—* 4* 47 —.— —..— —.— — ——.—. —————ͤ.: Friedrich Schneider Friedrich Schneider Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine WM G. O ausgegeben im Erinnerungsjahr 2 Friedrich Wittig Verlag Hamburg Dritte, berichtigte, sonst unveränderte Ruflage 1950 Buchschmuck von Josua Leander Gampp Sah in der Hupp⸗Fraktur von Hermann Jansa in Gnadau Druck von Platten in der Missionsdruckerei Breklum Zum Geleit O Vorarbeiten für dieses Gesangbuch wurden schon 1935 in Angriff genommen. Man entschloß sich zu dieser Arbeit in der Überzeugung, daß unser Herr und Altester die Gemeine noch weiterhin erhalten und in seinem Dienst gebrauchen wolle. Der Weltkrieg hemmte die begonnene Arbeit, so daß sie nicht im Jubeljahr 1922 vollendet werden konnte. 1926 führte der aus S Brüdern und 2 Schwestern bestehende Ausschuß die um⸗ fassende und gründliche Arbeit zu Ende. Die Sßnode dieses Jahres beauftragte dann die Deutsche Unitäts⸗Direktion, das Gesangbuch neu herauszugeben und es in dem Erinnerungs⸗ jahr 1927 der Gemeine als Jubelgabe in die Hand zu geben. Es ist seit 17778 das erste wirklich neue Gesangbuch, das auf dem Boden unserer Gemeine geschaffen worden ist. Damals, also vor 149 Jahren, schuf der„Assaph unserer Gemeine“, Christian Gregor, unser Brüdergesangbuch. Dies blieb als „Großes Gesangbuch“ bis 1870 in Gebrauch. 1870 wurde das „Kleine Gesangbuch herausgegeben, das aber nur einen Ruszug III aus dem Gregorschen„Großen Gesangbuch' darstellt. Beide Gesangbücher wurden bis 898 neben einander gebraucht. Ob⸗ wohl später mehrfach Verbesserungen und Ergänzungen an dem „Kleinen Gesangbuch“ vorgenommen wurden, so hat doch unsere Gemeine anderthalb Jahrhunderte aus dem Gesangbuch von Gregor gesungen. Das vorliegende Gesaͤngbuch ist nun ein wirklich neues. Freilich darf das nicht so verstanden werden, als ob die lieben alten Lieder, die ein Kleinod unserer Gemeine sind, darin fehlten. Es ist wohl ein Drittel der Lieder des bisherigen Gesang— buchs weggefallen. Das sind aber zumeist unbekannte und un⸗ gesungene Lieder. Sie sind ersetzt worden durch LEieder aus dem reichen Schatz, den Gott der evangelischen Kirche geschenkt hat. Darunter sind nicht wenige, die unserer Gemeine schon bekannt und lieb geworden sind. Dabei hatte der Gesangbuchs-— Ausschuß das Bestreben, sich der Bewegung auf Vereinheit— lichung unseres evangelischen Kirchengesanges anzuschließen und einen Beitrag unserer Gemeine dazu zu liefern. Darum ist die Form der Lieder möglichst derjenigen angenähert, wie sie sich in dem neugeschaffenen„Deutschen evangelischen Gesangbuch für die Schutzgebiete und das Ausland“ findet, das, 1975 in Berlin erschienen, die Einheit im deutsch-evangelischen Kirchen⸗ gesang befördern will. Den eigentlichen Kirchenliedern sind noch zwei Anhänge angefügt. Der erste enthält Eieder aus Bad Boll. Sie sind von dem Freundeskreis, der sich um Bad Boll gesam⸗ melt hat, ausgewählt worden. Durch die Aufnahme dieser Boller Lieder wollen wir uns zu der Führung unseres Gottes bekennen, die Herrnhut und Boll in den letzten Jahren so nahe zusammen⸗ geführt hat. Der zweite Anhang enthält geistliche Volkslieder. Obwohl somit dieses Gesangbuch ein neues genannt werden IV V Geleit D‚q‚q‚SSSS SS SSSSSSSeS— muß, so hat es doch bei aller Anpassung an die Umwelt seine Eigenart als Gesangbuch unserer Brüdergemeine gewahrt. Es wird freilich zuerst einige Mühe kosten, sich darin zurecht zu finden, da die Anordnung der Liedergruppen derjenigen an⸗ derer Gesangbücher angepaßt und damit stark verändert worden ist. Auch wird hie und da ein bekannter Vers zuerst vermißt werden. Er wird sich aber meist im Gesangbuch finden, wenn auch eingereiht in ein anderes Lied. Im Melodienverzeichnis ist der Versuch gemacht worden, die einzelnen Lieder nicht nur auf die Melodiearten, sondern auch auf die einzelnen Melodien zu verteilen. So ist 3. B. angegeben, welche Lieder am besten nach Melodie 355 a und welche nach Melodie 15g oder auch i zu singen sind. Wir hoffen, daß ein Segen dieses neuen Gesangbuches sein wird, daß es dazu anregt, sich mit den Liedern der evan⸗ gelischen Kirche wie mit denen unserer Brüdergemeine noch vertrauter zu machen. Auch das hoffen wir, daß es bei vielen eine neue Freude am Singen zusammen mit der Gemeine wecken wird. Möchte es auch dazu ermuntern, im Kreise der Familie Gott zu Ehren zu singen und zu spielen, und endlich auch dazu, die Kinder unserer Gemeine mit einem guten Schat von Versen fürs Leben auszurüsten. Gott hat unsere Brüdergemeine als eine singende Gemeine geschaffen. Unser Graf Zinzendorf hat darum auch die Sing— stunde und die Liturgie als die Krone aller Versammlungen be— zeichnet, wie folgende Aussprüche von ihm bezeugen: „Das muß aber kein Mensch sagen, daß es einerlei sei, ob ein Bruder redet, und wärs noch so unvergleichlich, oder ob ein Volk dasitzt und singt seinem Fürsten aus Einem Munde und mit so vieler Empfindung des Herzens und Nähe des heiligen Geistes.- V Zum Geleit ——— „Denn Leute, die hören mögen, findet man durch die ganze Welt; aber Leute, die ihrem Herrn singen und spielen mit Bewußtheit, und die das in Jahren nicht überdrüssig werden, die findet man nicht überall, sondern nur unter den Seinigen, sonderlich wo Gemeinen sind; die haben das voraus.— „Das ist das große Anliegen für unsere Singstunden und Liturgien, daß sie der heilige Geist selber dirigiere, daß Er der Vorsänger sei und uns den angemessensten Ton, der zu diesem Konzert gehöre, selbst angebe, der in einem jeden den Trieb rege macht, sein Wörtchen auch dazu zu geben.“ Wir wollen es nun durch dieses Jubelgesangbuch nachdrück— lich bezeugen, daß wir eine singende Gemeine bleiben und das Singen im Geist und in der Wahrheit vor dem Herrn immer besser lernen wollen. Und das wird geschehen, wenn der ge— kreuzigte Heiland, der vor 200 Jahren in Berrnhut Sünder— herzen zum Lob seiner Liebe und Gnade erweckte, dieses Wunderwerk seines göttlichen Geistes auch an uns und unseren Kindern fort und fort tut. Herrnhut, im August 1927 Die dritte, berichtigte, sonst unveränderte Auflage erscheint im Jahre 3950. Das Papier wurde von Geschwistern in Amerika, das Einbandmaterial von Geschwistern in Schweden und Deutschland gestiftet. Durch das Entgegenkommen des Verlegers Friedrich Wittig in Hamburg wurde die Herausgabe ermöglicht. Herrnhut und Bad Boll, im Advent 1949 Die Direktion der evangelischen Brüderunität in Deutschland Inhalt Zum Geleit III= VI Lob, Dank und Anbetung— 32 Die Festzeiten der Christenheit Sonntag 334 Advent 457 Weihnacht 88·94 Epiphanias 9⁵99 Passion 10⁰0138 Ostern 1397689 Himmelfahrt 1647½ Pfingsten—173-—90 Kirche und Gemeine Kirche 92⁰⁷4 Wort Gottes 2752² Taufe 227.234 Abendmahl 2352 Gemeine und Gemeinschaft 262⁷3878 Dienst und Streiterschaft 3743 Ausbreitung des Reiches Christi 353998 Das Leben des Christen Gottes Gnadenruf 399-4 Umkehr des Sünders—4228⁸ Gerechtigkeit aus Glauben 4²29478 Freiheit und Friede 479⁰5 Freude im Herrn 506547 Glück bei Jesus 848585 Nachfolge Jesu 886·640 Göttliche Traurigkeit 64-667 VII VIII DSSSSSSSSSee Wachstum in der Gnade 668-72⁵ Geistliche Armut und Einfalt 7²26 ½ Ergebung und Glaubensmut 7508J8 Gebet und Fürbitte 879833 Bruderliebe 8348⁴ Heiligung des Lebens Haus und Familie 855-878 Unser täglich Brot 879-88 Beruf und Reise 882·896 Morgen 897907 Abend 9784 Jahreswechsel 942·9⁵3 Volk und Vaterland 954·-965 Die Vollendung Warten und Wachen 966·-976 Wandel im Himmel 977 Abschied und Heimgang 9940² Ewiges Leben 0²⁷-0498 Ausklang 50440⁴⁰⁶ Erster Anhang: Lieder aus Bad Boll 7047 ⁰098 Zweiter Anhang: Geistliche Lieder 1094 4 Verzeichnisse Verzeichnis der Dichter S. 658-694 Verzeichnis der Melodien„ 695-7⁰08 Verzeichnis der Verse„ 704·-7⁰9 Ein* vor dem Namen eines Dichters bedeutet, daß der Dichter der alten oder der erneuerten Brüder-Unität angehört hat. Ein— vor der Nummer einer Melodienart bedeutet, daß nur die zweite Hälfte der Singweise genommen werden soll. VIII Lob, Dank und Anbetung Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich. 1 Mel. 32 llein Gott in der Höh sei Ehr/ und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nimmermehr/ uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. L. Wir loben, preisn, anbeten dich, für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken. Ganz unermeßn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Berren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn/ deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, du allrheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ Lob, Dank ————.——— —‚‚‚i‚e erlöset/ durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not, darauf wir uns verlassen. Nikolaus Tech, T 1529 2 Mel. 235 9⁴— Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir; dich, Vater in Ewigkeit, ehrt die Welt weit und breit; all Engel und Himmelsheer, und was dienet deiner Ehr, auch Cherubim und Seraphim/ singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott, heilig ist unser Gott, heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit/ geht über Himml und Erden weit; der heiligen zwölf Boten Zahl/ und die lie⸗ ben Propheten all, die teuren Märtrer allzumal/ loben dich, Herr, mit großem Schall; die ganze werte Christenheit/ rühmt dich auf Erden allezeit; dich, Gott Vater im höchsten Thron, deinen rechten und eingen Sohn, den heilgen Geist und Tröster wert/ mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ewger Sohn du bist: der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht, zu erlösen das menschlich Geschlecht; du hast dem Tod zerstört sein Macht„ und all Christen zum Himmel bracht; du sitzst zur Rechten Gottes gleich„mit aller Ehr ins Vaters Reich; ein Richter du zukünftig bist /alles, das tot und lebend ist. 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deinm teurn Blut erlöset sein; laß uns im Himmel haben teil/ mit den Heiligen in ewgem Heil. HBilf deinem Volk, Berr Jesu Christ, und segne, was dein Erbteil ist, wart und pfleg ihr zu aller Zeit/ und heb sie hoch in Ewigkeit. 5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich/ und ehrn dein Namen stetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, vor aller Sünd und Missetat. Sei uns gnädig, o Herre Gott, sei uns gnädig in aller Not; zeig uns deine Barmherzigkeit, wie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir, lieber Herr, in Schanden laß uns nimmermehr. Amen. Martin Luther, 7489546, nach dem altkirchlichen Te Deum laudamus. und Anbetung 3 Mel. 226 Nies lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein! Sein Wohltat tut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben/ und heilt dein Schwachheit groß, errett dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt dem Adler Rec Der Herr schafft Recht, behütet, die leidn in seinem eich. 2. Er hat uns wissen lassen„sein heilges Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Er⸗ barmung nicht. Sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ů ist er hold. Sein Güt ist hoch erhaben/ ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte, er weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da. Also der Mensch vergehet, sein End, das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine„steht fest und bleibt in Ewigkeit/ bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet /seins Cobs und dient zugleich/ dem großen n Herrn zu Ehren/ und treibt sein heilges Wort. Mein Seel „ soll auch vermehren/ sein Lob an allem Ort. er Johann Gramann, 1487-54 ö Mel. 30 25 laßt uns Gott dem Herren, Dank sagen und ihn ehren/ für alle seine Gaben, die wir empfangen haben. 0 2. Den Leib, die Seel, das Leben/ hat er allein gegeben; 6 dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 4. Durch ihn ist uns vergeben/ die Sünd, geschenkt das Leben; im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 5. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte/ uns Große mit den Kleinen; du kaͤnnsts nicht böse meinen. 0. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen/ durch Jesum Christum. Amen. Ludwig HBelmbold, 1532-5 5 Mel. 146 un danket alle Gott/ mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut/ an uns und aller Enden, der uns von Mutterleib/ und Kindesbeinen an/ unzählig viel zugut/ und noch jetzund getan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und edlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not/ erlösen hier und dort. J. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten Himmelsthrone, dem dreieinigen Gott, als der im Anfang war/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar! Martin Rinckart, 7586-164 6 Mel. 70 un preiset alle 7Gottes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden. Freue dich, Israel, seiner Gnaden! 2. Der Herr regieret/ über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Beiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden/ stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden, machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise„reichlich und überall, nach Vaterweise/ sättigt er allzumal. Er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. 4 let 5. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit, sein Cob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden. Freue dich, Israel, seiner Gnaden! Matthäus Apelles von Löwenstern, 7594-648 7 Mel. 226 NI. lobt dich in der Stille, du hoch erhabner Zionsgott, des Rühmens ist die Fülle„vor dir, o Herr Gott Ze— baoth. Du bist doch, Herr, auf Erden/ der Frommen Zuversicht, in Trübsal und Beschwerden /läßt du die Deinen nicht. Drum soll dich stündlich ehren„ mein Mund vor jedermann/ und deinen Ruhm vermehren, solang er lallen kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen/ von ganzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Israel! Sein Name sei gepriesen, der große Wunder tut/ und der auch mir erwiesen/ das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, solang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen-/ so herrlich in der Welt ge— macht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für/ den Kelch des Heils erheben/ und preisen weit und breit/ dich hier, mein Gott, im Leben/ und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 7607- 66ꝰ7 8 Mel. 5) Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön/ dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn! dch will den Herren droben/ hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet/ nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schat geliebt. Sein Herz und ganzes Wesen/ bleibt ewig unbetrübt. Lob, Dank J. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das zeigen die Geschäfte, die seine Hand vollbracht. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus der Not. Drum soll mein Berz ihn preisen/ im Ceben und im Tod. 4. Hier sind die treuen Sinne, die niemand Unrecht tun, die allen Gutes gönnen, mit Wohltun niemals ruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 3. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. . Ach, ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre/ gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre /sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, 7507- 1676 9 Mel. 92 ch singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Berzens Lust, ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad, die ewge Quelle Reuß daraus uns allen früh und spat/ viel Heil und Gutes eußt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt, hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld„mit Tau und Regen nett? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most/ zu seinen Zeiten findt? . Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner 0157 den güldnen, werten, edlen Fried/ in unserm Vater⸗ an 6 und Anbetung 9 7. Ach Berr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun. Du hältst die Wach an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm lch beh /und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, treu⸗ ich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld, und schlägst nicht all⸗ zusehr. Am liebsten nimmst du unsre Schuld/ und wirsst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar bald erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was seinͥ Kum— mer sei. Kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus, mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlaͤuf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Bilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn„ und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht! 10. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernährt? Wie manches schweren Unglücks Lauf/ hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regiment. Rein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607-67 7 10 Mel. 4 un danket all und bringet Ehr, ihr Menschen, in der Welt/ dem, dessen Lob der Engel Heer/ im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall/ und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch uns helfen kann, sich selbst zum Helffer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn/ und werfe Sorgen, Angst und Schmerz/ ins Meeres Tiefe hin. G. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Volk und Land, er gebe Glück zu unserm Tun/ und Heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. Solange dieses Ceben währt, sei er stets unser Heil, und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unser Teil. 9. Er drück uns, wenn das Herze bricht, die müden Augen zu/ und zeig uns drauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. Baul Gerhardt, 1607-676 4 1 Mel. 274 Dollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder /mich des Höchsten Arm bedeckt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind/ anzurichten war gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. und An J. Gei mich hi Blut g mein sch ethründ in Ewit . M will e geleite Ding! 7. G dennoc Freund Welt,! Ales! und Anbetung 17 J. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer/ durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können! Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir mit seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, daß er mir mein Herz erfülle/ mit dem hellen Glaubens⸗ licht, das des Todes Macht zerbricht/ und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen/ hat er ja recht wohl bedacht, will dem Leibe Not zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. . Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht/ nicht geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Webh der mich liebet, mein gedenke/ und mich von der schnöden elt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Das weiß ich fürwahr und lasse/ mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße/ und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Bein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände/ zu dir, Vater, als dein Kind, 9 ——— bitte, wollst mir Gnade chie dich aus aller meiner Macht/ zu umfangen Tag und Nacht/ hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit„lieb und lob in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 7607-676 1 2 Mel. 36 elobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat/ mein Leib und Seel ge⸗ geben, mein Vater, der mich schützt/ von Mutterleibe an, der alle Rugenblick /viel Guts an mir getan! 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben; der mich er⸗ löset hat/ mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt/ das allerhöchste Gut! J. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not„Rat, Trost und Hilfe schafft! 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was durch ihn lebt und webet! Gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott der werte Geist! Johann Olearius, 76))-684 1 3 Mel. 592 ei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Ge⸗ müte„mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Berrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer/ in deinem Schatten woh⸗ nen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl be⸗ dacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten; darüber will er früh und spat /mit seiner Güte walten. In 30 eige neige Ruh. 7.5 ehten höten etfte und Anbetung— 4 seinem ganzen Königreich /hist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. dch rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir. Ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk geschieden. Er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Bilf ermangeln muß, die alle Welt er⸗ zeiget, so kommt, so hilft im Uberfluß/ der Schöpfer selbst und neiget/ die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Zch will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren. Man soll, Herr, deinen Lobgesang/ an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Göftzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen. Bezahlet die gelobte Pflicht/ und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht/ und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 7640- 69 14 Mel. 6 Ee den Herren, den mächtigen König der Ehren, meine ge⸗ liebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf, Pfalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Melers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüretꝰ 35 16 Lob, Dank 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lob ihn mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht; lobend beschließe mit Amen! Joachim Neander, 3650-680 15 Mel. 395 Wed wert König, Berrscher von uns allen, laß dir unser Lob gefallen. Deine Vatergüte/ hast du lassen fließen, ob wir schon dich oft verließen. Bilf uns noch, stärk uns doch! Haß die Zunge singen, laß die Stimme klingen. 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke/ mehr als aller Menschen Stärke. Großes Licht der Sonne, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Berren. 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glau— benslieder; was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott/ Zebaoth, er ist nur zu loben/ hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Halleluja singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben/ ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 1650-6So 16 Mel. 5 immel, Erde, Luft und Meer/ zeugen von des Schöpfers Ehr. Meine Seele, singe du/ und bring auch dein Lob herzu! 2. Ihn erhebt das Sonnenlicht, wenn es durch die Wolken Nah. Mondesglanz und Sternenpracht/ loben Gott in stiller acht, 2 Ind Nnt — J. Ge schmückt hier, 4. Gel Haar. Diener 5. Se von der 0. Ac Drücke * un eit /se und St Heilig, 2.5 Lamm Blut e Dermät schaft, J. H. preist, Rett, d Ei j, ein ew 4.6 und m Himm Men heilg und Anbetung 17 J. Seht, wie er das Land erquickt/ und mit Lust und Segen Her. Wälder, Flur und jedes Tier/ zeigen Gottes Finger ier. 4. Seht, wie fleugt der Vögel Schar/ in den Lüften Baar bei Paar. Donner, Blitz, Dampf, Hagel, Wind/ seines Willens Diener sind. 5. Seht der Wasserwellen Lauf, wie sie steigen ab und auf, von der Quelle bis zum Meer/ rauschen sie des Schöpfers Ehr. 0. Ach mein Gott, wie mächtiglich/ spüret meine Seele dich! Drücke tief in meinen Sinn, wer du bist, und was ich bin. Joachim Neander, 16580-68 1 7 Mel. 228 Huun Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit /sei von uns allen ihm bereit„Dank, Weisheit, Kraft und Stärke! Singt ihm, bringt ihm/ ein erfreulich: Heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth! L. Halleluja! Preis, Ehr und Macht/ sei dem geschlachten Lamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft/ und sich mit uns vermählet! Heilig, selig /ist die Freundschaft/ und Gemein— schaft, die wir haben/ und darinnen uns erlaben. J. Halleluja! Gott heilger Geist, sei ewiglich von uns ge— preist, durch den wir neu geboren, der uns mit Gaben ausge— ziert, dem Bräutigam uns zugeführt, in dem wir sind erkoren. Ei ja, ei da, da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna/ und ein ewig Hosianna. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmelsschar/ und singet nun und immerdar/ mit Freuden: Amen, Amen! Singt ihm, bringt ihm/ ein erfreulich: Heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth! 3os(nach Martin Rinckart) 53 18 39 Lob, Dank q——I...— SSSSSSEIEI‚— 18 Mel. 307 P Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht/ sei dem geschlachten Lamm gesungen, das uns zu seinem Reich gebracht„ und teur erkauft aus allen Zungen! In ihm sind wir zur Seligkeit bedacht, eh noch der Grund der ganzen Welt gemacht. 2. Ihm, der da lebt in Ewigkeit, sei Lob, Ehr, Vreis und Dank gesungen„von seiner Braut, der Christenheit! Ihn loben Mensch- und Engehzungen! Es jauchze ihm der Himmel heilges Heer, und was das Wort je ausgesprochen mehr! J. Ihr Scharen vor des Lammes Thron/ und all ihr selgen Freudengeister, erhebt mit Jauchzen Gottes Sohn, der unser König, Birt und Meister! Lobt ihn mit uns gesamt in Ewig⸗ keit! Seins Namens Ruhm erschalle weit und breit! 360s 19 Mel. 306 daß ich tausend Zungen hätte/ und einen tausendfachen Mund, so stimmt ich damit um die Wette/ vom allertiefsten Herzensgrund/ ein Loblied nach dem andern an/ von dem. was Gott an mir getan! 2. O daß doch meine Stimm erschallte„bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Caufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank/ und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß/ und stehet munter im Geschäfte/ zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir, ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blu— men, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen weist, Hindu Toostl 12. Lobe Umph willi 3 Citell hits schte und Anbetung 19 ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. . Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Ceib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir er⸗ weist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungs— volles Herz/ sich mir so hilfreich hat erwiesen/ und mich durch Blut und Todesschmerz/ von Satans Sklaverei befreit, zu deinem Eigentum geweiht. 8. Auch sei dir ewig Ruhm und Ehre, o Gott, du werter heilger Geist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Denn wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Berr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld/ unsäglich gnädige Geduld. 10. Vor andern küß ich deine Rute, die du mir aufgebunden hast. Wie viel tut sie mir doch zu gute/ und ist mir eine sanfte Last; sie macht mich fromm und zeugt dabei, daß ich dir lieb und teuer sei. 11. Ich hab es ja mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal verspürt, daß du mich unter vieler Plage/ getreulich hast hindurchgeführt; denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden„in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden/ nicht tri— umphierend mit dir gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 13. Drum reiß ich mich jett aus der Höhle, der schnöden Eitelkeiten los„und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Berr— lichkeit/ gehört dir jetzt und allezeit! 15 14. Zch will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz bewegt. Ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 15. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Bimmel soll es besser werden, wenn ich wie Gottes Engel bin; da sing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 7658-174 20 Mel. 227 uns den Herren preisen/ und vermehren seinen Ruhm! Stimmet an die süßen Weisen, die ihr seid sein Eigentum! Ewig währet sein Erbarmen, ewig will er uns umarmen/ mit der süßen Liebeshuld, nicht gedenken unsrer Schuld. Preiset ewig seinen Namen, die ihr seid von Abrams Samen, rühmet ewig seine Werke, gebet ihm Cob, Ehr und Stärke! 2. Tretet nur getrost zum Throne, da der Gnadenstuhl zu sehn. Es kann euch von Gottes Sohne/ nichts als Eieb und Huld geschehn. Er erwartet mit Verlangen, bis er könne uns umfangen/ und das allerhöchste Gut/ uns mitteilen durch sein Blut. Große Gnad ist da zu finden, er will sich mit uns ver⸗ binden, und niemals soll etwas können/ uns von seiner Liebe trennen. 3. Ja, wir wollen nun mit Freuden zu dem lieben Vater gehn, uns in seiner Liebe weiden, wie die tun, so vor ihm stehn, Heilig, heilig, heilig! singen. Balleluja soll erklingen/ unserm Gotte und dem Lamm, unserm holden Bräutigam. Lasset seinen Ruhm erschallen/ und erzählt sein Werk vor allen, daß er ewig uns erwählet/ und zu seinem Volk gezählet. Christian Jakob Koitsch, 1677735 2 1 Mel. 476 . den Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis in Tod. Weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, werde gepriesen früh und spat. Balleluja, Balleluja! 16 Iud A EE 2. 0 um zu nun da uns he Halleh J. Ge Qakobs hofft g stand h 4. Di innen er uns welcher 3. Gi Recht! ihnen flei u in ihre preist Halle ank unge etʒ ich allen wie isend 227 ühm! tum! mit teiset hmet 91 3u und uns sein vber⸗ Riebe Vater ihm gen/ gam. k vor ählet 7³ I. 0 n bis ll ich hat, und Anbetung 22 nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, HBalleluja! J. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen/ und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Bei— stand hat, findet am besten Rat und Tat. HBalleluja, Balleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, und was dar— innen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Balleluja! 5. Siehet er Menschen, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Cebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist mancherlei. HBalleluja, Balleluja! 0. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tief ge— beuget gehn. Wo er kann willige Seelen finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Wit— wen und Waisen hält er Schut. Halleluja, Balleluja! 7. Aber der Gottvergessenen Trittekehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Balleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen! und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist„Vater und Sohn und heiligen Geist! Halleluja, Halleluja! 16646⁵5 22 Mel. 225 Dingt dem Berrn/ nah und fern, rühmet ihn mit frohem Schall! Das Alte ist vergangen, das Neue angefangen. 2 37 Laßt die erneuten Sinnen/ ein neues Lied beginnen. Es ver⸗ mehre/ seine Ehre, was da lebet, was da schwebet/ auf der Erde überall! 2. Was nur kann, stimme an, daß Jehovah werd erhöht! Laßt euren Cobspruch wandern von einem Tag zum andern, die Menschen ohn Nufhören/ von seinem Heil zu lehren. Sagt mit Freuden/ auch den Heiden/ alle Werke/ seiner Stärke, die ihr seine Wunder seht. J. Saget an/ auf dem Plan, der von Heiden wird bewohnt, daß er allein regieret, daß er das Zepter führet, daß er sich läßt auf Erden/ ein Reich befestigt werden. Götzenknechte, eur Ge— mächte/ wird zunichte/ im Gerichte/ des, dem alles untertan. 4. Dieser ist Jesus Christ, der von Gott bestimmte Mann, durch den der Kreis der Erden/ einst soll gerichtet werden/ in Licht und Recht und Klarheit/ nach Billigkeit und Wahrheit. Die Erquickung/ und Beglückung/ wird den Seinen/ bald er⸗ scheinen. Stimmt das Hosianna an! Johann Daniel HBerrnschmidt, 7675-72 2³ Mel. 792 ringt her dem Herrn Lob, Preis und Ehr/ mit fröhlichem Gemüte. Ein jeder seinen Ruhm vermehr und schmecke seine Güte, die er beweist in aller Welt, dadurch er alle Ding erhält/ und unsre Seelen segnet. 2. Es loben ihn die Seraphim, die Fürstentum und Thronen; es loben ihn mit froher Stimm, die hier auf Erden wohnen. Es lob und preis ihn früh und spat, was lebet und was Odem hat, und rühme seinen Namen. Cöriacus Günther, 1650-17⁰04 24 Mel. 294 Gott, du Tiefe sonder Grund, wie kann ich dich zur Gnüge kennen? Du große Höh, wie soll mein Mund/ dich nach den Eigenschaften nennen? Du bist ein unbegreiflich Meer, ich senke mich in dein Erbarmen; mein HBerz ist rechter Weisheit leer, umfasse mich mit deinen Armen! Ich stellte dich zwar mir/ 18 und R 25 und at weil a rüber Zeiche überste erreich und andern gerne für, doch werd ich meiner Schwachheit inne; weil alles, was du bist, ohn End und Anfang ist, vergehn mir drüber alle Sinne. 2. Es rührt von deiner Allmacht her, was je von Anbeginn entstanden, kein Einges kommt von ungefähr; wärst du nicht, so wär nichts vorhanden. Was unser Aug und Ohr nimmt wahr, wovon wir wissen oder lesen, was sichtbar ist und unsichtbar, das alles hat von dir sein Wesen. Du tust, was du beschleußt; und was unmöglich heißt, ist das geringste deiner Werke. Du bist nur dir bekannt, dein göttlicher Verstand/ und Weisheit gleichet deiner Stärke. 3. Dich schließen keine Grenzen ein, und wenn gleich tausend Welten wären, so wären sie für dich zu klein„o und nur wie Zeichen deiner Ehren. Du streckest dich unendlich weit/ und übersteigest alle Sterne, deins Namens Lob und Herrlichkeit/ erreichet eine solche Ferne, drauf niemand denken kann. Dich betet alles an/ und muß sich untertänig bücken; und wer mit Zuversicht /dir seine Not bericht, dem hilfest du mit deinen Blicken. 4. Bei dir ist kluger Rat die Tat, Gerechtigkeit in dem Ge— richte, Vollkommenheit im höchsten Grad, Geduld vor deinem Angesichte, Barmherzigkeit und große Treu; die Gnad und unermeßne Liebe, wird alle Morgen bei uns neu; so handelst du aus eignem Triebe. Ein jeder Augenblick/ ist deiner Wohltat Stück, darin wir deine Huld genießen. Ja, alles, was wir sein, kommt nur von dir allein, von welchem alle Segen fließen. 5. Vermag dir jemand auch dafür„mit Mund und Herzen recht zu danken? In keinen Tempeln wohnst du hier, dein Dienst hat wahrlich keine Schranken; was Menschen für dich aufgebaut, darin wird deiner nicht gepfleget. Du liebest den, der dir vertraut/ und sich zu deinen Füßen leget. Was man dir leisten soll, das tut uns selber wohl; denn du bedarfst nicht unsrer Gaben. Statt dessen wendest du/ uns Heil und Leben zu/ und kannst von niemand etwas haben. Lob, Dank ——IEII— deiner Feinde, das ihre Seel und Leib verzehrt, dagegen labst du deine Freunde. Dein Lob vermeldt ein reiner Ton/ der Cherubim und Seraphinen, wo dir die Altsten auf dem Thron/ in Demut auf den Knieen dienen. Denn dein ist Kraft und Ruhm, das Reich und HBeiligtum, da uns Entsetzen ganz hin⸗ reißet/ vor deiner Majestät, die über alles geht/ und Heilig, heilig, heilig heißet. Ernst Lange, 7650-727 25 Mel. 392 Nu auf, mein Geist, Gott, deinen Herrn, zu loben! Ruf, Nauf, erwecke dich und säume nicht! Was in dir ist, werd still und sanft erhoben zu Gott, des Herzens Trost und Zu⸗ versicht. Er ist allein Lob, Ehre, Preis und Ruhm/ zu nehmen würdig stets und überall; erheb ihn drum mit frohem Jubelschall, geh ein in sein erhabnes Beiligtum. 2. Er ist das Aund O, Anfang und Ende, der Erste und wird auch der Letzte sein; er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlichste wird klar in seinem Schein. Sein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit; die Kraft, so in ihm ist, wird nimmer schwach; er weiß in sich von keinem Ungemach; er ist und bleibt, wie er war vor der Zeit. J. Was er verspricht, dem kann man sicher trauen, die Tat stimmt mit den Worten überein; man darf mit ganzem Herzen darauf bauen, des Herren Ja ist Ja, sein Nein ist Nein. Voll Recht und Billigkeit ist sein Gericht, er hat Geduld und übet Langmut aus, mit HBeiligkeit hat er geziert sein Haus; er ist die Lieb, ders nie an Lieb gebricht. 4. Wie selig ist doch, der ihn also kennet/ und zu ihm Abba, Vater! sagen kann, den er auch wiederum den Seinen nennet/ und ihn als Sohn und Tochter siehet an. Ich seh ihn zwar jetzt nur im dunkeln Licht; doch weiß ich auch, es kommt schon noch der Tag, da ich ihn ohne Decke schauen mag/ von An— gesicht zu frohem Angesicht. Johann Anastasius Frehlinghausen, 1670-789 20 nur En blicen, steuden und Anbetung 26 27 26 Mel. 3os Iewekncer Liebe, gönne blöden Augen, die sonst kaum auf Erden taugen, daß sie in die Strahlen/ deiner Langmut blicken, die den Erdkreis wärmend schmücken„und zugleich/ freudenreich/ Bösen und den Deinen/ mit der Sonne scheinen. L. Wasser, Luft und Erde, ja, dein ganz Gebiete/ ist ein Schauplaͤtz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Broben/ immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit/ über Berg und Hügel/ streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt gern ihre Pfeile nieder, obwohl doch/ immer noch/ neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz/ rührt dein Herz, und du willst der Armen/ gnädig dich erbarmen. . König, sei gepriesen, daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl re— gieret/ und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Cangmut auszuüben/ und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach, 693-75 27 Mel. 878 G ist mein Eied; er ist der Gott der Stärke, hehr ist sein Nam, und groß sind seine Werke/ und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten/ die Himmel wieder in ihr Nichts. 2 Lob, Dank —. J. Licht ist seinͥKleid/ und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste„ ist Wahrheit und Ge— rechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere/ sind ewig vor ihm offenbar. . Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor⸗ oder nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Bimmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie laͤng ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Berr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm/ ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel, ihr seid sein Cob— lied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden/ empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Zst Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 17)57ο&ν 22 M Dank! sei ewi gesen, Wers Dant errscht ; Ge⸗ nfang der ist kennet at. „Was ich. et, ob weiß, stehn. uf sein at. Hert, einem assenꝰ seines . Du Lob⸗ n, und fangen ollt ich d mein den, so selbst 5·:7⁰ 28 Mel. 84 ie groß ist des Allmächtgen Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, der mit verhärtetem Gemüte/ den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ gessen, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Zsts nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du er⸗ schaffen bist, wo du, mit Berrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll voll— kommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwach— beit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. . O Gott, laß deine Güt und Liebe, mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Seben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 17)5-7 23 29 Mel. 364 J Scharen vor des Lammes Thron, ihr muntern Flammen⸗ wagen, ihr, die ihr habt den Menschensohn 175 Herrlichkeit getragen, und die ihr aus der Zeit/ ihm nachgefahren seid: kommt, tretet in die Harmonie, singt Jesu droben! Wir tuns hie. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 30 Mel. 56 eelen singet, spielt ein neues Lied, Harfen, klinget, stimmet das Gemüt. Singt dem König Jehovah: Heilig, heilig! Gloria! Lauter Wunder sind es, die er tut. 2. Sind die Werke seiner rechten Hand, seiner Stärke bei euch unbekannt? HBabt ihr nicht zu 96 gekriegt, wie er streitet, wie er siegt/ mit dem Arme seiner Heiligkeit? J. Er gedachte seiner ewgen Gnad/ und vollbrachte seinen Liebesrat. Und durch ihn wirds noch geschehn, daß der Erde Enden sehn/ das HBeil Gottes, ja, das Beil des Herrn. 4. Nun verkündigt allen, die an ihm/ sich versündigt, seiner Boten Stimm/ Gnade und Barmherzigkeit /durch die Blutge⸗ rechtigkeit, die in Jesu offenbaret ist. 5. Menschenkinder, welch ein Wort ist das! O ihr Sünder, glaubts in vollem Maß: Dieses Heil gehört auch euch. Jauchze, was zu seinem Reich in der Zeit und Ewigkeit gehört!„Ludolf Ernst Schlicht, 7774-76 31 Mel. J59 Wad wir in dulci jubilo„ das Gotteslamm erhöhn/ und singen ihm gebeugt und froh, klingts gar zu wun— derschön. Das Chor der lieben Engelein„stimmt ohne Zweifel auch mit ein/ und meldet unser Fröhlichsein/ der oberen Ge— mein.„Georg Pilder, 1776-7 9—2 Mel. 240 Ou Gottesseraphim/ erheben ihre Stimm/ mächtig und Ifroh vor ihm. Ihr heilger Chor, voll Glanz und Licht, 24 und Nn —— singt m. sst Hot 9. Un töhlich Dank s⸗ Kteuzet J. Eit trübt d ihm, de men, singt mit bedecktem Angesicht: Heilig, heilig ist Gott, heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! 2. Und Jesu Brautgemein, sein Fleisch und sein Gebein, singt fröhlich Amen drein. Ihr Lied, das hier und droben tönt, ist: Dank sei dem, der uns versöhnt! Ehre dem Gotteslamm/ am Kreuzesstamm! Ehre Gott und dem Lamm! 3. Einst in der Ewigkeit, da weder Sünd noch Leid/ uns trübt die Seligkeit, tönt voller noch der Lobgesang: Preis ihm, der uns das Heil errang! Amen, Halleluja! HBalleluja! Amen, Halleluja! v.) nach Johann Scheffler, 1624-7677 v. 2* Christian Gregor, 1723-80) v. 3 39. Jahrhundert Die Festzeiten der Christenheit Sonntag Dies ist der Tag, den der Herr macht. 33 Mel. 55 Gol ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten/ und in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitten. Alles in uns schweige/ und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Rugen nieder; gebt das Herz ihm wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen/ Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm/ unsre Stimm, da auch wir Geringen/ unsre Opfer bringen. J. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergeben. Du allein- sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel/ immer 2⁰ Dow.- 80. 6e— Sonnto vor dir fir und 5. Eu Grund VPunde deinet heit/ himm 8.8 dit eit in mit sh u MDR!— 05 urcht uns wer eder. und zur mm, und Zum und d im nmer Sonntag 34 SSISISISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSee vor dir stehen/ und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir/ für und für, liebster Gott, in allem/ trachten zu gefallen. 5. Kuft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. . Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen/ willig sich entfalten/ und der Sonne stille halten: laß mich so/ still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden. Mach mich reines Herzens, daß ich deine Klar⸗ heit/ schauen mag im Geist und Wahrheit. Laß mein Herz/ himmelwärts/ wie ein Adler schweben/ und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen, laß mein Berz auf Erden/ dir ein Heiligtum noch werden. Komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sit und steh, laß mich dich erblicken/ und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen, 1697-769 34 Mel. 22 Hu JOesu Christ, dich zu uns wend,‚ den heilgen Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad er uns regier/ und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und selgem Eicht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron! Der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit! 7648 27 Die Festzeiten der Christenheit ASSSSSSESESEE 35 Mel. 84 iebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Senke Sinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden/ ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand/ uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns verrichten. J. O du Glanz der Herrlichkeit, Eicht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren. Unser Bitten, Flehn und Singen/ laß, Berr Zesu, wohl gelingen. Tobias Clausnizer, 1678-168 36 Mel. 568 as ist eine selge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt/ und das Herz von Herzensgrunde /tief in deine Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, das erfüllet unsre Zeit/ mit der höchsten Seligkeit. 2. Jesu, deine Gnadenquelle/ fließt so gern ins Herz hinein, deine Sonne scheint so helle, denn du willst genossen sein; und bei aller Segensfülle/ ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unaufhörlich schöpfen soll. J. Nun so laß auch diese Stunde„ dein Gedächtnis in uns sein; in dem Herzen, in dem Munde„leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen; wie Maria still gesessen, da sie dir hat zugehört, also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 7725-76 3 7 Mel. 30⁷7 wie freun wir uns der Stunde, da wir dir, Herr Jesu, nahn, um aus deinem heilgen Munde/ Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens„ Hörer deines Wortes sein; schreibe selbst das Wort des Lebens/ tief in unsre Herzen ein. 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, großer Meister, rede du! Sieh, wir hören deiner süßen„Rede heilsbegierig zu. Lehr 28 gefaßt 5677 „sest +2 komm gieße 2. K eibe Sonntag 38 309 SSSSSSSSE uns, wie wir selig werden, lehr uns, wie wir unsre Zeit, diese kurze Zeit auf Erden, nützen für die Ewigkeit. J. Dazu öffn uns das Verständnis, wie den Jüngern du getan. Zu lebendiger Erkenntnis trag die Fackel du voran. Licht der Welt, das schon verscheuchte„manche dichte Finsternis, Licht der Welt, auch uns erleuchte; denn im Licht geht man gewiß. 4. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort. Laß es mit lebendgem Triebe/ in uns wirken fort und fort. Hilf uns, daß wir treu bewahren, was wir in das Herz gefaßt, und laß andre auch erfahren, daß du Lebensworte hast. Philipp Spitta,„80-85 38 Mel. 368 Ja Seelenfreund der Deinen, Sonne der Gerechtigkeit, wandelnd unter den Gemeinen, die zu deinem Dienst bereit, komm zu uns, wir sind beisammen, gieße deine Geistesflammen, gieße Kicht und Leben aus über dies dein Gotteshaus. 2. Komm, belebe alle Glieder, du, der Kirche heilig Haupt, treibe aus, was dir zuwider, was uns deinen Segen raubt. Komm, entdeck uns in der Klarheit/ Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit. Laß uns fühlen allzugleich: Ich bin mitten unter euch. 3. Laß sich die Gemüter kehren/ zu dir, Glanz der Ewigkeit; laß uns innigst nur begehren, was uns dein Erbarmen beut. Laß dein Licht und Leben fließen/ und in alle sich ergießen; stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund. 4. Komm, o Herr, in jede Seele, laß sie deine Wohnung sein, daß dir einst nicht eine fehle„in der Gotteskinder Reihn. Caß uns deines Geistes Gaben/ reichlich mit einander haben, offen— bare heiliglich, Haupt, an allen Gliedern dich. Nach Michael Hahn, 7758-8) Mel. 22(54) Gol Lob! Der Sonntag kommt herbei, die Woche wird nun wieder neu. Heut hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. GGalleluja!) 8 40 40 Die Festzeiten der Christenheit CSEEENEESEEES 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ /vom Tod für mich er— standen ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Ceben, Heil und Seligkeit.(Hallelujal) J. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind.(Ballelujal) 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmelsehrenpfort; laß mich hier leben heiliglich/ und dir lob⸗ singen ewiglich.(Balleluja!) Zohann Olearius, 167ο 40 Mel. 22 F wird mein Herz mit Freuden wach, ein Segenstag ist dieser Tag; da rufts mit hellem Klang hinaus: Komm heut in deines Gottes Haus! 2. Am Tage, da er reden will, tu auf dein Herz und halt dich still; da er an dir sein Werk will tun, laß deiner Hände Werke ruhn. J. HBeut hält der Herr ein offnes Haus, da teilt den Hungrigen er aus/ sein teures Wort, das Lebensbrot; wer das genießt. dem schadt kein Tod. 4. Heut wird der gute Sämann gehn, den edlen Samen aus⸗ zusän, der in dem Herzen, da er haft, vielfältig edle Früchte schafft. 5. Heut ist der Arzt, der Wundermann, der allen Schaden heilen kann, mit Hilf in Rat und Tat bereit/ für jedes Wunden, Schmerz und Leid. G. Das ist ein Tag, ein Segenstag, da wird mein Herz mit Freuden wach, und lieblich klingt der Ruf hinaus: Komm heut in deines Gottes Haus! Philipp Spitta, 180-85 41 Mel. 89 alleluja, schöner Morgen, schöner, als man denken mag! Heute fühl ich keine Sorgen, denn das ist ein lieber Tag. der durch seine Lieblichkeit„recht das Innerste erfreut. 30 Gonnta⸗ W L. G Heller Gtunde J. Ach au, die ul O im Mun 4. Ru denn ich Heut se 5. 90 da samn mein O Ge mach m wenn m 7. Gi segne, bis jch 0 ei Hiieden dich Verke tigen nießt, aus⸗ tüchte haden inden, g mi heut 78⁵⁰ Nel. 80 mag! Tag, Sonntag 42 433 SSSSSS 2. Süßer Ruhetag der Seele, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag in dunkler Höhle, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Ewigkeit: du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte/ recht als einen Morgen— tau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au! Da hat wohl die Morgenstund/ edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich/ als nur Gottes Wort für mich. 5. Ich will in der Zionsstille/ heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist/ mit dem Wort des Lebens speist. . Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund, mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier fleht und singt, solches in dein Herze dringt. 7. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbats bist, bis ich einst auf jenen Tag/ ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1770-762 42 Mel. 36 ions Stille soll sich breiten ß/um mein Sorgen, meine Vein, denn die Stimmen Gottes läuten/ Frieden, ewgen Frieden ein. 2. Ebnen soll sich jede Welle, denn mein König will sich nahn; nur an einer stillen Stelle„legt Gott seinen Anker an. 3. Was gewesen, werde stille, stille, was dereinst wird sein; all mein Wunsch und all mein Wille/ gehn in Gottes Willen ein. Rudolf Kögel, 5829-8 43 Mel. 79 N. ist in tiefem Frieden/ der Tag des Herrn geschieden, es kommt die stille Nacht; drum falt ich meine Hände, und die Gedanken sende/ ich zu der lichten Sternenpracht. 81 44 45 Die Festzeiten der Christenheit HSSEES 2. O Jesu, du mein Leben, was hast du mir gegeben/ an Fried und Freuden heut! Du hast mein Herz nach oben/ durch Wort und Geist gehoben/ weit über Erdenlust und=leid. 3. Wie mußten Sorg und Sünden/ und alles Dunkel schwin— den, du helles Licht, vor dir! Wie wurden Wunsch und Wehe/ in deiner Gottesnähe/ so still in meiner Seele mir! 4. So wollst zu neuen Werken/ du nun die Hände stärken/ an jedem neuen Tag. Das eine mir gewähre: es sei zu deiner Ehre, was immer ich vollbringen mag. 5. Eh wir zum Schlaf uns legen, sprich deinen Abendsegen/ nun über mir noch aus! Der soll zur Ruh mich leiten/ und sanfte Flügel breiten„mir schirmend über Herz und Haus. Renata Beutner, geboren 1862 44 Mel. 84 nsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brot, segne unser Tun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenck, 634-681 Advent Da die Zeit erfüllet war, sandte Gott seinen Sohn. 4⁵5 Mel. 22 sei dem allmächtigen Gott, der unser sich erbarmet hat, gesandt sein allerliebsten Sohn, aus ihm geborn im höchsten Thron; 2. Auf daß er unser Heiland würd, uns freite von der Sünden Bürd/ und durch sein Gnade und Wahrheit/ führte zur ewigen Klarheit. 3. O große Gnad und Gütigkeit, o tiefe Lieb und Mildig⸗ keit! Gott tut ein Werk, das ihm kein Mann/ und auch kein Engel danken kann. ö 32 keilhaft auf ihn 0.0 Rönig 0 tteul 7. Ei Hetzen nießest 8. Ge stalt, di Pein. 9.O eingeh betühr 10. borne Dank, N Heilan Detha mein e 2. EI sein K. unste) singt: ö 30 sch z. Rehet! nheit an durch win⸗ ehe/ kken/ heiner egen/ und 5. n 862 el. Sa 'aßen, segne n. 1⁰81 Nel. 22 et hal, öchsten unden wigen Nildig⸗ kein Advent 636 SSSSSSSSSSSSSSEEE 4. Was ist der Mensch, was ist sein Tun, daß Gott für ihn gibt seinen Sohn? Was darf unser das höchste Gut, daß es so unserthalben tut? 5. O weh dem Volk, das dich veracht, der Gnad sich nicht teilhaftig macht, nicht hören will des Sohnes Stimm! Denn auf ihm bleibet Gottes Grimm. . O Mensch, wie, daß dus nicht verstehst/ und deinm König entgegengehst, der dir so ganz demütig kommt/ und sich so treulich dein annimmt! 7. Ei, nimm ihn heut mit Freuden an, bereit ihm deines Herzens Bahn, auf daß er komm in dein Gemüt/ und du ge⸗ nießest seiner Güt! 8. Sein erste Zukunft in die Welt/ war in sanftmütiger Ge⸗ — die andre wird erschrecklich sein, den Gottlosen zu großer ein. 9. Die aber hier in Christo stehn, werden alsdann zur Freud eingehn; und wo die Engel jubiliern, wird sie kein Ubel mehr berührn. 10. Dem Vater in dem höchsten Thron/ samt seinem einge⸗ bornen Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis/ sei ewiglich Dank, Ehr und Preis!*Michael Weiße, 1 158 Mel. 459 Mor hoch die Tür, die Tor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helferwert, Sanftmütigkeit istsein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Berzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter 3 33 47 48 Die Festzeiten der Christenheit HSSSSSEESES Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit! Die Zweiglein der Gottseligkeit„steckt auf mit Andacht, Lust und Freud: so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 8. Komm, o mein Beiland, Jesu Christ! Meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlich⸗ keit auch uns erschein; dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o HBerr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel, 1590--1635 47 Mel. 11 Gan sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält/ und der Sünder Trost und Rat/ zu uns hergesendet hat! 2. Was der alten Väter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war/ und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Berrlichkeit. J. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held/ hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein HBeil! Bosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn/ dir in meinem Berzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein; es gehöret dir allein. Mach es, wie du gerne tust, rein von allem Sündenwust. 6. Und wie deine Ankunft war/ voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit/ deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, daß im Glauben um und an/ ich dir bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du, o Bebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mag entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, 1620-65 48 Mel. 350 Na jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der HBerr der HBerrlichkeit, zwar 39 Moyent ohne 0 erstö L. Keit i acht/ Leiden 3 J. qht iht bete Himmel kachtet, 4. Hh allen E gemut, sst eut h 3. Er eur Rla helfen k wättig, N den 60 verspro 2. B. macht Bahne stche, J. Ei ein He Heth, Locht he 43 Hüte Advent 49 SSSSSSSESES ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren/ und gänzlich zu zerstören/ des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone/ sucht er auf dieser Welt; im hohen immelsthrone/ ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine acht/ und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden„ zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leid: seid dennoch wohl⸗ gemut, laßt eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner Berrlichkeit, der all eur Klag und Weinen/ verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann. Halt eure Lampen fertig/ und seid stets sein ge⸗ wärtig, er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1506- 1678 409 Mel. 150 M. Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Beld, den Gott aus Gnad allein/ der Welt zum Licht und Leben/ versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht: die Täler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlicht. 3. Ein HBerz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Hetz, das richtig ist„ und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. QAch mache du mich Armen/ zu dieser heilgen Zeit/ aus Güte und Erbarmen, HBerr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein 3* 3 80 5 Die Festzeiten der Christenheit ASSSSSSSSE Herz hinein/ vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen/ dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo, 1607--1662 50 Mel. 5 . edle Hirte, Gottes Sohn, der uns so hoch geliebet, verließ sein Reich, verbarg die Kron/ und ging umher be⸗ trübet. 2. Er ging und sucht aus Lieb und Pein/ mit ängstlichen Ge⸗ Ethen sein arm, verlornes Schäfelein, das sich verirrt auf rden. 3. Dies teur erworbne Schäfelein„bist du, o meine Seele; für dich lag er im Krippelein, für dich ins Grabes Höhle. 4. So gib dich ihm zum Eigentum, der sich für dich gegeben, und geh und bring ihm Dank und Ruhm/ mit Treu und reinem Leben. Nach Johann Scheffler, 1624-67⁷7 51 Mel. 350 uf, auf, ihr Reichsgenossen, eur König kommt heran! Empfahet unverdrossen/ den großen Wundermann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen/ ihm Hosi⸗ anna singen/ mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der HBelfer ist schon da! Seht, wie so maͤncher Ort/ hoch tröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Nuf, auf, ihr Vielgeplaͤgten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Not /mit reichem Trost euch speisen, er will euch Bilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Untertanen, der König ist gerecht; laßt uns die Weg ihm bahnen/ und machen alles schlicht. Fürwahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen/ mit unerschrocknem Mut. 896 Mdvent 82 SISISISISISISISISISSISISSSSSISISSSeIee S. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. . Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht! An uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst und Pein /noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden /läßt seine Kinder sein. 7. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn, dieweil er kommt geritten/ stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz ver⸗ süßen/ und uns erlösen kann. 8. Der König will bedenken/ die, so er herzlich liebt, mit köst— lichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt/ durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben/ dich freudig hier und dort. 9. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein/ die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen„ und ewig daͤnkbar sein. Johann Rist, 7607-667 52 Mel. J5 Wu soll 5 dich empfangen/ und wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze/ mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergöthe, mir kund und wissend sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin; und ich will dir in Vsalmen/ ermuntern meinen Sinn. Mein HBerze soll dir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht: da bist du, mein Heil, kommen/ und hast mich froh gemacht. 37 83 Die Festzeiten der Christenheit SSꝗSSISISSSSSSSSSSSSSSSee. 4. dch lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdscher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Himmelszelt/ als das getreue Lieben, womit du alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 0. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze, sich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet/ die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen/ noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet Eenen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken or eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern/ zu 00 und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen/ in einem Nugenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig/ zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm fu mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht. ch komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal/ zum ewgen Licht und Wonne/ in deinen Freudensaal! Baul Gerhardt, 607-1676 5 3 Mel. 83 Bulamel Davids Sohn/ kommt in Zion eingezogen. Auf, bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen; streuet Balmen, machet Bahn, daß er Einzug halten kann. 38 was d Advent 54 2. Hosianna! Sei gegrüßt. Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüse, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast! Wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast. Ach, so laß uns unverdrossen/ deinem Zepter dankbar sein, herrsche du in uns allein. 3. Hosianna! Steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei/ dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. . Hosianna nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosi⸗ anna! Bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmolck, 1672-1797 54 Mel. 95 (Quf, auf, weil der Tag erschienen, der uns muß zur Freude dienen! Ruf, es kommt das frohe Jahr/ freudenreich da⸗ her gegangen, drauf mit sehnlichem Verlangen/ wartete der Väter Schar. 2. Nunmehr ist die Zeit erwachet, da die Tochter Zion lachet da sie jauchzt und jubiliert; denn ihr Bräutigam und König, o ihn gleich erkennen wenig, ists, den sie im Fleisch verspürt. 3. Den so viele Majestäten, so viel Väter und Propheten/ eh⸗ mals anzuschaun begehrt, der hat sich nun eingefunden. O der angenehmen Stunden! Uns ist solches Glück gewährt. 4. Er ist da, des Vaters Willen/ in Gehorsam zu erfüllen; er will durch sein eigen Blut, was verloren, wiederbringen/ und durch schmerzlich Todesringen/ alles wieder machen gut. 5. Moses hat nun ausregieret, Christi freier Geist uns führet, die Gefangenschaft ist aus; und durch unsers Heilands Büßen/ kann der Kindschaft frei genießen, wer gehört in Gottes Haus. 39 85 586 Die Festzeiten der Christenheit SSASSSSSSSSSSSSSSESSEE 0. Nun der Vorhang ist zerrissen, darf ein jeder sein beflissen, in das Heilge einzugehn. Der, so zu uns ist gekommen, hat uns alle Furcht benommen; jeder darf vor Gott bestehn. 7. Drum auf, Zion, dich des freue, deinen König benedeie, gib ihm Herz und Hand zugleich! Den Thron will er mit dir teilen, gib dich ihm nur I. Verweilen; du bist Braut, dein ist sein Reich. Nach Johann Nnastasius Frehlinghausen, 7670-789 5 5 Mel. 70 Oa Erstgeborne/ erscheinet in der Welt; der uns Ge⸗ Ischworne, der ewig Treue hält, entdecket die Verborgen⸗ heiten, welche bedeckten die Ewigkeiten. 2. Wir, tot in Sünden, vermochten selber nicht/ das Heil zu finden, noch warn wir drauf gericht, zu bitten oder zu begehren, daß uns die Liebe das sollt gewähren. J. Da sprach die Liebe: Sieh da, ich komme her/ aus freiem Triebe, erstatte Gottes Ehr/ und trete an der Menschen Stelle, sie zu erretten von Sünd und Hölle. 4. So ward dem Bürgen/ die Strafe zuerkannt; er ließ sich würgen/ und ward ans Kreuz gespannt. Nun rechnet Gott für seine Kinder/ arme, verlorne, verdammte Sünder. 5. Aus freien Gnaden/ ist uns das Heil geschenkt; wir sind geladen, weil er am Kreuz gehenkt, zu dem Genuß der Selig⸗— keiten, welche bereitet vor allen Zeiten.*Malthaus Stach, 77) 0-787 56 Mel. 369 W.haul. 0 Heil der ganzen Welt, in unserm Menschen⸗ orden! Willkommen, Gottes Kind und Held, der unser Blutsfreund worden! Komm, der du als der Friedefürst/ dein Volk mit Gnade krönen wirst; du, deines Volks Verlangen, komm, laß dich froh empfangen! 2. Zeuch ein, die Tore tun sich auf/ dem gottgesalbten König. Zu hemmen deinen Siegeslauf, ist alle Welt zu wenig. Und 4⁰ Myoent b sich Schau! J. W Komm, werde! und Fri schallen ei 6 entgege men, so 90 eliege Völker in dein Advent 87 SISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSESSSSSSSee ob sich Satans Macht erhebt, vor deinem Worte sie erbebt. Schau deines Reiches Siegen/ der Sünde Reich erliegen! J. Welch göttlich holdes Gnadenjahr/ eröffnet sich der Erde! Komm, komm, daß aller Völker Schar/ durch dich gesegnet werde! Dir weicht der Fluch, der Irrtum flieht, Gerechtigkeit und Friede blüht. Komm, höre laut von allen /Hosannajubel schallen! Karl Bernhard Garve, 1769-84 5 7 Mel. 30 Od König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Eslin Füllen; empfang ihn froh, Jerusalem] Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Bal— men, so ists dem Herren angenehm. 2. O mächtger Berrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden, dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht; du kommst, auf den empörten Triften /des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du 1 jett aufs neue„ zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden /kommst, zu erneuen deinen Frie⸗ den, dagegen sich die Welt empört. . O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen/ und— der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus. Hriedrich Rückert, 7788-86 4 88 Die Festzeiten der Christenheit * — 2.S Weihnacht Euch ist heute der Heiland geboren. 58 Mel. 22 V. Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär; der guten Mär bring ich so viel, davon ich singn und sagen will. L. Euch ist ein Kindlein heut geborn/ von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein; das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not; er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit ihm im Bimmelreich/ sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht: die Kripp und Win⸗ delein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. . Des laßt uns alle fröhlich sein„ und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein HBerz, und sieh hinein. Was liegt dort in dem Krippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8. Bis willkommen, du edler Gast! Den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dirꝰ 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so Ele h 10 du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und el a —42 Weihna⸗ 10. M Gold be Wiegele 11. O Windele wäts dei 12. D daß alle hilft nod 13.A Bettelei vergesse 14. E seinen e singet u heit a. 2 gute n ich grau hreud aus inden hat und Win⸗ Welt gehn lieben ort in das t ver⸗ ollich den so d und Weihnacht 89 SISISISPSPSPSISISISISISISISISISISISIIIII 10. Und wär die Welt vielmal 5 weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär sie dir doch viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Selden dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du König, groß und reich, herprangst, als wärs dein Bimmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, daß aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Qch mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein, sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn! Des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. Martin Luther, 1483-.546 59 Mel. 22 Von Himmel kam der Engel Schar, erschien den Birten offenbar; sie sagten ihn: Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippe hart, 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll; Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt nur auf ihn eur Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an, dem sei Troh, ders nicht lassen kann. . Zuletzt müßt ihr doch haben recht; ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit/ geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther, 1489-1 546 43 60 6 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSEEE 60 Mel. 50 Gone seist du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist/ von einer Jungfrau, das ist wahr, des freuet sich der Engel Schar. HBalleluja! 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jeht man in der Krippe findt; in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut. Halleluja! J. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. HBalleluja! 4. Das ewig Eicht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Kinder macht. HBalleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal; er macht uns Erbn in seinem Saal. Halleluja! . Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm, uns in dem nt mache reich/ und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit„ und dank ihm des in Ewigkeit. HBalleluja! Martin Luther, 7483-) 546(v.) älter) 61 Mel. 275 Hin Kindelein so löbelich/ ist uns geboren heutevon einer Jungfrau säuberlich zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, so wärn wir allzumal verlorn; das Heil ist unser aller. Ei du süßer Jesus Christ, daß du Mensch geboren bist, behüt uns vor der Hölle. 2. O großes Evangelium: Gott ist im Fleisch erschienen, die Menschen als sein Eigentum/ durch sein Blut zu versühnen! O daß nun jegliches Geschlecht/ sichs recht zu nuze machen möcht, was er so saur erworben, da er in unser Elend kam, was wir verschuldet, auf sich nahm/ und uns zum Heil gestorben! 4 ing In Christu 9. De Leben allet I nheit el. 50 bist/ Engel rippe ewge arien hält neuen 5 des n der macht barm, ngeln man. igkeit, allet) el. 275 einer Wär klorn; 5 du mN, die hnen! sachen Wa⁵ otbenl Weihnacht ö 62 6 SSSSSSSSSSSEESEE 3. Die Zeit ist uns ganz freudenreich/ zu Lobe Gottes Namen, da Christus von dem Himmelreich/ auf Erden zu uns kommen. O Abgrund der Barmherzigkeit, daß Gott sich hat ins Fleisch gekleidt, die Menschheit angenommen, in allem ohn die Sünd uns gleich! Willkommn, Berr Gott, vom Himmelreich! Will⸗ kommn, Berr Jesu! Amen. v. 15. Jahrhundert v. 2 Paul Eugen Lahrih, 707 178s, und* Christian Gregor, 7723-180 v. 3* Zinzendorf, 1700-760, nach einem Liede des J5. Jahrhunderts 62 Mel. 22 Soa heut und freu dich, Christenheit, lob Gott mit großer Innigkeit, weil dir dein Beiland ist gesandt, der Jesus Christus ist genannt. 2. Der nimmt sich deines Kummers an/ und wagt sogar sein Leben dran, nimmt auf sich deine Missetat, daß er dir helf aus aller Not. 3. So nimm ihn auch mit Freuden an, tritt frohgemut auf seine Bahn, wirf alle dein Gerechtigkeit/ zu Füßen seiner Heiligkeit. ö 4. Erkenn vor ihm dein große Schuld„und bitt ihn, daß er dir auch wollt/ als Heiland tilgen deine Sünd. O selig der, der Gnade findt!*„Johann Born, um 1490-154/ 63 Mel. 14 obt Gott, ihr Christen, allzugleich„ in seinem höchsten Thron, der heut aufschleußt sein Bimmelreich/ und schenkt uns seinen Sohn! 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß /in einem Krippelein. 3. Er äuß ert sich all seiner Gwalt, wird niedrig und gering/ und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. 4. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, das liebe Jesulein! 4⁵ 64 65 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSSSSSSESSE 5. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Vara⸗ deis; der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman, um 1480-561 64 Mel. 210 reuet euch, ihr Christen alle, freue sich, wer immer kann! Gott hat viel an uns getan. Freuet euch mit großem Schalle, daß er uns so hoch geacht, sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne! Christus ist die Gnadensonne. 2. Siehe, 1910 meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippen Höhle/ harte lieget dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude,‚ Freude über Freude! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne! Christus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir/ meine Seligkeit herrühr. So laß mich von dir nicht wanken; nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn/ Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne! Christus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder/ ferner noch in Gnaden an; schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder. Gib der ganzen Christenschar Frieden und ein selig Jahr. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne! Christus ist die Gnadensonne. Christian Keimann, 7607-662 65 Mel. 369 (Enen dich, mein schwacher Geist, und trage groß Ver⸗ langen, ein kleines Kind, das Vater heißt, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es kam/ und menschlich Wesen an sich nahm, durch Leiden und durch Sterben/ das Heil uns zu erwerben. 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gotteslamm! Ich will dein Lob 46 Wehhnach demehren sagen Prei Mensch ge J. O gte lassen, u Hassen? geudenpr 4. Du§ Hinget, di zwinger: merlich,e worden? J. Ogr Du hast! Hast gebte kann, vor: . Olie Bruder, d Ochinste komm, ko 7. Gag und Lebe alles, schteiben, . Lob, geungen Hewungg Gnaden H le Lust /a Weihnacht 6 SEEEEEEEE vermehren. Ich will dir all mein Leben lang/ von Berzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren. J. O großer Gott, wie konnt es sein, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt hinein, da nichts denn Neid und Bassen? Wie konntest du die große Macht, dein Königreich, die Freudenpracht, dein selig Gottesleben/ für solche Feinde geben? 4. Du Fürst und HBerrscher dieser Welt, du Friedenswieder— bringer, du kluger Rat, du tapfrer Held, der Höllenmacht Be— zwinger: wie ist es möglich, daß du dich/ Vadler Ws so jäm⸗ merlich, als wärst du in dem Orden/ der Bettler Mensch ge— worden? 5. O großes Werk, o Wundernacht, dergleichen nie gefunden! Du hast den Beiland hergebracht, der alles überwunden; du hast gebracht den starken Mann, der Wind und Wellen stillen kann, vor dem die Berge schüttern/ und alle Himmel zittern. 0. O liebes Kind, o süßer Knab, holdselig von Gebärden, mein Bruder, den ich lieber hab/ als alle Schäh auf Erden! Komm, Schönster, in mein Herz herein, komm, laß es deine Krippe sein; komm, komm, ich will beizeiten/ dein Lager dir bereiten. 7. Sag an, mein Berzensbräutigam, mein Hoffnung, Freud und Leben, mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; ich will mich ganz ver⸗ schreiben, dir ewig treu zu bleiben. 8. Lob, Preis und Dank, Berr Jesu Christ, sei dir von mir esungen, daß du mein Bruder worden bist/ und hast die Welt bezmungen. Bilf, daß ich deine Gütigkeit/ stets preis in dieser Gnadenzeit/ und möa hernach dort oben/ in Ewigkeit dich loben. Qohann Rist, 7607-66ꝰ 66 Mel. J57 GF soll mein 1* springen/ dieser Zeit, da vor Freud/ alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören/ alle Luft/ laute ruft: Christus ist geboren! 77 66 Die Festzeiten der Christenheit SSASASSSSSSSSSSSSSSESEEE 2. Heute geht aus seiner Kammer/ Gottes Held, der die Welt/ reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch zu gute; Gottes Kind, das verbindt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt/ über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich/ und zugleich/ sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kommt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 3. Hätte vor der Menschen Orden/ unser Heil einen Greul, wär er nicht Mensch worden; hätt er ELust zu unserm Schaden, ei, so würd/ unsre Bürd/ er nicht auf sich laden. . Er nimmt auf sich, was auf Erden/ wir getan, gibt sich an, unser Lamm zu werden, unser Lamm, das für uns stirbet/ und bei Gott/ für den Tod/ Gnad und Fried erwirbet. 7. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich„mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahrn, o liebe Brüder, was euch quält; was euch fehlt, bring ich alles wieder. 8. Ei, so kommt und laßt uns laufen! Stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der euch gern/ Licht und Labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier/ ist die Tür/ zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen/ an den Ort, da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt/ seine Sünd/ und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil/ machet heil/ die vergiften Wunden. 11. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei/ eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben/ und das Gold, da ihr sollt /euer Herz mit laben. 12. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich/ mich durch dich/ wohl zufrieden geben. 2 Weihnae 5. MN neine L sinden; 14.90 Schmuc en, on 15. 90 hier/ un voller§e V ch st kom Nimme nimm a 9. Du dein sch müte. du Het J. Da sch an, t/ und ud dich, N, Was u, groß NLiebe Labsal ie Tit/ jühren/ / seine junden, et frei/ und das ne gier n Hun Weihnacht 67 SISISSISSSSSSSSSSSSSSSSSSe 13. Meine Schuld kann mich nicht drücken; denn du hast meine Last/ all auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden; denn durch dich/ werde ich/ rein von allen Sünden. 14. Ich bin rein um deinetwillen; du gibst gnug/ Ehr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will dich ins Herze schlie⸗ ßen, o mein Ruhm! Edle Blum, laß dich recht genießen. 15. Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir /leben hier/ und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben/ voller Freud/ ohne Zeit/ dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 1607-675 67 Mel. 132 ⁰ steh an deiner Krippe hier, o Jesulein, mein Leben! Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin/ und laß dirs wohl gefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt/ mein Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild/ liegt mir ganz im Ge⸗ müte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren/ und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zuge⸗ richt, wie schön sind deine Strahlen! 5. Wenn oft mein Herz im Leibe weint/ und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden. Was trauerst du, mein Brüderlein? Du sollst ja guter Dinge sein; ich zahle deine Schulden. G. Ich sehe dich mit Freuden an/ und kann nicht satt mich sehen; und weil ich nun nicht weiter kann, so bleib ich sinnend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meme Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 4 49 68 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSESE 7. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit obe zu erhöhen/ die Nuglein, die so unverwandt/ nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der güldnen Sterne Schar, dein Auglein sind viel schöner. 8. O daß doch so ein lieber Stern/ soll in der Krippe liegen! 7 edle Kinder großer Herrn/ gehören güldne Wiegen. Ach, eu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wären recht, dies Kindlein drauf zu legen. 9. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu! Ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei/ auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Rosmarin/ aus schönen Gärten will ich ihn/ von oben her bestreuen. 10. Zur Seite will ich hie und dar/ viel weißer Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar/ im Schlafe saͤnft be⸗ decken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras/ dies Kindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 11. Du fragest nicht nach Lust der Welt/ noch nach des Leibes Freuden. Du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Trost und Freud„durch dein selbst⸗ eignes Berzeleid; das will ich dir nicht wehren. 12. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für„ in meinem HBerzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein/ dich und all deine Freuden. 13. Zwar sollt ich denken, wie gering„ich dich bewirten werde; du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du so ein frommer Gast, daß du noch nie ver⸗ schmähet hast/ den, der dich gerne siehet. Baul Gerhardt, 1607-1676 68 Mel. 20 Kazme und laßt uns Christum ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, laßt euch hören, wertes Volk der Christenheit! Weihnach 2. Gint schämen hin. J. Gehe Leben; d Himmels 4. Sein yogen, u 5. Jake langen; Hölle R 6. Od glauben 7. Sch uns alle ethöhtl W eingeste L. V i gett pheten J. N uns nä töhlich 4. N deine R Welteu S. O ed bi ndst i rheit 2 hen/ Der chat, egenl Ach, bären Umir lichen rten Silien jt be⸗ delein eibes att zu selbst⸗ nicht herzen komm pirten b und je ber⸗ .J07⁰ Lel. 20 en zu Volt Weihnacht 69 SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSEEEESEEE 9. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich bm wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer in. 3. Sehet, was Gott hat gegeben: seinen Sohn zum ewgen Seben; dieser kaͤnn und will uns heben/ aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen; Lieb und Gunst hat ihn ge⸗ zogen, uns, die Satanas betrogen, Zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Ver⸗ langen, bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der Hölle Reich. 6. O der benedeiten Stunde, da wir das von Herzensgrunde/ glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Jesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle/ dahin, wo mit süßem Schalle/ dich der Engel Heer erhöht! Paul Gerhardt, 60σ 69 Mel. 84 We singen dir, Immanuel, du Lebensfürst und Gnaden⸗ quell, daß du, o längst gewünschter Gast, dich bei uns eingestellet hast. Halleluja! 9. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir getracht, dich hat erhofft so lange Jahr/ der Väter und Pro⸗ pheten Schar. Halleluja! 3. Ach daß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein. Halleluja! 4. Nun bist du hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh; bist klein und machst 15 alles groß; bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja! 5. Du bist der Ursprung aller Freud/ und duldest so viel Herze⸗ leid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und ündst ihn nicht. Halleluja! 4* 81 70 Die Festzeiten der Christenheit S SSSSISSSSISISISSIttItIItSISSISI 6 Du bist der süße Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind; Berodis Beer hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. HBalleluja! 7. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein/ mein armes Herz; und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja! 9. Und bin ich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll: ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Balleluja! 10. So faß ich dich nun ohne Scheu; du machst mich alles Jammers frei, du trägst den Zorn, du würgst den od, verkehrst in Freud all Angst und Not. Balleluja! 11. Du bist mein Haupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Balleluja! 12. Ich will dein Halleluja hier/ mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Zeit und Zahl. Balleluja! Paul Gerhardt, 7607-676 70 Mel. 34 illkommen, edles Knäbelein, willkommen, liebes Kind, willkommen, süßes Jesulein! Durch dich mein Leid ver— schwindt. 2. Du bist mein Heil und Seligkeit, du bringst der Freuden Heer, du machst, daß mich in Ewigkeit/ von Gott nichts scheidet mehr. J. Ich bin ganz unaussprechlich froh, daß du gekommen bist, daß 10 und zwar auf Heu und Stroh, wirst Mensch und Kind gegrüßt. 4. Dir will ich, was 6 hab und bin, schenken von Herzens⸗ grund, an dich soll mein Gemüt und Sinn/ gedenken alle Stund. Nach Johann Scheffler, 1624-1677 82 Weihnach mo Ochtein! 2. Dein hu allein, J. Dein schönster Herm. 4. Ein komm he O0 re Licht in weicht hu L. Laß denschein alle Wel und des J. Yn di keit. We in gar ku Himmel 4110 Liebeslic dir diese g du selhs I. Diu heiner G lchie Mid 0 ei ˖06 Weihnacht 7J. 72 SISISSSSISSSSSSSSSSSSSSSSS 7⁴ Mel. 970 Mauao auf finstre Nacht, der die Welt voll Freude macht, Jesulein, komm herein, leucht in meines Herzens Schrein! 2. Deines Glanzes Herrlichkeit/ übertrifft die Sonne weit; du allein, Jesulein, bist, was tausend Sonnen sein. J. Deinem freudenreichen Strahlfolgt man willig überall; schönster Stern, nah und fern /ehrt man dich als Gott den Berrn. 4. Ei nun, wahres Seelenlicht, komm herein und säume nicht; komm herein, Jesulein, leucht in meines Herzens Schrein! Johann Scheffler, 1624-677 72 Mel. 106 ist die Nacht, da mir erschienen/ des großen Gottes Freundlichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht/ weicht hunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß—0 erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gna⸗ ale Wel er Glanz aus dieser kleinen Höhle„streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Hölle Macht, der Sünde und des Todes Nacht. J. In diesem Lichte kanns du sehen/ das Licht der klaren Selig⸗ keit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Eicht mit seinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens- und dein Liebeslicht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du selbst nicht finster sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst! Dein Eicht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624685 88 73 74 Die Festzeiten der Christenheit SSSSS e& 7 Mel. 6 ommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter auf Erden? Sollen nun Himmel und Erde vereiniget werden? Ewiger Gott, kann dich mein Jammer und Not/ bringen zu Menschen⸗ gebärdenꝰ? 2. Was ich in Adam und Eva durch Sterben verloren, hast du mir, Jesu, durch Leben und Leiden erkoren. Gütiger Gott, alle mein Jammer und Not/ endet sich, da du geboren. 3. Teufel und Hölle, die zürnen und halten zusammen, wollen mich Sünder verschlingen und gänzlich verdammen. Mächtiger Gott, wende den Jammer und Not, tilge die höllischen Flammen. 4. Gib mir, o Jesu, nur heilige, gute Gedanken, halte die Glieder des Leibes in heiligen Schranken. Heiliger Gott, laß mich nach deinem Gebot/ herzlich im Glaͤuben dir danken. 5. Führe mich endlich, o Jesu, ins ewige Ceben, welches du allen, die glauben, versprochen zu geben, da ich bei Gott/ ohne Not, Jammer und Tod/ ewig in Freuden kann schweben. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624-685 74 Mel. 146 Ach freue mich in dir/ und heiße dich willkommen, mein liebstes Jesulein! Du hast dir vorgenommen, mein Brüderlein zu sein; ach welch ein süßer Ton! Wie freundlich sieht er aus, der große Cottessohn! 2. Gott senkt die Majestät, sein unbegreiflich Wesen, in eines Menschen Leib; nun muß die Welt genesen. Der allerhöchste Gott/ spricht freundlich bei mir ein, wird gar ein kleines Kind/ und heißt mein Jesulein. 3. Wie lieblich klingt es mir, wie schallt es in die Ohren! Es kann durch Stahl und Erz, durch harte Felsen bohren, das liebste Jesulein. Wer Jesum recht erkennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, sobald er Jesum nennt. 4. Wohlan, so will ich mich/ an dich, o Jesu, halten, und sollte gleich die Welt/ in tausend Stücke spalten. O Jesu, dir, nur 84 Weihnae dir dit l shlaftich en die 9. Eri begeben, J. Mu füllen,v 4. Ml alle En F daß hibtz F. und Sa werden V Mensch Heworde N. Ki Hedeiter iilet Und Oa nheit — el. denꝰ wiger chen⸗ hast Hott, ollen hliger men. ie die 1. laß en. es du ohne . 685 I. J40 ebstes ein zu 5. der eines ůöͤchse Rind/ aEs liebste un el sollte h; nut Weihnacht 75— 77 SSSSSSSSSSSSSEE dir, dir leb ich ganz allein; auf dich, allein auf dich, mein Jesu, schlaf ich ein. Kaspar Ziegler, 1621-690 7 5 Mel. 7 en die Engel droben/ mit Gesange loben, der ist, uns zu dienen, nun aus Lieb erschienen. 2. Er ist Mensch geworden, und in unsern Orden/ hat er sich begeben, unter uns zu leben. 3. Arm ist er geboren, uns, die wir verloren, mit sich selbst zu füllen, unsre Not zu stillen. 4. Alles, alles singe, alles, alles bringe/ Ehre dem, den droben/ alle Engel loben! Johann Nnastasius Frehlinghausen, 1670-1799 v. Kaspar Ziegler, 1621-1690 76 Mel. 365 riede mit dem höchsten Gute, da uns Gott so hoch geliebt, daß sein Sohn sich uns zu gute/ von dem Thron ins Sterben gibt; Friede, welcher Sinn und Herz reißt aus Angst und Not und Schmerz: solcher Friede soll auf Erden„überall verkündigt werden. Qohann Eusebius Schmidt, 1670-1745 . Mel. 155 freudenvolles Heute, da sich der Gottesheld/ für uns gesallne Leute/ zum Heiland eingestellt, da Gott dem Menschenorden/ sich selbst hat zugesellt! Das Wort ist Fleisch geworden/ zum Heil der ganzen Welt. 2. Kind, dessen großer Name„Zugleich Jehova heißt, gebe⸗ nedeiter Same/ des Weibes, sei gepreist! Du Boffnung aller Väter, Abrahams Schild und Lohn, du Schlangenkopfzertreter/ und Davids Berr und Sohn! 3. Ich will nicht kleine Gaben, du Gotteskind, von dir dich selber will ich haben /und bitten, daß auch mir/ du magst ge⸗ boren heißen, der Welt und Sünde mich/ auf ewiglich entreißen/ und ziehen ganz an dich. Benrielle Katharine von Gersdorf, 1648-1726 55 78 79 Die Festzeiten der Christenheit SDSISISISSSSISSSSSSSSSSSISSSSSS 78 Mel. 61 Junc ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel in Chören, singet dem Berren, dem HBeiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah/ zu den Verlornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud, wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische. Wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Sebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. König der Ehren, aus Ciebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde, du sollst es sein, den ich erwähle allein; willig entsag ich der Sünde. 6. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren! Komm, o mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren. Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erkoren. Gerhard Tersteegen, 1697-70 79 Mel. 22 ies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. ö 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron/ das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. . Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb un⸗ endlich ist. 86 Veihnach . 4. Dam der Welt, gleisch un 5. Hett, jürt auf! het ich an. 0. Du, 1 und Blut Kinder w. 7. Duro erhält. Vatets E 8. Jaud Geburtz ein neues 9. Dies gedacht; i auf Erde rohen/ L. Das Ounde ist weg, und aus jedem Weihnacht 8⁰ SꝗSISISSSISSSSSSSSSSSSeSSSSSSSSeeeee 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friede⸗ fürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Beiland, bet ich an. 0. Du, unser Beil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 7. Durch eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 8. Jauchzt, HBimmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 9. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ/ im HBimmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 77) 57 80 Mel. 350 Oi heilge Christ ist kommen, der süße Gottessohn, des freun sich alle Frommen/ am höchsten Himmelsthron. Nuch was auf Erden ist, muß preisen hoch und loben /mit allen Engeln droben/ den lieben heilgen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin, die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken/ baun weite Himmelsbrücken/ aus jedem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder/ nicht mehr und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß; er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein, fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Christ, ist da. Er ruft so S/ 81 82 Die Festzeiten der Christenheil SSEESESSSSEEEEE& freundlich drein/ mit süßen Eiebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Rindt, 1769-1860 81 Mel. 94 Bach an, du schönes Morgenlicht! Das ist der alte Morgen nicht, der täglich wiederkehret; es ist ein Leuchten aus der 91 es ist ein Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein König, aller Welt/ von Ewigkeit zum Heil be⸗ stellt, ein zartesͥKind geboren; der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gottes⸗ zeit/ der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit/ in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Friedensband/ hält jedes Haus und jedes Land/ und alle Welt umfangen; und alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Zamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind/ mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld, willkommen, Heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Max von Schenkendorf, 17789-87 82 Mel. 10 ie wahre Gnadensonne/ geht auf zu unsrer Wonne/ und macht ein Heer von Sündern/ zu frohen Lichteskindern. 2. Der Erst⸗ und Eingeborne/ besuchet uns Verlorne, hat seinen Schwur gehalten; drum laßt ihn immer walten. 3. Der Herr ist in dem Orden/ der Sünder Mensch geworden/ und gleich, doch ohne Sünde, dem schwächsten Menschenkinde. 4. Naht euch zu diesem Kindlein/ im Kripplein und in Wind⸗ lein, das euch mit seinem Blute/ verdient hat alles Gute. 5. Wie soll ich dich empfangen, o aller Welt Verlangen? Du kommst, die Welt zu segnen; wie soll man dir begegnenꝰ 88 Weihnae W .Of Iomm, si J. Gib du kanns 8. Jch: wenn ich 9. Wit dein mer 1⁰0. MN den, im lit kin wiewohl 2. Wi deiner l du das Runs sin J. Je wirst du darum! die erl L. Si se sind hnen dheil 2 die I el. o orgen der ängst il be⸗ echt/ loren. otles⸗ nheit, ů jedes amm, ngen. rippe ch, du en auf 1877 Nel. 30 und eun. seinen ꝛden/ kinde. Wind⸗ Du Weihnacht 83 84 SSSSSSSSEESE 6. O sei als Gast hienieden /willkommen bei den Müden; komm, sieh, wies ihnen gehet, du hast sie nie verschmähet. 7. Gib dich uns, Herzensknabe, zu einer Christnachtsgabe; du kannst mit wenig Blicken/ millionenmal erquicken. 8. Ich will hier bei dir stehen; du wirst mich nicht verschmähen, wenn ich zum Kripplein gehe/ und um ein rein Herz flehe. 9. Wir lassen uns gefallen, die Zeiten durchzuwallen, da uns dein menschlich Leben„Beispiel und Trost gegeben. 10. Wenn Christnacht und sein Leiden, die Ursach ewger Freu⸗ den, im neuen Lied erscheinen, da wird man nicht mehr weinen. „Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 83 Mel. 5s lückselger ist uns doch keine Nacht, als die das Wunder— kind hat gebracht, das in einem Stalle, arm und geringe, wiewohls der Schöpfer war aller Dinge, im Kripplein lag. 2. Wie muß dein Herze nicht mit uns sein, wenn wir uns deiner Menschwerdung freun und dich innig lieben! Willst du das haben, mußt du die Sünden mit dir begraben, die an „uns sind. 3. Je mehr dein liebreiches Herz vergibt, um so viel heißer wirst du geliebt. Wir sind alle Sünder/ in großem Grade, und darum haben wir auch die Gnade/ und lieben sehr. 4. Wie du doch liebetest und noch liebst! Wie du dich doch allen Seelen gibst! Wird auch deinesgleichen/ für uns auf Erden/ oder im Himmel gefunden werden? Wir sagen: nein! *Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 84 Mel. 95 Nuuserrahit neugebornes/ und von Ewigkeit erkornes, auserwähltes Gnadenkind, höre, wie die Menschenkinder, die erlösten armen Sünder, über dich erfreuet sind. 2. Sie erheben, sie erheben/ dein kaum angegangnes Leben; sie sind voller Glaubenslust, daß du in den Gnadenzeiten/ ihnen solch ein Heil bereiten/ und ein Kindlein werden mußt. 89 85 86 Die Festzeiten der Christenheit C SSSEEESEE J. Herzensknabe, Herzensknabe, aller Erden Gut und Habe/ ist nur Unflat gegen dich. Du kannst mit gar wenig Blicken/ millionenmal erquicken; wirf auch einen Blick auf mich. 4. Laß bei Zeiten, laß bei Zeiten /alle andern Eitelkeiten/ mir aus den Gedanken gehn. Will sich fremde Lust erregen/ und zur Sünde mich bewegen, laß mich auf dein Kripplein sehn, 5. Da du, König, da du, König,‚ dem die Erde untertänig/ und der Himmel eigen ist, so gar elend und auf Wegen, die kein Mensch betreten mögen, bei uns eingekehret bist. . Holde Hände, holde Hände, nehmt mich auf am letzten Ende; denn ich werde nach euch sehn, wenn ich als ein Kind gen Himmel/ aus dem ängstlichen Getümmel/ dieser Erde werde gehn.*Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 85 Mel. 58 u für die Sünder geborner Christ, Dank sei dir, daß du Mensch worden bist/ und an dich genommen/ den Leib der—. Fleisches und Blutes wie andre Kinder/ teilhaftig wardst! 2. Kein Mittel außer dir selber war zu der Erlösung der Menschenschar. Drum bist du gekommen/ und hast uns armen/ verlornen Sündern durch dein Erbarmen/ das Heil gebracht. J. Aus unbegreiflicher Lieb und Huld /wardst du ein Opfer für unsre Schuld, bist für unsre Sünden/ am Kreuz gestorben/ und hast uns ewige Gnad erworben. HBalleluja! 4. Singt, ihr Erlösten, singt, groß und klein, stimmt ins Halleluja mit uns ein, ruft mit frohem Schalle: Uns ist zum Leben/ ein Kind geboren, ein Sohn gegeben, zum„Gott mit uns!“*Friedrich Wenzel Neißer, 776- 7 v. 3*Christian Gregor, 7723-80 86 Mel. 22 Nun wollen wir recht fröhlich sein/ beim heiligen Christkinde⸗ lein, das Frieden in die Welt gebracht/ und Jesus heißt, weils selig macht.*Eudolf Ernst Schlicht, 7774- 1769 6⁰ Weihnad vete gleic herab ger ne und ve worden u aß Chri storben b ch 6 des G6 gle uns geste und lobe Weihnacht 87—9 SISISISISISSSSISSSSSSSSSSeee 87 Mel. 185 O Lenhe wnon Minute, Tag, dem sonst kein Tag nicht gleicht, darin Gott zu ansn Hleisch und Blute/ sich so tief herab geneigt, daß er dessen gleich wie andre Kinder, uns verlor⸗ ne und verdammte Sünder/ zu erlösen durch sein Blut, teilhaft worden uns zu gut!*Christian Gregor, 1723-80 88 Mel. 36 aß uns weiden in den Freuden/ deiner Kindheit, Jesu Christ! Komm, das Leben uns zu geben, da du drum ge⸗ storben bist.*Christian Gregor, 1729-80 89 Mel. 30 ch Christnacht und sein Seiden/ bringt ewigliche Freuden, des können die Erlösten /sich unaufhörlich trösten. *Christian Gregor, 1723-)80 Mel. 39 Gole unserm Gott, welcher im menschlichen Orden/ uns gleich, unser Blutsfreund und Bruder geworden/ und für uns gestorben, demselben zu Ehren/ sprech alles Volk: Amen! und lobe den HBerren.*Christian Gregor, 1723-80 91 Mel. 369 1n Hirten, auf, wir wallen froh/ zur Stadt auf Engelswei⸗ sung! Dort liegt im Stall auf Heu und Stroh/ das Kindlein der Verheißung. Ach seht, umstrahlt von HBimmelslicht, sein holdes Jesusangesicht! Sei uns in Kripp und Windlein/ ge⸗ grüßt, du Gotteskindlein! 2. O Bethlehem, du Segensstadt, mit nichten die Geringe! du birgst den Berrn, der alles hat, den Schöpfer aller Dinge. Aus dir kommt, reich an Macht und Ehr, der Herzog über Gottes Heer, der Sohn der Ewigkeiten, der Mann voll Schmach und Leiden. 3. Wie wirst du dulden, zartes Kind, wie wirken, lieben, fle⸗ hen, im Riesenkampf mit Tod und Sünd/ als Löw aus Juda 60 92 93 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSESSSSSSSSSSSSSSSSESE stehen! Und wenn zuletzt, mit Blut bedeckt, die Lieb in Sarg 2 I dich streckt, wie wirst du im Erliegen/ unwiderstehlich iegen! 4. Dann geht man und verkündiget/ das Wort von Kreuz und Krippe, vom Opfer, das entsündiget, mit friedensvoller Lippe; dann sammelt sich rings von der Erd/ auf Golgatha, was Beil begehrt; dann kommen Millionen/ den Todesstreit dir lohnen. *Johann Baptist von Albertini, 1769-881 92 Mel. 20 du wunderholder Knabe, Kind des Himmels, Segensgabe, wenn ich dich im Herzen habe, hab ich ewiglich genug. 2. Sehnlich will ich nach dir blicken, fest an meine Brust dich drücken, freundlich dir die Wohnung schmücken, komm herein, veracht sie nicht. J. Nein, du wirst mich nicht verschmähen/ noch mein Haus vorübergehen, schon spür ich das Friedenswehen, Kindlein, deiner Gegenwart. 4. Seligs innres Festgeläute /ladet mich zur Feier heute, da als Heiland sündger Leute, als mein HBeiland du erscheinst. 8. O daß doch der Geist der Eiebe/ tief ins Herz hinein mirs schriebe, daß doch alle meine Triebe/ nur für dich erglüheten! *Johann Baptist von Albertini, 7769-88 93 Mel. 35) Noch her zur armen Krippe, seht hier den Gottessohn! Ihn sang mit froher Lippe/ der Seher Hoffnung schon. Nun singt dem Neugebornen/ der Engel lichtes Heer. O freut euch, ihr Verlornen, ihr Sünder, zagt nicht mehr! 2. Sucht ihr den Freund, den Retter, den Heiland? Er ist da. Der Herr kommt nicht im Wetter, im Kindlein ist er nah. Lob⸗ singt dem Menschgebornen/ mit aller HBimmel Beer. Ja, freut euch, ihr Verlornen, ihr Sünder zagt nicht mehr! *Karl Bernhard Garve, 1769-84 6² Weihnad Ea verlor nichts, el 2. Som gehe doch Gesicht/ J. Oesu Oesuserbe Lod /mo labe. O und! L. Erfũ auch die, Wahn. J. Und! Onad, u haben teil 4. Den lcht, die ei J. Eile Hettennt; sehn. S⁰ uich hiet isterheit in Sarg astehlich reuz und Lippe; vas Heil lohnen. 700·10 Mel. 20 ensgabe, nug. rust dich herein, in Haus Lindlein, eute, da inst. ꝛein mits heten! 769·Io/ Mel.)5) hnl Yhn pn. Nun eut euch Er ist da. h. Lob⸗ J6, freut 7⁰³-80 Weihnacht 94 95 SSSe 94 Mel. 6 Ebre sei Gott in der 5⁵9 und Friede auf Erden, daß wir verlorene Sünder sein Wohlgefalln werden, in uns selbst nichts, selige Kinder des Lichts, ähnlich den Jesusgebärden. 2. Sonne der Freuden aus Bethlehems niedrigem Stalle, gehe doch mächtiglich auf und erleuchte uns alle! Herz und Gesicht/ mache uns heiter und licht, daß es dir selber gefalle. 3. Jesuserbarmen vom Kripplein zum Kreuz und zum Grabe, Jesuserbarmen, solang ich den Odem noch habe! Hölle und Tod/ macht sein Erbarmen zu Spott, bis ich mich ewig dran labe.*Theobald Wunderling, 7826-89 Epiphanias Mache dich auf, werde licht! Denn dein Licht kommt. 95 Mel. 22 O Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch selig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Gnad, und ihr verwundt Gewissen heil; laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt; bring her, die sich von uns Rehn versammle, die zerstreuet gehn; mach feste, die im Zweifel tehn. . So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Himmel⸗ reich, hier zeitlich und dort ewiglich, für solche Gnade preisen dich. ohann Heermann,)585-64/ 63 96 97 Die Festzeiten der Christenheit SDSDSISISSSISSSSSSSSSSSSSSSSeSee 96 Mel. 9 erde licht, du Stadt der Heiden, und du, Salem, werde licht; schaue, welch ein Glanz mit Freuden/ über deinem Haupt anbricht, Gott hat derer nicht vergessen, die im Finstern sind gesessen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres zu vergleichen, welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben /seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen„ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh/ aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. S. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhle„ unsern Tritt macht ungewiß. Jesu, deine Lieb und Segen„leuchten uns auf unsern Wegen. 0. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glau— bensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl getan/ und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 7. Dein Erscheinung müß erfüllen/ mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinung müsse stillen„meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen„in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607-166/ 97 Mel. 83 J großer Wunderstern, der aus Jakob ist erschienen, meine eele will so gern/ dir an deinem Feste dienen. Nimm doch, nimm doch gnädig an, was ich Armer schenken kann. 6⁴ Gpiphani W 9. Nim habe/ un Laß es a J. Nim steigen a Wenn ich 4. Nim Sünde.“ inde/ un an. Mu der L. Geh laß deine J. Gib et führet 4. Eri blum, da S. Oru Keundsch 0. Und nicht ah 7. Du, wenn du 8. Daf deinet S 9. Hal has führ 10.04 hen sille ristenheit — Vel. o) em, werde er deinem 1 Finstem am in die ng erhellt. ern gehen. schien uns es an dem uns sollte der Höh, und Weh/ herblieben. Finsternis, diß. Oes egen. ten Glau⸗ du hast so zu deinem aller Not. r in Lod, etscheinen. osen Welt, Hestellt, wo wohnen. y- Jos/ Mel. 83 nen, meine simm doch . Epiphanias ö 98 —— ů 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein/ in dem Kreuzesofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn freudig zu dir steigen; Herz und Eippen sollen stets, ihn zu opfern, dir sich neigen. Wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Mörrhen bittrer Reu; ach, mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister, 1671-756 98 Mel. 14 uf, Seele, auf, und säume nicht! Es bricht das Licht herfür; der Wunderstern gibt dir Bericht, der Held sei vor der Tür. 2. Geh weg aus deinem Vaterland, zu suchen solchen Herrn; laß deine Augen sein gewandt/ auf diesen Morgenstern. 3. Gib acht auf diesen hellen Schein, der dir aufgangen ist; er führet dich zum Kindelein, das heißet Jesus Christ. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, die teure Sarons⸗ blum, das rechte, echte Gotteslamm, Israels Preis und Ruhm. 5. Drum höre, merke, sei bereit, verlaß des Vaters Haus, die Freundschaft, deine Eigenheit, geh von dir selbsten aus; 6. Und mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du dies Kindlein hast. 7. Du, du bist selbst das Bethlehem, die rechte Davidsstadt, wenn du dein Berze machst bequem„zu solcher großen Gnad. 8. Da findest du das Lebensbrot, das dich erlaben kann, für deiner Seele Hungersnot/ das allerbeste Man. 9. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß, das führet dich zum Lichte fort /aus aller Finsternis. 10. Das zeigt dir einen andern Weg, als du vorher erkannt: den stillen Ruh- und Friedenssteg/ zum ewgen Vaterland. Michael Müller, 7673-7⁰4 5 65 99 Die Festzeiten der Christenheit ůSASSSSSSSSSEESEEE 99 Mel. 116 esus ist kommen, Grund ewiger Freude, Anfang und Ende, der Heiland ist da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählets den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden! 2. Jesus ist kommen; nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun springen die Bande! 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Baus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Erlöser! 4. Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! Dieser Beherrscher kann Berzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald. Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5. Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden, Sünden der ganzen Welt trägt dieses Samm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, stirbt er aus Liebe am blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 6. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden, eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret die Treue mit Herzen und Hän⸗ den, sprechet: Wir leben und sterben bei dir. Amen, o Jesu, du wollst uns vollenden! Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! 7. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden; komme, wen dürstet, und trinke, wer will. Holet für euren verderblichen Schaden/ Gnade aus dieser unendlichen Füll. Alle Verlornen sind hierher geladen. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! 8. Jesus ist kommen, die Ursach zum Eeben! Hoch gelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Ursprung des Segens ge— geben; dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. Selig, die ihm sich beständig ergeben! Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Ludwig Konrad Allendorf, 7693-77 66 Hassion jcht ersch littest all L. Gib deine G Geißel, Gottess. J. Abe auch die war auch daß ich e 4. Oes daß ich haben d mußt/ J. We Jesu, me Dassion wie kann 0. Gib haß ich geb Lieh dotten g istenheit Mel. J)6 Ende, der ch beide; undEtde, Freuden! esTodes, chanden; hten aus e Bandel appneken Schlösser, tärkeren, serl ind Etde, bekehren; will euch r Ehren! er ganzen u finden, iebe, wet Sünden! ach eilet und Hän⸗ Jesu, du ItEnden! nme, Wen derblichen Uerlornen Gnaden! gelobt se egens ge⸗ Selig, die rsach zum 1693•N73 Passion 100 101 Vassion Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. 100 Mel. 752 J deine Passion/ will ich jetzt bedenken; wollest mir vom HimmelsthronGeist und Andacht schenken. In dem Bilde jeht erschein, Jesu, meinem Herzen, wie du, unser Beil zu sein, littest alle Schmerzen. 2. Gib, daß ich recht sehen mag/ deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, deine Marterstunden, deinen Tod, o Gottessohn, deinen Leib voll Wunden. 3. Aber laß mich nicht allein/ deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein/ und die Frucht verstehen. Ach, die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Oesu, lehr bedenken mich/ dies mit Buß und Reue; hilf, daß ich mit Sünde dich„martre nicht aufs neue. Sollt ich haben dazu Lust/ und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt/ mit so großem Leiden? 5. Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Bassion/ laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern /dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern/ und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Laß indes mein Lallen—bessern Dank ich dorten geb-Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken, 1626-68 101 Mel. 167 du Siebe meiner Liebe, du erwünschte Seligkeit, die du dich aus freiem Triebe/ in das jammervolle Leid/ deines Sterbens mir zu gute/ als ein Opfer eingestellt/ und versöhnt mit deinem Blute/ alle Missetat der Welt; 5* 67 102 Die Festzeiten der Christenheit SSTSSSSSSSSE 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen/ an dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit Angst und Sehnen/ uns bis in den Tod geliebt; Liebe, die sich liebend zeiget, als sichͥKraft und Odem endt; Liebe, die sich sterbend neiget, als sich Leib und Seele trennt; J. Liebe, die mit so viel Wunden/ sich als Bräutgam seiner Braut/ unauflöslich fest verbunden/ und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein/ in dem blutverwundten Herzen/ sanftiglich gestillet sein. 4. Liebe, die mit ihren Armen/ mich zuletzt umfangen wollt; Liebe, die aus Liebserbarmen /mich zuletzt in höchster Huld/ ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben: ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ichs deinen Wunden, du verwundte Liebe du! Gib, daß ich zu allen Stunden/ sanft an deinem Berzen ruh. Liebe, die sich tot gekränket/ und für mein erkaltet Herz/ in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seele Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 7629-6/7 102 Mel. 55 O süße Seelenweide/ in Jesu Bassion! Es regt sich Scham und Freude, du Gotts- und Menschensohn, wenn wir im Geist dich sehen/ für uns so williglich/ ans Kreuz zum Tode gehen, und jeder denkt: für mich! 2. Ach laß mich mit dir gehen/ und in Gethsemane/ dich zitternd trauern sehen/ für mich voll Angst und Weh, wie da dein Leib, der müde, sich matt zur Erde senkt, und wie sich mir zum Frieden/ dein Schweiß mit Blut vermengt. J. Da seh ich, daß ich Armer/ des Fluches würdig bin; es gibt sich mein Erbarmer zum Opfer für mich hin. Ach, seine 68 Hassin Massch Klopfen 4.Nch. det alle Sttiemet 1od und 5. Von 3U der let Seele w Leiden ⸗ 0. Du stimmte gnug da Kranken J. Go mein Mi die Erde dutch sei dah Oterben nimm P L. Jch mich imo Sehren dich vor J. 9 Tod, mi die ihn hristenheit O berg si den 20 und Odem und Seele zuam seinet npertraut: nmerpein/ in. gen wollt; ter Huld/ at, mit die rend Gut/ dein Blutl Liebe dul etʒen ruh. tet Herz/ Schmetzl kann, und an! 0²9-160 Mel.)5 ich Scham nn wir im zum Tode ich itternd U Leib, der jeden/ dein ig bin; Ich, seine Bassion 108 SSSSSSSSSSSE Angstschweißtropfen, die Seele todbetrübt/ und seines Herzens Klopfen/ sagt mirs, daß er mich liebt. 4. Ich glaubs und fühls im Herzen, mein Heiland liebet mich, der alle meine Schmerzen/ und Krankheit nahm auf sich. Die Striemen von den Ruten, die Seit und Nägelmal, sein Marter— tod und Bluten/ beweist mirs tausendmal. 5. Von deiner ersten Stunde, die du im Kampf verbracht, bis zu der letzten Wunde, da möcht sich Tag und Nacht/ mein arme Seele weiden, so hätt ich gnug zu tun. Ach laß dein ganzes Leiden/ in meinem Herzen ruhn. 6. Du nahmst als einen Toten„mich armen Sünder an. O stimmte jeder Odem/ ein Loblied dafür an! Zch kann dirs nie gnug danken, was an mir ist geschehn. Laß mich als deinen Kranken/ stets deine Wunden sehn. 7. So will ich Sabbat halten/ in Herzzerflossenheit. Wenn mein Mund wird erkalten/ zu einer guten Zeit, so hat mein Freund die Erde, wo ich in Sicherheit/ dereinst ausruhen werde, schon durch sein Grab geweiht. v. J. 2*Christian Gregor, 1723-80 v. 3. 4.7 Johann Prätorius, 7738-782 v. 5. 6 Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 103 Mel. 75) u, meines Sebens Leben, du, meines Todes Tod, für mich dahingegeben in tiefe Seelennot, in Marter, Angst und Sterben/ aus heißer Liebsbegier, das Heil mir zu erwerben: nimm Preis und Dank dafür! 2. Ich will jetzt mit dir gehen/ den Weg nach Golgatha; laß mich im Geiste sehen, was da für mich geschah. Mit innig zartem Sehnen/ begleitet dich mein Herz, und meine Nugen tränen/ um dich vor Liebesschmerz. 3. Ich komm erst zu der Stätte, wo Jesus für mich rang/ und Blutschweiß beim Gebete/ ihm aus den Gliedern drang. Der Tod, mit dem er ringet, wär mein verdientes Teil; die Angst, die ihn durchdringet, ist mir zu meinem Heil. 60 104 Die Festzeiten der Christenheit SDSISISISISISSISSSSSSSISSISISISSISI 4. Mein Heiland wird verraten, geführt zu Qual und Spott. Ach, meine Missetaten, die brachten meinen Gott/ hin vors Gericht der Heiden/ und in der Feinde Hand; ich wars, ich sollte leiden, was da mein Bürg empfand. 5. Seht, welch ein Mensch! Er stehet/ geduldig wie ein Zamm. Und nun wird er erhöhet, ein Fluch, am Kreuzesstamm, vollendet da sein Büßen/ der Welt, auch mir zu gut; aus Seite, Händ und Füßen/ strömt sein Versöhnungsblut. G. Du bittst am Kreuz für Feinde, mein Jesu, wer war ich? Du denkst an deine Freunde, gedenk, Herr, auch an mich! Du machst den Schächer selig, verheißest ihm dein Reich, das macht mich Sünder fröhlich, mich, der dem Schächer gleich. 7. Du klagst, voll Angst im Herzen: Mein Gott verlässet mich! Du dürstest in den Schmerzen, und niemand labet dich. Nun kommt der Leiden Ende, du rufst: Es ist vollbracht! empfiehlst ins Vaters Hände/ den Geist. Es war vollbracht. 8. Ich seh mit Lieb und Beugen/ des HBeilands letzten Blick, ich seh sein Haupt sich neigen: das war mein ewges Glück. Mein Bürge stirbt, ich lebe, so todeswert ich bin; er gibt sich mir, ich gebe/ mich ihm zu eigen hin. 9. O du, an den ich glaube/ und den mein Geist umfaßt, der du im Todesstaube„für mich gelegen hast: auf dein Verdienst und Leiden/ vertrau ich ganz allein, darauf werd ich einst schei— den/ und ewig bei dir sein. 10. Erhalt mir deinen Frieden/ und deines Heils Genuß, so— lang ich noch hienieden/ in Schwachheit wallen muß, bis endlich dir zu Ehren, der mich mit Gott versöhnt, dort in den obern Chören/ mein Halleluja tönt. Ernst Wilhelm von Wobeser, 1727- 79s, und *Heinrich von Bruiningk, 1738-785 104 Mel. 524 daß ich bis in mein Grab/ Jesu Leiden, wie er sich für mich begab/ aller Freuden/ und ins Sterben ging, daß ich/ leben möchte, fruchtbarlich bedächte! 7⁰0 Hassion 9. Das“ pat und Rot/ übe J. Ach, noch einm u etlösen, 4. Caß! u so jäm dich/ bitt 5. Blic ich Joha wie sie ko 0. O0, weiht un Leib /au NI stehn übetgehn müte zieß Stunden 2.90 und matt tlösten h mimm de cchütten! Hn ig Haupt e net Rüch detwand stenheit Spott in vors ich sollte Lamm. ollendet änd und var ich? ich Du s macht set michl 9. Nun ꝑpfiehss n Blick, „Glück. gibt sich jaßt, det zerdienst ust schei⸗ nuß, so⸗ endlich n obern 705,Wund Mel. 12⁴ sich für ng, daß Passion 105 CSSESSSSSSSSSSSE S 2. Das Gemüt, in Todesmüh/ tief begraben, möcht ich gerne spät und früh /vor mir haben. Du, mit meiner chuld und Not/ überlaͤden, blick mich an in Gnaden! . QAch, noch einen Liebesblick aus dem Garten! Ich seh noch einmal zurück. Solche Arten, ein verlornes Menschenkind/ zu erlösen, sind noch nie gewesen. 4. Laß mich sehn, wie man auf dich/ häufte Plagen, und wie du so jämmerlich/ wardst zerschlagen. Laß mich sehen, wie man dich/ bitter höhnte/ und mit Dornen krönte. 5. Blick so freundlich auf mich her/ von dem Kreuze, als ob ich Johannes wär; dadurch reize/ meine Liebesflammen auf, wie sie können, deinen nachzubrennen. . QJa, zum Lohn für Jesu Schmerz/ sei mein Leben/ ihm ge⸗ weiht unds ganze Herz/ hingegeben, bis ich einst auch meinen Leib/ aus dem Grabe/ seinem ähnlich habe. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727752, v.)*Christian Gregor, 1723-80 105 Mel. 384 J seh in bangen Bußideen/ die Seele meines Freundes stehn, die klaren Rugen muß ich sehen/ für meine Schulden übergehn; auch über die Melancholieen, die sich um mein Ge⸗ müte ziehn, hat sich mein Freund auf seinen Knieen/ in jenen Stunden müssen mühn. 2. Ich sehe ihn ganz übernommen, vom Todeskampfe schwach und matt; es muß der Engel einer kommen, der gnug an ihm zu trösten hat. Ich hör ihn seinen Vater bitten: Ists möglich, nimm den Kelch von mir! Wie kläglich klingt das Herzaus⸗ schütten! Die Sinne, die vergehen hier. 3. Was litt sein heilges Angesichte/ hierauf für Speichel, Schläg und Hohn! Er steht für mich da vor Gerichte. Sein Haupt empfängt die Dornenkron. Wie stellt sich sein zerschlag⸗ ner Rücken/ vor meines Geistes Nugen hin! Da muß ich un⸗ verwandt hinblicken; das muß mein Herze zu ihm ziehn. 7 106 Die Festzeiten der Christenheit HSSSSSSSSSES 4. Da geht er dann und trägt mit Schmerzen/ nach Golgatha sein Kreuz hinaus/ und fühlet schon in seinem Herzen/ der ganzen Marterstunde Graus. Mit diesem Blick bin ich ge— gangen/ bis auf den Berg, wo ich ihn kann/ vor meinen Nugen sehen hangen; da gehn die Sabbatstunden an. 5. O malte sich mit lichten Farben/ sein Seiden auf der Seele Grund! Was seine Schmerzen mir erwarben, das gebe Wort und Wandel kund. Zwar meine Armut, meine Schwäche/ kennt niemand so genau als er, doch wenn ich ihn am Kreuze spreche, so hab ich alls, was ich begehr. G. dch will schon auch zur Arbeit gehen, wenn nur die schöne Kreuzgestalt/ mir immer bleibt vor Rugen stehen. O Schönheit, drübers Herze wallt! Mein Innres ist von dir entglommen, o Schönheit, die mich schöne macht! Du, du hast mir das Herz genommen, nach dir verlaͤngt mich Tag und Nacht. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 17727-752 1 06 Mel. 585 ür uns ging mein Herr in Todesnöten/ in den Garten dort hinein, für uns hörn wir ihn zum Vater beten, ach, um unser Seligsein. Für uns überfiel ihn Todesschauer, unser Heil ward seiner Seele sauer; für uns ist er im Gebet/ bald erblasset, bald erröt. 2. Für uns sehn wir ihn sein Kreuze tragen/ so geduldig als ein Camm, das in stillem Leiden ohne Klagenfür uns auf die Schlachtbank kam. Für uns sehn wir seine Eippen beben, für uns sich sein Herz im Leibe heben, für uns nahm er in der Vein/ durstig Gaͤll und Essig ein. 3. Deines Todes Trost recht zu genießen, läg ich gerne stets im Geist/ unter deinem Kreuz zu deinen Füßen. Ach mein Heiland, ach, du weißt, wie das mein bekümmert Herze schweiget, wenn ich sehe, wie dein Haupt sich neiget. O den Blick erhalte mir, bis du mich heimholst zu dir. 4. Mir genüget seine Marterschöne, daran sing ich mich nicht satt; aber meines Herzens Lobgetöne/ ist noch immer viel zu 72 Hassion matt. A. einet Lie hat et get S. Oamn jolsst uns sehn. An nie ermũd An nich die Seel mir pran 0 spät; mit uns blutgem ank/ un L. Ewi Lamm/ Kteuzes sie ihmʒ dacht, als J. Ja, deine h mir Ged ristenheit —— Holgatha gen/ der n ich g9e⸗ n Augen det Seele ebe Wort chwäche NKreuze lie schᷣne schönheit, mmen, o das Herʒ 7²7·-17⁵² Mel. J85 rten dort um unser heil ward erblasset uldig als uns auf n beben, er in der e stets im Heiland wennich mit, bis ich nicht viel zu Passion 07 38 ůSSSSSSSSSSASAS matt. Ach wie schwindet mein Gefühl zusammen/ gegen eine seiner Liebesflammen! Meine Trän ist gut gemeint, aber wie hat er geweint! 5. Darum du, o Herze ohnegleichen, du in deiner Todesschön, sollst uns nie aus unsern Rugen weichen, bis wir dich auf immer sehn. An dem Liede: Jesus ist verschieden, sollen unsre Kehlen nie ermüden, bis sie eingestimmet sein/ in die obere Gemein. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 107 Mel. 9 Anblick, der mirs Herze bricht! Herr Jesu, das vergeß ich nicht, wie du am Olberg für mich büßtest. O daß du für die Seelenangst, in der du mit dem Tode rangst, nun ewig mit mir prangen müßtest! Christian Gregor, 772380) 108 Mel. 585 ines wünsch ich mir vor allem andern, eine Speise früh und spät; selig läßts im Tränental sich wandern, wenn dies eine mit uns geht: unverrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blutgem Schweiß und Todesgrauen/ auf sein Antlitz nieder— sank/ und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hangend an des Kreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich ge— dacht, als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld, hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld/ mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein. Sprich du darauf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen/ brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund/ unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp, 1798-8 73 09 Die Festzeiten der Christenheit ASSSSSSSSSSSSSEESSS 109 Mel. 276 Fin Lämmlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld/ die Sünden aller Sünder; es 5 dahin, wird maͤtt und krank, ergibt sich auf die Würgebank entsaget allen Freuden; es nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Nngst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod/ und spricht: Ich wills gern leiden. 2. Das Lämmlein ist der große Gott, Herr über Tod und Leben, des Vaters Sohn, der in die Not ihn für uns hinge— geben. O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen! O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen! 3. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleichwie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mir auch mein Herze bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum/ auf ewiglich verschreiben. 4. Zch will von deiner Lieblichkeit„bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit/ zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Na— men für und für/ in Dankbaͤrkeit ergießen; und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. 5. Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollst ein Schatzhaus werden/ der Schätze, die viel größer sein/ als HBimmel, Meer und Erden. Weg mit den Schähen dieser Welt/ und allem, was der Welt gefällt, ich hab ein Beßres funden. Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist/ aus deines Leibes Wunden. 6. Das soll und will ich mir zu nutz e allen Zeiten machen. Im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn mir nichts mehr 7⁴ Hassion schmecken sein meir Haus un 7. Wa⸗ Leben. geben. E Ruh, wi⸗ gestüm/ uber. 8. Wen so soll d es soll Thron/ bertraut, stehen. Hl Schu Übers L willig gi Schmer L. Es! daß es a steht an willig u isterheit Mel. 2) ind ihtet hen aller auf die chmach, V Tod Lod und 5 hinge⸗ nie kein Piebe, arg, vor nn nicht esarmen mir auch vill mich um/ auf nd Tage denopfer nem Na⸗ u mit zu edächtnis Hahhaus Meer und was der Schah, 6s Leibes machen. Lachen, ts neht Passion 10 SSSSSSSSSSSSSSSSSESSSSE- schmecken will, soll mich dies Manna speisen; im Durst solls sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell/ zu Haus und auch auf Reisen. 7. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, kaͤnst du mir Schatten geben. Setzt Wehmut meinem Herzen zu, so find ich bei dir meine Ruh, wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Un⸗ Ruter mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein nker. 8. Wenn endlich ich soll treten ein/ in deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron/ des höchsten Vaters gehen/ und dir, dem er mich an⸗ vertraut, als eine wohl geschmückte Braut /an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, 16071675⁵ 4 10 Mel. 365 ließt, ihr Augen, fließt von Tränen/ und beweinet meine Schuld! Brich, mein Herz, vor Schmerz und Stöhnen/ übers Lämmlein voll Geduld, das für mich und meine Not/ willig ging in Not und Tod. Nimm, mein Berz, nimm seine Schmerzen/ aller Art recht tief zu Herzen. 2. Es wird in der Sünder Hände„überliefert Gottes Lamm, daß es allen Fluch abwende, der vom Falle auf uns kam. Jesus steht an unsrer Statt; was der Mensch verdienet hat, büßt er willig und erduldet, was der Sünder hat verschuldet. 3. Folge ihm auf allen Schritten/ seiner Martergänge nach; denk an das, was er gelitten/ und was ihm sein Berze brach. Laß dir seinen Spott und Hohn, Geißelung und Dornenkron, Leibs⸗ und Seelenschmerz und Wunden/ wichtig sein zu allen Stunden. Lorenz Lorenzen, 1660-722 v. 3*Christian Gregor, 1723-8⁰0 1 1 1 Mel. 36 Ha Jesu, was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten/ bist du geraten? 75⁵ 3 Die Festzeiten der Christenheit S SSISSISSSSSSSSISISSSSISIeIe 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mit Gall ge⸗ tränket, ans Kreuz gehenket. J. Was ist doch wohl die Ursach solcher Blagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ich, ach Herr Jesu, habe das verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der ge⸗ rechte, für seine Knechte. 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt; der Böse lebt, der wider Gott gehandelt; der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, Christ wird gefangen. G. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnug⸗ sam deine Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten/ im Werk erstatten? H. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Flei⸗ sches ZEüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden/ mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begier⸗ den an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Ach laß mich täglich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten/ und gerne mich bemühen, deinen Willen/ stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen/ nehmen zu Herzen. 76 Passon * 3. Die doch nicht annehmen 14. We neinen alles wite mich nic ie de Leben /3 L. Och! in meinet da ich an J. Höt was ihr Marter e hrtenheit —— Moesicht Gall 30 ich meine habe das ute Hitte der ge⸗ det Böse den Tod bracht auf Freuden, lich gnug⸗ vetmag es omit doch enn deine des Hlei⸗ etze nicht ie Begier⸗ der mich Aeb zu dir en, deinen teuz nicht nfolgung, Passion 112—114 ASASSSSSSSSSSASSS 13. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht ganz beiseite setzen; in Gnaden wirst du es von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne/ auf meinem HBaupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann, 7585-64⁷7 112 Mel. 368 iederholts mit süßen Tönen, wiederholt mirs: Welch ein Mensch! und besingt mir meinen Schönen, meinen Schö— nen, welch ein Mensch! Ach, ich möchte die Gestalten/ immer im Gesicht behalten, denn an seiner Marterschön/ kann ich mich nicht müde sehn.*Christian Gregor, 1723-80 Mel. 79 Wi preis ich doch dein Leiden, den Ursprung meiner Freu⸗ den, du blutger Schmerzensmann! Dir sei mein ganzes Leben/ zur Dankbarkeit ergeben; ja, du verdienst es, nimm es an. 2. Ich bin durch manche Zeiten, wohl gar durch Ewigkeiten, in meinem Geist gereist: nichts hat mirs Herz genommen, als da ich angekommen/ auf Golgatha. Gott sei gepreist! J. Hör, was die Deinen sagen, wie ihre Adern schlagen, hör, was ihr Herz verspricht: Wir wolln beim Kreuze bleiben, die Marter Gottes treiben, bis wir dich sehn von Angesicht. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 17727-752 v.)* Christian Gregor, 7723-)80 114 Mel. 127 Samm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfundn geduldig, wiewohl du warest ver⸗ achtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! 2. O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfundn geduldig, wiewohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzaaen. Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! 7⁴ 115 Die Festzeiten der Christenheit — WSWRNRSSSSESSSESS 3. O Samm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfundn geduldig, wiewohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein Frieden, o Jesu, o Jesu! Nikolaus Tech, 4 1529 . Mel. 79 O Welt, sieh hier dein Leben/ am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren /läßt willig sich beschweren/ mit Schlägen, Bohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße: sein Leib ist ganz mit Schweiße/ des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen/ vor unerschöpften Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen/ so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder/ wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden/ des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen/ ge⸗ bunden, in der Höll; die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken/ die Lasten, die mich drücken/ viel schwerer als ein Stein. Du wirst ein Fluch, dagegen/ ver⸗ ehrst du mir den Segen; dein Schmerz muß meine Labung sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja, lässest dich erwürgen/ für mich und meine Schuld. Für mich läßt du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Du springst ins Todes Rachen, mich frei und los zu machen/ von solchem Ungeheur. Du stirbst, mir durch dein Sterben/ das Seben zu erwerben; o unerhörtes Liebesfeur! 9. Ich bin, mein Heil, verbunden/ all Rugenblickund Stunden/ dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, will ich von Herzen legen/ allzeit an deinen Dienst und Ehr. 78 Vassion 10. Nun, ins abet v und Seele 1. sei auch, we 5 ein Si 12. Wie vie Rach! eeine Kute 13. Jch: mit stillen so sehr be 14. We chen, so w Rächsten! 15. Jch agen, wa das Will i 10. Dei Zunen, d Schoß un ei mi Osu ch, wie an dem K 2. Heile bin. Nin Schaden Hemacht. mein Jar 3. Schr ei, daß stenheit uzes ge⸗ etachtet: n. Gib 9„ 1 75⁰ Ml. 79 Kreuzes hürst der ohn und anz mit zen/ vor n quillt. Plagen/ wir und finden/ Elend, hen/ ge⸗ und was drücken/ jen/ vet⸗ ung sein. machen/ hen/ das unden/ will ich Passion 176 SASSSSSSSSSSSSEEEE 10. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel/ der Unschuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 12. Wie heftig unsre Sünden/ den frommen Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zornig seine Fluten, will ich aus diesem Leiden sehn. 13. Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren/ mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich so sehr betrüben /mit Werken, so die Bosheit tut. 14. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen bre⸗ chen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden/ verzeihen gern und williglich. 15. Ich will ans Kreuz mich schlagen/ mit dir und dem ab⸗ sagen, was meinem Fleisch gelüst. Was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, dieweil mir Kraft geschenket ist. 16. Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und Hände /begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607- 676 1 16 Mel. 168 ei mir tausendmal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet/ das, womit ich dich betrübt! Ach, wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll/ an dem Kreuze, da du stirbest/ und um meine Seele wirbest! 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin. Nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Ndams Fall gebracht/ und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich neten, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden, Jesu, in mein Herz hin⸗ ein, daß sie mögen alle Stunden/ bei mir unvergessen sein. Du 729 117 Die Festzeiten der Christenheit SESSSSSSSSSSEES bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu deinen Füßen/ deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten, ach, so gut ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten/ und mich selber freundlich an/ von dem hohen Kreuzesbaum/ und gib meiner Bitte Raum; sprich: Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 7607-676, nach einem lateinischen Liede des Mittelalters 117 Mel. J5) Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zu Spott gebundenmit einer Dornen— kron! O Haupt, sonst schön gezieret /mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber hoch schimpfieret: gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut/ das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit! wie bist du so er⸗ bleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Waͤngen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht/ hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen/ von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Cast; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Birte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet/ mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet/ mit mancher Himmelslust. . Zch will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht. Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblassen„im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 8⁰ asson 7. Es di wenn ich möcht ich von mit ge 8. Jch di Todesschn halte /zu! mein End 9. Wen ich den T allerbäng Angsten, 10. Er und laß n ich nach d Herʒ drüc E Mann de gebutt des Hrsterhei — iht. Laß nießen. ner kann. dlich an/ e Raum; all deine 90j Mittelalters Mel. J5) und voller Domen⸗ und Ziet, heut/ das du so et⸗ Zicht nicht tacht/ ist hat alles kommen/ t; ich hab hier steh Erbarmer, mich an! nan; dein dein Geist icht. Von Venn dein in will ich Passion 138 SSISISISSSSISSSSSSSSSSSSSSSSSSSe 7. Es dient zu meinen Freuden/ und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein eben, an deinem Kreuze hier/ mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten /wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten /kraft deiner Angst und Vein. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod/ und laß mich sehn dein Bilde/ in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll /dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Baul Gerchardt, 7507-676, nach einem lateinischen Liede des Mittelalters 1 18 Mel. 55 Hekenne mich, mein Hüter, mein Birte, nimm mich ein! Ich weiß, was große Güter/ in deinem Leiden sein/ und daß du, Mann des Schmerzens, mir dadurch, daß du starbst, die Neu— geburt des Herzens/ und ewges Heil erwarbst. 2. Es dient zu meinen Freuden, wenn ich mich weiden kann/ in deinm Verdienst und Leiden, du teurer Schmerzensmann. So oft ich als dein Erbe/ und deines Leibes Glied/ an deinem Leichnam sterbe, was für ein Gottesfried! 3. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, Freund in Not, für deine Seelenschmerzen/ und Marter bis in Tod. Dein Herze, das gewisse, erhält mich bis zum Sehn. Wer ist, der uns entrisse/ der Hand, die nie läßt gehn? 4. Mit Andacht will ich ehren/ den letzten Odemzug, den To— desschweiß, die Zähren/ des, der mein Elend trug. Ließ er sich sichtbar grüßen/ in seiner Todesnot, ich sänke ihm zu Füßen/ und rief: Mein HBerr und Gott! 6 8 599 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSESSSSSSESSASASE 5. Wenn ich einst werd erblassen/ in seinem Arm und Schoß. will ich das Blut auffassen, das er für mich vergoß. Das wird auch mein Gebeine/ mit Lebenskraft durchgehn. Dann fahr ich zur Gemeine, mein Leib wird auferstehn. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77⁰0⁰- 7⁰, nach dem vorigen Liede. 1 19 Mel. 36s Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben/ in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur daß ich nicht möchte sterben: tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten/ von des Teufels Sündenketten. Tau⸗ send⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen/ und zu setzen mich in Ruh. Ach, du hast zu meinem Segen/ lassen dich mit Fluch belegen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet. Was hat dich dazu bewegtꝰ Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, zu befreien mich von Vein. fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein. Daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast dich in Not gestecket, hast gelitten mit Geduld gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld. Daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet„meinen Stolz und Ubermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien/ muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8²2 Hassion 8. Nun, die Wund sur dein sir dein x Mem No Wunden Tod nod sohnen; 6. 6 unst ware Tr· not, dere Rreuz u Ewigkeit mögen, an/ und htistenheit —— d Schoß. Das wird Dann faht oo· Iybo. Mel. Jo8 Tod, der ot, in das tausend⸗ und Hohn, ottessohn, tten. Lau⸗ lich richten in Ruh. h belegen. üt. m Schimpi zu bewegtꝰ aufsetzen. für. von Pein. sein. Daß gehangen. afür. eduld, gar huld. Daß Tausend⸗ Ubermut, nit 3u gul gedeihen afüt. Passion 12⁰0—23 C SSE SE S 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Jesu, für gesamte Not. Für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod, für dein Zittern, für dein Zagen, für die tausendfachen Plagen, für dein Angst und tiefe Pein/ will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 7605-68 120 Mel. 184 enn meine Seel den Tag bedenket, da meine Sonn zur Nacht geeilt, da mein geliebter Arzt gekränket, durch seine Wunden mich geheilt, so bet ich: Herr, der du mit Tränen/ im Tod noch batst für deine Feind, laß deine Tränen mich ver⸗ söhnen; du hast ja auch für mich geweint. Nach Christoph Wegleiter, 16559 7⁰ 1 21 Mel. 234 Sa tausendmal von uns gegrüßt, Lamm Gottes, Tilger unsrer Sünden! Hättst du nicht für die Welt gebüßt, wo wäre Trost für uns zu finden? Dein Bußkampf, deine Seelen⸗ not, der Schweiß von deinem Angesichte, dein Blut und Wunden, Kreuz und Tod„ befreit uns Sünder vom Gerichte. In alle Ewigkeit /sei dafür benedeit; und weil wir weiter nichts ver⸗ mögen, so nimm, du Schmerzensmann, uns selbst statt Dankes an/ und gib uns deines Opfers Segen.*8⁰6 122 Mel. 152 hilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir, dir stets untertan, all Untugend meiden, deinen Tod und sein Ursach/ fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken.* Michael Weiße, +58 120 Mel. 526 Wnn meine Sünd mich kränken, o mein Herr Jesu Christ, so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist/ und alle meine Schuldenlast/ am Stamm des heilgen Kreuzes/ auf dich genommen hast. 6* 83 24 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSES 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen/ der Herr für seine Knecht; es hat sich selbst der wahre Gott/ für mich verlornen Menschen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal/ bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen/ jetzt und mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden/ mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden/ die sündliche Begier; laß mir nie kommen aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich er— löset bin. G. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gib, o mein Berr und Gott, daß ich verleugne diese Welt/ und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Mächsten lieben, gern dienen jedermann/ ohn Eigen— nutz und Heuchelschein/ und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich: weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601 124 Mel. 30⁷ 3 7 verehre deine Liebe, unbeflecktes Gotteslamm, die durch ihre Feuertriebe/ dich gebracht ans Kreuzes Stamm. Ach daß ich doch könnt durchschauen/ dein von Lieb durchglühtes HBerz/ und im gläubigen Vertrauen/ dadurch lindern meinen Schmerz! 84 asion & 2. Siehe vettz schau cchwett. Zunden& Joch getra J. Caß n sellt. Laß geld/ deine Ind dadur 4. Du b hreund; y lich weint nich/ und lich. H6 für m üÜber mich 2. dürw g auf di Rioden so J. ch n mich am K Ochuld en 430 hitsen S auf Etden J. Nur Egentum Lod und 0 Raht dei, bis llätten 3 ristenheit Shalsich selbst der den Tod. he Zahlꝰ bezahlt hten/ der en lang/ hank, für rhen, für und füt, mit nie s ich er— Schmac Hert und Exempel, tan, und n Eigen⸗ us reiner glich/ in l ich auf daß ich 46⁰0 ⁰⁷ Nel. J6⁷ die dutch nm. chhlühtes meinen Vassion 25 ——.— 2. Siehe nicht auf meine Würde, Lamm, das aller Würde wert; schau hingegen auf die Bürde, die den matten Geist be— schwert. Weißt du doch, wie dem zu Mute, welchen drückt der Sünden Last, weil du selbst im Schweiß und Blute/ dies mein Joch getragen hast. J. Laß mich deine Freundschaft schmecken, so auf ewig festge— stellt. Laß dein Blut die Schuld bedecken, das du hast zum Löse⸗ geld/ deinem Vater dargegeben/ durch der Eiebe Wundermacht/ und dadurch du uns das Leben/ deiner Gottheit wiederbracht. 4. Du bist ja ein Arzt der Schwachen, der betrübten Sünder Freund; pflegst den freundlich anzulachen, der mit Petrus kläg— lich weint. So hast du dich mir ergeben, dir ergeb ich wieder mich/ und verschreibe mich, mein Leben, dein zu bleiben ewig⸗ lich. Johann Anastasius Frehlinghausen, 7670-739 125 Mel. 36 ab Dank, o Lamm, für dein unendlich Lieben, das dich für mich in Not und Tod getrieben, daß du den Zorn, der über mich sollt kommen, auf dich genommen. 2. Fürwahr, du trugest meine Not und Schmerzen, die Strafe lag auf dir und deinem Herzen; daß du mir könntest Gnad und Frieden schenken, läßt du dich kränken. 3. Ich nehm es an, mein Heil, was du erworben, da du für mich am Kreuze bist gestorben. Der Tod kann mir, weil ich der Schuld entladen, nun nicht mehr schaden. 4. Ach stärke nur durch deine Kraft den Glauben, daß er sich diesen Schat nicht lasse rauben, der nicht vermag mit allem Gut auf Erden/ bezahlt zu werden. 5. Nur dir, nur dir, Lamm Gottes, sei mein Leben/ zum Eigentum auf ewig hingegeben, wozu du mich durch deinen Tod und Wunden/ so hoch verbunden. . Nichts kann und soll hinfort von dir mich scheiden; ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit ver— klärten Zungen/ stets wird besungen. Johann Nnastasius Frehlinghausen, 1670-799 85 26— 29 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSS 126 Mel. 5 Oa der sein menschlich Leben/ für uns in Not und Tod/ aus Eiebe hingegeben/ und uns versöhnt mit Gott, du Herze sondergleichen, was sollen wir dir nun/ für diese Tat zum Zeichen/ des tiefsten Dankes tun? Christian Gregor, 7723- 80) 1427 Mel. 384 ein Tröpflein Bluts war dir zu teuer, du gabst es willig für mich her. O daß von deinem Liebesfeuer/ mein gan⸗ zes Herz entzündet wär! Ach laß den Eindruck deiner Leiden/ und deiner bittern Todespein/ mir stets, bis Leib und Seele scheiden, im Herzen unauslöschlich sein! Johann Prätorius, 7738-782 1 28 Mel. 146 Ha Jesu, der du mir/ mein Glück zuwege brachtest/ und meine Seele dir/ zum Eigentume machtest, nimms Auge tränenvoll, nimms Herz dankbar und warm, nimms hin als Dankeszoll, ist es gleich noch so arm. 2. Ich danke tausendmal/ und werde ganz betreten, wie du mir meine Wahl erweinet und erbeten. Der Olberg ist ein Ort/ gleich einem Labhrinth, aus welchem ich hinfort /mich nie zurücke find. 3. An dich, mein Herr und Gott, will ich von Herzen gläuben. Dein blutger Kreuzestod/ soll meine Weide bleiben; ja, deine Marterschön, du Gotts- und Menschensohn, soll mir vor Augen stehn /bis hin vor deinen Thron. v.) Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 v. 2. 3* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο 129 Mel. 306 5 ist vollbracht! Er ist verschieden, mein Jesus schließt die Augen zu; der Friedefürst schläft ganz in Frieden, die Le⸗ benssonne geht zur Ruh/ und sinkt in stille Todesnacht. O großes Wort: Es ist vollbracht! 86 Hasson 2. Esist ha x tils um Owahtes J. Es is jasset neu hicht für Osarkes 4. Es ist hu, dich v Hetzen N Es ist vo 3. Es i Grabesst nie Jako wort: Es 8. u erwe L. Ma Leben; d 3. 0U ollte den 4. Sie weil ich J. Gar estehen 0. Iud Ind an hristenhei — Mel. 35 und Tod/ Gott, du diese Tal 723-8˙0 Mel. 583 t es willig mein gan⸗ er Leiden/ und Seele „J78-J78² Mel. 330 ctest/ und mms Auge s hin als en, wie du hetg ist ein jort/ mich n gläuben ij ja, deine vor Augen —72⁷—⁷⁵² Voo- Mel. 0 schließt di en, die Ee snacht. O Passion 30 131 SSS 2. Es ist vollbracht! Erhats gesprochen. Das ewge Wort muß Helson sein, das Herz der Treue wird gebrochen, den Fels des eils umschließt ein Stein, die höchste Kraft ist nun verschmacht. O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Schweig, mein Gewissen; ihr Sünder, sasset neuen Mut! Des Tempels Vorhang ist zerrissen, nun 1 für uns des Sohnes Blut; gebrochen ist der Hölle Macht. starkes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Mein Herzverlangen, du allerliebste Liebe du, dich wünschen Engel zu umfangen; nimm auch in meinem Herzen Ruh, wo Liebe dir ein Grab gemacht. O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen/ zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhie zugegen, ich schlummre sanft wie Jakob ein; die Himmelspfort ist aufgemacht. O Lebens— wort: Es ist vollbracht! Salomo Franck, 1659-725 130 Mel. 45 S. ruhest du, o meine Ruh, in deiner Grabeshöhle/ und erweckst durch deinen Tod/ meine tote Seele. L. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Beils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst/ mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein/ ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auf— erstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. . Indes will ich, mein Zesu, dich in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod„bis in Tod gedenken. Salomo Franck, 7659-725 1 31 Mel. 45 O Traurigkeit, o Herzeleid! Ist das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einig Kind/ wird ins Grab getragen. 87 3382 333 Die Festzeiten der Christenheit SCSEEEEEEESSSSSEE S& 2. O große Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ist er ge⸗ storben, hat dadurch das Himmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd/ hat dieses angerichtet, da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zer⸗ schlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 5. O selig ist/ zu aller Frist, wer dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit/ wird ins Grab gesenket. . O Jesu, du/ mein Bilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen. Johann Rist, 16076ꝰ v. 628 1432 ö Mel. 3567 LCa ihn ruhen, laßt ihn schlafen! O wie friedlich schlummert er! Harte Marter, Angst und Strafen/ drückten ihn für uns so schwer. Friede nach des Kampfes Stunden/ labet seine Seele nun, und sein edles Haupt voll Wunden/ liegt im Felsen, auszuruhn. 2. Ruh in deiner kühlen Kammer, ruh in stiller Sicherheit/ von dem namenlosen Jammer; ruh, o Held, vom Todesstreit. Tränen bring ich dir zur Gabe, das sind meine Spezerein; damit salb ich dir im Grabe/ deinen wunden Leichnam ein. Karl Bernhard Garve, 1763-84 133 Mel. 58) II bin in meinem Geiste„so gern, wo Jesus ist/ und wo mein Herz das meiste /von Heil und Trost genießt. Da führt er mich zurücke /auf seine assion/ und spricht: Dein ewges Glücke/ entstand allein davon. 2. Da fall ich vor ihm nieder/ und bet ihn herzlich an; und immer schallt mirs wieder, was er für mich getan. Das kann mein Herz entzünden, daß es vor Freuden tränt, weil er all meine Sünden/ gebüßt hat und versöhnt. 88 Hassion 3. Da bi sch im Ge und Dank hlebel G 4. Der2 det Am! as sind Nugen R. Mo G6 sein Gesch ich dankb shließ ich de Vam nahm, wi ihr erblaf 6%% esu R wenn unserm L Hottes J Hrstenheit —— ist er ge⸗ erworben. ngerichtet doch zet⸗ lagen. eth wie der Tränen: en. 16⁰⁷-H0⁰⁷ Mel. 367 chlummert en ihn füt labet seine im Felsen, ichetheit/ odesstreit. pezetein; am ein. VR-H Mel. J5) / und wo fießt. Da cht: Dein H an; und Das kann peil er all Passion 134—387 SSSSSSee 3. Da bin ich nun bei meinem/ geliebten Martermann/ und seh im Geist mir seinen, erblaßten Leichnam an/ voll Scham und Dank und Liebe. O daß er ewiglich/ vor meinen Nugen bliebe! So hätt ich gnug für mich. 4. Der Mund, für mich erblasset, hat mich aufs Herz geküßt, der Arm hat mich umfasset, der die Gemein umschließt. Und das sind meine Siegel, bis er mich bei sich grüßt/ und meiner Augen Riegel/ ganz weggeschoben ist. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 v.). 2* Christian Gregor, 172380) 134 Mel. 385 W die Glieder meines Herren schliefen, da, da ruhe mein Gebein; da soll sich mein Geist hinein vertiefen, das soll sein Geschäfte sein. Im Gewölbe, wo mein Freund gelegen, halt ich dankbar meinen Abendsegen, überm Blick auf seine Ruh/ schließ ich meine Augen zu. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 135 Mel. 75) u, der mit Blut und Wunden /bedeckt vom Kampfplatz kam/ und nach den Arbeitsstunden/ die Ruh im Grabe nahm, wir sinken bei dir nieder, und Herz und Nuge fließt. O ihr erblaßten Glieder, seid tausendmal gegrüßt!*80e 1 36 Mel. 139 JI Ruh, Jesu Ruh, Jesu Ruh in Josephs Gruft/ wird, wenn er einst von der Erden/ unsern Geist nach Hause ruft, unserm Leib zum Segen werden, bis auch der, verklärt durch Gottes Macht, froh erwacht, froh erwacht. Christian Gregor, 1728-80) 1437 Mel. 36 2 Lamm, das meine Schuldenlast getragen/ und als ein Fluch ward an das Kreuz geschlagen, nun liegst du, daß ich auch den Trost noch habe, in Josephs Grabe. 89 38— 40 Die Festzeiten der Christenheit CSSSSESSSSSSSA 2. Der du zur Ruh ins Grab dich hast gewendet, als mein Erlösung gänzlich war vollendet, gib, daß mein Leib dereinst mit deinem Grabe/ Gemeinschaft habe. 3. Ich darf nun nicht vor meinem Grab erschrecken, da du, mein Heil, dich in das Grab läßt strecken; dein Grab macht meins zur süßen Lagerstätte, zum Ruhebette. 4. Gib süße Ruhe durch dein bittres Leiden; nimm meine Seele auf in deine Freuden, die du, indem du mich mit Blut versühnet, mir hast verdienet. v. J. 9 nach Johann Anastasius Freylinghausen, 1570-739 v. 2. 4 nach Gottfried Wilhelm Sacer, 1639569 138 Mel. 725 4. damit will ich schließen: Die Hand, an der ich geh, wird mich zu halten wissen, bis ich ihn leiblich seh. Bis aber mir das Herze bricht/ und sich die Rugen schließen, vergeß ichs Leiden nicht.*Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 Ostern Der Herr ist wahrhaftig auferstaͤnden. 1 39 Mel. 47 hrist ist erstanden„von der Marter alle! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Balleluja! g. Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit daß er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ. Halleluja! 3. Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Halleluja! 13. Hahrhundert v. 275 140 Mel. 754 Coi lag in Todesbanden, für unsre Sünd gegeben, der ist wieder erstanden/ und hat uns bracht das Leben. Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und ihm dankbar sein/ und singen Halleluja. Balleluja! 90 Osern ⁰ 2. Den! Iindern; d inden. wall, sein 3. Oris. lommen/ nommen/ denn Tod 4. Es IUl das Eeber Wie dies ein Spott 5. Hier st an de Blut zeid det Wüt 0. So Wonne, Sonne, d ganzz dei 7. Wir der alte! Gristus der Glau Fshi fteu gefan L. Die Mast u Wd erst 95 watd se an Hristenhei h als mein eib dereins ken, da du, Hrab macht umm meine ch mit Blut n, J070-7½ 1699 Wel. 126 ch geh, wird dis abet mit vergeß ichz ff. 7²7·7⁵² den. Mel. 47 s solln wil alleluja! gen seit daf Halleluja wit alle froh 3. Jahthunden „ 2J59 Mel. J5 eben; der is en. Des Wl ein/ uuh Ostern—40 SISISISISISSSISSSSSSSSSeSSSSSSSSe.. 2. Den Tod niemand bezwingen konnt/ bei allen Menschen— kindern; das machte alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald, nahm sich über uns Ge— walt, sein Reich hielt uns gefangen. Balleluja! J. Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, an unsre Statt ist kommen/ und hat die Sünde abgetan, damit dem Tod ge— nommen/ all sein Recht und sein Gewalt; da bleibet nichts denn Todsgestalt, den Stachl hat er verloren. Balleluja! 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben, das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Wie die Schrift verkündet das, ein Tod hier den andern fraß, ein Spott der Tod ist worden. HBalleluja! 5. Bier ist das rechte Osterlamm, davon wir sollen leben, das ist an des Kreuzes Stamm/ aus heißer Lieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tode für, der Würgr kann uns nicht rühren. Halleluja! . So feiern wir das hohe Fest/ mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr erscheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnade Glanz/ erleuchtet unsre Herzen ganz; der Sünd Nacht ist vergangen. Balleluja! 7. Wir essen und wir leben wohl, zu süßem Brot geladen; der alte Sauerteig nicht soll/ sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Nahrung sein/ und speisen unsre Seel allein, der Glaub will keins andern leben. Halleluja! Martin Luther, 1489-546 141 Mel. 584 Eiaenmt ist der herrlich Tag, dran niemand sich gnug freuen mag: Christ, unser Heiland, triumphiert, all Feinde er gefangen führt. Balleluja! 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Hölle, Jammer, Angst und Not/ hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. HBalleluja! 3. Den Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward sein Berr; zerstöret ist nun seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Balleluja! 9 42 343 Die Festzeiten der Christenheit CSESS +. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, was alles war betrübt zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, daß der Welt Fürst darnieder lag. Balleluja! 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein, loben dich, Herr Jesu Christ, zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja! Nikolaus Herman, um 1480-56 142 Mel. 54 Fauerurhnrv da die Sonn aufgeht, mein Beiland Christus aufersteht; vertrieben ist der Sünde Nacht; Licht, Heil und Leben wiederbracht. Balleluja! 2. Nicht mehr denn nur drei Tage lang/ bleibt mein Beiland ins Todes Zwang, am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Halleluja! J. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja! 4. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Balleluja! 5. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. HBalleluja! G. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die Feindschaft ist ganz abgelehnt. Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Balleluja! 7. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Johann Heermann, 7585-164⁷ 143 Mel. 214 asset uns den Herren preisen, o ihr Christen überall! LKommet, daß wir Dank erweisen/ unserm Gott mit süßem Schall! Er ist frei von Todesbanden, Christus, der vom 92 Ostern W Himmel land, ist Christe 2. Er i wer ist d Christus wie wir so hoch g J. Mei nicht. 5 gericht/ schrei 53 aufwecke Christent 4. Mst sein, unv dessengle ei dit, y Licht un II gesc Rroßes hinträgt, 2. Err ch ets v Viktorn Held, de J. Der der Fein Wift zu Oiegers Ostern—144 ISSISSISSSSISISSSSSSSSSSSSSSSSSSe Bimmel kam; und der Löw aus Judas Stamm, unser HBei— land, ist erstanden. Nun ist hin der lange Streit. Freue dich, o Christenheit! 2. Er ist aus der Angst gerissen ß und mit Ehren angetan; wer ist, der sein Leben wissen/ und die Läng ausreden kann? Christus ist der Eckstein worden, Gott, das ist von dir geschehn, wie wir jetzt vor Rugen sehn. O wie ist der Sünderorden/ nun so hoch gebenedeit! Freue dich, o Christenheit! J. Meinen Leib wird man begraben, aber gleichwohl ewig nicht. Bald werd ich das Leben haben; wenn das letzte Welt— gericht/ alle Gräber wird entdecken„und der Engel Feldge— schrei/ zeiget, was vorhanden sei: dann wird mich mein Gott aufwecken/ und beschließen all mein Leid. Freue dich, o Christenheit! 4. Alsdann werden meine Glieder, die jetzt Staub und Asche sein, unverweslich leben wieder/ und erlangen solchen Schein, dessengleichen hier auf Erden/ nimmermehr zu finden ist. Dank sei dir, Herr Jesu Christ, daß ich dir soll ähnlich werden/ voller Licht und Berrlichkeit! Freue dich, o Christenheit! Johann Rist, 1607567 —144 Mel. 437 Na auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht. Wie kommt nach großem Leiden/ nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt/ da, wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist/ gen Himmel ist gereist. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei/ und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da/ sein Fähnlein als ein HBeld, der Feld und Mut behält. 3. Der HBeld steht auf dem Grabe/ und sieht sich munter um, der Feind liegt und legt abe„Gift, Gall und Ungestüm. Er wirft zu Christi Fuß /sein Höllenreich und muß/ selbst in des Siegers Band ergeben Fuß und Hand. 93 45 Die Festzeiten der Christenheit HSEEEE 4. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entnehmen meinen Mut/ zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ„aus Eieb erworben ist. 5. Die Höll und ihre Rotten, die krümmen mir kein Baar; der Sünde kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht/ wird nichts bei mir geacht; er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. . Die Welt ist mir ein Lachen„mit ihrem großen Zorn; sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trüb— sal trübt mir nicht/ mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick 7. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied; wo mein Haupt aue ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll; ich bin stets sein Gesell. 8. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach/ und darf mich gar nicht kehren/ an Not und Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Bei— land ist mein Schild, der alles Toben stillt. 9. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten/ der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 750ισ 1 45 Mel. 552 J der du warest tot, lebest nun ohn Ende; bis ans Ende aller Not/ nirgends hin mich wende/ als zu dir, der mich mehtich O mein trauter Herre, gib mir nur, was du verdient, mehr ich nicht begehre. L. Weil du lagest in der Erd, Jesu, einst begraben, laß mich, wenn ich sterben werd, Ruh im Grabe haben/ und alsdann, mein Beiland, bald/ durch dein bittres Leiden, wenn einst die Vosaune schallt, auferstehn mit Freuden. Paul Stockmann, 6ο²-e 99 Ostern stlle?6 nach dies 9. Lebe fangen, Raub mi starken h J. Des des Het Tod, Te dämpfet 4. Es Weil nu Glieder. der nicht 5. We ist dort! nommer bracht/ 0. Dat Hied, d Hier sin dott /C 7— Was ke Gott se Krieg/ W Ostern 146 147 SSISISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSee 146 Mel. 192 Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg/ so herrlich hat nach diesem Krieg/ durch Jesum Christ gegeben! 2. Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er ge— fangen, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf/ den starken Held kann halten auf; alls liegt da überwunden. 3. Des Herren Rechte, die behält/ den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd/ durch Christi Sieg ge— dämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 4. Es ward getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. 5. Wer täglich hier durch wahre Reu/ mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Ge— nommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wieder— bracht/ und unvergänglich Wesen. 0. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit/ im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort/ Christi verklärtem Leibe. 7. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg/ so herrlich hat nach diesem Krieg/ durch Jesum Christ gegeben! Justus Gesenius, 1601-7 147 Mel. 32 Wa auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist aufge— gangen. Ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland 9⁵ — 148 Die Festzeiten der Christenheit 2 SSEEESSSSSSSSSSEE S.; ginnen zu empfangen, der heute durch des Todes Tür/ gebrochen aus drtten . dem Grab herfür, der ganzen Welt zur Wonne. 2. Mf 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues ö greubeni Leben, vollführe deinen Glaubenslauf/ und laß dein Herz sich Fin Leid heben/ gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, wiederbr⸗ als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Am 3. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn sannen heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein/ in Freud und danmen Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn/ und sorge hnen 2 nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 4.60 4. Es hat der Löw aus Judas Stamm/ heut siegreich über— 4eg wunden; und das erwürgte Gotteslamm/ hat uns zum Heil— erfunden/ das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach über— schlete wundnem Streit/ die Feinde schaugetragen. 5. Drum auf, mein HBerz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit/ in dir, weil er ge⸗ . bunden/ der Feinde Macht, daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Gott im Glauben dienest. t G. Scheu weder Teufel, Welt und Tod/ noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Hemen Schwachen/ und den Geringen in der Welt/ als ein gekrönter uns brae Siegesheld; drum wirst du überwinden. ind zett 7. Ach, mein Berr Jesu, der du bist/ von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List/ und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein/ zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 8. Sei hoch gelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ au + und ewig in der Herrlichkeit„von allen Uberwindern, die über— brit Au wunden durch dein Blut. HBerr Jesu, gib uns Kraft und Mut, Eist bra III daß wir auch überwinden. Lorenz Lorenzen, 7660-1722 und frei 2. Nu 148 Mel. 132 die erst ommt, betet an bei Christi Gruft, ihr gottergebnen Sinnen! Mun sin Schöpft neuen Mut und frische Luft, ein Loblied zu be— vur hew Ostern 149 15⁰0 SSISISISISISISISISSSSSSSSSSSISSSSeee ginnen! Denn Jesus, der im Grabe lag, stand wieder auf am dritten Tag/ und hat den Tod besieget. 2. Auf, danket ihm mit Herz und Mund/ an diesem Tag der Freuden! Er hat den ewgen Gnadenbund gegründet durch sein Leiden, dem Tod genommen seine Macht, das ewge Leben wiederbracht/ und unvergänglich Wesen. J. Nun tritt, was Christo ähnlich ist, in Glaubenskraft zu⸗ sammen. Weil Jesus auferstanden ist, wer will sein Volk ver⸗ dammen? Bier ist der Mann, der überwand/ und nach zer⸗ rißnem Todesband/ zur Rechten Gottes sithet. 4. Gott, unserm Gott, sei Lob und Dank, der uns den Sieg gegeben, der das, was hin ins Sterben sank, hat wiederbracht zum Leben. Der Sieg ist unser, Jesus lebt, der uns zur Herr⸗ lichkeit erhebt. Gebt unserm Gott die Ehre! Valentin Ernst Löscher, 76797 1 49 Mel. 228 ott sei gedankt, der uns den Sieg/ nun in dem Tod⸗ und Lebenskrieg/ aus Gnaden hat gegeben/ durch unsern Herren Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist/ und hat uns bracht das SLeben. Schande, Bande, Schmach und Ketten/ sind zertreten/ und zernichtet; Jesus hat die Tat verrichtet. Johann Friedrich Strobel, 1636-173 50 Mel. 360 O auferstaͤndner Siegesfürst, du Leben aller Seben, heut bringst du Frieden, da du wirst /zur Freude uns gegeben. Erst bracht die Not/ dich in den Tod, jetzt bist du auferstanden/ und frei von Todesbanden. 2. Nun geht uns fröhlich wieder auf/ die——0 Gnadensonne; die erst erstarb in ihrem Lauf, gibt Strahlen neuer Wonne. Nun sind wir frei/ von Sklaverei, darinnen wir gefangen, da du hervorgegangen. 2 97 7151 152 Die Festzeiten der Christenheit ůSSSSSSSSSSSSSSSESS 3. Die Kraft von deiner Majestät/ bricht selbst durch Grab und Steine. Dein Sieg ists, der uns mit erhöht/ zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, der Hölle Glut/ hat alle Macht verloren, und wir sind neu geboren. 4. Laß uns doch mit dir auferstehn, wir liegen noch im Grabe/ und können noch das Licht nicht sehn. Die Kraft von deiner Gabe, die deine Macht/ uns mitgebracht, führ uns heraus zum Leben, daß wir fest an dir kleben. 5. Herr Jesu Christ, du bists allein, du kannst die Fesseln spren⸗ gen, die uns zu tiefer Seelenpein/ noch in die Sünde zwängen. Wäh ab den Stein/ und führ uns ein„ zum Reiche deiner Gnaden, daß uns die Feind nicht schaden. G. Erscheine uns mit deiner Güt, so oft wir vor dir weinen, und laß uns deinen teuren Fried„zum steten Anblick scheinen, so können wir, o Beld, mit dir/ die rechten Ostern feiern/ und uns in dir erneuern. Justus Henning Böhmer, 1674-74 151 Mel. 36 Kesnn danket dem Helden mit freudigen Zungen, der unsere Feinde so siegreich bezwungen. Er lebet, er herrschet, der König der Ehren. Laßt alle Welt unser Halleluja hören! 2. Er machet Tod, Teufel und Hölle zunichte, befreiet uns von dem Verdammungsgerichte. Der Friedefürst stiftet den Frieden auf Erden, daß aus den Verfluchten Gesegnete werden. 3. Nun leben, die vorhin Ertötete waren, und eilen, mit Christo gen Bimmel zu fahren; er will sie ins himmlische Wesen ver⸗ setzen/ und endlich mit ewigen Freuden ergötzen. 4. So lobt dann den Helden mit fröhlichen Zungen, dem unsre A. so herrlich gelungen. Ach lebe, lebendiger Heiland, in allen, bis unser Halleluja droben wird schallen! Qohann Daniel Herrnschmidt, 7675- 729 1 52 Mel. J5 8* geh zu deinem Grabe, du großer Osterfürst, weil ich die Boffnung habe, daß du mir zeigen wirst, wie man kann 98 Ostern stöhlich Erben/ 2. Du begtabe Staub allerwe J. Du diesem! nicht gt schauen 4. De Wennen wirst de werd ich 3. Du ich endl Ostern 153 SF SISISISISISISISISISISISSISISSSSIeIeeeeee fröhlich sterben/ und fröhlich auferstehn, auch mit des HBimmels Erben/ ins Land des Lebens gehn. 2. Du ruhest in der Erde/ und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Berz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen/ die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh/ an diesem Orte habe, du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe/ und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen/ in deiner Hand auf mich. G. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben/ in meiner lethten Not/ und meine Ruhstatt machen/ in deiner lieben Gruft; da werd ich einst erwachen, wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 1672.- 17⁷ 1 53 Mel. 83 Baug un JOesus lebt! Tod und Teufel ist bezwungen. Gruft und Kluft und Erde bebt, da der Held hindurchgedrungen. Geht nicht mehr nach Golgatha. Jesus lebt, Balleluja! 2. Halleluja! Seht das Grab, die ihr seinen Tod beweinet; wischet eure Tränen ab, weil die helle Sonne scheinet. Euer Heiland ist nicht da. Jesus lebt, Balleluja! 3. Halleluja! Suchet nicht/ den Lebendgen bei den Toten, glaubet aber dem Bericht/ der verklärten Osterboten; diese wis⸗ sen, was geschah. Jesus lebt, Balleluja! 2 99 154 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSSSESE& 4. Halleluja! Dieses Wort, soll mich wiederum beleben. Kann ich gleich nicht an den Ort/seines Grabes mich be⸗ geben, gnug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja! 5. Halleluja! Er wird mir/ Leben in dem Tode geben; also sterb ich freudig hier, Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja! Benjamin Schmolck, 1672-79/ 154 Mel. 55 Hale Der Heiland lebt, nun ist auf Erden Friede. Auf, ihr Erlösten, und erhebt/ den Herrn mit einem Liede! 2. Wer will verdammen? Jesus Christ 7war tot und ist le⸗ bendig; nun ist all unsre Schuld gebüßt /und unser HBeil voll⸗ ständig. 3. Im Bimmel und auf Erden tönt/ durch unzählbare Chöre/ in Harmonie: Wir sind versöhnt; Gott und dem Lamm sei Ehrel 4. Der HBeiland, der im Grabe lag, macht nach vollbrachten Leiden/ uns seinen Auferstehungstag/ zum Tage wahrer Freuden. S. Gelobt sei der barmherzge Gott, der, da wir 1 verloren, durch Christi Auferstehn vom Tod/ uns wieder hat geboren . Zu einer festen Zuversicht/ und Hoffnung, die nie sterbe, zu dem in ewger Freud und Licht/ uns aufbehaltnen Erbe. 7. Durch seiner Auferstehung Kraft/ wird uns der Geist gege⸗ ben, der uns erneut und Lust verschafft, im Sterben ihm zu leben. 8. So gehn wir dann durch Gottes Macht/ einher in seiner Stärke, die uns bewahrt und fertig macht/ zu allem guten Werke, 9. Daß wir in seiner Liebe ruhn/ und ihm zu Lob und Ehren/ von HBerzen seinen Willen tun/ durch Christum, unsern Berren. 10. Halleluja! Preis, Ehr und Dank„sei seinem großen Namen, Anbetung, Ruhm und Lobgesang/ hier und dort ewig! Amen.*Christian Gregor, 1723-180 v. 7* Matthäus Stach, 7771-1787 10⁰ Ostern et, de Er nim Was tu L. Di⸗ der Liel nopf bl gesttece wecket. J. Er Ach, wu hätte di unselger 4. Er und wi gangen nicht ve auferw. 3. De der Gl ö und lasf nung un 0. Di was sie Funklei denket! 7. S o offe erzei eiz i einer uken ten/ nen. oßen wigl 7³⁷ Ostern SSSSSSSSEeE 1 55 Mel. 366 er, den man durch den Kreuzestod/ gedachte auszurotten, den macht der große LEebensgott/ zum Leben aller Toten. Er nimmt das aus freiwillgem Trieb/ gelaßne Leben wieder. Was tun wir ihm dafür zulieb? so denken seine Glieder. 2. Die Sach ist des Gedenkens wert: er starb vom Drang der Liebe. Die Liebe hat ihn so verzehrt, daß ihm kein Bluts⸗ tropf bliebe; die Liebe hat ihn in die Gruft/ des Grabes hin⸗ wacete der Liebe sanfte Sebensluft/ hat ihn vom Tod er⸗ wecket. 3. Er lebt! dies ist das Losungswort/ der heiligen Gemeine. Ach, ruhte sie nicht fort und fort/ auf diesem Felsensteine, sie hätte der ergrimmten Macht/ der Höllenfinsternisse/ und der unselgen Todesnacht/ längst unterliegen müssen. 4. Er aber lebt, so lebt sie auch/ und bleibet an ihm hangen/ und wird von seinem Lebenshauch/ durchwehet und durch⸗ gangen. So wahr er an dem Kreuz geschlacht, und wahrlich nicht vergebens, so wahr schenkt er uns auch die Macht/ des auferweckten Sebens. 5. Der Wunden Jesu Eebenssaft, der macht die Eiebe kräftig; der Glaube, der darinnen haft/ und wohnet, wird geschäftig/ und lässet keinen Augenblick /der Zeit vorübergehen, auf Hoff⸗ nung und auf gutes Glück/ den Samen auszusäen. . Die Lieb hat einen weiten Plan/ und einen großen König; was sie ihm heut zulieb getan, bedünkt sie morgen wenig. Vom Fünklein wird sie eine Glut, vom Glühen eine Flamme/ und denket doch, so viel sie tut: Was ist das meinem Zamme? 7. So wirket der lebendge Geist, den er ins Herz gegeben; so offenbaret und beweist/ sich Jesu Christi Seben. Ein solches 9.5. ist ein—⁵ und Ruhm des Kreuzesstammes, ein solches erz ist ein Beweis/ des auferstandnen Lammes. *August Goltlieb Spaͤngenberg, 7704-792 10 156 J5/7 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSSSSSSSEEEES 156 Mel. 585 ve zum Herausttitt aus der Kammer! Möcht mein Gruß der erste sein! Sieger über Grab und Todesjammer, nun bist du auf ewig mein! Schönstes Herz, du Berz mit tausend Wunden, meine Seele bleibt an dich gebunden, und auchs sterbende Gebein/ hofft und harrt auf dich allein. 2. Arzt voll ebenssaft sür deine Kranken, kaum bist du vom Schlaf erwacht, so sind deine ersten Liebsgedanken, gleich auf ihren Trost bedacht; eines lockst du hin zu deinen Füßen, und das andre läßt du freundlich grüßen. Ein lebendger Zeuge ist/ mein Herz, was du Sündern bist. Luise von Hahn, 1724-7α 4 57 Mel. 189 O du nur einen Tag Entbehrter, und doch mit Angst und heißem Schmerz! Bist du schon wieder da, Verklärter? Schlägt wieder schon dein wundes 4 Du stillst Mariens Sehnsuchtstränen, du schwebst durch Schloß und Riegel ein, an Friedensgruß im Kämmerlein/ die Deinen lieblich zu ge⸗ wöhnen. ?. Zwei gehn und kümmern sich vertraulich/ um dich, gleich bist du selber da/ und malst dich ihnen herzanschaulich, und was am Kreuz durch dich geschah. Sie predgen mit entflammten Seelen, doch zähmst den Zweifler du allein. Umarmt, genossen willst du sein, mein Herr und Gott; wem gnügts Erzählen? 3. Sieh da, am blütenreichen Strande/ des Sees stehst du im Morgenduft, und Simon fühlt es, wer zu Lande/ zur ernsten Liebesbeicht ihn ruft. Sie sammeln sich zur Friedenshütte/ Be⸗ thanien, Segen zu empfahn; da steigst du, Sieger, himmelan, und Friede trieft vom letzten Tritte. 4. Ihr segensvollen vierzig Tage, zu vierzig Jahren werdet mir, darin, mein Heiland, jede Klage/ verstumm im Berzgenuß an dir! So oft ich Sündertränen weine, so ruf und tröst mich namentlich, und härm ich einsam mich um dich, so brich durch Schlösser und erscheine. — 0² Ostern 5. Sind dritte Ma uns deine Jahten/ Hetʒen w Much wehi aufzusteh Siegel b Heiligen Himmel. 2. Prei den bist,! Oesu Ch. du, so le deiner b dort mit Stundei östers s⸗ Hriedens L. Tre mit mild eht ihr leiber Lebens 3. O mich lie tief veil Ostern 158 159 ISPSISISSSSSSSSSSSISSSSSSee.. 5. Sind unser zwei vor dir versammelt, so komm und sei der dritte Mann; ist uns des Glaubens Tor verrammelt, so biet uns deine Wunden an. Früh, abends, nachts, von Jahr zu Jahren/ frag emsiglich der Liebe nach; denn Lieb erhält die Herzen wach, im Hrieden einst dir nachzufahren. *Johann Baptist von Albertini, 7769-J89 158 Mel. 274 Aunchr Deines Grabes Friede/ wird auch unser Grab durch⸗ wehn, wenn wir, von der Wallfahrt müde, ruhn, um froher aufzustehn. Amen! Fürst der Wnlach Todt der des Grabes Siegel brach, zeuch durch Grab und Tod uns nach/ zu der HBeiligen Erhöhung, wo dem Lamm, das uns versöhnt, aller Bimmel Loblied tönt. 2. Preis dem Herrn! Wir werden leben. Weil du auferstan⸗ den bist, muß das Grab uns wiedergeben. Preis und Dank dir, Jesu Christ! Du bists Haupt, wir sind die Glieder; und wie du, so leben wir. Alle ziehst du nach zu dir, großer Erstling deiner Brüder. Preis und Dank! Wir leben hier, leben ewig dort mit dir.*Katl Bernhard Garve, 1763-84 159 Mel. 785 Woa der Herr, der aus dem Grab erwachte, seinen heilgen Friedensgruß/ in die Kreise seiner Lieben brachte, welche Stunden voll Genuß! Möcht auch uns in diesen Segenstagen/ öfters solch ein Himmelsslündlein schlagen/ und sein holdes Friedenswehn/ uns mit Gotteskraft durchgehn. 2. Tränen, die ihm Lieb und Sehnsucht weinen, trocknet er mit milder Hand. Freundlich naht er wandelnd zu den Seinen, K ihr Herz in heilgen Brand; freundlich läßt er sich zum leiben bitten, gehet ein zu unsern Friedenshütten, reicht sein Sebensbrot uns dar, und ihn kennt der Seinen Schar. 3. Oder prüfend tritt er vor die Seele: Bast du, sprich, hast du mich lieb? Wer verdeckt ihm Schwächen oder Fehle, wer den tief verborgnen Trieb? Selig, wessen HBerz, durch ihn entzündet, 103 60 6 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSEEES& lautre Eieb in Wort und Werk verkündet/ und, zum Glaubens⸗ sieg geübt, ohne Sehen glaubt und liebt. 4. Selig, wen der Herr bei seinem Namen/ mit der Himmels⸗ stimme nennt; wer, wenn bange Glaubensnächte kamen, froh beschämt ihn wieder kennt. Stammelnd wird er jetzt zu seinen Füßen/ ihn mit neuer Glaubenswonne grüßen/ und, entbrannt für ihn, für ihn/ froh durch Tod und Leben ziehn. S. Dank sei dir, du Herr und Gott der Deinen, bis ans Ende fühlbar nah! Noch kannst du dem Geist in Kraft erscheinen, daß er jauchzt: Der Herr ist da! kannst mit deinem Hauche neu beleben/ und den Geist aus Gott uns wiedergeben. Komm in deines Geistes Kraft, komm und mach uns jesushaft! *Karl Bernhard Garve, 1763-84) 4 60 Mel. 10 ch, einem Thomasglücke/ für ein paar Augenblicke, dem wollt ich zu Gefallen/ gern tausend Meilen wallen. 2. Doch, lieber Gott, was wähl ich? Mach mich beim Glau⸗ ben selig. Willst du die Augen binden, mein Berz kann dich doch finden.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-1760 1 61 Mel. 124 Wh Gottesgegenwart, wenn sich Jesus/ meinem Herzen offenbart/ als mein Jesus! Vater, Sohn und heilger Geist/ sind dem Herzen/ nah im Mann der Schmerzen. 2. O drum Stunden, Tag und Nacht/ in der Nähe/ meines Jesu zugebracht, darauf gehe/ all mein Wunsch und Denken hin! Herz und Sinne/ werden sein stets inne! 3. Gott sei Dank, daß seine Leut/ im Genießen/ seines Heils zu jetzger Zeit/ nichts einbüßen! Er ist ungesehn doch nah/ allen denen, die sich nach ihm sehnen. 4. Aber ach, wann wirds geschehn, daß er wieder/ mit des 2570l Lobgetön/ kommt hernieder? Stille, stille! Unser os/ soll jetzt bleiben: nicht sehn und doch gläuben. *Christian Gregor, 7723- 80 0⁴4 Ostemn Soh da m ihr Ohten viele/ Jinger k 2. Do ist/ im „bald wit 4. Hert denthron mir zu g gegangen preisen/ Ostern 162 163 SISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSeee 162 Mel. 228 O Sohn, du Gott von Ewigkeit, wie selig war dieselbe Zeit, da man dich hat gesehen! Ihr Augen voller Herrlichkeit, ihr Ohren voller Lieblichkeit, wie wohl ist euch geschehen! Viele, viele/ Majestäten/ und Propheten/ wollten schauen, was die Jünger konnt erbauen. 2. Doch wars nur eine kleine Frist, daß solches Licht erschienen ist/ im Fleisch mit Wunderblicken.„Bald', sprach der Herr, „bald wird es sein, so wird euch nicht mehr dieser Schein/ von Angesicht erquicken. Selig, selig, die nicht sehen, doch bestehen/ fest im Glauben! Diesen Trost kann niemand rauben. 3. Kein menschlich Ohr hats je gehört, kein Aug gesehn, kein Mund gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit„bei ihm und von ihm ist bereit, die sich ihm hier einleiben. Ach, ein/ Blick nein, der kann machen, daß die Sachen/ dieser Erden/ uns zu toten Dingen werden. 4. Herr Jesu Christe, Gottes Sohn, du Siegesfürst und Gna⸗ denthron, komm, stille mein Verlangen! Du bist uns alln und mir zu gut/ nun durch dein eigen teures Blut/ ins Heiligtum gegangen. Beuge, neige/ mein Gemüte, ewge Güte, dich zu preisen/ und mich dankbar zu erweisen! v.). 2 QJoachim Justus Breithaupt, 1658-732 v. 3 Johann Heermann, 7585-)647 v. 4 Ernst Christoph Homburg, 605- 68 163 Mel. 384 Won schlägt die angenehme Stunde, die solche Tage wie⸗ derbringt? Wann kommts, daß man mit frohem Munde/ die Ankunft unsers Freunds besingt? Wann wird er mir die Freude gönnen, daß ihn mein sehnend Auge sieht? Wann werd ich den umfassen können, der mich unsichtbar an sich ziehtꝰ * Christian Gregor, 1729-80 10⁵ 64 J6⁵ Die Festzeiten der Christenheit Himmelfahrt Der Herr ist König und herrlich geschmückt. 1 64 Mel. 132 Nuf diesen Tag bedenken wir, daß Christ gen Himmel gfah⸗ ren, und danken Gott von Herzen hier/ und flehn, er woll bewahren/ uns arme Sünder hier auf Erd, die wir, von Not und Tod beschwert, Trost nur in Hoffnung haben. 2. Gott Lob! Nun ist der Weg gemacht, uns steht der Himmel offen. Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin war alls verschlossen. Wers glaͤubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich auch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut, dem ists nicht ernst zum Herren; denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmel— reich versperren. Am Glauben liegts. Wird der sein echt, wird auch gewiß das Leben recht/ zu Gott im Bimml gerichtet. 4. Solch Bimmelfahrt fängt in uns an, wenn wir den Vater finden/ und fliehen stets der Sünder Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, Gott sieht herab, an Treu und Lieb geht ihn nichts ab, bis sie zusammen kommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu sich nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich, wie wir es jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut/ zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott helf, daß wirs erlangen! Johann Zwick, 1496-542 1 65 Mel. 22 Noa freut euch, Gottes Kinder all! Der Berr fährt auf mit großem Schall. Lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit heller Stimm! 2. Der Herr hat uns die Stätt bereit, da wir solln bleibn in Ewigkeit. Lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm! 106 Himmelso 3. Go d gen. Lo höm! RMi C und: denn wei Christ /3 L. Wei mein He langen;! mein He J. Ach spüren, d fahrt zier scheiden Geist u 2. Dei Wieder seiner E 3. Die Ende ni gang ist 4.5 du da. von N Bimmelfahrt J66 167 SISISISSSSISSSSSSSSSSeSSSSS 3. So danket nun dem lieben Herrn/ und lobet ihn von Herzen gern. Lobsinget mit der Engel Chörn, daß sie es in dem Himmel hörn! Crasmus Alber, um 7500-1559 1 66 Mel. 732 Nuf Christi Himmelfahrt allein/ ich meine Nachfahrt gründe/ und allen Zweifel, Angst und Pein/ hiermit stets überwinde; denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder Jesus Christ/ zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen, mein Berz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh er⸗ langen; denn wo mein Schahß gekommen hin, da ist auch stets mein Berʒ und Sinn, nach— mich sehr verlanget. J. Ach HBerr, laß diese Gnaͤde mich /von deiner Ruffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich/ mag meine Nach⸗ fahrt zieren/ und dann einmal, wann dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. So will ich dir lobsingen. Ernst Sonnemann, 1630-1670, nach Josua Wegelin, 7604-64⁰ 1 67 Mel. 84 Woir danken dir, Berr Jesu Christ, daß du gen Himmel gfahren bist. O starker Gott, Immanuel, stärk uns an Geist und Leib und Seel. HBalleluja! 2. Dein Abschied, und was da geschehn, zielt auf ein fröhlich Wiedersehn. Die Reise, die das Baupt getan, ist gleichfalls seiner Glieder Bahn. Balleluja! J. Die Stätt ist ihnen dort bestimmt, wo Fried und Ruh kein Ende nimmt. Du bist bei ihnen dort und hier, ihr bester Um— gang ist mit dir. Balleluja! 4. Du bist in Wort und Taten nah; verlangt dich wer, so bist du da. Wer zu dir fährt, kommt in dein Licht/ und schauet dich von Angesicht. Halleluja! 70⁷ 168 369 Die Festzeiten der Christenheit ASSSSSSSSSSSSSe J. Durch dich der Himmel unser ist; hilf uns, o Bruder Jesu Christ, daß wir nur fröhlich traun auf dich/ und durch dich leben ewiglich. Balleluja! 6. Amen, Amen, Herr Jesu Christ, der du gen Himmel gfahren bist, führ uns aus diesem Jammertal/ in deinen ewgen Him⸗ melssaal. Balleluja! v. J. S. 300⁷ v. 2·4 nach Ernst Lange, 3650-1727 168 Mel. 64 us uns nach dir, so kommen wir/ mit herzlichem Ver⸗ langen/ hin, da du bist, o Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen. Z. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Cebenswege. J. Zeuch uns nach dir, so folgen wir/ dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Welt⸗ getümmel. 4. Zeuch uns nach dir, nun für und für/ und gib, daß wir nachfahren, dir in dein Reich, und mach uns gleich/ den aus⸗ erwählten Scharen. Sriedrich Suncke, 1642- 169 1 69 Mel. 26 J4 die ihr Christi Ehre seid, und was zum Volk des Herrn gehöret, das seinen Heiland liebt und ehret, was ists, was seid ihr so erfreut? 