaube mir: Ewig wirst du droben Ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 1650—1680. c. Lieder für besondere Zeiten und Stände. 1. Morgenlieder. 319. Eigene Melodie. 1598. 0— +— —————— .... Aus mei⸗nes Her-zens Grun-de sag in die⸗ser Mor⸗gen⸗stun-de, da⸗ , vit d———.— —...—... d.— 4— — ich dir Lob und Dank zu mein Le⸗ben lang, 4 o Gott in 4 dei ⸗ nem Thron, dir ———— ——3 9—— —— Eh⸗ re 5⁴0 Morgenlieder. 2. Daß du mich hast aus Gnaden In der vergangnen Nacht Vor Not und allem Schaden Behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, Wollst mir mein Sünd vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen Tag Vors Teufels List und Wüten, Vor Sünden und vor Schmach, Vor Feur und Wassersnot, Vor Armut und vor Schanden, Vor Ketten und vor Banden, Vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, Mein Ehr und Gut bewahr; Dir will ich übergeben Jetzund und immerdar Als dein Geschenk und Gab Mein Eltern und Verwandte, Gefreundte und Bekannte Und alles, was ich hab. 5. Dein Engel laß auch bleiben Und weichen nicht von mir, Den Satan zu vertreiben, Auf daß der Feind allhier In diesem Jammertal Sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe Und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, Der alle Ding vermag; Er segne meine Taten, Mein Vornehmen und Sach. —— Leben, Morgenlieder. Ihm hab ichs heimgestellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn er n, Er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen Und zweifle nicht daran, Gott wird es allzusammen In Gnaden sehen an; Und streck nun aus mein Hand, Greif an das Werk mit Freuden, Dazu mich Gott beschieden In meim Beruf und Stand. Johann Mathesius(2), 1504—1565. 3³⁰ Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. N. Hermann. 1560. 2 * 1 — 1 — ——— 1. Das wal⸗te Gott, der hel ꝗDDI——— „— fen kann! Mi —.— —.—.— geht es ———.——.—— — 23— r dies mein er⸗stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk; Mein Herz sucht Gottes Angesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! 542 Morgenlieder. ——— 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, 10. Wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, Drum sprech ich nun auch gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür; Auf sein Wort werf ich aus mein Netz Und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End Stell ich allein in Gottes Händ; Er gebe, was mir nützlich ist, Drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei Nach seiner großen Güt und Treu, So gnüget mir zu jeder Stund, Drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück, unverzagt, Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; Er wird mir gnädig stehen bei, Drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, Bis all mein Tun ein Ende hat, Er gibt und nimmt, machts, wie er will, Drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not Und gibt mir auch mein täglich Brot, Nach seinem alten Vaterbrauch Tut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! XIIIIIIN Morgenlieder. 5⁴3 25 hts, 10. Ohn Gott nichts glückt und seine Gunst, hichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; Rit Gott gehts fort, gerät auch wohl, Daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht ich keiner Feinde Neid, Laß hassen, wers nicht lassen kann, Ich stimme doch mit Freude an: Das walte Gott! 12. Du ich denn was mit Gottes Rat, Der mir beistehet früh und spat, Dann alles wohl geraten muß; Drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722. — ö heil⸗ger Geist im Man 5 DSSSSS— ———————— dankt dir, eh ———————— —————— ———————.—.7 ö Licht an⸗bricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh In rechter Andacht meine Knie ie Sonn auf⸗geht, wenns +++ 5⁴⁴ Mor rgenlieder. und ruf zu dir writ heller Stünmneh Dein Ohre neneig, mein Red vernimm. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, Weil du mich gnädig hast behüt, D Daß ich nun hab die finstre Nacht In Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Nimm mich auch diesen Tag in Hut, rrn deine lieben En gelein Mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier Und mich mit Hent an Gaben zier, Er führ mich heut auf rechter Bahn, 565 ich was Guts vollbringen kann. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht, Mit Freuden diefen Tag verricht Zu deinem Lob und meinem Nutz —— Eilt dr ih ten tue Guts. Hilf, daß ich zu regieren wiss Mein Augen, Ohren, Händ und Füß, Mein Lippen, Mund und ganzen Leib, All bös Begierden von mir treib. 8. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, Daß ich, vom Übel abgewandt, Mein Seel mit Sünden nicht beschwer Und mein Gewissen nicht wareie 9. Behüt mich heut und alleze Vor Schaden, Schand und Her eleid, Tritt zwischen mich und meine Feind, Die sichtbar und unsichtbar seind. 10. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, Daß mir kein Übel widerfahr; Behüte mich vor schnellem Tod Und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm, 1557—1622. iü! Morgenlieder. 5⁴5 32²2. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. — —— WI— 0.— A⸗bends, wenn ich schla⸗fen geh, sehn r 2 llicht —0 SSSS. G—— De⸗ su, dir be fehl ich mich. 2. In den heilgen fünf Wunden dein Da kann ich ruhn und sicher sein Mit Leib und Seele, Hab und Gut; Rein Schutz ist dein heiliges Blut. 3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm Dein heilges Blut die Sünd hinnahm, Drum ich wach oder schlafe ein, Wollst du, Herr, allzeit bei mir f 4. Dein Engel mir stets halten Wacht, Drum weder Feind noch Tod ich acht; Denn wo ich bin, bist du bei mir; Mein Glück und Kreuz kommt all von dir. ahr, 5. Ich leb, ich sterb, so bin ich dein; Darum ich dir die Seele mein Befehle jetzt und auch im Tod: Nimm sie zu dir, o treuer Gott. 62². Unbekannt 1593. 2⁴ 9⁰ hand, ein. e 546 Morgenli eder. 323 Eigene Melodie. J. G. Ebeling. 1666. ¹ II— am.—. 2— — n., — 1. Die güld⸗ne Son ⸗ ne voll Freud und =——— Eee SID‚.— ————.——.—.— ..—————— Won ⸗ne bringt un⸗sern Gren⸗zen mit ih⸗rem ö ........... ..‚. 2—.— ,. Glän⸗zen ein herz⸗er⸗quik⸗ken⸗des, lieb⸗li⸗ches —.— 122—— de,. ————6— 2 Licht. Mein Haupt und Glie⸗der die la⸗ gen dar⸗ ——.— en.. 4 1——.— A 1662 E.** nie⸗der, ⸗ber nun steh ich, bin E*DND . e e r ee. mun⸗ter und fröh⸗lich, schau⸗e den DV 6 f—— en Him⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 2. Mein Auge schauet, Was Gott erbauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Wte Dann sollen hinkommen, Wann sie— Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schoß. EDM DOW GGeSOD ꝙ SIIn. —— n Morgenlieder. 5⁴4⁷ 366. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen —.— Güter und Gaben; 2 Was wir nur haben, und Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. — Die besten Güter — Sind unsre Gemüter, rem Dankbare Lieder ö Sind Weihrauch und Widder, An welchen er sich am meisten ergötzt. ⁰ 4. Abend und Morgen hes Sind seine Sorgen: —— Segnen und mehren, 2 Unglück verwehren där⸗ Sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, — So ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, bin— 12600 — So läßt er aufgehen 2 Über uns seiner Barmherzigkeit Schein. en 5. Ich hab erhoben — Zu dir hoch droben All meine Sinnen, 242 Laß mein Beginnen Ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, Des Satauas Bande, Fallen und Tücke Treib ferne zurücke; 5; Laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden Ohn alles Neiden Sehen den Segen, Den du wirst legen In meines Bruders und Nähesten Haus. 35* III 5⁴4⁸ Morgenlieder. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, Das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, Was ists gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüfte des Todes drein wehn; Alles in allen Muß brechen und fallen, Himmel und Erden Die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn alles Wanken, Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Aus deinen Augen sein abgewandt. Sonsten regiere Mich, lenke und führe, Wie dirs gefället, Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. —2·2—se rl Morgenlieder. 549 10. Willst du mir geben, Womit mein Leben Ich kann ernähren, So laß mich hören Allzeit im Herzen dies heilige Wort: zott ist das Größte, Das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte Und Allergewißte, Aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, Und soll von Plagen Ich auch was tragen, Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, Was schädlich und nichtig Meinem Gebeine, Das weißt du alleine, Der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende Das nimmt ein Ende; Nach Meeres Brausen Und Windes Sausen Leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle Und selige Stille Hab ich zu'rwarten Im himmlischen Garten; Dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, 1607—1676. 0 324. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. —.— 5 DEE DDDD—— 1. Die helale Sonn leucht jetzt her⸗für, fröh⸗ X——..————— 550 Morgenlieder. ö—.——— lich vom Schlaf auf⸗ste⸗hen wir. Gott⸗ ———— E— E —— — 2— ö 2 5 ů—ẽ— lob, der uns heut die ⸗se Nacht be⸗ V . ö———. 2—2—— ein⸗des Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt Vor Sünd und Schand durch deine Güt; Laß deine lieben Engelein Unsre Hüter und Wächter sein, 3. Daß unser Herz gehorsam leb, Deim Wort und Will nicht widerstreb, Daß wir stets wandeln deine Bahn In allem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, Das ein jeder ausrichten soll, Daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß Gereich zu deinem Lob und Preis. Nikolaus Herman, 4 1561. 325. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. SH———————————— ö—.— ö— 79—.————..— —2 2 + Ein neu⸗er Tag, ein neu Gott will mir heut aufs neu darm rr. e rirn errdirer—.—.— Z—.— 2————.— 3— Le⸗ben geht mit der neu⸗en Wo⸗che an, ge⸗ben, was mir sonst nie-mand ge⸗ben kann; —.— — Morgenlieder. 551 ————‚T——. tt⸗ denn hätt ich sei⸗ ne Gna⸗de nicht, wer ————— — J— gä⸗be mir sonst T — 2. Ich grüße diesen lieben Morgen — Und küsse Gottes Vaterhand, Die diese Nacht so manche Sorgen 4. In Gnaden von mir abgewandt. 215 Ach Herr, wer bin ich Armer doch! 5 Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun, das erkennet meine Seele Und gibt sich selbst zum Opfer hin; Doch weil ich noch in dieser Höhle Mit Not und Tod umgehen bin, So weich auch heute nicht von mir, Denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche Soll nur in deinem Namen blühn. Ach laß mich nicht am Sündenjoche Mit meinem Fleisch und Blute ziehn; 61. Gib deinen Geist, der mich regier Und nur nach deinem Willen führ. 30 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, So laß es doch gesegnet sein, — Und was du sonsten zugemessen, — Das richte mir zum besten ein. es Ich bitt um keinen Überfluß, — Nur was ich nötig haben muß. —1 ö 6. So tue nun, mein Gott, das Deine — Unnd laß mich auch das Meine tun; ö Behüte beides, groß und kleine, N; Daß sie auf deiner Huld beruhn, ee 55² Morgenlieder. Und daß ein jedes diesen Tag Mit dir vergnügt beschließen mag. G Benjamin Schmolck, 16721737. I — D Eigene Melodie. 326. 10 H. Albert. 1642. Y 5— 1.] Gott des Him⸗mels und der Er⸗den, Y + der es Tag und Nacht läßt wer⸗den, — 1——.— ———————————v ar,——.— Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geist, des⸗sen 8 Sonn und Mond uns chen heigt, ee———— SDiꝑꝑꝑi star-ke Hand die Welt und was drin-nen 0 D——8 4.— — 1——— 2 e, Rttrrrrr errrire 47—— ist, er⸗hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, 9 Daß des bösen Feindes List 32 Mein nicht mächtig worden ist. 2— 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden 0 Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß mich finden— Deine Wunden offen stehn, 2 Da alleine Hilf und Rat—— Ist für meine Missetat. de n Morgenlieder. 553 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag 7³⁷. Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort; Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, — Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende Und mich halt in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604—1651. —— x SII..... 325—— 1. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗ 4———— ————————.—.—— +—.———— e 554 Morgenlieder. — D—— 2 ů— n.,:r Nachtf schi er hin? Wird die ie Fin⸗ ⸗ster⸗nis der Sin⸗ 1—— 4—.—.— + r ir- nin inm i. 2 8 e Er diin.—.— Hine nen bald zer⸗rin⸗nen, darin ich ver⸗wik⸗kelt bin! 2. Möcht ich wie das Rund der Grden Lichte werden, Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe, Jesu, Liebe, Komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, Da die Stunde Der Erscheinung kommen ist, Und ich muß mich stets im Schatten So ermatten, Weil du mir so ferne bist. 4. Wer sind ja der Nacht entnommen, Da du kommen; Aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, Auch aun Gicht Der nach Licht und Rechte tracht. 5. Laß doch nicht den Geist der Seelen Sich so quälen, Zünd dein Feuer in mir an; Laß mich finstres Kind der Erden Helle werden, Daß ich Gutes wirken kann. 6. Das Vernunftlicht kann das Leben Mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken man recht W 23 —— en Morgenlieder. 55⁵ Und erquicken, 57 muß die Sonne sein. Nur die Decke vor den Augen nn nicht taugen, Seine Klarheit kann nicht ein; Wenn sein klares Licht den Seinen Soll erscheinen, Muß das Auge reine sein. 8. Jesu, gib gesunde Augen, Die was taugen, Rühre meine Augen an; Denn das ist die größte Plage, Wenn am Tage Man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. 328. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. d e n= Eine ntnre,n,,— —3 2——— 311 In Got⸗tes Na⸗-men fang ich an, mit Gott wird al⸗ zles——— ge⸗ tan — +———— 1 — N—* 1——4— .————.—4 —2 was mir zu tun ge⸗büh- ret; Wis und glück⸗lich aus⸗ge⸗ füh—5— —.—— 9——— man in Got⸗tes Na⸗men tut, ist al⸗lent⸗ hal⸗ ben i—.— ..—————.—6 E—5—.—4 —V recht und gut und kann uns auch ge-dei-hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, Was Gutes zu vollbringen. ee 556 Morgenlieder. Er giht uns Segen, Mut und Kraft Und läßt das Werk gelingen, Daß uns ein reicher Zug entsteht Und dergestalt zur Nahrung geht, 22—5 wir Genüge haben. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht Und bleibt auf seinen Wegen, Der wird ja leihtlich reich gemacht Durch Gottes milden Segen Da wird der Fromme froh und satt, Daß er von seiner Arbeit hat Auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, Er krönet sie mit Gnaden; Der bösen Welt ihr ri und Hohn Kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, Er segnet ihre Stadt, ihr Land Und füllet sie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, Hilf mir in meinen Werken; Laß du mit deiner Gnade dich Bei meiner Arbeit merken. Gib dein Gedeihen selbst dazu, Daß ich in allem, was ich tu, Ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, Den Müßiggang zu meiden, Daß das, was du mich schaffen heißt, Gescheh mit lauter Freuden, Auf daß ich dir mit aller Treu Auf dein Gebot gehorsam sei Und meinen Rächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir; Die Werke meiner Hände 5 ee IIIIIIIIII Lohn, Morgenlieder. 55⁷ Zefehl ich, liebster Heiland, dir; Hilf, daß ich sie vollende Zu deines Namens Herrlichkeit, Und gib, daß ich zur Abendzeit Erwünschten Lohn empfange. Salomo Liscow, 1640—1689. 320 Mel.: Ich dank dir schon durch deinen * Sohn. M. Prätorius. 1610. ...........— 2— 1. Mein erst Ge⸗fühl sei Preis und Dank, —.—.———— ———. er⸗he⸗be Gott, o See⸗le! Der Herr hört dei⸗ V P e, nnmennn. .—— +—.————— 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht Lag ich und schlief in Frieden; Ver schafft die Sicherheit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Rein Leben zu bewahren? Ver stärkt mein Blut in seinem Fleiß Und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, Die Seele zu erwecken? ö 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, Und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält Und mirs jetzt neu gegeben. 558 Morgenlieder. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Min ich nach einer fanften Nacht —,7 dieses Tags erfreue. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebe ns gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn und willig tue, 10. Daß ich als ein getreuer Knecht ach deinem Reiche strebe, Gotts lig, züchtig und gerecht ch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Rächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an andrer Wohlergehn Und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. Christian ii Gellert, 1715—1760. 399 3³⁰. 24 L. Eigene Melodie Nor gen⸗ glanz der ⸗wig⸗keit, ick uns die ⸗se Nor⸗ ⸗gen-zeit Morgenlieder. 559 *2 r er sn n ö —.— ö—.— Licht vom un⸗er⸗schöpf⸗ten Lich⸗te, ver⸗ dei⸗ne Strah⸗len zu Ge⸗-sich- te und —— IDD 8——— ů 1 ÄͤÄe: e. treib durch dei⸗ ne Macht uns⸗re Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau Fall auf unser matt Gewissen, Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen Und erquick uns, deine Schar, Immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Unsre kalten Werke töte, Und erweck uns Herz und Mut Bei entstandner Morgenröte, Daß wir, eh wir gar vergehn, Recht aufstehn. 4. Laß uns ja das Sündenkleid Durch des Bundes Blut vermeiden, Daß uns die Gerechtigkeit Mög als wie ein Rock bekleiden, Und wir so vor aller Pein Sicher sein. 5. Ach du Aufgang aus der Höh, Gib, daß auch am jüngsten Tage Unser Leichnam aufersteh Und entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, 560 Mo rgenlieder. Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 1636—1689. 331. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. keit, Gott Va⸗ ter, .—. ——— hoch-ge-lob-t ——— 45 ‚.— Sohn und heil⸗ Her Geist.l heut 6⸗——4.—— rr 8 —— 1. 1=stand Aefst 2 Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, Daß mir kein Böses widerfahr Und mich der Satan nicht verletz Noch mich in Schand und Schaden set 3. Des Vaters Huld mich heut anblic, Des Sohnes Weisheit mth erquick, Des heilgen Geistes Glanz und Schein Erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, O mein Erlöser, hilf mir frei, O Tröster wert, weich nicht von mir, 5. Herz mit werten Gaben ich; Herr, segne und behüte mich Grleuchte mich, Herr, hädiglich. Herr, heb auf mich dein Angesicht Und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm, 1557—1622. 2 is die Nacht ver⸗ —.— neu⸗ 561 Morgenlieder. 3 902. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. , r we, ————.— 2——.— Je: su, sü⸗ 3ßes Licht, nun 1. 4—— dat dein Gna⸗ ⸗den⸗——. 565 gan⸗gen, e mich um⸗fan⸗gen; —— .— + 2 an mir ist, vom Schl a⸗fe auf⸗ ge⸗ weckt und IIII 5 ö E——————————.———— —W...—535.—. r—————————* 2—.———.—* ö. 4.— hat nun in Be⸗=gier zu dir sich aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun M ein Gott, für Opfer schenken? Ich)will mich ganz und gar In deine Gnad einsenken Mit Leib, mit Seel, mit Geist Heut diesen⸗ ganzen h Das soll mein Opfer f ein, Weil ich sonst nichts vermag. 3. Duum siehe da, mein Gott, Da hast du meine Seele, Sie sei Dein Eigentum, Mit ihr dich heut vermähle In deiner Liebeskraft; Da hast du meinen Geist, Darinnen wollst du dich Verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib Zum Tempel dir ergeben, Morgenlieder. Zur Wahnnn nge und zum Haus, Ach allerliebs stes Leben! Ach Wohrn, ach leb in mir, Beweg und rege mich; So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die Kleider angeleget. Laß meiner Seele sein Dein Bildnis eingepräget Im güldnen Glaubensschmuck, In der Gereck tig keit, Die allen Seelen ist Das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Auch mit der Demut mich Vor allem kleide an, So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angetan. 7. Bleib du mir diesen Tag Stets vor den Augen schweben, Laß dein Allgegenwart Mich wie die Luft umgeben, Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh Zu deines Namens Ruhm, III Morgenlieder. 563 Und daß ich unverrückt Verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 1670—1744. 333. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. 4 2.— + eedne, ö——— — SSISSS EFF—— J1. Wach auf, mein Herz, und sin ge dem e ereeena, 245 ——.—, 4 30 Schöp⸗fer al⸗ler Din⸗ge, dem Ge⸗ber al⸗ler dee. 5— ———.— —— ü⸗ter, dem from⸗men Men⸗schen⸗- hü⸗ter. 2. Heint,“) als die dunklen Schatten Mich ganz umgeben hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege, Trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen; Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: Hier bring ich meine Gaben; Mein Weihrauch und mein Widder Sind mein Gebet und Lieder. *) Heute Nacht. ——— 36* 564 Tischlieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herze sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst du nun vollenden Dein Werk an mir und senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. Sprich Jas zu meinen Taten; Hilf selbst das X Beste raten; Den Anfang, Mitt und Ende, Ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine S Speise, Bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, 16071676. 2. Tischlieder. 2. 19 8 Mel.: 9—— Jesu Christ, dich zu uns wend. 165t. *— 79——— 0 5.—,—— ——— 66 ⸗scher uns, Herr, das täg⸗ ch„Drot; vor Furch n dein lie⸗ ben u Sohn, Gott Ba⸗ ter in dem höch⸗ sen Thron. Tischlieder. 565 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, Mach uns dein Gnad und Güt bekannt; Ernähre uns, die Kinder dein, Der du speis'st alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, Drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm. Denn aller Ding du Schöpfer bist Und allem Vieh sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missetat Und Sünd, die dich erzürnet hat; Laß scheinen dein Barmherzigkeit, Daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, Den lieben Kornbau uns bewahr; Vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit Behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 6. Du unser lieber Vater bist, Weil Christus unser Bruder ist; Drum trauen wir allein auf dich Und wolln dich preisen ewiglich. 1651. Rikolaus Herman, 4 1561. —. 33* Eigene Melodie. 1587. vor AAee 2.— EEEEEEE . Nun laßt uns Gott dem Her⸗ren Dank uns—— —5—.————— ihn eh⸗ren von we⸗gen seiener 1 H— H— ‚II———II— ————————..———— Ga⸗ben, die wir em⸗pfan⸗gen ha⸗ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben Hat er allein uns geben; eee 7 566 Tischlieder. Dieselben zu bewahren Tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe, Die Seele muß auch bleiben, Wiewohl tödliche Wunden Sind kommen von den Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, Der selber ist das Leben: Christus, für uns gestorben, Der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl Dient wider allen Unfall, Der heilge Geist im Glauben Lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben Die Sünd, geschenkt das Leben; Im Himmel solln wir haben, O 7.25 wie große Gaben! Wir bitten deine Güte, Daß sie hinfort behüte Die Großen mit den Kleinen, Du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, Gib ewigliche Freiheit, Zu preis sen deinen Namen Durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold, 1532—1598. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Crüger. 1649. Speis uns, Va⸗ eter, dei⸗ne K ein⸗„der, trö⸗ste sprich den Se-gen zu den Ga⸗ ben, die wir mahl. Tis clieder. die be⸗ trüb⸗ten Sün⸗der, ö je⸗tzo vor uns ha⸗ ben, daß sie uns zu —— S... die⸗=ben Stär⸗ke, K Kraft raft und Nah⸗ rung ge⸗ben, bis wir end⸗ lich zu den From⸗n ⸗men EEE.— SDSI———.——.— an die Him⸗mels⸗ta ⸗fel kom ⸗ IS Johann Heermann, 1585—1647. 337. Mel.: Herr Gott, dich loben alle wir. 1551. — —————— ..—— 1. Wir dan⸗ken Gott für sei-ne Gab'n, ——————.— .—.——... die wir von ihm em⸗pfan⸗gen hab'n, —————— —— und bit⸗ten un⸗sern lie⸗ben uHerrn, V —— er woll oll hin⸗ jin⸗fort m uns mehr be⸗schern. 568 Abendlieder. 2. Er woll uns speisen mit seim Wort, Daß wir satt werden hier und dort; Ach lieber Gott, du wollst uns geb'n Nach dieser Zeit das ewge Leb'n. 3. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du uns'r Gast gewesen bist; Bleib du bei uns, so hats nicht not, Du bist das rechte Lebensbrot. Unbekannt 1589. 3. Abendlieder. 338. ——— 15 *———— DDDDD .— 1. Ach mein Je⸗su, sieh, ich tre⸗te, da der x ö —— — —.— +.—.——— Tag nun⸗mehr sich neigt und die Fin⸗ster⸗ +————— ...III.II.IIII nis sich zeigt, hin zu dei-nem Thron und —— be⸗ te. Nei⸗ge du zu dei⸗nem Sinn —— 2—. 6—.——0— 1—.— auch mein Herz und Sin⸗nen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Und die allerlängste Zeit Saust vorbei als wie die Winde, Fließt vorbei als wie ein Fluß Mit dem schnellsten Wasserguß. ⁰ C 765 —.— Abendlieder. et, 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei Tag und Nacht Herzlich suchte; mein Erbarmer, Mancher Tag geht so dahin, Da ich nicht recht wacker bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen, Du erhältst, du schützest mich 80. Tag und Nacht so gnädiglich, Und ich will mich nicht bequemen, Daß ich ohne Heuchelei 730. Dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun ich komme mit Verlangen, 569 —6— O mein Herzensfreund, zu dir: * Neige du dein Licht zu mir, er Da der Tag nunmehr vergangen; Sei du selbst mein Sonnenlicht, — Das durch alles Finstre bricht. er⸗ 6. Laß mich meine Tage zählen, Die du mir noch gönnen willt; Mein Herz sei mit dir erfüllt, — So wird mich nichts können quälen; ind Denn wo du bist Tag und Licht, Schaden uns die Nächte nicht. n 7. Nun, mein teurer Heiland, wache, Wache du in dieser Nacht; Schütze mich mit deiner Macht; Deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, Ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht, 1681—1723. 339. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. — E— ö——— — 7——.—— ——————— 1. Christ, der du bist der hel ⸗le Tag, vor ; * (00 uns vom Va⸗ter her und bist des Lich-tes V—— —————— — Pre⸗di ⸗ ger. 2. Ach lieber Herr, behüt uns heint In dieser Nacht vorm bösen Feind Und laß uns in dir ruhen fein Und vor dem Satan sicher sein. 3. Obschon die Augen schlafen ein, So laß das Herz doch wacker sein; Halt über uns dein rechte Hand, Daß wir nicht falln in Sünd und Schand.. 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ,— Behüt uns vor des Teufels List, Der stets nach unsrer Seele tracht, Daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, Un Erworben durch dein teures Blut; I Das war des ewgen Vaters Rat, Di Als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl deim Engel, daß er komm Di Und uns bewach, dein Eigentum, 1 Gib uns die lieben Wächter zu, M Daß wir vorm Satan haben Ruh. 7. So schlaͤfen wir im Namen dein, Be Dieweil die Engel bei uns sein. D Du heilige Dreieinigkeit, Be Wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus, um 1500—1558. D —1117 U Abendlieder. 340. Eigene Melodie. 1730. 1 Der lie-⸗ben Son-ne Licht und Pracht die Welt hat sich zur Ruh ge⸗macht, —— 1—.— —.—5———— x——.——. ID— —* 5 hat nun den Tag voll⸗füh⸗ret, tritt tu, Seel, was dir ge⸗büh⸗ret, IIIr——.— 2— ——.— SI— an die Him⸗mels⸗tür und bring ein Lied her⸗ 33—...—.———————— .— ür; laß dei⸗ne Au⸗gen, Herz und Sinn —— + — 1——— n auf Je⸗sum sein ge⸗-rich-tet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl Und gebet eure Strahlen, Ihr macht die Nacht des Lichtes voll, Doch noch zu tausend Malen Scheint heller in mein Herz Die ewge Himmelskerz, Mein Jesus, meiner Seele Ruhm, Mein Schatz, mein Schutz, mein Eigentum. g3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht Bei Menschen und bei Tieren, Doch einer ist, der oben wacht, Bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht Dein Aug, auf mich gericht, 57² Abendlieder. Drum soll mein Herz auch wachend sein, Daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dies schlechte Lied, Das ich dir, Jesu, singe; In meinem Herzen ist kein Fried, Bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, Ach nimm es gnädig an; Es ist doch herzlich gut gemeint, O Jesu, meiner Seele Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, Dir will ich mich befehlen, Du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn Zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, Auch selber nicht den Tod; Denn wer mit Jesu schlafen geht, Mit Freude wieder aufersteht. 6. So oft die Nacht mein Ader schlägt, Soll dich mein Geist umfangen; So vielmal sich mein Herz bewegt, Soll dies sein mein Verlangen, Daß ich mit lautem Schall Möcht rufen überall: Ach Jesu, Jesu, du bist mein, Und ich auch bin und bleibe dein. 7. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh Und schlafe sanft und stille; Ihr müden Augen, schließt euch zu, Denn das ist Gottes Wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun Jesu, Jesu, gute Nacht! Christian Seriver, 1629—1698. —177 Abendlieder. 573 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. — — 7.— F⸗ 1 2——— — ö n 015—̃— E—— — r Der Sab⸗bat ist ver⸗gan⸗gen, ich ha⸗be ———— PP —1—.— 2—— mein Ver⸗lan⸗gen nach Her-zens⸗wunsch er⸗ e——.— ͤ. 1 üllt; Gott hat mich un⸗ter⸗ wei * —.— 2 4—— —.——.— Ln L 4.———— 2— Le⸗bens⸗brot ge⸗spei⸗set und mei⸗ner 7N ———— EE.— ———————— ee⸗ le Durst ge ⸗stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen; Drum leg ich ohne Schmerzen Auch meinen Leib zur Ruh; Denn allen Sündenschaden Deckt Jesus nun in Gnaden Mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinigs Wesen, Mein Geist ist schon genesen, Weil ich dein Tempel bin; Ich habe Licht vom Lichte, Dein leuchtend Angesichte Treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen Und eine Sonne machen Auch mitten in der Nacht, Bis bei den Cherubinen Ein Sonntag ist erschienen, Der alle Nacht zu schanden macht. 574 Abendlieder. 5. Ich schlafe ganz vergnüget; Denn wo mein Herze lieget, Da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; Es träumt mir nur vom Himmel; Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 342. Eigene Melodie. 15⁴2. 5.— 0———————— 1. Der Tag ist hin, mein Je⸗su, bei mir blei⸗ —— 2—6 ö 4I— E be; o See⸗len⸗licht, der Sün-den Nacht ver⸗ ——.———...— —.—.—————.———— ————— ö— ö — E— 1 9— trei⸗be; geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ +.—— 3—. ———————— rech⸗tig⸗keit; er⸗leuch⸗te mich, ach Herr, denn N —+ es 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohlgelungen Nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; Du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, was mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzenskündiger, Ich straͤuchle noch wie ein Unmündiger. 0— 171117—— Abendlieder. 57⁵ 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Ge⸗ wissen: Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen; Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, gu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich durch deine große Macht, Wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. Joachim Neander, 1650—1680. 343. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. —.— , dn nm—— Tag ge⸗ge⸗ben, dich bet ich kind⸗lich an. Ich ————— ö Treu⸗e, die ich 5 ———— P sin⸗ge, und die du heut an 2. Mit dankendem Gemüte Freu ich mich deiner Güte, Ich freue mich in dir. 344 Mel.: Werde munter, mein Gemüte. Abendlieder. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke Und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, Nach deines Worts Befehlen Einher im Leben gehn, Auf deine Güte hoffen, tan Im Geist den——2 offen Und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube,—— Und nahe mich im Staube Fe Zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein Teil. Bedeckt mit deinem Segen, Eil ich der Ruh entgegen: Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein, in deine Hände Befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. J. Schop. 1642. — Herr, es ist von mei⸗nem Le⸗ben Lehre mich n nun Ach kung ge⸗ ben, wie⸗ der⸗ um ein Tag da-hin. ob ich fromm ge-we⸗sen bin; ——.——— 55 DE— —=i—————— * mirs auch sel⸗ber an, so ich was nicht recht ge⸗ .—.—.—.—.— EE—— E 2 *..—Q.— *.— I——.— * tan, und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen gu⸗ten hn!——— — — R DI N——ñ— ö————— E——.⁊ͤ—.—.— 2— 1 I Fei⸗er a⸗bend ma⸗chen. 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat, Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und vom Morgen bis jetzund Pfleget Herze, Hand und Mund So geschwind und oft zu fehlen, Daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld. Ich bin freilich schwer beladen; Doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu; So will ich noch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß der Schlaf nicht sündlich sei; Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus Und bewahre selbst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück dürfe weinen. 769. 37 I 578 Abendlieder. 5. Steure den gottlosen Leuten, Die im Finstern Böses tun; Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat 51 verhindere die Tat; Wend auch alles andre Schrecken, Das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird, Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, „Der auch in der finstern Nacht Über seine Herde wacht; Darum hilf uns, deinen Schafen, Daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund erwachen, Wenn es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein; Oder hast du, lieber Gott, Heut bestimmet meinen Tod, So befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, 1648—1715. 345. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 4. Hin⸗ un⸗ ter ist der S Son⸗ne Schein, die 2. 4 I ———— 4 i——— ö——. fin⸗stre Nacht bricht stark her⸗ein; leucht uus Herr 785 2703 S7e² 7 7 — E— 1, 1715. D....—.— SS Christ, du wah⸗res Licht, laß uns im Fin⸗stern D Fee, L.d. wan⸗deln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag Vor Schad, Gefahr und mancher Plag Durch deine Engel hast behüt Aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir hab'n erzürnet dich, Dasselb verzeih uns gnädiglich Und rechn es unsrer Seel nicht zu; Laß uns schlafen in Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wacht bestell, Daß uns der böse Feind nicht fäll; Vor Schrecken, Angst und Feuersnot Behüt uns heint, o lieber Gott. Nikolaus Herman, 4 1561. 1 Edeteus dei⸗ner Scha⸗fe, der von dei⸗ne Wun⸗der⸗gü⸗te war mein E N—— H— 1— kei ⸗nem Schla⸗fe et-was wis⸗ sen mag, Schild und Hü⸗te den ver-gang⸗nen Tag. . Sei die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von 580 Abendlieder. — 55.. ,,—.— 2——— — Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Ge wisf en Sei mein Ruhekissen; Drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben Keine Not betrüben; Sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer Und laß allen Jammer Ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, So wird uns kein Graun erwecken, Noch der Satan schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette Heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, — dei⸗nen Scha-ren um und um be-wah⸗-ren. 1 en. Abendlieder. Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnot, So will ich nicht wider dich: Lieg ich nur in Jesu Wunden, Sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue In vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben 56 ich dir ergeben, du Hüter du. Gute Nacht! Nimm mich in acht; Und erleb ich ja den Morgen, Wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 1672—1787. 347. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. — 1 DD— 1* — . Nun ru⸗ hen al ⸗le Wäl⸗ der, Vieh, ..... + ———.——4—— ———— gan⸗ 50 e Weltz ihr W0571 mei⸗ne e Srenen, — 2—.— ——.—*.———— E————————— auf, ihr sollt be⸗gin⸗ nen, was eu⸗rem —— ——— Schöp⸗fer 17.1 ge 582 Abendlieder. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind; Fahr hin, ein andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die güldnen Sternlein prangen 9—70 blauen Himmelssaal; Also werd ich auch steh en, Wenn mich W hei Ben gehen Mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt; Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, Im Nu sind sie geschlossen, Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel. IIIIXIX Abendlieder. 