auUUHUν 14 425 683 N * al. V ö Morg — munio dienste Die Munden Jesu sind Pfeile, welche in oͤie härte sten HBe rzen einoͤringen und die baltesten Herlen entflamiwen. S Bon. Geuueme, eonm, Harl. AIesiee, Hueieuue, eum, 222. Vichlein der Wiebe z um allerheiligsten Herzen Zesus und dem unbefleckten Herzen Maria. ö Mit ů ö Morgen-, Abend-, Meß-, Kreuzweg-, Beicht- und Com- * muniongebeten, und sämmtlichen beim öffentlichen Gottes- ö dienste eingeführten Kirchengesängen, Gebeten und Litaneien, 4 sammt Gebeten bei Krauken und Sterbenden. W * ö Mit 3 Stahlstichen. Eigenth. d. G. W. Dritte Auslage. Druck und Verlag von Carl Ueberreuter, Stadt, Dorotheergasse Nr. 1111. ö 0—— ERS—— Leiuolil, I. HBerz ö Merzen v. SBou. — . ————.— Der Gerechte lebt aus dem Glauben(Röm. 1, 17), dem Glau⸗ ben, der durch die Liebe wirksam ist. Gal. 5, 6. Gottes Liebe ist durch den heiligen Geist, Der uns verliehen worden, in unsere Herzen ausgegossen. Röm. 5, 5. Nehmet Mein Joch auf euch und lernet von Mir; denn Ich bin sanftmüthig und demüthig vom Herzen; so werdet ihr Ruhe sinden für eure Seelen: denn Mein Joch ist süß und Meine Bürde ist leicht. Matth. 11, 29. „Bleibe in der Liebe Gottes und erwarte die Barmherzigkeit Jesus Christus, deines Herrn, damit du ewig lebest! Jud. 21. Was kann ich verlangen im Himmel, oder was kann ich auf dieser Erte wollen, als Dich, meinen Gott, zu besitzen? Mein Leib und meine Seele werden aus Liebe zu Dir kraftlos, o Gott mei⸗ nes Herzens, Gott, mein Theil in Ewigkeit! Psalm 72. Ich will In Jesus Herzen reden, und werde Alles, was ich ver⸗ lange, von Ihm erhalten. St. Bonaventura. Wer Liebe zu seinem Nächsten hat, findet die net. wir Liebe. Wer mit seinem Mitmenschen yart und streng verfährt, wird auch von Gott streng behandelt werden. St. Alphons Maria. Das den e stand insbe gemei lichen dacht sonde sie de fallen bigen Gnad digste Chri lichen Herz deutu Empf nung len E wir i Herz dige ö zens! Weit dem Glau⸗ uns verliehen ir; denn Ich det ihr Ruhe Meine Bürde armherzigkeit Jud. 21. kann ich auf ? Mein Leib o Gott mei⸗ m 72. was ich ver⸗ öttliche Liebe. yrt, wird auch lria. Vorbericht. Das liebenswürdigste Herz Jesus war seit den ersten Zeiten des Christenthums ein Gegen— stand der innigsten Verehrung für die Heiligen insbesondere, und für alle Gläubigen im All— gemeinen. Sowohl ihres Zweckes als ihrer treff— lichen Tugendübungen wegen erscheint die An⸗ dacht zum göttlichen Herzen Jesus als eine be— sonders lobenswürdige und heilige; und indem sie dem himmlischen Vater das höchste Wohlge— fallen verursacht, öffnet sie zugleich den Gläu— bigen eine unversiegbare Quelle der göttlichen Gnaͤden und Segnungen. Das anbethungswür— digste Herz unsers Herrn und Erlösers Jesus Christus bildet den Gegenstand dieser vorzüg— lichen Andacht aus dem Grunde, weil man das Herz sowohl in moralischer als in physischer Be— deutung von jeher als den Sitz aller liebevollen Empfindungen zu betrachten pflegte, eine Mei⸗ nung, welche von der heiligen Schrift selbst an vie⸗ len Stellen eine Bestätigung erhielt. So lesen wir im alten Testamente, Ps. 83, 2:„Mein Herz und mein Fleisch frohlocken in dem leben⸗ digen Gotte!“ oder Ps. 72, 26: Meines Her— zens Trost und mein Theil ist Gott in Ewigkeit.“ Weiters Sprichw. 23, 26:„Mein Sohn! gib 1* —4— mir dein Herz!“ und im neuen Testamente heißt es, Epist. Paul. a. d. Römer 55:„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den heiligen Geist, Der uns gegeben ist!“ und was dergleichen Stellen mehr sind, welche wir hier nicht alle angeben können. Man ersieht aus dem Gesagten, daß fromme, Gott liebende Seelen keinen erwünschteren Gegen— stand zur Andacht wählen könnten, als das Herz Jesus, dieses liebreiche Herz, Welches von einer so unermeßlichen Liebe zu dem ganzen Menschengeschlechte entzündet ist. Die uner— schöpfliche Milde und Erbarmung dieses süße— sten Herzens erkennen wir am besten durch die doppelte Betrachtung der Thaten im Leben und Leiden unseres gütigsten Herrn Jesus Christus. Betrachten wir einerseits dieses Herz, Welches aus übergroßer Liebe zu den Menschen alles Er⸗ denkliche für sie gethan, ja sogar, um denselben den größtmöglichsten Beweis Seiner Liebe zu geben, Sich Selbst für sie aufgeopfert hat, die grausamsten Beschimpfungen und Mißhandlun— gen ertragen, am Kreuze unter tausend Qua⸗ len sterben, und mit der⸗Lanze durchbohrt wer⸗ der wollte, um auch den letzten Blutstropfen für die Menschen zu vergießen, damit sie aus der sichtbaren Wunde die unsichtbaren Wunden Seiner Liebe erkennen möchten. O göttliches Herz! wie wunderbar, wie unbegreiflich ist Deine Liebe! womit verdient der Mensch, daß Du ihn so hoch geschätzt und sein Seelenheil so theuer erkaut rerseit achtur der v — we liche empfii göttlie 1 lichen überla gerner zur U geben um ar zu tra kes un Entwi aus; des gi Liebe empfa trauer bezeug gung, die Solch len, Reue, digun Herze ente heißt Die Liebe zen durch ist!“ und velche wir ßfromme, ren Gegen— „als das delches von m ganzen Die uner— dieses süße— durch die Leben und 8 Christus. z, Welches en alles Er⸗ ndenselben r Liebe zu ert hat, die ißhandlun— isend Qua⸗ hbohrt wer⸗; lutstropfen nit sie aus en Wunden ) göttliches ich ist Deine daß Du ihn il so theuer — 8— erkauft hast?— Betrachten wir dagegen ande⸗ rerseits die Lieblosigkeit, den Undank, die Ver— achtung, welche diesem liebevollsten Herzen, lei— der von so vielen Menschen zu Theil werden — welchen Schmerz muß jede wahrhaft christ— liche Seele bei dem Anblicke der Fühllosigkeit empfinden, mit welcher man so häufig dieses göttliche, liebende Herz mißhandelt werden sieht? Um die kostbaren Eigenschaften dieses gött— lichen Herzens immer mehr kennen zu lernen, überlassen sich die frommer Verehrer desselben gerne nützlichen Betraͤchtungen und Erwägungen, zur Ueberweisung des Verstandes, hierauf aber geben sie allerlei liebreichen Anmuthungen Raum, um auch dem Verlangen ihrer Herzen Rechnung zu tragen. Die Bereuung ihres früheren Undan— kes und ihrer bisherigen Lauigkeit geht in der Entwicklung ihrer löblichen Bestrebungen vor— aus; daraͤuf folgt die Verehrung und Anbetung des göttlichen Herzens, welcher sie mit inniger Liebe umfassen, und indem sie für die bereits empfangenen Gnaden danken, dasselbe voll Ver— trauen um die Gewährung von neuen Gnaden— bezeugungen anflehen, in der sicheren Ueberzeu— gung, daß nur in diesem himmlischen Herzen die Quelle aller Glückseligkeit zu finden sei. Solcherweise bestreben sich die frommen See— len, durch vielfälltige Acte der Verehrung, Reue, Anbetung und Liebe, die zahllosen Belei— digungen und Unbilden, welche dem göttlichen Herzen Jesus im allerheiligsten Altorssacramente 6— ohne Unterlaß von so vielen Sündern zugefügt werden, nach ihren besten Kräften wenigstens theilweise gut zu machen. Die Geschichte lehrt uns, daß seit den äl— testen Zeiten die Verehrung des liebenwürdig— sten Herzens Jesus einen hauptsächlichen Theil der Andacht der größten Heiligen bildete. Aus den trefflichen Schriften des heiligenThomas, Bo⸗ naventura, Bernhard, der heiligen Theresia und vieler Anderer erhellt, welche inbrünstige Liebe diese Heiligen zu dem göttlichen Herzen Jesus trugen, eine Liebe, welche sich in den zartesten Anmuthungen zu diesem überaus lieblichen Ge— genstande ihrer Verehrung erging.— Die heilige Clara überließ sich keine Nacht dem Schlummer, ohne vorher das göttliche Herz Jesus gegrüßet und verehrt zu haben, eine Andachtsübung, welche ihr Inneres täglich mit der reinsten Glückseligkeit erfüllte.— Nicht zu gedenken der heiligen Mechthilde, welche diese Andacht zum hei— ligen Herzen Jesus über Alles hochschätzte und zu sagen pflegte, daß ein großes Buch nicht hin⸗ reichen würde, um alle Gnaden und Gunstbe— zeugungen aufzuzählen, welche sie der Uebung dieser gottseligen Andacht verdankte. Mit nicht geringerem Eifer haben sich auch die heilige Ma— ria von der Menschwerdung, aus dem Orden der heiligen Ursula, so wie die heilige Gertrud der Anbetung dieses süßesten Herzens hingegeben. Dem berühmten Pater Johannes Eudes, welcher gegen die Mitte des sechszehn— ten 2 Verd Jesut Beka rastle daß ter erst i die ge die 2 gleich Herze welch dacht geeigt Anda Fran Neri dale Mar an ta diesen hervo garet dem war stim gleich wese heit zugefügt venigstens it den äl⸗ enwürdig⸗ en Theil dete. Aus omas, Bo⸗ heresia und stige Liebe zen Jesus n zartesten lichen Ge⸗ Die heilige chlummer, s gegrüßet chtsübung, er reinsten denken der cht zum hei— itzte und zu nicht hin⸗ d Gunstbe— der Uebung Mit nicht heilige Ma— dem Orden ge Gertrud hingegeben. hannes s sechszehn⸗ —— ten Jahrhunderts lebte, gebüht unstreitig das Verdienst, der Andacht zum göttlichen Herzen Jesus durch seine Bemühungen eine größere Bekanntwerdung bewirkt zu haben. Seinem rastlosen Eifer verdankt es die Christenheit, daß das Fest des göttlichen Herzens Jesus un⸗ ter Genehmigung der betreffenden Bischöfe zu⸗ erst in verschiedenen Seminarien der Norman— die gefeiert wurde. Er verfaßte zu diesem Zwecke die Tagzeiten von dem göttlichen Herzen Jesus, gleichwie er auch dergleichen von dem heiligsten Herzen Maria verfaßt hat, zwei Leistungen, welche eben so sehr für die eigene große An⸗ dacht dieses frommen Priesters zeugen, als sie geeignet sind, auch in Anderen eine ähnliche Andacht anzufachen. Auch die Biographien des heiligen Ignatius, Franciscus Kaverius und Salesius, Philippus Nerius, Aloisius, Stanislaus, der heiligen Mag⸗ dalena von Pazzis, Rosa von Lima, Alphons Maria vonLiguori und so vieler Anderer sind reich an tausend Zügen, aus welchen die zarte Andacht dieser Heiligen zu dem göttlichen Herzen Jesus hervorleuchtet.— Jedoch erst die heilige Mar— garetha Maria Alacoque, eine Klosterfrau aus dem Orden Maria Heimsuchung in Burgund, war nach dem ewigen Rathschlusse Gottes be— stimmt dieser Andacht, welche bisher doch nur gleichsam das Eigenthum frommer Seelen ge⸗ wesen zu sein schien, Eingang und Allgemein⸗ heit zu verschaffen. Nicht ohne große Anstren⸗ 8— gungen, und erst nach jahrlanger Bekämpfung zahlloser Widersacher, gelang es dem unverdro— ßenen Bestrebungen dieser gottergebenen Jung— frau, unter dem offenbaren Beistande Gottes siegreich durchzubringen und die Andacht zum göttlichen Herzen Jesus zur allgemeinen Geltung in der Christenheit zu bringen. Jedoch erst nach ihrem erfolgten seligen Hin— scheiden gewann diese Andacht einen erstaun— lichen, ja wahrhaft wunderbaren Fortschritt.— Ueberall errichtete man Altäre, und erbaute man Kirchen und Kapellen zu Ehren des göttlichen Herzens Jesus; überall entstaͤnden Brüderschaf— ten und andächtige Bündnisse behufs der Uebung dieser Andacht, welche von den Bischöfen ein— stimmig gutgeheißen und von den Päpsten mit reichlichen Ablässen begnaͤdigt wurden. Oeffent— lich in den Kirchen und in vielen Privathäu— sern wurde das Bildniß des göttlichen Herzens Jesus zur andächtigen Verehrung ausgestellt; wobei man die eifrige Anbetung des allerhei— ligsten Altarssacramentes und den fleißigen Em— pfang desselben besonders in's Auge faßte.— In wenigen Jahrzehnten hatte sich sohin diese Andacht aus Frankreich, wo sie ihren ersten Aufschwung genommen, nicht nur durch ganz Europa, durch Deutschland, Spanien, Portu— gal, Italien, Ungarn, Polen, Böhmen ꝛc. ver— breitet, sondern auch den breiten Ocean über— schritten, und in Amerika, Asien und allen übri— gen Welttheilen und fernen unbekannten Länder⸗ stri Mi in d fror run son! cher Ver zu Län volle wah dack arti erzie Fest kämpfung unverdro⸗ en Jung-— de Gottes dacht zum n Geltung ligen Hin⸗ n erstaun⸗ schritt.— baute man göttlichen üderschaf— der Uebung höfen ein— äpsten mit n. Oeffent⸗ Privathäu⸗ en Herzens lusgestellt; s allerhei— ißigen Em⸗ faßte.— sohin diese hren ersten durch ganz en, Portu⸗ en ꝛc. ver⸗ cean über⸗ allen übri⸗ ten Länder⸗ — 9— strichen, wo immer die Stimme der eifrigen Missionäre erscholl, feste Wurzel gefaßt. Endlich kam zu Rom, am 14. Februar 1801, in der Kirche der heiligen Maria in Capella jener fromme Verein zu Stande, welcher die Vereh— rung des göttlichen Herzens Jesus sich zum be— sonderen Ziele seiner Andacht setzte, und wel— cher sich seit jener Zeit in zahlreichen Filial— Vereinen, welche sämmtlich jenem Hauptvereine zu Rom einverleibt sind, durch alle christlichen Länder ausbreitete und verzweigte. Groß und mannigfaltig waren die segens— vollen Früchte, welche die Christenheit aus der wahrhaft wundervollen Verbreitung dieser An— dacht erntete. In frommer Würdigung so groß— artiger, offenbar nur durch eine höhere Fügung erzielter Erfolge hat auch die heilige Kirche das Fest zum göttlichen Herzen Jesus eingesetzt und durch ihre Sanction die Ausübung dieser An— dacht befestiget und verbreitet.— Die heilige Kirche widmete dieser Andacht eine um so grö— ßere Aufmerksamkeit und Pflege, da sie hiermit einen dreifachen Zweck zu erreichen strebt: 1 Damit die Gläubigen durch ihre Andacht für das unschätzbare Geschenk, welches ihnen Jesus Christus im allerheiligsten Altarssacramente auf Erden zurückgelassen hat, gebührend Dank sa— gen; 2) damit die den Heiland liebenden See— len durch ihre Anbetung und ihre Lebensbeweise, wenigstens theilweise die Verachtung und Miß— handlung wieder gut machen, die Er in dem — 10— allerheiligsten Altarssacramente täglich erdulden muß und endlich 3) damit durch die besondere Ehre, die die frommen Verehrer Ihm durch diese außerordentliche Andacht zu erweisen suchen, der Mangel an Liebe und Verehrung möglichst ersetzt werde, dessen sich so viele laue Seelen täglich ohne Unterlaß schuldig machen. Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesus ist demzufolge nichts Geringeres als eine Uebung der Liebe zu einem so liebenswürdigen Gott, Der Sich gegen uns ohne Aufhören so liebreich und gnädig' erweiset. Die frommen Seelen, welche sich zur Uebung dieser Andacht berufen fühlen, sollen des Tages wenigstens dreimal ihre Herzen mit Eifer und Liebe zu dem gött— lichen Herzen Jesus erhebeu; am Morgen näm— lich sollen sie Es demüthig anbeten, zur Mit⸗ tagszeit Demselben ihre aufrichtige Liebe bezeu⸗ gen und Ihm endlich Abends den schuldigen Dank sagen, für alle Wohlthaten und Gnaden, die sie während des jüngst verlebten Tages von Oben empfangen haben. Zu bemerken kommt jedoch bei dieser An⸗ dacht vorläufig, daß jene Ehrenbezeugungen, mit welchen man das göttliche Herz Jesus an⸗ betet, anruft oder verehrt, keineswegs dem rein materiellen, leblosen und abgesonderten Herzen Jesus, als bloß körperlichen Bestandtheil be— trachtet, gelten, indem dieses göttliche Herz we⸗ der von der Gottheit, noch von dem allerheilig⸗ sten Leibe und der allerheiligste Seele Jesus h erdulden besondere durch diese sen suchen, g möglichst lue Seelen n. rzen Jesus ine Uebung igen Gott, so liebreich en Seelen, cht berufen is dreimal dem gött⸗ orgen näm⸗ , zur Mit⸗ Liebe bezeu⸗ schuldigen id Gnaden, Tages von i dieser An⸗ ezeugungen, Jesus an⸗ egs dem rein rten Herzen andtheil be— he Herz we— allerheilig— Seele Jesus — 1— Christus niemals abgesondert ist, oder als ab— gesondere gedacht wird. Die Andacht zum gött: lichen Herzen Jesus ist vielmehr so zu verste— hen, daß wir nämlich unsere Ehrenbezeugun— gen dem ungetheilten, mit der göttlichen Per— son, der heiligsten Seele und dem Leibe Jesus Christus jederzeit vereinigten Herzen erweisen. Was immer daher in den Gebeten von dem heiligsten Herzen Jesus gesagt und gebetet wird, ist durchaus nur als von der göttlichen Person Jesus Christus im Allgemeinen und als von einem integrirenden Theil dieser göttlichen Person zu verstehen; fast in der nämlichen Art wie auch bei uns Menschen im gewöhnlichen Leben alles Gute oder Böse, was wir als Menschen wir— ken, figürlicherweise unserem Herzen zuge— schrieben wird— Deßgleichen ist auch Alles, was in den be— züglichen Anmuthungen und Gebeten von Schenkung, Verwechslung, Verän⸗ derung, Vereinigung der Herzen u. dgl. gesprochen wird, keineswegs wörtlich und leib— lich, sondern nur in geistiger und sittlicher Be— ziehung zu verstehen, nicht anders, als wie Gott selbst bei Ezechiel 36, 26, sagt:„Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleische hinwegneh— men und euch ein fleischenes Herz geben.“— So oft demnach gesagt wird, dieser oder jener Mensch hat das Herz Jesus für sein Herz em— pfangen, so versteht sich darunter offenbar nur die Aehnlichkeit oder Nachfolge des A— göttlichen Herzens, d. i. der himmlischen Voll— kommenheit Jesus Christus selbst. Ganz auf die— selbe Art ist auch die Vereinigung unseres Herzens mit dem Herzen Jesus zu neh⸗ men, nämlich geistigerweise als ein Aufgehen in der Göttlichkeit Jesus Christus durch die Liebe und Gleichförmigkeit mit dem göttlichen Willen. Wir fügen dieser gedrängten Darstellung über die Entstehung, Verbreitung und Zwecke der Andacht zum göttlichen Herzen Jesus, schließlich eine kurze Uebersicht der vorzüg— lichsten Ablässe bei, mit welchen die Verehrer derselben von den Päpsten seit den letzten Jahr— zehnten begünstiget wurden. Wer der nachfolgenden Ablässe, die vem Herz⸗-Jesus-Vereine verliehen sind, theilhaftig werden will, muß täglich 1 Vater unserr, 1Gegrüßet seist Du Maria und den Glauben mit dem Gebete:„Süßestes Herz Jesus, gewähre mir, daß ich Dich immer mehr liebe,“ andächtig beten. Vollkommene Ablässe. 1. Am Tage der Aufnahme. 2. Am Tage des heiligsten Her— zens Jesus. oder am nächst darauf folgenden Sonntage. 3. Am ersten Freitage oder am ersten Sonntage in jedem Monat. 4. Auch noch an einem beliebigen Tage in jedem Monat. 5. In der Todesstunde, wenn man dann wenigstens im Herzen den Namen Jesus anruft, im Fall man es mit dem Munde nicht thun könnte. Diese vollkomme⸗ nen Ablasse können die Vereinigten in jeder Kirche gewinnen. Ueberdieß können sie an folgenden Tagen einen völlkommenen Ablaß gewinnen, wenn sie die Kirche der Bruderschaft besuchen oder dafür ein anderes von ihrem Beichtvater anferlegtes Werk ver— richten, nämlich: 1 Zu Weihnachten, 2. Am Gründonnerstage, 3. Am Ostertage, 4. an Christus Himmelfahrt, 5. an Maria Em⸗ pfängniß, 6. an Maria Reinigung, 7. an Maria Verkündigung, 8. Marig Himmelfahrt, 9. an Maria Geburt, 10. am Feste des heil. Josef, 11. am Feste des heil. Johannes des Evangelisten, 12. am Feste des heil. Apostel Petrus uud Paulus, 13. am Feste des heil. Gregorius am 12. März, und am Armenseelentage; endlich sechs vollkommene Ablässe an den sechs Freitagen oder Sonntagen vor dem Feste des allerheiligsten Herzens Jesus. jen Voll⸗ auf die⸗ unseres zu neh⸗ Aufgehen die Liebe 1Willen. rstellung Zwecke Jesus, vorzüg⸗ Verehrer en Jahr— us-Vereine 1 Vater Glauben ir, daß ich ligsten Her— 3. Am ersten t. Auch noch Todesstunde, esus anruft, vollkomme— gewinnen. lkommenen aft besuchen es Werk ver⸗ donnerstage, Maria Em⸗ erkündigung, m Feste des vangelisten, 3. am Feste nseelentage; itagen oder zesüs. — 146— Unvollkommene Ablässe. Ablaß von 60 Tagen für jedes gute Werk, das man den Tag über verrichtet. Ablaß von 30 Jahren alle Dam der Osterwoche. Ablaß von 25 Jahren um n. msonntag. Ablaß von 10 Jahren alle Tage in der Fasten, alle Sonntage im Advent und alle Quatemhertage. Ablaß von 100 Tagen für Alle, die täglich Morgens, Mittags und Abends dreimal die Ehre sei Gott dem Vater ꝛc.“ beten, um der allerheiligsten Dreieinigkeit zu danken für alle Gnaden und Vor⸗ rechte, die der Mutter Gottes am Tage Ihrer Auffahrt in den Himmel verliehen worden sind; die dieses täglich thun, gewinnen überdieß noch jeden Monat an einem beliebigen Tage einen voll⸗ kommenen Ablaß. Alle diese Ablässe sind ewig dauernd und können auch den Ver⸗ storbenen bittweise zugewendet werden. Pius VII. 1. März 1801; 15. Mai 1816. Led XII. 21. Mai 1828. Gregorius XII. 1834. Die Vereinigten sollen auch wenigsten alle Monate für ein⸗ ander irgend ein Gebet aufopfern, wie auch für sie das heilige Meßopfer zu Rom in der Mutterkirche und sonst an verschiedenen Orten Gott dargebracht und gebetet wird. Alle diese angeführten Ablässe können auch den armen Seelen im Fegefeuer zugewendet werden. Ueberdieß wurde auch kraft eines der ge— nannten päpstlichen Rescripte den Mitgliedern des frommen Vereines zu ihrer Tröstung und Erleichterung die besondere Begünstigung zuge— standen, daß sie im Falle einer Krankheit oder sonstigen ohne ihr Verschulden eingetretenen Verhinderung am Besuche der Kirche, alle ge— nannten Ablässe auch zu Hause gewinnen kön⸗ nen, insoferne sie an den obenbesagten Tagen ein frommes von ihren Beichtvätern vorge— schriebenes Werk verrichten. Damit aber die Theilnahme an dieser An— dacht und ihren Vortheil für alle Christen er— — G— möglichet werde, bewilligte Papst Pius VII. mit Breve vom 15. Mai 1816 noch insbesondere, daß die Christgläubigen in allen Welttheilen, welche entweder wegen des Verbotes oder Nicht⸗ bestehens einer Bruderschaft oder im Bereiche ihres Aufenthalts, oder durch andere Ursachen an der Einverleibung in selbe verhindert sind, gleichwohl aller Ablässe und sonstigen Vortheile des Vereines theilhaftig werden können, wenn sie nur die mehrerwähnten Andachtsübungen und guten Werke vollkommen erfüllen. Schließlich hat auch noch Papst Leo XII. mittelst Rescriptes vom 21. Mai 1828 auf ewige Zeiten einen Ablaß von 7 Jahren und 7 Quarantenen für jeden Tag, jenen Mit— gliedern des frommen Vereines verliehen, welche vor dem heiligen Herz Jesus⸗Feste eine dreitägige Andacht verrichten; welcher Ablaß gleichfalls den Seelen im Fegefeuer zugewendet werden darf. Zum Schlusse müssen wir noch des Ver— eines zur ewigen Verehrung des Herzens Jesus Erwähnung thun, welche die immerwährende, ununterbroche⸗ ne Verehrung dieses heiligsten Herzens be— zwecket, das ist nämlich, damit täglich und ohne Unterlaß Jemand sei, der es verehre, preise und anbete. Es steht jedem Vereinsmit⸗ gliede frei, sich auch diesem besonderen Vereine anzuschließen und zu diesem Behufe sich einen oder mehrere Tage des Jahres auszuwählen, welche der? acht das pfan nisse dase Sr. die?! des gefer eine in v im 6 ge S sende sonst zu er zur diens verli brua Ande men Fege vergi deine 18 VII. mit besondere, zelttheilen, der Nicht⸗ Bereiche Ursachen üdert sind, Vortheile nen, wenn tsübungen n. t Leo XII. 1828 auf ahren und enen Mit— hen, welche dreitägige gleichfalls het werden des Ver⸗ ung des in, welche rbroche— herzens be— äglich und s verehre, zereinsmit— en Vereine ʒeinen oder len, welche der Verehrung des heiligen Herzens unter Beob— achtung folgender vier Puncte zu widmen sind: 1) Eine reumüthige Beicht abzulegen und das allerheiligste Sacrament des Altares zu em— pfangen. 2) Eine Kirche, besonders mit einem Bild— nisse des heiligen Herzens Jesus zu besuchen und daselbst eine geraume Zeit, auf die Meinung Sr. Heiligkeit, für alle Stände der Kirche, um die Bekehrung der Sünder, für die Mitglieder des Vereines und für die armen Seelen im Fe— gefeuer zu beten. 3) An den genanntenTagen wenigstens durch eine Stunde, entweder ohne Unterbrechung oder in verschiedenen Zeitabschnitten, mündlich oder im Geiste eifrig zu beten und nebstbei auch eini— ge Schußgebetlein zum heiligen Herzen Jesus abzu— senden; endlich 4) die bei der heiligen Taufe und sonstens gemachten Gelübde und guten Vorsätze zu erneuern. Um die frommen Mitglieder des Vereins zur Abhaltung dieser vortrefflichen und ver— dienstlichen Uebungen noch mehr anzueifern, verlieh Papst Leo XII. mit Decret vom 18. Fe— bruar 1826, für alle Tage, an denen man diese Andachtsübungen vollzieht, einen vollkom⸗ menen Ablaß, welcher auch den Seelen im Fegefeuer zuwendbar ist. So ehre und liebe denn dieses Herz und vergiß nicht der zahllosen Seufzer, die Es um deinetwillen ausgestoßen! Aber liebe das lie— * Har IN ö N I s ——3— bende Herz Jesus nicht bloß mit eitlen Worten, mit der Zunge, sondern auch tief im Geiste und in der Wahrheit, liebe es vom Herzen und in der That.— Auf eine würdige Weise wirst du das göttliche Herz Jesus verehren, wenn deine Andacht auch gedeihliche Früchte des Lebens bringt, wenn du von diesem unschuldigsten Her zen erlernen wirst, sanftmüthig und vom Herzen demüthig zu sein; wenn du, umgewandelt in einen neuen Menschen, die Trübsale dieser irdi⸗ schen Tage mit Geduld erträgst, und mit voll⸗ kommener Ergebung in den Willen Gottes die Ruhe suchest, welche dir die Barmherzigkeit des Herrn nicht versagen wird. Bist du ernstlich entschlossen, den Herzens— wünschen deines Heilandes zu entsprechen, und verlangst du eine zarte Andacht zu dem göttlichen Herzen Jesus dir eigen zu machen, so ziehe dich mit Abscheu vor jeder Sünde zurück, arbeite nach dei⸗ nen Kräften entgegen den rastlosen Versuchern zur Sünde, als da sind: deine verstockte Eigen⸗ liebe, deine Hoffahrt, deine Lauigkeit, deine Trägheit; beeile dich, diesen unaufhörlichen Feinden auf dem Wege zur Vollkommenheit die wirksamsten Waffen der Selbstverläugnung, Abtödtung und Beharrlichkeit im Gebete entge⸗ gen zu kehren. Darum, o christliche Seele, vor Allem lese, bete und arbeite.„Betet ohne Unterlaß!“ Bete zu dem anbetungswürdigsten Herzen deines Herrn und Heilands Jesus Christus, der beson⸗ ders J welche ehren! nigen, ren, a mit de nützlick reiche „daß! du in weil d Hilfe; zen de hinter so wir betrüg Alle d diese 2 Herzen heit ur gen un selben einer die Sů läßt, o und we das Be res Leb itlen Worten, im Geiste und Herzen und in Weise wirst du n, wenn deine e des Lebens juldigsten Her⸗ id vom Herzen mgewandelt in ale dieser irdi⸗ und mit voll⸗ len Gottes die mherzigkeit des „den Herzens-⸗ itsprechen, und dem göttlichen so ziehe dich mit irbeite nach dei⸗ sen Versuchern erstockte Eigen⸗ auigkeit, deine unaufhörlichen kommenheit die stverläugnung, 1 Gebete entge— vor Allem lese, interlaß!“ Bete Herzen deines stus, der beson⸗ ders Jene mit Gnadenbezeugungen überschüttet, welche Sein liebeglühendes Herz liebeu und ver⸗ ehren! Der liebevolle Heiland werd alle Dieje⸗ nigen, welche Sein allerheiligstes Herz vereh— ren, aus der Fülle Seines göttlichen Herzens mit den reichsten Gnaͤden überhäufen.—„Sehr nützlich und andächtig ist es,“ ruft der geist— reiche und selige Joh. Landsberg Jedem zu, ⁵daß du das Herz Jesus verehrest; dahin sollst du in allen Nöthen deine Zuflucht nehmen, weil du auch von dort allein allen Trost und alle Hilfe zu erwarten hast: denn, wenn alle Her⸗ zen der ganzen Welt dich verlassen, dich sogar hinter das Licht führen und betrügen sollten; so wird dieses allergetreueste Herz dich weder betrügen noch verlassen.“—— O! daß doch Alle diesem heilsamen Rathe folgten; durch diese Andacht werden wir mit diesem heiligsten Herzen immer vertrauter, von Dessen Schön— heit und Liebenswürdigkeit immer mehr angezo— gen und zur Nachahmung der Tugenden Des selben angeeifert werden. „Ich weiß nicht,“ ruft uns die heilige Mar⸗— garetha Alacoque zu,„ob eine einzige Andacht zu finden ist, welche die Seele in kurzer Zeit zu einer so großen Heiligkeit erhebt, und sie alle die Süßigkeit des Geistes so häufig genießen läßt, als die Andacht zu dem Herzen Jesus— und welchen Trost wird uns erst beim Sterben das Bewußtsein geben, daß wir während unse— res Lebens das heiligste Herz Desjenigen bestän⸗ 2 — 18— dig verehrt haben, Der uns richten wird! Un⸗ zählige Male wirst du, ochristliche Seele! wäh— rend deines irdischen Daseins dich bei der Uebung dieser Andacht von den süßesten Tröstungen und Freuden überströmt fühlen; aber am mächtigsten wird dieses göttliche Herz dein armes Herz stär— ken und erquicken, wenn es dermal einst in Liebe brechen und dahinscheiden wird! O Jesus! mein Herz und meine Liebe! O Liebe! Liebe! Liebe! entflamme mein Herz und meine Seele, um nur in Liebe zu Dir zu athmen, zu leben und selig zu scheiden!„Je— sus Christus! Der gestern war, ist noch heute Derselbe, und wird es sein in Ewigkeit! Amen.“ Hebr. 13, 8. Aufmunterung zum Gebete. Schwinget euch mit Herz und Seele Auf zum Schöpfer im Gebet! Preiset Ihn mit frommer Seele, Der Sich zeigt voll Majestät, Und Der, überall zugegen, Wahrnimmt was man thut und denkt, Jede Handlung pflegt zu wägen, Und der Menschen Schicksal lenkt! Schwingt euch empor!— Aus dem Staube Blicket nach des Himmels Höh'n! Voll Vertrauen sei der Glaube Im Gebet zum Ewigen! Hilfe kann nur Er gewähren, Sind von Leiden wir gepreßt; Er nur kann uns Trost bescheren, Wenn uns alle Welt verläßt. 2 den 2 kleidet, den; d lich, u J und al ein in Herzen Kreuze allerhe Liebe aller 2 Theiln Ablässi aller! vorzüg leibt g E bevolle für m für m richten wird! Un⸗ istliche Seele! wäh— dich bei der Uebung ten Tröstungen und aber am mächtigsten in armes Herz stär— ermal einst in Liebe vird! und meine Liebe! flamme mein Herz in Liebe zu Dir zu zu scheiden!„Je⸗ war, ist noch heute 1 Ewigkeit! Amen.“ n Gebete. z und Seele Gebet! r Seele, 3. shut und denkt wägen, hicksal lenkt! — Aus dem Staube iels Höh'n! Hlaube n hren, gepreßt; bescheren, Herläßt. Er kann uns in allen Nöthen (Und wie groß ist ihre Zahl), Rathen, stärken, schützen, retten Hier in diesem Jammerthal; D'rum, so betet fest im Glauben, Haltet euch an Gott allein, Lußt euch nie die Hoffnung rauben; Er wird unser Vater sein! Vereinsgebet. Verleihe uns, Herr Jesus! daß wir mit den Tugenden Deines heiligsten Herzens be— kleidet, und durch Seine Liebe entflammet wer⸗ den; damit wir dem Vorbilde Deiner Güte ähn⸗ lich, und Deiner Erlösung würdig werden. Im Namen der allerheiligsten Dreieinigkeit und aller Engel und Heiligen, schließe ich mich ein in die fromme Vereinigung des göttlichen Herzens Jesus, aus Liebe meines für mich am Kreuze verstorbenen Heilandes und Seines im allerheiligsten Altarssacramente gegenwärtigen, Liebe brennenden Herzens, zur Genugthuung aller Demselben zugefügten Beleidigungen, zur Theilnahme aller dieser Vereinigung ertheilten Ablässe und geistigen Gnaden, und zur Hilfe aller der leidenden Seelen im Fegefeuer, und vorzüglich jener, welche diesem Vereine einver⸗— leibt gewesen sind. Schließe mich, o mein Jesus! in dein lie⸗ bevolles offenes Herz, das einst all' Sein Blut für mich auf Erden vergossen hat, nun aber für mich ewig in dem Himmel lebt. In dieses 2* — 0— Dein liebebrennendes Herz verschließe mich, da⸗ mit auch mein Herz in Liebe zu Dir entbrenne, und daß ich diese meine Liebe gegen Dich durch treue Haltung Deiner Gebote, durch genaue Erfüllung meiner Standespflichten und durch vollkommene Ergebung in den göttlichen Willen bis in den Tod getreu bezeuge, und einst mit Deinem göttlichen Herzen im Himmel vereinigt, Dich in alle Ewigkeit liebe, lobe und preise. Amen. Aufopferung. (Der Aufopferung, vor einem Bilde des Herzens Jesus mit wahrer Reue gebetet, wird ein Ablaß von 100 Tagen verliehen, und wenn es einen ganzen Monat täglich verrichtet wirv, kann man an einem beliebigen Tage nach Beicht und Communion einen vollkommenen Ablaß gewinnen. Hlsk.) O mein liebenswürdigster Jesus, aus Dank— barkeit für Deine so vielfältigen Gnaden, und zum Ersatze für meine so häufige Untreue schenke ich Dir mein Herz und weihe mich ganz Dei— nem Dienste, mit Deiner Gnade nehme ich mir auch ernstlich vor, Dich nicht mehr zu belei— digen. Amen. Den obigen Ablaß erlanget auch, wer täͤglich betet: „Gelobt und gebenedeit sei ohne End', Das allerheiligste und göttliche Sacrament.“ (Pius VI. am 24. Mai 1776.) ——q———99—— für d (Auf das gebetet, De schaft u S. schehe! Un ter un L Damit werde 2 Gnade nach d dung herschließe mich, da⸗ zu Dir entbrenne, Liebe gegen Dich ier Gebote, durch tandespflichten und ig in den göttlichen etreu bezeuge, und Herzen im Himmel keit liebe, lobe und es Herzens Jesus mit wahrer Tagen verliehen, und wenn tet wird, kann man an einem nunion einen vollkommenen er Jesus, aus Dank⸗ tigen Gnaden, und üfige Untreue schenke ihe mich ganz Dei— nade nehme ich mir icht mehr zu belei— ver täglich betet: ohne End', iche Sacrament.“ I. am 24. Mai 1776.) Verschiedene tägliche Gebete für den Morgen, Mittag und Abend. —— Der Engel des Herrn. (Auf das jedesmalige Gebet, kniend und in reuiger Stimmung gebetet, ein Ablaß von 100 Tagen, Einmal im Monate vollkom⸗ mener Ablaß.— Benediet XIII, XIV.) Der Engel des Herrn brachte Maria die Bot— schaft und Sie empfing vom heiligen Geiste. Gegrüßet seist Du, Maria! ze. Siehe, Ich bin eine Magd des Herrn; Mir ge— schehe nach Deinem Worte. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat un— ter uns gewohnt. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin! Damit wir der Verheißungen Christus theilhaftig werden. Wir bitten Dich, o Herr! gieße Deine Gnade unseren Herzen ein, damit wir, die wir nach der Botschaft des Engels die Menschwer— dung Deines Sohnes Jesus Christus erkannt 2** — 2— haben, durch Sein Leiden und Kreuz zur Herr⸗ lichkeit der Auferstehung geführet werden. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Regina coeli laetare. (Vom Osterabende bis zum Sonnabende vor dem Feste der hei⸗ ligsten Dreieinigkeit betet man stehend, statt: Der Engel des Herrn, folgende Antiphone, 100 Tage Ablaß. Einmal im Monate vollkom⸗ menen Ablaß. Benedict XII. und XIV. Hlsk.) Himmelskönigin, erfreue Dich, Alleluja! Der Herr, Den Du geboren, Alleluja! Ist auferstanden von den Todten, Alleluja! Bitte immer für uns. Alleluja! Freue Dich und frohlocke, o Jungfrau Ma⸗ ria, Alleluja! Denn auferstanden ist der Herr wahrhaft. Alleluja! O Gott, Welcher Du durch die Aufer⸗ stehung Deines Sohnes, unsers Herrn Jesus Christus, die Welt zu erfreuen Dich gewür⸗ diget hast: verleihe gnädig, daß wir durch Seine Gebärerin, die heilige Fungfrau Maria, die Freuden des ewigen Lebens erlangen. Amen. Erfreue Dich, o Himmelskönigin!— O hohe Mittlerin!— Gestillt ist Dein Sehnen,— Getrock— net die Thränen:— Dein Sohn ist erstanden.— Aus finsteren Banden!— Chor: Dem starken Löwen Preis und Sieg! Allelluja! D Bei T Sieg 19 ria, fre Glaube Er gef N Im en Unstert Die H E süßer ist Er göttlick Au3 ligt en Klare! Krone H1— Dich, Gnadꝰ' ewig z Erheb tiefste Liebet Herze flehe Kreuz zur Herr⸗ et werden. Durch deinen Sohn, Der zott von Ewigkeit otare. de vor dem Feste der hei⸗ t: Der Engel des Herrn, Kt. im Monate vollkom⸗ Ask.) h, Alleluja! Alleluja! dten, Alleluja! ja! o Jungfrau Ma⸗ nden ist der Herr durch die Aufer⸗ sers Herrn Jesus euen Dich gewür⸗ aß wir durch Seine gfrau Maria, die rlangen. Amen. königin!— O hohe Sehnen,— Getrock⸗ mist erstanden.— Aus Dem starken Löwen — 288— Der Engel Schaar mit Jubel schwebet hin— Bei Tages Anbeginn.— Allelluja! Allelluja!— Der Sieg ist errungen.— Der Tod ist bezwungen! ꝛc. Der Engel Chor mir Jubel grüßet Dich,— Ma⸗ ria, freue Dich!— Die Welt ist versöhnet.— Dein Glaube gekrönet;— Das Werk ist vollendet,— Wozu Er gesendet. ꝛc. Nun siehst Du Ihn in neuer Herrlichkeit,— Im ew'gen Frühlingskleid,— Vom Vater geehret,— Unsterblich verkläret,— Mit strahlenden Wunden,— Die Heil uns gefunden. ꝛc. Er grüßet Dich mit holder Freundlichkeit,—Mit süßer Zärtlichkeit.—O Mutter voll Treue!— Dein ist Er auf's neue— In Hoheit und Würde,— In göttlicher Zierde! dc. Zu Sich empor hat Er erhoben Dich,— Bese— ligt ewiglich.— Regina laetare!— Du Hohe und Klare!— Dir gab Er zum Lohne— Die himmlische Krone ꝛc. Zu Sich empor will Er uns Alle zieh'n— Durch Dich, o Mittlerin!— Lenk' unsere Schritte— Und Gnad' uns erbitte,— Um zu Ihm erhoben— Ihn ewig zu loben ꝛc. Erhebung des Geistes zu dem göttlichen Herzen Jesus. Liebreichster Erlöser, Jesus Christus! In tiefster Ehrfurcht und Vertrauen sende ich diese Liebesacte des Tages aus der Tiefe meines Herzens zu Dir in den Himmel empor; und flehe aus innigster Kraft, daß Du der Gnade — 24— mich würdigen wollest, heute alle meine Werke durch Dich Selbst in mir zu wirken; sie in Dei⸗ nem süßesten Herzen zu reinigen und, mit Dei⸗ nen heiligen Werken vereint, Gott dem Vater zum ewigen Lobopfer darzubringen, auf daß sie Seiner göttlichen Majestät wohlgefallen. Ich bete Dich an, lobe und begrüße Dich, o süßestes Herz Jesus, Du honigfließender Gna⸗ denquell, aus dem alles Gute und alle Lieblich⸗ keit im Himmel und auf Erden fließt. Aus allen Kräften meines Herzens danke ich Dir, daß Du diese Nacht mich so liebevoll bewahret und anstatt meiner Gott den Vater gelobt, ge— ehrt und Ihm Danksagungen dargebracht hast! O Jesus, meine Liebe! Dir bringe ich mein un⸗ würdiges Herz zur Morgengabe und empfehle, versenke und verschließe dasselbe in Dein sü⸗ ßestes Herz, auf daß Du an diesem Tage vor allem Bösen es bewahrest, Deine göttliche Gnade ihm einflößen und es mit Deiner göttlichen Liebe entzünden wollest, daß es von Tag zu Tag Dich flammender liebe. Amen. 1 Vater unser 7c., Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. und 1 Glauben. „O göttliches Herz Jesus, Du brennst aus Liebe zu mir; Entzünde auch mein Herz mit einer größeren Liebe zu Dir.“ Anbett Er we tiefstet Herzei nes E sentlic ewiger ten in und en bist. 3 Du m opfere Verdie thun 1 Worte nem g ligsten und V und h Herz! Dir te lung i die ar den 6 alle meine Werke rken; sie in Dei⸗ en und, mit Dei⸗ Gott dem Vater igen, auf daß sie ohlgefallen. nd begrüße Dich, igfließender Gna⸗ und alle Lieblich⸗ n fließt. Aus allen ake ich Dir, daß zoll bewahret und ater gelobt, ge— dargebracht hast! inge ich mein un⸗ übe und empfehle, zselbe in Dein sü— diesem Tage vor ne göttliche Gnade ner göttlichen Liebe Tag zu Tag Dich Raria ꝛc. und 1 Glauben. Du brennst aus zu mir; mit einer größeren zu Dir.“ — 25— Anbetung, Dank, Aufopferung und gute Meinung. Im Namen Gott des Vaters, und des Soh⸗ nes r, und des heiligen Geistes J. Amen. Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Heerscharen, die ganze Erde ist Seiner Herrlichkeit voll. Die Ehre sei Gott dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, als Er war im Anfange jetzt und in Ewigkeit. In tiefster Ehrfurcht und Unterwürfigkeit meines Herzens bete ich Dich an, o heiligstes Herz mei— nes Erlösers, das Du dem ewigen Worte we— sentlich und unauflöslich vereint, alle Seine ewigen und unaussprechlichen Vollkommenhei— ten in Dir erfassest, und dadurch selbst die Liebe und ewige Wonne der allerheiligsten Dreieinigkeit bist. Ich danke Dir von ganzem Herzen, daß Du mich diese Nacht so gütig behütet hast. Ich opfere Dir in Vereinigung Deiner Leiden und Verdienste Alles auf, was ich heute denken, reden, thun und leiden werde; alle meine Gedanken, Worte, Handlungen und Leiden sollen zu Dei— nem größeren Wohlgefallen, nach Deinem hei— ligsten Willen eingerichtet sein; Deiner Ehre und Verherrlichung weihe ich Alles, was ich bin und habe, für nun und immer! O gütigstes Herz! nimm gnädig die Meinung auf, die ich Dir täglich wiederhole, und um deren Erfül— lung ich Dich bitte: aller Ablässe für mich und die armen Seelen theilhaft zu werden, die an den Gebeten und gottseligen Werken haften, * WHWII — 26— welche ich diesen Tag hindurch mit Deiner Gnade verrichten werde. Heiligste Jungfrau Maria! segne und be⸗ schütze mich; hilf mir jede Sünde und alle Ge⸗ legenheiten zu derselben sorgfältig vermeiden, laß' mich von Jesus, Deinem Sohne, nicht ge⸗ trennt werden. Ihr, meine heiligen Schutzengel und Schutz⸗ patronen! bittet Gott für mich und stehet mir bei. Und du„Engel Gottes, mein Beschützer! dem mich die ewige Liebe empfohlen, erleuchte, beschütze, regiere und leite mich.“ Amen. Begrüßung der seligsten Jungfrau Maria. Gegrüßet seist Du, Maria, in jener Ver⸗ ehrung, mit welcher der ewige Vater durch je⸗ nes Ave Dich begrüßte und durch Seine All- macht vor allem Wehe bewahrte! Gegrüßet seist Du, Maria, in jener Liebe, kraft welcher der Sohn Gottes, durch Seine Weisheit Dich er⸗ leuchtet und zur Königin des Himmels und der Erde erhoben! Gegrüßet seist Du, Maria, in jener Süßigkeit des heiligen Geistes, mit wel⸗ cher Er Dein Herz in solcher Fülle durchströmte, daß Jeder Gnade findet, der sie durch Dich sucht! In Ehrfurcht erinnere ich Dich, liebe Mutter, an das wunderbare Geheimniß, das die ganze heilige Dreieinigkeit in Dir wirkte, als die göttliche Natur mit der Substanz Deines Flei⸗ sches dergestalt zu Einer Person sich vereinigte: daß Gott Mensch geworden; wobei Du von H-0ʃ. Glestei unaus dest, d erfasse Himm schen 1 und di alle A Ewigk 5 Dreiei Gott e und z Kräfte alle m all' m Hände allen e Deiner heiligst Uebel, lungen aller s mich ferne! hinwe erspric meiner ein H Dich mit Deiner Gnade a! segne und be⸗ ünde und alle Ge⸗ fältig vermeiden, Sohne, nicht ge⸗ zengel und Schutz⸗ ch und stehet mir mein Beschützer! ofohlen, erleuchte, ich.“ Amen. ingfrau Maria. ria, in jener Ver⸗ ge Vater durch je— durch Seine All⸗ te! Gegrüßet seist kraft welcher der Weisheit Dich er— Himmels und der st Du, Maria, in Geistes, mit wel⸗ Fülle durchströmte, rsie durch Dich de ich Dich, liebe Heheimniß, das die Dir wirkte, als die stanz Deines Flei— son sich vereinigte: ; wobei Du von — 272— unaussprechlicher Lieblichkeit durchdrungen wur⸗ dest, daß kein Sterblicher es vermag, solche zu erfassen. Deßhalb erstaunt und preiset Dich Himmel und Erde, die Du über alle himmli⸗ schen und irdischen Geschöpfe erhoben wurdest; und die gesegnete Frucht Deines Leibes, welche alle Auserwählte belebt, heiliget und segnet in Ewigkeit. Amen. Bitte um die göttliche Gnade. Herr, allmächtiger Gott, Du einziger und Dreieiniger, Der Du vor allen Dingen warst, Gott gepriesen in Ewigkeit: ich empfehle heute und zu jederzeit meine Seele mit allen ihren Kräften, meinen Leib mit allen seinen Sinnen: alle meine Gedanken, Empfindungen und Werke, all' mein Inneres und Aeußerliches, in die Hände Deiner Macht; auf daß Du solche zu allen Stunden des Tages und der Nacht unter Deinem heilgen Schutze bewahrest. Erhöre mich, heiligste Dreieinigkeit, und behüte mich vor allem Uebel, vor aller Sünde; vor allen Nachstel⸗ lungen und Anfechtungen des bösen Geistes und aller sichtbaren und unsichtbaren Feinde. Lehre mich heute Deinen heiligen Willen thun; ent⸗ ferne von mir, was Du an mir haßest; nimm hinweg, was da schadet, und verleihe mir, was ersprießlich ist! Schone heute und immerdar meiner; erbarme Dich meiner Feinde; gib mir ein Herz, das Dich fürchte, einen Sinn, der Dich liebe; ein Erkenntnißvermögen, das Dich — 28— verstehe. Verleihe mir, zwischen Gutem und Bösem recht zu unterscheiden; und behüte mich vor allem Uebel des Leibes und der Seele; Der Du heilig und lobwürdig bist in Ewigkeit. Amen. Aufopferung in den göttlichen Willen. Liebreichster Gott, ich erkenne vor Dir, daß ich in aller Hinsicht Dein eigen bin; da Du mich erschaffen, und durch das kostbare Blut Jesus Christus, Deines eingebornen Sohnes, erkauft hast. Was immer ich bin und habe, das opfere, weihe und übergebe ich Dir ganz und von ganzem Herzen, durch die Kraft und die Wir— kung des süßesten Herzens Jesus, auf so voll— kommene Weise, als ich erkenne, daß Deine göttliche Majestät dessen würdig ist, Der ich aus allen Kräften zu dienen verpflichtet bin. In Vereinigung mit der Liebe, in welcher Du, o gütigster Jesus am Kreuze Deinen Geist in die Hände Deines Vaters empfohlen hast, empfehle ich Dir meine Seele und schließe sie ein in die heilige Wunde Deines liebreichen Her— zens, damit sie hier vor allen Nachstellungen des Feindes behütet bleibe. Ich opfere, unterwerfe und übergebe mich von dieser Stunde an in alle Ewigkeit Deinem göttlichen Willen, und verlange von Grund mei— nes Herzens über Alles, daß dieser allerheiligste und lobwürdigste Wille in mir, hinsichtlich mei⸗ ner, und durch mich, sowohl in geistigen als leiblich komme zen W fahrt Krank ist mei daß D Wille schöpfe mit H sonder S gabe i willige zu ein jenes Dir da desang terliche ganz 2 will, s. an, ur von D en Gutem und und behüte mich der Seele; Der Lwigkeit. Amen. jen Willen. ne vor Dir, daß en bin; da Du s kostbare Blut bornen Sohnes, nund habe, das Dir ganz und von ft und die Wir— 18, auf so voll⸗ une, daß Deine dig ist, Der ich »rpflichtet bin. iebe, in welcher uze Deinen Geist empfohlen hast, und schließe sie ĩ liebreichen Her— n Nachstellungen id übergebe mich Lwigkeit Deinem von Grund mei— eser allerheiligste hinsichtlich mei⸗ in geistigen als — 25— leiblichen Dingen, in Zeit und Ewigkeit voll⸗ kommen erfüllt werde. Dir stelle ich meinen gan⸗ zen Willen anheim, und begehre weder Wohl— fahrt noch Trübsal, weder Gesundheit noch Krankheit, weder Tod noch Leben; dieß allein ist mein höchstes Verlangen, dieß mein Wunsch: daß Dein wohlgefälligster und preiswürdigster Wille sowohl in mir als in allen Deinen Ge— schöpfen vollbracht werde. Deßhalb spreche ich mit Herzen und Mund:„Vater! nicht mein, sondern Dein Wille geschehe.“ So nimm denn diese meine gänzliche Ueber⸗ gabe in Deine Hände, und empfange dieß frei— willige Opfer meines eigenen Willens, den ich zu einem Brandopfer Dir weihe in Vereinigung jenes großen Opfers, das Dein göttlicher Sohn Dir darbrachte, als Er in Seiner schweren To— desangst zur getreuesten Erfüllung Deines vä— terlichen Willens sich erbot. Und da ich nun ganz Dein eigen bin und in Ewigkeit verbleiben will, so nimm mich barmherzig zu Deinem Kinde an, und verleihe mir, daß ich mich nicht mehr von Dir trenne. Amen. Der Segen und der Friede des Herrn. O Herr Jesus Christus, Wort Gottes, Sohn des Vaters, Der Du durch Dein heilbrin— gendes Leben und Leiden alle Banden unserer Sünden gebrochen hast, laß' das Licht Deiner Gnade über uns aufgehen, und nimm alle un— —————— —————— — 30— sere Sünden von uns hinweg! Denn Du bist der barmherzige und erbarmungsreiche Herr, unser Gott, fern von Zorn, reich an Barmher— zigkeit, und wahrhaft heilig und gerecht! Segne, Herr, Deine Kirche, die von Anbeginn war und bis an das Ende der Zeiten bestehen wird. Segne alle Völker, alle Stände und Gemein⸗ den! Sende den Frieden vom Himmel über un⸗ sere Seelen; gib uns den Frieden im Leben! Gib o Herr, den Frieden unserm Herrscher und sei⸗ nen Fürsten, Richtern und Unterthanen. O König des Friedens, schmücke uns mit jeder Art des Friedens, Der Du uns Alles gegeben hast! Erhalte uns, Herr, da wir außer Dir keinen Gott erkennen; sondern Deinen heiligen Namen anrufen; auf daß unsere Seelen in Deinem Geiste leben und nicht der Tod der Sünder über uns, Dein Volk herrsche. Durch unsern Herrn Jesus Christus Amen. Gruß: Gelobt sei Jesus Christus. (100 Tage Ablaß.) Wach' ich amMorgen auf So sag' ich gleich darauf: Älsdann zieh' ich mich an“ Und fang' zu beten an: Geh' ich zur Kirche hin'* Sprech' ich mit Herz und Sinn: Gott theilt in diesem Haus Der Gnaden Fülle aus: Ihm, meinem höchsten Gut* salt ich in Liebes⸗ gluth: De In Arbe Und was Und ist Mir Alle Bei Spe WennTr Und triff Ist mir d In Motl Bedrückt Wenn ich Nach jede Die schöt So sing' Nie wet Die Mac Die Finf Und bei d Mein H Ja, mein Ihr Men Singt K Es schal Denn Du bist ingsreiche Herr, ich an Barmher⸗ gerecht! Segne, ibeginn war und 1 bestehen wird. de und Gemein⸗ Himmel über un⸗ n im Leben! Gib herrscher und sei— Unterthanen. O uns mit jeder Art les gegeben hast! außer Dir keinen n heiligen Namen eelen in Deinem der Sünder über rch unsern Herrn s Christus. ich gleich darauf: ng' zu beten an: h' ich mit Herz id Sinn: er Gnaden Fülle 6: ng' ich in Liebes⸗ uth: De —— In Arbeit, Freud' und Leid Jetzt und in Cwigkeit: Und was mein Werk auch sei Mich stärkt das Wort dabei: Und ist es nun vollbracht,“ So wird der Schluß gemacht: Mir Alles wird gering Wenn ich von Herzen sing': Bei Speise und bei Trank*Ist dieß—— frommer Dank: Wenndraurigkeit mich plagt* So ruf' ich unverzagt: Und trifft ein Unglück mich Vertrauend bete ich: Ist mir die Welt erboßt“ So gibt das Lied mir Trost: In Noth und bitterm Schmerz* Sing' ich mit Mund und Herz: Bedrückt mich Sündenschuld“ Ruf'ich zu JesuHuld: Wenn ich gesündigt hab'* Bitt' ich mit Thränen ab: Nach jedem guten Werk* So dank' ich für die Stärk': Die schönsten Früchte bringt“ Das Herz, das freu— dig singt: So sing' ich früh und spät“ Bei Arbeit und Gebet: Nie wecket Ueberdruß* Der wundersüße Gruß: Die Macht der Hölle flieht Vor diesem süßen Lied: Die Finsterniß wird Lichtk Wenn fromm die Zunge spricht: Und bei des Tages Schluß Sei dieß der letzte Gruß: Mein Herz, das schlummernd wacht,* Es seufzt ö in stiller Macht: Ja, meine Seele spricht Noch, wenn das Herz schon bricht: Ihr Menschenkinder all'n Singt laut mit Jubelschall: Singt Himmel, Erd' und Meer* Und aller Him⸗ mel Heer: Es schalle weit und breit* In alle Ewigkeit: 19n h½½6HDsn4s 1 1 1951 32 Lob an Maria, die Himmelskönigin, vom heil. Casimir. Alle Tage,— Seele! sage— Lob der Himmels- königin:— All' Ihr Handeln,— Und ihr Wandeln — Ehre stets mit frommen Sinn! Staun' betrachtend,— Und hochachtend— Ueber Ihrer Hoheit Pracht,— Mutterwürde,— Jungfrau⸗ zierde— Ist es, was Sie glücklich macht. O verehre— Stets die Hehre,— Daß Sie Gnade dir erfleh'!— Auf dein Flehen— Wirst du sehen— Frei dich von der Sünde Weh'. Durch Sie haben— Himmelsgaben— Unser leeres Herz erfüllt.— Durch Sie funkeln— Hier im Dun⸗ feln— Gnaden uns stets hell und mild. Auf, o Seele!— Und erzaͤhle— Stets der Jung-— fraumutter Lob,— Die der Hölle— Finst'rer Schwelle — uUns durch Ihren Sohn enthob. Treulich spende— Ohne Ende—— Der Erhab'nen Hochgesang;— Deine Stimme— Preise, rühme— Ihre Huld mit lautem Klang! Frohen Schalles— Lobe Alles,— Was in mir ist, immer Sie;— Es verstumme— Ihrem Ruhme — Meine Zunge ewig nie. Such' wo immer,— Du siehst nimmer, Einen so beredten Mann,— Der nach Würde— Sie, die Zierde— Aller Engel, preisen kann. Preis', wer immer,— Sie, den Schimmer,— Der das Herz mit Freude ziert,— Keiner glaube, — Daß im Staube— Er Ihr Lob erreichen wird. Doch gedrungen,— Und gezwungen— Fühl' ich, Sie zu loben, mich;— Denn die Treuen,— Die Ihr weihen— Lob und Ehre, nützen sich. Wenn schon keine— Zung' die Reine— Je nach Würde preisen kann;— Ist doch jede— Seese blöde,— Die kein Loblied Ihr stimmt an. O! Ihr Leben— Ist gegeben Uns zum Licht im Pilgerland;— Falsche Lehren,— Die bethören, — Werden durch dieß Licht verbannt. Ihr sten schö und übt— Eve den hine — Und O ganzen? — Wie O besschwu uns und 3w unsern Alle,— Tus bild ein Jeglichet Sei ten Ede — Sich Aut ter Dav Allmacht Dor geziert, Dieser 3 „vom heil. Casimir. Lob der Himmels-— Und ihr Wandeln ochachtend— Ueber ürde,— Jungfrau⸗ ch macht. ö ehre,— Daß Sie Flehen— Wirst du e Weh'. zaben—Unser leeres ͤin— Hier im Dun⸗ d mild. — Stets der Jung— — Finst'rer Schwelle b. ĩde— Der Erhab'nen — Preise, rühme— es,— Was in mir 1e— Ihrem Ruhme hst nimmer,— Einen Würde— Sie, die ann. e, den Schimmer,— — Keiner glaube, ob erreichen wird. wungen— Fühl' ich, e Treuen,— Die Ihr sich. g' die Reine— Je st doch jede— Seele stimmt an. ben Uns zum Licht en,— Die bethören, hannt. Ihrer Sitte— Reinste Blüthe— Ist der Chri— sten schönstes Bild.— Was, die liebte,— Sprach und übte,— Ist mit süßer Huld erfüllt. Eva's Fallen— Hat uns allen— Edens Freu— den hingerafft;— Was sie raubte,— Hat, Die glaubte — Und gehorchte, uns verschafft. Evaͤ's wegen— Ward der Segen— Von uns Menschen abgewandt;— Durch Marien— Können ziehen— Wir hinauf in's Vaterland. Aus der Liebe— Reinstem Triebe— Rufe jeder Preis Ihr zu,— Nicht aufhören— Sie zu ehren— Sollst durch's ganze Leben du! „Jesus Willen— Zu erfüllen,— Werde mir durch Sie verlieh'n;— Daß voll Wonne— Zu dem Sohne — ich nach meinem Tod mög' zieh'n. O Du Zierde,— Glanz und Würde— Aus dem ganzen Frauenchor!— Auserwählte— Hochgestellte, — Wie ragst Du so sehr empor! O erhöre— Deiner Ehre— angestimmten Lie— besschwung;— Und erflehe— In der Höhe— Gnad' uns und Entsündigung! Zweig von Jesse— Freundlich flöße— Hoffnung unsern Herzen ein!— Gottes Halle,— Licht für Alle,— Laß' uns nicht im Finstern sein! Tugendlade,— Voll der Gnade,— Uns zum Vor⸗ bild eingeweiht: Gottes Tempel— und Erempel— Jeglicher Gerechtigkeit! Sei gegrüßet,— Die aufschließet— Uns Bedräng⸗ ten Edens Thor;— Ungebeugte!— Niemals neigte — Sich der alten Schlang' Dein Ohr. Ausgeschmückte,— Hochbeglückte— Königstoch— ter Davids! Dich— Hat erlesen— Aller Wesen— Allmachtvoller Schöpfer Sich. „Dornenlose— Himmelsrose,— Lilie, Perle, schön geziert,— Die zum Himmel— Vom Getümmel— Dieser Welt die Keuschen führt: h M II* Mudt — 34— Ordne jede— That und Rede— Nach der Tu⸗ gend Richtschnur an;— Daß ich Deine— Würde, Reine!— Wie sich's ziemet, preisen kann. Holde Schöne!— O wie sehne— Ich nach Kraft mich! Gib mir sie,— Daß geziemend— Ich Dich rühmend— Stets von Deinem Lob entglüh'. Zwar bedecket— Und beflecket— Ist mit Sünde meine Zung';— Doch zu sagen— Muß ich wagen — Deiner Ehre Huldigung. Wie Du Reine,— So ist keine,— Alles Lobs und Ruhmes werth;— Uns'rer Seele— Heilesquelle — Ward durch Dich ja uns beschert. Du gebarest,— Doch Du warest— Selbst als Mutter, Jungfrau noch;— Holde Mutter!— Voll von guter— Frucht, schmückt Dich die Blüthe doch. O Du Treue!— Uns erfreue— Deiner Blüthe süßer Duft;— Bis vom Leiden— Zu den Freuden — Deine Frucht, Dein Sohn, uns ruft. Nicht bedecken— Sündenflecken— Deinen engel⸗— reinen Geist;— Mach', das fröhlich,— Dir gefällig, — Unsere Seele rein Dich preiset. Hochbeglückte!— Durch Dich schickte— Gott uns neuer Freuden Flor;— Wie wir hoffen,— Stehet offen— Uns durch Dich des Himmels Thor. O wie glänzet,— Freud' umkränzet,— Diese Welt durch Dich erneu't!— Von den alten— Trug⸗ gestalten— Hat Dein Jesus sie befreit. Sieh! die Großen— Sind Genossen,— Wie Du sangst, der Dürft'gen itzt;— Doch die vielen— Ar⸗ men stillen— Ihren Durst, durch Dich beschützt. Aus der Sünden— Grausen Schlünden— Führet Deine Mutterhand!— Und die Lehren,— Die ver⸗ kehren,— Werden durch Dich abgewandt. Eitelkeiten,— Die hingleiten,— Lehrt Dein Beispiel uns verschmäh'n,— Gott sich eignen,— Sich verläugnen,— Und der Sünde widersteh'n, Aus zu Gott Um des Du der ganz Uns zur Uny zum Hei — Der R Uebe des Fein Sündern Ihm Dich zur derben— Keu Nüchtern stile— heit weih Jesu Deinen K — Ihn Klug Einfalt s. geduldig „ Mei heit Sche erfassend — Nach der Tu⸗ Deine— Würde, en kann. ie— Ich nach Kraft mend— Ich Dich b entglüh'. — Ist mit Sünde — Muß ich wagen ine,— Alles Lobs eele— Heilesquelle ert. arest— Selbst als de Mutter!— Voll h die Blüthe doch. — Deiner Blüthe — Zu den Freuden ruft. en— Deinen engel⸗ lich,— Dir gefällig, ch schickte— Gott vir hoffen,— Stehet umels Thor. mkränzet,— Diese den alten— Trug⸗ efreit. enossen,— Wie Du ch die vielen— Ar⸗ Dich beschützt. Schlünden— Führet Lehren,— Die ver— zewandt. ten,— Lehrt Dein t sich eignen,— Sich vidersteh'n. — 3385— Aus der Liebe— Reinem Triebe— Seinen Geist zu Gott erhöh'n;— Sich bekriegen— Und besiegen, Um des Himmels Lohn zu seh'n. Du, o Keusche!— Trugst im Fleische— Gott der ganzen Welt zum Glück;— Führtest, Hehre!— Uns zur Ehre,— Die verloren war, zurück. Unversehrte!— Die der Erde— Gottes Sohn zum Heil gebar,— Der das Leben— Uns gegeben — Der da sein wird,‚, ist, und war. Ueberwunden— und gebunden— Ist durch Dich des Feindes Macht;— Adamskinder,— Ach! uns Sündern— Hast Errettung Du gebracht. Ihm, der Heere— Gott, sei Ehre— Der durch Dich zur Erde kam;— Dessen Sterben— Das Ver⸗ derben— Von den Menschenkindern nahm. Trostesquelle— Jeder Seele,— Die der Hoff— nung Strahl verliert!— Ach! beschütze— Uns vom Blitze,— Der die Sünder treffen wird. O erbitte— Du, voll Güte,— Mir des Him⸗ mels Seligkeit;— Daß die Seele— Von der Hölle — nach dem Tode bleib' befreit. Sieh' mein Sehnen,— Hör' mein Stöhnen— Heile meine Wunden Du!— Ström' mir Armen, — Voll Erbarmen,— Deines Sohnes Gnade zu! Keusch und gütig,— Fromm, sanftmüthig,— Nüchtern, liebvoll möcht' ich sein;— Sanft und stille— Möcht' mein Wille— Sich nur Gott in Wahr⸗ heit weih'n. „Jesus Lehre— Stärke, nähre.— Reif erwogen, Deinen Knecht.— Beten, Wachen,— Mögen machen — Ihn vor Gottes Aug' gerecht. Klug, bescheiden,— Froh im Leiden— Und voll Einfalt sei mein Sinn;— Rein, unschuldig„— Und geduldig— Holde Demuth schmücke ihn. Mein Gewissen— Sei befliessen— In der Wahr— heit Schooß zu ruh'n;— Sünden hassend,— Gott erfassend— Will ich immer Gutes thun. I n N Wt I — 666— Unterstütze— Und beschütze— Mutter! treu die Christenheit;— Gib uns Frieden— Stets hiernieden — Vor dem Feinde, der uns dräut. Du, der hehre— Stern am Meere— Dieses Lebens, holdes Licht!— Alle Sterne— Nah' und serne— Gleichen Deinem Glanze nicht. Deine Güte— Und Fürbitte— Unterstütze unser Fleh'n:— Was beschweret,— Und verkehret,— Mög' durch Bich vorübergeh'n. O erfreue— Dich, Du Treue!— Die Du Got⸗ tes Mutter bist;— Uns umfingen— Satans Schlin⸗ gen,— Du zerstörtest seine List. Unversehrte!— O wie ehrte— Gott Dich, Der den Sohn Dir gab!— Deine Bürde— Nahm die Würde— Deiner Keuschheit Dir nicht ab. Auch gebärend— Hat fortwährend— Dich ge⸗ schmückt die Jungfrauschaft;— Du umhülltest,— Pflegtest, stilltest,— Die Dich schuf, der Allmacht Kraft. O empfehle— Meine Seele— Deinem Sohne, meinem Gott!— Daß ich siege— In dem Kriege,— Der mich von der Welt bedroht. Hilf im Streite,— Und bereite— Schutz mir wi⸗ der Leidenschaft!— Wider Sünden— Laß' mich finden — Festen Sinn, voll Gotteskraft! Nie umstricke, nie berücke— Mich der Welt Be⸗ gierlichkeit,—Welche Denen,— Die ihr fröhnen,— Blindheit und Verstockung dräut. Nie bethöre— Eitle Ehre,— Hochmuth oder Zorn mein Herz,— Den sie geben— Uns im Leben — Nur zu oft den herbsten Schmerz. Fleh' am Throne— Bei dem Sohne,— Daß Er Gnade mir verleih';— Daß die Hölle— In die Seele— Nicht des Unkrauts Samen streu'. uUnterstützet— Und beschützet— Mögen durch Dich Alle sein,— Die mit treuer— Liebe Feuer—-Immer Deinem Dienst' sich weih'n. Anrufung leib Kon Deiner C Feuer D und sie w wirst das O bigen du stes belel das, was Seines 2 Herr wird Dei mein Her den Gede entflamm würdig 1 Angesicht werden Christus, regieret i von Ewi Hert jener gött auf Erde lichet haf O C eile mir z dem Sol Herz Jesus Nutter! treu die Stets hiernieden Neere— Dieses rne— Nah' und t.„ Unterstütze unser Hherkehret,—Mög' — Die Du Got⸗ — Satans Schlin—-⸗ Gott Dich, Der rde— Nahm die ht ab. rend— Dich ge⸗ du umhülltest,— der Allmacht Kraft. Deinem Sohne, in dem Kriege,— — Schutz mir wi⸗ — Laß' mich finden Nich der Welt Be⸗ ie ihr fröyhnen,— — Hochmuth oder — Uns im Leben rz. 1 Sohne,— Daß e Hölle— In die en streu'. Mögen durch Dich be Feuer—Immer — 37— Anrufung des göttlichen Geistes bei einer jeden leiblichen und geistigen Beschäftigung. Komm, heiliger Geist! erfülle die Herzen Deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe. Sende Deinen Geist aus und sie werden neu geschaffen werden. Und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern. O Gott! Der Du die Herzen der Gläu— bigen durch die Erleuchtung des heiligen Gei— stes belehret hast; gib, daß wir durch selben Geist das, was Recht ist, erkennen, und uns allezeit Seines Trostes erfreuen mögen. Herr! öffne meine Lippen, und mein Mund wird Deinen heiligen Namen preisen! Reinige mein Herz von allen eitlen, verkehrten und frem— den Gedanken; erleuchte meinen Verstand und entflamme mein Herz, daß ich diese Andacht würdig und ehrerbietig verrichte und vor dem Angesichte Deiner göttlichen Majestät erhört zu werden verdiene. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Herr Jesus Christus! in Vereinigung mit jener göttlichen Meinung, mit welcher Du Selbst auf Erden Deinen himmlischen Vater verherr⸗ lichet hast, will ich Dir diese Gebete darbringen. O Gott! sei bedacht mir beizustehen! Herr! eile mir zu helfen. Die Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es Herz Jesus u. Maria. 3 0 aht uh 0 Ml — 88— war im Anfange, jetzt und allezeit und in Ewig⸗ keit. Amen. O Jesus! Dir sei Lob und Ehre, der jung— fräulichen Mutter Sohn, dem Vater sammt dem heiligen Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Gebet am Ende einer Andacht oder Beschäftigung. Papst Leo V. verliehAllen, welche nachstehendes Gebet amSchlusse jeder Andacht verrichten, einen Ablaß in Bezug auf alle aus mensch⸗ licher Schwäche begangenen Fehler; es wird aber kniend verrichtet. Der allerheiligsten und ungetheilten Drei— einigkeit, der Menschheit unseres gekreuzigten Herrn Jesus Christus, der fruchtbaren Unbe— flecktheit der allezeit seligsten und glorwürdig— sten JZungfrau Maria und der Gemeinde aller Heiligen sei immerdar Lob, Ehre und Ruhm von jedem Geschöpfe, und uns Nachlassung aller Sünden durch die unendlichen Ewigkeiten. Amen. Selig ist der Leib der Jungfrau Maria, der den Sohn des ewigen Vaters getragen hat! Und selig sind die Brüste, welche Christus, den Herrn, gesäugt haben. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du. Maria ꝛe. Gebet vor dem Speisen. Aller Augen harren auf Dich, o Herr! Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit. Du öffnest Deine Hand, und erfüllest Alles, was da lebt, mit Segen. Die Ehre sei dem Vater, und vem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es waͤr im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Herr, barme Di Herr, Deiner Fr unsern He Der« Seinem T Mein damit All Herr Deine Hei Die Ehre s wie es war im Wir alle Deine in Ewigker Der? jetzt an b unsern W. mens Wil abgeschiede Frieden ri it und in Ewig⸗ Ehre, der jung— ter sammt dem wigkeit. Amen. r Beschäftigung. ndes Gebet am Schlusse g auf alle aus mensch⸗ aber kniend verrichtet. zetheilten Drei— es gekreuzigten chtbaren Unbe— ind glorwürdig— Gemeinde aller hre und Ruhm Lachlassung aller dbigkeiten. Amen. au Maria, der getragen hat! je Christus, den 1. Maria ꝛc. sen. ch, o Herr! Du Zeit. Du öffnest 3, was da lebt, ind dem heiligen Geiste, no in Ewigkeit. Amen. — 80 Herr, erbarme Dich unser! Christus, er⸗ barme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Vater unser ꝛc. Herr, segne uns diese Gabe, die wir von Deiner Freigebigkeit empfangen. Durch Christus, unsern Herrn! Amen. Der König der ewigen Glorie lasse uns an Seinem Tische im Himmel theilnehmen. Mein Gott! segne mich segne diese Speise, damit Alles zu Deiner Ehre gereiche. Amen. Gebet nach dem Speisen. Herr! alle Deine Werke danken Dir und Deine Heiligen segnen Dich. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geist Heiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigteit. Amen Wir danken Dir, allmächtiger Gott! für alle Deine Gaben, Der Du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. Vater unser ꝛc. Der Name des Herrn sei gebenedeiet von jetzt an bis in die Ewigkeit. Herr! gib allen unsern Wohlthätern, um Deines heiligsten Na— mens Willen, das ewige Leben. Laß' auch die abgeschiedenen Seelen der Christgläubigen in Frieden ruhen. Amen. 3* —.‚—————————— — 10— Lauretanische Litanei. (Für jedesmaliges Beten 300 Tage Ablaß. Wer sie täglich betet, einen vollkommenen Ablaß an jedem der fünf Hauptfeste: Maria Empfängniß, Maria Geburt, Maria Verkündigung, Maria Licht⸗ meß, Maria Himmelfahrt, nachdem man die heiligen Sacramente 1ers acbete und in einer Kirche nach der Meinung des heiligen Va⸗ ters gebetet hat. Köͤnnen auch den armen Seelen im Fegefeuer zu⸗ gewendet werden. Hlsk.) Herr, erbarme Dich unser! Christus, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Christus, höre uns! Christus, erhöre uns, ů Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser! Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser! Gott heiliger Geist, erbarme Dich unser! Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser! Heilige Maria, Heilige Gottesgebärerin, Heilige Jungfrau aller Jungfrauen, Mutter Christus, Mutter der göttlichen Gnade, Du reinste Mutter, Du keuscheste Mutter, Du ungeschwächte Mutter Du unbefleckte Mutter, Du liebenswürdige Mutter, Du bewunderungswürdige Mutter, Du Mutter des Schöpfers, Du Mutter des Erlösers, Du allerweiseste Jungfrau, Du ehrwürdige Jungfrau, Du lobwürdige Jungfrau, Du mächtige Jungfrau, Du gütige Jungfrau, x ——— gun an onng Du getreue Jungfrau,. Du Spiegel der Gerechtigkeit, Du Sitz de Du Ursache Du geistige Du ehrwür Du vortref Du geheim Du Thurm Du elfenbe Du golden— Du Arche Du Pforte Du Morge Du Heil de Du Zufluck Du Tröster Du Hilfe d Du Königi Du Königi Du Königi Du Königi Du Königi Du Königi Du Königit Du Königi O Du Lam Sünde O Du Lam Sünde O Du Lam Sünde Christus, hi Vate 4. Du Sitz der Weisheit, Du Ursache unserer Freude zer sie täglich betet, +. Hanptrekr: Wmii Du geistiges Gefäß, ö‚ einde Süermentt Du ehrwürdiges Gefäß, ug. des heiligen Va⸗ Du vortreffliches Gefäß der Andacht, en im Fegefeuer zu⸗ Du geheimnißvolle Rose, Du Thurm Davids, Du elfenbeinerner Thurm, Du goldenes Haus, Du Arche des Bundes, Du Pforte des Himmels, Du Morgenstern, h unser! Du Heil der Kranken, me Dich unser! Du Zuflucht der Sünder, nser! Du Trösterin der Betrübten, 'tt, erbarme Dich Du Hilfe der Christen, Du Königin der Engel Du Königin der Patriarchen gun an amng Du Königin der Propheten Du Königin der Upostel, Du Königin der Martyrer, Du Königin der Beichtiger, Du Königin der Jungfrauen, Du Königin aller Heiligen, Du Königin des heiligen Rosenkranzes, Du Königin, ohne Makel empfangen, O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt; verschone uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt; erhöre uns, o Herr! O Du Lamm Gottes Welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt! erbarme Dich unser, o Herr! Christus, höre uns! Christus, erhöre uns! gun an ong ö Pater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. 0 N — 1— Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin! verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöthen, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O Du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau! unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin! versöhne uns mit Deinem Sohne, empfiehl' uns Deinem Sohne, stelle uns vor Deinem Sohne! Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin! Damit wir der Verheißungen Christus würdig werden. Wir bitten Dich, o Herr! gieße Deine Gnade in unsere Herzen, auf daß wir, die wir durch die Verkündigung des Engels, Christus, Dei⸗ nes Sohnes, Menschwerdung erkannt haben, durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung geführt werden. Durch den— selben Christus, unsern Herrn. Amen. Bitt' für uns, o heiliger Josef! Damit wir der Verheißungen Christus würdig werden. Wir bitten Dich, o Herr! daß uns durch die Verdienste des Bräutigams Deiner heilig— sten Gebärerin geholfen werde, damit, was unser Vermögen nicht erhalten kann, uns durch Seine Fürbitte geschenkt werde; Der Du lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Salve Regina. j Gegrüßest seist Du Königin, Mutter der ö Barmherzigkeit, Trost in unserm Leben, und unsere Hoffnung sei gegrüßet! Zu Dir rufen wir verw wir trau Thränen. Deine ba uns nach Frucht D Jungfrau Bitt Damit u werden. Alln Leib und und Mu nung De heiligen uns ihres Fürbitte dem ewie selben Ch Das Sa diese kirchlich Jungfrau. G 1 4 Schutz und Man macht ö Unbilden geg ur Befördert lblässe von 1 in jedem Mo liehen. Pius Schirm fliehen ! verschmähe öthen, sondern fahren. O Du ngfrau! unsere Fürsprecherin! empfiehl' uns einem Sohne! 'ttesgebärerin! hristus würdig je Deine Gnade die wir durch Christus, Dei— erkannt haben, ur Herrlichkeit n. Durch den⸗ Amen. sef! Damit wir ig werden. daß uns durch Deiner heilig— damit, was inn, uns durch Der Du lebest wigkeit. Amen. n, Mutter der m Leben, und Zu Dir rufen — 140— wir verwiesene Kinder Evens; zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Thale der Thränen. O wende Du, unsere Fürsprecherin, Deine barmherzigen Augen uns zu und zeige uns nach diesem Elende Jesus, die gebenedeite Frucht Deines Leibes, o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria! Bitt' für uns, o heilige Gottesgebärerin! Damit wir der Verheißungen Christus würdig werden. Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du den Leib und die Seele der glorreichen Jungfrau und Mutter Maria zu einer würdigen Woh— nung Deines Sohnes, durch Mitwirkung des heiligen Geistes vorbereitet hast; gib, daß wir uns ihres Andenkens erfreuen, durch Ihre milde Fürbitte von den bevorstehenden Uebeln und von dem ewigen Tode befreit werden. Durch den— selben Christus, unsern Herrn. Amen. Das Salve Regina ist des Morgens zu beten, und dazu diese kirchlichen Verse: Würdige mich, Dich zu loben, o geheiligte Jungfrau. Gib mir Kraft gegen Deine Feinde. Gebenedeit sei Gott in Seinen Heiligen. Amen.— Das Gebet: Unter Deinen Schutz und Schirm am Abend, und dazu die nämlichen Verse. Man macht dabei die Meinung: zu einigem Ersatz für die vielen Unbilden gegen die Ehre der Mutter Gottes und der Heiligen und zur Beförderung ihrer Verehrung.(Es sind darauf für jeden Tag Ablässe von 100 Tagen, und zweimal vollk. Ablaß an 2 Sonntagen in jevem Monate, so auch an den Feststagen der Mutter Gottes ver⸗ liehen. Pius VI. 1786.) ö 0 — 44— Gebet zu Maria, Hilfe der Christen. (Vom heiligen Bernhard.) (Auf dieses Gebet hat Pius IX. 1846, 300 Tage Ablaß verliehen. Wer es durch einen Monat hindurch täglich betet, erhalt einen voll⸗ kommenen Ablaß.) Gedenke doch, o mildeste Jungfrau Maria! — es ist noch nie erhört worden, daß Du Je⸗ manden verlassen hättest, der unter Deinen Schutz sich geflüchtet, oder um Deine Hilfe Dich bat, oder um Deine Fürsprache Dich anflehte. Ich, von diesem Vertrauen ermuthiget, fliehe zu Dir, o Maria, Du Mutter Jesus Christus; zu Dir komme ich, zu Dir eile ich, da bin ich jetzt vor Dir, als ein armer Sünder seuf end und zitternd; o Königin und Herrscherin der gan⸗ zen Welt, Mutter des ewigen Wortes! verachte doch meine Bitte nicht, sondern höre mich an, sei mir gnädig, erhöre mich Armseligen, der zu Dir in diesem Thale der Thränen aus dem Grunde seines Herzens ruft: Mutter, stehe mir bei, ich bitte Dich, in allen meinen Bedräng⸗ nissen, besonders in diesem N. jetzt und immer und vorzüglich in meiner Sterbestunde. O gü⸗ tige, o milde, o liebenswürdige Jungfrau Ma⸗ ria! Du Zuflucht der Sünder! bitte für uns! Gebenedeit sei die heiligste unbefleckte Em— pfängniß der allerseligsten Jungfrau und Mut⸗ ter Gottes Maria.— Maria, ohne Makel em⸗ pfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere ö Zuflucht nehmen. Amen. 1 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Alle gefleischt Wir fliel ner mütt Gnade, Deinigen in Deine das Heil lich hoff. erhören Wir Fürbitte Mutter A heit bew Feinde b stus, un Lobg Es Und es Heiland. ringfügig werden n Er Groß Dessen N reichet vi die Ihn hristen. e Ablaß verliehen. erhalt einen voll⸗ frau Maria! daß Du Je⸗ inter Deinen ne Hilfe Dich Dich anflehte. ithiget, fliehe sus Christus; „‚Fda bin ich nder seuf end herin der gan⸗ rtes! verachte jöre mich an, eligen, der zu nen aus dem ter, stehe mir ien Bedräng⸗ zt und immer tunde. O gü⸗ ungfrau Ma⸗ zitte für uns! nbefleckte Em— au und Mut⸗ ie Makel em⸗ ju Dir unsere 45— Zufluchtsgebet zu Maria. (200 Tage Ablaß.) Alleiligste Jungfrau, Mutter des ein— gefleischten Wortes und Zuflucht der Sünder! Wir fliehen mit lebhaftem Vertrauen zu Dei⸗ ner mütterlichen Liebe, und bitten Dich um die Gnade, jederzeit den Willen Gottes und den Deinigen zu vollziehen. Wir legen unser Herz in Deine heiligen Hände und bitten Dich um das Heil der Seele und des Leibes; zuversicht⸗ lich hoffend, daß Du, liebevolle Mutter, uns erhören wirst. Wir bitten Dich, o Herr, daß Du auf die Fürbitte der seligen, allezeit jungfräulichen Mutter Maria, Deine Diener vor jeder Krank⸗ heit bewahren, und vor allen Anfällen der Feinde beschützen wollest. Durch Jesus Chri⸗ stus, unsern Herrn. Amen. 3 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛe. Lobgesang der heiligen Jungfrau Maria. Es machet groß meine Seele den Herrn: Und es frohlocket mein Geist in Gott, meinem Heiland. Denn Er hat herabgesehen auf die Ge— ringfügigkeit Seiner Magd: siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter. Weil Er Großes an mir gethan, Der mächtig ist und Dessen Namen heilig. Und Seine Barmherzigkeit reichet von Geschlecht zu Geschlecht: über Alle, die Ihn fürchten. Er hat Macht gewirket in — 460— Seinem Arme; zerstreuet hat Er die Stolzen im Dünkel ihres Herzens. Er hat die Mächti⸗ gen von ihrem Sitze gestoßen, und die Demü⸗ thigen erhöhet. Die Hungrigen hat Er mit Gü⸗ tern erfüllet, und die Reichen leer entlassen. Er hat Israel, Seinen Diener, aufgenommen, eingedenk Seiner Barmherzigkeit. Gleichwie Er verheißen hat unseren Vätern: Abraham und Seinen Nachkommen in Ewigkeit. „Die Ehre sei Gott dem Vater unt dem Sohne, und dem h. Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Abendgebete. Ich danke Dir, Herr, mein Gott, für die⸗ sen Tag meines Lebens, und flehe zu Deinem göttlichen Angesichte, beschütze diese Nacht meine Seele, die Du nach Deinem Ebenbilde er schaffen hast! Beschenke, Herr, mit Freiheit Dein Ge⸗ schöpf, und es behüte Deine Rechte den Leib, den Du gestaltet hast. Dein allerheiligster und lebendiger Leib, o Jesus, der für mich am Kreuze dargegeben ward; und das heilige Blut, das daselbst für meine Erlösung geflossen, be⸗ freie mich von jeder Sünde. Umgib mich, o Herr, mit Deiner erbarmenden Liebe, daß ich ruhe und schlafe unter Deiner Huth. Laß' mich Deinen Willen vollbringen, Der Du unsere Nächte mit der Ruhe der Gerechtigkeit Jesus Christus, unsers Erlösers, begabest. Denn Jesus ist das wahre Licht und im Lichte wohnet Seine Glorie und es beten Ihn an alle Kinder des Lichtes O Jes Licht v Friedet Aller sei mit dem h betung J stus,? o güti und m lau ged Nachlä Mit re klage zerknir mit jer Sünde säumn in mir nes bit mit De hung meiner meine zwung r die Stolzen It die Mächti⸗ d die Demü⸗ it Er mit Gü⸗ eer entlassen. gufgenommen, Gleichwie Er Abraham und ie, und demh. Geiste, in Ewigkeit. Amen. Gott, für die— he zu Deinem se Nacht meine zilde erschaffen heit Dein Ge⸗ chte den Leib, rheiligster und für mich am 18 heilige Blut, geflossen, be— imgib mich, o Liebe, daß ich uth. Laß' mich er Du unsere chtigkeit Jesus t. Denn Jesus wohnet Seine lle Kinder des — 47— Lichtes, Der da im unzugänglichen Lichte wohnet! O Jesus, Wort des Vaters, Gott von Gott und Licht vom Lichte, schenke den Abgeschiedenen den Frieden durch Dein heiliges Kreuz und schone Aller um Deiner Barmherzigkeit willen! Dir sei mit dem Vater, Der Dich gesandt und mit dem heiligen Geiste Lob, Preis, Dank und An⸗ betung in Ewigkeit. Amen. Nach der Gewissenserforschung. Gebet. In der Bitterkeit des Leidens Jesus Chri— stus, Deines geliebten Sohnes, klage ich Dir, o gütiger Gott und Vater, alle meine Uebeln und meine Untreue, in welcher ich heute Dir so lau gedient und Dich, den mildesten Vater, durch Nachlässigkeiten und Sünden beleidiget habe! Mit reuigem Herzen und im Geiste der Demuth klage ich mich daher an vor Dir, und mit tief zerknirschtem Herzen schlage ich an meine Brust mit jenem Zöllner sprechend:„O Gott sei mir Sünder gnädig!