2. Wir sehn mit tiefem Staunen an/ den jauchzenden Triumph der Geister, indem ihr lieber Herr und Meister/ gen Himmel fährt, der Schmerzensmann, 3. Der Schmerzensmann, für uns verwundt, ja der, der unsre Last getragen, den unser Gott für uns geschlagen, das Lamm, das Opferlamm beim Bund. 4. Das Auge blickt noch himmelwärts, und Ehrfurcht hält es nicht zurücke, daß es beständig ihm nachblicke. In Andacht sinke hin, mein Herz! 108 Himmels⸗ S. Kom wagen, di tuns hie. jeges Hin ich nicht; wenn m Machtꝰ L. Seh da, seh i⸗ ich nicht da der J. Weit geußt/ u geister s man 0 auch Ho 4. Soll seh? So vetstehꝰ Leufeleg ewiglich. 10, ich, bis Nus Zio mache di 0. Du meines g Romm, ewig in! 7. Dei nah. Le Himmelfahrt 170⁰0 SSSSSSES S. Kommt, tretet in die Harmonie, ihr muntern Feuerflammen⸗ wagen, die ihr den HBerrn hinaufgetragen; tönt Jesu droben, wir tuns hie.* Nikolaus Eudwig Graf von Zinzendorf, 1700-1760 1 70 Mel. 168 SSHensuel und Ehrenkönig, höchst verklärte Majestät, alle Himmel sind zu wenig, du bist drüber hoch erhöht; sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensaug betracht/ deine Herrlichkeit und Machtꝰ 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen/ alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? J. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich er⸗ geußt/ und mit neuem Glanz und Wonne/ alle Himmels-— geister speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen; schau, ich armes Kindlein hier/ schrei auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen, drum wirk in mir kräftig⸗ lich, bis zum Schemel deiner Füße/ alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende/ weit und breit bis zum Weltende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. 0. Du kannst alles allerorten„nun erfülln und nahe sein; meines armen Berzens Pforten/ stehn dir offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Himmelsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben/ Gott und Himmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Nugen 509 —171 172 Die Festzeiten der Christenheit SISISISISSSISSSSSSSSSSSSSSSSee... da, fremd der Welt, der Zeit und Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in den Himmel schon versetzt, da mich Jesus nur er⸗ göht. ͤ Gerhard Tersteegen, 697-176 1 71 Mel. 184 (V. aufgehobnen Segenshände/ voll HBeil, voll Wunderkraft des Herrn, ihr wirkt und waltet bis ans Ende, uns ungesehn, doch niemals fern. Im Segnen seid ihr aufgefahren, im Segnen kommt ihr einst zurück; auch in des Glaubens Zwischenjahren/ bleibt ihr der Seelen Trost und Glück. 2. Ihr segnet Christi Schar hienieden/ mit Freude, die ohn Ende währt, ihr legt auf sie den hohen Frieden, den keine Welt uns sonst beschert. Ja, segnend ruht ihr auf den Seinen; dies beugt und stärkt uns bis ins Grab, und wenn wir Sehn⸗ suchtstränen weinen, so trocknet dies die Tränen ab. J. Ihr zieht mit Gotteskraft die Herzen/ zu ihm und an sein Herz hinauf; ihr stillt, ihr heilt die Seelenschmerzen, ihr helft der Schwachheit mächtig auf; ihr brecht den Zwang, der Herzen kettet; ihr faßt und stärkt des Pilgers Hand, ihr hebt, ihr tragt und ihr errettet/ und führt uns bis ins Vaterland. 4. Einst öffnet ihr die Himmelstore /der treuen Erdenpilger⸗ schar„ und reicht dem Überwinderchore„des ewgen Lebens Kronen dar. Dann, dann mit jeder Gottesgabe, mit jedem Heil begabt durch euch, jauchzt eurem goldnen HBerrscherstabe/ des weiten Himmels Königreich. Karl Bernhard Garve, 1763-841 172 Mel. 225 Kaue ist/ Jesus Christ; Erd und Himmel, freuet euch! Mit Ehr und Preis gekrönet, ist er, der uns versöhnet, zum Bimmel eingegangen/ und hat das Reich empfangen. Bringt Ehre, Sünderheere! bringt ihm Ehre, Engelchöre! Wer ist unserm König gleich?*Karl Bernhard Garve, 769-84) 710 Hüngsten omn den bruͤnstge Glanz/; Welt Zu Halleluj L. Du! Wort /u ihn nenn Meister und ihm J. Du gettost/ nicht ab stätk des durch To 4½ Oir hei Pfingsten 173 374 qSSAEE VPfingsten Ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. 478 Mel. 209 omm, heiliger Geist, Herre Gott, erfüll mit deiner Gna— den Gut/ deiner Gläubigen Herz, Mut und Sinn, dein brünstge Lieb entzünd in ihn. O Herr, durch deines Lichtes Glanz/ zu dem Glauben versammelt hast/ das Volk aus aller Welt Zungen; das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. HBalleluja, HBalleluja! L. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort/ und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr/ denn Jesum Christ mit rechtem Glauben/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen. HBalleluja, Balleluja! J. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost /„ in deinem Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit/ und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Balleluja, Balleluja! Martin Luther, 1483-540 v. Nälter 174 Mel. 58 N bitten wir den heiligen Geist/ um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte/ bis an das Ende, wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Körieleis! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Bei— land, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Körieleis! J. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von HBerzen/ einander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Körieleis! 75 Die Festzeiten der Christenheit -ASASSSSSSSSSS 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne /nicht gar verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Körieleis! Martin Luther, 1483-546 v.) aus dem 13. Jahrhundert 1— 5 Mel. 228 O heilger Geist, kehr bei uns ein/ und laß uns deine Woh⸗ nung sein, o komm, du Berzenssonne. Du Bimmelslicht, laß deinen Schein/ bei uns und in uns kräftig sein/ zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben/ willst du geben, wenn wir beten. Zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glau⸗ benseinigkeit„auch können alle Christenheit/ dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können/ Herz und Sinnen/ dir ergeben, dir zu Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Be⸗ ständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen/ und beflissen, dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamskraft/ empfinden und zur Ritterschaft /dadurch gestärket werden, auf daß wir unter dei⸗ nem Schutz/ begegnen aller Feinde Truh mit freudigen Ge⸗ bärden. Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder, daß wir wieder/ Trost empfinden, alles Unglück überwinden. S5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort/ in unsern Berzen brennen, daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr/ von deiner weisheitsreichen Lehr/ und treuen Eiebe trennen. Fließe, gieße/ deine Güte/ ins Gemüte, daß wir können/ Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich/ in unsre Herzen kräftig⸗ lich/ und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei/ dem Mächsten stets mit Eiebestreu/ und sich darinnen übe. 172 Pfngste Kein N schweber 7. Gib sei unser Eitelkeit 3 du, Geist /d nes, mit 2. Zeu die Kra Entsünd und Die Himmel 7. Er wieder Pfingsten 76 SEEEESSSSSSSSSEEE Kein Neid, kein Streit/ dich betrübe, Fried und Liebe/ müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit/ wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns hinfort sei unbewußt/ die Eitelkeit, des Fleisches Lust/ und seine toten Werke. Rühre, führe/ unser Sinnen/ und Beginnen/ von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Wichael Schirmer, 1606-167 Mel. 350 euch ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast, der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, o hoch geliebter Geist/ des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleichen Thro⸗ nes, mit beiden gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden /Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und ringet, bis der die Bilfe brin⸗ get, der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal/ hast du mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum güldnen Freudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst +* daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebes⸗ flammen/ sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind. 0. Du, Herr, hast selbst in Händen/ die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad/ zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 7. Erhebe dich und steure/ dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure/ die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühn 8 773 77 Die Festzeiten der Christenheit AASSSSSSSSSSESS in deiner Hut/ die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zer⸗ störet/ durch Krieg und Feuersglut. ö 8. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter/ mit Segen für und sür. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt. 9. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke/ uns täglich anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden/ und ja zum Dienst der Sün⸗ den/ kein Christ ergebe sich. 10. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn; und wenn wirs sollen geben/ ins Todes Rachen hin, wenns hier mit uns wird aus, so hilf uns fröhlich sterben/ und nach dem Tod ererben/ des ewgen Lebens Baus. Paul Gerhardt, 607- 676 1 V. Mel. 89 omm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit, so wird Leben, Licht und Schein/ in dem dunkeln Herzen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns vom Irrtum los. 3. Laß uns stets dein Zeugnis merken, daß wir Gottes Kinder sind; das wird unsern Glauben stärken, wenn sich Not und Drang⸗ sal findt. Was der Vater mit uns tut, ist uns allewege gut. 4. Reiz uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudig⸗ keit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns alle⸗ zeit, so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuversicht vermehrt. 5. Wird uns auch nach Troste bange, seufzt das Berz voll Traurigkeit: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange, o, so wende unser Ceid. Sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Ge⸗ duld und Ruh. 114 Vfngse 0. O· fördte i schenk i Sieg. 7. He noch G. und Go gewisser 8. Me als des Gott g D0 recht erk nich in heißest Pfingsten 178 379 SSSSSSSSSSE 6. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn sich Satan grimmig weist; Sieg. uns Waffen in dem Krieg/ und verleih uns stets den ieg. 7. Hert, bewahre unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott„uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, dein Wort soll gewisser sein. 8. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr/ als des Himmelreiches Erben/ jener Berrlichkeit und Ehr, die Gott gibt durch Jesum Christ/ und die unaussprechlich ist. Heinrich Held, 1620-65 178 Mel. 32 Ou Geist des Herrn, der du von Gott ausgehst/ und auch mit ihm in einem Wesen stehst, ach lehre mich doch Christum recht erkennen, ihn meinen Herrn und meinen Gott zu nennen. 2. Du reines Licht, brich an in deinem Glanz, verklär in mir das Wort der Wahrheit ganz. O Gotteskraft, schließ auf, was noch verborgen, und zeige mir den hellen, lichten Morgen. 3. Bewohn mich ganz, dein heilig Tempelhaus, und schmücke mich inwendig herrlich aus; 90 heilge mich, der du der Heilge heißest/ und unsern Sinn der Sünd und Welt entreißest. 4. Wirst du, o Sebensgeist, dies an mir tun, so werd ich ganz von eignen Werken ruhn; und wenn du mich inwendig wirst erneuern, so werd ich jeden Tag ein Pfingstfest feiern. Johann Anastasius Frehlinghausen, 1670-1799, nach Samuel König, 1670-75⁰0 1 79 Mel. 203 O Geist der Gnaden, bringe du/ in Jesu meinen Geist zur Ruh. Zünd in mir an die Glaubenskerze/ und weid in seinem Heil mein Herze; richt deine Wohnung in mir auf/ und führe meinen Lebenslauf, so wird sich meine Seele laben/ und Fried und Trost und Freude haben. HBalleluja, Halleluja! 8* 35 780—)82 Die Festzeiten der Christenheit SSSSSSSSEE SE 2. Leg du mir dieses Zeugnis bei, daß ich einͥ Kind der Gnade sei. Treib selber mich zu deinen Wegen/ und gib mir deinen heilgen Segen, daß ich in wahrem Glauben kann/ das Abba, Vater! stimmen an. Geuß aus durch deine starken Triebe/ die Ströme Gottes reicher Liebe. Balleluja, Balleluja! Nach Justus Henning Böhmer, 7674-749 1 80 Mel. 9 eilger Geist, du Himmelslehrer, mächtger Tröster und Be⸗ kehrer, ach laß meines Herzens Schrein/ deine ewge Woh⸗ nung sein. 2. Gib mir stetiges Verlaͤngen, Jesu fester anzuhangen, immer mehr von Sünden rein, heilig, unbefleckt zu sein. 3. Treibe mich, regier und leite /meinen Gang, daß ich nicht gleite; gib mir Eust und Kraft dazu, daß ich Gottes Willen tu. 4. So werd ich durch dein Regieren/ auch in meinem Herzen spüren, daß du, werter Gottesgeist, in mir wohnst und kräftig seist. Cöriacus Günther, 65-7⁰ 1 81 Mel. 70 A Geist der Gnaden, komm, gib mir Trost ins Herz/ aus esu Leiden, denn ich empfinde Schmerz/ und Reue wegen meiner Sünden. Ach laß mich Gnad und Vergebung finden! 2. Erneure gänzlich/ mein Herz und meinen Sinn, mein gan⸗ zes Leben/ und alles, was ich bin; schaff ein rein Herz und rein Gemüte, daß ich recht schmeck deine große Güte. Johann Gottlob Platz, 5656-7 1 82 Mel. 208 chmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an! Denn der Geist der Gnaden/ hat sich ein⸗ geladen, machet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein ülen euch mit Licht und Heil erfüllen/ und den Kummer tillen. 576 Vfngst 2. Ti Rat ut auf uns teuten J. Co den G treten, Gut kt 4. Gi Kirchei dein V Srucht 3. S besglut Fleisch wie vot Pfingsten 183 SꝗSꝗSYSSISSSSSSSSSSSSSSSISSSSIee... 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft/ und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben/ zur Genüge laben. 3. Caß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor; gib uns Kraft, zu beten/ und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben/ bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen/ auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen/ über uns zusammen, wahre Lie⸗ besglut; laß dein sanftes Wehen/ auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch/ nicht mehr wie vor diesem ziehen/ und das Böse fliehen. 0. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle/ dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse/ sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln/ uns mit Glaubensflügeln/ und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Bort, bei den grünen Himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 1672-737 183 Mel. vo⸗ O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, das uns in Todes⸗ schatten scheint, du scheinst und lockst so lang vergebens, weil Finsternis dem Lichte feind. O Geist, dem keiner kann entgehen, ich laß dich gern mein Innres sehen. 17½ 184 Die Festzeiten der Christenheit ASSASSSSSESEE 2. Entdecke alles und verzehre, was nicht in deinem Lichte rein, wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre; die Wonne folget nach der Pein: du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. J. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, das ist dein Werk, du Quell des Lichts; du mußt von Grund auf mich erneuern, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben, ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Atem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund; füll mich mit aller Gottesfülle, und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen, in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen„ kindlich folgsam deinem Trieb; bewahr mein Berz und alle Sinnen/ untadelig in Gottes Lieb; dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. . O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kri⸗ stallenrein/ aus Gottes und des Zammes Throne/ nun quillt in stille Herzen ein: ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen, von allem abgekehrt, dir nah, ich will die Welt und mich vergessen, dies innigst glau⸗ ben: Gott ist da! O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nicht vergebens. Gerhard Tersteegen, 169776 184 Mel. 22 Gottes Geist und Christi Geist, der uns den Weg zum Leben weist, der uns die dunkle Erdennacht/ durch seine Lichter helle macht; 2. Du HBauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht J. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten Himmelswegs gewiß. 578 Hfrngster 4. 0 heten he du heilg 5. Kot die nimi Sinn u 0. Da nes An ein und Pfingsten EERESESEEEEEE 4. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt. der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm. du heilger Geist! 5. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnadenschein/ in Seele, Sinn und Herz mir ein! . Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts/ im Glanze dei⸗ nes Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets himmel⸗ ein und himmelauf. Ernst Morih Arndt, 7769-1860 185 Mel. 5 O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, ver⸗ breite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, daß jeglicher getreuer/ den HBerrn bekennen kann. 2. O du, den unser größter/ Regent uns zugesagt, komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in die⸗ ser schlaffen/ und glaubensarmen Zeit/ die scharf geschliffnen Waffen/ der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt denn je; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der HBöh; du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu/ und mußt uns ganz befreien/ von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis/ in dieser unsrer Zeit, ein offe⸗ nes Bekenntnis/ bei allem Widerstreit, trohz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum/ zu preisen und zu loben/ das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande/ erschallt dein kräftig Wort, sie werfen Satans Bande/ und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen/ sie in das Reich herein; ach, soll es uns genommen, für uns verschlossen seinꝰ . O wahrlich, wir verdienen/ solch strenges Strafgericht; uns ist das Licht erschienen, allein wir glauben nicht. Ach lasset uns gebeugter/ um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuch⸗ ter/ des Wortes lasse stehn. 99 986 Die Festzeiten der Christenheit 7. Du heilger Geist, bereite/ ein Pfingstfest nah und sern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen/ der Welt und uns den Mund, daß wir in Hreud und Schmerzen/ das Heil ihr machen kund. Philipp Spitta,) S0S5e 1. 16 Mel. 58 Wir uns der Heiland verheißen hat, so haben wir nun Odurch seine Gnad/ seinen Geist zum Tröster, der in uns thronet/ und unsre Herzen so gern bewohnet. HBalleluja! 2. Gib uns, du allerheiligster Geist, gib deinen Kindern das allermeist, daß wir dich in gar nichts/ mögen betrüben, sondern in vollem Gehorsam lieben. Erbarm dich, Herr! J. O Strom des Lebens, ergieße dich, und was dich hindern will, das durchbrich. Laß uns ja nicht stecken/ in eignen Din⸗ gen; nein, laß dirs völlig mit uns gelingen, nimms ganze Herz! 4. Davon soll unser Mund Zeuge sein, bis einst sein König⸗ reich bricht herein/ und die ganze Schöpfung/ mit Augen siehet, was deine Hand ihm an uns erziehet/ und er uns ist. S. Drum geben wir uns nun abermal/ zu der Erfüllung der Gnadenwahl/ in des Vaters Sorge, des Sohnes Liebe/ und seines Geistes beständge Triebe, der Engel Schutz. 0. Nimm uns von neuem zu Kindern hin, erhalt uns alle in einem Sinn. Segne Jesu Beldenin Gottes Kriegen/ und laß uns überall gläubig siegen„durchs Lammes Blut. 7. All unsre Herzen geloben dir/ willig Gehorsam und Treue hier, bis wir endlich droben„ vor Gottes Throne/ dich samt dem Vater und seinem Sohne/ dankbar verehrn. 8. O Gott, du Geist aller Herrlichkeit, nimm Lob und Ehre in Ewigkeit/ und sei angebetet/ von deinen Kindern, ehmals verlornen, nun selgen Sündern. Halleluja! v.). 2. 8 KFriedrich Wenzel Neißer, 17767 v. 3-7*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. 1700-76 2⁰ Pfngse W. Fi söht man au L. Du Heiland vielmeh . o und Ch kennen, 4. Un samkeit wollten L. W etschien 4. W Zier /b e 5 Pfingsten 187 89 187 Mel. 58 ö Fi. bittet Gott den heiligen Geist, der uns auf unsern Ver— söhner weist, daß er uns verleihe/ die edlen Gaben, die man aus Christi Verdienst kann haben. Erbarm dich, Herr! 2. Du heilger Meister, mit treuem Sinn/ führst du uns alle zum Heiland hin. Und wir wolln dir nimmer/ dein Amt erschweren, vielmehr getreulich auf dein Wort hören. Kehr bei uns ein. J. Ja, laß uns bleiben in deiner Schul/ bis vor des Vaters und Christi Stuhl. Lehr uns den am Kreuze„ stets mehr er— kennen, daß unsre Herzen nach ihm nur brennen, so gnüget uns. 4. Und wenn ein Engel vom Himmel käm/ und sein Bered— samkeit mit sich nähm, wollt uns übers Kreuze/ hinüber führen, wollten wir nicht mit ihm disputieren, wir bannten ihn. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700–7 188 Mel. 4 Su ewig gepreist, Gott heiliger Geist, der Odem und Kraft/ zum Leben im Glauben an Jesum verschafft. 2. Wir kannten ihn nicht, bis daß uns dein Licht/ im Herzen erschien/ und unsere Augen hinlenkte auf ihn. 3. Er nahm uns das Herz; sein blutiger Schmerz/ drang in uns hinein/ und machte zerschmolzene Herzen aus Stein. 4. Wir wären nun gern/ dem leidenden Herrn/ zur Ehre und Zier/ bei seinem gesegneten Kreuzespanier. 5. Wir opfern dir Dank/ mit Lob und Gesang. Ach heilge uns ihm, daß Geist, Leib und Seele ihn preise und rühm. v.)* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 v. 2. 5 Christian Gregor, 7723-80 3. 4.* Johann Christoph Friedrich Cammerhof, 1727-75 1 89 Mel. 79 G Gottes, dein Bemühen/ und Pflegen und Erziehen, das du an uns beweist, kann kein Verstand ergründen; auch ist kein Herz zu finden, das würdig gnug dich dafür preist. 127 — 90 9¹ Pfingsten SSISISSSSISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSe 2. Laß uns in allen Chören/ dich immer pünktlich hören/ und dir gehorsam sein, damit sich Jesus freue, wenn er durch deine Treue/ uns sämtlich sieht für ihn gedeihn. 3. Und wenn du eins der Kinder, eins seiner armen Sünder, wo unrecht handeln siehst, so strafs und mach es reine/ und schmücke die Gemeine für Jesum, dem du uns erziehst. „Johann Christoph Friedrich Cammerhof, 17721-7 v.)*Christian Gregor, 1729-8⁰0 1 90 Mel. 164 Da ist zu unsrer Seligkeit/ des heilgen Geists Geschäfte, daß er uns in der Gnadenzeit/ das Aug auf Jesum hefte. Die Kirche ist sein Haus, da schmückt er Seelen aus/ mit Christi Blut und Christi Sinn/ und führt sie so zum Bräutgam hin. Nach Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 191 Mel. 15 u Geist der Gnad und Wahrheit, den Christi Wort ver— heißt, mit deines Lichtes Klarheit/ durchdringe meinen Geist! Allein durch deine Triebe /kann wahres Heil gedeihn; komm, flöße Gottes Liebe„ und Gottes Kraft mir ein. 2. Du schließest mir die Tiefen/ des eignen Herzens auf, lehrst mich mein Wesen prüfen/ und meines Lebens Lauf. Enthülle meiner Seele ihr Selbst in deinem Licht, auch meine kleinsten Fehle„birg meinen Blicken nicht. 3. Wohl mir, wenn deine Rüge/ mich ernstlich strafen will, wenn ich der Zucht mich füge /gehorsam, treu und still! Dann heißest du mich treten zum offnen Gnadenthron/ und hilfst mir kräftig beten, bis Schuld und Schmerz entflohn. 4. Mach, o du Geist, du Tröster, mein Herz gewiß und neu, daß ich, des Berrn Erlöster, aus Lieb dir folgsam sei. Laß nichts von ihm mich treiben, kein Glück und keine Not; bei Jesu hilf mir bleiben, getreu bis in den Tod. *Karl Bernhard Garve, 1769-8 12² ott hei am liebl seinen S und blü Lieb un L. Wi sein Vo seht bei Nugen seinen& eingezog Kirche und Gemeine Kirche Sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. 192 Mel. 5820 Gos wolln wir loben, der mit edlen Gaben/ seine Kirch, die heilge Stadt, herrlich erbauet hat, mit Geist und Worte/ am lieblichen Orte, auf den schönen Berg Zion, auf Christum, seinen Sohn, da kein Trübsal sie verletzen kann, sondern wächst und blüht vor jedermann/ schön und zart, in Wohlfahrt, in Lieb und in Einigkeit /zu ihrer Seligkeit. 2. Wie wir gehöret, wie man uns gelehret, daß Gott stets sein Volk behüt/ durch seine große Güt, so kann mans sehen/ jeht bei uns auch gehen/ hier an unsers Gottes Stadt; vor Augen ist die Tat. Gott erhält sie jetzt und allezeit, hat drin seinen Stuhl in Ewigkeit, um so mehr, weil der Herr/ nun selbst eingezogen ist, unser Herr Jesus Christ. 123 — und 20550 3. Unser Gemuͤte /tröst 50 solcher Hue Gott, inmitten der Gemein, da du willst ewig sein. Wie hoch dein Nam ist, so hoch auch dein Ruhm ist, davon ein lieblicher Schall/ aus⸗ gehet überall. Denn durch unser Heil gibst du ans Licht/ dein Gerechtigkeit und dein Gericht. Du behütst, und beschützt/ rings dein Volk in allem Sand, machst deine Treu bekannt. 4. Schaut da, welch Gaben, Hilf und Rat wir haben, Gottes Wort und Sakrament, ein schönes Regiment, sichere Wohnung, gute Zucht und Ordnung, treue Diener, die durchaus/ bewahren Gottes Haus. Ja, da ruht und wohnt selbst unser Gott, unser König,‚ der Herr Zebaoth, der tut uns/ Lieb und Gunst jetzt zur gnadenreichen Zeit/ und bis in Ewigkeit. Tschechisch: Johann Augusta, 5500-1572 Deutsch:*Peter Berbert, 4 157 1 93 Mel. 69 wie sehr lieblich/ sind all deine Wohnung, wo recht christ— lich/ dein Volk hält Versammlung, HBerre, dir zu Lob und hre! 2. Denn allda wohnst du, mein Hort und Erretter, gibst Gnad und Ruh/ an der heilgen Stätte, die du/ dir erwählt hast dazu. 3. Wohl denen allen, die in dein Haus treten, niederfallen, herzlich dich anbeten, preisen, Ehre dir erweisen. 4. Da leucht der Herre/ als die schöne Sonne/ und gibt Ehre/ in freudreicher Wonne/ allen, so tun sein Gefallen. 5. Du bist der Beistand in all unsern Nöten, unser Heiland, der uns kann erretten, Leben, Sieg und Freude geben. 0. Ein Tag ist besser/ in christlicher Gemein/ zu deiner Ehr, denn sonst viel tausend sein, die man/ zubringt auf breiter Bahn. 7. O Herr, gib uns auch/ einen freien Kirchgang/ in rechtem Gebrauch; laß uns dein Wort hören/ mit Dank/ all unser Leben lang. Tschechisch: Johann Rugusta, 1500-572 Deutsch: Johann Jeleckß, +)56s —24 Eag ö auf te Gnade R gentum /d L. Mnen wenn dein Lobpreis, Schenke d n O soll di gleich hier nicht verza L. Dich seinem Ei deiner pfl legen/ un J. Kann und also g möcht beg. nem Lebe 4. Laß Gott wirt Er hat di stets vot i J. Sein damit tut verkünde solln frei . Est Kirche 3u Mel. 152 Hwger König, gib uns heut deinen heilgen Segen, wollst auf reich und arme Leut/ alles Gute legen. Durch deiner Gnade Reichtum wollst du uns beleben, uns als deinem Ei⸗— gentum/ dann den Bimmel geben. 2. Amen! Dieses Segens Füll/ auf uns alle fließe, daß wir, wenn dein Ruf es will, ziehn zum Paradiese, um in der Engel Lobpreis/ fröhlich einzufallen. Liebster Heiland, ja, so seis! Schenke dies uns allen. Dschechisch: Klemens der Barfüßer, um 7824 Deutsch:* Walther Schmidt, geb. 7874 195 Mel. 75 Gott getrost mit Singen, frohlock, du Christenschar, es soll dir wohl gelingen, Gott hilft dir immerdar. Ob du gleich hier mußt tragen/ viel Widerwärtigkeit, sollst du doch nicht verzagen, Gott hilft aus allem Leid. 2. Dich hat er sich erkoren/ und durch sein Wort erbaut, bei seinem Eid geschworen, weil du ihm bist vertraut, daß er will deiner pflegen/ in aller Angst und Not, dein Feinde nieder⸗ legen/ und machen gar zu Spott. 3. Kann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr Kind/ und also gar verstoßen, daß es kein Gnade findt? Und ob sichs möcht begeben, daß sie ihr Kind verstößt, Gott schwört bei sei⸗ nem Leben, daß er dich nicht verläßt. 4. Laß dich durch nichts erschrecken, o du christgläubge Schar! Gott wird dir Hilf erwecken„ und selbst dein nehmen wahr. Er hat dich ja gezeichnet, gegrabn in seine Händ, dein Nam stets vor ihm leuchtet, daß er sein Bilf dir send. 5. Sein Wort läßt er jeht hören/ und schallen weit und breit, damit tut er zerstören/ die falsche Heiligkeit/ und seinem Volk verkünden/ sehr freudenreichen Trost, wie sie von allen Sünden/ solln frei sein und erlöst. G. Es tut ihn nicht gereuen, was er vorlängst gedeut, sein Kirche zu erneuen/ in dieser argen Zeit. Er wird herzlich an— 2⁵ 596 97— und Gemeine schauen/ ihr Jammer und Elend, sie herrlich auferbauen/ durchs Wort und Sakrament. 7. Gott solln wir billig loben, der sich aus großer Gnad/ durch seine milden Gaben/ uns kundgegeben hat. Er wird uns auch erhalten/ in Lieb und Einigkeit„und unser freund⸗ lich walten/ hier und in Ewigkeit. Johann Horn, um 1490-547 196 Mel. 300 . feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen; er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind, mit Ernst ers jetzt meint. Groß Macht und viel Enl, sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins⸗ gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald ver⸗ loren. Es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er be— halten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht; ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn„ und kein Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin! sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 7483-1546 197 Mel. 792 ch Gott, vom Himmel sieh darein/ und laß dich des er⸗ barmen. Wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar/ bei allen Menschenkindern. 2 Kitche π 2. Siel Hetz nich wäͤhlet di und gleiße J. Gott ren, dazu wehrenꝰ das gilt gi 4. Daru verstötet; ethöret. stisch sieg S. Das funden; a Stunden. Rraft erka 0. Das Oschlechte nicht flecht Leute sind chalt Mord von deine 2. Bewe Herten bil Cwigkeit. J. Gott Sinn auf Leben au 4. Ach! Haln der eind Kirche 198 2. Sie lehren eitel falsche Eist, was eigner Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß/ und gleißen schön von außen. J. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns leh— ren, dazu ihr Zung stolz offenbarspricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silbr, durchs Feuer siebenmal/ bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht stark in die Lande. . Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind/ in deinem Volk erhaben. Mattin Luther, 74891546 198 Mel. 22 rhalt uns, Herr, bei deinem Wort/ und steure deiner Feinde Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, wollen stürzen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. J. Gott heilger Geist, du Tröster wert, gib deim Volk einen Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, führ uns ins Leben aus dem Tod. 4. Ach Herr, laß dir befohlen sein„ die arm bedrängten Christen dein; bei festem Glauben sie erhalt, und reiß sie aus der Feind Gewalt. 27 lässet gar. v. 1-3 Martin Luther, 1483- 545 v. 4. 5 Justus Jonas, 1499-555 199 Mel. 732 o Gott der Herr nicht zu uns hält, wenn unsre Feinde toben, und er nicht unsrer Sach zufällt/ im HBimmel hoch dort oben, wo er Israels Schuß nicht ist/ und selber bricht der Feinde Eist, so ists mit uns verloren. 2. Was Menschenkraft und-witz anfäht, soll billig uns nicht schrecken; er sitzet an der höchsten Stätt, der wird ihrn Rat aufdecken. Wenn sies aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in seinen Händen. J. Ach Berr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind ver⸗ lassen! Der Gnade Tür ist nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen; sie spricht: Es ist nun alls verlorn, da doch das Kreuz hat neu geborn, die deine Hilf erwarten. 4. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wan⸗ ken. Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 5. Den Himmel hast du und die Erd, HBerr unser Gott, ge⸗ gründet. Gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Berz, entzündet/ in rechter Lieb des Glaubens dein, bis an das End beständig sein. Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 7493-1555 200 Mel. 75 obt Gott, ihr frommen Christen, freut euch und jubiliert! Gott will sein Kirche fristen, sein Wahrheit triumphiert. Die Harfen hört man klingen/ in deutscher Nation, darum viel Christen dringen/ zum Evangelion. 28 Kirche N 9. Von Goltes Wo lchr st gefn tet uns alle J. Sebend Durstgen la angeschauet dutchs Wo 4. Ein je Köͤnig alle helfen strei als er vers 3. Gotte grausam U ständig blet tleiben, ver 0. Amen Gottes Me bei ihm erb erwerben/ Van sein, gang, davg währen. L. Tröste die Rach Hideon, Wott erhe J. So w Ind Hölle Iu Schan Den Sieg 2. Von Mitternacht ist kommen /ein evangelisch Mann, hat Gottes Wort genommen, aus seiner Feinde Bann. Menschen— lehr ist gefallen, Hotts Wort ist auf dem Plan; das Heil leuch⸗ tet uns allen, niemand es wehren kann. J. Lebendig Wasser quillet/ aus Gottes Brünnlein klar, die Durstgen labt und stillet, heilt alles Volk fürwahr; der Herr hat angeschauet, die saßen im Elend; sein Reich er wieder bauet/ durchs Wort und Sakrament 4. Ein jeder soll auch hören, wer unser Hauptmann ist: der König aller Ehren, unser Herr Jesus Christ. Der will uns helfen streiten/ in aller unsrer Not, jeht und zu allen Zeiten, als er versprochen hat. 5. Gottes geliebte Ritter, seid männlich in dem Streit! Das grausam Ungewitter währt nur ein kleine Zeit. Tut nur be— ständig bleiben, seid treu bis in den Tod, laßt euch zurück nicht treiben, vertrauet eurem Gott. 6. Amen, es wird geschehen! In einem Augenblick/ wird Gottes Macht man sehen/ wider der Welte Tück. Wir werden bei ihm erben/ die herrlich Kron und Freud, Sieg und Triumph erwerben/ durch ihn in Ewigkeit. Ludwig Heilmann, um 7523 201 Mel. 94 erzage nicht, du Häuflein klein, obschon die Feinde willens sein, dich gänzlich zu verstören, und suchen deinen Unter⸗ gang, davor dir wird recht angst und bang. Es wird nicht lange währen. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl die Rach/ und laß es ihn nur walten. Er wird durch einen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort, und was dem tut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott! Den Sieg wolln wir erlangen. Michael Altenburg, 1584-640 9 2⁰ 202 203 Kirche und Gemeine II—— Mel. 36 H unser Gott, laß nicht zu Schanden werden/ die, so in ihren Nöten und Beschwerden/ bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen/ und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich in Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen. 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde. Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen. Mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten/ und das be⸗ drängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann, 7588-647 203 2 Mel.)28 Treuer Wächter Israel, des sich freuet meine Seel, der du Tweißt um alles Leid„ deiner armen Christenheit, o du Wächter, der du nicht/ schläfst noch schlummerst, zu uns richt/ dein hilfreiches Angesicht. 9. Schau, wie große Not und Qual-trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr; hilf, ach hilf, schütz deine Cehr. Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm/ dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt, als gings mit der Welt zu End. ö 4. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist, hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Kitche Mauer ur sie anscha 5. Treu mit uns i uns zu d Sttaf ist 0. Dein laß jeht) aller Heit Heren 7. And deine Ch sie werde sind sie d 8. Du kann, de unicht,! zen wen⸗ 9. Jest trat/ du Gott: g dafüt eu W. L. Ach uns hiet J. N dein W 4. W0 dein G. 5 10 daß un⸗ emeine Mel. g5 e/ so in cht auf hallein u uns zenn du Wehr tgebens len tun das be⸗ schtein 8567 Mel.)28 der du , o du licht/ jolk jeht schüh onst vor adentüt, gentum; nnt,, als . Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie anschau. 5. Treuer Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trotz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 7. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft; deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 8. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt/ und der Menschen Ber— zen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 9. Jesu, Belfer, Trost und Rat, der der Schlange Kopf zer⸗ trat/ durch den bittern Kreuzestod, Frieden wiederbracht mit Gott: gib uns Frieden gnädiglich, so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Beermann, 1585-64⁷ ö 204 Mel. s As bleib mit deiner Gnade„bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade /des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert, damit uns hier und dorte/ sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen/ in uns reichlich vermehr. 8. Ach bleib mit deinem Schuhe/ bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht truhe noch fäll die böse Welt. — 131 2058— 207 Kirche und Gemeine . Ach bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann, 7588-632 205 Mel. 36 V hriste, du Beistand deiner Kreuzgemeine, eile, mit Hilf und Rettung uns erscheine; steure den Feinden, ihre Blutge⸗ richte/ mache zu nichte. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder, alles, was kämpfet gegen deine Glieder, stürze darnieder. J. Frieden bei Kirch und Schule uns beschere, Frieden zu— gleich der Obrigkeit gewähre. Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen/ gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben /dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Rpelles von Löwenstern, 1594-1648 206 Mel. 230 Zur fest gegründet stehet, wohl auf dem heilgen Berge, sehet, vor allen Wohnungen Jakob. Gott die Tore Zions liebet. Das Zion, das erst war betrübet, das singet nun Gott Preis und Lob, der es getröstet hat. Zion, du Gottesstadt, Wunderdinge/ werden in dir/ von seiner Zier /geprediget nun für und für. 2. Man wird von den Zionspfortenzu sagen wissen aller Orten, daß er, der Höchste, baue sie. Und Gott wird ausrufen lassen/ bei allem Volk, auf allen Straßen, daß sie nach Zion kommen früh/ mit sehnsuchtsvoller Eil, weil daselbst Hilf und Heilzu gewarten, wo immerdar/ der Sänger Schar Gott lobend hält ein Jubeljahr. Michael Müller, 1673- 207 Mel. 159 H⁰ an, hebe an, Zion, heb am Elend an, an der Armut, an dem Staube, so ist deine Sach getan. Babe gar nichts, aber glaube, daß der Herr, der treue Seelenmann, helfen kann, helfen kann. 132 Kicche N·· L. Haht deinen L Lebensg sahre fot J. Leid Angst mi auf die x dichj leid Fol uchet gt 5 Lock spricht,f S. Prü ruft zu! deinen e schlecht. 3.7⁰0 lel.))9 Armut, nichts, kann, 2. Fahre fort, fahre fort, Zion, fahre fort im Licht, mache deinen Leuchter helle, laß die erste Liebe nicht, suche stets die Lebensquelle. Zion, dringe durch die enge Pfort, fahre fort, fahre fort! 3. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und Hohne; sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone. Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! 4. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen, achte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen. Zion, wenn sie dir viel Eust ver⸗ spricht, folge nicht, folge nicht! 5. 4— en Teite recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beides, das, was gut und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 6. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot; sei du gleich den grünen Reben. Zion, in die Kraft statt Heuchel— schein/ dringe ein, dringe ein! 7. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet! Zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Tür/ brich herfür, brich herfür! 8. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu! Laß dich ja nicht laulich finden. Nuf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem lehten Kampf und Strauß/ halte aus, halte aus! Jobann Eusebius Schmidt, 16707⁴ d.]*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7%ο7οο 208 Mel. 365 ieuer Hirte deiner Berde, deiner Glieder starker Schuh, Isiehe doch, wie Asch und Erde, großer Gott, mit Grimm und Trutz/ tobt und wütet wider dich/ und vermißt sich frevent⸗ lich, deine Kirche zu zerstören/ und dein Erbteil zu verheeren. 33 209 20)0 Kirche und Gemeine SE 4 2. Du, HBerr, bist ja unser König, wir sind dein mit Leib und Seel. Menschenhilf ist hier zu wenig, wo nicht du, Immanuel, zu der Deinen Rettung wachst/ und dich selbst zu Felde machst, für dein wahres Wort zu kämpfen/ und der Feinde Rat zu dämpfen. J. Es trifft deines Namens Ehre, deiner Wahrheit Heiligtum, Jesu, deines Wortes Lehre, deines Leidens Kraft und Ruhm/ und den Dienst, den dir allein/ wir zu leisten schuldig sein. Da⸗ zu kannst du ja nicht schweigen, deine Machthand wirst du zeigen. 4. Laß mit Beten und mit Wachen/ stets uns stehn auf unsrer Hut/ und nur dich, Herr, lassen machen, so wird alles werden gut. Wo Gott selbst Gerichte hält, da wirds anders sein be⸗ stellt. Muß gleich unser Recht hier schweigen, unsre Sach ist Gottes eigen. Henriette Katharine von Gersdorf, 7648-726 209 Mel. 5) Mamn hat mich oft gedränget, so saget Israel. Man hat mich oft gedränget, muß sagen meine Seel. Doch Jesus ist mein Leben, mein Schild und mein Banier, der kann mir Kräfte geben/ und helfen für und für. 2. Gewiß, es wird erscheinen die höchst erwünschte Zeit, die die bedrängten Seinen/ mit Bilf und Trost erfreut. Dann wer— den ihre Feinde/ mit Angst und Zittern sehn, wie jene Gottes— freunde/ in voller Klarheit stehn. J. Sie werden sehr erschrecken/ ob solcher Seligkeit, die Jesus wird entdecken/ nach wohl vollbrachtem Streit. Dann wird mit Jubilieren /die auserwählte Schar/ die Harfen fröhlich rühren/ im angenehmen Jahr. 7³ 210 Mel. 9 enn endlich, eh es Zion meint, die höchst erwünschte Stund erscheint, da Gott wird die Erlösung geben, wenn er die Bande reißt entzwei und machet die Gefangnen frei, was Freude wird man da erleben! 734 Kirche N.· 2. Die pl wird ber! hestürgtz o schen. J. Das nicht acht, Reich nich jeht zu läst 4. Die g witd erfre hat große wird man 3. Viel Seel/ die getan, des etklingen! 0. Es ist saat, eh m einem S Tränen u J. Der shon. V Ohristi L Hoffnung ie K Es Das Me Gnade& 2. Erw den verg Ktaft de nach wo 2. Die plöhlich eingebrochne Zeit/ und übergroße Seligkeit/ wird über unsre Sinne gehen. Wir werden sein als Träumende, then. obs in der Tat gescheh/ und wahr sei, was die Rugen ehen. J. Das Volk, so jetzo uns verlacht/ und unsre Hoffnung gar nicht acht, wird dann mit Reu bekennen müssen, daß Jesu Reich nicht Narretei/ und süßer Traum gewesen sei, wie sie es jetzt zu lästern wissen. 4. Die ganze Welt wird Zeuge sein, wie Gott die Seinen wird erfreun/ und wie ihr Birte sie wird weiden. Der Herr hat große Ding getan/ an ihnen, wie man sehen kann. Das wird man sagen bei den Beiden. 5. Viel mehr bei seinem Israel/ wird der Erlösten Leib und Seel/ dies große Halleluja singen: Der Herr hat viel an uns getan, des sind wir fröhlich. Jedermann 7 laß dieses ewiglich erklingen! 0. Es ist schon so sein Gnadenrat, daß erst gescheh die Tränen— saat, eh man die Ernte seh der Freuden. Jetzt tragen wir nach seinem Sinn/ annoch den edlen Samen hin, das Korn der Tränen und der Leiden. 7. Der Winter ist nun bald davon, die volle Blüte zeigt sich schon. Wie wenig Tage sind zu zählen, so kriegt die Kirche Christi Luft, bringt ihre Garben heim und ruft: Ach, unsre Hoffnung konnt nicht fehlen.. Johann Paul Astmann, 1660-5 21 1 Mel. 164 De Kirche Gottes bleibet stehn, muß sie sich gleich betrüben. Es müsse denen wohl ergehn, die dies sein Zion lieben! Das Meer mag wütend walln, es mögen Berg einfalln, die Gnade Gottes weicht doch nicht. Drum bleibt er ihre Zuversicht. 2. Erweise, Herr, an Zion Güt, erhalte Salems Zinnen. Laß den vergeblich sein bemüht, der ihr will abgewinnen. Gib Kraft den Gotteslehrn, die drinnen sind zu hörn, und nimm nach wohlgeführtem Lauf/ uns in dein ewges Zion auf. Nach Gottfried Wilhelm Sacer, 16355ꝰ 135 212 Mel. 316 Einer ist König, Immanuel sieget; bebet, ihr Feinde, und gebet die Flucht! Zion hingegen, sei innig vergnüget, labe dein Herze mit himmlischer Frucht! Ewiges Leben, unendlichen Frieden, Freude die Fülle hat er uns beschieden. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freu⸗ den dem ewigen Gott! Jesus, die Liebe, versüßet die Schmer⸗ zen, reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; ewig muß unsere Seele genesen/ in dem holdseligsten, lieblichsten Wesen. J. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher FülleKräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß. Fluten der Trübsal ver— rauschen, vergehen: Jesus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf, und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe,‚ die Sonne der Freuden erschei⸗ net/ tausendmal heller, als du es geglaubt; Jesus, der lebet, die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus, der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle/ fließen die Ströwe des Lebens allhier! Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket; hier ist Erlösung für alles, was drücket. . Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Himmels anbeut; Gott gibt sich selber den Siegern zum Lohne; wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Gott gibt sich selber den Siegern zum Lohne. 7. Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen/ eine ge— waltige, siegende Schar /seine unendliche Hoheit erhöhen; alles, was Odem hat, ruft: er ists gar! Sehet, wie Kronen und Thronen hinfallen, höret, wie donnernde Stimmen er— schallen: 8. Reichtum und Weisheit, Lob, Stärke und Ehre„Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, 13 Kitche N o wenn reißtl A mit ist,l en E Lammea L. Dod Weil der 213 214 Ludwig Konrad Allendorf,693-77 21 8 Mel. J Freu⸗ enn es sollt der Welt nach gehn, blieb kein Christ auf mer⸗ Weden stehn, alles würd von ihr verderbt, was das unsete Lamm am Kreuz ererbt. 2. Doch weil Jesus bleibt der Herr, wird es täglich herrlicher. te des Weil der Herr zur Rechten sitzt, ist die Sache auch beschützt. *Simon Meßer, 1779-786 214 Mel. 5S8 chebe DOu Kirche Christi, die er geweiht/ zu seinem Hause, ist weit schei⸗ und breit/ in der Welt zerstreuet, in Nord und Süden, in lebet Ost und West, und doch so hienieden/ als droben eins. ühtet 2. Die Glieder sind sich meist unbekannt/ und doch einander bittet: gar nah verwandt. Einer ist ihr Heiland, ihr Vater einer, ein helle/ Geist regiert sie, und ihrer keiner /lebt mehr sich selbst. ieben, 3. Sie lebn dem, der sie mit Blut erkauft/ und mit dem hei— tüdket ligen Geiste tauft. Und im wahren Glauben/ und treuer Liebe/ h der gehn ihrer Hoffnung lebendge Triebe/ aufs Ewige. jegern 4. Die unumschränkete Hand des Herrn/ besorgt sie all in der Itteit. Näh t und Fern. Und zuweilen sammelt/ er sich auch Haufen, selber die er mit seinem Geist pflegt zu taufen/ zu einem Leib. 5. Das werdn Gemeinen des Lamms genannt, worin sein ne ge⸗ Feuer ist hell entbrannt. Unser Gotteslämmlein/ wohnt in der bhen; Mitten; Gnade und Wahrheit füllt solche Hütten/ mit Fried tonen und Freud. n er⸗ 0. Mit solchen Kirchlein ist unsre Zeit„reichlich gesegnet. Wir sind erfreut/ über Jesu Gnade/ und bitten: Mehre, du Gott Geist des Herrn, seine Gnadenheere/ an Zahl und Kraft. ünde*August Gottlieb Spangenberg, 7704-7ν unde, 17 275 210 Kirche und Gemeine SS..I— HR 9 9 98— Wort Gottes Das Wort unseres Gottes bleibet ewiglich. 2 8 Mel. 22 ch bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. ö 2. In dieser letztn, betrübten Zeit/ verleih uns, Herr, Bestän⸗ digkeit, daß wir dein Wort und Sakrament/ rein bhalten bis an unser End. J. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kaͤlt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an jedem Ort. 4. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz/ und deiner Kirche wahrer Schut; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts Beßres suchen mehr. 5. Die Sach und Ehr, Berr Jesu Christ, nicht unser, sondern deine ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich ver— lassen frei. v.) nach einem lateinischen Vers Philipp Melaͤnchthons, 7497560 v. 2)602 v. 3-5 Nikolaus Selnecker, 7530-) 5 216 Mel. 732 Wor Menschen sind zu dem, o Gott, was geistlich ist, untüch— tig; dein Wesen, Wille und Gebot/ ist viel zu hoch und wichtig; wir wissens und verstehens nicht, wo uns dein göttlich Wort und Licht/ den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt/ Propheten, deine Knechte, daß durch sie würde wohl bekannt/ dein Will und deine Rechte. Zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron/ selbst kommen, uns zu lehren. 538 Wott G J. Hür und gib dasselbe Hreud/ 4. Hilf abwende nimmt ei Lehte in 5. Offn sassen, i Acht nic sondern . Am in Fels u der Sam verdirbet 7. N barn 3 und Sta Lehr un 8. Caß gib, daß aus die böse Lü 9. Dei ethalt e⸗ Kraft, Tod 7 b. 10. 0 hreiten; lettenz 9 sott und 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf/ uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Worte Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. S. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in LEieb und Leid, in Freud und Schmerz/ es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein/ des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 0. Am Weg der Same wird sofort/ vom Teufel weggenommen; in Fels und Steinen kann das Wort/ die Wurzel nicht bekommen; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt/ verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich /dem guten, frucht— barn Lande/ und sein an guten Werken reich/ in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Sehr und Buld/ in feinem, gutem HBerzen. 8. Laß uns, solang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden; gib, daß wir halten fest an dir/ in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall/ und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort laß allerwege sein/ die Leuchte unsern Füßen; erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen/ Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod /beständig darauf bauen. 10. Dein Glaubenslicht zu deiner Ehr/ laß, Vater, sich aus— breiten; hilf, Jesu, daß uns deine Lehr/ erleuchten mög und leiten; o heilger Geist, dein göttlich Wort/ laß in uns wirken fort und fort/ Geduld, Lieb, Hoffnung, Glauben. David Denicke, 7603-680 39 217—220 Kirche und Gemeine 217 Mel. 22 err, öffne mir die Herzenstür, zieh mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dein Wort ists, das mein Berz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit. J. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit! Johann Olearius, 167-1684 2 1 8 Mel. 228 Oas Wort des Herrn ist recht und gut, erquicket unsre Seel und Mut/ und gibt uns Kraft und Speise. Des Herren Zeugnis ist ganz rein, gewiß, gut, ohne falschen Schein/ und macht die Toren weise. Richtig, wichtig/ sind die Wege, sind die Stege/ und Befehle/ und erfreuen Herz und Seele. Michael Müller, 1678-7⁰4 219 Mel. 15 Cal deines Wortes Kräfte/ mich immer mehr erfreun. Caß es mein Hauptgeschäfte„zu allen Zeiten sein, dein Wort zu wiederholen, so wirds aufs neue süß, sowohl was Gott be— fohlen, als was er mir verhieß. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 7725-76 220 Mel. 167 err, dein Wort, die edle Gabe, dieses Gold erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe/ und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen/ fest bei deinem Worte stehn. 14⁰ Wott& N Laß mie zugleich otth Ey lehrt uns 9. Höt schallet i Christus J. In! punkt ur diese dar 4. Daß in ihm v Gott nu S. Da an und i sühnet/ 0. Wie nis der heimnis; 7. Und baren K den erlö Wort Gottes 221 222 Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spät, und zugleich zu deinen Füßen/ sitzen, wie Maria tät. v.)*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendort, 7700-760 v. 2* Zinzendorf und* Gregor nach einem älteren Liede(072) 221 Mel. 58 GEe wie dein Name, so ist dein Ruhm; und deines Worts Evangelium, welches du aus Gnaden/ uns hast gegeben, lehrt uns dich kennen zum ewgen Leben/ durch Jesum Christ. 2. Hört ihrs, ihr Wächter auf Zions Tor? Ruft, daß es schallet in aller Ohr: Christus ist die Ursach/ von allen Dingen, Christus alleine kann wiederbringen/ das, was verlorn. J. In unsrer Bibel ist um und um/ Christus der Lehre Haupt— punkt und Summ, in der alt und neuen. Geist Jesu, drücke/ diese darinnen verfaßten Stücke/ in aller Herz; 4. Daß unsre ganze Lehr Christus sei; daß Gott nur Gnade in ihm verleih; daß er unser Heilsgrund, und allem Samen/ Gott nur in ihm und in seinem Namen/ zu predgen sei; 5. Daß außer Christo kein Gnadenwort— von ihm fängts an und in ihm gehts fort daß sein Blut die Sünde/ allein ver⸗ sühnet/ und des Gesetzes Werk nichts verdienet/ zur Seligkeit; 6. Wie das der Gnade ihr rechter Gang, daß man Erkennt— nis der Sünd empfang/ aus dem Tode Jesu; das ists Ge— heimnis, das man nun ohn alle Zeitversäumnis verkünden soll. 7. Und wer es höret, der merke drauf/ und denke an den kost— baren Kauf, da durch einen Menschen/ die Seelen alle wur— den erlöset vom Sündenfalle durch seinen Tod. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 v.)*Christian Gregor, 1723-80) 222 Mel. 6s ottes Wort ist klar, daß der ganzen Schar aller Men— schen hier auf Erden/ Friede soll verkündigt werden. Dar— auf waget man, was man immer kann. 740 223 224 E und 1605— 2. md i⸗ das ist wahr, daß sein Wort mer gar/ leer und fruchtlos wiederkehret, sondern so wird angehöret, daß sich Gnad und Geist/ überall beweist. 3. Ohne Segen wär/ seinen Knechten schwer, Botschaft an die Welt zu tragen, aber man kann fröhlich sagen: sein Wort hat die Kraft, daß es Früchte schafft. *Matthäus Stach, 177-78/7 22³ Mel. 6 J will bei der Lehre bleiben, die ich in der Bibel find, und das Wort des Bundes treiben, das mein ganzes Herze bindt. 2. Wenn ich dann mein Herze suche, wenn ich in die Schrift will sehn. so wirds eben wie im Buche/ auch in meinem HBerzen stehn. 3. Rede, Herr, du weißt, ich höre /mit dem tiefesten Respekt, und ich glaube deiner Lehre; denn du hast mich selbst erweckt, 4. Dich zu ehren und zu lieben/ und dir pünktlich treu zu sein/ in gesalbten Einfaltstrieben„bei des Wortes hellem Schein. 5. O so komm denn und erleuchte, was noch dunkel in mir ist. Heilger Geist, hör meine Beichte, weil du unser Lehrer bist. 6. Ach, ich wäre gern ein Kindlein, das es immer gehen ließ/ alle Tage, jedes Stündlein, wies der liebe Vater hieß. 7. Sieh, hier bin ich, dir ergeben, grade so, als wie ich bin. Dir, mein Heiland, will ich leben; lieber Heiland, nimm mich hin. Friedrich Wenzel Neißer, 1776-777 22⁴ Mel. 56 Haan heiliger, heiliger Herr Zebaoth, welchem Erd und Himmel dienet; du, der ganzen Schöpfung Gott, und der Menschen, die versühnet/ und geheiligt sind durch Jesu Blut, höchstes Gut, höchstes Gut: 2. Preis und Dank, Preis und Dank, Vreis und Dank sei dir gebracht, daß du uns dein Wort gegeben, welches uns bekannt gemacht, daß Gott selbst zu unserm Leben/ und zur Tülgung unsrer Schuld und Not/ging in Tod, ging in Tod. —42 Wott G CN . Dav durch seir Gott wa des freue 4. Heil Wortes! bei der! überall. i ein Se balsam f Zukunft L. Deir Helsen sp Bein dur Sünde A J. Dei Es fühtt weise. jede See 4. Jch der Gna Ofade. Ochritte S. Nu Hottez u wotte. nicht ver 0. Nuf Amen; unserm Lebensz 3. Davon soll, davon soll, davon soll in der Gemein, die Gott durch sein Blut erworben, Tag und Nacht kein Schweigen sein: Gott ward Mensch und ist gestorben, Menschenherz, für dich; des freue dich/ ewiglich, ewiglich! 4. Heiliger, heiliger, heiliger Herr Zebaoth, laß uns deines Wortes Klarheit /helle leuchten bis in Tod, daß wir fest stehn bei der Wahrheit, und verherrlche dich durch ihren Schall/ überall, überall! Christian Gregor, 172380) 225 Mel. 360 ein Wort, o Herr, ist milder Tau/für trostbedürftge Seelen; laß keinem Pflänzchen deiner Au/ den Himmels— balsam fehlen; erquickt durch ihn, laß jedes blühn/ und in der Zukunft Tagen/ dir Frucht und Samen tragen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Keil, der Felsen spaltet, ein Feuer, das im Herzen zehrt/ und Mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort, noch fort und fort/ der Sünde Macht zerscheitern„ und alle Herzen läutern. J. Dein Wort ist uns der Wunderstern/ für unsre Pilgerreise. Es führt auch Toren hin zum Herrn/ und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade/ mein Labsal, meine Zuversicht, die Faͤckel meiner Pfade. Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten /bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn/ zu dir, dem sichern Horte; wo wendet ich mich anders hin? Herr, du hast Eebens— worte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein! das rief mir nicht vergebens, ein Wort des ewgen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segensbund, dein Wort ist Ja und Amen; nie weich es uns aus Geist und Mund/ und nie von unserm Samen. Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Lebenszeiten/ uns warnen, trösten, leiten. 193 220 227 2—— und— J7. 1r bald von Ort zu Ort/ den Durst nach deinen Leh— ren, den Hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu hören; und send ein Heer/ von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. *Karl Bernhard Garve, 1763-84 226 Mel. 58 Himmelsgabe, du Gotteswort, des Lebens Leuchte, des Glaͤubens HBort, HBeilshelm, Schwert des Geistes, bald Sturmesbrausen/ und bald sanft wehendes Friedenssausen! Halleluja! 2. Frohlockt ihr, denen es offenbart/ und als Kraft Gottes be⸗ währet ward! Wo dies Wort nicht waltet, ruhn Todesnächte; und trostlos schleppen der Sünde Knechte ihr Elendsjoch. J. Herr, laut erschalle dein Gnaͤdenwort durch alle Kreise der Erde fort, daß die Todesschläfer/ ringsum erwachen; dein Wort kann Steine lebendig machen/ mit Geisteskraft. 4. Es eil und siege mit hellem Schall /gleich jenes Heeres Drommetenhall, daß zu Boden stürzen/ des Satans Mauern; nur Gottes Tempel und Wort soll dauern/ in Ewigkeit. Karl Bernhard Garve, 1763-841 Taufe Wer da glaubet und getaͤuft wird,‚ der wird selig werden. 2 2— Mel. 84 iebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben. Dieses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man Kindlein zu dir führe; denn das Himmelreich ist ihre. 2. Darum eilen wir zu dir. Nimm dies Kind in deine Arme, tritt in deinem Heil herfür/ und erzeige dein Erbarmen, daß es mag dein Kind auf Erden/ und ein Himmelserbe werden. —144⁴ Taufe 2 J. Hit Gliede, sein Frie aus dir! 4. Höt Was wi gen. S ewgen L J5 bi heilg Volk, de und bin Mel. 84 Dieses aß man Arme, n, daß verden. 3. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, gib, daß dieser Rebe/ stets im Glauben aus dir lebe. 4. Höre, Jesu, dies Gebet, laß es dir zu Herzen dringen. Was wir für dies Kind erfleht, wollst du gnädiglich vollbrin— gen. Schreib den Namen, den wir geben, in dein Buch zum ewgen Leben. Benjamin Schmolck, 1672-77 228 Mel.„os J bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heilger Geist. Ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Bolk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christi Tod versenkt/ und bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue/ Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 4. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; halt mich in deines Bundes Schranken, bis du mich zu dir kommen heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 7693-735 229 Mel. 532 Wor wollen unsre Kinderlein/ dir in der Taufe schenken/ und deines Wortes Lehren rein/ in ihre Herzen senken, sie zu des wahren Glaubens Frucht/ in deiner Lieb und Chri⸗ stenzucht/ als Himmelspflanzen ziehen. 230— 232 2L. Du hast ja selber auf sie acht, o Jesu, Freund der Sünder. Dein lieber Vater sorgt und wacht/ für sie als seine Kinder. Der heilge Geist erziehet sie, die Englein dienen spät und früh, die Kirche hilft sie pflegen. v.) Hans von Assig, 1650-6 v. 2*Christian Gregor, 7723-80) 230 Mel. Fnmn du Immanuel, des sich freuet Leib und Seel, welche du mit Blut erkauft/ und in deinen Tod getauft: 2. Schau, hier liegt vor deinem Thron/ dieses Kind, ein weicher Ton, draus du ein dir ähnlich Bild/ gnadenvoll bereiten willt. 3. O so laß es doch geschehn, daß an diesem Kind wir sehn, wessen man sich vorger Zeit/ an dem Jesuskind gefreut. 4. Laß dies Kind, da du gewollt, daß es auf der Welt sein sollt, von der Tauf an ganz allein /bis zum Ende deine sein. 5. Laß des Feindes List und Trug über ihm nicht Macht und Fug; vor Verführung, die er schafft, schütze dus mit Gei⸗ steskraft. 6. Laß dies Kind der Treue dein/ gläubig anempfohlen sein. Es gedeih zu deinem Ruhm/ und verbleib dein Eigentum. * Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 70ο 231 Mel. 706 ir, Herr, sei dieses Kind empfohlen/ dir, dessen Treu un⸗ wandelbar, wir bringens, wie du selbst befohlen, dir in der heilgen Taufe dar. Gib, Vater, ihm an deinem Beil, an Jesu Christo gib ihm Teil. Nach Christoph Neander, 172480e 2³2 Mel.s Hu schreib ins Buch des Lebens/ des Kindes Namen ein/ und laß es nicht vergebens/ dir zugeführet sein. 2. Ach präge diesem Kinde/ dein Wort recht tief ins Berz, daß es, bewahrt vor Sünde, dir dien in Freud und Schmerz. 3. Du, der du selbst das Leben, der Weg, die Wahrheit bist: uns allen wollst du geben/ dein Heil, Herr Jesu Christ. Isso 4 eid Ki und and Gnadef und Leil L. Ach abwende Händen Tod, re Unterpfe J. Gei im Auf DOrum u ist schon ihm ähn ihm die 5. Den Der he scheinen auf eud Räh! B. nid gehn. 4 Kraft Lebens L. Kö 4 je g Himme lel. Joo eu un⸗ in der Jesu -802 Mel. 8 n ein/ j; Het hmetz. it bi: 1850 233 234 23 Mel. 164 eid heut aufs neu dem Herrn geweiht, ihr unsre lieben Kinder, dem Herrn, der Mensch ward in der Zeit für euch und andre Sünder; denkt, daß ihr seine Leut/ aus Recht und Gnade seid, und preist den Herrn Immanuel/ hinfort an Geist und Leib und Seel. 2. Ach bleibt bei ihm und laßt euch doch/ nichts in der Welt abwenden/ von seinem sanften Liebesjoch/ und seinen treuen Händen. Ihm, eurem Berrn und Gott, der für euch litt den Tod, reicht eure schwache Glaubenshand /zu treuer Liebe Unterpfand. 3. Sein Sterben ist ein Lösegeld, daß Knechte Freiheit hätten; im Auferstehen hat der Held/ für uns gesprengt die Ketten. Orum wer nur an ihn gläubt, ihn liebt und bei ihm bleibt, der ist schon jetzt in dieser Zeit/ ein Kind der ewgen Seligkeit. 4. Wohlan, erneuert euren Bund/ in Jesu Tod und Blute/ und danket ihm mit Herz und Mund, daß ihr mit frohem Mute/ ihm ähnlich dürfet sein, ihm eure Kräfte weihn, ihn lieben und ihm dienen sollt, bis er euch in den Himmel holt. 5. Der Herr gesegne und behüt/ euch als die lieben Seinen! Der Herr laß euch voll Gnad und Güt/ sein freundlich Antlitz scheinen! Der Herr, eur Trost und Licht, erheb sein Angesicht/ auf euch mit Frieden aus der Höͤh/ und schenk euch seine liebe Näh! Nach*Christian Gregor, 1723-80) 234 Mel. 367 Ba dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben/ zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt ichs irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ so viel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden/ als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ist?ꝰ 10* 147 Kirche und Gemeine J. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich/ so in Freude wie in Leid, bei dir bleib ich, dir verschreib ich„mich in Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. S. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden /und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände/ mir aufs müde, schwache Haupt/ und sprich: Kind, hier gehts zu Ende, aber dort lebt, wer hier glaubt. . Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod/ als dem kühlen, scharfen Wehen„vor dem Himmels- morgenrot. Wird mein Ruge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Philipp Spitta,)So85 Abendmahl Kommt, denn es ist alles bereit. 235 Mel. 782 O Lamm, du branntest vor Verlangen/ nach deinem letzten Bassahmahl. Da sah man deine Seele hangen/ an deiner Jünger kleinen Zahl. Du ließt aus deinem holden Mund/ den Strom des Lebens sich ergießen, die Liebe macht dein Herz zer— fließen. So tust du dich den Deinen kund. 2. Die Lieb ist groß, ja unermessen, die solche Wunder an uns tut: den Deinen gibst du dich zu essen, im Brot und Wein dein Fleisch und Blut. War dirs zu wenig, teures Lamm, für 48 Abendme N unsre Sü uns leben J. Wie der Tod. elbst, det welchem So wirkt schn Segen/ uns satt Ha geht und Leib el. J9² ehten heiner den er⸗ et an Wein j fiit Abendmahl 236—238 unsre Sünd am Kreuz zu schweben? Du willst gar in und mit uns leben/ als unser Herzensbräutigam. J. Wie mächtig ist die Liebesflamme! Sie ist viel stärker als der Tod. RAus Liebe ward zum Opferlamme/ der Schöpfer selbst, der starke Gott. Sie hat den in das Grab gebracht, vor welchem Erd und Himmel beben, in welchem alle Dinge leben. So wirkt die Lieb in ihrer Macht. 7⁰⁰ 236 Mel. 140 ch, du liebst so herzlich, ohne daß man sich/ eben lang und schmerzlich„müßte mühn um dich. Du trägst uns zum Segen„Melchisedek gleich„Brot und Wein entgegen, machst uns satt und reich. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 2 3 7 Mel. 99 O Handlung voller Majestät! O Liebe, die aufs weitste geht! O ihr hochheilgen Festmomente! Nun hats um Seel und Leib nicht Not, und wir verkündgen Jesu Tod, so oft wir nahn zum Sakramente.„Christian Gregor, 7723-80 25 Mel. 107 ein Jesu, der du vor dem Scheiden in deiner letzten Trauernacht/ uns hast die Früchte deiner Leiden/ in einem Testament vermacht, es preisen gläubige Gemüter/ dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl genießen, wird dein Gedächtnis bei uns neu. Man kann aus frischen Proben schließen, wie brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen/ erneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zagenden Gewissen/ ein neues Siegel aufge— drückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen; und Eeib und Seele wird erquickt, da wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blut— gen Wunden finden. 749 239 240 Kirche und Gemeine — 4. Das Band wird fester zugezogen, das dich und uns zusam⸗ menfügt; die Freundschaft, die wir schon gepflogen, fühlt, wie sie neue Nahrung kriegt. Wir werden mehr in solchen Stunden mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, dies Blut erquicket unsern Geist. Es mehrt sich unser innres eben, wenn unser Glaͤube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke/ zu jedem dir gefällgen Werke. G. Wir treten in genaure Bande/ mit deines Seibes Gliedern ein, mit denen wir in solchem Stande/ ein Herz und eine Seele sein. Der Geist muß mehr zusammenfließen, da wir ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll, einst herrlich aus dem Staube grünen/ und unverweslich werden soll, ja, daß du uns ein ewig Leben/ nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben/ hast du in dieses Mahl gelegt! Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden/ ein wahrer Vorschmack ewger Freuden. Johann Jakob Rambach, 7593-1735 239 Mel. 83 Hr nimmt mehr sich unser an„ als ein HBirte seiner Herde. Seine Füll ist aufgetan, daß ein jeder satt draus werde. Wir sind Schäflein seiner Hand, an die er sein Blut gewandt. 2. Wer nur nach ihm hungrig ist/ und voll Durst nach seiner Freude, o, ein solches Herz genießt/ unaussprechlich süße Weide, bis es ganz wird satt gemacht, wenns nach seinem Bild erwacht. Christian Gregor, 1723-80 240 Mel. 23 chmücke dich, o liebe Seele, laß die dunkle Sündenhöhle, komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen; denn der Berr voll Heil und Gnaden„will dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann verwalten, will jeht HBerberg in dir halten. —50 J. Ach deiner G deinem“ nach den Weine/ 4. Heil gefanger Weise/ Stätke. sollt ergt J. Oest ermesser Himme Wein seiner beide hacht. J80⁰1 Nel. 23 höͤhle, an 3ι jeht eht Abendmahl 240 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Herzens Pfor⸗ ten; eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen; Ihen Mein Heil, laß dich umfassen, von dir kann ich nimmer assen. 3. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach deinem Mahl zu sehnen! Ach wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine„Christus sich mit mir vereine. 4. Heilge Lust und tiefes Bangen/ nimmt mein Berze jett gefaͤngen. Das Geheimnis dieser Speise/ und die unerforschte Weise/ machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? 5. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen: hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen/ dieser deiner Bimmelsspeise/ mir zum HBeil und dir zum Preise. 6. Herr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Bimmel her— getrieben, daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für mich gegeben/ und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für mich vergossen, das mich jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 7. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens/ oder mir vielleicht vum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen/ deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög ein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 16)816 241 Mel. 7) uf, Seele, schicke dich, dein Heiland nahet sich, fall ihm zu Fuͤßen! Der, dem die Welt zu klein, gibt sich im Brot und Wein/ dir zu genießen. 75⁰ 2. Ach wie komm ich dazu, daß so ein Herr wie du/ mein Haus beschreitet, daß mir das höchste Gut/ mit seinem Fleisch und Blut/ ein Mahl bereitet? 3. Doch da dirs so gefällt, hab ich mich eingestellt, du willst es haben. Dein Wort versichert mich, bei diesem halt ich dich: du wirst mich laben. 4. Nur Glauben schenke mir, der mich, mein Arzt, mit dir/ genau verbinde, damit mein Leib und Geist, wenn er dein Mahl geneußt, Gesundheit finde. 5. Der Leib, der für die Not/ der Welt sich gab in Tod, sei meine Speise, durch deren Kraft mein Geist, der sich der Welt entreißt, zum Himmel reise. 6. Laß dein gesegnet Blut, das lauter Wunder tut, mein Herz durchdringen/ und diesen edlen Saft Trost, Heil und Lebens— kraft/ mir Armen bringen. Z. Du hast an mir getan/ ein Werk, das niemand kann/ nach Würden preisen. Gib, daß ich willig sei, dem Nächsten Lieb und Treu/ auch zu beweisen. 8. Gib, daß ich als ein Zweig, an Saft und Leben reich, nun an dir bleibe/ und, als in dich versetzt, stets frisch und unverletzt/ viel Früchte treibe. Johann Jakob Rambach, 7693-3795 242 Mel. 23 omm, mein Berz, in Jesu Leiden/ deinen Bunger satt zu weiden; stille hier dein sehnlich Dürsten/ in dem Blut des Lebensfürsten. Daß ich einen Heiland habe/ und in seinem Heil mich labe/ und in sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise /täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Beiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen. J. Dennoch will ich mit Verlangen„auch sein Abendmahl empfangen; hier schenkt er sich ganz zu eigen, nimmer will ichs —52 Abendma N· nun verse und in de Etlöser w 4. Ach. guede! E Licht ents Hittenstal als Heil! 5. O ich ner, wast daß ich e Besser w 6. Sei da das N stiftet, da und Gral mich loszi Abendmahl nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe/ sanft und mild und voll Vergeben/ mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Sünder, ich Verlorner, ich in Sünden schon Gebor— ner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe. Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. G. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun 1 5 vergiftet, solch ein Denkmal selbst ge— stiftet, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja, den Sprung ins Todes Rachen/ gern getan, mich loszumachen. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, dessen heilger Leib voll Wunden/ die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Wein, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden„ die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die matte Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stillen„ und mein Herz mit Wonne füllen? H. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er gebietet mir, zu trinken/ und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja, zur Nah— rung und zum Leben/ mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen? Ja, was will ich mehr genießen? Wer kaͤnn nun mein Beil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Beiland decken. 53 243— 247 Kirche und Gemeine 11. Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur be— sinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 7725-76 243 Mel. 230 Ha du wollst uns vollbereiten/ zu deines Mahles Selig— keiten; sei mitten unter uns, o Gott. Laß uns, Leben zu empfahen, mit glaubensvollem Herzen nahen, und sprich uns los von Sünd und Tod. Wir sind, o Jesu, dein, dein laß uns ewig sein. Amen, Amen. Nnbetung dir! Einst feiern wir/ das große Abendmahl bei dir. Hriedrich Goltlieb Klopstock, 17248g 244 Mel. 29 ir öffnen dir die Herzenspforten, empfahen dich mit die— sen Worten: Herein, Gesegneter des Herrn! Geist, Leib und Seele hätt dich gern. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 245 Mel. 179 omm herein, komm herein, Haupt der Deinen, komm herein! Sprich den Frieden deines Mundes/ über uns; wir harren dein. Komm, du Stifter unsers Bundes, halte selbst mit deiner Glieder Zahl yAbendmahl, Abendmahl. Karl Bernhard Garve, 7763-184 246 Mel. 83 err, ich warte auf dein Heil, auf ein neues Offenbaren. Blutiger Versöhner, eil, laß mich seliglich erfahren, was dein Marterleib und Blut/ hier an deinen Kranken tut. Luise von Hahn, 7724-782 247 Mel. 7509 ie oft schon hat mein Herz geweint, voll Kummer über sich, wenn ich gedacht, mein treuster Freund/ betrübe sich — 159 Abendm N um mic Freude ein Tot L. Det hist/ und sst: ach an sich fi gelium. chk bei 9. Ich langen, fangen. J. Kor schwache lich entzi V ritt du uns mit Abend mahl um mich! An wem er schon so viel getan/ und nicht mehr Freude haben kann, der ist zu Jesu Schmach und Schmerz/ ein Tor und träges HBerz. 2. Der du bei deinem Volk und Haus/ der Herr im Bause bist/ und Gnad und Heil umsonst teilst aus/ dem, ders bedürftig ist: ach tröste mich, dein schwaches Kind, das so viel Mängel an sich findt. Ich fühl mich arm und glaube drum/ ans Evan— gelium.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 248 Mel. 35 ch komm, Herr Jesu, Berzensgast, du Labsal meiner Seele, bei der du deine Wohnung hast/ in dieser Jammerhöhle. 2. Ich öffne dir Herz, Seel und Sinn/ mit brünstigem Ver— laͤngen, dich, o mein Jesu, mein Gewinn, recht freudig zu um— fangen. 3. Komm, komm und halt dein Abendmahl/ mit deinem schwachen Kinde, daß deiner süßen Liebe Strahl/ mich innig— lich entzünde. Lüder Mencke, 5658-726 249 Mel. 25 Witt selbst herzu und brich das Brot, den reinen Leib, den du zum Seben /der sündgen Welt hast hingegeben; rühr uns mit Kraft aus deinem Tod. Johann Baptist von Albertini, 7769-83) 250 Mel. 367 eilger Seib, für uns gegeben, heilges Blut, das für uns floß, nährest uns zum ewgen Leben/ bis zum Ruhn in Jesu Schoß, bis wir dort den Freund umfangen, dessen Lieb uns hier verband, und das sehnende Verlangen/ wird gestillt im Vaterland.*9. Jahrhundert 251 Mel. On Odem, der die Toten regt/ und Leben in die Glieder trägt, durchweh dir Geist und Ceib und Seel, Gemeine des Immanuel! Da ist der Segensbecher angefüllt/ mit Leben, das im Blut des Lammes quillt. 15⁵ 282—255—— und +—— 2. Gemeine Gotts, erhebe dich! Des Wewpo⸗ Kräfte regen sich. Empfah das Blut, das Lösegeld„ für dich und für die ganze Welt, das heilge Blut, das teure Cösegeld/ für mich, für dich und für die ganze Welt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 252 Mel. 784 heilges Blut des Lebensfürsten, der uns durch seine Wunden heilt/ und uns, so oft wir nach ihm dürsten, mit seinem Heil entgegen eilt, o edler Saft, o Lebensquelle, die uns aus Jesu Wunden quillt, wie oft schon hat sich unsre Seele/ in großem Durst an dir gestillt! Christian Gregor, 7723-) 80)/, und Luise von Hahn, 1724-782 2 5 3 Mel. 79 Gottes, deine Wunden/ sind noch zu allen Stunden/ ein offnes Gnadenmeer; und die sich dahin wagen, die können fröhlich sagen, sie gehn von dir niemalen leer. Nnna Dober, 1713-739 2 5 4 Mel. 99 Ach fasse dich, mein Lösegeld, Versöhner der verlornen Welt, so gut ich kann, in festem Glauben. Ich fasse dich und laß dich nicht, dein Tod befreit mich vom Gericht; den Trost soll ewig mir nichts rauben. Nach Valentin Ernst Löscher, 7673-7 25⁵ Mel. 14 ünderfreund voll Liebe, Bürge, Gott und Lamm, deine Gnadentriebe bet ich dankbar an, wenn ich deiner Nähe/ Heil und Trost erfahr/ und daneben sehe, wer ich bin und war. 2. Gnade und die Schmerzen/ um die Sündigkeit stehen sich im Herzen/ nahe allezeit. Ich hab Zorn verdienet, heißt es meinerseits. Ich hab dich versühnet, ruft das Zamm vom Kreuz. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 156 Abendme N⸗ Ihr G Yan da ihr ar werdt. en sch Blute tte man ihn 0⁴ st eing 9. Erh nem Tise J. Wie sch um 4. Wie zen/ für J. Du ohne S 0. Laß manch h 7. Es Kampf 286— 259 fit J Glieder sein, Gott ehr euch, kein fremdes Leben stör eurch, 2 solang dies Sterben währt. Es kommen Zeit und Stunden, da ihr aus Recht der Wunden/ ihn sehen und ihm gleich sein werdt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 el. I8 257 Mel. 132 seine enn sich der Herr im Abendmahl/ uns zum Genusse n, mit schenket/ und uns, das Volk der Gnadenwahl, mit seinem ie uns Blute tränket, dann haben wir den Martermann/ so nah, als eele/ man ihn haben kann/ im Glauben ohne Sehen. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 17727-752 200 258 Mel. 30 Se ist es denn geschehen: ich habe Gott gesehen, er hat sich eingefunden/ und sich mit mir verbunden. nden/ 2. Er hat mich armen Kranken-o selige Gedanken!-zu sei— u, die nem Tisch geleitet„ und Abendmahl bereitet. J. Wie dank ichs seiner Eiebe, die aus dem treusten Triebe/ 3-7³⁹ sich, um mich zu erheben, ins Niedrige begeben! 4. Wie dank ichs seinem HBerzen, das so viel herbe Schmer— 45 0 zen/ für mich, der sie verschuldet, aus laͤuter Eieb erduldet! v 5. Du herzvertraute Liebe, entflamme deine Triebe, damit sie sol ohne Schweigen/ von deiner Tugend zeugen. 3.7³0 G. Laß mich dein bitter Sterben/ und ritterlich Erwerben/ manch haͤrt gebundnen Seelen mit Freudigkeit erzählen. . 4 7. Es werd an mir gesehen/ dein Tod und Auferstehen, dein deine Kampf und Überwinden, dein Suchen und dein Finden. hahe/ Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 dwat. 259 Mel. 146 en sich 9 Christ, ich danke dir, ich danke dir von Herzen/ für deine ißt es Treu an mir, für alle deine Schmerzen, für deinen bittern Kreuz. Tod, für deinen Leib und Blut, womit du, treuer Gott, mir labst o⸗-Noo Herz, Sinn und Mut. 1587 — 260— 262 Kirche und Gemeine 2. QAch laß mich nimmermehr, o Jesu, dein vergessen! Ich habe ja von dir/ getrunken und gegessen. Nun sei mein Berz und Sinn/ so ganz von dir erfüllt, daß sich nichts rege drin, als was von dir herquillt. v.) Erdmann Neumeister, 167756 v. 2 Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt,) 537-706 260 Mel. 359 Nun laßt uns wieder frohen Muts/ zu unsern Hütten gehn/ und in der Kraft des Gottesbluts/ im Bunde fest bestehn. Mit Hand und Mund nach Bruderart/ in Gottes heilger Ge— genwart/ geloben wir, ihm treu zu sein, bis wir den Thron um— reihn. Goltfried Andreas Cunow, 1803-/866, nach*John Hartleß, 1762-187 261 Mel. 12) un so erhebet dann/ als wie ein einger Mann/ die ver— bundnen Kehlen/ und stimmet lieblich an/ dem Freunde unsrer Seelen/ manche Melodie/ voller Harmonie. Er ist bei uns hie.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 Gemeine und Gemeinschaft Seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. 262 Mel. 70 Wi durch die Lande/ und durch die Inseln weit, ja, bis zum Rande/ des Mittags ausgestreut, singt unser Bund in vielen Zungen/ Psalmen dem Meister und Huldigungen. 2. Ein Herr und Meister/ ist unser Haupt und Hort, er prüft die Geister/ und braucht sie da und dort. Doch alle, fest auf ihn verbunden, stehen vor ihm in geweihten Stunden. 3. Er Herr, wir Brüder! so ruft der ganze Bund. Er Baupt, wir Glieder! so singt durchs Erdenrunddes freien Bundes— volks Gemeine. Eine nur ist es und ewig seine. 158 Gemeine N 4. Sch Geistesb seelen. x 5. Wo alle 0r Geistes 0. Gru iht drüb in seinen 7. Gieh den, Süt Herzens in gt dein und mit L. Dur durchgeb laß imm J. Ihr heißung zum Nnf G⁰ Loh lang /fü reichen L. We gen, son weil wi was ha Nel. 70 a, bis Bund en. prüft ot auf aupt, ndes⸗ Gemeine und Gemeinschaft 263 264 4. Schnell einverstanden/ sind, die sich nimmer sahn. Mit Geistesbanden /schließt Herz an Herz sich an, weil Brüder— seelen, Brüderaugen/ Zeichen der Seele zu lesen taugen. 5. Wo wir auch wohnen, verknüpft uns seine Hand, durch alle Zonen/ reicht unser Bruderband. In ihm und seines Geistes Frieden /bleiben Entfernte noch ungeschieden. 0. Gruß euch, ihr Lieben/ dort über Land und See! Treu sorgt ihr drüben/ um unser Wohl und Weh; o dankt dem Berrn! in seinen Händen /ruhn wir getrost an den Erdenenden. 7. Zieht hin in Frieden, die ihr zu scheiden scheint. Im Nor— den, Süden/ fühlt euch mit uns vereint! Mit Blicken und mit Herzensflammen treffen wir immer in ihm zusammen. Karl Bernhard Garve, 1768-84 263 Mel. 88 Enr großes Gnaden- und Wunderwerk, ist uns, Herr Jesu, dein Augenmerk, unsre Brüderkirche, der du das Leben/ und mit der kleinen Kraft hast gegeben/ ein offne Tür. 2. Durch alles, was du ihr zugedacht, werde sie herrlich hin— durchgebracht. Arm sein, an dich glauben /und auf dich sehen, laß immer in guter Ordnung gehen/ zu deinem Preis. 3. Ihr Sein und Wandeln leucht immer fort /nach der Ver— heißung in deinem Wort. Wo sie Hütten bauet, gib allerwegen/ zum Anfang, Mittel und Ende Segen, so führt sies aus. * Martin Dober, 17038-74 264 Mel. 555 Gemeine, freue dich! Bring dem Herrn durch alle Chöre/ Lob und Ehre, Ruhm, Anbetung, Preis und Dank/ lebens— lang/ für den nie genug gepriesnen, bis daher an dir bewiesnen/ reichen Gnadenüberschwang! 2. Warum hört man gleichwohl nicht/ stets Halleluja erklin⸗ gen, sondern singen/ Kyrie eleison/ statt der Wonn? Darum, weil wir seiner Gaben/ uns so sehr zu schämen haben; denn was hat der Herr davon? 159 265 266 i und Gemeine 3. O wie viele Wunder hat/ seine Treu uns schon gezeiget! Wie gebeuget und beschämt von seinem Tun/ wird man nun, wenn man sieht, wie so viel Scharen, die sonst fern und fremde waren, froh in seiner Gnade ruhn! 4. Bleib in deiner kleinen Kraft, Kirchlein, wirk im Glauben Liebe. Deine Triebe/ gehn in einem lautern Sinn/ nur auf ihn. Geh auf deinem Streiterpfade/ im Gefühl erlangter Gnade, im Gefühl der Armut hin. v.)*Christian Gregor, 7723-)80) v. 2* Johann Nitschmann d. J., 172-78 v. 3. 4 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 760 265 Mel. 4 A„Zion, und hör/ des Königes Lehr! In Liebe und Treu/ sucht er sich mit dir zu verbinden aufs neu. 2. Dein Bräutgam und Freund, mit dem du vereint, hat Freude an dir/ und will dich bereiten zur Ehre und Zier. 3. Drum folge ihm nach, in Armut und Schmach/ und lerne das Recht-/ und alle die Sitten vom Gnadengeschlecht. 4. Wie selig, wie groß /und schön ist dein Los, das Jesus dir gibt, er, der dich von Ewigkeit kennet und liebt! S. Steh feste im Bund, sei treu mit dem Pfund, das der dir vertraut, der selber auf deine Geschäftigkeit schaut. Gottfried Neumann, 7685- 77 266 Mel. 16) ihr teur erkauften Seelen, frei gemacht durch Jesu Blut, die ihr nach des Herrn Erwählen /sanft in seiner Gnade ruht: wollt ihr schweigen/ oder zeugen? Wißt ihr nicht, was euch gebühret, die sein Geist ihm zugeführet? 2. Danket seinem großen Namen, betet ihn im Staube an, und sein ganzes Volk sprech Amen, das in ihm sich freuen kann. Er und seine/ Gnad alleine/ ist der Grund zu dem Gebäude/ der Gemeine, seiner Freude. 6⁰ Gemeil N J. Gt mag; u tag. fragen, 4. M ihrʒ den Unste 2 daß die 5. Or Herrenl mit Blo genomr 0. Qe fürst, w gedürst! sindet, rägt si Herrn M here Hemeine N gezeiget! san nun, oftemde Glauben r auf ihn. Gnade, 7⁰⁰-7⁵⁰ Mel. 4 ebe und u. eint, hat ier. und lerne ht. as Qesus 5 der dit 585J700 Mel.(6) jesu Blut, er Gnade nicht, was taube an, uen kann. Hebäude/ Gemeine und Gemeinschaft ——— 88 7— 3. Grund muß erst gegraben werden, eh man Türme bauen mag; und das Korn muß in die Erden, eher kommt kein Ernte— tag. Wir erfahren/ mit den Jahren, was wir denen, die uns fragen, von der Hoffnung Zions sagen. 4. Menschen, kenntet ihr die Gnade, ach, ihr bücktet euch vor ihr; denn sie führet uns gerade/ durch des Reiches Lebenstür. Unsre Wolke zeugt dem Volke, das geboren wird zur Ruhe, daß die Gnade Wunder tue. 5. Drum so gründe dich auf Gnade, Bau des Höchsten, Herrenhut! Mache deine Mauern grade, deine Pfosten rühr mit Blut. Jesu Leiden, drin wir weiden, haben uns das Berz genommen, draͤuf sind wir zusammen kommen. . Jesu, einger Mensch in Gnaden, HBerz voll Eiebe, Friede— fürst, wie hat dich bei unserm Schaden/ doch nach unserm Beil gedürst! Nun so segne/ und begegne/ jedem, der sich hier be⸗ findet, wo sich alls auf Gnade gründet. 7. Herrnhut soll nicht länger stehen, als die Werke deiner Hand/ ungehindert drinnen gehen, und die Liebe sei sein Band, bis wir fertig/ und gewärtig, als ein gutes Salz der Erden/ nützlich ausgestreut zu werden. 8. Sei, o Herr, mit unserm Bunde, laß uns leuchten als ein Licht, das du in der Abendstunde, auf dem Leuchter zugericht. Unser Wille bleibe stille, unser Mund und Band vollende/ die Geschäfte deiner Hände. 9. Uns wird noch manch Stündlein schlagen; so der Herr will, immer her! Jesu Schmach ist leicht zu tragen, selbstgemachte trägt sich schwer. Wir sind Christen, die sich rüsten, mit dem Herrn der Herrlichkeiten„dort zu prangen, hier zu streiten. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 760 v. 2.* Christian Gregor, 1723-80) 267 Mel. 20 erkt man auf des Herrn Regieren, wunderbar, doch selig Führen, o welch Lieben kann man spüren, das sein treues Herze regt! V 36 22Z— und 2. O wie viel Gelegenheiten, die ihm Lob bei uns bereiten, haben sich zu diesen Zeiten/ uns vor Nugen dargelegt! 3. Nun so schlaͤget doch, ihr Flammen, die aus Christi HBerzen stammen, helle über uns zusammen, bis wir seine Ehre sind! 4. Segensströme, schießet nieder! Kräfte, regt euch hin und wieder/ und beweget alle Glieder, die sich ihrem Haupte weihn! 5. Regt euch auch, ihr Engelchöre, bringt dem Lamm Lob, Preis und Ehre, daß es alle Schöpfung höre; singt ihm droben, wir tuns hier. 6. Alle, die wir Jesum kennen, hier im Glauben nach ihm brennen/ und ihn unser Alles nennen, stimmen fröhlich mit euch ein. Nugust Gottlieb Spangenberg, 7704-7ε 268 Mel. 20 V Seelen, sinkt, ja sinket hin/ vor eurem Herrn in Lieb und Demut/ mit einem statt der bangen Wehmut/ vor Freuden tief gebeugten Sinn. 2. Der Herr hat viel an uns getan; wie könnten wir der Freude wehren? Wir sehn nach unserm Herzbegehren/ die Stadt des Herrn im Geiste an. 3. Wir fassen uns im Geiste an, in einen Liebesgrund zu sinken, aus einer Felsenflut zu trinken, zu gehn auf einer Gna— denbahn. 4. Wir gehen einen Dornensteg, man muß die Rauhigkeit empfinden. Allein man kanns nicht anders finden, es ist der uns bestimmte Weg. 5. Des Vaters großen Gartenplan/ muß man mit viel Ge— duld bedienen, denn alle Pflanzen, die da grünen, die fangen beim Verwesen an. 0. Da ist die Hand, Herr, hilfs uns tun. Wir wollen dir Gehülfen werden bei deinem Gnadenwerk auf Erden, bis daß wir mit einander ruhn. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17007 —16² Gemeil 2 W wandt! 4 schaft und Kt Hreude ladt des rund zu er Gna⸗ uhigkeit ist der hiel Ge— fangen llen dit en, bis 0⁰-7²⁰⁰ο Gemeine und Gemeinschaft 269 270 S 269 Mel. 6 er muß nicht beschämet stehen, welcher unsers Königs Hand/ nur ein wenig zugesehen, was sie an uns hat ge— wandt? 2. Zeugen hat er uns gegeben/ und auch Raum für uns ge— schafft, wo sein Wort, das unser Leben, sich beweist in Geist und Kraft. J. Allmacht, kräftiglich erwiesen, daß sie alles schaffen kann, ewig, ewig sei gepriesen! Dich bet alls im Staube an. 4. Mache uns dir zur Gemeine, die als Fackel vor dem Thron/ ohne fremdes Feur erscheine, deiner Seel zum Arbeitslohn. *Martin Dober, 1703-7⁴s 270 Mel. 90 eht, werft euch vor die Majestät/ des Königes der Liebe, der euch mit Gnaͤd entgegen geht, ihr meiner Seelen Trie— be! Ihn, den man hier nicht sehen kann, blickt mit des Glau— bens Augen an. 2. Du bist, o Seelenbräutigam, ein allgemeines Wesen; wer krank auf Erden zu dir kam, den ließest du genesen. Ich habe dich auch angerührt„ und deine Wunderkraft verspürt. J. Ich mache mich im Geist bereit/ beim Tone stiller Lieder/ und werfe deiner Heiligkeit/ mich vor die Füße nieder. Komm, Priester aus dem innern Chor, und bete meiner Seele vor. 4. Gib, daß ich spreche, was dein Mund/ dem Vater sagen möchte, wenn er ihm unsern Liebesbund/ ins Angedenken brächte, und daß ich niemals etwas bitt, was nicht dein Geist zugleich vertritt. 5. Ich bins versichert, daß du mich/ zu deinem Volk ge— zählet, mit deinem Herzen ewiglich/ verbunden und vermählet, und wenn du bei dem Vater stehst, auch mit für meine Seele flehst. 163³ 13* G. Mein Friedefürst, verbinde dich/ mit meinem Herz und Sinnen, beherrsche mehr als königlich„mein sämtliches Be— ginnen; so werd ich dir je mehr vereint, je mehr dein Licht ins Herze scheint. 7. Indessen soll auf dein Geheiß/ mein Herz dir willig die— nen, und dir zum Dienste und zum Preis/ soll auch die Hütte grünen. Es wisse, wer es wissen kann: Ich bin des Heilands Untertan. 8. Der an dem Kreuz geschändet ward, von seinem Volk ver— leugnet, und der nach seines Reiches Art/ mit Schmach die Seinen zeichnet, ist mein und meiner Brüder Haupt, an welches unsre Seele glaubt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 2 7 1 Mel. 205 Kanmz erhöht/ die Majestät/ des Kirchenhaupts mit Preis und Ruhm! Er, der Herr, nimmt gern die Ehr/ von uns als seinem Eigentum. Seines Volks Ergebenheit, steht in lau⸗ ter Willigkeit. Dies ist, seit er Sieg erlangt, sein Triumph, wo— mit er prangt. 2. Liebt den Herrn/ und dient ihm gern, ihr Zeugen von der Gnad im Blut. Bringt ihm Dank/ und Lobgesang/ für alles, was er an uns tut. Gnade, Gnade, welch ein Wort! Sie hilft durch bis zu dem Port. Wer die Gnade kennt und weiß, der hat schon den Siegespreis. 3. Camm und HBaupt, das selbst geglaubt, als mans auf Erden wandeln sah, sei uns heut/ und allezeit/ mit deiner Gnad und Hilfe nah; denn wir trauen nur auf dich. Zion, wenn er dir ent— wich, er, der alles in dir schafft, wärst du ohne Geist und Kraft. 4. Bleib, ach bleib, o Haupt, am Leib, verlaß nicht deine Kreuzgemein, die nichts hat/ als deine Gnad/ und lebt aus deiner Füll allein. Fahre hin, was helfen kann! Unsre HBilfe ist der Mann, dem, so weit die Schöpfung geht, alles zu Ge— bote steht. v. J. 2.* Mattbäus Hehl, 7705-787 v. J. 34* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770070 164 Gemei 2 Ol da angene Königs ein Kö Willig Gute se ent⸗ Gemeine und I 272 223 272 Mel. 205 pfert Dank, bringt Lobgesang/ dem Fürsten unsers Bundes dar! Herz und Mund/ mach fröhlich kund„sein Lob im angenehmen Jahr! Rühmte wohl ein Volk des Herrn/ seines Königs sich nicht gern? Welch ein Reich ist seinem Reich, welch ein König unserm gleich? 2. Du allein/ sollst Meister sein; gib uns nur rechten Schüler— sinn, leis Gehör/ für deine Lehr/ und nimm den eignen Willen hin. Mach uns klein, so wolln wir dein/ und dir kindlich folg⸗ sam Zind an des Meisters Mund, treu bewahren dei— nen Bun 3. Was sind wir, o Berr, vor dir, daß wir dir könnten brauch— bar sein? Unsre Kraft ist mangelhaft; das Gute kommt von dir allein. Doch dein Wort, dein Ruf gebeut; segne du die Willigkeit, die durch dich mit kleiner Kraft/ dennoch alles Gute schafft. 4. Amen ja! Der Herr ist da, er merkt auf unser Herzens— flehn, er verleiht/ voll Freundlichkeit/ mehr, als wir bitten und verstehn. Reich und groß von Rat und Tat, wird er seinen Gnadenrat/ selbst mit starker Hand vollziehn. Amen ja, wir baun auf ihn. Karl Bernhard Garve, 1763-841 273 Mel. 22) Ou ewiger Abgrund der seligen Liebe, in Jesu Christo auf— getan, wie brennen, wie flammen die feurigen Triehe, die kein Verstand begreifen kann! Was liebest du? Sünder, die schnöde Zucht. Wen segnest du? Kinder, die dir geflucht. O großes, ja gutes, ja freundliches Wesen, du hast dir was Schlechtes zum Fustspiel erlesen! 2. Du König der Herrlichkeit, unser Verlangen/ geht nie so weit als deine Huld. Wir haben mehr Wohltat und Segen empfangen, als Strafe wir bei dir verschuldt. Das lehr uns vertrauen dem Vatersinn /und sehnend aufschauen zum Sohne hin; dein Geist unterricht uns in gnädigen Tagen, dir lauter erhörliche Bitten zu sagen. 165 Kirche und Gemeine SSISISIIIII..— Deinigen zum Heil von dir, ihrem Baupt, zu den Gliedern bewegen, auch uns aus Gnaden vollen Teil. Ach zeig uns, wie leichte dein sanft Joch sei/ und wies uns von eigener Last befrei; denn wenn du dein Hausgesind selber wirst lehren, so werden die Werke den Meister verklären. 4. Es bitten, es flehen, es schütten ihr Sehnen/ vor deinem treuen Herzen aus, wir, die du gewußt hast an dich zu gewöh— nen, wir, kleine Stein an deinem Haus, zusammengetragen auf Jesum Christ, der nichts zu versagen gewohnet ist. So laß denn denselben zu Liebe geschehen, was du von dir selber so gerne magst sehen. S. Du hast dich der Kirche sehr kräftig bewiesen, seitdem du sie der Welt gezeigt. So werde denn täglich mehr von ihr ge— priesen/ und jedes Herz dir zugeneigt. Dein feuriges Leben errege sich, uns Kräfte zu geben, um ritterlich/ den Satan, die Welt und die Trägheit im Kämpfen„in göttlichem Ernste mit Nachdruck zu dämpfen. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 274 Mel. 589 u unser König, unser weiser Führer, du treuer Hirt und Hüter deiner HBerd, du heiliger, allmächtiger Regierer/ des kleinen Häufleins, das dir lieb und wert, wir armen Leute/ sehns außer Streite, daß wir die Beute/ des Hirten sind. 2. Du hast die Kirche einmal lassen werden/ durch deine große Lieb und Wundermacht, uns tausend Siege schon geschenkt auf Erden/ und uns durch manͤcherlei hindurch gebracht, durch Ehr und Schanden, in welchen Landen„wir uns befanden, uns Raum gemacht. J. Wer kann die Wunder und die Taten zählen, die du an deinem Haus und Volk getan, seitdem es dir gefalln, uns zu erwählen, zu dienen bei der heilgen Kreuzesfahn? Der Sachen Menge/ bringt ins Gedränge, der Sinne Enge/ umfaßt sie nicht. 766 Gemei lamm, Herzen was er 275 276 in und mt 4. O Vater, segne, segne denn aufs neue dein Volk, die Frucht edern von Jesu Arbeitsschweiß, des Geistes Saat begieß und benedeie, „wie sein Ziel ist doch nur deines Namens Preis. Du wollst erhören, eftei; was wir begehren, und deinen Heeren/ gib steten Sieg. erden 5. O Geist, du Prediger von Jesu Schmerzen, vom Gottes-— lamm, das sich geopfert hat, erweck und öffne doch viel tausend inem Herzen, daß unser Zeugnis von ihm finde Statt, daß er empfange, wöh⸗ was er verlanget; er ist noch lange/ nicht seelensatt. agen Leonhard Dober, 1706-766 v. 5§ Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 2 7 5 Mel. 56 m du J0 wills wagen, von der Jesustreu/ was zu sagen, die sich ge⸗ täglich neu/ unter seinem Volk beweist, und wie hoch ihm eben Leib und Geist/ der Gemeine drum verbunden sei. „die 2. Wir, die Armen und so Schmähliche, durchs Erbarmen e mit aber Selige, wohnen in so einer Stadt, da man nur zu nehmen hat. Seiner Gaben sind unzählige. 7⁰ J. Sollten Zeugen seiner Wunderkraft/ können schweigen von dem Lebenssaft, der aus seinen Wunden quillt, uns mit Freud und Trost erfüllt /und ein neues Herz und Wesen schafft? % 4. Du bist wahrlich eine gute Lieb/ und beharrlich in dem und Liebestrieb. Niemand kann so traͤurig sein, daß ihn deiner eter/ Augen Schein/ nicht erfreute, wenn er vor dir blieb. eule/ 5. Gib uns allen, die so herzlich gern/ möchten wallen nach ů dem Sinn des Herrn/ und nur durch dein Blut allein/ wolln große gerecht und selig sein, gib uns diesen hellen Morgenstern. auf* ikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 Ehr uns 276 Mel. 37 u großer Seelenfreund, du Mann der Schmerzen, wie liegt an dir doch dein Volk/ so nah am HBerzen! Wer preiset gnug 16 30 die Treu/ an deinen Seelen, die unaussprechlich ist„ und nicht f zu zählen! nicht. 167 22 238 1 und Gemeine 2. Du tam o Volk des Lamms, dich—6 chden und deines Glaubens Fuß/ noch fester setzen; denn dein siegreicher Leale steht dir zur Seiten, der durch die ganze Welt/ dich will egleiten. 3. Die Liebe mache uns/ für ihn geschäftig, im Beten glaubens⸗ 1 im Zeugen kräftig. Herr, tu die Herzen auf, laß Kräfte quillen, so werden wir das Maß/ der Treu erfüllen. ANnna Dober, 1773-73 27/ Mel. 35 Di gestern und auch heute„ der Kirche lieber Herr, dich spüren deine Leute /tagtäglich herrlicher, weil sich an jedem Gliede/ dein treues Herz beweist/ und uns dein teurer Friede /bei Tag und Nacht umschleußt. * Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-/ 760 278 Mel. 389 ein Heiland, hilf uns überall zum Ganzen, wir sind dein Eigentum, das weißt du wohl. Die ganze Kreuzgemein samt ihren Pflanzen /laß vor dir blühn und grünen, wie sie soll. Wir sind ja Leute/ von deiner Beute; o wärn wir heute/ noch früchtevoll! 2. Wir sind vor dir ein schlechtes Hausgesinde; doch wolln wir gerne deine Ehre sein, ob unter uns auch manches Glied sich finde, das noch nicht willig dir sich füget ein. O mach uns völlig/ dir wohlgefällig, daß wir einhellig/ dein Herz erfreun! 3. Laß Lieb und Einigkeit dein Haus regieren/ und banne weg, was unrein und gemein, damit wir deinen vollen Segen spüren/ und inniglich in dir vergnüget sein. Laß Geistesregen/ und Liebessegen/ uns allerwegen/ das Herz erneun. 4. Der Schild des Glaubens müsse uns bedecken, der Helm des Heils zur sosech du uns sein. Will uns der Feind verstõren oder schrecken, so sieh du, Jesu, unser König, drein, daß in den Kriegen/ wir nicht erliegen. O komm, hilf siegen /der Kreuz— gemein. 168 Gemeine N 5. Nch etwas N den Blo sichquale 0. Das graue M fliehen/ von dir gieter. 279-281 . Das muß die Last des Lebens uns versüßen, das macht das graue Alter wieder jung, wenn man von deinem Lob darf über⸗ fließen/ und dich umfassen in der Heiligung. LCaß unsre Seelen/ von dir erzählen/ und nichts verhehlen/ von deiner Treu. *ANnna Dober, 1773-739 v. 6*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf 1700-7ο 279 Mel. 566 Die⸗ Glieder Jesu freun sich sehr, doch ohne viel Geräusche; sie rühmen sich auch niemands mehr/ nach Ansehn und nach Fleische, sie hängen ihre Herzen nicht/ an Väter und Re⸗ Fbrer Nur er ist ihre Zuversicht, ihr Herr und Baupt und ührer. 2. Auch denken wir in Wahrheit nicht, Gott sei bei uns alleine. Wir sehen, wie so manches Licht /auch andrer Orten scheine. Da pflegen wir denn froh zu sein/ und uns nicht lang zu sperren; wir haben einen Erbverein/ und dienen einem Herren. J. Du guter Heiland, bind uns doch/ je mehr und mehr zu⸗ sammen. O spann uns an ein gleiches Joch, entzünde gleiche Flaͤmmen! Erneure auch von Zeit zu Zeit/ den Eid bei deinen Fahnen/ und mehr die Lieb insonderheit/ durch herzliches Er— mahnen.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 280 Mel. 56 Haune weißt du, Schein vom Morgenstern, warum heißt du eine Hut des Herrn? Daß in dir bei Tag und Nacht/ werde unserm Herrn gewacht! Und Gott Lob! Wir rühren uns ihm gern. Nikolaus SEudwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-7ο 281 Mel. 167 gesegnetes Regieren/ unsers Königs in der Still, der sein Häuflein sammeln, führen, gründen und vollenden will, 169 282 283 Kirche und Gemeine 2. Jesu, du hast mit Erbarmen/ schon so manches Herz ge— rührt, tausend schon auf deinen Armen/ deiner Herde zugeführt; und seitdem sie eins geworden, hast du deine Lust daran/ und führst sie im Kreuzesorden/ fort auf einer sichern Bahn. 3. Nun wir bitten dich, du Treuer, weil dein Volk es wagen darf: Sei mit deinem Geist und Feuer/ uns, den Deinen, lind und scharf, so daß wir ein Salz der Erden/ bleiben und ein Licht der Welt; noch viel Feinde aber werden/ dir zum Opfer dargestellt.*Matthäus Hehl, 7705-78⁷ 282 Mel. 166 Di unsre gute iebe du, wir wolln dirs nicht verhalten: wir sehn dir mit Verwundrung zu /bei deinem Liebeswalten. So arm und so gering wir sein, so viel ist von den Tagen/ der Gnadenzeiten der Gemein/ zu singen und zu sagen. 2. Wir grüßen dich mit Innigkeit, du Altster der Gemeine, o Lamm voll Gottesherrlichkeit, für uns einmal gar kleine. Es zweifelt unser keiner dran, du denkst an uns in Liebe/ und nimmst dich deines Kirchleins an aus treuem Gnadentriebe. J. Wir legen alle Schwierigkeit/ auf deinen Heldenrücken; hingegen wolln wir uns erfreut/ zu deinem Joche schicken. Krön du uns mit Barmherzigkeit/ und laß uns nimmer Waisen. Ge—⸗ horsam und Geschäftigkeit/ soll noch den Meister preisen. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 283 Mel. 23 N. Geschwister, zum Gebet, Dank und Flehen! Was das Herz im Glaͤuben fleht, wird geschehen. Wenn der Mund nichts sagen kann, Jesus höret, was das Herz begehret. 2. Werdet doch aufs Gute klug/ und recht weise, denkt, ihr seid noch nie genug/ ihm zum Preise. Hört nicht auf, den besten Herrn/ lieb zu haben, und erweckt die Gaben. 17⁰ Gemein 4. Ble euch vor nichts/d 5. We hat, Wei kann ra Va noc durchdti ihm ein Gemeine und Gemeinschaft 4. Bleibet doch beständig treu bei dem Sohne. Er macht euch von allem frei, ihm zum Lohne. Dabei fürchtet euch vor nichts, denn ihr wisset, Jesus hat gebüßet. lind 5. Wer läßt nicht um Jesum Christ/ alles fahren, der gespürt ein hat, wer er ist, und erfahren, daß uns solche Seligkeit/ nichts ppfer kann rauben! Mehr uns, Berr, den Glauben. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 284 Mel. J4) wit Ba dich, Gemeine, aus der weiten Welt erwählt: bist du lten. noch die Seine, noch vom ersten Geist beseelt, noch von ihm „der durchdrungen, der mit Todespein/ sich sein Volk errungen, ihm ein Ruhm zu sein? er o 2. Wohl hast du behalten/ seines Kreuzeswortes Pfand; durch Es des Geistes Walten /drang es kühn durch Meer und Land. nmst Wohl dir, wenn sein Feuer/ auch dich selbst durchdrang, daß du treu und treuer/ gingst den Glaubensgang. ken; 3. Hautre Selbsterkenntnis beuge dich als Sünderin mit Mrön dem Schuldgeständnis/ vor dem Thron der Gnade hin. Dort Ge⸗ ist viel Vergeben/ für erkannte Schuld, dort ist neues Leben, dort ein Meer von Buld. 51 4. Ob auch Berge weichen, seine Gnade weichet nicht; mag die Sonn erbleichen, nie verlischt sein Recht und Licht. Alle 92⁴ Welten preisen„seinen Liebesrat. Laß dich freundlich weisen/ das zu der Gnadenstatt. und 5. Auf denn, o Gemeine, in verjüngter Segenskraft! Bleibe du die Seine, übe gute Ritterschaft! In sein Wesen gründe/ ihr deins je mehr und mehr. Was vergehn kann, schwinde; ewig esten bleibet er.*Karl Bernhard Garve, 1763-84 17 285 286 Kirche und Gemeine 28 Mel. 16 ch du liebevolles Wesen, Scham und Schmerz nimmt überhand, daß beim Volk, das du erlesen, viele dich noch nicht erkannt. 2. Freilich hast du manche Seele/ unter deiner treuen Hut/ trotz so mannigfacher Fehletreu gemacht, gerecht und gut. 3. Aber ach, bei aller Gnade, die uns mächtiglich erfüllt, ist wild noch Verlust und Schade, und noch mancher Stamm ist wild. 4. Und wenns auch die meisten wären, die ihr Herz dir auf— 540 und nun leben dir zu Ehren/ und nun gehn die schmale ahn: J. O, so sinds doch noch nicht alle; und doch alle sind dein Gut, denn du hast sie von dem Falle„längst gerettet durch dein Blut. 6. Ach du auserwählte Liebe, hole, hole doch herum, was bei deinem Wundertriebe/ jetzt noch blind und taub und stumm. 7. Tötet doch, ihr Flammenaugen, tötet nur durch euren Strahl/ alle Dinge, die nicht taugen /für ein Volk der Gna— denwahl. 8. Nach Natur und nach der Erde richten seinen edlen Geist, das ist eine Angstbeschwerde, die man fälschlich Freude heißt. 9. Hörts doch alle! Kommt zur Liebe, zur verwundten Liebe her! Weg mit jedem eitlen Triebe! Wer doch ganz des Hei— lands wär! 10. Kommt, wir wollen niederfallen, unser Bräutigam ist da. Laßt aus Herz und Mund erschallen„Amen und Balleluja! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-ο 286 Mel. 566 führe doch ein Feuer aus/ von unsers Meisters Munde/ und reinigte sein Tempelhaus/ durchaus noch diese Stunde, daß wir nur sähn auf ihn allein/ und Gnade nur begehrten! Wir würden bald so Zeugen sein, die seinen Ruhm vermehrten. 292 Gemein N 2. Nu rufen, et besuch u daß unst M mei merken die Cast 2. So dennoch denn er durch un Gemeine und Gemeinschaft 287 2. Nun, lieber Heiland, wir sind hier, durch dich herbeige— rufen, erzogen und gepflegt von dir/ zu neuen Gnadenstufen: besuch uns oft aus deiner Höh/ gleich andern Friedensstätten, daß unsre Sache glücklich geh; du wirst darum gebeten. *Matthäus Hehl, 1708-78/ 287 Mel. J95 Nen unsers Königs, neige dich und schaue, wie sich die Ge. meine baue. Kennst du nicht die Armut, die wir an uns merken/ in den selgen Gnadenwerken? Gleichwohl hast/ du die Last, die so mancher träget, ihm selbst aufgeleget. 2. Sollen nun die Menschen, die dich nicht verstehen, endlich dennoch in sich gehen; sollen sie nicht sagen: Wo ist euer König? denn er unterstützt euch wenig; soll vielmehr/ deine Ehr/ auch durch uns erschallen: dürfen wir nicht fallen. 3. Innigkeit und Mannheit/ sind die beiden Sachen, die ein Kind des Friedens machen, das in deinem Weinberg/ als ein Knecht soll handeln„und in lauter Segen wandeln. Es ist auch/ dein Gebrauch, daß du deinen Knechten/ hilfst mit deiner Rechten. 4. O du innigs Wesen/ und du Mensch in Gnaden, sei ganz herzlich eingeladen. Wallen und Daheimsein/ müsse dir in allen, seligs Wesen, wohlgefallen. Unsern Sinn/ nimm dahin, er sei dein alleine, dein und der Gemeine. 5. Helfer der Verirrten/ in den eignen Wegen, komm mit dei— nem Kreuzessegen! Mächtiger Zerstörer/ aller Satanswerke, übe ferner deine Stärke! Jesu Tod, Kreuz und Not/ werden unsre Sachen/ besser gehen machen. . Mache die Gemeine, dir zur Friedenshütte/ und gib uns gerade Schritte. Laß der Arbeit Lasten, die wir aufgeladen, uns gedeihn nach deiner Gnaden, daß wir dich/ festiglich/ fassen und dir trauen, glauben ohne Schauen. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 v. 5.*Daniel Schmuhiger, 1776 bis nach 1778 73 288 289 Kirche und Gemeine 288 Mel. wa Kodam; Liebe, komm und schütte deine Segen/ noch heute über unser ganzes Haus! Es macht vor dir nur eine Seele aus; o laß sich deine Gnade drinnen regen! Gib, daß dein Volk sich deiner freuen mag, so wird ihm jeder Tag zum Sabbatstag. 2. Hier legen wir uns alle dir zu Füßen, noch mehr, wir legen uns dir an das Herz: du wollest uns der Leiden bittern Schmerz/ durch deine Gnadenblicke recht versüßen. Ja, führ uns auch von diesem Tage an/ auf deiner raͤuhen, aber rechten Bahn. 3. Du treues Herz, du Liebe ohne Ende, du Ohr, das, ehe man noch ruft, schon hört, du Auge, das sich nie von jemand kehrt, der ihm in Armut siehet auf die Hände, du Kraft, du Licht, du Manna deiner Schar: gib du dich uns, denn, Liebe, du bists gar.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 289 Mel. 366 u inniglich geliebtes Haupt, wir wolln dich etwas bitten, du hasts den Deinen ja erlaubt, ihr Herz dir auszuschütten: Mach uns zu deiner treuen Schar/ und laß die Welt erkennen, daß wir uns doch nicht ganz und gar/ mit Unrecht Christen nennen. 2. Wir fassen uns im Geiste an, auf dein Blut zu vertrauen, zu gehn die offne Gnadenbahn/ im Glauben bis zum Schauen/ und auf den Grund, HBerr Jesu Christ, wo du der Eckstein hei— ßest, zu baun, was dir gefällig ist/ und du uns selber weisest. 3. Wir geben uns in deine Hand, empfehln uns deinem Geiste, daß er dem brüderlichen Band/ getreue HBilfe leiste, daß er uns für den Blan gewinn, nach dem wir wandeln sollen, und neige Herz und Seel und Sinn/ zu einem treuen Wollen. 4. Die Sach ist dein, Berr Jesu Christ, die Ehre wie die Schande, weil deine Zeit gekommen ist/ zur Heiligung der Lande. Wir sind auf deinen Ruhm bedacht/ und deinem Willn zu die— nen; gib du auf unsre Arbeit acht, daß unsre Saaten grünen. 774 Gemeine EEN 5. Wit ren, wie Laß der und dein 0. Nur Dein Ge führ uns vom erste nset: u bl L. Du Werk; d Augenm J. Du gib uns 4. Gih macht; ihre Pra 5 riede soll, Uns, die Mach u L. Ko uns schi lüchtef Salbun jede Se J. Sd Sinn; * und I 290 291 5. Wir bitten hadich denchshaflüch Fah: fort in 143ü 15 ö ren, wie bis daher so gnädiglich /dein Häuflein zu bewahren. Saß der Gemeine selgen Gang/ durch nichts gestöret werden, und deiner Liebe Überschwaͤng-erleichtre die Beschwerden. G. Nun, unsere Gemeinschaft sei /mit dir und deinem Vater. Dein Geist der bleibe stets dabei/ der Herzen ihr Berater, der führ uns immer Schritt vor Schritt/ bis zum erwünschten Ende, vom ersten bis zum letzten Tritt/ in unsers Gottes Hände. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 290 Mel. 16 Net Heiland, deiner Kinder/ naher und bewährter Freund,‚ du bleibst immer Uberwinder, wo der Feind zu siegen meint. 2. Du bist weise, wir sind Kinder, du bist stark, wir schwaches Werk; du bist heilig, wir sind Sünder„ und sind doch dein Augenmerk. J. Du willst immer gerne geben, deine Lieb ist täglich neu; gib uns Kraft, in dir zu leben, aber auch zu tun dabei. 4. Gib der ganzen Kreuzgemeine, was sie vor dir köstlich macht; denn ihr Nam und Ruhm ist deine, und dein Blut ist ihre Pracht. Martin Dober, 70³9-7ς 291 Mel. 567 Fochn weils dein Wille, daß dein Volk hier grünen soll, o so gib uns deine Fülle, mach uns alle Geistes voll, uns, die wir dir sollen dienen/ und sind noch so arm und klein. Mach uns durch dein Blutversühnen, wie wir vor dir sollen sein. 2. Komm, du Geist der Kreuzgemeine, ruh auf uns und mach uns schön, daß sich Herz und Herz vereine/ und wir Friedens— früchte sehn. Rege dich im innern Grunde, geuß auf uns dein Salbungsöl, mach uns treu im Gnadenbunde und versiegle jede Seel. 3. Schenke jedem Mut und Glauben, einen dir ergebnen Sinn; will der Feind uns etwas rauben, gib uns durch dein 17⁵5 292 293 Blut Gewinn. Töte durch dein sanftes Wehen, was in uns ungöttlich ist, was du nicht kannst zugestehen/ dem, der deine Gnad genießt. 4. Mache uns in deinen Sachen tüchtig, fertig und geschickt, und zu allem, was wir machen, gib uns Weisheit, daß es glückt. Löse jedes, das gebunden, und was frei ist, rüste aus /mit den Kräften deiner Wunden zu dem Dienst an deinem Haus. 5. Anzubeten, hinzusinken, das soll unsre Sache sein, aus dem Gnadenquell zu trinken, uns dem Herrn und der Gemein/ ganz und völlig hinzugeben/ und an einem Joch zu ziehn, nicht mehr für uns selbst zu leben, uns um andre gern zu mühn. *Esther Grünbeck, 77777 292 Mel. 166 Haa Gesegneter des Herrn, es steht dir alles offen! Ein jeder hätte herzlich gern/ das rechte Ziel getroffen. Du kennest unsern Unverstand, wir wissen nichts zu machen; nimm deine Leute bei der Hand„ und zeig uns deine Sachen. 2. Gott, wie dein Nam ist auch dein Ruhm. Du wollst dich so beweisen, daß wir dich als dein Eigentum/ mit Wort und Wandel preisen. Wir sind von Berzen drauf bedacht, nach dei⸗ nem Sinn zu handeln; ach hab in Gnaden auf uns acht, daß wir dir würdig wandeln.*Nnna Nitschmann, 7775-760 293 Mel. 166 Wn unter deiner Schar, und das mit tausend Freu⸗ den! Du, der da ist und der da war, komm her, dein Volk zu weiden, das sest hält überm Wort vom Kreuz, dem Grunde aller Lehre. Empfahe von uns allerseits/ die heilge Altstenehre. 2. Gesehen haben wir dich nicht, allein was will das sagen? Die Sonnenmacht von deinem Licht/ kann doch kein Nug ertragen. Einst werden wir mit Augen sehn, die noch nicht offen stehen. Und o wie bald kann das geschehn! Jetzt liebt man ohne Sehen. 76 Gemeit N 3. Ge die sich! alle,kor Vetgeb 4. Du du Obe aus jegl haben r 5. Sa werden, Gib jed Kinder 0. Du sieh sein Hand v schluß d emeine us dem lst dich ort und ach dei⸗ ht, daß 57⁰⁰0 Nel. J65 d reu⸗ in Volk Hrunde enehre. sagenꝰ tragen. stehen. Gehen. Gemeine und Gemeinschaft 294 2095 3. Gemeine, wie viel hast du noch, die nicht in Jesu leben/ und die sich in sein sanftes Joch/ noch nicht so ganz ergeben? Kommt alle, kommt, so wie ihrseid, kein einzges ausgenommen! Ihrkönnt Vergebung, Fried und Freud/ von ihm geschenkt bekommen. 4. Du, der Gemeine Gottes Herr/ und aller Welt Versühner, du Oberhaupt der Wanderer, regier den Rat der Diener. Bereit aus jeglichem ein Bild/ für deine Kirchenchöre, wie du es selber haben willt/ zu deines Namens Ehre. 5. Sag deinem Volk den Plan ins Ohr, laß recht gelehret werden, steh der Gemeine Wandel vor, bewirt die Pilgerherden. Gib jedem sein bescheiden Teil; vertritt uns im Gerichte; die Kinder küß, die Kranken heil, die Kirchenhändel schlichte. . Du Vater unsers lieben Herrn, um seines Leidens willen/ sieh seine Sünderkirche gern/ und bringe ins Erfüllen, was deine Hand vor aller Zeit/ weissagend hat vom Lieben, vom Rat⸗ schluß der Dreieinigkeit„ ins Buch des Lamms geschrieben. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17790-7οο 294 Mel. 79 ir freuen uns von Herzen, daß du, o Mann der Schmerzen, des Name heilig ist/ und außer dem nichts größer, Welt⸗ schöpfer und Erlöser, der Altste unsers Kirchleins bist. 2. Uns ists, als wenn die Zeiten/ schon von den Ewigkeiten/ ein selger Vorschmack wärn; denn deine liebe Nähe/ geht über alle Höhe/ von Wundern, die wir sehn und hörn. 3. Gott, Schöpfer aller Welten, in dessen Königszelten man sicher wohnt und glaubt: wir küssen dir die Hände/ zum Treu— sein bis ans Ende. So sei und bleibe unser Haupt! „Nikolaus Eudwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-7ο v.).* Christian Gregor, 7729-80 295 Mel. 230 (Snia dein Herzenskönig, schau, dein gebeugt und untertä⸗ nig, dein zugeschwornes Voll ist hier. Dein Volk, das du selbst gerufen, liegt da vor deines Thrones Stufen/ und ist voll 2 295 Kirche und G emeine flammender Begier, wie es zu deinem Fest/ sich schmücken möcht aufs best, um zu zeigen, wie wohl uns ist, Berr Jesu Christ, wenn du so fühlbar nahe bist. 2. Ach zeuch ein zu deinen Toren, du findest aufgeweckte Ohren/ und HBerzen, die dir eigen sind. Rede selbst in unsern Chören, wir wollen dich mit Andacht hören, weil dein Wort unser Herze bindt. Wir werden kindlich frei„ und ohne alle Scheu/ mit dir handeln. Und wenn uns Licht/ in was ge— bricht, begehrn wir deinen Unterricht. 3. Sonderlich wirst du gebeten, als Herr und Meister einzu⸗ treten/ bei deiner armen Dienerschar. Dein Geist leite ihr Beraten/ und führe sie zu rechten Taten, stell du dich einem jeden dar. Wir blicken dich drum an, verkläre uns den Plan/ deines Willens, und mache leicht, was schwer uns deucht, weil unsre Kraft dahin nicht reicht. 4. Herr und Baupt der Kreuzgemeine, in deinem Licht und Gnadenscheine„stehn tief gebeugt wir vor dir da. Schaun wir in dein Herz voll Liebe, so wecken Dank- und Freuden— triebe/ zu fröhlichem Halleluja. Fraͤgst du nach unsrer Treu, und was dein Berz erfreu/ an uns Armen, so sinkt der Ton/ vor deinem Thron/ ins Körie Eleison. 3. O du Haupt und Herr der Herden, die du gesammelt von der Erden, bleib unverrückt bei ihnen stehn! Schaue, was sich hier verbunden zu deinem Hirtenstab gefunden, wie deutlich ists ihm anzusehn! Was wird in künftger Zeit/ nicht noch für Seligkeit„draus entstehen, wenn unser Hirt, was sich verirrt, durch seine Treu heimholen wird! 6. Also sind wir innig fröhlich/ und halten uns für ewig selig, dein Hirtenamt ist unsre Ruh. Darum schallt in dieser Stunde/ aus unser aller Herz und Munde: Glück zu dem Altesten, Glück zu! Dem Vater aller Zeit sei bis in Ewigkeit/ Preis und Ehre! Der Sünderschar ists Elend klar, drum läßt sie sich dem Heiland gar. 7. Wir erheben deine Güte/ mit kindlich fröhlichem Gemüte, wie viel hast du an uns getan! Des Erbarmens niemals müde, 178 Geme llickt i freund Heilig st/ eit ² 8 alle di Deiner Sohn Königs ab al Gemeine und Gemeinschaft blickt uns dein Angesicht voll Friede, so schlecht wir sind, doch freundlich an. O nimm Lob, Preis und Ruhm/ in deinem Heiligtum/ von uns allen! Herr Jesu Christ, wie glücklich ist/ ein Kind im Haus, wo du Herr bist! Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 1700-755 v. J. 7.* Christian Gottfried Clemens, 7743-875 296 Mel. 230 ottes Lamm, dein blutig Sterben„macht dich zum ewgen Throneserben, zum Priester in dem Heiligtum. Nun sind alle die Gewalten /der Hände, die das Weltall haͤlten, der Deinen ewges Eigentum. Was nach des Vaters Rat/ der Sohn nur ist und hat, all sein Siegen, sein Priestertum/ und Königsruhm /ist seiner Nünger Eigentum. Theobald Wunderling, 7826-89 29 7 Mel. 30 Altster deiner seligen Gemeine, die sich freut bei deinem Gnadenscheine„und dankbar tönet/ von dem Blute, das sie hat versöhnet: 2. Wir ergeben uns in deine Pflege und in alle deine selgen Wege/ mit tausend Freuden. Du sollst uns als Lamm und Hirte weiden. J. Walte über uns in Eieb und Gnaden, führ uns sicher, wend ab allen Schaden, daß deine Herde, treuster Birte, dir zum Preise werde. 4. Hebe auf die durchgegrabnen Hände/ über uns in Gnaden und vollende /alle die Segen, die sich in deim Herzen für uns regen. Johann Nitschmann d. J., 1772-788 v. 3.*Christian Gregor, 7723-80 298 Mel. 166 Jesu, Herr der Herrlichkeit, von dem noch keine Zungen/ vom ersten Anbeginn der Zeit/ je würdig gnug gesungen: gib uns vom Odem deiner Kraft/ und nimm Gebet und Lie— der/ der einsgewordnen Brüderschaft/ aus deiner Fülle wieder. 12* 179 299— 30)—.— und Gemeine 2. Ob dich Klech jetzt die Maest uie deinem Whnn um⸗ ace, der Trieb, der dich ans Kreuz erhöht, dieweil du uns ge— liebet, bleibt deinem Herzen immer neu/ und führt auch uns zu⸗ rücke/ auf deine brüderliche Treu/ zu unserm ewgen Glücke. 3. O König, mach uns ewiglich/ zu treuen Untertanen, o Fürst der Deinen, hebe dich/ zu deines Reiches Fahnen; des Vaters erstgeborne Kraft, regiere deine Brüder; o Haupt, mit deinem Freudensaft/ durchdringe deine Glieder! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 760 299 Mel. 2, Lamm, dein Volk ist da, sei du ihm innig nah. Laß uns vor dir handeln, wie man dich handeln sah. Komm, unter uns zu wandeln, und mach immer mehr/ uns zu deiner Ehr, uns zu deiner Ehr. 2. Was uns noch hemmt den Lauf, das decke du uns auf/ und räums auf die Seite. Und nimm die Hand darauf/ von jedem deiner Leute, daß wir einzig dir/ folgen wolln allhier, folgen wolln allhier. 3. Geh du von Ort zu Ort, mit der Gemeine fort, so kann sie was wagen und bis zum Ruheport/ auch bei dem Lasten-⸗ tragen/ unter Lobgetön/ ihre Straße gehn, ihre Straße gehn. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 300 Mel. 22) err Jesu, dein freundliches Angesicht scheine„stets über deiner Kreuzgemein. Die Glieder zusammen und jedes alleine/ laß deiner Gnad empfohlen sein. Erhalt auch die Die— ner des Worts vom Blut, ehrwürdger Versühner, voll Zeugen— mut/ und laß deinen teuer erkaufeten Seelen/ Apostel und Evangelisten nie fehlen.„Georg Andreas Oldendorp, 1727-787 301 Mel. 22 Hur Jesu, sei an jedem Tag/ so mit uns, daß mans fühlen mag. Dein Blut mach unsre Herzen warm /und stärke unsern Glaubensarm. 8⁰ Gemei N 2. O. chenhir entsteh auf bon lhier, kann asten⸗ gehn. 77⁰⁰ el. 22) über jedes Die⸗ ugen⸗ und 7³⁵ Nel. 22 üͤhlen stirke Gemeine und Gemeinschaft 302 2. LCaß alles, was verhandelt wird, in deiner Hand, du Kir— chenhirt, so selig und so herrlich gehn, daß dir muß Lob daraus entstehn.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 302 Mel. 58 O du, des Güte kein Mund ausspricht, erhebe täglich dein Angesicht/ über die Gemeine/ und ihre Klassen, daß unsre Häuser und unsre Gassen/ voll Friede sein! 2. Wir bitten alle gemeinschaftlich: Deine Barmherzigkeit rege sich/ über allem Volke, das bei uns wohnet/ und in des Ber— zen die Gnade thronet, mit Salbungskraft. J. Dein Blut bespreng unser ganzes Tun, es sei Geschäftigkeit oder Ruhn; und umgib ein jedes/ mit deiner Nähe, als ob sein sehnliches Auge sähe, wer vor ihm steht. 4. Die Lieb sei über uns das Panier, und deine Gnade sei die Begier/ deiner Kinder aller; und deine Liebe/ zünd in uns an die Gemeinschaftstriebe/ der Gliederschaft. 5. Den Kranken in der Gemeine bleib/ ein treuer Helfer für Seel und Leib/ und laß ihre Schwachheit/ gesegnet werden, deine Geschäfte zu tun auf Erden/ in ihrem Teil. . Die Boten rüste mit neuer Kraft, zu recht gesegneter Zeu— genschaft; laß sie ihre Straße/ mit Freuden ziehen/ und sich mit munteren Sinnen mühen/ in deinem Dienst. 7. Wir sind ein Werk deiner eignen Hand, Herzen, an die du dein Blut gewandt, ein vom heilgen Geiste/ dir zugezähltes/ und zu was Seligem auserwähltes, ein Gnadenvolk; 8. Ein Volk, da jung und alt, groß und klein/ ein lautes Zeugnis von dir soll sein„ und von deiner Tugend. Drum wollst du geben, daß dir Geist, Seele und Leib und Leben/ zum Preise sei. 9. Wir bitten herzlich, weils bitten gilt: Gestalt uns allesamt in dein Bild, daß die Nachbarschaften/ auch ohne Worte- fühlen und sehn, daß an unserm Orte/ der Beiland sei; 58 807 Kirche und Gemeine FIFFFTTT* 10. Bis deine gaͤnze erkaufte Schar, so in der Stille als offenbar, aller Welt ein Zeugnis/ ins Herze hefte /der unbe— zwinglichen Gotteskräfte/ des Worts vom Kreuz. v. J. 3. 7. S.*Christian Gregor, 1723-80 v. 2. 4. 5. 6.)0.* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 v. 9.* Rosina Grasmann, 772-76 303 Mel. 58 O/ Haupt und Herr deiner Kreuzgemein, laß sie durchgän— gig zum Wohlgedeihn/ dir und deiner Gnade/ und deinen Wunden, wo unsre Seelen ihr Heil gefunden, empfohlen sein. 2. O halte deine Hand über ihr! Laß deine Kirche zu deiner Zier/ immer schöner werden/ und immer reiner/ und ihre Glieder stets in sich kleiner/ und seliger. 3. Laß dein Werk unter uns immerfort/ und unser Zeugnis vom Gnadenwort/ und vom Blutversühnen/ im Segen gehen/ und dich mit stetem Beweis erhöhen/ vor aller Welt. 4. Bleibe nur, Kirchlein, bei seinem Tod, so hats mit deinem Bestehn nicht not. Wisse nie was Höhres, als ihn zu lieben, und folge kindlich den Gnadentrieben/ des heilgen Geists. 3. Was er dich heißet, das tue gleich. Wenn er dich züchtiget, so sei weich; und wenn er dich lobet, so falle nieder/ und gib dem Lamm alle Ehre wieder/ und schäm dich dein. v. J. 4.* Christian Gregor, 1723-80 v. 2. 3.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 v. 5. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 304 Mel. 355 Ha.ulea Immanuel, o du Herz voll Gnadentriebe/ und voll Liebe, unsre Seelen opfern dir/ Liebe hier; und in brennendem Verlaͤngen, deine Salbung zu empfangen, öffnet sich des Geistes Tür. 2. Laß dein Leben unsern Geist auf das kräftigste erheben, laß uns leben! Unsre Seele werde dir /eine Zier, und der äußerliche Wandel/ zeuge von dem innern Bandel, deiner Lieblichkeit in ihr. 182 lieben, sts. chtiget, nd gib 0-7⁰⁰ 7⁵e Hel. 55 / und und in öffnet heben, ud der deiner Gemeine und Gemeinschaft 3058 306 3. Gnade bitten wir von dir, Gnade ist der Seelen Anker; und ein Kranker findet in der Gnaͤde Saft/ Heilungskraft. Gnade müsse unsern Herzen/ leidlich machen alle Schmerzen/ der bestimmten Ritterschaft. 4. Herz mit uns, wir schwören dir/ unveränderliche Treue/ als aufs neue; dir ist unser Herz bekannt. Nimm die Hand/ zur Verpfändung aller Triebe, zur Vergeltung einer Liebe, die ihr Blut an uns gewandt. ö * Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0- 7ο 305 Mel. 166 ir wollen alle, wie wir sein, dem Haupte Treue schwören; wir wollen ihm, und ihm allein, auf ewig angehören. O unser Fürst, ein jeder weiß, daß du für uns gestorben; so gib uns nun zu deinem Preis, was uns dein Tod erworben. 2L. Du, der Gemeine lieber Herr, du Meister im Befehlen, du Weg und Steg der Wanderer, du Birte unsrer Seelen! Faß uns, die elend, arm und blind/ und doch durch dein Erbarmen/ sich selbst zum Wunder selig sind, mit deinen Liebesarmen. 3. Wir wolln, und was wir wolln, das geht; denn darum sind wir deine/ und haben deine Kraft erfleht/ und stehn in der Ge⸗ meine: wir wollen deine Diener sein/ und deine Dienerinnen, und keinem falle Rückzug ein, bis wir den Streit gewinnen. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 7ο 306 Mel. 366 Wo gehn getrost an deiner Hand, Herr Jesu, die uns führet. Wir haben dich getreu erkannt/ und haben wohl gespüret, daß, wenn du etwas auf uns legst, gibst du auch Kraft zum Tra⸗ gen, und was du zuzumuten pflegst, das ist getrost zu wagen. 2. So selig hat dein Gnadenblick/ bisher uns wollen leiten, und wir begehren nichts zurück„von allen Schwierigkeiten. Das ist der Kirche Freudenzeit, wenn sie gedenkt der Stunden, darinnen sie so manches Leid/ gemeinsam überwunden. 83 — und Gemeine 3. Gedenk an dein Verheißungswort, das dir gefiel zu sagen: du wolltst dein Volk von Ort zu Ort/ bis in das Alter tragen. Geh mit uns, wenn wir Botschaft gehn, wir dienen deinem Willen; und wenn wir vor dem Altar stehn, wollst uns die Hände füllen. Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-756 307 Mel. 22 olange Jesus bleibt der Herr, wirds alle Tage herrlicher. So wars, so ists, so wird es sein/ bei seiner Blut⸗ und Kreuzgemein. 2. Es bleibt bei dem bekannten Wort/ von Zeit zu Zeit, von Ort zu Ort: Christi Blut und Gerechtigkeit /ist seiner Kirche Herrlichkeit. 3. Wir sagen Ja mit Herz und Mund. O Lamm, dein Blut ist unser Grund, der fest und unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 4. Du bist und bleibest unser Herr, der Ceitstern deiner Wan— derer, der Kirche teures Oberhaupt, an das ein jedes Herze glaubt. 5. Dein Geist, der Geist der Herrlichkeit, mit dem der Vater dich geweiht, ruht auf der Kirche fort und fort/ und segnet ihrer Zeugen Wort. . So geht mit Freuden Hand und Fuß/ in alles, was man wagen muß. Man denket stets bei Müh und Fleiß /an Jesu sauren Arbeitsschweiß. 7. Mach deine Boten herrlicher, Lamm, dir und deinem Volk zur Ehr. Und gib mit uns an deinem Heil der ganzen Welt aus Gnaden Teil.„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 308 Mel. 9 Ju Christus blick dich an, selige Gemeine; er hat alls an dir getan, darum bist du seine. 2. Was er dir hat zugedacht, wird er dir auch halten; denn du siehst schon jetzt mit Macht/ seine Gnade walten. 784 fühtt s⸗ 7. O bis mo 8.0 Ruhm 9. S unser a Gemeine und n 1 370 3. Wunder ohne Ziel und Zahl, Gnade ohne Schranken, so agen. daß man der Gnadenwahl„nicht genug kann danken. 4. Kirche Jesu, freue dich/ über sein Erwählen, denn es wird ihm ewiglich/ seine Wahl nicht fehlen. 5. Ehedem war manche Zeit, da man in den Klüften/ einsam seine Seligkeit /hätte mögen stiften. . Und auf einmal bricht der Herr/ aus in alle Weite/ und führt seine Wanderer in die Läng und Breite. 7. Jesus, der zur Seligkeit/ uns hat auserwählet, ruht nicht, bis man ihm zur Beut/ große Mengen zählet. itche 8. Dazu sind wir aufgespart„in die jetzgen Zeiten, seinen Ruhm auf alle Art/ fruchtbar auszubreiten. Blut 9. Saget er zu unserm Wort nur sein Ja und Amen, so geht unser Bauwerk fort/ in des Baͤuherrn Namen. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 v. 9.* Georg Neißer, 1775-764 Hege 309 Mel. 74 Gaum Jesus segne dich/ und sei dein Trost und Teil. Vater Er mach uns, wo wir schwach und siech, durch seine Wun— ihrer den heil. 2. Mit ihm und in dem Namen sein/ kann man allein was man tun. Er segne seine Kreuzgemein/ in ihrem Tun und Ruhn. Qesu J. Wir grüßn uns ehrerbietiglich/ als Glieder seiner Braut, die teils allhier noch sehnet sich/ und teils schon dort ihn schaut. Volk 4. Wir warten alle auf die Zeit, da wir auch zu ihm gehn/ Welt und in vollkommner Seligkeit/ von Angesicht ihn sehn. Moo 5. Dann ist gesund an Leib und Seel, was hier noch schwach und krank, und Gottes ZSamm, Immanuel, der ewge Lobgesang. Mel.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7 0 310 Wls denn er Herr, in dessen Güte/ sich Erd und Himmel freun, der segne und behüte/ dich, seines Volks Verein. 85 335% 3½%2 Kirche und Gemeine 3. Der Herr, dein Gott, erhebe den Blick voll Freundlich— keit, daß er dir Frieden gebe, wie keine Welt ihn beut. * Karl Bernhard Garve 1763-84 31 1 Mel. 367 riedefürst, laß deinen Frieden/ stets in unsrer Mitte ruhn; Liebe, laß uns nie ermüden, deinen selgen Dienst zu tun. Denn wie kann die Last der Erden/ und des Glaubens Ritter⸗ schaft/ besser uns versüßet werden/ als durch deiner Liebe Kraft? Karl Friedrich Harttmann, 1743-875 312 Mel.)85 Giad und Heil und Friede sei mit allen, die in Christo Jesu sind„ und die zu dem Sinn, ihm zu gefallen, Lieb und Dankbarkeit verbindt! Seid zum Dienst und zum Genusse tüchtig; beides ist der Kirche Christi wichtig. Dient, als wärt ihr Stahl und Erz, liebet wie ein krankes Berz. 2. Kirchlein, folge lauterlich dem Worte/ deines Beilands Jesu Christ, dem man Herz und Band und Fuß durchbohrte, da er unsre Schuld gebüßt. Tue stets mit Lust, was dessen Wille, der dir Kräfte gibt aus seiner Fülle. Schäm dich, wenn er dich erhebt, freu dich, daß er für dich lebt. 3. Hab an ihm, was nur dein HBerz begehret, denn er will dir alles sein. Wenn dir etwas Schmerzlichs widerfähret, sieht sein freundlich Auge drein; wenn dirs wohl geht, beugt dich seine Gnade, wenn du wanderst, krönt er deine Pfade, segnet, was du für ihn tust, und erquickt dich, wenn du ruhst. 4. Ihm ist nichts zu viel und nichts zu wenig, was man braucht, warum man weint. Er ist unser Hirte, Haupt und König, Schöpͤ— fer, Bruder, Herr und Freund, Hilf und Rat und Trost und Fried und Freude, Schutz und Habe, Leben, Licht und Weide, Hoher— priester, Opferlamm, unser Gott und Bräutigam. *Christian Gregor, 1723-80 (v. 1-3. nach Zinzendorf) ‚ ‚ x ‚ Gemeine und S schaft 313 3174 3 1; Mel. 79 lich— u erstgeborner Bruder, du Meister an dem Ruder/ des Schiffleins der Gemein, da hast du Herz und Hände, daß 784) wir bis an das Ende/ wolln deine treuen Seelen sein. 2. Und dazu sage Amen. Verkläre deinen Namen in einer H0 jeden Seel. Verschließe uns aufs beste in deiner Wunden uhn; Feste, gekreuzigter Immanuel.„Nnna Vitschmann, 17)5-7 Dienst und Streiterschaft o Wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. a 314 Mel. 6/ enusse önig, gib uns Mut und Klarheit, einen willgen, einen mun— wärt tern Jüngersinn, helle Augen in die Wahrheit/ und ein leichtes, lichtes Berze zum Gewinn, das einmütig, ehrerbietig/ vor dem Gnadenthrone stehe, bis dein Leben unsern Geist mit Kraft durchgehe. 2. Gib uns deines Geistes Regung/ alle Tage, alle Tag wenn empfindlicher, deiner Gnade Liebsbewegung/ immer näher, immer herzverbindlicher, daß wir stündlich/ treu und kindlich/ und mit unverwandtem Triebe/ dringen mögen in dein Berz ch voll Gnad und Liebe. eine J. Möchten doch die Jesusaugen/ unsre Herzen ganz durch— leuchten und durchgehn, so wird unser Wandel taugen, und wir werden licht und lauter vor ihm stehn, voller Liebe/ und voll Triebe/ eines fürstlichen Geblütes, eines göttlich unerschrocke— Huchh nen Gemütes. 990 4. O wie sind die Seelen glücklich, die sich Jesu ohne Rus— oher nahm zugewandt! Wärn wir doch ein recht geschicklich/ und 2 dem Meister ganz bequemes Gartenland! O, der Treue/ komm . 800 aufs neue/ in dem Innersten zu wohnen! Es gilt Treue, wenn der Fürst den Kampf soll lohnen. 87 3158—-317 Kirche und Gemeine 5. Höre, Jesu, unser Flehen, du zum Segnen aufgelegter Seelenfreund! Laß die Segen stärker gehen, als der Unglaub und die Sorge nimmer meint. Bilf uns, deinen/ armen Kleinen, um auf deinem Gnadenpfade/ durchzuwandern viele, viele Glaͤubensgrade.„Mitolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 170⁰0-76 31 5 Mel. 228 eist, Seel und Leib ist dir geweiht, Herr, unser Gott, und stets bereit, sich dir zum Dienst zu geben. Seit wir dich für uns leiden sahn, so will nun von der Stunde an/ keins mehr sich selber leben. O nein! Laß sein, daß wir schwächlich/ und gebrechlich/ dazu wären; unsre Treu soll dich doch ehren. Luise von Hahn, 1724-782 316 Mel. J46 —4 mich in meinem Los, dazu du mich beschieden, in deiner Liebeskraft/ recht treulich und im Frieden/ arbeiten, so wie dirs, mein Herr und Gott, gefällt, und daß es Früchte bring/ hier und in jener Welt. 2. Es ist mir Lohns genug, daß du mich magst erwählen zum Dienst in deinem Haus/ an deinen teuren Seelen/ und daß du all mein Werk, o Gott, in dir getan, mit Wohlgefallen siehst/ und niminst in Gnaͤden an. Benigna Marie Grafin Reuß, 1695-75 3⁴ 7 Mel. 79 Gachn seid ihr Zeiten, darin wir weiter schreiten/ zut frohen Ewigkeit. Wir sehn in unsern Tagen/ auch unter Müh und Plagen/ schon manche künftge Seligkeit. 2. Du HBerz voll Treu und Liebe, wir merken deine Triebe“ und fühlen deine Kraft, die uns das Herz belebet/ und beuget und erhebet/ und gibet uns zum Grünen Saft. J. Wir wolln in Einfalt bleiben/ und dein Werk fröhlich trei⸗ ben; und das ist unser Blan: wir wolln uns ferner wagen/ in diesen unsern Tagen, zu gehn die rauhe Kreuzesbahn. 188 Dienst N 4 M an uns Kleid e 5. Ca daß wit dem G. Du du ein ein Her L. Ac der dit wies de da du si ring/ hlen und fallen 5—7⁵⁰ Nel. 79 ul unter riebe/ heuget tei⸗ / in Dienst und Streiterschaft 3J8 3019 4. Mach uns zu deiner Ehre; und das, was deine Lehre/ an uns nicht zieren kann, lehr uns durchgängig fliehen, das alte Kleid ausziehen; du aber kleid uns heilig an. 3. Laß unsere Gedanken/ nie von dem Hauptpunkt wanken, daß wir dein eigen sein/ und mit gehörn zum Lohne, der dir, dem Gottessohne, versprochen ist für deine Pein. v.-4 Andreas Jäschke, 777872 v. 5* Simon Meher, 7779-786 318 Mel. 566 u Haupt der kleinen Zeugenschar, die du mit Blut erworben, wir sehen es ganz offenbar, weil du für uns gestorben, daß du ein treuer Heiland bist, der uns das Beste gönnet, und wie ein Herz so selig ist, das deine Treue kennet. 2. Ach lege deine Segenshand/ auf unsern kleinen Haufen, der dir so nahe anverwandt. Laß uns in Schranken laͤufen, wies deiner Jüngerschaft gebührt, die dir die Treu geschworen, da du sie selbst herbeigeführt/ und dir zum Volk erkoren. J. Es schmücke uns dein Dornenkranz, es tröst uns dein Ver— sühnen; umgib uns mit dem blutgen Glanz, laß uns dir fröhlich dienen. Wir wolln dir auf die Hände sehn, gehorchen deinen Winken, und wenn wir aus der Hütte gehn, in deine Arme sinken.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 319 Mel. 14 ur einer ist aus aller Zahl, der liebenswürdig ist. Ich gebe meine ganze Wahl/ dir, mein Berr Jesu Christ. 2. Dir, meinem Herrn und Gott, allein/ istmeine Seel geweiht; mein Herz soll dir ergeben sein/ und willig und bereit. J. Ich habe an dir, was ich will, in allem Uberfluß/ und lebe stets aus deiner Füll/ im seligsten Genuß. 4. Auf deine Gnade geh ich fort/ und weiche keinen Schritt. Es folget mir von Ort zu Ort/ dein guter Segen mit. Leonhard Dober, 1706-1766 789 320—322 Kirche und Gemeine 320 Mel. 4 Do Nähe und Fern/ hat einerlei Herrn; ihm sind wir ge⸗ weiht, er zieht uns voran in dem heiligen Streit. 2. Drum flehen wir hier, o Jesu, zu dir: Dein Feuer entflamm/ uns alle, die wir von demselbigen Stamm. 3. Wir ziehen ja doch/ an einerlei Joch, dran du uns gespannt, und bieten einander die helfende Hand. 4. So gib uns denn heut/ ein Herze zum Streit, das tapfer und treu, ein Lämmlein im Hause/ und draußen ein Leu; 5. Ein freudiges Herz/ bei Leiden und Schmerz, die Art und den Geist, darin sich dein heiliges Wesen beweist. . Gib deinem Volk hier/ die stete Begier, nicht fröhlich zu sein, es gehen denn Scharen zum Leben hinein. 7. Es weigre sich keins, steht alle für eins! Nuf, nahe und fern, zum Dienste des unüberwindlichen Herrn! *Anna Nitschmann, 1775-76 v.)*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700–760 321 Mel. 29 Sal ich aus Furcht vor Menschenkindern/ des Geistes Trieb in mir verhindern/ und nicht bis in mein Grab hinein/ ein treuer Zeuge Jesu sein? 2. Ach stärke mich doch, Herr, mein Retter, damit durch alle Trübsalswetter/ mein Zeugnis fest und freudig sei. Es ist ge— wagt, Gott steh mir bei! Johann Joseph Winkler, 1670-722 322 Mel. 30⸗ „— litten nicht die Märtrerhelden! Sie wagten maͤnchen sauren Streit. Wie manche lebten in den Wäldern/ und haßten die Gemächlichkeit, gleichwie auch Jesus manche Nächte/ gebetet, daß er Segen brächte. 90 vergißt Streitet 3. He diesen weit üb gettost! W Sie kal matt. L. Ge schen! tauschen eurer S im und I 2. Mit Eifer nach dem Ziele laufen, und weil die Zeit so kurz nur ist, sie auf das fleißigste auskaufen, daß man sich selbst dabei vergißt; verleugnen Ehre, Gut und Handel: das war der ersten Streiter Wandel. nm/ 3. Berr Jesu, gib, daß ich mit Beten /recht tapfer kämpfe diesen Tag, im Glauben Satans Macht.„und weit, annt, weit überwinden mag. O laß mich alle Trägheit meiden, getrost des Ernstes Mühe leiden. 7²⁵ apfer 323 Mel. o0 o gingt ihr hin, wo kamt ihr her, ihr grünenden Gebeineꝰ rt und Dir nach, je länger und je mehr, du Herzog der Gemeine! Sie kamen aus der Friedensstadt, von Seelenhunger müd und ich 3u matt. ö 2. Gelobt sei euer muntrer Gang/ und eurer Füße Raͤu— schen! Nun wollt ihr Freiheit gegen Zwaͤng, für Unruh Ruhe e und tauschen. Geht hin; der euch gerufen hat, rüst andre aus an eurer Statt. 3. Ihr Zeugen, kennt ihr euren Weg? Er geht ins Todes Rachen. Das ist ein gar gemeiner Steg/ für die, so Frieden machen, daß dem, der Christum prediget, es so wie seinem Rel. 25 Meister geht. Trieb 4. Nur haltet euch aus dem heraus, was Christi Ehre schändet. n/ ein Der Feind bemüht sich überaus, damit ers also wendet, daß, wers mit Christo treulich meint, um Übeltat zu leiden scheint. h alle 5. Geht hin, ihr Zeugen, geht ins Feld/ des Bischofs ohne— st ge gleichen. Der Überwinder aller Welt, der Herr von allen H 72 Reichen, der tröste euch bei Freud und Schmerz /als das ge— treuste Bruderherz. 6. Dem Kaiser gebt, was seine ist, und Gott, was Gott ge— . 100 höret, den Brüdern Berzen ohne List, wies Jesu Namen ehret; nchen den Heilgen ihre Bande küßt/ und fahrt einst hin, wo Jesus ist. / und Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77⁰0⁰-7ο üchte/ Gedichtet zum Gedächtnis Melchior Nitschmanns, des ersten Märtörers der erneuerten Brüderkirche(E zu Schildberg in Mähren am 27. Februar 1729) 190 324— 326 324 Mel. 56 Scht ihr vor dem Stuhle Gottes jene Schar mit Palmen stehn? Einst Genossen seines Spottes, prangen sie auf Salems Höhn. Gern gegeben/ ward ihr Leben/ dem, der einst für sie gelitten, dessen guten Kampf sie stritten. 2. Ja, wir sehn die Schar der Zeugen, stark und treu in Schmach und Not. Konnten Schmach und Not sie beugen? Lieb ist stär⸗ ker als der Tod. Strahlend lohnen/ Lebenskronen/ euch, die fest im Glauben standen/ und erliegend überwanden. 3. Ehre sei dem treuen Zeugen, ihm, der stark und ewig lebt, dem sich alle Knie beugen, vor dem Tod und Hölle bebt, der durch Liebe/ Herz und Triebe/ fester bindt als Stahl und Eisen. Ihn soll Tod und Leben preisen.*Karl Bernhard Garve, 1763-784 —32⁵ Mel. 766 Do Wanderschaft in dieser Zeit/ hat manche rauhe Wege/ und dem nur, der sich Jesu weiht, gezeigte Friedensstege. Da stärket unser lieber Herr, der Herr voll Gnad und Liebe, durch guten Weg dem Wanderer/ die matt gewordnen Triebe. 2. Du bist der hoch geliebte Fürst/ der Schwachen und der Klei— nen, nach welchem unsre Seele dürst, du einges Gut der Deinen. Hilf uns durch alle Schwierigkeit/ und auch durch alle Schwä— chen/ in gläubiger Verwegenheit/ mit Sieg und Segen brechen. 3. Wir opfern dir mit Hand und Mund/ Leib, Seel und Geist aufs neue, versprechen dir bei unserm Bund„ unweiger— liche Treue. Du aber halte deinen Eid/ und laß dein Werk nicht liegen, hilf deiner armen Christenheit/ auch im Erliegen siegen.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 326 Mel. 72 5⁰⁰ ohne dich verliert man sicherlich; du aber läßt die Deinen nicht erliegen. Wer sich auf dich verläßt, der tröstet sich; mit deinem Arm soll unsre Schwachheit siegen, bis daß wir, wenn dein Wille ist geschehn, zur Ruhe gehn. Nach*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77-7ο —92 J. N größer geblieh sich mi 4. M von ih Dienst und Streiterschaft 327—330 2 el. 6) 327 Mel. 209 almen Wi wolln uns gerne wagen, in unsern Tagen/ der Ruhe e auf abzusagen, dies Tun vergißt. Wir wolln nach Arbeit im, der fragen, wo welche ist, nicht an dem Amt verzagen, uns fröhlich plagen/ und unsre Steine tragen/ aufs Baugerüst. chmach 2. Die Liebe wird uns leiten, den Weg bereiten/ und mit st stär⸗ den Augen deutenauf mancherlei, obs etwaͤ Zeit zu streiten, ch, die obs Rasttag sei. Sie wird in diesen Zeiten/ uns zubereiten/ für unsre Seligkeiten: nur treu, nur treu! ig lebt, J. Wir sind nicht einsam blieben, wir wolln uns üben/ mit bt, det größern Gnadentrieben/ als eins allein. Wir sind am Stamm Eisen. geblieben/ der Kreuzgemein. Drum gilts gemeinsam lieben, 63-J189 sich mit betrüben/ und unsre Lasten schieben, die Christi sein. 4. Wir sind in ihm zufrieden; was uns hienieden als Last el. J5 von ihm beschieden, hat sein Gewicht; doch ist das Joch für ege/ jeden/ drauf eingericht. Drum mag der Leib ermüden: wir nestege. gehn im Frieden, von Jesus ungeschieden, und sterben nicht. Liebe, Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο Triebe. er Klei⸗ 328 Mel. 90 Deinen. Ris immer, Herr, dir Diener aus, die keine Arbeit scheuen/ Schwä⸗ und sich im Weinberg und im Haus/ zu jedem Dienst dir brechen. weihen. Groß ist die Ernte, klein die Zahl/ der Schnitter; eel und freut euch eurer Wahl.*Johann Baptist von Albertini, 1769-189) weiger⸗ u Werk 329 Mel. 54 itliegen ihr Gottesstreiter, wißt ihr, was ihr sollt? Ihr seid Weg— oo⸗Joo bereiter, wo sein Wagen rollt, daß er desto gräder/ könne vor sich gehn. Hört nur seiner Räder/ sausendes Getön! Daue* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 170⁰0-760 e ichz mit ů 330 Mel. 75) „ wenn Sa du nur Burg und Feste/ der Deinen immerdar. Was e ist der Scharen größte /„dann wider deine Schar? Laß 0⁰⁷ 13 Kirche und Gemeine 2. Wohlan, ein jeder eile, dir Geist und Kraft zu weihn, auf daß wir reine Pfeile in deinem Köcher sein. Und wenn uns dein Erwählen/ zum Heroldsamt erkor, so rüste Mund und Keh⸗ len/ und öffne Herz und Ohr. 3. Ja, Amen, treuer Zeuge. dein Wort geh aus mit Schall, und Gnad und Wahrheit beuge/ die Herzen überall. Weih uns mit dir zu Zeugen/ der Gnad und Wahrheit ein. Es müssen, wenn wir schweigen, o Herr, die Steine schrein. 4. Es sollen große Mengen-einst dir zur Seite stehn/ und dich mit Lobgesängen, Erlöser, hoch erhöhn. Dann wolln auch wir dich grüßen/ in der Erlösten Reihn, gebeugt zu deinen Füßen/ dein Ruhm auf ewig sein. Karl Bernhard Garve, 1763-7841 33 1 Mel. 39 Konmt⸗ werft zu des Heilandes Füßen euch nieder, der Al⸗ tester ist aller Schwestern und Brüder, und nehmet um⸗ sonst aus der Fülle der Gnade; dann dient ihm und gehet ge— trost seine Pfade. 2. Bier hast du uns alle zu deinen Befehlen! Je mehr du be⸗ fiehlst, je mehr Siege wir zählen; denn deine Befehle sind so viel Versprechen, durch alle verhauenen Bahnen zu brechen. J. So werden wir dir zu glückseligen Streitern, zu Boten und Dienern und Wegebereitern, zu Kindern voll seliger Willigkeit werden/ auf dieser nun einmal gesegneten Erden. 4. Geschwister. wir geben uns Herzen und Hände: treu wol⸗ len wir bleiben und fest bis ans Ende, wo er uns und unsre ver⸗ bundnen Gesellen/ zum Säen und Ernten hat wollen bestellen. S. Wir gehn in die Ferne und kommen zurücke. Er krön unser Zeugnis mit Segen und Glücke. Du aber, du heilige Gottes⸗ gemeine, gedenke der Zeugen und brenne und scheine. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-750 194 Dienst und Streiterschaft 332 333 N— 2 98 8 8 2— 98 + 332 Mel. 70 W. sind nur dazu, daß wir das Lamm erhöhn, bei aller Unruh/ und Schmach, darin wir stehn. Wir habens doch Keh⸗ dem Lamm geschworen und sind aus Gnaden dazu erkoren. 2. Ist man gestärket/ durch seine Gnad und Macht, so daß choll, mans merket, dann sich nicht lang bedacht! Wie kann ein Pfeil Weih das Ziel zersplittern, wenn seinem Schühen die Hände zittern! üssen, 3. Wir wollen ziehen, Herr Jesu, zieh voran! Wir wolln uns mühen/ beim Werk, in Gott getan. Soll aber unser Fuß nicht gleiten, muß uns der Blick deiner Rugen leiten. auch 4. Mit Liegenbleiben wird Schönheit nicht bewahrt. Das einen Mühn und Treiben/ macht Streiter frisch und hart, die Rugen klar, die Sinne heiter. Schöner ist nichts als bestäubte Streiter. 841 5. Die Streitertreue„will, daß kein Arbeitsfleißnoch Müh uns reue, kein langer Weg noch Schweiß. Zum Wachn und Nel. 39 Fasten sauer sehen/ macht einen leichtlich vom Posten gehen. er Al⸗ oIch wollte lieber, daß alles völlig wär. Gerat ich drüber, Em: so fällt mir manches schwer; gedenk ich aber: sinds doch Glie— et ge⸗ der, Kinder der Gnade, so gibt sichs wieder. 7. Des Vaters Pflanzen /sind niemals ohne Saft, ihr Trieb du be⸗ zum Ganzen/ geht aus der Gotteskraft. Sonst wissen wir, daß ind so wir nichts haben; haben wir etwas, so sind es Gaben. en. 8. So gehts mit Segen/ im vollen Laufe fort /auf unsern 1b Wegen /bis zu dem Ruheport. Die Innigkeit im Blick der keit Gnade„ machet auch männlich im Streiterpfade. 5 9. Dann werden Herzen/ begierig aufgesucht, und unsre Schmerzen/ sind nur um Segensfrucht. Man ist bei seinem 9 Los nicht fröhlich, bis eine Menge von Seelen selig. hel*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 7 unser 333 Mel. 70 otles⸗ ind wir denn dazu, daß wir das Lamm erhöhn? O Lamm, wer bist du? Wie herrlich und wie schön! Wer sind wir, die ·Voo es unternehmen? Sünder und häßlich, man muß sich schämen. 13* 19⁸ 2. Dies soll geschehen, so oft wir auf uns sehn. Auf eignen Höhen/ kann keine Seel bestehn. Das macht uns freudig, daß wir wissen, daß dich nur Stäublein verehren müssen. 3. Nun, unser König, da hast du Herz und Sinn; wir können wenig, doch bringe uns dahin, daß man in unserm ganzen Wesen/ möge dein heiliges Bildnis lesen. 4. Und damit sind wir, Lamm, deinem Zweck gemäß/ und stehen vor dir„als ein geweiht Gefäß, das sich zu deinem Dienst läßt brauchen, darin die Opfer der Liebe rauchen. 5. Wir sagen Amen. Und das bleibt ewig wahr, daß wit dem Namen/ geweiht sind ganz und gar, der uns mit Liebe über— wunden; und dazu haben wir uns verbunden. *Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700- 756 334 Mel. ss —O⁴ an dem Kreuze ist wahrer Gott. Würden wir gleich aller Welt zu Spott, dies ist das Bekenntnis, daran man spüret, ob uns der Name der Brüdr gebühret, das Losungswort. 2. Jesum verloren am Kreuzesholz, wo er aus Liebe für uns zerschmolz, Jesum aus den Rugen/ und aus dem Herzen/ machet die Seele voll Höllenschmerzen; ja, das weiß Gott. 3. Ihr Zeugen alle vom Kreuzesreich, um Jesu Wunden willn flehn wir euch: Laßt die erste Liebe„nicht aus dem Berzen, denn man vermißt sie mit tausend Schmerzen/ und Todesangst. 4. Wollt ihr Posaunen der Gnade sein, räumt euch der Gnade erst selber ein. Werdet durch die Wunden, die ihr verkündigt, selbst mit Gott ausgesöhnt und entsündigt, danach bekennt. 5. Wir mit der sämtlichen Kreuzgemein/ wolln unaufhörlich des Zeugen sein, daß im Opfer Jesu/ allein zu finden/ Gnade und Freiheit von allen Sünden/ für alle Welt. . Lebt man, so zeugt man mit einer Kraft, die mit Widrhaken im Herzen haft. Wenn wir unsre Wallfahrtin ihm beschlie— ßen, wird noch der letzte Blick zeugen müssen, daß wir geglaubt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-75 196 Dienst und Streiterschaft 335 336 * 9 9 0 3 2 90 FHirig Herze, das soll meine Weide/ und schon hier mein Himmel sein, dir zu leben, dir allein zur Freude, Leib und önnen Seele dir zu weihn. Bin ich gleich kein Held, viel auszustehen, anzen mag mirs darum gleichwohl immer gehen, o Berr Jesu, wie du willt, bis ich meinen Lauf erfüllt. und 2. Ob ich dienen, ob ich still genießen, wandern oder ruhen einem soll, das läßt du zur rechten Zeit mich wissen, mir tut eins wies ö andre wohl. Ich bin ja in deiner Nähe selig, ob mein Unge— it dem schicktsein gleich unzählig; denn so oft mir was gebricht, schenkt über⸗ dein Geist mir Zuversicht. 3. Und weil jeder, der in deinem Leiden/ seiner Seele Frieden 75⁰ fand, deinem Willen dient mit tausend Freuden, den er als sein Glück erkannt, will auch ich in Lehre und im Leben/ rückhalt— el. 58 los mich kindlich übergeben„Gott, dem werten heilgen Geist, gleich der mich führt und unterweist. n man 4. Meiner armen Seel und Hütte Schwächen/ stören dann swott. nicht meine Ruh; denn mir quillt für alle die Gebrechen„Trost it uns aus Jesu Wunden zu, sitzt nur er im Herzen auf dem Stuhle. cyen ⸗ Wenn er mich geküßt hat, hält er Schule /und belehrt mich 50 gnadenvoll, was ich tun und lassen soll. NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 willn 350 Rr 0 9 u inniglich geliebtes Haupt der Seelen in der Gnade, die, seit ihr Innres an dich glaubt, so gerne in dem Pfade/ 11 der Wahrheit und der Treue gehn, weil du sie selber leitest/ 104. und alle, die dein Herz verstehn, zum Werk in Gott bereitest: uch 2. Ich danke dir für alles das, und was ich schon vergessen/ Onabe und was 4 überhaupt nicht faß; denn du bist unermessen. Und deine Liebe, die besteht„ aus Längen und aus Breiten, thaken aus Tief und Höhen, und sie geht/ auf lauter Seligkeiten. 2 3. Hast du mich in der Welt gewollt/ auf eine solche Weise, 1970 daß ich dein Diener heißen sollt/ zu deines Namens Preise, · 197 337 Kirche und Gemeine — und bin ich, wie ich etwa bin, nicht ohne Gnad und Gabe: so gib mir auch in meinen Sinn, was ich zu machen habe. 4. Nimm mich von neuem in die Hand, der nimmer nichts entfallen, die alle Sieger ausgespannt, an der die Streiter wallen. Mit dieser Rechten führe mich/ durch alle deine Wege/ und deiner Gnade würdiglich/ zur Freude deiner Pflege. S. Ich gebe mich mit Hand und Mund/ dir, dem ich zugehöre, und suche, daß ich jedes PBfund„nach deinem Sinn vermehre. Laß aber meine Seele nie aus deinen treuen Armen, und tu nichts andres spät und früh /als meiner dich erbarmen. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 337 Mel. 265 Was sag ich dir, du treuer Mann, du, den ich vielmal suchen gehe? Und wenn ich endlich vor dir stehe, so heißt es erst: Wo fang ich an? 2. Hätt ich mit niemand umzugehn 7als nur mit meinem treuen Freunde/ und säh mich keiner seiner Feinde„und müßt ich nicht im Amte stehn: J. So hätt ich wohl mehr Freud als Leid. Ich weiß es ja, an wen ich gläube, auch weiß ich, daß ich in ihm bleibe; er kennt auch meine Zärtlichkeit. 4. So aber muß ich mancherlei, auch oftmals schwere Ding, erwägen, dies da- und jenes dorthin legen/ und sorgen, obs getroffen sei. 5. Gib mir, was du verordnet hast, daß deine Diener haben sollen, wenn sie dir nützlich werden wollen: ein Joch, das meinem Halse paßt; 0. Ein inniglich vergnügtes Herz, ein Herz, besprengt mit dei⸗ nem Blute, das Nötigste vom Heldenmute, beim Lieben einen sanften Schmerz; 7. Geduld und Unerschrockenheit, das Tun und Ruhn in glei⸗ chem Grade/ und Beugung bei der größten Gnade/ und dein Verdienst zum Ehrenkleid; 98 und n 338— 340 8. Ein Auge, rein und sonnenklar, ein treues Ohr für alle Schäden, gerührte Lippen, recht zu reden, Gemeinschaft mit der obern Schar. NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 760 338 Mel. I5s Ju unser Herz und Mund/ ist zum Dank für alle Triebe/ deiner Liebe/ und für deinen Friedensplan/ aufgetan. Und wir wünschen nichts so sehnlich/ als: mach uns dir völlig ähnlich, nimm dich treulich unser an. 2. Mache uns zu deinem Dienst/ auf der gnadenvollen Erde/ bei der HBerde, die sich zu der HBerrlichkeit/ zubereit/ und der deine Sache wichtig, willig, munter, treu und tüchtig/ jetzt noch in der Gnadenzeit. J. Wir begehrens inniglich: Laß aus deinem Blutvergießen/ auf uns fließen, was das Herz erquicken kann; blick uns an. Gib zum Amt des Geistes Segen, mach uns treu in deinen Wegen, bis das Werk in Gott getan. 4. Amen, Jesu, das sei wahr, laß uns in den künftgen Jahren/ stets erfahren, daß du deinem Volk Gedeihn/ willst verleihn. Der Genuß an deinem Heile/ werde jeglichem zu teile, so wirds Ganze dich erfreun. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 339 Mel. 79 ch soll auf dieser Erden/ dein ganzes Opfer werden/ und deine Freude sein. Ich soll dir lieblich grünen/ und dir auch fröhlich dienen, du König deiner Kreuzgemein. 2. Sei mir zu diesem Ende, ein Salböl auf die Hände, ein Balsam auf mein Haupt, ein Segen für mein Herze, die Flamme meiner Kerze/ so lange, bis ich ausgeglaubt. *ikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 340 Mel. 9/ u treuer Hausherr der Gemein, tritt selber unter uns herein, daß jede Seele dich erblick/ und sich zu deinem Willen schick. Auch ruf dir deine Diener namentlich/ und sprich zu jeglichem: Ich segne dich.*Friedrich Wenzel Neißer, 1715 199 340 342 Kirche und Gemeine 341 Mel. 22) Meau Heiland, dein seliges Zeugengeschäfte„richtst du durch arme Sünder aus. Du schenkst ihnen dazu geheiligte Kräfte, und damit füllen sie dein Haus. Das Wort ihres Mundes dringt in das Herz, es schläget, verwundet und machet Schmerz, es locket und führt zu des Heilandes Wunden, wo sie ihre Gnade, ihr Leben gesunden. 2. So führen ihr Amt deine Boten und Knechte/ mit Gnade, Salbung, Fleiß und Treu. Sie denken auf Seelen von allem Geschlechte, wie jede bald zu retten sei. Sie störet nicht Mühe, nicht Not und Schmach, sie folgen in allem dir freudig nach, durch Ehr und durch Schand, in der Nähe und Ferne/ und leuchten dereinst wie die blitzenden Sterne. 3. Wieso denn, wer machet die Leute so helle? Sie wuschen sich ins ZHammes Blut/ und gingen als Sünder dir nicht von der Stelle, bis du sie machtst gerecht und gut. Was hülfs auch dem Menschen, sein engelrein/ und doch nicht im Blute gewaschen sein? Dein Blut macht aus Sündern die seligsten Leute. Ach würden dir überall Scharen zur Beute! Michael Lauterbach, 77778/7 3⁴½ Mel. ss Oe Herr und Meister im Kirchenplan, nimm uns zu deinen Gehilfen an/ in dem großen Werke, das du selbst treibest/ und unveränderlich dabei bleibest, bis dus vollendst. 2. Laß keinen unter uns träge sein, muntre auf Herz, Sinn und das Gebein. Laß uns alle Dinge/ von Statten gehen, die in Kraft deines Befehls geschehen /in Kindlichkeit. 3. Bewahre dein Haus und deine Herd, die ihrem Hirten so lieb und wert. Baue sie von außen/ und auch von innen, und der Einwohner ihr ganz Beginnen, das geh auf Grund. 4. Erhalte jedem den ganzen Sinn/ auf dich und deine Ge— meine hin, daß er drin und draußen, im Haus und Felde, durch Wort und Tat deinen Ruhm vermelde, so gehts uns wohl. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 200 7⁰⁷ Mel. 58 deinen eibest/ „Sinn en, die rten so n,; und und Streiterschaft 343 344 Jesu, segne du/ all deine Diener/ und richt sie selber zu, dich, den Versühner, den Menschen kund zu tun. Gib ihnen Gnade, gesalbtes Tun und Ruhn„in gleichem Grade. Gottlob Büttner, 1776-745 344 Mel. 4 Lammes Wunden/ und der offne Seitenschrein/ sind es alle Stunden, des sich deine Diener sreun/ und wohin sie sehen/ unter Mühn und Ruhn, wenn sie stille stehen, wenn sie Arbeit tun. 2. Wenn es ihm beliebet, daß sie in die Stille gehn, weil er sie betrübet/ und sie läßt ihr Elend sehn, schließen sie sich gerne/ in die Wunden ein/ und wolln lieber ferne/ von der Arbeit sein. 3. Ruft er ihnen wieder/ zu der armen Seelen Heil, freun sich Herz und Glieder, tragen munter ihren Teil/ an den Amts-⸗ geschäften/ seiner Kreuzgemein, angetan mit Kräften/ aus dem Wundenschrein. 4. Alle rauhen Pfade/ dünken ihnen dann nicht schwer. Jesu blutge Gnade/ regt sie auf zu seiner Ehr. Sie ergreifen kind— lich, wovor mancher bebt, dessen Herz nicht gründlich/ in der Gnade lebt. 5. Aber zu der Stunde, da er uns die sündge Art/ und die tiefe Wunde„ unsers Falls mehr offenbart, gehet man mit Beugen/ auf die Seite hin; eine Weile schweigen/ dient für Herz und Sinn. 0. Mich erfreut die Beugung/ in des heilgen Geistes Schul/ und die Liebesneigung/ vor des Lammes Gnadenstuhl, der Blick in mein Herze/ und auf ihn gericht; jener wirket Schmerze, dieser Zuversicht. 7. Beides ist beisammen: wenn wir unser Elend sehn, können auch die Flammen seiner Liebe uns durchgehn. Und dann sagt man wieder, was er uns getan, singt ihm neue Lieder/ auf der Gnadenbahn. 20 345 346 — und Eemen 8. Drum solln unsre Hände/ willig, treu und hurtig sein. Und welch Ort und Ende er bestimmet zur Gemein, dahin wolln wir gehen/ und mit Fuß und Hand/ dem zu Dienste stehen, dem wir anverwandt. 9. Ob die Meereswellen/ irgend über unserm Haupt/ wo zu⸗ sammenschwellen/ oder ob die Erde staubt/ unter unsern Füßen, wenn man pilgern muß: er wirds uns versüßen/ durch den Heilsgenuß. 10. Daß wir alle Stunden/ können unser Lamm erhöhn, von den blutgen Wunden /ferner fleißig zeugen gehn, wolln wir gern hienieden„brauchbar sein für ihn, bis wir einst im Frieden/ nach der Heimat ziehn. Johannes von Wattewille, 1718-78 v. S. 9*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 345 Mel. 79 u Pfleger deiner Hütte, gib uns auf unsre Bitte„ viel Räuchwerk zum Gebet, recht kindlich frohe Herzen, ent— flammte Glaͤubenskerzen, die keine fremde Luft verweht; 2. Ein Ohr, das Gnade höret, ein Auge, das nichts störet, dich kindlich anzusehn, und priesterliche Lippen/ und Füße, die die Klippen/ der Welt mit dir getrost durchgehn. 3. Die Hände müssen segnen, der Seel ihr Freund begegnen, der Leib dein Tempel sein; den Geist beleb ein Wehen, das niemand kann verstehen/ als er allein und die Gemein. NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 346 Mel. 167 Haam willst du mit mir gehen? Denn sonst geh ich keinen Schritt. Willst du aber bei mir stehen, o, so geh ich kindlich mit, will bei Lasten fröhlich bleiben, voller Beugung, geht mirs schön, und will deine Sache treiben, daß du deine Lust sollst sehn. *Martin Dober, 703-7⁴s 202 el./ einen ndlic mits sehn. 7⁴ und 347— 349 er Herr ist da. Ich bin sein Kind und Knecht, aus Gnaden schenkt er mir sein Licht und Recht. Was er befiehlt, das sind mir alles Sachen, ich soll, ich will, ich darf, ich kann sie machen. 2. So glaub und red und dien ich meinem Herrn. Er ist mein Licht und mein getreuer Stern, der mir im Grund des Herzens aufgegaͤngen/ und meinen Lauf des Lebens hat umfangen. *Anna Dober, 1773-73 348 Mel. 5o QAch will es kindlich wagen, mich Jesu zuzusagen, und tun, was er mich heißt; dem Heiland treu zu leben, mich ganz ihm zu ergeben, versprech ich dir, Gott heilger Geist. 2. Hilf du mir immer weiter, du mächtger Bahnbereiter, und gürte mich zum Cauf, zum Streit zur Recht und Linken; und will der Mut entsinken, so hilf ihm immer wieder auf. J. Herr, schenk mir deinen Segen/ auf allen meinen Wegen/ und in jedwedem Land, wo ich dein Pilger heiße/ und unterm Streiterschweiße„mein Brot bekomm aus deiner HBand. 4. Besonders will ich bitten, besuchst du andre Hütten, daß du mich nicht verschmähst und gehest nicht vorüber. Ach, einen Gruß, mein Lieber, des Friedens, eh du weiter gehst! 5. Muß ich die Welt durchgehen, wenn du mit deinen Nähen/ mir nur stets tröstlich bist, so will ich dich bekennen/ und oft den Namen nennen, der mir der liebste Name ist. *Christian David, 7690-75 349 Mel. 29 Es Führer muß vor andern Gaben/ selbst ein gehorsam Herze haben. Wie könnt er sonst sein Haus regiern? Wie könnt er Gottes Heerzug führn? *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 760 203 350—352 Kirche und Gemeine 350 Mel. 30 Oa Priester ohnegleichen„in allen Gottesreichen, Herr, aller Welt Versühner/ und der Gemeine Diener, 2. Um deines Dienens willen/ wollst du die Diener füllen/ mit deines Geistes Stärke, zu ihrem Amt und Werke. 3. Lehr alle deine Knechte/ aus Gnaden deine Rechte/ und laß sie gleich den Alten/ mit Treue drüber halten. 4. O daß wir aller Orten/ uns stets mit Werk und Worten, im Sein so wie im Leuchten/ als Jesu Jünger zeigten! v. J. 2*Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο v. 3. 4 Christian Gregor, 1723-80) 35⁴ Mel. 70 reis sei dem Blute, das durch die Erde wallt! Denn alles Gute„ist ohne das nur kalt. Richts gilt, als was daher geflossen. Warum wär Jesu Blut sonst vergossen? 2. Daran gedenke, du liebe Kreuzgemein, und da versenke, dich immer mehr hinein. Darauf sind wir zusammen kommen, und auf sein Blut sind wir angenommen. 3. In seiner Liebe/ kann unser Berze ruhn, und seiner Triebe/ gebrauchen wir zum Tun. Das haben wir, wenn Proben kom— men, hundert- und tausendmal wahrgenommen. 4. Wir wolln mit Freuden/ ihm zu Gebote stehn, wenn wir auch scheiden, in ihm zusammen gehn. Drum dürfen wir nie Abschied nehmen, als ob wir nicht mehr zusammen kämen. 5. Gib deinen Knechten/ des Geistes Heldenmut, damit sie möchten/ ihr Leben, Leib und Blut/ im Kämpfen gegens Reich der Sünden/ gerne verlieren, das heißet finden. Leonhard Dober, 1706-766 v. 5 Zacharias Hirschel, 1774-763 352 Mel. 85 W. ein Streiter, der in seinem Banzer/ ehrsam grau ge⸗ worden ist, der Erfaͤhrung nach auch immer ganzer/ und 204 gewöhnt an Jesum Christ, endlich teilhaft wird vor Gottes Throne /der ihm zugedachten Ehrenkrone, wirft sein Patriar— chenblick Scham und Freud und Dank zurück. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 Ausbreitung des Reiches Christi ‚ Ihr sollt meine Zeugen sein bis an der Welt Ende. 353 Mel. J30 el. 70 Wa auf, du Geist der ersten Zeugen, die auf der Maur alles als treue Wächter stehn, die Tag und Nächte nimmer Haher schweigen/ und die getrost dem Feind entgegengehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt/ und aller Völker Scharen enke/ zu dir bringt! imen, 2. O daß doch bald dein Feuer brennte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in deine Ernte/ viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe 105 doch darein, die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitte in 7— den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner r nie Kinder Berz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum an⸗ zuflehn. Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! . 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft 0 Evangelisten sein. Caß eilend Hilf uns widerfahren/ und brich 49 in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis /dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 7⁰3 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! 1785 O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, uge⸗ den Himmel bald entzwei/ und komm herab zur Bilf und mach und uns frei! 2058 38⁴4 Kirche und Gemeine p 2 S....—— 0....... 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach führe bald dadurch mit Haufen/ der Heiden Füll zu allen Toren ein. Ja, wecke doch auch Israel bald auf/ und also segne deines Wortes Lauf. 7. O bessre Zions wüste Stege; und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege. Vertilg, o Berr, den falschen Glaubenswahn/ und mach uns bald von 65. Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes ei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule„ die Werkstatt deines guten Geistes sein. Ja, sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. H. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du als der Brunnquell aller Güte/ gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann; drum bitt ich, Herr; o nimm mein Bitten an. 10. Du wirst dein herrlich Werk vollenden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wen— den, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. Drum hört der Glaͤub nie auf, zu dir zu flehn, du tust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinrich von Bogathlh, 7590- 354 Mel. 30⁷7 Oi Botschaft muß zu allen kommen, und die Erlösung ist gemein. Wer sie im Glauben angenommen, der tritt zu der Versammlung ein/ und hat nun Anteil an dem Bunde; denn die Verheißung liegt zum Grunde. 2. Wie wenig werden sich hier finden! spricht der verzagte Wankelmut. Doch ist die Zahl nicht zu ergründen, wie vielen Gott die Gnade tut, daß sie sich zu der Wahrheit kehren/ und zu der selgen Schar gehören. J. Viel tausend tausend sind erkoren, kein Volk hat hier das Vorzugsrecht. Kein Ort, an welchem sie geboren, nicht ihre 20 Nusbr. Sprad rechnet 4.5 erneut: voll S Hallelt L. M selben Jesu R seine h Ei aus de . st, wi 355—357 4. Der große Reichtum seiner Güter, das süße Evangelium, erneut und reinigt die Gemüter; es schallet überall herum. Und aufe welche Gott darin beschlossen, die werden seine Hausgenossen. ertilg, 5. Sie geben ihm dafür die Ehre„ und fürchten seine Maje— von stät, erfreuen sich der Himmelslehre, die wohl durch Mark und ottes Adern geht, und lassen sich die Liebe treiben, daß sie dem Schöpfer treu verbleiben. Ernst Lange, 3650-7⁷ eines präge 2 5 Mel. 58 Beter enn wir uns umsehn in manchem Land, wird uns manch Wunder der Gnad bekannt. Manches kleine Kirchlein/ voll Seligkeiten /sehn wir dem Herrn in der Still bereiten. selber Halleluja! Elend 2. Als unsre Väter sich ihm geweiht, dachten sie nicht zu der— n. selben Zeit, daß so viele Zeugen/ draus folgen sollten, die belten Jesu Reich gern vermehren wollten. Gott hats getan. wen⸗*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 rt der 3 56 Hrer 57 Ja durchgegrabne Hände /strecken bis ans Erdenende/ sich nach armen Sündern aus. Nationen aller Arten, die auf seine Hilfe waͤrten, führt er in sein heilig Haus. el. Joꝰ Georg Neißer, 775-784 ng ist.0½7 Mel. 22 008 rschienen sind die herrlchen Tag, dran niemand sich gnug freuen mag, da unser König triumphiert/ und sein Volk aus der Sünde führt. 9.b 2. Seitdem das Feur von Jesu Christ /auf Erden angezündet . ist, wird alles mit Gerechtigkeit/ als wie mit Funken überstreut. 50 3. Man sehe hin, man sehe her: was sieht man, das nicht at seine wär? Wo ist ein wildes, rauhes Cand, an das er nicht thre sein Blut gewandt? 207 358 3589 Kirche und Gemeine 4. Das wildeste, das kältste Land/ setzt hie und da sein Blut in Brand. Manch Volk, das sonst auch noch so dumm, begreift das Evangelium. 5. Send immer treue Diener aus/ in deinen Weinberg und dein Haus, die stets zur Arbeit willig sein/ und sich aus Dank— barkeit dir weihn. 6. Ein kleiner Anfang ist gemacht, die Erde ist noch sehr voll Nacht. Ach brich hervor zu unsrer Zeit, du Sonne der Ge— rechtigkeit! 7. O wagt euch alle für ihn dran„ und lauft die angewiesne 4 10 und zeuget in der ganzen Welt/ von Jesu blutgem Löse— geld. 8. So geht denn in des Herren Freud„ und macht gesegnete Arbeit. Ihr seid gleich dorten oder da, Gott, der Dreieinge, ist euch nah. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο v. 8*Johannes von Wattewille, 777878s 358 Mel. 166 Die Herde freut sich, treuer Hirt, und das von ganzem Ber— zen, wenn ihre Zahl vermehret wird zum Lohn für deine Schmerzen/ und man mit einem Mund und Mut dich preiset und erhöhet/ und zeuget von dem Bund im Blut, darauf die Kirche stehet.*Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 1700-756 359 Mel. 36 Har deine Knechte hülfen alle gerne /dein Zion bauen in der Näh und Ferne; sie wünschten, daß es bald ein Ganzes wäre/ zu deiner Ehre. 2. Denn ihnen ist bekannt, was du gedenkest/ und daß du gerne alles dazu lenkest, damit dein Reich gefördert möge wer— den/ rings auf der Erden. J. Wir wissen, daß es keine irdschen Hütten, die Menschen— hände bauen und zerrütten; du willst ja selbst in deiner Kirche wohnen/ und ewig thronen. 208 Elendt Ae des—V— 360 36) 4. 9r wir sind chwach und fühlen d drüber Schmerzen; wir egrei können nicht mit ruhevollem Herzen, eh wir was zugebracht zu Zions Hallen, zur Hauptstadt wallen. 3 und 5. O Christe, der du siegest in den Deinen/ und deinen Namen ank⸗ herrlich läßt erscheinen, ach hilf uns, deinen Schwachen und Elenden, mit starken Händen. ehr voll Nach Johann Michael Graff, 7774-782 v. 5 nach Michael Tham, 1 57 ewiesne 360 Mel. 22) n Löse ie Herrlichkeit Gottes ist offenbar worden, so weit der Kreis der Erde geht. Die überallhin sich zerstreuenden Horden/ esegnete der Dienerschaft, die vor ihm steht, die eilen mit Freuden dem eleinge, Schalle nach/ und bringen den Heiden von mancher Sprach/ 00-700 das Zeugnis der himmlischen Gnadengeschäfte/ in Schwaͤchheit, gestärket durch göttliche Kräfte. 2. Sei herzlich gelobet, du heilige Liebe, dein Name werde Mel 65 hoch erhöht! Die lediglich dir nur geweiheten Triebe/ des em Her⸗ Volks, das dir zu Diensten steht, die müssen bezeugen, daß un⸗ ür deine sern Sinn/ ein ewiges Beugen nimmt ganz dahin. Denn wer Hpresset hat die Gnade nach Würden geschätzet, daß du uns zu deiner dauf die Gemeinschaft gesetzet? 00⸗150 3. Was gibt man dem teuersten Fürsten der Herzen? Womit bezeugt man seinen Dank? Die Schulden der Liebe, die machen Mel. 36 uns Schmerzen, die Dienstbegierde macht uns krank. Herr Jesu, wir haben nie viel gehabt, mit eigenen Gaben wirst du begabt. in 30 Bier hast du uns! Willst du was Beßres, so eile/ und mach aus uns reine und treffende Pfeile! daß du Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7650 ge er⸗ 361 Mel. 37 enschen⸗ as Volk in seiner Hut, die Zeugenwolke, wo Jesus Wun— Kirche der tut/ vor allem Volke, hat eine kleine Kraft. Wohl allen denen, die sich mit Herz und Sinn/ an ihn gewöhnen! — 4 200 Kirche und Gemeine 2. Der König, der sich nicht/ an Regeln bindet, wenn er zu— weilen was/ geschicklich findet, hat oft die schwächlichsten/ von allen Brüdern/ zum Feldzug aufposaunt. Wer kann sich widern? . Die Gnade, die er schenkt, ist unaussprechlich. Und wär die Hütte nicht /noch zu gebrechlich, es würd in seinem Dienst/ noch mehr geschehen/ und unser Zeugentrieb/ nie stille stehen. 4. Wir werden völlig frei/ vom Dienst der Sünden/ und lassen unser Herz/ mit Lieb entzünden/ durchs Wort von Christi Kreuz; da wird es lichte, und Jesus tritt uns recht/ vor das Gesichte. 5. Da geht man immer um/ mit Friedenmachen. Die Gnade wickelt aus/ die schwersten Sachen. Bald gilts daheime sein, bald auf der Reise; man gehet auch zur Ruh /mit Lob und Preise. . Herr, der du deine Schar/ durchs Ganze kennest, Herr, der du jeglichen/ bei Namen nennest, ruf alle die herbei/ zu deinen Zelten, bei denen Zug und Trieb/ von dir was gelten! *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 362 Mel. 555 Sda uns Gottes Geist den Zug/ zum Versöhner unsrer Sün⸗ den/ ließ empfinden/ und uns Jesu Todesschmerz/ drang ins Herz, seit die Lieb uns überwunden/ und wir in ihm Ruh gefunden, HBeilung für das kranke Berz: 2. Seitdem suchen wir stets mehr/ Sünder zum Genuß der Gnaden/ einzuladen; unsers Herzens ganzer Sinn/ geht dahin, über dem Geschäft zu sterben, Seelen für das FDamm zu werben; und das ist für uns Gewinn. 3. Aber, o du teures Haupt/ deiner liebenden Gemeine, wie so kleine, wie so nichtig kommen wir/ uns doch für! Aller Selbst⸗ ruhm wird zu nichte, Herr, vor deinem Angesichte. Und auch da— für dankt man dir. 4. Unterdessen geht dein Werkweiter unter uns mit Segen; und wir legen/ dir Geist, Leib und Seel und Sinn/ gerne hin. Sollten wir fürs Unsre sorgen? Wir sind ja in dir geborgen, alles ist ür uns Gewinn. 8 9. J als S deine in, bald Preise. ert, der deinen 00-7⁰⁰ο Mel. J55 er Sün⸗ drang m Ruh nuß der dahin, werben; ine, wie Gelbst⸗ auch da⸗ Segen; me hin. borgen, Ausbreitung des Reiches Christi 363—365 5. Herr und Haupt, Immanuel, o du Herz voll Gnadentriebe, dessen Liebe„uns durch Mark und Adern geht, dein Gebet, ehe du zum Vater gangen, muß zu seinem Zweck gelangen, bis die Erde nicht mehr steht.„Matthaus Hehl, 1705--7 363 Mel. 79 G. Zeugen, Jesum malen, wie er, uns zu bezahlen, am Holz in Tod versank. Tragt, o ihr Kreuzesbeuten, durch aller Erden Breiten/ das Wort von Jesu Todesgang. L. Ach auserwählter Heiland, wir sind dir jetzt wie weiland/ als Sündervolk bekannt. Du willst nun, daß wir bleiben/ und deine Sache treiben, und hast die Seile weit gespannt. 3. Gib, daß wir Taten tuen/ und keins, um auszuruhen, sich nach dem Sabbat sehn, es habe denn vollendet, wozu du es ge— sendet, es sei denn all dein Rat geschehn. 4. Jeit wolln wir gehn und schweigen/ und uns zur Erde nei⸗ gen/ vor unserm Lamm und Baupt; wir wolln uns lassen lei— ten/ durch alle unste Zeiten/ und wagen, was der Fürst erlaubt. * Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 364 Mel. 35 us unsrer ersten Tränensaat/ ist manche Frucht entstanden/ durch unsers Heilands Gnadenrat /in nah und fernen Landen. 2. Es wurden zehn dahingesät, als wären sie verloren; auf ihren Beeten aber steht: Das ist die Saat der Mohren. 3. So seid viel tausendmal geweiht/ ihm, unsrer treuen Liebe, die ihr dahingeschieden seid/ in eurem Streitertriebe. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο Das Wohrenlied, gesungen, als die ersten zehn Boten in Westindien ent⸗ schlafen waren. 1734. 365 Mel. 209 Os ist ein Häuflein Seelen, die dich erwählen/ und die die Stunden zählen, bis du in Eil/ es ihnen wirst befehlen, 14* 27) 366 367 ——.—... Kirche und Gemeine dem Heidenteil/ die Gnade zu erzählen/ und dein Erwählen; denn du bist doch der Seelen„verheißnes Heil. 2. Wir haben schwere Zungen, doch ists gelungen; das hat der Glaub erzwungen. Nun kommt das drein: die Alten wie die Jungen/ sind hart wie Stein. Noch mehr Verhinderungen/ sind vorgedrungen. Ja, wärn wir nicht gedungen, wir ließens sein. J. Die Welt mag immer lachen/ bei unsern Sachen/ und fragen, was wir Schwachen/ hier draußen tun. Wir wollen un— sern Nachen/ nicht lassen ruhn/ und vor der List des Drachen/ das Haus bewachen/ und Heiden selig machen. Sie wollen nun. Friedrich Böhnisch, 170768 Gedichtet 1737 nach vierjähriger erfolgloser Arbeit in Grönland. Vers 3 wurde dem Liede(vielleicht von Zinzendorf) hinzugefügt, als sich der erste Grön— länder 1738 bekehrt hatte. 366 Mel. 29 Ha unser Meister, lehr uns gläuben, daß wir auf dich ge— gründet bleiben, und pflanz in dich als Weinstock ein, was jetht noch wilde Zweige sein, 2. Damit an dieser rauhen Stelle, die man als eine halbe Hölle für Fleisch und Blut pflegt anzusehn, in kurzem deine Hütten stehn. J. Kein Volk noch Sprach ist zu geringe/ dir, Gott und Schöpfer aller Dinge, und deine treue Gnadenhand/ ist über alles ausgespannt. 4. Drum hoffen wir von Grund der Seelen, noch deine Treue zu erzählen„in manchem fernen Erdenteil; denn du bist auch der Beiden Heil. Matthäus Stach, 77789 In Grönland gedichtet 1737 367 Wel.5 Ba unsern König an, Herz und Auge rinne! Der so vieles schon getan, hat noch mehr im Sinne. 2. Wo sonst niemand willig war, ihm sein Herz zu geben, sieht man nun so manche Schar/ ihm zur Freude leben. 252 07⁰³ Vers 3 ste Groͤn⸗ e halbe n deine ott und ist über „Treue sst auch 11·F77⁸⁷ el 17³⁷ Mel. 9 vieles n sieht dynninn n.—— 2— 368 369 3. Wird hinfort dem Geist des 5480 nur nicht Wentuden, so wird sich sein Reich vermehrn/ noch in allen Landen. v.)* Christian Gregor, 1723-80 v. 2. 3* Jakob Lischh, um 174 368 Mel. 205 otteslamm, am Kreuzesstamm/ geschlachtet für die gaͤnze Welt, die Gemein, dein Fleisch und Bein, die lebt nur durch das Cösegeld; das ist unsre Wissenschaft. Gib, daß sie mit Got— teskraft /Nationen kund tun kann, was du für die Welt getan. 2. Uberall /mit einem Schall, der an die Tor der Hölle stößt, machs dein Volk, die Zeugenwolk, bekaͤnnt, daß du uns hast er— löst. Und dein Blut und Tod allein soll uns Bürgschaft dafür sein, daß uns der Fürst dieser Weltkeine Beiden vorenthält. 3. Denk an sie und ihre Müh, sie führen ja für dich den Krieg. Wo sie gehn, laß Gnade wehn, gib ihnen gegen Satan Sieg/ in der alt und neuen Welt, wo dein Ruf sie hingestellt. Dein ver— goßnes Blut so mild/ bleibe stets ihr Schirm und Schild. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 369 Mel. 205 ilgervolk, du Zeugenwolk, gesegnet sei dein Wanderstab! Kam doch er, der Welten Herr, vom Himmel hoch zu uns herab, daß er uns die Bahnen wies/ durch das Kreuz zum Varadies. Schmach und Armut war sein Weg, und doch wars ein selger Steg. 2. Seine Schmach/ trägt man ihm nach/ mit einem frohen Kindersinn, wagt sich gern/ für seinen Herrn/ getrost in alles Schwere hin. Denn sein teures Gottesblut/ macht unendlich frohen Mut/ gegen alle Schwächlichkeit/ und in aller trüben Zeit. 3. Unsre Reis/ durch Schnee und Eis/ geht auch um eine Seel allein /manche Stund, um sie zum Bund/ des blutgen Lamms zu laden ein. Und wenn uns nur das gelingt, daß das Wort ins Herze dringt/ und das Herz wird weich und heiß, so reut uns kein Streiterschweiß. 370 37 Kirche und Gemeine 4. Unverzagt/ auf ihn gewagt, das ist der Zeugen Wehr und Schild. Immer nach, dieweil es Tag, spricht Jesus, der vor allen gilt. Wenn der Abend bricht herein, dann stellt man das Wirken ein. Weil der Herr wirkt, wirkt man auch; das ist so der Jünger Brauch. 5. Das ist wahr/ und offenbar, daß Jesus Christus kommen ist, Sünder groß/ zu machen los/ von Sünde, Welt und Satans List. Darum schickt er Botschaft aus, die ruft immer: Kommt heraus, kommt aus eurem Kerker vor, gehet ein zum Gnadentor! 6. Drum wohlaͤuf/ im Pilgerlauf! Es zieht voran der starke Held. Er gibt Kraft der Jüngerschaft, wo sie hinzieht durch alle Welt. Fühlt euch arm im Herzensgrund, wenn sich öffnet euer Mund, und seid in den Staub gebeugt, wenn ihr Jesu Kreuz bezeugt. 7. Amen ja, Balleluja! Das Reich ist Gotts und Jesu Christ. Ihm gehör/ Preis, Lob und Ehr, weil er aller Welt Heiland ist! Die Gemein, sein Erb und Teil, weiß von keinem andern Heil. Dies stärkt seiner Boten Gang/ und weckt unsern Lob— gesang.*Hermann Reinhard Schick, 1704-77 v. 2*Michael Lauterbach, 1776-787 v. 7*Anton Seßfert, 172-785 3 70 Mel. 355 ch, umsonst ist Jesu Schweiß/ auf die Erde nicht gefallen; darauf wallen/ seine Zeugen in die Fern/ froh und gern. Heilger Geist, auf ihrem Wege/ mache viele Herzen rege, denn sie sind versöhnt vom Herrn.*Andreas Jäschke, 7778-1762 371 Mel. 58 Ou der nicht hatte, wo man sich legt, obgleich dein Wort alle Dinge trägt, unser großer König, dem alles eigen, ob es dir gleich, deine Pracht zu zeigen, noch nicht beliebt: L. Gib deinem Volk auf dem Erdenplan/ überall Türen, die aufgetan, Wohnungen des Friedens, Hütten voll Segen/ und bring uns dann auch von unsern Wegenzurück nach Haus. 2749 04-J77 78/ 5 Mel.)5s efallen; d gern. je, denn 78.17⁰ Mel. 58 n Wort eigen, jebt: ten, die n/ und Haus. Ausbr eitung des Reiches Christi 87² 3. Wir predigen dein Versöhnungswerk. Das hat hinreißende Kraft und Stärk, daß die rauhen Sinne/ der Nationen, bei denen nun unsre Brüder wohnen, nicht fühllos sind. 4. Laß deine Kirche je mehr und mehr/ gesammelt werden zu deiner Ehr/ über See und Erde. Geuß aller Orten über die wildesten Menschenhorden/ der Gnade Flut. 5. Unser Beisammensein segne du/ und unsern Herzen gib Fried und Ruh; heilge unsre Sinne, salbe die Worte, laß uns nichts reden an eingem Orte, als was du denkst. v.). 2. 5*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 76 v. 3* Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 v. 4* Rosina Grasmann, 172-760 372 Mel. 277 DOu König ruht und schauet doch, wie sich die teuren Seelen mühen, wie sie an seinem sanften Joch/ nach ihren treuen Kräften ziehen. Da zeiget sich die ganze Welt/ als ein erstaun⸗ lich weites Feld, da kann man manche rauhen Höhen, dazwischen tiefe Täler sehen; und wo nicht Dorn und Disteln stehn, da kann man doch nichts Grünes sehn. 2. Drum läßt sich eine große Schar/ von Knecht und Mägden Jesu schauen, die von ihm ausersehen war, das Land des Herren anzubauen. Sobald sie Gottes Wort gesät, begießen sie es mit Gebet/ und vielen tausend heißen Tränen. Ihr Sinnen, Dich⸗ ten, Trachten, Sehnen/ ist dieses einzig und allein: den Herrn mit Früchten zu erfreun. J. Bei diesem ihrem Arbeitsfleiß läßt Jesus Gnadenströme regnen. Wie sollt er ihren sauren Schweiß-nach seiner Gütig⸗ keit nicht segnen? O du, den unser Herze liebt/ und dem sichs völlig übergibt, laß deine Gnadenquelle fließen/ und wie in Strömen sich ergießen; und unsre Arbeit werde dir/ zum ewgen Ruhme, Preis und Zier! 4. Gib vor uns eine offne Tür, die nimmer jemand könne schließen. Ach laß uns, Jesu, für und für/ die große Seligkeit genießen, daß wir als Pfeiler vor dir stehn/ und nie aus deinem 215 Kirche und Gemeine Tempel gehn. Herr, gib uns einen neuen Namen/ und sprich zu unserm Wort dein Amen; so wollen wir auch fleißig sein, dich alle Stunden zu erfreun. *August Gottlieb Spangenberg, 1704-79 37⁵ Mel. 22) SL ewig gelobet, du heilige Liebe, für die Gemein, dein Volk und Baus, für alle darinnen sich regenden Triebe; zuletzt wird doch ein Gaͤnzes draus. Sind dessen Einwohner nicht darum frei, daß jeder die Beute des Helden sei, der Freiheit und Leben, uns Heil zu erwerben, freiwillig vertauschet mit Dienen und Sterben? 