583 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein; Will Satan mich verschlingen, So laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, Stell euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Helden Schar. Paul Gerhardt, 1607—1676. Eigene Melodie. A. Krieger. 1634—1666. D.I—————.— 1. Nun sich der Tag ge⸗ en ⸗det hat und ab⸗ge-matt, und was zu-vor ge-weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, Du schläfst noch schlummerst nicht; Die Finsternis ist dir verhaßt, Weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser schwarzen Nacht Und schenke du mir gnädiglich Den Schirm von deiner Wacht. 58⁴4 Abendlieder. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, Die mich bei dir klagt an, Doch aber deines Sohnes Huld Hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, Wenn ich muß vors Gericht; Ich kann ja nicht verloren sein In solcher Zuversicht. 6. Drauf tu ich meine Augen zu Und schlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, Wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, Wo ihr habt euren Lauf; Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Jammertal, So führ mich, Herr, in Himmel ein Zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, Du Herr Gott Zebaoth, Im Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog, 1647—1699. 349. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1715. Treu⸗er Je⸗su, wa⸗che du, weil ich Gib mir und den Mei⸗nen Ruh, bleib, o —————ͤ———.———————.—6„..—— 9555—————————— +——— —— 2— E 2—— , IIU — BS˙oo— 7822— NLSAIWORN- 24—5————9— —— e IIIIIINN huld, Abendlieder. 58⁵ sel⸗ber zu, treu⸗er Je⸗su, wa⸗che du. 2. Treuer Jesu, weiche nicht, Sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, Das oft mit der Nacht einbricht, Uns viel Ach und Weh erwecken. Bleib bei uns mit deinem Licht, Treuer Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Jesu, steh uns bei, Daß in uns der Geist und Gläube, Wenn wir schlafen, wacker sei, Und kein Feind uns solchen raube. Deine Hilfe mach uns frei; Treuer Jesu, steh uns bei. 4. Treuer Jesu, wenn es nu Einmal mit mir kommt zum Sterben, So bring mich zu deiner Ruh, Mache mich zum Himmelserben, Schließ mir selbst die Augen zu; Treuster Jesu, hilf mir du. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir Wenn mich und all die Meinen. enn der Tag nun bricht herfür, Da du selber wirst erscheinen, Führ uns durch die Himmelstür, Liebster Jesu, ein zu dir. 7 .,——.I.— 1.4—.—— Unbekannt, 1607. 23 Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 350. J. Schop. 1642. 1 —— 2 1 Un⸗ste mü⸗den Au⸗gen ali⸗ der und des Lei-bes mat⸗te Glie-der 586 Abendlieder. N — ů—3 ———....— 7 E 2 1—.— len sich jetzt sale rig Iu, —— D E—— denn die trüb und fin⸗stre Nacht hat des =. hel⸗len. Ta⸗ des Pracht in der tie⸗fen S 02 ver⸗ ——— 2—.——.— 2—.—8— ———— S I dek⸗ket und die Ster⸗-ne auf-ge⸗-stek⸗ket. 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, Du o meines Leibes Gast, Ob du den, der dich erschaffen, Heute nicht erzürnet hast; Tu, ach tu beizeiten Buß, Geh und falle ihm zu Fuß Und bitt ihn, daß er aus Gnaden Dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverhohlen, Daß ich diesen Tag vollbracht Anders, als du mir befohlen; Ja, ich habe nicht betracht Meines Lebens Ziel und Zweck, Habe gleichfalls deinen Weg Schändlich, o mein Gott, verlassen, Bin gefolgt der Sünde Straßen. 4. Ach Herr, laß mich Gnad erlangen, Gib mir nicht verdienten Lohn; Laß mich deine Huld umfangen, Sieh an deinen lieben Sohn, 4 öů — eun Hẽe.0 IIIANXA 2...—— OSt 7 e —I123 Der für mich genug getan; Vater, nimm den Bürgen an; Dieser hat für mich erduldet, Was mein Unart hat verschuldet. 5. Sende deiner Engel Scharen Als zur Wache mir herab, Meine Seele zu bewahren, Daß des Todes finstres Grab, Daß das übel, so bei Nacht Unsern Leib zu fällen tracht, och nicht mit dem Netz umdecke, Noch ein böser Traum mich schrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, In dir schlaf ich sanft und wohl; Gib mir heilige Gedanken, Und bin ich gleich Schlafes voll, So laß doch den Geist in mir Zu dir wachen für und für, Bis die Morgenröt aufgehet Und man von dem Bett aufstehet. 7. Vater droben in der Höhe, Dessen Nam uns teur und wert, Dein Reich komm, dein Will geschehe, Unser Brot werd uns beschert, Und vergib uns unsre Schuld, Schenk uns deine Gnad und Huld, Laß uns nicht Versuchung töten, Hilf uns, Herr, aus allen Nöten. —————— 1 Wer-de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗te, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te, E.....— 588 Abendlieder. ——— —..—. 4—— In.——— 60*——.—.— —— 2...——.— und ihr Sin⸗ne, geht her⸗-für, die er hat ge⸗tan an mir; X X—V=—— ———TDTT.— 2—.— +—5 E da er mich den gan⸗zen Tag vor so man⸗cher .. 1——.—. schwe⸗ren Plag durch sein gna-den⸗rei⸗ches .— EE 2—————553. 2 II + E— E.EE EI—..—. EI 1.—— I E— L. Wal⸗ten hat be⸗schüt-zet und er⸗hal⸗ten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir ist mein Werk gelungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Auch die Feind hinweggetrieben, Daß ich unbeschädigt blieben. 3. Keine Klugheit kann ergründen Deine Güt und Wundertat, Ja kein Redner kann verkünden, Was dein Hand erwiesen hat. Deiner Wohltat ist zu viel, Sie hat weder Maß noch Ziel; Ja, du hast mich so geführet, Daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun vergangen, Die betrübte Nacht bricht an, Es ist hin der Sonne NPrannen, So uns all erfreuen kann; G r ö *.*..I AXXXX — XIII — Abendlieder. 589 ——jꝛ—ꝛ—.——— Stehe mir, o Vater, bei, Daß dein Glanz stets vor mir sei Und mein kaltes Herz erhitze, Ob ich gleich im Finstern sitze. 5. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Missetat, Die mein armes Herz beladen Und so gar vergiftet hat, Daß auch Satan durch sein Spiel Mich zur Hölle stürzen will; Da kannst du allein erretten, Strafe nicht mein Übertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell ich mich doch wieder ein, Hat uns doch dein Sohn verglichen Durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nunmehr dunkel schier; Da ich mich so sehr betrübe, Tröste mich mit deiner Liebe. 8. Schütz mich vor des Teufels Netzen, Vor der Macht der Finsternis, ie mir oft des Nachts zusetzen Und erzeigen Kümmernis. Laß mich dich, o wahres Licht, Immerdar verlieren nicht; 590 Abendlieder. Wenn ich dich nur hab im Herzen, Fürcht ich nicht der Seele Schmerzen. 9. Wenn mein Augen schon sich schließen Und ermüdet schlafen ein, Soll mein Herz denn noch geflissen Nur auf dich gerichtet sein; Meine Seele mit Begier Träume stets, o Gott, von dir, Daß ich fest mit Seel und Leibe Auch im Schlafe dein verbleibe. 10. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte, süße Ruh; Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen Sein in deinen Schutz geschlossen. 11. Ach bewahre mich vor Schrecken, Schütze mich vor Überfall; Laß mich Krankheit nicht aufwecken, Treibe weg des Krieges Schall; Wend ab Feur und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; Laß mich nicht in Sünden sterben, Noch an Leib und Seel verderben. 12. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, Bleibe du mein Schutz und Rat; Ind mein Hort, du werter Geist, Der du Freund und Tröster heißt, Höre doch mein sehnlich Flehen; Amen, ja es soll geschehen! Johann Rist, 1607—1667. 3 C 67. EIIIIXI Abendlieder. 591 EEEE 1 So ist die Wo⸗che nun ge⸗ .... schlos⸗sen, doch, treu⸗er Gott, dein Her⸗ze nicht. gos⸗sen, so bin ich noch der Zu⸗ver⸗sicht, daß er sich wei⸗ter- hin er⸗gießt und —I .......———— un⸗auf⸗hör⸗lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, Ich lobe dich, so hoch ich kann; Ich rühme dich von Herzensgrunde Für alles, was du mir getan, Und weiß, daß dir durch Jesum Christ Mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen Das liebe Kreuz auch mit besucht, So gabst du auch die Kraft zu tragen; Zudem ist es voll Heil und Frucht Durch deine Lieb, o Herr, zu mir, Und darum dank ich auch dafür. 4. Nur eines bitt ich über alles, Ach, du versagst mir solches nicht, Gedenke keines Sündenfalles, Weil mich mein Jesus aufgericht, 592 Abendlieder. Mein Jesus, der die Missetat Auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen, Du brichst ihn nicht in Ewigkeit, Da du dem Sünder hast versprochen, Daß er, wenn ihm die Sünd ist leid, Nicht sterben, sondern gnadenvoll Als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen Und will also den Wochenschluß Vergnügt und froh zurücke legen, Da der Trost mich ergötzen muß, Daß ich ja 25 in Christo dein Und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, So bin ich auch der Ewigkeit Um eine Woche näher kommen Und warte nun der letzten Zeit, Da du die Stunde hast bestimmt, Die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue Den Sonntag wieder sehen kann, So blickt die Sonne deiner Treue Mich auch mit neuen Gnaden an. Ach ja, da teilt dein Wort und Haus Den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, Was du mir künftge Woche gibst; Du wirst es in der Tat erweisen, Daß du mich je und immer liebst Und leitest mich nach deinem Rat, Bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1671—1756. 1 Ehe und Hausstand. 593 4. Ehe und Hausstand. 53 Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. hen, 353. J. Crüger. 1653. 2.— — — — * + ——.—— 2—— 1. Fang dein Werk mit Je⸗ su an: *Je⸗ sum ruf zum Bei⸗stand an: + 0— — ID E ĩ——————— —.————— Je⸗sus hats in Hän⸗den;= it Je. Fe⸗sus wirds wohl en⸗den. Steh mit Je⸗su x 4— 9 n ——.— +2 2 E— 5— ..——— mor⸗gens auf, geh mit Je⸗-su schla-fen, +4 ——— ά—— 23 jD DJIJIJ‚.‚i———— 0; Je⸗ sum schaf⸗fen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, Daß er woll dein Helfer sein Stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht Will er stehn zur Seiten, Wenn des Satans List und Macht Dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, Laß die Feinde wüten; Er wird dich vor ihrer List Schützen und behüten. 3⁸ 59⁴4 Ehe und Hausstand. Setz nur das Vertrauen dein In sein Allmachtshände Und glaub sicher, daß allein Er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott Also angefangen, Ei, so hat es keine Not, Wirst den Zweck erlangen; Es wird folgen Glück und Heil Hier in diesem Leben, Endlich wird dir Gott dein Teil Auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach Sei dir übergeben, Es nach deinem Willen mach Auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, —— in deinem Namen; zaß es doch sein wohlgetan. Ich sprech darauf: Amen. Unbekannt, um 1700. 354 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. ——.— E 4—.j—— ————— 1 Ich und mein Haus, wir sind be⸗reit, — dir, Herr, die gan ⸗ze Le-bens-zeit gib deinen Se-⸗ gen nur da⸗— 80 5 die-nen. daß wir dir wil-lig die⸗nen. Rasu — — 4 IU — 23 29 9 8 8882 8552 HVs IAXYoan — 2 ee III23 * A IIEL EI —— KA EIII . — i⸗ne Haus⸗ge⸗mei⸗ne E —.—. 0 ö—— — 2 7 2— mach aus al ⸗len; dir V ö 1t1—— +— 4—————— —— 111—..— wohl⸗ ge⸗ fal-len. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort An unser aller Seelen; Es leucht uns wie das Sonnenlicht, Damits am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise Durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf dies Haus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit Voll Demut, sanft und linde. Liebe übe Jede Seele; keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun 38 596 Ehe und Hausstand. Mit kindlichem Gemüte; Selig, fröhlich, Selbst mit Schmerzen in dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, So schließ den Stolz, die Weltlust aus, Des Reichtums böse Gäste; Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär, So fehlte uns das Beste: Jene schöne, Tiefe, stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regieret. Der ists, der alles wohlbestellt, Der gute Zucht und Ordnung hält, Der alles lieblich zieret. Sende, spende Ihn uns allen, bis wir wallen Heim und oben Dich in deinem Hause loben. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. H Mel.: Seelenbräutigam. 355. A. Drese. 1698. Lttun—.—.—— —— 2————— 1. Je⸗su, geh vor- an auf der Le-bens⸗ —.— ˙7777 517• 2222——— DV bahn; und wir wol⸗len nicht ver-wei⸗len, 4 SCIII SI ee IIIIIII Ehe und Hausstand. 597 8 37 43551—.—.———*———.— D dir ge⸗ treu⸗lich nach-⸗ zu⸗ ei⸗len; führ uns —.2— SEEE * an . 36. der Hand bis ins Va⸗ter⸗land. 2. Solls uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O, so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nötge Pflege; Tu uns nach dem Lauf Deine Türe auf. Nikolaus Ludwig 39666 v. n 1700—1760. Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her. —— *—. —— 1. O Gott, der du u—1 —— ——————.— ....—— Heil und Gna ⸗de gibst: 2. Gib diesen, daß sie stets mit Flehn In Lieb und Eintracht zu dir gehn; Und wenn ihr Herz voll Andacht schreit, Gib, daß ihr Werk auch wohl gedeiht. 3. Auch wenn sie Kreuz und Kummer drückt, So zeige, daß du es geschickt. Hilf bald und gib, daß sie zuletzt Dein gnadenreicher Trost ergötzt. 4. Laß Eltern Schand und Sünde fliehn Und fromme Kinder auferziehn, Daß Einigkeit, Zucht, Scham und Treu Zu aller Zeit im Wachstum sei. 5. Laß, die im Ehestande stehn, Sich, Herr, durch dich gesegnet sehn. Gib, daß sie deinen Willen tun Und unter deinem Schutze ruhn. 6. O treuer Gott, wir bitten dich, Regiere sie stets gnädiglich, Erhalte sie die Lebenszeit In deiner Furcht und Heiligkeit. 7. So bringen sie dir lebenslang Für solche Gnade herzlich Dank, Bis dich, Gott Vater, Sohn und Geist, Ihr froher Mund dort ewig preist. Casseler Gesangbuch v. 177⁰. EE — XIIII Wn — — III ö Ehe und Hausstand. 599 357. Eigene Melodie. ö 15⁴7. .— 1 O se⸗lig Haus, wo man dich wo un⸗ter al=len Gä⸗sten, SSSSSEIE— auf⸗ge⸗nom⸗men, du wah-rer See⸗len⸗freund, die da kom⸗men, du der ge⸗fei⸗ert ⸗ste ——— A—.——— J—‚———3.— SSS... Herr Je⸗sus Christ; —47 er⸗3 und meb⸗ste bist: n 44669700 .—. ——— w— er Au⸗ge Lip⸗pen dein Ge⸗bot er⸗fr ——— Winks ge⸗wär ⸗tig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind, Als beide eines Heils gewürdigt, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag. 60⁰ Ehe und Hausstand. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Nit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als? Mutterliebe hegt und pflegt: Wo sie zu deinen Füßen gern sich fammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland, du! 4. O selig Haus, wo W und Magd dich ennen, Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag ges schehn; Als deine Diener, deine 5h0. In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen, In kleinen Dinnen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wunden heilest Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet, Ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 358 Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 4* J. Schop. 1642. N8 ————— 1 ö Sor⸗ge doch für mei-ne Kin⸗der, Sie sind frei⸗lich vor dir Sün⸗der, — lest, Ehe und Hausstand. 60¹ ——— e we. .— Gott, der du ihr Va⸗ter bist. doch ver-söhnt durch Je-sum Christ, ....... —— Q * und in ih⸗rer Kind-heit schon dir und Je⸗su, E — 1—.— 2—.— deisnem Sohn, bei der Tau⸗fe ü⸗ber⸗ge-ben, DV —5. + EE ——..— 2ninn 55——— *3——— 2 dein zu sein und dir zu le-ben. 2. Du hast sie bisher genähret, Du hast manchem Unglücksfall Mehr als väterlich gewehret, Da dein Engel überall, Ob er gleich dein Antlitz sieht, Sich doch für sie froh bemüht; O so muß mich ihr Gedeihen, Herr, mit jedem Tag erfreuen. 3. Sollt ich denn für solche Güte Dir nicht herzlich dankbar sein ö Und mit dankendem Gemüte Mich bei solchem Glücke freun? Zeigt ich nicht voll Rühmens an, Was du, Herr, an mir getan, Ach, so würde dies mein Schweigen Von dem schnödsten Kaltsinn zeugen. 4. Herr, du bists, was mich ergötzet, Meiner Seele Trost und Heil, Das mein Herz am höchsten schätzet; Herr, du bist mein Gut und Teil; Ehe und Hausstand. Bleib auch meiner Kinder Gott, Laß sie doch in keiner Not, Auch im Glücke nicht verderben, Christlich leben, selig sterben. 5. Laß sie nicht ihr Herz verstocken, Heb es stets zu dir empor. Wenn sie böse Buben locken, O, dann höre nicht ihr Ohr. Laß der Toren Wahn und Scherz Nicht ihr jugendliches Herz, Das nur dir gehört, entweihen; Deiner müß es sich erfreuen. 6. Laß du sie schon hier auf Erden Dir zum Ruhm geschäftig sein Und den Menschen nützlich werden. Deine Furcht pflanz ihnen ein, Daß in einer argen Welt Sie stets tun, was dir gefällt, Und nach deinem heilgen Willen Treulich ihre Pflicht erfüllen. 7. Gib, Herr, daß sie stets mit Ehren, Nicht dem Feind zum bittern Spott, Nicht dem Freund zur Last, sich nähren. Segne du ihr täglich Brot, Daß sie nie ein Unfall schreckt, Der zu herbes Leid erweckt. Schlägst du sie, so laß es ihnen Stets zum wahren Besten dienen. 8. Still laß ihre Tage fließen. Laß sie ihre Prüfungszeit Tugendsam und fromm genießen. Wenn sie dann zur Ewigkeit Endlich einmal übergehn, So laß sie vor dir bestehn. Laß sie sanft und ruhig sterben Und dort deinen Himmel erben. —3— — Ehe und Hausstand. 60⁰³ 9. Gönne mir die große Freude, Daß ich an dem jüngsten Tag Nach hier überstandnem Leide Einst mit Jauchzen sagen mag: „ Liebster Vater, ich bin hier Nebst den Kindern, die du mir Einst in deiner Gunst gegeben; Ewig will ich dich erheben. Casseler Gesangbuch v. 1770. 359. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. E —.— =fügt, das hin in soll der Mensch nicht schei ⸗den, Der —— Fried und Freu⸗den. ——————————————————— —— 6E— 2———— ·— ren,. ö uns⸗re Na⸗men schreibt ins Buch des Le⸗beus ein, er selbst, Herr Ze⸗ ba ———3———— RI 967——————— Lohn uns sein. Unbekanut. 26 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 360. Ph. Nikolai.(2) 1599. 1. Wieshn iste doch, Berr Jesst Eris, Wie steigt und neigt sich dei⸗ne Gab 60⁴ Ehe und Hausstand. ——————— ——— — im Stan⸗de, da dein Se-gen ist, im Stan⸗ und al⸗les Gut so mild her-ab aus dei⸗ heil⸗ger E⸗hel ner heil-gen Hö⸗-he, e, nn e 3.—— flei⸗ßig hal-ten Jung und Al⸗ten, die im .., 55.— Or⸗den ei⸗ nes Le⸗bens ei⸗nig wor-den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn Und unverrückt beisammen stehn Im Bande reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm Kann zerschlagen, kann zernagen, Was Gott gibet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, An Asten schön, an Zweigen reick Das Weib gleich einer Reben, Die feine Träublein trägt und nährt Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannes Sonne, Hauses Wonne, Ehrenkrone, Gott denkt dein bei seinem Throne. 7 Ehe und Hausstand. 60⁵ — ꝛ ꝛß7—ꝛꝛ ̃ jꝛ ꝛ—ꝛiß———ii———— 4. Sei gutes Muts; wir sind es nicht, Die diesen Orden aufgericht, Es ist ein höh'rer Vater; der hat uns je und je geliebt Und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang Aler Sachen, die zu machen Wir gedenken, — Bird er wohl und weislich lenken. —.— 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl, Ein Stündlein, da man Leides voll Die Tränen lässet schießen; — Jedennoch, wer sich in Geduld — Ergibt, des Leid wird Gottes Huld en. In großen Freuden schließen. Sitze, schwitze Rur ein wenig, unser König Wird behende Machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, In Angsten Trost und Freude; des sollst du haben Ruhm und Preis, Wir wollen singen bester Weis Und danken alle beide, 0 Bis wir bei dir, Deinen Willen zu erfüllen, Deinen Namen Ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 1607—1676. 361. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1625. E— ‚iiRSSieiee 4.————..— ———— — K 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je⸗sus Christ 415— EDE nicht da-rin-nen wär, wie fin⸗ster wärs, wie — E— H—— 123—.—— I——— —— D arm und leer 2. Wohl, wenn der Mann, das Weib, das Kind Im rechten Glauben einig sind, Zu dienen ihrem Herrn und Gott Nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt Ein Vorbild vor die Augen stellt, Daß ohne Gottesdienst im Geist Das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Rauchwerk im Gebet Beständig in die Höhe geht Und man nichts treibet fort und fort Als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand Mit fleißiger, getreuer Hand Ein jegliches nach seiner Art Den Geist der Eintracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind Und wenn sie Kind und Kindeskind Versäumen nicht am ewgen Glück; Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; Die Eltern werden hocherfreut, Und ihren Kindern sieht mans an, Wie Gott die Seinen segnen kann. Kind zelt et Obrigkeit. 607 8. So mach ich denn zu dieser Stund Samt meinem Hause diesen Bund: „Wich alles Volk auch von ihm fern, Ich und mein Haus stehn bei dem Herrn!“ Christoph Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—1784 5. Obrigkeit. 362. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. 9 1. Je⸗ho-vah Herr und Kö„ nig der Dir ist man un ⸗ ter ⸗-tä⸗ nig, du Kö⸗ ni⸗ ge und Herrn!— herr⸗schest nah 5 Du hoch⸗er⸗ E e hab-ner Fürst von Him⸗=mel, Erd— 5 ———— Zei⸗te ten,„du set⸗ set⸗zest Ob⸗ rig⸗ kei⸗ ten, die . iiiee— ————— du er⸗ hal⸗ten wirst. 2. Es sagen deine Knechte, Daß keine Obrigkeit Als nur durch deine Rechte Und dein Gebot 9 gesch Du hast sie hoch geschätzt, Wer ihr zuwider lebet, . —* WIIIN 60⁸ Obrigkeit. Derselbe widerstrebet Dem selbst, was Gott gesetzt. 3. Ach lieber Vater, lehre Mich selbst durch deinen Geist, Daß ich erkenn und ehre, Was deine Ordnung heißt. Sie tragen ja dein Bild; Gib, daß ich Demut übe Und sie in Ehrfurcht liebe, Wie du es haben willt. 4. Verleihe deine Güte Und sende Recht und Licht. Gib ihnen ins Gemüte Viel Weisheit zum Gericht, Damit ihr Regiment Den Untertanen nützet, Die Untertanen schützet, Den Guten Sieg vergönnt, 5. Damit durch ihr Regieren Wir mit Zufriedenheit Ein ehrbar Leben führen In wahrer Frömmigkeit. Du herrschest selbst im Land; Das Herz der Obrigkeiten Kannst du wie Bäche leiten, Es steht in deiner Hand. 6. Die uns allhie regieren, Herr, die regiere du Durch deines Geistes Rühren Und Weisheit immerzu. Laß sie die Pfleger sein Der gläubigen Gemeinde Und als getreue Freunde Ihr heilge Sorgfalt weihn. IIIIII Obrigkeit. 609 Verschone ihre Mängel, ah 5 ihnen wohl ergehn, Laß deine guten Engel Als Wächter um sie stehn. Herr Gott, du segnest gern; Wir bitten ohn Ermüden, Schaff unsern Grenzen Frieden Durch Jesum, unsern Herrn. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. 363. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. —— —— 1 +4 1* +7.—— 1— 2—.——.——.— 4. hei⸗li⸗ ge Drei⸗ ei⸗nig⸗keit, er⸗ 33.————.—..—— haltuns uns⸗ re Ob⸗-rig⸗keit, die dei⸗ne. e — TI—— P EA 1——— +..— E.—+ 3———— 2 1.J—3 1.—— 8EW.—..— ⁰ Va⸗ter⸗hand ge⸗set⸗zet selbst in die⸗sen Stand. 2. Dein Rater Geist sie leit und führ Und segne ihr Tun für und für, Daß sie voll Weisheit und Verstand Christlich regiere Leut und Land, 3. Damit wir führen unter ihr Ein still, geruhig Leben hier Und dermaleinst mit ihr, mein Hort, Bestehen wohl im Himmel dort. Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. 39 111177 1 0 364. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551. Obrigkeit. 4— 9——.— 0 w,,— 1—— ter, krö⸗ ⸗ne du mit Se⸗ gen durch ih n auf dei⸗ nen We⸗ gen e—. +2.———.—.—— h Kö⸗nig und sein Haus, 41. r⸗ lich Vei⸗ nen Rat⸗ schluß aus. et-ner — ⸗che sei er Schutz, dei⸗nen Fein⸗ den biet —.—— ů 4—— ————— er Trutz; sei du dem Ge⸗-salb⸗ten gnä⸗dig, V .———.— — ů +—— —————————— e — seg ⸗ne, seg ne un⸗sern Kö ⸗ nig. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, Reich ihm deines Geistes Schwert, Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, Die du auferlegt ihm hast: Sei in Jesu du ihm gnädig, Schütze, segne unsern Rönig. 3. Sammle um den Thron die Treuen, Die mit Rat und frommem Flehn Fest in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron Eine Burg, o Gottes Sohn; 988 26.0 7227 NEA 7 Obrigkeit. Sei du ihm auf ewig gnädig, Leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, Die das Herz des Volks erneut, Daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht Hast du über ihm gewacht; Du erhieltest ihn uns gnädig, Segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, 9 Herr, ist dein Gebot, Und du hast es selbst bewähret, Warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; Drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6. Gib uns Mut in den Gefahren, Wenn der Feind uns ernst bedroht, Daß wir Treue dann bewahren, Gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns! so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig, Segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden Auch in unserm Lande aus, Daß wir deine Bürger werden, Ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit Gib uns, Gott, zu aller Zeit; Sei du deinem Volke gnädig, Segne, segne unsern König. Wilhelm Hülsemann, 1781— 1865. 39 61² Landesnot, Krieg und Friede. 8 365. Eigene Melodie. 1531.• B.——— ——— V D.. .——...———*——.——— *—*— 1. Ver⸗leih uns Frie⸗den gnä⸗dig⸗ Zei⸗ten! 25——— ö—— Es ist doch ja kein and⸗rer nicht, der V —— en— + 2 üf ——————— —***—.—. für uns könn⸗te strei⸗ten, denn du, un⸗ser 1 EI— —— 4—. E——4— 1.——————— Gott, al ⸗ lei ⸗ ne. 2. Gib Gnade unsrer Obrigkeit, Licht, Heil und vielen Segen, Daß wir gottselig allezeit, Gerecht und züchtig mögen Ein ruhigs Leben führn. Amen. Dr. Martin Luther, 1483.—1546. 6. Landesnot, Krieg und Friede. 366. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein. DIT 14 dies schwe⸗re Kreuz und groß E⸗lend, ES nnen e ———————————— da⸗mit wir sind um⸗ ben gar und stehn —— 22———— H— —.——————.—+———— I be⸗ stän ⸗dig in Ge⸗fahr. 2. Behüte uns, die Kinder dein, Um Christi unsers Herren Pein, 2 Vor Pe stilenz und schnellem Tod 5 Und laß uns nicht in dieser Not. ser 3. In dieser Not, ach, laß uns nicht, Wend von uns, Herr, dein Zorngericht, Daß dir lobsinge unser Mund — Für deinen Schutz aus Herzensgrund. e 1530—1598. 367 Psalm 85. Mel.: Herr, wie du willst, so schicks mit mir 152⁵. 2 —.— ů—* +——.— —3IT—.— — . der du vor⸗mals hast dein Land mit 65 25—— Rr nen Vol⸗kes Band ge⸗ HHE.— hlik⸗ ket ‚ Eunden an⸗ge ö löst und es er ⸗ quik⸗let; der du die rn—. SE E * Sünd und Mis⸗se⸗ wat, die dein Volk vor⸗be⸗ — E.———— H*N ——— m gan⸗gen hat, hast vä⸗ter⸗lich ver⸗zie ⸗ hen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut Hast vorher abgewendet Und nach dem Zorn das süße Gut Der Lieb und Huld gesendet: Ach frommes Herz, ach unser Heil, Nimm weg und heb auf in der Eil, Was uns anjetzo kränket. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm Im Brunnen deiner Gnaden, Erfreu und tröst uns wiederum Nach ausgestandnem Schaden; Willst du denn zürnen ewiglich, Und sollen deine Fluten sich Ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht Nun einmal wieder laben, Und sollen wir an deinem Licht Nicht wieder Freude haben? Ach gieß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus Auf uns und unsre Häuser. 5. Ach daß ich hören sollt das Wort Erschallen bald auf Erden, Daß Friede sollt an allem Ort, Wo Christen wohnen, werden; Ach daß uns doch Gott sagte zu Des Krieges Schluß, der Waffen Ruh Und alles Unglücks Ende! 6. Ach daß doch diese böse Zeit Sich stillt in guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, Und seine Gnade stehet da All denen, die ihn fürchten. Landesnot, Krieg und Friede. 61⁵ 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Not Nach Wunsch und also enden, Daß seine Ehr in unserm Land Und überall werd recht erkannt, Ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön Einander grüßen müssen; Gerecheigkeit wird einhergehn Und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes tun: Das Land wird Früchte geben, Und die in seinem Schoße ruhn, Die werden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn Und stets in vollem Schwange gehn Zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, 1607—1676. Q b,. d,, ————5 PPP I E 1(Gott⸗lob, nun ist er⸗schol ⸗len das daß nun⸗mehr ru⸗hen sol ⸗ len die — 4.———— +—————— T4———— 24— —— 4————— ed ⸗le Fried⸗ und Freu⸗den⸗wort, Wohl Spieß und Schwer⸗ier und ihr Mor 40 O. ö + 4——.— 1—2— j SSSS...——— — 1 +*—.—1—— auf und nimm nun wie ⸗ der dein Sai ⸗ten⸗ — n n SSI. ꝗSDSDSD‚D‚...‚‚..............— —7* spiel äü o Deutsch⸗land, und sing . .————. 1 ö Lie⸗der im ho⸗hen, vol⸗ len Chor. Er⸗ I....... 71777 35 EEEEEEEE ————7ß—— he⸗be dein Ge⸗mü⸗ te zu dei⸗ nem 25 d ninuriinn i. Lenrr, .S................... ———— +* Gü ⸗te bleibt den⸗ noch e⸗ wig ⸗lich. 2. Wir haben nichts verdienet Als schwere Straf und großen Zorn, Weil stets noch bei uns grünet Der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen Mit harter, scharfer Rut, Und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, Hilft, daß sich bei uns löse Der Krieg und sein Geschrei. 3. Das drückt uns niemand besser In unsre Seel und Herz hinein ee XIIIIIII XIIIIXE Landesnot, Krieg und Friede. 61 Als ihr zerstörten Schlösser Und Städte voller Schutt und Stein, Ihr vormals schönen Felder, Mit frischer Saat bestreut, Jetzt aber lauter Wälder Und dürre, wüste Heid, Ihr Gräber voller Leichen Und blutgem Heldenschweiß Der Helden, deren gleichen Auf Erden man nicht weiß. 4. Sei tausendmal willkommen, Du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen Dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket All unser Glück und Heil; Wer dich betrübt und kränket, Der drückt sich selbst den Pfeil Des Herzleids in das Herze Und löscht aus Unverstand Die güldne Freudenkerze Mit seiner eignen Hand. 5. Ach laß dich doch erwecken, Wach auf, wach auf, du harte Welt, Eh als das letzte Schrecken Dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, Sei unerschrocknen Muts; Der Friede, den er gibet, Bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, Da sollt ihr bei Gotr leben In ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 618 Landesnot, Krieg und Friede. 369 Mel.: Nun danket alle Gott. 65 J. Crüger. 1640 1 9—1 Gott dich lo⸗ ben wir, re⸗ laß dei⸗ nes Gei⸗f stes Glut in gier, He Herr, un ⸗ sre Skim⸗ men, un ⸗sern a 50———— ——55 dich lo⸗ben wir! Herr Gott, dich loben wir; Wir preisen deine Güte, Wir rühmen deine Macht — üenden unn Gewate: 18. 550 Gott, dich kLöben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des güldnen Friedens Zier; Drum Ir Ht alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! Landesnot, Krieg und Friede. 61 4. Herr Gott, dich loben wir, —. Die wir in langen Jahren —.— Der Waffen schweres Joch — Und frechen Grimm erfahren. re⸗ Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: —— Gottlob, wir sind in Ruh, —.— Herr Gott, wir danken dir! mi 5. Herr Gott, dich loben wir, Daß du die Pfeil und Wagen, —7 Schild, Bogen, Spieß und Schwert — Zerbrochen und zerschlagen. 8 all⸗ Der Strick ist nun entzwei; — Darum so singen wir —— Mit Herz und Zung und Mund: 2b Herr Gott, wir danken dir! — 6. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet; Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir! 7. Herr Gott, wir danken dir, Daß du Land, Kirch und Häuser, Den frommen Fürstenstamm Und dessen grüne Reiser Bisher erhalten hast; Gib ferner Gnad allhier, Daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir dauken dir! 8. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben. 6²⁰ Wetter und Ernte. Krön uns mit deinen Gut, Erfülle nach Begier, O Vater, unsern Wunsch. Herr Gott, wir danken dir! Johann Franck, 1618—1677. —..——.— 7. Wetter und Ernte. Mel.: Aus meines 3 Grunde. ů— ꝑ ñ —————95——. I 1 ö Die Ernt ist nun zu En⸗ de, der wor: aus Gott al ⸗le Stän⸗de satt, ——— Se⸗gen ein ⸗ ⸗brächt, der al reich und fröh-⸗ lich macht; —— EI————— Fn d 3————— —.——.—— 1.———.———— Gott lebt noch, man kann es denk⸗l —————— mer⸗ken an 1⁰0 viel Lie⸗ ken, drum V prei ⸗sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, Die uns das Feld bestellt Und oft ohn unsre Bitte Getan, was uns gefällt, Die immer noch geschon Obgleich wir gottlos leben, 79 SE 5477 2 IDIAXVQA 2 RRN IIIIIIIIXB 1677. 17 Wetter und Ernte. Die Fried und Ruh gegeben, Daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen Hat böses Tun verderbt, Den wir auf guten Wegen Sonst hätten noch ererbt:; Doch hat Gott mehr getan Aus unverdienter Güte, Als Mund, Herz und Gemüte Nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, Uns Sünder zu erfreun, Und gnugsam sich bezeiget Durch Reg'n und Sonnenschein; Wards aber nicht geacht, So hat er sich verborgen Und durch verborgnes Sorgen Zum Beten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, Du hast viel Dank verdient; Du mildester Berater Machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir Für abgewandten Schaden, Für viel und große Gnaden, Herr Gott, wir danken dir. 6. Zum Danke kommt das Bitten: Du wollest, frommer Gott, Vor Feuer uns behüten Und aller andern Not. Gib friedevolle Zeit, Echalte deine Gaben, Daß wir uns damit laben, Regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß gedeihen Dein reines, wahres Wort, Wetter und Er nte. Daß wir uns dessen krenen Und auch an unserm Ort Dies gute Samkörnlein Verlangte Früchte bringe Und wir in allem Dinge Recht Hinda Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, Was du Unterhalt Des Lebens hast geschenket, Daß wir dich mannigfalt In deinen Gaben sehn, Mit Herzen, Mund und Leben Dir Dank und Ehre geben, O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, So nimm du unsern Geist In deine Vaterhände, Da er der Ruh eneußt, Da ihm kein Leid bewußt; So ernten wir mit Freuden Nach ausgestandnem Leiden Die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann, geb. 1680. 37¹1 (4. Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren. 1540. I 11 . 25 ——.————.— 22———— 1. Nun las Liet uns Gott prei ⸗ sen für laßt uns ihm Dank er⸗wei-sen, da W * — I itßꝛ———.—— DEEE.—.——— E seisne Güt und Wun⸗der⸗tat; i at er uns so ge⸗seg ⸗-net hat: die Frucht h Wetter und Ernte 6²³3 * hat —— daß al⸗les wohl⸗ge⸗ra⸗ mil⸗der Hand, ten, was man ge ·sä⸗e 2———— t aus, und durch ne Gut⸗ta⸗ ten ist wohl ge⸗bracht nach Haus. 2. Wer sollt das nicht erkennen 257 Gottes Macht und weisen Rat; er sollt das nicht bekennen Für unsres Gottes Wundertat! Nichts ist der, welcher säet, Nichts, der da schneidet ein, Nichts, der damit umgehet, Nichts, der es führet ein; Gott muß mit seinem Segen Uns selbst zur Seite stehn; An dem ist es gelegen, Er krönt mit Wohlergehn. 3. Und da er nun in Gnaden Dies Jahr an unser Feld gedacht, Daß wir ohn allen Schaden Die Frucht in unsre Scheuern bracht, 62⁴4 Wetter und Er rute. So soll man n 10. preisen Und rühmen die Wol Itat, Ihm Ehr und Lob erweisen Für solche große Gnad, Von Herzensgrund ihm danken Und loben mit dem Mund, In Werken auch— wanken Von ihm zu keiner Stund. 4. Da solches nun geschehen, So leite mich, du treuer Gott, Und laß von deiner Höhe Gesegnet sein mein täglich Brot; Laß mich es auch genießen Christlich in meinem Haus, Daß milde Gaben fließen Zu Armen auch herau, Und ich nicht nur hier zeitlich An Früchten werde reich, Sondern dereinst auch selig Ererb das Himmelreich. Josua Wegelin, 1604—1640. 372. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738 EI * 4— . 2 4. bn ⸗ von dem wir al⸗les ha⸗ben, du a⸗ber tei⸗lest dei⸗ne Ga⸗ben — I— D...... 2— 2— 1——— die Welt ist ein sehr recht wie ein Va ⸗ter 27 — Wetter un Ernte. 6²⁵ 65— 2 I——— ——— 2— +„ EI I—.— V +— 2—. 1— I lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen, Die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, Denn du weißt allen vorzustehn Und schaffest, daß ein jedes Land Sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet Und endlich auch die Frucht genießt; Der Wind, der durch die Felder wehet, Die Wolke, die das Land begießt, Des Himmels Tau, der Sonnenstrahl Sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Lumi Bir Speise, Der Acker selbst wird ihm zum Brot; Es mehret sich Hen 1s. Weise, Vas anfangs schien, als wär es tot, Bis in der Ernte jung und alt Erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder hier ist gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Denn immer wird uns mahr beschert Als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, Was uns dein Segen träget ein. Ein jeder Bissen, den essen, Soll deines Namens D Denkmal sein, Und Herz und Rund soll K ebenslang Für unsre N Rahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1648—1715. 