“ für alle und jede meiner Ver— säumnisse aber, durch die ich Dein süßestes Herz in mir betrübt habe, opfere ich Dir Dein eige— nes bitteres Leiden und Thränen in Vereinigung mit Deinem wirksamsten Gebet um die Verzei— hung meiner Sünden und um die Besserung meiner Fehler. Erhöre, o himmlischer Vater, meine Bitte durch die Liebe, welche Dich be— zwungen, Deinen unschuldigen Sohn unter die — 48— Missethäter gerechnet, und am Kreuze sterben zu sehen. Vater im Himmel, Barmherzigkeit. Um diese Barmherzigkeit flehe ich zu Dir durch die Fürbitte der unbefleckten Jungfrau und Gottesgebärerin. O allerseligste Mutter, meine Herrin, in Deine gebenedeite Treue, in Deinen besonderen Schutz und in den Schooß Deiner Barmherzigkeit empfehle ich heute und täglich meinen Leib und meine Seele in meiner letzten Stunde. In Deine heiligen Hände lege ich alle meine Hoffnung und Trost, meine Trübsale und Arbeiten und das Ende meines Lebens: auf daß durch Deine Fürbitte alle meine Werke nach dem Willen Deines göttlichen Sohnes geleitet werden. Amen. 3 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Gruß und Segen. Sei gegrüßt, gelobt und gebenedeit, o gött⸗ liches Herz Jesus! Ich liebe Dich aus meinem ganzen Herzen, und lade Himmel und Erde ein, Dir Dank zu sagen für alle Wohlthaten und Erbarmungen, die Du mir und allen Men⸗ schen an Leib und Seele erwiesen hast. Ich bin zwar, o Jesus, Deiner Gnade unwürdig, den⸗ noch wage ich es, Dich zu bitten, Du wollest diese Nacht in Deinem gebenedeitesten Herzen über meine Seele und meinen Leib wachen. Laß' mich erkennen, daß Du mir nahe bist; gib, daß so oft ich zur nächtlichen Zeit erwache, ich Dei⸗ ner ge rung 1 auch zu freue. bald ie tigem! heiliger fallen und B Wohltl meine Stehe Betrüb mich u und Ur auch g das re Erlösu Durch Blutes euze sterben rmherzigkeit. zu Dir durch ngfrau und utter, meine e, in Deinen hooß Deiner und täglich neiner letzten lege ich alle Trübsale und Lebens: auf e Werke nach hnes geleitet iedeit, o gött⸗ aus meinem el und Erde Wohlthaten id allen Men⸗ hast. Ich bin würdig, den⸗ „‚ Du wollest testen Herzen wachen. Laß' ist; gib, daß ache, ich Dei⸗ — 15— ner gedenke, Worte der Liebe, der Aufopfe⸗ rung und der Danksagung an Dich richte, mich auch zu dieser Zeit Deines süßen Umganges er— freue. Verleihe mir auch die Gnade, daß, so— bald ich am Morgen erwache, ich mit aufrich— tigem Willen und mit eifriger Treue Deinen heiligen Willen erfülle, und Dir allein zu ge— fallen trachte. O göttlicher, süßester Heiland! segne mich mit dem Segen Deines liebevollen Herzens, aus welchem aller Segen geflossen ist für Him— mel und Erde, segne mich, und bleibe mein Jesus! Gib mir Deinen Liebes- und Friedenskuß, auf daß meine Seele, mein Herz, mein Verstand, mein Wille, mein Gedächtniß, ja Alles gesegnet sei und bleibe in Ewigkeit Segne diese Nacht alle meine Verwandten und Bekannten, meine geistigen und leiblichen Wohlthäter, Freunde und Feinde. Beschütze meine geistigen und weltlichen Vorgesetzten. Stehe den Armen, Gefangenen, Reisenden, Betrübten, Kranken und Sterbenden bei. Lasse mich und alle Sünder, Irrgläubige, Heiden und Ungläubige nicht im Tode einschlafen. Sei auch gnädig den im Fegfeuer leidenden Seelen. Herr Jesus Christus! ich opfere Dir auf das reine kostbare Blut, Welches zu unserer Erlösung aus Deinem Herzen geflossen ist. Durch die Verdienste und Kraft dieses heiligen Blutes bitte ich Dich, uns Deinen heiligen Se⸗ — 30— gen zu ertheilen, damit wir gegen den Feind beschützt, und vor allem Unglück des Leibes und der Seele diese Nacht über befreit bleiben. Würdige mich, Dich zu loben, o geheiligte Jungfrau! Gib mir Kraft gegen Deine Feinde. Gebenedeit sei Gott in Seinen Heiligen! Amen. O heiligstes und unbeflecktes Mutterherz Maria! bewahre diese Nacht mein Herz von der Sünde, besonders von dieser N. N. und entzünde in mir die Liebe zu Gott, meinem Hei— lande. Amen. Gebet, bevor man sich zur Ruhe begibt. O süßestes Herz Jesus, Du sanftes Ruhe⸗ bett aller Dich liebenden Seelen, Dir em⸗ pfehle ich in dieser Nacht mein Herz, meinen Leib und meine Seele, daß Du sie vor allen Gefahren behüthen wollest. O honigfließendes Herz Jesus, da ich während meines Schlafes es nicht vermag, Gott zu loben, flehe ich zu Dir, opfere Du an meiner Statt der allerheiligsten Dreieinigkeit so viele Danksagungen, als oft der Puls meines Herzens schlagen wird; und ver— einige mit demselben jeden meiner Athemzüge als lebendige Funken der Liebe! barmherzigster Je⸗ sus! segne während des Schlafes die Kräfte mei⸗ ner Seele und die Sinne meines Leibes in Dei— nem göttlichen Namen, daß mein Herz auch im Schlafe für Dich wache, für Dich lebe und in Deinem süßesten Frieden ruhe. Schließe mich diese Nõ in Dein sem Or heit fin niemals als aud in Ewig Jef ich mein und Jose sus, Me Seele ir König d J. 1 und unv danken O für uns O gläubige ewige L Frieden. Die Eh wie es war den Feind 8 Leibes und bleiben. o geheiligte heine Feinde. igen! Amen. Mutterherz in Herz von N. N. und meinem Hei— begibt. anftes Ruhe-⸗ „ Dir em⸗ Herz, meinen sie vor allen nigfließendes nes Schlafes he ich zu Dir, Allerheiligsten n, als oft der rd; und ver⸗ lthemzüge als herzigster Je— ie Kräfte mei⸗ eibes in Dei— Herz auch im hlebe und in Schließe mich — 51— diese Nacht in Deine heiligste Seitenwunde und in Dein liebevolles Herz ein, damit ich an die— sem Orte der Zuflucht und der Ruhe Sicher— heit finde; Dich, o liebenswürdigster Jesus niemals verliere, sondern im Leben und Leiden als auch in der Stunde des Sterbens mit Dir in Ewigkeit vereint bleibe. Amen. Jesus, Maria und Josef! Euch schenke ich mein Herz und meine Seele! Jesus, Maria und Josef! steht mir bei im letzten Streite! Je— sus, Maria und Josef! mit Euch möge meine Seele in Frieden scheiden! Jesus von Nazareth, König der Juden! J. N. R. J. bewahre mich vor dem schnellen und unvorgesehenen Tode, vor allen bösen Ge— danken 4, Worten Y und Werken 1. O Maria, Zuflucht der Sünder, bitte für uns! O Herr! gib allen verstorbenen christ— gläubigen Seelen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Lasse sie ruhen in Frieden. Amen. „Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heil. Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. —— Fest des allerheiligsten Herzens Jesus. (Am Freitage nach der Frohnleichnams-Octave.) Antiphone und Gebet. Kommet Alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid; Ich will euch erquicken; da werdet ihr für eure Seele Ruhe finden, und in Gott, eurem Heilande, frohlocken. Im Herzen meines Erlösers will ich in Ewigkeit wohnen. Da werde ich vor allen Feinden sicher ruhen. O Gott der Güte und Barmherzigkeit! siehe an das Herz Deines geliebtesten Sohnes, an Welchem Du ein unendliches Wohlgefallen hast, und in Ansehung der Liebe, welche dieses heiligste Herz zu uns getragen, und der Schmer⸗ zen, die Es zur Genugthuung für unsere Sün⸗ den gelitten und Dir aufgeopfert hat, verzeihe uns gnädig unsere Sünden, welche wir vom Herzen bereuen; entzünde unser Herz mit einer so feurigen Liebe, daß wir unser ganzes Leben nur nach Deinem Wohlgefallen zubringen, und endlich zur Vereinigung mit Dir gelangen. O heilige Maria, Mutter Gottes und auch meine Mutter! erbitte mir eine wahre und be— harrliche Andacht zum allerheiligsten Herzen Deines Sohnes Jesus, damit ich in Erfüllung aller meiner Pflichten Dir genau und allezeit mit freudigem Herzen diene. O Herr, wir bit⸗ ten Dich, verleihe, daß uns der heilige Geist mit jenem Feuer entflamme, welches unser us Jesus. ⸗Oetave.) ihr mühselig rquicken; da inden, und in Im Herzen gkeit wohnen. sicher ruhen. armherzigkeit! esten Sohnes, Wohlgefallen welche dieses d der Schmer⸗ ir unsere Sün⸗ hat, verzeihe lche wir vom Herz mit einer ganzes Leben ubringen, und gelangen. bottes und auch wahre und be⸗ ligsten Herzen h in Erfüllung u und allezeit Herr, wir bit— er heilige Geist welches unser Herr Jest Herzens lebet und stes, Go 1. Fe 1. Ir Zeiten En gen Sacr— (Cho Zeit— De 2. Di an,— D kindlich ne 3. Di Vaterhuld tilgt die 4. In brannt,— Unterpfan! 5.5 aller Zeit Seligkeit! 6. Il unserm E heil'ge Se 7. nes Herz — O alle 8. Be Vaterland vor des F Herr Jesus Christus aus dem Innersten Seines Herzens auf die Erde gesendet hat, Der mit Dir lebet und regieret, in Einigkeit des heiligen Gei— stes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 1. Festgesang zum heiligen Herzen Jesus. 1. Im Himmel und auf Erden,— Bis an der Zeiten End'— Soll angebetet werden— Im heili— gen Sacrament. (Chor) Gelobt, gebenedeit— Soll sein zu aller Zeit— Das heiligste Herz Jesus,— In alle Ewigkeit. 2. Dieß Herz steht Allen offen,— Und bietet Gnaͤde an,— Die sich mit Glaube, Hoffen— Und Liebe kindlich nah'n. ꝛc. 3. Die Liebe hat's erschlossen,— Dieß Herz voll Vaterhuld.— Das Blut, das d'raus geflossen,— Ver— tilgt die Sündenschuld! ꝛc. 4. In Liebe ohne Ende,— Ist dieses Herz ent— brannt,— Und gibt im Sacramente— Sich uns zum Unterpfand! ꝛc. 5. In Jesus Herz und Wunden,— Da wird zu aller Zeit— Der beste Trost gefunden,— Der Seelen Seligkeit! ꝛc. 6. In Jesus Herz verschließen— Wir uns an unserm End',— Wenn wir zuletzt genießen— Das heil'ge Sacrament! ꝛc. 7. Wasch' uns von allen Sünden,— Mit Dei— nes Herzen Blut, Laß' rein vor Dir uns finden, — O allerhöchstes Gut! ꝛc. 8. Beschütze uns und Alle,— Sammt unserm Vaterland!— Uns vor dem Sündenfalle,— Dieß vor des Feindes Hand! ꝛc. — 364— Gebet. Verleihe uns, Herr Jesus! daß wir mit den Tugenden Deines heiligsten Herzens beklei⸗ det, und durch Seine Liebe entflammet wer⸗ den; damit wir dem Vorbilde Deiner Güte ähnlich, und Deiner Erlösung würdig werden. Der Du lebest und regierest in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. 2. Ruhe im heiligsten Herzen Jesus. — 1. Kommt, ihr Sünder, zu erwägen— Jesus Herzenleid.— Von des Schicksals harten Schlägen— Ruht ihr Frommen heut',— Nach dem Streite kommt und ruht— Bei dem höchsten Gut! Chor: Herzen ruht in Jesus Herzen. 2. Kommt zu diesem süßen Herzen,— Lernt vom höchsten Gut.— Was es heiße ruh'n in Schmerzen, — Ruh'n wie Jesus ruht.— Allen Menschen ruft Er zu:— Sucht die wahre Ruh'. ꝛc. 3. All' ihr Herzen losgebunden— Von der Eitel⸗ keit,— Flieht zu diesen Herzenswunden— Im Ver⸗ suchungsstreit:— Jesus Kirche zu euch spricht:— Ruht im Glaubenslicht. ꝛc. 4. Fehlt es Herzen euch am Muthe,— Jesus hat voll Huld— Schon mit Seinem Herzensblute— Ausgetilgt die Schuld.— Außer Ihm beim Böses⸗ thun— Kann man niemals ruh'n. ꝛc. 5. Andachtsfeuer schon hiernieden— In den Her⸗ zen brennt,— Die da suchen jenen Frieden,— Den die Welt nicht kennt;— Dornenvoll ist ihre Kron',— Leiden ist ihr Lohn. ꝛe. 41 in Kreuz u — Nur g euch himm Jesus Lier O n ich bitte nem hock Wohl all Blute the zu Deiner ja zu die damit sie ehen ger süßesten und alleze mir das Gebet Im werfe ich göttliches darzubrin preisen, s sten Freu festem Ver aß wir mit rzens beklei⸗ ammet wer⸗ Deiner Güte dig werden. rinigkeit des it zu Ewig⸗ Jesus. igen— Jesus n Schlägen— Streite kommt erzen. „— Lernt vom in Schmerzen, enschen ruft Er Von der Eitel⸗ n— Im Ver⸗ ich spricht:— he,— Jesus hat erzensblute* n beim Böses— — In den Her⸗ rieden,— Den ihre Kron',— 460— 6. Darum wollt ihr ruh'n mit Würde,— Folgt in Kreuz und Schmach— Jesus mit der Kreuzesbürde — Nur getreulich nach.— In Sein Schmerzenspa⸗ radies— Kommt man so gewiß. ꝛc. 7. Herzen, eure wilden Triebe— Quaͤlen Jesus Herz;— Herzen, sucht die schöne Liebe,— Schwingt euch himmelwärts!— Hier schon lohnet jede Qual— Jesus Liebesmahl. ꝛc. Gebet. O mein Herr und Heiland Jesus Christus! ich bitte Dich um die Segnungen, welche Dei⸗ nem hochheiligen Herzen entblühen; um das Wohl aller Sünder, welche Du mit Deinem Blute theuer erkauft hast! Lasse sie alle kommen zu Deinem Herzen, o Herr! zu dieser Quelle, ja zu diesem Meere Deiner unendlichen Liebe; damit sie in demselben von allen ihren Ver⸗ gehen gereinigt werden, und sie Dich, als den süßesten Bräutigam ihrer Liebe, von jetzt an und allezeit lieben mögen! Gib Allen und auch mir das selige ewige Leben. Amen. Gebet zum Herzen Jesus in allen Nöthen. (Von der heiligen Margaretha Alacoque.) Im Gefühle meiner tiefsten Unwürdigkeit werfe ich mich vor Dir hin, Du allerheiligstes göttliches Herz Jesus, um Dir meine Huldigung darzubringen, Dich anzubeten, zu lieben und zu preisen, so viel ich kann. Dir, als dem liebreich⸗ sten Freunde meiner Seele, empfehle ich mit festem Vertrauen alle meine Bedürfnisse, meine 4 Armuth, meine Schwächen, meine Trägheit und Lauheit, mit einem Worte, alle Wunden meiner Seele, und bitte Dich, daß Du mir nach der Fülle Deiner Erbarmungen zu Hilfe eilest. „O Herz der Liebe! errette mich. Durch Alles, was fähig ist, Dich zu bewegen, be⸗ schwöre ich Dich, daß Du mir die Gnade er⸗ theilest, in Deiner Liebe zu verharren. Ach, göttliches Herz! laß' mich nicht untergehen in der Sündfluth meiner Missethaten; verwirf mich nicht von Dir; denn auf Dich habe ich mein ganzes Vertrauen gegründet. Ich flehe zu Dir, als die einzige Rettung gegen alle Uebel, wo⸗ von die Sünde das allergrößte ist. Es schmer⸗ zet mich über Alles, daß ich Dich beleidiget habe, und ich bitte Dich von ganzem Herzen um Verzeihung. O Herz der Stärke! lasse mich und Allen, die sich in mein Gebet empfohlen haben, oder für die ich zu beten schuldig bin, Deine höchste Gewalt erfahren. Stehe uns bei, einem Jeden nach seinen Bedürfnissen. O Herz der Barmherzigkeit! erweiche die verstockten Herzen der Sünder, und erquicke die Seelen der Verstorbenen im Reinigungsorte. Sei Du die Zufluchtsstätte der Sterbenden, der Trost aller Bedrängten und Nothleidenden, und sei endlich mir Alles in Allem; besonders aber sei die Zuflucht meiner Seele in der Stunde meines Todes, und nimm sie dann in die Hände Deiner Barmherzigkeit auf. Amen. Lito Herr, erl Christus, Herr, erl Christus, Gott Vat Gott Sol Gott heil Heilige 2 Herz Jesi Herz Jesi Oerz Jest zigkeit Herz Jest heit Ge Herz Jesu liebliche Herz Jest Sein g Herz Jesu Herz Jesu Herz Jesu lischen Her; Jesu lichen L Herz Jesu söhnt w Du vor Li Du erbarr Du mitleil Du demüt Du getreu Du bestän' Du schmer rägheit und iden meiner ir nach der e eilest. nich. Durch wegen, be⸗ Gnade er⸗ urren. Ach, ntergehen in verwirf mich be ich mein flehe zu Dir, Uebel, wo⸗ Es schmer⸗ ich beleidiget nzem Herzen h und Allen, haben, oder Deine höchste einem Jeden erweiche die d erquicke die inigungsorte. 'rbenden, der ůidenden, und sonders aber der Stunde in die Hände x. — 5— Litanei zum allerheiligsten Herzen Jesus. Herr, erbarme Dich unser! Christus, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Christus, höre uns! Christus erhöre uns! Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser! Gott Sohn, Erlöser der Welt, Gott heiliger Geist, Heilige Dreieinigkeit, ein einiger Gott, Herz Jesus, des Sohnes des ewigen Vaters, Herz Jesus, des Sohnes der Jungfrau Maria, Herz Jesus, Du Thron der Güte und Barmher⸗ zigkeit Gottes, Herz Jesus, Du Sitz der Wissenschaft und Weis⸗ heit Gottes, Herz Jesus, in Welchem die Fülle der Gottheit lieblicher Weise wohnet, Herz Jesus, an Welchem der himmlische Vater Sein größtes Wohlgefallen hat, Herz Jesus. Du Meer der Gütigkeit Herz Jesus, Du Thron der Barmherzigkeit Herz Jesus. Du unerschöpfliche Quelle der himm— lischen Güter, Herz Jesus, Du unaussprechliche Flamme der gött⸗ lichen Liebe, Herz Jesus, durch Welches wir mit Gott ver söhnt worden, Du vor Liebe brennendes Herz Jesus, Du erbarmungsvolles Herz Jesus, Du mitleidiges Herz Jesus, Du demüthiges Herz Jesus, Du getreues Herz Jesus, Du beständig liebendes Herz Jesus Du schmerzvolles Herz Jesus, 4 aalun hi duapgne 58— Du verwundetes Herz Jesus, ͤ Du betrübtes und geängstigtes Herz Jesus, Du mit unsern Sünden beladenes Herz Jesus, Herz Jesus, Du Freude der Engel, Oerz Jesus, Du Rubestätte der Frommen, Herz Jesus, Du Süßigkeit der reinen Seelen, Herz Jesus, Du ewige Freude der Auserwählten, Herz Jesus, Du Fülle unseres Reichthumes, Herz Jesus, Du unser Leben und unsere Hoffnung, Herz Jesus, Du unser Friede und unsere Ver⸗ söhnung, Herz Jesus, Du Quelle des lebenden Wassers, Herz Jesus, Du beständiges Versöhnungspfer, Herz Jesus, Du vollkommenes Muster aller Tu⸗ genden, Herz Jesus, Du Zuflucht aller Sünder, Herz Jesus, Du Erquickung der Kranken, Herz Jesus, Du Wohnung aller gerechten Seelen, Herz Jesus, Du unsere Stärke in den Versuchun⸗ en, Herz Sesus, Du Quell der ewigen Freuden, Herz Jesus, Du Trost und Sicherheit der Ster— benden, Herz Jesus, Du Erquickung der Selen im Fegfeuer, O Du Lamm Gottes, welches Du hinnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches Du hinnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns o Herr! alun i dulavqgas O Du Lamm Gottes, Welches Du hinnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr! Christus, höre uns! Christus, erhöre uns! Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Antiphone und Gebete wie Seite 52. * Me dem Ge der bege zu sterb den. O allerbitt glückseli öffnenel dasselbe und Anf ben mör Du wol Todesstu dem die herziges Welt m heiligen eines sel des Eing Einer fi würdig. Gnade; fälliges bereiten vollkomn der reins zesus, ꝛelen, vählten, 2s, offnung, e Ver⸗ ssers, pfer, ller Tu⸗ aelun i dulavgas Seelen, rsuchun⸗ en, r Ster⸗ Fegfeuer, nnimmst die err! nnimmst die nnimmst die r, o Herr! * ria ꝛc. . — 59— Gebet um ein seliges Ende. Meine Seele ist in Furcht und zittert bei dem Gedanken an den Tod, weil sie befürchtet, der begangenen Sünden wegen in der Ungnade zu sterben, und ewig von Gott getrennt zu wer⸗ den. O barmherziger Jesus! Du wolltest den allerbittersten Tod sterben, damit ich nicht un— glückselig sterbe und Dein heiligstes Herz er— öffnen lassen, damit ich und alle Gläubigen in dasselbe eingehen, und darin wider alle Feinde und Anfechtung geschützt leben und selig ster— ben möchten; deßhalb bitte ich Dich, o Jesus, Du wollest mich in meiner, mir so furchtbaren Todesstunde, in dem letzten Augenblicke, von dem die ganze Ewigkeit abhängt, in Dein barm⸗ herziges Herz liebevoll aufnehmen, wo die ganze Welt mich trostlos verlassen wird und Niemand mehr mir helfen kann, als nur Du allein. Du hast Deiner geliebten Dienerin, der heiligen Mechthilde, Dein Herz zum Unterpfande eines seligen Hintrittes aus diesem Leben, und des Eingehens zur ewigen Glückseligkeit gegeben. Einer so großen Gnade erkenne ich mich un— würdig. Nur bitte ich Dich, Du wollest mir die Gnade verleihen, mich durch ein Dir wohlge⸗ fälliges Leben zu einem glückseligen Tode vor⸗ bereiten zu können, mit der Erweckung einer vollkommenen Reue über meine Sünden, und der reinsten Liebe gegen Dich zu sterben, und die 60 sehnlichst erwartete Stimme zu hören:„Komm, o Gebenedeiter Meines Vaters! komm', Freund und Geliebter Meines Herzens! besitze Mein Reich und Mein Herz in Ewigkeit.“ O schmerzvolle Mutter Maria! ich bitte Dich, erflehe mir die Gnade, daß Dein lieber Sohn, bei meinem Abschiede aus diesem Erden⸗ leben, meine Seele aufnehme in die Wunde Seines allerheiligsten Herzens. Amen. Gebet für die Abgestorbenen. O Herr Jesus Christus, barmherziger Hei⸗ land! ich empfehle Dir in Deine heiligen fünf Wunden die Seelen aller Christgläubigen, be⸗ sonders aber die Seelen N. N. und bitte Dich demüthig durch Dein theures Blut, welches Du für alle Seelen vergossen hast, vergib ihnen ihre Schulden, auf daß sie von den Peinen des Fegefeuers befreit, sich mit allen Deinen Hei⸗ ligen in der ewigen Seligkeit erfreuen, und Dich in Ewigkeit loben und preisen mögen. Amen. O Herr! gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Lasse sie ruhen in Frieden. Amen. Der Dreißiger zur Ehre des göttlichen Herzens Jesus. Dieser hesteht in 1 Glauben, 5 Vater unser ꝛc. und in 33 Ge⸗ grüßet seist Du, Maria ꝛc., zur Erinnerung der 33 Lebensjahre, welche Christus auf Erden gelebt hat, in 3 Strophen getheilt. Jede der 3 nachfolgenden Strophen besteht aus 1 Vater unser ꝛc. und 10 Ge⸗ grüßet feist Du, Maria ꝛc., mit den ihnen bei jeder Strophe entspre⸗ chenden Einlegungsworten!: Jesus Christus ꝛc. und dem dazu gehö⸗ rigen Gebete. Der 3 Gegrüße einzusetzen 1.. unsere 3 2. zen alle 3.— dient, u an uns loren ge dienste T nes Tod ches Du wir allde Herz un mein Her daß es D Zur E 5 Vater u Gott dem „Komm', n', Freund ꝛsitze Mein ich bitte dein lieber sem Erden⸗ die Wunde n. erziger Hei⸗ iligen fünf uübigen, be⸗ bitte Dich t, welches hergib ihnen Peinen des deinen Hei⸗ „‚ und Dich en. Amen. ind das ewige jeden. Amen. hen Herzens und in 33 Ge⸗ bensjahre, welche theilt. Jede der *ꝛc. und 10 Ge⸗ Strophe entspre⸗ dem dazu gehö⸗ „« 6— arüser senn 2 fängt an mit dem Glanben, 1 Vater unser ꝛc. und 3. Gegrüßet seist Du, Martaꝛc., bei welchen nach dem Worte„Jesus“ einzusetzen sind: 1. Jesus Christus, auf dessen gütiges Herz wir unsere Hoffnung setzen; 2. Jesus Christus, aus Dessen freigebigstem Her⸗ zen alle Gnaden fließen; 3. Jesus Christus, Dessen liebreichstes Herz ver⸗ dient, unendlich geliebt zu werden. Bei der 1. Strophe: Jesus Christus, Dessen Herz betrübt gewesen bis in den Tod. Gebet nach den 10 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛe. O göttliches Herz Jesus, Welches Du wegen un— serer Sünden betrübt gewesen bis in den Tod, laß' an uns Deine Schmerzen und Deinen Tod nicht ver— loren gehen; sondern gewähre, daß wir durch die Ver— dienste Deiner Traurigkeit, Deiner Schmerzen und Dei— nes Todes, der ewigen Freude theilhaft werden. Amen. Bei der 2. Strophe: Jesus Christus, Dessen Herz aus Liebe zu uns mit der Lanze ist geöffnet worden. Gebet nach den 10 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. O verwundetes Herz meines Heilandes! Wel— ches Du aus Liebe zu uns Dich hast öffnen lassen, daß wir allda immer Gelegenheit haben in Dein offenes Herz unsere Zuflucht zu nehmen; nimm mich auf und mache, daß ich in Dir die ewige Ruhe meines Her— zens finden möge. Amen. Bei der 3. Strophe: Jesus Christus, Dessen Herz aus Liebe zu uns allezeit brennet. Gebet nach den 10 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. O liebebrennendes Herz Jesus, Welches Du in steten Liebesflammen stehest; ich bitte Dich, Du wollest mein Herz mit dem Feuer Deiner Liebe also entflammen, daß es Dir zu einem Brandopfer der Liebe werde Amen. Zur Ehre der heiligen fünf Wunden des lrig u. Die Erlösers 5 Vater unser ꝛc. 5 Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Die Ehre sei Gott dem Vater ꝛc. und den Glauben. — 6— Das heiligste Meßopfer. Vorerinnerung vor dem hochheiligen Meßopfer. Die heilige Messe ist eine lebhaͤfte, im kurzen Begriffe eingeschlossene Vorstellung der Geheimnisse des Lebens, Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christus Sie ist ein Opfer der Liebe, in welchem das heiligste Herz Jesus Sich unabläßlich opfert, und Sei— nem himmlischen Vater für uns Sich in den Tod gibt; daher sollen wir mit großer Andacht und Ehrerbietung derselben beiwohnen, in der Meinung: dadurch alle, dem allerheiligsten Herzen Jesus widerfahrenden Ver— unehrungen zu ersetzen, und Dasselbe desto inniger zu lieben und anzubeten. Das heilige Meßopfer ist der größte geistige Schutz auf dieser Erde, den uns Jesus Christus in Seiner Kirche zurückgelassen hat. In dem Sacrament des Altars und dem heiligen Meßopfer ist der allerheiligste Frohnleich— nam unseres Herrn und Erlösers. Dies ist das mahre Himmelsbrot, welches allein sättiget, dieß die Stärke der Schwachen, der Stab der Müden, der feste Schild der Kämpfenden, der Balsam der Verwundeten, das Licht der Blinden. die Arznei der Kranken, das Heil für Alle. Es gibt kein kräftigeres Stärkungsmittel in allen unseren Leiden und Drangsalen auf Erden, als die Betrachtung des Leidens Jesus bei dem Opfer der heiligen Messe; es gibt kein mächtigeres, kein so frucht— bares, kein so siegreiches Versöhnungsopfer als den Frohnleichnam unsers Herrn. Die heilige Messe ist das Liebesopfer, in welchem sich das Herz Jesus ohne Un— terlaß Seinem himmlischen Vater für uns aufopfert. — Wir müssen also, wenn wir diesem anbetungswür— digen Geheimnisse beiwohnen, vorzüglich das göttliche Herz Jesus lieben und anbeten, besonders aber nach der Wandlung. In diesem Augenblicke sollen wir uns zu Ge von gesinn schaffe gen n⸗ haft Aufrie drung werden erweck trachtu himml muth, wenn seres a Gott e und w und du den un daher 1 Verstaͤt und de nem li Wirst! Tugend haftigke einen, Anfang Grunds du auf fortschre Die täglichen nach der richteten Liebe ar fer. leßopfer. im kurzen Geheimnisse Auferstehung welchem das ert, und Sei⸗ den Tod gibt; Ehrerbietung dadurch alle, renden Ver⸗ to inniger zu zeistige Schutz Seiner Kirche s Altars und e Frohnleich—⸗ ist das wahre 5 die Stärke er feste Schild undeten, das en, das Heil 7 ittel in allen den, als die em Opfer der kein so frucht-⸗ spfer als den Messe ist das sus ohne Un—- ns aufopfert. betungswür⸗ das göttliche ers aber nach ollen wir uns zu Gemüthe führen, welche Gedanken Fesus Christus von uns haben kann und wie gütig Er gegen uns gesinnt ist; dieß will sagen:„Wir sollen uns die Be⸗ schaffenheit Seines göttlichen Herzens, Sein Verlan— gen nach uns, Seine liebevollen Absichten u. s. w. leb⸗ haft vorstellen, um solcherweise von der innigsten Aufrichtigkeit, Liebe und Dankbarkeit gegen Ihn durch— drungen zu werden. Diese löblichen Gesinnungen und Empfindungen werden wir aber bei der heiligen Messe am kräftigsten erwecken, wenn wir uns während derselben der Be— trachtung des Leidens Jesus Christus und Seiner himmlischen Tugenden, als da sind: Geduld, Saͤnft— muth, Demuth und Gehorsam— gänzlich hingeben; wenn wir uns auf's Lebendigste die Versicherung un— seres allerheiligsten Glaubens vor Augen halten, daß Gott Selbst in dem heiligen Meßopfer zugegen sei, und wenn wir uns schließlich vor Gott verdemüthigen und durch die Ergebung in Seinen göttlichen Willen den unserigen gleichförmig zu machen suchen.— Opfere daher vorzüglich während der heiligen Messe deinen Verstand dem Glauben, dein Gedä! tniß der Hoffnung und deinen Willen der Liebe zu Jesus Christus, dei— nem liebenswürdigsten Heiland und Seligmacher. Wirst du auch außer der heiligen Messe mit diesen Tugendübungen eine große Thaätigkeit und Gewissen— haftigkeit in Ausübung deiner Standespflichten ver— einen, wirst du dir bei allen deinen Handlungen den Anfang mit Jesus und das Ende mit Maria zum Grundsatze machen, so kannst du versichert sein, daß du auf dem Wege zur christlichen Vollkommenheit wacker fortschreitest. Die Menschen auf Erden ehren Gott durch die täglichen frommen Tugendübungen, wann dieselben nach der Anleitung Gottes mit guter Meinung ver— richtet werden, als der Demuth, der Anbetung, der Liebe auf eine endliche Weise; die von unserer — 64— Seite kommt, aber die Ehre, welche wir Gott durch Darbringung des heiligen Meßopfers geben, ist eine unendliche Ehre, weil sie dem ewigen Vater durch eine göttliche Person dargebracht wird. Wenn wir uns daher bemühen, einer heiligen Messe mit Andacht bei— zuwohnen, so werden wir Gott unendlich mehr Verehrung darbringen, als in allen andern geistigen Uebungen. Weil in dem heiligen Meßopfer Gott eine unend⸗ liche Ehre durch die Aufopferung Seines Sohnes Je⸗ sus Christus erzeigt wird; so unterliegt es keinem Zwei— sel, daß wir Gott durch das heilige Meßopfer mehr verehren, als dieß selbst durch die immerwährende Huldigung der Engel und Heiligen geschieht.— Da— her kann auch der Mensch vor Gott keine größere und erhabenere Handlung verrichten, als wenn er dem heili— gen Meßopfer beiwohnt. Keine andere Handlung soll von den Gläubigen so sehr als eine heilige betrachtet werden, als dieses geheimnißvolle Opfer. Es kann bei Gott Selbst kein größeres und heiligeres Werk mehr geben, als daß Meßopfer. Sämmtliche Opfer im alten Bunde waren vergleichungsweise nur Schatten und Bilder unseres allerheiligsten Opfers. Das Opfer des Lebens aller Heiligen, aller Engel, selbst der göttlichen Mutter, würde Gott sicherlich nicht jene Ehre verschaf— fen, die Ihm durch eine heilige Messe bereitet wird; da sie allein Gott auf eine Seiner würdige, unendliche Weise ehrt. O Christ! blicke her mit Vertrauen auf diese Stiftshütte des neuen Bundes, wo der Leib und das Blut, die Seele und Gottheit uns'res Erlösers unter der Gestalt des Brotes und in der heiligen Messe auch un⸗ ter der Gestalt des Weines, ganz und unzertheilt, als unser Opfer und unsere Nahrung eben so wahrhaf— tig gegenwärtig ist wie im Himmel, wo seine Gegen⸗ wart die Engel speist. S Gliede Kirche. heiligst diesem Isaaks derwär herzigk bei Ta mit kü uns, 1 des N. irrt! 2 Arznei Hirt u mit de bens, j ist Er S welche Ihm e im Feg die me lung d des He göttlich dete.— wo imi (Meßo den kre dem H Ueberze sie es Schrift Beiwol bigen 6 besonde sten S Gott durch en, ist eine Vater durch enn wir uns- Andacht bei⸗ dlich mehr ern geistigen teine unend⸗ Sohnes Je⸗ keinem Zwei⸗ eßopfer mehr merwährende ieht.— Da⸗ größere und er dem heili⸗ Handlung soll ige betrachtet Es kann bei s Werk mehr pfer im alten Schatten und has Opfer des der göttlichen Ehre verschaf⸗ hereitet wird; ge, unendliche en auf diese Leib und das sers unter der Messe auch un⸗ nzertheilt, als n so wahrhaf⸗ seine Gegen⸗ — 06— „Sehe, wie hier auf so geheimnißvolle Weise die Glieder der streitenden, leidenden und triumphirenden Kirche, als ein Leib, zur ewigen Anbetung der aller⸗ heiligsten Dreifaltigkeit vereinigt werden; denn von diesem Gnadenthrone Jehova's, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jacobs, wallen unaufhörlich auf- und nie⸗ derwärts die Meeresfluthen Seiner grundlosen Barm⸗ herzigkeit. In diesen Opfer ist Er unsere Wolkensäule bei Tag, uns in der Hitze der Arbeit und Anfechtung mit kühlendem Schatten zu decken. Da leuchtet Er uns, wie einst den Israeliten, in einer Feuersäule des Nachts, wenn unser Fuß auf dunklem Pfade irrt! Da ist unser guter Jesus Vater und Bruder, Arzt, Arznei und Rath, Troster und Lehrer, Bräutigam und Hirt und Ernährer, uns zu weiden und zu sättigen mit den Verdiensten seines bittern Leidens und Ster— bens, ja noch mehr: Sein Herz, sein liebeglühendes Herz ist Er für unser kaltes Herz zu geben bereit. So ist also das Meßopfer eine Handlung, durch welche Gott die größte Ehre erwiesen wird, die man Ihm erweisen kann, durch welche den armen Seelen im Fegefeuer die kräftigste Hilfe verschafft wird, und die mehr als jede andere Tugendübung und Hand—⸗ lung der Macht des bösen Feindes bricht, den Zorn des Herrn gegen die Sünder besänftiget, und alle göttlichen Gnaden uns im reichlichsten Maße zuwen⸗ dete.— Daher ist es auch ausgemacht, daß überall, wo immer die Andacht zum allerheiligsten Sacramente (Meßopfer) blüht, daselbst auch alle übrigen Tugen⸗ den kräftig gedeihen und die Seelen gerade Weges dem Himmel entgegen eilen. Dieß war von jeher die Ueberzeugung und der Glaube aller Heiligen, weßhalb sie es sich sowohl in ihrem Leben, als auch in ihren Schriften so angelegen sein ließen, die Verehrung und Beiwohnung des heiligen Meßopfers unter den Gläu⸗ bigen auf alle Weise zu fördern, und selben mit ganz besonderem Eifer eine hohe Andacht zum allerheilig⸗ sten Saeramente einzuflößen. — 06— In der heiligen Messe opfert Sich der eingeborne Sohn dem ewigen Vater auf; daselbst schenkt Er Sich uns ganz und gar im allerheiligsten Sacramente, das die Fülle alles Guten und Schönen in der Kirche Gottes ist; denn der heilige Thomas sagt: daß beinahe alle anderen Sacramente das allerheiligste Altars— sacrament zum Ziele und Endpunete haben.— Eine jede Messe, die gelesen wird, verschafft der Welt dieseiben großen Güter, die ihr das Kreuzesopfer verschafft hat. Und die Kirche gibt uns dieselbe Versicherung, da sie betet:„So oft das Andenken an dieß Schlacht— opfer gefeiert wird, eben so oft wird auch das Werk unserer Erlösung gewirkt.— Der Heiland Selbst ist das Schlachtopfer auf dem Altare; Er Selbst ist der Opfernde, da Er Sich Selbst mittelst der Priester dem ewigen Vater aufopfert. Es ist die Eine und gleiche Opfergabe; und der gleiche, jetzt durch den Dienst der Priester sich Opfernde, Welcher Sich am Kreuze auf⸗ geopfert hat, nur die Opferungs weise ist verschieden!“ So würden also, wie die Gottesgelehrten sagen, wenn auch Jesus Christus noch nicht auf die Welt gekommen wäre, der Priester, wenn er die Consecra⸗ tionsworte ausspricht, Ihn auf die Erde herabziehen, nach jenem berühmten Ausspruche:„O erhabene Würde der Priester, in deren Händen der Sohn Gottes ge— boren wird, gleichwie im Schooße der Jungfrau!“ Durch das Opfer des Altares wird uns das Opfer am Kreuze zugewendet. Das Leiden Jesus Christus macht uns der Erlösung fähig; das Opfer der Messe setzt uns in Besitz derselben, da das Meßopfer be⸗ wirkt, daß uns die Verdienste Jesus Christus zu Gute kommen. Durch alle erdenklichen guten Werke sind wir nicht im Stande, Gott für so viele Gnaden und Gaben gebührend zu danken; aber wenn wir Ihm Je— sus Christus in der Messe aufopfern, so danken wir hierdurch allein dem ewigen Vater auf eine genügende Weise— Daher sagt auch der heilige Jrenäus:„Das göttlich bar seie Alles e bitten! um Ett — Um Gewäh hoffen, aufopfe ohne U bittetef Zeit de den zu Priester Wẽĩ allen H würden mag ein als alle wie ele hätten, Opfer „ertheil und ver allergrö Christu— genügt der Pri „Wir of — für Währen auf den Gnaͤden thue? 2 deßhalb Verlang es erhal Reingeborne enkt Er Sich amente, das der Kirche daß beinahe zste Altars— Eine jede elt dieseiben erschafft hat. Zersicherung, ieß Schlacht⸗ h das Werk id Selbst ist elbst ist der Priester dem und gleiche n Dienst der Kreuze auf— verschieden!“ ehrten sagen, uf die Welt jie Consecra⸗ herabziehen, abene Würde 1 Gottes ge— ungfrau!“ ns das Opfer sus Christus fer der Messe Neßopfer be⸗ istus zu Gute Werke sind Gnaden und wir Ihm Je⸗ danken wir ne genügende eꝛnäus:„Das 67— göttliche Opfer ist eingesetzt, damit wir nicht undank— bar seien vor Gott! Ueberdieß können wir dabei auch Alles erlangen, um was wir Ihn im Namen Jesus bitten!“—„Wenn ihr den Vater in Meinem Namen um Etwas bitten werdet, so wird Er euch es geben!“ — Um wie viel zuversichtlicher können wir aber die Gewährung unserer Bitten erst dann erwarten, und hoffen, wenn wir Jesus Selbst dem ewigen Vaͤter aufopfern! Unser allerheiligster Erlöser bittet zwar ohne Unterlaß im Himmel für uns:„Der auch für— bittet für uns!“ aber ganz besonders thut Er dieß zur Zeit der heiligen Messe, in welcher Er, um uns Ena— den zu erlangen, Sich Selbst durch die Hände des Priesters Seinem ewigen Vater darstellt! Wenn wir wüßten, daß die Mutter Gottes, nebst allen Heiligen für uns bete, o mit welcher Zuversicht würden wir das Beste fuͤr uns hoffen. Nun aber ver— maͤg ein einziges Gebet Jesus Christus unendlich mehr, als alle Bitten der Heiligen. O wie armselig wären wie elende Sünder, wenn wir dieses Opfer nicht hätten, welches den Herrn versöhnt!„Durch dieses Opfer versöhnt,“ sagt das Concilium von Trient, „ertheilt der Herr die Gabe und Gnaͤde der Buße, und verzeiht die Verbrechen der Sünden, auch die allergrößten.“— Kurz, gleichwie das Leiden Jesus Christus genügt, um die ganze Welt zu erlösen, so genügt hierzu auch eine einzige Messe; weßhalb auch der Priester bei der Aufopferung des Kelches spricht: „Wir opfern Dir auf, o Herr! den Kelch des Heiles“ — für unser Heil und für das Heil der ganzen Welt. Während des Meßopfers befindet Sich Jesus Christus auf dem Altare, gleichsam wie auf einem Throne der Gnaden, uns zurufend:„Was willst du, daß Ich dir thue? Bitte Mich, geliebte Seele? um Gnaden! denn deßhalb bin Ich gekommen, um dir Gutes zu erweisen! Verlaͤnge jetzt von Mir, was du willst und du wirst es erhalten!“ NN 0 — 68— Asperges me. Besprenge mich, o Herr! mit Hysop, und ich werde rein werden. Wasche mich, und ich werde weißer als Schnee. Erbarme Dich meiner, o Herr! nach Deiner großen Barmherzigkeit! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heil. Geiste wie es war im Anfange, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Ich sah das Wasser hervorkommen aus dem Tempel von der rechten Seite, Alleluja! Und Alle, zu welchen dieses Wasser gekommen ist, wurden geheilet und werden sagen: Alleluja! Alleluja! Bekennen wir den Herrn! denn Er ist gü⸗ tig, und Seine Erbarmung währt in Ewigkeit. Zeige uns, o Herr, Deine Erbarmung! Und Dein Heil gebe uns. Herr! erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen. Der Herr sei mit euch. Und mit Deinem Geiste. Erhöre uns, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott! und würdige Dich, Dei⸗ nen heiligen Engel vom Himmel zu schicken welcher beschütze, bewahre, beschirme, besuche und vertheidige alle Bewohner in diesem Hause durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. un lerhe nes, Ma/ an, heilik liche mich Uebe und o hi für mire aller sich Gn t Hysop, und mich, und ich e Dich meiner, mherzigkeit! ud dem heil. Geiste in Ewigkeit. Amen. imen aus dem Alleluja! Und zekommen ist, sen: Alleluja! nn Er ist gü⸗ in Ewigkeit. rmung! Und e mein Gebet! kommen. Der em Geiste. allmächtiger E Dich, Dei⸗ el zu schicken irme, besuche diesem Hause 8. Amen. — 6— Meßgebete und das Lied: Hier liegt vor Deiner Majestät. Ewiger Gott! ich opfere Dir auf das al⸗ lerheiligste Herz Jesus, Deines geliebten Soh⸗ nes, wie Solches Sich Selbst Deiner göttlichen Majestät in der heiligen Messe aufopfert. Nimm an, o mein Gott! von mir und für mich, alle heiligen Wünsche und Gesinnungen Dieses gött— lichen Herzens; sie gehören alle mir, denn für mich hat Er Sich zum Opfer schlachten lassen. Ueberdieß habe ich Jesus mein Herz geschenkt, und Er mir das Seine; so nimm denn Alles hin, o himmlischer Vater! zu völliger Genugthuung für meine Sünden, zur Danksagung für alle mir erwiesenen Wohlthaten, und zur Erlangung aller, mir, den Meinigen und Denen N., so sich mir anempfohlen haben, nothwendigen Gnaden. Eingang. Lasset uns Alle im Herrn frohlocken bei der Erinnerung an die Liebe des allerheiligsten Herzens Jesus, worüber Sich die Engel er⸗ freuen, und den Sohn Gottes preisen. Wie lieblich sind Deine Wohnungen, o Herr der Heerscharen! Meine Seele hat Verlangen und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn. — 1. Hier liegt vor Deiner Majestat Im Staub' die Christenschar, Das Herz zu Dir, o Gott! erhöht, Die Augen zum Altar. Schenk' uns, o Vater, Deine Huld; Vergib uns uns're Sündenschuld! O Gott! von Deinem Angesicht Verstoß uns arme Sünder nicht! 2. Wir haben, Herr! Dein Gut verschwend't Wie der verlor'ne Sohn; Die Sünde hat uns so verblend't Doch schau' von Deinem Thron' Mitleidig her auf unsern Schmerz, Verwirf nicht ein zerknirschtes Herz; Entzieh' die Vaterhuld uns nicht, Und sende uns Dein Gnadenlicht! 3. Wir sind ja Deiner Hände Werk, Dir, Schöpfer, unterthan; O gib uns Schwachen Kraft und Stärk', Und sieh' uns gnädig an! Hier bringen wir auf dem Altar Dir ein Versöhnungsopfer dar. O Gott, der Werth des Bluts ist groß, Das einst Dein Sohn für uns vergoß, Für uns ver— goß! Am Kreuz für uns vergoß. Gloria. Ehre sei dem göttlichen Herzen in der Höhe und Friede und Seelenruhe den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind. Dich, o Herz Jesus! loben wir, und preisen Dich als die Quelle alles Guten. Wir beten Dich an und verherrlichen Dich mit allen Engeln und Hei⸗ B Heilige den He Christu wie die Welche geweser ich mei Jesus t, ld; 920 4 ver schwend't in der Höhe denschen auf nd. Dich, o en Dich als Dich an und n und Hei⸗ * — 1— tigen im Himmel. Wir sagen Dir Dank, o Herz des Königs der ewigen Glorie! Du allein bist heilig, Du allein regierst mit dem Vater und dem heiligen Geiste in Ewigkeit. Amen. O Gott! Der Du das hochheilige Herz Jesus Christus, Deines Sohnes, den Gläu⸗ bigen überaus lieblich gemacht hast; verleihe gnädig, daß wir dieses Herz hier auf Erden also verehren und lieben, daß wir durch Das⸗ selbe und mit Demselben Dich zu lieben, und von Dir und in Ihm in Ewigkeit geliebt zu werden verdienen. Amen. Gott soll gepriesen werden, Sein Nam' gebenedeit, Im Himmel und auf Erden, Jetzt und in Ewigkeit! Lob, Ruhm und Dank und Ehre, Sei der Dreieinigkeit! Die ganze Welt vermehre, Gott! Deine Herrlichkeit! Epistel. Brüder! mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade verliehen, unter den Heiligen die unerforschlichen Reichthümer Christus zu verkünden, und Alle zu erleuchten: wie die Anstalt des Geheimnisses beschaffen sei, Welches von Ewigkeit her in Gott verborgen gewesen, Der Alles erschaffen hat. Deßhalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, unserm Herrn Jesus Ehristus, von Welchem alle Vaterschaft im Himmel und auf Erden herkommt, daß Er nach dem Reichthume Seiner Herrlichkeit euch verleihe, mit Kraft gestärkt zu werden, durch Seinen Geist am innern Menschen; daß Chri⸗ stus durch den Glauben in euern Herzen wohne, und ihr in Liebe Wurzel und Grund fasset, da⸗ mit ihr mit allen Heiligen begreifen möget, wel⸗ ches die Breite und Länge, die Höhe und Tiefe sei, und erkennen die Liebe Christus, die alles Erkennen übersteigt, damit ihr mit der ganzen Fülle Gottes erfüllet werdet. Ich bin die Thür, sagt der Herr; wenn Jemand durch Mich eingeht, der wird selig werden und Weide finden. Seid gesinnet in euren Herzen, gleichwie Jesus Christus in Sei⸗ nem Herzen gesinnet war, und thut Alles im Geiste der Demuth und Liebe. Evangelium. In der Zeit sprach der Herr Jesus zu inen Jüngern: Gleichwie Mich der Vater eliebt hat, so habe auch Ich euch geliebt. Blei⸗ bet in Meiner Liebe. Wenn ihr Meine Gebote haltet, so bleibet ihr in Meiner Liebe, so wie auch Ich Meines Vaters Gebote gehalten habe, und in Seiner Liebe bleibe. Dieses habe Ich zu euch geredet, damit Meine Freude in euch sei, und eure Freude vollkommen werde. Dieß ist Mein Gebot, daß ihr euch einander liebet, die Ich euch geliebet habe. Eine größere Liebe als diese, für se wenn euch weiß habe was gethan sonder habe bringe Vater Name 2 gen S Jesum unsern ligen gelittet gestorl Hölle Herz ut, daß Er lichkeit euch rden, durch daß Chri⸗ erzen wohne, d fasset, da⸗ möget, wel⸗ je und Tiefe 18, die alles t der ganzen Herr; wenn r wird selig gesinnet in istus in Sei⸗ zut Alles im rr. Jesus zu h der Vater geliebt. Blei⸗ deine Gebote iebe, so wie »halten habe, habe Ich zu in euch sei, rde. Dieß ist der liebet, die jere Liebe als — 283— diese, hat Niemand, daß er nämlich sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn Ihr thut, was Ich euch gebiete. Ich nenne euch nun nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr thut; sondern Ich habe euch Freunde genannt, weil Ich Alles, was ich von Meinem Vater gehört, euch kund gethan habe. Nicht ihr habt Mich erwählt, sondern Ich habe euch auserwählt, und Ich habe euch gesetzt, daß ihr gehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, damit euch der Vater Alles gebe, was ihr immer in Meinem Namen bitten werdet. Aus Gottes Munde gehet Das Evangelium: Auf diesem Grunde stehet Das wahre Christenthum. Gott Selbst ist's, Der uns lehret, Der Weis⸗ und Wahrheit ist: Der Seine Lehren höret, Wie glücklich ist der Christ! N8 Credo.— Ich glaube an Gott den Vater, allmächti— gen Schöpfers Himmels und der Erde, und an Jesum Christum, Seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem hei⸗ ligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuziget, gestorben und begraben; abgestiegen zu der Hölle und am dritten Tage wieder auferstanden Herz Jesus u. Maria.* 35 0 4 ů — 74— von den Todten; aufgefahren in den Himmel, sitzet zur rechten Hand Gottes des Vaters, von dannen Er kommen wird zu richten die Leben⸗ den und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geist; eine heilige allgemeine christkatholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Ablaß der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. 1. Allmächtiger! vor Dir im Staube Bekennt Dich Deine Creatur. O Gott und Vater! ja, ich glaube, An Dich, Du Schöpfer der Natur! Auch an den Sohn, Der ausgegangen, Von Dir geboren, ewig war, Und Den, vom heil'gen Geist empfangen, Die reinste Jungfrau uns gebar. 2. Und Jesus Christus ist gekommen, Daß er versöhne uns mit Gott: Er hat die Schuld auf Sich genommen, Und litt für uns den Kreuzestod. Dadurch besiegt' Er Tod und Hölle, Fuhr zu des Vaters Rechten auf, Und wird, als Richter jeder Seele, Einst prüfen unsern Lebenslauf. 3. Ich glaube, Gottes Geist regieret Die wahre Kirch' und Christenheit. Ein büßend Kind, das sich verirret, Flieht hin zur Barmherzigkeit. Am großen Tag wird's Fleisch erstehen; ů Jetzt, Heilige, helft uns gemein, Daß wir mit euch zum Leben gehen, Midterben Christi ewig sein. den Himmel, Vaters, von i die Leben⸗ den heiligen istkatholische Ablaß der hes und ein zube be, atur! ingen, ipfangen, 2 men, ommen, od. ölle, auf, le, f. eret heit. vet, erstehen; in, hen, Offertorium. Allermildreichester Vater! nimm auf das ewige Brandopfer des Herzens Jesus Christus, Deines eingebornen Sohnes, unfers Herrn, zur Versöhnung für unsere Sünden, damit wir durch Deine Gnade allein in Demjenigen leben, Der Sich gewürdigt hat, für uns zu sterben. In Vereinigung der Liebe, mit welcher Dein einge⸗ borner Sohn allen Einfluß der Gottheit in Seine Menschheit mit höchster Dankbarkeit sei⸗ nem Ursprunge wieder zurückgestellt hat, opfere ich Dir Alles auf, was ich von Deiner väter⸗ lichen Hand jemals Gutes empfangen habe an Leib und Seele, sammt allen Verdiensten Dei— nes Sohnes, zu einem vollkommenen ewigen Lob⸗, Dank⸗, Versöhnungs⸗ und Brandopfer; damit alle die Gebete und Segnungen, welche über den Kelch gesprochen werden„ auch über mein Herz ergehen mögen, und also dasselbe kraft Dieses allerheiligsten Opfers in Deine Liebe verwandelt und dem heiligsten Herzen Deines Sohnes ähnlich werde, daß es von jetzt an nicht mein, sondern Dein sei, und Du Dich dessen nach Deinem Herzen und Wohlgefallen bedie— nen könnest. Nimm auf, o himmlischer Vater, dieses mein Opfer in Vereinigung des blutigen Kreuzopfers, Welches Dir der höchste Priester Jesus Christus geopfert hat, und laß' es Dir wohlgefällig sein. 8* ö—— 8 ——— 1. Nimm an, o Herr! die Gaben Aus Deines Priesters Hand; Wir, die gesündigt haben, Weih'n Dir dieß Liebespfand, Für Sünder hier auf Erden, In Aengsten Kreuz und Noth, Soll dieß ein Opfer werden Von Wein und reinem Brot! 2. Nimm gnädig die Geschenke, Dreieinig großer Gott! Erbarm' Dich unser; denke An Christi Blut und Tod Sein Wohlgeruch erschwinge Sich hin zu Deinem Thron. Und dieses Opfer bringe Uns den verdienten Lohn. Sanctus. Verleihe uns, o Herr! durch das Herz Deines Sohnes die Gnade, daß wir der Sünde, der Welt und uns selbst absterben, und Dir unsere Gedanken, Worte und Werke, unser Kreuz und Leiden heiligen, daß wir nur zur Glorie Deines Namens leben, und mit Deinen Engeln und Heiligen würdig einstimmen mö⸗ gen in den Gesang: Heilig, heilig, heilig ist das Herz Jesus! Herr, Gott Sahaoth! Himmel und Erde sind Deiner Herrlichkeit voll! Darum erfreuet sich mein Herz und meine Seele froh⸗ locket in Gott, ihrem Heilande. Es lebe das Herz Jesus, und Es werde auf dem ganzen Erdboden verherrlichet! Au⸗ Sei sehe im ist! auf Blut hc das Herz der Sünde, ,„ und Dir Zerke, unser wir nur zur mit Deinen timmen mö⸗ heilig ist das th! Himmel oll! Darum Seele froh⸗ Es lebe das dem ganzen ———— Nun, meine Seele, werden wir mit dem Auge des Glaubens den Heiland der Welt und Sein Herz am Kreuze geistigerweise bluten sehen. Wir wollen uns an Seinen Opferaltar im Geiste hinstellen und Ihn anbeten, denn Er ist der Herr, unser Gott! 1. Singt: Heilig! heilig! heilig! Ist unser Herr und Gott; Singt mit den Engeln: Heilig Bist Du, Gott Sabaoth! Im Himmel und auf Erden Soll Deine Herrlichkeit Gelobt, gepriesen werden Jetzt und in Ewigkeit. 2. Wir singen froh zusammen, Von ganzer Seel' erfreut: Der kommt in's Herren Namen, Der sei gebenedeit! Hosanna in der Höhe! Gegriesen sei der Herr! Dem großen Gott geschehe Sein Lob von Meer zu Meer. Wandlung. O mein Jesus, Barmherzigkeit! Siehe her auf mich und erbarme Dich meiner! O Jesus! wasche mich durch das kostbare Blut Deines Herzens von meinen Sünden. Jesus! Dir lebe ich! Jesus! Dir sterbe ich! Jesus! Dein bin ich Im Leben und im Tod! ——8— Jesus! sei gnädig! O sei barmherzig! Jesus! verzeihe Mir meine Sünden all'! (hHingebunng seiner selbst an das Herz Zesus.) O hochheiligstes Herz Jesus! vor Dir ge— beugt zur Erde übergeben und opfern wir uns vollkommen Deinem göttlichen Willen, und wün⸗ schen nichts Anderes, als daß unsere Herzen ein Schlachtopfer Deiner Liebe werden mögen. Wir betheuern, daß wir bei jedem Athemzuge unsere gänzliche unwiderrufliche Scheukung alles Des⸗ sen, was wir sind und haben, zu wiederholen zu bekräftigen und zu vermehren begehren; wir wollen brennen von den Flammen Deiner Liebe; wir wollen uns in Dich versenken, und von Dei— nem Leben leben, mit Deinem Tode sterben, da— mit wir Dich ewig besitzen. Amen. 1. Sieh' Vater! von dem höchsten Throne, Sieh gnädig her auf den Altar; Wir bringen Dir in Deinem Sohne Ein wohlgefällig' Opfer dar. Wir fleh'n durch Ihn, wir, Deine Kinder,. Und stellen Dir Sein Leiden vor; Er starb aus Liebe für uns Sünder; Noch hebt Er's Kreuz für uns empor. 2. Er hat für uns Sich dargegeben, Für alle Menschen insgesammt: Bei'm Vater, daß wir ewig leben, Vertritt Er jetzt das Mittleramt. O Jesus! höre uns're Bitte, Steh' uns'rer Schwachheit immer bei, Auf daß Dein Leiden, Deine Güte, An uns niemal verloren sei. Jesus.) or Dir ge— en wir uns u, und wün⸗ Herzen ein nogen. Wir zuge unsere alles Des⸗ wiederholen ehren; wir einer Liebe; ud von Dei⸗ sterben, da⸗ Throne, +. hne Kinder, Agnus Dei und Communion. Allersüßester Jesus! Den ich hier unter den Gestalten des Brotes und Weines mit festem Glauben als gegenwärtig anbete, wie sehn— suchtsvoll wellte ich Dich jetzt empfangen! Weil ich aber wegen Deiner unendlichen Ma⸗ jestät, und meiner Nichtigkeit, auch meiner Sünden wegen unwürdig bin, daß Du unter das Dach meines Herzens eingehest, so bitte ich Dich demüthigst, Du wollest mich in dieser Stunde durch die sübe und gütige Liebe Deines Herzens vorbereiten, damit ich mich, so viel mir möglich ist, dieser englischen Speise geistigerweise theil— haft mache und dadurch gestärkt werde, Dir auf Deinem Tugendwege nachzufolgen. Ich nehme Dich auf in mein Herz, um mit Dir eines Willens zu werden. Komm' denn, o Geliebter meiner Seele, komm' und besitze mich ganz durch Deine heiligmachende Gnade. Verzeihe mir meine Sünden, die ich vom Herzen bereue, weil sie Dir, o liebenswürdigster Gott! unendlich miß⸗ fallen. Nimm Alles von mir, was mich von Dir abzieht; heile mich, erquicke mich, erleuchte mich, lehre und reinige mich, verzehre in mir durch das Feuer Deiner Liebe, was Du Sünd⸗ haftes antreffen wirst. Führe und regiere mich, damit ich zunehme in Deiner heiligen Liebe, und diene Dir bis in den Tod. 1. Betrachtet Ihn in Schmerzen Wie er Sein Blut vergießt, Seht wie aus Jesus Herzen Der letzte Tropfen fließt! Er nimmt hinweg die Sünden, Er trug all' uns're Schuld: Bei Gott läßt Er uns finden Den Frieden, Seine Huld. 2. Herr! ich bin nicht würdig Zu Deinem Tisch zu geh'n; Du aber mach' mich würdig, Erhör' mein kindlich' Fleh'n! O stille mein Verlangen, Du Seelenbräutigam! Im Geist Dich zu empfangen, Dich wahres Gotteslamm! Schlußgebet. ö Verleihe uns, o barmherziger Gott! daß wir mit den Wonnen des allerheiligsten Her— zens Deines geliebten Sohnes also erfüllet wer— den, daß wir, der Welt abgestorben, Dir allein leben mit demselben Herrn Jesus Christus, Dei— nem eingebornen Sohne, Der mit Dir lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen. Nun ist das Lamm geschlachtet, Das Opfer ist vollbracht! Wir haben jetzt betrachtet, Gott! Deine Lieb' und Macht. Du bist bei uns zugegen: Aus Deinem Gnadenmeer, Ström' uns Dein Vatersegen ö Durch dieses Opfer her! —2— * 1. De Auge Was den in E sterb höch drück nehy dami und ben, ses 5 ben ehre Eröf ich e ich d Erhö tigkei schöp 2. Des mein r Gott! daß iligsten Her⸗ erfüllet wer⸗ „Dir allein hristus, Dei⸗ Dir lebt und — — 81— Verehrung. der Geheimnisse des Herzens ZJesus. 1. Der Cröffnung Desselben, mit der Bitte um den Eingang in dieses höchste Heiligthum. O von Liebe beherrschtes und durch alle Augenblicke Deines Lebens leidenvolles Herz! Was Zacharias vorausgesagt hat:„Sie wer— den sehen, Wen sie durchstochen haben,“ ging in Erfüllung. Weil Du nicht nur schmerzvoll sterben, sondern auch nach dem Tode Deiner höchsten Liebe noch das Siegel wolltest auf— drücken lassen, öffnete Dich ein Soldat mit sei— ner Lanze und durchbohrte Dich. Dieß geschah, damit mir der Eingang zu Dir offen stehe, und ich zur Zeit der Trübsal mich dahin bege⸗ ben, und Trost oder Licht mir holen könne. O laß' doch jederzeit meine Bitten in Die⸗ ses Heiligthum gelangen, so oft ich vor demsel⸗ ben meine Hände und Augen erhebe. Ich ver— ehre von ganzem Herzen diese geheimnißvolle Eröffnung, und schließe mich in sie ein. Wenn ich eines bedrängten Herzens sein werde, will ich da hineingehen und so lange bitten, bis ich Erhörung finde. Aus dieser Quelle aller Gü— tigkeit werde ich Trost und Licht mit Freude schöpfen. ö ö 2. Des Blutes, das aus dem heiligsten Herzen Jesus floß, mit der Bitte um ein reumüthiges Herz. O süßes Herz! ach, wie viel hat Dich meine Seele gekostet. Den letzten Blutstropfen — 82— mußtest Du vergießen, um die Härte meines undankbaren Herzens zu erweichen. Ehre, Preis und Dank sei Dir für eine solche Liebe, ich bitte Dich, daß Du mit jenem Blute, Welches aus Deinem allerheiligsten Herzen geflossen, mein Herz in bittere Zerknirschung zerfließen machen möchtest. O! verleihe mir die Gabe der Reue, daß ich aus Liebe zu Gott alle Vergehungen meines Herzens mit aufrichtigen Thränen beweine. 3. Des Wassers, das mit Blut aus dem Herzen Jesus hervorkam, mit der Bitte dieses heiligste Herz bald zu sehen⸗ O göttliches Herz es floß mit dem Blute zugleich Wasser aus Dir, ein Zeichen, daß durch den Lanzenstich das Innerste Deines Herzens verletzt worden ist. Ich verehre dieses gebe— nedeite Wasser, und rufe Es über mich an. O Quelle des lebendigen Wassers! ergieße Dich in mein Herz, damit alle Begierden desselben nur zu Gott gerichtet seien. Wann wird doch einmal die glückliche Zeit kommen, wo meine Liebe nur nach Dir trach-⸗ ten, und Deine Liebe mir Alles in Allem sein wird? wo ich nur durch Dich, o mein wahres Leben! leben, und nur durch Dich ewig glückse— lig sein werde? Wann werde ich endlich Alles verlassen, um Dich zu besitzen? wann werde ich zu der so erwünschlichen Seligkeit gelangen, Dich, o unendliche Schönheit und höchstes Gut zu sehen? Wie ein lechzender Hirsch eine Wasserquelle sucht, seinen Durst zu löschen: also sehnet sich irte meines Ehre, Preis Liebe, ich te, Welches flossen, mein ßen machen e der Reue, ngen meines beweine. Jesus hervorkam, sehen. dem Blute n, daß durch nes Herzens dieses gebe⸗ mich an. O ergieße Dich den desselben glückliche Zeit ch Dir trach⸗ n Allem sein mein wahres ewig glückse⸗ endlich Alles inn werde ich eit gelangen, höchstes Gut e Wasserquelle lso sehnet sich — 83— meine abgemattete Seele nach Dir, o Brunn-— quell alles Trostes! Mein Herz und mein Fleisch werden in dem Augenblicke vor Freuden entzückt, da ich an die Glückseligkeit denke, Dich einst in endloser Ewigkeit sehen zu können. Ach! wann werde ich vor Dir erscheinen, Dich sehen, mit und in Dir mich ohne Ende erfreuen! 4. Der Liebesflammen, die aus dem heiligsten Herzen Jesus her⸗— vorbrachen, mit der Bitte von denselben ergriffen zu werden. O liebeglühendes Herz! was für heilige Liebesflammen sehe ich aus Deinem Wundmale hervorbrechen. O Geheimniß der Liebe! das in Dir so lange verborgen lag, und auf einmal entdeckt ward Mein süßester Jesus! wie werde ich Dir würdig genug danken können, daß Du Deine Liebe uns also bezeigen wolltest? Wann werde ich anfangen, von ganzem Herzen jenes Herz zu lieben, Das mich zuvor geliebt, und aus Liebe zu mir Sich zu Tod geblutet hat? O himmlische und verehrungs— würdige Liebesflammen! Machet, daß ich alle— zeit brenne und nur allein zu Jenem seufze, Der an dem schimpflichen Kreuzesholze aus Liebe zu mir nicht nur hat sterben, sondern Seinen Leichnam an der Seite mit einer Lanze wollte durchbohren lassen. 5. Der Dornenkrone des heiligsten Herzens Jesus, mit der Bitte um ein geduldiges Herz. O leidensvolles Herz! ich erinnere mich eben so mitleidig als dankbar: wie die grau— samen Kriegsknechte in das anzubetende Haupt, — 4— Dem sich alle Knie beugen, einen aus Dor⸗ nen geflochtenen Kranz so hineindrückten, daß die Dornen alle Adern durchbohrten, und das heiligste Angesicht wegen des häufig herabrin⸗ nenden Blutes ganz roth färbten. Ach, wie schmerz⸗ lich mußtest Du die Früchte des über die Erde gesprochenen Fluches tragen! Wer betrachtet Deine Geduld! Ich bete Dich in diesem ärmlichen Zustande mit allen Engeln an, und danke Dir für Deine Qual und Schmach. Schamröthe bedeckt mich, und ich getraue mich nicht, meine Augen zu Dir zu erheben; denn nach so vielen Sünden, welche Dich mit Leid umwunden, mag ich oft nicht einmal etwas Weniges mit Geduld er⸗ tragen, oder mich in etwas abtödten. O stark⸗ müthiges Herz! wirst Du nicht einmal die Schwachheit meines Fleisches durch die Kraft Deiner Liebe überwinden? O Herz des Gottes der Geduld! gib meinem Herzen diese himmli— sche Tugend, daß ich bei den Drangsalen dieses Lebens, die für uns verwiesene Kinder Evas wie die Dornen mit den Rosen heranwachsen, durch ein stilles, gelassenes Brtragen die Dor-— nen Deiner heiligen Krone verehre. 6. Des Kreuzes in dem heiligsten Herzen Jesus, mit der Bitte, um Liebe zu dem Kreuze O Jesus, meine gekreuzigte Liebe! wäh⸗ rend Deines ganzen Aufenthaltes unter den Menschen warest Du voll Mühseligkeit, von Kreuz und Feinden immer umgeben; am Kreu⸗ zesh dern Mee verse lang woll mit und einpt mit Du einer gebe Soh Erde zen aber Geh— schaf ich n mein größ Glüe Schi Kreu diget aus Dor⸗ ickten, daß „und das herabrin⸗ vie schmerz⸗ er die Erde betrachtet en Zustande für Deine edeckt mich, Augen zu en Sünden, mag ich oft Geduld er— en. O stark⸗ einmal die h die Kraft des Gottes siese himmli⸗ gsalen dieses einder Evas eranwachsen, zen die Dor⸗ mit der Bitte, um Liebe! wäh— 6unter den eligkeit, von n; am Kreu⸗ — 858— zesholze aber, worauf Du zwischen zwei Mör-— dern gestorben, von der Fluth eines ganzen Meeres der Trübsal umrungen, in Bitterkeit versenkt, und auch nach dem Tode, wo Du schon lange in der Herrlichkeit des Vaters throntest, wolltest Du Dich in keiner andern Gestalt, als mit dem Kreuze gezieret, den Menschen zeigen, und dadurch in ihr Herz diese hohe Wahrheit einprägen: daß Derjenige, welcher sich nicht mit Dir im Kreuze rühmt, und nicht liebt, was Du liebtest, Deiner nicht werth ist, weil Gott einer christlichen Seele keine größere Gnade geben kann, als wenn Er sie mit Seinem Sohne an dem Kreuze leben und sterben läßt. O Herz des Herrn des Himmels und der Erde! Der diese Dinge den Weisen und Stol— zen verborgen, den Kleinen und Demüthigen aber geoffenbaret hat, ich verehre dieses große Geheimniß, und bitte: Drücke diese Wissen— schaft der Heiligen tief in mein Herz ein, daß ich meinen ganzen Reichthum in der Armuth; meine größte Ehre in der Verachtung; meine größte Wonne im Leiden; und mein großtes Glück darin finde, wenn ich auf Erden das Schicksal meines bedrängten, leidenden und am Kreuze sterbenden Heilandes zu theilen gewür— diget werde. Amen. Besuchung und Begrüßung des göttlichen Herzens Jesus und des unbefleckten Herzens Maria. (Auf alle Cage der Woche.) (Diese Gebete können auch vor und bei der Anhörung der hei⸗ mit Messe, over auch beim Empfange der. heiligen Communion mit einigen unbedeutenden Aenderungen verrichtet werden.) Die Besuchung und Begrüßung des göttlichen Herzens Jesus im hochwürdigsten Sacramente des Altars und bei der heiligen Messe, ist eines der kräf⸗ tigsten Mittel, sich mit den Schätzen dieses Herzens zu bereichern. Unzählige Heilige und Diener Gottes ha— ben die Wahrheit dieser Behauptung erprobt. Durch diese Besuchung und Anbetung des heiligsten Herzens Jesus werden wir alle Unehre, deren wir uns gegen dasselbe schuldig gemacht haben, zum Theile ersetzen können. Wir bezeugen so unserem höchsten Könige die Ihm schuldige Treue und Dienstfertigkeit; wir erstat⸗ ten dem Bräutigam unserer Seele unsere pflichtmä— ßige Gegenliebe; wir erlangen endlich Trost, Beru— higung und Hilfe in allen unseren Anliegen und Nöthen. So verfüge dich denn, andächtige Seele! So oft du kannst, und du kannst gewiß recht oft, wenn du nur ernstlich willst, zu deinem gnadenreichen Herzen Jesus im Sacramente und zum geheimnißvollen Opfer der heiligen Messe. Bist Du aber in Wahrheit wirk— lich verhindert, Ihn in der Kirche zu besuchen, so wende dein Herz und dein Angesicht zu diesem Gna— denthron. Suche bei Jesus Trest in deiner Betrübniß, Rath in deinen Zweiseln, Hilfe und Beistand in dei— nen Leiden, Erleuchtung in deinen Finsternissen, und Ermuthigung in deinen Trockenheiten. Bekenne Ihm mit unverhehlter Zuversicht deine Sünden, vertraue Ihm deine Unvollkommenheiten, bösen Gewohnheiten und Versuchungen; theile Ihm alle deine Noth und gegebe vor, di dieser Gebete bereite Uebun 9 uns J Tag u fest ga erbarn men, daß D ligsten Geiste keit bei bendige meine den,! züglich hast, 2 nisse m chen Herzens 5 Maria. ‚ nhörung der hei⸗ igen Communion werden.) des göttlichen cramente des zines der kräf— ses Herzens zu er Gottes ha— rprobt. Durch igsten Herzens wir uns gegen Theile ersetzen ten Könige die it; wir erstat⸗ sere pflichtmä— Trost, Beru- Anliegen und Seele! So oft oft, wenn du reichen Herzen nißvollen Opfer Wahrheit wirk— besuchen, so diesem Gna⸗ iner Betrübniß, Zeistand in dei— isternissen, und Bekenne Ihm nden, vertraue Gewohnheiten deine Noth und — 672 Drangsal mit. Gehe hin, Ihn zu loben, Ihn anzube— ten, Ihn zu begrüßen, Ihm zu danken; gehe zu Ihm, als zu Deinem liebsten Vater, Deinem auserwählten Bräutigam und treuesten Freunde. Gehe hin zu Ihm, um dich mit Ihm in Liebe zu vereinigen; Ihn um ein einstiges gnädiges Gericht zu bitten und dich ganz in Sein Herz zu versenken. Und während du hingehst, um auf die eben an— gegebene Weise dein Seelenheil zu besorgen, stelle dir vor, du seist mitten im Herzen Jesus verborgen. In dieser heiligsten Zufluchtsstätte bete die nachfolgenden Gebete, zu denen du dich durch folgende Uebung vor— bereiten kannst. Uebung, beim Anfange einer jeden Besuchung und Begrüßung zu erwecken. Mein Herr Jesus Christus! aus Liebe zu uns Menschen bist Du in dem Sacramente Tag und Nacht zugegen. Du wartest und ru— fest ganz liebevoll, Du suchest und nimmst mit erbarmungsvollem Herzen auf Alle, die da kom— men, Dich zu besuchen. Ich glaube und bekenne, daß Du wahrhaft und wesentlich in dem hei— ligsten Altarssacramente gegenwärtig bist. Im Geiste der Demuth, im Staͤube meiner Nichtig— keit bete ich Dich, als meinen wahren und le— bendigen Gott hier an. Ich danke Dir, so viel meine Kräfte vermögen, für die zahllosen Gna— den, die Du mir hast zukommen lassen; vor⸗ züglich aber dafür, daß Du Dich gewürdigt hast, Dich Selbst in diesem göttlichen Geheim— nisse mir zu schenken, Deine allerheiligste Mut⸗ —————————— — 88— ter mir zur Fürsprecherin zu geben, und mich zu Deinem Besuche in diese Kirche heute aber⸗ mals zu rufen. So will ich denn jetzt Dein allerheiligstes und liebevolles Herz in dreifacher Absicht grü⸗ ßen: erstens, um Dir für diese unschätzbare Gabe des Besuches innigst zu danken; zweitens, um alle Unbilden und Entheiligungen, die Du in diesem Sacrramente von Deinen Feinden, den Irr⸗ und Ungläubigen und gottlosen Katholiken je erduldet hast, zum Theile zu ersetzen; end⸗ lich drittens, um Dich durch die gegenwärtige Besuchung an allen jenen Orten der Erde wür⸗ dig anzubeten, an welchen Du, mein liebens⸗ würdiger Heiland! in diesem Sacramente der Liebe, die allerwenigste Ehrenbezeugung erfährst, und ganz verlassen Dich aufhältst. Göttlicher Jesus! ich liebe Dich aus meinem ganzen Her⸗ zen. Es reuet und schmerzet mich über Alles, daß ich bisher Deiner unendlichen Güte so vie⸗ les Mißfallen verursacht habe! Mit dem Bei⸗ stande Deiner Gnade nehme ich mir vor, Dich in Zukunft nicht mehr zu beleidigen. Ich erkenne zwar, daß ich armselig und elend bin; indessen wage ich es doch, mich an dem heutigen Tage Dir zum Opfer darzubrin-⸗ gen. Ich widme mich dem Dienste Deiner Ma⸗ jestät. Ich entsage auf immer meinem eigenen Willen. Dir übergebe ich ohne Ausnahme und Vorbehalt Alles, was ich bin und besitze. Von nun an verfahre mit mir und mit Dem, was mein voner zu w Liebe vollke lens. im F beson cram geben baren fahre Du legen Buße hen würd nem einigt Vate Nam und Du l ewige licher und digste brenr zehrt zeben, und mich irche heute aber⸗ ein allerheiligstes icher Absicht grü— diese unschätzbare danken; zweitens, ligungen, die Du inen Feinden, den ttlosen Katholiken zu ersetzen;end⸗ die gegenwärtige ten der Erde wür⸗ Du, mein liebens⸗ Sacramente der bezeugung erfährst, fhältst. Göttlicher einem ganzen Her⸗ t mich über Alles, lichen Güte so vie⸗ be! Mit dem Bei⸗ ich mir vor, Dich eidigen. 6 ich armselig und hes doch, mich an Opfer darzubrin⸗ dienste Deiner Ma— ier meinem eigenen hne Ausnahme und in und besitze. Von und mit Dem, was — 89— mein ist, nach Deinem Wohlgefallen. Fern sei von mir in Zukunft etwas Anderes zu suchen, zu wünschen oder zu begehren, als Deine heilige Liebe, Deine unendliche Barmherzigkeit und die vollkommene Erfüllung Deines göttlichen Wil— lens. Ich empfehle Dir auch die armen Seelen im Fegfeuer, vorzüglich diejenigen, welche mit besonderer Andacht diesem hochheiligsten Sa— cramente und Deiner unbefleckten Mutter er— geben waren. Lasse sie noch heute die wunder— baren Wirkungen Deiner Barmherzigkeit er— fahren. Ich empfehle Dir noch alle Sünder, daß Du Dich ihrer erbarmen, und ihnen Zeit, Ge— legenheit und thätigen Willen, durch wahre Buße zu Dir zurückzukehren, gnädigst verlei— hen wollest. Endlich vereinige ich, liebens— würdigster Heiland! alle meine Bitten mit Dei⸗ nem von Liebe brennenden Herzen und so ver— einigt opfere ich dieselben Deinem himmlischen Vater auf, und bitte Ihn durch Deinen heiligen Namen, daß Er sie Dir zu Liebe aufnehmen und erhören wolle. Ich grüße Dich, o göttliches Herz Jesus! Du lebendige und lebendigmachende Quelle des ewigen Lebens, Du brennendes Feuer der gött— lichen Liebe! Du bist der Ort meiner Ruhe und meine sichere Zuflucht. O mein liebenswür— digster Erlöser! entzünde mein Herz mit jener brennenden Liebe, welche Dein Herz ganz ver⸗ zehrt; gieße jene himmlischen Gnaden in mein 6 — 0— Herz aus, deren Quelle Dein Herz ist; vereinige mein Herz so enge mit Deinem, daß Dein Wille auch der meine werde, und der meine sich allezeit nach dem Deinen richte; denn ich verlange nichts Anderes, als daß Dein heiliger Wille in Zukunft die einzige Richtschnur aller meiner Wünsche und Werke sein möge. Amen. Nach dieser Uebung mache die für jeden Tag bestimmte Be⸗ suchung und Begrüßung. Sonntag. Vesuchung des allerheiligsten Herzens Zesus. Sehet das Lamm Gottes, Welches hin⸗ wegnimmt die Sünden der Welt? sehet die Güte und Barmherzigkeit Jesus, Der zu uns spricht:„Ich bin bei euch bis an das Ende der Welt.“ Matth. 28. Jesus Christus! Du wahrer Hohepriester! Der Du Dich Gott, dem Vater, als ein reines und unbeflecktes Opferlamm auf dem Altare des Kreuzes für uns arme Sünder dargebracht; Der Du uns Dein Fleisch zur Speise, Dein Blut zum Tranke dargereicht, und so in der Kraft Deines heiligen Geistes dieses Geheimniß eingesetzt hast, mit den Worten: So oft ihr dieses thut, so thut es zu Meinem Andenken: Ich bitte Dich durch Dein Blut, den theuren Preis unserer Erlösung, und durch Deine wunderbare, unaussprechliche Liebe Deines Herzens, mit wel⸗ cher Du uns Dürftige und Unwürdige zu um⸗ fassen seren test, heilig nes g furcht mir d dem gläub fällig in me ohne verkür ergrü hüllt. die reiner von chen bevoll ster; her w schäm des Hand herzlo sterun Zwiet Schat zu un ihr he herz ist; vereinige nem, daß Dein „und der meine richte; denn ich daß Dein heiliger Richtschnur aller sein möge. Amen. den Tag bestimmte Be⸗ Herzens Zesus. es, Welches hin⸗ Welt; sehet die sus, Der zu uns bis an das Ende ihrer Hohepriester! iter, als ein reines mauf dem Altaͤre ünder dargebracht; zur Speise, Dein ht, und so in der s dieses Geheimniß orten: So oft ihr dem Andenken: Ich den theuren Preis Deine wunderbare, Herzens, mit wel— Unwürdige zu um⸗ 00— fassen Dich würdigest, so daß Du uns von un—⸗ seren Sünden durch Dein Blut reinigen woll— test, lehre mich durch die Unterweisung des heiligen Geistes dieses allerheiligste Herz mei— nes göttlichen Erlösers mit gebührender Ehr⸗ furcht, Andacht und Liebe anzubeten! Schenke mir die Gnade, daß ich allezeit an Jesus in dem geheimnißvollen Sacramente des Altars gläubig spreche und denke was Ihm wohlge— fällig ist und meiner Seele frommt! Es kehre ein in mein Herz Dein guter Geist, der leise und ohne Wartgeräusch Deine ganze Wahrheit mir verkünde; denn Deine Offenbarungen sind un⸗ ergründlich tief, und mit heiligem Schleier ver— hüllt. Nach der Fülle Deiner Huld verleihe mir die Gnade Dir mit lauterem Herzen und mit reinem Geiste zu dienen. Befreie mein Inneres von allen befleckten, bösen, eitlen und schädli— chen Gedanken! Umschirme mich mit dem lie— bevollen und treuen Schutze Deiner seligen Gei— ster; laß' sie mit kräftigen Schilde um mich her wachen, damit die Feinde alles Guten be— schämt von mir fliehen müssen. Durch die Kraft des göttlichen Herzens Jesus und durch die Hand Deiner Engel verscheuche von mir den herzlosen Geist der Hoffart, des Neides, der Lä— sterung, der Unlauterkeit, der Habsucht, der Zwietracht und des Mißtrauens! Es müssen zu Schanden werden Alle, die uns verfolgen und zu unserem Verderben stets geschäftig sind! O ihr heiligen Seraphim! ihr stehet hier vor eurem 6 — 2— und vor meinem Gotte, brennend vor Liebe gegen Ihn, entflammet auch mich, o ihr lieben— den heiligen Engel! in Liebe gegen meinen Gott. O süßestes Herz Jesus, Du Altar der Gott— heit, auf dem das heilige Opferfeuer der höch⸗ sten Liebe in ewigen Flammen brennt! in Ver⸗ einigung mit allen Chören der Engel, bete ich Dich in Demuth meines Herzens an. Göttliches, aus Liebe zu uns Menschen verwundetes Herz! Du Zufluchtsstätte aller betrübten Herzen! zu Dir erhebt mit süßen Vertrauen sich mein Herzz denn aus Dir quillt, wie aus ihrem Urquell, die Barm⸗ herzigkeit. Aus Dir fließt Gnade den Sündern, Trost den Betrübten, Heil den Kranken, Erbar⸗ mung Allen, die in Liebe zu Dir flehen. Für⸗ wahr! Du bist das Herz des liebreichsten Va⸗ ters, des treuesten Freundes, des zärtlichsten Bruders, des geliebtesten Bräutigams treuer Seelen. Aller Namen stehen in Dir, in dem Buche des Lebens, mit unauslöschlicher Schrift der Liebe geschrieben Eines jeden Einzelnen denkst Du, o Jesus, Herz aller Herzen der Milde und ewigen Huld! mit so süßer Freundlichkeit, als wäre er das einzige Wesen in der ganzen unermeßlichen Schöpfung Wer Dich erkennt, von dessen Herz bleibt ewig die Verzweiflung fern; wer Dich gefunden, der hat den größten Schatz des Himmels und der Erde gefunden; wer Dich liebt, dem wird die Eingangspforte zum Paradiese aufgethan. Du ir bist. Dir b keit w Dichei Weil wesent und ke ein. wirklie mit D Dir tr end vor Liebe h, o ihr lieben⸗ gegen meinen Altar der Gott⸗ feuer der höch— rennt! in Ver⸗ Engel, bete ich zan. Göttliches, wundetes Herz! Herzen! zu Dir nein Herz; denn quell, die Barm⸗ )e den Sündern, Kranken, Erbar⸗ Dir flehen. Für⸗ ebreichsten Va— des zärtlichsten iutigams treuer Dir, in dem schlicher Schrift seden Einzelnen herzen der Milde r Freundlichkeit, min der ganzen r Dich erkennt, die Verzweiflung hat den größten Erde gefunden; Eingangspforte O heiliger Josef, Der Du von Gott er— wählt worden bist, ein würdiger Bräutigam Maria und ein sorgfältiger Pflegevater Jesus zu sein! O welche große und viele Gnaden sind Dir aus den zwei allerheiligsten Herzen Jesus und Maria zugeflossen, Welche Du so viele Jahre lang in Deiner Verwaltung und Obsorge gehabt hast. Ich bitte Dich durch jene Liebe, durch welche Dein reines Herz mit diesen zwei Herzen vereinigt war, siehe an mein armes Herz und mache durch Dein mächtiges Fürwort bei Jesus und Maria, daß mein Herz jederzeit mit den zwei Herzen vereinigt lebet, besonders aber in der Sterbestunde in Gnade aufgenommen werde. Amen. Geistige Communion. O göttliches Herz Jesus! ich glaube, daß Du im hochwürdigsten Sacramente gegenwärtig bist. Ich liebe Dich über Alles, aus Liebe zu Dir bereue ich alle meine Sünden; in Ewig— keit will ich nicht mehr sündigen. Ich verlange, Dich in meiner Seele gegenwärtig zu haben. Weil es mir aber jetzt nicht gestattet ist, Dich wesentlich zu empfangen, so komme geistigerweise und kehre mit Deiner Gnaͤde in mein Herz ein. Ich umfasse Dich, o Jesus! als schon wirklich gegenwärtig und vereinige mich ganz mit Dir, lasse nicht zu, daß ich mich jemals von Dir trenne. ö 6* — 34— So bist Du, Jesus, jetzt bei mir, O! laß' mich Dich umarmen) Bleib', o Geliebter! bleib bei mir, Weich' nur nicht von mir Armen. Bleib' hier, geliebter Bräutigam! Sieh' mich Dir ganz ergeben; Ach bleib' bei mir, Du Gotteslamm, Nur Dir, Dir will ich leben. O mach' mein Herz zu deinem Thron, Du König reiner Seelen! Mit Dir wünsch' ich, o Gottes Sohn! Mich ewig zu vermählen. Ganz soll Dein Herz dus meine sein, Dieß bitte ich vor allen; ö Mach', daß ich immer keusch und rein, Dir möge wohlgefallen. Und bis Du kommst, will ich mein Herz, Dir treu und fromm erhalten, Und nie, quält auch der Trennung Schmerz, Soll meine Lieb' erkalten. Gib, daß ich voll Geduld und Reu', O Jesus willig sterbe, Mein letztes Wort Dein Name sei, Daß ich den Himmel erbe. Amen. Bitten zum Herzen Jesus. O göttliches Herz Jesus, erfülle unsere Hoffnung, die wir auf Dich setzeu; laß' uns die Fülle Deiner Gnade genießen, und entzünde in uns das Feuer Deiner Liebe, daß wir ohne Unterlaß Dich lieben. amm, Thron, Sohn! e sein, nd rein, iein Herz, ung Schmerz, Reu', e sei, men. sus. erfülle unsere tzeu; laß' uns „„‚ und entzünde daß wir ohne — 95— Allerheiligste Seele Christus heilige mich. ö Hochheiliger Leib Christus rette und bewahre mich. Dein theures Blut tränke mich. O kostbares Blut Christus erquicke mich. Der Schmerz Deines Herzens zerknirsche mich. Von Dir laͤß' nimmer scheiden mich. O barmherzigster Jesus erhöre mich. Die Gnade Deines Herzens belehre mich. Das Wasser der Seitenwunde Christus wasche mich. O bitterstes Leiden Christus stärke mich. In Deinen heiligen Wunden verberge mich. Vor dem argen Feinde beschütze mich. Lasse von Dir nicht trennen mich. In Dein süßes Herz verschließe mich. Hier zeitlich und dort dwiglich. Die Glorie Deines Herzens verkläre mich. Der Glanz Deines Herzens erleuchte mich. Das Wasser Deines Herzens reinige mich. Das Vlut Deines Herzens heilige mich. Das Kreuz Deines Herzens stärke mich. Die Dornenkrone Deines Herzens schmücke mich. Die Wunde Deines Herzens verschließe mich. Der Geist Deines Herzens belebe mich. Die Glut Deines Herzens entzünde mich. Die Flamme Deines Herzens verzehre mich. Die Liebe Deines Herzens entzücke mich. Die Anschauung Deines Herzens verwandle mich. Die Freude Deines Herzens beselige mich. Der Besitz Deines Herzens ersättige mich. In Dein süßes Herz versenke mich. Laß' leben dort und sterben mich. Auf daß ich stets mehr liebe Dich. In der Stunde des Todes rufe mich. Und heiße zu Dir kommen mich. Auf daß ich mit Deinen Heiligen lobe Dich. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Segen. O göttlicher Heiland! segne mich mit dem Segen Deines Herzens! jenes Herzens, aus Welchem aller Segen für Himmel und Erde geflossen ist. Gib mir den Kuß der Liebe und des Friedens aus Deinem gebenedeiten Herzen, damit meine Seele, mein Herz, mein Verstand, mein Wille und mein Gedächtniß gesegnet sei und gesegnet bleibe in Ewigkeit. Mein Herr Jesus Christus! um jener Bit— terkeit willen, die Du am Kreuzes stamme er— duldet hast, als Deine gebenedeite Seele von Deinem allerheiligsten Leibe Sich trennte, habe Barmherzigkeit mit meiner sündigen Seele, wenn sie aus diesem gebrechlichen Körper auswan⸗ dern und in die Ewigkeit eingehen wird. Und Du, heiligste Jungfrau und Mutter Maria! Die Du so sehr wünschest, Deinen Sohn geliebt, verehrt und angebetet zu sehen! ge⸗ währe mir die Gnade, um welche ich gegen— wärtig bitte: Verschaffe mir eine glühende Liebe zu Jesus Christus. Dein Sohn versagt Dir nichts, um was Du Ihn bittest. Bitte Ihn also für mich. Flöße mir auch eine unwandelbare, ver—⸗ trauensvolle Liebe zu Dir ein, Die Du Gott am meisten liebest und am innigsten von Ihm geliebt wirst. Um des namenlosen Schmerzens willen, den Du, gebenedeite Jungfrau und Mut⸗ ter! empfunden hast, als Du Deinen Jesus den Tod am Kreuze sterben sahst! erlange mir einen ie mich mit dem Herzens, aus umel und Erde der Liebe und nedeiten Herzen, mein Verstand, miß gesegnet sei s! um jener Bit⸗— euzes stamme er— deite Seele von ich trennte, habe igen Seele, wenn Körper auswan⸗ zehen wird. rau und Mutter est, Deinen Sohn et zu sehen! ge— welche ich gegen— ine glühende Liebe dersagt Dir nichts, tte Ihn also für wandelbare, Get— in, Die Du Gott— migsten von Ihm S En DS losen Schmerzens ingfrau und Mut⸗ Deinen Jesus den Herlange mir einen — sus 1 0 ria! ein lichen da in bitte Deine denrei meine damit darau Furch ö diesem stets 3 und er Begrüf 2 Herzen ter me — 87— glückseligen Tod, damit ich durch die Liebe Je⸗ sus und durch Deine, meine Mutter! dahin gelange, Euch Beide in alle Ewigkeit im Him— mel zu lieben und zu preisen. Amen. „Gelobt und gebenedeit sei ohne End' Das allerheiligste göttliche Sacrament.“ Verehrung des Herzens Maria. O heilige, unbefleckte Gottesgebärerin Ma— ria! ich verehre jetzt zugleich Dein heiliges Herz, ein Meer aller Gnaden, welche von dem gött— lichen Herzen Jesus in das Deinige und von da in das Herz der Menschen ausfließen. Ich bitte Dich durch das verwundete Herz Jesus, Deines Sohnes, empfehle mich in dieses gna— denreiche, von der Liebe durchbohrte Herz: Lege meine Bitte und alle meine Anliegen darein, damit die Kraft des kostbaren Blutes, welches daraus geflossen ist, mein Herz mit kindlicher Furcht und Liebe durchdringe. Erlange mir von diesem Herzen, damit ich in der Liebe zu Demselben stets zunehme, und dort meine Wohnung nehme und endlich in Seiner Gnade sterbe. Amen. Begrüßung des heiligen und unbefleckten Herzens Maria. Ich verehre und grüße Dich vom ganzen Herzen, heiliges und unbeflecktes Herz der Mut— ter meines Gottes, Maria! in jener Erwür— 398— digkeit, womit Dich Gott der Vater durch den Engel gegrüßet, und durch seine Allmacht von der Erbsünde befreit hat. Ich verehre und grüße Dich vom ganzen Herzen heiliges und unbe— flecktes Herz der Mutter meines Gottes, Maria! in jener Liebe, mit der Dich der Sohn Gottes durch Seine Weisheit erleuchtet und zu einem hellglänzenden Stern, der Himmel und Erde erfreuet, gemacht hat. Ich verehre und grüße Dich vom ganzen Herzen, heiliges und unbe— flecktes Herz der Mutter meines Gottes, Maria! in jener Weisheit und Süßigkeit des heiligen Geistes, womit Er Dich ganz durchdrungen, und so gnadenvoll gemacht hat, daß Jeder, der durch Dich Gnade sucht, dieselbe findet. Sei gegrüßt, Du Lilie der heiligsten Drei— einigkeit! herrliche Rose des Himmels, Mut— ter der Barmherzigkeit! Gegrüßet seist Du, Herz Maria, voll der Gnaden! der Herr ist mit Dir: Du bist gebenedeiet unter den Herzen und gebenedeiet ist das Herz Jesus, Deines gött— lichen Sohnes, das in Dir neun Monate ge— ruhet hat. Heiliges Herz Maria! sei bei dem Herzen Jesus unsere Zuflucht; verschaffe uns Allen die zu unserm ewigen Heile nöthigen Gna— den, und bitte für uns jetzt und in der Stunde des Todes Amen. ů und quicke möcht Gastn dienst und und 2 der S welche den. gebiet aus de zu Di der S Deine nur fü so seuf Errett Wund Schwe meiner Deine J Unendl herab, ter durch den Allmacht von hre und grüße 's und unbe— zottes, Maria! Sohn Gottes und zu einem nel und Erde jre und grüße es und unbe— zottes, Maria! t des heiligen durchdrungen, daß Jeder, der e findet. ö eiligsten Drei— immels, Mut⸗ et seist Du, der Herr ist mit en Herzen und Deines gött⸗ n Monate ge— n! sei bei dem verschaffe uns nöthigen Gna— in der Stunde — 699— Montag. Desuchung des allerheiligsten Herzen Zesus. Uebung wie Seite 87. „Kommet alle zu Mir, die ihr mit Arbeit und Mühsal beladen seid, Ich will euch er— quicken.