2. Wo seid ihr, ihr Schüler der ewigen Gnade, ihr Kreuzge— nossen unsers Herrn? Wo spüret man eure geheiligten Pfade, daheime oder in der Fern? Ihr Mauerzerbrecher, wo sieht man euch? Die Felsen, die Köcher, die wilden Sträuch, die Inseln der HBeiden, die tobenden Wellen/ sind eure von alters verord—⸗ neten Stellen. 3. Hier ruhet ihr, um einmal Lasten zu tragen, hier eßt ihr, daß ihr fasten könnt, hier lernet ihr, um Lektionen zu sagen. Ihr wartet, bis das Feuer brennt, das Feuer von oben, wonach der Herr/ zur Zeit seiner Proben verlangt so sehr. Gebt Ach— tung, es ist auf die Erde gefallen, das Zeichen erscheinet, der Heerzug soll wallen! 4. Du unser an Siege und Segen Gewöhnter, mit tausend Kronen Prangender, du uns durch dein eigenes Opfer Ver— söhnter, mit uns Zusammenhaͤngender, zum Wohltun und Seg— nen recht aufgelegt, der uns wie die Jugend zu führen pflegt: hier hast du uns, wenn auch nicht alle, doch viele; und alle sind dir doch unfehlbare Ziele. S. Sei herzlich gelobet, gekreuzigte Liebe, für dein Erbarmen, Treu und Hut. Erhalt deinen Knechten die freudigen Triebe/ und gründ sie stets mehr auf dein Blut. Du wollest sie leiten 276 verord⸗ eßt iht, sagen. wonach bt Ah⸗ net, der fausend er Ver⸗ 0 n pflegt: lle sind armen, Lriebe/ leiten I e des 15 11 374— 376 nach deiner Gnad, steh ihnen zur Seiten mit Rat und Taͤt, stärk sie mit des Wortes hell leuchtendem Scheine. Das bittet, das flehet die ganze Gemeine. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 v. 5 Gottlieb Zsrael, 1777-743 374 Mel. 14 u, deiner Zeugen Trost und Eicht, die Wundenherrlichkeit/ leucht ihnen immer ins Gesicht/ in hell und trüber Zeit. 2. Gesegne deiner Boten Bahn/ nach deiner Sache Zweck/ auf Inseln, Seen und festem Plan; räum alle Hindrung weg. 3. Dein blutiges Versöhnungswerk, das Heil für jedermann, beweise seine Kraft und Stärk; wir wissen, was es kann. 4. Es hat ja deines Blutes Kraft, du siegesreicher Held, dir schon manch Eigentum verschafft; o wärs die ganze Welt! v.). 4 Christian Gregor, 1723- 80) v. 2. 3 Anna Dober, 7773-7 375 Mel. 79 Z hin in dessen Namen, des Wort uns Ja und Amen/ in allen Sachen ist, und öffnet das Verständnis/ der Men— schen zur Erkenntnis/ der Gnad im Blute Jesu Christ. 2. Wir wolln ihm Treue schwören/ und seine Gnade ehren; zieht nur mit Gnade hin. Seid arbeitsam und tüchtig; und dies bleib euch stets wichtig, daß ihr sein teurer Blutgewinn. 3. Das sei euch stete Weide, das mach euch tausend Freude, reiz euer Zobgetön; und überall, wo Seelen/ euch hörn von ihm erzählen, da laß er euch auch Früchte sehn. *Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-756 376 Mel. J27 as Wort von Jesu Blut /macht seinem Volke Mut; es bringt allerwegen/ den Seuten seiner Hut/ des Heilands Gruß und Segen, die in der Gemein/ oder wo allein/ oder Pilger sein. 217 327 378 Kirche und Gemeine 2. Im Frieden Jesu Christ, der unsre Freude ist, wohnen unsre Lieben. Seid inniglich gegrüßt/ auch überm Weltmeer drüben! Jesu Angesicht/ und sein Gnadenlicht /bleib auf euch gericht! 3. Es geh uns allen gut/ durch Jesu Tod und Blut/ in Eu⸗ ropa hüben/ bis an Neuherrenhut, in Indien dort drüben/ und in Asia/ und in Afrika/ sei uns Jesus nah! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-70 377 mel. 6s Jesu, komm herein/ in dein Schiffelein, so mags Meer die Welln erhöhen, fahrn wir doch in deinen Nähen, fürchten keine Not; du warst für uns tot. 2. Unsre Reisen gehn /in des Freundes Nähn. Manchmal gibt es Gegenwinde, dann gehts wiederum geschwinde; aber unser Mut/ liegt am Kreuz und ruht. 3. So geht unser Gang/ unter Lobgesang. Jesus führt uns durch die Wellen„zu den andern Kampfgesellen, die er sich ge— weiht/ und zum Streit bereit. Paul Daniel Prözelius, 777377 378 Mel. 366 Sa reiset denn, ihr Brüder, reist/ zu den zerrißnen Heiden/ und sucht sie, weils der Heiland heißt, bei seinem Kreuz zu weiden. Er geht voran, der gute Hirt, und macht euch Bahn und Stege. Was euch darin zur Hindrung wird, das räumt er aus dem Wege. 2. Das Lamm, das uns erkaufet hat, das wolle euch begleiten; es steh euch immer früh und spat/ mit Gnade an der Seiten/ und geb euch ein recht selig Herz, vergnügt in seiner Liebe, da⸗ mit euch Müh und Not und Schmerz/ nicht störe noch betrübe. 3. Der Heiland führ in Gnaden aus, was er selbst angefangen, und baue überall sein Haus/ nach unserm Herzverlangen! Wir sind, Gott Lob! sein Eigentum/ und gehn auf seinem Pfade, wir lebten gern zu seinem Ruhm/ und wüßten nichts als Gnade. 278 i des— 379 380 . 6⁰ cht denn über Land und Meer, die Sicel werden nhl wachen; seht ihr der Wogen wildes Heer, hört ihr die Masten 23 krachen, die Winde heftig sich erhöhn, die Wellen greulich brau— in Eu⸗ sen: wird doch in eurer Mitte wehn/ ein sanftes Friedenssausen. sund*Abraham Reinke, 1772-760 v. 4 Ludolf Ernst Schlicht, 174-769 379 Mel. 732 t G4 Zeugen, durch den Geist des Herrn/ gesandt in Christi Namen. Nehmt hin und säet nah und fern des Worts urhten und Geistes Samen. Sät mutig, eure Saat gedeiht. Mit Säe— mann und Schnitter freut„sich einst der Herr der Ernte. nchmal Karl Bernhard Garve, 1763-)84 380 Mel. 377 sich ge⸗ daß doch bald dein Feuer brennte, du unaussprechlich Liebender, und bald die ganze Welt erkennte, daß du bist 3-77⁷ König, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme, jetzt hier, jetzt dort, Mel. J in Ost und West, dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herr— ůeiden/ lich Pfingst- und Freudenfest. reuz zu 3. Und noch entzünden Himmelsfunken/ so manches kalte, tote hn und Herz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Sünd und t er aus Höllenschmerz, 4. Verzehren Stohz und Eigenliebe und sondern ab, was un— gleiten; rein ist, und mehren jener Flamme Triebe, die dir nur glüht, deiten/ Herr Jesu Christ. be,da⸗ 5. Erwecke, läutre und vereine/ des ganzen Christenvolkes ettibe Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ dein Heil noch fangen, jedem offenbar. Wi. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Got— Pfade teshauch, dein Feuermeer ström nicht vergebens, o zünd in unsern Onade. Herzen auch. 279 381 282 Kirche und Gemeine 7. Schmeh alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme„doch bald die ganze weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme /als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Willionen/ der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lam— mes hin. Georg Friedrich Fickert, 77588/ 3 8 1 Mel. 79 Du großer Zionskönig, dem alles untertänig/ und übergeben ist, vor dem die Erd sich beuget, dem sich der Himmel neiget: hör unser Flehn, Herr Jesu Christ. 2. Laß, Herr, dein Wort recht kräftig/ und deinen Geist ge— schäftig/ in unsern Herzen sein. Laß immer mehr die Deinen/ auf dich nur sich vereinen, durch Bruderliebe dich erfreun. 3. Tritt unter unsre Füße/ das Reich der Finsternisse/ zu deines Namens Ruhm. Durchdring der Sünder Herzen/ zum Lohne deiner Schmerzen/ mit deinem Evangelium. 4. Stärk, Heiland, deine Knechte, zu fördern deine Rechte, zu kämpfen mit Geduld; gib allen Mut und Kräfte/ zum großen Heilsgeschäfte /und labe sie mit deiner Huld. 5. Ach höre unser Flehen/ und laß, o Herr, geschehen, was unser Herz begehrt, daß bald die ganze Erde ein Gottestempel werde; wers glauben kann, dem wirds gewährt. 8²⁷ 382 Mel.) Walle walte nah und fern, allgewaltig Wort des Herrn, wo nur seiner Allmacht Ruf /Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein; walte fort, bis aus der Nacht /alle Welt zum Tag erwacht. J. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. 220 Mel. J) errn, 0⁰ nelschuf. en dein; vacht. je held; all. H des.— i 4. HinderEinle groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774-84 383 Mel. 35) er du zum Heil erschienen/ der allerärmsten Welt/ und von den Cherubinen/ zu Sündern dich gesellt, den sie mit fre— chem Stolze/ verhöhnt für seine Huld, als du am dürren Holze/ versöhnet ihre Schuld: 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein Haus. Von Westen, Nord und Süden, von Morgen ohne Zahl/ sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Bochzeitkleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude/ die Völkerscharen ein. Und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt/ dir Preis und Ehre dar. 4. Es kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht/ stehn in der Nacht und dürsten/ nach deinem Angesicht. Auch sie hast du gegraben/ in deinen Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. . So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Göten frönet/ und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk ver— söhnet/ zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert Knapp, 17986 221 384 Kirche und Gemeine 384 Mel. 230 Ena ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod ge⸗ gangen/ und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen/ gehören dir, o Mann der Schmerzen, in deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite dir zum Ruhm/ deine Kinder. Verbirg uns nicht/ das Gnadenlicht/ von deinem heilgen Angesicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet; du selbst hast unsre Zahl ge⸗ zählet/ nach deinem heilgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist vJum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn/ für den Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abend—⸗ mahl/ im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud/ heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten woh— nen, von deinem Himmelreiche fern. Seit Jahrtausenden ist ihnen /kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgen— stern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zieh uns voran/ und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil er⸗ funden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen„ und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, es richtet und durchbohrt/ Geist und Seele. Dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht das Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge /beginnest du still und ge— ringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir! Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft 222 Aust vertt. ohne bist;! 6 gekte an, u deine b deine Heil er⸗ wir den bis es richtet 5y dein und ge⸗ virst füt ie Kraft Ausbr eitung des Reiches Christi —* 2 3858 386 vertrauen wir. Dein Senfkorn arm und klein/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 7798-864 3 8 3 Mel. 228 96— stehen wir von nah und fern/ in einem Geist vor einem Herrn, vereint zu Dank und Bitte. O Jesu, selge Majestät, gekreuzigt einst und nun erhöht, tritt ein in unsre Mitte. Stimm an, nimm an, unsre Lieder, die wir wieder/ vor dich bringen, deiner Eiebe Tun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet Herz und Hand und Mund, für Gottes Heil zu zeugen, deinen/ reinen/ Lebenssamen, deinen Namen/ durch die Weiten aller änder auszubreiten. J. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, und alle Völker wer— den dir/ einst noch zu Füßen fallen. Du weckst sie aus der Todes— ruh/ und führst schon Erstlinge herzu/ in Salems heilge Hallen; spendest, sendest/ Licht und Segen/ allerwegen/ deinen Freun— den, herrschest unter deinen Feinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohlaͤuf, mit Macht um— gürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich/ die Völker um dich drängen! Alsdann/ wird man/ fröhlich singen, Palmen schwingen, wenn man schauet, wie der Berr sein Zion bauet. Albert Knapp, 1798-864 386 Mel. J5 On du in Todesnächten/ erkämpft das Heil der Welt/ und dich als den Gerechten/ zum Bürgen dargestelltz der du den Feind bezwungen, den Himmel aufgetan: dir stimmen unsre Zungen/ ein Halleluja an. 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden/ zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und West-sind deine Gäste worden/ bei deinem Hochzeitfest. 223 387 388 Kirche und Gemeine 3, Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, zu streun dein Lebensfeuer/ ins weite Völkermeer. 4. So ziehen deine Flammen /wie Sonnen um die Welt. Getrenntes fließt zusammen, das Dunkle wird erhellt; und wo dein Nam erschallet, du König Jesu Christ, ein selig Häuflein wallet/ dahin, wo Friede ist. 5. O sammle deine Berden/ dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden/ und ziehn zum Abendmahl. Schließ auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran. Wos noch nicht Tag geworden, da zünd dein Feuer an. Christian Gottlob Barth, 7799-862 37 Mel. 8 * Jesu, dich zu loben, sind wir vor dir vereint; du hast dein Licht erhoben, daß es den Heiden scheint. 2. Hoch über alle Hügel ragt schon dein Berg empor. Der Glaͤube schwingt die Flügel, es jauchzt der Heiden Chor. J. Herr Jesu, mehr zu flehen, nahn wir uns deinem Thron, wir möchten alle sehen/ als deiner Schmerzen Lohn. 4. Du starker Hort, im Glauben/ ist freudig unser Geist. Wer will den Sieg uns rauben, den schon dein Wort verheißt? Ludwig Josephson, 809-87/7 388 Mel. 551 Wand Gottes Winde wehen/ vom Thron der HBerrlichkeit/ und durch die Lande gehen, dann ist es selge Zeit. Wenn Scharen armer Sünder/ entfliehn der eogen Glut, dann jauch— zen Gottes Kinder/ hoch auf vor gutem Mut. 2. Komm, rufen brünstig alle, und hilf, dreieinger Gott, daß Satans Reich zerfalle/ und dir, Herr Zebaoth, bald auf der ganzen Erde, so weit dein Name dringt, ein Lob bereitet werde. das unaufhörlich klingt. Gustav Knak, 805-7878 229 799-862 Mel. 8 du hast or. Der or. n Thron, eist. Wer 5t² ⁸⁰0ο-⁷/ Mel. J5 klichkeit/ . Wenn nn jauch⸗ Hott, daß Dauf der set Werde. 1806-J878 Mel. 79 M laßt uns Zion bauen/ mit fröhlichem Vertrauen/ im Namen Jesu Christ! Zion muß größer werden, so groß, daß auf der Erden/ kein Mensch mehr außer Zion ist. 2. Ach, jetzt sind Millionen/ noch unter allen Zonen/ in Sa⸗ tans Hand und Reich. Sie müssen Wohnung haben/ in Zion und sich laben/ am Lebensquell mit uns zugleich. 3. Orettet diese Armen/ und sendet aus Erbarmen/ zu ihnen Gottes Wort. Laßt euer Herz entflammen/ und tragt mit Lust zusammen/ und sendet Glaͤubensboten fort. 4. Auf, laßt uns Zion bauen/ mit freudigem Vertrauen, die schöne Gottesstadt! Wenn wir ans Werk erst gehen, wird sie bald fertig stehen. Wohl dem, der mitgebauet hat! Morit Görcke, 7803-889 390 Mel. 36 A liebster Heiland, wann kommt deine Stunde? Wann Urufst du auch dem alten Volk zum Bunde? Wann wird die Decke Mosis weggenommen? Wann wirst du kommen? 2. Dein Blut, das sie auf ihre Seel genommen, laß ihnen end⸗ lich noch zum Segen kommen; daß du am Kreuze noch für sie gebeten, müß sie erretten.*„J9ohann Jakob Dupp, 1707 391 Mel. oo Ha auf den so viele Juden hoffen, da ihr Wünschen doch längst eingetroffen; denn du bist kommen/ und hast unser Fleisch an dich genommen: 2. Wenn dich doch das arme Volk erkennte/ und dich seinen Herrn und Heiland nennte! Die armen Seelen/ dürften sich gewiß nicht länger quälen. 3. Nimm die Decke doch von ihren Augen, daß sie dich im Geist zu sehen taugen, sich dir ergeben/ und in deinem Tod und Leiden leben. 4. Herr, erhöre doch der armen Deinen/ sehnlich Bitten, Seufzen, Flehn und Weinen, das wir dir bringen; laß es un⸗ sern Wünschen doch gelingen. 392—394 Kirche und Gemeine 5. Wir sind still und warten drauf mit Freuden. Du, der Herr der Juden und der Heiden, kennst alle Herzen; mache sie zum Lohne deiner Schmerzen.„Esther Grünbeck, 17777 392 Mel. Wen liebster Jesu, wann kommt deine Stunde„zur Selig⸗ keit des Volks vom alten Bunde? 2. Wann wird es sich an dessen Heil erlaben, den ihre Väter einst durchstochen haben? 3. Ach, wenn die auserwählte Stunde käme, die ihre Decke von den Augen nähme, 4. Und sie erführn, was Thomas dort empfunden, als Jesus vor ihm stand mit seinen Wunden: 5. So hätten wir die erstgebornen Brüder/ in unsers lieben Vaters Hause wieder. 6. Das würde dann ein Halleluja geben, ein Lob des Lamms bis in das ewge Leben! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 393 Mel. 35) Oi ihr den Herrn gefunden, gedenkt ihr eurer Schuld? Wir durften schon gesunden„durch des Messias Huld. Er hat die Anverwandten/ uns auf das Herz gelegt; der hat ihn nicht verstanden, wer nicht die Seinen pflegt. 2. O lasset in die Wette/ den Geist der Liebe wehn/ und ihre Segenskette durch alle Herzen gehn. Umfasset mit Erbarmen/ Immanuels Geschlecht/ und lehret seine Armen/ Jehovas Licht und Recht. 3. Laßt euer Herz entzünden, laßt brennen euer Licht, um Jakob Heil zu künden, bis ihm sein Herze bricht, bis dem am Kreuz Erblaßten das erste Volk der Welt, von allen seinen Lasten/ erlöst, zu Füßen fällt. hristian Gotllob Barth, 1799-1862 394 Mel. 230 önig Jesu, streite, siege, daß alles bald dir unterliege, was lebt und webt in dieser Welt. Blick auf deine Friedens⸗ 22 Lamms 70⁰0-7⁰⁰ Mel.)S) ddꝰ Wir Er hat ihn nicht und ihre harmen/ Has Licht icht; un dem am n seinen hoo⸗)bꝰ Mel. 230 ege, was riedens⸗ hristi 3958 396 boten, laß wehen deinen Lebensodem /durchs ganze weite Totenfeld. Erhöre unser Flehn/ und laß es bald geschehn. Amen, Amen! So rühmen wir/ und jauchzen dir/ ein Balle— luja für und für. 782⁷ 395 Mel. 139 RO. des Herrn, Reich des Herrn, brich hervor in vollem Tag. Deiner Strahlen Macht erhelle, was in Todes— schatten lag. Wolk und Zweifelsnebel fälle; sende Licht und Wärme nah und fern, Reich des Herrn, Reich des Herrn. 2. Siege bald, siege bald; komm, das kalte Reich der Nacht/ aller Enden zu zerstören; sieh, es sammelt seine Macht. Doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Ge— rechtigkeit/ führt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegsgewalt/ schlage Feind an Feind darnieder, bring in deine Herrschaft bald/ alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich/ ewiglich, ewiglich. 4. Überall, überall/ laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden/ deinen Namen hell erkannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst/ herrschen wirst, herrschen wirst. 5. Welch ein Herr, welch ein Herr! Ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dienstes pflegen, lohnt er unsrer schwachen Hand/ armes Werk mit reichem Segen. Wallen wir, so wallt sein Friede mit /Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 0. Kommt herbei, kommt herbei, frohe Zeiten, säumet nicht, daß der Herr sich offenbare /als der Völker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, wie die Menschenherd ihr großer Hirt/ weiden wird, weiden wird. *Karl Bernhard Garve, 1768-84 396 Mel. 53 omm, froher Tag, o komm, der unsre Sehnsucht stillet, der das Verheißungswort/ im ganzen Sinn erfüllet: Nun ist 15* 227 um)80⁰ 3 9 1* Mel. 83 Hine Berde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde, mach dich auf und werde licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Berrlichkeit des Herrn/ nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer HBirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt„fern von dir und deiner Herde! Kleine Berde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht/ vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Lebens⸗ quelle; ihn umleuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. S. Gräber harren aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, er⸗ scheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 0. O des Tags der Berrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Rdolf Krummacher, 1767- 845 398 Mel. 155 Wal ein Lied im höhern Ton/ wird von den Erlösten allen/ einst erschallen! Und wie wird sich groß und klein /drüber freun, wenn bei allem Volk der Erde/ nur ein Hirt und eine Herde/ offenbar zu sehn wird sein! 2. Amen, Jesu Wort ist wahr, er wird sein Versprechen halten; laßt ihn walten. Nehmt dran teil und helfet gern/ nah und fern/ unter aller Art von Leuten/ Gottes Gnadenreich aus— breiten, ihr Erlöseten des Herrn!„Christian Gregor, 1723380 228 was er cspricht. ebeine! rrn, er⸗ sspricht. Sonne, ied und was er 67-074⁵ Mel. J55 Erlösten oß und nur ein halten; ah und aus⸗ 23-J⁸⁰ Das Leben des Christen Gottes Gnadenruf Gott will, daß allen Menschen geholfen werde. 399 Mel. 94 ö V. armen Sünder, kommt zu Bauf, kommt eilig, kommt und macht euch auf, mühselig und beladen! Hier öffnet sich das Jesusherz/ für alle, die in Reu und Schmerz/ erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt, er nimmt die Sünder an; drum komm, dein Jesus will und kann/ dich retten und umarmen. Komm weinend, komm in wahrer Buß/ und fall im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. J. Es sucht der liebste Jesus Christ/ das Schäflein, das ver⸗ loren ist, bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl, noch sind die Gnaden— stunden. Lorenz Lorenzen, 7660-72 229 400 40 Das Leben des Christen SISISSSSSSSSISSSSSSSSSS 400 Mel. 365 eg, meinHerz, mit dem Gedanken, als ob du verstoßen wärst; Gottes Gnad ist ohne Schranken, wie du in dem Worte hörst. Bist du bös und ungerecht, Gott ist fromm, treu und gerecht; hast du Zorn und Tod verdienet, zage nicht, Gott ist versühnet. 2. So wahrhaftig, als ich lebe, will ich nicht des Sünders Tod, sondern daß er leb und gebe/ mir sein Herz, spricht unser Gott. Seine Freud ist, wenn auf Erd„ein Verirrtes wiederkehrt, will nicht, daß aus seiner Herde/ irgend eins verloren werde. J. Kein Birt kann so fleißig gehen/ nach dem Schaf, das sich verirrt. Solltst du Jesu Herze sehen, wie der treue Seelenhirt/ sucht und vor Verlangen brennt/ nach dem, das sich abgetrennt/ von ihm und der Schar der Seinen, würdest du vor Liebe weinen. 4. Gott und alles Heer hoch droben, dem der Himmel schwei— gen muß, wenn sie ihren Schöpfer loben, jauchzen über unsre Buß. Aber was gesündigt ist, das verdeckt er und vergißt, wie wir ihn beleidigt haben; alles, alles ist vergraben. 3. Kein See kann sich so ergießen, kein Meer mag so grund— los sein, kein Strom so gewaltig fließen, gegen Gott ist alles klein, gegen Gott und seine Buld, die er über unsre Schuld/ alle Tage lässet schweben„durch das ganze Sündenleben. . Könntst du tausend Welten finden, von dem Höchsten zu— gericht, und du hättest alle Sünden, die darinnen sind, verricht, wär es viel, doch lange nicht/ so viel, daß das volle Licht/ seiner Gnade hier auf Erden/ dadurch ausgelöscht könnt werden. 7. Mein Gott, öffne mir die Pforten/ solcher Gnad und Gütig⸗ keit; laß mich allzeit aller Orten„schmecken deine Freundlich⸗ keit. Liebe mich und treib mich an, daß ich dich, so gut ich kann, wiederum umfang und liebe/ und nun ja nicht mehr betrübe. Paul Gerhardt, 7607- 1676 401 Mel. 83 Ja nimmt die Sünder an, saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn/ auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 230 rt, will e das sich lenhitt/ ekrennt/ weinen. schwei⸗ er unste ißt, wie grund⸗ ist alles Schuld ben. hsten zu⸗ verticht, t/ seiner den. d Gütig⸗ eundlich⸗ ich kann, trübe. 60%⁰⁷⁸ Mel. 89 ott allen, perfallen. an! Gottes Gnadenruf SISISISISSISSSSSISISSSSISISSSSSISSIISI 9. Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte/ eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte/ ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an! 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an! 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an! 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir/ Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 0. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrotwären, müssen sie kraft seines Bluts/ dennoch sich in Schneeweiß keh— ren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 7. Mein Gewissen quält mich nicht, wer will mich bei Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann; Jesus nimmt die Sünder an! 8. Jesus nimmt die Sünder an. Mich hat er auch angenom⸗ men/ und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen/ und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an! Erdmann Neumeister, 167-756 40² Mel.„os Wie ist doch so ein Gott zu finden, der mit so schonender Ge— duld/ den Sünder sucht und ihm die Sünden/ so gern vergibt und aller Schuld, sobald er Gnade sucht, vergißt, der wie du allen gütig ist? 2. Herr, du willst nichts, was dein ist, missen. Drum will dein Herz auch jedermann/ ohn Unterschied geholfen wissen; und weil sich keiner helfen kann, so willst du allen insgemein/ selbst Helfer und Bekehrer sein. Henriette Katharine von Gersdorf, 7648-726 23 403 404 Das Leben des Christen + 7 N 403 Mel.) Or wollestuns das Kreuzgeheimnis lehren/ und unser sehnlich Bitten drum erhören. 2. Gewiß, so stark ist immer noch dein Lieben, als da es einst dich in den Tod getrieben. 3. Du läßt die Zeugen überall ertönen: Ihr Menschen, lasset euch mit Gott versöhnen! 4. Ihr dürft so, wie ihr seid, zum Heiland kommen, und kommt ihr nur, ihr werdet angenommen. S. Wer nur ein Sünder ist in seinem Wesen/ und nicht aus eignen Kräften will genesen . Und liegt vor Jesu Füßen als erstorben, von solchen ist kein einzger noch verdorben. 7. Und wär er wie ein Bär, er wird zum Lamme; und wär er kalt wie Eis, er wird zur Flamme; 8. Und wär er tot wie Stein, er kommt zum Leben, und ihm wird HBeil und Seligkeit gegeben. 9. Erkennt, o Seelen, doch zu Jesu Füßen, daß er am Kreuz für uns hat müssen büßen. 10. Für uns hat er die Hölle überwunden, für uns ein Bürger⸗ recht am Thron erfunden. 11. Es wird uns leicht, von jedem aus den Sündern/ zu hoffen, der kommt auch zu Gottes Kindern; 12. Und hätt ich ihn nur schon zu Jesu Wunden, er wäre mehr als ich in wenig Stunden. 13. Je weiter uns die Gnade nun wird bringen, je schöner wird das Sünderdanklied klingen. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 404 Mel. 39 ommt, Sünder, und blicket dem ewigen Sohne/ ins Herz, in die Nägelmal, unter die Krone/ und sucht euch noch meh⸗ rere zuzugesellen, die sich mit euch vor den Gekreuzigten stellen. 2. Wer wollte den Glauben durch Zweifeln verhindern? Ihr Sünder, ich wollte, wir würden zu Kindern/ und schlügen ans 232 Gottes 6 N Kreuz al Seligkeit J. Wer offenen lechtigkei 4. Die st sein O Gott hat krönet. S freut was eing L. O de in Jesu é J. We Gemüt/ 4. Und o Wie wi F. Gna kann; u Gnade g Da niej darf zum KIn und annimm uicke! nd wär Mel. 99 Heryin H neh⸗ stellen. u? Nr jen ans Gottes Gnadenruf 40— 407 SSSSSSSSSSSSSSSSSSSS. Kreuz alles künstliche Denken; der Freund will der Einfalt die Seligkeit schenken. J. Wer alle Schuld bei sich gesucht und gefunden, der hat einen offenen Weg zu den Wunden. Kaum läßt man die eigne Ge— rechtigkeit fahren, so kommt er dem Herzen sein Heil offenbaren. 4. Die elend und arm sind und gar nichts mehr haben, für die ist sein Opfer die Gabe der Gaben, wodurch er die Sünder mit Gott hat versöhnet/ und sie nun mit Gnad und Barmherzigkeit krönet. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 V v. 4* Anna Dober, 1773-799 405 Mel. 36 eelen, kommt zum Lamm gegangen, das den Sündern freundlich ist; lernt beim Elend anzufangen, da noch keins was eingebüßt. 2. O der seligen Minute, da man seine Not recht fühlt/ und in Jesu Christi Blute/ seines Herzens Wunsch erzielt! J. Wenn man sonst nach Grunde fragte /mit bekümmertem Gemüt/ und uns keine Seele sagte, wer es ist, der Seelen zieht, 4. Und auf einmal wirds gespüret, daß er Jesus Christus heißt: o wie wird das Herz gerühret, o wie rege wird der Geist! 5. Gnade strömt aus Jesu Wunden, daß man Abba! sagen kann; und man sieht sich von der Stunde/ als ein Kind der Gnade an. v. 3. 2* Matthäus Hehl, 1705- 787 v. 3-5 Anna Dober, 7773-739 406 Mel. 75 DOun Lamm ist nichts zu schlecht, ihr seid ihm alle recht. Was niemand sonst kann leiden, was alle Menschen meiden, das darf zum Heiland kommen, und da wirds angenommen. Otto Wilhelm Hasse, 1 74 407 Mel. 376 Kunmn her zu mir, heißts bei ihm allezeit, die ihr mühselig und beladen seid! Wer zu mir kommt/ und Gnad umsonst annimmt, den stoß ich nicht zurücke; kommt, daß ich euch er— quicke!*Christian Gregor, 7723- 80 233 408 Das Leben des Christen 408 Mel. 277 M Heiland nimmt die Sünder an, die unter ihrer Last der Sünden/ kein Mensch, kein Engel trösten kann, die nirgends Ruh und Rettung finden; den selbst die weite Welt zu klein, die sich und Gott ein Greuel sein, den Moses schon den Stab gebrochen und sie der Hölle zugesprochen, wird diese Freistadt aufgetan: Mein Beiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz/ trieb ihn von seinem Thron auf Erden. Ihn drang der Sünder Weh und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not/ und schmeckt für sie den bittern Tod. Nun, da er hat sein eigen Leben/ zur teuren Zahlung hingegeben/ und für die Welt genug getan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgetaner Schoß xein sichres Schloß gejagter Seelen. Er spricht sie von dem Urteil los/ und tilget bald ihr ängstlich Zuälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer ins uner⸗ gründlich tiefe Meer/ von seinem reinen Blut versenket; der Geist, der ihnen wird geschenket, schwingt über sie die Gnaden⸗ fahn. Mein Beiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hinin seinen treuen Hirten⸗ armen. Das neiget dann den Vatersinn/ zu lauter herzlichem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, ja, alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben; und selbst die Tür zum ewgen Leben/ wird ihnen fröhlich aufgetan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sün⸗ dern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm tränet! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus! Wie eilt er in Zachäi Haus! Wie sanft stillt er der Magdalenen/ den milden Fluß der Sündertränen/ und denkt nicht, was sie sonst getan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 0. Wie freundlich blickt er Petrus an, ob er gleich noch so tief gefallen! Nun, dies hat er nicht nur getan, da man ihn sah auf Erden wallen; nein, er ist immer einerlei, gerecht und fromm 234 Gottes und ewig er auf det Mein He 7. Sok gteul bet beugt zu ohne Not da, dich; bahnl A d. Kom weißtt zu wirst auch steht/ unt Flehen/ n eigen genug zejagtet ald ihr 5 uner⸗ ꝛetz der naden⸗ Hirten⸗ glichem was er ür zum eiland n Sün⸗ 1Auge Wie lenen/ vas sie so tie sah auf fromm Gottes Gnadenruf A* und ewig treu; und wie er war in Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden/ den Sündern liebreich zugetaͤn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sünder heißt/ und wen sein Sünden⸗ greul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich ge— beugt zu ihm begibet. Wie, willst du dir im Lichte stehn/ und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da, dich zu retten, er erschienen? O nein, verlaß die Sünden— bahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenngleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch kriechend angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht/ und wie er dir entgegengeht! Wie lang hat er mit vielem Flehen/ sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armer Mensch, heran! Mein HBeiland nimmt die Sünder an. H. Sprich nicht: Ich habs zu grob gemacht, ich hab die Güter seiner Gnaden/ so lang und schändlich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus nur jetzt redlich meinst/ und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst heut noch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Beiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut/ die offnen Gnadenpforten schließen. Nein, weil er ruft, so höre du/ und greif mit beiden Händen zu. Wer seiner Seele HBeut verträu⸗ met, der hat die Gnadenzeit versäumet; ihm wird hernach nicht aufgetan. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ach zeuch uns selber recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder, erfüll mit sehnender Begier auch uns und alle Menschenkinder. Zeig uns bei unserm Seelenschmerz/ dein aufgespaltnes Eiebesherz. Und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gott Lob! auch mich nimmt Jesus an. Sriedrich Lehr, 7709-744 235 FIFHFFIFEE 409 400 Das Leben des Christen + 7 409 Mel. 50s Nu Gnaden soll ich selig werden! Berz, glaubst dus, oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd gebärden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit sein: Nus Gnaden ist der Himmel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin. Er, der aus Lieb im 9060 erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. J. Aus Gnaͤden! Merk dies Wort: Aus Gnaden, so hart dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden/ und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaden helfen solltꝰ 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Rus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch ist mir wohl. Ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. 7. Nus Gnaden! Hör es, Sünd und Teufel! Ich schwinge mei⸗ ne Glaubensfahn/ und geh getrost trotz allem Zweifel/ durchs rote Meer nach Kanaan; ich glaub, was Jesu Wort verspricht, ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt, 709-176 41 0 Mel. 580 Kebur wieder, kehre wieder, der du dich verloren hast, sinke reuig bittend nieder/ vor dem Herrn mit deiner Last! Wie du bist, so darfst du kommen/ und wirst gnädig angenommen. 236 Gottes 6 Sieh, de spricht/ nicht! L. Keht wo in gei bald die heilgen E neuem zu J. Keht Vergebur auf den, ket von d Gnädge 4. Kehr dem Herr ein Herz kann alle lehre ohn J. Kehr die Fülle der Lüge aus dem Sags, Bestes ge Gott Gott in Gnade nichts, en, doch e Geele ige mei⸗ „dutchs Ispricht, h-J7⁵ Mel. 580 inke M. ommen. Gottes Gnadenruf 47 IISSISE E Sieh, der Berr kommt dir entgegen, und sein heilges Wort ver— Roll dir Vergebung, Heil und Segen; kehre wieder, zaudre nicht! 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück, wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen; wo des heilgen Geistes Mahnen/ du mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den Fahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele; deines Gottes treues Herz/ beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit ausgestreckten Armen/ win⸗ ket von dem Kreuzesstamme; kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld; bei dem HBerrn ist viel Vergeben, große Langmut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem Berzen, er hat Trost für alle Schmerzen, er kann alle Wunden heilen, macht von allem Nussatz rein; darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. 3. Kehre wieder, endlich kehre„in der Eiebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein, aus der Lüge in die Wahrheit, aus dem Dunkel in die Klarheit, aus dem Tode in das Leben, aus der Welt ins Himmelreich. Doch was Gott dir heut will geben, nimm auch heute; kehre gleich! Philipp Spitta, 180185 41 1 Mel. 35 ott rufet noch, sollt ich nicht endlich hören? Wie laß ich mich bezaͤubern und betören! Die kurze Freud, die kurze Zeit vergeht, und meine Seel noch so gefährlich steht. 2. Gott rufet noch, sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen; ich wußt es wohl, ich war nicht, wie ich sollt; er winkte mir, ich habe nicht gewollt. J. Gott rufet noch, wie daß ich mich nicht gebe? Ich fürcht sein Joch, der ich in Banden lebe; ich halte Gott und meine Seele auf. Er ziehet mich; mein armes Herze, lauf! 237 Das Leben des Christen 4. Gott rufet noch; ob ich mein Ohr verstopfet, er 5 noch an meiner Tür und klopfet, er ist bereit, daß er mich noch empfang, er wartet noch auf mich; wer weiß, wie lang? 5. Gib dich, mein Herz, gib dich nur ganz gefangen, wo willst du Trost, wo willst du Ruh erlangen? Laß los, laß los, brich alle Band entzwei! Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei. . Gott locket mich, nun länger nicht verweilet! Gott will mich ganz, nun länger nicht geteilet! Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer, was du willt, meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt. 7. Ich folge Gott, ich will ihn ganz vergnügen, die Gnade soll im Herzen endlich siegen; ich gebe mich, Gott soll hinfort allein/ und unbedingt mein Herr und Meister sein. 8. Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße, ergreif mich wohl, daß ich dich nie verlasse. Herr, rede nur, ich geb begierig acht; führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht. Gerhard Tersteegen, 697- 769 Umkehr des Sünders Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. 412 Mel. 732 us tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Ru— fen! Dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne; denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürch— ten jedermann/ und deiner Gnade leben. J. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen. Auf ihn mein Herz soll lassen sich/ und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort. Das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 238 Umkeht! N0 4. Und gen, doch noch sorg euget w. 5. Obl dez sein Schade. aus seine W. 9e Helfer ar unrein, E 2. Jesu Rettung dein Blut nung bau 3. Her en; dod sassen.& an ihr/ 4 Du nis fahr. och an pfang, willst „biich cht frei. ll mich immer, Jilt. ade soll allein/ eif mich egierig 97·½7⁰— Mel. J32 ꝛein Ru⸗ iner Bitt OUnrecht ünde zu m besten ichfürch⸗ enst nicht net Güte ein Luost Umkehr des Sünders—473 474 IISSSISI 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Mor— gen, doch soll mein Herz an Gottes Macht-verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist er— zeuget ward/ und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünde viel, bei Gott ist viel mehr Gna— de; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Birt, der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünden allen. Martin Luther, 1483-1546 41 3 Mel. 208 Woir sind alle Sünder/ und des Zornes Kinder, du ein gnäd— ger Gott; wir voll Missetaten, und nur du kannst raten, Helfer aus der Not. Wir sind schlecht, du bist gerecht; wir sind unrein, Groß und Kleine, du bist gut alleine. 2. Jesu, laß dein eiden, und für uns Verscheiden/ unsre Rettung sein. Tilge unsre Sünden, so viel ihr sich finden, durch dein Blut so rein, darauf wir/ alleine hier/ unsre ganze Hoff—⸗ nung bauen/ mit gläubgem Vertrauen. *Christian Gregor, 7723-)80), nach* Georg Vetter, 75396- 5νν 41 4 Mel. 32 us tiefer Not laßt uns zu Gott/ von ganzem Herzen schreien/ und bitten, daß er uns aus Gnad/ vom Übel woll befreien/ und alle Sünd und Missetat, die unser Fleisch begangen hat, aus Gnaden uns verzeihen. 2. O Vater, sieh in Gnaden an/ die Armen und Elenden, die Übels viel vor dir getan /mit Herzen, Mund und Händen. Verleih uns, daß wir Buße tun/ und die in Christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3. Herr, unsre Schuld ist groß und schwer, ja, über alle Ma— ßen; doch deiner Gnade ist viel mehr, als je ein Mensch kann fassen. Die suchen und begehren wir/ und hoffen, daß dus uns an ihr/ nicht werdest fehlen lassen. 4. Du willst nicht, daß der Sünder sterb/ und zur Verdamm— nis fahre, du willst, daß er die Gnad erwerb/ und sich darin 239 475 Das Leben des Christen bewahre. So hilf uns nun, o Berre Gott, daß uns ja nicht der ewge Tod/ in Sünden widerfahre. 5. Vergib, vergib und hab Geduld„mit uns, den armen Schwachen, laß deinen Sohn all unsre Schuld durch sein Verdienst gut machen. Nimm unsrer Seele treulich wahr, damit kein Schaden widerfahr/ ihr von der Hölle Rachen. 6. Wenn du nun ins Gerichte gehn/ und mit uns wolltest rechten, o weh, wie würden wir bestehn! Und wer würd uns verfechten? O Herr, sieh uns barmherzig an/ und hilf uns wie⸗ der auf die Bahn/ zur Pforte der Gerechten. 7. Wir opfern dir uns arm und bloß, reumütig und zerschla⸗ gen; o nimm uns auf in deinen Schoß/ und laß uns nicht ver⸗ zagen. O hilf, daß wir getrost und frei/ ohn arge List und HBeuchelei/ dein Joch zu Ende tragen. 8. Sprich unsern Herzen freundlich zu/ und stille die Ge⸗ wissen, bring unsre Klag in dir zur Ruh/ und tu uns stets zu wissen, wie Christus vor deim Angesicht /all unsre Sachen hab geschlicht; des Trosts laß uns genießen. 9. Erh alt in unsers Herzens Grund/ des neuen Lebens Samen/ und hilf, daß wir den neuen Bund/ in deines Sohnes Namen/ bewahren hier in dieser Zeit/ und so der ewgen Herrlichkeit/ ver— sichert werden. Amen.*Michael Weiße, 7584 41 5 Mel. 202 llein zu dir, Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Erden ist kein Mensch geborn, der mir aus Nöten helfen kann, ich ruf dich an, auf den ich fest vertrauen kann. 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß/ und reuen mich von Herzen; derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du genug für mich getan, so werd ich los der Sündenlast; Herr, halt mir fest/ das, was du mir versprochen hast. 240 nich. N. Teufels 4. Ehr und Jesu Gott, de daß wirti lich in de c E Su zu finden L. Lief und wollt Ohtisten utch sein uns wie⸗ Zerschla⸗ nicht ver⸗ List und die Ge⸗ stets zu e Sachen Samen/ Namen/ eit/ ver⸗ ie, T 7594 Mel. 202 steht auf ein Trost kotn, auf lfen kann, mich von inen Tod du genug halt mir Umkehr des Sünders 476 407 SISSSS 3. Gib mir nach deinr Barmherzigkeit/ den wahren Christen— glauben, auf daß ich deine Süßigkeit/ mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich/ und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein HBilf mir send, damit behend/ des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, dem liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, daß wir ihm sein zum Dienst bereit/ hier in der Zeit/ und end⸗ lich in der Ewigkeit. Konrad Bubert, 7507-577 41 6 Mel. 64 ch Gott und Herr, wie groß und schwer/ sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erde Enden/ und wollt los sein/ das Elend mein, würd ich es doch nicht wenden. J. Zu dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab ver— dienet. Geh mit mir nicht, Gott, ins Gericht, dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort, nur schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, vergiß der Schuld, schaff ein gehorsam HBerze, daß ich nur nicht, wies wohl geschicht, murrend mein Heil verscherze. 0. Handle mit mir, wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; nur wollst du mich /nicht ewiglich, mein Gott, dort von dir scheiden. 76¹⁸ 41 7 Mel. 75 We. soll ich fliehen hin, weil ich beschweret bin/ mit viel und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, mein Angst sie nicht wegnähme. 16 478 Das Leben des Christen 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat/ kommt mein betrübt Gemüte/ zu deiner großen Güte; laß du auf mein Gewissen/ ein Gnadentröpflein fließen. J. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr in mir stecken„ und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde/ und ihr nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse; wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. . Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich haben will, ist alles mir zu gute„erlaͤngt mit deinem Blute, damit ich über⸗ winde„Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben; denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 8. Führ auch mein Herz und Sinn/ durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe/ ein Glied auf ewig bleibe. Johann Beermann, 585-647 41 8 Mel. 132 J3 will von meiner Missetat/ zum HBerren mich bekehren. Du wollest selbst mir Hilf und Rat/ hierzu, o Gott, be⸗ scheren/ und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren. 2. Wie hast du doch an mich gewandt/ den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, die hat mich überladen/ mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot; du machst, daß mir noch keine Not/ bisher hat können schaden. 3. Du hast in Christo mich erwählt/ tief aus der Hölle Fluten, daß es mir niemals hat gefehlt/ an irgend einem Guten; und 242 Unkeht daß ich gestäup 4. He den, die den, al ward hi 5. So scheuen verleihe uwider H mi hier auf L. Err wir im! teskinde Ohristen du auf d.so viel ine tiefen und ihr 0s, Wenn er sich zu will ist ich über⸗ ich. Oeht pen; denn eist dahin, scheiden, e 1585-J647 Mel. J32 bekehten. Gott, be⸗ Hetʒen in um deiner hat mich uu machst lle 5 luten, uten; und ut, wasch Umkehr des Sünders 419 42⁰ EN NEEE daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu/ gestäupt mit Vaterruten. 4. Herr Jesu, nimm zu dir mich ein, ich flieh in deine Wun— den, die du, o Heiland, wegen mein/ am Kreuze hast empfun⸗ den, als unser aller Sünden Müh/ dir, o du Gotteslamm, ward hie/ zu tragen aufgebunden. 5. So will ich mich mein Leben lang/ vor neuen Sünden scheuen/ durch deines guten Geistes Zwang, den du mir wollst verleihen, daß er von aller Sünden List/ und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befreien. 65⁵³ 41 9 Mel. 75 H Jesu, ewges Licht, das uns von Gott anbricht, füll uns mit deiner Liebe/ und deines Geistes Triebe, daß wir schon hier auf Erden/ wahrhaftig selig werden. 2. Erneure du uns ganz/ durch deines Lichtes Glanz, daß wir im Lichte wandeln/ und immerdar so handeln, wies Lich— teskindern ziemet, daß unser Tun dich rühmet. Nach Bartholomäus Crasselt, 7667-724 420 Mel. 123 Ene mich, Herr, mein Licht. Ich bin mir selbst verbor— gen/ und kenne mich noch nicht. Ich merke dieses zwar, ich 1 foll wie ich war; indessen fühl ich wohl, ich sei nicht, wie ich soll. 2. Ich lebt in sichrer Ruh/ und wußte nichts von Sorgen/ vor diesem, aber nu/ bin ich ganz voller Brast/ und mir selbst eine Cast: was vormals meine Freud, macht mir jetzt Herzeleid. J. Kein zeitlicher Verlust„verursacht diese Schmerzen, soviel mir ist bewußt. Mich liebt manch treuer Freund, auch drücket mich kein Feind, der Leib hat, was er will, Gesundheit, Hüll und Füll. 4. Nein, es ist Seelenpein, es kommt mir aus dem Herzen/ und dringt durch Mark und Bein. Dies eine liegt mir an, daß ich nicht spüren kann, ob ich ein wahrer Christ/ und du mein Heiland bist. 16* 243 42 Das Leben des Christen SSSSSESSSSSSSSSESSESSSSSSSSSSS 5. Es ist nicht so gemein, ein Christe sein als heißen. Ich weiß, daß der allein„des Namens fähig ist, der seine liebste Lust/ durch Christi Kraft zerbricht/ und lebt ihm selber nicht. 6. Hier, sorg ich, fehlt es mir: die Lieb ist noch nicht richtig, Herr Jesu Christ, zu dir; drum geh ich in der Irr/ so traurig, blöd und wirr, weil ich die Welt noch mehr/ geliebt als deine Ehr. 7. Mein Herz, entschließ dich nun, ich muß es redlich wagen, ich kann nicht eher ruhn. Saͤgst du hiermit der Welt, und was dem Fleisch gefällt, rein ab und Christo an, so ist die Sach getan. 8. Du Armster, solltest du /dem König dich versagen, dem alles stehet zu, der dich erkauft mit Blut„ und dir nur Gutes tut? Ach, wer ihn einmal kennt, des Wohlsein nimmt kein End. 9. Das ist des Glaubens Wort/ und dringendes Verlangen: Herr Jesu, sei mein Hort, Versöhner, Herr und Schild, und führ mich, wie du willt; dein bin ich, wie ich bin, nimm mich zu ei⸗ gen hin. 10. Tu, was du willst, mit mir. Werd ich nur zugerichtet/ zu deinem Preis und Zier, ein Kind der HBerrlichkeit, mit deinem HBeil bekleidt, geheiligt um und an, wohl mir! so ists getan. Ernst Wilhelm Buchfelder, 1645-7 421 Mel. 36 H liege ich, o Jesu, dir zu Füßen /mit kummervollem Ber⸗ zen und Gewissen; ach blicke mich, der ich mit Schuld be⸗ laden, doch an in Gnaden! 2. Du hast mich ja versöhnt mit deinem Blute, das du am Kreuz vergossen mir zu gute. Denk an dein schmerzliches für mich Verscheiden/ und bittres Leiden. 3. Um deiner Wunden willen meiner schone„und nicht nach Schuld, wie ichs verdienet, lohne; du hast dich ja für mich zu meinem Leben/ in Tod gegeben. 4. So will ich dich für deine Güte preisen, dir Lob und Ehr und Preis und Dank erweisen und täglich rühmen deinen heil⸗ gen Namen/ hier und dort. Amen. 1695 249 Gnade mits ni 2. Ve allen g Frieden mich! J. Ve und laß Dienst! 4. Bes öffne m. dich glat 3. Mi alle bös⸗ sterbe/ 0. N innerm fallen/ und was und sühr ich zu ei⸗ ichtet/ zu it deinem getan. 5645.71 Mel. 95 lem Her⸗ chuld be⸗ 5 du am iches für ucht nach nich zu und Ehr inen heil⸗ 1055 Umkehr des Sünders—422 423 2 7 8 422 Mel. 125 Hae Gnadensonne, wahrhaftes Eebenslicht, laß Leben, Licht und Wonne/ mein Herz und Angesicht/ durch deine Gnad erfreuen/ und meinen Geist erneuen; mein Gott, versag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sünden/ und wirf sie hinter dich; laß allen Zorn verschwinden/ und hilf mir gnädiglich. Laß deine michn mein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! J. Vertreib aus meiner Seelen/ den Welt-⸗ und Fleischessinn/ und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin/ zu deinem Dienst ergebe/ und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis/ in mir, mein Gott und Herr, und öffne mein Verständnisdurch deine heilge Lehr, damit ich an dich gläube/ und in der Wahrheit bleibe/ und leb zu deiner Ehr. 5. Mit deiner Kraft mich rüste, zu kreuzgen mein Begier/ und alle bösen Eüste, auf daß ich für und für der Sündenwelt ab— sterbe/ und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 0. Ach zünde deine Liebe„in meiner Seele an, daß ich aus innerm Niebe dich ewig lieben kann/ und dir zum Wohlge— fallen/ beständig möge wallenauf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hin⸗ gegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen/ ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden/ und mach mich täglich neu. Gib, daß ich deinen Willen stets suche zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter, 166)-79 423 Mel. 532 ch Gott, es hat mich ganz verderbt/ der Nussatz meiner Sünden, die mir von Adam angeerbt; wo soll ich Rettung 245 —424 425 Das Leben des Christen finden? Es ist mein Elend viel zu groß, und ist vor deinen Au— gen bloß, wie tief mein Herz verdorben. 2. Ich komm zu dir in wahrer Reu/ und bitte dich von Her⸗ zen: O Jesu, Jesu, mache frei/ die Seele von den Schmerzen/ und dem, was sie bisher beschwert„ und ihre Lebenskraft ver⸗ zehrt; sonst muß ich untersinken. 3. Wen sollt ich anders schreien an/ als dich, mein Heil und Leben? Du bist allein der Helfersmann, der mir kann Rettung geben, daß ich von Sünden werde rein/ und als geheilt vor Gott erschein /durch deinen Tod und Wunden. 4. Du weißt, o Jesu, meine Not, und kannst nach deinem Willenvertreiben diesen meinen Tod, und allen Jammer stillen. Ja, Berr, du willst; ich traue fest, daß du mich nicht in Angst verläßt. Du heißt und bist ja Jesus. Lorenz Lorenzen, 7660-722 424 Mel. 382 ⁰ kriech, Erlöser, dir zu Füßen, richt mich durch Gnade wieder auf. Und darf ich deine Wunden grüßen, so wird der Sünden Meng und HBauf, ob sie gleich noch so blutrot ist, doch weiß wie Schnee und Wolle werden. Verstoß nur nicht mich Asch und Erden, der du der Sünder Heiland bist. Wolfgang Christoph Deßler, 1660-1722 425 Mel. 139 O wo soll ich fliehen hin? Wer wird mich erretten? Wer verändert meinen Sinn/ und zerbricht die Ketten? Ich bin schwach; Jesu, ach, du wirst dich des Armen/ doch aus Gnad erbarmen. 2. Blicke meine Seele an, die so fest gebunden/ und sich selbst nicht helfen kann, schaue ihre Wunden. Gottes Sohn, Gna— denthron, Jesu, hör mein Schreien, laß mir Trost gedeihen! 3. Zch bin hart, erweiche mich, daß mein Berz zerfließe/ und in Tränen mildiglich„sich vor dir ergieße. Steh mir bei; du kannst frei/ machen von den Sünden, stärken, kräftgen, gründen. 246 Unkehr d 4. Dein da such ic witd die wegnehm Oaan mein was mir; und Ruh. 9. Dub dich mild den, der; 3. Ach nich den. mein Ziel 4. Jei Hristen 66⁰--722 Mel. 782 Gnade so wird luttot ist, nur nicht . 660-J7²² Mel. J39 u? Wer en? dch hoch aus ich selbst 9. ihen! he/ und beiz du gründen. Umkehr des Sünders 426 427 EEE 4. Deine Wunden sinds, die Heil, Ruh und Frieden bringen; da such ich in meinem Teil/ auch hineinzudringen. Deine Huld/ wird die Schuld/ und mein tiefes Grämen/ durch dein Blut wegnehmen. Siegmund Gmelin, 17679- 7⁰0/7 426 Mel. 723 Soeu meine Armut an, o Berr, nach deiner Treue. Sei du mein HBelfersmann, ich weiß sonst keinen nicht; du siehst, was mir gebricht, und kannst in einem Nu/ mir schaffen Bilf und Ruh. 2. Du bist der Gnadenquell, zu dem mein Innres eilet. Ergieß dich mild und hell, erquicke den, der matt, erfreu und mache satt/ den, der zwar des nicht wert, doch sehnlich es begehrt. 3. Ach schwemme gänzlich weg, was meine Seele trübet; was mich den Friedenssteg/ zu laufen hindern will, was mir verrückt mein Ziel, vernichte überall/ und ein- für allemal. 4. Ja, eile her zu mir/ mit ausgespannten Armen;ich schenk aufs neu mich dir/ und warte deiner Huld; vergiß du meiner Schuld. Solch Lieb⸗ und Glaubensband/ soll trennen keine Hand. 5. Ach ja, du weißt den Bund/ und wirst mich drin bewahren/ zu aller Zeit und Stund, daß mir nicht schaden kann /mein Elend um und an. Herr, dir sei Dank dafür/ in Ewigkeit und hier. Johann Rnastasius Frehlinghausen, 1670-7 427 Mel. 86 Ha wird die Nacht der Sünden /nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen/ bald zerrinnen, womit ich umhüllet bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden /lichte werden! Seelen— sonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe. Komm, o Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde/ der Erschei— nung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so er— matten, weil du mir so ferne bist. 247 428 Das Leben des Christen . 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen, aber II ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht. ö 3. Wie kann ich des Lichtes Werke, ohne Stärke/ in der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben/ und der Nacht Geschäfte fliehnꝰ 1 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen/ sich so quälen; zünd dein Feuer in mir an. Laß mich finstres Kind der Erden/ helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken/ und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen/ kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Rugen, die was taugen, rühre meine Nu⸗ gen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 7676-71 428 Mel. 22 Mensch, der selig werden will, halt deinem Seligmacher still und schrei: Erbarmer, nimm mich hin, weil ich in mir verloren bin. 2. Ich lieg in Sünden blind und tot, entdecke mir die Seelen— not; zerbrich mein Herz und mach es klein, so werd ich arm und elend sein. S. Nimm weg die falsche Frömmigkeit, das eigne Tun, die Sicherheit/ und mache mir die Lust der Welt/ mit aller Sünde recht vergällt. 4. Weil ich mir gar nicht helfen kann, so schrei ich dich um Glauben an. Bch tauche mich tief in dein Blut, so bin ich bald gerecht und gut. 248 Umkeh 5. N wie ich verderb 0. S lebendi mein x Chrisen 2. en, aber nen, auch e/ in der „Demut len; zünd den/ helle en; Jesus cken/ und gen, seine Seinen/ eine Nu⸗ age/ man 6-V⁵y Mel. 22 Higmacher ich in mit e Geelen⸗ arm und Tun, die ser Sünde dich um 1i bad Umkehr des Sünders 429 SSEE DS 5. Mein Arzt, nimm meine Krankheit hin; ich komme zu dir, wie ich bin, nicht als ein frommer, lieber Knecht, nein, ganz verderbt und ungerecht. 6. Schenkst du mir Gnad ins Herz hinein, so werd ich bald lebendig sein; wenn mir dein Blut Vergebung schafft, so wird mein HBerz voll Gotteskraft. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725- 76) Gerechtigkeit aus Glauben So man von Herzen glaubet, so wird man gerecht. 429 Mel. 732 un freut euch, lieben Christen, gmein/ und laßt uns fröh— lich springen, daß wir getrost und all in ein/ mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat, und seine süße Wundertat; gar teur hat ers erworben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein; die Sünd hatt mich besessen. J. Mein guten Werk, die galten nicht, es war mit ihn ver—⸗ dorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gutn erstorben. Die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zu er— barmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil 249 430 Das Leben des Christen dem Armen, und hilf ihm aus der Sünde Not, erwürg für ihn den bittern Tod/ und laß ihn mit dir leben. G. Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden/ von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelin— gen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein; uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird man mir mein Blut, dazu mein Leben rau— ben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein/ fahr ich von diesem Le⸗ ben; da will ich sein der Meister dein; den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und leh⸗ ren, damit das Reich Gotts werd gemehrt/ zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schaß; das laß ich dir zur Letzte. Martin Luther, 1483-)546 430 Mel. 132 Ed ist das Heil uns kommen her/ von Gnad und lauter Güte; die Werk, die helfen nimmermehr, sie mögen nicht behüten. Der Glaͤub sieht Jesum Christum an, der hat gnug für uns all getan, er ist der Mittler worden. 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not/ vor Gott so mannig—⸗ falten: vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz er— fordert allermeist; es war mit uns verloren. . Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei/ nach seinem Willen leben; 2580 Gerechti 6 so ist es in unsern 4. Rich wiewohl sen; den Keisch de 5. Nod dorbenz e sst worde gorn ges 0. Und so lerne Nicht mi Leben se 7. Dar trügen.“ nimmer selben is d. Es i Hristen en rau⸗ ind leh⸗ seinen verditbt 83-J590 Mel. 732 Güte; ehüten. uns all konnt nannig⸗ hseh er⸗ drum leben; Gerechtigkeit aus Glauben so ist es nur ein Spiegel zaͤrt, der uns zeigt an die sündge Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art/ aus eignen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Ma— ßen; denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand/ allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all ver— dorben; drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist/ durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ/ des Glaubens recht Gestalten. Nicht mehr denn: Lieber Berre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht be— trügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, dem— selben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaͤub gibt aus von sich den Schein, so er die Werk nicht lasset: mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt/ und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand„ und stärkt den Sünder wieder/ und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh/ mit allen seinen Werken. 10. Die Werk, die kommen gwißlich her/ aus einem rechten Glaͤuben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch maͤcht allein der Glaub gerecht; die Werk, die sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 25 ö 431 Das Leben des Christen DE NSS 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht er⸗ schrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht ent⸗ decken. Sein Wort laß dir gewisser sein; und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis/ um dieser Guttat willen/ Gott Vater, Sohn und heilgem Geist! Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns angfangen hat/ zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd/ gscheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot noch heut uns werd, woll unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Ubel. Amen. Paul Speratus, 1484-55) 431 Mel. 22 er Glaͤub ist ein lebendge Kraft, die an Gottes Verhei— ßung haft, ein herzlich starke Zuversicht, die sich allein auf Christum richt. 2. Der Glaub findt alls in Jesu Christ, was uns zum HBeil vonnöten ist; der Glaube nimmts aus Christi Schoß/ und macht uns seine Mitgenoß. 3. Der Glaͤub wirkt im Gewissen Fried„ und tröst ein jedes traurge Glied; der Glaub gibt Gott die Ehr allein, macht, daß wir Gottes Kinder sein. 4. Der Glaub gebiert ein rechte Eieb/ und Hoffnung durch des Geistes Trieb; der Glaub wirkt Freudigkeit zu Gott, be— kennt und ruft ihn an in Not. 5. Lob und Dank sei dem treuen Gott, der uns den Glaubn gegeben hat/ an Jesum Christum, seinen Sohn, der unser Trost ist und Heilbrunn. G. Verleih uns, Herr, aus Christi Füll/ des rechten Glaubens End und Ziel, das ist der Seelen Seligkeit, die ewge Freud und Herrlichkeit.*Peter Herbert, 1187 252 Getecht E 8 me gründen Mund L. Sul wotben; vetdorbe gerecht J. Ach gehret; währet. allein; 4. Me Oesu ble keit vertt du mein 3. We nicht za mein Le daß ich! Ei denschu brauchst bleibs ehret einge K h Wie im 79455⁰ Mel. 22 Verhei⸗ allein auf zum Heil und macht ein jedes lacht, daß ing durch Hott, be⸗ Glaubn nser Ttost Hlaubens pteud und hettz KIS/ Gerechtigkeit aus Glauben—432—434 132 Mel. 332 Sud wer da will, ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden; mein HBerz allein bedacht soll sein, auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk sind klar, sein heilger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts er⸗ worben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. J. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil be— gehret; er ist der Herr und keiner mehr, der euch das Heil ge— währet. Sucht ihn all Stund von HBerzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins HBerzens Kron, mein Freudensonn/ sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitel— keit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen. Bilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag /dort ewig Lob dir sagen. Georg Weissel, 7590-635 13³3 Mel. 272 C6 — ist vollbracht! Was willst du nun/ dich noch vergeblich plagen, als müßt ein Mensch mit seinem Tundie Sün— denschuld abtragen? Es ist vollbracht, das nimm in acht; du brauchst hier nichts zu geben, nur daß du gläubst/ und gläubig bleibst/ in deinem ganzen Leben. Paul Gerhardt, 7607-0 434 Mel. 369 A hat Gott die Welt geliebt, das merke, wer es höret! Die Welt, die Gott so hoch betrübt, hat Gott so hoch ge— ehret, daß er den eingebornen Sohn, den eingen Schatz, die einge Kron, das einge Herz und Leben, für sie dahingegeben. 253 —435 Das Leben des Christen 2. Ach mein Gott, meines Lebens Grund, wo soll ich Worte finden? Mit was für Lobe soll mein Mund/ dein treues Herz ergründen? Wie hat doch können dies geschehn? Was hast du an der Welt ersehn, daß du die, so dich höhnet, durch Jesu Tod versöhnet? J. Das Herz im Leibe weinet mir/ vor großem Leid und Grämen, wenn ich bedenke, wie wirs hier„so schlecht zu Her— zen nehmen. Die meisten wollen deiner nicht, und was du ihnen zugericht/ durch ihres Beilands Büßen, das treten sie mit Füßen. 4. Mein Herze denkt: Daß Gott bewahr! ich bleibe bei dem Sohne; dem geb ich mich, des bin ich gar, und er ist meine Krone. Hab ich den Sohn, so hab ich gnug; sein Kreuz und Seiden ist mein Schmuck, sein Angst ist meine Freude, sein Sterben meine Weide. S. Ich freue mich, so oft und viel„ich dieses Sohns gedenke. Dies ist mein Lied und Saitenspiel, wenn ich mich heimlich kränke, wenn meine Sünd und Missetat„ will größer sein als Gottes Gnad/ und wenn mir meinen Glauben/ mein eigen Herz will rauben. . Fehlts hie und da, sei unverzagt, laß Sorg und Kummer schwinden. Der mir das Größte nicht versagt, wird Rat zum Kleinsten finden. Hat Gott mir seinen Sohn geschenkt/ und für mich in den Tod gesenkt, wie sollt er, laßt uns denken, nicht alles mit ihm schenken? J. Ich bins gewiß und sterbe drauf„nach meines Gottes Willen; mein Kreuz und ganzer Lebenslauf/ wird sich noch fröhlich stillen. Hier hab ich Gott und Gottes Sohn, und dort, bei Gottes Stuhl und Thron, da wird fürwahr mein Seben/ in ewgen Freuden schweben. Paul Gerhardt, 16071676 435 Mel. 368 Ja der du meine Seele, hast durch deinen bittern Tod, aus des Teufels finstrer Höhle„und der schweren Sünden⸗ not/ kräftiglich herausgerissen„ und mich gnädig lassen wissen, daß ich ewig leben soll: mach du mich des Glaubens voll. 2849 Gerecht EEE 2. 06 Blut.“ Und die tragen, J. He nichtl Tod ans schauen, Ic o lam. in laute Ohristen hh Wotte es Herʒ hast du Hesu Tod reid und u Her⸗ du ihnen it Füßen. e bei dem ist meine reuz und Ude, sein gedenke. heimlich sein als ein eigen Kummer Rat zum nkt/ und ken, nicht 5 Gotles sch noc ohn, und ahr mein 1⁰⁷%·%⁰⁷ Mel. 68 rn Tod Sünden⸗ en wissen, voll. Gerechtigkeit aus Glauben 436 437 EE. 2. Jesu, du hast weggenommen/ meine Schulden durch dein Blut. Laß es, o Erlöser, kommen/ meiner Seligkeit zu gut. Und dieweil du so zerschlagen /hast die Sünd am Kreuz ge— tragen, ei, so sprich mich völlig frei, daß ich ganz dein eigen sei. J. Berr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verzagen nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht. Deiner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen/ dich, Herr Jesu, nach dem Streit/ in der süßen Ewigkeit. Johann Rist, 7607-66/7 436 Mel. 225 —— grüße dich am Kreuzesstamm, du hoch gelobtes Gottes— lamm, mit andachtsvollem Herzen. Hier hängst du zwar in lauter Not/ und bist gehorsam bis zum Tod, vergehst in tau— send Schmerzen. Doch sieht mein Glaube wohl an dir, daß Gottes Majestät und Zier/ in diesem Leibe wohne/ und daß du hier so würdig seist, daß man dich Herr und König heißt, als auf dem Ehrenthrone. 2. Ich folge dir durch Tod und Leid, o Herzog meiner Selig— keit, nichts soll mich von dir trennen. Du gehst den engen Weg voran, dein Kreuzestod macht offne Bahn/ den Seelen, die dich kennen. Ach Jesu, deine höchste Treu/ macht, daß mir nichts unmöglich sei, da du für mich gestorben; ich scheue nicht den bittern Tod„ und bin gewiß in aller Not: Wer glaubt, ist un⸗ verdorben. Valentin Ernst Löscher, 1679-7 137 Mel. 705 Su hoch gelobt, barmherzger Gott, der du dich unser ange— nommen/ und uns in unsrer Seelennot/ mit Hilfe bist zu statten kommen/ und schenkest uns von deinem Himmelsthron/ dein liebes Kind, den eingebornen Sohn. 2. Du segnest uns in ihm, dem HBerrn, mit überschwenglich reichem Segen/ und gehest unsrer Armut gern/ mit deiner teu— ren Gnad entgegen. Was sind wir doch, du allerhöchstes Gut, daß deine Eieb so Großes an uns tut! 255 438 439 Das Leben des Christen DE EE NSS J. Du lässest uns in Jesu Blut/ Heil, Leben und Erlösung finden/ und wäschest durch die edle Flut„ uns von dem Unflat aller Sünden. O tiefe Lieb, o Wundergütigkeit, die unsre Seel von solcher Schmach befreit! 4. Du hast uns Menschen deinen Rat/ durch Jesum Christum wissen lassen, damit du, was da Odem hat, in ihm zusammen möchtest fassen. Er ist der Grund, auf welchem alles steht, der Fels des Heils, der ewig nicht vergeht. 5. Du treuer Gott, wir loben dich/ und ehren deinen großen Namen; Berz, Seel und Geist erhebet sich/ und singet: Halle— luja, Amen! 1. der heilig, heilig, heilig heißt, ist unser Gott, der Vater, Sohn und Geist. Ludwig Andreas Golter, 166)-7 43 Mel. os Oau Glaub ists, der die Weltlust tötet„durch Jesu Kraft und ihm zum Ruhm. Was er gedacht, getan, geredet, das ist des Glaubens Eigentum. Wer Jesum kennt, verschmäht die Welt, und was sie für Vergnügen hält. 2. Drum, Jesu, wollest du verschaffen, daß dein erwähltes Gnadenkind„stets gehe in des Lichtes Waffen, damit kein Feind mich überwindt. Du bist ja größer, starker Held, als was sich mir entgegenstellt. ö J. So segne mich denn und behüte/ mich, Herr, du einge Se⸗ gensquell; erquicke mich durch deine Güte, dein Gnadenantlitz leucht mir hell; erheb dein Antlitz über mich, dein Fried bleib in mir ewiglich! 69 439 Mel. 732 Nn war in der ganzen Welt, der uns durch seinen Namen /befreien könnt, denn nur der Held, der als des Weibes Same/ sich bei uns in der Füll der Zeit/ aus der ver⸗ borgnen Ewigkeit/ im Fleisch hat eingestellet. 256 Gerecht +% 9. So indem er wit uns heißt un J. Es dem uns nur der Lob, Pr daß du hats alle L. Die größte A daß mir der selbs J. Dig st selbst meinem Leben Licht, d 4. Ke bei mir so dient mir nu kann. 5. Di elbst d Flamm löschti Oristen . Eilösung n Unflat Christum sammen steht, der n großen : Halle⸗ ist unser 66)-75 Mel. 306 esu Kraft redet, das mãht die erwähltes amit kein als was inge Se⸗ denantlitz tied bleib 509⁹ Mel. J32 ich seinen als des der ver⸗ Gerechtigkeit aus Glauben 440 W SESR 2. So heißt er denn nicht Jesus nur, er ist auch, was er heißet, indem er unsere Natur/ aus allem Jammer reißet. Des wollen wir uns ewig freun, denn Nam und Tat stimmt überein, er heißt und ist auch Jesus. J. Es ist in keinem andern Beil, kein Nam ist sonst gegeben, in dem uns Gnade wird zu teil/ und Fried und ewges Leben, als nur der Name Jesu Christ, der unser Seligmacher ist. Ihm sei Lob, Vreis und Ehre! Johann Rnastasius Frehlinghausen, 7670-799 440 Mel. 355 Liebe, die den Himmel hat zerrissen, da du zu mir herab ins Elend kamst, was für ein Trieb hat dich bewegen müssen, daß du den Fluch der Menschen auf dich nahmst? Die Liebe hats allein getan, die sah voll Mitleid mich in meinem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, daß du für mich das größte Wundertust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Eiebesgrad, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! J. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit; der Gottheit Quell lebt nun in meinem Orden, die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch geborn, der Glanz der Berrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. Kein Elend kann nun meiner Seele schaden, Immanuel ist bei mir in der Not. Ich gehe nur zu ihm, dem Quell der Gnaden, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt 225 nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden ann. 5. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdammet ist. Was schaden nun der Seele ihre Flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Immanuel löscht ihren Trieb; er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 7 44 442 Das Leben des Christen SSRSASSSSSESSSSESSSSS . Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser uud der. des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, und der Verlust ist völlig wiederbracht. O, ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohlgefallen spür! Christian Friedrich Richter, 1676-7 441 Mel. 784 J traue, Herr, auf deine Gnade, die mir dein teures Wort verspricht. Es sagt, daß nichts den Deinen schade, weils nie an deiner Kraft gebricht. Nun hast du mich ja angenommen, es hats mein Berz gar gut gespürt; als ich bin flehend zu dir kommen, hat es dein Gnadenblick gerührt. Nach Christian Jakob Koitsch, 76775 442 Mel. 80 Ws ihr wissen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, was ich weiß? Wollt ihr sehn mein Eigentum? Wollt ihr hören, was mein Ruhm? Jesus, der Gekreuzigte! Jesus, der Gekreuzigte! 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte! Jesus, der Gekreuzigte! 3. Wer ist meines Eebens Kraft? Wer ist meines Geistes Saft? Wer macht heilig und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gekreuzigte! Jesus, der Gekreu⸗ zigte! 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? Wer verbin⸗ det meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte! Jesus, der Gekreuzigte! 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gekreuzigte! Jesus, der Gekreuzigte! Johann Christoph Schwedler, 1672-730 258 durchs geshicht J. Da ein Me ist mein und rüß 4. Di⸗ Rühme bet ich hoff ich e nicht vo Heilan die Ba Jo NI Zeit ‚0 Himm L. Et es sind neigt, nicht. J. YN holfen Ohriten 76-Y7 Mel. 84 res Wort weils nie Jesus, der nd erweckt Ver schafft jesus, der 5 Geistes t mich zu Gekteu⸗ wenn der et vetbin⸗ jesus, der Gerechtigkeit aus Glauben—443 444 — oH 443 Mel. 306 Mi ist Erbarmung dn, Woaderharen deren ich nicht wert! Das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein! Gott hat mich mit sich selbst versühnet/ und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir/ und führe einst im Tod mich Armen/ durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig recht erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Sriedrich Hiller, 1699-7σ —4—ᷓͤ 4 Mel. 506 J habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält. Wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der unbeweglich steht, wenn Erd und Bimmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme/ des, der sich zu den Sündern neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein; deswegen kam der Sohn auf Erden/ und nahm 47 259 44⁵ Das Leben des Christen SWSSISSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS hernach den Himmel ein, deswegen klopft er für und für/ so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod ver— schlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden; da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barm— herzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich ge— trost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit/ unend— liche Barmherzigkeit. G. Wird alles andre weggerissen, was Leib und Seel erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig aus⸗ getan; ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmher— zigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, ja, häuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken/mit eitlen Din— gen mühen muß, werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rüh— men hin; doch ist auch dieser Trost bereit: mein Herr ist voll Barmherzigkeit. H. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es dies nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barm—⸗ herzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt. Das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688-758 445 Mel. 234 ank sei dir, du geschlachtes Zamm, sür dein unendliches Er— barmen! Wir liegen, holder Bräutigam, in deinen offnen Gnadenarmen. Für uns versank dein teures Haupt, für uns 260 Gerecht ward di laubt, d ganʒ auj in der S im Ger 1 Elend sa e5 um se L. 90 Licht eut bez Oesus, keit erw 3. So nichts h seits. E nut uns⸗ Einer auf den L. A ind hi hat sie Bürge für/ so Tod ver⸗ da findet t: Barm⸗ mich ge⸗ nur bald t/ unend⸗ erquicken llig aus- Barmher⸗ met und tlen Din⸗ hoff ich gewandelt lles Rüh⸗ r ist voll Erbatmen nur nicht f Barn⸗ die Erde sich ein Abgrund 1688-J758 Mel. 234 liches Er⸗ en offnen für uns Gerechtigkeit aus Glauben 446 447 EEEEEE ward dein Gebein durchgraben, für uns dem letzten Feind er— laubt, dir noch einmal was anzuhaben. So richte unsern Sinn/ ganz auf dies Opfer hin. Das bleib uns ewig im Gesichte/ und in der Seele klar, daß Gott in Christo war, als er uns durchhalf im Gerichte. Johann Andreas Rothe, 1688-758 446 Mel. J14 ein Herze wallt, so ofts an den gedenket, den Lieb und Huld von seinem Throne drang, so daß er ganz in unser Elend sank; dadurch wirds ganz auf Jesum zugelenket. Und wem es um sein Seligsein zu tun, der kann getrost in Jesu Tode ruhn. 2. Ich mag kein Heil als nur in Jesu haben, ich mag kein Licht, das nicht aus Jesu strahlt. Der Friede, den sein Blut so teur bezahlt, ist sonst nicht da, er muß mich mit begaben, mein Jesus, der am Kreuzesholze starb/ und uns dadurch die Selig— keit erwarb. 3. So hoch der Sinn der Jünger auch gestiegen, so wissen sie nichts Höhres als das Kreuz, da Jesus hing; das bindt sie aller⸗ seits. So kommen sie zum ruhigen Vergnügen. Ist er am Kreuz nur unser einzig HBeil, so wird die höchste Weisheit uns zu teil. 4. Wir sehen ja die große Wolke Zeugen, wir kennen den, der uns beredet hat; er tat, er litt, er zahlt an unsrer Statt; wir müssen uns vor seinem Zepter beugen. Er ist so groß und ist zu— gleich so gut; wir opfern ihm von Herzen Mut und Blut. Johann Andreas Rothe, 1688-758 447 Mel. 567 Hinmal ist die Schuld entrichtet, und das gilt auf immerhin. Moses Opfer stehn vernichtet, da ich nun vollendet bin. Einer hats auf sich genommen, einer bringt für uns sich dar, er, auf den beim Dienst der Frommen/ schon vorlängst gedeutet war. 2. Alle unsre Schuldigkeiten, die Gott von uns fordern kann, sind hinaus auf alle Zeiten /schon auf einmal abgetan. Christus hat sie übernommen, alles steht in Richtigkeit, und seitdem der Bürge kommen, ist es nicht mehr Zahlungszeit. 448 Das Leben des Christen SWE EE E* 3. Man hat nichts mehr auszumachen, es gibt nichts mehr ab⸗ zutun, und bei allen unsern Sachen/ lassen wir die Hände ruhn. Wir genießen nur die Früchtedessen, was er ausgemacht, da er uns in dem Gerichte/ längst mit Ehren durchgebracht. 4. Ja, mit einer Opfergabe/ hat das Lamm so viel getan, daß das Volk von seiner Habe sich vollendet nennen kann. Unsere Gerechtigkeiten/ wachsen nicht in unsrer Kraft, weil ihr Grund vor unsern Zeiten/ in dem Opfer Jesu haft. Johann Pöschel, 7777-742 448 Mel. 25 ie Handschrift ist zerrissen, die Zahlung ist vollbracht. Er hat michs lassen wissen, den man für mich geschlacht, dem meine Not sein Blut geraubt, an welchen meine Seele/ von ganzem Herzen glaͤubt. 2. Ich weiß sonst nichts zu sagen, als daß ein Bürge kam, der meine Schuld getragen, die Rechnung auf sich nahm/ und sie so völlig hingezählt, daß von der ganzen Menge/ auch nicht ein HBeller fehlt. J. Herr, du hast meine Schulden, die niemand zählen kann, durch schmerzliches Erdulden /auf ewig abgetan. Du hast an meine Not gedacht/ und durch den Drang der Liebe/ dich selbst zur Schuld gemacht. 4. Wer Sünde tut und liebet, der ist des Teufels Knecht; wen seine Schuld betrübet, der ist vor Gott gerecht; wer sich beim Richter selbst verklagt, der wird von seinen Schulden/ auf ewig losgesagt. S. Wenn ich mich selbst betrachte, so wird mir angst und weh; wenn ich auf Jesum achte, so steig ich in die Höh, so freut sich mein erlöster Geist, der durch das Blut des Lammes/ gerecht und selig heißt. Lamm Gottes, deinen Wunden/ verdank ichs Tag und Nacht, daß sie den Rat gefunden, der Sünder selig macht. Gelobet sei dein Todesgang, und allen deinen Schmerzen/ sei ewig Preis und Dank! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 7725.176 26²2 Gerechti laul mae Heil geb L. Glat dienet ha leich und J. Gla Himmel die Sün⸗ 4. Gla versprich Glauben J. Den Christi B Glaube; hlen kann, u hast an dich selbst nechtz Wen sich beim auf ewig und weh; freut sich 57 gerecht Tag und ig macht hmerzen/ 57²⁵e⁵⁰ Gerechtigkeit aus Glauben 449 45⁰0 449 Mel. 36 Ghchn heißt: die Gnad erkennen, die den Sünder selig macht, Jesum meinen HBeiland nennen, der auch mir das Heil gebracht. 2. Glauben heißt: nach Gnade dürsten, wenn man Zorn ver— dienet hat; denn das Blut des Lebensfürsten/ macht uns selig, reich und satt. 3. Glauben heißt: den Heiland nehmen, den uns Gott vom Himmel gibt, sich vor ihm nicht knechtisch schämen, weil er ja die Sünder liebt. 4. Glauben heißt: der Gnade trauen, die uns Jesu Wort verspricht; da verschwindet Furcht und Grauen/ durch das süße Glaubenslicht. 5. Denn der Glaube tilgt die Sünden, wäscht sie ab durch Christi Blut/ und läßt uns Vergebung finden; alles macht der Glaube gut. . Darum glaubt und fleht um Glauben, bis ihr fest versichert seid, niemand könn ihn euch mehr rauben, ihr habt Gnad und Seligkeit. 7. Dann wird ohne viel Beschwerden/ euer blindes, totes Herz/ brünstig, fromm und heilig werden/ und befreit vom Sündenschmerz. 8. Was vorher unmöglich scheinet, was man nicht erzwingen kann, das wird leichter, als man meinet, zieht man nur erst Jesum an. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725-76 450 Mel. 165 urch des Heilands Blut und Leiden/ sind wir von der Sünde frei, können unsre Herzen weiden/ an des Vaters Lieb und Treu. Gottes Friede uns erquickt; und was uns vor⸗ hin gedrückt, davon werden wir entbunden, wenn wir fliehn zu Christi Wunden. 2. Wenn ich Jesum Christum sehe, laß ich alles, wie es heißt, daß nur er mir nicht entgehe, der sich mir so gnädig weist. Für 263 451—453 Das Leben des Christen ihn geb ich alles dran; er hat, was ich wünschen kann. Wird mein Herz an ihn nur gläuben, so werd ich auch seine bleiben. J. Ihn, ihn selber will ich haben/ und in ihm erfunden sein. Sagt mir nichts von hohen Gaben noch von guter Werke Schein. Das, was mich so hoch erfreut, ist nicht eigne Heilig⸗ keit; nichts gibt mir ein Recht zum Leben, er muß es dem Glaͤuben geben. v.). Andreas Heinrich Buchholz, 60767 v. 2. 9.*Johann Georg Heiz, 4 1730 451 Mel. 230 Vule Seel soll dich erheben, du unser einig Herz und Leben, solange sich ein Pulsschlag rührt. O wie dankvoll sind die Triebe, du uns mit Blut verwandte Liebe, die unser Berz so mächtig spürt! Wach auf, du Freudengeist, der sein Versöhnen preist! Halleluja/ im höhern Ton/ dem Menschensohn! Halle— luja dem Menschensohn! 2. O wie beugt uns das zur Erden: ihn drang die Liebe, Mensch zu werden/ und für uns in den Tod zu gehn! Gott der Herr, im Fleisch erschienen, kommt, durch sein Blut uns zu versühnen. Blickt auf sein Kreuz] da ists geschehn. HBeiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! Deiner Menschheit/ ihr Morgenrot, dein Kreuzestod/ erlöset uns aus aller Not. v.) Luise von Haßn, 7724-782 v. 2. 806 452 Mel. 39 Oi bists wert, du bists wert, Lamm, für deine Todesmüh, daß dich jeder Blutstropf ehre, daß das Herz stets nach dir glüh, jeder Pulsschlag dein begehre/ und die ganze Seele für und für/ hang an dir, hang an dir. Luise von Haßn, 1724-782 453 Mel. 205 und Blut, du höchstes Gut, nur du sollst unfre osung sein, unsre Kraft/ und Lebenssaft, der einge Grund der Kreuzgemein. Alles, was man lehrt und treibt, wenn es sich 264 Gerechti⸗ IE nicht dal bleibt ein 2. Alle statbst/ Gnad er der geit/ J. Dab lebt data andres ke ich sonst ließ ichs Oristen V BN n. Wird bleiben. den sein. er Werbe e heilig⸗ es dem 607-1671 7³⁰ Mel. 230 d Leben, Iind die Hetʒ so hersohnen Halle⸗ „Mensch Herr, im ersühnen. nd Gott! mot. dein 7²⁴--7⁷ Mel.)9 desmüh, tets nach 3e Seele 724.)7⁸ Mel. 205 Losung tund der N sich Gerechtigkeit aus Glauben—4584 455 A nicht daher schreibt, wär es sonst auch noch so schön, ist und bleibt ein leer Getön. 2. Alles Heil/ wird uns zu teil, weil du am Kreuze für uns starbst/ und bei Gott/ durch deinen Tod/ verlornen Sündern Gnad erwarbst. Deine Blutgerechtigkeit„macht uns selig in der Zeit/ und wird ewig auch allein/ unsrer Wohlfahrt Ursach sein. 3. Dabei bleibts, die Zunge treibts, das Herze gläubts und lebt darauf. Lamm, nur du! Nun schließe zu/ und laß nichts andres kommen auf. Du sollst bleiben Zweck und Ziel. Wüßt ich sonst auch noch so viel/ und dein Blut läg nicht zum Grund, ließ ichs fahren gleich zur Stund. *Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 17700-756 v. 2* Christian Gregor, 1723-80) 4⁵5⁴ Mel. 126 Oa ists, verwundte Liebe, was mich so mächtig rührt, wenn ich bedenk die Triebe, die dich in Tod geführt; denn meine ganze Seligkeit/ kommt her von deinem Blute/ in Zeit und Ewigkeit. 2. Das will ich auch bezeugen, solang ich leben werd, mit einem tiefen Beugen, ich Asche, Staub und Erd. Es bleibt mir ewiglich im Sinn, daß dichs dein Blut gekostet, daß ich erlöset bin. 3. Ich kann es nicht vergessen, solang ich Sünder bin. Kann ichs auch nicht ermessen, doch lebt mein Herz darin. Bleib du nur mein gewogner Fürst; so will ich dir noch dienen, daß du dich freuen wirst. ö 4. O bleib mir nur geschrieben/ in meines Herzens Grund! Und bei dem treuen Lieben /bekenn dich auch der Mund, daß ich bis zu dem großen Tag/ an meiner Sünderstirne/ dein Siegel tragen mag.*Anna Nitschmann, 175-7οο 45⁵ Mel. 14 Curm mache, daß mein armes Herz, solang es hier sich regt, dir unaufhörlich deinen Schmerz/ verdankt, so oft es schlägt. 265 4⁵—458 Das Leben des Christen SISSSSSSSSSSSSSSSSS 2. Bis ich mich deiner sichtbar freun/ und dich umarmen kann, so laß mein Ein und Alles sein, was du für mich getan. 3. Und wenn mirs heimzugehen glückt, so sei der letzte Ton, den mein Herz in dein Berze schickt, ein Lob der Passion. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 456 Mel. 585 esus hat uns bis in Tod geliebet /und erkauft mit seinem Blut. Wenn uns das nicht Grund zum Lieben gibet, nicht entfacht des Herzens Glut, auch für ihn in Liebe zu entbrennen, o, so muß ich in der Tat bekennen: ich wüßt in der Welt nichts mehr, was dazu vermögend wär. 2. Süße Wahrheit, die mirs Herz genommen: Gott ward Mensch und starb für mich. Welch ein Leben ist in mir ent⸗ glommen! Geist und Seele freuen sich; alles mein Gebeine saget: Amen! O wie wallt mein Herz, wenn ich den Namen/ meines Schöpfers nennen hör! Er ist Heiland, ihm sei Ehr! v. 2 Reichel, 17778-7ο v. 457 Mel 97 ir danken Jesu allerseits/ für seinen Martertod am Kreuz, durch den er unsre Missetat/ gebüßet und versöhnet hat. Nun wird von uns mit Ehrfurcht an das Baupt, das mit der Dornenkrone prangt, geglaubt. 2. Auf, Brüder, lasset uns das Wort/ vom Leiden Jesu tragen fort, den Heiland lieben bis in Tod! Ist er doch unser Herr und Gott. Herr Jesu, habe ewig Preis und Ehr! Wo wären wir doch, wenn kein Jesus wär!*Johannes von Wattewille, 1778-178s 458 Mel. 184 drückten Jesu Todesmienen/ sich meiner Seel auf ewig ein! O möcht der Blick auf sein Versühnen/ in meinen Blicken sichtbar sein! Denn ach, was hab ich ihm zu danken! Ich koste ihn sein teures Blut; das heilt mich, seinen armen Kranken, und kommt mir ewiglich zu gut. 266 Getechti. 2. Ein Herzen seur verg lend Leil umshlie J. Für unterme Seele w Hetz soll gieße die 4.0 so wie i⸗ deiner L aus mei du nim Ua eõ sich am L. MNe über sei witd ge J. Da froh, d ihnen i M sein v Christen ott ward mir ent⸗ Gebeine Namen/ ei Ehrl Mel 9⁷ m Kreuz, hnet hat. mit der su ttagen Hert und hůten wir 778--—7⁸⁸ Mel. J84 ewig ein N Blicken 90 koste nlen, und Gerechtigkeit aus Glauben 459 460 2. Ein Blick im Geist auf Jesu Leiden/ macht dem verzagten Herzen Mut. Die Ursach wahrer Geistesfreuden/ ist, wenn sein teur vergoßnes Blut/ versöhnend übers Herze fließet/ und hei⸗ lend Leib und Seel durchdringt, die Glaubenshand sein Kreuz umschließet/ und uns sein Anblick Frieden bringt. 3. Für mich starb Jesus, für mich quillet/ sein Blut mit Wasser untermengt. Da wird des Herzens Durst gestillet, und Leib und Seele wird besprengt. O Strom, so lauter, klar und helle, mein Herz soll offen stehn für dich; du unerschöpfte Gnadenquelle, er⸗ gieße dich doch stets in mich! 4. O Jesu, nimm zum Lohn der Schmerzen/ mich Armes an, so wie ich bin. Ich setze dir in meinem Berzen/ ein Denkmal deiner Siebe hin, die dich für mich in Tod getrieben, die mich aus meinem Jammer riß: ich will dich zärtlich wieder lieben; du nimmst es an, ich bins gewiß. v.)*Christian Gregor, 7723-80 v. 2*Johann Jakob Bossart, 172-78 v. 3. 4.*Christian Ludwig Brau, 1746-777 459 Mel. 82 N Samm ist gar zu schön/ in dem Bilde anzusehn, drin es unter tausend Plagen, unter Zittern, Angst und Zagen/ sich am Kreuz zu Tod geblut/ uns und aller Welt zu gut. 2. Ach ein jedes arme Herz, das bei seinem tiefen Schmerz/ über seine Schuld und Sünden/ kann den Weg zu Jesu finden, wird getröstet und erquickt, wenn es ihn am Kreuz erblickt. 3. Das findt man durchgängig so: Sünder sind von Herzen froh, daß sie einen Heiland haben, der ist über alle Gaben; ihnen ist es wunderschön, Jesum an dem Kreuz zu sehn. Matthäus HBehl, 705-78/7 460 Mel. 14 ir ward Vergebung reich zu teil, nun ist mir leicht zu Mut. Mein Herz, voll Dank für Jesu Heil, es lebt nun durch sein Blut. 267 46 Das Leben des Christen 2. Von aller Herzensbangigkeit, die mich sonst überkam, hat mich sein teures Blut befreit; das dank ich meinem Camm. . Geschwister, ihr erlaubt mits schon, daß ich mich kurz erklär: Och hab nur eine Passion, und die ist er, nur er. *Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 461 Mel. 227 Du lieblicher Heiland, du König der Wahrheit, hier siehst d u Sünder zu dir nahn; sie scheun sich vor deiner unend⸗ lichen Klarheit, doch schauen sie getrost dich an. Wir müssens bekennen, nichts macht uns mehr vor Liebe entbrennen zu deiner Ehr, nichts wirkt ein so fröhlich gebeugtes Empfinden/ als deine Versöhnung, du Tilger der Sünden. 2. Du König der Ehren, du weiser Regente, wie wunderbar— lich sieht es aus, doch aber wie selig in dem Regimente, das du verwaltst in Gottes Haus! Da sind die Elenden dein Meister⸗ stück. Das Nuge nicht wenden vom Wundenblick, das ist so die Summe der heilsamen Lehren, für deren Erkenntnis die Sün⸗ der dich ehren. 3. Was bindt, was durchdringet doch sonst wohl die Herzen, Herr Jesu, Heil der ganzen Welt, als deine am Kreuze empfun⸗ denen Schmerzen, als dein vollgültges Cösegeld! Ihr Boten der Freuden, geht, zeugt vom Blut, von Oesu Verscheiden mit frohem Mut! Kein Herze zerschmilzt durch gesetzliches Wettern, die Botschaft des Friedens kann Felsen zerschmettern. 4. Das müssen wir allesamt fröhlich bekennen/ zur Ehre sei— ner Leidensnot, daß nichts läßt die Herzen so flammen und brennen/ als seine Wunden, Kreuz und Tod. Was wolln wir uns schämen? Das Lamm ist gschlacht! Weg,‚ zweifelndes Grämen! Es ist vollbracht! Ihr Glieder, das laßt uns recht kindlich erwägen: Sein Kreuz bringt den Frieden, sein Leiden bringt Segen. Ludolf Ernst Schlicht, 1774-76 268 Gerechtig 6 mäc AW preis himmel u as E Blu Seligkeit und alle K Preis und atte Wo stets noch nähren, v er mit/ so Christen OGerechtigkeit aus Glauben—46²464 + 7 SSSSSSSISISSII. V uun b0 462 Mel. 764 Gadb sei Jesus, Gottes Lamm, und ewig angebetet! Wie mächtig und wie wundersam/ sind wir durch ihn errettet! Ach preiset seine Gnad, was lebt und Odem hat, und laßt im Himmel und auf Erd„sein Lob erschalln, er ist es wert! Christian Gregor, 7723-80) Vel. 22) 463 Mel. 114 ier sihht Os Gotteslamm, das heilge und unschuldge, das durch sein unend⸗ Blut uns hat mit Gott versühnt/ und Leben, Beil und müssens Seligkeit verdient, ists ewig wert, daß alle Welt ihm huldge/ nnen zu und alle Kreatur mit Lobgesang/ ihm bringe Ruhm, Anbetung, hfnden ⸗ Preis und Dank.„Christian Gregor, 1723-180/ 464 Mel. 785 nderbar⸗ NM Gottes, wer kann dein vergessen, der in dir sein das du Wohlsein findt? Unser Herze wünscht sich unterdessen/ Meister stets noch mehr zum Dank entzündt. Unsre Seele soll sich daran sst so di nähren, unsre Ohren nie was Liebers hören. Alle Tage kommt ie Sün⸗ er mir/ schöner in dem Bilde für. 2. Tausend Dank, du unser treues Herze, Leib und Geist bet Hetzen, drüber an, daß du unter Martern, Angst und Schmerze/ hast empfun⸗ genug für uns getan. Laß nun jedes sich im Glauben üben, r Boten ohne Sehn dich um so heißer lieben, bis es einst mit deiner iden mit Braut/ dir ins Angesichte schaut. Wettern, J. Meine Seele, matt und schuldbeladen, eilt auf deine Wunden zu; denn sie findet in dem Schoß der Gnaden Trost und Labsal, chre se⸗ Fried und Ruh. Laß vom Kreuze Stärkung mich anwehen/ 1 6 und dein Marterbild stets vor mir stehen, so geht mir bis in mein ln wir Grab/ nichts von Seligkeiten ab. sihde 4. Die wir uns allhier beisammen finden, schlagen unsre Hände ns lecht ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu Leiden sein. Und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne/ deinem HBerzen 74.7⁰⁰ angenehm und schöne, sage: Amen! und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 269 468 466 Das Leben des Christen SSSS SDS 465 Mel. 75 In meines Herzens Grunde/ bist du mir offenbar, Herr Christ, und deine Wunden, die sind mir sonnenklar. Dein Nam und Kreuz alleine/ ists, was mich fröhlich macht; ich bin dadurch der Deine/ und vor Gott wert geacht. 2. Drum beugt sich meine Seele, das Herz ist hoch erfreut, weil ich mich nicht mehr quäle/ um meine Seligkeit. Du bist für mich gestorben„in göttlicher Geduld, haͤst mir das HBeil erworben/ und schenkst mir alle Schuld. 3. Erhalt mir mein Vertrauen, der du mich erst geliebt, bis dir mein Herz beim Schauen/ Lob und Dank dafür gibt. Komm, laß dich hier schon ehren, weil du es würdig bist, bei der Ge⸗ meine Chören, die deine Krone ist. 4. Nimm Ruhm und Preis auch heute/ mit tiefster Innigkeit/ für alle deine eute, deren dein Berz sich freut. Sie sind dir hoch verbunden, weil du sie hast erlöst/ und an den blutgen Wunden„ihr armes Herz getröst. 5. So bleibts denn bei den Worten: Dein Nam und Kreuz allein/ soll uns an allen Orten/ die einzge Losung sein. Du, der du dich so milde /für uns geblut zu Tod, bist uns zum Trost und Schilde, bleibst unser Herr und Gott. Andreas Grasmann, 17⁰04-783 466 Mel. 367 Eb der Mensch sich wie erstorben/ voller Elend liegen sieht/ und zu dem, der ihn erworben, durch sein Blut im Glauben flieht, hilft ihm nichts zum Seligwerden, was er auch je Gutes 50 denn im Himmel und auf Erden/ gilt allein des Zammes lut. 2. In des Lammes Blut alleine„stehet die Gerechtigkeit. Diese heißt der Glaube seine; dann erfüllt uns Fried und Freud, und wir haben selge Stunden. Seel und Leib und Geist erfährt/ solchen Trost aus Jesu Wunden, welcher unaufhörlich währt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰0-760 270 Herechtig N- uun laß u Ind durch aus und d 9. Dies gering, un eh ers gla und davon J. Solan so bleibet: das Gotte heit wißt. 4. Mein windt, das lann/ und elwas me J. Doch nur hinein Vosaunen sie von dir 0. So ze leine Ru lichts als der höre 7. Wen waͤr/ und hoher M linder un 8. Wen! tauge n vas er so her lernet Thrsten el. J5) Chri, am und dadurch erfteut, Du bist as Heil j bis dit Komm, der Ge⸗ nigkeit/ sind dit blutgen nd Kteuz ein. Du, um Trost 7⁰4·--⁷ Mel. 567 en sieht/ Glauben je Gutes Lammes e ligkeit. 195 reud, sterfahtt j; wähtt. oo- Noo Gerechtigkeit aus Glauben 467 + 7 N 467 Mel. O unser auserwähltes Haupt, an welches unsre Seele glaubt, laß uns in deiner Rägel Mal/ erblicken unsre Gnadenwahl, und durch der aufgespaltnen Seite Schrein/ führ unsre Seelen aus und durch und ein. 2. Dies ist das wundervolle Ding: erst dünkts für Kinder zu gering, und dann zerglaubt ein Mann sich dran/ und stirbt wohl, eh ers glauben kann. Daran erkennt man hier das kleine Heer, und davon singt man am kristallnen Meer. J. Solange eine Menschheit ist, solange Jesus bleibt der Christ, so bleibet dies das Aund O/ vom ganzen Evangelio. Und daß das Gotteskraft und Weisheit ist, das wißt ihr alle, die ihr Wahr— heit wißt. 4. Mein Heiland, wär 0 armes Kind, das sich um deine Füße windt, das dich, du treuer Seelenmann, nicht eine Stunde missen kann/ und das dich über sich und alles liebt, in dieser Sprache etwas mehr geübt! 5. Doch laß die Eippen trocken sein, des Geistes Hauch darf nur hinein, der von dem Thron der Majestät/ in Donner und Bosaunen weht, und eine Kohle von des Altars Glut, so zeugen sie von dir mit Kraft und Mut. . So zeug ich denn. Wer hört mir zu? Wer hat im Herzen keine Ruh? Wer weiß, wie tief die Sünde frißt/ und daß er nichts als Sünde ist, und weiß sich keinen Rat, wo ein und aus: der höre zu, denn da wird etwas draus. 7. Wenn einer von der Mutter her/ vielleicht noch unbescholten wär/ und wüßte nicht, was Fleisch und Blut, was Geiz sei oder hoher Mut, und in dem allen sich selbst helfen kann: der ist ein blinder und ein tauber Mann. 8. Wenn einer in dem Glanz des Lichts/ sich sieht und sieht, er tauge nichts, und geht und greift die Sache an/ und tut nicht, was er sonst getan, und müht sich selber viel und mancherlei: der lernet nie, was ein Erlöser sei. 27¹ 272 Das Leben des Christen 5 Ge. N 9. Wenn aber ein verlornes Kind/ vom Tod erwacht, sich krümmt und windt/ und sieht das Bös als böse an/ und glaubet, daß es sonst nichts kann, verzagt an sich, es geht ihm aber nah: kaum sieht sichs um, so steht der Heiland da. 10. Wie geht dirs?—O, es geht nicht gut, ich liege hier in meinem Blut. Da spricht der Menschenfreund: Mein Kind, nimm hin Vergebung deiner Sünd/ und sieh mich an und glaub und stehe auf/ und freue dich und zieh dich an und lauf! 11. Die Seele kriegt den neuen Geist, sie glaͤubt und liebt, was Jesus heißt. Sie sieht das Lamm mit Augen an, die Gott alleine geben kann, steht auf, bekommt ein unsichtbar Gewand/ und ist auf einmal mit dem Lamm bekannt. 12. Die Sünderscham und Gotteskraft, die machen gleich Ge⸗ nossenschaft/ und bleiben immer ungetrennt/ im Herzen, das den Heiland kennt. Da geht kein guter Wille mehr zurück, denn ihre Arbeit ist ein ewges Glück. 13. Erst heißt der Freund die Seele ruhn, dann essen und her— nach was tun. So übt er ihre Glaubenskraft/ in einer treuen Ritterschaft. Sie tuts, und wenn sie dann ihr Werk getan, denkt sie gemeiniglich nicht weiter dran. 14. Und würde man ja irgendwo der eignen Gnadenarbeit froh, so kommt die heilge Scham herbei, die zeiget uns so man— cherlei, daß man Gott dankt, wenn man sich selbst vergißt/ und denkt an nichts, als daß ein HBeiland ist. 15. Und allenthalben geht der Sinn/ der Gläubgen auf die Gnade hin/ und denkt dran, wie er Nacht und Tag/ dem Bräu— tigam gefallen mag, der uns vom ewgen Tode losgemacht/ und unverdient zu Kron und Thron gebracht. 16. Herr Jesu, wenn der Zeugen Beer/ nicht eine Donner— wolke wär, so könnte man es noch verstehn, daß viele sie nicht hörn und sehn. Doch was ists endlich Wunder? denn es sind/ die Menschen von Natur ja taub und blind. 17. Darum befiehlt uns Jesus nun, der Blinden Augen auf⸗ zutun. Und wenn wir rufen, ist er da/ und ruft den Tauben: Gerechtig 10 ephata! 11 L 18. Wit an, die er ereilt. W ur Recht 19. Der überaus. Zeugnis o und wenn Cohe Chrer Himmehr 2. Och 6 kommt nie und meine J. Das hesstamm Herm un 4. Jch den tut/ Himmel J. Oru Hoffnung Oesu W 0. Und in seine nicht bis 7. So gut und füts Cög Oristen ein Kind, und glaub zuf! und liebt, „die Gott Gewand/ hleich Ge⸗ n, das den denn ihte n und her⸗ ner treuen etan, denkt adenarbeit 5 so man⸗ tgißt/ und en auf die hem Btäu⸗ nacht/ und e Donner⸗ le sie nicht n es sind/ jugen auf⸗ Tauben: Gerechtigkeit aus Glauben 468 A s Hephata! So wird das Evangelium gehört, so wird das Ruge auf das Lamm gekehrt. 18. Wir sind dem Lamme untertan, wir melden unsre Gaben an, die er uns Armen mitgeteilt, seitdem sein Pfeil uns auch ereilt. Wir sähen gern ein gutes Teil der Welt/ gerettet und zur Rechten hingestellt. 19. Der Herr schickt seine Diener aus; wir dienten gerne überaus. O unser allgemeines Haupt, gib, daß man unserm Zeugnis glaubt. Dein Rufen dring in Ohr und HBerz hinein, und wenn wir auf dich weisen, so erschein. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7⁰-7οο 468 Mel. 22 Cbehe Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Bimmel werd eingehn. 2. Ich glaub an Jesum, welcher spricht: Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht. Gott Lob! ich bin schon freigemacht, und meine Schuld ist weggebracht. J. Das heilige, unschuldge Lamm, das an dem rauhen Kreu⸗ zesstamm/ für meine Sünd gestorben ist, erkenn ich für den Herrn und Christ. 4. Ich glaube, daß sein teures Blut/ genug für alle Sün⸗ den tut/ und daß es Gottes Schähe füllt/ und ewig in dem Himmel gilt. 5. Drum soll auch dieses Blut allein/ mein Trost und meine Hoffnung sein. Ich bau im Leben und im Tod/ allein auf Jesu Wunden rot. . Und würd ich durch des Herrn Verdienst/ auch noch so treu in seinem Dienst, gewönn auch allem Bösen ab/ und sündigte nicht bis ins Grab: 7. So will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: da kommt ein Sünder her, der gern fürs Cösgeld selig wär. 8 273 469 Das Leben des Christen SSISISISSSISISSSSISISSSSISISSSSIIIII.. 8. Da singt der Vater Abraham/ und alle Heiligen dem Lamm; und sieht man in ihr Buch hinein, so stehts, daß sie auch Sünder sein. 9. Wird dann die Frage vorgebracht: Was hast du in der Welt gemacht? so sprech ich: Dank sei meinem Berrn, konnt ich was Guts tun, ich tats gern. 10. Und weil ich wußte, daß sein Blut/ die Sünd wegschwemmt mit seiner Flut/ und daß man nicht muß willgen ein, ließ ich mirs eine Freude sein. 11. Wenn nun kam eine böse Lust, so dankt ich Gott, daß ich nicht mußt; ich sprach zur Lust, zum Stolz, zum Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz. 12. Da macht ich keinen Disputat, sondern das war der kürzste Rat: ich klagt es meinem Herrn so bloß, da wurd ichs immer wieder los. 13. Da werden alle Heilgen sich/ mit mir erfreuen inniglich/ und preisen unsern Schmerzensmann. Dann stimm ich auch mit ihnen an: 14. Dem Lamm gebühret alles gar, weil es für uns geschlachtet war; es hat die Sünde weggebracht/ und uns Gott angenehm gemacht. 15. Solang ich noch hienieden bin, so ist und bleibet das mein I ⏑ ᷑ Ich will die Gnad in Jesu Blut/ bezeugen mit getrostem ut. 16. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist/ und hast für mich und alle Welt/ bezahlt ein ewig Lösegeld. 17. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist; erbarme dich der ganzen Welt/ und segne, was sich zu dir hält. NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰-7ο (v.) siehe 30⁰04,) 469 Mel. 22 Sodn welche Eiebe Gott uns gönnt, daß er uns seine Kinder nennt, wenn wir glauben an Jesum Christ, der uns zum Heil gestorben ist. 274 Gercchtgte 4. 2. Wer si jür die We keit zu gut. 3. Gesteh tteu, daß ei befreit. 4. Wer n uns versüh lautet Fut⸗ 5. O blei hetein, ihn schümet ste 4 0 weil i⸗ L. Wem Grab/ un 3. O da Oesus, me Wil et eigne Kt nichts du 9. Nch Augensh durch die als der e 3. So Man fal Christen O igen dem „ daß sie du in der un, konnt schwemmt , ließ ich tt, daß ich 3: Dafüt der kürzste chs immer inniglich/ h auch mit eschlachtet angenehm t das mein gettostem ch geboten Lösegeld. Sohn du as sich zu Voo⸗-Iyoo Mel. 22 ne Kinder uns Zum Gerechtigkeit aus Glauben 470 471 D E 2. Wer sich an den nun gläubig hält, dem kommt sein Opfer für die Welt, das gnug für alle Sünden tut, hier und in Ewig⸗ keit zu gut. 3. Gestehn wir unsre Sünde frei, so ist der Herr gerecht und befe daß er die Sünde uns verzeiht/ und uns von ihrer Macht efreit. 4. Wer noch der Sünde gerne dient, kennt Jesum nicht, der uns versühnt. Und wer kein göttlich Leben führt, der wird von lauter Furcht regiert. 5. O bleibt bei ihm, ihr Kindelein, damit wir, wenn er kommt herein, ihm gutes Muts entgegengehn/ und nicht vor ihm be⸗ schämet stehn.„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο v. 2.* Christian Gregor, 1723-80) 470 Mel.)) 4— ward ein Mensch für mich; dessen freut mein Herze sich. weil ich armes Menschenkind/ Heil und Leben darin find. 2. Wenn ich ihn vor Augen hab/ von dem Kripplein bis ins Grab/ und mein Glaube hält sich dran, daß er alls für mich getan, 3. O da weichet alle Not, Welt und Sünde, Höll und Tod. Jesus, mein Immanuel, hilft und tröstet Leib und Seel. *Christian Gregor, 1723-80 471 Mel. 82 Wal die Worte Wahrheit sind, daß man nichts bei Gott gewinnt, nichts durch des Gesetzes Werke, nichts durch eigne Kraft und Stärke, nichts durch Einsicht und Verstand, nichts durch eine milde Hand, 2. Nichts durch eignes Heiligsein, wenns gleich mehr als Augenschein, wenns gleich Kraft und Wesen wäre, auch nichts durch die reine Lehre, daß kein Tugendbild die Gnad/ näher als der Sünder hat: 3. So ist dies der leichtste Rat, es bestärkt ihn auch die Tat: Man fällt Jesu zu den Füßen/ und sagt nichts von Tun und 18* 275 472 Das Leben des Christen DISESSSESSEEENE Büßen, sondern spricht zum Menschensohn: Bin ich etwa nicht dein Lohn? 4. Hast du etwa mich allein /nicht erkauft, um dein zu sein, da dir deine Müh und Fronen/ ein unzählbar Heer soll lohnen? Würdest du doch meiner froh und ich deiner ebenso! 5. Kommt mir etwa in den Sinn, ob ich auch in Gnaden bin, so gedenk ich an die Züge/ deines Vaters seit der Wiege, und daneben denke ich: Willst du, Jesu, richte mich! 6. Jesus hat die Weise nicht, daß er sich so widerspricht. Jesus spricht: Ich will das Leben/ dem, der an mich gläubet, geben. Das muß trotz dem Gegenschein/ eine ewge Wahrheit sein. 7. Aber wie kommt man dazu, daß man in der Gnade ruh, daß man nicht nur nicht verderbe, sondern auch den Segen erbe? Das erfordert zweierlei: daß man arm und Sünder sei. 8. Arm, das heißt, man siehet sich /elend, blind und jämmer— lich/ und weiß selbst auf keiner Ecke, wie man seine Blöße decke. Armut stellt sich selber ein, doch man muß auch Sünder sein. 9. O ihr Menschen, suchts nicht weit: eure Kält und Fremdig— keit/ gegen Jesum seit der Jugend/ macht den Strich durch alle drhg diese Grundverdorbenheit„zeigt euch, daß ihr Sün— er seid. 10. König Jesu, das ist wahr, alles das ist sonnenklar. Eines fehlt der armen Taube, nur das einzge Wörtlein: Glaube. Ohne den kriegt niemand Ruh; und wer teilt ihn aus als du? 11. Nun, ich weiß, mein arm Gebet/ wird vom Heiland nicht verschmäht. Seine Armut und sein Leiden/ bahnt den Weg zu großen Freuden. Ich will kindlich auf ihn sehn, bis mir ewig wohl geschehn. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 472 Mel. 164 agt an, die ihr erlöset seid„ und aus dem Fall erstanden: Wodurch ist solche Seligkeit„auf diese Zeit vorhanden? Durch Jesu Blut und Tod, der unsre Schuld und Not/ aus Lieb auf sich genommen hat/ und uns erworben Heil und Gnad. 27 Gerechti 40 2. Er! det verlt sst das( kommt z 3. Ind daß sie! denn es Blut und 4. Dru Dinge, d Nimmte auf seine 3. Wo Blute/ Gute! 6 so witd Bräutiga 0. Hhr doch der gesset, wa geschehe etwa nicht in zu sein, lohnenꝰ aden bin, Oiege, und icht. esus bet, geben. heit sein. Pnade ruh, egen erbe? ei. d jämmer⸗ loße decke. der sein. d Hremdig⸗ durch alle ihr Sün⸗ lat. Eines ube. Ohne du? iland nicht en Weg zu mir ewig Voo- Mñoo Mel. J64 etstanden. ochandenꝰ Not/ aus und Gnad. Gerechtigkeit aus Glauben 473 474 REE 2. Er nahm an sich unsre Natur, damit er sterben möchte/ und der verlornen Kreatur/ durchs Recht Erlösung brächte. Nun ist das Gotteslamm/ der Seelen Bräutigam, und keine Seele kommt zur Ruh, sie eile denn auf Jesum zu. 3. Indessen ist das Erdenland/ den Menschen übergeben, nicht, daß sie da auf ihre Hand und nach Gefallen leben. Nein! denn es ist ein Haus, da schmückt man Seelen aus/ mit Christi Blut und Christi Sinn/ und führt sie so zu Christo hin. 4. Drum ruft man nun aus aller Macht: Von ihm sind alle Dinge, durch ihn ist alles wiederbracht, damit es zu ihm dringe. Nimmt einer an dem Heil/ des Sohnes Gottes teil, der geh auf seine Vorschrift ein, sonst wird sein Herz ein Babel sein. 3. Wohlan ihr, die ihr singen wollt, macht mit des Sammes Blute/ euch erst die eoge Liebe hold, dann liebt und übt das Gute! So könnt ihr Zion sein, so könnt ihr: Vater! schrein; so wird euch selbst das Gotteslamm/ zu eurem Psalm und Bräutigam. 0. Ihr aber, deren bloßer Mund/ sich wider Babel reget, da doch der eigne Herzensgrund/ noch viel Verwirrung heget, ver— gesset, was ihr wißt, und lernt, was Lieben ist; und eh das wird geschehen sein, so singet nicht, ihr singt nicht rein. *ikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 473 Mel. 36 ch, mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte/ und wenn dein Blut nicht für die Sünder redte, wo sollt ich Armster unter den Elenden/ mich sonst hinwenden? 2. Ich wüßte nicht, wo ich vor Jammer bliebe; denn wo ist solch ein Herz wie deins voll Liebe? Du, du bist meine Zu— versicht alleine, sonst weiß ich keine. Christian Gregor, 1723-8/ 474 Mel. 58 W. uns mit Frieden und Trost erfüllt, was unsre Seelen alleine stillt, was wir immer müssen/ im Berzen finden, ist die Versöhnung für unsre Sünden/ durch Jesu Blut. 277 475⁵ Das Leben des Christen Gerechti 5. Wir 2. Wer auf das Opfer des Lamms vertraut, der hat gewiß Macht/ nicht auf Sand gebaut, sondern auf den Felsen, der ewig stehet; 6 Mm. denn wenn die Welt auch zu Grunde gehet, so bleibet er. 3. Doch wer auf eigene Werke sieht/ und sich auf die Art um bursen Gnade müht, die doch Gott umsonst gibt, der wird zu Schanden/ ö und bleibt gewißlich in seinen Banden, verfehlt sein Heil. 4. Wär etwas nötig auf unsrer Seit, wir blieben ewig verlorne * Leut. Selige Erlösung, die so beschaffen, daß sich keins selber bedarf zu raffen; er hilft uns auf. zott! 5. Gott will den Menschen nicht gnädig sein als nur in Jesu, Jes dem Lamm, allein, das für unsre Sünden/ am Kreuz gehangen/ einge Eh und für die Sünder hat Gnad empfangen„zur Seligkeit. keit, drei . Verachtet man Gottes eingen Sohn, so ist es ja der ver— diente Lohn, daß man unterm Zorne/ muß liegen bleiben; denn Hef ö denen nur, die an Jesum gläuben, ist Beil bereit. 050 7. Jesu, wir bitten von Herzensgrund: Du bist der Stifter D n leiben/ L. Ach unsets H vom neuen Bund/ für die Gottesherden; ach laß uns finden/ Gnade, uns alle auf dich zu gründen/ als einen Mann. 8. Was du gefunden, das halte fest; und was sich noch nicht so ganz verläßt/ auf die freie Gnade, das bring zurechte. O Ins une daß kein einziges bleiben möchte„auf falschem Grund! Krästen NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 3. 0 v. 4* Martin Dober, 1703-74 er V2 475 Mel. 4 lich/ mit Liebe, wie groß„ und schön ist mein Los! Nun kann ich mich freun, daß Christi Gerechtigkeit meine soll sein. 2. Wers ganz gewiß glaubt, dem wird es erlaubt, ins Heilge zu gehn/ und seinen Versöhner im Geiste zu sehn. F J. O liebliche Pracht, wenn man ihn betracht; das bindet den die Sinn/ und reißet uns völlig ins Lieben dahin. Tost, d 4. Besinnet euch doch, wie sanfte sein Joch„ und was us eicen sein Stab/ für Proben der Treu und Barmherzigkeit gab. 278 Oyrstten at gewiß wig stehet; i verlorne iben; denn det Stifter is sinden/ Lann. noch nicht rechte. O und! Voo- oo Mel. 4 n kann ich sein. ins heilge hindet den was uns it gab. Gerechtigkeit aus Glauben 476— 478 5. Wir falln vor dir hin, gebeuget im Sinn. Preis, Ehre und Macht/ sei dir von uns armen Erlösten gebracht! 6. Am Tag des Gerichts, im Auge des Lichts/ wirds offen⸗ bar sein, wies Blut der Besprengung die Kleider hält rein. v.) Christian Gregor, 7723-80 v. 2. 3. 5*Anna Dober, 1773-739 v. 4 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf 7700-760 v. 6*Esther Grünbeck, 1777-7σ 476 Mel. 146 ort im Vollendungssaal/ der Geister der Gerechten, bei Jesu Abendmahl mit seinen Knecht und Mägden, ists einge Ehrenkleid, das vor dem Throne gilt, Christi Gerechtig⸗ keit, drein man sich gläubig hüllt.*Christian Gregor, 1723-180 477 Mel. 244 O Oesu, du wollst geben, daß dein Volk Tag und Nacht/ mög in dem Glauben leben, der ewig selig macht, an deinen Tod und Blut,/ und daß Herz, Sinn und Mut/ fest an dir möge bleiben als seinem höchsten Gut. 2. Ach laß auf allen Tritten/ dein Leiden mit uns gehn! In unsers Herzens Mitten/ laß dein Kreuzbildnis stehn. Bewahr uns unser Kleid„ in der Versuchungszeit, und allen fremden Kräften/ laß das ein Schrecken sein. 3. Der Reichtum deiner Gütesei uns stets aufgetan, und jegliches Gemüte/ nehm vollen Anteil dran. Dein freundlich Angesicht/ stärk unsers Glaubens Licht/ und bleibe unabwend— lich/ mit Gnad auf uns gericht. v.). 3* Christian Gregor, 1723-80 v. 2* Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 478 Mel. 56 F rhalt mir, Berr, das Glaubenslicht, den Blick auf deinen Tod, die immer feste Zuversicht/ zu dir, dem Freund in Not, den Trost, daß ich dein eigen bin, das Dankgefühl der Sünderin, die Liebe warm durch deine Glut; und bleib mein höchstes Gut. *Renata Reichel, 1753-815 279 479 Das Leben des Christen ISISISSPSISSSSSISSSSISIII.. Freiheit und Friede Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott. 479 Mel. 278 ie wohl ist mir, o Freund der Seele, wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich steige aus der Schwermutshöhle/ und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so angenehmen Freuden/ die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden; wer wollte nicht vergnüget werden, der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen. Es sei also, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen /bei einem freund— lichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freund— schaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen /mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will des Gesetzes Last mich drücken, blitzt auf mich seines Fluches Weh, droht Straf und Hölle meinem Rücken, so schau ich gläubig in die Höh/ und flieh in deine heilgen Wunden, da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Eiebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich; du gibst mir aus den Wolken Speise/ und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen; genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren/ und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. S. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut„in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus 280 Fteiheit! 26 Gefahti Licht so scheiden/ 0. Wie nich lehn weil du, Gemüte/ Vorschme kann als mein! Oristen lauben, Mel. 2)8 h in deiner e/ und eile scheiden, aus deiner wollte nicht so, ich trau em freund⸗ bist mein nn F̃reund⸗ len, Weil in inker reicht. mich seines en, so schau Vunden, da rahl treffen n heil wer und lehne und aue en, sie enden r hab. ch und Sterne weil Seele, allerliebstes wenn aus Freiheit und Friede 480⁰ GSSEEESEE N Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden/ aus dieser finstern Wildnis scheiden/ zu deiner Ruh der Ewigkeit. . Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte/ nach deiner unumschränkten Güte/ des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 7660-722 480 Mel. 336 ie wohl ist mir, daß ich nunmehr entbunden/ von aller Sünd durch Christi Blut und Wunden! Was ich gesucht so lange mit Begier, das ist mir nun durch Christi Tod gegeben, weil der Unsterbliche selbst worden ist mein Leben, daß mich hin— fort kein Tod berühr. Wie wohl ist mir! 2. Er ist mein Hirt, er weidet meine Seele, mit Lebensbrot, mit Freudenwein und Ole; auf grüner Au werd ich von ihm ge— führt. Mich kann kein Unfall, keine Not erschrecken, denn Jesus Christus ist bei mir, mein Stab und Stecken. Ich weiß, daß mir nichts mangeln wird. Er ist mein Hirt. 3. Mein Speis und Trank ist stets mit Dank gemischet, und mein Gemüt wird täglich neu erfrischet„ mit Himmelskraft, damit ich nicht erkrank. Ich sorge nicht, er weiß wohl, was auf Erden/ mir täglich nötig ist, das läßt er reichlich werden. Und so genieß ich auch mit Dank/ mein Speis und Trank. 4. Ich sterbe nicht, nein, nein, ich werde leben/ und deine Werke preisen und erheben. Ich glaub an dich und komm nicht ins Gericht; und weil du hast den Tod für mich verschlungen, so bin ich gleichfalls auch zum Leben durchgedrungen. Ich leb und glaub an dich, mein Licht. Ich sterbe nicht. Gottfried Arnold,)666-74 281 48 Das Leben des Christen 2 ůSSSSISISSSSSSI 481 Mel. 107 Kuun; beug dich tief, mein Herz und Sinn, vor Christi Thron im Staube nieder; zu seinen Füßen sinke hin/ und bring ihm deines Dankes Lieder. Erkenne, wie du selbst aus dir nichts bist, wie er in dir und allen alles ist. 2. Wo wär in dir ein Funke Kraft, wenn du sie nicht erlangt von oben? Wer hat dir Schuh und Ruh verschafft /vor deiner Feinde List und Toben? Wer stillt das Herz, das ungestüme Meer, und wer bezwang das ganze Böllenheer? 3. Wer hat uns von dem Strick befreit, das Leben dem Ver⸗ derb entrissen? Wer krönt uns mit Barmherzigkeit/ und läßt uns seine Rechte wissen? Bist du es nicht, du unerschöpfter Quell, der täglich noch uns zufließt stark und hell? 4. Ja, deine Hand hat uns gefaßt/ und wider Denken und Verhoffen hinweggetan der Sünden Last, daß wir das Ziel der Ruh getroffen. Du machst das Herz von Furcht und Zweifel leer, und selger Friede waltet um uns her. 3. Was zwischen uns sich drängen will, hat deine Kraft gar bald vernichtet; du hältst den Tempel rein und still, den du dir selbst in uns errichtet, daß ewig fest steht deine HBerrlichkeit, die dir in uns der Vater hat bereit. 6. Du überschüttest uns mit Lieb/ und reinigst Herz und Mund und Sinnen, daß wit aus deines Geistes Trieb /je mehr und mehr dich lieb gewinnen. Du drückst dem Geist der Reinheit Siegel auf, daß unbefleckt wir führen unsern Lauf. 7. So nimm dafür zum Opfer hin/ uns selbst mit allem, was wir haben; nimm Geist, Seel, Leib, Herz, Mut und Sinn/ zum Eigentum statt andrer Gaben. Bereite dir ein Lob selbst aus dem Mund/ der Säuglinge, mach deinen Namen kund. 8. Gib uns ein Herz und einen Mund/ halt uns in einem Sinn zusammen, daß wir bei unserm Liebesbund/ dir stets zu⸗ schicken reine Flammen. Gott und dem Lamm, das uns erkaufet hat, sei Preis allhier und in der obern Stadt! Gottfried Arnold, 1666-774 282 Fteiheit HW ei V mein ble verspüret nimmt d L. Ger mit nich Reichtur Oesus ka muß. J. O( eignem naht/ u die alle erreget, Kraft Oristen Ml. 3o⸗ t Christ hin/ und selbst aus erlangt por deiner ngestüme das Ziel d Zweifel Kraft gar en du dir chkeit, die Hetz und Trieb/ je Geist der Lauf. lem, was d Sinn/ ob selbst n kund. ineinem stets zu⸗ erkaufet 6-N4 Freiheit und Friede— 482 * 7 ö E 482 Mel. 534 ein Friedefürst, dein freundliches Regieren/ stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes Herze kehrt, so läßt sich bald dein Friedensgeist verspüren; dein Gnadenblick zerschmelzet meinen Sinn/ und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund gibt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reichtum an, er kann ja nicht die müden Seelen laben; mein Wun kanns, er tuts im Uberfluß, wenn alle Welt zurücke stehen muß. J. O Seelenfreund, wie wohl ist dem Gemüte, das sich auf eignem Weg ermüdet hat/ und nun zu dir, der Lebensquelle, naht/ und schmeckt in dir die wundersüße Güte, die alle Angst, die alle Not verschlingt/ und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringt. 4. Was dem Gesetz unmöglich war zu geben, das bringt als⸗ dann die Gnade selbst herfür; sie wirket Lust zur Beiligung in mir/ und ändert nach und nach mein ganzes Leben, indem sie mich aus Kraft in Kräfte führt/ und mit Geduld und Lang⸗ mut mich regiert. 5. O Jesu, laß mein Herz auf dich nur schauen! Besuche mich, du Aufgang aus der Höh, daß ich das Licht in deinem Lichte seh/ und könne ganz auf deine Gnade trauen. Kein Fehler sei so groß und schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe führ. . Wenn meine Schuld mich vor dir niederschläget/ und dei— nen Geist der Kindschaft in mir dämpft, wenn Zweifelmut mit meinem Glauben kämpft/ und lauter Angst und Furcht in mir erreget, so laß mich doch dein treues Herze sehn und neue Kraft und Zuversicht entstehn. 7. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ewger Friede sein; ich hülle mich in deine Gnade ein, mein Element ist einzig dein Erbarmen. Und weil du mir mein Ein und Alles bist, so ists genug, wenn dich mein Geist genießt. Christian Friedrich Richter, 7577 283 — 483 4484 Das Leben des Christen SDSERSSEEEENEE SDSS 483 Mel. 16 Faben ach Friede, ach göttlicher Friede„vom Vater durch Christum im heiligen Geist, welcher der Frommen Herz, Sinn und Gemüte/ in Christo zum ewigen Leben aufschleußt! Den sollen die gläubigen Seelen erlangen, die alles verleugnen und Christo anhangen. 2. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen, die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich; nimm dies, o Seele, recht fleißig zu Herzen/ und siehe, was tut doch dein Jesus für dich! Am Kreuze dort bringt er dir Frieden zu wege/ und machet, daß alle Unruhe sich lege. 3. Nun, dafür bist du ihm ewig verbunden, du sollst dafür gänz— lich sein Eigentum sein. Er hat dir ewge Erlösung erfunden/ und schließt in den Bund seines Friedens dich ein; drum siehe, daß du dich ihm gänzlich ergebest„ und nun in der Liebe von Herzen ihm lebest. 4. Liebe und übe, was Jesus dich lehret, und was er dir saget, dasselbige tu; hasse und lasse, was sein Wort verwehret: so findest du Frieden und ewige Ruh. Denn selig, die also sich Jesu er— geben/ und gläubig und heilig nach seinem Wort leben! 5. Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen, o König von Sa⸗ lem, ach zeuch uns nach dir, daß wir den Friedensbund treulich bewahren, im Wege des Friedens dir folgen allhier. Ach laß uns doch deinen Geist kräftig regieren/ und dir nach im Frieden zum Vater hinführen! Bartholomäus Crasselt, 1667724 484 Mel. 22 Sse fröhlich im Herren, du heilige Seele, du herrliche im Hochzeitkleid! Dein Heiland, der zeucht dich aus finsterer Höhle/ und schmückt dich mit Gerechtigkeit. Er tilget die Sünden mit seinem Blut, daß keine zu finden, die Schaden tut; die Run⸗ zeln, die Makeln, und was da beflecket, das hat er mit köstlicher Seide bedecket. 2849 Fteiheit! 2. O hi mit verkle die mich! Selig lichtes un sanftes O J. Es fü utch ihn Ginnen/ ahlet doe Votz Süt ein selige 4. O he hat vereh durch sein es ist jan st mit ja nich ist g 2. Sei heit und anssellet Oristen WMel. J5 ater dutch Derz, Sinn ußt! Den gnen und erzen, die „ Seele, Oesus füt nd machet, hafür gänz⸗ etfunden/ rum siehe, Liebe von dir saget, t: so findest h Hesu er⸗ hen! g von Sa⸗ d tteulich Id laß m grieden 1667-7²⁴ Mel. 22 nkliche im s finsterer je Sünden j die Run⸗ kköstlicher Freiheit und Friede 4858 486 SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS S 2. O himmlische Zierde, die Sonne der Gnaden/ geht über mir verkläret auf! Die Bürde der Schulden, womit ich beladen, die mich gehemmt im Gnadenlauf, die muß nun verschwinden —o Seligkeit!—weil Jesus von Sünden mich hat befreit. Ein lichtes und leichtes Herz hab ich bekommen, nachdem ich sein sanftes Joch auf mich genommen. J. Es freue sich mit mir von außen und innen, was Gott durch ihn versöhnet ist. Ach liebet und lobet mit Herzen und Sinnen/ den treuen Heiland Jesum Christ! Ihr Lippen, er— zählet doch seinen Ruhm: Er hat mich erwählet zum Eigentum. Trotz Sünde, trotz Teufel, trotz höllischen Pforten /bin ich nun ein seliges Gotteskind worden. 4. O herrliche Schätze, o ewige Güter, die mir mein Heiland hat verehrt! Was ehmals verloren, das hat er mir wieder/ durch seinen Tod und Blut gewährt. Ich faß es im Glauben, es ist ja mein, und laß mirs nicht rauben noch fremde sein; es ist mir ja darum so teuer erworben, da er an dem Kreuze für mich ist gestorben. Johann Eusebius Schmidt, 1670-7 485 Mel. 146 O Jesu voll Geduld, o Beiland voller Güte, laß deine Lieb und Huld/erfüllen mein Gemüte. Ich weiß sonst keinen Trost/ auf dieser ganzen Welt, wo deine HBilf und Gnad/ mich nicht zufrieden stellt. 2. Ich wende mich zu dir, der du mich kannst erquicken. Läßt du mich Armen nur/ dein freundlich Berz erblicken, so weicht die Unruh weg, der Sünden Macht zerbricht, ich finde Fried und Ruh/ vor deinem Angesicht. Johann Friedrich Ruopp, 1672-70s 486 Mel. 79 un ist der Strick zerrissen, das ängstliche Gewissen/ ist alles Kummers frei. Die Wunden sind verbunden/ durch Christi Tod und Wunden, die Gnade schafft nun alles neu. 2. Sein Wille ist mein Wille, ich sitz in süßer Stille, in Sicher⸗ heit und Ruh. Was mich zuvor gequälet, das liegt nun wie entseelet; der Geist des Friedens spricht mir zZu. 285 ‚ + 487 488 Das Leben des Christen 3. Wie wird mein Herz erhoben, im Geist den Herrn zu loben/ für seine reiche Gnad, die er an mir, dem Armen, durch gnädiges Erbarmen/ von Tag zu Tag erwiesen hat. 4. Wie ist die Ruh so süße, die ich nunmehr genieße/ nach langem Kampf und Streit, da ich den Herren habe/ und mich ohn Ende labe/ an seiner Eieb und Freundlichkeit. 7⁰² 487 Mel. 775 ohl dem, der Heil und Frieden hat gefunden, daß er zum Vater freien Zugang hat/ und ist vom Fluch befreit durch Jesu Wunden, der ihn sonst hart gedrückt, und kommt zur Gnad: o, der hat solche Freud und Lust/ und solche Ruhe, die ihm sonst war unbewußt. 2. Des Gotteslamms Versöhnung bringt den Frieden, den außerdem kein Mensch auf Erden findt. Und hab ich den, so hab ich alls hienieden, was mich erfreut, bin Gottes liebes Kind/ und fürchte mich nicht vorm Gericht; denn Jesus machet mich voll Trost und Zuversicht. Nach Christoph Anton Muller, um 1730 488 Mel. 80 err, mein Heil, in aller Angst/ wend ich meine Glaubens⸗ blicke„ßzu dem Kreuze, da du hangst, daß ich mich an dir erquicke, wenn mich Schuld und Sünde drückt/ und das Herz davor erschrickt. 2. Und da, Jesu, lässest du„ mich dein offnes Herz erblicken, neigst dein Haupt mir freundlich zu, sprichst: Komm her, laß dich erquicken! Deine Schuld, die dich erschreckt, ist durch meinen Tod bedeckt. 3. Angstet sich dein Herz in dir, weis es nur auf meine Wun⸗ den, halt ihm die Erlösung für, die ich dir dadurch erfunden/ nach dem festen Liebesschluß, der dir ewig gelten muß. 4. Wo die Sünde mächtig ist, ist viel mächtiger die Gnade, durch die du geheilet bist; schmerzt dich noch der alte Schade, sei getrost und halte dich/ nur im Glaͤuben fest an mich. 286 greiheit v 5. Tust und du d Meines 0. O wi Sie versi er unaufh 7. Wen vergießen sen, o wi In det der w siegen. dem arme Selig, sel wählten e ten Geme 2 le sich nie Geist win Christi Fl sllig sind, Heilands lands ge J. Zage eo ist der Leiden& ast der scig, seli nade geübet si 4. Ubet lein gei Ohrsten ihm sonst eden, den en, so hab es Kind/ schet mich et, um J70 Mel. 83 Hlaubens⸗ ich an dit das Herʒ erblicken, her, laß ch meinen Freiheit und Friede 489 SISE E S. Tust du das, so ist an dir /nichts Beflecktes zu erkennen, und du darfst getrost in mir/ dich gerecht und heilig nennen. Meines Leidens Kostbarkeit/ hat dich vom Gericht befreit. 0. O wie tröstlich ist mir doch/ diese Stimme, die ich kenne! Sie versichert mich, daß noch/ Jesu Herz vor Eiebe brenne, daß er unaufhörlich treu/ und der Sünder Heiland sei. 7. Wenn ich seines Leidens Kraft, und was mir sein Blut⸗ vergießen/ hat für Seligkeit geschafft, ewig werde recht genie⸗ ßen, o wie herrlich wird allda/ schallen mein Balleluja! Henriette Katharine von Gersdorf, 7648-726 489 Mel. 27 II der Welt ist kein Vergnügen, das die Seele ruhig macht; der wird um sein Heil gebracht, der sich durch sie läßt be⸗ siegen. Jesus ist allein die Liebe, Jesus ist allein die Lust, die dem armen Geist bewußt; fest sind seine Freundschaftstriebe. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die zu der auser⸗ wählten Gemeinschaft Jesu berufen sind, die zu der auserwähl— ten Gemeinschaft Jesu berufen sind. 2. Eine Seele geht verloren, wie sie auch bekleidet ist, wenn sie sich nicht Jesum Christ /zur Bekleidung auserkoren. Und ein Geist wird bloß erfunden, ist er noch so reich und satt, der nicht Christi Fülle hat. Drum hinein in Jesu Wunden! Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die zu den blutigen Wunden des Heilands geflohen sind, die zu den blutigen Wunden des Hei— lands geflohen sind. 3. Zagende Gemüter meinen, Leiden sei ein Todesweg; nein, es ist der Sternensteg; droben lachen, die hier weinen. Und der Leiden Schreckgespenste/ wird verächtlich angeschaͤut, wenn man erst der Gnade traut, denn die tröstet uns aufs schönste. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die durch die wunderbare Gnade Jesu geübet sind, die durch die wunderbare Gnade Jesu geübet sind. 4. Uberwinder aller Dinge, die nicht Gott und göttlich sind, dem kein Feind mehr abgewinnt, ob er noch so heftig dringe: hier ist 287 489 Das Leben des Christen eine See, mit Wellen/ der Versuchung aufgetürmt, die an unser Schifflein stürmt; doch dich kann kein Sturmwind fällen. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die in den Steinklüften des ewigen Felsens geborgen sind, die in den Steinklüften des ewi⸗ gen Felsens geborgen sind. 5. Tapfre Streiter Christi wissen, daß die Trübsal nicht von Daur/ und der Herr schon manche Maur/ der Beklemmung eingerissen. Ihre aufgeklärten Sinnen blicken durch der Wetter Sturm/ nach dem Licht auf Salems Turm; denn das sehen sie beginnen. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die durchs Gedränge ins Geraume zu glauben gewohnet sind, die durchs Gedränge ins Geraume zu glauben gewohnet sind. G. Glaͤuben und doch stecken bleiben„kann nicht wohl bei— sammen sein; Hoffnung führt zum Haben ein, Hoffnung muß die Furcht vertreiben; alle Ketten müssen springen, wenn sie ihre Flügel schwingt/ und durch alle Wolken dringt, wo die Siegeslieder klingen. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die fest im Grunde der Hoffnung verankert sind, die fest im Grunde der Hoffnung verankert sind. 7. Zions Freude währet immer, und wer diese Bürgerschaft/ fest im Glauben an sich rafft, des Gerechtigkeit fällt nimmer. Wenn das Meer sich türmt zu Mauern, wenn des Sturmes Wasserbach/ stürzet über Fels und Dach, so wird doch sein Friede dauern. Selig, selig, selig sind, selig, selig, selig sind, die zu der Bürgerschaft von Zion und Salem versammelt sind, die zu der Bürgerschaft von Zion und Salem versammelt sind. 8. Du, o Freund der Menschenseele, ewig sei dir Dank gebracht, daß du mich aus Staub gemacht; dein ist meine Leibeshöhle, dein ist mein natürlich Leben, dein ist auch mein Gnadenpfand, dein, o Jesu, sei mein Stand, dir will ich mein Leiden geben. Selig, selig in der Tat, selig, selig in der Tat, wer durch Jesu Gnade gelebet, gelitten, gesieget hat, wer durch Jesu Gnade gelebet, gelitten, gesieget hat. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 700- 7οο 288 Freiheit Hrist /u wotden,! J. Köm sen/ und Lamm, b blutges2 4. Trän den Blöd Zeuge w. atmen D 3. Herr hen/ und bergesse Lohn ‚00 ind Sd 5 Christen Ne SE sie an unser len. Selig, klüsten des en des ewi⸗ ul nicht von heklemmung der Wetter has sehen sie ig sind, die net sind, die et sind. t wohl bei⸗ sffnung muß n, Wenn sie ngt, wo die selig, selig ind, die fest uürgerschaft/ ällt nimmer. es Sturmes 1d doch sein 9. selig sind, ammelt sind, ammelt sind. ank gebracht, Feibeshöhle nadenpfand eiden gehen. durch esu Jeu Gnade ñ 70- 1100 Freiheit und Friede 490 490 490 Mel. 355 Sinde und der Sünde Sold, nunmehr bin ich euch entgangen. Mein Verlangen/ wollte Jesus nicht verschmähn/ und mein Flehn, denn nun hab ich Gnad erfahren. Ach wie werd ichs doch bewahren, was durch ihn an mir geschehn? 2. Habe Dank, du teures Haupt, daß du mir, dem Matt und Müden, nun zum Frieden/ und Erlöser worden bist/ und zum Christ/ und ich in der Kinder Orden/ endlich eingenommen worden, der mir unaussprechlich ist. 3. Könnt ich deine Wunder doch/ mit entflammter Zunge prei— sen/ und erweisen, wie ich deinem Kreuzesstamm, Birt und Lamm, bin zu einem Lohn gediehen, wie dein Schweiß und blutges Mühen/ meine Seele übernahm! 4. Tränen, laßt den Worten Raum! Bin ich gleich noch von den Blöden, ich muß reden; und wenn keins auf Erden mehr/ Zeuge wär/ von dem blutigen Versühner: ruft er mir, dem armen Diener, so bekommt er Lob und Ehr. 3. Herr, so bin ich nun dein Kind. Also kann ich an dich gläu⸗ ben/ und kann bleiben/ und gehöre deiner Fahn/ ewig an. Und darf ich auf dich mich lehnen/ und mich an dein Herz gewöhnen, bleib ich Sieger auf der Bahn. 0. Kommt und helft mit Innigkeit/ unsern lieben, unsern weisen/ Jesum preisen! Werd nur dem teuren Haupt/ nicht geraubt, wird er mir in meinen Tagen/ auch die Lasten helfen tragen, bis ich mich hindurch geglaubt. 7. Unsichtbarer Seelenfreund, ich will deiner unterdessen/ nicht vergessen, bis ich dich, du naher Mann, sehen kann. Bis zum Lohn der neuen Welten/ soll es Streitertreue gelten, Staub und Schweiß um Kanaan. „Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 491 Mel. 2 5. werfen wir uns vor dir nieder/ und singen dir geringe Lie⸗ der, der du nach abgelegter Last/ den Namen über alle hast. 9 289 Das Leben des Christen RSEEEE· 2. Der Vater hat uns auf dem Throne/ dem bis zum Tod ge⸗ treuen Sohne, den aller Seelen Elend kränkt, zu seinem Eigen⸗ tum geschenkt. J. Er ist an unsre Statt getreten, hat uns vom Tode losgebeten; die Schuld ist völlig abgemacht/ und unsre Freiheit wiederbracht. 4. Des Starken Wohnung ist zerbrochen, sein Anspruch ist ihm abgesprochen. Drum werft, was sein ist, ganz hinaus/ und sprecht: Mein Herz ist Christi Haus. 5. Es wird auch mit dem neuen Leben/ ein neuer Name uns gegeben; der alte Nam wird ausgetan, und Gott nimmt uns zu Kindern an. . Wie selig sind, wie reich an Gaben, die diese Gnad emp⸗ fangen haben! Du Pfleger über Gottes Haus, sprich über uns den Namen aus. 7. Mein Name bei der Welt vergehe, damit er dort geschrieben stehe; hier ungenannt und ungekannt, dort vor des Vaters Thron genannt!*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 492 Mel. 56s 25305 man nicht aus Herzerfahrung wüßte, was kein Mensch zuvor gedacht, daß der Heiland unsre Sünden büßte, daß sein Blut uns selig macht: mit was Kummer, Mühe, Not und Plage/ würden wir verbringen unsre Tage, die nun jedes, das ihn kennt, wahre Freudentage nennt. 2. Laßt uns ihm ein Balleluja singen, mächtiglich sind wir er⸗ rett! Laßt uns ihm uns selbst zum Opfer bringen, das ihm sei geheiliget! Blutge Arme, für die Sünder offen, nehmt uns auf, so wie wirs gläubig hoffen, weil sein Mund so freundlich spricht: Kommt nur, ich verstoß euch nicht! J. Ach wer waren wir, wer sind wir Armen? Wie blutarm, ist dir bekannt, o du Berz voll Liebe, voll Erbarmen, das uns suchte, das uns fand! In dem Marterbilde mit den Wunden, die dein Leib am Kreuz für uns empfunden, wardst du jeder Seele nah; gleich war Gnad und Friede da. 290 Feiheit H- 4. Mei sst nicht was kant sindet/ u lauter G 3. Gto aller We Hhält. Dr fest an ih uns Sün huch stihn undsprecht: Name uns mmt uns zu Gnad emp⸗ ich übet uns geschrieben aters Thron 1. 70⁰0-7⁵5⁰ Mel. J85 kein Mensch büßte, daß he, Not und n jedes, das sind wir er⸗ das ihm sei mt uns aus, dlich spticht: gie blutarm, en, das uns n Wunden, dst du jeder Freiheit und Friede 493 494 + 7 + 4. Meine Armut ist nicht auszusprechen, meine Schwachheit ist nicht klein, und wie mancherlei ist mein Gebrechen! Aber was kann selger sein/ als mein Herz, wenns Trost und Frieden findet„ und vom Blute Jesu wird entzündet, welches er aus lauter Gnad/ mir zum Heil vergossen hat? 5. Groß ist seine Huld und kaum zu fassen, daß der Heiland aller Welt/ sich so nahe mit uns eingelassen/ und so fest darüber hält. Drum soll unser innigstes Verlangen/ dahin gehn, auch fest an ihm zu hangen. Durch sein Bitten und sein Flehn/ ist uns Sündern wohl geschehn. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 v.)*Christian Gregor, 1723-80) 493 Mel. 189 ien das Camm am rauhen Kreuz gebüßet/ und uns den Gottesfrieden wiederbracht, so ist uns alle Müh und Schweiß versüßet, weil uns der Friede täglich Sabbat macht. Des Lammes Leiden/ und sein Verscheiden/ bringt Fried und Freuden/ schon in der Zeit. 2. Das eigne Mühn und Kämpfen hat ein Ende, seitdem das Lamm für uns genug getan. Was wir nun tun, das geht durch seine Hände; er bringts zustande, denn er selbst fängts an. Mit an ihn Gläuben, sich ihm Einleiben/ und in ihm Bleiben/ ist alls getan. . Wir sind in ihm vor aller Not geborgen, es geht uns innig wohl, wir I8 in Ruh. Sein lieber Vater übernimmt die Sor⸗ gen/ fürs Nötige und Nütliche dazu. Sein weises Lenken/ be⸗ schämt das Denken/ und oft das Kränken/ in einem Nu. Georg Neißer, 1775-784 494 Mel. 30/ omm, beug dich tief, du Volk des Lamms, in diesen deinen Gnadenstunden! Die selge Frucht des Kreuzesstamms, die Gnadenfüll in seinen Wunden„ist immerdar für Sünder auf— getan. Kommt nur getrost, wenn auch gebückt, heran! 19* 291 495 496 Das Leben des Christen SWSSSRSESSSSSS. E 2. Gelobt sei deine Gnadenwahl, die uns dem Dienst der Welt entnommen! Wir sind nun in die selge Zahl/ der armen Sünder mit gekommen; wir lernen so wie sie sein Herz verstehn/ und alle Müh als Seligkeit ansehn. Michael Lauterbach, 1715—7/ 495 ö Mel. 29 O inniglich geliebte Liebe, du hast aus freiem Liebestriebe/ mich aus der finstern Todesnacht/ zu deinem Licht hervor⸗ gebracht. 2. Du hast so liebreich mich gezogen, bis du mich endlich über⸗ wogen, der Sünde Macht zerbrachest du/ und schenktest meiner Seele Ruh. 3. Ich habe nun in deinen Wunden Heil und Gerechtigkeit gefunden/ und steh in der Verlobten Zahl/ durch deine holde Gnadenwahl. 4. Ich sink, Erlöser, vor dir nieder; ich singe frohe Lobelieder/ und bete dich mit Tränen an/ für alles, was du mir getan. 5. Wirst du nun vollends durch die Zeiten/ an deiner treuen Hand mich leiten, so bleib ich stets dein Eigentum/ und lebe dir zum Preis und Ruhm. Philipp Heinrich Molther, 17½47S 406 Mel. 56 ünder bin ich, ja, das weiß ich, ein geborner Jesusfeind; 5. sagt, ach sagt mir fleißig/ von dem Armensünder⸗ reund. 2. Sagt mir anders nichts als Jesum, der mein Heiland wor⸗ den 0 und sein Blut gab zur Erlösung, welche nun mein Berz genießt. 3. Weder Lehren noch Erkennen, auch ein frommes Leben nicht, oder was man sonst kann nennen, gibt mir Trost und Zuversicht. 4. Nichts als meines Herrn Erbarmen, nichts als seine Gnad allein/ läßt mich schuldbeladnen Armen/ gut, gerecht und selig sein.*Matthäus Behl, 1705-78 292 gleiheit u 1 ö Wa Leben, al erungen! nir sich n 2. Meir die Friede mich so u nunft. di Nur dure berstehen J. Yn d Mern sc nich dein und laß: dens sein Ktäfte se 4. Hall ugehn! Hehn.“ Würde, lägst mi bis mir nd Oie Stand, sürs wa U Sünder lann; angeno Chrssten ot Dienst der der armen verstehn/ 7)0-0787 Mel. 29 bestriebe/ cht hervor⸗ dlich über⸗ lest meiner erechtigkeit eine holde obelieder/ getan. iner treuen und lebe 7½49 Mel. J6 Jesusfeind; mensünder⸗ eiland wor⸗ mein Hetʒ mes eben Trost und sine nod htund seln ½⁰ο- Freiheit und Friede 497 498 E Sl 497 Mel. 2)8 Uhnder mich ganz mit deinem Frieden, mein treu erkannter holder Freund. Mach mich von allem abgeschieden, was du nicht bist, was dich nicht meint. Ich wünsche mir kein ander Leben, als das dein Sterben mir gegeben/ und du am Kreuz errungen hast. Drum beuge meinen Eigenwillen, und was in mir sich nicht will stillen, zu deines Kreuzes leichter Last. 2. Mein König, laß mich nichts vertreiben/ aus dieser Burg, die Friede heißt; o laß mirs ewig teuer bleiben, daß deine Hand mich so umschleußt. Kein Heil ist hiermit zu vergleichen, Ver⸗ nunft, die kann es nicht erreichen, weils über alles Denken ist. Nur durch des Geistes sanftes Wehen/ kann ich etwas davon verstehen, daß du mein ewger Friede bist. 3. In dieser Fassung laß mich bleiben, solang mein Blut in Adern schlägt. Dies laß mich denken, lieben, treiben, solang mich deine Gnade trägt. Bewahre du selbst Herz und Sinnen/ und laß mein sämtliches Beginnen/ ein Zeugnis deines Frie⸗ dens sein. Komm, reiner Freund, in deinen Garten/ und pflanze Kräfte schönster Arten/ zur Frucht des ewgen Lebens ein. 4. Halleluja! Es sei gewaget, durch dick und dünn dir nach⸗ zugehn! Ich folge dir ganz unverzaget/ mit unablässig heißem Flehn. Ich fasse deine Kreuzesbürde/ und die damit verbundne Würde„ und lehne mich auf dich, mein Freund. Ich weiß, du trägst mich durchs Gedränge/ mit aller meiner Lasten Menge, bis mir dein Antlitz ewig scheint.*Gotiftied Clemens, 7706-77 498 Mel. 155 Gd ist ein schönes Wort, süße klingt es allen Seelen, die das Quälen/ des Verderbens recht erkannt/ und den Stand, drinnen sie zuvor gewesen, eh sie Jesus auserlesen/ fürs wahrhaftge Vaterland. 2. Gnade, wie bist du so groß/ allen Seelen, die sich können/ Sünder nennen 7 und die nur der Schmerzensmann/ trösten kann; denn die dürfen zu ihm kommen; wer da kommt, wird angenommen. Jesus nimmt die Sünder an. 293 499 500 Das Leben des Christen S EE SNSS C6E J. Alle, die wir seine sind, haben erstlich wohl erkennet, dann dott wir bekennet: Lieber Heiland, ich bin blind und voll Sünd. Eamm, Augenblicklich ward uns Leben/ und Gerechtigkeit gegeben, daß wir selge Leute sind.„Esther Grünbeck, 5777σ 499 Mel. 228 esu, O Gnade, sei mir täglich neu, die ich durch meines Jesu Treu/ Hrie zum Trost erfahren habe! Er sprach zu mir, da ich drum bat: und bei „All deine Schuld und Missetat/ hab ich verscharrt im Grabe. labe /Un Was ich/ für dich/ hab erlitten/ und erstritten, bringt dir Seben; escheint deine Sünd ist dir vergeben!“„Christian Gregor, 1723-7801 2. Dei 500 Mel. 164 ind für; Tage wahrer Seligkeit, o enninrn. Leben, wenn uns 215 in dieser Gnadenzeit/ die Sünden sind vergeben, die Jesus Aum bei hat gebüßt, und wenn man das genießt, was er uns, da er uns versühnt, für Leib und Seele hat verdient! 2. Der Friede Gotts, das höchste Gut/ bekümmerter Gewissen, und kommt da wie eine Segensflut/ sich in das Herz ergießen, dem scha Gnade, Trost und Heil/ so reichlich wird zu teil, daß selbiges mit Jesu Christ„schon hier als wie im Himmel ist. Hotig tu 3. Wie aber, daß auch Scham und Schmerz/ noch bei der Freud— erscheinet/ und daß ein solch begnadigt Herz/ hienieden oft noch fits sün! weinet? Ei, weil man nie vergißt, wer man gewesen ist, und daß 2. Gel die uns geschenkte Gnad/ ihn Blut und Tod gekostet hat. Seig 4. Dies macht, daß man nicht anders kann, es ist der Gnade Ellh, eigen: man nimmt sie auf den Knien an/ und freuet sich mit id mit Beugen. Denn alles, was man hat, ist Gnad und bleibet Gnad, Solcher um so viel mehr, weil er drum starb/ und Missetätern sie erwarb. ö 5. Ach, unser Glück ist in der Tat/ nicht gnugsam auszusprechen. ö Denn wen sein Blut entsündigt hat, dem heilts auch die Gebrechen, die jedes an sich trägt, bis sichs zur Ruhe legt. Ja, sein Verdienst und Tod und Blut/ kommt selbst im Grab uns noch zu gut. w 6. Das ist auch unser Heimgeleit/ zu den vollendten Scharen, worauf wir in der Gnadenzeit„schon zubereitet waren. Und 294 es Christen ennet, dann oll Sünd, tit gegeben, t. 1777.J790 N Mel. 228 Oesu Tteu/ ch drum bat: im Grabe. tdit Leben; 5h J720-J801 Mel. 364 , wenn uns n, die Jesus 5 da et uns er Gewissen, gießen, dem daß selbiges hei der Freud eden oft noch ist, und daß et hat. det Gnade euet sich mit leibet Gnad. n sie etwarb. Wzusprechen. eGebrechen, in Verdienst 3u gut. ten Scharen, waten. Nn Freiheit und Friede 580—5803 GSEREE + dort wird der Gemein/ ihr ewges Loblied sein: Preis sei dem Lamm, für uns geschlacht, sein Blut hat uns gerecht gemacht! *Christian Gregor, 7728-80) 501 Mel. 585 JI treuer Heiland, sprich mir immer/ deinen Trost und Frieden zu, daß mein Herz bei jedem Morgenschimmer/ und bei jeder Abendruh/ sich an deiner teuren Hreundschaft labe/ und nie an Erquickung Mangel habe, bis der frohe Tag erscheint, der mich ewig dir vereint. 2. Dein Verdienst und deine liebe Nähe/ segne mich nur für und für; unsers lieben Vaters in der n„Gnad und Liebe sei mit mir; und des heilgen Geistes Muttertreue/ führe mich beständig und verleihe/ Frieden mir und Wohlergehn: so kanns Tun beim Ruhn bestehn.*Christian Gregor, 172380 502 Mel. 274 ündig bin und bleib ich immer, aber in sein Blut gekleidt, schadet mir mein Siechtum nimmer, und mein Arzt ist niemals weit. Er wird mir zu Bilfe eilen, wenn und wo mirs nötig tut, ja, sein Marterleib und Blut, wird all mein Ge— brechen heilen; denn die Kur aus Jesu Schmerz/ ist bewährt fürs sündge Herz. 2. Selig, wer in Jesu Wunden/ seine Gnadenwahl erblickt! Selig, wer den Schaͤtz gefunden, der uns ewiglich beglückt! Selig, wer sich täglich reinigt/ durch des Opferlammes Blut/ und mit ihm, dem höchsten Gut, sich im Glauben fest vereinigt! Solcher Gnadenkinder Los führt in Jesu Arm und Schoß. v.)*Christian Gregor, 7723-80) v. 2*806 503 Mel. 355 O wie unaussprechlich ists, ein von Not und Tod erlöstes, reich getröstes/ und durch Jesu Seelenschmerz/ selges Herz/ siegesfroh in sich zu tragen/ und bei jedem Schritt zu sagen: Es geht, Gott Lob! himmelwärts.„Karl Rudolf Reichel, 77 295 5804— 58506 Das Leben des Christen 50 Mel. 15 Dau wunderguter Heiland, du Gott, der Menschen liebt, wie warest du doch weiland/ im Leiden so geübt! Wie konntest du verzeihen/ und tilgen jede Schuld! Noch heut hängt mein Gedeihen/ an meines Herrn Geduld. 2. O Jesu, mein Erbarmer, was wär ich ohne dich! Vor dir erschein ich Armer, umarm und segne mich! Laß neue Kraft des Lebens mein Innerstes durchgehn. Du hörst es; nicht vergebens/ steigt auf zu dir mein Flehn. 3. Vom Throne deiner Liebe schaust du herab auf mich. Ich fühle deine Triebe, mein Gott, ich fühle dich. Du wirst den Eid mir halten, daß ich dein eigen sei; du wirst mich so gestalten, daß ich dein Herz erfreu.„Johann Baptist von Albertini, 7769-188 505 Mel. 278 41—0 mir deinen teuren Frieden, der alles Denken übersteigt. Ach stärk mich, wenn ich will ermüden, und mach mir alles Schwere leicht. Dein ausgestandner Todeskummer/ erhalte wachend und im Schlummer/ mein Herz getrost und sorgenlos. Ach möcht dein ganzes bittres Leiden/ mir sein ein steter Quell der Freuden/ bis hin in deinen Arm und Schoß.*806 Freude im Herrn Ich freue mich im Berrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott. 506 Mel. 7 Jue ewge Sonne, aller Engel Wonne, was für Freude muß das sein, wenn du kommst ins Berz hinein! 2. Du erleuchtst die Blinden, machst die Nacht verschwinden, bringest dem Gewissen Ruh, gibst ihm wahren Trost dazu. 296 Heude EEE J. Di. sie wie! 4. Ml springen . Sa nein H. 0. Ml Oesu U ch in Himmel Ende.“ Würden L. Eri und alle Die Eng lichen und Si I. Dr asse vetlasset aien lich erfre llten, daß o9-I8) Mel. 2)8 ibersteigt. mir alles ethalte sotgenlos. ter Quell 806 Hott. Mel. ꝰ7 eude muß hwinden, dazu. Freude im Herrn 807 5808 J. Die gebeugte Seele/ jauchzt in ihrer Höhle, denn du tränkst sie wie ein Strom, machst sie heilig, satt und fromm. 4. Alle Kräft und Sinne/ werden deiner inne; auch die Glieder springen schier„und frohlocken über dir. 5. Säum doch nicht mehr lange, denn mir ist schon bange, und mein Herze harrt auf dich, um zu ruhen ewiglich. . Alle deine Gaben/ können mich zwar laben, aber keine, Jesu Christ, ist mir, was du selber bist. Johann Scheffler, 7624-677 507 Mel. 572 ch Gott, was hat für Herrlichkeit, für Majestät und Wonne/ in seiner großen Seligkeit/ mein Jesus, meine Sonne! Die Himmel der Himmel begreifen ihn nicht, er ist ohn Anfang und Ende. Die Mächtigen leisten ihm schuldige Pflicht und alle Würden und Stände. 2. Er ist dem Vater gleich an Macht, er sitzt auf seinem Throne, und aller Himmel Glanz und Pracht/ ist seines Hauptes Krone. Die Engel und Menschen, die schauen ihn an/ mit unaussprech— lichen Freuden. O selig und abermal selig, wer kann/ sein HBerz und Sinne da weiden! 3. Drum will ich froh und fröhlich sein/ und guten Mut mir fassen; ich will in allem Kreuz und Pein/ mich auf sein Wort verlassen. Er wird nach dieser getrübeten Zeit/ in seinem ewigen Maien/ schon wieder ersetzen das wenige Leid/ und unaufhör— lich erfreuen. Johann Scheffler, 1624-167⁷ 508 Mel. 89 RIVI. kann ich nirgends werden, als ich schon in Jesu bin. Alle Schähe dieser Erden/ sind ein schnöder Angstgewinn. Jesus ist das rechte Gut, das den Seelen sanfte tut. 2. Einen Tag bei Jesu sitzen ist viel besser, als die Welt/ tausend Jahr in Freuden nüten. Und auf ewig sein gestellt/ zu des Herren rechter Hand, bleibt der auserwählte Stand. Salomo Liscow, 1640-68 297 509 5/0 Das Leben des Christen 509 Mel. 532 Mamun liebster Heiland Jesu Christ, du allerbeste Gabe, der mir mein Ein und Alles ist, mein Gut und meine Habe: ich habe dir ein Lob bereit, weil ich von deiner Freundlichkeit/ so viel Erquickung habe. 2. Du bist mein sichrer Himmelsweg, durch dich steht alles offen; wer dich versteht, der hat den Steg/ zur Seligkeit ge⸗ troffen. Ach laß mich, liebstes Heil, hinfür/ doch ja den Himmel außer dir/ auf keinem Wege hoffen. J. Du bist die Wahrheit, dich allein/ hab ich mir auserlesen; ohn dich find ich nur Wort und Schein, in dir ist Kraft und Wesen. O Wahrheit, mach mein Herze frei, daß es nur dir er⸗ geben sei, durch den es kann genesen. 4. Du bist mein Leben, deine Kraft/ soll Leib und Seele rüh⸗ ren; dein Geist, der alles in mir schafft, soll mich allein regieren. Mein Jesu, so werd ich forthin, weil ich dein Glied und Erbe bin, dies Leben nie verlieren. 3. Du bist mein treuer Seelenhirt„und selber auch die Weide; du hast mich, da ich war verirrt, geholt mit großer Freude. Ach nimm dein Schäflein nur in acht, damit es weder List noch Macht/ von deiner Herde scheide. 6. Du bist mein starker Held im Streit, mein Panzer, Schild und Bogen, mein Tröster in der Traurigkeit, mein Schiff in Wasserwogen, mein Anker, wenn ein Sturm entsteht, mein sich⸗ rer Kompaß und Magnet, der mich noch nie betrogen. 7. Und wer wird, Schönster, 0 allhier/ doch ganz beschrei⸗ ben können? Ich will dich meine Freud und Zier, mein Ein und Alles nennen. Denn was ich will, das bist du mir. Ach laß mein Herze für und für/ von deiner Liebe brennen! Johann Christian Lange, 7669-756 5 1 0 Mel. 228 M Oesu, süße Seelenlust, mir ist nichts außer dir be— wußt, wenn du mein HBerz anblickest, dieweil dein Gruß 298 Hreude so liebl Geist e Liebe/ . Wo Angesic ging ich gierden! geben,d J. Du und See bettübst, weihen. treu zu eele Lie Schlam 9. Wa darum Blut so J. Mo nit Fre meines 4. S˙ ich ehre bleiben e Weide; ude. Ach List noch Schild Schiff in mein sich⸗ beschtei⸗ Ein und Ich laß 5669·-7⁵⁰ Mel. 2238 x dit be⸗ in Gruß Freude im Berrn SSRSSSSSSSSISSSSSSSSSSA so lieblich ist, daß man auch seiner selbst vergißt, wenn du den Geist erquickest, daß ich/ täglich/ durch die Triebe/ heißer Eiebe/ von der Erde/ ganz zu dir gezogen werde. 2. Was hatt ich doch für Trost und Licht, als ich dein holdes Angesicht, mein Jesu, noch nicht kannte! Wie blind und töricht ging ich hin, da mein verkehrter Fleischessinn„ von Weltbe— gierden brannte, bis mir/ von dir/ Licht und Leben/ ward ge— geben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu brennen! 3. Du salbest mich mit Freudenöl, so daß sich oftmals Leib und Seel/ recht inniglich erfreuen. Ich weiß, daß du nicht gern betrübst, ich weiß auch, was du denen gibst, die dir allein sich weihen. Drum gib/ den Trieb, unabwendig/ und beständig/ treu zu bleiben/ und recht fest an dich zu gläuben. Johann Christian Lange, 7669-756 51 1 Mel. 658 eelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm, habe Dank für deine Liebe, die mich zieht aus reinem Triebe/ von der Sünden Schlamm, Jesu, Gottes Lamm! 2. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu erretten, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 3. Meines Glaubens Licht/ laß verlöschen nicht; fülle mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele/ ja verlösche nicht/ meines Glaubens Licht. 4. So werd ich in dir/ bleiben für und für. Deine Liebe will ich ehren/ und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für/ bleiben werd in dir. 5. Held aus Davids Stamm/ und mein Bräutigam, deine Lieb und Macht vermehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm! 6. Großer Friedefürst, wie hast du gedürst/ nach der Menschen eil und Leben/ und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Nich dürst! Großer Friedefürst! 299 812 Das Leben des Christen SSSISISISISSISSSSSSISSSSSSS 7. Deinen Frieden gib/ aus so großer Lieb/ uns, den Deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib. 8. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmer⸗ mehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glau— ben ich/ nun ergreife dich. 9. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron! Bier im Hoffen und im Glauben, dort im Baben und im Schauen; denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. 10. Jesu, hilf, daß ich, allhier ritterlich /alles durch dich über— winde/ und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich/ du ge⸗ kämpft für mich. 11. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmelsblum, laß dein Lob durch mich erschallen„ und mein Tun dir wohl gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, 1620-70 5 1 2 Mel. 396 Ei glänzet der Christen inwendiges Leben, obgleich sie von außen die Sonne verbrannt. Was ihnen der König des Himmels gegeben, ist keinem als ihnen nur selber bekannt. Was niemand verspüret, was niemand berühret, hat ihre erleuchteten Sinne gezieret/ und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe, ein Schau⸗ spiel der Engel, verlacht von der Welt; doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt, das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten, dem König, der unter den Lilien weidet, zu dienen, mit heiligem Schmucke bekleidet. 3. Sonst sind sie noch Adams natürliche Kinder/ und tragen das Bildnis des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie an— dere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch. In leiblichen Sachen, im Schlafen und Wachen/ sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur daß sie die Torheit der Weltlust verlachen. 300⁰ geude 0 4. De aus Ge aus göt Die En und wot etklinge 5. Si⸗ ohnmäc allem E Sie stel tötet der von inn . W ssch eins Fütsten Welt. é als prä offenbar 7. FGro Höttliche Siegel jollst ne verborg ihnen v 8. O der inn wenngl bel ge im Val W Osu, laß dein gefallen, 62⁰·7⁰ Mel. J96 h sie von önig des nt. Was euchteten hret. Schau⸗ sind sie gefäll önig, der Ichmucke d tragen wie an⸗ luch. In n sie vor theit der Freude im Herrn 873 SESEESE 4. Doch innerlich sind sie von göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort, ein Funke und Flämmlein aus göttlicher Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder/ mit ihnen gar fröhlich und wonniglich singen; das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. ö 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schüten die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden, sie bleiben in Freuden; sie scheinen er⸗ tötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude ganz offenbar spüren. 7. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, dieweil du den göttlichen Samen geneußt! Denn das ist Jehovahs geheiligtes Siegel„zum Zeugnis, daß er dir noch Segen verheißt. Du sollst noch mit ihnen/ aufs prächtigste grünen, wenn erst ihr verborgenes Leben erscheinet, wonach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 8. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Bier übel genennet/ und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Christian Friedrich Richter, 76767 51 3 Mel. 68 W. ist wohl wie du, Jesu, süße Ruh? Unter vielen aus⸗ erkoren, Leben derer, die verloren, und ihr Licht dazu, Jesu, süße Ruh! 30 873 Das Leben des Christen EE . Leben, das den Tod, mich aus aller Not/ zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket/ und mich aus der Not/ hat geführt zu Gott. J. Glanz der Berrlichkeit, du bist vor der Zeit/ zum Erlöser uns geschenket/ und in unser Fleisch gesenket/ in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt, alle Kraft des alten Drachen/ hast du wolln zu Schanden machen/ durch das Lösegeld/ deines Bluts, o Held. 3. Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Zepter will ich küssen; ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät. G. Laß mich deinen Ruhm/ als dein Eigentum/ durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen/ als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild/ mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. H. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf/ unverrückt zu dir fortsetze/ und mich nicht in seinem Netze /Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb/ in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb/ in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht/ in der trüben Nacht/ will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut/ gern um deinet⸗ willen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 302 Fteude EE 1. durchs ich eins 1 tref nich süf mit zuge Ohnma slößt ihr Chriten sen, hat ser Not/ Etlöser Füll der lle Kraft / dutch pter will höchsie utch des als dein anlege, dir sonst ich nicht n; sei du rrückt zu alte auf; wachen e Lieb/ will des sstrecken; n deinet⸗ höchstes Freude im HBerrn 814 5/5/5 EEEEEEE S 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal geleiten/ und zur Herrlichkeit begleiten, daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Johann Rnastasius Frehlinghausen, 7670-79 514 Mel. 2)8 Jpead ist mein Hirt und Hüter, nun wird kein Mangel treffen mich; auf grünen Auen seiner Güter/ erquicket er mich süßiglich. Er leitet mich zu frischen Quellen, da häufig sich mir zugesellen/ viel krank und matte Schäfelein. Wenn ich in Ohnmacht sinke nieder, so stärkt er meine Seele wieder/ und flößt ihr Lebensbalsam ein. 2. Er führet mich auf rechten Wegen, er geht noran, ich folge nach. Und wenn ich gleich auf finstern Stegen, in Tälern voller Ungemach, durch dick und dünn, durch Dorn und Becken/ muß wandern, soll mich doch nichts schrecken; denn du bist bei mir stetiglich. Du bist mein Licht, mein Stern, mein Führer, mein Stab und Stecken, mein Regierer, auf deinen Achseln ruhe ich. 3. Halleluja sei dir gesungen, o holder Hirt, o süßes Lamnel Ach hätt ich doch viel tausend Zungen, zu rühmen dich, mein Bräutigam! Jedoch du willst statt aller Gaben/ hier nur ein Herz voll Eiebe haben, ein Herz, das dir gehört allein. Das wollst du mir, o Jesu, schenken, so will ich stets bei mir gedenken: Mein Hirt ist mein, und ich bin sein. Johann Rnastasius Frehlinghausen, 7670-7 515 Mel. 5 Wes herrlich ists, ein Schäflein Christi werden/ und in der Huld des treusten Hirten stehn! Kein höhrer Stand ist auf der ganzen Erden, als unverrückt dem Camme nachzugehn. Was alle Welt nicht geben kann, das trifft ein solches Schaf bei seinem HBirten an. 2. Hier findet es die angenehmsten Auen, hier wird ihm stets ein frischer Zuell entdeckt. Kein Auge kann die Gnade über— 308 816 Das Leben des Christen 7 2 schauen, die es allhier in reichem Maße schmeckt. Bier wird ein Seben mitgeteilt, das unaufhörlich ist und nie vorübereilt. 3. Wer leben will und gute Tage sehen, der mache sich zu die⸗ ses Hirten Stab. Hier wird sein Fuß auf süßer Weide gehen. da ihm die Welt vorhin nur Treber gab. Bier wird nichts Gutes je vermißt, dieweil der Hirt ein Herr der Schätze Gottes ist. 4. Doch ist dies nur der Vorschmack größrer Freuden; es folget noch die lange Ewigkeit. Da wird das Lamm die Seinen herr⸗ lich weiden, wo der kristallne Strom das Wasser beut. Da sieht man erst recht klar und frei, wie schön und auserwählt ein Schäf— lein Christi sei. Johann Jakob Rambach, 1693-735 516 ö Mel. os Jae Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß; jede Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß. 2. Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geiste sie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt. 3. Nur in ihm o Wundergaben!- können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: Das Leben ist erschienen, und sein ewiges Versühnen/ kommt in Jesu uns zu gut. 4. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Balsam muß die Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 5. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Das soll sein. Willst du erben? Du wirst sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen, willst du Jesum? Er ist dein. . Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und ihr Sieger mit der Krone/ und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 304 greude in 7. c0 ufen, ob als Köni . W. kanns so selge Sch 2. Aus deinem L der Fein so gerech J. Ein des Kön voll laut. besteht, 4. Ver vorgesud heit Lag doch ein 3. We Sünden det Eng wählt, 0.00 Hebstdu chribb 7. Da Mugen Christ bewund s ist. es folget inen hert⸗ 1690-705 Mel. 5 ntertänig, en, Jesus Gemeine, terkaufet, aubt, nghaben, erschienen, gut. nken, ihm n nuß die ꝛen schenkt Gnade? Willst du se gehen, pollendete r Sieger „ der die 32 E RE 7. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller, 569975 —9⁴ 0 Mel. 97 WL ist der Braut des Lammes gleich? Wer ist so arm und wer so reich? Wer ist so häßlich und so schön? Wem kanns so wohl und übel gehn? Lamm Gottes, du und deine selge Schar/ sind Menschen und auch Engeln wunderbar. 2. Aus Gnaden weiß ich auch davon. Ich bin ein Teil von deinem Lohn, so elend, als mans kaum erblickt, so herrlich, daß der Feind erschrickt, so gottlos, daß wohl alle besser sind, und so gerecht als du, des Vaters Kind. 3. Ein Wurm, bis in den Staub gebeugt, der auf den Thron des Königs steigt; bekümmert, trübe, bloß und krank, und doch voll lauter Lobgesang; so schwach, daß meine Kunst in nichts besteht, so stark, daß Satan aus dem Wege geht; 4. Verfolgt, verlassen und verflucht, doch von dem Herrn her⸗ vorgesucht; ein Narr vor aller klugen Welt, bei dem die Weis— heit Lager hält; verdrängt, verjagt, besiegt und ausgefegt, und doch ein Held, der ewge Palmen trägt. 5. Wer bin ich, wenn es mich betrifft? Ein Abgrund voller Sündengift. Wer bin ich, Lamm, in deiner Bracht? Ein Mensch, der Engel weichen macht, so rein, so weiß, so schön, so auser⸗ wählt, daß mirs an Worten zur Beschreibung fehlt. . O Sündenschuld, wie beugst du mich! O Glaube, wie er⸗ hebst du mich! Wer faßt hier den geheimen Rat? Nur wer den Geist des Glaubens hat, der durch des Zammes Blut zusammen⸗ schreibt, was sonst wohl himmelweit geschieden bleibt. 7. Das ist der Gottheit Wunderwerk/ und seines Herzens Augenmerk, ein Meisterstück, aus nichts gemacht. So weit hats Christi Blut gebracht! Hier forscht und betet an, ihr Seraphim, bewundert uns und jauchzt und danket ihm! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 772576 Freude im Berrn 7 305 20 878—820 Das Leben des Christen SSSISISISSSSISSSSSSSS 518 Mel. 22 weiß noch keinen bessern Herrn; was mir gefällt, das tut er gern. Doch weiß ich keinen schlimmern Knecht, ich mach ihm keine Sache recht. 2. Gott Lob, daß mir mein Herr vergibt/ und mich aus freier Gnade liebt! Gott Lob, daß er mich dulden kann! Gott Lob, er nimmt die Sünder an! J. Drum bleib ich schon bei diesem Herrn, und das von ganzem Herzen gern. Bei seinem Wort, in seinem Blut/ hats meine Seele ewig gut. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725- 76 519 Mel.)5 Wor selig ists, nach Jesu Heil und Leben/ in großem Durst und heißem Hunger glühn/ und eher auch sich nicht zu⸗ frieden geben, als bis er selbst sich zum Genuß verliehn! Da wird das Herz an ihm gestillt/ und Geist und Seel und Leib mit Fried und Freud erfüllt. 2. Wie selig ists, um Jesum alles dulden /und aller Welt ein Dorn im Ruge sein! Bilft er uns nur, daß wirs nicht selbst ver⸗ schulden, und gehn wir einst in seine Freude ein, so wird die Schmach zum Ehrenthron/ und jedes Tränelein zur Verle in der Kron. Johann Andreas Rothe, 1688- 758 520 Mel. 6 Bider laßt uns ihn erheben, den man ohne Namen kennt; aber er muß selber geben, wie man ihn am besten nennt. 2. Erstgeburt der Kreaturen, fang in uns zu leben an. Schaff, o Anfang der Naturen, uns zum Werk, in Gott getan. 3. Mensch, du einger Mensch in Gnaden, mache uns zu dir ein Herz; heile, Arzt, all unsern Schaden, lindre allen unsern Schmerz. 4. Laß dich inniglich umfangen, teure Liebe, tausendmal; dein erbarmendes Verlangen/ zieht die Seelen ohne Zahl. F. Treuer Freund, gönn unsern Klagen/ immerdar ein leises Ohr/ und bring alle unsre Blagen/ deinem Gott beweglich vor. 30 Fteude in 0 0. Hih bist du de 7. HLaß, und dadu 8. Zeuc ter Held wenn alle⸗ 9. Rat und dami 10. Wi wenn nu gebricht. 11. Fre das Gold gerne uns Oyristen Mel. 22 t,dos tut ich mach aus freier ott Lob, on ganzem ats meine 7²⁵-76 Mel. I)5 em Durst nicht zu⸗ jehn! Da und Leib Welt ein selbst ver⸗ o wird die r Petle in „ss-Yj5R Mel. J0 nen kennt; ten nennt. n. Schaff, jetan. uns zu dir len unsern eglich vot. Freude im Herrn 820 DS SE . Führst du gleich das Steuerruder/ der gestirnten Monarchie, bist du dennoch unser Bruder; Fleisch und Blut verkennt sich nie. 7. Laß, o Weinstock, deine Säfte/ in die Reben übergehn/ und dadurch in ihnen Kräfte /der zukünftgen Welt entstehn. 8. Zeuch einher zum Dienst der Wahrheit/ als ein nie besieg⸗ ter Held, dessen Weisheit, Kraft und Klarheit/ stehen bleibt, wenn alles fällt. 9. Rat uns, wenn wir irre gehen, niemals übereilter Rat; und damit wir wohl bestehen, unterstütz es mit der Tat. 10. Wir mißgönnen auf der Reise/ Israel sein Manna nicht, wenn nur uns die Geistesspeise, Brot vom Himmel, nicht gebricht. 11. Freund und Schmelzer, du tust treulich/ und probierst das Gold zur Kron; denn sobald wir rein und heilig, wirst du gerne unser Lohn. 12. Haupt, regiere deine Hütte, Hüter, mache, daß wir ruhn, Meister, lehr uns große Schritte/ hin auf die Vollen⸗ dung tun. 13. Laß uns deinen Sinn erreichen, der du unser Lehrer bist, und dem treuen Zeugen gleichen, der für andre sich vergißt. 14. Richte unser Herz in Zeiten, eh du einst der Richter wirst, und sei in den Ewigkeiten/ unser wohlgewogner Fürst. 15. Hast du können der Versühner/ deiner argen Feinde sein bleibst du wohl ein treuer Diener /deiner eigenen Ge— mein. 16. Sei du Herr, wir Untertanen, du der Priester, wir der Chor, du der Herzog, wir die Fahnen, du Prophet und wir das Ohr. 17. Du von Millionen Wagen/ in die Luft Begleiteter/ und zu deinem Stuhl Getragen-/ und zur Kraft Erhöheter! 18. Hier bleibt mir die Zunge kleben, weil sie noch nicht himm— lisch ist. Gott mit uns, du ewges Leben! Welch ein Name: Jesus Christ! Vikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17700-7 20* 307 82)§‚§22 Das Leben des Christen 2 7 5 2 1 Mel. 20 V hristus, unser Haupt und König, welchem alles untertänig/ und dem kein Geschöpf zu wenig, herrscht im Bimmel und auf Erd. 2. Harre sein, er kommt mit Gabenʒ bitte ihn, er wird dich laben; schweig, und du wirst Antwort haben, wisse nichts, so lernst du ihn. J. Zu der heilgen Gottheit Stätte/ naht kein Mensch, wenn ers nicht täte/ und ins Mittel für uns träte, unser Heiland Jesuschrist. 4. Treuer Heiland, zeuch mich höher, deinem Herzen immer nä⸗ her; denn das meine kommt nicht eher/ zu des Vaters Herzen hin. 5. Dahin eilet unsre Liebe, dahin dringen unsre Triebe, daß ich gerne eins verbliebe/ mit dir, teurer Bräutigam. „Nikolaus Eudwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 v.)*Christian Gregor, 1728-80) 522 Mel. 14) roßer Fürst der Deinen, o anbetungswürdges Haupt, aller der Gemeinen, wo man an die Gnade glaubt: deiner Hände Duacht. welche du gemacht, zeigen deine Stärke, deine Gottes-⸗ pracht. 2. Wie du sprachst: Es werde! standen alle Himmel da/ und die ganze Erde; was du sagtest, das geschah. So erfährts noch heute/ alle Kreatur, daß du außer Streite /Herr bist der Natur. 3. Aber die Gemeine, die dein Fleisch und dein Gebein, und daß sie die deine, ewig sich genug läßt sein, die versteht am besten, wo du, Jesu Christ, deinem Volk am größten/ und am liebsten bist. 4. Deine Monarchiensind es wohl nicht eigentlich, die die Herzen ziehen, wundervolles Herz, an dich, sondern dein Mensch⸗ werden/ in der Füll der Zeit/ und dein Gang auf Erden/ voll Mühseligkeit. 5. Unser Elend alles/ nahmst du gern und williglich/ und des Sündenfalles /Fluch und harte Straf auf dich. Dies Verdienst der Zeiten/ deiner Niedrigkeit /kann der Geist nur deuten/ uns Zzur Seligkeit. 308 geude ů 7˙— 0. Die Vaters du hö⸗ Blut. 7. Must Ins schn Bilde/ blut zu 8. Wes 3u allen sclig, ftä Elend li 9. We Wenn e werden scheinen, 10.U witd be witd frei als in se 11. N den Ew stündlie wie ers Ra 8 Liebesg hein N. L. W laten w Heit kre allen Hristen Mel. 20 ntertänig/ mmel und Hichlaben; nst du ihn. „ wenn ers ksusChrist immer nä⸗ Perʒen hin. riebe, daß „7oo-7⁵⁰ Mel. 3) aupt/ aller iner hände ne Gottes⸗ el da/ und ähtts noch der Natur. in, und daß besten, wo ebsten bis. ch. die die in Mensh⸗ dden/ voll /und des Verdienst r deulen/ Freude im Herrn 823 O. Dieses ist das Große/ und gar nicht zu übersehn: aus des Vaters Schoße/ willig in den Tod zu gehn/ für verlorne Sünder, Hur höchstes Gut, daß sie Gottes Kinder/ würden durch dein ut. 7. Unsre Seele lebet, unser ganzes Herze lacht, wenn er vor uns schwebet, Christus, der uns selig macht, wenn wir ihn im Bilde/ sehn, wie er voll Not/ sich für uns so milde/ hat ge— blut zu Tod. 8. Weg, ihr Herrlichkeiten/ und du eitle Menschenehr! Wer zu allen Zeiten/ gar nichts als ein Sünder wär, der wär immer selig, fröhlich und vergnügt, weil die Kraft unzählig, die im Clend liegt. H. Weiht euch, ihr Gemeinen, ihm zu seinem Bundesvolk! Wenn er wird erscheinen„strahlend auf der Himmelswolk, werden auch die Seinen, die ihn hier erfahrn, herrlich mit er⸗ scheinen/ und sich offenbarn. 10. Und was auf den Thronen/ in der HBerrlichkeit um ihn/ wird beisammen wohnen/ und anbetend vor ihm knien, das wird frei bekennen, daß das höchste Gut/ nie so groß zu nennen/ als in seinem Blut. 11. Nun, so eilt, ihr Zeiten, zieht, ihr Tage, immer fort/ zu den Ewigkeiten; denn wir dienen Jesu Wort, freun uns seiner stündlich, nennen uns auch sein, bleiben gerne kindlich/ und wie er so klein.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76ο v. 8* Christian Gregor, 1723- 80) 523 Mel. 97 R Kraft und Held und Wunderbar! Dein Nam ist meiner Seele klar, die du mit deinem Blut erkauft„ und mit der Liebesglut getauft. Mein Bräutigam, an meiner Stirne brennt/ dein Nam und Kreuz, seitdem mein Herz dich kennt. 2. Wenn ich mit allem meinem Fleiß/ mir nimmermehr zu raten weiß/ und meine Ohnmacht, Unverstand und Schwach— heit kräftiglich erkannt, so bist du ja der unerforschte Mann, der allen meinen Sachen raten kann. 309 824 Das Leben des Christen SSEEEEEEEEEE 3. Fehlt mirs an aller Lebenskraft, hat meine Rebe keinen Saft/ und sinke ich vor Mattigkeit/ beinahe hin zu mancher Zeit, so ist dein kräftiges Gefühl in mir, das hält mir neue Heldenkräfte für. 4. Wenn ich im schweren Glaubenskampf/ durch manchen dicken Rauch und Dampf, durch manche Leibs- und Geistsge⸗ fahr/ mich dränge zu der Siegesschar, so bist dus, unbezwung⸗ ner Wunderheld, der meinetwegen alle Feinde fällt. 5. Wenn sich mein Senfkornglaube regt/ und kindlich dir zu Füßen legt, so mag der Feinde Hohngeschrei/ ertönen, daß ich töricht sei, ich fürchte mich deswegen doch kein Haar. Mein Glaͤub ist Sieg, mein Ziel ist: Wunderbar. . Weil du mich in der Zeit gewollt, und daß ich dir hier die⸗ nen sollt, so miß mir selbst die Stunden ab, sei meiner Reise Wanderstab, sei meines Tuns Regierer, führe mich, in allem dir zu wandeln würdiglich. 7. Geht meine Wallfaͤhrt länger fort, so zeige mir den Ruhe— port; von ferne zeige mir die Stadt, die deine Band bereitet hat, wo du wirst sein der Tempel, Lamm und Licht, so schrecket mich die lange Reise nicht. 8. Und wenn ich kraft der Wundenmal/ nach deiner holden Gnaͤdenwahl/ mein Tagewerk hier hab erfüllt, wenns endlich auch belohnen gilt, so weißt du, daß mein Lohn, mein Licht und Ruh/ nur du alleine werden sollst, nur du. *Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 524 Mel. 555 Chaen sind ein göttlich Volk, aus dem Geist des Herrn ge— zeuget, ihm gebeuget/ und von seiner Flammenmacht/ an⸗ gefacht. Vor des Bräutgams Äugen schweben das ist ihrer Seele Leben, und sein Blut ist ihre Pracht. 2. Königskronen sind zu bleich/ vor der Gottverlobten Würde. Eine Hürde/ wird zum himmlischen Palast, und die Last, drunter selbst die Helden klagen, wird den Kindern leicht zu tragen, die die Kreuzeskraft gefaßt. 370 geude * 2 J. Eh gesessen ewgen hellen 4. Pil I0 gefä Usach set Lieb 5. Ze det Liel die We gläube, . N Meine meine Dornen 7 Christen lbe keinen mancher mir neue manchen Geistsge⸗ bezwung⸗ hlich dit zu n, daß ich hat. Mein it hier die⸗ einer Reise / in allem den Ruhe⸗ ereitet hat. hrecket mich ner holden ns endlich n Licht und 7o-Io Mel. J55 Herrn ge⸗ macht an⸗ as sst ihret ten Würde. ast, druntet tragen, i⸗ Freude im Herrn 525 520 SSDSDSPSISSS 3. Ehe Jesus unser wird, eh wir unser selbst vergessen/ und gesessen„zu den Füßen unsers Herrn, sind wir fern/ von der ewgen Bundesgnade, von dem schmalen Lebenspfade, von dem hellen Morgenstern. 4. Vilgrimschaft zur Ewigkeit/ bleibet immerdar beschwerlich, ja gefährlich, bis man ringt und dringt zu dir, enge Tür, einzge Ursach der Vergebung, Glut der göttlichen Belebung, Jesu, un ser Liebspanier. 5. Zeuch uns hin, erhöhter Freund, zeuch uns an dein Berz der Siebe! Deine Triebe führen uns, du Siegesheld, durch die Welt, daß ein jedes dein verbleibe/ und so lange an dich gläube, bis dirs dort zu Füßen fällt. . Nun, ihr Kronen, fahret hin, fahre hin, erlaubte Freude! Meine Weide/ sei des Herren letztes Mahl/ vor der Qual, meine Ehre seine Schande, meine Freiheit seine Bande, seine Dornen meine Wahl. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 52⁵ Mel. 38 Wi preis ich doch den Liebestat/ des Gebers aller Gabe, der immer mehr gegeben hat, als ich gebeten habe! 2. Wer wartet, bis der Heiland macht, der hat von Glück zu sagen. Eh er den Lasten nachgedacht, so sind sie weggetragen. 3. Er hat ein innig Liebesband/ mit meiner Seel gebunden. O würd es einst in seiner Hand/ noch unverletzt gefunden! *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,(700-7ο 526 Mel. 14 Soend ein Herz nicht Jesum hat, so hat es keinen Gott; wer den hat, der hat alles satt/ und ist aus aller Not. 2. O welch ein immerwährend Fest, wenn er uns seine nennt, uns seinen Frieden fühlen läßt/ und sich zu uns bekennt! 3. Er, der durch hundert Schlösser geht, wenn er den Frieden wintt. und augenblicklich bei dem steht, des Herz ihm sehnlich winkt, 371 527—829 Das Leben des Christen hreude SSEE T 4. Der kann auch heut den Seinen nahn, wenn sie ihn gleich L. 50 nicht sehn; sein freundlich Auge blickt sie an, das Herz kanns ihm! u wohl verstehn. Stimm 5. Laß uns noch ferner tausend Guts/ zu stetem Wohlergehn/ Seel ut um des Verdienstes deines Bluts/ und Todes willn geschehn. J. Er 6. O Jesu, gründ uns immer mehr/ auf dein Verdienst und andre, dich, bis wir mit dem vollendten Heer/ dich preisen ewiglich. hbhͤ biit v.). 3. 4*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-76 der Aus v. 2. 5. 6 Christian Gregor, 1723- 80 4.0 innig di 527 Mel. 228 Halh ODie Hände, die durchgraben sind, darin ich meinen Namen von der find, als wär er eingegraben, die küß ich schon im Geiste 5. Mi hier/ aus Lieb und Dank voraus dafür, bis ichs kann sichtbar worbne haben. Nehmt mich /treulich, tragt mich immer, laßt mich raft de nimmer, liebste Hände, führet mich bis an mein Ende. Heiligl *Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-756 528 Mel. 166 We sagen wahrlich nicht zu viel, es ist noch viel zu wenig: Wĩ Das Gnadenreich ist unser Ziel, der Heiland unser König. allen y Und das ist unser selger Plan: Wir sitzen ihm zu Füßen/ und lind fassen uns ganz herzlich an, nur seiner zu genießen. 2. Die Gnad ist unaussprechlich groß, das Recht ist unermeß— lich/ für Sünder, die so arm und bloß, so elend und so häßlich, doch durch die Kraft des Gottesbluts/ von Schuld und Schmach gereinigt/ und zum Genuß des ewgen Guts/ mit ihrem HBerrn bereinigt. Matthäus Hehl, 1705-787 520 R s O ihr Gottesheere, stimmt zu Christi Ehre/ allenthalben ein! Unsre Singeweisen /sollen täglich preisen„Gottes Gamm allein, das uns all/ vom Sündenfall/ hat gerettet durchs Ver— sühnen, daß wir ihm nur dienen. 312 ihn gleich serz kanns hlergehn/ heschehn. dienst und wiglich. 7⁰⁰R.76⁰ Mel. 228 en Namen im Geiste nn sichtbar laßt mich de „oo- I750 Mel. J66 Zu wenig: nser König. üßen/ und unermeß⸗ so häßlich dSchmach rem Herrn os-Vs/ Mel. 208 Halben einj ttes Lamm urchs Ver⸗ Freude im Herrn 530 83½ 7 ·SDSSDS/SDSDSSSSPSPSISSSSSSSSSSSSSSSSSS..- L. Fallet vor ihm nieder, seines Leibes Glieder, und lobsinget Sen Unsern Auserkornen, Gottes Eingebornen, lobt mit heller timm! Ihm allein/ dankbar zu sein, ist zu allen Lebensstunden/ Seel und Leib verbunden. 3. Er nimmt ja das Tönen/ und die Liebestränen, eins wies andre, an. Wer kein herzerfreulich/ Heilig, heilig, heilig! vor ihn bringen kann, der erschein/ gebeugt und klein; er versteht der Augen Tropfen/ und des Berzens Klopfen. 4. O du Herz voll Liebe, schenk uns deine Triebe, wir sind innig da. Deine Glut entzündet, wärmet und verbindet/ uns, Halleluja! Ist eins matt, stärks deine Gnad; laß es Freiheit von den Sünden/ in den Wunden finden. 5. Nimm dich deiner Kinder, deiner armen Sünder, des er— worbnen Guts, täglich an aufs neue, daß sich jedes freue/ und kraft deines Bluts/ dir hinfort, bis daß es dort/ Heilig, heilig, heilig! singe, Ruhm und Freude bringe. *Johann Michael Graff,)774-782 530 Mel. 95 Woea dem, der in Jesu Armen/ durch sein treues Liebser⸗ barmen/ Ruhe, Trost und Frieden findt! Der bleibt unter allen Proben, weil er sicher aufgehoben, ein vergnügtes Gnaden⸗ kind. g. O, in was für sanften Freuden/ kann sich dann die Seele weiden, wenn man sich dem Lamm geweiht! Da lebts Berz in seinen Wunden, da gibts süße Gnadenstunden, Psalmen der Barmherzigkeit. v.)*Christian Gregor, 1723-80) v. 2*Leonhard Dober, 1706-766 531 Mel. 79 4 danks dem Gotteslamme, das an dem Kreuzesstamme/ auch mich versöhnet hat, auch mir zu gut hat büßen/ und Blut vergießen müssen/ und mir erworben Heil und Gnad. 2. Gesegnet sein die Stunden, da Jesus mich gefunden; ge⸗ segnet sei die Zeit, seitdem ich sein Herz kenne, mit Grund ihn meine nenne/ und mich ein Kind der Seligkeit. 379 532 Das Leben des Christen 3. Nun, ich weiß nichts zu sagen, als ihn erstaunt zu fragen: Ists möglich, Gottes Sohn, daß du gebornen Sklaven/ hilfst in den Freiheitshafen/ und sie bestimmst zu Kron und Thron? 4. Wenn ihn die Menschen kennten, ich weiß es, sie entbrenn⸗ ten/ durchgängig gegen ihn; gewißlich, ihre Herzen/ empfänden Liebesschmerzen, und seine Schönheit riß sie hin. . Es sei zu Bett zu gehen/ und wieder aufzustehen, zur Arbeit, überall, zum Trinken und zum Speisen, zum Kranksein oder Reisen/ bedarf ich deiner Wundenmal. v.)„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-70 v. 2* Christian Gregor, 1723-80 v. 3 Johann Nitschmann d. J., 172-788 v. 3. 5*Johannes von Wattewille, 7778-78 532 Mel. J55 Uuse Seele harrt auf ihn, und sie harrt gewiß zeitlebens/ nie vergebens. Er ist unsre Hilf und Schild. Und wie mild/ wird durch seine große Güte/ seines Volks Herz und Gemüte, wenn sichs nach ihm sehnt, gestillt! 2. Dabei bleibs, wenn du uns auch, Meister in der Seelen— pflege, andre Wege/ und auf eine rauhre Bahn/ führst hinan. Glauben, ohne was zu sehen, und dir kindlich nachzugehen, das ist deiner Jünger Plan. J. Gnade, du machsts immer so, daß man ewig dran gedenket. Manchmal kränket/ sich der äußre Mensch ganz ab; doch dies Grab/ ist nur für das eigne Leben, und dem Geist wirds zum Erheben, den mir Jesus Christus gab. 4. O, er bleib uns eingedrückt, unser Liebesbund, der schöne! Jesus kröne/ ihn auch in der künftgen Zeit. Freud und Leid/ müs⸗ sen ihn bewährter machen; denn das sind in Wahrheit Sachen, die gehn auf die Ewigkeit. 5. Amen ja]! Das Herz ist voll, und das Wohltun seiner Hände/ nimmt kein Ende; man siehts mit Erstaunen an. Jedermann/ hält sich der Barmherzigkeiten/ zu gering auf allen Seiten, die der Herr an uns getan. v. J. 5 Christian Gregor, 1728780) v. 2-4*Nnna Nitschmann, 17)5-760 374 Christen pen/ hilfst entbrenn⸗ mpfänden ur Mubeit, lsein odet 7⁰⁰-7⁰⁰ 88 Mel. 55 eitlebens/ wie mild/ o Gemüte, er Seelen⸗ hrst hinan. gehen,das ngedenket doch dies wirds zum er schöͤne! Seid/ müs⸗ it Sachen, er hände 2 dermann/ eiten, die 7²⁸-½/ 1715-oo Freude im Herrn 333—537 E SS 533 Mel. 4 Ochndat der unaussprechlich liebt, hörts blöde Herz nie flehn, ohn daß er ihm die Hoffnung gibt: Amen, es soll geschehn. 2. Von ihm bleibt nichts unangemerkt, so arm und schlecht es sei; was ein zerschlagen Herze stärkt, das legt er selbst ihm bei. v.)*Christian Gregor, 17239-80) v. 2*Gottfried Clemens, 7706-776, und Johann Friedrich Franke, 777-788 534 Mel.—58 Hah Name Jesu, mit allen Zungen/ wirst du nie würdig genug besungen/ und angebet. 2. Kräftger Name Jesu, wie herzerfreulich /ist deine Wir— kung, die beides: heilig/ und selig macht! 3. Liebster Name Jesu, wie trostreich denen, die sich nach Beistand und HBilfe sehnen, wie herzlich lieb! 4. Schönster Name Jesu, wer an dich gläubet, hat einen Schatz, der da ewig bleibet. Du bist es gar!*Luise von Hahn, 1724-782 535 Mel. 37 Bia Gotts, die Freud am HBerrn/ sei deine Stärke! Er naht sich dir so gern, sei still und merke, was dir zur selgen Ruh/ von ihm beschieden: dein Freund tritt selbst herzu/ und bringt dir Frieden. Luise von Hahn, 1724-782 536 Mel. 349 „die Seligkeit ist groß/ und nicht zu beschreiben, sich in Jesu Arm und Schoß„so hinein zu gläuben, daß man satt/ an ihm hat/ und doch kindverwöhnet/ stets sich nach ihm sehnet.*Luise von Hahn, 7724-782 930 Mel. 58 As mein Herr Jesu, dein Nahesein /bringt großen Frieden ins Herz hinein, und dein Gnadenanblick/ macht uns so selig, daß Seib und Seele darüber fröhlich/ und dankbar wird. 375 838 Das Leben des Christen S NSS 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht/ voll HBuld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele/ kanns schon gewahren, du kannst dich fühlbar gnug offenbaren, auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht, der hätt ohne Ende/ von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stilln und trösten, erfreun und segnen/ und unsrer Seele als Freund begegnen/ ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil 7uns alle Tage voll— kommnen Teil/ und laß unsre Seele/ sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken /ohn Unterlaß. G. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald, mit deiner blu— tigen Todsgestalt; ja, die laß uns immer/ vor Augen schweben/ und dein wahrhaftiges Inunsleben/ zu sehen sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit /sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung/ aus deinen Wunden/ erhalt uns solche zu allen Stunden /bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himml hinein /mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen/ noch manchmal netzen, wenn sich das Herz nur an dir stets setzen/ und stillen kann. H. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt da— stehen/ und unser Ruge muß übergehen/ vor Lob und Dank. *Christian Gregor, 1723-80) 5 3 8 Mel. 37 Solan es Gott gefällt, daß seine Kinder/ hier wallen auf der Welt, so sind sie Sünder; allein Immanuel„voll Beil und Gnaden/ läßt einer gläubgen Seelkein Elend schaden. 2. Er kann barmherzig sein/ und sehr geduldig; gesteht mans ihm nur ein/ und gibt sich schuldig, so ist der Trost nie fern, das Freudenöle/ aus dem Verdienst des Herrn/ erquickt die Seele. 376 hrsin den du aen gen, und chlich die segnen/ . i voll⸗ en, aus iner blu⸗ hweben ‚ vergnügt en/ noch sehen/ lel Treue Freude im Herrn 839— 54 E E SEE J. Er wischt die Tränlein ab, er hebt und träget, bis daß man uns ins Grab/ zur Ruhe leget, und läßt das Sterbgebein/ auch in der Erden/ noch voller Hoffnung sein, ihm gleich zu werden. 4. Drum ist der Herr mein Teil, spricht meine Seele, dem ich mein ganzes Heil/ und Glück empfehle. Ich frage nichts als— dann/ nach Himml und Erden, wenn ich in ihm nur kann/ er⸗ funden werden. 5. Ich halte mich zu dem, der mich gemacht hat/ und der so angenehm/ mein HBeil bedacht hat. Er hat mich zu dem End/ mit Blut erworben, und daß ich leben könnt, ist er gestorben. Christian Gregor, 1728-80) 539 Mel. Jesus ist es ewig wert, daß auf tausend Weisen/ ihn im Himmel und auf Erd/ alle Wesen preisen. 2. Glaubensvoll will ich zu ihm/ mich im Geiste schwingen/ und ihn stets mit froher Stimm/ rühmen und besingen. Christian Gregor, 1723-80 540 Mel. 22 Dis Treue Jesu hört nie auf; davon ist unser Cebenslauf, der ihm nicht immer war zum Preis, ein augenscheinlicher Beweis. 2. Er nimmt sich mein so herzlich an, daß ichs ihm nie gnug danken kann; er hört mein Flehn und tut noch mehr, als ich versteh, bitt und begehr.*Christian Gregor, 723-380 541 Mel. 30 ch Jesu, deine Treue/ ist alle Morgen neue, so daß zu deiner Ehre/ gar viel zu sagen wäre. 2. O könnt ich dich so preisen, wie dus auf tausend Weisen/ um mich verdient, so fände„mein Lobgesang kein Ende. *Christian Gregor, 1723-)80 3077 842—5845 Das Leben des Christen WSE NSES 542 Mel. 230 Sa du mir nur immer freundlich, wenn wirklich oder nur vermeintlich/ mir dies und jenes schwer sein wollt. Und laß mich stets inne werden, daß du mein höchster Trost auf Erden, mein Schatz, mein Friede und mein Gold. Herr Jesu, mache mich/ recht kindverwöhnt an dich/ und verleihe/ mir einen Hang, der lebenslang/ das Herz nach dir erhalte bang. Christian Gregor, 1723-80 543 Mel. 106 Wean Jesus Gnade hat gegeben/ und Frieden Gottes in sein Herz, der kann nicht ohne ihn mehr leben; man sucht und findt ihn allerwärts, man hat und fühlt den Menschenfreund, wo mans bedarf und um ihn weint. 2. O wüßten das doch alle Leute, die er mit seinem Blut erkauft, wie schad es ist, daß nicht noch heute„ ihm alles in die Arme lauft, und wie so gut es jedermann/ bei dir, mein Heiland, haben kann! Christian Gregor, 7723-)80 544 Mel. 57 H eure Eust am Herrn/ 3aeher ganze Leben! Er wird euch alles gern/ und reichlich geben, was euer Herz begehrt. Er ist der Treue/ und hält euch lieb und wert, das fühlt aufs neue. *Christian Gregor, 1728-)80) 545 Mel. 208 Hinge Segensquelle, zu der ich mich stelle/ als ein durstig Kind, das nach dir sich sehnet/ und nach dir nur tränet, labe mich geschwind. Gib mir teil /an deinem Beil, das zu jedem Tagewerke/ mich von neuem stärke. ö 2. Jesu, Lebenssonne, geh mit neuer Wonne/ meiner Seele auf! Deine blutgen Wunden/ laß zu allen Stunden/ in dem Glaubenslaͤuf/ meines Lebens Leuchte sein, daß ich jeden Tag aufs neue/ deines Heils mich freue.*8⁰0 378 greude im 17 is singen 2. Oesus Zeptet stat 3. Hsus Gnade rin 4. Der Königs R 5. Amen den Jubel daßi liebte schlag ein L. Das der aus L selben zu E J. So gi selbst zusa und Friede gegen. H W Nel. 37 t wird gehrt. neue. 3-8⁰ lel. 208 hurstig labe jedem Seele ndem NTag 78⁰⁰ Freude im Herrn 846—548 546 Mel. 7 Ine ist so prächtig, heilig, groß und mächtig; unaufhörlich singen ihm/ alle Gottesseraphim. 2. Jesus ist ein König, dem der Thron zu wenig, der sein Zepter staͤrk und still/ tief im Herzen führen will. 3. Jesus ist die helle, lautre Sebensquelle, daraus Gnad um Gnade rinnt/ allen, die nur durstig sind. 4. Der Geringen Orden /ist zur Macht geworden, seit des Königs Recht und Licht /keinem, ders begehrt, gebricht. 5. Amen, Amen, Amen! Unsers Jesu Namen/ lobt im gro⸗ ßen Jubeljahr /seiner Jünger volle Schar. *Theobald Wunderling, 1826- 89 547 Mel. 39 O daß ihn doch jedes mit fröhlichem Geiste/ sein Leben lang liebte und lobte und preiste! O wäre doch jeglicher Puls⸗ schlag ein Dank/ und jeglicher Odem ein Freudengesang! 2. Das Lamm, das mit Blut unsre Seelen erworben, der Freund, der aus Liebe für uns ist gestorben, ists ewiglich würdig; dem⸗ selben zu Ehren/ sprech alles Volk: Amen! und lobe den Herren. 3. So gehn wir, voll Hoffnung auf ewige Treue, die du uns selbst zusagst, von heut an aufs neue„Erbarmen und Gnade und Frieden und Segen/ mit dir, o Herr Jesu, trostmütig ent⸗ gegen.*Christian Gregor, 7728-80 v. 3 806 AES Glück bei Jesus Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebet. 548 Mel. 232 Ha lieb hab ich dich, o Herr; ich bitt, wollst sein von mir nicht fern/ mit deiner Güt und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd und Himmel frag ich nicht, 379 849 Das Leben des Christen wenn ich nur dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab/ mein Leib und Seel, und was ich hab/ in diesem armen Leben. Damit ichs brau zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Mächsten mein, wollst mir dein Gnade geben! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr. In allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst meine Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in deinen Schoß heimtragen, den Leib in seim Schlaf— kämmerlein/ gar sanft nach mancher Last und Pein/ ruhn bis zu deinem Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Rugen sehen dich/ in aller Freud, o Gottessohn, mein Beiland und mein willocch pie Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 1532-508 549 Mel. 228 Wii schön leuchtet der Morgenstern, voll Gnad und Wahr— heit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräuti⸗ gam, hast mir mein Herz besessen: lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr präch— tig erhaben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron, du Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmels⸗ blum; dein süßes Evangelium, ist lauter Milch und Honig. Ei mein/ Blümlein, Hosianna! Bimmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 32⁰0 Glück be J. Geu ⁷1 ich bleib⸗ tiebe. N es findet 4. Von den Auge tautes E innerliche warme/ 5. Herr der Welt selbst vett nich betr mir dort! 0. Zu u Gesang/ allein, de wallen. Herren; ) erhalte st, mein „erhöre 532-1608 Mel. 238 Wahr⸗ Sohn Bräuti⸗ hn und präch⸗ Sohn, mmels⸗ nig. Ei it essen, Glück bei Jesus 880 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gottesglanz und Edelstein, die Flamme deiner Liebe; erfreu mich, daß ein Glied ich bleib„an deinem auserwählten Leib /in frischem Lebens-— triebe. Nach dir/ wallt mir/ mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet/ dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein/ so freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquicken. Nimm mich/ freundlich/ in die Arme, daß ich warme/ werd von Gnaden. Nuf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut; was ists, das mich betrübet? Eia, eia! Himmlisch Leben/ wird er geben/ mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. . Zu unserm Gott mit Saitenklang/ laßt nun den süßesten Gesang/ ganz freudenreich erschallen, daß ich mit Jesu mög allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, in steter Liebe wallen. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren; groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das Aund O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis/ aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die Hände. Amen, Amen! Komm, du schöne/ Freudenkrone, bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolai, 556-608 5 50 Mel. 228 Jesu, Jesu, Gottes Sohn, mein Bruder und mein Gna— denthron, mein Schat, mein Freud und Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, vor dir ist alles sonnenklar, ja klarer als die Sonne. Herzlich/ lieb ich/ mit Gefallen/ dich vor allen, nichts auf Erden/ kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von 27 32 —38 ö Das Leben des Christen SEE* Tag zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir/ laß mir/ deine Güte/ ins Ge⸗ müte/ lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. J. Zch lasse billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt/ und mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets übe, bis ich/ endlich/ werd abscheiden/ und mit Freuden/ zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. Johann Heermann, 7585-164⁷ 5 2 Mel. 200 O Jesu Christ, mein schönstes Licht, der du in deiner Seelen/ so hoch mich liebst, daß ich es nicht/ aussprechen kann noch zählen, gib, daß mein Herz dich wiederum/ mit Lieben und Verlangen/ mög umfangen/ und als dein Eigentum/ nur ein⸗ zig an dir hangen. 2. Gib, daß sonst nichts in meiner Seel/ als deine Liebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl/ als meinen Schat und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen/ und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn/ in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön/ ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese ist, kann nichts bestehn, was meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren/ als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses hohe Gut/ möcht ewiglich besihen! O daß mich diese edle Glut/ ohn Ende möcht erhitzen! Ach, hilf mir wachen Tag und Nacht/ und diesen Schatz bewahren/ vor den Scharen, die wider uns mit Macht/ aus Satans Reiche fahren. 5. Was ist, o Schönster, das ich nicht/ in deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein Quell, da ich mich labe, mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schuh in aller Not, mein Haus, darin ich wohne. 322 Glück bein G Nl horen? A hekloren, hestemaße eit nicht! J. Ou he Hihroc aß doch 6 ten, daß f ich dein b 9. Nt ic 35 daß i ich arm e Ich bin d J. Dies⸗ was meit 00jVes fl Ich bin d eit so Er ist m L. Nich sich sehn Gott ve Oesum l. Hiisten M , da 41.7 in, daß und mir is ich/ ommen, 5- I60 Mel. 200 Zeelen/ un noch en und nur ein⸗ e Liebe hah und und dich Sinn/ e Liebel bettübe. fühlen, e kannst hen! O Nch, hilf hahten/ Satans habe? ich mich leid vor ot mein Glück bei Jesus 552 3583 6. Ach liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein ge⸗ boren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all mein Gut verloren. So gib, daß ich dich, meinen Gast, wohl such und bestermaßen/ möge fassen, und wenn ich dich gefaßt, in Ewig⸗ keit nicht lassen. 7. Du hast mich je und je geliebt/ und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten/ und beglei⸗ ten, daß sie mir immerfort/ beisteh auf allen Seiten. Paul Gerhardt, 607- 676 582 Mel. 368 Jan meiner Seele Leben, meines Herzens höchste Freud, dir will ich mich ganz ergeben/ jeho und in Ewigkeit. Meinen Gott will ich dich nennen/ und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein, ich will keines andern sein. 2. Irr ich, sucht mich deine Liebe, fall ich, so hilft sie mir auf; ist es, daß ich mich betrübe, tröst sie mich in meinem Lauf. Bin ich arm, gibt sie mir Güter, haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Dieses alles ist gegründet/ nicht auf meiner Werke Grund; was mein Herz von dir empfindet, tu ich allen Menschen kund. Ja, es fließt aus deinem Blute, das allein kommt mir zu gute. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. Christian Scriver, 7629-698 553 Mel. 889 Moer Jesum laß ich nicht. Weil er sich für mich gegeben, so erfordert meine Pflicht, unverrückt für ihn zu leben. Er ist meines Lebens Licht; meinen Jesum laß ich nicht. 2. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht/ meine Seel in mir sich sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht. Meinen JOesum laß ich nicht. 27³ 323 884 Das Leben des Christen E SERR 3. Meinen Jesum laß ich nicht. Ach was könnt mich besser laben? Ruhe, Freude, Trost und Licht/ kann ich alles bei ihm 12 Alles, was Vergnügung gibt, hab ich, weil mich Jesus iebt. 4. Er ist mein, und ich bin sein; Liebe hat uns so verbunden. Er ist auch mein Heil allein/ durch sein Blut und tiefe Wunden. Auf ihn bau ich felsenfest, voller Hoffnung, die nicht läßt. 5. Eine Stunde, da man ihn/ recht ins Herze sucht zu schließen, gibt den seligsten/ Gewinn, Gnad und Frieden zu genießen. Ein nach ihm geschickter Blick /bringt viel tausend Lust zurück. 0. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten. Jesus wird mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer von Herzen spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. v.). 2. 6 Christian Keimann, 7607-662 v. 3-5 Benjamin Schmolck, 1672-737 554 Mel. 89 L 0 die du mich zum Bilde/ deiner Gottheit hast gemacht; Liebe, die du mich so milde/ nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. J. Liebe, die für mich gelitten„ und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat erstritten„ewge Lust und Seligkeit: Eiebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden/ an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden/ und mein Berz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. . Eiebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt; Liebe, die das Sösgeld gibet/ und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 329 Hlͤck bii 7. Liebe, Liebe, die Liebe, dit Ic will Hiet. undet Be Hetze bii 2. Jch v hreund.? Glanz be nen Bräu 3. Ach, heit du, u wahte Ri liebt. 4. Jch! ich nicht schaffne hab ersel 5. Jch! Licht geb stoh und mich ma⸗ 0. Ethe itte gehn der still Himmel 7. dch Hott. 3 Not. 9 hlicht. hristen besser ei ih H.eüs bunden. Junden. ißt. hließen, en. Ein k. Seiten. leiten. nicht. 7.16³² ·7⁰⁷ Mel. S9 emacht; kbracht: Liebe/ nd gar: r Zeit; Liebe, j Geist eil und wiglich. eib und at ganz ich. Liebe, ebe, dit Glück bei Jesus 355 7. Liebe, die von allen Schrecken/ auch im Tode mich befreit; Siebe, die mich wird erwecken/ aus dem Grab zur Herrlichkeit: Siebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler, 1624-677 v. 4695 255 mel. 5os ³ will dich lieben, meine Stärke, ich will dich lieben, meine Zier. Ich will dich lieben mit dem Werke/ und immerwäh— render Begier. Ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund. Ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint. Ich will dich lieben, Gottes Lamm, als mei⸗ nen Bräutigam. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, du hoch gelobte Schön⸗ heit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und ebt Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät ge⸗ liebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet/ und liebte das ge⸗ schaffne Licht. Nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht. Ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht. Ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stille stehn. Erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott. Zch will dich lieben ohne Lohne/ auch in der allergrößten Not. Ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, 7624-677 82⁵ 550 J5/ Das Leben des Christen 556 Mel. J Jesu, komm doch selbst zu mir/ und verbleibe für und für; komm doch, werter Seelenfreund, Liebster, den mein Herze meint! 2. Tausendmal begehr ich dich, denn sonst nichts vergnüget mich; tausendmal schrei ich zu dir: Jesu, Jesu, komm zu mir! 3. Keine Lust ist auf der Welt, die mein Herz zufrieden stellt; dein, o Jesu, bei mir Sein/ nenn ich meine Lust allein. 4. Keinem andern sag ich zu, daß ich ihm mein Herz auftu; dich alleine laß ich ein, dich alleine nenn ich mein. 5. Dich alleine, Gottes Sohn, heiß ich meine Kron und Lohn; du, für mich verwundtes Lamm, bist allein mein Bräutigam. 6. O so komm denn in mein Herz/ und vermindre meinen Schnnz denn ich schrei doch für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! 7. Nun, ich warte mit Geduld, bitte nur um diese Huld, daß du mir in Todespein/ wollst mein süßer Jesus sein. Johann Scheffler, 1624-677 557 Mel. J) Jue meiner Seele Ruh/ und mein bester Schatz dazu, alles bist du mir allein, sollst auch ferner alles sein. 2. Liebet jemand in der Welt/ edle Schätze, Gut und Geld: Jesus und sein teures Blut/ ist mir mehr denn alles Gut. 3. Stellen meine Feinde sich/ Ture gleich wider mich: Jesus reißt aus aller Not, tilget Teufel, Höll und Tod. 4. Bin ich krank und ist kein Mann, der die Schwachheit lindern kann: Jesus will mein Arzt in Pein/ und mein treuer Helfer sein. 5. Muß ich in die Fremde fort/ hin an einen fernen Ort: Jesus schütt mich in Gefahr, sorgt für mich ganz wunderbar. . Muß ich dulden Hohn und Spott, wenn ich ehre meinen Gott: Jesus gibt mir Kraft und Macht, daß ich allen Spott nicht acht. 7. Drum, o Oesu, will ich dich/ immer lieben festiglich; du, o Jesu, sollst allein/ meiner Seele alles sein! 166¹ 3² chaß! S Heren/ d mir meine 2. Ach5 ich nich k zu stillen⸗ nit Trost J. Caß, Herze zur dich zu le sst wahre 4. Ote geselle,s⸗ oll mich cchwerlich 5. Mei sterben u Schmac greuden. 0.0 Mein E Oesus w. bauet, d 7. Nu ich dich nich aus schaden, hristen R Mel. j komm emeint! tonüget mirl n stellt; . austu; Lohn; igam. meinen 15 komm uld, daß 624-1677 Mel. J) u, alles d Geld: Gut. er mich: od. itlindern elfer sein. rt: Qesus en Gott: licht acht. ch du, o 16⁶ Glück bei Jesus 858 5s59 7 SSEEEEE 558 Mel. 5) chat über alle Schähe, o Jesu, liebster Schah, an dem ich mich ergötze, hier hab ich einen Platz/ in meinem treuen Herzen/ dir, Schönster, zugeteilt, weil du mit deinen Schmerzen/ mir meinen Schmerz geheilt. 9. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennot/ gar kräftig weiß zu stillen/ und mich in Leidenszeit/ erfreulich kann erfüllen/ mit Trost und Süßigkeit: 3. Saß, Liebster, mich erblicken/ dein freundlich Angesicht, mein Herze zu erquicken; komm, komm, mein Freudenlicht! Denn ohne dich zu leben, ist lauter Herzeleid; vor deinen Augen schweben/ ist wahre Seligkeit. 4. O reiche Sebensquelle, o Jesu, süße Ruh, du treuer Kreuz⸗ geselle, schlag nach Belieben zu. Ich will geduldig leiden; es soll mich keine Pein/ von dieser Liebe scheiden/ noch mir be⸗ schwerlich sein. 5. Mein Herze bleibt ergeben, dir immer für und für/ zu sterben und zu leben, und will viel mehr mit dir/ des Kreuzes Schmach erleiden/ als, Schönster, ohne dich/ genießen höchste Freuden. Nur du vergnügest mich. 0. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht. Mein Geist will himmlisch werden/ und ist dahin gericht, wo Jesus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. 7. Nun, Jesu, mein Verlangen, komm, hole mich zu dir, daß ich dich mög umfangen; komm, meiner Seele Zier, und setze mich aus Gnaden/ in deine Freudenstadt, so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. Salomo Liscow, 1640- 68& 559 Mel. 397 ieh, hier bin ich, Ehrenkönig, lege mich vor deinen Thron; schwache Tränen, kindlich Sehnen/ bring ich dir, du Men⸗ schensohn. Laß dich finden, laß dich finden/ von mir, der ich Asch und Ton! 327 860 Das Leben des Christen SSSSSSSSSSSSSESSSSSSSSSSSSS 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine„nur ich meine, dein erkaufter Erb ich bin. Caß dich finden, laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, die du gibest, wo du liebest/ und man dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat. 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander, 7650-680 560 Mel. 39 O Jesu, du Boffnung des, der sich bekehret, wie bist du so milde, wenn man dich begehret! Wie gütig rufst du den dich suchenden Blinden! Was wirst du erst ihnen sein, wenn sie dich finden! 2. Kommt, Seelen, kommt alle, lernt Jesum erkennen, be⸗ ginnet vor Liebe mit mir zu entbrennen! Weil er uns geliebet, so laßt uns ihn lieben! Ach, wäre kein Jesus, wo wärn wir ge⸗ blieben? 3. Du Ehre der Menschen, du Freude der Frommen, ich folge, du hast mir mein Herze genommen. HBerr Jesu, du machst uns Fied selig hienieden/ und bringst uns zu Gott in den ewigen rieden. 4. Ihr Bürger des Himmels, kommt alle gezogen, macht höher die Tore, reißt nieder die Bogen! Triumph! unser Berr hat das Reich eingenommen! O Jesu, du König, willkommen, will— kommen! 5. O König der Kräfte, o König der Ehren, nun wird sich dein Siegen und Berrschen vermehren. Nun bleiben die Sünden zu— rück und vergeben, nun öffnet das Vaterland selber das Leben. Christian Knorr von Rosenroth, 7636-68 328 Glück bei Aan gä; allem etl 2. Dem reuden! will ich ni 4. Ach nich inb. liches Le 41 wele Jesus is Herz all L. Oest Ales, a mit nich wollt ih J. Do und ich! Denn ie er sich v 4. Of Doch b Oesu, b von all Orsten 2 ich nach ster Etb nir und nad, die at. Caß ehr und ucht die Hott, ich 80-J680 Mel.90 st du so du den venn sie nen, be⸗ geliebet, wir ge⸗ folge chst uns ewigen t höher hat das n, will⸗ ich dein den zu⸗ Leben. 36-689 Glück bei Jesus 301 362 EEEEEE NSEE 561 Mel. 39 Au Jesum sind alle Gedanken gerichtet, dem hab ich mich gänzlich mit allem verpflichtet, den hab ich mir einzig vor allem erlesen, solange ich trage das irdische Wesen. 9. Denn Jesus gedenkt der zerschlagenen Herzen, versüßet mit Freuden die bittersten Schmerzen. Das hab ich erfahren, drum will ich nicht lassen/ von meinem Getreuen, ich will ihn umfassen. 3. Es mag die Welt stürmen und wüten und toben, den lieb⸗ lichen Jesum will dennoch ich loben. Was hören kann, höre: Per sonst nichts wissen, als meinen gekreuzigten Jesum zu üssen. 4. Ach sehet, mein Jesus kommt freundlich gegangen/ und will mich inbrünstig vor Liebe umfangen. O Liebe, o Freude, o lieb⸗ liches Leben! Wer wollte sich Jesu nicht völlig ergeben? 1670 562 Mel. 356 Jul ist das schönste Licht, Jesus ist des Vaters Freude, welcher selber von ihm spricht: Er ist meine Lust und Weide. Jesus ist die süße Kraft, die mit Liebe mich entzündet, da mein Herz alleine findet, was mir Ruh und Freude schafft. 2. Qesus wird von mir gesucht, Jesus wird von mir begehret. Mles, alles sei verflucht, was mich in dem Suchen störet! Sagt mir nichts von Lust der Welt, sagt mir nichts von guten Tagen; wollt ihr aber ja was sagen, sagt, wie Jesus mir gefällt. 3. Doch ich muß ihn selber sehn, ich muß Jesum selber sprechen; und ich weiß, es wird geschehn, es wird ihm sein Herze brechen. Denn ich will nicht eher ruhn, bis ich Jesum kann umfassen, bis er sich wird sehen lassen/ und mir meine Bitte tun. 4. Oft hat er mich angeblickt/ und gelabt mit seinen Gaben. Doch bin ich nicht gnug erquickt; denn ich muß ihn selber haben. Jesu, brich in mir herfür! Zch will dein alleine heißen, mich von allen Dingen reißen. Jesu, Jesu, gib dich mir! Christian Friedrich Richter, 676-7 329 863 564 Das Leben des Christen SSSSI IIISI* 563 Mel. 95 O wie selig sind die Seelen, die sich einzig Jesum wählen, weil sein Feuer sie entzündt! O wer fasset ihre Würde, die bei dieses Seibes Bürde/ sich in ihnen schon befindt! 2. Wenn die Seraphim sich decken/ und vor seiner Macht er⸗ schrecken, wird er doch von seiner Braut/ in der wundervollen Kro⸗ ne/ auf dem glanzumstrahlten Throne /ohne Decke angeschaut. J. Sonst erfreut man sich mit Zittern/ und bedienet mit Er⸗ schüttern/ dieses Königs Heiligkeit; aber wer mit ihm vertrauet, wird, wenn er sein Antlih schauet, auf das sanfteste erfreut. 4. Drum wer wollte sonst was lieben/ und sich nicht mit heißen Trieben/ ihm zum Eigentume weihn? Muß man gleich dabei was leiden, sich von allen Dingen scheiden, bringts ein Tag doch wieder ein. 5. Schenke, Herr, auf meine Bitte/ mir ein göttliches Gemüte, einen königlichen Geist, mich als dir verlobt zu tragen, allem freudig abzusagen, was nur Welt und irdisch heißt. G. So will ich mich selbst nicht achten; sollte gleich der Leib verschmachten, bleib ich Jesu doch getreu; sollt ich keinen Trost erblicken, will ich mich damit erquicken, daß ich meines Jesu sei. 7. Ohne Sehen will ich trauen, bis die Zeit kommt, ihn zu schauen, bis ich droben bei ihm bin/ und in seinen treuen Armen/ werd in süßer Lieb erwarmen; darauf freut sich Herz und Sinn. Christian Friedrich Richter, 7676-7 564 Mel. Jo bin dein, Herr Jesu Christ, der du ewig meine bist. Deine starke Liebeshand/ ist mein sichres Unterpfand. 2. Hast du mich nicht schon geliebt, da ich dich noch hoch betrübt, und eh ich dich recht erkannt, deine Treu mir zugewandt? 3. So viel Jahre, Tag und Stund/ ist mir deine Liebe kund, und der Treu Beständigkeit /bleibet fest auf deiner Seit. 4. Zeuch nun, zeuch nun meinen Sinn/ gänzlich in den deinen hin; du, mein Herr und Gott, allein/ sollst mein ewges Erbteil sein. 330 2. Dus nähtetjd lich labe dich ewig J. Hiet bewirte⸗ mit Arn bin, aue 4. Du begabes alles ve weichet die wer hristen Mel. oz bählen, de, die acht er⸗ en Kro⸗ eschaut. mit Er⸗ ttrauet, reut. heißen dabei in Tag h'emüte, „allem er Heib n Nost Jesu sei. ihn zu uumen/ o Sinn. 50-07 Mel.)] Deine bettübt, e kund/ it. nen hin; sein. Glück bei Jesus 865 5. Ich begehr nur in dein Herz, sonst nicht auf⸗noch niederwärts. O daß doch kein Augenblick/ mich von der Gemeinschaft rück! Gottfried Arnold, 1666-74 565 Mel.)42 O Ursprung des Lebens, o ewiges Licht, da niemand ver⸗ gebens /sucht, was ihm gebricht, lebendige Quelle, die lauter und helle/ zum ewgen Genusse für uns sich ergießt/ und in die begierigen Seelen einfließt! 2. Du sprichst: Wer begehret, zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme! Allhier/ sind himmlische Gaben, die süßig⸗ lich laben; er trete im Glauben zur Quelle heran, hier ist, was dich ewig beseligen kann. 3. Hier komm ich, mein Birte, mich dürstet nach dir; o Liebster, bewirte/ dein Schäflein allhier. Du kannst dein Versprechen/ mir Armen nicht brechen, du siehest, wie elend und dürftig ich bin, auch gibst du die Gaben aus Gnaden nur hin. 4. Du süße Flut, labest Geist, Seele und Mut, und wen du begabest, findt ewiges Gut. Wenn man dich genießet, wird alles versüßet; es jauchzet, es singet, es springet das Berz, es weichet zurücke der traurige Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken, wies dein Wort verheißt. Laß gãnzlich versinken/ den sehnenden Geist/ im Meer deiner Liebe; laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himmlischen hin, es werde mein Herze ganz selig darin. . Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mit ein, so gib, dir mit Freuden/ gehorsam zu sein. Denn alle die, welche/ mittrinken vom Kelche, den du hast getrunken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden, mein Jesu, erquickt/ da, wo deine Herden/ kein Leiden mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo li hliche Stille, wo Wonne, wo Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, we ꝛeitliche Treue wird ewig belohnt. Christian Jakob Koitsch, 16717 331 866 Das Leben des Christen 566 Mel. 217 Biu d ihr Weisen dieser Welt, die Freundschaft immer auf die Gleichen/ und leugnet, daß sich Gott gesellt/ mit denen, die ihn nicht erreichen. Ist Gott schon alles und ich nichts, ich Schatten, er der Quell des Lichts, er noch so stark, ich noch so blöde, er noch so rein, ich noch so schnöde, er noch so groß, ich noch so klein: mein Freund ist mein, und ich bin sein. 2. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir alles in dem Sohne, nicht nur sein Kreuz, nicht nur sein Grab, auch seinen Thron und seine Krone; ja, was er redet, hat und tut, sein Wort, sein Geist, sein Fleisch und Blut, was er gewonnen und erstritten, was er geleistet und gelitten, das alles soll nun meine sein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 3. Zwar kann er aller Christen Mut/ mit seiner Liebe sattsam weiden; wir dürfen um dies höchste Gut/ nicht eifern noch einan⸗ der neiden. Durch unsern größesten Genuß/ erschöpft sich nicht sein Uberfluß. So will ich ihn zwar keinem leugnen, doch mir vor allen andern eignen; hier ist kein Streit ums Mein und Dein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 4. Ohn ihn ist mir der Himmel trüb, die Erd ein offner Höllen⸗ rachen. Hingegen kann mir seine Lieb/ die Wüste selbst zum Eden machen. Ohn ihn ist mir trotz aller Meng/ die Zeit zu lang, die Welt zu eng. Ich bin, wenn alle Freunde fliehen, wenn sich die Engel selbst entziehen, zwar einsam, aber nicht allein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 5. Sein ist mein Glück und meine Zeit, sein ist mein Sterben und mein Leben/ und seiner Ehr und Dienst geweiht, für ihn bestimmt und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und tu, von ihm her und ihm wieder zu. Sein sind auch alle meine Schmer— zen, die er so zärtlich nimmt zu Herzen. Er fühlt und lindert mei⸗ ne Pein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 6. Nun zürn und stürme jeder Feind, er soll mir keine Furcht erwecken; und ist der Richter selbst mein Freund, kann sein Ge— richtstag mich nicht schrecken. Ob Erd und Himmel bricht und 332 On muf bester de von mein 9. Ein welchen von weiß wenn ich 2* dit h L. Oest deine G J. Oes sei von! 4. Oest Hlüchte S. Jef mein N 0. 06 dein mi 7. 94 tteu sei 8. Oe dein un Hristen R Nel. 2 immer lt/ mit nichts roc toß, ich alles in b„ auch id tut, vonnen oll nun sattsam einan⸗ ch nicht och mit in und Höllen⸗ bst zum Zeit zu „ wenn allein. Ztetben jür ihn tu, von Ichmer⸗ ert mei⸗ Futcht in Ge⸗ cht und Glück bei Jesus 567 5868 kracht, ob Leib und Seele mir verschmacht, muß mein Gebeine gleich verwesen, bin ich doch ewig dann genesen. Es steh auf meinem Grabesstein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein. Christoph Wegleiter, 76597e 5 67 Mel. J46 en meine Seele liebt, der hat nicht seinesgleichen, drum muß auch seiner Lieb/ all andre Liebe weichen. Er ist mein bester Freund, der immer bei mir bleibt/ und alle Kümmernis/ von meinem Herzen treibt. 2. Ein solcher ist mein Freund; wie gut sind seine Gaben, mit welchen er mich will/ ohn alles Ende laben! Was ich hier da⸗ von weiß, ist nicht gering und klein, und noch mehr werd ich sehn, wenn ich werd bei ihm sein. 7¹⁴ 568 Mel. 269 Jesu, laß mich mit Verlangen/ dir anhangen, daß ich an dir habe teil, o mein HBeil! 2. Jesu, laß mich meine Sünden/ recht empfinden, daß ich deine Gnade auch/ recht gebrauch. 3. Jesu, laß auf mein Gewissen/ dein Blut fließen, daß ich sei von Schuld und Pein/ los und rein. 4. Jesu, laß mich, deinen Reben, in dir leben, daß ich gute Früchte dir/ bring herfür. 5. Jesu, laß mich hier auf Erden/ himmlisch werden, daß mein Wandel sei bei dir/ und nicht hier. 0. Jesu, laß mich auch kein Leiden/ von dir scheiden, daß ich dein mit Seel und Leib/ ewig bleib. 7. Jesu, laß mir meinen Glauben/ ja nichts rauben, daß ich treu sei bis zum Tod/ dir, mein Gott. 8. Jesu, laß mein schwaches Lallen/ dir gefallen, gib, daß dein unmündig Kind/ Gnade find. Johann Eusebius Schmidt, 1670-74 333 869—571 Das Leben des Christen SISISSSSII 569 Mel. 1 wie selig ist die Seel, die in dieser Jammerhöhl/ herzlich liebet Jesum Christ/ und in ihm vergnüget ist. 2. Sie besiht das beste Teil, hat ein unvergänglich Heil; Gottes eingeborner Sohn/ ist ihr Schild und großer Lohn. 3. Den hält sie im Glauben fest; wenn sie alle Welt verläßt, ist und bleibet er ihr Freund, ders am besten mit ihr meint. 4. Sollt sie denn nicht fröhlich sein? Jesus lindert alle Pein, er wischt alle Tränen ab/ und erquicket bis ins Grab. Jakob Gabriel Wolf, 7684-754 570 Mel. 105 Kaugu Brüder, und erhebt das SLamm, geschieht es gleich auch nur mit Stammeln. Denkt, wie er litt am Kreuzes⸗ stamm, die Seinen aus der Welt zu sammeln. Seht euren Ruf, seht die Zerstreuung an, sagt jedermann, wie sehr er lieben kann. 2. Ja, wir erfahren mit der Tat, daß seine Tritte Segen trie⸗ fen; es äußert sich sein Liebesrat, nach welchem er uns erst er⸗ griffen. Der Gnadenschah ist in ihm aufgetan, es kommt allein auf gläubigs Nehmen an. 3. Er geht den Seelen immer nach/ und streckt nach ihnen aus die Hände. Es schmerzet ihn ihr Ungemach, sein liebreich Sammeln hat kein Ende, bis er sie völlig froh und frei gemacht/ und bis er sie hat ganz in eins gebracht. Johann Andreas Rothe, 1688-758 571 Mel. 22 ie lange muß Jesus doch bei uns anklopfen, eh unsre Herzen offen stehn, indem wir so lange die Ohren ver⸗ stopfen, daß er oft muß vorüber gehn! Allein, sein Erbarmen hört doch nicht auf, bis er uns, die Armen, mit in den Lauf/ der seligen Kinder der Gnade gezogen/ und unser verhärtetes Herz überwogen. 334 Glück bei 2. Herr unst und Beginnet Fiieden, licht, wor so lang v Hrist sie n nicht Oe recht im L. Or Auf die Jesum i Oristi f J. Chr joll und Weg ut beste zu 4. Chr Was weit i Werk u 5. O. aber all Christi aber we 0. Ch Band, land. diese K 7. 9 lehre n Hrsten R Mel. 5 henlich ů Heil; ohn. derläßt, . e hein, 84-J759 Mel. 30) gleich reuzes⸗ en Ruf, n kann. jen trie⸗ erst et⸗ tallein ihnen iebteich emacht/ 88J7⁵8 Mel. 22 eh unste ten ver⸗ barmen Lauf/ härtetes Glück bei Jesus 372 Ge 8 2. Herr, der du auch mir hast nach langem Besinnen Ver⸗ nunft und Sinnen übermocht, das Herz mir genommen o selig Beginnen!- und an dein Kreuz mich angejocht: nun leb ich im Frieden, nun laß mich nicht, bis an mir hienieden ist ausge— richt, warum du am Stamme des Kreuzes gestorben, warum du so lang um mein Herze geworben. Johann Andreas Rothe, 1688-75 57 Mel. 505 Cben über alles lieben übertrifft die Wissenschaft. Ist sie noch so hoch getrieben, bleibt sie ohne wahre Kraft, wo nicht Jesu Christi Geist/ sich zugleich in ihr beweist. Jesum recht im Glauben küssen/ ist das allerhöchste Wissen. 2. Christi Liebe machet weiser, als die klügsten Menschen sind. Auf die Liebe bau ich Häuser/ gegen allen Sturm und Wind. Jesum lieben ist gewiß/ Satans größtes Hindernis; wo er Liebe Christi siehet, da ists ausgemacht, er fliehet. 3. Christum lieben lehrt die Weise, wie man klüglich handeln oll, und die ganze Himmelsreise„ ist der Liebe Jesu voll. Alle eg und Stege sind„für ein selges Gnadenkind/ auf das beste zubereitet, daß es ja nicht etwa gleitet. 4. Christi Liebe gibt die Maͤße, wie ich heilig leben muß. Was ich tue, was ich lasse, lehrt sie mich im Uberfluß, und wie weit ich Tag für Tag/ in der Liebe wachsen mag. Alle guten Werk und Triebe/ wirkt die muntre Jesusliebe. 5. Christum lieben macht die Bande/ aller andern Liebe fest; aber alles wird zu Schanden, was sich hier nicht gründen läßt. Christi Sieb ohn Unterlaß/ bringt uns zwar der Menschen Haß; aber wer sich drein versenket, dem wird mancher Feind geschenket. . Christi Liebe, Einfalt, Wahrheit/ und der Bruderliebe Band, die bestehn in voller Klarheit/ hier und dort im Vater⸗ land. Treuer Gott, wie wünsch ich mir diese ungemeine Zier, diese Krone aller Gaben: Jesum Christum lieb zu haben. 7. Jesu, meiner Seelen Weide, meine höchste Lieblichkeit, lehre mich bei Freud und Leide/ in der kurzen Pilgrimszeit/ 335 573 Das Leben des Christen dir, dem Gotteslamm, allein/ bis zum Tode treu zu sein, und vergönne mir, im Sterben/ deine Liebe ganz zu erben. „Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 17⁰0⁰0-7 573 Mel. 20 Ja deiner zu gedenken, kann dem Herzen Freude schenken, aber mit was Himmelstränken/ labt uns deine Gegenwart! 2. Lieblicher hat nichts geklungen, Schönres ist noch nichts gesungen, sanfter nichts ins Herz gedrungen/ als mein süßer Jesus Christ. 3. Tröstlich, wenn man reuig stehet, herzlich, wenn man vor ihm flehet, lieblich, wenn man zu ihm gehet, unaussprechlich, wenn er da. 4. Mit Maria will ich flehen, ich will früh zum Grabe gehen/ und ihm nach dem Herzen sehen/ mit den Rugen des Gemüts. 5. Jesu, wunderbarer König, dem die Völker untertänig, gegen den mir alls zu wenig, du allein bist liebenswert. 6. Lieber Herr, bleib in der Nähe, daß dein Licht im Geist ent⸗ stehe/ und die Finsternis vergehe/ und wir schmecken deine Kraft. 7. Wenn du uns trittst vors Gesichte, wird es in dem Herzen lichte, alles Eitle wird zu nichte, und die Liebe glühet auf. 8. Bunger kriegen, die dich schmecken, dein Genuß kann Durst erwecken, Sehnsucht, sich nach nichts zu strecken/ als nach dir, dens HBerze meint. 9. Tausendmal geht mein Verlangen/ nach dir hin, dich zu umfangen; aber wann kommst du gegangen/ und ersättigst mich mit dir? 10. Wo ich lebe auf der Erde, such ich dich, o Hirt der Berde, fröhlich, wenn ich finden werde, selig, wenn ich dich erhalt. 11. Qesus herrscht in großem Frieden, der bewahrt sein Volk hie⸗ nieden, daß es, von ihm ungeschieden, fröhlich ihn erwarten kann. 12. Jesus ist zum Vater gangen, hat den vorgen Glanz emp⸗ fangen, aber meines Geists Verlangen/ ist ihm da auch nachgeeilt. 336 Glic bei 64 . Oes ethoben, bereit. önig Kan hindunsf laß uns g lleinen H Kan ich u Seele w. ließ? de 9. Oe wärn Wi Otünde! wie sich freutl Ul stelt do bist /un L. Di⸗ beugen bist, vet groß/ Hritten Et ein, und . ⁰.⁰ Mel. 20 chenken, enwart! nichts in süßer man vor echlich, gehen/ Hemüts. g,gegen heist ent⸗ ne Ktaft. Hetzen auf. nn Durst nach dir, „dich zu igst mich Herde, thalt. Volk hie⸗ len kann. anʒ emp⸗ ichgeeilt Glück bei Jesus 874—876 HSSE EEE 13. Jesus, den wir jetzt mit Loben/ und mit Psalmen hoch erhoben, Jesus hat aus Gnaden droben/ uns die Stätte zu⸗ bereit. Mikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 1700-7o, nach einem lateinischen Liede des Mittelalters. 574 Mel. J6! Kun Jesu, den wir lieben, aber tausend:, tausendmal zu wenig noch, du Regierer unsrer Triebe, bind uns fester, bind uns fester an dein Joch! Sei uns günstig, mach uns brünstig, laß uns ganz dein eigen werden, gute Schäflein von den selgen kleinen Herden! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1790-7οσ —375 Mel. J67 Kinn ich recht von ieben sagen, lieber Gott, was braucht ich mehr? Soll ich sagen oder fragen, wie doch meiner Seele wär, wenn sie bloß an Jesu hinge, sich und alles fahren ließ? Ich bin ganz gewiß, es ginge/ mitten in das Paradies. 2. O erfüllte Jesu Liebe/ unsre Herzen Tag und Nacht! O wärn wir mit munterm Triebe/ früh und spät auf ihn bedacht! Stünde doch Herz, Sinn und Kehle /täglich zum Beweis bereit, wie sich Geist und Leib und Seele„Gottes, unsers Beilands, freut! v.) Friedrich Böhnisch, 17107 v. 2Luise von Haͤhn, 1724-J782 576 Mel. 97 Wioe liebst du, großer Seelenmann? Was ists, das dich vergnügen kann? Was reizet deine Liebsbegier? Was stellst du deinem Berzen für, du, der du heilig, groß und mächtig bist/ und dessen Name schon ein Wunder ist? 2. Die Antwort ohne weitern Schluß/ erfolgt, daß man sich beugen muß: Ich liebe, heißts, o Sünder, dich; so schlecht du bist, vergnügst du mich, bin ich gleich mächtig, herrlich, reich und groß/ und du gleich arm und elend, nackt und bloß. 3. O wie erstaunet unser Geist, wenns so in unserm Herzen heißt! Wenn wir, nachdem wir uns erkannt, und wie du bist 2² 337 877 Das Leben des Christen 2 V und wirst genannt, bedenken, was du an uns hast getan, so beten wir im Staube dafür an. 4. Wir wissen alle, wer wir sind/ und daß sich niemand bei uns findt, der etwas vorzubringen wüßt, warum ihn Jesus lieben müßt, und sehn uns doch in seinem Bunde stehn. Wir sollten wohl vor Beugung fast vergehn. 5. Ach drücks uns immer tiefer ein/ und laß uns deine Jünger sein. Wenn man auf Erden zeugen soll, so mach uns deiner Freude voll; wenn unser Mund dich andern Seelen preist, so sei uns nah mit deinem Wort und Geist. Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 1700-)756 977 Mel. 395 Treuster Freund der Seelen, o du Berz voll Liebe/ und für Vuns voll Gnadentriebe: auf der Welt ist niemand, der da sagen könnte, daß er gegen dich entbrennte/ noch vorher, ehe er/ in den Gnadenstunden/ deinen Zug empsunden. 2. Man erstaunet billig/ und ist tief beweget, wenn man deine Gnad erwäget: daß du gutes Wesen, welches rein und heilig/ und die Liebe selbst, so treulich/ dich bemühst/ und erglühst, Seelen nachzugehen, die dich fliehn und schmähen. 3. Ja, du HBerz voll Treue, so pflegst dus zu machen, so pflegst du für uns zu wachen. Dein erkauftes Erbe/ weißt du zu be⸗ wahren/ vor so maͤncherlei Gefahren, wenn uns gleich/ Satans Reich/ mit dem ganzen HBeere/ rings entgegen wäre. 4. Schau, wir fallen nieder, nicht mit Furcht und Zittern, nicht vor Gottes Zorngewittern; nein, wir sind gezogen/ durch dein Liebesneigen/ in ein ehrerbietig Beugen/ vor dem Thron, Gottes Sohn, da du sitzt in Klarheit, voller Gnad und Wahrheit. 5. Reich uns deinen Zepter, du erhabne Liebe! O daß er doch immer bliebe/ auf uns zugewendet/ und das HBerz es merkte, daß es deine Gnade stärkte! Aug und Mund/ würd zur Stund/ von den Gnadengüssen/ übergehen müssen. Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-756 338 Glück bei I unt Re 2. Oub denn zu h J. Uner und Hinst 4. Laß Hein/ tt ein. mein L. Ach Gebein J. Ich hrennt/ d 4. Oru u stehn J. Os⸗ Rit dit! 5 nicht unser S Rechten L. Ei wahr.“ lich off auf Ere Oyrsten D. elan, o nand bei n Jesus n. Wir Jünger 5 deiner hreist, so 7⁰⁰0J756 Mel. 3oõ Aund für dy der da her, ehe lan deine heilig/ etglühst so pflegt du zu be⸗ „Satans emn, nicht urch dein „ Gotles heit. daß er Hetz es d/ würd en. Hoo- J5õ Glück bei Jesus 878—880 wSSSSSSS 578 Mel. 36 undergott, verwundte Liebe, o du volles Gnadenmeer, du Regierer unsrer Triebe, wer dir doch recht dankbar wär! 2. Du bist Ursach unsrer Gnaden, Ursach dessen, daß wir dein; denn zu heilen unsern Schaden, gingst du in den Tod hinein. 3. Unerhörte Art zu lieben: erst geschaffen, dann erkauft, Fluch und Finsternis vertrieben/ und ins eigne Blut getauft! 4. Laß uns solches stets durchdringen, daß wir dir für deine Pein/ täglich Ruhm und Freude bringen/ und voll guter Früchte sein.*Seonhard Dober, 1706-)766 579 Mel. 4 En⸗ bitt ich vom Herrn, das hätte ich gern: mit Jesu Ge— mein/ in ihm unverrücklich erfunden zu sein. 2. Qch ginge mein Sinn/ doch einzig dahin, nach Seel und Gebein/ dein Herz, o mein Heiland, durchaus zu erfreun! 3. Ich liebe dich zwar, doch lange nicht gar, bin nicht so ent— brennt, daß ich mit mir selber zufrieden sein könnt. 4. Drum wünsche ich mir, mein Heiland, vor dir/ beständig zu stehn/ und dir unverrücklich ins Herze zu sehn. 5. O seliges Los, wie herrlich und groß! Einst ist es auch mein: mit dir unauflöslich verbunden zu sein! „Johann Christoph Friedrich Cammerhof, 72-7 v.). 2* Christian Gregor, 1723-80) 5 80 Mel. 208 G uns war kein Retten/ aus des Todes Ketten, wäre Jesus nicht/ selbst ins Mittel kommen, hätt auf sich genommen/ unser Schuldgericht. Doch er tats/ und wurde Rats, um das Recht nicht zu verletzen, sich selbst dran zu setzen. 2. Einer, ach, nur einer, liebt so und sonst keiner, das ist ewig wahr. O was wird den Seinen, welche nach ihm weinen, täg⸗ lich offenbar! Ja, die Gnad/ ist in der Tat/ größer, als sie je auf Erden/ kann beschrieben werden. 2²³ 339 581 5882 Das Leben des Christen SEEE 3. Jesu, mein Erbarmer, ach, wer war ich Armer, und was tatst du mir! O du blutge Liebe, alle meine Triebe/ strecken sich nach dir. Liebe, stärker als der Tod, Liebe, ewig unermessen, du bleibst unvergessen! 4. Nimm, du Mann der Schmerzen, von erlösten Herzen/ Dank und Liebe hin. Du hast leiden müssen, um für uns zu büßen, das beugt Herz und Sinn. Wundersam/ Schlachtopfer⸗ lamm, nimm uns denn zum Lohn der Schmerzen, nimm dir unsre Herzen. b.. 4*Georg Neißer, 1715784 v. 2*Christian Gregor, 1723-80) v. 3 Johann Baptist von Albertini, 75989 581 Mel. 39 G)alen ꝛe Heiland, verordnet zum Segnen, du wollest uns allen recht gnädig begegnen/ und heut und in folgenden Tagen und Jahren/ in deiner Verpflegung uns treulich bewahren. 2. Wir sind doch schon alle für Jesum geboren, vor Tausend und abermal Tausend erkoren. Mit niemand vergleichliche gött⸗ liche Liebe, o daß dir doch jedes ein Heiligtum bliebe! 3. Ich gönne der Welt ihre herrlichen Sachen, ich lasse den Weisen ihr Wirken und Machen, der Eigengerechte mag laufen und rennen, wenn mir nur mein Berze recht anfängt zu brennen. *„Hermann Reinhard Schick, 770477 5 82 Mel. 45 2 welch ein Licht/ tritt ins Gesicht, wenn er im Herzen funkelt, er, ders schönste Morgenrot/ wie der Tag verdunkelt! 2. Er segnet mich/ so fühlbarlich, daß sich Geist, Leib und Seele/ Gottes, meines Heilands, freut/ bei Gebrech und Fehle. 3. Sein Gnadenblick/ macht mir mein Glück/ von Tag zu Tage festerz und bedarf ich Trost, so ist/ er allein mein Tröster. 4. Drum wünsch ich mir, solang ich hier/ noch ferne von ihm walle, daß mir meine Zuversicht/ zu ihm nie entfalle. 5. O sehnte sich/ mein ganzes Ich/ nach ihm nur unverrücklich! So wät ich nach Seel und Leib/ unbeschreiblich glücklich. *Christian Gregor, 7723-80 340 Glück bei . 1e Hul st danebe 2.Jch! der liebe Hetzigkeit J. Hätt hn wohl nit Erba 4. Nun seinem e hrachte/ Be hatt und aus Marid und mei 2Z. Do wart/ ki hatt. E Sünder heut no L me be kant Liebe, Hristen d was ken si H etzen/ uns zu htopfer⸗ mm dir 9-9 Mel. 39 lest uns genden wahren. Lausend che götl⸗ asse den g laufen brennen. 03-1771 Mel. 45 3funkelt, eltl Seele/ le. zuTage er. von ihm nücklich! ch. 72.½c8⁰ Glück bei Jesus 583— 5885 — SSISISISSSISISI 8 583 Mel. 36 ie Summa seiner köstlichen Gedanken, voll Langmut, voller Huld und ohne Wanken, beugt meine Seel in Staub und ist daneben/ mein Trost und Leben. 2. Ich bin in Wahrheit eins der schlechtsten Wesen, das sich der liebe Heiland auserlesen; und was er tut, das sind Barm⸗ herzigkeiten /auf allen Seiten. 3. Hätt er sich nicht zuerst an mich gehangen, ich wär von selbst ihn wohl nicht suchen gangen; drum sucht er mich und nahm mich mit Erbarmen/ in seine Arme. 4. Nun dank ich ihm vom Grunde meiner Seelen, daß er nach seinem ewigen Erwählen/ auch mich zu seiner Kreuzgemeine brachte/ und selig machte.„Christian Gregor, 1723-80 584 Mel. J85 O Bethania, du Friedenshütte, du gebenedeites Haus, du hattst unsern Freund oft in der Mitte, bei dir ging er ein und aus. Ach, ich kann mich heute noch mit Tränen/ nach Mariä großem Glücke sehnen. Wär dies Haus Bethania/ und mein Freund wär bei uns da! 2. Doch gewiß, er ists, nur ungesehen. Seine Gottesgegen⸗ wart/ können unsre Herzen wohl verstehen, wie sich Jesus offen⸗ bart. Sitzt im Geiste nur zu seinen Füßen, lasset Liebs⸗ und Sündertränen fließen/ und verlangt nach ihm allein: er kehrt heut noch bei uns ein.*6. Jahrhundert 585 Mel. 244 D Siebe sonder Schranken, ja, stärker als der Tod, wie kann mein Herz dir danken, mein Retter aus der Not? Ach, Lie⸗ be kann allein/ der Lohn der Liebe sein; Herr, senke deine Liebe/ mir selbst ins Herz hinein. 2. O wie unendlich teuer/ ward dir mein Lösegeld, Herr Jesu, mein Befreier/ von Sünde, Tod und Welt! O daß in Liebe treu, von Fehl und Sünde frei, mein Herz, mein ganzes Leben/ dein reines Loblied sei!„Karl Bernhard Garve, 1763-8 34 586 S8S87 Das Leben des Christen Nachfolge Jesu Christus hat uns ein Vorbild gelassen,‚ daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen. 586 Mel. 274 asset uns mit Jesu ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen/ auf der Bahn, die er uns brach, immer fort zum Himmel reisen, irdisch noch, schon himm— lisch sein, glauben recht und leben rein, in der SEieb den Glauben weisen. Treuer Jesu, bleib bei mir; gehe vor, ich folge dir. 2. LCasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich. Tränensaat, die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld/ aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. J. Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod wehrt dem andern Tod, reißt die Seel aus dem Verderben/ und der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab/ in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Dir, o Jesu, leb ich hier, dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 1626-)68) 5 8 7 Mel. 82 I Seele, willst du ruhn„und dir immer gütlich tun? Wünschest du dir, von Beschwerden/ und Begierden frei zu werden? Liebe Jesum und sonst nichts, meine Seele, so geschichts. 2. Niemand hat sich je betrübt, daß er Jesum hat geliebt. Nie⸗ mand hat je Weh empfunden, daß er Jesu sich verbunden. Jesum lieben und allein/ ist so viel als selig sein. 3342 0 Auf und jolgt mei L. Och! leben: w schweben haftig w. J. Mei mein Mi Güte; geben, sc 4. Jch den/ und Ich bin Himmelg . Häll Geite, i Eteite. den Fel 0. We lieren; u fü ren. nicht we 1—65 nachge Wn ewgen Mel. 2)4 nach, in er uns himm⸗ Hlauben e dir. gleich. ien reich. Geduld; machen. r. mandern biglichen n sterben n heben. ist, muß wir sind erkenn o Hesu, 6²⁰--681 Mel. 8s lich tunꝰ jen frei zu eschichts. ebt. Nie⸗ 1. Jesum Nachfolge Jesu 588 SDSDSPSISSSSSSSSSSSSSSSSSSS 3. Wer ihn liebt, liebts höchste Gut, das allein vergnügen tut; seine Lieb allein kann geben/ ewge Freud und ewges Leben, seine Liele macht die Zeit/ gleich der süßen Ewigkeit. 256 Johann Scheffler, 7624-677 588 Mel. 90 Maen spricht Christus, unser Held, mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle. Nehmt euer Kreuz und Ungemach/ auf euch, folgt meinem Wandel nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugend—⸗ leben: wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahr— haftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund, der fließt zu jeder Zeit/ von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn„ist Gott er⸗ geben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu mei— den/ und euer Herz von arger List/ zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort/ und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. . Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich ver⸗ lieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie nach Hause führen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit unserm Kreuz nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern/ bei ihm im Leiden stehen! Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron/ des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, 3624-)67⁷ v. 4 1695 343 589—89 Das Leben des Christen SSSSSSSSSSSSS 8 589 Mel. 95 Gus König, den ich ehre, der durch seines Geistes Lehre/ mir sein Licht hat angezündt/ und jetzt und zu allen Zeiten/ mit viel tausend Gütigkeiten /sich mein ganzes Herz verbindt: 2. Schau, ich will mein Herz dir geben, das soll dir aufs neue leben, denn du forderst es von mir; das soll sich mit dir verbinden, und zugleich solls allen Sünden/ ewiglich entsagen hier. 3. Mach mein Herz zu einem Garten/ voll Gewächse schönster Arten, voller Blüt und Lieblichkeit/ und zu einem solchen Bronnen, draus ein Strömlein kommt geronnen, fließend auf die Ewigkeit. 4. Laß es deinen Geist von neuem/ dir zu einem Tempel wei⸗— hen, der auf ewig heilig sei. Ach vertilge doch darinnen/ alle Lust und Furcht der Sinnen. Segne mich und mach mich frei! 5. Sieh, ich will mich dir ergeben, du allein sollst in mir leben. Schicke meine Seele zu; nimm sie hin in deine Pflege, bis sie dir gesallen möge, du, mein Gott und Heiland du! Nach Johann Scheffler, 7624-677 v. S J78 590 Mel. 376 an nimm mein Herz und alles, was ich bin, von mir zu dir, mein liebster Jesu, hin. Ich will nur dein/ mit Leib und Seele sein, mein Reden, Tun und Dichten/ nach deinem Willen richten. 2. Du aber sollst auch wieder meine sein/ und ganz und gar gehn in mein Berz hinein, sollst sein mein Gott/ und Trost in aller Not, sollst mich dir einverleiben/ und ewig meine bleiben. Johann Scheffler, 1624-677 5 91 Mel. 306 25 0 hin von mir, was du verlangest, mein liebster Heiland, Jesu Christ: das Berz, damit du Schöpfer prangest, das dir so sauer worden ist. Dir geb ichs willig, du allein/ hast es bezahlt, es ist ja dein. 3⁴⁴ Nachfolge Jesu 892§93 SSSSSSSSSSSSSSSSASSSSSISSSII 2. Wem sollt ich mein Herz lieber gönnen/ als dem, der mir das seine gibt? Dich kann ich den Berzliebsten nennen, du hast mich bis zum Tod geliebt. Mein Herz ist dein und soll allein/ nur dein und keines andern sein. Karl Friedrich Lochner, 7634-69/ 592 Mel. 14 ein Gott, das Herz ich bringe dir/ zur Gabe und Geschenk. Du forderst dieses ja von mir, des bin ich eingedenk. 2. Nun du, mein Vater, nimm es an, mein Herz, veracht es nicht; ich gebs, so gut ichs geben kann; kehr zu mir dein Gesicht. J. Zwar ist es voller Sündenwust/ und voller Eitelkeit, des Guten gänzlich unbewußt/ und wahrer Frömmigkeit. 4. Nun aber fühlt es tiefe Reu/ und ist gar sehr betrübt/ und trägt jetzt vor den Dingen Scheu, die es zuvor geliebt. 5. Stärk meine schwache Glaͤubenshand, zu fassen auf dein Blut/ als der Vergebung Unterpfand, das alles machet gut. . Schenk mir nach deiner Jesushuld/ Gerechtigkeit und Heil; du trugst ja meine Sündenschuld/ und meiner Strafe Teil. 7. Gott heilger Geist, nimm du auch mich/ in die Gemein—⸗ schaft ein; ergieß um Jesu willen dich/ tief in mein Herz hinein. 8. Nimm dir, o Gott, zum Tempel ein/ mein Herz hier in der Zeit/ und laß es deine Wohnung sein/ in alle Ewigkeit. H. Dir geb ichs ganz zu eigen hin, brauchs nur, wie dirs ge— fällt; ich weiß es, daß ich deine bin, ja dein und nicht der Welt. Johann Kaspar Schade, 3666-6 593 Mel. 530 Au ihr Christen, überwindet/ in dem Blute Jesu Christ/ und bleibt auf das Wort gegründet, das ein Zeugnis von ihm ist. Habt sein Licht/ im Gesicht/ und liebt euer Leben nicht. 2. Auf, folgt Christo, unserm Helden, trauet seinem starken Arm! ELiegt der Satan gleich zu Felde/ mit dem ganzen Höllenschwarm, sind doch der/ noch viel mehr, die da stets sind um uns her. 34⁵ 89⁴4 Das Leben des Christen SER 3. Nur auf Christi Blut gewaget/ mit Gebet und Wachsam⸗ keit! Dieses machet unverzaget/ und recht tapfre Kriegesleut. Wer hier kriegt, nie erliegt, sondern unterm Kreuze siegt. 4. Diesen Sieg hat auch gefunden/ vieler Heilgen Glaubens⸗ mut, da sie haben überwunden/ fröhlich durch des Lammes Blut. Sollten wir/ denn nicht hier/ streiten unter dem Panierꝰ 5. Unser Leben ist verborgen /mit Christo in Gott allein, auf daß wir an jenem Morgen/ mit ihm offenbar auch sein, da das Leid/ dieser Zeit/ werden wird zu lauter Freud, 0. Da Gott seinen treuen Knechten„geben wird den Gnaden— lohn, die in Hütten der Gerechten/ stimmen an den Siegeston, da fürwahr/ Gottes Schar/ ihn wird loben immerdar. Justus Falckner, 7672-724 594 Mel. 56 Jae hilf siegen, du Fürste des Lebens; sieh, wie die Finster⸗ nis dringet herein, wie sie ihr höllisches Heer nicht verge⸗ bens/ mächtig aufführet, mir schädlich zu sein. Satan, der sinnet auf allerhand Ränke, wie er mich sichte, verstöre und kränke. 2. Oesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht zagen! Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir. Hilf, wenn mich Sünden der Jugend verklagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner Demütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Be— gierden empfinde/ und sich mein tiefes Verderben darlegt; hilf, daß ich dann vor mir selber erröte/ und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille/ dir, Berr, sei gänzlich zu eigen geschenkt/ und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Caß mich mir 9 und alle dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter ie Deinen. x— 346 — Rachh 5. Jesu 10 und ch hertreten, nich die Oesu, erm 5. Oes, Richts un sch finde Hert, so! sen Seuf 7. Qesu du mich Himmelr Jesu, me Heil, Te 8. Oesu jammer⸗ ich mit§ auch zule o Oesu,! D den mel ist: bis dein L. Its hierzu w daß du! es dus J. Ad nichtz d eticht, acht, 0/ gemach Hrsten ichsam⸗ gesleut, t. ubens⸗ ammes hanierꝰ ein, auf da das znaden⸗ Heston, 72.-7724 Mel. 5)6 Finster⸗ verge⸗ an, der bre und , mein den der ür. Ach meiner genlieb, der Be⸗ darlegt; Leiden jert, sei Wollen nich mit n unter Nachfolge Jesu 895 E* 5. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 0. Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet/ und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich vor Angst und vor Zagen vergeh: ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem inner⸗ sten Seufzen vermählen. 7. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben; mach du mich würdig und stetig bereit, daß ich mich nenne des Himmelreichs Erben/ dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben; hilf du mir siegen, mein HBeil, Trost und Leben! 8. Jesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden/ von dieser jammer- und leidvollen Welt; wenn du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden/ zu dir mög fahren ins himmlische Zelt. Caß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen; reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen! Johann Heinrich Schröder, 7667+6σ 595 Mel. 167 Durchbrecher aller Bande, der du immer bei uns bist, bei dem Schade, Spott und Schande/ lauter Lust und Him⸗ mel ist: übe ferner dein Gerichte/ wider unsern Adamssinn, bis dein treues Angesichte/ uns führt aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Cieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führest/ zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht, ob wir wohl vor allen Seuten/ als gefangen sind ge⸗ acht, weil des Kreuzes Niedrigkeiten/ uns veracht und schnöd gemacht. 347 895 Das Leben des Christen 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, ob auch schon der Geist in Zeiten/ sich auf etwas Beßres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los/ und durch alle Weltgeschäfte/ durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftbedenk⸗ lichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Hlei⸗ sches Zärtlichkeit! . Herr, zermalme, brich, vernichte/ alle Macht der Finsternis, unterwirf sie dem Gerichte, mach des Sieges uns gewiß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hin⸗ aus, laß uns wahre Freiheit finden/ droben in des Vaters Haus. 7. Wir verlangen keine Ruhe/ für das Fleisch in Ewigkeit; wie dus nötig findst, so tue/ noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet/ dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, welcher Zeit und Maß gebricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regi⸗ ment, führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Aus dem Kerker führ die Seelen/ durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinst es mit uns gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen/ in der Lust und Eigenheit, ach, so laß uns nicht stets hangen/ in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: Zeig doch nur die ersten Stufen/ der gebrochnen Freiheitsbahn! 10. Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein! Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebildt. Der hat Gnad um Gnad genommen, der aus deiner Hüll sich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben; laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; wirds doch sein, als ob wir träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666-74 348 Nachjolge Dut und! Himmel 2. 0 nichtz det gelicht J. Hert ment; fü oollendt. 4. N u sein! nachen r 5. Zeu sein, Was ein. it Sin sauet eir Gnade! 2. Du die leich mein!“ sürchte! J. De mit tein 4. W Herʒ ve deinen! Spiich Chrsen Kieatut/ atur, von drückt,ob es schick. den los/ ind bloß. utbedenk⸗ des glei⸗ jinstemis, viß. Heb abrut hin⸗ ets Haus. Ewigkeit; eit; aber nicht, bis bt. ein Regi⸗ iein End. udes Blut, uns gut. Eigenheit, Eitelkeit; an: Zeig bahn! jen Knecht uns auch nach dem mmen, der gekteuzigt adies uns nut nicht wenn die 66-4 Nachfolge Jesu 596 89/7 SSSSESSEE N 596 Mel. 36 O Durchbrecher aller Bande, der du immer bei uns bist/ und bei dem auch Schmerz und Schande/ lauter Lust und Himmel ist: 2. Du allein mußt uns vollenden, willst und kannst auch anders ger denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht. 3. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regi⸗ ment; führe deines Reiches Kriege, bis dein Arm sein Werk vollendt. 4. Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Sünde Knecht zu sein! Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein. 5. Zeuch uns gänzlich in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; sühr uns in dein Leben ein. Nach v. J. 3. S. J0 und 3) des vorigen Liedes 597 Mel. J)2 . ist nicht schwer, ein rechter Christ zu sein/ und nach dem Sinne Jesu Christi leben. Zwar der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben, doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit/ den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein kleines Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein! Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum sürchte dich nur ferner nicht so sehr, es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur von dir das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle. Der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; den über⸗ gib nur willig in den Tod, so hats nicht Not. 4. Wirf nur getrost den bangen Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget. Sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ists getan. 349 898 Das Leben des Christen 5. Faß deines Herzens Unruh in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eig⸗ ner Schuld, so siehe nur, daß du dein Berze stärkest; so gilt dein Fehl und kindliches Versehn/ als nicht geschehn. . Laß nur dein Herz im stillen Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlim— mes mit dir tun, vor keinem Sturm und Wind darsst du er⸗ schrecken. Ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7. So wird aufs neu dein Licht aus Nacht entstehn. und wirst dein Heil mit gröͤßrer Klarheit schauen. Was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn; drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ/ so selig ist! 8. Auf, auf, mein Geist! warum doch säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Berz, genieß die süße Ruh! Im Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn/ allein auf ihn. Nach Christian Friedrich Richter, 7676-7 598 Mel. 5)2 Es kostet viel, ein rechter Christ zu sein/ und nach dem Sinne Jesu Christi leben; denn der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; und ist hier gleich ein Kampf wohl ausgericht, das machts noch nicht. 2. Man muß hier immerdar auf Schlangen gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit /die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der steten Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die man zugleich bei Christi Dienst er— fährt, indem man ihm die schöne Schmach nachträget. Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht, daß mans nicht acht. 4. Man soll alsdann ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so herrlich sein, verklärt im Angesichte, dieweil ihn da die wesentliche Pracht /so schöne macht. 380 llezeit. Ahnic Nachfolge . 5. Dau 6 ihn mi urchgehn Weiß, Was . Was wird ihm Hebrauch hůher wii 7. Drur Ochwieri⸗ Kraft gel Wie gut un! Oef doch stärken, o Du kann wachen/ Oe Ah Rind un L. Deit und mei Aes Bild 3. Wie Oristen Ect cht gliic ö aus eig⸗ gilt dein dichwird sst du er⸗ aube nur. und wirst ubt, wirst zen Vater selig istl ch deinem 3, genieß schweben. rauf ihn. 076-v½⁷³ Mel. J)2 m Sinne sauer ein, gleich ein eleicht ihr rer Hut zu u. Wenn igkeit. mit Ernst Dienst et⸗ . Es hat acht. ein reiner ib so hell, te, diewil Nachfolge Jesu 599 600 DSE SNS 5. Da wird das Kind den Vater ewig sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn/ und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? . Was Gott genießt, genießt es selig auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch. Wie lieblich ist es doch, mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein/ als Gott allein. 7. Drum auf, mein Geist, auf, auf, ermüde nicht, durch alle Schwierigkeiten durchzureißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds tun! Nach Christian Friedrich Richter, 7676-7 599 Mel. 589 Jesu, hilf du mir selbst überwinden! Wie leichtlich sinket doch mein Herz und Mut! Du kannst mich vollbereiten, stärken, gründen; ach waffne mich zum Siege durch dein Blut. Du kannst den Schwachen/ gnug Kräfte machen, daß sie stets wachen/ und siegreich sind. Philipp Balthasar Sinold, 16577 600 Mel. 22 Jesu, wär ich armes Kind/ in allem so wie du gesinnt! Ach gib, daß ich dir folge recht, mein Beiland, als dein Kind und Knecht. 2. Dein Leben zeigt mir meine Pflicht, du bist mein Spiegel und mein Licht. Ach Herr, wie bin ich noch so weit/ von dei⸗ nes Bildes Ahnlichkeit! 3. Wie groß war deine Freudigkeit: Mein Vater hört mich allezeit. Bilf mir zu solcher Zuversicht, die dich ergreift und läßt dich nicht. 4. Auf Bergen einsam brachtest du/ oft ganze Nächte wachend 90 en Wandel war ein stet Gebet. O daß ich auch den Eifer ätt! 35 60 Das Leben des Christen ISSS RSEE E 5. Mit Armen, Kranken, Irrenden/ sehr treu und freundlich umzugehn, war deine Weis und steter Brauch. O wär es doch der meine auch! 6. Im Leiden warst du als ein Lamm, schaltst nicht, die dir ohn Ursach gram; doch wenns betraf des Vaters Ehr, konntst du, o Camm, auch eifern sehr. 7. Gib mir auch unerschrocknen Mut/ und Eifer, wenn es nötig tut, doch aber auch Bescheidenheit /und heilige Vorsich— tigkeit. 8. Scheints dem unmöglich, andern schwer, so kennen sie nicht deine Lehr/ noch deine Liebe; die machts leicht, daß uns nichts mehr unmöglich deucht. 9. Laß so in meiner Pilgerschaft /mich schreiten hier von Kraft zu Kraft, von Glauben gehn zu Glauben fort, bis daß ich bin am rechten Ort. 17723 v. 3 873 601 Mel. J6 inge recht, wenn Gottes Gnade/ dich nun ziehet und be— kehrt, daß dein Geist sich recht entlade/ von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt vum Bimmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe/ und die erste Liebe dich/ von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. 0. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun/ alles Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu tun. 7. Bleib bei Jesu, meine Seele, nimm dein Heil beständig wahr; denn in dieser Leibeshöhle/ schwebst du immer in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das beste, Rückfall wird zur schweren Last. 352 gerne ne iht Her 12. mit imm 1. E borgnen flecken k 14.6 bekeit, Hyristen EO teundlich res doch 6 die dir t, konntst wenn es ö Vorsich⸗ n sie nicht ins nichts hier von bis daß b. 3 879 Mel. J6 et und be⸗ Last, die istschmal; nmelssaal. in Gottes nochweich. e dich/ von lich. tig an; laß tan. ht, daß du legt zu tun. beständig in Gefaht. 15 du hastz en Last Nachfolge Jesu 60² 9. Wahre Treu führt mit der Sünde/ bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, wird in ihrem Lauf nicht träge, hält dem Fleische nichts zu gut. 11. Wahre Treu kommt dem Getümmel/ dieser Welt nie gerne nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 12. Dies bedenke, meine Seele, nutze jeden Augenblick; halt mit immer frischem Ole/ deine Lampe im Geschick. 13. Laß dir nichts am Herzen kleben, fleuch vor dem ver⸗ borgnen Bann, such in Jesu nur zu leben, daß dich nichts be⸗ flecken kann. 14. Geh dem Bräutigam entgegen; sprich zu ihm: Ich bin bereit, meine Hütte abzulegen, mich dürst nach der Ewigkeit. Johann Joseph Winckler, 1670-722 602²2 Mel. 230 üstet euch, ihr Christenleute! Die Feinde suchen euch zur Beute, ja, Satan selbst hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte/ und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel! Hosianna! Der Starke fällt/ durch diesen HBeld, und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen/ und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Ramen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen. Wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel! Da ist Freude! Wohlan, so seid/ zum Kampf bereit! So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Toten⸗ bahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken/ und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen 23 353 603 604 Das Leben des Christen EE wir mit Freuden auf. Gott Lob! wir sind versöhnt; daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder/ und mach aus denen Uberwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt/ in die Herzen, so halten wir/ getreu an dir/ im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends, 7677-721 603 Mel. 230 Jesu, stärke deine Kinder/ und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gott Lob! wir sind versöhnt; daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange. In Ewigkeit/ ist uns bereit/ die Krone der Gerechtigkeit. Aus v. 4 und 3 des vorigen Liedes 604 Mel. 30 O ihr Christen, so allhier auf Erden, daß ihr Christo möget ähnlich werden, der aus dem Leiden/ ging zum Vater in das Reich der Freuden. ?. Geht und höret eures HBerzogs Lehren; folgt ihm, da ihr ihm wollt angehören; entsagt dem allen, was noch Fleisch und Welt kann wohl gefallen. J. Seht auf die mit eifrigem Verlangen, die ihm nach und euch sind vorgegangen; schaut an ihr Leben, wie sie euch dazu ein Beispiel geben. ö 4. Haltet euch an ihn, wenn ihr müßt streiten, bleibt beständig, er steht euch zur Seiten; er hilft euch ringen, gibt euch Kraft, den Sieg davonzubringen. 3. Opfert euch ihm auf und eure Glieder, fallet unterm Kreuze vor ihm nieder. Im Kreuzesorden/ seid ihr seine Knecht und Ritter worden. 389 7 will der Welt noch die Ktone igen Liedes Mel. 30 isto möget Vater in m, da ihr leisch und und euch dazu ein eständig, ch Ktaft, n Kreuze echt und Nachfolge Jesu S NSSn 0. Wer nun glücklich diesen Kampf geendet/ und den schönen Glaubenslauf vollendet, dem wird die Krone /der Gerechtig— keit zum Gnadenlohne. 7¹⁴ 605 Mel. 88 eele, was ermüdst du dich/ in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich/ und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad —0 Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Sebensquelle zu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles aͤndre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, die das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal sein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer/ dich, den Kranken, wohl er⸗ quicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. . Du bist ja ein Hauch aus Gott/ und aus seinem Geist ge— boren. Darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich er— koren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle Himmelshöhen, laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8. Nahe dich dem laͤutern Strom, der vom Thron des Lammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß er⸗ gießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir seine Majestät/ immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet/ sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 355 23⁵ 606— 608 Das Leben des Christen—— 10. Halte deinem Gott nur still, du wirst schon zum Ziel ge⸗ langen. Glaube, daß sein Liebeswill /stillen werde dein Ver⸗ an langen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. ef Jakob Gabriel Wolf, 1684-754 und leie 606 Mel. 46 L. Wi Min Jesu fang ich an, mit Jesu will ich enden; was ich nur G b immer tu, wohin ich mich mag wenden, soll meiner Rugen Her Ziel/ alleine Jesus sein; in meinem Herzen nichts/ als Jesus 3. De wohn allein. Helden 2. Mit Jesu wach ich auf, mit Jesu geh ich schlafen; nur Jesus den Mi kann allein/ der Seele Ruh verschaffen. Mit Jesu geh ich auch/ 4. 0 ganz freudig in mein Grab; nichts kann mir schädlich sein, wenn hält eu ich nur Jesum hab. und Sd 3. Herr Jesu, führe mich, so lang ich leb auf Erden; laß mich 3. Lie nicht ohne dich/ durch mich gesühret werden. Führ ich mich von dir ohne dich, so werd ich leicht verfüͤhrt; wenn du mich aber führst, lokst do tu ich, was mir gebührt. Ghe 4. Du wirst das gute Werk, das du selbst angefangen, nicht edem lassen unvollbracht. Ich bleibe an dir hangen/ und will gehorsam eigen h sein/ in Lieb und auch in Leid, solang du mich noch hier/ willst 7. Sel haben in der Zeit. Johann Konrad Ziegler, 7692-378 du han v. 3 Johann Heermann, 1585- 1647 und Or 607 Mel. 164 Wol groß wird meine Freude sein, wenn ich dir treu ge⸗ ö blieben/ und weder Schmach noch Kreuzespein/ mich je zurückgetrieben! Man kommt durch Spott und HBohn/ zuletzt 0 zur Ehrenkron. O sanftes Joch, o leichte Last, wohl dem, der br dich getrost auffaßt! Ulrich Bogislaus von Bonin, 1682-752 41 608 Mel. ss(2/a) witbe Sod wir schwach, der Herr hat Stärke; sind wir arm, der eechtg Herr ist reich. Wer ist unserm König gleich? Unser Hott. B tut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem die ten, w Himmel untertan? Johann Simon Buchka, 7705-752 wit sin 356 Hrsten ein Ver⸗ dir iiht. 84.1756 Mel. 36 ich nur er Augen als Jesus hut Jesus ich auch/ ein, wenn laß mich ich mich ber fühtst gen, nicht gehotsam er/ willst 092-70 1585·1647 Mel. J64 treu ge⸗ ein/ mich n/ zuleht dem, der se-I)8² 88(-24 arm, der aser Gott dem die 7⁰⁵⁵⁰⁵² Nachfolge Jesu 609 6010 609 Mel. 56 Sansag König, deine sanfte Cast, nur ein wenig munter an— gefaßt, hat noch keinen schwer gedeucht, alles dran ist süß und leicht; und wir müssen davon Zeugen sein. 2. Wir verschenken uns dir heut aufs neu/ und gedenken deiner vorgen Treu, da du uns zum Joch bequemt, und sind tief ins Herz beschämt, daß es nötig tut, den Bund erneun. 3. Deiner Gnade inniglicher Drang, deiner Pfade muntrer Heldengang, deine holde Lieb im Blut /machte unserm Geist den Mut, wo du wolltest, mit dir hinzugehn. 4. Lasse Hände, matt gewordne Knie, auf, behende! Was hält euch noch hie? Ist Jerusalem nicht wert, daß man Tritt und Schritte mehrt? Eilig, eilig, ohne umzusehn! 5. Liebster Heiland, guter, treuer Hirt, da wir weiland uns von dir verirrt, brachtst du uns auf deine Bahn, und noch jetzt lockst du uns an, deinen Spuren treuer nachzugehn. 6. Herr, wir geben diesen Augenblick/ unser Leben ganz in jedem Stück/ dir mit Leib und Seel und Sinn/ wieder neu zu eigen hin/ und behalten nichts für uns zurück. 7. Lehr uns wandeln, wie du wandeltest, lehr uns handeln, wie du handeltest. Alles unser Tun und Wort/ sei zu jeder Stund und Ort, Herr, in deiner Ahnlichkeit getan. Karl von Pfeil, 1772-784 61 0 Mel. 230 ron und Lohn beherzter Ringer, der Seligkeit Herwieder— bringer, Herr Jesu, Herr der Herrlichkeit, schau vor deines Thrones Stufen/ die Deinen, welche zu dir rufen, sie wären gerne benedeit. Du segnest ja so gern, Gesegneter des Herrn, wir begehrens. So komm herein, wir sind ja dein, und laß uns recht gesegnet sein. 2. Brunnquell aller Seligkeiten, ach fahre fort, uns zu berei— ten, wie es vor dir gefällig ist. Wir, die von Natur verdorben, wir sind dem Leben abgestorben, darinnen du zu finden bist. So 357 6710 Das Leben des Christen I EE töte doch den Feind, der uns zu stürzen meint, unser Leben; voll⸗ bringe nun, uns abzutun, daß wir in deinem Tode ruhn. J. Selig sind die geistlich Armen. Sie finden leichtlich dein Erbarmen; das Land der HBimmel bleibet ihr, wenn die Satten und die Reichen/ und Selbstgerechten ferne weichen/ von deines Königreiches Zier. Ach mach uns Arme reich, doch deiner Armut gleich; gib uns, Jesu, den reichen Mut, dem irdisch Gut/ recht weh und Armut sanfte tut. 4. Selig sind, die Leide tragen. Sie sollen Trosts genug er— jagen, ihr Herzog ging den Weg voran. Stieg er auf durch Kreuz und Leiden, so will er uns den Kelch bescheiden, der ihm hienieden gut getan. Uns ist in dieser Zeit /kein Feiertag bereit, hier gilts weinen. Beim Lammesmahl/ ist keine Qual, wir aber gehn durchs Jammertal. 5. Selig sind die sanften Geister. Sie sind auf Erden Herr und Meister, und niemand sieht es ihnen an, da sie doch durch stillen Wandel/ in allerlei Geschäft und Bandel/ ihr Lammeswesen dargetan. Es ist ihr Bräutigam/ das erstgeborne Samm, Lamm und Löwe, gar sanft und weich, doch stark zugleich; so sind auch die aus seinem Reich. 6. Selig gleich dem Lebensfürsten sind alle Seelen, welche dürsten/ und hungern nach Gerechtigkeit. Sättigung soll ihnen werden, so wie ihr Heiland hier auf Erden/ zur vorbestimmten Leidenszeit/ den Durst in seinem Teil/ nach unsrer Seelen Heil/ wohl empfunden. Wer in der Tat/ so Bunger hat/ und also dürstet, der wird satt. 7. Selig sind barmherzge Seelen. Barmherzigkeit wird sich vermählen/ dereinst mit ihrer Dürftigkeit. Wer ein Tröpfchen Wassers gibet, wird um das Tröpflein auch geliebet/ und wohl belohnt zu seiner Zeit. Wohl also jedermann, der hier viel Guts getan! Wehe denen, die sich durch Pracht/ darum gebracht! Vor Gott wird ihrer schlecht gedacht. 8. Selig sind die reinen Herzen, die ihre Krone nicht verscherzen: sie werden Gott im Frieden sehn. Alle unbefleckten Tauben, die an den Freund der Seele glauben/ und in der Reinigkeit bestehn, 358 Rachjol 0 iesehen Samm, ahnlich se 9. Seli nachen. lenzen/ Hieden h unꝰ Fti gankgew 10. Se Willen lei im deinet Liebe ga wir hier, dieser Kt 11. Se verden/ vohl sche wir uns Kteuz u eit/ du 19. 0 Sttaße, Ohristen Edt denz voll⸗ hn. llich dein ie Satten on deines ler Armut hut/ recht genug el⸗ auf durch j der ihm ag bereit, wir aber Hert und uch stillen meswesen m, Lamm sind auch en, welche soll ihnen estimmten elen heil/ und also t witd sich Tröpschen und wohl viel Guts dachtl Vor erscherzen: auben, die it bestehn, Nachfolge Jesu 6710 SSSEEEE 8 die sehen einst im Licht/ das keusche Angesicht/ unsers Sammes. Lamm, wir sind dein; behalt uns rein/ und lehr uns dir recht ähnlich sein. 9. Selig, die in allen Sachen/ von Berzen gerne Frieden machen. Gott siehet sie als Kinder an. Dort in jenen Friedens⸗ grenzen/ soll einst im Friedensschmucke glänzen, wer viel zum Frieden hier getan. Wer ließe sich denn nun/ nicht lieber Unrecht tun? Friede, Friede/ hat unsre Gunst, ist unsre Kunst; der reichste Zankgewinn ist Dunst. 10. Selig sind, die voller Freuden/ hier um der Wahrheit willen leiden'/ und sprechen: Du bist ja der Herr! Dulden wir um deinetwillen: die Zahl der Leiden zu erfüllen, wird uns aus Liebe gar nicht schwer. Wie glücklich wären wir, o Jesu, wenn wir hier/ um dich litten! So geh voran! Wir dringen an/ auf dieser Kriegs⸗ und Siegesbahn. 11. Selig sind schon hier auf Erden, die wacker ausgehöhnet werden/ von wegen ihres Bräutigams. Keine Braut wird sich wohl schämen, des Liebsten Namen anzunehmen; was schämen wir uns unsers Samms? Das müsse serne sein! Laß kommen Kreuz und Pein, wir sind Christen/ und allezeit/ mit Freudig⸗ keit/ durch Ehr und Schmach zu gehn bereit. 12. Das ist Freud ohn alle Maße. Wir ziehen fröhlich unsre Straße, wenn wir die große Seligkeit/ tapfrer Streiter recht erwägen, die sich mit Christo niederlegen/ ans Kreuz in Niedrig⸗ keit und Leid. Wie sanft wird sichs dort ruhn! Wie wird die Ehre tun/ nach der Schande! Wie blitzt der Glanz! Wie steht der Kranz! Dort stehen wir in Jesu ganz. 13. Laß uns rittermäßig ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen; als Feldherr tritt ins erste Glied. Das ist so ein Ritter⸗ rennen, da wir noch manchen Helden kennen, der mit uns auf den Walplat zieht. Das Kleinod ist es wert, daß man es ganz begehrt. Es ist unser! Wir sprechen schon/ im hohen Ton: Was gilts? wir bringen es davon! 14. Darum hast du uns verbunden/ auf gnädig abgemeßne Stunden; du hast aus allen eins gemacht, daß wir mit verknüpften 359 607 62 ö Das Leben des Christen EESE Machten/ die Krone zu erkämpfen trachten. Hier stehen wir auf unsrer Wacht. Wir sind von deinem Stamm, du bist der Bräuti⸗ gam, wir sind Glieder. O teures Haupt, wer also glaubt, der wird dir nimmermehr geraubt. 15. Also müssen wir auf Erden/ nie als in dir erfunden werden! Du hast uns je und je geliebt; du hast erst um uns geworben, du bist aus Liebe gar gestorben; wer ist, der solche Proben gibt? Wohlan, wir lieben dich, o Liebe, eigentlich! Unsre Liebe/ ist nur ein Bild, solang es gilt, wie du uns endlich lieben willt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο Zur eigenen Hochzeit gedichtet(7. September 1722) 611 Mel. 200 J der du uns erworben, da du am Kreuz für uns gestorben, Trost, Leben, Beil und Seligkeit: deine Schäflein, die dich kennen/ und ihren treuen Hirten nennen, wärn gerne von dir benedeit. Du segnest ja so gern, Gesegneter des Herrn; wir begehrens. So komm herein, wir sind ja dein, und laß uns recht gesegnet sein. 2. Brunnquell aller Seligkeiten, fahr immer fort, uns zu be⸗ reiten, so wie es dir gefällig ist, Wir, die von Natur verdorben, sind ja zum Guten ganz erstorben, eh du in uns geschäftig bist. So sei es deine Kraft, die alles in uns schafft, unser Leben; wir wollen nun/ nichts selber tun, laß uns in deinem Tode ruhn. 3. O möcht unser Herz auf Erden/ nie als in dir erfunden werden! Du hast uns je und je geliebt; du hast erst um uns ge⸗ worben, du bist aus Liebe gar gestorben; wer ist, der solche Pro⸗ ben gibt? Wohlan, wir lieben dich, o Jesu, inniglich! Ach ent⸗ zünde/ uns für und für/ noch mehr nach dir/ mit unauslöschlicher Begier! Umdichtung des vorigen Liedes 61 2 Mel. 183 ein Freund, wie dank ichs deiner Liebe, daß du von deinem Gnadenthron, durch deine zaͤrten Liebestriebe/ erwärmst mich armen, kalten Ton? Wie dank ichs deinem treuen 36⁰ Nachjo erʒen Güh 60 0 escheht den Li des He Pfand, 4. W dieser Btäutg bitt ich Wille f J. Et ei, da frei, un ben leh schwebg 6. Wohn keit ist nes W dich a 7. gefällt Kette freiter Liebe . Maje densg Ohisten n wir auf Bräuti⸗ laubt, det nwerden! orben, du ben gibtꝰ Liebe/ ist n willt. 7oo- ⁰ο nber 759 Mel. 230 gestorben, u, die dich ne von dit herrn; wit d laß uns uns zu be⸗ verdorben, hãftig bist eben; wir Lode ruhn. t etjunden im uns ge⸗ solche Pro⸗ Ach ent⸗ Hlöschlichet origen Liedes Mel.)83 aß du von bestriebe/ nem treuen Nachfolge Jesu 60³2 406 SSSSSE* Herzen, daß du mich von dem Fluch befreit /und mir die ewge Seligkeit/ erworben hast durch Todesschmerzen? 2. Das hab ich an mir wahrgenommen, zu deiner Stunde ists geschehn; da bin ich meinem Feind entkommen, da hab ich in dein Licht gesehn; da wurde köstliches Geschmeide, das Kleid des Heils, mir zugewandt; da ward zugleich der Kindschaft Pfand/ mir mitgeteilt, des Geistes Freude. 3. Mein Bräutigam und Fürst der Thronen, was mach ich noch in dieser Zeit? Bei Satans Stuhl ist übel wohnen, mir ziemete die Ewigkeit. Bienieden hab ich nichts verloren; dort ist mein Bürgerrecht erkauft, auf jene Welt bin ich getauft, drauf hab ich Treue dir geschworen. 4. Wärs etwa, daß mein Geist noch hinge/ an einem Faden dieser Welt/ und sein Verlangen auf was ginge, das dir, o Bräutgam, nicht gefällt, ach wäre dies, mein liebstes Leben, so bitt ich deine Liebsgewalt: Zerreiße diesen Faden bald! Mein Wille sei dir übergeben. 5. Erinnre mich, du treuer Zeuge, daß deines Vaters Wille sei, daß ich mich ganz zum Kreuze beuge, von allen Kreaturen frei, und was ich noch im Fleische lebe, dem Hleische abgestor⸗ ben leb, mich deiner Liebe nur ergeb, ja, mit dir in der Höhe schwebe. . Da ist mein Herz, du Berr der Seele, ach nimm es dir zur Wohnung ein; es ist zwar eine enge Höhle, und die Unendlich⸗ keit ist dein. Allein die Liebe, die dich nieder/ in mein verlor⸗ nes Wesen zog/ und, Mensch zu werden, dich bewog, die ziehe dich auch jetzo wieder. 7. Zerbrich, verbrenne und zermalme, was dir nicht völlig wohl gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der Kette hält, ist alles eins in deinen Augen, da nur ein ganz be— freiter Geist, der alles andre Schaden heißt, und nur die lautre Liebe taugen. 8. Hier ist der Ort, hier sollst du wohnen, hier soll die höchste Wajestät /als auf dem Stuhl der Ehren thronen. Dein Frie⸗ densgruß sei mein Gebet, dein Zepter sei mein ganzer Wille, 36 73 Das Leben des Christen EEE dein Reich sei Leib und Seel und Geist, darin sich deine Macht erweist, dein Ruhbett meine Seelenstille. 9. Ja Amen, da sind beide Hände! Rufs neue sei dirs zuge⸗ sagt: Ich will dich lieben ohne Ende, mein Alles werde dran ge⸗ wagt! Ach laß, mein Freund, mich deinen Namen/ und deines Kreuzes Ehrenmal/ nach deiner Lieb und Gnadenwahl/ an meiner Stirne tragen! Amen. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-70 61 3 Mel. 278 Ha JOesu, lehre mich dich finden, mach meine Seel an dich gewöhnt. Du zogest sie aus ihren Sünden/ und hast sie selbst mit Beil gekrönt. Du hast dich ihrer angenommen, da ihre Not aufs höchste kommen, drum bleib ihr Ziel nun unverwandt! Ach, ging ihr deine Näh verloren, o Freund, vor allen auser⸗ koren, so wär sie wie ein ödes Land. 2. Hier ist mein Herz, du Berz der Liebe, bewohne es mit Eieblichkeit. Ertöte die verderbten Triebe/ der sündenvollen Eigenheit. Belebe auch, du wahres Leben, was du in meine Brust gegeben: den Geist, den Geist von oben her. Du aller— seligster Gebieter, nimm hin statt aller deiner Güter„mein Herz nach deinem Liebsbegehr. J. O Liebe, lehre mich erkennen, daß, wenn in meiner Hütte Raum/ dein Licht und Liebesflamm nicht brennen, so sei mein Christentum ein Traum, ein bloßer Rauch, der bald verschwin⸗ det, sobald sich fremdes Feur entzündet, ein Wahn und eine Tändelei. Ach laß mich in der Wahrheit wandeln, ach laß mich aus der Wahrheit haͤndeln, weil ich vom Geist der Lüge frei. 4. Es sei dir denn mein ganzes Leben, du aller meiner Wünsche Ziel, zum wahren Eigentum gegeben. Ach merkt ich dich fein oft und viel! O süßer Bräutgam, laß mich eilen/ und keinen Rugenblick verweilen, dein Herz sei meines Herzens Ruh. Dein Leben sei mein einzig eben, mein Wollen sei dir hingegeben/ und meine ganze Kraft dazu! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰07οο 362 vern his ins 2. Go den schw Trübsal J. Rül ein stem Sinn/ 4. Oid durch ra dem La Tristen WMacht rs zuge⸗ dran ge⸗ deines ahl/ an 00--7⁰⁰ Mel. 2)8 an dich hast sie da ihre üwandt! auser⸗ es mit envollen nmeine N aller⸗ t/ mein er Hütte sei mein rschwin⸗ ind eine laß mich üge frei. Vünsche dich fein keinen . Dein egeben/ 0⁰--⁷7⁰ Nachfolge Jesu 614—6)6 E RE 6 1 4 Mel. 68 Ja geh voran/ auf der Lebensbahn, und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; sühr uns an der Hand/ bis ins Vaterland. 2. Solls uns haͤrt ergehn, laß uns feste stehn/ und auch in den schwersten Tagen/ niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier/ geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf/ deine Türe auf. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 61 5 Mel.)) 2 hat ein Wort gesagt, das nicht jedermann behagt/ und darin ich Kraft verspür: Nehmt das Kreuz und folget mir! 2. Auf, ihr Jünger Jesu, seht, wie es eurem Meister geht! Jesus trug sein Kreuz voran/ und bezeichnete die Bahn. 3. Leid umsonst, wer immer will: ich erwähle mir das Ziel, da man von der Kreuzessaat/ Wonne einzuernten hat. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77⁰0⁰0- 7οο 616 Mel.)55 du Seelenbräutigam, sollten Herzen, die dich nennen/ und dich kennen, folgen einem andern Stern? Das sei sern! Das Geschöpf ist viel zu wenig, unser Geist begehrt den König, und die Seelen sind des Herrn. 2. Christen sind nicht auf der Welt, daß sie sich mit ihr er— freuen/ und gedeihen. Ihr Beruf heißt: Jesu nach/ durch die Schmach, durchs Gedräng von auß und innen, das Geraume zu gewinnen, dessen Pforte Jesus brach. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο 363 677- 679 Das Leben des Christen 61 7 Mel. 26 Wẽ sind dein Eigentum, o Lamm, dir sind wir schuldig Leib und Leben. Es wär ein strafbar Widerstreben, sich weigern dir, o Bräutigam. 2. Mein König, wer ist wohl wie du? Wer hat ein solches Recht zum Herzen? Wen kostets so viel tausend Schmerzen? Dich riß es aus der Gottesruh. 3. Geht immer hin, ihr Menschen, geht/ und werdet satt von eurem Meinen. Ich halts mit ihm und mit den Seinen, mich zieht der ewige Maͤgnet. 4. Ich bete ihn ganz herzlich an. Er kennet meines Herzens Sehnen: Ach wär ich, denk ich oft mit Tränen, so, wie ich ihm gefallen kann! . Mein König, schreib mir deinen Sinn in Herz und Seel und Sinn und Nieren/ und laß mich kein Vermögen rühren/ als deins, das nehme mich dahin. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰0-7ο 618 Mel. 56 G Führung fordert Stille. Wo der Fuß noch selber rauscht, wird des ewgen Vaters Wille/ mit der eignen Wahl vertauscht. 2. Alle menschlichen Geschäfte gehen überhaupt nicht gut, wenn man sie durch eigne Kräfte„und nicht aus der Gnade tut. J. Göttliche und innre Dinge„lassen vollends gar nicht zu, daß man sie mit Sturm erzwinge, sondern weisen uns zur Ruh. 4. Laß uns immer also handeln/ in der kurz bemessnen Frist, daß wir in dem Lichte wandeln, Herr, wie du im Lichte bist. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-0 619 Mel. 395 Wẽ er den Heiland liebet/ und fürs Haupt erkennet/ und sich Glied am Leibe nennet/ und will sich entziehen, wenn 364 Machjal das Ha dirbt/ u Wetter. 2. Sol dort im Gottes! sch/ led I. Wa 000 f Sachen, Lann. S 4. Wit hlutigen aus Cieb Richts k I. Lieb Heiland lüchtig. auf dem ew Ei Schand nur die leinen g L. ch serne se nach G schs ni Wege/ 3.30 Ohristen Mel. 25 schuldig eber, sch in solches hmerzen? tsatt von nen, mich Hetzens ie ich ihm und Seel rühren/ 7oo-7⁰ο Mel. J6 och selber et eignen nicht gut, hnade tut. nicht zu, zur Ruh. nen Fris, te bist. 7⁰⁰n⁷⁷ο Nel. J9ð und sich en, wenn Nachfolge Jesu 62⁰0 2 GSRSSE das Baupt sich reget/ und den Leib ihm nachbeweget, der ver— dirbt/ und erstirbt /wie die dürren Blätter/ bei dem rauhen Wetter. 2. Sollen und nicht wollen, das ist eine Schande/ hier und dort im Vaterlande. Wenn man ehrlich bleiben/ und vor Gottes Herden/ nicht will ganz zu Schanden werden, muß man sich/ lediglich/ dem zur Freud ergeben, dem sie alle leben. 3. Waͤhrlich, unsre Schule /bei dem lieben Meister/ ist ein Glück für willge Geister. Was er uns befiehlet, das sind lauter Sachen, die man gerne wollte machen/ und die man machen kann. Seit des Heilaͤnds Leiden/ dient man ihm mit Freuden. 4. Wir sind keine Sklaven, sondern freie Diener/ von dem blutigen Versühner, der uns zwingen könnte/ und nicht will aus Liebe, sondern fordert Herzenstriebe. Aber dies/ ist gewiß: Nichts kann fester binden/ als sein Liebsempfinden. 5. Liebe Herzen, gehet, wollt und könnt in allem, was dem Heiland mag gefallen, und zu allem andern seid durchaus nicht tüchtig. Haltet eure Gnade wichtig, geht im Sinn/ Christi hin/ auf dem Gnadengleise„nach der Jünger Weise. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 700-760 620 Mel. 784 ewiß, wer seinen Heiland liebet /und liebt zugleich sein Eigentum, der wird erfreuet und betrübet/ durch Christi Schande oder Ruhm. Ich bitte meinen Heilserwerber, er wende nur die Schmach von mir, darüber ich kein Leiden herber/ und keinen größern Schmerz verspür; 2. Ich meine: Jesum Christum nennen/ und seinem Herzen ferne sein, sich selber nicht im Grunde kennen/ und also nicht nach Gnade schrein; und weil das Fleisch und Blut gar träge/ sichs niemals gerne sauer macht, ein Christentum auf eignem Wege/ erwählen, das die Welt erdacht. 3. Zwei Dinge retten vom Verderben/ und führen uns zur Seligkeit: das eine ist des Heilands Sterben, des Blut für uns 36 62) 622 Das Leben des Christen um Gnade schreit, das andre Christi Joch, das linde. Das erste bringet uns zur Ruh, das andre lenket uns geschwinde/ der Streiterbahn für Christum zu. 4. Hat jemand kein verklärtes Auge, dem Heiland in sein HBerz zu sehn, der wisse, daß er gar nichts tauge/ und daß es um sein Heil geschehn. Hat aber jemand Gnade funden/ und will nicht in die Streiterbahn, darin die Zeugen überwunden, der gibt die Gnade wieder dran. 5. Herr, der du unsre arme Seele/ auf deinem Mutterherzen trägst/ und ihr, daß sie dich ganz erwähle, stets neue Treu vor Augen legst: erhalte uns nach deinem Willen, bis jeder sich, du Seelenmann, in deinen blutgen Wunden stillen, sich deines Joches rühmen kann. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-70ο 621 Mel. 34 Maoern Jatnd r ernortt Wenn Jee winkt, so geh; wenn Jesus zieht, so eile fort; wenn Jesus hält, so steh. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; wenn er dich liebt, so ruh; wenn er dich aber schilt, so sprich: Ich brauchs, Herr, schlage zu! 3. Wenn er sich in der Gnadenzeit bald hier, bald da ver— klärt, so freu dich der Barmherzigkeit, die andern widerfährt. 4. Wenn er dich aber brauchen will, so steig in Kraft empor; wird Jesus in der Seele still, so nimm du auch nichts vor. 5. Kurz, mein und unser aller Herz/ sei von dem Tage an/ bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz/ dem Lamme zugetan! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 622 Mel. 34 Ou du herabgekommen bist, in Knechtsgestalt zu gehn, des Weise nie gewesen ist, sich selber zu erhöhn: 9. Komm, führe unsre stolze Art⸗ zu deiner Demut Bild, darin allein sich offenbart, ob man vor Gott was gilt. 366 Nachfe 46 J. O hutch l zwang 4. Er und tei Oristen Das erste de/ der in sein uß es um und will den, der terherzen Treu vor edet sich deines 7⁰⁰-7⁰⁰ Mel. 3 ktsogeh; t. so steh. so ruhj hlage zul d da ver⸗ erfährt. st empor; vot. je an/ bei Zugetan! 7⁰⁰ ⁷⁰οè Mel. J4 gehn, des ild, darin Nachfolge Jesu 623 6²24 SISISSSSSSS N J. Der du um unsre Seligkeit /mit blutgem Schweiße rangst, durch Arbeit, Mühe, Kampf und Streit/ dem Satan uns ab— zwangst: 4. Erschüttre doch den schlaffen Sinn, der nichts von Arbeit weiß, und reiß ihn aus der Trägheit hin/ zu deinem Arbeitsfleiß. 5. War zu der Herrlichkeit die Schmach dein vorbestimmter Weg, so geht dir deine Herde nach/ auch über diesen Steg. 6. Drum führ auf deiner Leidensbahn/ uns selber bei der Hand, weil dort nur mit regieren kann, wer hier mit überwand. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 700-7ο 623 Mel. 366 H Jesu, da ist Herz und Hand/ zu treuer Liebe Gottes/ und zu dem auserwählten Stand, der Träger deines Spottes. Es geht doch immer mehr hinan, gehts gleich durch manches Lei— den/ und durch die dornenvolle Bahn, zur Fülle deiner Freuden. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-700 6²24 Mel. 20 Ru dem ewgen Felsen stehen, die gerade Straße gehen, in den Proben kindlich flehen, still und zuversichtlich sein: 2. Dieses ist die rechte Gnade, da man auf dem Friedenspfade/ immerfort von Grad zu Grade/ bis zum letzten Grade geht. J. Und so wird man auch allmählich/ in des Herrn Nachfolge fröhlich, und der Segen ist unzählig, wo man was auf Jesum wagt. 4. Durch die Kraft des Liebesbundes, des im Kreuz gelegten 1misd ist man immer ein gesundes/ und dabei geschäftges ied. 5. O wie lebt sichs gut bei Brüdern, o wie fügt sichs leicht mit Went die der Gnade sich nicht widern, die ihn Blut gekostet at. 6. Wenn wir ohne Zagen gläuben/ und fein fest am Weinstock bleiben, werden wir schon Früchte treiben, die ihm eine Ehre sind. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰0-760 367 6²25— 627 Das Leben des Christen 625 Mel. 20 Oche uns unsern HBeiland bitten, daß er uns nach seinen Sitten/ leiten mög auf allen Tritten/ und wir ihn stets recht verstehn. 2. Möchten wir nur von der Erden/ ganz zu ihm gezogen werden, daß all unsere Gebärden/ zeugten, wo das HBerze sei, 3. Daß wir ihn durch nichts betrüben, ihn von ganzem Herzen lieben, uns in seinen Wegen üben, bis wir unsern Lauf vollbracht. * Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-750 6²26 Mel. 30 enn man vom Dienst der Sünden„sich suchet zu ent— binden/ und sich, und was man liebet, dir, Herr, zum Opfer gibet, 2. Hilfst du getreulich kriegen, den bösen Feind besiegen, be⸗ lohnest Müh und Streiten /mit tausend Freundlichkeiten. J. Du willst uns selbst bereiten/ zu wahren Seligkeiten, und wie du uns willst haben, so schenkst du deine Gaben. 4. Dir kindlich nachzugehen, dir zu Gebote stehen/ und dich alleine meinen, dies ist das Ziel der Deinen. S. Nun, Jesu, mach mich fertig, gehorsam und gewärtig/ und fähig, deinen Willen /mit Freuden zu erfüllen, . Daß ich dich bei mir finde/ und alles überwinde, daß mich kein eid noch Glücke/ von meinem Ziel verrücke, 7. Daß ich dich fröhlich liebe, obs hell ist oder trübe, und du mein bleiben müssest, du schlagest oder küssest. *ikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 627 Mel. 4 u ewges Liebeswesen du, sei inniglich gepreist, daß du mit Gnade, Fried und Ruh/ uns Tag für Tag erfreust. 2. Wo fang ich deinen Ruhm nur an? Wo hört mein Loben auf? Ich preise dich, so gut ich kann; ach merk in Gnaden drauf! 368 Rachfolg 3. Hiet huing dir 4 Hier icht sie! 3. Hier aus, de haus. 0. Und o nimme 7. Hier Wenn ur In der trage u gehn. 2. Ma doch nic Sieg ste J. La Hroben, 4. Ma und wir 5Christen Mel. 20 ach seinen rihn stetz m gezogen hehe sei em Herʒen vollbtacht 700-760 Mel. 3o het zu ent⸗ err, zum esiegen, be⸗ keiten. keiten, und n. / und dich hättig/ und e, daß mich ibe, und du , Voo-IJbo Nel. J c nein Loben aden drauf! Nachfolge Jesu 628 629 3. Hier hast du meinen schwachen Mund, eröffne du ihn mir/ und bring dir aus des Herzens Grund/ selbst Lob und Dank herfür. 4. Hier hast du Sinne und Verstand, darin regiere du/ und richt sie dir mit eigner Hand/ zum Wohlgefallen zu. 5. Hier hast du Leib und Seel und Geist, nun schaff dir etwas dans. das dich nach allen Würden preist; es sei dein Tempel⸗ aus. 0. Und siehst du an uns manches noch, was dir nicht wohl gefällt, so nimms hinweg und mache doch, daß niemand drüber hält. 7. HGier hast du uns, so wie wir sind, hier hast du unser Flehn. Wenn uns dein Herz fest an sich bindt, so ist uns gnug geschehn. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 750 628 Mel. 20 3— den ersten Gnadentagen /wird man von dem Lamm ge— tragen; endlich muß man lernen wagen, selber seinen Gang zu gehn. 2. Manchmal gehts durch Dorn und HBecken, aber man bleibt doch nicht stecken, und das meiste ist der Schrecken; nichts als Sieg steht im Panier. 3. Saßt uns unsern Herzog loben/ wegen der vergangnen Proben, derer, die noch aufgehoben, und die gegenwärtig sind. 4. Manches ist noch zu erfahren, aber er weiß zu bewahren/ und wird keine Mühe sparen, bis er uns zum Ziel gebracht. 5. Liebe, da ist unser Wille, den versiegle in der Stille/ und gib uns aus deiner Fülle/ Gnad und Kraft, so viel man braucht. 0. Solln wir länger vor dir wallen, König, gib uns Mut in allem; laß die Losung stets erschallen: Er mit uns, und wir mit ihm!*Anna Nitschmann, 1775-7 6²29 Mel.„o 9⁰ Jesu Christ, mein Leben, dir alles hinzugeben, das fühl ich, hättst du gern. Dann willst du mich begaben, ich soll dich selber haben, dich, meinen Bräutgam, Gott und Herrn. 24 369 630— 632 Das Leben des Christen DEEEENEEEE 2. Ich schäme mich von Herzen, es macht mir manche Schmer⸗ zen, daß ich in diesem Teil noch so gar weit zurücke; das stört noch oft mein Glücke/ und den Genuß an deinem Heil. J. So sei dir denn mein Leben/ und alles hingegeben, dir, o mein Bräutigam! Nimm mich in deine Arme‚ daß meine Seel erwarme/ von deiner heißen Liebesflamm. 4. Ich will an nichts mehr denken, ich will mich auch nicht kränken/ um das, was künftig ist; ich will von deinen Händen/ mich lassen drehn und wenden, gnug, daß du mir mein Alles bist. S. Für die vergangnen Proben/ will ich dich immer loben, wenn sie mir fallen ein; sie bleiben mir stets wichtig, denn du führst immer richtig. Ach laß mich nur recht folgsam sein! ANnna Nitschmann,(2) 1757ο 630 Mel. ⸗ Oy der zur Wanderschaft/ sein Beispiel gibet/ und in der Bilgrimschaft/ bist durchgeübet, du Fremdling in der Welt, der Welten schützet, Herr über alles ist/ und nichts besitzet: 2. Gesegnet bleibst du uns„ im Angedenken, bis daß du uns auch wirst/ das Sehen schenken. Der du dich für dein Volk/ in Tod gegeben, gib uns die Gnade nun, für dich zu leben. Matthäus Behl, 7705-787 631 Mel. 205 Mannunn dir folg ich gern. O Jesu, führ mich, wie du willt; sei mein Stab, im Wandertrab, mein einger Trost, mein Lohn und Schild. Schütz du mich um deine Sach/ mit der heilgen Wächter Wach, so erreicht mein Vilgerpfad/ die geliebte Gnadenstadt. Ursprünglich lautete der Anfang: Abendstern. Christian David, 7690-757 632 Mel. 5s So zieht die Gmeine dem Lamme nach, wo es hingehet, durch Ehr und Schmach, achtet sich für selig, wenn sie der Leiden, welche vermengt sind mit Kreuzesfreuden, gewürdigt wird. 370⁰0 Nachfo 2. O6 sein Bl Hleibt s⸗ Christen N He Schmer⸗ das stött Heil. geben, dit daß meine auch nicht x Händen, Ales bis. er loben, 9, denn du sein! 7NS-⁵οο Mel. 97 und in der n der Welt, besihet: daß du uns ein Volk/ u leben. „⁰5-70 Mel. 205 ich, wie du nger Trost, Sach/ mit ꝑpfad/ die Abendstern. Vogo- J75 Mel. 58 ehet, durch er Eeiden, witd. Nachfolge Jesu 633 634 SDSSDSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS. 2. Das Lebn nicht lieben ist unser Los, weil auch der Heiland sein Blut vergoß. Weil er mit dem Tode/ am Kreuz vollendet, bleibt seiner Jünger Sinn unverwendet/ darauf bestehn. 3. Daß nur in unserm Herrn Jesu Christ/ wahres und lauteres Wesen ist, daß sich arme Sünder/ erlöset wissen, daß sie der Sünde nicht dienen müssen, das ist gewiß. 4. Wir freun uns über den Tod des Herrn, danken den Wunden so herzlich gern. Und ein armer Pilger/ und Hirtenknabe /wandert getrost mit dem Kreuzesstabe, und ihm ist wohl. 5. O Lamm, dein Gnadenvolk liebt dich sehr, auch liebt es herz⸗ lich das selge Heer/ derer, die im Glauben/ den Lauf geendet. ann kommt die Zeit, da auch wir vollendet/ uns droben sehn? *Friedrich Wenzel Neißer, 177677⁷7 633 Mel. 22 Sd herzlich gelobet, du heilige Güte, daß du bisher uns durchgebracht. Es reget sich dankbar dafür das Gemüte, daß man die Leiden nicht mehr acht. Lob sei dir mit Freuden, mit Mund und Geist, weil du uns im Leiden so sehr erfreust! Wer sind wir, daß uns der gesegnete Orden/ der Streiter des Lammes zu teil ist geworden? 2. Wir ruhen in Jesu, dem Felsen, geborgen, bis alles Wetter übergeht. Der Beiland wird alles das Unsre besorgen, er weiß am besten, wie es steht. Der Schultern Vermögen bedenket er, nichts aufzuerlegen, was allzu schwer. Für Zeiten vorüberge— gangener Proben/ lernt unsere Seele am herzlichsten loben. ANnna Dober, 3773-799 634 Mel. 0 Du gute Liebe, wenn ich gedenke dran, wie deine Triebe/ mich von der Sündenbahn/ so mächtig haben abgezogen/ und wie dein Blut mein Herz überwogen, 2. So sink ich nieder/ und bin Erstaunens voll, erhol mich ö wieder/ und sage: Ist es wohl auch möglich, Sünder so zu lieben, die dir gemachet so viel Betrübenꝰ 24* 37 635 636 Das Leben des Christen SRSISSSSSSSSSSSSSSSSSSSS 3. Dir geb ich heute/ mich ganz aufs neue hin/ zu deiner Beute/ und gänzlichem Gewinn, mit mir zu tun, was dir be⸗ liebet, von mir zu nehmen, was dich betrübet. 4. Ich bin sehr schwächlich, das weißt du, Heiland, wohl, und sehr gebrechlich/ zu dem, was ich sein soll. Drum mag mein Hoherpriester eilen„ und alle meine Gebrechen heilen. 5. Durch vieles Mühen/ hat mich dein Aug bewahrt, denn Pflegen, Ziehen /hast du ja nie gespart. Die Treue ist ganz unbeschreiblich; wers nicht erfaͤhren, dem ists ungläublich. 0. Drum soll mein Herze/ dir ganz gewidmet sein, bei allem Schmerze/ und Unruh bin ich dein. Mein Trieb ist auch, dich zu erhöhen/ und immer kindlich auf dich zu sehen. *Esther Grünbeck, 7777-7 635 Mel. 56 E wills wagen, mich dem Lamm allein/ zuzusagen, das von Schuld und Pein/ mich erlöst hat durch sein Blut/ und er⸗ worben ewges Gut. Mir soll Jesus Ein und Alles sein. 2. Ich wills wagen, nun und nimmermehr/ zu verzagen, ob ich noch so sehr/ meinen Freund zuvor betrübt, der mich nun so zärtlich liebt. Nusgeschöpfet ist das Sündenmeer. J. Ich wills wagen, wo vom Kreuzesbaum/ Zweige ragen, mir zu suchen Raum. Wenn die Sünde mich erschreckt/ und in Furcht und Zweifel steckt, so ergreif ich meines Königs Saum. 4. Nun, ich wage, mich in ihm zu freun alle Tage, die noch werden sein. Nach der unvollkommnen Zeit/ folgt die frohe Ewigkeit, und mein Wagen wird mich nimmer reun. Michael Jakob Bagewitz, 699 bis nach 7 636 Mel. 755 (Os einige Notwendige/ ist Christi teilhaͤft sein, und daß 2 man ihm behändige /Geist, Seele und Gebein. Dann geht man seinen Gang gewiß/ und weiß, daß man durch keinen Riß/ sich von der Hand, die nie läßt gehn, getrennet werde sehn. Nach Christian Renatus Grafen von Zinzendorf, 1727-752 2 Hochole EI ibm Gun it meinet neinen R . Das inauf lt/ undt füt has er un leisen, u Willn /a 2. Oa,e Heist tegie e Jüng Hedanket Ne Eiebe 3. Unse sth das u Jesu Chr chaft mi uhvetrück 5ker Gro lat sie! im Stetl 2. Erk ind doc Christen HZu deiner vas dit be⸗ wohl, und mag mein len. — denn ue ist gan ublich. ö bei allem tauch, dich 7½7-½½⁰ Mel. 86 en, das von ut/ und er⸗ sein. etzagen, ob mich nun eige ragen, Et/ und in igs Saum. je, die noch die frohe . his nach 176 Mel. J50 3, und daß ein. Dann urch keinen nnet werde „ α Nachfolge Jesu 637— 639 637 Mel. 376 ib mir dein Herz, so spricht der Mund des Herrn, gib mir, mein Kind, dein Herze, gib mirs gern/ und laß vor alln/ dir meinen Weg gefalln; ich will dich durch die Zeiten/ mit meinen Augen leiten. 2. Das ists allein, was er von uns begehrt/ zum Seligsein, das unaufhörlich währt. Und o wie gut/ hats, wer das kindlich tut/ und wiederholt es täglich; des Glücke ist unsäglich. *Christian Gregor, 7723-)80) 638 Mel. 185 Mia doch keins mehr sich selber leben, sondern dem, der für uns starb! Caßt uns alle nach dem Kleinod streben, das er uns mit Blut erwarb, daß wir ihn am Leib und Geiste preisen, unsre Liebe mit der Tat beweisen/ und allein in seinem Willn/ alles unser Wünschen stilln. 2. Ja, ein Herz, besprengt mit Christi Blute, da sein Freuden— geist regiert, folgt ihm gern und hält sich nichts zu gute, was die Jüngerschaft nicht ziert. Wort und Werke, Neigung und Gedanken/ hält der Eindruck seines Tods in Schranken, und die Eiebe machet leicht, was uns sonst unmöglich deucht. 3. Unser Lebenslauf sei wie das Ende/ eines selgen Herzens ist, das mit Sehnsucht forteilt in die Hände/ seines Heilands Jesu Christ; oder wie der Anfang war im Herzen/ der Bekannt⸗ schaft mit dem Mann der Schmerzen, so bleib unser Angesicht/ unverrückt auf ihn gericht.*Christian Gregor, 1723-180) 639 Mel. 55)(638) Ec kennt der Herr die Seinen/ und hat sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen, in jedem Volk und Land. Er läßt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein; im Leben und im Sterben/ sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glaͤuben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut, der aus 373 640 Das Leben des Christen SEE SDSER dem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget„ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich auf dem einen, daß er der Herr ist, ruht. In seiner Wahrheit Glaͤnze, sich sonnet frei und kühn /die wunderbare Pflanze, die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht/ und die mit lauterm Triebe, ihm zu gefallen sucht, die andern so be⸗ gegnet, wie er das Herz bewegt, die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Berr die Seinen, wie er sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen, in jedem Volk und Land am Werk der Gnadentriebe/ durch seines Geistes Stärk, an Glauben, Hoffnung, Liebe als seiner Gnade Werk. . So hilf uns, Berr, zum Glauben/ und halt uns fest dabei, laß nichts die Hoffnung rauben, die Liebe herzlich sei. Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn. Philipp Spitta, 808So 640 Mel. 26 Jesu Christ, mein Leben, mein Trost in aller Not, dir hab ich mich ergeben im Leben und im Tod. Ich will nun ganz dein eigen sein, Erlöser meiner Seele, und ewig bist du mein. 2. Du gingst, uns zu erlösen, in stiller Liebesmacht, umringt vom HBeer des Bösen, in Kampf und Todesnacht. Du, im Er⸗ liegen noch ein Beld, durchbrachst des Todes Bande, und rettetest die Welt. J. Nun singt von deinen Schmerzen/ und deiner HBerrlichkeit/ die Schar versöhnter Herzen, von Schuld und Tod befreit. Gib, daß auch meine Seele sei, du Retter der Verlornen, ein Lob— lied deiner Treu! 4. Verläßt im bittern Leide/ mich auch die ganze Welt, so wird doch eine Freude„mir nimmermehr vergällt: Der Berr ist 37½ 05 der hu mit o Gott, v 2. Re deine G die Jug ein jold D le nit Se berbind Christen t/ und vor t. Mut, die n seiner Hunderbate t und die den so be⸗ egnet, und ekannt, die Vam Werk Glauben, sest dabei, sei. Und on, so laß „ J80J- 850 Mel. 720 lot, dir hab will nun wig bist du 0t, umringt du, im Er⸗ ande/ und ertlichkeit/ sreit. Gib, ein Lob⸗ je Welt, so er Hert ist Nachfolge Jesu 64) 642 * ewig mein Gewinn. Mein Jesus lebt! So fahre, was irdisch ist, dahin! 5. Du bist mein ewges Leben, mein Licht in dunkler Nacht. Drum will ich dich erheben/ aus aller Herzensmacht/ schon hier im kurzen Erdenstreit/ und bald in Friedensstätten/ der stillen Ewigkeit. 0. Triumph! Bald werd ich kommen/ ins Reich der süßen Ruh; dann jauchz ich mit den Frommen/ dir, o mein HBeiland, zu. Zieh kräftig mich zu dir hinauf! Ich will mit Freuden eilen; zu dir geht ja mein Lauf. Nach Meta HBeusser-Schweizer, 7797870 Göttliche Traurigkeit Nicht, daß ichs schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei. 641 Mel. 165 Jur Brunnquell aller Gnaden, welcher keinen von sich stößt, der mühselig und beladen, sondern ihn erquickt und tröst, hilf du mir aus aller Not, laß mich werden nicht zu Spott. O mein Gott, vor den ich trete, höre, wie ich sehnlich bete. 2. Reiche deinem armen Kinde, das auf schwachen Füßen steht, deine Gnadenhand geschwinde, bis die Angst vorüber geht. Wie die Jugend gängle mich, daß der Feind nicht rühme sich, er hab ein solch Herz gefället, das auf dich sein Hoffnung stellet. Johann Heermann, 1585-64/7 642 Mel. J32 u bist der Hirt, der Schwache trägt, auf dich will ich mich legen. Du bist der Arzt, der Kranke pflegt, erquicke mich mit Segen. Ich bin in Wahrheit schwach und siech, ach komm, verbind und heile mich/ und pflege den Elenden. Joachim Neander,)550-580 37⁵ WWmjñ 643 Das Leben des Christen SSSESESEESNEER 643 Mel. 29 9³ legt mein Sinn sich vor dir nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; laß dein erfreuend Angesicht/ zu meiner Armut sein gericht. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein/ die Eigenheit er⸗ tötet sein! J. Du wollest, Jesu, meinen Willen„mit der Gelassenheit erfüllen; brich der Natur Gewalt entzwei/ und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe„und mich in deinen Wegen übe; nur ist von der Unlauterkeit„die Liebe noch nicht ganz befreit. S. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. . Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten. Wer maͤcht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen„ und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst/ und mich aus solchen Netzen ziehst. H. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 10. Zch will die Sorge meiner Seelen/ dir, meinem Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke/ und mich in dein Erbarmen senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 37 Götllich 4 12. 8 die süe Gott. di Dieses chelsdoff g ett, 9 die sinden/ so gerne drückt. 2. Ot lamm ge ich Ruh daß mei den Sa J. Gil Aug ges Was nio Himme 4. ⁰ noch in Lied si einst mi hörlich 5 ntb H 3u Sch. durch sonst ko L. 90 nicht, ö hristen R Mel. 25 sucht ht/ zu heinem eit er⸗ senheit neinen deinen nicht Geist et Fuß nichts t reinꝰ immer machst falche ich aus Höͤlle Stteit/ Vater, in dit in dein in Hen Göttliche Traurigkeit 644 645 ———— A 2 2 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute/ und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter, 7676-7 Dieses Sied wurde am 73. Rugust 1727 bei der Abendmahlsfeier in Ber⸗ thelsdorf gesungen. 6⁴44 Mel.)35 Hue öffne mir die Tiefe meiner Sünden, laß mich auch sehn die Tiefe deiner Gnad. Laß keine Ruh mich suchen oder finden/ als nur bei dir, der solche für mich hat, der meine Seel so— erquickt, wenn meine Sündenschuld mit ihrer Last mich drückt. 2. O teures Lamm, das für der Menschheit Sünde als Opfer⸗ lamm geschlachtet worden ist, nimm weg die Schuld, auf daß ich Ruhe finde, daß ich dich seh und schmecke, wie du bist. Gib, daß mein Glaube überwind/ das Fleisch, die Lust der Welt, den Satan und die Sünd. 3. Gib mir ein reines Herz, damit ich sehe, was kein natürlich Aug gesehen hat; gib deine Lieb ins Herz, daß ich verstehe, was nie ein Mensch erfahren in der Tat. Und speise mich mit Himmelsbrot, auf daß ich dein verbleib im Leben und im Tod. 4. So soll dein Lob dann stets von mir erklingen, solang ich noch in dieser Schwachheit bin. Dort aber werd ich dir ein neu Lied singen; inzwischen nimm dies Lallen von mir hin, bis ich einst mit den Seraphim/ dort in der obern Stadt dir unauf— hörlich dien. Nach Maria Magdalena Böhmer, 1669-7 645 Mel. 115 FHutbinde mich, mein Gott, von allen Banden, womit mein Geist noch so gebunden ist. Mach aller Feinde Tücke ganz zu Schanden/ durch den, in welchem du mein Retter bist. Brich durch und mach mich durch den Sohn/ zum recht Befreieten, sonst komm ich um die Kron. 2. Ich lieb dich wohl, doch, soll ichs recht bekennen, noch lange nicht, wies meine Seel begehrt; es ist noch was, ich kann es 97⁷ 646 Das Leben des Christen SISSISSS selbst nicht nennen, das oft den Geist in deiner Liebe stört. Ach fänd ich doch ein Räumelein, da ich könnt ungestört in deiner Liebe sein! J. Gedaͤnken plagen mich und Phantaseien, Zerstreuung viel; die Schwermut der Natur kommt noch dazu. Ach, wer wird mich befreien? Wer zeigt zur Freiheit mir die rechte Spur? Wie lang soll ich gebunden sein? Wann schau ich ins Gesetz der vollen Freiheit ein? 4. Die Eigenliebe schleicht sich in die Glieder/ und stört durch ihren Trieb mir alle Ruh; dies schlägt die Freudigkeit der Seele nieder. Kaum tut das Herz 4.0 ists wieder zu. Wann kommt mein voller Sonnenschein? Soll Licht und Finsternis denn stets im Wechsel sein? 3. Entbinde mich, mein Gott, von allen Banden, und was mich noch im Fleisch gefangen hält. Ists nicht genug, wenn auch nur eins vorhanden, das mich noch binden kann in dieser Welt? Soll ich gebunden sein, so sei, was meine Seele bindt, sonst nichts als deine Treu. . Wen Liebe bindt, ist nicht ein Knecht der Sünden, er bleibt in Banden auch ein freier Mann. Mein Vater, so will ich mich lassen binden, wenn ich dein freies Kind nur bleiben kann. Nur frei von dieser argen Welt, daß meine edle Seel ihr Freiheits⸗ recht behält! Nach Lambert Gedicke, 1688-1796 646 Mel. 155 O du Hüter Israel, willst du dich nicht lassen finden„und ver— binden/ mit der Seel, die flehentlich/ suchet dich? Warum trittst du denn so ferne, da ich dich doch hätt so gerne? Herr, du bists, dich meine ich. 2. Du bist ja mein Licht und Stern, der mir bald ist aufge— gangen, der umfangen/ meinen ganzen Lebenslauf. Merk ich drauf, so erstaunen meine Sinnen, in mir die Gedanken rinnen; ihrer ist ein großer Hauf. J. Gnade, Berr, bitt ich von dir, die alleine kann mich lösen/ von dem Bösen/ und vertilgen alle Schuld. Hab Geduld, 378 Götllic Rla Hert, m und erze 4. Hl nag seh Wenn e von alle 0 und zu di und laß immerzu meht rul L. Die wieder ei reu und lassen u und das bete/ u J. Etih zerrinn/ meinen den Ent den Ruf oll dir 4. Caf Schade hemme finden; so schrei 5. ge rechtigk Göttliche Traurigkeit 647 Herr, mit allen meinen Schwächen, heile alle mein Gebrechen/ und erzeig mir deine Huld. 4. Führ mich aus dem Streit zum Sieg, daß ich wiederum mag sehen/ bald aufgehen Licht und Stern in finstrer Nacht. Wenn erwacht /meine Seel am frohen Morgen, frei und los von allen Sorgen, sei sie auf dein Lob hedacht. Johann Tribbechow, 7678-7 647 Mel. 2)8 N Heiland, du hast mich gezogen/ und oft mein Berz schon tief gerührt. Ach wär ich dadurch recht bewogen/ und zu dir völlig hingeführt! Drum fahre fort mit deinen Zügen/ und laß dein Werk nicht mehr erliegen, nein, wirk und treib mich immerzu. Ach laß mich doch allhier auf Erden/ nun ferner nicht mehr ruhig werden, bis ich in deinen Wunden ruh. 2. Die Feinde sind gar bald geschäftig/ und schläfern maͤnchen wieder ein; die Rührung ist nicht mehr so kräftig, wenn wir nicht treu und wachsam sein. Wir machen Frieden, eh wir siegen, und lassen uns gar bald genügen, wenns nur ein wenig besser geht; und das ist falsche Ruhestätte. So hilf, Berr, daß ich ernstlich bete„ und nur kein falscher Fried entsteht. 3. Erweiche doch mein hartes Herze, daß ich in Tränen ganz zerrinn/ und mit der Sünde nicht mehr scherze. O beug und ändre meinen Sinn, daß ich den Glauben wirken lasse /und redlich den Entschluß nun fasse, recht eilend, eilend auszugehn/ und auf den Ruf bald zuzufahren. Die ganze Zeit von meinen Jahren/ soll dir hinfort zum Opfer stehn. 4. Laß mich recht arm und elend werden/ und decke meinen Schaden auf, den innern Greul, den Sinn der Erden, und hemme meinen alten Lauf. Laß mich den Schlangenbiß emp— finden; laß sich den Durst nach dir entzünden, daß ich nach nichts so schrei und fleh/ als nur nach dir, nach deiner Gnade, bis ich mich bei so tiefem Schaden/ geheilt und frei gemachet seh. 5. Zerstöre ganz die falschen Stützen/ der eignen Selbstge⸗ rechtigkeit, daß ich mit nichts mich möge schützen/ und mich in 3709 I II W1 * ö 648 649 Das Leben des dich nur als mein Kleid/ ganz nackt und bloß zu hüllen suche, den eignen Schmuck und Glanz verfluche/ und nur in deinem Blut allein/ Vergebung, Gnad und Kraft verlange, mit eigner Heiligkeit nicht prange, nein, nur mit deiner Kreuzespein. 0. So leere mich vom eignen Wesen, von Selbstgefälligkeit recht aus/ und laß mein Herz in dir genesen; ja, mach, o Herr, ein Ganzes draus, daß ich nicht Gott und Welt vermenge, nicht halb, nein ganz an dich mich hänge, und nimm mein ganzes Herz dir hin. Wem sollt ichs denn wohl lieber geben/ als dir, mein allerliebstes Eeben? Ach ja, dies sei mein ganzer Sinn. Karl HBeinrich von Bogatzkh, 7690-7 648 Mel. 79 Wjĩ enn du von deinen Gaben, oHerr, wolltst Rechnung haben/ und zögest uns vors Recht, so weiß ich, daß wir Blöden/ kein Wörtlein könnten reden; wir kennen uns als gar zu schlecht. 2. Doch bleiben wir die Deinen, und du verwirfest keinen, des Herz in Kummer liegt. Wie könntest du uns lassen/ und dein Geschöpfe hassen, das sich um deine Füße schmiegt? 7⁰⁰¹ 6⁴ Mel. 567 Hee des Güte nicht zu zählen, deiner Kranken Arzt und Heil, einzger Trost betrübter Seelen, deiner Armen Herzens⸗ teil, da du, Jesu, selber wohnest, neigst auf ihr Geschrei dein Ohr/ und mit viel Geduld verschonest/ das zerstoßne Glaubensrohr: 2. Ach erforsche, wie ichs meine, und durchsuch mein armes Herz, prüfe mich, warum ich weine, ob du wirklich seist mein Schmerz. Ist mein Glaube klein und schmächtig, bin ich elend, blind und bloß, so sei deine Gnade mächtig /und in meiner Schwachheit groß. 3. Stärk mein Wollen und mein Können, gib mir den gewissen Geist, freudig mich dein Kind zu nennen, wies dein teures Wort mich heißt. Kann ich dich nicht feste halten, desto fester halt du mich. Laß mein Herz ja nicht erkalten, bis mein Glaub erholet sich. Nach Henrielte Katharine von Gersdorf, 7648726 Christen 380 Göttlich Ut Os dentrieb, Orum bl Anfang 9. Ach, den offen das Aus Hetz get⸗ J. Kon Gnader Glauben get; der Kraft ger 4. Da ost hab i schon gez Alein, i. Fangs u ach de den büß und Gee L. blöͤde /u daß du, J. Tã auch im seine Sa sagt/ Göttliche Traurigkeit 6580 658 EREE S 650 Mel.)4 Du treues Haupt, ich sag es mit Empfinden: Ich habe mich noch selber viel zu lieb/ und folge noch nicht stets dem Gna— dentrieb, durch den dein Geist mich abziehn will von Sünden. Drum bleibt so mancherlei noch unvollbracht, wozu ich doch den Anfang schon gemacht. 2. Ach, Meister, ob ich denn zu hoffen habe, daß ich einmal den offenbaren Bann, der mich noch gar zu Grunde richten kann, das Ausbedingen bei der Ubergabe ich habe einen Blick ins Herz getanim Glauben gänzlich fahren lassen kann? J. Komm, Jesu, wunderbarer Herzbezwinger, komm, Geist der Gnade und der Heiligung! Kommt, lehret mich den tapfern Glaubenssprung, den niemand kennt als durchgedrungne Rin— ger; der hülfe mir auf einmal übers Meer, wenn er in Jesu Kraft gewaget wär. 4. Da ist die Hand. Ach wärs doch nicht vergebens! Wie oft hab ich sie dir schon hingereicht! wie oft die beste Hoffnung schon gezeigt! Und doch ist noch kein Ziel des eignen Lebens. Allein, ich bitte dich, so sehr ich kann, sprich doch zu meiner Seel: Fangs wieder an! „Nikolaus Eudwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο 651 Mel. 2 No Gnade ist mir bang. Ich weinte lebenslang, wenn ich den nicht wüßte, der sich für mich hingab, daß er die Sün⸗ den büßte/ unterm Richterstab/ und zuletzt herab/ bis zu Tod und Grab. 2. O mein Immanuel, erbarm dich meiner Seel! Sie ist freilich blöde/ und weint in ihrer Höhl, denn ach, ihr Ruhm ist schnöde, daß du, mein Herr Christ, ihr Erlöser bist/ und sie untreu ist. 3. Tät ich das sonst jemand, was dir von mir bekannt, wers auch immer wäre: sein Grimm wär längst entbrannt, ich fühlte seine Schwere. Das ists, was mich nagt, wenn das Lamm nichts sagt und sich nicht beklagt. 38 682 Das Ceben des Christen * EEEEEREEEEE 8 4. LCaßt alle Langmut gleich/ im ganzen Gnadenreich/ bei den Nationen, ja unter Gottes Zeug, in einem Herzen woh—⸗ nen: ach ihr guten Leut, seine Lindigkeit„übertrifft sie weit. 5. O der getreue Mann! er läßt mich nicht im Bann. Er be— denkts in Liebe, daß ich nichts selber kann/ und doch gern bei ihm bliebe. Der für Feinde bat/ und sein Volk vertrat, weiß ja immer Rat. 0. Lieb ist sein Element, es weiß es, wer ihn kennt. Ich bin seine Sache, an die er alles wendt; anstatt daß ich was mache, bleib ich in der Ruh/ und seh ihm nur zu, was er Gutes tu. 7. Wer sollte nun von mir/ nicht lauter Gutes hier/ in der Zeit erwarten? und was für Pracht und Zier/ von meines Herzens Garten? Aber kümmerlich /grünt er kaum für dich. Ach wie schäm ich mich! 8. Mit mir zufrieden sein, das ist unmöglich, nein. Zu dem Vater sagen: Die Seele hält sich fein! und wenn der Feind wird klagen, zeugen im Gericht, wie ich wandl im Licht Sach, das kannst du nicht! 9. Verklagt bin ich gewiß/ und über das und dies/ mehr noch, als ich gläube. Wie trittst du vor den Riß/ und hilfst dem Glied am Leibe? Gib mir von dem Thron, Jesu, Gottes Sohn, Ab— solution! 10. O mein Immanuel, gesegne meine Seel, salbe sie geschwin— de/ mit deinem Freudenöl, sprich zu dem armen Kinde: Deine Schmach ist mein, mein Verdienst ist dein, du sollst selig sein. 11. Ich glaubs. So tilge dann, Herr Jesu, allen Bann. Gib mir Beil und Frieden; blick mich in Gnaden an/ und werde mein nicht müde. Amen, es sei waͤhr! Er, der alles gar, mach mich, wie er war!„Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 652 Mel. 74 ich armer Sünder, es ist wahr, ich bins! Wär mein lieber Heiland /keines solchen Sinns, daß er meine Seele/ gar nicht lassen kann, er hätt seine Gnade„längst von mir getan. 382 Gölllic E 2. Nu wird an seinen te J. Am ten Wo Jib mir, Geist! D gla die sein! stehn. L. Her Weinen der Leib J. Ml reine, n bimlaß W lächt! Puteu L. O O kön Wärm isten D. bei woh⸗ weit. rbe⸗ n bei weiß bin lache, 5 lu. Zeit gens wie dem Feind ach, noch, Glied „Ab⸗ hwin⸗ Deine sein. Gib werde mach 17⁰⁰ el. IA liebet / gat getan. Göttliche Traurigkeit 6583 684 ESEE· 2. Nun, ich will mit Freuden/ sehen, was er tut, wie er mich wird ansehn, weil er doch nicht ruht, bis er mir kann halten/ seinen teuren Eid, daß ich noch soll werden/ seine ganze Freud. J. Amen, teures Amen, liebes Gotteslamm, Mann von wah— ren Worten/ und mein Bräutigam, nimm mich, wie ich da bin; gib mir, was dich preist, dich und deinen Vater/ und den heilgen Geist!„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 653 Mel. 14 Das ist unbeschreiblich, wie uns Jesus liebt; und es ist un⸗ gläublich, wie man ihn doch übt. Tuns doch gute Kinder, bhn. Herze sehn/ und nicht mehr wie Sünder/ unterm Fluche tehn. 2. Berr und Gott der Deinen, fang aufs neue an. Höre unser Weinen, weil man sonst nichts kann, und erzeig dich gnädig/ an der Leibeshöhl; mache uns auch ledig/ von der Schmach der Seel. 3. Alle unsre Stunden/ heilige du dir. Mach uns deinen Wun⸗ den, Lamm, zur Ehr und Zier. Caß dein Volk erfahren, daß die Sammelstadt/ der erlösten Scharen/ dich zum König hat. 4. Deine Wege gehen/ wir schon manches Jahr. Was wir nicht verstehen, macht dein Geist uns klar; finden es sehr billig, nie zu sagen: nein. Lehr uns auch so willig, ja zu sagen, sein! 5. Selige Gemeine, der des Lammes Blut/ hält die Kleider reine, nimmt mit seiner Flut/ alle Nichtigkeiten/ und Verderben hin, laß dich vollbereiten„ nach des ZEammes Sinn! *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 654 Mel. 167 daß ich der Sünde sterben/ und nur Christo leben möcht! O daß ich ihm fürs Erwerben/ meines Heils mehr Ehre brächt! Ich bin elend, arm und schnöde, aber eines macht mir Mut: wär ich sonst auch noch so blöde, er ist unbeschreiblich gut. 2. O wär mir das Heiz recht offen/ und stets Jesu Liebe nah! O könnt ich recht lebhaft hoffen, was ich e sei schon da! Wär mein Gang dem Jüngerleben/ und mein Sinn dem seinen 383 655 Das Leben des Christen 2 — 2 * gleich! Wär ich wie die guten Reben/ stets an Gnadenfrüch— ten reich! 3. Wär ich ihm, der ob mir waltet, doch zum Ruhm und steter Freud! Wär ich in sein Bild gestaltet/ und zu seinem Dienst bereit! O wär ich von seinem Feuer /durch und durch mit Lieb ——— O wär ich der Salbung treuer/ und ihr ein gehorsam ind] 4. Könnt ich fröhlich alles tragen, was die Liebe aufgelegt, könnt ich gläubig alles wagen, was der Beiland mir aufträgt! Liebe, schreib es mir ins Herze/ und gib mirs in meinen Sinn, daß ich unter Lust und Schmerze/ dir ein treuer Diener bin. 5. Heiland, wirst du mit mir gehen, wirst du mir zur Seite sein, wirst du treulich auf mich sehen/ und mir immer helfen ein, so werd ich der Deine bleiben, werde immer weiter gehn/ und dir deine Sache treiben, daß du deine Lust wirst sehn. Martin Dober, 7703-7 655 Mel. 367 S. ich reden oder schweigen, ich Unwürdiger des Samms? Reden sollt ich, zu bezeugen„alle Huld des Bräutigams, die ihn hat so weit getrieben, daß mirs geht, wie ichs erfahr; denn was von ihm steht geschrieben, macht er meiner Seele klar. 2. Schweigen sollt ich und mich schämen, daß es noch so schlecht mit mir/ und er mich doch das läßt nehmen, was ich täglich brauche hier. Aber da es ihm gelungen, daß er mich errettet hat, sei ihm Lob dafür gesungen, der so roß von Rat und Tat. 3. HBeilger Geist voll Gnad und Liebe, das erbitt ich mir von dir: Wenn ich wo dein HBerz betrübe, sag mirs und vergib es mir. Bab ich oftmals mehr versprochen, als erfüllt zu deiner Freud, oder hab ichs gar gebrochen, so ist mirs von Herzen leid. 4. Willst du meinen Herrn beschenken/ und ich bin dir gut da— zu: nimm mich, ohne dran zu denken, daß ich mehr versprech als tu. Wenn dann nur an jedem Orte, wo mein HBerr mich wallen heißt, über meine Werk und Worte /stets dein Segen sich er⸗ geußt.* Martin Dober, 1709-7 384 Göttliche u mir leben; dr erjüllt /n 2. Laß ei dein Halten/ aufs neu/ was sehn es glaubt Cammes L. Ow und nich dann/ ni mich doc einer leid. t da⸗ als allen h er 7ad Göttliche Traurigkeit 686 6587 656 Mel. 395 Ae Herze, ich kann dich nicht missen. Ach gib dich mir zu genießen! Wenn ich dich nicht habe, kann ich ja nicht leben; drum wollst du mir Armen geben, was mich stillt/ und erfüllt/ mit Trost, Fried und Freude, dran ich Mangel leide. 2. Laß in meinem Berzen /heute noch ertönen, daß auch mein sei dein Versöhnen. Ich versprech dir alles, du gibst mir das Halten/ und gedenkest nicht des Alten. Nun ich weih/ mich aufs neu/ dir zum Lohn der Schmerzen/ mit dem ganzen Herzen. Friedrich Böhnisch, 7770-768 657 Mel. 555 was wird mein Herz gewahr! Könnt sichs doch mit Liebes— sehnen/ mehr gewöhnen/ an das unsichtbare Haupt, dran es glaubt! Das beugt mich in meinem Berzen, daß ich meines Lammes Schmerzen/ noch so manchen Dank geraubt. 2. O wie ist mir denn geschehn, daß ich mich so lang verweilte/ und nicht eilte! daß ich ihn, den Schmerzensmann, nun und dann/ nicht noch lauterer geliebet, nein, geübet und betrübet, der mich doch mit Blut gewann! J. Nun so sei es denn gewagt, ihm zu huldigen aufs neue/ und mit Treue! Er ist doch mein Gott und HBerr, er, nur er. Denn er hat von Grad zu Grade/ mich geführt zu mancher Gnade, die wohl sonst nicht für mich wär. 4. NReige dich, du naher Mann, zu dem ärmsten deiner Kinder. Freund der Sünder, blicke mich in Gnaden an, daß fortan/ mein so großes Unvermögen/ sich des Reichtums deiner Segen/ um so mehr getrösten kann. 5. Nimm doch von mir, was nicht taugt, wasch in deinem Blut mich reiner, mach mich kleiner. Lehre mich in der Gemein/ kind— lich sein/ und bewahre meine Sinnen/ vor unnötigem Beginnen, nimm mein ganzes Herz dir ein. 6. Nimm mich hin, so wie ich bin, der du mir zum Heil dein Leben/ hingegeben. Bleib in deiner Leidensschön/ vor mir 25 0588— 660 Das Leben des Christen SSSNEENNEENEE stehn. So kann ich in Liebe handeln/ und die Straße fröhlich wandeln, drauf ich soll nach Hause gehn. ANnna Marie Lawatsch, 772-760 v. 4*Christian Gregor, 7723-80 658 Mel. 22 J5 finde mehr als ein Versehn, das von mir armen Kind geschehn; allein weil ich ein Sünder bin, so werf ich mich in Demut hin. 2. Ich weiß ja wohl von keinem Bann/ und fühl es, ich gehör dir an; allein vor deiner Augen Licht, den Feuerflammen, taug ich nicht. J. Ich geb mich dir aufs neue hin/ zu deinem Kreuz⸗ und Blut⸗ gewinn; gestalt mich in dein heilig Bild/ durch Lieb und Schmerz, Herr, wie du willt. 4. Mein HBerze ist und bleibt dein Gut, erworben durch dein teures Blut. Nimms immer hin, so wie es ist, du holdes SLamm, Herr Jesu Christ.*Karl Heinrich von Peistel, 1704--782 6 5 9 Mel. 90 Aehe Heiland, blick mich an aufs neue, schenke mir doch neue Kindestreue; erlaß die Schulden/ und fahr fort, dich mit mir zu gedulden! 2. Mache, daß mein Herz und Nugen weinen, war ich irgend⸗ wo nicht treu im Kleinen. Dann gib aufs neue, daß ich deines Gnadenblicks mich sreue. J. Schenke mir ein leicht und lichtes Wesen, schenke mir ein völliges Genesen/ an Leib und Seele, salbe mich mit deinem Freudenöle.*Karl Nottbeck, 1773-783 v. 2* Ludolf Ernst Schlicht, 774-76 660 Mel. 16 Treue Seelen, die begehen/ also ihren Jahrestag, daß sie prüfen, wie sie stehen, was der Heiland sagen mag; 386 Göllich 46 2. Obi mit dem 3. Und snd sied 4. Sie und die f S. Nun Kraft, la 0. Und mut, daf Blut. 2. Du mit Best dit/ ich Fallen. Herʒ eif 2. We Wersie J. Da da wit Göttliche Traurigkeit 66) 662 EEE 2. Ob ihr alter Mensch begraben; ob sie jetzt mehr Ahnlichkeit/ mit dem lieben Heiland haben/ als in der vergangnen Zeit. 800 3. Und weil sich dabei noch zeiget/ mancherlei Unähnlichkeit, sind sie drüber tief gebeuget/ und zu neuem Ernst bereit. el. 22 4. Sie bedenken seine Führung/ in dem wunderreichen Gang, Kind und die selige Regierung/ weckt ihr Herz zu Lob und Dank. nich 5. Nun, der Heiland, dem wir dienen, stärke uns mit neuer Kraft, laß die Saaten alle grünen, kröne unsre Ritterschaft. gehot 0. Und so gehts auf neuen Segen/ mit erneutem Glaubens-— , taug mut, daß wir in des Heilands Wegen/ wagen Ehre, Gut und Blut.*„Joachim Schmidt, 16592-1757 Blut⸗ ö chmen; 661 Mel. 37 err Jesu, nimm mich hin /auf deine Arme! Zch rechne dein bloß auf Treu/ und auf Erbarmen. Nichts soll mir lieber Lamm, sein/ aehe⸗ ganze Leben, als dein Herz zu erfreun; und du 6-1782 mußts geben. 2. Du weißt ja, was mich oft/ noch schmerzlich quälet, daß Mel. 90 mir Beständigkeit„im Guten fehlet. Du weißt auch, daß mit it doch dir/ ich möchte wallen; vergib in Gnaden mir/ mein täglich r dich Fallen. v.)*Jakob Till, 1773-783 v. 2 nach Joachim Neander, 7650-580 irgend⸗ deines 662 Mel. 15 ein Heiland, du verwirfst uns nicht, du hältst uns ewig nir ein Treue/ und bleibest stets darauf gericht, daß uns dein heinem HBerz erfreue. 2. Wer ist so gnädig als wie du? Wer kann soviel erdulden? 317 Wer sieht mit solcher Langmut zu/ bei so viel schweren Schulden? 3. Das muß ein treues Herze sein, das uns so hoch kann lieben, I da wir es doch, statt zu erfreun, gar oftmals noch betrüben. aß sie v.)*Christian Gregor, 7723-80 v. 2. 3 nach Paul Gerhardt, 7607- 1676 ; 387 287 663— 666 Das Leben des Christen 663 Mel. 274 is ans Ende unsrer Tage, bis zur Freiheit auszuruhn/ müssen wir uns oft die Frage/ vor den Augen Jesu tun, ob wir seine Gnad und Gaben und die Wunder seiner Treu, die wir alle Morgen neu /unverdient genossen haben, auch stets dankbar gnug erkannt/ und recht treulich angewandt. Christian Gregor, 7723S80) 664 Mel. 75 Nos unsers Falles Schaden /fein offen dargelegt! Der Arzt voll Heil und Gnaden, der unsre Glieder trägt, hat Balsam gnug des Lebens/ für Kranke auszuteiln; und niemand weint vergebens, er kann das Kränkste heiln. Christian Gregor, 1723-80 665 Mel. 376 chaff in mir, Gott, ein Herz, das reine heißt, und gib mir einen neun, gewissen Geist. Verwirf mich nicht /von dei— nem Angesicht/ und nimm, das bitt ich von dir, den heilgen Geist nicht von mir! 2. Ach tröste mich, sonst wank ich wie ein Schilf; ach tröst mich wiederum mit deiner Hilf/ und laß den Geist/ der Freuden, der dich preist, ohn Ende bei mir walten/ und mir den Mut erhalten. Christian Gregor, 1729-80 666 Mel. 85 Men Erlöser, schaue doch, wie mein armer Geist verstricket, mit geheimen Banden noch/ ganz bedränget und gedrücket! Will ich los, so sinkt mein Herz /bald in Ohnmacht niederwärts. 2. Zwar es hat mich deine Gnad/ groben Sünden längst ent— rissen. Ich hab auch nach deinem Rat/ schon zu wandeln mich daleurt 1 vielleicht ein andrer wohl/ mich für fromm schon alten soll. 388 Götlliche J. Mbe und wie en/ und 4. Die⸗ gen! Me gen. Gel 5. Ach, ben, der Leben, d schafftꝰ 0. Nch, heben/ u abgeschie 7. Kom von oben loben, we 8. Caß Ich will ich will 9. Eig legen. regen. K 9⁰6 ie Herzens 2. Mrg auch nic kennesti J. Und Blick er Hericht Göttliche Traurigkeit 6⁰7 EE EEE J. Aber deines Geistes Licht/ zeigt mir tiefer mein Verderben, und wie ich nach meiner Pflicht/ muß mir selbst und allem ster— ben/ und in wahrer Heiligkeit /vor dir leben allezeit. 4. Dies ist auch mein Wille wohl, aber ach, es fehlt Vollbrin— gen! Was ich auch verrichten soll, tu ich noch mit Last und Zwin— gen. Seh ich dann mein Bestes an, so ists doch nicht rein getan. 5. Ach, wo ist der neue Geist, den du willst den Deinen ge— ben, der den Sünden uns entreißt/ und uns bringt dein reines Leben, der mit Herzenslust und Kraft/ alles in und durch uns schafft? O. Ach, wann wird mein Berz doch srei„über alles sich er— heben/ und in reiner Eiebestreu/ nur von dir abhängig leben, abgeschieden, willenlos, von mir selbst und allem bloß? 7. Komm, du lang verlaͤngte Stund, komm, du Lebensgeist von oben! Ach wie soll mein froher Mund,‚ Jesu, deine Treue loben, wenn mich deine Liebesmacht, dir zu dienen, frei gemacht! 8. Caß dein Evangelium/ mir Gefangnem Freiheit schenken. Ich will als dein Eigentum/ mich in dein Erbarmen senken; ich will hoffen, warten, ruhn, du wollst alles in mir tun. 9. Eignes Wirken reicht nicht zu, du mußt selbst die Hand an— legen. Ich will still sein, wirke du, dämpfe, was sich sonst will regen. Kehr zu meiner Seele ein, so wird mir geholfen sein. Gerhard Tersteegen, 1697-70 667 Mel. 68 Haerme du, mein Gott und Herr, ach, du weißt es, wie ichs meine, was ich bin und was ich scheine. Meines Herzens Grund„ ist dir klar und kund. 2. Urquell alles Lichts, dir verhüllt sich nichts. Wollt ich dir auch nichts bekennen, würdest du mich doch erkennen. Ja, du kennest mich/ besser noch als ich. 3. Und du siehst mich an. Beiliger, wer kann/ deiner Nugen Blick ertragen, ohn an seine Brust zu schlagen? Geh doch ins Gericht/ mit dem Sünder nicht! 389 668 669 Das Leben des Christen 4. Vor dir hingestellt, jede Hülle fällt. Ach, vor deinem An— gesichte/ steh ich erst im rechten Lichte; was ich bin vor dir, das bin ich in mir. 5. Du, der Gnad erweist/ dem gebeugten Geist, du, bei dem so viel Vergeben, Seligkeit und ewges Leben, sprich von deinem Thron: Sei getrost, mein Sohn! 6. Gib das Hochzeitskleid /der Gerechtigkeit, meine Blöße drin zu kleiden, daß ich deinen Anblick leiden/ und ertragen kann, siehest du mich an. 7. Nimm mir, was mich quält, gib mir, was noch fehlt. Laß von allem argen Wesen/ meine Seele recht genesen; laß durch dich mich rein, dir gefällig sein. 8. Gib den Kindesgeist, der dich Vater heißt, daß mit kind— lichem Vertrauen/ ich dir in die Rugen schauen, ja, mich freuen kann, siehest du mich an. Philipp Spitta,„8085 Wachstum in der Gnade Wer in mir bleibet, der bringet viele Frucht. 668 Mel. 75) Oad mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und HBerr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. HBerr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Nikolaus Selnecker, 7590-5 669 Mel. 75 ir sind die zarten Reben; der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsn und kleben/ und bringen Frucht dazu. Bilf, daß wir an dir bleiben„ und wachsen immer mehr; dein guter Geist uns treibe/ zu Werken deiner Ehr. Johann Mühlmann, 7573-63 390 Wachstun Got den! Leib gib und rein 9. Gib, mich dein ue bald/ 45 gerate 3. Hi, nühlich L Amt/ ich Nachdruc 4. Find einen He meinen bedarf, I. Caß soweit es Gut und nichts u 0. Sol manchen vor Sün mit Ehre J. Ca Seeleen Räuml Ruh X 8. We auch dei Stimm zum au el. J5 Hert; Lehr. dafür —592 el. J5 st du, dazu. dein J673 Wachstum in der Gnade + 2 SEEEE 670 Mel. 145 O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben: gesunden Leib gib mir, und daß in solchem Leib/ ein unverletzte Seel/ und rein Gewissen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll; und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. HBilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein un— nühlich Wort/ aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft/ und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann/ in Fried und Freundschaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben/ an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. . Soll ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld, vor Sünd/ und Schande mich bewahr, auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Jesu Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir/ hinauf in deine Freuden, dem Leib ein Räumlein gönn- bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken, so tu auch deine Hand/ zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm/ und meinen Leib weck auf/ und führ ihn schön verklärt/ zum auserwählten Hauf. Johann Beermann,)585- 1647 397. 671 672 Das Leben des Christen 671 Mel. 165 Ja deine tiefen Wunden, deine Qual und bittrer Tod/ geben mir zu allen Stunden/ Troft in Leibs- und Seelennot. Fällt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein; die verleidet meinem HBerzen, mit der Sünde je zu scherzen. . Will sich dann in Lüsten weiden/ mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden; bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnadenzeichen; bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herz verführen auf die breite Sünden— bahn, da nichts ist als Jubilieren, alsdann schau ich emsig an/ deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast; so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, was mich kränket, geben deine Wunden Kraft. Wenn mein HBerz hinein sich senket, krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit /wendet in mir alles Leid, der du mir das Heil erworben, da du für mich bist gestorben. S. Ruf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht. Dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schutz und HBeil; deine Gnade wird mir geben„Auferstehung, Licht und Leben. 0. Hab ich dich in meinem Berzen, Brunnquell aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich. Wer sich legt in deine Wunden, der hat selig überwunden. Johann Heermann, 1585-647 672 Mel. 230 Hal Jesu, Heilgungsquelle, mehr als Kristall rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heiligkeit: aller Glanz der Cherubinen/ und Heiligkeit der Seraphinen/ ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir, ach bilde mich nach dir, du mein Alles. Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu, daß ich mag heilig sein wie du. Wachsti L. Sti stille /u maßen/ Willen Kind, sa gehorsan J. Wo und Kut viel aus hast geb 3u dit al daß ich 4. Gü 9j00 scheinet gleich u innen 10 so gütig S. S0 geduldi mut me Wachstum in der Gnade 672 2. Stiller Jesu, wie dein Wille/ dem Willen deines Vaters stille ßund bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleicher⸗ maßen/ mein Herz und Willen dir gelassen/ und stille meinen Willen gar. Mach mich dir gleichgesinnt /wie ein gehorsam Kind, sanft und stille. Bilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich gehorsam sei wie du. 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer/ bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel ausstehen; des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen/ und hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich zu dir allzeit/ wach und bete. Bilf, Jesu, du/ auch mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich, freundlich und guttätig /bist du doch gegen Freund und Feind! Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, wenn sie dir gleich undankbar seind. Mein Gott, ach lehre mich, damit hier— innen ich/ dir nacharte. Bilf, Jesu, du/ auch mir dazu, daß ich so gütig sei wie du. 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig /und littest alle Schmach geduldig/ und übtest keine Rache aus. Wer kann deine Sanft⸗ mut messen, bei der kein Eifer dich gefressen/ als der um deines Vaters Haus? Mein Heiland, ach verleih/ mir Sanftmut und dabei/ rechten Eifer. Bilf, Jesu, du/ auch mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du. . Hoher Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deine Ehre wenig/ und wurdest niedrig und gering; stiegst herab und gingst auf Erden/ in Demut und in Knechtsgebärden, erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig üben. Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu, daß ich demütig sei wie du. 7. Keuscher Jesu, all dein Wesenwar züchtig, keusch und aus⸗ erlesen, von tugendvoller Sittsamkeit. Denken, Reden, Glie⸗ der, Sinnen, Gebärden, Kleidung und Beginnen/ war voller lautrer Züchtigkeit. O mein Immanuel, mach mir Geist, Leib und Seel/ keusch und züchtig. Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu, so keusch und rein zu sein wie du. 393 67⁵ Das Leben des Christen SE SEE S 8. Mäßger Jesu, deine Weise/ im Trinken und Genuß der Speise/ lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Deines lieben Vaters Willen/ in allem treulich zu erfüllen, war deine Speise jederzeit. Herr, hilf mir meinen Leib/ recht zähmen, daß ich bleib/ dir stets Widrn Hilf, Jesu, du /auch mir dazu, daß ich so mäßig sei wie du. 9. Liebster Jesu, liebstes Seben, mach mich in allem dir erge— ben/ und deinem heilgen Vorbild gleich. Geist und Kraft mich ganz durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe/ und tüch⸗ tig werd zu deinem Reich. Ach zeuch mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland. Hilf mir dazu, daß ich wie du, und wo du bist, einst finde Ruh. Jdo, nach einem holländischen Liede des Jodokus van Lodensteyn, 7620- 67⁷ 673 Mel. 585 N. Jesu, dem die Seraphinen/ im Glanz der höchsten Majestät/ selbst mit bedecktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht: wie sollten blöde Fleischesaugen, die der verhaßten Sünde Nacht/ mit ihrem Schatten trüb gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen? 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken/ den Eingang in dein Heiligtum/ und laß mich deine Gnad erquicken/ zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reig dich herab zu meiner Seele, die sich in Demut vor dir beugt/ und deiner Gnade harrt und schweigt; sprich: Za, du bists, die ich erwähle. . Sei gnädig, Jesu voller Güte, der Seel, die bittend vor dir steht; hör, wie das sehnende Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! fleht. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen, wie könntest du ungnädig sein/ dem, den dein Blut von Schuld und Pein/ erlöst, da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine Gnadenhände/ und flehe glaͤubensvoll zu dir: Gerechter König, wende, wende mit deiner Gnade dich zu mir! Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. Wachst ES 5. Nd nicht vo auf dit ich auch deinem 0. Re deine X und Li Erden, Zepter 7. O0 deinem mels Y Leben, Bau fä 8. 96 zu mit; mit dit Hetz f doch n Wachstum in der Gnade 674 SEE SDS 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten„ und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg /beständig bis ans Ende wandle, damit ich auch zu jeder Zeit/ in Lieb und Herzensfreudigkeit/ nach deinem Wort und Willen handle. . Reich mir die Waffen aus der Höhe/ und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und Eist der Feinde wacht. So wird dein Gnadenreich auf Erden, darin Gerechtigkeit regiert„ und Lieb und Huld das Zepter führt, auch von mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen, erwähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen/ des Him⸗ mels Pracht und deine Kron, so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, solang in mir das Herz sich regt, und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler, 1660-722 674 Mel. 373 ins ist not! Ach Herr, dies Eine„lehre mich erkennen doch. Alles andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Herze sich naget und plaget/ und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, so werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, suchs allein bei Jesu nur, in welchem sich alles, was selig, vereinet, wo alle vollkommene Fülle er⸗ scheinet; da, da ist das beste, notwendige Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Beil. 395 674⁴ Das Leben des Christen 7 2 J. Wie, dies Eine zu genießen, sich Maria dort befliß, da sie sich zu Jesu Füßen /voller Andacht niederließ; ihr Herze ent— brannte, dies einzig zu hören, wie Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Herze war gänzlich in Jesum versenkt, und alles ward ihr in dem Einen geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir. Laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Seben und Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle„ja in dir verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille„fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne undweiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. o. Nichts kann ich vor Gott ja bringen/ als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele, Berr, nach deinem Bild er— wacht. Du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben. Entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich beströmt die Gnaden— flut. Du bist einmal eingegangen/ in das Beilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude, jetzo meine Seel ergöht, weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesus mich geseht. Nichts Süßres kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben. Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 396 Wachstt 4 10.0 sein. It Sieh o Hochster für Spo F reue Umich schon zu 9. Nut keiten /d ken, grü Heil ger J. dch Laß mei fangen/ genieße Wachstum in der Gnade 6758 676 ENEESE 10. Drum auch, Jesu, du alleine„sollst mein Ein und Alles sein. Brüf, erfaͤhre, wie ichs meine, tilge allen Beuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gib, daß ich nur alles hier achte für Spott/ und Jesum gewinne. Dies Eine ist not. Johann Heinrich Schröder, 1667& 675 Mel. 95 Treuer Vater, deine Liebe/ hat aus einem heißen Triebe/ — mich in Christo auserwählt/ und, eh ich zur Welt geboren, schon zur Kindschaft auserkoren/ und den Deinen zugezählt. 2. Nun wollst du mich selbst bereiten, wie in Zeit und Ewig— keiten/ du dein armes Kind begehrst. Du kannst kräftgen, stär— ken, gründen, Mittel, Zeit und Wege finden, da du mir dein Heil gewährst. 3. Ich will gerne halten stille; meine Heilgung ist dein Wille. Laß mein HBerz voll Sehnsucht sein, meinen Heiland zu um— fangen/ und ihm ewig anzuhangen. Er ist mein, ich bleibe sein. 4. Jesu, was du angefangen, das erwart ich mit Verlangen, ach versiegl es doch einmal. Caß mich durch dein Geist auf Erden/ stark am innern Menschen werden; rühre mich mit dei— nem Strahl. 5. Herr, bekehre auch die Meinen, schreibe sie zur Zahl der Deinen, zeige ihn dein Angesicht; ziehe sie von oben kräftig, sei durch deinen Geist geschäftig, bringe sie zum wahren Licht. 0. Laß auch alle andern Herden/ bald herzugeführet werden/ und viel tausend Seelen sein, die dich ihren Hirten nennen, die in Wahrheit dich erkennen, mit dir ziehn zum Himmel ein. Ludwig Andreas Gotter, 766)-7 676 Mel. 149 Ab Herr Jesu, könnt ich dich, wie ich wollte, lieben! O wüßt ich doch ewiglich/ nichts von andern Trieben/ als zu dir! Gib dus mir, sonst von nichts zu wissen, als dich zu genießen. 397 677 678 Das Leben des Christen 6 SSSEE3 2. Jesus kommt, daß er erfüll, Seele, dein Verlangen. Sieh, er naͤht zu dir und will/ dich mit Lieb umfangen/ und in Eil/ machen heil reingen und entbinden, stärken, kräftgen, gründen. 3. Meiner Wunden tiefen Schmerz heilen seine Wunden. Meine Strafe hat sein Herz/ mir zum Heil empfunden. Flei⸗ schesnot, Welt und Tod, ja, der Hölle Banden/ macht sein Blut zu Schanden. 4. Dank sei dir, du Gotteslamm, daß du überwunden, daß du mir am Kreuzesstamm/ die Erlösung funden! Ich bin dein, dir allein/ will ich mich ergeben/ und zur Freude leben. Ludwig Andreas Gotter, 166)-735 Nach Johann Wilhelm Petersen, 1649-727 677 Mel. 173 önn uns, Jesu, hier auf Erden/ Zeugen deiner Kraft zu sein, deinem Bilde gleich zu werden. Ja, du wollest uns verleihn/ des Lebens vollkommene Freiheit und Rechte/ als unsers vollendeten Heilands Geschlechte. Der Unglaub mag denken, wir bitten zu viel, so tust du doch über der Bitten ihr Ziel. Gottftied Arnold, 7666-17 678 Mel. 22 i reines Herz, Herr, schaff in mir, schließ zu der Sünde Tor und Tür; vertreibe sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Herzen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei 1 treib all Unreinigkeit hinaus/ aus deinem Tempel, deinem aus. J. Laß deines guten Geistes Licht/ und dein hell glänzend Angesicht/ erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen uner— schöpfter Güt. 4. Und mache dann mein Berz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich, gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand. 398 stets an Liebe se bei mein und hilf mein Li L. Du schlossen wunderl wohl ge du mich die Krot ach voll J. M ich nicht ohne dig werden. nicht au das mi du nicht 4. 90 15 un Ich, mo Du soll sein, bit geschehf komm, t und deiner Wachstum in der Gnade E SE S. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir er⸗ geben bin. Heinrich Georg Neuß, 7654-76 679 Mel. 292 9 Jesu Christ, mein höchstes Gut, mein Seelenschatz, mein Berzensmut/ und aller Sinnen Freude, ich bleibe dennoch stets an dir, so ist auch nichts, das dich von mir/ und unsre Liebe scheide. Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regierst und führst den Cebenslauf/ und hilfest meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ, du bist mein Licht, du bist mein Licht; ich folge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts be⸗ schlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich/ der Rusgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn/ nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut/ die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach voll Begier, ach voll Begier /wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir. J. Mein Alles ist auf dich gericht; hab ich nur dich, so frag ich nicht/ nach HBimmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine CEust für mich/ in tausend Himmeln werden. Warst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt/ hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Ich halte mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht/ auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Du sollst mein Alles und allein/ in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, komm und nimm mich zu dir auf! Erdmann Neumeister, 7677-75 399 68⁰0— 682 Das Leben des Christen SE EEER 680 Mel. 36s Wir sind dein, Herr, laß uns immer/ unter deinen Flügeln ruhn; strahl mit deinem Gnadenschimmer/ über uns und unser Tun. Schaff in uns, was dir beliebet, tilge, was dein Werk betrübet; mach, was alt ist von Natur, neu auf Jesu Gnadenspur. Valentin Ernst Löscher, 1673-74 681 Mel. 36 Jegt ist die angenehme Zeit, jetzt steht der Himmel offen. Der Herr erscheint mit Freundlichkeit/ uns, die wir auf ihn hoffen. Ach würde seine Gnad, und was er für uns tat, in tief⸗ ster Beugung stets verehrt„und unter uns sein Lob vermehrt! 2. Laßt uns die schnöde Eitelkeit/ je mehr und mehr verach— ten/ und immer mehr in dieser Zeit/ der Heiligung nachtrachten! Wo ist das Glaubensöl? Wie brennts in unsrer Seel? Ach lasset uns mit heller Flamm /entgegengehn dem Bräutigam! 3. Laßt uns, solang wir in der Zeit, umgürten unsre Lenden/ und so den Lauf zur Ewigkeit/ in Christo selig enden. Dann gehn wir ein zur Ruh, uns stößt kein Leid mehr zu; wir bleiben seines Friedens voll, und uns ist unaufhörlich wohl. Jakob Gabriel Wolf, 7684-74 682 Mel. 30²2 ekreuzigter, mein Herze sucht, im Glauben mit dir eins zu werden. Ach, deines Todes Kraft und Frucht/ ist mein Verlangen hier auf Erden. Ich seufze und flehe, ich wünsch mir allein, mit dir, o mein Jesu, gekreuzigt zu sein. 2. Ach daß sich um dein Kreuz und Tod /Herz und Gewissen möchte schlingen, so daß ich dein Verdienst vor Gott/ als mein selbsteignes könnte bringen! Drum seufz ich so sehnlich und wünsch mir allein, mit dir, o mein Jesu, gekreuzigt zu sein. J. O laß mich doch an deinem Tod, Herr Jesu, recht Gemein— schaft finden/ und dadurch alle Sündennot, Fleisch, Welt und Satan überwinden. Erhöre mein Seufzen! Ich wünsch mir allein, mit dir, o mein Jesu, gekreuzigt zu sein. Johann Eusebius Schmidt, 7670-75 40⁰ Wachstut 66 zuge mögen se 2. Wo legen. d Wegen. 3. Dur im Ktieg besiegen. 4. Ach! daß nicht . Dich en; legd 0. Geh wallen, gefallen. Gu über miq geringste dich hin L. Gei nicht ve du mein mich ja Gedenk 3. Ge an dir hält 7u mich ei zuwiden leiben —17⁵⁷ el. J0² ins zu mein ch mit wissen mein vünsch mein⸗ lt und h mir 7⁴⁵ Wachstum in der Gnade 683 684 683 Mel. 6⸗ N Herr, gib acht! In unsrer Macht/ stehts nicht, dir nach⸗ zugehen. Darum gib du/ dein Licht uns zu, auf daß wir mögen sehen. 2. Wo du nicht bist, ist Satans List/ uns Schwachen über— legen. Drum bleib bei mir, Herr, für und für/ auf allen meinen Wegen. J. Durch dich, Herr Christ, der du uns bist/ ein Siegesheld im Kriegen, durch dich kann ich/ unfehlbarlich/ den Bösewicht besiegen. 4. Ach lagre dich/ beständiglich/ um Augen, Mund und Ohren, daß nicht die Welt, wies ihr gefällt, einschleich zu diesen Toren. 5. Dich setz ich mir/ zum Hüter hier/ der Sinne und Gedan⸗ ken; leg du dich drein/ und halte fein/ sie in gehörgen Schranken. 0. Geh aus und ein, o Gnadenschein, mit mir und laß mich wallen, so wie dein Geist/ uns unterweist, nach deinem Wohl⸗ gefallen. Erasmus Finx, 1627 0α 684 Mel. 36 edenke mein in allen meinen Wegen/ und leit, o Jesu, mich mit deinem Segen! Schwing dein Panier der Liebe über mich, daß ich auf dich getrost all mein Tun wage/ und im geringsten nicht an deiner Treu verzage. Verbirg mich stets in dich hinein. Gedenke mein! 2. Gedenke mein, ich trinke oder esse, daß ich dabei ja deiner nicht vergesse; laß mich dein Mäßigsein recht üben aus. Regiere du mein Schlafen und mein Wachen, laß, wenn ich wachen soll, mich ja nichts schläfrig machen. Laß immer mich gedenken dein. Gedenke mein! 3. Gedenke mein, wenn alle mein vergessen/ und mir, was ich an dir verdient, zumessen. Wenn alles mich für irr und töricht hält/ und niemand mehr mir will was Guts zutrauen, so laß mich einzig nur auf dich, mein Jesu, bauen. Wenn alle mir zuwider sein, so denk du mein! 40 685— 687 Das Leben des Christen E— 4. Gedenke mein, so kann ich an dich denken/ und Leib und Seel und Geist auf dich hinlenken. Gedenke meiner schwachen Hütte auch, so viel du, Herr, mir wirst für nötig halten; ich laß dich lediglich, mein Gott, in allem walten. Komm, komm in meines Berzens Schrein; gedenke mein! Johann Konrad Dippel, 7673-734 685 Mel. 9/ ert Jesu, der du uns bestellt, dir Frucht zu bringen auf der Welt/ in und aus dir durch deinen Geist, der zu dem Ende in uns fleußt: o mach uns doch dir alle recht getreu, daß keines unter uns unfruchtbar sei. ö 7²s 686 Mel. 2)8 J will dich immer treuer lieben, mein Heiland, gib mir Kraft dazu, und mich in deinen Wegen üben; denn nur bei dir ist wahre Ruh, die Ruh, mit der nichts zu vergleichen, der alle Herrlichkeiten weichen, die mir den Himmel offen zeigt. Ach nimm für alle deine Treue/ mein ganzes Herz, das ich dir weihe; machs immer mehr zu dir geneigt. 2. Getreuer Jesu, darf ich hoffen, daß meine Liebe treuer werd? Ach ja, dein treues Herz ist offen /dem, welcher ernstlich dein be⸗ gehrt. Ich flieh zum Reichtum deiner Güte; erleuchte du mein trüb Gemüte/ und zeige mir, was nichtig ist, daß ich es hasse, dämpf und töte; so schau ich nach der Morgenröte, wie schön die Sonne selber ist. Johann Adam Flessa(7), 1594- 776 687 Mel. 555 Na Kindlein, bleibt, ach bleibt als Jesu Reben, bleibt fest an ihm, dem wahren Seelenheil! Umfasset 28 als euer ewges Leben, des Berzens Schah, das allerbeste Teil. Seht, wie die Glut der Lieb ihn treibt/ zum Tod am Kreuzesstamm/ für euch, drum, Kindlein, bleibt! 4⁰² Wachst 2. M. eurem a vor ihn er die hleibtj i J. O. der innr Schmer im Gei bleibth i ert, Di dutchau⸗ J. He errissen nun stet. 4. He bestehe fillt, ni allein/ 7. 56 von hi keit /z Wachstum in der Gnade 688 2. Ihr Kindlein, bleibt mit Wachen, Flehn und Beten/ an eurem allerbesten Seelenfreund, so könnt ihr dann mit Freuden vor ihn treten, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint. Wenn er die Welt von dannen treibt, bleibt ihr ihm zugesellt. Drum bleibt, ihr Kindlein, bleibt! J. O Kindlein, bleibt bei ihm mit stillem Berzen, so nimmt der innre Mensch beständig zu. Der Flattergeist gebieret lauter Schmerzen/ und läßt die arme Seele nie zur Ruh. Wer still im Geist sein Werk hier treibt, genießet Fried und Freud; drum bleibt, ihr Kindlein, bleibt! Nach Ludwig Konrad Allendorf, 1693-77 688 Mel. 71 9 habe acht auf mich/ und reiß mich kräftiglich/ von allen Dingen; denn ein gefesselt Herz/ kann sich ja himmelwärts/ durchaus nicht schwingen. 2. Herr, habe acht auf mich, schaff, daß mein Herze sich/ im Grund bekehre; trifft vom verborgnen Bann/ dein Auge noch was an, Herr, das zerstöre. 3. Herr, habe acht auf mich! Hast du allmächtiglich/ den Strick zerrissen, so laß dem Feind zum Trutz/ mich deinen starken Schuß/ nun stets genießen. 4. Herr, habe acht auf mich/ und laß mich ritterlich/ den Kampf bestehen; wenn Satan, Sünd und Welt/ mich stürmend über⸗ fällt, nicht untergehen. 5. Herr, habe acht auf mich, dein Herz ja brüderlich/ stets an mich denket; dich hat die Brudernot/ in Jammer, Angst und Tod, ins Grab gesenket. . Herr, habe acht auf mich; o zeuch mich ganz in dich/ mit Leib und Seele. Dein bin ich, du bist mein, du, den ich mir allein/ zum Hort erwähle. 7. Herr, habe acht auf mich/ beim letzten Kampf, wenn ich/ von hinnen scheide; führ mich durch dein Geleit/ in deine Herrlich⸗ keit/ zur ewgen Freude. Sudwig Konrad Allendorf, 7693-7 26* 40 689 690 Das Leben des Christen 689 Mel. 306 O Herr, gib meiner Seele Leben/ und zieh sie ganz in dich hinein. Du hast dich für sie hingegeben/ in unerhörte Todes⸗ pein, damit sie dir zu deinem Ruhm verbleib ein ewges Eigen— tum. 2. O Herr, gib meiner Seele Leben, verändre kräftig meinen Sinn. Zch kann mir nichts, du alles geben; schau her, wie ich so elend bin, so schwach und krank nach Leib und Seel. Ach hilf mir, mein Immanuel! J. OBerr, gib meiner Seele Leben, durchdringe sie mit dei— nem Geist. Laß mich durchaus an nichts mehr kleben, was eitel ist und irdisch heißt. O würd ich doch, Herr, noch allhier /ein Berz und Seel, ein Geist mit dir! 7³⁸ 690 Mel. 746 Ha laß doch alle Ding /in Lieb allein geschehen. Ich bitt und flehe drum, erhör mein herzlich Flehen. Denn ich bin von Natur/ von aller Liebe leer, drum flöß ein Tröpflein ein/ aus deinem Liebesmeer. 2. Laß mich dein jammernd Herz/ recht fühlen und empfinden, daß ich mich auch dir gleich/ barmherzig lasse finden. Erweiche meine Härt/ in deinem teuren Blut/ und schmelze mich ganz um/ in deiner Liebesglut. 3. Laß deiner Liebe Brunn/ so süß ins Herze fließen, daß auch das Bittre selbst/ sich mög in mir versüßen/ und ich nichts Böses tu, wie andre mir getan, daß ich vielmehr, was arg, mit Gutem stillen kann. 4. Besänftige mein Herz /bei Unruh dieser Erden. Laß die Gelindigkeit„doch allen kundbar werden. Gib Langmut, gib Geduld, laß keinen Zorn herein/ und laß ihn, regt er sich, als⸗ bald beherrschet sein. 5. Laß mich nur betend balddas erste Fünklein schwächen, damit es nicht vermög/ im Rußern auszubrechen. Halt Herz und Aug und Mund/ und Hand in scharfer Zucht, wenn mich der Feind allhier/ zum Zorn zu reizen sucht. 4⁰⁴ Wachst 6 0. Laf Geistes mich, 0 x dein wa M. un mir Frie Blut, de 2. Nuf lich zur! hlringest und We J. Aus du Weiß ich dabe hierinne Wachstum in der Gnade 69) 692 O. Laß mich dein freundlich Bild/ erblicken und erwägen, wes Geistes Kind ich bin, daß sich nichts könn erregen. Ja waffne mich, o Herr, mit deinem Lammessinn, daß ich in sanftem Mut/ dein wahrer Jünger bin. Karl Heinrich von Bogatzlh, 7690-7 691 Mel.(06 Nu dein Wort bin ich zu dir kommen, als mich die Sünd und Fluch gedrückt; du hast die Last von mir genommen, mir Fried verschafft und mich erquickt. Herr Jesu, dein so teures Blut, das machte alles wieder gut. 2. Auf dein Wort bin ich fortgegangen/ und traue es dir gänz— lich zu: da du das Werk hast angefangen/ in meiner Seel, so bringest du/ dasselbe vollends auch zum End/ durch deinen Geist und Wort und Händ. 3. Auf dein Wort hab ich mich verlassen/ und manches, wie du weißt, gewagt, so daß mich viel deswegen hassen; doch bin ich dabei unverzagt/ und warte, bis du als mein Fürst/ mir auch hierinnen helfen wirst. 4. Auf dein Wort will ich ohne Sehen/ fortglauben hier in dieser Zeit, bis ich vor deinem Thron werd stehen/ und bei dir in der Ewigkeit/ die Ehrenkron auf meinem Baupt/ erfüllet, was ich hier geglaubt. 5. Auf dein Wort setz ich Leib und Leben/ und alles, was ich habe, dran; der mir es hat zuerst gegeben, ists, der mirs wieder⸗ geben kann. Du leistest Bürgschaft mir dafür, so leb ich dir, so sterb ich dir. Johann Jakob Moser, 1707-785 692 Mel. 8 ie Gnade sei mit allen, die Gnade unsers Herrn, des Herrn, dem wir hier wallen/ und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnaͤde/ denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: Der Herr ist treu! 40⁸ Das Leben des Christen 4. Die Gnade, die den Alten/ ihr Weh half überstehn, wird uns ja auch erhalten, die wir in unserm flehn. 5. Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst; so komme doch! G. Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein; denn sie flößt zu dem Siegen/ Geduld und Glaͤuben ein. 7. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 8. Bald ist es überwunden/ nur durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden/ die größten Taten tut. 9. Herr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller, 7599-70 693 Mel.) Keme dem wir alle dienen ob im Geiste, das weißt du— rette uns durch dein Versühnen/ aus der ungewissen Ruh. 2. Mache den Gedaͤnken bange, ob das Herz es redlich mein, ob die Seele an dir hange, ob wir scheinen oder sein. 3. Bräutigam, das Werk ist deine, Herzen sind dein Eigentum; ihr befleckt Sein oder reine /bringt dir Schande oder Ruhm. 4. Laß uns deine Wahrheit lieben/ und damit umgürtet sein, uns um dich allein betrüben/ und in dir allein erfreun. 5. Leib und Kraft will man bewahren, wenns nur Christo dienen kann; Leib und Leben läßt maͤn fahren/ für den treuen Seelen— mann. 6. Oesu Christe, unser Leben, mach uns selbst dir angenehm, deinem Herzen ganz ergeben/ und zu deinem Dienst bequem. 7. Leit uns würdiglich der Gnade/ und dem Evangelio; mach uns treu von Grad zu Grade/ und in deinen Wegen froh. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 760 v. 6*Christian Gregor, 1723-80 ablu Mier L. 0 uft, b — Hu 3. Nid Knecht, 4. We löset ist/ S. Wei wohntit etkannt. 0. Und schmückt 7. Gol an, und Mel. 3o st du⸗ NRuh. mein, entum; juhm. let sein, dienen Seelen⸗ jenehm, equem. ; mach . oo-Yoo Wachstum in der Gnade 694 695 694 Mel. ahlung ist für jedermann von dem Heiland schon getan. Niemands Fesseln sind so schwer, dem nicht loszuhelfen wär. 2. Aber wer sich darauf steift ß und nun Schuld auf Schulden häuft, der mißbraucht des Herrn Geduld/ und verscherzt sich seine Huld. 3. Nicht, daß Gott nicht helfen möcht; sondern weil der böse Knecht, da er doch schon losgekauft, wieder ins Verderben lauft. 4. Wenn ein Mensch durch Jesum Christ /von der Sünd er— löset ist/ und sein Blut machts Herze rein, so gehört nur er hinein. 5. Wenn der HBerr im Berzen thront/ und es gnadenvoll be— wohnt, wird die Berrschaft seiner Hand als das größte Glück erkannt. 0. Und wo Jesus ist, gewiß, da ist keine Finsternis; denn er schmückt sich selbst sein Haus/ zum Vergnügen herrlich aus. 7. Solch ein Herz bewahrt sich dann, hängt dem Herrn alleine an, und voll Dank für seinen Tod hälts mit Freuden sein Gebot. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο v. 7*Christian Gregor, 1729-80) 695 Mel. 167 ihr Christen, wie solls werden? Seid ihr denn schon recht bekehrt? Wißt ihr auch, wie kurz auf Erden/ euer flüchtig Leben währt? Wißt ihr, daß des Heilands Augen/ heller als die Sonne sind? Wißt ihr, wer da nicht will taugen, der ist ein verlornes Kind? 2. Kommt, wir wollen allen Sachen, die uns noch im Wege stehn, allsogleich ein Ende machen; Satan soll von hinnen gehn! Wir gehören unserm Lamme; als sein teur erworbnes Teil/ sind wir nun von seinem Stamme. Kommt, ihr Seelen, kommt in Eil! 3. Schau in Gnaden auf uns nieder, Gott mit uns, Immanuel! Dir gehören unsre Glieder, dir gehöret unsre Seel. Suchtest uns mit heißem Ringen, lagst für uns in Todesnacht; reiß uns durch dein mächtig Dringen/ vollends aus des Satans Macht. 40⁷7 696 697 SSSSS EE 4. Caß uns immer vor dir schweben, sterben aller Eigenheit, sterben allem Widerstreben, sterben aller Weichlichkeit, sterben allem Fleischesdringen, Ungehorsam, Beuchelei, sterben allen eitlen Dingen. Amen, daß es also sei! Nach*Nikolaus Ludwig Grafen von Zinzendorf, 700-7ο 696 Mel. 364 Lamm, das überwunden hat, vollführe deine Siege, bis dir bei uns in Wort und Tat/ nichts mehr entgegen liege. Weil du uns in dein Bild„so gern gestalten willt, so gib uns doch von dir noch heut/ mehr sichtbarliche Ahnlichkeit. 2. Entbind uns nur von alle dem, was sich noch selber meinet/ und was dir noch unangenehm/ bei deinem Volk erscheinet. Was niemand böse glaubt, was jedermann erlaubt, das werd uns nimmermehr vergönnt, wenns nicht dein Wort für gut erkennt. 3. Es werde das zu aller Zeit„auch von uns selbst bewie— sen, was wir von dir mit Freudigkeit, oft andern angepriesen. Es gehe Tat und Wortin gleichen Schritten fort, damit uns einst dein Zukunftstag/ erfreun und nicht beschämen mag. 4. Gelobt sei deine Majestät/ für deine Offenbarung/ und mit dem treusten Dank erhöht/ für alle die Bewahrung, die wir von Jugend auf/ erfahrn in unserm Lauf. O daß doch deine Gnad und Treu/ an uns wohl angewendet sei! *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 697 Mel. 22 So hat es denn des Heilands Macht/ in unserm Fleisch da⸗ hin gebracht: kann man was Guts tun, man tuts gern/ und dankt es seinem lieben Herrn. 2. Du, der du unser Herze kennst/ und uns nach deinem Namen nennst, ach nimm uns hin und mach uns rein, daß wir dir wohl—⸗ gefällig sein. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77⁰⁰0- 7οο Das Leben des Christen 408 listen enhei, steren allen 0-J7⁰⁵⁰ el. 304 ge, bis liege ib uns einet/ Was rd uns rkennt. bewie⸗ priesen. nit uns ag. und mit wir von eGnad 00-7⁰⁰ο Mel. 22 isch da⸗ gern/ Namen rwohl⸗ ·7⁰⁰ Wachstum in der Gnade 698— /700 2 698 Mel. 56 wirr Heiland, du kennst deine Schar, die dir weiland fremd und ferne war/ und dir nun, Herr Jesu Christ, seit sie dir nah worden ist, gern zur Freude wäre ganz und gar. 2. Du alleine hilfst mit deiner Kraft/ und wirst deine Jesus-⸗ eigenschaft/ an uns allen offenbarn/ und uns reingen und be— wahrn; wir begehren deine Heilungskraft. 3. Segne, segne uns aus freiem Trieb/ und begegne uns, du ewge Lieb. Du mit Blut befloßnes Haupt/ für ein jeds, das an dich glaͤubt: wenn doch jedes vor dir stehen blieb! 4. Volle Hände, tut euch für uns auf, ohne Ende segnet unsern Lauf. Hier ist eine Sünderreih: höchster Priester, komm herbei, sei uns gnädig; denn wir warten drauf. 5. Nun, so mache du, der alles macht, unsre Sache; nimm uns gut in acht, halte uns dir unbefleckt„und beständig aufgeweckt, dir zu dienen, bis dein Werk vollbracht. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 760 699 Mel. s ank sei Jesu Huld, welche mit Geduld/ unsre große Schwach—⸗ heit träget, die sich oft zu Tage leget, und uns alle Zeit/ gnädig benedeit. 2. Wenn wir Arme nicht/ für sein Gnadenlicht/ seine Wunder⸗ güte priesen/ und uns dankbaͤrlich bewiesen, wärn wir des nicht wert, was er uns beschert. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 7οο 700 Mel. 74 Woe müht sich unser Herr mit mir/ 5 schon gar lange Zeit! O wär ich ihm zur Ehr und Zier/ für seine Freundlichkeit! 2. Solange man auf Erden ist, solange wird gebaut. Zuletzt kriegt dennoch Jesus Christ/ ein reines Herz zur Braut. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 170⁰0- 76ο 409 70)— 708 Das Leben des Christen V 7 701 Mel. 75 as ist mir sonnenklar, daß ich des Heilands war/ von meiner ersten Wiegen; ich merk es an den Zügen, die seit so vielen Jahren/ an mir sich offenbaren. 2. Und das ist auch gewiß, daß ich durch keinen Riß/ auf dieser seiner Erde /von ihm getrennet werde, durch Ehre nicht noch Schande noch durch geheime Bande. J. Ich zweifle nicht daran, daß Jesu Liebesplan, den er am Kreuz beschworen, da er uns auserkoren, stets war auf mich ge— richtet/ und noch mein Bestes dichtet. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70ε7ο 702 Mel. J6 einer Bräutgam meiner Seele, tilge fremder Liebe Flamm, daß ich deine Lieb erwähle, auserwähltes Gotteslamm! 2. Liebe hat dich hergetrieben, Eiebe riß dich von dem Thron; und ich sollte dich nicht lieben, Gottes und Marien Sohn? J. Freund, entreiße mich dem allen, was nicht in dein Reich gehött; laß mich zu der Freistatt wallen, wo mich nichts verlett noch stört. 4. Töte meine Sündenglieder, mache den Triumph daraus. Hane doch dein Bild herwieder„ und das Kind ins Vaters aus. 3. Halte, halte meine Rugen, holder Freund, zu dieser Zeit, daß sie nichts zu sehen taugen„als den Tag der Ewigkeit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰-7⁵0 703 Mel. 6 G mir ein lichtes Wesen, das völlige Genesen/ am Geiste des Gemüts; beim Grundgefühl der Sünden/ sei ein ge⸗ beugt Empfinden, kein Sündetun ach Gott, verhüts! 470 unsern Heu, meiner Wachstum in der Gnade 704 705 V 7 el. 55 L. Mach mich dir stets gewärtig 7und alle Stunden fertig, zu von sein nach deiner Art zum Mühen unverdrossen, ins Armsein ie seit eingeschlossen, vor aller fremden Kraft bewahrt; J. Ganz ernsthaft und doch kindlich, einfältig und doch gründ— lich/ und ein getreues Ohr; ein zuverlässig Herze, gerührt von nicht allem Schmerze, der bei dem Jüngervolk kommt vor; 4. Mit jedermann im Frieden und treu im Dienst hienieden, auch im Gebete treu, fürs Volk bei dir zu sprechen, des Feindes 3* Zweck zu brechen, den Freunden Gottes täͤglich neu. 5. Und was ich für mich bitte, bitt ich auch für die Hütte, für . 60 Seele und für Geist„der andern, die sich wagen, zu gehn in unsern Tagen, wohin sie dein Erwählen heißt. 0. O Vater der Gemeine, freu dich mein, ich bin seine; Geist Wel. 36 Jesu, segne mich, hilf mir, dem schwachen Kinde; Versöhner meiner Sünde, nimm und behalt mich ewiglich. NVikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 hton; 704 Mel. 78 ie der Herr am Kreuz gestorben, war die Macht des Todes Reich hin; und da hat er mich erworben, daß ich ewig seine bin. erletzt 2. Seine sein, was will das sagen? Tag für Tag bis in die Nacht/ seine Seel in Händen tragen/ und, sobald man aufge— maus. wacht, haters J. Seinen Heiland kindlich bitten, daß er uns den ganzen Tag/ und bei allen Tritt- und Schritten, wies ihm recht ist, leiten mag. 3, 4. Und ein Mensch, der also handelt, ist in Wahrheit hoch 1 beglückt, weil er stets mit Jesu waͤndelt /und von ihm sich nicht 7700 verrückt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 705 Mel. J2) lel. 70 ch, was ich bin und tu, schreib ich der Gnade zu, die mirs Heiste kann bewahren; sonst hab ichs ohne Ruh. Es kann mir n ge⸗ widerfahren, daß ich alles das, was ich heute faß, morgen fahren laß. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-75 477 706— 709 Das Eeben des Christen SEEEENE 706 Mel. 228 Wonchdo sohrrhfroh, daß Boffnung ist, ich werde so, wie ich ihm kann gefallen, daß ich möge mit Jesu Christ, der seiner Kirche Bräutgam ist, in steter Liebe wallen! O, ich/ freu mich, daß ich bleibe/ Glied am Leibe/ meines Treuen; ewig werd ich mich des freuen.„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77007ο 707 Mel. 4 G450 seist du, du Ursach der Ruh! Ich küsse die Hand, die so viel Barmherzigkeit an mich gewandt. 2. Mein Geist sei dir heut/ aufs neue geweiht! Regiere dar— in/ nach deinem verborgensten Rate und Sinn. J. So will ich auch dein/ ohn Nusnahme sein/ mit Leib und mit Geist/ und willig zu allem, was dein Wort mich heißt. 4. Erhalte dein Kind/ allzeit so gesinnt: es wisse von nichts/ als von dem gekreuzigten König des Lichts. S. Der Bund ist gemacht; mein Herr ist bedacht, mein Bitten zu tun, und ich will ihn lieben, ihm dienen und ruhn. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7 v. 2* Christian Gregor, 172380 v. 4* Anna Dober, 173-739 708 Mel. 14 Dan tiefen Eindruck, was mein Freund/ für mich, für mich getan, wie treu sein Herz es mit mir meint, seh man mir immer an. 2. Ich schäme mich vor meinem Berrn/ und tröst mich seiner Bein. Er liebet mich, er hätt mich gern /von allen Sünden rein. J. Nichts beugt ein Sünderherz so sehr/ als seines Heilands Gnad; und alle Tage freut sichs mehr, daß es ihn kennt und hat. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 7727-752 v. 3*Christian Gregor, 7723-180) 709 Mel. 23 F mich an mit neuer Gnade, setze mich in neue Grade, dir mit Leib und Seel zu dienen; heilge mich durch dein Versühnen. 92 + Wachst 2. Nie Blut eit lich hint V eure Vwü daß es welche! 2. We und vers Gottesl Mute /1 einer rein. ands hat. 17⁵² el. 2 rmit nen. Wachstum in der Gnade 710 70 2. Nichts ist an mir, nichts als Armes; gib mir durch dein Blut ein warmes/ und von deinem Tod und Schmerze/ gänz⸗ lich hingenommnes Herze. v.)*Anna Nitschmann, 7775 7 v. 2* Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-752 710 Mel. 55 Teurer Freund, hier ist mein Herz, das befehl ich deiner Liebe, wünscht, es bliebe/ dir behalten unbefleckt, aufgeweckt, und daß es nichts wüßt und könnte, als in deiner Liebe brennte, welche du mir hast entdeckt. 2. Werd ich nicht bald deine sein, innig, heilig, unverdrossen/ und verschlossen/ vor dem Einfluß der Natur? Mach mich nur, Gotteslamm, mit deinem Blute rein an Herz und Sinn und Mute/ und zur neuen Kreatur. 3. Binde mich mit Herz und Sinn/ an dein Joch, das sanft und linde/ einem Kinde,‚ das mit einem willgen Sinn/ sich gibt hin/ und läßt sich die Gnade führen. Das macht tausend Segen spüren/ und bringt köstlichen Gewinn. 4. Nimm mein Herze gut in acht, du verstehst die Seelen— pflege/ allewege. Meine Seele ist doch dein, mach sie rein, in dem Innern stark und kräftig/ und in Jesu Dienst geschäftig. Laß mich dir empfohlen sein. *Anna Nitschmann, 1775-7ο v. 2 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7 7⁴ 4 Mel. 97 it einem tief gebeugten Sinn/ fall ich vor meinen König hin. Bedenk ich meinen Lebensgang, so regt sich Schmerz und Freud und Dank; ich fühl mich elend, arm und mangelhaft, beschämt, und doch begnadigt und voll Kraft. 2. Die Beugung kommt von seinem Kuß/ und seiner Gnade Uberfluß; die tiefe Scham entsteht daher, daß ich ihn noch nicht liebe mehr; die Kraft hingegen und den Glaubensmut/ ver⸗ schafft mir sein Verdienst und teures Blut. 473 77½2 733 Das Leben des Christen 3. Gott Lob, daß seine Gnadenhand/ mich suchte, zu sich zog und fand! Gott Lob, daß er mich seine nennt und ihn mein Herz als meine kennt! Gott Lob, daß er sein Wort beständig hält! Nun glaͤub ich mich mit ihm schon durch die Welt. 4. Du hoch geliebter Schmerzensmann, ich bitte, was ich bitten kann: Nimm hin dein Kind und ziehe mich/ noch immer näher hin an dich/ und leg auch meinem Arbeitsschweiß und Treu/ die unumgänglich nötge Gnade bei. S. Insonderheit erhalte du/ vor aller fremden Kraft in Ruh/ dein Kind, daß ich nach Seel und Leib/ des heilgen Geistes Tempel bleib/ bis zur Erscheinung deiner Herrlichkeit, da Geist und Seel und Leib sich deiner freut. G. Du weißt ja, Heiland, meinen Sinn: er geht auf deines Reichs Gewinn, er geht auf dich, auf dich allein. Ich wünscht mir lieber, nicht zu sein, wenn ich nicht wissen sollt, ich wär für dich/ und die Gemein; euch beide liebe ich. ANnna Ritschmann, 175-70 7⁴ 2 Mel. 4 reund, werde uns nah, die Seelen sind da, in Liebe vereint; komm, segn uns, o Liebe, du bist uns befreundt. 2. Wir wären gern rein/ und in uns recht klein. Komm, Feuer und Wind, verzehre, was sich noch von Eigenheit findt; 3. Damit wir allhier/ dir werden zur Zier/ und auch der Ge— mein/ vorgehn mit des Lichtes hell leuchtendem Schein. *Anna Dober, 7773-7 713 Mel. 66 LCah du mich bei der Sünderschaft/ ein göttlich Seben führen/ und schenke mir dazu die Kraft/ durch deines Geists Re— gieren. Ach nimm dir ohne Ausnahm hin/ Geist, Seel und alle Glieder. Mit dem Verlangen sinkt mein Sinn/ vor dir im Staube nieder.*Seonhard Dober, 7706-76& 47⁴ Wachs jeb Ru kann. 2. Kt lieber J. Ol daß ich d I L. Gi köstlich Vel. 4 reint; Feuer Ge⸗ 3-7³⁹ el. J66 hren/ Re⸗ und r dir 05 Wachstum in der Gnade 714—716 SSSISISISSASISSSSSISSSSSS 7 1 +* Mel. J Heiland, nichts als du/ gibt mir Frieden, Freud und Ruh. Zieh du mich mit Kräften an, daß ich dir ganz leben ann. 2. Kräfte aus dem Lebensquell, Einfalt, die mich machet hell, lieber Heiland, schenke mir; meine Seele haͤngt an dir. 3. Ohne dich nicht einen Schritt! Darum geh du immer mit, daß ich deines Namens Preis/ dien, so gut ich kann und weiß. Martin Dober, 7709-7 71 5 Mel. 9 „die Liebe Jesu ist„wahrlich überschwenglich; alles, was man sonst genießt, ist doch nur vergänglich. 2. Gnade macht das HBerz gewiß; in der Gnade leben/ ist ein köstlich Ding, und dies /will der Heiland geben. J. Wer ihn liebt, wirds allezeit/ auch im Werk bekennen; denn die Eieb und Folgsamkeit/ lassen sich nicht trennen. 4. Wer den Willen Jesu weiß und ist ihm ergeben, der sucht auch mit allem Fleiß, nur für ihn zu leben. 5. Ach, der lautre Jesussinn, in das Berz geschrieben, ist ein seliger Gewinn, wirkt ein treues Lieben. . Wer damit ist ausgerüst, steht in Licht und Klarheit; denn in Jesu Christo ist/ lauter Gnad und Wahrheit. Matthäus HBehl, 1705-78 716 Mel. O du ewges Gotteskind, dem wir Menschen lieber sind/ als 860 des HBimmels Glanz und Thron, mach auch mich zu deinem ohn. 2. Alle deine Angst und Pein/ um der Seelen Seligsein, dein für sie vergoßnes Blut/ komm auch mir, auch mir zu gut! 3. Deine ganze Lebenszeitwar zu lauter Schmerz geweiht, der für mich auch Tag für Tag/ dir auf deinem Herzen lag. 475 717- 779 Das Leben des Christen 4. Komm, du hoch bewährter Arzt, der du selbst zur Arznei wardst, dring in meines Herzens Schrein/ mit den Lebens-— säften ein. 5. Wirf, was dir mißfällt, hinaus, heile mich von Grunde aus, bis ich ganz nach deinem Sinn/ durch dein Blut gestaltet bin. „Johann Gottlob Ehrenfried Böhmer, 7700- 7 717 Mel. 4 ott heiliger Geist, sei innig gepreist, daß du mich gelehrt, wie freundlich der Heiland zu Sündern sich kehrt. 