40 6² Kreuz⸗ und Trostlie der. B. Kreuz⸗ und Trostlieder. 6 373. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. — — +— 201— 1 — 2 5 1. Ach Gott, wie man⸗ůches Her ⸗ze⸗ ————— ů f. 1.——— 7 2 4 ů—.— leid be⸗geg⸗net mir zu die⸗ser geit; — 8 +4— .... ů———— ů ö der schma⸗le Weg ist Tib⸗sel voll, den ———.—. —.. ich zum Himmel wan⸗dern soll; wie schwerlich —— ů———.—— 2 8 T—— läßt doch Fleisch und„Blut sich zwin⸗gen dr n 4 2— 7—5—.— zu dem ew⸗ 9en Güt! 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesa, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz' Trost, Hilf und Rat Allzeit gewiß gefunden hat; Niemand jemals verlass en ist, Der fest getraut auf Icsum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, Wie süß ist mir der Name dein. kann kein Trauern sein so schwer, Dein süßer Nam erfreut vielmehr; M Wen S — 1141 Kreuz⸗ und Trostlieder. Kein Elend mag so bitter sein, Dein süßer Nam der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, So weißt du, Herr, daß ichs nicht acht; Venn ich dich hab, so hab ich wohl, Was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, Was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein beßre Treu auf Erden ist Denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, Dein Wahrheit bleibt mir ewig sest; Du bist mein rechter treuer Hirt, Der mich ewig behüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, Meins Herzens Schatz und mein Reichtum, Ich kanns doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein Nam erfreuen kann; Wer Glaub und Lieb im Herzen hat, Der wirds erfahren mit der Tat. 7. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, So wollt ich den Tod wünschen her, Ja daß ich nie geboren wär; Denn wer dich nicht im Herzen hat, Der ist fürwahr lebendig tot. 8. Jesu, du edler Bräutgam wert, Mein höchste Zier auf dieser Erd, An dir allein ich mich ergötz Weit über alle güldnen dich So oft ich nur gedenk an dich, All mein Gemüt erfreuet sich. 9. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, So fühl ich Fried und Trost in mir; Wenn ich in Nöten bet und sing, So wird mein Herz recht guter Ding; 40* 628 Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Geist bezeugt, daß solches frei Des ewgen Lebens Vorschmack sei. 10. Drum will ich all mein Lebetag Das Kreuz dir fröhlich tragen nach; Mein Gott, mach mich dazu bereit, Es dient zum besten allezeit, Daß mir mein Sach recht greifen an, Daß ich mein Lauf vollenden kann. 11. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, Vor Sünd und Schanden mich behüt, Erhalt mein Herz im Glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 1547—1606. 37⁴. Eigene Melodie. 17³8⁸. 3⁰⁴— n. ö 2— 2.——.— —.—.———...0 —* P 1. Al⸗les ist an Got a tes Se⸗gen 1— 2—— 3. .S...........— —.— 2 2————— und an sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗gen ü⸗ber al⸗les —. 5 2— — 1—— + x V. H◻+ +& I 1— — 4 — Geld und Gut. Wer auf Gott sein Hoff⸗nung 1 * 1— — 12.—— EE 2.———.—— set⸗zet, der be⸗hält ganz un=vor⸗let ⸗et ————————— E— 2—* —— ei ⸗ nen frei⸗ en Hel⸗den⸗mut. — Ain , XXX zlut, 306. Kreuz⸗ und Trostlieder. 6 2. Der mich hat bisher ernähret Und so manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderlich geführet Und noch leitet und regieret, Wird fortan mein Helfer sein. 3. Viel bemühen sich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind; Ich begehr nach dem zu ringen, Was Vergnügung pflegt zu bringen Und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken, Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, Wie Gott will, so muß es bleiben, Und fährt wie ein Strom dahin. — Unbekannt, 1676. 5 375. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. AA.— 1. V.—————— —— 0—.— 25 + ö—. 1 Auf Gott und nicht auf mei⸗ nen Rat und dem, der mich er-schaf⸗fen hat, 6³⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. 9 ö + —— IRI———— vill ich mein Glük⸗ke bau ⸗ von gan⸗zer See⸗le trau⸗ en. ——— + 5 2 2— — ö ö —5 7 der die Welt all⸗mäch⸗tig hält, wird mich in V 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, Wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen“ Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. Läßt Gesu Sind We Vor Dem Die 6. Wie Was Wie He Er h Seid Der Rreuz⸗ und Trostlieder. 631 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt du es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer deinen Rat Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten; Der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 376. Eigene Melodie. 1605. 5 t——.— 2 SSPSPIPSPIIIIIII —..—— E— 1. Nuf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in —.——— .. Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗ ten, mein Un⸗glück —— .—— — SSSSS.... kann er wen⸗den, steht all's in sei⸗nen Hän⸗den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, Will ich verzagen nicht; 632 Kreuz⸗ und Trostlieder. Auf Chrästunt will ich bauen Und ihm allein vertrauen;— Ihm tu ich mich ergeben— Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, 95 Sterben ist mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben;— Dem tu ich mich ergeben;— Ich sterb heut oder morgen, Lu Mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so g'duldig bist— Für mich am Kreuz gestorben, Ba Hast mir das Heil erworben,— Auch uns allen zugleiche 22 Das ewge Hünmelt eiche: 5. Erhöre gnädig mich, de Mein Trost, das bitt ich dich; Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß selig ich abscheide 10 7 ewgen Himmelsfreude. Amen zu jeder Stund Sprech ich aus Herzensgrund; Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ewiglich preisen. Amen. Sigismund Weingäriner, um 1600. 377 Psalm 2 o. 371. Mel.: Herzlich tut mich 5..h Ee e—— 2— S. 1. Be⸗ 11— du dei ⸗ ne We⸗ge und ler⸗ treu⸗sten Pfle⸗ge des, der a LIIIIIII .—. Kreuz⸗ und Trostlieder. 6³³ 5——73 EEEEE 2 nrrn o.,,. ——————. was dein Her⸗ ze kränkt, 00 den Him⸗mel lenkt; der Wol⸗ken, —— —‚‚.‚J‚.—— dhan— 54.— 2—.— 5 2 2— Luft umd Win⸗ den gibt We⸗ge, Lauf und 1 ——— 555 —.————. 3—————— Bahn, der wird auch We⸗=ge 0 den, da I* HN — +— n 1 + 4 1..— 21 IX——— — dein Fuß ge hen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, 2 f dirs soll wohlergehn, Auf sein Werk mußt du schauen, Wienn dein Werk soll bestehn. Mit selbi und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und sieht, ö Was gut sei oder schade Dem sterbli chen Gebluͤt; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dirs nicht; Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; Was er sich vorgenommen, Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Va dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß an und walten, Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Kreuz⸗ und Trostlieder. Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und solltst du für und für In Angst und Nöten schweben, Als fragt er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da dus am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon Mit Ruhm und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende An aller unsrer Not: Stärk unsre Füß und Hände, Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. 63⁵ Waul Gerhardt, 1607—1676. 686 Kreuz⸗ und Trostlieder. 378. Psalm 73, 23 u. 24. Eigene Melodie. ö 171⁰. 2—————— ———.— 1 Den⸗noch bleib ich stets an dir, wenn mir kei⸗ ne Trüb⸗sal drückt in mir die ge⸗ 2————— . al⸗les gleich zu⸗wi⸗ der; faß⸗te Hoffnung nie-der, EEE—— .... E——.— 41 bricht und fällt, den⸗noch dei⸗ne Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rat, Ver wohl wunderlich geschiehet, Aber endlich in der Tat Nur auf meine Wohlfahrt siehet; Denn du führst es wohl hinaus, Sieht es gleich verkehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an, Wenn ich ausgekämpfet habe; ühre mich die Lebensbahn Zu dem Himmel aus dem Grabe; Endlich zeige mir das Los In der Auserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier Wunderlich mit mir ergeben; Dennoch bleib ich stets an dir, Dennoch bleib ich feste stiehen: Ich muß, Trotz sei aller Pein. Dennoch, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. daß, wenn al⸗les Kreuz⸗ und Trostlieder. 6³ 379 Psalm 23. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. 1—11 1. Der Herr, der al⸗ler⸗ —.—.—.—— Fe,— 3.—.—.——.— 22 —2———.———.— — 2— I ——4————— giert mit sei⸗nen Hän⸗den, der Brunn der ero⸗gen . +2 ö .—— Gü⸗ter, der ist mein Hirt und Hü⸗ter. 2. So lang ich diesen habe, Fehlt mirs an keiner Gabe, Der Reichtum seiner Fülle Gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden Auf grüner Aue weiden, Führt mich zu frischen Quellen, Schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget Und sich mit Sorgen plaget, Weiß er sie zu erquicken, Aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, 0 mich auf rechter Straßen, Läßt Furcht und Angst sich stillen Um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern Im finstern Tal muß wandern, Fürcht ich doch keine Tücke, Bin frei vor dem Unglücke. ö 7. Denn du stehst mir zur Seiten, Schützst mich vor bösen Leuten; en⸗den re⸗ *— + 1 12272——— 638 Dein Stab, Herr, und dein Stecken Benimmt mir all mein Schrecken. „„Du setzest mich zu Tische, Machst, daß ich mich erfrische, Wenn mir mein Feind viel Schmerzen Erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Ole Und füllest meine Seele, Die leer und durstig saße, Mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes Wird mein Herz gutes Mutes, Voll Lust, voll Freud und Lachen, So lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben Und dein Lob herrlich treiben Im Hause, da du wohnest Und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden Und dort, da wir dich werden Selbst schaun im Himmel droben, Hoch rühmen, singn und loben. Paul Gerhardt, 1607—1676. Kreuz⸗ und Trostlieder. 300. Mel.: Was Gott tut, dos ist wohlgetau. 1690. 5——.—— 1 Der Herr ist mei⸗ ne Zu ⸗ver⸗sicht, Dem fehlt es nie an Trost und Licht, — 5 ö—1—7.— , ,,r.. ———————.— ee 76. Kreuz⸗ und Trostlieder. 639 E———— —1—..—8 ———.——— +•..———— See⸗le til le; ihm gnügt des Va⸗ters Wil⸗le. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun! Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schaun, Sehn deine Wunderwerke. 10 wo von Rat Und stark von Tat, Mit gnadenvollen Händen Wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer Gott geliebt, Verlassen sehen müssen; Du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, Doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz Wird frei von Schmerz; Der Sünder eitles Dichten Pflegst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Der Toren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte in der Not Das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn jene zittern, Als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, Die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn, Verflucht, wer von Gott weichet. * 11 17* 5. 6⁴⁰ Kreuz⸗ und Trostlieber. Dein Heiland starb: Er, er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her— Sich Ungewitter sammeln. Gott hilft, wenn Christen freudenleer ie Zu ihm um Gnade stammeln.— Die Zeit der Qual,— Der Tränen Zahl— Zählt er, er wiegt die Schmerzen 2 Und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht, Auf dich hofft meine Seele; Du weißt, was meinem Glück gebricht, Wenn ich mich sorgend quäle. ö Wer wollte sich Nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen, Und sich im Kummer fassen! 8. In deine Hand befehle ich Mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; Dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott Und einst im Tod Mein Fels, auf den ich traue, Bis ich dein Antlitz schaue. Casseler Gesangbuch v. 1770. ist wohlgetan. 1690. *—.————.————.—— —..——— I Ein Christ kann oh⸗ ne Kreuz nicht sein; wenn Gott ver⸗sucht mit Kreuz und Pein Kreuz⸗ und Trost lieder. 64¹ 2——— ——— ——— drum laß dichs nicht be⸗ trü⸗ die Kin⸗der, die ihn lie⸗ben. lie⸗ ber Kind, je ern⸗ster sind des fri romemen B. .—————————— Va⸗ters Schlä-⸗ge. Schau, das sind + Got⸗tes We* ge. 2. Ein Chrit kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein Sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, So geh es ein: Es kommt von Liebeshänden, Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Das Kreuz lehrt fleißig beten, Zieht ab vom eiteln Trug und Schein Und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin Mit schnödem Sinn, Wenns nun zu dir gekommen; Es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; 2 Das muß uns immer wecken, — —3 Wir schliefen sonst in Sünden ein. ein; Wie müßten wir erschrecken, zein Wenn unbereit 4¹ 6⁴² Kreuz⸗ und Trostlieder. Die Ewig keit Und der Posau nen Schallen Uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Es lehrt die Sünde hassen Und unsern lieben Gott allein Mit 42 Welt Lieb umfassen. Die Welt vergeht, Und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, Das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; Was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, Sinds doch nur kurze Plagen Und wohlgemeint. Wer gläubig weint, Lebt dort in steten Freuden: Ich will mit Christo leiden. David Nerreter, 1649—1726. 382. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 1571. „ *————̃ ʒ.. 1 Ge⸗duld ist euch von nö⸗ten, wenn und was euch mehr will tö⸗ten, euch L— 2—..—..— Sor⸗-ge, Gram und Oeid in das Her ⸗ze schneidt. O aus⸗er-wähl⸗te —.— ————— 5111 1 ri0 EE1 —.— 8—— , Zahl, soll euch k kein Tod nicht tö⸗ten, ist euch Ge⸗ 1 I 1* LIIIIIXI Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁴3 ääü—2——48— ———— 2— I— SSS.S........... . +7 duld von nö⸗ten, das sag ich noch ein-mal. 2. Geduld ist Gottes Gabe Und seines Geistes Gut, Der schenket sie zur Habe, Sobald er in uns ruht; Der edle, werte Gast Erlöst uns von dem Zagen Und hilft uns treulich tragen Die große Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glauben Und hängt an Gottes Wort, Das läßt sie sich nicht rauben, Das ist ihr Heil und Hort; Das ist ihr hoher Wall, Da hält sie sich verborgen, Läßt Gott den Vater sorgen Und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld ist wohl zufrieden Mit Gottes weisem Rat, Läßt sich nicht leicht ermüden Durch Aufschub seiner Gnad, Hält frisch und fröhlich aus, Läßt sich getrost beschweren Und denkt, wer wills ihm wehren,„ Ist er doch Herr im Haus. 5. Geduld dient Gott zu Ehren Und läßt 0 nimmermehr Von seiner Liebe kehren; Und schlüg er noch so sehr, So ist sie doch bedacht, Sein heilge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hoch erhoben, Hat alles wohlgemacht. 6⁴⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Geduld erhält das Leben, Vermehrt der Jahre Zahl, Vertreibt und dämpft daneben Manch Angst und Herzensqual, Ist wie ein schönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf erlanget Ein fröhlich Angesicht. 7. Geduld ist mein Verlangen Und meines Herzens Lust, Nach der ich oft gegangen; Das ist dir wohl bewußt, Herr voller Gnad und Huld, Ach. gib mir und gewähre tein Bitten, ich begehre Nichts andres als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte, Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein geduldig Ende, So hab ich alles gnug. 46. Gerhardt, 16071676. 383. ge 25 I. 1 Melodie. J. Hintze. 1670. + — 1 Gib dich zu⸗frie⸗den und sei sti/ le in ihm euht al⸗ler Freu⸗den Fül⸗ ⸗le, + r. ———* 12. in dem Got⸗te det i⸗nes Le⸗ bens; ohn ihn mühst du dich ver⸗ge⸗bens; e ist dein Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁴⁵ ——I— 221———— ‚——— Sol — 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, Ungefärbten, treuen Herzens; Wo er steht, tut dir keinen Schaden Auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, Ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, Ist ihm wahrlich nicht verborgen; Er sieht und kennet aus der Höhe Der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen Und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, Dessen Treue du darfst trauen, Alsdann will er dein Treuster werden Und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, Auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen Und des Herzens stilles Klagen, Und was du keinem darfst erzählen, Magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, Gid bald und gern der Armen Bitten. ib dich zufrieden. —— 6⁴46 Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, Halt an Gott, so wirst du siegen; Ob alle Fluten einhergingen, Dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, Hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, Wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, Wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand voll aller Gaben, Da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden. 8. Der allen Vöglein in den Wäldern Ihr bescheidnes Körnlein weiset, Der Schaf und Rinder in den Feldern Alle Tage tränkt und speiset, Der wird ja auch dich eingen füllen Und deinen Leib zur Notdurft stillen. Gib dich zufrieden. 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, Wo ich such, ist nichts zum besten. Denn das ist Gottes Ehrentitel: Helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, Da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden. 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, Wird sie dennoch endlich kommen; Macht dir das Harren angst und bange, Glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, Und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden. —e Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁴⁷ 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten Deiner Feinde von dir dichten; Laß sie nur immer weidlich spotten. Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, Was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden. 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, Wenn ers sehen könnt und wollte. ö Wo ist ein Glück so klar und reine, Dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden. 13. Es kann und mag nicht anders werden, Alle Menschen müssen leiden; Was webt und lebet auf der Erden, Kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden Bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden. 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, Da uns unser Gott wird lösen; Er wird uns reißen aus den Banden Dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herdringen Und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 15. Er wird uns bringen zu den Scharen Der Erwählten und Getreuen, Die hier mit Frieden abgefahren, Sich auch nun im Frieden freuen, Da sie den Grund, der nicht kann brechen, Den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt, 1607—1676. ———————————— 6⁴8 Kreuz⸗ und Trostlieder. 38 Mel.: Jesu, meine Freude. J. Crüger. 1656. 1.] Gott der wirds wohl ma⸗chen, dem ich Er hat mich er⸗-ko⸗ren, eh ich EEEE 22— al ⸗le Sa⸗ chen all⸗ zeit heim⸗ge .....———.—.—— ... hat mir auch nach sei-nem Brauch, was von nö⸗ten, IN — EE —— 111 stets ge⸗ge-ben hier in die⸗sem Le⸗ben. 2. Gott der wirds wohl machen, Der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt; Der mich nie vergessen, Der mit Kleid und Essen Täglich mich bedenkt; Auch wenn fast die Kreuzeslast Oft die Seinen ziemlich drücket, Hat er mich erquicket. 3. Gott der wirds wohl machen, Laß die Wetter krachen Und die Stürme gehn; Wenn mit großem Grausen Alle Wellen brausen, Will er bei dir stehn. — E.E Y SSES S&S E XII II Kreuz⸗ und Trostlieder. 649 Rur Geduld, trau seiner Huld:; Schlägt dich Unglück auch darnieder, Gott erhebt dich wieder. 4. Gott der wirds wohl machen, Er wird selber wachen Über deiner Not. ö Wenn du willst verzagen Unter deinen Plagen, Ist der fromme Gott Auf dem Plan und nimmt dich an; Dann verstäubt die Angst geschwinde Wie der Rauch im Winde. 5. Gott der wirds wohl machen, Mächtig in den Schwachen Ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, Der sich Gott erwählet In dem Herzeleid? Drum, mein Herz, vergiß den Schmerz; Alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 6. Gott der wirds wohl machen, Wenn des Todes Rachen Gleich ist aufgetan; Wenn die Lebensjahre Liegen auf der Bahre, Führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: Die gelebt und leben werden, Kommen in die Erden. 7. Gott der wirds wohl machen, Der den alten Drachen Dämpfet ritterlich; Führt er gleich die Seinen Über Stock und Steinen Vielmals wunderlich, * 6⁵⁰ Kreuz⸗ und Trostl ieder. Sei bereit zu Freud und Leid, Gott befiehl nur deine Sachen, Gott der wirds wohl machen. Ernst Stockmann, 1634—1712. 385. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. — *.——— 1— 2— IEDDEEEE 27 1. Gott ist und bleibt ge⸗ treu, 21 sein bleg er gleich öf⸗ ter⸗mal die — jEI—— 0 6 2 ö n n bricht ihm vom Lie-ben, Sei⸗nen zu 2——5 trü⸗ ben. e. Z.— 5— DIxxxx.xx..· 1—. 2—4—1— durch das Frenz, wie rein der Glau⸗be sei, wie .— ö————— deen n standhaft die Ge⸗duld; Gott ist und bleibt gezir eu. 2. Gott ist and bleibt getreu; Er hilft ja selber tragen, Was er uns auferlegt, Die Last der schweren Plagen; Er braucht die Ruten oft Und bleibet doch dabei Ein Vater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getreu. Gott ist und bleibt getreu; Er weiß, was wir vermögen, Er pfleget nie zu viel Den Schwachen aufzulegen. Er macht die Seinen gern Von Last und Banden frei, 10 Kreuz⸗ und Trostlieder. 65⁵1 Wenn große Not entsteht; Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu, 712. Er tröstet nach dem Weinen; Er läßt nach trüber Nacht 693. Die Freudensonne scheinen. — Der Sturm, der Kreuzessturm, 9— Geht augenblicks vorbei; Sei, Seele, nur getrost! ein Gott ist und bleibt getreu. die 5. Gott ist und bleibt getreu, —.. Er stillet dein Begehren, — Er will dein Glaubensgold ü⸗fet In Trübsalsglut bewähren. Nimm an von Gottes Hand —— Den Kreuzkelch ohne Scheu; — Der Lebensbecher folgt: wie Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch Ein solches Ende machen, Daß alles Kreuz und Leid Dir ewig nützlich sei; So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. Unbekannt, 1695. 386. Eigene Melodie. 1731. —.— Gott ist gut, der aus Er⸗ zagst du doch? der mit Macht und star⸗ken * 11 7 3————, IENNINIINNNN 65⁵² Kreuz⸗ und Trostlieder. Hawenten al-le Hilf auf Er⸗Den tut, Ar⸗men ma⸗chet al-les wohl und gut. 2 ö 14.— 0 2 2—.—5— 5— 24* + 32*—. Gott känn bes⸗ ser, o als wir 1— ken, al⸗le — — E— DR Not dum. sten len⸗ken. See⸗le, so be⸗ — — ,— .—.. — den⸗e..85 doch un-⸗ser Herr⸗gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, Der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, Sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, Wo den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. — e — —i5i7ß7ß7i——— Kreuz⸗ und Trostlieder. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, Hilft dem Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich sehr: Komm zu Gott, er wird versenken Deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen Kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, Weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen Und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, Wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden Immerhin in Trümmer gehn, Laß die Höll entzündet werden, Laß den Feind erbittert stehn, 65⁵⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. Laß den Tod, den Abgrund blitzen; Wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 8. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen Auf der harten Dornenbahn: Es ist Gottes Wohlgefallen, Dich zu führen himmelan; Gott wird nach dem Jammerleben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. Johann Friedrich Zihn, 1650—1719. 387. Eigene Melodie.—— e;. . E————— N 1. Goͤtt wills ma⸗chon, daß die Sa⸗chen I ——.—.—.— ———————— 4—.— ge⸗hen, wie es heil⸗sam ist. Laß die Wel len ö——— inr r. s. —— DD. sich ver⸗stel-len, wenn du nur bei Je⸗su bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen nur sich plagen, Da der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den Höhen aufzusehen Wäre deine Glaubenspflicht. — Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁵⁵ 4. Im Berweilen und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter sch einen, Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. „5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei; Wenn dein Wille nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. 6. Nimmer klage, niemals zage, Wenn der Herr dir Leiden gibt; Der sie sendet, auch sie wendet, Der hat nie ohn Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanken, Faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 8. Goltes Hände sind ohn Ende, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zunder, Da der Glaube Funken fängt. Alle Taten sind geraten Jedesmal, wie ers verhängt. 10. Wenn die Stunden sich gefunden, Bricht die Hilf mit Macht herein, Und dein Grämen zu beschämen, Wird es unversehens sein. 11. Eignen Willen zu erfüllen, Leidet sichs noch ziemlich wohl; Da ist Plage, Not und Klage, Wo man leiden muß und soll. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen Nach der stillen Willensruh; Auf das Wollen fällt dem Sollen Die Vollbringungskraft bald zu. 656 Kreuz⸗ und Trostlieder. 13. Mehr zu preisen sind die Weisen, Die schon in der Übung stehn, Die das Leiden und die Freuden Nur mit Hiobs Aug ansehn. 14. Nun, so trage deine Plage Fein getrost und mit Geduld; Wer das Leiden will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 15. Die da weichen und das Zeichen Ihres Bräutigams verschmähn, Müssen laufen zu den Haufen, Die zur linken Seite stehn. 16. Aber denen, die mit Tränen Küssen ihres Jesu Joch, Wird die Krone auf dem Throne Ihres Heilands werden noch. 17. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt ich still; Es geschehe und ergehe, Was und wie und wann er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723. 388. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein. 1588. 2 — 2——* U———— 1. Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Rot, E ů——— , n —.—— 1⸗ barm dich mein, du tre + ich bin ja doch dein lie-bes Kind 1 1117 — Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁵⁷ m,———.— ö, ——..————— 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr. Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, Du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Herzen fein, n Bin gutes Muts und harre dein, Verlaß mich gänzlich auf dein Nam'n; Hilf, Helfer, hilf! Drauf sprech ich Am'n. Martin Moller, 1596, nach Nikolaus Selnecker, 1565. 389. Vorige Melodie. 1588. 1. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du kannst es tun, du starker Gott; Denn du bist groß von Rat und Tat, Wies mancher Christ erfahren hat. 2. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! 23. Du willst es tun, du lieber Gott; Denn du sprichst: Ich will reißen dich — Aus aller Not, glaubs sicherlich. 23 3. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du mußt es tun, du treuer Gott; Denn dir dein Vaterherze bricht, Daß du mich kannst verlassen nicht. 4. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! — Du wirst es tun, wahrhaftger Gott: —.— Denn obs gleich währt bis in die Nacht, tt, So hilfst du doch durch deine Macht. de 5. So hilf nun allen in der Welt, 2— Wie, wo und wann es dir gefällt; So hilf auch mir zur rechten Zeit n Zu meiner Seelen Seligkeit. 2 65⁵58 Kreuz⸗ und Trostlieder. Du kannst, du wällst, du m 950 es 2— Du wirst dein Wort erfüllen nun; So will ich dir stets dankbar sein Hilf, Jesu, hilf, du kannsts allein! Johann Jakob Lang, 1646—1690. 390. Mel.: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 1530. —D— ———— 1 Ich hab it Got⸗1 es Herz und Sinn 7 Was bö⸗ e scheint, ist mir 2 Se, ————— 5———— — —— mein Herz und Sinn nner der Tod selbst ist mein Le ⸗ ben. 2————2 —— FFFFFFtIFtTTTttT..s s s s.s.sTTTT TTT Ich bin ein Sohn des, der den Thron — 4—9430— .. — 12— 4—.— des E— auf⸗ ge⸗ zo⸗ gen; ob er ii. ——— 2——65,.— gleich schlägt und Kreuz 1567 legt, bleibt doch 6655——————— +—————.— sein Herz ge⸗ wor⸗ gen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, Mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, So will er mich nur üben SEE SEE SE — 11111144141 X 1441 Kreuz⸗ und Trostlieder. 659 un, Und mein Gemüt in seiner Güt Gewöhnen fest zu stehen; Halt ich denn stand, weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 0. 3. Ich bin ja von mir selber nicht Ans Licht der Welt geführet, 30. Mein Gott ist, der mich zugericht, An Leib und Seel gezieret; — Es ist sein Arm, der alles warm, Gesund und fröhlich machet; inn Was er nicht hält, das bricht und fällt; un Was er erfreut, das lachet. —1 4. Zudem ist Weisheit und Verstand Dei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt Zu tun und auch zu lassen. ö Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid — Uns, seinen Kindern, diene, Und was er tut, ist alles gut, Obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, — Was Fleisch und Blut begehret, — Als sei mit einer großen Last er Dein Glück und Heil beschweret; —— Hast spat und früh viel Sorg und Müh, 2— An deinen Wunsch zu kommen, och Und denkest nicht, daß, was geschicht, Gescheh zu deinem Frommen. — 6. Fürwahr, der dich geschaffen hat —— Und ihm zur Ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem Rat Ersehen und beschauet Aus wahrer Treu, was dienlich sei Dir und den Deinen allen: Laß ihm doch zu, daß er nur tu Nach seinem Wohlgefallen. * 1 177 35——— nπ⁰νννν— H 660 Kreuz⸗ und Trostlieder. 7. Wenns Gott gefällt, so kanns nicht sein, Es wird dich letzt erfreuen; Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden; All Angst und Qual wird auf einmal Gleich wie ein Dampf verschwinden. 8. Das Feld kann ohne Ungestüm Gar keine Früchte tragen; So fällt auch Menschenwohlfahrt hin Bei lauter guten Tagen. Wie bitter sei die Arzenei, Sie macht doch rote Wangen; So muß ein Herz durch Angst und Schmerz Zu seinem Heil gelangen. 9. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir Getrost in deine Hände; Nimm mich und mach es du mit mir Bis an mein letztes Ende, Wie du wohl weißt, daß meinem Geist Dadurch sein Nutz entstehe, Und deine Ehr je mehr und mehr Sich in ihr selbst erhöhe. 10. Willst du mir geben Sonnenschein, So nehm ichs an mit Freuden; Solls aber Kreuz und Unglück sein, Will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür Noch ferner offen stehen, Wie du mich führst und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 11. Soll ich denn auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen, Wohlan, so tret ich Bahn und Steg, Den mir dein Augen weisen. S. ITFT EEE s S IU 117 IIIIIE Kreuz⸗ und Trostlieder. 661 Du bist mein Hirt, der alles wird Zu solchem Ende kehren, Daß ich einmal in deinem Saal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607—1676. 391 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. * H. Isaak.(2) 1536. 6 ̃ ö 2— —.————..—.———— ——————— da/ 2—— 1.— 1. Ich hab in gu⸗ten Stun⸗den des —U 0———..—— —3————— — DEID——— Le⸗bens Glück emp⸗ fun⸗den und Freu⸗den IEEE IDI——.—— oh⸗ne Zahl; so will ich denn ge⸗las-sen mich U 3 ů + 23 5———— ——— +.* V— 2— SISIIISeeeee——— —— N N——. auch im Lei-den fas⸗sen: Welch Le-ben V —.. ——— hat nicht sei ⸗ ne Qual! 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. —— 66² Kreuz⸗ und 2 Trostlieder. 94. Laß du mich Gnade finden, 2 Mich alle meine Sünden Er Erkennen und berenn. Hin Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Er Sein Heil laß mein Geschäfte, 3 Dein Wort mir Trost und Leben sein. So 5. Wenn ich in Christo sterbe, Set Bin ich des Himmels Erbe. De Was schreckt mich Grab und Tod? 4 Auch auf des Todes Pfade Bet Vertrau ich deiner Gnade. Er Du, Herr, bist bei mir in der Not. Wi 6. Ich will dem Kummer wehren, ů Gott durch Geduld verehren, De Im Glauben zu ihm flehn. Un Ich will den Tod bedenken. Bil Du, Herr, wirst alles lenken; Und was mir gut ist, wird geschehn. Se Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Ge Psalm 12 ö 392. Mel.: Wenn 518 in höchsten! Nöten sein. 1588. De e, r,,„ö ö —— 2— De ,re in.nnnnn———————— 1. Ich heb mein Au⸗ gen sehn⸗lich auf 3. U— +—. ů—.— ö Br ů und seh die Ber⸗ge hoch hin⸗auf, I— 1 . 75 55 wann mir mein Gott vom Himwelz thron ö —— 4 ö IITI—.. ——.—— mit sei⸗ ner Hilf zu stat⸗ten komm. 114141414 II 11177 41II Kreuz⸗ und Trostlieder. 663 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn, Er hilft uns ja von Herzen gern; Himmel und Erd hat er gemacht, Er hält über uns Hut und Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Bahn, So daß dein Fuß nicht gleiten kann; Setz nur auf Gott dein Zuversicht, Der uns behütet, schläfet nicht. 4. Der treue Hüter Israel Bewahret dir dein Leib und Seel; Er schläft nicht weder Tag noch Nacht, Wird auch nicht müde von der Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich Der fromme Gott behütet dich; Unter dem Schatten seiner Gnad Bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein Sollen dir nicht beschwerlich sein. Gott wendet alle Trübsal schwer Zu deinem Rutz und seiner Ehr. 7. Kein übel muß begegnen dir, Des Herren Schutz ist gut dafür, In Gnad bewahret deine Seel Der treue Hüter Israel. 8. Der Herr dein Rund dt stets bewahr, Zu Weg und Steg gesund dich spar, Bring dich zu Haus in seim Geleit Von nun an bis in Ewigkeit. Kornelius Becker, 1561—1604. 393. Eigene Melodie. 1793. ů —————— SS.. 1. Ich laß dich nicht, du mußt mein 0 EII 664 Kreuz⸗ und Trostlieder. .—— en en nr.n Eenn Fnn 2 I E Je⸗sus blei⸗ben. Will rau⸗he Not, Welt, 4.—— E. — 12—— +1 n— SDI‚‚I‚—.—.—— Höll und Tod mich aus der fe⸗sten Burg der ——— Treu⸗ 2 trei⸗ ben: Nur her, ich Hal⸗ te mich, Rein e e, e,,,. 4.—.—0— ö —— ———.— Held, an dich. Hör, was mein Her-ze V DDE— —.—.— LEAI. A. .——— 40— —— ö. richt: Du mußt mein Je⸗sus blei⸗ ben, ich —AI ———— 5——1 +2— laß dich nicht, ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht, du allerhöchste Liebe, Wenn Zweifel sich Setzt wider mich; Ich weiß, wie dich der Liebe Flamme triebe. Du trugest Schuld und Pein: Sollt ich verurteilt sein An jenem Weltgericht? Du 1alt wich u Liebe, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, du süße Seelenstärke, Die 10— erlabt, Mit Kraft begabt, Wenn ich in mir des Glaubens Schwachheit merke. Hält mich der Krankheit Ach sU * 0 ——— — III 2—— IIII eeee ke, rke. 71177 Kreuz⸗ und Trostlieder. 66⁵ In Schmerzensnächten wach, So spricht die Seele doch: Du süße Seelenstärke, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 4. Ich laß dich nicht, du Hilf in allen Nöten, Leg Joch auf Joch, Ich hoffe doch, Auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten. Machs, wie du willst mit mir, Ich weiche nicht von dir. Verbirg auch dein Gesicht, Du Hilf in allen Nöten: Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 5. Ich laß dich nicht, sollt ich den Segen lassen? Nein, Jesu, nein, Du bleibest mein, Ich halt dich noc, wenn ich nichts mehr kann Nach kurzer Näch e Lauf[fassen. Geht mir der Sogen auf Von dir, dem Segenslicht; Sollt ich den Segen lassen? Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 6. Ich laß 65 nicht, mein Gott, mein Herr, Mich reißt das Grab(mein Leben, Von dir nicht ab, Der in den Tod du dich für mich gegeben. Du starbst aus Liebe mir; Ich sags in Liebe dir, Auch wenn mein Herze bricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722. 666 Kreuz⸗ und Trostlieder. 394 Psalm 30. ö Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1588. 22— 1 *—— D. 1—1 Ich prei⸗se dich und sin ⸗ ge, Herr, die mir so gro⸗ße Din ⸗ge bis⸗ —— 1 — 1 ——5.—ꝛ 4— 24 IIIIIE 1.— 1 dei⸗ ne Wun⸗der⸗gnäd, 42.. her er⸗wie⸗sen hat; deun das sstt 123 ö —— ee— EEEEEEEEE ů——.— mei'⸗ ne„flicht, in mei⸗nem gan⸗zen E + I +— ————* V V— 2— ——— I Let ben dir Lob und Dank zu 9557 ů 2 E—— .——————— ge⸗ ben; mehr hab und ann ich nicht. 