“ Matth. 11. O gütigster Herr, Jesus Christus! Nahen möchte ich Sünder zum Tische Deines süßesten Gastmahles; nicht im Gefühle eigenen Ver— dienstes, sondern im Vertrauen auf Deine Huld und Barmherzigkeit. Ich erschaue mit Furcht und Beben in mir ein Herz und einen Leib von der Sünde befleckt, einen Geist und eine Zunge, welche nicht genug bezähmt und bewacht wor— den. O erbarmungsreicher Gott! o Ehrfurcht gebietende Majestät! siehe! ich Armer fliehe aus dem Dornengewinde meiner Sündhaftigkeit zu Dir, dem Quell aller Güte, eile zu Dir mit der Sehnsucht nach Heilung; ich fliehe unter Deinen Schutz; und da ich Dich als Richter nur fürchten, und Deine Ungnade besorgen muß, so seufze ich zu Dir, als meinen Heiland und Erretter! Siehe, o Herr! ich entdecke Dir meine Wunden; ich verberge nicht vor Dir meine Schwachheit! Ich erkenne die Menge und Größe meiner Sünden, für deren Vergebung ich um Deine unendliche Barmherzigkeit bitte. Ich hoffe, o geöffnetes Herz Jesus auf die Unendlichkeit Deiner Erbarmung! Schaue also herab, o Jesus Christus, auf mich mit dem Blicke ¶ — 100— Deiner huldvollen verzeihenden Liebe; Du ewi⸗ ger König! Gott und Mensch! Du wegen des sündigen Menschen Versöhnung am Kreuzes⸗ holze Gestorbener! Erhöre mich, der auf Dich vertraut! erbarme Dich meiner, da ich im Ge— fühle meiner Sündhaftigkeit und meines Elen⸗ des zu Dir rufe! Du, Der Du den Quell Dei⸗ ner Huld nie versiegen lassest! Sei gegrüßet, o Herz meines Erlösers, Du heilbringendes Opfer, das für meine und der ganzen Welt Erlösung am Holze des Kreuzes geschlachtet wurde! Sei gegrüßt edles, süßes, köstliches Blut, das aus den Wunden meines gekreuzigten Herrn Jesus Christus geflossen ist und die Sünden der gan⸗ zen Welt abgewaschen hat! Gedenke, o Herr, Deines Geschöpfes, welches Du mit Deinem Blute erlöset hast! Es schmerzt und reuet mich sehr, daß ich gesündiget habe! Nimm, gütiger Vater, alle meine Vergehungen von mir, auf daß ich, rein am Geiste dem allerheiligsten Opfer beiwohne. O Gott der Barmherzigkeit, es reuet mich sehr, daß ich so viele Zeit habe vergehen lassen, ohne Dich zu lieben. Ach! könnte ich doch alle jene Augenblicke, die ich im Genusse der Eitelkeiten dieser Welt zugebracht habe, zurück— rufen und durch die innigste Liebe wieder gut— machen und ersetzen. Im Namen Jesus bitte ich Dich um alle mir zur Seligkeit nothwendigen Gnaden, vertrauend auf Seine Verheißung:„Um was ihr den Vater in Meinem Namen bitten werdet, das wird Er euch geben.“ Mein Gott! mein und Jüng Trof bei d Herz Dich Alles einst Geistig Begri Herri ause Schl= die J unter wollt Dein nen e gethe denn der ti der meine Liebe sterur Schn Liebe; Du ewi⸗ Du wegen des am Kreuzes- „der auf Dich da ich im Ge— d meines Elen⸗ den Quell Dei— Sei gegrüßet, ringendes Opfer, Welt Erlösung tet wurde! Sei Blut, das aus en Herrn Jesus zünden der gan⸗ zedenke, o Herr, du mit Deinem t und reuet mich Nimm, gütiger navon mir, auf rheiligsten Opfer erzigkeit, es reuet it habe vergehen könnte ich doch im Genusse der cht habe, zurück⸗ iebe wieder gut⸗ men Jesus bitte eit nothwendigen Berheißung:„Um m Namen bitten en.“ Mein Gott! — 101— mein Jesus! mein Alles! Du verlangst mich und ich verlange Dich. O heiliger Johannes, du auserwählter Jünger, den Jesus besonders liebte! O welcher Trost war es für dich, da dir vergönnt wurde, bei dem letzten Abendmahle an dem göttlichen Herzen Deines Lehrmeisters zu ruhen. Ich bitte Dich, erhalte mir die Gnade, daß ich Gott über Alles und den Nächsten wie mich selbst liebe und einstens selig sterbe. Amen. Geistige Communion, Bitte und Segen von Seite 93 bis 96. Begrüßung des heiligen und uubefleckten Herzens Maria. Sei gegrüßet, o Maria! Mutter meines Herrn und Erlösers, vor allen Jahrhunderten auserwählet, um das Haupt der höllischen Schlange zu zertreten; dieser Dein Feind und die Irrgläubigen und Gottlosen haben nichts unterlassen, Deinen Ruhm zu vernichten; sie wollten Deine Verehrung abschaffen; haben Deinen Bildnissen, Deinem Namen und Dei— nen glorreichen Vorrechten unzählige Frevel an— gethan. O Maria, Mutter Gottes! wie ist es denn möglich Dich zu hassen! Dich, Die Du der tiefsten Verehrung und der zärtlichsten Liebe der Engel und der Menschen würdig bist! O meine erhabene Gebieterin! könnte ich durch meine Liebe die Verachtung und den Haß und die Lä⸗ sterung ersetzen! Bei dem Andenken an diese Schmähungen von einem neuen Eifer für Deine — 102— Ehre, o Mutter meines Gottes! beseelet, lege ich das Bekerntniß ab: Alles zu glauben, was jene Gottvergessenen zu läugnen wagen, und Dir Alles zuzuschreiben, was sie Dir entziehen wollen. Ich glaube, daß Du den Sohn Got⸗ tes geboren hast; ich glaube, daß Du immer Jungfrau geblieben bist; ich glaube an Deine Reinigkeit ohne Makel; an Deine Aufnahme in den Himmel; an Deine Erhabenheit über alle Geschöpfe. Ich glaube auch Deine unbe— fleckte Emfängniß. Endlich glaube ich, daß Deine Macht, Deine Güte, Deine Barmherzigkeit und alle Deine Vollkommenheiten, gemäß Deiner unaussprechlichen Würde als Mutter Gottes un—⸗ aussprechlich weit alle erschaffene Hoheit und Güte übertreffen. Ich betrachte Dich mich Freu⸗ den, so wie die Kirche es sagt, als die Mutter der Barmherzigkeit, als die Mutter der Gnade, als die Zuflucht der Sünder, als die Hilfe der Christen, als unsere Hoffnung bei Jesus Chri— stus. Ich betrachte Deinen Schutz als eines der sichersten Mittel, von der Barmherzigkeit Dei— nes Sohnes Alles zu erhalten, was ich für die⸗ ses und das zukünftige Leben von Ihm hoffe. Nimm, o Maria! diesen meinen Vorsatz gnädig auf. Oeffne mir Dein Herz, lasse mich Seine Erbarmung und Liebe empfinden, da⸗ mit ich fortfahren könne, Dich zu loben, und die unendliche Macht zu preisen, die Dich so groß, so heilig, so liebenswürdig gemacht hat. Amen. ö 5 trinkt, heimni zu erg ligsten allmäc darbri dest? Angesi gehäuf gunger heimni glaube bezeug dig ma der in den ve ich Din Dichen stes ur gen! keit D mich u gel erf I mich 8 beseelet, lege glauben, was wagen, und Dir entziehen n Sohn Got⸗— ß Du immer ube an Deine ine Aufnahme abenheit über Deine unbe— ich, daß Deine nherzigkeit und emäß Deiner tter Gottes un— ie Hoheit und hich mich Freu— als die Mutter ter der Gnade, 8 die Hilfe der hei Jesus Chri⸗ tz als eines der iherzigkeit Dei— zas ich für die⸗ bon Ihm hoffe. meinen Vorsatz derz, lasse mich empfinden, da⸗ zu loben, und sen, die Dich vürdig gemacht — 103— Dienstag. Desuchung des allerheiligsten Herzens Zesus. Uebung wie Seite 87. „Wer mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben.“ Johannes 63. Herr! wer vermag das hochheilige Ge— heimniß des allerheiligsten Opfers der Messe zu ergründen? Und wer vermag diesem hei— ligsten Opfer würdig beizuwohnen, wenn Du, allmächtiger Gott! nicht zuvor Den, der es Dir darbringt, und, Den der es anhört, würdig bil— dest? Ich weiß, o Herr, und bekenne es im Angesichte Deiner Liebe, daß ich wegen meiner gehäuften Sündenschuld und Pflichtvernachlässi— gungen unwürdig bin, diesem hochheiligen Ge— heimnisse zu nahen. Aber ich weiß auch und glaube es waͤͤhrhaft aus ganzem Herzen, und bezeuge es mit dem Munde, daß Du mich wür⸗ dig machen kannst, Du, Der Du allein den Sün⸗ der in einen Gerechten und Heiligen umzubil— den vermagst. Durch diese Deine Allmacht bitte ich Dich, o mein Gott! verleihe mir die Gnade Dich mit reinem Herzen, mit Enzücken des Gei— stes und mit himmlischer Seligkeit zu empfan— gen! Laß' meinen Geist empfinden die Süßig⸗ keit Deiner beglückenden Gegenwart, und die mich umschwebende Nähe Deiner heiligen En— gel erfahren. O mein Jesus! ich übergebe und opfere mich Dir ganz auf im Sacramente des Altars; Wiüt — 104— ich wünsche Tag und Nacht in dessen heiligen— der Gegenwart sein zu können, als Ersatz für alle Unehren, welche ich und alle Geschöpfe Dir zugefügt haben. O könnte ich, gleich den glück— seligen Engeln an allen Orten, wo Du Dei⸗ nem himmlischen Vater in der heiligen Messe aufgeopfert wirst, Deine Altäre umgeben! Ich wünsche bei allen heiligen Meßopfern gegen⸗ wärtig zu sein, die bis an das Ende der Welt werden gelesen werden, und opfere sie Dir alle zu Deiner höchsten Ehre in der Meinung auf, mich mit Dir in Deinem heiligsten Opfer zu vereinigen. O Jesus, meine Liebe! gewähre mir daß ich Dein heiligstes Herz über Alles liebe, daß ich in Deinem heiligsten Herzen erkennen lerne, was Dir am angenehmsten sei und gib mir zugleich die Gnade, dasselbe getreu zu er— füllen. O Jesus, Du Weg zum Himmel. ewige Wahrheit und Leben meiner Seele! in Deinem beiligsten Herzen will ich leben und sterben. Be⸗ seele mich allezeit mit Deinem göttlichen Geiste der Liebe und der Sanftmuth. O glorreicher Apostel Thomas! der du die Gnade gehabt, die eröffnete heilige Seiten— wunde des von den Todten erstandenen Hei⸗ landes nicht allein zu sehen, sondern auch zu berühren! Ich bitte Dich durch eben dieses gött— liche Herz, und durch jene trostvolle Freude, die du damals empfunden, da du ausgerufen hast: „Mein Herr und mein Gott!“ erlange mir durch Deine Verdienste die Gnade, daß ich nach deinen Herz les zu Geist Begrü nen un bensm allmäe Geschi von 6 Du V Abbild immer mehrg und H einigke dunget alle ül sten H thun i lösers! den, zu so vie und de und d nimm * Liebe, dessen heiligen— als Ersatz für Geschöpfe Dir eich den glück— wo Du Dei⸗ heiligen Messe umgeben! Ich bopfern gegen⸗ Ende der Welt ere sie Dir alle Meinung auf, sten Opfer zu egewähre mir zer Alles liebe, erzen erkennen en sei und gib e getreu zu er⸗ Himmel, ewige ele! in Deinem nd sterben. Be⸗ öttlichen Geiste omas! der du heilige Seiten— standenen Hei⸗ ondern auch zu ben dieses gött— olle Freude, die usgerufen hast: erlange mir de, daß ich nach — 105— deinem Beispiele aus Liebe gegen das göttliche Herz nichts Anderes suche, als für dasselbe Vie— les zu leiden. Amen. Geistige Communion, Bitte und Segen von Seite 93 bis 96. Begrüßung des heiligen und uubefleckten Herzens Maria Sei gegrüßt, o heiliges Herz der allezeit rei⸗ nen und unbefleckten Jungfrau Maria! Du lie— benswürdigstes, vollkommenstes Herz. Das die allmächtige Hand des Schöpfers in einem reinen Geschöpfe gebildet hat, Du unversiegbare Quelle von Güte, Sanftmuth, Erbarmung und Liebe! Du Vorbild aller Tugenden und vollkommenes Abbild des anbetungswürdigen Herzens Jesus, immer von Liebe entzündet! Du hast allein Gott mehr geliebt, als alle Seraphim, als alle Engel und Heiligen, Du hast der hochheiligen Drei— einigkeit durch die geringsten Deiner Empfin-— dungen mehr Verherrlichung verschafft, als es alle übrigen Geschöpfe durch ihre heldenmüthig— sten Handlungen gethan haben, und noch zu thun im Stande sind. Herz der Mutter des Er— lösers! Das Du unser Elend so lebhaft empfun— den, zu unserem Heile so viel gelitten, uns mit so vieler Zärtlichkeit und Stärke geliebt hast, und deßhalb die Ehrfurcht, Liebe, Dankbarkeit und das Vertrauen aller Menschen verdienst, nimm meine tiefste Verehrung gnädig auf. „Ich danke Dir für die Erbarmung und Liebe, von der Du bei dem Anblicke meines — 106— Elendes oft gerührt worden bist; ich danke Dir für alle Wohlthaten, die ich von Deiner Liebe erhalten habe; ich schließe mich an die reinen Seelen an, welche ihre Wonne und ihren Trost darin finden. Dich zu verehren, Dich zu lieben und zu loben. O liebenswürdiges Herz! Du sollst von jetzt an, nach dem Herzen Jesus der Gegen— stand meiner Verehrung, meiner Liebe und mei⸗ ner Andacht sein; Du sollst der Weg sein, auf Welchem ich zu meinem Erlöser gelangen will! Durch Dich werde ich Seine Gnade und Er⸗ barmung erhalten; Du sollst meine Zuflucht sein in meinen Trübsalen, mein Trost und meine Hilfe in meinen Nöthen. Von Dir will ich er⸗ lernen die Reinheit, die Demuth und die Sanft— muth; aus Dir will ich schöpfen die Liebe zum allerheiligsten Herzen Deines Sohnes. O Herz Maria, dem Herzen Jesus ganz ähnlich! mache auch mein Herz diesem gött⸗ lichen Herzen ähnlich. Herz Maria! immer bren⸗ nend von Liebe zu Jesus, entzünde mein Herz durch dieselbe Liebe! Herz Maria, unbeflecktes Herz! reinige mein Herz von allen Sünden. Herz Maria, Du sanftestes und zärtlichstes Herz aller Herzen! sei Du mein Trost in mei⸗ nen Mühseligkeiten, und meine Zuflucht in der Stunde des Todes! Herz Maria, Gegen⸗ stand des Wohlgefallens des Herzens Jesus! mache mein Herz diesem göttlichen Herzen an⸗ genehm. Herz Maria, durchdrungen mit dem Schn Herz Mar zigkei Barn Mari erfüll würd des S stes! mir d zich danke Dir n Deiner Liebe an die reinen und ihren Trost Dich zu lieben Du sollst von us der Gegen— Liebe und mei⸗ Weg sein, auf gelangen will! nade und Er⸗ meine Zuflucht Trost und meine Dir will ich er⸗ und die Sanft⸗ n die Liebe zum ohnes. zen Jesus ganz rz diesem gött⸗ 'ia! immer bren⸗ ünde mein Herz ria, unbeflecktes allen Sünden. und zärtlichstes in Trost in mei⸗ ine Zuflucht in Maria, Gegen— Herzens Jesus! ichen Herzen an⸗ ungen mit dem — 107— Schwerte des Schmerzes! durchdringe mein Herz mit der Reue über meine Sünden. Herz Maria, Du Herz der Mutter der Barmher— zigkeit! gieße ein in mein Herz die Liebe, die Barmherzigkeit und die Friedfertigkeit. Herz Maria, Du Herz der Mutter der reinsten Liebe! erfülle mein Herz mit Deiner Liebe. O Maria, würdige Tochter des Vaters, würdige Mutter des Sohnes, würdige Braut des heiligen Gei— stes! ich bitte Dich durch Dein Herz, erlange mir die Reinigkeit meines Herzens. Amen. Mittwoch. Desuchung des allerheiligsten Herzens Zesus. Uebung wie Seite 87. „Menschenkinder, warum flieht ihr Meine Gegenwart? Warum kommt ihr nicht zu Mir, Der Ich euch so sehr liebe? Wisset ihr nicht, daß Ich Mich um eures Heiles willen verde⸗ müthiget und erniedriget hier aufhalte? Nicht um euch zu richten, habe Ich Mich in der Liebe verborgen, sondern um die Welt selig zu machen.“ Johannes 12. „O Herr! im Angedenken an die verehrungs— würdigen Leiden Deines Herzens, nahe ich Dei— nem Opferaltare, im tiefsten Gefühle meiner Sündhaftigkeit, um jenem heiligsten Opfer beizuwohnen, welches Du Selbst eingesetzt und darzubringen befohlen hast, zu Deinem Anden⸗— — 108— ken und zu unserem Heile. Nimm es auf, ich bitte Dich, höchster Gott! zur Wohlfahrt Dei— nes Volkes, das Du erkauft hast mit Deinem Blute. O Jesus, Mittler zwischen Gott und den Menschen! wenn Du gleich mit Deinem alldurchdringenden Auge in meinem Innern kein Verdienst gewahrst: so verwirf mich doch nicht vor Deinem Angesichte, laß' den unendlich kost⸗ baren Werth dieses Heilopfers für uns nicht verloren gehen, für welche Du Selbst das Opfer der Erlösung und des Heiles zu werden Dich gewürdiget hast! Siehe, o Herr, gnädig auf uns herab und erhöre unsere Bitten, durch die⸗ ses hochheilige Opfer zur Linderung meiner und der Trübsal des Nächsten, zur Verscheuchung aller ihnen drohenden Gefahren, zur Beschwich— ligung der Seufzer aller Gefangenen, zur Ab— hilfe des Elendes der Waisen, der Noth der Fremdlinge und der Reisenden, der Armuth der Schwachen, der Hoffnungslosigkeit der Ohn— mächtigen, der Bedürfnisse der Greise, zur Er⸗ füllung der Wünsche der Jünglinge, der Erwar— tungen der Jungfrauen, zum Versiegen der Thränen in den Augen der Witwen! Im Gefühle meiner tiefsten Niedrigkeit er— scheine ich vor Dir, Du allerheiligstes, gött— liches Herz Jesus, um Dich anzubeten, Dich zu lieben und zu preisen, Dir alle meine geistigen und leiblichen Bedürfnisse vorzutragen. Ich bitte Dich, daß Du mir nach der Größe Deiner Er⸗ barmungen zu Hilfe eilen wollest. O Herz voll der Er der ur benen. bender sonder Seele nimm Arme Gelieb Deine keit, d S verwut mit es achte ertrag volle Mutte heiligst und zi hast! daß ic ewiges Geistige Begrüß S und de das re HEerz mm es auf, ich Wohlfahrt Dei— ist mit Deinem schen Gott und hà mit Deinem iem Innern kein mich doch nicht nunendlich kost⸗ für uns nicht Selbst das Opfer zu werden Dich err, gnädig auf itten, durch die— ung meiner und r Verscheuchung „ zur Beschwich— ngenen, zur Ab—⸗ 1, der Noth der der Armuth der gkeit der Ohn⸗ Greise, zur Er⸗ inge, der Erwar— 1 Versiegen der zitwen! n Niedrigkeit er— eheiligstes, gött⸗ zubeten, Dich zu e meine geistigen tragen. Ich bitte zröße Deiner Er— est. O Herz voll — 100— der Erbarmung! erweiche die Herzen der Sün— der und erquicke die armen Seelen der Verstor— benen. Sei Du die Zufluchtsstätte der Ster— benden; sei und bleibe mir Alles in Allem. Be— sonders aber sei der Hoffnungsanker meiner Seele in der Stunde meines Absterbens und nimm sie bei ihrem Hinscheiden auf in die Arme Deiner unermeßlichen Barmherzigkeit. O Geliebter meiner Seele! eröffne mir die Thür Deines Herzens, die Pforten der Barmherzig— keit, den Eingang zum Leben. So nimm denn mein Herz auf, o Gott, verwunde es mit dem Pfeile Deiner Liebe, da— mit es alles Vergängliche dieser Welt für Nichts achte und alle Widerwärtigkeiten starkmüthig ertrage, darum bitte ich Dich durch das liebe— volle Herz Deiner unbefleckten jungfräulichen Mutter Maria. O heiliger Longinus, Der Du das aller— heiligste Herz Jesus mit der Lanze verwundet, und zugleich die Quelle der Gnaden eröffnet hast! Ich bitte Dich, erwirb mir die Gnade, daß ich in demselben alle Gnaden und mein ewiges Heil finden möge. Amen. Geistige Communion, Bitte und Segen von Seite 93 bis 96. Begrüßung des heiligen und unbefleckten Herzens Maria. Sei gegrüßt, o höchste Königin Himmels und der Erde! und ich bitte Dich innigst durch das reinste Herz Jesus, Du wollest mein un⸗ Herz Jesus u. Maria. 7 — 110— reines] Herzureinigen, damit der König aller Herzen darin wohnen könne. O Königin der Jungfrauen! ich opfere Dir mein sündhaftes Herz, und bitte Dich, Du wollest mir wahre Reinigkeit des Herzens er⸗ langen, damit es dem Könige der Herzen wohl— gefällig sei. O Königin der Beichtiger! ich opfere Dir mein hoffärtiges Herz, und bitte, daß Du mir wahre Demuth erlaͤngen, und mein mit aller demüthigen Beichtiger Herzen vereinigtes Herz dem demüthigsten Herzen Jesus aufopfern wollest. O Königin der Martyrer! ich opfere Dir mein unabgetödtetes und sinnliches Herz und bitte Dich, daß Du mir den Geist der Abtöd⸗ tung erwerbest, und mein also abgetödtetes mit aller abgetödteten Martyrer Herzen vereinigtes Herz dem Herzen Jesus anbietest. O Königin der Apostel! ich opfere Dir mein von irdischer Liebe entzündetes Herz, mit der Bitte: Du wollest mir eine feurige Liebe Gottes und des Nächsten erlangen, und mein mit den liebreichsten Herzen der Apostel vereinig⸗ tes Herz dem vor Liebe brennenden Herzen Je⸗ sus als einen Tempel weihen und heiligen. O Königin der Patriarchen nnd Prophe⸗ ten! ich opfere Dir mein in zeitlichen Dingen vertieftes und verdunkeltes Herz, mit der Bitte: Du wollest mir einen lebhaften Glauben, und sichere Hoffnung der ewigen Güter erlangen, und mein zum Himmel erhobenes, mit den Her⸗ zen de Herz Wohr zerstre mir und f der A3 erbitte mein Sohn in Be auch 2 dientl Herz, chen wußts men 1 der König aller muen! ich opfere d bitte Dich, Du des Herzens er— der Herzen wohl—⸗ »Mich opfere Dir itte, daß Du mir o9mein mit aller vereinigtes Herz aufopfern wollest. r ich opfere Dir nliches Herz und Geist der Abtöd— wabgetödtetes mit Herzen vereinigtes etest. ich opfere Dir indetes Herz, mit eine feurige Liebe angen, und mein Apostel vereinig— lenden Herzen Je— und heiligen. chen und Prophe— zeitlichen Dingen rz, mit der Bitte: ten Glauben, und Güter erlangen, nes, mit den Her⸗ — 1— zen der Patriarchen und Propheten vereinigtes Herz dem Herzen Jesus als eine wohlgefällige Wohnung zubereiten. O Königin der Engel! ich opfere Dir mein zerstreutes Herz, mit der Bitte: Du wollest mir ein freies, versammeltes Herz erlangen, und selbes mit dem Eifer der Engel im Dienste der Menschen dem Herzen Jesus eröffnen. O Königin aller Heiligen! diese Gnaden erbitte ich mir von Deiner Milde! Nimm hin mein Herz, heilige es mit dem Blute Deines Sohnes, damit es von Ihm zeitlich und ewig in Besitz genommen werde. Amen. Donnerstag. Desuchung des allerheiligsten Herzens Zesus. Uebung wie Seite 87. „Meine Freude ist unter den Menschenkin— dern zu wohnen und sie mit Gnadenschätzen zu bereichern.“ Spr. 8. O Herr! Du erbarmest Dich Aller und hassest nichts von dem Allen, was Du erschaf— fen hast! Gedenke, wie ohnmächtig wir sind! Du bist unser Vater und unser Gott! o so laß' auch Deinen Unmuth, den wir gereizt und ver— dient haben, besänftiget werden! Zeige uns Dein Herz, die Fülle, die Eingeweide Deiner unendli— chen Barmherzigkeit! denn nicht als im Be— wußtsein eigener Gerechtigkeit Befangene kom⸗ men wir mit Flehen und Bitten vor Dein An⸗ 7* 118— gesicht, sondern allein in kindlichem Vertrauen auf Deine gränzenlose Güte wagen wir Dir zu nahen! Nimm, o Herz voller Güte, unsere Ver— gehen von uns, und entzünde in unserem In⸗ nern das Feuer Deines Geistes! Schenke uns ein weiches, empfindsames Herz, welches Dich liebt, Dich genießt, Dir folgt, in Dir sich selig erfreut! Wir flehen, o Herr, unser Gott! zu Deiner Huld, siehe mit freundlich em Antlitze herab auf Dein Volk, welches im Begriffe steht, dem allerheiligsten Opfer beizuwohnen, und in Deinem Namen darzubringen; auf daß keines Einzigen Münsche unerfüllt, keine Bitten uner⸗ hört bleiben mögen, so gib Du, o Herr, Selbst uns die heilsamen Wünsche ein, und lege solche Bit— ten in unser Herz, die Du gerne vernimmst und erhörest. O wunderbares Herz meines göttlichen Erlösers! mit Ehrfurcht und Liebe bitte ich Dich um Gnade und um Erkenntniß für alle Ungläubigen, die Dich nicht erkennen; für alle Ketzer, die es nicht glauben, daß Du im heiligsten Sacramente gegenwärtig seist; für alle Katholiken, die Dich unwürdig empfangen. Barmherzigkeit, o Gott! Barmherzigkeit fur alle gottlosen Katholiken und gleißnerischen Scheinfrommen. Mache uns würdig, diese Deine Barmherzigkeit durch ein Dir wohlge— fälliges Leben zu verdienen. Ich bete Dich an mit aller möglicher Ehrerbietung, zum Er⸗ satze für alle Diejenigen, welche Dir in diesem Saer— bietun sind, mehr mich d allein die S komm mein als zu die Ve Ich ge Taufe o Her den an ich bin viel m jene S Dir n Mense ich alle ich do ker der verehr hochhei und m dem u wohne durch d damit Ehre ichem Vertrauen vagen wir Dir güte, unsere Ver— in unserem In⸗ 8! Schenke uns z, welches Dich in Dir sich selig unser Gott! zu dlichem Antlitze m Begriffe steht, wohnen, und in auf daß keines ine Bitten uner⸗ Herr, Selbst uns d lege solche Bit— e vernimmst und teines göttlichen Liebe bitte ich kenntniß für alle t erkennen; für ben, daß Du im zärtig seist; für ürdig empfangen. urmherzigkeit für id gleißnerischen Wwürdig, diese ein Dir wohlge— Ich bete Dich zietung, zum Er⸗ he Dir in diesem — 113— Sacramente der Liebe die gebührende Ehrer— bietung versagen, und vielleicht so unglücklich sind, Dir in alle Ewigkeit keine Ehrerbietung mehr erzeigen zu können. Ich bekenne, daß ich mich durch meine Sünden von Dir entfernt habe; allein von Dir wurde gesagt:„Dieser nimmt die Sünder auf, und ißt mit ihnen.“ Daher komme ich mit größtem Vertrauen zu Dir, o mein Gott und mein Herr! Ich komme zu Dir als zu meinem Zufluchtsorte, an welchem ich die Verzeihung meiner Sünden zu erlangen hoffe. Ich gelobe Dir von Neuem den in der heiligen Taufe abgelegten Eid der ewigen Treue. Nimm, o Herr! diese meine Entschließungen in Gna— den auf. O gnadenreiches Herz meines Gottes! ich bin hier in Deiner Gegenwart, um Dir, so viel meine schwachen Kräfte es vermögen, für jene Schmach und Unehre genugzuthun, welche Dir nicht nur von mir selbst, sondern von den Menschen insgesammt widerfahren ist. O könnte ich alle diese Entehrungen verhindern! Könnte ich doch bewirken, daß alle Menschen und Völ— ker der Erde Dich in heiliger Furcht und Liebe verehrten! Ich will mit wahrer Andacht das hochheiligste Sacrament des Altars empfangen, und mit größter Ehrfurcht und Aufmerksamkeit dem unblutigen Opfer der heiligen Messe bei— wohnen. Stärke, o Herr! diese meine Vorsätze durch die unüberwindliche Liebe Deines Herzens, damit ich im Stande sei, dieselben zu Deiner Ehre zu vollziehen. Segne mich, o göttlicher W 0 WM V — 114— Heiland! mit dem Segen Deines liebevollen Herzens, aus Welchem aller Segen für Himmel und Erde geflossen ist. O heiliger Bischof Franciscus von Sale— sius, der du wegen deiner innersten Verei⸗ nigung mit dem sanftmüthigsten und demü⸗ thigsten Herzen Jesus so sanftmüthig und de⸗ müthig geworden bist! Ich bitte Dich durch eben diess Herz, Welches dein von dir ge— stifteter Orden besonders verehret, erbitte mir von Gott die Gnade, daß mein Herz sanft⸗ müthig und vom Herzen demüthig werde, da⸗— mit ich durch die Ausübung dieser Tugenden einst zu der glückseligen Anschauung Gottes ge— langen möge. Amen. Geistige Communion, Bitten und Segen von Seite 93 bis 96. Begrüßung des heiligen und unbefleckten Herzens Maria. O heiliges Herz Maria, heilige mein Herz! Tempel der Heiligkeit, weihe mein Herz!— Reinstes Herz Maria, mache mein Herz rein, und erhalte es auch rein von aller Sünde! Gehorsamstes Herz Maria, bringe mein wider— spenstiges Herz zum Gehorsam gegen Gott und gegen die Menschen wegen Gott! Demüthiges Herz Maria, heile meine Hoffahrt, und mache mich demüthig! Geduldigstes Herz Maria, hilf mir von meiner Ungeduld, weil ich nicht für Gott und den Himmel leiden will!— Von höchster Liebe zu Gott brennendes Herz Maria, entzün heilige unheili Deine lich lie zen eir O für schen st diesem ria, n die W dieser! ermunt und ka Freude wie sch pflanze — Ge stets g fester brüchl S Marie womi Sohne ligsten der hi Barm mels und nigt nes liebevollen gen für Himmel cus von Sale⸗ inersten Verei⸗ en und demü⸗ nüthig und de⸗ tte Dich durch uvon dir ge⸗ et, erbitte mir in Herz sanft⸗ hig werde, da⸗ ieser Tugenden ung Gottes ge— von Seite 93 bis 96. efleckten Herzens ilige mein Herz! mein Herz!— mein Herz rein, maller Sünde! nge mein wider⸗ gegen Gott und ztt! Demüthiges ahrt, und mache Herz Maria, hilf eil ich nicht für will!— Von des Herz Maria, — 135— entzünde in meinem Herzen doch auch dieses heilige Feuer, und verbanne aus demselben alle unheilige Liebe zu den Geschöpfen!— Uns, Deine Kinder, Brüder und Schwestern so zärt⸗ lich liebendes Herz Maria, erbitte meinem Her⸗ zen eine wahre und thätige Nächstenliebe!— O für die Ehre Gottes und das Heil der Men⸗ schen stets eiferndes Herz Maria, theile mir von diesem Eifer mit!— Schmerzvolles Herz Ma⸗ ria, mache mich, gleich Dir, das Kreuz und die Widerwärtigkeiren lieben, und die Freuden dieser Welt hassen!— Andächtiges Herz Maria, ermuntere mein im Dienste des Herrn laues und kaltes Herz, damit ich Gott mit Eifer und Freude diene!— Großmüthiges Herz Maria, wie schäme ich mich meines feigen Herzens! pflanze demselben die christliche Großmuth ein! — Getreuestes Herz Maria, Gott und Dir stets getreu zu sein und zu verbleiben ist mein fester Vorsatz; mache nur, daß ich ihn unver⸗ brüchlich halte! Sei gegrüßt, o heiligste Mutter Gottes Maria! in jener unbegreiflichen Vereinigung, womit Du Ein Herz mit dem Herzen Deines Sohnes warst. Sei gegrüßt, Du Lilie der hei⸗ ligsten Dreieinigkeit! überaus herrliche Rose der himmlischen Annehmlichkeit, Du Mutter der Barmherzigkeit! Du hast den König des Him⸗ mels geboren; verschaffe durch Deine Fürbitte und Verdienste, daß ich mit Gott immer verei⸗ nigt bleibe, und niemals durch eine Sünde von 446 Seiner Liebe getrennt werde.— Mutter aller Tempel Gütigkeit! Dir ist ja deßw gen die Gnade ge⸗ Altare geben worden, den Ursprung der Verzeihung zu Herz ur gebären, daß Du sie Allen, die ihrer bedürfen, grüßen von Gott erlangen, durch Deine reiche Liebe Christu die Menge unserer Sünden bedecken, und den gen M. Mangel an Tugend ersetzen möchtest. Siehe, ben we ich bin ein Sünder, welcher der Verzeihung und Welt. Deiner Hilfe bedarf; sei also, o gütigste, o Himme mildeste Mutter, sei bei Deinem Sohne eine Brote unablässige Fürsprecherin und stehe mir bei, stes Br jetzt und in der Stunde meines Todes. Amen. auf da möge! Freitag. daß ich das all Desuchung des allerheiligsten Herzens Zesus. uns stet Uebung wie Seite 87. genieße Mit ewiger Liebe habe Ich dich geliebet. Wohlg Jer. 31. Von Ewigkeit her trug Jesus Herz Seele! unendliche Liebe zu uns Menschen und diese Anscha⸗ Liebe bewog Ihn, Mensch zu werden und nach kindlich einem armen mühseligen Leben am Kreuze für ten mü uns zu sterben. solchek Ich flehe heute zu Dir, o Herr! durch das des Le hochheilige Geheimniß Deiner Liebe, durch Dein bist vot heiliges Fleisch und Blut, das uns täglich in komm' Deiner Kirche nähret und tränket, reiniget und mich v heiliget, und uns in Dein göttliches Wesen um— Geistes staltet; erfülle uns mit Deinen heiligen Tugen⸗ mich! den der Liebe und der Sanftmuth, auf daß ner Se wir, mit ihnen herrlich geschmückt, in Deinen mir al Mutter aller die Gnaͤde ge Verzeihung zu hrer bedürfen, ie reiche Liebe cken, und den öchtest. Siehe, zerzeihung und o gütigste, o n Sohne eine stehe mir bei, Todes. Amen. ens Jesus. dich geliebet. g Jesus Herz hen und diese rden und nach im Kreuze für err! durch das be, durch Dein uns täglich in t, reiniget und hes Wesen um⸗ eiligen Tugen⸗ muth, auf daß ckt, in Deinen — 117— Tempel treten, und mit gutem Gewissen Deinem Altare uns nahen können und Dein göttliches Herz unser Heil und unser Leben andächtig be— grüßen und anbeten mögen. O Herr Jesus Christus! Du hast es Selbst mit Deinem heili— gen Munde betheuert: das Brot, das Ich ge⸗ ben werde, ist Mein Fleisch für das Leben der Welt. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wer von diesem Brote ißt, der wird leben in Ewigkeit. O süße⸗ stes Brot! Heile den Gaumen meines Herzens, auf daß ich die Süßigkeit Deiner Liebe kosten möge! Heile meine Seele von aller Ohnmacht, daß ich nur in Dir mich freue! Köstliches Brot! das allen Wohlgeschmack in sich vereinigt, das uns stets sättiget und nie vermindert wird, Dich genieße mein Herz, und die Süßigkeit Deines Wohlgeschmackes erfülle das Innerste meiner Seele! Dich genießt der Engel in schleierloser Anschauung, Dich genieße der Erdenpilger in kindlichem Glauben, auf daß er nicht verschmach⸗ ten müsse auf seiner Heimreise, erquickt durch solche kräftige Wegzehr! Heiliges Brot, Brot des Lebens! reines Brot! Das Du gekommen bist vom Himmel und der Welt das Leben gibst; komm' herab auch in mein Herz und reinige mich von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes! Kehre ein in meine Seele und reinige mich! Sei der Schutz und das ewige Heil mei⸗ ner Seele und meines Leibes! Treibe fern von mir alle Nachstellungen meiner Feinde! sie müs⸗ s sen weit entfliehen aus der Nähe Deiner All⸗ bigster macht! auf daß ich von Innen und Außen durch und 9 Deine Allmacht beschützt, auf dem rechten Pfade ttlie zu Deinem Reiche gelange, wo uns kein Ge⸗ zubrin heimniß mehr, wie in diesem Leben vorliegt; Geist! wo wir Dich von Angesicht zu Angesicht sehen werden, und uns mit Dir Selbst wunderbar derbar sättigen, daß uns nicht mehr hungere, noch durste mehr O mein Jesus! Der Du aus Liebe gegen dew 1 uns Menschen im hochheiligen Sacramente des wahre Altares Dich Selbst uns zum Troste dargibst und fertigt Dich alle Tage zu unserer Versöhnung am bewei Opferaltare dem himmlischen Vater aufopferst, eifrige wie undankbar sind die meisten Menschen gegen welch Dich! Denn nicht nur Heiden, Juden und Kez⸗ Heili N zer, sondern Deine eigenen Kinder Deiner Vollke Kirche erkühnen sich, Dich zu verachten und vor mir f 1 Deinem Angesichte, in Deiner Gegenwart Dei— 9665 I ner zu spotten; ich selbst habe so oft Dein güti⸗ ges Herz betrübet und Deine unermessene Liebe mit Undank vergoͤlten! O daß ich alle Orte, in Begrü welchen Du mein Erlöser bist beschimpft wor⸗ den, mit meinen Thränen benetzen, ja mit mei⸗ ö nem Blute abwaschen und dadurch alle gegen der Dich verübten Unbilden vertilgen könnte! Ich willet bin fest entschlossen, allen meinen bisherigen am Mangel an Ehrehrbietung durch die höchste Ver⸗ Barn ehrung, alle meine Nachlässigkeit durch den diese unermüdetsten Eifer zu sühnen und zu vergüten. alle Um diese Gnade bitte ich Dich, o mein freiges- meing Deiner All⸗ Außen durch rechten Pfade ins kein Ge⸗ eben vorliegt; ngesicht sehen st wunderbar re, noch durste s Liebe gegen eramente des e dargibst und rsöhnung am er aufopferst, Lenschen gegen iden und Kez⸗ inder Deiner ichten und vor egenwart Dei⸗ oft Dein güti⸗ rmessene Liebe alle Orte, in schimpft wor⸗ n, ja mit mei⸗ ch alle gegen m könnte! Ich nen bisherigen die höchste Ver⸗ eit durch den nd zu vergüten. o mein freige⸗ — 119— bigster Heiland! stärke diesen meinen Vorsatz und gestatte, daß ich in Liebe allezeit in Deinem göttlichen Herzen wohnen, darin mein Leben zubringen und in meiner Sterbestunde meinen Geist darin aufgeben könne. O heiliger Aloisius! der du durch wun⸗ derbare Unschuld und Buße täglich mehr und mehr dem Herzen Jesus gefallen hast, ich bitte dich, siehe an mein mit vielen Sün⸗ den beflecktes Herz, erhalte demselben eine wahre Zerknirschung und den Geist jener Buß⸗ fertigkeit, mit welcher du die kleinsten Fehler beweinet hast. Ueberdieß erwecke in mir jene eifrige Gegenliebe zu dem Herzen Jesus, welche dich zu einer so hohen Reinigkeit und Heiligkeit gebracht hat, auf daß ich einmal die Vollkommenheit erreiche, die mein Erlöser von mir fordert. Amen. Geistige Communion, Bitten und Segen von Seite 93 bis 96. Begrüßung des heiligen und unbefleckten Herzens Maria. Ich grüße Dich, o Maria, Du Zuflucht der Sünder, stehe mir, um des Schmerzens willen, den Du bei dem Tode Deines Sohnes am Kreuze ausgestanden hast, mit Deiner Barmherzigkeit bei, wenn meine Seele einst diese Welt verlassen muß. Vertreibe alsdann alle Anfälle des Feindes, komme und nimm meine Seele auf, und übergib sie dem ewigen — 120— Richter. O meine Königin! verlasse mich nicht; Du mußt mich in jenem Augenblicke stärken; bitte Deinen göttlichen Sohn, Er wolle mir die Gnade gewähren, daß ich meine Seele in Seine heiligen Wunden übergebe und ausrufe: Jesus und Maria! Euch empfehle ich mein Herz und meine Seele! Gegrüßet seist Du, Herz Maria, voll der Schmerzen! der Gekreuzigte ist in Dir! Du bist betrübt über alle Herzen wegen des bis in den Tod betrübten Herzens Deines Sohnes Je— sus. Schmerzvollstes Herz Maria! sei nebst dem Herzen Jesus unsere Zuflucht jetzt in den Be— drängnissen unseres Lebens und in der Stunde unsers Absterbens. Amen. Samstag. DBesuchung des allerheiligsten Herzen Zesus. Uebung wie Seite 87. Was soll ich dem Herrn geben für Alles, was Er mir ertheilt hat? Ps. 115. O barmherziger Jesus, Der Du im hoch— würdigsten Sacramente des Altares und der heiligen Messe unzählbare Gnaden und Wohl— thaten ausspendest, sei Du durch die Kraft dieses heiligen Opfers jederzeit mein Heil, meine Genesung, meine Freude und meine Er— quickung! Laß' mir zu Gute kommen das große und reichbesetzte Mahl, das Du, o Jesus Selbst, das Be vom H Leben des un die St jungfrä frau d hatte! nährest gen Lie der He des S die arr gesätti, Lobe u zu Dei nen Lei Segent ner Ge dieses begreif wie sie väter diese O O Herz J Deinen laube! schenket Herz zi zu stär mich nicht; icke stärken; volle mir die ele in Seine rufe: Jesus in Herz und ia, voll der Dir! Du des bis in Sohnes Je— sei nebst dem in den Be⸗ der Stunde Jesus. n für Alles, )u im hoch— res und der und Wohl— h die Kraft mein Heil, d meine Er⸗ »n das große zesus Selbst, — 121— das Brot des Himmels, bereitest; Du, Der Du vom Himmel herabgestiegen und der Welt das Leben gibst, sie nährest mit Deinem Fleische, des unbefleckten Lammes, das da hinwegnimmt die Sünden der Welt— das Du aus dem jungfräulichen Schooße der verherrlichten Jung— frau Maria angenommen, als sie empfangen hatte von dem heiligen Geiste; Der Du uns nährest mit Deinem Blute— aus jener heili— gen Liebesquelle, die aus Deiner heiligen Seite der Herzenswunde geflossen, als der Lanzenstich des Soldaten sie geöffnet; auf daß wir und die armen leidenden Seelen dadurch erquickt, gesättiget, getröstet werden mögen, zu Deinem Lobe und zu Deiner Verherrlichung! Ich flehe zu Deiner Huld, o Herr! laß' über das in Dei⸗ nen Leib sich verwandelnde Brot die Fülle Deines Segens herabsteigen und das ganze Wesen Dei— ner Gottheit in Ihm wohnen! Es komme auf dieses Opfer hernieder die unsichtbare und un— begreifliche Majestät Deines heiligen Geistes, wie sie früher noch nie auf das Opfer der Alt— väter herabgestiegen ist; Er Selbst verwandle diese Opfergaben in Deinen Leib, in Dein Blut. O mein in diesem Geheimnisse verborgenes Herz Jesus! als Zeichen der Liebe hast Du mich Deinem göttlichen Herzen tief eingeprägt, er— laube nun auch mir, Dir mein Herz ganz zu schenken und als ein Siegel der Liebe auf Dein Herz zu drücken, um mit Deiner Gnade mich zu stärken. Ich schenke Dir mein Herz, damit — 22— Du über dasselbe walten mögest, wie es Dir besonde gefällig ist. O könnte ich nur darum leben, um ö der schi Dich, barmherziger Jesus, zu lieben, um die den, 1 Freude Deines Herzens zu sein! dem He Uebergebenedeite, unbefleckte, gnadenvolle Dich n Jungfrau Maria! aus Deren reinstem Blute aufnehr der heilige Geist das Herz Deines göttlichen ter erze Sohnes gestaltet hat; ich bitte Dich, erhalte freie m mir ein zu allem Guten geneigtes Herz. Zeige tungen, an mir, wie mächtig Deine Fürbitte sei, jetzt, mir bei so lange ich lebe und einstens da ich sterbe. Tode; Das jungfräuliche Herz Maria sammt den Herz; Herzen aller Heiligen wolle Dein hochwürdig— ö sten He stes Herz, o Jesus! für alle die Unbilden und die Lieb Beleidigungen, welche von Deinen undankbaren Mutter Geschöpfen je auf Erden wider Dich begangen bist mi wurden, lieben, loben und preisen in alle Ewig— Deinen keit. Amen. sterbend Geistige Communion, Bitten und Segen von Seite 93 bis 96. Dich ke und In Begrüßung des heiligen und unbefleckten Herzens verlore Maria.— ner glü O heiligste Jungfrau und bewunderungs— dung 6 würdige Mutter Gottes! ich erwähle Dich mit alle Pa kindlichem Vertrauen, im Angesichte aller Engel, stament zu meiner Mutter. An Dich will ich mich hal— Herz N ten, Dich ehren, lieben und umfangen als meine tiefsten Mutter, ich will nichts thun, ohne Dich zu fra— worden gen, als die Mutter vom guten Rath. Bei Dir sein. J will ich Hilfe suchen in allen meinen Nöthen; ner inn wie es Dir m leben, um zen, um die gnadenvolle ustem Blute es göttlichen hich, erhalte Herz. Zeige tte sei, jetzt, ich sterbe. sammt den hochwürdig— Inbilden und undankbaren ich begangen nalle Ewig— Seite 93 bis 96. ckten Herzens vunderungs— hle Dich mit waller Engel, ich mich hal— zen als meine Dich zu fra— ath. Bei Dir nen Nöͤthen; — 123— besonders aber will ich Dir als der Mutter der schönen Liebe nachfolgen in Deinen Tugen⸗— den, und zwar vor allen in Deiner Liebe zu dem Herzen Jesus Durch dieses Herz bitte ich Dich nun, Du wollest mich zu Deinem Kinde aufnehmen, und Dich gegen mich als eine Mut— ter erzeigen. Tröste mich in Verlassenheit, be⸗ freie mich in Gefahren, stärke mich in Anfech— tungen, beschütze mich in der Verfolgung, stehe mir bei in der Krankheit, verlaß' mich nicht im Tode; leite und regiere meine Seele und mein Herz; erlange mir ein Herz, das Deinem rein— sten Herzen gleichförmig ist, und gieße mir ein die Liebe des Herzens Jesus. Ich habe Dich zur Mutter erwählt; darum verstoß' mich nicht. Du bist mir als Mutter angewiesen.„Siehe da Deinen Sohn(Deine Tochter),“ hat Dir der sterbende Jesus gesagt. Siehe, so spät habe ich Dich kennen gelernt, aber ich will durch Treue und Innigkeit der Liebe ersetzen, was ich an Zeit verloren! Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Dei— ner glühenden Sehnsucht nach der Menschwer— dung Christus, womit Du Dieselbe mehr als alle Patriarchen und Propheten des alten Te— stamentes beschleunigt hast.— Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Deiner höchsten Liebe und tiefsten Demuth, wodurch Du würdig befunden worden bist, die Mutter des Allerhöchsten zu sein. Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Dei— ner innigsten Berufstreue, mit welcher Du das —— göttliche Kind Jesus ernähret und auferzogen hast. Ich preise Dich, Herz Maria! wegen der Erwägung und Aufbewahrung der Worte Chri⸗ stus. Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Dei— ner Geduld bei den Leiden und Tode Christus. — Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Deiner Sorge und Deines inständigen Gebetes für die Kirche Gottes.— Ich preise Dich, Herz Maria! wegen Deines liebevollen Bemühens, bei der heiligsten Dreieinigkeit unsere Wünsche zu beför⸗ dern. Amen. Ueun Be Jesue (Können a 1. Das göt (A Wer sicher geli geres Her ist höchst und den welchem findet. Ii heiten un ders Seit hingebend nen müsse Seines hi gleich und ewigen V Gottheit! her Seine geredet, s. Der hat? was Ich ehre, so i Capitel spr wahre Leb erkennen, Er lehrte darin Sei biges, un Schleier Gebete so d auferzogen a! wegen der Worte Chri⸗ wegen Dei⸗ ode Christus. vegen Deiner ebetes für die Herz Maria! hens, bei der nsche zu beför— 15— Uenn Betrachtungen zu dem allerheiligsten Herzen Jesus und dem unbeslechten Herzen Maria (Können auch als neuntägige Andacht in verschiedenen Anliegen benützt werden.) 1. Das liebenswürdigste Herz Jesus und das von göttlicher Liebe brennende Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) Wer in Allem liebenswürdig erscheint, der wird sicher geliebt. Wo könnte man nun eine liebenswürdi⸗ geres Herz finden, als das Herz Jesus? Sein Herz ist höchst heilig, ganz von Liebe zu Seinem Vater und den Menschen erfüllt. Dieses ist jenes Herz, in welchem Gott Seine Freude und Sein Wohlgefallen findet. In diesem Herzen herrschen alle Vollkommen— heiten und alle Tugenden. Unter dieser sind es beson⸗ ders Seine tiefste Demuth und Seine Sich für uns hingebende Liebe, die unsere Herzen für Sich gewin— nen müssen; denn Jesus verlangt nichts, als die Ehre Seines himmlischen Vaters und unser Heil. Wiewohl gleich und derselben göttlichen Wesenheit mit Seinem ewigen Vater, verbirgt Er doch aus Demuth Seine Gottheit unter dem Schleier Seiner Menschheit. Da— her Seine Ausdrücke:„Ich habe nicht yon Mir Selbst geredet, sondern der Vater, Der Mich gesandt hat, Der hat Mir das Gebot gegeben, was Ich reden und was Ich lehren soll.“—„Wenn Ich Mich Selbst ehre, so ist meine Ehre nichts.“ Bei Johannes im 17. Capitel spricht Er in der dritten Person:„Das ist das wahre Leben, daß sie Dich, den allein wahren Gott, erkennen, und Den Du gesandt hast, Jesus Christus.“ Er lehrte uns„das Vater unser“ beten, und erwähnt darin Seiner mit keinem Worte, so daß nur ein glau—⸗ biges, unterrichtetes und liebeforschendes Herz den Schleier Seiner Demuth durchdringt, und bei diesem Gebete so zu sagen mehr an den Herrn sich wendet, 8 — 126— Der es gelehrt hat, als an Seinen himmlischen Vater. Auf gleiche Weise macht Ihn Seine übergroße Liebe zu uns Seiner Selbst ganz vergessen. Uns zu Liebe ward er ein kleines Kind; uns zu Liebe verdeckte Er die Strahlen Seiner Gottheit, um für uns verspien, verspottet, geschlagen und gekreuziget zu werden— denn wer hätte es sonst gewagt, an dem Herrn der Glorie sich zu vergreifen? Uns zu Liebe ersann end— lich Sein erbarmungsvolles Herz das größte der Wun— der, mittelst des allerheiligsten Altarssaͤcramentes bei uns bis ans Ende zu bleiben. Dieser Gedanke und die Betrachtung so großer Undankbarkeiten waren die Ursachen, daß die heilige Rosa von Lima, Katharina von Genua, Theresia und Magdalena von Pazzis vor Schmerz weinend aus— riefen:„Die Liebe wird nicht geliebt, ach, die Liebe wird nicht geliebt.“ O mein liebenswürdiger Herr und Heiland! Konnte mir wohl Dein ewiger Vater einen liebens— würdigeren Gegenstand meiner Liebe anweisen, als Dich? Du bist der geliebte Sohn Deines Vaters, die Schönheit und Zierde des Himmels, und Dein Herz ist der Wohnsitz aller Tugenden. O liebenswürdiges Herz meines Jesus! Du verdientest von allen Herzen geliebt zu werden. Wie armselig ist jenes Herz, das Dich nicht liebt? Ich liebe Dich, mein Jesus, und will Dich immer lieben. Ach, wie viele Tage sind vergan— gen, da ich Deiner gänzlich vergessen habe? O ihr schö— nen Flammen, die ihr in den liebenden Herzen meines Jesus brennt, ach, entzündet auch mein armes Herz mit jenem heiligen und göttlichen Feuer, welches Je— sus anzuzünden vom Himmel auf die Erde herabge— stiegen ist: Vernichtet und zerstöret alle unreinen Nei— gungen, die noch in meinem Herzen leben, und die es hindern, sich vollkommen mit Gott zu vereinigen. Da nus, ist nig ohne menschlie aus unn lieben, 1 der Gese erreicht lein brei Ihn auf sollte, ha zum Lieb Herzenen blick Ih Ihren S blicke sich schöpfe in von göttl sere Her ser göttl. Liebe zu zunehmer nicht;— nicht. De würdig it gekommer waren; 2 laß bis a⸗ ten Seine besglut g Dich, ern innige Lie keit her g mlischen Vater. übergroße Liebe Uns zu Liebe 'be verdeckte Er ir uns verspien, t zu werden— dem Herrn der ebe ersann end⸗ zrößte der Wun— sacramentes bei htung so großer daß die heilige a, Theresia und z weinend aus— „ach, die Liebe und Heiland! r einen liebens— manweisen, als nes Vaters, die und Dein Herz liebenswürdiges zon allen Herzen jenes Herz, das Jesus, und will ige sind vergan— übe? O ihr schö— u Herzen meines sein armes Herz uer, welches Je— e Erde herabge— lle unreinen Nei— leben, und die t zu vereinigen. — 127— Das Leben des Herzens, sagt der heilige Augusti⸗ nus, ist die Liebe, weil das Menschenherz eben so we⸗ nig ohne Liebe, als ohne Bewegung sein kann. Das menschliche Herz wählt oft einen seiner Liebe durch⸗ aus unwürdigen Gegenstand, und liebt, was es nicht lieben, und liebt nicht, was es lieben sollte. Alle Liebe der Geschöpfe zu Gott in Eins zusammengesammelt, erreicht nicht Liebe, die in dem Herzen Maria al⸗ lein brennt. Gott, Der dieses Herz éerschaffen, daß es Ihn aͤuf die höchste Weise über alle Geschöpfe lieben sollte, hat dasselbe daher gleich bei seiner Schöpfung zum Lieben fähig gemacht, da aller anderer Menschen Herzen noch lange Zeit unthätig sind. Den ersten Augen⸗ blick Ihrer unbefleckten Empfängniß hat Maria Ihren Schöpfer erkannt, und in eben demselben Augen⸗ blicke sich sogleich zu Ihm gewendet, und alle Ge— schöpfe in heiliger Liebe übertroffen. Ach, möchte das von göttlicher Liebe brennende Herz Maria auch un— sere Herzen entzünden! Wie kalt sind sie nicht in die— ser göttlichen Liebe; hingegen wie ganz feurig in der Liebe zu den Geschöpfen! Alles vermag unser Herz ein— zunehmen und unsere Liebe zu gewinnen, nur Gott nicht;— das Geschöpf wird geliebt, der Schöpfer nicht. Der wird nicht geliebt, Der allein unserer Liebe würdig ist; Der uns mit Seiner Liebe längst zuvor— gekommen, und uns geliebt hat, da wir noch nicht waren; Der uns von unserer Geburt an ohne Unter— laß bis auf den heutigen Tag mit so vielen Wohltha— ten Seiner Liebe begnadiget hat. O von göttlicher Lie— besglut ganz in Liebe stehendes Herz Maria! Ich bitte Dich, erweiche mein hartes Herz, und erlange mir eine innige Liebe zu Deinem Sohne, Der mich von Ewig— keit her geliebet hat und aus Liebe zu mir gestorben ist. 8* — 128— Ehrenkranz zum heiligen Herzen Jesus. (Auf das jedesmalige Gebet dieses Ehrenkranzes sind 300 Tage Ablaß berliehen; und ein vollkommener, wenn es täglich einen Monat lang gebetet wird. Auch für die armen Seelen anwendbar. Pius VII. 1857.) 1. O süßes Herz meines Jesus! wenn ich Deine Barmherzigkeit und Güte betrachte, so wird mein Herz mit Trost und Hoffnung erfüllt. Wie vielfältig sind meine begangenen Sünden; aber wie Petrus und Magdalena, beweine ich sie, weil sie eine Beleidigung Deiner unendli— chen Güte sind. O schenke mir vollkommene Verzeihung, und laß' mich eher sterben, als Dich wieder beleidigen, und lasse mich nur leben, da— mit ich Dich liebe. Amen. O süßestes Herz Jesus, gewähre mir, daß ich Dich immer mehr liebe! Ein Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Fünf Ehre sei Gott dem Vater ꝛe. 2. O süßes Herz meines Jesus! durch zahllose Demüthigungen, die Du meinetwegen erlitten, hast Du mir mit Liebe gezeigt, daß auch ich demüthig werden soll. Verzeihe mir allen Stolz und alles hoffärtige Wesen, ich will in Zukunft mit Deiner Gnade unter Demüthi— gungen mein Heil wirken, und den Frieden fin⸗ den. Amen. Ein Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Mariag ꝛc. Fünf Ehre sei Gott dem Vater ze. 3. Beispi Du mi ist die auch n Flöße hafte Buße berge! lichkeit gehen k Ein Vater 4. soll ich Bei der unruhig in Zukt nachzua genieße Ein Vater 5. Ruhm Tod ger Ich bitt hiernied mit Dir Ein Vater zen Jesus. anzes sind 300 Tage zenn es täglich einen n Seelen anwendbar. sus! wenn ich e betrachte, so offnung erfüllt. genen Sünden; na, beweine ich heiner unendli— r vollkommene erben, als Dich nur leben, da⸗ vähre mir, daß 4 ꝛc. Fünf Ehre sei Jesus! durch u meinetwegen be gezeigt, daß Verzeihe mir Wesen, ich will inter Demüthi— jen Frieden fin⸗ ria ꝛc. Fünf Ehre sei — 129— 3. O süßes Herz meines Jesus! wie viele Beispiele Deiner unüberwindlichen Geduld hast Du mir zur Nachahmung hinterlassen, und wie ist die Geduld meines Herzens erschöpft, daß ich auch nicht die geringsten Leiden ertragen will. Flöße meinem Herzen eine feurige und stand⸗ hafte Liebe zum Kreuze, zur Abtödtung und Buße ein, damit ich Dir auf den Calvarien⸗ berge nachfolge, und einstens auch in die Herr⸗ lichkeit und Freude des Paradieses mit Dir ein— gehen könne. Ein Vater unser ꝛc. Oattd m Vatt„Maria ꝛc. Fünf Ehre sei ott dem Vater ꝛc. 4. O süßes Herz meines Jesus! womit soll ich Deine unendliche Sanftmuth vergleichen: Bei dem geringsten Anlasse wird mein Herz be⸗ unruhiget und aufgeregt. Verleihe mir die Gnade, in Zukunft Deine unveränderliche Sanftmuth nachzuahmen, um so eines heiligen Friedens zu genießen. Amen. Ein Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Fünf Ehre sei Gott dem Vater ꝛc. 5. O süßes Herz meines Jesus! ewiger Ruhm Deinem glorreichen Siege, weil Du den Tod getödtet und die Hölle überwunden hast. Ich bitte Dich um Muth und Kraft, damit ich hiernieden kämpfe und siege, und im Himmel mit Dir freudenvoll triumphire. Amen. Ein Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Fünf Ehre sei ott dem Vater de. 8 ν — 830— Gebet. O heilige Maria, Mutter Gottes und auch meine Mutter! erbitte mir eine wahre und be⸗ harrliche Andacht zum heiligen Herzen Deines Sohnes Jesus, damit ich alle Pflichten genau erfülle, und Ihm allezeit mit freudigem Herzen diene. Amen. Herr, wir bitten Dich, verleihe, daß uns der heilige Geist mit jenem Feuer entflamme, welches unser Herr Jesus Christus aus dem Ju— nersten Seines Herzens auf die Erde gesendet hat, Der mit Dir lebet und regieret in Einig— keit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Klagelied: Stabat Mater. Im Tone: Gottes Sohn in Brotsgestalten. (100 Tage Ablaß.) 1. Bei dem Kreuz' die schmerzensreiche Nutter stand, die thränenbleiche, Wo verschmachtend hing Ihr Sohn. Rep. Ihre Seele angstvoll ringet, Ihr betrübtes Herz durchdringet Nun das Schwert der Leiden schon. Rep. 2. Wie so bang an Seiner Seite Staͤnd die Hochgebenedeite Jungfrau Gottgebärerin; Rep. Sah mit Schmerzen, sah mit Trauer, Sah mit tiefstem Mitleidsschauer Auf den Eingebornen hin. Rep. 3. Wel Da er Chr Wer, d Wie di Da 4. Hier Sieht Wel Siehet Alles T Da( 5. Eja Zeig' m Mich Gib, d Daß ich Und 6. Mut Drücke Mei Deines Die Er La ß' 7. Laß' Dem Ge Alle Bei dem Und zu Imm 8. Jung Mich in Lasse Daß ich Seinem Es ve ottes und auch vahre und be⸗ derzen Deines flichten genau idigem Herzen eihe, daß uns der entflamme, s aus dem Ju⸗ Erde gesendet ieret in Einig— on Ewigkeit zu uer. gestalten. che r Sohn. Rep. nschon. Rep. Rep. er, Rep. — 131— 3. Welcher Mensch wird da nicht weinen Da er hier in solchen Peinen Christi Mutter stehen sieht. Rep. Wer, der ohne Leid betrachtet, Wie die Fromme schier verschmachtet, Da Sie mit dem Sohnelitt? Rep. 4. Hier für Seines Volkes Schulden Sieht Sie Jesum Qual' erdulden, Welche Ihr das Herz zerreißt;z Rep. Siehet in der Pein, der herben, Alles Trost beraͤubt Ihn sterben, Da Er aufgibt Seinen Geist. Rep. 5. Eja Mutter, Liebesquelle, Zeig mir Deinen Schmerz, geselle Mich auch Deiner Trauer bei. Rep. Gib, daß auch mein Herz entbrenne, Daß ich liebend Ihn erkenne, Und Ihm wohlgefällig sei. Rep. 6. Mutter, allezeit treu befunden, Drücke Seines Kreuzes Wunden Meinem Herzen mächtig ein. Rep. Deines Sohnes bittere Peinen, Die Er trug, um mich zu reinen, Laß' mit mir getheilet sein. Rep. 7. Laß' mich wahrhaft mit Dir weinen, Dem Gekreuzigten mich einen Alle meine Tage hier. Rep. Bei dem Kreuz mit Dir zu stehen Und zu theilen Deine Wehen Immerdar erwähl' ich mir. Rep. 8. Jungfrau der Jungfrauen, klare, Mich in süßer Huld bewahre, Lasse trauern mich mit Dir, Rep. Daß ich in Christo Tod empfinde Seinem Leiden mich verbinde, Es verehre für und für. Rep. — 132— 9. Seine Wunden mich durchbohren Und sein Keeuz sei mir erkoren, Weil es trug den Herrn des Lichts. Rep. Daß die Flamme mich verschone Sprich für mich bei Deinem Sohne An dem Tage des Gerichts. Rep. 10. Gib auch, daß das Kreuz mich stütze, Christi Tod mich mächtig schütze, Gnad' mich stärke jederzeit. Rep. Gilt es dann dem Leib zu sterben, Hilf dann meiner Seel' erwerben Paradieses Herrlichkeit. Amen. Rep. Memorare des heiligen Bernard. 1. Milde Koͤnigin gedenke Wie's auf Erden unerhört, Daß zu Dir ein Pilger lenke, Der verlassen wiederkehrt! Chor. Nein, o Mutter, weit und breit, Schallt's durch Deiner Kinder Mitte! Daß Maria eine Bitte, Eine Bitte nicht gewährt, Ist unerhört, Ist unerhört, Unerhört in Ewigkeit, Unerhört in Ewigkeit! 2. Wer zu Dir um Schutz geflohen, Wer nur Deiner nicht vergißt, Muß bekennen, wie das Drohen Auch der Hölle nichtig ist. Chor. 3. Hast Du, Mutter, Deinen Kindern Deine Hilfe je verneint? Wurden selbst von großen Sündern Thränen Dir umsonst geweint? Chor. 4. Mi Se Sieh', Oi 5. Wẽ Soll! Ol 6. O Wẽ Du, M 7. Ach Fü Oeffne De Ein Va 2. Das ur (Anr O kön fen, von w sus entflan liebt uns n Gibt es wi jenes, wo e uns bis au gen lieb ha 13, 1.„M sus hat ein lichsten Tod hat uns al weil Er alle chts. Rep. n. Rep. ard. Mitte! n/ 5r. dern u Chor. — 133— 4. Mutter, Jungfrau der Jungfrauen, Sieh', ich eile hin zu Dir, Sieh', ich komme voll Vertrauen, Hilf, o Mutter, hilf auch mir! Chor. 5. Sieh' mich armen, großen Sünder Weinend Dir zu Füßen knien, Soll das Aermste Deiner Kinder Ohn' Erbarmen von Dir flieh'n? Chor. 6. O Maria, nicht verwehre, Was ich gläubig bitten kann, Du, des Wortes Mutter, höre Meine Worte gnädig an! Chor. 7. Ach, erhöre meine Worte, Führ' mich einst zu Deinem Sohn; Oeffne mir die Himmelspforte, Daß ich ewig bei Dir Dir wohn'. Chor. Ein Vater unser ꝛc. Ein Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. 2. Das uns liebende Herz Jesus und das unbe⸗ fleckte Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) O könnten wir armen Menschen es doch begrei⸗ fen, von welcher Liebe zu uns das göttliche Herz Je— sus entflammt ist! Jesus liebt uns unendlich; Er liebt uns mehr, als wir uns selbst lieben können. Gibt es wohl ein größeres Uebermaß von Liebe als jenes, wo ein Gott für Sein Geschöpf stirbt? Er hat uns bis auf's Aeußerste geliebt:„Da Er die Seini⸗— gen lieb hatte, so liebte Er sie bis an's Ende.“ Joh. 13, 1.„Mit ewiger Liebe habe ich Dich geliebt.“ Je⸗ sus hat ein hartes sorgenvolles Leben und den schmäh— lichsten Tod am Kreuze aus Liebe zu uns gewahlt. Er hat uns also mehr als Sein eigenes Leben geliebt, weil Er alles dieses aufgeopfert hat, um uns die Liebe —————— — 134— die Er zu uns trägt, zu beweisen. Wäre das also kein Uebermaß von Liebe, was alle Engel und den Him— mel in Erstaunen setzen muß? Aber dieses Uebermaß von Liebe brachte Ihn endlich auch dahin, im allerhei— ligsten Altarsfaceramente, gleichwie auf einem Throne der Liebe, bei uns zu bleiben. Denn das Erlösungs⸗ werk war ja schon vollbracht; die Menschen waren ja schon mit Gott versöhnt;— was hätte also sonst Je⸗ sus bewegen können, Sich im heiligsten Sacramente noch ferner auf der Erde aufzuhalten, als eben Seine Liebe zu uns? Seine Liebe also hat Ihn bewogen, daß Er Sich sogar unseren Seelen zur Speise gab, damit Er nur recht enge Sich mit uns vereinigen, da⸗ mit Er aus unseren Herzen und dem Seinigen nur ein einziges Herz machen könnte.„Wer Mein Fleisch ißt, der bleibt in Mir und Ich in ihm.“ Welch' ein Uebermaß der göttlichen Liebe! Ein großer Diener Gottes pflegt zu sagen:„Wenn mein Glaube an das Geheimniß des allerheiligsten Altarssacraments durch irgend einen Zweifel sollte erschüttert oder zerstört wer— den können, so beträfe dieser Zweifel gewiß nicht den Umstand, wie es möglich sei, daß das Brot sich in das Fleisch Christus umwandeln, oder wie Jesus zu glei— cher Zeit an mehreren Orten gegenwärtig sein könne, oder wie Er in einem so kleinen Raum Sich befinde; denn hierauf würde ich ohne weiters antworten, daß Gott Alles vermag. Wenn mir aber die Frage zu be— antworten käme: wie es möglich sei, daß Gott die Menschen so sehr liebe, daß Er immerwährend bei ih⸗ nen bleiben will, ja sogar Sich ihnen zur Speise gibt: dann wüßte ich nichts Anderes zu erwiedern, als:„Es sei dieß eine Glaͤubenswahrheit, welche alle menschli⸗ che Erkenntniß so weit übersteigt, wie die Liebe Jesus unbegreiflich ist!“ O anbetungswürdigstes Herz meines Jesus! ma⸗ che Du Selbst, daß die Menschen Dich lieben. Du von Liebe zu den Menschen entzündetes Herz! wie ist es denn Gegenlieb— Vergib, o Dich, den Du durche Gegenliebe Gebot beft Deinen H Gott, Du lieben, und „Die heit,„führ der wieder Gottes füt Nähe muf Gott gesta heit aller Grund Ihr daß Sie w schon durch Demuth m befleckte Re so daß der heit keine Herz Mar geringsten Erbsünde z Ja, die Re des Herzen wie dieses dieses es v Gottes ist. O Ma Du ein heft allen Mense mit Ihm, d das also kein ud den Him⸗ ses Uebermaß „ im allerhei— inem Throne s Erlösungs⸗ hen waren ja ilso sonst Je⸗ Sacramente ls eben Seine hn bewogen, Speise gab, reinigen, da⸗ Seinigen nur Mein Fleisch Welch' ein roßer Diener laube an das aments durch zerstört wer⸗ wiß nicht den ot sich in das esus zu glei⸗ g sein könne, Sich befinde; tworten, daß Frage zu be⸗ daß Gott die hrend bei ih— Speise gibt: rn, als:„Es ille menschli⸗ Liebe Jesus Jesus! ma⸗ lieben. Du Herz! wie ist — 135— es denn möglich, daß Dir die Menschen so wenig Gegenliebe beweisen, daß sie Dich sogar verachten? Vergib, o barmherziger Jesus, vergib, daß auch ich Dich, den so Liebenswürdigsten, nicht liebte, indem Du durchaus nicht mehr thun konntest, um mich zur Gegenliebe zu bewegen, ja sogar durch Dein eigenes Gebot befohlen hast Dich zu lieben:„Du sollst Gott, Deinen Herrn, aus ganzem Herzen lieben.“ Ja, mein Gott, Du willst von mir geliebt werden, ich will Dich lieben, und Du sollst der Gegenstand meiner Liebe sein. „Die Reinigkeit,“ heißt es im Buche der Weis⸗ heit,„führt ganz nahe zu Gott.“ Wenn dieses von der wieder erhaltenen Reinigkeit und erlangten Gnade Gottes für uns sündige Menschen gilt— in welcher Nähe muß wohl das nie befleckte Herz Maria mit Gott gestanden sein. Die Eigenschaft der Unbefleckt— heit aller Herrlichkeiten Maria ist der Anfang und Grund Ihres Herzens. Ihre Herzensdemuth entschied, daß Sie wirklich Das geworden, wozu Sie von Gott schon durch Ihre Empsängniß vorbereitet war. Ihre Demuth machte Sie zur Mutter Gottes, Ihre nie befleckte Reinigkeit aber zur würdigen Mutter Gottes, so daß der Herr bei all' Seiner Allmacht und Weis— heit keine würdigere finden konnte.— So rein ist das Herz Maria, daß es mit keiner, ja auch nur der geringsten Sünde befleckt ist; so rein, daß auch die Erbsünde zu demselben keinen Zugang gefunden hat. Ja, die Reinigkeit Ihres Herzens ist der Reinigkeit des Herzens Jesus selbst beinahe gleich, weil dasselbe wie dieses unsündlich ist, mit dem Unterschiede, daß dieses es von Natur, jenes aber es durch die Gnaͤde Gottes ist. O Maria! Du Mutter der schönen Liebe, die Du ein heftiges Verlaͤngen trägst, Deinen Jesus von allen Menschen geliebl zu sehen, vereinige mich so fest mit Ihm, daß ich nie mehr von Ihm getrennt werde. — 136— Reinstes Herz Maria! ich bitte Dich, reinige mein Herz; flöße ihm einen Haß gegen die Sünde und einen Abscheu gegen alles Böse ein. Glückseligstes un— ter allen Herzen! Du bist ja auch nicht von der Erb—⸗ sünde befleckt worden; mache, daß ich wenigstens die wirklichen Sünden, so viel möglich und es sein kann, vermeide und mich eifrigst bestrebe, mein Herz durch die Gnade Gottes dem Deinigen ähnlicher zu machen. O unbeflecktes und reinstes Herz Maria! hilf mir zur Ausführung dieses meines aufrichtigen Vorsatzes! Ehrenkranz, siehe Seite 128 Stabat Mater Seite 130. Memorare Seite 132. 3. Das Liebe verlangende Herz Jesus und das gehorsamste Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) Jesus bedarf unser nicht; er bleibt stets gleich glückselig, ob wir Ihn lieben oder nicht; dennoch aber wünscht Jesus, wie der heilige Thomas sagt, unsere Liebe so heftig, als wenn der Mensch sein Gott wäre, als ob Seine Seligkeit von den Menschen abhinge. In Erwägung dessen rief Job voll Erstaunen aus: „Was ist der Mensch, daß Du ihn groß hältst, oder warum neigst Du Dein Herz zu ihm?“ Der König des Himmels verlangt es, daß wir Ihn lieben:„Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben aus deinem ganzen Herzen.“„Gib Mir dein Herz, Mein Sohn!“ Der heilige Bernhard ruft aus:„Waͤrum liebt uns Gott, als weil Er wieder geliebt werden will!“ Gott Selbst sagt:„Was verlangt der Herr, dein Gott, von dir, außer daß du Ihn fürchtest und liebest? Darum gibt uns Jesus zu verstehen, daß Er jener Hirt sei, Wel— cher, nachdem Er das verlorene Schaf wieder gefun⸗ den Alle zu Sich gerufen, damit Sie an Seiner Freude theilnehmen möchten:„Freuet euch mit Mir, denn Ich habe Mein Schaf gefunden, das verloron war.“ Er lehrt der verlot nicht nur und ein sogar mit nicht lieb spricht Ei und besit bleibt in Mei lige Augu ben soll, Dich nich Hölle für über mick Willst Du drohe mir zu dürfen als tauset die Verde sich die verwande Deiner L mel für f geliebter meine Ho Das durch Ih hatte ein heiliges doch von men war gleich den Sich dem da wurde Sohne ge reinige mein Sünde und ckseligstes un⸗ von der Erb⸗ denigstens die es sein kann, n Herz durch er zu machen. ia! hilf mir en Vorsatzes! Seite 130. 16 und das te 37.) t stets gleich dennoch aber sagt, unsere n Gott wäre, chen abhinge. staunen aus: hältst, oder Der König lieben:„Du inem ganzen Sohn!“ Der ot uns Gott, Gott Selbst ott, von dir, Darum gibt irt sei, Wel⸗ vieder gefun⸗ einer Freude tMir, denn rloron war.“ — 137— Er lehrt uns, daß Er jener Hausvater sei, Der, als der verlorne Sohn reumüthig zurückkehrte, demselben nicht nur verzeiht, sondern ihn sogar zärtlich umarmt, und ein Freudenfest veranstaltet. Ja, Er droht uns sogar mit der Hölle, wenn wir Ihn nicht lieben:„Wer nicht liebt, der bleibt im Tode!“ Dagegen aber ver— spricht Er Jenen, welche Ihn lieben, daß sie Ihn haben und besitzen werden:„Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Mein geliebtester Erlöser! Dein Diener, der hei— lige Augustin sagt:„Du befiehlst mir, daß ich Dich lie— ben soll, und bedrohst mich mit der Hölle, wenn ich Dich nicht liebe. Kann es denn wohl eine furchtbarere Hölle für mich geben, kann wohl ein größeres Unglück über mich kommen, als Deiner Liebe beraubt zu sein? Willst Du mir also eine heilsame Furcht einflößen, so drohe mir nur, daß ich leben müsse, ohne Dich lieben zu dürfen; diese Drohung wird mich härter strafen, als tausendfache Höllenpein. O mein Gott! dürften die Verdammten in der Hölle Dich lieben, so würde sich die Hölle für sie augenblicklich in das Paradies verwandeln; wenn hingegen die Seligen im Himmel Deiner Liebe entsagen müßten, so würde dieser Him— mel für sie eben so schnell zur Hölle werden.“ O mein geliebter Heiland! Deine Leiden und Verdienste sind meine Hoffnung; gib doch, daß ich Dich immer liebe! Das Gebot Dich zu lieben, o Gott, hatte Maria durch Ihren Gehorsam vollkommen erfüllt. Maria hatte ein so unterthäniges Herz gegen Gott und Sein heiliges Gesetz, daß sie dasselbe auch erfüllte, wo Sie doch von dessen Beobachtung ganz frei und ausgenom⸗ men war; wie sie denn, obgleich eine Jungfrau, gleich den übrigen Frauen, in dem Tempel erscheinend, Sich dem Gesetze der Reinigung unterwarf. Siehe, da wurde auch bei der Mutter erfüllet, was von dem Sohne geschrieben steht:„Das Gesetz Gottes ist mit— — 138— ten in meinem Herzen.“ Aber nicht nur dem Herrn aller Dinge gehorsamte das ergebene Herz Maria, auch den Menschen unterwirft Es Sich wegen Gott. Ein Beispiel hiervon haben wir in jener beschmerli— chen Reise nach Bethlehem, welche Sie mit Ihrem jungfräulichen Bräutigam Josef unternommen, einem irdischen, und überdieß heidnischen Fürsten zu gehor— samen— Sie, die Fürstin aller Fürsten im Himmel und auf Erden! So sollten auch unsere Herzen gehorsam und unterthänig sein; zuerst Gott, unserm Herrn und Schöpfer und dann auch den Menschen, welche Gott über uns gesetzt hat: den Eltern, den geistlichen und weltlichen Obrigkeiten und Vorgesetzten; ihnen gehor— samen in Allem, was nicht Sünde ist, ohne auf ihre menschlichen Gebrechen und Fehler zu sehen.„Wer euch höret, der höret Mich; und wer euch verachtet, der verachtet Mich.“—„Jedermann unterwerfe sich der obrigkeitlichen Gewalt.“—„Wer sich ihr wider— setzt, der widersetzt sich der Anordnung Gottes“ Da— rum laßt uns klug, kindlich und gelehrig sein; wirken wir das Gute aus Liebe zu Gott; sehen wir in unsern Vorgesetzten die Person in Jesus Christus an, so wird uns das Joch des Gehorsams süß werden. O gehorsamstes Herz Maria! erbitte mir ein zur Beobachtung sowohl der Gebote Gottes als der Be— fehle meiner Vorgesetzten stets bereitwilliges Herz. Liebste Mutter! Opfere Dein gehorsames Herz Dei— nem Sohne auf und bitte für mich, denn Du hast das Herz unseres Gottes in Deinen Händen. Was Dein Herz nur will, das will das göttliche Herz auch; weil auch, was Sein Herz gewollt, Du jederzeit ge⸗ wollt hast. Ist gleichwohl dieses Herz nun in dem Himmel zur Rechten des himmlischen Vaters mit größter Herr— lichkeit umgeben, so vergißt Es doch nicht, daß Es das Herz Deines Sohnes ist, Dessen Wflicht ist, Seiner Mutter zu gehorsamen. So braͤuche denn Deine so große Mas bleibt in G zwischen K und bedeck strömende meiner Un durch Dein erhaltest. A Ehrenkra 4. Das sch (Anr Es ist lich erwägt Liebe zu u Mitleid mi uns ganz d Traurigkeit gereicht hä Gottheit ni dert hätte. Der größte betrübte, k Martern, lungen, die dern der 2 Menschen Er sah nän die wir na Seinem so erkannte be schen Sein gung Sein zurücklassen dem Herrn herz Maria, vegen Gott. beschmerli— mit Ihrem men, einem n zu gehor- im Himmel jorsam und Herrn und welche Gott stlichen und hnen gehor— nne auf ihre hen.„Wer ch verachtet, terwerfe sich ihr wider— ottes“ Da⸗ ein; wirken ir in unsern an, so wird mir ein zur als der Be— iges Herz. Herz Dei⸗ n Du hast inden. Was Herz auch; ederzeit ge— sem Himmel ößter Herr⸗ daß Es das ist, Seiner n Deine so — 139— große Macht bei dem Herzen Jesus, Der Dein Sohn bleibt in Ewigkeit. Heiligstes Herz Maria! stelle Dich zwischen Gott und zwischen meine sündhafte Seele, und bedecke die Menge meiner Sünden mit der über— strömenden Heiligkeit Deines Herzens, damit, was ich meiner Unvermögenheit wegen nicht verdiene, Du durch Deine Fürbitte und durch Deine Verdienste mir erhaltest. Amen. Ehrenkranz, siehe Seite 128. Stabat Mater Seite 130. Memorare Seite 132. 4. Das schmerzvolle Herz Jesus und das demüthigste erz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) Es ist unmöglich, daß Derjenige, welcher es ernst— lich erwägt, wie viele Schmerzen das Herz Jesus aus Liebe zu uns auf Erden gelitten hat, nicht das innigste Mitleid mit seinem Heilande trage. Jesus Selbst sagt uns ganz deutlich, daß Sein Herz von einer solchen Traurigkeit erfüllt worden sei, daß dieselbe allein hin— gereicht hätte, ihm das Leben zu rauben, wenn Seine Gottheit nicht durch ein Wunder Seinen Tod verhin— dert hätte.„Meine Seele ist betrübt bis in den Tod.“ Der größte Schmerz, welcher das Herz Jesus so sehr betrübte, kam aber nicht von dem Gedanken an die Martern, die auf ihn warteten, und an die Mißhand— lungen, die Er von den Menschen erdulden sollte; son⸗ dern der Blick auf den Undank war es, mit dem die Menschen Seine unermessene Liebe vergelten würden. Er sah nämlich ganz klar alle jene Sünden voraus, die wir nach Seinem so schmerzvollen Leiden, nach Seinem so bittern Tode dennoch begehen würden; Er erkannte besonders im Voraus, wie furchtbar die Men⸗ schen Sein göttliches Herz, das Er ihnen zur Bezeu⸗ gung Seiner Liebe im allerhöchsten Altarssacramente zurücklassen wollte, beleidigen, welche gräuliche Unbil⸗ ö ö SPSSSS.. — 140— den sie Ihm zufügen würden. Und in der That! was hat nicht Jesus in dem Geheimnisse der Liebe von den Menschen erdulden müssen? Dennoch konnte Ihn eine so verächtliche Behandlung nicht abhalten, uns dieses große Unterpfand Seiner Liebe auf Erden zurückzulassen. Das Herz Jesus lodert immer in Liebe gegen uns und wir sollten in Seiner Gegenwart nicht von hei— liger Liebe zu Ihm entflammt werden? O anbetungswürdigstes Herz Jesus! Siehe mich hier zu Deinen Füßen, gebeugt vor Schmerz, daß ich Dein liebenswürdigstes Herz so sehr betrübt habe. Wie habe ich doch ein Herz, das mich so innig ge— liebt und nichts unterlassen hat, um mich zur Gegen— liebe zu bewegen, so beleidigen können? Deine Gnade, o Herr! kräftige mich, und ich erwarte von Dir Barm— herzigkeit und Besserung meines Lebens. O hätte ich doch jenen Schmerz über meine Sünden, der dem Schmerzen gleich käme, den Du einst über meine Sünden emyfunden hast! Wenn es je schwer ist, unter mehreren ausge— zeichneten Eigenschaften eines Heiligen zu entscheiden, welche die größte und schönste war; so ist es gewiß noch viel schwerer, zu bestimmen, welche unter den Tu⸗ genden in dem Herzen Maria den Vorzug habe. Und geben wir zu, daß unter den sittlichen Tugenden die Demuth, und unter den göttlichen die Liebe den Vor— rang behauptet, wie werden wir denn die herzliche Demuth und Liebe Maria ordnen? Sie, die Demüthigste, hat sie selbst geordnet, da sie gesprochen:„Der Herr hat die Demuth Seiner Magd angesehen;“ als wollte Sie sagen: Zu dem, was an mir alle Geschlechter zu allen Zeiten anstaunen, hat mich die Demuth ge— macht; die Demuth hat Mich zur höchsten Würde der Mutterschaft Gottes erhoben. Also war es die De— muth Ihres Herzens, worauf sich dann ihre Liebe baute; denn„über wem“ spricht der Herr,„wird mein Geist ruhen, als aber ist die Maße der So ist de Gott? So Allen Gott besonderes selbst ernie geistigen T gend, und auf daß de Geistesarm O gna weil Du du und Dich z und ihrer T die Hoffart die Demutl Seiner Gn Ach süßes, herzliche 2 an Gnaͤden dorthin zu sehen, und den in En Ehrenkranz 5. Das m (An Wo zär tlichere Welches größeres? keit mit 1 auf die That! was ebe von den te Ihn eine uns dieses rückzulassen. gegen uns icht von hei⸗ Siehe mich erz, daß ich etrübt habe. o innig ge⸗ zur Gegen⸗ deine Gnade, Dir Barm⸗ O hätte ich en, der dem über meine reren ausge— mentscheiden, ist es gewiß nter den Tu⸗ ig habe. Und Tugenden die ebe den Vor⸗ die herzliche Demüthigste, :„Der Herr als wollte zeschlechter zu Demuth ge— Würde der res die De⸗ Liebe baute; d mein Geist — 141— ruhen, als über dem Demüthigen;“ der Geist Gottes aber ist die wesentliche Liebe selbst, die sich nach dem Maße der Demuth dessen ergießt, über dem Er ruhet. So ist denn die Demuth in so hohem Werthe bei Gott? So sind es denn die Demüthigen, welche vor Allen Gott gefallen, und an deren Erhöhrng Er ein besonderes Wohlgefallen hat, je tiefer sie sich in sich selbst erniedrigen? Wir fühlen unsere Armseligkeit in geistigen Dingen, unsere Leerheit an gründlicher Tu— gend, und doch wollen wir uns nicht demüthigen, auf daß der Herr Sich unser erbarme, und unserer Geistesarmuth abhelfe. O gnaͤdenreiches und demüthiges Herz Maria! weil Du durch Deine Demuth Alles bei Gott vermagst, und Dich zu den Armseligsten so freundlich herablassest, und ihrer Dich annimmst, ich bitte Dich, verbanne doch die Hoffart ans meinem Herzen, und pflanze dagegen die Demuth ein, welche bei Gott so beliebt, und uns Seiner Gnaden und Gunstbezeugungen würdig macht. Ach süßes, demüthiges Mutterherz! erbitte mir wahre, herzliche Demuth bis an mein Ende; dann wird es an Gnaͤden nicht fehlen, und die allein brauche ich, um dorthin zu kommen, wo ich Dich und Deinen Sohn sehen, und von Euch nicht mehr werde getrennet wer— den in Ewigkeit. Amen. Ehrenkranz siehe Seite 128. Stabat Mater 130. Memorare 132. 5. Das mitleidsvolle Herz Jesus und das geduldigste Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) Wo könnten wir wohl ein mitleidvolleres, ein zärtlicheres Herz finden, als das Herz Jesus? ein Herz, Welches mit unsern Armseligkeiten, mit unserem Elende größeres Mitleid getragen hätte? Seine Barmherzig— keit mit uns hat ihn veranlaßt, daß Er vom Himmel auf die Erde herabkam; sie hat Ihn zu dem guten 5 N — 142— Hirten gemacht, Der, wie Er Selbst sagt, nur deßwegen gekommen, um Seine Schafe selig zu machen, ihnen das Leben zu ertheilen. Damit wir Sünder verschont würden, hat Er Sich Selbst nicht geschonet; Er hat auf dem Kreuze als ein Opfer geschlachtet werden wol— len, um durch Seine Leiden für die Strafe, die wir verdient hatten, genug zu thun. Diese Seine Barm— herzigkeit bewegt Ihn, uns zuzurufen:„Warum wollet ihr sterben, ihr vom Hause Israel? Bekehret euch und lebet.“ Er ruft uns heute noch zu: O ihr Men— schen, warum fliehet ihr von Mir? warum wollt ihr ewig verloren gehen? Sehet ihr denn nicht, daß ihr, wenn ihr euch von Mir trennet, eben darum dem ewigen Tode zueilet? Erkennet doch, daß Ich euern Untergang nicht will. Du, mein Jesus, Du verzeihest gänzlich dem reumüthigen Sünder; Du trägst keinen Abscheu, Dich ihm noch hier auf dieser Erde, in dem heiligen Abendmahle Selbst zur Speise zu geben; ja, Du wirst Dich auch nach diesem Leben demselben in Deiner Glorie mittheilen und durch die ganze Ewigkeit mit ihm vereinigen. Mitleidsvolles Herz meines Jesus, habe Erbarmen mit mir! Also rufe ich mit Deiner Gnade jetzt zu Dir. Auch ehe ich Dich noch beleidigte, habe ich nicht eine einzige jener unzähligen Gnaͤden verdient, mit denen Du mich überhäuft hast. Du hast mich erschaffen; Du hast meinen Verstand mit so vielen Einsprechungen erleuchtet; und nachdem ich Dich beleidigt hatte, da verdiente ich von Dir ewig getrennet zu werden. Aber Deine Barmherzigkeit hat mich wieder in's geistige Leben zurückgerufen; hat meine Strafe verschoben, hat mir Verzeihung angeboten, und mein Herz mit Reue erfüllt. Ertheile mir die Gnade, gib mir die nöthige Kraft und Erkenntniß, um nie wieder undank⸗ bar gegen Dich zu sein, und mich je wieder von Dir zu trennen. Die so reinste Unse haben Mar gleichwie ih heit, d. i. E ligkeit unge den schwerst verordnet w Für sich hat Sie hatten, Sie Sich al gen für uns stus, um eine um durch J unsere Mut aber Sie lit gleichförmig wollte; Sie duld, sonde langen, noce Unschuldigste geliebtesten Ungedu Ne cwert le werste Widerwärti tausendmal sündhaftes willst nichts welche dir a mel kann das Kreuz, das du es der himmli Dessen heil belegt habe es richtig fij ir deßwegen üchen, ihnen er verschont et; Er hat verden wol⸗ ufe, die wir eine Barm— arum wollet ekehret euch ihr Men⸗ m wollt ihr chi, daß ihr, dem ewigen n Untergang hest gänzlich en Abscheu, dem heiligen ja, Du wirst in Deiner Ewigkeit mit be Erbarmen jetzt zu Dir. ich nicht eine t, mit denen schaffen; Du usprechungen gt hatte, da verden. Aber in's geistige e verschoben, in Herz mit gib mir die eder undank⸗ »der von Dir 148 Die so erhabene Würde einer Mutter Gottes, die reinste Unschuld und die höchste Heiligkeit des Lebens haben Maria des Leidens nicht überhoben; sondern gleichwie ihr göttlicher Sohn Jesus, Seiner Gott— heit, d. i. Seiner wesentlichen und unerschaffenen Hei— ligkeit ungeachtet, von Seinem himmlischen Vater zu den schwersten Peinen und Trübsalen verurtheilt und verordnet worden ist, also ist es auch Maria geschehen. Für sich hatten Beide das Leiden nicht nothwendig; Sie hatten, weil ohne Sünde, nichts abzubüßen; da Sie Sich aber freiwillig dem ewigen Vater als Bür— gen für uns darboten, so mußten Sie leiden; Chri— stus, um eine unendliche Genugthuung zu leisten; Maria, um durch Ihr Mitleiden uns geistig zu gebären und unsere Mutter zu sein. Maria mußte demnach leiden; aber Sie litt gern, weil Sie ihrem göttlichen Sohne gleichförmig sein und mit Ihm das Kreuz tragen wollte; Sie litt freiwillig, Sie litt nicht nur mit Ge— duld, sondern mit Freude und mit glühendem Ver— langen, noch mehr zu leiden, Sie, die Reinste, die Unschuldigste.