2. Mit welcher Geduld/ und Gnade und Huld/ hat er mich geführt, so daß sich mein Denken darüber verliert! 3. Wie dank ichs ihm nun? Was soll ich ihm tun? O daß ihm zu Ehrn/ all meine Blutstropfen geheiliget wärn! v.)*Cva Maria Spangenberg, 7696-75 v. 2.3*Christian Gregor, 1723-80 71 8 Mel. 149 SU0 ist ein reines Herz, das in Jesu Wunden/ und in seinem Tod und Schmerz/ Fried und Beil gefunden/ und nun frei/ ohne Scheu/ ihm ins Herz kann schauen/ und fest auf ihn trauen. *Christian Gregor, 7723-80 719 Mel. J67 nade, die aus Jesu Wunden/ auf die armen Sünder fließt, macht sie so mit ihm verbunden, wie ein Reb am Wein⸗ stock ist, fördert, weil sie selbst nichts können, ihr Gedeihn aus seiner Füll/ und wehrt allem, was sie trennen/ und im Wachs⸗ tum hindern will. 2. Andacht über Jesu Leiden, dessen sich der Glaube tröst, bringt die Frucht, daß man mit Freuden/ dem nur lebt, der uns erlöst, und wirkt kindlich frohe Triebe, daß Gedanken, Wort und Tat/ ein Beweis sind zarter Liebe, die den Grund in seiner hat. *Christian Gregor, 1723-80 476 Wachstu ie 0 2. Ac nen/ un cht gat den, wo dahin g 9— we ewget e 2. Gi Treuen Hetze risten W. ynei bens⸗ eaus, bin. 0.70⁷ Mel. 4 elehit, r mich O daß 017⁵⁰ Y Nel. 39 seinem in frei/ trauen. 3.900 Nel.6/ rfließt, Wein⸗ hn aus Wachs⸗ e tlöst, det uns jott und ner hat. 20-080 Wachstum in der Gnade 720— 723 SSSSEEE.. SNt 720 Mel. 30 ie solln wir dich gnug preisen, o Aesu, und beweisen, daß wir dir angehören? Du mußts uns selber lehren. 2. Qch laß auf dein Versühnen/ uns wachsen, blühn und grü⸗ nen/ und dir von Tag zu Tagen stets schönre Früchte tragen. *Christian Gregor, 7723-80) 7⁴ Mel. 566 As mache dir doch jegliches/ zum Lobe hier auf Erden/ und ganz und gar dem Zweck gemäß, der dort erreicht soll wer⸗ den, wo man dich sichtbar preist; und gib, daß unser Geist/ bis dahin ganz samt Seel und Leib/ unsträflich dir behalten bleib! *Christian Gregor, 1723-80) 22 Mel. 2o Jesu, laß doch hier auf Erden/ mich stets in dir erfunden werden/ und schenke mir schon in der Zeit/ den Vorschmack ewger Seligkeit. 2. Gib, daß ich stets voll reiner Triebe/ mich gern in kleinen Treuen übe 7 und du an mir, bis ich erblaßt, ein zuverlässig Herze hast. v.)*Christian Gregor, 1723-80 v. 2*Luise von Hahn, 724-782 723 Mel. 14) Liebe, sühre mich der Liebe Bahn. Deines Herzens Triebe/ ziehn die meinen himmelan. Lehr mich mutig kämpfen, wirken, dulden, flehn, feige Selbstsucht dämpfen, stark für andre stehn. 2. Eigenen Genüssen/ gib mir zu entsagen Mut; eignen Vor⸗ teil missen, andern weihen Gut und Blut, streng mich selber richten, mild für andre sein, diesem JQüngertichten/ wollst du Kraft verleihn. 3. Mich hast du verbunden, lehr mich andern hilfreich sein/ und in fremde Wunden/ liebend gießen Ol und Wein. Mir 27 477 724 725 Das Leben des Christen hast du vergeben, Herr, so sei es nun/ meines Herzens Leben, andern Gleiches tun.*Zohann Baptist von Albertini, 7769--18 724 Mel. 30 iebe, du ans Kreuz für uns erhöhte, Liebe, die für ihre Mörder flehte, durch deine Flammen/ schmelz in Liebe Herz und Herz zusammen. 2. Laß von dir uns wahre Sanftmut lernen, uns von deiner Demut nie entfernen; lehr uns vergeben. Herr, ist dein Verzeihn nicht unser Leben? 3. Du Versöhner, mach auch uns versöhnlich, Dulder, mach uns dir im Dulden ähnlich, daß Wort und Taten/ wahren Dank für deine Buld verraten. 4. Du Erbarmer, lehr auch uns Erbarmen, lehr uns Mildig⸗ keit, du Freund der Armen; o lehr uns eilen, brüderlich der Brüder Not zu teilen. 5. Menschenfreund, wer kann genug dich preisen? Was wir je mit mildem Sinn erweisen/ an deinen Brüdern, willst du, als dir selbst geschehn, erwidern. 6. Alles, was wir tun in unserm Kreise, sei ein Echo deiner Huldbeweise. Denn, o wir Armen, Herr, was sind wir ohne dein Erbarmen?*Karl Bernhard Garve, 1763-84 7 2 5 Mel. 208 Echline deiner Brüder, Haupt und Kraft der Glieder/ deines Hausgeschlechts, dich will ich umfangen, treulich an dir han⸗ gen/ kraft des Bruderrechts. Laß nicht ab, bis in mein Grab/ durch dein Blut mich zu vertreten/ und für mich zu beten. 2. Das ist mein Vertrauen, darauf will ich bauen/ als auf Felsengrund. Alles laß ich fahren, aber treu bewahren/ will ich deinen Bund. Führst du gleich/ in Gottes Reich/ Königs— stab und Steuerruder, du bist doch mein Bruder. Karl Bernhard Garve, 1768-84 478 Heistlih Ou WI Mein! Höhe,! 9. La sreuet, Histen deben, ion Mel. 9 ir ihre ehetʒ deiner Heihn „mach vahren ich der as Wir lst du, deiner rohne 53—1841 Nel. 208 deines ir han⸗ Gtab/ n. als auf n/ will wönigs⸗ 53—v7⁸91 Heistliche Armut und Einfalt 726 727 Geistliche Armut und Einfalt Selig sind, die da geistlich arm sind. 726 Mel. 360 reicher Gott von Gütigkeit, von Gnade und Erbarmen, wie groß ist deine Freundlichkeit/ für alle geistlich Armen! Mein Herz ist still„und spricht: Dein Will, o Vater in der Höhe, dein Will allein geschehe! 2. Saß leuchten mir dein Angesicht, so wird mein Herz er⸗ freuet, da deines teuren Wortes Licht/ die Dunkelheit zer⸗ streuet/ und zeiget mir/ die offne Tür/ der Gnade und der Wahrheit/ in lauter froher Klarheit. 3. Ach selig und gar heilig ist, wer hierzu kann gelangen, daß du, o Mittler Jesus Christ, den Willen nimmst gefangen, bringst Herz und Sinn/ zum Vater hin, versöhnt mit deinem Blute. Da schmeckt man alles Gute. 4. Denn Gott ist nicht ein Menschenkind, was Böses zu er⸗ wählen. Der beste Mensch ist oftmals blind„und kann gar leichtlich fehlen; wer aber sich /ganz lediglich/ vergnügt in Gottes Wegen, der findet lauter Segen. 5. Wenn nun dein holder Friedensschein/ mir zeiget deinen Willen, so laß mein Berz recht folgsam sein, denselben zu er⸗ füllen. Versiegle du/ in stiller Ruh/ all Innigkeit der Seelen; dein Wille sei mein Wählen. Qoachim Justus Breithaupt, 7658-732 727 Mel. J84 O süßer Stand, o selig Leben, das aus der wahren Einfalt quillt, wenn sich ein Herz Gott so ergeben, daß Christi Sinn es ganz erfüllt. Es weiß von keiner andern Zierde, als die im Blute Christi liegt; die reine himmlische Begierde/ hat alles Eitle leicht besiegt. 27* 479 728 729— ii des S 2. Wencchde der eitle Weltsinn trachtet, ist solchen Gerzen Tand und Spiel; was mancher für unschuldig achtet, ist solchen Her⸗ zen schon zu viel. Warum? Es gilt, der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Wenn ihr das Kleinod wollt erjagen, werft alles weg, was hindern kann. 3. Von Sorgennot und solchen Plagen, worein die Welt sich selbst verflicht, vom Neid, womit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfaͤlt nicht. Den Schaͤt, den sie im Berzen heget, behält sie wider allen Neid. Ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud. 4. Ach Jesu, drücke meinem Herzen/ den Sinn der lautern Einfalt ein. Reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. O schönes Bild, ein Berz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt/ und mit den klugen Lammsjungfrauen /sich auf des Bräutgams Zukunft schickt. Johann Joseph Winckler, 1670-722 728 Mel. 136 Einfal schlecht und recht, unwissend böser Dinge, gehor— sam, treu und klug/ in dem, was ich vollbringe, und wie du selber bist, Zamm, unbefleckt und rein: so laß mich eben auch/ nach deinem Sinne sein! 7¹⁴ 729 Mel./ as wahre Christentum/ ist wahrlich leichte. Ja, wenn uns Jesus nicht/ die Hände reichte, so könnte man mit Recht/ von Schwersein sagen; allein er hilft die Last/ beständig tragen. 2. Gott macht uns keinen Schmerz, er will ihn stillen. Wo rührt er aber her? Vom Eigenwillen! Laß dieses Schmerzens⸗ kind/ beizeiten töten, so kommest du geschwind /aus allen Nöten. 3. Was willst du deine Not/ so sehr betränen? Dein Herze darf sich nur /nach Jesu sehnen. Sprich: Vater, kannst du denn/ cheh Elend sehen? Mein Heiland, biff mir doch! so ists ge⸗ ehen. 42⁰ Geistlich 4. Die . 1felf Racht/ den Gla 5. Der Licht un das wit 0. Go u seine lut/ b etkennet noet keit Siehet glaubt hrsfen A Tand n Her⸗ n; hiet wollt zel sic Christ heget, lräget, lautern en, der in Hetz nit den ukunft 0·0⁷²² Nel. 146 gehor⸗ wie du auch/ 7¹⁴ Mel. 3/ nn uns Recht/ tragen. n. Wo erzens⸗ Röten. Hetze denn/ ssts ge⸗ Geistliche Armut und Einfalt 730 4. Die Schwachheit macht dich scheu, doch nicht zu Schanden. Du fällst bisweilen gar, nur aufgestanden! Laß dich die dunkle Nacht/ des Lichts berauben, verliere gar den Weg, nur nicht den Glauben! 5. Denn fährest du nur fort, Gott zu vertrauen, so wirst du Licht und Weg/ bald wieder schauen. Was du geglaubet hast, das wirst du sehen; wie du geglaubet hast, so wirds geschehen. 0. So will ich Jesu Joch /gern auf mich nehmen/ und mich 5 seiner Last/ mit Lust beguemen. Denn will sie Fleisch und lut/ beschwerlich nennen, so wird sie doch der Geist/ für leicht erkennen. Johann Andreas Rothe, 1688-75 730 Mel. 365 nverwandt auf Christum sehen/ bleibt der Weg zur Selig⸗ keit; allen, welche zu ihm flehen, ist gewisses Heil bereit. Siehet man im Herzen an, was er für die Welt getan, und man glaubt daran mit Beugen, so bekommt man es zu eigen. 2. Wenn doch alle Seelen wüßten, wie es dem so wohl ergeht, welcher in der Zahl der Christen, wahrer Glieder Jesu, steht! Da geht man in seinem Glück/ immer fort und nie zurück; man ist auf dem Lebenspfade/ und nimmt immer Gnad um Gnade. 3. Aber freilich kann nichts taugen/ als nur das, was Christus tut. Lassen wir ihn aus den Nugen, finden wir was andres gut, so Werder wir gewiß, unser Licht sei Finsternis, unser Helfen sei Verderben, unser Leben lauter Sterben. 4. Wären wir doch völlig seine, regte sich doch keine Kraft, da der Heiland nicht alleine, was sie wirkete, geschafft! Jesu, richte unsern Sinn/ lediglich auf dich nur hin, so lebts Herz in deiner Wahrheit, und das Auge wird voll Klarheit. 5. Bring uns völlig in die Schranken, die dein Liebesrat ge⸗ etzt; weder Worte noch Gedanken/ werden sonst für gut ge⸗ ätzt. Eine neue Kreatur/ kann allein auf dieser Spur/ deines amens Ruhm erhöhen/ und in deine Freud eingehen. Oohann Andreas Rothe, 7688-75 42 780 732 Das Leben des Christen 731 Mel. 755 We schwer ists, kennen lernen, was hier auf Erden ist, und alles auszukernen, was ihr Gelehrten wißt. Doch ist nicht zu ergründen, wie schwer die Schule fällt, das edle Nichts zu finden, das NRichts, das Gott erwählt. 2. Soll man solch Nichts beschreiben, so kommt es darauf an, von sich gewiß zu gläuben, daß man nichts ist noch kann; und daß man nicht begehret, hoch angesehn zu sein, sich über nichts beschweret/ und sieht sein Elend ein. 3. Die Seele lernt sich kennen/ als arme Kreatur, sieht, daß sie nichts zu nennen/ in eigener Natur. Und soll ihr Tod und Hölle/ nicht stets entgegen ziehn, so muß sie auf der Stelle/ ihr eignes Wesen fliehn. 4. Ach, ohne Jesu Liebe, dem Lichte alles Lichts, sind alle meine Triebe/ und ich selbst lauter Nichts! So rufet die ent⸗ blößte, die arme Seele aus/ zu dem, der sie erlöste/ und einzog in ihr Haus. 5. Dann darf man sie nicht fragen, obs ihr noch möglich ist, auf eigne Kraft was wagen/ und ohne Jesum Christ. Nein, sie ist zu erfahren, sie hat die Ruh gekost/ und sucht sich zu be⸗ wahren, hält fest am Glaubenstrost. 6. Will sie was Guts beginnen, so ruft sie Jesum an; der wirkts in ihren Sinnen, eh es die Hand getan. Und ists zum Vorschein kommen, so weiß die Seele wohl, wo sie es herge— nommen/ und wem sies danken soll. 7. Zst dieser Grund geleget, so ist es nicht mehr schwer, daß man das Herz beweget, zu fliehn die eigne Ehr. Man geht auf Christi Pfade/ und denkt: Ich bin zwar nichts; doch bin ich durch die Gnade/ ein selges Kind des Lichts. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 760 72 Mel. 155 ahre nur auf ewig hin, du verblenderische Größe! Deine Blöße/ ist der ganzen Gnadenschar/ offenbar, weil der Herr, —42² Gestli dem do⸗ und nie 2. Nn sete T dit kind Armut, schiede kenne vetgöt 3. wolle Solle dinge singer A so m nichts bt, daß 0d und Stelle/ nd alle die ent⸗ einzog llich is, Mein, zu be⸗ an; der sts zum herge⸗ oer, daß an geht hbin ich ⁰⁰-7⁰⁰ Mel. J55 Deine er hen Geistliche Armut und Einfalt 733— 735 SEEEE dem doch die Scharen/ aller Engel dienstbar waren, hier so arm und niedrig war. 2. Amen, ja, du teures Haupt, das ist deiner Diener Bitte: feste Tritte/ auf der schönen Gnadenbahn. Unser Plan/ sei, dir kindlich nachzuwandeln, deinem Sinn gemäß zu handeln; Armut, Schmach und Freude dran! „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 77⁰00-7ο 733 Mel. ay O uns geringe sein, und wenn dirs wohlgefället, noch mehr zurückgestellet; wir willigen darein. Nur laß uns auch er⸗ fahren/ in unsern Pilgrimsjahren, daß eine kleine Kraft/ ge⸗ wisse Arbeit schafft. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 734 Mel. 366 O wie so glücklich wären wir, du unser Herzenskönig, wenn wir nichts wüßten außer dir, es sei viel oder wenig, und wenn wir jedes andre Ding/ nur ganz vergessen könnten, so wichtig oder so gering/ es andre Menschen nennten! 2. Da hast du uns, du teures Haupt, verleih uns deinen Frie⸗ den; und was ein jedes hofft und glaubt, das werde ihm be⸗ schieden. Was jegliches in Einfalt will, weils deinen Willen kennet, dazu werd ihm aus deiner Füll/ auch Mut und Kraft vergönnet. 3. So wolln wir denn; wer wollte nicht, da man so frei kann wollen/ und hat so treuen Unterricht/ und weiß von keinem Sollen? Man hat auch keine Neigung mehr/ zu andern Neben⸗ dingen, man ist bei Jesu in der Lehr/ und lernt von Gnade singen.*Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 735 Mel. J)5 Wea selig ist ein Herz, das Jesum funden/ und das ihm glauben kann, nicht, weil es sieht, nein, sondern weil es so mit ihm verbunden, daß es sein Ja und Nein in alles zieht, 392³ 736 737 Das Leben des Christen SSSISISISSSISISSSSSISS und wenn es weiß, daß ers gesagt, den Augenblick nicht mehr nach Grund und Ursach fragt. ö 2. O wenn ihn nur die Seelen recht verstünden, sie gäben sich nicht halb so viele Müh/ mit mancherlei Bedenken und Ergründen; sie merkten nur, wohin die Liebe zieh, und dächten wie ein treuer Knecht: Der Herr machs, wie er will, so ists dem Knechte recht. 3. Wir wissen ja, wie weit die Gnade reichet, die Gnade, die sich nicht in Grenzen schließt, die arm und reich und hoch und niedrig gleichet, der nichts so lieb, als was bedürftig ist, die Gnade, die uns hebt und trägt, bis alles im Verein sich ihm zu Füßen legt. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-1760 736 Mel. o erschließe unsre Rugen/ für Dinge, die nichts taugen; gib Rugen voller Klarheit„in alle deine Wahrheit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 170⁰0-760 73/ Mel. 14 En kindlich Herz und Wesen ist/ dem Vater angenehm/ und nach dem Ausspruch Jesu Christ/ zum Bimmelreich bequem. ?. Die aber hohen Mutes sind, die stürzt der Herr vom Stuhl. Drum werd ich herzlich gern ein Kind/ und geh in Christi Schul. 3. Da fall ich auf mein Angesicht/ zu meines Heilands Fuß/ und bitt ums heilgen Geistes Licht, das mich geleiten muß. 4. Da krieg ich einen Kindersinn, ich werd und bleibe klein/ und habe davon den Gewinn, dem Höchsten nah zu sein. 3. Der Hohe und Erhabene/ hält seine Kinder wert/ und sieht gern auf das Niedrige/ im Himmel und auf Erd. . Drum siehe dich. mein Herz und Geist, nach anderm nicht mehr um/ als dem, was unverwelklich heißt, nach jenes ebens Ruhm. 7. Herr Jesu, deine Gnadenwahl, befördre meinen Lauf. Nimm meinen Namen in die Zahl/ der Kinder Gottes auf. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 4³⁴ hrsten mehr gäben n und hächten ts dem de, die ch und st die ihm zu o· m el.o en; gib - 7⁵⁰ Mel. 4 n/ und equem. Stuhl. Schul. Fuß/ b. llein/ . dsieht tmeht luhm. Lauf. auf. ·⁰⁰ Geistliche Armut und Einfalt 738— 740 + 2 N 738 Mel. 30 Saen Leute will der König haben, die, wenn sie ihm brin⸗ gen ihre Gaben, mit Elend prangen/ und allein an seiner Gnade hangen. 2. Solche Leute will der König küssen, die, wenn sie sich keinen ond mehr wissen, still hingesunken, sich erbitten neue Gnaden⸗ unken. 3. Solche Leute will der König segnen, die, so oft sie einemKnecht begegnen/ von Christi Chören, ihn als einen Gottesfürsten ehren. 4. Solche Leute will der König schützen, die ihm ruhevoll zu Fü— ßen sitzen/ und ihm vertrauen, bis sie ihre Last gehoben schauen. 5. Solche Leute will der König lehren, die ein jedes Kind mit Nuteen hören/ und fröhlich wissen, daß sie Schüler sind und lernen müssen.*Nikolaus udwig Graf von Zinzendorf, 70⁰7οο v.)*Friedrich von Wattevllle, 7700-777 739 Mel. 22 ein Heiland, daß ich ohne dich/ nichts hab noch kann, des freu ich mich; und alles, was du tust an mir, beugt meine Seel in Staub vor dir. 2. Als ich noch etwas wollte sein, so hatt ich nichts als lauter Pein; seitdem ich weiß, wie klein ich bin, so ist mir wohl in Herz und Sinn. 3. Ach blieb ichs und würds immer mehr, so würd ich dir noch ganz zur Ehr; du bliebst mir alles und ich nichts, ich wär ein selges Kind des Lichts.*Anna Nitschmann, 7) 5- 1760 v.)*Christian Gregor, 7723-80 740 Mel. 5 Woe noch von eignen Höhen/ bei sich was kriegt zu sehen, denk an den Weltversühner, der ward für uns ein Diener. 2. O bleibt doch gern recht kleine! Er sei euch alls alleine; denn das ist unsre Ruhe, daß Jesus alles tue. v.)*Christian Gregor, 7723-80 v. 2* Christian David, 1690-751 32⁵ 74) 742 Das Leben des Christen 741 Mel. 205 . frisch gewagt! Die Einfalt Christi muß be⸗ stehn. Hälts gleich schwer, glaubt desto mehr! Was Grund hat, kann nicht untergehn. Einfalt, Einfalt, welch ein Wort, seiner Kinder sichrer Bort! Wer sich da hinein verbirgt, wird von keinem Tod erwürgt. 2. Einfalt heißt ein solcher Geist, der sonst nichts weiß als Jesum Christ, der der Welt, die auf ihn hält, mit ihm zugleich gekreuzigt ist/ und im blutgen Gnadenbund feste steht auf Fel— sengrund/ als ein Sünder und liebt Gott; Gnade ist sein täg⸗ lich Brot. J. Liebsgewalt, Einfaltsgestalt, geleite mich auf ebner Bahn. Morgenstern, ich folge gern, zeig mir, wie ich so werden kann, daß ich deiner Einfalt Bild/ an mir trage sanft und mild. Wird die Einfalt was versehn, soll sie vJum Erbarmen gehn. Christian David, 7690-75 742 Mel. 36 Harenundete weden rohe Kraft, schönste Zierde, Liebeszunder, Werk, das Gott alleine schaffti 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. J. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht, aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt ist ein Kind der Gnade, eine kluge Ritterschaft, die auf ihrem schmalen Pfade /nicht nach dem und jenem gafft. S. Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine ß⸗dan den ewigen Magnet. G. Einfalt quillt aus Jesu Wunden mit dem teuren Gottes— blut; wer sie da nicht hat gefunden, der ist fern von diesem Gut. 7. Wem sonst nichts als Jesus schmecket, wer allein auf Jesum blickt, wessen Ohr nur Jesus wecket, wen nichts außer ihm erquickt; 8. Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 4²⁰ Hristen DN el. 205 be⸗ rund oit, h Wird l als ugleich uf gel⸗ in täg⸗ Bahn. kann, Wird 900-7⁵⁷ Mel. J6 Krast, schafft Wind, lt sind. die fft. 160 Geistliche Armut und Einfalt 743— 745 SSISSSSSSISSSSSSSSSIISSIII 9. Wer nur geht auf seinem Pfade, wer nur sieht bei seinem Licht, wer nur stets verlangt nach Gnade/ und mag alles andre nicht; 10. Wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selbst vergißt, wer sich nur um ihn betrübet/ und in ihm nur fröhlich ist; 11. Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet/ und ein selges Gnadenkind. 12. Wohl dem, derden Herrn läßt machen! Wohl ihm, der Herr ist sein Hirt! Jesus waͤrtet seiner Sachen, daß man sich verwundern wird.*ANugust Gottlieb Spangenberg, 7704-792 v. 4* Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 743 Mel. 7 Ja dich alleine /ich von Herzen meine, mache mich recht arm und klein/ und von inn- und außen rein. 2. Was soll ich dir geben, mein geliebtes Seben? Ists genug, da hast du mich, nimm und brauch mich ewiglich! *Eva Maria Spangenberg, 1696-175 744 Mel. 55 Hin Kind der Gnade werden, in Christi Wahrheit stehn, in Einfalt seiner Herden, ist gar zu wunderschön. Die Gnade liegt zum Grunde, die Wahrheit macht gewiß, die Einfalt schützt im Bunde/ vor Fall und Argernis. 2. Sich selbst und seinen Kräften/ muß man nur niemals traun, auf ihn das Auge heften, auf seine Treue baun; beim arm sein und sich schämen/ viel Tröstungen erfahrn/ und Gnad um Gnade nehmen, das heißet sich bewahrn. v.* Matthäus Behl, 7705-⁷⁷ v. 2*Christian Gregor, 1723-80 745 Mel. 14 ohl dem, der in der Freud am Herrn/ sein höchstes Wohlsein findt, aus Lieb und Dank ihm folget gern/ und niedrig ist gesinnt! 2. Dem hilft er immer herrlich aus, des Herz hat Fried und Ruh, und wie ein Kind ins Vaters Haus/ siehts ihm nur stille zu. *Christian Gregor, 7723-80 4²⁷ 746— 74 Das Leben des Christen E SDS 746 Mel. 208 ärn wir nur stets Kinder-denn nicht mehr noch minder/ mutet er uns zu, um den himmlisch süßen/ Vorschmack zu genießen/ von der ewgen Ruh-o so wär/ kein Stündlein schwer, das in unsern Lebenstagen/ etwa noch wird schlagen. *Christian Gregor, 7723-80 747 Mel. 228 gib uns das notwendge Stück, den unverwandten Glaͤubensblick /auf deinen Tod am Kreuze, der jedes frem⸗ de Bild durchschneid/ und uns zu deiner Ahnlichkeit/ und zur Gemeinart reize, daß es/ keines/ nur vom Hören/ selger Lehren/ möge schließen, sondern haben und genießen. *Christian Gregor, 1723-80 748 Mel. J06 34 Armsein liegt allein die Stärke, im Schwachsein liegt allein die Kraft zu einem jeden guten Werke, das Jesu Gnade in uns schafft. Und darum wünsche ich so sehr, daß ich stets klein und niedrig wär.*Luise von Hahn, 1724-1789 749 Mel. 56 An Ende ists doch gar nicht schwer, ein selger Mensch zu sein; man gibt sich ganz dem Herren her/ und hängt an ihm allein. 2. Man ist nicht Herr, man ist nicht Knecht, man ist ein fröhlich Kind/ und wird stets selger, wie man recht/ den Herren lieb ge⸗ winnt. J. Man wirkt in stiller Tätigkeit und handelt ungesucht, gleich wie ein Baum zu seiner Zeit/ von selbst bringt Blüt und Frucht. 4. Man sieht nicht seine Arbeit an/ als Müh, vor deruns bangt; der Herr hat stets in uns getan, was er von uns verlangt. 3. So selig ist ein gläubger Christ, so reich und sorgenleer. Und wenn man so nicht selig ist, so wird mans nimmermehr. Philipp Spitta, 1807-18S 22⁸ Ergebr herfür, und ste J. M datin i risten kl. 205 der/ ack zu hwer, p-80) el. 228 ndten frem⸗ · zur selger 9-8⁰ el. 06 egt Jesu aß ich 4+07⁸⁷ Nel. 4 sein; llein. öhlich eb ge⸗ gleich ucht. angt; nleer. mehr. 785 Ergebung und Glaubensmut 750 751 SSSIS S Ergebung und Glaubensmut Durch Stillesein und Hoffen werdet ihr stark sein. 750 Wel. 5) Iu dich hab ich gehoffet, Herr; hilf, daß ich nicht zu Schanden werd/ noch ewiglich zu Spotte. Das bitt ich dich, erhalte mich/ in dir, dem treuen Gotte. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, tu dich herfür, eil, bald mich zu erretten. In Angst und Weh/ ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten, ob mich gar sehr/ der Feinde Heer/ anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Bort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Bilf, mein Beil, mein Le— ben, mein starker Gott/ in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir; nimm mich in deine Hände. O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 0. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen! Die göttlich Kraft/ mach uns sieghaft/ durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner, 1496- um 1575 751 Mel. 2)2 as mein Gott will, das gscheh allzeit; sein Will, der ist der beste. Zu helfen dem er ist bereit, der an ihn glaubet feste. Er hilft aus Not, der treue Gott, und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Goffnung und mein Seben. Was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar/ er selber hat gezählet; er hüt und wacht, stets für uns tracht, auf daß uns ja nichts fehlet. 429 752 Das Leben des Christen 3. Drum will ich gern von dieser Welt/ hinfahrn nach Gottes Willen/ zu meinem Gott; wanns ihm gefällt, will ich ihm hal— ten stille. Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. HBilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. Albrecht, Herzog in Preußen(7), 7490-568 752 Mel. 350 Bm Gott will ich nicht lassen; denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rechter Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand; den Abend und den Morgen/ tut er mich wohl versorgen, sei, wo ich woll, im Land. 2. Wenn sich der Menschen Bulde/ und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde/ sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft in aller Not, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, ja wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen /in meiner schweren Zeit. Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heim⸗ gestellt; mein Eeib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott dem HBerrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nütlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein allerliebsten Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins Himmels Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, was er uns beides schenkt. Das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt. Denn sonst verdirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden; wir sollen selig werden/ und bleibn in Ewigkeit. . Auch wenn die Welt vergehet/ mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht. Wir 430⁰ Ergeb ahe ch afe 0 Heib u und za itren/ der Hi W Himm und ste not un Ergebung und Glaubensmut 7³33 754 SISSSSSSS werden nach dem Tod/ tief in die Erd begraben; wenn wir ge⸗ schlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren/ des Teufels listge Art. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll. Dieselb ohn einig Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle, erworben uns und Gnad. Auch Gott der heilge Geist/ im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Belmbold, 7532-5 753 Mel. 2)2 WẽeE Gott vertraut, hat wohl gebaut/ im Himmel und auf Erden. Wer sich verläßt/ auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden. Darum auf dich/ all Hoffnung ich/ ganz fest und steif tu setzen. Herr Jesu Christ, mein Trost du bist/ in Todes—⸗ not und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär/ dem Teufel sehr/ und aller Welt zuwider, dennoch so bist/ du, Jesu Christ, der sie all schlägt dar— nieder. Und wenn ich dich/ nur hab um mich/ mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr/ mir ganz und gar/ nicht Tod noch Teufel schaden. J. Dein tröst ich mich/ ganz sicherlich, denn du kannst mir wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, für dies und jenes Ceben. Gib wahre Reu, mein HBerz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr/ und laß mein Bitt nicht fehlen. v.) Joachim Magdeburg, 1525- nach 1587— v. 2. 3 5/ 754 Mel. 96 ch Gott, wie manches HBerzeleid /begegnet mir zu dieser Zeit! Der schmale Weg ist trübsalvoll, den ich zum Bimmel 430 75⁴4 Das Leben des Christen NSR wandeln soll. Wie schwerlich lässet Fleisch und Blut/ sich zwin⸗ gen zu dem ewgen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wenden 2101 Zu dir, Berr Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat/ all⸗ zeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der hat getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost, der linderts fein. 4. Ob mir gleich Ceib und Seel verschmacht, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht. Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? S. Kein beßre Treu auf Erden ist/ denn nur bei dir, Herr JIesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahr— heit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Berzens Schatz und mein Reichtum, ich kanns ja doch nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wirds erfahren mit der Tat. 7. Jesu, du ewger Bräutgam wert, mein höchste Zier auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergöß/ weit über alle goldnen Schäh; so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet sich. 8. Wenn ich mein Boffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein HBerz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß solches frei/ des ewgen Lebens Vorschmack sei. H. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. 10. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schaden mich behüt; erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb 432 Henens gen an, Lieb im uf dieser Schäh; c. ied und rd mein es stei/ ftöhlich ent zum ich den ind und so leb Ergebung und Glaubensmut 7558 756 und sterb ich dir allein. Oesu, mein Trost, hör mein Begier: Mein Heiland, o wär ich bei dir! Martin Moller, 5476oο 7³3⁵ Mel. 22 o sollt ich mich sonst wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat/ allzeit gewiß gefunden hat. 2. Wer Glaub und Lieb im Berzen hat, der wirds erfahren in der Tat: Niemand semals verlassen ist, der getraut hat auf Jesum Christ. 3. Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam er— freut vielmehr; kein Elend kann so bitter sein, dein süßer Trost, der linderts fein. 4. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Zusag bleibt mit ewig fest; du bist mein rechter, treuer Birt, der ewig mich be⸗ hüten wird. Nach v. 2. 3. 5 und s des vorigen Liedes 756 Mel. 75 All meinen lieben Gott„trau ich in Angst und Not. Er kann mich allzeit retten/ aus Trübsal, Angst und Nöten; mein Unglück kann er wenden, es steht in seinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht. Auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen; ihm will ich mich ergeben/ im Tod wie auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem hab ich mich ergeben, ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist/ für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich: Bilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine Hände, daß ich selig abscheide/ zur ewgen Bimmelsfreude. —433 757. 758 Das Leben des Christen 7 . Amen zu aller Stund, sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen/ ohn Ende preisen. NAmen. 15⁰⁷ v. S 62⁰ 8/ Mel. 757 Kan hat Gott verlassen, der ihm vertraut allzeit; und ob ihn gleich viel hassen, geschieht ihm doch kein Leid. Gott will die Seinen schützen, zuleht erheben hoch/ und gebn, was ihnen nühet/ hie zeitlich und auch dort. 2. Treulich will ich Gott bitten/ und nehmen zum Beistand/ in allen meinen Nöten, ihm beßr als mir bekannt. Wie könnt er mich denn lassen, der treu Nothelfer mein? Ja, wenn die Not am größten, so will er bei mir sein. 3. Reichtum und alle Schäte, was sonst der Welt gefällt, drauf ich mein Sinn nicht setze, das bleibet in der Welt. Ein Schatz hab ich im Himmel, der Jesus Christus heißt, ist über alle Schähe, schenkt uns den heilgen Geist. 4. Ihn hab ich eingeschlossen„ in meines Herzens Schrein. Sein Blut hat er vergossen/ für mich arm Würmelein, mich damit zu erlösen /von ewger Angst und Vein; wie könnt in Himml und Erden/ doch größre Liebe sein? 5. Nun sollt ich mich erzeigen/ dankbar für solche Gnad. Ich geb mich Gott zu eigen mit allem, was ich hab. Wie ers will weiter machen, seiihm anheimgestelltz ich bfehl ihm meine Sachen, er machs, wies ihm gefällt. 6. Amen! Nun will ich schließen/ dies schlichte Liedelein. Herr, durch dein Blutvergießen /laß mich dein eigen sein. So hab ich alls auf Erden, was mich erfreuet schon; im Himmel soll mir werden/ die eoge Gnadenkron. 6⁹⁹ V. 5 8 Mel. 79 II allen meinen Taten/ laß ich den Höchsten raten, der alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, selbst geben seinen Rat und Tat. 3³⁴ Ergebung und Glaubensmut 759 D DSS 2. Nichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen/ nach seinem 9 Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. 0 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen/ und el.5 was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von ndob mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest. Gott 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem bel schützt. Ceb ich nach seinen Sähen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nüßt. tand/ 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden, durch— streichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen/ nicht stracks das Urteil sprechen/ und mit mir haben noch Geduld. . Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder efält, zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt Ein zuhanden, so tröstet mich allzeit sein Wort. über 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. mich 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut, es sei heut oder morgen; dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. Ich 9. So sei nun, Seele, seine/ und traue dem alleine, der dich 5 Wi geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. * Ursprünglich: So sei nun, Seele, deine, d. h.: Verliere dich nicht selbst. Paul Fleming, 7609-640 elein. ni 759 Mel. 536 1 9³ ich in Angst und Not, wenn Wasser mich umrinnen, die Augen auf, o Gott, zu deinen Bergeszinnen, dann find ich, lel. 7 der mich liebt/ und Hilfe läßt geschehn; dann darf ich nicht alles betrübt/ von deinem Antlitz gehn. 2. Du Hirte hast wohl acht/ und sorgst für deine Schafe. Du 1901 waltest Tag und Nacht/ und weißt von keinem Schlafe. Und 28* 435 760 Das Leben des Christen wer aus Lieb und Pflicht/ zur Kreuzesfahne hält, den schirmst du im Gericht, wenn diese Welt zerfällt. 3. Herr, segne meine Tritt/ und laß sie wohl gelingen. Was ich im Glauben bitt, wollst du, o Herr, vollbringen. Ruch was ich red und tu, laß dir befohlen sein. Rimm, wenn ich geh zur Ruh, in deine Ruh mich ein. Nach Matthäus Apelles von Löwenstern, 7594-648 760 Mel. 30 er Herr, der aller Enden/ regiert mit seinen Händen, der Brunn der ewgen Güter, der ist mein irt und Hüter. 2. Solang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichtum seiner Fülle/ gibt mir die Füll und Hülle. J. Er lässet mich mit Freuden /auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget, und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not zu rücken. S. Er lehrt mich tun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen/ um seines Namens willen. o. Und ob ich gleich vor andern/ im finstern Tal muß wandern, dein Stab, Herr, und dein Stecken/ benimmt mir allen Schrecken. 7. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen/ erweckt in meinem Berzen. 8. Du salbst mein Haupt mit Ole, du füllst mir Leib und Seele, die leer und durstig saßen, mit voll geschenkten Maßen. 9. Barmherzigkeit und Gutes/ wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, solang ich lebe, machen. 10. Ich will dein Diener bleiben/ und dein Werk fröhlich trei⸗ ben/ im Hause, da du wohnest/ und Treue wohl belohnest. 11. Ich will dich hier auf Erden/ und dort, da wir dich wer⸗ den/ selbst schaun im Himmel droben, hoch rühmen, singn und loben. Paul Gerhardt, 1507-676 436 andern, hrecken. e wenn en. Seele, Ergebung und Glaubensmut SSSSSSSSSSSSSSSS 761 Mel. 15 5. Gott für mich, so trete, gleich alles wider mich! So oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Bab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir tun der Feinde/ und Widersacher Rottꝰ 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei/ und daß in allen Fällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen, und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut. Das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 5. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts raubet mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen /tilgt Christi Todesschmerz. Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket/ mein Heiland, der mich liebt. O. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Kraft. 7. Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind/ mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde/ ersiehet seine LKust. 8. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet/ ein edle, neue Stadt, da Rug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 762 Das Leben des Christen SEE 9. Da ist mein Teil und Erbe/ mir prächtig zugericht; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Ver⸗ bring ich gleich hienieden/ mit Tränen manche Zeit, mein Jesus und sein Friede/ durchsüßet alles Leid. 10. Wer sich mit dem verbindet, den Satan flieht und haßt, der wird verfolgt und findet/ ein harte, schwere Last/ zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen, die sind sein täglich Brot. 11. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt. Dich will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben/ und alles, was ich hab; an dir will ich fest kleben/ und nimmer lassen ab. 12. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen/ soll trennen mich und dich. Kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten/ soll mir ein Hindrung sein. 13. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst und Fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß: der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. 14. Mein Herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 607- 67 762 Mel.)587 Waa. sollt ich mich denn grämen? Bab ich doch/ Christum noch, wer will mir den nehmen? Wer will mir den Him⸗ mel rauben, den mir schon/ Gottes Sohn/ beigelegtim Glauben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm/ meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 438 nehm lichkeit, it, was nes soll traurig uschein. stʒ das 07·-%0 Mel. J5/ hristum en Him⸗ laubenꝰ nahm/ , wenn Ergebung und Glaubensmut 763 I — 2 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein; Gott allein/ ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein/ Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll/ all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen„ oft ergött, sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen/ sein Gericht, kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. . Satan, Welt und ihre Rotten/ können mir/ nichts mehr hier/ tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt/ unsern Geist/ aus viel tausend Nöten, schleußt das Tor der bittern Lei⸗ den/ und macht Bahn, da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schäthen„ ich mein Herz/ auf den Schmerz ewiglich ergöhen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt/ in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand/ voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt/ Christus wird/ mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hitt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich/ und ich dich/ ewig werdumfangen. Paul Gerhardt, 6/+ꝰe 763 Mel. 55 efiehl dudeine Wege/ und, was dein Herze kränkt, der aller⸗ treusten Pflege/ des, der den HBimmel lenkt. Der Wolken, 439 ö 763 Das Leben des Christen Luft und Winden/ gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbsteigner Pein/ läßt Gott sich gar nichts nehmen; es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem kindlichen Gemüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zu Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern„ersprießlich ist, willst tun. 8. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel„Gott nicht zurücke gehn. Was er sich vor— genommen/ und was er haben will, das muß doch endlich kommen/ zu seinem Zweck und Ziel. . Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon er— blicken/ die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Re⸗ gimente/ und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst/ und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat/ das Werk hinausge— führet, das dich bekümmert hat, 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Trost verziehn/ und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich begeben/ und solltst du für und für/ in Angst und Nöten schwe⸗ ben, als fragt er nichts nach dir. 440 9 ist m wohl legt, 2 liebes mich sest; wiedl J. Ma auch hrssten d auch ergehn; pestehn. laßt o sieht, was du Stand ot; dein n Werk enn du, so wird ich vor⸗ endlich ott wird großen hon er⸗ Rachtl 11 Bist im Re⸗ ist/ und ret, wie nausge⸗ n/ und ner sich schwe⸗ Ergebung und Glaubensmut 764 SDSSDSDSISSSSSSSSSSISSSSSSSSSe. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst. Er wird dein Herze lösen/ von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen/ bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst da⸗ von/ mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen/ dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Berr, mach Ende/ mit aller unsrer Not, stärk unsre Füß und Hände/ und laß bis in den Tod uns all— zeit deiner Pflege/ und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege/ gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, 1607- 3676 764 Mel. 22 J⁵ hab in Gottes Herz und Sinn/ mein Herz und Sinn ergeben; was böse scheint, ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben. Denn Gott ist mein, und ich bin sein, was ist wohl, was mir schade? Ob er gleich schlägt/ und Kreuz auf— legt, bleib ich in seiner Gnade. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben/ und mein Gemüt/ in seiner Güt/ gewöhnen fest zu stehen. Halt ich dann stand, weiß seine Hand/ mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand/ bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid/ uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last/ dein Glück und Heil beschweret; hast spät und früh/ viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, ge⸗ scheh zu deinem Frommen. 4⁴ Das Leben des Christen DESEEEEE NSEST 3. Fürwahr, der dich geschaffen hat/ und sich zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat/ ersehen und beschauet/ aus wahrer Treu, was dienlich sei/ dir und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur tu/ nach seinem Wohlgefallen. 0. Wies Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich er⸗ freuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Eeduld, die Gnad und Buld/ wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual/ wird auf einmal/ gleichwie ein Dampf verschwinden. 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich und mach es du mit mir/ bis an mein lehtes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist/dadurch sein Beil ent— stehe, und deine Ehr/ je mehr und mehr/ sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst/ und führen wirst, so will ich gern mitgehen. H. Soll ich denn auch des Todes Weg/ und finstre Straße reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Rugen weisen. Du bist mein HBirt, der alles wird„zu solchem Ende kehren, daß ich einmal/ in deinem Saal/ dich ewig möge ehren. Vaul Gerhardt, 7607-676 765 Mel. 309 On bist ein Mensch, das weißt du wohl, was strebst du denn nach Dingen, die Gott, der Höchst, alleine soll/ und kann zu Wege bringen? Du fährst mit deinem Witz und Sinn/ durch so viel tausend Sorgen hin/ und denkst: Wie wills auf Erden/ doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr /mit allem deinem Dich⸗ ten/ und aller Sorgen großer Schar/ das Kleinste nicht aus⸗ richten; und dient dein Gram sonst nirgend zu, als daß du dich aus deiner Ruh/ in Angst und Schmerzen stürzest„und selbst das Leben kürzest. 242 drin e 5. bitt ih Hilft e nach k Oyrsten erbauet, uet/ aus en. Laß en dich er⸗ dir zum lo/ wird einmal/ Hände. es Ende, Heil ent⸗ terhöhe. an mit geduldig er offen ich gern Straße nAugen em Ende ge ehren. 00⁷-000 Mel. Jo du denn ind kann i/ durch Erden/ m Dich⸗ icht aus⸗ du dich nd selbst Ergebung und Glaubensmut 766 3. Willst du was tun, das Gott gefällt/ und dir zum Heil ge— deihet, so wirf die Sorgen auf den Beld, den Erd und Himmel scheuet; und gib dein Leben, Tun und Stand/ nur gänzlich hin in seine Hand, so wird er deinen Sachen/ ein fröhlich Ende machen. 4. Er ist es, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betrübt, und sührt uns, wo wir irren; und dazu treibt ihn sein Gemüt/ und die so reine Vatergüt, drin er uns arme Sünder /stets trägt als seine Kinder. 5. Tu als ein Kind und lege dich/ in deines Vaters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich/ dein, wie er pflegt, erbarme. So hilft er dir nach seinem Rat/ durch manchen unbekannten Pfad/ nach kurzem Glaubenswarten/ zu Segen aller Arten. Paul Gerhardt, 1607- 676 766 Mel. 152 Soens dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele! Er allein hilft aus der Not. Sag ihm, was dich quäle, und laß dir des Satans List/ ja nicht deinen Glauben/ noch den Trost, den Jesus Christ/ dir erworben, rauben. 2. Wirft er dir dein Sündgen sür, wo hat Gott befohlen, daß ein solches Urteil wir/ bei ihm sollen holen? ZIst ihm doch durch Jesu Tod, der vom Himmel kommen/ und uns hat versöhnt mit Gott, seine Macht genommen. 3. Hab ich was nicht recht getan, ist mirs leid von Herzen; dahingegen nehm ich an/ Christi Blut und Schmerzen. Denn das ist das Lösegeld /meiner Missetaten, damit ist der ganzen Welt/ und auch mir geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne/ als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß/ und Gewalt der Höllen. 5. Stürme, Teufel und du, Tod, was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not /Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn/ mich nicht dort betrübe. 449 Das Leben des Christen E K . Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein„mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch/ von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten, die ge⸗ deihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd/ auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; sondern hat vollkommne Lust/ dort in Gottes Garten, der wohl um sein Leid gewußt, endlich zu erwarten. H. Gottes Kinder säen zwar/ traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid/ lauter Freud und Lachen. 19. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen/ dich entzünden mehr und mehr. Gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, 1507 1676 767 Mel. 475 G dich zufrieden und sei stille ßin dem Gotte deines Le⸗ bens; in ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens; er ist dein Juell und deine Sonne, scheint täg⸗ lich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, nimmt sich deiner an von Herzen; wo er steht, tut dir keinen Schaden/ auch die Pein der größten Schmerzen; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja, auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgen; er sieht und kennet aus der Höhe/ der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen/ und faßt zu⸗ hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. 444 Klagei und ge Chrsten en, aber 5 kommt ram und wirf sie ntzünden tes Vteis 607-3670 Mel. 4)5 ines Le⸗ nühst du eint täg⸗ deiner auch die kann er Hib dich icht ve⸗ Hetzen faßt z Ergebung und Glaubensmut 2½ NSEESSO 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden„ und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs abzunehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens stilles Klagen; und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden. 0. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten dich umringen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unter— halt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, davon sich Land und See muß laben. Gib dich zufrieden. 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körn— lein weiset, der Schaf und Rinder auf den Feldern/ alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich eingen füllen/ und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden. H. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden. 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam geht, faßt man ge— wisser, und kommt es spät, ists desto süßer. Gib dich zufrieden. 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten/ deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zu— frieden. 4⁴⁵ 768 Das Leben des Christen W NEEEEEE NSEER 12. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden; was lebt und webet auf der Erden, kann das Un⸗ glück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden. 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen, er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herdringen/ und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 14. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden heimgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nie kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden. Paul Gerhardt, 1607-1676 768 Mel. 208 Jamen Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, ach wie lang, ach lange/ ist dem Herzen bange/ und ver⸗ langt nach dir! Gotteslamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden/ nichts sonst lieber werden. 2. Unter deinem Schirmen /bin ich vor den Stürmen/ aller Feinde frei. Laß von Ungewittern„rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Obs mit Macht„gleich blitzt und kracht, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. . Trotz dem alten Drachen, troh des Todes Rachen, trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe, ich steh hier und lobe /in gar sichrer Ruh. Gottes Macht/ hält mich in acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergöhen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. 446 J. Hs 0. 8⁰ Thristen enschen das Un⸗ genden/ den. ott wird bs und nd aus ten und nun im en, den 07-1676 el. 208 ne Zier, ind ver⸗ dir soll n/ aller Hzittern, ktacht, ecken. troh der lobe/ in Erd und 1„ eu, thöten, d Tod/ en. gefãllst „kommt j dit sei Ergebung und Glaubensmut 769 *2 7 G 8 . Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein. Duld ich schon /hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Qohann Franck, 16)8- 677 769 Mel. 30 Cun uns mit süßen Weisen/ die Güte Gottes preisen/ und unsers Vaters Segen recht dankbaͤrlich erwägen! 2. Den allerärmsten Sündern/ erbeut er sich als Kindern, hat ihnen Heil und Frieden/ in seinem Sohn beschieden. J. Auf dem lag alle Sünde/ von jedem Menschenkinde; den Tod, den wir verschuldet, hat unser Bürg erduldet. 4. Dies lasset uns bedenken, wenn uns die Sünden kränken, daß der aufs höchste liebet, der seinen Sohn uns gibet. S. Ist dies vollkommne Lieben/ uns tief ins Herz geschrieben, so lernt man auf ihn schauen/ mit kindlichem Vertrauen. 6. Sollt er uns was versagen, wenn wir ihm gläubig klagen, was wir allhier für Gaben/ zum Leben nötig haben? 7. Die Vöglein in den Lüften, die Tiere in den Klüften, die Blumen an den Wegen/ bezeugen Gottes Segen. 8. Der sie ernährt und weidet, der sie erhält und kleidet, sollt er den Menschen hassen/ und ihn verderben lassen? 9. O daß sich diese Eiebe/ tief ins Gedächtnis schriebe, und was uns Guts geschehen, zu Herzen möchte gehen! 10. Ach gib uns und vermehre, o Vater, dir zur Ehre, was wir vor allem wählen: den Schatz für unsre Seelen! 11. Dies Leben braͤucht geringe/ und auch nur wenig Dinge; nur daran pflegts zu liegen, daß man sich muß begnügen. 12. Gib uns nach deiner Weise/ die Notdurft zu der Reise/ nach unserm Vaterlande/ in diesem PVilgerstande. 15. Wenn dieses Erb erstritten, so legt sich alles Bitten; da— gegen hört man droben/ dich nur von Herzen loben. Nach Michael Dilherr, 1604-66 447 70. Das Leben des Christen S NSESR 770 Mel. J06 Wa nur den lieben Gott läßt walten/ und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten /in aller Not und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid/ nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille„und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissen— heit es sügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei, wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott ver— lassen seist/ und daß ihm der im Schoße sihe, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein Ziel. G. Es sind ja Gott geringe Sachen /und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu/ und trau auf seinen reichen Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht/ auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 762-68 771 Mel. 79(S6s) Sol es gleich bisweilen scheinen, als verließe Gott die Sei⸗ 2 ei, so weiß und glaub ich dies: Er hilft endlich doch gewiß. 498 an sei ns unser beseußzen ur größer und lässe Gott vet⸗ mit stetem jeglichem Höchsten en Aumen der balb as Deine ird et di Hott seh, 7627-/68. 0 V0⁰⁰ die Sei⸗ dch dog Ergebung und Glaubensmut IE SDS 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder stre⸗ wl hält Gott auch Maß und Ziel, er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergröß— ten. Er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. Christoph Tietze, 164-7⁰0 770½9 Mel. 360 as Gott tut, das ist wohlgetan; es bleibt gerecht sein Wille. Wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm hal— ten stille. Er ist mein Gott, der in der Not/ mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er wird mich nicht be⸗ trügen. Er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen/ an seiner Huld/ und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er wird mich wohl be— denken. Er als ein Arzt und Wundermann/ wird mir nicht Gift einschenken/ für Arzenei. Gott ist getreu, auf ihn nur will ich bauen/ und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er ist mein Licht, mein Leben, der mir nichts Böses gönnen kann. Ich will mich ihm ergeben/ in Freud und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. in ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit süßem Trost im Berzen; da weichen alle Schmerzen. . Was Gott tut, das ist wohlgetan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn /Mot, Tod und Elend trei⸗ ben, so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten. Drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649-⁰s * A R IIMN ½ WI e——————— 773 774 Das Leben des Christen 7 773 Mel. 162 Mub hinauf zu deiner Freude, meine Seele, Herz und Sinn! Weg, hinweg mit deinem Leide, hin, zu deinem Jesu hin! Er ist dein Schat; Jesus ist dein einzig Leben. Will die Welt nicht Raum dir geben, bei ihm ist Plat. 2. Fest, fein fest dich angehalten„an die starke Jesustreu! Laß du. laß du ihn nur walten, seine Güt ist täglich neu. Er meint es gut. Wenn die Feinde dich anfallen, müssen sie zu— rücke prallen. Hab guten Mut! J. Geh nur, geh in deine Kammer; Jesu Herz ist aufgetan. Klag und sag ihm deinen Jammer, schreie ihn um HBilfe an. Er steht dir bei. Wenn dich alle Menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen. Das glaube frei! 4. Hoch, so hoch du kannst, erhebe/ deine Sinne von der Erd! Schwinge dich zum Herrn und lebe/ ihm allein, er ist es wert. Dein Jesus ists, der um dich so treulich wirbet/ und für dich aus Liebe stirbet; drum du sein bist. 5. Ruf, hinauf! Was droben, suche; trachte doch allein dahin, wo dein Jesus, und verfluche allen schnöden Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden, nur bei Jesu ist zu finden/ die wahre Ruh. Johann Kaspar Schade, 1666-6s — 74 Mel. 208 Mh Seel ist stille„zu Gott, dessen Wille/ mir zu helfen steht; mein Herz ist vergnüget/ mit dem, wies Gott füget, nimmt an, wie es geht. Geht es nur/ dem Himmel zu/ und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele hanget/ an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein/ aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein. Von der Welt/ Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Rein, ach nein, nur einer, sag ich, und sonst keiner/ wird von mir geliebt. Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich 45⁰ ö Ohrstten Wel. 16² d Sinn! Vesu hinf die Welt sesustreu! neu. Er en sie zu⸗ aufgetan. Hilfe an. kann und der Erd! es wett. jür dich in dahin, ndensinn. nur bei 4666-1698 Mel. 208 zu helfen ott füget, u/ und t. bei dit der ihr so viel er/ witd reue, sich Ergebung und Glaubensmut 775⁵ 2 7 K mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich gänzlich mich ergebe, dem ich einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge/ und dich gläubig lege/ sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt /aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket„alles, was sie kränket, in des Hei— lands Herz. Sie wird stark durch Hoffen; wenn sie was be— troffen, tröstet sie sein Schmerz. Sie faßt sich/ ganz männiglich/ durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet. Wer zu Jesu fliehet, wird es recht er— fahrn, wie Gott seinen Kindern/ pflegt das Kreuz zu mindern/ und das Glück zu sparn/ bis zu End; alsdann sich wendt/ das zuerst so bittre Leiden, und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade, 1666-6s 775 Mel. 364 Fuo frisch hindurch, mein Geist und Herz, auf Jesu Dornen⸗ wegen! Bekrieget mich hier Leid und Schmerz, auf Siegen folget Segen. Nur fröhlich aufgefaßt/ die leichte Liebeslast! lcht Leiden dieser kurzen Zeit/ ist doch nicht wert der Berr— ichkeit. 2. Du kennest, liebster Jesu, wohl /der Schultern ihr Ver— mögen; du weißt schon, was ich tragen soll/ und was du sollst auflegen. Ich halte mich zu dir, dein Will gescheh an mir, dein Will, an dem mein Wollen hangt, das nichts, als was du willst, verlangt. 3. Denn du, mein Gott, bist Sonn und Schild/ der Gläubigen auf Erden, die deinem Kreuz⸗ und Marterbild/ hier sollen ähnlich werden, eh sie die Herrlichkeit/ mit ihrer Kron erfreut/ und der Geduld die Palmen bringt, die sie nach Sieg im Leiden schwingt. 4. Du gingest selbst zu Ehren ein/ durch Schmerz, Geduld und Seiden. Sollt es mit mir hier anders sein? Sollt ich in Rosen weiden? Mit Jesu hier verhöhnt, mit Jesu dort gekrönt, mit Oesusschmach allhier geschmückt, mit Jesusfreude dort erquickt. 4⁵ 29* 776 Das Leben des Christen 5. Wohlan, so will ich in Geduld/ nach deinem Willen leiden. Der Becher fließt von deiner Huld, den du mir tust bescheiden. Im Kreuz erblick ich schon/ die mir verheißne Kron. Du leuchtest in Geduld mir vor, ich folg, es geht zum Sternentor. Wolfgang Christoph Deßler, 1660-722 776 Mel. 392 o führst du doch recht selig, Herr, die Deinen, ja selig und doch meistens wunderlich. Wie könntest du es böse mit uns meinen, da deine Treu nicht kann verleugnen sich! Die Wege sind oft krumm und doch gerad, darauf du läßt die Kinder zu dir gehn; da pflegt es wunderseltsam auszusehn, doch triumphiert zuletzt dein hoher Rat. 2. Was unsre Klugheit will zusammenfügen, teilt dein Verstand in Ost und Westen aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein; ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein. Dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 3. Was hoch will sein, gilt nichts in deinen Nugen; was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen, du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn/ und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 4. O Herrscher, sei von uns gebenedeiet, der du uns tötest und lebendig machst. Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Laß doch mein töricht Herz dich meistern nicht, brich ganz entzwei den Willen, der sich liebt; schenk mir ein Herz, das sich nur dir ergibt/ und tadelt nie dein himmlisches Gericht. 5. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinne Unverstand. Man kann es fast an unsrer Stirne lesen, wie es um schwache Kinder sei bewandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest 45² /c᷑ etu! nnʒk Hristen EM leiden. scheiden. ö leuchtes 600.-⁷⁷ Mel. oe selig und mit uns ie Wege inder zu umphiert Vestand ast will hie Welt austz si Schatten as nichts dRuhm Geistes eisest mit eMbsicht btest und it Schah hst. Caß enhwei nur dit hnmacht t Stirne reifst du reigest Ergebung und Glaubensmut z, N SISSISISSSS Muttertreu. Wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. . Bald scheinst du etwas hart uns anzugreifen, bald fährest du mit uns ganz säuberlich. Geschiehts, daß unser Sinn sucht auszuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir dann mit blöden Augen hin; du küssest uns, wir sagen Beßrung zu, drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh/ und hält im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 7. So zieh mich denn hinein in deinen Willen/ und trag und heg und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen, dein Geist die Furcht und Lüste überwind. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir. Ich brenne nur nach dir in Liebsbegier. Wie oft erquickt mich deiner Klarheit Schein! 8. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schämet der Gemeinschaft sich. Die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold, 1666-174 77⁷ Mel. ꝛos Ae mich hab ich mich ausbekümmert/ und alle Sorg auf Gott gelegt. Würd Erd und Himmel auch zertrümmert, so weiß ich doch, daß er mich trägt. Und hab ich meinen treuen Gott, so frag ich nichts nach Not und Tod. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 763770 778 Mel. 8 ankt dem Berrn, ihr Gottesknechte, kommt, erhebet seinen Ruhm! Er hält unser arm Geschlechte/ doch noch für sein Eigentum. Jesus Christus ist noch heut, gestern und in Ewigkeit. 2. Glaubt es doch: Des Höchsten Hände„sind mit nichten jetzt zu schwach. Seine Güt hat noch kein Ende, er ist gütig vor wie nach. Jesus Christus ist noch heut, gestern und in Ewigkeit. —453 779 780 Das Leben des Christen SISISSISSPSISSSSPSISISSSSISISSSSSIIISSIII 3. Haltet euch in allen Dingen/ nur an eures Gottes Treu. Laßt euch nichts zur Freude bringen, eh euch euer Gott erfreu. Sucht in aller eurer Not nichts zum Trost als euren Gott. 4. All ihr Knechte Gottes, höret, sucht den Herrn in eurer Not. Wer zu andern hin sich kehret/ als zu ihm, dem wahren Gott, der verscherzt sein eigen Glück, gehet irr und fällt zurück. 5. Die nur, die dem Herrn vertrauen, gehen auf der rechten Bahnʒ die in Angst und Furcht und Grauen/ ihn nur einzig rufen an, denen wird allein bekannt/ seine Herrlichkeit und Hand. 6. Drum dankt Gott, ihr Gottesknechte, kommt, erhebet seinen Ruhm! Er hält unser arm Geschlechte/ doch noch für sein Eigen— tum. Jesus Christus ist noch heut, gestern und in Ewigkeit. Beinrich Georg Neuß, 7654-76 7 79 Mel. 208 Gu der wirds wohl machen, mächtig in den Schwachen/ ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der ihm hat erzählet/ all sein Herzeleid? Drum, mein HBerz, vergiß den Schmerz! Alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 2. Gott, der wirds wohl machen, er wird selber wachen/ über deiner Not. Wenn du willst verzagen/ unter deinen Plagen, ist der treue Gott/ auf dem Plan/ und nimmt dich an; dann verstäubt die Angst geschwinde wie der Rauch im Winde. J. Gott, der wirds wohl machen, gnädig bei dir wachen, will dein Stündlein nahn. Wenn die Lebensjahre„eilen zu der Bahre, führt er himmelan. Gottes Bund/ hat festen Grund; alle, die in Christo sterben, sind des Himmels Erben. Ernst Stockmann, 7634-72 780 Mel. 12 Es wird es tun, der fromme, treue Gott, er läßt nicht ohne Maß versuchet werden. Er bleibet noch ein Vater in der Not, sein Trost erleichtert seines Kinds Beschwerden. Ei höre nur, wie er so freundlich spricht: Verzage nicht! 45³⁴ Ohrisen es Treu. lt erfreu. Gott. in eurer wahren lt zurück. kr rechten ig rufen and. bet seinen in Eigen⸗ pigkeit. 1054·76 Mel. 208 wachen erzählet/ Schmetzl en. hen/ über Plagen, an; dann inde. chen, will n zu der Grund; 7634-702 Mel. J)½ icht ohne jet in der Ei höre Ergebung und Glaubensmut 781 2. Bedenke fein, daß du berufen bist, in Gottes Reich durch Trübsal einzugehen. Du glaubest ja, du seist ein waͤhrer Christ so muß man auch von dir die Probe sehen. Solang es geht nach deinem Fleisch und Blut, stehts noch nicht gut. J. Du hast genug vom Christenkreuz gehört, so hast du auch genug davon gesaget. Doch haftet mehr, was die Erfahrung lehrt, drum sich getrost ans Kreuz heran gewaget! Wer dieses faßt, dem wird zuletzt zuteil„Kraft, Trost und Heil. 4. Dein Jesus selbst geht dir zum Beispiel vor. Er mußte ja auf Erden vieles leiden, eh er sich hob zur Herrlichkeit empor, da er nun hat und gibt die eogen Freuden. Wer treulich kämpft, bringt auch den guten Lohn/ zuletzt davon. 5. Drum hoffe nur auf den, der Vater heißt, er ist dir gut, auch mitten in dem Jammer. Dein Heiland sieht, wenn dich der Gram zerreißt, und schaut hinein in deines Herzens Kammer; da sieht ers wohl, wenn du bist Trostes bloß und hilfelos. . Und also bricht das Herz ihm gegen dich. Er spricht: Ich muß mich über dich erbarmen; du armes Kind hast niemand ohne mich, drum halt ich dich in meinen treuen Armen. Sei gutes Muts, die Hilfe ist schon nah, dein Trost ist da! Johann Daniel Herrnschmidt, 1675-729 781 Mel. J6 G wills machen, daß die Sachen/ gehen, wie es heilsam ist. Caß die Wellen immer schwellen, wenn du nur bei Jesu bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaͤub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlum— Alnhr Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubens— pflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 45 782 Das Leben des Christen E S. Glaub nur feste, daß das Beste„über dich beschlossen sei. Bleibt dein Wille nur fein stille, wirst du alles Kummers frei. 6. Willst du waͤnken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit; laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. 215 beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 9. Drum wohl denen, die sich sehnen/ nach der stillen Willens- ruh! Ruf das Wollen fällt dem Sollen/ bald auch das Voll⸗ bringen zu. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld. Wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen, die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 12. Amen, Amen! In dem Namen/ meines Jesu halt ich still. Es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Berrnschmidt, 1675-1728 782 Mel. 86 Consa Schäflein, schlaf im Frieden, du bist müde. Er ist nicht entfernt, dein Freund; und die dunkle Nacht der Leiden/ wird sich scheiden, wenn sein mächtig Licht erscheint. 2. Laß dir nur den teuren Glauben/ niemand rauben/ und verharre im Gebet. Schlafe, und dein Herze wache, deine Sache/ in des Vaters Händen steht. 3. Jesu, gib in dunklen Wegen deinen Segen, weil die Nacht der Trübsal währt. Caß mich alles auf dich wagen, statt zu klagen, weil dies nur die Kraft verzehrt. 4. Und dein Fried erhalt die Sinnen/ bei dir innen, ja bewahr mir Herz und Sinn, daß die Nacht durch deine Gnade/ mir nicht schade, bis ich ganz im Lichte bin. Christian Friedrich Richter, 7676-7 4⁵⁰ lassen 4.6 ihm E auche und! ossen sei eis ftei serheitz nd Leid. hat kein istnichts er will. 675-1720 Mel. 86 ist nicht Leiden/ en/ und e, deine ie Nacht statt zu bewahr de/ mit o-7N Ergebung und Glaubensmut 783— 785 + 7 N 783 Mel.„so Ol wirst doch nichts gewinnen, wenn du gleich Nacht und Tag/ wolltst hin und wieder sinnen, wie dirs noch gehen mag. Bei Gott bestehts allein. Laß seine Hand dich führen, die wird dich so regieren, wie dirs wird nühlich sein. 2. Er wird dich wohl versorgen, und besser, als man denkt. Wer weiß, wie nah der Morgen, der dir den Segen schenkt, auf den die Hoffnung blickt! Ein HBerz, das ihm vertrauet/ und gläubig auf ihn bauet, wird doch zuletzt erquickt. 3. Ach wenn wir nur bedächten, wie treulich er es meint! Er fördert die Gerechten/ und ist ihr Herzenssreund. Siehts gleich gefährlich aus, er kann sie doch nicht hassen/ noch in der Unruh lassen, er reißt sie bald heraus. 4. So fall ich denn mit Freuden/ in Gottes Arme hin; von ihm kann mich nichts scheiden, weil ich sein eigen bin. Er bleibt auch ewig mein/ und wird mir alles geben, was meinem Stand und Leben/ wird gut und selig sein. Erdmann Neumeister, 167-756 784 Mel. 35 ie Gott mich führt, so will ich gehn, ohn alles eigne Wählen. Geschieht, was er mir ausersehn, was kann mir da noch fehlen? 2. Wie er mich führt, so geh ich mit/ und folge seinem Willen. Er wird mein HBerz bei jedem Schritt/ in seiner Liebe stillen. Nach Lambert Gedicke, 7683-786 785 Mel. 506 ein Gott, wie bist du so verborgen, wie ist dein Rat so wunderbar! Was helfen alle meine Sorgen? Du hast gesorget, eh ich war. Mein Vater, führ mich immerdar/ nur selig, wenn auch wunderbar. 2. Kein Mensch kann, HBerr, dein Antlitz sehen, wir sehn dir nur von ferne nach. Was du bestimmt, das muß geschehen/ 45⁷ 786 787 Das Eeben des Christen öEEESEENEE bei unserm Glück und Ungemach. Mein Vater, führ mich immerdar/ nur selig, wenn auch wunderbar. 3. Herr, wer kann deinen Rat ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Vater, führ mich immer⸗ dar/ nur selig, wenn auch wunderbar. 4. Dein allerheiligsten Gedanken/ sind himmelweit von Men-⸗ schenwahn. Drum leite mich in diesen Schranken/ und führe mich auf rechter Bahn. Mein Vater, führ mich immerdar/ nur selig, wenn auch wunderbar. 3. Dir will ich ganz mich überlassen/ mit allem, was ich hab und bin; ich werfe, was ich nicht kann fassen, auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Vater, führ mich immerdar/ nur selig, wenn auch wunderbar. G. Hilf, daß ich mich nicht von dir kehre/ in Glück und Unglück, Freud und Leid; schick alles, Herr, zu deiner Ehre„und meiner Seelen Seligkeit. Mein Vater, führ mich immerdar/ nur selig, wenn auch wunderbar. Salomo Franck, 7659-1725 786 Mel. 82 Wa du, o mein lieber Christ, annoch eigenwillig bist, wär es auch in solchen Dingen, die Gott scheinen Ruhm zu bringen, und Gott denkt nicht auch dahin, so verdirbts dein Eigensinn. 2. Wenn dir jede Kleinigkeit/ dein verwöhntes Herz zerstreut, und was sich nicht nach dir strecket, Ingeduld und Zorn erwecket: sage, wie gelangest du/ zu der wahren Christenruh? J. Gott hat, wie es sich gebührt, nun so lange Zeit regiert. Ei so laß denn deine Sachen/ deinen Schöpfer ferner machen; endlich singst du mit Bedacht: Er hat alles wohl gemacht. Johann Christoph Rube, 1665-1746 8 7 Mel. 79 Herz, gib dich zufrieden/ und bleibe ganz geschieden/ von Sorge, Furcht und Pein. Durch Stillesein und Hof⸗ fen/ wird, was dich jetzt betroffen, erträglich, sanft und lieblich sein. 4⁵8 Crssten ihr nich bt allein en, 0 immer⸗ on Men⸗ d führe Har /nur 5 ich hab e Macht nur selig, Unglück, dmeiner nur selig, 659-7⁷³ Mel. 82 . wär es bringen, ssinn. zetstteut, rwecket: t regiett. machen; acht. 605·170 Mel. 70 hieden/ nd Hof⸗ lichsein. Ergebung und Glaubensmut 788 789 SSSISISIIIS ?. Gott pflegt es so zu machen: Nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen/ muß uns der Lenz behagen; er führt in Höll und Himmel ein. J. Es ist ja abgemessen/ die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein. Was aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns wagen; er weiß, was wir vermögend sein. 4. Dadurch will er uns ziehen/ zu Kindern, die da fliehen/ das, was ihm mißbehagt, den alten Menschen schwächen, den Eigenwillen brechen, der uns die größten Schmerzen macht. 5. Drum gib dich gaͤnz zufrieden, mein Herz, und bleib ge— schieden/ von Sorge, Furcht und Gram. Vielleicht wird Gott bald senden, die dich auf ihren Händen/ heimtragen zu dem Bräutigam. Johann Nnastasius Frehlinghausen, 7670-79 788 Mel. 50s Sel er was sagen und nicht halten? Sollt er was reden und nicht tun? Kann auch der Wahrheit Kraft veralten? Kann auch sein wallend Herze ruhn? Ach nein, sein Wort steht felsenfest. Wohl dem, der sich auf ihn verläßt! 2. Drum traue ich auf deine Wunden, Herr Jesu Christ, und bitte dich: Laß mich in gut und bösen Stunden bei dir ver— harren festiglich; ja, laß mich mit Zufriedenheit/ in dir vollen⸗ den meine Zeit. Johann Job, 7664-1736 789 Mel. 88 ein Erlöser kennet mich, weiß um meine Freud und Lei— den. Drum, o Seel, ermuntre dich, laß dich deinen Hir— ten weiden. Er ists, der sein Schäflein kennt/ und bei seinem Namen nennt. 2. Groß ist seiner Liebe Kraft, die ihn so mit uns verbindet, daß kein Seid uns Schmerzen schafft, die sein Herz nicht mit empfindet; denn er läßt uns nicht allein, wir sind Bein von seinem Bein. 7¹⁴ 4⁵ 790 797 Das Leben des Christen ö Etgeb SE 46 79⁰ mis img ie gut ists doch, in Gottes Armen/ als ein noch schwaches mög Kindlein ruhn /und an der Liebesbrust erwarmen/ ohn Unire alle Sorg und Angstlichtun. O Seele, laß dein banges Sorgen! ddiest Gott, der heut lebt, der lebt auch morgen, sein Herz ist immer i. gleich gesinnt. Gott ist ein Freund, getreu im Lieben, er hat mit 3. Blute sich verschrieben. Wohl, wenn dein HBerz ihn also findt! de 2. Was sorget man doch für sein Leben, was sorget man für 900 Speis und Trank? Das erste hat ja Gott gegeben, das andre nichi folget ohne Zwang. Der uns mit Christi Beil bekleidet/ und 10 keine Seelenblöße leidet, hat auch an unsern Leib gedacht/ und de seine Decke ihm beschieden; drum bleibe ruhig und im Frieden, weil Gottes Treue für dich wacht. 50 3. Ja lerne doch, du Kind der Liebe, von unvernünftger Krea— 1 tur; sieh auf des Schöpfers Allmachtstriebe, merk auf die gna— denvolle Spur. Ein Vöglein, welches Gott ernähret, das nichts mut von Sorg und Müh erfähret, beschämt dich, weil es Gott ver— ö traut. Ists möglich, daß dein Glaube wanket und Gott nicht bäte unaufhörlich danket/ für das, was er von ferne schaut? 4. So ruhe ohne Sorg und Grämen/ noch ferner in der Liebe Schoß. O Seele, laß es dir nicht nehmen, vielmehr sei dies dein bestes Los: Gott hat in Christo mich erwählet„ und meines Hauptes Baar gezählet, er ists, der meine Schritte mißt, der selbst mein Leiden abgewogen /und dessen Führung nie be— 60 trogen, der meiner ewig nicht vergißt. 11 Ulrich Bogislaus von Bonin, 7682-752 ö 791 Mel. 278 W;. wohl ist mir in meiner Seelen, wenn ich in Gottes We Führung ruh! Ich darf mich nicht mit Sorgen quälen, Wo ich schließe meine Augen zu/ und folg ihm, wie er mich will 2 führen, weil ich doch immerdar kann spüren, daß nur sein Rat billl allein besteht/ und daß nur dieses wird geschehen, was er, und. ae nicht was ich ersehen. Drum laß ichs gehen, wie es geht. 0 4⁶⁰ hat mit so findt! man für 5 andre et/ und cht/ und Hieden, ott nicht + er Liebe dies dein meines nißt, der nie be⸗ 682-7⁵² Mel. 2)8 Gottes quãlen, nich will sein Rat er, und eht. Ergebung und Glaubensmut 792 793 DSE 2L. Ich habe ihm mich ganz ergeben, und dies ist nun mein innig Flehn, daß doch in meinem ganzen Leben/ sein Wille mög an mir geschehn. So wird jetzt und in künftgen Jahren/ mir auch nie etwas widerfahren, als was sein Rat mir hat erkiest. Und dieses, wie es auch geschienen, wird mir zum Heil und Besten dienen, weil, was er tut, mir heilsam ist. 3. Ich weiß, er hat mich nicht vergessen, ich liege ihm in Herz und Sinn; er hat mein Teil mir zugemessen, dadurch ich schon vergnüget bin. Wenn ich sein Wort im Glauben fasse/ und mich ihm kindlich überlasse, so freu ich mich auf seinen Schluß/ und weiß, wenn auch schon Wetter toben, daß dennoch, was der Herr von oben/ beschlossen hat, geschehen muß. 4. Nun will ich seinen weisen Schlüssen, die doch auf lauter Segen gehn, zu folgen kindlich sein beflissen, so bleib ich in der Ruhe stehn. Bingegen wenn ich selber wähle/ und seinen Rat dabei verfehle, so krieg ich Unruh, Pein und Qual; ich muß durch Schaden mich belehren/ und noch dazu den Vorwurf hören: Sieh, das ist deine eigne Wahl. Karl Beinrich von Bogatzeh, 1690-774 792 Mel. 147 Ooe ist des Glaubens Kunst, bei tausend Widersprüchen/ dem Feind nicht sein gewichen; in aller Nebel Dunst, da, wo nichts ist zu schauen, dennoch auf Gott vertrauen/ und seine Gnad und Gunst; das ist des Glaubens Kunst. 7⁵⁰² 793 Nel. 112 Oae Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn; wir dürfen ihn gar unsern Vater nennen. Wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehn, so sehn wir ihn vor zarter Liebe brennen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut: Der Herr ist gut. 2. Der Herr ist gut und will der Sünder Schuld„nicht uner⸗ bittlich mit dem Schwerte rächen; es ist bei ihm ein Reichtum der Geduld, er heilet gern der drrenden Gebrechen; er ist ver⸗ söhnt durch seines Sohnes Blut. Der Herr ist gut. 46 794 Das Leben des Christen SISSISS 3 3. Der Herr ist gut und teilt sich willig mit; sein Wesen ist ein Brunnen guter Gaben. Er geht uns nach und fragt bei jedem Schritt, ob wir nicht was von ihm zu bitten haben. Wo ist ein Herr, der so mit Knechten tut? Der Herr ist gut. 4. Der Herr ist gut. Kein Elend ist so groß, er hat so Kraft als Neigung, uns zu schützen. Umschließet uns der ewgen Liebe Schoß, so können wir im stillen Frieden sitzen. Das macht sein Schutz, daß man hier sicher ruht. Der Herr ist gut. S. Der Herr ist gut. Wer das im Glauben schmeckt, wird nimmermehr aus seinen Diensten gehen. Hier wird erst recht, was Freiheit sei, entdeckt; hier kann der Geist im rechten Adel Unt Nichts ist umsonst, was hier der Glaube tut. Der Herr ist gut. . Der Herr ist gut und sieht in Gnaden an/ den armen Dienst der Knechte, die ihn lieben. Er gibt mehr Lohn, als man er— warten kann; kein kühler Trunk ist unvergolten blieben; er gibt dafür die ganze Segensflut. Der Herr ist gut. 7. Der Herr ist gut und bleibt es bis zum Tod. Wir sollen ihm in seinen Armen sterben; er will uns führen aus der letzten Not/ und alles, was er hat, uns lassen erben/ und Ruhe geben, wie er selber ruht. Der Herr ist gut. Johann Jakob Rambach, 7693-73 v. 7 Albert Knapp, 7798- 864 794 Mel. 565 err Gott, dessen starke Rechte„Zuflucht, Schirm und Schatten gibt, der das menschliche Geschlechte wie ein treuer Vater liebt, der in dieser großen Welt/ alles, was er schuf, erhält, der als Herr der Engelscharen/ alles kann und will bewahren: 2. HGerr, was sind wir, daß du Engel/ uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Dienste stehn. Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder. 462 ist recht, ten Mdel lit sollen er lehten e geben, 69970⁵ 809 Mel. J65 tm und wie ein was er inn und HJächtern „die du Dienste Zünder. Ergebung und Glaubensmut 795 ENE SR J. Gott der Engel, Herr der Helden, ach, was sind wir Menschen doch, daß wir so viel vor dir gelten! O wie hältst du uns so hoch! Deine Engel dienen uns, sind die Zeugen unsers Tuns. Laß uns auch mit diesen Chören ewig dich im Himmel ehren. Philipp Friedrich Biller, 1599-7 795 Mel. 306 eht hin, ihr gläubigen Gedanken, ins weite Feld der Ewig— keit, erhebt euch über alle Schranken/ der alten und der neuen Zeit. Erwägt, daß Gott die Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. J. Sein Ratschluß war, ich sollte leben„durch seinen einge— bornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, gehei— liget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte, hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 0. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher ge— bracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe„der herzlichen Barmherzig— keit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets er— freut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 463 796 Das Leben des Christen 8. Im sichern Schatten deiner Flügel„find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Berr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. H. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden /der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit, der Glaͤube schwingt sich durch die Sterne /und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erbteil und gelobtes Land. 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren! Welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan. Nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist„im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist. Drum eilt mein Berz aus dieser Zeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann, 1707-7 796 Mel. ½ Niuaan euch immer, Schmerz, Mangel und Schmach. Tretet zusammen! Unsere Flammen, welche vom Vater des Lichtes herstammen, werden vermehret und bleiben nicht nach. Nähert euch immer, Schmerz, Maͤngel und Schmach. 2. Liebenden Seelen wird alles zur Eust. Dornichte Wege, krachende Stege/ machen sie dennoch im Laufe nicht träge; ihnen sind Palmen und Kronen bewußt. Liebenden Seelen wird alles zur Lust. 3. Gläubiges Leiden erfreuet gewiß. Mitten im Lichte, Gott im Gesichte, macht uns kein Teufel die Hoffnung 3u nichte. Gibt es zu leiden, so tröstet uns dies: Gläubiges Veiden er⸗ freuet gewiß. 4⁰⁴ Schatten Vund sieht nd/ mein 5 Coblied du, mein chön, als, sein dutch ade/ dich aus dieser 7⁰⁷½⁷ Mel. ch. Tretet es Lichtes „ Mähert te Wege, cht träge; uSeelen te, Gott zu nichte eiden er⸗ Ergebung und Glaubensmut SSnt 4. Unserm Inwendigen ist es sehr gut. Sauer ansehen, schelten und schmähen/ pflegt nur die Spreu von dem Weizen zu wehen, treibet zu Jesu und mehret den Mut. Unserm Inwendigen ist es sehr gut. 5. Halte dich, Seele, beständig daran: Göttliches Lieben, redliches Uben, menschlich und teuflisches Leid und Betrüben/ ist die zur Herrlichkeit sührende Bahn. Halte dich, Seele, be⸗ ständig daran! . Völlige Zuversicht machet recht stark. Was sehr beschwer— lich, ja höchst gefährlich, endet sich allzeit bei Gläubigen herr— lich, wären die Feinde gleich ärger als arg. Völlige Zuversicht machet recht stark. 7. Zagenden Seelen wird alles zur Last. Göttliches Leiten, siegendes Streiten/ kann ihnen Kummer und Sorge bereiten; ihnen ist alles Gewagte verhaßt. Zagenden Seelen wird alles zur Cast. 8. Zu viel bedenken ist wahrlich nicht gut. Nach Grunde fragen, im Glauben wagen/ machet uns fähig, zu tun und zu sagen, was sonst kein andrer Mensch saget und tut. Zu viel bedenken ist wahrlich nicht gut. 9. Preiset die Weisheit und Güte des Herrn! Hat ers er⸗ sehen, daß sie uns schmähen, so läßt er herrliche Taten gesche⸗ hen. Duldet, vertrauet und folget ihm gern! Preiset die Weis— heit und Güte des Herrn! Johann Andreas Rothe, 1688-75s 797 Mel. 56s er Glaube bricht durch Stahl und Stein/ und kann die Allmacht fassen. Der Glaube wirket alls allein, wenn wir ihn walten lassen. Wenn einer nichts als glauben kann, so kann er alles machen; der Erde Kräfte sieht er an/ als ganz ge— ringe Sachen. 2. Die Zeugen Oesu, die vordem/ auch Glaubenshelden waren, hat man in Armut wandeln sehn, in Trübsal und Gefahren. Und des die Welt nicht würdig war, der ist im Elend gangen; den Fürsten über Gottes Schar/ hat man ans Kreuz gehangen. 30 46 798— 800 Das Leben des Christen SEESEE J. Gelobet sei die Tapferkeit/ der Streiter unsers Fürsten; verlacht sei die Verwegenheit, nach ihrem Blut zu dürsten! Wie gut und sicher dient sichs nicht/ dem ewigen Monarchen! Im Feuer ist er Zuversicht, fürs Wasser baut er Archen. 4. Drum wolln wir unter seinem Schuh, den Satan zu ver— treiben, und seinem Hohngeschrei zum Trutz/ mit unsern Vätern gläuben. Wenn man den Berrn zum Beistand hat/ unds Berz voll seiner Freuden, so läßt sichs auch durch seine Gnadum seinet— willen leiden. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 798 Mel. 2058 und HBaupt, es sei geglaubt/ und alles auf die Gnad gewagt! Gar nichts sehn/ und kindlich flehn/ und danken dem, ders zugesagt, das ist deiner Leute Stärk; das sei auch mein Tagewerk, daß ich auf der Gnade steh, wüßt ich auch nicht, wo ich geh. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 799 Mel. 34 u Vater aller Kreatur, Kraft, Rat und Wunderbar, du stellest uns so manche Spur /von deiner Treue dar. 2. Wir loben und erheben dich, daß du mit deiner Gnad/ uns Sünder unveränderlich erquickest früh und spat. 3. Wie manche Plage hat der Feind/ im Finstern angericht/ und uns recht weh zu tun vermeint; wir aber spürtens nicht. 4. Von dir kommt aller Überfluß, der uns jahraus, jahrein/ mit Wohlgefalln erfüllen muß: du, Liebe, bists allein! 5. Drum richte unsern ganzen Sinn/ durch Liebe oder Leid/ zu dir, o seligster Gewinn, und deiner Ewigkeit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 800 Mel. 75) DO Glaͤuben mir verleihe, daß alles gut wird gehn; die Fehler auch verzeihe, die von mir sind geschehn. Du wirst mich nicht beschämen, weil du verboten hast, mehr über sich zu nehmen/ als eines Tages Last. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 76 466 7oo-I6 Mel. a erbar, du dar. Gnad/ ngericht/ nicht. jahrein/ er Leid/ 70⁰0-7⁰ Mel. J5) ehn die Du wirst sich zu 70⁰0·-I5o Ergebung und Glaubensmut 801—803 801 Mel. 192 So selig führt der Herr die lieben Seinen, daß jedermann darob erstaunen muß. Bald läßt er sie in Not und Trübsal weinen, bald labt er sie mit seinem Uberfluß. Sein Vaterherz ist immer gut für sie; und wenn ihr Fuß nur seine Wege geht, wenn schon der Sinn nicht viel davon versteht, merkt man doch bald, daß uns die Liebe zieh. 2. Warum wird doch das Volk des HBerrn nicht weiser/ und trauet ihm von nun an alles zu/ und baut aufs Wort des Gottes Jakobs Häuser, daß, was er spricht, er auch unfehlbar tu? Wir setzen Gut und Blut und Ehre dran, denn also hat er sich bei uns gezeigt, daß Gott, der Held in Israel, nicht leugt. Es glaub es, wer da will und wer da kann. *„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 802 Mel. 22 W. unser lieber Herr bekannt, der hat ihn immer treu genannt; denn wahrlich, was sein Wort verspricht, dem fehlts an der Ersüllung nicht. 2. Er hat mir alles leicht gemacht. Wenn ich nur gläubig an ihn dacht, so konnt ich immer in ihm ruhn; und ohne ihn kann man nichts tun. 3. Wer sich zu unserm Birten hält, der für die Sünden aller Welt/ sich selbst zum Opfer dargebracht, der hat sein Glück bei ihm gemacht. 4. Er hat uns durch der Liebe Macht/ in eine Seligkeit ge⸗ bracht. Wir sind schon selig in der Zeit, drum sind wirs auch in Ewigkeit.*Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 v. 2* Christian David, 1690-175) 803 Mel. 74 u, der du mir in Freud und Leidder Liebst und Nächste W du weißt es, was zu jeder Zeit /mir gut und heil⸗ sam ist. 46/ 30⁰³ 804 Das Leben des Christen 2. Ach laß in jedem Prüfungsstand/ den dir ergebnen Sinn/ mit nichts für Herz und für Verstand Vergeblichem sich mühn. 3. Und gib, daß ich mit Wort und Tat/ dir nichts verderben mag. Für alles andre schaffst du Rat/ und machst die Nacht zum Tag. 4. Selbst das Erliegen nach dem Schein /muß oft für Ort und Land/ der Anfang seiner Rettung sein/ durch deine Wun⸗ derhand. 5. Die Glieder alle der Gemein-sie sind nur eine Seel-laß deiner Treu empfohlen sein, du Wächter Israel! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο 804 Mel. 23 Onu selge Liebe du, wohl heißest du verborgen. Wer kommt in dir zur Ruh? Wer lernet deinen Rat, der so viel Tiefen hat? Die Seelen nur allein, die ohne Wählen sein. 2. Wer nichts auf Erden will, läßt Gottes Liebe sorgen. Sein Sinn ist immer still, getrost, voll Zuversicht, sein Herze trauert nicht; in allerlei Gefahr/ verbleibt sein Ruge klar. J. Wie wollte Satanas/ dies stille Wohlsein kränken, als daß er irgend was/ im Menschen aufgeregt, das nun zu denken pflegt: Ach hätt ichs so und so, dann wär ich erst recht froh! 4. Seitdem siehts also aus: Der Mensch ist unzufrieden; bald dünket ihn sein Haus/ zu groß und bald zu klein, bald will er etwas sein, das, wenn ers worden ist, ihm an dem HBerzen frißt. 5. Als aber unser Herr/ vom Himmel zu uns kommen/ und als ein Wanderer/ in armer Knechtsgestalt /die Erde durchge— wallt, hat er auch diese Schuld, gebüßet mit Geduld. . Du treues Herze du, wir wollen nach dir sehen. Wir wolln in stiller Ruh/ und kinderklein gesinnt, wobei man nur gewinnt, in Armut und mit Flehn/ dir zu Gebote stehn. 7. Gott Lob! die Liebe ist/ von uns nur das gewärtig, daß man sich selbst vergißt, sich gerne kindlich beugt/ und ehrerbietig schweigt/ und denkt nur in der Still: Wills Gott, wohlan, ich will. 468 eellaß iel Tiefen gen. Sein tze krauert n, als daß 1 pflegt: denz bald ld will er tzen frißt. men/ und e dutchge⸗ . Wir wolln gewinnt, üttig, daß Hrerbietig d,ich will. Ergebung und Glaubensmut 805— 807 2 8. Du hoch gelobtes Lamm, wir fallen dir zu Füßen. Du See⸗ lenbräutigam, komm, mache dieses wahr, ja mach es offenbar, daß der, so dir vertraut, auf Felsengründe baut. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,(700-760 805 Mel. 20 O anbetungswürdges Wesen, allen Kranken zum Genesen, aller Angst zum Trost erlesen, meine Rugen sehn auf dich. 2. Deine Hand ist immer rege, aber deine Stundenschläge/ richten sich doch allewege/ nach dem vorbestimmten Plan. 3. Drum will ich zu allen Zeiten, auch bei Widerwärtigkeiten, unter deinem Gnadenleiten/ ruhig, froh und stille sein. „Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 1700- 760 v. 3* Christian Gregor, 7723-80) 806 Mel. 68 err, der du mich führst„ und mein Tun regierst, ohne dich kann nichts gelingen, sondern Wollen und Vollbringen, wenn was soll gedeihn, kommt von dir allein. 2. Wahrlich, wenn ich mir/ dankbarlich vor dir/ alle deine Wunderwege/ mit mir Armen überlege, seit ich deine bin, so erstaunt mein Sinn. 3. In dir will ich nun/ zuversichtlich ruhn; so wird mich kein Seid mehr quälen, so wird mir kein Gutes fehlen. Mein Immanuel, segne meine Seel! „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 v.)*Christian Gregor, 1729-80) 807 Mel. 114 ch holder Freund, wir haben stets geglaubet, daß du sehr gut, ja selbst die Liebe bist, seitdem dein Herz uns kund geworden ist/ und du zu dir den Zutritt uns erlaubet. Du zeigst uns ja, wie du gesinnet seist, warum du bald betrübest, bald erfreust. 2. Gewiß, der Herr ist eine Wunderliebe: Er führt hinein, daß er erretten kann, verzäunt und öffnet auch zugleich die Bahn; sein Weg hat Grund, obs hell ist oder trübe. Ihr 469 808 Das Leben des Christen SSISSSSSSSSSSSSSSS Christen, ei, daß ihr das nicht begreift /und euch nicht stets auf diesen Felsen steift! 3. Du Fels des Beils, wir sinken auf dich nieder. Gründ uns durch Gnade so in dich hinein, daß wir nicht mehr herauszu⸗ reißen sein. Geht etwas ein am Hause, bau es wieder. Und stürmt auch manches Wetter auf uns zu, so gönne uns bei dir stets sichre Ruh.„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰0-76 808 Mel. 5)2 Es bleibt dabei, daß nur ein Heiland sei, des Rat und Tat Oin aͤllen Fällen wichtig. Von Qual und Last der Sorge macht er frei, sein Weg, ob dunkel auch, ist immer richtig. Bei ihm findt man die echte, wahre Treu. Es bleibt dabei. 2. So spricht der Glaub/ und hält es nicht für Raub, der Glau⸗ be, so in schwachen Herzen thronet, der für des Stolzes Lockung blind und taub/ und drum im Tal der Niedrigkeiten wohnet, der gerne ist, wo man sich legt in Staub, und spricht: Ich glaub. 3. Kannst du das wohl? Bist du des Glaubens voll? Mein Herz, wie stehts: Bist du ein Kindlein worden? Ergibst du dich ins Bittre ohne Groll? Gehörest du in der Elenden Orden, da man sich nur der Ohnmacht rühmen soll? Was denkst du wohl? 4. Ich wollte gern; ich bin davon nicht fern. Ich weiß, ich kanns, obgleich mit Beugung, sagen, weil ich getrost nachfolge meinem Stern: Ein wenig weiß ich auch vom gläubgen Wagen, zwar nicht aus mir, ich fühl die Kraft des Herrn; drum wollt ich gern. S. So schlecht ich bin, so ist doch das mein Sinn: Ich will um ihn Gut, Leib und Leben wagen; ich achte nicht der schnöden Welt Gewinn, ich will nicht Fleisch noch Kreaturen fragen, ich geb mich ihm zu allem willig hin. So steht mein Sinn. 0. Es bleibt dabei. Ich halte ihn für treu, ich kenn ihn ja, den Alten außer Jahren. Und bin ich furchtsam auch und oft noch scheu, ich hab ihn lieb, ich habe Kraft erfahren, die Kraft, die sich beweist, so schwers auch sei. Es bleibt dabei. 7. Ach treuer Freund, wenn uns dein Licht erscheint, so wolln wir gern den Kummer fahren lassen. In gleichem Sinn, in Lieb 47⁰ Kleund cheint 66 ind g lhrsten N tets auf ind uns raus U⸗ er. Und bei dit 1oo-⁰0⁰0 el. ½2 ind Tat Sotge i0. Bei Glau⸗ ockung net, der aub. Mein du dich den, da wohlꝰ ᷣkanns, meinem , war ch gem. vill um hnöden en, ich ja, den st noch ist, die wolln N Lieb Ergebung und Glaubensmut 8 809—8J1 V 7 und Leid vereint, gehn wir getrost dir nach auf rechter Straßen; denn du, der du uns führst, bist unser Freund, ders treulich meint. Nach*Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 1700-756 v. 7 nach Johann Daniel Berrnschmidt, 7675-728 809 Mel. 97 Nu unsers Lammes Bundesblut, da wagen sich die Kriege gut. Gehts gleich durch manche enge Bahn, wo man nicht vor sich sehen kann; es sind ja doch die Kriege unsers Herrn, und geht nur Jesus mit, so geht man gern. 2. Wird uns gleich oft das Herze schwer/ und denkt: Wenns durchgegläubet wär! so sehn wir auf das Haupt hinan; das Lamm schwingt schon die Siegesfahn, und also gehn auch wir getrost mit ihm/ durch Kampf und Streit, durch alles Ungestüm. Nach Nugust Gotllieb Spangenberg, 7704-792 81 0 Mel. 36 as heißt seine Probe machen, ob man fest im Glauben steht, wenn man in den schwersten Sachen/ wie ein Kind dem HBerrn nachgeht. 2. O wie schön ists dann zu sehen, was der Glaub an ihm ge— winnt, wenn wir sollen Wege gehen, die wir nicht gewohnet sind. 3. Fahre fort mit Liebesschlägen, Freund und Schmelzer, du hast recht. Laß sich Nord⸗- und Südwind regen, bis der Garten Früchte trägt. 4. Und wer wollte deinem Walten/ nicht vertraun, Herr Jesu Christ, oder dir was vorenthalten, dem du selbst sein Alles bist. 5. Immer machs nach deinem Sinne, unser treu erfundner Freund, wenn ich nur für dich gewinne, obs gleich mir verloren scheint.*Leonhard Dober, 1706-766 v. 3 Philipp Balthasar Sinold, 7657-742 v. 4*Christian Gregor, 1723- 80 81 1 Mel. 22 emeine Jesu, denke dran, was er dir ist und was er kann. Gewiß, dein gnadenvolles Los/ ist unbeschreiblich schön und groß. 47 812— 84— Das Leben des Christen 7 2. Der treue Hüter Israel/ bewahret dich nach Leib und Seel. Er schläft nicht weder Tag noch Nacht/ und hat beständig auf dich acht. J. Kein Übel soll begegnen dir, des Herren But ist gut dafür. Unter dem Schatten seiner Gnad/ bist du gesichert früh und spat. Kornelius Becker, 156) 6⁰04 v.)*Christian Gregor, 1723-80 81 2 Mel. 39 Woi dankens dem Heiland und seinem Versühnen, daß uns seine Engel so williglich dienen, uns, die wir voll Mängel, Gebrechen und Tadel, da sie doch so heilig und herrlich von Adel. 2. Sie kommen mit Freuden herab aus den Höhen, um seinen Erlösten zu Dienste zu stehen, seitdem unser Heiland im mensch⸗ lichen Orden/ ein Kind und in allem uns ähnlich geworden. Johann Christoph Friedrich Cammerhof, 7727-75 81 3 Mel. 249 u, Herr, bist unser Licht, dein holdes Angesicht /verläßt die Deinen nicht. In diesem Lichte waͤndeln wir/ den Glaubensweg bis hin zu dir/ getrost und sorgenfrei, denn deine Treu/ ist alle Morgen neu.*806 81 3. Mel. 88 Shan ist meines Jesu Haͤnd, und er wird mich ewig fassen, hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt mich nicht; das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unter— liegen, Christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon ver⸗ treten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Wird es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte/ und mit ungewissem Tritt /ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Zuversicht. 47² Mel. 249 verläßt it/ den nn deine *805 Mel. 88 gasse, zulassen. icht. Uunter⸗ Inmacht verstcht. hon ver⸗ gebeten. t. usgang müßte, 0 Ergebung und Glaubensmut 815 816 SS SESEEE! 5. Mag die Welt im Mißgeschick/ beben oder ängstlich klagen, ohne Halt ist all ihr Glück; wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 0. Will mein Herr durch sanfte Zucht/ mich nach seinem Bild gestalten, o so will ich ohne Flucht/ seiner Hand nur stille halten. Dann erschreckt mich kein Gericht; das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; sollt ich ihn mit Kleinmut schmähen? Mein Erbarmer selbst versprichts; sollt ich ihm sein Wort verdrehen? Rein, er läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve, 1768-8 81 5 Mel. 149 Onnen Frieden gib, o Herr, laß uns deinen Frieden, daß wir Glaubenswanderer /nicht im Cauf ermüden. Schritt vor Schritt/ wall er mit, daß vor seinem Wehen/ Müh und Angst vergehen. 2. Werden auch die Füße wund/ hier im Tal der Schatten, uns erquickt dein Friedensbund, daß wir nicht ermatten. Freud und Leid, Spott und Neid„muß den Deinen frommen, daß ans Ziel wir kommen. 3. Herr, du gingest selbst voran/ auch im finstern Tale, brachst mit blutger Müh die Bahn/ uns zum Himmelssaale. Dir, o dir/ folgen wir/ mit gestärkten Schritten/ zu den ewgen Hütten. 4. Laß uns nur ohn Unbestand/ dich im Glauben fassen. Treu— er Führer, deine Hand/ wird uns nie verlassen. Ja, du wirst, Friedefürst, unsre Herzen stillen/ und mit Kraft erfüllen. *Karl Bernhard Garve, 1763-84 81 6 Mel. 55 —H weiß, woran ich glaube, ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube/ wie Sand und Staub verweht; ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet/ und Trug die Klugen prellt; 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer läßt; auf ewgen Grund gemauert, steht diese Schutzwehr fest. Es sind 47³ 817 Das Leben des Christen SSSISSSSS des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsen⸗ horte/ halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut; er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien, um den die Engel dienen; ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ. der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 3. So weiß ich, was ich glaube; ich weiß, was fest besteht/ und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub verweht; ich weiß, was in dem Grauen/ des Todes ewig bleibt/ und selbst auf Erdenauen/ des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt, 1769-1860 81 1 Mel. 732 ¹ steh in meines Herren Hand/ und will drin stehen bleiben; nicht Erdennot, nicht Erdentand, soll mich daraus vertrei⸗ ben. Und wenn zerfällt/ die ganze Welt: wer sich an ihn und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben. 2. Er ist ein Fels und sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhastig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt/ mein HBerz es froh und un⸗ verzaͤgt/ und läßt sich nimmer grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still„und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4. Ja, wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunder⸗ wege. Was böse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind/ und gibt nur Liebesschläge. 474 wert j fahtt/ 2. 9 der G meinet so wit 3. O meines Liebe er sein hauen, trauen. nd un⸗ enz ich denn uht ist seiner under⸗ ermeht Ergebung und Glaubensmut 818 SSSRSSIEIISSSSSSSSSASSAS 5. Und meines Glaubens Unterpfand„ ist, was er selbst ver⸗ heißen, daß nichts mich seiner starken Handsoll je und je ent⸗ reißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Philipp Spitta, 180185 81 8 Mel. 306 er kann von meinem Gott mich scheiden? In Ewigkeit bin ich sein Kind/ und weiß, daß dieser Erde Leiden/ wert jener Herrlichkeit nicht sind, die während meiner Pilger— fahrt/ im Himmel mir bleibt aufbewahrt. 2. Im Feuer muß sich Gold bewähren, geläutert tritt es aus der Glut; und nur die Trübsal kann verklären, was tief in meinem Innern ruht. Das Wahre scheidet sich vom Schein; so wird das Gold von Schlacken rein. 3. Drum hab ich in Geduld ergeben/ mich still der Führung meines Herrn. Nur seinem Willen will ich leben, und seine Liebe bleibt mein Stern. Er leuchtet mir in dunkler Nacht, bis er sein Werk an mir vollbracht. Julius Sturm, 78)5-189 879 Das Leben des Christen ů Gebet und Fürbitte Bittet, so wird euch gegeben. 819 Mel. os ater unser im Bimmelreich, der du uns alle heißest gleich/ Brüder sein und dich rufen an/ und willst das Beten von uns han, gib, daß nicht bet allein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, ver— führet Volk bekehr. J. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben maͤncherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich„auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsam⸗ sein in Lieb und Leid. Wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. S. Gib uns heut unser täglich Brot, und was man darf zur Leibesnot. Behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 0. All unsre Schuld vergib uns, Berr, daß sie uns nicht be⸗ trübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit/ in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht. Wenn uns der böse Geist anficht,, zur linken und zur rechten Hand, hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerust/ und durch des heilgen Geistes Trost. 47 undei hristen Mel. 96 gleich V ten von es geh us hilf Namen m/ ver⸗ nach in Gaben jerbtich, den wie horsam⸗ d Blut, atf zur deuchen r Sorg icht be⸗ Ild und lechtet et böse ns kln durch Oebet und Fürbitte 820 821 8. Von allem Ubel uns erlös; es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod, und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein selig End, nimm unste Seel in deine Händ. 9. Amen! das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran; dies Beten dring zu dir hinan/ auf dein Wort, in dem Namen dein, so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 1483-1540 820 Mel. 22 H Helfer, hilf in Angst und Not, erbarm dich mein, du treuer Gott! Ich bin ja doch dein liebes Kind/ trotz Teufel, Welt und aller Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Berr, wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. J. Des freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Belfer, hilf, du treuer Hort! Martin Moller, 7547606 821 Mel. 132 err Jesu Christ, du bist allein„mein Hoffnung und mein Leben, drum will ich in die Hände dein/ mich ganz und gar ergeben. Du stehst mir bei in aller Not/ und hilfst im Leben und im Tod, darauf ich mich verlasse. 2. Herr Jesu Christ, du einger Trost, zu dir will ich mich wen— den. Mein Herzleid ist dir wohl bewußt, du kannst und wirst es enden. In deinen Willen seis gestellt, machs, lieber Gott, wie dirs gefällt; dein bin ich und wills bleiben. J. Herr Jesu Christ, die Seufzer mein, die ich dem Vater bringe, besprenge mit dem Blute dein, daß jeder zu ihm dringe, und neig mir zu sein Vaterherz, daß er abwend all Angst und Schmerz, so mich von dir will trennen. 620- v. 3 Jeremias Weber, 7600-643 477 Das Leben des Christen 5 SSISSSSSISS 8 822 Mel. 3530 Os dir, Jehovah, will ich singen, denn wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen; ach gib mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es tu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl/ und dir darob im Berzen sing und spiel. J. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich in Geist und Wahrheit an, so hebt dein Geist mein Herzʒ zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind. Er lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Mit⸗ erbe Jesu Christi sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 3. Wenn dies aus meinem Herzen schallet„durch deines heil⸗ gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet/ ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. . Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht/ und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin/ und nehme Gnad um Gnade von dir hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit/ und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartholomäus Crasselt, 7667-74 478⁸ das Wir st/ Oes 3. Ka zum He tün, Wes Schtitt det Fei 0.0 hande das zu 7. Be Oristi nit der Im 6 red 2.2 seines J. 9 nehme 4. lchttf e Bitte ꝛtan. deinem es im nKind in. voller die ich englich deiner 5 Was ob dir eitl 2-7½²⁴ Gebet und Fürbitte 823 824 823 Mel. 149 B.e heilge dich/ mit dem heilgen Ole! Jesu Geist ergieße sich/ dir in Herz und Seele. Laß den Mund/ alle Stund/ von Gebet und Flehen/ heilig übergehen. 2. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar/ vor Gott ausgeschüttet; und da ist/ Jesus Christ/ Priester und Versühner/ aller seiner Diener. 3. Kann ein einiges Gebet/ einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds tun, wenn sie nun/ alle vor ihn treten/ und zusammen beten? 4. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier/ alle sich vereinen/ und es geht/ ein Gebet/ aus von ihnen allen: wie muß das erschallen! 5. O der unerkannten Macht/ von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht, so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt/ wirkt es mit/ wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. . O so schaut getrost hinauf, betet immer wieder! Heilge Hände hebet auf, heiligt eure Glieder! Bleibet stet/ im Gebet, das zu Gott sich schwinget, durch die Wolken dringet. 7. Betet, daß die letzte Zeit/ vollends übergehe, daß man Christi Berrlichkeit/ offenbaret sehe. Stimmet ein/ insgemein/ mit der Engel Sehnen/ nach dem Tag, dem schönen. Karl von Pfeil, 1772-1784 824 Mel. 30 Im Glaͤuben und Vertrauen/ ins Herz des Vaters schauen, recht kindlich zu ihm treten, das heißt erhörlich beten. 2. Die Zuversicht der Kinder/ erlangen schnöde Sünder durch seines Sohnes Liebe, durch seines Geistes Triebe. 3. Im Kleid des Erstgebornen/ erscheinen die Verlornen/ und nehmen seinetwegen/ vom Vater allen Segen. 4. Der Geist, der Abba schreiet/ und der von Furcht befreiet, lehrt sie des Glaubens Sitten, ein unaussprechlich Bitten. 47 825 Das Leben des Christen DSSENEEENSEENEES 5. Da wird des Mittlers Gnade, viel größer als ihr Schade; mehr, als sie je verlangen, hat er für sie empfangen. . Wenn Jesus auch nicht bäte/ noch sie so stark verträte, Gott selbst, der sie gezogen, ist ihnen wohlgewogen. 7. Der Vater kann nicht hassen, die seinen Sohn umfassen; mit väterlichen Trieben/ muß er sie zärtlich lieben. 8. Eh sie noch rufend lallen, läßt er schon Antwort schallen; die Hilfe wird gesendet, eh sie ihr Flehn geendet. 9. Sein göttliches Vermögen/ hat Millionen Segen; je mehr wir nehmen wollen, je mehr wir nehmen sollen. 10. Der es im Ernst befohlen, die Gaben abzuholen, der kann uns nichts versagen, wenn wirs im Glauben wagen. 11. Er will uns durchs Verheißen/ aus allem Zweifel reißen. Die Wahrheit kann nicht lügen, die Treue kann nicht trügen; 12. So sollen wir es wagen, an sein Berz anzuschlagen, ge⸗ trost und freudig beten, nicht von der Stelle treten. 13. Wenn laͤuter Nein erscheinet, ist lauter Ja gemeinet. Wo der Verzug am größten, da wird die HBilf am besten. 14. Drum laßt uns gläubig bitten, kein Zweifel sei gelitten; wir flehn in Jesu Namen, sein Wort und Nam ist Amen. 15. Wir sehn im Geist die Gaben, die wir gebeten haben, von jetzt bis zum Vollenden/ vor Rugen und in Händen. 10. Und wenn wir Berge wüßten, die wir versetzen müßten, sie werden, wenn wir beten, bald aus dem Wege treten. 17. Ja, das Gebet im Glauben /läßt sich kein Amen rauben. Er wird in allen Sachen/ uns alles möglich machen. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 7725-76 825 Mel. 536 Oc ist mir lieb, daß meine Stimm und Flehen/ mein treuer Gott nicht pfleget zu verschmähen, daß er sein Ohr aus Gnad und Liebestrieb/ der Dürftigkeit des armen Wurms zu⸗ neiget, daß er nie Uberdruß an seinem Bettler zeiget, daß ich ihn kenn und seinen Trieb, das ist mir lieb. 48⁰ gelitten; nen. haben, den. müßßten, . rauben. 25.-7⁵1 Mel. 736 n tteuer Hr aus mns zu⸗ haß ich Gebet und Fürbitte 826 827 ERR 2. Mein Leben lang will ich nicht unterlassen, ihn bald bei dem, bald jenem Wort zu fassen. Denn wenn ich mich an seine Treue hang/ und seine Wunder mir vor Augen halte, ihn lob, ihm dankbar wein, die schwachen Hände falte, erscheint sein. Gnadenüberschwang/ mein Leben lang. 3. Es kommt noch schon dem Wartenden das Ende, das bringt ihm lauter Segen in die Hände. Ich bin erlöst, so spricht ein Glaͤubenssohn; der mich geliebt von Anbeginn der Zeiten, wischt meine Tränen ab, errett den Fuß vom Gleiten. Und ob ich noch nichts seh davon, es kommt noch schon. Benigna Marie Gräfin Reuß, 7695-7 826 Mel. 9 Da du in dem Himmel bist, seit dein Sohn, der Eine, Jesus, unser Bruder ist, Vater der Gemeine: 2. Deinem Namen widerfahr/ seine heilge Ehre! Wem wär wohl dein Name klar, wenn dein Sohn nicht wäre? 3. Komm mit deinem Königreich, daß sich vor dem Sohne/ aller Erden Ende beug, seinem Tod zum Lohne. 4. Wies im Himmel pflegt zu gehn, also auch auf Erden/ soll dein heilger Will geschehn/ durch des Lammes Herden. 5. Gib uns unser täglich Brot, gib es uns auch heute, und durch Jesu Blut und Tod, segn uns, seine Leute. 6. Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben; denn wir achten die Geduld/ unsers Herrn fürs Leben. 7. In Versuchung führ uns nicht, sondern hilf uns lieber/ gänzlich los vom Bösewicht/ zur Vollendung über. 8. Amen, Abba, Jehovah, dir und deinem Namen/ Reich und Kraft und Gloria/ jetzt und ewig! Amen. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 827 Mel. 139 Haer Gott, hoher Gott, öffne deines Namens Staͤdt, wo die sündenmüde Seele„ eine solche Festung hat/ wie die Taub in ihrer Höhle. Hilf uns unser Elend jammert dich— väterlich, väterlich. 48 828 Das Leben des Christen DENSEEESEESNSES 2. Unsre Tür, unsre Tür werde Christo aufgetan. Komm, du Reich der Kraft und Gnade, und auf deinerꝗ Gassen Bahn/ sei kein Mangel und kein Schade. Komm, du Reich der Un⸗ beweglichkeit, in die Zeit, in die Zeit. J. Herzensherr, Herzensherr, unsre Seelen lieben dich. Wir sind deiner Gnad ergeben„ und wolln gerne lediglich, Herr, nach deinem Willen leben. Selig ist, wer dir, der uns versühnt, lebt und dient, lebt und dient. 4. Täglich Brot, täglich Brot, unentbehrlicher Genuß, du bist von dem Himmel kommen, weil die Seel erhungern muß, die dich nicht zu sich genommen. Meine Seele hungert nur nach dir, gib dich mir, gib dich mir. 5. Vaterherz, Vaterherz, deine Wege sind so tief, daß man ihrer leichtlich fehlet. Aber der die Seelen rief, ehe sie sich ihn erwählet, wird mir Armen- ich will auch verzeihn—gnädig sein, gnädig sein. . Reiner Geist, reiner Geist, sei uns ernstlich, leide nichts, was dein heilig Antlitz scheuet. Weil uns aber Licht gebricht, o so lehr uns, was gedeihet, und beschirm uns vor der Schlange Stich/ ritterlich, ritterlich. 7. Bilf uns durch, hilf uns durch, wo wir dein benötigt sind, wenn sich Elend und Verderben, wenn sich Not und Trübsal findt, wenn wir um die Seelen werben, bis wir einst nach treuem Samenstreun/ müde sein, müde sein. 8. Du bist HBerr, du bist Herr, deine Knechte bleiben wir. Deines Reichs zahllose Weiten, deiner Kräfte offne Tür, deine ewgen Herrlichkeiten/ werden uns von auß⸗ und innen klar, das ist wahr, das ist wahr. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 828 Wel. 36 Oin der für uns ins Heilige gegangen/ und der du Gaben für dein Volk empfangen, laß nimmer deine treue Hut uns fehlen, uns, deinen Seelen. 482 Komm, Bahn/ der Un⸗ ich. Wir h, Hen, versühnt „ du bist nuß, die nur nach Haßß man e sich ihn gnädig de nichts gebricht, Schlange ̃igt sind, Trübsal inst nach ben wit üt, deine klar, das 7⁰⁰u70⁰ Mel. 30 Gaben eue Hut Gebet und Fürbitte 829— 832 V 7* 2. So viele Tropfen Bluts von dir geflossen, so viele Tränen du für uns vergossen, so viele sind der Stimmen, die dort beten/ und uns vertreten. 3. Ach nimm dein Volk und laß es vor dir grünen/ in deinem ewig gültigen Versühnen. Verherrlche an uns deinen großen Namen/ aus Gnaden! Amen. *„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-750 v. 2 Karl Heinrich von Bogatzkh, 1690-77 829 Mel. 79 Da unser Freund, du treuer, komm, schütte Geist und Feuer/ auf unsern Beterchor! So oft wir vor dich treten, gib Räuch— werk zu Gebeten, halt unsre Hände selbst empor. 2. Geh mit uns, wo wir gehen, fleh mit uns, wenn wir flehen, und segne, was wir tun; so wird uns nichts mehr quälen/ noch etwas Gutes fehlen, bis wir von unsrer Arbeit ruhn. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 830 Mel. J) em es wohl bei Jesu geht, der gedenk auch im Gebet fleißig andrer, groß und klein, und der Notdurft der Gemein.„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 831 Mel. 278 Ha Jesu, höre unser Bitten: Du wollest unser aller Geist/ mit deinem Frieden überschütten, der sich bereits in uns er— weist. Es bleiben alle, die dich lieben, dir zum Gedächtnis an— geschrieben/ und an dein treues Herz gelegt! Man seh in allem, was man handelt, daß Jesus selber mit uns wandelt/ und alle seine Glieder trägt! „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 832 Mel. J4 Aen der Gemeinen, Priester deiner Ceut, laß dein Bild er— scheinen, das uns hoch erfreut. O laß mit Vertrauen/ und mit Zuversicht/ Herz und Auge schauen/ in dein Gnadenlicht! 37* 483 833 834 Das Leben des Christen SSE 2. Wenn wir vor dich treten, deine Majestät/ kindlich anzu⸗ beten, heilge das Gebet. Unsre Opfer steigen„zu dir himmel— an; wenn die Lippen schweigen, hör das Herze an! J. Laß dich freundlich hören, aus dem Beiligtum, wenn wir, dich zu ehren, deines Namens Ruhm/ freudevoll besingen/ und mit Herz und Mund/ dir Dankopfer bringenfür den Gnaden⸗ bund. Johann Michael Graff, 7774-72 833 Mel. 25 n n. deiner Kinder Mut, dreieinger Gott, mit deiner Glut, salb uns mit Feuer und mit Geist, zu beten, wies dein Trieb uns heißt. 2. Du Beter ohnegleichen, du, an deinem Herzen such ich Ruh; dein Mitgefühl mit Freud und Schmerz, dein Beterdrang erfüll mein Herz. J. Geist des Gebetes, deine Tauf/ helf mir in meiner Schwach— heit auf. Mit Seufzern, die kein Mund ausspricht, vertritt mich vor dem Thron im Licht. 4. Und du, o Vater, neig herab/ zum Kinde, das dein Sohn dir gab, den Zepter deiner Majestät, hör und erhöre mein Gebet! Johann Baptist von Albertini, 1759-88 Bruderliebe Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. 834 Mel.„50 9 uns ja fleißig halten/ die Einigkeit im Geist, daß über uns mag walten/ dein Segen allermeist, nach deinem Geist und Sinn einander uns vertragen/ in Liebe und nachjagen/ dem köstlichen Gewinn. Christoph Pratorius, 1637-7 4⁸4 Bruderliebe 8358 836 835 Mel. 747 Han Gotteslamm, sei hoch gebenedeiet, daß du die Lieb erneuet/ als unser Bräutigam. Nun wirst du triumphieren/ und mit der Lieb uns zieren, die von dem Himmel kam, hold— selig Gotteslamm. 4.170 2. Nur du bist liebenswert. Man wird dich immer müssen/ als Allerschönsten grüßen, solang die Liebe währt. Die Liebe wird bestehen, wenn alles wird vergehen, wie Gottes Mund Ml. 22 uns lehrt. Nur du bist liebenswert. it deiner J. O festes Liebesband, das Christi Schar verbunden, seitdem jes dein uns hat gefunden/ des Hirten treue Hand! Nun wolln wir in den Armen/ der ewgen Lieb erwarmen; wir sind ihm nah ver— wandt. O festes Liebesband! 4. Vereinte Eiebe siegt, schwebt über alle Höhen, kann über— wunden sehen/ den Feind, der sie bekriegt. Die Siegespsalmen klingen, dem König Dank zu bringen, weil alls zu Boden liegt. ich Ruh; ng erfüll Ichwach— Vereinte Liebe siegt. tritt mich 5. Der Altsten ganze Schar, die vor dem Throne wohnen, die werfen ihre Kronen/ vors Lammes Füßen dar. Wir falln mit n Sohn ihnen nieder/ und singen Lobelieder; denn kurz: Er ist es gar! Gebet! so ruft auch unsre Schar. 75185 0. Dank, Weisheit, Stärk und Pracht, Lob, Herrlichkeit und Leben/ sei unserm Herrn gegeben, der uns zur Lieb gebracht. Das Lamm, das uns befreiet, sei hoch gebenedeiet! Ihm sei Lob, Preis und Macht, Dank, Weisheit, Stärk und Pracht! Golttfried Arnold, 1666-74 836 Mel. 137 3* Kinder des Höchsten, wie stehts um die Liebe? Wie folgt man dem wahren Vereinigungstriebe? Bleibt ihr auch im 1.)50 Bande der Einigkeit stehn? Ist keine Zertrennung der Geister Hasäber geschehn? Der Vater im Himmel kann Herzen erkennen, wir m Geis dürfen uns Brüder ohn Liebe nicht nennen, die Flamme des bin Höchsten muß lichterloh brennen. 59%t½ 48⁵ 837 Das Leben des Christen E 2. Sobald wir von oben aufs neue geboren, da sind wir von Christo zu Gliedern erkoren. Kein Unterschied findet hier einige Statt, weil Demut die Herzen vereiniget hat/ und uns auf das nächste zusammen verbindet, so daß man nichts anders als Se⸗ ligkeit findet, Verdacht, Neid und Argernis aber verschwindet. J. Da sehet, wie selig wir haben erwählet, die wir sind zum Bunde der Brüder gezählet, zu Christi erkaufeter seliger Schar. Ach lobet den Vater; denn kurz: er ists gar. Singt ihm mit ver⸗ einigtem Herzen und Munde, ohn Loben und Lieben vergeh keine Stunde. Wir stehn vor dem HBerren als einer im Bunde. 4. Was ich bin, das bist du, mein Bruder, auch worden, ver⸗ eint stehn wir in der Erlöseten Orden. Drum eins mit dem an— dern zum Vaterland dringt/ und so nach dem Kleinod gemein— ů schaftlich ringt. Wir müssen bereit sein, für Brüder zu sterben, wie Jesus uns sterbend hat wollen erwerben; ein Glied fühlet schmerzlich des andern Verderben. S. Ach laßt uns einander erinnern und führen, daß wir nicht die Krone des Lebens verlieren. Wer noch ist bezaubert von Liebe der Welt, wem Brüderschaft nur so von außen gefällt, den kann man unmöglich zum Bruder annehmen; er muß sich ins Joch des Erlösers bequemen, wenn redlich Verbundne sich sein nicht solln schämen. 6. Drum lasset uns lieben und freuen von Berzen, versüßen einander die Leiden und Schmerzen. Dringt kräftig, ihr Schem 8 eines hinein, so mehrn sich die Strahlen vom göttlichen Schein. Das lässet der Vater sich herzlich gefallen; denn wahrlich, sein Ruhm kann auch herrlich erschallen, wenn Kinder, von Liebe entzündet, nur lallen. Christian Andreas Bernstein, 767265 837 Mel. 22) ie ist es so lieblich, wenn Christen zusammen in brüder⸗ licher Eintracht stehn, wenn göttliche Liebe mit heiligen Flammen/ in ihrem Wandel ist zu sehn! Da tut man mit Freuden des Herrn Gebot/ und liebet einander bis in den Tod; da grünet und blühet zu ewiger Wonne/ der 9öttliche Segen, da scheinet die Sonne. 48 seinen statter der he Drum niema 3. Liebe dich, hinei steuer erfüll des 6 der 6 Her L. sein ö unse diese Heilil J. und das Got aus 4. der ewih Hrie die gefällt muß sich ndne sich versüßen Geister, Schein. lich, sein on Liebe 2-9 Mel. 22 3 brüder⸗ heiligen man mit hen Todz eSegen, Bruderliebe SPSPSPSISISSPSISSSSPSPSISSSSSSSSSSSS. 2. Bedenket, wie herzlich der himmlische Vater/ uns hat in seinem Sohn geliebt, wie Jesus, der Beiland und Lebenser⸗ statter, aus Liebe in den Tod sich gibt, wie mächtig im Berzen der heilge Geist/ die Liebe des Vaters und Sohnes preist. Drum will uns einträchtige Liebe geziemen; ohn diese mag niemand des Glaͤubens sich rühmen. 3. Ach zünde, o Jesu, die Herzen und Seelen/ mit deinen Liebesflammen an; hilf, daß wir, o Liebe, zu lieben erwählen/ dich, der so viel an uns getan. Zeuch Berzen und Sinne in dich hinein, daß jeder Gedanke dich einzig mein. So hilf uns mit treuem und tätigem Willen/ die Liebe an Freunden und Feinden erfüllen. Nach Ludwig Andreas Gotter, 166-7 838 Mel. 585 Oc Wort, o Herr, bringt uns zusammen, daß wir in der Gemeinschaft stehn; es läßt an uns die selgen Flammen/ des Glaubens und der Liebe sehn. Wir werden durch das Wort der Gnaden/ auch zur Gemeinschaft jener Schar, die um den Herrn beständig war, gelockt und kräftig eingeladen. 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort; das ists, was wir mit einem Wort/ die heilige Gemeine nennen. 3. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geist/ in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußt. Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus„die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder/ und schenkt den Geist, der Abba schreit, des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit, der heilge Geist tritt mit dem Ole/ des Friedens und der Freude zu; nd Ochr schmecket Gottes Ruh, die Kraft durchdringet Leib und Seele. 487 839 840 Das Leben des Christen 5. Die eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, so bald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des HBerren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft/ der HBeilgen nicht das Kleinste missen. . Sie wallen mit vereinten Herzen/ durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen/ mit Herz und Nuge, HBand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß/ des großen Guts: Ich, ich in ihnen. Ludwig Konrad Allendorf, 1693-778 839 Mel. J) ieh, wie lieblich und wie fein/ ists, wenn Brüder friedlich sein, wenn ihr Tun einträchtig ist nach dem Sinne Jesu Christ. 2. Denn daselbst verheißt der Herr/ reichen Segen nach Be— gehr/ und das Leben in der Zeit/ und auch dort in Ewigkeit. J. Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit, brich in deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. 4. Jesu, Haupt der Kreuzgemein, mach uns alle, groß und klein, durch dein Evangelium/ ganz zu deinem Eigentum. 5. Sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt; laß in deinem Gnadenschein/ alles ganz vereinigt sein. . Bind zusammen Berz und Herz, eins zu sein in Freud und ben n knüpfe selbst durch deine Hand/ das geweihte Bruder— and 2. Saß die ganze Brüderschar/ lieben, loben immerdar, in dir ruhen allezeit, heute wie in Ewigkeit. v.). 2 Michael Müller, 1673-7⁰4 v. 3. 4. 7 Christian David, 1690-75) v. S. 6 Johann Christian Nehring, 767736 840 Mel. 22 O welch ein gnadenvoller Trieb/ ists um die wahre Bruder⸗ lieb! Sie kommt aus Jesu Herzen her/ und ist den Seinen drum nicht schwer. 488 3u. Sche 2. Bun ensg fehls Mel. J lich sein, Christ. lach Be⸗ wigkeit. brich in roß und um. berittt; . eud und Bruder⸗ in dit 7⁵⁰ 7½-7˙& Mel. 22 Bruder⸗ Seinen Bruderliebe 847 SSSSSSSESEESSSSSISSSSSSSSSSSSSS 2. Die Bruderlieb hat festen Grund, das wird erst recht im Leiden kund; da bricht ihr Trieb mit Macht herfür, denn Gottes Eiebe leuchtet ihr. 3. Die Bruderliebe wird bestehn, wenn andre Liebe wird vergehn, sie ist ein unverweslich Gut; das macht den Brüder— herzen Mut. 4. Nicht lieben in der Brüderzahl /wär einem Bruderherzen Qual; es denkt vielmehr von allen so: Ach würd ich ihr, sie meiner froh! Johann Friedrich Rock, 7678 v.)*Christian Gregor, 1723-80 841 Mel. 367 erz und Herz, vereint zusammen, sucht in Gottes Herzen Ruh. Lasset eure Liebesflammen/ lodern auf den Beiland zu. Er ists Haupt, wir seine Glieder, er das Eicht und wir der Schein, er der Meister und wir Brüder, er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, und erneuert euren Bund; schwöret unserm Überwinder LEieb und Treu aus HBer— zensgrund. Und wenn eurer LiebesketteFestigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. J. Tragt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Einer reize doch den andern, auf dem rauhen Kreuzespfad/ unserm Heiland nachzuwandern, der für uns gelitten hat. Einer soll den andern wecken, alle Kräfte Tag für Tag/ nach Ver— mögen dran zu strecken, daß man ihm gefallen mag. 5. Nichts als nur des Heilands Stimme/ sei die Regel unsrer Tat. Denkt doch, daß er nicht im Grimme/ uns in Staub ge— treten hat, nein, in seines Blutes Strömen/ hat er allen Zorn ertränkt. Muß sich da nicht jeder schämen, der sich ihm nicht willig schenkt? . Halleluja, welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater 489 842 Das Leben des Christen SSSSSSSSSSSSSSSSESSSSSSSSSSS SSSS aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist! 7. Ach du holder Freund, vereine /deine dir geweihte Schar, daß sie sich so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja, verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit/ in der Tat erleuchtet ist. 8. So wird dein Gebet erhöret, daß der Vater alle die, welche du in dich verkläret, auch in seine Liebe zieh/ und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in waͤhrer Liebe dienen/ und einander gern erfreun. 9. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll; zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir als die von einem Stamme/ stehen auch für einen Mann. 10. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist. Und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17700-76 842 Mel. 784 emeinschaft mit den Kindern Gottes, wie süß und schön, wie gut bist du! Gemeinschaft eines kurzen Spottes, Ge⸗ meinschaft einer steten Ruh, Gemeinschaft von der ersten Rüh⸗ rung/ des felsenharten Herzens an, Gemeinschaft einer Wunder⸗ führung/ durchs Todestal zur Lebensbahn. 2. Ihr Brüder, laßt uns alle wachen, damit die süße Einig⸗ keit, die Fördrung aller unsrer Sachen, die Siegeshoffnung in dem Streit, das Kleinod aller Nuserwählten, die Zuversicht auf jenen Tag, womit sich alle Helden stählten, uns nimmermehr gebrechen mag. 3. Gedenkt der Brüder, die euch lieben, ihr Seelen, und ver⸗ bindet euch, die edlen Kräfte auszuüben, die man erlangt in 29⁰ Ohristen Bruderliebe 843 844 Jesu Reich. Ihr Männer, betet ohne Zweifel, ihr Weiber, leh— ret ohne Sprach, ihr Jüngling, kämpft mit Fleisch und Teufel, ihr Jungfraun, geht der Stille nach! ar. Oa, 4. Ihr alle, lauft, daß ihrs ergreifet; bedenkt, daß sich die ganze alles Welt/ auf so viel morsche Stützen steifet, und bleibt auf Jesu Grund gestellt. Geht hin und werbt für Jesum Seelen, ihr an⸗ e, welche dern, wartet sie mit Fleiß, ihr übrigen, laßt euch erwählen/ zu „wie du Zions Freude, Schmuck und Preis. *Nikolaus Eudwig Graf von Zinzendorf, 7700- 7ο .—— Mel. 58 e an die ö er du noch in der leßten Nacht, eh du für uns erblaßt, den on einem Deinen von der Liebe Machtso schön gepredigt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar, die sich so leicht entzweit, daß deine letzte Sorge war/ der Glieder Einigkeit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο ater bist mehr ist 01.0 844 Mel. 56) oo-Iyoo O ihr teur erlösten Sünder, teur erlöst durch Christi Blut, die ihr als geliebte Kinder/ in dem Schoß der Gnade ruht, laßt uns zeugen/ und nicht schweigen/ von dem, was dem Volk 5 30 gebühret, welches Jesu Kraft gerühret. s L. Ach, wir haben Gnade funden; Gnade, Gnade, welch ein 1t Wort! Furcht und Dunkel ist verschwunden, Mut und Klarheit n Rüh⸗ Wuder füllt den Ort. Nuch die Sünden/ müssen schwinden; denn das ö Wort, ins Fleisch gekommen, hat die Sünde weggenommen. e Eih Hi. ben Herin in Heite dienen, geh züchtigt und lihen sch e Einig⸗ ie dem Herrn im Geiste dienen, gehn nunmehr und lieben sich. nung in Unsre Wolkezeigt dem Volke, das noch nichts davon verstehet, sicht auf wie so gut es Brüdern gehet. nemeht 4. Ach ihr teuren, lieben Kinder, höret Jesum, unsern Herrn; hört den Seelenüberwinder/ und gehorchet ihm auch gern. Seine und ver⸗ dench„gehn auf Liebe, seine letzten Worte zeugen, Liebe sei angt in den Seinen eigen. 49 845— 847 Das Leben des Christen ISSISISIS U 3. Sinket nieder vor dem Beiland, alle von der Brüderschaft, die ihr fremde waret weiland„und nun nah durch seine Kraft. Wollt ihr wissen, was zu Füßen unsers Meisters wird ge— trieben? Nichts als Lieben, nichts als Lieben. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7οο 845 Mel. J47 Soaht euch mit Vergnügen, o ihr Kreuzesreihn! Laßt euch willig fügen, um recht eins zu sein! Jesu Geist verbinde/ unser aller Herz, seine Flamm entzünde/ unsre Liebeskerz, 2. Daß dem Marterlamme Lob daraus entsteh/ und man unsre Flamme/ helle leuchten seh, wenn im Herzensgrunde/ funkelt Jesu Kreuz. Volk vom Brüderbunde, leuchtst du aller— seits? Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰ε7ο 846 Mel. 79 Lamm, für uns geschlachtet, du König, tief verachtet, doch Fürst der Seligkeit, hilf deiner kleinen Herde/ bei Ruh und bei Beschwerdezur innigsten Verbundenheit. 2. Ja, laß in der Gemeine zum Zeichen, daß sie deine, stets deinen Frieden wehn. Und freu dich unsrer Flammen, die aus dir selber stammen/ und wieder in dein Berze gehn. J. Ach wären unsre Triebe„so voll von deiner Siebe, daß man es merkete/ in allem Tun und Handeln/ und daß es uns zum Wandeln/ nach deinem Sinne stärkete! 4. Nun, das ist unsre Bitte, du Fürst in unsrer Mitte: Zeig deine Gegenwart, mach dein Gebot uns wichtig, das Herz zur Folge tüchtig/ und heilge unsre ganze Art. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 847 Mel.(5 Od wo man wahre Liebe spürt, daselbst gebeut dem Segen/ der Herr, der seine Kinder führt/ auf allen ihren Wegen. 492 Brude ⁰ 9. U nur eit 8. tlieber lieben. grunde/ du aller⸗ 5oo-Iyoo Mel. 79 tet, doch bei Ruh ine, stets die aus ebe, daß f es uns l: Geig Herz zur 70⁰:-7⁰ο Mel. Ü5 Segen/ Wegen. Bruderliebe 848 E 2. Wir sollen, wie und wos auch ist, und bei verschiednen Gaben/ nur einen Weg zu Jesu Christ/ und eine Lehre haben. J. Gibt aber Jesus einem Glied/ was Eignes zu erfahren/ und andere verstehns nicht mit, so soll mans still bewahren. 4. Wir sollen suchen, gleich gesinnt /durch Christi Geist zu wer— den, und tragen, was sich etwa findt/ von einigen Beschwerden. . Wir sollen nach der Liebe Sinn/ in allen freien Stücken/ der Starke zu dem Schwachen hin/ und der zum Starken rücken. 0. Wenn unserm Nächsten Leid geschicht, ob wirs auch nicht ver— spüren, so soll es doch aus Liebespflicht/ uns selber herzlich rühren. 7. Ist man in heilgem Ernst bereit, das Böse abzuwenden, so trage man fein allezeit/ sein eigen Herz in Händen. 8. Herr, lehr uns selbst in deinem Licht, von deinem Geist ge— trieben, nach deiner wahren Jünger Pflicht /einander herzlich lieben. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰-7ο v. 8 Christian Gregor, 1723-807 848 Mel. 26 Ou Liebes- und Gemeinschaftssinn„hab ich seitdem erst recht erfahren, seitdem ich bei den selgen Scharen/ der Knecht und Mägde Jesu bin. 2. Das gibt uns einen solchen Plan, den wir vorher nicht konn— ten haben; das bringt uns neue Geistesgaben, das öffnet eine schöne Bahn. J. Ich dank es meinem Könige, daß er mich ließ in Lieb ent— brennen; ists wenig oder nichts zu nennen, dank ich doch für das Wenige. 4. Wenn aber meine Seele denkt: Wie kam ich denn zu diesem Brande? Wie brachte ihn der Freund zu stande?-denn was man hat, das ist geschenkt- 5. So kann ich mich wohl hundertmal auf seiner Weisheit Spiel besinnen: mein ganzes freudiges Beginnen /beruht auf seiner Gnadenwahl. 493 848 Das Leben des Christen 6. Dann zeugt man auch von seinem Licht/ und von der Gna⸗ de, die uns rührte, und von den Kräften, die man spürte, und von dem Wort, das Felsen bricht. 7. Dies hört ein ander armes Kind; denn wenn die Stimme Christi lehret, so wirds von Toten selbst gehöret, und wer sie hört, der lebt geschwind. 8. Das aufgewachte Menschenherz/befindet sich allein gelas⸗ sen/ und fühlet was und kanns nicht sassen/ und weiß nicht vor⸗ noch hinterwärts. 9. Da darf ein Gottesmensch was tun: der Mensch, der kaum zur Gnade kommen, der wird zum Lehrer angenommen/ und wird ein Friedensbote nun. 10. Woher, wohin, du guter Freund? Woher? Aus einem tiefen Schlummer. Wohin? Das macht mir eben Kummer, ich habe mich bald krank geweint.- 11. Gefährte auf dem Lebenssteg, es ist mir ebenso ergangen,‚ W. Jesus stillt nun mein Verlangen; wir gehen beide einen eg. 12. Die Band gereicht! Da ist die Hand; da steht der neu ge⸗ worbne Streiter, wie aufgelebt, wie licht und heiter! Da gehn sie hin ins Vaterland. 13. Das bindet, das macht Brüderschaft; da ist kein irdisch Band zu finden, das so gar innig könnte binden, als dieses tut durch Gottes Kraft. 14. Man wirft sich mit einaͤnder hin, empfähet den Gemein⸗ schaftssegen/ und wird ein sanftes Gnadenregen/ zu einerlei Gesinnung inn. 15. Des Marterlammes Fleisch und Blut, am Kreuzaltar dahingegeben, das hier und bis ins ewge Leben/ unendlich große Wunder tut, 10. Das ists, was uns zusammenbindt, das kann zu solcher Lieb entflammen, daß seine Gläubigen zusammen/ ein Herz und eine Seele sind. 40⁴ Brude 17½. und de Gmigk 18.0 schafts geuge 19. aste/ Hlück Oristen der Gna⸗ lirte, und Stimme wer sie ein gela⸗ nicht vot⸗ der kaum en/ und lus einem RKummer, ergangen, üide einen er neu ge⸗ Da gehn ein irdisch dieses tut Gemein⸗ u einetlei reuzaltat unendlich 3u solcher ein Herʒ Bruderliebe 849 8580 SSEEENEEE 17. Du Schöpfer der Verbundenheit, du hast dem Segen und dem Leben/ für allemal Befehl gegeben, zu ruhen auf der Einigkeit. 18. Erhalt uns unverrückt dabei/ und laß sich den Gemein— schaftssegen/ so unter uns zu Tage legen, daß jeder davon Zeuge sei. 19. Umfaß uns diesen Augenblick„und alle deine Gnaden— gäste und segne uns aufs allerbeste/ und laß uns sehen Salems Glück!„Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 v. 5. 6.)8*Christian Gregor, 7723-80 849 Mel. J755 L und geliebet sein, das ist meine höchste Freude. Ich bescheide/ mich zwar gern, daß ichs nicht wert; doch begehrt/ mein sonst blöd und arm Gemüte /gerne keiner größern Güte, wenns nur liebt und Lieb erfährt. 2. Aber das hebt drum nicht auf, daß man auch zu Jesu Preise/ Ernst beweise, denn der Eifer um sein Haus/ bleibt nicht aus; er gehört mit zu dem Triebe/ ungefärbter Bruderliebe/ und er— wächst sogar daraus. J. Herr, erhalte stets bei uns/ deine heilge Zucht und Gnade. Unsre Pfade leuchten dann an jedem Ort/ immer fort; und wir sammeln viele Herzen, die kraft deiner Todesschmerzen/ froh uns glauben auf dein Wort. v.). 2* Christian Gregor, 1723-80) v. 3 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700- 7ο 850 Mel. 555 rüder, sucht einander so/ eurem Meister zum Vergnügen/ lieb zu kriegen, wie ers euch vor seinem Tod /noch gebot, zum Beweis, daß ihr ihn kennet/ und in seiner Eiebe brennet/ und Gemeinschaft habt mit Gott. 49⁵ 858) 852 Das Leben des Christen 2. Für die Brüder weiß ich nicht, wie man jetzo sterben sollte, wenn man wollte; aber seiner Eigenheit, seiner Freud/ und dergleichen sterben müssen, daß die Brüder es genießen, kommt noch vor in dieser Zeit. v.) Christian Gregor, 7723-80 v. 2*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7 851 Mel. 205 Nuldt Haupt, wer dir das glaubt, daß du die Deinen nicht verläßt, der bleibt treu/ und wird nicht scheu, steht auch in allen Proben fest. Und weil Satan nichts gewinnt, wenn die Glieder einig sind, o so gib, du Haupt am Leib, daß uns dieses Kleinod bleib. 2. Da gehts gut, das macht uns Mut, wenn wir alle für einen stehn; bleiben so/ getrost und froh/ und tun nichts als auf Jesum sehn/ als den Anfang und das End/ unsers Glau⸗ bens, der ihn kennt. Wenn wir bloß auf ihm beruhn, kann kein Teufel uns was tun. 3. Christi Kraft/ ist dauerhaft, wodurch sein Volk, dem er sie schenkt, die Gemein, sein Fleisch und Bein, weit überwindet, was sie kränkt. Sie verbleibet froh und still, sieht nur zu, was werden will, und vertraut auf seine Gnad, die sie stets geleitet hat. Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-75 8 5 2 Mel. 90 Jesu, sei du unser Grund/ zum Hause, das da bleibe. Du holder Freund, richt auf den Bund, tauf uns zu einem Leibe, damit die Freundschaft mag bestehn, zu der wir uns berufen sehn. 2. Mit Seelen, die in Liebe stehn, läßt sich schon etwas wagen. Wenn wir in einem Sinne gehn, ist alles leicht zu tragen. Wir sinds bei Jesu Volk gewohnt, daß jeglichem die Liebe lohnt. 3. Die Liebesharmonie ist schön, man hört sie lieblich spielen. Wo Brüder in der Eintracht stehn/ und sich fein herzlich fühlen, das ist gleich einem Saitenklang, erfreulich wie ein Lobgesang. 496 Ohrssten alle für nichts als ets Glau⸗ ihn, kann dem er sie hetwindet, zu, was ts geleitet oo- Ijsb Mel. oo leibe. Du em beibe, ufen sehn. s wagen. gen. Wir lohnt. spielen. fühlen, obgesang. Bruderliebe 853 8584 4. Der Herr ist selbst in ihrer Mitt/ und segnet sie mit Frieden. Sie schmecken seine Lieb und Güt/ und haben schon hienieden/ den Vorschmack ewger Seligkeit, die er den Seinen zubereit. Christian David, 7690-75 v. 4*Christian Gregor, 1723-80 853 Mel. 766 Ou Geist von oben, flamm uns an, denn wir sind ja dein eigen. Was wir bisher nicht recht getan, das soll uns vor dir beugen. Wir sind doch Jesu Eigentum bei allen diesen Sachen/ und lieben seines Namens Ruhm; ach hilfs uns besser machen! 2. So laß denn deinen Friedenswind„uns sanftiglich durch— wehen, daß Herz und Herze sich verbind, als eins vor dir zu stehen. Und wenn wir mit vereintem Mut/ zu deinem Berzen eilen, wollst du, Herr Jesu, durch dein Blut all unsre Schä— den heilen. 3. Man soll an unserm Wandel sehn, was unser Herz empfin⸗ det, daß wir dein Testament verstehn, wozu es uns verbindet, und daß das Band der Brüderschaft uns stets im Sinne lieget, bis unsre kleine Friedenskraft /der Trennung obgesieget. v.). 2½Nnna Dober, 1773-1739 v. 3*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700- 7ο 854 Mel. 785 —* ihr Friedenskinder, laßt euch bitten: Habt einander herz— lich lieb. Da gehts freundlich zu in unsern Hütten, denn die Liebe ist der Trieb. Ja, wenn wir in unsern Gnadentagen/ eins dem andern nichts entgegentragen/ als ein Herz, von Eiebe voll, dann tut jedes, was es soll. 2. Wer gering und niedrig von sich denket, dem fällts Eieben niemals schwer; wer dem andern gern den Vorzug schenket, dessen Herz liebt immer mehr. Ach, es ist zu wahren Freund— schaftstrieben/ und zu dem geschwisterlichen Eieben/ nichts so nötig jederzeit/ als die Herzensniedrigkeit.*8⁰⁵ 855 Heiligung des Lebens EESEE Heiligung des Lebens Haus und Familie Ich und mein Baus, wir wollen dem Herrn dienen. 855 W. r We schön ists doch, Herr Jesu Christ, im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab/ und alles Gut so mild herab/ aus deiner heilgen Höhe, wenn sich/ an dich/ fleißig halten/ Jung und Alte, die im Orden/ eines Lebens einig worden. L. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn /und unverrückt zusammengehn/ im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf/ im Bimmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm/ kann zerschlagen, kann zer⸗ nagen, was Gott gibet/ dem Vaar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich, das Weib gleich einem Reben, der seine Träub— lein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannessonne, Hauses⸗ wonne, Ehrenkrone! Gott denkt dein auf seinem Throne. 4. Den Kindersegen teilt er aus/ und mehrt mit Freuden euer Haus, sein Reich daraus zu bauen. Sein Wunderwerk geht immer fort, und seines Mundes starkes Wort/ läßt eure Nugen schauen/ schöne /Söhne, Töchter züchtig, die fein tüchtig/ aller⸗ wegen/ mehren eures Hauses Segen. 3. Seid gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden auf—⸗ gericht, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang/ aller Sachen, die zu machen/ wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 498 Ale, die nverrückt Glück in melselbst kann zer⸗ bet. schön, an e Träub⸗ ehtt/ mit Hauses⸗ ne. Iden euer erk geht eAugen 0/ alle⸗ den auf⸗ geliebt/ und und en/ Wir Haus und Familie 8586 8587 SISSSSS 6. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stündlein, da man Leides voll /die Tränen lässet fließen; jedennoch wer sich in Geduld/ ergibt, des Leid wird Gottes Huld/ in großen Freuden schließen. Schweige, beuge/ dich ein wenig; unser Kö⸗ nig/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 7. Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis/ und danken alle beide, bis wir/ bei dir, deinen Willen/ zu erfüllen, deinen Namen/ ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 7607-676 856 Mel. 83(624) Ja Seelenbräutigam, der uns je und je geliebet/ und in reiner Himmelsflamm/ uns sein Berz zu eigen gibet, ach laß uns in dir allein/ treu und fest verbunden sein. 2. Der du selbst die Liebe bist, liebster Heiland, lehr uns lieben, daß dein Bild zu aller Frist/ sei in unser Herz geschrieben/ und auch nicht ein Wink geschieht, der nicht stets auf Liebe sieht. Nach Benjamin Schmolck, 7672-737 857 Mel. 164 H ist ein Häuflein, von der Welt/ durch dich, Herr Christ, erworben, das sich im Glauben an dich hält, weil du für uns gestorben. Wir kennen deine Treu; ach trage keine Scheu, bei einer Hochzeit Gast zu sein, die wir begehn im Namen dein. 2. Bereite dir an diesem Paar /ein Lustspiel deiner Augen, laß zur Erbauung deiner Schar/ auch ihren Wandel taugen. O bringe deinen Rat/ an ihnen bald zur Tat/ und zeige, daß dein Liebesbund/ mit ihnen steh auf Felsengrund. 3. Du aber, gottergebnes Paar, geh, wachse und gedeihe! Der je und je die Liebe war, sei mit dir und verleihe, daß du auf schmaler Bahn/ von diesem Tage an, wenn du dich für den Bei⸗ land wagst, das ewge Leben finden maͤgst. 32* 858— 860 Heiligung des Lebens öSEESEE 4. Nur denket nicht, geliebte Zwei, als wärt ihr euch geboren, ihr seid von oben zweifelsfrei /für desum auserkoren. So unter⸗ stütt euch dann, so gut ein jedes kann, und richtet den verbund⸗ nen Sinn/ stets auf den rechten Führer hin. 5. Wir wünschen euch Heil, Fried und Gnad, und Teil an dessen Liebe, der sich für uns gegeben hat/ aus brüderlichem Triebe. Wir bieten euch die Hand„ im Lauf zum Vaterland; gelobt es mit uns im Verein, der treuen Liebe treu zu sein. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 700-760 858 Mel. 55 Nuan Jesu, das sei wahr! Mach uns stark in deiner Gnade. Unsre Grade/ nehmen unversehens zu/ bis zur* und in unsrer Eh erscheine„Christi Bild und der Gemeine. err, wir bitten, mache du!„Mitolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 859 Mel.—58 Oe uns täglich schmecken/ im Inn⸗ und Außern, sowohl im Herzen als in den Häusern/ dein Freundlichsein. 2. Der das Größre gibet, das ewge Leben, wird der uns nicht auch das Kleinre geben? so denkt das HBerz. . Und wies Berze glaubet, so wirds geschehen, es wird die Herrlichkeit Gottes sehen/ und fröhlich sein. Christian Gregor, 1723-80 860 Mel. 785 5 Frieden, deine liebe Nähe/ schenke jedem Paar ins HBerz; heilge dir die Freuden unsrer Ehe, lindre freundlich Müh und Schmerz. Ach ermüde nie in treuem Warten/ jeder zarten Blum in deinem Garten; Söhn und Töchter müssen dein/ heute, morgen, ewig sein. 2. Deiner HBände Werk zu dir zu weisen, ist dein heiliges Ge— bot; hilf uns Vaterernst und Kraft beweisen, steuern, wo Ver⸗ derben droht. Gib, daß wache Muttersorg und=pflege/ jedes leit in deine selgen Wege. Dann mög unsers Wandels Schein/ ihres Pfades Leuchte sein!„ohann Baptist von Albertini, 1769.—189 800 liebt 861 862 Haus und Familie 7 861 Mel. 785 erbund⸗ Bethania, du Friedenshütte, du vom Herrn geliebtes Haus, liebend sahst du ihn in deiner Mitte, liebend ging er ein und Teil an aus! Wohl uns, wenn er seine Lieblingsstätte/ auch bei uns in elichen Haus und Herzen hätte! Freund, so gern den Deinen nah, hier terlard, ist dein Bethania! sein. 2. Heil ist, hohes 13 U dir widerfahren, Haus, worin der Herr 700-I0⁰0 verkehrt, Stätte, selig durch sein Offenbaren, ja, zum Paradies verklärt! Gruß des Gottesfriedens ist sein Kommen, schnell ist Mel. 555 jedes Weh hinweggenommen; auch die schwerste Seelenlast/ Gnade weicht vor diesem edlen Gast. / und in 3. Seht, wie seine Worte sanft und kräftig/ stille Seelen an sich err, wir ziehn! Aber auch im Hausberuf geschäftig/ müht sich Martha— 7oo-Io⁰ fleiß für ihn. Krankes heilt er, wecket auf das Tote, stärkt die M4l. 55 Kraft mit seinem Lebensbrote/ und erneut der Liebe Band, das woll m die Glieder all umspannt. 4. Und nun, Hausfreund, edler Gast der Seelen, o, mehr Herr und Wirt als Gast! wolle gern dies Haus zur Einkehr wählen, uns nicht wo du freie Wohnung hast, wo in rein verbundner Herzen Klange, wo in Wort und Werk und Lobgesange/ mit dem Tag dein Ruhm witd die erwacht/ und nicht schweigt bis in die Nacht. 5. Selge Stunden, da wir dein genießen, da dein Mund uns 729-J80f Frieden bringt! Komm, uns oftmals mit dem Gruß zu grüßen, Mel. Ios der in aller Herzen dringt. Komm,‚ o Herr und Meister, den Baat ins wir lieben, siehe, dir ist jedes Herz verschrieben; Freund, auch eundlih ungesehen nah, ja, hier ist Bethania. / jeder*Karl Bernhard Garve, 1769-84 7 4. 862 Mel. 22 ges He⸗ Ou unser Freund im Himmelsthron, der Deinen Schild und wo Ver großer Lohn, du HBelfer, tausendfach erprobt, nie gnug ge— / jedes liebt, nie gnug gelobt: Schein/ 2. O stellten wir in jedem Paar/ ein Abbild deiner Liebe dar! 709.J00 Möcht unser ganzer Chorverein/ ein Loblied dieser Eiebe sein! 80 863 Heiligung des Lebens 3. Herr, send uns deinen Geist herab, daß wir unsträflich bis ins Grab/ zusammen Friedensschritte gehn, zusammen deinen Ruhm erhöhn. 4. Du bists, dem Vater, Mutter, Kind, Beruf und Werk ge⸗ heiligt sind. Nichts raube dir dein Eigentum, nichts schmälre deines Segens Ruhm. 5. Du segnest treuen Arbeitsfleiß, du kühlst des Angesichtes Schweiß; ja, über Bitten und Verstehn/ gibst du uns oft dein Heil zu sehn. 6. Hilf du, der uns nie Waisen läßt, daß unser Glaube wahr und fest, die Eiebe tätig, warm und treu, lebendig unsre Hoff⸗ nung sei. 7. Und drückt uns wo des Lebens Müh, dein süßer Trost er⸗ leichtre sie. Dein Segen mach uns Freud und Leid„fruchtbrin⸗ gend für die Ewigkeit. 8. Ja, sei und bleib uns fort und fort/ Kraft aus der Höh und Glaͤubenshort; uns leite deiner Augen Licht, bis unser Aug im Tode bricht. Karl Bernhard Garve, 1763-84 863 Mel. 14 Ha vor dein Antlitz treten zwei, um fürder eins zu sein, um eins dem andern Lieb und Treu/ bis in den Tod zu weihn. 2. Sprich selbst das Amen auf den Bund, der sie vor dir ver⸗ eint; hilf, daß ihr Ja von Herzensgrund/ für immer sei gemeint. J. Zusammen füge Seel und HBerz, daß nichts hinfort sie trennt, erhalt sie eins in Freud und Schmerz/ bis an ihr Lebensend. 4. Laß du ihr neu gegründet Haus, Herr, deine Wohnung sein; was arg und falsch ist, flieh hinaus, was heilig ist, kehr ein. 5. Gib Segen über diese Stund, gib Segen allezeit, gib Se⸗ gen, Berr, daß dieser Bund/ dies Paar dir ewig weiht. 6. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, steh den Verbundnen bei, daß dich ihr ganzes Leben preist/ durch Glauben, Lieb und Treu. Viktor von Strauß und Torneh, Soο Sν 502 Lebens flich bis deinen Werk ge⸗ schmälte gesichtes oft dein be wahr sre Hoff⸗ Trost er⸗ uchtbrin⸗ Hh und Nug im 7⁰3·-⁸⁴1 Mel. a sein, um u weihn. dir ver⸗ gemeint. ie ttennt, bensend. ung sein; ht ein. bundnen Lieb und 809:8⁰00 Haus und Familie 864 865 D SS 864 Mel. 228 3² und mein Haus, wir sind bereit, dir, Herr, die ganze ebenszeit/ mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; gib deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Eine /kleine, fromme, reine/ Hausgemeine/ mach aus allen; dir nur soll sie wohl gefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort /an unser aller Seelen. Es leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht/ im Bause möge fehlen. Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus/ und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde. Caß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde. Liebe/ übe/ jede Seele; keinem fehle, dran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein /und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Bilfe schaun/ mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ dir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ den Stoh, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste. Denn wenn das Herz an Demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen/ einer Welt nicht zu ersetzen. 0. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein and— rer Geist/ als nur dein Geist regiere, daß er, der alles wohl be⸗ stellt/ und gute Zucht und Ordnung hält, uns alle lieblich ziere. Sende, spende/ ihn uns allen, bis wir wallen/ heim und droben/ dich in deinem Hause loben! Philipp Spitta, 8085 865 Mel. 582 O selig Haus, wo man dich aufgenommen, du wahrer Seelen⸗ freund, Herr Jesu Christ; wo unter allen Gästen, die da 803 866 Heiligung des Cebens EEEEE RE kommen, du der gefeiertste und liebste bist; wo aller Herzen dir entgegenschlagen/ und aller Rugen freudig auf dich sehn; wo aller Lippen dein Gebot erfragen/ und alle deines Winks ge— wärtig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner/ im Glaͤubensgrunde anders ist gesinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen/ mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland, du. 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen/ und wis— send, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausgenossen/ in Demut willig und in Liebe frei/ das Ihre schaffen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 3. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt; o selig Baus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist, bis jeder einst sein Tage⸗ werk vollendet /und bis sie endlich alle ziehen aus/ dahin, wo⸗ her der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaͤterhaus. Philipp Spitta,)S0 8S 866 Mel. 83(624) erzlich fleht die Kinderschar, Herr, zu dir, dem ewig Treuen: Laß in dir sich PBaar für Paar/ unsre treuen Eltern freuen; geuß auf Berz, Geschäft und Haus/ neuen Segens Reichtum aus. 80⁴4 5 Lebens derzen dir sehn; wo Vinks ge⸗ ner Liebe seiner/ im nnbar an ach/ und n wie am linden des sie als die wo sie zu hen Rede sich deiner Jund wis⸗ nem Eifer als deine SZebe ftei/ gen zeigen bei keiner n heilest/ ein Tage⸗ ahin, wo⸗ zaterhaus. 800-85⁰ 1æ83(650) gTreuen: tn freuen; Reichtum Baus und Familie 867 7 SESSESEE + 2. Nimm, o Vater, Preis und Dank, der uns wollte Leib und Leben, Pfleg und Hülle, Speis und Trank/ 7j„5 der Eltern Liebe geben, die für uns bei Tag und Nacht/ betet, sorget, schafft und wacht. 3. Hilf uns, großer Kinderfreund, durch der treuen Eltern Pflegen, daß wir, früh mit dir vereint, wachsen unter deinem Segen. Laß der Kinder Wohlgedeihn/ ihrer Freuden Krone sein.*„Karl Bernhard Garve, 1763-84 867 Mel. 22 Si hoch gelobt, Herr Jesu Christ, daß du der Kinder Bei⸗ land bist/ und daß die kleine Lämmerschar/ dir, König, nicht verächtlich war. 2. Gelobet sei des Vaters Rat/ für seiner Liebe Wundertat! Sein großer Sohn ward arm und klein, daß Kinder können selig sein. 3. Gelobet sei der heilge Geist, der jedes ZBamm zum Hirten weist, den Kindern zu erkennen gibt, wie brünstig sie der Hei⸗ land liebt. 4. Er macht durch seinen Gnadenzug/ ein kleines Kind zum Glaͤuben klug; es lernt mit Freuden das verstehn, was weise Männer oft nicht sehn. 5.„Laßt doch die Kindlein her zu mir!“ so riefst du,„darum bin ich hier; für sie gehört mein ganzes Reich, drum ward ich selbst den Kindern gleich.“ . Wenn diese Welt ein Kind veracht, so sind doch Kinder deine Macht, und auch, was noch unmündig heißt, ist oft ein Werkzeug deinem Geist. 7. Ach lehre unsre Kinderschar, daß sie zusammen immerdar/ mit Herz und Lippen dich erhöhn, so wird des Satans Reich vergehn. 8. Sei hoch gelobt, Herr Jesu Christ, daß du der Kinder Heiland bist/ und daß du, hoch erhabner Fürst, der Kinder Heiland bleiben wirst! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725- 76 5805 868— 870 Heiligung des Lebens 868 Mel. 54 —3 bin ein kleines Kindelein, und meine Kraft ist schwach; ich wollte gerne selig sein/ und weiß nicht, wie ichs mach. 2. Mein Heiland, du warst mir zu gut/ ein armes Kindelein/ und hast mich durch dein teures Blut/ erlöst von aller Pein. J. Mein liebster Heiland, rat mir nu, was ich zur Dankbar⸗ keit/ für alle deine Liebe tu/ und was dein Herz erfreut. 4. Ach nimm mein ganzes Herz dir hin, nimms, liebster Jesu, an; ich weiß doch, daß ich deine bin, du teurer Schmerzensmann. 5. Du hast mich in der Taufe ja/ mit deinem Heil bekleidt, und eh ich etwas wußt und sah, zu deinem Kind geweiht. . Ich armes Kindlein aber kann/ nichts von mir selber tun; drum hilf mir, o du starker Mann, Berr Jesu, hilf mir nun. 7. Bewahr mir nur mein Herzelein/ vor allem, was befleckt; du hasts gewaschen, halt es rein, verhüllt und zugedeckt. 8. Müßt ich noch lang hienieden sein/ und nähm an Jahren zu, so hilf du, Herzensjesulein, daß ich dir auch was tu. H. Und wenn ich nun im Bund der Tauf gewandelt seliglich, so schließe meinen Gnadenlauf/ und küß und hole mich! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770⁰07ο 869 Mel. 36 Bo in Gnaden auf uns nieder, heilges Kind, Immanuel! Dir gehören unsre Glieder, dir gehöret jede Seel. 2. Caß uns weiden in den Freuden, deiner Kindheit, Jesu Christ! Lehr uns stündlich treu und kindlich/ sein, wie du ge⸗ wesen bist. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 170⁰0-760 870 Mel. 74 Sdae Chor der Kinder, Lieblinge des Herrn, er, der Freund der Sünder, sei euch niemals fern, woll euch freundlich leiten/ durch das Erdental/ und euch zubereiten/ für den Himmelssaal. 50 es Lebens Mel. schwachz ichs nach seindelein/ r Hein. Dankbar⸗ reut. ster ges sensmann. l bekled, elber tun; ir nun. s befleckt; eckt. in Jahren tu. seliglich, nich! Noo- yyoo Mel. 36 nmanuel! . eit, Jesu ie du ge⸗ oo- oo Mel. J4/ r Freund cleiten/ nelssaal. Baus und Familie S 872 2. Preis sei unserm König, der euch funden hat! Liebet ihn nicht wenig/ für die große Gnad. Er hat sie euch Kindern/ einst erkämpft so heiß, schenkt verlornen Sündern/ nun das Paradeis. 3. Das ist Jesu Freude, Kinder hier zu sehn, die gern auf der Weide/ seiner Schäflein gehn, die ihn allerwegen/ suchen zu erfreun/ und so seiner Segen/ stets gewärtig sein. 4. Jesu Geist entzünde /euer Herz und Sinn; seine Liebe binde/ euch stets mehr an ihn, daß euch seine Gnade/ nie ent— zogen werd; denkt, was für ein Schade, wenn ihr ihn verlört. 5. Drum laßt ihn euch leiten, eh die Nacht anbricht, in den Gnadenzeiten; Kinder, säumet nicht! Bittet ihn aufs neue/ um das höchste Gut, um ein Herz voll Treue, rein durch Christi Blut.*Andreas Jäschke, 17778-72 871 Mel. 82 Wol ich Jesu Schäflein bin, freu ich mich nur immerhin/ über meinen guten Hirten, der mich schön weiß zu be— wirten, der mich liebet, der mich kennt/ und bei meinem Namen nennt. 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich aus und ein und hab/ unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Hunger leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin. J. Sollt ich nun nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen/ werd ich endlich heimgetragen/ in des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja, mein Glück ist groß! Luise von Hahn, 7724-782 872 Mel. 185 du aller hilfsbedürftgen Sünder/ Heil und Trost, Berr Jesu Christ, der du auch besonders auf die Kinder /gnaden— voll gerichtet bist, laß sie doch in Teilen und im Ganzen/ durch dein Blut zu fruchtbarlichen Pflanzen/ der Gerechtigkeit gedeihn, die zu deinem Preise sein.*Christian Gregor, 1723-80 507 873 874 Heiligung des Lebens 873 Mel. 6 Od die Kindlein zu mir kommen! ruft der große Gottes⸗ sohn/ mit dem Blick, von Lieb entglommen, mit dem süßen Freudenton. 2. Hört, euch ruft die ewge Liebe, Kinder, eilet ihm ans Herz! enn nur eins ihm fremde bliebe, ach, ihm wärs ein bittrer Schmerz. 3. Ja, ich will mein Herz dir geben. nimm es dir zu eigen hin; dein zu sein und dir zu leben, darnach steht mein ganzer Sinn. Karl Bernhard Garve, 7763-184) 874 Mel. 6 Bi Ee Jugend, du Boffnung der künftigen Zeiten, höre die Stimme des Hirten und laß dich bedeuten. Folge der Band, die sich oft zu dir gewandt, dein Herz zu Jesu zu leiten. 2. Opfre die schöne, die muntre, lebendige Blüte, opfre die Kräfte der Jugend mit frohem Gemüte„Jesu, dem Freund, der es am redlichsten meint, dem großen König der Güte. J. Jesum genießen, das kann man für Jugendlust achten. Schmeckend und sehend die ewige Liebe betrachten, das ist ge— nug; aber der Sünde Betrug/ läßt unsre Seele verschmachten. 4. Bäume der Jugend, erfüllet mit heiligen Säften, wachsen an Weisheit, an Gnade und seligen Kräften; wenige Zeit/ macht sie dem Meister bereit/ zu seinen schönen Geschäften. 3. Gott und dem Heiland zum Werkzeug der Ehre gereichen, das ist mit irdischer Herrlichkeit nicht zu vergleichen. Jugend, ach, du/ bist ihm die nächste dazu; laß nur die Zeit nicht verstreichen. . Gnade bei Menschen kann niemand gesegneter finden, als wer von Jugend auf alle Begierde der Sünden- ernstlich ver⸗ flucht/ und seine Freude nur sucht/ in Sachen, die nicht ver— schwinden. 7. Denk, welche Freude und Ehre wird dem widerfahren, dersich von Kind auf und bis zu den spätesten Jahren/ Jesu vertraut, den man im Alter noch schaut/ gläubig, in Gott wohl erfahren. 808 ost bensl Oesu Verd L. Und d nicht nur di und rede, J. Und v Zweifel bi das noch n 4. Frage recht jum Hast du V J. Seele vor ihm st euch Seele 0. Wie g an des He Wenn wo 7. Wer Herr und 8. Woh Herr Oef und bin ei 9. Wen uerst gee mand ist Baus und Familie 875 8. Wahrlich, so folget ein sanftes und frohes Verscheiden, wenn man des Lammes versöhnende blutige Leiden /laͤnge schon kennt. Wohl mir! in dem Element/ will ich mich ewiglich weiden. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725- 176 875 Mel. 58 So oft du stehest vom Lager auf, denk an des Heilandes Le— benslauf, wie er war auf Erden, und sprich: Das walte/ Jesu Verdienst, und sein Geist erhalte„mein Herz bei ihm. 2. Und dann, so bete, als wärest du/ Jesus, der Jüngling, und nicht nur du; so verricht die Arbeit, so nimm die Speise, so schweig und rede, so ruh und reise, so leb und leid. 3. Und wenn dir dieses nicht deutlich ist/ oder du drüber im Zweifel bist, obs auch so sein könne, so suchs im HBerzen, daß das noch nicht durch sein Blut und Schmerzen /genesen ist. 4. Frage dich, liebes Herz, kennst du dich/ in der Natur so recht jämmerlich? Kennest du dein Elend/ und Jesu Wundenꝰ Hast du Vergebung gesucht und funden/ durch ihr Verdienst? 5. Seelen, ich bitt euch um Jesu willn, wenn ihr wollt euer Herz vor ihm stilln: lasset euch erlösen/ vom Sündenwesen; so wird euch Seele und Leib genesen/ durch Jesu Blut. 0. Wie geht ein Jüngling am gradsten fort? Wenn er sich hält an des Heilands Wort: Ihr seid darum reine, weil ichs gesaget. Wenn was Unreines sich an euch waget, sprecht: Ich bin sein. 7. Wer nun, gerettet aus tiefer Not, getrost kann sagen: Mein Herr und Gott, du weißt alle Dinge, du weißt, es kleben/ Berz, Seel und Sinne an dir, mein Leben, so wahr du lebst; 8. Wohl dem! Wems aber noch nicht so ist, der bet und spreche: HBerr Jesu Christ, du kennst mein Gebrechen; ich bin doch deine/ und bin ein Glied deiner Kreuzgemeine, erbarm dich, Herr! 9. Wenn man dann Brüder so reden hört, so wird der Heiland zuerst geehrt, und darnach so heißt es: Ihr selgen Kinder, nie— mand ist heiliger als ein Sünder, der Gnade hat. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-70 809 87⁰0— 878 Heiligung des Lebens + 7 2* N 876 Mel. 5 err, dir ist nichts zu wenig, drum bitt ich dich, mein König, beschäme mich doch nicht. Gib deinem Kinde Segen/ und leit auf meinen Wegen/ mich stets mit deinem Angesicht. 2. Die Reinheit und die Tugend, der Segen deiner Jugend, sei mir ins Herz geprägt. Laß mir durch dein Bewahren/ nichts Schädlichs widerfahren/ von dem, was sich im Herzen regt. J. Gib mir ein HBerz voll Eiebe, voll kindlich froher Triebe/ und wahrer Niedrigkeit. Gehorsam sein und stille, das bleibe stets mein Wille/ und meine Freud in dieser Zeit. Anna Nitschmann, 7715-760 8 7 7 Mel. 208 Semef meines Lebens, laß mich nicht vergebens/ auf der Erde sein; gieße deine Liebe, deines Geistes Triebe/ in mein Herz hinein, daß dein Bild, so rein und mild, schöner stets bei deiner Pflege /an mir leuchten möge. 2. Einmal nur erblühet, ach, und bald entfliehet/ meine Früh— lingszeit. Sorglos sie verträumen/ und dein Heil versäumen, bringt nur bittres Leid. Wirst du nicht/ mein Lebenslicht, werd ich dir nicht neu geboren, ist sie mir verloren. J. Dir allein zu leben/ und mit dir zu streben/ nach der Hei— ligung, Torheit zu verlassen, Sündenlust zu hassen, bin ich nie zu jung. Mache dies/ mir recht gewiß, eh ich um verlorne Tage/ einst vergeblich klage. 4. Selig, wer dich liebet, selig, wer sich übet, Gottes Kind zu sein! Diese heilgen Triebe /gieß durch deine Liebe/ unsern Her⸗ zen ein, daß dein Bild, so rein und mild, dort im schönen Him— melssaale/ ewig an uns strahle! Albert Knapp, 1798-1864 878 Mel. 76 Jesu, unsre Freude/ und Trost in allem Leide, das uns begegnen kann, du nimmst dich deiner Armen/ aus Gnade und Erbarmen/ mehr als ein Freund des andern an. 870 Haus In U- 2. Dul annehme big könn. 3. Wer den, so f wird eins 4. Du dich geti mit dit ⸗ 1. Kon hast. L. Ach bist, nim und Tra J. Ca gessen. 4. Spe prich de daß sie geben, 6 mahheit 5. Ven Brot/ Ewigkei 0 Seh Hreise. Cebens 2 Ml. 59 Ronig, n/ und ht. ugend, Vnichts regt. riebe/ bleibe . JI700 Nel. 208 uuf der ebe/ in er stets e grüh⸗ äumen, t. Werd er Hei⸗ ich nie Tage/ Rind zu in her⸗ n him⸗ 98-J864 Mel. 70 e Uns Gnade Haus und Familie 879 + 2 N ?. Du bist das treuste Herze, von dem wir Freud und Schmerze/ annehmen, wie es kommt, weil wir in deinem Willen/ uns gläu⸗ big können stillen/ und du nichts tust, als was uns frommt. 3. Wenn zwei, die eins auf Erden, durch dich getrennet wer— den, so schneidets freilich tief; und mit gar bittern Schmerzen/ wird eins dem andern Herzen/ nachweinen, das in dir entschlief. 4. Du aber tröstest mächtig/ ein Herze, das andächtig/ auf dich gerichtet bleibt. Ists auf der Welt gleich einsam, lebts doch mit dir gemeinsam/ und hat stets, was es wünscht und gläubt. *Christian Gregor, 1729-801 Unser täglich Brot Aller Augen warten auf dich. 879 Tischgebete 1. Komm, HBerr Jesu, sei unser Gast, segne, was du bescheret ast. Mel. 599 2. Ach komm zu uns, Herr Jesu Christ, wie du zuͥKana gwesen bist, nimm unser Brot in deine Hand/ und segne unser Speis und Trank. Mel. 22 J. Laß uns, Jesu, bei dem Essen„deiner Nähe nicht ver— gessen. Mel. 23 4. Speise, Vater, deine Kinder, tröste die betrübten Sünder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir zu genießen haben, daß sie uns zu diesem Leben/ Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich mit den Frommen/ zu der Himmels-⸗ mahlzeit kommen. Mel. 23 5. Verleih uns bis an unsern Tod/ alltäglich unser liebes Brot/ und dermaleinst nach dieser Zeit/ das süße Brot der Ewigkeit. Mel. 22 6. Segne, Vater, diese Speise/ uns zur Kraft und dir zum Preise. Mel. 23- 87J 880 Heiligung des Lebens 7. Wenn wir nur voll Vertrauen/ auf deine Hände schauen, so nährt uns allerwegen, Herr, dein geheimer Segen. Mel. 10 8. Alles, alles, was mir deine/ Hand in meine/ will bescheren, laß mich brauchen dir zu Ehren. Mel. 228 H. Nun laßt uns Gott dem Herren/ Dank sagen und ihn eh—⸗ ren/ für alle seine Gaben, die wir empfangen haben. Mel. 10 10. Wir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm emp⸗ fangen haben, und bitten unsern lieben Herrn, er woll uns hin⸗ fort mehr beschern: er woll uns speisen mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Gott, du wollst uns geben/ nach dieser Zeit das ewge Leben.(Wel. 22) 11. Danket dem Herren, denn er ist sehr freundlich, und seine Güt und Wahrheit währet ewiglich. Mel. 12. Danket dem Herrn, danket ihm fröhlich und gern; denn seine Güte währt ewig. Mel. 6 13. Preis, Ehre und Macht/ sei dir von uns armen Erlösten gebracht! Mel. 4 14. Es lob und preis ihn früh und spat, was lebet und was Odem hat, und rühme seinen Namen! Mel. 32 15. Hab Dank, o Jesu, habe Dank/ für deine Lieb und Treu. HBilf, daß ich dir mein Leben lang/ von Herzen dankbar sei. Mel. 4 16. Alle deine Gaben/ können uns zwar laben, aber keine, Jesu Christ, ist uns, was du selber bist. Mel./ 880 Mel. 150 De Ernt ist nun zu Ende, der Segen eingebracht, woraus Gott alle Stände/ satt, reich und fröhlich macht. Der alte Gott lebt noch, man kann es deutlich merken /an so viel Liebes⸗ werken; drum preisen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt/ und oft ohn unsre Bitte/ getan, was uns gefällt, die immer noch geschont, 802 Unser 0 26 ob wir eder si 3. Ju den wit Gott m Gemüt 4 16 sich bez geacht, zum Be 5. O˖ ster Ber Wir/ füt Gott. u 0. Zu vot Hev Zeit; er Obrigk 7. Be wit un körnlei lecht fro 8. Gi Leibes ben seh geben. 9. K9 deine A bewuß den/ d ob de hort, daß ollst uns (Mel. 22) rn; denn Mel.-6) Erlösten Mel.-4 und was Mel.-J132 nd Tteu. kbar sei. Mel. 4 er keine, Mel./ Mel. J50 woraus Der alte Liebes⸗ Iund oft jeschont, Unser täglich Brot ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. J. Zwar manchen schönen Segen/ hat böses Tun verderbt, den wir auf guten Wegen/ sonst hätten noch geerbt. Doch hat Gott mehr getan/ aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte/ nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeiget/ durch Regn und Sonnenschein. Wards aber nicht geacht, so hat er sich verborgen/ und durch verborgnes Sorgen/ zum Besten uns gebracht. . O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du milde⸗ ster Berater, machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir/ für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir! 0. Zum Danke kommt das Bitten: Du wollest, frommer Gott, vor Feuer uns behüten/ und aller andern Not. Gib friedevolle Zeit; erhalte deineꝗ Gaben, daß wir uns damit laben; regier die Obrigkeit. ö 7. Besonders laß gedeihen/ dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen/ und auch an unserm Ort/ dies gute Sam-⸗ körnlein/ verlangte Früchte bringe/ und wir in allem Dinge/ recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt/ des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Ga— ben sehn, mit Herzen, Mund und Leben/ dir Dank und Ehre geben. O laß es doch geschehn! 9. Kommt unsers Lebens Ende, so nimm du unsern Geist/ in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt; so ernten wir mit Freuden/ nach ausgestandnen Lei— den/ die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann, 650-76 881 Mel. oo 4„ am frohen Erntefest, preist ihn mit Freudenpsalmen, der Saat in Halmen sprießen läßt, mit Ahren krönt die 33 503 882 Heiligung des Lebens EE ERE Halmen/ und gibt, daß sie voll Frucht gedeihn, Tau, Regen, Wind und Sonnenschein. 2. Lobsingt, uns füllte Gottes Hand/ die leeren Scheuern wieder. O du vom Herrn begabtes Land, bring ihm des Dankes Lieder! Er dachte deiner Schulden nicht, voll Gnade schien sein Angesicht. 3. Des Erdensegens reichen Teil, wer kann ihn messen, wägen? Doch welch unendlich größres Heil/ beut er im Himmelssegen! Heaabl wenn euch sein Gut erlabt, nicht des, der euch so reich egabt. 4. O laßt uns guten Samen streun/ in gottgeweihten Taten! Gern gibt er Tau und Sonnenschein„zum Wachstum solcher Saaten. Dann ziehn wir einst im Jubelchor zum Erntefest durch Salems Tor.„Karl Bernhard Garve, 1763-1841 Beruf und Reise Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. 882 Mel. 5 3 ch weiß, mein Gott, daß all mein Tun/ und Werk in deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen; was du re⸗ gierst, das geht und steht/ auf rechten, guten Wegen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht/ und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. J. Oft denkt der Mensch in seinem Mut, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was Gott selbst hat erwählet. 4. Verleih mir drum das edle Licht, das sich von deinem An—⸗ gesicht/ in fromme Seelen strecket/ und da der rechten Weisheit Kraft/ durch deine Kraft erwecket. 5. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh/ auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 50³ Beruf u 368 —3 Fleisch! as best 7. W. und Gi⸗ nicht /i 8. Dst treib zu pflegt r 9. Ii möglich gefange 10.9 ins tief ohn In 11.1 ihm gre in der 12. ausgefi durch d 13.0 hab no meinen 14.1 mehr u und al was ich hin id Ssegen! so reich Taten! solcher intefest 63-1861 Mel. 5 deinem 5 du re⸗ at werd höchsten enes sei hädlic em An⸗ Jeisheit icht ruh nd und Beruf und Reise 6. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut/ erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil/ sei deine Lieb und Ehre. 7. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht/ im Werk und Tat verüben. 8. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschentun, so treib zurück/ und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst/ in kurzem zu zerrinnen. 9. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast un⸗ möglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst an— gefangen hast/ durch deiner Weisheit Hände. 10. Ost gleich der Anfang etwas schwer/ und muß ich auch ins tiefe Meer/ der bittern Sorgen treten, so treib mich nur, ohn Unterlaß/ zu seufzen und zu beten. 11. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapferm Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil /in tausend Stücke springen. 12. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und HBecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 13. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab noch find, hast du zu aller Gnüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand/ wohl halt und herrlich siege. 14. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will dein Tun je mehr und mehr/ aus hoch erfreuter Seelen/ vor deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, 7607- 1676 883 Mel. 56s llmein Tun und all mein Lassen, sei dir, Herr, ganz heim— gestellt. Führe mich auf rechter Straßen, machs mit mir, wie dirs gefällt. Schenk zur Arbeit rechten Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß, zeige mir, was ich nicht sehe, leite mich, wo⸗ hin ich gehe. 33*⁷ V5/ 884—886 Heiligung des Lebens 2. Nun so fang ich mit Vergnügen/ meine Arbeit wieder an. Du, o Vater, wirst es fügen, daß sie wohl geraten kann. Jesu Christe, segne du! Heilger Geist, sprich Ja dazu! Herr, in deinem großen Namen/ sei mein End und Anfang. Amen. 76⁸⁴ 884 Mel. 569 N segne, Jesu, meinen Stand/ und alle meine Taten; laß alles unter deiner Hand/ und Aufsicht wohl geraten. Ge— denk und dichte selbst in mir, gib, daß ich alle Zeit aus dir/ die Worte möge führen/ und Nutzen davon spüren. L. Geuß deinen Segen reichlich aus, soweit die Wolken gehen. Laß Kirche, Regiment und Haus/ in gutem Stande stehen. Gib Frieden in der Christenheit, laß Gottesfurcht und Einigkeit/ in allen Zändern grünen/ und alle Welt dir dienen. (Christian Ludwig Edeling, 7678-742 ö 885 Mel. 146 omm, Segen aus der Höh, begleite meine Werke. Gib, Oesu, Wachsamkeit, dem Geist und Leibe Stärke. Ge— horsam ist so süß; nur bleibe es dabei, daß, wenn ich wirken muß, das Herz doch bei dir sei. ů 2. Laß alles freundlich sein, voll Demut, was ich sage, es sei groß oder klein; und daß ich lieber trage, als meinem Nächsten sei/ aus eigner Schuld zur Last, auf daß du Ruhm dabei/ an deinem Kinde hast. 3. Wo meine Füße gehn, was meine Händ arbeiten, da muß ich dich ansehn, du mußt mir sein zur Seiten; es muß dein guter Geist/ mich lehren, was du willt/ und wer du bist. Du bleibst/ mein Führer und Vorbild. Benigna Marie Gräfin Reuß, 36595-175 886 Mel. 22 9 geh nun an mein Tagewerk, die Freud am Berrn ist meine Stärk. Es liebt mich mehr mein Jesus Christ, als äußerlich zu sehen ist. 876 Betuf! L. Di auf sich Aubeits J. Oe det Sec 4. Mi dich. terricht. 5. Ge gern hã bringen seinem L. S er kan deinem 10⁸⁴ Wel. 109 ten; laß l. Ge⸗ dir/ die bei/ an da muß in guler bleibst/ 957⁵ Mel. 22 t meine erlich Beruf und Reise 887 888 EEEENE DSDSh 2. Die Hände Jesu segnen mich, sein Priesterherz nehm mich auf sich; sein Beten und sein Arbeitsschweiß /begleiten meinen Arbeitsfleiß! 3. Da ist die Arbeit ohne Müh, da stärkest du die müden Knie; der Segen kommt von deiner Kraft, die selber alles in mir schafft. 4. Nicht einen Schritt begehre ich/ zu gehn, o Meister, ohne dich. Ach gib zu aller meiner Pflicht/ mir deines Geistes Un— terricht. 5. Gott Lob, daß ich von Herzen kann/ das wolln, was du gern hättst getaͤn! Bilf aber und verlaß mich nicht, damits Voll— bringen nie gebricht. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17700- 76 v. 2. 3*Christian David, 7690-175 887 Mel. 34 er ewig tröstliche Gedank, daß ich des Heilands bin, macht, daß ich mich und meinen Gang/ ihm gänzlich gebe hin. 2. Die Zeit ist sein und jeder Tag, wie er ihn haben will, daß er vollendet werden mag; drum ist der Wille still. 3. So wenig man verrichten kann, man tut doch gerne das, was er am liebsten hätt getan; und das heißt uns erst was. 4. Und wenn sein Ruf mich in der Zeit/ auf einen Vosten stellt, zieht er mich an mit Freudigkeit; dann bin ich auch ein Held. *Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 888 Mel. 23 ir tun unser Werk im Frieden, wozu Gott uns hat beschie⸗ den. Sind wir manchmal wo verlegen, tröst er uns mit seinem Segen. 2. Sein Gebot ist laͤuter Güte/ für ein kindliches Gemüte, und er kann bei allen Sachen/ uns den Himml auf Erden machen. *Vikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76ο 877 889— 89) Heiligung des Lebens SSASSSSSSSSSSSSSSS 889 Mel. 146 Wan jedes in der Zeit/ soll werden, heißen, haben, das alles liegt schon heut/ in seinem Sinn begraben. Und in der Tat, es sind„Gedaͤnken gut und hehr; ist man nur ein gut Kind, fürs andre stehet er. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 890 Mel. 68 Ja leite mich/ stark und festiglich, tausend Böses zu ver⸗ riegeln, tausend Gutes zu versiegeln; das sei meine Stärk, und mein Tagewerk. 2. Wenn in meinem Sinn/ ich im Zweifel bin: soll ich reden oder schweigen, kämpfen oder still mich beugen? sage du mir dann: Man soll, was man kann. 3. Gib mir deinen Geist, der so köstlich heißt, daß ich ohne Worte spreche, daß ich ohne Sturm zerbreche, daß ich sorgen⸗ frei/ und doch sorgsam sei. 4. Tritt an meine Statt, wenn ich schwach und matt. Ach, wenn du nur bei mir stehest/ und durch Gnade mich erhöhest, eile ich der Ruh/ bei der Arbeit zu. 5. Ich, dein Untertan, melde dir mich an. Leb ich nur von Gottes Gnaden, nun so magst du mich beladen, weil die Maje⸗ stät/ ward ans Kreuz erhöht. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7ο 891 Mel. 15 er nur ein treues Herze hat/ bei allen seinen Schwächen, dem wird es nie an Trost und Rat/ aus Jesu HBeil ge— brechen. 2. Denn unser Heiland Jesus Christ/ hat unsre Not getragen er weiß, wie uns zu Mute ist; drum darf kein Mensch verzagen. 3. Wir kennen unsre Schwächlichkeit/ und maͤngelnde Erfah— rung; doch finden wir bei ihm allzeit/ Trost, Einsicht und Be— wahrung. 878 Beruf 4. K schon) Beruf und Reise 892 893 4. Er wird das irdene Gefäß/ durch seiner Gnade Walten/ schon seinem rechten Zweck gemäß/ zu seiner Ehr gestalten. Nach Johann Friedrich Christoph Cammerhof, 172)-7 892 Mel. 79 8·0 Ich zieh in ferne Sande, zu nützen einem Stande, zu dem mich Gott bestellt. Sein Segen wird mich lassen, was gut und 1 K. recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. Stül, 2. Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch, Herr Christe, bei dir und du bei mir. Der Helfer in Gefahren, der kann mich doch 4 bewahren/ wie dorten ebenso auch hier. uun 3. Er wird auf diesen Reisen /gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, 0 Wind und Wetter geben/ und alles, was ich noch begehr. ohne 4. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt sorgen⸗ zwischen mich und sie/ und wird zu meinem Frommen/ ans Ziel mich lassen kommen, daß ich fast selber nicht weiß wie. . A 5. Gefällt es seiner Güte/ und sagt mir mein Gemüte/ nicht ihhes, was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. 0 6. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch erscheinen, eMae⸗ ihr Schuh wie meiner sein; wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren/ ihn bitten können überein. ⁰⁰.I7⁰ Paul Fleming, 1609-640 1110 893 Mel. 34 56 ge Es ist fürwahr nicht Menschenkunst, auf sichern Wegen gehn; führt uns nicht Gott und Gottes Gunst, würds oftmals selt⸗ 1 sam stehn. m 2. Es zeucht der heilgen Engel Schar, mit Waffen ausgerüst, r und wehret hier und wehret da/ des bösen Feindes List. 55 3. Es müssen ja noch immerfort/ die Heere Gottes gehn/ und Ir Gottes Volk auf Gottes Wort/ zu Dienst und Willen stehn. 879 894 895 Heiligung des Lebens SSSS 4. Im Schutz des Berrn steht unsre Ruh, er sichert unsre Bahn/ und nimmt, daß uns nichts Schaden tu, sich unser herzlich an. S. Er räumt aus unsern Wegen weg/ des Unglücks scharfen Stein/ und schafft, daß unsre Bahn und Steg/ fein schlicht und eben sein. . Er führt uns über Berg und Tal, und wenns die rechte Zeit, so führt er uns in seinen Saal/ zur eogen Himmelsfreud. 7. Alsdann werd ich die letzte Reis/ und schönste Heimfahrt tun/ und nach dem sauren Erdenschweiß/ in süßer Stille ruhn. Paul Gerhardt, 1607-676 v. 4 Christian Gregor(), 7728-80 894 Mel. 106 Wer nur mit seinem Gott verreiset, der findet immer Bahn gemacht, weil er ihn lauter Wege weiset, auf welchen stets sein Auge wacht. Hier gilt die Losung früh und spat: Wohl dem, der Gott zum Führer hat! 2. Er leitet uns mit seinen Augen, er gängelt uns mit seiner Hand; wenn Luft und Wetter nicht mehr taugen, so überdeckt uns sein Gewand. Er kann bei Sturm und Sonnenschein/ der beste Schirm und Schatten sein. J. Wir reisen, Herr, in deinem Namen, sei du Gefährte, Weg und Stab; die Helden, die zu Jakob kamen, send auch zu unserm Schutz herab; mach Rus- und Eingang so beglückt, daß uns kein Fall das Ziel verrückt. 4. Bleib bei uns, wenns will Abend werden, gib Licht durch deine Gegenwart; sei unser Leitstern hier auf Erden/ bis zu der selgen Himmelfahrt; so heißts bis in die obre Stadt: Wohl dem, der dich zum Führer hat! Benjamin Schmolck, 7672-177 895 Mel. 70 er diese Erde„ durchwallt in Einsamkeit, hat aus der Herde/ der Engel sein Geleit. Der Glaube sieht noch dieser Tagen/ Berge voll feuriger Roß und Wagen. NMikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 770076 820 t seiner berdeckt in/ der e, Weg auch zu Et, daß t durch bis zu Wohl 72-J7³⁷ Mel. 70 us der ht noch 00-7⁰⁰ Beruf und Reise 896— 898 ESEEEE 896 Mel. 230 3⁰ im Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade /und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Bände schirmen, gehts unter Sonnenschein und Stürmen/ ge— trost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern/ spät und frühe! Vergeßt uns nicht/ in seinem Licht, und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Knak,)806-)878 Morgen Herr, frühe wollest du meine Stimme hören. 897 Mel. 22 Dis Morgens, wenn ich früh aufsteh, des Abends, wenn ich schlafen geh, sehn meine Augen, Berr, auf dich; Herr Jesu, dir befehl ich mich. 2. In den heiligen Wunden dein, da kann ich ruhn und sicher sein/ mit Seel und Leib, HBerz, Sinn und Mut; mein Schutz ist nur dein heilig Blut. J. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm/ dein heilig Blut die Sünd hinnahm; nun, wach ich oder schlafe ein, willst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halten Wacht, drum ich nicht Tod, nicht Teufel acht; denn wo ich bin, bist du bei mir, mein Glück und Kreuz kommt alls von dir. 5. Ich leb, ich sterb, so bin ich dein. Darum ich dir die Seele mein/ befehle jetzt und auch im Tod; nimm sie zu dir, o treuer Gott. 1598(0582 898 Mel. 350 Nun meines Herzens Grunde/ sag ich dir Lob und Dank/ in dieser Morgenstunde/ und all mein Leben lang, Berr Gott im höchsten Thron, zu deinem Preis und Ehren/ durch Christum, unsern Herren, dein eingebornen Sohn, 32 899 900 Heiligung des Lebens WNSS 2. Daß du mich hast aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Fährlichkeit und Schadenbehütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben/ ich je erzürnet dich. J. Du wollest mich behüten/ auch heut und immerdar/ vor meiner Feinde Wüten, vor Schaden und Gefahr, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Banden, vor Fall und Sünd und Schanden, vor einem schnellen Tod. 4. Mein Leib und meine Seele, Gut, Ehr und Weib und Kind/ in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind/ als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Verwandten, mein Brüder und Bekannten, ja alles, was ich hab. . Dein heilger Engel bleibe/ und weiche von mir nicht; den Satan stets vertreibe, auf daß der Bösewicht/ in diesem Jammer⸗ tal/ sein Tück an mir nicht übe, Ceib oder Seel betrübe/ und bringe mich zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, der alle Ding vermag, er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach. Ihm hab ich heim— gestellt/ mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er sonst gegeben; er machs, wies ihm gefällt. 