2. Herr, mein Gott, da ich Kranker Vom Bette zu dir schrei, Da wird dein Heil mein Anker, Da stehst du treulich bei. Da andre fahren hin Zur finstern Todeshöhle, Da hältst du meine Seele Und mich noch, wo ich bin. 3. Ihr Leidensbrüder, singet Und danket unserm Herrn, Der, wenn die Not eindringet, Bald hört und herzlich gern Uns Gnad und Hilfe gibt; Rühmt ihn, des Hand uns träget IIII I/ Kreuz⸗ und Trostlieder. Und, wenn er uns ja schläget, Nicht allzusehr betrübt. 4. Gott hat ja Vaterhände Und strafet mit Geduld, Sein Zorn nimmt bald ein Ende, Sein Herz ist voller Huld Und gönnt uns lauter Guts. Den Abend währt das Weinen, Des Morgens macht das Scheinen Der Sonn uns gutes Muts. 5. Ich sprach zur guten Stunde, Da mirs noch wohl erging: Ich steh auf festem Grunde, Acht alles Kreuz gering; Ich werde nimmermehr, Das weiß ich, niederliegen; Denn Gott, der kann nicht trügen, Der liebt mich gar zu sehr. 6. Als aber dein Gesichte, Mein Gott, sich von mir wandt, Da war mein Trost zu nichte, Da lag mein Heldenstand; Es war mir angst und bang, Ich führte schwere Klagen Mit Zittern und mit Zagen: Herr, mein Gott, wie so lang! 7. Nun wohl, ich bin erhöret, Mein Seufzen ist erfüllt, Mein Kreuz ist umgekehret, Mein Herzleid ist gestillt; Mein Grämen hat ein End, Es sind von meinem Herzen Der bittern Sorgen Schmerzen Durch dich, Herr, abgewendt. 8. Ach daß zu deiner Ehre Mein Ehre sich erhüb 66⁷7 668 Kreuz⸗ und Trostlieder. Und nimmer stille wäre, Bis daß ich deine Lieb Und ungezählte Zahl Der großen Wunderdinge Mit ewgen Freuden singe Im güldnen Himmelssaal! Paul Gerhardt, 1607—1676. 395 Mel.: Nach einer Prüfung kurzer Tage. 2 Schicht. 1819. D.DDD‚——————— S... 9.—— D/ 25 4—..iß—.— 1 Je grö-ßer Kreuz, je nä⸗her Him⸗mel: bei Sün⸗den-lust und Welt-ge-tüm⸗mel ——..— ü——88— II —, E ö——...— Wer oh⸗ne Kreuz, ist oh⸗-ne Gott; ver⸗gißt man Höl⸗le, Fluch und Tod. O, se⸗lig ist der Mensch ge⸗schäßt den Gott in Kreuz und Trüb-sal setzt. 2. Je größer Kreuz, je bessrer Christe: Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüste, Fällt nie ein Tränentau hinein! Das Gold wird auf dem Feuerherd, Ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube: Die Palme wächset bei der Last, Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Wenn du sie wohl gekeltert hast. II23 XIIIIII Kreuz⸗ und Trostlieder. 669 Im Kreuze wächset uns der Mut Wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe: Der Wind bläst nur die Flammen auf; Und scheinet gleich der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, Gleichwie das Ol im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete: Geriebne Kräuter riechen wohl; Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, So fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: Im Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüste oft gegangen, Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, findt es hier nicht Ruh, So fleugt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Verderben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuze, das die Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, Die Gottes Schatz uns beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber sein; 670 Kreuz⸗ und TD rostl lieder. Daß mich die Un geduld mücht reize, So pflanz ein solch⸗ es Herz mir ein, Das Glaube, Lieb und Hoffnung hegt, Zis dort mein Kreuz die Krone trägt. 11.4——0 in Schmolck, 1672—1737. 396. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. , r, S— E ———— Aus——.. 1 1 Wai⸗sen, weieet nicht! Wie, Ver⸗las⸗set euch auf Gott, der —— ö — 2..—— 3605 könnt ihr euch nicht fas⸗sen? 2505 di wird euch nicht ver⸗las⸗sen. Sund gleich dis E. ö—.——2 Lrreme: n r.——. 14—— rr r 5000—— El⸗tern tot, so le-⸗bet den⸗noch Gott; weil —— REEI.——.—— n DIDDDD— a⸗ber Gott noch lebt, so habt ihr kei⸗ne Not. 2. Gott ist und bleibet stets Ein Vater aller Waisen, Der will sie insgesamt Ernähren, kleiden, speisen. Demselben trauet nur, Der nimmt sich euer an; Seht, er ist euer Schutz Und euer Helfersmann. 3. Gott ist ein reicher Gott, Er wird uch wohl versorgen Er weiß ja eure Not, Sie ist ihm nicht verborg en; Ob ihr schon wenig habt, Ist auch der Vorrat klein, —XX IIIII Kreuz⸗ und Trostlieder. 67¹ So will fürs künftige Gott der Versorger sein. 4. Habt einen guten Mut! Gott hat es ja verheißen, Er woll Verlassene Aus jeder Trübsal I n Dies Wort geht euch auch an. Ihr werdet es ar sehn, Wie es auch noch an euch Wird in Anna gehn. 5. Ja, glaubet, bleibet fromm Und geht auf Gottes Wegen, Erwartet mit Geduld Den euch verheißnen Segen, Und weichet nicht von Gott, Vertraut ihm allezeit; So werdt ihr glücklich sein In Zeit und Ewigkeit. Johann Friedrich Starck, 1680.—1756. 397. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. — S SPDPDPPPP —— In al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den —— 22—..— E——. Höch⸗ sten ra⸗ ten, der al⸗les kann und — EE — 3——.—. — Ts ais A N V4 hat; er muß zu al⸗len Din⸗ gen, solls ——— —.—.— — 1+12——— +**— an⸗ders wohl-ge-⸗lin-gen, uns sel⸗ ber ge⸗-ben Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe, Mein Sorgen ist umsonst; Er mags mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat versehen Und was mir selig ist; Ich nehm es, wie ers gibet, Was ihm von mir beliebet, Dasselbe hab ich auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt; 30⁰ Leb ich nach seinen Sätzen,— So wird mich nichts verletzen, 6 Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld;— Er wird auf mein Verbrechen d Nicht stracks das Urteil sprechen 8 Und mit mir haben noch Geduld. 4 6. Leg ich mich späte nieder, e Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was mir stößt zu Handen, 0 So tröstet mich allzeit sein Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen Kreuz⸗ und Trostlieder. 673 An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird mir zu harte fallen, Mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat; Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming, 1609—1640. 398. Eigene Melodie. Vorreformatorisch. ——*————————————i—i——.———ꝛ— DSISST———88— SSSSSEEIE.... —0—.——.——96—.—. r IP.. ——ñjßß SS. daß ich nicht zu Schan⸗den werd noch —‚T——— ———— ———0.— . e⸗wig⸗lich zu Spot⸗te. Das bitt ich dich: Er⸗ .——————— hal⸗te mich in dei⸗ner Treu, Herr Got⸗te! 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, Erhör mein Bitt, tu dich herfür, 43 67⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. Eil bald, mich zu erretten; In Angst und Weh ich lieg und steh, Hilf mir in meinen Nöten. ö 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, Sei mir ein Burg, darin ich frei Und ritterlich mög streiten, Ob mich gar sehr der Feinde Heer Anficht auf beiden Seiten. IJ“. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, Mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, Mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Mein starker Gott in aller Not: Wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht Mit Lügen und durch falsch Gedicht Viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in der Gefahr, Behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir; Mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, Nimm mich in deine Hände: O wahrer Gott, aus aller Not Hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit Sei Gott Vater und Sohn bereit, Dem heilgen Geist mit Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft Durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner, 1496 bis um 1575. 390 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 99. te Jesus, meine Zuversie J. Crüger. —.— e See⸗le sen ⸗et sich hin in Fund er⸗war⸗tet wil⸗ lig zlich sei⸗ner XLII. bei Got⸗tes Herz und Hän⸗de N 2„— We⸗ge Ziel und En⸗de, bloß in des lieb⸗sten V Meine Seele murret nicht, Ist mit allem wohl zufrieden; Was der eigne Wille spricht, Ist zum Tode schon beschieden; Was die Ungeduld erregt, Ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, Will vielmehr an nichts gedenken, Was gleich spitzen Dornen sticht Und den Frieden nur kann kränken; Sorgen kommt dem Schöpfer zu, Meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, Liebt hingegen Gott im Leiden; ů Kummer, der das Herze bricht, Trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, Bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht; ů— Denn sie weiß von keinen Nöten, Hängt an Gottes Angesicht Auch alsdann, wenn er will töten; Wo sich Fleisch und Blut beklagt, Wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, Und die Zunge bleibt gebunden; Also hab ich allen Spott, Alle Marter überwunden, —.—. still und Vort, Kreuz⸗ und Trostlieder. 26— —— a⸗ters Schoß. 676 Kreuz⸗ und Trostlieder. Din gleich wie ein stilles Meer Voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. 400 Mel.: Jesu, meine Freude. 4..— J. Crüger. 1656, 2—8——.— E ——— 25— EE. 2 ——.—.—— 4 Mei ⸗ne Seel ist stil ⸗ zu Gott, mein Herz ist ver⸗gnü⸗ 1 mit dem, —.— 35—————3———.— —.—..— in 3.— des⸗sen Wil⸗le mir zu hel⸗fen steht; wie Wäättt fü⸗ get, nimmt an, wie es geht. 615 ——.— —— 4 *—.—.— 4— .—.—— ꝗ e E.— — i—1 un⸗ge⸗schie⸗ den, so bin ich zu⸗ frie⸗ den. 2. Meine Seele hanget An dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein Aller Ort und Zeiten, Und mag keinen leiden, Der ihr redet ein; Von der Welt Ehr, Lust und Geld, Wonach sind so viel beflissen, Mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sagt sie, und sonst keiner II Kreuz⸗ und Trostlieder. Wird von mir geliebt; Jesus, der Getreue, In dem ich mich freue, Sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, Dem ich wieder mich ergebe Und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge Und dich gläubig lege Sanft in seinen Schoß; Lerne ihm vertrauen, So wirst du bald schauen, Wie die Ruh so groß, Die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, Den kann er eraquicken. 5. Meine Seele senket Alles, was sie kränket, Tief in Jesu Brust; Sie wird stark durch Hoffen; Was sie je betroffen, Träget sie mit Lust, Fasset sich ganz männiglich Durch Geduld und Glauben feste; Am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; Wer zu Jesu fliehet, Wird es recht erfahrn, Wie Gott seinen Kindern Pflegt das Kreuz zu mindern Und das Glück zu sparn Bis zu End: alsdann sich wendt Das zuerst gekost'te Leiden, Und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade, 1666— V* 7 678 Kreuz⸗ und 2 Trostli ieder. 401. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551. Mei⸗ne Sor⸗gen, Angstund Pla ⸗gen 4. 7—— al⸗les Seuf⸗zen, al les Kla⸗gen, lau⸗fen mit der Zeit zu End, 8. ird, gott⸗lob das der Herr al⸗lei⸗ne kennt, wirdngoit⸗lol, nicht e⸗ wig sein Nach dem Re⸗gen wird mei⸗nen mat⸗ten Geist er ⸗quik-ken. Meine Saat, die ich ausz Wird zur Freude wachsen aus 4— die Dornen abgemähet, So trägt man die Frucht nach Haus Wenn ein Wetter ist vorbei, Hne der Himmel wieder frei; Nach dem Kämpfen, nach dem Streiten Kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen stechen; Es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht; * 1111141 Kreuz⸗ und Trostlieder. 679 51. Will man hier das Kleinod finden, —. So muß man erst überwinden. — 4. Unser Weg geht nach den Sternen, — Der mit Kreuzen ist besetzt; gen Hier muß man sich nicht entfernen, Ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit Kommt kein Mensch hin ohne Streit; Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. — 5. Es sind wahrlich alle Frommen, Die des Himmels Klarheit sehn, Aus viel Trübsal hergekommen: Darum siehet man sie stehn Vor des Lammes Stuhl und Thron, Prangend in der Ehrenkron Und mit Palmen ausgezieret, Weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste Und bleibt ewig unverrückt; Seine Freund und Hochzeitsgäste Werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg Nach geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, Wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Seele, und gedulde dich, Gott wird dich gewiß erretten; Das Gewitter leget sich, Nach dem Blitz und Donnerschlag Folgt ein angenehmer Tag; Auf den Abend folgt der Morgen, Und die Freude nach den Sorgen. Unbekannt, 1704. 68⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 402. 5. Isaak.(6) 1586. 9. —*——.—2 u i I 4. Mein Herz, gib dich zu⸗—— den und blei⸗ ——— — ganz ge⸗schis⸗ ⸗den von Sor⸗ge, Furcht und —.— n.—...—‚———— ——.—. ů —— 2.—.—. 4— — Hare—.— — IEE ——— Z—.— 1 — ö — E Gott dir zu⸗ ge⸗schik-ke sei still und — + halt dich wie ein Lamm. 2. Mit Sorgen und mit Zagen, Mit unmutsvollen Klagen Häufst du nur deine Pein; Durch Stillesein und Hoffen Wird, was dich jetzt betroffen, Ve a sanft und lieblich sein. Kanns doch nicht ewig währen, Oft hat Gott unste Zähren, Eh mans meint, abgewischt; Wenns bei uns heißt: Wie lange Wird mir so angst und bange! So hat er Leib und Seel erfrischt. 4. Gott pflegt es so zu machen, Nach Weinen schafft er Lachen, Nach Regen Sonnenschein, ö Nach rauhen Wintertagen Kreuz⸗ und Trostlieder. 68¹ Muß uns der Lenz behagen; 596. Er führt in Höll und Himmel ein. —— 5. Indes ist abgemesser — Die Last, die uns soll pressen, 1419 Auf daß wir werden klein; 6515 Was aber nicht zu tragen, — Darf sich nicht an uns wagen, Und solls auch nur ein Quentlein sein. t und 6. Denn es sind Liebesschläge, — Wenn ich es recht erwäge, — Womit er uns belegt; hat Nicht Schwerter, sondern Ruten —. Sinds, damit Gott zum guten — Die Seinigen hienieden schlägt. — 7. Er will uns dadurch ziehen und 0 Kindern, die da fliehen — Das, was ihm mißbehagt, Den alten Menschen schwächen, Den Eigenwillen brechen, Die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, Wie wir ihn sollen ehren Mit Glauben und Geduld Und, sollt er uns in Nöten Auch lassen, ja gar töten, Uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch scheiden Von Gott und seinen Freuden, Dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, So bleibet uns das Erbe Des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, So muß uns, seinen Reben, Der Tod sein ein Gewinn; Er mag die Leibeshöhle 682 Kreuz⸗ und Troftlieber. Zerbrechen, doch 51 Seele Slica auf zum Bau des Himmels Drum gib dich ganz zufrieden, Mein Herz, und bleib geschieden Von Sorge, Furcht und Gram; Vielleicht wird Gott bald senden, Die dich auf ihren Händen Hintragen zu dem Bräutigam. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670.—1739 403. mer. Vater miser im Gihmelre D. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 4. Winn von uns, Herr, di treu⸗er Gott, hin. M 1 539. —.— E be⸗ hüt' vor Krieg und teu⸗rer Zeit, vor Seu⸗chen, Feur und gro⸗ßem 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, Wir bitten Gnad und nicht das Recht; Denn so du, Herr, den rechten Lohn Uns geben wolltst nach unserm Tun, So müßt die ganze Welt vergehn, Ind könnt kein Mensch vor dir bestehn. Leld. Kreuz⸗ und Trostlieder. 683 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein Mit Trost und Rettung uns erschein, Beweis an uns dein große Gnad Und straf uns nicht auf frischer Tat. Wohn uns mit deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Die Sünd hat uns verderbet sehr, Der Teufel plagt uns noch viel mehr, Die Welt, auch unser Fleisch und Blut Uns allezeit verführen tut; Solch Elend kennst du, Herr, allein, Ach laß es dir befohlen sein. 5. Gedenk an deines Sohnes Tod, Sieh an sein heilgen Wunden rot, Die sind ja für die ganze Welt Die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit Und hoffen auf Barmherzigkeit. 6. Leit uns mit deiner rechten Hand Und segne gnädig Stadt und Land; Gib uns allzeit dein heilges Wort, Behüt vors Teufels List und Mord; Verleih ein selig Stündelein, Auf daß wir ewig bei dir sein! Martin Moller, 1547—1606. 2—— +* 43 2 +——7 Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, wa ⸗rum liegst du Gott zum Spott — + I 2*— —E HIALE 2 2— —.——88 IRI—— nicht des Sa⸗tans List? Er will durch sein 47105— ö——— ————— 2 r—. —.— 1—..— Kämp⸗fen dei⸗nen E den Je⸗ sus Christ .—. ii Dir er⸗wor⸗ben, dämp ⸗fen. 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, Machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, Und ich bin durchs Leiden Meines Heilands dir entrückt In den Saal der Freuden. 3. Wirfst du mir mein Sündgen für? Wo hat Gott befohlen, Daß mein Urteil ich bei dir über mich soll holen? Wer hat dir die Macht geschenkt, Andre zu verdammen, Der du selbst doch liegst versenkt In der Hölle Flammen? 4. Hab ich was nicht recht getaͤn, Ist mirs leid von Herzen; Dabingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; Denn das ist das Lösegeld Meiner Missetaten; Dadurch ist der ganzen Welt Und auch mir geraten. 5444 SIIIII für? Kreuz⸗ und Trostlieder. 68⁵ 5. Christi Unschuld ist mein Ruhm, Sein Recht meine Krone, Sein Verdienst mein Eigentum, Da ich frei in wohne Als in einem festen Schloß, Das kein Feind kann fällen, Brächt er gleich davor Geschoß Und Gewalt der Höllen. 6. Stürme Teufel und du Tod, Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, Der Gott, der mir seinen Sohn Selbst verehrt aus Liebe, Daß der ewge Spott und Hohn Mich nicht dort betrübe. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide, Laß es dringen, kommt es doch Von geliebten Händen; Schnell zerbricht des Kreuzes Joch, Wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll Ziehn zu allem Guten, Die gedeihen selten wohl Ohne Zucht und Ruten; Bin ich denn nun Gottes Kind, Warum will ich fliehen, Wenn er mich von meiner Sünd Auf was Guts will ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen: Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen. 686 Kreuz⸗ und Trostlieder. Wem hier Christus recht bewußt, Hat in Gottes Garten Droben die vollkommne Lust Endlich zu gewarten. 10. Gottes Kinder säen zwar Traurig und mit Tränen, Aber endlich bringt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, Da sie Garben machen; Da wird all ihr Gram und Leid Lauter Freud und Lachen. 11. Ei, so faß, o Christenherz, Alle deine Schmerzen; Wirf sie fröhlich hinterwärts, Laß des Trostes Kerzen Dich entzünden mehr und mehr; Gib dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, 1607—1676. 405 Mel.: Jesu, meine Freude. ö S. Crüger. 1656. See⸗le, sei zu⸗frie⸗den! treib aus deisnem Her-zen —8—— al⸗les gut; mehr ....7' 4676. Ist die Not dein täg⸗lich Brot, mußt du wei⸗nen 2. Bringt der Feinde Menge Alles ins Gedränge, Was die Wahrheit liebt; Will man deinen Glauben Von dem Herzen rauben, Sei drum unbetrübt. Stellt man dir viel Elend für, Drohen der Verfolger Rachen, Gott wirds doch wohl machen. 3. Scheint der Himmel trübe, Fällt der Menschen Liebe Immer mehr dahin, Droht ein hart Geschicke Alle Augenblicke Dem erschrocknen Sinn, Nur Geduld, des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen: Gott wirds doch wohl machen. 4. Ungeduld und Grämen Kann von uns nichts nehmen, Macht nur größern Schmerz: Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet; Drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn mit Sorgen hin! Drücket gleich die Last dich Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. 406. Eigene Melodie. H15. Kreuz⸗ und Trostlieder. 5. Wer ein Christ will heißen, Muß sich auch befleißen, Alles auszustehn. Mag bei Ungewittern Erd und Himmel zittern, Ja zu Grunde gehn, Der steht fest, den Gott nicht läßt; Drum laß alle Wetter krachen: Gott wirds doch wohl machen. 6. Kronen soll der tragen, Der des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt; Fröhlich ausgehalten, Und Gott lassen walten, Das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, für, Alles Unglück zu verlachen: Gott wirds doch wohl machen. Casseler Gesangbuch v. 1770, ² (Ꝙ 6 BHASHESE SD S ——— 2 272—— ¶...—2— —40 * ——2—5920 2 — . Sollt es gleich bis⸗ wei⸗len sche⸗nen, + I 2 Ein —— 5..— II—.‚.—— rrri.——.—. 4⁰ als wenn Gott ver⸗ließ 60 Sei⸗nen, o, so 5 — 22— ee ni nintinniit rer, 1— 1.———— 7—— glaub und weiß ich dies: Gott hilft end=lich ů— DD‚DD—2— ö———— ——————— doch ge- wiß fr ————— 2. Hilfe, die er aufgeschoben, 2 er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel: Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind,, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß die Welt nur immer neiden, Will sie mich nicht länger leiden, Ei so frag ich nichts darnach; Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; 770, Wenn ich nur den Himmel krieg, Hab ich alles zur Genüg. 7. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, Leat ich nicht nach andrer Gabe; egt man mich gleich in das Grab, — Gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, 1641—1703. — 407. Mel.: Da Christus geboren war. 154⁴4. 690 Kreuz⸗ und Trostlieder. —.— 2— —.— 355 FF— EEE— D Leid dei⸗ner ar⸗men Chri⸗sten⸗heit, o du ————— Wäch⸗ter, der Iu nicht schläͤfst noch schlum⸗merst ——.————.— N EE zu uns richt dein hilf⸗rei⸗ches An⸗ge⸗ficht. 2. Schau, wie große Not und Qual Trifft dein Volk jetzt überall; Täglich wird der Trübsal mehr: Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; Nichts wir sonst vor Augen sehn, Wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, Der du eingegangen bist In den heilgen Ort zu Gott Durch dein Kreuz und bittern Tod, Uns versöhnt mit deinem Blut, Ausgelöscht der Hölle Glut, Wiederbracht das höchste Gut, 4. Sitzest in des Vaters Reich, Ihm an Macht und Ehre gleich, Unser einger Gnadenthron, Seine höchste Freud und Kron, Den er in dem Herzen trägt, Wie sich selbst zu lieben pflegt, Dem er keine Bitt abschlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir, Klopfen an die Gnadentür, Wir, die du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: 11114 Kreuz⸗ und Trostlieder. 691 Dein Erbarmen hat kein End; Deines Vaters Zorn abwend, Der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Zeig ihm deine Wunden rot, Deine Marter, deinen Tod, Und was du mehr hast getan, Zeig ihm unsertwegen an; Sage, daß du unsre Schuld Hast bezahlet in Geduld, Uns erlanget Gnad und Huld. 7. Jesu, der du Jesus heißt, Als ein Jesus Hilfe leist! Hilf durch deine starke Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; Eine Mauer um uns bau, Daß dem Feinde davor grau Und mit Zittern sie anschau. 8. Liebster Herr, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, Neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trotz dem, der uns tut ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starker Arm, Komm und unser dich erbarm, Jetzt laß sehen deine Macht, Drauf wir hoffen Tag und Nacht; Aller Feinde Macht zertrenn, Auf daß dich die Welt erkenn, Aller Herren Herren nenn. 10. Andre traun auf ihre Kraft, Auf ihr Glück und Ritterschaft, Deine Christen sehn auf dich, Trauen dir sich festiglich. Kreuz⸗ und Trostlieder. Laß sie werden nicht zu Schand, Bleib ihr Helfer und Beistand, Sind sie dir doch ganz bekannt. 11. Du bist ja der Held und Mann, Der den Kriegen steuern kann, Der da Spieß und Schwert zerbricht, 25 die Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt Und der Menschen Herzen wendt, Daß der Krieg gewinnt ein End. 12. Jesu, wahrer Friedensfürst, Der der Schlange hat Srretascht Ihren Kopf durch seinen Tod, Frieden wiederbracht bei Gott, Gib uns Frieden gnädiglich/ So wird dein Volk freuen sich, Dafür ewig preisen dich. Johann Heermann, 1585—1647. 408. 92665 Melodie. 157¹. b 1 Von Gott will ich nicht las⸗ sen dent führt mich auf rech-ter Stra⸗ßen, da de 4——— EL ö ö —.——— — er läßt nicht von mir, ich sonst irr⸗te sehr. Er reicht mir sei⸗ne FF.. PSPDI x 2E 2—. 4.————.. 1.— Hand; den A⸗ bend wie den Mor⸗gen tut er mich ,. 2. —————— 12—— wohl ver⸗sor-gen, sei, wo ich woll, im Land. XXIIIE Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Wenn sich der Menschen Hulde Und Wohltat all verkehrt, So findt sich Gott gar balde, Sein Macht und Gnad bewährt; Er hilft aus aller Not, Errett von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit; Es kann mich nicht gereuen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es tut ihm nichts gefallen, Denn was mir nützlich ist; Er meints gut mit uns allen, Schenkt uns den Herren Christ, Sein allerliebsten Sohn. Durch ihn er uns bescheret, Was Leib und Seel ernähret; Lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, Ihn, der uns beides schenkt. Das ist ein selge Stunde, Darin man sein gedenkt. Sonst verdirbt alle Zeit, Die wir zubring'n auf Erden; Wir sollen selig werden Und bleib'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet Mit ihrem Stolz und Pracht, Nicht Ehr noch Gut bestehet, Das vor mwar groß geacht; 693 694 Kreuz⸗ und Trostlieder. Ja auch nach diesem Tod, Tief in die Erd begraben, Wenn wir geschlafen haben, Will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, Geführt in Abrams Schoß; Der Zeib wird neugeboren, Von allen Sünden los, Ganz heilig, rein und zart, Ein Kind und Erb des Herren; Daran muß uns nicht irren Des Teufels listig Art. 8. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Ist aller Freuden voll; Dieselb ohn einigs Ende, Dieweil ich Christum kenne, Mir 20rfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, Der uns geschaffen hat; Sein Sohn hat Guts die Fülle Erworben uns und Gnad; Auch Gott der heilge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold,‚ 1532—1598, n Eigene Melodie. 2. Wa⸗ rum 255 Lrrrr du dich, mein LIIIIII Kreuz⸗ und Trostlieder. 695⁵5 Herz, be⸗küm⸗merst dich und trä ⸗ gest —.—..—— 1— .———————— Schmerz nur um das zeit⸗lich Gut? Ver⸗ ————5.— D.—— 2 trau du dei⸗ nem Herrn und Gott, der ....... itt al ⸗le Ding er ⸗schaf⸗fen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein, Mein Vater und mein Herre Gott, Der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, Dein Kind wirst du verlassen nicht, Du väterliches Herz! Ich Staub und Asche habe hier Sonst keinen Trost als nur in dir. 4. Der Reich verläßt sich auf sein Gut, Ich aber will dir traun, mein Gott; Ob ich gleich werd veracht, So weiß ich und glaub festiglich: 508. Wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Ach Gott, du bist noch heut so reich Als du gewesen ewiglich. 565. Mein Trauen steht zu dir; — Mach mich an meiner Seele reich, So hab genug ich ewiglich. 6. Der zeitlich Ehr will ich entbehrn, Willst du das Ewge mir gewährn, 69j6 Kreuz⸗ und Trostlieder. Das du erworben hast Durch deinen herben, bittern Tod, Das bitt ich dich, mein Herr und Gott! 7. Alles was ist auf dieser Welt, Es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, Das währt nur eine kleine Zeit Und H doch nicht zur Seligkeit. B. ch dank dir, Christ, o Gottes Sohn, Daß du mir folches kund getan Durch dein göttliches Wort; Verleih mir auch Be ständigkeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt Für aall dein erzeigte Wohltat; Ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von deim Angesicht Verstoßen werden ewiglich. Unbekannt, 1545. 2 410. Hee. Esccht Melodie. G. Ebeling. 1666. 5——— ne——...— — DDDD.— Wa⸗ 1——m—5 ich mich hdenn grä⸗men? , ‚— Hab ich doch Chri⸗ stum 0 wer will mir den —— 4 S.II. Aehe men? Wer il mir 21. Hin⸗ mel rn⸗ ben, den mir schon Eyt⸗ 10 Sohn bei⸗ge⸗ 2 — 9 N V 2 A A O? ꝰ?7 ODSẽ0 SIEnnf-- ——5i‚i‚i—i—i2——— hn, egt im Glau-ben? Kreuz⸗ und Trostlieder. 697 SII— ——— E— 2. Nackend lag ich auf dem Boden, Da ich kam, Da ich nahm Meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn ich werd Von der Erd Als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Ist nicht mein: Gott allein Ist es, ders gegeben; Will ers wieder zu sich kehren, Nehm ers hin, Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt; Sollt ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. IIIIII 698 Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Satan, Welt und ihre Rotten Können mir Nichts mehr hier Tun als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen; Wollt ihn auch der Tod aufreiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, Sondern reißt Unsern Geist Aus viel tausend Nöten, Schleußt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Da man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen Ich mein Herz Auf den Schmerz Ewiglich ergötzen; Hier ist kein recht Gut zu finden; Was die Welt In sich hält, Muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. —2—e eEEen UHI en, Kreuz⸗ und Trostlieder. 699 Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt Christus wird Mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich sasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich Und ich dich Ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 16071676. 411. Eigene 9— 1 705 4— ———— * Was Gott tut, wie er fängt * ———.———— EE— ————— ist mein Gott, der in der Not mich 700 Kreuz⸗ und Trostlieder. r ¹+ I V — wohl weiß zu er-hal-ten, drum laß ich e, Barr, e—— 205 30— E.. ihn nur wal-ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Er wird mich nicht betrügen; Er führet mich auf rechter Bahn, So laß ich mir genügen An seiner Huld Und hab Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Er wird mich wohl bedenken; Er als mein Arzt und Wundermann Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei; Gott ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann; Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid; Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Laß ich mich doch nicht schrecken, 41² — in, in; Kreuz⸗ und Trof stlieder. 701 Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit süßem Trost im Herzen, Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Dabei will ich verbleiben; rn mag mich auf die rauhe Bahn Tod und Elend treiben, 0 wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649—1708. 412. 91— Melodie. 1530. 1 Was mein Gott will 15 scheh all⸗ Zeit, zu hel⸗fen den'n er ist be⸗=reit, ——— ,—— .—. sein Will der ist der e ste; die an ihn glau⸗ben fe⸗ ste. Er hilft E— D.— EE 4— aus Not, der from⸗me Gott, und züch⸗ti⸗get 55f—.—. x —— mit Ma⸗ßen; wer Gott ver⸗ Ararlt, fest auf —/ ů— ennen, Fnt maen arre, in nr. ö——.— ö — ihn baut, den will er nicht ver⸗las— sen. 14 1 I— II Si&drpuunu——ʒgs3seh.'5.....„i...i.... Kreuz⸗ und Trostlieder. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, Mein Hoffnung und mein Leben: Drl mein Gott will, daß mir geschicht, Will ich nicht widerstreben; Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar Er selber hat gezählet; Er hüt und wacht, stets für uns tracht, Auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt I n nach Gottes Wille Iu meinem Gott; wenns ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl In meiner letzten Stunden; Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod Hast 110 mir überwunden. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse Feind anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen; Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; Drauf sprech ich fröhlich Amen. 15⁵⁴ Des Markgrafen uubrect zu Brandenburg Lied. 413. Eigene Melodie. 1588. ů —— e..———— —.— 2— 3 2—.— V— ö ö ö— 1. Wenn wir in höch⸗sten Nö'⸗ ten sein ö— 47— b 2 0— 1. und ms⸗ sen nicht, wo aus noch ein Kreuz⸗ und Trostlieder. 70³ —— ——.— 2— —— 2——— 2—— und fin ⸗den we⸗der Hilf noch Rat, Ir—— 3 — 2 E.— 2.———— ——— ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein, Daß wir zusammen insgemein Dich anrufen, o treuer Gott, Um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz Zu dir in wahrer Reu und Schmerz Und flehen um Begnadigung Und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich Allen, die darum bitten dich Im Namen deins Sohns Jesu Christ, err, Der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, Und klagen dir all unsre Not, Weil wir jetzt stehn verlassen gar ied. In großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß, Sprich uns davon aus Gnaden los; — Steh uns in unserm Elend bei, — Mach uns von allen Plagen frei, — 7. Auf daß von Herzen können wir ein Nachmals mit Freuden danken dir, — Gehorsam sein nach deinem Wort, — Dich allzeit preisen hier und dort. ein Paul Eber, 1511—1569. 178 Kreuz⸗ und Trostlieder. 414 Mel.: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 1530. baut ——— 2——. ů 1 2— — 70— 1 auf dich all Hoffnung ich will fest und si⸗cher — n * — E———— 4n nnnn, set⸗zen, Herr Je⸗su Christ, mein Trost du bist ů——— —85 DDDRDRD e— ————.— *———— in To⸗des⸗not und Schmer-zen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr Und aller Welt zuwider, Dennoch so bist du, Jesu Christ, Der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich Mit deinem Geist und Gnaden, So kann fürwahr mir ganz und gar Nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich; Denn du kannst mirs wohl geben, Was mir ist not, du treuer Gott, Für dies und jenes Leben. Kreuz⸗ und Trostlieder. 70⁵ Gib wahre Reu, mein Herz erneu, Errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr, Und laß mein Bitt nicht fehlen. Vers 1 von Joachim Magdeburg, 1525—1583. hrist,— an 415 Eigene Melodie. —. G. Neumark. 1657. ;, r v—.. run TUm + 1. Wer nur den lie⸗ben Gott läßt walẽten .—— n. re, rn, nin iur, 7² 1——3— und hof⸗fet auf ihn al ⸗le ⸗zeit, in al⸗ler Not und Trau⸗rig=keit. 2—.—R2H— —d— + +...———2.—.—.—— n J... E. 1——— ——— 1 Wer Gott, dem Al⸗ler-höch⸗-sten, traut, ů—.— H 1— ͤ— + 1—— —.— 2 2— 2 32——— 1 E II n.—— 1— 22— 1⁴ sehr der hat auf kei⸗ nen Sand ge⸗-baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, Was hilft uns unser Weh und Ach, Was hilfr es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und sei doch in sich selbst vergnügt, Wie unsres Gottes Gnadenwille, Wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. — 4—..— ZMurrrzzrunna......— ⁰π⁰ππ⁰π⁷πανπ 706 Kreuz⸗ und Trostlieder. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, füh! So kommt Gott, eh wirs uns versehn,— Und lässet uns viel Guts geschehn.— 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Sc Daß du von Gott verlassen seist, ö Und daß der Gott im Schoße sitze, 2 Der sich mit stetem Glücke speist. Und Die Folgezeit verändert viel Obe Und setzet jeglichem sein Ziel. Wi 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, 2 Und ist dem Höchsten alles gleich, In Den Reichen klein und arm zu machen, Ste Den Armen aber groß und reich; 8 Gott ist der rechte Wundermann, Ich Der bald erhöhn, bald stürzen kann. Wi 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Wi Verricht das Deine nur getreu 6 Und trau des Himmels reichem Segen, Er So wird er bei dir werden neu; Zu Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. In Georg Neumark, 1621—1681. Ce l.: Herr, wie du willst, in 41. Mel.: H wie mit⸗ lst, so schicks mit 1925 5 ,,. *iiIIEIIIIIATTe 11 Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn In ge⸗schieht, was er mir aus⸗er⸗sehn, wird 5 —.UI—————— 8 55— r⸗ wüdl 0 al ⸗-les Ei⸗gen⸗wäh⸗len;; mirs an kei⸗nem feh⸗len. Wie er mich M 144 rrrer IrEI n/ gen, — I —-... Ar:. 1— führt, so geh ich mit und fol⸗ge wil⸗lig Schritt vor —= 22 2——.— ——— 35 n n0 3— ESSD......—.— Schritt in kind⸗li⸗chem Ver⸗ trau ⸗en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still Und folge seinem Leiten, Obgleich im Fleisch der Eigenwill Will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, Ich ruh in seinen Händen; Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie ers will kehrn und wenden, Sei ihm hiermit ganz heimgestellt; Er mach es, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben. ö 4. Wie Gott uich führt, so geb ich mich In seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, Sein Rat wird doch erfüllen, Was er in Liebe hat bedacht, Eh er mich an das Licht gebracht; Ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei; Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest; Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum besten dienen. 708 Kreuz⸗ und Trostlieder. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, 65 geh durch Dorn und Hecken. Von vornen läßt sich Gott nicht sehn, Zuletzt wird ers aufdecken, Wie er nach seinem Vaterrat Mich treu und wohl geführet hat; Dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke, 16831735. 417. Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 1738. 2 +— 4 —... 