— Ach! wie gerne wäre Sie für Ihren geliebtesten Sohn in den schrecklichsten Tod gegangen! Ungeduldiges Menschenherz! lerne von dem Her— zen Maria. Dieses unschuldigste und heiligste Herz muß die schwersten Drangsale, die bittersten Kreuze und Widerwärtigkeiten ertragen, die Ihm, ohne Wunder, tausendmal das Leben hätten nehmen müssen; und du, sündhaftes Herz, das alles Leiden verdient hat, du willst nichts leiden? Jede geringe Widerwärtigkeit, welche dir aufstößt, macht dich ungeduldig. Der Him— mel kann nur durch Kreuz erworben werden; aber das Kreuz, recht erkannt, ist kein so großes Uebel für das du es ansieht; es ist ein wahres Gut, sonst würde der himmlische Vater Seinen innigstgeliebten Sohn, Dessen heiligste Mutter und alle Heiligen nicht damit belegt haben. Erwäge es einmal ruhig, und du wirst * es richtig sfinden, daß man Gott für jedes Kreuz herz— — 144— lich danken soll, und die Werkzeuge lieben, womit Er schlägt; daß deine vermeinten Feinde und Verfolger, über welche du klaͤgst, gerade deine größten Wohltha— ten seien, statt des Fegefeuers dich hier schon reinigen, heilig machen und dir in den Himmel verhelfen. O höchst bedrängtes, geduldigstes Mutterherz! ach wie groß war meine bisherige Blindheit, in der ich das Kreuz immer geflohen und gescheuet habe! Gleich einem wehleidenden Kinde habe ich geweint, wenn mir etwas Widriges begegnete; ein kleines Leiden, ein Wide spruch, ein barsches Wort, eine kleine Verach— tung hat mich allsogleich darniedergeschlagen, zaghaft, kleinmüthig oder entgegen hitzig und bitter gemacht. O göttliche Mutter! befreie mich von dieser Thorheit, von diesem Irrthume; lehre mich ein sehen, daß ich nur dann wahrhaft unglückselig wäre, wenn ich nichts zu leiden hätte, indem mir das echte Kennzeichen der Auserwählung abginge, nämlich die Aehnlichkeit mit Christus. Um diese Einsicht bitte ich dich durch Dein geduldigstes Herz, und ich bin der sicheren Hoffnung, daß ich in Ewigkeit nicht zu Schanden werde. Amen. Ehrenkranz siehe Seite 128. Stabat Mater 130. Memorare 132. 6. Das freigebigste Herz Jesus und das großmüthige Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) O wie gütig und freigebig ist das Herz Jesus gegen alle Jene, die zu Ihm ihre Zuflucht nehmen. „Reich ist dieß Herz für Alle, die es anrufen!“ Wäre es aber wohl möglich, irgend Jemand zu finden, der ein besseres Herz hätte, als Jesus? Weil Er die un⸗ endliche Güte ist, so hat Er den innigsten Wunsch und trägt das sehnsüchtigste Verlangen, uns Seine Schätze mitzutheilen:„Bei Mir ist Reichthum und Ehre, damit ich die, welche Mich lieben, bereichere.“ Jesus ist arm geworden, sagt der heilige Apostel Pau— lus, damit Euretwiller damit ihr darum woll zurückbleibe nen, die Il Darum gib in der heil wir also al verlangen k gen reich g mangelt. V der Erlösurn Erkenntniß Sünden; d suchungen; wir ohne S Gutes zu tht thun;“ unt nur wenige an euch, w' zu bitten.„ Namen geb David sah „Du, o He Erbarmung 117. Ps. ru der Herr g währt.“ M liche, liebrei trauen, unt halten. O mei Dein Blut und ich soll' was ich hal Willen, nin Herz Jesu en, womit Er ud Verfolger, zten Wohltha— chon reinigen, verhelfen. Utterherz! ach it, in der ich habe! Gleich innt, wenn mir Leiden, ein kleine Verach— igen, zaghaft, itter gemacht. eser Thorheit, hen, daß ich zenn ich nichts »nnzeichen der hnlichkeit mit h durch Dein en Hoffnung, werde. Amen. Memorare 132. großmüthige eite 37.) Herz Jesus lucht nehmen. rufen!“ Wäre u finden, der eil Er die un⸗ gsten Wunsch „ uns Seine teichthum und , bereichere.“ Apostel Pau⸗ — 145— lus, damit ihr durch Seine Armuth reich werdet.„Um Euretwillen ist Er arm geworden, da Er reich war, damit ihr durch Seine Armuth reich würdet.“ Eben darum wollte Er im heiligsten Sacramente bei uns zurückbleiben, wo Er allezeit Seine Gnaden allen De— nen, die Ihn dort besuchen, auszutheilen bereit steht. Darum gibt Er Sich uns auch noch überdieß zur Speise in der heiligen Communion. Im Herzen Jesus finden wir also alle Güter, alle Gnaden, die wir nur immer verlangen können.„Ihr seid durch Ihn in allen Din⸗ gen reich geworden, so, daß es euch an keiner Gnade mangelt. Von Ihm haben wir empfangen: die Gnaͤde der Erlösung; der Berufung zum Christenthume; der Erkenntniß der Wahrheit; der Verzeihung unserer Sünden; der Stärke und des Beistandes in den Ver— suchungen; der Geduld in Widerwärtigkeiten; indem wir ohne Seinen Beistand Nichts, um so weniger etwas Gutes zu thun vermögen:„Ohne Mich könnt ihr nichts thun;“ und fügt der Herr hinzu: Wenn Ihr bisher nur wenige Gnaͤden erhalten habt, so liegt die Schuld an euch, weil ihr es vernachlässigt habt, Mich um sie zu bitten.„Bisher habt ihr um Nichts in Meinem Namen gebeten; bittet, und ihr werdet empfangen.“ David sah es schon im Geiste voraus, als er sagte: „Du, o Herr! bist gütig und milde und von großer Erbarmung gegen Alle, die Dich anrufen.“ Und im 117. Ps. ruft er uns viermal nacheinaͤnder zu,„daß der Herr gut ist, und Seine Barmherzigkeit ewig währt.“ Wenden wir uns also immer an dieß gött— liche, liebreiche Herz, bitten wir es mit vollem Ver— buten. und wir werden Alles, was wir wünschen, er⸗ alten. O mein Jesus! Du hast Dich nicht geweigert, Dein Blut und Dein Leben für mich dahin zu geben, und ich sollte Dir mein Herz nicht schenken? Alles, was ich habe, soll Dein sein. Ich schenke Dir meinen Willen, nimm ihn gnädig an und verfüge über mich 9 Herz Jesus u. Maria. — 46— ganz nach Deinem Wohlgefallen. Ich habe nichts, ich vermag nichts; aber ich besitze dieß Herz, und wel⸗ ches mir von Niemand geraubt werden kann; mein Vermögen, ja mein Leben kann man mir entreißen, aber mein Herz kann mir Niemand nehmen. Mit die⸗ sem Herzen kann, mit diesem Herzen will ich Dich auch lieben. Ich habe den festen entschlossenen Willen, Dir zu gefallen; damit ich aber diesen Willen durch die That beweisen könne, bitte ich Dich um Deine Gnade, um Deinen Beistand. Gib, daß mein Wille ganz Eins mit dem Deinigen sei, so daß ich Alles freu— dig annehme, was Du über mich und über AUes, was mein ist, zu verhängen in Deiner unerforschlichen Weis⸗ heit für gut finden wirst. Die Großmuth ist die Tugend eines edlen und erhabenen Herzens, welches große Dinge für Gottes Ehre unternimmt, und sich auch durch die größten Be⸗ schwernisse hiervon nicht abschrecken läßt. Nach dem göttlichen Herzen Jesus ist das Herz Maria das edelste, erhabenste und großmüthigste. Von dem ersten helden⸗ müthigen Werke an, welches Sie bewies, als Sie, kaum noch drei Jahre zählend, das Haus Ihrer Ael— tern und Anverwandten und die Welt verließ, waren alle Ihre übrigen Werke durch ihren ganzen Lebens⸗ lauf eine Reihe großmüthiger Werke. Alle Tugenden in Maria waren großmüthig. Großmüthig war Ihr Glaube; denn unerschütterlich hielt Sie Jesus für den allmächtigen Gott: Er mochte nun zu Bethlehem als ein höchst armes, verlassenes Kind vor ihr wei— nen, oder Sich von Ihr, um den mörderischen Hän— den des Herodes zu entkommen nach Aegypten tra⸗ gen, oder endlich gar gleich einem Missethäter Sich kreuzigen lassen. Großmüthig war Ihre Hoffnung. Gleich nach dem Tode Ihres göttlichen Sohnes fingen selbst die Cedern Libanons zu wanken an, d. i. die Apostel und Jünger wurden schwach in der Hoffnung, ob der Herr doch sicher daß Er IJ dritte Tacg stand unbe mitten in verzagende derholten werde, wa Liebe. Fu Calvarient hin unter gehangen. Von dem Tod seines hätte Sie, das Todesu müthig we Ihre übrig artig, held Nun, Ehre Gott. than? Wo wider alle einziges he und der G es mangelt chen mehre lichen Groß wir jene gl nicht mehr Christen H jederzeit be Gott aufz daher; man dem Wege Weil Alle die Sache jabe nichts, ich erz, und wel⸗ n kann; mein mir entreißen, ymen. Mit die⸗ will ich Dich ossenen Willen, n Willen durch dich um Deine aß mein Wille ich Alles freu⸗ ber AUes, was schlichen Weis— ines edlen und nge für Gottes die größten Be⸗ ißt. Nach dem rrig das edelste, nersten helden⸗ vies, als Sie, aus Ihrer Ael— verließ, waren ganzen Lebens— Alle Tugenden rüthig war Ihr Sie Jesus für zu Bethlehem d vor ihr wei⸗ derischen Hän— Aegypten tra⸗ Rissethäter Sich Hoffnung. Gleich es fingen selbst die Apostel und ng, ob der Herr — 147?— doch sicher glorreich auferstehen werde:„Wir hofften, daß Er Israel erlösen werde, und jetzt ist schon der dritte Tag.“ Lue. 24, 21. Die göttliche Mutter aber stand unbeweglich in dieser Hoffnung, wie ein Fels mitten in stürmenden Meereswogen, und richtete die verzagenden Apostel und Jünger auf, mit dem wie— derholten Zusprechen, daß der Herr gewiß erfüllen werde, was Er verheißen hat.— Großmüthig war Ihre Liebe. Furchtlos ging Sie den Kreuzweg, auf den Calvarienberg Ihren Sohn begleitend, und stellte Sich hin unter das Kreuz. worauf Ihn die Henkersknechte gehangen. Eben so großmüthig war Ihr Gehorsam. Von dem Beschlusse des himmlischen Vaters über den Tod seines eingebornen Sohnes einmal verständigt, hätte Sie, um Ihr Urtheil befraͤgt, mit eigener Hand das Todesurtheil Desselben unterschrieben. Eben so groß— müthig waren Ihre Demuth,. Ihre Geduld und alle Ihre übrigen Tugenden; kurz Alles war an Ihr groß— artig, heldenmüthig, hochherzig! Nun, christliche Seele! was hast Du für die Ehre Gottes, Dein und anderer Menschen Heil ge— than? Wo ist Deine Herzhaftigkeit und Dein Muͤth wider alle aufstoßenden Beschwerden? Wisse, daß ein einziges heldenmüthiges Werk nicht selten der Anfang und der Grund zu großer Heiligkeit gewesen sei. Und es mangelte dir gewiß an Gelegenheit nicht, derglei— chen mehrere zu üben; nur an der hierzu erforder— lichen Großmuth fehlte es dir. Ach Gott! warum haben wir jene glückseligen Zeiten des ersten Christenthumes nicht mehr, wo die Tugend der Großmuth aller Christen Herzen belebte und begeisterte; wo man jederzeit bereit war, Gut, Ehre, Blut und Leben für Gott aufzuopfern. Jetzt kriecht man auf der Erde daher; man will nie einen großmüthigen Schritt auf dem Wege des Heiles machen. Woher kommt dieß? Weil Alle nur das Ihrige suchen; weil Alle, wenn die Sache des Herrn von ihrer Seite ein Opfer ver— 9* 148 langt, sich zurückziehen. O wie kleinlich sind unsere Zeiten! an großmüthigen Vorsätzen fehlt es uns nicht, aber sehr stark an großmüthiger Ausführung derselben. O großherzige Mutter und Jungfrau Maria! wie schäme ich mich, daß auch ich nicht genug Muth habe, etwas Erhebliches und Großes für die Sache Gottes und Seiner Kirche zu thun. Eine kleine Be— schwerde, die mir auf dem Wege der Tugend vorkommt, hielt mich zurück; jede schwache Versuchung warf mich zu Boden; die Hoffnung eines geringen zeitlichen Gewinnes, die Furcht, die Gunst eines schwachen Menschen zu verlieren, oder ein etwas minder be— quemliches Leben zu führen, ein leichtes Drohen irgend eines Bösegesinnten waren im Stande, mich von mancher Christenpflicht und tugendhaften Haͤndlung abzuhalten und alle meine großartigen Vorsätze auf⸗ zugeben. O großmüthige Jungfrau! hilf mir von meiner Armseligkeit auf; hilf mir großmüthig sein; daß ich bei Widersprüchen und Zerwürfnissen des häuslichen Lebens meine Empfindsamkeit, aufwallende Zornhitze und Bitterkeit alsogleich unterdrücke; daß ich mich als den Letzten des Hauses betrachte; daß ich manche lästige Arbeit, der sich die Uebrigen entziehen, auf mich nehmen, und das Lob und den Lohn davon stillschweigend Anderen überlasse ꝛc. So geübt, werde ich dann zu seiner Zeit auch im Großen großmüthig sein; so hoffe ich es zuversichtlich durch die dargebrach—⸗ ten Opfer Deines großmüthigen Herzens. O aller— seligste und allezeit unbefleckte JBungfrau Maria! wie großherzig und daher auch wie glückseiig warst Du, weil Dein Herz mit dem Herzen Jesus stets unzer⸗ trennlich vereinigt war. Ach, meine Mutter! erlange auch mir die Gnaͤde, daß ich in der Folge nichts be— gehre, nichts wünsche, als was Du, als was Jesus von mir verlangt. Amen. Ehrenkranz, siehe Seite 128. Stabat Mater Seite 130. Memorare Seite 132. 7. Das g (Anrt Das I nur das gä Ihm verricg wir zu Sei den wir mi haben, reie mühung eit werdet esel Jesus um Ihm zi² dertfältig a ren Welt, jedem Aug ken die M Erlöser gef Tropfen B vergossen, großen Dat diese Eine& reichend ger erlangen.“ Augenblicke sogar Sein wir nicht E zu lieben, uns Undan entflammt barsten, zu Deine Gese mein Herr dank erwie Der Du fü Gnade und ich sind unsere It es uns nicht, rung derselben. gfrau Maria! t genug Muth für die Sache ine kleine Be— zend vorkommt, ung warf mich ngen zeitlichen ines schwachen zas minder be— Drohen irgend de, mich von ften Haͤndlung Vorsätze auf— hilf mir von oßmüthig sein; würfnissen des it, aufwallende nterdrücke; daß trachte; daß ich igen entziehen, den Lohn davon so geübt, werde zen großmüthig die dargebrach— rzens. O aller⸗ iu Maria! wie eiig warst Du, us stets unzer— eutter! erlange ßolge nichts be— als was Jesus r Seite 130. — 19— 7. Das gro ßmüthigste Herz Jesus und das uns zärtlich liebende Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes wie Seite 37.) Das Herz Jesus ist so großmüthig, daß Es nicht nur das geringste Werk, welches wir aus Liebe zu Ihm verrichten, sondern auch jedes Wort, welches wir zu Seiner Ehre sprechen, sogar jeden Gedanken, den wir mit dem Wunsche, Ihm zu gefallen, gefaßt haben, reichlich belohnt, und für jede einzelne Be— mühung einen hundertfältigen Ersatz anbietet:„Ihr werdet es hundertfältig empfangen.“ Jesus belohnt eine jede gute Handlung, die wir, um Ihm zu gefallen, gethan haben, nicht nur hun— dertfältig auf dieser, sondern auch noch in der ande— ren Welt, wo Er uns die ganze Ewigkeit hindurch in jedem Augenblicke dafür belohnt. Aber an was den— ken die Menschen weniger, als daran, daß sie ihrem Erlöser gefallen möchten? Hätte Jesus nur Einen Tropfen Blut, nur Eine Thräne für unser Heil vergossen, so wären wir Ihm dafür schon unendlich großen Dank schuldig, weil dieser Eine Tropfen, weil diese Eine Thräne, von unendlich großem Werthe, hin— reichend gewesen wäre, uns von Gott alle Gnade zu erlangen. Aber wenn wir bedenken, daß Er alle Augenblicke Seines Lebens alle Seine Verdienste, und sogar Sein Leben für uns aufgeopfert hat, so haben wir nicht Eine, sondern unendlich viele Ursachen, Ihn zu lieben, Ihm dankbar zu sein. O Jesus! erleuchte uns Undankbare, damit wir zur heißesten Gegenliebe entflammt werden. Siehe mich, einen der Undank— barsten, zu Deinen Füßen gnädig an. Ich war gegen Deine Geschöpfe immer dankbar, aber Dir Selbst, mein Herr und mein Gott, habe ich nichts als Un— dank erwiesen. Nur gegen Dich war ich undankbar, Der Du für mich gestorben bist; Der Du, in höchster Gnade und Liebe nicht mehr hättest thun können, als 150— Du wirklich gethan hast, um mich zur Liebe zu Dir zu nöthigen. O mein Jesus, bisher habe ich Dich oft beleidigt, aber von jetzt an liebe ich Dich über Alles, mehr als mich selbst. Rede, o Herr! was willst Du, das ich thun soll? sieh' mich bereit, mit dem Beistande Deiner Gnade Deinen Willen vollständig zu erfüllen. Ich glaube, o mein Gott! daß Du mich erschaffen hast, daß Du Dein Blut und Dein Leben für mich dahin gegeben hast; ich glaube, daß Du aus Liebe zu mir im allerheiligsten Sacramente gegenwärtig bleiben wolltest. Ich danke Dir für dieß Alles, meine Liebe, o meine unendliche Liebe! aber ich bitte Dich zugleich, bewahre mich nach so vielen Wohlthaten, daß ich in der Folge nimmer gegen Dich undankbur sei. O könnte ich doch die vergangenen, die verlorenen Jahre zurück— rufen! Aber die kehren nimmer wieder! Nur der Gedanke an meine Undankbarkeit gegen Dich ist mir geblieben; mein ganzes übriges Leben will ich dazu anwenden, Dich, mein höchstes, einer unendlichen Liebe würdiges Gut, unaufhörlich zu lieben. Heilige Maria! komme mir zu Hilfe, stärke mich in meinem Vorsatze, und lasse nicht zu, daß ich jemals wieder undankbar gegen deinen Sohn sei. Die Liebe ist zweifach, die Liebe nämlich gegen Gott, Den man wegen Seiner Selbst, und dle Liebe gegen den Nächsten, den man wegen Gott liebt. Diese zweifache Liebe befindet sich in dem Herzen Maria auf die vollkommenste Art. Es brennet nicht nur von höchster Liebe zu Gott, sondern Es ist auch von der zartesten Liebe gegen den Nächsten und alle Menschen entflammt. Sehen wir nur, wie sich eine Gelegenheit darbietet, dem Nächsten etwas Gutes zu erweisen, ihm in seiner Noth mit Hilfe und Rath beizuspringen, so macht sich Maria in aller Eile auf, verläßt die Ihr so beliebte Einsamkeit, läuft einen rauhen und der Stadt wandten zu verharret, lichsten Di Gaben aus und die Atr wieder aus Hochzeit zu gebricht; gerührt, un lichen Liebe ab, und wi erste Wund Ueberdieß it gemeine Li und ausges nicht die B Peiniger J ßer Liebe g mehr auf( verloren, d nur immer Himmel ver fernte undd Also tr es lebt nock uns! Es li Zärtlichkeit heftiger, we erkennet, u aus Welche Ich sehe da mit unaus geben, nich den Sonne allenthalben Liebe zu Dir e ich Dich oft h über Alles, as willst Du, dem Beistande g zu erfüllen. erschaffen hast, ir mich dahin Liebe zu mir ärtig bleiben meine Liebe, Dich zugleich, „daß ich in sei. O könnte Jahre zurück— er! Nur der Dich ist mir will ich dazu ndlichen Liebe e, stärke mich daß ich jemals i. nämlich gegen und dle Liebe Gott liebt. dem Herzen brennet nicht n Es ist auch hsten und alle wie sich eine vas Gutes zu fe und Rath ller Eile auf, „läuft einen — 151— rauhen und steinigten Weg, über Berge und Thäler, der Stadt Hebron und dem Hause Ihrer Anver— wandten zu, bei denen Sie durch drei ganze Monate verharret, und ihnen an Leib und Seele die ersprieß— lichsten Dienste leistet.— Maria empfängt reiche Gaben aus den Händen der morgenländischen Könige, und die Armen empfangen dieselben eben so bald wieder aus den Ihrigen. Sie findet Sich bei einer Hochzeit zu Cana ein, wo es den Gästen an Wein gebricht; Marias Herz wird sogleich durch ihre Noth gerührt, und Ihr göttlicher Sohn gibt dem mütter⸗ lichen Liebesdrange nach, hilft der Gäste Verlegenheit ab, und wirkt vor der Zeit auf Ihre Fürsprache das erste Wunder, da Er Wasser in Wein verwandelt.— Ueberdieß ist die Liebe des Herzens Maria eine all— gemeine Liebe, von welcher Niemand ausgenommen und ausgeschlossen ist, auch Ihre ärgsten Feinde nicht; nicht die Beleidiger, die Sünder, die Verfolger und Peiniger Ihres Sohnes. Zwar ist dieses mit so gro— ßer Liebe gegen die Menschen entzündete Herz nicht mehr auf Erden; allein dadurch haben wir nichts verloren, denn Ihre leibliche Gegenwart konnten doch nur immer einige Menschen genießen, aber in den Himmel versetzt, ist Sie eine Allen gleich weit ent⸗ fernte und doch nahe, allgemeine Mutter der Christenheit. Also trauert nicht, liebe Brüder und Schwestern! es lebt noch dieses liebende Mutterherz, und Es liebt uns! Es liebt die Menschenkinder mit eben derselben Zärtlichkeit wie zuvor: ja Es liebt uns noch mehr und heftiger, weil Es uns und unsere Anliegen jetzt besser erkennet, und zunächst bei der Quelle aller Güter ist, aus Welcher Es all' unserer Armuth abhelsen kann. Ich sehe das Herz Maria, in den Himmel erhoben, mit unaussprechlichem Glanze und Herrlichkeit um⸗ geben, nicht anders an, als gleich einer hell leuchten⸗ den Sonne am Firmamente, welche ihre Lichtstraͤhlen allenthalben ausbreitet, und vor deren wohlthätiger — 152— Wärme sich Niemand verbergen mag. Also bescheint und erwärmt auch das Herz Maria von dem Himmel herab mit den Strahlen Seiner Liebe alle Menschen. Nicht nur die Gerechten empfangen Wohlthaten von Ihr, sondern auch die Sünder, sogar Diejenigen, die Sie nicht anrufen und Ihrer nicht einmal gedenken. Ja sogar die Ungläubigen können Gnaden aufweisen, b sie von dem freigebigen Herzen Maria erhalten aben. Liebenswürdiges Herz Maria! Du bist nach dem Herzen Jesus meine einzige Hoffnung und Zuversicht. Darum bitte ich Dich, gib mir ein geduldiges, sanft⸗ müthiges, nachgiebiges und dienstfertiges Herz gegen meinen Nächsten; gib mir die Gnade, daß ich meinen Beleidigern von Herzen verzeihe; gib, daß ich oft und dringend Deinem und Deines Sohnes Herzen die Bekehrung der Sünder, Irr⸗ und Ungläubigen anempfehle; erinnere mich daß ich für die noch im Reinigungsfeuer leidenden Brüder und Schwestern bete, damit sie erlöst dann auch mir dorthin ver— helfen, wo wir Dich, unsere liebliche Mutter, sehen werden von Angesicht zu Angesicht in Ewigkeit. Amen. Ehrenkranz, siehe Seite 128. Stabat Mater Seite 130. Memorare Seite 132. 8. Das verachtete Herz Jesus und das heilige Herz Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes, wie Seite 37.) Es gibt keinen größeren Schmerz für ein Herz, das liebt, als wenn es sehen muß, daß man seine Liebe verachte; und dieser Schmerz wächst immer mehr, je größer die Beweise der Liebe waren, die man Jemanden erzeigt hat, und je größer anderseits die Undankbarkeit ist. Wenn ein Mensch allen Erden⸗ gütern entsagete, wenn er in eine Einöde sich begäbe, wenn er da keine andere Speise als Kräuter und Wurzeln z ten Erde die härteste sein Leben dahingeben er wohl du tes ihm zu vermögen? Leben aufo von entfer sus erweise mente für hüllt Sich Speise Se Dankbarkei dervolle Ge handeln It Seine Lehr sie kaum de schen zu be Können wi Menschen g gerührt zu Entschluß f Herzens zu und anzube Liebe zu u sehnlicher n bereichern, sobald wir Mir kommi ist uns etw pfung, von sung, von Seinem To zu lesen, o uns nur Ei Also bescheint dem Himmel ille Menschen. ohlthaten von )iejenigen, die mal gedenken. en aufweisen, daria erhalten bist nach dem ind Zuversicht. ldiges, sanft— s Herz gegen aß ich meinen „daß ich oft ohnes Herzen Ungläubigen die noch im d Schwestern dorthin ver— Mutter, sehen igkeit. Amen. Seite 130. heilige Herz eite 37.) für ein Herz, ß man seine vächst immer e waren, die der anderseits allen Erden— e sich begäbe, Kräuter und — 153— Wurzeln zu sich nähme, wenn er auf der harten, nack— ten Erde ruhete, und seinen Leib unaufhörlich durch die härtesten Bußübungen peinigte; wenn er endlich sein Leben durch einen gewaltfamen Tod für Jesus dahingeben wollte; welch' einen geringen Ersatz würde er wohl durch dieß Alles für das, was der Sohn Got⸗ tes ihm zu Liebe gethan und gelitten hat, zu leisten vermögen? Wenn wir auch jeden Augenblick unser Leben aufopferten, so würden wir doch noch weit da— von entfernt sein, die Liebe zu vergelten, die uns Je⸗ sus erweiset, wenn Er Sich im heiligsten Altarssacra— mente für uns dargibt. Der unermeßliche Gott ver— hüllt Sich in die Gestalt des Brotes und wird die Speise Seiner Geschöpfe! Und worin besteht nun die Dankbarkeit, mit welcher ihm die Menschen die wun⸗ dervolle Gutthat vergelten? Sie beleidigen und miß— handeln Ihn, sie verachten Sein heiliges Gesetz und Seine Lehre; sie beleidigen ihn auf eine Weise, wie sie kaum den verworfensten und verächtlichsten Men— schen zu behandeln und zu beleidigen wagen würden. Können wir wohl an das unehrerbietige Betragen der Menschen gegen Jesus auch nur denken, ohne innigst gerührt zu werden? Sollen wir nicht allsogleich den Entschluß fassen, die unermessene Liebe des göttlichen Herzens zu erwiedern; ein Herz zu lieben, zu verehren und anzubeten, das im heiligsten Altarssaerament voll Liebe zu uns entzündet ist; das nichts inniger und sehnlicher wünscht, als uns mit Seinen Gnaden zu bereichern, und uns zu Sich liebreich aufzunehmen, sobald wir nur zu Ihm kommen wollen:„Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen“ Es ist uns etwas Gleichgiltiges geworden, von der Schö⸗ pfung, von der Menschwerdung Jesus, von der Erlö— sung, von der Geburt des Heilandes im Stalle, von Seinem Tode am Kreuze reden zu hören, oder davon zu lesen, oder daran zu denken. Wenn ein Mensch uns nur Eine jener unermeßlichen unzähligen Wohl— — 154— thaten erwiesen hätte, wir würden uns an Ihn zu jeder Zeit mit größter Achtung und Liebe erinnern. O Herz meines Jesus! Du Abgrund der Barm— herzigkeit und der Liebe! wie ist es möglich, daß ich nicht vor Schmerz sterbe, wenn ich Deine Güte ge⸗ gen mich und meine Undankbarkeit gegen Dich erwäge. Du, mein göttlicher Heiland! hast mir nicht nur das Dasein geschenkt, sondern Du hast mich durch Auf⸗ opferung Deines Blutes und Deines Lebens vom ewi⸗ gen Tode errettet; Du hast Dich aus Liebe zu mir der Schmach und dem Tode preisgegeben, und dennoch war Deine Liebe mit dem Allen noch nicht zufrieden gestellt; darum hast Du auch noch das größte Wun⸗ der der Liebe gewirkt, Dich alle Tage für mich in dem heiligsten Sacramente aufzuopsern; Du hast Dich, durch die Unbilden, die Du von den Menschen wür⸗ dest zu erdulden haben, nicht abschrecken lassen, dieses Wunder bis an das Ende der Zeiten fortzuwirken. O mein Gott! gib nicht zu, daß Deine unsäglichen Leiden an mir verloren gehen. Du hast nicht aufge⸗ hört mich zu lieben, als Du voraussahst, wie ich Deine Liebe durch Undank und Beleidigungen vergelten würde. Um wie viel mehr darf ich jetzt hoffen, daß Du mir Deine Liebe nicht versagen werdest, da ich nichts wünsche und nichts so sehr begehre, als Dich zu lieben und von Dir geliebt zu werden. O Maria! Dein Herz war jener Altar, auf Wel⸗ chem allezeit das Feuer der göttlichen Liebe brannte. Bitte Deinen göttlichen Sohn für mich, denn Er ge— währt Dir, um was Du Ihn bittest. „Viele Töchter haben Reichthümer gesammelt, Du aber hast sie alle übertroffen.“ Hierüber macht der heilige Thomas folgende Bemerkung: Wir mögen un⸗ ter diesen Töchtern entweder die heiligen Seelen, Menschen oder die reinen Geister ber Engel verstehen, so hat M den und Da flecktheit e hat es de reicht. Un es, welcht macht. Ne Herz Mari Herzen, d Heiligen, ligkeit Me Als! Glänzt, Reine,— Glanz. Edene himmlische Deine— Wie let Liebe? schießen— . Strah Liebe nicht Spende— Sieh' Dich im h oben— J einst geh'n Jenes der Seelen Auch ersche s an Ihn zu de erinnern. d der Barm⸗ glich, daß ich ine Güte ge⸗ Dich erwäge. nicht nur das ch durch Auf⸗ ens vom ewi⸗ Liebe zu mir „und dennoch icht zufrieden größte Wun⸗ mich in dem u hast Dich, enschen wür⸗ lassen, dieses fortzuwirken. e unsäglichen nicht aufge⸗ wie ich Deine en vergelten t hoffen, daß erdest, da ich e, als Dich zu tar, auf Wel⸗ iebe brannte. denn Er ge— r gesammelt, iber macht der zir mögen un⸗ gen Seelen, gel verstehen, — 155— so hat Maria sie doch alle an Reichthümern der Gna⸗ den und Heiligkeit weit übertroffen. Da das Herz Maria mit der gegebenen Unbe— flecktheit auch die getreueste Mitwirkung vereinigte, so hat es den höchsten Grad erschaffener Heiligkeit er⸗ reicht. Und diese Eigenschaft des Herzens Maria ist es, welche uns dasselbe überaus verehrungswürdig macht. Nach dem Herzen des Sohnes Gottes ist das Herz Maria das vollkommenste und heiligste unter allen Herzen, der Tempel der Heiligkeit selbst. Denn alle Heiligen, auch die Chöre der Engel kommen der Hei— ligkeit Maria nicht gleich. Maria Herrlichkeit. Als der Frauen— Schmuck zu schauen,— Glänzt, Maria, Dein Jungfraukranz;— Solche Reine,— Zierte Keine,— Keine zierte ein solcher Glanz. Edens Auen— Gleich zu schauen— Ist Dei himmlisches Angesicht;— Gott alleine— Weichet Deine— Schöne, strahlend von Seinem Licht. Wie zwei Sterne— Aus der Ferne— Strah— let Liebe Dein Augenpaar;— Deine süßen— Blicke schießen— Pfeile, wendend der Herzen Schaar. „Strahlenreichen— Perlen gleichen,— Sonder Liebe nicht anzuseh'n,— Deine Hände,— Voll der Spende— Für die Seelen, die zu Dir geh'n. „Sieh' mein Sehnen,— Meine Thränen,— Dich im himmlischen Reich zu seh'n!— Wann werd' oben— Ich Dich loben,— Wann, Maria, zu Dir einst geh'n? Jenes Drachen— Blut'gem Rachen— Raubst der Seelen Du stets so viel;— Gib, daß meine— Auch erscheine— Froh vor Jesu, dem süßen Ziel. — 156— Laßt uns singen,— Preis Ihm bringen,— Der zur Mutter Sie uns verlieh;— Liebend ehren Gott, den Herren,— Dessen Allmacht erschaffen Sie. „Feeiern höre— Man die Chöre— Laut, Maria, im Jubelton;— Ewig preisen— Süße Weisen— Dich, v Mutter, mit Deinem Sohn! Amen. Ehrenkranz, siehe Seite 128. Stabat Mater Seite 130. * . Memorare Seite 132. 9. Das ge reueste Herz Jesus und das treue Herz — Maria. (Anrufung des göttlichen Geistes, wie Seite 37.) O wie getreu ist das schönste und liebenswür— digste Herz Jesus gegen Jene, die es zu Seiner Liebe berufen hat.„Treu ist Der, der euch berufen hat; Er wird es auch vollbringen.“ Die Treue Gottes ist es, die uns, daß Vertrauen einflößt, Alles zu hoffen, wenn wir auch nichts verdienen, sondern mit Reue über un— sere Sünden zu Ihm zurückkehren:„So Jemand Meine Stimme höret und Mir die Thür aufthut, will Ich eingehen, und mit ihm Abendmahl halten.“ Wol— len wir Gnade und Barmherzigkeit erhalten, so bit— ten wir und rufen den heiligsten Namen Jesus an, und wir werden es erhalten.„Um was ihr den Vater in Meinem Namen bitten werdet, daß wird Er euch geben.“ Werden wir versucht, so müßen wir auf Seine Verdienste unser Vertrauen setzen; denn Er wird nicht zugeben, daß die Versuchung stärker sei, als wir:„Gott aber ist getreu; Er läßt nicht zu, daß ihr versucht werdet über eure Kräfte.“ O wie viel besser ist es, mit Gott als mit den Menschen zu thun zu haben! Denn wie oft versprechen die Menschen Et— was und erfüllen nachher ihr Versprechen nicht. Bei Gott aber ist es anders.„Gott,“ sagt der heitige Geist, „ist nicht wie ein Mensch, daß Er lüge, nicht wie eines Menschen auch wir Wie oft Ihm dien noch gleie Knechtsche Er wolle in der Fe gen uns ten beloh Versprech geben hat du über! Vieles se — 8 gen Dich bist. Du mich wied Dich nur chen, Dir statt desse Dich verle kenne mei daß Du d Liebe verd meiner. L wieder zu auf den X bendes ut Liebe! Gi Heili Deinem g Ein seltsamer Das Her festeste un bringen,— sebend ehren schaffen Sie. aut, Maria, mWeisen— nen. Seite 130. treue Herz te 37.) liebenswür— Seiner Liebe fen hat; Er zottes ist es, hoffen, wenn eue über un⸗ So Jemand aufthut, will lten.“ Wol⸗ Uten, so bit⸗ na Jesus an, hr den Vater vird Er euch ssen wir auf in; denn Er g stärker sei, ißt nicht zu, O wie viel chen zu thun Nenschen Et⸗ n nicht. Bei heitige Geist, cht wie eines — 357— Menschen Sohn, daß Er sich ändere.“ O waͤren nur auch wir gegen Gott eben so treu, wie Er gegen uns! Wie oft haben wir Ihm nicht versprochen, daß wir Ihm dienen uud Ihn lieben wollen, und haben den— noch gleich darauf Ihn verrathen, haben uns in die Knechtschaft der Sünde gegeben. Bitten wir also Gott, Er wolle uns von nun au die Kraft verleihen, Ihm in der Folge treu zu dienen. Er wird dann auch ge⸗ gen uns treu sein, uns mit den reichlichsten Wohltha— ten belohnen, und wir werden erfahren, wie wahr das Versprechen sei, das Er seinen treuen Dienern ge— geben hat:„Du frommer und getreuer Knecht, weil du über Weniges treu gewesen, so will Ich dich über Vieles setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn! O Jesus, mein geliebtester Erlöser! wäre ich ge— gen Dich so treu, wie Du stets gegen mich gewesen bist. Du ließest mir meine Sünden nach, und nahmst mich wieder auf; Du kamst mir zu Hilfe, so oft ich Dich nur immer angerufen hatte. Ich hatte verspro— chen, Dir zu dienen, Dich zu lieben, habe aber an— statt dessen mich selbst und die Geschöpfe geliebt und Dich verläugnet. Verzeihe mir mein Jesus! ich er— kenne meinen Undank und verabscheue ihn; ich erkenne, daß Du die unendliche Güte bist, die eine unendliche Liebe verdient Darum, o meine Liebe! erbarme Dich meiner. Lasse nicht zu, daß ich, nachdem ich mich heute wieder zu Dir wende, Dich jemals mehr verlasse, und auf den Weg des Verderbens wieder zurückkehre. Lie— bendes und getreuestes Herz Jesus! kräftige meine Liebe! Gib, daß ich Dich über Alles liebe. Heilige Maria! stehe mir bei, hilf mir, daß ich Deinem göttlichen Sohne getreu bleibe. Ein treues Herz schätzt man über Alles, um so seltsamer es in der Welt ist, treue Herzen zu finden. Das Herz Maria ist uns ein Muster, worin die festeste und aufrichtigste Treue uns zur Bewunderung — und Nachfolge vorgestellt wird. Sehet! da Alles von Jesus gewichen, Seine besten Freunde und vertraute⸗ sten Juͤnger Ihn, da Er eben in den Tod ging, ver⸗ lassen hatten, so blieb Ihm ein einziges Herz getreu, das Herz Maria, Maria begleitete Jesus bis zu dem Fuße des Kreuzes; ja, da Er daran schon gestorben war, verließ Sie Ihn noch nicht, sondern nahm Ihn todt vom Kreuze in Ihren Schooß auf. Wohl that Salomon es im Geiste vorausgesagt:„Wer wird einen getreuen Mann finden?“ Der verlassene, am Kreuze hangende und um einen Tröster Sich umse⸗ hende Christus sah keinen Mann, der Ihm getreu ge— blieben wäre, wohl aber eine Frau, Ihm zunächst am Holz des Kreuzes, daran Er hing nämlich Seine bis in den Tod getreue Mutter. So vortrefflich die Tugend der Treue ist, so schändlich hingegen ist das Laster der Untreue. Ist nicht unser ganzes Leben ein Gewebe von Treulosig⸗ keiten gegen Gott? wir machen oft die schönsten Vor⸗ sätze, bei unserm Gebet und unsern frommen Be⸗ trachtungen zur Zeit einer Krankheit oder bei einem andern schweren Anliegen die betheuerndsten Verspre— chen;— aber wie lange halten wir sie, oder mit wel— chen Ausnahmen, mit welcher Halbheit und Lauheit vollführen wir sie!— Wer wird nun unserer Unbe— ständigkeit und Treulosigkeit abhelfen? Es gibt kein besseres Mittel, als daß wir dem Herrn wiederholt zurufen: Jesus! Du Sohn der Jungfrau! erbarme Dich unser; gib uns ein zu allen Zeiten und zu allen Gelegenheiten Dir und Deinen Geboten getreu anhan— gendes Herz; darum bitten wir Dich im Namen des lieblichen Herzens Deiner allergetreuesten jungfräu⸗ lichen unbefleckten Mutter Maria. O getreuestes Herz Maria! wie trostreich ist es, bei Dir ein liebreiches Mutterherz zu finden. O ver— schmähe mich treulosen Menschen nicht, der zu Dir kommt, nachdem er die Treulosigkeit und Unbeständig⸗ keit der nicht allein der, sonder der Christe treue Mu nicht gleich Der Krank mittlung L Mutter! auf, und w mich von D den; nimm den, weder Ehrenkt Cag⸗ Sei Herrn Je gen Wort einigkeit, mels stral 1. S da Alles von ind vertraute— 'od ging, ver— Herz getreu, is bis zu dem hon gestorben rn nahm Ihn f. Wohl that „Wer wird erlassene, am r Sich umse⸗ om getreu ge— n zunächst am sich Seine bis Treue ist, so Untreue. Ist on Treulosig-— schönsten Vor⸗ frommen Be— oder bei einem dsten Verspre⸗ oder mit wel— t und Lauheit unserer Unbe— Es gibt kein rrn wiederholt rau! erbarme n und zu allen getreu anhan— m Namen des sten jungfräu⸗ ostreich ist es, inden. O her⸗ t, der zu Dir d Unbeständig⸗ — 159 keit der Geschöpfe erkannt hat. O Maria! Du bist nicht allein die Fürsprecherin und Zuflucht der Sün⸗ der, sondern auch der Trost der Betrübten, die Hilfe der Christen, das Heil der Kranken und die gute und treue Mutter aller Menschen. Du bist und kannst nicht gleichgiltig bei dem Schicksale der Menschen sein. Der Kranke, der Dich anruft, erhält durch Deine Ver— mittlung Linderung und Heilung seiner Uebel. Liebe Mutter! nimm mich gnädig in Dein gütiges Herz auf, und weder die Versuchung noch Trübsale werden mich von Deiner und der Liebe Deines Sohnes schei— den; nimmer, in Ewigkeit will ich Euch treulos wer⸗ den, weder im Leben noch im Tode. Amen. Ehrenkranz, siehe Seite 128. Stabat Mater Seite 130. Memorare Seite 132. Tagzeiten zum heiligsten Herzen Zesus. Vorbereitungsgebet. Zur Mette. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Das Du, mit dem ewi⸗ gen Worte vereint, nach der göttlichen Drei⸗ einigkeit, in der allerhöchsten Glorie des Him⸗ mels strahlest! ö Lobgesang. 1. Singet laut in schönen Weisen Alle Herzen rings im Chor; Singet, Jesus Herz zu preisen! Wohllaut ströme hoch empor. Denn es hat vor alten Tagen Dieses Herz uns wunderbar Schon mit Huld in Sich getragen, Als der Fluch auf uns noch war! — 160— 2. Erd' und Himmel, Jesus! singe Dir im süßen Liebesdrang! Daß vollstimmiger erklinge Unser schwacher Lobgesang! Denn Dein Herz durchströmt mit Wonnen Alle Himmel ewiglich! Und in Liebe hier zerronnen Glüht entzückt das Herz für Dich! Antiphone und Gebet. Preisen will ich Dich, Herr, aus meinem ganzen Herzen, alle Deine Wunder will ich erzählen!(Ps. 9. 2.) Rühmet euch in dem hei⸗ ligen Namen des Herrn! Es erfeeuen sich von Herzen Diejenigen, die den Herrn suchen! (Ps. 104.) Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Gütigstes Herz unseres göttlichen Heilan— des, Das Du uns geliebt hast, als wir noch Feinde waren, und auf unsere Rettung bedacht warest, als der ewige Tod unser als seiner Beute harrete; wir bitten Dich um dieser so namenlosen Liebe willen, flöͤße nnsern Herzen eine feurige Liebe zu Dir ein, daß wir durch alle unsere Gedanken, Worte und Werke Deine göttliche Ehre suchen, und unser ganzes Leben ein beständiges Lobopfer Deines heiligsten Wohl— gefallens sei; Der Du mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes lebest und regie⸗ rest, und alle Himmel durch die Glorie Dei⸗ 200 Anschauung erfreuest in alle Ewigkeit. men. Sei Herrn Je ligen En seliger E O C Herr Die Ehre wie es war ir Was achtest? 0l ihn?(Jol ge mit Wonnen Dich! aus meinem nder will ich hin dem hei⸗ euen sich von derrn suchen! bet! r kommen! ichen Heilan— als wir noch ttung bedacht ser als seiner um dieser so n Herzen eine dir durch alle Werke Deine ganzes Leben iligsten Wohl⸗ dem Vater in est und regie— Glorie Dei— alle Ewigkeit. — 161— Zu den Laudes. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Das alle Chöre der hei⸗ ligen Engel und himmlischen Geister im Jubel seliger Entzückungen anbeten in Ewigkeit! O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Lobgesang. 1. Aller Herzen Flammentriebe Loben Dich vereint im Bund Süßes Herz der Gottheit Liebe! Denn Du gabst Dich liebreich kund: Als für unser Heil durchstochen, Du in süßer Liebesgluth Mild gesühnt, was wir verbrochen, Durch Dein theures Opferblut! 2. Sieh wir bringen uns're Herzen Dankbar Dir zum Opfer dar! O laß' sie gleich Opferkerzen Brennen vor dem Hochaltar! Du bist unsers Herzens Freude Unser Licht in Angst und Noth, Unsere Süßigkeit im Leide Unsere Zuversicht im Tod! Antiphone und Gebet. Was ist der Mensch, daß Du ihn so hoch achtest? oder warum setzest Du Dein Herz an ihn?(Job 7, 17.) Mein Herz frohlocket im 10 P.·=w˖·.˖·‚eeee — —.—— —102— Herrn! Und meine Kraft erhöht sich in meinem Gott!(1. Kön. 2.) Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Göttliches Herz unsers geliebten Heilandes! ich bete Dich aus allen Tiefen meines Herzens an, und danke Deiner unendlichen Großmuth, in welcher Du für mich Dich geopfert und dar— gegeben hast, alle Schmach und Bitterkeit Dei— nes heiligen Leidens zu ertragen, mich von un— endlicher Schmach und ewigen Leiden zu er— retten! Gebenedeiet sei Deine ewige Liebe, ge— priesen Deine Barmherzigkeit! O gütigster Jesus! verleihe mir um Deiner göttlichen Ehre willen, daß ich von nun an gänzlich Dir lebe, Der Du für mich gestorben bist, Du aller— höchster König des Himmels und der Erde, Der Du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. Zur Prim. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus! Du einzige Hoffnung und süßeste Freude aller Deiner heiligen und auserwählten Seelen auf Erden, die Deiner Tag und Nacht in unaussprechlicher Sehnsucht gedenken. O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Habe! geben, was Heute, härtet eure Gebet! Und le Liebrei lösers und um Deiner leihe mir T muth und? alle Deine macht, und ich in meinem mein Gebet! r kommen! en Heilandes! eines Herzens uGroßmuth, yfert und dar— zitterkeit Dei— mich von un⸗ Leiden zu er— ige Liebe, ge— O gütigster öttlichen Ehre lich Dir lebe, t, Du aller⸗ der Erde, Der heiligen Geiste Imen. Herz meines ige Hoffnung heiligen und „ die Deiner her Sehnsucht lfe! dem heiligen Geiste, u Ewigkeit. Amen. — 163 Lobgesang. 1. Süßestes Herz, Du Quell der Gnade! Leite mich in milder Huld Auf dem heil'gen Liebespfade Deiner Sanftmuth und Geduld! Sei bei mir im Kampf und Kriege, Und beschirme mich als Schild!; Daß mein Herz durch edle Siege Gleiche Deines Herzens Bild! 2. Leuchte, ew'ge Lichtesquelle, Mir in dieser Lebensnacht; Und vor Deines Glaͤnzes Helle Fliehe fern die finst're Nacht! Führe mich auf Deine Weide, Die durch Ihre Lieblichkeit Diese Erde mir verleide Und die falsche Süßigkeit. Antiphone und Gebet. Habe deine Lust im Herrn, und Er wird dir geben, was dein Herz begehret.(Ps. 36, 4.) Heute, wenn ihr Seine Stimme höret, er— härtet eure Herzen nicht! Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! „Liebreichstes Herz meines geliebten Er— lösers und Herrn Jesus Christus! ich bitte Dich um Deiner ewigen Erbarmungen willen, ver— leihe mir Deinen Geist, den Geist der Sanft— muth und Demuth, der Geduld und Liebe, Der alle Deine Auserwählten Dir wohlgefällig macht, und auf dem Wege dieses Lebens zu — 164— Dir leitet! O präge meinem Herzen diese hei— ligen Tugenden ein, die Deinen heiligen Wan— del auf Erden verklärten und als ein Licht für alle Zeiten straͤhlen! Sei meine Kraft in Ver⸗ suchungen und Kämpfen, damit ich zu Deiner Ehre starkmüthig überwinde und die Sieges— krone erringe, die alle Deine Auserwählten glorreich in Deinem Reiche schmückt, wo Du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. Zur Terz. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus! Das Du alle Herzen erleuchtest, die Dich lieben, und sie auf dem Wege zu dem ewigen Vaterlande in Deine Glorie führest! O Gott! sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen!— Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Lobgesang. 1. Der Du Dich erschöpft aus Güte, Ew'ger Ouell! für Sünder hast, Welches Sterblichen Gemüthe Liebte Dich nicht sonder Rast! Dein gedenkt mein Herz am Morgen, Dein am Tag im ernsten Streit; Und der Nächte bange Sorgen Flieh'n vor Deiner Lieblichkeit! Die zen Erden mit vollk (2. Paral Auf daß 11.) Herr. Und Gelie nem Herze ein, das 5 das Dein damit ich gedenk sei durch eifri gelten strel mit wie g Deinem D hast, und dank und bilde mich gleichförmi— diese hei⸗ igen Wan⸗ n Licht für üft in Ver⸗ zu Deiner zie Sieges— Sserwählten t, wo Du igen Geiste en. erz meines alle Herzen sie auf dem in Deine 4 heiligen Geiste, Ewigkeit. Amen. — 165— 2. Denn Erbarmung ist Dir eigen, Alle ziehst Du liebreich an, Und glühst, Liebe zu erzeigen Denen, die in Demuth nah'n! Daß Du Dich für mich gegeben, Süßes Herz, wie lieb' ich Dich! Denn mein Herz kann Dir nur leben, Da Du selbst Dich gabst für mich! Antiphone und Gebet. Die Augen des Herrn übersehen den gan— zen Erdenkreis, und geben Kraft Denjenigen, die mit vollkommenem Herzen an Ihn glauben. (2. Paral. 9.) Laß' mein Herz sich erfreuen: Auf daß es Deinen Namen fürchte.(Ps. 85, 11.) Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Geliebtestes Herz meines Jesus! flöße mei— nem Herzen einen Funken jenes heiligen Feuers ein, das Du auf Erden zu senden kamst, und das Dein eigenes göttliches Herz verzehrte, damit ich Deiner zahllosen Wohlthaten ein— gedenk sei, und Deiner unermeßlichen Liebe durch eifrige und thätige Gegenliebe zu ver— gelten strebe! Laß' mich bedenken, mein Heiland, mit wie großer Barmherzigkeit Du mich zu Deinem Dienste und zu Deiner Liebe angezogen hast, und gestatte nicht, daß ich jemals in Un⸗ dank und Trägheit von Dir weiche, sondern bilde mich Deinem heiligsten Herzen täglich gleichfoͤrmiger, damit Dein himmlischer Vater 10 — 166— Dein Bild in mir erkenne, und in die himm— lische Glorie mich aufnehme, wo Du mit Ihm und dem heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Zur Sert. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Du süße Zuflucht der Sünder, die zu Deiner Barmherzigkeit flüchten, und Trost der Gerechten in den Stürmen dieses Lebens! O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Lobgesang. 1. Seufzend ruft mein Herz dem Deinen, Das Dich, süßer Jesus, liebt! O laß' dorten mich erscheinen, Wo die Gnade kund sich gibt! Hier in diesen Feuergluthen „Schmilzt der alten Sünden Rost; Hier quillt Schwachen Kraft zum Guten Hier quillt den Gerechten Trost! 2. Hier will ich in Liebe weilen, Und mit Himmels-Arzenei Meines Herzens Wunden heilen, Daß ich stark zum Kampie sei! Hier im sichersten Asyle. Finde ich durch Jesus Huld, Sind der Sünden noch so vicle, Lösegeld für meine Schuld! Lege und wie Liebe ist ist hart u voll Feue Seele sel höfen des frohlocket Herr, er! Und Mill lers, Her, Dich dem ich eingel daselbstnk und Heil— Königes, leihe mir, festen Bu Ruhe vo ist, und Sinn übe Erde bis wo Jesug Einigkeit in Ewigk erz meines uflucht der eit flüchten, rmen dieses heiligen Geiste, Swigkeit. Amen. Deinen, 167— Antiphone und Gebet. Lege mich wie ein Siegel auf Dein Herz, und wie ein Siegel auf Deinen Arm; denn die Liebe ist stark wie der Tod, und die Eifersucht ist hart wie die Hölle; ihre Lampen sind Lampen voll Feuer und Flammen!(Hohel. 8, 6.) Meine Seele sehnt sich und schmachtet nach den Vor— höfen des Herrn! Mein Herz und mein Fleisch frohlocket in dem lebendigen Gott!(Ps. 83, 2.) Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Mildreichstes Herz meines göttlichen Mitt— lers, Herz voll der Güte und der Liebe, o thue Dich dem Verlangen meines Herzens auf, daß ich eingehe in die Gewalten des Herrn, und daselbst koste und schaue, wie lieblich mein Gott und Heiland ist! Laß' mich schauen des ewigen Königes, die Wunden Seiner Glorie. O ver— leihe mir, hier mich aufzuhalten; wie in einer festen Burg, wo Sicherheit gegen alle Feinde, Ruhe vor allen Nachstellungen und Kämpfen ist, und der Friede Gottes herrscht, der allen Sinn übersteigt, und das Herz hoch über diese Erde bis zu den ewigen Wohnungen entzückt, wo Jesus Christus mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. — 168— Zur Non. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Das Du im hochgebene— deiten Altarssacramente die Speise der Pilger wurdest, und sie zum ewigen Leben ernährest. O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Lobgesang. 1. Herz der Herzen, Lebensquelle, Die mit ew'gen Fluthen quillt, Führe mich in Deine Zelle, Wo des Herzens Durst sich stillt! Denn auf dieser Pilgerreise Nach dem hohen Vaterland Bist Du Selbst der Seelen Speise, Und des Heiles Unterpfand. O entflamme und erneue Ewig solchen Durst in mir, Daß mich kein Geschöpf erfreue, Und mich dürste nur nach Dir! O erhöre mein Verlangen: Daß von allen Fesseln frei, Dich beim Gastmahl zu nmfangen, Oft mein Herz entzündet sei! Antiphone und Gebet. Mein Herz hat zu Dir gesprochen; mein Angesicht hat Dich gesucht; Dein Antlitz, Herr, will ich suchen!(Ps. 26, 8.) Mein Herz ist entbraunt ist ein F erhöre me Und Anzu Das Du Weide des der Engel sie tränke Freuden entzünde langen, bei dem g Dir sich; entzückt, sehr es ir und ich n mich sehn dem heilie von Ewie Sei Herrn JIñ die mit A die Hitze pfen für O 6 Herr Die Ehre wie es war in erz meines hochgebene— der Pilger ernährest. 1 heiligen Geiste, wigkeit. Amen. ochen; mein ntlitz, Herr, ein Herz ist — 169— entbraunt in mir. Und in meiner Betrachtung ist ein Feuer aufgegangen.(Ps. 38.) Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Anzubetendes Herz meines ewigen Hirten, Das Du alle Schafe Deiner Heerde auf die Weide des ewigen Leben führest, mit dem Brote der Engel sie speisest, und mit jenem Wasser sie tränkest, das allen Durst nach vergänglichen Freuden dieser Welt tilgt,— ich bitte Dich, entzünde mein Herz mit jenem feurigen Ver— langen, das Deine Auserwählten entflammte, bei dem göttlichen Gastmahle Deiner Liebe mit Dir sich zu vereinigen; wo sie, über sich selbst entzückt, die Wonne des Himmels kosteten, so sehr es in diesem sterblichen Leben möglich ist; und ich nur nach Dir, der wahren Seligkeit, mich sehne, Der Du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Zur Vesper. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Du Erquickung Aller, die mit Mühen und Arbeiten beladen sind, und die Hitze und Last des Tages in schweren Käm— pfen für Deine Ehre tragen! O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit. und in Ewigkeit, Amen. — 170— Lobgesang. 1. Sei im Jubelschall erhoben, Kleinod der Dreieinigkeit Das die Engel festlich loben; In der Burg der Ewigkeit! Hebe über diese Erde Bis zu Dir mein Herz empor, Daß durch Dich es blühend werde An dem reichsten Tugendflor. 2. Heil'ges Feuer! o verzehre Als ein Weihrauchkorn mein Herz Daß es ewig Dir zur Ehre Flammend lod're himmelwärts! Gib, daß ich, in Dich versunken, Koste Deiner Liebe Macht, Und von heil'ger Wonne trunken, Dein gedenke Tag und Nacht! Antiphone und Gebet. und demüthig von Herzen, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen!(Matth. 11, 29.) Se⸗ lig, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen! Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Göttliches Herz Jesus, Urquell der Rei⸗ nigkeit und Liebe aller reinen und heiligen See⸗ len! in Andacht und Demuth flehe ich zu Dir, erhebe mein Herz über die Eitelkeit und Ver⸗ kehrtheit dieser Welt, daß es nicht, von ihren Lüsten bestrickt und gefesselt, in Unreinigkeit ver⸗ sinke, sondern als ein Tempel Deiner Ehre sich Lernet von Mir, denn Ich bin sanftmüthig rein und kunft bewe Herz, der erwecke d Tugenden Deine gö alle Kämz in die ewi dem Vate regierest, Sei Herrn Jet für alle r Zerknirsch Bekel Herr, ODie Ehre! wie es war ir S 8 sanftmüthig werdet Ruhe 1, 29.) Se⸗ sie werden Bebet! kommen! ell der Rei⸗ eiligen See⸗ ich zu Dir, it und Ver⸗ „von ihren einigkeit ver⸗ ner Ehre sich — 171— rein und unbefleckt für den Tag Deiner An⸗ kunft bewahre. Sei Du Selbst, o göttliches Herz, der Antrieb aller seiner Regungen, und erwecke darin das Verlangen nach heiligen Tugenden, die liebreich vor Dir duften, und Deine göttliche Liebe mir erwerben, die für alle Kämpfe unendlich entschädigt, und zu Dir in die ewige Freude führt; wo Du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Zur Complet. Sei gegrüßt, o göttliches Herz meines Herrn Jesus Christus, Du Quell der Gnade für alle reuigen Sünder, die in Demuth und Zerknirschung ihres Herzens zu Dir flehen! Bekehre uns, o Gott, unser Heiland, Und wende Deinen Zorn von uns ab! O Gott, sieh' auf meine Hilfe! Herr, eile mir zu helfen! Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Lobgesang. 1. Jesus Herz mit Sündenscheue, Fleht mein Herz in Andachtsgluth: Gib mir wahre Liebesreue, Gib mir eine Thränenfluth: Daß die Laster ich beweine, Die am Kreuze Du gebüßt, Als durch Deine Buß' die meine Du im Tode hast versüßt! — 7— 2. Ach, wie wird in jener Stunde Deine Süße, mildes Herz, Durch des Leidens tiefe Wunde Umgekehrt in bittern Schmerz! Was kann je von Dir mich scheiden! Alles hast Du, Herz, gethan! Und es feuern Deine Leiden Ewig mich zur Liebe an! Antiphone und Gebet. Nahe ist der Herr Denen, die bedrängten Herzens sind; und retten wird Er, die demü⸗ thigen Geistes sind.(Ps. 7, 11.) Ergebet eure Herzen und eure Seelen, Den Herrn, euern Gott, zu suchen! Herr, erhöre mein Gebet! Und laß' mein Rufen zu Dir kommen! Großmüthigstes Herz meines göttlichen Erlösers, Das Du unsere Sünden am heiligen Kreuze in unermeßlichen Schmerzen und uner⸗ faßlicher Verlassenheit gebüßt, und die ewige Gerechtigkeit versöhnt hast; ich danke Dir von Herzen für Deine namenlose Güte und Barm-— herzigkeit, und flehe zu Dir: Verleihe mir den Geist der Buße und der Zerknirschung, daß ich das Böse, das ich beging, mit Schmerzen be— weine und verabscheue, und lieber sterbe, als Deine göttliche Güte wieder durch eine Sünde beleidige! Durchdringe mein Herz von Dank— barkeit gegen Dein heiliges Leiden, und ver— wunde dasselbe mit Deiner wahren und groß— müthigen Liebe, damit ich von dieser Stunde an ein ne Deinem zu Deiner dem Vate regierest, Amen. . —— 70 Andächtit Der Jesus Chr laden, auf Liebe zu Besuche d — den! bedrängten die demü— irgebet eure rrn, euern Gebet! ommen! göttlichen am heiligen und uner⸗ d die ewige nke Dir von und Barm⸗ ihe mir den ing, daß ich hmerzen be⸗ sterbe, als eine Sünde von Dank⸗ n, und ver⸗ n und groß⸗ eser Stunde — 83— an ein neues, Dir wohlgefälliges Leben nach Deinem Geiste beginne, und nach diesem Leben zu Deinen Freuden gelange, wo Du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Aufopferung. 1. Laß' dieß Opfer Dir gefallen, Süßer Jesus, Gottes Sohn, Und mit Wohlgeruch es wallen Bis zu Deines Herzens Thron! Dir hat sich mein Herz verschrieben, Ewig will es treu Dir sein, Bilde, würdig Dich zu lieben, Es gehorsam, sanft und rein! 2. Laß' zu Dir mich oft erheben, In des Lebens Kampf und Noth; Deine Liebe sei mein Leben, Wenn mich Satans Pfeil bedroht: Kommt dann endlich jene Stunde, Wo sich sterbend schließt mein Lauf, Dann in D ines Herzens Wunde Nimm mich süßer Jesus, auf! Andächtige Besuchung des schmerzvollen Kreuz⸗ weges. Vorerinnerung. Der Kreuzweg stellt den schmerzlichen Gang Jesus Christus vor, den Er, mit Seinem Kreuze be⸗ laden, auf den Calvarienberg vollbrachte, wo Er aus Liebe zu uns an demselben gestorben ist. Bei dem Besuche der Stationen des Krenzweges lassen sich alle — 174— jene Ablässe gewinnen, welche die Kirche Denjenigen verlieh, die zu Jerusalem selbst die heilige, durch das Blut des göttlichen Heilandes geweihten Stätten be⸗ suchen; diese Ablässe können für uns selbst, oder für⸗ bittweise für die armen Seelen im Fegfeuer gewonnen werden. Das Wesen dieser Andachtsübung besteht vorzüg⸗ lich in der Betrachtung des Leidens Jesus, daher müssen wir diese Besuchung des Kreuzweges mit größter Innigkeit des Herzens verrichten und uns vorstellen, als begleiten wir unsern Heiland auf diesem Schmer—⸗ zenswege wirklich. Wiewohl nur eine kurze innerliche Betrachtung dieser Geheimnisse vorgeschrieben ist, so sind dennoch bei jeder Station auch mündliche Gebete so üblich als lobwürdig. Es ist zwar üblich aber nicht nothwendig, von einer Station zur andern zu gehen; doch soll man durch die Neigung des Hauptes von einer Station zur andern sich wenden. Süßer Jesus, um zu sterben, Gehst Du hin aus Lieb' zu mir; Um das Leben zu erwerben, Laß' mich sterben, Herr, mit Dir! Reuegebet. O mein göttlicher Heiland und Erlöser Jesus Christus, ich, der Ungerechte, habe ge— sündigt, und Du, der Gerechte, blutest am Holze des Kreuzes! Der Schuldige ist frei, und der Unschuldige wird gebunden! Der Heilige leidet, und der Sünder lebt in Frieden! Was der Knecht verschuldet hat, das bezahlt der Herr! So weit, o Sohn Gottes haben es meine Sünden gebracht! Ich habe das Böse gethan, ut Doch, laß' sein! Ich durch Dein bittern To ausgesproe mir! Ich den, weil Liebe wür' spreche, m sern. Herr jene trostr. Sünden si bet hast!“ großer Lie in den To aus Liebe sterben. P will ich le Aufopferur Gütie dacht zu 2 Sünden, gangen he sung der dieser Auf nugthuune Leiden, al gungen ur Denjenigen „durch das Stätten be⸗ st, oder für— er gewonnen teht vorzüg⸗ esus, daher mit größter s vorstellen, em Schmer— ze innerliche eben ist, so dliche Gebete ch aber nicht n zu gehen; Hauptes von 1d Erlöser „habe ge— blutest am ist frei, und er Heilige den! Was bezahlt der haben es das Böse — 175— gethan, und an Dir wird dasselbe bestraft! Doch, laß' Deine Leiden nicht an mir verloren sein! Ich bitte Dich durch Dein kostbares Blut, durch Deine heiligen Wundmale, durch Deinen bittern Tod, und durch jene Worte, die Du ausgesprochen:„Es ist vollbracht!“ Verzeihe mir! Ich bereue von Herzen alle meine Sün— den, weil ich Dich, das allerhöchste und aller Liebe würdigste Gut beleidiget habe! Ich ver— spreche, mit Deiner Gnade mein Leben zu bes⸗ sern. Herr! sei mir Sünder gnädig, und lasse jene trostreichen Worte mich vernehmen:„Deine Sünden sind dir vergeben, weil du viel gelie⸗ bet hast!“ Mein Herr, Jesus Christus! mit so großer Liebe bist Du auf diesem Wege für mich in den Tod gegangen, ich will Dir folgen, um aus Liebe zu Dir, mein geliebter Heiland! zu sterben. Mein Jesus! mit Dir immer vereint, will ich leben und sterben. Amen. Aufopferung für sich und für die Abgestorbenen. Gütigster Jesus! ich opfere Dir diese An⸗ dacht zu Beinen bitteren Leiden, für alle meine Sünden, die ich von frühester Jugend an be⸗ gangen habe, und hoffe dadurch die Nachlas⸗ sung der verdienten Strafen zu erlangen. Mit dieser Aufopferung vereinige ich auch zur Ge⸗ nugthuung meiner Sünden alles Kreuz und Leiden, alle Schmach und Noth, alle Beleidi⸗ gungen und Trübsale, die je über mich kommen — 176— können. Dieß alles opfete ich Dir in Vereini⸗ gung mit Deinem und Deiner Heiligen Leiden, und bitte Deine Barmherzigkeit, mir so viele Strafen für meine Sünden nachzulassen, als Deiner Güte und Gerechtigkeit wohlgefällig ist. Barmherzigster Gott! ich bitte um Deine unermeßliche Güte für die Seele.„ und opfere Dir mit der Kirche, Deiner heiligen Braut, diese Ablässe zu ihrer Erlösung auf. O mildere durch die Verdienste der Leiden und des Todes Deines eingebornen Sohnes ihre Pein; nimm sie bald in die glückselige Anschauung Deines glorreichen Angesichtes auf, daß sie in der himmlischen Heimath mit allen Auserwählten Dich ewig lobe und preise; durch Jesus Chri⸗ stus, unsern Herrn, Der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Erste Station. Jesus wird zum Tode verurtheilt. „Zum schimpflichen Tode wollen wir Ihn verdammen.“ Weisheit 3. 1. Weinen möcht' ich— immer weinen: Jesus wird zum Tod verdammt! Ach! wer zeiget mir nur Einen. Welchen Lieb' zu Ihm entflammt; Unter feigen Bösewichtern Steht der höchste Herr— als Knecht, Jesus bei den falschen Richtern Findet weder Schutz noch Recht! Ich l Dich; wei Welt erlöf Beder lichen Gei krone, auf tus zum 8 (Hier, wie be un O me sondern m verurtheilt schmerzlich bitte ich T wenn jen wo meine gelöst, de betreten n über Alles höchste Gu nicht, daß trennt w immer zu Deinem h fällt, nehr Vater unser ꝛc Gekre barme Di Fegfeuer. in Vereini⸗ gen Leiden, nir so viele lassen, als lgefällig ist. um Deine „und opfere gen Braut, O mildere des Todes hein; nimm ung Deines sie in der userwählten Jesus Chri⸗ ir und dem Gott von rtheilt. en wir Ihn nen: t! mt;z Knecht, t! — 177— Ich bete Dich an, o Jesus! und lobpreise Dich; weil Du durch Dein heiliges Kreuz die Welt erlöset hast. Bedenke, wie Jesus nach Seiner schmerz— lichen Geißlung und Krönung mit der Dornen⸗ krone, auf höchst ungerechte Weise von Pila— tus zum Tode des Kreuzes verurtheilt ward. (Hier, wie bei jeder andern Station, hält man ein wenig inne, um das jedesmalige Leiden zu betrachten.) O mein göttlicher Heiland, nicht Pilatus, sondern meine Sünden haben Dich zum Tode verurtheilt! Durch die Verdienste Deines schmerzlichen Weges auf den Calvarienberg bitte ich Dich, sei mein Führer und Begleiter, wenn jener schreckliche Augenblick herannaht, wo meine Seele, von den Banden des Leibes gelöst, den furchtbaren Weg in die Ewigkeit betreten muß.— Mein Jesus! ich liebe Dich über Alles! Es reuet mich, Dich, das aller— höchste Gut so oft beleidigt zu haben! O gestatte nicht, daß ich in Zukunft mehr von Dir ge⸗ trennt werde! Verleihe mir die Gnade, Dich immer zu lieben, und verfüge mit mir nach Deinem heiligen Willen! Alles, was Dir ge— fällt, nehme ich von Deiner Vaterhand an. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Ehre sei dem Vater ꝛc. Gekreuzigter Herr Jesus Christus! er⸗ barme Dich meiner und der armen Seelen im Fegfeuer. — 178— Zweite Station. Jesus trägt das Kreuz. „Er hat wahrlich alle unsere Schwach- heiten auf Sich genommen.“ Jes. 53. 2. Blickt Ihn an— den Herrn der Gnaden, Seht— das ist der gute Hirt, Welcher mit den Kreuz beladen Hier hinausgeführet wird; Seht den Retter voll der Würde, Welcher uns erlöset hat, Seines Kreuzes Last und Bürde Ist— der Sünde Missethat! Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Bedenke, wie auf diesem schmerzlichen Wege Jesus, Sein Kreuz auf Seinen heiligen Schultern tragend, deiner gedachte, und Sei— nen Tod dem himmlischen Vater für das Heil deiner Seele aufopferte.— Geliebtester Jesus! willig umfange ich alle Trübsale und Widerwärtigkeiten, die Du bis an das Ende meines Lebens über mich ver— hängen willst, und bitte Dich durch Deine Schmerzen, die Du bei der Tragung Deines schweren Kreuzes erlitten hast; verleihe mir Deine Gnade und Deinen Beistand, auf daß ich mit vollkommener Geduld und stiller Erge⸗ bung das Kreuz trage, das Du mir auferlegest! O Jefus! ich liebe Dich, und bereue von Her— zen, Dich beleidigt zu haben; gestatte nicht, daß die Sünde mich je wieder von Dir trenne! Verleihe zu lieben Deinem demüthigt 3. Ach O Ach K Es V Wer 3 Ich bete Betr Male unt ger Leib, z Sein heili stochen, gossen; d über Ihn kaum auf das schwe war von 3· Schwa h⸗ 53. Gnaden, Seite 177. chmerzlichen nen heiligen „und Sei⸗ ir das Heil nge ich alle jhie Du bis mich ver⸗ urch Deine ing Deines herleihe mir id, auf daß tiller Erge⸗ auferlegest! e von Her⸗ statte nicht, Dir trenne! — 179— Verleihe mir die Gnade, Dich ohne Unterlaß zu lieben; und dann verfüge über mich nach Deinem göttlichen Wohlgefallen. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Dritte Station. Jesusfällt zum ersten Male unter dem Kreuze. „Wir haben Ihn für einen Aussätzigen und Einen, der von Gott geschlagen und ge— demüthigt ist, gleichgehalten.“ Jes. 5, 3, 4. 3. Ach! zerschellt sind Seine Glieder, O entsetzlich bitt'rer Fall! Ach! Er stürzt zur Erde nieder, Kommt, betrauert Jesus Qual; Es ist weit zur Schädelstätte, Blick' es an— o Herz von Stein, Wer doch eine Thräne hätte, Zu beweinen solche Pein! Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Betrachte, wie Dein Jesus zum ersten Male unter Seinem Kreuze erliegt. Sein heili— ger Leib, zerfleischt durch zahllose Geißelstreiche, Sein heiliges Haupt, von der Dornenkrone durch— stochen, hatte beinahe sein ganzes Blut ver— gossen; deßwegen kam so eine große Schwäche über Ihn, daß Seine heilige Menschheit sich kaum aufrecht halten konnte. Ueberdieß vug er das schwere Kreuz auf Seinen Schultern, und war von den Kriegsknechten so unbarmherzig — 180— mißhandelt, daß Er auf diesem schmerzlichen Wege oftmals mit Seinem Kreuze zur Erde fiel. O süßestes Herz Jesus! nicht die Bürde des Kreuzes, die Last meiner Sünden warf Dich zu Boden. Durch die Verdienste dieses Deines ersten Falles flehe ich zu Dir, gestatte nicht, daß ich jemals wieder in eine Todsünde falle. Ich liebe Dich, o Jesus! aus ganzem Herzen und bereue meine Sünden; verleihe mir die Gnade, Dich nicht mehr zu beleidigen, und gib mir, daß ich Dich immer liebe; übrigens verfüge über mich, was Dir wohlgefällig ist. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Vierte Station. Jesus begegnet Seiner tief betrübten Mutter. „Siehe! wie arm ich bin.“ Psalm 6, 9. „Selbst Dein Herz wird ein Schwert durch— bohren.“ Luc. 2, 5. 4. Seine Mutter nicht verweilet, Sie versteht Ihn— Sie allein, Und den Sohn zu schauen, eilet Sie, die Zeugin Seiner Petn; Fließen keine Liebesthränen, Bleibt noch starr, so Herz als Sinn? Zieht ihr mütterliches Sehnen Keine Sehnsucht zu Ihm hin? Ich bete Dich an, wie bei der ersteu Station, Seite 177. Beder und Diese Wege! Be Blicke win Ihre Herz O li nigsten S bei dieser daß mein Deine jun Du aber, ein beständ Leiden De Dich, o meine Mi von nun a Flöße mei Dir ein, 1 nem Wohl Va Simon „Ein versetzt.“ 5. So S Seli W Herz Jesu schmerzlichen zur Erde fiel. die Bürde »n warf Dich ieses Deines tte nicht, daß de falle. Ich Herzen und r die Gnade, ind gib mir, zens verfüge st. tation. betrübten Psalm 6, 9. hwert durch— in, Sinn? 2 on, Seite 177. — 181— Bedenke die Bewegung Dieses Sohnes und Dieser Mutter auf diesem so schmerzlichen Wege! Beide blickten einander an, und Ihre Blicke wirkten gleich Pfeilen, durch welche Ihre Herzen zur Liebe verwundet wurden!— O liebreichster Jesus! durch den tief in— nigsten Schmerz, welchen Dein süßestes Herz bei dieser Begegnung empfand, verleihe mir, daß mein Herz zu wahrer Andacht gegen Maria, Deine jungfräuliche Mutter, entzündet werde. Du aber, o schmerzvolle Königin! erflehe mir ein beständiges und liebreiches Andenken an die Leiden Deines göttlichen Sohnes.— Ich liebe Dich, o Jesus! ich verabscheue und bereue meine Missethaten. O gestatte nicht, daß ich von nun an wieder in eine schwere Sünde falle. Flöße meinem Herzen eine standhafte Liebe zu Dir ein, und dann verfüge mit mir nach Dei— nem Wohlgefallen! Vater unser ꝛc. wie bei der ersten Station. Fünfte Station. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. „Ein Mann der Schmerzen, in Ohnmacht versetzt.“ Jes. 58, 3. 5. So wie Simon von Cyrene, Schauet vorwärts nicht zurück; Selig preisen muß ich Jene, Welche theilen, ach— sein Glück! Herz Jesus u. Maria. 11 — 182— Jesus Kreuz auf euch zu nehmen, Stehet fertig jederzeit, Die sich nicht des Kreuzes schämen, Preiset selbst die Ewigkeit. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Bedenke, wie die Juden bei dem Anblicke der großen Schwäche Jesus aus Furcht, Er möchte auf dem Wege nach dem Calvarienberge den Geist aufgeben, Simon von Cyrene nöthig— ten, dem Herrn Sein Kreuz tragen zu helfen. Geliebtester Jesus! nicht weigern will ich mich, das Kreuz mit Simon zu tragen; ja, mit Freuden nehme ich dasselbe auf mich; auch will ich den Tod, der mir bestimmt ist, mit al— len Wehen, die denselben begleiten, willig er— tragen. Er führt mich ja aus dieser Welt zu Dir! O laß' mich denselben mit dem Deinigen vereinen, und Ihn Dir, meinem Schöpfer, auf— opfern. Du bist aus Liebe zu mir gestorben; verleihe mir, daß ich aus Liebe zu Dir und in Deiner Liebe sterbe. Sieh, mein Heiland, ich liebe Dich, und bereue meine Sünden von Her— zen! Ach, entzünde mein Herz mit Liebe zu Dir, und dann verfüge mit mir nach Deinem heilig— sten Willen! Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Veronika „Du Menschenf Ich bete T Beden den Herrn salen erbli Schweiß u zu Ihm tr. reichte, St niß Seines Süßel immer Dei selbe von wie schön! das Bad d gereinigt w sie auf die den! Duu Schönheit um durch? Vate n/ nen, , Seite 177. dem Anblicke Furcht, Er lvarienberge hrene nöthig— en zu helfen. gern will ich tragen; ja, f mich; auch it ist, mit al⸗ n, willig er⸗ ser Welt zu dem Deinigen chöpfer, auf⸗ ir gestorben; Dir und in Heiland, ich den von Her— Liebe zu Dir, einem heilig— otation. — 183— Sechste Station. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch. „Du Schönster an Gestalt unter allen Menschensöhnen.“ Psalm 44. 6. Komm' das Schweißtuch Ihm zu reichen, Heilige Veronika! Nimm das Bildniß sonder Gleichen Keiner noch ein schön'res sah!— Jesus nimmt das Tuch und milde Drückt Sein Bildniß Er hinein. Welches Bild gleicht diesem Bilde, Welches ist so schön und rein? Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station. Seite 177. Bedenke, wie diese heilige Frau, als sie den Herrn in so großen Schmerzen und Drang⸗ salen erblickte, und Sein heiliges Angesicht mit Schweiß und Blut überronnen sah, in Ehrfurcht zu Ihm trat, und Ihm ein reines Tuch über— reichte, Sich abzutrocknen, in welches das Bild— niß Seines heiligen Angesichtes sich abprägte. Süßester Jesus! wie liebreich war sonst immer Dein Angesicht; ach, nun sehe ich Das— selbe von Blut und Speichel entstellt! Ach, wie schön war einst meine Seele, als sie durch das Bad der heiligen Taufe in Deiner Gnade gereinigt war! Aber ich Unglücklicher entstellte sie auf die häßlichste Weise durch meine Sün—⸗ den! Du allein, o Herr! vermagst die frühere Schönheit ihr zurückzugeben; ich bitte Dich dar— um durch Dein heiliges Leiden. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. 11* — 184— Siebente Station. Jesus erliegt zum zweiten Male unter der Last Seines Kreuzes. „Den Mann der Schmerzen wollte der Herr in Ohnmacht zerknirschen.“ Ps. 55. 7. Jesus trägt dich schwankend weiter, Kreuz! das Ihn zur Erde drückt; Kreuz, du heil'ge Himmelsleiter, Die den Träger hoch beglückt. Aber ach! Er will vergehen, Ach! Er seufzt, und— über mich! So zum zweiten Male sehen Wir zur Erde fallen Dich. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Bedenke, wie Jesus zum zweiten Male unter dem schweren Kreuze zu Boden fällt. Durch diesen Fall erneuerten sich alle Schmer— zen der Wunden Seines heiligen Hauptes und Seiner gebenedeiten Glieder. O sanftmüthigster Jesus! wie oft warst Du mir gnädig; und wie oͤft beleidigte ich Dich durch Rückfälle in die Sünde! Ich bitte Dich, mein Heiland! durch die Verdienste Deines schmerzlichen Falles unter dem Kreuze, laß' mich bis an meinen Tod in Deiner Gnade aus⸗ harren, und in allen meinen Versuchungen zu Dir fliehen, damit ich nicht unterliege.— Ich liebe Dich, o Jesus! aus ganzem Herzen, und fest steht mein Wille, Dich nie mehr zu beleidi⸗ —————— gen. Her lieben; gi mit mir, Va Jesus f „JIsr den Lande Ich bete! Betre Jerusalem Gestalt u in Thräne ihnen:„L euch und O m weinen, leidigte! sondern m Grund m Nale unter z eS. 1 wollte der Ps. 55. ter, ückt; mich! on, Seite 177. weiten Male Boden fällt. alle Schmer— Hauptes und vie oft warst idigte ich Dich ch bitte Dich, enste Deines Kreuze, laß' Gnade aus⸗ suchungen zu liege.— Ich Herzen, und hr zu beleidi⸗ — 1856— gen. Herr! nur Dich allein verlange ich zu lieben; gib mir diese Liebe, und verfahre dann mit mir, wie es Dir beliebt. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Achte Station. Jesus spricht die weinenden Frauen von Jerusalem an. „Israel, du bist alt geworden im frem— den Lande.“ Jerem. Baruch 3. 8. Fließet— fließet Thränenfluthen! Weint ihr Frauen bitterlich! „Weinet,“ spricht der Herr,„ihr Guten, Weinet doch nicht über Mich!“ Zesus wird zu euch Sich kehren, Sein vergessend, liebevoll. Euch zu sagen, euch zu lehren, ie man weise— weinen soll. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station Seite 177. Betrachte das Mitleid jener Frauen von Jerusalem, die, als sie Jesus in so kläglicher Gestalt und ganz mit Blut bedeckt erblickten, in Thränen ausbrachen. Jesus aber sprach zu ihnen:„Weinet nicht über Mich, sondern über euch und euere Kinder.“ O mein leidender Heiland! auch ich soll weinen, da ich dich so oft und so schwer be— leidigte! Nicht die ewigen Strafen der Hölle, sondern meine Liebe zu Dir, mein Gott! ist der Grund meiner herzlichen Reue. Herr! ich liebe — 186— Dich über Alles. Ach, oft und schwer habe ich gesündiget! doch sieh, ich entsage der Sünde auf ewig. Nur dich will ich lieben. Amen. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Neunte Station. Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuze nieder. „Der Schrecken des Todes ist über Ihn gefallen.“ Ps. 54. 9. Kommt, ihr Sünder! kommt und büßet, Rufet hier einmal:„Mich reut's!“ Da ihr Jesus Fall begrüßet, Jesus Fall mit Seinem Kreuz! Was durch Rückfall Er gelitten, Da ihr wicht von Seiner Bahn, Bei dem Falle hier, dem dritten, Denket reuevoll daran! Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Betrachte den dritten Fall Deines Heilan— des unter dem Kreuze! Groß war die Ent— kräftung Jesus, und eben so groß die Wuth der römischen Knechte, die den Herrn antrieben, zu gehen, wiewohl es Ihm bereits an Kraft ge— brach, das Kreuz zu tragen. O ermüdeter Jesus! durch die Verdienste der Schwäche, die Du auf dem Wege nach dem Calvarienberge in Deinen erschöpften Glie— dern empfinden wolltest! ertheile mir hinrei— chende St und alle l auf diese das Band rissen. D Liebe mein Deinem Ich bete Bede Jesus, al abgerissen same Gei klebte. 2 Deinen er wer habe ich der Sünde n. Amen. tation. ale unter ist über Ihn nd büßet, ut's!“ * n, „ 'n, Seite 177. ines Heilan— Dar die Ent— die Wuth der intrieben, zu in Kraft ge— ie Verdienste Wege nach höpften Glie— mir hinrei— 187— chende Stärke, alle Versuchungen zur Sünde und alle bösen Neigungen zu besiegen, die bis auf diese Stunde mich von Dir trennten, und das Band der Vereinigung mit Dir so oft zer— rissen. Dir allein weihe ich von nun an die Liebe meines Herzens. Herr! mir geschehe nach Deinem Willen. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Zehnte Station. Die Kriegsknechte entkleiden den gött⸗ lichen Heiland. „Ziehe aus Dein beflecktes Kleid.“ Za— char. 3. 10. Schaut entblößt Ihn und gekränket, Der zur Reu' und Buße winkt, Der mit Galle wird getränket, Der des Hasses Essig trinkt; Bleibt ihr Lauen, bleibt ihr Kalten, Noch in Lüste feig verstrickt? Kann zurück die Thränen halten, Wer dieß Jammerbild erblickt? Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Bedenke den unaussprechlichen Schmerz Jesus, als die Kleidung Ihm gewaltsam her— abgerissen wurde, die Seinem, durch die grau— same Geißlung so sehr verwundeten Leibe an— klebte. Trage das herzlichste Mitleid gegen Deinen entblößten Heiland, und sprich zu Ihm: — 188— Unschuldigster Jesus! durch die Verdienste Deiner schmerzlichen Entblößung verleihe mir die Gnade, daß ich den alten Menschen mit allen seinen sündhaften Neigungen ablege, und statt desselben das glorreiche Gewand der Liebe anziehe; da Du allein über Alles geliebt zu werden verdienest. Ach, wie reuet es mich, daß ich Dich jemals beleidiget habe! Ertheile mei— ner Seele das hochzeitliche Kleid der Gnade, damit ich mit demselben geschmückt, vor Deinen Augen wohlgefällig erscheine. O Jesus, meine Liebe! sieh' mich hier zu Deinem heiligen Wohl— gefallen. Amen. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Eilfte Station. Jesus wird an's Kreuz geheftet. „Was sind das für Wunden an Deinen Händen?“ Zachar. 15, 6. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. 11. Wachet auf! ihr Kalten, Trägen, Und umfanget Kreuz und Buß', Bei den dumpfen Hammerschlägen, Die da treffen Hand und Fuß; Jesus und Sein Kreuz vereinen Stumpfe Nägel— werden weich! Laßt uns büßen, laßt uns weinen, Welch' ein Schmerz kommt Seinem gleich! Betr sprechliche auf das und dem Heil unse diese schm erschütter Süß Seele ind Hände un einen sich men diese land! du mit heilig Deines K betrachte Schmerzer in der En Va 0 — „Mi Hause der ie Verdienste verleihe mir Lenschen mit ablege, und ind der Liebe s geliebt zu es mich, daß Ertheile mei— der Gnade, vor Deinen zesus, meine ligen Wohl— tation. heftet. an Deinen 1, Seite 177. ich! in, ö einem gleich! — 189— Betrachte, wie dein Jesus unter unaus— sprechlichen Schmerzen, an Händen und Füßen auf das Holz des Kreuzes ausgespannt wird, und dem ewigen Vater Sein Leben für das Heil unserer Seelen opfert. Sieh' im Geiste diese schmerzliche Annaglung und die grausam erschütternde Aufrichtung des Kreuzes. Süßester Jesus! verschließe meine betrübte Seele in die geöffneten Wunden Deiner heiligen Hände und Füße. Fliehen will ich dahin als in einen sichern Aufenthalt in den tobenden Stür— men dieses Lebens! O mein verachteter Hei⸗ land! durchbohre mein widerspänstiges Herz mit heiliger Furcht, und hefte es an das Holz Deines Kreuzes, auf daß es nur Dich allein betrachte und liebe. Schlage mich, Herr! mit Schmerzen in dieser Welt, nur schone meiner in der Ewigkeit! Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Zwölfte Station. Jesus stirbt am Kreuze. „Mit diesen Wunden ward Ich bedeckt im Hause der Meinigen.“ Zach. 14, 7. 12. Welch' ein Anblick!— Aufgerichtet Steht das Kreuz, o blickt es an! Jesus, Der uns Alle richtet, Unser Heiland hängt daran. — 190— Sollt' ich Ihn noch ferner hassen, Der mich froh gemacht und frei? Ach! Er stirbt, am Kreuz verlassen, Daß ich nicht verlassen sei! Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Betrachte, wie dein Jesus nach einer To⸗ desangst von drei Stunden, an allen Kräften erschöpft, Seinen gebenedeiten Geist in die Hände Seines himmlischen Vaters übergibt und dann ausruft:„Es ist vollbracht!“ und mit geneigtem Haupte stirbt. Ach, mein Jesus, mein Erlöser, ist todt!— Tod ist Er! Er neigt Sein Haupt, mir den Kuß des Friedens und der Liebe zu geben; Er spannt Seine Hände aus, mich zu umfangen! Offen ist Sein Herz/ und ich lese darin, daß Er aus Liebe zu mir starb.— O Herr Jesus! Du sprachst einst:„Wenn Ich werde erhöht sein, werde Ich Alles zu mir ziehen;“ sieh', ich gehöre zu Denen, die Du mit den Banden der Liebe zu Dir gezogen hast! Ich umfange das Holz des Kreuzes, und erkenne Deinen kostba— ren Tod als den Anfang eines glückseligen Le⸗ bens für mich. Kreuzigen will ich meine sinn⸗ lichen Begierden in der trostreichen Hoffnung, nach Vollendung meiner Pilgerschaft in diesem Thale der Thränen, Dich in dem ewigen Reiche zur Rechten Deines Vaters erhöht zu schauen. Dieß verleihe mir, o Jesus, durch Deinen Kreu-⸗ zestod. Amen. Vater unser zꝛc., wie bei der ersten Station. Ich bet Bet Kreuzee» genomme Josef un Schooß Ihn mit an Ihr O zu Dein, Pflegekir Herr gro göttlicher innig liel gen will reine Wi 5— ei? sen, n, Seite 177. ich einer To⸗ llen Kräften Beist in die ers übergibt racht!