7. Im Glauben sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran, du werdest alls zusammen/ in Gnaden sehen an. Drauf reg ich meine Band, greif an das Werk mit Freuden, dazu du mich bescheiden/ in meim Beruf und Stand. Georg Niege, 1525158s 899 Mel. 75) Dien sei Gott in der Höhe/ in dieser Morgenstund, durch den ich wiedr aufstehe„vom Schlaf frisch und gesund. Zugleich tu ich dich bitten, du Schutzherr Israel, du wollst treulich behüten„den Tag mein Leib und Seel. Johann Mühlmann, 7579-63 900 Mel. 89 G des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond 82² Morgei uns sche ss erhe 9. Ge vor Ge wacht, J. Cd vergehr siehn,e 4 Hi und für uns ers⸗ Lebenz Ract/ ch bitt diesem ar/ vor eut und Sünd eib und nd, als n, mein cht; den ammer⸗ be/ und er segne h heim⸗ er sonst k daran, rauf teg du mich 52-J588 Mel. J5) , durch gesund. wollst 73-0⁰1⁹ Mel. 8o heilger Mond Morgen 90 uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast behütet und be— wacht, daß des bösen Feindes List/ mein nicht mächtig worden ist. J. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden/ deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat/ ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute/ mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein/ kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Ver⸗ stand, großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hand. Berr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, Eist und Anschläg von mir wende/ und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 7604- 165) 90¹ Mel. 88 ie güldne Sonne/ voll Freud und Wonne/ bringt unsern Grenzen/ mit ihrem Glänzen/ ein herzerquickendes, lieb⸗ liches Licht. Mein Baupt und Glieder, die lagen darnieder, aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet/ zu seinen Ehren/ und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß/ und wo die Frommen/ dann sollen hin kommen, wann sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 8283 90⁰ Heiligung des Sebens E SDSt J. Kasset uns singen, dem Schöpfer bringen„Güter und Ga— ben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter/ sind unsre Gemüter; dankbare Lieder /sind Weih—⸗ rauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren, sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen/ über uns seiner Barmherzigkeit Schein. . Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ all meine Sinnen; laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke/ treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. . Laß mich mit Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen, den du wirst legen/ in meines Bruders und Nächsten Haus. Gei⸗ ziges Brennen, unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists? Gewesen! In einer Stunde/ geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen/ muß brechen und fallen; Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet/ ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Beil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden/ in Gnad und Hulden/ aus deinen Nugen sein abgewandt. Son⸗ sten regiere/ mich, lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe ge⸗ stellet/ alles in deine allmächtige Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben/ ich kann ernähren, so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte/ und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken/ und soll von Plaͤgen/ ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. 824 2. 9 blieb ie 5. ↄtunde/ in bläst. Erden, gewest. nʒ seine ein Heil en/ die d. hulden/ . Son⸗ abe ge⸗ nähten, Gott ist te/ und joll von beliebt. Morgen 902 908 Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig/ meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals keinen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen/ und Windes Sausen/ leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle/ und selige Stille/ darf ich erwarten/ im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Baul Gerhardt, 1607- 1676 90² Mel. 30 ach auf, mein Berz, und singe/ dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter. 2. Heut, als die dunklen Schatten/ mich ganz umgeben hatten, blieb ich doch unversehret; Gott hat dem Leid gewehret. J. Er sprach: Mein Kind, nun liege/ trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Sein Wort, das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen; von Not bin ich befreiet, sein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: in Demut fall ich nieder/ und bring Gebet und Lieder. . Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen/ und weißt wohl, daß zur Gabe/ ich ja nichts Beßres habe. 7. So wollst du nun vollenden/ dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage/ auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Berr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte; mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, 7607-676 903 Mel. 75 Au auf, mein Geist, zu loben, auf, auf, und werde wach! edenk, wie Gott von oben/ dich schützt vor Ungemach. Er hat dir Leib und Leben/ in dieser dunklen Nacht/ beschirmt und dir gegeben/ der Engel treue Wacht. 825 290⁴½ Heiligung des Lebens ISSSSSSSSSSSSSESSSSSSSSSSSSSSSSSS 2. Du Herr in Himmelszelten, wie soll ich nach Gebühr, wie soll ich dir vergelten, was du getan an mir? Ich bin zwar zu geringe; doch nimm dies Opfer hin, nimm hin, was ich dir bringe: den dir ergebnen Sinn. 3. Verzeihe mir die Sünde, die ich bisher verübt/ und die ich jeht empfinde, wie sie mein Herz betrübt; verzeihe mir und dämpfe/ die sündliche Begier, mit der ich täglich kämpfe; o Herr, verzeihe mir! 4. Send auch auf meinen Wegen/ mir deinen Engel zu/ und sprich du selbst den Segen„zu allem, was ich tu. Herr, sende du mir Kräfte aus deiner Himmelshöh, auf daß all mein Ge— schäfte/ erwünscht von statten geh. ö 5. Gib mir vor allen Dingen/ getrosten Mut und Geist, das freudig zu vollbringen, was mein Beruf mich heißt. Laß mich in guten Tagen/ nicht übermütig sein, und laß mich auch nicht zagen, dringt gleich ein Kreuz herein. 6. Hilf, daß in meinem Standeich tu, was dir gefällt, auch laß mich nicht in Schande/ geraten vor der Welt. Richt, HBerr, mein ganzes Leben/ nach deinem Willen ein; laß auch mein Haus daneben/ von dir gesegnet sein. 7. Gib, daß im Kreuz und Glücke/ ich stets so leben mag, daß ich all Nugenblicke/ denk an den letzten Tag. Wenn der herein wird v,Her so gib, daß ich erfreut/ von Herzen könne sprechen: Komm, Herr, ich bin bereit! Johann Franck, 678-67⁷ 90⁴ Mel.„os n ist mein Himmel, meine Sonne, mein Licht und Leben, Tag und Wonne, mein Morgen- und mein Abendstern. Er macht mir Leib und Seele munter, er geht allein mir nie— mals unter, wenn ich von ihm mich nicht entfern. 2. Er wolle mir die Gnade geben, daß ich ihn mehr mit meinem Leben/ als mit den Worten ehr und preis. Er wolle mich zu allen Zeiten/ auf seinem Weg und Stege leiten/ bis in das schöne Varadeis. Johann Scheffler, 1624-7677 82 3u/ und r sende ein Ge⸗ llt, auch ̃t, Hert, ch mein nag, daß et herein prechen: 578-007⁷7 Mel. J09 Heben, endstern. mir nie⸗ meinem mich zu in das 624-167 9058 906 SEEE 905 Mel. 349 Mosacaln der Ewigkeit, Licht vom unerschöpften Lichte, schick uns diese Morgenzeit/ deine Strahlen zu Gesichte/ und vertreib durch deine Macht/ unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau /fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau /lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns, deine Schar, immerdar. J. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut /bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, 7636-168& 906 Mel. 30 uf, auf, ihr meine Lieder, mein Herz, mein Geist und Glieder, dem Höchsten Lob zu singen„ und Opfer ihm zu bringen! 2. Er hat die Nacht gewendet, das Licht herabgesendet/ und mich ohn alle Sorgen /erweckt an diesem Morgen. 3. Mein Leib und Seel und Lebensei ferner ihm ergeben! Hilf, Herr, auch heut und sende den Beistand deiner Hände. 4. Begleite mich mit Segen/ auf allen meinen Wegen; be— glücke meine Taten/ und laß sie wohl geraten. S. Erhöre mein Gebete, womit ich vor dich trete. Sei gnädig mir und allen/ nach deinem Wohlgefallen. Johann Lassenius, 1636-1692 8⁴7 90/7 908 Beiligung des Lebens EEEEE EEEE 90⁷ Mel. 56 Wind auf, ihr meine Sinne, wacht, legt allen Schlaf bei— seit, zum Cobe Gottes seid bedacht; denn es ist Dankens Zeit. 2. Wie soll ich dir, du Seelenlicht, zur Gnüge dankbar sein? Mein Leib und Seel ist dir verpflicht, und ich bin ewig dein. J. Dein treues Aug hat mich bewaͤcht, und deine Liebeshand/ hat allen Schaden in der Nacht von mir hinweggewandt. 4. In deinen Armen schlief ich ein, drum konnte mir der Feind/ mit seiner List nicht schädlich sein, so bös er es gemeint. 5. Hab Dank, o Jesu, habe Dank/ für deine Lieb und Treu. Bilf, daß ich dir mein Leben lang/ von Herzen dankbar sei. . Gedenke, Herr, auch heut an mich, an diesem ganzen Tag, und wende von mir gnädiglich, was dir mißfallen mag. 7. Erhör, o Jesu, meine Bitt/ und nimm mein Seufzen an: Ach gehe mit mir Schritt für Schritt/ auf meiner Lebensbahn! 8. Gib deinen Segen diesen Tag/ zu meinem Werk und Tat, damit ich fröhlich sagen mag: Wohl dem, der Jesum hat! 9. Nun denn, so fange ich mein Werk in Jesu Namen an; er geb mir seines Geistes Stärk, daß ichs vollenden kann. Johann Friedrich Möckel, 166)7 908 Mel. 146 Jesu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnadenglanz /aufs neue mich umfangen; nun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgeweckt/ und hat nun in Be— gier/ zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnade senken/ mit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag. Das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. J. Laß mir doch diesen Tag/ vor Herz und Rugen schweben, daß dein Allgegenwart/ mich wie die Luft umgeben, auf daß 828 Morger mein ge lobe int 4. N Geistes 30 dein ein Ei ti kla lichkeit nicht ät 9. Bl. stohe 2 Zeit ewiglic keit/ von gr 560—17²⁰ Mel. 40 nun hat nun ist, nin be⸗ henkenꝰ iit Ceib, oll mein hweben, auf daß Morgen 909 900 ö mein ganzes Tun/ durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 4. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft/ es also führ und lenke, daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Joachim Sange, 567⁰0-7⁴4 909 Mel.)52 Cblales wahres Seelenlicht, deiner Christen Sonne, o du klares Angesicht, der Betrübten Wonne, deiner Güte Lieb— lichkeit/ ist neu alle Morgen; in dir bin ich recht erfreut, darf nicht ängstlich sorgen. 2. Bleib doch allezeit mein Licht, Jesu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide, drunter ich in dieser Zeit/ sehnlich nach dir blicke, ich mich dort an deiner Seit/ ewiglich erquicke. Christoph Prätorius, 1631-7— 91 0 Mel. 68 lanz der Ewigkeit, Gott und Herr der Zeit, sei von allen Kreaturen/ für die neu erregten Spuren/ deiner Gütig⸗ keit/ hoch gebenedeit! 2. Diese finstre Nacht/ ist zum Schluß gebracht, und der Strahl der heitern Sonne bricht zu allgemeiner Wonne/ durch die dunkle Macht/ der vergangnen Nacht. 3. Sehen wir denn nicht/ in dem Morgenlicht/ einen Strahl von größern Kräften/ und durchdringenden Geschäften? Sehen wir dich nicht, Zions Sonnenlicht? 4. Komm, verkläre bald/ deine Lichtgestalt, öffne die ver⸗ schloßnen Siegel, brich den unvollkommnen Spiegel/ und ver— kläre bald/ unsere Gestalt. 5. Doch wenn dirs gefällt, daß wir auf der Welt/ länger noch mit lahmen Füßen/ unsre Straße wandeln müssen: o so zeig uns nur/ die gerade Spur. O. Richte unser Herz/ hier schon himmelwärts, daß die Zeichen dieser Zeiten/ uns zur letzten Zeit bereiten; richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. 529 971 HBeiligung des Lebens SSSISISSSSISSSIS 7. Gibt es in der Zeit Scheinvergnüglichkeit, so verleide uns ein Leben, das kein wahres Wohlsein geben/ noch den lehten Tag/ uns versüßen mag. 8. Bricht der Hütte Tor, zeuch den Geist hervor; laß ihn zu den frohen Scharen/ der erlösten Geister fahren, daß er deinen Tag/ ewig sehen mag. 9. Dann ists mit dem Graus aller Nächte aus, und wir dürfen lichte Ruen/ mit verklärtem Auge schauen; dieses Tages Bracht/ scheuchet keine Nacht. 10. Hilf uns dahinan/ auf der rauhen Bahn. Laß uns durch dein nächtlich Leiden/ aus der Nacht der Erde scheiden, und durch deinen Krieg, Jesu, gib uns Sieg! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 91 1 Mel. 208 Sobe die Nacht vergehet! Berz und Geist erstehet. Seid der Sonne gleich! Gottes Güt und Treue/ leuchtet nun aufs neue/ kräftig, voll und reich. Drum wohlauf/ zum Tages⸗ lauf! Was ihr wollt, kann euch erfreuen: Gnade und Gedeihen. 2. Seele, daß auch heute/ Gott dir sei zur Seite, darum bitte nun; bitt um Heil und Segen/ heut auf deinen Wegen/ und bei deinem Tun; ruf ihn an, den Helfersmann, daß du in dem Kampf der Sünden/ Beistand möchtest finden. J. Fleh mit starkem Geiste, daß er Hilfe leiste„und sei Rat und Kraft; daß dich nichts verleite„auf die falsche Seite/ bei der Bilgrimschaft. Habe acht, weil Satans Macht/ und so viel Gefährlichkeiten/ deinen Weg begleiten. 4. Bete, ruf und bitte/ um gewisse Tritte, unter deiner Last/ deinen Weg zu finden/ und zu überwinden, was du vor dir hast, daß du treu/ und ohne Scheu/ und mit Wachen, Kämpfen, Ringen/ maͤgst den Feind bezwingen. . Will die Welt dich haben/ und mit ihren Gaben/ wieder zu sich ziehn, sei du unempfindlich /und in Liebe kindlich, daß du magst entfliehn. Nur voran/ auf grader Bahn! Besser ists, sich töricht fassen /als verleiten lassen. 830 J. H allein 4. denn 5• füllt 3u. 8 daz Hall Tages⸗ edeihen. lum bitle ůen/ und u in dem sei Rat eite/ bei ¶ so viel er Last/ vor dir impfen. wieder ich daß sser ists Morgen 972 973 ꝑPDSSSSSSSSSS . Hast du nun gesehen, wie es Gott läßt gehen, was er aus⸗ geführt, so fang an zu singen/ und dein Lob zu bringen, dem das Lob gebührt. Täglich neu/ ist seine Treu; drum such ihn in neuen Weisen täglich neu zu preisen. 7. Gottes treues Schützen /laß dir dazu nützen, daß du treuer wirst. Such ihm auch dein Leben/ wirklich zu ergeben; er ist unser Fürst, er ist Herr/ und keiner mehr; such in allem seinen Willen/ treulich zu erfüllen. 8. Seele, sei zufrieden; wie es Gott beschieden, ist es immer gut. Ob er straft und schläget, ob er hebt und träget, wohl und wehe tut: Gottes Rat/ ist lauter Gnad. Dank und rühme bei der Freude, lob ihn auch im Leide! v7³s 912 Mel. 30 M einem jeden Tage/ ich dir Lob und Vank sage/ und deinem Namen singe, du Schöpfer aller Dinge! 2. Herr, da wir Zuflucht finden von Kind zu Kindeskinden, HBerr, sprech ich, hab Erbarmen, Erbarmen mit mir Armen! J. Herr, heile meine Seele, denn meine Sündenfehle/ sind dir allein geschehen; erhöre du mein Flehen! 4. Ach lehr mich tun und wallen/ nach deinem Wohlgefallen, denn du nur, Gott, kannst geben/ die Gnade, dir zu leben. 5. Allein in deinem Lichte wird Berz und Angesichte/ er— füllt mit Lust und Klarheit zum Wege deiner Wahrheit. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7o, nach einem altchristlichen griechischen Liede. v. 5*Christian Gregor, 7723-80 9¹ 3 Mel. 184 Hu Schatten des, so ich begehret, genoß ich einer sanften Ruh; in seinem Frieden ungestöret/ schloß ich die müden Rugen zu. In seiner Näh erwach ich wieder, ich fühl es, er ist bei mir da; des freun sich Geist und Seel und Glieder/ und singen ihm Halleluja.*Christian Gregor, 7723-/ 80 34* 83) 9714 975 Heiligung des Lebens SSEEESESEE E 914 Mel. 152 Fuu dein Werk mit Jesu an, Jesus hats in Händen; Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wirds wohl enden. Steh mit Jesu morgens auf, geh mit Jesu schlafen, führ mit Jesu deinen Lauf, lasse Jesum schaffen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein/ stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht/ will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht/ dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List/ schützen und behüten. Setz nur das Ver⸗ trauen dein/ in sein Allmachtshände/ und glaub sicher, daß allein /er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei, so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Beil/ hier in diesem Leben; endlich wird dir Gott dein Teil/ auch im Himmel geben. 3. Nun, Herr Jesu, all mein Sach/ sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach/ auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jeht an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohl getan! Ich sprech darauf Amen. um 17³4 91 Mel. 35 M.. erst Gefühl sei Preis und Dank; erheb ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Cobgesang; lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ und Ruhe für die Müden? J. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält/ und mirs jeht neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht/ mich dieses Tages freue. 832 Morgen 916 977 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. teh mit. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine u deinen Seele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein HBerz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und „daß er Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; abends 8. Daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe, ans List gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; H. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit zer wird scheue, mich gern an andrer Wohlergehn/ und ihrer Tugend das Ver⸗ freue; Her, daß 10. Daß ich das Glück der Lebenszeit/ in deiner Furcht ge— nieße/ und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, n, ei, so beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1715176 V 10 916 Mel. 20 rüh am Morgen Jesus gehet/ und vor allen Türen stehet, zes nach klopfet an, wo man geflehet: Komm, Herr Jesu, unser Gast! in Werk 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens ein wohl Pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehreein! Um 1734 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben/ und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grünen Auen, daß wir deine Fülle schauen/ Wl18 und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. „en 5. Nmen ja, es soll geschehen: Jesus wird heut mit uns gehen, ng ihn, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. ft Gerhard Stip, 809-1882 ief im uhe füt 917 Mel. 784 err, in des Morgens heilger Stille/ steigt mein Gebet zu sst unser dir hinauf. Ich flehe brünstig: Herr, dein Wille regier gegeben allein heut meinen Lauf! Eaß mich nichts wirken, reden, sinnen, „Treue, was deinem Sinn nicht ganz entspricht; mein Lassen, Herr, teue. und mein Beginnen/ gescheh in deiner Augen Licht. 838 978 979 Heiligung des Lebens SSEE SSS 2. Und will zur Sünde mich verleiten /der Seelenfeind mit arger Eist, wollst du im Kampfe für mich streiten, mein Wehr und Schild, HBerr Jesu Christ. Bilf mir zu jedem guten Werke/ durch deines Geistes Kraft und Zucht, dann bring ich dir in deiner Stärke/ in Fleiß und Treue edle Frucht. J. Ich bitt auch für die lieben Meinen, zerstreut l weitem Erdenrund: Laß allen deine Gnade scheinen, tu allen deine Liebe kund. O segne sie, o segne alle /aus unsrer Hausge— nossenschaft! Dein bin ich, Herr, solang ich walle, dich preis schon meine Jugendkraft!„Johannes Ghsin, geb. 7854 Abend Ich liege und schlafe ganz mit Frieden. 91 8 Mel. 22 inunter ist der Sonne Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht. 2. Wir danken, daß du uns den Tag/ vor Not, Gefahr und mancher Plag/ durch deine Engel haöst behüt/ aus Gnad und väterlicher Güt. J. Womit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädig⸗ lich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot/ behüte uns, o lieber Gott. Nikolaus Herman, um 1480-156 9 1 9 Mel. 22 Vhriste du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag; du leuchtest uns vom Vater her/ und bist des Lichtes Prediger. 2. Behüt uns, Herr, du bester Freund, in dieser Nacht vorm bösen Feind, der stets nach unsern Seelen tracht, daß er an uns hab keine Macht. 839 4 De Eigent haben 5. S sein. M 0 Lieb u da er hat be 9. E daß m und vo die Fe J. ein; cht stark aß uns ahr und ad und gnädig⸗ uns mit e Feind uns/ o 80-J56 Mel. 22 bleiben Lichtes ht vorm an uns Abend 920 92 7 SISISSqSISSSSe— 8 J. Wir sind ja dein ererbtes Gut, erworben durch dein teures Blut; das war des ewgen Vaters Rat, als er uns dir geschenket hat. 4. Befiehl deim Engel, daß er komm/ und uns bewach, dein Eigentum; gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm Satan haben Ruh. 5. So schlafen wir im Namen dein; die Engel werden um uns sein. Du heilige Dreieinigkeit, wir loben dich in Ewigkeit! Crasmus Alber, um 1500-1553 920 Mel. 5) Moin schönste Zier und Kleinod bist/ auf Erden du, Herr Jesu Christ. Dich will ich lassen walten/ und allezeit, in Lieb und Leid, in meinem Herzen halten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. 15⁰7 921 Mel. 365 erde munter, mein Gemüte, und ihr Sinne, geht herfür, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat getan an mir, da er mich den ganzen Tag/ vor so maͤncher schweren Plaͤg/ hat behütet und in Gnaden/ abgewendet allen Schaden. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art so getreulich haͤst bewahrt, auch die Feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Hab ich gleich oft Zorn verdienet, willst du mir doch gnädig sein; denn dein Sohn hat mich versühnet/ durch sein Angst und 835 922 Heiligung des Lebens EE Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Buld/ ist viel größer als die Sünde, die ich immer in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewig—⸗ keit, dir will ich mich ganz befehlen„diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir/ und erhalt mein Berz bei dir. Ich empfehl mich deiner Liebe, daß die Nacht mich nichts betrübe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanft und süße Ruh; alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, all die Meinen, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen/ sein in deinen Schußtz geschlossen. 0. Lieber Vater, ach erhöre, was dein Kind gebeten hat. Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat. Und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen. Amen ja, es soll geschehen. Johann Rist, 7607-60ꝰ 922 Mel. 79 Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohl gefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat 45 vertrieben, die Nacht, des Tages Heind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. . Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen/ am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen/ wird Christus mir anlegen /den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Baupt, die Füß und Hände/ sind froh, daß nun zum Ende/ die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst wer⸗ den/ vom Elend dieser Erden/ und von der Sünden Arbeit frei! 0. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nie— der, der Ruhe ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. ö Iνν 836 Lebens . nadund ir sinde. er Cwig⸗ allezeit bei dit. betrübe. he Ruh; Leib und Feunde, ossen. . Oesu, nd mein ißt, höte 607·-J66⁷ Mel. 79 Heldet, en, auf, fällt. ettrieben, nne, mein int. prangen/ henn mich Schuhe, en/ wird hkeit. nun zum ollst wer⸗ ebeit ftei! euch nie⸗ eiten, da Erd. Abend 923 5 SSSS N 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlossen; wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Jsrael. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben/ kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen/ ums Bett und seiner Helden Schar. Paul Gerhardt, 1607- 676 923 Mel. 565 X müden Augenlider/ schließen sich jett schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder grüßen schon die Abendruh: denn das Schattenkind, die Nacht, hat des hellen Tages Pracht/ nun versenkt im tiefen Meere/ und entflammt der Sternen HBeere. 2. Dir, o Herr, ist unverhohlen, daß ich diesen Tag vollbracht/ anders, als du mir befohlen; ja, ich habe nicht bedacht/ meines Amtes Ziel und Zweck, deinen vorgeschriebnen Weg, sondern dich, mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Weltlust Straßen. 3. Ach HBerr, laß mich Gnad erlangen, gib mir nicht verdien⸗ ten Lohn, laß mich deine Huld umfangen; sieh an deinen lieben Sohn, der für mich genug getan; Vater, nimm den Bürgen an. Dieser hat für mich erduldet, was ich Sünder hab verschuldet. 4. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken; in dir schlaf ich sanft und wohl. Gib mir heilige Gedanken; und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir/ zu dir wachen für und für, bis die Morgenröt angehet/ und die Sonn am Himmel stehet. 5. Vater droben in der Höhe, dein Nam ist uns teur und wert, dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns be⸗ schert, und vergib uns unsre Schuld, lehr uns heilige Geduld, laß uns nicht Versuchung töten, hilf uns, Herr, aus allen Nöten! Johann Franck, 7678-677 8/ 924 925 Heiligung des Lebens SEEE SE 924 Mel. 764 Oa lieben Sonne Licht und Pracht/ hat nun den Tag voll—⸗ führet, die Welt hat sich zur Ruh gemacht; tu, Seel, was dir gebühret: tritt an die Himmelstür/ und bring ein Lied herfür; laß deine Augen, Herz und Sinn/ auf Jesum sein gerichtet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl/ und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll; doch noch zu tausend Malen/ scheint heller in mein Herz/ die ewge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schah, mein Schutz, mein Eigentum. J. Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an. Es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seele Freund. 4. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn/ zum besten meiner Seelen. Ich sürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 5. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist um⸗ fangen. So vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, und damit schlaf ich ein: Berr Jesu, ich bin dein. Ja, Jesu, Jesu, du bist mein, und ich bin auch und bleibe dein! . Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh/ und schlafe sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht! Christian Scriver, 1629-1699 925 Mel. 22 . willst du hin, weils Abend ist, o liebster Pilgrim, Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig sein/ und kehr in meinem Herzen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut ge⸗ möchhnn weißt, daß du zu aller Frist /ein herzenslieber Gast mir bist. 838 Abend %— J. Es ferne vetlasse 4. Er den ka noch ir 5. Un Zod. nicht v Lebens — Mel. 56 ag voll⸗ el, Was herjũt; htet hin. strahlen, Malen/ Oesus, gentum. He. Jch hetzlich efehlen meiner d; denn eht. eist um⸗ ein mein in dein. be dein! anft und Gottes inl So su, gute 29-/603 Mel. 22 m, Jesu kehr in gut ge⸗ r Gast Abend 926 927 SNEEEE S E 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn/ zum Bimmel sicher fin⸗ den kann, damit die dunkle Sündennacht/ mich nicht verführt noch irre macht. 5. Und endlich in der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 07⁴ 9²26 Mel. 5) it meinem Gott geh ich zur Ruh/ und tu in Fried mein Augen zu; denn Gott im Bimmelsthrone/ hält treue Wacht/ bei Tag und Nacht, schafft, daß ich sicher wohne. 2. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, der du allein mein Helfer bist, laß mich kein Leid erfahren. Nimm mich in Schutz, vor Satans Trutz„ woll mich dein Arm bewahren. 3. Laß deiner heilgen Engel Schar/ sich um uns stellen immer⸗ dar, all Ubel von uns wende. Gott heilger Geist, dein Hilf uns leist/ an unserm letzten Ende. v.) Kornelius Becker, 1566ο v. 2. 3 690 9²2⁷7 Mel. 5s er Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe, o Seelenlicht, der Sünde Nacht vertreibe; geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit, erleuchte mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh. Du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzenskün— diger, ich straͤuchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teu⸗ fel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein; da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 839 928 929 Heiligung des Lebens SSSSI S. Zsraels Schuh, mein Hüter und mein Birte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. . Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen; ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander, 7650-680 928 Mel. 74 —— sich der Tag geendet hat/ und keine Sonn mehr scheint, schläft alles, was sich abgematt/ und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaͤßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht/ und schenke du mir gnädiglich/ den Schut von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an, jedoch hat deines Sohnes Huld/ genug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Ge⸗ richt; ich kann ja nicht verloren sein/ in solcher Zuversicht. . Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jeht in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Drauf tu ich meine Qugen zu/ und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich in den Himmel ein zur Auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, o Herr Gott Zebaoth. Im Tod und Leben hilfst du mir/ aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Heizog, 16476 929 Mel. 208 H deiner Schafe, der von keinem Schlafe etwas wissen mag, deine Wundergüte/ war mein Schild und Hütte/ den vergangnen Tag. Sei die Nacht/ auch auf der Wacht/ und laß mich von deinen Scharen/ um und um bewahren. 840 Abend 9. De huld. die Sch schlagne J. Ca Ind dei Ihne S ungesch 4. Ko ferne vi Hlügel Ruh, schrecket 5. Wi bald rot betfloss lieg ich 9. W Bei dir J. M Du wo Lebenz S meinem irch deine tracht. dfen; ach denssonn, Der Tag 6s80-3680 Mel. 4 pr scheint, heweint. dsst noch l du bist n Nact/ Wacht. ch bei dit ich getan. vors Ge⸗ icht. ten Lauf; . ein; mein u² nettal so hl. loth. Im t. 40⁴⁷.090 Mel. 208 as wissen ütte/ den und laß ——4 Abend 930 931 SEEEE 2. Decke mich von oben/ vor der Feinde Toben/ mit der Vater⸗ huld. Ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen; ach vergib die Schuld, denn dein Sohn/ hat mich davon/ durch die tief ge— schlagnen Wunden /gnädiglich entbunden. J. Laß auch meine Lieben/ keine Not betrüben, sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir; also sind wir ungeschieden, und ich schlaf im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel; unter deine Flügel/ nimm dein Küchlein ein. Decke zu/ mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken/ noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Drum, hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die Todesnot, so will ich„nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. . Nun wohlan, ich tue/ in vergnügter Ruhe/ meine Augen zu. Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erlebe ich den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 7672-77 930 Mel. 74 Daleun der Sonnenschein dahin, das Licht entwichen ist, glänzt doch dem Herzen ein Rubin, der heißet Jesus Christ. 2. Wie könnt es da wohl finster sein, wo du bist selbst das Licht? Bei dir ist alles hell und rein, bei dir kein Tag gebricht. 3. Mit deinem Lobe schlaf ich ein, und damit wach ich auf. Du wollst nur allzeit bei mir sein, Herr, ich verlaß mich drauf. Michael Dilherr, 7604-669 931 Mel. 45 . Tag ist hin. Mein Geist und Sinn/ sehnt sich nach 5 jenem Tage, der uns völlig machen wird/ frei von aller lage. 84 932 Heiligung des Sebens 2. Der Sonne Licht/ uns jetzt gebricht. O unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor/ mir zur Freud und Wonne! 3. Was sich geregt, was sich bewegt, ruht jetzt von seinen Wer— ken. Laß mich, Berr, in stiller Ruh/ dein Werk in mir merken. 4. Ich gehe nun, sanft auszuruhn, zu meiner Lagerstätte. Reige, Herr, dein Angesicht/ über meinem Bette. 5. Halt du die Wach, damit kein Ach/ noch Schmerz den Geist berühre. Sende deiner Engel Schar, die die Aufsicht führe. G. Wann aber soll/ der Wechsel wohl der Tag und Mächte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 7. Alsdann wird nicht/ der Sonne Licht/ Jerusalem verlieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 8. Balleluja! Ei wär ich da, wo alles lieblich klinget, wo man ohne Unterlaß Heilig, Heilig! singet! 9. O Jesu, du/ mein Bilf und Ruh, laß mich dahin gelangen, daß ich mög in deinem Glanz/ ewig vor dir prangen. Johann Rnastasius Frehlinghausen, 7670-799 932 Mel. 6/ 8³ und Gott der Tag und Rächte, der du schläfst noch schlummerst nicht, schaue, wie dein arm Gemächte, jett nach seiner Kindespflicht, da es Abend ist geworden/ und der Tag sich hat geneigt, samt der Deinen ganzem Orden/ sich vor deinem Throne beugt. 2. Vater, ich bin zu geringe„aller Treu und Gütigkeit, die du, Schöpfer aller Dinge, mir in meiner Lebenszeit/ und auch heute hast erwiesen. O daß ich recht dankbar wär! HBerr, dein Nam sei hoch gepriesen! Dein HBerz ferner zu mir kehr. J. Jett will ich mich schlafen legen, laß mich dir empfohlen sein. Vater, gönne mir den Segen, der an Leib und Geiste rein/ mich auch in der Nacht bewahre. Deine Gnade sei mein Schild, bis ich hin zu Jesu fahre„und erwach nach seinem ild. Johann RNnastasius Freßlinghausen, 7670–79 —842 und ru so teine 4. Cii dern /3 n dich Na un du dich L. 3 gualen und hel J. W inden/ des H 4. Ca Meereg Gnade J. D6 ich gla Engel Lebens O eSonne, mne! ien Wer⸗ merken. gerstätte. den Gess ühte. d Rächte Tag zu verlieren; d zieren. inget, wo gelangen, 07⁰·•-² Mel. Jo/ läftt noch chte/ jeht und der / sich vor tigkeit, die Vund auch Hen, dein eht. empfohlen nd Geiste he sei mein ach seinem 500- 7³⁰ Abend 933 934 7 SSSSEER 933 Mel. o NI sich der Tag geendet, mein Berz sich zu dir wendet/ und danket inniglich; dein holdes Angesichte/ zum Segen auf mich richte, erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schutz und Herze ein. Die fleischlichen Geschäfte/ und alle fin— stern Kräfte/ vertreibe durch dein Nahesein. J. Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu dir hinein, daß du vergnügst alleine, so wesentlich, so reine, laß früh und spät mir wichtig sein. 4. Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wan— dern/ zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit so schöne, mein Herz an dich gewöhne; mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen, 697-70 93⁴ Mel. o ** ruht die ganze Erde/ nach dieses Tags Beschwerde/ und abgelegter Last. Mein Gott, sei hoch gepriesen, daß du dich treu erwiesen/ und heute mitgetragen hast. 2. Zwar glaub ich, daß viel Seelen„sich diese Nacht noch quälen/ und ohne Ruhe seind; für die, Berr, wollst du sorgen/ und helfen, daß sie morgen/ getroster sind und ausgeweint. J. Wann wird die Nacht der Sünden/ ihr Ziel und Ende finden/ wie der vergangne Tag? daß man sich in den Willen/ des Höchsten lerne hüllen, woraus uns nichts vertreiben mag? 4. Laßt dieser Erde Sonne/ mit ihrer kurzen Wonne/ ins Meeres Tiefe gehn: wo Christus eingezogen, ist nichts als Gnadenbogen/ und Sonn und Wonn und Licht zu sehn. 5. Der güldnen Sterne Prangen/ ist mit der Zeit vergangen; ich glaub ein ander Reich. Wir wollen Sterne werden, der Engel Lustgefährten, ja, Gottes Sohne selber gleich. 7⁰⁰ 343 935 936 Heiligung des Lebens E SDSR 935 Mel. 83 ieser Tag ist wieder hin; Jesu, dir sei Lob gesungen! O daß Herze, Mut und Sinn, in dein Herz hineingedrungen, dir für deinen Gnadenschein/ möchten treu und dankbar sein! 2. Ach verzeih, mein Herr und Gott, wo ich Armer mißgehan— delt, wo ich wider dein Gebot/ auf der breiten Bahn gewandelt. Tilge meiner Sünden Fluch/ gnädiglich aus deinem Buch. 3. Zeige mir die Seligkeit/ aller wohl verwaͤndten Stunden, und wie gar genau die Zeit /mit der Ewigkeit verbunden, da man von der Lebenssaat /Früchte zu erwarten hat. 4. Lehre mich der Ewigkeit/ alle meine Stunden schenken/ und in dieser Gnaͤdenzeit/ meinen Gang auf Wege lenken, die ich auf dem Sternenplan/ einmal wiederfinden kann. 5. Es ist Abend; bleibe doch, Jesu, unter meinem Dache, daß ich schlaf an deinem Joch/ und an deinem Joch erwache. Wecke mich zur Arbeit auf/ und verkürze mir den Lauf. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76ο 936 Mel. 35 Veor Jesu Augen schwebenist wahre Seligkeit, ein unver⸗ rücktes Seben/ mit ihm schon in der Zeit. Nichts können und nichts wissen, nichts wollen und nichts tun/ als Jesu folgen müssen: das heißt im Frieden ruhn. 2. Man steht aus seinem Schlafe /in Christi Freundschaft auf, man fürchtet keine Strafe„ im ganzen Lebenslauf; man ißt und trinkt in Liebe, man hungerte wohl auch/ und hält im Gnadentriebe /beständig einen Brauch. 3. Wenn man den Tag vollendet, so legt man sich zur Ruh; von Christo unverwendet, tut man die Sinne zu/ und wünschet selbst den Träumen, wenns ja geträumt muß sein, nichts anders einzuräumen/ als Christi Widerschein. 4. So geht man fest und stille„dahin bei Tag und Nacht; auf Jesum ist der Wille, nicht auf die Welt bedacht. Man hört 8⁴4 Lebens WMel. 83 gen! O drungen, bar sein! ißgehan⸗ wandelt. Huch. Stunden, nden, da schenken/ inken, die uhe, daß e. Wecke 7⁰⁰ 7⁵⁰ Mel. J5 in unver⸗ s können esu folgen eundschaft auf; man d halt im ur Ruh; wünschet ts anders d Nacht; Man hött Abend 937— 939 und sieht und fühlet, hört, sieht und fühlt doch nicht, und wenn uns Schmerz durchwühlet, weiß man kaum, was geschicht. 5. Gewiß, wer erst die Sünde/ in Christi Blut ertränkt/ und dann gleich einem Kinde/ ihm unverrückt anhängt, der wird auch heilig handeln/ und kann dann anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln/ in deiner Augen Licht! „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-7οο 937 Mel. 6s Bauem Schmerzensmann, nimm dich unser an. Wenn wir uns nun schlafen legen, so sprich du den Abendsegen; benedei vom Thron/ deinen Schmerzenslohn! „Nikolaus Sudwig Graf von Zinzendorf, 7⁰ 7οο 938 Mel. 79 enn ich mich schlafen lege, mein Heiland, und erwäge, was du an mir getan, so preist dich mein Gemüte; und du, voll Gnad und Güte, nimmst auch des Nachts dich meiner an. 2. Ich gehe nun zu Bette. Du weißt, was ich gern hätte: im Traum dein Marterbild, im Schlafen deine Nähe; wenn ich dich gleich nicht sehe, sei doch mein HBerz von dir erfüllt. 3. Schleuß diese Nacht mich Armen/ aus Gnade und Erbar⸗ men/ in deine Arme ein. Gib, daß kein Feind mich schrecke; dein Heil sei meine Decke, dein Licht in Finsternis mein Schein. v.)*Christian Gregor, 1729-80 v. 2*„Johann Friedrich Reichel, 773)80 v. 3 Jeremias Josephi, 67-72 939 Mel. 368 Gu der Tage, Gott der Nächte, meine Seele harret dein, lehnet sich an deine Rechte; nie kannst du mir ferne sein. Auch in stiller Nächte Stunden/ hat dich manches Herz gefun⸗ den/ und sich aus dem Lärm der Welt/ einsam bei dir eingestellt. 2. Vater, sende Mut den Schwachen, Licht in jedes dunkle Herz, allen, die bekümmert wachen, lindre du den heißen Schmerz. Laß die Witwen, laß die Waisen/ deine Lieb und 35 845 940— 942 Beiligung des Lebens E SEE SD Treue preisen; gönne Kranken sanfte Ruh, Sterbenden sprich Tröstung zu. 3. O du treuer Menschenhüter, Nacht ist vor dir wie der Tag; allgewaltiger Gebieter, du verwandelst Schmerz und Vlag/ unversehns in Dank und Freuden. Ach laß alle, die jett leiden, bald, erlöst aus aller Pein, deiner Vaterhuld sich freun. 4. Jesus Christus, manche Nächte/ hast du für uns durchge⸗ wacht/ und dem menschlichen Geschlechte durch dein Wachen Ruh gebracht. Tröster, du willst deinen Kindern/ auch durch Schlaf den Kummer lindern; wachen oder schlummern sie, weichst du doch von ihnen nie. Johann Kaspar Lavater, 774780 940 Mel. 34 Menn Beiland, du hast manche Nacht/ mit Beten, Flehn und Weinen/ für mich ganz schlaflos zugebracht/ und für das Heil der Deinen. Erinnre mich daran, wenn ich nicht schlafen kann, und laß mir deine Todespein/ auch in der Nacht zum Segen sein.*806 941 Mel. o8 Solaf du liebes Kind! Gottes Engel sind/ dir zur Wache zugegeben; ihre Fittiche umschweben/ dich und fächeln Ruh/ deinem Lager zu. 2. Friede aus der Höh/ hält noch Angst und Weh/ von dir ab; noch frei von Kummer, liegst du da in sanftem Schlummer. Schlummre still und lind, schlaf, du liebes Kind! Johann Baptist von Albertini, 1759-881 Jahreswende Meine Zeit stehet in deinen Händen. 942 Mel. 532 Bis hierher hat mich Gott gebracht/ durch seine große Güte, bis hierher hat er Tag und Nacht/ bewahrt Herz und Ge⸗ müte, bis hierher hat er mich geleit, bis hierher hat er mich er⸗ freut, bis hierher mir geholfen. 846 von dit lummer. 7⁰9-8 Mel. 732 je Güte, und Ge⸗ mich er⸗ Jahreswende 943 SEEEEE 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank„für die bisherge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang/ bewiesen täglich neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen. J. Bilf fernerhin, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stun— den, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wun— den, damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 63770 943 Mel. 332 G6 Lob! ein Schritt zur Ewigkeit /ist abermals vollendet. Zu dir im Fortgang dieser Zeit /mein Berz sich sehnlich wendet, o Quell, daraus mein Leben fließt/ und alle Gnade sich ergießt/ in meine Seel zum Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, da⸗ mit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde ganz in dir/ und ich unsterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht„mein Herz, daß sich ent— zündet, was in mir ist, und mein Gemüt/ sich so mit dir ver⸗ bindet, daß du in mir und ich in dir„und ich doch immer noch allhier/ will näher in dich dringen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Liebe trennen/ und daß ich frei vor jedermann/ dich darf den Bräut— gam nennen/ und du, o teurer Lebensfürst, dich dort mit mir vereinen wirst/ und mir dein Erbe schenken. 5. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wan— ken, so biet mir deine Hand geschwind„ in meines Glaubens Schranken. Erfüll mit deiner Kraft mein Herz, damit ich freudig himmelwärts/ ohn Unterlaß mich schwinge. . Geh, Seele, frisch im Glauben dran„ und sei nur uner— schrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Lust der Welt verlocken. So dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. 847 35* 944 Heiligung des Lebens SSISISSSSSSSSSSISSSSSSSS 7. O Jesu, meine Seele ist„zu dir schon hingegangen, und du, der du voll Liebe bist, hast sie mit Fried umfangen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! Ich bin schon in der Ewigkeit, wenn ich in Jesu lebe. Rugust Hermann Francke, 1663-177 9⁴4 Mel. 536 E Jahr der Sterblichkeit/ und schnellen Lebenstage/ ist abermals dahin/ mit aller Lust und Plage, und eine Reisefahrt/ von unsrer Vilgrimschaft„ ist nun zurückgelegt/ durch Gottes Schuß und Kraft. 2. Des Herren Güte machts, der niemals, uns zu lieben, er— müdet noch vergißt, daß wir noch übrig blieben/ und nicht ver⸗ derbet sind/ in mancherlei Gefahr, da unser Untergang/ uns oft vor Augen war. 3. Was können wir für Dank, dir, liebster Jesu, sagen, daß du vergangnes Jahr, auf Händen uns getragen? Ach nimm, so schlecht er ist, des Berzens Dank doch an/ für alles, was du uns/ dies Jahr hast Guts getan. 4. Wir schließen uns aufs neu/ in dein so treues Sorgen, in deine Obhut ein; da sind wir wohl geborgen, da ist das feste Schloß/ vor aller Feinde Trutz, da birgt dein Volk sich hin/ und findet sichern Schutz. S. Gib mit dem neuen Jahr/ uns neue Stärk im Glauben; laß uns den alten Grund/ der Wahrheit niemals rauben; er⸗ neure Herz und Sinn/ und laß das helle Licht/ des reinen Gottesworts/ bei uns verlöschen nicht. . Entzünde neue Lieb„ und Sanftmut in uns allen; und sollt uns dieses Jahr, auch neue Not befallen, so mehre die Geduld/ und lasse deine Treu/ auch täglich über uns, mein Jesu, werden neu. 7. Vergiß der alten Schuld„und laß uns Gnade finden; gib einen neuen Geist, uns selbst zu überwinden, der Welt zu sterben l die Sünd und Eitelkeit/ zu hassen und uns dir/ zu opfern allezeit. 848 gen, daß ch nimm, „Was du Sotgen, das feste sich hin Hlauben; uben; er⸗ es teinen len; und nehre die ns, mein nden; gib u sterben zu opfern Jahreswende 945—947 V 7 8. Wem du im neuen Jahr, aus dieser Welt zu scheiden, das Ziel gesetzet hast, den laß auf dich mit Freuden/ im Glauben selig hier/ beschließen seinen Lauf/ und nimm in deinen Schoß/ die Seele gnädig auf. Henrietie Katharine von Gersdorf, 1648-1726 945 Mel. 586 Zeiten sind in deiner Hand; lehr sie deuten bis zum Vaterland, zeig uns ihre Wichtigkeit, ihre Abgemessenheit, ihre Grade, die nur dir bekaͤnnt. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 70⁰07ο 946 Mel. 37 o weit hast du uns bracht. Berr, sei gepriesen/ für alles, was du je/ an uns bewiesen! Wir trauen deiner Treu, du sollst uns führen, dein Stecken und dein Stabsoll fort regieren. Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 1700-756 9⁴47 Mel. 70 Hu sei gepriesen/ für das vergangne Jahr! Was du er— wiesen, das ist uns offenbar. Die Gnadenwunder und die Proben/ reizen uns billig, dich hoch zu loben. 2. Durch beides sind wir/ dir näher noch gerückt/ und haben von dir/ auch wieder was erblickt, daß wir dir noch viel mehr vertrauen/ und mit mehr Kindlichkeit auf dich bauen. 3. Wir stehn verwundert, wenn wir zurücke sehn, und sind er— muntert, dich innig zu erhöhn; doch wissen wir kaum, wo wir sollen /Worte hernehmen, so gern wir wollen. 4. Wir treten heute„mit dir ins Neujahr ein. Wir, deine Leute/ und selige Gemein, erinnern uns auch unsrer Brüder, Schwestern und Kinder und aller Glieder. 5. O Liebe, rege/ dich ferner dieses Jahr; mach deine Wege/ und Willen allen klar /und ruf herzu viel Arbeitsleute, die dir einst bringen gewisse Beute. O. Und auch die Orte, wo deine Boten stehn/ mit deinem Worte, um Samen auszusän, die segne und behüte alle, daß nichts vom Samen daneben falle. 849 9⁴48 Heiligung des Lebens EEEEE 7. Der Feinde Wüten/ ist hie und da sehr groß; wollst uns behüten/ in deinem Arm und Schoß. Wir haben wohl bisher gesehen: unser Herr läßt uns kein Leid geschehen. 8. In allen Chören/ laß deine Gnade wehn/ und dir zu Ehren/ laß jeden Tritt geschehn; erhalte uns in jedem Lande/ alle zusam— men in einem Bande. H. Sind noch nicht alle, Hirt, deine Schäfelein: sie sind im Stalle, wo alles dein soll sein. Wir wollens zuversichtlich gläu— ben: davon wird keines zurücke bleiben. 10. Der Kinderhaufe/ erwachse dir zur Zier; die Kraft der Taufe/ zieh jedes hin zu dir. Ach laß in allen unsern Häusern/ sich deine Gnade durchgängig äußern. 11. Du unser Leben, ach wär ein jedes Haus/ dir ganz er⸗ geben, und du gingst ein und aus, daß sich dein Herz bei uns erfreute! Hör uns und mache den Anfang heute! Erdmuth Dorothea Gräfin von Zinzendorf, 7700-75 948 Mel. 155 Aa Jahre fliehen hin; schnell sind ihre Tag und Stunden/ uns entschwunden, immer näher rückt das Ziel. Oft und viel/ klopft der Herr mit seinem Worte/ an des Herzens innre Pforte, und der Geist zeugt, was er will. 2. Selig, wer bei Freud und Schmerz/ in des Lebens flücht⸗ gen Stunden/ hat gefunden, einen festen Ankergrund/ in dem Bund/ mit dem Berrn der Tag und Zeiten, der den Fuß be⸗ wahrt vorm Gleiten/ und die Seele hält gesund. 3. Von der Zukunft will dann nicht, Herr, das Herz im voraus wissen; nur nicht missen/ deines Wortes Trost und Rat/ früh und spat/ und die Zuversicht mit Freuden, daß du mich durch Freud und Leiden /führst den schmalen Lebenspfad. 4. Wunderbar, Herr, ist dein Rat, unerforschlich oft die Wege/ deiner Pflege; manchmal scheints in Nacht und Graus/ völlig aus; dennoch führst du ohne Wanken deine köstlichen Gedan— ken/ seliglich an uns hinaus. 55⁰ Jahreswende 949 950 5. Nun so leuchte denn dein Licht/ auch auf alle dunklen Wege/ unsrer Pflege, die, bis wir nach Hause gehn, vor uns stehn; und der Stern, der unsern bangen Herzen tröstend aufgegangen, müsse niemals untergehn.*„Karl Wilhelm Just, 1794-888 949 Mel. 55) Os; Jahr geht still zu Ende, nun sei auch still, mein Berz. In Gottes treue Hände /leg ich nun Freud und Schmerz, und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Tränen, die geflossen, die Wunden brennend heiß. 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold ge⸗ sprochen: du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt, daß diese arme Erde/ nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Ballen/ ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen/ die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen/ im selgen Himmelszelt; wir sehnen uns hienieden/ dorthin ins Vaterhaus/ und wissens: Die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5. O, das ist sichres Gehen/ durch diese Erdenzeit: nur immer votwätts sehen/ mit selger Freudigkeit; wird uns durch Gra⸗ beshügel/ der klare Blick verbaut: Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut. . Hilf du uns durch die Zeiten/ und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten/ und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden/ so öde, so allein, o laß in deinem Frieden/ uns hier schon selig sein. Cleonore Furstin Reuß, 18859g 950 Mel. J0 . laßt uns gehn und treten/ mit Singen und mit Beten/ zum Herrn, der unserm Leben/ bis hierher Kraft gegeben. 850 95 Beiligung des Lebens SSSSSS 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum an— dern, wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen: J. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Kindlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Cebens, fürwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen/ nach dir und deiner Bulde, ein HBerz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten/ und laß an allen Orten/ auf so viel Blutvergießen/ die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen; laß Großen und auch Kleinen/ die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Babe. 13. Bilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken/ den hoch betrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste: füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere/ und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Sebens Leben, mir und der Christen Schare/ zum selgen neuen Jahre! Baul Gerhardt, 607-676 951 Mel. 89 Jesus soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn/ und auf seinen Wegen gehn. 852 5 Lebens en: und durch bedecken. ewittern/ en: e Kinder, bens/ mit chen. Lob sei itten/ in den. nen/ nach en Orten/ ö u Wegen; heinen. rater, der nken/ den en. m Geiste, lhre. eben, mit 0⁰½-6⁷⁵ Mel. 80 sschienen; en, die in Jahreswende 952 E 2. Jesu Name, Jesu Wort, soll in seinem Zion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm/ unser Herz zum HBeiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil„wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren. Auch fürs neue Jahr uns beut/ Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein/ alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid/ soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 0. Jesus, aller Völker Heil, unserm Land ein Gnadenzeichen, unsers Ortes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort! Benjamin Schmolck, 7672-797 952 Mel. 146 9⁴ ist Immanuel! Das soll die Losung bleiben, da wir ein neues Jahr/ durch Gottes Güte schreiben. So rufet Zion aus, so singt ganz Israel; es heißet: Gott mit uns! Hier ist Immanuel! 2. Immanuel! Gott sei/ mit uns in allen Ständen; er sei uns Schild und Lohn/ und trag uns auf den Händen. In unsern Häusern fließ /ein steter Segensquell, wo diese Stimme schallt: Hier ist Immanuel! J. Immanuel! Gott sei/ bei seiner kleinen Herde, daß Zions Licht und Recht/ noch immer größer werde. Hier triefet Lebens— tau, hier ist der Himmel hell; so rufet man getrost: Hier ist Immanuel! 4. Immanuel! Gott wohn/ in allen frommen Häusern; und sollte Kreuz und Not/ sich da und dorten äußern, so sei Gott Rat und Tat, der uns zufrieden stell. Dann heißts durchs ganze Jahr: HBier ist Immanuel! Benjamin Schmolck, 167277 883 953— 955 Heiligung des Lebens 953 Mel. o O Herr Christ, nimm unser wahr/ durch dein heilgen Namen; gib uns ein gut neues Jahr. Wers begehrt, sprech Amen! 2. Daß dein Jesusname sich/ stets an uns beweise/ und Geist, Leib und Seele dich/ unaufhörlich preise! J. Du kennst unsern ganzen Sinn, siehst in unsre Herzen; nimm uns dir von neuem hin, unsre Freud und Schmerzen. 4. Nun, wir geben dir die Hand, heut im Geist aufs neue/ zum gewissen Unterpfand„ unsrer Lieb und Treue. 3. Lebe dieses neue Jahr, Jesu, in uns allen, die dir gerne ganz und gar/ möchten wohlgefallen. O. Wandle noch so ungesehn/ in der Deinen Mitte, unser Geist verspürt das Wehn/ deiner Segenstritte. 7. Wenn dein Herze mit uns ist, fehlts an keinem Segen, und wir gehn mit dir, Herr Christ, Fried und Freud entgegen. 8. Amen, Jesu Jehovah, deinem heilgen Namen/ sei Lob, Preis und Gloria/ jeht und ewig! Amen. v.) Urban Langhans, um 1550 v. 2 Christian Gregor, 7729-80) v. 9-—8*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο Volk und Vaterland Gerechtigkeit erhöhet ein Volk. 954 Mel. 53 Ber uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten! Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. Martin Luther, 1489-1546 95 5 Mel. 226 Gol Lob, nun ist erschollen/ das edle Fried⸗ und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen/ die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder dein Saitenspiel 889 löse /d . Oeht ssch ha wet die stteut, het vo dereng z. hach nach. Nun und sa zwing 0. Welt falltl Hried gebey ewge Lebens Ml.9 Nanen; Amen! d Geist Hetzen; etzen, s neue/ dir gerne le, unser egen, und gen. sei Lob, 7⁰⁰-7⁰ο Mel. 89 Ngeiten e steiten, 489-J546 Mel. 220 denwort, ertet und aitenspiel Volk und Vaterland 955 E DRE hervor, o Deutschland, und sing Lieder/ im hohen, vollen Chor! Erhebe dein Gemüte/ zu deinem Gott und sprich: Berr, deine Gnad und Güte„bleibt dennoch ewiglich. L. Wir haben nichts verdienet/ als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet/ der freche, schnöde Sünden— dorn. Wir sind fürwahr geschlagen/ mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse/ der Krieg und sein Geschrei. J. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! JOetzt sehn wir, was für Frommen/ dein bei uns Wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket/ all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil/ des Herzleids in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güldne Freudenkerze/ mit seiner eignen Hand. 4. Das drückt uns niemand besser/ in unsre Seel und Berz hinein/ als ihr zerstörten Schlösser/ und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat be— streut, jehzt aber lauter Wälder/ und dürre, wüste Heid, ihr Grä⸗ ber voller Leichen/ und tapfrer Helden Schweiß, der Belden, derengleichen/ auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Tränen— bach/ aus beiden Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach. Was Gott bisher gesendet, das hast du nicht geacht. Nun hat er sich gewendet /und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen/ zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen/ mit Lieb und Gutestun. . Ach laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, bevor der letzte Schrecken/ dich schnell und plöhlich über⸗ fällt! Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben/ in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 7607676 Danklied für die Verkündigung des Friedens 1648. 55 956 957 Heiligung des Lebens 956 Mel. 146 H Gott, dich loben wir! Regier, Herr, unsre Stimmen, laß deines Geistes Glut/ in unsern Herzen glimmen. Komm, komm, o edle Flamm, ach komm zu uns allhier, so singen wir mit Lust: Herr Gott, dich loben wir! 2. Berr Gott, dich loben wir! Wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht/ mit freudigem Gemüte. Es steiget unser Lied/ bis an des Himmels Tür/ und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir/ für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt/ des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren/ der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund/ mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir! 5. Berr Gott, dich loben wir, daß du die Vfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert/ zerbrochen und zerschla⸗ gen. Der Strick ist nun entzwei; darum so singen wir/ mit Herz und Zung und Mund: HBerr Gott, wir danken dir! . Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vater⸗ hand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufgetan. Herr Gott, wir danken dir! 7. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets„in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle nach Begier, o Vater, unsern Wunsch; HBerr Gott, wir danken dir! Johann Franck, 76)8- 16 Danksagung für den lieben Frieden 1648. 95⁵57 Mel. 22 Wa wir in höchsten Nöten sein„und wissen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hilf noch Rat, ob wir gleich sorgen früh und spat: 856 Volkeu 2.6 mein/ und N J. Ur iund G Linder 4.0 Not, u Gefah 0. 8 Gnade Plager 7. A danke hier u 5 Lebens N Mel. 136 men, laß Komm, ingen wir hüte, wir iget unser n Schall: uden, daß ns blicken es Volk: hten/ der en. Jett wir sind Wagen, zerhla⸗ wir/ mit dir! set, jedoch hie Vater⸗ herr Gott, lst geben, Rrön uns Wunsch; 167⁷ jeden J648. Mel. 22 nicht, wo hob wit Volk und Vaterland 958 EEEEEEEE 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insge— mein dich anrufen, du treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not 3. Und heben unser Aug und Berz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und flehen um Begnadigung/ und aller Strafe Einderung, 4. Die du verheißest gnädiglich /allen, die darum bitten dich/ im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Für— sprech ist. 5. Drum kommen wir, o Berre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trübsal und Gefahr. O. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon aus Gnaden los; steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen können wir, nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Baul Eber, 157-569 95 8 Mel. 96 „Nao von uns, Herr, du treuer Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl„verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn/ uns geben wolltst nach unserm Tun, so müßt die ganze Welt vergehn/ und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach HBerr Gott, durch die Treue dein/ mit Trost und Ret— tung uns erschein, beweis an uns dein große Gnad/ und straf uns nicht nach unsrer Tat. Wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Denk an des Sohnes bittern Tod, sieh an sein heilge Wun— den rot, die sind ja für die ganze Welt/ die Zahlung und das SS/ 99 Heiligung des Lebens Cösegeld. Des trösten wir uns allezeit/ und hoffen auf Barm— herzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten Hand und segne unsern Ort und Land. Gib uns allzeit dein heilig Wort, behüt vors Teu— fels Eist und Mord. Bescher ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Woller, 7547606 959 Mel. 732 Ha der du vormals hast dein Land mit Gnaden ange— blicket, und Israel mit starker Hand„erlöset und erquicket, der du die Sünd und Missetat, die dein Volk vor begangen hat, hast väterlich verziehen; 2. HBerr, der du deines Eifers Glut/ zuvor oft abgewendet/ und nach dem Zorn das süße Gut/ der Lieb und Buld gesendet: ach frommes Herz, ach unser Heil, nimm weg und heb auf in der Eil, was uns betrübt und kränket. J. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm/ im Brunnen deiner Gnaden. Erfreu und tröst uns wiederum/ nach ausgestandnem Schaden. Willst du denn zürnen ewiglich? Und sollen deine Fluten sich/ ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht/ nun einmal wieder laben? Und sollen wir an deinem Licht/ nicht wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Himmels Haus, Berr, deine Güt und Segen aus/ auf uns und unsre Häuser! 3. Ach daß ich hören sollt das Wort/ erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an jedem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu/ des Krieges Schluß, der Waf⸗ fen Ruh/ und alles Unglücks Ende! 6. Ach daß doch diese böse Zeit bald wiche guten Tagen, da— mit wir in dem großen Leid/ nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da/ all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott/ schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not/ nach Wunsch 8588 es Lebens * auf Barm: nsern Oit vors Teu⸗ uf daß wiLr „ISI7-J606 Wel. 792 uden ange⸗ detquicket, sangen hat, gewendet/ gesendet: heb auf in nnen deiner gestandnem ollen deine mal wieder der Freude deine Güt auf Erden, n, Werden! , der Waf⸗ Tagen da⸗ gen! Doch Jall denen, hon wieder ch Wunsch Volk und Vaterland 960 96 NSEESEE SNEE und also enden, daß seine Ehr in unserm Land/ und allent— halben werd erkaͤnnt, ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön/ einander grüßen müssen, Gerechtigkeit einher wird gehn, und Friede wird sie küssen; die Treue wird mit LEust und Freud/ auf Erden blühn, Gerechtig⸗ keit/ wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes tun, das Land wird Früchte geben; und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn/ und stets in vollem Schwange gehn/ zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, 76ε6σ 960 Mel. 70 8³ höre, Herr, erhöre, breit deines Namens Chre/ an allen Orten aus; behüte alle Stände/ durch deiner Allmacht Hände, schütz Kirche, Obrigkeit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Nuth. Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, biet allen deinen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer/ und unverdroßne Hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und ernte reiche Früchte ein. 4. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen/ in un⸗ serm Lande küssen, und segne beide, Herr und Knecht. 5. Gib uns den lieben Frieden, laß alle Feind ermüden, verleih gesunde Luft; laß keine teuren Zeiten/ durch unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft. 6. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen/ in unsers Jesu Namen, so ist all unser Flehn gewährt. Benjamin Schmolck, 7672-737 961 Mel. 368 3 Obrigkeit erhalte, gib ihr Weisheit, Kraft und Fleiß, daß sie wohl das Amt verwalte, so sie trägt auf dein Geheiß. 889 962— 965 Heiligung des Lebens *2 Krieg und Unruh wollst du stillen, allen guten Rat erfüllen. Krön und segne auch das Land, tu ihm wohl durch deine Hand. Henriette Katharine von Gersdorf, 7648-720 96²2 Mel.)55 öre deiner Kinder Flehn! Amen ja, du wollst es geben, daß das Leben/ unsers Volks voll Friede sei, Güt und Treu/ sich auf Erden stets begegne, Gnad und Recht vom Himmel regne/ und dein Heil das Herz erfreu. „Christian Gregor, 1723-80 963 Mel. 306 O Herr der Herren, schau hernieder„auf uns von deinem Himmelsthron; führ uns als deines Volkes Glieder/ in deiner Gnad, o Gottes Sohn, daß deine Weisheit, Lieb und Treu/ im ganzen Land die Sonne sei. 2. Die Frucht des Friedens werd gesäet/ in Frieden und Ge⸗ rechtigkeit. Dein Heil, das alle Welt umfähet, wehr allen Tücken, allem Streit. LCaß Obrigkeit und Volk zugleich/ in Eiebe ziehn zu deinem Reich. Albert Knapp, 7798-864 96⁴ Mel. 152 err, komm, wie zu der Väter Zeit/ ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit/ fest auf dein Wort uns gründen: ein frommes Volk, das dir vertraut„ und dir zum Tempel sich erbaut/ zu deines Namens Ehre. Julius Sturm, 78)68 965 Mel. 230 ieh herab vom Himmel droben, Herr, den der Engel Zungen loben, sei gnädig unserm Vaterland! Donnernd aus der Feuerwolke /sprachst vormals du zu unserm Volke und eintest es mit starker Hand. Sei du uns Fels und Burg, du führst uns wohl hindurch. Balleluja! Denn dein ist heut/ und allezeit/ das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit! Emanuel Geibel, 7875-884 560 NNNN, erfüllen. ine Hand. 5638.)526 Mel. J85 geben, daß nd Tien Himmel 7-So Lieb und n und Ge⸗ len Tücken, iebe ziehn „ 758-864 Mel. 132 mzuzünden, Wort uns nd dir zum 1. S6-N890 Mel. 230 gel Zungen nd aus det und eintest fühtst uns d allezeit/ 1 187588 .— Z==. SSSSSNSDSDS S DD RRTR 2. 2 N Die Vollendung Warten und Wachen Selig sind die Knechte, die der HBerr, so er kommt, wachend findet. 966 Mel. 32 Es ist gewißlich an der Zeit, daß Gottes Sohn wird kommen/ in seiner großen HBerrlichkeit, zu richten Bös und Fromme. Dann wird das Lachen werden teur, wenn alles wird vergehn im Feur, wie Gottes Wort bezeuget. 2. O Jesu, hilf zur selben Zeit/ von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit /werd eingezeichnet funden, auf daß ich samt den Brüdern mein/ mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 3. O Jesu Christ, du machst es lang/ mit deinem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang/ von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mache uns in Gnaden los/ von allem Übel. Amen. Bartholomäus Ringwaldt, 530- 599, nach einem älteren Liede. 36 967 968 Die Vollendung 967 Mel. 230 Wach auf! ruft uns die Stimme/ der Wächter sehr hoch auf der Zinne, wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitter⸗ nacht heißt diese Stunde; sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kommt, steht auf, die Sampen nehmt! Balleluja! Macht euch bereit/ zu der Bochzeit! Ihr müsset ihm entgegengehn. 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mäch— tig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all/ zum Freudensaal/ und halten mit das Abendmahl. J. Gloria sei dir gesungen, mit Menschen- und mit Engel— zungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Stadt, wir stehn im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat je gehört/ solche Freude. Des jauchzen wir/ und singen dir/ das Balleluja für und für. Philipp Nicolai, 7556-608 968 Mel. 75 Dis Zeit ist nunmehr nah, Herr Jesu, du bist da. Die Wun⸗ der, die den Leuten/ dein Ankunft sollen deuten, die sind, wie wir gesehen, in großer Zahl geschehen. 2. Ach Jesu, wie so schön„wird mirs alsdann ergehn! Du wirst mit tausend Blicken/ mich durch und durch erquicken, wenn ich hier von der Erde„ mich zu dir schwingen werde. J. Was für ein schönes Licht /wird mir dein Angesicht, das ich in jenem Leben/ werd erstmals sehen, geben! Wie wird mir deine Güte/ entzücken mein Gemüte! 4. Dein Augen, deinen Mund, den Leib, für uns verwundt, da wir so fest drauf trauen, das werd ich alles schauen/ und innig herzlich grüßen/ die Mal an Händ und Füßen. 862 Wir folgen ahl. it Engel⸗ olj Betlen der Engel kein Oht nd singen „J556-J608 Mel. 75 Die Wun⸗ y die sind, gehnl Du Ken, wenn esicht, das Wie wird verwundt, uen/ und N. Warten und Wachen 9⁰9 PSPSPSSSSe 3. Und was ich hier gegläubt, das steht gewiß und bleibt/ mein Teil, dem gar nicht gleichen„die Güter aller Reichen. All andres Gut vergehet, mein Erbteil, das bestehet. 0. Ach du so arme Welt, was ist dein Gold und Geld/ hier gegen diese Kronen/ und mehr als güldnen Thronen, die Chri— stus hingestellet„dem Volk, das ihm gefället! 7. Hier ist der Engel Land, der selgen Seelen Stand; hier hör ich nichts als singen, hier seh ich nichts als springen; hier ist kein Kreuz, kein Leiden, kein Tod, kein bittres Scheiden. 8S. Galt ein, mein schwacher Sinn, halt ein, wo denkst du hin? Willst du, was grundlos, gründen, was unbegreiflich, finden? Bier muß Verstand sich neigen/ und alle Redner schweigen. H. Dich aber, meine Zier, dich laß ich nicht von mir; dein will ich stets gedenken, Herr, der du mir wirst schenken/ mehr, als mit meiner Seelen/ ich wünschen kann und zählen. 10. Ach wie ist mir so weh, eh ich dich aus der Höh, Herr, sehe zu uns kommen! Ach daß zum Heil der Frommen/ du mei— nen Wunsch und Willen„noch möchtest heut erfüllen! 11. Doch du weißt deine Zeit; mir ziemt nur, stets bereit/ und fertig dazustehen/ und so einherzugehen, daß alle Stund und Tage/ mein HBerz mich zu dir trage. Baul Gerhardt, 607-)676 969 Mel. 5s) rmuntert euch, ihr Frommen, zeigt eurer Lampen Schein; der Abend ist gekommen, die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht. Nuf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit Ol/ und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah! Begegnet ihm im Reihen/ und singt Halleluja! J. Ihr klugen Jungfraun alle, heb. nun das Haupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engelchor. Die Tür 368 36* 970⁰ Die Vollendung DSPSPSPSPSPSPSPSPSPSSSSSSSSS N ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit. Auf, auf, ihr Reichs— genossen! Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen; der schöne Frühlingsschein/ ver— heißt Erquickungszeiten, die Abendröte zeigt/ den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 3. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freu— digen Gebärden/ und seid nicht mehr betrübt. Es sind die Freu— denstunden/ gekommen, und der Braut/ wird, weil sie überwun⸗ den, die Krone nun vertraut. . Die ihr Geduld getragen /und mitgestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonder Leid/ mitleben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen trium— phieren/ in eurer Siegeskron. 7. Bier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen/ im Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod er— schlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; hier ist die sichre fort, hier sind die güldnen Gassen, hier ist das Hochzeitsmahl; hier soll sich niederlassen/ die Braut im Freudensaal. 9. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, verlangte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände/ nach der Erlösungszeit. Loren; Lorenzen, 1650-1722 970 Mel. 36 Wobl dem, welcher seine Zenden/ immer läßt umgürtet sein/ und des Licht in seinen Händen/ nie verlieret seinen Schein! 2. Wohl dem, der bei Zeit versiehet/ seine Lampe mit dem Ol, weil der Bräutigam verziehet; der ist eine kluge Seel. J. O du Hüter deiner Kinder, der du schläfst noch schlummerst nicht, mache mich zum Uberwinder, wenn michs Trägesein anficht. 864 sollt nun Nt, wo die ie güldnen derlassen/ dich auf! O Hesu, ben Haupt J⁰ο-17²² Mel. J6 üttet sein/ en Schein! it dem Ol, hunmess in anficht. Warten und Wachen 971 972 4. Sei du Wecker meiner Sinnen, daß sie dir stets wachend sein, und wenn du mich rufst von hinnen, ich in dir dann schlafe ein.—7⁵⁴ 97¹ Mel. 7 Herr der Herrlichkeit, gib, daß ich stets bereit, voll Herz— verlangen/ auf deine Zukunft sei ß und Tag und Nacht mich freu, dich zu empfangen. 2. Bewahre meine Seel, o mein Immanuel, daß sie nicht träume/ und ja an ihrem Teil/ bei dem erworbnen Heil/ sich nicht versäume. 3. Wo bist du, süßes Licht? Zeig mir dein Angesicht, erweck mich wieder. Zieh mich mit Kräften an, auf daß ich streiten kann, beleb die Glieder. 4. Tu mir die Augen auf, damit ich meinen Lauf/ im Lichte führe, daß deines Geistes Rat/ und seine Zucht und Gnad/ mein Tun regiere. 5. Du holder Jesu du, laß mir doch keine Ruh/ in Neben-⸗ dingen/ und laß mich emsiglich, bis daß ich habe dich, mich zu dir schwingen. 0. Herr Jesu, du allein, du mußt mir alles sein/ und alles schaffen; und soll ich Streiter sein, so kleide du mich ein/ in deine Waffen. 7. O Jesu, Jehovah, Ruhm, Preis und Gloria/ sei dir ge⸗ sungen! Hier tu ich, was ich kann, bis wir dort stimmen an/ mit neuen Zungen. Wilhelm Christian Gmelin, 7684-746 v.)*Christian Gregor, 7723-80) v. 2 Siegmund Gmelin, 7679- 7⁰⁷½ 972 Mel. J6) O ihr auserwählten Kinder, ihr Jungfrauen allzumal, o ihr trägen Uberwinder, wer ist unter eurer Zahl, der da säumet, schläft und träumet? Wißt ihr nicht, was euch gebühret/ und was euren Brautstand zieret? 865 Die Vollendung äPEPESPESeSeeeeeeeeeeSSSESSSSSSSSSSSSS. 2. Wachet, wachet, kaufet Ole jetzt in dieser Mitternacht! Schmückt die Campen eurer Seele, habet auf den Bräutgam acht! Er wird kommen; hört, ihr Frommen, was die Friedens⸗ boten sagen: Jetzo kommt der Hochzeitwagen! 3. Da wird Leib und Seel genesen, und ich werd in vollem Glanz/ Frieden, Freude, lieblich Wesen/ erben mit dem Sieges⸗ kranz; weil das Boffen/ eingetroffen, die Erquickungszeit er⸗ schienen, muß nun alles wieder grünen. 4. Ei wie lieblich wirds da klingen/ in der selgen Ewigkeit! Engel werden mit drein singen, die sich längst darauf gefreut, da die Scharen/ Vaar bei Paaren/ werden ihre Harfen rühren/ und die HBochzeit prächtig zieren. 5. Rühme, jauchze, lebe fröhlich, Zion, Braut und Königin! Deine Freude währet ewig/ in dem Chor der Seraphim, da du weiden/ sollst mit Freuden/ in viel tausend Lieblichkeiten; laß dich dazu wohl bereiten! Christoph August Sporleder, 7583-7763 973 Mel. 4 er Herr bricht ein zu Mitternacht, jetzt ist noch alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht/ und ihm begegnen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag bestellt, er kommt, wenn niemand nach ihm fragt/ noch es für möglich hält. 3. Wer leget als ein treuer Knecht/ die Haushaltrechnung bei, daß, wenn sein Herr kommt, schlecht und recht/ bei ihm zu sehen sei? 4. Wer hält die Lampe rein und voll, wem brennt sein Glau⸗ benslicht, wenn nun der Aufbruch werden soll, daß ihm kein Ol gebricht? 8. So wach denn auf, mein Geist und Sinn, und schlummre ja nicht mehr, blick täglich auf sein Kommen hin, als ob es heute wär. G. Geh hin, o Seel, genieß dein Los, das er dir zugedacht; dein Teil und Beil ist schön und groß, das dir dein Beiland bracht. Johann Christoph Rube, 665-746 866 ollendung Ewigkeit uf gefteut, en rühren/ „J8J-J705 Mel. J6 alles stil. egnenwill! er kommt, ält. hnung bei, usehen sei sein Glau⸗ m kein O lummte a heute wär, dachtz dein nd bracht o5⸗N Warten und Wachen 974 975 974 Mel. 746 De Gnade dieser Zeit, wenn wir in Jesu Wunden/ den Grund der Seligkeit/ und Fried und Trost gefunden, nimmt HBerz und Sinn so ein, daß uns nichts schöner dünkt/ und Geist, Seel und Gebein/ ihm froh entgegen singt. 2. Wie wärs, wenn der Gesang, o Bräutgam, dich erbäte/ und deiner Füße Gang/ beträte diese Stätte? Du fändst uns schwach und arm, um mancherlei betrübt; mach unser Herz nur warm, im Lieben mehr geübt. 3. So werden wir uns freun/ und nicht vor dir erschrecken, wenn du einst brichst herein, vielmehr die Händ ausstrecken/ nach dir als unserm Freund, an den wir hier gegläubt, nach dem wir oft geweint, dem wir uns einverleibt. 4. Du hoch gelobter Fürst, laß uns in Fried einschlafen; und wenn du kommen wirst, zu lohnen und zu strafen/ nach deiner Lieb und Macht, so gib, daß wir uns sehn, nach deinem Bild erwacht, zu deiner Rechten stehn. Christian Gregor, 1723-80) v. 2* Christian Renatus Graf von Zinzendorf,)7727-752 97 2 Mel. 249 chon rüstet sich von fern„der große Tag des Herrn; seht ihr den Morgenstern? Ermuntert euch zum letzten Lauf/ und hebt die Häupter harrend auf: es kann nicht lange sein, dann bricht herein/ des Königs Glorieschein. 2. Der Wächter Reigen wacht, bald ist ihr Dienst vollbracht, schon ist es Mitternacht. Zur Mitternacht wird ein Geschrei: Der Bräutgam kommt, nun eilt herbei, ihr Jungfraun licht und rein, geht, holt ihn ein, bald wird er sichtbar sein. 3. Hört ihr das Sängerheer? Laut rauscht es als ein Meer/ ums Lamm im Stuhle her. Es singt die unzählbare Schar/ dem Lamme, das geschlachtet war, das große Gloria. Ei wärn wir da! Amen, Halleluja! Karl Bernhard Garve, 1763-84 v. 2*87³ 867 976 977 Die Vollendung 976 Mel. 22 ohlan, ihr Verborgnen und Stillen im Lande, die ihr des Herrn Erscheinung liebt, habt ihr schon zerrissen der Erdenlust Bande, seid ihr im Kreuzesweg geübt? Daß keinem vergehe der Streitermut! Wenn Wehe um Wehe bis auf das Blut/ und bis in die Tiefe der Seele wird dringen, wollt ihr dann mit Freuden vom Siege noch singen? 2. Ihr Jungfraun des Lammes, so laßt uns zusammen/ nun wachen und nicht schläfrig sein; ergreifet die SLampen, laßt bren— nen die Flammen, füllt Ol in eure Krüge ein. Seid stündlich ge⸗ wärtig, es kommt der Berr, zum Nufbruch schon fertig, er säumt nicht mehr. Sobald nun die Stimmen der Wächter erschallen, so eilet, dem Bräutgam entgegen zu wallen. J. Fürwahr, wie den Träumenden wird es uns werden, denn die Gefangenschaft ist aus. Die Menge, erkauft aus den Enden der Erden, siht nun zu Tisch im Vaterhaus. Auf Dulden und Sterben erfolgt der Lohn: die Braut muß ererben des Bräut— gams Thron; sie soll nun auf ewig mit ihm triumphieren, in Hütten des Friedens das Saitenspiel rühren.*787⁷³⁸ Wandel im Bimmel Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. 977 Mel. 751 1•1 will ich dir geben, du arge, falsche Welt; dein sündlich böses Leben/ durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Begier; da wird Gott herrlich lohnen/ dem, der ihm dient allhier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß mich selig ab— scheiden, setz mich in dein Erbgut. 868 ollendung Mel. 2 de, die iht hernissen der Daß keinem bis auf das , wollt ihr men/ nun laßt bren⸗ i9, er säumt erschallen, erden, denn den Enden Oulden und des Bräut⸗ whieren, in 0⁷⁰ etz Mel. J5/ ein sündlich Himmel ist ott hertlich ohn! Soll n. Verkütʒ selig ab⸗ Wandel im Himmel ĩPSDSDSDSDSeSeSeSSSeSeeeS 3. In meines Herzens Grunde/ dein Nam und Kreuz allein/ funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Er— schein mir in dem Bilde, zum Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden„in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden/ zu deiner Berrlichkeit. Wer hier zu Haus gewesen/ in deines Namens Schloß, der ist ewig ge⸗ nesen/ und kommt in deinen Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste„ ins Buch des Lebens ein/ und bind mein Seel fein feste/ ins schöne Bündelein/ der, die im Himmel grünen/ und vor dir leben frei, so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius HBerberger,)562- 62/ 978 Mel. 15 3 bin ein Gast auf Erden/ und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis ich bis zum Grabe; dort in der ewgen Ruh/ ist Gottes Gnaden— gabe, die schleußt all Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugend an/ als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht/ mit Kummer und mit Sorgen/ des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen/ manch harter Sturm erschreckt, Blitz, Donner, Wind und Regen/ hat mir manch Angst erweckt. Verfolgung, Haß und RNeiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden/ und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben/ als solche fromme Leut? Es muß ja durch— gedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freude ein. 869 979 Die Vollendung 0. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben durch die Welt, doch denk 8 nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt. Ich wan— dre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen/ mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Berrscher loben, der alles ganz und gar/ in seinen Hän⸗ den träget/ und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohl gefällt. S. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Oe länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geist ge⸗ falle; das meist ist Herzeleid. 9. Die HBerberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse/ mein Herz, wenn dein Herz will. Komm, mach ein seligs Ende/ an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende/ durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so senkt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide/ hin vor dein Angesicht/ ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll/ gleich als die helle Sonne/ nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen /du ausgeschmücket hast. Da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun und, frei von schnö— den Dingen, in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 7607-676 979 Mel.)) ch, wann kommt die Zeit heran, daß ich möge schauen an/ meinen liebsten Jesum Christ, der mein einges Leben ist?ꝰ 2. Was ist unsre Lebenszeit? Tage voll Mühseligkeit, Stun— den, die man oft beweint, wenns auch noch so herrlich scheint. 870 1. Wenn as ich hier auchet, so du ziehst Haus der die helle ein Gast, Da will on schnö⸗ 46⁰⁷.00 Mel.)) auen an/ eben istꝰ it, Stun⸗ cheint. Wandel im Bimmel 980 981 3. Aber was ist unser Tod? Nur ein Ende aller Not, da nach überstandner Pein/ wir der Freude näher sein. 4. O ihr Freuden in dem Herrn, meine Seele hätt euch gern, Freuden inn- und äußerlich! Auf die Freuden freu ich mich. Johann Rosenthal, 1615-690 v.] nach Johann Scheffler, 7624-67/7 980 Mel. 88 uter Hirte, willst du nicht/ deines Schäfleins dich erbar— men, es nach deiner Birtenpflicht/ tragen heim auf deinen Armen? Hol mich doch, dein Schäfelein, in die ewgen Hür— den ein! 2. Schau, wie ich verirret bin/ in der Wüste dieser Erde! Komm und bringe mich doch hin/ zu den Schafen deiner Herde. Führ mich, dein verlornes Kind, hin, wo deine Lämmer sind. J. Mich verlaͤngt, dich mit der Schar, die dich lobet, anzu— schauen, die da weidet ohn Gefahr auf den schönen Himmels— auen, die nicht mehr in Furcht darf stehn„ und nie mehr kann irre gehn. 4. O Herr Jesu, laß mich nicht, laß mich nicht von deiner Seite! Du bist meine Zuversicht; deine Hand mich sühr und leite, bis du mich aus aller Not/ heim wirst holn zu dir, mein Gott. Johann Scheffler, 7624-677 98¹ Mel. 83 immelan geht unsre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nachꝑ Kanaan/ durch die Wüste kommen wer— den. Hier ist unser Pilgrimstand, droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen/ und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn/ kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. S 982 983 Die Vollendung 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das Sorh Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt/ über onne, Mond und Sterne. Denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod/ in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. . Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben; ich will allen falschen Wahn/ durch die Bimmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672-77 982 Mel. 494 J bin nun frei gemacht durch Jesum Christ/ und habe Recht zur Stadt, die droben ist; das Erbe ist auch mir schon beige⸗ leget, zu dem mein Herz gewisse Hoffnung träget. Doch hab ich noch den Weg vor mir, daß ich von hinnen geh zu dir/ und das, worauf ich jetzt vertraue, im Bimmel offenbaret schaue. Drum bin ich ein Bürger und Pilgrim zugleich/ und walle nach jenem verheißenen Reich. 2. In Christi Blut hab ich Gerechtigkeit, der heilge Geist bringt wahren Fried und Freud; ich bin erlöst von Teufel, Welt und Sünden/ und kann im Glauben alles überwinden. Doch sehnt mein Berz sich nach der Ruh, nach meiner rechten Heimat zu; denn weil ich diese Hütte trage, fühl ich noch manche Not und Plage. Drum bin ich ein Bürger und Bilgrim zugleich/ und walle nach jenem verheißenen Reich. Johann Eusebius Schmidt, 1670745 983 Mel. 784 . halten eitele Gemüter/ die Erde für ihr Vaterland; doch wer die wahren Himmelsgüter/ und Jesum Christum recht erkannt, des Fuß mag gleich die Welt berühren, so ist das Berz doch in der Höh; er sucht den Wandel so zu führen, daß Seel und Sinn im Bimmel steh. 872 oͤllendung e Los von ne, Mond men Glanʒ at führen, geht mir ng bleiben; vertteiben. el bin. „1672.707 Mel. 494 abe Recht chon beige⸗ och hab ich / und das, ue. Drum nach jenem Heist bringt Welt und Doch sehnt eimat zu; e Not und leich/ und „J07⁰-7½5 Mel. 784 land; doch sstum recht das Hetz daß Seel Wandel im Himmel 984 985 2. Das Heimweh gottverlobter Berzen/ vermehrt sich bei der Kreuzeslast; man findt bei Leibs- und Seelenschmerzen/ auf Erden keine Ruh noch Rast. Wenn sich die Trübsalsflut er— gießet, so wird der engen Brust ganz bang, bis daß die Lebens— zeit verfließet; ach Gott, heißts oft, wie lang, wie lang! J. Da hat ein Paulus Lust zu scheiden, ein Abraham ist lebens— satt, ein Biob wird in seinen Leiden/ vor langer Sehnsucht müd und matt, Elias wünscht bei seinem Wandern/ die Seele heim in Gottes Händ, von einem Morgen bis zum andern /erwartet Simeon sein End. 4. Der Herr, der über Tod und Leben/ die unumschränkte Berrschaft hat, wird nie zu spät den Seinen geben/ die lang ersehnte Ruhestatt. Ein selges End muß alles wenden, was sonst noch so beschwerlich war, und Jesus reicht mit eignen Händen/ dem Sieger seine Valmen dar. Nach Bernhard Walter Marperger, 7682-74 984 Mel. 3oo Mou Herz lebt schon im Himmel droben, da ist mein Schatz, da ist mein Teil, das Jesus mir hat aufgehoben; dort ist das mir versprochne Beil, dort find ich es in seiner Hand, dort ist mein rechtes Vaterland. 2. Dir, Jesu, hab ich mich ergeben, dir, dessen Eigentum ich bin. Du, liebster Jesu, bist mein Leben, und Sterben bleibet mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir; bist du nur mein, so gnüget mir. J. Willst du mich hier noch länger lassen, so geb ich mich ge— duldig drein; darf ich in deinem Arm erblassen, so wird mirs eine Gnade sein. Wer deinen Rat erkennt und ehrt, der ist zum Himmelreich gelehrt. ö Ludwig Rudolf von Senfft zu Pilsach, 7681-78 985 Mel. 278 s ist noch eine Ruh vorhanden; auf, müdes Herz, und werde licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne 873 985 Die Vollendung scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden /dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu! Bald ist der schwere Kampf geendet, bald, bald der saure Cauf vollendet: so gehst du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, uns die⸗ se Ruhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr mü— den Seelen und ihr Frommen, versäumet nicht, heut einzukom— men/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit. J. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt, eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen;„dch selbst will eure Ruhstatt sein.“ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Teu⸗ fel toben, seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben/ und einen müden Waͤͤndersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben/ und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränen⸗ saat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen, welch süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, es wird kein Tod uns mehr erreichen; wir werden auch das SLamm dort sehn. Es wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn! . Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, denn die Er— quickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst über ihnen woh⸗ nen/ und ihre Treue wohl belohnenmit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Dann werden die Gebeine grünen; der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 87ꝗ uden /dort 5 eil herzul saure Lauf e kein Ende iebe sie uns en, uns die⸗ tit: Ihr mü⸗ einzukom⸗ he Last und tnicht mehr agen, dafür hstatt sein.“ elt und Teu⸗ inen müden und sanste n, an einem nügtl Doch ih erfunden, sre Tränen⸗ süßer Ton weichen, es das Lamm die Tränen oͤll geschehnl denn die Er⸗ jeht stechen; rihnen woh⸗ d Trost, mit der gtoße veiß. Wandel im Himmel 986 7. Da ruhen wir und sind im Frieden/ und leben ewig sorgen⸗ los. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen, dort waͤrtet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 1700-7 986 Mel. 150 Klemmu Kinder, laßt uns gehen, der Abend kommt herbei; es ist gefährlich stehen/ in dieser Wüstenei. Kommt, stärket euren Mut, zur Ewigkeit zu wandern, von einer Kraft zur an— dern; es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wendung richte/ fest nach Jerusalem. J. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur, und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten; es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln/ macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden, wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken/ den kurzen Vilgertag. . Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge/ und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter/ und brechen durchs Geheg. 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen/ bei jedem sauren Tritt. Er will uns 87⁵ 987 Die Vollendung machen Mut, mit süßen Sonnenblicken/ uns locken und er— quicken; ach ja, wir habens gut. 8. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern /in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten; die Engel selbst begleiten /als Brüder unsre Reihn. 9. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste/ auf unsrer Liebesbahn. 10. Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag, der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut! 11. Es wird nicht lang mehr währen, halt noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen/ daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 12. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was uh O. und beschwert. Welt, du bist uns zu klein; wir gehn durch Jesu Leiten /hin in die Ewigkeiten: es soll nur Jesus sein! Gerhard Tersteegen, 1697-769 987 Mel. 367 Baöh mein im ganzen Leben, Jesu, und regiere mich, alles Eitle dran zu geben; denn so überwinde ich. Und wie du zum Thron der Wonne/ hoch hinauf gestiegen bist, also eil auch ich zur Sonne, die mein ewig Erbteil ist. 2. Bleibe mein in Todesnöten; da bedarf ich deines Lichts. Wenn mich meine Sünden töten, dann erzeiget sich mein Nichts. Da, da sollen die Gedanken, Herr, in deiner Todespein/ als in meines Sieges Schranken/ enge eingeschlossen sein. 576 dem Hef — 1 steiten n zuʒ man b. Kommi, ch wohl gern kürzt immer Hleich ins mg reuer, l nwenig aus; nach Haus. en/ daheim n! wagenswert, hwert. Welt, / hin in die gen, 1697-70 Mel. J6/ te mich, alles Und wie du also eil auch eines Lichts. mein Nichts. hepein/ als sein. Wandel im Bimmel 988— 990 J. Wenn durch deine letzten Stunden auch mein letztes Stünd— lein siegt/ und das Sterben überwunden/ mit dem Leib im Gra— be liegt, wartet mein zum Gnadenlohne, o du meines Todes Tod, eine wunderschöne Krone„und ein himmlisch Morgenrot. 4. Drum auf deinen Kampf und Wunden /sei mein Leben drangewaͤgt! Schlaget, meiner letzten Stunden /selige Minu— ten, schlagt! Kurze Ärbeitsstunden bringen in die Ewigkeit zur Ruh; aber erst gehts an ein Ringen. Sieger, überwinde du! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-7ο 988 Mel. 749 Scaa das HBerze da hinein, alle seineͥ Kranken, wo ihr ewig wünscht zu sein; Sinne und Gedanken, weichet nicht/ von dem Licht, das dort oben scheinet, wo man nicht mehr weinet. Luise von Bahn, 1724-7 989 Mel. 37 ier bleibt indes mein Los, ihm nachzuwaͤllen, und meine Sorge bloß, ihm zu gefallen. Und dabei wart ich sein/ mit Herzverlaͤngen, bis er in obern Reihn /mich wird empfangen. *Chrlstiaͤn Gregor, 7729-80 990 Mel. 368 Cal o Jesu, mir auf Erden/ meinen Ruf und Gnadenwahl/ alle Tage fester werden, daß ich mit der Deinen Zahl, die ihr schönes Erbteil können/ ewig unverwelklich nennen, bis zu dir durch Gottes Macht/ werd im Glaͤuben durchgebracht. 2. Bei dir, Jesu, will ich bleiben. Balte selbst dein schwaches Kind, bis durchs selge an dich Gläuben /Seel und Leib ge— heiligt sind. Alle Not will ich dir klagen, alles dir ins Herze sagen, bis du endest meinen Lauf, und dann hört mein Weinen auf. v.)*Christian Gregor, 7729-80 v. 2Georg Heinrich L Loskiel, 74⁰-7874 97——— 997— 993 Die Vollendung P 991 Mel. 70(62)) —36 hab von ferne, Herr, deinen Thron erblickt/ und hätte gerne/ mein Berz vorausgeschickt/ und hätte gern mein mü— des Eeben, Schöpfer der Geister, dir hingegeben. 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn. Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen/ doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben/ und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermü— den/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goldnen Gassen/ lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus Hermes, 7738-82 992 Mel. 7 Ja dir nur leb ich, Jesu, dir nur sterb ich, Jesu, dein nur ganz allein/ will ich tot und lebend sein.*787³ 993 Mel. 879 Buch herein, süßer Schein/ selger Ewigkeit! Leucht in unser ar⸗ mes Leben, unsern Füßen Kraft zu geben, unsrer Seele Freud. 2. Hier ist Müh/ morgens früh/ und des Abends spät, Angst, davon die Rugen sprechen, Not, davon die HBerzen brechen; kalter Wind oft weht. J. Jesu Christ, du nur bist/ unsrer Hoffnung Licht. Stell uns vor und laß uns schauen/ jene immergrünen Auen, die dein Wort verspricht. 4. Ewigkeit, in die Zeit/ leuchte hell herein, daß uns werde klein das Kleine/ und das Große groß erscheine, selge Ewig— keit! Marie Schmalenbach, 1835-19 878 M Abschied und Heimgang 994 995 Abschied und Heimgang Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. an diesen 99⁴4 Mel. 579 hnen! Mubch wir im Leben sind/ mit dem Tod umfangen. Wen as hat mit suchn wir, der Hilfe tu, daß wir Gnad erlangen? Das nicht genug bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! schektz ich Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns ich roch im nicht versinken/ in des bittern Todes Not! Körie eleison! ö 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Höllen Rachen. Wer ohn Ermü— will uns aus solcher Not/ frei und ledig machen? Das tust du, en Gassen/ Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit/ unsre Sünd und großes Leid. HBeiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! 5. 738.7890 Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen/ vor der tiefen Höllen Glut! Körie eleison! . 3. Mitten in der Höllen Angst/ unsre Sünd uns treiben. su, dein nur Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu 70⁷³ dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Beiliger Herre Gott! Heiliger starker Mel. S70 Gott! Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß tinunserar⸗ uns nicht entfallen/ von des rechten Glaubens Trost! Körie deele Freud. eleison! Marktin Luther, 14839-1346 pät, Angst, ö(v.) nach dem lateinischen Media vita) en brechen; b³- 995 Mel. 87 icht. Stell N. Fried und Freud ich fahr dahin/ in Gotts Wille; ge⸗ Auen, die trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille; wie Gott mir verheißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. uns werde 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treu Heiland, ele Ewig⸗ den du mich, Herr, hast sehen lan/ und gmacht bekannt, daß er 5 1895-92 sei das Leben mein/ und Heil in Not und Sterben. *37 579 996 Die Vollendung J. Den hast du allen vorgestellt/ mit groß Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt/ heißen laden durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht/ für die Heiden, zu erleuch⸗ ten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel/ der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Martin Luther, 1483- 546 996 Mel. 22 N. lasset uns den Leib begrabn; daran wir keinen Zweifel habn, er werd am jüngsten Tag aufstehn„und unverwes— lich hervorgehn. 2. Er ist ja Erd und von der Erd, daß er zu Erde wieder werd, und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. J. Sein Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhier aus lauter wer ha von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn er— öset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend/ ist kommn zu einem selgen End; er hat getragen Christi Joch, er ist gestorbn und lebet noch. 3. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklärn/ und ewge Freude ihm gewährn. O. Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz ge⸗ nesn, da wird in ewger Freud und Wonn/ er leuchten wie die helle Sonn. 7. Nun lassen wir ihn schlafen fein/ und gehn all unsre Stra⸗ ßen heim, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicherweis. 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst/ vons Teufels Gwalt und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! Tschechisch: Lukas von Prag, 4 528 Deutsch:*Michael Weiße, 594 v. 8 540 880 Ab zu erleuch⸗ ins Volks 1483.7866 Mel. 22 en Zweifel unverwes⸗ leder werd, aune wird aus lauter Sohn er⸗ V einem storbn und it bis zum und ewge ganz ge⸗ ꝛen wie die nste Stla⸗ der Tod sein Blut m sei Lob, Vrag, f)5ed 2, 753 Abschied und Heimgang 997 998 PSDSPSPSPSPSPSPSSPSSSSee 997 Mel. 7 O Welt, ich muß dich lassen, ich fahr dahin mein Straßen/ ins ewge Vaterland. Mein Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben/ setzen in Gottes gnädge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden; das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. J. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schau— en/ wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 4. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden/ umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen; so will ich zu ihm kommen/ allein durch christlich Glauben gut. 5. Wir sind unnütze Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl/ damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben/ und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 0. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit; hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, die Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren/ und von ihm Gnad begehren; im Glauben sei du auch nicht schwach. 8. Die Zeit ist schon vorhanden: hör auf mit Sünd und Schanden/ und richt dich auf die Bahn/ mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen/ sollst du gutwillig geben dran. H. Das schenk ich dir am Ende: Nde, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Bein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen; meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. um 7555 998 Mel. 9o err Jesu Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld erwarbst: ich bitt durchs bittre Seiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. 88) 999 Die Vollendung ᷣĩP‚PDSDSDSPSPSPS‚SeSeSeSSSSSSeeSSS 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt/ und mir all men ch⸗ lich Hilf zerrinnt: so komm, Berr Christe, mir behend/ zu ilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Todes Qual. 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ; der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Rufstehn mir verleih, am jüngsten Gricht mein Fürsprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gna⸗ den mir das Leben schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht/ und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er dann mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld, hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich, bis wir entschla— fen seliglich. Paul Eber, 7571-55 999 Mel. J32 Wan mein Stündlein vorhanden ist, und ich darf fahrn mein Straße, geleit du mich, Herr Jesu Christ, mit HBilf mich nicht verlasse. Mein Seel an meinem letzten End/ befehl ich, Herr, in deine Händ, du wollst sie mir bewahren. 882 endung werde meine ht/ und mensch⸗ zu Hilf amertal, stets bei imm sie, juh, bis cht mein 5 Gna⸗ deinem hält und und den stirbt, aus des aoll er azu hilf rten mit Glaub entschla⸗ 7½½5⁰⁹ Mel. J32 fahrn mit Hilf „befehl Abschied und Heimgang 0⁰⁰0 30⁰ PPSPSPSPSSSSeeeeeeee 2. Wird mich die Sünde kränken sehr und mein Gewissen nagen, denn ihr ist viel wie Sand am Meer, so will ich nicht verzagen; gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmer⸗ zen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewges Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben. Mein höchster Trost dein Nuffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ausstreckenso schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken/ als Jesus Christus, Gottes Sohn; der wird die Himmelstür auftun, mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman, um 1480-156 v. 75 1000 Mel.)32 Goe Herr, an den teuren Eid, den du selbst hast ge⸗ schworen: So wahr du lebst in Ewigkeit, ich soll nicht sein verloren, ich soll nicht kommen ins Gericht, den Tod auch ewig schmecken nicht; das Beil wollst du mir zeigen. 2. Ach Gott, laß mir ein Leuchte sein/ dein Wort zum ewgen Leben; wollst mir ein selig End verleihn. Ich hab mich dir er⸗ geben/ und will dir traun, mein Herr und Gott, denn du ver⸗ läßt in keiner Not, die deiner Hilfe warten. 3. Drum will ich nun befehlen dir/ mein Seel in deine Hände. Ach treuer Gott, steh fest bei mir, dein Geist nicht von mir wende; und wenn ich nicht mehr reden kann, so nimm mein letztes Seufzen an/ zu dir, Herr Jesul Amen. Bartholomäus Frölich, nach 60⁰ 1001 Mel. 5) Buu tut mich verlangen/ nach einem selgen End, weil ich hier bin umfangen mit Trübsal und Elend. Ich hab Lust, 883 002)0⁰8 Die Vollendung abzuscheiden/ von dieser argen Welt, sehn mich nach ewgen Freuden. O Jesu, komm nur bald! 2. Zu dir will ich mich wenden, zu dir, Berr Christ, allein; gib mir ein selig Ende, send mir dein Engelein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, da du dich hingegeben/ für meine Sündenlast. 3. Hilf, daß ich gar nicht wanke/ von dir, Herr Jesu Christ, den schwachen Glauben stärke„in mir zu aller Frist. Bilf ritterlich mir ringen; dein Gand mich halt in acht, daß ich mag fröhlich singen: Gott Lob! es ist vollbracht! Christoph Knoll, 7569-650 1002 Mel. 8 Consmee der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn; dem tu ich mich ergeben, mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme/ und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus/ 10 kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 3. Wenn mein Herz und Gedanken/ zergehn als wie ein Licht, das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: . Alsdann fein sanft und stille/ laß mich, Herr, schlafen ein/ nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben/ mich bleiben allezeit/ und ewig bei dir leben/ ins HBimmels Wonn und Freud. 6⁰ 1003 Mel. 56s Fo dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammer⸗ tal. Aus Trübsal und großem Leid/ sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr jemals gehöret, die in Ewigkeit auch währet. 884 er aus/ Seußen n Eicht, icht: en ein/ delein. it/ und 6⁰⁰ Nel. 365 Qual, ammer⸗ in die wähtet. Abschied und Heimgang 0⁰4 1J0⁰85 2. O Herr Christ, du Morgensterne, der du uns schon hier aufgehst, sei von mir niemalen ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Du bist ja mein Licht und Hort, Trost und Leben, Weg und Pfort. Du wirst selig mich regieren/ und grad in den Himmel führen. 3. In dein Seite will ich fliehen/ auf dem bittern Todesgang; durch dein Wunden will ich ziehen/ in mein himmlisch Vater— land. In das schöne Paradeis, drein der Schächer tät sein Reis, wirst du mich, Herr Christ, einführen/ und mit ewger Klarheit zieren. 162⁰ 1004 Mel. 90 . Christi Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Sünden rein. Ja, Christi Blut und Herrlichkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid; damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du förderst mich; ins ewge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! 1638 1005 Mel. 175 Wy hab ich, Herr, als dich allein, der mir in meiner letzten Pein/ mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann/ und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tust du es, Gott, mein Heiland, nicht? 2. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeugs mit deinem eignen Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht/ und schreckt mich mit dem Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Du hast zu viel an mich gewandt/ und gibst mich keiner fremden Hand. 3. Ich weiß und glaubs gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, in deinen Wunden Zuflucht finden. Dar⸗ innen acht ich keine Not, weil weder Hölle, Feind noch Tod/ 885 00 Die Vollendung SSSESSSSSSSSSS des Glaubens Kraft mag überwinden. Dieweil ich lebte, war ich dein; jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach, 60555& 1006 Mel. 79 Oie Berrlichkeit der Erden/ muß Rauch und Asche werden, kein Fels, kein Erz kann stehn. Dies, was uns kann er⸗ göhen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum vergehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahnz sobald der Geist gewichen/ und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen/ ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen/ und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, kann für den Tod nichts nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Isteine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt?ꝰ 0. Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet/ be— grüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehens fällt: 7. So wachsen wir auf Erden, und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei. Doch eh wir zugenommen/ und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht drauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 9. Ruf, Berz, wach und bedenke, daß dieser Zeit Geschenke/ den Rugenblick nur dein; was du zuvor genossen, ist als ein Strom verflossen, und künstig, wessen wird es sein? 58 Mochi 2 10. Lehre „ 0 keine! endung pte, war 0-I08 Mel. 9 werden, fann er⸗ Lraum hachten, dieser n/ ohn em hier vinnen/ n, kann stirbt. merzen/ nꝰ Wo erfälltꝰ het/ be⸗ Abend werden, en/ und ntzwei. te/ uns eh wir chenke/ als ein Abschied und Heimgang 10⁰7 10. Verlache Welt und Ehre, Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre/ und geh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig selig machen kann. 11. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen/ und nimmer— mehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Grhphius, 676-664 1007 Mel. 88 esus, meine Zuversicht und mein Beiland, ist im Leben. Dieses weiß ich; sollt ich nicht/ darum mich zufrieden geben, was die lange Todesnacht/ mir auch für Gedanken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt. Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm ver⸗ bunden, meine starke Glaubenshand/ wird in ihn gelegt be⸗ i daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen ann. 4. dch bin Fleisch und muß daher/ auch einmal zu Asche wer⸗ den. Dieses weiß ich; doch wird er/ mich erwecken aus der Er⸗ den, daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht /wird ihn, meinen Heiland, kennen. Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen. Rur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. . Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herr⸗ lich gehen. Irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auf⸗ erstehen. Dann wird Schwachheit und Verdruß /liegen unter meinem Fuß. 7. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glie⸗ der! Gebt nicht Statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst seine Stimm erklingt, die auch durch die Gräber dringt. j 887 1008 30⁰9 Die Vollendung 8. Nur daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr zugesellt wollt werden. Schickt das Berze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 76⁵⁹ 1008 Mel. 638 Au wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald entstehet/ und auch wieder bald ver— gehet, so ist unser Leben, sehet! L. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig /sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen/ und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. J. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! S. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wirs uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 0. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig/ ist der Menschen Pran⸗ gen! Der im Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott ge⸗ sessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig„sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und ver⸗ gehen; wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, 609- 66/ 1009 Mel. 792 ⁵ danke dir für deinen Tod, Herr Jesu, und die Schmerzen, die du in deiner letzten Not/ empfandst in deinem Herzen. Laß die Verdienste solcher Vein/ ein Labsal meiner Seele sein, wenn mir die Augen brechen. 2. Ich danke dir für deine Huld, die du mir hast erzeiget, da du mit Zahlung meiner Schuld/ dein Haupt zu mir geneiget. 888 J. E lendung Erden, werden. sein. 168⁹ Mel. 63 Leben! ald ver⸗ Tagel icht hält HFreude! sel, Fried Schöne! inwehet, Nenschen eh wits en Pran⸗ Gott ge⸗ Menschen und ver⸗ oo-Jo/ Mel. J32 chmerzen, Hetzen. er Seele eiget, da geneiget. Abschied und Heimgang 010 307 —.......— Ach neig dich auch zu mir, mein Gott, wenn ich gerat in Todes— not, damit ich Gnaͤde spüre. J. Laß meine Seel in deiner Gunst /aus ihrem Leibe schei— den, auf daß an mir nicht sei umsonst /dein teuer wertes Leiden. Nimm sie hinauf, Herr Jesu Christ, wo du, ihr liebster Jesus, bist, und laß mich ewig leben. Johann Scheffler, 16524-167⁷ 1010 Mel. 4 . Christo gelebt, fest an ihm geklebt, daß nichts von ihm trennt, macht fröhlich und bringet ein seliges End. 2. Wer lebet im Berrn, der stirbet auch gern/ und fürchtet sich nicht; denn wer an ihn glaubet, kommt nicht ins Gericht. J. Ein Christe stirbt nicht, ob man schon so spricht; sein Elend stirbt nur, er aber steht da in der neuen Natur. 4. O heiliger Gott, töt in mir den Tod! Das sterbende Teil/ durchdringe dein göttliches Leben und Heil. Joachim Neander, 7550-680 1011 Mel. 506 er weiß, wie nahe mir mein Ende! HBin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach wie geschwinde und behende/ kann kommen meine Todesnot! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, bin ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken/ und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken/ und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für„ und sage frisch in allen Fällen: HBerr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 889 092 Die Vollendung n pPPiPSDSDSDSPSSSSeeeeeeSeSSS 5. Mach immer süßer mir den Himmel/ und immer bittrer 90 diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewigkeit 9. sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs 2. nur mit meinem Ende gut! 3590 G. Ach Vater, deck all meine Sünden/ mit dem Verdienste Buut v Christi zu; darauf allein will ich mich gründen, das gibt allein mir wahre Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs 3 nur mit meinem Ende gut! ů9 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden, da hab ich eine sichre llicken, Stätt, da find ich Trost in Todesstunden/ und alles, was ich 4M gerne hätt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur i seü mit meinem Ende gut! nihthe 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben vo du, oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite„ und sage: Mein 3. M Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nist i machs nur mit meinem Ende gut! hen, d H. Ich habe Jesum angezogen /schon längst in meiner heil— n wie gen Tauf; du bist mir daher auch gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 10. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken D hier. Nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und 10 er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur Bau v mit meinem Ende gut!* 11. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mh mirs mit Jesu glückt. Ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit ö Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, aus Gnad durch L.O Christi Blut /machst dus mit meinem Ende gut. Taodes Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 16397- 7 0 0 0 101 2 Mel. 151 1 3² dir, du Fürst des Lebens, Herr Jesu, ruft mein Herz, dem ich noch nie vergebens/ geklaget meinen Schmerz. Du Tilger 89⁰ endung bitttet wigkeit machs rdienste ot allein „machs ne sichte was ich uchs nur ei Leben Mein sti Blut, ner heil⸗ um Kind h machs jettunken ihm und lachs nur eiß, daß gen, mit iad durch 637-70⁵ Mel. J5, etz dem uTilger Abschied und Heimgang DSDSPSPSPSPSPSPSPSSSSSeeeeee meiner Sünden, ich weiß in Not und Tod, sonst keinen Trost zu finden/ als nur bei dir, mein Gott. 2. Ach stärke meinen Glauben/ und nimm mich wohl in acht. Will mir der Feind ihn rauben, so sprich: Es ist vollbracht! Ich hab es ausgestanden, was dieser leiden soll; hier ist mein Blut vorhanden, hier ist die Zaͤhlung voll. 3. In meinem größten Zagen„soll, Jesu, deine Pein, die du für mich getragen, mein größtes Labsal sein. Dein Blut soll mich erquicken, das du vergossen hast, und ich will nach dir blicken, bis Herz und Mund erblaßt. 4. Nun, Jesu, deinen Händenbefehl ich meinen Geist. Bilf mir selig vollenden, so wies dein Wort verheißt. Du wollst den nicht beschämen, der dein bedürftig ist, und ihn einst dahin nehmen, wo du, o Jesu, bist. 5. Mein Körper mag indessen/ im stillen Grabe ruhn; du wirst ihn nicht vergessen, nichts darf ihm Schaden tun. Denn, Herr, durch dein Begraben/ und siegreich Auferstehn/ soll ich ihn wieder haben/ und dich dann leiblich sehn. Zacharias Hermann, 7643-76 101 2 Mel. 230 ieses Haus, das aus der Erden, mag immerhin zerbrochen werden, ein ander Haus wird uns erbaut. Gott will diesen Bau vollführen, mit ewger Himmelsklarheit zieren, daß man nichts Unvollkommnes schaut. Hör auf, mein blöder Sinn! Wo willst du weiter hin? Stille, stille! Geh ruhig ein, wo Gott allein/ wird alles und in allem sein. 2. O wie wallt mein Herz vor Freuden! Der mich erlöst durch Todesleiden, ihn, meinen Heiland, werd ich sehn. Seine Wun— den werd ich grüßen/ und ewgen Trost bei ihm genießen; wie wohl, wie wohl wird mir geschehn! Erlöste ohne Zahl/ beim großen Abendmahl/ werden singen: Preis, Ehr und Macht/ sei ihm gebracht, dem Camm, das für uns ward geschlacht! v.) nach Jakob Baumgarten, 1668-722 v. 2*380 89 04 005 Die Vollendung 1 01¹ 4 Mel. 32 Du Lebensfürst, dein Durchbruch ist mein Heil. Der Tod V ist tot, ich werd ihm nicht zu teil. Was andern Qual, darf ich als Segen spüren, denn du wirst mich durchs Tal des Todes führen. 2. Wie schön wirds sein, wenn mein getreuer Birt/ den Leib verklärt zur Seele bringen wird! Bis dahin ruh ich in der Friedenskammer, weit hinter mir liegt aller Erdenjammer. J. So ist der Tod, der tausend Menschen schreckt, für mich ein Ruf, der mich belebt und weckt. Die Tränensaat wird er zur Reife bringen. Wie wird mein Mund dann Freudenlieder singen! 4. Hier haͤb ich der Verheißung sichres Pfand: es reißt mich nichts aus deiner starken Hand. Wohl will der Feind mir oft die Hoffnung rauben; ich trau auf dich, du wirsts ihm nicht erlauben. S. Ich weiß, du führst mich durch des Todes Tor/ und dringst mit mir zum ewgen Licht empor. Drum sinn ich schon auf Dank⸗ und Lobelieder/ beim Siegesfest für mich und meine Brüder. 0. Die Meinen laß ich in der Welt zurück. O leite sie mit deinem Gnadenblick! Ich darf sie deiner Führung überlassen, mit Vaterhuld wirst du sie stets umfassen. 7. Blick auf die Deinen alle weit und breit, steh ihnen bei im letzten, heißen Streit. Und wie dein Name strahlt durch tau⸗ send Welten, so reich und herrlich laß die Gnade gelten! 173 101 5 Mel. 79 enn kleine Himmelserben/ in ihrer Unschuld sterben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur dort oben/ vom Vater aufgehoben, damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe/ für Christum eingeweiht/ und noch bei Gott in Gnaden; was sollt es ihnen schaden, daß Jesus sie zu sich entbeut? 89² Zeuch bd Abschied und Heimgang 1006 1017 wWPSSSSe 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen/ und Qual, bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Tal des Johann Andreas Rothe, 1688-175s Oen Leib 101 6 Mel. 364 in der O3 Christen gehn von Ort zu Ort durch mannigfachen Jammer/ und kommen in den Friedensport/ und ruhn in mich ein ihrer Kammer. Gott nimmt sie nach dem Lauf/ in seine Arme d er zut auf; das Weizenkorn wird in sein Beet/ auf Hoffnung schöner er singen! Frucht gesät. eißt nich 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sein eure Schritte, du allbereits befreiter Geist, du jeht verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Morgenstern; euch Glieder deckt zu sanster Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 10 dangs 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ der großen Offenbarung; uj Dant⸗ indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwahrung. Wie Pude. ist das Glück so groß/ in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! ite sie mit*Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 17007οο berlassen, 1017 Mel. 5s nen 0 CEherle sollts gestorben sein, und das Sterben war die Strafe/ u 10 derer Schafe, die sich von des Hirten HBand/ abgewandt. len! Doch welch unverschuldte Tötung, wir bekennens mit Errötung, 260 ward dem Hirten zuerkannt! 2. Seit der Zeit ist unser Ziel, das die Menschen Sterben ö 1 nennen, dies nicht kennen, nur ein seliger Beschluß/ vom Ver⸗ tetben druß, nur der lehte Schritt des Ganges, den man durch das ben/ von Tal des Dranges/ hinter Christo gehen muß. 3. Fahret hin in Jesu Herz, inniglich geliebte Glieder, Schwe— aufe/ füt stern, Brüder! Wir verbleiben noch zurück, weil das Glück, droben was soll seinem Ruhm zu dienen, unser keinem noch erschienen, und er⸗ warten Christi Blick. 893 018 3019 Die Vollendung 4. Der gesegne euch den Schlaf, denn auf Arbeit folget Ruhe; und es tue/ euch nach manchem rauhen Weg, schmalen Steg/ nun recht wohl, sie zu genießen. Jesus muß die Ursach wissen, daß er eins zu Bette leg. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 700-760 1018 Mel. 14 Oit Sebens abgestecktes Ziel mag kurz sein oder lang, so ist es an sich selbst nicht viel/ und nur ein Übergang. 2. Wer aber jeden Lebenstag, solang es heute heißt, dem Herrn der Tage opfern mag, der ist ein selger Geist; 3. Der bringet seine Herrlichkeit, die er in Christo hat, aus dieser arbeitsvollen Zeit /mit in die Ruhestadt. 4. Da ist der edle Gottessohn, das auserkorne Lamm, selbst seiner Knechte Gnadenlohn/ und Hirt und Bräutigam. S. So freut sich endlich auf sein End/ ein Simeons⸗Gemüt, das seinen Herrn von alters kennt/ und seine Treu und Güt⸗ . Bis dahin ist das die Natur /von einer unserm Herrn/ zum Dienst ergebnen Kreatur: sie müht sich, und tuts gern. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-760 1019 Mel. 5)9 Hauer wir, hätten wir/ nichts als diese Sterbenszeit, da wir unsre Glieder pflegten„und auf jene Ewigkeit/ keine Frucht zurechte legten, hofften wir auf Christum hier allein, was wollts sein, was wollts sein? 2. Aber nein, aber nein! Hier ist eine Tränensaat, dorten soll die Ernte kommen. Wer hier treu gewirket hat, wird mit Ehren angenommen/ und geht ein in seines Herren Freud/ nach der Zeit, nach der Zeit. 3. Amen ja, Amen ja! Du bist unsers Todes Tod. Unser Ster⸗ ben ist zu Ende. Christe, starker Lebensgott, nimm den Geist in deine Hände, trag ihn durch des dunklen Todes Tür/ heim zu dir, heim zu dir! Wtolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-70 v. 3 673 89⁴ Ab 7⁰⁰ 7⁵⁰ Mel. 7)0 Seit, da it/ keine er allein, otten soll it Ehren nach der ser Stet⸗ Geist in m zu dir, oo- Iyoo Abschied und Heimgang 10²⁰—022 ᷣĩPSDSDSDSDSDSSSSSeeSS SS 10²20 Mel.) ller Gläubgen Sammelplatz/ ist da, wo ihr Herz und Schatz, wo ihr liebster Jesus Christ/ und ihr Berze hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge HBeimat fort, ungefragt, ob die und der/ uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Aber wenns nun schon geschehn, und er kann nie was ver⸗ sehn, hat man nichts dabei zu tun/ als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da, geht uns freilich gar sehr nah. Aber, Lamm, du bist uns mehr, als das eigne Leben wär. Christian Gregor, 1723-80), nach Zinzendorf 1021 Mel. 6 Ei wie so selig schläfest du/ nach manchem schweren Stand/ und liegst nun da in stiller Ruh/ in deines Heilands Hand! 2. Sein Leiden hat dich frei gemacht/ von aller Angst und Pein. Sein letztes Wort: Es ist vollbracht! das sang dich lieblich ein. 3. Nun laß dich zur Verwandelung/ in seine Felder sänmit Hoffnung und Versicherung, viel schöner aufzustehn. 4. Verbirg dich unserm Angesicht/ im kühlen Erdenschoß; du hast das Deine ausgericht/ und kriegst ein selig Los. 5. So reget Christi Freundin nicht, weckt nicht die edle Seel; sie lächelt über dem Gesicht/ von dir, Immanuel. 6. O führe deine ganze Herd, die sich zu dir gesellt/ und die dir teuer, lieb und wert, auch vollends durch die Welt. *Gottfried Neumann, 7685-77 v. 2 u. 3 7½2 1022 Mel. ss Bi mir Berz und Auge bricht, steht auch Jesu Herz mir offen, und ich kann mit Zuversicht/ tot und lebend auf ihn hoffen; denn was er hat, das ist mein, und wo er ist, soll ich sein. 2. Lebet Christus, unser Haupt, und ersteht aus seinem Grabe, daß, wer immer an ihn glaubt, ewgen Trost und Hoffnung habe, o so folgt auch jedes Glied/ seinem Haupt, wo das hinzieht. 38* 895 108 Die Vollendung 3. Oesus Christus läßt mich nicht, dessen freut sich meine Seele mit lebendger Zuversicht; und auch meine Leibeshöhle/ nimmt den Trost ins Grab hinein, daß sie ihm wird ähnlich sein. 4. Amen ja, es wird geschehn, daß die Glieder wieder grünen/ und mit Jauchzen auferstehn, Christo Tag und Nacht zu dienen/ und mit neuer Augen Licht/ ihn zu sehn von Angesicht. S. Jesus ist mein Lebenslicht, Jesus ist mein Auferstehen. Jesus lebt, drum sterb ich nicht; nein, ich werde zu ihm gehen. Jesus ist mein Paradeis, meine Wonne, Ruhm und Breis. 0. Jesum, meiner Seelen Heil, werd ich einst mit Nugen sehen, ihn, mein Gut und mein Erbteil. O wie wohl wird mir gesche⸗ hen, Jesu, wenn Seel und Gebein/ einmal dort bei dir wird sein! v. 1-9*Christian Gregor, 7723-380 v. 4*873ꝗ v. S. 6 Johann Christoph Schwedler, 7672-790 1023 Mel. 5s 3 werd mich über mein Seligsein/ doch niemals anders als schamrot freun; denns ist lauter Gnade/ und bleibt mir Ar⸗ men/ ewig ein Wunder von Liebserbarmen. Ich bins nicht wert. 2. Amen, ja, das werd ich/ zu Jesu Füßen/ mit ewger Beugung bekennen müssen, weils Wahrheit ist. J. Herr, dein Blutvergießen, dein bittres Leiden/ und dein am Kreuze für mich Verscheiden/ hat mirs verdient. 4. Darauf ganz alleine„ will ich vertrauen/ und will beim Glauben das selge Schauen/ erwartend sein. 3. Laß mich nur, Herr Jesu, bis zum Erblassen/ dich unver⸗ rücklich ins Ruge fassen/ zu meinem Trost: 6. In dem ewig schönen/ Versöhnungsbilde, wie du am Kreuze dein Blut so milde/ vergossen hast. 7. Und wenn ich im Friedenin deine Hände/ einst werde dürfen aus diesm Elende/ von hinnen fahrn, 8. So wird mich am Ende, dein Todeskummer/ gar sanft einwiegen zum lehten Schlummer/ als wie ein Kind; 89 stehen. gehen. dreis. nsehen, gesche⸗ ird sein 72·-70⁰ Mel. 58 ets als mit Nr⸗ ht wert. eugung d dein sbeim unper⸗ Kreuze werde t sanft Abschied und Heimgang 10. O wer wird da wissen, wie ihm geschiehet, wenn man dich endlich von nahem siehet, so wie du bist! 11. O wie wirds so wohl tun, an deinen Wunden/ von un⸗ sern jetzigen Arbeitsstunden /sanft auszuruhn! 12. Und welch Lobgetöne„wird dann erschallen, wenn dir von deinen Erlösten allen/ gesungen wird: 13. Lamm, für uns geschlachtet, nimm Preis und Ehre/ und Lob und Dank durch viel tausend Chöre; denn du bists wert! 14. Alles sage Amen, den Herrn zu loben/ hier auf der Erd und im Himmel droben, was Odem hat!„Christian Gregor, 1723–3805 10²4 Mel. 20 o seit so viel hundert Jahren/ die Gläubgen alle hin— gefahren, geht jung und alt und groß und klein, was den Heiland liebt und ehret/ und ihm zu eigen angehöret, noch jetzt ins ewge Ceben ein, wo wir im ewgen Licht/ den schaun von Angesicht, der aus Liebe/ vom Thron herab/ in Tod und Grab„ sich williglich für uns hingab. 2. Heilger Bräutgam unsrer Seelen, o möchte keins von uns dir fehlen„ in der Erlösten Jubelreihn, dort im Reiche der Gesunden, wo wir durch deine heilgen Wunden- geheilt sind und uns ewig freun! Dann stellst du unsre Schar/ Gott, deinem Vater, dar, selge Glieder/ von deiner Braut; dann wird geschaut/ mehr, als man sich zu denken traut. v.)*Christian Gregor, 7723-80 v. 2* Georg Heinrich Loskiel, 7740-814 1025 Mel. 784 I mir, wenn meine Augen brechen, Herr, deinen Frieden fühlbar sein; komm, deinen Trost mir zuzusprechen, und segne mein Gebeine ein. Reich mir, Erlöser, deine Arme, darin ich Gnad und Frieden fand, und trag mich vollends mit Er⸗ barmen/ sanft zu dir heim ins Vaterland.*806 897 10²26—)028 Die Vollendung 1 0²6 Mel. 228 Me dir, Herr Jesu, schlaf ich ein, mit dir will ich begraben sein/ und mit dir auferstehen. Mit dir will ich in Ahn⸗ lichkeit des Leibes, den dir Gott bereit, ins Vaters Haus eingehen. Mit dir/ wird mir/ Fried und Freude, frei vom Leide, dort gegeben; mit dir werd ich ewig leben.*806 Ewiges Leben Freude und Wonne wird über ihrem Haupte sein. 1027 Mel. 757 Wor werden einst mit Freuden/ den Beiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden/ den Himmel aufgetan, und mit den Heilgen treten„zur Rechten Jesu Christ/ und Gott in dem anbeten, der unser Bruder ist. 2. Kein Ohr hat je gehöret, kein menschlich Aug gesehn/ die Hreud, so den bescheret, die Gott sich ausersehn. Sie werden Hott anschauen/ und sehn von Angesicht/ mit ihres Leibes Augen/ das ewge, wahre Licht. J. Sein Licht wird uns bescheinen, sein Antlit blicken an, und Elend, Angst und Weinen/ wird da sein abgetan. Da wird die Braut sich zeigen mit Christi Blut geschmückt/ und sich vborm Bräutgam neigen, der sie so hoch beglückt. Johann Walther, 1496-1570 v. 9* Christian Gregor, 1723- 80) 1 0²8 Mel. 570 Jasah du hoch gebaute Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat/ und ist nicht mehr bei mir. Weit über Berg und Tale, weit über blaches Feld/ schwingt es sich über alle /und eilt aus dieser Welt. 898 (wiges 2 2. 0 u komi die Gee wählten J. Im wenn sie fahtt au tagen, 4. 0⁰ Wie gr fort/ al Gott he 5. W⸗ gezogen ich,die! andt, de 0. Pro gemein, Tpranne allh, mit 7. We von höd und Pre Hosian 8. Mi Zahh d der hre niel me luen an, ufgetan, ist/ und ehn/ die werden Leibes cken an, an. Da t/ und 7⁰ 23·0⁰0 Mel. 570 wär in und ist blaches t. Ewiges Leben 0² PDPPSPIPIPIPIPIPIPIIIFII 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue Hände zum auser⸗ wählten Pfand, daß sie mit Heil anlände/ in jenem Vaterland. 3. Im Nugenblick wird sie erheben sich/ bis an das Firmament, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich/ die Stätt der Element; fährt auf Eliä Wagen/ mit großer Engelschar, die sie in Händen tragen, umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, tu auf der Gnade Pfort! Wie große Zeit hat mich verlaͤngt nach dir, eh ich bin kommen fort/ aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit! 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat ge— sandt, da ich noch war so ferne in meinem Tränenland. 6. Propheten groß und Vatriarchen hoch, auch Christen ins— gemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch/ und der Thrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit über— all, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann Zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund voll Lob und Preis. Das Halleluja reine/ man singt in HBeiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chören ohne Zahl, daß von dem Schaͤll und von dem süßen Ton/ sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen/ das große Himmelsheer. Johann Matthäus Meöfart, 7590-1642 1029 Mel. 30 wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen/ aller Not, die uns noch hält gefangen. 899 00⁰ Die Vollendung PSPSPSPSSSSSSESESESeSeeSeeSeSeeSSSSSeSSSSSSSSS 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer, kein Kreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, habt das schon, wo— nach wir uns erst sehnen, euch wird gesungen, was in keines Menschen Ohr gedrungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich vom Jammer länger lassen treiben? 0. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 7605-65 1030 Mel. 368 Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach welch lieblich Lobgetöne/ hört man da in stolzer Ruh! O der großen Freud und Wonne, endlich gehet auf die Sonne, endlich gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag! 2. Christus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das Heil erworben. Drum fahr ich mit Freud dahin, wo die Seraphinen prangen 7 und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott der Vater, Sohn und Geist! 3. Wo die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen /sitzet der Apostel Zahl, wo in so viel tausend Jahren /alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn/ ewig Halleluja hörn. 4. Unaussprechlich schöne singet„Gottes auserwählte Schar. Heilig, heilig, heilig! klinget/ in dem Bimmel immerdar. Zeit, wann wirst du doch anbrechen, daß ich werde sehn und sprechen/ meinen Schönsten für und sür? Stunden, ach wann schlagt ihr mirꝰ Johannes Rosenmüller,(?) um 1620-1684 v. 4 nach Johann Georg Albinus, 1624 1679 60⁰ 4.0 tigkeit dm Bl 3. N gericht seinem siht;! 6. U Kindl müsse darf Himmel Jammer auf und stommen 08-1689 Mel. 368 ch welch 10 det e, endlich Gewinn; d dahin, nfangen: d Geistl mal, wo in so viel unserm ie Schat. ar. Heit, prechen/ hlagt ir 0-7684 6527760⁰ — Leben 03) 032 1 03 Mel. 228 ie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Seinen vor⸗ behält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der HBerrlichkeit, du hast die Stätt auch mir bereit, hilf sie mir auch ererben. Einen kleinen Blick in jene/ Freudenßzene gib mir Schwachen, mir den Abschied leicht zu machen. Ahasverus Fritsch, 1629-70 1032 Mel. 9⸗ ie schön ist unsers Königs Braut, wenn man sie nur von ferne schaut! Wie wird sie nicht so herrlich sein, wenn sie mit ihm einst bricht herein! Triumph! wir sehen sie, wir singen ihr. Wohl dem, der mit dazu gehört schon hier! 2. Ich grüße dich, du güldne Stadt, die lauter Tor von Perlen hat. Führ deine Mauern hoch hervor, sie heben deine Pracht empor. Dein Licht ists Lamm, es deckt dich keine Nacht. O wär ich nur bald auch dahin gebracht! 3. Wie sreut sich doch mein ganzer Sinn, daß ich schon ein— geschrieben bin in der verlobten Glieder Zahl/ durch meines holden Königs Wahl! Wie gerne mach ich mich mit nichts ge— mein, weil ich ein reines Glied der Braut will sein! 4. Drum überwindt mein Glaube weit/ im Geist die alte Nich— tigkeit; er wartet auf die neue Stadt, die lauter neue Sachen hat. Im Blut des Lamms ererb ich alles mit; das ist der Sieg, darum ich sehnlich bitt. 5. Ach wundre sich nur-niemand nicht, daß ich darauf allein gericht. Ein Brautherz kann in sonst nichts ruhn, es hat mit seinem Schmuck zu tun; wer seinen Hochzeitstag schon vor sich sieht, der ist um andern Tand nicht mehr bemüht. G. Wenn ich nun vollends umgekehrt/ und klein als wie ein Kindlein werd, so ist Jerusalem auch mein; denn solche Bürger müssens sein. Da bin ich dann daheim in Gottes Haus/ und darf nun ewiglich nicht mehr hinaus. 1033 130³4 Die Vollendung bu ĩSiiESSSSSSSSS WO. 7. Dann ist das Alte völlig hin, das Neue da nach Geistes⸗ sinn. Willkommen, allerliebstes Samm! Komm ja fein bald, S mein Bräutigam! Triumph, Triumph, Triumph, Viktoria! und dens⸗ ewig, ewiges Halleluja! Gottftied Arnold, 7666-174 Inausf hen/ des 1033 Mel. 75 Aalsallner Oie Zeit wird einst noch kommen, da ich, verklärt und rein, Sufßen von aller Angst entnommen, bei Engeln werde sein/ und 9. Sie i mit den Seraphinen/ in seinem hellen Licht/ Gott ewig werde Ien sst da dienen/ und sehn sein Angesicht. Kaspar Neumann, 1648-175 Braut un sen Köni 10³⁴ nου i ird das nicht Freude sein, nach gläubigem Vertrauen/ 5⁰ dort selbst den Heiland schauen/ in der Verklärung Schein; 1 an seinen holden Blicken/ und Worten sich erquicken: wird das h 1— nicht Freude sein, wird das nicht Freude sein? used 2. Wird das nicht Freude sein, wenn, was der Tod genommen, Hrach. uns wird entgegen kommen/ und jauchzend holen ein; wenn Lesfimme man wird froh umfassen, was tränend uns verlassen: wird das 40 nicht Freude sein, wird das nicht Freude sein? Mar 0 J. Wird das nicht Freude sein: sehn unterm Fuße liegen, was Herdus, schwer war zu besiegen, Gott dienen engelrein; von Schmerzen, hurh dur Leid, Verdrießen„nicht das Geringste wissen: wird das nicht Dadauf Freude sein, wird das nicht Freude sein? shauen, 4. Wird das nicht Freude sein: was unaussprechlich, hören, 3. Das des Höchsten Lob vermehren, mit Engeln stimmen ein, wenn uvunschte sie mit süßem Klingen/ ihr dreimal Heilig singen; wird das het Hert nicht Freude sein, wird das nicht Freude sein? uchdii 5. O das wird Freude sein! Weg, Güter dieser Erden, ihr cwang Ehren voll Beschwerden, ihr Freuden, die nur Schein! Gehabt ins Vat euch wohl, ihr Lieben! Muß ich euch jeht betrüben, denkt, dort 0. Da wird Freude sein, denkt, dort wird Freude sein! Buterl Hans Christoph von Schweinitz, 7645-72 es getto 60² lendung Geistes⸗ in bald, rial und 66-7% Mel. J nd rein, in/ und ig werde 648-J75 Mel. 47 auen Schein; wird das wommen, n; wenn witd das zen, was hmerzen, das nicht y höten, in, wenn vird das den, iht Gehabt nkt, dott 645·-J7⁷⁷ Ewiges Leben 05 103 Mel. 2)8 ie Seele ruht in Jesu Armen, der Leib schläft sanft im Er⸗ denschoß; am Herzen darf das Herz erwarmen, die Ruh ist unaussprechlich groß. Was sieht sie nun nach wenig Stun⸗ den/ des Kampfs und nach geheilten Wunden/ dort oben am kristallnen Meer! Getrocknet sind nun alle Tränen, gestillt ihr Seufzen und ihr Sehnen, des Lammes Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen, ihr Schmerz und Seuf⸗ zen ist dahin. Sie ist zur Freudenkrone kommen, sie steht als Braut und Königin/ im Golde ewger Herrlichkeiten/ dem gro⸗ hen König an der Seiten, sie schaut sein klares Angesicht. Sein freudenvoll und lieblich Wesen/ macht sie nun durch und durch genesen; sie ist ein Licht im großen Licht. 3. Sie jauchzt den Sterblichen entgegen: Mir ist so unaussprech⸗ lich wohl! Ich bin durch meines Mittlers Segen/ des Lebens und der Wonne voll. Mein schönes Erbteil ist mir worden, viel Tausend aus der Selgen Orden/ bewundern jauchzend meine Pracht. Man kann in allen Himmelschören„gleichwie mit Don⸗ nerstimmen hören: Der Herr hat alles wohl gemacht! 4. Ja, wohl gemacht durchs ganze Leben, recht wohl in mei⸗ ner Todespein! Sein mütterliches Tragen, Heben/ bracht mich heraus, hindurch, hinein: heraus aus dieser Erde Lüsten, hin⸗ durch durch die Versuchungswüsten, hinein ins schöne Kanaan. Da darf ich auf den grünen Auen/ den Belden, der mich führte, schauen, der große Ding an mir getan. 5. Das war ein Tag der süßen Wonne, das war ein lang ge⸗ wünschtes Heut, da Jesus, meine Lebenssonne, den ersten Blick der Herrlichkeit/ zum freudenvollen Übergehen /ließ meine Seel durchdringend sehen, ich eilte meinem Freunde zu. Mein Geist schwang sich mit Jubelscharen, die um mein Sterbebette waren, ins Vaters Haus zur stolzen Ruh. . Das Lamm ist nun bei seinem Hirten, der es mit seinem Blut erlöst; wie herrlich läßt es sich bewirten, wie süßiglich wird es getröst! Sein Lieben ist so unermessen, es muß von seinem 60⁸ Bissen essen/ und trinkt aus seinem Becher mit, es liegt in sei⸗ nem Schoß und Armen/ und schmeckt das ewige Erbarmen/ des, der den Kreuzestod erlitt. 7. Nun kann das Kind den Vater sehen, es fühlt den sanften Liebestrieb; nun kann es Jesu Wort verstehen: Er selbst, der Vater, hat euch lieb. Ein unergründlich Meer des Guten, ein Urgrund ewger Segensfluten/ entdeckt sich dem verklärten Geist. Er schauet Gott von Angesichte„und weiß, was Gottes Erb im Lichte/ und ein Miterbe Christi heißt. 8. Nun ist der Seele ganz erschienen/ er, der ihr Ein und Alles war; das große Wort: Ich bin in ihnen /ist ihr nun völlig offen— bar. Das Wort ist ihres Herzens Freude, hier hat sie ewig süße Weide/ im allerseligsten Genuß; mit denen, die vorangegangen, hat sie von ihrem Gott empfangen/ den allerhöchsten Überfluß. 9. Der matte Leib ruht in der Erden. er schläft, bis Jesus ihn erweckt. Da wird der Staub zur Sonne werden, den jeht die finstre Grust bedeckt. Wie fröhlich wird er auferstehen, wie wird man ihn vereinigt sehen/ mit dem in Gott verklärten Geist! Wie werden sie zusammen weiden, wenn sie das Lamm zu sei⸗ nen Freuden/ an Zions Tafel kommen heißt! 10. Wir, die wir noch durch Mara reisen, im Glauben laßt uns halten an. Wir denken unter Tränenspeisen/ an jenes schöne Kanaan, allwo wir mit der Schar der Frommen, wer weiß, wie bald, zusammenkommen/ und bei dem Berrn sind allezeit. Da werden wir ihn ewig sehen. Wie wohl, wie wohl wird uns ge⸗ schehen! Herr Jesu, komm, mach uns bereit! Ludwig Konrad Allendorf, 7693-7 1036 Mel. 59 Fra dich, freue dich! das läßt Jesus sagen dir, freue dich, erlöste Seele! Jetzt eröffnet sich die Tür, jeht fährst du aus dieser Höhle! Er, der Bräutgam, kommt, er nahet sich. Freue dich, freue dich! 2L. Nun wirds licht, nun wirds licht! Singt doch mit Halle— luja, o ihr Lichteskinder alle! Und ihr Engel, die ihr da, auf, 60⁰ Ewiges! begrüßt! säume ni 3. Ame Gottesho Lied mit ducchgebt F— bi Grab mit seinen 2. Auf spät und iht Loter J. Der mit der springt e der Tod 4. Ma Lauf/ be Tage? J 3. Tri mein tre kind/ wi 6.08 ich weich deine W J. Da Dreieini hat ausg 8. Da nich aug dem hod ndung in sei⸗ men/ unsten st der n, ein Geist. 5 Erb Mles offen⸗ g süße ngen, Ifluß. 5 ihn ht die e wird Geistl u sei⸗ 1 laßt schöne 5„ wie . Da sis ge⸗ .75³ el. ½ dich, aus Freue alle⸗ auf, “* Ewiges Leber 1037 DSDSIS begrüßt die Braut mit Schalle! Ruft: Glück zu! komm, Jesu, säume nicht! Nun wirds licht, nun wirds licht! 3. Amen ja, Amen ja! Damit trösten wir uns hie, bis die Gottesharfen klingen/ und in ewger Harmonie/ wir das neue Lied mitsingen: Eins hat uns, Lamm, daß du bist geschlacht, durchgebracht, durchgebracht! Benigna Marie Gräfin Reuß, 7695-75 v. 3*823 1 03 7 Mel. 37 ahr hin, du Wanderstab, den ich getragen! Ich sinke in mein Grab, aus sind die Plagen. Der Sturm, der meinen Geist/ mit seinem Wehen/ aus meinem Leibe reißt, wird bald vergehen. 2. Auf Hoffnung ruh ich hie/ der Auferstehung/ und warte spät und früh/ auf die Erhöhung. Wer bringt euch wieder her, ihr Totenbeine? Das tut ein Mächtiger, denn ihr seid seine. 3. Der Mann, in dem es war/ schon längst beschlossen, kommt mit der Heldenschar, von Licht umflossen. Mein Grabstein springt entzwei, der Schlaf vergehet, der Leib wird kerkerfrei, der Tod verwehet. 4. Man tut die Bücher auf, es wird gelesen, wie eines jeden Lauf/ bewandt gewesen. Wie wird es mir ergehn/ an diesem Tage? Wo wird mein Urteil stehn, wer hält die Wage? 5. Triumph! Der hier erscheint/ mit Fried und Freude, der ist mein treuster Freund, eins sind wir beide. Ich war ein Sünden— kind /wie andre Sünder, allein ich überwind/ im Überwinder. G. O Lamm, vergönne mir, dich zu begleiten. Mein Freund, ich weiche dir/ nicht von der Seiten. Ich sehe schon hinein/ in deine Wonne, da blitzt der klare Schein/ von Salems Sonne. 7. Da wird die trübe Zeit/ im Licht verschlungen/ und der Dreieinigkeit/ Triumph gesungen. Der Glaub in seinem Lauf/ hat ausgegläubet, die Hoffnung höret auf, die Liebe bleibet. 8. Da frag ich nicht einmal: Wo soll ich bleiben? Wer will mich aus der Wahl/ der Gnaden treiben! Ich traue mächtiglich/ dem hoch Geliebten, sein Herze neiget sich/ zu dem Geübten. 60⁵ 0388 3039 Die Vollendung 9. Vorzeiten hielt ich mich/ an sein Erbarmen, und jetzo hange ich/ in seinen Armen. Ich dringe zu ihm zu, er muß mir ge⸗ ben/ auf Arbeit süße Ruh, auf Sterben Leben. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-76 1 038 Mel. 5 9 stehn wir noch auf Wacht und But/ im Dienst für unsern Meister; wie aber ist euch dort zu Mut, ihr schon vollendten Geister? 2. Seid, wo ihr wollt, seid noch so weit, den Augen uner⸗ blicklich, ihr nun bei ihm vollendten Leut, ihr seid unendlich glücklich. 3. Gehabt euch in der Heimat gut! Wir, die noch draußen wallen, erwarten mit gebeugtem Mut, bis wir ihm auch ge— fallen.*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 1039 Mel. 50 Jan Christe, einger Mensch in Gnaden, der du selber dich mit uns beladen, verbinde deine/ streitende und siegende Ge⸗ meine. 2. Laß uns dich hienieden wie sie droben /täglich mit erneu⸗ ter Andacht loben/ für deine Wunden, dadurch wir wie sie das Heil gefunden. 3. Ja, ihr Glaͤubens-, Eiebs- und Hoffnungswesen/ soll man auchi in unserm Wandel lesen. Ihr selges Ende/ leucht uns vor bis in des Heilands Hände. 4. Laß uns einst wie sie von hinnen scheiden/ aufs Verdienst von deinem Tod und Leiden/ als dein Erlösten, die sich dein alleine freun und trösten. 5. Alle Tränen, die wir hier noch weinen, laß sich schon mit jenem Dank vereinen, den sie dir bringen, bis wir dort ihr neues Lied mitsingen. v.). 3 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-76 v. 2. 4.§. Christian Gregor, 7723-/80) 60 Ewiges 2 eli⸗ Oa Haupte wieder witd. 3. We dern ste bekannt monie, schlacht 4. An daß au⸗ O es st wir in J. M Harit d urecht endunge ruft die eli 5 unter ists Tr 0-J76⁰ Mel. 30 ber dich de Ge⸗ erneu⸗ sie das ollman uns vor erdienst ich dein on mit neues oo-YJoo Ewiges Leben 1040 104½ 1 0⁴4⁰ Mel. 205 eligkeit/ in Ewigkeit/ singt man den Gliedern der Ge— mein. Herrlichkeit/ und Wonn und Freud/ wird über ihrem Haupte sein, wenns geschlachte Marterlamm, das das Leben 4 nahm, unser auserwählter Birt, ihre Augen trocknen wird. 2. Sehet da, die große Schar, die aus viel Trübsal kommen ist, gehet ein/ in Salems Schein/ zu ihrem Bräutgam Jesus Christ. Wie ist dir, du wartend Chor, außen vor dem Freuden— tor? Und wie wird dir drinnen sein, o du selige Gemein! 3. Welch ein Heer/ zu Gottes Ehr/ wird da in weißen Klei— dern stehn! Lamm und Blut, du höchstes Gut! das ist dort ein bekannt Getön. Amen, Amen! werden sie/ singen in der Har⸗ monie, eines hat uns durchgebracht, SLamm, daß du für uns ge⸗ schlacht! 4. Amen ja, Balleluja! Sei hoch gelobt, Herr Jesu Christ, daß auch mir/ durch dich bei dir die Stätte schon bereitet ist! O es freu sich jegliches/ seines Volks und tröst sich des, daß wir in der Ewigkeit/ solln beim HBerrn sein allezeit! 5. Amen ja, Halleluja! Seid stets auf ihn bereit und wacht! Harrt des Herrn, der nicht mehr fern; schon wird zur Hochzeit zurecht gemacht, zu dem großen Abendmahl, da ihn im Voll— endungssaal/ seine Braut von nahem schaut. Komm, Herr Jesu! ruft die Braut. v.). 2* Friedrich Wenzel Neißer, 1776-777 v. 3*Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 7700-760 v. 4*Christian Gregor, 7723-80 v. 5*Johannes von Wattewille, 7778-78 1 041 Mel. 208 elige Gedanken, Hoffnung ohne Waͤnken, großes Ziel fürs Herz, wonachs gläubig reichet/ und davon nicht weichet/ unter Freud und Schmerz! Jesum sehn/ und zu ihm gehn, das ists Trostwort durch die Zeiten. O der Herrlichkeiten! *Luise von Hahn, 7724-782 60⁷7 —042 1043 Die Vollendung 10⁴ Mel. 586 angenehme Nugenblicke, drin sich die süße Hoffnung regt, daß einst auch uns zum ewgen Glücke/ die benedeite Stunde schlägt, da uns zu den vollendten Scharen, wos Heilig, heilig, heilig! tönt, erlaubt wird, selig heimzufahren/ und den zu sehn, der uns versöhnt! 2. O welche Freud und welche Wonne, welch unaussprechlich heller Schein/ von aller Himmel Himmel Sonne/ wird über unserm Haupte sein, wenn wir das neue Lied mitsingen, wo Gott sich sichtbar offenbart, und Ruhm und Preis und Ehre bringen/ dem Lamme, das geschlachtet ward! 3. Hier bleiben Jesu heilge Wunden, des HBerzens höchstes Lobgetön/ und das die segensreichsten Stunden, wenn wir lob⸗ singend ihn erhöhn. Dort wird die Summa aller Freuden/ das Lied vom Camme Gottes sein, und in den Dank für sein Verscheiden/ stimmt jubelnd unser Mund mit ein. Christian Gregor, 1723-80 v. 3*806 1043 Mel. o0 ir heben Herz und Augen auf/ zur Gottesstadt dort oben, wo nach vollbrachtem Glaubenslauf/ ihn Millionen loben, und werfen einen schwachen Blick„ in ihr unnennbar hohes Glück. 2. Da darf nicht Träne mehr noch Leid, des Danklieds Töne schwächen; da darf des Jubels Fröhlichkeit/ kein Seufzen un— terbrechen; denn er, der sein wird, ist und war, wohnt unterm Lobe seiner Schar. 3. Und wenn das Dreimalheilig schweigt, sich alle Kronen neigen/ und vor dem König tief gebeugt/ des Himmels Für— sten schweigen/ dann bricht hervor das neue Lied: und rühmt ihn, der am Kreuz verschied. Karl Bernhard Garve, 1763-84 Ausklang M. De mer Se Amen. 2. Ame Bringta J. Am. der selbst 4. Am. den Wol S. Ame der helf D fühlbar! egn An L. Sd deinen J. Am Jesu C Ausklang—044— 046 WEE SSSSEE Nusklang ihn Der HBerr des Friedens gebe euch Frieden sehn, allenthalben und auf allerlei Weise. echlich 1044 Mel. 30 über men! Gott Vatr und Sohne sei Lob im Himmelsthrone! „wo Sein Geist stärk uns im Glauben/ und mach uns selig. Chte Amen. 2. Amen! Uns ewig währe/ die Freude, Gott die Ehre! öchstes Bringt alle Sprachn zusammen /in einem Glauben. Amen. ir lob⸗ 3. Amen! Kein Tod soll schrecken, Christus will uns erwecken, den/ der selbst, zuvor begraben, nun lebet ewig. Amen. ir sein 4. Amen! Es wird geschehen, wir werden Christum sehen/ in den Wolken herkommen, uns mitzunehmen. Amen. 100 5. Amen, Gott sei gepreiset! Der Geist auf Christum weiset; der helf uns alln zusammen/ ins ewge Leben. Amen. Nach Ludwig Belmbold, 7592-5& Nel. 0 11 1045 Mel. 22 . Di Gnade des Herrn Jesu Christ, die Liebe des, der Vater ist, des heilgen Geists Gemeinschaft sei„ uns alle Tage — fühlbar neu. Johannes von Wattewille, 17787 Lone nun⸗ 1046 Mel./ 1139 egne und behüte/ uns nach deiner Güte! Herr, erheb dein Angesicht/ über uns und gib uns Licht! tonen 2. Schenk uns deinen Frieden/ alle Tag hienieden! Gib uns E deinen heilgen Geist, der uns stets zu Christo weist! ihnt 3. Amen, Amen, Amen! Ehre sei dem Namen/ unsers Herren Jesu Christ, der der Erst und Letzte ist! Johannes Goßner, 1773-85s 7 II MIN 0 I 0 Erster Anhang Lieder aus Bad Boll Seid fröhlich in Hoffnung! 1047 Mel. 476 Inche dem Herren, ihr Welten alle, und dient mit Freuden eurem Gott! Kommt vor sein Angesicht, und es schalle/ der Jubel dem Herrn Zebaoth. Der Herr ist Gott! erkennets wohl, drob euer Berz frohlocken soll. Balleluja, Halleluja! 2. Er ists, der einst uns zum Volk bereitet, zu seinem Eigentum gezählt/ und der als Hirte uns treulich leitet; wir haben uns nicht selbst erwählt. Zu Schafen seiner Weide hat/ er uns ge⸗ macht aus freier Gnad. Balleluja, Balleluja! J. Geht durch die Tore des Berrn mit Loben, durch seinen Vorhof mit Gesang. All euer Herz sei zu ihm erhoben, zu brin⸗ gen Ehre, Lob und Dank. Lobt seinen Namen, danket ihm, ja, lobet ihn mit heller Stimm: Halleluja, Halleluja! 4. Freundlich ist Gott der Berr; seine Gnade/ währt über uns in Ewigkeit. Freundlich sind immerdar seine Vfade, drauf er den Seinen Bilfe beut. Und seiner Wahrheit Wort und Licht/ ver⸗ lässet für und für uns nicht. Balleluja, Halleluja! 848 670 1049 1048 Mel. 36 O meine Seel, den Herren, alles, was nur in mir ist; seinen Namen sollst du ehren, die du hoch begnadigt bist. 2. Lobe, meine Seel, den Herren/ und vergiß des Guten nicht, das er stets zu dir läßt kehren, weil er gibt, was dir gebricht. 3. Alle deine vielen Sünden wirft er weit, weit hinter sich, er läßt dich Vergebung finden, heilt von den Gebrechen dich. 4. Er erlöst dich vom Verderben, stellt dich ganz in Sicher— heit, läßt dich Gnad und Leben erben, krönt dich mit Barm— herzigkeit. 5. Will der Trotz der Welt dich kränken, schafft er dir Gerech— 3eb. er weiß alles so zu lenken, daß dir Recht wird mit der Zeit. 0. Voll Barmherzigkeit und Gnade, voll Geduld und Güt ist Gott; seine Treue öffnet Pfade, die entreißen aller Not. 7. Lobt den HBerrn, ihr Himmelsheere, lobet ihn mit frohem Mel. 416 Mut! Lobt, ihr Diener, seine Ehre, die ihr seinen Willen tut! Freuden 8. Lobt den HBerrn, all seine Werke, aller Orten nah und fern! schalle/ Lobet seiner Herrschaft Stärke, lobe, meine Seel, den Herrn! rkennets 848 clujal 1049 Mel. 568 igentum Ach will dich, mein Gott, erhöhen, dich, mein König, ewiglich. ben uns Ich will rühmend vor dir stehen, loben will ich immer dich. uns ge⸗ Deinen Namen, hoch erhoben, will ich rühmen, Herr, und loben. Groß ist er und löblich sehr, unaussprechlich seine Ehr. seinen 2. Kindeskinder werden preisen/ deine Werke, deine Macht/ 3u brin⸗ und erhöhn mit tausend Weisen/ deine Majestät und Vracht/ ihm. ja, und die vielen Wundertaten, die durch deine Hand geraten, deine wundervolle Kraft, welche alles wirkt und schafft. iber uns 3. Ja, der Preis soll überfließen/ von des Herrn Gerechtig— uf erden keit. Seine Güte soll man wissen, die da Leib und Seel erfreut. cht/ vet⸗ Voll Barmherzigkeit und Gnade/ ist der Herr auf seinem Pfade, 18⁴⁸ ist voll ZBangmut und Geduld, voll von Güte, Treu und Buld. 67¹ 39* 0⁵0 105 Lieder aus Bad Boll 4. Denn der Herr ist allen gütig, aller Werk erbarmt er sich, zeiget allen sich langmütig; darum loben alle dich. Ja, HBerr, alle deine Werke„sollen danken deiner Stärke; deine Heiligen zumal/ sollen loben dich mit Schall. 787 1050 Mel. 476 undersam, groß, Herr, sind deine Werke, allmächtig bist du, unser Gott. Recht und wahrhaftig zeigt deine Stärke/ den Weg, der führt aus aller Not. Der Beilgen König bist du nun, laß uns in deiner Stärke ruhn. Balleluja, Balleluja! 2. Wer soll nicht fürchten dich, Herr, und preisen/ den Namen dein, der heilig ist? Du allein sollst uns der Heilge heißen, der herrscht und siegt durch Jesum Christ. Die Völker kommen betend an, dein Urteil macht sie untertan. Halleluja, Halleluja! 7877 1 05 1 Mel. 585 Fun⸗ euch, denn wieder ist gekommen/ unsre heilge Warte— zeit. Freuet euch, wir haben den vernommen, der im Kommen uns erneut. In der Wüste steht der hehre Zeuge, daß vor Gott er aller Gerzen beuge/ und bereit sei alle Welt, wenn erscheint der starke Held. 2. Er ist da, der Heiland aller Welten, sanft zog er in Zion ein. Kann er auch bei vielen noch nichts gelten, leuchtet doch sein heller Schein. Ja, er leuchtet, wo die Menschen weinen, läßt mit Sündern willig sich vereinen. Sehet ihn am Kreuzes⸗ stamm: Er ist da, das Gotteslamm! 3. Warte denn, o Zion, laß das Weinen, denn dein Heiland kommt heran. Lichtlein in der Finsternis schon scheinen, bis das große Licht bricht an. Selig werden dir die Wartezeiten, Neues siehest du sich zubereiten; ob auch viele Zeit streicht hin: Warten schon bringt dir Gewinn. 4. Zion, warte, bald der Herr erscheinet, wachend sieht sein Aug auf dich. Wenn in heißem Kampf dein Auge weinet, selbst der Tod wollt nahen sich, Zion, warte, denk an deine Krone, nimm schon heut die Gnade dir zum Lohne. Reich bist du im Gnadenlicht, laß die Kron dir rauben nicht! 7888 6072 9. G mein, b J. N gram, 4. Et Mocht hescher in Zion tet doch weinen, dreuzes⸗ Heiland ien, bis jezeiten, cht hin: eht sein weinet, n deine eich bis 1888 052 J053 1052 Mel. 604(0) Wi haben sie geharrt so lang/ auf Jesum, Gottes Sohn; wie wurde es zuletzt auch bang/ dem alten Simeon! 2. Schon war er seinem Tode nah, er schreit: Berr, schone mein, bis der, den ich ersehnt, sei da/ und meinem Nug erschein! J. Nein, nimm mich nicht, Herr Zebaoth, dahin im Herzens— gram, laß mich nicht sinken in den Tod, eh er vom Himmel kam. 4. Er riefs und hörte schon die Stimm: Dein Bitten ist erhört. Mocht wüten auch des Feindes Grimm, das Kindlein ward beschert. 5. Wie harrt auch unsre Seel so lang, bis wieder er erscheint! Wie wird uns abermal so bang! Wird jetzt umsonst geweint? G. Wie tobt um uns der grause Tod, wo er nur Beute krieg, trotzt wider dich, Herr Zebaoth, auf den gewissen Sieg! 7. Wir schreien, Herr, wie Simeon: Laß ihm den Stachel nicht! Sprich du ein Wort, o Gottes Sohn, das Satans Machtzerbricht; 8. Bis uns erscheint dein starker Arm, daher fährt deine Macht, die unsers Jammers sich erbarm, uns führ aus aller Nacht. H. Du hast zur angenehmen Zeit /erhört dein Israel. Auf, hilf vom Himmel her auch heut, komm als Immanuel! 787⁰ 1053 Mel. 606(22) es Vaters eingeborner Sohn/ kommt von dem hohen Himmelsthron, scheut nicht der Menschen Schmach und Hohn. Halleluja, Halleluja! 2. Sein Herz schlug für die Menschen warm, und daß er ihrer sich erbarm, ward er, der Reichste, klein und arm. Halle— luja, Balleluja! 3. Er tritt in große Not herein, nimmt auf sich bittrer Eeiden Vein, auf daß wir sollten selig sein. Halleluja, Halleluja! 4. Seht an das Kind, es wird ein Held, vor dem des Teu— fels Bollwerk fällt; zuletzt sich beuget alle Welt. Halleluja, Halleluja! 673 — 100⁵4 Lieder aus Bad Boll ᷓöDDDDDDSSSSEER 5. Doch seine Stärke liegt in Huld, und seine Wehr ist die Geduld, mit der er träget unsre Schuld. Halleluja, Halleluja! . Er kommt mit lauter Freundlichkeit, die jedem Sünder Gna— de beut, das Berz der Traurigen erfreut. Halleluja, Halleluja! 7. Er kommt wohl in ein Jammertal, doch bringt er Freuden ohne Zahl/ und läßts erschallen überall, Halleluja, Halleluja! 8. Daß da das Jahr der Gnaden sei, daß die Gebundnen werden frei, daß Erd und Himmel werden neu. Halleluja, Halleluja! 9. So kommen wir, Herr Jesu Christ; wir sehn, daß du der Helfer bist, daß Satans Macht nichts vor dir ist. Halleluja, Halleluja! 10. Wir jauchzen heut an deinem Tag, wir legen ab all Angst und Plag/ und singen, wies das Herz vermag: Halleluja, HBalleluja! 1877 1054 Mel. 61 iederum sehn den gesegneten Tag wir gekommen, dessen sich schon seit Jahrhunderten freuen die Frommen. Kam doch der Held/ heut, daß dem Fürsten der Welt/ werde die Herr— schaft genommen. 2. Seht ihr die Krippe? Da liegt er als Kindlein geboren, kommend vom Schoße des Vaters, zum Retter erkoren. Niedrig gesinnt, liegt er als weinendes Kind, leidend für die, die verloren. 3. Alles ist fröhlich, die Mutter, die Engel, die Hirten. Weise vom Morgenland nahen; und daß sie nicht irrten, leitet der Stern/ sicher sie her aus der Fern; königlich sie ihn bewirten. 4. Freilich, das Kindlein hats schwer, von den himmlischen Höhen/ so in den Jammer der Welt sich geworfen zu sehen. Die ihr ihn liebt, seid doch ein wenig betrübt, denket auch an seine Wehen. S. Wehen sinds viele, durch die er mußt mühsam sich winden; Kämpfe hats viele erfordert, den Starken zu binden. Tief gings hinab, über das Kreuz in das Grab, alles für unsere Sünden. 2 674 V Boll 6 ist die lleluja er Gna⸗ letujal Heuden alleluja Hvundnen alleluja, du det alleluja, UAngst alleluja, 1877 Mel. o dessen n. Kam ie Hert⸗ geboten, Niedrig herloren. Weise eitet der ewirten. mlischen u sehen. auch an winden; ief gings Zünden. Jahresschluß, Epiphanias, Passion 1058— 10587 öDDDDSSSSGeeece 6. Denken wir dran, wenn wir heute so fröhlich uns scharen! Was hat der freundliche Dulder nicht alles erfahren, bis daß sein Tod„ wendete all unsre Not/ und wir das Heil nun ge— wahren! 187⁰ 1 05 5 Mel. 230 ebet Hände auf und Herzen, zu danken Gott trot aller Schmerzen, die auch das letzte Jahr gebracht. Lasset euer Aug nicht trüben, erkennets, wie mit Gottes Lieben /erleuchtet ist selbst unsre Nacht. Schon weicht die Nacht dem Licht, das durch die Wolken bricht. Aus der Höͤhe/ der Hirt erscheint, bis er vereint/ bei sich, was in der Zeit noch weint. 888 1056 Mel. 603 00) Mes dich auf und werde licht! Zion, auf, es kommt dein Licht; und die Herrlichkeit des Herrn /über dir ist nicht mehr fern. 2. Finsternis die Erd erfüllt, Nacht die Völker all umhüllt; über dir geht auf der Herr, dir beut seine Klarheit er. 3. Heiden werden zu dem Licht/ wandeln, welches dir an— bricht, Könige zum Glanze gehn, den bei dir sie scheinen sehn. 4. Da wirst deine Lust du sehn, strahlend in Verwundrung stehn, beben wird dein Herz vor Freud, deine Brust sich he— ben weit: 5. Wenn die Menge an dem Meer/ kommt bekehret zu dir her/ und der fernen Heiden Macht/ fröhlich wird zu dir gebracht; 6. Wenn sie auf des Herrn Altar/ sich zum Opfer bringen dar. Denn den Tempel ziert und weiht/ Gott mit seiner Herrlichkeit. 850 1057 Mel. 5) Fd bleibt, was du verheißen, und kommen wird es schnell. Dein Blut wird durch sich reißen, Versöhnung machen hell. Dein Kreuz, dran du gehangen, stürzt siegreich Satans Macht, bis alle vor dir prangen/ im Licht aus grauser Nacht. 7870 6075 058 3059 Lieder aus Bad Boll DSSECESCEeese 1058 Mel. s Nas bangen Todesstunden/ liegt Jesus nun im Grab; verblutet sind die Wunden, und all die Pein fiel ab. 2. Wohl hat der Tod gewütet, gemeint zu siegen gar; doch Jesus hat behütet/ den Sinn, der in ihm war. J. Die Finsternisse lachten„und spieen auf ihn Hohn; doch Engel Gottes wachten/ um Gottes lieben Sohn. 4. Erschöpft hat sich mit Toben/ der Feind; nun muß er ruhn. So grell er sich erhoben, er kann nicht weiter tun. 5. Es kommt in aller Stille /der Ruferstehungstag; kein noch so böser Wille„zu hindern das vermag. 6. Bald graut der hehre Morgen, an dem der Herr erwacht/ ohn weitre Kämpf und Sorgen/ mit Ruh durch Gottes Macht. 7. Er lebt und hat gesieget. Jetzt schwindet Nacht und Tod; was noch darniederlieget, bringt er aus aller Not. 8. Wir harren nun der Stunde, da auf sich tun die Höhn/ und alles hört dieͥKunde: Er kommt, kommt herrlich schön! 9. O Jesu, tief bekjlommen/ schaun auf zum Himmel wir. Wirst du denn nicht bald kommen? Wie seufzt die Welt nach dir! 10. Ja, bald, bald wird es werden, daß du durchbrichst die Nacht/ und niederfährst zur Erden/ mit Herrlichkeit und Vracht. 787⁷ 1 059 Mel. 784 Hr ist wahrhaftig auferstanden! so riefen sie einander zu. Ja, Jesus ist aus Todesbanden/ erstanden! ruf auch jubelnd du. Er ist wahrhaftig auferstanden! O unaussprechlich großes Wort! Hi Tod ist Leben nun vorhanden! ruft alle Welt jetzt hier und dort. 2. Er ist wahrhaftig auferstanden! Glaubst du es, mattes, krankes Herz? Glaubst du, daß er auch deinen Banden/ ein Ziel nun sett und deinem Schmerz? Scheint dir doch eine lichte 676 Vassior Sonne und W J. Er hin. A Wie vi⸗ verliere 4. Er uns, he ihtes T böchsten eures E 5. Er er neu.“ jahr hei Gottest Auferst en st Seinen L. Gl doch zu einst ge J. Gi der Fin tut, de 4. Er deine lichten 5.— auch di den H richst die OPracht. 507⁷ Mel. I4 3u. Oa, helnd du. es Wottl jcht hiet mattes, den/ ein ine lichte Passion, Ostern, Himmelfahrt Sonne/ aus seiner Lebensherrlichkeit. Was anderes denn Heil und Wonne/ ist dir in Jesu jetzt bereit? J. Er ist wahrhaftig auferstaͤnden! so tönts durch alle Himmel hin. Wie tröstet es in allen Landen/ Unzählige in ihren Mühn! Wie viele, die nach Gräbern schauen, in die sie Liebende gelegt, verlieren alles Todesgrauen, weil aufwärts sie die Hoffnungträgt! 4. Er ist wahrhaftig auferstanden! Er, der Gerechte, lebt für uns, hebt Sünder aus des Todes Banden⸗ und tilgt den Greuel ihres Tuns. Ich lebe! ruft er mild hernieder/ von seines Vaters höchstem Thron, ich lebe, bring euch alle wieder, und Heil ist eures Glaubens Lohn. . Er ist wahrhaftig auferstanden! Die ganze Schöpfung macht er neu. Ist noch des Todes viel vorhanden, so kommt das Gnaden— jahr herbei, da allen volles Leben quillet„hinein zur großen Gottesruh. Der Durstige wird ganz gestillet/ und jauchzt dem Auferstandnen zu. 1870 1060 Mel. 626 en Himmel aufgefahren ist, der Erd entrücket der aufer— standne Jesus Christ; und ihn erblicket„nicht mehr der Seinen treue Schar, bis er wird wieder offenbar. 2. Gleich Waisen sehen wir hinauf zu deinen Höhen; laß doch zu unsers Kampfes Lauf/ uns Kräfte sehen, wie du sie einst gegeben hast/ zur Hilfe unter schwerer Last. 3. Gib wiederum den heilgen Geist/ in rechter Fülle, der uns der Finsternis entreißt/ und ihrer Hülle, der deine Werke wieder tut, den Scharen Jammernder zu gut. 4. Erneuere die alte Zeit, tu neue Zeichen, daß noch nicht deine Herrlichkeit/ sei am Erbleichen. Laß uns von dir aus lichten Höhn/ doch neue Lebenszeichen sehn. 5. Tu das, damit die Christenheit/ aufs neu erwache/ und auch die Heidenwelt bereit/ zum Heil sich mache, bis alles dich, den Beiland, kennt, mit Leib und Seel für dich entbrennt! 787⁵ 6077 061—)068 Lieder aus Bad Boll 1061 Mel.)84(699) O rausche, Geist, auf uns hernieder wie Windeswehn, wie Sturmesflut/ und bringe die Verlornen wieder/ in aller Welt, die Jesu Blut, gestellt in ewiges Versühnen. Ja, brich herein, du Strom, mit Macht, daß die verdorrten Herzen grünen/ und Leben siegt in Todesnacht! 1888 1062 Mel. 767 Ennse wird ausgegossen werden/ über alles Fleisch der Geist/ aus der Höhe auf die Erden; dann wird Feld, was Wüste heißt, und was Feld heißt, wird zu Wäldern; in der Wüste weit und breit/ wohnet Recht, und auf den Feldern/ herrschet die Gerechtigkeit. 2. Und als Frucht wird ewgen Frieden/ wirken die Gerech⸗ tigkeit. Durch sie wird dem Bolk beschieden/ ewge Still und Sicherheit, daß das Volk in Friedensstätten„nach dem langen Weh mag sein, sich in sichrer Wohnung betten/ und in stolzer Ruhe freun. 8S⁰ 1063 Mel. 504(04) Ooi Herr, der dich geschaffen hat, Volk Gottes, spricht zu Odir: Sei furchtlos bei der Feinde Rat, erlöst hab ich dich mir. 2. Ich bins, der dich beim Namen rief, ich spreche: Du bist mein. Gehst du durchs Wasser noch so tief, so will ich bei dir sein. J. Es soll dich nicht der Ströme Flut/ ersäufen, du bist mein; und stehst du in des Feuers Glut, sollst ungebrannt du sein. 4. So fürchte dich nun nicht; denn mein/ bist du, ich halt dich fest, ich sammle deinen Samen ein, bring dich von Ost und West. . Die meines Namens sind genannt, gemacht zu meiner Ehr, die bring ich all aus fernem Cand„vom End der Erde her. 850 678 — klein, et 5. So gilts au . W und tret 7. Im Eil/ un 8. 9 an/ der aßt laf Zeit. A wenn ii 2. Un Herrn, fern. S kommei 3. D sein, so ein. D vernom gemein (Gerech⸗ Still und m langen in stoher 185⁰ . 604(04) spricht zu lb ich dich bist mein. dit sein. bist mein u sein. halt dich und West einer Eht, de her. 185⁰ Pfingsten, Volk Gottes 1064 105 DDDSEEGSKGaecee 1064 Mel. 604 4 Du Herr wird sein dein ewoges Licht, dein Gott wird sein dein Preis. Drum sei getrost und fürchte nicht des Kampfes Müh und Schweiß! 2. Denn Jesus Christus geht voran, der schon den Sieg er— rang, und unter seiner Siegesfahn/ gibts keinen Untergang. 3. Wenn auch die ganze Höllenpfortsich wider uns empört, so bleibt doch Jesus unser Hort, der Satans Reich zerstört. 4. Er ists, der alles für uns schafft, wir sind ja schwach und klein, er aber lässet seine Kraft„ in Schwachen mächtig sein. . So stehn wir fest mit frischem Mut/ trotz aller Finsternis; gilts auch zu kämpfen bis aufs Blut, bleibt doch der Sieg gewiß. . Wir wollen immer wacker sein/ in allen unsern Wehn/ und treu bis in den Tod hinein/ an Jesu Seite stehn. 7. Im Glaͤuben schauen wir auf ihn, der spricht: Ich komm in Eil/ und schaff durch alle Welten hinErlösung, Licht und Heil. 8. Im Glauben wandelnd bis zum Schaun, so wollen wir fort— an/ der rechten Hand des Höchsten traun, die alles ändern kann. 1888 1 065 Mel. 168 aßt gegürtet sein die Lenden, macht zu allem euch bereit; laßt zu jedem Dienst euch senden, wies erfordern mag die Zeit. Lasset eure Lichter brennen, um im Lichte stehn zu können, wenn in tiefer Mitternacht /sich der König naͤht mit Macht. 2. Und den Menschen sollt ihr gleichen, die, erwaͤrtend ihren Herrn, nicht von ihrem Posten weichen, scheint ihr Herr auch noch so fern. Schnell ist er dann aufgenommen, wird er von der Hochzeit kommen; bald sie haben aufgetan, wenn er ruft und klopfet an. 3. Drum sollt ihr bereit euch halten/ und sollt niemals sicher sein, sollt im Warten nicht erkalten, wenn auch ein Verzug tritt ein. Denn des Menschen Sohn wird kommen, ehe ihr es recht vernommen; unverhofft sein Tag erscheint, da es niemand hat gemeint. 1884 679 066-)068 Lieder aus Bad Boll 1 066 Mel. J68 ei getreu in deinem Leiden, sei getreu bis an den Tod! Laß dir nichts den Kampf entleiden, ob aufs höchste steigt die Not. Ich, der Herr, sitz auf dem Throne, gebe dir des Le— bens Krone. Sei nur treu und halte aus, Gottes Volk, im härtsten Strauß! 1888 1067 Mel. 686 004) O Herr, meine Stärke, hab ich herzlich lieb, der bei jedem Werke/ Fels und Burg mir blieb. Du bist mein Erretter, bist mein Gott und Schild, der in Sturm und Wetter/ mich mit Schutz umhüllt. 2. Du, auf den ich schaue, bist mein Heil und Hort; du, dem ich vertraue, bist mein Zufluchtsort. Dich, Berr, will ich loben, will dich rufen an; so werd ich gehoben/ aus der Schreckensbahn. J. Wenn mir angst ist, schreie„ich zu dir, mein Gott. Stets ruf ich aufs neue„ dich an in der Not. Du bleibst mein Er— retter, du erhörst mein Schrein; wirst in Sturm und Wetter/ Fels und Burg mir sein. 7848 1068 Mel. 332 elobet sei der Herr, mein Bort, der meine Band lehrt streiten/ und der mich stark macht durch das Wort, zum Siege mich wird leiten. Mein Retter und mein Schutz bist du/ und meine Güt und Burg und Ruh, mein Schild, auf den ich traue. 2. O Berr, was ist der Mensch, daß du/ ihm so viel Lieb er⸗ zeigest? Was ist des Menschen Kind dazu, daß du dich zu ihm neigest? Zst doch der Mensch gleichwie ein Hauch, und seine Zeit verschwindet auch/ gleichwie ein flüchtger Schatten. 3. Send deine Hand von hoher Stätt, mich kräftig zu erlösen. Von großen Wassern mich errett/ und von der Hand des Bösen. Ein neues Lied will singen ich, Gott, auf den Psaltern preisen dich, der du mich Sieg läßt sehen. 7846 62⁰ — Kampf R Ef sein noch ke sie wen 2. Es nicht au meine4 fehle I J. De der Sei Ding u können, G² tleten. uns ste L. Sa wallen, fallen: versicht J. D. hen/ s0 fliehen Ue btingt nit he Werke 54d Boll . Mel. 168 den Tod! hste steigt des Le⸗ Volk, im 1888 636009%½% bei jedem Erettet, ter/ mich du, dem ich loben. kensbahn. tt. Stets mein Er⸗ Wetter/ 1848 Mel. 132 and lehtt Vott, Zum h bist du/ uf den ich Lieb er⸗ ich zu ihm und seine tten. zu erlösen. hes Bösen. im preisen 1048 Kampf 10⁰9—107 1069 Mel. 75 5 ist des Herren Güte, daß wir nicht gar aus sind. Es sorgt sein treu Gemüte, daß Rettung noch sich findt. Es hat ja noch kein Ende/ des Herrn Barmherzigkeit, sie müht sich, daß sie wendezuletzt noch alles Leid. 2. Es zeigt sich alle Morgen/ des Herren Güte neu, sie hört nicht auf zu sorgen; denn groß ist seine Treu. Der Herr, spricht meine Seele, der ist und bleibt mein Teil; ich hoff auf ihn, be— fehle„ ihm harrend an mein Heil. 3. Der Herr sich freundlich neiget/ zu dem, der auf ihn harrt, der Seele sich bezeuget, die sein fragt rechter Art. Ein köstlich Ding wir nennen, geduldig sein zum Herrn, Hilf von ihm hoffen können, scheint sie auch noch so fern. 7870 1070 Mel. 24(85) G ist unste Zuversicht, Stärke, Kraft und Bilf in Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, wenn uns noch so viel be⸗ treten. Mag die Welt auch untergehn, bleibt der starke Gott uns stehn. 2. Sänken Berge tief ins Meer, mag das Meer auch wütend wallen, daß von seinem Aufruhr her/ Berge beben, zittern, fallen: dennoch fürchten wir uns nicht; Gott dleibt unsre Zu⸗ versicht. 3. Dennoch soll die Gottesstadt/ ihres Stromes froh genie⸗ ßen/ samt den Bächlein seiner Gnad, die die Wohnungen um⸗ fließen, da des Höchsten Heiligtum. Seine Ehr ist unser Ruhm. 1848 1071 Mel. 584(639) As wenn es weiter gilt zu kämpfen, wir kennen dich, du Siegesheld, der alle Feinde noch wird dämpfen/ und HBeil bringt bald der ganzen Welt. Du aber, unser Heiland, stärke/ mit heilgem Geist die Herzen heut, daß hinfort wir in deinem Werke /mit ganzer Treue stehn bereit. 16Ss 6²⁰ 1072— 074 Lieder aus Bad Boll DDDDDDSSSSGSESSEcee 1072 Mel. 357 Nach harren wir mit Bangen/ auf Jesum, unsern Herrn; noch ist nicht aufgegangen/ der helle Morgenstern, noch ist die Welt verhüllet in Dunkel und Gericht, noch ist es nicht erfüllet, was die Verheißung spricht. 2. Doch schauen wir nach oben/ auf Jesum, Gottes Sohn, der sich emporgehoben/ auf seines Vaters Thron. Ich komme, tönt es heute/ in unser Herz hinein, seid treu als meine Leute/ und harrt im Glauben mein! 888 1073 Wel. 636 04⁷ Fun euch allewege, freut euch in dem Herrn! Euch durchleuch— ten möge Freude in dem Herrn! Abermal ich sage: Freut euch in dem Herrn! Wie auch sein die Tage, freut euch in dem Herrn! 2. Lasset kund doch werden/ eure Lindigkeit/ allen, die auf Erden/ rings um euch und weit. Denn der Herr ist nahe, und sein Heil erscheint, daß es dann empfahe/ alles, was hier weint. J. Sorget nichts! Will kommen/ Sorge euch ins Herz, wird sie weggenommen, blickt ihr himmelwärts. Ob auch alle Mor— gen/ neue Sorge droht, Gott, der weiß zu sorgen, reißt aus aller Not. 4. Drum in allen Dingen, die beängstgen euch, eilt, vor Gott zu bringen/ eure Bitte gleich„mit Gebet und Flehen, Dank— sagung dabei/ für das, was geschehen, daß es fröhlich sei. 5. Dann wird Gottes Friede, welcher übersteigt/ alles, was hienieden/ als Vernunft sich zeigt, Herz und Sinn bewahren/ wider Feindes List, mitten in Gefahren, fest in Jesu Christ. 877 1074 Mel. 134 ei stark im Berrn! In seiner Stärke Macht/ wirst über— winden du. Sei stark im Herrn! Wie Josua gebracht/ sein Volk ins Land der Ruh, so wird sein Volk zum Ziel er führen, da auftun sich des Himmels Türen. Sei stark im Herrn! 62² Kampf H9id 2. Se ut Stu hald au die Het J. Se schwer! ein/ mit die dein 4. Sei stürzen witd Je Schöpfu 5. Sei verziehn zum grof und bale S5 verh Jesum! seinen b L. Sei veläßt. fest /u Heind; J. Sei gessen h eige m Hertlich 4. Se Tauben starke weg win die auf he, und T weint. , witd le Mor⸗ ißt aus ot Gott „Dank⸗ sei. es, Was hahren/ Hrist. 18⁵7 Nel. J34 st über⸗ cht/ sein ö fühten, II 2. Sei stark im Herrn! Ob auch sein Angesicht /verborgen ist zur Stund. Sei stark im Herrn! Sein ewges Gnadenlicht/ wird bald auf Erden kund, bis durch das Dunkel, durch die Qualen/ die Herrlichkeit von Gott wird strahlen. Sei stark im Herrn! J. Sei stark im Herrn! Du streitest nicht allein, ist noch so schwer dein Stand. Sei stark im Berrn! Für dich tritt Jesus ein/ mit seiner rechten Hand. In seinem Dienst stehn Legionen, die deinen Kampf mit Sieg belohnen. Sei stark im Berrn! 4. Sei stark im Herrn! Ob tausend Mauern stehn, sie müssen stürzen ein. Sei stark im Herrn! In Höll und Todeswehn/ wird Jesus Sieger sein, bis die Erlösung ist vollendet, der Schöpfung Seufzen ganz geendet. Sei stark im Berrn! S. Sei stark im Herrn! Was uns verheißen ist, kann ewig nicht verziehn. Sei stark im Herrn! Bald führt uns Jesus Christ/ zum großen Siege hin. Bald wird der Heiland uns erscheinen, und bald wird Freude alles Weinen. Sei stark im Herrn! 1888 1075 Mel. 734 Sa still zu Gott, dem Gott, der helfen wird, der dein zu sein verheißt. Sei still zu Gott, der uns all unsre Bürd/ durch Jesum bald entreißt. Dein HBeiland hat sie all getragen/ in seinen bittern eidenstagen. Sei still zu Gott! 2. Sei still zu Gott! Der Heiland ist bei dir, der nimmer dich verläßt. Er sendet dir/ von offner Himmelstür/ die Engel mauer— fest/ um 0 und über dir zum Schutze, daß dirs gelingt dem Feind zum Trutze. Sei still zu Gott! J. Sei still zu Gott, der, wunderbar zu sein, noch nicht ver⸗ gessen hat. Barr seiner fest/ und glaubs, daß er erschein/ und zeige mit der Tat, wie leicht ihms ist, in allen Dingen/ das Herrlichste noch zu vollbringen. Sei still zu Gott! 4. Sei still zu Gott! Die Zeit kommt schon heran, da aller Tauben Ohr/ durch seinen Geist/ im Nu wird aufgetan, der starke Held dringt vor. Sein Hephata wirst du vernehmen, und weg wird sein dein langes Grämen. Sei still zu Gott! 870 6³³ 076— 078 Lieder aus Bad Boll 1076 Mel. 50 Sa nur getreu! Der Heiland steht bei dir; der tot war, lebet noch. Sei nur getreu! Er lebt, daß er dich führ/ aus hartem Trübsalsjoch. Er wird sich siegreich zu dir neigen, in deiner Armut reich sich zeigen. Sei nur getreu! 2. Sei nur getreu! Der HBeiland bleibt dein Licht. Er kennet deine Not. Sei nur getreu! Die Bande fürchte nicht, schon leuchtet Morgenrot. Er bricht entzwei des Satans Ketten, wird dich aus Trübsal schnell erretten. Sei nur getreu! J. Sei nur getreu! Im Kampfe stehe fest! Der Herr steht dir zur Seit. Sei nur getreu! Er machts aufs allerbest, führt dich zu großer Freud. Ob du jetzt leidest große Plage, es sind gezählt der Trübsal Tage. Sei nur getreu! 4. Sei nur getreu! Und gehts bis an den Tod,‚ dein Heiland siegreich lebt. Sei nur getreu! Denn über Todesnot die Lebens— krone schwebt. Der Herr wird sie aufs Haupt dir setzen, auf Kampf folgt ewiges Ergötzen. Sei nur getreu! 1888 1077⁷ Mel. v6s Ome wie magst du sagen: Dunkel ist mein Weg dem Herrn; er merkt nicht auf meine Klagen, und mein Recht ist von ihm fern. Schau doch, wie der Herr der Zeiten/ gründete der Erde Weiten; er wird nimmer müd noch matt, unerforschlich ist sein Rat. 2. Denen, die des Herren harren, wird erneute Kraft beschert, daß sie auf mit Flügeln fahren, wie zur Höh der Ydler fährt. Nimmer sinken ihre Glieder, wenn sie laufen, müde nieder, steten Schritts sie wandeln fort; denn es bleibt der Herr ihr Hort. 1850 1 0⁷ 8 Mel. 167 n nicht, steh fest im Glauben, obs auch dunkel scheint zur Zeit. Laß dir nichts die Hoffnung rauben; glaubs, der Sieg ist nicht mehr weit, ja, der Sieg, um den wir ringen/ glaͤubend wider Feindes Macht. Sieh, der Beiland läßts ge— lingen, er erscheinet bald mit Pracht. 6²⁴ Kanpf DD. 9. Da sehn, so inmal! hlicht he hann sei da het mächtge Zünd a erkennte 9. N dich tun jährst vr von kein kommen 3. Und wir zu Häͤnde Hert, u inden/ In 5 Eri dein gre den Si L. De auch ba lange. immer Ruhme J. D die alt 54d Boll 8600 Mel. 134 var, lebet is hattem der Amut Er kennet cht, schon Iten, wird n steht dit jühtt dich d gezahlt n heiland e Lebens- auf Kampf 1888 Mel. 68 em Herm; ist von ihm se der Erde st sein Rat. Ift beschett, Nler fähtt. jeder, steten Hott. 18⁵⁰ Mel. J6/ nkel scheint nñ glaubs, pir ringen/ d läßts ge⸗ Kampf 079 1080 2. Darum wache, steh im Glauben! Lasse männlich stark dich sehn, so kann dir der Feind nichts rauben, und du wirst dann einmal stehn/ unter denen, die sich freuen, wenn der Heiland bricht herein, um uns völlig zu erneuen. Welche Wonne wird dann sein! 888 1079 Mel. 639 0084) O daß die Himmel du zerrissest/ und führest von den Höhn herab! Daß Berge du vor dir zerstießest/ mit deinem mächtgen Berrscherstab! O daß doch bald dein Feuer brennte! Zünd an den Tag, vertreib die Nacht! O daß doch jedermann erkennte/ den Namen, der uns Heil gebracht! 2. Ach laß die Völker vor dir zittern ßdurch Wunder, die sie dich tun sehn, wenn du vor dir wirst Berg erschüttern/ und nieder⸗ fährst von deinen Höhn! Ists doch mit Ohren nie vernommen, von keinem Auge je gewahrt, in keines Menschen Herz ge— kommen, was dem geschieht, der deiner harrt. 3. Und nun, Herr, du bist unser Schöpfer, und Vater rufen wir zu dir. Wir sind der Ton, du unser Töpfer, und deiner Hände Werk sind wir. Gedenke ewig nicht der Sünden, o Herr, und zürne nicht zu sehr. Wir alle sind dein Volk, laß finden/ dein Antlitz uns und schau doch her! 585⁰ 1080 Mel. 199 5 Gottes Reich wir rühmen heut/ und preisen seine Stärke. Er ist der Herr, der uns gebeut, zu achten seine Werke. Gott, dein großes Tun/ läßt sicher uns ruhn, gibt uns unverwandt/ den Sieg durch deine Hand/ in Christus, unserm Herren. 2. Der Kampf tobt wild wohl um uns her, oft macht er uns auch bange. Es trotzet ein gewaltig Heer, daß es zum Sieg ge⸗ lange. Doch dein Arm, o Gott, nimmt weg unsre Not, hilft immer zum Licht, daß Leben nie gebricht/ zu deinem Preis und Ruhme. 3. Das Licht des Lebens scheinet hell, zerreißt die Finsternisse; die alten Mauern brechen schnell, wir sehen schon die Risse. 4⁰ 62⁵ Lieder aus Bad Boll S Gott, dein starker Held„macht beben die Welt, er sitzt auf dem Thron, der einzig Gottessohn, macht Sünd und Tod zu Schanden. 79. Jahrhundert(Ss) 1081 Mel. 75) 47 allem Kreuz und Leiden-bleibt die Barmherzigkeit; nicht Finsternisse scheiden/ von dem, was Gott bereit. Uns bleibt der Himmel offen, wir sehn der Rettung Licht/ und dürfen Gnade hoffen/ noch mitten im Gericht. 2. Wir werden nicht erliegen, ist groß auch unsre Not; denn Jesus hilft uns siegen/ bei allem, was uns droht. Nicht Sünde, Tod noch Hölle, nicht Satan noch Gericht, nichts ist, das uns zerschelle; denn Jesus läßt uns nicht. J. Der Herr wird für uns streiten, wir wollen stille sein. Er wird den Sieg bereiten„mit mächtgem Arm allein. Er wird uns Hilfe senden, stehn wir im Glauben nur, und wird sein Werk vollenden/ zum Heil der Kreatur. 888 1082 Mel. 302 Wason im letzten Kampf und Strauß, wo Tod und Leben ringen; drum bleibet treu und haltet aus, sonst kanns euch nicht gelingen. Es stürzt die Welt, die alte, ein, und Jesu Christi Reich allein/ ersteht auf ihren Trümmern. 2. Der Heiland kommt, und nahe schon ist er zu uns gekom⸗ men. Bald hat der Siegsposaune Ton/ die ganze Welt ver⸗ nommen. O bleibet treu, weicht nicht zurück, laßt bis zum letz⸗ ten Augenblick„in Reih und Glied euch finden! 1888 1083 Mel. 624(88) Ha ist die Nacht schier hin? Ja, der Morgen nahet schnelle, und die Finsternisse fliehn/ vor dem Glanz der Siegeshelle, der hereinbricht in die Nacht„voller Berrlichkeit und Pracht. 2. Hebet eure Häupter auf! Die Erlösung naht behende, weil erfüllt der Zeiten Lauf, daß der Herr den Sieg vollende, der des Feindes Macht zerbricht„in Gerechtigkeit, Gericht. 6²⁰ Kampf 9• J. N. sind si siegt u. W durch d Aug vi In d W. hält, d Mel. 132 nd Heben nns euch u Oristi 5 gekom⸗ Uelt ver⸗ zum letz⸗ 1888 6²(5) schnelle, geshelle, Vracht. de, weil nde, der t. 1084 1086 SEeE 2 e¹⁰ 10 3. Alle Völker müssen dran; in Barmherzigkeit beschlossen, sind sie Jesu untertan, der für sie sein Blut vergossen. Jesus siegt und reißt gewiß/ alles aus der Finsternis. 1888 1084 Mel. 55 Wo wir im Glaͤuben hoffen, wird endlich doch geschehn. Die Türen werden offen; wir werden es noch sehn, wie durch der Erde Breiten/ sein Zepter siegreich zieht/ und unser Aug von weitem/ ihn herrlich kommen sieht. 870 1085 Mel. so IJũ die Welt bist du gekommen, Jesu, als ein Licht der Welt. Wer ins Herz dich aufgenommen, sich im Glauben an dich hält, der erfährts, wie du gewiß Licht bringst in die Finsternis. 2. Alle Nächte zu zerstreuen, lieber Heiland, bist du da. So wird alle Welt gedeihen, was da fern ist und was nah, bis vom Lichte werd erfüllt, was gemacht nach Gottes Bild. 3. Wohl ists uns in deinem Lichte; unsre Herzen tröstest du. Denn von deinem Nngesichte/ strahlt uns Gnad und Friede zu, uns, den Sündern, denen Tod/ und Verdammnis war gedroht. 4. Darum kommen wir und bitten: Rette, was im Kerker weint, bis zum Kreuz, da du gelitten, alle Welt sich hat vereint. Sieh der Völker Elend an; brich dem Wort des Lichts die Bahn! 5. Du wirsts tun, du wirst vertreiben /alle Nacht und Finster⸗ nis, endlich wirst du Sieger bleiben; dein wird alle Welt gewiß. Bricht der helle Tag herein, welche Freude wird es sein! 7877 1086 Mel. o) Wowee d die Sache des Herren wird nimmer erliegen. Wie durch das Kreuz er zum Himmel ist wieder gestie— gen, so hebt er die, die mit ihm kämpfen allhie, immer zu größeren Siegen. 2. Leidet und duldet, verleugnet euch, stehet im Glauben; lasset durch keinerlei Trübsal die Hoffnung euch rauben, daß, wenn auch lang/ Satan uns machet noch bang, endlich wird enden sein Schnauben. 40³ 6²⁷7 087— 1089 Lieder aus Bad Boll 3. Endlich wird heilen der Heiland der Jammernden Wun— den, lösen die Bande, mit denen noch viele gebunden, bis wir ihn sehn/ nahn von den himmlischen HBöhn. Würden da treu wir erfunden! 787⁰ 1087 Mel. 134 O Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt. Denn alles ist nach seines Todes Nacht/ in seine Hand gestellt. Nachdem am Kreuz er ausgerungen, hat er zum Thron sich aufgeschwungen. Ja, Jesus siegt! 2. Ja, Jesus siegt! Seis, daß die Finsternis/ im Trotzen wütend schnaubt, seis, daß sie wähnt, mit ihrem giftgen Biß/ hätt sie ihm viel geraubt: die Seinen läßt in Not und Grämen/ sich unser Held doch niemals nehmen. Ja, Jesus siegt! 3. Ja, Jesus siegt, obschon das Volk des Herrn noch hart darniederliegt. Wenn Satans Pfeil ihm auch von nah und fern/ mit List entgegenfliegt, löscht Jesu Arm die Feuerbrände; das Feld behält der Herr am Ende. Ja, Jesus siegt! 4. Ja, Jesus siegt! Seufzt eine große Schar/ noch unter Sa⸗ tans Joch, die sehnend harrt auf das Erlösungsjahr, das zögert immer noch, so wird zuletzt aus allen Ketten/ der Herr die Kreatur erretten. Ja, Jesus siegt! 5. Ja, Jesus siegt! Wir glauben es gewiß, und glaubend kämpfen wir. Wie du uns führst durch alle Finsternis, wir fol⸗ gen, Jesu, dir. Denn alles muß vor dir sich beugen, bis auch der letzte Feind wird schweigen. Ja, Jesus siegt! 187⁰ 1088 Mel. 367 Alben dennoch wird es werden, was du, Jesus, uns ver⸗ sprichst, daß du noch auf dieser Erden/ alle Finsternis durch⸗ brichst. Dennoch wirst du noch zerreißen/ das Gefängnis, drin wir stehn; dennoch wird, was du verheißen, herrlich in Er— füllung gehn. 1888 1089 Mel. 734 er Heiland kommt! Erhebet froh das Haupt, schaut zur Erlösung hin! Wer treulich kämpft/ und auch im Dunkel 62⁸ Sieg glaubt kund n Heilar 2. erliegt. Jesus wit det bollbre Auge 4ad Boll n Wun⸗ »bis wir da treu 87⁷ Mel. 134 die ganze in seine at et zum Trohen en Biß Hrämen/ l noch hatt und fern/ inde; das unter Sa⸗ das zögelt se Kreatur glaubend 5„, Wir fol⸗ „bis auch 18⁷⁷ Mel. 307 uns ver⸗ mis dutch⸗ gnis, drin sch in Et⸗ 1888 Mel. 0a schaut zut im Dunkel glaubt, dem kann er nicht verziehn. Er kommt gewiß, denn kund muß werden/ die Herrlichkeit des Herrn auf Erden. Der Heiland kommt! 