7 *—... ich En⸗de, wo die — 1. Wunder⸗an⸗fang, herr⸗ — I— 2 dn— J 2— —ᷓĩ—— 2.— 0 2 2— Pq‚‚ 2 4—— * 1 1 +7 wun⸗der⸗wei⸗sen Hän⸗de Got⸗tes füh⸗ ren *— —* —— 8 ein u und aus! Wun⸗ der⸗ ⸗weis⸗ 0 ifß—.—1 E H U E—t— e i i trt ttt — ö 9 *— P 8 22 —. 1 0 Ra⸗ten, Wun⸗ ⸗der-herr-lich sei⸗ne Ta⸗ ten, ainr.E——. und du sprichst: Wo wills hin⸗ aus? 2. Denke doch, es muß so gehen, Was Gott weislich heißt geschehen Ihm und dir zur Herrlichkeit; Ob der Anfang seltsam scheinet, Ist das End doch gut gemeinet, Friede folget nach dem Streit. 177 E Kreuz⸗ und Trostlieder. 709 3. Gottes Weg ist in den Flüssen Und in großen Wassergüssen, Und du spürst nicht seinen Fuß; So auch in dem Meer der Sorgen Hält Gott seinen Pfad verborgen, Daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, Wo man könne Hilf gewinnen, Die Vernunft ist hier zu blind; Ihre halbgebrochnen Augen 3— Nicht in das Verborgne taugen, —.— Dem sié allzu blöde sind. —— 5. Gott muß man in allen Sachen, 1 Weil er alles wohl kann machen, D End und Anfang geben frei. — Er wird, was er angefangen, — Lassen so ein End erlangen, ren Daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, —5.— Lerne deinem Gott vertrauen, —.— Sei getrost und gutes Muts. ein Er, fürwahr, er wird es führen, Daß dus wirst am Ende spüren, Wie er dir tut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen en, Und nicht vor der Welt verhehlen, Was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, Daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Arnold Stockfleth, 1643—1708. 4¹8. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 6 2— e 1. Zu dei⸗nen Fü⸗ßen lie⸗ge ich, mein IIIII ꝓIICCCCCCCCCCCCE 710 Kreuz⸗ und Trostlieder. I 2. Je⸗su, blik⸗ ke doch 665 mih! Du bist der — 3 2— 4—. + ᷓ—— Arzt und 33— ⸗der⸗mann, der al⸗le⸗zeit er⸗ — 721 ..—. ret⸗ten kann; drum, bin ich gleich von Hil⸗fe bloß, leg ich mich doch in dei⸗nen Schoß. 2. Die Seele mach am ersten heil, Mein Jesu, meines Herzens Teil; Besprenge mich mit deinem Blur Und mach all meine Sünden gur Und gib mir nach vergebner Schuld Bei meiner Schwachheit auch Geduld. 3. Berühre mich mit deiner Hand, Die so viel Böses abgewandt. Dein Leib mich speise, da ich krank, Dein Blut sei meiner Seele Trank. Ich will wie Lazarus allein In Krankheit auch der deine sein. 4. Wenns meiner Seele selig ist, So heile mich, Herr Jesu Christ Soll sterben aber besser sein, Wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. Machs, Jesu, Jesu, durch dein Blut Mit mir an Leib und Seele gut. Christoph Heinrich Zeibich, 1677—1748. 111 8. 77⁷7—ę S terben und Begräbnis.* 11 —..——— F. fieder von den lethten Dingen. I. Sterben und Begräbnis. 419. Eigene Melodie. M. Franck. 1652. ist der Men⸗ enschen Le⸗ ben! Wie ein Ne⸗ ebel — ——.——— E—— ————— bald ent⸗ste⸗ het und dd auch wie⸗der bald ver⸗ E SDDS ge⸗ ge⸗ het, so ist un⸗ser Le⸗ben, se⸗ het! 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen Und mit Laufen nicht hält innen, So fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ist der Sooehieln Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, So sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, Wenn ein rauhes Lüftlein wehet, So ist unsre Schöne, sehet! 712 Sterben und Begräbnis. 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, Dadurch, eh wirs uns versehen, Alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen Ist als wie ein Gott gesessen, Dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, Das muß fallen und vergehen. Wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, 1609—1667. 420. Eigene Melodie. 1687. 2 ů IEEEEE EEE——— 2 7 I +— EEH +..—5 2—— + —1 Al ⸗le Men⸗schen müs⸗ sen ster⸗-ben, was da le⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, * 8————85 ů EIF 5——.— — 2 E...*— I ———*.——7— al⸗ les Fleisch ver⸗geht wie Heu; die soll es an⸗ders wer⸗den neu; ser Es—.— 3— —.—.— ö r I—..——* 1 Leib der muß ver⸗we⸗sen, wenn er an⸗ders —.— — — ů EE I4 Sterben und Begräbnis. 71³3 —————— 4 + —— ee x E 2— 2 2— die den From⸗men ist be⸗reit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in meines Jesu Wunden Hab ich nun Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnot Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron; Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen Sitzet der zwölf Boten Zahl; Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Da wir unserm Gott zu Ehrn Ewig Halleluja hörn. 71⁴ Sterben und Begräbnis. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne Hört man da in sanfter Ruh! bil⸗ O der großen Freud und Wonne! Jetzund gehet auf die Sonne, Jetzund gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit; Jetzo werd ich schön eelend Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus, 1624—1679. 421. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 160ʃ1. ů— SSꝑ EEEEEꝑ EEE e⸗den ⸗ke, Mensch, das En⸗de, be⸗ B der Tod kommt oft be⸗hen⸗de: Wer .———— E den⸗ke dei⸗ nen Tod; heu⸗te frisch und rot, kann mor-gen ö.— e, 45—— 2 2——— 7 und ge⸗schwin⸗der hin⸗weg ge⸗stor⸗ben sein; drum 1141144* LIE 1679. 7 Sterben und Begräbnis. 71⁵ bil⸗de dir, o Sün⸗der, ein täg⸗lich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke das Gericht; Es müssen alle Stände Vor Jesu Angesicht; Kein Mensch ist ausgenommen, Ind muß ein jeder dran nd wird den Lohn bekommen, Nachdem er hat getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, Der Höllen Angst und Leid, Daß dich nicht Satan blende Mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, Dort aber ewiglich Ein kläglich Schmerzensschreien; Ach Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke stets die Zeit, Daß dich ja nichts abwende Von jener Herrlichkeit, Damit vor Gottes Throne Die Seele wird gepflegt; Dort ist die Lebenskrone Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Zeit, Daß sich nach dir zu lenken, Mein Herze sei bereit; Laß mich den Tod betrachten Und deinen Richterstuhl, Laß mich auch nicht verachten Der Hölle Feuerpfuhl. 7⁴6 Sterben und Begräbnis. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten Auf meinen letzten Tag Mit Buße mich bereiten Und Im Tod sterben mag. d und vor Gerichte Steh mir, o Jesu, bei, Daß ich im Himmelslichte Zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow, 1640—1689. 422 Mel.: Nun laßt uns den Leib begraben, Wittenberg. 1544. —.—— e — Be⸗ ⸗grabt den Leib in sei⸗ne Gruft, bis 15—— 1——— 22 4 5— 2 36 4.. — 1—— ihm des Rich⸗ Kers 213—— me ruft. Wir sä⸗en — + 5———. ix——. — — LI Gott hin⸗auf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr; Er war schon Staub und wirds nun mehr, Er liegt, er schläft, verwest, erwacht Dereinst aus dieses Todes Nacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, Der sie aus aller ihrer Not, Aus aller ihrer Missetat Durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Er wandelt' hier im finstern Tal, Er duldete viel Schmerz und Qual. 144* XX Sterben und Begräbnis. 717 Du trugest Jesu Christi Joch, Entschlummertest und lebest noch. 5. Er litt viel mehr, der uns versöhnt Und himmlisch seine Sieger krönt; O Lohn, o Lohn für wenig Pein! Dann wirds wie Träumenden uns sein. 6. Nun, du Erlöster, schlaf in Ruh! Wir gehn nach unsern Hütten zu 1689. Und machen zu der Ewigkeit Mit Freud und Zittern uns bereit. 7. Ach Jesu Christ, dein bittrer Tod 1544. Stürk uns in unsrer letzten Not; Laß unsre ganze Seele dein Und selig unser Ende sein! —.— Nach Michael Weiße, 1542. —— 1 ——* Eigene Melodie. M. Vulpius. 1609. EREEEEEE 406 6——— 2— E.— —.— + 9— 79.—— —.— 1. Chri⸗stus der ist mein Le⸗ben, Ster⸗ ———.—————— t zu————. —;— 1—.—— 1— ben ist mein Ge⸗winn; dem tu ich mich er⸗ * I 5 I ö—— NM —.———.—j‚;.— ———.— 7 2——.—— r, ge⸗ben, mit Fried fahr ich da-- hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen Zu Christ, dem Bruder mein, Auf daß ich zu ihm komme Und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 7¹8 Sterben und Begräbnis. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Atem geht schwer aus, Und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn mein Herz und Gedanken Zergehn als wie ein Licht, Das hin und her tut wanken, Wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein Nach deinem Rat und Willen, Wann kommt mein Stündelein, 7. Und laß mich an dir kleben Wie eine Klett am Kleid Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne Sing ich Lob, Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne Und auch dem heilgen Geist. Unbekannt, 1699. lt, i dich l 424. Mel.: O Welt, ich muß 5. Jiaak. 0• 1586 — 2 0 7————— 1—.— V—— I. Die Herralich⸗keit der Er⸗den mu E —— . Rauch und A⸗sche wer⸗den, kein Fels, kein x—— Erz kann stehn. Was uns hier kann er⸗ ...— ————— göt⸗ zen, was wir für e⸗wig schät⸗zen, wird ODESE SGO IIXRA S 28 ...Rc E Sterben und Begräbnis. 719 ———— 405 ö——.———— als ein leich⸗- ter Traum ver ⸗gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn; Sobald der Geist gewichen Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, Wir werden hingerissen Ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hie die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen Und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nicht nützen; Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, Das nicht ein heimlich Schmerzen Mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen, Wo wirst du Ehr erlangen, Die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne, Da keine Macht noch Krone Kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen Kein Zepter dich befreien, Kein Purpur, Gold noch edler Stein. 7. Wie eine Rose blühet, Wenn sie die Sonne siehet 7²2⁰ Sterben und Begräbnis. Begrüßen diese Welt, Die, eh der Tag sich neiget, Eh sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns abfällt: 8. So wachsen wir auf Erden Und hoffen groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre; Indessen wird die Bahre Uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen Und, eh wir uns besinnen, Der Erde sagen gute Nacht. 10. Auf, Zeit wach und bedenke, Daß dieser Zeit Geschenke Den Augenblick nur dein. Was du zuvor genossen, Ist als ein Strom verflossen; Was künftig,— wessen wird es sein? 11. Verlache Welt und Ehre Samt salscher Kunst und Lehre Und geh den Herren an, Der immer König bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der einzig ewig machen kann. 12. Wohl dem, der auf ihn trauet, Er hat recht fest gebauet, Und ob er hier gleich fällt, Wird er doch dort bestehen Und nimmermehr vergehen, Weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, 1616—1664. 111 77177 Sterben und Begräbnis.—2 425. Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott— J. Crüger. 1653. 2————————— 8— 4*—— 3—.— ö———— 2 0 —. 1. ö Ei⸗ nen gu⸗ten Kampf hab ich denn Gott hat so gnä⸗ dig⸗ lich .............. —9 E————— 2— I auf der Welt ge⸗käm⸗pfet; mei⸗ne Not 68 däm⸗pfet, daß ich mei⸗nes SI 5—..—.—— 1————— 28— Le⸗bens Lauf se 18 5 lich vol⸗ Zen ⸗det — ö— R · 2.—....——..—.— 219—.— +— und die See⸗le him⸗mel ⸗ auf 60 2. Vorthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Frend erregt In des Himmels Throne; Fort thin meines Lebens Licht, Dem ich hier vertrauet, Nämlich Gottes Angesicht 5 Seele schauet. Dieser sch 3ben bösen Welt Jümmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt; Drum ich mich ageben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden, 72² Sterben und Begräbnis. Denn sein Tod ist mein Gewinn Und mein Trost sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, Ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Diesen Hingang, den ich tu In die Erde nieder; Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch endlich wieder. Heinrich Albert, 1604—1651. 426. Eigene Melodie. 1838. — 222 5——.— 97 DEEE E .———— I 1. Es ist ge⸗nug! Mein mat⸗ter 1.——————..—— —*. ι. E 4⁴— + 2.— 12 L—.——— E..—.—. 6 1. 1+ EH Sinn sehnt sich da-hin, wo mei⸗ne Väter schla⸗ EI ür d nut.. en t H en, rr. H—— en. nug, ich muß mir Ruh ver-schaf-fen. 2. Ich bin ermüdt, ich hab geführt Des Tages Bürd, Es muß einst Abend werden. Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug, Es ist genug! Nimm von mir die Beschwerden. ö 3. Die große Last hat mich gedrückt, Ja fast erstick So manche lange Jahre. E„HHꝰeH HDẽ oẽe'?e eSe é Sterben und Begräbnis. 728 Ach laß mich finden, was ich such; Es ist genug, Ist Zeit, daß ich heimfahre. 4. Nun gute Nacht, ihr meine Freund, Dor meine Feind, Ihr Guten und ihr Bösen, Euch folgt die Treue für Betrug. Es ist genug, Mein Gott will mich auflösen. 5. So enl nun hin, Herr, meine Seel, Die ich befehl In deine Hand und Pflege; Schreib sie ein in das Lebensbuch! Cs ist genug, Ich wilt mich schlafen legen. 6. Nicht besser soll es mir ergehn, Als wie geschehn Den Vätern, die erworben Durch ihren“ Tod des Lebens G'ruch. Es ist genug, Es sei also gestorben. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Wolfenbüttel, 1633—1714. 427. Eigene Melodie. Ahle. 1662. 4 S......... D SE——— 4. 2 Es ist ge⸗nug! So nimm, Herr, lös auf das Band, das all-ge⸗ — 1 Id mei⸗nen Geist zu 91 0ts Gei⸗ stern hin, mäch⸗lich reißt, be⸗frei⸗ e die⸗sen Sinn, 46⁰ 72⁴ Sterben und Begräbnis. 2—— ů SSISS...... ö der sich nach sei⸗nem Got⸗te seh⸗net, der ——— —. ö 4 1.— 2.—— 1— 2 täg⸗lich klagt und nächt⸗lich trä⸗ net: Es ist ge⸗ nug. 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt; Die sündliche Begier Mit ihrem Gift hat mich fast gar erstickt, Nichts Gutes wohnt in mir. Was kläglich mich von Gotte trennet, Was täglich im Gewissen brennet, Des ist genug. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast Den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich netze manche Nacht ö Die harte Lagerstatt mit Tränen; Wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Es ist genug. 4. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will, Er kennet ja mein Herz; Ich harre sein und halt indessen still, Bis er mir allen Schmerz, Der meine sieche Brust abnaget, Zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug. 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, So spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, O Welt, ich fahr ins Himmels Haus; 9 9 ist vill, Sterben und Begräbnis. 72⁵ Ich fahre sicher hin im Frieden, Mein großer Jammer bleibt darnieden. 88 1—— 171 Es ist genug. Franz Joachim Burmeister, 4 1688. Eigene Melodie. 1551. o mei⸗ne See⸗le, — — +——.T..—.— ——e 115.— 2 ——.—. ——————— — D.DDE‚— — e,.—— — 2—— sal und gro⸗ßem Leid sollst du fah⸗ren in 1———— —..— 2———.——— IEIEEIIET— die Freud, die kein Ohr je-mals ge⸗ hö⸗ ret, — 1 N DDD——— die in E⸗wig⸗keit auch wäh⸗ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen Zu dem Herren, meinem Gott, Weil mich stets viel Kreuz betroffen, Daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann Nach dem Ende seiner Bahn, So haß ich gewünschet eben, Daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen Unter Dornenspitzen gar, Also auch die Christen gehen Durch viel Not, Angst und Gefahr. 726 Sterben und Begräbnis. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden— Unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut Plagen stets hier unsre Seele, Lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, Lauter Kreuz sind unsre Tag; Gleich wenn wir geboren werden, Findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet Und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher schleichet, Müh findt sich an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, So wir essen früh und spat; Wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, Ist nur lauter Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, Der du ewiglich aufgehst, Sei von mir jetzund nicht ferne, Weil mich dein Blut hat erlöst; Hilf, daß ich mit Fried und Freud Mög von hinnen fahren heut; Ach sei du mein Licht und Straße, Mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich fliehen Auf dem bittern Todesgang; Durch dein Wunden will ich ziehen Ins himmlische Vaterland. In das schöne Paradies, Das dein Wort dem Schächer wies, Wirst du mich, Herr Christ, einführen Und mit ewger Klarheit zieren. 7117 Sterben und Begräbnis. 7²⁷ 8. Ob mir schon die Augen brechen, Das Gehör auch gar verschwindt, Meine Zung nicht mehr kann sprechen, Mein Verstand sich nicht besinnt, Bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; Du wirst mich in Gnad regieren, Auf der rechten Bahn heimführen. 9. Laß dein Engel mit mir fahren Auf Elias Wagen rot, Meine Seele wohl bewahren Wie einst Lazarum im Tod. Laß sie ruhn in deinem Schoß Und erfülle sie mit Trost, Bis der Leib kommt aus der Erden, Und sie beid vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine Seele, Und vergiß all Not und Qual, Weil dich nun Christus, dein Herre, Ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlichkeit Sollst du sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln jubilieren, In Ewigkeit triumphieren. Unbekannt, um 1615. 429 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. —— J. Crüger. 1656, 2— I— — ———— — 7.— 1 mun hin und grabt mein Grab, von der Er⸗de scheid ich ab, —.————————— .. ,nrnr * IEE —060 Gehte1 ö.— denn ich bin des Wanderns mü⸗de; denn mir ruft des Him⸗mels Frie⸗de, denn mir 7² Sterben und Begräbnis. ——* ar. 3—— 2. winkt die sü⸗ze Ruh von den En⸗geln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab, Meinen Lauf hab ich vollendet; Lege nun den Wanderstah Hin, wo alles Irdsche endet, Lege selbst mich nun hinein In das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunkeln Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch Wir auch stellen unsre Sachen, Muß es doch wie Sand zergehn, Wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, Laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Deine Freuden selber Leiden, Deine Schönheit Unbestand, Eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und lie e Sterne, Fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis in weite Ferne, Reise hin zu jenem Glanz, Worin ihr verschwindet ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, Fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Weint nicht ob dem eiteln Schein: Droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, 151 nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, I 4* 44 Sterben und Begräbnis. 729 Daß ich aus dem Irrtum will, Aus dem Schatten, Aus dem Eiteln, Hin ins Land des 8. Weinet nicht! Meinen Heiland ha aus dem Schemen, aus dem Nichts ewgen Lichts. Mein süßes Heil, b ich funden, Und ich habe auch mein Teil In den warmen Herzenswunden, Woraus einst sein heilig Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube Hell empor die Hoffnung schwebt, Und der Himmelsheld, der Glaube, Und die ewge Li Kind des Vaters, z ebe spricht: ittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 430. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. EE PPP— 1. Herr Je⸗su Christ, wahr Mensch und — D— EE— I— 9——6— — Gott, der du littst Y tar⸗ter, Angst und Spott, + ... T —.— — —— für mich am Kreuz auch end⸗lich starbst und mir des Va⸗ters Huld r⸗warbst: Ich bitt durchs 730 Sterben und Begräbnis. II— Ee 5 ö ů 5—— 1—4 7 ö— 3EI 2 7 2— b du wollst mir Sün⸗der it⸗tre Lei⸗den dein, V& H .. H 1— ů ö I 2 WAWA gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot Und ringen werde mit dem Tod, Wenn mir vergeht all mein Gesicht Und meine Ohren hören nicht, Wenn meine Zunge nicht mehr spricht Und mir vor Angst das Herz zerbricht, 3. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, Mir alle Menschenhilf zerrinnt: So komm, o Herr Christ, mir behend Zu Hilf an meinem letzten End Und führ mich aus dem Jammertal; Verkürz mir auch des Todes Qual. 4. Die bösen Geister von mir treib, Mit deinem Geist stets bei mir bleib, Bis sich die Seel vom Leib abwendt, So nimm sie, Herr, in deine Händ; Der Leib hab in der Erd sein Ruh, Bis kommt der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, Dann im Gericht mein Fürsprech sei Und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Aus Gnaden mir das Leben schenk, Wie du hast zugesaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, Wer mein Wort hält und glaubt an mich, Der wird nicht kommen ins Gericht Und den Tod ewig schmecken nicht; e—— III nt, I Sterben und Begräbnis. 73¹ Und ob er gleich hier zeitlich stirbt, Mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand Ihn reißen aus des Todes Band Und zu mir nehmen in mein Reich; Da soll er dann mit mir zugleich In Freuden leben ewiglich.“ Dazu hilf uns ja gnädiglich. 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld, Hilf, daß wir warten mit Geduld, Bis unser Stündlein kommt herbei, Auch unser Glaub stets wacker sei, Dem Wort zu trauen festiglich, Bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, 1511—1569. 431. Eigene Melodie. H. L. Haßler. 160. + ů R — U—————— —————.—— 1 Herz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen nach weil ich hier bin um⸗fan⸗gen mit ei⸗ nem sel⸗gen End, 4 ———— ab⸗ zu ⸗schei-den von die⸗ser ar⸗ 0 —— — Trüb⸗sal und E lend; ich hab Lust S nrrre — +— + ——— 2— + öꝑ‚iSD‚S‚SS.iS.iiii‚‚It 1—— 2— + Welt, sehn mich nach ew⸗gen Freu⸗den; o 732 Sterben und Begräbnis. der 1 1—.— SSS............ —— Je⸗ su, komm nur bald. L.— 45 2. Du hast mich ja erlöset Von Sünd, Tod, Teufel, Höll; Es hat dein Blut gekostet, Drauf ich mein Hoffnung siell. Warum sollt mir denn grauen Vorm Tod, dem Fluch der Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, Bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, Der Tod sehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben, Zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, Da meine Seel fährt hin; Des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden Zu Staub und Asche kehrt, Doch auferweckt soll werden, Durch Christum schön verklärt, Wird leuchten als die Sonne Und leben ohne Not In Himmels Freud und Wonne: Was schadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, Länger zu bleiben hier, Und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Doch ich das gar nicht achte; Es währt ein kleine Zeit; —717 Sterben und Begräbnis. 73 Das Himmlisch ich betrachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Ob ich auch hinterlasse Betrübte Waiselein, Der'n Not mich über Maße Jammert im Herzen mein, Will ich doch gerne sterben Und trauen meinem Gott; Er wird sie wohl versorgen, Retten aus aller Not. 7. Gesegn euch Gott der Herre, Ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu sehre Über den Abschied mein; Beständig bleibt im Glauben. Wir werd'n in kurzer Zeit Einander wiederschauen Dort in der Ewigkeit. 8. Nun will ich mich ganz wenden Zu dir, Herr Christ, allein; Gib mir ein selig Ende, Send mir dein Engelein, Führ mich ins ewge Leben, Das du erworben hast Durch dein Leiden und Sterben Und blutiges Verdienst. 9. Hilf, daß ich ja nicht wanke Von dir, Herr Jesu Christ, Den schwachen Glauben stärke In mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, Dein Hand mich halt mit Macht, Daß ich mög fröhlich singen: Gottloh, es ist vollbracht! Christoph Knoll, 1563.—1621. 73⁴ Sterben und Begräbnis. 432 Mel.: Herzlich tut mich verlangen. — H. L. Haßler. 1601. Q V— 7—5 + 1 *— ö ö—— L. 1 15 bin ein Gast auf Er⸗den und der Him-mel soll mir wer⸗den, da 2. 2: — 4*— SSISSIIIIIIIPIPIIII TAA 4.———— EI—— hab hier kei-nen Stand, ist mein Va⸗ter⸗ land; hier reis ich 2—— ⁴* 22 *.—————— bis zum Gra⸗be, dort in der ew⸗gen Ruh ist +* E 2 122 S2 1———5——— 4 14 II —.—.— SDJ—.——4 + +.—. E—14 L—— EI 2 IIl 4* 2— Gottes Gnaden⸗ga⸗be, die schließt all Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an Als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, Hab ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. ö 3. Mich hat auf meinen Wegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ichs gleich nicht verschuldt, Hab ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. Sterben und Begräbnis. 4. So gings den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenns fehlt an gutem Rat; Wie mußten sie sich plagen, In was für Weh und Schmerz, In was für Furcht und Zagen Sank oft ihr armes Herz! 5. Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben Als solche große Leut? Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohlgerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt; Doch denk ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn alle Maße Mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, Da aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält, Auch alles hebt und leget, Nach dems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, Da wollt ich gerne hin; Die Welt bin ich durchgangen, Daß ichs fast müde bin. 736 Sterben und Begräbnis. ——————— 1 Je länger ich hier walle, Je wenger find ich Freud, Die meinem Geist gefalle; Das meist ist Eitelkeit. 9. Die Herberg ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will. Komm, mach ein selges Ende An meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, Ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, So tret ich dann hinaus, Und was ich hier gebrauchet, Das leg ich alles ab, Und wenn ich ausgehauchet, So legt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht Ins Haus der ewgen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen Und nicht nur als ein Gast Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast: Da will ich herrlich singen Von deinem großen Tun Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbteil ruhn. Paul Gerbardt. 1607—1676. 144 Sterben und Begräbnis. 737 433. Mel.: O Gott, der du ein Heerfürst bist. 1562. 9⁰⁴ re, Ba ö e e , 1. Ich bin ja, Herr, in dei⸗ner Macht, du — 1——.——— —* I— IX—— 1 + +... E I 1—— 1——4 1 V 122 1— as Licht 666 du un⸗ter⸗ U——— xEIDS E Es— WE 2— hältst mir auch das Le-⸗ben; du ken⸗nest mei⸗ner SPI I...—— JIJ E.—— 223—.—— 2* 4 I—— 2* 1 Mon⸗den Zabl, weißt, wann ich die⸗sem — DII..—— .I.............. ——————— Nacht muß Jam⸗-mer⸗tal auch wie⸗der gu⸗te .— ö 25— ä.. ge-ben; wo, wie und wann ich ster-ben ⁰ — 1—.—. H— E —— 25 13——— ———..———5—— soll, das weißt du, Va⸗ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, Der mir in meiner letzten Pein Mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, Wenn nun mein Leben nichts mehr kann, Und ich muß mit dem Tode ringen, Wenn aller Sinne Kraft gebricht: Tust du es, Gott mein Heiland, nicht? 47 738 Sterben und Begräbnis. 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir In großer Hitz, ohn Kraft und Zier, Mit höchster Herzensangst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, Die Augen werden wie ein Grab, Doch kränkt die Sünde mich vor allen; Des Satans Anklag hat nicht Ruh, Setzt mir auch mit Rianen zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton, Ich sehe den Gerichtstag schon, Der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, Da aber des Gesetzes Fluch Mich Sündenkind hinab zur Höllen, Da, wo man ewig, ewig: Leid, Qual, Jammer, Angst und Wehe! schreit. 5. Kein Geld und Gut errettet mich, Umsonst erbeut ein Bruber sich, Den andern hier erst los zu machen; Er muß es ewig lassen stehn, Wir werden ewig nicht le Roch Hat einmal uns der Hölle Rachen. Wer hilft mir sonst in dieser Not, Wo du nicht, Gott, du Todes Tod? 6. Der Teufel hat nicht Macht an mir, Ich habe bloß gesündigt dir, Dir, der du Missetat vergibest. Was maßt sich Satan dessen an, Der kein Gesetz mir geben kann, Nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin; Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jesu, ich dein teures Gut, Bezeug es selbst mit deinem Blut, Daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht 1414 IIII —— ————— ——— 7 Sterben und Begr äbnis. 739 Und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand Und hast so viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, Du lässest mich, dein wahres Teil, Zu tief in deinen Wunden sitzen. Hier lach ich aller Macht und Not, 65 mag Gesetz, Höll oder Tod Auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, Jetzt kann ich keines Fremden sein. Simon Dach, 1605—1659. 0 2 434. Mel.: Herzlich tut mich L. L. Haßler 1001. —.— 1 50 ha⸗be Lust zu schei ⸗den, mein ich seh-ne mich mit 55 nach E Sinn geht aus der Welt; Zi ⸗ yns Frie⸗dens⸗ 25 Doch 2— .S..I.......I.I.......— weil die Abschieds⸗ n hie-nie⸗den—10 ner — —.—*— ö kennt, so hört aus mei⸗ nem Mun⸗de mein letz⸗tes Te⸗sta⸗ ment: 7⁴0 Sterben und Begräbnis. 2. Gott Vater, meine Seele Bescheid ich deiner Hand; Führ sie aus dieser Höhle Ins rechte Vaterland. Du hast sie mir gegeben, So nimm sie wieder hin, Daß ich in Tod und Leben Nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, Das dir gefallen kann? Ach, nimm du meine Sünden Als ein Vermächtnis an: Wirf sie in deine Wunden, Ins rote Meer hinein, So hab ich Heil gefunden Und schlafe selig ein. 4. Dir, o du Geist der Gnade, Laß ich den letzten Blick; Zieh ich des Todes Pfade, So sieh auf mich zurück; Ach seufz in meinem Herzen, Wenn ich kein Glied mehr rühr, Und stell in meinen Schmerzen Mir nichts als Jesum für. 5. Ihr 05 nehmt die Tränen Von meinen Wangen an; Ich weiß, daß euer Sehnen Sonst nichts erfreuen kann. Wenn Leib und Seele scheiden, Tragt mich in Abrams Schoß, So bin ich voller Freuden Und aller Tränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, Die ihr mich dann beweint, Euch hab ich was verschrieben: Gott, euren besten Freund. I + III Sterben und Begräbnis. 7⁴¹ Drum nehmt den letzten Segen, Es wird gewiß geschehn, Daß wir auf Zions Wegen Einander wiedersehn. 7. Zuletzt sei dir, o Erde, Mein blasser Leib vermacht, Damit dir wieder werde, Was du mir zugebracht. Mach ihn zu Asch und Staube, Bis Gottes Stimme ruft; Denn dieses sagt mein Glaube: Er bleibt nicht in der Gruft. 8. Dies ist mein letzter Wille: Gott drückt das Siegel drauf. Nun wart ich in der Stille, Bis daß ich meinen Lauf Durch Christi Tod vollende; So geh ich freudig hin Und weiß, daß ich ohn Ende Des Himmels Erbe bin. Benjamin Schmolck, 1672—1787. 435. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1001. 1 * * —— ————.—— Ich hab mich Gott er-ge-ben, dem hier ist kein Im⸗mer⸗le⸗ben, es ——.——.—.—.—.—.— lieb⸗sten Va⸗ter mein muß ge⸗schie⸗den sein. Der Tod kann 742 Sterben und Begräbnis. ů ö EM 443 4.———3———— mir siht scha⸗ Den⸗ er ist nur mein Ge⸗ 6 .————.— E——————.—— winn; in Got⸗tes Fried und Gna⸗den fahr +V E. 1 III —...— 227. Le ———..———— ge ich mit Freud da- hin. 2. Mein Weg geht jetzt überz— O Welt, was acht ich dein? 7 Der Himmel ist mir lieber,— Da muß ich trachten ein, 34 Mich nicht zu sehr beladen, Weil ich wegfertig bin; w In Gottes Fried und Gnaden Fahr ich mit Freud dahin. Ist 3. Ach, selge Freud und Wonne De Hat mir der Herr bereit, Fa Da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Da Was kann mir doch nun schaden, Weil ich bei Christo bin? Er In Gottes Fried und Gnaden In Bahr ich mit Freud dahin. W. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,— Ihr Liebsten allzumal, 4 Um mich sollt ihr nicht weinen, Oa Ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute Ha Nehmt ja fleißig in acht, W. In Gottes Fried und Freude De Fahrt mir bald alle nach! ö Johann Siegfried, 1564—1637. An 4 1 7 I Sterben und Begräbnis. 74⁴3 436 Mel.: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Um 1730. — N 8 2 .—.....— + — ‚—— 2—— 1 Ich ster⸗be täg⸗lich, und mein Wer kann mir ei⸗ nen Bür⸗en 2 +..— ,e, Le⸗ben eilt im⸗mer⸗fort zum Gra⸗be hin. ge⸗ben, ob ich noch mor⸗en le⸗bend bin? FIII x* — 5 Die Zeit geht hin, der Tod kommt her, ach, 2 1+— 1 + + 3 0 7 1 1 — * —— wer nur im⸗mer ser⸗tig wär! 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab. Der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. Ich weiß, es ist der alte Schluß, Daß ich zu Erde werden muß. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommet oft unangemeldt Und fordert uns ins Land der Toten; Wohl dem, der Haus und Herz bestellt. Denn ewig Unglück oder Glück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß 10 jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag. V 74⁴⁴ Sterben und Begräbnis. 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war; Den einen Fuß hab ich auf Erden, Den andern auf der Totenbahr. Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich der Würmer Speise bin. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, Wenn Fall und Tod beisammen sein; Doch schlage nur mit Vaterhänden Und schließ in Christi Tod mich ein, Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jesu Kreuz 0. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, Wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; Drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geist! Verschließen meine Lippen sich, So schreie Jesu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen nicht gesegnen, So segne du sie mehr als ich; Wenn lauter Tränen um mich regnen, O Tröster, so erbarme dich Und lasse der Verlassnen Schrein Durch deinen Trost erhörlich sein. 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So schließe mir den Himmel auf, Verkürze mir des Todes Schmerzen Und hole mich zu dir hinauf: So wird mein Abschied keine Pein, Zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672—1787. 437. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1569. r— + 9— DD. 8——r———.*.— 1. In Chri⸗sti Wun⸗den schlaf ich ein, die sU1 UIID — — II — II7 2 — AE?-;- Sterben und Begräbnis. 74⁵ ———.—.——— ———— ma⸗chen mich von d rein, Chri⸗ sti 1 Blut EEEIEE und Ge⸗rech⸗tig⸗keit das ist mein Schmuck und ———3 IIE— EEEEE. Eh⸗ zen⸗ ⸗kleid, da⸗mit will 10 vor Gott be⸗ stehn, wenn ich zum Him⸗mel werd ein⸗gehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, Ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du führest mich, Ins ewge Leben wandre ich. Mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Paul Eber, 1511—1569. zen, 438. Eigene Melodie. J. H. Schein. 1628. , SSPDPDPSSPIIIIIII... — 2 2— 7. 41 Fge s mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, hilf was ich dich bitt, ver⸗—— Wenn 9. 3 Win. E. 2 1 — mir in mei⸗ Rem Lei⸗den; sich mein Seel soll schei-den, so nimm sie, Herr, in dei⸗ne Händ; ist al⸗les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, Du wirst mich nicht verderben; Denn du bist ja von nir nicht fern, Ob ich gleich hier muß sterben, Verlassen meine lieben Freund, Die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, Die Seel zu dir sich schwinget, In deiner Hand sie unversehrt Durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd Mir können nichts mehr schaden; Bei dir, o Herr, ich Rettung find, Ich tröst mich deiner Gnaden. Dein einger Sohn aus Lieb und Huld Für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum sollt ich denn traurig sein, Weil ich so wohl bestehe, Bekleidt mit Christi Unschuld rein Wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt; Bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein, 1586—1630. 1 , — — HEIOU I. nd 1777 Sterben und Begräbnis. 74⁷7 439 Mel.: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Um 1730. rr. — den—.— *—.. 1 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich * 4 und fin⸗de hier kein sol⸗ches E 2— 5•.————4 .—.———m V La——1 ster⸗be, ich bin ein Mensch, der bald ver⸗-geht, Er⸗be, das e⸗wig in der Welt be⸗teht; .=..—— ů +—..— ———. EE. —.—..—— drum zei⸗ge mir in Gna⸗den an, wie D 2— 4 EEEEUUU—— IIIN ————.—4— ich recht se⸗ lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, Die Blume kann ja leicht verblühn; Drum mache mich nur stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem einen wird das Scheiden herbe, Wenn sonst ein andrer sanfte fällt; Doch wie du willst, gib, daß dabei Mein End in dir nur selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher Sand mein Grab bedeckt; Doch wenn ich dieses nur ererbe, Daß deine Hand mich auferweckt, So nehm ich jede Stelle ein, Die Erd ist allenthalben dein. 74⁴8 Sterben und Begräbnis. 