“ und r, ist todt!— ot, mir den u geben; Er 1umfangen! darin, daß Herr Jesus! verde erhöht 1;“ sieh', ich Banden der imfange das einen kostba⸗ ückseligen Le⸗ meine sinn⸗ n Hoffnung, ift in diesem wigen Reiche e zu schauen. Deinen Kreu⸗ tation. — 191— Dreizehnte Station. Jesus wird vom Kreuze herabgenommen. „HGroß wie das Meer ist Deine Betrüb— niß.“ Jerem. Klagelied. 13. Auf dem Schooß der Mutter lieget Hier das theure Gotteslamm; Tod und Hölle sind besieget, Betet an voll Reu' und Scham! Seht, die Schmerzensmutter neiget, Milde Sich zu uns herab, Da sie uns die Leiche zeiget, Denkt an Jesus Tod und Grab. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Betrachte, wie Jesus, nachdem er am Kreuze verschieden war, von demselben herab— genommen ward; und wie die beiden Jünger, Josef und Nicodemus, Ihn niederlegten in den Schooß Seiner jungfräulichen Mutter, Die Ihn mit mütterlicher Zärtlichkeit au fnahm, und an Ihr schmerzvolles Herz drückte. O schmerzvolle Mutter! nimm aus Liebe zu Deinem göttlichen Sohne mich zu Deinem Pflegekinde an! Du bist Jene, an Welcher der Herr große Dinge gethan hat! Dir aber, o mein göttlicher Erlöser! will ich mein Her;, das Dich innig liebt, zu einer Grabstätte bereiten. Reini— gen will ich dasselbe, auf daß Du daselbst eine reine Wohnung findest. Komm', o Geliebter — 1982— meines Herzens! Sieh', Alles ist bereit! Durch Deine Gnade wird mein Inneres aufgehellet werden, und glorreich glänzen. Amen. Vater unser ꝛc., wie bei der ersten Station. Vierzehnte Station. Jesus wird in das Grab gelegt. „Sein Grab wird glorreich sein.“ Jes. 2. 14. Man versenkt Ihn, welche Reue, Weinet mit:„Es ist vollbracht!“ In das Grab versenkt— das neue, Deckt die Leiche Todesnacht. Wenn die Leidensstationen Wir einst Alle durchgemacht, Leuchten dort uns Siegeskronen, Und der Friedenspalmen Pracht. Ich bete Dich an, wie bei der ersten Station, Seite 177. Betrachte, wie die Jünger mit Maria, der Mutter Jesus, den Leichnam des Herrn zu Grabe tragen, Ihn in dasselbe legen, und das Grabmal verschließen. So liegt denn mein Jesus im Grabe. In liebender Ehrfurcht küsse ich diesen Stein, da unter demselben mein Leben verborgen liegt! Du aber, mein göttlicher Erlöser! Der Du nach drei Tagen glorreich aus diesem Grabe auferstanden, verleihe mir in Deiner Barmher— zigkeit, daß ich an jenem großen allgemeinen Gerichtstage, wenn der allbelebende Posaunen⸗ schall m glorreich werde u Du dur— daselbst Ich mehr ale Dich bel mich jem ich Dich Dir gefä mich ver 2 O „Wer m Kreuz a folgte Di betrachte nes Leid Gnade, eit! Durch aufgehellet en. tion. elegt. u.“ Jes. 2. 10 E/ Seite 177. Maria, der Herrn zu n, und das Grabe. In Stein, da rgen liegt! 1 Der Du sem Grabe r Barmher— allgemeinen Posaunen⸗ — 193— schall mich in das Thal Josaphat rufen wird, glorreich erstehe, zu Deiner Rechten gestellt werde und in das Himmelreich eingehe, das Du durch Dein Blut erworben hast; damit ich daselbst Dich liebe, lobe und preise in Ewigkeit. Ich liebe Dich, o Jesus! meine Liebe, mehr als mich selbst; es reuet mich vom Herzen, Dich beleidigt zu haben; gestatte nicht, daß ich mich jemals wieder von Dir trenne. Gib, daß ich Dich immer liebe, dann mache mit mir, was Dir gefällt! ich nehme Alles an, was Du über mich verhängen willst. Vater unser ꝛe., wie bei der ersten Station. Begrüßung des heiligen Kreuzes. Heiliges Kreuz, sei hoch verehret, Harte Ruhestätt' meines Herrn! Einstens seh'n wir Dich verkläret, Strahlend gleich dem Morgenstern. Sei mit Mund und Herz verehret, Kreuzstamm Christi, meines Herrn. Danksagungsgebete. O Herr Jesus Christus, Der Du sprachst: „Wer mein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir,“— siehe, ich folgte Dir auf dem Wege Deines Kreuzes, und betrachtete auf demselben alle Geheimnisse Dei— nes Leidens. Ich danke Dir für diese große Gnade, und bitte Dich, lasse die unendlichen — 194— Verdienste Deines Leidens an meiner Seele nicht verloren sein. Zeige Deinem himmlischen Vater Deine blutenden Wunden zur Genug— thuung für alle meine Sünden. Wasche meine Seele in Deinem kostbaren Blute und verleihe mir, der ich auf Erden Dir bis auf den Cal— varienberg nachfolgte, Dich einst auch als mei— nen Erlöser und Seligmacher auf dem Berge Sion, in dem Reiche des Himmels ewig zu schauen, zu lieben und zu loben. Amen. Sechs Vater unser ꝛc., die Ehre sei Gott dem Vater, und Einen Hlauben. Verehrung der heiligen fünf Wunden Jesus. (100 Tage Ablaß; dann zweimal im Jahre, am 3. Mai und 14. September, vollkomwener Ablaß, wenn diese Gebete wenig⸗ stens zehnmal in jedem Monate verrichtet werden. Hlsk.) Jenen, welche diese Gebete von dem Passions⸗Sonntage angefan⸗ en bis Einschluß des Charsamstag, täglich abbeten, wird für Hieh dieser Tage ein Ablaß von 280 Tagen, und ein vollkommener lblaß am Ostersonntage nach Empfang der üm en Saeramente verliehen. Können auch den armen Seelen m Fegefeuer zuge— wendet werden.(Hlfk.) O Gott, Welcher Du durch das Leiden Deines eingebornen Sohnes, und durch die Vergießung des Blutes aus Seinen fünf Wun— den die durch die Sünde verderbte menschliche Natur wieder hergestellt hast; verleihe unseren Bitten, daß wir, die wir Seine Wunden auf Erden verehren, einst die Frucht Seines kost⸗ baren B dienen. 2 Amen. und mit ter. Um! willen bit zeihung m von ganze Uebel ber Güte, da Mutter 6 Erbarm Wunde, mit unend wundetes an Deine und im T einer Seele himmlischen zur Genug— zasche meine und verleihe uf den Cal⸗ uch als mei— dem Berge eéls ewig zu lmen. iter, und Einen den Jesus. m 3. Mai und e Gebete wenig⸗ rden. Hlsk.) nntage angefan⸗ beten, wird für in vollkommener igen Saeramente egefeuer zuge— das Leiden ddurch die fünf Wun⸗ menschliche ihe unseren Bunden auf Seines kost⸗ — 195— baren Blutes im Himmel zu erlangen ver⸗ dienen. Durch denselben Herrn Jesus Christus. Amen. 1. Mein Herr Jesus Christus! ich bete die Wunde Deines rechten Fußes an. Ich danke Dir, daß Du dieselbe unter so heftigen Schmer— zen und mit so großer Liebe für mich hast leiden wollen. Ich habe Mitleid mit Deinem Schmerz, und mit dem Schmerz Deiner betrübten Mut- ter. Um der Verdienste dieser heiligen Wunden willen bitte ich Dich, Du wollest mir die Ver— zeihung meiner Sünden gewähren, welche ich von ganzem Herzen und mehr als jedes andere Uebel bereue, weil ich Dich, die unendliche Güte, dadurch beleidigt habe. Schmerzvolle Mutter Gottes, bitte Jesus für mich. Erbarme Dich meiner, o Jesus! durch die Wunde, welche Du unter so vielen Schmerzen mit unendlicher Liebe zu mir ertraͤgen hast. Ver— wundetes Herz meines Jesus! laß' mein Herz an Deiner Seite ruhen im Leben und Leiden und im Tode. Amen. 1 Vater unser. 1 Ave. 1 Ehre sei Gott ꝛc. 2. Mein Herr Jesus Christus! ich bete die Wunde Deines linken Fußes an. Ich danke Dir, daß Du dieselbe unter so heftigen Schmer⸗ zen und mit so großer Liebe für mich hast leiden wollen. Ich habe Mitleid mit Deinem Schmerz, und mit dem Schmerz Deiner be— — 196— trübten Mutter. Um der Verdienste dieser hei⸗ ligen Wunde willen bitte ich Dich, Du wollest mir Kraft verleihen, in der Folge nicht wieder in schwere Sünden zu fallen, sondern in der Gnade Gottes bis zu meinem Tode zu verhar— ren. Schmerzvolle Mutter Gottes, bitte Jesus für mich. Erbarme Dich meiner ꝛc., wie oben. 1 Vater unser. 1 Ave. 1 Ehre sei Gott ꝛe. 3. Mein Herr Jesus Christus! ich bete die Wunde Deiner linken Hand an. Ich danke Dir, daß Du dieselbe unter so heftigen Schmer— zen und mit so großer Liebe für mich hast leiden wollen. Ich habe Mitleid mit Deinem Schmerz, und mit dem Schmerz Deiner be— trübten Mutter. Um der Verdienste dieser hei— ligen Wunde willen bitte ich Dich, Du wollest mich von dem ewigen Tode befreien, wo ich Dich nicht mehr lieben könnte. Schmerzvolle Mutter Gottes, bitte Jesus für mich. Erbarme Dich meiner ꝛc., wie S. 195. 1 Vater unser. 1 Ave. 1 Ehre sei Gott ꝛc. 4. Mein Herr Jesus Christus! ich bete die Wunde Deiner rechten Hand an. Ich danke Dir, daß Du dieselbe unter so heftigen Schmer— zen und mit so großer Liebe für mich ha st leiden wollen. Ich habe Mitleid mit Deine m Schmerz, trübten N ligen Wu mir die C Dich vollk lieben we bitte Jesu Erba 1V 5. M Deine heilt daß Du g diese Belei mit der gr sie Dir kein Ich habe 9 Die allein Um des; willen bitt heilige Lie hier auf E Welt von A keit hindur Mutter Ge Erbar 1Vao ste dieser hei⸗ „Du wollest nicht wieder 'ndern in der de zu verhar⸗ „bitte Jesus ie oben. Gott ꝛe. ich bete die Ich danke tigen Schmer⸗— ür mich hast mit Deinem rz Deiner be⸗ ste dieser hei⸗ 9, Du wollest eien, wo ich Schmerzvolle mich. hie S. 195. Gott ꝛe. 3ich bete die Ich danke igen Schmer⸗ ür mich ha st mit Deine m — 197— Schmerz, und mit dem Schmerz Deiner be— trübten Mutter. Um der Verdienste dieser hei— ligen Wunde willen bitte ich Dich, Du wollest mir die Glorie des Himmels verleihen, wo ich Dich vollkommen und aus all' meinen Kräften lieben werde. Schmerzvolle Mutter Gottes, bitte Jesus für mich. Erbarme Dich meiner ꝛc., wie S. 195. 1 Vater unser. 1 Ave. 1 Ehre sei Gott ꝛc. 5. Mein Herr Jesus Christus! ich bete Deine heilige Seitenwunde an. Ich danke Dir, daß Du auch sogar noch nach Deinem Tode diese Beleidigung hast erdulden wollen, die Du mit der größten Liebe ertragen hast, obgleich sie Dir keinen Schmerz mehr verursachen konnte. Ich habe Mitleid mit Deiner betrübten Mutter, Die allein den Schmerz davon empfunden hat. Verdienstes dieser heiligen Wunde willen bitte ich Dich, Du wollest mir Deine heilige Liebe schenken, damit ich Dich immer hier auf Erden liebe, um Dich einst in jener Welt von Angesicht zu Angesicht die ganze Ewig⸗ keit hindurch lieben zu können. Schmerzvolle Mutter Gottes, bitte Jesus für mich. Erbarme Dich meiner ꝛc., wie S. 195. 1 Vater unser. 1 Ave. 1 Ehre sei Gott ꝛc. 12 — 198— Nimm an, o Herr, diese Worte meines Flehens, die ich, Deine heiligen Wunden, die Quelle meiner Erlösung, anbetend, Dir dar— gebracht, und verwunde mein Gemüth mit Dei— ner göttlichen Liebe, damit Du allein der Gott meines Herzens und das Ziel meines Verlan⸗— gens seiest. Der du lebest und regierest mit Gott dem Vater, in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Segen. (Jedesmal mit einem Ablaß von 100 Tagen. Leo XII. 1823. Hlst.) Ewiger Vater, wir opfern Dir auf das kostbare Blut Deines Sohnes Jesus Christus, welches Er für uns mit so vieler Liebe und so großen Schmerzen aus der Wunde Seiner rechten Hand vergossen hat; und kraft der Verdienste desselben flehen wir zu Deiner gött— lichen Majestät, uns Deinen heiligen Segen zu ertheilen, damit wir durch denselben vor allen Feinden geschützt und von allen Uebeln befreiet werden, indem wir sprechen: Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes komme über uns, und bleibe allezeit bei uns. Amen. Ein Vater unser, Gegrüßet seist Du, Maria, Ehre sei dem Vater ꝛe. Gruß Seid Wunden Vaters, 2 grüßet mi nes Gotte seid auch ligen Geis Erlösung Worte meines Wunden, die »nd, Dir dar— müth mit Dei⸗ Ulein der Gott seines Verlan— „regierest mit des heiligen vigkeit. Amen. Leo XII. 1823. Hlskf.) Dir auf das zesus Christus, r Liebe und so Lunde Seiner und kraft der u Deiner gött— heiligen Segen denselben vor allen Uebeln en: Der Segen Vaters, des es komme über Amen. mria, Ehre sei dem 1099— Gruß an die glorwürdigen Wunden Jesus. Seid gegrüßet, Ihr heiligen duftenden Wunden Jesus Christus, mit der Allmacht des Vaters, Der Euch eröffnen ließ: seid auch ge⸗ grüßet mit der Weisheit des eingebornen Soh— nes Gottes, Der Euch an Sich erduldet hat; seid auch gegrüßet mit dem Erbarmen des hei— ligen Geistes, Der in Euch das Werk unserer Erlösung vollbracht hat. Amen. ö — 200— Sieben Bitten zu Jesus dem Gekreuzigten, über die am Kreuze gesprochenen sieben Worte, um dadurch sieben Gnaͤden zu erlangen. 1. Um Verzeihung der Jünden. O gekreuzigter Jesus! wie unendlich groß ist die Liebe Deines göttlichen Herzens gegen den Sünder, indem Du, an dem Kreuze han⸗— gend, unter den Gotteslästerungen und Ver— spottungen Deiner Feinde, zu Deinem himm— lischen Vater aufgerufen und gebeten:„Vater! verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun.“ O gütigster Jesus! aus Liebe zu Dir verzeihe ich meinen Feinden und Allen, welche mir übel wollen, Dich demüthig bittend: Du wollest auch für mich bei Deinem himm— lischen Vater Verzeihung meiner Sünden, welche mich vom Herzen reuen, erlangen. Amen. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 2. Um Erlangung des himmlischen Paradieses. O mildreichster Jesus, wer soll nicht auf die große Barmherzigkeit Deines göttlichen Herzens hoffen? welche Du auch dem größten Sünder, dem Schächer am Kreuze, nicht ver⸗ saget ha jenen tro wir st d Ach! laf Todes d ich setze grundlos⸗ daß ein e lebe. Am Vat 3. Um O g für unser scheiden, Deiner li Worten Sohn:“ hinterlass „Sieh! Heil sorg Deiner u mich unte mütterlich bette Sic Amen. Vat ten, ben Worte, um langen. iden. unendlich groß Herzens gegen Kreuze han⸗ gen und Ver⸗ Deinem himm— en:„Vater! zissen nicht, sus! aus Liebe den und Allen, nüthig bittend: Deinem himm⸗ Sünden, welche en. Amen. Maria! ꝛc. Paradieses. soll nicht auf nes göttlichen h dem größten uze, nicht ver⸗ — 201— saget hast, da Du ihm das Himmelreich mit jenen trostreichen Worten versprochen:„Heute wirst du bei Mir im Paradiese sein.“ Ach! laß' auch mich in der Stunde meines Todes diese trostreichen Worte hören; denn ich setze meine ganze Hoffnung auf Deine grundlose Barmherzigkeit, Welche nicht will, daß ein Sünder zu Grunde gehe, sondern ewig lebe. Amen. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 3. Um Erlangung des mütterlichen Schutzes Maria. O gütigster Jesus, wie besorgt warst Du für unser Heil, da Du uns vor Deinem Hin— scheiden, in Deinem geliebten Jünger Johannes, Deiner lieben Mutter als Ihre Kinder mit den Worten anbefohlen:„Frau! sieh Deinen Sohn!“ Sie aber uns als unsere Mutter hinterlassen und bestellet hast durch jene Worte: „Sieh! deine Mutter.“ Ach Du für unser Heil sorgetragender Jesus, verschaffe mir bei Deiner und unserer Mutter Maria, daß Sie mich unter Ihren Schutz nehme, für mich alle mütterliche Sorge trage, und auf dem Sterbe— bette Sich gegen mich als eine Mutter erzeige. Amen. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 12 V — 202— 4. Um Erlangung der Geduld in Widerwärtigkeit. O schmerzvoller Jesus, was bedeutet Dein so klägliches Rufen an dem Kreuze:„Mein Gott! mein Gott! warum hast Du Mich verlassen?“ Bist Du also nicht allein von Jedermann, sondern auch von Deinem himm— lischen Vater verlassen? Ist denn Niemand, der mit Dir einiges Mitleid trage? O verlassen— ster Jesus, ich bitte Dich durch diese Deine schmerzlichste Verlassenheit, laß' mich doch nicht so weit kommen, daß ich auch durch die Sünde Dich verlasse, sondern gib mir Deine Gnade, daß ich den Anfechtungen und Nachstellungen des bösen Feindes, in Widerwärtigkeiten und Verfolgungen, in Kreuz und Leiden beständig bei Dir an dem Kreuze verharre, und dadurch verdiene, nach diesem elenden Leben durch Deine göttliche Anschauung getröstet zu werden. Amen. Vater unser ꝛe. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 5. Um Erlangung der wirksamen Gnade, das Heil seiner eele zu befördern. O von allen Kräften erschöpfter Jesus! was für einen Durst hattest Du gelitten, da Du ausgerufen:„Mich dürstet!“ Ach, es hat Dich nach meinem Heile gedürstet, für welches Du so viele Qualen ausgestanden! Gib mir also Deine wirksame Gnade, daß ich in Beförderung meines Heiles Deinen Durst lösche, und dur— Deiner 6 Vat genau ha Vaters v rufen kon diesen De ich Dich, Haltung! len vollz Deinen je Vat — f Dich dure des heili Deinen g himmlisch ben:„Va ich mein in ihrem Deinen se langen m Vater derwärtigkeit. bedeutet Dein uze:„Mein ast Du Mich cht allein von heinem himm— un Niemand, O verlassen⸗ h diese Deine nich doch nicht ich die Sünde Deine Gnade, Rachstellungen rtigkeiten und den beständig und dadurch n durch Deine serden. Amen. Naria! ꝛc. ade, das Heil pfter Jesus! gelitten, da t!“ Ach, eo edürstet, für standen! Gib „daß ich in 1Durst lösche, — 203— und durch rastlose Uebung guter Werke nach Deiner Gerechtigkeit dürste. Amen. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 6. Um Erlangung der Gnade, in Allem den göttlichen Willen zu erfüllen. O bis in den Tod gehorsamer Jesus! wie genau hast Du den Befehl Deines himmlischen Vaters vollzogen, daß Du in Wahrheit aus— rufen konntest:„Es ist vollbracht!“ Durch diesen Deinen vollkommensten Gehorsam bitte ich Dich, gib mir die Gnade, daß ich in genauer Haltung Deiner Gebote Deinen göttlichen Wil— len vollziehen, und meinen Willen mit dem Deinen jederzeit vereinigen möge. Amen. Vater unser ꝛc. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. 7. Um einen glückseligen Cod. O für mich sterbender Jesus! ich bitte Dich durch jene Bitterkeit, die Du am Stamme des heiligen Kreuzes ausgestanden, da Du Deinen gebenedeiten Geist in die Hände Deines himmlischen Vaters mit den Worten aufgege— ben:„Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist!“ verschone meine Seele in ihrem Hinscheiden, und gib, daß ich durch Deinen schmerzvollen Tod das ewige Leben er— langen möge. Amen. Vater unser ꝛe. Gegrüßest seist Du, Maria! ꝛc. Andacht und Verehrung des heiligen und unbeflechten Herzens Maria. Apostolisches Breve vom Papst Gregor XVI., mit Verleihung der heiligen Ablässe. Nachdem Wir nicht durch irgend ein Verdienst von Unserer Seite, sondern nach dem verborgenen Rathschlusse der göttlichen Vorsehung auf dem erhabenen Stuhle der Apostelfürsten sitzen, und darum die gesammte Herde des Herrn mit lebhafter Sorgfalt umfassen, pflegen wir mit besonderem Wohlwollen die frommen Bitten Dersenigen aufzunehmen, deren Trachten vorzugsweise da⸗ hin geht, daß die Gläubigen Jesus Christus mehr und mehr im Glauben bestärkt und begründet, und von der Liebe, Religion und Frömmigkeit entzündet, mit allem Eifer auf den Wegen des Herrn wandeln, und Seine Gebote sorgsam und gewissenhaft beobachten. So haben Wir sicherlich zu nicht geringer Freude Unsers vater⸗ lichen Herzens, durch Unsern geliebten Sohn, den Priester Carl Eleonorus Dufriche Desgenettes, Pfarrer an der Kirche von unserer lieben Frau vom Siege zu Paris in Frankreich, gemeinhin les petit péres genannt in Erfahrung gebracht, daß durch die Auto⸗ rität Unsers ehrwürdigen Bruders, des Erzbischofs von Paris, an jener Pfarrkirche ein Verein zur Ehre des heiligsten und unbe⸗ fleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria zur Bekehrung der Sünder mit besonderen, wie versichert wird, von demselben Unsern ehrwürdigen Bruder gebilligten Statuten und Regeln er⸗ richtet worden sei, und daß aus dieser Veranstaltung nicht geringe Vortheile für das geistliche Wohl der Gläubigen hervorgegangen wären. Es hat darum ebenderselbe, Unser geliebter Sohn, Carl Eleonorus Dufriche Desgenettes, Seelsorger an gedachter Kirche, mit instaͤndigen Bitten von Uns begehrt, daß Wir jenen Verein mit dem Namen und den Rechten einer Erzbruderschaft schmücken, und mit einigen Ablässen bereichern wollten, auf daß die Andacht der Glaͤubigen von Tag zu Tag vermehrt werde. Wir aber, Denen nichts näher am Herzen liegen kann, als nach Unsern ganzen Kräften für das ewige Heil der Gläubigen Sorge zu tragen, und die Verehrung der jungfräulichen Gottes⸗ Mutter auszubreiten, die da als eine Königin stehend zur Rechten Gottes in goldenem Gewande und mit mannigfachem Schmuck an⸗ gethan, Alles ohne Ausnahme, von Ihm zu erlangen vermag, und welche ist der immer gegenwärtige Schutz der katholischen Kirche, und die zuve solche Bitte also zieren? Herrn vermi welche dieses weisen, sie des Interdie für einer W sind, wenn diesem Behu u Ehren de Jungfrau Y serem ehrwu sichert wird und Regeln, Siege, geme in Frankreick lischen Mack Zeiten mit n Wir gen jede Rechte, Gnadenerwei und Gewohr Ueberdie aus derselbe lichen Mitbr wenn sie mi empfangen h 1. Vollk 2. Eben Todtenbette, allerheiligste nicht mehr Munde, oder 3. Vollk— und Mitschw welcher dem Neufahrstag einigun fahrt 9., Maria 10 Bekehrun; gen Maria 9 zum Tische d 13. Voll! und Mitschwe seiner Tauf gewinnen kör Gruß für die 14. Zude Art, sowohl nd unbesleckten regor XVI., Ablässe. rdienst von Unserer lusse der göttlichen lpostelfürsten sitzen, lebhafter Sorgfalt vollen die frommen in vorzugsweise da⸗ mehr und mehr im Liebe, Religion und n Wegen des Herrn ssenhaft beobachten. reude Unsers vaͤter⸗ den Priester Carl Kirche von unserer ich, gemeinhin les daß durch die Auto⸗ hofs von Paris, an eiligsten und unbe⸗ aria zur Bekehrung ird, von demselben ten und Regeln er⸗ ltung nicht geringe jen hervorgegangen liebter Sohn, Carl in gedachter Kirche, Wir jenen Verein derschaft schmücken, uf daß die Andacht e wliegen kann, als Heil der Gläubigen gfräulichen Gottes⸗ stehend zur Rechten fachem Schmuck an⸗ langen vermag und katholischen Kirche, — 205— und die zuversichtliche Hoffnung der Unserigen.— Wir haben eine solche Bitte mit freudigem Willen gewaͤhren zu—.9—0 eglaubt, also zieren Wir, um das Anfehen dieses Vereins, so viel Wir im Herrn vermögen, zu mehren, und des Willens, Allen und Jedem, welche dieses Breve begünstiget, eine besondere Wohlthat zu er⸗ weisen sie zugleich von allen Censuren der Creaommunication und des Interviets und andern kirchlichen Strafen, die in was immer für einer Weise und aus was immer für einem Grunde ver haͤngt sind, wenn sie etwa darein verfallen fein sollten, nur allein zu diesem Behufe lossprechen und losgesprochen halten;— den Verein u Ehren des heiligsten und unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria zür Bekehrung der Sünder mit seinen, von Un⸗ serem ehrwürdigen Bruder, dem Erzbischof von Paris, wie ver⸗ sichert wird, genehmigten oder noch zu genehmigenden Statuten und Regeln, wie er an der Pfarrkirche unserer lieben Frau vom Siege, gemeiniglich les petits péres genannt, in der Stadt Paris in Frankreich bereits kanonisch errichtet ist, kraft unferer aposto⸗ lischen Machtvollkommenheit durch dieses Ausschreiben auf ewige Zeiten mit dem Titel einer Erzbruderschaft genehmigen. Wir gewähren und verleihen demselben solchergestalt alle und jede Rechte, Privilegien, Ehren und wie immer zu benennenden Gnadenerweisungen, welche andere Erzbruderschaften nach Gebrauch und Gewohnheit besitzen und genießen können, und können werden. Ueberdieß gewähren und verleihen Wir barmherzig im Herrn aus derselben Unserer apostolischen Machtvollkommenheit sämmt⸗ lichen Mitbrüdern und Mitschwestern der gedachten Erzbruderschaft, wenn sie mit wahrer Reue gebeichtet und die heilige Communion empfangen haben werden, an dem Tage ihrer Aufnahme: 1. Vollkommenen Ablaß und Nachlassung ihrer Sünden. 2. Ebenso oft er Wir ihnen vollkommenen Ablaß auf dem Todtenbette, so oft sie nach einer wahrhaft reumüthigen Beicht das allerheili ste Saerament des Altars empfangen, oder sofern sie dieß nicht mehr können, den allerheiligsten Namen Jesus mit dem Munde, oder wenigstens mit dem Herzen anrufen. 3,. Vollkommenen Ablaß gewähren Wir auch jenen Mitbrüdern und Mitschwestern, welche an dem Sonntag eines jeden Jahres, welcher dem Sonntag Septuasesima unmittelbar vorangehet, am Reinann 4, oder der Beschneidung des Herrn 5., der einigung 6., Verkündigung 7., Geburt 8, Himmel⸗ fahrt 9., Empfängniß der allerseligsten Jungfrau Maria 10., am Schmerzen⸗Freitage 11., am Feste der Bekehrung des heisigen Apostel Paulus 12., am Feste der heili⸗ gen Maria Maagdalena, nach abgelegter sacramentalischer Beicht, zum Tische des Herrn gehen. 43. Vollkommenen Ablaß verleihen Wir auch allen Mitbrüdern und Mitschwestern jener Erzbruderschaft, den sie jeder am Jahrstag seiner Taufe, nach vorausgegangener Beicht und Communion, gewinnen können, sofern sie täglich mit Andacht den englischen Gruß für die Bekehrung der Sünder gebetet haben. 14. Zudem erlassen Wir, nach der in der Kirche gebränchlichen Art, sowohl den vorgedachten Mitbrüdern und Mitschwestern, als — 206— auch Andern, welche an jedem Samstage der zur Ehre des heilig⸗ sten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria im Oratorium oder in der Kirche besagter hendminrdie gelesenen Messe andächtig beiwohnen, und ebendaselbst für die Bekehrung der Sünder beten, fünfhundert Tage von den ihnen auferlegten oder wie immer sonst schuldigen Bußen. 15.(Endlich geruhte auch Se. Heiligkeit mit Verorvnung vom 4. Februar 1841 dieser Bruderschaft auf ewige Zeiten für jeden Monat des Jahres zwei vollkommene Ablässe zu verleihen, die man den armen Seelen im Fegfeuer zuwenden kann. Es bleibt dabei den Gläubigen anheim gestellt, die Tage zu wählen, an denen sie die genannten Ablässe gewinnen wollen.) Endlich geben Wir durch dieselbe unsere Machtvollkommenheit den Vorstehern dieser Erzbruderschaft für alle künftigen Zeiten Ge⸗ walt, jeder andern Genossenschaft desselben Namens und Zieles, wo sie immer außer unserer Stadt errichtet sei, jedoch unter Beobachtung der durch die Constitution unseres Vorfahrers Cle- mens VIII. glorreichen Andenkens vorgeschriebenen Form, sich unge⸗ hindert und erlaubter Weise anzureihen, und alle und jede er⸗ wähnten Ablässe, Sündennachlassung und Bußerlässe, denselben mitzutheilen. Alles dieses gewaähren und verleihen Wir mit der Erklärung, daß gegenwärtiges Breve zu allen Zeiten kräftig, giltig und wirk⸗ sam sein und bleiben, und seine volle und ungeschmälerke Wirkung haben und behalten soll, daß ihm in allem und allenthalben auf das Vollkommenste nachgehandelt, und also demgemäß in allem Vorgedachten geurtheilt und entschieden werden soll, von allen ordentlichen oder delegirten Richtern, Auditoren des apostolischen Palastes, Nuneiaturen des apostolischen Stuhles und Cardinälen der heiligen römischen Kirche, selbst den Legaten a latere, daß ihnen allen und jedem die Macht benommen sein soll, anders zu urtheilen oder auszulegen, und daß nichtig und wirkungslos bleiben soll, was immer, von wem immer, welchen Ansehens er auch sein möge, wissentlich oder 3 Poustigen dagegen unternommen worden wäre, ungehindert von sonstigen apostolischen Verordnungen und Bestimmungen; sowie auch wenn der Fall eintreten, von etwaigen, selbst mit Eidschwur apostolischer Gutheißung, oder irgend wie sonst bekräftigten Statuten und Gebräuchen des Vereins, und was immer sonst entgegen stehen könnte. Gegeben zu Rom beim heiligen Petrus unter dem Fischerring, den 24. April 1838, unseres Papstthums im achten Jahre. C. Card. de Gregorio. Ort des Siegels vom Fischerring. Nach Jesus ist unserer NX wie sollte von Gott unsers Er Gnaden g ehrung wi Deren Lol das Herz dem sündi Derjenigen Fürbitte n überfließen jenigen, Leben und Wer drungen z fräulichen reichste un worden. kleinsten 9 Barmherzi heilige He würdigsten Liebe. In Mittlerin dem sündie Sünder, uns zuglei Sohnes, d lige Bernh det, gebüh zur Ehre des heilig⸗ im Oratorium oder en Messe andächtig gder Sünder beten, ten oder wie immer it Verorvnung vom ze Zeiten für jeden zu verleihen, die ann. estellt, die Tage zu winnen wollen.) Nachtvollkommenheit ünftigen Zeiten Ge⸗ tamens und Zieles, t sei, jedoch unter res Vorfahrers Cle- ien Form, sich unge⸗ d alle und jede er⸗ ußerlässe, denselben mit der Erklaͤrung, ig, giltig und wirk⸗ schmälerte Wirkung no allenthalben auf demgemaäß in allem den soll, von allen e'n des apostolischen ·les und Cardinälen zaten a latere, daß ein soll, anders zu wirkungslos bleiben sehens er auch sein nternommen worden Verordnungen und reten, von etwaigen, 3„ oder irgend wie Vereins, und was ter dem Fischerring, chten Jahre. io. — 207,— Vorbericht und Entstehung. Nach dem anzubetenden und allerheiligsten Herzen Jesus ist das Herz Maria der würdigste Gegenstand unserer Verehrung, Liebe und Nachahmung. Denn wie sollte das Herz Derjenigen, Die als Jungfrau von Gott zur Mutter Seines eingebornen Sohnes, unsers Erlösers, auserwählt, und mit so vielen hohen Gnaden gesegnet wurde, nicht aller Liebe und Ver— ehrung würdig sein? Es ist ja das Herz Derjenigen, Deren Lob die Seraphim ohne Aufhören verkünden; das Herz der Mittlerin zwischen Ihrem Sohne und dem sündigen Menschengeschlechte. Es ist das Herz Derjenigen, die uns so innig liebt; durch Deren Fürbitte wir von Gott alle Hilfe erwarten; auf Deren überfließende Verdienste wir uns so oft berufen; Der— jenigen, Die unser Trost und unsere Hoffnung im Leben und im Sterben ist. Wer das Herz Jesus liebt, fühlt sich auch ge— drungen zur Verehrung des Herzens Seiner jung— fräulichen Mutter, welches das unschuldigste, lieb— reichste und zärtlichste Herz ist, das jemals geschaffen worden. Geschmückt mit allen Tugenden, von der kleinsten Makel rein, von göttlicher Liebe und von Barmherzigkeit für uns durchdrungen, bildet dieses heilige Herz nach dem heiligsten Herzen Jesus den würdigsten Gegenstand für unsere Verehrung und Liebe. Indem wir der himmlischen Mutter, dieser Mittlerin zwischen der göttlichen Gerechtigkeit und dem sündigen Menschengeschlechte, der Zuflucht aller Sünder, unsere Verehrung weihen, sammeln wir uns zugleich Verdienste um das heiligste Herz des Sohnes, denn mit großer Wahrheit bemerkt der hei— lige Bernhard: Das Lob, das man der Mutter spen— det, gebührt auch dem Sohne. Wer die Mutter liebt, — 208— liebt auch den Sohn. Durch das Herz der Mutter findet aber der reuige Sünder zugleich den Zutritt zum Herzen des Sohnes; denn wen die Mutter be— gnaͤdigt, den erhöret ganz gewiß der liebevolle Sohn, Der den Fürbitten Seiner hochgebenedeiten Mutter nichts versagt. In den Herrlichkeiten Maria sagt der heilige Alphonsus Maria v. Liguori: Je größer die Reinheit des Herzens ist, um so größer ist auch die Liebe zu Gott. Je reiner ein Herz, je leerer es von sich selbst ist, desto mehr wird es von der Liebe zu Gott er— füllt sein. Weil Maria so demüthig, so leer von sich selbst war, deßhalb war Sie von Liebe zu Gott er— füllt, so daß Sie, wie der heilige Bernardus schreibt, Gott mehr liebte, als alle Menschen und Engel. Richard von S Victor bestätigt dieß, da er sagt: Die Mutter unsers Emanuels war vollkommen, indem sie alle Tugenden im höchsten Grade besaß. Wer hätte je das erste Gebot:„Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen,“ so vollkom— men erfüllt, als Maria? Die Liebe zu Gott glühte so heftig in Ihrem Herzen, daß es da keinen Raum für irgend einen Fehler gab. Die göttliche Liebe hatte das Herz Maria so tief verwundet und durchdrungen, daß nichts darin übrig blieb, was nicht von Liebe er— füllt gewesen wäre; weßhalb Sie auch die Einzige ist; Die dieses erste Gebot in seinem ganzen Umfange schon auf Erden erfüllet hat. Daher konnte auch Maria mit vollem Rechte ausrufen: Mein Geliebter ist Mein und Ich bin Sein“(Hohel. 11.); und deß⸗ halb konnten, nach dem Ausspruche Richard's, sogar die Seraphim vom Himmel herabsteigen, um von dem lieberfüllten Herzen Maria zu lernen, wie man Gott lieben soll. Gott, Der die Liebe Selbst ist(Joh. 6), kam auf die Erde, um in Allen die Flamme Seiner heiligen Liebe zu entzünden! aber Er entflammte kein Herz so sehr mit dieser Seiner Liebe, als das Herz Seiner jeder A auch ar Feuer( wie es it „Ihr Li und flan mus sag brennt, die Wir heilige“ dem böf „gleichw so wurde nur eine daß sie e Ist gegen u Heile, si Sich nick und Alte mit Abl und and Herz(S aller Nei punkt des liche, de spricht du Fleiße, d 4, 23.) Seine G 12, 13.) die Brau leider nu Herz zu sehr nach Sie selb herz der Mutter sich den Zutritt die Mutter be— liebevolle Sohn, iedeiten Mutter sagt der heilige er die Reinheit ich die Liebe zu es von sich selbst ebe zu Gott er— so leer von sich ebe zu Gott er⸗ rnardus schreibt, jen und Engel. da er sagt: Die bommen, indem hesaß. Wer hätte Herrn, Deinen en,“ so vollkom⸗ zu Gott glühte da keinen Raum tliche Liebe hatte nd durchdrungen, ht von Liebe er⸗ die Einzige ist; janzen Umfange her konnte auch Mein Geliebter 11.); und deß⸗ Richard's, sogar en, um von dem „wie man Gott Flamme Seiner entflammte kein e, als das Herz — 209— Seiner jungfräulichen Mutter. Da Sie ganz frei von jeder Anhänglichkeit an irdische Dinge lebte, war Sie auch am empfänglichsten, um von diesem seligen Feuer entzündet zu werden; daher war Ihr Herz, wie es im hohen Liede heißt, ganz Feuer und Flamme: „Ihr Licht,— die Gluth ihrer Liebe— ist ein feuriges und flammendes Licht“ Es ist, wie der heilige Ansel⸗ mus sagt, feurig, weil es innerlich durch die Liebe brennt, und flammend weil Es Sich äußerlich durch die Wirkung der Tugend zu erkennen gibt. Der heilige Bonaventura behauptet, daß Maria nie von dem bösen Feinde versucht wurde;„denn,“ sagt er, „gleichwie die Fliegen vor einem großen Feuer fliehen, so wurden die Teufel von dem Herzen Maria, Das nur eine lautere Liebesflamme war, vertrieben, so daß sie es nie wagten, sich Ihr zu nahen.“ Ist nun Maria so voll von Liebe und Mitleid gegen uns, so brennend vor Durst nach unserem Heile, so verlaͤngt sie auch unser Herz. Sie begnügt Sich nicht mit Blumen, womit man Ihre Bildnisse und Altäre zieret, nicht mit Gold und Silber, oder mit Abbetung des Rosenkranzes, Ihrer Tagzeiten und anderer frommen Andachten; Sie will Unser Herz(St. Joseph Cupertin). Das Herz ist der Sitz aller Neigungen, ist der Vereinigungs- und Mittel⸗ Uhe des Verstaͤndes und des Willens, ist der eigent— he, der ganze Mensch. Und der heilige Geist pricht durch Salomon: Bewahre dein Herz mit allem Fleiße, denn daraus kommt alles Leben.(Sprichw. Sene Und anderswo: Fürchte Gott und halte Seine Gebote, denn das ist der ganze Mensch.(Pred. 12, 13.) Da nun dieß Alles der Sitz der Weisheit, die Braut des heiligen Geistes am besten weiß, und — leider nur zu häufig sehen muß, wie wenig wir unser Herz zu bewahren verstehen, darum verlangt Sie so sehr nach der Habhaftwerdun g unserer Herzen, damit Sie selbe durch Einpflanzung der heiligen Furcht — 210— immer mehr und mehr reinige, zur Haltung der gött— lichen Gebote stets geneigter mache, daß Ihr Sohn, der König der Glorie, mit Lust und Freude darein herrschen könne. Stets lebte Dein Herz, o Maria, von Liebe hiernieden;— Es liebte so innig, bis es vor Liebe verschieden.— Glückseliger Tod! wenn Tod das Schei— den zu nennen,— Das Gott Dir, o schöne Jungfrau, wollte vergönnen.— In seliger Ruhe und lächelnd ziehst Du von hinnen,— Für diese Erde das Paradies zu gewinnen.— Ja, meine Mutter, mein Leben, geh' unverwehret,— Wohin Dein Sohn Dich ruft, Dich der Himmel begehret.— Ich sehne mich herzlich, o Mutter! zu sterben,— Auf daß ich mit Dir auch möge den Himmel erwerben. O Heil mir Glücklichem, kaͤnn ich die Gnaͤde erflehen,— Mich einstens bei Deinen Füßen zu sehen,— Und erhöhet vor allen den seligen Schaaren,— Die Mutter zur Seite des göttlichen Sohns zu gewahren!— O komm' doch und hole mich heim in der letzten der Stunden,— O Du, zu Deren Dienst ich mich habe verbunden, — Hoffe ich von Dir, von Deinem Erbarmen,— Daß einst ich den Geist aushaͤuch' in Deinen Armen. Amen. O Christ! auf den Wogen dieses Weltmeeres wirst du stels von Ungewittern und Stürmen umhergetrie— ben, wende daher Deine Blicke nicht ab von dem leuchtenden Sterne Maria. Ueberfaͤllen dich Ver— suchungen, scheiterst du an den Klippen der Drang— sale, blict' auf zu dem Stern, rufe Maria an.— Drohet vielleicht schon der Abgrund der Traurigkeit und Verzweiflung dich zu verschlingen, gedenke an die Barmherzigkeit und Liebe Maria. In Gefahren, in Aengsten, in Zweifeln und Verwirrung des Geistes denke an Maria, und rufe Sie an. Möchtest du Diesen lieblichen Namen immer in dem Munde, immer in dem Herzen haben!(S. Bernardus.) In f Spuren Als im 3 und Bisa selbe scho und Verl genehmig die Anda heilige S des unbef derer Ehr Sech Seine He sionär, de der Geno richtung Herzen Bethäuse sechs apo großen A zählte ma 84 Brud Maria. Nach Seite des Se. Heil mittelst seine Gu Feste zu dieser A lässe. Zu der erst e ja einen ng der gött— Ihr Sohn, eude darein „ von Liebe es vor Liebe od das Schei⸗ e Jungfrau, und lächelnd das Paradies mein Leben, on Dich ruft, mich herzlich, mit Dir auch Glücklichem, einstens bei het vor allen zur Seite des komm' doch Stunden,— be verbunden, Erbarmen,— einen Armen. Itmeeres wirst mumhergetrie— ab von dem en dich Ver— n der Drang— Maria an.— 'r Traurigkeit „ gedenke an In Gefahren, ng des Geistes Moͤchtest du Nunde, immer 6. — A— Entstehung. In früheren Jahrhunderten finden wir schon die Spuren der Andacht zum heiligen Herzen Maria. Als im Jahre 1648 diese Andacht von 56 Erzbischöfen und Bischöfen Frankreichs gefeiert wurde, hatte die— selbe schon seit geraumen Jahren eifrige Bekenner und Verbreiter. Am 2. Juni des genannten Jahres genehmigte der Cardinal-Legat aà latere Vendome die Andacht selbst; und im Jahre 1668 erlaubte der heilige Stuhl bereits öffentliche Andachten zu Ehren des unbefleckten Herzens Maria, um es mit beson⸗ derer Ehrfurcht zu feiern. Sechs Jahre später, nämlich 1674, gestattete Seine Heiligkeit Papst Clemens X. dem eifrigen Mis— sionär, dem ehrwürdigen Pater Eudes, dem Stifter der Genossenschaft der sogenannten Eudisten, die Er— richtung von Vereinen zur Verehrung der heiligen Herzen Jesus und Maria, in allen Kapellen und Bethäusern seines Ordens, und verlieh ihm hierzu sechs apostolische Sendschreiben, worin er ihn mit großen Ablässen begünstigte. Schon im Jahre 1743 zählte man daher in der katholischen Kirche bereits Bruderschaften zu Ehren des heiligen Herzens Maria. Nach zahlreichen sonstigen Begünstigungen von Seite des heiligen Stuhles gab endlich auch noch Se. Heiligkeit Papst Pius VII. seligen Andenkens, mittelst apostolischem Breve vom 31. August 1805 seine Gutheißung für die Messe und Tagzeiten der Feste zum hochheiligen Herzen Maria und verlieh dieser Andacht gleichfalls verschiedene bedeutende Ab— lässe. Zugleich wurde zur Feier des genannten Festes der erste Sonntag des Monats Juni bewil⸗ liget und festgesetzt. Die größte Verbreitung, ja einen wahrhaft außerordentlichen Aufschwung nahm — 212— diese gnadenreiche Andacht jedoch erst in den letzten zwei Fahrzehnten, während welcher sie sich mit dem segenreichsten Erfolge durch die ganze Kirche ver— breitete. Die Widmung der Pfarrkirche Unserer lieben Frau zum Siege in Paris dem hochheiligen und un⸗ befleckten Herzen Maria, welche im Christmonate des Jahres 1836 erfolgte, gab die nächste Veranlassung zur außerordentlichen Verbreitung dieser segensvollen Andacht. Diese vorher in gänzliche Lauigkeit und Gottesvergessenheit versunkene Pfarrgemeinde nahm seit bieser Epoche einen solchen Aufschwung an Re— ligiosität und wahrhafter christlicher Frömmigkeit, daß man diese beispiellosen Erfolge nur der unmittelbaren Barmherzigkeit und Gnade Gottes zuschreiben muß. Die gleichzeitig wie durch ein Wunder erfolgte Be— kehrung des alten, weltbekannten Ministers N., eines ergrauten Anhängers und eifrigen Verfechters der sogenannten Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts, trug besonders zur Exemplification und Erwärmung von vielen tausend erkalteten Christenherzen bei. Am 16. December 1836 wurde die Erzbruder— schaft der Andacht zum Herzen Maria durch neue erzbischöfliche Verordnung errichtet. Die Andachts— übungen nahmen alsogleich ihren Anfang, das Auf— nahmsbuch der Erzbruderschaft wurde jedoch erst am 12. Janner des folgenden Jahres eröffnet. Die gottbegeisterte Predigr des Pfarrers, die Weise und tiefe Ergriffenheit, mit welcher er sein heiliges Amt handhabte, machte auf die zahlreiche Versammlung einen so mächtigen Eindruck, daß man in Scharen sich zur Aufnahme in die Bruderschaft drängte. Wenige Tage nach der Eröffnung des Ein— schreibebuches waren Hunderte aus der genannten Pfarrei und kurze Zeit darauf Tausende aus andern Pfarren dem Vereine beigetreten. Nicht lange, und der Verein dehnte sich nicht nur über die Hauptstadt, sondern die Ve Eu ropa tugal, der Se An häng Die Za Hunder Die angegan ligkeit Pe und Er fo würden, dieses Ve nur der strahlende besseren Der zu huldig unseres 4 aber solle gottgefäll sten des solcherwer herrlichun in den letzten sie sich mit dem z? Kirche ver⸗ Unserer lieben eiligen und un⸗ hristmonate des e Veranlassung ser segensvollen vauigkeit und gemeinde nahm chwung an Re— römmigkeit, daß r unmittelbaren uschreiben muß. der erfolgte Be— nisters N., eines Verfechters der n Jahrhunderts, nd Erwärmung herzen bei. die Erzbruder— ria durch neue Die Andachts-— ang, das Auf⸗ jedoch erst am ffnet. Pfarrers, die welcher er sein die zahlreiche druck, daß man ie Bruderschaft fnung des Ein— der genannten ide aus andern icht lange, und die Hauptstadt, — 213— sondern über ganz Frankreich aus. Von da die Verehrung des heiligen Herzens Maria 25 ganz Europa allgemein. In Deutschland, Spanien Por⸗ tugal, Neapel und auch in Schweden, Rußland, in der Schweiz u. s. w. zählt diese Andacht zahlreiche Anhänger. Nicht weniger verbreitete sie sich in Amerika Die Zahl ihrer Verehrer muß man dermalen auf Hunderttausende bemessen. Die Erzbruderschaft ward mittelst dem, auf der angegangenen Seite 197 aufgeführten, von Sr. Hei⸗ ligkeit Papst Gregor XVI. erlassenen apostolischen Breve ri WEärbfaf Rund mit der Genehmigung beehrt ö ässen und andere i ich⸗ — L n Gnadenschätzen reich— ahlreiche, wahrhaft wunderbare Bekehru und Erfolge, deren Aufzählung viele Bogen eerordern würden, krönten seither die frommen Bemühungen dieses Vereines auf eine so augenfaͤllige Weise, daß nur der verstockteste Unglauben seinen Augen dem strahlenden Lichte der Wahrheit verschließen und der besseren Einsicht den Zutritt versagen könnte. Der Hauptzweck der Erzbruderschaft ist ein zwei— facher: Die Verehrung Maria und die Be⸗ n. der Sünder. iesem doppelten Zwecke wir i Guunr K d auf folgende Weise 1. Alle Mitglieder dieses heiligen Vereines soll sich auf jede Weise beeifern, denn bohbeilgennund unbefleckten Herzen der allerheiligsten Jungfrau Maria zu huldigen und aus Liebe zu der zärtlichsten Mutter unseres Heilandes sich ihr ganz aufopfern; zugleich aber sollen sie ihre Gebete, ihre guten Werke und gottgefälligen Uebungen mit den kostbarsten Verdien⸗ woherw eihremgeniurhen Maria vereinigen und rweise ihrem göttlichen Sohne zu i herrlichung darbringen. Lun lan 7899 5 — 214— 2. Alle Mitglieder sollen durch die Fürbitte und durch den Schutz Maria die Bekehrung der Sünder von der Barmherzigkeit Gottes zu erflehen suchen. Es ist den Mitgliedern gestattet, besonders ihre Anverwaͤndten, Freunde, Bekannte, kurz Alle, an deren Seelenheil ihnen am meisten gelegen ist, der Fürbitte Maria und der Barmherzigkeit Gottes anzuempfehlen. Im Allgemeinen sollen sie aber auch für Alle beten, welche der Gnade der wahren Bekehrung bedürfen, für Katholiken eben so, wie für alle Irrgläubigen, Lutheraner, Calviner, Juden, Heiden, überhaupt für alle Menschen, welche Gott erschaffen und Jesus Christus am Kreuze erlöset hat. Besonders nachdrücklich sollen ihre Gebete für jene Länder in und außer Europa sein, wo man die ka⸗ tholische Kirche und ihre Diener noch in verblendeter, frevelhafter Weise verfolgt und zu unterdrücken sucht; deßgleichen für die Missionäre, die in fernen Laͤndern ihren Glaubenseifer so oft mit ihrem Blute besiegeln; endlich für die römische Kirche und ihr sichtbares Oberhaupt, den Papst; damit durch die Gnade Gottes die Kirche Jesus erhöht und verherrlicht, die Ketze⸗ reien und Irrthümer jeder Art ausgerottet und der Glaube vermehrt, der Friede und die Einigkeit unter den Machthabern dieser Erde erhalten werde. Was die Regeln oder Satzungen der Erzbruder— schaft zum heiligen Herzen Maria, sowie ihre Feste und Andachtsübungen anbelangt, so lassen sich selbe in folgende Puncte zusammenfassen: 4. Alle Katholiken, wessen Alters, Geschlechtes und Landes sie sein mögen, sind zur Aufnahme in die Verbrüderung berechtigt; nur sollen sie von einem großen Eifer für die Ehre Gottes, für das Heil ihrer Mitmenschen und für ihr eigenes Seelenheil belebt sein. Jeder soll trachten, in seinem Stande, Beschäf⸗ tigung und Amte jene Tugenden auszuüben, welche die göt umglänz 2. nommen werden namen 6 Vereines nahme e schenkte pfängn der wu bei sich t schrieben empfan unsere ( wesent land b den hi scheine 3. kosten de wird jede eine mild 4. D dem heili men Uebu weihen u mit den vereinigen göttliche anzubeten keit die Die glieder darin, mehr u Fürbitte und ehrung der tes zu erflehen besonders ste, kurz Alle, en gelegen ist, rzigkeit Gottes sollen sie aber de der wahren ben so, wie für viner, Juden, u, welche Gott uze erlöset hat. zebete für jene vo man die ka⸗ in verblendeter, erdrücken sucht; ernen Ländern Blute besiegeln; ihr sichtbares Gnade Gottes icht, die Ketze— rottet und der inigkeit unter werde. der Erzbruder—⸗ opwie ihre Feste lassen sich selbe 5, Geschlechtes Aufnahme in sie von einem das Heil ihrer relenheil belebt ande, Beschäf⸗ uüben, welche — 215— die göttliche Mutter gleich eben so vielen Sternen umglänzen. 2. Alle Jene, welche in die Bruderschaft aufge— nommen, und deren geistigen Vortheile theilhaft zu werden wünschen, wollen ihre Tauf- und Familien- namen angeben, um in das große Einschreibbuch des Vereines eingetragen zu werden— Bei der Auf⸗ nahme erhält jedes Mitglied eine mit Ablässen be— schenkte Medaille, von der unbefleckten Em⸗ pfängniß Maria genannt, die unter dem Namen der wunderbaren bekannt ist. Diese soll man stets bei sich tragen, und von Zeit zu Zeit die darauf ge— schriebenen Worte beten: OMaria! ohne Makel empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen. (Da das Tragen der Medaille übrigens nicht wesentlich gefordert wird, und dieselben in Deutsch— land bereits allgemein verbreitet sind, so gibt man den hier eintretenden Mitgliedern nur Aufnahms- sazin oder ein Bild.) Damit die nothwendigen Ausgaben und Un⸗ kosten der Erzbruderschaft bestritten werden können, wird jedes Mitglied ersucht, je nach seinem Vermögen eine milde Gabe zu spenden. 4. Die Vereinsmitglieder werden jeden Morgen dem heiligen Herzen Maria alle guten Werke, from— men Uebungen, Gebete und Bußwerke dieses Tages weihen und aufopfern, mit der guten Meinung, selbe mit den Verdiensten des heiligen Herzens Maria zu vereinigen, die allerheiligste Dreifaltigkeit und das göttliche Herz Jesus in Vereinigung mit denselben anzubeten, um durch Dessen unendliche Barmherzig— keit die Bekehrung der Sünder zu erflehen. Die eigentliche Verpflichtnug der Mit⸗ glieder dieser Bruderschaft besteht jedoch darin, daß sie täglich einmal andächtig, mehr mit dem Herzen als mit dem — 216— Munde, ein„Gegrüßet seist Du, Maria!“ beten. Außerdem empfiehlt man ihnen das schöne Gebet des heiligen Bernhardus, um am Schlusse mit Liebe und Vertrauen die Worte zu sprechen:„O Maria, Du Zuflucht der Sünder, bitte für uns!“ 5. Alle Mitglieder sollen eingedenk sein, daß die Reinigkeit des Herzens ihnen vor Allem den Schutz Maria's sichert, sich deßhalb durch den öfteren Em—- pfang der heiligen Sacramente der Buße und des Altars ihre Reinheit zu bewahren. 6. Das Hauptfest des Vereines wird jährlich am letzten Sonntage vor Septuagesimä gefeiert. Die übrigen Feste der Erzbruderschaft sind: Die Beschnei— dung des Herrn oder der Neujahrstag, die Feste Maria Lichtmeß, Maria Verkündigung, die sieben Schmerzen Maria(der schmerzhafte Freitag), Maria Geburt, Maria Himmelfahrt, Marig Empfängniß, Paulus Bekehrung und das Fest der heiligen Maria Magdalena. Unter den Monaten ist der Monat August, und unter den Tagen der Samstag, beson— ders der erste Samstag jeden Monats, der Andacht zum heiligen Herzen Maria besonders geweiht. Die Mitglieder sollen daher das heilige Herz Maria an jedem dieser Tage auf eine besondere Weise verehren, um sich dieses zu einer besonderen Gewohn— heit zu machen. Ant Morgenr. auserkore geordnete— Dich zu mir Kraf Gott in 1. E Setze Die Feinde zu 2. D Herr aus inmitten! 3. Be Deiner Ki dem Inne genstern. zerschmette Herz Jesus u, Maria!“ schöne Gebet usse mit Liebe „O Maria, für uns!“ sein, daß die den Schutz öfteren Em⸗ uße und des d jäͤhrlich am gefeiert. Die Die Beschnei⸗ g, die Feste g, die sieben itag), Maria Empfängniß, iligen Maria der Monat nstag, beson— „der Andacht zeweiht. heilige Herz sondere Weise ren Gewohn— —3———————..——9——— + Vesper⸗Psalmen. (Vorbereitungsgebet Seite 37.) Antiphon. Wer ist Die, Welche wie die Morgenröthe hervorkommt, schön wie der Mond, auserkoren wie die Sonne, furchtbar wie ein geordnetes Kriegsheer? Mache mich würdig Dich zu loben, o heilige Jungfrau. Verleihe mir Kraft wider Deine Feinde. Gebenedeit sei Gott in Seinen Heiligen. Amen. I. Psalm 109. Jesus Christus ist König und Hoher— priester. 1. Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze Dich zu meiner Rechten— bis ich Deine Feinde zum Schämel Deiner Füße lege. 2. Den Scepter Deiner Macht wird der Herr ausgehen lassen aus Sion— Herrsche inmitten Deiner Feinde. 3. Bei Dir ist die Herrschaft am Tage Deiner Kraft im Glanze der Heiligen— aus dem Innersten erzeugt' ich Dich vor dem Mor- genstern. 4. Der Herr hat geschworen und es wird Ihn nicht gereuen— Du bist der Priester ewig— lich nach der Ordnung Melchisedechs. 5. Der Herr zu Deiner Rechten wird Könige zerschmettern— am Tage Seines Zornes. Herz Jesus u. Maria. 13 — 218— 6. Er wird richten die Völker, große Nie— derlage anrichten— zerschmettern die Häupter in vielen Landen. ö 7. Aus dem Bache am Wege wird Er trinken— darum wird Er emporheben das Haupt. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem h. Geiste, wie es war im Anfange, jetzt allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Antiphon. Ich bin die Mutter der schö— nen Liebe und die Frucht der Erkenntniß und heiligen Hoffnung. II. Psalm 112. Den Demüthigen gibt Gott Gnade. 1. Lobet den Herrn, ihr Diener— lobet den Namen des Herrn! 2. Der Name des Herrn sei gebenedeiet— von nun an bis in Ewigkeit. 3. Vom Aufgang der Sonne bis zum Un-⸗ tergang— sei gelobet der Name des Herrn. 4. Hoch über alle Völker ist der Herr— und über die Himmel Seine Herrlichkeit, 5. Wer ist wie der Herr, unser Gott— Der in der Höhe wohnet; 6. Der auf das Demüthige schauet— im Himmel und auf Erden; 7. Der den Geringen aufrichtet aus dem Staube— und aus dem Kothe erhebt den Armen; 8. Ur neben die 9. D Hause— Die Ehre s⸗ wie es war im Anti weise ist, freuen. Heil un 1. Ick Lasset uns 2. Es höfen, Jer 3. Jer die sich zur 4. Da Stämme de + den Nat 5. De richte— di 6. Wi ist.— Uebe 7. Es und Ueberfl 8. Um stenwillen- „große Nie⸗ die Häupter ge wird Er 'rheben das ind dem h Geiste, Ewigkeit. Amen. ter der schö— enntniß und Gnade. ier— lobet benedeiet— bis zum Un⸗ es Herrn. der Herr— lichkeit, ser Gott— hauet— im tet aus dem erhebt den —— — 219— 8. Um ihn zu setzen neben die Fürsten— neben die Fürsten Seines Volkes; 9. Der die Unfruchtbare wohnen läßt im Hause— als fröhliche Mutter von Kindern. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, letzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Antiphon. Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so wird Mein Herz sich mit dir freuen. III. Psalm 121. Heil und Segen der Stadt Jerusalem, der Kirche Gottes. 1. Ich freue mich, wenn man mir saget— Lasset uns gehen zum Hause des Herrn! 2. Es stehen unsere Füße— in deinen Vor— höfen, Jerusalem! 3. Jerusalem ist gebaut wie eine Stadt— die sich zur Gemeinschaft zusammenfuͤgt. 4. Da wallen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn nach dem Zeugnisse Israels — den Namen des Herrn zu loben. 5. Denn da stehen die Stühle zum Ge— richte— die Stühle über das Haus Davids. 6. Wünschet Jerusalem, was zum Frieden ist.— Ueberfluß sei Denen, die Dich lieben. 7. Es werde Frieden in deiner Kraft— und Ueberfluß in deinen Thürmen. 8. Um meiner Brüder und meiner Näch— stenwillen— wünsche ich dir Frieden. 13* 20— 9. Um des Hauses des Herrn unsers Got— tes willen— wünsche ich dir Glück. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Antiphon. Bemühe dich, mein Sohn, die Weisheit zu erlangen, und mache meinem Herzen Freude, damit du Demjenigen, der dir Vorwürfe macht, antworten könnest. IV. Psalm 126. An Gottes Segen ist Alles gelegen. 1. Wenn der Herr das Haus nicht bauet so arbeiten Die umsomst, die daran bauen— wenn der Herr die Stadt nicht behütet, so wachet vergebens, der sie bewacht. ö 2. Vergeblich stehet ihr vor Tageslicht auf — stehet auf, nachdem ihr gesessen seid, die ihr esset das Brot der Schmerzen! 3. Wenn er Seinen Geliebten Schlaf gibt, siehe, da erben sie Kinder vom Herrn— ihr Lohn ist Leibesfrucht. 4. Die Pfeile in der Hand eines Starken, — also sind die Kinder der Vertriebenen. 5. Glückselig der Mann, der sein Verlan— gen an ihnen erfüllt sieht— er wird nicht zu Schanden, wenn er seinen Feinden im Thore spricht. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heil. Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Anti als wenn Wahrheit Lob Got ö 1. Lo deinen Go zen— un Weizens. 5. Er Nebel wie 6. Er wer mag b 7. Er schmelzen— die Gewäss 8. Er Rechte und 9. Nie offenbart il wie 49705 Im Antiy und ich bete unsers Got⸗— d. dem heiligen Geiste 1 Ewigkeit. Amen. mein Sohn, ache meinem igen, der dir est. gelegen. nicht bauet in bauen— tet, so wachet ageslicht auf en seid, die Schlaf gibt, errn— ihr les Starken, iebenen. sein Verlan— ird nicht zu n im Thore dem heil. Geiste, Ewigkeit. Amen. — 221— Antiph. Ich habe keine größere Freude, als wenn ich höre, daß meine Kinder in der Wahrheit wandeln. V. Psalm 147. Lob Gottes wegen Seinen Wohlthaten. 1. Lobe, Jerusalem, den Herrn— lobe deinen Gott, o Sion! 2. Weil Er die Riegel deiner Thore be— festigt— deine Kinder in dir gesegnet hat. 3. Er setzet den Frieden um deine Gren— zen— und sättigt dich mit dem Marke des Weizens. 4. Er sendet aus Sein Wort auf der Erde — schnell läuft seine Rede. 5. Er gibt Schnee wie Wolle— Er streuet Nebel wie Asche. 6. Er wirft Seine Schlossen wie Bissen— wer mag bestehen vor Seiner Kälte? 7. Er sendet aus Sein Wort, und läßt sie schmelzen— es wehet Sein Hauch und es fließen die Gewässer. 8. Er verkündet Jacob Sein Wort— Seine Rechte und Satzungen Isfrael. 9. Nicht also thut er allen Voͤlkern— und offenbart ihnen nicht Seine Rechte. Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heil. Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Antiph. Es ist der Wunsch meines Herzens und ich bete inständig zu Gott um ihr Heil. — 222— Capitel Eccl. 24, 12. Der, Welcher mich erschaffen hat, hat in meiner Wohnung geruht, und Er sprach zu mir: in Jacob wohne, und in Israel sei dein Erb— theil und fasse Wurzeln in Meinen Auser— wählten. Hymnus. Stern im Lebensmeere,— Gottes Mutter hehre,— Rein dem ewigen Worte,— Selige Himmelspforte! Mit dem Gruß hiernieden,— Aus des Engels Munde,— Gründe unsern Frieden,— Eva im neuen Bunde. ö Lös' der Sünder Bande,— Sende Licht den Blinden;— Hilf, daß fern von Schande, — Gnad' bei Gott wir finden. Dich als Mutter zeige,— Deinem Fleh'n sich neige,— Der für uns geboren,— Dich einst auserkoren. ö Jungfrau auserlesen,— Die so sanft gewe— sen,— Mach' uns frei von Schulden,— Keusch und sanft im Dulden. Gib ein reines Leben,— Mach' den Pfad uns eben;— Jesum dann zu schauen,— Freudig wir vertrauen. Lob sei Gott am Throne,— Preis dem höchsten Sohne;— Mit dem Geist, dem hehren, — Drei wir gleich verehren. Amen. Lobgesang Maria, siehe Seite 45. Ant gesagt, un des Ruhm geliebt vo O salutari Ouae co Ostium Bella prer Da robur lium. Lauretanische Christen, vom Bitte Auf d gen Christ Gewä Gebrechlic das Anden ehrend, du sern Sünde unsern He hat, hat in zrach zu mir: sei dein Erb— inen Auser⸗ ttes Mutter ,— Selige — Aus des Frieden,— Sende Licht oIn Schande, inem Fleh'n — Dich einst sanft gewe— n,— Keusch den Pfad „— Freudig Preis dem dem hehren, n. — 2— Antiphon. Sie hat dem Heiligen Dank gesagt, und den Höchsten gepriesen, durch Worte des Ruhms: Sie hat den Herrn gelobt und Gott geliebt von ganzem Herzen. (etzt folgt die Rede.) 0O salularis hostia Du Opferlamm! zeuch uns empor! Ouae coeli pandis Erschließ' uns einst des ostium Himmels Thor! Bella premunt hostilia Uns droht der Feinde steter Krieg! Da robur, fer auxi- Hilf uns im Kampf! lium. schenk' uns den Sieg! Lauretanische Litanei. Seite 40, Gebet zu Maria, Hilfe der Christen, vom heil. Bernhard, Seite 44, dann die nachfolgenven Gebeteé und Lieder. Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin! Auf daß wir würdig werden der Verheißun— gen Christus. Gewähre, o barmherziger Gott, unserer Gebrechlichkeit Deinen Beistand, damit wir, das Andenken der heiligen Gottesgebärerin ver— ehrend, durch Ihre hilfreiche Fürbitte von un— sern Sünden erstehen. Durch denselben Christus, unsern Herrn. Amen. — 24— (Hier werden einige Strophen von einem Lied gesungen.) Tantum ergo sacra- Dieß erhab'ne Bundes⸗ mentum zeichen Veneremur cernui Beten wir mit Ehr— furcht an: Et antiquum docu- Und das Alte muß nun mentum weichen Novo cedat ritui, Da der neue Brauch begann: ö Praestet sides supple- Was die Sinne nicht mentum erreichen, Sensum defectui. Zeigt das Licht des Glaubens an. Genitori genitoque Gott dem Vater und dem Sohne, Laus et jubilatio, Preis und steter Jubel⸗— sang: Salus, honor, virtus Heil und Ehre schall' quoque, zum Throne, Sit et benedictio; Lob und Segens-Won⸗ neklang: ö Procedenti ab utroque Auch dem Geist in glei⸗ chem Tone Compar sit laudatio. Singe unser bobgesang. V. Pan- praest K. Omn. lum in Deu passionis quaesum sacra my fructum et regna⸗ Uni, Trin. Sit sempi Oui vita mino Nobis dor Amen. einem Lied ne Bundes⸗ mit Ehr⸗ 37 muß nun ue Brauch Sinne nicht Licht des 3an. Vater und ne, eter Jubel— chre schall' ne, gens-Won⸗ ꝛist in glei⸗ Lobgesang. — 225— V. Panem de coelo V. Das Brod vom praestitisti eis, Himmel hast Du ihnen gegeben. K. Omne delectamen- E. Welches alle Süßig⸗ lum in se habentem. keit in sich enthält. Oremus. Deus, qui nobis sub Sacramento mirabili passionis tude memoriam reliquisti: tribue, quaesumus, ita nos Corporis et Sanguinis tui sacra mysteria venerari, ut redemptionis tuae fructum in nobis jugiter sentiamus. Oui vivis et regnas ete. Uni, Trinoque Domino Dreieiner Gott! Dich preisen wir! Sit sempiterna gloria O führ' uns Alle heim zu Dir Oui vitam sine ter- An Deiner starken Lie⸗ mino beshand, Nobis donet in patria. Heim in der ew'gen Amen. Wonne Land. Amen. — 226— Fest des heiligen und unbefleckten Herzens Maria. (Am zweiten Sonntage uach Maria Himmelfahrt.) Lasset uns feiern das Fest des heiligen und unbefleckten Herzens Maria; wir wollen anbe— ten Jesus Christus, Ihren Sohn. Sei gegrü— ßet, o heilige Mutter, Die Du geboren den höchsten König, Der Himmel und Erde regie— ret in Ewigkeit. Ich lobe und grüße Dich, o Mutter-Herz der Seligkeit, und rufe durch das heiligste Herz Jesus, Deines göttlichen Sohnes, Dich an, daß Du mit Deiner mächtigen Für— bitte mir eine innige und starke Liebe zu Ihm und zu Dir verlangen wollest. Wir feiern Dein Fest, o Gegenstand der Freude meines Herzens, heiliges, gebenedeites, seligstes Herz Maria! Dem so viele Grüße und Anmuthungen meiner Liebe dieses Jahr hindurch geweiht waren; Du, zu Dem ich oft hingeflo— hen mit dem Vertrauen eines Kindes zu seiner Mutter, heute bist Du Selbst in kirchlicher Feier der Gegenstand meiner Andacht und Festfreude. O! sei mir gegrüßt in dem Gruße aller Engel und Heiligen, in dem Gruße aller Deiner in Andacht und Liebe geweihten Herzen, in dem Gruße und Lobe, mit dem die heilige Kirche Dich heute feiert, sei mir gegrüßt in dem Gruße des göttlichen Herzens Jesus selbst, Dessen Mutter Du bist. Um die Fülle des Trostes und der Liebe auszusp den We sage: 2 Du, ja der tieff der zar Dir red wollest mein H kindliche werde.! den, da der Liel und gei Mutter, und Lie Amen. Ge pfäng Für j Dul Freudeen den,— finstern Cho nigin! »ns Maria. lfahrt.) eiligen und hlen anbe— Sei gegrü⸗ boren den erde regie⸗ e Dich, o durch das n Sohnes, igen Für⸗ he zu Ihm istand der benedeites, Grüße und yr hindurch t hingeflo— 3 zu seiner icher Feier Festfreude. ller Engel Deiner in n, in dem irche Dich Gruße des en Mutter d der Liebe auszusprechen, mit der ich Dich grüße und mit den Worten des heiligen Paulus ausrufe, und sage: Mein Herz redet zu Dir, o süßestes Herz, Du, ja Du weißt es, in welchen Anmuthungen der tiefsten Verehrung, des innigsten Vertrauens, der zartesten, feurigsten, treuesten Liebe es zu Dir redet. O Du von mir auserwähltes Herz! wollest auch meine Bitte mir gewähren, und mein Herz nicht verschmähen, das ich Dir in kindlicher Zärtlichkeit mit dieser Bitte weihen werde. Ach erfülle, erfülle es mit Deinen Tugen⸗ den, daß es dem Deinigen ähnlich werde. O!mum der Liebe Deines Sohnes Jesus willen, erhöre und gewähre diese Bitte, Du Jungfrau und Mutter, meine Mutter Maria! um der Macht und Liebe Deines hochgefeierten Herzens willen. Amen. Gepriesen sei die unbefleckte Em— pfängniß der seligsten Jungfrau Maria! Für jedesmal 100 Tage Ablaß.(Papst Pius VI. 1793.) Lieder. I. Maria der Morgenstern. Dunkle Trauer lag auf Erden,— Licht und Freude waren fern,— Als es wieder Tag sollt' wer⸗ den,— Strahlte hell der Morgenstern.— Durch die finstern Zeiten hin— Strahlest Du von Anbeginn: 4 Chor. Jungfräuliche Mittlerin! Unbefleckte Köni— nigin! — RS Als der Mensch in Sünd' verarmet,— Floh vor Gottes Angesicht,— Hat er mild Sich sein erbarmet, — Will den Tod des Sünders nicht.— Damals schon Er ihm verhieß.— Dich, o neues Paradies: zc. Um des Satans Macht zu tödten,— Die die Sünde ihm erwarb,— Um der Schlang' auf's Haupt zu treten,— Deren Gift die Welt verdarb:— Wur⸗ dest Du allein erwählet— Und dem heil'gen Geist vermahlet: ꝛc. Auf Dich hofften alle Zeiten,— Schönste Zier der ganzen Welt,— Seine Ankunft zu bereiten,— Hat der Herr Dich aufgestellt;— Durch die alte Nacht und Noth— Leuchtest Du, o Morgenroth: zc. Wunderklarer Brunn der Gnade,— Arons Zweig, der ewig blüht,— Unverletzte Bundeslade,— Die im reinsten Golde glüht;— Du des wahren Salomon — Allerschönster Gnadenthron: ꝛc. Mit der Sonne Pracht geschmücket,— Und dem lichten Sternenkranz,— Doch noch schöner Dich be— glücket— Deiner höchsten Würde Glanz;— Du tal— lein in Gottes Reich,— Jungfrau, Mutter bist zu— gleich: ꝛc. Sieh' herab auf unser Flehen,— Helferin der Ehristenheit,— Hilf uns auf dem Drachen stehen,— Ueberwinden alle Zeit:— Führe treu, o Morgen— roth,— Uns zum Licht durch Nacht und Tod: ꝛc. 2. Lobgesang. (Die Arie ist die des Herz-Jesu⸗Liedes.) Zum Herzen Jesus fliehe,— Wer sich der Lieb' ergibt,— Doch sei das Herz Maria— Nicht weni— ger geliebt. Chor. Erhebe himmelwärts,— Maria, jedes Herz,— Daß es sich fromm ergebe— Dem Herrn in Freud' und Schmerz. O Tugend: Deinem Hilf Sohnes Sie lem Tan Des Hin Hör Lebensstr still das Zu Jesu— Mat — Kein der Welt lienfeld! men Sd zagendes Deit — Es w — Im qù — In b Floh vor erbarmet, Damals adies: ꝛe Die die f's Haupt — Wur⸗ zen Geist önste Zier reiten,— die alte nroth: ꝛc. ns Zweig, — Die im Salomon Und dem Dich be— — Du al⸗ r bist zu⸗ lferin der stehen,— Morgen— od: ꝛc der Lieb' icht weni⸗ ria, jedes m Herrn — 229— O Reinste Du der Reinen,— An Gnad' und Tugend reich,— Die Herzen all' der Deinen— Mach' Deinem Herzen gleich. ꝛc. Hilf, daß sie sich erheben— Zum Himmel in Ge— duld,— Lehr' alle Herzen streben— Nach Deines Sohnes Huld. ꝛc. Siehst Du ein Herz gewendet— Zu nichtig eit— lem Tand,— Das nicht mehr schaͤut, verblendet,— Des Himmels Heimatland. ꝛc. Hörst Du hier ängstlich schlagen— Ein Herz im Lebensstreit,— Will hier ein Herz verzagen— Vor Angst und Traurigkeit. ꝛc. Vom Schwert der Qual durchstochen— Dein Herz blieb unversehrt,— Das uns're, halb gebrochen, — Sei ganz zu Dir gekehrt. ꝛc. Wenn wir Dich sterbend loben,— Steht endlich still das Herz,— Richt' unsern Blick nach oben,— Zu Jesus himmelwärts. ꝛc. 3. Herz Maria. Maria voll Gnaͤden!— Dein Herz ich verehr'; — Kein Feind kann mir schaden,— Wenn ich Dich verehr';— Dieß Herz steht mir offen,— Ich schließ' mich hinein,— Will Hilfe da hoffen— In Freud' und in Pein. Chor. O Herz! ich verehre nach Möglichkeit Dich,— Die Liebe vermehre, das bitten wir Dich. Mein Herz kann nicht finden— Die Ruh' in der Welt.— Du Reinste von Sünden,— Du Li— lienfeld!— Die Welt mir verleide— Durch heilsan— men Schmerz— Von Jesus nicht scheide— Mein zagendes Herz. ꝛc. Dein Herz war geduldig— Im Leid', ohne Klag'; — Es war ganz unschuldig,—Und doch voller Plag'; — Im Kämpfen und Streiten— Erbitte mir Huld, — In bitteren Zeiten,— Maria! Geduld ꝛe — 80— O Herz! o mein Leben!— O Hoffnung! o Freud'!— Von Demuth umgeben— Im Kreuz und in Leid;— O, daß ich sie liebte— In Demuth, wie Du,— In Sanftmuth mich übte, Maria! wie Du ꝛc. Dein Herz, das in Flammen— Der Liebe ver— ging,— Mit Jesus zusammen— Gekreuziget hing; — O, daß sich vermehrte— Die Lieb immerdar,— Die Herzen verzehrte— Am Kreuzes-Altar. ꝛc. Ein Tempel der Weisheit,— Der herrlichste Thron;— Ein Tempel der Keuschheit— Vom gött⸗ lichen Sohn;— Ein Herz voller Schmerzen,— Und doch voller Ruh'— O Herz aller Herzen!— Wie lieblich bist Du. ꝛc. Dein Herz, das behüte— Das mein' allezeit,— Erzeige mir Güte— Im härtesten Streit;— Dein Herz ich erwähle— Zum Wohnungsplatz mir.— Den Leib und die Seele— Empsehlen wir Dir. ꝛc. 4. Lied. 1. Pforte des Himmels, Herz voll Erbarmen, — Neige zur Erde mild Dich herab;— Sieh' hier die Kinder Eva's, die Armen,— Sieh' ach ihr Erbe, Sünde und Grab.— Mehr noch als Grab und Tod — Dort einst der Sünde droht,— Herz voll Erbar— men! erbarme Dich! 2. Tief in des Geistes Schlummer versenket— Taumelt so Mancher blind vor sich hin— Häufet auf Sünde, Sünde, und lenket— Nimmer zur Buße ernstlich den Sinn.— Wie auch die Gnade lockt— Bleibt doch sein Herz verstockt,— Herz voll Erbarmen! erbarme Dich! 3. Hat ja sein Herzhlut Jesus vergossen,— Auf daß wir leben ewig in Gott;— Nicht doch vergebens sei es geflossen— Nicht doch ereil' uns ewiger Tod. — Hemme des Lasters Lauf— Wecke die Schläfer auf— Herz voll Erbarmen! erbarme Dich! 4. Sao — Und ein daß die H Todes Han schmerz— Erbarmen! 1. O Jungfrau Unbefleckte 2. 0 Jungfrau Wunderbar für uns! 3.— Mutter Y Ohne Erbe 4. O Liebe Mut: Sei uns st für uns. 1. Se Dir die S. Alle sind Gefahr.— im Todtbe Den Du, ist's, waru was man Maria alst ffnung! o Kreuz und muth, wie wie Du ꝛc. Liebe ver— iget hing; nerdar,— c. herrlichste Vom gött⸗ 'n,— Und — Wie allezeit,— — Dein r.— Den 2• v. Erbarmen, Sieh' hier ihr Erbe, Hund Tod voll Erbar— ersenket— — Häufet mmer zur die Gnaͤde Herz voll n,— Auf vergebens viger Tod. Schläfer — 231— 4. Schütz' uns im Leben— Herz voll der Treue — Und einst im Sterben ruhe dann nicht;— Hilf, daß die Herzen brechen in Reue— Eh' uns des Todes Hand sie noch bricht.— Hoffnung und Liebes— schmerz— Gieße uns dann in's Herz,— Herz voll Erbarmen! erbarme Dich! 5. Lied. 1. O Du heiligste— O Du seligste— Liebste Jungfrau Maria!— Heißgeliebte, himmlische,— Unbefleckte reineste!— Bitte Maria, o bitt' für uns! 2. O Du gütigste,— O Du mildeste.— Süße Zungfrau Maria!— Wunderschöne, liebliche,— Wunderbare, freundliche— Bitte Maria, o bitt' für uns! 3. O Du weiseste,— O Du zarteste,— Du o Mutter Maria!— Mutter voll der Gnaden,— Ohne Erbesschaden!— Bitte Maria, o bitte für uns! 4. O Du glücklichste,— O Du freudigste— Liebe Mutter Maria!— O Du Christenhelferin,— Sei uns stets Fürsprecherin!— Bitte Maria, o bitt' für uns. 6. Lied. 1. Salve Regina, Reinste aus Allen!— An Dir die Sünde niemals je war.— Da wir in Adam Alle sind g'fallen,— Warst nur allein Du außer Gefahr.— Daß wir von Sünden rein— Wenigst' im Todtbett' sei'n, Hilf uns Maria, Maria hilf! 2. Niemand hat jemals zu Dir geschrien,— Den Du, o Jungfrau, nicht hast erhört.— Dieß ist's, warum wir alle hier knien.— All's zu erlangen, was man begehrt.— Ruf' wer da rufen kann,— Maria also an:„Eilf uns Maria, Maria hilf!“ — 232— 3. Tausend und Tausend haben gefunden— Hilfe und Tröstung und noch viel mehr— In Lei— besgebrechen, in Seelenwunden,— Der Brunn der Gnaden ist niemals leer.— Ruf' wer da rufen kann, — Maria also an:—„Hilf uns Maria, Maria hilf!“ 4. O wie Viel wären zu Grund' gegangen,— O wie Viel würden zur Linken steh'n.— Wenn Du nicht hättest sie aufgefangen,— Da sie schon sollten fast untergeh'n.— Reich' uns auch Deine Händ'— Jetzt und im letzten End'!— Hilf uns, Maria, Maria hilf! 5. Aus diesem Leben wann wir einst scheiden,— Nimm uns, Maria, in Deinen Schutz.— Wann schon der Feind uns auf allen Seiten— Suchet zu stürzen, biet' Du ihm Trutz.— Streck' aus die milde Hand, — Führ' uns in's Vaterland.— Hilf uns Maria, Maria hilf! 6. Salve Regina Dich wir noch grüßen,— Salve Regina,— Jungfrau gar mild!— Dir fallen wir noch Alle zu Füßen,— Sei uns're Hoffnung, sei unser Schild;— So daß wir nimmermehr— Sündigen wie vorher,— Hilf uns Maria, Maria hilf! 7. Lied. 1. O Maria, ewig junge,— Keusche reine Lilien— blüh'!— Dich lobt jede Christenzunge,— Weil Du uns verlassest nie.— Wollest Deine Hilf verbreiten,— Schützen uns vor Hungersnoth,— Vor Krieg, Pest und härtern Zeiten,— Vor dem unverseh'nen Tod. 2. Mutter mein, wann's wird geschehen,— Daß mein Mund kein Wort mehr spricht,— Und der kalte Schweiß wird stehen— Hier auf meinem Angesicht'; — Und die Höllengeister alle— Meine Seele machen matt,— Ich schon nahe bin dem Falle,— Mutter, da komm' nicht zu spat! 3.„Ja, mein Kind, mußt dich beeilen,— Zeige dich dem Priester an;— Er kann deine Sünden heilen, — Da mei dann nicht — D'rum Sünder eir 4.„O verlass' dich solltest sterb Und ich will Seligkeit; ewig in der 1, O Entweibte, hen unsre 2 Erha b'ne 2. Wie voll Erbarm — Sein Ai entzücket— 3. Ach, Plätzchen fä Du lassest von Sündei 4. Deit Dich zu Ih Stim m': was von Il J h m.“ 5. Wie Deinem Bil — Wir wo üben,— V 6. Wer treu erfüllen — Und führ ches Erben zefunden— — In Lei⸗ Brunn der rufen kann, Maria hilf!“ angen,— O nun Du nicht sollten fast änd'— Jetzt Maria hilf! scheiden,— Wann schon t zu stürzen, milde Hand, uns Maria, en,— Salve llen wir noch g, sei unser zündigen wie reine Lilien— Weil Du uns rbreiten,— Krieg, Pest eh'nen Tod. hen,— Daß Und der kalte u Angesicht'; Seele machen — Mutter, en,— Zeige ünden heilen, — 233— — Da mein Sohn genug gethan,— Bist Du rein, dann nicht verzage,— Ich will Deine Zuflucht sein; —,D'rum auch finden alle Tage— Sich bei mir viel Sünder ein!“ 4.„O mein Kind! sollst nicht verderben.— Ich verlass' dich nimmermehr;— Wenn du heut noch solltest sterben,— Deine Bitt' ich g'wiß erhör'.— Und ich will dich baldigst führen— Zu des Himmels Seligkeit;— Jubelnd wirst du triumphiren— Ewig, ewig in der Freud'.“ 8. Lied. 1, O Hochgebenedeite,— Von keiner Sünd' Entweibte,— Maria, sei gegrüßt;— Dir glü— hen unsre Triebe,— Die Du der reinsten Liebe— Erhab'ne Mutter bist. 2. Wie ruht auf Deinen Armen,— O Mutter voll Erbarmen!— Dein Jesus sanft und mild! — Sein Aug' wie Deines blicket— Auf uns. O wie entzücket— Dieß himmelschöne Bild. 3. Ach, daß auf Deinen Händen— Auch wir ein Plätzchen fänden— Beim lieben Jesukind!— Du lassest Platz uns finden,— Wenn wir nur rein von Sünden,— Und fromme Kinder sind. 4. Dein Kindlein winkt den Frommen— Durch Dich zu Ihm zu kommen,— Sie hören Deine Stimm“—„Hört, was euch Jesus lehret,— Thut. was von Ihm ihr höret,— Und folgt in Liebe 5„ h m.“ 5. Wie ist Dein Wort so milde!— Ja, hier vor Deinem Bilde— Sei der Entschluß gefaßt: — Wir wollen Jesum lieben,— Und Seine Lehren üben,— Wie Du geübt sie hast. 6. Wenn Deines Sohnes Willen— Wir immer treu erfüllen,— Dann liebst, uns Mutter, Du! — Und führest wann wir sterben— Als seines Rei— ches Erben— Uns Deinem Sohne zu. 14 — 284— 9. Lied. 1. Wir loben und besingen laut— Das Herz der reinsten Himmelsbraut— Das frei von aller Sünde blieb,— Dem Heiland stets vor Allem lieb. 2. Was ist wohl dieser Wohnung gleich— An Tugend-Schönheit überreich?— Sie ist es, die mein Lied besingt,— Das sich empor zum Oimmel schwingt. 3. Durch dieses Herz, mit Gott vermählt,— Das Er zum Tempel sich erwählt,— Sei Lob und Ehre Dir geweiht,— O Jesus, bis in Ewigkeit. 4. Der Jungfrau Leib war unentweiht,— Und jedes Glied voll Heiligkeit;— Doch alle Wunder über⸗ steigt,— Das Herz, von keinem Lob erreicht. 5. O sei gegrüßt, Du Schatz der Welt,— Der alles Heil in sich enthält!— Das Höchste, was der Himmel schenkt,— War alles in dieß Herz versenkt. 6. O reinstes Herz von Gott beglückt,— Und nie von eig'ner Schuld bedrückt,— Das nur für den Geliebten wacht,— Und Adams Kinder Heil gebracht. 7. Du bist umkränzt von Lilien weiß— Und Rosenschmuck im schönen Kreis,— Und Himmelsfrücht' umgeben Dich,— Von Liebesgluth erfüllt für mich. 10. Lied. Für den Sommer. 1. Mutter, muß Dich nochmal grüßen,— Muß Dich heute nochmal seh'n,— Muß Dein Kindlein nochmal küßen,— Dann will ich nach Hause geh'n. 2. Gerne möcht' ich Dir was geben,— Aber ach was hab' ich denn?— Blümlein nur kann ich dir geben,— Aber Blümlein zart und schön. 3. Veilchen sucht' ich Dir im Thale,— Blümchen blau sam Bache hier,— Fand gar viele, band sie Alle — Als ein Kränzlein Dir zur Zier. 4. Ros wie die Röt drücken,— 5. Mit Stirne, Go Thränen,— 6. Und ich Deine he zenswunden . Mu die Blümlei — Denn di 8. Mu uns um sar Müden,— 9. Laß' Deinem Si men,— De 10. Mi Kindlein be Mutter hilf, 1. Mi Muß Dich eh lein nochmal 2. Gert was hab ich gegeben,— 3. Aber seh'n nun u sen— Mir 4. Was Blümchen f nichts denke Das Herz ei von aller Allem lieb. jleich— An es, die mein nel schwingt. ählt,— Das ob und Ehre it. ziht,— Und zunder über— eicht. zelt,— Der te, was der erz versenkt. t,— Und nie nur für den heil gebracht. eiß— Und mmelsfrücht' t für mich. en,— Muß in Kindlein Hause geh'n. — Aber ach ann ich dir à — Blümchen band sie Alle — 235— 4„. Rosen eilt' ich Dir zu pflücken.— Sieh nur, wie die Röslein glüh'n.— Nimmer werden sie Dich an— Denn kein Dörnlein ist mehr d'rin. Mit den Lilien werd' ich krönen— Deine Stirne, Gottesbraut!— Schau, sie glänzen wie die Thränen,— Als Dein Aug' auf's Kreuz geschaut. 6. Und mit Rosen frisch gewunden— Schmück' ich Deine heil'ge Brust!— Ach, die Brust voll Schmer⸗ Wan— Aber jetzt voll Himmelslust. Mutter, liebe Mutter, schaue— Gnädig doch die Blümlein an;— Feucht sind sie vom Abendthaue, — Denn die Nacht bricht schon heran, 8. Mutter! wollest uns behüten,— Bitt' für uns um sanfte Ruh';— Bitt' Erquickung für die Müden,— Du schließ' unsre Augen zu. 9. Laß' mich ruh'n in Deinen Armen— Neben Deinem Söhnelein;— An dem Herzen voll Erbar— men,— Da muß süß die Ruhe sein. 10. Mutter, zarte Mutter, stehe Deinem armen Kindlein bei,— Rette, rette, wann ich flehe:— Mutter hilf, Maria hilf. 11. Lied. Für den Winter. 1. Mutter! muß Dich nochmals grüßen,— Muß Dich heute nochmals seh'n;— Muß Dein Kind— lein nochmal küssen,— Dann will ich nach Hause geh'n. 2. Gerne möcht' ich Dir was geben,— Doch was hab ich Armer denn?— Blümchen hab ich sonst gegeben,— Blümchen viel und zart und schön. 3. Aber ach! nur Schnee's Massen— Sind zu seh'n nun überall;— Nicht ein Blümchen ist gelas— sen— Mir auf Bergen, nicht im Thal. 4. Was denn soll ich sonst Dir schenken,— Da die Blümchen fehlen mir? Kann ich mir denn gar nichts denken,— Was ich könnte geben Dir? 14* — 236— 5 Doch ich weiß schon, was ich gebe,— Sieh! ich schenke Dir mein Herz!— Nimm's nur an, ich bitt', und hebe— Mehr und mehr es himmelwärts. 6. Und daß Du auch Blümchen habest,— Pflanz' d'rin schöne Blumen an;— An dem Anblick Du Dich labest,— Wie du's hafst auf Erd' gethan. 7. Pflaͤnz' hinein das stille V eilchen.— Was ist das?„Der Demuthsinn.“— Jenes blühet nur ein Weilchen,— Dieser blühe immerhin. 8. Ro sen pflanz' hinein nur viele,— O sie riechen gar so zart;— Sanftmuth lehrt mich Gottes Wille;— Sanftmuth predigt Röslein Art, 9. Noch an mehr die Rose mahnet,— An ver⸗ schämter Wa&ngen Gluth;— Und was mir den Him⸗ mel bahnet,— An des Heiland's kostbar' Blut. 10. Und statt einer Gartenthüre— Pflanz' die Lilie zum voran;— Daß ich d'Unschuld nicht ver— liere,— Die man mir bald rauben kann. 11. Dann mit Roseng'sträuch umzäune— Die— sen Garten überall;— Ob vor Leiden ich auch weine, — Lind're darum nicht die Qual. 12. Wenn Du Wasser brauchst zum Gießen,— Pflanz' herum Vergi bmeinnicht,— Daß mein Leben mög' verfließen— Stets vor Gottes Angesicht. 13. Auch das Schilfrohr, das sich beuget,— Vor dem Wind und Sturme sich— Bis zum Boden tief verneiget,— Pflaͤnz' hinein, ich bitte Dich. 14. Maienglöcklein darf nicht fehlen,— Das der leise Wind schon rührt;— Rührig will auch ich mich stellen,— Trägheit nicht zu Gott hinführt. 15. Diese und noch schön're Blumen— Pflanze in mein Herz hinein;— Wie dort Bienen freudig summen,— Werden hier sich Engel freu'n. ö 16. O wie wollt' ich, daß ich wäre,— So ein Gärtlein immer grün.— Immer schöner Dir zur Ehre,— O Maria! möcht ich blühn. ———— Gott Herz der frau Ma überhäuft lichen He mit Liebe daß wir, Herzens Tugenden drücken n mit Gott Geistes, Amen. O he ich N. N der Erzb zur Bekel nehmen i und in r Herzen, bigen der Ich wünf Ablässen zur Genu Erlösung O heilige Deine Pf be, 3— Sieh! 5nur an, ich himmelwärts. est,— Pflanz' Anblick Du gethan. hen.