2. Der HBeiland kommt! Die letzte Mauer fällt, der letzte Feind erliegt. Des Lebens Licht/ durchbricht die Todeswelt, denn Jesus Christus siegt; und noch in Kürze wirds geschehen, daß wir den Himmel offen sehen. Der Heiland kommt! 7888 1090 Mel. 624(89) iehe, ich mach alles neu! Gottes Stimm aus Bimmels— höhen! Alle Welt darin sich freu; was veraltet, mag ver⸗ gehen! Erdenzeiten, laßt uns frei! Jesus macht doch alles neu. 2. Siehe, ich mach alles neu! Soll uns Irdisches bemühen? Nein, wir sagens ohne Scheu: Irdsches inag wie Rauch ent— fliehen! Unser Herz bleibt nur dabei: Jesus macht doch alles neu. 3. Siehe, ich mach alles neu! Jesus koinmt, wenn Zeiten schwinden. Not und Tod, Schmerz und Geschrei/ wir in unsern Jahren finden. Weicht! denn unsre Losung sei: Jesus macht doch alles neu. 4. Siehe, ich mach alles neu! Der ich tot war, seht, ich lebe! Kommet her zu mir ohn Scheu, daß ich aus dein Tod euch hebe. Sünd, Tod, Höll, das geht vorbei, Jesus macht doch alles neu. 5. Siehe, ich mach alles neu! Müßt ihr Eignes auch dran geben, seid bis in den Tod getreu; wers verliert, gewinnt das Leben. Gebet dran, was es auch sei; Jesus macht doch alles neu. . Siehe, ich mach alles neu! Dieses Wort sei eure Fahne! Jesus sprichts, der Zeuge treu, siegreich steht er auf dem Plane. Glaubt es und verkündets frei: Jesus macht doch alles neu. Isss 1091 Mel. 306 (Zun5 doch die Gnade siegen, zuletzt wird auch der Hölle Macht/ besiegt zu Jesu Füßen liegen, der die Erlösung hat vollbracht. Er stellt die Welt erneut ins Licht/ vor seines Vaters Angesicht. 888 6²⁰ 092 3098 Lieder aus Bad Boll DDDSSSEEECEecKe 1092 Mel. 606(22) un ist das Heil und ist die Kraft, die uns entreißt der Kerker— ö Phaft, in Gottes Hand, die Neues schafft. Balleluja, Halle— uja! 2. Das Reich, die Macht geworden ist/ nun unserm Gott und seinem Christ, der drob gekämpft hat und gebüßt. Balleluja, Halleluja! 3. Verworfen ist, der Tag und Nacht/ vor Gott den Kläger hat gemacht/ und viel Gericht auf uns gebracht. HBalleluja, Halleluja! 4. Sie haben durch des Lammes Blut/ ihn überwunden und Huan eer Wort, das Wunder tut. Balleluja, Halle— uja! 5. Sie haben nicht bis an den Tod, wenn er auch ihnen hart gedroht, geliebt ihr Leben wider Gott. Balleluja, Balleluja! . Darum, ihr Himmel, freuet euch, und die drin wohnen! Ob auch gleich /Satan noch zürnt, schnell stürzt sein Reich. Halle— luja, Halleluja! 187⁷ 1093 Mel. 6524(85) I ist der Siegesheld, der all seine Feind besieget. Jesus ists, dem alle Welt/ bald zu seinen Füßen lieget. Jesus ists, der kommt mit Pracht/ und zum Licht sührt aus der Nacht. 787⁰ 63⁰0 Geistli 0 2 Wie di L. M stimme dir in J. He starker sind erf Segen Auf di . ei den H L. E ein Ei den h 5ad Boll 0 1.808(2 er Kerker⸗ 0, Hallé— Gott und Hallelua, en Klager Halleluja, mden und jja, Halle⸗ hnen hart Halleluja! hnen! Ob ch. Halle⸗ ⸗ el. 624(85) zet. Jesus get. Oesus det Nacht. 5687 Geistliche Lieder D Zweiter Anhang Geistliche Lieder Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! 1094 Mel. 624 G Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich/ und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit. 2L. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. J. Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Kriegesheere, starker Helfer in der Not: Himmel, Erde, Luft und Meere/ sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht ver⸗ derbe. Wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit. 5. Alle Tage wollen wir/ dich und deinen Namen preisen/ und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott! . Herr, erbarm, erbarme dich! Ruf uns komme, Herr, dein Segen; deine Güte zeige sich/ allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein. Ignaz Franz, 1797ο 1095 Mel. 50 in froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre! Er höret gern/ ein Lied zu seiner Ehre. Lobt froh den Berrn, lobt froh den Herrn! 2. Es schall empor/ zu seinem Beiligtume/ aus unserm Chor/ ein Lied zu seinem Ruhme. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 68 1096 J097 Geistliche Lieder 3. Vom Preise voll, laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll/ zu deinem Throne dringen. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen/ zum Preise dir/ mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. S. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen, o Selig⸗ keit! dich, unsern Vater, preisen„von Ewigkeit/ zu Ewigkeit. Georg Geßner, 1765-843 1 096 Mel. 32) In dulci jubilo/ nun singet und seid froh! Unsers Herzens IWonne liegt in der Krippe bloß, leuchtet als die Sonne/ in seiner Mutter Schoß. Du bists Nund O, du bists Nund O! 2. Nach dir, o Jesulein, kann einem bange sein; tröst mir mein Gemüte, o Kindlein zart und rein, durch all deine Güte. O lieb— stes Jesulein, bei dir ist gut sein, nimm mich zu dir ein! 3. O Vaters Lieb und Gnad, o Sohnes Freudenrat! Wir wärn all verdorben„ in Sünd und Missetat; du hast uns er— worben/ die ewge Freudenstadt. Wers erst so weit hat, der ist reich und satt. 4. Wo ist der Freuden Ort? Ach, nirgends mehr denn dort, da die Engel singen/ Eieder im neuen Ton/ und die Harfen klingen/ ums Königs Hof und Thron. Eia, wärn wir da, eia, wärn wir da! Nach einem Liede aus dem. 14. Jahrhundert 1097 Mel. 632 Fo ist ein Ros entsprungen/ aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen; von Jesse kam die Art/ und hat ein Blüm— lein bracht/ mitten im kalten Winter/ wohl zu der halben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine/ Marie, die reine Magd. Rus Gottes ewgem Rat/ hat sie ein Kind geboren/ wohl zu der halben Nacht. 3. Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß; mit seinem hellen Scheine/ vertreibts die Finsternis; wahr Mensch und wah— rer Gott, hilft uns aus allen Leiden, rettet von Sünd und Tod. 632 du ges in dein che Liedet s Coblied lobt froh um Preise ingen wir. Cwigkeit V⁰s-S0 Wel. J2) 5 Hetzens ie Sonne/ Aund O! t mir mein ite. O lieb⸗ ein! nrat! Wir ast uns er⸗ hat, der ist enn dott, da jen klingen/ h Wärn wit . Jahthundeit Mel. 632 Irt, Wie uns ein Blüm⸗ lben Nacht. igt, hat unz Ites ewgem n Nacht. mit seinem ch und wah⸗ d und Tod 4. OJesu, bis zum Scheiden/ aus diesem Jammertal/ laß dein Hilf uns geleiten/ hin in den Freudensaal, in deines Vaters Reich, da wir dich ewig loben; o Gott, uns das verleih! 599 v. 3. 4 J9. Jahrhundert 1098 Mel. o5e Jesulein süß, o Jesulein mild, deins Vaters Willn hast du erfüllt: bist kommen aus dem Bimmelreich, uns armen Menschen worden gleich, o Jesulein süß, o Jesulein mild! 2. O Jesulein süß, o Jesulein mild, deins Vaters Zorn hast du gestillt, du zahlst für uns all unsre Schuld/ und bringst uns in deins Vaters Huld, o Jesulein süß, o Jesulein mild! 3. O Jesulein süß, o Jesulein mild, mit Freud hast du die Welt erfüllt; du kommst herab vons Himmels Saal/ und tröstst uns in dem Jammertal, o Jesulein süß, o Jesulein mild! 4. O Jesulein süß, o Jesulein mild, du bist der Lieb ein Eben⸗ bild; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß wir dich loben all— zusamm, o Jesulein süß, o Jesulein mild! 5. O Zesulein süß, o Jesulein mild, hilf, daß wir tun alls, was du willt. Was unser ist, ist alles dein. Ach laß uns dir befoh— len sein, o Jesulein süß, o Jesulein mild! Valentin Thilo, 1607-J862 1099 Mel. 50 Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all, zur Krippe her Oiomme in Bethlehems Stall/ und seht, was in dieser hoch— heiligen Nacht/ der Vater im Himmel für Freude uns macht. 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hell glänzendem Strahl/ in reinlichen Windeln das himmlische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 3. Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh; Maria und Josef betrachten es froh, die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 633 00 330 Geistliche Lieder 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Händlein und danket wie sie; stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! J. O betet: Du liebes, du göttliches Kind, was leidest du alles für unsere Sünd! Ach, hier in der Krippe schon Armut und Not, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 6. So nimm unsre Herzen zum Opfer dir hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie deins/ und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 776885 1 100 Mel. 607(22) On lieber heilger, frommer Christ, der für uns Kinder kommen ist, damit wir sollen weiß und rein/ und rechte Kinder Gottes sein; 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erden— land, du Himmelskind und Himmelsschein, damit wir sollen himmlisch sein; J. Du lieber heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburts— tag ist, drum ist auf Erden weit und breit /bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein; o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen Himmelsquell. 3. Daß ich wie Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für: du heilger Christ, das schenke mir. Ernst Morih Arndt, 7769- 3860 1101 Mel. 674 du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts- zeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren; freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheit! 634 Haar 9. E durch Christ he Lieder 0 hebet die ndet, wer er Engel leidest du on Mumut geben si selig wie 7⁰⁸⁸⁵² 1. 607( rkommen ie Kinder es Erden⸗ pir sollen Gebutts- Kindern das Herze melsquell. in Liebe hrist, das 7⁰9--8⁵ Mel. 6)4 eih nachts⸗ eue, freue eihnachtz⸗ steue dich Weihnacht— 102—704 5. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachts- zeit! Himmlische Heere jauchzen dir Ehre; freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Falk, 7768- 1820 v. 2. 3)9. Jahrhundert 1 102 Mel. 6)6 Salle Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht/ nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh! 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst /kundgemacht; durch der Engel Balleluja tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da! 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht/ Sieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund. Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt! Josef Mohr, 779284 4 103 Mel. 6)9 Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh dein XKönig kommt zu dir; sieh, er kommt, der Friedefürst. Toch— ter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! 2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! 3. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, du des ewgen Vaters Kind! Bosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! 79. Jahrhundert 4 104 Mel. 620 Haa o ihr Gläubigen, fröhlich triumphierend, o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 2. Du König der Ehren, HBerrscher der Heerscharen, du ruhst in der Krippen im Erdental, Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit 63⁵ )05- 0/ Geistliche Lieder geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! I. Kommt, singet dem Berren, singt, ihr Engelchöre! Froh⸗ locket, frohlocket, ihr Seligen! Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 4. Dir, der du bist heute Mensch für uns geboren, Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm, dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 19. Jahrhundert 1105 Mel. ooe Nl Jahre wieder/ kommt das Christuskind/ auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. 2. Kehrt mit seinem Segen/ ein in jedes Haus, geht auf allen egen/ mit uns ein und aus. J. Ist auch mir zur Seite/ still und unerkannt, daß es treu mich leite/ an der lieben Hand. Wilhelm Heh, 7789-1854 1106 Mel. 60 O heilges Kind, wir grüßen dich/ mit Harfenklang /und Lob— gesang, mit Barfenklang/ und Lobgesang. 2. Du liegst in Ruh, du heilges Kind; wir halten Wacht/ in dunkler Nacht, wir halten Wacht in dunkler Nacht. 3. O Heil dem Haus, in das du kehrst: es wird entzückt/ und hoch beglückt, es wird entzückt/ und hoch beglückt. Graf Franz Pocci, 1807-87 1107 Mel. 650 Ken met, ihr Kinder, mit fröhlichem Herzen, kommet und eilet nach Bethlehems Feld! Lasset dahinten die Sorgen und Schmerzen, schauet das herrlichste Wunder der Welt! Casset die freudige Kund euch erzählen: Jesus ist kommen, der Heiland der Seelen! 636 2. Ge Bild in tigen,) ihm al getne! J. 90 uns Ki daß wit dort ob all be Hallelu L. 66 geliebt, ich, er J. 90 gebeinh Muferst 4. 60 mit froh et da. Di Alein por m L. und fül an, so führ u empor he Lieder ⁰8 lasse uns rel Froh⸗ el und auf lasset uns ert Jesu, ort des anbeten, o Jahthundett Wel. o02 die Erde tauf allen treu mich 7e- I5A Mel. o0) sund Lob⸗ Wacht/ in zůckt/ und 1807-J7⁰ο Mel. 630 et und eilet otgen und Lasset die Heiland Weihnacht, Ostern, Kirche 1)08 3)09 2. Gebt euch dem Heiland nun gänzlich zu eigen, präget sein Bild in die Herzen euch ein. Er kann den Weg nur, den rich— tigen, zeigen, der in den Himmel uns führet hinein. Blicket nach ihm** dem rettenden Sterne! Jesus ist kommen, o folget ihm gerne! J. Ja, wir ergeben uns dir heut aufs neue, Jesu, du liebst ja uns Kinder so sehr. Stärk unsern Glauben, erhalte die Treue, daß wir dich lieben je mehr und je mehr, bis wir im seligen Himmel dort oben, liebster Herr Jesu, dich ewiglich loben. Ludwig Rode, 7835-97 1 108 Mel. 673 alleluja, o singt Halleluja! Der Herr ist wieder da, der Tod bezwungen, Unsterblichkeit errungen! Singt fern und nah: Halleluja! L. Halleluja! Binweg, was uns betrübt! Der bis in Tod geliebt, er lebet wieder, der Erstling seiner Brüder; er lebt für dich, er lebt für mich. J. Halleluja, verschlaf die Erdenpein, Gott tröst dich, Sterb— gebein! Er ruft dich wieder. Dann klingen Osterlieder/ zum Auferstehn, zum Auferstehn. 4. Halleluja, bis jenes Morgens Licht/ der Nächte lehte bricht, mit srohen Schlägen/ jauchz ihm, mein Herz, entgegen! Bald ist er da. HBalleluja! Karl Bernhard Garve, 7763-84 1109 Mel. 6532 On Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die Sach, an der wir stehn, und weil es deine Sache ist, kann sie nicht untergehn. Allein das Weizenkorn, bevor/ es fruchtbar sproßt zum Licht em⸗ por, muß sterben in der Erde Schoß/ zuvor vom eignen Wesen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, durch Leiden himmelan/ und führest jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohl⸗ an, so führ uns allzugleich/ zum Teil am Leiden und am Reich; führ uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum Licht empor! 637 710 Geistliche Lieder J. Du starbest selbst als Weizenkornund sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, die Welt, die Gott dir gab. Send Boten aus in jedes Land, daß bald dein Name werd bekannt, dein Name voller Seligkeit. Nuch wir stehn dir zum Dienst bereit. Samuel Preiswerk, 7799-1871 v. 3 Graf Felician von Zaremba, 1794-874 1 1 10 Mel. 637 uf, denn die Nacht wird kommen, auf mit dem jungen Tag! Wirket am frühen Morgen, ehs zu spät sein mag! Wirket im Licht der Sonnen, fanget beizeiten an! Auf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann! 2. Auf, denn die Nacht wird kommen, auf, wenn es Mittag ist! Weihet die besten Kräfte dem Herrn Jesu Christ! Wirket mit Ernst, ihr Frommen, gebt alles andre dran! Ruf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann! J. Auf, denn die Nacht wird kommen, auf, wenn die Sonne weicht! Ruf, wenn der Abend mahnet, wenn der Tag entfleucht! Auf, bis zum letzten Zuge, wendet nur Fleiß daran! Auf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann! Theodor Kübler, 1832-19os, nach dem Englischen. 1111 Mel. os N ist vollbracht, was uns selig macht; in der dunkelsten der Nächte/ sind besiegt der Hölle Mächte, aller Todes⸗ bann/ ewig abgetan. 2. Ist das Werk getan, geht die Ruhe an. Glückauf, nach der Arbeit Ende„zeuch in deines Vaters Hände! Stille Gra— besruh/ deckt die Glieder zu. . Weil auch ich in dir/ nunmehr für und für/ schon im Glaͤuben bin vollendet, weil mein Tagewerk beendet, halte ich nun auch/ Feierabendbrauch. 4. Ja, so will ich nun/ auch hienieden ruhn. Darum laß bis an mein Ende, Herr, in deine treuen Hände Geist und Sterb— gebein/ ganz empfohlen sein. 638 he Lieder as Grab. b. Send bekannt, nst bereit. 753-ID Mel. 637 gen Tag! Wirket die Nacht 5 Mittag 1U Wirket denn die ie Sonne entfleucht! Auf, denn Englischen. Mel. 6s dunkelsten ler Todes⸗ fauf, nach tille Gra⸗ schon im halte ich Im laß bis nnd Sterb⸗ Dienst, Friede mit Gott, Liebe zu Jesu 2512 DDOESSGSECEEKe 5. Ist auch allezeit /hier noch Kampf und Streit, muß ich gleich der Grade viele„noch durchlaufen bis zum Ziele, kann im Kämmerlein/ dennoch Ruhe sein. G. Mag der Stürme Wehn/ auch das Meer erhöhn: tief im Grunde ist es stille. Mag doch Fuß und Hand und Wille/ Streiterarbeit tun, Herr, das Herz laß ruhn. 7. Wenn die Todesnacht/ bald ein Ende macht/ meiner Feier⸗ abendruhe, ei, so weiß ich, was ich tue; deine starke Hand/ ist mir wohl bekannt. 8. Sicher deckt sie zu„ meinen Leib zur Ruh; meine Seele eilt behende/ gradeaus in deine Hände. Ruh in Jesu Schoß! Solche Ruh ist groß.*Theobald Wunderling, 1826-89 1 1 12 Mel. J1 Kuunt Schönheit hat die Welt, die mir nicht vor Augen stellt meinen schönsten Jesum Christ, der der Schönheit Ursprung ist. 2. Wenn die Morgenröt ersteht, wenn die güldne Sonn auf— geht, so erinnre ich mich bald /seiner himmlischen Gestalt. 3. Oft gedenk ich an sein Licht, wenn der frühe Tag anbricht. Ach was ist für Berrlichkeit/ in dem Licht der Ewigkeit! 4. Seh ich dann den Mondenschein/ und des Himmels Auge— lein, so gedenk ich: Der dies macht, hat viel tausend größre Pracht. 5. Wenn ich sehe, wie so schön/ weiß und rot die Rosen stehn, so gedenk ich: Weiß und rot/ ist mein Bräutigam und Gott. G. Ja, in allen Blümelein, wie sie immer mögen sein, wird gar hell und klar gespürt/ dessen Schönheit, der sie ziert. 7. Wenn ich zu dem Quellbrunn geh/ oder bei dem Bächlein steh, so versenkt sich stracks in ihn/ als den reinsten Quell mein Sinn. 8. Und die Schäflein machen mich/ oftmals seufzen inniglich: Ach wie mild ist Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam! 639 1173 1774——** 9. Lieblich singt die Nachtigall, süße klingt der Flöte Schall, aber über allen Ton/ ist das Wort: Mariensohn! 10. Anmut gibt es in der Luft, wenn das Echo widerruft, aber nichts ist überall„wie des Liebsten Widerschall. 11. Ei nun, Schönster, komm herfür, komm und zeig dich selber mir, laß mich sehn dein eigen Licht/ und dein heilig Angesicht. 12. O daß deiner Gottheit Glanz/ meinen Geist umgebe ganz/ und der Strahl der Herrlichkeit/ mich erheb aus Ort und Zeit! 13. Ach, mein Jesu, nimm doch hin, was mir decket Geist und Sinn, daß ich dich zu jeder Frist /sehe, wie du selber bist. Johann Scheffler, 7624-677 1113 Mel. 6s chönster Herr Jesu, Herrscher aller Enden, Gottes und Marien Sohn, dich will ich lieben, dich will ich ehren, du meiner Seele Freud und Kron! 2. Schön sind die Felder, schön sind die Wälder/ in der schö⸗ nen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Berz erfreut. J. Schön leucht die Sonne, schön leucht der Monde und die Sternlein allzumal; Jesus leucht schöner, Jesus leucht reiner/ als alle Engl im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen/ in der frischen Jugendzeit; sie müssen sterben, müssen verderben, doch Jesus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit/ Himmels und der Erden„ ist verfaßt in dir allein. Nichts soll mir werden/ lieber auf Erden/ als du, der schönste Jesus mein. 167 v. 2 7842 1114 Mel. oes er beste Freund ist in dem Himmel, auf Erden sind die Freunde rar; denn bei dem falschen Weltgetümmel„ist Redlichkeit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 60³⁰ mein lecht g 0. 5 wande sie mit Mein 3 ich liebet Liebe L. V Hetʒ mein mich 3. 9 für dig Ruhy drum e Lieder ⁰ Schall wideruuf, dich selber Angesich. ebeganz/ und Zeit! Geist und bist. 762467⁷ Mel. o)5 ottes und ehren, du der schö⸗ der unser e/ und die cht leiner/ en/ in det tben, doch ist verfaßt irden/ als 10⁷⁷ b. 270 Mel. 28 n sind di immel/ it o gemeint · Liebe zu Jes 2336 2. Die Menschen sind wie eine Wiege; mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich darniederliege, mich seine Freund⸗ schaft doch nicht läßt. Er ists, der mit mir lacht und weint. Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaͤufet ihre Liebe/ dem, der am meisten nützen kann; und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freund⸗ schaft hintenan. Doch hier ist es nicht so gemeint. Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten; er sagt für meine Schulden gut; er hat mir niemals was verneint. Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, mein Freund, der mein und ich bin sein, mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. . Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haaͤr. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1579177 1115 Mel. o2 Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesu offenbart; Ji geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm ge⸗ liebet ward; ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. 2. Wie bist du mir so zart gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. J. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruhplag ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; drum folg ich deinen selgen Zügen. 4 64 736 Geistliche Lieder Ce 4. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt! Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! 5. O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine süße Jesusliebein HBerz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerhard Tersteegen, 69776 1116 Mel. 784 W53 wär ich ohne dich gewesen, was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Angsten auserlesen, stünd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte, die Zukunft wär ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem tät ich meine Sorgen kund? 2. Du kamst, ein Beiland, ein Befreier, ein Menschensohn, voll Lieb und Macht, und hast ein allbelebend Feuer/ in unsern Herzen angefacht. Nun sehn wir erst den Himmel offen/ als unser altes Vaterland, wir können glauben, lieben, hoffen/ und fühlen uns mit Gott verwandt. 3. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaͤubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 7772-801 1 1 47 Mel. 6)8 enn ich ihn nur habe, wenn er mein nur ist, wenn mein Berz bis hin zum Grabe/ seine Treue nie vergißt, weiß ich nichts von Ceide, fühle nichts als Andacht, Lieb und Freude. 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treu gesinnt nur meinem Berrnz lasse still die an— dern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 642 he Lieder Eiebe zu Jesu, Glaube 1))8 379 eb ümn 3. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; und es fällt mir Ende br jede Gabe/ wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brü— 45 der/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. 1. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 7772-80 gedrücket gepräget 1118 Mel. 640 elus und Ach will streben/ nach dem Leben, wo ich selig bin. Ich will 057·7⁰00 Ormaen einzudringen, bis daß ichs gewinn. Hält man mich, so lauf ich fort; bin ich matt, so ruft das Wort: Fortgerungen, Mel. 383 durchgedrungen/ bis zum Kleinod hin! ohne dich, 2. Als berufen/ zu den Stufen/ vor des Lammes Thron, will sen, stünd ich eilen; das Verweilen bringt oft um den Lohn. Wer auch ich liebt läuft und läuft zu schlecht, der versäumt sein Kronenrecht. Was n hetz sich dahinten, das mag schwinden; ich will nichts davon. 3. Jesu, richte„mein Gesichte /nur auf jenes Ziel; lenk die schensohn Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die n mnsen Welt, so sprich mir zu, schmäht sie mich, so tröste du. Deine Gna— ofen/ ul de/ führ gerade/ mich aus ihrem Spiel. offen/ und 4. Du mußt ziehen, mein Bemühen /ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, fühlt die Seele; aber du hast Kraft, weil dein Blut ein Leben bringt/ und dein Geist das Berz durchdringt. Dort ePnenden wirds tönen /bei dem Krönen: Gott ists, der es schafft. jroh sie zu Philipp Sriedrich Biller, 1699-76& hen schauen auch denen 1119 Mel. 526 a-)do/ In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ. Durch dich wir haben, himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist. Hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer Mel. ols dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Balleluja! wenn mein Zu deiner Güte„steht unser Gmüte, an dir wir kleben/ im gißt, weiß Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja! nd reude 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden/ Teufel, Welt, an meinem Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie sill die ar⸗ nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob ver⸗ mehren/ mit hellem Schalle, freuen uns alle/ zu dieser Stunde. 43* 643 3920 2 Geistliche Lieder Halleluja! Wir jubilieren/ und triumphieren, lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit Herz und Munde. Halleluja! Johann Lindemann, 7549-163 1120 Mel. 54 Wir mit grimmgem Unverstand Wellen sich bewegen! Nir— gends Rettung, nirgends Land/vor des Sturmes Schlä— gen! Einer ists, der in der Nacht, einer ists, der uns bewacht. Christ Körie, du wandelst auf der See! 2. Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo dann Rettung finden? Keine Hilf als bei dem Berrn, er ist uns der Morgenstern. Christ Körie, erschein uns auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir, sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir„unser Lob erschallen. Lobet ihn mit Herz und Mund lobet ihn zu jeder Stund! Christ Körie, ja, dir gehorcht die See! 4. Einst in meiner letzten Not /laß mich nicht versinken; soll ich von dem bittern TodWell auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand. Christ Köÿrie, komm zu uns auf die See! Johannes Falk, 1768- 1826 1 1 24 Mel. 693 Wiat Deiedn wanreeen eden blauen Himmels-⸗ zelt? Weißt du, wieviel Wolken gehen/ weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet/ an der ganzen großen Zahl. 2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen/ in der hellen Sonnen⸗ glut? wieviel Fischlein auch sich kühlen/ in der hellen Wasser⸗ flut? Gott der Herr rief sie mit Namen, daß sie all ins Leben kamen, daß sie nun so fröhlich sind. ö 3. Weißt du, wieviel Kinder frühe/ stehn aus ihrem Bettlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe/ fröhlich sind im Tageslaufꝰ Gott im Bimmel hat an allen/ seine Lust, sein Wohlgefallen, kennt auch dich und hat dich lieb. Wilhelm Beß, 77891854 6⁴⁴ — Glaube 112²-1124 ö DOESSEEEECe nd loben/ eluja! 1122 Mel. 643 189.160 Hau meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, Mel. Gan hilft er doch so gern! Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, gen! Ni⸗ und ein neuer Frühling /folgt dem Winter nach. In allen 15 Shlä⸗ Stürmen, in aller Not/ wird er dich beschirmen, der treue Gott. bewacht 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht. Hhundenl Größer als der Helfer„ist die Not ja nicht. Ewige Treue, 0 suden) Retter in Not, rett auch unsre Seelé, du treuer Gott! n Ois Friedrich Raeder, 787587 1425 Mel. 636 ie Wellen tern, auf den ich schaue, Fels, auf dem ich steh, Führer, dem Lobet ihn ich traue, Stab, an dem ich geh, Brot, von dem ich lebe, Hrst Kjrie Quell, an dem ich ruh, Ziel, das ich erstrebe, alles, Herr, bist du! 2. Ohne dich, wo käme/ Kraft und Mut mir her? Ohne dich, inken sol wer nähme/ meine Bürde, wer? Ohne dich, zerstieben/ würden reiche mit mir im Nu/ Glauben, Boffen, Eieben. Alles, Herr, bist du! nd. Chris 3. Drum, so will ich wallen /meinen Pfad dahin, bis die 68- I825 Glocken schallen/ und daheim ich bin. Dann mit neuem Klin— gen/ jauchz ich froh dir zu: Nichts hab ich zu bringen; alles, Mel. 639 Herr, bist du! Adolf Krummacher, 1824-884 ter 1124 Mel. 634 .—— Se nimm denn meine Hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht 1Soureir einen Schritt; wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit. en Maser 2. In dein Erbarmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach lins Leben es endlich stille„ßin Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen/ dein armes Kind; es will die Augen schließen/ und m ellen glauben blind. 0 Aut 3. Wenn ich auch gar nichts fühle„von deiner Macht, du Wchln bringst mich doch zum Ziele„auch durch die Nacht. So nimm bI9e 01 denn meine Hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ 90——5 und ewiglich. Julie Hausmann, 1826-390 6⁴4⁵ 125 32⁰ Geistliche Lieder 1125 Mel. 677 H laß dein Sorgen sein, Sorgen schafft Angst und Pein/ und nützt doch nicht; vertrau auf Gott den HBerrn, sein Hilf ist dir nicht fern, Gott schlummert nicht. 2. Sieh nur die Lilien an: Wer hat sie angetan/ mit solcher Zier? Gott webt zu aller Zeit/ ihnen das Feierkleid, webt es auch dir. I. Nimm doch der Vöglein wahr, die, aller Sorgen bar, so fröhlich sind: Gott nährt sie spät und früh; bist du nicht mehr als sie, nicht Gottes Kind? 4. Gotteskind, hörst du nicht, wie so vernehmlich spricht/ dein Jesus Christ: Berz, laß dein Sorgen sein, trachte nach dem allein, was droben ist! Julius Sturm, 78 16-8 1126 Mel. 68 Wer meine Seele stille/ zu ihrem Gott/ und sein hochheil⸗ ger Wille 7mein täglich Brot, so gings im Grund der Mat. mir herzlich gut, ich dürfte mich nicht quälen/ mit trübem ut. 2. Mach stille mein Gewissen/ mit seiner Pein, daß sie ver⸗ stummen müssen/ mit ihrem Nein, des Feindes bittre Klagen, die mich bedräun, sobald ichs nur will wagen, getrost zu sein. J. Mach stille all das Fragen: Wozu, warum? und hilf mir schweigend tragen/ zu deinem Ruhm. Du wirst die Rätsel lösen, so wirr und schwer: wie alles Treu gewesen, obs Töten wär. 4. Mach stille all das Sorgen/ um das, was kommt, für heute und für morgen; du weißt, was frommt. Bilf, daß ich still nur flehe, das Meine tu; dann geh es, wie es gehe, ich habe Ruh. 5. Mach still das stolze Denkender Wissenschaft; laß sich den Geist versenken in Gottes Kraft, die aus des Wortes Quelle/ für Schüler fließt/ und sich so licht und helle/ ins Herz ergießt. 6. Mach stille all das Streiten/ im Bruderkreis; du sollst mir leise deuten, was ich nicht weiß. Seh ich dann andrer Rechte/ wie meine an, so sind die Wortgefechte /bald abgetan. 64 de Lieder 00 Mel. 06— ind Pein/ ertn, sein nit solcher en bar, so licht meht richt/ dein nach dem 806-Jooo Mel. 634 n hochheil Orund der mit trübem aß sie ver⸗ te Klagen, ost zu sein. d hilf mit ätsel lösen, Töten wät. für heute ich still nut habe Ruh. laß sich den s Quelle/ er ergießt. u sollst mit et Rechte/ tan. Glaͤube, Jugend 1127 7. Mach stille meinen Willen, den Plagegeist; du kannst das Wünschen stillen, das mich zerreißt. So leb ich schon hienieden/ ganz kindvergnügt, mit allem still zufrieden, was du gefügt. 8. Mach stille das Gelüste/ im Fleischessinn. Dieweil ich in der Wüste/ nicht heimisch bin, so töte alles Streben, das mich verwirrt/ und ab vom Pfad zum Leben/ mich irre führt. 9. Ja, mach mich endlich stille so ganz und gar, wie dein Ge⸗ müt und Wille/ einst stille war. Dein Stillsein dort im Gar⸗ ten/ bei Todesweh, das lehrt mich stille warten, bis ich dich seh. *Theobald Wunderling, J826-7899 1 1427 Mel. 39 as ist denn für Kin⸗ Früh Schäflein des ewigen Birten der das Beste auf zu werden; die weidet er hier schon Erden? auf seliger Weide/ und droben bei sich in unendlicher Freude. 2. Was habt ihr denn Er ist für uns Kinder vom Himmel alles vom Heiland ver- gekommen, ist selber ein Kindlein nommen? gewesen auf Erden, um sündigen Menschen ein Heiland zu werden. 3. Wie ist es dem Hei⸗ Er hat voller Wunden am Kreuze land auf Erden gegangen? gehangen; da ist er als Opferlamm für uns gestorben/ und hat uns die Gnade mit Blute erworben. 4. Wenn aber nun Kin- Er hört darum doch niemals auf, der sein Herze betrüben? uns zu lieben; und wenn wir nur wieder sein Heilandsherz finden, vergibt uns der Heiland auch gerne die Sünden. 5. Wie wollt ihr ihm Wir geben ihm gern unsre Herzen nun eure Dankbarkeit zei⸗ zu eigen; draus soll er nur gründlich gen ꝰ das Böse vertreiben, dann kann er 460 einziehn und König drin blei⸗ en. 647⁷7 1128 29 Geistliche Eieder . Oa, wenns euch zu tun ist ums ewige Leben, dann braucht ihr dem Heiland das Herz nur zu geben; der wird euch in Gna⸗ den im Taufbund erhalten/ und segnend und heiligend über euch walten. Nach Johannes von Wattewille, 177878 1128 Mel. 63s Es fliehet schnell von hinnen/ der Jugend goldne Zeit, es muß gar viel zerrinnen, was unser Berz erfreut; doch sage: Was kann haltendas Herz dir ewig jung? Was läßt dir nicht erkalten/ der Jugend frischen Schwung? 2. Wenn tief im Herzensgrunde/ uns steht der Gottesherd/ und da zu jeder Stundesich unsre Flamme nährt: das gibt das freudge Leben, das Leib und Geist durchwallt; das hält uns frisch das Streben, ob wir auch noch so alt. J. Dies halte fest im Herzen, du muntre Jugendschar, in Kampfesmühn und Schmerzen/ bewähr es immerdar. So gehe hin zum Werke/ und schaffe edle Frucht, so stähl des Leibes Stärke, des Armes Kraft und Wucht. 4. Und willst du recht dich raffen/ und jugendfrisch dich mühn, so siehst aus deinem Schaffen/ du Segensfrucht erblühn/ und trägst aus deinem Streben/ und aus der Jugend Braus/ ins ernste Mannesleben/ den frischen Mut hinaus. ö 3. Und dann wirst in dem Trachten/ des Lebens, ernst und hart, du nimmermehr verachten/ der Jugend frohe Art. Es grüßt in stiller Stunde„dich die Erinnerung; es bleibt im tiefsten Grunde/ das Herz dir frisch und jung. *Theodor Bourquin, 1883-194 1 29 Mel. 602 BSö zog der Freude Strom durch Leib und Seel. Herr, mit Freud und Leide„ dir ich mich befehl. 2. Ob der Leib auch müde, soll voll Jugendglühn/ doch das HBerz im Liede/ aufwärts zu dir ziehn. J. Dank für deine Gabe, daß, nicht mühescheu, ich errungen habe/ Lust und Kraft aufs neu— 648⁸ che Lieder un braucht 0 in Gna⸗ dübereuc 77N- Mel. 638 ne Zeit, es doch sage as läßt dit hottesherd, : das gibt ; das hält noͤschar, in u. So gehe des Leibes ö dich mühn, blühn/ und Braus/ ins ernst und n. Es grift im tiefsten in, 1833-Jo4 Mel. o0² und Seel. bl. n/ doch das ich errungen 4. Laß ein Mann mich werden, der voll Zucht und Art/ stark und rein auf Erden/ Seel und Leib bewahrt! 5. Laß ein Mann mich werden, immer jugendlich, weil die Kraft der Erden/ ist geweiht durch dich! . Laß ein Mann mich werden, der durch Kampf und Streit, Lust und Not der Erden/ dringt zur Ewigkeit! 7. Froh leg ich mich nieder; und im Morgenrot/ füll aufs neu die Glieder/ du mit Kraft, o Gott! *Theodor Bourquin, 1833-94 4 1 30 Mel. 644 Woi pflügen und wir streuen„den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen/ steht in des Himmels Hand; der tut mit leisem Wehen/ sich mild und heimlich auf/ und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Berrn: drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau und Regen/ und Sonn⸗ und Mondenschein/ und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein/ und bringt ihn dann behende/ in unser Feld und Brot; es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Berrn: drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blãätter/ und Korn und Obst, von ihm/ das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe/ kommt her von Gott dem Herrn: drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 4. Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf. Er schenkt uns Wedd Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt dem Viehe eide/ und seinen Menschen Brot. Alle gute Gabe /kommt her von Gott, dem Herrn: drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! Nach Matthias Claudius, 730-185 649 39383 3132 Geistliche Lieder DDDOSSSGSEGCGEcee 1131 Mel. 638(15/) as macht ihr, daß ihr weinet/ und brechet mir mein Herz? Won Herrn sind wir vereinet„und bleibens allerwärts. Das Band, das uns verbindet, löst weder Zeit noch Ort; was in dem Berrn sich findet, das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, als sollts geschieden sein, und bleibt doch ohne Ende/ im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe/ man sich zum letzten Mal, und bleibt in glei⸗ cher Nähe„dem Herrn doch überall. J. Man spricht: Ich hier, du dorten, du ziehest, und ich bleib; und ist doch allerorten„ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege/ und grüßt sich einmal noch/ und geht auf einem Wege in gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen/ und so gar traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn. In einer But und Pflege, geführt von einer Hand, auf einem sichern Wege/ ins eine Vaterland. S. So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trennungsleid, nein, einem neuen Bunde, mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erkoren/ zu unserm höchsten Gut, sind wir uns nicht verloren, wie weh auch Scheiden tut. Philipp Spitta, 8085 1412 Mel. 63s Naun schläfet man; und wer nicht schlafen kann, der bete mit mir an/ den großen Namen, dem Tag und Nacht/ wird 55 der Himmelswacht/ Preis, Lob und Ehr gebracht: o Jesu! men. 2. Weg, Vhaͤntasie! Mein Herr und Gott ist hie. Du schläfst, mein Wächter, nie; dir will ich wachen. Ich liebe dich, ich geb zum Opfer mich/ und lasse ewiglich/ dich mit mir machen. J. Es leuchte dir/ der Himmelslichter Zier; ich sei dein Stern⸗ lein, hier/ und dort zu funkeln. Nun kehr ich ein: Berr, rede du allein/ beim tiefsten Stillesein/ zu mir im Dunkeln. Gerhard Tersteegen, 1697-170 65⁰ he Liedet 38(080) ein Hetzꝰ llewätts tʒ was eden sein, Han sieht ibt in glei⸗ ich bleib; lan spricht geht auf chn? Wir Hut und Vege/ ins nungsleid, ht. Wenn runs nicht I80J-185 Mel. 635 er bete mit acht/ witd t.o Hesu! Du schläst, ich, ich geb nachen. ein Stetn⸗ Hert, tede eln. 09/⸗7oo Gemeinschaft, Aben—133 1134 1133 Mel. 522(00) Dau Mond ist aufgegaͤngen, die goldnen Sternlein prangen/ amHimmel hell und klar. Der Wald steht schwaͤrz und schwei⸗ get, und aus den Wiesen steiget/ der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille ßund in der Dämmrung Hülle/ so traulich und so hold„als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer/ verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Künste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden/ und vor dir hier auf Erden/ wie Kinder fromm und fröhlich sein. 0. Wollst endlich sonder Grämen/ aus dieser Welt uns neh⸗ men/ durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Berr und unser Gott. 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen/ und laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius, 7740-)85 1134 Mel. 603 0) Mus bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Ruglein zu. Vater, laß die Rugen dein/ über meinem Bette sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an; deine Gnad und Jesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand, alle Menschen groß und klein/ sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Rugen schließe zu. Gott im Himmel, halte Wacht, gib uns eine gute Nacht!* *Ursprünglich: Laß den Mond am Bimmel stehn/ und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 7798- 876 65⁰ 35 130 Geistliche Eieder 1135 Mel. 534 Wie könnt ich ruhig schlafen„in dunkler Nacht, wenn ich, o Gott und Vater, nicht dein gedacht! Es hat des Tages Treiben/ mein Herz zerstreut; bei dir, bei dir ist Friede/ und Seligkeit. 2. O decke meine Mängel/ mit deiner Buld; du bist ja, Gott, die Liehe/ und die Geduld. Gib mir, um was ich flehe: ein reines Herz, das dir voll Freuden diene/ in Glück und Schmerz. J. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergibst, und meinen Bru— der liebe, wie du mich liebst. So schlaf ich ohne Bangen/ im Frieden ein/ und träume süß und stille„und denke dein. Agnes Franz, 7794-)848 1136 Mel. 627(04) Go aus, mein Herz, und suche Freud/ in dieser lieben Som— merzeit/ an deines Gottes Gaben; schau an der schönen baben Zier/ und siehe, wie sie mir und dir/ sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide. J. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft„ und macht sich in die Wälder; die hoch be⸗ gabte Nachtigallergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh/ ins tiefe Gras gesprungen. 3. Die Bächlein rauschen in dem Sand/ und malen sich und ihren Rand/ mit schattenreichen Mörten; die Wiesen liegen hart dabei/ und klingen ganz vom Lustgeschrei/ der Schaf und ihrer Hirten. 6² X lieblie dieser Schlo 10. Christ tause ihr H V. he Liedet Natur 1730⁰ DSEESESEEe Mel. 534 6. Die unverdroßne Bienenschar /fliegt hin und her, sucht wenn ich, hier und dar/ sich edle Honigspeise; des süßen Weinstocks starker es Tages Saft /bringt täglich neue Stärk und Kraft/ in seinem schwa— ede/ und chen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung ja, Gott und alt/ und rühmt die große Güte/ des, der so überflüssig labt/ flehe: ein und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. Schmetz. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes menv großes Tun/ erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn 0 1* alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem en im Herzen rinnen. 15388 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön/ und läßt dus uns so 4-1800 lieblich gehn/ auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem reichen Himmelszelt/ und güldnen 61.0⁷ 6 Schlosse werden! ö ben Som⸗ 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in er schönen Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel eschmücket tausend Seraphim/ mit unverdroßnem Mund und Stimm/ ihr Halleluja singen! Ket seinen 11. O wär ich da, o stünd ich schon, ach süßer Gott, vor dei⸗ Tulipan, nem Thron/ und trüge meine Palmen! So wollt ich nach de. ö der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend Hen flaht schönen Psalmen. e hoch b.· 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch/ hier trage dieses all/ Ben Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen; mein Berze soll —R sich fort und fort„an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. baut und 13. Hilf mir und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom ingen; der Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer aus seiner deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubens⸗ frücht erziehe. en sich und 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein sen liegen guter Baum, und laß mich Wurzel treiben; verleihe, daß zu Schaf und deinem Ruhm/ ich deines Gartens schöne Blum/ und Pflanze möge bleiben. 55³3 39387 31388 Geistliche Lieder 15. Erwähle mich zum Paradeis/ und laß mich bis zur letzten Reis /an Leib und Seele grünen; so will ich dir und deiner Ehr/ allein und sonsten keinem mehr/ hier und dort ewig dienen. Baul Gerhardt, 7607- 167 4, Mel. 50s5(06) reuet euch der schönen Erde, denn sie ist wohl wert der Freud; denn was hat für Herrlichkeiten /unser Gott da ausgestreut! 2. Und doch ist sie seiner Füße„reich geschmückter Schemel nur, ist nur eine schön begabte, wunderreiche Kreatur. 3. Freuet euch an Mond und Sonne/ und den Sternen all⸗ zumal, wie sie wandeln, wie sie leuchten/ über unserm Erdental. 4. Und doch sind sie nur Geschöpfe /von des höchsten Gottes Hand, hingesät auf seines Thrones/ weites, glänzendes Gewand. 5. Wenn am Schemel seiner Füße, und am Thron schon sol— cher Schein, o, was muß an seinem Herzen/ erst für Glanz und Wonne sein! Philipp Spitta, 380)-85 1 1 38 Mel. 625 „wiin Lilien jener Freuden-sollst du weiden, Seele, schwinge dich emporl Als ein Adler fleug behende, Jesu Hände/ öffnen schon das Perlentor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu dem Haufen/ derer, die des Lammes Thron/ nebst dem Chor der Seraphinen/ schon bedienen/ mit dem reinsten Jubelton! 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder/ meines Schiff⸗ leinszlaß mich ein/ in den sichern Friedenshafen/ zu den Schafen, die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen/ und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, schenk mir Glauben, festen Glauben, der durch alles siegreich dringt! Nach dir sehnt sich meine Seele/ in der Höhle, bis sie sich von hinnen schwingt. 65⁴ 0r Munde sihren/ 7. Du mußß mi nieder, 8. G. hetzlic geben; 0 6 Cein) 2. M nicht u leiten/ 3. VU Uns in und se 4.6 wird d Hallel he Liedet N⁰⁰ ur letzten ind deiner dort ewig 607. J070 l. oo C00 der Freud; Usgestteutl Schemel u. ternen all⸗ Erdental. ten Gottes 5Gewand. schon sol⸗ Glanʒ und „80/- 8 Mel. 625 e schwinge u Hände/ jen/ derer, inen/ schon nes Schif⸗ in Schafen, n, was die „und nicht lauben, der ine Seele/ Cwigkeit 5739 3340⁰0 0. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen/ unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen/ träumend führen/ und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen/ muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt dar— nieder, meine Glieder/ werden fröhlich auferstehn. 8. Gotteslamm, ich will dich loben/ hier und droben/ mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ewgen Leben/ mir ge— geben; hole, Heiland, mich zu dir! LSudwig Konrad Allendorf, 7693-778 1 1 39 Mel. 673 O großer Tag. Tag froher Herrlichkeit, wenn glorreich im Geleit/ der Himmelsscharen/ der Herr wird niederfahren! Sein Reich ist nah. Balleluja! 2. Auf, seid bereit, wacht auf und seid bereit! Der Herr ist nicht mehr weit. Laßt Eitelkeiten„euch nicht das Herz ver— leiten/ zur Wartezeit. Auf, seid bereit! 3. Wie wird uns sein, wie wird alsdann uns sein, wenn wir uns im Verein/ der Engelreigen/ vor Gottes Throne neigen/ und sein uns freun! Wie wird uns sein! 4. Halleluja, himmlisch Halleluja, Ruhm, Preis und Gloria/ wird dann erschallen/ von den Erlösten allen. Ei wärn wir da! Halleluja! Karl Bernhard Garve, 1763-84 v. 3. 4 nach*Christian Gregor, 1723-80 4 4 40 Mel. 63) We. findet die Seele die Heimat, die Ruh? Wer deckt sie mit schützenden Fittichen zu? Ach, bietet die Welt keine Freistatt uns an, wo Sünde nicht herrschen, nicht anfechten kann? Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, die Heimat der Seele ist droben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn, die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde er— baut, ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja, ja, ja, dieses allein/ kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 655 174 Geistliche Lieder D⸗SDDSEEECSECEEe 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang/ bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, Ruh, Ruh, himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu. Sudwig Jörgens, 1792-)843 1141 Mel. 6) aßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Jesum möge sehn; meine Seel ist voll Verlangen, ihn auf ewig zu umfangen/ und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht, o wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen From— men/ schau dein holdes Angesicht? J. Ach wie schön, ach wie schön„ist der Engel Lobgetön! Bätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel, heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 3. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen/ wirds uns sein, als ob wir träumen; bring uns, Herr, ins Varadies! Gustav Knak, I806-1878 586 che Lieder Zunde und er Harsen m Gesang. choße des 72-849 Mel. 6J) moͤge sehn; umfangen/ oken bricht, ulen From⸗ Lobgetön! nd Hügel/ hin Salem n Gott, ich süß! Unter ir trãumen; I, So6-8/s Verzeichnisse der Dichter, der Melodien und der Verse 5 4² Verzeichnis der Dichter Alber, Erasmus, ein Schüler und Freund Luthers, geboren um)5oo zu Bruchenbrücken in der Wetterau, führte ein unruhiges Wanderleben, weil er oft von seiner Stelle vertrieben wurde.(„Ein im Kreuz ungeübter Christ ist als eine ungesalzne Speise.)) Er starb als Superintendent zu Neubrandenburg am 5. Mai 559. J65 879, 30 99. Albert, Heinrich, der Neffe des Musikers Heinrich Schütz, geboren am 28. Juni 604 zu Lobenstein im reußischen Oberland, studierte zuerst die Rechte, widmete sich aber dann ganz der Musik, wurde in Königsberg ein Freund Simon Dachs und starb dort als Organist an der Domkirche am 6. Oktober 165).— 900. *Albertini, Johann Baptist von, geboren am 17. Februar 1769 zu Neu⸗ wied, war Schleiermachers Studiengenosse und Freund in Barbh, wurde 1796 Lehrer und 1804 Direktor des theologischen Seminars.„Sos ging er ins Pre⸗ digtamt über und hat durch seine Predigten und Reden weit über die Kreise der Brüdergemeine hinaus gewirkt. Nuch hat er Geistliche Lieder für Mitglieder und Freunde der Brüdergemeine herausgegeben. Er starb als Bischof und Mitglied der Unitätsältestenkonferenz am 6. Dezember 183) zu Berthelsdorf bei Herrn⸗ hut.— 9) 92 57 249 328 5804 5880, 3 728 833 860 94. Albinus, Johann Georg, geboren am 6. März 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, starb als Pfarrer zu Naumburg an der Saale am 25. Mai 1679.— 080, 4. Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geboren am 9. Februar 1693 zu Josbach bei Marburg an der Lahn, war Hofprediger in Cöthen und Pfarrer in 658 Vet 2 Wenn mit at 688 0 Emfult dteißig übetlie nichtd Gusta haben 1 bei Ha N Dezem Utsprün wurde alle Ki Geit de en um J5oo zu ben, weil et oft hrist ist als eine burg am S. Mai Uh, geboren am uerst die Rechte, Kreund Simon er 65J.-900. 31 709zu Nel⸗ by, wurde 1756 ging et ins Pre⸗ er die Kteise det Migzlieder und of und Milglied dorf bei Herm⸗ j. u Unlemessa be 5. Nal J6.- Hebtuat 1693 /l n und Pfattet in Verzeichnis Augusta SISISISISISISISISISISSSSSS/SSSSS Wernigerode und Balle. Er starb in Halle am 3. Juni 778. In Gemeinschaft mit andern hat er 1733 die Cöthnischen Lieder herausgegeben.—9 212 687 688 838 J0385 J)38. Altenburg, Johann Michael, geboren am 14. Juni 1584 zu Alach bei Erfurt, war um und in Erfurt Lehrer und Pfarrer, bewies in den Nöten des dreißigjährigen Krieges ein unerschütterliches Gottvertrauen und dichtete, wie überliefert wird, aus Freude über den Sieg bei Breitenfeld das Sied„Verzage nicht, du Häuflein klein“ über die Losung des schwedischen Heeres:„Gottmituns.“ Gustav Adolf soll es am Tag seines Heldentodes vor der Schlacht bei Lützen haben anstimmen lassen. Altenburg starb zu Erfurt am 72. Februar 1640.— 20. Arends, Wilhelm Erasmus, geboren am s. Januar 1677 zu Bangenstein bei Halberstadt, starb am 36. Januar 172 als Pfarrer zu Halberstadt. 602 608. Arndt, Ernst Moritz, der Sänger der Freiheitskriege, geboren am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der damals noch schwedischen Insel Rügen, war ursprünglich Theologe, entsagte aber schon sehr bald dem geistlichen Stande und wurde Universitätslehrer in Geschichte. Er trat für den alten Glauben und das alte Kirchenlied ein und hat sich um die Erneuerung der Gesangbücher nach der Zeit des Rationalismus verdient gemacht. Sein politisches Wirken war vom Geiste des Christentums durchdrungen, und er hat auch die Schicksalsschläge, die ihn in diesem Wirken trafen, in Demut und Glauben hingenommen. Er starb am 29. Januar 1860 als Professor der Geschichte in Bonn.— 80 184 876 Joo. Arnold, Gottfried, geboren zu Annaberg im Erzgebirge am S. September 666, studierte in Wittenberg Theologie und erwarb sich besonders in der Kir— chengeschichte hervorragende Kenntnisse. Mit Kirche und Theologie völlig zer— sallen, wollte er kein Pfarramt annehmen, sondern beschäftigte sich mit Schrift— stellerei(Kirchen- und Ketzerhistorie). Doch gewann er später ein freundlicheres Verhältnis zur Kirche und ging 1702 ins Pfarramt. Er starb am 30. Mai 1714 als Pfarrer in Perleberg infolge eines Schreckens, den er erlitten hatte, als preu⸗ ßische Werber während des Gottesdienstes in seine Kirche eindrangen.— 480 48 564 5895 896 677 776 8358 J032. Assig, Hans von, geboren zu Breslau am 8. März 7650, starb als kur⸗ brandenburgischer Schloßhauptmann und Kammeramtsdirektor zu Schwiebus am 5. August 1694.— 229, 5. Astmann, Johann Paul, geboren am 24. Juni 660 zu Unterleinleiter in Franken, war von 1695 an Speners Amtsgenosse an St. Nikolai in Berlin; er starb daselbst am 20. März 1699.- 20. Augusta, Johann, einer der bedeutendsten Bischöfe der alten Brüder— unität, wurde 500 als Sohn eines Butmachers in Prag geboren, trat 1524 von der utraquistischen Kirche zur Brüderunität über und wurde 1532 Bischof und Mitglied des engen Rates. Er suchte Fühlung mit der deutschen Refor— matson und besuchte 7536 und 5544 in Wittenberg. 1548 wurde er durch 42³⁷ 69 Bagewitz Verzeichnis SISISISISISSSII schnöden Verrat gefangen und blieb bis 1564 in zum Teil recht strenger und grausamer Haft. Nach seiner Befreiung übernahm er die Leitung der Unität, die er auch im Gefängnis nicht ganz aus der Hand gegeben hatte, wieder vollständig und starb am 13. Januar 1872 in Jungbunzlau.— 192 198. *Bagewitz, Michael Jakob, geboren am 12. September 1699 zu Stral⸗ sund, war um 737 Lehrer am Waisenhaus in Herrnhut. Er ist 1748 in seine Heimat zurückgekehrt und lebte noch 776) in Anklam.— 685. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, geboren am 12. Juli 1774 zu Ober⸗ stenfeld bei Marbach am Neckar, war Professor in Tübingen und Dekan in Kirchheim unter Teck; dort starb er am J8. August 184).— 382. Barth, Christian Gottlob, geboren am 31. Juli 1799 in Stuttgart, war Christoph Blumhardts Vorgänger im Pfarramt zu Möttlingen bei Calw(7824- 7838), legte aber sein Pfarramt nieder, um sich den Zwecken der inneren und äußeren Mission zu widmen. Er gründete den Calwer Verlagsverein und war ein unermüdlicher Förderer der Heidenmission. Er starb zu Calw Uam 12. No⸗ vember 1862.- 386 398. Baumgarten, Jakob, geboren am 30. Rugust 166s zu Wolmirstedt bei Magdeburg, war Inspektor des Pädagogiums zu Halle und Pfarrer in Wol⸗ mirstedt und Berlin. Er starb in Berlin am 29. Juni 1722. 108, 3. Becker, Kornelius, geboren am 24. Oktober 156) zu Leipzig, starb als Pro⸗ fessor der Theologie und Pfarrer zu Leipzig am 24. Mai 604. 8), 2. 3 926, 5. Bernstein, Christian Andreas, geboren am 12. Juli 1672 zu Domnitz bei Halle, wurde 1695 Informator in Halle und 1699 Pfarradjunkt bei seinem Vater in Domniß, starb aber hier schon am 38. Oktober 1699.- 836. Beutner, Renata Elfriede, geboren am 2. Juni 7862 zu Berlin, seit 1890 verheiratet mit dem Chordirektor und Komponisten Pfannschmidt, dem Sohn des bekannten Malers, lebt in Pankow bei Berlin.— 43. Birken(Betulius), Sigismund von, geboren am 5. Mai 7626 zu Wild⸗ stein bei Eger, mußte 1629 mit seinen Eltern um des Glaubens willen aus Böhmen fliehen und kam nach Nürnberg. Er wurde Prinzenerzieher in Wolfen⸗ büttel und Mecklenburg und lebte zuletzt, von Ferdinand II. geadelt, als Privat⸗ gelehrter in Nürnberg. Er starb dort am 12. Juli 168). 300 586. Blumhardt, Johann Christoph, wurde am J6. Juli 3805 zu Stuttgart geboren. Von Kind auf lebte er in der Bibel und ihren Wirklichkeiten. Als Pfarrer in Möttlingen bei Calw, 1838-7852, erlebte er in seiner Gemeinde ohne sein Zutun einen Durchbruch der Kräfte des Reiches Goltes, der eine mächtige Bußbewegung zur Folge hatte und sich in geistiger und körperlicher Befreiung vieler äußerte. Von 1852 an wirkte er in Bad Boll bei Göppingen auf noch weitere Kreise als ein Mann der Hoffnung, der dem Elend einzelner und der Not der Menschheit entgegentrat mit der Botschaft: Jesus ist Sieger! die ihm in Möttlingen schon zur Gewißheit geworden war. Er starb in Bad 66⁰ der 2 Boll 500 84² und v nach! Kämp Jahte in die steudf Chtis von E von i kawe in He als Y gülder ost in Halle. in Sd starb g statb vogtu 2. 00 begra Mah Dien starb in U als f desse in E Lehr Don 2. strenger und der Unilat N. der volständi ood zu Stral⸗ Vas in seine 77 zu Ober⸗ und Dekan in Suuligath wor Calw(7824 er inneten und hetein und war am 12. Mo⸗ Volmitstedt bei jarter in Wol⸗ 06,. statb als Pio⸗ 1½.9 955,. 72 zu Domniß unkt bei seinem 836. zu Berlin, sel nnschmidt, den 102⁰ zu Wild⸗ ens willen au⸗ eher in Wolfen⸗ delt; als Privak 380. 05 zu Stutthan llichteiten. Al⸗ einet Gemeinde Holles, der eine Ind kötpetliche bei Göppingen Clend Vn esus ist Sieget sath in Bod der Dichter Bourquin PSDSSSeeeeeeeSeeeeeeeeeee SSSSSæE Boll am 25. Februar 3550.— Eine große Anzahl aus den Liedern Nr. 7047 ogg stammt von ihm. Blumhardt, Christoph, der Sohn des vorigen, geboren am J. Juni 842 zu Möttlingen bei Calw, wurde nach kurzem Vikarsdienst in der badischen und württembergischen Landeskirche 1869 von seinem Vater in die Mitarbeit nach Bad Boll gerufen und setzte nach dem Tod des Vaters dessen Arbeiten und Kämpfen fort. Der Glaube an die Liebe Gottes zur Welt stellte ihn einige Jahre in die große Offentlichkeit. Durch mehrfache Erkrankung wurde er zuletzt in die Stille geführt; in dieser Stille bis zu seinem Ende lebend, schaute er in freudigem Warten dem Kommen des Reiches Gottes und dem Siege Jesu Christi entgegen. Er starb im Hause Wieseneck bei Jebenhausen in der Nähe von—3 am 2. Nugust 5919. Mehlrere der Lieder 7047es stammen von ihm. Bogatkh, Karl Heinrich von, geboren am 7. September 1690 zu Jant⸗ kawe im Kreise Militsch in Niederschlesien, studierte zuerst die Rechte und später in Halle Theologie. Zu kränklich, ein öffentliches Amt anzunehmen, diente er als Privatmann dem Reiche Gottes durch Erbauungsstunden, Schriften(Das güldene Schatzkästlein) und Seelsorge. Er lebte in Köstriß, Saalfeld und Halle, oft in dürftigen Verhältnissen. Er starb am J5. Juni 1774 im Waisenhaus zu Halle. 353 647 690 79] 828, 2. *Böhmer, Johann Gottlob Ehrenfried, geboren am 17. Januar 17⁰⁰ in Schlesien, kam 1736 nach Herrnhut, diente der Gemeine als Syndikus und starb am 6. Januar 174) zu Marienborn.— 76. Böhmer, Justus Henning, geboren am 29. Januar 1674 zu Hannover, starb zu Halle am 28. Nugust 1749 als Professor der Rechte, Kanzler des Her— zogtums Magdeburg und Direktor der Universität.—150 179. Böhmer, Maria Magdalena, die Schwester des vorigen, wurde am 2. Januar 1669 in Hannover getauft und am 18. November 1749 daselbst begraben.— 644 *Böhnisch, Friedrich, geboren am 16. April 370 zu Kunewalde in Mähren, kam 1725 nach Herrnhut, meldete sich 173 mit Matthäus Stach zum Dienst in Grönland, wurde aber erst 1734 mit Johann Beck ausgesandt. Er starb am 29. Juli 1769 zu Neuherrnhut in Grönland.— 365 5875, 656 Bonin, Ulrich Bogislaus von, geboren am 28. September 1682 zu Cartzin in Pommern, war Ofsizier, fühlte sich aber zur Theologie hingezogen. Er erzog als Hofmeister Heinrich XXIX. Grafen Reuß⸗Ebersdorf und unterrichtete auch dessen Schwester, die spätere Gräfin Zinzendorf. Er starb als geistlicher Rat in Ebersdorf am 9. Januar 1752.-607 790. „Bossart, Johann Jakob, geboren am 17. April 1721 zu Basel, war Lehrer am Pädagogium zu Hennersdorf und dann am Seminarium zu Barbß. Dort starb er am 13. November 1789. 458, 2. *Bourquin, Heinrich Theodor, der Turnpater Nieskhs, geboren am 24. November 1833 zu Weberhof in Livland, stellte als Sehrer in Niesk die 66 Brau Verzeichnis DSDeeeeeeeeee dort mit Eifer betriebenen Leibesübungen in den Dienst der Rusbildung zu einem gottgeweihten Mannesleben. Ihn, der an dem geistigen und politischen Leben Deutschlands den regsten Anteil nahm, traf 1862 ein Ruf nach Labrador, den er im Gehorsam annahm. 1867 übernahm er die Leitung der Labrador⸗ mission. 7889 kehrte er nach Europa zurück und hat der Gemeine noch manches Jahr amtlich und außeramtlich gedient. Er starb am 17. Dezember 1974Yin Herrnhut.— 12)29. Brau, Christian Eudwig, geboren am 10. Oktober 1746 zu Drammen in Norwegen, diente als Schullehrer in mehreren Brüdergemeinen und starb am 4. Februar 1777 zu Barbh.— 458, 3. 4. Breithaupt, Joachim Justus, geboren im Februar 7658 zu Northeim, wurde 569] der erste Dekan der theologischen Fakultät der Universität Halle und war ein Freund Rugust Hermann Franckes. Er starb am 16. März 1732 im Kloster Bergen als Generalsuperintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des Klosters Bergen.— 162,„. 2 726. Bruiningk, Heinrich von, geboren am 26. August 758 zu Riga, war Brediger in Zeist und Gnadenfrei, wurde 1782 Bischof und starb als Mitglied der Unitätsältestenkonferenz am 22. Oktober 1785.— 108. Buchfelder, Ernst Wilhelm, geboren am 58. Juni 1645 zu Bentheim in Ostfriesland, studierte zuerst die Rechte, wandte sich aber nach seiner Erweckung der Theologie zu. Er wurde Prediger verschiedener reformierter Gemeinden, zu⸗ letzt in Emden. Dort starb er am S. März 17). 420. Buchholz, Andreas Heinrich, geboren am 25. November 1607 zu Schö⸗ ningen in Braunschweig, war Brofessor in Rinteln und zuletzt Superintendent in Braunschweig. Er hat christliche Romane geschrieben, um die aus Frankreich eindringenden leichtfertigen Romane zu bekämpfen. Er starb am 20. Mai 767 zu Braunschweig.— 450,. Buchka, Johann Simon, geboren am 27. Rpril 1705 zu Arzberg bei Bah⸗ reuth, starb als Bilfsprediger zu Hof in Oberfranken am 25. März 752. 608. Büttner, Gottlob, geboren am 29. Dezember 77J6, wurde 1742 Missio⸗ nar unter den Indianern in Nordamerika und starb am 28. Februar 1745 in Schekomeko.— 343. Cammerhof, Johann Christoph Friedrich, geboren am 28. Juli 1727 zu Hillersleben bei Magdeburg, studierte in Jena, wurde hier mit den Brüdern bekannt und kam 1744 zur Gemeine. Er wurde 1747 zum Bischof geweiht und als Spangenbergs Gehilfe nach Pennshlvanien gesandt und starb am 28. April 75) in Bethlehem.— 18s, 3. 3 389, 2. 9 579, 9—5 872 89). Claudius, Malthias, geboren am 15. Rugust 1740 zu Reinfeld in Hol⸗ stein, wandte sich aus Gesunoͤheitsgründen von der Theologie ab und studierte die Rechte. Nachdem er sein Amt als Oberlandeskommissarius in Darmstadt aufgegeben hatte, lebte er in Wandsbeck als der„Wandsbecker Bote“ der 66² Heichnis n 3u dolilchen Lahtadot, Labrador⸗ och manches er Joq in u Drammen N und starb Norhheim, il Halle und 15 17 im deburg und Riga, war als Mitglied Bentheim in Eweckung neinden, zu⸗ 7 zu Schö⸗ werintendent s Rankteich . Mii J67 erg bei Bay⸗ 7⁵2.-608. 7³⁹ Missio⸗ uar J745 in 3. Quli J7²/ den Brüdem geweiht und am 28. April nseld in Hol⸗ und studiette n Damstadt T Bote der der Dichter Denicke Schriftstellerei und verfocht in einer glaubensarmen Zeit das biblische Christen⸗ lum. Er starb am 2). Januar 1875 zu Bamburg bei seinem Schwiegersohn, dem Buchhändler Perthes.—)730 99. Claäusnizer, Tobias, geboren am 5. Februar 168 zu Thum bei Anna⸗ berg im Erzgebirge, war von 1644 an bis zum Ende des dreißigjährigen Krieges Heldprediger bei den Schweden und dann Oberpfarrer und Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz, wo er auf General Wrangels Befehl die Friedenspredigt hlelt. Er starb dort am 7. Mai 1684.- 35. *Clemens, Gottfried, geboren am J. September 706 zu Berlin, war Hofprediger in Lobenstein, Sorau und Ebersdorf, trat 1746 mit der Ebersdorfer Gemeine zur Brüderkirche über, gründete 1754 das theologische Seminar in Barbi, war Prediger in Gnadenfrei und Herrnhut und starb am 29. Marz 1776 in Herrnhut. Er hat nach Zinzendorfs Tode Ruszüge aus dessen Reden heraus⸗ gegeben. 497 833, 2. *„Clemens, Christian Gottfried, der Sohn des vorigen, geboren am 28. April 743 zu Sorau, war Prediger in verschiedenen deutschen und englischen Gemeinen und starb am 14. August)8)5 in Bristol.- 295, 4.7. Crasselt(Crasselius), Bartholomäus, geboren am 2). Februar 156/7 zu Wernsdorf bei Glauchau in Sachsen, war August Hermann Franckes Schüler und starb als lutherischer Pfarrer zu Düsseldorf am 30. November 1724.— 4 483 822. *Cunow, Gottfried Andreas, geboren am 6. März 7809 zu Bethlehem in Pennshlvanien, war in England zuerst Anstaltsdirektor, dann Mitglied der dortigen Provinzialältestenkonferenz und von 1849-1865 Mitglied der Unitäts⸗ ältestenkonferenz. Er wurde J85/ Bischof und starb in Herrnhut am 23. Juni 866.- 260. Dach, Simon, geboren am 29. Juli 160s zu Memel, studierte zuerst Theo⸗ logie und war Konrektor zu Königsberg in Preußen. Er wandte sich aber immer mehr von der Theologie ab, weil sie in Königsberg allzu zanksüchtige Vertreter hatte, und widmete sich der Dichtkunst. Er starb als Professor der Dichtkunst in Königsberg am 15. April 3659.- 005 J029. *David, Christian,„der Knecht des Herrn“, geboren am 3). Dezember 1690 zu Senftleben in Mähren, verließ sein Vaterland, wurde in Deutschland evangelisch, unternahm von 7/ an Reisen nach Mähren, rief dort Erweckungen hervor und veranlaßte die Auswanderung der mährischen Erweckten. Am 17. Juni 1722 fällte er den ersten Baum zum Anbau von Herrnhut. Er„war ein Mann voll Geist und Feuer und von rastloser Tätigkeit bei Erweckung von Seelen in seinem Vaterlande und anderwärts unter Christen und Heiden.“ 739 ging er als Zimmermann mit nach Grönland. Er starb am 3. Februar 175 in Herrnhut.— 348 68) 740, 2 74 802, 2 839, 9. 3.7 852, 886, 2.0 Denicke, David, der reund und Mitarbeiter des Justus Gesenius, wurde am 3. Januar 1608 in Zittau geboren, war ein Rechtsgelehrter und starb als Konsistorialrat in Hannover am). April 3680.- 2)6. 668 Deßler Verzeichnis SSRSISISISSSS. Deßler, Wolfgang Christoph, geboren am 1J. Februar 1660 zu Nurn⸗ berg, war ein Schüler und Gehilfe des Erasmus Fink und später Konrektor in Nürnberg. Er starb hier nach langem, schwerem Leiden am 1). März 1722.— 424 479 673 775. Dilherr, Johann Michael, geboren am 14. Oktober 16504 zu Themar in Thüringen, war Professor der Theologie in Jena, galt als der bedeutendste Kanzel⸗ redner seiner Zeit und starb als Hauptpastor an St. Sebald zu Nürnberg am S. April 1669.-769 980. Dippel, Johann Konrad, geboren am 10. Rugust 1678 auf Schloß Fran⸗ kenstein bei Darmstadt, ein innerlich und äußerlich umgetriebener Mensch, zeich⸗ nete sich in der Theologie durch Disputiersucht aus und bekämpfte zunächst die Pietisten. Der Theologie überdrüssig, wandte er sich der Arzneiwissenschaft zu und dann wieder den theologischen Fragen. Unter dem Namen Christianus Democritus schrieb er Streitschriften gegen die Orthodoxie, führte ein Wander⸗ leben und landete schließlich bei den Separatisten in Berleburg, wo er 1730 den Besuch Zinzendorfs erlebte. Er starb als Haupt der Separatisten auf Schloß Wittgenstein bei Berleburg am 25. Rpril 1734. Ruf ihn bezieht sich Zinzendorfs Wort: Und dann zerglaubt ein Mann sich dran/ und stirbt wohl, eh ers glauben kann(467, 2).— 684. *Dober, gohann Martin, geboren am 23. November 17s zu Mönchsroth in Franken, zog 1724 als Töpfer nach Herrnhut. Er hatte von 1730-744 das Lehramt in der Gemeine Herrnhut inne und zeigte dabei ausgezeichnete Gaben. Er starb am 9. Dezember 1748 in Herrnhag.— 269 269 290 346 474, 4 6⁴ 655 714. Dober, Johann Leonhard, der zungere Bruder des vorigen, geboren am 7. Mär; 1706 zu Mönchsroth in Franken, kam 1725 nach Herrnhut und wurde der erste Heidenbote unter den Negerskaven in St. Thomas. Von 1735-74 war er der Generalälteste der Gemeine, 1747 wurde er Bischof. Er starb am 9. April 766 in Herrnhut.-274, ½4 99 35),½4 50, 2 578 73 80,. 2. S5. Dober, Anna, geb. Schindler, die Gattin des vorigen, wurde am 9. Rpril 7713 zu Kunewalde in Mähren geboren und starb am 12. Dezember 1799 in Marienborn.- 253 276 278,„5 347 374, 2.9 404, 4 405, 3-5 475, 2. 9. 5 693 707, 4 712 858, 3. 2. Drese, Adam, geboren in Weimar im Dezember 1620, starb als fürstlich Schwarzburgischer Kapellmeister in Arnstadt am 18. Februar 1703.— 5J. *Dupp, Johann Jakob, geboren am 19. Juli 3707 in Augsburg, zog 1743 nach Herrnhag, diente als Besucher der auswärtigen Geschwister in Sachsen und Franken und starb am 30. Rugust 1798 in Herrnhut.-390. Eber, Baul, geboren am 8. November J5]] zu Kitzingen in Franken, wurde ein Schüler und Freund Melaͤnchthons. Er starb als Professor der Theo⸗ logie und Generalsuperintendent zu Wittenberg am J0. Dezember 1569.— 957 998. 66⁴ der 2 E bei Ha war er ember 5 bei Cii ging. u dott h 5 als Se den pr von J in We bei St gab eit hetaus Mal!] vembe am 20 5 machte und eit Lied, in sen bei Be stein e seiner messte Thüri Bädke dabei Cobu unsf 20 als detzei cis der Dichter Francke — SISPSPSISISISISISISISISISISSSIIISIS O zu Mim⸗ Konmntor Edeling, Christian udwig, geboren am 3). Rugust J678 zu Löbejün Nag 722.— bei Halle, war von 17038-1706 Hofmeister des Grafen Zinzendorf. Später war er Oberpfarrer in Schwanebeck bei Halberstadt. Er starb dort am 78. Sep⸗ tember 1742.- 884. zu Themari A Falckner, Justus, geboren am 22. November 1672 zu Langenreinsdorf nost — bei Crimmitschau in Sachsen, war ein Schüler Rugust Hermann Franckes. Er 9 am ging, um dem Pfarramt zu entgehen, 7700 nach Amerika, wurde aber doch 7708 8 dort Pfarrer und starb in New Jerseh 1724.- 599. Nolh dn Falk, Johannes Daniel, geboren am 28. Oktober 17768 zu Danzig, lebte sch eich⸗ als Schriftsteller in Goethes Umgebung in Weimar. Er wandte sich aber dann —. die den praktischen Rufgaben seiner Zeit zu und nahm sich der infolge des Krieges —— zu von 1806 verwaisten Kinder mit großer Liebe an. Er starb als Legatlonsrat au Dard⸗ in Weimar am 14. Februar 1826. 10J, ½20. 1 in Fickert, Georg Friedrich, geboren am 20. November 1758 zu Barzdorf a S bei Striegau, war Pfarrer in Reichau und Großwilkau im Kreise Nimptsch und wendoj gab ein„Christliches Wochenblatt für gesammelte und zerstreute Kinder Gottes“ ö 5 heraus, in dessen 7. Jahrgang(18 12) sein Lied erschienen ist. Er starb am 6. Hets glauben ů Mai 1875 zu Großwilkau.- 380. W Finx(Francisci), Erasmus, ein bekannter Möstiker, geboren am 19. No⸗ 5 önchstoth vember 1627 in Lübeck, starb als Privatgelehrter und Schriftsteller in Nürnberg I am 20. Dezember 1694.- 688. 394 3205 Fleming, Paul, geboren am 5. Oktober 3609 zu Hartenstein an der Mulde, 44.0 machte in holsteinischen Diensten als Arzt eine Gesandtschaftsreise nach Moskau und eine zweite nach Persien mit und starb am 2. April 1640 in Hamburg. Sein . geboten am Lied„In allen meinen Taten“ hat er in Verbindung mit dem andern„Ich zieh ut und wurde in ferne Lande“ vor der ersten Reise gedichtet. 75s 892. Caadeaß Flessa, gohann Adam, geboren am 24. Dezember 7694 auf der Goldmühle 30 A 2 bei Bahreuth, starb als Generalsuperintendent und Pfarrer zu Oldenburg in Bol— 5 stein am 1J. Oktober 1776.— 686. deam. Aptil Franck, Johann, nach Paul Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter nber 7³F9in seiner Zeit, wurde am 3. Juni 16Js zu Guben geboren und starb als Bürger— 3„25 meister seiner Vaterstadt am 18. Juni 1677. 240 76s 879, 6 9os 928 956. 7— Franck, Michael, geboren am 16. März 1609 zu Schleusingen auf dem th als fürslich Thüringer Wald, konnte aus Mangel an Mitteln nicht studieren, sondern wurde .V. Bäcker. Er verarmte durch den Krieg völlig und lebte in großer Dürftigkeit, ohne hutg, zog J7⁴³ dabei der Dichtkunst und der Musik zu vergessen. Schließlich wurde er Lehrer in 1 Sachen und Coburg. Er starb dort am 24. September 7667.-Joos. Franck, Salomo, geboren am 6. März 1659 in Weimar, starb als Ober— in Hunten, konsistorialsekretär, Bibliothekar und Hofpoet zu Weimar am 1). Juli 1725.— sot der Theo⸗ 129 80 785. nber 1509.— Francke, August Hermann, geboren am 29. Mätz 1668 zu LKübeck, forschte als Student mit andern zusammen eifrig in der Bibel, fühlte aber, daß ihm noch 665 Franke Verzeichnis SSISISISISSSSSSS.. etwas fehlte. Im Jahre 5687 schlug ihm bei der Vorbereitung auf eine Predigt die Bekehrungs⸗ und Gnadenstunde. Nachdem er in Erfurt Diakonus gewesen und von dort vertrieben worden war, wurde er 7692 Professor der Theologie in Halle und Prediger in Glaucha. Hier erlaͤngte er seine Bedeutung als Haupt des halli⸗ schen Pietismus und als Gründer des Waisenhauses(0695). Er starb am 8. Juni 727 in Halle. 948. *Franke, Johann Friedrich, geboren am 3). Juli 17)7 in Krautheim bei Weimar, studierte Theologie und stand seit 7739 im Dienst der Brüdergemeine, zuerst im Pilger⸗ und Jüngerhaus, dann in der Schweiz, wo er 1766 die Mäd⸗ chenanstalt in Montmirail eröffnete. Er starb als Sozietätsarbeiter in Basel am 23. November 1780.- 588, 2. Franz, Agnes, geboren am 8. März 1794 zu Militsch in Schlesien, war in Wesel, Siegburg, Brandenburg und Breslau in der Arbeit an jungen Mädchen tätig und starb in Breslau am 18. Mai 1843.— J35. Franz, Ignaz, geboren am 2. Oktober 1779 zu Protzan im Kreise Franken⸗ stein, war katholischer Priester und starb als Rektor des Priesteralumnates zu Breslau am 4. August 1790. Jooa. Frehlinghausen, Johann Rnastasius, geboren am 2. Dezember 1670 zu Gandersheim, wurde 1695 August Hermann Franckes Gehilfe am Waisen⸗ haus in Halle, 1775 dessen Schwiegersohn und 1727 nach Franckes Tode sein Nachfolger im Pfarramt und in der Leitung des Waisenhauses und des Päda⸗ gogiums. Er starb am 12. Februar 7799 in Halle. Das Gesangbuch, das er in zwei Teilen 7704 und 1714 herausgegeben hat, ist das bedeutendste aller Pie⸗ tistengesangbücher und hat einen weit reichenden Einfluß ausgeübt.—25 54 75 24 25 37,.9 J78 426 499 58/3 5/4 78/7 98] 932. Fritsch, Ahasverus, geboren am 16. Dezember 1629 zu Mücheln bei Freiburg an der Unstrut, erlebte in seiner Kindheit die Schrecken des dreißig⸗ jährigen Krieges, schlug sich mühsam als Student der Rechte durch, wurde 166 in Rudolstadt Hof⸗ und Justizrat, später Konsistorialpräsident und endlich Kanzler. Er starb am 24. NMugust 1701 in Rudolstadt.—308). Frölich, Bartholomäus, war von 1876-60) Pfarrer in Perleberg in der Priegnitz. ½⁰ο. Funcke, Friedrich, geboren am 27. März 1642 zu Nossen im Erzgebirge, starb als Pfarrer zu Römstedt bei Lüneburg am 20. Oktober 1699. 168. *Garve(ursprünglich Garven), Karl Bernhard, geboren am 24. Januar 768 zu Jeinsen bei Hannover, war von 1789- 79 Lehrer am theologischen Seminar, dann Prediger in Ebersdorf, Berlin und Neusalz und starb in Herrn⸗ hut am 2). Juni 184. Er hat das Liturgienbuch von 1828 bearbeitet und mit vielen eigenen Dichtungen versehen; es ist bis 1879 gebraucht worden. Seine Lieder hat er 82s in den Christlichen Gesängen und 1827 in den Brüdergesängen veröffentlicht. 56 98 182 58 589 J7 72 9] 225 226 245 262 272 284 370 324 330 379 395 585 724 725 8J4 815 86) 862 866 873 88) 975, 5.3 J048 308 J139, 3. 2. 666 Altme 787⁵53 mit sch Brofes 1884. 6 Cygeb den K ausgei siltliche cchlicht am J3. E Witten seines Jahren Reichnis der Dichter Geßner — SDSISISISISISISISISISSSSSS/SSSSSSSS Predigt di .f Gedicke, Lambert, geboren am 6. Januar 1688 zu Gardelegen in der ie in Halle Altmark, starb als Feldpropst in Berlin am 2). Februar 1736.-645 784. des halli⸗ Geibel, Emanuel, der bekannte deutsche Dichter, geboren am 18. Oktober am 8. Juni 8753u Lübeck, studierte Theologie und Literatur. Er lebte an verschiedenen Orten, mit schriftstellerischen Arbeiten beschäftigt, und war eine Zeit lang(785)-868) Professor der Literatur und Asthetik in München. Er starb in Lübeck am 6. April Remn bei 7884.- 965 detgemeine; die Mäd⸗ Gellert, Christian Fürchtegott, geboren am 4. Juli 7715 zu Hainichen im in Basel am Erzgebirge, war Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral. Er hat auf den Kreis seiner Schüler und weit darüber hinaus einen wohltätigen Einfluß Heen war ausgeübt, nicht nur durch seine mit großer Beteiligung des Herzens vorgetragenen en Moc sittlichen Grundsätze und Mahnungen, sondern vor allem durch seine lautere und aochen schlichte Frömmigkeit. Auch durch seine Fabeln hat er Gutes gewirkt. Er starb am 13. Dezember 1769 in Leipzig. 27 28 79 915. esedtanken Gerhardt, Paul, geboren am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei lunnales du Wittenberg, studierte in Wittenberg, war von 1643-65) in Berlin im Hause seines späteren Schwiegervaters als Hauslehrer tätig und gelangte erst mit 44 ember Y070 Jahren zum Pfarramt. Er war von 165-657 Propst in Mittenwalde und von an Nassen⸗ 657-667 Diakonus an St. Nikolai in Berlin. Von der Berliner Stelle mußte es Tode sein er weichen, weil er gewissenshalber einen vom Großen Kurfürsten verlangten d des Päda⸗ Revers nicht hatte unterzeichnen wollen. Von 1669 an war er Archidiakonus ich, das er in zu Sübben im Spreewald. Dort starb er am 27. Mai 1676. Mit seinen mehr ste aller Pie⸗ als 20 Liedern wirkt er noch heute im evangelischen Deutschland und weit 25 54 75⁵ darüber hinaus als ein Prediger der Taten Gottes zu unserm Heil, stimmt die Herzen zu Lob und Dank, tröstet die Betrübten und ermuntert sie zu freudigem Micheln bei Glauben und gewisser Hoffnung. 8-) 52 66-69 109 15-½½7 144 70 des diesi 400 493 404 55 662, 2. 760-707 855 879, 5 8s2 893, 79. 5½ 90 oude l0 9o 922 950 955 959 968 978 576. dlich Kamlet. Gersdorf, Henriette Katharine von, geb. von Friesen, Zinzendorfs Groß⸗ x mutter, wurde am 6. Oktober 1648 zu Sulzbach in der Oberpfah geboren und Verleberg in heiratete den kursächsischen Geheimrat Nikolaus von Gersdorf. Sie war eine der bedeutendsten Frauen ihrer Zeit. Als sie im Witwenstande in Großhenners⸗ bi dorf lebte, erzog sie den Grafen Zinzendorf. Sie starb dort am 6. Mätz 7726.— in Eghebitge 77 208 402 488 640 944 96J. 875 Gesenius, Justus, geboren am 6. Juli 160) zu Esbeck in Hannover, m 25. Janun machte sich als Pfarrer in Braunschweig und als Domprediger in Bildesheim heologshen um die religiöse Unterweisung der Jugend verdient und war zuletzt Oberhof⸗ satb in emm⸗ prediger und Generalsuperintendent in Hannover. 1646 gab er mit David bbeiet und nit Denicke ein Gesangbuch heraus, in dem zum ersten Mal alte Kirchenlieder in vothen. Seine neuerer Bearbeitung und Umdichtung erschienen sind. Er starb in Hannover am anen ö 18. September 1673.— 123 146. 15 800 100* Geßner, Georg, der Schwiegersohn Lavaters, am 16. März 1765 zu Dübendorf bei Zürich geboren, war Pfarrer am Frauenmünster und am Groß⸗ 667 Gmelin Verzeichnis PIPIPIPIPIPIPIPPIPIPIPITIIIII..TT münster zu Zürich und dann Antistes der Züricher Kirche. Als solcher starb er am 28. Juli 1849.- J095. Gmelin, Siegmund, geboren am 5. Märtz;)67ꝰ zu Pfullingen in Württem⸗ berg, war Pfarrer in HBertenberg, wurde aber 706 wegen pietistischer und separa⸗ tistischer Anschauungen aus dem Amte entlassen und 7707 des Landes verwiesen. Er fand wie viele Separatisten in Schwarzenau in der Grafschaft Wittgenstein eine Zufluchtsstätte und starb dort am 12. Oktober 1707.- 425 97, 2. Gmelin,‚ Wilhelm Christian, der jüngere Bruder des vorigen, geboren am 30. September 3684 zu Bothnang in Schwaben, schloß sich unter dem Eindruck des Geschickes seines Bruders der separatistischen Bewegung an, wurde gleichfalls aus dem Kirchendienst entlassen und des Landes verwiesen, kehrte jedoch später zur Landeskirche zurück und starb als Pfarrer zu Iptingen am 3. April 7746. 97 J,„8-7. Görcke, Hermann Moritz, geboren am 26. September 809 zu Stettin, Rektor in Pyritz und Pastor zu Zarben in Pommern, war der Schwager und Freund Gustav Knaks und wie dieser ein eiftiger Förderer der Heidenmission. Er starb am 6. März 1883.- 389. Goßner, Johannes Evangelista, geboren am 14. Dezember 1773 zu Hausen bei Günzburg, war katholischer Priester und wurde von der Erweckungs⸗ bewegung unter den katholischen Geistlichen Baherns erfaßt, blieb aber zunächst bei seiner Kirche. Rus Bahern vertrieben, wurde er Pfarrer in Düsseldorf und dann in Petersburg. Ruch von hier vertrieben, trat er 826 zur evangelischen Kirche über, und nach zwei Jahren wurde er Pfarrer an der Bethlehemskirche in Berlin.(Eine private Losentscheidung hatte seinen Eintritt in die Brüdergemeine verhindert.) In Berlin gründete er die nach ihm genannte Missionsgesellschaft und auch andere christliche Unternehmungen. Er starb am 30. März 1858 in Berlin.— 046. Gotter, Ludwig Andreas, geboren am 26. Mai 166) zu Gotha, starb als Hofrat daselbst am 19. September 1735. Er hätte beinahe seine Lieder verbrannt, weil einige mit Nennung seines Namens ohne sein Wissen gedruckt worden Waren. So sehr fürchtete er die Beeinträchtigung der Erbauung durch die Nennung des Namens eines lebenden Dichters. 422 437 675 676 887. „Graff, Zohann Michael, geboren am 28. September 1774 zu Hehna bei Meiningen, studierte von 779779 in Jena, kam 1739 nach Marien⸗ born und hat der Gemeine zuerst in Deutschland, dann in Pennsölvanien und der Wachau gedient. Er starb am 29. August 7782 zu Salem in Nordkarolina.— 359,-4 829 832. Gramann Goliander), Johann, geboren am 5. Juli 7387 zu Neustadt am Main in Unterfranken, lehrte von 15)6 an an der Thomasschule in Leipzig, stand 1519 Eck bei seiner Disputation mit Luther als Schreiber zur Seite, ging aber gleich darauf von dem„Fechtmeister Eck“ zu dem„Gewissensstreiter Luther“ über. Er wurde 1525 nach Königsberg in Preußen berufen, unterstützte Paul Speratus bei der Einführung der Reformation im Herzogtum Preußen und richtete das evangelische Schulwesen ein. Er starb in Königsberg am 29. Rpril 154J.— 3. 668 Jetzeichnis N der Dichter Günther *„Grasmann, Andreas, geboren am 28. Februar 704 zu Senftleben in oschet starb er nin Württem⸗ Mahren, wanderte 1728 nach Herrnhut aus. Er wurde 1756 zum Bischof ge⸗ er und sepata⸗ weiht und starb als Arbeiter der Gemeinen zu Berlin und Rixdorf am 28. Märʒ desvemiesen. 788. 465. Wiensen*Grasmann, Rosina, geb. Jäschke, die Gattin des vorigen, geboren am WM.s. 25. Juli 17)2 zu Sehlen in Mähren, starb am 9. März 760 in Berlin.- n, geboren am 302, 9 37, 4. m Eindruck des*Gregor, Christian, der„Assaph der Gemeine“, wurde am J. Januar gleichfalls aus 1723 zu Diersdorf in Schlesien geboren. Nachdem er in der Schule seines doch spätet zut Heimatdorfes zum Schullehrer ausgebildet und durch die Fürsorge seines Guts⸗ 46.—97J5-. herrn, des Herrn von Pfeil, namentlich in der Musik unterrichtet worden war, 3 zu Stetin, wurde er 1742 Mitglied der Brüdergemeine. Er diente bis 1764 verschiedenen Gemeinen als Organist, wurde 1753 Rechnungsfühter und Kassierer beim Generaldiakonat und war von 1764-80] Mitglied der Unitätsältestenkonferenz. Er starb am 6. November 580) in Berthelsdorf. Er hat die Berausgabe des Ge⸗ sangbuches von 1778 und des Choralbuches von 1789 besorgt. Mit großem Geschick und in bescheidener Selbstlosigkeit hat er seine Dichtergabe dazu benuht, Schwager und Heidenmission. mber 1773 zu Ewe viele Lieder Zinzendorfs einzurichten und für das Gesangbuch brauchbar zu Anr machen.-32, 2 6), 2 85, 3 87-90 J02, 3. 2 104, 17 0, 172,„10 Dͤsselbon und 139,5. 2 136 054,— s0 361 163 188, 2.s5 189,„ 220, 22),„224 revangelichen 229, 2 239 237 239 252 264, 206, 2 294,) 297,3 302,. 0. 7.8 300, v. 6 lehemskirhe in 372 350, 9.4 367, 3374,„, 4 398 407 4/3 359, 2 458, 462 463 469, 2 Brüdergememne 470 473 475,) 476 47,J.8 492, 1 499-501 502,1 52),„ 522, 5 526, 2. S. o wonsgeselschaf 530, 53J, 2 52, 5.5 393, 1 537-54 5½, 5. 2 57,„ 580, 2 562 500 Min Joss in 537 3s 657, 4 662-605 693, 5 694, 7 707, 2 708, 3 77, 2.0 708721 722,) 739,„ 740, 744, 2 745-747 sos, 8o6, So, 810, 8„ u Gotha, statb 547, 5 848, 5.)6. 18 849, 5.2 850,) 852, 4 859 872 ½s 839, 5 893, 4 he seine Lieder 902, 5 93 98, 953, 2 962 97J, 974,. 3. a 989 990, 3)020 1022, 9 Wissen gedtuct 1023 3024. 10²7, 3 1039, 2. 4.5 0⁴, 4 J04², 29,9. 6. kibauung ducch*Grünbeck, Magdalene Ruguste, geb. Naveroffskö, genannt Esther, 675⁵ 7⁰ Sd/. wurde am 2). Oktober 17)7 zu Gotha geboren, ihr Vater war ein getaufter V73 zu hehna Jude. Nach dem Tode ihres ersten Mannes heiratete sie David Kirchhof, einen nach Marien⸗ getauften Juden, mit dem sie unter den Juden in Preußen und Polen gearbeitet nsßloanien und hat. Sie starb als Witwenarbeiterin in Zeist am 13. Oktober 1796.- 29) 39 Nordkatolina.- 375, 6 498 634. Gröphius, Andreas, geboren am 2. Oktober 1676 zu Glogau, wurde Iu Neustadtam nach einer harten Jugend und einem untuhigen Wanderleben 1650 Söndikus in veipzig, stand der Glogauer Landstände. Er war ein deutscher Dichter von Bedeutung und Zeile, ging abet Einfluß, aber auch ein ernster, auf das Ewige gerichteter Christ. Er starb plöhlich u Euher iber am 16. Juli 1664 in Glogau.-006. Paul Speratus Günther, Chriacus, geboren am J5. Januar 1650 zu Goldbach bei und richtte das Gotha, starb als Lehrer am Ghmnasium zu Gotha am 7. Oktober 1704.— 23 Ipril 1541.—J. 80 879, 33. 669 —* Gyhsin Verzeichnis I I IIIIIIIIIIIIIIIIII Gsin, Eduard Johannes, geboren am 23. August 1854 zu Silo in Südafrika, war im Erziehungswerk der Brüdergemeine in Neuwied und HBerrn⸗ hut als Direktor tätig und lebt im Ruhestand in Herrnhut.—917. Bahn, Zohann Michael, geboren am 2. Februar 1758 zu Altdorf bei Böblingen, hielt als Bauernknecht Erbauungsversammlungen und stiftete die nach ihm genannten Gemeinschaften. Er starb am 20. Januar 1879 in Sind⸗ lingen bei Herrenberg.—38. Hardenberg, Georg Friedrich Philipp von(Novalis), der Sänger einer innigen Jesusliebe unter den Romantikern, wurde am 2. Mal 1772 auf dem Gute Oberwiederstedt in der Provinz Sachsen geboren und starb am 25. Märʒ 80als Bergassessor zu Weißenfels an der Saale.— 1116 357. Hartleß, John, geboren am 18. Januar 3762 zu Fulneck in England, war Brediger der Brüdergemeinen in Irland und starb am 17. Juni 18)) in Dublin.- 260 Harttmann, Karl Friedrich, geboren am 4. Januar 5749 zu Adelberg in Schwaben, wurde 1774 Professor an der neu gegründeten Karlsschule, war also unter Schillers Lehrern, hatte dann verschiedene Pfarrstellen inne und war zuleht Dekan in Lauffen am Neckar. Er starb im Ruhestande am 3). August 1875 zu Tübingen.— 31 *Hasse, Otto Wilhelm, Kandidat der Theologie, geboren am 13. Mai 7s zu Benneckenstein am Harz, studierte in Halle, kam um 1740 zur Ge⸗ meine, war von 174) an Leonhard Dobers Gehilfe bei der Arbeit unter den Juden in Amsterdam und starb dort 774. 406 Hausmann, Julie Katharine, geboren am 7. März 1826 zu Riga, war Lehrerin und Erzieherin an verschiedenen Orten; zuletzt war sie in Peters⸗ burg an den Schule, die ihre Schwester leitete, tätig. Sie starb am 15. August 90) in dem estnischen Seebade Wösso.— 124. Hahn, Henriette Marie Luise von, geboren am 22. Mai 7²2⁴4 zu Zd⸗ stein im Taunus, kam 1744 nach Marienborn, war in der Erziehung der Mäd⸗ chen in Marienborn, Großhennersdorf und Herrnhut tätig und wurde 1766 flegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut. Von ihrem zarten und innigen Gemüt und ihrer Kindlichkeit zeugen ihre Lieder; sie war aber auch mit einem hellen Verstande begabt und mit vielen und guten Kenntnissen ausgerüstet. Sie starb am 27. Rugust 1782 in Herrnhut.— 156 246 252 375 45)„ 452 534-536 875, 2 722, 2 748 871 988 J30a). Heermann, Johann, geboren am 1J. Oktober 1585 zu Raudten in Schlesien, war als Jüngling bei Valerius Herberger wie Kind im Hause, wurde Pfarrer in Köben und starb am 17. Februar 1647 zu Lissa in Polen. Seine Lieder sind aus mancherlei Not geboren: eigner Krankheit, Schicksalsschlägen in seiner Familie und Not seiner Gemeinde in Brand, Pest und Krieg. )½ 142 62, 0 202 208 4/7 550 606, 3 64) 670 671 879, 3. Hehl, Matthäus Gottfried, geboren am 30. April 7705 zu Ebersbach an der Fils in Schwaben, studierte in Tübingen Theologie und stand zunächst 67⁰ ller den Riga, Peters⸗ August zu M⸗ Maͤd⸗ 7oo innigen einem et. Sie 45² en in wurde Seine hlägen .—95 etsbach mächst der Dichter Hermes =DSDSSeeeeeeeeeeeeeeeee SSE im württembergischen Kirchendienst. Durch Christian David(773)) und durch Zinzendorf(7734) wurde er mit der Brüdergemeine bekannt und zog 1734 nach Herrnhut. HBier war er bei der Erziehung des jungen Grafen Christian Renatus und im Waisenhaus tätig, diente später auch in den schlesischen Gemeinen, wurde 175) in London zum Bischof geweiht und reiste dann mit Spangenberg nach Nordamerika. Hier hat er der Gemeine bis 784 gedient. Er starb am 4. De⸗ zember 1787 in Lititz. 27), 5. 2 28) 286 362 405,.2 459 496 528 630 775 744, 5. Heilmann, Ludwig, lebte wahrscheinlich in Süddeutschland, vielleicht in Mürnberg. Sein Lied hat er wohl 1523 gedichtet.—200. *Heiz, Johann Georg aus Zürich, war bis 7723 Zinzendorfs Gutsver— walter in Berthelsdorf. Er war„der erste Angeber zum Bau von Herrnhut“ und gab ihm den Namen. Er starb im November 1730 zu Wilhelmsdorf bei Erlangen. 450, 2. 8. Held, Heinrich, geboren am 2). Juli 1620 zu Guhrau in Schlesien, war Rechtsanwalt in Fraustadt und Stettin und starb als Kämmerer von Altdamm am 56. August 1659 in Stettin. 47 77. Helmbold, Ludwig, geboren am 13. Januar 7532 zu Mühlhausen in Thüringen, war Professor der Theologie in Erfurt und starb als Superintendent in seiner Vaterstadt am 8. Rpril 3598. 4 752 870, 9 30⁴4. Hensel, Luise, geboren am 30. März 1798 zu Linum bei Fehrbellin, trat 58)s zur katholischen Kirche über, wurde Erzieherin der Kinder Leopolds Grafen zu Stolberg und starb am 16. Dezember 5876 zu Paderborn. 134. Herberger, Valerius, geboren am 2). April 3562 zu Fraustadt, starb als Oberpfarrer daselbst am 18. Mai 1627. Sein Lied„Valet will ich dir geben“ hat er gedichtet, als in Fraustadt die Pest wütete. Die Anfangsbuchstaben der Verse dieses Liedes ergeben seinen Vornamen: Vale RSVS.- 977. Herbert, Peter, aus Fulneck in Mähren, trat der alten Brüderkirche bei und starb als Mitglied des engen Rates in Eibenschütz in Mähren am J. Oktober 157. Er ist einer der Herausgeber des deutschen Gesangbuches der Böhmischen Brüder von 1566.- 192 43. Herman, Nikolaus, geboren um 1480 in Altdorf bei Nürnberg, war Kantor zu Joachimstal in Böhmen. Er tat seinen Schul- und Kirchendienst in engster Gemeinschaft mit seinem Freunde, dem Pfarrer Johann Mathesius. Er hat besonders den Kindern viele Lieder gewidmet, auch hat er Choralmelodien erfunden. Er starb am 3. Mai 156) zu Joachimstal.— 68 147 9½ 999, 7. Hermann, Zacharias, geboren am 3. Oktober 1643 zu Namslau, starb als Pastor zu Sissa in Polen am 10. Dezember 1776.-)012. Hermes, Johann Timotheus, ein Theologe der Rufklärung, wurde am 3). Mai 738 zu Petznick bei Stargard in Pommern geboren und starb am 24. Juli)521 als Superintendent und Professor der Theologie zu Breslau.—99). 67¹ Herrmann Verzeichnis IIIIIIIIIIIIIIISISSIIIIe Herrmann, Johann Gottfried, am 12. Oktober 7707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld geboren, wurde 746 der Nachfolger Marpergers als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat in Dresden und starb hier am 30. Juli 179). 795. Herrnschmidt, Johann Daniel, am 1J. April 1675 zu Bopfingen in Schwaben geboren, war von 1715 ab Brofessor der Theologie und später auch Mitdirektor der Franckischen Stiftungen in Halle. Er starb hier am S. Februar 723.— 22 J51 780 781 808, 7. Herzog, Johann Friedrich, geboren am 6. Juni 1647 zu Dresden, starb als Advokat daselbst am 2). März; 7699. 928. Heusser⸗Schweizer, Meta, geboren am 5. April 1797 zu Birzel im Kanton Zürich, heiratete dort den Arzt Johann Jakob Heusser und starb am 2. Januar 3876. Sie ist die Mutter der Jugendschriftstellerin Johanna Sphrl.— 640. Heß, Wilhelm, der liebenswürdige Fabeldichter, geboren am 27. Marz s9 zu Leina bei Gotha, war Pfarrer in Töttelstedt' und Superintendent in Ichtershausen. Dort starb er am 19. Mai 7854.— 05 2. Hiller, Philipp Friedrich, geboren am 6. Januar 1699 zu Mühlhausen an der Enz in Württemberg, war Pfarrer in Neckargröningen, Mühlhausen und Steinheim. 75) verlor er seine Stimme, so daß er das Bredigen aufgeben und sich auf die Seelsorge beschränken mußte. Er starb am 24. Rpril 1769 zu Stein⸗ heim.—448 8)/6 692 794 8. Hirschel, Zacharias, eigentlich Jelinek, geboren am 3). Rugust 774 in einem Dorf der Landskroner Herrschaft in Böhmen, wanderte nach Berrnhut aus. Er wurde mit Andreas Jäschke in die Walachei und dann zu den Kal⸗ müken gesandt. Später wurde er Rugustin Schulzes Gehilfe in Rixdorf und dann dessen Nachfolger. Er starb am 9. Oktober 1768 in Berlin.— 350½3• Homburg, Ernst Christoph, geboren 1695 zu Mihla bei Eisenach, starb als Rechtskonsulent in Naumburg an der Saale am 2. Juni 168). Den weltlichen Dichtungen seiner Jugend, durch die er sich einen großen Namen gemacht hatte, ließ er später geistliche Lieder folgen, bewogen durch sein„angstvolles, schweres Hauskreuz“. Sie sind zunächst zu seinem eignen Troste gedichtet. 179 562, 4. Horn, Johann(Jan Roh), um 1490 in Taus in Böhmen geboren, 7578 zum Priester geweiht, war eine Zeit lang ein eiftiger Vertreter der Lehren Luthers unter den Böhmischen Brüdern, besuchte auch 1522 und 1524 als Abgesandter der Böhmischen Brüder Wittenberg, wurde 1529 Bischof und stand von 1592 an an der Spihe der Unität. Er starb am J. Februar 754 in Jungbunzlau. 7544 gab er ein deutsches Gesangbuch der Böhmischen Brüder heraus.— 62 195 879,„. Bubert, Konrad, geboren 350/ zu Bergzabern, war in Straßburg Martin Bucers treuer Gehilfe. Er starb, mit der Herausgabe der Werke Bucers beschäͤftigt, am 28. April 1577 zu Straßburg.— 45. Jäschke, Nikolaus Andreas, geboren am 6. Dezember 777s zu Sehlen in Mähren, kam 1724 nach Herrnhut, wurde 1740 in die Walachei geschickt, 67² der 2 dlente derO 1 len, w Gesan — als R 0 0 Nord Worn späler als S 0 Hah 5 Haltlof Selbst lllichen hatte, hwetes 702j½. 3578 Authers sandler 5an 44 gab 79j V. Nattin ftig, zehlen schiel, der Dichter Klemens SISISISISISISISISISSSISSISSII/SSSSI. diente den böhmischen Gemeinen in Berlin und Rixdorf und starb als Vorsteher der Ostindischen Mission in Trankebar am). Januar 762. 37, ½4 370 870. *Jeleckt(spr. Jelezki), Johann, wurde 3555 Prediger in Fulnek in Mäh⸗ ren, wo er am 28. Dezember 156s starb. Er ist einer der Herausgeber des deutschen Gesangbuches der Böhmischen Brüder von 1566.— 198. Job, Johann, geboren am 12. Oktober 7664 zu Frankfurt am Main, starb als Ratsbaumeister zu Leipzig am S. Februar 1736.— 788. Jonas, Justus(ursprünglich Jost Koch), geboren am 58. Juni 1493 zu Nordhausen am Harz, war Professor in Erfurt, begleitete 152) Luther nach Worms, wurde als Professor in Wittenberg Luthers treuer Mitarbeiter, war später Superintendent in Halle, wurde vertrieben und starb am 9. Oktober 1555 als Superintendent zu Eisfeld in Thüringen.—198, 4. 5 99. Jörgens, Franz Ludwig, geboren am 16. Januar 792 in Gütersloh, trat, von Amerika zurückkommend, als Erweckungsprediger auf, war aber ein haltloser Mensch, fiel mehrfach in schwere Sünden und endete, wohl 1843, durch Selbstmord in Amerika.— 1140. Josephi, Jeremias, geboren am J8. November 767) zu Züllichau, stu— dierte in Leipzig und Halle, wurde 1694 Konrektor in seiner Vaterstadt, 170) Pfarrer in Kossenblatt in der Niederlausit,) 70 Propst in Naugard in Pommern, 1712 Hofprediger und Konsistorialassessor in Sorau und 17)5, als sein Vor— gänger, der Pietistengegner Erdmann Neumeister, aus Sorau weichen mußte, auch Superintendent in Sorau. Er starb am 17. Oktober 1729 in Sorau.- 938, 9. Josephson, Ludwig Karl Leopold, geboren am 28. Januar 1809 zu Unna in Westfalen als Sohn eines getauften Juden, war Pfarrer in Sserlohn, Direktor des Lehrerseminars in Köslin und Superintendent zu Barth in Pommern. Dort starb er am 22. Januar 1877.- 387. *IJsrael, Christian Gottlieb, geboren am 16. Januar 17)7 in Eibau in der Oberlausih, wurde 1739 nach Westindien gesandt und in dem Schiffbruch bei Tortola am 17. Januar 740 wunderbar errettet. Er starb nach kurzem, aber gesegnetem Dienst am 3. Rugust 1743 auf St. Thomas.— 373, 5. Just, Karl Wilhelm, geboren am 7. Januar 1794 zu Gnadenfrei, wurde 5879 als Kaufmann und Organist nach Königsfeld berufen und gründete hier das Gemeingeschäft. Von 182) an diente er der Gemeine in ihrem Rechnungs⸗ wesen, zuletzt als Mitglied der Unitätsältestenkonferenz. Er starb am 4. Januar 888 in Herrnhut. Er hat Liturgien über biblische Texte herausgegeben.—948. Keimann, Christian, geboren am 27. Februar 60/ zu Pankraz in Böhmen, erlebte alle Schrecken des dreißigjährigen Krieges, war von 1634 an Konrektor und Rektor des Gömnasiums in Zittau und starb dort am 13. Januar 1662. Sein Lied„Freuet euch, ihr Christen alle“ hat er Weihnachten 1645 im Aus⸗ blick auf einen baldigen Frieden gedichtet.—64 8553,. 2. 6. Klemens der Barfüßer war um 1524utraquistischer Geistlicher in Neuhaus in Böhmen, ein nicht unbedeutender Prediger und Dichter geistlicher Eieder. 194. 43 673 Klopstock Verzeichnis IIIIIIIIIIIIIIIISSIIII Klopstock, Friedrich Gottlieb, der christlich⸗deutsche Dichter und Sänger des Messias, geboren zu Quedlinburg am 2. Juli 1724, lebte in Kopenhagen und zuletzt in Hamburg. Er starb am 14. März 800 in Hamburg.— 243. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, geboren am 12. Juli 7806 zu Berlin, wurde)850 Goßners Nachfolger an der Bethlehemskirche zu Berlin. Er war ein eifriger Förderer der Heidenmission. Er starb auf einer Reise zu Dünnow bei Stolpmünde am 12. Juli 1878. 388 896 4). Knapp, Albert, geboren am 25. Juli 1798 zu Tübingen, starb als Stadt⸗ pfarrer in Stuttgart am 18. Juni 864. Er war ein Verehrer Zinzendorfs und seiner Sieder, hat auch die Gedichte Zinzendorfs bearbeitet und herausgegeben. Der Gesangbuchserneuerung nach der Zeit des Rationalismus hat er durch seinen evangelischen Siederschah(7837) und durch seine bedeutende Mitarbeit am würt⸗ tembergischen Gesangbuch von) 842 gedient.— 3os 383-385 793, 7 877 968. Knoll, Christoph, geboren 1568 zu Bunzlau, war Martin Mollers Amts⸗ genosse in Sprottau, wurde durch Lichtensteinsche Dragoner 1628 von dort ver— trieben und starb 3650 als Pastor zu Wittgendorf im Kreise Sprottau. 100]. Knorr von Rosentoth, Christian Anton Philipp, ein Möstiker von der Art Schefflers und Franciscis, geboren am 15. Juli 1636 zu Alt⸗Raudten in Schlesien, starb als Kanzleidirektor zu Sulzbach in der Oberpfalz am 4. Mai 5689.- 560 905. Kögel, Rudolf, geboren am 18. Februar 1829 zu Birnbaum in Posen, stand als Student unter Tholucks und Ahlfelds Einfluß, wurde in Berlin Ober⸗ hofprediger, auch Generalsuperintendent der Kurmark und Mitglied des Ober⸗ kirchenrats. Seine Predigten waren tief, eindringlich und formvollendet. Er starb nach langem Leiden am 2. Juni 1896 in Berlin.— 42. Koitsch, Christian Jakob, geboren 167 in Meißen, Inspektor am Bäda⸗ gogium zu Balle, starb 1735 als Rektor in Elbing. 20 44 565. König, Samuel, geboren 1670 zu Gergensee im Kanton Bern, zunächst Pfarrer in Bern, dann in Büdingen, zuleht Professor am Gmnasium in Bern, war einer der Führer des schweizerischen Pietismus. Er starb am 30. Mai 1750 in Bern. J78. Krause, Jonathan, geboren am 8. April 7701 zu Hirschberg in Schle⸗ sien, starb als Superintendent zu Liegnitz am 13. Dezember 1762.— 4. Krummacher, Sriedrich Adolf, der bekannte Varabeldichter, getauft am 22.(geboren vielleicht am 18.) Juli 7767 zu Tecklenburg in Westfalen, war Professor in Duisburg, Oberhofprediger und Generalsuperintendent in Bern⸗ burg und zuletzt reformterter farrer in Bremen. Dort starb er im Ruhestand am 4. Npril 1845.— 397. Krummacher, Kornelius Frledrich Adolf, Enkel des vorigen, geboren am 16. Juni 1824 zu Ruhrott, war Hofprediger zu Halberstadt und Oberpfarrer zu Barbh. Er starb am 5. Februar 7884 zu Wernigerode.— 1123. Kübler, Theodor, geboren am 8. Januar 1832 zu Stuttgart, studierte in Tübingen Theologie, war kurz Missionar in Indien und starb als deutscher Pfarrer in London am J78. August 3905. 30. 674 0 seinen am würt⸗ 7) 909. rs Amts⸗ dort ver⸗ JO0). er von der uudten in 4. Mai in Posen, lin Ober⸗ es Ober⸗ ndet. Er am Päda⸗ „ zunächst in Bem, nai 1750 in Schle⸗ 4J. elauft am alen, wat in Bem⸗ uhestand „geboten berpfarter studiette deuhshet der Dichter Lehr SSDSISISISISISISSSSSSS/SSS Kunth, Johann Sigismund, geboren am 9. Oktober 7700 zu Liegnitz, war Pfarrer zu Pölzig in Sachsen⸗Altenburg, zu Löwen in Schlesien und zu Baruth in der Niederlausitz. Er starb hier am 7. September 1779. 985. Lange, Ernst, geboren am 3. Januar)650 zu Danzig, starb als Rats⸗ herr und Richter dafelbst 1727. 24 J67, 2-4 854. Sange, Joachim, geboren am 26. Oktober 1670 zu Gardelegen in der Altmark, war ein Freund Rugust Hermann Franckes, wurde Rektor in Köslin und Berlin und zuletzt Professor der Theologie in Halle. Dort starb er am 7. Mai 744.— 908. Lange, Johann Christian, geboren am 24. Dezember 1669 in Leipzig, ein Freund Speners, starb am 16. Dezember 7756 als Generalsuperintendent zu Jdstein im Taunus.- 509 80. Sanghans, Urban, geboren in Schneeberg, wurde 1846 Diakonus in Glaͤuchau und 1554 Diakonus in Schneeberg.—958, 5. Lassenius, Johann, am 26. Rpril 1636 zu Waldau in Pommern ge⸗ boren, wurde auf einer seiner Reisen auf Betreiben der Jesuiten aufgegriffen und bis an die ungarische Südgrenze geschafft und entging mit knapper Not dem Schicksal, als Sklave an die Türkei verkauft zu werden. Er starb am 29. August 1692 als deutscher Hofprediger in Kopenhagen.—906. *Lauterbach, Johann Michael, geboren am 19. März 1716 zu Butt⸗ städt in Thüringen, studierte in Jena, kam 1740 nach Marienborn, stand bis zu Zinzendorfs Tode in dessen persönlichem Dienst und starb als Prediger der Gemeine in Berlin am 29. November 1787.— 3841 369, 2 494. Savater, Johann Kaspar, geboren am J5. November 174) zu Zürich, verband die Ideale der Rufklärungszeit mit einer innigen Liebe zu Jesu. Er hat durch seine Schriften weit über seine Gemeinde hinaus auf Christen und Weltleute gewirkt, aber auch im kleinen Kreise durch Ubung der Liebe ein Tat⸗ zeugnis abgelegt. Er starb am 2. Januar 1807 als Pfarrer in Zürich an den Folgen einer Verwundung, die er 1799 von einem plündernden Franzosen er⸗ halten hatte.—939. *Sawatsch, Anna Marie, geb. Demuth, geboren am 17. November 1712 zu Carlsdorf in Mähren, vertrat von 1740-743 Anna Nitschmann während ihrer pennshlvanischen Reise als Generalältestin, diente in den amerikanischen Gemeinen und starb am 20. Januar 1760 in Bethlehem.— 657, 1. 5. 6. *Lahrih, Paul Eugen, geboren am 13. November 1707 zu Wunsiedel, war Rektor einer blühenden Schule in Neustadt an der Risch und nahm sich auch der dortigen Diaspora an. 1742 verließ er sein Amt und zog nach der Wetterau in die Gemeine. Er hat der Gemeine besonders im Schulwesen gute Dienste geleistet, war von 1764-775 Mitglied der Unitätsältestenkonferenz, wurde 1775 Bischof und starb am J. Mugust 1788 in Berrnhut. 6), 2 Lehr, Leopold Friedrich, geboren am 3. September 7709 zu Cronberg am Taunus, war ein Schüler Rugust Hermann Franckes und starb als Diakonus 49² 675⁵ Lindemann Verzeichnis — SISISISISISSSIIISISSSSIII von Cöthen auf einer Reise in Magdeburg am 27. Januar 1744. Mit Allen⸗ dorf zusammen hat er 1786 die Cöthnischen Lieder herausgegeben.—408. Lindemann, Johann, geboren 1549 in Gotha, stammte aus der Fa⸗ milie der Mutter Martin Luthers. Er starb als Kantor in Gotha und wurde am 8. November 163) begraben.— 1119. Siscow, Salomo, geboren am 25. Oktober 1640 zu Niemihsch bei Gu— ben, starb als Diakonus in Wurzen am 5. Dezember 1689. 50s 558. ELischh, Jakob, ein Schweizer, ging 174) mit Zinzendorf nach Pennshl⸗ vanien, trennte sich aber später von der Brüdergemeine.—367, 2. 8. Sochner, Karl Friedrich, geboren am 2. Rpril 1694 zu Nürnberg, starb als Pfarrer zu Fürth am 26. Februar 1697.— 59]. Sodenstehn, Jodocus van, geboren am 19. Februar 1620 zu Delft, drang als Pfarrer auf wahre und lebendige Frömmigkeit. Seine Anhänger hießen „Ernstige“. Er starb am 6. Rugust 1677 als Pfarrer in Utrecht. 672. Lorenzen, Lorenz(Laurentius Laurenti), geboren am 8. Juni 1660 zu Husum in Schleswig, starb am 29. Mai 1722 als Musildirektor in Bremen.— 0j,3.2 47 999 4239 969. Söscher, Valentin Ernst,„der letzte Orthodoxe“, geboren am 29. Dezem⸗ ber 1673 zu Sondershausen, war Professor der Theologie in Wittenberg und Oberkonsistorialrat und Superintendent in Dresden. Er war ein scharfer Gegner der Bietisten, kam ihnen aber an Herzensfrömmigkeit und tätigem Eifer gleich. Als Mitglied der Untersuchungskommission zeigte er sich 1796 in Herrnhut ver⸗ ständnisvoll, wenn er auch seine Bedenken nicht verschwieg. Er starb am 12. Feb⸗ ruar 1749 in Dresden. 48 254 436 680. Loskiel, Georg Beinrich, geboren am 7. November 1740 zu Anger⸗ münde in Kurland, kam 1760 in Barbß zur Gemeine. Er diente ihr als Prediger verschiedener Gemeinen und als Leiter des livländischen Werkes. Er ist der Gründer der Anstalten in Kleinwelka und Gnadenfrei. 3S0/ wurde er Prediger in Bethlehem in Pennshlvanien und 1802 Bischof. J8)o sollte er in die Unitäts⸗ ältestenkonferenz eintreten, mußte aber gesundheitshalber in Amerika bleiben. Er starb am 23. Februar 1874 in Bethlehem. Er hat eine Geschichte der Indi⸗ anermission und das viel gelesene Andachtsbuch„Etwas fürs Her;“ geschrieben.— 990, 2 J024, 2. Löwenstern, Matthäus Apelles von(ursprünglich Löwe), geboren am 20. April 1594 zu Neustadt in Oberschlesien, diente seinem Landesherrn, dem Herzog von Münsterberg, als Fürstlicher Rat, dann den Kaisern Ferdinand II. und III. als Kaiserlicher Rat und endlich wieder seinem Vaterland als Staats⸗ rat. Dabei hat er, solange er in seiner Vaterstadt wohnte, dort die Kirchenmusik geleitet. Er starb am 1J. April 1648 in Breslau.— 6 205 759. Lukas von Prag, einer der bedeutendsten Bischöfe der alten Brüderkirche, wurde um 1460 zu Prag geboren, studierte daselbst, schloß sich, von der utraqui⸗ stischen Kirche unbefrledigt, den Brüdern an und leitete von 1496-7528 die 67 der Die 22 Unität. U sal. E Lut Hrofessot Thesen di Ieformalio deulsche e wurde aut blechung Ma studiette e Schuler u Er starb h Me Bretlen i Sprache! nächster E wand geg deulsches gedichtet, Me als Profe Me lausit, w. Kemnitz gelitten läulerten brannte, schen Ge * V saha, ka amerika, M als Soh Direktor Deolog dung de Uniders Anger⸗ Otediger ist der rediger Unitäts⸗ bleiben. Ondi⸗ jeben.- oren am m, dem und II. Staats⸗ enmusik erkirche, uttaqui⸗ 529 die der Dichter ¶DSDSSSeeeeeeSeeeeeeeeeeSSS Unität. Unter ihm fanden die ersten Berührungen mit der deutschen Reformation statt. Er starb in Jungbunzlau am 1). Dezember 1528. 996,. LSuther, Martin, geboren am 10. November 1489 zu Eisleben, seit 150s Professor der Theologie in Wittenberg, rief am 3). Oktober 15)7 durch seine Thesen die Geister und Gewissen wach und begründete die deutsche Kirchen— reformation. Er gab dem deutschen evangelischen Volk seine Bibel und schuf das deutsche evangelische Kirchenlied. Er starb am 18. Februar 1546 zu Eisleben.— 2 58- 60 40)73 74 196 J97 J98,- 42 429 8/9 954 994 995. Magdeburg, Joachim, geboren 1525 zu Gardelegen in der Altmark, mußte als Anhänger und Freund des Lutheraners Flacius mehrere Male von seinem Pfarramt weichen, war schließlich in Efferding in Osterreich Pfarrer, wurde auch dort vertrieben und war 1584 Pfarrer in Essen, mit kurzer Unter⸗ brechung bis 7587. Die Zeit seines Todes ist unbekannt.—753, 5. Marperger, Bernhard Walter, geboren am 14. Mai)682 zu Hamburg, studierte erst Mathematik, dann Theologie, war dabei Rugust Hermann Franckes Schüler und wurde Diakonus in Nürnberg und Oberhofprediger in Dresden. Er starb hier am 28. März 1746.- 988. Melanchthon(Schwarzerd), Philipp, geboren am 16. Februar 17497 zu Bretten in der Pfalz(jetzt in Baden), war seit 1578 Professor der griechischen Sprache und später auch der Theologie in Wittenberg. Als Luthers Freund und nächster Gehilfe hat er der Botschaft der Reformation das wissenschaftliche Ge— wand gegeben. Er starb am 19. Npril 1560. Er hat dem deutschen Volk kein deutsches Kirchenlied geschenkt, wohl aber hat er auf Lateinisch geistliche Verse gedichtet, die dann andre zum Teil verdeutscht haben.— 275, Mencke, Lüder, geboren am 14. Dezember 1658 zu Oldenburg, starb als Professor der Rechte zu Leipzig am 29. Juni 1726.— 248. Mentzer, Johann, geboren am 27. Juli 1658 zu Jahmen in der Ober⸗ lausitz, war Pfarrer an verschiedenen Orten der Oberlausitz, zuletzt seit 1696 in Kemnitz bei Herrnhut. Er hat sich in maͤncherlei Trübsal bewährt(„Es muß gelitten sein“), und Zinzendorf schähte ihn als einen im Ofen der Trübsal ge⸗ läuterten Christen. In demselben Jahre, 1704, in dem ihm sein Haus nieder⸗ brannte, erschien sein Lied„O daß ich tausend Zungen hätte“ im Frehlinghausen— schen Gesangbuch. Er starb am 24. Februar 7734. 9. *Meher, Christoph Simon, geboren am 28. Januar 1719 in Langen⸗ salza, kam 174 in Herrnhag zur Gemeine und diente ihr als Prediger in Nord— amerika, wo er am 35. Dezember 1786 zu Bethlehem starb.—273 317, 5. Meßfart, Johann Matthäus, geboren am 9. November 15do zu Jena als Sohn des Pfarrers von Walwinkel bei Waltershausen in Thüringen, war Direktor des Gömnasium Casimirianum zu Coburg und später Professor der Theologie und Pfarrer in Erfurt. Er trat ein für eine Reform in der Rusbil— dung der Geistlichen und für eine Bekämpfung der sittlichen Schäden auf den Universitäten. Er starb am 26. Januar 1642 in Erfurt. 302s. 677 Möckel Verzeichnis ISISISISISISISISSSS Möckel, Johann Friedrich, geboren am 16. Januar 566 zu Culmbach, starb als Pfarrer zu Steppach bei Bahreuth am 19. Npril 1729. 879,„5 907. Mohr, Josef Franz, geboren am 1). Dezember 1792 zu Salzburg, dich⸗ tete 8)8 als Hilfspriester zu Oberdorf bei Salzburg sein Weihnachtslied. Er starb als Kooperator in Wagrein am 4. Dezember 7848. 02. Moller, Martin, geboren am 1). November 1547 zu Kroppstedt bei Wittenberg, war Oberpfarrer in Görlit, erblindete 1605 und starb am 2. März 1606.- 754 755 820 958. Molther, Philipp Heinrich, geboren am 28. Dezember 1774 im Elsaß, trat 798 in den Gemeindienst, diente als Prediger in Neuwied und in den eng— lischen Gemeinen, wurde 1775 Bischof und starb am 9. September 1780 in Bedford.— 495. Moser, Johann Jakob, geboren am 58. Januar 70 zu Stuttgart, war ein Rechtsgelehrter von europäischem Ruf, ein mannhafter Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit und ein ernster Christ. 772), noch vor seiner Bekehrung, widerstand er in Wien den glänzenden Rnerbietungen, mit denen man ihn zum Übertritt in die katholische Kirche bewegen wollte. Von 7739-74ꝰ7 wohnte er in Cbersdorf. Von 1759-764 wurde er wegen seines Eintretens für die Rechte des Landtages vom Berzog auf dem Hohentwiel gefangen gehalten. Er starb am 30. September 1785 in Stuttgart. Er hat nicht nur viele geistliche Lieder gedichtet, besonders während seiner Gefangenschaft, sondern war auch einer der besten Kenner des Kirchenliedes.—69). Mühlmann, Johann, geboren am 28. Juli 1579 zu Pegau, starb als Brofessor der Theologie und Archidiakonus an St. Nicolai zu Leipzig am 14. November 16)9.- 669 8oo. Müller, Christoph Anton, getauft am 2). Januar 36s zu Esens in Ostfriesland, studierte in Halle und war von 1726 an lutherischer Pfarrer in Leeuwarden in Holland, wo er 1749 starb.— 487. Müller, Michael, getauft am 12. Januar 1679 zu Blankenburg am Harz starb als Kandidat des Predigtamtes und Hauslehrer am 18. März 17⁰04 auf Schloß Schaubeck bei Marbach in Württemberg. s 206 2/s 889, e Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, geboren am 5. März 7624 in Halle, starb als Pastor in Coburg am 29. November 1685.— 72 78. Neander, Christoph Friedrich, ein Vertreter der Rufklärung, geboren am 26. Dezember 1724 zu Eckau in Kurland, starb als Propst in Grenzhof in Kur⸗ land am 25. Juli 1802.- 23). Neander, Ooachim, geboren 3650 in Bremen, wurde 1674 von der re⸗ formierten Gemeinde in Düsseldorf als Rektor ihrer lateinischen Schule ange— stellt. Durch Privaterbauungsstunden, die er hielt, zog er sich Feindschaft und Verfolgung zu. 1679 wurde er dritter Prediger an der Martinikirche in Bremen und ein Amtsgenosse Underehcks, der ihn einst aus seinem Leichtsinn erweckt hatte. Er starb hier schon am 3/. Mal 1680.— 14-16 550 642 660, 2 927 5070. 678⁸ glied de war zwi in Mar und start Ne als Past Januar N als Bibl Gott laf lich, en N Hensels glaube dergems stand. Ha 7⁰⁸ Y in Wal des Lul großen meinde Dluck. an der 65 in Haupt an. J5 e Lieder einer det starb als am J4. Cjens in farter in burg am ah 17⁰⁰ 90,„ 2 n Halle, horen am in Ku⸗ n det te⸗ lle ange⸗ haft und Btemen ewect 2.97 der Dichter Niege ¶DSDSDSSeeeeeeeeeeeeeeeeee Nehring, Johann Christian, geboren am 26. Dezember 167) zu Gold⸗ bach bei Gotha, war Inspektor am Waisenhaus zu Balle und starb als Pastor zu Morl bei Halle am 20. April 1736.- 889, 5. 6. Neißer, F§riedrich Wenzel, geboren am 76. November 776 zu Sehlen in Mähren, kam 1722 mit seinen Eltern nach Herrnhut. Zinzendorf nahm ihn seiner Begabung wegen in seine Dienste, und er wurde einer der führenden Männer der Gemeine. 1746 wurde er Bischof der Brüderkirche und J1764 Mitglied des Direktoriums zu Barbh. Er starb am 12. Oktober 1777 als Mit⸗ glied der Unitätsältestenkonferenz in Barbh.— 85, 3. 2. 4 86,. 2.8 229 340 632 J040, 5. 2. *Neißer, Georg, ein Vetter des vorigen, geboren am 1J. April 1715 zu Sehlen in Mähren, diente der Brüdergemeine in Nordamerika, wo er am 3. November 1784 zu Philadelphia starb. 308, 9 356 493 880,. 4. *Neumann, Gottfried, geboren am 30. November 1685 zu Meerhohh, war zwischen 1730 und 1740 Gräflich ZSsenburg-Meerholzischer Fruchtschreiber in Marienborn und Mitglied der Inspirierten, trat zur Brüdergemeine über und starb am 10. März 779 in Meerhoh.- 265 02],. 9. 4. 6. Neumann, Kaspar, geboren am 14. September 1648 zu Breslau, starb als Bastor an St. Elisabeth und Professor am Gymnasium daselbst am 27. Januar 1715.- 088. Neumark, Georg, geboren am 76. März 162) zu Langensahza, starb als Bibliothekar zu Weimar am 8. Juli 168). Sein Lied„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ hat er gedichtet, als er 1640 in Kiel, in großer Not befind⸗ lich, endlich eine Hauslehrerstelle erhielt. 770. Neumeister, Erdmann, geboren am 12. Mai 67) zu Uchterih bei Wei⸗ ßenfels an der Saale, starb als Pastor in Hamburg am 18. Rugust 1756. Als glaubenseifriger und glaubenstreuer Lutheraner glaubte er Pietismus und Brü⸗ dergemeine bekämpfen zu müssen, ohne zu merken, wie nahe er selber ihnen stand. 97 259, 1 40) 679 788. Neuß, Heinrich Georg, geboren am 1). März 1654 zu Elbingerode am Harz, starb als Superintendent zu Wernigerode am 30. September 17)6.— 678 778 879, s. Nicolai, Philipp, geboren am 30. Rugust J556 zu Mengeringhausen in Waldeck, war, obwohl sanften und innigen Gemütes, ein mannhafter Streiter des Luthertums. Seinen Freudenspiegel des ewigen Lebens, in dem seine beiden großen Lieder mit ihren Melodieen veröffentlicht worden sind, gab er seiner Ge⸗ meinde Unna, die eben eine furchtbare Pest überstanden hatte, zum Trost in Druck. Er starb als Pastor in Hamburg am 26. Oktober 1608.- 549 967. Niege(Nigidius), Georg, geboren am 25. November 1525 zu Allendorf an der Werra, studierte in Marburg, wurde dann aber Landsknecht. Er brachte es in einem bewegten Kriegsleben zu Vertrauensstellungen und wurde zum Hauptmann befördert. Dazwischen nahm er auch bürgerliche Verwaltungsdienste an. 1582 wurde er Statthalter in Lage bei Herford, 158/ zog er sich nach Rinteln 67⁰ Nitschmann Verzeichnis zurück. Hier traf ihn 158 ein Schlaganfall, und er ist wahrscheinlich noch vor Ablauf des Jahres gestorben. Der„fromme Hauptmann? hat nicht nur geist⸗ liche und weltliche Lieder gedichtet, sondern auch Melodien dazu erfunden.—Sos. „MNitschmann, Anna, geboren am 24. November 1775 zu Kunewalde in Mähren, kam 1725 nach Herrnhut, wurde 1730 Altestin der Schwestern, schloß am 4. Mai dieses Jahres mit Is Jungfrauen einen Bund(Anfang des Chores der ledigen Schwestern), wurde 1757 die zweite Gemahlin Zinzendorfs und starb am 2J. Mai 1760 in Berrnhut. Sie hat durch ihr Wesen und Wir⸗ ken dem Schwesternchor seinen Charakter aufgeprägt. 292 373 320, 27 48⁴ 532, 2-4 628 629 709, 5 730, 5. 9. 4 7/J 739, 2. 8 876. „Nitschmann, Johann, der Jüngere, ein Bruder der Anna, geboren am 25. September 172 zu Kunewalde in Mähren, diente der Brüdergemeine in Sivland und England und zuletzt als Prediger der Gemeine Sarepta, wurde 1758 Bischof und starb am 30. Juni 1783 in Sarepta.— 264, 2 297, 5. 2. 4 89J, 9. Nottbeck, Karl, geboren am 2. Januar 1718 zu Reval schloß sich 1799 der Brüdergemeine an, arbeitete einige Jahre unter den Christensklaven in Algier und starb am 17. März 1788 in Nieskh.—659, 3.. *Oldendorp, Christian Georg Andreas, geboren am S. März 172) in Großenlafferte bei Hildesheim, studierte in Jena, trat 1749 in den Dienst der Brüdergemeine und hat ihr als Brediger in mehreren Gemeinen gedient, zuletzt in Ebersdorf, wo er am 9. Mär; 787 starb. Er hat eine Geschichte der Mission in Westindien geschrieben.—300. Olearius, Johann, geboren am 17. September 161) zu Halle, starb als Generalsuperintendent in Weißenfels an der Saale am 14. April 5684.— 2 39 217. *Peistel, Karl Heinrich von, geboren am 25. März 704 zu Nedlitz bei Weißenfels, war preußischer Offizier, lernte in Halle Zinzendorf kennen, hiell mit erweckten Soldaten Versammlungen, kam 1740 zur Brüdergemeine und diente ihr hauptsächlich als Vorsteher. Er starb am 24. Mai 1782 in Herrn⸗ hut.— 6588. Petersen, Johann Wilhelm, geboren am). Juni 1649 zu Osnabrück, stand zunächst unter Speners Einfluß, geriet aber dann auf schwärmerische, chiliastische Bahnen, verlor dadurch sein Amt als Superintendent in Lüneburg und lebte als Privatmann und Schriftsteller in der Stille. Er starb am 3). Januar 1727 auf seinem Gute Thymern bei Zerbst.—676. Pfeil, Christoph Karl Ludwig von, aus der bekannten schlesischen Adels— samllie stammend, wurde am 20. Januar 172 zu Grünstadt in der Pfah ge⸗ boren. Er stand zunächst im württembergischen, dann im preußischen Staatsdienst und starb als preußischer Gesandter beim schwäbischen Kreis auf seinem Gut Unterdeufstetten(jetzt in Württemberg) am 14. Februar 1784.- 609 828. *Pilder, Georg, geboren am 4. Mai 1716 zu Millenbach in Sieben⸗ bürgen, trat zur Brüdergemeine, ging mit Hocker nach Abesshnien, diente später 68⁰ der Dicht⸗ 2 unter den a od in G. Plah, genannt.— Prät 19. Noven wurde dast Pra iger der Prel heologisch. Kirche in Preu wurde J5) Reichstag das Otden Speratus am 20. A Brandenb Pr wat von aber zur e Ras Kaufmant et bei schr Rar ein Schül in der th Leube be der Brüd als Mitg 908j9. der Dichter Reichel SISISISISISISISISISISSSSSSSIS/SSS... unter den auswärtigen Geschwistern in Ungarn und starb am 13. November 798 in Gnadenfrei.- 3. Platz, Johann Gottlob, geboren den 18. Mai 1656 in Bautzen, starb daselbst als Oberamtskanzler am 1J. Mai 173). 8. Bocci, Graf Franz von, geboren am 7. März 1807 in München, war Dichter, Zeichner und Musiker. Er starb am 7. Mai 1876 in München. JJ06. Pöschel, Johann, geboren am 29. Januar 17)) in Tübingen, lebte einige Jahre als Erzieher Heinrichs XXIX. Grafen Reuß in Ebersdorf und starb als Diakonus in Tübingen am 4. Juni 1742. Sein Lied„Einmal ist die Schuld entrichtet“ hat Friedrich Wilhelm Krummacher die„Marseillaise der Gläubigen“ genannt.— 447. Brätorius, Christoph, eigentlich Schultze, genannt Scultetus, wurde am 19. November 163) in Stendal getauft, war dort Kämmerer und Freisaß und wurde daselbst am 6. Oktober 1713 begraben. Prätorius, Johann, geboren am 20. Oktober 1738 in Kopenhagen, Pre— diger der Gemeine Christiansfeld, starb am 12. Dez. 1782. J02, 3. 4. J27. Breiswerk, Samuel, geboren zu Basel am 19. September 1799, war theologischer Lehrer am Missionshaus zu Basel und starb als Antistes der Basler Kirche in Basel am 13. Januar 187. 109, 5. 2. Preußen, Albrecht, Herzog in, geboren am 17. Mai 1490 zu Ansbach, wurde 15)) Hochmeister des deulschen Ritterordens. 1522 auf dem Mürnberger Reichstag für das Evangelium gewonnen, verwandelte er 1525 auf Luthers Rat das Ordensland in ein weltliches Herzogtum und führte mit Hilfe von Paul Speratus und Johannes Gramann die Reformation in Preußen ein. Er starb am 20. März 1568. Er ist viel wahrscheinlicher als Albrecht der Jüngere von Brandenburg⸗Culmbach der Dichter des Liedes Nr. 78). *Prhzelius, Paul Daniel, geboren am 4. November 1778 in Schweden, war von 174-748 Prediger der Brüdergemeine in Pennshlvanien, trat dann aber zur englischen bischöflichen Kirche über und starb 177J.— 377. Raeder, Johann Friedrich, geboren am 19. Mai 1875 zu Elberfeld, war Kaufmann in seiner Vaterstadt, wo er am 4. Marz 7872 starb. Sein Lied hat er bei schweren Geschäftssorgen gedichtet.—JJ22. Rambach, Johann Jakob, geboren am 24. Februar 1693 in Halle, war ein Schüler Rugust Hermann F§ranckes, wurde nach dessen Tode sein Nachfolger in der theologischen Professur, siedelte 173) als Professor der Theologie und erster Superintendent nach Gießen über und starb dort am 18. Npril 1785. Er gab 1733 ein hessisches Kirchengesangbuch und 1735 ein Hausgesangbuch heraus.- 26 228 238 24) 5/5 798,-6. *Reichel, Johann Friedrich, geboören am 16. Mai 179) zu Windisch⸗ Leube bei Altenburg, war Pfarrer zu Taubenheim in der Oberlaͤusitz, trat 7758 der Brüdergemeine bei, war Prediger in Nieskh, wurde 7775 Bischof und starb als Mitglied der Unitätsältestenkonferenz am 17. November 1809 in Herrnhut.— 998, 2. 68 Reichel Verzeichnis SISISISISISSSISISISSIIISIISISSSSSSSee *Reichel, Katl Rudolßf, ein älterer Bruder des vorigen, geboren am 29. Npril 7)s zu Oberlödlau bei Altenburg, war Pastor in Hermsdorf, Tauben⸗ heim und Neukirch, wo er am 25. Oktober 1794 starb. Er hat viele theologische und erbauliche Schriflen geschrieben und auch eine Sammlung Gedichte heraus— gegeben. Er war zu seiner Zeit wohl das bedeutendste Mitglied der Herrnhuter Predigerkonferenz.— 456, 2 5803. „Reichel, Renata Eleonore, eine Tochter des vorigen, geboren am 22. April 1753 zu Taubenheim, starb als Schwesternpflegerin in Nieskö am 5. April 18)5.- 478. Reinke, Abraham, geboren am 17. April 772 zu Stockholm, trat 1738 in Marienborn der Brüdergemeine bei, diente ihr seit 1744 als Sandprediger in Nordamerika und starb am 7. Rpril 3760 in Bethlehem.— 378, 18. Reusner(Reißner), Adam, geboren 1496 zu Mindelheim in Bahern, war ein Schüler Reuchlins, begleitete Georg von Frundsberg als Geheimsekretär auf seinen Kriegszügen, wurde in Straßburg von Kaspar Schwenckfeld beein— flußt und verlebte den Rest seines Lebens in der Stille in seiner Vaterstadt, wo er um 875 starb. 750 Reuß-Ebersdorf, Benigna Marie Gräfin, eine ältere Schwester der Grä⸗ fin Zinzendorf, geboren am J5. Dezember 1695 zu Ebersdorf, starb am J. August 175) zu Pottiga bei Ebersdorf.—376 825 885 5086, 5. 2. Reuß-Jänkendorf, Eleonore Fürstin, geb. Gräfin zu Stolberg-Werni⸗ gerode, geboren am 20. Februar 1835 zu Gedern im Vogelsberg, heiratete 185 Heinrich LXXIV. Fürsten Reuß⸗Jänkendorf und lebte in Jänkendorf bei Niesk Nach dem Tode ihres Gemahls zog sie nach Ilsenburg am Harz, wo sie am 18. September 1908 starb. 949. Richter, Christian Friedrich, geboren am 8. Oktober 1676 zu Sorau, stu⸗ dierte Medizin und Theologie und diente dem Waisenhaus in Halle erst als Inspektor des Pädagogiums, dann als Arzt. Er starb am s. Oktober 177. Er ist der gedankentiefste Dichter des hallischen Pietismus.— 427 440 482 5 562 863 597 s898 643 782. Rinckart, Martin, geboren am Sonntag Jubilate, dem 24. April, 1586 zu Eilenburg, wurde 3677 Diakonus in seiner Vaterstadt und hat als solcher seinen Kirchkindern in aller Not des dreißigjährigen Krieges, bei Plünderung, Pest und Hungersnot, aufopfernd beigestanden, oft mit Undank belohnt. Er starb in Eilenburg am 78. Dezember 1649. Sein Lied„Nun danket alle Gott“, in engem Anschluß an Sirach s0, 24-26 gedichtet, ist ursprünglich als Tischlied nach dem Essen gemeint. 5 7. Ringwaldt, Bartholomäus, geboren am 28. November 1530 zu Frank⸗ furt an der Oder, starb am 9. Mai 1599 als Pfarrer zu Langenfeld in der Neumark.-966. Rist, Johann, geboren am 8. März 607 in Ottensen bei Altona, wurde 635 Pfarrer zu Wedel in Bolstein. Er war als eifriger Pfarrer und hervor⸗ ragender Dichter berühmt und wurde mit Ehren überhäuft; er erhlelt den kaiser⸗ lichen Dichterlorbeer, wurde auch mit der Würde eines kaiserlichen Pfalzgrafen 682 bei Göp Büͤdinge enhschlie zugehen, hausen. Re Hilfsgei starb als 7⁰⁸. E seinem s gedichtetz Ro war 64 als Hoft seines§ müssen f Albinus R Thüͤrin 1690.— RN war vor bei Ostr von Hei an war Er starb Schwa betg in zu Sch. gestorb. welllic liestz Werni⸗ te 7855 Niesky am J8. 1 J7586 solcher derung, Er starb hotk', in Lischlied Kank⸗ in der wurde hervor⸗ kaiser⸗ ihtufen der Dichter Rückert SSDSDSISISISISISSSSSS... in den Adelsstand erhoben. Von den Trübsalen, die er in Kriegsnöten, be⸗ sonders 3658, durchzumachen hatte, zeugt der Titel einer seiner Liedersamm⸗ lungen: Kreuz⸗, Trost⸗, Lob⸗ und Dankschule.„Nngst, Betrübnis und Creutz ist der Christen ABE.“ Er starb in Wedel am 3). Rugust 1667.— 7 5½ 65 96 37 43 435 92). Rock, Johann Friedrich, geboren am 5. November 1678 zu Oberwalden bei Göppingen, lebte als gräflicher Hofsattler und Haupt der Inspirierten in Büdingen. Er hat Zinzendorf zu Zeiten nahe gestanden, konnte sich aber nicht entschließen, wie viele seiner Anhänger zur wetterauischen Brüdergemeine über⸗ zugehen, sondern wurde ihr Gegner. Er starb am 2. März 1749 zu Geln⸗ hausen.— 840, 2-4. Rode, Karl Heinrich Ludwig, geboren am 78. Junt)sgs zu Berlin, war Hilfsgeistlicher in Berlin und Pfarrer in Rumänien, von 1872 an Pfarrer in der Provinz Sachsen, zuleht in Großkorbetha, und starb im Ruhestand zu Schöne— berg bei Berlin am 30. Juli 1977. ꝰ. Rodigast, Samuel, geboren am 19. Oktober 1649 zu Gröben bei Jena, starb als Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin am 39. Märʒ 708. Sein Lied„Was Gott tut, das ist wohl getan“ hat er 1675 in Jena seinem schwer erkrankten Freunde, dem Kantor Severus Gastorius, zum Trost gedichtet, der dann die Weise dazu erfand.— 772. Rosenmüller, Johannes, geboren um 7620 zu Olsnitz im Vogtlande, war 5647 Lehrer, 1648 Musikdirektor an der Thomasschule zu Leipzig. Er starb als Hofkapellmeister in Wolfenbüttel im September 1684. Er hat für Lieder seines Freundes Albinus Melodien geschaffen. Das Lied„Alle Menschen müssen sterben“, aus dem 3030, genommen ist, wird auch Johann Georg Albinus zugeschrieben.—J030,„. Rosenthal, Johann, geboren am 5. Juni 16)5 zu Großsommerda in Thüringen, starb als Archidiakonus zu Schmölln in Sachsen-Altenburg am 8. Juli 690.- 979, 23. Rothe, Johann Andreas, geboren am 2. Mai)o8s zu Lissa bei Görlitz, war vor 1722 Hauslehrer bei Hans Christoph von Schweinitz in Viederleuba bei Ostritz. 3722 wurde er Pfarrer in Berthelsdorf. Hier erlebte er den Anbau von Herrnhut und die Feier des Abendmahles am 3. August 1727. Von 1737 an war er Pfarrer in Hermsdorf bei Görlitz und in Thommendorf bei Bunzlau. Er starb dort am 6. Juli 7758. 444-446 89 570 57) 729 790 796 30)5. Rube, Johann Christoph, geboren am 30. Mai 65 zu Hohenebra in Schwarzburg⸗Sondershausen, starb am 30. Mai 746 als Amtmann zu Batten⸗ berg in Hessen⸗Massau.— 785 978. Rückert, Hriedrich, der große deutsche Cöriker, geboren am)6. Mai 788 zu Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, gestorben in Neuses bei Coburg am 3). Januar 1866, hat neben seinen vielen weltlichen Gedichten auch fünf geistliche Lieder geschaffen.—57. 6839 Ruopp Verzeichnis SISIPIPISISISISISIIIII.IIIIIIIII. Ruopp, Johann Friedrich, getauft am 3. März 7672 zu Straßburg im Elsaß, studierte in Straßburg, war Diakonus in Lampertheim bei Straßburg und Pfarrer in Goxweiler. Bier wurde er 70s wegen seines Pietismus aus seinem Amte vertrieben und wendete sich nach Halle, wo er am 26. Mai 170s starb als Adjunkt der theologischen Fakultät und als Inspektor der Freitische des Waisenhauses.— 485. Sacer, Goltfried Wilhelm, geboren am 1). Juli 3635 zu Naumburg an der Saale, studierte die Rechte, machte viele Reisen, z. T. als Hofmeister junger Edelleute, und starb als Kammerkonsulent in Wolfenbüttel am S. September 699.- J37, 2. 4 2)). Schade, Johann Kaspar, geboren am 19. Januar 1666 zu Kühndorf bei Meiningen, war Rugust Hermann Franckes Freund und in Berlin Speners Amtsgenosse. Er starb dort, nachdem er seine Kraft in eifrigem Dienst verzehrt. hatte, am 25. Juli 1698. 592 778 776. Schalling, Martin, geboren am 2J. Rpril 1532 zu Straßburg, suchte als Mann des Friedens bei den theologischen Streitigkeiten seiner Zeit der Einigkeit zu dienen, erfuhr aber dadurch viel Leid. Viermal vertrieben, wurde er schließlich Prediger in Nürnberg und starb dort—öerblindet—im Ruhestand am 29. Dezember 1608.- 548. Scheffler, gohann, der Sänger einer möstischen Jesusliebe, geboren 1624 zu Breslau, war Leibarzt des Herzogs von Württemberg-Ols und trat unter dem Namen Angelus Silesius am 12. Juni 1653 zur römischen Kirche über. Seine Lieder erschienen 1657 und 1668. Er starb im Kreuzherrnstift zu St. Matthias in Breslau am 9. Juli 1677.- 392, 5 50 70 7)/ 506 5807 5584, 9. 57 85S 556 587 588,-9. 5% S889,-4 890 879, 36 904 979, 980 30⁰09 J2. Scheidt, Christian Ludwig, geboren am 26. September 1709 zu Walden⸗ burg in Württemberg, starb am 25. Oktober 176) als Bibliothekar und Bofrat in Hannover.— 409. Schenck, Hartmann, geboren am 7. April 7694 zu Ruhla bei Eisenach, starb am 2. Mai 168) als Pfarrer zu Ostheim vor der Röhn.— 44. Schenkendorf, Gottlob Ferdinand Maximilian Gottfried von, Sänger und Freiheitskämpfer von 7813, geboren am 1). Dezember 1789 zu Tilsit, starb als Regierungsrat in Koblenz am 1). Dezember 1877. 1878 lag er wäͤhrend des Waffenstillstandes in Gnadenfrei im Quartier und besuchte gern die Ver— sammlungen, auch hat er die dort erhaltenen Losungen benutzt—S). Schick, Hermann Reinhard, geboren am J. Dezember)7o4 zu Eckenheim bei Frankfurt am Main, diente lange unter den auswärtigen Geschwistern und starb in Herrnhut am 28. September 177J.— 969, 5. 8-6 58J. Schirmer, Michael, getauft am 18. Juli 1606 zu Leipzig, war von 1636 an in Berlin am Gömnasium zum Grauen Kloster tätig. Er war ein begabter Dichter, ging aber auch durch mancherlei Trübsal. Außer der Krlegsnot trafen ihn schmerzliche Verluste in der Familie, so daß er im Alter einsam dastand. Er litt 6 det Di 2 3u Heilen Mit Pau *6 studiette Zinzendo sammelle ganz bei musikalis längetem Sd Holtrup starb am jalen.— Sch Cyähler, lingen be kapitular. *60 war Ron Hennhut. Sc Kanckes, Pfarrer i 308 682 *8 stein in K gemeine Sch in Schle Amtsfũ den lette schließlit und grof Seelsorg Lieder u bmuar/ 9877J r — Heit Mit 8⁰ bei Han 1699.— der Dichter Schröder SISISISISISISISISISISSSSSSSSSSSS zu Zeiten auch am Gemüt. Er starb als Konrektor in Berlin am 4. Mai 1679. Mit Paul Gerhardt war er innig befreundet.—48 75. Schlicht, Ludolf Ernst, geboren am 4. November 77)4 zu Brandenburg, d studierte in Jena, wurde dort mit den Brüdern bekannt und schloß sich 3737, als 2 Zinzendorfs Sohn Christian Renatus nach Jena übersiedelte, der um diesen ver— sammelten„Christelsökonomie“ an, ging 1799 nach Herrnhut, um dann bald burg an ganz bei der Gemeine zu bleiben. Er diente ihr mit seinen dichterischen und junger musikalischen Gaben und als Prediger, besonders in England. Er starb nach plember längerem Leiden am 4. März 1769 in Herrnhut.—30 86 378, 4 46) 689, 2. Schmalenbach, Marie geb. Buhold, geboren am 23. Juni 7835 zu dorf bei Holtrup bei Minden, wurde die Gattin des Superintendenten zu Löhne und peners starb am 10. März 1924 als Witwe zu Mennighüffen bei Löhne in West⸗— vetzehtt falen.—998. Schmid, Christoph von, der unvergessene Kinderfreund und treuherzige suchte Erzähler, wurde am 15. Rugust 1768 zu Dinkelsbühl geboren, studierte in Dil— Geit der lingen bei Johann Michael Sailer, wurde katholischer Priester und zuleht Dom⸗ „wurde kapitular zu Rugsburg. Hier starb er am 3. September 7854. 3099. Schmidt, Joachim, geboren am 6. Januar 1692 zu Gulih in Pommern, war Konrektor in Landsberg an der Warthe und starb am 2. Rpril 1757 in en 16²4 Herrnhut.— 660. nlet dem Schmidt, Johann Eusebius, ein Schüler und Freund August Hermann „Oenne Franckes, geboren am 13. Januar 1670 zu Hohenfelden bei Erfurt, starb als Nalhhias Pfarrer in Siebleben bei Gotha am 2). Dezember 1745.— 76 207, 2-s 484 7 55⁵ 368 682 982. Wupit Schmidt, Walther Eugen, geboren am 2). Dezember 1874 zu Votten⸗ Walden⸗ stein in Böhmen, lebt als Leiter des Böhmisch-Mährischen Werkes der Brüder— d Hoftal gemeine in Herrnhut.— 194. Schmolck, Benjamin, geboren am 2). Dezember 1672 zu Brauchitschdorf isenach, in Schlesien, war zuerst Diakonus, dann Oberpfarrer in Schweidnitz. In seine Amtsführung fällt der große Brand, der halb Schweidnih in Asche legte. Iu Sünget den letzten sieben Jahren seines Lebens war seine rechte Seite gelähmt, und sü sitb schließlich wurde er noch blind. Er war ein Mann von inniger Frömmigkein vahtend und großer Treue; doch hielt er sich vom Pietismus fern. Durch Predigt und die Ver⸗ Seelsorge hat er viel Segen gestiftet, durch seine Erbauungsbücher und seine Lieder weit über seine Zeit hinaus gewirkt. Er starb in Schweidnih am 12. Fe⸗ ö bruar 1737.— 58 52 J5 82 227 5583, 3-5 856 894 929 95) 952 960 denhein 98) ½½4. uum und*Schmuhiger, Daniel, geboren am 16. Februat 7/6zu Rarau, war kurze Zeit Mitglied der Brüdergemeine, um 177s Schullehrer in der Schweiz.—287, 3 6* Schröder, Johann HBeinrich, geboren am 4. Oktober 166/ zu Springe bei Hannover, starb als Pfarrer zu Meseberg bei Magdeburg am 30. Juni „ Er lilt 699.- 5894 674. 68⁵ Schütz Verzeichnis SSPSPSPSPSPSPSISISSSSSSSSSSSSSSSS Schüth, Johann Jakob, geboren am 7. September 1640 zu Frankfurt am Main, starb als Advokat und Reichsrat daselbst am 23. Mai 1690. Er war ein Anhänger Speners und eifriger Förderer von dessen Bestrebungen, kam aber später unter den Einfluß von Johann Wilhelm Petersen.—J8. Schwarzburg-Rudolstadt, Amilie Juliane Gräfin von, geb. Gräfin von Barbh, wurde als Flüchtlingskind am 79. Rugust 1637 auf der Heidecksburg bei Rudolstadt geboren, wurde die Pflegeschwester und später die Gemahlin des regierenden Grafen Albrecht Anton und starb am 3. Dezember 1706 in Rudol— stadt.— 259, 2 777 942 J0½. Schwedler, Johann Christoph, geboren am 2). Dezember 1672 zu Krobsdorf in Schlesien, war Pfarrer in Niederwiese bei Greiffenberg. Er war ein gewaltiger Prediger und gründete ein Waisenhaus. Der mährischen Aus⸗ wanderer, die auf dem Wege nach Herrnhut waren, nahm er sich treulich an. Er starb am 72. Januar 1730.-442 1022, 5. o. Schweinitz, Hans Christoph von, geboren am). Februar 7645 zu Crahn bei Llegnitz, machte weite Reisen, wurde Landesältester im Görliher Kreis und lebte von 70s an in der Stille auf seinem Gute Leuba in der sächsischen Ober— lausih. Er starb hier am 10. November 1722.- 1034. Scriver, Christian, geboren am 2. Januar 1629 zu Rendsburg, war Pfarrer in Stendal und Magdeburg. Durch viel häusliches Leid geläutert, wirkte er im Segen, auch durch die Erbauungsschriften, die er schrieb. Er starb als Oberhofprediger zu Zuedlinburg am 5. April 1693.— 552 924. Selnecker, Nikolaus, geboren am 5. Dezember 3580 zu Hersbruck bei Nürnberg, war ein vertrauter Schüler Melanchthons, wurde Bofprediger in Dresden und Professor in Jena und Leipzig und starb am 24. Mai 1592 zu Leipzig. 275, 9-5 668. Senfft zu Pilsach, Ludwig Rudolf Freiherr von, geboren 168) zu Pil⸗ sach, starb als sächsischer Legationsrat in Naumburg an der Saale am 2). De⸗ zember 17)8. 984. Senitz, Elisabeth von, getauft am 26. Dezember 1629 zu Rankau in Schlesien, früh verwaist, lebte einige Zeit in Brieg, später in Ols als Boffräu⸗ lein, zog sich zuletzt in die Stille zurück, um sich ganz der geistlichen Dichtung zu widmen, und starb 679 in Ols.— 30 Seÿfert(Seffart), Anton, geboren am 15. Rugust 5772 zu Grulich in Böhmen, wanderte 1728 nach Berrnhut aus, diente der Brüdergemeine in Amerika, England, Irland und zuleht in Zeist, wo er am 59. Juni 788 starb.— 969, 7. Sinold, genannt von Schüh, Philipp Balthasar(Amadeus Creuhberg), ge⸗ boren am 8. Mai 1657 auf dem Schloß Königsberg bei Gießen, diente mehreren Fürsten in Staatsgeschäften und war als Schriftsteller bedeutend. Er starb als Gräflich Solmsscher Geheimrat zu Laubach am 6. März 1742.— 599 80, 8. 68 der Oie 2 ˙t n Cellei enannth! 0 Oena! mung. 7 die Schul nach Hen er Bischof glänzende denheit un lich als N Gemeine Jinzendor der Brüde dotj bei h p Gatlin des ihtem Gat Jahre Wi energisch,! Weise. S Spe Ellwange und Frank mation.& lige Predi Olmüh ei uns kom gangen, g Hegogtu Spi . Auguf dulste abe einen ent Henn un 893 uni Saitenspi lutherischg Ceptemb. 294 470 Sp sdt stuf der Pfah chnis . Urt am T war m aber sin von dsburg lia des Rudol⸗ 572 zu Er war nAus⸗ lich an. Crahn eis und n Ober⸗ to, war eläutert, Er statb Luck bei diger in 592 zu zu Pil⸗ . De⸗ nłau in Hoffräu⸗ hlung zu Grulich neine in starb.- etg)/ ge⸗ nehteten latb als 1058. der Dichter Sporleder III SSISISSSSIIIIISSSSSI Sonnemann, Ernst, geboren 1690 zu Lüneburg, war 1658 Konrektor in Celle und starb als Pfarrer zu Einbeck am 17. Junt 7670.— 166. Spangenberg, Rugust Gottlieb, seit 744 in der Brüdergemeine Joseph genannt, wurde am 75. Jull 1704 zu Klettenberg am Harz geboren, studierte in Jena Theologle und kam hier zuerst mit Brüdern aus Berrnhut in Berüh— rung. 1792 wurde er Adjunktus der theologischen Fakultät und Rufseher über die Schulen des Waisenhauses in Halle. 7738 aus Halle vertrieben, kam er nach Herrnhut und wurde Zinzendorfs bedeutendster Mitarbeiter. 1744 wurde er Bischof. Bel der Einrichtung des Brüderwerkes in Amerika zeigte er seine glänzenden Gaben, zugleich aber auch seine Liebe und Treue und seine Beschei— denheit und Anspruchslosigkeit. Nach Zinzendorfs Tode war er nicht nur äußer— lich als Mitglied der Unitätsältestenkonferenz(5762-79e) an der Leitung der Gemeine beteiligt, sondern auch innerlich der führende Geist. Er hat ein Leben Zinzendorfs geschrieben und die Idea fidei fratrum(Begriff des Glaubens der Brüder). Er starb geliebt und verehrt am 18. September 1792 in Berthels— dorf bei Herrnhut.—)55 274 267 372 742 5. 52 809. *Spangenberg, Eva Marla, verw. Immig geb. Ziegelbauer, die erste Gattin des vorigen, wurde am 8. März 1696 in Dresden geboren, kam 1727 mit ihrem Gatten, dem Juristen Immig, nach Herrnhut und wurde in demselben Qahre Witwe. 1740 heiratete sie Spangenberg. Kindlich und treu, tätig und energisch, unterstützte sie ihren Gatten bei seinem Amt in Amen ka in glücklicher Weise. Sie starb am 2). März 175) in Herrnhut. 77, 743 Speratus(Spret), Paul, geboren am 19. Dezember 7484 zu Rötlen bei Ellwangen in Württemberg, wirkte zunächst als katholischer Priester in Salzburg und Franken, wurde aber dabei immer entschlossener ein Anhänger der Refor— matlon. Er hielt im Stephansdom zu Wien am 12. Januar 1522 eine gewal— tige Predigt, diente der evangelischen Sache zu Iglau in Mähren, wurde in Olmütz eingekerkert und dichtete im Kerker sein großes Eied„Es ist das Beil uns kommen her“. Durch Fürsprache freigekommen und dem Feuertode ent— gangen, ging er 1523 nach Wittenberg und wurde dann der Reformator des Herzogtums Preußen. Er starb am 12. Rugust 755) in Marienwerder.—430. Spitta, Karl Johann Philipp, von Hugenotten abstammend, wurde am ). August 50) zu Hannover geboren. Er war zuerst zum Uhrmacher bestimmt, durfte aber schließlich Theologie studieren. Muf sein inneres Leben hatte Tholuck einen entscheidenden Einfluß. Seine Dichtergabe weihte er entschlossen dem Herrn und gab das weltliche Dichten bald auf.„Psalter und Harfe“ erschien 1833 und 7843. Das Pfarramt, das er mit großer Treue führte, ließ sein Saitenspiel immer mehr verstummen. Er war an mehreren Orten Hannovers lutherischer Pfarrer und zuletzt Superintendent und starb in Burgdorf am 26. September 859, kurz nachdem er hier sein Amt angetreten hatte. 37 40 85 234 400 639 667 749 8)/7 864 865 ½3)m)7. Sporleder, Christoph Nugust, geboren 1683 zu Ermsleben bei Halber— stadt, studierte in Halle, war von 1778 an Pfarter zu Kirchheim an der Eck in der Pfalz und starb dort am 7). Juli 1769.- 972. 687 Stach Verzeichnis SISISISISIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Stach, Matthäus, geboren am 4. März 17) zu Menkendorf in Mäh⸗ ren, einer der ersten Missionare in Grönland, lebte seit 777) in Bennslvanien und starb am 2). Dezember 1787 in Bethabara.— 55 154, 7 222 366. Stegmann, Josua, geboren am 14. September 358s zu Sulzfeld bei Meiningen, war Superintendent zu Stadthagen und Professor der Theologie zu Rinteln, erlitt hier im Krieg und durch die Ruswirkungen des Restitutions⸗ ediktes(7629) mancherlei Drangsale, von denen ihn sein Tod am 3. Rugust 682 erlöste. 204. Stip, Gerhard Chrhno Hermann, geboren am 4. Mai 1809 zu Norden in Ostfriesland, war zuerst Pfarrer, wurde dann aber Privatgelehrter und be⸗ schäftigte sich besonders mit der Geschichte des Kirchenliedes. Er starb in Vots⸗ dam am 22. Juni 1882.- 96. Stockmann, Paul, geboren 1602 zu Lauchstädt, Feldprediger Gustav Adolfs, starb als Oberpfarrer zu Lützen am 9. September 1636.— 145. Stockmann, Ernst, geboren am 78. April 1694 zu Lützen, ein Sohn des vorigen, war Pfarrer in Baher-Naumburg im Mansfeldischen und Super⸗ intendent zu Allstedt und starb als Oberkonsistorialrat zu Eisenach am 28. Rpril 57 2.— Jn. Strauß und Torneh, Viktor Friedrich von, geboren am 18. September 809 zu Bückeburg, war Bevollmächtigter von Schaumburg-⸗-Lippe beim Frank⸗ furter Bundestag. Anfänglich Vernunftgläubiger, drang er in Ruseinanderse⸗ hung mit dem Leben Jesu von David Friedrich Strauß zu einem lebendigen Christusglauben hindurch. Er starb am J. April 1899 als Schriftsteller und Privatgelehrter in Dresden.—868. Strobel, Johann Friedrich, geboren 1636, starb als Superintendent in Obersuhburg am 13. November 1773.- 149. Sturm, Julius Karl Reinhold, geboren am 2J. Juli 3876 zu Köstrith in Reuß, studierte in Jena Theologie, war Erzieher des reußischen Erbprinzen Heinrich XIV, wurde 185] Pfarter zu Göschih bei Schleiz, 1857 zu Köstrih und starb in Leipzig am 2. Mai 5896.— 8)8 964 25. Tech(Tecius, Decius), Nikolaus, aus Hof in Bahern, studierte von 500- 505 in Leipzig, war Mönch und von 15719 ab Propst im Kloster Steterburg bei Braunschweig, ging 1522 als Lehrer nach Braunschweig, studierte 1523 und 1524 evangelische Theologie in Wittenberg und wurde dann evangelischer Brediger in Stettin, wo er 1529 starb. Er hat seine Lieder in niederdeutscher Mundart gedichtet.— 4. Tersteegen, Gerhard, geboren am 25. November 169/ zu Mörs, wollte Theologie studieren, mußte aber, als er für die Universität reif war, Kaufmann werden. In Mülheim an der Ruhr erfolgte während seiner Behrzeit seine Sin— nesänderung. Als er ein eigenes Geschäft gegründet hatte und merkte, daß ihn dieses am Wachstum in der Gnade hindere, gab er seinen Beruf auf und wurde Bandwirker. Als solcher lebte er in großer Zurückgezogenheit nur der Einkehr in sich selbst. Durch Wort und Schrift und auch durch seine Lieder wurde er vielen ein Seelenführer, um derentwillen er denn auch aus seiner Einsamkeit 688 det Di⸗ 22 ewwotteal 9.N tig gegen 78 17⁰ I. in Mahre und Land Mäahren Gesangb Th verlot J6 dieselbe! der Bere oos. Tie sien, statt 77)n * Mähren, und starb To von 77 766.— Tri wurde ge Er statbi 646. 500 un statb am Psalmen W 5²0Kl Gehilfe bei Mü Rihesta * in Halle des„gig Heit vo dann d Weise und sia h Mah⸗ lloanien 0 seld bei logie zu lulions; August Norden und be⸗ in Pots⸗ Gustav 5. in Sohn oSuper⸗ G. April eplembet m grank⸗ anderse⸗ bendigen östrit in bptinzen u Köstiih on J500- telerbutg erte 1529 mgelischet Meulcher 15, wollle Taufmann eine Sin⸗ daß ihn ind wurde Einkeht wurde et kinsamkeit der Dichter Wattewille ůPSDSSSeeeSeeeeeeeee SSSA hervortrat und öffentlich zu reden begann. Er starb in Mülheim an der Ruhr am 3. April 1769. Der Kirche, der er zwar nicht feindlich, aber doch gleichgil— tig gegenübergestanden hat, hat er viele zarte und innige Lieder geschenkt.— 33 78 70 183 4½) 666 933 986 ½½5 /2. *Tham, Michael, war ein Nachkomme der um 1480 aus Brandenburg in Mähren eingewanderten Waldenser, wurde 1534 Priester, war in Fulnek und Landskron angestellt, auch einige Jahre in Polen, und starb zu Fulnek in Mähren am 27. Rugust 157). Er ist einer der Herausgeber des deutschen Gesangbuches der Böhmischen Brüder von 5566. 359, 5 Thilo, Valentin, geboren am 19. Rpril)607 zu Königsberg in Preußen, verlor 1620 beide Eltern durch die Pest, 3639 auch seine einzige Schwester durch dieselbe Krankheit. Er wirkte neben seinem Freunde Simon Dach als Professor der Beredsamkeit in seiner Vaterstadt und starb dort am 27. Juli)662. 49 098. Tiehe(Citius), Christoph, geboren am 24. Mai 164 zu Wilkau in Schle— sien, starb als Oberpfarrer in Hersbruck bei Nürnberg am 25. Februar 703.— 77. *Till, Johann Jakob, geboren am 32. März 173 zu Kunewalde in Mähren, diente in verschiedenen Brüdergemeinen, zuletzt in Pennsylvanien, und starb am 29. Januar 1783 zu Bethel an der Swatara.— 56),. Tollmann, Gottfried, geboren am 25. Oktober 6so zu Lauban, war von 17)an Pfarrer in Leuba in der Oberlausih. Dort starb er am S. Mätz 766.-— 880. Tribbechow, Johann, geboren 76578 zu Gotha, war Professor in HBalle, wurde geisteskrank, konnte aber in lichten Rugenblicken beten, singen und dichten. Er starb im Hause seiner Mutter zu Tennstedt in Thüringen am 3). März 7) 2.— 646. *„Vetter(Strejc), Georg, geboren 1596 zu Zabreh in Mahren, studierte 560 und 556) in Königsberg und Tübingen, wurde 56/ Brüderprediger und starb am 25. Januar)59ꝰ zu Selowitz in Mähren. Er hat gereimte tschechische Psalmen verfaßt.— 48. Walther, Johann, geboren 1496 in Kahla bei Elsterwerda, war seit 523 Kurfürstlich Sächsischer Singemeister der Kantorei in Torgau, wurde Luthers Gehilfe für die Einrichtung des deutschen Kirchengesanges, wurde nach der Schlacht bei Mühlberg Leiter der Kantorei in Dresden und starb am 24. April)570 im Ruhestand in Torgau. 027, 5. 2. *Wattewille, F§riedrich von, geboren am 7. Februar 70 in Bern, war in Halle Zinzendorfs Freund, kam 722 wieder zu ihm, hielt bei der Einweihung des„großen Hauses“ am 2. Mai 724 das denkwürdige Gebet, übte in der Zeit vor 1727 als Mann des Friedens einen heilsamen Einfluß aus, diente dann der Brüdergemeine in seiner stillen, zurücktretenden Art auf mancherlei Weise, wurde 1749 Bischof, war von 7764769 Mitglied des Direktoriums und starb am 24. April 177 in Berrnhut. 738,. 68⁰ Wattewille Verzeichnis SISISISIIIIIIIIIIIIISSSSee Wattewille, Johannes von,(ursprünglich Langguth), geboren am 18. Oktober 777s zu Walschleben in Thüringen, kam als Student in Jena in den Kreis der Brüder, trat in den Dienst der Gemeine und wurde 1743 Bischof. 74a wurde er von Friedrich von Wattewille adoptiert und heiratete 1749 Gin⸗ zendorfs Tochter Benigna. Er war Zinzendorfs nächster Gehilfe und nach dessen Tode Mitglied der Gemeinleitung. Er starb am 7. Oktober 778s als Mitglied der Unitätsältestenkonferenz in Gnadenfrei. 344,.7. 30 357,8 457 5), 4.5 04⁰, 5 30⁴5 1127. Weber, Jeremias, geboren am 23. September 1500 zu Leipzig, war dort Pfarrer und Professor der Theologie und starb am 18. März 1649.— 82), 3. Wegelin, Josua, geboren am 1). Januar 1604 zu Nugsburg, war Pfar⸗ rer in seiner Vaterstadt, wurde während des dreißigjährigen Krieges zweimal aus Rugsburg vertrieben und starb als Pfarrer zu Preßburg am 14. September 640.- 366. Wegleiter, Christoph, geboren am 22. April 3659 zu Nürnberg, bildete sich außer durch sein Studium in Altdorf auch auf mannigfachen Reisen vielseitig aus, berührte sich nah mit Spener und wurde Professor der Theologie und Pre⸗ diger zu Altdorf. Er starb hier am 18. August 1706. Er war ein Kind des Friedens; Matthäus s, 9 war deshalb sein Leichentext. 120 566. Weiße, Michael, geboren in Neiße, wurde Mönch in Breslau, floh um)520 bei einem Volksaufstand nach Böhmen und fand in Leitomischl bei Johann Horn eine Zuflucht. Er trat zur Brüderkirche über, begleitete 7524 Johann Horn auf seiner Reise nach Wittenberg, wurde Prediger in Landskron und 1592 Mitglied des engen Rates und starb 3534 in Landskron. Er gab 53) ein deutsches Brüdergesangbuch heraus, das von ihm übersetzte und ge⸗ dichtete Lieder enthält. Luther nennt ihn einen trefflichen deutschen Poeten.— 75 22 404 996,„. Weissel, Georg, geboren 1590 zu Domnau in Breußen, war Prediger in Königsberg, hatte großen Einfluß auf Simon Dach und starb am 5. August 1635.— 46 432 Winckler, Johann Joseph, geboren am 28. Dezember 1670 zu Lucka in Sachsen⸗-Altenburg, war kurbrandenburgischer Feldprediger und dann Dom- prediger zu Magdeburg. Er starb hier am JJ. August 1722. 32) 60) 727. Wobeser, Ernst Wilhelm(keigentlich! Wotislaw) von, geboren am 29. November 1727 zu Luckenwalde, auf dem Ritterkollegium zu Brandenburg und der Schule in Klosterbergen ogen, von 736- 764 Offizier beim Grafen zu Wied in Neuwied, seit 7766 Mitglied der Brüdergemeine, für die Erziehung der Jugend tätig, starb am 16. Dezember 779s zu Berrnhut.— 3og. Wolf, Jakob Gabriel, geboren 1684 zu Greifswald, starb als Hofrat und rofessor der Rechte zu Halle am 6. August 1754. 569 605 68]. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, geboren am 3. Mai 7²5 zu Friedrichs⸗ selde bei Berlin, studierte in Halle und wäre gern in Halle geblieben. Seine Neigung, zur Brüdergemeine zu gehen, wurde ihm von seinem Vater ausgeredet. 69⁰ der Oi 2 Nachden Rothes hallen so Liebe ar gedichtet gruͤndete stei, erl⸗ jahte w Arbeit: wurde und M 1893 il noch in 30 Litauen Kaukast im Mis 3 wurde! strichen 7³fl tuende von M 0 Profeffa 90. * licche, 7⁰⁰ 1 hleibet! —90 2 209j9. 20 2 902. 9o, 350, —7⁰0 489.9 050-6 792, Hrig, War 82/½. war Pfar⸗ 5weimal eptember , bildete vielseitig und Pre⸗ Kind des Slau, floh omischl bei tele 7524 Sandskron n. Er gab e und ge⸗ Poeten.— r Prediger . August zu Lucka ann Dom⸗ 6⁰0 7½. boten am andenburg im Gtafen Eniehung oftat und Friedrichs⸗ en. Seine usgeredet der Dichter Zinzendorf SꝗSPSPSPSPSPSPSPSSSI............. Nachdem er einige Jahre als Hauslehter zugebracht hatte, kam er J1748 auf Rothes Empfehlung als Pfarrer nach Bunzlau. Seine gewaltigen Predigten hatten solchen Zulauf, daß manchmal die Kirche nicht ausreichte. Mit besonderer Biebe arbeitete er unter den Kindern und der Jugend, für die er auch Lieder gedichtet hat. 1755 übernahm er die Leitung der vom Maurermeister Zahn ge— gründeten kleinen Waisenanstalt und legte den Grundstein zum großen Waisen⸗ haus. Sich im Dienst verzehrend, starb er schon am 77. Dezember 176J.— 36 219 242 428 448 449 58)/7 58/8 824 867 874. *Wunderling, Theobald, geboren am 6. September 1826 zu Gnaͤden— frei, erlebte 354 im Pädagogium in Mieski die große Erweckung. Seine Lehrer— jahre wurden durch viel Kränklichkeit zu einer Leidensschule, so daß er seine Arbeit zu Zeiten ganz aufgeben mußte. Er war dann einige Jahre Hauslehrer, wurde 385s5 Brüderpfleger in Gnadenfrei und dann Prediger in Gnadenfrei und Nieskh. 3879 wurde er zum Bischof geweiht und starb am 27. Februar 1893 in Nieskß. Seine lebensvollen und eindringlichen Predigten leben jetzt noch in der Erinnerung der Hörer.—94 296 846 ½½/26. Zaremba, Graf Felician von, geboren am)5. März 79 zu Zaroh in Litauen, trat in den Dienst der Basler Mission und wirkte als Missionar im Kaukasus und als Missionsprediger in der Heimat. Er starb am 31. Mai 874 im Missionshaus zu Basel.—J)09, g. Ziegler, Johann Konrad, geboren am 4. September)692 zu Schaffhausen, wurde wegen seines Separatismus aus der Liste der Predigtamtskandidaten ge— strichen und lebte als Privatmann in seiner Vaterstadt, wo er am 3. Februar 791 starb. Er hat auf viele Menschen durch Seelsorge und Briefe einen wohl— tuenden Einfluß ausgeübt und wurde wegen der Lauterkeit seines Wesens auch von Weltmenschen hoch geachtet.—606,. 2. 4. Ziegler, Kaspar, geboren am 30. September 162) zu Leipzig, starb als Professor der Rechte und Appellationsgerichtsrat zu Wittenberg am 17. Npril 690. 74 75,. *„Zinzendorf,‚ Nikolaus Ludwig Graf von, der Erneuerer der Brüder— kirche, wurde geboren am 26. Mai 1700 zu Dresden und starb am 9. Mai 760 in Herrnhut.„Er war gesetzt, Frucht zu bringen, eine Frucht, die da bleibet“. 29. 6), 9 82-84 ½s 128, 2.3 60 369 180, 3 J87 J88„) 90 207, 220 22), 27 230 236 244 247 251 255 256 258 26) 264, 9. 4 266, 5. 3·-9 268 270 27), 3.4 273 274, 5 275 277 278, 5 279 280 282 283 285 287,-8.6 288 289 293 294, 2.3 298 299 30 302, 2. 4. S. 6. 30 303, 2.3 304 305 307 308,-8 309 302, 314 378 920, 323 325-32/ 320 33) 332 334-339 342 344, 8. 9 345 349 350, 5. 2 352 355 357,. 300 36) 303 3634 308 371, 3. 2. 5 37— 976 392 403 404,- 466-468 469,.-5 47 472 474,-3. 5-8 475, 4 489—-49) 5820 582, 2-5 822-525 520,). 3.4 53%/,% 572-874 60-6²27 650-653 698,„-5.7 694, 695-706 707,. 3.5 710, 2 731:737 738, 25 732, 4 707-800 802,)5. 9. 803 sod 805,. 2 806, 2. 3 807 826 82/ 44* 69 Zinzendorf Verzeichnis SIIISISISISIIIIIITISISIIII 828,. 3 829-83) 84)-846 847,„ 848,„94. 7. 0 849, 850, 2 859, 0 857 858 868 869 875 886, 3. 4. 5 887-890 895 910 92, ½4 935·-997 945 953, 3-5 987 30)6⁰05s 3059, ½%2 3020 3037 jogs 039, 5. 3 J040, o. Zinzendorf, Erdmuth Dorothea Gräfin von, geb. Gräfin Reuß⸗Ebers⸗ ö dorf, wurde am 7. November 1700 zu Ebersdorf in Thüringen geboren, hei— ö ratete am 7. September 1722 den Grafen Zinzendorf und unterstützte ihn in aufopfernder Weise in seiner Arbeit für das Reich Gottes, indem sie ihm die äußeren Geschäfte abnahm und den Gemeinhaushalt in Ordnung hielt. Sie starb am 39. Juni 7756 in Herrnhut.— 2958, 9-. 5. 6 306 339 358 375 283, 5. 8 52/ 876 S 808,-6 85) 946 947. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, der einzige Sohn Zinzen— dorfs, der zum Manne herangewachsen ist, in Herrnhut am 19. September 7²7 geboren, arbeitete am Chor der ledigen Brüder. Sein Vater erhoffte viel von ihm, mußte aber am 28. Mai 1752 in London seinen Tod erleben.— 102/Z5. 5 104, 2-6 305 106 170, 2. 3 128,) 199, 3. 4 194 398 257 303,5 377½,½ 455 460 464 477, 2 492, 25 696 708 709, 2 97a, 2. ö Zwick, Johann, geboren um 1496 zu Konstanz, war erst Jurist, wurde aber unter dem Einfluß der Reformation Theologe. Von seiner ersten Pfarr⸗ stelle in Riedlingen an der Donau um seines evangelischen Glaubens willen vertrieben, wurde er schließlich Pfaͤrter in seiner Vaterstadt, schrieb hier Kinder— katechismen, dichtete Lieder für den Kirchengesang und gab 1596 ein Gesang⸗ ö buch heraus. 754) und 1542 wütete die Best. Zweimal erkrankte, zweimal genas er. Er ging nach Bischofzell im Thurgau, um sich der dortigen Pestkranken an— zunehmen und starb hier am 28. Oktober)542 an der Pest.)64. Anhang zum Dichterverzeichnis ). Nachweisung des ersten Druckes für die meisten der Lieder, deren Verfasser nicht bekannt sind. 53) Michael Weißes Gesangbuch. Jungbunzlau.— 39, 2. 1540 Magdeburger Gesangbuch.—996,. 555 Um Einzeldruck. Nürnberg.—997. 575 Bonnisches Gesangbuch.—99, 5. 1582 Geistliche Lieder und Psalmen. Leipzig.— 8o7. 599 Dresdener Gesangbuch.— So7. 597 Seth Calvisius, Harmonia Cantionum Ecclesiasticarum. Leipzlg.—758, 2. 3 920. 599 Alte katholische geistliche Kirchengesänge. Köln. Joo7, 3. 2. 502 Christliche Gebete und Psalmen. Freiberg.— 275, 2 59² Kinder⸗ Gesang⸗ nal genas mken an⸗ Liedet, . 755V, ber Dichter SIIIIIIIIIIIIITITIIITIIIIIIIIIIIIIIe 766 geistliche Psalmen. Nürnberg.— 756. 1-4. 6. Musae Sioniae Michaelis Praetorii fünfter Teil—167, J. Melchior Vulpius, ein schön geistlich Gesangbüchlein. Jena— Jo02. Erfurter Gesangbuch.— 787. Johann Major, Gedenk- und Erinnerungspredigt. Jena.— 4)6. Christophorus Demantius, Threnodige. Freiberg. 756,5 82],. 2 Joos. Katholische Gesangbücher 1664-65 von Mainz und Würzburg.—— 3977½ Neu zugerichtetes Gesangbüchlein. Leipzig.— 3004. Johann Niedlings Lutherisch Handbüchlein.— 34. Rungesches Gesangbuch. Berlin.— 48 Jooꝰ/. Lüneburger Gesangbuch 1664-65.— 5887. Plönisches Gesangbuch 7664-65.— 925. Münsterisch Gesangbuch.— 113. 3. 3—8. Johann Crügers vollständiges Gesangbuch. Hamburg.— 56). Hamburger Gesangbuch.— 888. Breslauer Kirchen- und Hausmusik.— 926, 2. 9. Hasselsches Gesangbuch.— 3s 554, 4 588, 4. Dreifach schallend und nachhallend Kirchenecho. Helmstedt und Magde— burg.— 42). Darmstädter Gesangbuch(Züehlen)— 17. Halberstädter Gesaͤngbuch.— 438. Gottfried Arnold, Das geheimnis der göttlichen Sophia. Leipzig. 672. Anmuliger Blumenkranz.(Gesangbuch der Inspirierten)— 228, 2 486 600, J. 2. 4-9 J02], 2. 5. Freylinghausens Gesangbuch. II. Teil. Halle.— 209 567 604 728 789 970. Davidisches Psalterspiel der Kinder Gottes, Philadelphia(d. i. Schaff— hausen)(Gesangbuch der Znspirierten)— 685. Berthelsdorfer Gesangbuch.— 322. Sammlung geist- und lieblicher Lieder(Marchisches Gesangbuch). Herrn— hut und Görlih.— 235 589, 5 648 934 J014. Jesus! Morgen- und Abendsegen. Waldenburg.— 914. Das Gesangbuch der Gemeine in Herrnhut.— 9). Cöthnische Lieder.— 689. Alt- und neuer Brüdergesang(Londoner Gesangbuch). 792 879,„. Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine(von Christian Gregor zu— sammengestellt). Barbh.— 456, 1 879, 5. Württembergisches Brüderbüchlein.— 396. Nachtrag zum Brüdergesangbuch von 1778(von Jeremias Risler zu— sammengestellt).- 127 135 45), 2 502, 2 505 845 847, 3 873 854 9490]09, 2 J025 J026)0½2, 3. Liturgische Gesänge der evangelischen Brüdergemeinen.— J036, 3. Friedrich Wilhelm Krummachers Zionsharfe. Elberfeld.— 38) 394. Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter, Schlesische Volks— lieder. Leipzig. 13, 2. 698 Anhang Verzeichnis der Dichter SISISISISISISISIIIIII... 7848 Johann Christoph Blumhardt, Psalmlieder. 3047 304 306/7 oos 07⁰. 850 Johann Christoph Blumhardt, Prophetenlieder.— 105s 1062 13063 177 J/7o. 850 Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden Frankreichs. Straßburg— 232. 870 Kleines Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine. Gnadau. 879,2. 1873 Liturgienbuch der evangelischen Brüdergemeine.— 600, 3 975, 2 976 992 3039,5 30²². 877 Johann Christoph Blumhardt, Bibellieder.—1αs 3050 1052-⁰0³ 057- 060 3069 1078 3075 3084-)⁰08ꝰ7 j⁰ο2)ꝗs. 1884 2. Auflage des vorigen. Stuttgart.—1065. 88s Christoph Blumhardt und Theophil Brodersen, Neue Lieder aus Bad Boll. 305) 3055 306) 31064 3066 307) 1072 3074 3076 3078 08)- 083 3088-0⁰ο). 2. Verzeichnis der Lieder, über deren Herkunft nur Allgemeines gesagt werden kann. 3. Jahrhundert 139, 5. 17⁴ 4. Jahrhundert 096. 5. Jahrhundert 953.8. 58. Jahrhundert Aus Chorgesängen der Brüdergemeine.— 584. 59. Jahrhundert Aus Festpsalmen der Brüdergemeine.— 32, 9 250. Aus dem Freundeskreis Karl von Raumers(783-866).%0), 2. 3 ½0 11704. Ein bisher ungedrucktes Lied aus Bad Boll, gedichtet Shlvester 389s.—3o. Herkunft unbekannt. 3097, 9. a. 3. Nachweisung über die Herkunft der Tischgebete. 753(7. Jahrhundert). 2:*870. 3:*778. 4: Johann Heermann. 5: Paul Gerhardt. 6: Aus dem Lied 240(v. 5). 7: Herkunft unbekannt. 8: Nach Beinrich Georg Neuß. 9: Aus dem Lied 4(v.)). Jo: Erasmus Alber.)):*Johann Horn. 2:*Herkunft unbekannt. J3: Aus dem Lied 475(v. 5).)4: Aus dem Lied 23(v. 2). 5: Aus dem Lied 907(v. S). 16: Aus dem Lied 506(v. 6). 69⁴ Dichter —.— o/ J0⁰⁸ 2 J003 aßburg aus Bad 07⁰ J0⁷⁸ kann. 2.9 YJJ3) 8. J080. kte. Heermann. unbekanni. Erasmus dem Lied bo/(o. H. Danket dem Herren, denn er ist sehr freundlich 879, n. Du wollest uns das Kreuzgeheimnis lehren 392 408. In Christo gelebt 38s 265 320 475 5879 70/7 7½2 7)77 870, 0 000. Jesu, ewge Sonne 75 506 846 743 879, 16 992 046. Christus, der ist mein SLeben 204 232 370 387 692)0⁰2 oss. Jesus Christus blick dich an 308 367 539 715 826 983. Nun laßt uns Gott dem Herren(Wach auf, mein Berz, und singe) 4 82 89)60 258 350 84) 626 720 736 740 760 769 824 879, 7. 9 902 906 92 950 J044. Jesu, komm doch selbst zu mir 16 273 230 382 470 556 557 564 569 605 694 714 716 830 839 979 J020 J056 ½˙½)/34. Gott sei Dank durch alle Welt 47 230 382 557 864 74 76 97%, 4 J056. Nun komm, der Heiden Heiland 47 382 979 J056. Nun sich der Tag geendet hat 309 379 374 460 5826 833 592 62) 622 700 708 737 745 799 843 868 868 8938 928 930 973 J0s8 J02) J052. Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich 9 10 63 70 9s 1063 3064. Nun danket all und bringet Ehr 9 10 98, s 309 319 374 455 460 526 533 892 622 627 700 708 737 745 749 799 8038 843 863 868 879, 55 887 8938 907 930 979 J082 08 1064. Ich dank dir schon durch deinen Sohn 50 154 248 364 825 662 784 847 89] 95 J0388. Ringe recht, wenn Gottes Gnade 42 8s8 223 269 285 290 405 449 496 520 578 896 601 618 660 698 702 704 742 78 8)0 869 873 970 J048 /87. Gott wills machen 88 78) 048 37. Sollt es gleich bisweilen scheinen 780 77. Statt Art 39 kann die 2. Hälfte von Art 68 gebraucht werden. Kommt und laßt uns Christum ehren(Duem pastores laudavere) 68 92 267 582) 573 624 625 628 805 916. 60⁵ 22·68 Verzeichnis SDSDSDSDSDS‚S‚SSöS‚S‚SöSSSS e. Art Mel. 22 a Nun laßt uns den Leib begraben 39 95 184 3s 2)5 30) 307 728 43) 468 469 5)8 840 600 658 697 739 755 802 8J1 S20 890 862 867 879, 2. 5. 0 886 8o7 925 996 1045 33⁰0⁰ bVom Himmel hoch, da komm ich her 45 5s 59 62 79 86 765 357, 6 867, 3. 2. 8 J059)092)joo. Christe, der du bist Tag und Licht 833 862 939. 8 Herr Gott, dich loben alle wir 39 40 165 584 275 277 431 9718 Joo. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 34 40 9s 2)5 277 301 307 357 431 678 802 8)/) 862 867 918 925 3oo. gErhalt uns, Herr, bei deinem Wort 39s 838 9)8 957. O Jesu Christ, meins Lebens Licht 62 95 165 755. 0 Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist 584 43),56 820. 23 Schmücke dich, o liebe Seele 240 242 87%, a. B Faß mich an mit neuer Gnade 709 879, 3. 3. 6 S88. 2 Wir sind dein Eigentum, o Lamm 769 249 268 337 657 848. 29 Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder 244 32) 349 366 40 495 643 722. 9⁰ O wie selig seid ihr doch, ihr rommen 297 39] 604 689 7 738 029 3089. 32 Du Geist des Herrn, der du von Gott ausgehst 178.347 3014. 35 Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe 47J 927. 9 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 1)7)25 137 202 2⁰⁵ 359 890 42) 473 5883 828. 397 Das wahre Christentum 276 343 36] 535 538 544 630 66 729 996 989 J0807. 39 a ‚dch rühme mich einzig der blutigen Wunden 90 15 33) 404 547 5860 56] 5S8) 8)2 27. 4⁵ O Traurigkeit, o Herzeleid 130 13) 582 98. 47 Christ ist erstanden 139. 5⁰ Gelobet seist du, Jesu Christ oo. 5) d Zn dich hab ich gehoffet, Herr(Mit meinem Gott geh ich zur Ruh) 750 920 926. Zn dich hab ich gehoffet, Herr 750 S82 920 926. 54 a Christe, du bist der helle Tag 69. bErschienen ist der herrlich Tag 39 69 14)/ 42 167. 56 OIch wills wagen 30 275 280 609 635 698 945. 5s a Nun bitten wir den heiligen Geist 88 8s 574 86 187 274 221 226 263 302 309 334 342 355 371 474 834 887 632 698 889 875 J028. bAch mein HBerr Jesu, dein Nahesein 302 474 537. 6 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren 14 79 78 94. 874 879 2 3054 3086. 68 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Joos. 696 N 0 04 95 9⁵ 97 99 077 84⁴8. 966 40 059 7²⁴ 347 Jo)9. 202 205 690 6⁰/ 13/ 4⁰4 zur Ruh) 7 24 857 6³² 79 7³ 9 der Melodien SISISISISqS‚S‚S‚SS‚SSSSSSSSSSSSSSSS Mel. IE Ach Gott und Herr 365 46 688. Seelenbräutigam 222 377 8J) 5)/3 604 66/7 699 806 8οο 970 9387 94) ½. 5 O wie sehr lieblich 98. Nun preiset alle 6. Wir sind nur dazu 55 J8] 262 332 333 35) 634 895 947 99)]. Auf, Seele, sei gerüst 24) 688 97. O Herr der Herrlichkeit 24) 588 97). Auf meinen lieben Gott 406 4½7 4)9 701 756 968. O Welt, ich muß dich lassen 43 73)5 J89 258 256 294 3/3 377 339 345 348 368 375 38) 389 486 53) 629 648 708 758 787 829 846 876 878 892 922 939 984 938 960 99/ 0⁰06 J015 133. Wollt ihr wissen, was mein Preis 442. Weil die Worte Wahrheit sind 47. Weil ich Jesu Schäflein bin 459 47) 587 786 87J]. Jesus, meine Zuversicht 97 J59 299 246 397 40 488 858 605 666 789 84 856 866 935 95) 980 98))0⁰07)0²½2 070 3083 3090 J098. Meinen Jesum laß ich nicht 58 97 40) 553 566 84 856 935 958) Joss Jjoo. Siebster Jesu, wir sind hier 35 44 227. Ach was bin ich, mein Erretter 427 782. Mit Fried und Freud ich fahr dahin 995. Ach was soll ich Sünder machen 608. Statt Art Ss kann die 2. Hälfte von Art 214 gebraucht werden. Gott des Himmels und der Erden 177 sos 554 778. 900 Josð. Komm, o komm, du Geist des Lebens 377 50s 554 778. Unser Herrscher, unser König siehe 9) a. O Jerusalem, du schöne, 4J 778 Jo85. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt 270 328 828 588 852 88) J043. Unser Herrscher, unser König 96. Diese Melodie kann auch für Lieder nach Art 89 gebraucht werden, wenn man die beiden gleichen Schlußtöne der 5. und 6. Zeile zusammenzieht 4) 778. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 8) 201 399 J)36. Heut singt die liebe Christenheit S8) 20J 36. Verzage nicht, du Häuflein klein 20). O wie selig sind die Seelen 54 84 356 8)6 830 863 589 675, Jesus Christus herrscht als König 84 84 356 8/6 589 675, Valer unser im Himmelreich 754 879 958 998 Jo04. Wie schön ist unsers Königs Braut 25) 940 457 467 8//7 523 576 685 7)] 809 J032. Wenn endlich, eh es Zion meint 270 237 254. 609⁷7 9932 Art Mel. o b d 6 09 d 5b Verzeichnis O Rnblick, der mirs Berze bricht 107 270 237 254. Breis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht JIs 437 481 494 570. Gekreuzigter, mein Herze sucht 582. Wer nur den lieben Gott läßt walten 729 228 23) 402 409 438 443 444 843 89) 689 69) 748 770 777 785 788 795 878 894, 4 0)) jo0). O daß ich tausend Zungen hätte 19 72 228 438 443 548 59 770, 3. 7 788,„ S8α 968 984. Nach einer Prüfung kurzer Tage 228 23 402 444 59) 770 788, 2 878. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 105J. Melodie 3osse kann nur für das Lied 301 gebraucht werden, weil in der 5. Zeile Mein Gott wiederholt wird. O daß ich tkausend Zungen hätte 19 72 438 444 8438 89)/ 748 77⁰, 7 818 984 3009j. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden 788 235 322 354. Er ist mein Himmel, meine Sonne(Dein König kommt in niedern Hüllen) 57 904. Der du das Los von meinen Tagen 57 904. Dir, dir, Jehovah, will ich singen 359 822. Nähert euch immer, Schmerz, Mangel und Schmach 796. Er wird es tun, der fromme, treue Gott 825 5o7 Sos 780 708 808. Mein Salomo, dein freundliches Regieren 285 446 463 482 650 807. Wie herrlich ists, ein Schäflein Christi werden 440 487 515 5/0 644 6458 687 735. Einer ist König, Immanuel sieget 99 272 483 54. Fahre fort 336 207 224 245 395 452 827 J09 1036. In dulci jubilo 26) 299 376 65) 705 096. Erleucht mich, Herr, mein Licht 420 426 804. Wenn erblick ich doch einmal 104 16J 288. Jesu, meines Herzens Freud 104 36 283. Herr Christ, der einig Gottssohn(Berr Jesu, Gnadensonne) 422. Hilf, Gott, daß mirs gelinge(Wenn meine Suͤnd mich kränken) 123 138 448 454 640. O Lamm Gottes unschuldig 174. Da Christus geboren war(Singen wir aus Herzensgrund) 208. Meine Hoffnung stehet feste Sog. Allein Gott in der Höh sei Ehr 3 67 147 148 764 66 3099 216 229 257 379 42 432 439 509 642 877 821 943 964 999 J0⁰⁰0 3068 J082. Nun freut euch, lieben Christen, gmein 747 148 429 499 964. 3⁴ 3⁰ 3⁷ 40 —2 146 4⁷ 4⁰ 5⁰ 9 5 —52 7 301 ⁰⁰ 7⁰⁵ 9Q 501 ⁰ 77⁰ werden, 997 738 niedern der Melodien—32 ⁵2 Essß;ßn' Art Mel. 32 d W —— Es ist das Heil uns kommen her 73 23 146 147 64 156 99 379 430 499 8)7 870, 34 942 943 J068. Rus tiefer Not schrei ich zu dir 797 4/2 44 428. Wenn mein Stündlein vorhanden ist 199 257 4/%/4 4½ 642 959 999 Jooο 3ꝗ. Es ist gewißlich an der Zeit 67 748 364 166 276 ½8 42 439 509 642 8)7 82/ 966 999 J0⁰00 J082. Aus tiefer Not schrei ich zu dir(Herr, wie du willst, so schicks mit mir) 397 42 44 428 959 Jooo. Es ist genug 1074 3075 3076 3os/7 3osꝰ. Erwünschte Zeit, wann wirst du doch erscheinen. 480 584 825. Ihr Kinder des Höchsten, wie stehts um die Liebe 836. Das ist unbeschreiblich 2386 255 284 329 344 522 552 653 723 832 845 870 J07 jo/s. O Ursprung des Lebens, o ewiges Licht 868. Nun danket alle Gott S 2 74 128 259 3/6 396 476 485 567 606 670 690 728 759 885 889 908 944 952 956 974. O Gott, du frommer Gott 670 590 90s 974. O Gott, du frommer Gott 485 670 728 759 944 974. Holdͤseligs Gotteslamm 733 792 835 30394. Straf mich nicht in deinem Zorn 425 836 676 778 875 823 988. Von Gott will ich nicht lassen 49 80 752 884. Aus meines Herzens Grunde 48 49 5/ 80 76 752 7838 834 880 898 986. Von Gott will ich nicht lassen 752 788 884 986. Herzlich tut mich verlangen 102 03)77 ½8 26 33 35 52 5804 Joο 0ʃ2. Keinen hat Gott verlassen 330 558,& 757 76). Lob Gott getrost mit Singen(Ich dank dir, lieber Herre) 8 93 91 J95 200 209 386 388 398 639 73). Valet will ich dir geben S8 52 77 93 85 391 95 209 279 277 330 383 386 388 398 465 558 664 668 73), 7 757 76) 763 800 816 899 903 949 977 978 J302ꝰ7 j039 1057 069 J072 Jjos] 1084 J9). Ermuntert euch, ihr Frommen 388 504 558 664 668 569 7 744 936 969 J057 1069 J0os] 1084 ½3). Ich freu mich in dem Herren 504 79 936 3. Du, meine Seele, singe S 93 585 97 395 200 209 330 386 388 398 757 761 86 908. Du, meine Seele, singe(Dank sei Gott in der Höhe) 8 98 585 191 195 200 209 330 383 386 388 393 908. Christus, der uns selig macht 100 122 J45. Jesu Kreuz, Leiden und Pein Joo. Schwing dich auf zu deinem Gott(Christe, wahres Seelenlicht) s. g. 699 527⁰ Verzeichnis DDMDIS‚SDSD‚SS‚S‚‚SSSSS SSSSSSSe. Art 552 — 5⁴ I5 56 S/ 759 76⁰ 960 62 764⁴ 565 766 567 768 Schwing dich auf zu deinem Gott 766 909 914. Sorge‚, Vater, sorge du 766 94. Ewger König, gib uns heut 194. Christ lag in Todesbanden 140. O du Hüter Israel 264 304 338 302 370 395 490 408 508 524 532 66 646 687 710 732 849 850 85S 948 962 10)7. Jesus ist das schönste Licht 862. Warum sollt ich mich denn grämen 762. Fröhlich soll mein Herze springen 66 762. Das einige Notwendige 3) 247 260 478 686. Was Gott tut, das ist wohl getan 350 225 726 772. O ihr auserwählten Kinder 266 374 324 574 844 972. Auf, hinauf zu deiner Freude 773. Der lieben Sonne Licht und Pracht 29 190 27] 233 462 472 500 60/7 68) 696 721 778 887 924 940 3016. Wie nach einer Wasserquelle(Freu dich sehr, o meine Seele) 76 10 16 208 400 450 572 64½ 671 730 794 8838 92] 923 joos. Werde munter, mein Gemüte 208 64 794 888 92) 928. Der am Kreuz ist meine Liebe 1)6 67. Die Wanderschaft in dieser Zeit 355 279 282 286 289 292 299 298 305 306 3)8 325 336 358 378 433 528 623 718 734 859. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein 155 282 289 29s 336 388 378 794 8. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein 155 286 298 305 378 797. Art 366 kann mit Art 2)2 vertauscht werden. O gesegnetes Regieren(O du Liebe meiner Liebe) 37 10) 124 —32 220 234 250 28) 29) 3/ 346 447 466 5875 5§95 649 554 655 695 719 84/ 992 987 3062 307s joss. O Durchbrecher aller Bande 37 31 447 595 649. Herr und Gott der Tag und Nächte 724 192 234 250 847j, 6 932 987. O du Liebe meiner Liebe 10 124 132 284 250 987. Deines Kinds Gebet erhöre 37 5875. Alle Menschen müssen sterben 36 38 12 19 ½70 435 552 580 939 96) 990)030 3049 1065 1066 1077. Jesu, der du meine Seele 172 70 435 552 680 999 96) J1077. Walle stets, o Christ, auf Erden 7080. Womit soll ich dich wohl loben 1049 3065 1066 107. Ermuntre dich, mein schwacher Geist 56 65 9) 434 765 884. Ach Gott, was hat für Herrlichkeit 507. Eins ist not, ach Herr, dies Eine 674 677. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht 1005. 00⁴ 395 6⁴9 846 der Melodien 822² SDSDSDSSSSSSSSS SSS S SS Art Mel. 82 O Lamm, du branntest vor Verlangen 235 424. 89 Mein Jesu, dem die Seraphinen 157 612 673 838. 184 a Die Tugend wird durchs Kreuz geübet 28 727 63 7] 252 44 458 620 7²27 842 93 977 983 1025 10342 3059 306) 30⁷½ 1079 6. b'Ich seh in bangen Bußideen 505 120 458, 393025 36, 5. e Wie groß ist des Allmächtgen Güte 28 9 7 J059 306) J0⁷7 079 16. 185 Hert und Altster deiner Kreuzgemeine 87 06)08 134 56 59 3)72 335 352 456 464 492 5§0] 584 638 854 860 86) 872 051. 189 O Jesu, hilf du mir selbst überwinden 274 278 493 599. 192 b So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen 25 776 80). 95 Wunderbarer König 15 26 33 287 577 509 656. 96 Es glänzet der Christen inwendiges Leben 5)2. 97 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 589. 99 Ein feste Burg ist unser Gott 396 3080. 20⁰ Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 55). 202 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 4)5. 203 Komm, heiliger Geist, Herre Gott 173 79. 20⁰⁵ Geht, erhöht 27) 272 368 369 453 63 741 798 85) 3040. 208 a Jesu, meine Freude 4)3 529 580 725 746 768 774 779 J3oa/. 0 Ciner, ach, nur einer 182 529 545 580 725 746 779 877 9 04. dJesu, meine Liebe(Hirte deiner Schafe))82 545 779 877 9) 929. E Schmückt das Fest mit Maien 182. 209 bed Wir wolln uns gerne wagen 327 368. 27⁰0 Freuet euch, ihr Christen, alle 64. 273 Liebster Jesu, liebstes Leben 489. 272 4 Durch Adams Fall ist ganz verderbt 433 764. E Was mein Gott will, das gscheh allzeit 438 75) 753 764. Art 2)2 kann mit Art 166 vertauscht werden. 274 Lasset uns den Herren preisen(Sollt ich meinem Gott nicht singen) 43 58 502 586 663. 275 Der Tag, der ist so freudenreich 6). 276 An Wasserflüssen Babhlon 309. 2)7 a Beschränkt, ihr Weisen dieser Welt 372 408 5866. b'Mein Heiland nimmt die Sünder an 408. 278 Wie wohl ist mir, o Freund der Seele 479 497 505 58/4 603 647 686 790 79) 83 985 J08385. 2²1 Sei fröhlich im Herren, du heilige Seele 273 300 34) 360 373 46) 484 57) 633 837 976. 225 Singt dem Herrn 22 72. Nun lob, mein Seel, den Herren 3 7 955. Verzeichnis Jauchzet all mit Macht, ihr Frommen 20. Wie schön leuchtet der Morgenstern 37 149 152 J75 2J/8 375 385 499 500 527 849 550 706 7⁴47 855 864 879, s J026 031. Es sind doch selig alle die 436. Wachet auf, ruft uns die Stimme 206 248 384 394 45) 602 609 600 896 965 967 J055. Jesu, der du uns erworben 295 296 384 45) 842 02 603 60⁰ 617 672 896 1073)0²24 30⁵5 072. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 548 679. O Gott, du Tiefe sonder Grund 24 2) 445. Herr Gott, dich loben wir 2. Ich blicke nach der Höhe 477 585. Die Gottesseraphim 32 879 975. Jesu, laß mich mit Verlangen 568. Morgenstern auf finstre Nacht 7). Worgenglanz der Ewigkeit 205. Ich will dich lieben, meine Stärke 558. Nun nimm mein Herz und alles, was ich bin 407 50 637 655. Gib dich zuftieden und sei stille 767. Lobe den Herren, o meine Seele 2) 3047 J050. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden 144. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit 36. Ich bin nun frei gemacht durch Jesum Christ 982. Mitten wir im Leben sind 994. Gott wolln wir loben 192. ZIn dir ist Freude 19. Verleih uns Frieden gnädiglich 954. Komm, Herr Oesu, sei unser Gast 879, Jerusalem, du hoch gebaute Stadt 1028. Errett mich, o mein lieber Herre 380. Gott ist mein Lied 27. Brich herein 998. Kehre wieder, kehre wieder 400. Die güldne Sonne 90). O selig Haus, wo man dich aufgenommen S65. O heilges Kind, wir grüßen dich 1)06. Alle Jahre wieder(Abend wird es wieder) 1705 29. Alle Jahre wieder(Aus dem Himmel ferne) 0s. Müde bin ich, geh zur Ruh 1734(ogl. Art))). Mach dich auf und werde licht J056. Der Herr, der dich geschaffen hat 1052 oss J064(ogl Art 14). Freuel euch der schonen Erde 1737(ogl. Art 36). eichnis — 95985 0 J03J. 15) 6⁰² 00½ of⁰ 9/ oos. M I). der Melodien 606644 0 4 b Nun ist das Heil und ist die Kraft 1053 3oe(ogl. Art 22). Du lieber heilger, frommer Christ 1300(ogl. Art 22). Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all 1099. Lobt froh den Herrn, ihr jugendlischen Chöre 3oos. Laßt mich gehn 174. O Jesulein süß, o Jesulein mild 3oos. Wie wird uns sein(Auferstehn) 1708 739. O du fröhliche 1)0). Schönster Herr Jesu)73. Stille Nacht 1702. Herz, laß dein Sorgen sein 1125. Wenn ich ihn nur habe JJ17. Tochter Zion, freue dich 3og. Herbei, o ihr Gläubigen 1)04. Ich hab von ferne(Wie sie so sanft ruhn) 99)(vgl. Art 70). Der Mond ist aufgegangen 1733(ogl. Art 79). Großer Gott, wir loben dich 856 866 5070 3os3 Jοο j⁰ν 094(ogl. Art 88). Unter Lilien jener Freuden 738(vgl. Art S6). Gen Himmel aufgefahren ist 1060. Geh aus, mein Herz, und suche Freud 1136(ogl. Art 94). Der beste Freund ist in dem Himmel 1)4(ogl. Art 3106). Mir ist Erbarmung widerfahren 443 9 Ich bete an die Macht der Liebe 17)5(ogl. Art 07⁷). Kommet, ihr Kinder, mit fröhlichem Herzen 1707(ogl. Art 16). Wo sindet die Seele die Heimat, die Ruh 1140. Es ist ein Ros entsprungen 097. Weißt du, wieviel Sternlein stehen 1)2). So nimm denn meine Hände(Wie könnt ich ruhig schlafen) 1124 3320 85. Nun schläfet man 1132. Dich, Herr, meine Stärke 1067 7073 23 5 Art 75 Stern, auf den ich schaue 1123. Auf, denn die Nacht wird kommen 110. Was macht ihr, daß ihr weinet 113). Es fliehet schnell von hinnen(Dem Ewgen unsre Lieder) 1)28. Es kennt der Herr die Seinen 689 3). (Zu Art 638 vgl. Art 15)) O daß die Himmel du zerrissest 1056) 507 307(ogl. Art) 84). Ich will streben 1718. Wie mit grimmgem Unverstand 1)20. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ 33oo. Harre, meine Seele 122. Wir pflügen und wir streuen)30. 703 (Sperrdruck gibt den Anfang der Lieder an.) Abend und Morgen 90) Ach daß die Bilf aus Zion käme 383 Aber ach, bei aller Gnade 285 daß doch diese böse Zeit 959 ach, wann wirds geschehn 76 daß ich dich so spät erkennet 55 das hebt drum nicht auf 849 daß ich hören sollt das Wort 989 deines Geistes Licht 666 daß sich um dein Kreuz und Tod 6582 denen, die mit Tränen 78 denk ich, bist du hier so schön 1736 dennoch wird es werden 1088 der lautre Jesussinn 755 der Gottvergessenen Tritte 27 drücks uns immer tiefer ein 57⁰ die Gemeine 52² du Aufgang aus der Höh 9⁰⁵ freilich kann nichts taugen 73⁰ du auserwählte Liebe 285 laß mich nicht allein 50⁰ du holder Freund, vereine 84 nein 1099 duliebevolles Wesen 285 o du teures Haupt du liebst so herzlich 236 was ist unser Tod du so arme Welt 98 wenns nun schon geschehn ein jedes arme HBerz 4⁵⁹ wer sich darauf steift einem Thomasglücke 16⁰ wie hervorgegangen erforsche, wie ichs meine 649 wie kommt man dazu erheb die matten Kräfte 595 zu der Stunde Freude meiner Freuden 558 Ach alles, alles, was ein Leben Geist der Gnaden 78 auserwählter Heiland gib an deinem kostbaren Heil 537 bleib bei uns, Herr Jesu? gib uns und vermehre 79 bleib mit deinem Glanze ginge mein Sinn 57⁰ bleib mit deinem Schutze Gott, es hat mich ganz 42⁰ bleib mit deinem Segen Gott, laß mir ein Leuchte sein oo⁰ bleib mit deinem Worte Gott und Herr 476 bleib mit deiner Gnaͤde 2 Gott, vom Himmel sieh 97 bleib mit deiner Treue Gott, was hat für Berr— bleibt bei ihm und laßt euch lichhen e blieb ichs und würds immer Gott, wie manches Herze— Christnacht und sein Leiden 1D. 52 daß der Herr aus Zion käm großer König, groß zu allen 9) 70⁴½ sein 100⁰ 476 eh 00⁷7 ert⸗ Verzeichnis der Verse DqDSSSSSSSSSe— Ach heile selbst, o Arzt, die alten Herr, du Schöpfer aller Ding Herr, gib acht Herr Gott, durch die Treue Herr Gott, wie reich tröstest du Herr Jesu, könnt ich dich Herr, laß dein lieb Engelein Herr, laß diese Gnade mich Herr, laß dir befohlen sein Herr, laß mich Gnad erlangen Herr, mein Gott, das kommt Herr, vergib all unsre Schuld hilf, Herr, daß wir werden holder Freund, wir haben stets geglaubet. höre unser Flehen Hüter unsers Lebens ja, du weißt den Bund ich bin viel zu wenig ich wäre gern ein Kindlein Jesu, deine Treue Jesu, drücke meinem Herzen JOesu, wie so schön jetzt sind Millionen ihr teuren, lieben Kinder komm, Berr Jesu, Her— zensgast komm zu uns, HBerr Jesu Christ könnt ich dich nur besser ehren lagre dich laß auf allen Tritten laß auf dein Versühnen laß dein Wort recht schnelle laß dein Wort uns allen laß dich doch erwecken laß die Völker vor dir zittern laß in jedem Prüfungsstand laß mich deine Weisheit leiten laß mich mit dir gehen laß mich nimmermehr laß mich täglich deine Huld laßt uns einander erinnern lege deine Segenshand lehr mich tun und wallen lehre unsre Kinderschar 278 Ach liebste Lieb, wenn du 55 58 389 844 248 879 795 689 477. 72⁰ 353 96⁰ 95⁵ 07 80³ 67³ 02 259 170 836 378 972 867 liebster Heiland, wann kommt deine Stunde„ 390 mache dir doch jegliches 72) mache du mich Armen 49 mein Gott, meines Lebens 434 mein Gott, wie mächtiglich 16 mein Herr Jesu, dein Na— hesein 837 mein Herr Jesu, der du bist 147 mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte.. 473 mein herzliebes Jesulein 58 mein Jesu, nimm doch hin 112 Meister, ob ich denn zu hoffen 650 nimm das arme Lob auf Erden 19 nimm dein Volk und laß es 828 nimm mein ganzes Herz dir hin 868 nimm mich hin, du Langmut 4) noch einen Liebesblick 10⁴ ohne Jesu Liebe 731 präge diesem Kinde 232 schwemme gänzlich weg 42⁰ segne, Jesu, meinen Stand 884 segne, was ich tu 9⁰8 sehet, mein Jesus kommt 56 selig und gar heilig ist 72 so mußt du uns vollenden 895 stärke meinen Glauben 10¹ stärke mich doch, Herr, mein 32 stärke nur durch deine Kraft 125 sucht doch den, laßt alles stehn 432 treuer Freund, wenn uns dein 8os tröste mich, sonst wank ich wie 665 umsonst ist Jesu Schweiß 37⁰ unser Glück ist in der Tat 5⁰0⁰ Vater, deck all meine Sünden 107 verzeih, mein Herr und Gott 935 wann kommtdie Zeit heran 79 wann wird mein Herz doch frei 666 wären unsre Triebe 846 was ich bin und tu 7⁰⁵ wenn die auserwählte Stunde 392 wenn wir nur bedächten 783 45 2⁰0⁵ A Verzeichnis DSD‚SSSSSSSS— Ach wer waren wir, wer sind wir 492 wer wollte denn nicht gerne 1029 wie flüchtig, ach wie nichtig Joos wie flüchtig, ach wie nichtig os wie flüchtig, ach wie nichtig Joos wie flüchtig, ach wie nichtig Yoos wie flüchtig, ach wie nichtig 0⁰s wie flüchtig, ach wie nichtig 0⁰0s wie flüchtig, ach wie nichtig os wie hungert mein Gemüte 240 wie ist mir so weh 9⁰8 wie komm ich dazu 243 wie schmeck ich Gottes Güte 4 wie schön ist der Engel Lobgetön 174 wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen.. 595 wie teur sind wir erworben, nicht der Sünde.. 