5. Nun, liebster Gott, wann ich ja sterbe, So nimm du meinen Geist st zu dir, Auf daß ich dort mit Christo erbe; Und hab ich den am Grabe hier, So gilt mirs gleich und geht mirs wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin 1672—1737. 440. Eigene Melodie. Vorreformatorisch. Bei Walter 1524. Q nni ee n. it⸗ ten wir im Le⸗ ben sind — We n suchn wir, der Hil⸗fe tu, mit den Tod um⸗fan⸗ gen. — wir Gnad 3—— gen?— ᷓ bist du, Herr, al⸗lei⸗ ne. Uns reu⸗et uns⸗re EEEN 9 7 et=e 225 2— anmin. Her⸗ re 215 hei⸗li⸗ ger ERII star⸗ker Gott, hei⸗li⸗ ger barm⸗ her⸗zi⸗ger I Sterben und Begräbnis. 749 ———.——————— ——— m.—— ö ö— R—— Hel⸗land, du e⸗wi⸗ger Gott, laß uns 3.— E— —.———— 8 ———.— nicht ver⸗sin ⸗ken in des bit⸗tern To⸗des ö—— — Not! Er⸗barm dich un⸗ser! 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not Frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit Unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Erbarm dich unser![(Glut! 3. Mitten in der Höllen Angst Unser Sünd uns treiben; Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, Das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Erbarm dich unser! Trost! Dr. Martin Luther, 1483—1546. 750⁰ Sterben und Begräbnis. 441 Eigene Melodie. . ö H. Isaak.(2) 1586. 5 SISIIIIIIITITITITTTITITITITITIIII—— ———.— — + 1. O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich ——.—.——— DRRDDRDDD— fahr da-hin mein Stra⸗ßzen ins ew⸗ ge 1 ö 2— EEDEE 2— — 1 ö Va⸗ter⸗land. Mein Geist will ich auf⸗ ———UDDDü———. I zen in Got⸗tes gnäd⸗ge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, Der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; Kein Bleiben ist auf Erden, Das Ewge muß mir werden, Mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen Die Welt, von Gott gezogen Durch Schand und Büberei, Will ich doch nicht verzagen, Sondern mit Glauben sagen, Daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, Sein Antlitz will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters Huld erworben, Mein Mittler er auch worden ist. SVE S&SSHE „HSE WDNNNReS 7 ——— ⁰9& 272911 eri Sterben und Begräbnis. 75⁵¹ I 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus Gnaden Umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen, So will ich zu ihm kommen Allein durch wahren Glauben gut. 6. Wir sind unnütze Knechte, Mein Tun ist viel zu schlechte, Denn daß ich ihm bezahl Damit das ewge Leben; Umsonst will er mirs geben Und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, Das Himmelreich ererben, Wie er mirs hat bereit; Hier mag ich nicht mehr bleiben, Der Tod tut mich vertreiben, Mein Seel sich von dem Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, Denn du mußt auch hernach; Tu dich zu Gott bekehren Und von ihm Gnad begehren; Im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, Hör auf von Sünd und Schanden Und richt dich auf die Bahn Mit Beten und mit Wachen; Sonst all irdische Sachen Sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, Nimm mein Abschied zu Herzen. Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Fohann Hesse. 149“ 1547. 752 Sterben und Begräbnis. 442. Eigene Melodte. M. Teschner. 161ʃ5. 9 I. 1 1 1 V— 2.—22—..— + +— ———.———— Ba⸗let will ich dir ge⸗ben, du 1. dein sünd⸗lich bö⸗ses Le⸗ben durch⸗ r + ö ist gut woh-nen, hin ⸗auf steht mein Be⸗ ——5 ö DDDDD———.— ———————— ——.——— —0 — ͤ**— gier; da wird Gott e⸗wig loh-nen dem, 6 6W —— — 22 ——— 5 der ihm dient all ⸗ hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut. Laß mich selig abscheiden, Setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Funkelt all Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zu Trost in meiner Not, Wie du, Herr Christ, so milde Dich hast geblut zu Tod. 4 7717 Sterben und Begräbnis. 7⁵³ 4. Berbirg mein Seel aus Gnaden In deiner offnen Seit; Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt ins Bnmels Schloß, Der ist ewig genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste Ins Buch des Lebens ein Und bind mein Seel fein feste Ins schöne Bündelein Deb, die im Himmiel grünen Und vor dir leben frei, 5 will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue sei. —.— Valerius Herberger, 1562—-1627. Aumerkung. Die großgedruckten Anfangsbuchstaben der) Strophen dieses Liedes ergeben zusammengesetzt den Taufnamen des Dichters„Va lerius“ Herberger. 443. Eigene Melodie. 1569. —0 5————————————— 22 ö ů—— —— 25— 9——— 1. Wenn mein Stünd⸗lein vor⸗han⸗ Wen — ——— 2——— 5 und— hin⸗ fahrn mein Stra ⸗ße, 1+— 12.— —— —5— 4— + 0 so g Plett dn mich, Herr J ——— — x 1——— * 2¹ — 1—— ů——— —.——— — — nicht ver⸗las ⸗se. 75⁵⁴ Sterben und Begräbnis. ...... —.— ö——.—.—.—— ............. =fehl ich dir in VV ů ———— 2— 0 2— dei⸗ne Händ, du wollst sie mir— be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, Mein G'wissen wird mich nagen; Denn ihr sind viel wie Sand am Meer, Doch will ich nicht verzagen, Will denken, Herr, an deinen Tod Und deine heilgen Wunden rot; Die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Des tröst ich mich von Herzen; Von dir ich ungeschieden bleib In Todesnot und Schmerzen; Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, Ein ewges Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd ich im Grab nicht bleiben; Mein höchster Trost dein Auffahrt ist,‚ Todsfurcht kann sie vertreiben; Denn wo du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bei dir leb und bin; Drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, Mein Arm tu ich ausstrecken; So schlaf ich ein und ruhe fein, Kein Mensch kann mich aufwecken, Denn Jesus Christus, Gottes Sohn, Der wird die Himmelstür auftun, Mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman, 4 1561. —— 144 H- HS/SSscl SSOSES sssUH Sss 1561. Sterben und Begräbnis. 7⁵⁵ 444. Eigene Melodie. 1805. 1 —— SPIIIIFT.. —— 1 Wer weiß, wie na⸗ he mir mein Ach wie ge⸗schwin-de und be⸗ ——3——— ů—— E En⸗de! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. hen⸗de kann kommen mei⸗ne To⸗des⸗not! ——..———33 1 — I———— Fn. n nirn Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch ———.—— ——— 2—.—* ..——. 2 2— Chri⸗: sti Blut: Machs nur mit mei⸗ nem — H— ————— En ⸗de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; Denn weil ich leb auf dieser Erden, Leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken Und, wenn ich einstens sterben muß, Die Seel in Jesu Wunden senken Und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: 756 Sterben und Begräbnis. Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach mir stets süße deinen Himmel Und bitter diese eitle Welt; Gib, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienste Jesu zu, Darein ich mich fest gläubig winde; Das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden Hab ich mich recht und wohl gebett; Da find ich Trost in Todesstunden Und alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesum angezogen Schon längst in meiner heilgen Tauf, Du bist mir auch daher gewogen, Hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 10. Ich habe Jesu Fleisch gegessen, Ich hab sein Blut getrunken hier, Nun kannst du meiner nicht vergessen, 77⁷7 Sterben und Begräbnis. 75⁷ Ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 11. So komm mein End heut oder morgen, Ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, Ich bin und bleib in deinen Sorgen, Mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 20 105 Ich leb indes in dir vergnüget Und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget, Ich glaub und bin es ganz gewiß: Durch deine Gnad und Christi Blut Machst dus mit meinem Ende gut.] Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1637—1706. Der Schluß der Str. 12 ist ohne Wiederholung folgendermaßen zu singen: 30—.——— n durch dei ⸗ne Gnad und Chri ⸗sti ——.—— J——————— 3 —— 7——0—4 Blut machst dus mit mei⸗nem En⸗de gut. 445 Mel.: Ich hab mein Sach Gott 1589. —8 ——. EE.‚————— ö +——— 1. Wie fleucht da-hin der Men:schen Zeit, 4.— ————.——— .——— wie ei⸗let man zur E⸗wig⸗keit! Wie we⸗ S........... , n. nig den⸗ken an die Stund von Her⸗zensgrund, 2 E + x rr e—— EE 2........ + r wie schweigt hier-von der trä⸗ge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, Ein nichtger, leerer Wasserschaum; Im Augenblick es bald vergeht Und nicht besteht, Gleich wie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist; ich traue dir. Laß 1 8 und Hügel fallen hin, Mir ist Gewinn, Wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, So lehre mich, o Gottes Sohn, Gib, daß ich zähle meine Tag Und munter wach, Daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, Bedenk es nu, Du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Toren Lust, Mir ist das höchste Gut bewußt, Das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn 10 dich seh Und bald vor deinem Throne steh II Du unterdess⸗ en lehre mich. Daß stetig ich Mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 1650—1680. 446 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 2 Ph. Nikolai.(2) 1509. 2 r dr, 1— 5ů— 1——— 22...——..— 48—. SSSIII.— ——————— 1. Wie Serele wirndn, Kan land, sein, Dann, See⸗le, wirst du, ganz be⸗freit wenn ich, mich dei- ner ganz zu freun„ von Sün⸗de und von Sterb⸗lich-keit, — —— 3 DSDIEDIPIIIIII ZÄ.. in dir ent⸗ schla-fen wer⸗ 2 WMu ent⸗ 55666 die⸗ fer Er⸗ 1. dich — Ii.— 2...— j— 2..— 2...—.— +— J—— — 1—— 8.—.8—— 2.———‚ in⸗nig, stär⸗ke, trö⸗ste dich, er⸗lö ⸗ste, mit Dem: —— H. ............... n IIPI—— Le⸗ben, das dir dann dein Gott wird ge⸗ben. 2. Ich freue mich und bebe doch; So drückt mich meines Elends Joch, Der Fluch der Sünde nieder. Doch du, o Herr, erleichterst mir Dies Joch; mein Herz stärkt sich in dir, Glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Christus, Laß mich streben, dir zu leben, 760 Sterben und Begräbnis. Dir zu sterben Und dein Himmelreich zu erben. 3. Verachte denn des Todes Graun, ein Geist, er ist ein Weg zum Schaun In jenem bessern Leben. Er sei dir nicht mehr fürchterlich; Zum Allerheiligsten wird dich Der Herr dadurch erheben. Hier wird dein Hirt Nach den Tränen, nach dem Sehnen Dich Erlösten Völlig und auf immer trösten. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, Die mich, wenn nun mein Auge bricht, Zu deinen Toten sammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Nacht, Eh ich dies Flehen noch vollbracht, Mein Lob dir ausgestammelt. Mach mich fertig;ᷓ Ich befehle meine Seele Deinen Händen. Laß mich meinen Lauf gut enden. 5. Vielleicht sind meiner Tage viel, Ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, An dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, So sei mein Leben dir geweiht, Bis einst mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir Ganz mein Leben zu ergeben, Daß ich droben Dich unendlich könne loben. 6. Wie wird mir dann, mein Heiland, sein, Wenn ich mich deiner ganz erfreun, Dich dort anbeten werde! Dann bin ich frei von Sünd und Leid, 14 Sterben und Begräbnis. 761 Ein Mitgenoß der Herrlichkeit. Nicht mehr ein Mensch von Erde. Preis dir, daß mir Durch dein Leiden jene Freuden Offen stehen. Ewig bill ich dich erhöhen. Casseler Gesangbuch v. 1770. Beim Tode von Kindern. 447 Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. J. Schop. 1641. t, S————. 2. 1——— 2—75 SPSPSSPS....... Du bist zwar mein und blei⸗best Doch bist du nicht nur mein al⸗ dee. .—— dan n ——.— H .—5 mein— wer will mir an⸗ders sa ⸗ gen?— lein, der Herr von ew⸗gen Ta⸗ gen n rir enn. der hat das mei⸗ste Recht an dir, der for⸗dert .......IF.I.....T DERD‚——— und er⸗hebt von mir dich, o mein Sohn, mein — N EEEE —— ere e n Wil ⸗le, mein Herz und Wun⸗sches Fül=le. ein, 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, Du Sternlein meiner Seelen, Vor allem Weltgut williglich Mir wünschen und erwählen. 77 ICCCCAATTTTTTTTCTTTCTCTCTCTCTTTTTTCTCTTCTUTITITTITITIIII...... 7⁰½ Sterben und Begräbnis. Ich wollte sagen: Bleib bei mir, Du sollst sein meines Hauses Zier, An dir will ich mein Lieben Bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, In Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, Ein Quell, da Alt und Jungen In aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, Und der mir ihn gegeben, Will, daß er nah an seinem Thron Im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind, Dich will ich bei mir haben Und ewig reichlich laben. 5. O füßer Rat, o schönes Wort Und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, Kein Unglück und kein Kränken, Kein Angst, kein Mangel, kein Versehn, Bei Gott kann keinem Leid geschehn; Wen Gott versorgt und liebet, Wird nimmermehr betrübet. 6. Wir Menschen sind ja auch bedacht, Die Unsrigen zu zieren; Wir gehn und sorgen Tag und Nacht, Wie wir sie wollen führen In einen feinen, selgen Stand, Und ist doch selten so bewandt Mit dem, wohin sie kommen, Als wirs uns vorgenommen. II 7. Wie manches junge, fromme Blut Wird jämmerlich verführet Durch bös Exempel, daß es tut, Was Christen nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn, Auf Erden nichts als Spott und Hohn; Der Vater muß mit Grämen Sich seines Kindes schämen. 8. Ein solches darf ich ja nun nicht An meinem Sohn erwarten: Der steht vor Gottes Angesicht Und geht in Christi Garten, Hat Freude, die ihn recht erfreut, Und ruht von allem Herzeleid; Er sieht und hört die Scharen, Die uns allhier bewahren. 9. Er sieht und hört der Engel Mund, Sein Mündlein hilft selbst singen; Weiß alle Weisheit aus dem Grund Und redt von solchen Dingen, Die unser keiner noch nicht weiß, Die auch durch unsern Fleiß und Schweiß Wir, weil wir sind auf Erden, Nicht ausstudieren werden. 10. Ach sollt ich doch von ferne stehn Und nur ein wenig hören, Wenn deine Sinne sich erhöhn Und Gottes Namen ehren, Der heilig, heilig, heilig ist, Durch den auch du geheiligt bist, Ich weiß, ich würde müssen Vor Freude Tränen gießen. 11. Ich würde sprechen: Bleib allhier, Nun will ich nicht mehr klagen: Ach mein Sohn, wärst du noch bei mir! Nein, sondern: Komm, du Wagen 76⁴ Sterben und Begräbnis. Eliä, hole mich geschwind Und bring mich dahin, da mein Kind Und soviel liebe Seelen So schöne Ding erzählen. 12. Nun sei es ja und bleib also, Ich will dich nicht beweinen; Du lebst und bist von Herzen froh, Siehst lauter Sonnen scheinen, Die Sonnen ewger Freud und Ruh; Hie leb und bleib nun immerzu, Ich will, wills Gott, mit andern Auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, 1607—1676. 448. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 15836. 1 2.— . Gott⸗lob, die Stund ist kom⸗men, da + 4— + —— H— E — 2 unre. werd ich auf-ge⸗nom⸗men ins schö⸗ne Pa⸗ra⸗ — N 2——4 SPꝑII.I..I..... 570 D. deis. Ihr El-tern dürft nicht kla-gen, mit 9 ö 42———— S,.. Freu⸗de sollt ihr sa⸗gen: Dem Höch-=sten 1.—.—— 22—— — 3——.— nnn.— sei Lob, Ehr und Preis. 2. Kurz ist mein irdisch Leben, Ein bessres wird mir geben Gott in der Ewigkeit. 676. Sterben und Begräbnis. Da werd ich nicht mehr sterben, In keiner Not verderben, Mein Leben wird sein lauter Freud. 3. Gott eilet mit den Seinen, Läßt sie nicht lange weinen In diesem Tränental. Ein schnell und selig Sterben Ist schnell und glücklich erben Des schönen Himmels Ehrensaal. 4. Wie öfters wird verführet Manch Kind, an dem man spüret Rechtschaffne Frömmigkeit; Die Welt voll List und Tücke Legt heimlich ihre Stricke Bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. 5. Ihr Netze mag sie stellen, Mich wird sie nun nicht fällen, Sie wird mir tun kein Leid; Denn wer kann den verletzen, Den Christus jetzt wird setzen Ins Schloß vollkommner Sicherheit? 6. Zuvor bracht ich euch Freude, Jetzt, nun ich von euch scheide, Betrübt sich euer Herz; Doch wenn ihrs recht betrachtet Und was Gott tut, hochachtet, Wird sich bald lindern aller Schmerz. 7. Gott zählet alle Stunden, Er schlägt und heilet Wunden, Er kennet jedermann; Nichts ist jemals geschehen, Das er nicht vorgesehen, Und was er tut, ist wohlgetan. 8. Wenn ihr mich werdet finden Vor Gott, frei aller Sünden In weißer Seide stehn 76⁵ 766 Sterben und Begräbnis. —————— Und tragen Siegespalmen In Händen und mit Psalmen Des Herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen, Es wird euch herzlich reuen, Daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen Gedenket zu erfüllen Und ihm sich in Geduld ergibt. 10. Ade, nun seid gesegnet! Was euch jetzund begegnet, Ist andern auch geschehn; Viel müssens noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Johann Heermann, 1585—1647. 449. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1698. 4 25——— 2— 1 235.—ß7 I— E—— I8.— 2.‚‚.‚‚‚‚.etee.. ———7—— 1 Ihr El⸗tern, 30 3te Nacht! Nun ich fahr zu Je⸗ su hin in — ö— 2„— ..... geht es an ein Schei⸗ den; IJa, sei⸗ ne Him⸗mels⸗freu⸗den, zu Je⸗su, r ² AE —.—.— E. S‚— HD— nn— wel⸗cher mich in E⸗wig⸗keit an⸗lacht. Ach epe dan nennrnrt. P P.. ei⸗net, wei⸗net nicht, ihr El⸗tern, gu⸗te Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Dar⸗ auf, um mich zu klagen, a jetzt mein zarter Leib — Sterben und Begräbnis. Wird in das Grab getragen. Wißt, daß die Seele ist Zur Himmelsruh gebracht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 3. Ihr Eltern, gute Nacht! Sehr herrlich ist zu wohnen Im schönen Himmelsschloß, Da man erblicket Kronen, Die Gott den Frommen hat Aus Gnaden zugedacht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 4. Ihr Eltern, gute Nacht! Muß ich euch schon verlassen, 6⁴⁷. So werdet ihr mich doch 93 Mit Herzenslust umfassen, Wenn Gott mit euch und mit — Der Welt ein Ende macht. Ach weinet, weinet nicht, Nun Ihr Eltern, gute Nacht! in 5. Ihr Eltern, gute Nacht! —. Die Angst⸗ und Marterstunden, —.— Die sind in dieser Welt — Nun völlig überwunden; su, Mein Leib schläft sanft, bis daß Er wiederum erwacht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! — Gotthard Schuster, 1673—1761⸗ Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. cht——3 L. Isaat.(2) 1536. — —0 ——f I 2 ²......—— x IPI‚.————ε— SS. 768 Sterben und Begräbnis. ...— S—....Z.ZZ.I............— ů Un⸗schuld ster⸗ben, so büßt man sie nicht —.—. 1——.— I ein; sie wer-den nur dort EE— +—.—— E Va⸗ter auf⸗ ge⸗ ho-ben, n. I—.———— 24.——.s 2 1——.— 1 un ⸗ ver ⸗lo-ren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Jesum eingeweiht Und noch bei Gott in Gnaden; Was sollt es ihnen schaden, Daß Jesus sie zu sich entbeut? 5. O wohl auch diesem Kinde; Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch Lert du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 1688—1758. 451 Mel.: Es ist genug! So nimm, Herr, * meinen Geist. Ahle. 1662. ..... e 4 .—.——— 4—— 1 Zieh hin, mein Kind! denn Gott selbs Ich lei⸗ de zwar, dein Tod be⸗ Sterben und Begräbnis. 769 SDIꝗSSDSPSS for-dert dich aus die⸗ ser ar⸗gen Welt. trü⸗bet mich; doch weil es Gott ge ⸗fällt, 3.+.—. S... T so un⸗ter⸗laß ich al⸗les Kla⸗gen und will mit —— 1—...— E stilzlem Gei⸗ste sa⸗gen: Zieh hin, mein Kind! 2. Zieh hin, mein Kind! Der Schöpfer hat Nur in der Welt geliehn.(dich mir Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir, Jetzt wieder fortzuziehn. Zieh hin, Gott hat es so versehen; Was dieser will, das muß geschehen. Zieh hin, mein Kind! 3. Zieh hin, mein Kind! Im Himmel„ Was dir die Welt versagt;(du Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Angsten schweben, Dort kanust du ewig fröhlich leben. 445 hin, mein Kind! Zieh hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Cobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh denn das Ungemach Mit Haufen sich einstellt Wer lange lebt, steckt lang im Leide; Ver frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zieh hin, mein Kind! 5. Zieh hin, mein Kind! Die Engel warten Auf deinen frommen Geist.(schon 770 Zukunft Christi, Auferstehung, Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn Dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden, Du hast im Herren überwunden. Zieh hin, mein Kind! Gotifried Hoffmann, 1658—1712. II. Zukunft Christi, Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 452. Mel.: O Ewigkeit, du Donnerwort. J. Crüger. 1653. 9⁰⁴—— ö——.— 4—— — — V 2—.— +— — 1. Er⸗höh-ter Je⸗su, Got⸗tes Sohn, du 3—65— einst zu rech⸗ter Zeit E — — U e. der du schon längst der Him⸗-mel Thron in gro⸗ßer Kraft und Herr⸗ lich⸗ keit XII; 0 Herr⸗scher ein⸗ge⸗nom⸗men, Him — 1...— mel wie⸗-der⸗kom⸗ men. Gib, 94—— EXISI 4 8. daß dann froh und mit Ver⸗traun dich, Herr, auch mei ⸗ ne Aur⸗ gen schaun. ö *—————. 7 IESE EDE 5„5 225— InAtyEnu 9 6* 7¹². Gericht und ewiges Leben. 2. Wer faßt, o Heiland, jetzt die Pracht, Die deinen Tag einst herrlich macht? Wie groß wirst du dich zeigen, Wenn du auf lichten Wolken einst Mit deiner Engel Heer erscheinst, Die jetzt schon dir sich beugen. Dann sieht die Welt die Majestät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab Mit allmachtvoller Kraft hinab Und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd und Meer Das unzählbare, große Heer Der Toten wiedergeben. Sie stehn durch dich, Herr, neubeseelt Nun alle auf, und keiner fehlt. 4. Du sammelst sie vor deinem Thron, Um jedem den verdienten Lohn Nach seiner Tat zu geben. Dann trifft den Bösen Schmach und Pein, Den Frommen aber führst du ein In das verheißne Leben. Wer leugnet dann noch, Jesu Christ, Daß du der Erden Richter bist? 5. O gib, wenn nun dein Tag erscheint, Daß ich in dir dann noch den Freund Und Heiland wiederfinde, Daß ich mit Freuden vor dir steh Und mit dir in den Himmel geh, Ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mich im Glauben wacker sein Und auch die kleinste Sünde scheun. 6. Dein Name sei mir ewig wert, Und was dein Wort von mir begehrt, Das laß mich treulich üben. 77¹ 77² Zukunft Christi, Auferstchung, Niemals ermüde hier mein Geist, Dich, den schon jetzt der Himmel preist, Aus aller Rraft zu liehen; So hab ich in der Ewigkeit Auch teil an deiner Seligkeit. 2n Samuel Ulber, 1714—1776. 453. Mel.: Valet will ich dir geben. ö M. Teschner. 1615. Q— EE.RTR r In ere, r r n. —— 1. Er-mun⸗tert euch, ihr From⸗men, zeigt Der A⸗bend ist ge⸗ kom⸗men, die EIAIAIIIS en⸗rer Lam⸗pen Schein. at si fin⸗stre Nacht bricht ein. 68 hat sich I II I— ᷣä.... —.—— 42——— auf⸗ge⸗ ma⸗chet der Bräu ⸗ti⸗gam mit EuAX; II Pracht; auf, bestei, kämpft und wa⸗ ched r60 ——: ö— 3— , enmm 2. 5. I— — ist es Mit⸗ter-nacht! 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Ol Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel; Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, * 1477 Gericht und ewiges Leben. 77³ Begegnet ihm in Reihen Und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit; Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräutgam ist nicht weit! 4. Er wird nicht lang verziehen, Drum schlafet nicht mehr ein; Man sieht die Bäume blühen, Der schönste Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten; Die Abendröte zeigt Den schönen Tag von weiten, Davor das Dunkel weicht. 5. Wer wollte denn nun schlafen? Wer klug ist, der ist wach; Gott kommt, die Welt zu strafen, Zu üben Grimm und Rach An allen, die nicht wachen Und die des Tieres Bild Anbeten samt dem Drachen; Drum auf, der Löwe brüllt! 6. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt; Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil ste überwunden, Die Krone nun vertraut. 77⁴4 Zukunft Christi, Auferstehung, 7. Die ihr Geduld getragen Und mitgestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und Klagen In Freuden sonder Leid Mitleben und regieren Und vor des Lmes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron. 8. Hier sind die Siegespalmen, 9—65 ist das weiße Kleid; Hier stehn die Weizenhalmen In Frieden nach dem Streit Und nach den Wintertagen; Hier grünen die Gebein, Die dort der Tod erschlagen; Hier schenkt man Freudenwein. 9. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, Wo die Erlösten weiden, Hier ist der sichre Port, Hier sind die güldnen Gassen, Hier ist das Hochzeitsmahl, Hier soll sich niederlassen Die Braut im Freudensaal. 10. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf; Geh auf, verlangte Sonne, Und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit, Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti 1660—172, 17¹ Gericht und ewiges Leben. 77⁵ ——ꝛ7.—— 454. Eigene Melodie. 1535. —.— ——————————— 1 2— ist ge⸗wiß⸗lich an der Zeit, daß in sei⸗ner gro⸗ßzen Herr⸗lich ⸗keit, zu — 4+ ———— 2— ——————..———.—.— — — Got⸗tes Sohn wird kom-men rich⸗ten Bös und F From⸗men. „— 8 S — — V La⸗ chen wer⸗ 4565 teur, wenn al⸗les wird ver⸗ 2 Posannen Wiede man ahdren n An aller Welten Ende; i bald werden auferstehn Die Toten gar behende. Da wird der Tod erschrecken sehr, Wenn er wird hören neue Mär, Daß alles Flei sch soll leben. Ein Buch wird da gelesen bald, hurirhen steht geschrieben, Lie Gott will richten jung und alt, Nichts soll verborgen bleiben. Da wird ein jeder seinen Lohn Empfahen, wie er hat getan In seinem ganzen Leben. 4. Hilf, heilige Dreifaltigkeit, Daß mein Nam werd gefunden Im Buch des Lebens allezeit. An meiner letzten Stunden 776 Zukunft Christi, Auferstehung, Weich nicht von mir, Herr Jesu Christ, Der du allzeit mein Helfer bist, Du wollst von mir nicht scheiden. 5. Was werd ich armer Sünder dann Vor deinem Richtstuhl sagen? Was werd ich für ein Fürsprech han, Der mein Sach wird austragen? Das wirst du tun, Herr Jesu Christ, Dieweil daß du gekommen bist, All Sünder zu erlösen. 6. Wenn ich, Herr, meine Sünd bedenk, Mein Augen die tun weinen; Wenn ich die ewge Freud bedenk, Mein Herz das tut sich freuen. Herr, hilf, daß ich dein Angesicht Mög sehn mit meiner Augen Licht Dort in dem ewgen Leben. 7. Herr Jesu Christ, du machst es lang Mit diesen bösen Tagen. Den Leuten wird auf Erden bang, Laß sie doch nicht verzagen; Send ihnen deinen heilgen Geist, Der sie leit in das Himmelreich Durch Jesum Christum. Amen. Nach dem lateinischen Dies irae. 455 Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der 2 Seelen. e ee e, XX 2— I H—.—— 1. Es ist noch ei⸗ne Ruh vor⸗han⸗ „Du seuf⸗zest hier in dei-nen Ban⸗ . den; auf, mü⸗des Herz, und wer⸗de licht! den, und dei⸗ne Son⸗ne schei⸗net nicht; 40. Gericht und ewiges Leben. 777⁷ in —— sieh auf das Lamm, das dich mit Freu⸗den —— . drr Rern;in, —————— doͤrt wird vor sei⸗ nem Stuh⸗le wei⸗den; — ——.—— E.—— +.. ————.— wirf hin die Last und eil her-zu. Bald ———— ne v Frni, ist der hei⸗e Kampf ge⸗en ⸗ det, bald. —.—— 4 bald der sau⸗ re Lauf vol⸗len det, so n———— ————.———— gehst du ein zu dei⸗ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Es ruft, es locket weit und hreit: Ihr müden Seelen und ihr frommen, Versäumet nicht heut einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt; Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Geht nicht mehr traurig und gebückt. 778 Zukunft Christi, Auferstehung, Ihr habt des Tages Last getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Teufel toben, Seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben Und sanfte darauf ruhen kann, Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunk ergötzen, Wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; Es ist noch eine Ruh erfunden, Da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, Denn unsre Tränensaat ist aus. O, welch ein Jubel wird erklingen Und süßer Ton im Vaterhaus! Die Tränen von den Augen wischen; Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, Denn die Erquickungszeit ist da; Die Sonne wird uns nicht mehr stechen, Das Lamm ist seinem Volke nah, Es will selbst über ihnen wohnen Und ihre Treue wohl belohnen Mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis; Es werden die Gebeine grünen; Der große Sabbat ist erschienen, Da man von keiner Arbeit weiß. — en, Gericht und ewiges Leben. 7. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Legt euch dem Lamm in seinen Schoß! Ach, Flügel her, wir müssen eilen Und uns nicht länger hier verweilen, Dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, Begürte dich zum Triumphieren, Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 170⁰0—1779. 456. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. —1 3 der ————— Rich⸗ter al⸗ler Welt; Schwa⸗chen nur ge⸗ fällt. Mich soll sein =r r n ——————— Wahn nicht stö⸗ren, weil mich dein gött⸗lich —5 1 Söer U—— Licht und mein Ge⸗wi r. ——— —— hal ⸗test ein 780 Zukunft Christi, Auferstehung, 2. Ich höre die Posaunen, O Herr, im Geiste schon: Ich sehe mit Erstaunen Dich auf dem Richterthron, Um den die heilge Menge Erhabner Engel steht. Welch herrliches Gepränge, Welch hohe Majestät! 3. Umsonst sucht nun der Sünder Vor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle Menschenkinder Wirst du zur Rechnung ziehn. Du rufst, und sie erscheinen Vor deinem Richterthron; Den Sündern und den Deinen Gibst du gerechten Lohn. 4. Frohlockend sehn die Frommen Dein göttlich Angesicht; Schon hier dem Fluch entnommen, 301 ihre Seele nicht. un triumphiert ihr Hoffen; Erlöst von aller Müh. Sehn sie den Himmel offen, Und du, Herr, segnest sie. 5. Wie angstvoll aber beben, Vie hier dein Wort verhöhnt Und durch ein fleischlich Leben Das eitle Herz verwöhnt. Du gibst der Sünde Knechten Ihr Teil in ewger Pein Und führest die Gerechten Zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jesu, dein Gerichte Mir stets vor Augen sein, Und drücke sein Gewichte In mein Gewissen ein: Gericht und ewiges Leben. 781 Laß fromm vor dir mich wandeln Und hier zu aller Zeit So wie ein Weiser handeln, Der seinen Richter scheut. 7. Ist dann dein Tag vorhanden, Wird diese Welt vergehn, So werd ich nicht mit Schanden Vor deinem Thron bestehn. Du stellst mich dann zur Rechten, Von aller Schuld befreit, Führst mich mit deinen Knechten In deine Herrlichkeit. Casseler Gesangbuch v. 1770. 457. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. Q 1 I . 30.0 n. 1 Ich freu ⸗e mich der fro⸗ hen Zeit, „Dann werd ich in der Herr⸗lich-keit + s da ich werd auf⸗er ⸗ste⸗he dich, Gott mein Hei⸗land, se⸗ hen. ————— werd auch ich, o Herr, durch dich, ver— —. 35 — 120—— — ——— & ——. Ru⸗ he kom ⸗-men. 782 Zukunft Christi, Auferstehung, 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran Die Stunde der Erlösung, Die Stunde, da ich hoffen kann Trost, Freiheit und Genesung, Da Engeln gleich Im Himmelreich Mich Ruhe, Lust und Leben In Ewigkeit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, Du bists, an den ich gläube. ö Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, Im Tod nicht ewig bleibe. Auch werd ich nicht Vor dein Gericht Wie die, die dich verschmähten, Mit Angst und Schrecken treten. 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit Vor dir, mein Haupt, zu stehen Und mit dir in die Herrlichkeit Frohlockend einzugehen. O hilf mir doch Aus Gnaden noch, Zum Glück der Ewigkeiten Mich würdig zu bereiten. Peter Busch, 1682—1744. 89 458. Eigene Melodie. 1663. 1. Se⸗ru⸗ sa⸗lem, du hoch⸗ge-bau⸗te Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver⸗lan⸗gen 14. Gericht und ewiges Leben Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! hat und ist nicht mehr bei mir: weit 2———————— ü⸗ber Berg und Ta⸗le, weit ü⸗ber bla⸗ches ———. ——— EISeE .— E.———— Feld schwingt es sich ü⸗ber al ⸗ le und —. ů ö — 2 7 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, Wann wirst du kommen schier, Da ich mit Lust und freiem Freudenmund Die Seele geb von mir In Gottes treue Hände Zum auserwählten Pfand, Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterland! 3. Im Augenblick wird sie erheben sich Bis an das Firmament, Wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich Die Stätt der Element, Fährt auf Eliä Wagen Mit heilger Engelschar, Die sie in Händen tragen, Umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, Tu auf die Gnadenpfort! 78⁴4 Zukunft Christi, Auferstehung, Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, Eh ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit, Und Gott mir hat gegeben Das Erb der Ewigkeit. 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Seh ich, die beste Kron, Die Jesus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war so ferne In meinem Tränenland. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland dort trugen des Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, In Klarheit hell umgeben Mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Vreis. Das Halleluja reine Singt man in Heiligkeit, Das Hosianna feine Ohn End in Ewigkeit, 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, Auf Chören ohne Zahl, Daß von dem Schall und von dem süßen Ton Sich regt der Freudensaal, Mit hunderttausend Zungen, Mit Stimmen noch viel mehr, char ön, Lon Gericht und ewiges Leben. 78⁵ Wie von Anfang gesungen Das große Himmelsheer. Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642. 459 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 27 Ph. Nikolai.(2) 1599. — 2——— ⁷— 2 + ne.— 1. Mein ganzer Geist, Gott, wird ent⸗zückt, wo dei⸗ne mil ⸗ de Va⸗ter⸗hand — 2—— —.—— 2— +2 2 32 —.— 1 2231 + 2—— wenn er nach je ⸗ nem Him⸗mel blickt, aus neu⸗en üat üü wird er⸗kannt, —. 2—— I den du für uns be⸗rei⸗tet die du da⸗ selbst ver⸗ brei⸗tet. ——— 4 Se di, di. fühl ich mich er⸗ho⸗ben, dich zu lo⸗ben, der Zum 4 . 1—— E—— Le⸗ben, das dort ist, mich will er⸗he⸗ben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, H gegen jene Herrlichkeit, ie dort bei dir zu finden! Du stellst uns hier auf Erden zwar Viel Wunder deiner Güte dar Zum fröhlichen Empfinden; Doch hier sind wir Bei den Freuden noch mit Leiden Stets umgeben; Dort nur ist vollkommnes Leben. 78 Zukunft Christi, Auferstehung,‚ 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; Dort wischest du die Tränen ab Von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; Denn du, o Herr, machst alles neu, Das Alte ist vergangen. Hinfort sind dort Von gerechten Gottesknechten Keine Plagen Mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsers Gottes Heiligtum Schallt seines Namens hoher Ruhm Von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn, Hier schaut man sie nicht mehr von fern, Hier wird sie neu besungen. Völlig gibt sich Den Erlösten, sie zu trösten, Der zu kennen, Den sie hier schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie Auf ewig frei von aller Müh Und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust Und Rein tausendsache Lust Kein feindliches Gemüte. Kein Neid, kein Streit Hemmt die Triebe reiner Liebe Unter Seelen, Die hinfüro elche mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint! Die Frommen, die ich hier beweint, Die find ich ewig wieder. Dort sammelt deine Vaterhand, Die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Gericht und ewiges Leben. W; Ewig werd ich, Frei von Mängeln, selbst mit Engeln Freundschaft pfleg gen; O, ein 1 ngang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Iu jenen Himmelshöhen; da werd ich dich, Herr Jesu Christ, 80 menschenfreundlich als du bist, Auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt, Von den Freuden nichts mich scheiden, Die du droben Deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, Die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du hast die Stätt auch mir bereit, Hilf sie mir auch ererben. Duure mich eifrig Darnach streben and so leben Auf der Erde, Daß ich dort dein Erbe werde. 2 460. Elgene Melodie. J. Crüger. 2———— 2— Eswig⸗keit, Zeit oh⸗ne I Der mich geliebt, wo glänzt sein Thron? —.— Johann Samuel Diterich, 1721—1797, nach Ahasverus Fritsch, 1629—1701. 1653. 1.] O CE⸗wig⸗keit, du Don⸗ ner⸗wort, 2 Zeit, 788 Zukunft Christi, Auferstehung, —— —— I;.. 25 2—— 2— 9 Schioert, das durch die See⸗le bohrt, ich weiß vor gro⸗ßer Tumerig.⸗ —5.— 1 ———— .SSSS o An⸗fang son ⸗der En⸗d nicht, wo ich mich hin⸗wen⸗ EE— 222—.————— ganz er⸗schrock⸗nes Herz er⸗bebt, dan —..2 4.