— Was es blühet nur . ele,— O sie t mich Gottes Art. „— An ver⸗ nir den Him— ir' Blut. Pflanz' die ild nicht ver— n. äune— Die— ch auch weine, n Gießen,— — Daß mein tes Angesicht. ich beuget,— s zum Boden e Dich. cht fehlen,— Rührig will Hott hinführt. n— Pflanze ienen freudig 'n. e,— So ein öner Dir zur 2?ꝰ?/ Gebet der Kirche. Gott, Der Du das heilige und unbefleckte Herz der seligsten und stets unversehrten Jung—⸗ frau Maria mit geistigen Gaben der Gnade überhäuft, und es nach dem Ebenbilde des gött— lichen Herzen Deines Sohnes Jesus Christus mit Liebe und Erbarmung erfüllen wolltest: gib, daß wir, die wir das Andenken dieses süßesten Herzens feiern, durch treue Nachahmung der Tugenden desselben, Jesus Christus in uns aus— drücken mögen. Der mit Dir lebet und regieret mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes, Ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Vereinsgebet. O heiliges und unbeflecktes Herz Maria! ich N. N. vereinige mich mit allen Gliedern der Erzbruderschaft Deines heiligen Herzens zur Bekehrung der Sünder, um immer zuzu⸗ nehmen in der Liebe Gottes nnd des Nächsten und in der Andacht zu Deinem allerreinsten Herzen, um sowohl über mich, als alle Gläu— bigen den mächtigen Schutz Gottes zu erflehen. Ich wünsche auch Theil zu nehmen an allen Ablässen und geistigen Gütern der Bruderschaft zur Genugthuung für meine Sünden und zur Erlösung der armen Seclen im Reinigungsorte. O heilige Jungfrau! siehe gnädig herab auf Deine Pflegekinder, die L Dir dienen, Dich lieben, Deine Vorzüge allezeit vertheidigen, und Dir in der Tugend, beson— ders im Eifer für die Bekehrung der Sünder, nachzuahmen suchen. Sei unsere Fürsprecherin, und erbitte uns die Gnaͤde, alle unsere Hand— lungen nur aus Liebe zu dem allerheiligsten Herzen Jesus für die Bekehrung der Sünder zu verrichten; erweiche die Herzen der Sünder, tröste die Betrübten, hilf Allen, daß wir hier— nieden Gott den Vater erkennen und Den, Den Er gesandt hat, Jesus Christus, und darin das ewige Leben haben, ein christliches Leben führen, Gottes Erbarmungen verherrlichen, und einst ewig mit Dir und allen Heiligen loben und preisen mögen Gott den Vater und den Sohn und den heiligen Geist. Amen. Gebet zum Herzen Maria um einen seligen Tod. O heiliges Herz Maria! Du gebenedeites Erdreich der Gnaͤde, das uns das Brot des Himmels gebracht hat, das Brot der Engel, das alle Süßigkeit in sich enthält; erlange mir durch Deine Fürbitte, daß ich mit dieser Speise des Heiles erquicket werde, wenn meine Kraft mich einst verlassen wird, auf daß ich in seiner Stärke wandle bis dorthin, wo die Seelen nicht mehr hungert und durstet, sondern in Gott voll— kommen und ewig ersättigt werden; durch Jesus Christus, Deinen Sohn und unsern Herrn. Amen. Um 29 auf, die Feste Maxria, und besonders auf die siehen Hauptfeste Derselben vorzubereiten, kann man sich dernachstehenden Litaneien, Gebete und Tagzeiten bedienen. Litanei; Herr, erba Christus, e Herr, erba Christus, l Christus, Gott Vate Gott Sohr Gott heili Heilige Di unser Heilige N Erlösers Heiliges u Du gnader Du vielgel Vaters, Du hochge lichen S Du ausert Geistes, Du bewun Schöpfer Du liebens Du Taber Du bei de fülltes L Du bei de freutes; Du bei de zensschw Du mit Ii Herz, Du bei der Mitleid jüge allezeit zend, beson— der Sünder, ürsprecherin, nsere Hand— llerheiligsten der Sünder der Sünder, aß wir hier— d Den, Den und darin liches Leben rlichen, und iligen loben ter und den nen. seligen Tod. gebenedeites is Brot des der Engel, erlange mir dieser Speise meine Kraft ich in seiner Seelen nicht n Gott voll— durch Jesus herrn. Amen. auf die siehen dernachstehenden nen. Litanei zum heiligsten und unbefleckten Herzen Maria. Herr, erbarme Dich unser! Christus, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Christus, höre uns! Christus, erhöre uns, Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser! Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser! Gott heiliger Geist, erbarme Dich unser! Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich Unser! Heilige Maria, Du Mutter unsers Herrn und. Erlösers Jesus Christus, Heiliges und unbeflecktes Herz Maria, Du gnadenvolles Herz, Du vielgeliebtes Herz der Tochter des himmlischen Vaters, Du hochgebenedeites Herz der Mutter des gött— lichen Sohnes, Du auserwähltes Herz der Braut des heiligen Geistes, Du bewunderungswürdiges Herz der Mutter des Schöpfers, Du liebenswürdiges Herz der Mutter des Erlösers, Du Tabernakel des Mensch gewordenen Gottes, Du bei der Heimsuchung mit neuen Gnaͤden er— fülltes Herz, Du bei der Geburt Christus unaussprechlich er— freutes Herz, Du bei der Aufopferung Christus vom Schmer— zensschwert durchdrungenes Herz, Oher⸗, Jesus auf dem Oelberge höchst betrübtes erz, Du bei der Geißlung Christus von Wehmuth und Mitleid erfülltes Herz, sun anl ↄunig 260— Du bei der Krönung Christus von Schmerzen durchstochenes Herz, ö ‚ Du bei der Kreuztragung Christus äußerst be⸗ klemmtes Herz, ö Du mit Christus an's Kreuz geheftetes Herz, Herz Maria, Das, durch die Auferstehung Christus von Neuem bist belebt worden, Oerz Maria, Das, durch die Himmelfahrt Christus bist erweitert worden, Herz Maria, Das am Pfingstfeste von Neuem bist geheiligt worden, Du Herz, Das der ewige Vater vor allen Herzen zur Liebe Seines eingebornen Sohnes erkor, Du feurige, vom heiligen Geist entzündete Lampe, die ewig vor dem Throne der Gottheit glühet, Du verschlossener Garten des dreieinigen Gottes, Du getreuestes Herz, Das Du allen 9ötllichen Gnaͤden und Einsprechungen auf das vollkom— menste entsprochen, Du andächtigstes Herz, Das Du alle Worte Jesus höchst getreu bewahret, Du von göttlicher Liebe stets verwundetes Herz, Du sehnsüchtiges Herz, Das im Tode von der Gewalt Deiner Liebesgluten aufgelöst wurdest, Du liebeflammendes Herz, Das, gleich einem feurigen Pfeil zu Deinem geliebtesten Sohne in den Himmel geflogen, Du Bewunderung aller Chöre der Engel, Du süßeste Freude des ganzen Himmels, Herz Maria, Du Abgrund der Demuth, Herz Maria, Du Spiegel der Sanftmuth, Herz Maria, Du Vorbild mütterlicher Zärtlichkeit, Herz Maria, Du Sitz der Süßigkeit, Herz Maria, Du Thron der Barmherzigkeit, Herz Maria, Du Inbegriff aller Heiligkeit, Oerz Maria, Du Trost der Kleinmüthigen, Herz Maria, Du Stärke der Gerechten, ö isun an oing Herz Mar Herz Mar Herz Mari Herz Mari Königin ol O Du Lan Sün de O Du Lan Sünde O Du Lan Sünde Wür Lob Dein Gib zens Jesu O Jo Der Du! Liebe das weiht, un ein Vorbs hast, verl daß das; erglühe, lichkeit ir damit wir mit reine und regier des heilige keit. Am merzen erst be⸗ Herz, Shristus Shristus Neuem Herzen erkor, Lampe, glühet, Gottes, ttlichen ollkom— e Jesus Herz, on der vurdest, einem Sohne , lichkeit, eit, t, u, isun an oing — A— Herz Maria, Du Freistätte der Versuchten, Herz Maria, Du Arznei der Kranken, Oerz Maria, Du Gnadenpforte der Sünder, Herz Maria, Du Hoffnung der Sterbenden, Königin ohne Makel der Sünde empfangen, O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegnimmst die Sün den der Welt; verschone uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt; erhöre uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt! erbarme Dich unser, o Herr! un an ni Gebet. Würdige mich, o heilige Jungfrau! das Lob Deines Herzens zu verkündigen. Gib mir Stärke wider die Feinde des Her— zens Jesus. O Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes, Der Du durch die Strahlen Deiner göttlichen Liebe das Herz Maria zu Deinem Tempel ge⸗ weiht, und in Ihrem heiligen Waͤndel uns ein Vorbild vollkommener Reinigkeit gegeben hast, verleihe uns durch Ihre milde Fürbitte, daß das Feuer Deiner Liebe in unsern Herzen erglühe, und alle Gluthen sündlicher Begier— lichkeit in denselben starkmüthig überwinde, damit wir Dir mit keuschem Leibe dienen, und mit reinem Herzen gefallen; Der Du lebest und regierest uit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes Gott von Ewigkeit zu Ewig— keit. Amen. — 242— O Maria, Du süße Zuflucht der Sünder, o meine liebste Mutter, stehe mir, um des Schmerzens Willen, den Du bei dem Tode Deines Sohnes am Kreuze ausgestanden hast, mit Deiner Barmherzigkeit bei, wenn meine Seele diese Welt verlassen muß. Vertreibe alsdann alle meine Feinde, komme und nimm meine Seele, und übergib sie dem ewigen Richter. O meine Königin! verlasse mich nicht; Du mußt mich in jenem Augenblicke stärken; bitte Deinen göttlichen Sohn, Er wolle mir die Gnade gewähren, daß ich meine Seele in Seine heiligen Wunden übergebe und ausrufe: Jesus und Maria! Euch empfehle ich mein Herz und meine Seele! Gegrüßet seist Du, Herz Maria, voll der Schmerzen; der Gekreuzigte ist in Dir; Du bist betrübt über alle Herzen wegen des bis in den Tod betrübten Herzens Deines Sohnes Jesus. Gnadenvolles und schmerzvollstes Herz Maria! sei nebst dem Herzen Jesus unsere Zuflucht jetzt in den Bedrängnissen unseres Lebens und in der Stunde unsers Absterbens. Amen. oder der zum Gedachtn mit Ih Er besteht au er Sünder, , um des dem Tode anden hast, jhenn meine Vertreibe und nimm em ewigen mich nicht; ke stärken; wolle mir e Seele in d ausrufe: mein Herz a, voll der ir; Du bist bis in den nes Jesus. rz Maria! e Zuflucht ebens und Amen. — 243 Der Dreißiger, oder der kleine Rosenkranz zu Ehren des unbe⸗ fleckten Herzens Maria, zum Gedachtniß der 33 Jahre, welche die jungfräuliche Mutter mit Ihrem göttlichsn Sohne auf Erden gelebt hat. Er besteht aus 33 Aan anben 5 Vater unser und dem auben. Eingang. Ich glaube an Gott den Vater. ꝛc. Dein Herz, o Maria, eröffne Sich! Deine Macht beschütze mich, Deine Demuth zerknirsche mich, Deine Armuth bereichere mich, Deine Geduld übertrage mich, Dein Gehorsam beuge mich, Deine Unschuld verkläre mich, Deine Liebe entflamme mich, Deine Barmherzigkeit umgebe mich, Deine Lieblichkeit entzücke mich, Deine Schönheit begeistere mich, Deine Neigungen beherrschen mich, Deine Thränen erweichen mich, Deine Leiden durchdringen mich, Deine Schmerzen verwunden mich, Deine Freuden beseligen mich, O Jungfrau Maria, erhöre mich! In Dein süßestes Herz verschließe mich, Vor dem bösen Feind beschütze mich, In der Stunde des Todes besuche mich, Auf daß ich Deinen Sohn und Dich Schauen und genießen möge ewiglich Amen. —— Allersüßeste Jungfrau Maria! bereite mein Herz nach dem Herzen Deines Sohnes Jesus. Ein Vater unser ꝛc.— Drei„Gegrüßet seist Du, Maria“ nach welchem jeden einzelnen gesagt wird: Unbeflecktes Herz Maria! entzünde mein Herz mit der Liebe Jesus, von welcher Du brennest. Dann:„Die Ehre sei dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Der eigentliche Rosenkranz. Erste Strophe: Allersüßeste Jungfrau ꝛc. Ein Vater unser, 10 Gegrüßet seist Du, Maria mit eben so vielmal beigefügter Anrufung:„Unbeflecktes Herz Maria.“ Dann„Die Ehre sei Gott ꝛc.“ Eben so die zweite und dritte Strophe. Hierauf:„Allersüßeste ꝛc.“ und 1 Vater unser. Gebet. Gott, heiliger Geist! Der Du alle Deine Gaben und Gnaden in dem Herzen Maria wun— derbar vereinet, und dasselbe zu einer würdi— gen Wohnung Deiner Gottheit gemacht hast, verleihe gnädig, daß wir in Diesem heiligsten und süßesten Herzen Deiner Braut die sicherste Zuflucht jetzt und in der Stunde unseres Hin⸗ scheidens finden, durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen. Es lebe und herrsche in allen Herzen die Liebe zu den heiligsten Herzen Jesus und Maria! zum hei O* eines gut Deinem geliebten Jesus Ch Gelii denreiche Herr Mund wi zens Mar O C eile mir Die Ehr, heiligen Geist nes Jesus. Du, Maria“ ünde mein helcher Du hne, und dem d allezeit, und Vater unser, al beigefügter Die Ehre sei ule Deine aria wun— ler würdi— acht hast, heiligsten ie sicherste eres Hin⸗ is, unsern ein heiligsten ereite mein- Tagzeiten zum heiligen und unbefleckten Herzen Maria. Zur Mette. O Maria! Mutter Jesus! Du Mutter eines guten Herzens! erhalte mir ein Herz nach Deinem Herzen und nach dem Herzen Deines geliebten Sohnes, unsern Herrn und Erlösers Jesus Christus. Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Geliebt und gelobt sei Gott durch das gna— denreiche Herz Maria der Jungfrau. Herr! öffne meine Lippen,— und mein Mund wird zu Deiner Ehre das Lob des Her— zens Maria verkündigen. O Gott! merk' auf meine Hilfe.— Herr! eile mir zu helfen. Die Ehre sei Gott dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste ꝛc. — 26— Hymuns zum heiligen und unbefleckten Herzen Maria. 1. O Herz Maria, makellos Empfangen und geboren, Sei uns gegrüßt, denn Deinen Schooß Hat ewig Gott erkoren. Du strahlest über Alle hin, In Deinem Tugendleben; Du hast vom ersten Anbeginn Dich Gott geweiht mit Herz und Sinn, Und Dich Ihm ganz ergeben. 2. Zu Ihm flogst Du im Geist empor, In Andacht zu erzarten, Und triebst den reinsten Lilienflor In Deines Herzens Garten. O flehe, süßes Mutterherz! Daß ich auf Deinem Pfade, Gleich Dir, erglühe himmelswärts Und rein erhalte Sinn und Herz Durch Gottes milde Gnade. Antiphone und Gebet. O gnadenreiches Herz Maria! Welches, voll des heiligen Geistes, mit unzählbaren Ga— ben erfüllet worden ist, nimm mich, den ge⸗ ringsten Deiner Diener(die geringste Deiner Dienerinnen) in Gnade auf, und laß' mir einen Theil Deiner geistigen Reichthümer zu— kommen. Bitt für uns, v gnadenreiches Herz Maria! Damit wir der Verheißungen Christus theilhaftig werden. Allm so häufig ausgegosse wurde, ut bei Seine hete, verl uns eine f Ruhe gele Jesus Chr Welchere1 keit des Amen! Gelol gnadenreie Herr wird zu? Maria ver O G eile, mir z Maria. chooß d Sinn, Welches, haren Ga⸗ „den ge⸗ e Deiner laß' mir ümer zu⸗ werden. — 247— Allmächtiger Gott! Der Du Deine Gnaden so häufig über das gebenedeite Herz Maria ausgegossen, damit es ein würdiges Gefäß wurde, unter Welchem Dein eingeborner Sohn bei Seiner Menschwerdung neun Monate ru— hete, verleihe durch diesen Abgrund der Gnaden uns eine solche Kraft, wodurch wir zur ewigen Ruhe gelangen können. Durch eben Denselben Jesus Christus, unsern Herrn, Deinen Sohn, Welcher mit Dir lebet und regieret in Einig⸗ keit des heiligen Geistes in alle Ewigkeit. Amen! Zu den Laudes. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc⸗ Gelobt und geliebt sei Gott durch das gnadenreiche Herz Maria der Jungfrau. Herr! öffne meine Lippen, und mein Mund wird zu Deiner Ehre das Lob des Herzens Maria verkündigen. O Gott! sieh' auf meine Hilfe.— Herr! eile, mir zu helfen. Ehre sei Gott dem Vater ꝛc. Lobgesang. 1. Sei, Friedenstaube, uns gegrüßt, Die für das Heil Du wachtest; Denn mild war unser Leid versüßt, Als Du den Oelzweig brachtest! — 248— Du flogst wie keine je zuvor, Aus allen Jungfraun-Reihen Hoch über das Gesetz empor, Ja über aller Engel Chor, Als Jungfrau Dich zu weihen. 2. Dein Herz, von Gottes Glut entfacht, In holder Tugendblüthe, War eine Lampe in der Nacht, Worin die Liebe glühte. O keusche Jungfrau, steh' mir bei Durch deine milden Bitten, Daß keusch und rein mein Wandel sei, Ja, ganz von jeder Sünde frei, Und heilig meine Sitten. Antiphone und Gebet. Ganz schön bist Du, meine Freundin! und kein Makel ist an Dir. Du bist ein verschlosse— ner Garten, ein versiegelter Brunnen. Du bist die Mutter der schönen Liebe, der Furcht, der Erkenntniß und der heiligen Hoffnung. Wer Dich gefunden, der hat das Leben gefunden, und wird Heil vom Herrn schöpfen. Erbarme Dich unser, o barmherzigste Mutter!— Damit wir der Verheißungen Christus theilhaftig werden. O Jesus! Du Sohn des lebendigen Gottes, Der Du durch die Strahlen Deiner göttlichen Liebe das Herz Maria zu Deinem Tempel geweiht, und in ihrem heiligen Wandel uns ein Vorbild der vollkommensten Heiligkeit ge— geben hast; verleihe uns durch Ihre mild Für— bitte, daß das Feuer Deiner Liebe so mächtig in unseren sündlicher winde, da dienen, ur unsern He icht, sei, ndin! und verschlosse⸗ Du bist urcht, der ing. Wer gefunden, pamit wir der n. en Gottes, goͤttlichen Tempel endel uns ligkeit ge— mild Für⸗ o mächtig — 29— in unseren Herzen erglühe, daß es alle Gluten sündlicher Begierlichkeit in demselben über— winde, damit wir Ihm mit keuschem Herzen dienen, und mit reinem Herzen gefallen. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Zur Prim. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc., wie oben. Lobgesang. 1. O Morgenroth! Dein Licht verbannt Die Macht dem Tod verbündet, Als Gabriel von Gott gesandt, Die Botschaft Dir verkündet. Dein Herz hat sich das Wort erwählt Zur süßen Ruhestätte; Dort wird die Menschheit ihm vermählt, Die Er für Sich hat auserwählt, Im eeinsten Lilienbette. 2. Dort schauen Seine Engel Ihn, Der unter Lilien weidet, Und ehren Dich als Königin, Die Ihn jungfräulich kleidet. O mildes Herz, das Gnade fand,‚ Erfleh' bei Deinem Sohne, Daß Er, Dein hochgelobtes Pfand, Dem ich so lange widerstand, In meinem Herzen wohne. — 250— Antiphone und Gebet. O demüthigste Magd des Herrn, Maria! von Deinem Herzen kannst Du mit höchster Wahrheit sagen:„Mein Herz ist nicht auf— geblasen.“(Ps. 130.) Deßhalb bist Du aber auch über alle Chöre der Engel erhöhet wor— den; ziehe auch mein Herz zu Dir, damit es nicht in der Sünde unterliege. Dein Herz erbarme sich unser, o demüthigste Jungfrau!— Damit wir theilhaftig werden der Verheißungen Christus. Allmächtiger Gott! Der Du die Demuth Deiner Magd angesehen, wegen welcher Sie auch gegenwärtig von allen Geschlechtern selig gepriesen wird, verleihe uns wahre Erkenntniß unserer Nichtigkeit; laß' uns in dieser Erkennt— niß Dir wohlgefällig werden, damit wir einst in der Glorie der Seligkeit ewig Deiner zu genießen würdig seien. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Zur Terz. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc., wie oben. Lobgesang. 1. O Mutterherz voll süßer Ruh', Wie hold sind Deine Schritte! Die Taube und das Lamm trägst Du In Seines Tempels Mitte. 2. Dieß Die O uns hat Dich z auserwählt in Unschuld 100.) Ach dem, was! verhindern Bitt' für uns, der X Allmäc Herzen! De einer mehr hast, gib,! reinigt, ein ansichtig we Christus. A „‚„ Maria! it höchster nicht auf— t Du aber öhet wor— damit es rau!— Damit hristus. e Demuth elcher Sie htern selig rkenntniß Erkennt⸗ wir einst Deiner zu ern Herrn — Ach, bei des Opfers Morgenroth Hörst Du das Wort erklingen; Bei Seines Abendopfers Tod, O Mutter, welche Angst und Noth, Ein Schwert wird Dich durchdringen. 2. Dieß Schwert schlug Wunden Deiner Brust, Die blutend Du empfandest, Eh' Du nach schmerzlichem Verlust Dein Kind im Tempel fandest. O mildes Herz, für Deinen Sohn Laß' leben mich und sterben, Um Seine Huld im Leben schon, Und nach dem Tode Ihn als Lohn. Im Himmel zu erwerben. Antiphone und Gebet. O unschuldiges Herz Maria! der Herr hat Dich zu Seiner angenehmsten Wohnung auserwählt, weil Du sagen konntest:„Ich bin in Unschuld meines Herzens gewandelt.“(Ps. 100.) Ach, reinige unsere Herzen von allem dem, was uns einst an der Anschauung Gottes verhindern könnte. Bitt' für uns, o allerreinstes Herz der Jungfrau!— Damit wir der Verheißungen Christus theilhaft werden. Allmächtiger Gott, Freund der reinen Herzen! Der Du das keuscheste Herz Maria in einer mehr als engelreinen Unschuld erhalten hast, gib, daß wir, von unseren Sünden ge— reinigt, einst auch Deiner göttlichen Wesenheit ansichtig werden. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. — 25— Zur Sert. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc., wie oben Lobgesang. 1. O Mutterherz, wie treu und zaͤrt Hast Du der Worte Fülle, Die Du von Jesus aufbewahrt, Bedacht in heil'ger Stille! Als treue Magd zu Hesebon Bist Du vor Ihm erschienen; Und Dir gehorsam war der Sohn, Der herrschet auf des Vaters Thron, Dem alle Engel dienen. 2. O wie zerfloß Dein Herz vor Glut, Das seinen Schöpfer schaute, Wie Er in Deiner Hütte ruht, Der alle Himmel baute! Dein mildes Herz sei mir gegrüßt, Du Mutter voll der Gnaͤden! O löse, wenn mein Lauf sich schließt Und meine Zeit vollendet ist, Des Lebens letzten Faden. Antiphone und Gebet. O gütigste Jungfrau! Es höre auf Deine Barmherzigkeit zu loben, der mit Wahrheit sagen kann, daß Sich Dein Herz seiner nicht erbarmet habe, nachdem Es von ihm mit vollem Vertrauen angerufen worden. Erbarme Dich unser, o barmherzigste Mutter!— Damit wir der Verheißungen Christus theilhaft werden. O Gie unerschöpfl keit von de menschliche Herz Deine schaffen wo bitte, daß Hilfe erlan Himmel em Herrn Jesu Geg Das In Fre Herz Jesus u hron, auf Deine Wahrheit iner nicht nit vollem Damit wir der — 233— O Gott! Dessen Erbarmung und Güte unerschöpflich sind! Der Du aus Barmherzig— keit von der jungfräulichen Mutter Maria die menschliche Natur angenommen! Der Du das Herz Deiner Mutter zu dem gütigsten hast er⸗ schaffen wollen! verleihe uns durch Deren Für⸗ bitte, daß wir in allen unsern Nöthen tröstliche Hilfe erlangen und endlich Deiner Güte in dem Himmel ewig genießen mögen. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Zur Non. Gegrüßet seist Du. Maria! ꝛc., wie oben. Lobgesang. 1. O süßes Herz, Du Liebesquell, Der Du voll Gnaden fließest, Wer ruft Dich an, dem Du nicht schnell, Den bittern Schmerz versüßest? Es zeugen Cana's Gäste laut, Wie mild Du Dich erzeigest, Und daß, wenn Dir das Herz vertraut, Und seine Hoffnung auf Dich baut, Du Gott zu Wundern neigest. 2. Wer auf Dich hofft, wird selig sein, Und Gnade durch Dich finden; Du reichest ihm des Trostes Wein, Wenn seine Kräfte schwinden. D'rum will in Trübsal, Angst und Noth Ich Dir mein Herz vertrauen; Denn wer Dich liebt, der wird im Tod Das Heil erlangen und dann Gott In Freud' und Wonne schauen. Herz Jesus u. Maria. 1⁵ — 284— Antiphone und Gebet. „O Gott! Du hast Ihr Herz getreu befun— den, und mit Ihr einen Bund liebevoller Ver— einigung gemacht.“(2. Esdra, 9.) Bitt' für uns, o treues Herz Maria!— Damit wir der Verhei⸗ ßungen Christus theilhaft werden. O Gott! Der Du Diejenigen, welche treu in Deinem Dienste verharren, ganz besonders liebest; gedenke an das Wohlgefallen, das Du über das unter allen Geschöpfen Seligste, über Deine Mutter gehabt, Deren Herz Dir allzeit treu verblieben ist, und verleihe uns durch De— ren Fürbitte, daß wir alle Deine Gebote un— wandelbar halten, und daͤdurch das ewige Le— ben erlangen. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Zur Vesper. Lobgesang. 1. O tief betrübtes Mutterherz, Wer kann Dein Leiden fassen, Als Jesus Du in bitterm Schmerz Am Kreuze sah'st erblassen; Das tiefste Leid hat Dich verzehrt; Es starb mit Ihm Dein Leben; O Mutter, es ist unerhört, Dein süßes Herz durchwühlt das Schwert; Ach, nichts kann Trost Dir geben. 2. Geliebte Mutter, laß' mit Dir In Schmerzen mich vereinen. Er starb aus Liebe ja zu mir, Drum will mit Dir ich weinen. O schn Meer war Dein geliebt das Wohl uns durch 2 Leidens zuge kerin unserer Erbarme Dich u Ver Allmäch dende Herz bornen So genden Sch Innerste ve gleichwie D des Leidens überhäuft h dieses mühe keit verleih Christus. eu befun⸗ »Uer Ver- eder Verhei⸗ elche treu besonders „das Du gste, über Dir allzeit zurch De— ebote un— ewige Le— rn Jesus Schwert; — 258— Ich bin an Seinem Tode schuld. Ach, das beim Kreuz ich sterbe, Und durch den Tod von Seiner Huld, Ich frei und rein von jeder Schuld, Barmherzigkeit erwerbe! Antiphone und Gebet. O schmerzvolle Mutter! grundlos wie das Meer war die Trauer Deines Herzens, als Dein geliebter Sohn den bittern Kreuzestod für das Wohl der Menschen gelitten. Es werde uns durch Deinen Beistand der Nutzen dieses Leidens zugewendet, nachdem Du eine Mitwir— kerin unseres Heiles gewesen bist. Erbarme Dich unser, o schmerzvolle Jungfrau!— Damit wir der Verheißungen Christus theilhaft werden. Allmächtiger Gott! siehe an das mitlei— dende Herz der seligsten Mutter Deines einge— bornen Sohnes, welches von dem durchdrin— genden Schwerte des Schmerzens bis auf das Innerste verwundet wurde. Wolle auch uns, gleichwie Du dieses Herz nach dem Uebermaße des Leidens mit Trost und Freude erfüllt und überhäuft hast, nach überstandener Trübsal dieses mühevollen Lebens die ewige Glückselig— keit verleihen. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. 15* — 256— Zur Complet. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc., wie oben. Lobgesang. 1. O hochgeliebtes Mutterherz, Das Du bei Gott nun thronest, Mein Blick erschwingt sich himmelwärts, Wo Du bei Jesus wohnest! O große Himmelskönigin! Der alle Engel dienen, Entflamme meinen lauen Sinn, Und lenke ihn nach oben hin, Zu ehren Dich mit ihnen. 2. Laut wird, o Schutz der Christenheit, Dein Mutterherz gepriesen; Durch Dich hat Gott zu jeder Zeit Barmherzigkeit erwiesen. Drum lege, Mutter, ich mein Heil In Deine milden Hände; Es werde so der beste Theil Durch Dich, o Mutter! mir zu Theil: Ein gnaͤdenreiches Ende! Antiphone und Gebet. Freue Dich, o glorwürdige Himmelsköni⸗ gin Maria! daß Dein tugendvolles Herz von solcher hohen Würde ist, daß Es in der Glorie die Engel und die Heiligen des himmlischen Heeres in der Glückseligkeit überstiegen hat, und ——————————————— unter a nächsten keit einn Erbarme D wir All. Jungfra in dem Dir ein verleihe gefallen Herzen dieser G mögen. Deinen lebet un stes, in oben. elwärts, dimmelsköni⸗ es Herz von n der Glorie himmlischen gen hat, und — 257— unter allen reinen, heiligen Geschöpfen den nächsten Platz bei der allerheiligsten Dreieinig— keit einnimmt. Erbarme Dich unser, o gnadenreiches Herz Marig!— Damit wir der Verheißungen Christus theilhaft werden. Allmächtiger Gott! Der Du die seligste Jungfrau Maria über alle Chöre der Engel in dem Himmel erhöhet hast, damit wir bei Dir ein desto mächtigere Fürsprecherin hätten, verleihe uns durch das immerwährende Wohl— gefallen und die Freude, welche Du an Ihrem Herzen und Selbes an Dir hat, daß auch wir dieser Glorie in der Ewigkeit theilhaft werden mögen. Durch eben Denselben Jesus Christus Deinen Sohn, unsern Herrn, Welcher mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Gei— stes, in alle Ewigkeit. Amen! — 258— Gebete auf alle Tage der Woche. Auf jedesmalige Verrichtung eines dieser Gebete mit drei Ge⸗ grüßet seiest Du, Maria, an dem ihm zukommenden Tage, sind 300 Tage Ablaß verliehen. Einmal im Monat aber nach vor⸗ hergegangener Beicht und Communion, vollkommener Ablaß. Auch für die armen Seelen anwendhbar. Pius VII. 1808. Hlsk. Gebet für den Sonntag. Siehe, o göttliche Mutter! einen armen Sünder hier zu Deinen Füßen, welcher mit vol— lem Vertrauen seine Zuflucht zu Dir nimmt. Ich bin zwar nicht würdig, daß Du mich eines Blickes würdigst; ich weiß aber, daß Du in Ansehung des Todes, welchen Dein lieber Sohn für das Heil der Sünder ausgestanden hat, ein großes Verlangen tragest, ihnen zu helfen. O Mutter der Barmherzigkeit! schaue auf mein Elend und habe Mitleid mit mir. Ich höre, wie Du von Jedermann die Zuflucht der Sünder, die Hoffnung Derer, welche nahe an der Verzweiflung sind, die Hilfe der Ver— lassenen genannt wirst; so bist Du denn auch meine Zuflucht, meine Hoffnung, meine Hilfe! Durch Deine Fürbitte kannst Du mich selig machen. Komm' mir zu Hilfe, aus Liebe zu Jesus, Deinem Sohne; reiche Deine mächtige Hand einem armen, gefallenen Sünder, der sich Dir empfiehlt. Ich habe durch meine Sünden die göttliche Gnade und zugleich meine Seele ———— verloren. Hände, damit ick nommen Denjenig trauen ar Ge (Alle,» beten, erhalt vollkommener Maria Gebt Herzens Ma eiren, eine Altar besuch Ablässe gelt Seelen im 8 1817. Hlst. O f und unse Gegenste würdige rung der am mei vollkomr Güte ut Elend! Herzen sich gän lichen Deinen heiligen oche. zete mit drei Ge⸗ enden Tage, sind t aber nach vor⸗ ener Ablaß. Auch 08. Hlsk. einen armen scher mit vol— Dir nimmt. 6 Du mich ber, daß Du Dein lieber lusgestanden t, ihnen zu zkeit! schaue id mit mir. die Zuflucht welche nahe [fe der Ver⸗ u denn auch meine Hilfe! imich selig us Liebe zu ine mächtige ßünder, der eine Sünden meine Seele 259— verloren. Nun übergebe ich mich ganz in Deine Hände, ich will Alles thun, was Du befiehlst, damit ich von Gott wieder in Gnaden ange⸗ nommen werde. Zeige wie geneigt Du bist, Denjenigen Gutes zu erweisen, welche ihr Ver⸗ trauen auf Dich setzen. Amen. Drei Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. Gebet zum heiligsten Herzen Maria. (Alle, welche dieses Gebet sammt dem Lobspruche täglich beten, erhalten für jeden Tag einen Ablaß von 60 Tagen, einen vollkommenen Ablaß aber an folgenden drei Frauentagen: An Maria Geburt, Maria Himmelfahrt und am Feste des heiligen Herzens Maria, wenn sie an diesen Tagen beichten und communi⸗ eiren, eine Kirche oder einen der seligsten Jungfrau gewidmeten Altar besuchen und dort auf die Meinung des Papstes beten. Diese Ablässe gelten für ewige Zeiten, und können auch den armen 181951 Histy zugewendet werden. Pius VII. 26. September 817. O süßes Herz Maria, der Mutter Gottes und unserer Mutter! Liebenswürdigstes Herz, Gegenstand des Wohlgefallens der anbetungs⸗ würdigen Dreieinigkeit, würdig aller Vereh⸗ rung der Engel und Menschen; o Herz! Welches am meisten dem Herzen Jesus gleicht, Dessen vollkommenstes Ebenbild Du bist; Herz voll der Guͤte und des innigsten Mitleids mit unserm Elend! O würdige Dich, die Kälte unserer Herzen zu erwärmen, und bewirke, das sie sich gänzlich hinneigen zum Herzen des gött— lichen Erlösers. Flöße denselben die Liebe zu Deinen Tugenden ein, entflamme sie mit jenem heiligen Feuer, wovon Du beständig glühest⸗ 2d Verschließe, liebevolle Jungfrau! die heilige Kirche in Dein Herz, beschütze sie und bleibe stets ihre sichere Zuflucht und unüberwindliche Veste gegen jeden Anfall ihrer Feinde. Sei Du unsere Hilfe in der Noth, unsere Stütze bei Versuchungen, unser Beistand in allen Gefahren, und besonders in dem letzten Kampfe unseres Lebens, zur Zeit des Hinscheidens, wo die ganze Hölle gegen uns sich bewaffnen wird, in diesem fürchterlichen Augenblicke unsere Seele zu rauben. O laß' uns dann erfahren, Du gütige Jungfrau! die süße Milde Deines müt⸗ terlichen Herzens, und die Größe Deiner Macht bei dem Herzen Jesus, indem Du uns in dieser Quelle der Barmherzigkeit eine sichere Zuflucht eröffnest, auf daß wir einst dahin gelangen mögen, Ihn mit Dir im Himmel von Ewigkeit zu Ewigkeit zu preisen. Amen. Erkannt, geliebt, gelobt und gebenedeit, geehrt und verherrlichet sei allezeit und überall das göttliche Herz Jesus und das unbefleckte Herz Maria. Amen. Tägliche Anempfehlung. O Herr Jesus Christus! ich danke Dir durch das süße Herz Deiner jungfräulichen und unbefleckten Mutter, für alle mir erwiesenen Gnaden und Wohlthaten, und opfere Dir alle meine Gebete und Werke dieses Tages auf, in der Meinung alle Ablässe zu gewinnen, die da⸗ ran geknü lichen Ve heiligen möglich Welt ger allein De zu preiser Maria!“ alle Tag Gedanken und Abt: sie mit D zen; mit Sünde b heilen, Herzen, In dieser Herz De mit Zuve meiner ei der Sün diesen Te Deinem 1 trennt we Gegr Gnaden! benedeit 1 ist das K unter Di stes Herz die heilige e und bleibe berwindliche de. Sei Du Stütze bei n Gefahren, pfe unseres 1s, wo die en wird, in nsere Seele fahren, Du Deines müt— einer Macht uns in dieser ere Zuflucht in gelangen on Ewigkeit gebenedeit, und überall unbefleckte danke Dir ulichen und erwiesenen re Dir alle ges auf, in sen, die da⸗ — 261— ran geknüpft sind, daß ich kraft Deiner unend— lichen Verdienste und der Verdienste Deiner heiligen Mutter und aller Heiligen, so viel möglich Deiner Gerechtigkeit schon in dieser Welt genug thue, und so in der andern nur allein Deine Barmherzigkeit ewig zu loben und zu preisen habe. O göttliche Mutter und liebevolles Herz Maria! Dir empfehle und opfere ich heute und alle Tage meines Lebens mein Herz, meine Gedanken, Gebete und alle Werke der Liebe und Abtödtung dieses Tages, und vereinige sie mit Deinem heiligen und unbefleckten Her— zen; mit der Bitte, daß Du es von jeder Sünde bewahren, von seinen Schwachheiten heilen, mit Tugenden zieren und zu einem Herzen, ähnlich dem Deinigen, machen wollest. In dieser Vereinigung bete ich das göttliche Herz Deines Sohnes an, und bitte dasselbe mit Zuversicht der Erhörung, um die Gnade meiner eigenen Bekehrung und der Bekehrung der Sünder. Heilige Mutter! bewahre mich diesen Tag vor der Sünde und lasse mich von Deinem und Deines Sohnes Herzen nicht ge⸗ trennt werden. Gegrüßt seist Du, Herz Maria, voll der Gnaden! der Herr ist mit Dir; Du bist ge— benedeit unter den Herzen, und übergebenedeit ist das Herz Deines göttlichen Sohnes, Das unter Dir neun Monate geruhet hat. Heilig⸗ stes Herz Maria! sei bei dem Herzen Jesus — 262— unsere Zuflucht jetzt und in der Stunde unseres Absterbens. Amen. Allerheiligste Jungfrau, Mutter des Mensch gewordenen Wortes. Inhaberin der Gnaden und Zuflucht für uns Sünder! wir flehen mit leb— haftem Vertrauen zu Deiner mütterlichen Liebe, und bitten Dich um die Gnade, jederzeit den Willen Gottes und den Deinigen zu vollziehen. Wir legen unser Herz in Deine heiligsten Hände, und bitten Dich um das Heil der Seele und des Leibes; indem wir zuversichtlich hoffen, daß Du, liebevollste Mutter, uns erhören wirst, und sprechen daher mit lebendigem Glauben: Drei Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. Maria makellose Empfängniß. Dich, o Maria, loben, Dich, Lilienreine, verehren wir als die Mutter Gottes! Dich ver— ehren wir als die liebste Tochter des ewigen Vaters; Dich, der Schuldigen Schirmfrau, preiset der Sünder zahllose Menge; Dich be— singen alle christlichen Vereine; Dich alle heili— gen Versammlungen, sie benedeien Deine ge— heimnißvolle Empfängniß und rufen: Unbefleckt, unbefleckt, unbefleckt bist Ddu Jungfrau, Gottes— gebärerin. Die Bekümmerten flüchten zu Deinem warmen Mutterherzen, Du rosiges Morgenlicht der Gnade! Du Königin, zur Rechten Gottes thronend, angethan mit dem Sonnenkleide der himmlischen Glorie. Zu Dir, o Maria, fliehen —— auch wir sprecherit Deine u bitten T mit der u Dir dien und Fürf und Kri schaaren. der Enge und sine englische Du, o Jungfra der Ma nes Leib dige Che Schöpfet tyrer als und nen einen T Dich erh als Vor Dich ehr die heili lichen 9 würdige die heili Herrin dieses. Du das * tunde unseres er des Mensch Gnaden und »hen mit leb— erlichen Liebe, jederzeit den zu vollziehen. ne heiligsten deil der Seele chtlich hoffen, ins erhören lebendigem e. niß. „Lilienreine, s! Dich ver— des ewigen Schirmfrau, je; Dich be⸗ ich alle heili— en Deine ge— n: Unbefleckt, rau, Gottes— n zu Deinem Morgenlicht chten Gottes nenkleide der karia, fliehen DDDHDHH‚‚‚‚ee‚ee‚HAI — 266s— auch wir: sei unsere Mittlerin, unsere Für⸗ sprecherin bei Gott! Schirme uns, die wir Deine unbefleckte Empfängniß verehren, wir bitten Dich! Bereichere einst unsere Seelen mit der unaussprechlichen Süßigkeit der Engeln; Dir dienen alle Engel, Erzengel, alle Thronen und Fürstenthümer, Dir gehorchen alle Mächte und Kräfte, die Himmel sammt allen Heer⸗ schaaren. Vor Dir stehen frohlockend alle Chöre der Engel, Cherubim und Seraphim. Dir rufen und singen mit unaufhörlicher Stimme alle englischen Geister: Heilig, heilig, heilig bist Du, o Maria, Gottesgebärerin, Mutter und Jungfrau! Voll sind Himmel und Erde von der Majestät und Herrlichkeit der Frucht Dei— nes Leibes; Dich lobet einhellig der glorwür— dige Chor der Apostel, als die Mutter Ihres Schöpfers. Dich preiset die Schaar der Mar— tyrer als die Mutter Christus. Dich bekennet und nennet das glorreiche Heer der Bekenner einen Tempel der allerheiligsten Dreieinigkeit. Dich erhebet der liebliche Reigen der Jungfrauen als Vorbild der Jungfrauschaft und Demuth. Dich ehret und rufet an, durch die ganze Welt, die heilige Kirche, als die Mutter der gött— lichen Majestät; als die wahre, aller Ehren würdige Gebärerin des himmlischen Königs, als die heilige süße und milde Mutter, Du bist die Herrin der Engel und die Pforte des Para— dieses. Du bist die Glorie des Himmelreiches; Du das Brautbett, Du die Arche der Milde — 24— und der Gnade. Du bist die Quelle der Barm⸗ herzigkeit, die Mutter des ewigen Königs. Du bist der Tempel und das Heiligthum des heili— gen Geistes. Du die Mittlerin zwischen Gott und den Menschen; Liebhaberin der Sterblichen. Du Verfechterin der Streitenden; der Armen Fürsprecherin, mitleidvolle Zuflucht der Sün— der. Du Ausspenderin der Gaben; Du Ueber— winderin und Schrecken der Bösen und der Hoffärtigen. Du Frau der Welt, des Himmels Königin, nach Gott unsere einzige Hoffnung. Du Heil Derer, die Dich anrufen, Du Hafen der Schiffbruchleidenden, Trost der Elenden, Zuflucht der zu Grunde Gehenden. Du Mutter aller Seligen, Du ihre vollkommene Freude nach Gott, und Trost aller Bürger des Himmels, Du Beförderin der Gerechten, Du Versammlerin der Irrenden, Verheißung der Patriarchen. Du Wahrheit der Propheten, Du Lob und Ehre der Apostel, Lehrmeisterin der Evangelisten. Du Stärke der Martyrer, Vor— bild der Bekenner; Ehre und Freudenfest der Jungfrauen. Du hast, die Erloͤsung des ver— wiesenen Menschen zu bewirken, den Sohn Gottes in Deinem jungfräulichen Leibe em⸗ pfangen. Durch Dich ist die alte Schlange über— wunden, durch Dich sind den Gläubigen die Reiche des Himmels eröffnet worden. Du sitzest mit Deinem Sohne zur Rechten des Vaters. Bitt' Ihn, o Jungfrau Maria! für uns; Ihn, von Dem wir glauben, daß Er kommen werde zu richter Dienern Blut De o selige der ewig Dein Vol werden d uns und hindurch, verlanger dige Dick allezeit u barme D keit komt Jungfrau deste Jun Ewigkeit. Lob, Ger Amen. O er ein elend mich jetzt biete mick verehren, mich an wohl veri setze ich n Hoffnung der Barm⸗ Rönigs. Du n des heili⸗ ischen Gott Sterblichen. der Armen t der Sün⸗ Du Ueber⸗ n und der es Himmels »Hoffnung. Du Hafen er Elenden, Du Mutter ene Freude zürger des echten, Du heißung der pheten, Du eisterin der tyrer, Vor⸗ idenfest der g des ver⸗ den Sohn Leibe em⸗ lange über— iubigen die . Du sitzest es Vaters. uns; Ihn, men werde zu richten. Dich also bitten wir, komme Deinen Dienern zu Hilfe; die wir durch das kostbare Blut Deines Sohnes erlöset worden. Mache, o selige Jungfrau, daß wir mit allen Heiligen der ewigen Glorie beigesellet werden. Mache Dein Volk selig, o Frau! damit wir theilhaftig werden der Erbschaͤft Deines Sohnes. Regiere uns und beschütze uns in Ewigkeit. Alle Tage hindurch, o Mutter! grüßen wir Dich. Und verlangen Dich zu loben in Ewigkeit. Wür⸗ dige Dich, o süße Mutter Maria! jetzt und allezeit uns frei von Sünde zu erhalten. Er— barme Dich unser. Deine große Barmherzig— keit komme über uns, weil wir auf Dich, o Jungfrau Maria vertrauen. Auf Dich, o mil— deste Jungfrau, hoffen wir, beschütze uns in Ewigkeit. Dir, o Mutter Gottes! gebühret Lob, Gewalt, Kraft und Glorie in Ewigkeit. Amen. Gebet für den Montag. O erhabene Himmelskönigin! ich, der einst ein elender Sclave der Sünde war, weihe mich jetzt zu Deinem ewigen Diener, und er— biete mich, Dich durch mein ganzes Leben zu verehren, und Dir eifrig zu dienen; nimm mich an und verstoß' mich nicht, wie ich es wohl verdiente. O liebste Mutter! auf Dich setze ich nach Jesus, Deinem Sohne, alle meine Hoffnung, und von Dir hoffe ich all' mein Heil. Ich lobe und preise Gott, daß Er mir in Seiner Barmherzigkeit das Vertrauen auf Dich verliehen hat, was ich für ein besonderes Un— terpfand meines ewigen Heiles halte. Ich habe das feste Vertrauen, daß mir Gott, auf Deine Fürbitte, durch die Verdienste Jesus Christus meine Sünden werde verziehen, und Seine heilige Gnaͤde erheilt haben. Aber, ich kann leider abermals zu meinem sündigen Leben zu— rückkehren; die Gefahren sind noch vorhanden, und meine Feinde schlafen nicht. Wie viele große Versuchungen werde ich noch zu über— winden haben? Ach, geliebteste Mutter! beschütze mich und laß' nicht zu, daß ich auf's Neue in die Knecht— schaft der Sünde gerathe. Ich weiß wohl, daß Du mir Deinen Schutz nicht versagen wirst, wenn ich darum bittte, Deine Barm— herzigkeit, Dein mülterliches Herz läßt dieses nicht zu; aber ich fürchte, daß ich in den Gele— genheiten zur Sünde Deiner vergessen, und also zu Grunde gehen könnte. Darum bitte ich Dich jetzt um diese Gnade: daß ich zur Zeit der höllischen Anfälle mich gleich zu Dir wende und rufe: O Maria, komm' mir zu Hilfe, o Maria! meine liebreichste Mutter, gib nicht zu, daß ich Gott untreu werde. Amen. Drei Gegrüßet seist Du Maria ꝛc. Gebete von Seite 259 bis 265. O 9 sein? In nen Sün! blickes, v keit abhã ich nach n kommt Fi Mutter! Jesus Ch ich meine Betrübten nicht; un Angst mit mein Ge Sünden, Nachlassu falles, we richtes jet dann mit verschaffe nahet, ei und eine durch me mich dan Du mir, ich nicht l großen S vor Augen Er mir in en auf Dich öonderes Un⸗ e. Ich habe „auf Deine sus Christus und Seine r, ich kann 'n Leben zu— vorhanden, Wie viele sch zu über⸗ tze mich und die Knecht⸗ weiß wohl, ht versagen eine Barm— läßt dieses u den Gele— gessen, und um bitte ich ich zur Zeit Dir wende r zu Hilfe, r, gib nicht en. — 267— Gebet für den Dienstag. O Maria! wie wird mein Tod beschaffen sein? In Betrachtung aller von mir begange— nen Sünden, und jenes erschrecklichen Augen— blickes, von welchem das Schicksal der Ewig— keit abhängt, jenes Augenblickes, in welchem ich nach weinen Werken werde gerichtet werden, kommt Furcht und Zittern über mich. Gütigste Mutter! auf das kostbare Blut Deines Sohnes Jesus Christus und auf Deine Fürbitte habe ich meine Hoffnung gesetzt. O Trösterin der Betrübten! versage mir dann Deinen Beistand nicht; unterlaß' nicht, mir in jener größten Angst mit Deinem Troste beizustehen. Wenn mein Gewissen mich wegen der begangenen Sünden, wegen der Ungewißheit der erhaltenen Nachlassung, wegen der Gefahren des Rück— falles, wegen der Strenge des göttlichen Ge— richtes jetzt schon so peinigt, wie wird es erst dann mir ergehen? Ach, göttliche Mutter! verschaffe mir, ehe meine Todesstunde heran— nahet, eine wahre Reue über meine Sünden und eine unverbrüchliche Treue gegen Gott durch mein noch übriges Leben, und wenn ich mich dann am Ende desselben befinde, so hilf Du mir, o Maria, meine Hoffnung! damit ich nicht bei dem Anblicke meiner so vielen und großen Sünden, welche mir der höllische Feind vor Augen stellen wird, in Verzweiflung oder — 6s— Kleinmuth gerade. Gewähre mir die Gnade, daß ich alsdann oft Deinen heiligen Namen anrufe, und in Aussprechung desselben und des heiligsten Namens Deines Sohnes meinen Geist aufgebe. Ja, meine geliebteste Mutter! ich wage noch mehr zu bitten, Deine Güte er— muthigt mich dazu, komme Du Selbst, ehe ich meine Augen schließe, und tröste mich mit Deiner süßen Gegenwart. Du hast diese Gnade so vielen Deiner Pflegekinder erzeigt: auch ich bitte Dich darum mit vollem Vertrauen. Ich bin ein elender Sünder, und verdiene deßwe— gen nicht, was ich begehre; doch bin ich Dein Pflegekind, welches sein ganzes Vertrauen, nach Gott, auf Deine mütterliche Liebe setzt. Und bin ich einer so großen Gnaͤde nicht würdig, so sende mir Trost und Hilfe vom Himmel herab, damit ich in der Liebe zu Gott von dieser Welt scheide, und zu Seiner und Deiner Anschauung im Himmel aufgenommen werde. Amen. Drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Gebete von Seite 259 bis 265. Gebet für die Mittwoche. Tausendfältigen Dank erstatte ich Dir, o allerheiligste Mutter! dafür, daß ich durch Deine Fürbitte von der Hölle, die ich so oft verdient hatte, bin befreit worden. Das Ur— theil der ewigen Verdammniß wäre vielleicht schon an Du, voll keit Gotte ohne daß selbst das noch mein bewogen, In wie vi Gefahren, wenn nick von Gott hättest? A mich ferne Gib nicht liebsten Se mir bisher mich abwe Mein schreckliche durch die; lästere! 2 werde ich ich der L hast? ON hoffen, de nen Schu als ich T schon so r geht verlo zu Grund Strecke D die Gnade, igen Namen lben und des meinen Geist Mutter! ich ne Güte er⸗ elbst, ehe ich e mich mit diese Gnade gt: auch ich trauen. Ich )iene deßwe⸗ bin ich Dein Vertrauen, Liebe setzt. icht würdig, om Himmel Gott von und Deiner imen werde. te ich Dir, ß ich durch e ich so oft . Das Ur⸗ tre vielleicht — 2860— schon an mir vollzogen worden, wenn nicht Du, voll der Barmherzigkeit, die Gerechtig⸗ keit Gottes für mich erhalten hättest, und zwar ohne daß ich Dich darum gebeten habe. Und selbst das genügte Dir nicht; Du hast auch noch meine Hartnäckigkeit überwunden und mich bewogen, mein Vertrauen auf Dich zu setzen. In wie viele andere Sünden würde ich bei den Gefahren, die mir begegneten, gefallen sein, wenn nicht Du, liebreiche Mutter! durch die von Gott mir erbetenen Gnaden mich geschützt bättest? Ach, gnädigste Königin! höre nicht auf mich ferner von der Sünde befreit zu erhalten. Gib nicht zu, daß ich von Dir und Deinem liebsten Sohne, Der um Deiner Fürbitte willen mir bisher so viele Barmherzigkeit erzeigt hat, mich abwende. Meine Mutter! gestatte nicht, daß ich, o schrecklicher Gedanke! Deinen Sohn und Dich durch die ganze Ewigkeit in der Hölle hasse und lästere! Doch wenn ich Dich nicht verlasse, werde ich nicht zu Grunde gehen. Wie könnte ich der Liebe vergessen, die Du mir erzeigt hast? O Maria! was darf ich nicht jetzt von Dir hoffen, da ich Dich liebe, und mich unter Dei— nen Schutz begebe, da Du uir zu jener Zeit, als ich Dich noch nicht liebte und verehrte, schon so viele Gunst erwiesen hast. Niemand geht verloren, der zu Dir flehet: nur der geht zu Grunde, der Deinen Beistand verachtet! Strecke Deinen starken Arm aus, und errette 16 0— mich, meine Hoffnung, daß ich keine schwere Sünde begehe, welche allein mich in die Hölle stürzen kann. AUémen. Drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Gebete von Seite 259 bis 265. Gebet für den Donnerstag. O unaussprechlich große und mächtige Himmelskönigin! zu Dir, Die Du über alle Chöre der Engel die Nächste zu Gottes Thron erhoben bist, erhebe ich armer Sünder aus diesem Thale der Thränen meine Augen, meine Stimme und mein Gemüth mit der demüthigen Bitte, Du wollest Dich würdigen, Deine barm— herzigen Augen auf mich herab zu wenden. Sieh', o Maria! in welchen großen Gefahren ich schwebe, meine Seele zu verlieren, so lange ich auf dieser Welt sein werde. Mein Ver— trauen habe ich auf Dich gesetzt; zu Dir rufe und flehe ich, daß ich bald in das Paradies aufgenommen werden möge, um darin Gott und Dich ewig zu lieben und zu loben. O wann wird jener glückselige Tag anbrechen, an wel— chem ich mich in Sicherheit zu Deinen Füßen sehen, und die auserwählte Mutter meines Erlösers, Welche sich so sehr um mein Heil angenommen hat, erblicken werde? Wann wird mir gestattet sein, ehrerbietigst jene Hände zu küssen, welche mich so oft von dem Untergange gerettet, und mir so reichliche Gnaden ertheilet haben? Mein überaus u Himmelrei undankbar meinen Kr barkeit m Ich danke auf das Jesus Ch gegeben he Sünden, bitten, de endlich wi Dieß hab und keiner in meiner den. Bitte auf Dich diesem Lel Frucht D süße Jun. Dir ewig Allerf das schönf aller ersch Deine W' eine schwere in die Hölle g. nd mächtige )zu über alle zottes Thron Sünder aus lugen, meine demüthigen Deine barm— zu wenden. en Gefahren en, so lange Mein Ver⸗ zu Dir rufe is Paradies darin Gott sen. O wann en, an wel⸗ einen Füßen itter meines nwmein Heil Wann wird te Hände zu Untergange den ertheilet —.— Meine Mutter! ich war in meinem Leben überaus undankbar gegen Dich; dort aber im Himmelreiche, dort werde ich Dir nicht mehr undankbar sein, dort werde ich Dich aus allen meinen Kräften lieben und Dir meine Undank— barkeit mit ewigem Lobe und Dank ersetzen. Ich danke Gott, daß Er mir das Vertrauen auf das allerheiligste Blut Deines Sohnes Jesus Christus und auf Dich, liebe Mutter! gegeben hat. Du wirst mir Verzeihung meiner Sünden, Du wirst mir Licht und Kraft er— bitten, den göttlichen Willen zu erfüllen, und endlich wirst Du mich in den Himmel führen. Dieß haben Deine Diener von Dir gehofft und keiner ist betrogen worden; auch ich werde in meiner Hoffnung nicht zu Schanden wer— den. Bitte Gott für mich, daß mein Vertrauen auf Dich allezeit vermehrt werde, und nach diesem Leben zeige mir Jesus, die gebenedeite Frucht Deines Leibes, o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria! damit ich Ihn mit Dir ewig loben und benedeien könne. Amen. Drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Gebete von Seite 259 bis 265 Gebet für den Freitag. Allerseligste Jungfrau! Du bist aus allen das schönste, gütigste, heiligste und liebreichste aller erschaffenen Wesen. O, daß Jedermann Deine Würde und Deine Eigenschaften recht 16 72— erkennete! Doch im Himmel und auf Erden wird Deine Schönheit und Deine Vortrefflich— keit von so vielen auserwählten Seelen mit großer Liebe geliebt, und Gott Selbst liebt Dich allein mehr, als er alle Engel und Menschen liebet. Ich armseliger Mensch wünsche mir eine innigere Liebe zu Dir, und um diese bitte ich Dich, erlange sie mir von Gott; denn Dich lieben ist ein Zeichen der ewigen Gna— denwahl, welche Gott nur Jenen gibt, die selig werden. Ich erkenne auch meine Verpflichtung gegen Dich, Jesus, Deinen Sohn, zu lieben, Welcher verdienet, unendlich geliebt zu werden. Und da Du nichts so sehr wünschest, als daß Dein Sohn von Allen geliebet werde, darum bitte ich Dich: daß Du mir die Gnade erlangest, Jesus zu lieben; denn Deine Fürbitte vermag Alles bei Gott. Ist es wohl möglich, daß Du mir diese meine Bitte, welche Bir so wohlge— fällig ist, nicht gewährest? O höre nicht auf, für mich zu bitten, so lange bis Du mich aus aller Gefahr, Gott zu verlieren, im Himmelreiche sehen wirst, wo ich in ewiger Sicherheit Ihn und Dich ohne Aufhören sehen und lieben werde. Amen Drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛe. Gebete von Seite 259 bis 265. O Gnaden, Entsetzen bin Deine aber denn mächtige Du bist! deßwegen so große unsern N Barmherz Noth. E daß Du lassen, zi umfängst. vermag, vor dem Hände le— gebe ich wirst Du ich unter genommer auf unter ich nichts denn Du die Uebe habe, erl Deine N auf Erden Vortrefflich⸗ Seelen mit st liebt Dich d Menschen vünsche mir n diese bitte Gott; denn vigen Gna⸗ ibt, die selig chtung gegen en, Welcher erden. Und ls daß Dein darum bitte de erlangest, bitte vermag ch, daß Du so wohlge— 'e nicht auf, sich aus aller Himmelreiche herheit Ihn und lieben — 273— Gebet für den Samstag. O meine heiligste Mutter! ich sehe die Gnaden, welche Du mir erhalten hast, und mit Entsetzen meine Undankbarkeit gegen Dich. Ich bin Deiner Wohlthaten nicht würdig, vertraue aber dennoch auf Deine Barmherzigkeit. Meine mächtige Fürsprecherin! habe Mitleid mit mir; Du bist die Ausspenderin der Gnaden, und deßwegen hat Dir Gott so große Macht und so große Schätze verliehen, damit Du uns in unsern Nöthen zu Hilfe kommest. Mutter der Barmherzigkeit, verlaß' mich nicht in meiner Noth. Es gereiche Dir zu besonderem Ruhme, daß Du Jene, welche von Jedermann ver— lassen, zu Dir flehen, mit mütterlicher Liebe umfängst. Wenn alle irdische Hilfe nichts mehr vermag, so ist Dein Schutz kräftig genug, mich vor dem Untergange zu bewahren. In Deine Hände lege ich mein ewiges Heil; Dir über— gebe ich meine Seele! durch Deine Fürbitte wirst Du sie retten. Verstöße mich nicht, da ich unter die Zahl Deiner treuen Diener' auf— genommen zu werden verlange. Nimm mich auf unter Deinen mächtigen Schutz, so habe ich nichts zu fürchten; nicht meine Sünden, denn Du wirst mir ein kräftiges Mittel wider die Uebel, die ich mir durch sie zugezogen habe, erlangen; nicht die bösen Geister, denn Deine Macht ist weit stärker als alle Kräfte 16*1 ., ιν e—— —— der Hölle; nicht Jesus, meinen Richter, denn Deine Bitten werden Ihn besänftigen; o lasse mich daher in Deinem Dienste nicht erkalten! Getreue Mutter! erbitte mir Verzeihung meiner Sünden, die Beharrlichkeit im Guten, einen glückseligen Tod und die himmlische Glorie: besonders aber erlange mir die Gnade, daß ich mich jederzeit Deinem Schutze em— pfehle. Ich habe zwar keine dieser Gnaden verdient! Dir aber, o große Königin! ist es leicht, sie mir zu verschaffen, weil Dich Gott so überaus liebt, und weil Du darum Alles bei Gott vermagst. O Maria, liebste Mutter! voll des kindlichen Vertrauens zu Dir, will ich Dich allezeit lieben, und in diesem Vertrauen auch sterben. Amen. Es lebe allezeit Jesus, unsere Liebe, und Maria, unsere Hoffnung. Drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc. Gebete von Seite 259 bis 265. Ehrenkr (Papst Benet unser und G Ablas rc a Ablaß für jed Monat hindu einer O Ge mir zu he Sohne un fange, jetz 1.— Mutter! zartes He Greises Mutter! erbitte m und die Heil Dri Die Krä 2. Mutter! fühlendes und währ den hat. ichter, denn gen; o lasse ht erkalten! Verzeihung im Guten, himmlische die Gnade, Schutze em— ser Gnaden igin! ist es Dich Gott arum Alles ste Mutter! )ir, will ich Vertrauen Liebe, und —— Ehrenkranz des schmerzvollen Herzens Maria. (Papst Benediet XIII. hat 300 Tage Ablaß für jedes:„Vater unser und Gegrüßet seist Du, Maxia ꝛc.“ Denen ertheilt, die den Ablas für am Freitage in der Fastenzeit beten, und 100 Tage Ablaß für jeden andern Tag. Wer den Ehrenkranz alle Tage einen Monat hindurch betet, gewinnt einen vollkommenen Ablaß, den man einer Seele im Fegefeuer zuwenden kann. Hlsk.) O Gott, sei bedacht mir beizustehen! Herr, eile mir zu helfen. Die Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiliger Geiste, wie es war im An— fange, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. 1. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jenes Schmerzens, den Dein zartes Herz bei der Vorhersagung des heiligen Greises Simeon empfunden hat. O liebe Mutter! durch Dieses Dein betrübtes Herz erbitte mir von Gott die Tugend der Demuth, und die Gabe der heiligen Gottes furcht. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc. Heiligste Mutter! drück' die Wunden, Drück' die Schmerzen und die Pein, Die Dein Sohn am Kreuz empfunden, Kräftig meinem Herzen ein. 2. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jener Angst, die Dein zart— fühlendes Herz bei der Flucht nach Aegypten, und während des Aufenthaltes alldort empfun— den hat. O liebe Mutter, durch Dieses Dein geängstigtes Herz erwirke mir die Tugend der Freigebigkeit und die Gabe der Gott— seligkeit. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛe.— Heiligste Mutter! ꝛc. Seite 275. 3. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jener Bestürzung, in die Dein sorgsames Herz gerieth, als Dein lieber Jesus in Verlust gerathen war. O liebe Mutter! durch Dein so bekümmertes Herz erwirke mir die Tugend der Keuschheit und die Gabe der Wissenschaͤft. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc.— Heiligste Mutter! ꝛc. Seite 275, 4. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jenes Entsetzens, welches Dein mütterliches Herz ergriff, da Du Jesus begeg— netest, als er das schwere Kreuz trug. O liebe Mutter! durch Dein liebendes, vor Schmerzen brechendes Herz erbitte mir die Tugend der Geduld uud die Gabe der Stärke. Gegrüßet seist Du, Maria! ze.— Heiligste Mutter! ꝛc. Seite 275. 5. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jener Marterqual, die Dein starkmüthiges Herz erduldete, als Du bei der Kreuzigung und Todesangst Jesus zugegen warst. O liebe Mutter! durch Dein so sehr gequältes Herz erwirke mir die Tugend der Mäßigkeit und die Gabe des Rathes. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc.— Heiligste Mutter! zc. Seite 875. 6. Mutter! Deinem g als ein L und Sei O liebe J erbitte m und die Gegrüßet seif 7. Mutter! liebendes gelegt w auf das die Tuget Weish⸗ Gegrüßet sei Bitt Auf heißunge Wir Du woll Jungfrar ligste Se Schwert Tugend der der Gott⸗ Hꝛe. Seite 275. chmerzvolle nwdie Dein ieber Jesus e Mutter! rwirke mir die Gabe e. Seite 275. chmerzvolle lches Dein esus begeg⸗ ig. O liebe Schmerzen ugend der rke. c. Seite 275. chmerzvolle die Dein Du bei der zugegen in so sehr ugend der athes. e. Seite 875. — 277— 6. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jener Schmerzenswunde, die Deinem gefühlvollen Herzen geschlagen ward, als ein Lanzenstich die Seite Jesus öffnete, und Sein liebenswürdiges Herz durchdrang. O liebe Mutter! durch Dein verwundetes Herz erbitte mir die Tugend der Nächstenliebe und die Gabe des Verstandes. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc.— Heiligste Mutter! ꝛc. Seite 275. 7. Ich trauere mit Dir, schmerzvolle Mutter! wegen jener stillen Qual, die Dein liebendes Herz erlitt, als Jesus in das Grab gelegt wurde. O liebe Mutter! durch Dein auf das Aeußerste betrübtes Herz erwirke mir die Tugend des Eifers und die Gabe der Weisheit. Gegrüßet seist Du, Maria! ꝛc.— Heiligste Mutter! ꝛc. Seite 275. Bitt' für uns, o schmerzvolle Jungfrau! Auf daß wir theilhaftig werden der Ver— heißungen Christus. Gebet. Wir bitten Dich, Herr Jesus Christus! Du wollest gnädig verleihen, daß die seligste Jungfrau Maria, Deine Mutter, Deren hei— ligste Seele in der Stunde Deines Leidens ein Schwert des Schmerzens durchdrang, jetzt und — 278— in der Stunde unseres Todes, bei Deiner gött⸗ lichen Milde für uns fürsprechen möge, durch Dich Jesus Christus, Erlöser der Welt, Der Du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Litanei zur schmerzvollen Mutter Maria. (Verfaßt von Pius VII. Seine Heiligkeit verlieh auf alle Freitage im Jahre einen vollkommenen Ablaß allen Denen, die mit reumüthigem Herzen diese Litanei nebst Glauben, Gegrüßet seist Du, Königin, und Drei Gegrüßet seist Du, Maria, zu Ehren des schmerzvollen Herzens Maria beten. Hlfk.) Herr, erbarme Dich unser! Christus, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Christus, höre uns! Christus erhöre uns! Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser! Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser! Gott heiliger Geist, erbarme Dich unser! Heilige Dreifaltigkeit, Ein einiger Gott, erbarme Dich unser! Du trauernde Muiter, Du betrübte Mutter, Du angstvolle Mutter, Du thränenreiche Mutter, Du schmerzerfüllte Mutter, Du mit dem Schwerte durchdrungene Mutter, Du gekreuzigte Mutter, Du Deines Sohnes beraubte Mutter, Du Inbegriff aller Leiden, Du Stärke der Schwachen, Du Hilfe der Verlaͤssenen, Du Zuflucht der Trauernden, un an amg Du Schild Du Rettun Du Anker Du Stillur Du Hafen Du Schrec Du Reichth Du Licht d Du Stütze Du Krone Du Trost! Du Perle Du Vergni Du Arznei Du Hoffnu Du Erquick Du Freude O Du La Sünden O Du La Sünden O Du La Sünden (Den Gle Sieh allen Nöt Christus. der schön Menschen Ihn gelitt deiner gött⸗ röge, durch Welt, Der igen Geiste Lwigkeit zu Maria. erlieh auf alle len Denen, die uuben, Gegrüßet Naria, zu Ehren unser! Dich unser! ) tt, erbarme utter, sun ani omg Du Schild der Unglücklichen, Du Rettung der Unterdrückten, Du Anker des Vertrauens, Du Stillung der Stürme, Du Hafen der Schiffbrüchigen, Du Schrecken der Verfolger, Du Reichthum der Gläubigen, Du Licht der Propheten, Du Stütze der Apostel, Du Krone der Martyrer, Du Trost der Beichtiger, Du Perle der Jungfrauen, Du Vergnügen der Witwen, Du Arznei der Kranken, Du Hoffnung der Sterbenden, Du Erquickung der leidenden Seelen im Fegefeuer, Du Freude aller Heiligen. gun in] omg * O Du Lamm Gottes, Welches hinwegnimmt dite Sünden der Welt; verschone uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches hinwegnimmt die Sünden der Welt; erhöre uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches hinwegnimmt die Sünden der Welt; erbarme Dich unser, o Herr! (Den Glauben, dann drei Gegrüßet seist Du, Maria ꝛc.) Gebet. Siehe uns an, befreie uns, rette uns von allen Nöthen, o Maria, durch die Kraft Jesus Christus. O Königin der Martyrer! Mutter, der schönen Liebe! Du hast mehr als alle Menschen Gott geliebt und mehr als Alle für Ihn gelitten Du stehst am Kreuze, versenkt — 280— in ein Meer von Schmerzen, das dem Ab⸗ grunde Deiner Liebe gleichkommt, voll des Durstes, noch mehr für Jesus, Deinen lieben Sohn, leiden zu können. Im Leiden bestand und währte Deine Liebe. Aber eben diese Deine Liebe ist für mich ein bitterer Vorwurf. Ich möchte mit Dir lieben, aber ohne Leiden; ich will Jesus, aber nicht Jesus den Gekreuzigten. Im Geiste Adams des Verderbten liebe ich, nicht im übernatürlichen Lichte der Lehre Jesus Deines Sohnes. Wer wird mich Blinden er— leuchten? Wer mich Schwachen kräftigen? Du allein, meine Mutter, kannst vom Throne des Erbarmens mir einen Strahl jenes Lichtes erbitten. Mutter, Du stehest bei dem Kreuze Deines Sohnes als Heldin im Leiden, als Siegerin über den Schmerz, um alle vom Kreuze Niedergebeugten durch Dein Beispiel zu erheben. Lasse nicht zu, daß ich in Trüb⸗ salen unterliege, sondern stärke mich, daß ich sie freudig trage, den Muth im Kampfe für die Tugend nicht verliere, und unerschütterlich stehen bleibe auf dem Calvarienberge dieses leiden— vollen Lebens. Nicht auf meine, sondern auf Deines Sohnes Jesus, meines Erlösers, un— endliche Verdienste und auf Dich kann ich mein Vertrauen gründen, o schmerzvolle Mutter Maria, weil Er sterbend am Kreuze Dich mir zur Mutter gegeben. O b und betrü Meer der zärtlichste die Dein Lebhaftest bin für L zen; denn göttlichen Kreuz gef mit dem gen. Dess weil Jesi Jünger u (zur Tocd auch als bat am K Dein Her für mein — Dein aufzunehr nügend b⸗ so betrüb Du leidef ich Dir zu Grun schütze mi gen Trau zärtliches s dem Ab⸗ „ voll des einen lieben den bestand diese Deine wurf. Ich Leiden; ich ekreuzigten. 1 liebe ich, Lehre Jesus Blinden er— kräftigen? zhom Throne »nes Lichtes dem Kreuze eiden, als alle vom in Beispiel in Trüb⸗ ch, daß ich upfe für die erlich stehen eses leiden— sndern auf lösers, un⸗ nn ich mein lle Mutter ze Dich mir — 284— Gebet zur schmerzvollen Mutter. O heiligste Jungfrau, Du schmerzvolle und betrübteste Mutter! Du bist in ein ganzes Meer der Schmerzen versenkt, weil Du als die zärtlichste und liebevollste Mutter alle Peinen, die Dein göttlicher Sohn gelitten hat, auf das Lebhafteste in Deinem Herzen empfandest. Ich bin für Dich wahrhaft ein Kind der Schmer— zen; denn ich habe durch meine Sünden Deinen göttlichen Sohn gegeißelt, gekrönt, und an das Kreuz geschlagen; ich habe daher Dein Herz mit dem Schwerte des Schmerzens durchdrun— gen. Dessen ungeachtet bin ich noch Dein Kind, weil Jesus an dem Kreuze Seinen geliebten Jünger und mit ihm auch mich Dir zum Sohne (zur Tochter) gegeben hat. Du erzeigtest Dich auch als eine Mutter. Dein göttlicher Sohn bat am Kreuze für Seine Peiniger, und auch Dein Herz hat mit unaussprechlichem Seufzen für mein Heil zum himmlischen Vater gebeten. — Dein Mutterherz ist allezeit bereitet, mich aufzunehmen. O könnte ich meine Unthat ge— nügend beweinen, daß ich Dich, o liebe Mutter, so betrübt habe! Ich habe die Schmerzen, die Du leidest, verschuldet; aber eben darum, weil ich Dir so viel gekostet habe, damit ich nicht zu Grunde ginge, komme mir zur Hilfe, be— schütze mich, erfülle mein Herz mit einer heili— gen Trauer über meine Sünden, flöße mir ein zärtliches Mitleid ein gegen Dich, o schmerz⸗ — 282— volle Mutter, und gegen Deinen göttlichen Sohn am Kreuze, damit ich so an Euerm Lei— den Theil nehme, und die Früchte desselben durch die ganze Ewigkeit genieße. Amen. Stabat Mater siehe Seite 130. Die Freuden des Herzens Maria 1. Die Verkündung und Menschwerdung Jesus Christus.— 2. Geburt Jesus Christus. — 3. Erscheinung Christus, oder die Ankunft der Weisen aus dem Morgenlande und ihre Anbetung— 4. Christus Wiederfindung im Tempel.— 5. Seine Auferstehung.— 6. Seine Himmelfahrt.— 7. Sendung des heiligen Gei— stes(Regina coeli laetare) u s. w. sammt dem Gebete Seite 22 Freudenvoller Zuruf an die glorreiche Jungfrau. Deine Leiden haben ein Ende, o Him— melskönigin! die Thränen der Trauer haben aufgehört, der Winter der Trübsale ist vorüber— gegangen, und die Blumen der Freuden sind hervorgekommen, Du warst in ein unermesse— nes Meer der Schmerzen versenkt; aber nach dem Maße dieser Schmerzen sind nun auch Deine Tröstungen überströmend; Dein Mutter⸗ herz ist jetzt in ein anderes Meer, ein Meer der himmlischen Freuden versenkt. Ja, der Herr, Welcher mächtig ist, hat an Dir Seine Macht erscheinen und Mens den Dich in Deinen! bis zu Sei alle Werke Himmels, keit. Komt Königin, l keit. Komm Glaubens! herrlichet gen und B stus! preif lichet Sie weißen Se Königin, l. Kommet i Dienerinne und verher Sünder ko Sie ist au ihr Gnade preisen alt herrlichen i bleibet vo Die Demü höhet Sie; söhnet Sie Verworfen Ach! wie göttlichen Luerm Lei⸗ desselben Amen. ia chwerdung Christus. ie Ankunft und ihre indung im 6. Seine iligen Gei⸗ ammt dem Jungfrau. „o Him⸗ uer haben st vorüber⸗ euden sind unermesse⸗ aber nach nun auch in Mutter⸗ ein Meer der Herr, ine Macht — 283— erscheinen lassen; Er hat Dich über alle Engel und Menschen erhöhet; alle Geschlechter wer— den Dich nun selig preisen. Du warst niedrig in Deinen Augen, und der Allerhöchste hat Dich bis zu Seinem Throne erhoben. Kommet denn alle Werke des Herrn! preiset die Königin des Himmels, lobet und verherrlichet Sie in Ewig— keit. Kommet alle Chöre der Engel! preiset eure Königin, lobet und verherrlichet Sie in Ewig⸗ keit. Kommet ihr Apostel und Verkünder des Glaubens! preiset eure Königin, lobet und ver⸗ herrlichet Sie in Ewigkeit. Kommet alle Blutzeu— gen und Bekenner Ihres Sohnes Jesus Chri— stus! preiset eure Königin, lobet und verherr— lichet Sie in Ewigkeit. Kommet, ihr glänzend weißen Schaaren der Jungfrauen! preiset eure Königin, lobet und verherrlicht Sie in Ewigkeit. Kommet ihr Gerechten, alle ihr Diener und Dienerinnen Maria! preiset eure Königin, lobet und verherrlichet Sie in Ewigkeit. Auch ihr Sünder kommet! werfet euch zu Ihren Füßen, Sie ist auch eure Mutter; durch Sie werdet ihr Gnade erlangen, und sodann freudig Sie preisen als eure Königin, Sie loben und ver— herrlichen in Ewigkeit. Ja, Ihre Barmherzigkeit bleibet von einem Geschlecht zu dem andern. Die Demüthigen, die bei Ihr Hilfe suchen, er⸗ höhet Sie; die Sünder, die zurückkehren wollen, söhnet Sie mit Gott aus, denn Er nimmt die Verworfenen durch Sie wieder zu Gnaden auf. Ach! wie erfüllet dieser Gedanke meine Seele — 284— mit Trost! Ich, als ein Sünder, kann durch Dich o mildeste Jungfrau, vollkommene Ver— zeihung erlangen; Du als Königin des Him-— mels und der Erde, verstoßest mich nicht, Du nimmst Dich meiner an, Du liebst mich und willst von mir geliebt werden! O wie kann ich Dir für diese Barmherzigkeit genug danken? Wie kann ich Dich für diese Barmherigkeit genug preisen? Wie kann ich dieses Mutterherz genug lieben? O Herz voll der Liebe, o könnte ich Dich so lieben, wie Du verdienst geliebt zu werden! Aber meine Liebe ist eine unvollkommene, eine Deiner Hoheit unwürdige Liebe. Ja, eben diese Unvermögenheit erfüllt mich mit Trauer! Doch dieses liebevolle, dieses liebenswürdigste Mut— terherz wird von so vielen eifrigen Verehrern auf dieser Welt geliebt; Es wird von allen Heiligen und Engeln im Himmel geliebt; Es wird von der heiligsten Dreieinigkeit selbst ge— liebt. Dieser Gedanke: daß Du, o Jungfrau, von Deinen Dienern mit aller Kraft ihres Her— zens, von den Engeln und Heiligen als die Nächste nach Gott, und von dem dreieini— gen Gott Selbst über Alles geliebt wirst, verursachet in mir wieder die herzinnigste Freude. Ach, wüßte auch Dir Freude zu machen! Doch weiß ich Eines, welches Dich am meisten erfreuet, das ist, wenn man Dich durch das Herz Deines Sohnes grüßet. Darum sei denn gegrüßet, o Mutter höchster Seligkeit! Du vollkommene Braut des heiligen Geistes, durch das allersi Ich opfere und Selig die Er Di in dem H „Danket d Seine Barmhe Die Seine une und Früchte Güter und allen Zeiten Jesus schöpt Beicht und theilt. Die Schatzkamm Schatz ist Kronen und sagt:„Was Buße wiede Schönheit, den Frieden schaft Gotte sie verwund Leben der 6 Mensch wie Gnaͤde, das keit wirder. trauen auf kann durch mmene Ver⸗ n des Him⸗ h nicht, Du st mich und wie kann ich anken? Wie gkeit genug rherz genug inte ich Dich zu werden! nmene, eine „ eben diese auer! Doch digste Mut⸗ uVerehrern von allen geliebt; Es it selbst ge⸗ oJungfrau, ft ihres Her— zen als die m dreieini⸗ liebt wirst, igste Freude. zu machen! am meisten durch das im sei denn igkeit! Du istes, durch das allersüßeste Herz Jesus, Deines Sohnes. Ich opfere Dir zur Vermehrung Deiner Freude und Seligkeit auf alle jene Liebe und Treue, die Er Dir auf Erden bewiesen hat, und jetzt in dem Himmel beweiset ohne Ende. Amen. Beichtgebete „Danket dem Herrn, denn Er ist gut, und in. wähyret Seine Barmherzigkeit.“ s. 106. Die Schätze des göttlichen Herzen Jesus sind Seine unendlichen Verdienste, die Gnaͤden, Gaben und Früchte des heiligen Geistes, alle übernatürlichen Güter und Zierden der Seele. Du kannst zwar zu allen Zeiten diese Schätze aus dem göttlichen Herzen Jesus schöpfen und vermehren; aber durch die heilige Beicht und Communion werden sie reichlicher ausge— theilt. Diese sind die Schlüssel zu der göttlichen Schatzkammer, zur Barmherzigkeit Gottes und der Schatz ist größer als alles Gold und Silber, alle Kronen und Reiche der Welt. Der heilige Augustinus sagt:„Was die Sünde genommen hat, das gibt die Buße wieder.“ Die Sünde raubt der Seele ihre Schönheit, ihren Glanz, den Schatz ihrer Verdienste, den Frieden und die Ruhe des Herzens, die Kind— schaft Gottes, die Erbschaft des Himmels, kurz Alles; sie verwundet, sie tödtet die Seele, sie raubt ihr das Leben der Gnade. Durch die heilige Beicht wird der Mensch wieder mit Gott versöhnt, er bekommt die Gnade, das Leben der Seele, die Hoffnung der Selig⸗ keit wirder. Dein letzter Trost, Dein größtes Ver⸗ trauen auf dem Todtenbette wird sein, daß Du Deine — 286— Sünde aufrichtig, vollständig und reumüthig gebeichtet hast, und zu Gott zurückkehrt bist. Bei Denen, die oft beichten, ist wohl zu beobach— ten: 1. daß selbes nicht geschehe aus angenommener Gewohnheit, ohne gehörige Aufmerksamkeit; sondern mit dem festen Vorsatze, die Sünden und Mängel zu verbessern. 2. Soll man sich nicht von der Eigen⸗ liebe verblenden lassen, seine Mängel zu beschönigen, oder zu entschuldigen ze. 3. Soll die Beicht mit großer Demuth, einfachem Bekenntniß der Schwach— heiten, bösen Neigungen ꝛc. u. mit wahrer herzlicher Reue geschehen. Gebet vor der Gewissenserforschung. Himmlischer Vater:! ich habe gesündigt und bin nicht würdig, Dein Kind zu heißen. Ich ließ mich von bösen Begierden verführen, und irrte wie verloren ohne Frieden und Ruhe auf den Wegen der Sünde umher. Wie arm erscheine ich vor Dir, o heiliger Gott! Du er— barmest Dich aber des reumüthigen Sünders; darum komme ich zu Dir, wie der verlorene Sohn, der in seinem Elende gesprochen: Ich will aufstehen und zu meinem Vater gehen. O himmlischer Vater! erbarme Dich meiner, nimm mich als Dein Kind wieder auf, reiche mir das Kleid Deiner Gnaden. In Deiner Gnade uad Liebe verlange ich nun zu leben und zu sterben. O He Wunden m geschlagen. Gebote ab renes Sche wie ein gi führe mich Herde Dein herzige Sa meines He dieselben d mich Deit meine Her allen Sün sicher sein. O hei Liebe! erle meine Sü zünde in m alle Sünd Verblendur Eigenliebe ich mein J Deinem gö Stehe mir und Zahl Häßlichkeit für immer Maria, D Zuflucht de meinem Vo hig gebeichtet zu beobach⸗ igenommener keit; sondern und Mängel n der Eigen⸗ beschönigen, e Beicht mit der Schwach⸗ rer herzlicher hung. gesündigt zu heißen. verführen, mwund Ruhe Wie arm sttt! Du er⸗ Sünders; rverlorene chen: Ich iter gehen. ich meiner, auf, reiche In Deiner zu leben — 287— O Herr Jesus Christus! Siehe an die Wunden meiner Seele, welche ihr die Sünden geschlagen. Ich bin von dem Wege Deiner Gebote abgewichen, und irrte wie ein verlo— renes Schäflein; Du, o Jesus, bist mir aber wie ein guter Hirt überall nachgegangen. O führe mich, ich bitte Dich, wieder zurück zur Herde Deiner Auserwählten. Du bist der barm— herzige Samaritan, Du allein bist die Hoffnung meines Heiles; heile meine Wunden, gieße in dieselben das Oel Deiner Barmherzigkeit. Lasse mich Deinem liebenden Herzen nahen, das meine Herberge sein soll; dort werde ich von allen Sünden rein und vor allen Gefahren sicher sein. O heiliger Geist, Gott der Wahrheit und Liebe! erleuchte meinen Verstand, daß ich alle meine Sünden und Verirrungen erkenne, ent— zünde in mir das Feuer Deiner Liebe, daß ich alle Sünden bereue; bewahre mich vor aller Verblendung, und lasse nicht zu, daß meine Eigenliebe mich betrüge. Erleuchte mich, daß ich mein Inneres erkenne, wie ich es einst vor Deinem göttlichen Richterstuhle erkennen werde. Stehe mir bei, damit ich nicht nur die Gattung und Zahl meiner Sünden, sondern auch ihre Häßlichkeit erkenne und sie durch Deine Gnade für immer aus meinem Herzen verbanne. O Maria, Du Braut des heiligen Geistes und die Zuflucht der Sünder! bitte für mich, daß ich meinem Versprechen getreu verbleibe. Amen. — 288— Anrufung der göttlichen Hilfe. O Gott, sei bedacht mir beizustehen! Herr, eile mir zu helfen. Meine Seele ist betrübt, aber Du mein Herr und Gott komme und tröste mich! Ach, wende Dich zu mir und rette meine Seele! Hilf mir und mache mich selig nach Deiner unendlichen Barmherzigkeit! Auf Dich, vertraue ich, mein Gott! hilf mir, errette und befreie mich von meinen Sünden. Ach Herr! entferne Deine Hilfe nicht von mir, denn die Angst nahet, und es ist kein Helfer hier, als Du! Meine Kräfte sind verdorret wie ein dürres Reis: Aber Du, o Herr, mein Gott! bist meine Kraft und meine Stärke, mein Helfer und mein Erlöser! ach komme und verweile nicht zu lange. Meine Seele ist traurig in mir und will sich nicht trösten lassen. Sei Du mein Trost, o Gott alles Trostes. Ich bin arm und leide Schmerzen, die Wasser der Trübsale sind gedrungen bis auf meine Seele. O Gott! hilf mir, und verschaffe, daß ich Gnade, Heil und Barmherzigkeit bei Dir finde. Stärke mich jetzt im Leben, im Leiden, und besonders in meiner letzten Stunde, o Herr, mein Gott! auf daß ich vollbringen möge, was ich geglaubt habe. Um dieses bitte ich Dich durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. Amen. O Je tiefster De Dich als m König und macher, v des Leibes aber mit g keit vergol Sieh' Undankbar denken, ur nung der Buße, wel gebung der Deinem S mein Herz möge, wor beleidigt he Hierauf solcher Sorg Geschäften a letzte Erfors Wie ha in der Frühe ligen Messe im Umgange Person?— jener Gefahr Herz Jesus Ife. tehen! Herr, ist betrübt, ne und tröste rette meine selig nach Auf Dich, errette und Ach Herr! „ denn die r hier, als et wie ein n Gott! bist mein Helfer ud verweile traurig in n. Sei Du 8. Ich bin Wasser der eine Seele. fe, daß ich i Dir finde. eiden, und se, o Herr, möge, was te ich Dich is, Deinen regieret in von Ewig⸗ — 285— O Jesus, Du Gott meines Herzens! mit tiefster Demuth bete ich Dich an und bekenne Dich als meinen Schöpfer und Erhalter, meinen König und Vater, meinen Erlöser und Selig⸗ macher, von dem ich unzählbare Wohlthaten des Leibes und der Seele bisher empfangen, aber mit großer Treulosigkeit und Undankbar⸗ keit vergolten habe. Sieh', o mein Heiland! ich will meine Undankbarkeit in Bitterkeit meiner Seele be— denken und mit großem Vertrauen und Hoff—⸗ nung der Nachlassung, im Sacramente der Buße, welches, wie ich fest glaube, zur Ver— gebung der Sünden eingesetzt ist, dem Priester, Deinem Stellvertreter, bekennen. Erleuchte mein Herz, daß ich recht sehen und erkennen möge, womit ich Dein mildes, väterliches Herz beleidigt habe. Hierauf erforsche Dein Gewissen wenigstens mit solcher Sorgfalt, als du sonst in andern wichtigen Geschäften anzuwenden pflegst; ja, als wenn es die letzte Erforschung und Beicht dein es Lebens wäre. Erforschung des Gewissens. Wie habe ich mich stets verhalten beim Aufstehen in der Frühe?— beim Morgengebete?— bei der hei— ligen Messe?— bei der Arbeit?— beim Tische?— im Umgange mit dem Nächsten, mit dieser oder jener Person?— bei dieser oder jener Gelegenheit?— in jener Gefahr, Betrübniß und Anfech tung? Herz Jesus u. Maria 17 — 290— Habe ich nicht gesündigt in Gedanken? Habe ich mich niemals in unkeuschen, hoffaͤrtigen, neidischen, rachgierigen, argwöhnischen, kleinmüthigen Gedanken freiwillig aufgehalten, oder in selbe eingewilligt— wie oft? In Worten? Habe ich nicht unreine Gespräche geführt, Verwünschungen, Lügen, Fluch- und Schelt— worte ausgestoßen? Ist dieß unversehens oder mit Bedacht geschehen? In Werken? War ich nicht faul, träge, un— geduldig in meiner Arbeit?— habe ich nichts Unehr— bares ausgeübt?— War ich nicht ausgelassen in der Gesellschaft?— War ich nicht gegen meine Eltern oder Vorgesetzten grob; mürrisch, ungehorsam?— War ich nicht gegen meinen Nächsten hart, trotzig feindselig, unbarmherzig, ungerecht?— Habe ich nicht die Ehre meines Nächsten verletzt?— Habe ich ihm nicht irgend einen Schaden zugefügt? In Unterlassungen? Habe ich nicht unter— lassen, meinen Nächsten zu ermahnen, zu belehren, von einer Sünde abzuhalten?— Habe ich für das Seelenheil meiner Kinder, meiner Untergebenen ge— sorgt?— Habe ich nicht unterlassen, gute Werke zu thun?— Habe ich nicht vielleicht gar das Beten unterlaͤssen? Durch fremde Sünden“ Habe ich nicht Wohlgefallen gehabt an der Sünde des Nächsten?