596 wie werd ich oft so müde 242 wir haben Gnade funden 844 wo ist der neue Geist 66 wundre sich nur niemand nicht 7032 zeuch ein zu deinen Toren 295 zeuch uns selber recht zu dir 408 zünde deine Liebe—42² zünde, o Jesu, die Herzen 837 All ihr Knechte Gottes, höret 778 mein Tun und all mein Lassen unsre Herzen geloben dir 86 unsre Schuld vergib uns, Herr 879 Allda will in süßen Schätzen 762 Alle deine Angst und Bein 756 deine Gaben können mich 80 deine Gaben können uns 879 deine vielen Sünden 0⁴s die mir sind verwandt—734 die Schönheit 773 die wir Jesum kennen 267 die wir seine sind 498 Freiheit geht in Banden 742 Jahre wieder 30⁰⁵ Kräft und Sinne 50 menschlichen Geschäfte 678 Nächte zu zerstreuen 5085 7⁰0 Alle rauhen Pfade 344 Sorgen, alles Leid 95 Tage wollen wir 094 Tränen, die wir hier noch 70³9 unsre Schuldigkeiten 447 unsre Stunden 65³⁹ Völker müssen dran 089 Allein Gott in der Höh sei ee in deinem Lichte 972 zu dir, Herr Jesu Christ 475 Aller Gläubgen Saͤmmel— Pliabce n. 20 Weisheit höchste Fülle 67⁴ Alles, alles singe 7⁵ alles, was mir deine 870 Heil wird uns zu teil 45⁵³ ist fröhlich, die Mutter 0⁵⁴ ist vollbracht 77 sage Amen 0²³ vergehet 9⁰0 was dich preisen kann—0⁰4 was wir tun in unserm Kreise 724 Allhier ist er in Angst gewesen 996 Allmacht, kräftiglich erwiesen 29 Als aber unser HBerr 8⁰0⁴ berufen 738 ich noch etwas wollte sein 7³30 unsre Väter sich ihm geweiht 355 Alsdann fein sanft und stille 5002 werd ich die letzte Reis 893 werden meine Glieder 43 wird nicht der Sonne Licht w931 Also auch und nicht minder 9⁵⁰ hat Gottdie Weltgeliebt 434 ist auch mein Verlangen 67⁴ müssen wir auf Erden 670 sind wir innig fröhlich 295 wird zeitlich deine Güt erhoben 205 Altster deiner seligen Ge— menne ee/ Altster der Gemeinen 832 Am Ende ists doch gar nicht schwen n Tag des Gerichts 475⁵ cht 931 95⁰ liebt 494 0⁷⁴ 00⁰ 20⁵ voben 205 der Verse DqDq‚SSSSe SSSSeS— Am Tage, da er reden will Weg der Same wird sofort 276 Amen, Abba, Jehovah 82 Amen, Amen! Ehre sei dem 1046 Amen, Amen! Unsers Jesu 846 Amen, Herr Jesu Christ 767 Amen! Zn dem Namen 78 das ist: es werde wahr 879 deines Grabes Friede 158 dieses Segens Füll 194 es geschiehet 77⁴ es wird geschehen! In einem 200 es wird geschehen, wir werden 1044 Gott sei gepreiset—044 Gott Vatr und Sohne J044 ja! Damit trösten wir uns hie 1036 ja, das Herz ist voll 332 ja, das werd ich 0²2⁸ ja, der Herr ist da 272 ja, du bist unsers Todes Tod 3019 ja, du teures Haupt 732 ja, es soll geschehen 976 ja, es wird geschehn, daß die J022 ja, Halleluja! Das Reich 39 ja, Halleluja! Sei hoch gelobt 70⁴4⁰ ja, Halleluja! Seid stets 10⁴⁰ Jesu, das sei wahr! Laß uns 338 Jesu, dasseiwahrl Mach unsstart 88388 Jesu, Jehovah 9⁵³ Jesu Wort ist wahr 398 kein Tod soll schrecken 0⁴4 nun will ich schließen 7⁵57 teures Amen 65² uns ewig währe— 0⁴4 zu aller Stund 756 An dich, mein Herr und Golt 128 dir laß gleich den Reben 0⁰² einem jeden Tage 972 Andacht über Jesu Leiden 779 Andre traun auf ihre Kraft 2030 Angstet sich dein Herz in dir 488 Anmut gibt es in der Luft—992 Antlitz unsers Königs 287 Anzubeten, hinzusinken 20 40 Arm, das heißt, man siehet sich 471 ist er geboren 7⁵ Arzt voll Sebenssaft 756 Auch denken wir in Wahrheitnicht 279 dürft ihr nicht erschrecken 82 euch, ihr meine Lieben 92² hilf, daß ich vergebe 1735 kenn ich wohl den Meister 876 sei dir ewig Ruhm und EChre 9 wenn die Welt vergehet 752 Auf, auf, gib deinem Schmerze 763 auf, ihr meine Lieder 9⁰ auf, ihr Reichsgenossen 5 auf, ihr Vielgeplagten 5 auf, mein Geist, Gott, deinen Herrn zu loben 25 auf, mein Geist, vergiß die 440 auf, mein Geist, warum doch 89/7 auf, mein Geist, zu loben 908 auf, mein Herz, mit Freuden 144 auf, weil der Tag erschienen 84 Bergen einsam brachtest d 600 Brüder, lasset uns das Wort 487 Christi Himmelfahrtallein 766 danket ihm mit Herz und Mund 148 daß er unser Heiland würd 35 daß von Herzen können wir 957 deine Gnade geh ich fort 379 dein Wort bin ich fortgegangen 69) dein Wort bin ich zu dir kommen 3683 dein Wort hab ich mich verlassen 9 dein Wort setz ich Leib 69 dein Wort will ich ohne Sehen 69 dem ewgen FHelsenstehen 629 dem lag alle Sünde 79 dem so schmalen Pfade 692 denn die Nacht wirdkom— men 990 denn die Nacht wird kommen 1170 denn die Nacht wird kommen 170 denn, o Gemeine 284 dich setz ich mein Vertrauen 67 diesen Tag bedenken wir 164 folgt Christo, unserm Helden 898 35 707 Verzeichnis 'D‚DIꝗRSRSSDSSSSSS— Auf, Geschwister, zum Gebet 283 Gnade darf man trauen 92 Gott steht mein Vertrauen 997⁷ Herz, wach und bedenke 0⁰ hinauf! Was droben, suche 773 hinauf zu deiner Freude 773 Hoffnung ruh ich hie 0³7 ihn will ich vertrauen 752 ihr betrübten Herzen 5 ihr Christen, überwindet 598 ihr Jünger Jesu, seht 675 immer gilt dein Segensbund 225 Jesum sindalle Gedanken gerichten 3606 laßt uns Zion bauen 389 laßt uns Zion bauen 389 meinen lieben Gott 756 Seele, auf, undsäumenicht 9s Seele,‚ schicke dich 24 seid bereit, wacht auf 739 unsers Lammes Bundes-— blutt 809 Zion, und hör 26⁸ zur Ernt in alle Welt 382 Aus freien Gnaden ist uns das 55 Gnaden! Dieser Grund 4⁰0 Gnaden! Hier gilt kein 4⁰9 Gnaden! Hierauf will ich 40⁰9 Gnaden! Hör es Sünd 40 Gnaden kam sein Sohn 40 Gnaden! Merk dies Wort 40⁰ Gnaden soll ich selig werden 409 Gnaden weiß ich auch davon 877 meines Herzens Grunde sos tiefer Notlaßtuns zu Gott44 tiefer Not schrei ich zu dir 42 unbegreiflicher Lieb und Huld 8s unsrersersten Tränensaat 364 Ave zum Heraustritt aus der Kammer. 56 Bald graut der hehre Morgen Joss ist es überwunden 692 scheinst du etwas hart 776 708 Barmherzig, gnädig, geduldig sein 537 Barmherzigkeit und Gutes 7⁰⁰ Bäume der Jugend 87⁴ Bedenke fein, daß du berufen bist 780 Bedenket, wie herzlich 837 Befiehl deim Engel, daß er komm 919 Befiehl du deine Wege 73 Befördre dein Erkenntnis—42² Begegnet ihm auf Erden 9⁰9 Beginnt das Zrdische zu drücken 444 Begleite mich mit Segen 9⁰⁰ Behalte, Welt, dir deine Freunde 1114 Behüt uns, Herr, du bester Freund 919 Bei diesem Grunde will ich 444 diesem ihrem Arbeitsfleiß 372 dir gilt nichts denn Gnad 472 dir, Jesu, will ich bleiben, halte 99 dir, Jesu, willich bleiben stets in deinem Dienste 234 dir ist kluger Rat die Tat 24 Beides ist beisammen 34⁴ Beleb, erleucht, erwärm 38⁰ Bereite dir an diesem Paar 857 Bereitet doch fein tüchtig 49 Besänftige mein Herʒ 690⁰0 Beschränkt, nen die⸗ ser Welt 00 566 Besinnet euch doch 47⁵ Besonders laß gedeihen 880 will ich bitten 348 Bete, ruf und bitte 970 Betet, daß die letzte Zeit 82⁹ Betet unsern König s an 367 Betgemeine, heilge dich 82³ Bewahr mir nur mein Herzelein 868 Bewahre deinHaus und deine Herd 342 meine Seel 97 Beweis dein Macht, Herr Jesu 398 Bewohn mich ganz 178 Bin ich in wilder Wüste 892 ich krank und ist kein Mann 5857 Bind zusammen Berz und Herz 839 Binde mich mit Herz und Sinn 710 Bis ans Ende unsrer Tage 668 dahin ist das die Natur 7018 die⸗ j ein sein 837 bist 7⁰⁰ 8⁷⁴ 7/⁰ 8³⁷ 97⁰ 8d Herd 342 97 98 17⁸ 89² 557 83⁰ 7Io 0⁰³ der Verse 'D‚I‚ꝗSDSSSSSSSSSSSSee— Bis deine ganze erkaufte Schar 302 hierher hat mich Gott 942 gebracht. 942 ich mich deiner sichtbar sreun 45⁵ mir Herzund Augebricht 1022 uns erscheint dein starker Arm 1052 willkommen, du edler Gast 58 wir singen mit Gottes Heer 34 Bleib, ach bleib 27 bei Jesu, meine Seele 60 bei uns, wenns will Abend 894 doch allezeit mein Licht 9⁰ in deiner kleinen Kraft 264 mir dann zur Seite stehen 234 mir nah auf dieser Erden 234 Bleibe mein im ganzen Le- ben. 97 mein in Todesnöten 987 nur, Kirchlein, bei seinem Tod 308 Bleibet doch beständig treu 283 Bleibt gleich die Hilf in etwas 767/ Blick auf die Deinen alle 0¹4 in Gnadenaufuns nieder 869 so freundlich auf mich her 0⁴ Blicke meine Seele an 42⁵ Blühende Jugend, du Hoff⸗ nung der künftigengei— ten/ Blutger Schmerzensmann 937 Brausend zog der Freude 29 Bräutigam, das Werk ist deine 698 Breit aus die Flügel beide 92² Brich an, du schönes Mor— genlicht 1 Brich herein 998 herfür 207 Bricht der Hütte Tor 970 Bring uns völlig in die Schranken 730 Bringt her dem Herrn Lob, Preis und Ehr 223 Brüder, laßt uns ihn er⸗ heben. 20 sucht einander so 8⁵5⁰ Brunnquell aller Seligkeiten, ach 670 aller Seligkeiten, fahr immer 6) Christ ist erstanden 139 lag in Todesbanden 14⁰ unser Heiland, Gottes Sohn 140 Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine 205 du bist der helle Tag 979 wahres Seelenlicht 9⁰ Christen sind ein 121 5 Vollt 82⁴ sind nicht auf der Welt 676 aeseite e n keit. 468 Kraft ist dauerhaft 85 Liebe, Einfalt, Wahrheit 572 Siebe gibt die Maße 872 Liebe machet weiser 872 Schäflein, schlaf im Frie— den..782 Unschuld ist mein Ruhm 7⁵ Christum lieben lehrt die Weise 872 lieben macht die Banden 872 über alles lieben 87² Christus, deristmein Leben Joos ist für mich gestorben 1038⁰ unser Haupt und König 582 wischet ab euch alle Tränen 7029 Da bin ich nun bei meinem 133 darf ein Gottesmensch was tun 848 darf nicht Träne mehr noch Leid 7048 du, König, da du, König 8⁴ fall ich auf mein Angesicht 737 fall ich vor ihm nieder 33 findest du das Sebensbrot 98 frag ich nicht einmal 0³7⁷ geht er dann und trägt 105 geht man immer um 36 gehts gut 85 Gott seinen treuen Knechten 898 hast du uns, du teures Haupt 734 hat ein Paulus Lust zu scheiden 988 jammert Gott in Ewigkeit 4²⁰ ich noch nicht geboren war 67 ist der edle Gottessohn 1078 ist die Arbeit ohne Müh 886 709 Verzeichnis ́D‚SSSSSSSSSSSSS— Da ist die Hand, ach wärs doch 680 ist die Hand, Herr hilfs uns 268 ist ein Häuflein Seelen 365 ist mein Herz, du Herr 672 ist mein Teil und Erbe 7⁰ krieg ich einen Kindersinn 737 leucht der Herre 938 liegt es, ihr Kinder, auf Heu 30νν macht ich keinen Disputat 468 ruhen wir und sind im Frieden 985 seh ich, daß ich Armer 0² sehet, wie selig wir haben 836 singt der Vater Abraham 468 sprach die Liebe: Sieh da 85 werden alle Heilgen sich 468 will ich immer wohnen 978 wird das Kind den Vater 598 wird des Mittlers Gnade 82⁴ wird die trübe Zeit 0³7 wird Leib und Seel genesen 972 wird man Freudengarben 98⁵ wirst deine Lust du sehen 50⁵⁶ wo man wahre Liebe spürt 847 Dabei bleibs, wenn du uns auch 832 bleibts, die Zunge treibts 45⁹ Dadurch will er uns ziehen 787 Dahin eilet unsre Liebe 827 Damit an dieser rauhen Stelle 366 der Sünder Gnad erhält 79 fahr ich von hinnen 997 wir allhier 772 wir Kinder würden 383 wir nicht erliegen 692 Dank für deine Gabe 72⁰ sei dir, du e Lamm 44⁵ sei dir, du Gotteslamm 67 sei dir, du Herr und Gott 159 sei Gott in der Höhe 899 sei Jesu Huld 699 Weisheit, Stärk und Pracht 885 Danket dem Herren, denn er ist 879 dem Berrn, danket ihm fröhlich 879 seinem großen Namen 26 770 Dankt dem Herrn, ihr Gottesknechte. 778 Dann darf man sie nicht fragen 73 geht man und verkündiget 90 ist das Alte völlig hin 0³² ist gesund an Leib und Seel 309 ists mit dem Graus 97⁰ tönen dir von Millionen 38⁰ wandl ich wie ein Kind 8⁴ werden Berzen 332 wird der Tag erst freudenreich 164 wird Gottes Friede 107³ wird ohne viel Beschwerden 449 zeugt man auch von seinem Licht 848 Daran gedenke 351 ich keinen Zweifel trag 43⁰ Darauf ganz alleine 0²⁹ Darein will ich mich gläubig senken 444 Darum allein auf dich 407 auf Gott will hoffen ich 4072 befiehlt uns Jesus nun 46⁷7 du Gott der Gnaden 32² du, o Herze ohnegleichen 30 eilen wir zu dir 227 glaubt und fleht um Glauben 449 hast du uns verbunden 60⁰ ihr Himmel, freuet euch 1092 kommen wir und bitten 1088 laßt euch leiten 87⁰ ob ich schon dulde 7⁵²2 spricht Gott: Ich muß auf sein 397 wache, steh im Glauben 3078 Das alles wollst du geben 95⁰ aufgewachte Menschenherz 848 Auge blickt noch himmelwärts 169 Band wird fester zugezogen 238 bindet, das macht Brüderschaft 848 Blümelein so kleine 3097⁷ drückt uns niemand besser 9⁵⁵ eigne Mühn und Kämpfen 4938 einige Notwendige 636 ewge Licht geht da herein 6⁰ findt man durchgängig so 4⁵ Gebet der frommen Schar 82 Gemüt, in Todesmüh 10⁴ ==.... D‚ SSSEEEEE S E 10³ enken 444 477 492 4⁰⁷ —2² 10⁰ 27/ uben 449 07⁰ 1002 10⁸⁵ 8⁷⁰ 7⁵² j sein Jꝰ 10/78 9⁵⁰ 6 84⁸ vätts J69 en 3 schaft Si 0⁰⁹⁷ 255 en 403 03⁰ 0⁰ 4⁵9 . 10⁴ der Verse Das gibt uns einen solchen Plan Gotteslamm, das heilge und unschuldgen. hab ich an mir wahrgenommen hat also gefallen dir hat er alles uns getan Haupt, die Füß und Hände heilige, unschuldge Lamm Heimweh gottverlobter Herzen heißtseine Probe machen helf uns Christus, unser Trost Herz im Leibe weinet mir Jahr geht still zu Ende ist auch unser Heimgeleit ist das Licht der Höhe ist der Gottheit Wunderwerk ist der rechte Sonnentag ist der Tag, da Jesus Christ ist des Glaubens Kunst ist des Glaubens Wort ist des Vaters Wille ist die reiche Osterbeut ist ein Tag, ein Segenstag ist eine selge Stunde ist Freud ohn alle Maße ist Jesu Freude ist mein Vertrauen ist mir anzuschauen ist mir lieb, daß meine Stimmeund Flehen ist mir nicht verborgen ist mir sonnenklar ist unbeschreiblich ist wahr ists allein, was er von uns ists, verwundte Liebe ists, was uns zusammenbindt kann mir fehlen nimmermehr Lamm, das mit Blut Lamm, das uns erkaufet hat SammistnunbeiseinemHirten Sämmlein ist der große Gott Leben nicht lieben ist unser Los Licht des Lebens scheinet hell Licht ist aufgegangen 848 Das macht Christus 995 muß die Last des Lebens 278 463 muß ein treues Hetze sein 662 602 muß ich dir, mein Gott 443 88 müssen wir allesamt fröhlich 46 60 Reich, die Macht geworden ist 1092 92² Röslein, das ich meine 00⁷ 468 schenk ich dir am Ende 997 9838 schreib dir in dein Herze 52 87⁰ sei euch stete Weide 37⁵5 996 Silbr, durchs Feuer siebenmal 197 —4334 soll und will ich mir zu nuß 109 9⁴9 Vernunftlicht kann das Leben 427 5⁰0⁰ Volk in seiner Hut 361 876 Volk, so jetzo uns verlacht 27⁰ 557 wahre Christentum 7²⁰ 39 war ein Tag der süßen Wonne 1035 39 war so prächtig 991 792 weiß ich fürwahr und lasse 1 4²2⁰ werdn Gemeinen des Lamms 274 7⁵5² wildeste, das kältste Land 387 46 will ich auch bezeugen 4⁵⁴ 4⁰ wollst du, Gott, bewahren rein 197 36 Wort des Herrn ist recht 600 und gutt 28 87⁰ Wort sie sollen lassen stahn 96 7²⁵ Wort von Jesu Blut 37⁰ —44 würde dann ein Halleluja geben 392 zeigt dir einen andern Weg 98 825 Daß außer Christo kein 22 7 da das Jahr der Gnaden sei 3053 70 dein Jesusname sich 959 65³ dem Marterlamme 84⁵ 309 du mich hast aus Gnaden 898 637 du mich stets umgibest 933 4⁵⁴ ich als ein getreuer Knecht 975 848 ich das Glück der Lebenszeit 975 764⁴ ich, dem Nächsten beizustehn 915 8⁴7 ich dich bei mir finde 6²2⁰ 378⁸ ich dich fröhlich liebe 6²⁰ 10³⁵ ich wie Engel Gottes sei 30⁰⁰ 309 Jesus siegt, bleibt ewig 632 ausgemacht. J0s8/ 08⁰ nicht vergessen werde 9⁴ 8⁰ nur in unserm Herrn Jesu 632 D Verzeichnis 'Dq‚SSSSSSe SSSSSSSSeSE— Daß unsre ganze Lehr Christus sei 22) Dein Wort ist, Herr, ein 2²2⁵ wenn du, o Lebensfürst 47 Wort ist uns der Wunderstern 225 wir alle Stunden 344 Wort ist unsers Herzens Truß 2758 wir ihn durch nichts betrüben 625 Wort ist wahr und trüget nicht 920 wir in seiner Liebe ruhn—5⁴ Wort laß allerwege sein 276 Davon soll in der Gemein 2²⁴ Wort,o Herr, bringtuns soll unser Mund Zeuge sein 186 zusammen 838 Dazu öffn uns das Verständnis 37 Wort, o Herr, ist milder sind wir aufgespart 30⁰⁸ Tau. 2²⁵ Decke mich von oben 929 Zion streut dir Palmen 52 Dein Abschied, undwasdageschehn 167 Deine Ruffahrt bringt mir eben 17⁰ allerheiligsten Gedanken 785 Demut hat gebüßet 99 Augen, deinen Mund 98 ganze Lebenszeit 776 Blut bespreng unser ganzes Tun 302 Band ist immer rege 8⁰0⁵⁸ Blut, das sie auf ihre Seel 390 Liebe, deine Wunden 384 blutiges Versöhnungswerk 37⁴ Monarchien 82²2 Bräutgam und Freund 25 Wege gehen 68³ Engel mir stets halten Wacht 8o/ Wunden sinds, die Beil 4²⁵ Erscheinung müß erfüllen 96 Deinem freudenreichen Strahl 7 ewge Treu und Gnade 769 Namen widerfahr 82 Fleisch muß uns zum Pfande 238 Deinen Engel zu mir sende 9⁰⁰ Geist, der Geist der Herrlichkeit 307 Frieden, deine liebe NRähe 860 Geist kann mich bei dir vertreten 822 Frieden gib aus so großer SLieb 81 Glaubenslicht zu deiner Ehr 276 Frieden gib, o Herr 875 gnädig Ohr neig her zu mir 750 Deiner Gnade inniglicher Drang 609 cgöttlich Macht und Herrlichkeit 2 Güte Morgentau 9⁰⁵ Grab war wohl versiegelt—5²2 Hände Werk zu dir zu weisen 860 heilger Engel bleibe SS Sanftmut Schild 873 Jesus selbst geht dir 780 Deines Geistes Trieb 5873 ist die Welt, dein sind auch wir 385 Glanzes Herrlichkeit 7 König kommtinniedern Todes Trost recht zu genießen 306 Hüllen 57 Vaters starker Arm 2030 Leben eigl mir meine Pflicht 600 Dem Herren mußt du trauen 78 Lieb und Treu vor allem geht 920 hilft er immer herrlich aus 7⁴5 Reich ist nicht von dieser Erden 57 Kaiser gebt, was seine ist 32³ Seufzen und dein Stöhnen 75 Lamm gebühret alles gar 468 sind wir, dein in Ewigkeit 385 Lamm ist nichts zu schlecht 406 Sohn hat ja mit klaren Worten 353 Teufel ich gefangen lag 4² soll sein aller Ruhm und Ehr 882 Vater in dem höchsten Thron 45 treues Rug hat mich bewacht 907 Den aller Weltkreis nie beschloß 60 tröst ich mich 7⁵³ allerärmsten Sündern 7⁰⁰ Vater fordert nur von dir 897 die Engel droben 7⁵ Verdienst und deine liebe Nähe s8o) Glauben mir verleihe 8⁰⁰ Will gescheh, Herr Gott 879 hält sie im Glaͤuben fest 89 Wort bewegt des Herzens 277 hast du allen vorgestellt 99⁵ 20 eben 570 ahl 7 lähe 860 Lieb 5) Nang 609 hessen 800 Heßen J00 Ihton 35 shlod 7⁰⁰ 7⁵ he 8⁰⁰ 500 995 der Verse ‚SSSSe SSSSSSSS— Den Himmel hast du und die Erd 199 Kindersegen teilt er aus 85⁵ Kranken in der Gemeine bleib 302 Leib, die Seel, das Leben 4 Siebes- und Gemein— schaftssünn848 meine Seele liebt 567 Raub der Tod mußt geben 140 setz ich dir zum Bürgen ein 928 so viele Majestäten 84 Tauben öffne das Gehör 95 tiefen Eindruck, was mein Freund. 708 Tod niemand bezwingen konnt 740 Denen, die des Herren harren 3077 Denk an des Sohnes bittern Tod 958 an sie und ihre Müh 368 nicht in deiner Drangsalshitze 77⁰0 welche Freude und Ehre 87⁴ Denken wir dran, wenn wir heute 705⁴ Denn allda wohnst du 199 daselbst verheißt der Herr 839 der Glaube tilgt die Sünden 449 der Herr ist allen gütig 049 du, mein Gott, bist Sonn 775⁵ fährest du nur fort 7²½⁰ Gott ist nicht ein Menschenkind 726 Jesus Christus geht voran 1064 Jesus gedenkt der zerschlagenen 86) ihnen ist bekannt, was du 359 o Herr Christ, am Kreuzesstamm 89/ unser Heiland Jesus Christ 89 wie von treuen Müttern 9⁵⁰ Dennoch soll die Gottesstadt 3070 will ich mit Verlangen 242 Der allen Vöglein in den Wäldern 767 Altsten ganze Schar 835 an dem Kreuz geschändet ward 270 an dem Kreuze ist wahrer 334 beste Freund ist in dem Himmel. 90½%% bringet seine Herrlichkeit 1078 Bund ist gemacht 7⁰0⁷ das Größre gibet 859 D Der, den man durch den Kreuzestod. 55 du bei deinem Volk und Haus 247 du herabgekommen bist 622 du in dem Himmel bist 82 du in Todesnächten 386 du noch in der letzten Nacht 843 du selbst die Liebe bist 856 du um unsre Seligkeit 62² du zum Heiherschienen 388 du zur Ruh ins Grab 137 edle Hirte, Gottes Sohn 50 Erst- und Eingeborne 82 Erstgeborne erscheinet in derWelt. 55 es im Ernst befohlen 82 ewig reiche Gott 5 ewig tröstliche Gedank 887 Feinde Wüten 9⁴7 Friede Gotts, das höchste Gut 8500 Fromme stirbt, der recht 77— Geist, der Abba schreiet 82⁴ Geringen Orden 846 gesegne euch den Schlaf 10¹7 Glaub findt alls in Jesu Christ 43) Glaub gebiert ein rechte Lieb 437 Glaub ist ein lebendge Kraft 43 Glaub ists, der die Welt⸗ lust tötet 438 Glaub wirkt im Gewissen Fried 43 Glaube bricht durch Stahl und Stein.. 7˙7 Glaͤubensgrund, auf dem wir 898 große Reichtum seiner Güter 384 Grund, da ich mich gründe 7 Grund der Welt 795 güldnen Sterne Prangen 93⁴4 Heiland, der im Grabe lag—15⁴ Heiland führ in Gnaden aus 378 Heiland kommt! Die letzte 3089 Heilandkommt! Erhebet froh. 0⁸9 Heiland kommt, und nahe schon 10⁸2 heilige Christ ist kommen 8⁰ 7¹3 77½ D Der Held steht auf dem Grabe 144 Herrbrichtein zu Mitter— nacht 54973 Herr, dein Gott, erhebe 370 Herr, der aller Enden 7⁰ Herr, der dich geschaffen hat 8— 0638 Herr, der über Tod und Leben 983 Herr, liebt Nch. 333 Herr gesegne und behüt 233 Herr hat uns die Stätt bereit 365 Herr hat viel an uns getan 268 Herr, in dessen Güte 370 Herr ist da, ich bin sein Kind und Knecht.. 347 Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn.. 798 Herr ist gut, kein Elend 7938 Herr ist gut und bleibt es 7⁰ Herr ist gut und sieht in 7938 Herr ist gut und teilt sich 7938 Herr ist gut und will der 798 Herr ist gut, wer das im 7938 Herr ist in dem Orden 82 Herr ist noch und nimmer nicht 73 Herr ist selbst in ihrer Mitt 852 Herr regieret 6 Herr, reich ohne Grenzen 37⁰0 Herr schickt seine Diener aus 467 Herr sich freundlich neiget 0 Herr wird für uns streiten 708³ Herr wird sein dein ewges Licht. 3064 Herr wird uns viel Gutes tun 959 Himmel ist jetzt nimmer weit 8 Hohe und Erhabene 737 Kampf tobt wild wohl um uns 080 kann auch heut den Seinen nahn 826 Kinderhaufe 947 kleinste Halm 27 König, der sich nicht 36 Königruhtundschauetdoch 372 König will bedenken 8 Leib, der für die Not 2⁴ Verzeichnis D‚DDSSe SSSSSeSE— Der Leib eilt nun zur Ruhe 92² lieben Sonne Licht und Prachte. 2 K‚2 Mann, in dem es war 10³8⁷7 Mann wird einem Baume gleich 85 matte Leib ruht in der Erden 1035 Mond ist aufgegangen 1133 Mund, für mich erblasset 33 nimmt sich deines Kummers an 62 ob wir ihn gleich hoch betrübt 30 Odem, der die Toten regt 25 Reichtum deiner Güte 477 Ruhm, nach dem wir trachten 3006 Sammet und die Seiden dein 58 Schild des Glaͤubens müsse uns 278 Schmerzensmann, für uns 69 sie ernährt und weidet 79 Sohn dem Vater gehorsam ward 429 Sohn des Vaters, Gott von Art 60 Sonne Licht 93 Tag ist hin, mein Geist 98 Tag ist hin, mein Jesu 92⁷7 Tag ist nun vergangen 92² Tag nimmt ab. Ach schönste 920 Tod mag andern düster scheinen 479 treue Hüter Israel 87 uns von Mutterleibe an 0 Vater hat uns auf dem Throne 49 Vater kann nicht hassen 82⁴ Vater liebt und herzt die Kinder 838 Wächter Reigen wacht 97⁵ Weg zum Guten ist gar wild 882 Weizen wächset mit Gewalt 1736 Will ist da, die Kraft ist klein 69 Winter ist nun bald davon 27⁰0 Wunden Jesu Lebenssaft 75⁵ Des Erdensegens reichen Teil 88 ewgen Vaters einig Kind 60⁰ freu ich mich von Herzen fein 820 Gotteslamms Versöhnung 487 Herren Güte machts 9⁴⁴4 Herren Rechte, die behält 746 laßt uns alle fröhlich sein 58 Lebens abgestecktes Ziel 3o)s Marterlammes Fleischund Blut 848 det Ve 2 —— Des M au jollt i Stakk. Vate Vater Valer Dich ab allein hat et Hert chlie seh ic u ehr Die aber aber h alte S Antwe Bächle Bäum Beugu 92 924 10³⁷ leich 885 en J035 u 33 133 is an 62 rübt 30 regt 251 47⁷ Hten J006 dein 88 se uns 278 5 00 7⁰⁰ ward 420 on Art oo 93 ist 93 u 92² nste 920⁰ einen 470 87 10 Thtone 40 8²⁴ Kinder 838 97⁵ wild 882 valt 36 lein 6 on 2)0 st 15⁵ Leil 88 0 0⁰ fein 820 39 87 94⁰ 3⁵ . 46.58 Ziel jojs dBlut 848 der Verse DqDDDSS SSSSESeSESS— D Nauehn 5„ wennich früh Die Gnad ist unaussprechlich groß 528 aufsteh. 897 sollt ihr billig fröhlich sein 89 Starken Wohnung 49 Vaters eingeborner Sohn 053 Vaters großen Gartenplan 268 Vaters Pflanzen 332 Dich aber, meine Zier 9⁵8 alleine, Gottes Sohn 55 hat er sich erkoren 195 Herr, meine Stärke 0⁰7 schließen keine Grenzen ein 24 setz ich mir 6838 zu ehren und zu lieben 223 Die aber hier in Christo stehn 4⁵ aber hohen Mutes sind 737 alte Schlange, Sünd und Tod 141 Antwort ohne weitern Schluß 576 Bächlein rauschen in dem Sand 1)36 Bäume stehen voller Saub 1)36 Beugung kommtvonseinemKuß 71 bösen Geister von mir treib 99s Boten rüste mit neuer Kraft 302 Botschaft muß zu allen kommen 3 Bruderlieb hat festen Grund 84⁰ Bruderliebe wird bestehn 84⁰ Christen gehn von Ort zu Ort. R..06 du verheißest gnadiglich 9⁵⁷7 Eigenliebe schleicht 645⁵ eines Herren Leib gegessen 838 elend und arm sind 40⁴ Ernt ist nun zu Ende 880 Farbe deiner Wangen 197 Feind sind all in deiner Hand 799 Feinde sind gar bald geschäftig 64/ Finsternisse lachten 3058 Frucht des Friedens werd gesäet 963 ganze Welt soll Zeuge sein 270 gebeugte Seele 50 Glieder alle der Gemein 8⁰0 Glieder gesu freun sich sehr 279 Glieder sind sich meist unbekannt 274 Glucke führt ihr Völklein aus 1736 D Gnade des Herrn Jesu Ehrist 095 Gnade, die den Alten 692 Gnade, die er schenkt 3 Gnade dieser Zeit 97⁴ Gnade sei mitallen 92 Gottesgnad alleine 3 Gottesseraphim 32 güldne Sonne 90 Güt und Treue werden schön 989 Hand gereicht! Da ist die Hand 848 Hände, die durchgraben sind 827 Hände Jesu segnen mich 886 Hände müssen segnen 345 Handschrift ist zerrissen 448 Herberg ist zu böse 978⁸ Herdefreutsich, treuerHirtsss Herrlichkeit der Erden Joos Herrlichkeit Gottes ist offenbar worden.. 360 Hoffnung schauet in die Herne 795 Hoffnung wart der rechten Zeit 430 Höll und ihre Rotten—·4 ihr arm seid und elende 66 ihr den Herrn gesunden 393 ihr Geduld getragen 9⁰9 ihr schwebt in großen Leiden 66 Kirche Christi, die er ge— weriht 274 Kirche Gottes bleibet stehn 270 Kraft von deiner Majestät 15⁰ Lerche schwingt sich in die Luft 1736 Sieb hat einen weiten Plan 755 Lieb ist groß, ja unermessen 235 Lieb sei über uns das Panier 302 Liebe ist mein Anverwandter 440 Liebe ist so groß 44⁰ Liebe mache uns 27⁰ Liebe wird uns leiten 327⁷7 Liebesharmonie ist schön 882 Meinen laß ich in der Welt 7074 meines Namens sind genannt 063 Menschen sind wie eine Wiege Nähe und Fern D D‚DSSSSSSSSSSSSS Die nur, die dem Herrn vertrauen 778 plöhlich eingebrochne Zeit 27⁰ Reinheit und die Tugend 87 Ruhe hat Gott auserkoren 985 Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die Ehre und die Schande 289 Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die Sach.. ⁰ Sach ist des Gedenkens wert 755 Sach und Ehr, Herr Jesu Christ 275 Schwachheit macht dich scheu 729 Seel bleibt unverloren 752 Seele kriegt den neuen Geist 467 Seele lebt ohn alle Klag 996 Seele lernt sich kennen 73 Seele ruht in Jesu Armen 1085 Sonn, die Erd, all Kreatur 141 Stätt ist ihnen dort bestimmt 167 Streitertreue 332 Summa seiner köstlichen Gedanken 583 Sünd mag mir nicht schaden 99⁷ Sünde kann mich auch 44⁰ Sünderscham und Gotteskraft 467 Treue Jesuthörtnie auf 540 unumschränkete Hand des Herrn 214 unverdroßne Bienenschar 136 Vöglein in den Lüften 769 Völker haben dein geharrt 70 wahre Gnadensonne 82 Wanderschaft in dieser Zeit 325 Welt, die mag zerbrechen 76 Welt ist mir ein Lachen—44 Welt mag immer lachen 365 Welt mag meine Feindin heißen 479 Welt verkaͤufet ihre Liebe—44 Werk, die kommen gwißlich her 430 wir uns allhier beisammenfinden 464 wirst du nicht verschmähen 9⁰0² Zeit ist nunmehr nah 968 Zeit ist schon vorhanden 99/ Zeit ist sein und jeder Tag 887 Zeit ist uns ganz freudenreich 6 Zeitwirdeinstnoch kommen 7033 Zeugen Jesu, die vordem 7097 776 Verzeichnis Die Zuversicht der Kinder 8²⁴ Dies alles, obs für schlecht 19 alles wird zerrinnen ⁰ bedenke, meine Seele 6⁰⁰ Brot kann wahre Nahrung geben 238 halte fest im Herzen 6%½28 Dies hört ein ander armes Kind 848 ist auch mein Wille wohl 666 ist das wundervolle Ding 46⁷7 istder Tag, den Hottgemacht7s ist der Tag, den Gott gemacht 79 ist die Nacht, da mir nen 7 ist mein Dank 28 ist mein Schmerz, dies kränket 550 ist zu unsrer Seligkeit 9⁰ laß ich kein Geschöpf mir rauben 443 lasset uns bedenken 7⁰9 Leben braucht geringe 79 macht, daß man nicht anders kann So0 soll geschehen 333 teur erworbne Schäfelein 50 Diese finstre Nacht 97⁰ Füße will ich halten 116 Diesen Sieg hat auch gefunden 593 Dieser hat Himmel und Meer 27 ist Jesus Christ 22 meiner Augen Licht 0⁰⁷ Tag ist wieder hin 935 Zeiten Eitelkeiten 55 Dieses alles ist gegründet 552 Haus, das aus der Erden 058 ist das Große 82² ist die rechte Gnade 6²⁴ Licht läßt uns nicht wanken 96 Dir allein zu leben 877 der du bist heute 9⁰ dir, Jehovah, willichsingen 822 geb ich heute mich ganz aufs neue 634 geb ichs ganz zu eigen hin 892 Herr, sei dieses Kind emp— sohlen 9. 8237 Jesu, hab ich mich ergeben 98⁴ kindlich nachzugehen 6² meinem Herrn und Gott, allein 379 der Ve Luu ow, ol öffn ic sei, o will i⸗ will ie Doch bit bleibe da dir du we gewis Heich gönne ich mi innerl ist die istes v isnoch lenn ic laß die liebet! nur G schaue seine sprich wats weil d wenn wer a Dorti Daufet will il wolle Dunge Doben Drum a auf de auf, auf, auf, beugt bleib danki flehe solge steue Itzeichnis 8³⁴ U 10⁰⁰ 600 geben 238 UD Kind 838 pi.obo 9 4J07 gemacht79 emacht 79 rschie⸗ 72 28 kaänket 550 eit J00 rauben 443 7⁰ 7⁰⁰ ers kann d00 ingen 822 ss neue 634 in 392 mp⸗ n 58 0²⁰ allein 399 der Verse — Dir, o Berr, ist unverhohlen 92³ öffn ich, Jesu, meine Tür 678 sei, o allerliebster Vater 79 will ich ganz mich überlassen 785 will ich, was ich hab und bin 70 Doch bin ich fröhlich 99 bleiben wir die Deinen 648 da dirs so gefällt 24 du weißt deine Zeit 98 gewiß, er ists, nur ungesehen 8584 gleichwohl will ich 1736 gönne meinen Glaͤubensblicken 673 ich muß ihn selber sehn 862 innerlich sind sie 872 ist dies nur der Vorschmack 5815 ist es wohl der steten Mühe wert Sos ist nochetwas, das dirangenehme JJ) kenn ich wohl dein treues Lieben 643 laß die Lippen trocken sein 467 lieber Gott, was wähl ich 76⁰ nur Geduld, es kommt 795 schauen wir nach oben 0⁷2 seine Stärke liegt in Huld 1053 sprich auch nicht: Es ist noch Zeit 408 wars nur eine kleine Frist 62 weil Jesus bleibt der Herr 273 wenn dirs gefällt 97⁰ wer auf eigene Werke siehh 474 Dortim Vollendungssaal 476 Drauf tu ich meine Augen zu 928 will ich fröhlich sterben 997 wollen wirs denn wagen 986 Dringe ein 207 Droben am Stuhle des Lammes 2)2 Drum auch, Jesu, du alleine 67⁴ auf deinen Kampf und Wunden 98/ auf, mein Geist, auf, auf 598 auf, mein Berz, fang an 147 auf, Zion, dich des freue 8⁴ beugt sich meine Seele 45 bleib ich schon bei diesem Herrn 8)8 dankt Gott, ihr Gottesknechte 778 flehen wir hier 32⁰ folge ihm nach 265 freuet euch und preiset 8⁰0 D — — Drum führ auf deiner Leidensbahn 622 geben wir uns nun abermal 186 gib dich ganz zufrieden 787 gib mir zu trinken 865 hab ich in Geduld ergeben 878 hoffe nur auf den 78⁰ hoffen wir von Grund 366 höre, merke, sei bereit 98 Jesu, schöne Weihnachtssonne 72 Jesu, wollest du verschaffen 3438 in allen Dingen 107³ ist der Herr mein Teil 338 kommen wir, o Herre Gott 957 laß mich auch werden 85 lasset uns lieben und freuen 836 laßt ihn euch leiten 87⁰ laßt uns gläubig bitten 8²⁴ läßt sich eine große Schar 372 muß die Kreatur mir immer 776 o Jesu, will ich dich 557 preis und ehre 6 reiß ich mich jeht aus der Höhle 39 richte unsern ganzen Sinn 799 ruft man nun aus aller Macht 472 sag ich dir von Herzen 12³ siehe dich, mein Herz und Geist 737 sind vor Zeiten ausgesandt 276 so gründe dich auf Gnade 266 so will ich wallen 12³ soll auch dieses Blut allein 468 soll mein Herze dir ganz 63⁴ solln unsre Hände 34⁴ sollt ihr bereit euch halten 05 traue ich auf deine Wunden 788 überwindt mein Glaube weit 1032 wer wollte sonst was lieben 568 will ich froh und fröhlich sein 807 will ich gern von dieser Welt 78 will ich nun befehlen dir 10⁰⁰ will ich, weil ich lebe noch 754 will ich zu allen Zeiten 8⁰0⁵ wir auch billig fröhlich sein 140 wohl denen, die sich sehnen 787 wohlauf 369 wolln wir unter seinem Schutz 797 7 Verzeichnis Drum wünsch ich mir, solang 5s2 Du bist mein, weil ich dich fasse 762 duce wünsche ich mir 579 bist, o Seelenbräutigam 27⁰ bei Du aber, gottergebnes Paar 857 bist und bleibest unser HBerr. 307 HGel aber, meine Freude 978 bist Ursach unsrer Gnaden 878„ aber sollst auch wieder meine sein S9⁰ bist wahrlich 27⁵ ö Gei aber tröstest mächtig 878 bist weise, wir sind Kinder 20⁰ an ach du hast ausgestanden 39 bists, dem Vater, Mutter, Kind 862 ö gest allein mußt uns vollenden 896 bists wert—45²2 ginge allein sollst Meister sein 272 bittst am Kreuz für Feinde 03³ ing alleine hilfst mit deiner Kraft 698 darfst ja nur ein kleines Kindlein 5e/ ging Armster, solltest du 4²⁰ deiner Zeugen Trost und 910 Atem aus der ewgen Stille 783 Licht. 37⁴ gro auf den ich schaue 06ꝰ/ denkest zwar, wenn du nicht hast 7⁰⁴ gute Beter ohnegleichen, du 833 der du mit in Freud und ‚0 bist das treuste Herze 878⁸ Leid 491—6 883 guler bist der Beistand 98 der du selbst das Leben 232 hast: bist der Gnadenquell 42⁰ der du unser Herze kennst 697 hast! bist der Held 202 der für uns ins Heilige hast d bist der Hirt, der Schwache gegangen 4 828 hast d trägt 642 der Gemeine Gottes Herr 2938 hast g bist der hoch geliebte Fuͤrst 32⁵ der Gemeine lieber Herr 39⁰⁵ hast j bist der süße Menschenfreund 69 der Gnad erweist 667 hast i bist der Ursprung aller Freud 69 dermit Blut und Wunden 135 hastl bist die Wahrheit, dich allein so= dernicht hatte, wo man sich hastn bist ein Geist der Freuden 176 legt 37 hast bist ein Geist, der lehret 176 Lersein menschlich Leben 26 hast bist ein Geist der Liebe 176 der zur Wanderschaft 63⁰ hast bistein Mensch, dasweißt du bist selbst das Bethlehem 98 hast du wohl 765 durchdringest alles 33 hast bist es, Herr und Gott der Welt 975 edles Angesichte 737 hast bist Herr, deine Knechte 827 Ehre der Menschen, du Freude 860 hast bist ja der Held und Mann 2038 Ehrenkönig, Jesu Christ 48 hast; bist ja ein Arzt der Schwachen 124 Erbarmer, lehr auch uns 7½⁴ Hast bist ja ein Hauch aus Gott 605 erleuchtst die Blinden 50 Hau bist ja mein Licht und Stern 646 erstgeborner Bruder 373 Hau bist in Wort und Taten nah 167/ ewges Liebeswesen, du 627 x bist mein eoges Leben 64⁰ ewiger Abgrund vderel Hau bist mein Haupt 69 gen Liebe 273 bist mein Heil und Seligkeit 70 fährest in die Höhe 5²2 Heilg bist mein Leben, deine Kraft 8o9 Fels des Heils, wir sinken 807 Heilg bist mein sichrer HBimmelsweg 8⁰Y fragest nicht nach Lust der Welt 67 Heili bist mein Stärk, mein Fels 75⁰ füllst des Sebens Mangel aus 9 Heil bist mein starker Held im Streit 509 für die Sünder geborner Hen bist mein treuer Seelenhirt 5⁰009 Christ 85 Hes bist mein Vater, ich dein Kind 882 Fürst und Hersscher dieser Welt 778 Heichniz sasse 752 2⁰ err 907 n 578 75 er 290 Kind 862 —45² de J03 ndlein Sᷣo/ und *87/4 othast 703 und ünden 795 an sich 9 eben 125 st 0³⁰ der Verse Dq‚q‚SSSSS SSSSSeS— Du Geist der Gnadund Wahr— heit— 19 Geist des Herrn, der⸗ du von Gott ausgehst 257˙8 Geist von oben, flamm uns * 853 gestern und auch heuke 277 gingest selbst zu Ehren ein 775 gingst, o Jesu, unser Haupt 1109 gingst, uns zu erlösen 6⁴⁰ großer Seelenfreund 27 großer Zionskönig 380 gute Liebe, wenn 1 ge⸗ denke dran 634 guter Heiland, bind uns doch 270 hast an mir getan 24 hast dich der Kirche sehr kräftig 273 hast dich in Not gestecket 19 hast die Kirche einmal lassen 274 hast genug vom Christenkreu; 780 hast ja selber auf sie acht 2²9 hast in Christo mich erwählt 478 hast lassen Wunden schlagen 119 hast mich ja versöhnt 42⁰ hast mich je und je geliebt 55¹ hast mich in der Taufe ja 868 hast mit deiner Eieb erfüllt 67 hast so liebreich mich gezogen 495 hast Sünd und Straf getragen 1138 hast uns Menschen deinen Rat 437 hast wollen sein geschlagen 799 hast zu deinem Kind und Erben 228 hast zur angenehmen Zeit 0⁵² Hauch, der durch das Weltall 184 Haupt der kleinen Zeugen— schar 878 Haupt und Herr deiner Kreuzgemein. 303 heilger Geist, bereite 85 heilger Meister, mit treuem Sinn 8ꝰ/ heilige Brunst, süßer Trost 7³ heiliges Licht, edler Hort 7³ Herr, bist ja unser König 20⁰8 Herr, bist unser Licht 873 Herr, hast selbst in Gänden 176 D Du Herr in Himmelszelten 9⁰ Herr und Meister im Kir— chenplan 342 Herz voll Treu und Liebe 377 herzvertraute Liebe 258 Hirte hast wohl acht 7⁵59 hoch geliebter Schmerzensmann 7 hoch gelobter Fürst 974 hoch gelobtes Samm 8⁰4 höchster Tröster in aller Vot 174 holder Jesu, du 97 inniglich geliebtes Haupt der Seelen.. 336 inniglich geliebtes Hau, wir wolln.. 289 kamst, ein Heiland 1776 kannst alles allerorten 7⁰ kannst, o Volk des LSamms 27⁰ kennest, liebster Jesu, wohl 77⁵5 kennst, o Vater, wohl 77⁰ kennst unsern ganzen Sinn 95³ klagst, voll Angst im Herzen 508 König der Ehren, du weiser 46 König der Ehren, Berrscher 1)04 König der Ehren, Jesu Christ 2 König der Herrlichkeit 273 lässest uns in Jesu Blut 437 läßt die Zeugen überall ertönen 403 Lebensfürst, dein Durch-— bruch ist mein Heil. 014 leitest mich nach deinem Rat 679 Licht, vom lieben Gott gesandt 370⁰ lieber heilger, frommer Christ, der für uns ½ lieber heilger, frommer Christ 7⁰ο lieblicher Heiland, du König der Wahrheit.46) liegst in Ruh, du heilges Kind 1)06 lohnest noch dem, der dich ehkrt 24 mein Preis und Ruhm 870 meine Seele, singe 8 meines Lebens Leben 03 mußt ziehen 7978 nahmst als einen Toten 0² nährest uns von Jahr zu Jahr 9 709 ö D 'Dq‚DSSSSS SSSSSSSe— Du nimmst auf deinen Rücken o Freund der Menschenseele 489 Pfleger deiner Hütte 34⁵ Priesterohnegleichen 35⁰ Quell, draus alle Weisheitfließt 175 reichst uns deine durchgrabne 587 teines Licht, brich an 78 ruhest in der Erde—5² salbest mich mit Freudenöl 80⁰ salbst mein Haupt mit Ole 7⁰ schläfest in dem Grabe—52 schließest mir die Tiefen 19 schlummerst nicht 92⁷7 Schöpfer der Verbundenheit 848 segnest treuen Arbeitsfleiß 862 segnest uns in ihm, dem Herrn 437 selge Liebe, du 8⁰⁴ setzest dich zum Bürgen 35 setzest mich zu Tische 7⁵⁰ sprichst: Wer begehret 865 springst ins Todes Rachen 775 starbest selbst als Weizenkorn ⁰ starker Hort, im Glauben 387 strafst uns Sünder mit Geduld 9 süße Flut, labest 565 süße Lieb, schenk uns deine Gunst 17⁴ süßer Himmelstau, laß dich 75⁵5 tränkst das Land 27 treuer Gott, wir loben dich 437 treuer Hausherr der Ge— meim. 0 treues Haupt, ich sag es mit Empfinden.650 treues Herz, du Liebe 288 treues Herze, du 8⁰4 überschüttest uns mit Lieb 48 unerschöpfter Quell des Lebens 380 unser an Siege und Segen 373 unserauserwähltes Haupt 467 unser Freund, du treuer 829 unser Freundim Himmels⸗ thron 1862 unser Heil und höchstes Gut 79 unser König, unser weiser Hüchrer e a e2/74 7²2⁰ Verzeichnis 5)5 Du unser Leben 9⁴⁷ unsre gute Liebe, du 282 Vater aller Kreatur 79 Vater unsers lieben Herrn 293 Verächter, Gott, dein Wächter 78) vergibest Sünde 2⁰ verlaͤngst oft süße Ruh 60⁰0⁵ Versöhner, mach auch uns 72⁴ von Millionen Wagen 82⁰ weißt ja, Heiland, meinen Sinn 77 weißt ja, was mich oft 66 weißt, o Jesu, meine Not 42³3 wertes Licht, gib uns 17⁴ willst ein Opfer haben 9⁰0² willst immer gerne geben 29⁰ willst nicht, daß der Sünder sterb 474 willst uns selbst bereiten 6²⁰ wirst das gute Werk 60 wirst dein herrlich Werk 359 wirstdochnichtsgewinnen 783 wirst gegeißelt und mit Dorn 1 wirsts tun, du wirst vertreiben 1085 wollest mich behüten SοS wollest, Jesu, meinen Willen 643 wollest uns das Kreuzge— heimnis lehren 4⁰3 wunderguter Heiland 8⁰⁴ zählst, wie oft ein Christe wein 9 Dunkelheit, die mußte weichen 96 Durch alles, was du ihr zugedacht 269 beides sind wir 947 dein Engel die Wach bestell 918 dein unschuldig Blut 4077 des Heilands Blut und Leiden%/%½ 50 dich der Himmel unser ist 767 dich, Herr Christ 683 die Kraft des Liebesbundes 624 eines Sünde fiel die Welt 79 ihn bin ich mit Gott versöhnt 142 ihn ist uns vergeben 4 seiner Auferstehung Kraft— 5⁴ so viel Angst und Plagen 95⁰ vieles Mühen hat mich dein Nug 634 Heichnis 9⁴4⁷ 282 7⁰9 en 293 ichter 78) 20 6⁰⁵ 5—7²⁴ 0 Sinn 7J) 6⁰ 4²⁰¹ 7⁴ 9⁰² 20⁰ er sterb 34 62⁰ 0⁰⁰ 9⁵⁹ innen 783 ohn) eiben 30³8⁵ 898 Dillen 645 euzge⸗ 403 nd 504 te wein ichen 90 igedacht 209 947⁷ estell 978 477⁷ und 0 ist 0⁷ 0˙0 ndes 62 belt 7 ersöhnt 942 4 ft 55 jen vein Nug 6 der Verse E 'ᷓD‚DSSSSSSSSSS— Ebnen soll sich jede Welle—42 Eh der Mensch sich wie er⸗ storben. Rine 6 sie noch rufend lallen 8²⁴ wir zum Schlaf uns legen 43 Ehe Jesus unser wird 82⁴ Ehedem war manche Zeit 308 Eh mals sollts gestorben sein J0)7 Ehr sei dem hohen Jesusnamen J175 sei dem Vater und dem Sohn 34 sei dem Vater und dem Sohn 217 sei Gott in dem höchsten Thron 4)5 Ehre sei dem treuen Zeugen 32⁴ sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.. 94 Ei bittet Gott denheiligen Geistt 08/ meine Perl, du werte Kron 849 nimm ihn heut mit Freuden an 45 nun, mein Gott, so fall ich dir 764 nun, Schoöͤnster, komm herfür 1)2 nun, so laß ihn ferner tun 9 nun, wahres Seelenlicht 7³ so faß, o Christenherz 766 so kommt und laßt uns laufen 66 wie lieblich wirds da klingen 972 wie so selig schläfest du J02 Eigenen Genüssen 72³ Eignes Wirken reicht nicht 566 Eil, es ist nicht Zeit um Schämen 5/6 Eile, wie Verlobte pflegen 24⁰ Ein Arzt ist uns gegeben 4 Auge, rein und sonnenklar 337 Blick im Geist auf Jesu Leiden 458 Christe stirbt nicht 100⁰ ewig festes Friedensband 8 feste Burg ist unser Gott 96 freudiges Herz 32⁰ fröhlich Rufstehn mir verleih 998 Führer muß vor andern Gaben 349 großes Gnaden— und wun⸗ derwertt 263 Herr und Meister 262 Herz, das Demut liebet 49 Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit 537 inniglich vergnügtes Herz 337 Jahr der Sterblichkeit 944 jeder soll auch hören 20⁰ Kind der Gnade werden 744 Kindelein so löbelich 60 kindlich Herz und Wesen ist 73/ kleiner Anfang ist gemacht 357 Lämmlein geht und trägt die Schuld 09 Ohr, das Gnade höret 345⁵ reines Herz, Herr, n in mir 678 solcher ist mein Sreund 567 Tag, der sagt dem andern 933 Tag ist besser 198 Volk, 130 jung und alt 30² Wurm, b is in den Staub 507 Eine Herde und ein Hirt 397 Seele geht verloren 489 Stunde, da man ihn 583 Einen Heldenmut 5373 Tag bei Jesu sitzen 508 Einer, ach, nur einer 58⁰ ist König, Immanuel sieget 272 ists, an demwir hangen 384 reize doch den andern 84 Eines wünsch ich mir vor allem andern. J0s Einfalt denkt nur auf das Eine 742 ist ein Kind der Gnade 742 heißt ein solcher Geist 741 quillt aus Jesu Wunden 742 Einfältig, schlechtundrecht 728 Einge Segensquelle 34⁵ Einig Herze, dassollmeine Weide 335 Einmal ist die Sculd e ent⸗ richtet 447⁷7 nur erblühet 877 Eins aber, hoff ich, wirst du mir 67 bitt ich vom Herrn 879 geht da, das andre dort 0²⁰ istnotlAchHert, diesEine 67⁴ Einst in der Ewigkeit 32 4 22³ Verzeichnis Einst in meiner letzten Not 32⁰ kommt die Zeit 005 öffnet ihr die Himmelstore 77⁰ wird ausgegossenwerden 7062 Endlich wird heilen der Heiland 3086 Entbind uns nur von alle dem 696 Entbinde mich, mein Gott, von allen Banden.. 645 mich, mein Gott 64⁵ Entdecke alles und verzehre 83 Entflamme deiner Kinder Mut 833 Entzünde neue Lieb 944 Er aber lebt, so lebt sie auch 755 äußert sich all seiner Gwalt 63 bringt euch alle Seligkeit 88 bringt mich an die Pforten—44 der durch hundert Schlösser geht 526 dringt zum Saal der Ehren 44 drück uns, wenn das Herze bricht 10 erlöst dich vom Verderben 1048 führet mich auf rechten Wegen 814 führt uns über Berg und Tal 898 gebe uns ein fröhlich Herz 10 gebietet mir zu essen 242 gedachte seiner ewgen Gnad 30⁰ geht den Seelen immer nach 870 gibet Speise 6 ging und sucht aus Lieb und Pein 50 hat die Nacht gewendet 9⁰0 hat ein innig Liebesband 32⁵ hat es uns zuvor gesagt 97³ hat mich armen Kranken 25⁸ hat mir alles leicht gemacht 802 hat noch niemals was versehn 9 hat sein Herz geneiget 88⁰ hat uns durch der Liebe Macht 802 hat uns wissen lassen 3 Herr, wir Brüder 262 hört die Seufzer deiner Seelen 767 ist an unsre Statt getreten 490 ist auf Erden kommen arm 6⁰ ist aus der Angst gerissen 43 ist da, der Heiland aller Welten 705 ist da, des Vaters Willen 84 ist das A und O, Anfang 25 222 Er ist das hell und selig LEicht 99s ist das Licht der Blinden 8 ist dein Schatz, dein Erb und Teil 9 ist dem Vater gleich an Macht 50/ ist der Held aus Davids Stamm 98 ist dir nah 27 ist ein Fels und sichrer Hort 817 ist es, der uns ewig liebt 75 ist gerecht, ein Helfer wert 46 ist ja Erd und von der Erd 996 ist mein Himmel, meine Gonne: 90 ist mein Hirt, er weidet 48⁰ ist mein, und ich bin sein 558 ist Mensch geworden 7⁵ ist um mich 27 ist voll Lichtes, Trosts 767 ist wahrhaftig auferstanden 705e ist wahrhaftig auferstanden 305 ist wahrhaftig auferstanden 30se ist wahrhaftig auferstanden 3059 ist wahrhaftig auferstanden 3059 ists, der alles für uns schafft 3064 ists, der einst uns zum Volk 1047 kann barmherzig sein 838 kennet seine Scharen 639 kennt die rechten Freudenstunden 77⁰ kennt mein Flehn 27 kennt sie als die Seinen 639 kennt sie an der Liebe 639 kommt aus seines Vaters Schoß 68 kommtmit lauter Freundlichkeit 1059 kommt wohl in ein Jammertal 1053 kommt zum Weltgerichte 82 lasse seine Lieb und Güt 70 lasse seinen Frieden ruhn 10 lässet mich mit Freuden 7⁰ läßt die Sonn aufgehen 73⁰ läßt sich selber für mich töten 1114 lebt! Dies ist das Losungswort 155 lebt und hat gesieget 50⁵8 lehrt mich tun und lassen 7⁰ leitet uns mit seinen Rugen 894 machet Tod, Teufel und Hölle 15 macht durch seinen Gnadenzug 867 Eifüllg mit Echalt mit mi min mir uns un ung erzeichnis Licht 998 en und Teil Maht so) Olamm 98 2 Horl 817 b 705 vert 4 Etd g996 meine 04 48⁰ ein 553 75⁵ 27 70⁰⁷ tanden J0S nden 3059 nuden 3059 nden 059 den 059 schaft 1064 Volk 30g/ 808 03⁰ enstunden 770 27 en 630 ö 6³⁰⁰ ers Schoß 69 dlichkeit 1053 nmertal J0539 te 52 Hüt 0 ihn 0 n 7⁰⁰ en 77³⁰ 9 bölen J4 ngswott 5⁵ 0⁵⁸ sen 7⁰⁰ Augen 894 dhelle J5) ademzug 867 der Verse DSDSS SSSSSSSee Er nahm an sich unsre Natur 47² nahm uns das Herʒ 188 nährt, er schützt, er tröstet mich 142 nimmt auf sich, was auf Erden 66 nimmt ja das Tönen 829 nimmtmehr sich unser an 239 nimmt sich mein so herzlich an 840 räumt aus unsern Wegen weg 898 riefs und hörte schon die Stimm 1052 segnet mich 582 sendet Tau und Regen 73⁰ sprach: Mein Kind, nun liege 902 sprach zu mir: Halt dich an mich 429 sprach zu seinem lieben Sohn 429 tritt in große Not herein 0⁵59 war ins Grab gesenket—44 will und kann ench lassen nicht s59 will und sprichts 27 will uns durchs Verheißen 8²⁴ wird auf diesen Reisen 892 wird das irdene Gefäß 891 wird dich wohl versorgen 783 wird ein Knecht und ich ein Herr 68 wird es tun, der fromme, treue Golltt 780 wird nicht lang verziehen 9⁰9 wird nun bald erscheinen 48 wirduns bringenzuden Scharen 76/ wird zwar eine Weile 7639 wischt die Tränlein ab 538 wog mir dar 27 woll uns speisen 879 wolle meiner Sünden 7⁵58 wolle mir die Gnade geben 904 Erbarm dich deiner bösen Knecht 958 Erfülle die Gemüter 76 mit dem Gnadenschein 95⁵ Erhalt in unsers Herzens Grund 44 mir deinen Frieden 08 mirdeinenteuren Frieden sos mir, Herr, das Glaubenslicht 478 mir mein Vertrauen 46⁵ uns, Herr, bei deinem Wort 198 uns in der Wahrheit 4 uns unverrückt dabei 84⁸ E Erhalte dein Kind 7⁰⁷7 jedem den ganzen Sinn 342 mich auf deinen Stegen 55⁵ Erhebe dich und steure 176 Erhör, o Jesu, meine Bitt 9⁰⁷ Erhöre mein Gebete 90⁰0 Erinnre deine kleine Schar 849 Erinnre mich, du treuer Zeuge 62 Erkenn vor ihm dein große Schuld 62 Erkenne mich, mein Hüter... an 1)7 Erkenne mich, mein Hüter.ein 1)8 Erkennt, o Seelen, doch zu Jesu 408 Erleucht mich, Herr, mein Licht 420 Erleuchte, die da sind verblendt 95 mich, daß ich die Bahn 92⁵ Ermunterteuch, ihr§rommen 969 euch und singt mit Schall 70 Ermuntredich, meinschwacher Geist. 5 Erneuere die alte Zeit 00 Erneure du uns ganz 479 gänzlich 78 Erscheine mir zum Schilde 137 uns mit deiner Güt 50⁰ Erschienen ist der herrlich Tag 141 sind die herrlchen Tag 395⁷7 Erschöpft hat sich mit Toben 0⁵⁸ Erschüttre doch den schlaffen Sinn 622 Erst heißt der Freund die Seele 467 Erstgeburt der Kreaturen 32⁰ Erstling deiner Brüder 72⁵ Erwähle mich zum Paradeis 7336 Erwecke, läutre und vereine 38⁰ Erweiche doch mein hartes Herze 647 Erweise, Herr, an Zion Güt 27³ Erweitre dich, mein Herzensschrein 109 Es bitten, es flehen, es schütten 273 bleibt bei dem bekannten Wort 307 bleibt dabei, daß nur ein Heilandseei bleibt dabei. dch halte ihn 8⁰0⁸ danken dir die Himmelsheer 13 dient zu meinen Freuden und 177 dient zu meinen Freuden, wenn 778 eil und siege mit hellem Schall 226 723 46* E Verzeichnis der V 724 'Dq‚DSDSeeSSSSEeSSS— Es fliehetschnellvon hinnen 1)728 Es kann nicht Ruhe werden 383(s zeig freue sich mit mir von außen 484 kann und mag nicht anders 7⁰7 zeuch geh uns allen gut 37 kann vor Nacht leicht anders 303 Luch is gehe nur nach dessen Willen 444 kenntder Herrdie Seinen 639 Ewger gilt ein frei Geständnis 85 komm dein Reich zu dieser Zeit 879 Ewig se glänzet der Christen in— kommt in aller Stille 30⁵⁸ Cwigke wendiges Leben 52 kommt noch schon 82⁵ halten eitele Gemüter 983 kostetviel,einrechter Christ Hahr hat der Löw aus Judas Stamm 147 Iurfein, 398 Fohre hat der Tag sich sehr geneigt 925 leuchte dit—32 soth hat ja deines Blutes Ktaft 37⁴4 lob und preis ihn früh und spat 879 nut heißt, er nimmt die Sünder an 399 loben ihn die Seraphim 29 Hahret hilft kein weises Wissen 0⁰ mag die Welt stürmen und wüten 56 Hallet! ist Abend; bleibe doch 935 müssen, Herr, sich freuen 7 Hallts ist das ewige Erbarmen 444 müssen ja noch immerfort 899 gang! ist das Heil uns kommen her 430 rührt von deiner Allmacht her 24 Foß dei ist der Herr Christ, unser Gott 58 schall empor 5095 mich ist des Hetrren Güte 09 schmücke uns dein Dornenkranz 378 Fehlt m ist ein Ros entsprungen 3ogꝰ/ sei dir denn mein ganzes Leben 679 Fehlts! ist ein Ruhetag vorhanden 767 sei zu Bett zu gehen 83 gem in ist fürwahr nicht Men— sind ja Gott geringe Sachen 77⁰ est bl schenkunst.. 890 soll dich nicht der Ströme Flut 5069 Fein ist gerecht vor Gott allein 430 soll uns nicht gereuen 986 Findtss. istgewißlich an der Zeit 966 sollen große Mengen 33⁰ Annster ist herzlich gut gemeint 766 steht in keines Menschen Macht 882 Keh m. ist ja abgemessen 787 sucht der liebste Jesus Christ 399 Alehe ist ja dein Geschenk und Gab 848 trifft deines Namens Ehre 2⁰⁸ fließ ist in keinem andern Heil 439 tut ihm nichts gefallen 75⁵5² ist mir Lohns genug 9376 tut ihn nicht gereuen 195 Holge istnichtschwer, ein rechter war ein falscher Wahn dabei 430 ich Ehrist zu sein. 65807 war ein wunderlicher Krieg 4⁰ gage! ist nicht so gemein 4²⁰ ward getötet Jesus Christ 146 Rellt ist noch eine Ruh vorhanden 985 weigre sich keins 32⁰ ist schon so sein Gnadenrat 27⁰0 werd an mir gesehen 258 e ist umsonst, du wirst fürwahr 765 werde das zu aller Zeit 696 ist vollbracht! Er hats gesprochen 29 wird auch mit dem neuen Leben 49„* 2240 ist vollbracht! Er ist ver— wird dem zagenden Gewissen 238 schieden. 29 wird die Sünd 43⁰ Sruel ist vollbracht! Ich will mich legen 29 wird in der Sünder Hände 53⁰ 2— ist vollbracht! Mein 29 wirdmein Berz mit Freu— ist vollbracht! Schweig 29 den wach. 0 20 istvollbracht! Waswillst wird nicht lang mehr waͤhren 986 1— du nun. 439 wird uns leicht 4⁰⁸ Sn kann kein Trauern sein so schwer 7⁵⁵ wirke durch dein kräftig Wort 864 0„ kann mir nichts geschehen 758 wurden zehn dahingesät 364 Lem eichnis — 9 8 707 dets 30)) inen od9 * Geit 89 058 —— Christ S§od J³ ospat 87 2 wüͤten So! 7 899 t her 23 005 ktan)8 Ceben 6)9 53) schen 77⁰ Flul J063 986 93⁰ Macht 882 hrist 399 hre 208 752 195 dabei 430 rieg 140 sst 4⁵ 9²⁰ 25⁸ 00⁰ Leben 40 wissen B& 43⁰ inde J)0 Freu⸗ W. 0 ähten 985 4⁰³ Wotk 864 93⁰⁴ der Verse ꝑDSDSSSSSSSSeS— Es zeigt sich alle Morgen 09 zeucht der heilgen Engel Schar 893 Euch ist ein Kindlein heut geborn 88 Ewger König, gib uns heut 194 Ewig soll er mir vor Augen stehen J08 Cwigkeit 998 Fahr hin, du Wanderstab 10387 Fahre fort mit Liebesschlägen 870 fort, Zion, fahre fort 20⁷ nur aufewig hin 732 Fahret hin in Jesu Berz 1077 Fallet vor ihm nieder 829 Fällts euch zu schwer, ich geh 5888 Faͤng dein Werk mit Jesu an 974 Faß deines Herzens Unruh 897 mich an mit neuer Gnade 709 Fehlt mirs an aller Lebenskraft 823 Fehlts hie und da, sei unverzagt 434 Fern in der Heiden Lande 785 Festebleibt, was du verheißen 705/7 sein fest dich angehalten 77³ꝗ Findt sich Gefährlichkeit 67⁰ Finsternis die Erd erfüllt 05⁶ Fleh mit starkem Geiste 970— Fliehe die unselge Pein 6⁰⁵ Fließt,— Augen, iben von Tränen 90 Folge ihm auf allen Schritten 90 nicht, Zion, folge nicht 207 Frage dich, liebes Herz, kennst du 875 Hreilich, das Kindlein hats schwer 054 hast du manche Seele 285 Freudichsehr, omeine Seele Joog Freue dich, das läßt Jesus sagen dir 186 Freuet euch an Mond und Sonne 1)37 euch, denn wieder ist ge— kommen N 5s/ euch der schönen Erde 7387 euch, ihr Christemalle 64 Freund, entreiße mich dem allen 702 und Schmeher, du tust treulich 520 werde uns nah 702 Freundlich ist Gott der Herr 1047 Freundlicher Immanuel 20⁰ Freut euch allewege 07³ Friede, ach FHriede, ach gött— licher Friede 489 aus der Höh 94 mit dem höchsten Gute 7 Friedefürst, laß deinen Hrieden 3)) Frieden bei Kirch und Schule 20⁰5 Friedenskönig, weils dein Wille 29 Frisch auf, ihr Hochbetrübten 5 Frisch auf in Gott, ihr Armen 8 Frisch, frisch hindurch, mein Geist und Her; 775 Froh leg ich mich nieder 1929 Fröhlich soll mein Herze springen 66 Frohlocke, du Erde, und jauchzet 872 Frohlockt ihr, denen es offenbart 226 Früh am Morgen Jesus gehet 976 morgens, da die Sonn aufgebt—42 Führ auch mein Oerʒ und Sinn 407 mich aus dem Streit zum Sieg 646 uns, Herr, in Versuchung nicht 879 Führe mich endlich, o Jesu 7³ mich, o Herr, und leite 9⁰⁰ Führst du durch Wüsten 470 du gleich das Steuerruder 52⁰ Für die Brüder weiß ich nicht 85⁰ die vergangnen Proben 62⁰ diesen Trost, o großer Held 42 mich starb Jesus, für mich quillet 458 solches Heil sei, Herr, gepreist 276 uns ging mein Herr in Todesnöten 106 uns hat er die Hölle überwunden 403 uns sehn wir ihn 06 uns war kein Retten 58⁰ Fürsten sind Menschen 2 Fürwahr, der dich geschaffen hat du trugest meine Not fürwahr, euch sage ich wie den Träumenden G Verzeichnis 'D‚D‚SSISSSSSSSSSSe Ganʒ ernsthaft und doch kindlich 703 Gar nichts verdirbt 3⁰ Gebt euch dem Heiland 107⁷ ihr Sünder, ihm die Herzen 5816 Gedaͤnken plagen mich 645⁵ Gedenk an dein Verheißungswort 306 Herr, an den teuren Eid 30⁰00 Gedenke, Herr, auch heut an mich 907 Herr, doch auch an mich 928⁸ mein, ich lrinke oder esse 68⁴ mein in allen meinen Wegen 684 mein, so kann ich an dich denken 684 mein, wenn alle mein vergessen 684 Gedenkt der Brüder, die euch 842 Geduld und Unerschrockenheit 337 Gefährte auf dem Lebenssteg 848 Gefällt es seiner Güte 892 Geh aus, mein Herz, und suche Freudd 1196 aus und ein 683 dem Bräutigam entgegen 60 du von Ort zu Ort 299 hin, o Seel, genieß dein Los 973 in Einfalt stets einher 6⁰0⁵ mit uns, wo wir gehen 829 nur, geh in deineͥ Kammer 77³⁵ Seele, frisch im Glauben dran 943 weg aus deinem Vaterland 98 Gehabt euch in der Heimat gut 3ogs Geheiligt werd der Name dein 879 Geht durch die Tore des Herrn 1047 hin, ihr gläubigen Ge— danden ½% hin, ihr Zeugen, geht ins Feld 323 immer hin, ihr Menschen, geht 6)7 meine Wallfahrt länger fort 528 und höret eures Herzogs Lehren 604 werfteuch vordie Majestät 270 Zeugen, durch den Geist des Herrn. +137 Zeugen, Jesum malen 363 Gehts der Natur entgegen 98 Geist des Gebetes, deine Tauf 839 Gottes, dein Bemühen 189 Seel und Leib ist dir geweiht 375 72 Geist und Kraft nun überfließen 170 Gekreuzigter, mein Herze Vucht 682 Gelobet sei der heilge Geist 867 sei der Hert, mein Gott 2 sei der Herr, mein Gott 2 sei der Herr, mein Gott 2 sei der Herr, mein Gott•2 sei der Herr, mein Hort 306s sei des Vaters Rat 867 sei die Tapferkeit 797 seistdu, du Ursach der Ruh 707 seist du, Golt der Macht 975 seist du, Jesu Christ, daß du ein 468 seist du, Jesu Christ, daß du Mensch Gelobt sei deine Gnadenwahl 494 sei deine Majestät 696 sei deine Treue 9⁵5⁰ sei der barmherzge Gott 54 sei euer muntrer Gang 32⁹ sei Jesus, Gottes Lamm 462 Gemeine Gotts, erhebe dich 25 Jesu, denke dran 87 Jesus segne dich 309 wie viel hast du noch 299 Gemeinschaft mit den Kin— dern Gottes.. 842 Gen Himmel aufgefahren ist 1060 Himmel zu dem Vater mein 429 Gesalbeter Heiland, verordnet zum Segnen 58 Geschwister, ihr erlaubt mirs schon 460 wir geben unsHerzen undHände 38) Gesegne deiner Boten Bahn 37⁴ Gesegnet bleibst du uns 63⁰0 seid ihr Zeiten 377 sein die Stunden 837 Gesehen haben wir dich nicht 299 Gestehn wir unsre Sünde ftei 469 Getreuer Sesu, darf ich hoffen 686 Geuß deinen Segen reichlich aus 884 sehr tief in mein Herz hinein 849 Gewiß, der Herr ist eine 80⁷7 es wird erscheinen 209 der V Gewiß, so st were wet! Gib ach auch das 4 daßh! daß)! daß daß daßb daß daß daß i daß i daß f daßer daß; deine deine deine deine den der g dich, dich dich du g Hreu Her in U Oesu mit 4 mit I mit mit mir mit mir mit mit, mit mit 08² st 8o/ Hott 2 —2 —2 —2 Dott J068 86⁷ 7⁰⁷ Ruh 707 979 du ein 468 daß 0 wahl 394 006 95⁰ —5⁴ 32 amm 402 ich 3 87) 3⁰⁰⁹ 2⁰9 u Kin⸗ .832 ren ist 10⁰⁰ mein 420 rordnet .8 its schon 460 Hande 33 ahn 774 6³⁰ 97⁷ 39 nicht 253 e stei 469 joffen o80 lich aus 8⁰⁴ hinein 830 8⁰⁷ 20 der Verse G ᷓD‚DSDSDSSSSSSSSSSS— Gewiß, mein Freund gibt solche 482 so stark ist immer noch dein 40³ wer erst die Sünde 936 werseinen Heiland liebet 620 Gib acht auf diesen hellen Schein 98 auch, Jesu, daß ich gern 0⁰ das Hochzeitskleid 667 daß deiner Siebe Glut 9⁰⁵ daß ich als ein Zweig 24 daß ich den Tag beschließe 4 daß ich recht sehen mag 50⁰ daß ich spreche, was dein Mund 270 daß ich stets voll reiner Triebe 722 daß ich tu mit Fleiß 67⁰ daß im Kreuz und Glücke 9⁰0⁸ daß in reiner Heiligkeit 7⁵ daß sonst nichts in meiner Seel s8) daß wir Taten tuen 363 daß zu dir uns lenket 88⁰0 deinem VolkaufdemErdenplan 37 deinem Volk hier 32⁰ deinen Knechten 35 deinen Segen diesen Tag 9⁰0⁷7 den Kindesgeist 667 der ganzen Kreuzgemeine 29⁰ dich, mein Herz, gib dich nur 4) dich uns, Herzensknabe 82 dichzufriedenundseistille 76/ du getreue Lehrer 96⁰ Freudigkeit und Stärke 76 HBerr, Geduld 476 in unser Herz und Sinnen 777 Jesu, an allen 273 mir auch unerschrocknen Mut 600 mir dein Herz, so spricht der Mund des Herrn 637 mir deinen Geist 89⁰ mir ein Herz voll Liebe 876 mir ein Herz voll Zuversicht 975 mir ein lichtes Wesen 70⁰0³⁸ mir ein reines Herz 6⁴⁴ mir nach deiner Barmherzigkeit 475 mir, o Jesu, nur heilige 7³3 mir stetiges Verlangen 18⁰ mir und allen denen 9⁵5⁰ Gib mir Verstand aus deiner Höh 882 mir vor allen Dingen 9⁰08 mir, was du verordnet hast 337 mit dem neuen Jahr 944 Segen über diese Stund 863 süße Ruhe durch dein 37 uns allen 275 uns deines Geistes Regung 374 uns den lieben Frieden 9⁰ uns, du allerheiligster Geist 186 uns ein Herz und einen Mund 48 uns heul unser täglich Brot 8)9 uns nach deiner Weise 769 uns unser täglich Brot 82 vor uns eine offne Tür 372 wiederum den heilgen Geist 5060 zu allen Dingen 182 Gibst du uns irdisch Glück 864 Gibt aber Jesus einem Glied 847 es in der Zeit 97⁰ Gieß deinen Frieden auf das Haus 864 Glanz der Ewigkeit 97⁰ der Herrlichkeit 573 Glaub nur seste, daß das Beste 78 Glauben heißt: den Beiland 449 heißt: der Gnade trauen 449 heißtdie Gnaderkennen 449 heißt: nach Gnade dürsten 4⁴⁹ und doch stecken bleiben 489 Glaubensvoll will ich zu ihm 530 Gläubiges Leiden erfreuet gewiß 796 Glaubt es doch: Des Höchsten 778 Gleich Waisen sehen wir hinauf 4060 Gleichwie Vaäter nicht bald geben 77 Glortia sei dir gesungen 967 Glückselger istuns dochkeine Nacht 83 Gnad und Heil und Friede sei mitallen 33892 Gnade bei Menschen 87⁴ bitten wir von dir 30⁴4 die aus Jesu Wunden 739 du machsts immer so 532 Herr, bitt ich von dir 64 ist ein schönes Wort 498 Gnade macht das Herz gewiß strömt aus Jesu Wunden und die Schmerzen wie bist du so groß Erden der Engel, Herr der Helden der wirds wohl machen der wirds wohl machen der wirds wohl machen hat mich bei guten Tagen hat, wie es sich gebührt heilger Geist, du Tröster wert heilger Geist, nimm du auch heiliger Geist ich danke dir von Herzen ist gegenwärkig, dem die ist gegenwärtig. Lasset ist im Fleische, wer kann ist mein Lied ist unsre Zuversicht laß dein Heil uns schauen 7²2⁸ Gönn uns, Jesu, hier auf — 28 40⁵ 677. Gott, der du reich bist an Erbarmen 443 79 der Tage, Gottder Nächte 939 770 779 7709 des Himmels und der Erden 900 76²2 786 98 392 777 9⁰⁰ 33 30 78 27 ist mein Trost, mein Zuversicht 75 07⁰ —133 Lob, daß ich von Herzen kann 886 Lob, daß mir mein Herr vergibt 5)8 Lob, daß seine Gnadenhand 79 Lob! Der Sonntag kommt herbei.— 93 Lob! Die Liebe ist 80⁴4 Lob! Ein Schritt zur Ewigkeitt 943 Lob! Nun ist der Weg gemacht 764 Lob! Nun ist erschollen 9⁵5⁵ locket mich, nun länger nicht 4 macht uns keinen Schmerz 7² meine Krone 90⁰⁰ pflegt es so zu machen 787 rufet noch; ob ich mein Ohr 41 rufet noch, sollt ich nicht endlich hören.4 rufet noch, sollt ich nicht endlich 4)) rufet noch, wie, daß ich mich 41 Verzeichnis 'D‚SSSSSSSSSee Gott, Schöpfer aller Welten 294 sei Dank, daß seine Leut 76 sei Daͤnk durch alle Welt 47 sei gedankt, der uns den Sieg 749 senkt die Majestät 74 solln wir billig loben 95 und alles Heer hoch droben 400 und dem Heiland zum Werkzeug 874 unserm Gott, sei Lob und Dank 148 unserm Gott, welcher im menschlichen Orden„ 90 Vater, Sohn und heilger Geist 868 was brauch ich mehr zu wissen 242 welcher seinen Sohn mir gab 866 wie dein Nam ist auch 292 wiedein Name, so istdein Nuhm.22 will den Menschen nicht 47⁴4 will ich lassen raten S98 wills machen 78 woll ausrotten alle gar 97 wolln wir loben—92 Gottes Führung fordert Stillle s geliebte Ritter 2⁰0⁰ Güt erwäge 7½7⁴ Hände sind ohn Ende 78⁸ Held, mit der Gnade 395 Kinder säen zwar 766 Lamm, am Kreuzesstamm 368 Lamm, dein blutig Sterben 296 Lamm, ich will dich loben 5138 Rat war uns verborgen 96 treues Schühen 970 Wort ist klar 22² Gotteskind, hörst du nicht 2⁵ Göttliche und innre Dinge 678 Gräber harren aufgetan 397 Groß ist seine Buld 492 ist seiner Liebe Kraft 7⁸9 Großer Friedefürst 57 Fürst der Deinen 82²2 Gott, wir loben dich 94 König, den ich ehre 889 Siegesheld 5873 der — Glund Gruß Güldn Gut u Gule Guler Guͤtge 74 198 oben 400 ectzeug 87 en„90 ler Geist So3 wissen 242 it gab 566 —20 —2 1 47⁴ 898 7⁰⁰ 19⁷ 9 608 20⁰ 77⁷⁴ 78 995 7⁰⁰ stamm 368 terben oben J38 der Verse 'ᷓD‚SSSSSSSSSSSSSee— Grund muß erst gegraben werden 266 Gruß euch, ihr Lieben Güldner Himmelsregen Gut und Blut, Leib, Seel Gute Nacht, o Wesen Guter Hirte, willst du nicht Gütger Jesu, ach wie gnädig Bab an ihm, was nur dein Herz Dank, o Jesu, habe Dank Dank, o Jesu, habe Dank Dank, o Lamm, für dein unendlich Lieben ich dich in meinem Herzen ich gleich oft Zorn verdienet ich Unrecht heut getan ich was nicht recht getan 262 82 762 768 98⁰ 67²2 312 87 9⁰⁷7 25 67¹ 927 — 734⁴ 766 Lob und Ehre, Preis und Dank 932 Habe Dank, du teures Haupt Haben wir uns selbst gefangen Habt eure Lust am Herrn Halleluja, bis jenes Morgens bringe der Heiland lebt dieses Wort ei wär ich da er wird mir es sei gewaget Gott heilger Geist Halleluja, Halleluja himmlisch Balleluja hinweg, was uns betrübt ja und Amen Jesus lebt Lob, Preis und Ehr Lob, Preis und Ehr o singt Halleluja Preis, Ehr und Dank Preis, Ehr und Macht schöner Morgen seht das Grab sei dir gesungen suchet nicht verschlaf die Erdenpein welche Höhen 490⁰ Halt dich im Glauben an das Wort 9s du die Wach 93 ein, mein schwacher Sinn 98 ja deine Krone feste 60⁰⁰ Halte aus 207 deinem Gott nur still 6⁰⁵ dich, Seele, beständig daran 796 halte meine Nugen 70⁰0² o Seele, im Leiden fein stille 212 Haltet euch an ihn 60⁰⁴ euch in allen Dingen 778⁸ Handle mit mir 476 Harre, meine Seele— 32² meine Seele—2² sein, er kommt mit Gaben 52 Hast du dann die Perl errungen 601 du etwa mich allein 47 du können der Versühner 52⁰ du mich in der Welt gewollt 336 du mich nicht schon geliebt 84 du nun gesehen 97 Hat er dich nicht von Jugend auf 9 er es denn beschlossen 7⁵58 jemand kein verklärtes Ruge 620 Hätt er sich nicht zuerst 383 ich mit niemand umzugehn 337 Hätte vor der Menschen Orden 66 Hätten wir 7079 Haupt, regiere deine Hütte 82⁰ Heb ich in Angst und Not 759 Hebe an 207 auf die durchgegrabnen Hände 297 Hebet eure Häupter auf 088 Hebet Hände auf und Berzen)05s Heiden werden zu dem Licht 0⁵ Heil ist, hohes Heil dir widerfahren 86) Heiland, deine größten Dinge 384 willst du mit mir gehen 346 wirst du mit mir gehen 6⁵⁴ Heile mich, o Heil der Seelen 16 Heilge Einfalt, Gnaden— wunder 742 Lust und tiefes Bangen 24⁰ Heilger Bräutgam unsrer Seelen 1024 Geist, du Himmelslehrer 180 7²29 5 Verzeichnis D‚DSSSSSSSSSSSeSe Heilger Geist voll Gnad und Liebe 655 Jesu, Heilgungsquelle 672 Leib, für uns gegeben 25⁰ Name Jesu 334 Wein, sei mir gesegnet 242 Heilges Brot, sei mir gesegnet 242 Heilig, Herr Gott Zebaoth 9 Heiliger, heiliger Herrgebaoth 224 heiliger Herr Zebaoth 224 Held aus Davids Stamm 877 ohne dich verliert man icherlich 326 Helfer der Verirrten 287 Herbei, o ihr Gläubigen 1104 Herein, Gesegneter des Herrn e 292 Herr, auf den so viele Ju⸗ den hoffen 395 bekehre auch die Meinen 67⁵ bewahre unsern Glauben 777 Christ, ich danke dir 259 da wir Zuflucht finden 972 dein Blutvergießen 0²³ dein Wort, die edle Gabe 220 deine Knechte hülfemalle geunse n 359 der du auch mir hast 87¹ der du deine Schar 36 der du deines Eifers Glut 9⁵9 der du Mensch geboren wirst 79 der du mich führst 806 der du unsre arme Seele 62⁰ derduvormals hastdein Land 959 der Ernte, groß und gut 382 des Güte nicht zuzählen 649 dir ist nichts zu wenig 87 du gingest selbst voran 875 du hast deinen Namen 7 du hast meine Schulden 448 du willst nichts, was dein ist 402 duwollstunsvollbereiten 243 erbarm, erbarme dich 5094 erhalte stets bei uns 849 erhöre doch der armen Deinen 39 es hat dein treues Lieben 2⁴4⁰ 730 Herr, es hat noch keiner 20 Gott, dessen starke Rechte 794 Gott, dich loben wir, daß du die 956 Gott, dich loben wir, daß du uns 956 Gott, dich loben wir, die wir 956 Gott, dich loben wir für 956 Gott, dich loben wir, Herr Gott wir danken dir. 2 Gott, dich loben wirl Re— gierncherre 936 Gott, dich loben wir! Wir 956 Gott Vater, mein starker Held 549 Gott, wir danken dir 9⁰ habe acht auf mich beim 688 habe acht auf mich, dein Herz 688 habe acht auf mich! Hast du 6588 habe acht auf mich; o zeuch 688 habe acht auf mich, schaff 688 habe acht auf mich und laß 688 habeachtauf mich und reiß sss heile meine Seele 9072 höre, Herr, erhöre 9⁰ ich glaube, hilf mir Schwachen 435 ich warte auf dein Heil 246 in des Morgens heilger Stille nt. 977 Jesu Christ, dich zu uns wend 34 Jesu Christ, die Seufzer mein 82) Jesu Christ, du bistallein 82“ Jesu Christ, du bists allein 5⁰ Jesu Christ, du einger Trost 82 Jesu Christ, mein höchstes Gut 67 Jesu Christ, mein Leben 629 Jesu Christ, wahr Mensch und Gott. 8 Jesu Christe, Gottes Sohn 162 Jesu, daist herzund Hand 629 Jesu, dein freundliches Angesicht scheine 300 Jesu, deine Gnadenwahl 20²½ Jesu, der dumir 28 Jesu, der du uns bestellt 585 Jesu, dich zu loben 387 Jesu, du allein 97 erzeichniz 20 echte 9 budie 956 du uns 956 e wir 956 80 „Hert dir 2 Re— 0 Wir 936 Held 59 95⁰ 0˙⁸ Hen odd st du 688 uch ods F. oss laß 6s dreiß oss 972 9⁰⁰ wachen 495 eil 0 ilger III us Wend 94 rmein 82/ allein 82 lein)5ʃ Trost 8e öchstes ./ deben 5 lensch . 58 ohn 02 „Hand 629 liches 000 9˙.l. 7 20 stellt d 9⁰⁷ 97 der Verse 5 ꝑ/Dq‚DSSSSSSSSSSSSSe— Herr Jesu, ewges Licht 499 Oesu,‚ führe mich 6⁰0⁰ Jesu, gib, daß ich mit Beten 322 Jesu, Gnadensonne—42² Jesu, hilf, dein Kirch erhalt 275 Jesu, höre unser Bitten 83) Jesu, ich, dein teures Gut J0⁰5 Jesu, lehre mich dich finden 673 Jesu, mehr zu flehen 387 Jesu, nimm mich hin 66 Jesu, nimm zu dir mich ein 478 Jesu, sei an jedem Tag 301 Jesu, wenn der Zeugen Heer 467 komm in mir wohnen 33 komm wie zu der Väter Zeit i 964 laß dein bitter Leiden 526523 laß doch alle Ding 69⁰ laß es dir gefallen 692 laut erschalle dein Gnadenwort 226 lehr mich stets mein End 10 leht uns selbst in deinem Licht 84/ mein Heil, in aller Angst 488 mein Hirt, Brunn aller Freuden 762 meinen Geist befehl ich din 750 öffne mir die Herzenstür 2)7 öffne mir die Tiefemeiner Sünden 84 schenk mir deinen Segen 348 schreib ins Buch des Lebens 232 segne meine Tritt 7⁵59 sei gepriesen 947 send uns deinen Geist herab 862 so bin ich nun dein Kind 49⁰0 und Gott der Deinen 65³ν und Gott der Tag und achheee 8 und Haupt der Kreuzgemeine 295 und Haupt, Immanuel 362 unser Gott, laß nicht zu Schanden werden.. 202 unser Meister, lehr uns gläuben 36⁰ unfre Schuld ist groß und schwer 474 vordein Antlitztretenzwei 863 Hett, was sind wir, daß du Engel 794 wer kann deinen Rat ergründen 785 wir geben diesen Rugenblick 609 wir sind schwach 359 zermalme, brich, vernichte 895 zürne nicht, daß ich so bitte 35³3 Herrnhut soll nicht länger stehen 266 Herrnhut, weißt du 28⁰ Herrscher herrsche, Sieger, siege 59 herrsche, Sieger, siege 590 Herz, laß dein Sorgen sein /25 mit uns, wir schwören dir 30⁰0⁴ und Herz, vereint zusammen 84 Herzensheiland, schenk mir 1738 Herzensherr, Immanuel 304 unsre Seelen lieben dich 827 Herzensknabe, Herzensknabe 8⁴4 Herzenskündiger 66⁷ Herzlich fleht die Kinderschar 866 lieb hab ich dich, o Herr, 848 tut mich verlangen 10⁰ Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen.)) Heut, als die dunklen Schatten 902 hält der Herr ein offnes Haus 40 ist der Arzt, der Wundermann 40 schleußt er wieder auf die Tür 63 wird der gute Sämann gehn 40 Heute geht aus seiner Kammer 66 Hier bleiben Jesuheilge Wunden 1042 bleibt indes mein Los 989 bleibt mir die Zunge kleben 820 durch Spott und Hohn 87 findet es die angenehmsten Ruen 875 gehen wir und streuen 949 hab ich der Verheißung—104 hast du Leib und Seel 6²⁷7 hast du meinen schwachen Mund 627 hast du Sinne und Verstand 627 hast du uns alle 33 hast du uns, so wie wir sind 627 ist das rechte Osterlamm 140⁰ ist der Engel Land 98 ist der Ort, hier sollst du wohnen 672 ist die Stadt der Freuden 99 78 Verzeichnis D‚DSSSSSSSSSSS 8 3 Hier ist ein Häuflein 857 ist Immanuel 9⁵5²2 ist mein Herz, du Herz der Liebe 673 ist Müh 998 komm ich, mein Hirte 85 legen wir uns alle dir zu Füßen 288 legtmein Sinn sich vordir nieder. 623 liege ich, o Jesu, dir zu Füßen 427 ruhet ihr, um einmal Lasten 373 sind die Siegespalmen 969 sind die starken Kräfte sind die treuen Sinne 8 sorg ich, fehlt es mir 42⁰ stehen wir von nah und fern 385 stehn wir noch auf Wacht und Hut 038 trübe deine Sinnen 9⁵5⁵ werfen wir uns vor dir nieder 491 Hilf, daß der losen Spötter Hauf 276 daß ich gar nicht wanke 30⁰ daß ich mich nie von dir kehre 785 daß ich mit diesem Morgen 900 daß ich rede stets 67⁰ daß in meinem Stande 9⁰⁸ du, der uns nie Waisen läßt 862 du mir immer weiter 348 du uns durch die Zeiten 9⁴0 fernerhin, mein treuster Hort 942 gnädig allen Kranken 9⁵5⁰ Helfer, hilf in 2—— und Not 820 mir auch zueingen Fleisch 7⁵³— mir und segne meinen Geist 136 uns dahinan 97⁰ uns durch, wo wir dein benötigt 827 uns, großer Kinderfreund 866 uns jafleißig halten 834 Hilfe, die er aufgeschoben 77¹ Hilfst du getreulich kriegen 62 Himmel, Erde, Luft und Meer 6 lobe prächtig 75 Himmelan, ach himmelan 98 Himmelan geht unsre Bahn 98 732² Bimmelan! Mein Glaube zeigt 98 ruft Gott mir zu 98 schwing dich, mein Geist 98 wird mich der Tod 98 Hinunter ist der Sonne Schein 9)8 Hirte deiner Schafe 9²⁰ nimm dein Schäflein an 227 Hoch, so hoch du kannst, erhebe 778 über alle Hügel 387 Höchste Majestät 573 Hoff, o du arme Seele 78 Boher Gott 82⁷ Jesu, Ehrenkönig 67² Holde Hände, holde Hände 8⁴ Holdselig Gotteslamm 835 Hör, was die Deinen sagen 773 Höre deiner Kinder Flehn 962 Jesu, dies Gebet 227 Jesu, unser Flehen 374 Hört, euch ruft die ewge Liebe 873 ihr das Sängerheer 97⁵ ihrs, ihr Wächter auf Zions Tor 227 Hörts doch alle, kommt zur Liebe 285 Hosianna! Davids Sohn kommt in ion.. 53 Davids Sohn! Sei gegrüßet 1303 Davids Sohn! Sei gesegnet 1303 Friedefürst! 83 lieber Gast 583 nah und fern 53 sei gegrüßt 8 steh uns bei Hunger kriegen, die dich schmecken 920 Hüter, ist der Tag noch fern 397 ist die Nacht schier hin 1088 wirddie Nachtder Sünden 427 Ich aber, dein geringster Knecht 69 armes Kindlein aber kann 868 auch auf der tiefsten Stufen 516 begehr nur in dein Herz 84 begehre nichts, o Herre 89 bete an die Macht der Siebe 1175 bete ihn ganz herzlich an 677 Betrübter komme hier 4⁰⁰⁷ Liebe 879 97⁵ ons Tor 22) Liebe 285 Sohn s grüßel Noz segnet J5oz 59 mecken s70 m 9⁰⁷ hin J089 unden 42⁷ Knecht od mnn Sos ufen 5/0 995 355 5⁵⁰ Liebe der Verse Ich bin das Licht, ich leucht euch für 588 bin dein, Herr Jesu Christ 364 bin dein, sprich du darauf 708 bin durch der Hoffnung Band 300 bin durch manche Zeiten 73 bin ein Gast auf Erden 978 bin ein Glied an deinem Leib 99ꝰ bineinkleines Kindelein 86s bin Fleisch und muß daher 0⁰⁷ bin ganz getrosten Muts 40 bin ganz unaussprechlich froh 70 bingetauftaufdeinen Namen 228 bin Gottes, Gott ist mein 766 bin hart, erweiche mich 4²⁵ bin in meinem Geiste 133 bin in Wahrheit eins 5389 bin, mein Heil, verbunden 5 binnunfreigemacht durch Jesum Christ... 82 bin rein um deinetwillen 66 bin sehr schwächlich, das weißt du 634 bin vergnügt, daß mich nichts 943 bin zufrieden 99 bins, der dich beim Namen rief 3068 bins gewiß und sterbe drauf 434 bins, ich sollte büßen 735 bins versichert, daß du mich 27⁰ bitt auch für die lieben Meinen 917 dank es meinem Könige 848 danke dir, du wahre Sonne 555 danke dir für alles das 336 danke dir für deine Huld oo danke dir für deinen Tod 3oo danke dir von Herzen, o Jesu, Freund in Not 78 danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund117 danke tausendmal 28 danks dem Gotteslamme 5837 darf nun nicht vor meinem Grab 13/ dein betrübtes Kind 4077 dein Untertan 89⁰ fall in deine Gnadenhände 673 fasse dich, mein Lösegeld 2584 findemehrals ein Versehn sss Ich folge dir durch Tod und Leid folge Gott, ich will ihn ganz freue mich in dir freue mich, so oft und viel fühle wohl, daß ich dich liebe 8 ‚IISSSSSSS 436 470 7⁴ 43⁴ 643 fühls, du bists, dich muß ich haben 17)5 geb mich dir aufs neue hin gebe dir, mein Gott, aufs neue gebe mich mit Hand und Mund 658⁸ 228 330 gehnun an mein Tagewerk sso geh zu deinem Grabe gehe nun, sanft auszuruhn gehe nun zu Bette glaub an Jesum, welcher spricht glaube, daß sein teures Blut glaubs. So tilge dann glaubs und fühls im Herzen gönne der Welt ihre herrlichen grüße dich am Kreuzes- stamm grüße dich, du güldne Stadt hab erhoben hab es ja mein Lebetage hab in Gottes 2 und Sinn hab nun überwunden hab von ferne habe an dir, was ich will habe Jesu Leib gegessen habe Jesum angezogen habe ihm mich ganz ergeben habe mich ergeben habe nun den Grund ge— funden habe nun in deinen Wunden halte mich getrost zu dir halte mich zu dem hang und bleib auch hangen hatte nichts als Zorn verdienet ich und meine Sünden kann es nicht vergessen kann nicht selbst der Sünde kanns mit meinen Sinnen komm erst zu der Stätte komm zu dir in wahrer Reu 152 93 3 Ich kriech, Erlöser, dir zu Füßen 424 lag in schweren Banden 52 lag in tiefster Todesnacht 67 laß mich dir und bleib indessen 188 lasse billig dies allein 55⁰ leb, ich sterb, so bin ich dein 8o/ lebt in sichrer Ruh 4²⁰ lieb dich wohl, doch soll 64⁵ liebe dich zwar, doch lange 879 lief verirrt und war verblendet 555 lieg in Sünden blind und tot 428 mache mich im Geist bereit 27⁰ mag kein Beil als nur in Jesu 446 meine: Jesum Christum nennen 620 muß noch mehr auf dieser Erden 43 nehm es an, mein HBeil 25 öffne dir Herz, Seel und Sinn 248 rief zum Herrn in meiner Not 13 ruf zu dir, Herr Jesu Christ 926 schäme mich von Herzen 6²2 schäme mich vor meinem Herrn 708 schließe mich aufs neue 9338 seh in bangen Bußideen 105 seh mit Lieb und Beugen 108 sehe dich mit Freuden an 67 sehe ihn ganz übernommen 30⁵ selber kann und mag nicht ruhn 136 singe dir mit Herz und Mund 9 sink, Erlöser, vor dir nieder 495 soll auf dieser Erden 339 steh an deiner Krippe hier 67 steh 5 meines Herten Band 877 steig hinauf 3u dir im Glauben 67³ sterbe nicht, nein, nein 4⁰ suchte Trost und fand ihn nicht 225 trau auf dich, o Gott, mein Herr 820 traue, Herr, auf deine Gnade 334ʃ traue seiner Gnaden 7⁵58 und mein Haus, 7— bereit 864 verehre deine Liebe 2⁴ weiß, daß du der Brunn der Gnad 9 734 Verzeichnis DDSS SSSSSSSeES— Ich weiß, daß du mich nicht verläßt 755 weiß, du führst mich durch—0¹⁴ weiß, er hat mich nicht vergessen 791 weiß, inJesuBlut undWunden 70 weiß ja wohl von keinem Bann 658 weiß, mein Gott, daß all mein Luin. 882 weiß mir zwar nicht selbstzu raten 6⁴³ weiß noch keinen bessern Herrn. 15)8 weiß sonst nichts zu sagen 448 weiß und glaub gewiß oo5 weiß, was ewig dauert 870 weiß, woran ich glaube 86 wende mich zu dir 48 werd mich über mein Selig-⸗ sein. 1023 werde dir zu Ehren alles wagen E will an nichts mehr denken 6²09 will ans Kreuz mich schlagen J175 willbeider Lehrebleiben 223 will daraus studieren 75 will dein Diener bleiben 7⁰ will dein Halleluja hier 69 will dich all mein Leben lang 173 will dich hier auf Erden 76⁰0 will dich immer treuer lieben 686 will dich lieben, meine Krone 855 willdichlieben, meine Stärke s55s will dich lieben, o mein Leben 55s will dich, mein Gott, er— höhen. 049 will dich mit Hleiß bewahren 66 will die Sorge meiner Seelen 6438 will es kindlich wagen 348 will gerne halten stille 675⁵ will bier bei dir stehen, du wirst 82 will hier bei dir stehen, verachte 3)7 will jetzt mit dir gehen 08 will in der Zionsstille 40 will nicht kleine Gaben 77 will schon auch zur Arbeit gehen 0 will streben 7778 will von deiner Güte singen 19 will von deiner Lieblichkeit 009 der Ve — —— Ichwil! wills wills Lat willst wills Jes wills! wollte wollle wüßte! zäͤhle e zeig eu zieh i zweifle Ihm, der hab ich Ihm ist u Ihn erheb hab ich ihn laß ihn selh Mhr abet, alle, la armen Amen aufgeh Btrüder Bürger die ih die ihr dürft e dürft o Gliede grünen hellen hingeg Hirte fro Jungf Kind lichnis bidt 755 0)%4 en 79ʃ en jojj nn 658 ll 682 len 643 IU 578 998 one 555 lätke ö55 eben 555 ⸗ J04⁰ ten 60 elen 643 u 346 67⁷⁵ witst 82 achte I/ der Verse ‚IFSISISS S SSee Ichwillvonmeiner Missetatais wills vor Augen setzen 135 wills wagen, mich dem Lamm allein. 635 wills wagen, nun und 635 wills wagen, von der Oesustreu 275 wills wagen, wo vom 635 wollte gern, ich bin davon nicht Sos wollte lieber 332 wüßte nicht, wo ich vor Jammer 473 zähle Stunden, Tag und Jahr 943 zeig euch das, was schädlich ist 588 zieh in ferne Lande 89² zweifle nicht daran 70 Ihm, der da lebt in Ewigkeit 78 hab ich mich ergeben 7⁵58 Ihm ist nichts zu viel 372 Ihn erhebt das Sonnenlicht 36 hab ich eingeschlossen 7⁵57 ihn laß tun und walten 763 ihn selber will ich haben 4⁵⁰ Ihr aber, deren bloßer Mund 472 alle, lauft, daß ihrs ergreifet 842 armen Sünder, kommtzu 399 Armen und Elenden 48 aufgehobnen Segenshände 171 Brüder, laßt uns alle wachen 842 Bürger des Himmels, kommt 560 die ihr Christi Ehre seid 169 die ihr Christi Namen nennt 13 dürft euch nicht bemühen 82 dürft so, wie ihr seid 4⁰0 Glieder sein, Gott ehr euch 256 grünen Blätter in den Wäldern 9 hellen Sterne leuchtet wohl 92⁴ hingegen ruht in eurer Kammer 10²9 Hirten, auf, wir wallen froh. 9 Jungfraun des Lammes 976 Kinderdes Höchsten, wie stehts um die Liebe 836 Kinderlein, kommet, o kommet doch all.J099 Kindlein, bleibt mit Wachen 687 Ihr klugen Jungfraun alle 99 Mächtigen auf Erden 48 Scharen vor des Lammes Thron, ihr muntern. 20 Scharen vor des Lammes Thron und all ihr selgen. 8 Seelen, sinkt,sasinkethin 268 segensvollen vierzig Tage 157 segnet Christi Schar hienieden 17 Seinund Wandelnleuchtimmer 2638 Zeugen alle vom Kreuzesreich 334 Zeugen, kennt ihr euren Weg 323 ieht mil Golleskraft die Herzen—77¹ Im Armsein liegtalleimndie Stärke 7438 Augenblick wird sie erheben sich 02 Feuer muß sich Gold bewähren 878 Frieden Jesu Christ 376 Im Glauben schauen wir auf ihn 7064 Glaͤuben sprech ich Amen S8 Glauben und Vertrauen 824 Glauben wandelnd 704 Himmel und auf Erden/ ist 386 Himmel und auf Erden tönt 154 Kleid des Erstgebornen 8²⁴ Leiden warst du wie ein Zamm 600 Schatten des, so ich be— gebret. 0 908 schönen Hochzeitskleide 389 Schutz des Herrn steht unsre Ruh Sog sichern Schatten deiner Flügel 795 Verweilen und im Eilen 78 Immanuel! Gott sei bei seiner 952 Gott sei mit uns 95²2 Gott wohn 95² Immer machs nach deinem Sinne 810 Inallem Kreuz und Leiden Jos! allen Chören 9⁴/7 allen meinen Taten 75⁵58 Christi Blut hab ich Gerechtigkeit 982 Christi. ich ein..0⁰4 Christo gelebt 1007⁰ dein Erbarmen hülle—124 dein Seite will ich fliehen 00⁰8 285 9 8 'D‚DDSSSSSSSSSSES— In deinen Armen schlief ich ein 907 Ist man in heilgem Ernst bereit 847 dem ewig schönen 0²³ den ersten Gnadentagen 628 den heilgen Wunden dein 897 der Welt ist kein Vergnügen 489 des Lammes Blut alleine 46 dich hab ich gehoffet, Herr 750 die Welt bist du gekommen J085 diesem Lichte kannst du sehen 72 dieser Fassung laß mich bleiben 497 dieser letztn, betrübten Zeit 275 dir ist Freude 19979 dir will ich nun 8⁰⁰ dulci jubilo 096 Gottes Reichwirrühmen heut J080 Hoffnung kann ich fröhlich sagen 64³ meinem größten Zagen—02 meines Herzens Grunde bist du mir.. 4⁵ meines Herzens Grunde dein 977 seiner Liebe 35 unsrer Bibel ist um und um 227 Versuchung führ uns nicht 82⁰ Indes will ich, mein Jesu, dich 130 wird er den Meinen 892 Indessen ist das Erdenland 472 soll auf dein Geheiß 27⁰ will ich treulich kämpfen 643 Innigkeit und Mannheit 287 Insonderheit erhalte du 73 Irr ich, sucht mich deine LEiebe 5582 Israel, wie magst du sagen 1077 Israels Schut, mein Hüter 92⁷7 Ist auch allezeit— 17 auch mir zur Seite 530⁰⁵ das Werk getan 77— dies vollkommne Lieben 79 dieser Grund geleget 731 eine Lust, ein Scherzen 0⁰ gleich der Anfang etwas schwer 882 gleich der Weg sehr enge 986 Gott für mich, so trete 76 Gott mein Schutz 27 man gestärket 36 Verzeichnis meine Bosheit groß 407 Ists doch deines Vaters Wille 8o9s Werk von dir, so hilf zu Glück 882 Ja Amen, da sind beide Hände 6)2 Amen, treuer Zeuge 33⁰ bald, bald wird es werden Joss das Gebet im Glauben 8²⁴ deine Hand hat uns gefaßt 48⁰ der Preis soll überfließen 0⁴ du Herz voll Treue 877 eile her zu mir 42 ein HBerz, besprengt 638 freilich bin ich zu geringe 795 für alles, was mich kränket 67 Herr Jesu, bei dir bleib ich 234 ich will mein Herz dir geben 879 ihr Glaubens-, Liebs- und Hoffnungswesen 08 in allen Blümelein—792 ja, mein Herz will dich umfassen 573 Jesus siegt, obschon das Volk 3osꝰ/ Jesus siegt! Seis, daß 308⁷ Jesus siegt! Seufzt eine große 0ꝰ/ Jesus siegt! Wir glauben es Jos/ laß in der Gemeine 84 laß uns bleiben in deiner Schul 387 lerne doch, du Kind der Liebe 790 mach mich endlich stille 172⁰ mein Jesu, laß mich nie vergessen 308 mit einer Opfergabe 44⁷7 sei und bleib uns fort und fort 862 so will ich nun 1779 was soll ich mehr verlangen 674 wenns am schlimmsten 877 wenns euch zu tun ist 72⁷ wir erfahren mit der Tat 57⁰ wir ergeben dir uns heut 10²⁷ wir sehn die Schar der Zeugen 324 wir wollen nun mit Freuden 20 wohl gemacht durchs ganze 1035 zum Lohn für Jesu Schmerz 704 Jakobs Stern ist aufgegangen 68 332 Jauchz ihm, Menge heilger Knechte 576 Christ,! Christ. Gne Christe, deine E deine deine deinet der du der du der du derd dich a dit nu du ewg du hast du hast du He durch einger ewge geh v Gesst 899 en 873 nd 030 7772 ssen 673 ole 30⁸⁷ 0⁸⁷ ose 08/ es 0⁸⁷ 84 chul J87 ebe 790 2⁰ essen j08 der Verse Dq‚qSSSSe SSSSeSSe— Qauchzet dem Herren, iht Welten alle. J047 ihr Himmel, frohlocket ihr enden 78 ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel in Chören 78 Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt 79 Je mehr dein liebreiches Herz vergibt 83 weiter uns die Gnade nun 4⁰³ Jehovah ist mein Hirt und Hüter. 874 Jerusalem, du hochgebaute Stadt 028 Jesu, Brunnquell aller Gnaden** 64 Christ, du nur bist 9989 Christe, einger Mensch in Gnaden ů ⁰Jos9 Christe, unser Leben 693 deine Gnadenquelle 36 deine Passion 50⁰ deine tiefen Wunden 67¹ deiner zu gedenken 87³ der du Jesus heißt 203 der du meine Seele 43⁵ der du uns erworben 67 der du warest tot 74⁵ dich alleine 7438 dir nur leb ich 992 du ewger Bräutgam wert 7⁵⁴ du hast mit Erbarmen 28 du hast weggenommen 435 du Herzog 483 durchgegrabne Hände 956 einger Mensch in Gnaden 266 ewge Sonne 506 geh voran 674 Geist entzünde 87⁰ gib gesunde Augen 4²⁷ gib in dunklen Wegen 782 großer Wunderstern 97 Haupt der Kreuzgemein 839 Helfer, Trost und Rat 203 hilf, daß ich 87 hilf siegen! Ach wer muß nicht 894 hilf siegen, damit auch mein 894 QJesu, hilf siegen! du des Lebeennn 59⁴ hilf siegen im Wachen 894 hilf siegen! Wenn alles 894 hilf siegen, wenn ich einst soll 894 hilf siegen, wenn in mir 594 hilf siegen, wenns nun kommt 894 komm doch selbst zu mir 556 komm herein 377 laß auf mein Gewissen 868 laß dein Leiden 473 laß mein schwaches Lallen 868 laß mich auch kein Leiden 5868 laß mich, deinen Reben 868 laß mich endlich gehen 9 laß mich hier auf Erden 5368 laß mich meine Sünden 868 laß mich mit Verlangen 5868 laß mir meinen Glauben 5868 Lebenssonne 84⁵ lehr bedenken mich 10⁰ leite mich 89⁰ mein Erbarmer 58⁰0 mein Freud, mein Ehr und Ruhm 75⁴ mein Herr und Gott allein 754 meine Freude 768 meine Lebenssonne 24⁰ meiner Seele Leben 852 meiner Seele Weide 872 meiner Seele Ruh 5857 meines Lebens Leben 779 Name, Jesu Wort 95⁰ nimm dich deiner Glieder 6⁴ reines Licht der Seele 96 richte mein Gesichte 7778 Ruh sin Josephs Gruft 136 Seelenbräutigam 856 Seelenfreund der Deinen 38 stärke deine Kinder.. Geuß aus 602 stärke deine Kinder.Gottsog treuer Heiland, sprich mir immer. 301 unser Herz und Mund 338 wahres Brot des Lebens 2⁴4⁰0 was du angefangen 675⁵ 47 7⁰⁹ ö —— —.— 7³⁸ K D‚SSSSSSSSe Jetztist die angenehme Zeit 681 will ich mich schlafen legen 932 wolln wir gehn und schweigen 363 Jesu, wie soll ich dir danken 64 wir bitten von Herzensgrund 474 wunderbarer König 587³ Jesum genießen 87⁴ laß ich nicht von mir 853 meiner Seelen Heil—0² verloren am Kreuzesholz 33⁴ Jesus, aller Völker Heil 9⁵ Christus blick dich an 308 Christus herrschtals König 5)6 Christus ist der Eine 5716 Christus läßt mich nicht 10²² Christus, manche Nächte 939 den wir jeht mit Loben 87³ der zur Seligkeit 308 er, mein Beiland, lebt ⁰⁷ hat die Weise nicht 47 hatein Wort gesagt 675 hat uns bis in Tod geliebet 456 herrscht in großem Frieden 587³3 ist das schönste Licht 862 ist der Siegesheld 93g ist die helle, lautre Lebensquelle 546 ist ein König 846 ist es ewig wert 5839 ist kommen, der König der Ehren 99 ist kommen, der starke Erlöser 9o istkommen, die Zuelle der Gnaden 9o ist lommen, die Ursach zum Leben 99 ist kommen, ein Opfer für Sünden 99 istkommen, Grund ewiger Freude 111199 ist kommen, nun springen 99 ist kommen, sagts aller Welt 9o ist mein Lebenslicht—0² ist so prächtig 84 ist zum Vater gangen 87³ kommt, daß er erfüll 67⁵ meine Zuversicht 0⁰⁷ nimmt die Sünder an 40⁰⁰⁷ nimmt die Sünder an 40⁰ soll die Losung sein 95 ward ein Mensch für mich 470 wird von mir gesucht 862 Jesuserbarmen vom Kripplein 94 Verzeichnis Kämpfe bis aufs Blut und Leben 601 Kann ein einiges Gebet 8²³ und mag auch verlassen 9 uns doch kein Tod nicht töten 762 Kannst du das wohl? Bist du 808 Kehre aus der Welt Zerstreuung 470 wieder, endlich kehre 407⁰ wieder, irre Seele 47⁰ wieder, kehre wieder 47⁰ wieder; neues Leben 47⁰ Kehrt mit seinem Segen 7 0⁵ Kein beßre Treu auf Erden ist 754 Durst noch Hunger wird uns 98s Elend kann nun meiner 44⁰ Engel, keine Freuden 7⁰ Hirt kann so fleißig gehen 4⁰⁰ Mensch kann, Herr, dein Antlih 785 menschlich Ohr hats je gehört 162 Mittel außer dir selber war 85 Ohr hat je gehöret 0²⁷ See kann sich so ergießen 4⁰⁰ Sperling fällt 27 Tröpflein Bluts war dir Iu tene. 27/ Ubel soll begegnen dir 87 Volk noch Sprach ist zu geringe 366 zeitlicher Verlust 4²⁰ Zepter, keine Krone 4 Keine Lust ist auf der Welt 585 Schönheit hat die Welt 1172 Keinem andern sag ich zu 856 Keinen hat Gott verlassen 757 Keiner Gnade sind wir wert 40 Keuscher Jesu, all dein Wesen 672 Kind, dessen großer Name 77. Kinder, die der Vater soll 766 Kindeskinder werden preisen 3049 Kirche Jesu, freue dich 308 Kirchlein, folge lauterlich 372 Kläglich schreien wir zu dir 203 Komm, belebe alle Glieder 38 der Ve D o m M, 5 Vo beug un du Ge du hod du lan srohe führe! Gotle. heilig herei Hert. Jesunt komm! leuchte Liebe dei mein! mit dei nur mi o Chri o Hen o kom o kom o mei rufen Segg verkla versch Kommef iht Komm Kommt ött 302 der Verse KR L 'D‚SSSSSSSSSSE— Komm, beug dich tief, du Volk des Lamms.. 494 beug dich tief, mein Herz und Sinn 48) du Geist der Kreuzgemeine 29 du hochbewährter Arzt 716 du lang verlangte Stund 666 froher Tag, o komm 396 führe unsre stolze Art 62² Gottes Friede, Gottes Mut 184 heiliger Geist, Herre Gott 173 herein, Haupt der Deinen 245 Herr Jesu, seiunser Gast 879 Jesu, wunderbarer 6⁰ komm und halt dein Abendmahl 248 leuchte mit dem Gnadenschein 784 Liebe, komm, und schütte deine Segen. 288 mein Herz, in Jesu Leiden 242 mit deinem Königreich 82⁰ nur mühselig und gebückt 4⁰⁸ o Christe, komm 0²⁰ o Herr, in jede Seele 38 o komm, du Geist des Sebens 177 o komm, getreuer Hirt 397 o mein Heiland, Jesu Christ 46 rufen brünstig alle 388 Segen aus der Höh 885 verkläre bald 9710 verschließ die Kammer 929 Kommet alle, kommet her 4⁰ ihr Kinder, mit fröhlichem Herzen. Kommst du nun, Qesu, vom Himmel herunter.. 73 Kommt ach kommt, ihr Gnaden⸗ kinder.. 845 betetanbeiChristi Gruft' 48 Brüder, und erhebt das Lamm. 87⁰ danket dem Helden mit freudigen Zungen 15 erhöht die Majestät 27 her zu mir, heißts bei ihm allezeit 40/ Kommt herbei, frohe Zeiten 395 Kinder, laßt uns gehen 986 Kinder, laßt uns gehen 986 Kinder, laßt uns wandern 986 laßt uns munter wandern 986 mir etwa in den Sinn 47¹ Seelen, kommt alle, lernt 860 singet dem Herren 90⁴ Sünder, und blicket dem ewigen Sohne 404 tretet in die Harmonie 169 und helft mit Innigkeit 49⁰0 und laßt uns Christum ehren 68 unsers Lebens Ende 880 werft zu des Heilandes Füßen euch nieder.. 33 wir wollen allen Sachen 095 wir wollen niederfallen 285 König, demwir alle dienen 699 der Ehren, aus Liebe geworden 78 gibuns Mutund Klarheit 374 ist Jesus Christ 72 Jesu, das ist wahr 47⁰ Jesu, den wir lieben 87⁴ Jesu, streite, siege 39⁴ sei gepriesen 26 Königskronen sind zu bleich 82⁴ Könnt ich deine Wunder doch 490 ich fröhlich alles tragen 6⁴ ich recht von Liebensagen 575 ichs irgend besser haben 234 Könntst du tausend Welten finden 400 Kräfte aus dem Lebensquell 774 Kräftger Name Jesu 89⁴ Kranken Herzen sende Ruh— 734 Kreuz und Elende 90⁰ Kron und Lohn beherzter Ringer. 610 Kurz, mein und unser aller HBerʒ 6²⁰ Lamm, für uns geschlachtet 0²⁰ gib uns das notwendge Stück ua Gottes, deine Wunden 253 Gottes, deinen Wunden 948 47³ 739 L 7³4⁰0 mes endlich deine Wunden Saß alle, die regieren 9⁰ alles freundlich sein 885 alles, was verhandelt wird 30⁰ auch alle andern Herden 67⁵ auch meine Lieben 92⁰ bei Zeiten, laß bei Zeiten 8⁴4 dein Evangelium 666 dein gesegnet Blut 240 dein Leben unsern Geist 3⁰⁴ dein Werk unter uns 303 deine Kirche je mehr und mehr 371 deinen Segen auf mir rubhn 975 deiner heilgen Engel Schar 926 deiner Liebe Brunn 69⁰ deines guten Geistes Licht 678 deines Wortes Kräfte 279 des Feindes List und Trug 230 dich dein Elend nicht bezwingen 76/ dich durch nichts erschrecken 795 dich erbitten, liebster Freund 925 dich erleuchten, meine Seele 72 dich freundlich hören 832 dich inniglich umfangen 82⁰ die ganze Brüderschat 839 die Nacht auch meiner Sünden 900 die Zungen brennen 182 dies Kind, da du gewollt 230 dies Kind der Treue dein 230⁰0 diesen Vorsah nimmer wanken 228 ö dir nichts am Herzen kleben 601 ö dir nur den tkeuren Glauben 782 dir seine Majestät 60⁰0⁵ doch nicht den Geist der Seelen 427 du ihr neu gegründet Haus 869 ö du mich ů schaft 7c7⁸ ein Mann mich werden 172⁰ ein Mann mich werden 72⁰ ein Mann mich werden 72⁰ Verzeichnis 'DSSSSSSSS Lamm, mache, daß mein ar⸗ Herz 55 und Blut, du höchstes Gut 4⁵³ und Haupt, das selbst geglaubt 27) und Haupt,es seigeglaubt 798 Laß es deinen Geist von neuem 8589 ferner dich erbitten 9⁵5⁰ Herr, dein Wort recht kräftig 38 jede hoh und niedre Schule 353 in meinem Herzen 6⁵⁰⁶ keinen unter uns träge sein 342 leuchten mir dein Angesicht 726 Lieb und Einigkeit 278 Liebster, mich erblicken 5858 meine Seel in deiner Gunst 30⁰οο mich an andern üben 23 mich an meinem End 67⁰ mich beizeit meinHausbestellen 701 mich dein bitter Sterben 25⁸ mich dein freundlich Bild 69⁰ mich dein jammernd Herz 69⁰ mich dein sein und bleiben 668 mich deine Freundschaft schmecken 124 mich deinen Ruhm 873 mich diese Nacht empfinden 92 mich, Herr, von dir nichtwanken 923 mich in meinem Los 316 mich mit Freuden 90 mich mit jedermann 67⁰ mich nur betend bald 69⁰0 mich nur, Herr Jesu 0²⁸ mich recht arm und elend werden 64/ mich sehn, wie man auf dich 104 mir doch diesen Tag 908 mir, wenn meine Augen brechen 025 mit Beten und mit Wachen 208 nur dein Herz im stillen Glauben Soꝰ/ nur indessen helle scheinen 72 o Jesu, mir auf Erden 99⁰ o Weinstock, deine Säfte 582⁰ sich die Gemüter kehren 38 so in meiner Pilgerschaft 6⁰⁰ uns dein edle Balsamskraft 175 uns deine Wahrheit lieben 698 uns deinen Sinn erreichen 82⁰ uns dich hienieden 030 uns doch mit dir auferstehn 75⁰ uns einst wie sie von hinnen 30399 uns geringe sein 733 der Ve .. ——— Laß uns uns, uns im uns im uns in uns no uns nu uns rib uns so uns, so uns sol uns ste uns tä uns w. den uns we unser h unsete von dir Lasse Han Lasset kun uns de der Verse 'D‚DSSSSSSSe SSSSeS— Laß uns hier indessen 182 uns, QOesu, bei dem Essen 879 uns immer also handeln 678 uns immer vor dir schweben 695 uns in allen Chören 189 uns noch serner tkaͤusend Guts 826 uns nur ohn Unbestand 875 uns rittermäßig ringen 60⁰0 uns so vereinigt werden 84 uns, solang wir leben hier 276 uns solches stets durchdringen 878 uns stets dein Zeugnis merken 177 uns täglich schmecken 859 uns weiden in den Freu— den Komm 88 uns weiden in den Freuden Lehr uns 869 unser Haus gegründet sein 84 unsere Gedanken 377 von dir uns wahre Sanftmut 724 Lasse Hande, matt gewordne Knie 609 Lasset kund doch werden 0⁷7³ uns den Herren preisen, o ihr Christen überall. J43 uns den Herren preisen und vermehren.20 uns mit Jesu leben 586 uns mit Jesu leiden 586 uns mit Jesu sterben 886 uns mit Jesu ziehen 886 uns singen 90⁰ Laßt alle Sangmut gleich 65⁰ die Kindlein zu mir kommen 873 dieser Erde Sonne 934 doch die Kindlein her zu mir 86/ euer Herz entzünden 393 gegürtetsein die Lenden J06 ihnruhen, laßtihnschlafen 132 mich gehen, laßt mich laufen 1738 mich gehn 14 uns die schnöde Eitelkeit 68 uns ihm ein Halleluja singen 492 uns mit süßen Weisen 769 uns, solang wir in der Zeit 68 uns unsernHeilandbitten 625 Laßt uns unsern Herzog loben 628 Laufet nicht hin und her 272 Lautre Selbsterkenntnis 284 Lebe dieses neue Jahr 9⁵³ Leben, das den Tod 873 Lebendig Christus kommt herfür 146 Wasser quillet 20⁰ Lebet Christus, unser Haupt—0² Lebt Christus, was bin ich betrübt 142 ihr Christen, so allhier auf Erden 60⁰0⁴ man, so zeugt man 334 Leg du mir dieses Zeugnis bei 179 ich mich späle nieder 7⁵58 Lehr alle deine Knechte 35⁰ uns wandeln, wie du wandeltest 09 Lehre mich der Ewigkeit 935 Leib und Kraft will man bewahren 699 Leid umsonst, wer immer will 65 Leide dich 207 Leidet und duldet, verleugnet euch 086 Leit uns mit deiner rechten Hand 958 uns würdiglich der Gnade 093 Seucht uns selbst in jene Welt 908 Licht ist sein Kleid 27 Lieb ist sein Element 65 Liebe, da ist unser Wille 62⁸ die du Kraft und Leben 8⁴ die du mich erkoren 58⁴4 die du mich zum Bilde 8⁴ die für mich gelitten 85⁴ die für mich gestorben 107 die mich hat gebunden 8⁴ die mich ewig liebet 85⁴ die mit ihren Armen 10¹ die mit Schweiß und Tränen 101 die mit so viel Wunden 10¹ die sich tot gekränket 10 die von allen Schrecken 85⁴ du ans Kreuz für uns er⸗ höhtee 724 hast du es geboten 84 hat dich hergetrieben 7⁰0² Herzen, gehet 679 und übe, was Jesus dich lehret 489 741 L M Verzeichnis D‚DSSSSSSSSSeS— Siebe zeuch uns in dein Sterben sos Lieben und geliebet sein 849 Liebenden Seelen wird alles 7⁰ Sieber Heiland, blick mich an aufs neue. 659 Herr, bleib in der Nähe 37³ Vater, ach erhöre 92 Liebet jemand in der Welt 5857 Lieblich singt die Nachtigall 972 Lieblicher hat nichts geklungen 873 Liebsgewalt, Einfaltsgestalt 7⁴ Siebster Heiland, du kennst deine Schar. 698 Heiland, guter, treuer Birt 6⁰99 Heiland, nichts als du 77⁴ Jesu, liebstes Seben 67² Jesu, wirsindhier, deinem Worte nachzuleben.. 227 Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort.. 335 Siebster Name Jesu 834⁴ Liebt den Herrn 27 Lief ich gleich weit 476 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron 5s Ehr und Preis sei Gott 5 Gott getrost mit Singen 195 Preis und Dank, Herr Jesu Christ 65 Preis und Dank sei dir 92⁷7 Preis und Ehr und HBerrlichkeit 750 seidemallmächtigen Gott 45 und Dank sei dem treuen Gott 43) und Dank sei dir gesungen 92⁰ Lobe den Herren, den mäch— tigen König der Ehren 14 den Herren, der alles—4 den Herren, der deinen Stand 14 den Herren, der künstlich—•4 den Herren, omeine Seele 2 den Herren, was in mir ist 74 meine Seel, den Herren 1048 meine Seel, den Herren 0⁴8⁸ Lobsingtamfrohen Erntefestss uns füllte Gottes Hand 88 Lobt den Herrn, all seine Werke 3048 den Herrn, ihr Himmelsheere 3048 7³42 Sobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre.J309s Gott, ihr Christen, allzugleich 63 Gott, ihr frommen Christen 200 ihn mit Herz und Munde 7⁵5²2 Lösch aus, Herr, deinen großen 9589 Löse, erstgeborner Bruder 1738 Luft, die alles füllet 33 Mach das Kreuze süße 182 deine Boten herrlicher 30⁷ dich auf und werde licht 056 End, o Berr, mach Ende 73 immer süßer mir den Himmel J0) in mir deinem Geiste Raum 1136 mein Herz zu einem Garten 889 mich dir stets gewärtig 7⁰0³ o du Geist, du Tröster 19 still das stolze Denken 112 stille all das Fragen 12 stille all das Sorgen 112 stille all das Streiten 112 stille das Gelüste 112 stille mein Gewissen 112 stille meinen Willen 172 uns zu deiner Ehre 377 Mache, daß mein Herz und Rugen 65 den Gedaͤnken bange 693 die Gemeine 287 mich einfältig 33 uns dir zur Gemeine 269 uns in deinen Sachen 291 uns zu deinem Dienst 338 zu Schanden alle, die dich hassen 202 Macht eure Lampen fertig 969 hoch die Tür, die Tormacht wieit: 6 hoch die Tür, die Tor macht weit 46 Mag der Stürme Wehn— 77 die Welt im Mißgeschick 874 Majestätisch Wesen 33 Man erstaunet billig 877 halte nur ein wenig stille 770 hat dich sehr hart verhöhnet 19 hat mich oft gedränget 209 der Ve Man hat istnichf lobt muß hi muß w keicht s. sehe hij senkt d sieht n soll al soll an spricht: steht au lut die witd vo witft si wickt in Manches ist noch Manchma Marter dei Mäßger Mein All Anb ni Augef Augen Bräuti Erlöf Erlöf erst G Da Hreund Hreu der Verse 'D‚ISSSSSSSSS— Mein Gott, wie bist du so Man hat nichts mehr auszumachen 447 ist nicht Hert, man ist nicht Knecht 749 lobt dich in der Stille 7 muß hier immerdar 898 muß wie Pilger wandeln 986 reicht sich wohl die Hände 773 sehe hin, man sehe her 357 senkt dich ein nach vieler Pein 130 sieht nicht seine Arbeit an 7³49 soll alsdann ein Kind 898 soll an unserm Waͤndel sehn 853 spricht: Ich hier, du dorten J1)31 steht aus seinem Schlafe 936 tut die Bücher auf 037 wird von den Zionspforten 206 wirft sich mit einander hin 848 wirkt in stiller Tätigkeit 7³49 Manches Herz, das nicht mehr da 10²2⁰0 ist noch zu erfahren 628 Manchmal gehts durch Dorn 628 Marter Gottes, wer kann dein vergessen 464 Mäßger Jesu, deine Weise 672 Mein Alles ist auf dich gericht 579 Arzt, nimm meine Krankheit hin 428 Auge schauet 90 Augen stehn verdrossen 92² Bräutigam und Fürst 672 Erlöser kennetmich 789 Erlöser, schaue doch 666 erst Gefühl sei Preis und Dank— 6095 Freund, der mir sein Herze gibet—1174 Freund, wie dank ichs deiner Liebe. 62 Friedefürst, dein freund— liches Regieren.. 482 Friedefürst, verbinde dich 27⁰ Geist sei dir heut 707 Gewissen quält mich nicht 40 Gott, das Herz ich bringe dir' 5.92 Gott, laß mir dein Sebenswort 39 Gott, öffne mir die Pforten 400 Golt und Schirmer, steh mir bei 750 verborgen 785 guten Werk, die galten nicht 429 Heiland, daß ichohne dich 739 Heiland, dein seliges Zeugengeschäfte. 341 Heiland, du hast manche RNacht 9⁴⁰ Heiland, du hast mich ge⸗ zogen**. 647 Heiland, du verwirfst uns nicht 66²2 Heiland, du warst mir zu gut 868 Heiland, hilfmirüberall zum Ganzen 1—— 278 Heiland nimmt die S Sün? der an.. 408 Heiland, wär ich armes Kind 46⁷7 Heiland' wird verraten 103 Heimat ist dort oben 978 Hetz, entschließ dich nun 4²⁰ Herz, gib dich zufrieden 787 Heßz ist voll Demütigkeit 588 Herz lebt schon im Him— mel droben 84 Hetze bleibt ergeben 558 Heßze denkt: Daß Gott bewahr 434 Herze geht in Sprüngen 767 Herze ist und 336 dein Gut 58 Herze wallt, so ofts an den gedenket— 446 Jesu, demdie Seraphinen 673 Jes 556 der du vor dem Scheiden. 238 Jesu, süße Seelenlust 870 Jesus ist mein Ehre 7 König, laß mich nichts vertreiben 497 König, schreib mir deinen Sinn 617 König, wer ist wohl wie du 617 Körper mag indessen—072 Kreuz und meine Plagen 123 Leben lang will ich nicht 82⁵ Lebetage will ich dich 109 Leib und meine Seele SοS Leib und Seel und Leben 9⁰⁰ 743 M DSSSSSSSSSSS Mein liebster Beiland, Jesu Christ 509 liebster Heiland, rat mir nu s6s Name bei der Welt vergehe 49 schönste Zier und Kleinod bist 920 Speis und Trank ist stets 4⁰ Sünd sind schwer und übergroß 475 treuster Jesu, sei gepriesen 79 Wirken, Wollen und Beginnen 188 Zeit ist nun vollendet 997 Meine Armut ist nicht 492 Schuld kann mich nicht drücken 66 Seel ist stille 7yia Seele haͤnget 77⁴ Seele, matt und schuldbeladen 464 Seele senket 77⁴ Seele, willst du ruhn 587 Meinen Jesum laß ich nicht 558 Jesum laß ich nicht 859 Leib und meine Seele 9⁰⁰ Leib wird man begraben 743 Meiner armen Seel und Hütte 935 Seele Wohlergehen 7 Wunden tiefen Schmerz 67 Meines Glaubens Licht 87 Meins Herzens Kron 432 Mensch, du einger Mensch 582⁰ Menschen, kenntet ihr die Gnade 266 Menschenfreund, wer kann genug 724 Menschenkinder, welch ein Wort 30 Menschliches Wesen 90⁰⁰ Merk auf, mein Herz, und sieh 58 Seele, dir dies große Wort 627 Merkt man auf des Herrn Regieren 267 Mich erfreut die Beugung 844 hast du verbunden 72³ hat auf meinen Wegen 978 selbst zu schüzen, ohne Macht 975 verlaͤngt, dich mit der Schar 980 Mir genüget seine Marterschöne 106 ist Erbarmung widerfahren 443 mangelt zwar sehr viel 477 nach, spricht Christus, un— ser Held 7⁴4 Verzeichnis Mir ward Vergebung reich Zutenlin i. e60 Mit Andacht will ich ehren 778 Armen, Kranken, Irrenden 600 deinem Lobe schlaf ich ein 93⁰ deiner Kraft mich rüste 42² dir, Herr Jesu, schlaf ich eintni. 02 nn, nis. dir will ich zu Bette gehn 92⁴ Eifer nach dem Ziele laufen 322 einem tiefgebeugten Sinn 7/1 Ernst, o Menschenkinder 49 Freud fahr ich von dannen 10⁰02 Fried und Freud ich fahr da— hin, ein Gotteskind. 30⁰4 Fried und FHreud ich fahr dahin, in Gotts Wille 9os ihm und in dem Namen sein 309 jedermann im Frieden 7⁰08 Jesu fang ich an 60⁰ Oesu wach ich auf 60 Jubelklang, mit Instrumenten 1028 Liegenbleiben 832 Maria will ich flehen 587³ meinem Gott geh ich zur Nuh 26 mir zufrieden sein 65 Seelen, die in Liebe stehn 852 Segen mich beschütte 9⁰² solchen Kirchlein ist unsre Zeit 274 unsrer Macht ist nichts getan 196 welcher Geduld 777 Mitten in dem Tod ansicht 99⁴ in der Höllen Angst 99⁴ wir im Leben sind 99⁴ Möcht ich wie das Rund der Erden 427 Möchte doch keins mehr sich selber leben 638 Möchten doch die Jesusaugen 374 wir nur von der Erden 6²⁵ Morgenglanz der Ewigkeit 905 Morgens soll der Anfang sein 914 Morgenstern auf finstre Aacht en 7 dir folg ich gern 63 der V — Moses Müde Mußic ich di ich du ich in man Müßtie Nach! dem dit o Gna Nalut Nackend Mahe di Näherke Nahmde Raht eu het; Nehmt Reige d Mein, a⸗ du wi es ist nim Reuge Nichh einen liebe mehr mögl nach wit h Richtsg als beug durck ist a istj d ist eg kann kann nicht nicht 0³⁵ eit 9d n 904 7I 60/ der Verse Moses hat nun ausregieret 84 Müde bin ich, geh zur Ruh 1134 Muß ich an meinen besten Werken 444 ich die Welt durchgehen 348 ich dulden Spott und Hohn 5587 ich in die Fremde fort 587 man hier doch wie im Kerker 5029 Müßt ich noch lang hienieden sein 868 Nach bangen Todes stunden J05s dem Sturme fahren wir 2⁰ dir, o Jesulein 096 Gnade ist mir bang 65⁷ Natur und nach der Erde 285 Nackend lag ich auf dem Boden 762 Nahe dich dem lautern Strom 605 Nähert euch immer, Schmerz 790 Nahm doch der Mittler des Friedens 488 Naht euch zu diesem Kindlein 82 her zur armen Krippe 93 Nehmt weg das Stroh 67 Neige dich, du naher Mann 6⁵⁷7 Nein, ach nein, nur einer 77⁴ du wirst mich nicht verschmähen 92 es ist Seelenpein 4²⁰h nimm mich nicht, Herr Zebaoth 1052 Neugebornes, neugebornes 84 Nicht, daß Gott nicht helfen möcht 694 einen Schritt begehre ich 886 lieben in der Brüder Zahl 84⁰ mehr denn nur drei Tage lang 142 möglich war, dieselbig Art 43⁰ nach Welt, nach Himmel nicht 583 wir haben dich erwählet 384 Nichts als meines Herrn Erbarmen 496 als nur des Heilands Stimme 84) beugt ein Sünderherz so sehr 708 durch eignes Heiligsein 47¹ ist an mir, nichts als Armes 709 ist, das mich von Jesu scheide 305 ist es spät und frühe 7⁵58 kann ich vor Gott ja bringen 674 kann und soll hinfort von dir 125 nichts hat dich getrieben 52 nichts ist mein 27 Nichts, nichts kann mich verdammen 76) soll mir am Herzen kleben 1138 Niemand hat sich je betrübt 5887 war in der ganzen Welt 439 Nimm das Gold des Glaubens hin 97 den Weihraͤuch des Gebets 97 dich deiner Kinder 829 die Decke doch von ihren Rugen 39 die Mörrhen bittrer Reu 97 dir, o Gott, zum Tempel ein 892 doch der Vöglein wahr 2⁵ doch von mir, was nicht taugt 687 du Mann der Schmerzen 5880 hin von mir, was du ver— langeste. 891 mein Herze gut in acht 77⁰0 meines Lebens gnädig wahr 9)5 mich hin, so wie ich bin 687 mich von neuem in die Hand 336 mir, was mich quält 66⁷ nicht zu Herzen, was die Rotten 76/ o Vater, Preis und Dank 866 Ruhm und Preis auch heute 465 uns von neuem zu Kindern hin 786 von uns, Herr, dustreuer Sott e weg die falsche Frömmigkeit 428 Noch eins, Herr, will ich bitten dich 783 harren wir mit Bangen 1072 muß das Gseßtz erfüllet sein 430 werden sie geladen 386 Nun aber fühlt es tiefe Reu 5892 bist du hier, da liegest du 69 bitten wir den heiligen Geist..·. 374 dafürbistduihmewigverbunden 488 dank ich ihm vom Grunde 883 danketall und bringet Ehrt: 0 danketalle Gott 5 das ist unsre Bitte 846 denn, so fange ich mein Werk 907 der Beiland, dem wir dienen 660 der Vorhang ist zerrissen 84 du, mein Vater, nimm es an 892 74⁵ N Verzeichnis D‚SSSS SSSSeS- Nun er liegt in seiner Krippen 56 Nun lieber Heiland, wir sind hier 286 ergreif ich dich 87 lob, mein Seel, den Herren 3 freuteuch, Gottes Kinder matter Leib, gib dich zun Ruh 924 als 65 nimmmein Herz undalles, freut euch, lieben Chri— wasich bin 390 sten, gme in Hiln 4209 preiset alle 6 geht, ihr matten Glieder 92² ruhemalle Wälder 92² geht uns fröhlich wieder auf 150 ruht die ganze Erde 9³⁴ halt ich mich mit festem Sinn 225 schläfet man—32 Herr, du gibst uns reichlich 8 sich der Tag geendet hat 928 Herr, du wirst erfüllen 9⁰0 sich der Tag geendet, Herr Jesu, all mein Sach 974 mein Herzʒ 933 Herr, verleih mir Stärke—42² singt von deinen Schmerzen 64⁰ hilf uns, Herr, den Dienern 2 so eilt, ihr Zeiten 82² ich danke dir von Herzen 739 so erhebet dann 26 ich kann nicht viel geben 775 so fang ich mit Vergnügen 883 ich wage, mich in ihm zu freun 635 so gib, daß meine Seele 67⁴ ich warte mit Geduld 5856 so laß auch diese Stunde 36 ich weiß, mein arm Gebet 47 so lasset ihn nicht dorten 976 ich weiß nichts zu sagen 837 so lege Licht und Liebe 3⁷ ich will mit Freuden 65² so leuchte denn dein Licht 9⁴48 ihr Kronen, fahret hin 82⁴ so mache du, der alles macht 698 ist das Heil und ist die so schlaget doch, ihr Flammen 267 I raßt. 092 so sei es denn gewagt 65⁷ ist der Seele ganz erschienen 30385 so trage deine Plage 787 * ist der Strick zerrissen 4 sollt ich mich erzeigen 7⁵57 ist in tiefem Frieden 43 tritt, was Christo ähnlich ist 148 ist sein aufgetaner Schoß 4⁰⁸ unser König 333 jauchzetall, ihr Frommen 48 unsere Gemeinschaft sei 289 . Jesu, deinen Händen—0¹ verkündigt allen, die an ihm 30 I. Jesu, mach mich fertig 6² was du, Herr, erduldet 777 ö Jesu, mein Verlangen 858 weiß und glaub ich feste 76 kann das Kind den Vater sehen 035 will ich seinen weisen Schlüssen 79 Kindlein, bleibt, ach bleibt wir bitten dich, du Treuer 28 als Jesu Reben.. 687 wir geben dir die Hand 9⁵³ laß dich zur Verwandelung 1021 wird ein König aller Welt 80 lassen wir ihn schlafen fein 99⁰ wirds licht 0386 ö lasset uns den Leib be— wohlan, ich lue ö grabn 996 wollen wir recht fröhlich laßt uns gehn und treten 9⁵⁰ seimd. 86 laßtuns Gott dem Herren 4 wollst du mich felbst bereiten 67⁵ laßt uns Gott dem Herren 879 zürn und stürme jeder Feind 566 laßt uns wieder frohen Nunmehr ist die Zeit erwachet 8⁴ Muts.. 260 Nur auf Christi Blut gewaget 593 leben, die vorhin Erlötete 75 bin ich sündig 991 746 der Ve 2 —.— Nur da denke die d ditr u du bi du, me einet eines Glau haltet in iht unse O Abge allerli anbet Anb! bri der Verse '‚ꝗSDSSS SSSSSSSES— Nur daß ihr den Geist erhebt denket nicht, geliebte Zwei 857 die Decke vor den Augen 4²⁷ dir, nur dir, Lamm Gottes 25 du bist liebenswert 835 du, mein Golt, hast keine Rast 928 einer ist aus aller Zahl 379 eines ist, das mich empfindlich 927 Glauben schenke mir 240 haltet euch aus dem heraus 32³3 in ihm, o Wundergaben 5876 unsers Falles Schaden 664 O Abgrund, welcher alle Sünden 444 allerliebster Vater 88⁰ anbetungswürdges Wesen s8os Anblick, der mirs Herze bricht'.— 3907/ angenehme Rugenblicke—0⁴2 auferstandner Siegesfürst)50 bessre Zions wüste Stege 353 betet: Du liebes 099 Bethania, du Friedens- hütte, du gebenedeites 584 Bethania, du Friedens- hütte, du vom Herrn 86) Bethlehem, du Segensstadt 9 beugt wie die Hirten 99 bleib mir nur geschrieben 4⁵⁴ bleibt bei ihm, ihr Kindelein 469 bleibt doch gern recht kleine 740 Christe, der du siegest 359 da weichet alle Not 47⁰ das ist sichres Gehen 9⁴ das wird Freude sein 034 daß deiner Gottheit Glanz 112 daß die Himmel du zer— rissest.. 070 daß doch bald dein Feuer brennte, du. 38⁰0 daß doch bald dein Seuer brenn⸗ te! möcht es doch in alle 383 daß doch der Geist der Liebe 92 daß doch meine Stimm erschallte 19 daß doch so ein lieber Stern 67 RN 9 5007 Odaß ich bis in mein Grab 104 daß ich der Sünde sterben 684 daß ich dieses hohe Gut 85 daß ich tausend Zungen hätte 19 daß ihn doch jedes mit fröhlichem Geiste.. 547 daß sich diese Liebe 79 daß wir aller Orten 35⁰ decke meine Mängel 7735 der benedeiten Stunde 68 der getreue Mann 65 der seligen Minute 4⁰⁵ der unerkannten Macht 82³ des Tags der Herrlichkeit 397 die Liebe Jesu ist 775 die Seligkeit ist groß 536 drückten Jesu Todes— mienen. 458 drum Stunden, Tag und Nacht 16 du aller vufebedärftger Sünder.*— 872 du, an den ich glaube 0 du, den unser größter 85 du, des Güte kein Mund ausspricht— 302 du ewges Gotteskind 756 du fröhliche... Christ ist 10⁰³ du fröhliche... Himmlische 1)0 dufröhliche... Weltging))0) du Geist der Kraft und Stärke 177 du Glanz der Herrlichkeit 35 du Haupt und Herr der Herden 2958 du HBerz voll Liebe 820 du Hüter deiner Kinder 97⁰ du Hüter Jsrael 646 du innigs Wesen 287 du Licht der frommen Seelen 921 du Liebe meiner Liebe J0 du meine Seele 75 du nureinen Tag Ent⸗ behrter. 757 du Seelenbräutigam 676 du treuer Menschenhüter 939 du wunderholder Knabe 92 Ja. 748 Durchbrecher aller Bande 896 Ehrenburg, sei nun gegrüßet 3028 er bleib uns eingedrückt 832 erfüllte Jesu Liebe 87⁵ festes Liebesband 835 freudenvolles Heute 77 führe doch ein Feuer aus 286 führe deine ganze Herd 0⁰ geht hinaus auf allen Wegen 116 Geist der——— bringe du 29019 717 Geist, du Prediger 27⁴4 Geist, o Strom 183 Gemeine, freue dich 264 gesegnetes Regieren 28 Gnade, seimirtäglich neu 499 Gott, du frommer Gott 670 Gott, du Geist aller Herrlichkeit 186 Gott, du Tiefe sonder Grund 24 Gott, laß deine Güt und Liebe 28 Golt, o Geist, o Licht des Lebens* 83 Gottes Geist und Christi Geuht. 84 Gottes Geist und Christi Geist—8⁴ große Gnad und Gütigkeit 4⁵ große Lieb, o Lieb EV große Not! Gotts Sohn liegt tot 13 großer Gott, wie konnt es sein 65 großer Tag, Tag froher Oerrlichteit939 großes Evangelium 6 großes Werk, o Wundernacht 65 halte deine Hand über ihr 303 Handlung voller Majestät 237 Baupt voll Blut und Wunden 777 Heil demHaus, in das du kehrst 706 heilger Geist, du höchstes Gut heilger Geist, kehr bei uns ein 75 heilges Blutdes Lebens⸗ fürsten 252 Verzeichnis 'DD‚SSSSSSSS O Durchbrecheraller Bande 5os Oheilges Kind, wir grü— ßendich 6 heiliger Gott 5000 Herr Christ, du Morgensterne 31008 Herr Christ, nimm unser wahr 9⁵³ Herr der Herten, schau hernieder.. 90698 Herr der Herrlichkeit 97 Herr, gib meiner Seele Leben. 689 Herr, gib meiner Seele Leben 689 Herr, gib meiner Seele Leben 689 Herr, gib uns auch 93 Herr Jesu, Ehrenkönig 384 Herr Jesu, laß mich nicht 98⁰ Herr von großer Huld und Treue 8/ Herr, was ist der Mensch 508 herrliche Schähe, oewige Güter 484 Herrlichkeit der Erden 55⁸ Herrscher, sei von uns gebene⸗ deiet 7%76 hilf, Christe, Gottes Sohn 22 Himmelsgabe, du Gottes⸗ wort. 220 himmlische Bierde! Die Sonne 44 ich armer Sünder 65² ich Sünder, ich Verlorner 242 ihr auserwählten Kinder 972 ihr Christen, wie solls Werdenn 6095 ihr Freuden in dem Herrn 979 ihr Friedenskinder, laäaßt euch bitten 8⁴ ihr Gottesheere 829 ihr Gottesstreiter 32 ihr Menschen, suchts nicht weit 471 ihr teurerkauften Seelen 266 ihr teur erlösten Sünder 8449 in was für sanften Freuden 530 inniglich geliebte LSiebe 495 Jerusalem, du schöne 0³⁰ Jesu, bis zum Scheiden 309⁷ Jesu Christ, du machst es lang 966 Jesu Christ, mein Leben 640 Oesh der Verse 'D‚SSS SSSSSee— — 355 Oesu Christ, Sohn eingeborn Jesu Christe, wahres Licht 9s Jesu, daß dein Name bliebe 1)75 Jesu, du Hoffnung des, der sich bekehret.. 5860 Jesu, du mein Hilf und Ruh, 4— Christ, mein schönstes Licht ich bilte dich. 73 Jesu, du mein Hilf und Rub, laß mich dahin.. 931 Jesu, du mein Leben 43 Jesu, du wollst geben 477 Oesu, gründ uns immer mehr 826 Jesu, Herr der HBerrlichkeit 298 Qesu, hilf du mir 1 überwinden 5 5899 Jesu, hilf zur selben Zeit 966 Jesu, Jehovah 97 Jesu, Jesu, Gottes Sohn 550 Qesu, laß doch ˙1 R Erden N. 72² Oesu, laß mein Herz—482 Jesu, mein Erbarmer 504 Jesu, meine Seele ist 943 Jesu, meine Wonne 99 Jesu, nimm zum Lohn 4⁵8⁸ Qesu, segne du 343 Jesu, sei du unser Grund 852 JQesu, süßes Licht 9⁰⁸ Oesu, tief beklommen 5058 Jesu, unsre Freude 878 Jesu, verborgenes Leben 872 Jesu voll Geduld 465 Jesu voller Gnad 477 JQesu, wär ich armes Kind 600 Jesulein süß,o Zesulein mild 058 Jesulein süß, o Oesulein mild 3joos Jesulein süß, o Jesulein mild J0s Jesulein süß, o Jesulein mild 30οs Oesulein süß, o Jesulein mild J0οs Kindlein, bleibt bei ihm 687 komm, 9u Geistder Wahr⸗ beit n 165 O König der Kräfte König, mach uns ewiglich könnt ich dich so preisen Samm, das meine Schul— denlast getragen Lamm, das überwunden bat. Lamm, dein Gnadenvolk liebt Lamm, dein Volk ist da Samm, dubranntest vor Verlangen Lamm, für uns geschlachtet SLamm Gottes unschuldig Lamm Gottes unschuldig Lamm Gottes unschuldig Lamm, vergönne mir laß dein Licht auf Erden siegen laß mich doch an deinem Tod lasset in die Wette laßt uns guten Samen streun Lebensfürst, ich weiß, du wirst Liebe, die den 3 hat zerrissen.. Liebe, lehre mich erkennen Liebe, rege dich ferner Liebe sonder Schranken Liebe, wie groß liebes Kind, o süßer Knab liebliche Pracht mächtger Herrscher ohne Heere malte sich mit lichten Farben mein Herr Jesu Christ mein Immanuel, erbarm dich mein Immanuel, gesegne meines Lebens Leben Mensch, der selig werden will. Mensch, wie, daß dus nicht Menschenkind, nur deine Sünd möcht unser Herʒ auf Erden rausche, Geist, auf uns hernieder reiche Lebensquelle 7 Gott von Gütig⸗ eit 696 632 299 235 84 714 —174 174 07 87 682 393 88 30 ö 0 Verzeichnis det Ve 750 SSSSISISIISIIIII. O rettet diese Armen H Herden 22 au Mi⸗ Ü—* öͤner Tag und noch vi Ife Seelensrennd nWie 5. 495 wagt euch alle fͤr ihn dran 22 9365 * segne mich, ich bin noch klein 110 r e 85 bei m sehnte sich mein ganzes Jch 582 wh mur den Hesscht e,. e 4 seht in der Krippe 1055 wär mir das Herʒ recht offen 684 dichgl. * sei als Gast hienieden 82 Hus wim een eee die M 4 selig Haus, wo du die Freude S6s weh dem Volk, das dich veracht 48 ichdiet selig Haus, wo Knecht und Magd sos in nadenvoller iht al selig Haus, wo man dich W 0 8ht mich d aufgenommen 835 e 17 0 immerwahrend Fest 526 nich selig Haus, wo man die lieben 8o5 wel ondn 582 mit gl selis Haus, wo Mann und Weib soð W che hreud und welche Wonne 10342 sihs a ů selig ist zu aller Frist 33 Welh urhhterdetn Leben 392 Oboher seliges Los 510 elth sieh hier dein Leben 175 Hah sende bald von Ort zu Ort 225 wer uur üne bei Taan.— Orpa 15 domm 52n in mein Herz 556 Wer Eher 310 935 21 0 ö o komm denn und er 4 ² x‚ 19 ahwaldrch Lischehn an 986 wie bald kannst du es machen 155 0 so schaut getrost hinauf Di beugt uns das zur Erden 45) ue E sinds doch noch nicht alle 285 e Hreun Wir uns 28 oi ö n ö ben Ewig⸗ 16— inm 10 37 1951 I solltest du sein Hetze sel 57 wie ist mir denn geschehn 65 hn starker Fels and Lbensbort 177 wie lebt sichs gut bei Brüdern 2 Cche stellten wir in jedem Paar 862 wie schön ists dann zu sehen 810 Oniet Strom des Lebens, ergieße dich J86 193 309 Sunderschuld, wie beugst u 557 wie selig ist die Seel 569 Wur⸗ süße Seelenweide 10² wie selig seid ihr doch, n süßer Mund, o Glau bensgrund 137 ühr Fro mmen.020 70 süßer Stand, oselig Leben 727 Wnund din Slee 3e Dandi Tagewahrer Seliokeit uunos Aern sind die Seelen glücklich 3)4 Pilar Lentes Lenm, ur 243 wie so glücklich wären wir 734 ilger 4 2.05. Lamm, so edle Gaben 238 Eie U w 2— 1 —5 ussprechlich i aun 0 Vann Stachel wie Iiendlheenpre ists 385 Che Kod, Boasdein Eel 146 wie viel Gelegenheiten 2⁰⁷ Lob, Traurigkeit, o Herzeleid 537 wie viele Wunder hat 26⁴ 1 * Ursprung des Lebens, o wie wallt mein Her 0¹⁸ d Twioenil e 3e siuinliebsnOies 093 Bater der Gemerne wo soll ich fliehen bhin 225 und 3 Vater, segne, segne denn 27⁴ wohl den Cand. wohn 1075 Dan Dauer 10 in Gnaden an 474 Wandert 0i 0.5 40 2 aters Lieb und groß, o starker He I Lieb und Gnad. 096 Wunder ohne Maßen 4 123 9 lecht, der Verse DSSSSSSee— O Wunderliebe, die mich wählte 795 wüßten das doch alle Leute 543 Ob auch Berge weichen 284 bei uns ist der Sünde viel 472 der Leib auch müde 72⁰ dich gleich jetztdie Majestät 298 die Meereswellen 344 ich dienen, ob ich stillgenießen 335 ihr alter Mensch begraben 66⁰0 mich der Tod nimmt hin 756 mich mein Sünd anficht 7⁵5 mir gleich Leib und Seel 7⁵5⁴ sichs anließ, als wollt er nicht 430 Obgleich der Sonnenschein dahin 93⁰ Oder prüfend tritt er vor die Seele 159 Offn uns die Ohren und das Herz 276 Oft denkt der Mensch in seinem 882 gedenk ich an sein Licht—392 hat er mich angeblickt 862 Ohn ihn ist mir der Himmel trüb 566 Ohne dich nicht einen Schritt 774 dich, wo käme 12 Segen wär 222 Sehen will ich trauen 863 Opfert Dank 27²2 euch ihm auf und eure Glieder 604 Opfre die schöne, die muntre 87⁴ Ordne unsern Gang 674 Varadies, wie ist deine 774 Pilgervolk 369 Pilgrimschaft zur Ewigkeit 82⁴ Preis dem Herrn! Wir werden J758 Ehre und Macht 879 Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht)8 sei dem Blute 35 sei unserm König 87⁰ und Dank 224 Preiset die Weisheit und Güte 796 Propheten groß und Patriarchen 1028 Prüf alles wohl, und was mir gut 882 Prüfe dich, Gemeine 284 recht, Zion, prüfe recht 20⁷7 Qualt dich ein schwerer 747 Rat„Kraft und Held und Wunderbar——9— 52⁹ mir nach deinem Herzen 97⁵ uns, wenn wir itre gehen 820 Rede, Herr, du weißt, ich höre 223 Regt euch auch, ihr Engelchöre 267 Reich des Herrn 395 mir die Waffen aus der Höhe 673 uns deinen Zepter 57 Reiche deinem armen Kinde 640 Reicher kann ich nirgends werden. 5808 Reichtum und alle Schähe 75⁷ und Weisheit, Lob, Stärtke 272 Reiner Bräutgam' meiner Seele 782 Geist, sei uns ernstlich 287 Reinigt euch von euren Lüsten 602 Reiz uns, daß wir zu ihm treten 177 Richt unser ganzes Leben 176 Richte unser Herz/ hier schon 970 unser Herz in Zeiten 82⁰ Ringe, daß dein Eifer glühe 6⁰⁰ denn die Pfort ist enge 60 mit Gebet und Schreien 60 recht, wenn Gottes Gnade oo Ruft er ihnen wieder 344 Ruh in deiner kühlen Kammer 132 Rühme, jaͤuchze, lebe fröhlich 972 Rühmet, ihr Menschen 21 Rühret eigner Schmerz 674 Ruht nur, meine Weltgeschäfte 41 Bui ee Ae „328 Rüstet Sach⸗ ihr cbristen— leürte 602 Sag an, mein Herzensbräutigam 65 deinem Volk den Plan ins Ohr 298 Saget an auf dem Plan 22 er zu unserm Wort 90⁶ Sagtan, die ihrerlösetseid 472 mir anders nichts als Jesum 498 7⁵ S — Sammle den zerstreuten Sinn 605 großer Menschenhirt 839 Sanfter Jesu, warst unschuldig 672 Sanfter König, deinesanfte Last.. 609 Sänken Berge tief ins Meer 0⁷7⁰ Satan, Welt und ihre Rotten 762 Säum doch nicht mehr lange 506 Schaff in mir, Gott, ein Herz, das reine heizt.. 665 Schah über alle Schätze 558 Schau auf deine Millionen 384 doch aber unsre Ketten 59 her, ich fühle mein Verderben 643 hier liegt vor deinem Thron 230 ich will mein Herz dir geben s589 in Gnaden auf uns nieder 695 meine Armut an 42 o mein Geist, in jenes Seben 28 wie große Not und Qual 203 wie ich verirret bin 98⁰ wir fallen nieder 377 Schaut da, welch Gaben 92 Scheints dem unmöglich 6⁰⁰ Schenk mir nach deiner Jesushuld 592 uns deinen Frieden 046 Schenke, Herr, auf meine Bitte 563 jedem Mut und Glauben 291 mir ein leicht und lichtes Wesen 659 Schenkst du mir Gnad ins Herz 428 Scheu weder Teufel, Welt 747 Schicktdas Herze da hinein 9ss Schickt er mir ein Kreuz zu tragen 762 Schlaf, dutliebes Kind 940 Schlage deine Flammen—82 Schleuß diese Nacht mich Armen 938 zu die Jammerpforten 9⁵5⁰ Schließt euch mit Vergnügen 845 Schmeh alles, was sich trennt 380 Schmücke dich, oliebe Seele 240 Schmückt das Fest mit Maien 82 euer Herz aufs beste 986 Schnell einverstanden 262 Schön leucht die Sonne 752 Verzeichnis —3 — Schon rüstet sich von fern 975 Schön sind die Blumen 1773 sind die Felder—3173 Schon war er seinem Tode nah 1052 Schönster Herr Jesu 1773 Name Jesu 83⁴ Schönstes Kindlein in dem Stalle 68 Schöpfer meines Lebens 877 Schreib meinen Nam aufs beste 977 Schreibe deine blutgen Wunden J)6 Schweigen solltich und mich schämen 655 Schwing dich auf zu deinem Gott 766 Schwinge dich sein osti im Geist 6⁰⁵ Seele, daß auch heute 97 sei zufrieden 97 was ermüdst du dich 60⁰0⁵ willst du dieses finden 67⁴ Seelen, ich bitt euch um Jesu willn 875 Seelen, kommt zum Lamm ge⸗ gangen.. 40⁵ Seelen, singet, soielcein neues Lied 33— 30 Seelenbräutigam 37 Segensströme, schießet nieder 267 Segne deiner Knechte Lehren 41 segne uns aus freiem Trieb 69s und behüte 10⁴ Vater, diese Speise 879 Seh ich dann den Mondenschein 112 ich dich gen Himmel fahren 7⁰ Sehen wir denn nicht 97⁰ Sehende Augen gibt er den Blinden 21 Sehet da die große Schar 0⁴⁰ dies Wunder, wie tief 78 was Gott hat gegeben 68 Sehnlich will ich nach dir blicken 92 Seht an das Kind, es wird 0⁵³ auf die mit eifrigem Verlangen 604 der Wasserwellen Lauf 16 die Nacht vergehet 97 ihr den Mond dort stehen—733 ihr die Krippe? Da liegt er J05⁴4 ihr vor dem Stuhle Gottes 324 welch ein Mensch! Er stehet 108 804 7⁰⁰ eist oos 97 97 605⁵ 07⁴ 87⁷⁰ 10⁴⁰ der Verse Seht, welche Liebe Gott uns gönnt. 69 wie er das Land erquickt 76 wie fleugt der Vögel Schar 16 wie seine Worte sanft und kräftig 86 Sei der Verlaßnen Vater 9⁵5⁰ du Herr, wir Untertanen 82⁰ du mir nur immer freund— lich n 42 dunur Burg und Feste 330 du Wecker meiner Sinnen 97⁰ ewig gelobet, dut heilige Liebe. 73 ewig gepreist 788 fröhlich im Herren, du hei— lige Seele—484 gesegnet, ewge Liebe 242 getreu in deinem Leiden 7066 gnädig, Jesu, voller Güte 67³ herzlichgelobet duheilige Güte 633 herzlich gelobet, du heilige Liebe 36⁰ herzlich gelobet, gekreuzigte Liebe 3738 hoch gelobt, barmherzger Gott.d. 7½ hoch gelobt, Herr Jesu brist. 867 hoch gelobt, Herr Zesu Christ 867 hoch gelobt in dieser Zeit 147 Lob und Ehr dem höchsten Gut 13 Lob und Ehr mit hohem Preis 3³⁰ mir tausendmalgegrüßet))6 nir zu diesem Ende 339 nur getreu! Der Heiland bleibt 7076 nurgetreul Der Heiland steht bei drir. J076 nur getreu! Zm Kampfe 076 nur getreu! Und gehts 076 o Herr, mit unserm Bunde 266 stark im Herrn! Du streitest 3074 stark im Herrn! Inseiner Stärke Macht. J074 stark im Herrn! Ob auch 707⁴ stark im Herrul Ob tausend 1074 S ̃ᷓDSDSDSSSSSSSSSS— Sei stark im Herrn! Was uns 1074 stillzu Gott, dem Gott, der helfen wird 075 still zu Gott! Der HBeiland 075⁵ still zu Gott, der, wunderbar 1075 still zu Gotl! Die Zeit 075 tausendmal von uns ge—⸗ grüßt 2 lausendmal willkommen 9⁵⁵ willkommen, o mein Heil 47 Seid fromm, ihr Untertanen 8 getrost und hoch erfreut 00⁷ gutes Muts! Wir sind es nicht 855 heut aufs neu dem Herrn geweiht— 283 wo ihr wollt, seid noch so weit 7038 Sein Engel, der getreue 892 erste Zukunft in die Welt 4⁵ Gebot ist lauter Güte 888 Geist spricht meinem Geiste 76 Geist wohnt mir im Herzen 76 Gnadenblick 582 göttliches Vermögen 8²⁴ He schlug für die Menschen 3053 ist mein Glück und meine Zeit 866 Jammer, Trübsal und Elend 996 Leiden hat dich frei gemacht 1021 Sicht wird uns bescheinen 10²⁷ mehr als mütterliches Herz 4⁰⁸ Raͤlschluß war, ich sollte leben 795 Reich zukomm, sein Will 43⁰ Seel lebt ewiglich in Gott 996 Sohn ist ihm nicht zu teuer V Sterben ist ein Lösegeld 233 Versühnen und sein Heil 95 Wille ist mein Wille 486 Wort, das ist geschehen 9⁰² Wort läßt er jetzt hören 195 Seine Schmach trägt man ihm nach 295 Seel ist uns gewogen sein, was will das sagen 753 Strafen, seine Schläge V Seinen Geist, den edlen Führer J1 Heiland kindlich bitten 7⁰⁴ Seiner Hand entreißt mich nichts 814 48 753 Verzeichnis SPSPSIFIFIFIPIPIIIIIIIIIII Seiner kann ich mich getrösten 77 Seit der Zeit ist unser Ziel 10¹7 uns Gottes Geist den Zug 362 Seitdem das Seur von Jesu Christ 357 Seitdem das Lamm am rau⸗ hen Kreuz gebüßet 493 siehts also aus 80⁴ suchen wir stets meht 362 Selbst das Erliegen 803 Selbstvergeßne Liebe 72³ Selge Stunden, da wir S6 Selges Chor der Kinder 87⁰ Selig, die in allen Sachen 670 gleich dem Lebensfürsten 60⁰0 ist ein reines Herz 778 ja selig ist der zu nennen 2 sind barmherzge Seelen 610 sind die geistlich Armen 670 sind, die Leide tragen 67⁰ sind die reinen Herzen 60⁰0 sind die sanften Geister 600 sind, die voller Freuden 607⁰0 sind schon hier auf Erden 6070 wen der Herr bei seinem Namen 1589 wer bei Freud und Schmerz 948 wer dich liebet 877⁷7 wer in Jesu Wunden 50² Selige Gedanken—0⁴ Selige Gemeine 68³ Seligkeit in Ewigkeit 0⁴⁰ Seligs innres Festgeläute 92 Send auch auf meinen Wegen 903 deine Hand von hoher Stätt J06s immer treue Diener aus 357 Sich selbst und seinen Kräften 744 Sicher deckt sie zu 1797 Sie bedenken seine Führung 66⁰ besitzt das beste Teil 569 erheben, sie erheben 84 geben ihm dafür die Ehre 35⁴ haben durch des Sammes Blut 1092 haben nicht bis an den Tod 1092 ist nun aller Not entnommen 1035 jauchzt den Sterblichen 035 kommen mit Freuden herab 872 7⁵⁰ Sie lebn dem, der sie mit Blut 274 lehren eitel falsche List 197 scheinen von außen oft am 5812 sind ja in der Taufe 075 wallen mit vereinten Herzen 838 wandeln auf Erden 312 werden sehr erschrecken 209 wird mir sein ein Kämmerlein 130 Siege bald, siege bald 395 Siegesfürst und Chrenkönig 170 Sieh da, am blütenreichen Strande 35/7 das Heer der Nebel flieht 397 dein Volk in Gnaden an 0⁴ doch auf mich, Herr, ich bitt dich SSo herabvom Himmeldroben 965 hier bin ich, dir ergeben 223 hier bin ich, Ehrenkönig 55 ich will mich dit ergeben 589 nicht an unste Sünde groß 957 nur die Lilien an 172⁵ wie lieblich und wie fein 839 wir sitzen dir zu Füßen 37 Siehe, ich mach alles neu! Der ich 0ο ich mach alles neu! Dieses 309⁰ ich mach allesneu! Gottes Stimmm..000 ich mach alles neul Jesus 9⁰0 ich mach alles neu! Müßt ihr 109⁰ ich mach alles neu! Soll uns 1090 nicht auf meine Würde—24⁴ siehe, meine Seele 6⁴ Siehet er Menschen 27 Sieht mein Kleinmut auch Gefahr 814 Sind die Werke seiner rechten Hand 30 eure Campen rein und voll 97³ noch nicht alle 9³47 unser zwei vor dir versammelt 157 wir denn dazu 333 wir schwach, der Herr hat Stärte n. 08 Sing, bet und geh auf Gottes 77⁰0 heut und freu dich, Christen— beit 62 Singt dem Hetrn 2² ihr Erlösten, singt, groß und klein 8ð det Der — —— Sinket nie So abet u bleibts beingte danket! saht ich fall ich saß ich feiern! steut si jühten fühtst Her fürchte gehn v gehn v geht de geht de geht m geht m geht u gehts gi0 gib di gib ur gingz glaub hate N hätt i hätter heißt hilf v hoch! ist de ist di. ist di ist e kann tenn komr komu tomt tom kom 0⁰⁰ 15 J090 der Verse DqDqDSSSSS SSSSSeS— Sinket nieder vor dem Heiland 844 So laß denn deinen Friedenswind 853 So aber muß ich mancherlei 837 bleibts denn bei den Worten 465 bringt er sie dem Valer hin 408 danket nun dem lieben Herrn 765 sahr ich hin zu Jesu Christ 999 fall ich denn mit Freuden 783 saß ich dich nun ohne Scheu 69 seiern wir das hohe Fest 74⁰ sreut sich endlich auf sein End 30)8 führen ihr Amt deine Boten 34) führst du doch recht selig, Herr, die Deinen. 776 fürchte dich nun nicht 008 gehn wir dann durch Gottes 754 gehn wir voll Hoffnung 847 geht denn in des Herren Freud 387 geht denn über Land und Meer 378 geht man fest und stille 930 geht mit reuden Hand und Fuß 307 geht unser Gang 377 gehts mit Segen 332 gib dein Wort mit großen 353 gib dich ihm zum Eigentum 5⁰ gib uns denn heut 32⁰ gings den lieben Alten 978⁸ glaub und red und dien ich 347 hatses denn des Heilands Macht 697/ hätt ich wohl mehr Freud 337 hätten wir die erstgebornen 392 heißt er denn nicht Jesus nur 439 hilf uns, Herr, zum Glauben 639 hoch der Sinn der Jünger auch 446 ist der Tod, der tausend 0⁰⁴ ist dies der leichtste Rat 47⁰ ist dies unser Trost allein 9⁵57 ist es denn geschehen 258 kann ich mich wohr hundertmal 848 kennt der Herr die Seinen 639 komm mein End heut oder J0)) komme denn, wer Sünder heißt 408 kommen wir, Herr Jesu C ist 3053 kommet denn, ihr matten Cacen 985 kommet vor sein Angesicht 13 uns denn dem lieben Herrn 588 auft mit schnellen Schritten 5 eere mich vom eignen Wesen 647 egt euch denn, ihr Brüder—1133 lobt dann den Helden 75 merket nun das Zeichen recht 58 nimm dafür zum Opfer hin 48 nimm dennmeine Hände))24 nimm ihn auch mit Freuden an 62 nimm unsre Herzen zum Opfer 109 oft die Nacht mein Ader schlägt 924 oft du stehest vom Lager auf 878 oft wir dieses Mahl genießen 238 reget Christi Freundin nicht J021 reiset denn, ihr Brüder, reist 378 ruh ich nun, mein Beil 482 ruhe ohne Sorg und Grämen 790 ruhest du, omeine Ruh 130 scheint uns nicht ein Schade 692 schlafen wir im Namen dein 919 schlecht ich bin, so ist doch das Sos segne mich denn und behüte 438 sei denn diese Stunde— 37 sei dir denn mein Leben 6²29 sei nun, Seele, seine 758 seid viel taͤusendmal geweiht 364 selig führt der Herr die lieben Seinen. 80) selig hat dein Gnadenblick 30 selig ist ein gläubger Christ 749 sink ich nieder und bin 63⁴4 soll dein Lob dann stets von mir 644 sollen wir es wagen 82⁴4 sprich dein gölllich Werde 383 spricht der Glaub und hält es nicht Sos stehn wir fest mit frischem Mut 704 viel Jahre, Tag und Stund 564 viele Tropfen Bluts von dir 828 wach denn auf, mein Geist 973 wachsen wir auf Erden 10⁰ wächst der Eifer mir im Streite 643 wahr Gott Gott ist 20 wahrhaftig, als ich lebe 4⁰⁰ ward dem Bürgen die Strafe 55 48* S Verzeichnis D‚SSSSSSSSSSSS— So weiß ich, was ich glaube 816 weit hast du uns bracht 946 wenig man verrichten kann 887 werd ich durch dein Regieren 380 werd ich in dir 873 werden sie erkennen doch 798 werden sie mit uns zugleich 9⁵ werden wir bis in Himmlhinein 537 werden wir dir zu glückseligen 33) werden wir uns freun 97⁴ will ich auch dein 7⁰07 will ich deines Namens Ruhm 678 willich dichfürdeine Güte preisen 42 will ich Jesu Joch 7² will ich mich mein Leben lang 478 will ich mich selbst nicht achten 568 will ich Sabbat halten—0² will ich, wenn ich zu ihm komm 468 will ich zwar nun treiben 978 wird aufs neu dein Licht 597 wird dein Gebet erhöret 84 wird mich am Ende 0²⁸ wirket der lebendge Geist 55 wolln wirdenn; werwollte nicht 734 wollst du nun vollenden 9⁰² wollst zu neuen Werken 43 zeug ich denn. Wer hört mir zu 467 zieh mich denn hinein 776 ziehen deine Flammen 386 zieht die Gemeine dem Lamme nach.l632 Sobald wir von oben aufs neue 836 egbat Ae n bat. 82 es Gott gefallt 838 ich diesen habe 76⁰ ich noch hienieden bin 468 Solange dieses Leben währt 10 eine Menschheit ist 46/ Jesus bleibt der Herr 30⁷7 man auf Erden ist 7⁰⁰ Solch ein Herz bewahrt sich dann 694 Himmelfahrt fängt in uns an 164 Solche Leute will der König haben. 636 738 756 Solche Leute will der König küssen 798 Leute will der König lehren 738 Leute will der König schühen 738 Leute will der König segnen 738 Soll diese Nacht die letzte sein 928 ich auf dieser Welt 67⁰ ich denn auch des Todes Weg 764 ich reden oder schweigen 655 man solch Nichts beschreiben 78 Sollen nun die Menschen 287 und nicht wollen 679 Solln wir länger vor dir wallen 628 Solls ja so sein 476 uns hart ergehn 674 zum Sterben gehn 873 Sollt er uns was versagen 79 er was sagen und nicht halten 788 es gleich bisweilen schei⸗ nen 2771 ich aus Hurcht vor Men⸗ schenkindern.. 232 ich deinen Kelch nicht 17⁰ ich meinem Gott nicht singen J1 ich nun nicht fröhlich sein 87¹ sie denn nicht fröhlich sein 569 uns Gott nun können hassen 66 wo ein Schwacher fallen 986 Sollte von uns sein gekehret 66 Sollten Zeugen 27⁵ Sonderlich wirst du gebeten 295 Sondern ich will mit starker HBand 99s Sonne der Freuden aus Beth⸗ lehems niedrigem Stalle 9⁴ der Gerechtigkeit 839 Sonst erfreut man sich mit Zittern 563 sind sie noch Adams natürliche 8)2 Sorget nichts! Will kommen 1079 Souveräner Herzenskönig 295 Speise, Vater, deine Kinder 87⁹ Sprich deinen milden Segen 9⁵⁰ ja zu meinen Taten 90 nicht: Ich habs zu grob gemacht 408 nicht: Ich sehe keine Mittel 767 selbst das Amen auf den Bund 863 der Ve 23. — Sprich ul Starkis Glätk, 9 mein meine Slärket d Gleh aus seste in uns ste Stellen u Stern, Steute m Stillex Nachh Nacht, Sliller Streite de Gtkeiletn recht di Slürme, Such, we Zie wet da Sucht ihr Sünd un der Verse Sprich unsern Herzen freundlich zu 44 Starkist meines Jesu Hand 84 Stärk, Heiland, deine Knechte 38 mein Wollen und mein Können 649 meine schwache Glaubenshand 592 Stärket die Hände, ermuntert 272 Steh aus dem Grab der Sünden 147 feste im Bund 25 uns stets bei mit deinem Rat 175 Stellen meine Feinde sich 857 Stern, auf den ich schaue 123 Steure meinen Sinn 873 Stille Nacht, heilige Nacht 1J02 Nacht, heilige Nacht 102 Nacht, heilige Nacht 9⁰² Stiller Jesu, wie dein Wille 67² Streite doch selber für uns 205 Streitet nur unverzagt 272 recht die wengen Jahre 602 Stürme,‚ Teufel und du Tod 766 Such, wer da will, eim ander Ziel e.. 432 wer da will, Nothelfer vLiel 432 Sucht ihr den Freund, den Retter 93 Sünd und Hölle mag sich grämen 68 Sünde und der Sünde Sold 490 Sünder bin ich, ja, das weiß ich e. 496 Sünderfreund voll Liebe 255 Sündig bin und bleib ich im mer.. 502 Süße Wahrheit, die mirs Herz 456 Süßer Ruhetag der Seele 4 Süßes Heil, laß dich umfangen 66 Licht, Sonne, die durch 174⁵ Täglich Brot 82⁷7 Herr Gott, wir loben dich 2 Tapfre Streiter Christi wissen 489 Tät ich das sonst jemand 65⁰ Tausend Dank, du unser treues 464 Tausendmal begehr ich dich 856 geht mein Verlangen 57³3 Teufel und Hölle, die zürnen 7³ Teurer Freund, hier ist mein ger... nn. Tochter Zion, freue dich 00 Töte meine Sündenglieder 70² Tötet doch, ihr Flammenaugen 285 Tragt es unter euch, ihr Glieder 84 Träͤnen, die ihm Lieb und Sehnsucht) 5o laͤßt den Worten Raum 49⁰0 Treibe mich, regier und leite 78⁰ Tretet nur getrost zum Throne 20 Treue Seelen, die begehen 660 Treuer Freund, gönn unsern Klagen 520 Heiland, zeuch mich höher 82) Hirte deiner Herde 208 Hort, Immanuel 200 Immanuel, werd auch in mir 78 Vater, deine Liebe 675⁵ Wächter Israel 203 Treulich will ich Gott bitten 757 Treuster Freund der Seelen 877 Trilt an meine Statt 8⁰ du zu mir und mache leicht 882 her und schau mit Fleiße 75 selbst herzu und brich das Broaet 9 unter unsre Füße 38 Triumph! Bald werd ich kommen 640 der hier erscheint 087 Tröste dich nur, daß deine Sach 20) tröste meinen Sinn 47 Tröster der Betrübten 182 Tröstlich, wenn man reuig stehet 873 Troth dem alten Drachen 768 Tu tals ein Kind und lege dich 765 auf den Mund zum Lobe dein 34 das, damit die Christenheit 3060 mir die Augen auf 97¹ was du willst, mit mir 4²⁰ Tust du das, so ist an dir 468 Uberall laß bis an der Welten 395 mit einem Schall 368 Überwinder aller Dinge 49 Um deiner Wunden willen 42 deines Dienens willen 395⁰ 757 der Ve A Verzeichnis ö 23— 'Dq‚IFꝗSSYSSSSSSESS Undwerv Um mich hab ich mich ausbe— Und nochentzündenHimmelsfunkensso wer w. ünumert% nun, Hausfreund, edler Gast 86 wie de Umfaß uns diesen Mugenblick 848 nun, Herr, du bist unser Schöpfer 707 wies l Umschließ mich ganzmit dei— ob es währt bis in die Nacht 42 will zu nem FSrieden 497 ob gleich alle Teufel 73 willstü Unaussprechlich schöne singet 0³⁰ ob ich gleich vor andern 7⁰ wo dil Unbeschreiblich Herze 65⁶ schaff uns Beistand 202 wo Oe Und allenthalben geht der Sinn 467 seitdem die Gnad erschienen 844 würdei als Frucht wird ewgen Frieden 7062 sie erführn, was Thomas 392 würde also bricht das Herz ihm 78⁰ siehe, tausend Fürsten 383 Unendlic also leb und sterb ich dir 928 siehst du an uns manches noch 627 Unerhötte auch das ist wahr 22² so gehts auf neuen Segen 660⁰ Unglaub auch die Orte 9⁴47 so wird man auch allmählich 624 Uns ists, auf einmal bricht der Herr 308 vergib uns unsre Schuld 82⁰ witd n auf einmal wirds gespüret 4⁰⁵⁸ wär die Welt vielmal so weit 58 Unset Be bin ich gleich der Sünde voll 69 wär er tot wie Stein, er kommt 403 Elend da, Jesu, lässest du 488⁸ wär er wie ein Bär, er wird 408 Gemül damit sind wir 333 was auf den Thronen 82² Haup damitwill ich schließen 138 was er mit mir machen will 8)7 Heile dann, so bele, als wärest du 875 was ich für mich bitte 70⁰03 Lamn dann wirst in dem Trachten 1128 was ich hier gegläubt 968 Leben das ist auch gewiß 70 was sich sonst verlaufen hat 9⁵ Lebend dazu sage Amen 373 weil ich wußte, daß sein Blut 468 Wise dein Fried erhalt die Sinnen 782 weil jeder, der in deinem Leiden 335 Unsems den Menschen sollt ihr gleichen 065 weil sich dabei noch zeiget 6⁰⁰ Unsern die Schäflein machen mich—1772 welch Lobgetöne 0² 6 diesen Gott sollt ich nicht ehren 28 wenn an meinem Orte 76 Unsers doch ist sie seiner Füße 737 wenn das Dreimalheilig 0⁴3³ Insihtb doch sind sie nur Geschöpfe 3787 wenn die Welt voll Teufel wär 396 Ins drückt uns wo des Lebens Müh 862 wenn dir dieses nicht deutlich ist 875 aund du, o Vater, neig herab 8339 wenn du eins der Kinder 189 90 du siehst mich an 667 wenn ein Engel vom Himmel 187 4 du wirst die Augen 0²³ wenn es nun erfüllet ist 43⁰ 1 ein Mensch, der also handelt 704 wenn es weiter gilt zu 2 endlich flehn wir allermeist 864 kämpfen 07. endlich in der letzten Not 92⁵ wenn ich im Frieden 0² Ser endlich, was das meiste 9⁵⁰ wenn ich kraft der Wundenmal 823 Seel gib, daß ich mit Wort und Tat sos—wenn ich nun im Bund der Tauf Sos—— hält ich ihn nur schon bei Jesu 403 wenn mirs heimzugehen glückt 455 Weh heben unser Aug und Herz 9⁵57 wenn sein Ruf mich in der Zeit 88/ HZeit Jesu Brautoemein— 32 wenn wir Berge wüßten 82⁴ Unteri liegt vor Jesu Füßen als erstorben 403 wenn wir weinen, so tröst uns 837 Unter mache dich behende auf 98 wenns auch die meisten wären 285 0 mache dann mein Berz zugleich 678 wenns gleich wär 7⁵⁹ Heine meines Glaubens Unterpfand 8)7 wer es höret, der merke drauf 22 Unerd 758 7⁰⁰ 7⁰⁰ 202 en 8ag 90 9⁰⁰ noch o/ 6⁰⁰ lich 626 8²⁰ weit 59 mmt 409 ird 403 82 ill 8)7 7⁰³ 9⁰8 al 95 Blut 468 eiden 395 ö 0⁰⁰ 0⁰⁰ 7⁰⁰ 70⁴½ wät Jos lich ist x/s 180 nmel J87 43⁰ 3u .J0// 70³⁷ nmal 559 Tauf 858 glückt 355 Seit 8s/ 890 uns 557 väten 285 7⁵⁰⁷ muf 29 der Verse U V Und wer wird, Schönster, dich allhier So9 wer wollte deinem Walten 810 wie deine Ankunft war 47 wies Herze glaubet 859 will zur Sünde mich verleiten 917 willst du recht dich raffen 128 wo du kommest hergezogen 57 wo Jesus ist, gewiß 69⁴ würd ich durch des Herrn 468 würde man ja irgendwo 467 Unendlich reich 27 Unerhörte Art zu lieben 5878 Unglaub und Torheit brüsten 185 Uns ists, als wenn die Zeiten 294 wird noch manch Stündlein 266 Unser Beisammensein segne du 37) Elend alles 82² Gemüte tröst sich solcher Güte 792 Haupt, wer dir das glaubt ss) Heiland, deiner Kinder 290 Lamm ist gar zu schön 4⁵ Leben ist verborgen 593 Lebenslauf sei wie das Ende 638 Wissen und Verstand 35 Unserm Inwendigen ist es sehr gut 796 Unsern Ausgang segne Gott—44 Unsers Lammes Wunden 344 Unsichtbarer Seelenfreund 49⁰ Unsre Jahre fliehen hin 948 müden Augenlider 92³ Obrigkeiterhalte 96 Reis durch Schnee und CEis 369 Reisen gehn 377 Seel soll dich erheben 45⁰ Seele harrt auf ihn 332 Seele lebet 82² Tür werde Christo aufgetan 827 Wege wollen wir 95⁵⁰ Zeiten sind in deiner Hand 945 Unter deinem Schirmen 7⁵8⁸ Unter Lilien jener Freu— den.. 98 seinem sanften Stab 87¹ Unterdessen geht dein Werk 36²2 Unumschränkte Liebe 2 Unverwandt auf Christum sehen 3. 730 Unverzagt auf ihn gewagt 369 Unverzagtund frisch gewagt 747 und ohne Grauen 762 Urquell alles Lichts 66⁷ Valetwill ich dir geben 977 Vater droben in der Höhe 92³ ich bin zu geringe 932 sende Mut den Schwachen 939 unser im Himmelreich 819 Valerherz, deine Wege sind so tief 827 Verachtet man Gottes eingen Sohn 474 Verbirg dich unserm Angesicht 302) mein Seel aus Gnaden 977 Vereinte Liebe siegt 835 Verfolgt, verlassen und verflucht 8)7 Vergib es, Herr, was mir sagt 927 mir meine Sünden—42² vergib und hab Geduld 494 Vergießen wird man mir mein Blut 429 Vergiß der alten Schuld 944 Verklagt bin ich gewißn 65 Verlache Welt und Ehre ⁰0 Verlasset die Erde, die Heimat 1740 Verläßt im bittern Leide 64⁰ Verleih mir drum das edle Licht 882 mir, Höchster, solche Güte 82² uns bis an unsern Tod 879 uns Frieden gnädiglich 954 uns, Herr, aus Christi Füll 43) Vermag dir jemand auch dafür 2⁴4 Verschließe unsre Rugen 736 Verschmähe nicht dies arme Lied 924 Vertreib aus meiner Seelen—42² Verwaiset sind die Kinder 8⁰ Verworfen ist, der Tag und Nacht 7092 Verzaͤge nicht, du Häuflein klein 20 Verzehren Stolz und Eigenliebe 38⁰ Verzeihe mir die Sünde 9⁰09 Viel tausend tausend sind erkoren 384 Vielmehr bei seinem Zsrael 271⁰0 759 Volk GSotts, die Freud am Herrn 595 Voll Barmherzigkeit und Gnade 1048 Volle Hände, tut euch für uns auf 698 Volles Gnügen, F§ried und Freude 674 Völlige Zuversicht machet recht stark 796 Vom Feuer deiner Liebe glüht 943 Himmel hoch, da komm ich her 58 Himmel kam der Engel Schar s8e Preise voll 3095 Throne deiner Liebe 504 Von allem Übel uns erlös 879 aller Herzensbangigkeit 4⁰ Anfang, da die Welt gemacht 69 deiner ersten Stunde—0 der Zukunft will dann nicht 948 dir kommt aller Uberfluß 790 Gott kommt mir 58⁴ Gott will ich nicht lassen 752 ihm bleibt nichts unangemerkt 533 Mitternacht ist kommen 20⁰ Sorgennot und solchen Blagen 727 Vor andern küß ich deine Rute 14 dir hingestellt 667 Qesu Augen schweben 936 Vorzeiten hielt ich mich 107⁷ Wach auf, du Geist der er— sten Zeugen 858 auf, mein Herz, die Nacht ist hin· 147 auf, mein Herz, und singe 902 Wacher Jesu, ohne Schlummer 672 Wachet auf, ruft uns die Stimme 96/7 wachet, kaufet Ole 97²½ Wacht auf ihr meine Sinne, wacht 907 Wahre Treu führt mit der Sünde 601 Treu kommt dem Getümmel 601 Treu liebt Christi Wege 6⁰⁰ Wahrer Mensch und Gott 87 Wahrlich, die Sache des Herren wird nimmer 1086 so folget ein sanftes 87⁴ 76⁰0 Wahrlich, unsre Schule 679 wenn ich mir 8⁰0 Walte über uns in Lieb 297 walte nah und fern 382 Wandle noch so ungesehn 9⁵5³ Wanke nicht, steh fest im auben„)0/8 Wann aber soll der Wechsel wohl 93) Wann, liebster Jesu, wann kommt deine Stunde 392 schlägt die angenehme tunde 63 wird die Nacht der Sünden 934 wirdes sich an dessen Heil erlaben 392 War zuderHerrlichkeit die Schmach 622 War er nicht erstanden 39 etwas nötig auf unsrer Seit 474 ich ihm, der ob mir waltet 6⁴ meine Seele stille 12 Wären wir doch völlig seine 7³⁰ Wärn wir nur stets Kinder 746 Värs etwa, daß mein Geist 672 Warte denn, o Zion, 705 Warum es so viel Leiden 9⁴49 hört man gleichwohl nicht 264 sollt ich mich denn grämen 762 wird doch das Volk des Herrn 80 Was bindt, was durchdringet 46) dem Gesetz unmöglich war 482 der alten Väter Schar 47 dir gefällt, das laß auch mir 882 du gefunden, das halte fest 474 ein verborgnes Senfkorn war 385 er dich heißet, das tue gleich 308 er dir hat zugedacht 308 er verspricht, dem kann man 25 fragt ihr nach dem Schreien 82 für ein schönes Licht 968 für ein Volk, was für ein 0²8⁸ gewesen, werde stille 42 gibt man dem teuersten Fürsten 360 Gott genießt, genießt es selig sos Gott im Gseh geboten hat 43⁰ Gott tut, das ist wohl getan, dabei will ich verbleiben. 772 hier kr Hoc u ich bin, ich gett ich in! jedes ist das der Verse SSSISIIIFIISITISITIIII......... Was Golt tut, das ist wohl getan, er ist mein Licht.. 7²⁷²2 Gott tut, das ist wohl gelan, er wird mich nicht.. 772 Gott tut, das ist wohl gelan, er wird mich wohl.. 772 Gotttut, das ist wohl ge⸗ tan, es bleibt gerecht 772 Golt tut, das ist wohl getan. Muß ich den Kelch 772 habt ihr denn alles vomHeiland 1727 hast du unterlassen 82 hatt ich doch für Trost und Licht 870 helfen uns die schweren Sorgen 770 hier kranket, seufzt und fleht 3007 hoch will sein, gilt nichts 776 ich bin, das bist du, mein Bruder 886 ich getan hab und gelehrt 4²29 ich in Adam und Eva 73 jedes in der Zeit 889 ist das für ein himmlisch SLeben 838 ist denn für Kinder das Beste auf Erden.27 ist der Mensch, was ist sein Tun 45 ist doch wohl die Ursach 17 ist mein ganzes Wesen 978 ist, o Schönster, das ich nicht 58 ist und war 27 ist unsre Lebenszeit 979 kann euch tun die Sünd und Tod 8e kann mir denn nun schaden 23 können wir für Dank 9⁴4 kränkst du dich in deinem Sinn 9 liebst du, großer Seelenmann 576 litt sein heilges Angesichte 30⁵5 litten nicht die Märtrer— helden 2⁵4 822 macht ihr, daß ihrweinet 7737 mag wohl einen Kranken laben 985 mein Gottwill, das gscheh allzeit 7⁵5 Menschenkraft und- wih anfaht 199 mich dein Geist selbst bilten lehret 8s22 nah ist und was ferne 773⁰ nur kann, stimme an 22 Wé Was sag ich dir, dustreuer Mann + 837 schadet mir des T Todes Gift 309 schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte 19 sich geregt 93 sind dieses Lebens Güter 762 sind wir doch? Was haben wir 9 sind wir, o Herr, vor dir 272 soll ich dir denn nun 9⁰8 soll ich dir geben 748 sollen wir nun weinen— 73⁰ sorget man doch für sein Leben 790 sorgst du für dein armes Leben 767 unsmit Frieden und Trost erfüllt: 5 474 uns noch hemmt den Sauf 299 unser Gott geschaffen hat 73 unsre Klugheit will 776 vorher unmöglich scheinet 449 wär ich ohne dich gewesen 1776 willst du deine Not 7²2 wir davon denken 2 wir im Glauben hoffen 1084 zwischen uns sich drängen will 48 Wasser, Luft und Erde 26 Wecke mich recht auf 5873 Weder Lehren noch Erkennen 496 Weg hast du allerwegen 738 ihr Herrlichkeiten 82² mein Herz, mit dem Ge— dbaneen400 mit allen Schähen 768 Phantasie! Mein Herr 732 Wehen sinds viele, durch die 105⁴4 Weicht, ihr Trauergeister 78 nichtige Gedanken, hin 928 Weiden uns auf grünen Auen 96 Weiht euch, ihr Gemeinen 82² Weil auch ich in dir 797— denn weder Ziel noch Ende 7 die Worte Wahrheit sind 471 du lagest in der Erd 745 du mich in der Zeit gewollt 523 du vom Tod erstanden bist 999 er gezogen himmelan 76 76 Verzeichnis 'D‚‚ꝗSSSSSSD SSSSSe— Weilich Jesu Schäflein bin 87) ich mir garnicht helfen kann 428 Weils aber nicht besteht 790 Weißt du, wieviel Kinder frühe 112 du, wieviel Mücklein spielen 1)27 du, wieviel Sternlein ste hen 92) Weit durch die Lande' 262 und breit, du Himmelssonne 170 Welch ein Heer zu Gottes Ehr 7040 ein Herr! Ihm zu dienen 395 ein Lied im höhern Ton 309s göttlich holdes Gnadenjahr 56 hohe Lust, welch heller Schein 136 Welche Gottesgegenwart 161 Wem du im neuen Jahr 944 es wohl bei Jesu tgeht 83⁰ Jesus Gnade hat gegeben 5843 sollt ich mein Herz lieber gönnen So) sonst nichts als Jesus schmecket 742 unserlieber Herrbekannt 802 Wen hab ich,‚ Herr, als dich allein..)005 Liebe bindt, ist nicht ein Knecht 645 sollt ich anders schreien an 42³ Wend von mir nicht dein Angesicht 432 Wenn aber ein verlornes Kind 467 aber meine Seele denkt 848 aber nun Kinder sein Herze 1127 am Schemel seiner Füße 737 auch die ganze Höllenpfort 7064 auch die Hände lässig sind 943 böse Zungen stechen 775 Christnacht und sein Leiden 82 Christus, ihr Seben, wirdoffenbar 812 dann zuletzt ich angelanget bin 3028 dein Herze mit uns ist 9⁵3 dein Jesus mit dir ist 97⁴4 denn deine Sach mit Gott 97⁴ der Herr, der aus dem Grab erwachte 5 der Herr im Herzen thront 694 der Kläger mich verklagt 874 der Wellen Macht 873 dich doch das arme Volk 39 762 Wenn die Heilgen dort und hier 828 die Menge an dem Meer 0⁵⁶ die Morgenröt ersteht—392 die Seraphim sich decken 863 die Stunden sich gefunden 78 die Todesnacht 1½½½ dies aus meinem Berzen schallet 822 diese Welt ein Kind veracht 86/ dieses Erb erstritten 7⁰9 dir jede Kleinigkeit 78 doch alle Seelen wüßten 73⁰ dort, Herr Jesu, wird vor 7— du auch vom Leiden 5865 du die Toten wirst 67⁰ du nun ins Gerichte gehn 474 du, o mein lieber Christ 786 du uns trittst vors Gesichte 873 du von deinen Gaben 648 durch deine letzten Stunden 987 ein Mensch durch Jesum Christ 694 ein Schaf verloren ist 40 ein Streiter, der inseinem Panzer 352 einer in dem Glanz des Lichts 467 einer von der Mutter her 467 endlich, eh es Zion meint 2)0 endlich ich soll treten ein 500 er dich aber brauchen will 62 er dich lobet, bücke dich 62 er sich in der Gnadenzeit 62 es ihm beliebet 344 es sollt der Welt nach gehn. 273 gar kein einger mehr auf Erden 77 Gottes Winde wehen 388 ich auch gar nichts fühle—24 ich dann mein Herze suche 223 ich dies Wunder fassen will 79 ich einmal soll scheiden 97 ich einst werd erblassen 778 ich Jesum Christum sehe 4⁵⁰ ich ihn nur habe 7797 ich ihn nur habe 1777 ich ihn vor Augen hab 47⁰ ich im schweren Glaubenskampf 823 in de in me Oesus klein lauter man 77 llet 822 80) 7⁰⁰ 7⁸⁰ 7⁰⁰ 7 8 07⁰ 94 st 780 57³- 64⁸ n87 hlist oœos 9⁰ sem .. 352 chts 967 9⁰⁰ int 0 0⁰ der Verse 'D‚q‚SSSeSSSSee— Wenn ich mein Hoffnung stell 74 ich mich schlafen lege 938 ich mich selbst betrachte 448 ich mit allem meinem Fleiß 820 ich mit Ernst hieran gedenke 643 ich nun komm in Sterbensnot 9os ich nun vollends umgekehrt 1032 ich schlafe, wacht sein Sorgen J) ich sehe, wie so schön 92 ich seines Leidens Kraft 488 ich zu dem Quellbrunn geh J112 ihn die Menschen kennten 83 in dem Kampfe schwerer Leiden 795 in meinem Sinn 8οο Oesus auch nicht bäte 82⁴ kleine Himmelserben 075 lauter Nein erscheinet 8²⁴ man dann Brüder so reden hört 875 man den Tag vollendet 936 man nicht aus Herzerfah— rung wüßte... 492 man sonst nach Grunde sragte 4⁰⁵ manvom Dienstder Sün— den 626 Mann und Weib sich wohl 85⁵ mein Berz und Gedanken 0⁰0² mein Stündlein vorhan— den ist.. 999 mein Verstand sich nicht besinnt 9s meine Kräfte brechen 0⁰ meine Schuld mich vor dir—482 meine Seel den Tag be— denter U.-Nis 00 meine Seele zaget 7⁵⁰ meine Sündmich kränken 123 mich meine Sünde will 10⁰ mir aͤngst ist, schreie 0⁰⁷ nun dein holder Friedensschein 726 nun kam eine böse Lust 468 oft mein Herz im Leibe weint 67 sich der Herr im Abend— mahl 257 sich der Menschen Hulde 752 sich mein Senfkornglaube regt 823 sie auf des Herrn Altar 10⁵⁶ Wenn tief im Herzensgrunde 28 Trost und Hilf ermangeln muß 13 unser Herze seufzt und schreit 9 unserm Nächsten Leid geschicht 847 wir Arme nicht 699 wir dich haben 1779 wir endlich sollen sterben 177 wir in der Einfalt stehen 742 wir in dulci jubilo 31 wir in höchsten Nötensein 957 wir nur fromm sind 959 wir nur voll Vertrauen 879 wir ohne Zagen gläuben 62⁴ wir uns umsehn in man— chem Land i.. 855 wir vor dich treten 832 zwei, die eins auf Erden 878 Wer aber jeden Lebenstag 1078 alle Schuld bei sich gesucht 40⁴ allein auf Jesum trauet 742 auf das Opfer des Lamms 47⁴ bin ich unter Millionen 795 bin ich, wenn es mich belrifft 8)/ da sucht, der suche so 283 damit ist ausgerüst 775 den Heiland liebet 679 den Willen Jesu weiß 775 diese Erde durchwallt in Einsamteit 6895 fleißig betet und dir traut 882 gering und niedrig von sich denket 854 gibt uns Leben und Geblüt 9 Glaͤub und Lieb im Herzen hat 75⁵ Gott vertraut, hat wohl gebaut.. 59 hat das schöne Himmelszelt 9 hat dich so geschlagen 775 hat mich wunderbar bereitet 28 hat uns von dem Strick befreit 48 ihn liebt, liebts höchste Gut 587 ihn liebt, wirds allezeit 775 ihn so mit Inbrunst liebet 742 ist der Braut des Lammes gleich— 3557 ist meines Glaubens Grund 442 764 Verzeichnis D‚SSSSSSSe Wer ist meines Lebens Kraft 442 ist meines Leidens Trost—442 ist meines Todes Tod 442 ist noch, welcher sorgt und sinnt 8 ist so gnädig als wie du 66² ist wohl wie du 573 kann die Pracht 27 kann die Wunder und die Taten 274 kann von meinem Gott mich scheiden 88 läßt nicht um Jesum Christ 289 leben will und gute Tage sehen 8)5 lebet im Herrn 5000 leget als ein treuer Knecht 97³ muß nicht beschämet stehen 269 nicht folgt und sein Willen tut 364 nichts auf Erden will 8⁰⁴ noch der Sünde gerne dient 469 noch von eignen Höhen 740 nun, gerettet aus tiefer NVot 875 nun glücklich diesen Kampf 60⁰⁴ nur den lieben Gott. walten 770⁰0 nur ein Sünder ist 4⁰⁸ nur ein treues Herze hat 89 nur geht auf seinem Pfade 742 nur hat, was Jesus gibet 7⁴42 nur mit seinem Gott ver— reiset.. 894 nur nach ihm hungrig ist 239 seine Seel zu finden meint 588 sich an den nur gläubig hälk 469 sich fühlt beschwert im Herzen 66 sich kränket, weil er denket 78 sich mit dem verbindet 761 sich zu unserm Hirten hält 8⁰0² soll nicht fürchten dich 0⁵⁰ sollte nun von mir 65 Sünde tut und liebet 448 täglich hier durch wahre Reu 146 überströmet mich mit Segen 79 wärmet uns in Kält und Frost 9 wartet, bis der Heiland macht 525 weiß, wie nahe mir mein Ende h. e05) Wer will verdammen? Jesus Christ 154 wollte den Glauben durch 4⁰⁴ Werd ich nicht bald deine sein 750 Werde licht, du Stadt der Heiden 96 munter, mein Gemüte 92⁰ Werden auch die Füße wund 875 Werdet doch aufs Gute klug 283 Wers ganz gewiß glaubt 47⁵ Wie aber, daß auch Scham 50⁰ bin ich doch so herzlich froh, 15 Hoffnung 706 bin ich doch so herzlich frob. daß mein Schah 54 849 bist du mir so zart gewogen 115 dank ichs ihm nun 707/ dank ichs seinem Herzen 25⁸ dank ichs seiner Liebe 25⁸ das der Gnade ihr rechter Gang 22) der Herr am Kreuz ge— storben 703 dies Eine zu genießen 674 dirs und andern oft ergehe 767 du doch liebetest und noch liebst 88 du sprachst: Es werde 82² ein Adler sein Gefieder 7 eine Rose blühet ⁰ er mich führt, so geh ich mit 784 freundlich blickt er Betrus an 408 freundlich, selig, süß und schön ss) freut sich doch mein ganzer Sinn 7032 geht dirs? O, es geht nicht gut 467 geht ein Jüngling am gradsten 875 Gott mich führt, so will ich gehn. 74 groß ist des Allmächtgen Güte„28 groß war deine Freudigkeit 6⁰⁰ groß wird meine Freude sein 60⁷ gut ists doch, in Goltes Armen 70 haben sie geharrtso lang 0⁵ harrt auch unsre Seel so lang 1052 hast du doch an mich gewandt 478 ist mit kann i könnt! könnt lange bei lieblich lichnis — rist 56 4⁰⁴ 7)⁰ er 90 927 875 28 47⁵ 8⁰⁰ herrlich istdieneue Welt 103) herrlich ists, ein Schäf— lein Christi werden. 55 ist die Ruh so süße 486 ist die Welt so stille 7933 ist es dem Heiland auf Erden 1127 ist es so lieblich, wenn Christen zusammen„ 887 ist mir dann, o Freund 47³ kann ich des Lichtes Werke 427 könnt es da wohl finster sein 930 könnt ich ruhigschlafen 135 lange muß Jesus doch bei uns anklopfen. 57 lieblich klingt es mir 7⁴ mächtig ist die Liebesflamme 235 manche Plage hat der Feind 799 mit grimmgem Unverstand 1)20 müht sich unser Herr mit mirgc 200 muß dein Herʒe nicht mit uns sein 83 mußten Sorg und Sünden 43 oft schon hat mein Herz geweint. nh 277/7 preis ich doch dein Leiden 173 preis ich doch den Liebes— rat— 525 schön ist unsers Konigs Braut 032 sonisse doc, Herrdesu. Chreist 855 schön leuchtet der Mor⸗ genstern 549 schön wirds sein, wenn mein—10⁰¹4 schwer ists, kennen lernen 73) seid ihr doch so wohl gereist J0)6 selig die Ruhe bei Jesu 114⁰ selig ist doch, der ihn also 25 selig Uunden 3 sum funden. 735 selig ists, nach Jesu Heil und Leben nn 309 selig ists, um Jesum alles 879 selig sind, wie reich an Gaben 491 der Verse Wĩ D‚SSSSSSSSSSSS— Wie heftig unsre Sünden 5)5 Wie selig, wie groß 265 soll ich dich empfangen, o aller 82 soll ich dich empfangen, und wie begegn ich dir 52 soll ich dir, du Seelenlicht 9⁰0⁷ sollnwir dich gnug preisen 720 sollt ich nun nicht voller Freuden 19 tobt um uns der grause Tod 1052 uns der Heiland verhei— enhat 86 Väter sich erbarmen 3 vor unserm Angesicht 92⁰ wärs, wenn der Gesang 97⁴ wenig werden hier sich finden 354 wenn ich mein Bette 9²2 wir gehöret 192 wird mein Herz erhoben 486 wird uns sein, wie wird uns 1739 wirds sein, wenn ich zieh 774 wirst du dulden, zartes Kind 91 wohl ist mir, daß ich nun⸗ mehr entbunden..480 wohl ist mir in meiner Seelen 791 wohl ist mir, o Sreund der Seele 47 wohl ist mir, wenn mein 7⁰⁵ wollt ihr ihm nun eure 112⁷7 wollte Satanas 8⁰⁴ wunderbarlich ist doch 17 Wie aevolts mit süßen Lönen.—12 Wiederum sehnden gesegne— ten Tag wir gekommen 1054 Wies Gott gefällt, so muß es sein 764 im Himmel pflegt zu gehn 82 Wieso denn, wer machet die Leute 34 Will der Troh der Welt 10⁴48 des Gesetzes Last mich drücken 479 die Welt dich haben 97 die Welt mein Herz verführen 671 hinfort mich etwas quälen 242 mein Herr durch sanfte Zucht 874 sich dann in Lüsten weiden 671 sie was Guts beginnen 73 75 766 W 'D‚DSSSSSSSS Willkommen, edles 7 belein.. 7⁰ Heil der ganzen Welt 586 Held aus Davids Stamm 65 unter deiner Schar 298 Willst du meinen Herrn beschenken 5 du mich hier noch länger lassen 984 du mich kränken 90 du mir geben Sonnenschein 764 du mir geben, womit mein 9⁰0 du, o Vater, uns denn nicht 959 du wanken in Gedanken 78 du was tun, das Gott gefällt 765 Wir begehrens inniglich 338 bitten alle gemeinschaftlich 302 bitten deine Güte 4 bitten dich gemeinschaftlich 289 bitten herzlich, weils bitten gilt 302 danken, daß du uns den Tag 978 danken dir, Berr Jesu Ehrist 67 danken Gott für seine Gaben 879 danken Jesu allerseits 457 dankens dem Heiland und seinem Versühnen 8)2 die Armen und so Schmähliche 275 die wir noch durch Mara reisen 035 entsagen willig 33 ergeben uns in deine Pflege 297 erheben deine Güte 295 essen und wir leben wohl 4⁰ falln vor dir hin 47⁵ fassen uns im Geiste an, auf dein 289 fassen uns im Geiste an, in einen 268 freuen uns von Herzen 294 freun uns in Gelassenheit 7076 freun uns über den Tod 632 geben uns in deine Hand 289 gehen einen Dornensteg 268 gehn dahin und wandern 9⁵⁰ gehn getrost an deiner Hand 30 gehn in die Ferne und kommen 33 grüßen dich mit Innigkeit 282 grüßn uns ehrerbietiglich 3⁰9 Verzeichnis Wir haben nichts verdienet 9⁸⁵⁸ haben niemand, dem wir uns 202 haben schwere Zungen 36 harren nun der Stunde 50⁵8 heben Herz und Augen auf.. 939 jauchzen heut an deinem Tag 7059 kannten ihn nicht 788 kennen unsre Schwächlichkeit 8o) lassen uns gefallen 82 legen alle Schwierigkeit 282 loben, preisn, anbeten dich loben und erheben dich 7⁰ . 0 Gotl 236 mißgönnen auf der Reise 82⁰ mit der sämtlichen Kreuzgemein 384 öffnen dir die Herzens— 5forten 33½ opfern dir Dank 588 opfern dir mit Hand und Mund 325 opfern dir uns arm und bloß 44 pflügen und wir streuen 1730 predigen dein Versöhnungswerk 37 rechnen Jahr auf Jahre 0⁰⁰ reisen, Herr, in deinem Namen 894 rufen, du willst hören 383 ruhen in Jesu, dem Felsen 633 rühmen seine Güte 88⁰ sagen Amen 333 sagen Ja mit Herz und Mund 307 sagen wahrlich nicht zu viel 5 schließen uns aufs neu 94⁴ schreien, Herr, wie Simeon 1052 sehen ja die große WolkeZeugen 446 sehn dein freundliches Angesicht 837 sehn im Geist die Gaben 8²⁴ sehn mit tiefem Staunen an 169 sind alle Sünder 473 sind dein Eigentum, o Samm 6)7 sind dein, Herr, laß uns kninmer 680 sind dem LCamme untertan 4⁷ sind die zarten Reben 69 stehnt stohen lot in reten tlelen tun u verla versch wäre wäre warte werd werde werde wisse wisse wisse woll wolle woll wolle woll woll woll eichnis — 98o ns 202 9⁰r 0³⁸ en J043 ag 1059 eit do) 8 282 7⁰ „0 0 8⁰ ein 393 Ns⸗ 244 18 dund 325 0fß 47½ en 7⁰ werk 37) 0⁰⁵ men 8o⸗ ⁰⁰ Nund 307 zu SW 909 n 0⁵² ugen 40 der Verse 'p=SRSSESS SSSSSEee— Wir sind doch schon alle für Jesum s58 sind ein Werk deiner eignen 302 sind ja dein ererbtes Gut 979 sind ja der Nacht entnommen 427 sind ja im neuen Bunde 4²⁷ sind in ihm vor aller Not 498 sind in ihm zufrieden 327 sind keine Sklaven 6079 sind nicht einsam blieben 32⁷7 sind nur dazu 332 sind still und warten drauf 39 sind unnütze Knechte 99⁷ sind vor dir ein schlechles 278 singen dir, Immanuel 69 sollen nach der Liebe Sinn 847 sollen nicht verloren werden 444 sollen suchen, gleich gesinnt 84⁷7 sollen, wie und wos auch ist 847 stammeln hier 9 stehn im leßten Kampf und Strauß.. 082 stehn verwundert 9⁴/7 stolzen Menschenkinder 733 tot in Sünden, vermochten 55 treten heute 9⁴4⁷7 treten in genaure Bande 238 tun unser Werkim Friedensss verlangen keine Ruhe 595 verschenken uns dir heut 609 wären gern rein 7¹2 wären nun gern 188 warten alle auf die Zeit 309 werdeneinstmit Freuden 7027 werden nicht erliegen 308⁰ werden völlig frei 36 wissen alle, wer wir sind 876 wissen, daß es keine irdschen 3589 wissen ja, wie weit die Gnade 735 wollentalle, wie wir sein 305 wollen immer wacker sein 04 wollen unsre Kinderlein 229 wollen ziehen 332 wolln ihm Treue schwören 37⁵ wolln in Einfalt bleiben 377 wolln mit Freuden 35⁰ Wĩ Wir wolln, und was wir wolln 305 wolln uns gerne wagen 327 wünschen euch Heil, Fried 85⁷ ziehen ja doch 32⁰ Wird alles andre weggerissen 44⁴4 dann die Frage vorgebracht 48 dasnichtFreude sein, nach 7034 das nicht Freude sein: sehn 1034 das nicht Freude sein, was 1034 das nicht Freude sein, wenn 7034 es Nacht vor meinem Schritt 874 hinfort dem Geist des Herrn 367 mich die Sünde kränken sehr 9o9e stets der Jammer größer 692 uns auch nach Troste bange 177 uns gleich oft das Herze schwer So9 Wirds aber sich befinden 763 Wirf nur getrost den bangen 597 was dir mißfällt, hinaus 776 Wirft er dir dein Sündgen für 766 Wirst du nun vollends durch 495 du, o Lebensgeist, dies an mir 178 Wo bist du, Sonne, blieben 92² bist du, süßes Licht 97¹ die GliedermeinesHerren schliefen 34 die Patriarchen wohnen 03⁰ die Sünde mächtig ist 488 du nicht bist 683 fang ich deinen Ruhm nur an 627 findet die Seele die Hei— mat, die Ruunh.40 gingtihr hin, wo kamt ihr hber. i, 10.. 323 Gott der Herr nicht zu uns hält 199 ich bisher gesessen 978 ich ihn nur habe 7977 ich lebe auf der Erde 87³3 ist der Freuden Ort 096 ist doch so ein Gott zu finden 402 ist solch ein Herr zu finden 234 meine Füße gehn 88⁵ nehm ich Weisheit und Verstand 67 seid ihr, ihr Schüler der ewigen 373 767 Wo seit so viel hundertJahren 7024 soll ich fliehen hin 407 soll ich mich denn wenden hin 75⁴ sollt ich michsonstwenden bin s 50 Nalit- 42078 sonst niemand willig war 367 wär in dir ein Funke Kraft 48 willst duhin, weils Abend ist. een n225 wir auch wohnen 26²2 Woher, wohin, du guter Freund 848 Wohl dem, der auf ihn trauet J006 dem, der bei Zeit versiehet 97⁰ dem, der den Herrn läßt machen 742 dem, der einzig schauet 8 dem, der Heil und§rieden hat gefunden..487 dem, der in der Freud am Herrnon dem, der in Jesu Armen 530 dem, welcher seine Lenden 970 dem! Wems aber noch nicht 875 denen allen 939 dir, du Kind der Treue 73 hast du behalten 284 hat der Tod gewütet 0⁵⁸ her, mein König, nah herzu 855 ists uns in deinem Lichte 085 mir, daß ich dies Zeugnis habe 822 mir, ich bitt in Jesu Namen 822 mir, wenn deine Rüge 790 Wohlan, ein jeder eile 33⁰0 erneuert euren Bund 233 ihr, die ihr singen wollt 47² ihr Verborgnen und Stillen im Lande. 976 so will ich in Geduld 77⁵ so will ich mich 74 Wohlauf, ihr Heiden 6 mein Herze, sing und spring 9 Wollest täglich bei uns bleiben 976 Wollst endlich sonder Grämen 1)33 Wollt ihr Bosaunen der Gnade sein 334 Wollt ihr wissen, wasmein Preis 2 768 Verzeichnis Womit wir habn erzürnet dich 9)8 Wonach der eitle Weltsinn trachtet 727 Wort des Lebens, stark und rein 382 Wunder ohne Ziel und Zahl 308 Wunderbar, Herr, ist dein Rat 948 Wunderbarer König 15 Wundergott, verwundte Siebe 878 Wundersam, groß, Herr, sind deine Werke„ J0s Gagende Gemüter meinen 489 Zagenden Seelen wird alles 796 Zahlung ist für jedermann 694 Zeige mir die Seligkeit 935⁵ Zerbrich, verbrenne und zermalme 672 Zerstöre ganz die falschen Stützen 647 Zeuch, du Ehrenkönig, ein 47 ein, die Tore tun sich auf 5 ein, laß mich empfinden 76 ein zu deinen Toren 76 einherzum Dienst der Wahrheit 520 nun, zeuch nun meinen Sinn 864 uns gänzlich in dein Sterben s96 uns hin, erhöhter Freund 82⁴ uns nach dir, Herr Christ 168 uns nach dir nun für und für 168 uns nach dir, so folgen wir 168 uns nach dir, so kommen Wür. u ein ir Zeugen hat er uns gegeben 2⁰9 Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne 822 Zieht hin in dessen Namen 375 hin in Frieden 262 in Frieden eure Pfade 896 Zion fest gegründet stehet 206 hört die Wächter singen 967 warte, bald der Herr erscheinet 105 wie lange hast du nun geweinet 272 Zions Freude währet immer 49 Hilf und Abrams Lohn 47 Stille soll sich breiten 42 Zu Bethlehem, in Davids Stadt 89 dem steht mein Verlangen 978⁸ der heilgen Gottheit Stälte 52 der Ve Udit) dit flie dit wi einerf unsem viel be Zudem ist Zulett m wird d Zum Da Zur Seit Zusamme J05⁰ 4⁰⁰ 79⁰ n 604 93⁵ Ime 692 ihen 647 47 50 7⁰ 7⁰ theit Sa0 inn 504 en So6 der Verse 3 p‚ISISSSSSEe— Zu dir, du Fürst des Lebens 10)2 dir flieh ich 476 dir will ich mich wenden 70⁰⁰ einer festen Zuversicht— ⁴ unserm Gott mit Saitenklang 849 viel bedenken ist wahrlich nicht 796 Zudem ist Weisheit und Verstand 764 Zuletzt müßt ihr doch haben recht 59 wird doch die Gnade siegen o9/ Zum Daͤnke kommt das Bitten 880 Zur Seite will ich hie und dar 67 Zusammen füge Seel und Herz 863 Zwar bleibts nicht aus 855 brennt es schon in heller Flamme 380 es hat mich deine Gnad 666 fühl ich wohl der Sünden Schuld 92s glaub ich, daß viel Seelen 9³⁴ hab ich ihn alle Tage 242 ist es voller Sündenwust 892 kann er aller Christen Mut 566 manchen schönen Segen 880 sollt ich denken, wie gering 67 Zwei Dinge retten vom Verderben 620 gehn und kümmern sich 157 Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemein⸗ schaft des heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen. Die kleine Kirchenlitanei Die kleine Kirchenlitanei Folgende sechs Eingänge stehen zur Auswahl. 1 (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemelne, und der Liturgus spricht:) L. Gecen sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum und hat uns den heiligen Geist gegeben, durch welchen er uns verordnet hat zur Kindschaft nach dem Wohlgefallen sei⸗ nes Willens, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit! Amen. G. Singt ihm, bringt ihm 228 ein erfreulich: Heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth! E. Herr Gott, unser Vater im Himmel! G. Dein Name werde geheiliget; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel; unser täglich Brot gib uns heute; und vergib uns unsre Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung; sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Die kleine Kirchenlitanei Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, bekenne dich zu uns! Herr Gott heiliger Geist, bleib ewiglich bei uns! 8 ⁰ 8 Ehr sei dem Vater und dem Sohn, 22 f dem heilgen Geist in einem Thron! Der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! (ortsetzung s. Seite 9) S II (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemeine, und der Liturgus spricht:) L. Han Herr, Gott, barmherzig, gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der du bewahrest Gnade in tausend Glied und vergibest Missetat, Über⸗ tretung und Sünde und vor welchem niemand unschuldig ist: neige dein Ohr und höre; denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit: Herr Gott, unser Vater im Himmel! G. Dein Name werde geheiliget; dein Reich komme; dein G. Wille geschehe auf Erden wie im Himmel; unser täglich Brot gib uns heute; und vergib uns unsre Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben; und führe uns nicht in ldig est ber⸗ ldig mit auf dein Rich wie in 8 ⁰ 8 ⁰⁰ Die kleine Kirchenlitanei Versuchung; sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraͤft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, bekenne dich zu uns! Herr Gott heiliger Geist, bleib ewiglich bei uns! Du heilige Dreieinigkeit, 2⁴ wir loben dich in Ewigkeit. Amen, Halleluja! Halleluja! Amen, Halleluja! (Cortsehung s. Seite 9) + III (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemeine, und der Liturgus spricht:) Naur dir, Herr, verlanget mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich. Laß mich nicht zu Schanden werden. Ge— denke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht meiner Übertretungen, gedenke aber mein nach deiner Barmher— zigkeit um deiner Güte willen. Herr, erbarme dich unser!(L. Körie, G. Eleison! Christe, erbarme dich unser! Christe, Eleison! Herr, erbarme dich unser! Körie, Cleison! Christe, Erhöre uns!) 8 0⁰ Die kleine Kirchenlitanei Also spricht der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnet, des Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, so zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf daß ich erquicke den Geist der Gede⸗ mütigten und das Herz der Zerschlagenen. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtig⸗ keit; denn sie sollen satt werden. So wollen wir es wagen, 10 an sein Herz anzuschlagen, recht kindlich vor ihn treten, getrost und freudig beten. Herr Gott, unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiliget; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel; unser täglich Brot gib uns heute; und vergib uns unsre Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung; sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Amen, Amen, Amen! 7 Ehre deinem Namen! Ewig sei von uns gepreist Vater, Sohn und heilger Geist! (Fortsetzung s. Seite 9) * S&& Die kleine Kirchenlitanei IVV (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemeine, und der Liturgus spricht:) j. as ist je gewißlich wahr und ein teuerwertes Wort, . daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die 9 Sünder selig zu machen. Er ist uns von Gott gemacht zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. Amen. O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme dich über uns! O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, ö bekenne dich zu uns! O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, gib uns deinen Frieden! Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, g gτ in so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum n Christum. in G. Gelobt sei Jesus, Gottes Lamm, 764 und ewig angebetet! Wie mächtig und wie wundersam sind wir durch ihn errettet! Ach preiset seine Gnad, was lebt und Odem hat, und laßt im Himmel und auf Erd sein Lob erschalln, er ist es wert! ortsetzung s. Seite 9) X ) Wird Eingang IV gebraucht, so folgt Vaterunser und Segen am Schluß. Die kleine Kirchenlitanei V (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemelne, und der Liturgus spricht:) He du ewiger Gott, der du die Enden der Erde ge⸗ schaffen hast, im Meere Weg und in starken Wassern Bahn machst, vor dem die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer und tausend Jahre wie der Tag, der gestern vergangen ist; Herr, Berr, Gott, der du nicht müde noch matt wirst, aber gibst Kraft dem Müden und Stärke genug dem Un—⸗ vermögenden, der du alle unsre Sünde vergibst und heilest alle unsre Gebrechen: Du wohnst in einem Licht, da niemand zukommen kann, und doch bist du nahe allen, die dich anrufen, allen, die dich mit Ernst anrufen. Ach mein Gott, wie mächtiglich d spüret meine Seele dich! Drücke tief in meinen Sinn, wer du bist und was ich bin! Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum beugen wir unsre Kniee vor dem Vater unsres Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden: Herr Gott unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiliget; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel; unser täglich Brot gib uns heute; und vergib uns unste Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben; und führe uns nicht in S (Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemeine.) Die kleine Kirchenlitanei Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Du bist der Herrscher aller Welt, 406 welcher uns ewig Treue hält. Halleluja, Halleluja! * VIY (Fortsetzung s. unlen Eingangsspruch und Sündenbekenntnis. Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Gnadenverkündigung. Das walt, ders verheißt,—3 der Vater, der Sohn und der heilige Geist! (Die Gemeine setzt sich.) Schriftlesung X* Christe, du Zamm Gottes, erhöre uns! Vor Gleichgültigkeit gegen dein Verdienst und deinen Tod, vor aller Irrlehre, vor aller Sünde, vor dem ewigen Tode G. behüt uns, lieber Herr und Gott! *) Wird Eingang VI gebraucht, so folgt Vaterunser und Segen am Schluß. 0 L. 10 Die kleine Kirchenlitanei Deine menschliche Geburt, dein Gehorsam bis zum Tode, deine Marter, Wunden und bittrer Tod, deine Ruferstehung und Himmelfahrt, dein Sihen zur rechten Hand Gottes, dein Wort und Sakrament, deine Wiederkunft in Herrlichkeit tröst uns, lieber Herr und Gott! Wir armen Sünder bitten, du wollest uns erhören, lieber Herr und Gott! und deine heilige christliche Kirche regieren und führen, das Wort vom Kreuze unter denen, die nach deinem Namen genannt sind, allgemein machen; treue Arbeiter in deine Ernte senden; allen Bischöfen, Hirten und Dienern deiner Kirche heil⸗ sames Wort und heiliges Leben verleihen und be— wahren; deinen Geist und deine Kraft zum Worte geben; zum Dienst in deinem Hause die Herzen selbst zubereiten; (unsre Sönode mit deinem Geiste leiten und zu ihren Beratungen deinen Segen geben; das Wort von der Versöhnung bis ans Ende der Tage unter uns erhalten; die Einheit der Kinder Gottes in unserer Brüder-Unität offenbar werden lassen als ein Zeugnis deiner Liebe; alle Kinder Gottes zu einem Geiste vereinigen, daß sie von Berzen einander lieben und im Frieden auf ein em Sinne bleiben. Gib deinem Volke Hütten zu wohnen und offene Türen für dein Evangelium; ö 5 Die kleine Kirchenlitanei wehre allen Argernissen und entferne die Verführer von deinem Volke, sei aller deiner Knechte Licht und Trost unter Christen und Heiden, mache Bahn unter ihren Füßen und spanne ihre Seile weit), auf daß die Fülle der Heiden bald eingehe; segne unsre lieben Gemeinen aus den HBeiden! Erlöse das Volk Zsrael aus seiner Blindheit! Ach, daß auch Ismael YJleben sollte vor dir! Komm, Herr Jesu, zieh uns voran 29⁰ und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan! Uber allen Völkern und denen, die sie regieren, wollest du gnädiglich wachen, ihnen Gedanken des Friedens ver— leihen und unsere Fürbitte für sie alle erhören. Sei du mit unserm Land und Volk. Schenke ihm die rechte Erkenntnis deiner heiligen Zucht und Gnade, damit es sich demütige unter deine gewaltige Hand und sich im Glaͤuben zu dir hinkehre. Hilf unserem Volk zu einer gerechten Ordnung seines Lebens, daß es sich des Friedens und der Wohlfahrt er— freuen möge und deine Gemeinde dir in ungehinderter Arbeit dienen könne. Rüste unsere Obrigkeit aus mit Weisheit und Treue. Laß uns selbst wachen, daß dein Name in unserem Volk und Land geheiligt werde. Lehre uns der Stätten Bestes suchen, wo du uns hast; laß es ihnen wohl gehen. Steure der Zwietracht und pflanze Gerechtigkeit, Wahr— heit und Eiebe. ) Oesaja 54, 2. ) die Mohammedaner(J. Mose 17, 18). G. —— G. 2 Die kleine Kirchenlitanei Erhör uns, lieber Herr und Gott! Wehre allem Tumult und Rufruhr, allem Krieg und Blut— vergießen; bewaͤhre uns vor Feuer und Wassersnot, Hagel und Un⸗ gewitter, vor Seuchen und Hungersnot; laß diese Erde ein Feld sein, das du, Herr, segnest; gib uns und allen Menschen die tägliche Nahrung und Notdurft; nimm auch den Haͤushalt der Gemeine auf dich; laß Haͤndel und Gewerbe unter uns dir geheiliget sein; laß es redlich unter uns zugehen in allen Dingen; segne den Ärbeitsschweiß und die Handwerkstreue; mach uns stets bereit, Liebe zu beweisen gegen jedermann, und laß wohlzutun und mitzuteilen uns nie vergessen. Also wird die Welt erkennen, 167 daß wir deine Jünger sein. Kehre ein in unsre Häuser und Familien; segne und heilige den Ehestand; laß unsre Kinder in der Zucht und Vermahnung zu dir auf— erzogen werden und fülle sie frühe mit deiner Gnade; alle Sehrer der Jugend regiere mit deinem Geiste; gib unsern Schulen und Heimen vor dir Gedeihen; (segne die Unterweisung der Konfirmanden und tue ihnen das HBerz auf;) laß der Jugend Gang gewiß und freudig sein in deinem Wort; gedenke auch der verstreuten Glieder unserer Gemeine und baue sie als lebendige Steine in dein Haus; laß uns allesamt wachsen in deiner Gnade und Erkenntnis und gieß deinen heiligen Geist über alle deine Knechte und Mägde aus. Erhör uns, lieber Herr und Gott! Die kleine Kirchenlitanei L. Du Freund und Liebhaber der Menschen! Hilf allen, die in Not und Gefahr sind; Sei nahe allen, die ihre irdische Heimat verloren haben. Sei du ihr Halt, und laß sie eine neue Heimat finden. ö Die mit Schiffen auf dem Meere fahren, laß erfahren bunz deine Wunder; unsere Reisenden zu Land und See und in der Luft segne und behüte; tröste alle Bekümmerten und Angefochtenen; sei den Einsamen nahe und unterstühe das Alter; sei der Waisen und Witwen Vater und Beistand und ein Versorger der Armen; besuche die Gefangenen und bringe sie zu wahrer Buße, / unschuldig Gefangene mache los und ledig; pfleg auch der Kranken als deiner Geliebten; und wenn du die Menschenkinder sterben lässest, so ge— denke daran, daß du nicht allein für unsre Sünde, vrauf sondern für der ganzen Welt Sünde gestorben bist. 'nade; Ja, du Gott über alles, gelobet in Ewigkeit! werde allen Menschen ihr Beiland, erbarme dich aller deiner j Kreatur; eihnen denn du hast alles durch dich versöhnet zu dir selbst, es sei auf Erden oder im Himmel. deinem G. Erhör uns, lieber Herr und Gott! L. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, und bereite emeine uns zu einer seligen Heimfahrt, 5; erhalte uns mit der ganzen vollendeten Gemeine in ewiger nntnis Gemeinschaft neche und laß uns dereinst bei dir zusammen ausruhen von ö unsrer Arbeit, in deinem Reiche dich rühmen und dir ö dienen in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Die kleine Kirchenlitanei G. Erhör uns, lieber Herr und Gott!!) L.e) Dem Lamme, das geschlachtet ist und hat uns erkauft aus allen Nationen der Erde, dem Herrn, der sich unsere Seelen erworben hat, dem Freunde, der uns geliebet hat und gewaschen von Sünden mit seinem Blute, der für uns gestorben ist zu einem Male, auf daß wir der Sünde stürben, der für uns auferstand, auf daß wir auch auferständen, der für uns gen Himmel gefahren ist, uns die Stätte zu bereiten, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte: dem sei Ehre zu aller Zeit in der Gemeine, die auf ihn wartet und die um ihn her ist, G. von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. L. Schlußspruch. G.) Er, er ist meine Zuversicht alleine, 36 sonst weiß ich keine. L.) Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden! G. In Jesu Namen. Amen. ) Hier folgt Sied, Predigt und Schlußgesang; dann der Schluß der Litanei. 2) Hier kann auch:„O du Gotteslamm' eingefügt werden. 2) Oder: Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alles Vermögen in uns reichlich vermehr! ) Oder: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, G. mit uns allen. Amen. 14 ns eikaust at, aschen von aß wit der ständen, Stätte zu alligen und die auf ihn 5„ 35 dir und sei nd gebe dit aß der Eitanet. n. er Hettz ich demehtl Llebe Gotles nit uns allen, +*// 7—71.— 2— . —* — 7 EE7 2— 241— 7 7—— — 777 + 7 7½ 7 6—. 7ꝗ— —72.— —.— ————— —„ — 225— 5 —— —.— + r. SUr LGrey CorsrosChart Cyan Oreen VEIIoVV Red Magenta Grey 2 Srey 3—. Grey 4 Slach