— Zung am Gau⸗men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und ganz wird aufgehoben; Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, Sie treibet fort und fort ihr Spiel, Läßt nimmer ab zu toben, a, wie mein Gerarer selber spricht, Aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir baug, O ewig, ewig ist zu lang; Hier gilt fürwahr kein Scherzen Drum wenn ich diese lange Nacht Frore der großen Pein betracht Erschreck ich recht von Herzen: Nichts ist zu finden weit und breit So schrecklich als die Gwigkeit Ach Gott, wie bist du so gerecht Wie strafest du die bösen Knecht Gericht und ewiges Leben. Im heißen Pfuhl der Schmerzen; Auf kurze Sünden dieser Welt Hast du so lange Pein bestellt! Ach, nimm dies wohl zu Herzen Und merk auf dies, o Menschenkind: Kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; Ermuntre dich, verlornes Schaf, Und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit, Es kommt heran die Ewigkeit, Dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; —— Ber weiß noch, wie man sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, O Schwert, das durch die Seele bohrt, O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Johann Rist, 1607—1667. 1 Se=lig sind des Him⸗mels Er⸗ben, Nach den letz⸗-ten Au⸗gen⸗blik⸗ken ** 2 —————..— +——.—ßv— E——.——.—— die To⸗ten, die im Her⸗ren ster⸗ben, des To⸗des⸗schlum⸗mers folgt Ent⸗zük⸗ken, LE. EEEDeeeeeh ö/DDDDDiiiieeele 790 Zukunft Christi, Au uferstehung, ** ver 09.7 ein⸗ In Frie⸗den ruhen sie los von der Erde Müh. 46² Sohn besglei⸗t ten 10 re Wer⸗ke fle. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Ma icht, Weisheit, ewie ig, ewig E hre Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder El höre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist. Er sank wie wir ins Grab, Wischt unsre Tränen ab, Alle Tränen. Er hats 1 Nicht Tag, nich Nacht 5 Wird an des am mes Throne swe— 3. Nicht der Mond, nicht mehr d Scheint uns alsdann; er ist uns Der Sohn, die Herrlichkeit des H Heil, nach dem wir weinend rangen Nun bist du, Heil, uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. re onne Gericht und ewiges Leben. 791 Nun weinen wir nicht mehr, Das Alt ist nun nicht mehr. Hallelusa! Er sank hinab Wie wir ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1803. 462. Eigene Melodie. 1704. „Mn sol — 1 n Hrau —— 4 4“ I + 1 e*— 0 Als ein Ad⸗ler fleug be⸗hen⸗ E Hän⸗de öff⸗nen schon das Per⸗len⸗tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes 2 Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder Meines Schiffleins, laß mich ein 792 Zukunft Christi, Auferstehung, In den sichern Friedenshafen u den Schafen, ie der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, Süßes Leben, Was die Erde in sich hält. Sollt ich noch in diesen Wüsten Länger fristen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, laß den Glauben Mir nicht rauben, Glauben, der durch alles dringt. Nach dir sehnt sich meine Seele In der Höhle, Bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen Träumend führen Und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt darnieder, Meine Glieder Werden fröhlich auferstehn. 8. Gotteslamm, dich will ich loben Hier und droben Mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ewgen Leben Mir gegeben, Hole mich, mein Gott, zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. zu Josbach in Oberhessen 1693, gest. zu Halle 1773. ◻E Gericht und ewiges Leben. 793 463. Eigene Melodie. 1599. — ů—— 4 —— +—.——— 1 2 5 2. ———3———— 1 Wa⸗ chet auf, ruft uns die Stim-me * 151 85 +=— Mit⸗ter⸗nacht heißt die se Stun⸗de, —————————— FE——.——— 4.—.— ö ů ů————— der Wäch⸗ter sehr hoch auf der Zin⸗ne, sie ru⸗fen uns mit hel⸗ 255—.— — 2 wach auf, S Stadt Wo seid ihr klu⸗gen Jung⸗f Lam⸗ pen nehmt! Hal⸗le⸗lu⸗ja! Macht 155 ——— D———.— . be⸗reit zu der Hoch⸗zeit: ihr müs⸗set V ihm ent⸗ge⸗gen⸗ gehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz tut ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. 7—⁴ Zukunft Christi, Auferstehung, Ihr Freun tumutt vom Himmel prächtig Von Gnaden start, von Wahrheit mächtig, Ihr 18 wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hostanna! Wir folgen all Zum Euten urte Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, Mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore An deiner Stadt, wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Au hat je gespürt, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude. Drum jauchzen wir Und singen dir Das Halleluja für und für. Philipp Nicolai, 1556—1608. 464. Mel.: Unser Herrscher, unser König. 1680. ——— 1.——— —.—— RIA — 1. Wer acr die 90 Got⸗tes Thro⸗ne, Trä⸗ je ⸗d Kro⸗ne rä⸗ get 3 er ei ⸗ ne Kro ⸗ ne, . ———— was ist das für ei ⸗ne Schar? glän-zet gleich den Ster⸗ nen klar; — hem 2. Wer Wie ein Sieger in der Hand, Welcher seinen Feind gesek hagen, Hingestrecket in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg sind die, so Palmen tragen Hat* zeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, Welche ist Gerechtigkeit, Angetan mit weißem Kleide, Das zerreibet keine Zeit Und veraltet nimmermehr, Wo sind diese kommen her? Es sind die, die wohl gekämpfet Für des großen Gottes Ehr, Haben Flei sch und Blut gedämpfet, Nicht ge efolgt des Satans neg Die erlanget auf den Krieg Durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel gelitten Trül bsal, Schmerzen, Angst und Not, Im Gebet, auch oft gestritten Mit dem hochgelol bten Gott⸗ Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stammes, Der uns Huld und Heil gebracht; Haben in dem Blut des Lammes Ihre Kleider hell gemacht, 796 Zukunft Christt, Auferstehung, Sind geschmückt mit Heiligkeit, A nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen Hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; Nun stehn alle sie herum Vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag le hzet Nach dem Strom, der frisch und hell, So hat ihre Seel geächzet Nach dem rechten ehnlet if Nun ihr Durst gestillet ist Da sie sind bei Jesu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn, Mitten in den Stuhl sie leitet Zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewge Gut, Lieblich sie erquicken tut. 10. Ach Herr Jesu, meine Hände Ich zu dir nun strecke aus; Im Gebet mich zu dir wende, Der ich noch in deinem Haus Hier auf Erden steh im Streit: Treibe, Herr, die Feinde weit! 11. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; Laß mich nicht darnieder liegen, Wenn ein Sturm mich überfällt, Führe mich aus aller Not, Herr mein Fels, mein treuer Gott! 12. Gib, baß ich sei neugeboren, An dir als ein grünes Reis Wachse und sei auserkoren, Durch dein Blut gewaschen weiß, I Gericht und ewiges Leben. 797 Meine Kleider halte rein, Meide allen falschen Schein; 13. Daß mein Teil sei bei den Frommen, Welche, Herr, dir ähnlich sind Und aus großer Trübsal kommen. Hilf, 2— ich auch überwind Alle Trübsal, Not und Tod, Bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, Wenn wir werden allermn eist Schauen auf dem Leegs Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Throbald Schenck, 4 1727. (Hessischer Dichter.) 798 Anhang. G. Auhang geistlicher Lieder zum Gebrauch bei freien Versammlungen und auch bei Nehengottesdiensten. 7 Eigene Melodie. 1.(465.) Mel. aus dem 15. Jahrh. Tag, der ist 10 sren Den⸗ n Gol. tes Sohn vom Him⸗mel⸗ —— ————— E— —————— ————————.— 2— reich al⸗ler Kre⸗ a⸗ tu ⸗ re; reich ü⸗ber die Na⸗ tu ⸗ re dn. ,——H— 2575 SSSISISISI—..—.— ——— 3 du bist aus⸗er⸗korn, daß du Mut⸗ter wã⸗ ö — III 40 0 3 144 —.— + Sobn vom Him⸗ mel ⸗ reich, der ist slel⸗ Anhang. 799 2. Ein Kindelein, so löbelich, Ist uns geboren heute Von einer Jungfrau säuberlich Zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, So wärn wir allzumal verlorn, Das Heil ist unser aller. Ei, du süßer Jesu Christ, Der du Mensch geboren bist, Behüt uns vor der Hölle! 15. Jahrhundert. Eigene Melodie. 2.(466.) Iner Gesangbuch. 1600. 9————— ..— run swie ur T.— ei⸗ ner Wur'⸗ zel zart, Jes⸗ se kam die Art SPIPIPIPIFI.I.I.I.——...—... ——.———.8————— ⸗lein br .—.— ————. ter, wohl zu der hal⸗ 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaja sagt, Hat uns gebracht alleine zat uns gebracht 6 Marie, die reine Magd; Aus Gottes ewgem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. 3. Anhang. 3. Das Blümelein so kleine, Das duftet uns so süß, Mit seinem hellen Scheine Vertreibts die Finsternis. Wahr Mensch und wahrer Gott Hilft uns aus allen Leiden, Rettet von Sünd und Tod. 4. O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammertal Laß dein Hilf uns geleiten Hin in den Freudensaal, In deines Vaters Reich, Da wir dich ewig loben: O Gott, uns das verleih! 15. Jahrhundert. Eigene Melodie. 4 u — PI— IRIES 1. Zu Beth⸗le⸗ hem ge⸗bo ⸗ ren ist 1 — uns 5 —.— . ein Kin⸗de⸗lein, das hah ich aus⸗er⸗ ——* —————— ......— i⸗gen will ich sein. Ei ja, — j———————.—.————.......— sein ei⸗gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken Will ich mich ganz hinab; ss E. sfff sUHH eE Mein Herz will ich ühm schenten Und alles, was ich hab. Ei ja, ei ja, Und alles, was ich hab 3. Aus ganzem, reinem Herzen Möcht ich dich lieben, Herr, In 5 Freuden und in Schmerzen Je länger und je mehr. Ei 10 ei ja, Je länger und je mehr. 4. Die Gnade mir doch gebe, Bitt ich aus Herz ensgrund, Daß ich allein dir 1255, Jetzt und zu aller Stund. Fi ja, ei ja, Jetzt und zu aller Stund. Unbekannt. Eigene Melodie. Mel.: O Sanctissima. 4. O du aie 0 5 se⸗ 34372 4.(468.) gna⸗den⸗b rin⸗ger dde Wei hnachts⸗ zeit! Welt —— ů——5 Saatr.———.. ging ver⸗lo-ren, Christ ist ge⸗ bo⸗ ⸗ren: ——+.—— Freu ⸗e, freu⸗e dich, o Chri⸗sten⸗heit! 5¹ Anhang. 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, Uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!: 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Himmlische Heere Jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit! Ostern. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadeubringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden: Freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen: Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, Laßt uns ihm leben: Freue, freue dich, o Christenheit!: Pfingsten. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, Heiligt die Geister: Freue, freue dich, o Christenheit! —D.— + * 4 + * — 7 1 TR Hlr IEs 4 FI NI nhar 13. 2. O du fröh he, 05 glige Gnadenbringende 9 it! Führ, Ge Uns deine Pfade! ö Freue, freue—— o Christenheit!“ O du fröhliche, o du—— gende P Ingttenzeit 2— WBillst du Geist tröst en! Freue, freue dich, o Christenheit!: Johannes Daniel Falk, 1768—1826 Si⸗ äsch ich Hir vor al⸗lem se ⸗ lig läßts im Trä⸗nen⸗ 165 sich an⸗dern, ei ⸗ ne Sbei⸗ se früh und spät, wan⸗dern, wenn dies ei⸗ ne mit uns 666 10 Un⸗ ver⸗rückt schau⸗en, der mit blut⸗gem S 80⁴ Anhang. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hangend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, Trugest du mit mir Geduld, Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit teurem Lösegel' Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein,— sprich du darauf dein Treuster Jesu, du bist mein![Amen! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles tun und alles lassen, In dir leben und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp, 1798—1864 Karfreitag. Eigene Melodie. Misstonsharfe. 1889. O Tag so schwarz und trü-be wie en htet, dein n! Lie ⸗be, wies kei⸗ ne Son ⸗ne macht! 2. Dich schwärzen finstre Taten, Du brütest schweres Leid,— In zeigst den Herrn verraten, Den Herrn der Herrlichkeit. 19. An grauenhafte Gründe Führst du den scheuen Fuß, Und ungeheure Sünde, Das ist dein Morgengri 1‚. 4. Und Liebe ohne Ende Aus Gottes Vaterhaus, Sie breitet hier die Hände Am Kreuze segnend aus. 5. Verfolgt von blutgem Hassen, Vergießt sie für die Welt— Sie kanns, sie kanns nicht lassen— Ihr als Lö segeld. 6. O Tag so schwarz und trübe, Du zeugft von meiner Nacht; O Weh so warm von Liebe, Ich seh der Gnade Macht! Heinrich Möwes, 1793—1834. 7.(471.) Eigene Melodie. 17 Süddeutsche n 1 2* 1— ———2————.—— 1. O⸗stern, O⸗stern, Früh⸗lings⸗ we⸗ 2 8⁰ Anhang. 4.———.————— — rt. O: stern, Oestern, Auf⸗er ⸗ste⸗hen aus der crese. tie⸗fen Gra⸗bes⸗nacht, aus der tie⸗fen V —.— Hnn. Gra⸗bes⸗ LWacht Blu⸗men sol⸗len fröh⸗lich mF 2—*——— SI.I............. I blü⸗hen, Her⸗zen sol⸗len heim⸗lich glüͤ⸗ Hen, 7*(Etwas zu Halte +——.—.— S...—— —.— 2——.—————— 90 denn der Hei⸗land ist er wacht. 2. Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern behalten, Der euch in den 2 bgrund zwang, Der euch in den Abgrund zwang. Nunhiet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Gründen 930 hinan sein ewger Gang Der im Grabe lag gebi nden, Hal den Satan überwunden, Und der lange Kerker bricht, Und der lange Kerker bricht. Neuhline spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, Herrschen soll das ewge Licht. FNNE öfrfrRHFHRHRR.RTTRNTNT üäni 4. Ale Se Schranken sind entriegelt, Alle Hoffnung ist versiegelt Und beflügelt jedes Herz, Und beflügelt jedes Herz; Und es klagt bei keiner Leiche Nimmermehr der kalte, bleiche, Gottvergeßne Heidenschmerz. 5. Alle Gräber sind nun 10. lig, Grabesträume schwinden eilig Seit im Grabe Jesus lag, Seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monden, Tage, Slunden, Zeit und Raum, wie—— ell verschwunden! Und es scheint ein ewger Tag. Maz von Schenkendorf, 1783—1817. —..—— ben. Hal ⸗ le⸗lu ⸗ ja. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben Uns ein, die in ihm starben. Halleluia. 808 Anhang. 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag, Du meines Gottes Tag, Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird dann uns sein, Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden; Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler dann, lebt ich Im Heiligtume Zu seines Namens Ruhme. Halleluja. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1803. 9.(478.) Elgene Melodie. Schottische Weise. EEEE— —————— + + ———— n. Blu⸗men auf der Flur. So⸗bald der Wind da⸗ 7*+ E V +*.— 2—— —5* 2 2— +2— 1⁴——j7 EiEEEEEEEEE ***— rü⸗ber geht, ver⸗schwin-det ih- re Spur. 2. Doch Gottes Gnade bleibt Dem Frommen ewig stehn. Wer seinen Bund von Herzen hält, Wird nimmermehr vergehn. Schottisches Kirchenlied. sein, 03. Anhang. 8⁰ Eigene Melodie. 10. 474.) L. Reichardt. 1848. — ö ö . I—.— ————.——— 1. Der be⸗ ste F reund ist in dem 445525.— bei dem fal⸗ schen Welk⸗ ge⸗ Him⸗mel, auf Er⸗den sind die Freun⸗de rar; tüm⸗ mel⸗ ist Red⸗lich⸗keit oft in Ge⸗ ahr. dveso. u hab ichs im⸗ mer 2—8 ge⸗meint: Mein —— 2 P + II.——.——— —— 17 1.—————————— 21 1.— ain—..—— Je⸗ ist der 3ste Freund. 2. Die Welt ist gleich en Rohr im Winde; Mein Jesus stehet felsenfest. Nich. ich mich ganz verlassen finde, Mich s eine Freundschaf t doch nicht läßt. In Freud und Schmerz ers redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe Dem, der am meisten nützen kann, Und scheinet dann das Glücke trübe, So steht die 7 Freundschaft hinten an; Doch hier ist es nicht so gemeint: 94 Jesus ist der beste Freund. Er läßt sich selber für mich töten, Vergießt für mich sein eigen Blut; Er steht mir bei in allen Nöten; Er sagt für meine Schulden gut. 8 0 Er bat mir nieme Us was verneint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, dein Freund, der mein ist und ich sein, Nein Freund, der mich beständig liebet, Nein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, Sie sind doch gar zu wandelbar; Und hätt ich hunderttansend Feinde, So krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1672—1757. 1„½IRMel.: O Welt, ich 35 dich lassen. II..—— 5 30 1536. dte gold⸗ nen —85 San-gen, —.— Stern⸗ lein pran⸗ gen am 3256 mel hell und —— n 1 stei⸗get der wei⸗ße e⸗ bel wun⸗ der ⸗ bar. ibet, II 2. Wi ie ist die Welt so s. Und in der Dämmr rung Hü So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des L ages Jammer Ve rschlafen und vergessen sollt! 3. Seht ihr den Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und sch So sind wohl manche Sack Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder 5n wissen gar nicht viel. Wir syinn ten Luftgespiuste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß uns dein Heil schauen Auf nichts Vergänglichs trauen, Nicht Eitelkeit und freun. Laß uns einfältig werd den Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder from m und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns ne hmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, 2 unser Herr und unser Gott! So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Clandius, 1740— Mond dort stehen? „„ 8¹1² Anhang. 7 Eigene Melodie. 12.(476.) J. G. Herzog. 1889. „den e., e rrrrnn nrnn nrinn knt ——— 3 1. Der Pil⸗ger aus der Fer ⸗ne zieht —— m f — E EEEE sei⸗ner Hei⸗mat zu;— dort leuch⸗ten sei⸗ne rit — — ———— — 1 — 2—— n———— EEEEE Ster⸗ ne, dort sucht er sei ne Ruh.— 2. Sein Sehnen geht hinüber, Der Leib fällt in das Grab; Die Blumen wachsen drüber, Die Blumen fallen ab. 3. In Königsstädten schimmert Des Goldes reiche Pracht, Und morgen sind zertrümmert Die Städte und die Macht. 4. Die Ströme ziehn hinunter Ins wogenreiche Meer; Die Wellen gehn drin unter, Man sieht sie nimmermehr. 5. Der Harfenton verklinget Im stillen Windeswehn; Der Tag, den er besinget, Muß heute noch vergehn. 6. Der von 900 Honigseime Der Ewigkeit geschmeckt, Der Pilger ist daheime Nur, wenn das Grab ihn deckt. I Anhang. 81 7. Drum weckt ihn auch hienieden Das Heimweh früh und spät; Er sucht dort oben Frieden, Wohin sein Sehnen geht. Chelstian Gottlob Barth, 1799—1862. — 4. Die Nacht ist vor der Tür und Mein—.— su, tritt her für und E.; Vn, Eert ———.— a—.—.—.— liegt schon auf der Er ⸗den. Bei dir, 9 laß— lich⸗ te wer⸗ den! Je⸗ su 09 115 is lau⸗ter Son⸗nen-:schein. „Gib deinen Gnadenschein In mein versinstert Herze. Laß in mir brennend sein Die helle Glaubenskerze. Vertreib die Sündennacht, Die mir viel Jammer n macht. 3. Ich habe diesen Tag Viel Eitelkeit. getrieben, Du hast den übersch lag Gemacht und angeschrieben. Ich selber stelle mir Die schwere e Rechnung für. 4. Soll meine Sünde mir Nun angeschrieben bleiben, So bitt ich, wollst du sie Mit deinem Blute schreiben; Anhang. Denn diese Schrift allein Schreibt keine Schulden ein. 5. Soll etwa meine Schuld Wo angeschrieben stehen, Da steht jetzt Gottes Huld, Die kann mir nicht entgehen; Dein heilig, teures Blut Macht alle Rechnung gut. 6. Wohlan, so leg ich mich In deinem Namen nieder, Und morgen ruf ich dich Zu meiner Arbeit wieder. Denn du bist Tag und Nacht Auf meinen Nutz bedacht. 7. Ich schlafe, wache du, Ich schlaf in Jesu Namen. Sprich du zu meiner Ruh Ein kräftig Ja und Amen! Und also setz ich dich Zum Wächter über mich. 8. Ich schließ die Augen zu, Weil Jesus mich bewachet. Ich schlaf in guter Ruh, Bis mich das Licht anlachet. Mein Jesu, halte Wacht, Mein Jesu, gute Nacht! Unbekannt. 78 Eigene Melodie. 14.(478.) M. Haydn. 4 1806. ö E —— * Anhang. 8¹ Sach, an der wir stehn, sie nicht un⸗ter⸗ gehn. 2 ————— d EEI 4———. Wei ⸗zen⸗korn, be⸗ vor 95 ö nuß ster⸗ben sproßt zum Licht em⸗por, muß ster⸗ be We⸗sen los, durch Ster⸗b 2. Du gingst, o 2— 0 unser Haupt, D Durch Leiden him melan Und führest je den, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reie 91 8 ihr uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor Zum Licht empor, Durch Nacht zum Samuel 2 8¹1 Anhang. Herr und Altster deirer Kien⸗ 2 15.(479.) gemeinde. 2 Brüdergemeinde. 1784. Q V 154 f—— 1—.— + +*. ———————————— .—— 23 10 Die wir uns all⸗hier bei⸗sam⸗men uns dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ E. ...?s?sms ö fin⸗den, schlas-gen un⸗ sre Hän⸗de ein, uf e⸗ bin⸗den, dir auf wig treu zu sein; D—— ——— — e 2 n, baß dies Lob⸗ge⸗ tö⸗ne N, er n. S n ri. 12———.— 1 dei⸗nem Her⸗zen an⸗ge⸗nehm un id schö⸗ne, ........—... 3 5 .II.I...........— sa⸗ge„A⸗ men und zu⸗gleich:„Frie⸗de, 7* 15——— ern rrre⸗—— Frie⸗de sei mit euch“! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727—1752. 1 Eigene Melodie. 66——— J. Schmidlin. 1770, ——. ———.—.— 1. Geh aus, mein Herz, und su ⸗che S. sssu SINII — ————2———2——4 AA INNNNXN I—H—64G—. Anhang. 8¹⁷ DiDiDiiDiiieiiei ñ—.—. 9—— iinn, en,. Freud in die ⸗ser l lie⸗ben Som⸗mer⸗zeit an —— 12— +I—— —. DEEEDE&xH ———* dei⸗nes Got⸗tes Ga⸗ben! Schau an der + 2 5 — — 7 Gär⸗ten Rer und 143340 he⸗ wie 115 1—m 35 . mir und dir sich aus⸗ ge⸗se hurät⸗ ket 5a⸗ beut 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide. Narzissen und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleugt aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus Der Storch baut und bewohnt sein Haus, Das Schwälblein ätzt die Jungen; Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh und kommt aus seiner Höh —— tiefe Gras gesprungen. Die Bächlein rauschen in dem Sand ind malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrten; 5² 81 Anhang. Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz vom Lustgeschrei Der Schaf und ihrer Hirten. 6. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. 7. Ach, denk ich, bist du hier so schön Und läßt dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden,— Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und güldnen Schlosse werden! 8. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit eingestimmtem Mut und Stimm Ihr Halleluja singen! O wär ich da, o stünd ich schon, Ach süßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen, So wollt ich nach der Engel Weis Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. 10. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch Hier trage dieses Leibes Joch, Auch nicht gar stille schweigen; Mein Herze soll sich fort und fort An diesem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 11. Hilf mir und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe; loch Anhang. 819 Gib,‚ daß der Sommer deiner Gnad In meiner Seele früh und spat Viel Glaubensfrucht erziehe. 12. Erwähle mich zum Paradeis Und laß mich bis zur letzten Reis' An Leib und Seele grünen; So will ich dir und deiner Chr Allein und sonsten keinem mehr Hier und dort ewig dienen. Paul Gerhardt, 1607—1676. 1 Eigene Welsbie 17.(481. C. Malan. 1827/.(d) 18 é E—2——.8— H SSSIIII — 366 45585 mei⸗ 5 See⸗ 1 har⸗-re des , 2——,..— 455—— les bm! be⸗feh⸗ 4.——51 er doch— 1 1 amn D ++—— —.—— i 5 gern. Sei un⸗ver⸗zagt, bald der Mor⸗gen — —+. cresc. f E .., L 5 2.—.— I....———— ——— 7 tagt, und ein neu⸗er Früh⸗ling folgt dem I —ʒñ——— — 2———— EDDEE S r Win⸗ter nach. In al⸗ len n, in al⸗ler Crese. N Not wird er dich berschiemteiz, der treu⸗ 2. Gott! 8²⁰ Anhang. 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, Du treuer Gott! Johann Friedrich Räder, 1815—1872. 18.(482.) Eigene Melodie. 1745. ——————..—.—.—.— SSSIS— Herz und Herz ver⸗eint zu⸗sam⸗men Las⸗set eu ⸗re Lie⸗bes⸗flam⸗men — 2 23 DSD— SD.— sucht in Got⸗tes Her⸗zen Ruh. lo⸗dern auf den Hei⸗land zu. Er das —— r. —D——— Haupt, wir sei⸗ne Glie⸗der; er das Licht und —————— ———.— L 2 E I E 4.— wir der Schein; er der Mei⸗ster, wir die — IIIDRRSSS 2. 2 4•—8 2 8——ß.——.— + +— +— +.— 8 Brü⸗der; er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, Und erneuert euren Bund: Anhang. Schw ret unserm Überwinder Lieb und Treu aus Herzensgrund, Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, so flehet um die Wette, Bis si ste Jesus wieder stählt. 3. Hallelnse, welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat, Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist. 4. Ach du holder Irenn id, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie es so herzlich meine, Wies dein letzter Wille war; Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von daner Klarheit In der Tat erleuchtet ist. 5. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die toten, Trägen Geister lebensvoll; Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann, Wir, als die von einem Stamme Stehen auch für einen Mann. 6. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Bren Nehme unser Licht den e 8²⁰ Anhang. Also wird die Welt ertennen, Daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig Graf von 4 1700—1760, Mel.: Soviel Stern am Himmel stehen. 19.(483.) iiiitiitt . Hin nach o⸗ben möcht ich zie⸗ hen weit 15 EE —.——.— mei⸗nes Va⸗ 5 Haus. Wo die Ber⸗ges⸗ CLE 1—— 2 4 IDDI———— ..—*—.— 2— spit⸗zen glü⸗ hen, wo die frem⸗den Blu⸗ men NN —— —— r RE S blü⸗hen, ruh⸗te mei⸗ ne See⸗le aus,—n te ........T 5....... mei ne See⸗le aus. 2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich auf zu meinem Stern; Über Meere, Täler, Hügel, Sonder Schranke, fonder 3 Zügel Folgt ich immer meinem Herrn, Folgt, ich immer meinem Herrn. 3. Still und selig mit Marien Ihm u Füßen säß ich da, Immer möcht ich vor ihm knieen, In mich seine Worte ziehen, Hätt ihn immer hold und 37 Hätt ihn immer hold und nah. Anhang. 8²3 4. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit den Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen Seinen Trost, sein Wort empfing, Seinen Trost, sein Wort empfing. 5. Ander Los ward uns bereitet; Wie auch blühet rings das Land, Wie sich rings die Ferne hreitet— Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund verschwand, Unser holder Freund verschwand. 6. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Herrlich will er wiederkommen, Seine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur, Folgen immer seiner Spur. 7. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich im stillen Sinn: All mein Denken, Sehnen, Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin, Geb ich meinem Freunde hin. 8. Seinen Schwestern, seinen Brüdern Will ich mich in Treue nahn; An den Armen, Blöden, Niedern Will ich dankend ihm erwidern, Was er liebend mir getan, Was er liebend mir getan. 9. Einst erklingen andre Stunden, Und das Herz nimmt andern Lauf; Erd und Himmel ist verschwunden, In den selgen Liebeswunden Löset aller Schmerz sich auf, Löset aller Schmerz sich auf. 8²2⁴ Anhang. 10. Meine Seele, gleich der Taube, Die sich birgt im Felsenstein, Wird der Erde nicht zum Raube; In den Himmel dringt mein Glaub Meine Lieb und Sehnsuͤcht ein, Meine Lieb und Sehnsucht ein. 11. Dort ist Gnade, dort Erbarm Ewge Füll und reiche Lust. All ihr Kranken, all ihr Armen, Zum Genesen, zum Erwarmen Kommt an eures Heilands Brust, Kommt an eures Heilands Brust. Max von Schenkendorf, 1783— 20(484.) Eigene Melodie. D. Bortnlansky. E, en, 1817. 182⁵. E 1. Ich be⸗te an di m f — d 2. —9. fet die sich in Je⸗ su of —.— eacht der Lie⸗be, lbärt; ich geb — lie ⸗bet ward; ich will, an⸗statt Anhang. 8²⁵ „ 3— ö— mich ver ⸗ sen ken. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, Und wie verlangt Dein Her⸗ nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, Neigt sich mein Alles auch 5 dir. Du traute Liebe, gutes Wesen Du hast mich, ich ab dich erlesen. 3. Ich fü hs, du bists; dich muß ich haben. Ich fühls, 8 ich muß für dich nur sein; Nicht im Geschöpf nicht in den Gaben, Mein Leben ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; 4 folg ich deinen selgen Züg en. „O Jesu, daß dein Name bliebe — Grunde tief gedrücket ein, Möcht deine süße FJesi Usliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen. 5. Lob sei dem hohen Jesusnamen, In dem der Liebe Quell entspringt; Don dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem die sace Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich Düne Ende, Wie falten sie die frohen Händel Gerhard 4 1697—1769. 21.(485.) Gigene Melodie. F B. Benecken. 1786. n:er. . 2— d ern e IE 4. 4—* 2..—— ———*—— mein Herz vor⸗ aus⸗ge⸗schickt und hät⸗te E +———— + 2— SPSSS. P. IT gern mein mü⸗des Le⸗ben, Schä⸗pfer der — R— —.————— ————— Gei ⸗ster, dir hin⸗ge⸗ge 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn, Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich sündig, Der Erde noch geneigt, Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir yereinigt. 4. Doch ich bin fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, gt. Anhang. 8²⁷ Und ohn Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen, goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. Zohann Timotheus Hermes, 1738—1821. 22.(486.) Eigene Melodie. 1739. ————— 4 —, rn. —.—— 43 — 1. Ich will stre⸗ben nach dem Le⸗ben, ich will rin-gen ein⸗ zu⸗drin⸗gen, ———— EEE SDSPSPSPSSEIPIPII‚IIIII... 1i 4 V.7 1 ich se qlig bin Hält man mich, so N ·... —.————18— —*—— 3 lauf ich fort; bin ich matt, so ruft das Wort: E 1 4 —.—— 1* 1 ——*—* 2 +2 + E. —.—— ́— HHHHHHH————— D—— + + 2 enmdrn. 2. Als berufen Zu den Stufen Vor des Lammes Thron, Will ich eilen, Das Verweilen Bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. 8²⁸ Anhang. Was dahinten, Das mag schwinden; Ich will nichts davon. 3. Jesu, richte Mein Gesichte Nur auf jenes Ziel; Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die Welt, so sprich mir zu, Schmäht sie mich, so tröste du. Deine Gnade Führ gerade Mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen, Mein Bemühen Ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, Fühlt die Seele, Aber du hast Kraft, Weil dein Wort ein Leben bringt Und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wirds tönen Bei dem Krönen: Gott ists, der es schafft! Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. 5 487.) Eigene Melodie. 23. Misssonsharfe. 1889. SPPIIIII... —.——————— 1. Je⸗su, komm doch selbst zu mir und ver⸗ ....S.... ———J—J4—4———᷑..44 blei⸗be für und für; komm doch, wer⸗ter See⸗ 829 23., See⸗ lenfreund,“ Lieb⸗ster,d den mein Her-ze meint! 2. Tausendmal begehr ich dich, Weil sonst nichts vergnüget mich; Tausendmal schrei ich zu dir: Jesu, Jesu, komm zu mir! 3. Keine Lust ist in der Welt, Die mein Herz zufrieden stellt. Jesu, nur dein Beimirsein Nenn ich meine Lust allein. 4. Keinem andern sag ich zu, ich ihm mein Herz auftu; alleine laß ich ein, alleine nenn ich mein. 5. Dich alleine, Gottes t Heiß ich meine Kron und Lohn; Du für mich verwundtes Lamm 6 allein mein Bräutigam. O, so komm denn, süßes Herz, und vermindre meinen Schmerz; Denn ich schrei doch für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! 7. Nun, ich warte mit Geduld, 1769. Bitte nur um diese Huld, Daß du mir in Todespein Wollst ein treuer Jesus sein. 989 —— 889. Johann Scheffler(Angelus), 1624—-1677. — Eigene Melodie. per⸗ 24.(488.) O. Taubert. 1885. 830 Anhang. — 3.——3—— IJ—————J— SISR daß ich Je⸗sum mö⸗ge sehn; mei⸗ne Seel ist ————.— ERI voll Ver⸗lan⸗gen, ihn auf e⸗wig zu um⸗ I +— +— III —58——— 2— + E.— 2.—.. 2— I— ——.— 4—— 1— 2.I fan⸗gen und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht, O, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich über Tal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn! 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen! Herr mein Gott, ich kanns nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies, Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Friebrich Ludwig Knak, 1806—1878, en, 187⁷5 Anhang. 831 0* 25.(489.) Eigene Melodie. ———5 ⁊..—353.—5 ———.————.— E P.S..I* 7 x 1. Mei⸗nen Hei⸗land im Her⸗zen, da F EI— —*— 1 a träum ich so se⸗lig vom 22—*— b dmetr„ m, + schlaf ich so süß, d —— e r en ne, 3—„. n e n=. ——.— 1—. se ⸗ lig vom Pa⸗ ra ⸗ dies. 2. Meinen Heiland im Auge, da schreckt mich kein Feind, Er bleibet dem betenden Kinde vereint, Er bleibet dem betenden Kinde vereint. 3. Meinen Heiland im Sinne, bleibt Böses ö mir fern; Die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn, Die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn. 4. Drum will ich ihn halten fest, fest und getreu: Mein Vater im Himmel, o stehe mir bei, Mein Vater im Himmel, o stehe mir bei. Agnes Franz, 1794—1843. —— 832 Anhang. Eigene Melodie. 1581. 4— E 12.— ,, m auf Er⸗den du, Herr Je ⸗ ⸗ su Christ, — ö ·— S—— DDDD. I I30 in Lieb und Leid, in mei⸗nem Herz be⸗ D dich will ich las⸗sen wal⸗ten und al⸗le⸗zeit, V 4 ———.—.— S 9—9—— .. —.2—— 2— 2 2 III — hal.— ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, Kein Ding auf Erd so fest besteht, Solchs muß man frei bekennen; Drum soll nicht Tod, Nicht Angst und Not Von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und truger nicht Und hält gewiß, was es verspricht Im Tod und auch im Leben: Du bist nun mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab, o schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, Es will nun Abend werden Laß doch dein Licht Auslöschen nicht Bei uns allhie auf Erden Unveraun n VIII AI. —— HSSCO GS6CE„H S6 Anhang. 833 27.(491.) Mel.: Nun sich der Tag geendet bat. loor. — ů———— 15— 2————.— 14⸗e„surt wenn Je⸗sus hält, so steh. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; Wenn er dich liebt, so ruh; Wenn er dich aber schilt, so sprich: Ich brauchs, Herr, schlage zu. 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit Bald da, bald dort verklärt, So freu dich der Barmherzigkeit, Die andern widerfährt. 4. Wenn er dich aber brauchen will, So f steig in Kraft empor; Wird Jesus in der Seele still, So nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz Sei von dem Tage an Bei Schmach, bei 4. und bei Schmerz Dem Lamme zugetan. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. iegengesang. (492½) Mel.: Nun sich der Tag geendet t hat. 29 834 Anhang. — tu dein Aug⸗lein zu, lieb Gott wil x II 1 — —4 deln E. 2 Va⸗ter sein, drum schlaf in gu⸗ter Ruh. 2. Dein Vater ist der liebe Gott Und wills auch ewig sein, Der Leib und Seel dir geben hat Wohl durch die Eltern dein. 3. Und da du warst in Sünd geborn Wie Menschenkinder all Und lagst dazu in Gottes Zorn Um Adams Sünd und Fall, 4. Da schenkt er dir ein lieben Sohn, Den gibt er in den Tod, Der kam auf Erd vons Himmels Thron, Half dir aus aller Not. 5. Ein Kindlein klein ward er geborn, Am Kreuz sein Blut vergoß; Damit stillt er seins Vaters Zorn, Macht dich von Sünden los. 6. Hör, was dir Christ erworben hat Mit seiner Marter groß: Dein heilig Tauf, das selig Bad, Aus seiner Seiten floß. 7. Darum bist du nun neugeborn Durch Christi Wunden rot, Verschlungen ist Gotts grimmig Zorn, Dein'r Schuld bist quitt und los. 8. Mit seinem Geist er dich regiert Aus lauter Lieb und Treu, Der auch dein zartes Herzlein rührt Und macht dich völlig neu. nh ang. 837 30 6005) men Wie könnt ich ruhig *. Fr. ⸗ hen, nicht ei nen Schritt; wo du wirst rit. und e⸗hen, da nimm un 2. In dei in Erbarmen hül Mein schwaches Herz, Und mas ch es gänzlie ch stille In Freud und Schmerz; Laß ruhn zu deinen Füßen Dein armes Kin id, Es will die Augen schließen Und glauben blind 3. Wenn ich 5. gar nichts fühle Von deiner Macht, Du führst 110 doch zum Ziele Auch durch die e Nacht. So nimm dem nemeine Hände Und fü hre mich Bis an mein selig Ende Und e wiglich. Julie v. Hausmann, 1825—1001. Anhang. : Herzlich tut Wich verlangen. H. L. Haßler. 1601. Was du vor tau⸗send Jah-ren, mein — läßt du noch jetzt er ⸗ fah⸗ren die, 4 42 —————————— ———...—.———.—————5— ——.———— Hei⸗land, hast ge⸗ tan, ö so dir gläu⸗big 66400 So wie den ä ö ————.—....— ee—— Wi Horts Ve⸗ —. 2 ar⸗men Blin⸗den nach dei nes V II gabst mir Freud und Licht. 2. Betrübt saß ich am Wege, Tiefblind in meinem Geist, Sehnsucht im Herzen rege, Doch Wehmut allermeist Die Pfalmen hört ich singen, Die Palmen fühlt ich wehn, Die dir die Gläubgen bringen, Und konnte dich nicht sehn. 3. Zu groß wards mit dem Schmerze, Zu drückend ward die Pein, ö Da faßt ich mir ein Herze, Hub an nach dir zu schrein: I Anhang. 839 Getrost, du armer Vlinder, den Getr ost, er rufet dir! 5. Du 10 u st, ich fühlt es, sti zu dir hin;* Ich wankt ;—.— ei hlt ja nimmer Aus W. Wöhlers Sammlg. geistl. Lieder. 1869 Anhang. ——. 05—.— bre⸗chet mir das Herz? Im 15 rn sind wir ver⸗ ———— e——.——— net und blei⸗beus al⸗ ler⸗ zwärts. Das 2.—.—.—.—..—. —.—————2 Band, da 5 uns der ⸗bin⸗det, löst we⸗ der ——— r. 2 + ö 4 65.—— Zeit noch Ort; was in dem Hexrn sich — ———ꝛß.——*— x —————— H —* 2—2. I— 2. ö I— 2*— fin ⸗det, das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollts geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein; Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. 3. Man spricht: Ich hier, du dorten, Du ziehest, und ich bleib, Und Ast doch allerorten .„ Glied an einem Leib; Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und 1906 auf einem Wege In gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn? m, Anhang. 