— Habe ich nicht Andern Gelegenheit zur Sünde ge⸗ geben, besonders meinen Kindern und Diensileuten? — Habe ich die Sünde eines Andern verhindert, wo ich konnte— und sollte? Endlich erforsche dich ganz besonders, wie du den, des Morgens gemachten Vorsatz gehalten hast, wie oft du ihn gebrochen, und wie oft du dich überwun— ben hast. Denke reiflich nach, was die Urfache deines Falles war, und suche die Mittel auf, dich künftig — —— vor dem Fo fleißigen S. Fortgang ab O ba Herr, meit der werfe in Bitterke daß ich De liche Güte die Liebe dessen Gna Undankbar O kön ßen meines nen! O ba über Alles und Erlöse einziges Gi zürnt habe chen Vollke erschaffenen Ich verdier ich bitte Di Kraft Dein kostbarsten gesündigt, mir, o bar endliche Lie Untreue un nken? Habe en, neidischen, gen Gedanken ingewilligt— ine Gespräche ⸗ und Schelt— ens oder mit träge, un— nichts Unehr— elassen in der meine Eltern gehorsam?— hart, trotzig Habe ich nicht Habe ich ihm ch nicht unter— zu belehren, e ich für das ergebenen ge— gute Werke üir das Beten abe ich nicht Nächsten?— r Sünde ge— Dienstleuten? erhindert, wo wie du den, en hast, wie ich überwun⸗ lIrsache deines dich künftig — 01— vor dem Falle zu bewahren. Wisse, daß von dieser fleißigen Selbstuntersuchung dein ganzer christlicher Fortgang abhängt. 1. Reuegebet und Vorsatz. O barmherziger Jesus! mein Gott und Herr, mein gerechter Richter! ich armer Sün— der werfe mich zu Deinen Füßen, und bekenne in Bitterkeit und Zerknirschung meines Herzens, daß ich Deine höchste Majestät, Deine unend— liche Güte durch meine Sünden beleidigt, und die Liebe Deines göttlichen Herzens und dessen Gnaden und Wohlthaten mit so großer Undankbarkeit vergolten habe. O könnte ich wie Magdalena, zu den Fü— ßen meines Heilandes meine Sünden bewei— nen! O barmherziger Jesus es schmerzet mich über Alles, daß ich Dich, meinen Schöpfer und Erlöser, meinen lieben Vater und mein einziges Gut, welches ich über Alles liebe, er— zürnt habe; Der Du wegen Deiner unendli— chen Vollkommenheiten würdig bist, von allen erschaffenen Herzen über Alles geliebt zu werden. Ich verdiente von Dir gestraft zu werden: aber ich bitte Dich um Gnade und Barmherzigkeit in Kraft Deines für mich so reichlich vergossenen kostbarsten Blutes. O, daß ich doch niemals gesündigt, Dich nie erzürnet hätte! Verzeihe mir, o barmherzigster Heiland! durch die un— endliche Liebe Deines süßesten Herzens, meine Untreue und Undankbarkeit, me7e Unehrerbie— 17* Le— tigkeiten und Eitelkeiten, meine Ungeduld und Sorglosigkeit meines Herzens sammt allen übrigen wider Dich von mir begangenen Sün— den. O, daß ich jenen Schmerz empfände, welchen meine vielfältigen Sünden Deinem liebreichsten Herzen verursacht haben! Von diesem Augenblicke werde ich mit Dei— ner Gnaͤde, dem Verlangen Deines Herzens genug thun, und Alles, was Dir an mir mißfällig ist, zu meiden suchen. Ich will mit der heiligen Katharina von Siena ausrufen, als sie Deinen heiligen Leib wegen der Sünden der Menschen bluten gesehen: Nimmermehr, nimmermehr will ich Dich beleidigen, o unendliche Gütigkeit. Ach, liebster Jesus! ich klopfe an der Thür Deines verwundeten Herzens, Das für mich am Kteuze durchstochen ward; verschließe Es mir nicht, sondern eröffne Es mir, und nimm mich armen Sünder darin auf. Ich versenke alle meine Sünden in dem Meere Deines heil— bringenden, zur Versöhnung meiner und aller Menschen Sünden vergossenen Blutes, Welches ich Dir, sammt Deinen Leiden und Sterben, zur Genugthuung aufopfere. Ich will von Deinem Herzen nicht weichen, bis ich höre, was Magdalena aus Deinem Munde gehört: Deine Sünden sind dir vergeben. Dich liebt, o Gott! mein ganzes Herz, Und dieses ist mein größter Schmerz: Daß ich erzürnt mein höchstes Gut! Ach, wasch' mein Herz in Deinem Blut. O be muth klage der in die fallen bin; gedient;& so übel be Zeitliche g Dinge will Durch diesf Herz und Ebenbild e Jesus! er nicht mein nur keine sondern vin O wů wegen ein um einem gefallen, betrübet, zuwider g Willen ges endliche S habe. Ick Herzen, d Verspreche igeduld und immt allen genen Sün⸗ empfände, en Deinem on! ich mit Dei— erzens genug nißfällig ist, der heiligen sie Deinen r Menschen termehr will zütigkeit. an der Thür is für mich rschließe Es und nimm Ich versenke Deines heil— r und aller s, Welches id Sterben, h will von h höre, was hört: Deine — 293 2. Reuegebet und Vorsatz. O barmherzigster Jesus! in tiefster De— muth klage ich mich vor Dir an, daß ich wie— der in die vorigen Sünden und Mängel ge— fallen bin; daß ich Dir so nachlässig und kalt gedient; Deiner so wenig gedacht; meine Sinne so übel bewahret; mein Herz so sehr auf das Zeitliche gewendet, und Dich um so schändlicher Dinge willen so oft und schwer beleidigt habe. Durch diese und andere Sünden habe ich mein Herz und meine Seele, Dein mir eingeprägtes Ebenbild entweihet und verunstaͤltet. O reinster Jesus! erbarme Dich meiner, und verwerfe nicht mein sündiges Herz, in welchem Du nicht nur keine Freude und kein Vergnügen findest, sondern viele Beleidigungen ertragen mußt. 3. Reuegebet und Vorsatz. O wie strafbar bin ich, daß ich so oft wegen eines kurzen Vergnügens meiner Sinne, um einem treulosen Herzen eines Menschen zu gefallen, Dein treuestes, aufrichtigstes Herz betrübet, daß ich oft Deinem heiligen Willen zuwider gewesen, indem ich meinem eigenen Willen gefolgt und so viele Gnaden und un⸗ endliche Schätze Deines Herzens mißbraucht habe. Ich bereue und beweine von ganzem Herzen, daß ich Dich, wider mein gemachtes Versprechen, so vielmals beleidigt habe. Ver⸗ — 294— zeihe mir, o Jesus! durch Dein mildreichstes Herz, Welches Deine Liebe zu einer Gnaͤden— pforte eröffnet hat, damit kein Sünder zu Grunde ginge. Ich verspreche Dir jetzt Besserung durch die Kraft Deiner Gnaden, welche Du mir aus dem Ueberflusse Deines Herzens verleihen wol— lest. Drücke in mein Herz wahren Abscheu und Furcht vor allen, auch den geringsten Sünden, und erneuere es nach Deinem Herzen; denn ich betheuere, daß ich nichts Anderes lieben will, als was von Demselben geliebet wird. O Maria, Mutter Gottes! mit Beschä— mung blicke ich in mein Herz, ich finde es von allem Guten leer! O hilfreiche Mutter! zeige was Deine Fürbitte bei Gott vermag. Erbitte mir eine vollkommene Reue über meine Sün— den und ein Herz, welches alles Böse verab— scheut, damit ich dem liebenden Herzen Deines göttliches Sohnes wohlgefällig werde. Amen. 4. Reinigung des Herzens von den sieben Haupt⸗ sünden durch sieben Blutvergießungen Christus. O ewiger Vater! ich lege mein hoffärtiges Herz in das kostbarste Blut Deines Sohnes Jesus Christus, Welches Er in Seiner Be— schneidung vergossen hat; und bitte dadurch, Du wollest mir um Dieses Blutes willen alle Sünden der Hoffart verzeihen. Mein von Völlerei beschwertes Herz lege ich in das kostbare Blut, Das auf dem Oel⸗ berge von e strömte; u ler Sünder Mein Das bei de reinen Flei bitte um V heit, in sammt der Willen und Mein sprenge ick der Dorne bitte durch den des G Mein lege ich in gossene Bli gebetet; ur ler Sünder ich fortwäh Nebenmens Mein ich in das bei dem ge verwundete gossen: und der Träghe immer dur— eifriger Di mildreichstes er Gnaden— Sünder zu erung durch Du mir aus rleihen wol— Abscheu und en Sünden, n; denn ich lieben will, zrd. nit Beschä— nde es von utter! zeige ag. Erbitte neine Sün⸗ zöse verab— zen Deines rde. Amen. eben Haupt⸗ n Christus. hoffärtiges es Sohnes Seiner Be— e dadurch, willen alle Herz lege dem Oel⸗ — 295— berge von Seinem heiligen Leibe auf die Erde strömte; und bitte dadurch um Verzeihung al— ler Sünden meiner Unmäßigkeit. Mein unkeusches Herz lege ich in das Blut, Das bei der Geißelung aus dem jungfräulichen reinen Fleische meines Heilandes geflossen; und bitte um Verzeihung aller Sünden der Unkeusch— heit, in Worten, Werken oder Gedanken, sammt der Gnade, allzeit Deinem göttlichen Willen und nicht dem Fleische nachzuleben. Mein geiziges und begieriges Herz be— sprenge ich mit dem heiligen Blute, Das bei der Dornenkrönung vergossen worden; und bitte durch Dasselbe um Vergebung aller Sün— den des Geld- und Ehrgeizes. Mein zorniges und leicht reizbares Herz lege ich in das am Stamme des Kreuzes ver— gossene Blut, da Dein Sohn für Seine Feinde gebetet; und bitte dadurch um Verzeihung al— ler Sünden des Zornes sammt der Gnade, daß ich fortwährend in aller Sanftmuth mit meinem Nebenmenschen lebe, und gern ihnen verzeihe. Mein träges und nachlässiges Herz lege ich in das heilbringende Blut Jesus, Das Er bei dem gewaltsamen Ausziehen Seiner an dem verwundeten Leibe angeklebten Kleider ver— gossen: und bitte um Verzeihung aller Sünden der Trägheit und des Müßigganges, damit ich immer durch Deine Guade als ein treuer und eifriger Diener befunden werde. — 296— Mein zum Neide geneigtes Herz besprenge ich mit dem Blute Jesus, Welches aus der hei— ligen Seite geflossen ist, und bitte: Du wollest mir durch dasselbe alle durch Neid und Miß— gunst begangenen Sünden vergeben, und die Gnade verleihen, daß ich Niemanden Uebles, sondern einem Jeden alles Gute wünsche, und zu thun mich bemühe. Nimm auf, o himmlischer Vater! mein Herz, das ich Dir gänzlich zu übergeben mich verpflichtet bekenne. Mein ist die Schuld, wenn selbes durch das heiligste Blut Deines Sohnes Jesus Christus nicht gereinigt, und Dir ange⸗ nehm ist. Ich hoffe dennoch, ein demüthiges und zerknirschtes Herz wirst Du, o Gott meines Herzens! in Ansehung der Verdienste des un— schuldigsten Herzens Jesus, nicht verschmähen. Amen. Geistige Genugthuung. O gütigster Vater! ich opfere dir nun auf alle Uebungen des allersüßesten Herzens Deines geliebten Sohnes, mit welchen es sich je hier— nieden für das Heil der Menschen, in Deinem Lob, und in Danksagungen gegen Dich, und in Wehklagen vor Dir, und in der heißesten Sehn— sucht der Liebe beschäftigt hat, zur Läuterung all' der irdischen Begierden und Gelüste und des verkehrten Willens, in welche mein Herz verflochten war! O güt auf eine je liebten So Welt, in Lehren und genmittel! durch Unn lautere, ei mals bega O gi noch auf bes Deine Uebungen alle Quals Sterbens, heit zu er welche ich Gliedern und das 4 Erneuere und des h les gewissi und mein Ehe Liebst hingehe, f keit, Du n tes Herzen werfe ich hen, und z besprenge zus der hei⸗ Du wollest d und Miß⸗ n, und die den Uebles, ünsche, und zater! mein rgeben mich chuld, wenn nes Sohnes d Dir ange⸗ demüthiges Bott meines iste des un— erschmähen. dir nun auf zens Deines sich je hier— in Deinem dich, und in esten Sehn— Läuterung Belüste und mein Herz — 297— O gütigster Vater! ich opfere Dir gleichfalls auf eine jede Uebung des Mundes Deines ge— liebten Sohnes, welche Er, für das Heil der Welt, in dem Abbruch der Speisen und im Lehren und Ermahnen vollbracht hat, zum Ge— genmittel wider alle meine Sünden, welche ich durch Unmäßigkeit, Verläumdungen und un⸗ lautere, eitle und schadgenbringende Worte je— mals begangen habe! O gütigster Vater, ich opfere dir auch noch auf eine jede Uebung des alleredelsten Lei— bes Deines vielgeliebten Sohnes, sammt allen Uebungen Seines vollkommensten Wandels, und alle Qualen Seines unschuldigsten Leidens und Sterbens, das Er ertrug, um die ganze Mensch— heit zu erlösen: zur Tilgung aller Sünden, welche ich je in irgend einer Weise mit den Gliedern meines Körpers wider Deine Ehre und das Heil meiner armen Seele verübt habe! Erneuere in mir den Drang der Liebe zu Dir und des heiligen Strebens, daß ich künftig Al— les gewissenhaft vollbringe, was Dein Gesetz und mein Beruf mir auferlegt hat! Amen. Ehe du zu dem Beichtstuhle hingehest. Liebster Gott und Vater! ehe ich zur Beicht hingehe, flehe ich noch zu Deiner Barmherzig— keit, Du wollest mein reumüthiges und zerknirsch⸗ tes Herz nicht verachten. Im Geiste der Buße werfe ich mich mit Magdalena zu Deinen Fü— ßen, und bereue aus dem Grunde meines Her— — 298— zens alle und jede Sünde meines ganzen Le⸗ bens, nur allein deswegen, weil ich Dich, mei⸗ nen Gott, dadurch beleidigt habe. Verzeihe mir um Jesus, Deines Sohnes willen, der dem reumüthigen Schächer verziehen hat. Das bitte ich durch denselben Jesus Christus, Deinen Sohn unsern Herrn. Amen. Die offene Schuld. Ich bitte Euer Hochwürden um den heiligen Se— gen, damit ich meine Sünden recht und vollständig beichten möge.— Ich armer, sündiger Mensch beichte und bekenne Gott dem Allmächtigen, Maria, Seiner jungfräulichen Mutter, allen lieben Heiligen, und Euer Hochwürden an Gottes Statt, daß ich seit meiner letz⸗ ten Beicht, welche vor(bier wird die Zeit der letzten Beichte ange geben. z. B. vor einem Vierteljahre u. s. w.) geschehen ist, oft und viel mit Gedanken, Worten und Werken gesündigt habe; besonders aber gebe ich mich schuldig, daß ich ꝛc. Beschluß der Beicht. Diese und alle meine andern wissentlichen und unwissentlichen Sünden, welche ich entweder selbst be⸗ gangen habe, oder woran ich Ursache war, daß sie von Andern sind begangen worden, sind mir vom Her⸗ zen leid, weil ich Gott, das allerhochste und liebens⸗ würdigste Gut und meinen gerechten Richter, dadurch beleidigt habe. Ich nehme mir ernstlich vor, nicht mehr zu sündigen und alle Gelegenheit zur Sünde zu mei⸗ den. Ich hitte Euer Hochwürden um die priesterliche Lossprechung und um eine heilsame Buße. Ewi der Erlöo des Kreu Herr, ar Stimme barmung keine Thr beweinen, abscheut, Deines ei Blutstrop für meine Verz und mein Sohnes u heiligste? Bösartigk Armuthee fräuliche Unlauterk durch den Wüste ur Unmäßigk Sanftmut sei nachsie meiner W die liebre Er rastlo meine Fa ganzen Le⸗ h Dich, mei⸗ Verzeihe mir n, der dem . Das bitte 18, Deinen heiligen Se— d vollständig ensch beichte aria, Seiner en, und Euer t meiner letz— eit der letzten jahre u. s. w.) Worten und gebe ich mich ntlichen und der selbst be⸗ ar, daß sie ir vom Her— ind liebens— ter, dadurch „nicht mehr nde zu mei⸗ priesterliche E — 250— 1. Gebet nach der Beicht. Ewiger Vater! ich opfere Dir den Preis der Erlösung, den Jesus, sterbend am Holze des Kreuzes, für mich dargebracht. Sieh', o Herr, auf das Angesicht Christus, höre die Stimme Seines Blutes, die für mich um Er— barmung ruft; und wenn meine Augen jetzt keine Thränen haben, um meine Sünden zu beweinen, und mein Herz nur innerlich sie ver— abscheut, so schaue vielmehr auf die Thränen Deines eingebornen Sohnes, und auf alle die Blutstropfen, die Er, im Leben wie im Tode, für meine Vergehungen vergossen hat. Verzeihe mir! o mein Gott, meinen Stolz und meine Eitelkeit durch Deines geliebtesten Sohnes unaussprechliche Demuth, durch Seine heiligste Wahrheit und Liebe vergib alle meine Bösartigkeit, und durch Seine vollkommene Armuth alle meine Habsucht. Durch die jung— fräuliche Klarheit Seines Leibes verzeihe alle Unlaͤuterkeit meines Herzens und meiner Sinne; durch den Hunger und Durst, den Er in der Wüste und am Kreuze erduldet, alle meine Unmäßigkeit und Lüsternheit. Durch die süße Sanftmuth und Milde des unbefleckten Lammes sei nachsichtig allen Fehlern meines Zornmuthes, meiner Widerspänstigkeit und Rachsucht. Durch die liebreiche Emsigkeit und Sorgfalt, womit Er rastlos mein Heil wirkte, verzeihe alle meine Fahrlässigkeit und Lauigkeit. Durch alle — 300— Seine Verdienste und unendlichen Vollkommen— heiten verzeihe meine zahllosen Mängel und Gebrechen. Zur Genugthuung endlich für so viele Verschulden, will ich, wenn es so Dir gefällt. alle Mühseligkeiten, Betrübnisse und Wider— wärtigkeiten bereitwillig ertragen, sie mögen nun geraͤdezu von Dir, oder durch Deine Ge— schöpfe, nach den Anordnungrn Deiner gött⸗ lichen Vorsehung, mir gesendet werden, welcher ich von ganzem Herzen und bis zu meinem letzten Athemzuge mich unterwerfe. Alles, o mein Gott, nur keine Sünde mehr! 2. Danksagung nach der Beicht. So bin ich denn wieder ein Kind Gottes! Mit Vertrauen darf ich meine Augen wieder zu dem Himmel erheben! Meine Sünden, o unendliche Gnade! sind wir abermal vergeben. Was soll ich Dir, mein Gott! für diese große Gutthat erwiedern? Um meine Dankbarkeit zu bezeigen, will ich, o mein gütigster Gott! Deine unermessene Barmherzigkeit ohne Unterlaß aus ganzem Herzen bis an das Ende meines Lebens erheben! Niemals will ich ablassen, Dich, den liebreichsten Vater, zu loben! Heiligstes Herz Jesus! Dir verdanke ich die Gnade, welche mir der himmlische Vater jetzt geschenkt hat. Du göttliches Herz hast den Zorn des Vaters besänftigt, Seiner Ge— rechtigkeit hung veri Angst un! O D meines 5 weil Du Herz bist meinem g zeit geliel O gi noch Kret von Dir meine he Sünde ut schon sor mir verm Heili Deine Fů in der F sterben. Alles haben, s jener Liel Jesus, Lâ Sünden! ollkommen— Kängel und r so viele Dir gefällt. d Wider— sie mögen Deine Ge— einer gött— en, welcher zu meinem Alles, o t. ud Gottes! zen wieder Sünden, o Uvergeben. diese große ikbarkeit zu ott! Deine terlaß aus nes Lebens Dich, den rdanke ich sche Vater Herz hast zeiner Ge— — 304— rechtigkeit genug gethan, und mir die Verzei— hung verdient durch Deine Schmerzen, Deine Angst und Deinen Tod. O Du allezeit gegen mich liebevolles Herz meines Heilandes Jesus, ich liebe Dich; und weil Du das aller Liebe unendlich würdigste Herz bist, so liebe ich Dich über Alles, aus meinem ganzen Herzen. O, daß ich Dich alle— zeit geliebt und nie beleidigt hätte! O göttliches Herz! es soll mich weder Ehre noch Kreuz und Leiden, noch der Tod selbst von Dir trennen. Schenke mir die Stärke, meine heiligen Vorsätze zu erfüllen. Jene Sünde und Gelegenheit N., wodurch ich Dich schon so oft beleidigt habe, soll für allezeit von mir vermieden sein. Heiligste Jungfrau! erwirke mir durch Deine Fürbitte die Beständigkeit und die Gnade, in der Freundschaft Gottes zu leben und zu sterben. Amen. Alles, was ich in Zukunft werde zu leiden haben, soll der göttlichen Gerechtigkeit mit jener Liebe aufgeopfert sein, womit das Herz Jesus, Leben und Blut an dem Kreuze für die Sünden der Menschen aufgeopfert hat. — 302— 3. Gebet. O heiligstes Herz meines liebreichen Jesus! Du bist die Quelle des wahren Schmerzes. O, daß aus Dir reuewirkende Thränen flößen, durch welche mein Herz von allen Sünden ge— reinigt würde! O göttliches Herz! meine Sünden haben Dich in die tiefste Traurigkeit versenket. O, daß ich dieselben genug bereuen könnte! Diese meine Reue vereinige ich mit dem Schmerze aller büßenden Herzen. O wie blind war ich, die Freundschaft der Menschen habe ich gesucht, Deine habe ich nicht gesucht; jenen habe ich mein Herz geschenkt, Dir habe ich es verwei— gert! O Jesus! mit Deiner Gnade will ich ersetzen, was ich bisher versäumte, Alles, was ich habe, was ich bin, alle Güter, Ehre und Ansehen, Gesundheit und Leben schenke ich Dir; schalte damit nach Deinem Wohlgefal— len; nur Deine Liebe schenke mir, und ich bin zufrieden. O unschuldiges und doch bußfertiges Herz! ersetze die Heftigkeit des Schmerzes, den ich über meine Sünden haben sollte. O göttliches, von der Liebe eröffnetes Herz! in Deine heiligste Wunde versenke ich mich mit vollem Vertrauen beschütze mich vor dem Zorne Deines himmlischen Vaters, Der so billig wider mich aufgebracht ist. Diese Deine hochheilige Wunde muß mir zur Freistä besonders O bre von jenem und entzün dadurch al zehret wür O, de nichts meh sten Herzer O Jesf Ich finde ich mir in ist rein ger Dingen, unrechters überflüßige Willen. daß mein und Deine werde. At 4. Reue u O lie gekreuzigter Herzen, D Herz so o ach, meine allergrößte ich mein ge chen Jesus! Schmerzes. nen flößen, Zünden ge— den haben et. O, daß Diese meine nerze aller rich, die ch gesucht, nhabe ich es verwei— de will ich Alles, was Ehre und schenke ich Vohlgefal— ind ich bin tiges Herz! 5, den ich göttliches, ne heiligste Vertrauen immlischen lufgebracht muß mir — 303— zur Freistätte wider die Feinde meines Heils, besonders in der letzten Stunde dienen. O brennendes Herz! nimm einen Funken von jenem Feuer, welches in Dir aufwallet, und entzünde damit mein kaltes Herz. O daß dadurch alle Unreinigkeit meines Herzens ver— zehret würde! O, daß doch mein Herz nichts mehr liebte, nichts mehr wünschte, als was Deinem heilig— sten Herzen wohlgefällt. O Jesus, Du Glanz des ewigen Lichtes! Ich finde in Deinem Herzen geschrieben, was ich mir in mein Herz schreiben soll. Dein Herz ist rein gewesen von der Liebe zu den zeitlichen Dingen, von der Begierde zu gefallen, von unrechter Meinung, von unnützen Gedanken, überflüßigen Sorgen, Ungeduld und eigenem Willen. O Freund unserer Herzen! mache, daß mein Herz auch von diesen Mängeln rein, und Deinem reinsten Herzen immer ähnlicher werde. Amen. 4. Reue und Bündniß mit dem Herzen Jesus. O liebenswürdiges Herz Jesus, meines gekreuzigten Heilandes! es reuet mich vom Herzen, Dein aus Liebe zu mir verwundetes Herz so oft und schwer beleidiget zu haben; ach, meine Schuld— meine Schuld— meine allergrößte Schuld! Es reuet mich Alles, was ich mein ganzes Leben hindurch gesündiget habe, — 304— weil ich dadurch Dich, das allerhöchste, unend— liche liebenswürdigste Gut, welches ich über Alles liebe, beleidigt habe. O ewiger, himmlischer Vater! verzeihe mir! Mein Jesus, sei mir gnädig, wasche meine Seele rein mit dem Blute der Versöh— nung, das aus Deinem göttlichen Herzen quillt! Im innersten Schmerze meines Herzens, bitte ich Dich, o Gott, meines Herzens um Ver⸗ söhnung mit Dir und allen Menschen, die ich beleidigt habe. Mit Deiner Gnade und Barm— herzigkeit opfere und weihe ich Dir von dieser Stunde an, bis zum letzten Augenblicke meines Lebens alle und jede Bewegung meines Herzens und meines Leibes als Zeichen der Liebe und des Lobes und Du wollest Dich würdigen, sie so viel bei Dir gelten zu lassen, als die Worte: Geliebt, gelobt und gepriesen sei das liebreichste Herz Jesus und das unbefleckte Herz Maria, von mir und allen Geschöpfen von nun an bis in Ewigkeit. Durch dieses Bündniß und Mei— nung lasse mir Alles zum Verdienste werden. Ich empfehle Dir, o Jesus! in Dein göttliches Herz mein Herz und meine Seele, die ewige Ruhe an Deinem Herzen durch Dich mit Gott vereiniget, mein Jesus! Der Du mit dem Vater und heiligen Geiste gleicher Gott lebest und re— gierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. V Die he Sacrament Welchem die und hervorl unser Herz; es uns zu Ii Es soll dal Herzens sich in der heilig größte, vort lichen Seele brauch habe Aloisius, ei Jesus, zu Andacht vor Ich gl cramente: Gottes en Liebe Mens Blut so rei den abzuwe lichen Ger Ich gl göttliche H Seines Lel schen zu v Welches de ein Schild hste, unend— es ich über r! verzeihe ig, wasche der Versöh— erzen quillt! rzens, bitte 5s um Ver⸗ en, die ich und Barm⸗ von dieser licke meines nes Herzens Liebe und irdigen, sie die Worte: liebreichste erz Maria, nun an bis z und Mei⸗ ste werden. in göttliches die ewige hae mit Gott t dem Vater best und re⸗ Amen. — 305— Vor der heiligen Communion. Die heilige Communion kann mit Recht ein Sacrament des Herzens Jesus genannt werden, in Welchem die Liebe mehr, als in allen übrigen sieget und hervorleuchtet. Dieses Geheimniß dringt in unser Herz; und wenn wir dasselbe hingeben, macht es uns zu Inhabern und Besitzern des Herzens Jesus. Es soll daher ein Verehrer dieses hochwürdigsten Herzens sich auf das vollkommenste bereiten, Dasselbe in der heiligen Communion zu empfangen, welche das größte, vortrefflichste und heiligste Werk einer christ— lichen Seele ist. Daher auch Viele den heiligen Ge— brauch haben, sich nach dem Beispiele des heiligen Aloisius, eines besondern Verehrers des Herzens Jesus, zu diesem Gastmale durch eine dreitägige Andacht vorzubereiten. Gebet. Ich glaube, daß ich jetzt im heiligen Sa— cramente Odes Altars den eingebornen Sohn Gottes empfangen werde, Welcher uns zu Liebe Mensch geworden ist, und Sein kostbares Blut so reichlich vergossen hat, um meine Sün— den abzuwaschen, und für dieselben der gött— lichen Gerechtigkeit genug zu thun. Ich glaube, daß ich empfangen werde das göttliche Herz Jesus, Welches die ganze Zeit Seines Lebens verlangte, Sich mit den Men⸗ schen zu vereinigen; dieses hochheiligste Herz, Welches der Abgrund der Barmherzigkeit und ein Schild wider alle Feinde ist. O gütigster 18 — 306— Jesus ich bete Dich an, lobe und verehre Dich mit möglichster Ehrerbietung und tiefster De— muth. Ich verlange und seufze zu Dir, als ein Kraͤnker zum Arzte des Lebens, als ein als Unreiner zum Brunnen der Barmherzigkeit, ein Blinder zum Lichte der ewigen Klarheit, als ein Bedürftiger zu dem Herrn Himmels und der Erde. Ich hoffe von Deiner unendlichen Gütigkeit, Du werdest mich von Deinem gött— lichen, kraft⸗- und gnadenvollen Herzen nicht ausschließen, noch meine Seele unter der Bürde ihrer Armseligkeit verschmachten lassen. Aber, o welche große Gnade, mein höch— stes Gut, daß Du bei mir einkehren willst! Ach, nicht mein Verdienst, soudern Dein liebeglühendes Herz, bringt Dich dahin, daß die Heiligkeit zur Bosheit, die Reinigkeit zur Unlauterkeit, die unendliche Majestät bei dem Staube einzukehren Sich würdigt. Ich erkenne, o mildester Jesus! diese Deine überschwengliche Liebe und Güte. Wie gerne möchte ich sagen, daß ich Dich liebe, es braucht nur einen Funken Deines liebeglühenden Her— zens, so wird mein Herz entzündet werden. Um wie viel mehr wirst Du mein Herz ent— zünden, wenn Du Selbst, o Du ewiges Feuer der Liebe! zu mir kommen, und in meinem Herzen Deine Wohnung nehmen wirst. Ich bin zwar nicht würdig, daß Du bei mir einkehrest; da Du aber gekommen bist, v Du Leben der Menschen, nicht um die Gesunden zu heilen, di um den Kra der zu Dir met Alle zu beladen seid komme ich knirschtem à meines Leber ich gegen die habe, daß i Deine göttli wenig in A Sünden ver erlaube mir heiligen He suche; gib, Makel nicht kohle, wele hat. Ach, auf meinen auf alle Kr verbrenne mißfallen k⸗ ö Verle O, da aller Engel Dich empfa Mutter in pfangen ha ster Jesus, erehre Dich tiefster De— Dir, als 3„ als ein mherzigkeit, uKlarheit, Himmels unendlichen einem gött— derzen nicht der Bürde en. mein höch— 1 willst! idern Dein ahin, daß inigkeit zur ät bei dem diese Dein: Wie gerne es braucht enden Her— et werden. Herz ent— iges Feuer in meinem irst. daß Du bei nen bist, v e Gesunden zu heilen, die keines Arztes bedürfen, sondern um den Kranken zu helfen; da Du die Sün⸗ der zu Dir einladest, ihnen zurufend:„Kom⸗ met Alle zu Mir, dir ihr mit Mühe und Arbeit beladen seid, Ich will euch erquicken;“— so komme ich mit großem Vertrauen und zer⸗ knirschtem Herzen. Ich bereue alle Sünden meines Lebens; am meisten diejenigen, welche ich gegen dieses göttliche Sacrament begangen habe, daß ich meine Zuuge, die so oft durch Deine göttliche Gegenwart geheiligt wurde, so wenig in Acht genommen, und durch so viele Sünden verunreinigt habe. O gütigster Jesus erlaube mir, daß ich in der Wnnde Deines heiligen Herzens meinen Uebeln abzuhelfen suche; gib, daß dieses Herz, das die geringste Makel nicht dulden kann, gleich sei jener Feuer⸗ kohle, welche die Lippen des Isaias gereinigt hat. Ach, lege diese Kohle auf mein Herz, auf meinen Mund, auf meine Sinne, und auf alle Kräfte meiner Seele, damit sie Alles verbrenne und vertilge, was Deinen Augen mißfallen kann. Verlangen nach dieser Engelsspeise. O, daß ich alle Andacht, Liebe, Reinigkeit aller Engel und Heiligen hätte! O könnte ich Dich empfangen, wie Dich Deine jungfräuliche Mutter in viesem heiligsten Sacramente em⸗ pfangen hat! Ich opfere Dir auf, o allersüße⸗ ster Jesus, zum Ersatz des Mangels an gebüh⸗ 18* — 308 render Vorbereitung, Dein eigenes Herz, das Herz Maria und die Herzen aller Heiligen sammt aller Vorbereitung und allen Tugenden, mit Denen Sie Dich jemals in diesem Sacra— mente empfangen haben. O allerseligste Jungfrau! Dich bitte ich durch die unüberschwengliche Freude, welche Du in Deinem jungfräulichen Herzen empfunden hast, als Du Deinen lieben Sohn empfangen: Du wollest mir eine solche Demuth und Andacht mittheilen, durch welche Du Dein Herz berei— tet hast, daß ich in meinem Herzen Deinen Sohn würdig empfange. O ihr heiligen Engel! o ihr meine heiligen Schutz-Patrone und alle Heiligen, ich gehe, euern und meinen Gott und König zu empfan⸗ gen; daher bitte ich euch: machet mich theil— haftig und zu einem Nachfolger eurer Demuth, Keuschheit, Bußfertigkeit, Andacht und Liebe, und aller andern Vollkommenheiten, mit denen ihr gezieret auf Erden Diese Himmelsspeise genossen habt, auf daß ich mit eueren Tugen⸗ den bekleidet, dem Herzen Jesus gefallen, und mein Herz mit ihm vereinigen möge. Nun komme ich sündhafte Creatur, ein Abgrund der Armseligkeit, zu dem Abgrund aller Güte, und begehre Dich, mein Jesus, mit vollkommenster Andacht zu empfangen; ich komme, mich zu entzünden durch Deine Liebe und von Deinem Leben zu leben. O Jesus! mein Herz seufzet nach Dir. Gleichwie eir quelle lechzet mein Herzen ser, meinem Mein 5 ruhet in Di Speise, mein thum, mein So komm' de ges Leben! keit! und ge mit jener Deiner Emp Deiner liebst Herz Jâ Ach kon Ich gle Dich, l O ver— Welt versto will Dich Innerste me Komm' schenkindern Herz. Kom Komm', o Komm damit Du schest; als? herr mich fü Herz, das Heiligen — Tugenden, m Sacra⸗ bitte ich welche Du empfunden mpfangen: id Andacht Herz berei— inen Sohn ne heiligen ich gehe, u empfan⸗ mich theil⸗ r Demuth, und Liebe, mit denen imelsspeise en Tugen⸗ allen, und atur, ein Abgrund Jesus, mit ingen; ich eine Liebe nach Dir. — 309 Gleichwie ein durstiger Hirsch nach der Wasser⸗ quelle lechzet; also verlangt meine Seele und mein Herz nach Dir, meinem Schöpfer, Erlö— ser, meinem besten Freunde und höchsten Gute! Mein Herz ist nicht eher ruhig, bis es ruhet in Dir, o Jesus! Der Du bist meine Speise, mein Trank, meine Ehre, mein Reich⸗ thum, mein Heil, mein Gott und mein Alles. So komm'' denn, o geliebtester Heiland! o ewi⸗ ges Leben! o ewige Seligkeit! o höchste Heilig⸗ keit! und geh' ein in mein armseliges Herz, mit jener Liebe, womit Du im Augenblicke Deiner Empfängniß in den jungfräulichen Leib Deiner liebsten Mutter eingegangen bist. Herz Jesus, mich verlanget nach Dir. Ach komm', Herz Jesus! komm' zu mir. Ich glaub an Dich ich hoff' auf Dich, Dich, liebster Jesus! liebe ich. O verachteter, verspotteter und von der Welt verstoßener Jesus! komm' zu mir, ich will Dich mit Freuden aufnehmen in das Innerste meines Herzens. Komm', Du Schönster unter allen Men— schenkindern, und kehre ein in mein bedrängtes Herz. Komm', o lebendiges Himmelsbrot! Komm', o liebreiche Sonne! Komm', o König der Herzen! in mein Herz, damit Du daselbst als ein König mich beherr— schest; als Bräutigam mich ergötzest, als Feld— herr mich führest, als ein Hirt mich bewahrest. 18* SS·SS————— —— ————— Sr..—— ITI —— — — 310— Liebesafferte vor der heiligen Communion. Süßes Herz Jesus! Du rufest uns zu: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, und Ich will euch erquicken; Du harrest meiner mit Sehnsucht im heiligsten Sacramente. Sieh', ich komme, o Jesus! nimm mich auf und laß' mich Dir in heiliger Liebe verbunden bleiben in Ewigkeit. Süßes Herz Jesus! Du Freund der See⸗ len; siehe, ich stehe vor Deiner Thüre und klopfe an. O, wolle mir den Einlaß meiner Sünden wegen nicht verwehren, denn ich be— reue sie jetzt um Deiner Liebe willen vom gan— zen Herzen; allen Eitelkeiten und Lüsten dieser Welt entsage ich gern. Süßes Herz Jesus! Du Abglanz des ewi— gen Vaters, Du Schönster unter den Menschen— kindern, Den zu schauen die Engel gelüstet; ich bitte Dich durch Dein liebevolles Herz, das mit der Lanze durchstochen wurde, nimm aus meinem Herzen Alles hinweg, was Deinen rein— sten Augen mißfällt, und mache es zu einer angenehmen Wohnung Deiner unendlichen Schönheit. Süßes Herz Jesus! Du Sehnsucht aller Dich liebenden Seelen; entzünde mein Herz, welches ich Dir zum Brandofer darbringe, mit dem Feuer Deiner Liebe, lösche in demsel— ben aus alle irdischen Liebesflammen und beseele es ganz mit heit sagen ki ich, sonderr Süßes mit leeren K scheinen. A an die Gab ten: die Kr meinen Ver von nun ar Jesus! in Deinen Wi Süßes reines Her Leib und D und so in L ich wahrha Leben, noc scheiden vo Christus Jo Andere Geb siehe Seite 86, Herzen Jesus. Beim Hinti Stehe Jungfrau! heiligen Jo engel, und heiligen N. Herrn, un nunion. t uns zu: hselig und licken; Du heiligsten sus! nimm liger Liebe der See⸗ hüre und aß meiner un ich be— vom gan⸗ sten dieser z des ewi⸗ Menschen— lüstet; ich Herz, das nimm aus einen rein⸗ s zu einer mendlichen sucht aller nein Herz, darbringe, in demsel— ind beseele 3 es ganz mit Deinem Geiste, damit ich in Wahr— heit sagen könne:„Ich lebe, aber nunmehr nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Süßes Herz Jesus! Du befiehlst mir nicht mit leeren Händen vor Deinem Angesichte zu er— scheinen. Aber was soll ich Dir geben? Nimm an die Gaben, die ich von Veiner Güte erhal— ten: die Kräfte meiner Seele, mein Gedächtniß, meinen Verstand, meinen Willen; sie sollen von nun an Dir geweiht sein. Laß' mich, o Jesus! in allen Dingen nicht meinen, sondern Deinen Willen erfüllen. Süßes Herz Jesus! verschaffe mir ein reines Herz, damit ich Deinen allerheiligsten Leib und Dein kostbares Blut würdig empfange, und so in Liebe mit Dir vereinigt werde, daß ich wahrhaft sagen könne: Weder Tod, noch Leben, noch irgend ein Geschöpf wird mich scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christus Jesus, unserm Herrn. Amen. Andere Gebete zur Vorbereitung für die heilige Communion, siehe Seite 86, eine oder vie andere Begrüßung zum heiligsten Herzen Jesus. Beim Hintritt zum Tische des Herrn rufe die Heiligen um ihren Beistand an. Stehe mir bei, o Du seligste, unbefleckte Jungfrau Maria mit Deinem Bräutigam, dem heiligen Josef; auch Du, mein getreuer Schutz— engel, und ihr, meine auserwählten Schutz⸗ heiligen N. N., begleitet mich zum Tische des Herrn, und ersetzet durch eure Verdienste meine — 312— Mängel, damit ich meinen Jesus würdig em— pfaͤnge, und Ihn mit Euch dereinst von Ange⸗ sicht zu Angesicht loben und preisen möge. Amen. Nach der heiligen Communion Suche die kostbaren Augenblicke dieser Zeit wohl zu deinem Nutzen anzuwenden, da du den Schatz aller Gnaden besitzest, und so fest mit dem Ursprunge aller himmlischen Güter vereiniget bist, baß du nun mit Freuden und nach Herzenswunsch aus dem Brun— nen des Heilandes die Wässer des ewigen Lebens schöpfen kannst. Bedenke, daß du empfangen und wesentlich in dir habest das kostbarste, edelste, gütigste, liebreichste Herz Jesus! Ein Herz, Welches sich je— derzeit hat erweichen lassen, so oft auch die verzwei— feltsten Sünder zu Ihm gekommen, indem Es ihnen in höchster Noth Barmherzigkeit widerfaͤhren ließ; ein Herz, Welches auf die Samaritin gewartet, sie vom Irrwege auf den rechten Weg zu bringen; ein Herz, Welches die Ehebrecherin von der Todesstrafe losge— sprochen, und ihre Ankläger beschämet; ein Herz, Welches der Magdalena ihre Sünden vergeben, und sie mit heiliger, keuscher Liebe entzündet. Trage Ihm deßwegen Dein Anliegen mit großem Vertrauen vor; begehre von Ihm alle leiblichen und geistigen Noth— wendigkeiten. O lie Gut! woh mein unr was man gen kann. Ich g heit! icheh ich liebe Alles, vo in meiner Dich meir Seligmad gebigsten furcht und Dir, und Nichtigkei und Herr Ich reichster daß Du sündiges Fleische Gebenede und Mil verschmäl vürdig em⸗ von Ange⸗ isen möge. 3n er Zeit wohl den Schatz m Ursprunge baß du nun dem Brun⸗ igen Lebens pfangen und este, gütigste, lches sich je— die verzwei⸗— m Es ihnen ren ließ; ein rtet, sie vom n; ein Herz, strafe losge— zein Herz, rgeben, und Trage Ihm trauen vor; stigen Noth— 313— Begrüßung und Anbetung. O liebster Jesus! mein Gott und höchstes Gut! woher kommt mir, daß Du eingehest in mein unreines Herz? Nun besitze ich Alles, was man im Himmel und auf Erden verlan— gen kann. ö Ich glaube an Dich, o unfehlbare Wahr— heit! ich hoffe auf Dich, o ewige Glückseligkeit! ich liebe Dich, o Jesus! Deinetwegen über Alles, von ganzem Herzen; ich bete Dich als in meinem Herzen persönlich gegenwärtig an, Dich meinen Gott, Erschaffer, Erhalter und Seligmacher, meinen höchsten Herrn und frei⸗ gebigsten Belohner. In tiefster Demuth, Ehr— furcht und Andacht werfe ich mich nieder vor Dir, und versenke mich in den Abgrund meiner Nichtigkeit, vor Deiner unendlichen Majestät und Herrlichkeit! Danksagung Ich sage Dir unendlichen Dank, o lieb— reichster Jesus! für die unschätzbare Gnade, daß Du Dich gewürdigt hast, in mein unreines sündiges Herz einzukehren und mich mit Deinem Fleische und Blute zu speisen und zu tränken. Gebenedeit sei in Ewigkeit Deine süßeste Liebe und Milde, die mein sündhaftes Herz nicht verschmähet hat. — 314— So würdige Dich denn, mein süßester Heiland! mein armes Herz anzunehmen. Ich gebe es in Deine heiligen Hände, demüthig bittend: Du wollest es Deiner würdig machen, und mit den Tugenden Deiner heiligsten Mensch— heit auszieren, damit ich in Wahrheit sagen könne, ich lebe zwar, aber nicht mehr ich, son— dern das liebevolle Herz Jesus lebt in mir und ich in Ihm. Verloren sind zwar jene Jahre, Tage und Stunden, in welchen ich Dich nicht geliebt, welche ich in Sünden und Eitelkeiten zuge— bracht; aber nimm hin, o göttliches Herz! den Ueberrest meiner Tage, welche ich nunmehr Dei— ner Liebe und Ehre zu widmen, fest entschlossen bin. Ich verspreche Dir, o Gott, daß ich eher sterben, als Dich durch eine schwere Sünde betrü— ben will; ich werde auch nichts begehen, was ich für eine läßliche Sünde halten könnte, und durch eine gute Meinung Dir alle meine Arbeiten und Standesverrichtungen aufopfern; in Allem Dei— nen heiligsten Willen vollbringen, und die Tu— genden Deines Herzens, als die Sanftmuth, Demuth, Liebe, Geduld, Barmherzigkeit, gegen meinen Nebenmenschen ausüben. Stärke mich hierin, o Jesus, durch Deine Gnade; ja, lege mich als Dein Eigenthum in Dein göttliches Herz und bewahre mich darin. Hier soll meine Ruhe sein auf ewige Zeiten, hier will ich meine Wohnung haben, denn ich habe mir Sie auserwählt. O fre nicht von mir gekom chesten He auszugieße meiner auf ich anfang Nimm fällig und Gib mir e⸗ mit alle N Dir gezoge Dingen Ge Heilig Deiner Mi Deine wes Gebet z Gott! Menschwe Herrn Jesti zu einem gnädigst d Oelberge u Gott! me lassen! da unserem g Kräften, und Werk daß wir in süßester yjmen. Ich „demüthig hig machen, ten Mensch— rheit sagen hr ich, son⸗ in mir und Tage und cht geliebt, eiten zuge⸗ Herz! den umehr Dei⸗ chlossen bin. aß ich eher ünde betrü⸗ en, was ich und durch beiten und Allem Dei⸗ id die Tu⸗ Sanftmuth, keit, gegen urch Deine jenthum in nich darin. ige Zeiten, „denn ich — 315— O freigebigster Jesus! was soll ich jetzt nicht von Dir hoffen und begehren, Der Du zu mir gekommen bist, die Schätze Deines allerrei⸗ chesten Herzen in meinem bedürftigen Herzen auszugießen. Gib, daß dieser Augenblick der meiner aufrichtigen Bekehrung sei, in welchem ich anfange, unablässig Dich zu lieben. Nimm Alles von mir hinweg, was Dir miß— fällig und mir zum ewigen Leben hinderlich ist. Gib mir ein zum Himmel erhobenes Herz, da— mit alle Neigungen desselben stets über sich zu Dir gezogen werden, und nur an himmlischen Dingen Geschmack finden. Heilige mein Herz, gleichwie Du das Herz Deiner Mutter, der Apostel und Heiligen durch Deine wesentliche Gegenwart geheiligt hast. Gebet zu dem allerheiligsten Herzen Jesus. Gott! Der Du in der geheimnißvollen Menschwerdung Deines Sohnes und unseres Herrn Jesus Christus, Sein heiligstes Herz uns zu einem Liebespfand gegeben hast: verleihe gnädigst durch das schmerzvolle Herz Jesus am Oelberge und da Er am Kreuze gerufen: Mein Gott! mein Gott! warum hast Du mich ver— lassen! daß wir dieses liebreizende Herz aus unserem ganzen Herzen und aus all' unseren Kräften, mit allen unseren Gedanken, Worten und Werken lieben und auf Erden ehren, auf daß wir dadurch und mit diesem liebevollen — 316— Herzen verdienen, Dich und Deines Sohnes liebwerthestes Herz ewiglich zu lieben, und von Dir und Ihm geliebet zu werden im Himmel. Der Du mit Ihm und dem heiligen Geiste lebest und herrschest in Ewigkeit. Amen ö Andere Gebete und Litaneien, deren du dich nach der heiligen Communion bedienen kannst, siehe: Seite 19, 23, 29, 48, 55, 57, Eine oder die andere Besuchung des allerheiligsten Herzen Jesus. Bitten zum Herzen Jesus, Seite 92. Anempfehlung in das heiligste Herz Jesus. O allersüßester Herr Jesus Christus! Der Du aus unendlicher Liebe zu uns Dein Herz gänzlich dargegeben und uns nach Deinem Tode den Weg zu demselben durch Deine heilige Sei— tenwunde eröffnet hast; ich bitte Dich durch diese uneimessene Liebe Deines Herzens, mit welcher Du die ganze Welt, und sogar die größ⸗ ten Sünder umfängst: Du wollest Dich wür— digen, in Dein Herz meinen und die Namen meiner Eltern, Freunde und Verwandten, dann meiner Wohlthäter und Derjenigen, die sich in mein Gebet empfohlen haben; endlich meiner Feinde und aller dem Vereine Deines heiligsten Herzens einverleibten Brüder und Schwestern einzuschließen, und weil Du Deiner lieben Braut, der heiligen Mechthildis, da Du sie in Dein Herz eingeladen, sich darin zu erquicken, ge— sagt hast: der Platz sei lang und breit; so schließe auch ein alle Ungläubigen, Alle, die im Irrthume ben führen mit gütige ner Gnad allerheiligs O Maria uus jetzt 1 Tägli Allm vor dem bete ich D Gott und länger zu sterben so sterben, Ich will f möge. De sowohl hi bereit, o sollꝰ Wa willst Du Ich meine Ere dig anseh ziehen E ich Dich, unendlich und mein ses Sohnes n, und von m Himmel. Geiste lebest nach der heiligen 29, 48, 55, 57, in Herzen Jesus. rz Jesus. ristus! Der Dein Herz deinem Tode heilige Sei⸗ Dich durch erzens, mit zar die größ⸗ Dich wür— die Namen ndten, dann die sich in lich meiner es heiligsten Schwestern eben Braut, sie in Dein suicken, ge— 9,breit; so Alle, die im — 7— Irrthume sind, und ein an Gott vergessenes Le⸗ ben führen. Siehe, o Jesus! diese Armseligen mit gütigen Augen an; uns aber stärke mit Dei⸗ ner Gnade, daß wir unser Herz mit Deinem allerheiligsten Herzen immer vereiniget erhalten. O Maria, Du Mutter der Gnade! bitte für uus jetzt und in der Stunde des Todes. Amen. Tägliche Bitte um christlich zu sterben. Allmächtiger, ewiger Gott! Hingeworfen vor dem Throne Deiner unendlichen Majestät bete ich Dich demüthig an. Du allein bist mein Gott und Herr meines Lebens. Ich bin bereit länger zu leben! Willst Du, daß ich noch heute sterben soll, so bin ich auch bereit. Ich will sterben, auf daß ich Deiner ansichtig werde. Ich will sterben, damit ich mit Dir ewig leben möge. Dein heiligster Wille, o Herr! geschehe sowohl hier, als in Ewigkeit. Mein Herz ist bereit, o Gott! was willst Du, daß ich thun soll? Was willst Du, daß ich leiden soll? Was willst Du, daß mit mir geschehe? + Ich bitte Dich, o Herr! Du wollest diese meine Ergebung in Deinen heiligen Willen gnä⸗ dig ansehen, und meinen Willen gänzlich zu Dir ziehen. Es reuet mich aus ganzem Herzen, daß ich Dich, meinen Gott, beleidiget habe, weil Du unendlich gütig, unendlich heilig, die Liebe selbst und mein Gott bist. I— IPI.IFIRIYIꝗYIYP‚I‚I‚—— 2 — 3848— Ich bitte Dich, o Herr! es wolle die süße Gewalt Deiner Liebe in meinem Gemüthe Alles vertilgen, was irdisch ist, damit ich auch aus Liebe zu Dir lebe und aus Liebe zu Dir sterbe; Der Du auch aus Liebe zu mir Dich gewürdi— get hast, als Mensch zu leben und zu sterben. O Herr Jesus Christus! in Ansehung jener Bitterkeit, welche Du für mich hast ausgestan⸗— den, besonders zu jener Stunde, da Deine aller— reinste Seele aus Deinem gebenedeiten Leibe abgeschieden ist, bitte ich Dich, erbarme Dich meiner Seele in ihrem Hinscheiden, und führe sie dann in das ewige Leben. Erlöse mich, o Herr! von einem jähen und unversehenen Tode, nach Deiner un— endlichen Liebe und Barmherzigkeit. Erlöse mich o Herr! in meinem Hinschei— den von dem bösem Tode, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmher⸗ zigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von aller Sünde, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von allen Nachstellungen des bösen Feindes, nach Deiner unendlichen Liebe und Barm⸗- herzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von aller Furcht und allem Schrecken, nach Dei— ner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. Erlöse allem Miß zweiflung, Liebe un Erlöse dem Geiste Deiner herzigke Erlöse Verstockun endliche Erlös der Gewa ner u 0 erzig Erlö den Peinet unendl zigkeit. Verle Empfang ner une zigkeit. Verle vollkomme unendli igkeit. 1— Verl wahre He Deiner herzigk le die süße nüthe Alles h auch aus Dir sterbe; h gewürdi— u sterben. ehung jener ausgestan⸗ Deine aller-⸗ deiten Leibe arme Dich und führe nem jähen iner un⸗ rzigkeit. 1 Hinschei⸗ Deiner armher⸗ Tode von ndlichen u Tode von des, nach id Barm⸗ Tode von ach Dei⸗ d Barm⸗ — 319— Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von allem Mißtrauen und aller Anfechtung der Ver⸗ zweiflung, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von dem Geiste des Frevels und Hochmuth, nach Deiner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von Verstockung des Herzens, nach Deiner un⸗ endlichen Liebe und Barmherzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von der Gewalt des bösen Feindes, nach Dei⸗ ner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. Erlöse mich, o Herr! in meinem Tode von den Peinen des ewigen Todes, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmher⸗ zigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode den Empfang der heiligen Saeramente, nach Dei— ner unendlichen Liebe und Barmher⸗ zigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode vollkommene Reue und Leid, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmher⸗ zigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode wahre Hoffnung und festen Glauben, nach Deiner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. ö — 320— Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode eine brennende Liebe, nach Deiner unendli⸗ chen Liebe und Barmherzigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode Geduld in allen Schmerzen, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmher⸗ zigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode Stärke wider alle Anfechtungen, nach Dei— ner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode eine vollkommene Ergebenheit in Deinen heili— gen Willen, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode eine glühende Liebe und Sehnsucht, Dich meinen Gott zu sehen, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit. Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode den Schutz Deiner gebenedeiten Mutter und unbefleckten Jungfrau Maria, den Beistand der Engel und die Fürbitte aller Heiligen, nach Deiner unendlichen Liebe und Barm⸗ herzigkeit. ö Verleihe mir, o Herr! in meinem Tode Gebet und Hilfe der gläubigen Seelen, nach Deiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit. O Her digen Gotte dung verj Durch und mac Durch verschon Durch verschon Durch verschon Durch zens vers Durch gen Hände selig. Durch schone u Durch und Versp mich sel Durch schone u Durck und ma Durch schone u Durck verschon Durd schone u m Tode eine unendli⸗ zkeit. einem Tode h Deiner harmher⸗ einem Tode nach Dei⸗ d Barm⸗ einem Tode heinen heili— indlichen einem Tode Dich meinen endlichen inem Tode Nutter und naBeistand iligen, nach ud Barm⸗ einem Tode elen, nach be und — 321— O Herr Jesus Christus, Du Sohn des leben⸗ digen Gottes! durch Deine heilige Menschwer— dung verschone und mache mich selig. Durch Deine heilige Geburt verschone und mache mich selig. Durch Deine heilige Taufe und Fasten verschone und mache mich selig. Durch Dein heiliges und mühsames Leben verschone und mache mich selig. Durch Deinen Hunger, Durst und Wachen verschone und mache mich selig. Durch die Schmerzen Deines heiligsten Her— zens verschone und mache mich selig. Durch die Zusammenbindung Deiner heili— gen Hände verschone und mache mich selig. Durch Deinen blutigen Schweiß ver— schone und mache mich selig. Durch Deine Verschmähung, Backenstreiche und Verspottung ver schone und mache mich selig. Durch Deine schmerzliche Geißlung ver— schone und mache mich selig. Durch Deine Dornenkrone verschone und mache mich selig. Durch Dein heiliges Blutvergießen ver— schone und mache mich selig. Durch Dein heiliges Kreuz und Leiden verschone und mache mich selig. Durch Deine heiligen fünf Wunden ver— schoone und mache mich selig. 2—3———3——8 3——.——22.. I.)J?.ꝰ ͤ— PIPI. ‚ I‚ ‚I IIIIH — 322— Durch Deine heilige Todesangst ver— schoone und mache mich selig. Durch Deine heiligste Seele, die Du in die Hände Deines Vaters empfohlen, und die zur Erlösung der Welt von dem Leibe geschieden ist, verschone und mache mich selig. Durch Deinen heiligen Tod und Begräbniß verschone und mache mich selig. Gott Vater im Himmel lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Gott Sohn, Erlöser der Welt, lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Gott, heiliger Geist, lassse mich den Tod der Gerechten sterben. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Durch Deine unendliche Barmherzigkeit lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Durch die Verdienste und Fürbitte der heiligen Jungfrau und Mutter Maria lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Durch die Fürbitte aller Heiligen, Engel und Erzengel laͤsse mich den Tod der Gerechten sterben. Durch die Verdienste und Fürbitte der heiligen Martyrer lasse mich den Tod der Gerechten sterben. Heiliger Michael! mein heiliger Schutz— engel! alle heiligen Engel und Erzengell und ihr meine in dem letz lichen Geri Beson Maria! 2 Du Tröste Heiligen, von Deinet in das him Amen. Allmä mein Leben habe; icheb nach Deine Ich w angeordnet einmal ster Ich w und Bitter Gerechtigke Ich u durch mein Ich u vielen Gno ertheilet he Ich n ich Deine Leben. ingst ver⸗ g. die Du in n, und die e geschieden selig. Begräbniß li g. mich den elt, lassse sterben. mich den niger Gott, erechten mherzigkeit rechten ürbitte der ria lasse sterben. gen, Engel Tod der ürbitte der Tod der er Schutz⸗ engell und — 828— ihr meine Schutzheiligen N. N. schützet mich in dem letzten Streit, damit ich in dem schreck⸗ lichen Gerichte nicht zu Grunde gehe. Besonders aber Du, o Mutter Gottes Maria! Du bewunderungswürdige Mutter, Du Trösterin der Betrübten und Königin der Heiligen, bitte für mich, damit mein Geist von Deinen heiligen Engeln aufgenommen und in das himmlische Vaterland eingeführt werde. Amen. Tägliche Meinung. Allmächtiger, ewiger Gott! Dir opfere ich mein Leben, von Welchem ich selbes empfangen habe; ich bin bereit jetzt und allezeit zu sterben, nach Deinem heiligsten Willen. Ich will sterben, weil Du es so willst und angeordnet hast, das ich und alle Menschen einmal sterben sollen. Ich will sterben, damit ich durch die Angst und Bitterkeit meines Todes Deiner göttlichen Gerechtigkeit für meine Sünden genugthue. Ich will sterben, um Dich, meinen Gott, durch meine Sünden nicht mehr zu beleidigen. Ich will sterben aus Dankbarkeit für die vielen Gnaden und Wohlthaten, die Du mir ertheilet hast. Ich will sterben, um damit zu zeigen, daß ich Deine Ehre mehr suche und liebe, als mein Leben. — 324— Ich will sterben, damit ich Dich ewig an— schauen, lieben und loben könne, denn Du bist das einzige Ziel und Ende, zu welchem ich erschaffen bin. Ich will sterben aus Liebe zu Dir, weil auch Du aus Liebe zu uns Sündern am Kreuze gestorben bist. Deßwegen bitte ich Dich, o Gott meines Herzens, durch den bittern Tod Jesus Christus, Dei nes Sohnes, verleihe mir einen glückseligen Tod, und laß' meine Seele nicht verloren ge— hen, welche Dein Sohn mit Seinem kostbaren Blut erlöset hat. Amen. Letzte Seufzer. Ich bete Dich an, meinen einzigen, wahren und lebendigen Gott! An Dich glaube ich, o ewige Wahrheit! Auf Dich hoffe ich, o unendliche Barm— herzigkeit! 8 Dich liebe ich über Alles, o allerhöchstes ut! Herr! ich bereue meine Sünden, aus Liebe zu Dir. Ich will nicht mehr sündigen in Ewigkeit. Barmherziger Gott! sei gnädig mir armen Sünder! Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe! Liebste zu Dir! Meine ich mit der Jesus Kreuz und meine Hoff O lieb mich selig. Mutte Dich als e Heilig meiner letz Jesus meiner arn Jesus nen Geist! des heil O He löset hast, verloren g ohne Hoff Du mit De immer ihr Namen, d Dich um Du in me Herz Jesu ch ewig an⸗ senn Du bist welchem ich Dir, weil mam Kreuze hott meines us Christus, glückseligen derloren ge— m kostbaren gen, wahren Wahrheit! liche Barm⸗ allerhöchstes n, aus Liebe ündigen in zmir armen Dein Wille — 25— Liebster Jesus, laß' mich sterben aus Liebe zu Dir! Meine Angst und meinen Tod vereinige ich mit der Angst und dem Tode Jesus. Jesus! Deine Wunden, Dein Blut, Dein Kreuz und Tod sind mein einziger Trost und meine Hoffnung. O liebster Jesus! sei mein Jesus und mache mich selig. Mutter Gottes, gedenke meiner und zeige Dich als eine Mutter! Heiliger Schutzengel, beschütze mich in meiner letzten Noth! Jesus, Maria, Josef, kommet zu Hilfe meiner armen Seele! Jesus, in Deine Hände empfehle ich mei— nen Geist! Gebet des heiligen Vincentius Ferrerius. O Herr Jesus Christus, Der Du Alle er— löset hast, und nicht willst, daß Eine Seele verloren gehe; und zu Dem auch Niemand ohne Hoffnung der Barmherzigkeit fleht, da Du mit Deinem eigenen Munde sprachst:„Was immer ihr den Vater bitten werdet in Meinem Namen, das wird Er euch geben!“ ich bitte Dich um Deines heiligen Namens willen, daß Du in meiner Sterbestunde mir vollkommenen Herz Jesus und Maria. 19 —. I — 326— Verstand, den Gebrauch der Sprache, tief— innerliche Zerknirschung über meine Sünden, wahren Glauben, kindliches Vertrauen und vollkommene Liebe verleihen wollest; auf daß ich Dir mit reinem Herzen zu sagen vermöge: In Deine Hände, Herr! empfehle ich meinen Geist, Der Du gepriesen und glorreich bist in alle Ewigkeit. Amen. Bitte zu den drei heiligen Namen um einen seligen Tod. (So oft man 84897 andächtig betet, gewinnt man 300 Tage otch Pius VII. 7.) Jesus, Maria und Josef, Euch schenke ich mein Herz und meine Seele! Jesus, Maria und Josef, steht mir bei in meiner letzten Todesangstl. Jesus, Maria und Josef, laßt mich mit Euch in Frieden Iebmne und sterben! Gebet für die Abgestorbenen. O Herr Jesus Christus, gütigster Heiland! ich empfehle Dir in Deine heiligen fünf Wun⸗ den die Seelen aller Christgläubigen, besonders aber die Seelen N N. und bitte Dich demüthig durch Dein theueres Blut, das Du für alle Seelen vergossen hast, vergib ihnen ihre Schul-— den, auf daß sie, von den Peinen des Fegfeuers befreiet, sich mit allen Deinen Heiligen in der ewigen S keit loben Herr! Licht leucht Amen. 8 Herr ewige Lich bührt der geopfert 1 Gebet; a Dir komm Herr ewige Lich er A Herr barme Di O Gott, verleihe d rinnen N sie die gne gewünscht erlaͤngen. Deinen S in Einigk Ewigkeit; rache, tief⸗ ie Sünden, trauen und st; auf daß n vermöge: ich meinen reich bist in um einen man 300 Tage sef, Euch deele! f, steht mir osef, laßt ind sterben! II. ter Heiland! fünf Wun⸗ 1, besonders ich demüthig Du für alle ihre Schul— s Fegfeuers ligen in der ꝗICCI‚.‚..— — 327— ewigen Seligkeit erfreuen, und Dich in Ewig⸗ keit loben und preisen mögen. Amen. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen Lasse sie ruhen im Frieden. Amen. Seelen- Messe. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Dir, o Gott! ge⸗ bührt der Lobgesang in Sion: und Dir wird geopfert werden in Jerusalem. Erhöre mein Gebet; alles Fleisch, jeder Mensch wird zu Dir kommen. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Kyrieeleison und Gebet. Herr, erbarme Dich unser! Christus, er— barme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! O Gott, Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, verleihe den Seelen Deiner Diener und Diene— rinnen N. Verzeihung aller Sünden, damit sie die gnädige Nachlassung, welche sie allezeit gewünscht haben, durch gottseliges Fürbitten erlangen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 19 — 328— Epistel.(1. Cor. 15.) Brüder, ich sage euch ein Geheimniß: Wir werden zwar alle wieder auferstehen, aber wir werden nicht alle verwandelt werden. Urplötzlich wird es geschehen, zur Zeit der letzten Posanne; denn die Posaune wird ertönen, und die Todten werden unverweslich auferstehen, und wir werden verwandelt werden. Denn das Verwesliche muß die Unverweslichkeit an— ziehen, und das Sterbliche die Unsterblichkeit. Wenn aber dieses Sterbliche die Unsterblichkeit angezogen hat, dann wird das Wort vollzogen werden: Der Tod ist verschlungen in dem Siege. Tod, wo ist dein Sieg; Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, Der uns den Sieg verliehen hat. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Im ewigen Andenken wird der Gerechte sein; er wird sich nicht fürch— ten vor dem bösen Gerichte. Erledige, o Herr! die Seelen aller Christ— gläubigen von allen Baͤnden der Sünde, auf daß sie durch Mitwirkung Deiner Gnade dem Gericht der Vergeltung entgehen, und der Se— ligkeit des ewigen Lichtes genießen mögen. Glanz der Aller Leben. Hehren ferne Grüf zwingen. Die N. der Gruft gebend. Und ei entfaltend j Grunde. Sitzt Heimlichste schlichte. Wie w chem Rette stehen? König ner Gnade halten! Denke, Last und J Du ha Kreuz erlöf nicht versch Richter mir die V rächen! Straft sie röthet n erlangen! Heheimniß: tehen, aber Ilt werden. tder letzten tönen, und nuferstehen, jhen. Denn lichkeit an⸗ terblichkeit. sterblichkeit t vollzogen dem Siege. zo ist dein er uns den ern Herrn „ und das n Andenken nicht fürch— ller Christ— ünde, auf Inade dem d der Se⸗ mögen. — 329— Segquenz.(Dies irae.) Tag des Zornes, furchtbar stille!— Du ver- glühst des Erdballs Fülle,— Zeugt mit David die Sybille. Welch' ein Zittern und Erdbeben,— Wird im Glanz der Richter schweben,— Streng zu richten Aller Leben. Hehr wird die Posaune klingen,— Wird durch ferne Grüfte dringen,— Alle vor den Thron zu zwingen. Die Natur, der Tod sieht bebend— Das Geschöpf der Gruft entschwebend— Und dem Richter Antwort gebend. Und ein Buch erscheint zur Stunde;— Dieß, entfaltend jede Kunde,— Liegt dem Weltgericht zum Grunde. Sitzt der Richter zu Gerichte,— Kommt das Heimlichste zum Lichte,— Daß Er rächend Alles schlichte. Wie werd' Armer ich bestehen,— Ach, zu wel— chem Retter flehen!— Da kaum Fromme sicher stehen? König schrecklicher Gewalten,— Treu ist Dei— ner Gnade Schalten;— Wolle liebend mich er— halten! Denke, Jesus! meiner Klage.— Mir galt Deine Last und Plage;— Rette mich an jenem Tage! Du hast mich gesucht von Herzen,— Mich am Kreuz erlös't von Schmerzen;— So viel Huld laß' nicht verscherzen! Richter, Der Du Recht wirst sprechen,— Oerlaß' mir die Verbrechen,— Eh' der Tag erscheint zu rächen! Strafbar seufz' ich auf mit Bangen:— Schuld! sie röthet meine Wangen.— Laß' mein Flehen Huld erlangen! — 330— Der Maria Du vergeben,— Und den Mörder 1.— in's Leben,— Hast auch Hoffnung mir ge— geben. Zwar nicht würdig ist mein Flehen!— Doch in ew'gen Feuers Wehen,— Milder! laß' mich nicht vergehen. Laß' in Deiner Schafe Schaaren,— Fern den Böcken, mich bewahren,— Und zu Deiner Rechten fahren. Rufe, wenn Vermaledeiten— Flammen sich zur Qual bereiten,— Mich mit den Gebenedeiten! Tief zerknirscht im Staube, wende— Ich zu D mein Herz: o sende— Mir, o Gott! ein selig' nde. Tag der Thränen, nie gesehen,— Wo der Mensch wird auferstehen,— Schuldvoll zum Ge— richt zu gehen. Gott verschon', der Gnad' ihn weihe,— Milder Jesus, Herr, verzeihe,— Und den Todten Ruh' verleihe! Amen. Evangelium.(Joh. 5.) Wahrlich, wahrlich sag' ich euch: es kommt die Stunde, und sie ist schon da, daß die Todten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, werden leben. Denn gleichwie der Vater das Leben in Sich Selbst hat, also hat er auch dem Sohne gegeben, das Leben in Sich Selbst zu haben; und Er hat Ihm Macht gegeben, das Gericht zu halten, weil Er des Menschen Sohn ist. Verwundert Euch nicht darüber; denn es kommt die Stunde, in der Alle, welche in den Gräbern — sind, die werden. U gethan hal die aber X des Gerich Herr erlöse die gläubigen aus der Rachen de schlinge, d sondern T engel Mie das Du seinen Na Wir und Gebe nigen Se halten. ewigen Le Abraham Wir len der i denen; se und Erqu Opfers; und reich den Mörder ng amir ge— — Doch in mich nicht — Fern den ner Rechten men sich zur iten! Sch zn t! ein selig' — Wo der Izum Ge— — Milder odten Ruh' es kommt „daß die ttes hören „ werden das Leben em Sohne zu haben; s Gericht Sohn ist. nes kommt n Gräbern — 331— sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Und es werden hervorgehen, die Gutes gethan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber Böses gethan haben, zur Auferstehung des Gerichtes. ö Offertorium. Herr Jesus Christus, Du König der Glorie! erlöse die Seelen aller abgestorbenen Christ⸗ gläubigen aus den Peinen des Fegfeuers und aus der Tiefe der Grube; errette sie vom Rachen des Löwen, daß die Hölle sie nicht ver⸗ schlinge, daß sie nicht in die Finsternisse fallen; sondern Dein Zeichenträger, der heilige Erz⸗ engel Michael, führe sie zum ewigen Lichte, das Du ehemals dem Abraham verheißen und seinen Nachkommen. Wir bringen Dir, o Herr! dieß Lobopfer und Gebet dar; nimm es gnädig an für dieje⸗ nigen Seelen, deren Gedächtniß wir heute halten. Lasse sie, o Herr! vom Tode zum ewigen Leben eingehen, das Du ehemals dem Abraham verheißen und seinen Nachkommen. Wir flehen zu Dir, o Herr! für die See⸗ len der im lebendigen Glauben Dahingeschie— denen; sei Du ihr Heil, ihre Genesung, Freude und Erquickung durch die Kraft dieses heiligen Opfers; laß ihnen zu Gute kommen das große und reich besetzte Mahl, das Du Selbst, das 3832— Brot des Himmels, bereitest, auf daß diese armen leidenden Seelen dadurch erquicket und getröstet, frohlocken mögen zu Deinem Lobe und zu Deiner Verherrlichung. Amen. Secrreta. Wir bitten Dich, o Herr! sieh' gnädig auf das Opfer, welches wir dir für die Seelen Deiner Diener und Dienerinnen darbringen, auf daß Du jenen, welchen Du das Verdienst des christlichen Glaubens verliehen hast, auch die Belohnung dafür schenkest. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des hei— ligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Präfation. Zu Dir, o Gott! erheben wir unsere Herzen und sagen Dank Deiner göttlichen Majestät. Es ist in Wahrheit würdig und gerecht, billig und heilsam, daß wir jederzeit und an allen Orten Dir, o heiliger Herr, all— mächtiger Vater, ewiger Gott! Dank sagen durch Christus, unsern Herrn, durch Welchen die Engel Deine Majestät loben, die Himmels⸗ fürsten sie anbeten, die Mächte vor ihr erzit⸗ tern, die Himmel und alle Himmelskräfte und die seligen Seraphim im vereinten Frohlocken sie preisen. men zu D furcht beke Heilig Sabaoth; Seiner H. gebenedeit Herrn; Barmn gnädigen herrlichung hochheilige gen unser gefälliger sten Jung Martyrer Heiligen. Opfer, in Sich unblu und ewige Gede eingeborne Menschen vornehmli gekommen lichen Gr damit De werde in daß diese quicket und inem Lobe ten. eh' gnädig die Seelen arbringen, Verdienst hast, auch rch unsern „ Der mit des hei⸗ Ewigkeit. zir unsere göttlichen irdig und jederzeit Herr, all⸗ ink sagen Welchen Himmels⸗ ihr erzit⸗ räfte und Frohlocken — 333— sie preisen. Mit ihnen laß' auch unsere Stim⸗ men zu Dir gelangen, die wir in tiefster Ehr⸗ furcht bekennen und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott Sabaoth; Himmel und Erde sind voll von Seiner Herrlichkeit. Hosannah in der Höhe, gebenedeit sei, Der da kommt im Namen des Herrn; Hosannah in der Höhe! Memento. Barmherziger Gott und Herr! siehe an mit gnädigen Augen mich und Alle, die zur Ver⸗ herrlichung Deines heiligsten Namens bei diesem hochheiligen Opfer zugegen sind. Wir vereini— gen unser Gebet, damit es Dir um so wohl— gefälliger sei, mit der Fürbitte der allerselig— sten Jungfrau Maria, der heiligen Apostel, Martyrer, Beichtiger, Jungfrauen und aller Heiligen. Laß', o himmlischer Vater! dieses Opfer, in welchem Dein eingeborner Sohn Sich unblutigerweise aufgeopfert, uns zum Heile und ewigen Leben gedeihen. Gedenke, o himmlischer Vater, daß Dein eingeborner Sohn Jesus Christus für alle Menschen den bittern Tod gelitten hat, und vornehmlich der Sünder wegen in die Welt gekommen ist. Mache uns Alle Deiner väter⸗ lichen Gnade und Barmherzigkeit theilhaftig, damit Dein heiligster Name von Allen gepriesen werde in Ewigkeit. Durch unsern Herrn Jesus — 334— Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Wandlung. Jesus, Dir lebe ich, Jesus, Dir sterbe ich, Jesus, Dein bin ich im Leben und Tod. Jesus, Du Sohn Davids, ich bete Dich an, ich liebe Dich, ich glaube, daß Du unter der Gestalt des Brotes und Weines in diesem hochheiligen Geheim— nisse wahrhaͤft zugegen bist. Erbarme Dich meiner, 0— den Du Deinen Leib und Dein heiligstes Blut opferst. Nach der Wandlung. O Jesus! Der Du auf dem Altare unter den Gestalten des Brotes und Weines verbor⸗ gen bist, verleihe mir die Gnade, daß meine Seele, wenn sie vom Leibe scheidet, vor Deinem Richterstuhle rein und unbefleckt erscheine. Erbarme Dich meiner, o Jesus! erbarme Dich meiner, und laß' Dein bitteres Leiden und Sterben an mir nicht verloren sein, sondern laß' mich einstens Dich mit fröhlichen Augen anschauen und der Zahl Deiner Auserwählten beigezählt werden. Amen. Anden Gede im wahre schiedenen die Kraft Opfers u zu Gute k unendliche Deines he lösche ihre sie auf vi Ruhe und gen in De mögen. ligen Gei Ewigkeit; Dir lebet en Geistes, men. d Tod. Dich an, ich Gestalt des gen Geheim⸗ Dich meiner, ligstes Blut stare unter ies verbor⸗ daß meine hor Deinem erscheine. arme Dich eiden und 1, sondern hen Augen zerwählten — 335— Allerheiligste Seele Christus heilige sie, Hochheiligster Leib Christus erlöse sie, Kostbarstes Blut Christus tränke sie, Das Wasser der Seite Christus wasche sie, Das Leiden Christus tröste sie, O gütigster Jesus, erhöre sie, In Deine heiligen Wunden verberge sie, Von Dir laß' nimmer scheiden sie, Aus ihrer Pein erlöse sie, In dieser Stunde rufe sie, Und lasse zu Dir kommen sie, ö Daß sie mit Deinen Heiligen lobe Dich In alle Ewigkeit. Amen. Andenken an die Abgestorbenen. Gedenke auch, o mildreichster Jesus! aller im waͤhren Glauben aus diesem Leben abge— schiedenen Seelen, besonders... Laß' ihnen die Kraft und Wirkung dieses allerheiligsten Opfers und die Fürbitte Deiner heiligen Kirche zu Gute kommen, mache sie theilhaftig Deiner unendlichen Verdienste, gieße den Gnadenregen Deines heiligsten Blutes reichlich über sie aus; lösche ihre Glut und lindere ihre Pein. Nimm sie auf von der zeitlichen Strafe zur ewigen Ruhe und Seligkeit, damit sie mit allen Heili⸗ gen in Deinem Reiche Dich loben und preisen mögen. Der Du mit dem Vater und dem hei⸗ ligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. —....—.—...........————.——.— ——*..———.— — N V——..— —————————.‚‚‚‚eeeee...s....—————— 180——ñ——ß'———————.— V — 336— Pater noster. Erlöse, ö Herr! wir bitten Dich, die See— len Deiner Diener und Dienerinnen, welche jenseits noch nicht Deiner Anschauung genießen, von allen ihren Strafen, deren sie sich in ihrem zeitlichen Leben schuldig gemacht haben; und durch die Fürbitte der seligen, allezeit glorwür— digen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, wie auch Deiner heiligen Apostel Petrus, Pau— lus und Andreas, und aller Heiligen, verleihe ihnen gnädig den Frieden, nach welchen sie unablässig seufzen und mache sie theilhaftig der seligen Freuden Deiner Auserwählten. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Agnus Dei. O Du Lamm Gottes, Welches Du hin— wegnimmst die Sünden der Welt, schenke ihnen die Ruhe! O Du Lamm Gottes, Welches Du hin— wegnimmst die Sünden der Welt, schenke ihnen die Ruhe! O Du Lamm Gottes, welches Du hin— wegnimmst die Sünden der Welt, schenke ihnen die ewige Ruhe! O He eingehest 1 Ein Wort Der wahre me Das mit Deine bist, Herr ewige Lich in Ewigk— Wir ser demüth und Diene daß Du f Deiner Eir lebest und Einigkeit keit zu Er Sie h, die See⸗ en, welche g genießen, ch in ihrem aben; und it glorwür⸗ in Maria, trus, Pau⸗ , verleihe belchen sie lhaftig der n. Durch nen Sohn, 1 Ewigkeit Du hin⸗ henke ihnen Du hin⸗ enke ihnen Du hin⸗ enke ihnen Zur Communion. O Herr! ich bin nicht würdig, daß Du eingehest unter mein Dach, sondern sprich nur Ein Wort, so wird meine Seele gesund. Der Leib unsers Herrn Jesus Christus be— wahre meine Seele zum ewigen Leben. Amen. Communion. Das ewige Licht leuchte ihnen, o Herr! mit Deinen Heiligen in Ewigkeit, weil Du gütig bist, Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen, mit Deinen Heiligen in Ewigkeit, weil Du gütig bist. ö Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest un⸗ ser demüthiges Gebet den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen zu Nutzen gedeihen lassen, auf daß Du selbe von allen Sünden befreiest, und Deiner Erlösung theilhaftig machest. Der Du lebest und regierest mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewig— keit zu Ewigkeit! Amen. Sie ruhen in Frieden. Amen. — 338— Beim letzten Evangelium. Gerechter und zugleich unendlich barm— herziger Gott! Du bist Vater aller Menschen und liebest uns mehr, als wir es begreifen können; Du strafest die Seelen im Fegfeuer nur aus Liebe und Barmherzigkeit, weil es zu ihrer vollkommenen Seligkeit nothwendig ist. Diese leidenden Seelen sind die Seelen unserer Eltern, Kinder, Geschwister, Wohlthäter, Freunde und Bekannten. O siehe huldreich hinab auf den Ort ihrer Peinen und erbarme Dich ihrer. Es sind Seelen, die Dein gött— licher Sohn mit Seinem kostbaren Blute erlö— set hat; es sind Deine Kinder, denen Du der einzige Gegenstand der Liebe und Sehnsucht bist. Vergib ihnen ihre Sünden, o barmher— ziger Vater! und eutziehe ihnen nicht länger Dein Angesicht. Wir opfern Dir zur Genug— thuung für ihre Schulden die Verdienste dieses heiligen Meßopfers auf, und die Verdienste des Leidens und Sterbens Jesus Christus, wie auch die Verdienste aller Heiligen, besonders der allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin Maria. Nimm dieses Opfer in Vereinigung mit unserm Gebete gnädig auf für Alle, denen wir Hilfe schuldig sind, und die eine Hilfe von uns erwarten, wie auch für Jene, deren sich Niemand auf Erden annimmt; denn sie Alle sind Deine Kinder, und Miterben des Reiches Jesus Christus. Erbarme Dich Aller, sei ihnen g ihrer Verb Erquickung langen. 2 Amen. Bei eine O He in's Gerick gerechtferti Vergebung bitten Die Ausspruch die wahre empfiehlt, kommende Gerichte d bezeichnet Dreieinigk alle Ewigt Erlös. jenem schr die Erde b zu richten bin ich ger Untersuchu und die u m. lich barm— Menschen begreifen 1 Fegfeuer weil es zu vendig ist. en unserer VBohlthäter, huldreich id erbarme Dein gött— Blute erlö— en Du der Sehnsucht barmher⸗ icht länger ur Genug-⸗ nste dieses Verdienste ristus, wie besonders sgebärerin ereinigung für Alle, d die eine für Jene, imt; denn terben des Dich Aller, — 339— sei ihnen gnädig, und lasse sie aus dem Orte ihrer Verbannung und Leiden an den Ort der Erquickung, des Lichtes und des Friedens ge— Inen Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen. Das Libera me. Beieinem Begräbniß oder einem feier⸗ lichen Seelenamte. O Herr, gehe mit Deinem Diener nicht in's Gericht, denn kein Mensch ist vor Dir gerechtfertigt, wenn ihm nicht durch Dich die Vergebung aller Sünden zu Theil wird. Wir bitten Dich daher, lasse Deinen richterlichen Ausspruch nicht schwer auf ihn fallen, den die wahre Bitte des christlichen Glaubens Dir empfiehlt, sondern durch Deine ihm zu Hilfe kommende Gnade würdige ihn, daß er dem Gerichte der Rache entgehe, der, da er lebte, bezeichnet war mit dem Zeichen der heiligen Dreieinigkeit. Der Du lebest und regierest in alle Ewigkeit. Amen. Erlöse mich, o Herr, vom ewigen Tode an jenem schrecklichen Tage, wann die Himmel und die Erde bewegt werden; so Du kommen wirst zu richten die Welt durch das Feuer. Zitternd bin ich geworden, und ich fürchte mich, da die Untersuchung kommen wird, wann die Himmel und die Erde bewegt werden. Jener Tag ist — 340— ein Tag der Trübsal und des Elends; ein großer und sehr bitterer Tag, so Du kommen wirst, zu richten die Welt. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen! Er— löse mich, o Herr, vom ewigen Tode an jenem schrecklichen Tage, wann die Himmel und die Erde bewegt werden, so Du kommen wirst, zu richten die Lebendigen und die Todten. Herr, erbarme Dich unser! Christus, er— barme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Vater unser ꝛc. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Uebel. Von der Pforte der Hölle errette, o Herr, seine(ihre) Seele! Lasse sie ruhen in Frieden. Amen. Herr, erhöre mein Gebet, und laß' mein Rufen zu Dir kommen. Der Herr sei mit euch und mit Deinem Geiste. Gebet. O Gott, Dem das Erbarmen und Schonen immer eigen ist, wir bitten Dich demüthig für die Seele Deines Dieners(Deiner Dienerin) N. N., welche Du aus dieser Welt abberufen hast; übergebe sie nicht in die Hände des Fein— des, und vergesse ihrer nicht gaͤnzlich, sondern lasse sie aufnehmen von den heiligen Engeln und in das Vaterland des Paradieses geleiten, damit, weil sie auf Dich gehoffet und geglaubet hat, sie nicht die Strafen der Hölle erleide, sondern die Jesus Chri die ewige! ihnen. Lass Am Jahrest O Go Seelen De ren Jahres den Sitz d Ruhe und sern Herrn Herr, erbarr Christus, ert Oerr, erbart Christus, hö Christus, er! Gott Vater Gott Sohn, Gott, heilig Heilige Drei unser. Heilige Mar Heilige Got Heiligste alle Heiliger Mi Heiliger Ga Heiliger Ra Alle heiligen z ein großer imen wirst, 'n die ewige ihnen! Er⸗ se an jenem nel und die n wirst, zu en. hristus, er— Dich unser! us nicht in dem Uebel. tte, o Herr, in Frieden. d laß' mein sei mit euch ud Schonen müthig fuͤr Dienerin) t abberufen se des Fein⸗ ch, sondern zen Engeln es geleiten, d geglaubet olle erleide, — 341— sondern die ewigen Freuden besitzen möge; durch Jesus Christus, unsern Herrn. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Lasse sie ruhen im Frieden. Amen. Am Jahrestage mehrerer oder eines Verstorbenen. O Gott, Herr der Gnaden, verleihe den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen N., de— ren Jahrestag ihres Begräbnisses wir gedenken, den Sitz der Erquickung, die Glückseligkeit der Ruhe und die Klarheit des Lichtes. Durch un— sern Herrn Jesus Christus. Amen. Litanei aller Heiligen. Herr, erbarme Dich unser. Christus, erbarme Dich unser. Herr, erbarme Dich unser. Christus, höre uns, Christus, erhöre uns. Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser. Gott, heiliger Geist, erbarme Dich unser. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Golt, erbarme Dich unser. Heilige Maria, Heilige Gottesgebärerin, Heiligste aller Jungfrauen, Heiliger Michael, Heiliger Gabriel, Heiliger Raphael, Alle heiligen Engel und Erzengel, bittet für uns. 20 gun an onig — 382— Alle heiligen Chöre der seligen Geister bittet für uns. Heiliger Fohannes der Täufer, bitte für uns. Heiliger Josef, bitte für uns. Alle heiligen Patriarchen und Propheten, bittet für uns. Heiliger Petrus, Heiliger Paulus, Heiliger Andreas, Heiliger Jacobus, Heiliger ZJohannes, Heiliger Thomas, Heiliger Philippus, Heiliger Bartholomäus, Heiliger Matthäus, Heiliger Simon, Heiliger Thaͤddäus, Heiliger Mathias, Heiliger Barnabas, Heiliger Lucas, x‚ Heiliger Marcus, Alle heiligen Apostel und Evangelisten, bittet für uns. Alle heiligen Jünger des Herrn, bittet für uns. Alle heiligen unschuldigen Kinder, bittet für uns. Heiliger Stephanus, bitte für uns. Heiliger Laurentius, bitte für uns. Heiliger Vincentius, bitte für uns. Heiliger Fabianus und Sebastinus, bittet für uns. Heiliger Johannes und Paulus, bittet für uns. Heiliger Kosmas und Damianus, bittet für uns. Heiliger Gervasius und Protasius, bittet für uns. Alle heiligen Martyrer bittet für uns. Heiliger Sylvester, Heiliger Gregorius, Heiliger Ambrosius, Heiliger Augustinus, Heiliger Hieronymus, Heiliger Martinus, Oeiliger Nicolaus, gun an] onig sun an] zyng Alle heiligen Alle heiligen Heiliger An Heiliger Be Heiliger Be Heiliger Do Heiliger Fra Alle heiligen Alle heiligen Heilige Ma Heilige Aga Heilige Luci Heilige Agn Heilige Cäc Heilige Kat Heilige Ane Alle heiligen Sei uns gu Sei uns gn Von allem Von aller e Von Deiner Vom jähen Von den N Vom Zorn, Von dem 6 Vom Blitze Von der Pô Von dem er Durch das werdung, Durch Dein Durch Dein Durch Dein Durch Dein Durch Dein Durch Dein ttet für uns. uns. ittet für uns. sun an] anig 7 ttet für uns. für uns. für uns. 'et für uns. ür uns. für uns. 't für uns. sun anl zing — 343— Alle heiligen Bischöfe und Beichtiger, bittet für uns. Alle heiligen Lehrer, bittet für uns. Heiliger Antonius, bitte für uns. Heiliger Benedictus, bitte für uns. Heiliger Bernardus, bitte für uns. Heiliger Dominicus, bitte für uns. Heiliger Franciscus, bitte für uns. Alle heiligen Priester und Leviten, bittet für uns. Alle heiligen Mönche und Einsiedler, bittet für uns. Heilige Maria Magdalena, Heilige Agatha, Heilige Lucia, Heilige Agnes, Heilige Cäcilia, Heilige Katharina, Heilige Anastasia, ö Alle heiligen Jungfrauen und Witwen, bittet für uns. Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr! Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr! Von allem Uebel, Von aller Sünde, Von Deinem Zorne, Vom jähen und unvorgesehenen Tode, Von den Nachstellungen des Teufels, Vom Zorn, Haß und allem bösen Willen, Von dem Geiste der Unreinigkeit, Vom Blitze und Ungewitter, Von der Pest, dem Hunger und dem Kriege, Von dem ewigen Tode, Durch das Geheimniß Deiner heiligen Mensch— werdung, Durch Deine Ankunft, Durch Deine Geburt, Durch Deine Taufe und Dein heiliges Fasten, Durch Dein Kreuz und Leiden, Durch Deinen Tod und Dein Begräbniß, Durch Deine heilige Auferstehung, 20 gun anlanng a4is e guu algiae IIIJ—— SSIRIRIRINIISAANAN— , — 344— Durch Deine wunderbare Himmelfahrt, erlöse uns, o Herr! Durch die Herabkunft des heiligen Geistes, Trösters, erlöse uns o Herr! Am Tage des Gerichtes, erlöse uns, o Herr! Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns. Daß Du uns verschonest, Daß Du uns verzeihest, Daß Du uns zu wahrer Buße bringen wollest, Daß Du Deine heilige Kirche regieren und er— halten wollest, Daß Du den obersten Hirten und alle Stände der Kirche in der heiligen Religon erhalten wollest, Daß Du die Feinde der heiligen Kirche demüthi— gen wollest, Daß Du den christlichen Königen und Fürsten Frieden und waͤhre Einigkeit geben wollest, Daß Du dem ganzen christlichen Volke Frieden und Einigkeit verleihen wollest, Daß Du uns selbst in Deinem heiligen Dienste stärken und erhalten wollest, Daß Du in unsern Gemüthern himmlische Be— gierden erregest, Daß Du alle unsere Gutthäter mit den ewigen Gütern belohnest, Daß Du unsere und unsere Brüder, Freunde und Gutthäter Seelen vor der ewigen Ver— dammutß bewahrest, Daß Du die Früchte der Erde geben und erhal— ten wollest, Daß Du allen verstorbenen Christgläubigen die ewige Ruhe verleihen wollest, Daß Du uns erhören wollest, des gun dagqas i ueing Mai O Du die Sünden O Du die Sünden O Du die Sünden Christus, h Christus erl Herr, erbar Christus, er Herr, erbat Vate O Ge eile mir z Besch die meiner Sie stehen, di Sie f ner spotte Alle locken und Hilfe wür lobt sei d Ich stehe mir Den tung; o erlöse uns, zeistes, Herr! erhöre uns. wollest, ind er— Stände rhalten müthi⸗ Fürsten lest, Frieden Dienste he Be⸗ ewigen reunde 1Ver⸗ erhal— jsen die des gun dagqas i ueing Mai — 345— O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegniwmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr! O Du Lamm Gottes, Welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr! Christus, höre uns. Christus erhöre uns. Herr, erbarme Dich unser. Christus, erbarme Dich unser. Herr, erbarme Dich unser. Vate unser ꝛc. Gegruͤßet seist Du, Maria! ꝛc. Psalm 69. O Gott, sei bedacht mir beizustehen! Herr, eile mir zu helfen! Beschämt und zu Schanden sollen werden, die meiner Seele nachstellen. Sie sollen zurückweichen und in Schanden stehen, die mir Uebles wollen. Sie sollen bald beschämt abtreten, die mei⸗ ner spotten, und die mir Hohn sprechen. Alle aber, die Dich suchen, sollen froh— locken und sich in Dir erfreuen, und die Deine Hilfe wünschen, sollen immer sagen: Hochge— lobt sei der Herr! Ich bin aber bedürftig und arm, o Gott, stehe mir bei. Denn Du bist meine Hilfe und meine Ret⸗ tung; o Herr! verweile nicht zu lange. 20 V —**. äPC I II‚II — 346— Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste. ů Wie war es vom Anbeginne, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Rette Deine Diener, Die auf Dich hoffen, mein Gott! Sei uns, Herr, ein starker Thurm. Wider unsere Feinde. Laß' den Widersacher nichts vermögen wider uns. Und der Böse schade uns ferner nicht. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Uebelthaten. Lasset uns beten für unsern obersten Hirten N. Der Herr erhalte ihn, verleihe ihm Leben und Heil auf Erden, und übergebe ihn nicht den Händen seiner Feinde. Lasset uns beten für unsere Wohlthäter. O Herr! gib allen unsern Wohl— thätern um Deines Namens willen das ewige Leben. Lasset uns beten für alle abgestorbenen Christgläubigen. Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Laß' sie in Frieden ruhen. Amen. Lasset uns auch beten für unsere abwesenden Brüder. O mein Gott, rette Deine Diener, die auf Dich hoffen. O Herr! sende ihnen Hilfe von Deinem heiligen Sitze. Und von Sion beschütze sie. Herr! erhöre mein Gebet. Und laß' mein Rufen zu Dir kommen. O GE neimme ebet an die wir i Deine erb befreit we Wir demüthige Dir unser gleich Ve Güte erla O H sprechliche zugleich v der Straf rettet wer O GC diget und gnädig ar henden Ve Zornes, dient, vo Allm Deines D leite ihn n⸗ *) Dieses fier alle Sohne und jetzt und dich hoffen, ker Thurm. Lidersacher der Böse indle nicht Lasset uns Der Herr d9 Heil auf n Händen für unsere ern Wohl⸗ das ewige gestorbenen die ewige hte ihnen. Lasset uns n Brüder. r,‚ die auf Hilfe von n beschütze laß' mein — 347— Gebet 5). O Gott! Dem das Erbarmen und Scho— . immer eigen ist, nimm unser flehentliches ebet an, damit wir und alle Deine Diener, die wir in Ketten der Sünde liegen, durch Deine erbarmende Güte von denselben gnädig befreit werden. Wir bitteu Dich, o Herr! erhöre unser demüthiges Gebet, und verschone uns, die wir Dir unsere Sünden bekennen, damit wir zu— gleich Verzeihung und Frieden durch Deine Güte erlangen. ö O Herr! erzeige uns gnädig Deine unaus— sprechliche Barmherzigkeit, durch welche wir zugleich von allen Sünden befreiet, und von der Strafe, die wir für solche verdienen, ge— rettet werden. O Gott, Der Du durch die Sünde belei— diget und durch die Buße versöhnet wirst, siehe gnädig auf das Gebet Deines um Gnade fle— henden Volkes, und wende die Geißel Deines Zornes, welche wir für unsere Sünden ver— dient, von uns ab. Allmächtiger ewiger Gott! erbarme Dich Deines Dieners N., unsers obersten Hirten, und leite ihn nach Deiner Milde auf dem Wege des *) Dieses und die nachstehenden Gebete werden von dem Prie⸗ ster allein mit lauter Stimme gebetet. — ———.— —.— — 348— ewigen Heiles, damit er durch Deine Hilfe, was Dir gefällt, begehre und mit allem Eifer vollbringe. O Gott! von Welchem fromme Wünsche, gute Vorsätze und gerechte Werke entspringen; gib Deinen Dienern jenen Frieden, welchen die Welt nicht geben kann, damit unsere Her⸗⸗ zen Deinen Geboten ergeben, und gegenwär— tige Zeiten durch Deinen Schutz vor Feindes Furcht gesichert und ruhig seien. O Herr! entzünde unser Innerstes mit dem Feuer Deines Geistes, damit wir Dir mit keuschem Leibe dienen und mit reinem Herzen gefallen mögen. O Gott! Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen! verleihe den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen Verzeihung aller Sünden, damit sie die gnädige Nachlassung, welche sie allezeit gewünschet haben, durch gottseliges Fürbitten erlangen. O Herr! wir bitten, komm' unsern Hand— lungen durch Deine Einsprechungen zuvor, und begleite selbe mit Deiner Hilfe, damit all' unser Handeln und Wandeln von Dir jederzeit anfange, und wie es durch Dich angefangen hat, also auch durch Dich geendet werde. Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du über die Lebenden und Abgestorbenen herrschest, und Dich Aller erbarmest, welche Du aus dem Glauben und Werken für die Deinigen erken— nest: wir bitten demüthig, daß Die, für welche wir uns verrichten Welt im sein, dur— nach Deit Sünden e Jesum Ch O G besonders leihe Dei er Deine kenne und Anordnun durch De unsern H Welcher keit des zu Ewigk Gebet für Allm lischer V unendliche Jammer, eine Hilfe, illem Eifer Wünsche, tspringen; „welchen nusere Her⸗⸗ gegenwär⸗ 'r Feindes erstes mit ir Dir mit sem Herzen öser aller ner Diener Sünden, welche sie gottseliges ern Hand⸗ zuvor, und damit all' ir jederzeit ingefangen verde. r Du über schest, und aus dem gen erken⸗ für welche — 349 ꝗ— wir uns vorgenommen haben, unser Gebet zu verrichten, sie mögen nun noch auf dieser Welt im Leben, oder bereits davon abgeschieden sein, durch die Fürbitte aller Deiner Heiligen nach Deiner Guͤtigkeit Verzeihung aller ihrer Sünden erlangen mögen: durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Gebet für den Landesfürsten. O Gott! Du Beschützer aller Reiche, und besonders des christlichen Kaiserthums, ver— leihe Deinem Diener, unserm Kaiser N., daß er Deine Macht, durch welche er sieget, er— kenne und verehre, damit, weil er durch Deine Anordnung Landesfürst geworden ist, er auch durch Deinen Schutz allezeit mächtig sei; durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, Welcher mit Dir lebet und regieret in Einig— keit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Gebet für das allgemeine Anliegen der Christenheit. Allmächtiger, ewiger Gott! Herr, himm— lischer Vater! siehe mit den Augen Deiner unendlichen Barmherzigkeit auf der Deinigen Jammer, Elend und Noth. Erbarme Dich aller — 350— Christgläubigen, für welche Dein eingeborner Sohn, unser Herr und Heiland, Jesus Christus, in die Hände der Sünder freiwillig gekommen ist, und sein kostbares Blut am Kreuze ver— gossen hat. Durch diesen unsern Herrn Jesus wende ab, gnädigster Vater! die wohlverdiente Strafe, gegenwärtige und zukünftige Gefahren, schädliche Empörung, Kriege, Theuerung, Krankheiten und betrübte, mühselige Zeiten. Erleuchte und stärke in allem Guten geistliche und weltliche Obrigkeiten, damit sie Alles be— fördern, was zu Deiner göttlichen Ehre, zu unserm Heile und insgemein zum Frieden und zur Wohlfahrt der Christenheit gedeihen mag. Verleihe uns, o Gott des Friedens, echte Ver— einigung im Glauben, ohne alle Spaltung und Zertrennung, Lenke unsere Herzen zu wahrer Buße und Besserung des Lebens. Zünde in uns das Feuer Deiner Liebe an. Erfülle uns mit eifrigem Verlangen nach Allem, was recht ist, damit wir als gehorsame Kinder, im Leben und Sterben Dir angenehm und wohlgefällig seien. Wir bitten auch, wie Du willst, o Gott! daß wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für alle betrübten und leidenden Christen, für die Le— benden und für die Verstorbenen. Dir sei auf immer empfohlen, o Herr, all' unser Thun und Lassen, unser Handel und Wandel, unser Leben und Sterben. Laß' uns nur Deine Gnade hier genießen, und dort mit allen Aus⸗ erwählten Freude ur mögen. D Vater, du unsern He und dem und regier Für die a Gegrüßet seist gegeben. (Auf die Uebe 7 Jahren und Uebung einma Communion ut heilige Kir Ich g Gott, Va Du Alles und regier das Böse Gottes M Seinen T der heilige ligt. Ich o Gott! g gelehret ha und was d uns zu gla ich, weil ingeborner 3Christus, gekommen reuze ver⸗ rrn Jesus hlverdiente Gefahren, heuerung, ge Zeiten. geistliche Alles be⸗ Ehre, zu ieden und ihen mag. echte Ver— Utung und zu wahrer Zünde in rfülle uns was recht „im Leben ohlgefällig st, o Gott! eunde und „für alle ür die Le⸗ )ir sei auf iser Thun del, unser ur Deine allen Aus⸗ — 251— erwählten erlangen, daß wir in der ewigen Freude und Seligkeit Dich loben und ehren mögen. Dieß verleihe uns, o Herr, himmlischer Vater, durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn und Heiland, Welcher mit Dir und dem heiligen Geiste, gleicher Gott lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Für die 4 Du. Me Bedürfnisse fünf Vater unser und fünf Gegrüßet seist Du, Maria. Alsdann wird der heilige Segen gegeben. Die drei göttlichen Tugenden. (Auf die Uebung der drei göttlichen Tugenden ist ein Ablaß von 7 Jahren und siebenmal 40 Tagen verliehen; und bei täglicher Uebung einmal im Monate nach vorhergegangener Beicht und Communion und der Entrichtung der gewöhnlichen Gebete für die heilige Kirche vollkommener Ablaß. Benediet XIV. Hlsk.) Ich glaube an Dich, wahrer dreieiniger Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! Der Du Alles erschaffen hast, Der Du Alles erhältst und regierest. Der Du das Gute belohnest, und das Böse bestrafest. Ich glaube, daß der Sohn Gottes Mensch geworden ist, um uns durch Seinen Tod am Kreuze zu erlösen, und daß der heilige Geist durch Seine Gnade uns hei— ligt. Ich glaube uns bekenne Alles, was Du, o Gott! geoffenbaret hast, was Jesus Christus gelehret hat, was die Apostel geprediget haben, und was die heilige, römisch katholische Kirche uns zu glaͤuben vorstellet. Dieses Alles glaube ich, weil Du, o Gott, die ewige und unend— 17 W I 460½ 447½ W 0 1 — 350— liche Wahrheit bist, Welche weder betrügen noch betrogen werden kann. O Gott, ver⸗ mehre meinen Glauben. Ich hoffe und vertraue auf Deine unend— liche Güte und Barmherzigkeit, o Gott,‚! daß Du mir durch die unendlichen Verdienste Deines eingebornen Sohnes Jesus Christus in diesem Leben die Erkenntniß, wahre Reue und Ver— zeihung meiner Sünden ertheilen, nach dem Tode aber die ewige Seligkeit geben und ver— leihen wirst, Dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen, zu lieben und ohne Ende zu genießen. Ich hoffe auch von Dir die nöthigen Mit— tel, alles dieses zu erlangen. Ich hoffe es von Dir, weil Du es versprochen hast, Der Du allmäch⸗— tig, getreu, unendlich gütig und barmherzig bist. O Gott! stärke meine Hoffnung. O Gott! ich liebe Dich aus meinem gan— zen Herzen über Alles, weil Du das höchste Gut, weil Du unendlich vollkommen und aller Liebe würdig bist! Auch darum liebe ich Dich, weil Du gegen mich und alle Geschöpfe höchst gütig bist. Ich wünsche von ganzem Herzen, daß ich Dich eben so lieben möchte, wie Dich Deine treuesten Diener lieben und geliebet ha— ben. Mit ihrer Liebe vereinige ich meine unvoll⸗ kommene Liebe. Vermehre sie in mir, o gütig⸗ ster Herr! immer mehr Weil ich nun Dich aufrichtig und innig zu lieben wünsche, und es zu thun mich ernstlich bestrebe, so ist es mir vom Herzen leid, daß ich Dich, mein höchstes Gut, Wel Schöpfer habe. E daß ich D nen bester mir ernst bösen Gel Missethat niemals handeln. auf, und ses mein durch die lichen S Jesus Ch. Gott ser. Gott Dich unse unser. He erbarme Allm Gott, V unzertheil Himmels bim und in tiefste göttliche trachten, betrügen Bott, ver⸗ ine unend⸗ Bott,! daß ste Deines in diesem und Ver⸗ nach dem mund ver⸗ 1 Angesicht mgenießen. higen Mit⸗ s von Dir, u allmäch⸗ barmherzig g. inem gan⸗ das höchste und aller e ich Dich, öpfe höchst m Herzen, wie Dich eliebet ha— ine unvoll—⸗ r, o gütig⸗ nun Dich he, und es ist es mir in höchstes — 353— Gut, Welches ich über Alles liebe, Dich meinen Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher erzürnt habe. Es schmerzet mich, daß ich gesündigt, daß ich Dich, meinen allmächtigen Herrn, mei⸗ nen besten Vater, beleidiget habe. Ich nehme mir ernstlich vor, alle Sünden sammt allen bösen Gelegenheiten zu meiden, die begangenen Missethaten mehr und mehr zu bereuen, und niemals gegen Deinen heiligsten Willen zu handeln. Nimm mich, wieder zu Deinem Kinde auf, und gib mir die Gnade zur Erfüllung die⸗ ses meines Vorsatzes. Darum bitte ich Dich durch die unendlichen Verdienste Deines gött— lichen Sohnes, unsers Herrn und Erlösers, Jesus Christus. Amen. Der englische Rosenkranz. Gott Vater im Himmel erbarme Dich un— ser. Gott Sohn, Erlöser der Welt! erbarme Dich unser. Gott, heiliger Geist! erbarme Dich unser. Heilige Dreieinigkeit, ein einiger Gott! erbarme Dich unser. Allmächtiger, ewiger, unaussprechlicher Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, Du unzertheilte Dreieinigkeit, höchster Herr des Himmels und der Erde! vor Dem alle Cheru— bim und Seraphim und alle Mächte der Engel in tiefster Ehrfurcht stehen, wenn wir Deine göttliche Herrlichkeit und unsere Nichtigkeit be— trachten, so müssen wir erzittern. Denn, o — 354— mein Gott! wir sind zum Bösen geneigte Ge— schöyfe, und sollen Dich, den König aller Könige, den ewigen Gott, das höchste Gut, mit Deinen heiligen Engeln anbeten? Wir fallen demnach nieder vor Dir, als arme Sün— der vor ihrem Richter, als hilflose Unterthanen vor ihrem Fürsten, ja als Staub und Asche vor ihrem Erschaffer. Sieh' an die Herzen Deiner Diener, mit welchen sie Dich auf Erden so loben und preisen möchten, wie es alle Engel und Heiligen im Himmel thun. Du aber, o seligste Jungfrau und Mutter Gottes Maria! sammt allen Heiligen Gottes, helfet uns unsern Gott und Herrn anbeten, auf daß wir auch einmal, in Eurer Gesellschaft, Seiner Herr— lichkeit und der Freuden in dem Himmel theil— haftig werden. Amen. Lobsprechung der Engel. Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Heerschaaren, die ganze Erde ist Seiner Herrlichkeit voll. Die Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, als Er war im Anfange, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Laßt! mit dem l loben und Allmo nen Diene das Licht d der ewiger derselben anzubeten, hängen an tigkeiten je Erbar einigkeit! ganzen kat Dienerinn verzeihe ih göttlichen zu machen Deinen S⸗ in Einigke Ewigkeit z eigte Ge⸗ nig aller hste Gut, in? Wir rme Sün⸗ terthanen und Asche e Herzen auf Erden alle Engel maber, o 5Maria! ns unsern wir auch ner Herr⸗ mel theil— „der Gott st Seiner Zater und „ als Er t und in — 355— Gebet nach dem Rosenkranze. Laßt uns loben den Vater und den Sohn mit dem heiligen Geiste.— Lasset uns Ihn loben und erhöhen zu allen Zeiten. Allmächtiger, ewiger Gott, Der Du Dei— nen Dienern die Gnade gegeben hast, durch das Licht des wahren Glaubens die Herrlichkeit der ewigen Dreieinigkeit zu erkennen, und in derselben die Einheit Deiner höchsten Natur anzubeten, gib, daß wir durch das feste An— hängen an diesem Glauben in allen Widerwär— tigkeiten jederzeit gestärket werden. Erbarme Dich auch, allerheiligste Drei⸗ einigkeit! Deines Dieners, unsers Kaisers, der ganzen katholischen Kirche und aller Diener und Dienerinnen. Erhöre sie in ihrem Anliegen, verzeihe ihnen alle ihre Sünden, strecke Deinen göttlichen Arm aus, sie zu beschützen und selig zu machen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Geistliche Lieder zum Gebrauche des öffentlichen Gottesdienstes. Predigtlied. (Im Tone: Im Namen des Vaters und des Sohnes ꝛe.) 1. In Gott des Vaters und des Sohns— Und Seines Geistes Namen,— Sprecht hier am Fuße Seines Throns,— O Christen! freudig Amen.— Sprecht Amen und bereitet euch— Nach eures Mei⸗ sters Lehren,— Den Vaͤter in dem Himmelreich— Mit Bitten zu verehren. 2. O Vater unser, Der Du bist— Im Himmel und auf Erden,— Dein Name, der so liebvoll ist,— Soll stets geheiligt werden!— Dein Reich, von An⸗ beginn der Welt— Bereitet allen Frommen,— Das laß', wenn dieser Staub zerfällt,— Für uns auch einstens kommen. 3. So wie auf jeden Wink von Dir— Die Himmelsgeister sehen;— So soll auch unter Men-⸗ schen hier— Dein Wille stets geschehen!— Das Brot, das uns're Seele nährt,— Um Dir, o Gott, zu leben,— Auch jenes, das der Leib begehrt,— Sei täglich uns gegeben! — 4. Ver. vor Dir ber Den Schuld suchung drol Erlös' uns Uebel. Ame Sege Wir be Dich, Heila Oeilig, heil Sei gepries. ö ment. Ach, sp. Und segne u Ach, hö wir, Dein NX Christen heil'gsten S gen!— Laßt heilig bist— Schenke und unser L — Mit emp Bringt Ihm Lob, zu Seinem — Heilig ꝛe Sohnes ꝛc.) ohns— Und er am Fuße 3 Amen.— eures Mei⸗ nmelreich— Im Himmel ebvoll ist,— dich, von An⸗ men,— Das ür uns auch Dir— Die unter Men⸗ jen!— Das Dir, o Gott, begehrt,— — 357— 4. Vergib uns, Vater, jede Schuld,— Die wir vor Dir bereuen,— So wie wir alle mit Geduld— Den Schuldigern verzeihen.— Ersticke, wenn Ver— suchung droht,— In uns des Bösen Samen!— Erlös' uns jetzt und einst, o Gott!— Von allem Uebel. Amen I. Segen mit dem hochwürdigsten Gut. Wir beten an, Dich wahres Engelsbrot!— Dich, Heiland, Herr! Barmherzig großer Gott!— Heilig, heilig, heilig!— Du bist allezeit heilig!— Sei gepriesen ohne End'— In dem heiligsten Sacra— ö ment. Ach, speise uns mit Deinem Fleisch und Blut,— Und segne uns, o allerhöchstes Gut!— Heilig ꝛec. Ach, höre uns, schaff' uns're Seele rein,— Daß wir, Dein Volk, auch Deiner würdig sei'n.— Heilig ꝛc. II. Christen, laßt uns niederbeugen— Vor dem heil'gsten Sacrament,— Jesu Lob und Dank erzei— gen!— Laßt uns rufen ohne End':— Heilig, heilig, heilig bist— Du, o Heiland Jesu Christ! Schenke uns jetzt Deinen Segen— Segne uns und unser Land!— Jesu! wir fleh'n Dir entgegen — Mit emporgefaltener Hand— Heilig ꝛc. Bringt dem Herrn im Heiligthume— Bringt Ihm Lob, Ehr, Preis und Dank!— Wiederholt zu Seinem Ruhme— Mit Anbetung und Gesang: — Heilig ze. —————— ννν 2..—„ — — ——— 1.. 1. Segne, Jesu, Deine Herde,— Welche Dir zu Füßen fällt,— Und die Güter dieser Erde— Nur von Deiner Gnaͤde erhält.— Herr! Dein theures Fleisch und Blut,— Ist das größte Seelengut,— Welches würdig zu empfangen,— Wahre Christen stets verlangen. 2. Den die Brotsgestalt bedecket,— Der Du unser Heiland bist, Den die Liebe hier verstecket!— Gib uns Segen, Jesu Christ!— Mach' verstockte Herzen weich,— Und an wahrer Tugend reich.— Stärk' uns auch mit dieser Speise— Endlich zu der Himmelsreise. ö 3. Der Du hast für uns gelitten,— Und von Sünden machtest frei,— Ach, gewähre, was wir bitten,— Segne, Herr! und steh' uns bei,— Daß wir in der Todeszeit,— In dem allerschwersten Streit,— Alle Feinde überwinden,— Und durch Dich das Leben finden. 1. Wir Sabaoth,— dem Gebot leihe nun, Und wohlge 2. De. Abendmal,- Jammerthaͤl ausgetheilt Dieß thut: 3. Er mein Fleisck Was me sterben—! an mich gi melreich. 4. Wohlgeruch Deines Vo Kälber,— Christum se 1. Got und Dank — Verstatt grünen— fröhlich dien Welche Dir ser Erde— Dein theures elengut,— hre Christen — Der Du erstecket!— h' verstockte id reich.— idlich zu der — Und von „ was wir bei,— Daß lerschwersten Und durch — 359— I. Meßgesang. Zum Introitus. 1. Wir werfen uns darnieder— Vor Dir, Gott Sabaoth,— Erhöre uns're Lieder,— Da wir nach dem Gebot— Dir dieses Opfer bringen;— Ver⸗ leihe nun, daß wir— Es andachtsvoll besingen,— Und wohlgefallen Dir. 2. Den Tag vor Jesu Leiden,— Beim letzten Abendmal,— Indem er wollte scheiden— Aus diesem Jammerthal,— Hat Er das Brot gebrochen,— Und ausgetheilt den Wein,— Gesegnet und gesprochen,— Dieß thut und denket mein. 3. Er sprach: nehmt hin und esset!— Dieß ist mein Fleisch und Blut,— Damit ihr nicht vergesset, — Was meine Liebe thut;— Mich opfernd will ich sterben— Am Kreuz zum Heil für euch;— Wer an mich glaubt, soll erben— Mit mir das Him— melreich. 4. O Herr, dieß Opfer steige— Zu Dir mit Wohlgeruch,— Damit Dein Herz sich neige— Zu Deines Volks Gesuch.— Wir opfern nicht mehr Kälber,— Wie Aron hat gethan,— Nein, Jesum Christum selber,— Der uns versöhnen kann Zum Gloria. 1. Gott Vater! Dir gehöret— Lob, Ruhm und Dank und Ehr';— Was uns're Ruhe störet, — Verstatte nimmermehr.— Auf Erden laß' uns grünen— Den Frieden jederzeit,— Daß wir Dir fröhlich dienen,— Von Furcht und Angst befreit. II. * ů —.— ——— . — 360— 2. Der Du der Menschen Sünden— Gebüßt am Kreuzesstamm.— Laß' mich Erbarmung finden, — O Jesu, Gotteslamm!— Gelobt mit Mund und Herzen— Seist Du, Gott heil'ger Geist!— Der Du in Angst und Schmerzen— Den Frommen Trost verleihst. Vor dem Evangelium. 1. Aus Gottes Munde gehet— Das Evaͤnge— lium,— Auf diesem Grunde stehet— Das wahre Christenthum.— Gott Selber hat's gelehret,— Der nicht betrügen kann!— Wohl Dem, der's gerne höret,— Und es nimmt willig an. 2. Sein Wort zeigt uns die Wege— Zum Himmelreiche an;— Es weiset uns die Stege,— Zu gehen diese Bahn;— Herr! drücke Deine Worte— Tief in die Herzen ein,— Daß wir zur Himmels- pforte— Zu kommen würdig sein. Zum Credo. 1. Wir glauben und bekennen,— Daß aus höchst weisem Rath,— Gott, Den wir Vater nennen, — Die Welt erschaffen hat:— Von Ihm ist ausge— gangen— Sein Sohn, der Jesus heißt:— Der ward als Mensch empfangen,— Durch Gott den heil'gen Geist. 2. Maria hat geboren— Als Jungfrau dieses Kind,— Sonst wären wir verloren,— Wir, die wir Sünder sind.— Er litt an Leib und Seele.— Schloß sterbend Seinen Lauf,— Stand aus des Gra— bes Höhle— Am dritten Tage auf. 3. Er ter Hand, uns zwaren rächen,— 1 Urtheil spre 4. Wir sei,— Wir auch bei; Christi Dien — Geht ein 1. Her fällig sein, zwar Brot werden— uns hier au 2. Wir danken auf unserm Lebe dern,— 3 was uns ke denlast. 3. Wir und Gut,— Leben, Leib gen,— Be durch Deine 1. Laßt Helfer in der Dem Herrn auch Erde— daß bekehret Herz Jesus nung finden, Mund und ist!— Der mmen Trost das Evange— Das wahre hret,— Der der's gerne ge— Zum tege,— Zu ie Worte— ir Himmels- — Daß aus ater nennen, m ist ausge⸗ ißt:— Der h Gott den igfrau dieses — Wir, die id Seele.— us des Gra— — 302— 3. Er ward hinaufgenommen— Zu Gottes rech⸗ ter Hand,— Wann Er wird wieder kommen,— Ist uns zwar nicht bekannt;— Doch kommt Er einst zu rächen,— Und wird von Seinem Thron— Ein billig Urtheil sprechen,— Zur Strafe und zum Lohn. 4. Wir glaͤuben nicht alleine,— Daß eine Kirche sei,— Wir stimmen der Gemeine— Der Heiligen auch bei;— Die Sünde wird vergeben— Durch Christi Diener hier;— Der Leib steht auf zum Leben, — Geht ein zur Himmelsthür. Zum Offertorium. 1. Herr! laß' doch diese Gaben— Dir wohlge⸗ fällig sein,— Die wir geopfert haben;— Es ist zwar Brot und Wein;— Doch wird's verwandelt werden— In Christi Fleisch und Blut;— Das ist uns hier auf Erden,— Und den Verstorb'nen gut. 2. Wir opfern Dir den Willen, Herz und Ge— danken auf,— Hilf uns, das wir erfüllen— In unserm Lebenslauf,— Was Du uns, Deinen Kin⸗ dern,— Zu thun befohlen hast;— Nimm weg, was uns kann hindern,— Nimm weg die Sün⸗ denlast. 3. Wir legen Dir zu Füßen— Auch unser Hab und Gut,— Und was wir hier genießen,— Das Leben, Leib und Blut.— Gib uns bald kühlen Re⸗ gen,— Bald warmen Sonnenschein,— Und laß' durch Deinen Segen— Die Felder fruchtbar sein. Zum Sanctus. 1. Laßt uns gen Himmel schwingen— Zum Helfer in der Noth,— Und dreimal heilig singen— Dem Herrn Gott Sabaoth.— Herr! Himmel und auch Erde— Sind voll von Deinem Ruhm,— Hilf, daß bekehret werde— Das blinde Heidenthum Herz Jesus und Marig. 21 262— 2. Daß wir hernach zusammen— Dir uns're Herzen weih'n,— Und voll von Liebesflammen,— Dir ein Osanna schrei'n.— Herr! der in Deinem Namen— Kommt, sei gebenedeit!— Die Engel sagen: Amen!— Jetzt und in Ewigkeit. Nach der Wandlung. 1. Hier beth' ich auf den Knien,— Verbor'gner Gott, Dich an.— Ich will mich nicht bemühen,.— Das, was Du hier gethan.— Durch Sinne zu be— greifen:— Dein Wort muß mir allein.— Um hier nicht auszuschweifen,— Der Grund des Glaubens sein. 2. Die Gottheit war bedecket— Allein am Kreuz⸗ altar;— Hier aber ist verstecket— Die Menschheit auch sogar.— Dieß Denkmahl Deiner Güte,— Dieß wahre Himmelsbrot,— Erinnert mein Ge— müthe— O Herr! an Deinen Tod. 3. Wasch' mich von meinen Sünden,— O Jesus durch Dein Blut,— Und laß' mich Gnade finden, — Du allerhöchstes Gut!— Laß' bald den Vorhang fallen,— Erschein' im vollen Licht,— Und zeige mir und Allen— Dein glänzend' Angesicht. Zum Agnus Dei. 1. Erfreut euch fromme Seelen,— Ein Wunder ist gescheh'n,— Der Herr will sich verhehlen.— Kein Auge kann ihn seh'n;— In Brot- und Weinsge— stalten— Ist Jesu Fleisch und Blut— Auf dem Altar enthalten,— Dieß größte Seelengut. 2. Verdeckt ist hier zu finden— Das wahre Gotteslamm,— So aller Menschen Sünden— Ge— tilgt am Kreuzesstamm— Es isi der Seele Speise, — Wie uns der Glaube lehrt,— Sie nährt uns auf der Reise,— Und wird doch nicht verzehrt. 3. Wenn wir das Leben schließen,— Und dieses Himmelsbrot— Recht wohl bereit genießen,— So kann der bi —. Es ist ei decken— N 4. Her und Dank, Speise und gegeben,— uns das Lel 5. Ent Sacrament, sich die See — Von alle ren,— Und 1. Da man soll,— uns segensy wir allhier So sind wo 2. Gott sem Tag— schädlich wer — Einst ste finden— V Hier w Gott die Ch und Sinn, auf uns mit Schuld,— uns arme E Verstoß' un Dir uns're läammen,— in Deinem Die Engel Verbor'gner zemühen,— Zinne zu he— — Um hier s Glaubens mam Kreuz⸗ Menschheit Güte,— t mein Ge⸗ — O Jesus nade finden, en Vorhang id zeige mir Ein Wunder len.— Kein id Weinsge— — Auf dem zut. Das wahre nden— Ge⸗ deele Speise, nährt uns Hherzehrt. — Und dieses ießen,— So — 363— kann der bitt're Tod— Uns Christen nicht erschrecken; —. Es ist ein Unterpfand,— Daß Gott uns wird be— decken— Mit Seiner starken Hand. 4. Herr Jesu! Deiner Liebe— Sei Ehre, Lob und Dank,— Weil Du nach ihrem Triebe,— Zur Speise und zum Trank— Dein Fleisch und Blut gegeben,— In Brotsgestalt verhüllt,— Daraus für uns das Leben— Und reine Freude quillt. 5. Entzünd' in uns Verlaugen— Nach diesem Sacrament,— Herr, laß' es uns empfangen,— Wenn sich die Seele trennt,— Laß' uns in Frieden fahren, — Von allen Sünden rein,— Zu Deinen Engelschaa⸗— ren,— Und ewig bei Dir sein. Zum Segen des Priesters. 1. Da wir nunmehr gehöret— Die Messe wie man soll,— So sei auch Gott geehret!— Er mach' uns segensvoll,— Und laß' es Sich gefallen,— Was wir allhier gethan,— Er bleibe bei uns allen,— So sind wohl daran. 2. Gott wolle uns behüten,— Daß uns an die— sem Tag— Des bösen Feindes Wüthen— Nicht schädlich werden mag;— Er laß' uns ohne Sünden — Einst stehen vor Gericht,— Damit wir Gnade finden— Vor Seinem Angesicht. II. Meßgesang. Beim Eingang. Hier wirft vor Dir im Staub sich hin,— O Gott die Christenschaar;— Zu Dir erhebt sich Herz und Sinn,— Das Auge zum Altar.— O blick“ auf uns mit Vaterhuld,— Vergib uns die bereu'te Schuld,— Verstoß' von Deinem Angesicht,— O Gott! uns arme Sünder nicht!— Verstoß' uns nicht!— Verstoß' uns Sünder nicht 21 — 364— Beim Gloria. Gott soll gepriesen werden— Auf Seinem höch— sten Thron,— Ruh', Friede sei auf Erden— Der guten Menschen Lohn.— Wir loben, ehren alle— Dich, o Dreieinigkeit!— Und unser Dank erschalle— Bis an das End' der Zeit. Beim Evangelium. Es kommt aus Gottes Munde— Das Evange— lium,— Und nur auf diesem Grunde— Steht wah— res Christenthum.— Herr! laß' uns niemals kehren, — Durch Deiner Feinde List,— Das Ohr zu falschen Lehren,— Dieß fleht der wahre Christ. Beim Credo. Allmächtiger! vor Dir im Staube— Bekennt Dich Deine Creatur;— O Gott und Vater! ja ich glaube— An Dich, Du Schöpfer der Natur,— An Deinen Sohn, Den, rein empfangen,— Die heil'ge Jungfrau uns gebar,— Und an den Geist, Der aus— gegangen— Von Beiden, stets mit Beiden war. Beim Offertorium. Nimm an, o Herr, die Gaben— Von Deines Priesters Hand!— Die Dich beleidigt haben,— Versöhne dieses Pfand.— Bald bleiben nur Gestal— ten— Von diesem Brot und Wein;— Und das, was sie enthalten, Wird Seelenspeise sein. Bewegt von dem Geschenke,— Dreieinig großer „Gott! Erbarme Dich und denke,— Wer sich für uns erbot;— Der Sich zum Opfer bringet— Vor Dei— nen Gnaͤdenthron,— Zum Vaterherzen dringet,— Ist Dein geliebter Sohn. Beim Sanctus. O singet: dreimal heilig— Ist Herr Gott Sa⸗ baoth!— Dreieinig, unzertheilig—Ist unser Herr und ———— Gott— Schöpfung man Ihn pr Um En erfreut:— gebenedeit,‚ singen wir— Herr! vor D Sieh',! gnädig hersa Deinem So Wir fleh'n stellen Dir Ueberwinder Er hat Menschen in leben.— X Jesus! laß' Schwachheit Dein Sterbe Betracht Blut vergieß Der letzte Tr künden— D alle Sünden Wie soll, Tisch zu geh' Um mich gesu gen,— Du empfangen— einem höch— den— Der hren alle— erschalle— das Evange— Steht wah⸗ nals kehren, zu falschen — Bekennt zater! ja ich itur,— An Die heil'ge st, Der aus⸗ en war. Von Deines haben,— nur Gestal— nd das, was einig großer sich für uns —Vor Dei⸗ dringet,— Gott Sa⸗ er Herr und *— —. 305— Gott!— Es glänzet Seiner Ehren— Die ganze Schöpfung voll,— O daß uns Engel lehren,— Wie man Ihn preisen soll. Um Engel nachzuahmen,— Singt unser Geist erfreut:— Der kam in Gottes Namen,— Der sei gebenedeit,— Hosanna schallt es oben,— Hosanna singen wir— Und beten an und loben— Und staunen Herr! vor Dir. Nach der Wandlung. Sieh', Vater! von dem höchsten Throne,— Sieh' gnädig her auf den Altar.— Wir bringen Dir in Deinem Sohne— Ein wohlgefällig“' Opfer dar— Wir fleh'n durch Ihn, wir, Deine Kinder— Und stellen Dir Sein Leiden vor: Er starb, des Todes Ueberwinder,— Stand auf und fuhr zu Dir empor. Er hat für uns Sich dargegeben,— Für alle Menschen insgesammt,— Vertritt, damit wir ewig leben.— Beim Vater jetzt das Mittleramt.— O Jesus! laß' uns Huld erwerben,— Steh' uns'rer Schwachheit immer bei,— Damit Dein Leiden und Dein Sterben— Ja nicht an uns verloren sein. Beim Agnus Dei. Betrachtet Ihn in Schmerzen,— Wie Er Sein Blut vergießt.— Seht, wie aus Jesu Herzen— Der letzte Tropfen fließt!— Er fließt, uns anzu— künden— Das wahre Gotteslamm,— Das liebreich alle Sünden— Von unsern Seelen nahm. Bei der Communion. Wie soll, o Herr! ich's wagen,— An Deinen Tisch zu geh'n!— Du darfst ein Wort nur sagen,— Um mich gesund zu seh'n.— O stille mein Verlan⸗ gen.— Du einzig's Seelengut!— Im Geiste zu empfangen— Dein wahres Fleisch und Blut. 4 — 366— Nach der Communion. Nun ist das Lamm geschlachtet,— Das Opfer ist vollbracht,— Nun haben wir betrachtet,— Gott, Deine Lieb' und Macht,— Die bleib' uns stets zu⸗ gegen,— Aus Deinem Gnaͤdenmeer— Ström' uns Dein Vatersegen— Durch dieses Opfer her. I. Lied zum heiligen Altars-Sacrament. 1. Kommet, lobet ohne End', das heiligste Sa⸗ crament: welches Jesus eingesetzet uns zum Testament. 2. Hier ist Jesus Fleisch und Blut und das aller⸗ höchste Gut: keine Seele geht verloren unter Seiner Hut. 3. Sei gelobt, gebenedeit, Du Trost in der Bit— terkeit; in der Kriegszeit, Pest und Hunger, wahre Sicherheit. 4. Segne uns, o großer Gott! wundervolles 00.8209 ach, bewahre und errette uns aus aller oth. 5. Gib stets wahre Buß' und Reu', spreche uns von Sünden frei; mach', daß Glaube, Lieb' und Hoffnung bis an's Ende sei. II. Lied zum heiligen Altars-BVacramente. Zum vierzigstündigen Gebet. I. Komm', o fromme Christenschaar!— Wirf Dich nieder am Altar;—(Denn es stellt in Brotsgestal⸗ ten— Sich dein Heiland dar.) 2. Hier ist Jesu Fleisch und Blut,— Hier das allerhöchste Gut,—(Keine Seele geht verloren— Unter Seiner Huth.) tigkeit. Sicherhe 4. C volles H wahre— 5. 6 uns von Hoffen, 6. 2 des Lebe Freuden 288 keit,— End' der 3. der Krie Himmel, Deinem — Das Opfer htet,— Gott, uns stets zu⸗ Ström' uns er her. hacrament. heiligste Sa— um Testament. und das aller⸗ unter Seiner ost in der Bit⸗ unger, wahre wundervolles uns aus aller ꝛ, spreche uns de, Lieb' und Vacramente. Gebet. — Wirf Dich n Brotsgestal⸗ „— Hier das ht verloren— — 367— 3. Sei geehrt, gebenedeit,— Trost in Widerwär⸗ tigkeit.—(Aller, die sich Dir vertrau en—Wahre Sicherheit!) 4. Gib uns Segen, großer Gott!— Wunder⸗ volles Himmelsbrot!—(Hilf den Deinen, und be— wahre— Sie vor aller Noth!) 5. Gib uns wahre Buß' und Reu,— Mach' uns von den Sünden frei.— Daß nach Glauben, Hoffen, Lieben— Unser Streben sei!) 6. Ist nun unsre Pflicht gethan,— Und vollend't des Lebens Bahn,—(O dann nimm zu Deinen Freuden— Unsre Seelen an!) 7. Sei gelobt, gebenedeit,— Heiligste Dreieinig⸗ keit,—(Jesus Preis im Saeramente— Bis an's End' der Zeit!) Te Deum Laudamus. 1. Großer Gott! wir loben Dich,— Herr' wir preisen Deine Stärke;— Vor Dir neigt die Erde sich,— Und bewundert Deine Werke!— Wie Du warst vor aller Zeit,— So bleibst Du in Ewigkeit. 2. Alles, was Dich preisen kann— Cherubim und Seraphinen,— Stimmen Dir ein Loblied an:— Alle Engeln, die Dir dienen,— Rufen Dir stets ohne Ruh':— Heilig, heilig, heilig zu! 3. Heilig Herr Gott Sabaoth!— Heilig, Herr der Kriegesheere!— Starker Helfer in der Noth!— Himmel, Erde, Luft und Meere— Sind erfüllt mit Deinem Ruhm,— Alles ist Dein Eigenthum. — 368— 4. Der Apostel Christi Chor,— Der Propheten große Menge— Schickt zu Deinem Thron em— por— Neue Lob⸗ und Dankgesänge;— Der Blutzeugen große Schaar— Lobt und preis't Dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis— Loben Große und auch Kleine— Dich, Gott Vater! Dir zum Preis— Singt die heilige Gemeine;— Sie ehrt auch auf Seinem Thron— Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heil'gen Geist,— Welcher uns mit Seinen Lehren— Und mit Troste kräftig speis't.— Der, o König voller Ehren,— Der mit Dir, Herr Jesu Christ!— Und dem Voter ewig ist. 7. Du, des Vaters ew'ger Sohn,— Hast die Menschheit angenommen,— Du bist auch von Deinem Thron— Zu uns auf die Welt gekommen;— Gnade hast Du uns gebracht,— Von der Sünde frei ge— macht. 8. Nunmehr steht das Himmelsthor— Allen, welche glauben, offen;— Du stellst uns dem Vater vor,— Wenn wir kindlich auf Dich hoffen.— End— lich kommst Du zu Gericht;— Zeit und Stunde weiß man nicht. 9. Steh', Herr! Deinen Dienern bei,— Welche Dich mit Demuth bitten,— Die Dein Blut dort machte frei,— Als Du für uns hast gelitten;— Nimm uns nach vollbrachtem Lauf— Zu Dir in den Himmel auf. 10. Sieh Dein Volk in Gnaͤden an;— Hilf uns, segne, Herr! Dein Erbe.— Leit' es auf der rechten Bahn,— Daß der Feind es nicht verderbe; Oilf, daß es durch Buß und Fleh'n— Dich im Him⸗ mel möge seh'n! 11.— Namen u Lob und den heut 12. Herr! sei So wie n allein,— 1.— regnet Ihr Einst die verhaßten Sünden, des Heile— 2. D uns zu u. führen— flog schnel der:— E er will, er 3. D demuthsve beschweben Menschen, und ihrem Weil ein 4. Ei wacht vom Heil uns? O dann fo Mutter ha des Lichtet der Propheten Thron em⸗ e3z.— Der preis't Dich Loben Große er. Dir zum — Sie ehrt bornen Sohn. — Welcher Troste kräftig — Der mit oter ewig ist. — Hast die von Deinem n;— Gnade zünde frei ge⸗ or— Allen, is dem Vater fen.— End⸗ Stun de weiß i,— Welche in Blut dort gelitten;— Zu Dir in an;— Hilf t' es auf der ht verderbe; ich im Him⸗ — 369— 11. Alle Tage wollen wir— Dich und Deinen Namen preisen,— Und zu allen Zeiten Dir— Ehre, Lob und Dank erweisen,— Gib, daß wir von Sün— den heut'— Und von Lastern sei'n befreit. 12. Herr, erbarm', erbarme Dich,— Ueber uns, Oerr! sei Dein Segen.— Deine Güte zeige sich,— So wie wir zu hoffen pflegen.— Auf Dich hoffen wir allein,— Laß' uns nicht verloren sein. Adpentlied zur Rorate. 1. Thauet Himmel den Gerechten— Wolken, regnet Ihn herab!— Also rief in bangen Nächten,— Einst die Welt, ein weites Grab!— In von Gott verhaßten Gründen— Herrschten Satan, Tod und Sünden,— Fest verschlossen war das Thor— Zu des Heiles Erb empor. 2. Doch der Vater ließ Sich rühren,— Daß Er uns zu retten sann,— Und den Rathschluß auszu— führen— Trug der Sohn Sich freudig an.— Gaͤbriel flog schnell hernieder,— Kehrte mit der Antwort wie⸗ der:— Sieh, ich bin die Magd des Herrn.— Was er will, erfüll' ich gern. 3. Dein Gehorsam ist mein Leben,— Jungfrau demuthsvoll und keusch,— Gottes Geist wird Dich beschweben,— Und des Vaters Wort wird Fleisch— Menschen, betet an im Staube!— Weh' der Höll' und ihrem Raube!— Aber Adams Kindern wohl,— Weil ein Heiland kommen soll. 4. Einen Zuruf hör' ich schallen:— Brüder, wacht vom Schlummer auf!— Denn es naht das Heil uns Allen,— Nacht ist weg, der Tag im Lauf.— O dann fort mit allen Thaten,— Die die Nacht zur Mutter hatten!— Künftig ziehe Jedermann— Nur des Lichtes Waffen an! ———— .—.— — 30— 5. Laßt uns wie am Tage wandeln,— Nicht in Fraß und Trunkenheit,— Nicht nach Fleischbe— gierden handeln;— Weit verbannt sei Zank und Neid.— Jenem gänzlich nachzuarten,— Dessen An⸗ kunft wir erwarten,— Dieses ist nun uns're Pflicht,— So wie Sein Apostel spricht. 6. Welterlöser! ich erfülle— Deines treuen Knechtes Rath.— Komm' in meines Fleisches Hülle! — Wie dein' Bot' verkündet hat— Komm' und bringe mir den Frieden!— Menschen ist er nur beschie—⸗ den,— Die von gutem Willen sind,— Komm', ich bin es, göttlich's Kind! II. Adventlied zur Rorate. 1. Maria! sei gegrüßet,— Du lichter Morgen⸗ stern;— Der Glanz, der Dich umfließet,— Ver⸗ kündet uns den Herrn.— Von jeder Makel rein,— n du zum Menschenheile— Des Höchsten Mutter ein. 2. Dein Gott, zu Dir gewendet,— Ertheilet den Befehl;— Es eilt, von ihm gesendet,— D er Engel Gabriel.— Er spricht: o gnadenvoll,— Ge segnet untern Weibern!— Der Herr bedenkt Dein Wohl 3. Dieß konntest Du nicht fassen,— Und batest ihn dabei,— Dich recht versteh'n zu lassen,— Was diese Bothschaft sei,— Maria, zitt're nicht:— Denn Du hast Huld gefunden— Vor Gottes Angesicht. 4. Er will, Du sollst empfangen,— Gebären einen Sohn,— Der wird durch Ihn gelangen!— Auf Davids Vaterthron!— Des Höchsten Sohn zu— gleich,— Und Jesus soll Er heißen,— Unendlich ist Sein Reich. 5. keinen 2 Was, G Geist,— Mutter 7.— beth— segnet g Dem ist 7. Höchsten Das sei, Der Bo 8. Wort he suchen T Mit Fle 9. ihn bald Denn Ei Und aus 10. Gebäreri Dir erge Führ' u Vaterlar „— Nicht ich Fleischbe— i Zank und — Dessen An⸗ re Pflicht,— eines treuen eisches Hülle! n' und bringe nur beschie— Komm', ich te. hter Morgen⸗ jet,— Ver⸗ rakel rein,— chsten Mutter — Ertheilet idet,— D er nvoll,— Ge kt Dein Wohl — Und batest sen,— Was cht:— Denn Angesicht. — Gebären gelangen!— ten Sohn zu⸗ Unendlich ist — 371— 5. Wie soll denn dieß geschehen!— Ich kenne keinen Mann.— O Jungfrau! Du wirst sehen,— Was, Gottes Allmacht kann.— Er sendet Seinen Geist,— Der wird Dich überschatten,— Damit Du Mutter seist. 7. In ihren alten Tagen— Kann auch Elisa— beth— Von Seinen Wundern sagen,— Die nun ge— segnet geht.— Sie hieß zwar unfruchtbar;— Doch Dem ist nichts unmöglich,— Der sein wird, ist und war. 7. Da sprachst Du tief geneiget:— Ich bin des Höchsten Magd;— Was Du mir angezeiget— Das sei, wie Du gesagt!— Ofreudenvolles Wort;— Der Bote Gottes eilet— Mit seinem Auftrag fort. 8. Von Seines Vaters Freuden— Kam jetzt das Wort herab,— Für Sünder hier zu leiden,— Zu suchen Tod und Grab.— Es wählte Deinen Leib,— Mit Fleische sich zu kleiden,— Gebenedeites Weib. 9. Den Schatz, den Du empfangen,— O bring' ihn bald zur Welt!— Wir warten mit Verlangen;— Denn Er ist jener Held.— Der unsere Bande bricht,— Und aus des Todes Schatten— Uns rufet an das Licht. 10. Dieß Lied sei Dir gesungen,— Des Heils Gebärerin!— Mit Dir ergeb'nen Zungen.— Mit Dir ergeb'nem Sinn.— Dein hochgelobtes Pfand— Führ' uns auf Deinen Fürspruch— Hinauf in's Vaterland! Weihnachtlied. (Im Tone: Der Tag, der ist so freudenreich u. s. w.) I. Dieß ist der Tag von Gott gemacht,— Ich will mich herzlich freuen;— Auch mich hat heut' der Herr bedacht!— Ich will Ihm Lieder weihen.— Das Heil, das aus der Jungfrau Schooß— Heut ———‚p‚—‚—————9—9———————————— . ———————— —— SS—— — 7— allen Adamskindern sproß,— Ist auch für mich ge⸗ boren.— Vor Seine Krippe sink' ich dann!— Und bete meinen Heiland an— In Wonne ganz verloren. 2. In meiner Bildung liegt Er hier,— Den keine Namen nennen.— O Gott! o Kind, geläng' es mir,— Die Gutthat ganz zu kennen!— Du stei⸗ gest von dem Thron herab,— Den Dir mit sich Dein Vater gab,— Um hier für mich zu leiden;— Du wählest, mir zu nützen, heut— Für Ueberfluß die Dürftigkeit,— Den Stall für Himmelsfreuden. 3. Du weinst, mein Jesu! sei gegrüßt— O gnaͤdenreiche Zähre!— Sei mir mit Erfurcht auf— geküßt,— O Tropfen aus dem Meere.— Das ein⸗ stens blutig strömen soll,— Für mein und aller Sün— der Wohl!— Sei auch für mich geweinet;— Er— wärme kalter Ehristen Herz,— Das ihres Heilands ersten Schmerz— Nicht zu empfinden scheinet. 4. Das meine soll Dein Wohnplatz sein,— Ge— liebtester aus allen!— Es soll, wie neu geschaffen, rein— Von Engeltrieben wallen,— Komm' aus der Krippe, komm' zu mir!— Bring' echte Frömmigkeit mit Dir,— Und wahre Cyhristensitten!— O noch nicht Richter, noch ein Kind!— Dieß macht mich hoffen: Kinder sind— Ja leichter zu erbitten. 5. Du kehrest einst in Majestät,— Vom Engel— heer umringet.— Wenn diese Welt zu Trümmern geht,— Der Staub aus Gräbern dringet;— Dann muß auch ich hin in's Gericht— Allweiser, vor Dein Angesicht— Mit Furcht und Angst durchdrungen.— O sprich dann: ich erkenne Dich,— Du hast vor meiner Krippe mich— Mit Inbrunst einst besungen. I. Fasten lied. . Laß' mich Deine Leiden singen,— Dir des Mitleids Opfer bringen.— Unverschuld'tes Gottes⸗ lamm- drücke 2 Herzen! in mein 2. erzürnte bedeckt, drücke 2 3. schimpfe 4. den Krie Blut— Deine E 5 1 eine Do spitzt— drücke T 6. Opferhol stirbt,— drücke D 7. verkauft, An dem mich vor Schmerze mir verlt r mich ge⸗ n!— Und verloren. „— Den id, geläng' — Du stei⸗ sich Dein n;— Du berfluß die uden. üßt— O urcht auf⸗ Das ein⸗ aller Sün— t;— Er⸗ Heilands inet. n,— Ge⸗ geschaffen, n' aus der ömmigkeit O noch nacht mich en. om Engel— Trümmern — Dann vor Dein ungen.— hast vor besungen. — Dir des 6Gottes⸗ — 373— lamm!— Das von mir die Sünde nahm.— Jesu! drücke Deine Schmerzen— Tief in aller Christen Herzen!— Laß' mir Deines Todes Pein— Trost in meinem Tode sein! 2. In's Gericht für Menschen treten,— Zum erzürnten Vater beten,— Seh' ich Dich mit Blut bedeckt,— Auf den Oelberg hingestreckt.— Jesus! drücke Deine Schmerzen u. s. w. 3. Dich zu binden und zu schlagen,— Zu be⸗ schimpfen und zu plagen,— Nahet sich der Feinde Schar,— Und Du gibst dich willig dar.— Jesu! drücke Deine Schmerzen u. s. w. 4. Von den Richtern, die Dich hassen,— Wil— den Kriegern überlassen,— Strömet Dein unschuldig' Blut— Unter frecher Geißeln Wuth.— Jesu! drücke Deine Schmerzen u. s. w. 5. Unter lautem Spott und Hohne— Seh' ich eine Dornenkrone,— Die, mein Heiland! scharf ge⸗ spitzt,— Deine Stirne schmerzlich ritzt.— Jesu! drücke Deine Schmerzen u. s. w. 6. Wundenvoll, erblaßt, entkräftet,— An das Opferholz geheftet,— Seh' ich, wie ein Gottmensch stirbt,— Und den Sündern Heil erwirbt.— Jesu! drücke Deine Schmerzen u. s. w. 7. Heiland! meine Missethaten— Haben Dich verkauft, verrathen, Dich gegeißelt und gekrönt,— An dem Kreuze Dich verhöhnt!— Ach! es reuet mich vom Herzen,— Laß', mein Heiland! Deine Schmerzen— Deines Mittlertodes Pein— Nicht an mir verloren sein. II. Fastenlied. 1. Zesus mein Gott!— Wie treff' ich Dich jetzt an?— Mit Schmerzen angethan,— In Furcht des Tod's— Du zitterst vor dem Kelch und schwitzest * 49 1 5 +. 4 H N. 1 1 . — 374— Blut:— Jesus! wie schäm' ich mich!— Daß meine Sünde Dich— So pressen thut. 2. Jesus, mein Gott!— Du Richter aller Welt,— Den Richtern vorgestellt,— In Schand' und Spott, — Ich schlag' an meine Brust und klag' mich an:— Ich hab' die Schuld allein,— Du bist ganz engelrein! — Hast nichts gethan. 3. Jesus, mein Gott!— Glichst einem Menschen nicht!— Wer hat Dich zugericht?— Die Henkers-— rott'! ich hab' gefehlt;— Nur meine Missethat— Dich so gegeißelt hat,— O Heil der Welt! 4. Jesus, mein Gott!— Mein Hochmuth, Rach' und Zorn— Hat Dich gekrönt mit Dorn',— Hat Dich verspott'!— Dir das Kreuz aufg'legt mein' Ungeduld;— Jesus! wie reut' es mich!— Daß ich beleidigt Dich— Ich sag' mein' Schuld. 5. Jesus, mein Gott!— Wer hat Dich ausge— dehnt?— Durchnagelt Füß' und Händ'— Gebracht in Ted?— Ich Sünder bin's gewesen, der's ge— than;— Jesus! es schmerzet mich,— Daß ich ge— kreuzigt Dich;— Ich klag' mich an. 6. Jesus, mein Gott!— Deine Barmherzigkeit — Unendlich ist all'zeit!— Sieh' meine Noth!— Nicht aber meine Sünd' und Missethat;— Daß ich in wahrer Reu'— Bis in Tod b'ständig sei;— Verleih' mir Gnad'. BDußgesang. (Im Tone des Fastenliedes:„Laß' mich Deine Leiden singen.“) I. Selig, himmlisch ist das Leben— Dessen, dem die Sünd' vergeben,— Der nun Gott zum Vater hat— Nach getilgter Missethat.— Herr! verschon dann meiner Sünden,— Laß' mich wieder Gnade finden.— Gnade ruft in Reu' und Schmerz — Des bedrängten Sünders Herz. 2. alle Zah Hat sich dann m 3. Furcht Sünder verschon 4. einst dar — Einet meiner 57 7 von nun Seel' ve HOerr! ve 6. 2 Gott zu nen Sol — Herr 7.4* weinend schonꝰ da 9. Dir getra Grimm, HOerr! ve Daß meine ller Welt,— und Spott, mich an:— nz engelrein! im Menschen die Henkers-— Missethat— elt! muth, Rach' 'rn',— Hat gg'legt mein' — Daß ich Dich ausge— — Gebracht , der's ge— Daß ich ge— ürmherzigkeit e Noth!— — Daß ich ndig sei;— iden singen.“) — Dessen, n Gott zum .— Oerr! mich wieder ind Schmerz 25— 2. Rur zu oft bin ich gefallen,— Sünden über alle Zahlen,— Mehr als Haare auf dem Haupt,— Hat sich Dein Geschöpf erlaubt.— Herr! verschon' dann meiner Sünden ꝛc. 3. Wehmuth drückt mich nun darnieder,— Furcht erschüttert meine Glieder,— Und seitdem ich Sünder bin,—. Ist die Fröhlichkeit dahin.— Herr! verschon dann meiner Sünden ꝛc. 4. Jener Trost ist mir entschwunden,— Den ich einst darin gefunden,— Daß ich von dem Fluche frei, — Eines Deiner Kinder sei.— Herr! verschon' dann meiner Sünden ꝛc. 5. Willst Du mich, o Gott, verlassen,— Wenn von nun die Sünd' zu hassen,— Büßend meine Seel' verspricht,— Hier vor Deinem Angesicht!— Herr! verschon! dann meiner Sünden dꝛe. 6. Aufzusuchen nicht den Frommen— Bist Du Gott zur Welt gekommen;— Nur für den verlor— nen Sohn— Stiegst Du von dem Himmelsthron. — Herr! verschon' dann meiner Sünden ꝛc. 7. Magdalena kommt zu büßen,— Wirft sich weinend Dir zu Füßen,— Und Du nimmst die Sün- den hin— Von der frommen Büßerin.— Herr! verschon' dann meiner Sünden ꝛc. 8. Wenn wir herzlich nun bereueu,— Werden Engel sich erfreuen,— Kennen wieder ihren Freund, — Jubeln wenn der Sünder weint.— Herr! ver— schon' dann meiner Sünden ꝛc. 9. Lang genug hab' ich gebrochen,— Was ich Dir getreu versprochen,— Lang bedroht von Deinem Grimm,— Hör' ich Deines Fluches Stimm',— Herr! verschon dann meiner Sünden de. — 376— 10. Heute ist der Tag der Gnaden,— Heute hast Du mich geladen,— Heute ruf' ich dann zu Dir:— Gott! verzeih', verzeihe mir.— Herr! ver⸗ schon' dann meiner Sünden,— Laß' mich wieder Gnade finden— Gnade! ruft in Reu' und Schmerz — Des bedrängten Sünders Herz. Grab und Vermüchtniß Jesus des Ge⸗ kreuzigten. wei Lieder, zu singen am heiligen Charsreitage.) I. I. Ach, so ist denn Jesus todt!— Welches Lei⸗ den, Angst und Noth!— Ohne Schönheit und Ge— stalt,— Liegt im Grabe starr und kalt— Jesus der Gekreuzigte. 2. Braut, hier liegt dein Bräutigam,— Hier dein Hirte, hier dein Lamm,— uUns'rer Herzen Trost und Ruhm,— Uns'rer Seelen Eigenthum,— Jesus, der Gekreuzigte. 7 3. Christen, betet an und denkt— Jesus ist in's Grab versenkt,— Zesus, Den getödtet hat— Uns're Sünd' und Missethat,— Jesus, der Gekreu—⸗ zigte. 4. Selig ist, wer, da er lebt,— Selbst mit Je⸗ sus sich begräbt.— Christen, strebt euch selber ab;— Dieses will im heil'gen Grab— Jesus, der Gekreu⸗ zigte. ö 5 Tod d —— S kreuzi 36 theure — D Gekret 7 rein, sich. re Jesus, 1 und 6 Diese 2 Vorbi — Wẽ/ zigte. 3. Er de kund, der G 4. laut en laut: Gekrei kreuzig f' ich dann zu — Herr! ver⸗ mich wieder und Schmerz des Ge⸗ sreitage.) Welches Lei⸗ iheit und Ge⸗ kalt— Jesus, im 2 Hier Herzen Trost m,—— Jesus, Jesus ist in's dtet hat— der Gekreu— delbst mit Je⸗ selber ab;— der Gekreu⸗ 377 5. Jesus lebt und steht uns bei,— Daß Sein Tod der uns're sei.— Ja, in das Vermächtniß Sein — Schloß uns Alle Jesus ein,— Jesus, der Ge— 4 kreuzigte. ö 6. Petrus Schiff, daß weiß der Christ,— Unser 44 theures Erbtheil ist,— Jesus Kirch' ist gut bestellt, — Da ist bis an's End' der Welt— Jesus, der Gekreuzigte. 7. Wer den Weg noch weiß dahin,— Hält sich rein, so Herz als Sinn;— Hält so Herz als Sinn sich rein;— Denn sein Richter wird einst sein:— 4 Jesus, der Gekreuzigte. ö II. 1. Eine treue Lehrerin,— Die uns heiligt Herz und Sinn,— Die uns treu bleibt über's Grab,— Diese ist es, die uns gab— Jesus, der Gekreuzigte. 2. Ja, Er gab sie sterbend uns,— Als ein Vorbild unsers Thuns,— Das uns saget immerdar: — Werdet so wie Jesus war,— Jesus, der Gekreu⸗ zigte. 3. Sie lehrt uns wie Jesus klein,— Und wie Er demüthig sein,— Sie macht Seine Lieb' uns kund,— Und es spricht aus ihrem Mund— Jesus, der Gekreuzigte. 4. Wer den Weg noch weiß dahin.— Preiset laͤut mit Herz und Sinn,— Preiset Jesus Kirche laut:— Denn es liebet Seine Braut— Jesus, der Gekreuzigte. ö 5. Heil'ge Kirche, Seelenlicht,— Ach! verlaß' V nur Du uns nicht,— Durch Dich kennen Jesus wir, 4 — Sieh' es weiset uns zu Dir Jesus, der Ge⸗ kreuzigte. 928— 6. Die du uns wie Jesus liebst,— Seh' ich wie du standhaft bliebst,— Unberührt von arger List,— Seh' ich klar, dein Eckstein ist— Jesus, der Ge⸗ kreuzigte. 7. Wer da folget Deinem Rath,— Heilig lebt, wie Jesus that.— Hauchet seinen letzten Hauch— Freudig aus: das that ja auch— Jesus, der Gekreu⸗ zigte. Osterlied. 1. Der Heiland ist erstanden.— Befreit von Todesbanden,— Der als ein wahres Osterlamm,— Für mich den Tod zu leiden kam. Halleluja. 2. Nun ist der Mensch gerettet,— Und Satan angekettet— Der Tod hat keinen Stachel mehr!— Der Stein ist weg, das Grab ist leer. Halleluja. 3. Der Sieger führt die Scharen,— Die lang gefangen waren,— In Seines Vaters Reich empor, — Das Adam sich und mir verlor. Halleluja. 4. O wie die Wunden prangen,— Die Er für mich emrfangen,— Wie schallt der Engel Siegsgesang— Dem Staͤrken, Der den Tod bezwang! Halleluja. 5. Mein Glaube darf nicht wanken,— Otröst— licher Gedanken!— Ich werde durch Sein Aufer⸗ Lure— Gleich Ihm aus meinem Grabe geh'n. Hal⸗ eluja. 6. Die Nacht, die mich dort decket.— Bis mich der Engel wecket,— Ist kurz; dann ruft mein Hei⸗ land mich— In's Reich, wo Niemand stirbt, zu Sich. Halleluja. ———— 7. bereite stander 8. Höhe — Un 9 Angesi Und zi Tod er Christ (In 1. Von Du vi freiet Gast! 2. So w ihre n nen S 3. — Et Der u heit ül o mäc Seh' ich wie irger List,— sus, der Ge⸗ Heilig lebt, en Hauch— der Gekreu⸗ Befreit von sterlamm,— luja. Und Satan hel mehr!— Halleluja. — Die lang Reich empor, eluja. ie Er für mich iegsgesang— Halleluja. n,— O tröst⸗ Sein Aufer⸗ e geh'n. Hal— — Bis mich ist mein Hei⸗ tirbt, zu Sich. .— 7. O Meer der Seligkeiten— Ein Ort mir zu bereiten,— Ging mein Erlöser hin vor mir;— Er⸗ standener, ich folge Dir! Halleluja! „8. Ja, durch ein neues Leben— Will ich zur Höhe streben,— Wo Du mit Deinem Vater thronst, — Und jede gute That belohnst. Halleluja! 9. Dann werd' ich im Gerichte,— vor Deinem Angesichte,— Von Deinem Blute glänzend steh'n,— Und zu des Lammes Hochzeit geh'n. Halleluja! Halleluja! Halleluja! Halleluja!— Wie Du vom Tod erstanden bist,— Laß' uns ersteh'n, Herr Jesn Christ! Halleluja! Pfingstlied. (Im Tone: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Gnade ꝛc.) 1. Komm', heiliger Geist! o dritte Person!— Von einer Natur mit Vater und Sohn!— Der Du von seiner Sündenlast— So manches Herz be⸗ freiet dast.— Komm', heiliger Geist! erwünschtester Gast! 2. Komm', heiliger Geist! auf uns jetzt herab,— So wie Dich einst Gott den Gläubigen gab,— Als ihre noch geringe Zahl— Versammelt im verschloß'⸗ nen Saal— Sich sehnte nach Dir, Du göttlicher Strahl! 3. Komm', heiliger Geist! ein Tröster genannt — Es werde durch Dich der Kummer verbannt,— Der uns jetzt verstört in uns'rer Pflicht,— Die Träg⸗ heit überwindet uns nicht,—Wenn Du uns entflammst, o mächtiges Licht! 3 8²2* 80— 4. Komm', heiliger Geist, Du Lehrer der Welt; — Die Straße des Heils wird niemals verfehlt,— Wenn man sich nicht an Secten kehrt,— Die Kirche, die Dein Einspruch lehrt,— Mit kindlicher Treu' als Mutter verehrt. 5. Komm', heiliger Geist, vom himmlischen Thron! — Dir werde zugleich mit Vater nnd Sohn— In unzertheilter Wesenheit— Von nun an bis in Ewig- keitl— Anbetung, Dank und Jubel geweiht! Lied zum Frohnleichnamsumgange. 1. O Engel Gottes, eilt hernieder,— und men— get euch in uns're Lieder,— Der Tag ist festlich uns und euch;— Das Himmelsbrot, das wir heut' ehren, — Mit dem sich unsere Seelen naͤhren,— Dieß Brot macht Mensch und Engel gleich. 2. O kommt, so wie ihr einst im Saale— Bei Jesu letztem Abendmale,— Erstaunungsvoll zugegen war't!— Ihr sahet dort das Brot Ihn brechen,— Ihr hörtet Ihn mit Liebe sprechen:— Dieß nehmt vor Meiner Himmelfahrt! 3. Dieß ist Mein Leib, den will ich schenken,— Es sei zu Meinem Angedenken,— So oft ihr, Freunde, dieses thut,— So oft ihr dieß Geheimniß handelt, — Wird Brot und Wein wie jetzt verwandelt— In eures Meisters Fleisch und Blut. 4. O Abgrund unbegriff'ner Güte,— War's nicht genug, in einer Hütte— Für uns das Licht der Welt zu seh'n?— Die Zeit von mehr als dreißig Jahren,— Verachtet, arm und in Gefahren— Mit Undankbaren umzugeh'n? —— — 5. Rath( uns zu — Da der He 6. uns vo Brust. uns n dern f uns S darzut — Ve in un Temp süßen Verkü froh 3 9 Liebe heiligt Nach zu un 1 Mens stenvo YN Prach Du 2 Deine Stau — D der Welt; verfehlt,— —Die Kirche, her Treu' als schen Thron! Sohn— In bis in Ewig-— eiht! gange. — Und men⸗ t festlich uns heut' ehren, — Dieß Brot daale— Bei zvoll zugegen brechen,— eß nehmt vor schenken,— hr, Freunde, nniß haͤndelt, indelt— In +— War's das Licht der als dreißig ͤhren— Mit — — 351— 5. Die Kranken nicht zenng zu heilen,— Trost, Rath Gesunden zu ertheilen.— Der Weisheit Lehrer uns zu sein.— Für uns, in frecher Henker Händen, — Das Leben und die Qual zu enden,— Uns von der Hölle zu befrei'n? 6. O nein, es waͤllen neue Triebe— Der ewig uns verheiß'nen Liebe,— In unsers Heilands treuer Brust.— Die lehren ihn des Mittel finden,— Sich uns noch enger zu verbinden:— Bei Menschenkin— dern sucht Er Lust. 7. Er läßt bis an das End' der Zeiten— Bei uns Sich einen Sitz bereiten,— Uns Seine Neigung darzuthun.— Der Gottheit Schimmer einzuhalten, — Verhüllt Er Sich in Brotsgestalten,— Und will in unsern Herzen ruh'n. 3. O Christen, laͤßt uns Blumen pflücken,— Und Tempel und Altäre schmücken,— Das Rauchfaß hauche süßen Duft,— Die Priesterschaft im Feierkleide,— Verkündige der Kirche Freude,— Die Glocke schalle froh zur Luft! 9. Laßt uns mit Dank- und Jubelliedern— Der Liebe Wunderwerk erwiedern,— Dem dieser Tag ge⸗ heiligt ist.— Preis, Ehre Dir im Sacramente,— Nach dem sich einst die Vorwelt sehnte,— Der Du zu uns gekommen bist. 10. Laßt heilig, heilig, heilig schallen,— Dem Menschenfreunde, Der vor allen— Bei Seinem Chri⸗ stenvolke wohnt;— Dem Lamme, das in Broteshülle, — Miti aller seiner Gnadenfülle,— Auf uns'ren Prachtaltären thront. 11. Du bist es Herr, Gott uns'rer Väter,— Du Brot der Starken, unser Retter.— Du bist's in Deines Priesters Hand,— Wir fallen, beten an im Staube,— Das Aug' ist blind, doch si sieht der Glaube, — Dein Wort ist ihm ein Unterpfand. 22 — 582.— 12. Erbarmer! laß' uns nicht erröthen,— Wenn wir in Leibs⸗ und Seelennöthen— Zu Deinem Ta⸗ bernakel flieh'n.— Gib heut' und immer Deinen Se— gen,— Laß' Fürst und Volk auf ihren Wegen,— Vor Dir in Deinem Frieden zieh'n! 13. Sei stets auf dieser Lebensreise,— Geprüf⸗ ter Christen Seelenspeise,— Gebenedeites Himmels— brot;— Und dann in Deinem Friedenskusse,— In Deinem seligen Genusse— Vollend' uns einstens un— ser Tod. Lied, der heiligste Erlöser und Seine Kirche. (Arie: Wunderschön, prächtige ꝛc.) 1. Seele, dein Herr und Gott— Hanget, von Hohn und Spott— Lästernder Thoren umgeben, am Kreuz:— Er rufet dich zu Sich,— Seele, bekehre dich.— Rufe, Gefaͤll'ne: mich schmerzt es, mich reut's. — Sieh' Sein Verlangen,— Laß' dich umfangen; — Weil dein Erlöser noch bittet und mahnt,— Folg' Ihm auf Wegen, die Er dir gebahnt! 2. Willst du von Sünden rein,— Willst du er— löset sein,— Und in der Liebe zur Tugend erglüh'n: — Mußt du in That und Wort— Ueberall, immer— fort,— Mußt du dich Ihm zu gefallen bemüh'n:— Ohne dein Streben,— Der dich in's Leben,— Der dich gerufen an's irdische Licht,— Ohne dein Stre— ben erlös't Er dich nicht! 3. Steht Er dir rufend bei,— Doch bist du völ— lig frei:— Pocht an dein Herz mit Verlangen Er an,— Will Er dich an Sich zieh'n,— Du kannst Ihm doch entflieh'n,— Folgen, ach! kannst du dem eigene verstos Flucht 4 noch Ihn en die be Sein Feinde 5 all— Deinem Ta⸗ r Deinen Se⸗ ꝛ1 Wegen,— „— Geprüf⸗ tes Himmels-— kusse,—.— In einstens un⸗ ine Kirche. Hanget, von umgeben, am zeele, bekehre „mich reut's. h umfangen; hnt,— Folg' Willst du er⸗ nd erglüh'n: erall, immer— bemüh'n:— ben,— Der e dein Stre⸗ ch bist du völ⸗ zerlangen Er — Du kannst innst du dem —.— — — 383— eigenen Wahn,— Wie Er dich locket,— Bleibst du verstocket,— Wehe, dann zwingst du Ihn Selber zur Flucht;— Sage, was hilft es dir, daß Er dich sucht? 4. Klopft an ein Herz Er an.— Wird Ihm noch aufgethan?— Lieben wohl Viele der Seinen Ihn noch?— Alles voll Zank und Streit,— Wirft die bewegte Zeit— Nicht seine Bürde hinweg und Sein Joch?— Seiner Gemeinde— Wüthende Feinde— Rütteln am Bau, den Er liebend gebaut, — Spotten der Lieb' und verhöhnen sie laut. 5. Aber in Leid und Qual— Jauchzet noch über⸗ all— Seine Versammlung, die Kirche; sie steht— Fest auf dem Felsengrund,— Wo sie mit Herz und Mund— Für die Erlöseten bittet und fleht:— Wie der Bethörte,— Wie der Empörte— Hart sich ver⸗ schließt ihrer himmlischen Huld,— Bleibt sie doch Mutter und fleht um Geduld! 6. Zeigten auch rings um dich— Noch mehr der Feinde sich,— Noch mehr der Feinde des Lichts und des Rechts:— Dennoch verzagst du nie,— Du be⸗ test doch für sie,— Wie der Erlöser des Menschen⸗ geschlechts!— Wie auch die Deinen— Klagen und weinen,— Heilige Kirche! wie stark und wie gut— Lehrest du beten und wachen mit Muth! 7. Kurz ist des Lebens Lauf;— Wache vom Schlummer auf,— Liebe die Mutter, o Tochter! o Sohn!— Umklamm're den Altar,— Beuge dich, Christenschar!— Beuge dich auch vor dem irdischen Thron!— Dann nicht erliegen,— Dann wirst du siegen,— Volk der Erlös'ten dann stehet dir bei,— Jesus, dein Heiland; Er machet dich frei. 8. Frei von der Sünde Pein,— Wirst du dann keusch und rein—Zu dem Erlöser in Liebe gewandt;— Du wirst dann nicht mehr lau,— Glänzen im Gna⸗ — 384— denthau.— Frisch wie die Blumen im Frühlings—⸗ gewand,— Im Kreuz beglücket,— Bräutlich ge— schmücket,— Frei von den Makeln und Falten der Zeit,— Wirst du frohlocken und siegen im Streit! Glaube, Hoffnung und Webe. 1. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe,— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— Rede, Herr! und ich will hören;— Laß' die Welt mich nicht bethören;— Denn Du hast mir Geist und Leben— Aus Barm— herzigkeit gegeben.— In dem Glauben, in der Hoff—⸗ nung,— In der Liebe stärke mich. 2. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— Sollten alle Menschen lügen,— So kannst Du mich nicht betrügen!— Nichts ist Dir, o Gott, verborgen;— Dein Wort glaͤub' ich ohne Sorgen.— In dem Glauben, in der Hoffnung,— In der Liebe stärke mich. 3. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— Einen Gott in drei Per⸗ sonen,— Glaub' ich, die im Lichte wohnen,— Gleich in Wesen, Macht und Stärke;— Wunderbar sind Ihre Werke!— In dem Glauben, in der Hoffnung, — In der Liebe stärke mich. 4. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— Vater in den Himmels-— auen;— Dir will ich stets fest vertrauen,— Du wirst mich doch nicht verlassen,— Wenn auch Welt und Höll' mich hassen.— In dem Glauben, in der Hoffnung,— In der Liebe stärke mich. 5. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— Gottes Sohn! Dein Kreuz ben; ses wi der H 6 vom§ verleil Meine Glied nung, 7 vom ergötze Gott, fallen. der Li 8 vom 5 Dir n brenn Will Herr, 9 bom; ten 31 mein Herze Ja, v Frühlings⸗ Zräutlich ge⸗ Falten der m Streit! ebe. e,— Herr, rr! und ich dethören;— Aus Barm⸗ in der Hoff⸗ ꝰ;— Herr, le Menschen etrügen!— Dein Wort iben, in der ;— Herr, in drei Per⸗ n,— Gleich uderbar sind r Hoffnung, — Herr, n Himmels— en,— Du auch Welt ben, in der ;— Herr, 5ohn! Dein Kreuz und Sterben— Rette mich von dem Verder⸗ ben;— Durch Dich steht der Himmel offen,— Die⸗ ses will ich freudig hoffen,— In dem Glaͤuben, in der Hoffnung,— In der Liebe stärke mich. 6. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich,— O Gott heil'ger Geist, verleihe,— Daß ich mich vor Niemand scheue,— Meinen Glauben zu bekennen,— Und mich Christi Glied zu nennen,— In dem Glauben, in der Hoff— nung,— In der Liebe stärke mich. 7. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich!— An Dir will ich mich ergötzen,— Und Dich über Alles schätzen.— Dir, o Gott, will ich in allen— Meinen Werken nur ge— fallen.— In dem Glauben, in der Hoffnung,— In der Liebe stärke mich. 8. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, vom Herzen lieb' ich Dich;— Nichts soll mich von Dir mehr trennen.— Droht die Welt mich zu ver— brennen,— Um zur Untreu' mich zu zwingen,— Will ich dennoch fröhlich singen:— Herr, ich liebe; Herr, ich liebe;— Ja, vom Herzen lieb' ich Dich! 9. Herr, ich glaube; Herr, ich hoffe;— Herr, oom Herzen lieb' ich Dich!— Wann ich in den letz⸗ ten Zügen,— Und im Grabe werde liegen,— Wann mein Körper wird verwesen,— Soll man noch im Herzen lesen:— Herr, ich liebe; Herr, ich liebe;— Ja, vom Herzen lieb' ich Dich! — 386— Nied am Frauenfeste. (Im Tone:„Komm' o fromme Christenschaar!“) 1. Gnadenquelle! sei gegrüßt,— Quelle, Die beständig fließt.— Trost der Christen! o Maria!— Jungfrau sei gegrüßt! 2. Sei gegrüßt zu jeder Stund,— In dem Her⸗ zen, mit dem Mund;— Alles mache Deine Würde, — Deine Gnade kund. ö 3. Liebste Mutter! wir sind Dein,— Zeig' Dich, Mutter stets zu sein;— Schreib' uns Alle Deinem Herzen— Unauslöschlich ein. 4. Du warst noch zu jeder Zeit— Ursach' uns'rer Fröhlichkeit;— Sei es bis zum Lebensende— Und in Ewigkeit. 5. Mutter! es ist unerhört,— Daß Dein Sohn Dir nicht gewährt,— Was Du Deinen treuen Die— nern— Gütig hast begehrt. 6. Wenn Gefahr der Seele droht,— In des Le⸗ bens jeder Noth— Rettet uns in Deinem Namen— Der versöhnte Gott. 7. Schreckt der Sünden schwere Last:— Sei zu Dir Vertrau'n gefaßr,— Die Du Dich der Sünder Zuflucht— Stets gezeiget hast. 8. Wer Dich in Betrübniß bat,— Fand bei Dir, Maria! Rath:— Trost, wer immer Dir als Mut⸗ ter— Sich empfohlen hat. 9. Auch zu streiten bis auf's Blut— Um des Himmels großes Gut,— Bringst Du, Reinste! den Versuchten— Neue Kraft und Muth. 10. Groß ist uns'rer Feinde Zahl— Hier in die⸗ sem Thränenthal;— Rette, Mutter! Deine Kinder — Von dem Sündenfall. 21.————— uns inr Jesus lar0%) Juelle, Die Maria!— In dem Her⸗ eine Würde, Zeig Dich, Alle Deinem sach' uns'rer nde— Und Dein Sohn treuen Die⸗ In des Le⸗ m Namen— — Sei zu der Sünder zand bei Dir, ir als Mut⸗ —. Um des Reinste! den Hier in die⸗ deine Kinder 11. Und wann Seel' und Leib sich trennt,— Nur noch schwach das Herz Dich nennt,— O dann bitte, Mutter! bitte— Um ein selig' End'. 12. Nach vollbrachtem letzten Streit,— Führ' uns in die Ewigkeit;— Milde Jungfrau! zeig' uns Jesus— In der Herrlichkeit. Christenlehrlied. Vor dem Anfange. Heil'ger Geist! komm' zu verbreiten,— Ueber uns Dein Gnadenlicht,— Daß wir immer weiter schreiten— Im Erlernen uns'rer Pflicht:— Mache uns zum Lernen Lust,— Hilf, daß wir in uns'rer Brust,— Das Erlernte wohl behalten.— Und im Guten nie erkaͤlten. Am Ende. Gott! o segne diese Lehren,— Die des Ka⸗ techeten Mund— Uns zum Heil und Dir zu Ehren, — Deinen Kindern machet kund;— Präge sie durch Deinen Geist— Tief in's Herz, daß wir im Leben— Stets zu handeln uns bestreben,— Wie es Dein Ge⸗ bot uns heißt. —— —— — n hn Uat. Vorbericht Aufmunterung zum Gebete. Vereinsgebet. Aufopferung. Verschiedene tägliche Gebete. Der Engel des Herrn. Regina coeli laetare Erhebung des Geistes zu dem göttl. Herzen Jesus Anbetung, Dank, Aufopferung und gute Meinung Begrüßung der seligsten Jungfrau Maͤria Bitte um die göttliche Gnade. Aufopferung in den göttlichen Willen Der Segen und der Friede des Herrn Gruß: Gelobt sei Jesus Christus ö Lob an Maria, die Himmelskönigin, vom heiligen Casimir Anrufung des göttlichen Geistes bei einer jeden leiblichen und geistigen Beschäftigung. Gebet am Ende einer Andacht oder Beschäftigung Gebet vor dem Speisen. Gebet nach dem Speisen. Lauretanische Litanei Salve Regina. Gebet zu Maria, Hilfe der Christen Zufluchtsgebet zu Maria ů Lobgesang der heiligen Jungfrau Maria. Abendgebete. Nach der Gewissenserforschung Gruß und Segen * —** eiligen jeden tigung — 355— Seite Gebet, bevor man sich zur Ruhe begibt. 850 Fest des allerheiligsten Herzens Jesus. 52 1. Festgesang zum heiligen Herzen Jesus 53 2. Ruhe im heiligsten Herzen Jesus 54 Gebet zum Herzen Jesus in allen Nöthen 55 Litanei zum allerheiligsten Herzen Jesus. 57 Gebet um ein seliges Ende. 50 Gebet für die Abgestorbenen. 6⁰ Ses zur Ehre des Böttichen Dinen⸗ Jesus— Das heiligste Meßopfer 6² Asperges me 68 Mesgebete und das Lied: Oier liegt vor Deiner Majestät 69 Verehrung der Geheimnisse des Herzens Jesus 81 Besuchung und Begrüßung des göttlichen Her— zens Jesus und des unbefleckten Herzens Maria, auf alle Tage der Woche 86 Uebung, beim Anfange er seden Besuchung und Begrüßung zu erwecken 87 Wde am Sonntag ö 90 Geistige Communion* 93 Bitten zum Herzen Jesus 9⁴ Segen 96 Verehrung des Herzens Maria 97 Begrüßung des heiligen und Dernens Maria— Besuchung am Montag 99 Begrüßung des heiligen und unbefleckten venens Maria 101 Be suchung am Dinstag 103 Begrüßung des heiligen und unbefleckten oer⸗ zens Maria 10⁵ Besuchung am Mi tt w 0 ch 107 Begrüßung des heiligen und adestecen Her⸗ zens Maria 109 Besuchung am Donnerstag.111 — 8880— Begrüßung des heiligen und Augeleniten Her⸗ zens Maria. Besuchung am Fre itag Begrüßung des heiligen und inbessotten—* zens Maria Besuchung am Samst ag Begrüßung des heiligen und unbefleckten Her⸗ zens Maria Neun Betrachtungen zu dem allerheiligsten Oer⸗ zen Jesus und dem unbefleckten Herzen Maria Tagzeiten zum heiligsten Herzen Jesus Andächtige en des nne Rnn weges Reuegebet Aufopferung für sich und für die ubgestorbenen Begrüßung des heiligen Kreuzes Danksagungsgebeten. Verehrung der heiligen fünf Wunden Zesus gen.. Gruß an die glorwürdigen Wunden Jesus Sieben Bitten zu Jesus dem Gekreuzigten Andacht und Verehrung des rin und un⸗ befleckten Herzens Maria Vorbericht und Entstehung Vesper⸗ Psalmen Fest des heiligen und unbefleckten Herzens Maria Lieder. 1. Maria der Wtern 2. Lobgesang. 3. Herz Maria Acht Lieder zu Maria von S. 230 bi e Gebet der Kirche. Vereinsgebet Gebet zum Herzen Maria um einen seligen Tod Amrf zum heiligsten und unbefleckten Herzen aria 4 f 8. * Seite 114 116 119 120 122 Der T Ehre Der ei Tagzei Hymni Ma Gebet Gebet Täglid Maria jede Ehrent Litane Gebet Die F Freude Beicht Danks Reue Vor d Nach Gebet Anem) Täglie Täglie Letzter Gebet Bitte gen Gebet Seele Anden Das eine Am J Litane Her⸗ Her⸗ Her⸗ Her⸗ Naria reuz⸗ * benen us 391— Seite Der Dreißiger, oder der kleine Rosenkranz zu Ehren des unbefleckten Herzens Maria Der eigentliche Rosenkranz Tagzeiten zum heil und unbefleckten Oerzen Maria Hymnus zum heiligen und 29901951 977207 Maria. Gebete auf alle Tage der Woche Gebet zum heiligsten Herzen Maria Tägliche Anempfehlung. Maria makellose Empfängniß mit Gebeten auf jeden Tag in der Woche ů Ehrenkranz des schmerzvollen Herzens Maria Litanei zur schmerzvollen Mutter Maria Gebet zur schmerzvollen Mutter Die Freuden des Herzen Maria. Freudenvoller Zuruf an die Sunofran Beichtgebete. Danksagung nach der Beicht Reue und Bündniß mit dem Herzen Seue Vor der heiligen Communionn. Nach der heiligen Communion Gebet zu dem allerheiligsten Herzen Jesus Anempfehlung in das heiligste Herz Jesus Tägliche Bitte um christlich zu—9— Tägliche Meinung. Letzter Seufzer Gebet des heiligen Vincentius Ferrerius Bitte zu den drei heiligen Namen um einen seli⸗ gen Toeod Gebet für die Abgestorbenen Seelen⸗Messe. Andenken an die Abgestorbenen Das Libera me. Bei einem Begräbniß oder einem feierlichen Seelenamte Am Jahrestage mehrerer oder eines Verstorbenen Litanei aller Heiligen — — 398— Seite Psalm 69 345 Gebet für den Landesfürsten 349 Gebet für das allgemeine Anliegen der Chrifenheit— zur Au Die drei göttlichen Tugenden. 5351* Der englische Rosenkranz. 353 237 Lossprechung der Engel.—2354 Gebet nach dem Rosenkranze. 355 Carl Geistliche Lieder. Stadt Predigtlied 356 Segen mit dem boowürdinden oui π 69357 Katho I Meßgesang. inhun359 christ II. Meßgesang ö 363 18. I. Lied zum heiligen Altars⸗Sacrament 366 mit II. Lied zum heiligen Altars— Zum Dassel vierzigstündigen Gebet. 15— Dasset Te Deum Laudamus 29367 12. I. Adventlied zur Rorate 3069 Gold II. Adventlied zur Rorate 370 Anden Weihnachtlied nn„ 0 371 Dasse I. Fastenliend muummn 9f 372 Anden II. Fastenlied l. ä—37³ 4 Kreu Bußgesang 37⁴4 Beher Grab und Vermächtniß defu des Gereuniaten 376 an di Osterlied ö 378 Dassel Psingstlied.1 19 9870 Beher Lied zum Frohnleichnamsumgange ö 380 die Lied: Der heiligste Erlöser und Seine Kirche 382 Das sel Glaube, Hoffnung und Liebbo 384 Beher Lied am Frauenfeste— 386 geb. Christenlehr lied ns7 Zassel Beher Dasse Genere Die fü 1* Verzeichnis der geistlichen Werke, zuür Auswahl von Weihnachts⸗, Neujahrs-, Oster⸗ und Pfingst⸗(als Firmungs-) Geschenken, welche zu bekommen sind in Carl Ueberreuter's Verlagshandlung, Stadt, Dorotheergasse(Eckhaus der Neuburgergasse) Nr. 1111, in Wien. Katholisches Missionsbüchel, oder: Anleitung zu einem christlichen Lebenswandel.(Mit 1 Stahlstiche.) 30. Aufl. 18. ungeb. 28 kr., geb. 30 kr., in Leder und Goldschnitt mit Schuber. Netto 1fl. 12 kr. Dasselbe mit großem Drucke, ungeb. 36 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, mit 1 Stahlstiche. 12. Aufl. ungeb. 26 kr., geb. 30 kr., in Leder und Goldschnitt mit Schuber. Netto Ufl. 12 kr. Andenken an die Mission. Das 100 zu 30 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, das 100 zu 30 kr. Andenken an die Mission und Verehrung des heiligen Kreuzes, auf Velinpapier, das 100 zu 1 fl. 20 kr. Beherzigungen für christliche Hausväter. Ein Andenken an die Misfion, ungeb. 10 kr., geb. 15 fr. Dasselbe in böhmischer Sprache, ungeb. 20 kr. Beherzigungen für christliche Frauen. Ein Andenken an die Mission, ungeb. 10 kr., geb. 15 kr. Das selbe in böhmischer Sprache, ungeb. 14 kr. Baeh. 15 fürschristliche Jünglinge, ungeb. 10 kr, geb. 15 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, ungeb. 14 kr. Baeg E für christl. Jungfrauen, ungeb. 10 kr., geb. 15 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, ungeb. 12 kr. Generalbeicht, allgemeine, ungeb. 3 kr. Die fünfzehn Geheimnisse zum lebendigen Rosenkranz, 1 Bogen, 4 kr. Dieselben in böhmischer Sprache, 4 kr. Die erste heilige Communion, brosch 6 kr. Gedächtniß Deines Sterbetages. Erzbruderschaft zum Troste der armen Seelen im Fegfeuer. Von der Pflicht und den Mitteln, den leidenden Seelen aller abgestorbenen Gläubigen zu helfen. Mit 1 Bild. 3. vermehrte Ausgabe, br. 8 kr. Christliches Angedenken: Gott, die Liebe. Vollständi⸗ ges katholisches Gebet- und Andachtsbuch für Christen aller Stände, sowohl zum kirchlichen, als auch zum häuslichen Gebrauche eingerichtet. 4 mit den Kirchen— liedern vermehrte Ausgabe, ungeb. 36 kr., geb. 45 kr. Dasselbe auf Velinpapier, mit s Stahlstichen. br. Ufl. in Leder und Goldschnitt mit Schuber. Netto 1 fl. 40 kr. Jahres⸗Kranz des katholischen Christen. Gebete, Herzensergießungen u. 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Dasselbe(klein), ungeb. 8 kr. Duchownj Wuͤdee nebo Kraͤtkh Wytach missionarn. Knjzky. 2. Wydanj.(Geistlicher Führer) ungeb. 8 kr. Swäto br. 2 Psalm Leonh 24 kr Czerm Große Jur stich, schni Dassel geb. 1 fl. Kleine für j dach: bei! 40stt mit Gebet Erl. ung Handl priet eran ung— Selbst citie Minif Dr. 7 liche teche oher e Hoher ten. Das buck Dasse 2. kr. hruderschaft feuer. Von nden Seelen Mit 1 Bild. „Vollständi⸗— für Christen ls auch zum den Kirchen— „geb. 45 kr. jen. br. Ifl. o 1 fl. 40 kr. en. Gebete, Festtage des igel und der verschiedene ark. 2. Aufl., hen. br. 1fl. to 1 fl. 40 kr. uch für Ka⸗ Gottes an⸗ des heiligen Nit 1 Stahl— ngsbuch für 2. Auflage, Jesus und iehrte Auf— en, ungeb. er 1fl. 10kr. mit 2 Stahl⸗ arn. Knjzky. kr. Swätosti Bikmowänj(Sacrament der Firmung). br. 2 fr. Psalmen zum Namen Maria. br. 2 kr. Leonhard, Joh. Mich., Gebetbuch, ungeb. 20kr., geb., 24 kr., in Leder u. Goldschn. mit Schuber. Netto 1fl. 12kr. Czermak, Gebetbuch, ungeb. 2 fl. 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Dr. Franz Hayker's: Praktische Anleitung zur christ— lichen Seelsorge. Dritte mit einer Anleitung zur Ka— techetik vermehrte und verbesserte Auflage. br. 2 fl. Hohenlohe A.(Fürst), Erinnerung für Seelsorger am Krankenbette. 12. in Umschlag br. 30 kr. Hohenlohe, Vergißmeinnicht für meine Geistesverwand— ten. 12. in Umschl. br. 20 kr. Das Gebet als Hauptmittel. Ein Lehr- und Gebet⸗ buch mit 1 Stahlstich, ungeb. 10 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, mit Stahlstich. 2. Auflage. ungeb. 24 kr. Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten, um fromm zu leben und selig zu sterben. Allen zum Be— trachten und Priestern zum Predigen nützlich; mit täg⸗ lichen Gebeten. 4. verm. Aufl. mit 1 Stahlst. Ung. 36 kr. Dasselbe in böhm. Sprache. Mit 1 Stahlstich. 2. Aufl. Ungeb. 36 kr. Der Weg des Heils, mit 1 Stahlstich, Ungeb. 30 kr. Uebung der Liebe zu Jesu Christo mit täglichen Ge— beten. 5. Aufl. Ungeb. 24 kr. Der vollkommene Christ. 10. Aufl. Br. 48 kr. Die Braut Christi 3. Aufl. Ungeb. 20 kr. Die heilige Stunde. Verschiedene Arten, die Todesangst Jesu Christi zu verehren. Ein Gebet-, Lese- und Betrach— tungsbuch; auch für die Fastenzeit und Charwoche nütz⸗ lich zu gebrauchen. 2. vermehrte Aufl. Ungeb. 20 kr. Humbert, Gedanken über die wichtigsten Wahrheiten unserer heiligsten Religion und über die vorzüglichsten Pflichten eines Christen. 9. Auflage. Un geb. 48 kr. Dasselbe in böhmischer Sprache, 2. Aufl. Ungeb. 48 kr. Passy, das Leben in der Gnade und Liebe Gottes. 2 Theile. Ungeb. 40 kr. Die heilige Philumena; historischer Bericht mit einer neuntäͤgigen Andacht Br. 2. Aufl. 8 kr. Marianne Obry; eine preisgekrönte Novelle. Aus dem Französischen. Br. 20 kr. Schön⸗Lieschen. Eine einfache Erzählung für's Volk. Ungeb. 20 kr. ö Kurzgefaßtes Leben des heil. Alphonsus Maria; sammt einer Beschreibung von der Heiligsprechungs-— feier und neuntäg. Andacht. br. 20 kr., geb. 24 kr. Verehrung der heil. Theresia. br. 18 kr. Der Monat Juli dem Erlöser geweiht, br. 20 kr. NB. 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