3841 Wir kennen ja den Eünen, Mit dem wir alle gehn In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege Ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Tunge leid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn gew Eror Wenn I uns ihn erkoren Zu unsermel höchsten Eut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden tut. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. igend wird dur Kreu 1704 — rn——53 —..—— 95 ——— 1. i Fü 10— dich ge⸗we⸗sen, ———.—..— was wü Ard ich Roh⸗ ne dich nicht seind stünd ich in n wei⸗ter Welt al⸗=lein. SSSSIIIIIIIIIIII ———— Richts wüßt tich st⸗, was ich heb⸗— die Zu⸗ Aunft wär ein duub⸗=ler Schlund; und tief 3. Hat Christus sich mir kund gegeben, Und bin ich seiner erst gewiß, ö Wie schnell verzehrt ein lichtes Leben Die bodenlose Finsternis! Für alle seine tausend Gaben Bleib ich sein demutvolles Kind, Gewiß, ihn unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen Und holt die Irrenden herein, Streckt jedem eure Hand entgegen Und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, Im Glauben schauen wir ihn an; Die eines Glaubens mit uns werden, Auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, Ein böses Wesen wohnte drin; Und wards in unserm Geiste helle, So war nur Unruh der Gewinn. be⸗trüb⸗te, wen Aa 2 Anhe ang. 8⁴3 — Ein eisern Band hielt an der Erd —Die dehenden G rr, fest wen Furcht vor des Todes Ri erschlang der Hoffnung 16. Da kam ein Heiland, ein Befreier, Ein rensche nsohn voll Lieb und Macht, Und hat ein allbelebend Feuer zen, In amsem Innern ang ct. Nun sahn wir erst den 5. 3 offen Als raltes Vaterland Wir konnten glauben nun und hoffen Und fühlten uns mit Gott verwandt. 2—7 Sünde, 7. Seitdem verschwand bei uns die S Und fröhlich wurde jeder Schritt, n gab zum schönster Angebinde Den Kindern diesen G lauben Durch ihn geheiligt zog das Le Vorüber wie ein selger Traum, Und ewger Lieb und Lust ergeben Bemerkte man den Abschied kaun 8. Noch steht in wunderbarem(Aanze Der heilige Geliebte hier; Gerührt von seinem Dornenkranze Und seiner Treue weinen wir. —— jeder Mensch ist uns willkomme en, er se ine Hand mit uns ergreift und in sein Herz z mitaufgenommen, Zur Frucht des Paradieses reift. „Friedrich v. Hardenberg(N ovalis), 1772—1801. ———5—55—5—— 3³ 50.(499.) Eigene Melodle. 1784. —.6—.—.—. .—.. STTT 2—— TTTNTNT mich nur im⸗mer⸗hin ü⸗ber mei⸗nen gu⸗ten⸗ ö—.— ................I..I...... E Hir⸗ten, der mich wohl weiß zu be⸗wir⸗ten, ö ö E der mich lie-bet, der mich ken SDSDSD— mei⸗nem Na⸗-men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich aus und ein und hab Unaussprechlich füße Weide, 8 Daß ich keinen Mangel leide, Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werd ich endlich heimgetragen In des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja, mein Glück ist groß. Heuriette Luise v. Hayn, 1724—1782. 36.(500.) Mel.: Herzlich tut mich verlangen. 1 0— + — 7 ——.— 1. Wenn al ⸗le un ⸗treu wer⸗den, so f Er ⸗den nicht daß Dank⸗bar⸗keit auf Pleib ich dir aus⸗ge⸗stor⸗ben ** —— doch 5 die⸗ses Herz Oft muß ich bitter weinen, Daß du gestorben bist Und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen Hast du so vi iel getan, Und doch bist du verklungen, Und keiner denkt daran. g. Du stehst voll treuer Liebe Noch immer jedem bei,‚ Und wenn dir keiner deu⸗ So bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, Am Ende fühlt nnd sie, Weint bitterlich und schmieget Sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden, O Laff 6 nicht von mir: * Anhang. Las innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir. Einst schaue n man Brüder. Auch wieder himmelwärts di Und sinken liebend nieder ö Und fallen dir ans Herz. Friedrich v. Hardenberg(Novalis), 1772—1801. 37.(501.) Eigene Melodie. K. Breidenstein. 1825. —.— 4 mein nur Ise wenn mein Herz bie 98 aun 5 — ——*—.— E—.———.8 Gra ⸗be sei⸗ne Treu⸗e nie ver⸗ gißt, weiß ich nichts von Sei⸗ rn. —————————.——* 2—8. —4—4 ——.— 4. — 5555588.88 An⸗dacht,L Lieb und Freu⸗de. 2 2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg an meinem Wanderstabe Trengesinnt nur meinem Herrn, Lasse still die andern Breite, lichte, volle Straße wandern. IIRG 22 * — 2 Anl hang. Also auf trene Brüder Der Segen sich ergieß 3. Und einstens wird erneuet „Durch sie die heilge Stadt; Was Knecht ist, wird befreiet, Und rein, was Flecken hat. 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; Dann wird nur eine Herde Und nur ein Hirte sein. Unbekonnt. Eigene Melodie. Nach H. Bishop. 1826. bie⸗ met die wo Sün⸗de nicht V I 2. Verlasse —7558„— Die Heimat de Jerusalen e H nat der SFell, ja, dieses alle atz und n der e ele nur sein. 3. selig die Tod, und Das Rauschen der Bewillkommt die Ruh, oße d* Im Scho gan ⸗gen, wo mag er zu fin⸗den sein? e⸗ trü ⸗bet mit viel sehr b — mach; wo ist Je⸗sus, den — UHmIH‚‚——— den sie su ⸗chet Nacht und Tagꝰ E Ach, ich ruf vor Pein und Schmerzen: se Wo ist denn mein Jesus hin? 4. Keine Ruh hab ich im Herzen, Bis ich endlich bei ihm bin. Ach, wer gibt mir Taubenflügel, Daß ich kann zu jeder Frist Fliegen über Berg und Hügel, Suchen, wo mein Jesus ist? ö 3. Er vertreibt mir Angst und Schmerzen, Er vertreibt mir Sünd und Tod. Quält mich was in meinem Herzen, Er hilft wiederum aus Not. Darum will ich nicht ablassen, ö Will ihn suchen hin und her, ö In den Wal dern, auf den Straßen, Will ihn suchen mehr und mehr 4. Liebster Jesu, laß dich finden! Meine Seele ruft nach dir. Ach vergib mir meine Sünden, Heiland, zieh mich ganz nach dir. Stille, Jesu, mein Verlangen, Sei und bleibe du doch mein; Laß mich Wre dir anhangen Und auf ewig bei dir sein. + Unbekanni. Anha Ng. 3(507.) Cigene Melodie. 1. Wollt ihr 650 sen, was mein Preis, J. B. Reimann. 1281 —.—[ß—— ———.— 2——— hö⸗ren, was mein Ruhm? Je⸗sus der Ge⸗kreu-zig⸗te! 1 2. Wer ist meines Glaubens Grund, W r stärkt und erweckt den Mund, Wer trägt meine Straf und Schuld, sch hafft mir 965 Vaters Huld? Jesus der Gekreuzigte! 3. Wer ist meines Leidens Trost, Wer sch ützt wenn⸗der Feind erbost, Wer erquickt mein mattes Herz, Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus der Gekreuzigte! 4. Wer ist meines Todes Tod, Wer hilft in der letzten Not, Wer versetzt mich in sein Reich, Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus der Gekreuzigte! Johann Christoph Schwedler, 1672—1730. 2 X E 85⁴ Verzeichnis der Evangelien und Episteln. Verzeichnis de. Evangelien und Episteln an Sosin⸗ und Festtagen. Am 1. Sonntage des Advents. Evang. Matth. 21 v. 1 bis 9. Epist. Röm. 13 v. 11 bis 14. Am 2. Sonntage des Advents. Evang. Luk. 21 v. 25 bis 33. Epist. Röm. 15 v. 4 bis 13. Am 3. Sonntage des Advents. Evang. Matth. 11 v. 2 bis 10. Epist. 1. Kor. 4 v. 1 bis 5 Am 4. Sonntage des Advents. Evang. Joh. 1 v. 19 bis 28. Epist. Philipp. 4 v. 4 bis 7. +. 4*. Am heiligen Christtage. Evang. Luk. 2 v. 1 bis 14. Epist. Tit. 2 v. 11 bis 14. Am 2. heiligen Christtage. Evang. Luk. 2 v. 15 bis 20. Epist. Tit. 3 v. 3 bis 8. Am Sonntage 0 ne Christtage. Evang. Luk. 2 bis 40. Epist. Gal. 4 5 s 7. Am Veniahtnze Evang. Luk. 2 v. 21. Epist. Gal 3 b. 23 bis 29. Am Sonntage nach dem neuen Jahr. Ebang. Matth. 2 v. 13 kEis 23. Epist. 1. Petri 4 v. 12 bis 15. Verzeichnis der Cyangel ien und Episteln. 85⁵ Am: Tage der Erscheinung Christi od. Gpiphanias. Evang. Matth. 2 v. 1 bis 12. Epist. Jes. 60 v. 1 bis 6 Am 1. Sonntage nach Eßtphanias. Evang. Luk. 2 v. 41 bis 52. Epist. Röm. 12 v. 1 bis 6. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Joh. 2 v. 1 bis 11. Epist. Röm. 12 v. 7 bis 16. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Ebang. Matth. 8 v. 1 bis 13. Epist. Röm. 12 v. 17 bis 21. Am 4. Sonntage nach Epip zhanias. Evang. V Ratth. 8 v. 23 bis 27. Eplst. Röm. 13 v. 8 bis 10. 6. — Am 5. Sonutage nach Epiphanias Evang. 0. 5 d 13 v. 24 bis 30. Epist. Kol. 12 bie 17. Sonntage. 908 Epiphanias. Epitt. 5 Matth. 17 v. 1 bis 9. Epist. 2. Petr. 1 v. 16 bis 21. Am Sonntage Septuagesimä. Evang. Matth. 20 v.1 bis 16. Epist. 1. Kor. 9 v. 24 bis Kap. 10 v. 5. Am Sonntage Sexagesimä. Evang. Luk. 8 v. 4 bis 15. Epist. 2. Kor. 11 v. 19 bis Kap. 12 v. 10. Am Am Sonntage vor der Fasten, Quinquagesimä oder Estomihi. Evang. Luk. 18 v. 31 bis 43. Epist. 1. Kor. 13 ganz. 1 1. Sonntage in der Fasten, Invokavit. Evang. Matth. v. 1 bis 11. Epist. 2. Kor. 6 v. 1 bis 10. Ar — 856 Verzeichnis der Evangelien und Episteln. Am 2. Sonntage in der Fasten, Reminiscere. Evang. Matth. 15 v. 21 bis 28. Epist. 1. Thess. 4 v. 1 bis 8. Am 3. Sonntage in der Fasten, Okuli. Evang. Luk. 11 v. 14 bis 28. Epist. Ephes. 5 v. 1 bis h. Am 4. Sonntage in der Fasten, Lätare. Evang. Joh. 6 v. 1 bis 15. Epist. Gal. 4 v. 21 bis gl. Am 5. Sonntage in der Fasten, Judika. Evang. Joh. 8 v. 46 bis 59. Epist. Ebr. 9 v. 11 bis 15. Am 6. Sonntage in der Fasten, Palmarum. Evang. Matth. 21 v. 1 bis 9. Spist. Phil. 2 v. 5 bis 11. 9 Am grünen Donnerstage. Evang. Joh. 13 v. 1 bis 17. Epist. 1. Kor. 11 v. 23 bis 32. Am Karfreitage. Jes. 53 ganz, oder Ps. 22. Die Leidensgeschichte. Am igen Ostertage. r k. 16 v. 1 bls 8 S. st. 1. Kor. 5 v. 6 bis 8. 2255 Am d. 13 bis 35. .34 bis 41. Am 1. Sonntage nach Ostern, Quasimodogeniti. Ebang. Joh. 20 v. 19 bis 23. Epist. 1 Joh. 5 v. 4 bis 10. Am 2. Sonntage nach Ostern, Miserikordias Domini. Evang. Joh. 10 v. 12 bis 16. Epist. 1. Petrr 2 v. 21 b. 25. * — ere. Am Im Verzeie chnis der Evangelien und Epist ö 3 Sonntage nach Ostern, Jubilate. Evang. Joh. 16 v. 16 bis 23, Epist. 1. Petr. 2 v. 11 bis 17. 4. Sonntage nach Ostern, Kantate. Evang. Joh. 16 v. 5 bis 15. Epist. Jak. 1 v. 17 bis 21. Am 5. S sonntage nach Ostern, Rogate oder Vocem Jucund ididatis. Evang. 4 oh. 8 30. Epist. Jak. Tage d der Himmelfahrt Christi. ang. Mark. 16 v. 14 bis 20. Apost. 1 v. 1 bis 11. st. Sonntage nach der Himmelfahrt Christi, Exaudi. Evang. Joh. 15 v. 26 bis Kap. 16 v. 4. Epist. 1. Petr. 4 v. 8 bis 11. heiligen Pfingsttage. Evang. Joh. 14 v. 23 bis 31. Epist. Apost. 2 v. 1 bis 13. Pfingstmontage. Evang. Joh. 3 v. 16 bis 21. Epist. Apost. 10 v. 42 bis 48. Sonntage Trinitatis. Evang. Joh. 3 v. 1 bis 15. Epist. Röm. 11 v. 33 bis 36. 1. Sonntage nach Trinite g. Luk. 16 v. 19 bis 31. Joh. 4 v. 16 bis 2 2. Sonntage nach Trinitatis. . Luk. 14 v. 16 Joh. 3 v. 3. Sonntage nach Trinitati Ebang. Luk. 15 v. 1 bis 10. 5 Epist. 1. Petr. 5 v. 6 bis 11. 8⁵³ Verzeichnis der Ev angelien und Episleln. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 6 v. 36 bis 42. Epist. Röm. 8 v. 18 bis 23. Am 5. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 5 v. 1 bis 11. Epist. 1. Petr. 3 v. 8 bis 15. Am 6. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 5 v. 20 bis 26. Epist. Röm. 6 v. 3 bis 11. Am 7. Sonntage nach Trinitatis. Ebang. Mark. 8 v. 1 bis 9. Epist. Röm. 6 v. 19 bis 23. Am 8. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 7 v. 15 bis 23. Epist. Röm. 8 v. 12 bis 17. Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 16 v. 1 bis 9. Epist. 1. Kor. 10 v. 6 bis Am 10. Sonntage nach T Trinitati 18. Evang. Luk. 19 v. 41 bis 48. Epist. 1. Kor. 12 v. 1 bis 11. Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 18 v. 9 bis 14. Epist. 1. Kor. 15 v. 1 bis 10. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Mark. 7 v. 31 bis 37. Epist. 2. Kor. 3 v. 4— 9. Am 13. Sonntage* Trinitatis Evang. Luk. 10 v. 23 bis 37. Epist. Gal. 3 v. 15 bis 22. Am 14. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 17 v. 11 bis 19. Epist. Gal. 5 v. 16 bis 24. Am 15. Sonntage nach Trinitatis Evang. Matth. 6 v. 24 bis 34. Epist. Gal. 5 v. 3 bis Kap. 6 v. 10. Ar An Verzeichnis der E vang elien und Episteln. 859 Am 16. Sonnta Evang. L Epist. Eph v. 18 21. Am 17. anenir nach Trinitatis Evang. Lut 14 v. 1 bis 11. 3 1201 Yph. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Evang. 22 v. 34 bis 46. Epist. 1.& 1 v. 4 bis 9. Am 19. Sonntage e nach Trinitatis. Evang. Matth. 9 v. 1 bis 8. Epist. Eph. 4 v. 22 bis 30. Am 20. Sonntage nach Trinitatis Evang. M aui. 22 v. 1 bis 14. 155 Eph. d v. 15 bis 21. Am 2 Somntage nach Trinitatis. 2.— 4 v. 47 bis 54. v. 10 bis 17. age nach Trinitatis. Cvang. Matth. 15 v. 21 bis 35. Spist. Phil. 1 v. 3 bis 11. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 22 v. 15 bis 22. Epist. Phil. 3 v. 17 bis 21. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Cpang. Matth. 9 v. 18 bis 26. Epist. Kol. 1 v. 9 bis 14. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Epitt⸗ Matth. 24 v. 15 bis 28. Epist. 1. Thess. 4 v. 13 bis 18. Am 26. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Me atth. 25 v. 31 bis 46. Epist. 2. Thess. 1 v. 3 bis 10. Am 27. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matih. 25 v. 1 bis 13. Epist. 1. Thess. 5 v. 1 bis 11. 1 bis 6. V ichnis der neuen Pe erikopen Verzeichnis der für die Sonn⸗ Sonn⸗ oder Feiertag Zweite Epistel ebr. 10, 19—25 Advent—5„Petri 1, 3—11 3. Advent Tim. 4,—8 Advent„Joh. 1, 1—4 Weihnechtstag Joh. 3, 1— 2. Weihnachtstag S. n. Weihnachten 2. Kor. 5, 1—9 Neujahr Röm. 8, 24—32 S. n. Neujahr Jak. 4, 13—17 Eviphanias 2. Kor. 4, 3—6 4.„Epiphan. 2. Kor. 6, 14—7, 1 „Epiphan. 1. Kor. 2, 6—16 Epiphan. Röm. 1, 13—20 i. Epiphan. Röm. 7, 7—16 1. Epiphan. Röm. 8, 1—9 n. Epiphan. 2. Kor. 3, 12—18 Septuagesimä Phil. 1, 27—2, 4 Sexagesimä Phil. 1, 12—21 S. Estomihi 1. Kor. 1, 21—31 8 G*& H S. Invokavit debr. 4 15. 16 Berzeick nis der neuen Perikopen. 861 Zweites Evangelium Lukas 1, 68—79 Lukas 17, 20—30 Matth. 3, 1—11 Joh. 1, 15—18 ö 1 Matth. 1, 18—23 Jes. 9, 6. 7 Joh. 1, 1—14 ö Micha 5 Lukas 2, 25—32 Lukas 4, 16—21 Matth. 16, 1—4 Matth. 3, 13—17 Joh. 1, 35— J0h. 1, — 18 Joh. 4, Matt Joh. 5, 39—47 2. Mos. 3, 1 Lukas 10, 38— Joh. 11, 20—27 86² Verzeichnis der Sonn⸗ oder Feiertag Reminiseere 1. Joh. 2, 121⁷ Okuli 1. Petri 1, 13—16 Lätare 2. Kor. 7, 4—-10 Judika 1. Petri 1, 17—25 lmarum Hebr. 12, 1—6 Gründonnerstag 1. Kor. 10, 16. 17 Karfreitag 2. Kor. 5, 14—21 1. Ostertag 1. Kor. 15, 12—20 2. Ostertag Kor. 14 Petri 1„ 2 „Quasimodog. 1. S ö 1. S. Miserik. dom. ö Eph. 2, 4— S. Jubilate ö 1. Joh. 4 S. Kantate 2. Tim. 2, S. Rogate ö 1. Tim. 2, 1- Himmelfahrt Kol. 3, 1—4 V. Pingt gätag Trinitatisfei S. nach Trinit. Aoeherth 4, 32—35 S. nach Trinit. Röm. 10, 1—15 nach Trinit. Apostelg. 3, 1—16 nach Trinit.— Apo 4 1 1—12 nach nit. Apostelg. 5, 34—42 S. nach Trinit. ö A 12198 5 26—38 S. nach Trinit. 5. nach Trinit. nach Trinit. Zweites Evangelium Lukas 10, 17—20 (Lukas 22, 54—62) Lukas 9, 51—56 (Lukas 22, 63—72) Joh. 6, 4—57 (Matth. 27, 14•4 Joh. 13, 3 5 (Sukas 23, Joh. 12, 1—8 Lukas 22, 14—20 Lukas 23, 39—46 Matth. 28, 1—10 Jah. 20, 11—18 24, 10— 5³ h. 14, 15—21 Joh. 15,— 4 Matth. 28, 16—20 Matth. 13, 31—35 Matth. 9, 9—13 Lukas 15, 11—32 Matth. 5, 13—16 Wah 9, 18— Matth. 21, 28—32 Wortus, 26—29 Matth. 1 2, 46—50 Matth. 13, 44—46 Jes. 52, 7—10 4. Mos. 21, 49 Sach. 9, 8—12 Pf.—— 9— 22, 20 — —*— — — Ps. 16, 5511 1. Mos. 32, 22—31 Ps. 23 Ps. 42 Hef Jes. 44 Jes. 6, 1—8 5. Mos. 6, 4—13 Spr. Sal. 9, 1—10 Klagel. 3, 22—3 er 23, 16- 65. 17—19. 2. 25 —.———9——.—————————————— 864 Verzeichnis der neuen Perikopen. V 1. Thess. 5, 14—24 Hebr. 10, 32—39 Offbg. Joh. 2, 8—11 Offbg. Joh. 7, 9—17 nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. 20. 8 26. 27 ‚ Sonn⸗ oder Feiertag Zweite Epistel ————— 10. S. nach Trinit. e 20, 17—38 11. S. nach Trinit. Röm. 8, 33—39 12. S. nach Trinit. Apostelg. 16, 9—15 13. S. nach Trinit. I.Petri 2, 1—10 14. S. nach Trinit. ö 1. Tim. 1, 12—17 15. S. nach Trinit. 2. Thess. 3, 6—18 16. S. nach Trinit. Hebr. 12, 18—24 17. S. nach Trinit. Hebr. 4, 9—13 18. S. nach Trinit. Jak. 2, 10—17 19. S. nach Trinit. Jak. 5, 13—20 20. S. nach Trinit.. Röm. 14, 1—9 21. S. nach Trinit. Eph. 6, 1—9 22. S. nach Trinit. Hebr. 13, 1—9 23. S. nach Trinit. I. Tim. 4, 4—11 S S. 1 .— ——— Verz eichnis der neuen Perik lopen. 865 Matth. 23, 3 Lukas 95 36 Joh. 8 Markus 12—41—44 Joh. 5, 1—14 Joh. 11, 1—11 Matth. 11, 25—30 Matth. 12, 1—8 Markus 10, 17—27 Joh. 9, 24—41 Joh. 15, 1—8 Markus 10, 13—16 Lukas 9, 57— Matth. 10, 24—33 Joh. 10, 23—30 Joh. 5, 19—20 Lukas 19, 11—27 Lukas 12, 35—43 —1 Jer. 7, 1—11 Dan. 9, 28.— Jes. 29, 18—21 5. 5— 5—ↄ8 P. 32 17 Spr. Sal. 2, 1—8 2. San. 7, 17—29 Sal. 2⁴, 14—20 Ps. 85, 9—14 Ps. 39, 5—14 Hiob 14, 1—5 Ps. 126 Jes. 5, 3—10 S yr ——‚7‚—7—9—9—9—9—9————9—9—9—99—9—9—9—9————‚....——————— 66 Verzeichnis der Liederdichter. Herzeichnis der Liederdichter. Amilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby; geb. 1637, 4 1708. Nr. 44. 363. 444. Agricola, Johann; geb. 1492 zu Eisleben, 1566 als Hofprediger in Berlin. Nr. 249. Albert, Heinrich; geb. 1604 zu Lobenstein im Vogt⸗ lande, 4 1651 als Organist zu Königsberg in Preußen. Nr. 326. 425. Alberus, Erasmus; geb. um 1500 zu Sprendlingen in der Wetterau, Freund Luthers, + 1553 als Generalsuperintendent zu Neubrandenburg in Mecklen⸗ burg. Nr. 339. Albinus, Johann Georg; geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, + 2679 als Pfarrer in Naumburg. Nr. 219. 420. Albrecht, Markgraf von Brandenburg⸗Kulmbach; geb. 1522 zu Ansbach, 4 1557 zu Pforzheim. Nr. 412(2). Allendorf, Johann Ludwig Konrad; geb. 1693 zu Josbach in Oberhessen, 4 1773 als Pastor und Scholarch zu Halle. Nr. 108. 452. Altenburg, Michael; geb. 15364 zu Alach bet Erfurt, + 1640 als Pastor zu Erfurt. Nr. 152. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt; geb. 1638, 4 1683 als Abtissin des Stifts Quedlinburg. Nr. 280. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel 1633—1714. Nr. 426. Arends, Wilhelm Erasmus; 1 1721 als Pastor in Halberstadt. Nr. 262. Arndt, Ernst Moritz; geb. 1769 zu Schoritz auf Rügen, + 1860 als Professor der Geschichte zu Bonn. Nr. 30. 233. 429. Arnold, Gottfried; geb. 1666 zu Annaberg im König⸗ reich Sachsen, 4 1714 als Pastor und Inspektor zu Perleberg. Nr. 257. Qei Verzeichnis der Liederdichter. 867 Varth, Christian Gottlob; geb. 1799 in Siuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, unermüdlicher Förderer der Heidenmission, 1862 zu Calw. Nr. 157. A. Ne. 12. Becker, Kornelius; geb. 1561 zu Leipzig, 1604 als Professor der Theologie und Pastor zu St. Nicolai in seiner Vaterstadt. Nr. 179. 392. Behm, Martin; geb. 1557 zu Lauban, +daselbst als Pastor prim. 1622. Nr. 55. 321. 38J. Betichius, Johann; geb. 1650 zu Stöckby in Anhalt, + 1722 als Diakonus in Zerbst. Nr. 320. Bickel, Johann Daniel Karl; geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, 1 1809 als Konsistorialrat in Usingen. Nr. 169. Bienemann, Kaspar(Melissander); geb. 1540 in Nürn⸗ berg, 14 1591 als Generalsuperintendent in Alten⸗ burg. Nr. 292. Birken, Sigismund, von(Betulius); geb. 1626 zu Wildenstein bei Eger, 1681 als Privatgelehrter zu Nürnberg. Nr. 66. 253. Böhmer, Justus Henning; geb. 1674 in Hannover, + 1749 in Halle als Professor der Rechte und Kanzler des Herzogtums Magdeburg. Nr. 98. Bogatzku, Karl Heinrich, von; geb. 1590 zu Jankowe in Miederschlesten, 1 1774 als Privatmann im Walsenhause zu Halle. Nr. 164. 269. Bruhn, David; geb. 1727 zu Memel, 4 1782 als Prediger zu Berlin. Nr. 201. Burmeister, Franz Joachim; um 1670 Pfarrer in seiner Vaterstadt Lüneburg, 41688. Nr. 427. Busch, Peter; geb. 1082 zu Lübeck, 4 1744 als Pastor der Kreuzkirche zu Hannover. Nr. 457. Claudius, Matthias; geb. 1740 zu Reinfeld bei Lübeck, + 18156 zu Hamburg als Revisor der schleswig⸗ holsteinschen Bank zu Altona. A. Nr. 11. Clausnitzer, Tobias; geb. 1618 zu Thum bei Anna⸗ berg, 4 1684 als Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz. Nr. 11. 55 868 Verzeichnis der Liederdichter. Craffelins, Bartholomäus; geb. 1677 zu Wernsdorf im Königreich Sachsen, 1 1724 als Pfarrer zu Düsseldorf. Nr. 133(). 289. Dach, Simon; geb. 1605 zu Memel, 1 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg in Preußen. Nr. 433. Decius, Nikolaus(Howesch); 1541 als Pfarrer in Stettin. Nr. 74. 131. Denicke, David; geb. 1603 zu Zittau, 4 1680 als Konfistorialrat in Hannover. Nr. 174. 216. 241. Derschoꝛo, Bernhard, von; geb. 1591 zu Königsberg, + daselbst 1639 als Konsistorialrat und Professor der Theologie. Nr. 195, Vers 1, 3 u. 4. Deßler, Wolfgang Christoph; geb. 1660 in Nürnberg, +daselbst 1722 als Konrektor. Nr. 287. 393. Diterich, Johann Samuel; geb. 1721 in Berlin, +daselbst 1797 als Oberkonsistorialrat. Nr. 459. Drese, Adam; geb. 1622 in Thüringen, 1701 als Kapellmeister zu Vrnstadt. Nr. 288. Eber, Paul; geb. 1511 zu Kitzingen in Franken, Freund Luthers, 4 1569 als Generalsuperintendent in Witten⸗ berg. Nr. 418. 430. 437. Eleonorr, Fürstin Reuß, gevorene Gräfin Stolberg⸗ Wernigerode de, geb. 1635 zu Gebern am Vogelsberg, + 18903 zu Iljenburg. Nr. 46. Sasricius, Friedrich; geb. 1642 zu Stettin, 4 daselbst 1703 als Pfarrer. Nr. 117. Falk, Johannes Daniel; geb. 1768 zu Danzig, 1826 als Legationsrat zu Weimar. A. Nr. 4. Fischer(Vischer), Christoph; geb. zu Joachimsthal in Böhmen, 1 1600 als Generalsuperintendent und Hofprediger in Celle. Nr. 31. Fleming, Paul; geb. 1609 zu Hartenstein in Sachsen, + 1640 als praktischer Arzt in Hamburg. Nr. 397. Förtsch, Basilius; geb. zu Roßla in der Grafschaft Stolberg, 1 1619 als Pfarrer in Gumberta bei Orlamünde. Nr. 92. 8 8 3625. 18 ürgermeister. Fran 1677 als 350. 369. Franck, Michael; geb. 1609 in Schleufingen, 4 1667 als Lehrer zu Koburg. Nr. 184. 419. Franck, Salomo; geb. 16 zu Weimar, daselbst 1725 als Oberkonsistori är. Nr. 60. 79. 2885. Franz, Agnes; geb. 1794 zu Militsch in 5 chlesien, + 1843 in Breslau. A. Nr. 25. 39. Freylinghausen, Johann Anastasius; geb. 1670 zu OD/ Gandersheim in Braunschweig, Schwiegersohn Franckes, 1 1739 als Pastor und Direktor der Francke' schen Anstalten zu Halle. Nr. 285. 402. Freustein, Johann Burkhard; 4 1720 als Hof⸗ und Justizrat zu Dreden. Nr. 254. Fricker, Johann Ludwig; 4 1766 als Pfarrer zu Dettingen in Württemberg. Nr. 168. ritsch, Ahasverus; geb. 1629 zu Mücheln bei Frei⸗ burg in Sachsen, 1701 als Kanzleidirektor und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt. Nr. 459. Füger, Kaspar; 4 1592 als Diatonus an der Kreuz⸗ 0 kirche zu Dresden. Nr Garve, Karl Bernhard; geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, 1 1841 zu Herruühut als Prediger der Brüdergemeinde. Nr. 170. geb. 1683 zu Gardelegen, + 1785 Nr. 416. Moral. Nr. 31. 63. 36. 171. 196. 266. 290. 315. 316. 329. 343. 375. 391. Gerhardt, Paul; geb. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 4 1676 als Archidiakonus in Lübben. Nr. 27. 28. 34. 37. 43. 52. 59. 72. 16. 78. 82. 100. 127. 130. 237. 281. 299. 302. 870 VBerzeichnis der Liederdichter. 309. 314. 323. 333. 347. 360. 367. 366. 377. 379. 382. 383. 390. 394. 404. 410. 432. 447. A. Nr. 16. Gersdorf, Henriette Katharine, von; gb. 1648 zu Sulzbach in Bayern, Großmutter des Grafen von Zinzendorf, + 1726 zu Großhennersdorf in Sachsen. Nr. 49. Gesenius, Justus; geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, 7 1678 als Oberhofprediger und Generalsuperintendent in Hannover. Nr. 30. 99. Göz, Christian Gortlieb; geb. 1746 zu Hengen in Württemberg, 4 1803 als Pfarrer zu Hohenheim bei Stuttgart. Nr. 110. Gotter, Ludwig Andreas; geb. 1661 zu Gotha, f da⸗ selbst 1735 als Hofrat. Nr. 247. 263. 317. Gramann(Poliander), Johann; geb. 1487 zu Neu⸗ stadt in der Oberpfalz, 41541 als Pfarrer zu Königs⸗ berg in Preußen. Nr. 310. Greding, Johann Ernst; geb. 1676 zu Weimar, 1 1748 als Pfarrer bei Hanau. Nr. 58. Gregor, Christian; geb. 1723 zu Dirsdorf in Schlesien, 7 1301 als Bischof der Brüdergemeinde zu Verthels⸗ dorf. Nr. 267. Gretgen, Adam; Advokat zu Sorau, 4 1660. Nr. 146. Gryphius, Andreas; geb. 1616 zu Glogau, + 1664 daselbst als Landschaftssyndikus. Nr. 424. Günther, Cyriakus; geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, 1704 als Gymnasiallehrer zu Gotha. Nr. 190. Hardenberg, Friedrich Freiherr von(Novalis); geb. 1772 zu Wiederstedt in der Grafschaft Mans⸗ seld, 4 1601 als Bergamtsassessor zu Weißenfels. A. Nr. 34. 36. 37. Hartmann, Thomas; geb. 1548, 1609 als Diakonus zu Eisleben. Nr. 108. Haßlocher, Johann Adam; geb. 1645 zu Speier, 41726 als Konsistorialrat und Hofprediger des Grafen Johann Ernst von Nassau zu Weilburg a. d. L. Nr. 8. Hausmann, Julie, von; geb. 1825 zu Mitau, 4 1901 zu Wossö an der Ostsee. A. Nr. 31. Hayn, Henriette Luise, von; geb. 1724 zu Idstein in Nassau, 1782 zu Herrnhnt. A. Nr. 35. Hecker, Heinrich Kornelius; geb. 1699 zu Hamburg, + 1743 als Pfarrer zu Meuselwitz bei Altenburg. Rr. 17. 29. 175. Heermann, Johann; geb. 1585 zu Raudten in Schlesien, Pastor zu Köben, 4 1647 zu Lissa in Posen. Nr. 64. 67. 88. 149. 150. 156. 197. 206. 218. 224. 282. 295. 336. 407. 448. Held, Heinrich; um 1650 Rechtsanwalt zu Guhrau in Schlesien. Nr. 18. 125. Helmbold, Ludwig; geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, t daselbst 1598 als Superintendent. Nr. 335. 408. Herberger, Valerius; geb. 1562 zu Fraustadt in Posen, + 1627 als Pfarrer daselbst. Nr. 442. Herman, Nikolaus; 1 1561 in hohem Alter als Kantor zu Joachimsthal in Böhmen. Nr. 38. 87. 324. 334. 345. 443. Hermes, Johann Timotheus; geb. 1738 zu Petznick bei Stargard in Pommern, 1 1821 als Oberkon⸗ sistorialrat zu Breslau. A. Nr. 21. Herrnschmidt, Johann Daniel; geb. 1675 zu Bopfingen in Württemberg, + 1723 als Professor der Theologie und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. Nr. 305. 387. Herzog, Johann Friedrich; geb. 1647 zu Dresden, +daselbst 1699 als Rechtsanwalt. Nr. 348. Hesse, Johann; geb. 1490 zu Nürnberg, 4 1547 als Pfarrer zu Breslau. Nr. 441. Hiller, Philipp Friedrich; geb. 1699 zu Mühlhausen in Württemberg, 4 1769 als Pfarrer zu Steinheim bei Nördlingen. Nr. 26. 112. 118. 144. 239. 362. A. Nr. 22. Hoffmann, Gottfried; geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, 4 1712 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau. Nr. 451. Homburg, Ernst Christoph; geb. 1605 zu Mühla bei Eisenach, 4 1681 als Rechtsauwalt in Naumburg. Nr. 69. 105. Verzeichnis der Liederdichter. 871 Hülsemann, Wilhelm; geb. 1761 zu Soest in West⸗ falen, 1 1665 als Superintendent zu Elsey bei Iserlohn. Nr. 364. Sonas, Justus; geb. 1493 zu Nordhausen, Freund und Gehilfe Luthers, Professor in Wittenberg, 1 1555 als Superintendent zu Eisfeld bei Koburg. Nr. 154. Keumann, Christian; geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, + 1662 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau. Nr. 279. Klopstack, Friedrich Gottlieb; geb. 1724 zu Quedlin⸗ burg, 1803 als Legationsrat in Hamburg. Ar. 195. 461. A. Nr. 8. Knal, Gustav Friedrich Ludwig; geb. 1806 in Berlin, Pastor daselbst, 4 1878 auf einer Reise zu Dünow bei Stolpmünde. Nr. 165. A. Nr. 24. Knapp, Albert; geb. 1798 zu Tübingen, + 1864 als Pfarrer zu Stuttgart. Nr. 158. 160. 161. 166. A. Nr. 5. Knoll, Christoph; geb. 1563 zu Bunzlau, 1 1621 als Diakonus zu Sprottau. Nr. 431. Knorr von Rofenroth, Christian; geb. 1636 zu Alt⸗ rauden in Schlesien, 4 1689 als Geheimer Rat zu Sulzbach. Nr. 330. Kramer, Moritz; geb. 1646 zu Ammerswort in Hol⸗ stein, 1 1702 als Psarrer zu Marne in Süder⸗ dithmarschen. Nr. 120. Krause, Jonathan; geb. 1701 zu Hirschberg in Schlesien, + 1762 als Superentendent in Liegnitz. Nr 5. Krummacher, Friedrich Adolf; geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, 4 1845 als Pfarrer in Bremen. Nr. 159. Kunth, Johann Sigismund; geb. 1700 zu Liegnitz, + 1779 als Superintendent zu Baruth in der Ober⸗ lausitz. Nr. 455. Campe, Friedrich Adolf; geb. 1683 zu Bremen, + daselbst 1729 als Pfarrer. Nr. 255. Lang, Johann Jatob; geb. 1646 zu Nürtingen, 1 1690 als Pfarrer in Stuttgart. Nr. 369. Verzeichnis der Liederdichter. 873 Lange, Joachim; geb. 1670 zu Gardelegen in der Alt⸗ mark, 4 1744 als Professor der Theologie zu Halle. Nr. 332. Laurenti, Laurentius(Lorenz Lorenzen); geb. 1660 zu Husum, 1722 als Musikdirektor und Kantor in Bremen. Nr. 101. 213. 458. Lehr, Leopold Frunz Friedrich; geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., Pfarrer in Köthen, 4 1744 in Magdeburg. Nr. 238. Liebich, Ehrenfried; geb. 1713 zu Probsthagen bei Liegnitz, + 1780 als Pastor zu Lomnitz in Schlesien. Nr. 121. Liscow, Salomo; geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlausitz, 4 1689 als Diakonus zu Wurzen. Nr. 231. 328. 421. Löscher, Valentin Ernst; geb. 1673 zu Sondershausen, + 1749 als Oberkonsistocialcat zu Dresden. Nr. 215. Löwenstern, Matthäus Apelles, von; geb. 1594 zu Neustoadt bei Oppeln, 4 1648 als Staatsrat zu Breslau. Nr. 143. 311. Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudol⸗ stadt; geb. 1640, f672, Nr. 277. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenhurg. geb. 1627 im Haag, Gemahlin des großen Kurfürsten von Brandenburg; 1 1667 zu Berlin. Nr. 97(2). 211(2). Luther, Martin; geb. 1488 zu Eisleben, daselbst 1546. Nr. 35. 40. 41. 35. 95. 124. 126. 134. 136. 142. 145. 147. 146. 153. 176. 204. 240. 297. 301. 365. 440. Magdeburg, Joachim; geh. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, 4 1583 als Pfarrer im Osterreichischen. Nr. 414, Vers 1. Marot, Samuel; geb. 1770 zu Magdeburg, + 1865 als Konsistorialrat zu Berlin. Nr. 185. Mathesius, Johann; geb. 1504 zu Rochlitz in Sachsen, als Student Luthers Haus⸗ und Tischgenosse, 156b als Pastor in Joachimsthal. Nr. 319(2). A. Nr. 28. Megander, Veit Ludwig; aus Schweinitz in Sachsen, + daselbst 1709 als Amtsinspeltor. Nr. 217. ——— V 87⁴4 Verzeichnis der Liederdichter. Mentzer, Johann; geb. 1658 zu Jahma in der Ober⸗ lausitz, 1734 als Pfarrer zu Kemnitz bei Bernstadt in der Lausitz. Nr. 312. Meyfart, Johann Matthäus; geb. 16590 zu Walwinkel oder Waltershausen bei Gotha, 4 1642 als Pfarrer in Erfurt. Nr. 456. Möwes, Heinrich; geb. 1793 zu Magdeburg, 4 1834 als Pfarrer in Alienhausen bei Magdeburg. A. Nr. 6. Moller. Martin; geb. 1547 zu Kropstädt bei Wittenberg, + 1606 als Pfarrer in Görlitz. Nr. 373. 388. 403. de la Motte⸗Fouqué, Friedrich; geb. 1777 zu- Branden⸗ burg, 1843. A. Nr. 32. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich; geb. 1624 zu Halle, + 1685 als Pfarrer in Koburg. Nr. 32. Neander, Joachim; geb. 1650 zu Bremen, daselbst 1680 als Pfarrer. Nr. 225. 284. 304. 318. 342. 445. Nerreter, David; geb. 1649 zu Nürnberg, F 1726 zu Stargard als Generalsuperintendent von Hinter⸗ pommern. Nr. 381. Neumann, Kaspar; geb. 1648 zu Breslau, +daselbst 1715 als Pastor. Nr. 4. 83. 139. 192. 344. 372. Neumark, Georg; geb. 1621 zu Mühlhausen in Thü⸗ ringen, 4 1681als Bibliothekar in Weimar. Nr. 415. Neumeister, Erdmann; geb. 1671 zu üchteritz bei Weißenfels, + 1756 als Hauptpastor in Hamburg. Nr. 54. 33. 180. 236. 272. 294. 352. Neuß, Heinrich Georg; geb. 1654 zu Elbingerode im Harz, 1 1716 als Konsistorialrat zu Wernigerode. Nr. 244. 269. Nicolai, Philipp; geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, 4 1608 als Hauptpastor in Hamburg. Nr. 286. 463. Olearius, Johann; geb. 1611 zu Halle, + 1684 als Hofprediger zu Weißenfels. Nr. 3. 7, 24. 61. 132. 137 258. 298. Olearius, Johann Gottfried; geb. 1635 zu Halle, + 1711 als Konsistorialrat in Arnstadt. Nr. 20. Sr MNV Verzeichnis der Liederdichter. 75 Pauli, Joachim; geb. um 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, 1674 Haustkehrer zu Berlin. Nr. 155. Pfeil, Christoph Karl Ludwig, von; geb. 1712 zu Zrünstadt in Bayern, 1784 auf seinem Gut Deuf⸗ stetten. Nr. 191. 361. Prätorius, Benjamin; geb. 1571 zu Weißenfels, nach 1668 als Pastor zu Lissa bei Delitzsch. Nr. 265. Preiswerk, Samuel; geb. 1799 zu Römlingen, Kanton Basel, 4 1871 als Prediger und Professor zu Basel. A. Nr. 14. Näder, Johann Friedrich; geb. 1615 zu Elberfeld, + daselbst 1872 als Handlungsgehilfe. A. Nr. 17. Rambach, Johann Jakob; geb. 1693 zu Halle, 4 1735 als Professor der Theologie und Superintendent zu Gießen. Nr. 111. 114. 178. 271. 296. Reusner, Adam; geb. 1496 zu Mündelheim bei Düssel⸗ dorf, 4 um 1575 in seiner Vaterstadt. Nr. 398. Richter, Christian Friedrich; geb. 1676 zu Sorau, + 1711 als Arzt am Waisenhaus zu Halle. Nr. 327. Rinckart, Martin; geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, + 1649 als Archidiakonus daselbst. Nr. 168. 308. Ringwaldt, Bartholomäus; geb. 1530 zu Franlfurt an der Oder, 4 1598 als Pfarrer zu Langfeld in der Neumark. Nr. 194. 208. 214. 366. Rist, Johann; geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, + 1667 zu Wedel bei Altona. Nr. 15. 33. 50. 56. 75. 189. 198. 212. 307. 351. 460. Rodigast, Samuel; geb. 1649 zu Gröben bei Jena, + 1708 als Rektor am grauen Kloster zu Berlin. Nr. 411. Rothe, Johann Andreas; geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, 4 1758 als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau. Nr. 232. 450. Rückert, Friedrich; geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen zu Berlin, 4 1866 auf seinem Landgute Neuses bei Koburg. Nr. 16. 876 Verzeichnis der Liederdichter. Ruopn, Johann Friedrich; geb. in Straßburg, 4 1708 als Waisenhaus⸗Inspektor zu Halle. Nr. 245. Rutilius. Martin: geb. 1550 zu Düben bei Bitterfeld, + 1618 als Diakonus zu Weimar. Nr. 202. Sacer, Gottfried Wilhelm; geb. 1635 zu Naumdurg, +. 1699 als Kammeradvolat zu Wolfenbüttel. Nr. 48. 109. Schade, Johann Kaspar; geb. 1666 zu Kühndorf bet Meiningen, 169s als Diakonus zu Berlin. Nr. 400. Schalling, Martin; geb. 1532 zu Straßburg, 4 1605 als Pfarrer zu Nürnberg. Nr. 273. Scheffler, Johann(Angelus Silesius); geb. 1624 zu Breslau, 1677 als gerstlicher Rat des Fürstbischofs zu Breslau. Nr. 65. 256. 268. 274. 278. A. Nr. 23. Scheidt, Christian dudwig; geb. 1709 zu Waldenburg in Württemberg, 1761 als Hofrat und Bibliothekar zu Hannover. Nr. 226. Schein, Johann Hermann; geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, 1630 als Musikdirektor zu Leipzig. Nr. 438. Schenck, Heinrich Theobald: geb. in Hessen, 4 1727 als Pfarrer in Gießen. Nr. 464. Schenk, Hartmann; geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, + 1681 als Pfarrer zu Ostheim vor der Rhön. Nr 14. Schenkendorf, Max, von; geb. 1788 zu Tilsit, +1817 als Regierungsrat zu Koblenz. A. Nr. 7. 19. Schirmer, Michael; geb. 1605 zu Leipzig, 4 1673 als Konrektor in Berlin. Nr. 23. 86. 128. Sihlicht, Levin Johann; geb. 1681 zu Halbe in der Altmark, 4 1728 als Pfarrer in Berlin. Nr. 338. Schmidt, Johann Eusebius; geb. 1669 zu Hoheufeld bei Erfurt, + 1745 als Pfarrer zu Siebleben bei Gotha. Nr. 246. Schmolck, Beniamin; geb. 1672 zu Brauchitschdorf in Schlesien, 4 1737 als Pfarrer zu Schweidnitz. Nr. 10. 16. 19. 51. 53. 77. 94. 394. 102. 128. 138. 173. 181. 223. 243. 248. 291. 2983. 225. 341. 346. 359(c). 373. 395. 434. 436. 439. A. Nr. 10. Verzeich nis der Liederdichter. 87⁷⁷ Schneegaß, Cyriakus; geb. 1546 zu Bufleben dei Got ha, + 1597 als Pastor zu Friedrichroda in Thüringen. Nr. 47. Schneefing, Johann; geb. zu Frankfurt a. M., 41567 als Pfarrer zu Friemar bet Gotha. Nr. 203. Schröder, Johann Heinrich; geb. 666 zu Hallerspringe in Hannover, 4 1699 als Pfarrer zu Merseberg bei Magdeburg. Nr. 228. 250. Schütz, Johann Jakob; geb. 1640 zu Frankfurt a. M., + daf selbst 1690 als Rechtsanwalt. Nr. 313. Schuster, Gotthard; geb. 1673 zu Langenhessen bet Zwickau, 4 1761 als Archidiakonus zu Zwickau. Nr. 449. Schwedler, Johann Christop ‚h; geb. 1672 zu Krebsdorf in Schlesien, 1780 als Pfarrer zu Niederwiesa in der O berlausitz. A. Nr. 43. Scriver, Christian; geb. 1629 zu Rendsburg, 1698 als Hofprediger zu Quedlinburg. Nr. 183. 340. Selnecker, Nikolaus; gey. 1532 zu Hersbruck bei Nürn⸗ berg, T 1592 als Prosessor der Theologie in Leipzig. Nr. 9. 140. Senitz. Elisabeth, von; geb. 1629 zu Rankau bei Brieg, 1 1679 zu Oels. Nr. 71. Siegfried, 1 1637 als Super⸗ intendent 25 gler„LSzarus; 1584 Rech tsgelehrter u. r. 205. eheruhns Paul(von Spretten); geb. 1484 zu Rott⸗ weil in Württemberg, 1 1554 zu Marienwerder als Bischof von Pomesanien. Nr. 229. Spitta, Karl Johann Philipp; geb. 1801 zu Hannover, + 1859 als Superintendent zu Burgdorf. Nr. 182. 8354. 357. A. Nr. 33 Starck, Jehann Friedrich; geb. 1680 zu Hildesheim, + 1756 als Konsistorialrat zu Frankfurt a. M. Nr. 396. Stegmann, Josua; geb. 1588 zu Sulöfeld bei Mei⸗ ningen, 1632 als Syperi intendent und Professor der Theologte zu Rinteln. N Nr. 141 „angeblich um 1600 Prediger chlesien, 4 1542 der Böhmischen Brüder. Walter Köster Buchbinderei 3550 Marburg 100⁰0 Serin 61 Iel O 64 2½/2 1277— O30/7 86 30 10 **